Morgenausgabe Nr. 221 A 112 4S.Iahrgang Wöchentlich 85 Pfg� monatlich Z,00M. im voraus zahlbar. Postbezug 4.22 M. ewschl. Bestellgeld. Auslandsabonve- mem 6.— M. pro Monat. * D«.vorwärts� erscheint wochentäg- lich zweimal. Sonntags und Montags einmal, die Adendausgaben für Berlin und im Handel tnti dem Titel.Der Abend- Illustrierte Beilagen.Boll und Zeit- und �Kindersreund- Ferner .Unterhaltung und Wisien-.Frauen- stimme-.Technik-.Blick in die Bücherwelt- und.Iugend-BorwärtS". lrG>* Bcrliner Voltsblatt Freitag tl. Mai 1928 Groß-Äerlin 10 Pf- Auswärts 15 pf. Die einspaltige Nonpareillezeile 80 Pfennig. Reklamezeile 5.— Reichsmart..Kleine Anzeigen" das fettge- oruckte Wort 25 Pfennig lzulässig zwei settaedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Wort 15 Pfennig, ,edes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen- ««nähme im Hauptgeschäft Linden- straße S. wochentägl. von 8�, bis 17 Uhr. Jsntvalorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Vertag: Berlin SW 68. Lindenstrabe 3 Fernsprecher: Tonhost 292—297 Telegramm-Adr.: Sozialdemokrat Verkt» Vorwaris-Verlag G.m.b.H. Vostscheckkonto: verlin S7 5SS.— Bankkonto: Bank der Ardeiter. Angestellten «id Beamten Vallsti. 65. Ditkonto-Velellschakt, Deposttenkaste Lindenstr S Neutschnationaler Wahlbetrug. Die Schuhtruppe der Inflationsgewinner buhlt um die Stimmen der Opfer. Genosse Wilhelm Keil schreibt: Trotz des beispiellosen Betrugs, den die Rechtsparteien an den Kleinrentnern verübt haben, buhlen sie jetzt wieder um die Stimmen dieser bedauernswerten Opfer der Inflation. Keine von den Parteien will dafür verantwortlich sein, daß das versprochene Kleinrentnerversorgungs- g e s e tz nicht zustande gekommen ist. Das Verhalten der Rechtsparteien in dieser Frage war genau so hinter- l i st i g wie ihr Verhallen in der Aufwertungsfrage. Be- sonders die Deutschnationalen zeichneten sich auch in der Kleinrentnerfrage als Roßtäuscher aus. Hier einige Tatsachen. 1. Bei der Verabschiedung der Aufwertungsgesetz«, die all« Hoff- nungen der Sparer zerstörten, dachten die Deutschnationalen nicht an'eine gesetzlich« Versorgung der Kleinrentner. Sie waren damals— 192S— maßgebende Regierungspartei. 2. Im Juni 1926 forderten sie durch eine Resolution die Vorlegung eines Kleinrentnerversorgungsgesetzes. Sie waren zu dieser Zell Oppositionspartei. 3. Ohne mit einem Wort die Beratung ihrer Resolution verlangt zu haben, überboten sich die Deuljchnationalen im November 1926. selbst durch Einbringung eines eigenen Gesetzentwurfs, der den Rechtsanspruch auf Kleinrentnerverforgung festsetzt«. Sie waren nochOpposttionspartei. 4. Einen Versuch, diesen Gesetzentwurf zur Beratung zu stellen. machten sie nicht. 5. Als die Linke im März 1927 die Beratung des Gesetzentwurfs im Ausschuß durchsetzte, mußten die deutschnationalen Antrag- stellor Farbe bekennen. Sie ließen ihren Entwurf in der Versenkung ve-rschwinden und baten die Regierung um eine Prüfung der Frage, o b ein Rentneroersorgungsgesetz ge- schaffen werden könne. Jetzt waren sie wieder Regierungs» parteii 6. Da die.Prüfung' zu keinem Ergebnis führte, beantragten die Demokraten im Juli 1927 ein Kleinrentnergesetz, dessen Zu- laffung zur Beratung die D eu t sch n a t io n a l e n Schwierig- kellen bereiteten, denn sie waren noch Regierungspartei. 7. Ms die Verweisung dieses Entwurfs an den Ausschuß gegen den Willen der Deutschnationalen befchlofsen war, erzwang dos Kabinett im November 1927 mll Zustimmung der vier deutsch- nationalen Minister«ine mehrmonatige Vertagung. Ms führende Regierungspartei stimmten die Deutschnationalen dem Vertogungswunsch der Regierung zu. S. Im Januar 1928 setzt« die Sozialdemokratie gegen den Willen der Rsgierung die Beratung im Ausschuß durch, mußte aber erleben, daß die Deutschnationalen bei der ersten grundlegenden Abstimmung zum Teil durch Abwesenheit glänzten, und so- weit sie anwesend waren, teils mit Ja, teils mit Nein stimmten, wie beim Dawes-Plan. 8. An einer Wellerbenatung hatten die Devtfchnationolen kein Interesse mehr, trotzdem fie in Kleinrentnerversammlungen die größten Versprechungen gemacht hallen. Sie waren eben noch Regierungspartei. 10. Im Wo hl kämpf spielen sich die Deutschnationalen nun wieder als die e i p z i g wahren Freunde der Klein» r e n t n e r auf. Jetzt sind sie 200prozentige Demagogen. So das Verhalten der De ut s ch n a t i o nal e n und, nebenbei bemerkt, auch der übrigen Parteien des Bürger- blocks. Was tat die Sozialdemokratie? 1. Schon 1925 bei Beratung der Aufwerwngsfvag« beantragt« sie die Erhebung einer Sonderabgabe van den Nutz» nießern der Inflation. Das Ergebnis dieser Sonderab- gäbe sollte dazu dienen, die Opfer der Inflallon ausreichend zu versorgen. Di« Bürgerblockparteien lehnten den Antrag ab. 2 Nachdem im Juni 1927 bei Beratung der Novelle zum Auf. wertungszesetz all« sozialdemokratischen Anträge auf Beseitigung der gröbsten Härten vom Bürgerblock abgelehnt waren, forderte die Sozialdemokratie die Freigab« des vom Sparer» bund oerlangten Volksbegehren». S. Nachdem auch dieser Antrag vom Bürgerblock abgelehnt war, h«fg h den die Sozialdemokraten die Frage nach einer g esetz- lichenDersorzungder enteigneten Kleinrentner pnd beantrag tat die Erhebung einer Sonderabgabe oon den Jnfla- t i o n s g e« i n n l e rn. 4. Dieser sozialdemokratische Antrag wurde vom Bürgerblock im Ausschuß begraben. Der Bürgerblock ersucht« die Re- gierung um eine Denkschrift über die Frage. Di« Bürger- blockregierunz ist dem Ausschuß dies« Denkschrift schuldig gebliebe«. Wie vortrefflich können die Rechtsparteien in der Wahl- aallation über die Inflationsgewinnler. die„R e u r e i ch e n� usw. räsonieren. Um des agitatorischen Zweckes willen ver- Übeln ihnen das die Inflationshyänen nicht und spenden trotzdem ihre Wahlbeiträge. Wissen sie doch, daß ihnen nichts passiert! Will man die O p f e r der Inflation bei der Stange halten, so muß man eben die Nutznießer mit einigen Bosheiten bedenken. Was hätte aber zugunsten der Kleinrentner geschehen können, wenn man nur einen Bruchteil der Inflations- Gewinne zurückgefordert hätte! Mll dem Einwand, aß die Reichsfinanzen eine Rentnerversorgung nicht er- trügen, hätte die Bürgerblockregierung in diesem Falle nicht mehr kommen können. Noch ist es möglich, die Nutz» nießer zu belasten zugunsten der Opfer. Soll es aber geschehen, so ist erforderlich der Sieg der Liste 1. Karlsburg und die Arbeiter. Sozialdemokratie und Bauernbewegung in Itamanien. Im„Eozialismul' dem Organ der rumänischen Sozialdemo- k.atie, schreibt Genosse Constantin P e t r e s k u zum Karlsburger Bauerntag u. Wir Sozialdemokraten haben uns der nationalzaranistischen Kampfoktion angeschlossen, weil wir erkannt haben, daß gegenwärtig traft der geschichtlichen Entwicklung die natkonalzaranistische Partei imstande ist. die von der liberalen Plutokralle der demokratischen Entwicklung des Landes in den Weg gestellten Hindernisse zu be- seitigen. Daß wir uns im Prinzip von den Nallonalzaranisten, einer biirgerlich-kouseroatioen Partei, unterscheiden, ist un- bestreitbar: aber immer und überoll müssen die revolutionären Parteien»ine Kampfgemeinschaft mit den bürgerlichen Par- telen der Linken gegen die Reaktion schließen, s» oft die Interessen des Proletariates eine solch« zeitweilig» Zusammenarbeit erforderten. Unsere Arbellerfchafl. �»organisiert uad reooluUonSren Bewußtsein» ermangelnd, zähst im wirtschaftlichen und politischen Leben des Landes nicht als ein entscheidender Faktor. Darum hat sie die Pflicht, sich der Aktion der bürgerlichen Link»- Parteien zu bedienen zur BerwirNichung jener Reform, welch« uns die Freiheit und mit ihr die Möglichkeit, allein zu kämpfen, geben wird; des Eintrittes in die Gesetzlichkeit. Die Rotionalzaranisten haben die Verpflichtung übernommen. das tyrannische Regime der Liberalen mit seiner Willkür, Lüge und Gemalt im öffentlichen Leben zu beseitigen. 1 Sie haben versprochen, die taffächliche Herrschaft der Gefetze herbeizuführen und das allgemeine, gleiche Wahlrecht mit Proporz wiederherzustellen. Wenn es uns durch diese Kampfgemeinschaft gelingt, die Cr- füllung dieser Versprechungen zu erhallen, dann ist unser Ziel er- reicht. Dann aber haben«ir Gozlolisten ola revolutionär» Klassenpartei dt» Ausgab», die Aktion weiterzusühren mll unsere»«ig»- n e n Kräften, um uns die anderen Reformen zu erobern, welche die Arbeyerklasse braucht, und um die große Umwandlung der Ge- sellschast in die Weg« zu leiten. Die Währungsretter. HelfferichS Zientenmark war die Roggenmark— und hat Taufende von Landwirten ruiniert. Es sst ein Jammer um die deutschnationalen Wahl- parolen. Hindenburgs Macht soll erweitert werden, die bald ein anderer, den Deutschnationalen kaum passender Präsident wahrzunehmen hätte. Die deutschen Wähler sollen sich für die Deutschnationalen an dem Heldentum der„Bremen"- Flieger begeistern, die fünszigprozentig ausgerechnet höchst unarisch und ungermanisch waren, und— da helfen muß, was helfen kann— muß auch der alte Ladenhüter vom Deutschlandretter Helfferich, der die Währung gerettet hat, in dem traurigen Wahlparolenarsenal der Deutschnationalcn glänzen. Wir wollen mit den Deutschnationalen, deren Führer zähneklappernd die Hoffnung auf Ministersitze heute schon begraben, nicht um Währungsprobleme rechten. Wir wollen einige Tatsachen feststellen. Die Helfferich-Mark war nicht, wie die Hugenberg-Presse lügenhaft behauptet, die Rentenmark, sondern die R o g g e n- mark. Und das ist ein kleiner Unterschied. Und diesen Unterschied haben jene armen deutschen Bauern. die sich noch in der Inflation und auch nachher mit der wert- beständigen Roggenmark helfen wollten, außerordentlich bitter bezahlen müssen. Dazu eine kleine Erinnerung! In den Inflations- und Nachinflationsjahren haben viele Landwirte gehofft, durch das wertbeständige Geld, das durch Roggenrentenbriefe zu beschaffen war, ihrer Kredit- not abhelfen zu können. Aber sie hatten nicht mit ihren deutschnationalen großagrarischen„Freunden" gerechnet. Die Sache mit den Roagenschulden sah äußerlich ganz gut aus, denn fünf Prozent Zinsen schien auch sehr billig. So dachten die Landwirte. Aber die Roggenrentenbank, das famose Institut, dos in den Iahren der schwersten Landwirtenot in Gewinnen schwamm, dachte anders. Aus den fünf Prozent Jahres- zinsen wurden durch einen Abzug von 5 bis 10 Proz. für die Beschaffung des Kredits, durch einen weiteren Abzug von 10 Proz. für die Beschaffung des Bargeldes, durch einen Abzug von neuen 10 Proz. bei der Ablösung der Schuld, 25 bis 30 Proz. einmalige Kapitalunkosten, die vom Erlös abgezogen wurden, und dazu traten dann die fünf Prozent Jahreszinsen, die bei steigenden Roggenpreisen das Vielfache von fünf Prozent auf den tatsächlichen Gelderlös ausmachten. Auf diese Weise wurden die Roggenschuldner in einer noch nie erhörten Weise geschröpft. Aber bei- leibe nicht alle Roggenschuldner, nur die kleinen wurden zum Ruin getrieben: den großen verhalfen nämlich gute Freunde in der Roggenrentenbant sehr bald zur Ablösung der Roggen- schulden. Hier hat die Helfferichsche Roggenmark an einem klassi- schsn Beispiel erwiesen, was sie für die deutsche Wirtschaft bedeutet hätte, wenn die Stabilisierung der Währung auf ihrer Grundlage ausgebaut worden wäre. Aber das Beispiel beweist noch mehr. Die bedeutendsten Führer der Deutjchnationalen haben nämlich als A u f f i ch t s r ä t e in der Roggenrentenbank der furchtbaren Auspowerung der Roggenschuldner tatenlos»zugesehen: sie haben sich Tantiemen auszahlen lassen und haben so des Währungsretters Helfferich famose Roggenmark zu ihrem eigenen Besten wirken lassen. Um wen handelt es sich? Bis zum 1. März 1927 findet man im Aussichtsrate der Roggenrentenbank vertreten: Geh. Iustizrat Dietrich— Deutschnationaler: Flnanzrot Dr. A. Hugenberg— Deutschnallonaler: . Reichsminister Dr. W. v. Keudell— Deutschnationaler: die Hugenberg-Freunde Bankier» E w a r t h, Hoskammerrat Paschke, Landesökonomierat Wegner. alles Deutsch- nationale: ferner Geh. Finanzrot Dr. K i ß l e r von der großagrarischen Rentenbantkreditanstalt und die rechtsstehende ehemalige Preußische Etaatsbank-Exzellenz von Domboi, Aber das beste kommt noch. Diese hohen. und höchsten Deutschnatilmalen haben nämlick nicht nur dafür, daß sie tatenlos zusahen, wie man die Roggenschuldner auspowerte, Tantiemen eingesteckt, sondern der vierköpsige Vorstand der Roggenrentenbank hat sich noch, bevor er die Praktizierung der Vorschläge des Währungsretters Helfferich aufgab, 3S0 000 M. Extragratifikation als Anerkennung Attentatswahlen—nach SvLahren. Was die Oeuifchnaiionalen möchten. Am 11. Mai 1878— heute vor fünfzig Jahren— schoß der Klempnergeselle ch ö d e l in Berlin Unter den Linden seinen Revolver ab, als Wilhelm I. vorüberfuhr. Bismarck telegraphierte umgehend aus Varzin:„Ausnahme- gefetz gegen die Sozialdemokratie." Hödel, ein menschliches Wrack, von der Sozialdemokratie hinaus- geworfen, der zuletzt in der Bewegung des Hofprediaers Stöcker untergekommen war, war alles andere, nur kein Sozialdemokrat. Trotzdem: Ausnahmegesetze gegen die Sozialdemokratie. Der Reichstag lehnte Bismarcks Aus- nahmegefetz ab. Am 2. Juni schoß der Doktor N o b i l i n g, ebenfalls kein Sozialdemokrat, mit einem Schrotgewehr auf den Kaiser und verletzte ihn schwer. Bismarck hatte, was er brauchte Am 11. Juni war der Reichstag aufgelöst. Eine unerhörte Hetze gegen die Sozialdemokratie setzte ein. 3(X Juli: Ättentatswahlen, Geburtsstunde des So- z i a l i st e n g e f e tze s. Bei der Erinnerung an die Attentatswahlen kam den deutfchnationalen Propagandisten in der„Kreuz- Zeitung" eine geniale Idee: Attentatswahlen 1928! Sie wärmten die Hetze wieder auf, die ihresgleichen vor fünfzig Jahren gegen die Sozialdemokratie getrieben hat, und so lieft man am 10. Mai 1928 in der.Kreuz-Zeitung": „Die Lehren der Sozialdemokratischen Partei — der immer wieder verkündete Klassenkampf, die Verhetzung der Massen durch Schürung der Unzufriedenheit, die Verhöhnung der christlichen Religion— hatten ihr« Früchte getragen: zwei Mordbuben, die die Sozialdemokratische Partei niemals wird von sich abschütteln können— Hödel und Nobiling—, zielten aus das Haupt des Kaisers. Und wieder stehen wir an einem Scheidewege, vor bedeutungsvollen Wahlen, bei denen das deutsche Volk sich entscheiden muß, ob es den Weg nach rechts gehen will, zur Ordnung des allen Staates, der überparteilich jedem das Sein« gab, oder den Weg nach links, der über den Bruder. krieg zur Auflösung, zum Chaos führt. Deutsche Staatsangehörige, die sich zum Internationalismus bekennen, find keine Deutschen mehr. Wer solche Männer oder Frauen in den Reichstag oder in den Landtag bringt, bereitet damit den Voden für Taten, wie sie vor 50 Iahren die Hödel und Nobiling begingen, und die unser Volt mit unauslöschlicher Schmach bedeckten." Es sind die Töne aus der Zeit der Attentatswahlen, es sind die Töne Wilhelms II. gegen die Sozialdemokratie: „nicht wert, den Namen Deutsche zu tragen!" Nach den Morden an Erzberger und Rathenau haben die Leute von der.Lreuz-Zeitung" zu der Verhetzung durch die sogenannten„nationalen" Banditen, zu den Verbrechen der schwarzweißroten Mordbuben fein stille geschwiegen. Die Sozialdemokratie ist trotz Ättentatswahlen und Sozialistengesetz, trotz Bismarck und Wilhelm EL emvor» gestiegen und zur mächtigsten Partei in Deutschland geworden. Sie ist d i e Partei des deutschen Volkes. Wir hohnlachen ob des kläglichen Versuches, heute die Hetze aus der Zdi der Attentatswahlen zu galvanisieren! Die Leute von der.Kreuz-Zeitung" verzweifeln selbst an dem, was sie.Miederaufstieg des deutschen Volkes" nennen, will sagen Wiederaufrichwng der Monarchie. Sie klagen: .50 Jahre sind seit jenen fluchwürdigen Attentaten vergangen. und im Herbst wird sich zum zehnten Mal« der Tag jähren, an dem nicht nur zwei.auf Irrwege geratene Menschen", sondern große Teile des deutschen Volkes unter der Führung der Sozialdemokratie an dem Enkel Kaiser Wilhelm- I. ein nicht weniger fluchwürdiges Attentat begingen: den Verrat an Kaiser Wilhelm ll. Daß sich vor SO Jahnen Verbrecher fanden — Deutsche, Preußen—. die sich an der Person des greisen Kaisers vergriffen, daß sich vor 10 Jahren ein großer Teil dos deutschen Volkes dazu bereit fand, den Kaiser zur Abdan- kung zu zwingen, daß auch heute noch ungezählte Deutsche nichts Besseres zu tun wissen, als den Kaiser zu schmäh«»—, das alles zeugt von einem solchen Tiefstand unseres Volkes. daß man an der Möglichkeit seines Wiederaufstiegs verzweifeln könnt«" Wer sinb die Leute, die das deutsche Volk be» schimpfen um eines davongelaufenen Kaisers willen? Wo waren sie im November 1918, als sie in die Löcher gekrochen waren, und keinen Ton gegen das„fluchwürdige Attentat" an Wilhelm II. riskierten, als sie die monarchistische Parole aus dem Kopf der„Kreuz-Zeitnng" entfernten, als sie sich auf den Boden der Tatsachen stellten? Wo waren sie im Jahre 1927, als die deutschnatjonale Reichstogsfrattion die Verlängerung des Kaiferparagrophen im Republikschutz- gefetz beschloß? Und wo werden sie nach dem 20. Mai 1928 sein? Attentatswahlen nach 50 Jahren? Nein, damit ist es nichts. Wir marschieren, die Hetzer von damals sind— historisch gesehen— die Geschlagenen der Geschichte, und wir— sind die Sieger! Außendebatte im Unterhaus. Gm Rededuell Macdonald— Ghamberlaiu. London. IS. Mai. fEigenberichtO Die große außenpolitische Aussprache im Unterhaus, in deren Mittelpunkt die Vorgänge in Aegypten und die Stellung Großbritanniens zu den Kelloggschen Vorschlägen zur Aechtung des Krieges standen, wurde am Donnerstag mit einer Rede des Führers der Arbeiterpartei, Ramsay Macdonald. eingeleitet. Macdonald sprach zunächst auf die anglo �ägyptische Krise eingehend, sein Bedauern über den Ton der jüngsten briti- scheu Note an Aegypten aus und kritisierte die von der Regierung in diesen Noten vertretene Auffassung, wonach Großbritannien die Vereinbarungen von 1922 nicht zum Gegenstand von Erörterungen mit Aegypten machen könne. England sei in» Gegenteil hierzu geradezu oerpflichtet. Nichts, was ssch in den letzten sechs Jahren ereignet hätte, könne eine Verweigerung, hierüber mit Aegypten zu verhandeln, rechtfertigen. Sich den Dorschlägen des amerikanischen Staatssekretärs Kellogg zuwendend, bemerkte Macdonald zunächst, daß jeder Staatsmann, der sich in den jüngsten Jahren mit Friedensplänen beschäftigt habe, einem wahren Rattenkönig von Be- sürchtungen, Verdächtigungen und Vorurteilen ausgesetzt gewesen sei. Kellogg sei nunmehr mll einem äußerst einfachen Dorschlag vor die Welt getreten. Dieser Dorschlag sei so einfach, daß er zu- nächst vielen Leuten verdächtig vorgekommen sei. Die englische Ant- wort auf die Kelloggschen Paktoorschläge würde einen bedeutsamen Einsluß auf die englisch-amerikanischen Beziehungen haben, die zur- zeit nicht die allerbesten wären. Es könnte vielleicht gesagt werden, daß die Unterzeichnung eines Paktes wie des von Kellogg vor- geschlagenen. Krieg« nicht verhindern werde. Darüber sei heute Endgülliges nicht zu sagen. Was jedoch schon jetzt gesagt werden könnte, sei, daß im Falle des Abschlusses eines solchen Paktes mll Kriegsdrohungen von den großen Nationen und der inter- nakkonalen Diplomatie nicht mechr werde tpttitü«erden können. Ein solider Patt werde Amerika näher als bisher an die praktischen Probleme der europäischen Politik heranrücken. Mac- donald gab schließlich der Hoffnung Ausdruck, daß der Außenmim- ster in der Loge sein werde, Ausführungen zu machen, die zu einer Verbesserung der anglo-ägyptischen Beziehungen beitragen würden. Ehamberlaiu. der sofort nach Macdonald das Wort nahm, polemisierte zunächst gegen seinen Vorredner über Hessen Auflassung zu der anglo-ägypti- schen Lage. Er betonte, daß nichts zukünftigen Verhandlungen mll Aegypten im Wege stünde.' Auf Kelloggs Vorschläge eingehend, be- tonte Chamberlain, sie seien von größerem Intersse und größerer Wichtigkeit als die ägyptische Krise.