Morgenausgabe Rr. 215. A 109 45.Jahrgang Böchentlich 85 Bfg., monatlich 3,60 R tmt voraus zahlbar, Postbezug 4,32 m einschl. Bestellgelb, Auslandsabonnement 6,- pro Monat * Der Borwärts" erscheint mochentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abenbausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend", Illustrierte Beilagen Volk und Zeit“ und„ Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Wiffen",„ Frauen ftimme", Technik", Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts". Vorwärts Berliner Boltsblatt Dienstag 8. Mai 1928 Groß- Berlin 10 Pf. Auswärts 15 Pf. Die einfpaltige Ronpareillezette 80 Pfennig. Reflamezeile 5.- Reichsmart. Kleine Anzeigen" das fettge brudte Wort 25 Pfennig( zulässig zwei fettgedruckte Borte), jedes weitere Bort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Bort 15 Pfennig, jedes meitere Bort 10 Bfennig. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Arbeitsmarkt Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigenannahme im Hauptgeschäft Linden ftraße 3, wochentägl. von 8 bis 17 Uhr. Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Berlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Tonhoff 292-297 Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Bostichedkonto: Berlin 37 536. Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Distonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstr. 3 Sündisch, feige, ehrlos... und dumm dazu! Nummer 474 der Flugblätter der deutschnationalen§ 2. Kriegsgerät darf für Inländische Verwendung weder Schriftenverteilungsstelle trägt die Ueberschrift ,, brüstung hergestellt noch aufbewahrt oder gehandelt werden. und Sozialdemokratie". Das Flugblatt zeigt einen bis auf die Zähne bewaffneten Franzosen, der als Boncour bezeichnet wird, und einen Reichsbannermann, der Hör sing darstellen soll mit einer Flagge: ,, Nie wieder Krieg." Nach einigen Tiraden über die angebliche Militärfrömmigkeit der französischen und die angebliche Militärfeindlichkeit der deutschen Sozialdemokraten wird in Bezug auf das Verhalten der letzteren gesagt: Das ist hündisch, feige, ehrlos und dumm dazu! Ein anftändiger deutscher Mann sagt„ Pfui" dazu! und wählt deutschnational Liste 2! Soweit die deutschnationale Poesie. Lassen wir nun die Broja sprechen Bor etwa zehn Monaten, am 6. Juli 1927, hatte der Reichstag über ein„ Gefeß über Kriegsgerät" zu beschließen, das ihm non der Bürgerblockregierung Hergt- keudell Schiele Koch zur unveränderten Annahme vorgelegt war. Dieses Gesetz Lautet in feinen beiden ersten Baragraphen: § 1. Die Ein- und Ausfuhr von Kriegsgerät jeder Uri ( Waffen. Munition und sonstigem Gerät) fowie feine Her. ftellung für die Ausfuhr ist verboten. eine scharfe Protestrede gegen das Gebot der Entente, In der Beratung hielt der Redner der Sozialdemokratie auf das dieses Gesetz zurückzuführen war. Er bezeichnete als Zweck dieses Gesetzes die, brüstung Deutschlands bis zur Nadtheit", während alle anderen Staaten gerüstet bleiben. Er erklärte es für äußerst ungerecht, daß Deutschland allein seine Souveränität auf militärischem Gebiet preisgeben müsse, während die anderen die ihre beibehielten. Er erklärte, daß die Sozialdemokratie die all gemeine Abrüstung erstrebe, dieses einseitige Gesetz aber nur unter dem Drud einer außenpolitischen 3wangs lage annehme. Was taten die Deutschnationalen? Die Deutsch. nationalen hielten das Maul und nahmen das Gefeß, das ihnen ihre Regierung vor gelegt hatte, einfach an. Sie hielten das Maul. Jeßt reißen sie es flafterweit auf: ,, Das ist hündisch, feige, ehrlos und dumm dazu!" ,, Ein anständiger deutscher Mann fagt Pfui dazu!" Das meinen wir auch! Der Bauernschwur von Karlsburg Kampf ohne Unterlaß!- Standrecht in Bukarest. Butareft, 7. mai.( Eigenbericht.) es fein friedliebenderes und arbeitsfreudigeres Land gibt als Die große rumänische Bauernfundgebung bei Alba Julia Rumänien. Ich wußte außerdem, daß es tein ernstes fo. ( Karlsburg) hat die Bezeichnung Nationalversammlung ziales Problem gibt, das einer revolutionären Agitation als be's rumänischen Boltes angenommen. In dem Schwur Grundlage dienen könnte. Es gibt offenbar eine Opposition, die der Bolksversammlung heißt es, daß der Kampf gegen die ungefeh- möglichst bald zur Macht gelangen möchte, aber ihre Agitation liche Reglerung ohne Ermüdung, mit allen Opfern, in allen Städten ist ganz oberflächlich. Karlsburg fonnte unter diesen Umständen und Dörfern des Landes geführt werden soll. Die gegenwärtige nur das sein, was es war, nämlich eine mehr oder weniger 3 a hizahl Regierung sei ungefeßlich und es sei berechtigt, fich aller Mittel zur reiche Bersammlung, die in einer mehr oder weniger Entfernung eines solchen Regimes zu bedienen. Die„ Nationalver- heftigen Entschließung gipfelte. Die Ereignisse haben die Vorhersage fammlung" spricht der gegenwärtigen Regierung vollkommen bestätigt. Die Regierung setzt ihre Arbeit des Aufbaues jedes Recht ab, im Namen des Landes zu handeln und fordert und Fortschrittes fort, und es wäre ein für allemal zu wünschen, von der Regentschaft die Entfernung der gegenwärtigen Regierung daß man aufhöre, dieses Land, das von allen es umgebenden und die Ernennung einer Regierung der nationalen Bauernpartei Ländern seit dem Kriege das ruhigfte war, in regelmäßigen Abmit Maniu als Präsidenten. Die nationale Bauernpartei habe um ständen vor der Weltöffentlichkeit als einen Herd der Unordnung und fo mehr Veranlaffung, gegen die gegenwärtige Regierung vorzu- der Revolutionsgefahr hinzustellen. gehen, weil ihr Berhalten mit dem monarchischen System identifiziert wurde und weil in einer Zeit, wo überall die Monarchien zusammenbrachen, sich diese Staatsform nur hallen könne, wenn die Volksmassen davon überzeugt find, daß sie ihren Intereffen am beffen entspräche. Aus Rumänien kommen sonst über den Bauerntag von Alba Julia( Karlsburg) und seine Folgen nur Regierungsmeldungen, wie die, daß der Bauernführer Maniu dem Regentschaftsrat in Bularest die, daß der Bauernführer Maniu dem Regentschaftsrat in Bukarest die beschworene Kampfentschließung der 200 000 erst nach dem Nationalfest am 10. Mai werde persönlich überreichen können, weil ihm vorher nicht Audienz gegeben werden foll! Eine Budapester Meldung sagt, daß der Schnellzug aus Sieben bürgen mit einer zweistündigen Verspätung in Lötöshaza eingetroffen ist. Die Ursache der Verspätung lag darin, daß der Zug bei Tövis durch die von der Karlsburger Bersammlung zurüdflutende Menge aufgehalten und zum Stehen. bleiben gezwungen wurde, da die Menge verlangte, daß der Zug seinen Weg nach Arab nicht fortsetze, sondern sie nach Bufarest befördere. Die Gendarmerie trat dazwischen, und es gelang nach zweistündigem hartem Kampfe die Menge zurückzudrängen, so daß der Zug seinen Weg nach Löföshaza fort jezen tonnte. Aus Bufarest wird offiziös gemeldet: Die letzten Teilnehmer an bem Kongreß der Nationalen Bauernpartei haben Karlsburg und Umgebung in guter Ordnung verlassen. Um das Abströmen der Teilnehmergruppen zu erleichtern, hat die Regierung einem ihr vorgetragenen Wunsche gemäß einige Sonderzüge zur Berfügung gestellt. Stadt und Kreis Karlsburg bieten mieder den gewöhnlichen Anblid. Die Regierung höhnt. Der Innenminister Duca fagte einem Bertreter der Agentur Orient- Radio: Als ich von einer Revolution in Rumänien fprechen hörte, und als ich die Beunruhigung sah, die in gewissen ausländischen Kreisen in dieser Hinsicht herrschte, fonnte ich mich eines Sädelns nicht ermehren. Ich fenne mein Land und meiß, daß Der aufdringliche Carol. London, 7. Mai.( Eigenbericht.) Russisches, Wirtschaftswunder, Dder der verschwundene Mehrwert. Von Wladimir Wontinsky. Ein Unternehmer hat gewöhnlich zwei Maßstäbe, um die Lage seines Betriebes zu beurteilen: wenn es sich darum handelt, Steuern zu zahlen oder einen Tarifvertrag zu revidieren, macht er sich arm und flein; wenn er aber um scheinen. Der Sowjetstaat als Unternehmer ist mit Steuern Kredite wirbt, läßt er seine Bilanz im günstigsten Licht ernicht allzu sehr belastet, die Steuern, welche die Trusts aufbringen, dienen hauptsächlich dekorativen Zwecken, weil sie um das Mehrfache durch staatliche Dotationen übertroffen werden. Den doppelten Maßstab den Arbeitnehmern und den Kreditgebern gegenüber haben sich aber die Sowjetwirtschaftler angeeignet: im Inlande verschweigen sie die Schwierigkeiten und Mißerfolge nicht, in den für das Ausland bestimmten Veröffentlichungen und Aeuße rungen tragen sie einen beneidenswerten Optimismus zur Schau. Diese doppelte Bertung-die eigentlich den Leitern der Somjetwirtschaft nicht vorzuwerfen ist erschwert eine unparteiische Beurteilung des Wirtschaftssystems der Sowjets ganz erheblich: will man ein voreingenommenes Urteil Shifn" und im" Trud" alles, wonach man sucht, sei es auf Zitate stüßen, so findet man in der Ekonomitschestaja um dieses System zu verherrlichen, sei es um es herunterzureißen. Es liegt auf der Hand, daß man damit bei der Beurteilung des bolfchemistischen Experiments nicht weit kommt. Was ist aber der Gegenstand dieses Experiments? Wenn man vom Experimentiren" spricht, so meint man immer, daß es eine Frage gibt, die geprüft werden muß. Welche ist also die Frage, auf die die Sowjetwirtschaft Antwort gibi? Man nimmt häufig an, daß es sich hier um eine Prüfung der Möglichkeit einer vergesellschaftlichten Produktion, einer Produktion ohne Privat unternehmer handle. Wir können diese Auffassung- die viele angesehene Anhänger hat nicht teilen. Die Möglichteit einer von der öffentlichen Hand geleiteten Produktion ist schon lange durch die Praxis bewiesen. Die öffentliche Wirtschaft d. h. eine Wirtschaft, aus der die privaten Kapitalisten ausgeschaltet sind und deren Richtlinien nicht durch die Gewinnsucht, sondern durch die Interessen und Bedürfnisse der Allgemeinheit bestimmt werden, hat gerade in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte ge= macht. Gegenwärtig hat sie in Europa in Gestalt von staatlichen Eisenbahnen, kommunalen Kraftwerken und anderen Betrieben, Genossenschaften usw. einen solchen Umfang erreicht, daß sie ihr Gepräge dem gesamten modernen Leben aufbrückt. Ende 1927 das Nominalkapital aller Attiengesellschaften Nehmen wir z. B. Deutschland. Hier betrug rund 17,5 milliarden Mark( ohne Doppelzählungen), wobei an diesem Kapital auch die öffentliche Hand ganz beträchtlich beteiligt war. Daneben steht die Reichseisenbahn - eine rein öffentliche Unternehmung mit ihrem Kapital Don 26 Milliarden Mark. Auf die öffentliche Hand entfallen in Deutschland 76 v. H. der Erzeugung des elektrischen Stromes für den Verkauf. Das gesamte Kreditsystem des Die Meldung, daß Erkronprinz Carol von Rumänien zwei Reiches, sowie seine Kohlenwirtschaft sind der öffentlichen Kontrolle unterworfen die zwar bis jetzt schlecht ausFlugzeuge gemietet hat, um nach Rumänien zurückzufliegen, dementiert er. Demgegenüber stellt man amtlich fest, daß am Sonne geübt wurde, hoffentlich aber in der nächsten Zeit einen abendnachmittag auf dem Flugplay Croydon zwei Flugzeuge mit anderen Charakter annehmen wird. Etwa dreiviertel des dem Bestimmungsort Bufarest gemietet worden sind, in denen Wohnungsbaus in den deutschen Städten sind in den letzten offenbar der Erkronprinz mit Gefolge nach Rumänien zurückzu- Jahren von den öffentlichen Körperschaften tehren dachte. Da die britischen Behörden Zweifel darüber empfan- finanziert werden. Rückfehr in seine Heimat" sei, hätten sie die nötigen Schritte unterden, ob der Erfronprinz im Befiße der nötigen Papiere zur nommen, um den Abflug zu verhindern. Unterdrückungsmaßnahmen. Belgrad, 7. Mai.( TU.) Nach Meldungen aus Bukarest sind fämtliche ausländische Jour. nalisten, die sich mit Maniu und den Bauernmassen aus Karlsburg nach Butare ft begeben wollten, an die Grenze abgefchoben worden. Weitere Meldungen besagen, daß in Bukarest Militär und Bauern aneinandergeraten felen. Die Truppen feien in Bereitschaft und hätten alle nach Bukarest führenden Straßen Bereitschaft und hätten alle nach Bukarest führenden Straßen befeßt, um den Anmarsch der Bauernmassen zu verhindern. Ueber Bukarest fei das Standrecht verhängt worden. Die Regie rung hoffe, noch in legter Stunde der Lage Herr zu werden. Maniu, der gestern nachmittag im Automobil von Karlsburg nach Butareft abfuhr, um dort die Kongreßbeschlüsse dem Regentschaftsrat vorzulegen, ist von einer großen Schar seiner Anhänger auf 600 Laftautomobilen begleitet. In Bukarest soll der Berichterstatter eines großen Berliner Verlages verhaftet worden fein, ebenin der Chefredakteur Laranu som beverul", In England, im Lande des klassischen Liberalismus, fieht man das Kommen einer entscheidenden Einwirkung des Staates auf das wirtschaftliche Leben voraus. In Wien haben unsere Genossen, froß dem Widerstande der reaftionären Bundesregierung, auf dem Gebiet der auf Bedarfsdeckung eingestellten fommunalen Wirtschaft wirklich Mustergültiges geleistet. Dieses alles erübrigte das fostspielige Moskau- Experiment, falls es nichts anderes, als die Möglichkeit der Produktion ohne Privatkapitalisten beweisen sollte. Eigent lich war diese Frage schon durch die Entwicklung der riesigen Attiengesellschaften und Konzerne gelöst, die von fachfundigen Fachleuten verwaltet werden und in denen der Eigentümer Eigentümer der übrigens nicht immer festzustellen istfeine ausschlaggebende Rolle spielt. 3ft es nicht eine Selbstverständlichkeit, daß ein Stab von geschulten Fachleuten den Betrieb eines Staates, einer Gemeinde oder irgendeiner anderen öffentlichen Körperschaft ebenso gut leiten fann, wie ein Betrieb, der den Aftionären gehört? Und dennoch will man glauben. die Tatsache selbst sei höchft bemerkenswert, daß in Rußland ohne Brivat fapitaliſten die Züge verkehren, die Schornsteine rauchen, die Kraftwerke funktionieren, in den staatlichen Läden ver schiedene Waren wenn auch nicht immer zu laufen find. Das nennt man: Wirtschaftswunder. Wir fehen aber nicht ein, worin hier eigentlich ein Wunder besteht. Wenn Deutschnational? Deutsch national! Lüge und Gemeinheit in der Wahlagitation. man in Sowjetrußland. das man gemäß einer alten Ge- wohnheit. als ein Märchenland betrachtet, ein Wunder durchaus entdecken will, so wäre es im folgenden zu ersehen: Rund 3 Millionen Arpeitcr, Arbeiterinnen und Ange- stellte, die vor dem Kriege von Privatkapitalisten beschäftigt wurden, haben jetzt den Staat zum Arbeitgeber. Sie arbeiten meistens in denselben Gebäuden und mU denselben Maschinen, wie vor der Revolution Die Intensität sowie die Produktivität chrer Arbeit soll die alte geblieben sein, ebenso wie der Reallohn den sie erhalten. Bor der Revo» lukion bildete ihr Lohn nicht mehr als die Hälfte— . eher einen etwas kleineren Teil— des von ihnen erzeugten Wertes. Der andere Teil wurde als Mehrwert von den Kapitalisten angeeignet uhd.einerseits für den eigenen Lu�cusoerbrauch, andererseits für die Erweiterung der Bc- triebe(Neuinoestierungen) verwendet. Jetzt verfügt der also schematisch— in deutschem Gelde— wie folgt darstellen: »r— mittels der Preisschere— die erzeugten Waren und vermehrt auf diese Weise den ihm zukommenden Mehrwert. Oer Kreislauf des Wertes in der Sowjetindustrie läßt sich also schemttisch— in deutschem Gelde— wie folgt darstellen: 3 Millionen Arbeiter erhalten monatlich— im Durch» lchnitt— je 100 Mark(mit einer Kaufkraft wie in Deutsch- 'vndj. was insgesamt im Jahre 3,0 Milliarden Mark aus- Fracht. Der von ihnen erzeugte Wert müßte etwa das Doppelte, d. h. rund 7 Milliarden Mark im Jahr betragen. Durch die Valorisierung(beim Umtausch gegen die Erzeug- nisse der Bauern) dürfte er etwa auf 10 bis 12 Milliarden Mark gebracht werden. Als Mehrwert konnte also der Staat etwa 0 bis 8 Milliarden Mark jährlich realisieren. D. h. die Kapitalbildung dur� f in der Sowjetindustrie(abgesehen von den Bauernwirtschaften und städtischen Privatunternehmungen) mit verblüffender Ge- schwindigkeit vor sich gehen! Woher stammt dann die be- rüchtigte Kapitalknappheit, welche die Sowjetregierung Zwingt, die alte kapitalistische Welt um Anleihen und Kredite zu ersuchen? Die große Frage ist: Wo bleiben eigentlich die als Mehr- wert aus den Arbeitern gepreßten Milliarden? Die Antwort lautet kurz: Nirgends! Das wirtschaftliche Wunder der Sowjets'ist eben, daß in Rußland der aus den Proletariern sowie aus den Bauern ausgepreßte Mehrwert dem Ausbeuter, d. h. dem Staate, n i ch t zugute kommt,— er wird durch die unzweck- mäßige Wirtschaftsorganisation verpufft, welche die Arbeit ihrer mertblldenden Kraft, d h. ihrer gesellschaftlichen Nütz- lichkeit beraubt. Der Aufbau für solch"? Bildungen zweifel- hasten wirtschaftlichen Nutzens wie die obligatorischen kom- munistischen Zellen ist nur eine Art'dieser Berpusfung. Noch viel wichtiger ist die Wirkung des Bureaukratismus, der Politisierung, des polizeillchen Spitzeltums(Donverhaf- hingen!) und die Methoden der Führerauslese in der Wirtschaft, die einen Stab von Betriebsleitern schaffen, die am allerwenigsten ihren Aufgaben gewachsen find. Als man Felix Dscherjinski. das Haupt der all- rusissiiche Tfcheka. an die Spitze der gesamten Sowjetindu- strie sowie de? Verkehrs stellte, war das kein Zufall: ein Mensch, der Jahre hindurch unermüdlich die Gesängnisse füllte und die Gefangenen erschießen lieh, sollte alle Eigen- jchaften erworben haben, die ffh eine erfolgreiche Leitung des wirtschaftlichen Leben� erforderlich sind..'