Ur. 275. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Gonntags- Nummer mit illustr. Sonntags: Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3.30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DeiterteichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste fir 1896 unter Nr. 7128. = Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20, fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonntag, den 24. November 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. stellt und ähnliche Zustände beleuchtet, wie sie jüngst durch| Eintritt einer Untersuchung auf Aufsichtsraths- Stellen untereinen sensationellen Prozeß aufgedeckt worden sind. Nach werfen müßten, wir sind sicher, daß jede unserer gesezBeendigung dieses Romans etwa Mitte des nächsten Spezies aufweisen könnte. So wie im Reich und im Staat Mit dem 1. Dezember eröffnen wir ein neues Abonne- Monats- werden wir mit dem Abdruck eines Original- ist's natürlich auch in der Gemeinde. Auch die unbesoldete etwa Mitte des nächsten gebenden Versammlungen eine stattliche Anzahl dieser nient auf den Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt". Die Weltlage ist so bewegt, daß sie mehr und mehr das Juteresse jedes denkenden Menschen in Anspruch nehmen muß. Die Umsturzvorlage ist zwar gefallen, allein der Umsturz von oben wird eifrigst fortgesetzt. Namentlich richten die Anstrengungen der reaktionären Parteien sich gegen das allgemeine Wahlrecht und das gleiche Recht der proletarischen und besitzenden Staatsbürger. Das deutsche Volt, die deutsche Arbeiterklasse soll politisch entrechtet werden. Und der Kampf um das allgemeine Wahlrecht, um die Rechte des Volkes muß vor allem in der Presse geführt werden. Die Presse ist die mächtigste Waffe des Volkes und diese Waffe zu stärken, ist Pflicht des Volkes. Jetzt, wo man unsere Partei o hire Ausnahme= gesez durch Majestätsbeleidigungs- Prozesse, Verurtheilungen wegen groben Unfugs u. s. w. mundtodt zu machen sucht und der Parteipreffe die Existenzbedingungen möglichst zu rauben sucht, ist es doppelt nothwendig, daß das Bolt für seine Presse eintritt. Romans aus der Gegenwart: ,, Clotilde" von Thätigkeit in der Gemeindeverwaltung kann vielfach H. W. M. von Walthausen beginnen, der in einer im Interesse kapitalistischer Aktien- Unternehmungen fruftis deutschen Residenzstadt spielt und tiefe Blicke in das Leben fizirt werden. Aktien- Gesellschaften, welche zum Beispiel der guten Gesellschaft" thun läßt. Verkehrsanlagen, Straßen- und Häuserbau, Unterbringung von städtischen Anleihen, Hypotheken- und Terraingeschäfte, Brauereien u. s. w. betreiben, können durch die Anwesenheit Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 M. für den Monat Dezember entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". Magiftrat, Stadtverordneke und Aktiengesellschaften in Berlin. ihrer Aufsichtsrathsmitglieder in städtischen Verwaltungen enorme materielle Vortheile erzielen. Die Skrupellosigkeit der Bourgeoisie in Geldsachen Geldsachen läßt läßt es zu, daß Männer Mandate für kommunale Körperschaften übernehmen, welche in direktem geschäftlichen Verkehr mit den Attien- Unternehmungen stehen, deren finanzielle Interessen sie in ihrer Eigenschaft als Tantieme beziehende Aufsichtsraths- Mitglieder zu wahren und vertreten verpflichtet sind. Da nicht anzunehmen ist, daß die an der Spiße der