„Ich brauche," so fuhr der britische Außenminister fort,„kaum zu wiederholen, daß die brllische Regierung die Initiative der Vereinigten Staaten warm begrüßt. Ich will heute noch weller gehen und sagen, daß wir diese Vorschläge nicht nur willkommen geheißen haben, wir hoffen sogar, daß sie zu einem erfolgreichen Abschluß führen und ein wirklicher Bellrag zum Frieden der Well werden. Auf diese Frage eingehend, warum sich die britische Antwort an Kellogg so sehr oerzögere, stellte Chamberlain fest, daß die brllische Regierung zunächst noch mit den Dominien oerhondele. Die brllische Regierung wünsche, daß alle Mitglieder des englischen Reiches einig diese Abmachungen unterzeichuen werden. Sobald die Ant- warten der Dominien eingetroffen seien, hoffe die brllische Regie- rung ihre Antwort abliefern zu können. Chamberlain schloß mll der Feststellung, daß die brllische Re- gierung den Abschluß eines derartigen Paktes wie des von Kellogg vorgeschlagenen wünsche und Großbritannien bereit sein werde, mit den interessierten Regierungen die erforderlichen Verhandlungen auf- zunehmen. Das Haus nahm die Ausführungen Chamberlains mll allgemeinem Beifall entgegen. für feine Retterfätigkeit in der Landwirtschaft auszahlen lassen. So sieht Helsferichs Rettung der deutschen Währung.in der Praxis aus! So sehen die deutschnationalen Führer aus und ihre Taten, als es darum ging, Helsferichs„Rettungs"- werk für die deutsche Landwirtschaft fruchtbar zu machen. Sie spekulieren umsonst auf das kurze Gedächtnis der beut- schen Oeffenllichkeit. Und sie bemühen sich umsonst um Wahl- parolen, mit denen sie den deutschen Wählern imponieren könnten. Für die deutschnationalen Regierungstaten, die für das deutsche Volk samt und sonders nur Nieten waren, ist alles Suchen nach zugkräftigen Wahlparolen eben umsonst. Die Massen des Volkes lieben einfache Rechnung. Und so wird am 20. Mai auch der Schwindel vom Währungsretter Helffsrich die entsprechende Quittung ausgestellt bekommen! Abrechnung mit Hugenberg! Fiasko in Bielefeld. Bielefeld, 10. Mau(Eigenbericht.) Sie beide» Spißenkandidaten der Deutschnationolen im Wohl- kreis Westfalen-Nord. Hugenberg und Treviranus, hielten nm Mittwoch in Bielefeld ein« deutschnationale Wöhlerversammtung ab. Der Versammlungssaal war überfüllt— aber nicht mll An- hängern der Deutschnationalen! Die Opposition war größer als der deutschnationale Anhang. Sie wurde geführt von der Sozialdemokratie, daneben waren der Iungdeutsche Orden und die Jnflationsgeschädigten sehr stark oectr jcn. Es war eine große Abrechnung mit Hugenberg! Er wurde mit einem Hagel von Zwischenrufen überschüttet und geriet dadurch so in Verwirrung, daß er minutenlang stecken blieb und ver- legen in seinen Papieren blätterte. Die schärsste Auseinandersetzung erfolgte zwischen den Jung- deutschen und Hugenberg. Für den Iungdeutschen Orden sprach ein Herr Helmers aus Berlin, der Hugenberg sehr peinliche Fragen über seine Konzerne vorlegte. Hugenberg antwortete aus- weichend, dabei aber so provokatorisch und verbissen, daß es zu fortgesetzten E n t r ü st u n g s st ü r m e n in der Versammlung kam. Die Auseinandersetzungen griffen selbst aus de« deulschnakionalen Borstandstisch über, sie wurden so hefllg, daß Herr hugenberg dem denlschnationalen parleisekrelär am vorstandslisch eine Ohrfeige anbol! Aufforderung zum Sieuerstreik. Eine notwendige Warnung. Der Amtliche Preußische Pressedienst schreibt: Cell kurzem finden in Ostdeutschland als neueste Erscheinung des Wahl- kampfes sogenannte„Wirtschaftskundgebungen", einberufen von den verschiedensten gewerblichen und anderen Gruppen, stall, die nach außen hin sich als unparteiisch bezeichnen, aber in der Regel in den Versammlungen selbst heftige Angrisse, insbesondere gegen di« preußisch« Staatsregierung richten lassen. Einzeln« Redner hallen dort Ansprachen, in dsnen mehr oder weniger unverhüllt dazu aufgefordert wird, nicht oder doch nur im bedingte« llmsaug Ä feuern zu zahlen. Es!st daher notwsndig, daran zu erinnern, daß dj« Verotdnung des Herrn Reichspräsidenten zur Weder- Herstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vom 15. September 1923 noch heute zu Recht besteht. Der§ 1 dieser Verordnung lautet: „Wer öfsenilich oder in einer Versammlung oder durch Ver- breitung von Schriften oder anderen Darstellungen dazu aus- fordert oder anreizt, einer Steuerpjlicht oder der ösfentlich-recht- lichen Derpslichwng zur Leistung von Geld oder Geldeswcrt an dos Reich, die Länder oder Gemeinden(Gemeindeoerbände) nicht zu genügen oder die Durchführung der Lorschriften über diese Pflichten aus ander« Weis« zu hindern, wird, sofern nicht eine schwerere Strafe verwirkt ist, mit Gefängnis nicht unter einem Monat und mit Geldstrafe bestrast: dos Höchstmaß der Geldstrafe ist unbeschränkt." Im Interesse der beteiligten Beoölterungskreise, die sich mög» l icherweise durch ihrer Verantwortung nicht bewußte Redner zu unbedachten Handlungen hinreißen lassen, ist es dringend erwünscht, daß die oben zitiert« Verordnung wieder einmal in Erinnerung gerufen wird. Gnihüttte Landbundhetze. Wer hat vor den Finanzämtern demonstriert? Als der Bürgerblock in allen Fugen zu krachen und sich die Regierungstun st der Deutschnationalen Volts- partei einwandfrei zu ostenbaren begann, wurde der Reichs- landbund mobil gemacht. Ihm war die Aufgab« gestellt, den Blick der deutschen Wählerschaft von der Deutschnationalen Partei durch Demonstrationen abzulenken. In taufenden von Flugblättern wurde plötzlich der Ruf von der„Not der Landwirtschaft" laut. Wo deutschnationale Regierungskunst versagt hatte, sollte die Hilfe des Staates einsetzen. Eine maßlose Hetze gegen die preußische Regierung ging durch das Land, Finanzämter wurden gestürmt, staatliche Funktionäre bedroht. Wer nicht mllmacht«. wurde boykottiert, gehetzt oder gar verprügelt. Es galt der Not der Land- Wirtschaft— so sagte der Reichslandbund. Vor uns liegt eine Ausstellung über die Steuereingängs in einem schlesischen Amtsbezirk. Von den dort ansässigen 2028 Land- wirken zahllen 621 Landwirte gleich 30,8 Prozent Einkommensteuer, 440 gleich 21,7 Prozent Vermögenssteuer und 1111 gleich 74,7 Pro. zent Umsatzsteuer. Zwei Drittel der fälligen Steuerbeträge wurden gestundet. Von den 42 Finanzämtern des Landesstnanzamtsbezirks Breslau gingen für Niederschlesien sage und schreibe nicht mehr als 26 Prozent des Steuersolls ein. Mehr als 00 Prozent stehen noch aus und dürften wahrscheinlich nie in den Besitz der ösfent- lichen Hand gelangen. Was beweisen diese Zahlen? Sie zeigen, daß an den Demonstrationen des Reichslandbundes gegen die Finanzämter zum größten Teil Personen teilgenommen haben, die niemals Steuern zahlten und die Kundgebungen durch wenige Draht- zieher inszeniert warben sind. Das war in Niederschlesien so und das läßt sich in gleichem Maße für ander« landwirtschaftlich« Bezirke beweisen. Es kam dem Reichslandbund eben nicht darauf an, den Bauern zu helfen. Sein Ziel war, im Interesse der deutsch- nationalen Bankrotteure eine künstliche Erregung zu schaffen. Wie die Kommunisten, so reden auch sie von der Milderung der Not. In der Praxis meinen und tun s i e das Gegenteil. Das ist nicht national, das ist nicht deutsch, das i st verbrecherisch! Oer ungarische ZustiMinister rückt ab. Er spricht sei« Bedavern aus. Budapest. 10. Mai. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses kam Justiz- minister Pesthy auf die kritischen Bemerkungen zu sprechen, die im Verlauf des Hatvany-Prozesses über Rathenau gefallen sind. Der Minister erklärte, daß Rathenau für sein Volk eine sehr wertvolle Persönlichkeit und«in bedeutender Staatsmann gewesen sei, und' man müsse damll rechnen, daß die Bemerkungen, die gegen Rathenau gemacht worden seien, die Empfindungen der Nation, der er angehörte, verletzen könnten. Da die Absicht einer solchen Verletzung offenbar allen ferngelegen habe(?) müsse er bedauern, daß die Bemerkungen überhaupt gefallen seien. » Damit wollte offenbar der migarische IustiM'mister dem erwarteten Protestschritt der Reichsregierung zuvorkommen und ihn gegenstandslos machen. Bis auf die unaufrichtige Behauptung, daß eine verletzende Absicht„offenbar allen" ferngelegen habe, ist diese Erklärung einigermaßen befriedigend. Der Zwischenfall wird aber erst dann wirklich aus der Welt geschafft sein, wenn den Worten des Bedauerns auch Taten gefolgt sein werden: darunter verstehen wir Maßnahmen sowohl gegen den lästernden Staats- a n w a l t wie auch gegen den Gerichtsvorsitzenden, der. die Beschimpfungen Rathenaus geduldet hat. Oas Aiieniat auf Karl Geitz. Beginn des Prozesses gegen den Täter. Meu. 10. Mai.(Eigenberichts Im Große« Schwurgerichtssaal des Landesgerichts hat heut« die Verhandlung gegen Richard Strebinger begonnen, der am Abend des 26. November 1927 nach der Eröffnung des Schnee- palastes im ehemaligen Nordwestbahnhof den Bürgermeister und Semdeshairptmann von Wien, Genossen Karl Seitz. zu toten oersucht hat. Der Angeklagt« gab ganz verworrene Erklärungen für seine Tat und behauptete, von den Sozialdemokraten ver» folgt worden zu sein. Der Vorsitzende bezeichnete diese Aeuße- rungen als wenig glaubwürdig. Der Onkel des Angeklagten sagte aus, daß er seinen Neffen für einen Narren halte, der sich von jedermann verfolgt sieht. politischer Gtafettentauf. Die Agitation gegen die GVV. hat der Kommunist besorgt, der Deutsch» nationale löst ihn ab, um das Mandat durchs Ziel zu tragen! politischer Eisenwucher. Die Eisenpreise erhöht.— Bewußte Provokation der Eisenherreu.— Deckt Curtius die Provokation? Tie Eiscnpreiserhöhung ist tu». Wie ans Düsseldorf gemeldet wird, haben die Verkaufsverbände der Eisen» indnstrie die Preise für Walzwertöprndulte um 4 b i s 7 Mark je Tonne erhöht. Nnr die Preise für Roh- eisen bleibe« unveräiidert. Die Erhöhung der Preise tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.« Schlag auf Schlag haben die Cisenherren an der Ruhr die Maß- nahmen zur Durchführung ihres Dittatwillens folgen lassen. Sie haben ihrer Strategie, der deutschen Oefsentlichkeit kein« Gelegenheit zur Kritik bevorstehender Preiserhöhungen zu geben, die sie schon im Januar befolgt haben,«ine neue Probe folgen lassen. Ln ver- traulichen!L«rhandlungen, die der Oefsentlichkeit verborgen blieben. haben sie sich der Zustimmung der Eisen Verbraucher versichert, sind mit dem fertigen Pakt gestern vormittag zum Staatssekretär Dr. Trendelanburg, der Dr. Eurtius vertritt, hingetreten und haben am gestrigen Nachmittag in Düsseldorf in der ersten Presiebesprechung zur Frage der Eisenpreise der Oefsentlichkeit die vollendete Tatsach» der Eisenpreioerhöhung mitgeteilt. Reichswirtschafte» minister Dr. Curtius scheint von Perlin abwesend zu sein, sein Stellvertreter Dr. T r e n d e le n b u r g hat sich zwar die Stellung- nähme der Reichsregicrung vorbehalten» seine Haltung scheint aber so wenig positiv gegen die Preiserhöhung gewesen zu sein, daß die Derbänd« noch am gleichen Tage die Eisenteuerung dekretieren konnten. Die dekretierte Elsenpreiserhöhung ist vollendeter und b e- wußter Wucher. In ihrem Telegramm vom 8. Mai haben die Verkaufsverbände selbst die aus dem Kohlenschiedsspruch zu er- wartende Erhöhung der Selbstkosten auf durchschnittlich 2 bis 3 M. angegeben. Die diktiert« Preiserhöhung von 4 bis 7 M. ist davon das zwei» bis dreifache. Dieser Wucher an de» deutschen Eisenverbrauchern ist nachweislich eine politische Aktion. Eine Erhöhung der Preise wäre übechaupt nicht notwendig, weil die Eisenindustrie nicht nur hochrentabel ist. sondern gegenwärtig noch steigend« Erlöse erwarten darf. Den Leweis aber für den politischen Eharakter der Eisenpreiserhöhung liefert die �Deutsche Vcrgwertszeitullg". Sie sagt über die Gründe, aus denen die weiter- verarbeitende Industrie gegen die Preiserhöhung keinen Wider- spruch erheben werde, daß diese schon im Januar die Verantwortung für die Erhöhung der Eisenpreij« nicht der Schwerindustrie, sondern der Lohn- und Sozialpolitik des Rsichsarbeitsministe- riums zugemessen habe, und fährt dann fort: „Wollte die Schwerindustrie diesmal einer Eiscnpreiserhöhung aus dem Wege gehen, so würde... der Kern alles Uebels dadurch nicht beseitigt. Einnwl muß sich schließlich die von Berlin aus offensichtlich bewußt betriebene Wirtschaftspolitik tollausen, und es wäre, wie die Dinge heut« liegen, ein großer Fehler, durch Heber- nahm« immer weiterer freiwilliger Opfer die Entscheidung künst- lich hinauszuzögern." Die„Deutsche Bergwerkszeitung", dos Organ der Schwer- industrie, spricht hier unumwunden aus, daß nicht Rücksichten auf die Rentabilität der Eisenindustrie, sondern politische Ab« sichten die Ursache dieser zwei- bis dreimal die tatsächliche Selbst- kostmerhöhung übersteigenden Eisenpreiserhöhung sind. Di« Elsen- Industrie provoziert heut«, wo sie auf mächtige Gewinne zurück- blicken kann, ganz bewußt den Konflikt zwischen den Interessen der Gesamtwirtschaft, die die Reichs- regierung wahrzunehmen hätte, und dem monopolistischen Ausbeuterwillen des durch Schutzzölle und die Internationale Rohstohlgemeinschoft gegen jeden Wettbewerb geschützten Eisen- kapitals. Die sogenannt« sozialpolitische Zwangswirtschaft ist dafür ein Dorwand, und es ist kennzeichnend für die außerordentlich« Be- deutsamteit des Konfliktes, daß sich die eisenverbrauchend« Industrie für die soziasteakttonäre Kriegserklärung an den Staat sich, in die Front der Eisenherren hat einreihen lassen. Diese Kampfansage bct Eisenhenren erfolgt mitten im Wahlkampf für eine neue Volksvertretung und «ine neue Reichsregiernngl Dr. Curtius, der verantwortliche Minister der alten Reichs« regierung, der beim Kartellgericht die Nichtigkeit der dekretierten Erhöhung der Elsenpreise beantragen könnte, ist nicht in Berlin. So ist daraus zu schließen, daß die Rechtsblockregiemng des alten Reichetags den Schritt, den sie der Gesamtwirtschaft gegen das Diktat schuldig wäre, nicht tun wird. Die Erhöhung der Cisenpreise unter den jetzigen Umständen wird damit zu einem politischen Ereignis ersten Ranges. Ganz bewußt wird das Konjuntturschicksal Deutschlands damit das Schicksal dar arbeitenden Massen auf die Messerschneid« eines Diktatwillens gesetzt, der mit verteuerten Preisen die Kauf- kraft der Masten erdrosseln will, um durch cr�wlingciic Lohndruckpolitik die Profite des monopolistischen Privatkapitols gewaltsam zu erhöhen. Das geschieht- bei der Wahl eines Reichstages, der vor der Frag« steht, wie er die im kommenden Reparotionsjahr sich voll auswirkenden Reporationslasten finanzieren soll! Die ganz« arbeitende Bevölkerung Deutschland», die ganz« deutsche Verbraucherschast ist durch das Vorgehen der Cisenherren zur Verteidigung ihrer Interessen aufgerufen. Wenn Dr. Cur- tius, der Reichswirtschaftsminister, die Nichtigkeit der Preis- erhöhung nicht beantragen wird, dann muß das werktätige Volk am 20. Mai für«inen Reichstag sorgen, dessen Regierung mächtig genug ist, um den Monopolmißbrauch der deutschen Eisenherren durch eine grundlegende Umgestaltung der Eiscnbewirffchoftunz ein für allemal zu brechen! Die künstige innere Politik Frankreichs. Das Werben um die Sozialisten. Pari». 10. Mai.(Eigenbericht.) Der sozialistische Abgeordnete Renandel, der der bürgerlichen Presse als der erklärte Führer der sozialistischen Kammerfraktion gilt, hat dem„Petit Parisien" in einem Interview ervärtr „Ein Zusammengehen zwischen Sozialisten und Kommunisten in der neuen Kammer sei vollkommen ausgeschlossen. Durch ihre Taktik bei den Wahlen hätten die Komnvmistsn ein verbrechen an der Republik und an der Arbeiterschaft begangen. Die Arbeiterschaft müsse nun klar und deutlich entscheiden, od sie den Sozialisten oder den Kommunisten ihr Vertrauen schenken wolle." Der Abgeordnet« Compöre-Morel. der auf dem linken Flügel der sozialistischen Partei steht, hat sich ebensolls dem„Petit Pariflen" gegenüber für einen völligen Abbruch der Bs- Ziehungen zu den Kommunisten ausgesprochen. Im übrigen macht dle Lintskonzentration in der neuen Kammer Fortschritte. Von gewisser Seit« wird sogar der Gedanke propagiert, die Soziallsten zum Eintritt in die neue Reglerungemehrheit aus. zufordern. All den Vorkämpfern dieser Idee gehört namentlich der bekannte Senator de Iouvenel. Der ehemalig« Kriegsminsster des nationalen Blocks M a g i n o t, ist über diesen Gedanken derart entrüstet, daß er in einer Presseerklärung verkündet, es sei gerade die Hauptaufgabe der neuen Kammer, die revolutionären Strömungen zu bekämpfen. Sollten die Radikalen weiterhin mit den Sozialisten zusammengehen wollen, so müßten auch sie aus der nationalen Mehrheit ausgeschlossen werden. Dies« Drohung hat die Radikale Partei nicht gehindert, «ine Entschließung anzunehmen, worin sie die Soziallsten zur Pil- dung eines lvahlbündnlste» bei den bevorstehenden Gemeindcratswahleu auffordert. Wie auch dieser Antrag aufgenommen werden sollte, so haben sich die Radikalen schon jetzt dafür ausgesprochen, daß sie die alten engen Beziehungen zu den Sozialisten aufrecht erhallen wollen. Die Gruppe der Radikalen Linken(Loucheur) hat ihrer- seits gestern beschlossen, in der neuen Kammer auf das engste mit den Radikalen zusammenzuarbeiten. Dieser Beschluß hat insofern eine erhebliche Bedeutung, als er die Gründung einer besonderen unionistischen radikalen Gruppe, wie dies der Ab- geordnete Franklin- Bouillon beabsichtigt, außerordentlich erschwert: denn die neu« unionistische Gruppe müßte jetzt über die Radikal« Linke hinaus noch rechts abwandern. Oer, Tempel über Gtrefemann. Pari», 10. Mai. Der„Temps" schreibt zum 50. Geburtstag Dr. Stresemanns', es wäre sehr naiv, sich über den deutschen Pazifismus Mufionen hinzugeben, jedoch dürfe an der Ehrlichkeit Stresemanns nicht gezwsifell werden. Er wünsche auf friedlichem Wege durch internationale Zusammenarbeit und durch eng« Verbindung der wirtschaftlichen Interessen sein Ziel zu erreichen. Durch die Fortsetzung dieser Polltik hoff« Deutschland«in« Vorzeit igeRhein» l and räumung und neu« Erleichterungen der Re» parationsleften zu erlange«. Das deutsch« voll müsse den Beweis erbringen, daß man auf den» bisherigen Wege weiter- gehen könne, ohne sich traurigen Ueberraschungen auszusetzen. Wenn Stresemanns Friedenswille fo groß sei, wie er erkläre, so müsse er so handeln, daß die deutsche Polltik in Erfüllung der Ver- pflichtungen der Friedonsverträg« und der Sicherheitsgorantien allen Notionen Vertrauen einflöße. Der„Temps" erhofft, daß der Wahlsieg der Republikaner am 20. Mai Strese- mann die Macht und die Mittel hierzu geben werde. Kompromiß in Kolmar. Äerhandluagsabkürzung.— Das Wesen der Schuhtruppe. Slraßburg, 10. Mai.(Eigenbericht). Im Kolmarer Autonomistenprozeß beantragt« der Generalstaatsanwalt am Donnerstag auf die Zeugenver- nehmung zu verzichten, da sonst der Prozeß vor dem Herbst nicht zp Ende gehen würde. Rechtsanwall I a e g l e erklärt für die Der- teidigung, in der Bevölkerung überwiege die Ansicht, daß die Riesenblamage dieses Prozesses abgekürzt werden könne. Die Verteidigung sei bereit, auf den größten Teil der Zeugen zu verzichten, falls die folgenden Bedingungen erfüllt würden: 1. Sofortige Wiederaufnahme des Verhörs der Angeklagten, das sich aber streng auf die Anklage wegen Teilnahm« an einem Komplott gegen die Sicherheit des Staates zu beschränken habe. 2. Die vor dem Untersuchungsrichter gemochten Aussogen jener Zeugen, aus die der Generasstaatsanwall verzichtet, dürfen nicht zum Gegen- stand der Verhandlung gemacht werden. 3. Der Generalstaats- anwall hat die Namen der Zeugen bekannt zu geben, auf die er verzichtet, damit die Verteidigung m einem gewissen Äugenblick nicht überrascht werde.