.'s Damit werden die ganz besonderen Bed'nqungon, unter .welchen das„Sowjetexperiment" stattfindel. ausreichend gekennzeichnet. Die kläglichen Ergebnisse dieses Experiments Koben d'e Unmöglichkeit der öffentlichen sverstoatlichten oder vergesellschaftlicknen) Wirtschaft keinesmegs bewiesen. Sie zeigen nur, daß ein Staat obno Freiheit und Demokratie, sich auf gewaltige Diktaturmethvden stützend, weitgehende wirtschaftliche Aufgaben nicht lösen kann, und wenn ein solcher Staat durch seine Behörden die PrivätkapitalisteN ersetzt, so geschiebt dieses zum Nachtell des Volkes(vor allem der Arbeiterklasse) und hat eine Hemmung des wirtschaftlichen Fortschritts des Landes zur Folge. Das ist die klägliche Lehre des gepriesenen Wirtschafts- wunders der Sowjets! Etternbeiraiswahllen in Hamburg. Glänzender Steg der sozialdemokratischen Liste. Homburg, 7. INoi.(Eigenbericht.) Die Hamburger Elternbeiratswohlen endeten mit einem vollen Erfolge der Sozioldemokratte. Bach dem vorläufigen Gesamtergebnis baden erholten: Die eiste Schot- fort schritt(Soz.) tZt7 Sitze, der Evangelische Ettcrnbund (Dnal.) SS4 Sitze, Liste Ausbau(Dvp.) 2 Sitze. Liste Ausstieg(Dem.) ll Sitze, proletarischer Schulkamps(Somm.) IZS Sitze. Aus Schul- .listen entfielen 279 Sitze und auf Sonderlisten l9. Es fehlen noch die Ergebnisse von 4 höheren Schulen. 12 Volksschulen. 25 Landschulen und einigen privatschulen. Ein genauer zisserumäßiger vergleich mit den Ergebnisjen von 1026 ist daher nicht möglich. E» kann nur allgemein sestgeslellt werden, daß die Sozial- dcmokralic bei den höheren Schulen ihre bisherige Alandoiszahl um rund 25 pro,., bei den Volksschulen, wo sie schon immer die absolute Mehrheit Halle, um 10 pro,, gesteigert hat. Geradezu kalaslrophal ist der Zusammenbruch der Liste der Deutschen v o l k s p a r« e i. die von 1«? Sitzen des Zahres 1026 bisher nur 2 Sitze erhallen hat. Auch die demokratische List« hat nur ein Drittel des bisherigen vcstandcs erreich«. Das Wahlrecht der Dummen. Wähler, die die Deutschnationalen entrechten wolleu. In der Zeitschrift„Deutschnationaler Bund der Haus- Wirte" wird gegen„das Wahlrecht der Dummen" Sturm gelaufen und ihm ein„vernünftiges Wahlrecht" gegenüber- gestellt. Es heißt da wörtlich: „Zunächst muß die Unersahrenheit ausgeschaltet werden durch .h e ra uff r tz e n des Wahlaltere ä u f 3 0 Jahre. Sodanu muß dos Frauenmahlrecht befeitigt werden, da dieses nur die Äiimmsnzohl verdoppelt und die Wahlen verteuert. Jrauen haben hi der Politik nichts zu suchen. Endlich muh die Dummheit ausgeschaltet werden durch Einführung einer Wahl- Prüfung über Wirtschastsfragen. Nur wem, diese drei Be- dingungcn erfüllt sind, können wir wieder zu vernünftigen Zu- ständen gelangen." Der Artikel gibt mit erfreulicher Offenheit die ge- Heimen Wünsche der Deutschnationalen wieder. Ihr Ideal bleibt das Preußen des D r e i k l a f f e n w a h l r e ch t s. Deswegen schreien sie auch jetzt in alle Welt hinaus: „WähU Deutschnational:" Die große Kloake der deutschnationalen Wahllüge speit täglich Massen von Papier aus. bedruckt mit verlogener Hetze gegen die Sozialdemokratie. Arbeiterfang heißt die Porole. Der Haß gegen die Arbeiterschaft bricht jedoch durch. Gestern abend schrieb in der großagrarischen „Deutschen Tageszeitung" Herr W. A.: ..Der gute Staatsbürger, man kann ihn auch den erst- t l a s s l g e n nennen, kennzeichnet sich in seiner Mass« und tn seinen besonders qualifizierten Exemplaren viel« fach dadurch, daß er in wohltuender Bescheidenheit von dem Recht auf Arbeit keinen übertriebenen Gebrauch wacht. Er weiß, was er«benfowohl den �Errungenschaften der Nevolution" wie den republikanischen Gesetzen schuldig ist. Und der höchstens Achtstundentag ist ihm«in Palladium, in dem sich seine Treue zur Republik täglich aufs neu« spiegelt. Soweit sich ihm besondere Gelegcicheiten bieten, in solcher KordiNaltugend womöglich sich noch selber z» Übertressen, sei es am 1. Mai oder am 11. August, oder am 0. November, macht er davon mit Stolz und zuweilen o l t o- holi ich gesteigerter Begeisterung Gebrauch Aber er macht, soweit er irgend kann, auch durch sein sonstiges Dasein eine augenfällige Reklame für seine Republik, wie er sie aus- faßt, indem er, selbst genießend, dem zweitklassigen Staatsbürger vor Augen führt, welchen B o r t« i l es be- deutet, erstklassig zu sein. Zu solchem Anschauungsunterricht dient nicht nur die Futterkrippe, an deren Berlängerung und Ber- breiterung unter den, Motto„Demokratisierung der Berwaltung" eifrig gewirkt wird, es dient dazu u. a. auch jener neue immer- hin seinen Mann nährend« Berus, der sich aus dem zu erwartenden � Mißbrauch der Arbeitslosenversicherung schnell und sicher entwickelt Hot. Di» Republik den Republikanern: die Rechl«, die Macht, den Einfluß und selbstverständlich die größte Schnauze für die Erstklassigen, die Pslichten, das Steuerbezahlen und die zwar urfprüng- lich reaktionäre,, aber heute sehr demokratisch zweckmäßige Mah- nung: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht! den Zweitklassigen. Zwar eine litzliche Frage bleibt oisen: was geschieht, menii sich die erstklassigen Staatsbürger rapide vermehren sollten und die andere Sorte sich ebenio rapide vermindert> Vorläufig ernährt ja noch die eine die a n d e r e,- vorläufig kann man daher noch die Futterkrippe in ihren verschiedensten Formen nach allen drei Dimensionen hin vergrößern. Aber wenn dir altmodischen Auffassungen von Arbeit und Pflichtersüllung und ähnlichen Dingen immer mehr verschwinden, wo soll dann für die Futter- krippe die Füllung herkommen? Es handelt sich also für unsere' erstklüsiigeN Potentrepublikaner hier um das allerernsteste aller Probleme, nämlich um die Sicherung ihrer Ernäh- r u n g? b a s i s." D a s i st e ch t! So denken die Deutschnationalen, wenn sie ausnahmsweise einmal nicht lügen! Die Arbeiterschaft eine faule, arbeitsuiuvillig«. besoffene Bande, die von den Deutschnotionalen ernährt wird, ihre Führer Futtertrippen- jäger, ihre. Fest». alkohostsckie Begeisterung. Besten Dank. Herr W. A.. Mr das Geständnis einer schönen deutschnati». nalen Seele! � Das ihre Flugblätter erzähle.,. In einem deulschnationollen Flugblatt heißt es: „Wir rufen die Arbeiter, denn rmr sind davon durchdrungen. daß die Arbeiterschaft als gleichberechtigtes Glied in die Volksgemeinschaft eingerecht werden muß und zu mal in Zeiten der Not der besonderen Fürsorge des Staates bedarf." Daher auch die schamlose Hetze gegen die Arbeitslosen- Versicherung, von dem„immerhin feinen Mann ernährenden Beruf, der sich aus dem Mißbrauch der Arbeitswfenversiche- rung schnell und sicher entwickelt hat"— siehe„Deutsche Tageszeitung". Ein deutfchnationales Flugblatt„Deutsche Frauen, was wird aus euren Kinder n". zählt das grauen- volle Kinderelend auf. dos die Folge von Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit ist. Seine Schlußfolgenmg lautet: 51 Parteien! Oer vernünftige Wähler kennt nur eine Partei: die Sozialdemokratie. Der amtliche Stimmzettel für die Reichstagswahl ist gestern vom Leichswahlleiter endgültig festgestellt worden. Er enthält Zl Parteien. weil mehr al» die Hälfte davon sind bedeutungslose Splitter- Parteien. Di« Sozialdemokratisch« Partei steht an der Spitz« de» Stimm- Zettels. Die Parole für den 20. Mai lautet: alle Stimmen aus Liste lt Wie Völkische den Wahttampf führen. Militärische„Sport"-Zeste/ Herr v.«lvenoleben-Arenodorf ist auch dabei/ Wüste Beschimpfungen Stresemanns. Charakteristisch für die Art und Weise, wie die Völkischen in der Provinz arbeiten, sind folgende Tatsachen: Am 20. April haben tn G e o r g e„ t h a l, im Regierungsbezirk Frankfurt a. d. O.. die Stahlhelm er und Wer- wölf« aus Falkenhagen. Sieoersdorf, Zllt-Madlitz, Georgenthal, Arensdorf. Heinersdorf, Steinhöfel und Fürstenwalde in höhe von 200 Mann«in„Sportfest" abgehalten. Dieses„Sportfest" be- stand aus Schießen mit 6- Millimeter- Kleinkaliber- ge wehren und aus anderen sportlichen Veranstaltungen, die von dem Sportlehrer Müqz aus Frankfurt a. d. O. als Nach- folger des aus dem Fcniemordprozeß berüchtigten früheren L« u nants Appel, der sonst bei diesen Veranstaltungen fungierte, abgehalten wurden, Später brach mgn nach Arensdorf auf. wo im Saal des Gastwirts Weinberg eine Versammlung ab- gehalten wurde, auf der Herr von Alven»leben die Per- sammelten begrüßte und dem Bersammlixngsredner, de«, radikalen völkischen Propagandisten und Putschstei, von Oppen,, das Wort erleilie. Bon Oppen stellte u. a. einen Vergleich zwischen den früheren und heutigen Ministern an. Der frühere Reichspoftmimster '„hier Not und Elend—- dort Verschleuderung von Staat?< Mitteln!" ' Dos von der P a n z e r k r e u z o r P a r t e i! Das Flugblatt schildert die Kindernot: .„In einem einzigen Berliner Bezirk kommen 7380 Kinder regelmäßig ohne erstes Frühstück zur Schule: 650 bekamen in diesem Winter kein marmcs Mittagessen: 1238 waren ganz unzuretchenb bekleidet." Es waren die D e u t f ch n a t i o n a l c n. die rnit dem Burgerblock den künftigen Fortfall der Mittel für Kinder- fpeifungen beschlossen haben, es waren die Deutsch- nationalen, die die Mittel für ein neues Pai�erschiff bewilligten, das dem deutschen Volke 80 Millionen kosten wird! Wie sagt das deutschnationalc Flugblatt:„Hier Not und Elend, dort Verschleuderung von Staatsmitteln!" Und hinterher die Krokodikströnen deutschnotionaler Wahldemagogie über dos Elend der Arbeiterkinder, die Opfer der Bürgerblockpolitik! Futterkrippe? Noch ein deutschnationales Flugblatt, getreu wieder- gegeben: Futterkrippe? Die Republik ist ein teures vergnügen leuer für den Steuerzahler ein Vergnügen für gesinnungstüchttge Republikaner Eine kleine„Verbrauchs" statistik beweist es: FrattwnSilürk- im Min'slerverbrauch BersorwmzS- letzten Reichstag im Reich- auslichte» vemokroirn... 32 3k?![% Zentrum.... 09 43 62 /» Sozialdemokraten. 131.. 40 30 l0 I Dagegen Dentschnaiionale Battepariei 110 Adgeoednet« 6 Minilllr) Dazu eine Feststellung: 185 6 M i n i sie r. Staats? f e k r e tä r e. G e n e r ä l e' u n d A sim i r ä l e erhalten Penstonen und Wartegelder im Betrage von 24 Millionen Reichsmark. Das sind die sogenannten.�Jroßpeusionäre". 1752 davon hohe Offiziere und 104 zivile Pensionäre. 1525 Generäle. 120 Admiräle, 74 Obersten usw. beziehen Pensionen bis zur Höhe von 18 000 Mark. Dazu kommen 31 680 ehemalige kaiserliche Offiziere und 5208 Beamte des früheren kaiserlichen Heeres, die ebenfalls. wenn auch mit geringeren Pensionen, zu versorgen sind. Die Gesamtausgabe für sie und die GroßpensionSre beträgt jährlich 241 Millionen Reichsmark. Zu erster Linie stehen die fürstlichen Peasiovsempfänger u. a. Prinz Heinrich von Preußen, Großadmiral a.D„ mit 1SSL3 OL Prinz Oskar von Preußen, Oberst a. D.....*? 200• Prinz zu Schleswig-Hotsteiu-Glücksburg. Seueral- major a.D...............„ 0000 m Prinz Eitel Friedrich von Preußen. Geuerakmajor a. v................. 9930» Prinz zu Lippe-Weißenfels. Generalmajor a.v..» 13023» ttronpriuz Rupprecht von Bayern, Geueralfeld- Marschall..............» 16347 m Das sind die wahren Nutznießer der„Futterkrippe". Bon den 104 Zivilpensionsempjänaern waren 60 ehemals Reichskanzler und Minister und 44 Staatssekretäre. Bei näherem Zusehen stellt sich aber heraus, daß der größte Teil von ihnen aus der Zeit vor der Stoatsumwälzung stammt. darunter 31 ehemalige Reichskanzler und Minister. Von den 16 Sozialdemokraten, die feit der Revolution als Reichsminister amtiert haben— das Flugblatt spricht von 40— beziehen nnr d r e i Pension. Die Männer des alten Regimes. Wilhelms Minister und Generale, die Kronprinzen und Prinzen sind ein teures Vergnügen— für die Republik. von Podbielski sei verdächtigt worden, Gelder au? einen» linternehmen erhalten zu haben. Obwohl seine Unschuld nachher be- wiesen wurde, mußie er seinen Abschied nehmen, denn der Kaiser hätte damals gesagt:„Auf meine Minister darf auch nicht der Schatten eines Makels fallen" Heut« jedoch mär« Strefemann immer noch Minister, obgleich es bei ihm noch ganz anders wäre als bei Pod, bielfki." Die Völkischen sind ebenso feine Leute wie die Deutfchnattonalen. Ihr« Wahlagitation erschöpft sich in der Verleumdimg: unser« Gegner sind alle korrupt— nur wir nicht! Herr von Oppen ist übrigens der Schwiegervater des Herr» von Keudell, des Kollegen Stresemanns im Reichskobinett, Zrauenwahlrechi in England. Vom Unterhaus in dritter Lesung angenommen. London. 7. Mai.' Dos Unterhaus nahm den Gesetzentwurf, der den Frauen in gtcicher Dteifc wie den Männern nom 21. tebenxzahr an da» Stimmrecht gewährt, ohne Debatte in dritter Lesung an. Die Kämpfe von Tsiuaufu. Gegenseitige Beschuldigung. Die südchinesksch.japamschen Stroßeirkämpf« in T s i n o n f a haben den Japanern, nach Angabe ihres Konsuls, foigende Verlust« zugefügt: lS Tote. 13 Verwundete. Bierzehn japanisch« Zivilpersonen, unter ihnen einige grauen, wurden ge- tötet, viele verwundet. Mindestens SO Häuser wurden geplündert. Die Feindseligkeiten haben aufgehört, aber es fallen hier und da noch einzelne Schüsse. Die Behauptung der Japaner, daß sie überfallen worden seien. gibt Tschiangkaischek ihnen zurück und sagt ihnen nach, über tausend Zivilpersonen getötet zu haben: er beschuldigt die Japaner vor der Welt der größten Brutalität. J ' J Die„Bremen" als � � � � � Köhl: ,Oie Deutschnationalen scheinen mein Klugzeug mit der Arche Noah zu verwechseln, aber die»Bremen-' ist nicht groß genug, um alle Ochsen und Esel aufzunehmen.- DieLaufbahn desHerrnv.Keudell. Neuestes Hindernis: Lieber das Deutsche Museum gestolpert. München, 7. Mai.(Eigenbericht.) In i>er Jahresversammlung des Deutschen Mu- seums in München, an der, wie immer, die Reich», und Landes- regierung, zahlreiche Gelehrte per Technik und der Noturwisien- schaften und in besonders großer Zahl führende Industriell« teil- nehmen, ließ sich das Reich an erster Stell« durch den Innenminister 0. Äe 11 d« II vertreten. Es ist bezeichnend, daß bei der. Erledigung der Repräsentationspflichten gerade der deutschnational« Minister der einzige war, der unangenehm ausfiel, indem er«» für notwendig erachtete, seiner Begrüßungsansprache einen poli- tischen Akzent zu geben. In einer am Vortage gehaltenen Red« waren'auch die Wittelsbacher und der Flüchtling in Doarn als ehemalige Forderer des Deutschen Museum« �tirz�geWMiU worden. Da» gab dem Reichsinnenmimster v. Keude�-.chÄ dsr offiziellen Sitzung am Montag da» Stichwort, um ä u» dr ü ck l ich„im Flamen der R« ich s r e g i« ruuzg� zu erklären,. er habe es besonders dankbar empfunden, daß neben der fter- vorhebung der unvergänglichen Verdienste de» bayerischen Königs auch des deutschen Kaisers gedacht worden ist. Seudell hatte offenbar erwartet, daß fem monarchisches Bekenntnis gerode in diesem Kreise und an dieser Stätte einiges Echo finden würde. Als sich aber kein« Hand zum Bei soll rührt«, sondern im Gegenteil allseits Beklommenheit sich hreit machte, eiste der 5?err Reichsvertreter in paar zusammenhanglosen Sätzen zu einem schnellen würdelosen Schluß seiner Rede. Und noch ein Hindernis: Oer Reichsinnenminister gegen das Reich! München. 7. Mai.(Eigenbericht.) Sein« offizielle Anwesenheit in München als Vertreter der Reichsregierung bei der Jahresversammlung des Deutschen Museums benutzte der deutschnational« Innenminister v. Keudell. um als Attraktion in einer dsutschnotionolen Wahlversamm- lung auszutreten. Seine 4ä-Miwitenr«de war ein einzige» Kam- pliment für die reattionäre Tätigkeit der bayerischen Regierung,?