städtischen Regierungen stehenden Aufsichtsräthe von Aktiengesellschaften wie Papageno ein Schloß vor dem Munde tragen, so werden wir nicht fehlgreifen mit der Annahme, daß in gar manchen Fällen das Privatkapital sichere Witterung und gute Unterlagen für seine geschäftlichen und spekulativen Transaktionen besitzt. Sehr instruktiv und interessant sind die Verhältnisse in dieser Beziehung in der Reichshauptstadt, deren Bourgeoisie bekanntlich in puncto Selbstlosigkeit und Fürsorge für die ärmeren Mitbürger unübertroffen dasteht. Aus Paris kommt die Kunde, daß dem französischen Parlament eine Regierungsvorlage zugegangen ist, wonach So sagen wenigstens gewisse Herren stets, wenn sie wegen ein Bolksvertreter fernerhin nicht mehr Mitglied der Direktion ihrer ausbeutenden Verwaltungspraxis angezapft werden, oder des Aufsichtsraths von Aktienunternehmungen sein darf. Wir sehen schou, wie unsere braven freisinnig- nationalMan giebt vor, dadurch dem Panama- Schwindel den Garaus liberalen Stadtväter in tugendhafter Entrüstung sich in Die Redaktion des Vorwärts", deren Mitglieder in zu machen. In diesem Augenblick, wo das Damoklesschwert die Brust werfen und uns auf die Bestimmung der Mehrzahl jetzt gefangen oder zu schweren Gefängniß- des Arton'schen Notizbuches über den Häuptern der im der Städte- Ordnung verweisen, wonach kein Mitglied des und der strafen verurtheilt sind, wird fortfahren, ihre Schuldigkeit Parlament sigenden Panamisten" schweht, ist Aussicht vor- Magistrats Stadtverordneten- Versammlung nach besten Kräften zu thun. Sie rechnet aber auch darauf, handen, daß das Ministerium Bourgeois seine Vorlage in einer seine persönlichen Interessen berührenden Angelegen durch bringt. Aber nüßen wird ein solches Gesetz nicht, heit mitstimmen darf. Gemach Ihr Herren, nicht auf die daß die Genossen ihre Schuldigkeit thun und uner- weil die ganze bürgerliche Gesellschaft in Frankreich und cigene Stimme tommt es an, sondern darauf, daß eine Einmüdlich für die weitere Ausdehnung unseres anderswo nichts weiter als ein gewaltiges Panama" dar wirkung auf das Kollegium je privater, je intensiver Leser- und Abonnentenkreises thätig sind. stellt. Den Augiasstall der Bourgeoisie zu reinigen, dazu ist möglich ist. Angesichts der soeben vollzogenen ErgänzungsJeder neue Abonnent ist für uns und für die Partei nur der eiserne Besen des Sozialismus im ftande und so lange wahlen für die Stadtverordneten- Versammlung sowie der die heute herrschenden Gesellschaftsmächte am Ruder sind, nächstens stattfindenden Ersazwahlen für den Magistrat ein Macht zu wachs. so lange wird auch die Panamawirthschaft blühen, wachsen bringen wir zu Nutz und Frommen der Bürgerschaft zur und gedeihen. Man braucht übrigens nicht in die wilden öffentlichen Kenntniß, wer von den Berliner Stadtregenten Länder" zu gehen, um festzustellen, daß die„ chrenwerthe" gleichzeitig der Kommune als Vertreter und dem PrivatBourgeoisie ihre Stellen in der Gesetzgebung und Ver- fapital als Aufsichtsrath seine Dienste weiht. waltung dazu benutzt, um sich finanzielle Vortheile zu vers schaffen. Auch in Deutschland wird dieses Geschäft mit Eifer und Geschick betrieben, und wenn sich die Mitglieder des Reichstages und der Landtage in den Einzelstaaten bei ihrem Wir fordern daher die Genossen auf, ohne Unterlaß für die Verbreitung des Vorwärts" zu arbeiten. In unserem Feuilleton veröffentlichen wir jetzt einen in der Gegenwart spielenden, hochinteressanten Roman:" Der Berrückte", welcher die Vernichtung eines hoffnungsvollen Menschenlebens durch kirchlichen Fanatismus dar32 Ein Verrückter.