— Der Vorsitzende ist bereit, jedem Angeklagten»ine Stund« Redezeit zu geben. Die Ver- leidig u n g erklärt sich prinzipiell damit einverstanden. In der N a ch m i t t a g s i tz u ng wird die Vernehmung des Angeklagten Schall fortgesetzt. Er sagt aus, daß der Lockspitzel Riehl bemüht war, die Schutztruppe in«ine Art von deutschen Soldatenbund umzuwandeln. Das fei sie niemals geworden. Sie habe im Februar 1S27 überhaupt aufgehört, zu existieren und nur noch wenige Mitglieder gezählt. Da sie als Saalschutz nicht mehr ausgereicht habe, habe er ein Flugblatt aus Werbung neuer Mitglieder hinausgeschickt. Der Vorsitzende fragt, wie der An- geklagte die in dem Flugblatt vorkommenden Fragen nach der Armee, in der die Leute gedient hätten, nach dem militärischen Grad und die ferneren Fragen, ab sie«in Motorrad, ein Auto oder ein Telephon zur Verfügung hätten. erNären wolle. Schall er- widert, daß er wissen wollte, welche Leute möglichst rasch nach Straßburg zu bringen wären. Di« Frag» nach der Anne« und dem milltärischen Grund s« notwendig gewesen, um festzustellen. daß die Tchutztruppe sich au» deutschen und französischen Front- kämpfen, zusammensetzte. Di- früheren Angehörigen der fr an- zösischen Armee hätten etwa die Hälfte der Mitglied- schast ausgemacht. Man könne daher gegen die Schutztruppe nie- rnals den Vorwurf erheben, daß sie eine Filiale d« Stahlhelms oder des Mkimchundes gewesen fei. Aus die Frag« des Vor- sitzenden, ob die Statuten der Tchutztruppe nicht vom Stahl- Helm übernommen worden seien, bemerkt Schall, baß er die Satzungen des Stahlhelms nicht kenne. Lilauisch- polnischer Gefangenenaustausch. An der Grenzstation Dmitrowba fand ein gegenseitiger Austausch von je vier pol- oischa» und litauische» politische» Gesangeue» statt, Oer Krieg in China. Japans Vordringe« einigt die Streitenden. Di« Zapau« haben den von Südchineseo besetzte» Teil von Tstnon f» durch mehrstündige schwere Beschießung in ihre Gewalt gebracht und eioe Siebeametlenzoae au der Schantungbahn samt der Brücke über den Gelbeo Fluß(Hoang.ho) beseht. Die Zahl der Opfer der Beschießung ist noch nicht bekannt. Aach japanischer Met- dung sollen die 7000 Südchinese» in Isinansu schon beim Erscheinen japanischer Flugzeuge sich ergeben und die Vossen abgelicserl haben. Die Japaner geben selbst an, bei den kämpsen in Tsinaafu 150 Chinesen getötet zu haben. Während die japanische Regierung in London und Washington versichern läßt, daß sie in China nicht» weller wolle, als Leben und Eigentum der Japaner schützen, bereitet sie die llebersehung der Rogoya-vwision vor. Tschanatsolin erklärt in einer Vroklamalion. angesichts des Fremdeneinfalls den Kampf gegen den Süden«luzofiellen. Eine Vereinigung Nord- Süd gegen Japan scheint bevorzustehen. * Di« jopanksche Botschaft in Berlin veröffentllcht«in« long« Er- klänmg des Inhalts, daß chinesische Angriffe und(Ksenbahnzarstö. rungen zur Entsendung japanischer Truppen gezwungen Hab« und zu ihrer Verstärkung zwinge. So wie die Sicherung von Leben und Eigentum der Ausländer erveicht sei, würden die Truppen heim- beordert werden. Das deutsche Konsulat in Tsingta» drahtet: Eine, größere AnMhl Ausländer sind mit einem internationalen Hilfszug. opu Tsmonfv tovimend, hier emgetrofs» Die Reichedeutsche»! sind in Tsinanfu geblieben. Außer der Plünderung der Dorderräume des Hotels Stein sind Deutsche von Zwischenfällen nicht betroffen worden. Die.Münchener Post" hatte nach der Aufftellung des Generals Lettow-Norbeck als deutschnationaler Spitzenkandidat für den Wahlkreis Oberbayern-Schwaben gemeldet, daß Lettow- Vorbeck feine Kandidatur von«iner Jahressubvention in Höh« von 30 000 M. abhängig gemacht habe. Der deutschnationalen Parteileitung sei«s jedoch gelungen, diesen Preis auf 20 000 M. herabzudrücken. Lettow-Vorbeck und der Vorsitzense der Deutschnationalen in Boyern erblickten in dieser Mittellung eine üble Nachrede und stellten Beleidigungsklage geaen die.Münchener Post", die am Donnerstag verhandell wurde. Der Einzelrichter oerhängte gegen den verant- wörtlichen Redaktsur die ungewöhnlich hohe Geldstrafe von 3 0 0 0 M a r k. In der Begründung des Urteils wird ab«? aus- drückiich sestaestllt, daß«s sich bei der Behauptung kein« Stalls um«ins Verleumdung handle. Die„Münchener Post" Hot gegen das Urteil Berufung eingelegt. Der tschechoslowakische Vresseaktache. Prof. kutschero, kehrt, nach achtjähriger Berliner Tätigkeit ins Mmisternum berufen, nach .feiner Heimat zurück. Wir bedauern lebhaft dos Scheiden des liebenswürdigen, stet» hilfsbereiten und dsutschenfrew, blichen Mannes und wünschen ihm weiteres befriedigendes Wirken. Das Verfahre» gegen Loeb eingestellt. Das gegen den früheren thüringischen Staatsbankpräsidcnten Loeb seit vier Iahren schwebende Verfahren wegen angeblicher Untreu« ist endgültig ein- gestellt worden. Auch alle anderen gegen Loeb gerichteten Der- sahren, so z. B. die wegen angeblichen Zinswuchers, Kapitalver- I schiebung usw. sind eingestellt. Damit Ist wieder einmal das Kessel- treiben' gegen einen Sozialdemokraten wie das Hornberger Schieße« ausgelaufen.___ Die Internationale des Bluffs. Die offiziellen Mitgliederzahlen der RG3. Die Ideale des Landwirtschaftsrats. In sonderbarem Widerspruch mit ihrer sonstigen Geschmäßigkeit| zentrale finanziertes Unternehmen handelt, das zuteht die Berfchwiegenheit, die die Rote Gewerkschafts- Internatio- dem feine Hauptmission, die Zerstörung der Amsterdamer Internale( RGI.) über alle inneren Organisationsangelegenheiten be nationale, gänzlich verfehlt hat. wahrt. Rechenschaftsberichte, Mitgliederbeiträge, genaue Mitglieder. zahlen, kurz all die Fragen, die in jeder Organisation immer des größten Intereffes sicher find, scheinen in der RG3. unbekannt zu sein. Während es an Hand der vom Internationalen Gewertschaftsbund( 3GB.) veröffentlichten Berichte möglich ist, alle Bor gänge in der internationalen Organisation genau zu verfolgen, dringen nur ab und zu spärliche Mitteilungen über die Organi fationsangelegenheiten der kommunistischen Gewerkschaftsbewegung in die Deffentlichkeit. Bei besonderen Gelegenheiten fann aber auch die RGI nicht umbin, einiges über ihren Mitglieder best and mitzuteilen. So enthält die März- Nummer 1928 der„ Roten GewerkschaftsInternationale" anläßlich des Kongresses der RGI. eine Uebersicht Der Kräfte der RGI.", die in mehr als einer Hinsicht interessant und lehrreich ist. Wird hier doch offen eingestanden, daß die RGI. außerhalb Rußlands nennenswerte Organisationen nur in Frant reich und der Tschechoslowakei besitzt und somit als Internatio. nale" ohne jede Bedeutung ist. Nach den Angaben des Verfaffers umfaßte die RGI im Jahre 1927 Organisationen in folgenden Ländern: Argentinien: Leder- und Metallarbeiter 3000 Mitglieder; Belgien: Ritter der Arbeit" 8000 Mitglieder; Chile: Gewerkschaftsbund 50 000 Mitglieder; China: Gewerkschaftsbund 2 800 000 Mitglieder; Frankreich: CGTU. 525 000 Mitglieder; Irland:... 18 000 Mitglieder; Kanada: Forstarbeiter 3000 Mitglieder; Kolumbien: Zentralfommission der Gewerkschaften 1400 Mitglieder; Mongolei: Gewerkschaftsbund 5000 Mitglieder; Portugal: Anhänger der RG3. 4000 Mitglieder; Spanien: Berg JAB. 196 509 Mitglieder: Rußland: Zentralrat der Gewerkschaften JAB. 196 509 Mitglieder; Rußland: Bentralrat der Gewerkschaften 10 248 000 Mitglieder, das heißt zusammen 13 862 000 Mitglieder. arbeiterverband Afturiens Scheidet man die Gewerkschaften Sowjetrußlands von diesem Berzeichnis aus, so bleibt für die RG3. herzlich wenig übrig. Denn beim Durchsehen dieser Liste wird jeder Kenner der internationalen Gewerkschaftsbewegung sofort sehen, daß die meisten der hier genannten Organisationen nur dem Namen nach bestehen und ihre Mitgfieder nur in der Phantasie des Verfassers vorhanden sind. Die Mitgliederzahl des chinesischen Gewerkschaftsbundes tommt felbft bem Berfasser zu chinesisch" vor. Denn er bemerkt fleinlaut, daß tie Sahl nach den Angaben des Gewerkschaftstongresses angeführt fei. Inzwischen haben sich in China verschiedene Ereigniffe abge. spielt, die eine genaue Feststellung des gegenwärtigen Bestandes unmöglich machen". Er hätte getroft hinzufügen tönnen, daß es sich mit den 50 000 Mitgliedern in Chile in ähnlicher Weise verhalten dürfte. Bemerkenswert ist ferner, daß weder bei Portugal noch bei Irland die Namen der Organisationen angeführt sind, sondern nur eine beliebige Zahl von Anhängern der RGI." angegeben wird. Aus den eigenen Angaben der RG3. geht also deutlich hervor, baß diefe Organisation den Namen Internationale" mit Unrecht trägt und es sich nur um ein von der russischen Landeses u. a ,: Faschismus und Lohnabbau. Das Zentralblatt des Deutschen Landwirt faftsrats bringt in Nr. 16 eine Notiz, überschrieben: Gemüse- und Frühfartoffelzucht in Italien." In dieser Notiz heißt Das Vertrauen der italienischen Landwir te zu ihrer Regierung und damit für ihre Zukunft ift sehr groß. Außerdem bestehen in Italien Möglichkeiten, die Produktionskosten der landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu fenten, da die Landarbeiter zum größten Teil noch Land- und Naturallohn erhalten und solchen Idealismus aufbringen, daß z. B. in der Provinz Brescia 20 000 organisierte Candarbeiter aus elgeAntriebe eine zehnprozentige Cohnverminderung zugestanden haben." von dem Das Zentralblatt des Deutschen Landwirtschaftsrates trägt, wie dieser selbst, amtlichen Charakter. Dieses amtliche Organ hält es für richtig, für das faschistische Regime Reflame zu machen. Nicht minder bezeichnend für den Geist, der im Deutschen Landwirtschaftsrat herrscht, ift die Märchenerzählung Idealismus der„ organisierten Landarbeiter der Proving Brescia, die„ aus eigenem Antriebe" auf 10 Prozent thres Lohnes zugunsten der Grundbefizer verzichtet hätten, worüber das Zentralblatt" ganz begeistert ist. Das Zentralblatt" wird freilich nie in die Verlegen heit kommen, über den umgekehrten Fall zu berichten: daß z. B. deutsche Großgrundbesizer zugunsten ihrer Arbeiter auf 10 Prozent ihres Einkommens verzichtet hätten. Die Anpreifung des Faschismus und des durch diesen mit staatlichen 3wangsmitteln nicht nur in der Provinz Brescia durchgeführte, Lohn abbau zeigen, daß es aller höchste Zeit ist, die Demokratisierung des Deutschen Landwirtschafts. rates durchzuführen. Es ist ein zum Himmel stinkender Standal, daß die deutschnationalen Feinde der Republit immer noch ihren Berlautbarungen ein amtliches Mäntelchen umhängen können. Der Kampf in der Klavierindustrie. Berzweifelte Anstrengungen der Unternehmer. Seit vier Wochen stehen die Berliner Klavierarbeiter im Kampf um die Aufbesserung ihrer Löhne. Wieviel Wochen dieser Kampf noch anhalten wird, ist heute noch nicht abzusehen. Die Unter nehmer sind heute gegenüber den Forderungen der Klavierarbeiter noch genau fo zugeknöpft, wie vor dem Beginn des Kampfes. Auf der anderen Seite sind aber auch die Streifenden und Ausgesperrten ebenso wie am ersten Kampftage fest entschlossen, thren Kampf WERTHEIM Leipziger Str. Königstraße Rosenthaler Str. Rosenthaler Str. Moritzplatz Preise nur Freitag und Sonnabend, soweit Vorrat. Fleisch, Fische, Geflügel, Obst und Gemüse werden nicht zugesandt. Frisches Fleisch Schweinebauch Rücken mit Bel. 74 PL n. lage P.und Schweinekamm u. Blatt Pid. 76 Pt. Schweineschinken Pfund 90 PL. Pund Kalbskamm u. Brust. Piund 65 Pi. Pland€ 8 Pt. Kaibsnierenbraten. Kalbskeule ganz und gelelli.. ganz und ge'ellt.. Plund 85. Querrippe Pfund 7.0 Pt. Rinderkamm u. Brust Pland 75 Pt. Schmorfleisch Roastbeef, m. Knochen 90 PL Hammelvorderfleisch Piund 98 Pl. Liesen Pid. 60 PL. Gehackles Pid. 65 PL. Gulasch .... Pfund 80 PL Dickes Rückenfett Hund 65 Pf. Kaßler, Speer u. Kamm Plund 105 50 Pt. Rindernieren- Taig geleen Pfund Prima Gefrierfleisch zu Tagespreisen Kuh- Euler Pland 18 Pt. Herzen 45 Pt. Schles. Rotwurst Flund 80 Pl. Braunschw. Speck tell 90 P. mager, Pid. 1 M Dampf- u. Landleberw. 1.10 Mettwurst Ar) Plund 1.10 Pfund 1.20 Jagdwurst Schinkenpolnische Pid.1.30 Pökelfleisch gekocht, Pid. 1.30 Filetwurst Phund 1.40 Landmettwurst Pomm. 1.40 Plund Pfund Schinkenspeck Plund 1.55 Nußschinken ca. 2 Pfund, 1.75 Zervelat u. Salami holsteinische hannov. 1.90 1.65 Ffund Plund Königstrafe, Fose ftaler Strate, Mortisclaiz: Speckwurst Plund 58 Pf. Berl. Mettwurst Plunc 120 Feine Leberwurst Pid. 1.50 Ramadou halbrett, Stück 16 Pt. Allgäuer Limburger Plund halb ett. 30, 40 Pf. vollt. 80 Pt. Edameru. Holländer 75 Pt. Steinbuscher vellt. dänischer, Schweizer halbfelt, Pid. 85 Pf. Schweizer bayrischer. 1.55 volifett, Plund Margarine Pfund 52, 58Pt. Kokosfett 1- Ptund- Tatel 62 Pt. Tafelbutter Plund 1.94 drcivierteli., Pfd. 75. Pd. 85 Pl. Tilsiter volite, Pfd. 95 Pt. 1.15 Briekäse volitfett, Pfund 90 Pt. Dänische Butter Pfund 2 M Gebr. Kaffee eigene Rösterei Pfund von 2.40 an nicht zu beenden, bevor die Unternehmer nicht von ihrem hohen Pferd herabgestiegen find. Bei den fampferprobten Berliner Klavierarbeitern ist es eine Selbstverständlichkeit, daß ihre geschlossene Rampffront nicht ins Banten gerät. An Verfuchen der Unternehmer, diese Front zu unterminieren, fehlt es allerdings nicht. So versucht man in den bestreiften oder durch die Aussperrung stillgelegten Betrieben mit Hilfe der Meister und Lehrlinge wenigstens die dringendsten Arbeiten fertigzustellen. Für einige gesinnungstüchtige Gesellen, denen das Wohl ihres Arbeitgebers" näher am Herzen liegt als das ihrer kämpfen= den Berufskollegen, erscheint der Augenblick jetzt günstig, ihre soziale Frage dadurch zu lösen, daß sie sich zum„ Meister" machen lassen. Die streifenden Klavierarbeiter fürchten von diesen paar Außenfeitern teine Beeinflussung ihres Kampfes. Besondere Kopfschmerzen macht es aber den Unternehmern der Berliner Klavierindustrie, daß noch über 2000 Klavierarbeiter in den Betrieben arbeiten, die dem Unternehmerverband nicht angehören. Der Syndikus der organisierten Berliner Klavierfabrikanten Dr. Samuel wit organisiert förmliche Rollkommandos, die die Inhaber der noch arbeitenden Betriebe aufsuchen und sie mit mehr oder minder sanftem Nachdruck zur Stillegung ihrer Betriebe veranlassen wollen. Wo diese Mittel erfolglos find, verhängt man gegen diese Unternehmer die Materialsperre. Die Anwendung solcher Terrormethoden läßt jedenfalls den Schluß zu, daß den Unternehmern langsam die Hoffnung auf eine Niederringung der Klavierarbeiter schwindet, deren Position durch die Beilegung des Konflikts in der Holzindustrie nur noch günstiger geworden ist. Die Klavierarbeiter find jedenfalls nicht zu einer Rapitulation zu haben und führen ihren Kampf jezt, wo ihre Organisation alle Kräfte nur noch auf einen Gegner fonzentrieren kann, mit noch größerer Zuversicht wei. Arbeitsaufnahme in Sachsen. Dresden. 10. Mai. sächsischen Metallindustrie für verbindlich erklärt hat und Nachdem der Reichsarbeitsminifter die Schiedssprüche in der fich beide Parteien dahin ausgesprochen haben, daß sie sich für die ächsischen Metallindustrie für verbindlich erklärt hat und ich beide Parteien dahin ausgesprochen haben, daß sie sich für die fofortige reibungslose Wiederaufnahme der Arbeit einsetzen, erfolgt je nach den technischen Boraussetzungen die Arbeitswiederaufnahme in der fächsischen Metallindustrie zum Teil am Donnerstag bzw. Freitag. Der Schiedsspruch in Hannover abgelehnt. Die Unternehmer fordern Berbindlichkeitserklärung. Hannover, 10. Mat. Die Gewerkschaften haben den im Lohnstreit der hannoverschen Metallindustrie gefällten Schiedsspruch abgelehnt. Die Unternehmer haben ihn angenommen und beim Reichsarbeitsministerium den Antrag auf Berbindlich. teitserflärung des Schiedsspruches geftellt. Die Aussprache hierüber findet morgen, Freitag, im Reichsarbeitsministerium statt. Berantwortlich für Politik: Dr. Curt Geyer; Wirtschaft: G. Klingelhöfer; J. Steiner; Gewerkschaftsbewegung: Feuilleton: Lokales K. S. Döscher; und Sonstiges: Frig Rarstädt: Anzeigen: Th. Glode. fämtlich in Berlin. Drud: Borwärts- Budbruderet Berlag: Borwärts- Berlag Gm. b S.. Berlin. Sierzu 3 Beilagen. Stadtbeilage" und Unterhaltung und Wissen". und Berlaasanſtalt Baul Ginger Co. Berlin GB 68. Lindenstraße& Leipziger Straße, Loa- Lin Balkonptlanzen Königstt, Moritzplatz ZitronenGärungsgetränk Ausschank: Verkauf Drogen- Abiellung In den Erfrischungsräumen Frischer Spargel Junger Spinat 2 Plund 15 Pf. Radieschen.. 3 Bund 10 Pt. Rhabarber Pfund 7 u. 12 PL. Malta- Kartoffeln neue, 12 Pt. Pfd. Zwiebeln neue Aegypter, 12 Pf. Holl. Salat großer Kop: 25 Pt. Topf 70, 90 Pt. Topf 1.25 .Topf 95 Pf. Stück 95 Pt. Pelargonien Pelargonien hängend Cobea Topfrosen I. Wahl * Petunienpflanzen 3 Stück 25 Pf. * Lobellenpflanzen Stück 10 Pt. Stück 10 Pf. *) Begonienpflanzen Stück 15 Pi. *) Tomaten m.Topjballen, Stück 20 Pl. Petunien 3 Stück im Topf 60 Pt. Balkonkästen mit Spalier u. wildem Wein bepflanzt, 60-120 cm, von 4.75 an Pfund 24 pt. an von Grüne Gurken Stück 35 Pl. an Blumenkohl neter Holl. 25 Pf. Kopt von an Kranzfeigen. Pfund 28 Pf. Bananen Pfund 55 Pt. Austral. Aepfel Jonathan 58 PI. Apfelsinen 70,1M, 1.20 geräuchert, Dizd. Flundern Bücklinge Pfund 26 PL. 32 Pt. Seelachs reräuch., Pfund 42 Pt. Räucherlachs In Sticken, Pfund 1.80 an Pfund 22 a 32 Pl. Spickaal Bund 38 Pid. 2.40 an Seehasen geräuch., Pid. 58Pt. Konserven 1 Dose Br. u. Schnittbohn. I 75 PL. Stang.- Wachsbohnen 75Pt. Spinat 50 Pt. Sellerie 92Pt. Junge Erbsen..... 76PL Kaiserschoten 1.57 Gemischt Gemüse 1.12 Gem. Gemüse sehr fein 1.60 Riesenbruchspargel 2.85 Stangenspargel exire 3M .. lein alark Dose 62 P1. Pflaumen mit Stein Ananas Hawall, 8 Schelben 1.12 Aprikosen/ Frucht 1.35 Melangefrüchte 1.38 Erdbeeren 1.50 Oelsardinen franz., Dose 1.20 Crab Meat$, Dose Ersap für Hummer 2.10 4.10 Rindergulasch 88, 1.65 Bienenhonig. S- Pfd.1.15 1- Pfund- Glas 1/2 Dose Glas 2.30 Kentküre, 2- Pfund- Simer Pflaumen 1M Aprikosen 1.10 Orangen 1.15 Kirsch 1.35 Wein Preise für Flasche ohne Glas Frankfurter Apfelwein„ Rackles Urquell".... Maitrank aus Fruchtwein Cyder süßer Apierwein Tarragona Rot sti, vorzügliche Qualität. 1927 Edenkobener lieblich, saltig 1927 Wellener Riesling sufiger Mosel 1927 Ebernburger Berg frischer, saffiger Plätzer 1924 Chât. de Reignac St. Loubès, mflder reiner 1926 Liebfraumilch neblich, ansprechend 1926 Erdener sufig sehr ansprechend. 1920 Forster Neunmorgen 1921 Veldenzer Kirchberg Wachs um Reb, sehr feiner pikanier Diner mosel Fruchtschaumwein mit Steuer und Plasche Bordeaux Wachst. Winzergenoss. Wilder Wein.... Staude 60 Pf. * Von der Zuse dung ausgeschlossen Geflügel Junge Tauben Wolgahühner ... Stück 90 Pt. an Piund 118 an Ungarische Puten Pand 120 an Suppenhühner irisch geschlechiel, 128 an Fische Piund Braischollen.... Piund 7 Pt. 20 Pf. Seelachs ohne Kopf, ganze Fische, Piund 13 Pt. Schellfische Kabeljau ohne Kopf, Plund 10 Pt. 16 PL ganze Fische, Piund 14 Pt. 18 PE Rotzungen mittelgroß Fischfilet Frische Hechte. Lebende Aate Lebende Schleie .... Pfund 24 PL • Pland 27 Pf. Plond 35 Pt. an Flund 115 an Plund 130 an Olympia- Mehl 5 130 150 160 Auszugmehl 26, 28, 30 Pt. Kartoffelmehl Plund 30 Pt. Maispuder Plund 28 Pl. Weizenpuder Pfund 46 Pt. 65 Pl. 80 Pf. Mandeln sus, Pfund 1.98, 2.30 Backpulver 5 Beutel 30 Pt. 1.10 1.25 Beutel Sultaninen Pid 45, 64, 75 Pl. Rosinen Ptund 52, 68 Pf. Korinthen Piund 72, 80 Pt. Mandelio.. Plund 64 Pt. Zitronat Ptund 1.50 Vanillin- Zucker 5 Beut 20 Pt. Vanille- Schoten, Back Oele u.