« die Deutschnationalen ststs dankbar dafür sein werden, daß sie sich in allen wesentlichen Gründsatzfrage» der inneren und äußeren Po- litik in gemeinsaWer Ueb.ereinftimmung befunden hätten. Er per- sönlich empfinde b e s a ndc r e Dankbarkeit dafür, daß die bayerische Regierung in der o g« d es Rotfron iverbptes sich an seine Seite gestellt habe.' Es fei seine innerste Ueberzeugung, daß' die Ausrechterholtuisg der bayerischen Eigenart und Eigenstagt. lichtest«ine der wesentlichsten Voraussetzungen für das Gedeihen des Deutschen Reiches darstellt. Durch den Eiuheitsstaai würde lediglich eine weitere Aufblähung de» Reichsap parate? und eine Verstärkung der Allmacht der Relchsbureapkrali« erretcht werden. Em besonders starkes Stück leistete. sich Keudetl in der Verttiin'aunq des bayerischen Konkordats, dos bekanntlich heute schon von der Mehrbeil der bayerischen Bevölkerung als ein schlimmer Rückfall in mittelollerlich« Kirchenherrschast empfunden und erklärt wird. Keudell dagegen vertrat die Aussassupg, daß der bayerische Staat sich erst mst diesen Kirchenverträgen den Charakter eine? wirklich christlichen Staates geschossen habe. Nach der staatspoliti- schen Seite hin verriet Keudell feine reaktionäre Gesinnung durch die Erklärung, daß er und seine politischen Freunde jede staatliche Der- änderung in Mitleldeutschlond ablehnen, weil sie eine Einengung' der süddeutschen Delangc bedeute. Zun> Schluß jammerte der deutschnational« Minister über den Sozialismus als den gemein» samev Feind» über den unerhörten Treubruch der Revolution vou 1918 und über die schmachvolle Art, mst der das deutsche Volk seine Fürst engeschlechlcr beHandel« Hobe. Keudells Blamage. Die württembergisch« Regierung gibt bekannt, daß ein Verbot des Roten Fronttämpser-Bynde» noch der Entscheidung des Reichsgerichts für Württemberg nicht mehr in Frage komme. Die„Gaffe" von Colmar. Wo bleibt das»Komplott"? Dr. S. L. Eolmar, 6. Mai 192S. „Gaffe", dieses Wort, das in der letzten Sitzung des Colmarer Schwurgerichts die Richter zum Grund nahmen, einem der tätigsten Verteidiger der fünfzehn des Komplotts gegen die Staatssicherheit angeklagten elsäfsilchen Autonomisten„das Handwerk zu legen", ist hier nicht unabsichtlich als Ueberschrift gewählt. Der ganze Colmarer Autonomistenprozeß ist eine„gaffe". Nicht nur über dem Sonn- abendzwischenfall, über jedem der fünf Tage, die der Komplottprozeß nun schon dauert, steht unsichtbar dieses Wort. Ein«„galke", eine blamable Ungeschicklichkeit, war es zunächst schon, diesen Prozeß Unmittelbar nach den Kammer- mahlen anzusetzen. Ganz abgesehen von den Kommentaren, zu denen dieser auffallende Termin den Zluwnomisten im Wahlkampf Gelegenheit gab,, hätte man sich doch sagen müssen, daß die unaus- bleiblichen Nachwirkungen der Uebcrhitzung dieses Kampfes gerade das Gegenteil einer Gewähr für einen riihig-fochlichen Prozeßablouf bieten würden. Die Erörterung antiautonomistifcher Wahlplakate, hätte zu einem vom N. April entfernteren Zeitpunkt, die Verhandlungen wahrscheinlich nicht aufgehasten. Ein«„Gaste" war es auch, Herrn M a z o y« r, zum Leiter der Gerichtsverhandlungen zu bestimmen, einen Mann, dessen persönlich« Integrität zwar über alle Zweifel erhaben ist, der aber durch seine Unkenntnis der deutschen Sprach« doch nicht an diese Stelle paßt, an der die Angeklagten zur Begründung ihrer Gesinnung fast täglich auf das Unverständnis hinweisen, dem die deutsch- sprachigen Elsässer in der sranzösischep Beamtenschaft begegnen. Und in der Tat wirkt der Herr Präsident jedesmal, wenn er bei der Ueber- fetzung der im«Isässischen Dialekt gemochten Aussagen eines Ange- klagten feststellen muh, daß dieser ihm nicht auf seine Frage geantwortet,' sondern eine autonomistische Propagandarede gehasten hat, wie ein unfreiwilliger aber doch sehr schlagkräftiger Beweis der Bc- rechtigung gewisser Forderungen derer, die hier auf der Anklagebank sitzen. Aus„gaffes", aus blamablen Ungeschicklichkeiten, setzt sich die ganze Prozeßführung zusammen. Heute, nach fünf Tagen, nach neunmal vier Stunden angestrengter Sitzungen, fragen sich hundert Journalisten und mst ihnen die ganze öffentliche Weltmeinung ver- wundert: Was denkt sich eigentlich die Anklagebehörde und der Ge- richishof unter einem„Komplott gegen die Sicherheit des Staates"? Ist Dr. Ricklins V o r k r i e g s v e r g a n g«n h e i t. über diz tnan ihn mehr als einen Tag zu teden zwang, ein Verbrechen? Sicher ebensowenig, wie die des Richters Coen, der noch im Jähre 1918 treudeutsch« K a i's« r g« b u rt s t a g s a rt i k el schrieb. Waren Schalls Bemühungen, deutsches Theater nach Eträßburg zu bringen, geeignet, die Fußstollen der französischen Rc- gierungssesitck zu durchsägen? Sicher ebensowenig, wie die bis? herigen Ergebnisse des Eolmarer Komplattprozesses geeignet sind, von dep Schuld der Angeklagten zu überzeugen. Die größte„Gaste" war aber döch unbestreitbar' da» Verhalt-m des Gerichtshofs in der.letzten Sitzung des Eolmarer Schwurgericksts l e> D u c mtt einer Red«, die hauptsächlich der Innenpolitik zugewandt war. Poincare beschränkte sich diesmal in außenpolitischer Hinsicht, auf ein neues Bekennt n>s zur Völkerverständigung.„Fränkretch". so erklärte«r am Schluß seiner Aussührnnge»,„hat seinen Ehrgeiz daran gesetzt, zur Festigung de? Friedens beizutragen: Gerade im Meuse-D«part«ment gibt es gewiß niemanden, der nicht von ganzem herzen die Annihervng aller Rationen. insbesondere der europäischen» wünscht." Die innerpolitische» Ausführungen Poincarä» zeugen jedoch keineswegs von fortschrittlichem Geiste. Der Ministerpräsident betonte mtt besonderem Nachdruck die Notwendigkeit einer st-orten Mehrheit in der Kammer, die, wie«r sich ausdrückte, jeden an- deren Gesichtspunkt der Gesundung de r Währung unter. ordnen Frankreich befinde sich noch in der Loge«ine» Kranken. Poincare gab dann der Hoffnung Ausdruck, daß sich, abgesehen von einer geringen und ohnmächtigen Minderheit niemand finde, der die Fortsetzung des begonnenen Werkes nerhin- der» wolle,. Damit unterstrich der Ministerpräsident sein« bereit» nach dem letzten Ministerrat deutlich gewordene Absicht, das Parla- ment auch künftig durch die Drohung, das Sonierungswerk scheitern zu lassen, unter Druck zu halten. Dieser positiven Absicht gegenüber'nehmen sich die Reform- Versprechungen des Ministerpräsidenten etwas vage aus. Poincarä betont« zwar, daß großzügige/ soziale Reformen notwendig seien, dies« müßten jedoch den Charakter«ine» frei« willige» Zugeständnisses an di« arbeitende Klasse haben. Eine Bundesschule des ADGB. Für das Studium, die Erholung, den Aufstieg der Arbeiter. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschafs- Bund beginnt dem nächst in Bernau bei Berlin mit dem Bau seiner ersten Bundesschule. Diese Schule gibt den Kursen der dem Bund angeschlossenen Gewerkschaften eine Heimstätte. Es handelt sich vornehmlich um Einführungsturse von pierwöchi ger Dauer für die ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter fowie für Betriebsräte. Einige Hauptdisziplinen( Volkswirtschaft, Arbeitsrecht, Sozialpolitit, Gewerkschaftswesen) werden von hauptamtlichen, in der Schule wohnenden Lehrern unterrichtet. Die aus den Besonderheiten der Berufe, der Betriebe erwachsenen Materien behandeln als Gastlehrer hauptsächlich Mitglieder der Borstände der einzelnen Gewerkschaften. Weiter ist an die Belehrung über Berufsgefahren, Berufskrankheiten und Unfallschutz gedacht. Der Betriebswirtschaftslehre, wie überhaupt den technischen und sozialen Lebensfragen des Betriebes wird besonderer Wert zugemessen werden. Fortgeschrittenenfurfe von längerer Dauer in Form Don Speziallehrgängen, in denen die Schüler sich für bestimmte Aufgabengebiete gründlicher vorbereiten können, sind gleichfalls in Ausficht genommen. Die Schule ist ein Internat und fann 120 Personen aufnehmen. Die Besucher der Schule mohnen und arbeiten in einfachen, aber wohnlich eingerichteten Einzelzimmern für je zwei Personen. Die Kosten für den Aufenthalt tragen die entfendenden Verbände, die außerdem noch erhebliche Mittel für Reisefoften, Büchergeld und Abgeltung für den Arbeitsausfall aufbringen. Die Schule hat das Ziel, die Funktionäre für die Tätigkeit in der gewerkschaftlichen Organisation und für die Mitarbeit in den Körperschaften der staatlichen und fommunalen fowie den Inftitutionen der sozialen und wirtschaftlichen Selbstverwaltung zu schulen. Frei von der täglichen Arbeit sollen die Befucher die Schulwochen zugleich als Erholung empfinden. Die Schule will in ihrer Raumgestaltung den Schülern einen Eindrud erstrebenswerter Wahlparole der KPD. Es muß gestreift werden! blus Der fünftägige Straßenbahnerstreit ist in Frankfurt a. M. Offenbach am Sonnabend beendet worden. Da die Funktionäre der Straßenbahn die im Reichsarbeitsministeriunt. getroffenen Berein barungen mit großer Mehrheit gutgeheißen und den Streitbruch empfohlen hatten, erklärte die Bollversammlung den Streit für beendet. Die Arbeitsaufnahme ist noch am Sonnabend abend erfolgt. In legter Minute versuchten die Kommunisten unter Aufbietung aller Mittel die Straßenbahner zur Fortsetzung des Streits zu bewegen. Sie ließen in der Vollversammlung hettographische Flugblätter verbreiten und entsandten Propptateure. Die Sonnabenbausgabe der kommunistischen Arbeiterzeitung" überbot sich geradezu in Berrätergeschrei, in der Hege gegen die Sozialdemokratie und gegen die ,, reformistischen" Gewerkschaftsführer. Es wurde von Den Kommunisten nicht mehr und nicht weniger verlangt, als daß elle rhein- mainischen Gemeindearbeiter einen fofortigen Streif pro. Hlamieren. Als zweite Maßnahme müßte nach der kommunistischen ,, Arbeiterzeitung" die gesamte Arbeiterschaft Straßenbahnern zu Hilfe tommen und als erstes Mittel hierzu empfahl die Arbeiterzeitung" die Neuwahl der Streifleitung unh die Abjegung sämtlicher Frankfurter Gewert. fchaftsführer. Den Der Beschluß der Frankfurter Straßenbahner vom Sonnabend hat dieser unverantwortlichen Heze ein Ende gemacht. Sie ent fprach in jeder Form der tommunistischen Wahlparole, auf dem Rücken der Arbeiter Streits zu organisieren, wobei nicht die Verbesserung der wirtschaftlichen Bage der Arbeiter, fondern die Wahlaussichten der RP D. bestimmend find. Der Kampf in der Zementindustrie. Vertragsabschluß mit verbandsfreien Firmen. Die Lohnbewegung der west deutschen 3ementindustrie, in der feit dem 26. April dieses Jahres 3500 3ementarbeiter im Ausstand stehen, hat bis jetzt dazu geführt, daß mit neun Werfen, die dem Westdeutschen Zementverband nicht angehören und etwa 600 Arbeiter umfassen, Verträge abgeschlossen wurden, die Stundenlöhne bis zu 95 Pf. bringen. Bei zwei Werfen ist ein Einheitslohn von 95 Pf. sowie ein garantierter Atford. verdienst von 11,50 m. pro Schicht festgelegt worden. Was in freier Bereinbarung hier abgeschlossen werden fonnte, wird wohl auch dem Westdeutschen Zementverband möglich fein. Statt sich aber mit der Arbeiterschaft zu verständigen, versucht der Westdeutsche Zementverband mit geradezu tollen Redensarten der Deffentlichkeit etwas vorzumachen. So brachte die Bergwertszeitung" dieser Tage eine Notiz, wonach sich die Streiflage insofern geändert habe, als der Versand dauernd steige und auch die Produktionsziffern der Werke eine ständig steigende Tendenz " aufweisen! Ist das nicht wunderbar? Der Ausstand fördert die Produktion! Anscheinend hat der Verfasser der Notiz einen Bericht des Zementbundes vom Jahre 1927 in die Finger bekommen und nicht genau gelesen. Die Arbeiterschaft läßt sich auch nicht durch die Erzählung schrecken, daß die Unternehmer in Borausahnung des Kampfes 3ementbepots in Holland angelegt hätten, deren Reserven jetzt nach Deutschland zurüdtransportiert würden. Der einzige Erfolg", den die Unternehmer für sich buchen fönnen, besteht darin, daß die Angestellten Streitbrecherarbeit verrichten, indem fie notdürftig das Versandgeschäft aufrechterhalten. Der Bersand beträgt zurzeit 12 Bro3. des normalen Geschäfts. Ob die Angestellten Mitglieder irgendeiner Gewerkschaft sind, wird noch nachgeprüft werden müssen. Wohnkultur vermitteln. Es sind darum außer den Räumen für den Lehrbetrieb, die den modernsten Erfordernissen einer Er. wachsenenschulung gerecht werden, weitere Räumlichkeiten für die Geselligteit und für ein Gemeinschaftsleben vorgesehen. Eine Aula für Festlichkeiten und Feiern, reichhaltige Sport anlagen, Einrichtungen für Körperpflege sowie die erforderlichen Nebenräume für Wirtschaft, Verwaltung u. a. ergänzen die Schulanlage. Die Schule ist landschaftlich reizvoll inmitten einer Waldlichtung am Waldweg Schönow- Lante( nahe der Chaussee Bernau Wandlig) etwa 4 Kilometer von Bahnhof Bernau entfernt gelegen. Die Stadt hat in großzügiger Weise das Gelände zur Verfügung gestellt und sich bereit erklärt, das sogenannte Versorgungsnetz ( Gas, Wasser, Strom, Kanalisation) bis zum Standort der Schule auszubauen. Für die künstlerische Lösung des Bauvorhabens hat der Das Bundesvorstand einen engeren Wettbewerb veranstaltet. Preisgericht bewertete den Entwurf des Architekten Hannes Meyer, dem Leiter des Bauhauses Dessau, als die beste künstlerische und technische Lösung. Der Borstand des ADGB. hat nunmehr Herrn Meyer- Deffau mit der endgültigen Bearbeitung und Bauleitung beauftragt. Die Bundesschule in Bernau ist nicht nur eine innergewertschaft liche Angelegenheit. Die Wochen, die die aus den Betrieben fommenden Arbeiter in dieser modernen Heimschule verbringen, find gedacht als ein unter großen Gesichtspunkten unternommener Berfuch zu praktischer Gestaltung von Freizeiten inmitten des beruflichen Lebens für eine Schicht der Bevölkerung, denen solche Möglich feiten der Sammlung, der Schulung, der förperlichen und geistigen Erfrischung fehlen. Sie wird zusammen mit der zweiten Bundesschule, die im nächsten Jahr errichtet werden soll, eine der wichtigsten Stätten der Arbeiterbildung werden. Mit dem Bau wird in wenigen Wochen begonnen werden. Für die Alfenschen Zementfabriken in Jhehoe Lagerdorf und die Breitenburger 3ementwerte ist vom Schlichter in Lübed ein Schiedsspruch gefällt worden, der für Bollarbeiter eine Lohnzulage von 12 Bf. pro Stunde vor fieht, d. h. für Handwerker pro Stunde 15 Pf., für Brenner 13,5 Pf. und für die übrigen angelernten Zementarbeiter sowie Hetzer und Maschinisten 13,2 Pf. Die Arbeiter haben den Schiedsspruch angenommen und werden Berbindlichkeit beantragen. Die Unternehmer haben abgelehnt. Für die Zementfabri? 5 annover ist vom Schlichtungsausschuß Stade ein Schiedsspruch gefällt morden, der die Spanne gegenüber dem für Alsen gefällten Spruch noch um 4 bis 5 f. erweitert und daher für die Arbeiter' unannehmbar ist. Internationale der Gastwirtsangestellten. Die Wiener Zagung. Die S Erfolg des Fabrifarbeiterverbandes. Mit dem Arbeitgeberverband Feuerfest", Sachsen, hat ber Fabritarbeiterverband, wie uns aus Dresden berichtet wird, nach mehrtägigen Berhandlungen einen neuen Lohntarif abgeschloffen, der am 1. Mai in Kraft trat. Der Tarifvertrag bringt eine Erhöhung des Stundenlohnes um 7 Pf. in der Spitze. Demnach betragen die Stundenlöhne für Arbeiterinnen und Arbeiter 47 bis 78 Pf. Der garantierte Att ordverdienst für einen vollwertigen Arbeiter bei normaler Arbeitszeit beträgt 25 Proz. über den Grundlohn. Grundlegende Verbesserungen wurde auch im neuen Manteltarif erzielt. Es gelang, das bisherige le berzeitabtommen zu beseitigen und eine Berbesserung der Zuschlage für leber. stunden zu erreichen. Auch in der Urlaubsfrage wurden weitgehende Verbesserungen erzielt. Eine alte Forderung der Akkordarbeiter geht dahin, daß der Urlaub mit dem Durchschnittsverdienst der letzten vier Wochen vergütet werden soll. Es wurde erreicht, daß fünftig die Affordarbeiter den Urlaub mit dem jeweiligen Tarifftundenlohn und einem Zuschlag von 15 Proz. vergütet erhalten. Der Lohntarif wurde auf ein Jahr, der Manteltarif auf zwei Jahre abgeschlossen. Der Abschluß der Verträge bedeutet einen weiteren Erfolg des Fabritarbeiterverbandes. Abstimmung englischer Bergarbeiter. Ein 3rrtum" der Unternehmer forrigiert. London, 7. Mai.( Eigenbericht.) Die Weigerung der Bergbauunternehmer in Nottingham shire, mit der offiziellen alten Organisation des Bergarbeiterverbandes zu verhandeln und dafür die gelbe nichtpoli tische" Union als die eigentliche Vertreterin der Bergarbeiter als Vertragspartner anzuerkennen, führte zu einer von dem Generalrat der britischen Gewerkschaften angeregten Abstimmung im Kohlenbezirk Nottinghamshire. Die Abstimmung endete mit einem vollen Siege des offiziellen alten Verbandes und mit einer vernichtenden Niederlage der sogenannten nichtpolitischen Union. Während für den Bergarbeiterverband über 32 000 Stimmen abgegeben wurden, erhielt der gelbe Verband nicht einmal ein Behntel der Stimmen( 2500). Auf Grund dieses Abstimmungsergebnisses wird nunmehr der Generalrat der Gewerkschaften an die Unternehmer herantreten und die Wiederanerkennung der alten, offiziellen Drganisation der Bergarbeiter fordern. Die Kupferschmiede in der Kreishauptmannschaft Dresden sind infolge ablehnender Haltung der Unternehmer bei den Tarifverhandlungen in den Streit getreten. Das Kampfgebiet umfaßt vor allem Dresden, Meißen, Riesa, Freiberg, Pirna, Heidenau und Neustadt in Sachsen. Achtung SPD.- Betriebsvertrauensleute! Wichtiges Agitationsmaterial zu den Wahlen tann sofort im Bureau Binbenstr. 