( Machdr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Diese Beleidigung Gattl's regte den Förster auf. " Ich hab Vertrauen g'habt auf den Lehrer und hab's heut noch auf ihn." So?" Ja, Hochwürden, denn wenn i den Fall mensch lich betracht', wenn i die lange Verlobung, de schrecklichen Jahr Hier giebt es nur eine zulässige Betrachtung, das ist die vom Standpunkte der Moral und der Kirche! Und was Ihr Vertrauen zu dem Lehrer betrifft, so mag dies für ihn um so schmeichelhafter sein, als er über Sie schon in unverblümtester Weise geschimpft hat." Hastig wich der Sprechende einem erstaunten Blicke des Försters aus. Wann hätt der Gattl auf mich g'schimpft?" " D, in letter Zeit wohl mehr als Sie dachten! Ich erfuhr gar oft, welch irreligiöse Reden im Forsthaus geführt werden." „ Eh Sie mir net sagen, was Sie damit meinen, glaub i fei Wort," sagte Balder entschieden und suchte vergebens die Augen des Geistlichen. " Verhältniß zwischen Schule und Kirche gesagt haben?" Soll ich Ihnen aufzählen, was Sie alles über das Balder blickte betreten um sich. War es möglich, daß der Lehrer so tief sant und seinen besten Freund verrieth, wenn dieser ihm beistimmte zu den endlosen Klagen über die unwürdige Vergewaltigung? War Gattl schon so verächtlich? Nein und tausendmal nein! Man hat den armen Teufel so erniedrigt und zusammengebrochen, daß er aus Angst und Verzweiflung zum sinnlosen Denunzianten wurde, der nicht mehr wußte was er redete, und für ein Beifallslächeln seines Pfaffen den letzten Funken seines Charakters verkaufte. Also bis dahin hatte man den Beklagenswerthen glücklich gebracht! Der Förster war aufs tiefste erschüttert und vergaß beinahe, warum er gekommen war. Wir heben diejenigen Gesellschaften, welche nach unserer Meinung mit der Stadt in geschäftlichen Be ziehungen stehen oder dazu gelangen können, unter Angabe der Gründe durch stärkeren Druck hervor. Ehre, dem Thre als Gattl ein enttäuschtes Gesicht machte. Warten' s mir, Herr Lehrer, er kommt scho noch der große Briaf mit' n amtlichen Siegel!" Für diesen war dem Kaspar nämlich ein gutes Trinkgeld versprochen. Daß der heutige nicht der erwartete war, das hatte Kaspar schon am Umfang gemerkt. Es war ein kurzes Briefchen von den verreisten Balder, der dem Lehrer mittheilte, daß er bei der Base alles geordnet habe, und daß Anna eintreffen könne, sobald sie hergestellt wäre. Seufzend faltete Gattl das Schriftstück zusammen und ging wieder an seine Arbeit. Er war daran, die Kirche festlich auszuschmücken und mit Blumengewinden zu verzieren, weil morgen die Hochzeit der Poiten Kathi stattfinden sollte. Das ganze Dorf war über dieses Ereigniß in AufAls er nach geraumer Zeit wieder ausschaute, sab regung. er den Geistlichen niit einem theilnahmslosen, starren Ge Bei Herrn Kreittmayer wurde der große Tanzsaal im fichte vor sich. ersten Stocke gestöbert und mit Tannenbäumen umstellt. Jäblings riß es ihn da von seinem Plazze empor. Mächtige Bierbauzen wurden vorgefahren und eine alte Diesen Menschen wollte er um Erbarmen auflehen für sein Fahne hing zum Fenster heraus. Sie wehte lustig. über die frantes Kind? Wie war er denn