-Essenzen Bruch- Reis Pfund 18P 140 Burma- Reis Pfund 22Pt. Pfund 24 PL 2 M 2.50 1.30 B.: Bassin- Reis Pid Pfd. Patna- Reis.. Hund 28Pf. Java- Reis .. Pfund 40 PL 14 Pid 12 Pid. 160 Vollmilch- Schokolade mit ganzen Haselnüssen, 2 Tafeln à 100 Gr. 75 Pt. Eisbonbon. Messina 18 35 Pt. Milchkaramellen 25 45PL Vollmilch- Relief 45 PL. Creme- Schokolade( Apelsinen u. Himbeer 1.40 10 Sorten Wein u. Spirituosen vom Faß, z. Johannisbeerwein ex leine Qualität Liter 95 PL 1927 Kallstadter Berg guter Pfälzer Tisch- u. Bowlenwein Liter Grops Pid. Dessertbrezein 38 75 Pt. Sandgebäck pid.25 Pte 95 Pt. Schokolade Vollmilch, 80 Pt. 45 Pf. Tatel 200 Gr 2 Tateln à 100 Gramm ?!f. 22l»45.Iabkg«mg Freitag, 44. Dlai 492» Der Weinkeller in der Wahlagilaiion. Die Stadtverordnetenversammlung richtet über Or. Jalh. Wi« biedert man sich bei den Wichlern an? Gestern versuchten das in der Stadtverordnetenversammlung die De- m o k r a t e n mit einer Anfrage wegen des Neuköllner städti- schen Weinkellers. Er schädigt, klagten sie, durch seinen Wettbewerb den steuerzahlenden Handel. Daß für ihn eine richtige kaufmännische Reklame gemacht wird, paßt ihnen nicht. Mit solchem Vorgehen wollen sie sich wohl den Wählern aus Handel und Te- werbe empfehlen? linser Genosse Heitmann vermutete, daß sie noch einen anderen Grund haben. Sie möchten, hielt er ihnen vor, wieder einmal einen Betrieb, der dem Stadtsäckel etwas einbringt, lahm legen. Nachher werde man dann an diesem Beispiel wieder beweisen wollen, daß städtische Betriebe scheitern müssen.— Herrn Dr. Faltz, dem durch herausforderndes Auftreten bekannt gewordenen Mhrer der Deutschen Volkspartei, erging es gestern schlecht. Für seine aus Anlaß des Grund- stückstausches an der Lellevuestraße vorgebrachten V e r d ä ch t i- gungen gegen die Kommunisten ist er im llntersuchungs- ausschuß den Beweis schuldig geblieben. Er weiß etwas, sagt er, aber er will nicht sagen, wasl Ein Ausfchußbeschluß hatte dieses Verhallen aufs schärfste verurteilt, und in der Stadtverordnetenversammlung stimmte gestern die Linke diesem Ur- teil zu. Herr Faltz war zur Sitzung gekommen, er hielt es aber für besser, beizeiten zu verschwinden. * In der Stadtverordneten versa mmlimg gab es gestern be! einer Anfrage der Demokraten einige lustige Minuten. Der Ralvkeller ia Neukölln hat an Einwohner Berlins Angebote in Weinlieferungen gemacht, und dagegen protestierten die Demokraten. Stadtverordneter Maycr sah in dem anneißerischen Handel mit Wein durch Neukölln einen.unnötigen Eingriff in das Erwerbsleben der Bürger". Sie, dre Demokraten, hätten stch stets gegen unzulässig« Unternehmungslust städtischer Betrieb« gewandt, und st« müßten sich auch gegen Neuköllns Weinhandel wenden. Stadtrat Genosse Ezeminski erklärte namens des Magistrats, daß die Weinkeller, die den Ratskellern angegliedert find, werbende Unternehmen sind, die eben auch mit ReName an die Abnehmer heran müssen, wenn sie bestehen sollen. Wenn die Stadtverordneten glauben, daß die Ratskeller überflüssig sind, dann mögen sie diesbezügliche Be- schlösse fassen: solange sie aber bestehen, müssen ste stch auch rühren. selbst auf dem Gebiet« der Reklame, gm übrigen zahlen sie die gleichen Stevern wie andere Geschäfte. Genosse Heitmann wies darauf hin, daß de? Neuköllner Ratskeller keine Reoolutionseinrich- tung ist. sondern seinerzeit von dem deutschnationolen ehemaligen Bürgermeister Kaiser eingerichtet wurden. Wenn auch die sozialdemokratische Fraktion aus dem Standpunkt stehe, daß andere Aufgaben vorliegen, als städtisch« Weingeschäfte, so müsse doch gesagt werden, daß wir eine unnötige Geschäftserschwerung für den Neuköllner Ratskeller nicht zulassen. weil wir dem Gegner nicht den Triumph lassen wollen, sagen zu können, daß.wieder ei n.städtischer Betrieb zusam- mengebroch« n" sei. Merkwürdig fei allerdings, daß man stch ausgerechnet tzteukölln ausgesucht Hab«. Sollte sich de? Verdacht bewahrheiten, daß die Zusammensetzung der Bezirtsoersammlung der Stein des Anstoße« sei? Warum hat man sich nicht auch den Weinkeller Schönebergs ausgesucht? Hier wird aus den An- preisungen sogar noch da» alte Schöneberger Wappen geführt. Aber vielleicht gehen die Demokraten besonders deshalb so scharf gegen Neukölln vor, weil der Geschäftsführer des dortigen Weinkellers ein— Demokrat ist!(Schallende Heiterkeit.) Stadtverordneter Säbel(KPD.) erwähnte dann noch, daß der Schöne- berger Ratskeller von dem ehemaligen Oberbürgcrmirister Dominikus, dem hervorragenden— Demokraten, einoenchiet ist. Nach «inigen Entgegnungen des Demokraten Alayer schloß die Aussprache. Eine ganze Reihe von Lorlagen, die den An- und Verkauf von Grundstücken zum Gegenstand hatten, werden ohne Debatte ange- nommen. lack London: W olfsbWt. Die Wölfin war ärgerlich und biß ihn gereizt in die Schulter. Erschrocken und ohne sich den neuen Angriff er- klären zu können, schnappte er zurück und verletzte sie an der Schnauze. Auch ihr kam es unerwartet, daß er ihren Ver- weis so übelnahm, und unwillig knurrend sprang sie auf ihn los. Nun sah er seinen Irrtum ein und suchte sie zu be- gütigen, doch sie fuhr fort, ihn derb zu zausen, bis er alle Be- sänftigungsversuche aufgab und sich mit abgewandtem Kopfe im preise um sie herumdrehte und feine Schulter ihren Zähnen preisgab. Unterdessen zappelte das Kaninchen über ihnen in der Lust. Die Wölfin setzte sich in den Schnee nieder, und Ein- augc sprang mehr aus Angst vor der Gefährtin, als vor dem geheimnisvollen Bäumchen wieder nach dem Kaninchen in die Höhe. Als er es diesmal mit den Zähnen packte, behielt er das Bäumchen fest im Auge. Wie vorher folgte es ihm wieder zu Boden. Cr duckte sich unter dem erwarteten Schlage, tnit gesträubtem Haar, aber fein Gebiß hielt das Kaninchen fest. Doch der Schlag fiel nicht: das Bäumchen beugte sich nur über ihn. Wenn er sich regte, so bewegte es sich auch, und er knurrte es durch die zusammengebissenen Zähne an: blieb er ruhig, so regt es sich ebenfalls nicht, und er schloß daraus, daß es sicherer wäre, stillzuhalten. Doch schmeckte ihm das warme Blut des Kaninchens so gut. Da befreite ihn seine Genossin aus der rätselhaften Lage, indem sie ihm das Kaninchen wegnahm und. während das Bäumchen über ihr sich drohend und raschelnd hin und her bewegte, dem Tierchen ruhia den Kopf abbiß. Sogleich schnellte das Däumchen in die Höhe und verursachte keine Besorgnis mehr, sondern blieb in der anständigen, senkrechten Stellung, diedie Natur ihm gegeben hatte. Darauf verzehr- ten Einauge und die Wölfin zusammen den Raub, den das geheimnisvolle Däumchen für sie gefangen hattet Es gab aber noch mehr Wege und Stege, wo Kaninchen in der Luft hingen, und das Wolfspaar fand sie eins nach dem andern, denn die Wölfin hatte die Führung übernommen und Einauge folgte aufmerksam und lernte, wie man Schlingen ausraubt was ihm in Zukunft noch gute Dienste ic chev sollt«. Zur llnterfuchung von Anwürfen, die der volksparteiliche Stadtverordnete Dr. Aaltz gegen die kommunistische Fraktion anläßlich der Beratung eines Grundstücksavstaufches in der Belle- vueftnaße erhoben hotte, war«in Untersuchungsausschuß eingesetzt worden. Dr. Faltz hatte damals durchblicken lassen, daß in der Frage des Grundstücksausiausches„unzulässige Beeinflussungen" der Stadtverordneten durch außenstehende Interessenten stattgefunden hätten. Stadtverordneter Genosse Adolf hosfmann berichtete aus dem Ausschuß: in der Debatte sprach Stadtverordneter Gäbet (Komm.). Der Ausschuß hatte das Vorgehen des Dr. Faltz ver- urteilt, um so mehr, als Dr. Faltz im Ausschuß«ine etwas merk- würdige Haltung eingenommen hätte. Der bereits In der vorletzten Sitzung behandeite Antrag der Komnmnssten wegen einer Abänderung des Gesetzes üb«? dl« Arbeitslosenversicherung, ttisbefondere die Bestimmung über die Karenzzeit der Saisonarbeiter betreffend, wurde in der Ausschußsitzung angenommen. In der Frag« der Herauf- fetzung der Eintrittspreise im Freibad Wannsee folgte die Bersammlung einer soziald« in okratischen An- regung für den Magistrat, die Eintrittspreise bei 10 Ps. zu belassen und die sinan,zjell«v Verpflichtungen aus die Stadt zu libcnuchmen.— Die Beschlußunsähigkeit de» Hauses verhinderte weitere Beratungen und Abstimmungen. Berlins Wohnungsbau. Maßnahmen zur Begrenzung der Mieten. Zu dem am Zl. März d. 2. abgelaufenen Haushaltsjahr 1927 standen nach Mitteilung de» Berliner Magistrats für Wohnungsbau rund 12» Millionen Mark au» der Hauszlnssteuer zur Verfügung. Damit umrden über 27 000 Wohnungen mit hanszinsfieuerhgpotheken beliehen, wegen der Absatzstockungen aus dem Pfand briesmarkte konnte ein Teil davon, etwa 10 000 Wohnungen, mangels der erforder- lichen ersten Hypotheken vor Eintritt des winters nicht mehr in Gang gesetzt werde«. Die Schwierigkeiten der hypothekenbeschafsnng wurde« aber schließlich im wesentlichen dadurch überwunden, daß zu Beginn de» Zahr« 1928 ein erheblicher Teil der noch fehlenden ersten Hypotheken durch die Mitwirkung einiger großen Bausirmen beschafft werden konnten. Diese 10000 Wohnungen sind daraus sofort zur Vergebung gelangt und dürften dem Baugewerbe für das Frühsahr 1928 in großem Umfang« Sefchästiguag gewähren. Für das Bausahr 1W8 wird mit dem gleichen Haus- zinssteueraufkommen für Neubauzwecke gerechnet, dessen erste Eingänge etwa Ende Mai verfügbar werden. In der Sitzung des Arbeitsausschusses der Wohnungssürforgegesellschast am 8. Mcu 1928 wurde beschlossen, die ersten aus dem Auskommen 1928 zu finanzierenden 12000 Wohnungen sofort zu? Verteilung zu bringen und so die Voraussetzung für einen wetteren gleichmäßigen Vorlauf der Wohnungsbausaison in den nächsten Monaten zu geben. Inzunschen wird für die späteren Verteilungen aus dem Bau- Programm vorgearbeitet, damit auch künftig eine möglichst gleich- laufend« Beschäftigung der Bauwirtschaft gewährleistet werden kann. Gegenüber anders lautenden Nachrichten ist festzustellen, daß wie im Vorjahre auch im Jahre 1928 die privaten Bau- Herren unter den gleichen Bedingungen bei der Ber- gcbung der Hauszinssteuerhypotheken beteiligt werden, wie die gemeinnützigen Organisationen. Eine Ausnahme bildet dabei nur der Bau der Wohnungen für Minder- 2. Das Lager. Zwei Tage hindurch umkreisten die Wölfin mit Einauge das Jndianerlager. Er war in großer Sorge, daß feine Ge- fährtin sich anlocken lassen und ihn verlassen würde. Als eines Morgens jedoch dicht neben ihnen der Knall einer Bückise ertönte, und die Kugel einige Zoll von Einauges Kopf entfernt in den Stamm eines Baumes einschlug, da zögerten sie nicht länger, sondern wanderten mit langen, schwingenden Schritten hinweg, bis viele Meilen sie von der Gefahr trennten. Sie wanderten iedoch nur wenige Tagereisen weit. Das Verlangen der Wölfin nach dem, was sie suchte wurde immer dringender. Sie war schwerfällig geworden und konnte nur langsam laufen. Einmal gab sie die Verfolgung eines Kaninchens auf. das sie sonst mit Leichtigkeit gefangen hätte. und legte sich nieder, um zu ruben. Einauge kam zu ihr, aber als er ihr leise mit der Schnauze den Hals berührt«. schnappte sie so rasch und wild nach ihm, daß er einen Purzel- bäum schoß und eine höchst lächerliche Figur spielte, wie er ihre Zäyne vermeiden wollte. Allein je größer ihre Heftig- keit wurde, desto geduldiger und fürsorglicher wurde er. An einem Nebenflüßchen des Mackenzie, das zur Sommerszeit wohl lustig dahinfließen mochte, nun aber bis zum Grunde des Felsenbettes zugefroren war und von der Quelle bis zur Mündung tot und weiß dalag, fand sie endlich, was sie suchte. Sie war müde weitergetrabt, ihr Gefährte immer eine Streck« voraus, als sie an elne hohe, stelle Lehm» wand kam. Sie wandte sich zur Seite und trabte zu ihr hin. Die Frühlingsstürme und die Schneeschmelze hatten das Ufer hier an einer Stelle unterwaschen und aus einer engen Spalte eine kleine Höhle gemacht. Bor der Oeffnung der Höhle machte sie halt, und besah sich genau die Wand. Dann lief sie zuerst auf der einen Seite, dann auf der andern am Fuße der Wand entlang, bis dahin, wo das flache Land zum Ufer abfiel. Dann kehrte sie zur Höhle zurück und kroch durch die enge Oeffnung. Sie hatte nur eine kurze Strecke weit zu kriechen, dann wichen die Wände zurück und bildeten höher aufsteigend eine kleine. runde Kammer, kaum sechs Fuß im Durchmesser. Die Decke war dicht über ihrem Kopfe, aber der Raum war trocken und behaglich. Sie beschaute alles sorglich, während Einauge am Eingangs stand und sie geduldig beobachtete. Endlich senkte sie den Kopf, hielt die Rase dicht am Boden und drehte sich mehrere Male um und um, worauf fl« sich mit eine» Seufzer. und llnbemirtelte, für welche die Stadt Berlin aus be- sonderen Mitteln neben den Houszinsfteuerhypotheken noch Zu- satzhypathcken zur Verfügung stellt. Die Schassung dieser Woh- nungen, für welche die Mieter durch die Wohnungsämter bestimmt werden, ist auf Beschluß der städtischen Körperschosten den gemein- witzigen und städtischen Gesellschaften zu übertragen. Das Bau- gewerbe selbst kann an dieser Verteilung ans private Bauherren und gemeinnützige Gesellschaften erst recht nicht Anstoß nehmen, weil die Anssührung der Bauten fast ausschließlich in seinen Händen liegt. Die beiden gemeinwirtschafttich betriebenen Berliner Bon- Hütten erfassen nur etwa 3 Proz. aller Bauausträg«: und auch an deren Ausführung ist noch eine erhebliche Zolst privater Unter- nehmer beteiligt. Di« letzten Beratungen in der Wichnuugssiirsorgegesellschost waren vorwiegend den Problemen gewidmet, die sich däraus«r° geben, daß infolg« von Ftnanzierungsschwierigkeilen und Ver- tenervng der Barhypotheken sich die MietpreisverhÄtiiiss« be! den aus dem Jahre 1927 bewilligten Bauten äußerst ungünstig gestaltet haben. Die diesjährige Finanzierung sieht eine Erhöhung der Sätze der Hauszinssteuerhypoiheken für die einzelnen Wohnungen(unter bewußter Bevorzugung der Klein- und K iei nstw oh nun gen, an denen der dringendste Bedarf besteht) vor. Hierdurch dürste nn Vergleich zum Jahr« 1927 zivar eine gewisse Begrenzung der Miele« herbei- geführt werden: darüber hinan» hat es sich aber noch den Ersahrnn- des Vorjahres als notmeudig erwiesen, die Miet Preisbildung der Wohnungssursargegefellschasl noch nachdrücklicher als bisher zu be- einslusscn. Das soll in der Weis« meichi werden, daß künftig Be- willigungen nur auf Grund einer von den Antragstellern einz»- reichenden Kalkulation der Mieten— berechnet aus den Quadrat- Meter Wohnslächc— erfolgen, auf die die AntragsteNcr als Vor- anssetzung für die Zusage der Haus, zinssteuerhypothek rechts verbind- stch festgelegt werden. Im Falle von Abweichungen ist die kündi. oung der Hansrinsstev erHypothek und ferner der onnachsschttiche Ausschluß der Bauherren, welche die sestgeieglen Mielpreise nicht einHallen, vorgesehen. Für später« Verteilungen im Lause des Jahres soll ferne? auch ein Ausschreibiingsverfahren in Erwägung gezogen werden, das im Wege de? Konkurrenz hinsichtlich der Miel preise Besserungen herbeizusnhren geeignet ist. Verelendung und Wohnungsnot. Es gibt keine Form de» Elends, die der D e m o g» g i e der Rechtsparteien nicht als Vorwand für ihre dunklen Be- strebungen dienen könnte. So verbssentticht jetzt die Deutsch- nationale Partei ein Flugblatt mit dem Titel:„ffieresendung und Wohnungsnot", um die uusinnig« Behauptung ans- zustellen, die Sozialdemokraten hätten den Wohnungsbau in Berti» unterbunden. Sie weisen auf das Scheitern des Wohnungsbau- Projektes von 1927 hin und tun so, als ob es reine Willkür gewesen wäre, die zu dem damaligen Mißerfolg geführt hätte. Wie plump die Beweisführung ist, ersteht man daraus, daß man willkürlich herausgerissene Zitate August Bebel» au» der Zeit von vor 80 bis 40 Jahren als Begründung für derart famose Behauptungen heranzieht. Die Wahrheit ist die, daß die Wohnung?> bauprojekte aus Gründen geschetteri find, die die Deutsch- nationale Fraktion selbst verschuldet Hot. S i e versuchte die Hauszinssteuermittet zur Quelle der Bereicherung des großstädtischen Grundbesitzes zu machen. Dafür war ihr kein Preis hoch genug. Di« Bauprojekte der Stadt Berlin wären ohne Schwierigkeit zur Durchführung gelangt, wenn man zur Finanzie-. rung den ausländischen Kapitalmarkt hätte heran- ziehen können. Das Ausland war bereit, dazu die Gelder zu geben. Di« Reichs- und Staatsbehörden jedoch, insbesondere die Minister des Rechtsblocks haben den Gemeinden den Weg zum aus- löndischen Kapitalmarkt versperrt. Di« Heranziehung des Privat- kapitals aber würde den Wohnungsbau so teuer gemacht haben. daß Berliner Arbeiter und Agestellte nicht den geringsten Nutzen ziehen konnten. Daher mußten die bereits ausgearbeiteten Plane abgelehnt werden. Es gehört schon ein« beträchtliche Portion Demagogie dazu, wenn diejenigen, die in Wirklichkeit am Wohnungseleud schuldig sind, jetzt die Stimmung der Wohnungsuchenden und der Arbeits- losen mit Lügen und Verdrehungen für sich einsangen«ollen. Da« der fast wie ein Brummen klang, zusammenrollte, die Beine ausstreckte und den Kopf nach dem Eingang gerichtet, nieder- legt«. Einauge schaute ihr zufrieden mit aufmerksam ge- spitzten Ohren zu, und sie konnte gegen das-weiße Licht sehen, wie er gutmütig mit dem Schweife wedelte. Dann legte sie die gespitzten Ohren behaglich zurück, öffnete das Maul, fo daß die Zunge lang heraushing, und zeigte dadurch, wie zu- frieden und glücklich sie sich fühlte. Aber Einauge war hungrig. Er legte sich ztvor am Eingänge der Höhle zum Schlafe nieder, doch wachte er van Zeit zu Zeit auf, spitzte die Ohren und schaute nach der hellen Welt draußen, wo die Aprilsonne wann auf den Schnee schien. Schlummerte er wieder ein, so schlug an sein Ohr das schwache Wispern und unsichtbare Tröpfeln tauenden Wassers, und er pflegte dann aufzufahren und gespannt zu lauschen. Ia, die Sonne war wiedergekehrt: die erwachende Welt des Nordens rief es ihin zu. Das Leben regte sich: man fühlte Frühling in der Lust, das Wachstum unter dem Schnee, man merkte, wie der Saft in die Bäume emporstieg und die Knospen die Bande des Winters brachen. Einauge warf der Gefährtin bittende Blick« zu, aber sie hatte nicht den Wunsch, aufzustehen. Er blickte hinaus und sah einige Schneehühner vorüberfliegen. Er sprang auf. blickte wieder nach der Gefährtin hin, legte sich nieder und schlummerte weiter. Ein schrilles, scharfes Surren traf sein Ohr. Er fuhr sich ein paarmal schläfrig mit der Pfote über die Nase, dann wachte er vollends auf. Da summte über seiner Nasenspitze eine einsame Mücke in der Luft. Es war eine ausgewachsene Mücke, die den Winter hindurch einge- froren in einem trockenen Stück Holz gelegen und welch« die Sonne nun aufgetaut hatte. Da konnte er nicht länger wider- stehen: die Welt draußen rief ihn, auch fühlte er Hunger. Er kroch zur Wölfin hin und versuchte» sie zum Aufstehen zu bewegen. Aber sie knurrte ihn nur an, und so wanderte er allein in den hellen Sonnenschein hinaus, wo der Schnee an der Oberfläche weich und das Gehen beschwerlich war. Er ging aufwärts an dem gefrorenen Flußbette, wo im Schatten der Bäume der Schnee noch hart und wie kristallisiert war. So wanderte er stundenlang und kehrte erst in der Dunkel- hungriger denn je zurück. Zwar hatte er Wild gesehen, aber nichts erwischt. Er war durch die Kruste des schmelzenden Schnees gebrochen, während die weißen Kaninchen leichtfüßig darüber himvegefpruvgen waren. (ForfWMrng fottf.) mirb ihnen nicht gefingen, es sei denn bet efnigen wenigen derer, die doch nicht alle werden, aber den deutschnationalen Rohl auch nicht fett machen können. Ein erfolgreicher Amateurdetektiv. Der energische Schneidermeister. Als ein tüchtiger Amateurdetektiv hat sich der Schneidermeister& rüger aus der Muskauer Straße 25 erwiesen. Durch seine Findigfelt and Beharrlichkeit ist es gelungen, ein Pärchen von Falfchgeldvertreibern, das systematisch false Fünfmartft üde in den Berkehr brachte und seit einem halben Jahre von der krimi nalpolizei gefucht wurde, dingfest zu machen. Während der Meister selbst seinem Berufe obliegt, unterhält feine Ehefrau nebenbei ein kleines Seifengeschäft in der Mustauer Straße. Gestern vormittag erschien bei ihr ein junges Mädchen, das eine Tube Hautcreme faufte und mit einem Fünfmarkstück zahlte. Sie befam den Rest heraus und verließ das Geschäft wieder. Gleich darauf kam der Meister in den Laden. Er sah dem Fünf. martstück, das seine Frau noch in der Hand hielt, auf den ersten Blick an, daß es eine Fälschung war, ließ sich die Käuferin rasch beschreiben und eilte ihr nach. Am Mariannenplay holte er sie ein. Während er noch mit ihr verhandelte, stand, wie aus