3 in Empfang genommen werben. Wir ersuchen besonders bie Vertreter der Klein. unb Mittelbetriebe, bas Material abzuholen. Ausweis der Partei ist mitzubringen. Das Betriebssekretariat. Verband ber Sattler, Leberwarenbranche. Heute, Dienstag, 8. Mai, 19 Uhr, im Goal 4 bes Gewertschaftshauses, Branchenversammlung. Bericht von den Manteltarifverhandlungen im Reichsarbeitsministerium und Filmvortrag. Bol zähligen Befuch erwartet Die Branchenleitung. Deutscher Holzarbeiterverband, Drtsverwaltung Berlin. Gigung der er. weiterten Ortsverwaltung heute, Dienstag, 17% Uhr, in den Rammersälen, Deutscher Baugewerksbund, Baugewerkschaft Berlin, Fachgruppe ber Buger. Donnerstag, 10. mai, 17 Uhr, Mitgliederversammlung in den Residenz Festfälen, Landsberger Str. 31. Tagesordnung: Die gegenwärtige Lage in unserem Beruf." Ohne Mitgliedsbuch feinen Zutritt. Die Fachgruppenleitung Bom 3. bis 5. Mai tagte in Wien bie 5. Konferenz der Internationalen Union der Hotel, Café. und Restaurant angestellten. Die Union zählt in 16 Berbänden Teltomer Straße. mehr als 60 000 Mitglieder, von denen allein rund 50000 auf Deutschland und Desterreich zu etwa gleichen Teilen entfallen. Dabei ist es ein gewaltiger Unterschied, ob auf ein Land von 6 Millionen Einwohnern wie Desterreich oder auf Deutschland mit 60 Millionen 25 000 organisierte Gastwirtsgehilfen tommen. Desterreich steht mit mehr als 80 Broz organisierten Berufs. angehörigen an der Spige Die umfangreiche Tagesordnung wurde dank der vorzüglichen Vorbereitung restlos erledigt, wobei gewisse Meinungsverschieden heiten in durchaus fachlicher und würdiger Form ausgeglichen murden. Die Bertreter der Tschechoslowakei, Bolens und Jugoflamiens ließen sich davon überzeugen, daß die Frauenarbeit auch im Gastwirtsgewerbe nicht durch einseitige gesetzgeberische Maß nahmen unterdrückt, sondern nur im Rahmen der gesamten Arbeiterschutzgebung geregelt werden fann. Die Differenzen bezogen sich nur auf die weibliche Bedienung, die also auch dort nicht ungehindert zugelassen werden soll, wo die Nachtarbeit der Frauen überhaupt verboten ist, was z. B. in Belgien der Fall ist. Wo aber die Kellnerin Gewerbegehilfin ist, soll fie ebensogut der Organisation zugeführt werden wie etwa das weibliche Hilfs oder Küchenpersonal. Ein Antrag der belgischen Delegation, zur nächsten Konferenz auch die Vertreter Rußlands eingeladen, wurde gegen die Stimmen der Antragsteller und Jugoslawiens abgelehnt. Als internationaler Sekretär wurde der Borsigende der deutschen Organisation, Rudolf Ströhlinger, per Afflamation wiedergewählt. Angestelltenratswahlen im Bankgewerbe. Am 3. Mai gingen die Wahlen zum Angestelltenrat in der Berliner Sparkasse und Stadtbank vor sich. Diele Wahl war ein weiterer Erfolg des Allgemeinen Verbandes der Deutschen Bantangestellten in der diesjährigen Wahlkampagne. Bon den im Angestelltenrat zu vergebenden neun Sigen erhielt der A11 gemeine Verband acht Mandate, während sich die Gewerkschaftsauf einer Liste vereinigten bürgerlichen Verbände bund der Angestellten und Deutscher Bankbeamtenverein die fich nicht scheuten, mit der übelsten demagogischen Wahlpropaganda zu arbeiten, zusammen nur mi teinem Siz begnügen mußten. Der Ausgang dieser Wahl beweist wiederum, daß die überwältigende Mehrheit der Berliner Banfangestellten nur dem Allgemeinen Verband der Deutschen Bantangestellten ihr Vertrauen entgegenbringt. Bemerkt sei noch, daß die auf der Freigemerfschaftlichen Lifte gewählten Kandidaten Mitglied der SPD. find. Freie Gewerkschafts- Jugend Groß- Berlin Heute, Dienstag, 19% Uhr, tagen die Gruppen: Südosten: Jugend heim des Verkehrsbundes, Engelufer 24-25, Aufgang B, parferre. ftraße. Borinag: Aus der ruffischen Gewerkschaftsbewegung. Unterhaltungsabend.- Sumboldt: Jugendheim Graun Ede LorgingTreptow: Gruppenheim Schule Bildenbruchstr. 53-54( Sortzimmer). Bunt soll der Abend Sumor und Frohsinn herrschen bei uns. Neu- Lichtenberg: Sugend. fein. heim Hauffstraße, Sportplag an der Lessingstraße. Heimbesprechung. Verbandsbuch- und Seimausweiskontrolle. Landsberger Blag: Jugendheim Dieste! Frankfurter Ailee: menerftr. 5. Heimbesprechung. Verbandsbuchtontrolle. Jugendheim Litauer Str. 18, Zimmer 2. Seimbesprechung. Verbandsbuch- und seimausweiskontrolle. Außenspielaber be ab 18 Uhr: Südwesten: Sportplas Am Urban; Moabit: Sportplaz Bremer Straße; Kreis Oberfpree: An der Oberspree, hinter dem Bootshaus Borwärts". Juaendaruppe des Zentralverbandes der Anaeffellten. Seute, Dienstag, Turnabend in der Turnhalle der Schule Baruther Straße 20. Turnen und gymnastische Ucbungen. Leitung: Werner Herrmann. Aus der Partei. Ein Laffalle- Denkmal ist in Wien im 20. Bezirk( Brigittenau) vor dem großen Bolkswohnungsbau feierlich enthüllt worden, der den Namen des viel zu früh verstorbenen Leopold Binarstn. eines Borfämpfers sozialistischer Bildungsarbeit, trägt. Die Ers richtung des Denkmals ist auch eine Ehrung Wilhelm Ellen bogens, der an seinem 60. Geburtstage gegenüber den dankbaren Genossen seines alten Arbeits- und Wahlbezirks dies als feinen Lieblingswunsch geäußert hat. Geschaffen hat das wir kungsstarke Denkmal der vom Faschismus vertriebene Künstler Mario Petrucci. Sozialdemokratie Hollands hat die Zugehörigkeit von Partei Sozialdemokratie und Antifolonialliga. Der Osterparteitag der mitgliedern zur„ Liga gegen foloniale Unterdrückung" als unerwünscht bezeichnet, da die Liga eine der Dreanisationen darstellt, die von den Kommunisten zu„ Einheitsfront"-Manövern mißbraucht werden. Daraufhin haben die der„ Liga" angehörenden holländischen Genossen mit überwiegender Mehrheit beschlossen, aus dieser Liga auszutreten. Berantwortlich für Politik: Dr. Curt Gener; Wirtschaft: G. Klingelhöfer; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: K. S. Döscher: Lofales und Sonstiges: Friz Karstadt: Anzeigen: Th. Glode. fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag Gm b S.. Berlin Drud: Vorwärts- Buchdruderet und Berlaasanstalt Paul Singer u Co.. Berlin G 58. Lindenstraße 3. Sierau 2 Beilagen und Unterhaltung und Wiffen. Kaufen Sie MAGGI Suppen- Würfel und Sie werden Sie werden zufrieden sein! Die Würfelpackung ist praktisch. 28 verschiedene Sorten. Reiner, natürlicher Geschmack. Würfel für 2 Teller 13 Pig. MAGGI MAGGIS SUPPEN Erbsmil Speck 2 Teller Z?r.» 45. Lahrgang Dienstag. S.Maie Kartoffeln find noch nicht alle gelegt, die. Bohnen kommen auch heran, dann die Tomaten. die Gurken— da, zu die Pelargonien als Polkonststntuck, die Dahlien zind Glodiaieo für den Ziergarten. Tin feuchten stellen wuchert auch schon wieder dos Unkraut, manche Bodenilächen gestatten wegen de-, hohen, durch den norjährigen Negcn bedingten Wasserstandes erst, lexz die Peorbeiwng. mit der Düngung hapert es. nielleicht auch noch— da iängt die Gartenarbeit an wirklich«ine Arbeit und keine Vefchäftigi/ng zu fein. Aber geschafft wird e» doch, und wenn an solchen warmen Tagen wie die jetzigen die Schweißtropien den Boden mitdüngen Helsen: die Freude, oui eigener Scholle seinen Bedarf Heranzuziehen und für Frau und Kind nicht nur Nahrung, sondern auch ein gesundes Nuheplätzchen zu schaifen, läßt schließlich olle Mühseligkeit vergessen. Winterschäden. --Daß ein Winter mit hohen Kältegraden einer großen Zahl von "Stläuchern und Siouden verderblich sein kann, hat sich schon wieder- I'�st. gczeict: am schlimmsten mar wohl der Schaden im Winter • Jtttl 12. nach der großen Dürre des Sommers lr Fabrikanten h ill e r hat der Untersuchungsrichter desisn Festnahm« angeordnet. Der Auf« n.t halt Hilters ist der Polizei zurzeit unbekannt. Die Sladtverordneken baden in dieser Woche, ihr« Sitzung am Donnerstag um 16� Uhr. Auiounglück bei Solivgen. Lastwagen mit 30 Turnern verunglückt. Bei dem Versuch, einem plötzlich seitwärts einbiegenden Rad- fahrer, der ein siebenjähriges Mädchen vor sich zu sitzen hatte, auszu- weichen, geriet ein mit etwa ZOTurnernausRemjcheidbe- jetzter Lastkraftwagen ins Schleudern und stürzte u m. Der Radfahrer mit dem Mädchen geriet unter das Lastauto und wurden schwer verletzt. Sämtliche Turner wurden aus dem Wagen geschleudert. Sechs von den Tur- nern wurden so schwer oerletzt, daß sie ins Kranken- ha u e geschafft werden mußten. Schweres Hochofenunglück bei Lüttich. Auf dem hochofenwerk Eockerill bei Lülllch ereignete sich ein schweres Giehereiungiück. Ein Arbeiter wurde getötet, sechs schwer und mehrere leicht verletzt. Eiile-SSn-er. In Ikrcm Mai-Tplklvlan Bringtn die Nile- Länger all SInlellung. Fr Ii d l i n q» I i e d e r* ein Polvourri von Bernlmrd Bröl, daS von dem bekannten Meiiluqiiarlett der lZlite-Zünger ne'ungen ivii d. Ein Duett aus dzr Oper.Stradella' von F I o t o iv wurde vo» cüuft-w Rief! und Eugen Becker hervonagend gefunaen. Kroi.en Bell fall fanden zwel En: alter.Pdantafien Im Bremer Raiskeller", ein Genrebild von M. k-orlt. und«in schwank.Unier» K ä t b e". von LSkar Kein,«lfont Boinemann bracht« wieder zwei neu» Scblager.Wir geben zum Segelivort" und»Kl II«. Typen". Man wäzie sich vor Laben. Ebenlo erregte Schorsch Russell! als Laubenkglontii allgemeine Fröblichkeit. undJhrbleibtgesund! Die Moorbrände in Holland. Weitere Ausdehnung des Brandherdes. bis Die Moorbrände in der Provinz Drenthe in Holland haben eine weitere Ausdehnung angenommen. Der Schaden ist ungeheuer. Folgende Meldungen werden hierzu noch bekannt: Amsterdam, 5. Mai. In dem von den Moorbranden heimgesuchten östlichen Gebiet der Provinz Drenthe ist im Laufe des heutigen Tages teine wesentliche Aenderung eingetreten. An einigen Stellen hat die Ge fahr nachgelassen, während an anderen Stellen die Brandherbe Jich weiter ausgedehnt haben. Der Windrichtung folgend, hat sich das Feuer hauptsächlich in südwestlicher Richtung fort gepflanzt. In den am meisten bedrohten Ortschaften sind große Dampf- und Motorsprigen aus den Städten Amsterdam, Haag, Rotterdam, Utrecht und Groningen eingetroffen. Auf Erfuchen des Ministers des Innern ist eine große Abteilung Gente. truppen in Amsterdam in Bereitschaft verjet worden, die bei zunehmender Gefahr sofort eingesetzt werden tann. Das Rote Kreuz hat gleichfalls entsprechende Hilfsmaßnahmen ergriffen. In den Torfvorråten und im Boden ist der Brand schwer zu bekämpfen. Man muß das Feuer vielfach ausbrennen lassen. Einem weiteren Bericht aus Emmen zufolge follen auch auf der deut. fchen Seite Zorfbrände begonnen haben. Parteinachrichten Einsendungen für diese Rubrif find Berlin 6 68, Sindeustraße 3, 29. bt. Altersheim, Danziger Str. 62, Bottrag: Die Eommenden Wahlen". Referentin Gertrud Hanna, M. b. L. 30. 16t. 19 Uht Bahlabend in folgenden Lotalen: Bezirke 99-94: Bobft, Stargarder Ede Lychener Straße; Bezitte 95-97: Schröder, Pappelallee 34; Begir! 100: Pappelallee 80, Portrag des Genoffen Schwarz; Bezirle 101-102: Soffmann, Lydener Str. 8; Begirte 117-123: Mahntopf, CarmenGolva- Straße 123; Bosirle 124-127: Geitler, Ranzowftt. 10. Alle Ge noffen miten erscheinen! 82. Abt. Gruppe Tröber, Beg. 286, 288-290: Rieinig, Breslauer Str. 25; Gruppe Buchmann, Bez. 291, 292, 802, 308 bei Drescher, Stralauer Blas 5; Gruppe Schumann, Bez. 287, 304-308: Kromphardt, Paul- Singer- Str. 49; Gruppe Wartmann: Sorstmann, Am Ostbahnhof 18; Gruppe Kluge: Gohmibile, Arautstr. 44, Eingang Paul Ginger- Straße; Gruppe Meister: Hermann Thefch, Martusfte. 56. Die Bezirksführer metben ersucht, bie Genoenen, bie am Zahlabend fehlen, zu ber Rundgebung am Freitag, dem 11. April, eingulaben, Treffpuntt 19% Uhr am Oftbahnhof. Wählerversammlungen. Prenzlauer Berg. 19% Uhr im Saalbau Friedrichshain. BorHeute, Dienstag, 8. Mai. Aufhäuser, M. d. R. Gemeinsamer Abmarsch mit Mufit. führung des Wahlfilms Dein Schicfal" Redner: Siegfried Treffpunkt 18,45 Uhr. 27., 30. und 31. Abteilung Kopenhagener Straße Ecke Schönhauser Allee. 26. und 28. Abteilung Schönhauser Allee Ede Oberberger Straße. 24, 25. und 29. Abteilung Danziger Straße, Bezirksamt. Charlottenburg. 58. 2bteilung. 19% Uhr in der Aula des MommsenGymnasiums, Wormser Str. 11. Redner Minister des Innern Albert Grzesinsti. Grunewald. 19% Uhr im Grunewald- Gymnasium, Königsallee Ede Caspar- Theiße Straße. Rebner Dr. Rurt Löwenstein, m. b. R. Baumschulenweg. 19% Uhr im Lyzeum, Baumschulenstraße. Redner: Urther Crispien, M. d. R. für Groß- Berlin Safelhorit. 20 Uhr im Sportafino. Redner: Rebatteur Arthur stets an das Bezirksjefretariat 2. Sof. 2 Trep. rechts. zu richten. Achtung, Parteimitglieber! Die Monatsfährift Unfez Beg" in erftenen. Forbert fie non euern Funttionären! 7. Kreis Charlottenburg. Abrechnung ber Maifeierfarten Mittwoch, 9. Mai, von 19½ bis 20% üht, im Jugendheim, Rosinenstr. 4, beim Gen. Arndt Heute, Dienstag, 8. Mai. 1. Abt. Die Bezirksführer holen die Sanbzettel ab 18 Uhr von Spiegel, Adarfte. 1, ab. 16. Wbt. Alle Genoffinnen beteiligen fich an der Frauenhumbgebung. Treff. puntt 18 Uhr bei Krüger, Suffitenfte. 34. 19. t. 18 Uhr bei Miller, Uferite. 12. reffpunkt zum Umzug mit hem Reichsbanner. De Witglieder milffen antreten. 20. Abt. 18 Uhr Antreten zur Demonstration bei Müller, Uferite. 12. Mittwoch, 9. Mat, Bahlabenbe bet Bontte, Gamlitr. 14; Bole, Rolonie tenke 15; Tillgner, Rolonieftr. 41, Erscheinen ist Pflicht. 21. bt. 18 Uhr Antreten zum Werbeumzug bei Krol, Utrechter Str. 21. Nachzugles bet Müller, fetftr. 12. Reiner feble. 35. 6. b 19 Uhr Flugblattnerbreitung bei Dito, Rigaer Str. 85. Um 2014 Uhr ebenbort wichtige Funktionärßigung. Mittwoch, 9. Mat, Babl abende bei Otto, Rigaer Str. 85; Bostomiti, Schreinerfte.; Bombe, Boiglitz. 25. und Schule Samariteritt. 20. Tagesordnung: Babinor bereitungen Erscheinen dringend erforderlich. 37. Abt. 19 Uhr bei Pfeiffer, Hausburgite. 2, wichtige Funtionärligung. 80. Wht. Schöneberg. Achtung! Die für heute angelegte nilonätigung fallt aus. Dafür Sonnabend, 12. tai, 19% Uht, bet Gürlich, Sufammen. bmft aller Funktionäre und Wahlhelfer. 91. 95t. Reutään, 19% Uhr bei Mischte, Münchener Str. 28, Funktionär. figung 99. ht Brig- Budow. 19 Uhr im Bindenpart, wichtige Gigung bes Bor ftandes und der Bezirksführer. Seber Bezirt muß unbedingt bertreten fein. 101. ft. Treptow. Heute, Dienstag, 8. Mat, 18 ube, Flugblattverbreitung füle Die Besicle 1-3 von der Spedition Gräfte. 50, für den Bezirt 4 nom Geneffen Seligmann, für ben Bezist 5 vom Genossen Blag aus. 125. 6 Beißenfee. Die Funktionäre werben gebeten, am Mittwoch, non Callas Blatate sur Conntagsfundgebung abzuholen, 131. Rieberschönhausen. Achtung, Bezirksführer! Unser Beg" tonn som Genoffen Boenen, Blatanenfte. I, abgehelt metben. Mitgliederversammlungen und Zahlabende. Morgen, Mittwoch, 9. Mai, Beginn um 19% Uhr. 1. Abt. Rofenthaler Sof, Rosenthaler Str. 11/12, Borttag bes Genoffen Bürgermeister Frit Schneider. Außerdem Besprechung über bie tommenden Wahlen. 2. Abt. Ohngenia, Rommandantenfte. 88, Mitgliederverfamintung. 3. 96t. Goal 5 bes Gewertschaftshauses, Engelufer 24/25, Borfrag: Die politischen Parteien in Wahlkampf." Referent Stadtverordneter Hans Bonmob. 4. Abt. 1915 Uhr im Belchensaal bee Schule, Sleine Frankfurter Str. 6, Mitgliederversammlung. Bt. Rofenthaler Bof. Rofenthaler Str. 11/12, Bertrag des Genossen Emit Aleng. 6. Abt. Crtrazohlabenbe in folgenden Lokalen: Begize 486-487, 491-493, 508 bei Blasinsti, Restantenallee 54; Besicle 501, 502, 504 bei Detlig, Schwebter Str. 227; Bezirke 496-500, 305-508 bei Dobrohlam, Gwine münder Str. 11. Tagesordnung: Berichterstattung nom Bezirkslag; Ein. teilung ber Bahlarbeiten. 7. Abt. Bablabende bei Dol, Bergstr. 71: Kube, Strehliger Stt. 55; Bär. malbe, Schlegelite. 8; Befrau, Schwarzkopfftr. 1; Raufer, Bonenite. 19; Bezirtsführer milffen zum Demonstrationszug einladen. Treffpunkt BoyenEde Echarnhorststraße. 2. Abt. Lotal Großer, Turmfte. 8. Bortrag: Der Kampf um die Slaats. macht." Referentin: Stadtverordnete Minna Todenhagen. Niemand darf fehlen. 10. Abt. Moabiter Bierhallen, Kirchstr, 18, Bortrag:„ Der Kampf um die politische Macht." Referent Bruno Löfche. 11. bt. Berger, Levegowsie, 21 Ede Jagomstraße, Bortrag des Stadtnerordneten Frih Brolat. Niemand darf fehlen. 12. bt. Lotal Nachtigall, Beußelfte. 32, 8ahlabend. 13. Abt. Weißer Saal des Pazenhofer, Turmstr. 25, Bertrag: Die kommen. den Wahlen". Referent Friedrich Schlegel, 14. Abt. Bahlabende bet Gottschaft, Sutbuffer Str. 24: Start, Butbuffer Straße 14; Rallies, Graunstr. 41. Gäfte unb Sympathisierende find ein. geladen. 15, Abt. Außerordentliche Mitgliederversammlung bei Schmiebl, Binetaplah 7. Wichtige Tagesordnung. Ausgabe des Wahlmaterials. Erscheinen drin. genb erforderlich. 16. bt. Bahlabenbe bei Döhling, Brunnenste. 79; Leuschner, Aderstr. 110. 17. Abt. 8ahlabende bel Loeffat, Tegeler Str. 50; Hübner, Triftfic, 49; Schreiber, Triftstr. 68. 18. bt. 8ahlabende in den bekannten Lokalen. 19. Abt. Graue Echule, Gotenburger Str. 2, Bortrag: Die Sozialdemokratie und der Bürgerblod."