hierher gekommen? In mit Guirlanden umwundenen, frommen Sinnsprüche an der welche Verblendung gerieth er, daß er auf Mitleid bei Borderfront, und drinnen fluchte die geschäftige Wirthin seinem grimmigsten Feinde hoffte, der sich jetzt mit inner- auf das saumselige Personal, daß man es drei Häuser weit licher Schadenfreude an dem Triumphe der Demüthigung hörte. Beim Kramer übten die Dorfmusikanten, die zur weidete? Vorfeier des Tages schon heute alle blan machten, ihre Das tönnen Sie halten, wie Sie wollen, denn es Nein, lieber wollte er seinen letzten Kittel für Auna heiteren Weisen ein und am lebhaftesten ging es bei Schuster liegt mir nichts daran, ob mir ein Mann, der nie die Kirche verkaufen und sich den Pfennig vom Munde sparen, als und Schneider zu. besucht, Glauben schenkt, oder nicht." hier noch ein Wort sagen. Und wenn der Lehrer Holzhauen müßte, um sein Brot zu verdienen und sein Weib ernähren zu fönnen, besser für alle, als vor dem Priester zu knien! In furchtbarer Erregung ging Balder von dannen. „ Herr Lehrer! Für Sic is a Briaf da!" Das schrie der dicke Kaspar von Mariakirchen, der immer gut auf gelegte Posibote.' s is net der rechte, gelt!" fragte er, Es ist jetzt net von mei'm Kirchenbesuch de Red..." " So, nicht? Sie könnten mir ja mit Ihren Ansichten von Religion und Moral am Ende auch noch den Zutritt in ihr Haus verbieten, wohin mich jezt die Pflicht als Seelsorger zu Ihrer Tochter führt." „ Ich verbiete Ihnen auch net mein Haus, Hochwürden, aber ich widerstreit Ihnen, daß der Gattl über mich g'schimpft hat." " * Der alte Poiten wollte sich die Sache was kosten lassen und sein Schwiegersohn nickte befriedigt zu diesen Vorbereitungen, die der Würde seines Standes vollauf eutsprachen. Siebenundfünfzig Gäste sollten an der Hochzeitstafel sitzen, um die Feier zu einer möglichst großartigen zu gestalten. Natürlich ließ es sich Boiten, auf dessen Gesundheit der Frühling Wunder gewirkt hatte, nicht nehmen, auch selbst das ganze Fest mitzumachen. Sein Arzt war ja zufrieden und verbot ihm nur noch starkes Trinken. Gebührt; deshalb erhält der Magistrat den Vortritt. Zur Stadtv. Baumeister Hanke: Greppiner Werke.[ den Sozialdemokrat" wieder erscheinen zu Zeit amtiren 15 unbesoldete Stadträthe im Magistrat, von Städtische Lieferungen. lassen. Es schreibt: diesen kommen folgende neun Herren in betracht: = Stadtrath Bail, Aufsichtsrath: Deutsche Grund- Kredit Bank Gotha. Diskonto Gesellschaft Berlin. Gelsen firchener Bergwerks Aktiengesellschaft. Große Berliner Pferdebahn- Gesellschaft. Bei diesem Unternehmen treten die Gegensätze zwischen der Stadt und der Gesellschaft besonders schroff hervor. Marienburg Mlawkaer Eisenbahn. Dortmunder Union. Zuckerfabrik Körbisdorf. Stadtrath Hübner: Aktiengesellschaft für Asphaltirung und Dachbedeckung vorm. Jeferich. Ist für die Stadt mit Asphaltirungen beschäftigt. Stadtrath Kochhann: Stellvertretendes Mitglied des Zentralausschusses der Reichsbank. Stadtrath Mamroth: Nationalbank für Deutschland in Verlin. Kommt bei Begebung der städtischen Anleihen in Frage. Stadtrath Milenz: Große Berliner Transport Gesellschaft. Hat Bebauungs- Intereffen. Stadtrath Marggraf: Baugesellschaft Kaiser Wilhelmstraße, Berlin. Hat Bebauungs- Interessen. Berl. Aquarium, Berlin. Chemische Fabrik vormals Scheering, Berlin. Hypothekenbank Hamburg. Stadtrath Schäfer: Berliner