dem Baden gewachsen, plößlich ein junger Mann da, der dem Meister vormarj, daß er um einer Läpperei" millen soviel Aufhebens mache. Als Menschenfreund" erflärte er sich bereit, den Schaden zu ersehen. Schon hatte sich Meister Krüger mit dem empfangenen Fünfmartschein zum Gehen gewandt. als ihm ob dieser Großmut doch Bedenken aufstiegen. Er ging dem Baar mieder nach und bat fic, mit zur Polizeimade zu fominen. Jezt murden sie aber ungemütlich. Der Jüngling fuhr ihn barsch an und beide versuchten dam, mit einer vorüb.rfahrenden Straßenbahn zu entwischen. Es gelang dem Meister aber noch, auf die vordere Plattform des Anhängers zu springen. Als das Pärchen jah, daß der hartnäckige Berfolger nicht abzuschüttein war, riefen fie einen Chauffeur au und wechselten von der Straßenbahn in ein Auto über. Zu ihrem Entfezen aber saben sie den Meister auf dem Trittbrett fichen, der dem Chauffeur die Weisung gab, sofort zur nächsten Polizeiwache zu fahren. Die Verfolgung hatte sich inzwischen bis zum Michaeltirch plah hingezogen und hier sah der Amateurdetektiv, daß der junge Mann während der Fahrt qus dem Auto sprang und in das Haus Nr. 7 hineinlief. Auf dem Polizeirevier lieferte er dagegen die junge Dame pünktlich ab. Kriminalbeamte durchsuchten nun das Haus Nr. 7, fonnten aber zunächst nichts finden. Noch während der Vernehmung des Mädchens erschien aber ihr Begleiter wieder auf dem Revier und fuchte feine Braut" reinzu waschen. Sie hätte das falsche Fünfmarkstück bei einem Fleischermeister herausbekommen. Die Reichsbankjaljchgeldabteilung, die in Kenntnis gesetzt wurde, stellte aber bald jest, daß der Mann und das Mädchen feine UnschuldsEr ist ein 29 Jahre alter Technifer Werner Tänuner waren. Schulze und sie eine 28 Jahre alte Erna N., die beide feine feste Wohnung haben, sondern bald hier, bald da nächtigen. Seit Dezember vorigen Jahres hatte man sie vergeblich gesucht. Bei einer nochmaligen Durchsuchung aller Eden und Winkel in dem Hause am Michaeltirchplay fand man im vierten Slod hinter einem Wafferrohr 9 falsche Fünfmarkstücke. Nach langem Leugnen gab das Bärchen zu, diese Fälschungen von einem Unbefannten in einem Lotal in der Neuen Schönhauser Straße für 2,50 M. das Stüd erworben zu haben. Beide wurden wegen gemerbsmäßigen Falschgeldvertriebs dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Die gesperrte Hausruine. Die Schwarzmieter in der Parochialffraße. " Die vom Bezirksamt Berlin- Mitte angekündigte Sperrung des Hauses Parochialstraße 22 ist heute vormittag durch geführt worden. Im Erdgeschoß des baufälligen Häuschens hat man Tür und Fenster mit eisernen Gittern verfchloffen, so daß von der Straße aus fein Fremder mehr eindringen fann. Auch gegen Zutritt über die Nachbargrundstüde will man Borteh rungen treffen. Der Schwarzmieter", der eigenmächtig sich in der abbruchreifen Ruine niedergelassen hatte, ist der vom Bezirksamt an die Haustür gehefteten schriftlichen Aufforderung, sein bißchen Hausrat hinauszuschaffen, nicht gefolgt. Das Bezirksamt wird dafür sorgen, daß die dürftigen Möbel in Bermahrung genommen und zur Abholung bereitgehalten werden. Als die Stadt vor einigen Jahren das Häuschen erwarb und zu späterem Abbruch bestimmte. wurde es ihr als unvermietet übergeben. Die unerlaubte Benuhung durch unbekannte Personen begann im Winter 1927/28 und hat seitdem schon mehrere Monate gedauert, ohne daß man des ,, Schwarzmieters" habhaft werden fonnte. Sie ist auch schon in der Deputation für Gesundheitspflege erörtert worden, weil befürchtet wurde, daß sich hier ein Seuchenherd bilden fönnte. Der Schwarzmieter" beherbergte Obdachlose gegen Entgelt, und in dem Häuschen entwickelten sich gesundheitgefährdende Zustände, die feine Behörde länger duiden durfte. Die Deputation für Gesundheitspflege hat schon vor Monaten in sehr bestimmter Form gefordert, daß ein Ende gemacht und eine weitere Benutzung der Ruine verhindert wird. Der vergessene Gefangene. Die Aften waren verschwunden. Ein faum glaublicher Borfall wird aus dem Moabiter Unterfuchungsgefängnis bekannt. Ein Reisender S., der sich des Betruges schuldig gemacht haben sollte, befand sich in Untersuchungshaft Auf Betreiben seines Verteidigers wurde der Haftbefeht jedoch vor zehn Tagen aufgehoben und S. hätte in Freiheit gefeht werden müssen. Es tam aber anders! Der Gefangene, der natürlich keine Ahnung von der Aufhebung des Haftbefehls hatte, blieb in Haft, bis ja bis ihm sein Rechtsanwalt, der am Mittwoch im Gefängnis zu tun hatte, zur goldenen Freiheit verhalf. Die Atten über die Straffache waren nämlich seit der Aufhebung des Haftbefehls verschwunden und so existierte für die Gefängnis verwaltung ein Gefangener S. überhaupt nicht mehr. Die Alten waren nicht mehr da, alfo gab es auch teinen Untersuchungsgefange nen S. mehr! S. wünschte nun am Mittwoch seinen Berteidiger zu sprechen, der nicht wenig erstaunt war, als er erfuhr, daß sein Mandant, den er längst in Freiheit vermutete, noch inhaftiert sei. 6. wurde sofort aus der Haft entlaffen. Die Aften aber find noch immer verschwunden, find vielleicht in einer falschen Dienststelle abgegeben worden oder schlafen sonst irgendwo den verstaubten Schlaf vieler Atten. Einer unserer Rebattionstollegen teift angesichts des Falles jenes Berliner Untersuchungsgefangenen, der in haft blieb, meil feine Atten jami dem Freilassungsbeschluß verschickt" maren, folgendes Erlebnis mit: Monarchie. Dom Defterreicher zum Deutschösterreicher. Da jene Re s Wiener wurde ich durch den Zerfall der Habsburger sierung perimunben max, bie einen fogiabemetratifchen Journo Brandkatastrophe bei Grünau. 98 Boote vernichtet.- Richtershorn" vom Feuer zerstört. das Feuerlöschboot III mobilisiert worden, das nach turzer Zeif an der Brandstelle eintraf. Alle Löschversuche, obgleich aus zehr Schlauchleitungen größten Ralibers ungeheure Wassermengen in das Feuermeer geschleudert wurden, schienen aussichtslos. Der Wind, der sehr ungünstig stand, trieb starte Flammengarben auf die höl3ernen Bootsschuppen, die im Nu Fener fingen. In einem Zeitraum von nur wenigen Minuten standen alle drei Schuppen mit ihrem wertvollen Inhalt in Flammen. Nichts konnte gerettet werden, Nur ein großer Trümmerhausen, aus dem noch einige verkohlte Pfahlstümpfe hervorragien, waren die einzigen Ueberreste. Bon dem Schaden sind besonders die zahlreichen. Bootsinhaber, größtenteils Berliner Einwohner, die zum kleinsten Teil versichert sind, bea toffen worden. Aber nicht nur die Boote, sondern auch zahlreiche Schränke, Sportkleidung usw. find von den Flammen vernichtet worden. Bon einem folgenschmeren Schadenfeuer wurde gestern nachmittag das vielen Berlinern bekannte herrlich gelegene Ausflugslokal„ Richtershorn" bei Grünau heimgesucht. Die Restaurationsräume und der angrenzende Tanzfaal brannten bis auf die Grundmauern nieder. Drei angrenzende Bootsschuppen, in denen 98 Ruder- und Paddelboote lagerten, wurden gleichfalls ein Raub der Flammen. Die Feuerwehr war mit vier Löschzügen und dem Feuerlöschboot III ffundenlang mit der Bekämpfung des Feuers befchäftigt. Obgleich sich die Flammen mit ungeheurer Schnelligkeit auf den gesamten Gebäude- und Schuppenkompler ausgedehnt hatten, konnten sich die Inhaber des Restaurants und mehrere Angestellte rechtzeitig in Sicherheit bringen. Restaurant Richtershorn liegt am Waldesrande am Langen See, nicht meit vom Freibad Grünau entfernt. Es ist im Sommer das Ziel zahlreicher Ausflügler und besonders von Wasser sportlern wegen seiner schönen Uferlandschaft start bevorzugt. An die massiven Restaurationsgebäude mit den Wohnräumen grenzten drei Holzschuppen, die als Bootsstände dienten und in denen zurzeit fast 100 Boote lagerten. Gestern nachmittag entstand nun im Tanzsaal aus bisher noch nicht einwandfrei geflärter Ursache Feuer, das aber erst bemerkt wurde, als ein großer Teil des Saales lichterloh brannte. Die Flammen fanden an der Saaleinrichtung überaus reiche Nahrung und sprangen auf das Dachgebält über. Auf den Feueralarm eilten zunächst die freiwilligen Wehren von Adlershof, Grünau, Eigwalde, und Schmod mig herbei. Als die ersten Züge an der Brandstätte eintrafen, hatte das Feuer bereits eine erhebliche Ausdehnung angenommen. Der Tanzfaal und ein Teil des Wirtschaftsgebäudes bildeten ein einsiges Flammenmeer. Auf den Notruf Großfeuer rückte der Oberschöneweider Berufszug unter Baurat Sauer an. Gleichzeitig marschließen lassen. listen, selbst ,, verbündeter Staatsbürgerschaft, niemals in Preußen eingebürgert hätte, beantragte ich nunmehr meine Einbürgerung, zumal ich schon das neunte Jahr in Berlin lebte. Meinen deutschösterreichischen Baß mußte ich mit anderen Dokumenten zu den das Aften geben. Ehe jedoch die Einbürgerung bewilligt war dauerte etwa drei Vierteljahre brauchte ich meinen Baß zu einer Berichterstattungsreise für den Vorwärts ins Ausland; aber ich mußte von Pontius zu Pilatus laufen, ehe ich ihn endlich bekam: das Revier hatte ihn ans Präsidium, dieses ans preußische Innendas Revier hatte ihn ans Präsidium, dieses ans preußische Innen ministerium, dieses ans Reichsinnenministerium geschickt er mar nirgendwo, denn immer waren die Akten gerade weiter vorwärts: hinauf oder auch schon wieder zurückhinunter gegangen. Fünf Tage hat es gedauert, bis man endlich meines Passes habhaft wurde und ich ihn bei einem Geheimrat im Polizeipräsidium Schöneberg abholen fonnte. Bei dieser Gelegenheit machte dieser, gewiß noch vom alten Regime übernommene Beamte noch eine ganz und gar abwegige Bemerkung gegen meine Einbürgerung, wegen deren ich ja gar nicht zu ihm gefommen war. Na, ich diente ihm mit einer Antwort, die ihn zu einem Zurückzieher veranlaßte, und 30g mit meinem wiedergewonnenen Baß auf den weiteren Weg. deutschen Aus- und schweizerischen Einreisevermerk zu erwerben. Wie es jedoch möglich war, daß der Aft mit dem Paß laut amtlicher Auskunft fünf Tage brauchte, um vom preußischen Innen ministerium Unter den Linden nach dem Polizeipräsidium an der Grunewaldstraße zu gelangen, habe ich nie ergründen tönnen. 50 Jahre deutsche Geeämter. Zur Feier des 50jährigen Bestehens der zwölf deutschen Seeämter und ihrer Berufungsinstanz, des Ber Einladung des Hamburger Sceamis Bertreter dieser Behörden aus liner Oberfeeamis, waren in Hamburg in diesen Tagen auf im großen Saal des Hamburger Rathauses als Mittelpunkt einer dem ganzen Reich versammelt. Am Donnerstag nachmittag fand Reihe von gesellschaftlichen Veranstaltungen ein offizieller Festakt statt. Direktor Dr. Schoen hielt die Festrede, in der er einen Rückblick auf die Entstehung des Gesetzes über die Inter suchung von Seeunfällen vom Jahre 1878 und damit der deutschen Seeämter gab und den Aufgabenkreis der See-. ämter und ihre Arbeit umriz. Funkwinkel. der Am Nachmittag konzertierten die Schüler und Schülerinnen der staatlichen Musikhochschule Berlin. Man hatte an dem frischen, braufgängerischen Musizieren dieses Künstlernachwuchses seine belle Freude. Rofy Gottlieb und Riwa Ginsburg spielten eine Sonate für Bioline und Klavier von Hindemith mit vortrefflicher Schulung und sehr persönlichem herben Ausdruck. Auch die Lieder der jungen Komponistin Grete v. Zierig die der mit Stimmaterial ausge stattete Bariton Arno Schellenberg fang haben eine starte män: liche Nuance. Dagegen brachten Josef Schott, ein Flötift mit guter Technit, und der Pianist Mar Nahrath- mohl der fünstlerisch reifste dieser Jugendlichen in ihr Spiel weichere, weibliche Töne. Die Abendveranstaltung bot ein Orchestertonzert, in dem Cida Lau als Solistin mitwirkte. Der sehr fultivierte Sopran der Sängerin flang voll und rund; das Orchester unter Seidler- Winkler war prächtig mie ſtets. in Ueber den sozialen Gedanken modernen englischen Literatur sprach Dr. Herbert Rosenfeld. Er betonte, daß die von fozialen Tendenzen erfüllte Literatur in England wesentlich andere Merkmale trägt als auf dem europäischen Kontinent. Hier ist die soziale Literatur in erster Linie persönlicher Ausdruck eines Schriftstellers in Eng land dagegen ist ihre eigentliche Wurzel die politische Journalistit. Der Engländer geht sachlich, weniger subjektiv betont auf das Bra blem zu. Eher als im übrigen Europa entwickelte sich in England eine moderne soziale Literatur; denn das industrielle Broletariat entstand zuerst in England. Gegenwärtig aber find die Typen des Broletariers wie des Kapitalisten aus der englischen Literatur verschwunden. Sham, Wells und Galsworthy find zwar Ber treter der gesellschaftskritischen Literatur, doch sie sind feine sozialen Antläger, sondern im besten fall- wie Galsworthy- Chronisten, die den Untergang einer einst herrschenden Gesellschaftsschicht aufzeichnen. Ingenieur Erich Linte zeigte, wie wichtig für die Gefundheit eines ganzen Landes ,, der Kampf der Technif gegen Rauch, Ruß und Staub" ist. In der Großstadt werden durch Rauch und Staubschwaden bis zu 60 Prozent des Sonnenlichtes und vor allem die heilkräftigen ultravioletten Strahlen ferngehalten. Ueberall atmet der Großstädter giftige Dünste, Ruß und Staub in großen Mengen ein. Rönnte die Technif eine vollkommene Verbrennung der Heizrückstände erzielen, so würde das nicht nur eine riesige Ers sparnis an Brennmaterial bedeuten, sondern es wäre auch der ver schmugende Ruß aus unserer Atmungsluft verschwunden. Eine Städtebaupolitik, die grundläglich die Wohnviertel von den Fabrikvierteln trennt, fann aber schon viel zur Förderung der Bolts gesundheit beitragen. Die Ausbreitung von Elettrizität und Gas als Berunreinigung der Luft auf eine uner geringere Menge ba Helamitel with bann bafür sorgen, dat in diefen Wohngegenden ble bräntt mich, Die Wehren waren bis in die späten Nachmittagsstunden hinein mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Erst gegen 17 Uhr fonnte das Gros unter Zurücklaffung der Grünauer Wehr, die die Brand mache übernahm, wieder abrüden. Der Gesamtschaden steht noch nicht genau fest, dürfte aber unter 100 000 m. menig zurückbleiben. Die Untersuchung über die Entstehungsursache ist noch der Gegen stand polizeilicher Ermittlungen. Das gestrige Großfeuer ruft die Erinnerung an eine Brand tatastrophe mad, von der faft genau vor drei Jahren das Restau rant Storch neft" in Schmödwitz betroffen wurde. Damals fielen dem Feuer über 150 Ruder- und Paddelboote und mehrere mertvolle Segel und Motorboote zum Opfer. Auch bei diesem Schadenfeuer konnte die Entstehungsursache nicht mehr geflärt merden, da in dem Trümmerhaufen teine Anhaltspirnfte mehr gefunden wurden, die auf die Ursache hätten Die Sozialdemokratie muß siegen! Gelungene Wahlversammlungen. Der emjigen Wahlarbeit der 105. Abteilung der SPD. in Adlershof ist der Erfolg nicht versagt geblieben: die am gestrigen Abend im großen Saal von Wölffteins Restaurant in Adlershof veranstaltete Wahlkundgebung wies einen sehr guten Besuch auf. Auffallend war die starke Anteilnahme der Jungmähler und die große Zahl der Frauen. Die Veranstaltung fand ihre fünftlerische Umrahmung durch die mit großem Beifall aufgenommenen Mufifdarbietungen eines Orchesters. Als Referentin war die Stadtverordnete Genojjin Dr. Käte Frankenthal erschienen, deren eindrucksvoller Vortrag fich zu einer scharfen Abrechnung mit den an der Bürgerblodregierung beteiligten Parteien und den Kommu niften, die der Reaktion die Zutreiberdienste geleistet haben, ge= staltete. Die Rednerin schloß mit einem padenden Appell, den 20. Mai zum Siegestag der Sozialdemokratie Referat folgte die Borführung des Wahlfilms„ Dein Schidmerden zu lassen. Dem mit stürmischen Beifall aufgenommenen ial", melcher der Arbeiterschaft in Adlershof zum ersten Male vorgeführt wurde. Auch hier verfehlte die technisch ausgezeichnet vorgeführte Bilderfolge nicht die aufmühlende Wirkung, mas durch die spontanen Beifallstundgebungen der Zuschauer wiederholt zum Ausdrud fam. Der Versuch der Kommunisten, die Film Dorführung zu ffören, fdjeiterte an der energifchen Abwehr der Parteigenossen. Mit einem dreifachen Hoch auf die Bartei fand die Kundgebung ihren Abschluß. Die Aufklärung der Jungwähler ist eine der michtigsten Auf gaben der jungen proletarischen Kampforganisation wie der Arbeiter Mehrzahl der Jungwähler in Berlin zur Sozialdemokratie stehen jugend und der Jungsozialisten. Die Versammlungen, die von diesen beiden Organisationen veranstaltet werden, zeigen deutlich, daß die wird. Auch die Bersammlung in Raabes Festfälen im Bezirt Kreuzberg war gestern aberd überfüllt. Die heiden Referenten, für die Jugend Georg Albrecht und für die Bartei Genoffe Litte, gaben in ihren Referaten einen Ueberblick über die Arbeit der Sozialdemokratie für die Interessen der jungen. Proletarier. Alle Gefeße, die in den letzten Jahren zum Schutz der Arbeit der kaum Schulentlaffenen gemacht worden sind, find geschaffen worden, Le fich die Sozialdemokratie dafür eingesetzt hat. Glänzend fertigi Genosse Litle die Zwischenrufe einer Gruppe Kommunisten ab, die immer wieder versuchten, den ruhigen Verlauf der Kundgebung zu stören. Als nach beiden Referaten die Versammlung Wohlant, mer Recht und Wahrheit achtet fang, verließen die kommunistischen Bapageien betreten den Saal. In den Kampfruf:„ Es lebe die Sozialdemokratie" stimmte die ganze Bersammlung ein. ing ein. I bel Westen und Often. Der Druckfehlerteufel hat aus der Kund gebung im Berliner Westen, über die wir gestern morgen berichteten, cine Sundgebung im Berliner Often gemacht. Infere Leser werden diesen Fehler bereits selbst richtig gestellt haben. 2000 Morgen Wald verbrannt. Rahebur, 10. Mai.( Eigenbericht.) Heute gegen 13 Uhr wurden in der Richtung Schneidemüht ge waltige Rauchmollen gesichtet, die auf einen großen Waldbrand schließen ließen. Im Jagen 5 des Forstbezirkes Marienbrück der Oberförsterei Schönthal, Kreis Deutsch- Krone, war durch die Unachtsamkeit eines 15jährigen Baldarbeiters ein Brand entstanden, der sich mit rafender Schnelligkeit auf die staatlichen Baldungen der Förstereien Blietnik, Hirschtal und Döberit ausbreitete. Die Försterei Hirschtal verlor ihren ganzen Waldbestand. Gegen 20 Uhr war die Macht des Feuers gebrochen, doch dieses lndert an ver fchiedenen Stellen immer wieder auf. Nach amtlicher Schätzung find etwa 7000 Morgen, zum Teil schlagbares Holz des Hochwaldes, den Flammen zum Opfer gefallen. Biel Wild ist ebenfalls umgefommen. Brennende Hirsche und Rehe famen aus dem brennenden Wald und liefen beim Anblick der Personen wieder zurück und trugen wesentlich zum Verbreiten des Feuers bei. Eine große Anzahl Bewohner der Umgegend war zur Brandstätte geeilt. Aus Schneidemühl war die Schutzpolizei kommandiert, die Deutsch- Kroner Garnison wurde ebenfalls zur Brandstätte beordert. Etwa 7 Kilometer von dieser Brandstätte entfernt, in der Oberförsterei Oberteerofen der Stadt Jaft row, brach ebenfalls ein WaldJastrow, brand aus. Hier wurden etwa 500 Morgen Wald vers nichtet. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienfiffelle Berlin und Umgegend ( Rachbr. verb.) Beiterhin unbeständig mit Niederschlägen in Schauern. Für Deutschland: Sm Eüdwesten Beruhigung des Beiters, sonst noch ver änderlich, sehr fühl, Nachtfrostgefahr. sid, sid all DaBufete" gutt ist, weiß fede Mutrer, daß Rufete billig ist, sollte jede Mutter wiffen. Die für eine Mohlzeit benötigte Menge Kufete für ein Kind bis zu 6 Monaten toet Sübrende fachärzte bevorzugen und empfehlen 301. Rufele Milch! und Police 1 LAW STADTE BEILAGE about us RIC VORWARTS 643 Millionen Steuergelder geraubt! Auch ein Beitrag zu den Wahlen. S& raftfahrzeugftener. 20 und rentenhäuser zu bauen, her muß am 20. Mai dafür sorgen, daß die Sozialdemokratie derartig erstarft aus den Wahlen hervor. geht, daß fie in der Lage ist, diesem Steuerraub ein Ende zu be reiten. Stadtverordneter Dr. Siegfried Weinberg. 