-Referent Otto Frant. Sympathisierende find eingeladen. rent 21. Abt. 8ablabende. Damme, Schulfte. 24. Referent Biffor Reflger. Bohne, Marfte, 18. Referent Paul Levi. Hilmann, Razarethkirchfte. 41. Refe Robert Fendel. Silman, Prinz- Eugen- Str. 7. Referent Reftor Niklaus. Happe, Wlagstr. 5. Referent Bernhard Klein. Kroll, Utrechter Straße 21. Referent Ctabtrat Bable. Echrepel, Antonftr. 8. Referentin Elvira Krüger. Scholz, Abolfftr. 12. Referent Hans Gron. Boigt, Dubenarder Str. 6. Referent Karl Klinge. 22. bt. Bahlabenbe bei Berme, Müllerstr. 26: Robzan, Brüffeler Str. 49; Partsch, Fehmarnite. 1. Erfcheinen ist pflicht. 23. bt. 19% Uhr Bahlabende in folgenden Lokalen: Bez. 1-8: Bemanbowſki, Geeftr. 104; Beg. 4-6: Crunewald, Kameruner Ste. 19; Bea. 7: Gutschow, Transvaalstr. 26; Bez, 8 u. 9: Tiene, Barfußite. 0; Bez. 10 u. 11: Monau, Müllerstr. 62; Bea. 12 u. 18: König, Otaviste. 87, Tagesordnung: Unsere Arbeit im Wahlkampf". 24. 96t. Bahlabenbe. 1. Gruppe: Rösner, Immanueltirchstr. 25; 1a. Gruppe: Ulmer, Winsstraße Cde Christburger Straße. Referent Franz Beidler: 2. Gruppe: Bogel, Jablonftifte. 9. Bortrag: Fürforgewesen". Referent Freiberg. 8. Gruppe: Schuls, Carmen- Eylva- Str. 51. 25. Abt. Sahlabenbe bei Paronsti, Pasteurstr. 6; Röleler, Goldaper Gir. 9; Raftner, Elbinger Str. 24; Redeseb, Berneudjener Str. 1. Fehr wichtige Wahlbefpredjungen, Rein Mitglied darf fehlen. 26. 261. Beinlich, Beifenburger Str. 1, Vortrag: Die kommenden Wahlen". Referent Dr. Nerbert Marg. 27. t. 8ahlabenbe bei Reuge, lafte. 5; Rezs, Sonnenburger Str. 1; Woohsmann, Gleimstr. 10; Glanz, Kopenhagener Str. 87; Schnials, Ropen. hagener Str. 18. 28. bt. Sablabende. Mittmod), 9. Mai, in ben Botalen Maas, Brenzlauer Alee 232; Portelt, octher Git. 19; Wegener, Wörther Str, 36; 3anede, Sagenauer Stt. 5; Rechenberg, Chorinet Str. 49; 8unbel, Raftanien. allce 29/60; tener, Oberberger Str. 89. Crfcheinen aller Parteigenöffen und Baricigenoffinnen unbedingt erforderlich, ba äußerst wichtige Tagesorbnung. Dahlte Waldmannsluft 20 Uhr im Lotal Arlt, Waidmannstr. 14. Rebner: Stadtverordnetenvorsteher Johannes Haß. Morgen, Mittwoch, 9. Mai. Tiergarten. 8. Abteilung. 19% Uhr im Nationalhof, Bülowftr. 37. Redner Reichstagsabgeordneter Hugo Heimann. Im 18% 11hr Plazkonzert auf dem Dennewißplay. Friedrichshain. 34. Abteilung. 19 Uhr in den Comeniusfälen, Memeler Straße 67. Redner Otto Meier, M. b. 2. Charlottenburg. 55. 2bteilung. Edenpalaft, Kaiser- Friedrich- Str. 24 Borführung des Wahlfilms Dein Schidfal. Rebner Carl Litte. Cichterfelde. 20 Uhr in Hennings Festfälen, Bahnhof Oft. Vorfüh amg des Wahlfilms„ Dein Schidjal". Redner Erich Ruttner, M. b.& Unter Mitwirtung des Tambourforps des Reichs. banners und des Männerchors Einigteit". Treffpuntt zum 26marsch mit Mufit 19% Uhr am händeipfag Banfom. 19% Uhr in Lindners Konzerthaus, Breite Str. 34. Bor führung des Wahlfilms„ Dein Schicksal" mit Musik und Gesang. Rebnerin Marie Stunert, M. d. 2. Rofental. 19% Uhr im Botal Manthen, Hauptstraße 1. Rebner Dr. Hermann Schüßinger. Mahlsdorf. 20 Uhr im Lotal Nordstern, Honower Str. 49. Redner Stadtverordneter Ernst Arndt. Frohnau. 20 Uhr im„ asino". Redner Wilhelm Landa. Schulzendorf und Neu- Heiligenfee. 20 Uhr im 2otal Hubertus. Redner Stadtverordneter Adolph Hoffman. Kleingärtnerbersammlung, Mittwoch, 9. Mai, 20 Uhr, bei Schreiner, Johannisial, Friedrichstraße 6. Redner Stadtberordneter Hermann Lempert. 21. Abteilung. Deffentliche Wählerversammlung der Mieter des Schrader- Hauses im Schrader- Saal, Malplaquetstr. 14/16, am Mittwoch, dem 9. Mai, 20 Uhr. Tagesordnung: Die Wahlen am 20. Mai. Redner Reinhold Faas. Männer und Frauen, erscheint in Massen! 36. st. Sahlabende. 1. Gruppe: Sufch, Tilsiter Str. 27: 2. Gruppe: Söhne, Borndorfer Straße Ede Lömestraße; 3. und 4. Gruppe: Wittschus, Betore burger Str. 5. Unsere Wahlarbeit. 37. bt. Bahlabende: Bezirk 1: 8epte, Ebertyfir. 7; Begin 2, 3: Jeca[ ch, Eberinstr. 10; Bezirke 4, 5, 6: Raschke, Ratternitt. 14. Bolsabliges Cr. scheinen dringend erforderlich. 38. ht 20 hr zahlabend in allen Bezirken mit Ausnahme der Bezinte 153 und 101 in ben bekannten Lokalen. Borarbeiten für die Wahlen. Nie manb parf wegen der wichtigen Tagesordnung fehlen. 39. Abt. Bofal Treulich, Bilhelmstr. 114, Bortrag bes Genossen Dr. Dito Benede 40. Abt. Botal Jung, Dreibundstr. 11/12, Mitgliederversammlung. Dorbereitungen. 41. Abt. 8ahlabende bei Wahl. Beinhoff, Belle- lionce- Str. 74a; Bramann, Fibicin straße 16; Schuster, Chamiffoplat 4: Lute, Bergmannftr. 98; Schula, Mariendorfer Str. 5. Einleitung und Borbereitung der Wahlarbeiten, 42. Abt. Sahlabende bei Eechaat, Willibald- Aleris- Straße 6; Boehlte, Bergmannstraße 64: Buhr, Bílcherfte, 38: Bogler, Mittenwalder Straße 16; Braun, Blanufer Ede Bärwaldstraße; Wiersdorff, Urbanftr. 6. Wahlarbeiten. Niemand darf fehlen. 43. Wot. Rahlabende in den bekannten Lotalen. Wichtige Tagesordnung. 44. Abt. Echulaula. Mariannenfte. 47, Bortrag: Die Aulturpolitit im vet floffenen Reichstag" Referent Mar Bottiger. 45. Abt. Rehlabende: Minnia, Banfiger Straße 45. Bortrag: Breußenpolitit". Referentin Helene Schmis, M. d. 2. Matfchenz, Forster Str. 9. Sommer, Wiener Straße 25. Biensters, Reichenberger Straße 104. Materialausgabe 46. Not. Burdhardt. Görliner Straße 52, Bortrag:„ Der Kampf um bie Staats macht" Referent Auguft Riemann, Distuffion. Erfcheinen ift Bflicht. 47. bt. Bah! abende: Stadtbeairte 82, 83: Timpe, Raunnnfit. 60. 97: glet, Naunynstr. 9. 98 bis 100: Giedentopf, Muskauer Straße 35, Vortrag: Die tommenden Wahlen". Referent Genoffe Stopperich. 101 bis 105: Lehmann Muskauer Straße 1, Vortrag: Die fommenden Wahlen". Referent Albert Schulz. 48. Abt. Griefings Feftfäle, Baffertor ftr. 68. Bortrag: Die Bertrauenstrlie in der Juftia". Referent Dr. Leffmann. Auch die Bezirksführer milffen bestimmt erscheinen. Charlottenburg. 51. Abt. Rahlabende fallen aus. Dafür am 9. Mai Funktionär figung für die 1. Gruppe bei Schellbach, Rönigin Clifabeth- Straße 6. 2. Gruppe: Lofal Gophie- Charlotten Ede Potsdamer Straße. 3. Gruppe: Dörre, Dandelmannstr. 18. 52. Abt. Reis, Kaiserin Augusta- Allee 81. Bahlangelegenheiten. 53. Abt. Rahlabende. 1. und 2. Beairl: Gehweitert, Erasmusfit. 2. 3. und 4 Begift: Lur, Suttenite, 26, 5. bis& Bezirt: Steininger, Buttenftr. 34. 54. Abt. Jugendheim, Rosinenstr. 4, Bortrag: Die Lommenden Wahlen". Referent Sans Bila. Gäfte fönnen eingeführt werden. 50, bt. Reblabend. 2. Gruppe: Jostomial, Bolhendorffstr. 20. Erscheinen bringend erforderlich. 1. bis 3. Gruppe: Lierich, Rantftr. 62 Bahlarbeitverteilung. 57. Abt. Rahlabende. 1. Gruppe: Arndt, RantStraße 51, Bortrag des Genoffen Mener. Gruppe: Thunad, Bieland ftraße 4. Referent Genoffe Gmaffer. 44 62. Abt. Clemensstadt. Cotal Marfandt, Nonnenbammallee, Mitgliederver fammlung. 67. Abt. Grunewald. Lofal Wurzbacher, Mitgliederversammlung. Wichtige Tagesordnung. 78. Abt. Schöneberg. Unfere Rahlabenbe finben ftatt: 1. Bestr bei Arndt, Baugener Straße 10. 2. Bezirk im Lotal von Grunow, Geßlerstr. 18. a. Bezirk im folal non Groß, Gebanftr. 17. 7. Bezirk bei Tabszus, Sachfent bamm 40. 3m Bestrt Siedlung Lindenhof findet tein Rahlabenb statt. In allen Rahlabenden sehr wichtige Tagesordnung über unsere nächstert Aufgaben. Es ist daher bringend notwendig, baß alle Genoffen und Ge noffinnen erscheinen. 82. Abt. Stealik. 9. Beairt: Lotal Bernide, Ruheplas, Rahlabend, Bortrag: Die ruffifchen Gegenfäße". Referent Hans Bauer. 86. Abt. Mariendorf. Rahiabenb. 1., 2. und 7. Bezirk: Neumener, Schöne Berger Straße. 3. bis 6. Bezirk: Kienborf, Chauffeeftr. 19. 8. bis 10. Be airt: Schrader, Friedenftr, 6. Bahlarbeiten. 87. bt. Marienfelde. Rahlabend bei Schufter, Rircftr. 68. Reukölln. 91. bt. Rahlabende. 20., 21. und 39. Bezirt: Röfter. Rarlsgarbests ftraße 4. 40. Bezirk: 2ildbede, Racisgartenstr. 12. 50. Bezirk: Flughafen, Mahlower Straße 10. 38.. 41. und 49. Bezirk: Mischke, Münchener Straße 23. 37. und 42. Bezirk: Stahmann, Münchener Ede Reuterstraße. 48. Bezirk: Balewski, Bobbin Ede Starstraße. Erscheinen aller Genoffen tft Bflicht. Mitgliederversammlungen in folgenden Botalen: 13. Bezirk: Rüdiger, Lohmühlenstr. 36. 15. und 26.Bezirk: Jahn, Fulbaftr. 45. 16. und 25. Bes zirk: Lotal Jansaste 11. 17. und 24. Bezirk: Lehmann Sellstr. 8. 22. Bezirk: Ticke, Mainzer Straße 4. 23. unb 86, Beairt: Schabetto, Beiselstr. 5. 34. und 43. Bezict: Kleistner, Münchener Straße 53. 35. Bezirk: Jdealfafino, Welchfelfte.& 92. Abt. Rahlobende halten ab Mittwoch, 9. Mat, pünktlich 20 Uhr: 14., 29. und 30. Bezirk: Gauter, Sarzer Straße 88, Bortrag. 27. und 28. Beairt: Gitorra, Schandauer Straße 1 Ede Elbestraße, Borttag. 32. und 33. Beairt: Rönig, Mildenbruch. Ede Weserstraße, Bor trag: Die Internationale Berbundenheit ber Bahlen von 1928". Referent Genoffe Will Lauren. 31, 44, 45. und 55. Bezict: Wolf, Raifer- Friedrich Straße 173 Cde Rofegeerstraße, Borttag. 46., 47. und 59. Beairf: Simon, Berthelsdorfer Straße 9, Bortrag: Die Bedeutung des 20. Mai". Peferent Genoffe Ernst Schulk. 72. unb 73. Bezirk: Schneider, Rosenftr. 7, Vortrag: Die Wahlen am 20. Mai". Referent Genoffe Krufe. Erscheinen aller Genoffinnen und Genossen unbedingt Pflicht. Die Mitteilungen für die Funktionäre"( Nr. 5) find foaleich beim Abteilungsleiter abarholen. 93. bt. Rahlabenbe finden am Mittwood), 9. Mai, abends 7 Uhr, in folgenden Lotalen ftatt: 56. Beairf: Bimmermann, Guttgarter Straße 41. 57. Bezirk: Refler, Treptower Straße 91. 58., 81. und 85. Besirt: Thor mählen, Serkbergftr. 22. 82. und 97. Beairt: Ciche", Raiser- FriedrichStraße 122, Bortrag bes Genoffen Sans Reinhard: Die Bedeutung bes Wahltampfes für bie Bolitit in der Gemeinbe". 83. und 84. Bezirk: 5. Roritfch, Böhmische Straße 43/44, Bortrag des Genoffen Rurt Großmann: Juftia und Wahlen". 95. Bezirk: Briklom, Nichgroftr. 53. 96. und 99. Bezirk: Rönig, Ranner Straße 14. 100. Bezirk: Barnstedt, Thüringer Straße 22, Gieblung im Bärmintel. Sn allen Bezitten Einteilung ber Bablarbeiten, daher Erscheinen eines feden Genoffen Bflicht. 84. Mbt. Rahlabenbe. 51., 68. unb 76. Besitt: Lotal Echröder, Steinmenftr. 32. 52, Bezitt: Schröder, Gelhower Straße 6. 64., 65, 66, 67., 77. und 78. Beairt: Lotal Günther, Schillerpromenade 11. 95. Abt. Grieger, Beffingftr. 9. Borbereitungen für die Wahl. Niemand barf fehlen.-96. 05. Zahr abende. 86. und 100. Bezirk: Brandt, Thüringer Straße 38, Referent Salo Roppe 101, 102, und 103. Bezirk: Rillmer, Nogatstr. 56. Referentin Augufte Barthel. 80., 87. und 88. Bezirk: Lübben, Thomasstr. 5. 93. und 94. Bezitt: Frentel, Schierte Ede Bodeftraße. Referent Genofle Brintmann. 07. bt. Lotal Rudolph, Sermannfit, 156 Ede Ruefebecftr., Vortrag: Die tommenden Wahlen". Referent Dr. von Ungern- Sternberg.. 98. Abt. Bahlabenbe. 107, und 108. Bezirk: Krüger, Anesebeaftr. 48. 109, 110., 111. und 112. Beairt: Beder, Delbrildite. 55. 113. unb 114. Beaits Klabunbe, Mariendorfer Weg. Borbereitung und Einteilung der Bahl arbeit. De Mitglleber find einzulaben. Funktionäre miiffen teftios er feinen 99. Abt. Brih Budow. Rahlabenbe. 1. Bezirk: Lindenport, Chauffeeftraße 18 2. und 4. Bezirk: Rohlschmidt, Stubomen Straße 66. 3., 5. und 6. Bezirk Werner, Chauffeefte, 66, Referent Genoffe Beidler. 7. Begirl, Große Gieblung: Sente Dienstag, ab 17 Uhr, Flugblattverbreitung bei Arnold, Frik Reyter- Allee. Mittwoch, 9. mai, Rablabend im Buschrug, Rudower Straße 51. Cinteilung ber Bablarbeit. Beatri Ren- Budom. Rablabenb hei ehstart. Rubower Straße 12 101. Abt. Ereptom. Sahlabenb. 1. und 2. Bestel: Stephan, Gracaftr. 1 3. unb 5. Bezici: Ottinger, Riefholz Eda fenftraße. Cinteilung der Bahlarbeit Parteiangelegenheiten. 104. bt, Rieberschöneweide. Lokal Beddentlaufe, Brüdenfte. 15. Bortrag: Die beutfchen Barteien ber Gegenwart. Referent Rechtsanwalt Dt. Ostar Cohn, 107. Abt. Faltenberg- Alt- Glienide, 20 Uhr bei Meier, Faltenberg, Straße am Waltenberg, Borftands und Funktionärsihung. Bahlvorbereitungen. Ries mand barf febion. 108. 5. Ripenid. Rohlabenbe. Damuporstadt: Schuls, Bahnhofstr. 34, Bor trag: Was Lehren uns die franzöfifden Bahlen". Referent Mar Tollsdorf. Rieanorstapt und liftabt: Sletiche, Dorotheenftr. 1, Bortzog: Bie führen. mit den Klaffentampf Referent Baul Rampfmener, Röllnische Borstadt Stippelohl, Gdönerlinber Straße 5, Bortrag: Bas Tehren uns die franzö fischen Wahlen". Referent Erwin Mante. Bahlnorbereitungen. Die Be airisführer laben ein. 111. bt. Bohnsdorf. 19 Uhr Borstandsfigung. Um 20 Uhr bei Heimann, Waltersdorfer Str. 100, Bahlabend. 113. b. Schmidmig. 18 Uhr Flugblattverbreitung. Sämtliche Genoffen mitisen erscheinen. Treffpunkt Schmödmig beim Genoffen Schröter, Ber liner Str. 29. Sichtenberg. 114. ht ofal Scentte, Rroffenen Str. 14, Bortrag des Stabta verordneten Richach Krille, 113, bt. Bablabende. 1. Gruppe: Hempel, Scharnweber, Ede Jungstraße, 2 Gruppe: Lohann, Ober, Cde JungStraße. 3. Gruppe: Radtte, Müggel, Ede Scharnweberstraße. 4. Gruppe: Seipte, Kronprinzenstr. 47, 117. Abt. Die Mitgliederversammlung füllt aus. Alle Mitglieder besuchen die am 10. Mai stattfindende Bersam Tung. 118. abt. Sahlabende, 1. Grappe Böhl: John, Jrenen chr. 21a. Gruppe Bogt: Mig, Margareten, de tenenstraße. Gruppe Börtel: Tempel, Gudrunstraße. Gruppe Bert: Lotal Lena, Magdalenenstr. 10, Bahlarbeiten. 119. Abt. Cäzilien- Engeum, Sathausfir. 8, Bortrag: Die Partei im Wahlkampf." Referent Adolf Wufchid. 121. Abt. Rarlshorst. Die Mitgliederversammlung fällt in biefem Monat gus. 122. Abt. Biesdorf. Die Mitgliederversammlung fällt aus, Dafür beteiligen fich alle Mitglieder reftios an der öffentlichen Rundgebung. 123. Abt. Raulsborf. Lokal Escherisch, Alt- Raulsdorf, Ede Torfstraße, Bortzag: Die kommenden Wahlen." Referent Eduarb Sachert, M. b. 2. 127. Abt. Sohenschönhausen. 8ahlabend im Berliner Sof, Berliner Str. 96. Wahlarbeiten und Wahlvorbereitungen, Riemand darf fehlen. Heinersdorf. Der Bahlabend fällt aus. • sehr schade, meine Dame, daß Sie nicht mal versuchen, Ihren UTDU Bohnenkaffee mit Kathreiners Malzkaffee zu mischen. 0% Sie würden - wie viele vorher unbelehrbare Bohnenkaffeetrinker bald auf den Geschmack kommen und schließlich sogar nur noch Kathreiner ,, rein" trinken. 9ann bleiben Sie gesund 68. Abt. Salenfee, Sandmann, Westfälische Straße 42, Bortrag des Genoffen airfsführer laben ein, willn Drügemüler, M. b. L., über: Die tommenden Wahlen. Die Be- und sparen, denn 70. Abt. Wilmersdorf. 8ahlabend bei Srniß, Soffteinische Straße 60. Wahl norbereitungen. 71. bt. Rablabenbe bei Gengebusch, Laubacher Cafe Barsiner Straße, Borttag: Die Wahlen". Referent Dr. Serbert Beichmann. Botal Bau, Silbenard ftraße 14. Bortrag: Der Kampf um die Staatsmacht." Referent Genst Hildebrandt. Der 78. Abt. Echmargendorf. Deutsches Saus, Breite Straße 84, Borttage Sachfenfonflitt und die Wahlen". Referent Genoffe Rofchte. 74. bt. Rebleuboff. Der Rahlabenb für die Gieblung fält aus. Defile find die Genoffen um 18 Uhr im Lyzeum. Gdonower Straße 8. 75. Abt. Wannsee. Botal Reichsabler, Rönigftr., Mitgliederversammlung Peters Union Fahrradreifen oft nachgeahmt- nie erreicht! 1Pindpaket kostet mur 55 Pfg! Seters Union Fahrradreifen off nachgeahmt- nie erreicht! 131. Wh. Rieberschönbeufen. Die Mitgliebenerfammlung mug wegen Rena nierung unseres Bersammlungsiotals ausfallen. Dofile am 9. Mai, 20 Uhr, Sigung des Borstandes mit sämtlichen Bezirksführern und den Mitgliedern der Bahinorstände. Alle Bahlhelfer find um Beteiligung an diefer Sigung gebeten. Wir treffen uns im gofal Arüger, Trestow, Ede Brücherstraße( früher Wolff). 12. Abt. Blonfenburg Lofal Alug, Dorfftr. 2, Mitgliederversammlung. Wahlvorbereitungen. 133. Abt. Buchbola. Zablabend hei Rofad, Sauptftr. 71. 134, Abt. Buch. Lokal Göpfert, am Bahnhof, Sahlabend. Bortrag:„ Der Rampf um die Staatsmacht." Referent Alfred Flatau. 135. Abt. Ratom. Lotal um Bantgrafen", Pantgrafenfiz. 3. Mitgliedernerfammlung. 137. ht. Reinidendorf- West. Gemeinsamer Zahlobeng aller Bezirke im Bolfs hous, Scharnweberstr. 114. Stellungnahme zur Bahlotheit. 139. Abt. Regel. Lotal Otto Schade, Berliner Str. 17, Ede Beithstraße, Mite gliederversammlung. Wohlvorbereitungen. Berschiedenes. 140. ht. Borsigwalbe. Lofol Moitfchach, Ernststr. 1. Bortrag: Die politischen Parteien im Wahlkampf." Referent Georg Stieglis. Sympathisierende und Rorwärts"-Leser find eingeladen. Frauenveranstaltungen. 12. Areis Steglig. Dre Genosßinnen der 83. und 84. Whteilung werden ge beten, die Bäblerin" non den bekannten Stellen abzuholen. Dasselbe gilt auch für die nächste Mummer der Wählerin". 17. bt. Achtung, Genoffinnen! Unfer Frauenabend fällt in diesem Monat @us. Seute, Dienstag, 8. Mai, beteiligen fich alle Genossinnen an der Bählerinnenfundgebung des 3. Areises in den Bharus- Sälen, Müder ftraße 142. Snmpathifierende Frauen find ebenfalls eingeladen, 94. Abt. Sleuteln. Heute, Dienstag, 8. Mai, 19 Uhr. Ausgabe der Wählerin" bei Schröder, Steinmegstr. 