Jute- Spinnerei und Weberei, Rixdorf. Hat Eingemeindungs- Interesse. Berliner Kunstdruck und Verlags- Anstalt vormals A. u. C. Kaufmann. Stadtrath Struwe: Deutsche Genossenschafts- Bank Sörgel, Parrisius u. Ko. Stadtrath Dr. Weigert: Nationalbank für Deutschland. Kommt bei Begebung der städtischen Anleihe in Frage. = Bant, Berlin. A Preußische Pfandbrief Bank Berlin. Wir leben wieder mitten im Ausnahmes Stadtv. Rechtsanwalt Ullstein: Bazar Aktiengesell- zu stand. Die Staatsanwälte und Richter mögen subjektiv die schaft, Berlin. Ueberzeugung hegen, forrett gemeinrechtlich gegen uns zu verfahren. Stadtv. Baumeister Wohlgemuth: Bangesell: Das Volt, und nicht allein die Sozialdemokraten, sondern bis schaft Humboldthain. Straßenbau- Interessen. weit in die bürgerlichen Kreise hinein, erblickt in jenen fein aus Stadtv. Dr. Stryck: Spandauerberg- Brauerei. geflügelten Auslegungen und Anwendungen der Strafparagraphen Verpachtung städtischer Restaurationen. gegen uns( grober Unfug, dolus eventualis ut. f. f.) eint Stadtv. Rentier Borstell: Berliner Packetfahrt unter der Form des gemeinen Rechts und der Gesetzlich Aftien- Gesellschaft. feit verfapptes Ausnahmerecht. Wir leben wieder Stadtv. Bantier George: Berlinische Feuer- Ver- mitten im Ausnahmezustand, nur daß fich Derfelte sicherungs- Gesellschaft. vorläufig erfreulicher Weise noch nicht über ganz Deutschland Dieses Bild privatkapitalistischen Einflusses in der Ber- erstreckt. Sachfen ist längst vorangegangen, Preußen ist nachliner Stadtverwaltung wäre übrigens nicht vollständig, wenn gejolgt, besonders seit dem Septemberkurs. Der Fall Liebknecht wir nicht noch eines Umftandes erwähnten, der ebenfalls die zeigt die entwickeltste Blüthe dieser Praxis. Gehen die Selbstlosigkeit" der Bourgeoisie bei Ausübung unbesoldeter Dinge so fort, so wird unsere Partei zu erwägen haben, ob sie nicht die altbewährte Maschine Ehrenämter treffend illustrirt. Wir meinen die oft sehr wieder aus der Remise hervorbolen, das alte umfangreichen Waarenlieferungen einzelner Magistrats gute Schwert wieder aus der Scheide ziehen mitglieder und Stadtverordneten an die verschiedenen Zweige foll, es nicht angezeigt ist, neben ihrer " Krankenhäuser, Schulen, Hospitäler u. s. w. der städtischen heimischen Presse ein Organ im Ausland erscheinen zu Verwaltung. Nehmen wir hierzu noch das oft hervortretende laffen, in dem sie alles, was sie auf dem Herzen hat, ungenirt Bestreben, Angehörige oder Günstlinge in städtischen Beamten- fagen fann, noch viel ungenirter als jemals in einem heimischen stellen unterzubringen, so bekommt man einen ungefähren Organ. So wie unsere Elsässer Genossen neulich eine VerBegriff davon, wozu die an sich vorzügliche Einrichtung fammlung in Basel abhielten, da sie im geliebten Vaterlande feine Versammlung abhalten durften, so kann auch unsere Presse tommunale Selbstverwaltung im uubesoldeten Ehrenamt wieder ihre Haupttribüne in Ländern aufschlagen, die nicht durch die Herrschaft kapitalistischer Grundsäße korrumpirt ruffifizirt sind. Daß es solche Länder giebt, dafür sei den es Göttern Lob und Breis! Und da dem tommenden und gemißbraucht wird. Januar der Berliner Sozialdemokrat" sein Erscheinen einfiellt, so wäre das vielleicht ein geeigneter Anlaß, der Frage näher zu treten." // Politische Ueberlicht. Berlin, 23. November. " 1 = Wir geben diese Preßstimme