2 to an Zum ersten Male feit dem Bestehen der Stadtgemeinde Berlin ift der Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahre Die Berteilung durch das Reich unter die einzelnen Länder erfolgt ein Etat vorgelegt worden, der mit einem ungededten Fehl nach gerechten Maßstäben, nämlich nach der Bevölkerungszahl und betrage( 50 Millionen) abschloß. Nach schweren Kämpfen ist dem örtlichen Aufkommen. Die Berteilung des preußischen Bandes es der sozialdemokratischen Fraffion gelungen, den Etat zu anteils unter die Provinzen Berlin gilt für die Berteilung des ,, balancieren. Die Fraffion war fich nicht im Zweifel dar- Kraftfahrzeugsteuerauffominens als befondere Broving spricht über, daß diefe Balancierung nichts anderes war, als eine jedoch jeder Gerechtigkeit Hohn. Hier erfolgt die Berteilung je zur Hälfte nach dem Gebietsumfang und nach den vorhandenen StraßenEisenbartfur, und daß sich die zum Ausgleich des Etats vorgenommenen Streichungen auf die Dauer nicht aufrecht streden, wobei noch bazu von den Berliner Straßen nur eima ein erhalten lassen. Es sei nur daran erinnert, daß 3. B. von den Behntel berücksichtigt wird, d. h. mit anderen Worten, Berlin erhält don dieser Steuer, die zur Abgeltung der durch die Kraftfahrzeuge für Straßenbauten angeforderten 62 Mionen bereits vom verursachten Straßenabrugung bestimmt ist, für die Instandhaltung Magistrat 50% Millionen gestrichen waren, und daß die der von Automobilen vollgepfropften Leipziger Straße das selbe, Stadtverordnetenversammlung, um den Etat äußerlich ins was für irgendeine Straße von gleider Länge Gleichgewicht zu bringen, von dem färglichen Reff weifere in interpommern gezahlt mird, die alie paar 6 Millionen streichen mußte. Die Folgen dieser Streichungohen mal ein Auto steht. Dieser Berteilungsmaßstab wurden blitzlichtarfig durch die Erklärung des Oberbürger- hat dazu geführt, daß Berlin, das 23 Broz des gesamten meisters beleuchtet, in der er ankündigte, daß die Polizei fich kurzem Proz. dieser Steuer erhielt. Die gleiche ungerechtigkeit auftommens dieser Steuer aufbringt, bis vor genötigt sehen würde, einen Teil der Berliner Straßen zu sperren, da mit dem kleinen zur Verfügung stehenden Betrag gegen Berlin ist bei der Verteilung der Erträgniffe der Hauszinssteuer die Straßen unmöglich in einem Zusland erhalten werden können, der der Berlehrssicherheit genügt. 341 Millionen Die Hauptschuld an den Berliner Finanzschwierigkeiten trägt nicht etwa die von unseren Genossen führend bestimmte Berliner Kommunalpolitit, sondern der Haß der bürgerlichen Landtagsmehr: heit gegen den„ Wasserkopf" Berlin, der alljährlich der Stadt Berlin ungezählte Millionen in Berlin auskommender Steuereinnahmen vorenthält. Es soll hier nicht die Rede davon sein, daß nach den gejeglichen Bestim mungen ein großer Teil des Berliner Steuerauffommens an Reichmäßig trifft Bon dem restlichen Drittel müßte Berlin, wenn die und Staat fällt. Das ist eine Selbstverständlichkeit, die alle Gemeinden in gleicher Weise betrifft. Hier soll vielmehr die Rede sein von dem in der Deffentlichkeit viel zu wenig bekannten skandalöjen Ausnahmerecht, unter dem Berlin in steuerlicher Beziehung steht, und das nach dem Beschluß der bürgerlichen Landtagsmehrheit vom 29. März d. J. auch in Zukunft aufrechterhalten bleiben soll, wenn nicht bei den bevorstehenden Landtagswahlen für Abhilfe gesorgt mird. Der Rückhalt der Berliner Finanzen war vor dem Kriege, mie in den meisten Gemeinden, die Befteuerung des Einkommens. Jeht deckt dieselbe nicht den zehnten Teil der Berliner Ausgaben. Der Grund hierfür liegt darin, daß der Stadt Berlin durch den famosen Finanzausgleid)" von dem kommunalen Einkommensteuer anteil jährlich Duzende von Millionen zugunsten anderer Gemeinden geraubt werden. Dieser sogenannte Lastenausgleich" erfolgt rein Schematisch auf Grund der sogenannten„ relativen Garantie. Diese hesagt, daß bei Berteilung der Einkommensteuer auf die einzelnen Gemeinden die Höhe der Erträgnisse zu berücksichtigen ist, die ihnen ror dem Kriege aus der Besteuerung des Einkommens zugefloffen find. Das jetzige Berlin befand sich nun vor dem Kriege in einer bösen zwangslage. Es bestand aus 94 verschiedenen Gemeinden. darunter Millionärsvororte, in denen die Einkommensteuerzuschläge cuf einem ganz niedrigen Sake gehalten werden konnten. Not gedrungen fonnten auch das alte Berlin und die weniger wohl habenden Vorortgemeinden den Einkommensteuersaz der vornehmen" Vororte nicht oder nicht erheblich überschreiten, wenn sie verhüten wollten, daß die steuerkräftigsten Einwohner sich in die feeligen Gefilde der westlichen Steucroajen flüchteten. Für diefe aus der Not der früheren 3ersplitterung erwachsene Notlage wird Berlin jetzt dadurch bestraft, daß ihm z. B. im Etatsjahre 1927 nicht weniger als 26 millionen feines fommmunalen Einkommensteueranteils zugunsten anderer Gemeinden entzogen werden. In den Jahren 1924/27 betrug die Gesamtzahl 83 Millionen. Diese Millionen werden nicht etwa nur beson ders bedürftigen Gemeinden zugewandt, sondern teilweise Gemeinden, die sich in viel befferer Finanzglage befinden als die Stadt Berlin. Berlin muß ein Viertel feines fommunalen Einkommensteueranteiis zugunsten anderer Gemeinden abgeben, während& B. das reiche Frankfurt nichts abzugeben hat, sondern zeitweise sogar noch aus den Berliner Einkommensteuergeldern Zuwendungen erhielt. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei festzustellen. Von dem Gesamtertrag dieser Steuer, der im Jahre 1927 in Preußen 1100 Millionen betrug, bringt Berlin allein 31 Broz, auf. Wie schnell ließe sich mit diesen Erträgnissen die Berliner Wohnungsnot, die noch heute 165 000 a milien der Wohltat einer ausreichenden eigenen Wohnung beraubt, beseitigen! Tatsächlich wird jedoch von dein Gesamtaufkommen die Hälfte für allgemeine Finanzzwede in Anspruch genommen und damit dem Wohnungsbau entzogen. Von dieser Hälfte fallen zwei Drittel an den Staat, eine Bestimmung, die alle Gemeinden gleich Verteilung nach dem örtlichen Aufkommen erfolgte, 57,8 Millionen für das Jahr 1927 erhalten. Es erhält aber nur 30,4 Millionen. Im Jahre 1927 find Berlin affo 27,4 millionen, in den Jahren 1925/27 zusammen 76,9 Miffionen zu gunsten anderer Gemeinden entzogen worden. Aber auch bei der Berteilung der zum Wohnungsbau bestimmten Hälfte des Steuer ertrags mird Berlin aufs neue geschröpft. Die Gemeinden müssen nämlich von diefer Hälfte drei Behniel in einen staatlichen Ausgleichs. fonds abführen, aus dem einzelne Kommunalverbände reich bedacht merden, während Berlin überhaupt nichts erhält. Hierdurch sind dem Berliner Wohnungsbau im Jahre 1927 weitere 50 millionen, in den Jahren 1924/27 zusammen 162 millionen entzogen worden. G Eine Zusammenrechnung der im Vorhergehenden mitgeteilten 3ahlen ergibt, daß im Jahre 1927 der Berliner Bevölkerung 126,7 Millionen, in den Jahren 1924/27 zusammen 383 midionen Steuergelder zugunsten anderer Gemeinden genommen sind! Während diese Summen immerhin in den Säckel anderer dar unter sehr mohlhabender Gemeinden fließen, ist der Berliner Steuerzahler verurteilt, bei der Hauszinssteuer außerdem ein Gefchent an die Hausbefizer zu machen, das nach den Berechnungen des Deutschen Städtetages jährlich mindestens 80 mil. ionen ausmacht. Die Hauszinssteuer wird nämlich von den Mietern in der Form von prozentualen Zuschlägen zur Friedens miete erhoben, während die Abführung seitens des Hauswirts an die Steuerfasse in der Form non prozentualen Zuschlägen zur Grundvermögenssteuer geschieht. Diese Regelung ist für den Berliner Stadtfäckel so ungünstig, daß fast ein Biertel der von den Berliner Mietern gezahlten auszinssteuer in den Taschen der Hausbesiger verfchwindet. Diese gefeßlich zugelassene Steuerprellerei dürfte den Berliner Hauswirten in den Jahren 1924/27 mindestens 260 millionen in den Schoß geworfen haben. Die preußische Regierung hatte bereits vor zwei Jahren die Beseitigung dieses standalösen Zustandes beantragt. In der Sizung vom 26. März 1926 hat jedoch der Landtag mit den Stimmen der Deutschnationalen, Volkspartei, WirtIchaftspartei, Bölkischen und Kommunisten(!!) durch Ablehnung diejes Antrages die Fortsetzung dieser Stevermogelei fanttioniert. Zils Resultat diefer Untersuchung ergibt fich affo, baß Berlin burd) Den famosen Lastenausgleich und das Steuergeschent an die Haus wirte Im Jahre 1927 um nicht weniger als 206,7 millionen Mart der Körperschaftssteuer, isz biz Berliner Steuergelder und in den Jahren 1924/27 zusammen um Don weldjer Berlin im Jahr 1927 3 Millionen, in den Jabren 1924/27 zusammen 10 millionen an andere Gemeinden auf Grund des Finanzausgleichs abgeben mußte, und bei der Umfassteuer, bei welcher die entsprechenden Zahlen 5 unb 11 Millionen betragen. Ein besonders aufreizendes Kapitel ist die Verteilung der Erträgnisse der 643 Millionen Mart geschädigt ist. Mit diesen Beträgen hätte sich die Berliner Wohnungsnot zu einem lehr großen Teil beheben faffen. Wer will, daß Bertin in 3ufunft in die Lage verfeßt werden foll, feiner Bevölkerung, die nötigen Wohnungen zu errichten, die Straßen in Ordnung zu halten, Schulen Wir führen nur Schuhe aus unserer eigenen Fabrik. 52USDA *** s IM bas biolyDaher gut und preiswert. Gine ,, vertrauliche" Sitzung. Der Lofal- Anzeiger aber berichtet.. 2. Mai verlief zunächst matt und luftios, um im Stil der BörsenDie Bezirksverfammung des 7. Bezirts( Charlottenburg) am berichte zu sprechen. Anfangs gedachte der Borsitzende ber Opfer des Straßenbahnunglücks an der Rennbahnstraße am 15. April. Gine Fluchtlinienveränderung am Spandauer Berg wurde angenommen. Die KPD. zog ihren Brotestantrag in Sachen bes Berbots von Rot- Front zuriid und ersparte der Versammlung damit eine Wahlversammlungsdebatte es war aber auch zu breimal verfluchten republikanischen Länderregierungen über Herrn schmerzhaft, den Sieg des demokratischen Gebantens mit Hilfe der D. Keudell und seine diftatorischen Gelüste anerkennen zu müssent. Die fozialdemokratische Frattion brachte eine Anfrage megen eines fchmer gezüchtigten naben in der Hilfsschule Kirchstraße ein. Die Untersuchung hatte das mertwürdige Ergebnis, daß die Striemen von einem Mitschüler herrührten, der im Waisenhaus den Kameraden vorgenommen hatte, um ihn wegen leiner Entwendungen zu strafen. Die Debotte, die sich nun entspann, führte zu heftigen Zusammenstößen. Die Linke wollte sich mit den begütigenden Erflärungen des Bezirksamts nicht abfinden, sie bezweifelte die Ergebnisse der Untersuchung; einer dahin zielenden Anfrage des Genossen Midler begegnete der Bürgermeister mit unnötiger. Schärfe, die bürgerlichen Barteien erzwangen den Abbruch der Verhandlung, ohne daß es möglich gemorden war, das Bezirksamt in feine Grenzen zurückzuweisen. 2 Das Bezirksamt wurde dann meiter in Sachen der Schloßbrüde interpelliert, man pertröstete auf den August. Eine michte öffentliche Sihung schloß sich an, es handelte sich vor allem um die Borgärten am Kurfürstendamm. Die Vertraulich feit wurde so vorzüglich gewahrt, daß der Loi al- Anzeiger" am nächsten Toge einen Bericht brachte. Neue Straßennamen im Bezirk Treptow. Die sozialdemokratische Frattion proteftierte in der legten Sigung der Bezirksversammlung zunächst gegen die Berlegung der Straßenbahnhaltestelle in der Berliner Straße in Niederschönemeide ( nahe dem Bahnhof). Die Versammlung flos fich diesem Protest einfiimmig an. Ferner sprach unsere Fraktion in einer Entschließung ihr Befremden cus, daß die Vorarbeiten für den Etat 1929 auf Munich des Magistrats in die Urlaubszeit gelegt find. Die in der letzten Sigung vortagte Straßenumbenennung für den Be zirt Treptom wurde diesmal gegen die Stimmen der und Der Deutschen BoltsDeutfcnationalen partei angenommen. In der Hauptsache hat man sich bei der Umbenennung wie folgt leiten lassen: Der Ortsteil 21tglienice erhält die Namen, after. Boltsstämme, Adlershof Don Ortschaften in Schlesien und Namen bekannter Chemiter. Johannisthal non Romponisten und Dichtern, Niederschöne weide von Ortschaften in der Mart, Oberschöne meide von Drtfchaften in den Alpen. Außerdem solen Straßen nach unferen verdienten Gemeindever tretern benannt werden, wie z. B. Gutschmidtstraße in Nieberschöneweide und 21 min Gerisch Straße in Johannis. thol Baumschulenweg. Auch die türgerliche Linte ist bei der Umbenennung berüchtigt m morben, z. B. durch Rudolf Defer, Irölich, Olfers, Karl Schurz, Naumann, Bauf Rothan, Alexander Herzen usw. Um den notwendigen Schwulneubou in Johannisthal auszuführen, ftimmte die Bersammlung dem Antauf eines großen Grundstuds on der Weststraße und am Cifernweg in Johannisthal zu. Genoffe Behner mies dorauf hin, daß die sozialdemokratische Fraktion schon im Jahre 1925 dringend den Bau eines neuen Schul gebäudes für Johannisthal verlangt habe. Desgleichen muß für den Ortsteil Baumschulemmeg schnellstens ein neues Schulhaus errichtet werden. Bom Bezirksamt wurde gewünscht, dafür zu sorgen, daß endlich das Abladen von Schutt an der Wuhlheide unterbleibt Dem Fluchtlinienplan für die Oberspreestraße in Niederschänemeide und Adlershof stimmte die Versammlung zu. Schließlich wurde noch die Errichtung eines Portierunterkunftsraumes am Friedhof Baumschulenweg befchloffen. Muftaufträge übergibt man nur dem Stachuets ben Deutschen Mufiterverbandes, Berlin. Rom. mandantenste 63,64. Dönhoff 8277-78 Befchäftszeit 9-5, Gonntags 10-2 Uhr. Auf Wunsch: Bertreterbefuch. MARKE SALAM MANDE douA SALAMANDER Das Erzeugnis der größten Schuhfabrik Deutschlands Ali- Berlin wackelt! Straßen für Laffkraftwagen gesperrt! Mit Rücksicht auf die baufälligen Häuser in einigen Straßen Alt- Berlins it befanntlich vor einiger Zeit bundy besondere Berkehrsschilder eine Geschwindigkeit non acht Rilo: metern vorgeschrieben worden, weil die Erschütterungen der Schnellfahrenden Autos die Verfallserscheinungen diefer ältesten Berliner Baumerte beschleunigten. Jetzt hat die Verkehrspolizei an amei Stellen Alt- Berlins eine weitere Berkehrsein fchräntung angeordnet. An der Fischerbrüde und an der Friedrichsgracht find neuerdings Berbotstafeln aufgestellt, durch die die Straßen für Gasttraftwagen mit einer Gesamtbelastung über 5,5 Tonnen gesperrt find. Es handelt sich um die bekannten freisrunden, rotumrandeten Berfebrstafeln, die auf weißem Grunde vier schwarze Punkte und außerdem den Wortlaut des Verbots tragen. Zu diefer Maßnahme hat sich die Bertehrspolizei entschlossen, weil durch die schweren Lastkraftwagen eine besonders starte Erschütterung hervorgerufen wird, zumal die Straßen Kopffteinpflaster haben. Die Stadt, der aus ftädtebaulichen und historischen Gründen eine große Anzahl der ältesten Berliner Häuser in dem dortigen Biertel gehören, hat in letzter Zeit die in städtischem Befih befind lichen Gebäude renovieren und mit einem in ziemlich lebhaften bebenten, daß mitunter eine Babetur mehr Schaden als Mugen ftiften fann. Um so notwendiger ist es, bei jeder einzelnen lInter fudung eine genaue Auswahl zu treffen. Auch bei der Stellung nahme zur Befreiung vom Turn- und Schwimmunterricht! Kann doch kein Zweifel darüber bestehen, daß die Dosierung der törperlichen Uebungen herzfranter Schuffinder eine äußerst bedeutungsvolle Aufgabe ist, die einer systematischen Bearbeitung und Lösung seitens des Herzfadarztes dringend bedarf. Eine sehr ersprießliche Tätigkeit ergibt sich für ihn auch bei der Berufsberatung der zur Schulentlaffung tommenden Jugendlichen; hier ist eine besonders enge Zusammenarbeit zwischen dem Herzfacharzt, den Schulärzten und dem Berufsamt vonnöten. Sehr wichtig ist es schließlich, die Kinder, die herzfrank sind, in eine dauernde ge= fundheitliche Ueberwachung zu nehmen, die von den Schulärzten im Benehmen mit dem Herzfacharzt durchzuführen ist. Dem Herzfacharzt liegt es hierbei ob, für die Art der Betreuung dieser lleberwachungskinder“ im Einzelfall besondere Vorschläge zu machen. Die Herzfürsorge Brenzlauer Berg, die von Dr. Sachs ge leitet wird, ist bisher schon von über 200 Kindern aufge: sucht worden. Die Besucherzahl steigt in steer Kurve. So ist Farben gehaltenen Anstrich versehen lassen, so daß der frühere, fehr 4. Kreis wenig schöne Zustand dieser Bauwerte beseitigt worden ist. Diefe städtischen Grundstüde tragen auch alle über der Haustür das Wappen der Stadt Berlin. Herzfürsorge. Borbildliches im Bezirk Prenzlauer Berg. Das Wort Lungenfürsorge tennt jedermann; es ist in aller Munde. Das nimmt nicht wunder. Hat sich doch die Fürsorge für Lungentuberkulöse in den letzten zwei Jahrzehnten weit entwww gefaßt und auf vier einzurichtende Geschäftsstellen des Bohlfahrts antes aufgeteilt werden sollen. Es entspricht dies einem Gemeindes beschluß aus dem Jahre 1925, der erst in menigen Bezirten durchgeführt ist. Die sozialistische Fraftion beantragte, die ganze fomplizierte Borlage, die viele Mängel enthält, einem Ausschuß zu überlaffen. Da unser Antrag abgelehnt wurde, stimmiten mir gegen bie Borlage. Sie wurde schließlich mit den Stimmen der Bürger. lichen angenommen. 6. Bezirk Kreuzberg. Die legte Bezirksversammlung stimmte einmütig einer Borlage zu, die die Absperrung der Straße Am Tempelhofer Berg, Ser fog. Matraßenstraße" im Zuge der Fidicinstraße durch eine architektonisch gegliederte Abschlußmauer vorsteht. Damit ist ein oft gerügtes Mergernis im dortigen Straßenbilde beseitigt. Einstimmige Annahme fand auch eine Vorlage, die eine Neueinteilung der sich zu Straßenbahn wird einen eigenen etwa 8,5 meter breiten Bahnkörper mit Rafenbede erhalten. Die Bürgersteige werden unter Fortfoll der Borgärten zugunsten der Fahrdämme auf eine Breite von burchschnittlich 5,2 Meter reduziert. Ueber die dringend notwendige Regelung des Bertehrs am Halleschen Lor fonnte bisher zwischen bem zentralen Straßenbauamt und der Bezirksinstanz teine Einigung erzielt werden. Während das Projekt der Zentrale enorm hohe hauses vorsieht, basiert der Bezirksvorschlag in der Hauptsache auf der Schaffung von Entlastungsstraßen in nordsüdlicher Richtung. Prenzlauer Berg bobe Brunberwerbskosten, z. B. den Erwerb des Lick'ſchen WarenSonnabend, den 12. Mai, 19%, Uhr, in den Prachtsälen am Märchenbrunnen( fr. Schweizergarten) GROSSE ABENDFEIER Reichhaltiges Programm unter Mitwirkung namhafter Künstler Ansprache Unser Weg", Genossin Minna Todenhagen Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Karten zu 30 Pfennig sind bei allen Abteilungsleiterinnen zu haben. 10. Bezirk Behlendorf. es Der Zehlendorfer Bezirksversammlung lag in ihrer letzten Ber sammlung Beschlußfaffung über eine Vorlage des Bezirksamtes vor, eine allgemeine Umbenennung von Straßen tommen etwa 158 Straßen in Betracht nach dem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung abzulehnen. Umbenannt sollen im Bezirk nur Straßen werden, deren Namen mehrmals vorkommen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Ferner war ein Antrag von den Sozialdemokraten, den Demokraten und der Volkspartei # wickelt; die Erfolge auf dem Gebiete der Lungenfürsorge sind nicht bereits jetzt, nach einer verhältnismäßig furzen( erst viermonatigen) eingegangen, der das Bezirksamt ersucht, schleunigst beim Magistrat zu leugnen. Zwar ist die Lungentuberkulose- eine der engsten Gefährtinnen des Wohnungselends auch heute noch in Deutsch land start verbreitet; indessen tann tein Zweifel darüber bestehen, daß die Arbeit der Lungenfürsorgestellen in zahlreichen Fällen dem Ausbruch oder dem Fortschreiten der Erfranfung ein Baroli geboten hat. Die Bedeutung der Lungenfürsorge ist allgemein anerfannt. In nächster Nachbarschaft der Lungen liegt das Herz! Es gibt eine Reihe von Herzertrantungen, die zu einer sorgsamen ärztlichen leberwachung der betroffenen Menschen dringend Beranlaffung geben. In Frage kommen hier u. a. insbesondere Herz flappenfehler, Bergrößerungen bzw. Erweiterun gen des Herzens, erhöhte Erregbarfeit des Herzens und Rhythmusstörungen. Des öfteren find es angeborene Herzfehler, recht häufig Herzerkrankungen, die sich im Anschluß an Diphtherie, Scharlach, Gelentrheumatismus oder Blutvergiftung ein stellen, und Herzleiden, die aus mancherlei anderen Gründen auftreten.. Die Aerzte, namentlich auch die Schulärzte, die zu den Fragen der Kurfürsorge( Berschichung) und der Befreiung vom Turn- und Schwimmunterricht Stellung zu nehmen haben, müssen sich recht häufig mit dem Problem der geeigneten Betreuung von Kindern, die herztrant oder eines Herz leidens verdächtig sind, beschäftigen. In Deutschland hat man sich der planmäßigen Fürsorge für Herzfrante bis vor furzem nicht angenommen. 