32. Alle Genoffinnen müssen helfen. Jungfozialisten. Gruppe Lichtenberg: Bir besuchen heute, Dienstag, die öffentliche Rundgebung der SA3. in den Prachtfälen des Oftens. Gruppenleiter Groß- Berlins! Organifiert für Gommfog, 13. Mai, unh Donnerstag, 17. Mai( Simmelfahrt), Landagitationsfahrten! Propaganda material in den Bezirkssekretariaten Berlin und Brandenburg. Lindenstr. 3. Alle Genoffinnen nad Genossen stellen sich in den kommenden Tagen den auständigen Parteiabteilungen zur Wahlarbeit zur Berfilgung. Die Jungwählerfundgebungen sind von allen Mitgliedern zu besuchen. 0 Kinderfreunde Groß- Berlin. Achtung, Kreisleiter! Am Freitag, 11. si, in der Geschäftsstelle Aus gabe non Material für das Zeltlager. De reise, die teilnehmen, miten unbedingt abholen. Für alle der Gefchäftsstelle gemelheten Selfer erfolgt die Ausgabe des Selferblattes ebcndo. Die am Reltlager teilnehmenden Helfer notieren sich den 1. Juni für die nächste Sigung vor. Bis dahin müffen alle Sreise die genaue Meldung für das Lager gemacht haben. Arcis Reutölln: Seute, Dienstag, 19% 2hr, Borstandsfisung in der Barade Ganghoferstraße. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation B 21. Abt. Unfer Genoffe Rart meirahn, Utrechter Str. 22, ift per ftorben. Ehre feinem Andenten! Einäfcherung am Mittmoch, 9. Mai, 16% Uhr, im rematorium Gerichtstraße. Bir bitten um rege Beteiligung. 32, Abt. Am Sonnabend, 5. Mai, traf die Nachricht ein, daß unser Ge1offe Mar Heinrich, Krautstr. 100, im Krankenhaus verstorben. Ehre feinem Andenten! Die Einöfcherung fand bereits am Montag ftatt. SEJ Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Einfendungen für biefe Rubrif nor an bas Jugendfefretariat. Berlin G 68, Lindenstraße 3 Achtung, Abteilungsleiter! Es müssen unbedingt, soweit noch nicht ge fchehen, die Flugblätter für die Jungmählerversammlungen abgeholt werden. Die Maizeitungen her rheiter- Jugend milffen abgerechnet werden. Jungwählerversammlung, heute. Dienstag, 19% Uhr für hie Werbebeşirfe Schöneberg. Besten, Seltowlanal und Tiergarten im Gesellschaftshaus des Weftens, Sauptstr. 30-31. Thema: Jungwähler, wohin gehört bu? Referenten: Reichstagstanbihat Georg Penbt, Gerb Bothur. Deutscher Metallarbeiter- Verband Achtung! Betriebsräte Achtung! Die Betriebsräte- Zeitfchrift z. 9 ift erschienen und fann gegen Borzeigung der Ergitimationstarte des Betriebsrats. obmannes in unserem Bureau, Zimmer 5. nder nach 4 Uhr im Zimmer 4 entgegen genommen werden Achtung! Funktionäre der Wertzeugmaschinenfchloffer. Heute, Dienstag, den 8. Mai, abeabs 7 Uhr, im Zimmer 15 des Berbandshauses. Cinienftraße 83/85 Versammlung Donnerstag, den 10. mai, nadm. 5 2hr, im Cotal von Reinte, Grünauer Straße 17 Versammlung aller in der Metallindustrte befchäftigten Metalldreher Lehrlinge, jugendl. Arbeiterinnen u. Arbeiter. Tagesordnung: 1. Bortrag: Rechte und Pflichten bes Lehrlings und jugendlichen Arbeiters". Referent: Stollege 8. Sellwig. 2. Aussprache und Berufs fragen. Donnerstag, den 10. Mat, abends 7 Uhr, in den Sophien Sälen", Sophienste. 12/18 4 Branchenversammlung der Elfen-, Revolverdreher und -dreherinnen sowie Rundfchleifer. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zum Berbandstag Referent: Ein Mitglied der Engeren Berwaltung. 2. Branchenangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Spielplan unferer Aulturabteilung. In der Woche nom 7. bis 13. Mai: 1. Abenteuer aus dem Rautafus( Rampf zwischen Rot und Beiß- Gardiften). 2. Was viele nicht miffen. 3. Humoreske. In der Woche nom 14. bis 20. Mai: 1. Der Schieden der Befitüste Afritas. 2. Was viele nicht miffen IV. Zeil 3 Humoreste 3n der Woche vom 21. bis 16. Mat: 1.§ 218: Muß bie Grau Patter werden? 2. Straßenrennen Berlin- Rottbus. Berlin 3. Humoreste. Ju der Woche nom 29. Mai bis 3. 3uni: 1. Unter den Rannibalen Borneos. 2. Sygiene in Stall und Haus. 3. Sumoreste Ju ber Bode nom 4. bis 10. Juni: 1. Der Bera des Schidfals. 2. Der neuefte Eletro- Ofen. 3. Sumoreste. Dazu für rebe Borstellung bie neuefte Bochenschau mit einer Einlage Anfragen wegen Ueberlaffung und Besuch ber Abteilung find telephonisch oder schrift lich an das Bureau( Rulturabteilung) zu richtest. Die Ortsverwaltung. Bettfedern Adolf Pohl Dresdener Straße 15 Fabrikgebäude. Heute, Dienstag, 19% Uhr: 17 Brunnenplag: Schule Biefen, Ede Banfftraße. Mitgliederversammlung, Gesundbrunnen: Schule Gotenburger Str. 2. Mitgliedernerfommbing Bebbing Rote Fallen": Schule Lütticher Str. 4. Die Richtlinien der Raten Falten. Sumannplog: Schule Scherenbergstr. 7. Bas follen mir Iefen?" Röllnischer Bort: Arbeitslose Genossen treffen fich 7% Uhr früh Bormäris gebäude, 2. Sof, und nehmen Material in Empfang. Thends Beteiligung der Gruppe an der Feier der Partei im Balhallagarten.( Giche Barteinachrich ten.) Faltplag 1: Gruppenabend fällt aus. Beteiligung an Umzug der Bartei. Treffpunkt 18 Uhr Schönhauser Allee, Ede Ropenhagener Straße. Rachzügler im Saalbau Friedrichshain. Morboften: Heim Danziger Str. 62. ,, Der Lehrling und feine Rechte." Schönhauser Borstadt: Saule Driesener Straße 22. Die Gefahren des Alkohols und Nikotins." Basenbeibe: Beim Yorckstr. 11. Mitgliederversammlung. Brig: Rathaus, Chauffeeftr. 48. Mitgliedernerfammlung. Neukölln 1: Seim Sander, Ede Sobrechtstraße. Mite aliebernersammlung. Reutölln II: Seim Steinmegstr. 114. Mitgliederverfammlung. Neukölln III: Hein Wanglitstr. 7. Mitgliederversammlung. Neukölln IV: Heim Schierteftr. 44.„ Die Bedeutung der Wahlen." Neu tölln V: Seim Böhmische Straße. Der Weltfeiertag und seine Forderungen." Rentölln VI: Schule Sergbergplag. Mitgliederversammlung. Tempelhof: Treffpunkt zur Jungwählerversammlung 19 Uhr Bhf. Tempelhof. Sermsborf: Heim Roonftraße. Mitgliederversammlung, Reinidendorf- Weft: Heim Geidelftr. 1.„ Die Abstinenzbewegung." Lichtenberg- Rord: Baraden Rathausstraße. Funktionärsigung. Berbebezirt Schöneberg: Jungmählerversammlung im Gesellschaftshaus des Westens, Hauptstr. 30( neben dem Saupinostamt). Treffpunkt 1914 Uhr Raiser. Wilhelm- Plak. Fahnen mitbringen. Die Mitglieder des Werbebezirksvor standes und Borfizenden treffen sich dort( RWB.) bereits um 18 Uhr. Berbebezirk Weften: Treffpunkt zur Jungwählerversammlung 19 Uhr Bhf. Schöneberg. Ae Ordner 18 Uhr Bhf. Schöneberg. Sport. Rennen zu Rubleben am Montag, dem 7. Mai. 1. Rennen. 1. Magimus( Ch. Mills), 2. Arnim( 3. Mills), 3. Noblesse ( römming). Zoto: 19:10. Blak: 13, 12, 16:10. Ferner liefen: Modena, Alpipize, Modedame, Guy de Val, Ronne. Tamerlan, Constanze, Long Albert, Artifer, Erzgauner, Aldisa, Ludzina, Peter Hall 2. Rennen. 1. Kurfürft( 3. Mills), 2. Erifa( Bahr), 3. Ingrib alle ( Bedert). Soto: 11:10. Blab: 12, 17, 17:10. Ferner liefen: Siegrim, Rronsbeere, Konig Robert, Chambion Boud. 3. Rennen. 1. Antenor( Ch. Mis), 2. Brimel( J. Mills), 3. Naturbursche( Schröder). Toto: 11:10 Blaz: 11, 16, 16: 10. Ferner liefen: Matator, Lindow Dictator, Vindar, Nanu, Maimorgen, Alpenfeuer, Galeere. 4. Rennent. 1. Erasmus( Ch. Mis), 2. Ehrenberg( 3. Mills), 3. Flamingo( auk jun.). Toto: 16:10. Blat: 11, 11, 14: 10. Ferner liefen: Sanna Archdale, Meifter B., Armenier, Copat. 5. Rennen. 1. Salma( Krause), 2. Heider( Elias), 3. Roblentönig ( n. Sofol). Toto: 31:10. Plag: 16, 19, 20:10. Ferner liefen: Heimchen, Turandot. Erboring jun.. Seliogabal, Athener, Balencia I, Holofernes, Quinteffenz, Monostatos. Dichtung, Leuchtkäfer, Krrwilch, Erich S. 1. Cotta( Schleuiener), 2. Magoman jun.( Ch. MHS), 3. Franlet( B. Finn). Koto: 129: 10. Blas: 55, 14, 29: 10. Ferner liefen: Quisi quasi, Stonigsadler, Johannistäfer, Selwin, Lodung, Biln A 6. Hennent. 7. Sennen. 1. Augias( 3. Mills o..), 2. Natal( Hedert), 3. Sarien. mädchen( Sinorasli). Koto: 17( Ratal): 10. Blaz: 12, 20 18: 10. Ferner liefen: Edelsteins Sohn, Flaggenlied, Eulenspiegel, Haraldus B., Dancing Girl. Kletterrole, Maltefer, Freibeuter. 8. Rennen. 1. Noordmont( Ch. Mins), 2. Beter Harvester( Knöp nabel jim.), 3. Barometer( Nogomsti). Toto: 39:10. Blas: 16, 18, 18: 10. Ferner liefen: Interessent, Coval, Bainsca, Denkmünze, Duadrat, Rotula, Hippologe, Champion Goud, Dompfaff I. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berfin und Umgegend ( Nachdr. nerb.) Teils beiter, teils mollig, einzelne leichte Regenschauer nicht ausgeschlossen. Zemperatur niedriger als bisher. Für Deutschland: Im Diten noch beiter, troden und am Tage warm, im Süden suerit noch siemlich warm, dann ein wenig Abkühlung mit Gemittern; int übrigen Reiche fübler und mechselnd bewölkt mit Reigung zu einzelnen Regenimauern. Warum Großmutter Sunlicht Seife schätzt Grossmutter kennt den wahren Wert wohlHauswäsche. Sie hat sie sorggepflegter lich behandelt, all die Jahre hindurch. Voll reifer Erfahrung sagt sie:„ Seit 30 Jahren verwende ich nur die gute reine Sunlicht Seife; sie hat mir stets die Arbeit erleichtert, schäumt prächtig und gibt eine köstliche blütenreine Wäsche. Auch für mich selbst verwende ich nichts anderes" Nehmen Sie Sunlicht Seife auch für alle anderen Reinigungszwecke in Haus und Küche. Ihre Reinheit und Ergiebigkeit macht sie für alles geeignet. Doppelstück 40 Pfg.; grosser Würfel 35 Pfg. SUNLICHT SEIFE ICHT SS 203 Vorträge, Bereine und Versammlungen. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefäftsstelle: Berlin 6. 14. Sebaftianftz 37/38, Sof 2 r. Dienstag, 8. Mai. Mitte: 20 Uhr 5. Romeradschaftsversammlung, Rofenthaler Sof, Rosenthaler Straße. Bortrag, Gäfte willfomunen. Areuzberg: 20 Uhr Zug IV Bersammlung bei Grindler, Simmerstr. 30. Bartrag Ram. Lindemann. 9. Mai, 19 Uhr, Saalschus im Deutschen Hof, Budaner Straße. Bernau: Gaoljchus in Bernau- Sid. Abmarich 19 Uhr von Modisch. Brenzlauer Berg: 18% Uhr zur Sundgebung und Saalfchug: 1. Marfchlanterad schaft Gaalbau Friedrichshain; 2. Kameradschaft Schönhauser Allee, Ede Oderberger Straße; 3. Marsofameradschaft Ropenhagener Straße, Ede Echönhauser Allee: Jugend Bezirksamt; Tambourkapelle Weißenfee, Knpenhagener Straße: Prenzlauer Berg Bezirksamt. Donnerstag, 10. Mai. Tiergarten: Romerod fchaft Arminius 19% Uhr Sealschutz Sentrum, Arminiushallen. Brenalance Berg: Rameradschaftsversammlungen um 20 Uhr: Romeradschaft Ballant bei Bogel, Jablonstiftr. 9; Rameradschaft Rönigstor bei Rösner, Immanuelkirchfiraße 25; Aameradschaft Senefelberplag bei Büttner, Schwedter Str. 23; Rameradschaft Falfe bei Seuge, Milaftr. 5. Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Ariegsteilnehmer nah Kriegerhintere bliebenen, Ortsgruppe Nordost 4. Mitgliederperfammlung Dienstag, 8. Mai, 30 Uhr, in den Unionsfestsälen, Greifswalder Str. 222. Bezir Beften: Bezirksversammlung Dienstag, 8. Mai, 20 Uhr, im Bahnärztchaus, Bülom Straße 104. Gauleiter Ram. Mende spricht über das Thema: Bas haben die glieder werden gebeten, ihre wahlberechtigten Angehörigen mitzubringen. Ariegsopfer von der Zusammensetzung des Reichstags zu erwarten?" Die Mita Longfellow English Debating Club, Bülowftr. 104 Mittwoch abend 8 Uhr Observations on a tour through the U. S. A. and Asia. Frühjahrs- und Strandmodenschau bei Zieh. Je höher die liebe Eonne steigt. um jo aluter wird die Frage: Wie leids ich mich zu Lande und wie zu Waffer? Die Firma Tiek zeigt in ihren fämt Für die Straße und für den Spori beberricht das Strictleid in den ver lichen Raufhäusern in der Woche vom 7. bis 12. Mai mie's gemacht wird". fchiedensten Farben und Verarbeitungsmöglichkeiten siegreich das Feld, danebent leichte Rafhafleider und für heiße Tage Crepe- de- chine, Boile, Bastfeide und andere luftige Gewebe. Die Berarbeitung betont nad wie vor einfache, jugendliche Form, fehr nett mirten immer wieder die ameifarbigen WestenZleider. Die modischen Requisiten des Badesportes find Bodetrikots in fombinierten Farbenzusammenstellungen, meist das Leibchen farbig oder gemustert und die sofe fchmerz, oder idymarze Trifats mit Blenden, oder Treffenversierung in bunt oder meiß; dazu flottr Badekappen aus Gummi mit farbigem Aus puk und Bademäntel long, fürzer oder am türzesten. Der normale Bade mantel in Serrenform nerfügt über normale Längenmaße, das Badecape mit gezogenem Kragen und anderen Fineffen hat die Kürse der Straßenkleidung und das Badecomplet endlich, dos mit dem Badeanzug irgenòmic, meist durch die Farben, verschwägert ist, hört dort auf, mo das Trifat endet. Das letztere Bekleidungsflid hat natürlich mit feiner eigentlichen Bestimmung recht wenig zu tun und dient einzig modischen Phonfaftereien. Es wurden dann noch Wäschestüde, Korsetts zur Erreichung der schianten Linie und im Anschluß daran morgendliche Mensendidereien vorgeführt. Die Preise bewegen fich alle in annehmbarer Lage. Dunlop- Tennisbälle und die deutsche Davis- Pokalrunde. Für die deutsche Danis- Potalrunde, Deutschland gegen Griechenland, vom 6. bis 8. Mai in München, murde der Dunlop- Tennisball gewählt. Der Dunlop- Ball ist in dieser Saison der Turnierball fast aller großen deutschen und internationalen Turniere Diefer Erfolg ist ein weiterer Bemeis dafür, wie fomell es dem Dunlop- Ball gelungen ist, überall Anerkennung zu finden. Blakote im Nether. Diesen Einbrud fonnte man geftets mirklich haben, als man über unserer Stadt den ihnen Simmelsschreiber die Riefenmarte Berfil, Hents und ta fchreiben fah. Die gestern geschriebene Simmels fchrift hat, Bort on Bort gefegt, eine Länge non 15 Rilometern gehabt, das entspricht einer Entfernung non Berlin bis Wannfee. Man fann fich hieraus eine Borstellung machen, welchen riefigen Weg der Himmelsschreiber nehmen muß, um feine Arbeit auszuführen. Die ausgeftogene Rauchmenge be trägt über 2 Millionen Rubikmeter. Das Schauspiel fand die größte Aufmerf famfeit des Publikums; überall fah man intereffiert zum Simmel schauende Menschengruppen, die eifrig debattierten und insbesondere beim Beginn jedes neuen Bortes au raten fuchten, was der Bilof an feine riesenhafte Schreibtafel malen mürde. Verkäufe Alappiportwagen, Rinderwagen, Eleine Anzahlung, fechs Monatsraten. Sofor tige Auslieferung. Sowage, Rechstraße 1, II. Etage, Ede Münzstraße. Damenröhez, Teilzahlung 2.50. Arous, Große Frankfurter Straße 32. Nähmaschinen Dürkopp- Nähmaschinen gegen B- Marke Bochenraten. Blofil, Brunnenstraße 185, Teppiche mit teinen Webfehlern. smischen Rofenthalerplas und Invali Gonderpreis 2 × 3 19,- Gonderpreis benfreake Norben 118 23 24, Sonderpreis 2X3 35,- Sone Rähmaschinen. derpreis 24x3% 39,- Gonderpreis Fabrilate für Sausbedarf und Gewerbe. Billige, erfiflaffige 21X3% 48, Sonderpreis 3X4 59, öchentlich 3,-. Fischer, Botsdamer Sonderpreis 3x4 85 Rörner, Pots ftraße 103. damer Straße Nr. 26a. 