aus unseren Parteitreisen wieder als charakteristisches Stimmungsbild. In der Sache selbst sehen Für die Wahl zum Stadtrath kandidirt mit starer Die Epidemie der Majestätsbeleidigungsprozeffe wir aber nicht so schwarz wie unser Hamburger Bruderorgan. Aussicht auf Erfolg Herr Bankdirektor Kämpf, der som breitet sich noch immer mehr aus. Die Majestäts- Vorläufig lassen sich trotz aller Staatsanwälte noch Worte finden, 1. Januar an die Zahl der Aufsichtsrathsmitglieder im beleidigungsprozesse hecken- Majestätsbeleidigungsprozeß um das zu sagen, was nothwendig ist. Wenn wir uns dabei Magistrat auf zehn erhöhen wird. erzeugt Majestätsbeleidigungsprozeß. Dem gegen Liebknecht auch eine weitgehende Reserve auflegen müssen, so wollen wir Herr Kämpf ist Aufsichtsrath: Amsterdam'sche Bant, 3. B. ist schon ein Opfer gefallen. Wir lesen heute in der doch auch nicht vergessen, daß die nackten Thatsachen oft viel Amsterdam. Bank für Handel und Industrie, Berlin. Leipziger Volkszeitung": aufreizender wirken, als ein in schärfsten Wendungen gehaltener Börsen Handels Verein, Berlin. Artikel. Welch' zersehende Wirkung übt nicht z. B. die beliebte Stargard Küftriner„ Gegen den Redakteur der Leipziger Volks- Anwendung des groben Unfug Paragraphen aus und auch Eisenbahn Gesellschaft. Süddeutsche Boden- Kredit- Bank, zeitung", Genossen Kasenstein, ist Anklage wegen manches Urtheil in den neuesten Majestätsbeleidigungs- Prozessen München. Süddeutsche Immobilien- Gesellschaft, Mainz. Majestäte beleidigung erhoben worden. Es handelt sich um die ist von großem agitatorischen Werth für uns. Also nur ruhig Württembergische Bankanstalt, Stuttgart; ferner: Mitglied Schlußbemerkung zu der in der Nummer vom 14. d. m. ver- Blut! Es leben unsere Freunde, die Feinde! des Zentralausschusses der Reichsbank. öffentlichten Nachricht von der Verurtheilung Liebknecht's in Weiter sehen wir 15 im Amt befindliche und 2 neus Breslau. Einige weitere, ursprünglich als beleidigend angesehene Sonst ist in Majestätsbeleidigungs- Angelegen gewählte Stadtverordnete der Thätigkeit als Aufsichtsräthe Säge sind nach der Vernehmung des Verfassers bereits aus der huldigen, und auch hierbei kreuzen sich mehrfach die städtischen Anklage ausgeschieden worden." heiten heute noch zu verzeichnen, daß wegen Majestätsmit den privatkapitalistischen Interessen. Angesichts der unerhörten Zustände, die durch die beleidigung ein Arbeiter der Zeche West hungen Epidemie der Majestätsbeleidigungen in Deutschland ge-( bei Dortmund) verhaftet wurde. Stadtv. Justizrath Frenzel:, Deutsche Hypotheken- schaffen worden sind, erinnert unser Hamburger Bruderorgan Dagegen wurde in Harburg eine Straf Stadtv. Rentier Heilborn: Eisenhüttenwerk Marien- an die Worte, welche Engels in die letzte Nummer verfolgung wegen Majestätsbeleidigung hütte, Marienhütte bei Kokenau. Städtische Lieferungen. des Londoner( früher Züricher)„ Sozialdemokrat" vom eingestellt. Gegen den Genossen Baerer war be= Stadtv. Kaufmann Heilmann: Berliner Brotfabrik. 