3war murde por einiger Zeit eine Krantenanstalt, die Heilstätte für herzfrante Schultinder" in Rödertal bei Dresden gegründet; eine Einrichtung der offenen Fürsorge gab es aber in Deutschland auf diesem Gebiet bisher noch nicht. Man betrat daher sozialhygienisches Reuland, als am 1. Januar 1928 pom Bezirtsamt Brenzlauer Berg bie erste Herzfürsorgestelle, die in der Hauptsache die Betreuung herstranter Schultinber zur Aufgabe hat, eröffnet wurde. Vor allem handelt es sich darum, im Rahmen Der Arbeit der Herzfürsorgestelle bei den Kindern, bie von den Schulärzten und Fürsorgeärzten zu einer fachärztlichen Untersuchung überwiesen werden, eine Sicherung der Diagnose herbeizuführen. Der Herzfacharzt, der die Fürsorgestelle leitet, fann in dieser Richtung fehr erfolgreich wirken; denn ihm stehen alle besonderen diagnostischen, insbesondere auch röntgenologischen Hilfs mittel zur Verfügung. Die Gutachten, die er abgibt, find von höchfter Wichtigkeit und reichen in ihrer Bedeutung weit hinaus über die Schulzeit der Kinder, die zu ihm kommen. Wie wesentlich ist so häufig die Frage, ob ein Kind, von dem es heißt, es sei herz frant, auch wirklich an einem organischen Herzleiden franti! Kommt es doch gar nicht so felten vor, daß Irrtümer, Berwechslungen, Mißverständnisse, Gerede und Aberglauben gefunde Kinder zu herzfranten Kindern stempeln, sie momöglich jahrelang mit diesem Nach teil belaften und ihre Entwicklung infolge übermäßiger Schonung oder gar Bermeichlichung des Körpers hemmen und gefährden. In solchen Fällen ist es geradezu ein Glüd, wenn ein Herzfacharzt, der das Kind eingehend und mit den genauesten Methoden untersucht, fo oder so ein erlösendes Wort" spricht! Ob es sich ferner um eine von dem Herzfacharzt zu fällende Entscheidung über die Zweckmäßigkeit, die Art oder die Dauer einer Badetur oder um die Stellungnahme zur Befreiung vom Turn oder Schwimmunterricht handelt, auch in diesen oft redyt schwierigen Fällen vermag der Herzfacharzt auf Grund feiner spezialärztlichen Erfahrung und unter Zuhilfenahme seiner besonderen diagnostisch- technischen Hilfsmittel in hohem Grade ver antwortungsbewußte, wertvolle Arbeit zu leisten und die Schulund Fürsorgeärzte bei der Erfüllung ihrer Dienstobliegenheiten mejentlich zu unterstützen. Man darf es nicht außer acht laffen, zu Tätigkeit der Herzfürsorgestelle die Vermehrung der Sprechstundentoge notwendig geworden. Die Erfolge, die bei der im besten Sinne des Wortes rationellen Arbeit der Herzfürsorgestelle erreicht wurden, geben dazu Veranlassung, die Errichtung von Herzfürsorgestellen auch für andere Berliner Bezirke und außerhalb Berlins warm zu empfehlen. Dr. med. Alfred Kora ch. Schulbauten in Reinidendorf. Aus Anlaß der geplanten Verlängerung der Berliner Straße über die Scharnweberstraße hinaus und um die Durchlegung der Straßenbahn über den Bahnhof Jungfernheide nach Charlottenburg zu ermöglichen, beschloß die Bezirksversammlung Reinickendorf den Anfauf eines größeren Grundstücks füblich der Scharnweberstraße. Damit der Bezirk geeignete Grundstücke für den Bau einer Grundschule in Frohnau und einer Boltsichule in Wittenau erhält, stimmte die Versammlung dem Tausch verschiedener Grundstücke mit der städtischen Heimstättengesellschaft Brimus" einmütig zu. Um eine einheitliche Bebauung des von der Auguste- Bittoria- Allee, General- Wonnas, Wacholder- und General. Auguste- Bittoria- Allee, General- Wonnas, Wacholder- und GeneralBarby- Straße umgebenen Baublods zu ermöglichen, wurde dem Berfauf eines darin liegenden Grundstücks zugestimmt. Da auf dem Grundstück sich zurzeit ein Schulgarten befindet, stellte unsere Fraftion die Bedingung, der Schule vorher ein geeignetes Grundstück zur Berfügung zu stellen, was angenommen wurde. Nach der Berteilung der dem Bezirk für das Jahr 1927 noch zur Berfügung stehenden Borbehaltsmittel erhalten z. B. einige Bolfsschulen neue Bänke, Stadt, Schüler und Lehrerbüchereien neue Bücher, die Kinderheime neue, den hygienischen Ansprüchen genügende Liegestühle, der Sportplag in Reinickendorf Best eine Berbesserung und Erweiterung des Wasserrohrnenes zur Erhaltung der Anlagen und der Weg durch die Anlagen von der Hauptstraße zum Bahnhof in Reinickendorf Dit einen 2 Meter breiten Mofaifftreifen. Nationalistischer Bilderstürmer. In der letzten Bezirksversammlung von Schöneberg stand ein Antrog der sozialdemokratischen Fraktion zur Behandlung, morin die Beschaffung von Bildern des 1. Reidspräsidenten Ebert für die Schulen verlangt wird. Genosse Fritsch begründete furz den Antrag. Der deutschnationale Graftionsvorsitzende, der Stadtverordnete Merfel, verlangte namentliche Abstimmung, um die Deutsche Boltspartei in Schwierigkeiten zu bringen. Prompt erhob sich der Boltsparteiler Dr. Teufer, um zu erklären, daß dem sozialdemokratischen Antrage jede zeitgemäße Begründung fehle und nur als Wahlantrag anzusehen sei, die Boltspartei lehne den Antrag ab. Die KPD.- Mannen hatten schon vor der Abstimmung den Saal fluchtartig verlassen. Deutschnationale, Bolfspartei und Wirt schaftler einschließlich der deutsánationalen Beamten und Bezirts. verordneten Loose und. Binder stimmten den Antrag nieder, Schöneberg war mal wieder gerettet." Der Aufstellung eines Ehrenmals für die Gefallenen des Eisenbahnregiments stimmte die Bersammlung zu. Genoffe Buth verlangte Ausschußberatung, um die Plazfrage zu flären. Die Versammlung lehnte ab. Einstimmig wurde der Erweiterungsbau der Schule Linden hof zugestimmt. Ebenso wurde dem Bauplag für die Fontane Schule im Südgelände zugestimmt. 2. Bezirf- Tiergarten. Im Bezirk Tiergarten wurde eine Borlage des Bezirksamtes beraten, nach der die Fürsorgegebiete der allgemeinen Wohlfahrt, Kleinrentner, Sozialrentner- und Erwerbslosenbeihilfe zusammen. Verlangen Sie Sonder- Angebot Wasch Maschinen aller Système Wäsche Rollen A Auch bis zu 18 Monatsraten Raddatz& Co Berlin, Leipziger Str. 122-123 Bei Gicht,| Jschias, Nerven- u. Kopfschmerz, Rheuma, Grippe Erkältungskrankheiten haben sich Togal- Tabletten hervorragend bewährt Ein Versuch überzeugt! L- Juergens am Alexanderplat Kontor-, Schreib-, Zelchenbedarf, Kontobücher, Karteien Jetzt Neue Königstr. erste Ecke links Togal Unschädlich für Mogen und Herz Über 3000 Arzles bestätigen die hervorragende Wirkung des Tegal. 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Ueber das Schicksal, dem der Dringliteits= antrag der Sozialdemokraten verfiel, der die Bezirksversammlung ersucht, einer neuen Linienführung der U- Bahn nach Zehlendorf West zuzustimmen, haben wir fchon im Abend" berichtet. Der Antrag gelangte infolge des Widerspruchs der Deutschynationalen und der Bolkspartei gar nicht zur Berhandlung. Seinerzeit waren besonders die nationalen Streife von Wannsee und Nikolasjee erfreut darüber, daß die Deutsche Bersuchsanstalt für Handfeuerwaffen nach Wannsee verlegt werden sollte. Nun ist die Anstalt in Wannsee, nun wird täglich von früh bis spät luftig geübt, gefnallt und geballert und nun ist es den Nationalen auch wieder nicht recht. Sie fönnen das Knallen nicht mehr aushalten und wandten sich an das Bezirksamt um Abhilfe, die der Bürgermeister Schumacher nach besten Kräften versprach Er mies aber darauf hin, daß die Verfuchsanstalt eine wissenschaftliche Anstalt von internationalem Ruf ist, der man die Möglichkeit lassen müsse, ihre Versuche weiter anzustellen. Ein magerer Troft für die gequälten Nerven der Wannseer. In biefem Jahre hat sich die warme Sommermitterung frühzeitig eingestellt, und die Sommerfation ist schon in den erfien Tagen des Monats Mai voll sur Entfaltung gelommen, Bon der eleganten. Demenpelt werden daher schon jest bie Modelle für den Sochfommer perlangt. Die Firma Wertheim trägt biefem Berlangen in ihrem Domen- Maßsalon voll und ganz Rechnung. In einer Mode norführung wurden einem geladenen Bublifum die neuesten Modeschöpfungen gezeigt. Die Ateliers ber firma haben, wie diese mit Beifall aufgenommene Borführung zeigte, filr ben Sport, Straße, Nachmittag und Abend eine reiche Auswahl fchöner Mabelle gefchaffen. Die gezeigten Mobelle zeugen non der bohen Leiftungsfähigkeit dieses Sauses, das in feinen modischen Schöpfungen au ben verwöhnteffen Ansprüchen gerecht wird. Sie fehen je fo flecht aus! Bie oft hören Sie diefen erftaunten oder bedauernden Ausruf. Bas ist die Ursache? Schlechter Stoffwechsel fchlechtes Blut oft die ersten Anlässe ernsterer Krankheiten, wie Rheuria, Gicht Jsdias, Darm-, Nieren- und Blasenleiden. Wollen Sie frifd) aussehen und Träftig an Rörner und Nerven bleiben, befreien Sie Shr Blut von Giftstoffen mit Reichels Bacholder- Extraft, dem wirtiamen Blutreinigungsmittel. In Apotheken und Drogerien erhältlich, aber verbürgt nur in Originalfüllungen mit Marke Medico und Firma Otto Reichel, Berlin 60., Eisenbahnstr. 4. Schrebergarten und Garballos auf der Ausstellung Die Ernährung", Berlin. Unter den vielen Ständen in Salle III hebt fich u. a. ein recht anheimeinder Fleiner Schrebergarten der Firma Friedrich Sauer, G. m. b. S., Gotha, hervor. Ein Riesengärballon, mit gärendem Fruchtsaft gefüllt. heherrscht das freundlich einlabende Gärtchen. Man sieht hier, daß frifches Obst und Beeren auch zur Serstellung billiger Bausgetränke dienen tönnen. Die Firma Gouer mill mit diefem Ausstellungsstand zeigen, daß man mittels ihrer Bierla- Erodenweinund wohlsmedende Saustriinte felbst herzustellen vermag. befe fich ohne sonderliche Mühe und Rosten im eigenen Saushalt betömmliche GEGEN Haemorrhoiden Salbe DAS VON DER ÄRZTLICHEN WISSENSCHAFT ANERKANNTE RM 1.75 Zäpfchen RM.2.65 Posterisan Jn den Apotheken erhältlich welche enormen Vorteile wir Iẞnen Überzeugen Sie sich selbst nen dure unser elgenes Derkaufssystem bieten. Wir gewähren Ihnen bei einer Anzahlung je nach Höhe der Kaufsumme für den Restbetrag einen mehrmonatlichen Kredit. 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Die Steigerung?» zahlen, die nach den Indexziffern der Produktion für die Grund- p o f f industrien eine etwa 20prozentig«, für die verarbeiten. den Industrien«ine etwa ZOprozentige Produktionserhöhung auswiesen, werden durch die einzelnen jetzt in den Geschäftsberichten der großen Firmen und in Verband eftatistiken gegebenen Angaben über die Absatzentwicklung vielfach noch weit übertroffen. Ein völlig exaktes Vild über die Absatzentwicklung können freilich diese Einzelangaben nicht vermitteln, da noch zahlreiche Wirtfchafts- zweige sich vor der iBeröffentlichung ihrer Absatzzahlen scheuen. Für die wichtigsten deutschen Industriezweige kann man jedoch bereits eine Uebersicht über die Umsatzsteigerung geben. Inlandsabsatz des Vers- twir»(Braunkohle auf Steinkohle umgerechn.) Wa'zwerlsabsatz... ZNafchinenabfatz... Siek raindustrie-Absatz. nick den llmsatizlffkrn der wie ATD. Berqmannl C' emi'che Industrie.. frieWStzt«ach Anaaden der hiervon: Stickstoff-In- landsabsatz... Kunftseive.... Zemcat...... ZZaumwovspinnerei.. Aiessinqiirdustrie... Porzellanindustrie... Die llmsatzsteigerung betrug: lSZ? 1926 129 Mill. t 10,3. t 2. t 148 Mill. t 12,8. t 2,6. t großen Tlevrlzitits-Gefellschaften Z.> Dann ist da das Matritelanll. Was immer im Bezirk — an Geburten. Ehen und Todesfällen vorkommt, muß alle, eingetragen werden. Wer, dies wirklich durchführen, ist beileibe nicht so einfach, wie man voraussetzen würde. Denn wieviel Menschen gibt es. zum Beispiel, die nicht hier gekoren find und ihre Geburtsscheine dennoch bei un« finden wollen! Es gibt auch kompliziertere Fälle. Es kommt vor. stellenweise, daß ein innenamtlicher Zusammenstoß zwischen dem Militärarzt und dem Tierarzt erfolgt. In solchen spezifischen Fällen muß natürlich ich dazwischen treten.. .Herr Vorsteher weiden vielleicht von zu viel Sellen in An- spruch genommen.. Er sah mll tteser Mllerkeit aus seine Schuhe: „Das ist nicht zu leugnen! Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Denn da find die verschiedenen Ressorts! Ich muß mich zu den Bauplänen des Dezirksingenieurs genau so äußern, wie, nehmen wir an, zur Erteilung von Gewerbeberechtigungen. Und man muß von jedem Ressort etwas verstehen. Wenn man nur«ine Ahnmtg davon hat. das genügt nicht. Man muß etwas oerstehen, Herr Redakteur! Und dann, wie beschäftigt der Tierarzt ist? Wenn er den Kopf aus seinem Bureau steckt, wird er vor der Türe wenig- stens 60 Hunde finden, samt ihren Herren. Manchmal auch 80. die Hunde benötigen Marken, da sie sonst vom Hundesönger ge- ichnappt werden. Aber auch das ergibt keine so einfache Lösung. Der Tierarzt muß von jedem einzelnen Köter das National« auf- nehmen und außerdem feststellen, od der Eigentümer des Hundes«in echter Hundoeigentümer ist... Aber wozu darüber sprechen?" „Sie haben recht. Herr Dorsteher." „Pardon, noch etwas! Ich geniere mich fast, aber wenn wir schon dabei sind, will ich es Ihnen sagen. Der Tierarzt erhält für jeden Hund zwei, sage: zwei Kronen Honorar. Nicht in Gold, bitte sehr... in Papier! Was sagen Sic dazu, Herr Redakteur?" „Es ist wellig..." .Meivig?! Es ist schandbar! Mehr als Destruktion! Volsche- wisierung! Das sage ich natürlich nur oertraulich Denn es ist etwas anderes, wenn ein Vorsteher unter vier Augen etwas sagt, oder wenn er sich offiziell äußert. Um es nicht zu vergessen, da ist noch das Ressort für Arutenangelegenhellen. Vor diesem Ressort stehen an jedem Vormittag so viel hungrige Gestallen herum, daß man aus ihrer Zahl innerhalb eines Monats drei Armeekorps ausstellen könnt5 Ich sage mehr! Wenn man ihnen Gewehre in die Hände gäbe, könnte man mit diesen Armenformationen innerhalb von vier- zehn Tagen die alten Grenzen zurückerobern. So viele sind es, mein Herr!" Er blieb stehen, schnaufte. Er zog sein Taschentuch hervor und begann, damit seinen Hinterkopf zu reiben. Ich schwieg. So verstrich ein« kleine Paus«. ver Herr Dorsteher schnaufte«in zwelles Mal: .Haben Sie mich verstanden. Herr Redakteur?" .Hch habe Sie verstanden. Herr Vorsteher." Er machte unerwartet eine hastig« Bewegung, während auf seinem Gesicht heftiger Zorn sichtbar wurde: „Sie haben mich nicht verstanden! Ich red« hier nur: Das Wort aber ist wie«in« Seifenblase. Eines ist unleugbar: Di« Arbeit schrittet vorwärts, die Mül�e rattert. Aber wenn ich hier nur vor Ihnen agier« werden Sie sich. Herr Redakteur, niemals«inen Be- griff davon machen können, was hier in den einzelnen Zimmern bzw. Ressorts oorgehtl Umsonst seh« ich vor meinen inneren Augen die von edlem Schwung zitternden Federhalter der Rechnungskulis..■ Lassen wir das. bllte, sie sind Kulis, die Armen... Ich kann Ihnen hier vom Matrikelresiort. vom milllärärztlichen Ressort, den Steuer- bemessungs- und Zlrmenressorts, von der übermenschlich«, Selbstaus- Opferung des Tierarztes erzählen... Ich würde Ihnen urnjonst erklären, daß der komplizierte Gesamtmechanismus, beziehungsweise sein« Fäden, in meine Hände zusammenlaufen... Das sind Worte, Herr Redakteur... Man muß sehen, was hier vorgeht!" Er faßte wich plötzlich bei den Schullern und zog mich mit sich. Während er mich durch das daneben liegende Zimmer schleppte, waren seine Gesichtszüge von Schmerz verzerrt: .Las sind die wahren Helden, nicht sen«, die auf den Kriegs- fchauplätzen herumgeschossen haben und dafür freie Zulage und freie Kost erhieltenl Das sind die Helden! Und ich würde, wenn es von mir abhinge, sie alle zu Rittern schlagen! Wozu aber deklamier« ich hier? Das Wort ist Schaum, lassen wir die Taten sprechen! Seien Sie selbst Zeuge, mein Herr, von ollem, was hier vorgeht!" Er öffnet« mll einem Ruck die Tür des Nebenziminer« und schob mich vor sich in den Raum. Ich stand erstaunt in der offenen Türe. Ich glaube, daß der Herr Borsteher hinter meinem Rücken rückwärts taumelte. Was ich sah, kam so unerwartet, daß ich nicht fähig war, mich umzublicken. Denn Im Zimmer, das sich meinen Blicken öffnete,— wahrscheinlich war es das Ressort Nummer 1,— sah ich drei Menschen. Zwei kauerten aus dem Boden und der erste rollte eben mit dem Daumen etwas vor sich hin. Besser, er stieß es vorwärts. Der Dritt« stand absells und beobachtete mit schiefer Kopfhattung die beiden anderen. Er beobachtet« sie mit solchem Genuß, daß man das gar nicht erzählen kann. Sie spielten Murmel. Eine Pflanze, die aus dem Kops steht. Die seltsame Erscheinung einer sozusagen auf dem Kops stehende Pflanze kann man an einer in Japan«inheimischen Orchidee Sarcochilus japanicus beobachten. Diese Orchidee, die als Ueberpflanze sowohl aus der japanischen Zypresse als auch aus einer Tanne vorkommt, befestigt ihre Lust- I wurzeln stets an der Rinde des betreffenden Baumes: statt aber nach oben zu wachsen, richtet sich die Pflanze in ihrem Sprossen. wacksium nach unten und hängt somll in senkrechter Lage mit ihrem Schcitclteil vom Baumstamm herab. Glefchzellig ober wachsen die Wurzeln, die sich der Baumrinde so fest anlegen, daß sie wie mit ihr verwachsen scheinen, nach oben und seitwärts. Wenn man dies« Orchidee betrachtet, sieht es also tatsächlich so aus, als ob sie auf dem Kops stünde. Eine Erklärung dieses eixenartige» umgekehrten Wachstums, dos Prof. Molisch beodachtet hat, konnte bisher noch nicht gegeben werden, zumat da diese Art von Ueberpslanzen sehr langsam mächst und eine genaue Beobachtmig des Wachstums von der Keimung an nicht möglich war. An der gleichen Pflanze ließ sich noch«ins andere eigentümliche Erscheinung wahrnehmen. Die sehr kleinen Samen der Orchidee sind zwischen feine Härchen einge- bettet, die äußerst seucktigkeitsempfinMich sind. Solang« die sie um- gebende Lust trocken ist, sind diese Härchen dicht, wie unentwinrbor ineinander verschlungen, wobei sie auch die Samen umhüllen. Sobald die Luft feucht wird oder man die Same» in Wasser bringt, geht mit den Härchen eine merkwürdige Veränderung vor sich. Plötzlich fangen sie an. sich zu entwirren und auszustrecken,„als ab man einen Haufen von lebenden, durch- und aufeinander kriechenden Würmern vor sich bötte". Dieses Ausstrecken der Härchen hat aber einen wichtigen Zweck. Durch die Beweaungen werden jetzt die Samen fort- aeschteudert und jo verbreitet, da sie an beiden Enden mit Luit gefüllt sind. Es handelt sich hier jedenfalls um eine ungemein zweckmäßig« Art, die winzigkleinen Samen rasch und sicher von der Pflanz« ««gzubefördern. vie kleinste Schreibmaschine. In einer der letzten Sitzung«» der Londoner„Mikroskopischen Gesellschaft" wurde«in Wunderwerk der Feinmechanik vorgeführt, nämlich ein« kaum faustgroße Schreib- moschine ganz aus Gold gearbollet. Diese Schreibiriaschiiie schreibt eine mllroskopisch kleine Schrift, die Schrift selbst stellt ein Diamant- st! st her, und den Buchstaben ist nur durch ein starkes Mikroskop beizukommen. Mit diesem zarten Instrument läßt sich, nach den ?lngaben in der englischen Presse, ein großer Roman, wl« Walter Scotts.Hoanhoe". auf 3'b Quadratzentiineter schreiben. TIETZ Billige 100 Besonders billig! Hawaiebensmittel Ananas 105 Leipziger Strasse* Alexanderplatz* Frankfurter Allee Belle- Alliance- Strasse* Brunnenstrasse Kotibuser Damm* Andreasstrasse* Chausseestrasse Mengenabgabe vorbehalten. Vorkauf soweit Vorrat. Rolonialnoonenn Deutscher Frisches Fleisch Kalbskamin ohne Bellage........ Pfund 72Pt. Kalbsgierenbraten ohne Bellage... Pfund 80Pt. Kalbskoule bis 9 Pfund schwer, und Blatt, Pfund 85Pf. Pa. 