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Von dem Geiste, in dem diese Verhandlungen geführt werden, uiti> von dem Erfolg hängt nicht nur die Frage der Fortdauer des schweren Druckes auf die Lebens- Haltung der Massen des deutschen Volkes ab, der von der Verpflichtung, jährlich große Tribute an das Ausland zu bezahlen, ausgeht, sondern vor allem auch das Tempo der Befreiung des Rheinlandes von fremder Besatzung und der Rückkehr des Saargebietes zum Deutschen Reich. Die beschleunigte Erfüllung dieser beiden nationalen Wünsche ist aber wiederum die Voraussetzung für die wirkliche Festigung des europäischen Friedens, dessen Kernstück die deutsch-französische Verständigung ist. Wenn man die vor uns liegeirden Fragen der Reparationspolitik richtig beurteilen will, so darf man den Ausgangspunkt dieser Last nicht außer acht lassen. Der Ausgangspunkt ist der Krieg, der verlorene Krieg, dessen Beendigung durch einen viel ge- schmähten„Scheidemann-Frieden" ohne Sieger und Besiegte die «-.ationalistischen Treiber in Deutschland in der Vaterlandspartei und der Heeresleitung verhindert haben. Als der Krieg mit dem beut- , schen Zusammenbruch endete, waren die Machthaber in den Sieger- ländern von den gleichen Ideen beherrscht, denen, als man in Deutschland noch den Sieg erhofft«, der damalige Reichsschatzsekretär Dr. helsserich, der spätere Führer der Deutschnatio- n a l c n, mit den im Kriegsreichstag gesprochenen Worten Ausdruck gab: „Das Schwergewicht der Milliarden der öriegstosleu wird an den Besiegten des wcllkrieges hängen bleiben." In diesem Geiste haben die Rationalisten der Siegerländer den SZersailler Vertrag diktiert, ohne zu bedenken, wie sehr die Anwendung dieser Grundsätze in der Praxis den Wiederaufbau der europäischen Wirtschaft nach den Zerstörungen des Krieges hemmen mußte. Daß das deutsche Volk trotz der unendlich drückenden Lasten, die auf Grund des Versailler Vertrages entstehen mußten, im Jahre 1319 keine Verzweiflungspolitik trieb, die zum Zerfall des deutschen Reichs geführt hätte, sondern, daß man sich schließlich zu dem Grundsatz bekannte, den schweren Weg der Revision durch Arbeit und durch den Willen zur Erfüllung anzutreten, war das Verdienst der Sozialdemokratie in Zusammen- arbeit mit den Verbündeten der sogenannten Weimarer Koalition. Die ersten Phasen, der Erfüllungspolitik, d. h. der Politik, die auf dem Wege des Beweises des guten Willens zur Erfüllung der Lasten die Revision und die Befreiung des Rheinlandes erstrebte, waren gekennzeichnet durch den sanatischen Kampf der Parteien , der Rechten gegen diesen Weg der Vernunft, für den sie nur den wahnsinnigen Ruf nach Revanche als Ersatz anzubieten hatten. Erzberger- und Rathenau-Mord kennzeichnen diese Periode. Dann kam die erste Abkehr von der Erfllllungspolitik in der Zeit der Herrschaft des Bürgerblocks der Nachkriegszeit unter der glorreichen Führung des Reichskanzlers C u n o. Diese Abkehr trieb das deutsche Volk in den R u h r k a m p f. Der sinn- lose Kampf gegen diese sinnlose Besatzung gipfelte in dem völligen Ruin der deutschen Währung. Der Währungsruin hat die deutsch« Arbeiterschaft um viele Milliarden an Löhnen betrogen. hat die Kleinrentner und Sparer enteignet und hat dem Typ der Kriegsgewinnler in Industrie, Handel und Finanzwelt den gleich- wertigen Typ der Inflationsgewinnler zur Seite gestellt. Das geschah unter der Führung des Vertrauensmannes ,cher Wirtschaft", Herrn Cuno, unter der Mithilfe seines Reichssinanz- Ministers Dr. Hermes, der heute vom Zentrum wieder hervor- geholt wird und unter der Beratung des Führers der Deutschnatio- nalen, Helsserich, der damit dafür sorgt«, daß dem deutschen Volke zu dem Schwergewicht der Milliarden der Kriegslasten noch ein zusätzliches Schwergewicht an Milliarden der Inflation auf- gehängt wurde. Der Sturz der Regierung Euno, der Abbruch des unsinnigen Ruhrkampfe», der die wichtigst« Voraussetzung für die Rückkehr zu einer stabilen Währung war, war wiederum nur möglich dadurch, daß die Sozialdemokratie für die verauoftpolilik ia die Dresche sprang. Durch ihre Mitarbeit ermöglichte sie dem damaligen Kabinett unter Führung Stresemanns die Liquidierung des Ruhrkrieges. Freilich erntete sie für diese Hilfsstellung keinen Dank. Die innere Neuordnung nach der Stabilisierung wollte man gegen die Arbeiter- schast durchführen, und deshalb wurde die Sozialdemokratie wieder aus der Regierung verdrängt. Als dann im Jahre 1924 auf Grund des Sachverständigen- planes, des sogenannten Dawes-Planes, der erste ernsthaste Versuch zur Revision des Reparationsproblems verwirklicht wurde, hatten die Deutschnationalen nicht mehr den Mut, ihre Sabotogepolitik wirk- sam weiter zu betreiben. Sie hatten aber trotz ihrer Borliebe für altdeutsche Helden auch nicht den Mut, sich nunmehr offen zur Cr- füllungspolitik zu bekennen, und so kam jene groteske Halb- und H a l b a b st i m m u n g zustande, bei der die Deutschnationalen ge- rade so viele Jasager abkommandierte, als nötig war, um, gestützt auf die Treue der Sozialdemokratie zur Bernunftpolitik, auch wenn sie im einzelnen ihren Wünschen wenig entsprach, die Annahme der Dawes-Gesetze gegen Rechtsradikal« und Kommunisten zu sichern. In den Z'h Jahren, die inzwischen vergangen sind, ist die Be- lastung durch die Reparationen planmäßig gestiegen, sie ist aber auch mehr als planmäßig gestiegen, weil die gleichen Deutsch- nationalen, die immer den wirtschaftlichen Ruin durch die Repa- rotionslasten prophezeit hoben, nachdem sie in den Bürgerblock unter der Führung von Dr. Luther eingetreten waren, durch Er« höhung der verpfändeten Steuern auf Bier, Tobak, Zucker und Solz und vor ollen Dingen durch die Erhöhung der Zölle zwangsläufig die Reparationslaften in die Höhe getrieben haben. Diese SteuererhShungen de» vürzerblock» haben Deutschland iiisgesamt rund 300 Mtlllonea Mark Mehrzah- lung au Reparatlonslastea gekostet. Den Kampf gegen dies« unsinnige Zoll- und Steuerpolitik Hot die Sozialdemokratie geführt, aber es fehlte ihr im letzten Reichs- tag an Macht, um ihn erfolgreich durchzuführen. Im Reparationsjahr 1328/29 erreicht die Reparations- last nach dem Dawes-Plan ihren Höchstbetrag von jährlich 2,5 Milliarden Mark. Dies« groß« Last übt«inen schweren Druck auf die Lebenshaltung, im besonderen der deutschen Arbeiterschaft, aus. Vor allen Dingen stört es die deutsche Wirtschaftspolitik und den beut« schen Wiederaufbau, daß noch nicht abzusehen ist, wie lange dieser Druck auf Deutschland lasten soll, da bisher eine Begrenzung der gesamten deutschen Reparationsschuld noch nicht erfolgt ist. Die Verhandlungen um die endgültige Fest- setzung der Reparationen, um die Befreiung des Rhein- landes und um die Herabsetzung der Reparationslast werden in der Herrschaftszeit des nächsten Reichstags geführt werden. Schon vor dem Dawes-Plan hat die S o z i a l i st i s ch e I n t e r- n a t i o n a l e auf ihren Tagungen von 1922 und 1923 die folgenden Richtlinien für eine Regelung der Reparationsfrage aufgestellt: 1. Die Reparationen müsien endgültig festgesetzt werden. 2. Di« Reparationen sind ans den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete und den Ersatz der Schäden zu beschrän- ken, die der Zivilbevölkerung zugefügt worden sind. 3. Die Reparationen dürfen nicht die Kriegskosten der ehemaligen Gegner umfassen. Diese müssen sich vielmehr ihre Kriegsschulden gegenseitig erlassen. Ans dies« Ziele werden wir auch in Zukunft hinzuarbeiten haben. Sie sind nur crreichbar durch die Fortsetzung der Verständigungs- und Erfüllungspolitik, die die Sozialdemokratie seit dem Kriege unentwegt vertreten hat. Dar Weg zur endgültigen Regelung und Derringerung der Re- parationslasten kann nicht über«ine Täuschung des Auslandes in bezug auf die deutsche Wrrtschostslog« und Wirtschaftskrast führen. Die Sozialdemokratie lehnt e» ab. eine Politik zu unterstützen- die die Regelung der Reparationen durch Herbeiführung künstlicher Krisen in der deutschen Wirtschaft fördern will. Denn sie weiß, daß die Last derartiger Krisen durch Arbeitslosigkeit und Lohndruck immer wieder auf die Schultern des arbeitenden Volkes abgewälzt wird. Die Sozialdemokratie weiß, daß die Regelung und Ermög- lichung des Abbaues der Reparotionslosten über die allmähliche U m- Wandlung der öfsentlich-rechllichen Reparationsschuld in P r i- vatschulden der deutschen Wirtschaft führen wird. Sie weiß, daß die Uebertragungsmöglichkeiten durch das System'der Kapitaleinfuhr erleichtert werden. Sie lehnt e« aber ab, aus diesem Gninde Hemmungen für eine Kapitaleinfuhr zu befürworten, die andererseits die Voraussetzung für die Entfnllung der wirtschaftlichen Kräfte in Deutschland, für die Erhöhung des Sozialproduktes und damit für«ine Besserung der Lebenshaltung der breiten Massen bildet. Di« Sozialdemokratie bekämpft deshalb die Hemmung der Aufnahme von Ausländsanleihen. die reparations politisch begründet wird. Sie steht auf dem Standpunkt, daß es nicht darauf ankommt, ob Kapital im Inland oder im Ausland aufgenommen wird, sondern daß es entscheidend darauf ankommt, wie das Kapital verwendet wird. Sie bekämpft jede unrationelle, jede der Entfaltung pro. duktioer Kräfte nicht dienende Kapitalverwendung: sie be- streitet aber, daß die Aufnahme von Außenanleihen an sich, wie es nationalistisch und kommunistisch eingestellte Wirtschaftspolitiker behaupten, zu einer Vermehrung der Gcfomtbelastung gegenüber dem Auslande führen muß. Wir können uns für diese Richtlinie auch auf die folgenden Aus- führungen des Professors der Nationalökonomie M. I. Bonn in feiner jüngst erschienenen Schrift„Befreiungspolitik. oder Be- leihungspolitik?" berufen: .Entscheidend für die Wirkung der Außenverschuldung ist das Ergebnis der Anleih«. Wenn das Sozialprodukt eines Landes durch Verwendung auswärtiger Kapitalien(Ver- billigung des Zinsfußes, Rationalisiening, Neuanlagen) so st e i g t, daß nicht nur die gesamten Belastungen aus den- Anleihen er- wettert werden, sondern darüber hinaus ein Ueberschuß bleibt, dann stellt die scheinbar zunehmende Belastung eine tatsächliche Entlastung dar." Wir lehnen es also ab, die gesamte Wirtschaftspolitik vermeint- lichen Interessen der Reparationspolrtik zum Schaden der Wohl- standsentfaltung unterzuordnen. Wir wissen aber, daß die wichtigst« Voraussetzung für eine Regelung der Reparationen eine ver- trauenswü rdige und gesunde Finanzpolitik des Reiches ist. Die Herrschaft des Bürgerblocks in den letzten Iahren hat von einem Ueberschuß in der Reichskass« von einer Milliarde Mark Ende 1924 schon für den Etat von 1928 zu einem ver- schleierten Defizit von über% Milliarden geführt. Dieses Hineingleiten in eine Defizitwirtschaft, die das Mißtrauen der Repa- rationsgloubiger hervorruft, ist verschuldet durch«in« sinnlots« l�iebesgabenpolitik an den Besitz und durch eine ständig« Steigerung unfruchtbarer Militär- und Marine- ausgaben, die ihren Gipfelpunkt in der Bewilligung von 80 Millionen Mark für den Bau eines Panzerkreuzers er- reicht haben. Die Sozialdemokratie verlangt«ine gesunde Finanzpolitik, die durch Herstellung des Gleichgewichts von Ein nah- men und Ausgaben unbedingten Schutz vor einem Rückfall in die Inflationswirtfchast bietet. Dieses Ziel ist praktisch erreichbar durch Kürzung von unproduktiven Heeres- und Marineausgaben, durch Vermeidung von Subventionen, nicht nur ohne Beeinträchti- gung, sondern sogar noch bei einer Erhöhung der Ausgaben für soziale Zwecke. Solide Aiuanzpolilik und eindeutiger Wille zur Inlernaiionalen Verständigung sind die Voraussetzungen für die beschleunigte Befreiung der besehten Gebiete und für den Abbau der Repa- � rotionslasten. der In den nächsten Iahren verwirklicht werden muß. Die Aussichten auf Erfolge auf dem Wege der Revision der Repanotionslasten, auf dem Wege der Befreiung Deutschlands von drückenden Fesseln hängen ab von der Stärke der Sozialdemokratie im kommenden Reichst««. Denn die Sozialdemokratie ist in allen Jahren nach dem Kriege die zuverlässig« Führcrin auf dem Wege der Vernunft, auf dem Wege der Befreiung durch Arbeit und Verständigung gewesen, und sie allein bietet die Bürg- schaft für den Erfolg dieses Weges in der Zukunft. Köhler predigt über Auslandsanleihen. Die Sprache der Tatsachen in Ttew �oxt. Auf einer Wahlturne« in Baden hat der Reichsfinanzminister Dr. Köhler ein« Fastenpredigt über deutsche Ausländsanleihen ge- halten. Nimmt man die Rosinen aus dieser Predigt heraus, so meint Dr. Köhler zur Sparpolitit, daß wir uns der aus dem Kriege übernommenen Verpflichtungen und der Sorge um die Erhol- tung des deutschen Kredits im Ausland« bewußt fein müssen, daß den öffentlichen Körperschaften die Verhandlungen für die Inanspruchnahme des Auslandsmarktes in kürzester Zeit frei- gogeben werden sollen, daß das Programm der Beratungsstelle schon jetzt nur dem dringendsten Bedarf der Gemeinden gerecht wird, daß es trotzdem dabei für einen längeren Zeitraum sein Be- wenden haben müsse, daß Reichs- und Landeranleihen im Auslande auch weiterhin nicht ratsam erschemen, und daß auch für die Um- schuldung in der Londwirtschast Auslondskredite auch nur im engsten Umfang in Anspruch genommen werden können. Di« deutsch« veffenilichkeit hat von der grundsätzlichen A n l e i h e p o l i t i k des Reichssinanzmimsters Dr. Köhler und auch des Reichsbairkpröfibe Men Dr. Schacht genug. Denn entweder war sie nicht grundsätzlich, oder sie war falsch, wo st« grundsätzlich schien. Jedenfalls fft von den Leuten, die vorgeben, den deutschen Kredit im Ausland schützen zu wollen, noch niemals soviel Por- zellan zerMagen worden als in der Zeit, wo diese Leute Auslands- anleihepolirit gemacht haben. Der große Gläubiger sind die Bereinigten Staaten von Amerika, und was dieser große Gläubiger über Deutschlands Kreditwürdigkeil denkt, dürste wichtiger sein als olle Fastenreden der sogenannten Lerantwortlichen in Deutschland, deren— sicher gut gemeinte — Absichten und Beweggründe sich einer öffentlichen Kontrolle entziehen. Dr. Köhler hat nicht nötig, sich um deutschen öfseiitlichen Kredit im Ausland« heute zu sorgen. Er hätte sich zu einer Zeit darum kümmern müssen, als durch unverantwortliche Reden des Reichsbankprästdemen der deutsche Kredit im Ausland« tatsächlich erschüttert wurde. Heute ist dieser Kredit wieder hergo- stellt, und dazu hat weder Schacht noch Köhler etwas beigetragen. Den Beweis dafür liefert der Stand, den die 6>> Prozent ige Berliner Anleihe von 15 Millionen Dollar am 4. Mai auf der New-Porker Börs« wieder erreicht hat. Bevor Dr. Schacht sein« berühmten Reden hielt, bevor Dr. Köhler die Notwendigkeit der grundsätzlichen Anleiherestriktion erkannt«, notiert« sie 100 Proz. Das war Ansang Ottober 192 7. Am 18. November, nachdem sich die Politik der Verantwortlichen ausgewirkt hatte, war fi« auf 97 Proz. gesunken. D«r Kur» steht heut« wieder auf 100 Proz., und wir glaub«», daß dazu da» Vertrauen New Bork» in die Stadt Berlin mehr beigetragen hat, als olle Maßnahmen der Derant- wonlichen. Jedenfalls, die Folgen der nicht von den öffentlichen Körper- schalten herbeigeführten Bcrtrauenskrise in New Bork sind überwunden. Daß die k�prozentige Anleihe Berlins wieder 100 Proz. notiert, ist ein Deweis dafür, daß man in New Bork Geld haben kann zu dem billigen Satze von 6)4 Proz. Di« Sorgen über Rentabilität und Produktivität solcher Anleihen soll man dem Gläubiger Überlassen. Die Fastenred« Dr. Köhlers ist über- slüssig, sein« Sparsamkeit ist bedenklich, wenn sie, wie bisher, nur dazu führt, daß trotz allem Auslondsgcld hereingenommen wird. nur zu erheblich teureren Zinsen, als man sie bei normalen Anleihen in New Park zu zahlen nötig hätte. Mansfeld berichtigt. Umer Berufung auf das Pressegesetz ersucht die Mansfeld A.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb um Ausnahme folgender Bericht!- gung, der wir gern Raum geben: „In Nr. 181 Ihrer Zeitung vom 17. v. M. ist ein Artikel unter der lleberschrist„Hohe Gewinne bei Mansfeld" er- schienen, in dem Sie am Schluß des vorletzten Absatzes folgende Mitteilung machen:.Woher der 7L6- M.° Schichttohn iür Häuer stammen soll und gleichfalls der DurchschniUslohn der Belegschaft von 6,08 M., bleibt das Geheimnis der Direktion. Nach unseren sehr guten Inforniationen verdienen die Häuer 4,50 M., die An- schläger 4,20 M. und die Uebertaqearbeiter bei ISstündiger Schicht 4,20 bis 5,25 M." Ihre vorstehend wiedergegebenen Angaben sind irrig. Die van Ihrem Berichterstotter angeführten Lohnsätze sind die Löhne unseres Schichtlohntarif«, die in Wirklichkeit iiifolg« Gedinge- und Akkord- arbeit, Leistungszuschlägen und dergleichen weseiitlich überschritten werden. 14« von Ihnen angezweifelten Löhne, die sich aus den Dezetflber 1927 bezogen, sind richtig und sind in der Zwischen.zeit bei den Häuern auf 7,95 M-, bei der Gesamtbelegschaft auf 6,28 M. gestiegen." Wir haben dazu zu bemerken: Unsere Notizen vom 17. April entsprechen den Tatsachen. Aus der uns vorliegenden Lohntajel — gültig ab 1. Dezember 1927— ist ersichtlich, daß die van uns angeführten Schichtlohnsätze richtig wiedergegeben worden sind. Daß auch über die Schichtlohnsätze hinaus verdient wird, ist in einem anderen Artikel des.Vorwärts" bereits mitgeteilt. Es bleibt dabei. daß die Schlchtlohnsäße sich in außerordentlich niedrigen Grenzen bewegen. vioideudea im Rermtsma-Konzern. Di« Reeintsma ZI.-G. in Altono- Dohrenfeld verteilt aus 677 000 M. Reingewinn 10 Proz., die Georg Iasmotzi A.-G. in Dresden aus 881 000 M. Reingewinn 6 Proz., und die Monoli A.-G. in Berlin verteilt auf 1,97 Millionen Mark Stammaktie� 7 Proz. Dividend«. Am Himmel lasen Sie: Unterhaltung unö Wissen Vellage des Vorwärts Die Familie um Cook. Bilder von der Londoner Maidemonstration. London. 