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Mai verstarb unser langjähriges Vorstandsmitglied, Herr Georg Budde Der Verstorbene war eins der eifrigsten Mitglieder unseres Vorstandes und nahm sowohl die Interessen der Kasse wie auch der Versicherten wahr. Seine Tätigkeit war vorbildlich. Wir danken unserem Freunde für seine mehr als 25 jährige ehrenamtliche Tätigkeit. Allgemeine Ortskrankenkasse Berlin- Lichtenberg Der Vorstand Der Ausschuß G. Tegel O. Beikel Die Einäscherung findet am Sonnabend, dem 12. Mai, mittags 12, Uhr, im Krematorium in Baumschulenweg statt. Schuhwaren zu Kassenpreisen auf Kredit! Abzahlung Orginal- Boojcarwelt mit Kreppsohle M. 20.50 wöchentlich RM. 1R Lido- Sandalette la Ausführung Leder, randgenäht M. 10.90 Mobel Waren- Kredithaus Liebermann Hackescher Markt 1 1 Min vom Bhf. Börse Am 9. Mai 1928 verschieb nach langem, fchwerem Leiden das Bor standsmitglied Herr Georg Budde Wir verlieren in dem Dahingeichte denen einen aufrichtigen Freund, der immer bemüht war, die Sutereffen ber Angestellten in gerechter Betse zu vertreten. Sein Andenken werden wir fets in Chren halten. Die Angestellten der Allgemeinen Ortskrankenkasse Berlin- Lichtenberg Nach fuzzem, schwerem Rantenlager verschieb unfere liebe Tochter Gretchen Gustav u. Martha Milkuschütz Die Einäscherung findet Sonnabend nachmittag 7, Uhr im Krematorium Baumschulenweg ftatt. Dantjagung. Für die große Beteiligung bei der Einäfcherung meines lieben Mannes, Baters und Großvaters Gustav Klatt fagen wir allen Genoffen und Ge nofinnen uniern tiefgefühlten Dant. Blisabeth Klatt, Ww. und die trauernden Hinterbliebenen Auf Deutscher Metallarbeiter- Verband Todesanzeige Den Mitgliedern zur Nachricht, baß unser Rollege, ber Former Emil Prüfer am 8. Mai gestorben ift. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung finde am Sonnabend, dem 12 Mai 1928, 16 Uhr, im Rrematorium Gerichtstraße statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Die Ortsverwaltung Verkäufe Beißhaus Morigplak 58a. Berkauf von Kavalier- Garderobe, Sadett rad, Emotinganzüge, Gabar. teils auf Geide, Fahrräder. Fahrräder, gebrauchte, Mart 15dinemäntel, Bauchanzüge, für jebe Figur 20, 25,-, 35,-. Neue Tourenräder paffend Extra- Angebote für neue Gar- mit Torpedofreilauf, prima Bereifung berobe. Belajaden 50 Belamäntel tomplett mit Dynamolampe, 5 Jahre 95 Sportpelae 85,-. Gebpelze 100. Garantie, Mart 68,-. Fahrradrahmen Reine Lombardware! 17, 19, 22, 25,-. Laufmäntel Continental- Dunlop Benig getragene, tells auf Geide ge- 2,25, 2,50, 3, arbeitete, erfttfaffige Jadettanzüge, Frad. Prima 4. Luftschläuche 0,85, 1, anzüge, Smokinganzige, Gehrodanzüge, 1,50. Ernst Machnow, größtes FahrradSommerpanetots, Gabardinemäntel, haus Deutschlands, Weinmeisterstr. 14. Bauchanzüge, fir tebe Figur paffend, Geringe Teilzahlung. 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Beilage des Vorwärts für Groß- Berlin ftets an bas Bezirksjefretariat 2. Hof, 2 Erep. rets, au richten 7. Rreis Charlottenburg. Barteigenoffen zum Abschreiben der Bählerliften melben fich heute 17 Uhr im Rathaus Charlottenburg im großen Feß. faal beim Genoffen Rabloff. 9. Areis Bilmersborf. Achtung, Abteilungsleiter! Die Hanbzettel und Platate für die Wählerfundgebung am 15. Mai find von Rroihs, Solsteinische Str. 60, abzuholen. 20198 Freitag, 11. Mai 1928 Deffentl. Wählerversammlungen AW Heute, Freitag, 11. Mai. Wedding. Bharusfäle, Müllerstraße 142. Redner Bürgermeister Baul Mieliz. Paßenhofer, Chauffeestraße 64. Redner Dr. Kurt Löwenstein M. d. R. Schulaula, Grünthaler Straße 5. Red nerin Stadtverordnete Dr. Käte Frankenthal. Mariendorf:„ Der Kreuzzug des Beibes in den Mariendorfer Lichtspielen, Friedrichshain. 18 Uhr Treffpunkt zum Werbeumzug in der 13. Areis Sempelhof. Sonntag, 13. Mai, Filmoorführung der 86. Abteilung Chauffeeftr. 305. Bortragender Dr. Julius Mofes, M. b. A. Beginn 12 Uhr. Rarten au 30 Bf. find zu haben bei allen Funktionären. Heute, Freitag, 11. mai. 24. Abt. 18 Uhr Treffpunkt zum Umzug vor dem Bezirksamt, Danziger Straße 64, mit Fahnen, Blataten und allen Transparenten. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Reiner darf fehlen. 25. Abt. 18 Uhr am Bezirksamt, Danziger Str. 64, Treffpunkt arm Berbe. umzug. Jedes Mitglied hat die Pflicht, daran teilzunehmen. 33. Abt. Treffpunkt zum Werbeumzug 18% Uhr Straße am Oftbahnhof. Fahnen und Transparente mitnehmen. Große Werbeplatates für die Ballone us find vorrätig im 2otal Lojad, Beymefir, 8. 34. Abt. 18 Uhr Treffpunkt aur Demonftration Comeniusplat( Sandlasten). Wir erwarten rege Beteiligung. 38. Abt. Treffpnalt fämtlicher Genoffinnen und Genoffen 183 he am Rüftriner Blag, Heumarkt, zum Berbenmaug. Niemand barf fehlen. Straße Am Ostbahnhof.- Abmarsch pünktlich um 19 Uhr nach dem Landsberger Plaz, unter Mitwirtung der Sozialistischen Arbeiterjugend und des Reichsbanners. Redner Bezirksverordneter Karl Litte. Prenzlauer Berg. Treffpunkt zum Werbeumzug 18% 1hr Brenzlauer Allee Ede Danziger Straße. Dauer 1 bis 1% Stunden. Zitte. 7. Abflg. 19% Uhr in Cornis Festsälen, Gartenstraße 6. Achtung! Um 18% Uhr Treffpunkt zum Werbeumzug BoyenStraße Ecte Scharnhorststraße. Redner Gertrud Hanna, M. d. L. und Albert Faltenberg. Schöneberg. 20 Uhr in der Uhlandschule, Kolonnenstraße 22/23. Redner Siegfried Aufhäuser, M. d. R., Stadtverordnete Minna Lodenhagen. 101. bt. Treptow. Alle Genoffinuen und Genoffen beteiligen fich heute Treptow. 19% Uhr bei Irmer, Am Treptower Part 27, Borfüh. rung des Wahlfilms„ Dein Schicksal". Redner Otto Meier, 19% Uhr an der Filmveranstaltung im Lotal 3rmer, Am Treptower Part 27. Conntag, 13. Mai, Kreisveranstaltung. Treffpunkt zum Umzug 14 Uhr Bahnhof Grünay. Reiner darf fehlen. M. d. L. 125. Abt. Weißenfee. Schreibgewandte Genoſſinnen und Genoffen treffen fich Köpenid. 19% Uhr im großen Saal des Stadttheaters, Friedrich zum Abschreiben der Wählerlisten Sonnabend, 12. Mai, 15 Uhr, und Gonntag, 13. Mai, 8 Uhr, im großen Sigungsfaal des Rathauses, Albertinenftr. 6. Diejenigen Genoffen, die schon am Gonnabend früh fchreiben wollen, melden fich im Wahlamit, Bimmer 5 des Rathauses, bei Herbst. Sonntag, 13. Mai, 14% Uhr, im Lolal Runn Südwest- Afrikaner", Sichten. berger Str. 12, treffen fich alle Mitglieder zum Abmarich nach Malcom unter Borantritt der Reichsbannerkapelle. Heinersdorf. Sämtliche Mitglieder wollen fich fofort das Wahlmaterial unb die Flugblätter von Lößner, Reukirchstr. 55, abholen, doux Morgen, Sonnabend, 12. Mai. Azadi 9. Abt. Alle Mitglieder treffen sich zur Flugblattverbreitung um 18 the und Connieg 9 Uhr bei Hibner, Wilsnader Str. 34. 24. Abt. 2. Gruppe ab 17 Uhr Flugblattverbreitung bei Bogel, Sabtonfti. ftraße 9. 37. Abt. 18 Uhr Flugblattverbreitung bei Pfeiffer, Sansburgstr. 2, mmb Waschle, Matternstr. 14. Wir ermatten vollzähliges Erscheinen. 41. att straße 6. Redner Marie Kunert, M. d. L. und Lorenz Breunig. Rezitationen, Aufführung des Wahlfilms, Dein Schicksal" unter Mitwirtung des Deutschen Musiler- Verbandes. Eintritt frei! Schmargendorf. 19% Uhr im Schüßenhaus, Hundefehlestraße. Redner Pfarrer August Bleier. Lichtenrade. 19% Uhr im Lotal Stiefer, Am Dorfteich. Redner Eduard Zachert, M. d. L Dahlem. 19% Uhr bei Schilling, Königin- Luife- Straße. Rebner Wilhelm Landa. Blesdorf. 20 Uhr in den Schillerfälen, Königstraße 120. Redner Dr. Otto Friedländer. 41. Abt. 18 hr tritt bie Abteilung geſchloſſen zum Umzug auf der Fontane Vorträge, Vereine und Versammlungen. promenade an 47. Abt. 17 Uhr pünktlich omarsch zum Umzug von Siedentopf, Mustauer Straße 35. 53. Abt. Charlottenburg. 1. Bis 8. Bezirk: Treffpunkt in Werktagstielbung nilnttlich 17 Uhr zum Werbeumzug bei Lug, Huttenste, 26. 85. Abt. Tempelhof. Alle Genoffinnen und Genossen beteiligen fich restlos an dem Werbeumzug des Kreises, 86. Abt. Mariendorf. Alle Mitglieder beteiligen fich an dem Werbeumzug der Tempelhofer Genossen durch Tempelhof und Nord- Tempelhof. Treffpunkt 18 Uhr Berber, Ede Friedrich- Wilhelm- Straße.. 102. Abt. Banmsdulenweg. Bon 17 bis 18 Uhr allgemeine Flugblattverbreitung nom Lokal Saß aus. Anschließend daran, um 6 Uhr, Werbeaktion ber Partei anläßlich des Ummarsches und des Bagkonzertes des Reichsbanners. Am Sonntag, 13. Mat, tritt die Organisation um 1 Uhr am Bahnhof Baumschulenweg mit Banner an, aweds Fahrt nach Grünau zur dortigen Areisveranstaltung. Seftiole Beteiligung der Mitgliedschaft wird erwartet. 107. Abt. Wallenberg- Alt- Glienide. 18 Uhr Treffpunkt zur Flugblattverbreitung im alten Juganbheim in Faltenberg, in Alt- Glienice bei Robian. 108. 6. Röpenid. 18 Uhr Flugblattverbreitung für Stieg, Alt und Röllnische Vorftabt: Schloßftr. 27, 1 Er; Dammoorftabt: 2otal Ostar Schulz, Bahnhofftr. 34. 119, bt. Sitenberg. 18 Uhr bel Bark, Mollendorfftr. 43, Ede Rittergut frage, Flugblettverbreitung. Alle Genoffen müssen erscheinen. 131. Abt. Rieberschönhausen. Achtung! Das Bautsprecherauto ist am Sonn abenb ab 14 Uhr am Friedensvlak. Alle Genoffinnen und Genossen werden gebeten, fich um 14 Uhr am Friedensplak bestimmt einzufinden. 139 Hbt. Tegel, Freie Scholle 20 Uhr im Botal Schollenteng Mitglieber bersammling. Bortrag: Die Auswirkung der deutschen Wahlen auf das Ausland. Referent Dr. Serbert Weichmann. Alle Gensffinnen Geo noffen müffen bestimmt erscheinen, da wichtige Angelegenheiten zu e Iebigen find. Frauenveranstaltungen. 7. Rreis Charlottenburg. Sonntag, 13. mai, 18 Uhr, im Ebenpalaft, Char An Tottenburg, Raiser- Friedrich- Str. 24, Sausangestelltenveranstaltung. Sprache der Genoffin Luise Rählez, M. 5. 2., außerdem Mufit, Rezitationen, Tang Cinfritt frei! 14. Areis Neuföllu. Alle Genoffinnen treffen sich am Sonnabenb, 12. Mai, 17 Uhr, in ber Spedition Redarftr. 2 aur Wahlpropaganda. Jebe b teilung muß vertreten fein. Es ist Pflicht jeder Genoffin, sich an der Propaganda zu beteiligen. 101. Abt. Treptow. Die Funktionärinnen werben gebeten, Sonnabend, 12. Mai, 18 Uhr, zu einer kurzen Besprechung in die Borwärts"-Spebi tion Graegftr. 50, au tommen. Es handelt sich um die Berteilung der Sandzettel für die Betriebsveranstaltung am Mittwoch, 16. Mai, Jundfozialisten. Gruppe Güden: Seite, Freitag, Beteiligung an der Jungwählerversamm Tung in Reullin. Der Gruppenabend fällt aus. Sonntag, 13. Mai, Fahrt nad) Bernau- Sellfee. Treffpunkt Connabend 15 Uhr und 17 Uhr, Nachzugler Sonntag 7 Uhr Stettiner Vorortbahnhof. Freitag, 18. Mai, Dordite, 11, Borttag: Gboat unb Revolution"( Arbeitsgemeinschaft). Gruppe Schöne berg: Sente, Freitag, beteiligen wir uns an der Wahlverfammlung in der Uhland- Schule, Rolonnenftr. 22-23. Gruppe Webbing- Gesundbrunnen: Det Bortragsabend fällt heute aus. Wir beteiligen uns gefchloffen an der Wähler Erscheinen nerfammlung 19% Uhr in der Schulaula Grünthaler Str. 5. bringend erforderlich, ba wichtige Besprechung wegen der Agitationsfahrt am Conntag. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei Organisation 33. Abt. Unsere Genoffin Anna Aniche, Barschauer Str. 69, ift plotlich verstorben. Die Einäscherung findet am Sonnabend, 12. mai, 18 Uhr, im Arematorium Baumschulenweg ftatt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht der Borstand. 117. st. Lichtenberg. Unser Genosse Georg Bubbe, Ranifte. 23, ift nerftorben. Ehre feinem Andenken! Einäfcherung am Sonnabend, 12. Mai, 12 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg. Um rege Beteiligung wird ge gebeten. SES Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Cinfendungen für biefe Rubrik nur an bas Jugendfefretariat Berfin GW 68, Lindenstraße 3 Achtung, Abteilungsleiter! Es müssen unbedingt, foweit noch nicht ge fchehen, die Flugblätter für bie Jungwählerversammlungen abgeholt werben. Die Maizeitungen der Arbeiter- Jugend" müssen abgerechnet werden. Adtung, Raffierer! Heute zwifchen 17 und 19 Uhr Abrechnung der Bei träge und Ausgabe des Jugend voran" und der Arbeiter- Jugend Heute, Freitag, 19% Uhr: Sentrum: Rosenthaler Borftabt: Heim Zehdenider Str. 25. Faschisurus." Heim Lanosberger Str. 50. Gruppenbesprechungen. Faltplag II: Schule Sonnenburger Str. 20.$ 218. Hohenschönhausen: Heim Freienwalder Straße 5-6." Jugend und Rirche." Norboften: Heim Danziger Str. 62 Wörther Blat: Schule Raftanienallee 81. Die Frau und der Sozialismus." Chat Schöneberg I: Seim Sauptstr. 15. 2öns- Abend. Seguelle Fragen." Baum lottenburg: Heim Rosinenftr. 4. Jugendtreffen und Sugendtage." Barum Burschen und Mäbel gemeinsam?" Schulenweg: Seim Ernftstr. 16. Mieberschoneweide: Gaule Berliner Str. 81. Politisch- satirischer Abend. Keeptom: Heim Elfenstr. 3. Die Bebeutung ber Wahl für bie Arbeiter. Berliner jugend." Friedrichsfelbe: Heim Schloß, Ede Berliner Straße. Hunor, Cabweften: Treffpunkt 18% Uhr zur Sauspropaganda Belle- Alliance BRAS( Friebensläufe). Arfonaplah: Seim Elisabethkirchftr. 19, 2. Eingang. Mitgliederversammlung. Anschließend Bunter Abend. Erscheinen ift Bflight, Stralauer Tor unb Biertel: Bir nehmen gefchloffen an der Demonstration teil. Treffpunkt stehe unter Berbebegirl Werbebezir! Diten: Große Wahlbemonstration. Treffpunkt 18% Uhr D bahnhof. Fahnen mitbringen. Die Radfahrer treffen fich 18% Uhr nor bem Seim Litauer Straße. Reftiofe Beteiligung with erwartet. Alle Gruppentabende fallen aus. Werbebegie Schäneberg: Alle Gruppen, die an der Hof und Straßenpropa ganda teilnehmen, milffen 20 Uhr im Seim Sauptstr. 15 erfcheinen. Werbebezirk Reutolla: Zur Jungwählerkundgebung treffen fich alle Mitglieder pünktlich 19 Uhr Saalbau Bergstraße. Restlose Beteiligung ist Pflicht. Jungwählerkundgebung: Thema:„ Jungwähler! Wohin gehörst du?" Beute, Freitag, 11. Mai, im Stabtifchen Coalban, Renton, Bergftz, 147, Referenten: Clona Bohm- Soud, R. A.& Subwig Dieberich. Beginn 10% 20 Mahlsdorf. 20 Uhr im Lokal Kurland, Langestraße 9, Ede Müllerstraße. Redner Albert Schmidt- Mahlsdorf. Morgen, Sonnabend, 12. Mai. Tiergarten. S. Abflg. 18% Uhr Werbeumzug mit dem Reichsbanner mit Mufit vom Dennewißplaz aus. Erscheinen ist Pflicht. Kreuzberg. 17% Uhr Antreten zum Werbeumzug Fontanepromenade mit Mufitbegleitung. Anschließend Kundgebung unter freiem Himmel. Ansprache: Dr. Julius Mojes, M. d. R. Tempelhof. Treffpunkt zum Berbeumzug Werder, Ede Raiser- Wilhelm- Straße. Anschließend Kundgebung auf dem Alarichplatz. mil Redner: Theodor Kogur. Canfmit. 20 Uhr in der Gemeindehalle. Vorführung des Wahlfilms Dein Schicksal". Rednerin Marie Kunert, M. d. 2. Pantom. 18 Uhr Umzug mit Mufit( 2 Musikkapellen). Treffpunkt: Berliner Straße, Ede Lindenpromenade. Briz- Budow. Werbeumzug nach der Kolonie Rosenhöhe" an der Mariendorfer Allee. Dortselbst Rundgebung unter freiem Himmel. Treffpunkt aller Brizer Genossen: 19 Uhr Triftstraße, Ede Chausseestraße. Wilhelmshagen. 20 Uhr im Lotal Wilhelmshof. Am Bahnhof. Faltenberg bei Weißenfee. 19% Uhr im Lokal Meyer. Redner Buch. 20 Uhr Lofal Göppert, Am Bahnhof. Teilnahme aller MitAugust Niemann. glieder ist Pflicht. Kaulsdorf- Süd. 19% Uhr in der Schule, Ulmenstraße. Redner Stadtverordneter Hermann Lempert. Biesdorf- Süd. 19% Uhr bei Dick, Köpenider Straße. Rednerin Luise Kähler, M. d. 2. Clabow a. d. Havel. 20 Uhr im Lotal Baumann. Redner Hans Bauer. Staaten. 20 Uhr im Lofal Müller, Spandauer Straße. Redner Stadtverordneter Adolph Hoffmann Fadelzug. Männer und Frauen, erscheint in Maffen! Vorträge, Vereine und Versammlungen. en alle beſtfreien Rameraben auf dem Tief. 99 En Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefäftstelle: Berlin G. 14, Sebastianfte. 37/38, Sof 2 Te. Ganvorstand. Die Brandenburg- Fahrer haben sich sofort bei ihren Ramerabschaftsführern zu melden. Meldungen der Berliner Orts Dereine haben unverzüglich an den Gau und an den Ortsverein Brandenburg au erfolgen. Freitag, 11. Mai. Treptow( Kameradschaft): 18% Uhr Antreten sämtlicher attiven Rameraden zum Saalschutz bei der SPD. an der Vorwärts". Spedition Graeßftr. 50. Röpenid: Die Sportabteilung übt an diesem Freitag noch in der Turnhalle Amtsstraße. Connabend, 12. Mai. Ziergarten: An treten 19 Uhr Dennewißplaz( nicht Magdeburger Plag) zum Propagandaumzug. Webbing: 17 Uhr alle dienstfreien Rameraden in Bannerkleidung bei Miller, Uferftr. 12. Lichtenberg nebst Ramerabschaften: 18 Uhr Bhf. Biesborf, Gaal schus zur SPD.- Bersammlung bei Dies, Köpenider Straße. Pantom: Ramerad fchaften Pankow- Nord und-Gild und Niederschönhausen Antreten 18 Uhr Linden promenade, Ede Berliner Straße, ohne Fahnen mit Tambourkorps. Ramerab fchaft Rarom 20 Uhr Gaalschuh in Buch zur DDP.- Bersammlung bei Göpfert, am Bahnhof. Erluer: 19 Uhr Antreten mit Tambourkorps bei Wirsing( Restau tant Waldheim) zum Marsch nach Woltersdorf( Saalfchug). Sportplay Friedrichsfelbe: Ab 15 Uhr allgemeine Uebungen. Tempelhof: 18 Uhr Antreten Tempelhof, Raiser- Wilhelm, Ede Berliner Straße, mit Spielmannszug und Fahnen. Szeptom( Ortsverein): 1. Blaptonzert in Baumschulenweg. Szeffen 18 Uhr Baumschulen, Ede Echeiblerstraße. Romames: Autofahrt nach Gilter. gog. Abfahrt pünktlich 19 Uhr vom Friedrich Ebert- Blag. Ohne Banne leibung. Sonntag, 13, Mai. Charlottenburg: Bersammlung im Ebenpalaft, Raifer- Friedrich- Straße. Ab 20 Uhr Sang. Eintritt fret. Wilmersdorf: 14 Uhr Antoeten mit Mufit und Fahnen Wartburgplay in Schöneberg. SchönebergFriebenau: 14 Uhr Abfahrt zur Wahlpropaganda vom Wartburgplak. Rex Lin- Brig, Ordnerdienst: 1. Ramterabschaft 12% Uhr Reuterplag, 2. Ramerad foeft 11% br Hohenzollernplak, 3. Ramerabfchaft 14 Uhr Schillerpromenade, 4. Rameradschaft 15% Uhr Sufeisen Brig. 10 Uhr Treffen Schüigenhaus NeuFölln Sichtenberg nebst Kamerabschaften: Propagandafahrt Strausberg amb Umgegend. Antreten 6% Uhr Bbf. Lichtenberg Friedrichsfelde, Skandinavische Straße. Abfahrt pünktlich 7 Uhr. Ohne Räder. Proviant mitnehmen. Bankow: 8 Uhr Sportler 1. und 2. Ramerabschaft bet meg, Spiel. Reinidendorf( Orts verein): 10% Uhr Antreten zur Fahrt nach Ruhlsborf- Marienwerder auf ben Gammelplägen der Kameradschaften. Abfahrt pünktlich 11 Uhr ReinickendorfRosenthal. Bernan: Saalschuh in Prenden und Laste. Abfahrt 14 Uhr Don Modisch. Rowawes: Autofahrt nach Ahrensdorf. Abfahrt pünktlich 14 Uhr Dom Friedrich- Ebert- Blag, mit Tambourforps, Bannerkleidung. Waffersport abteilung, Bug Ruberriege: Antreten pünktlich 8 Uhr Bootshaus. Regatta zwischen Bemag BBG. Reichsbanner. Anschließend Bergnügen( Klub anzug). Sämtliche Rameraben haben fich bis Sonntag, 18. Mai, beim Ram. Schlicht für bie Brandenburg- Fahrt zu melden. Bug Faltboot: Fahrt Botsdam. Treffen T he in Botsbam am Bahnhof. Sportplah Friedrichsfelde: 9b 9 Uhr Rentona- Brig, 2., 3. Rameradschaft und Jungbanner: Freitag, 11. Mai, 19 Uhr, Saalschus im Stäbtischen Saalbau, Bergfte, 147, Arbeitsgemeinschaft für Fortschuh und Naturtunbe, e. V. 64. Arfo- Wande Tung: Beteiligung an der Groß- Berliner Naturfchugrundgebung des Naturschut ringes Berlin- Brandenburg auf den Büttbergen bei Wilhelmshagen am Gonn tag, 13. Mai. Treffpunkt der Arfo 15 Uhr am Bahnhof Rahnsdorf. Freunde des märkischen Naturschutzes als Gäste willkommen, Sport. Rennen zu Karlshorst am Donnerstag, dem 10. Mai 1. Rennen. 1. 2all( Bittner), 2. Rufregia( Kreienbrink), 3. Brunus, Koto: 226: 10. Blab: 49, 15, 48: 10. Ferner liefen: tochter( Gimpl). Stephanie, Rudgrat, Lichtstrahl, Labora, Turm- Elfe. 2. Sennen 1. Stromer( Rentn. b. Gök), 2 Myron( 8. Borde), 3. Allah( Befizer). Toto: 14:10. Blak: 11, 11, 12: 10. Ferner liefen: Gourmet, Cherry Brandy, Rofen, Filanda. 3. Rennen 1. Taunus( Bismart), 2. Flamin( Murphy), 3. Ritornell ( Billi geuer). Toto: 20:10. Blat: 11, 12, 16:10. Ferner liefen: Lanz, Stivalin, Sea Lord, Helgolander. 4. Rennen. 1. Carl Ferdinand( Schniker), 2. Fateiber( St. s. Gök). 3. Kritischer Tag( Franzle). Toto: 30: 10. Plat: 23, 24: 10. Ferner lief: Mainberg. 5. Rennen 1. Herzog( Beutn. b. Göt), 2 Boros( Schniper), 3. Brandmeister( b. Borde). Toto: 51: 10. Blak: 12, 13, 12:10. Ferner liefen: Erbfertel, Daisy II, Siani, Goldjunge. 6. Rennen 1. Dpar( Bismart), 2. Rubel( Sturzawa), 3. Lobredner ( Wolff). Toto: 25: 10. Blak: 13, 17:10. Ferner liefen: Rinaldo, Mannestrene. 7. Rennen. 1. Singal II( Streng), 2. Griland( Narr), 3. Batacjon ( Murphy). Loto: 58:10. Blat: 23, 26, 30:10. 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