1. Mai. Auch durch die Straßen von London hallte heut« nachmittag, natürlich, der herrliche, schon hundertfach gesungen« Sang der Inter- national«. In verschiedenen Sprachen schon, doch zum ersten Male auf Englisch gehört, war es seltsam, wi« wir— drei junge Franzosen sind da gemeint und zwei Deutsche— dem Lied nicht allzu laut, eigentlich nur für uns, den französischen und deutschen Text zugrunde legten, und wie dann plötzlich, vorher nicht bedacht, bei dem Worte„Internationale" alle Sprachen wie ein« Nangen, wie ja auch alle das gleich« Gefühl beseelte, seltsam war es... Ungeheuer long erstreikte sich der Zug der Tausend«, der sich gegen Mittag dort bildete, wo das Zeitungsoiertel an die Ufer der Themse stößt, wo, stündlich fast, mit Donnergepolter, des Morgens um drei Uhr beginnend, die weiß« und oft so schmutzige Flut aus den Rotationsmaschinen auf die Straße, in die wartenden, brummenden, ölspeienden Autos entströmt, hier also blühten jetzt die roten Fahnen, die roten Tücher, die roten Transparente, die roten Hoffnungen, zwischen schwarzen Steinen, und wenn sonst noch etwas auffiel, dann dies: daß aus den hohen Häusern der Zeitungen, vier Stock tief und fünf Stock tief, die erstaunten, nein, mißmutigen Gesichter der Daily-Mail-, Evening-Standdrd- und Sonstwie- zeitungsredakteure großkapitalistischer und kriegshetzerischer Blätter herunterblickten. Däs da paßte ihnen nicht in den Kram, das Rot nicht, das Fahnenmeer nicht, die Masie nicht, ihre— Ordnung nicht. Schüchtert sie ein? Macht sie Angst? Zeigt sie Macht? Jetzt windet die rot« Kette sich los, die Kette aus Fahnen, Masten, Nebel, Masten, Rotflut, Masten, Marschtritt, Masten, Lie- dern, Masten: Bölter, hör« die Signolel Verlegenheit grinst aus den Fenstern des Prunkhotels Saooy, am Oxford-Zirkus stockt der Verkehr, Selfridge, das Riesenwarenhaus, leert sich blitzschnell, N«u- gier, Haß, Hohn stoppt Leben und Atem der City, überschwebt den imposanten Zug de« ersten Mai, des Arbettermai, den Zug au» Fahnen. Mosten. Nebel. Masten, Rotflut. Masten, Marschtrttt, Massen, Liedern, Masten: Di« Internattonale erkämpft das Men- schen recht! Tausend« biegen jetzt au» dem Straßengewirr, e» ist. vom Hydepark, dem traditionellen Meetingplatz, au» gesehen, als ent- brächen sie dem Gefängnis der fast eisernen Stadt, ein leichtes Leuchten weht über die Gesichter, obschon doch das Wetter alles andere als Glanz ist, obschon sie. die Männer und Frauen, jetzt noch lange hier stehen werden, müde werden, hungrig werden, wenn sie es nicht schon sind, aber der Hydepark. die Riesenwies«. stt eben Freiheit und Freude für den schon, der sonst Tag um Tag an Maschinen sich plagt, in der Eng« der Elums haust, im Dreck der Docks hockt, in kalten Kellern und feuchten Löchern wehrlos der Not ins Auge blickt. Fünf Wagen, wie Podeste getxntt, tragen fünf Redner, fünf aufmerksame, große Gruppen hören das zu Betrachtend« und zu Bedenkende, was an diesen: ersten Mai zu sagen ist. Um den einen der Wagen drängen sich zum Schluß aber noch einmal alle zu- sammen— wer spricht? Cook spricht. Cook! Ein Name. Ein Mann. Freude auslösend. Begeisterung hochfeuernd. Der Führer der englischen Bergarbeiter, der ihren großen Streik geführt hat, genießt ein Vertrauen, da» er um seiner Persönlichkeit willen bestimmt verdient, auch wenn er vielleicht, viel- leicht geirrt hat, ein Vertrauen, das man erst dann recht verstehen kann, wenn man Cook wenigstens als Redner erlebt hat. Dos so überaus Sympathische ist, daß der Volksmann quasi offizielle Rolle sehr rasch ablegt, wie er es vorher schon mit Schlips und Kragen getan hat; denn es geht ihm nicht um die Eitelkeit, sondern um die Sache. Cook spricht sehr lange, man merkt, es muß ihm vieles vom Herzen herunter, vom Herzen, nicht etwa vom Manuskript, das er natürlich nicht benutzt, olles stt spontan bei ihm, aber nicht nur einer intelektuellen Eingebung folgend, sondern auch den Ge- gebenheiten der Minute gemäß: Beispiel: unter den Zuhörern steht, mit dem hohen Helm natürlich alle anderen überragend, ein Polizist— sofort nimmt ihn Cook als Exempel für eine populäre, aber ganz richtige Erörterung über Ordnung, und Ordnung, kapitalistische und soziale. Sein Baby, das er mitgebracht hat, sei ihm näher als das des Herzogs von Bork, und da wird dann wie selbstver- ständlich in der ersten Reihe das Baby von Hand zu Hand gereicht, nicht etwa aus Neugier, schließlich stt Cooks Baby wie alle anderen Babys auch, sondern einfach, weil alle eine einzige große Familie. wenn auch keine in Gemütlichkeit machende, geworden sind, und Cook ist ihr Dater. Ich habe noch niemals einen mit den echtesten Mitteln so von Mensch zu Mensch wirkenden Redner gehört. Die internationale Arbeiterschaft darf auf diesen Kameraden mit den: lachenden Gesicht eines großen Jungen stolz sein, die englische ist e« auf jeden Fall und weiß, daß viele Cooks den Brei gewiß nicht verdürben. Wi« sie ihn hochleben ließen, hipp, hipp, hurra, un- vergeßlich stt das. Sie haben ihrem Führer auch ein Symbol in die nachher oft geschüttelte Hand gedrückt, die Lampe des Bergarbeiters, sie sollte wohl brennen, aber sie brannte nicht, doch als Cook sie hochhob, da kam, mit der Sekunde, die Sonne au? den Wolken, die bessere Ablösung... und dos Meeting nun schon gor nicht zu seinein Ende. noch einmal, noch dreimal, noch fünfmal, keilte sich Warnung und Feuer, die Internationale" durch die dröhnendsten Straßen des schon im Abendfieber erhitzten Londons, entlang die steinernen, noch angestürmten Wälle der Stadt des Karl Marx. Erich Gottgetreo. Adinda. Von Oietzenschmidt. Admda, du starbst... Und als ich bei deinem Lager niedersank und deine schwachen Hände an meine weinenden Augen hielt, hobst du dein« Stimme zum letztenmal und sagtest: . ich komme wieder, mein Geliebter, ich oerspreche dir: ich komme wieder in der neuen Gestalt, die Buddha mir oertoihen wird." Du starbst, Adinda: aber ich, ich bin getröstet. Ich red« mir ein, ich sei getröstet. Aber: komm bald! Komm bald. Adinda! « Adinda— Unser Kind hat des Morgens geweint und sich so sehr nach dir gesehnt. Komm bald! Denn ich kann unser Kind nicht trösten, ich wein« mit chm. Adinda—? * Unser hellbraunes, zortzierliches Kind wsint, weint... Siehst du, ich tröste es: aber es will nicht glauben. Deshalb komm bald, Adinda. Oder willst du. daß die hellen Aeuglein trübe werden? O, du wirst kommen, ich weiß es: aber: komm bald! Wo ich geh, Adinda, such ich dich. Wenn ein Schmetterling vor nnr hinflattert, seh ich dich. Wenn eine Mücke,«ine Fliege, ein Insekt sich aus mir ausruht, möcht ich es fragen: bist du es? Wenn sie mein Btut saugen, fühl ich es wie eine Liebkosung. Und mein Herz schmerzt, wenn sie schließlich doch mich verlassen. Denn du warst es dann nicht. Wenn d u kommen wirst, wirst du nimmer scheiden. Nicht wahr, Adinda? » Heut morgen fand ich zu Füßen mein« Lage««in fremd« Kätzchen. Zusainmengeringelt schnurrte es und blinzelt« mich an. Und ich fragte: „Bist du es, Adinda?" Da zog es den schmalen Strich seiner Pupille noch enger zu- sammen, daß er dünn wurde wi««in Haar. Bist du es. Alinda? Ich hob die süßeste Milch genommen und sie in den weißeste» Porzellanteller gegossen und reichte sie dir. Nicht wahr, du bstt«? Das Kätzchen schleckt« die Milch mit rotem Züngelchen. Dein« Zunge war so rot und zart wie die des Kätzchens.— Nicht wahr, du bist es? Ich zog Festtagskleider an und betet« und hielt dich auf meinem Schoß und feierte deine Wiederkehr. Des Nachts ging ich schlafen und hiev dich an meine Brust g«> preßt. Dein Fell stt weich und warm und liebkost mich wie«inft hie Haut dein» Leib». * Adinda-t? Da» Kätzchen hat mich verlassen. Warst du es? Ich Hab ge- io«int, als seist du von neuem gestorben. Komme bald!, » Vor meiner Hütte baut ein Vogel sich sein Nest am Rand« des Dickichts, nicht hoch über der Erde. Er singt, daß die Sonne milder scheint und das Meer weniger laut atmet. Er singt, er singt, daß meine Träume helljauchzend werden. Und seine Melodie Ningt: „Ich bin Adinda!" ... goldene Körner der Maisstauden pflück ich und streu sie dir hin. Staubfeinen Blütenstnnen schenk« ich dir, Adinda! » Eine Raubkatze hat mir das Vöglein getötet. Mit einem Hieb: Als der Mond hell schien, daß ich erwachte(weil ich vergessen hatte, die Fcnstervorhäng« zu schließen), fühlte ich den schleichenden Schritt. Hat ein Laubblatt gezittert, daß ich es hörte? Die Pantertatze hob die Pfote und zerschlug das Nestchen mit saprt dem Vöglein. Dann glimmten die Augen zu meiner Hütte herüber— und du gingst langsam fort. D u mußt es sein! Du bist der Panter, Adinda! Du mochtest nicht mehr sehen, wie ich das Vöglein liebte. Eisersüchtig warst du. Warum kamst du des Tags nicht? Ich haderte mit Buddha, dem Alleswollenden, weil er dir die Gestalt eines Raubtteres gab, so daß du des Tags dich nicht mehr unter Menschen wagen darfst. Du warst der Panter, Adinda, denn kümmert sich sonst ein Großtier um ein kleines Vögelchen? Eifersüchtig warst du— zürn« mir nicht, Adinda, daß ich geirrt. Komm wieder! -» Warum kommst du nicht? Ich saß die ganze Nacht unter der Tür meines Hause» und wartete auf dich. Zürne mir nicht, Adinda! Und komm bald. » Du kommst nicht. Weshalb kannst du mir nicht verzeihen? Adinda I * Ich werde mein Kind, dein Kind, vor unserer Hütte Tür legen und mich daneben setzen. Bielleicht kommst du zum Kinde, trotz- dem du mir zürnst. Du kamst nicht. Da legte ich dos Kind hinaus und lauerte in der Hütte. Ich sah dein flimmerndes Auge, aber du hattest mich erkannt. So soll unser Kind allein mit dir sein in der ersten Nacht. Denn du wirst mir nicht länger bös fein können, wenn du unseres Kino« Lächeln wieder gesehen hast. Adindal Komme, Adindal •. Ich zog die Fenstervorhäng« zu. ich schloß die Tür, ich lauschte, wie regelmäßig draußen im Garten mein schlafendes Kind atmete, ich ging in des Zimmers Mitte und wollte beten zu Buddha und ich dachte nur an dich, Adinda— — und, horcht«. Es blieb still. Der Mond schien. Irgendwo knackste draußen ein Zweig. Dann wieder still— lind ich dacht«: „Welleichi bist du es, Adinda?!" Das Kind wimmerte plötzlich auf. Und ich fuhr mit beiden Händen ins Haar: „Du bist nun da, Adinda! Warum wimmert das Kind? Oh. e» wird sich fürchten, denn es stt noch so klein. Aber du wirst ihm jagen» daß du es bist," Das Kind ward still. Meinem Ohr war es. als würden«este gebrochen, als sinke abgerissenes Laub. Alles still. Der Mond schien... Unser Kind stt tot, Adinda. Ich folgte heut der blutröttichglängenden Spur m den Wald, wohin es der Panter geschleppt hatte. Ich fand es nicht. Die vom Dorfe unten machen auf den Panter Jagd.— Ich kann nicht mit, denn ich warte auf dich, Adinda. Und beweine unser Kind. * Heut mittag— Adinda— warst du es? Die weißglühende Sonne prallte auf das Land und auf das Meer herab, die Lust slimmerte vor Hitze, alles schlief, die Leute im Dorf«, die Tier«, die Vögel,— Ratten nur huschten hie und da hin und her. Ich lag und rang mit dem Schlafe,— da taumelte hoch empor in der einen Zimmerecke ein« Schlange, wiegte den Kopf hin und her und starrte mit hypnotisierend glitzernden Augen auf mich— zuckt«— zuckte— im nächsten Augenblick mußt« sie mit den Zähnen meinen Hals treffen— ich rührte mich nicht, denn du kormteft die Schlang« fein, die mit dem fernen Züngchen mir entgegenzitterte— zuckt«— zuckte— und schnellte zusammen und verkroch sich wie ein Blitz. Ich hätte den Boten würgen mögen, als er«intrat, der dich (oder warft du's nicht?—) verjagt hatte. * Adinda, komm«, Adinda! * Wenige Schritte vor unferm Hause das Meer hast du so sehr geliebt. Vielleicht— Ich ging gestern abend zum Strand hinab. Ich dachte dein. Da glitt mein Fuß au«.— Weißt du auch, daß ich die klein« Frosch- leiche in meine Hände nahm und weinte, weil ich dachte, ich könnte dich getötet haben, Adinda? Nun weiß ich, daß du zu mir kamst. Seit heut mittag... Ich lag im Sand« des Sttandes, trotz der Hitze, Adinda. Denn ich erinnerte mich, daß dein brechendes Auge das Meer treffen mußt«, wenn es von mir hinweg durch die Tür der Hütte geschaut hatte. Und so hat deine Seele vom Aug« ihren Weg aus» Meer gesunden. Nicht wahr, Adinda? Die Sonne brannte, brannte, der Sand unter mir glühte, glühte,— wenn ich nur um Haaresbreite mich bewegt hätte, wäre mein« Haut daran verbrannt. So hatte sie sich an die Glut gewöhnt. Doch: mein Blut war überaus heiß. Und das schmerzte mein Hirn. Mir tat der Kopf so weh. Meine Augen zitterten. Aber ich blieb ruhig liegen. Denn des Mittags gibt Buddha den toten Seelen die Macht zu reden,— so lehren unsres Stammes Bäter. Doch man darf sie nicht stören, nicht mit eines Fingers Zuck. Da flog ein« Seemöve an mich heran. Flog an mir vorbei. In wunderschönem Bogen. Ich sah die Augen. Sie waren wi« die deinen, so dunkel. Sie waren die deinen. Da jauchzte ich Und d u riefft mir zu: „Ich bin Adinda!" Dann wußte ich nichts mehr. * Sie haben mich am Strande gefuiäen; sie trugen mich in mein« Hütt«, sie Hoven den Arzt und pflegten mich. Sie sagen, ich sei krank. Sie sagen, ich sei verrückt. Adinda, sie sagen, du habest «eine» Verstand mit dir genommen und mein«» Körper ohne i Seele gelassen. Adinda, sie sage,,, ich hätte nicht in der Sonne liegen dürfen und meinen, daran seist du schuld. Denn sonst käme das niemandem in den Sinn. Adinda, sie bewachen mich Tag und Nacht..._ Aus der Ltrgeschichie des Bieres. Die Geschichte des Bieres reicht bis in die entferntesten Vor- Zeiten zurück, und fast hat es den Anschein, als ob es alkoholstche Getränke schon lange gäbe, wie es Menschen gibt. In Aegypten kannte man um dos Jahr 2500 v. Ehr. bereits vier Sorten ver- schieden«« Bier«, und die Mythe», die sich mit dem göttlichen Ursprung des Bieres befasse», reicht»» bis in das Jahr 400(1 v. Chr. zurück. Ein erfahrener ägyptischer Weiser gibt seinen Voiksqenosien auf«irrer Hiroglyphentafel den guten Rat:„Uebcrninrm dich nicht beim Biertrinken, du fällst hin und zerbrichst die Glieder, keiner reicht dir die Hand, deine Genossen trinken weiter und sagen: weg mit diesem, der getrunken hat". Di« Zubereitung des Vieres geschah in der Regel im Hause. Doch scheinen auch Ansätze zrt einem eigenen Braugewerbe vorhanden gewesen zu sein..Der Alkoholgehalt dieses Bieres stt bei der gering entwickelten Gärungstechnik damaliger Zeit zweifellos nicht sehr hoch gewesen. Auch in der übrigen Mittelmeerwelt war das Bier oder ein bieröhnliches Getränk bekannt, wurde hier allerdings früh durch den Wein und Branntwein, der die Kenntnis des für den primitiven Menschen äußerst schwierigen Desttllationsprozesses vorausfetzt«, in seinem Verbrauch auf die unteren Volksschichten beschränkt.- Dagegen scheint sich bei den nördlichen Völkern Europas das Bier viel länger als unbeschränkter Herrscher erhalten zu haben. Die Germanen kannten dos Honigbier, den Met. Zu Bienenhonig setzt« man Wasser hinzu, kochte diese Mischung und ließ sie dann in Gärung übergehen. Es muß ein sehr schweres und heimtückisches Getränk gewesen sein, das manches Unheil über die Familien brachte, da die Germanen im angeheiterten Zustand sich nicht scheuten, Familie und Besitz, ja selbst die eigene Freiheit im Spiel als Preis zu setzen. Der Met scheint mehr ein Getränk der Vornehmeren ge- wesen zu sein, denn neben ihm unterscheidet Diodor, der den Met als„Galater" bezeichnet, noch ein besonderes Vier. Der Name „Galatcr" läßt daraus schließen, daß jenes Getränk in ähnlicher Zubereitung nicht nur auf die Germanen beschränkt war. Auch der Geograph Strabo berichtet, daß Pythras, der als erster Hellen« mit Germanen in Fühlung kam, schon neben dem Met eine andere Bier- forte vorfand. Die Zubereitung des Metes erfuhr durch die Be- rührung mit römischer Kultur und dadurch mit dem Orient in der Folge ein« Verfeinerung durch allerlei Zusätze. Don Rom lernt« der Germane die intensive Bienenzucht und Honiggewinnung kennen. vom Orient bezog er würzende Produkte, die er seinem Honigbier beimisch« und dadurch einen erhöhten Wohlgeschmack erzielte. Das Brauen des Vieres geschah selbstverständlich im Hause und war Aufgabe der Frau. Ein eigenes Gewerbe entwickelte sich erst im Laufe des Mittelavers mit dem Aufkommen der Städte Doch ging der Ausschank noch bis ins letzte Jahrhundert oieifach„reihum", nicht selten auch die Brauerei, d. h. ein Mitglied der Dorf- oder Stadtgemeinfchaft durfte während einer bestimmten Zeit Bier brauen und ausschänken. Nach Ablauf dieser Zeit kam der Nachbar an die Reihe und so weiter. In Skandinavien, Rußland und selbst in manchen vorwiegend landwirstchafttichen Gegenden Deutschlands so- wi« in den Ossteeprovinzen gehört das Bierbrauen auch heut« noch vielfach zu den Tätigkeiten, die der Hauswirstchaft zufallen. Dittmar Möbel: Libby's 10.000.Mark Kochrezept Wettbewerb 1.Preis 2.Preis 3.Preis.... ....... 2000,- RM 1000,- RM .... 750,- RM 25Preise á 100,-zus.2500,- RM 75 Preise á 50,-..zus.3750,- RM Alle Preise werden in bar ausgezahlt. 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Die Herstellungskosten des betr. Gerichts sind anzugeben nach Massgabe der für das betr. Rezept angegebenen Mengen von Zutaten. 6. Jedes Rezept wird unser Eigentum, ob es mit einem Preise ausgezeichnet wird oder nicht. 7. Die Rezepte müssen bei der untenstehenden Adresse bis zum 1. September 1928 eingereicht werden, an welchem Tage der Wettbewerb schliesst. Massgebend für die ENTSCHEIDUNG sind die Originalität und die Preiswürdigkeit der Rezepte. Ein Komitee unparteiischer Kochsachverständiger wird die Rezepte begutachten und über die Verteilung der Preise entscheiden. Die Entscheidung der Preisrichter ist endgültig und nicht anfechtbar. Die Entscheidung wird am 1. Oktober 1928 gefällt und 10 Tage später erfolgt die Auszahlung. Die Preise sind deponiert bei der Dresdner Bank in Hamburg. Samtliche Bewerber werden benachrichtigt. Weitere Korrespondenzen können wir nicht führen. 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