27. September 1890 schrieb: fanntlich eine Untersuchung wegen Majestätsbeleidigung, die Berl. Weißbier- Brauerei vorm. Landré. Städtische„ Die Reichsregierung will es uns gegenüber einstweilen er in einer Rede auf einer Konferenz am 8. Oktober beLieferungen. wieder mit dem gemeinen Recht versuchen und so wollen wir es gangen haben sollte, eingeleitet. Das Gericht ist jetzt zu der Stadtv. Dr. Herme 3: Direktor des Berliner Aquariums. einstweilen wieder mit den gesetzlichen Mitteln versuchen, die Ansicht gekommen, daß in den Ausführungen des Genoffen Städtischer Zuschuß. wir uns, vermittelst fräftigen Gebrauchs der ungesetzlichen( damit Baerer eine Majestätsbeleidigung nicht enthalten ist und ist Stadtv. Justizrath Dr. Horwitz: Deutsche Hypo- ist lediglich das Erscheinen und die Einschmuggelung des daher das Verfahren gegen ihn eingestellt worden." Sozialdemokrat" gemeint!), wieder erobert haben... Das hat Stadtv. Rentier Kreitling: Berliner Bock aber zur Voraussetzung, daß die Gegenpartei ebenfalls gesetzlich-Der Arbeiter Winkelmann in Uetersen war Branerei, Verpachtung städtischer Restaurationen. verfährt. Versucht man, sei es durch neue Ausnahmegesetze, wegen einer Uebertretung verhaftet worden und wollte, als Stadtv. Baurath Kyllmann: Bau- Gesellschaft durch rechtswidrige Urtheile, durch Polizeiwillkür oder durch er sein Geld abgeben sollte, dasselbe zählen. Er machte Moabit, Schöneberg Friedenauer Terrain- Gesell- sonstige ungefeßliche Uebergriffe der Exekutive, unsere Partei dabei die Bemerkung, er traue feinem Beamten und schaft, Terrain: Gesellschaft Groß- Lichterfelde, wieder thatsächlich außerhalb des gemeinen Rechts zu stellen, foäußerte sich auch kurz über den deutschen Kaiser. Durch Bebauungs- und Eingemeindungs- Interessen. treibt man die deutsche Sozialdemokratie abermals auf den un Stadtv. Dr. Langerhans: Genoffenschaftsbank Sörgel, gesetzlichen Weg, als den einzigen, der ihr noch offen steht. Selbst diese Aeußerung soll er den deutschen Kaiser beleidigt Parrisius u. Co. bei der gejekliebendsten Nation, den Engländern, ist die erste haben und war er deshalb vor dem Landgericht in Altona Stadtv. Apotheker Lucae: Berliner Lampen- und Bedingung der Gefeßlichkeit von Seiten des Volkes die, daß die Bronzewaaren- Fabrik vorm. Stobwasser. Deutsche Feuer- anderen Machtfaktoren ebenfalls in den Schranken des Gesetzes versicherungs. Aktiengesellschaft Berlin. Maschinen- und bleiben... Tritt nun aber dieser Fall ein( daß die Gegner nicht in Armaturenfabrik Magdeburg. Norddeutsche Brauerei den Schranken des Rechts bleiben), was dann? Wird die Partei Aktiengesellschaft Berlin, Verpachtung städtischer Barrikaden bauen, an die Gewalt der Waffen appelliren? Diesen Gefallen wird sie ihren Gegnern sicher nicht thun... Tie Partei hat Stadtv. Justizrath Mundel: Deutsche Thonröhren- ein viel besseres, gründlich erprobtes Mittel. An dem Tage, und Chamotte- Fabrik Berlin. Klosterbrauerei Röderhof, wo uns das gemeine Recht streitig gemacht wird, Vor der Straftammer in Güstrow sollten sich Aktiengesellschaft Halberstadt. Pommersche Hypotheken- erscheint der Sozialdemokrat" wieder. Die alte am 12. d. Mts. der Glasermeister Lemme, der Nentier Linde Aftienbank Berlin. Vereinsbrauerei Rigdorf b. Berlin. Mafchinerie, in Reserve gehalten für diesen Fall, tritt wieder in mann und der Schuhmacher Bethge von Penzlin wegen Vittoria Speicher Aktiengesellschaft Berlin. Städtische Thätigkeit, verbessert, vermehrt, neu eingeölt. Und eins ist Beleidigungen von Magistratspersonen verantworten. Gegen den Lieferungen und Verpachtung städtischer Restaurationen. ficher:" Bum zweiten Male hält das Deutsche Reich das keine Stadtv. Rentier Solf: Aktienbrauerei Gesellschaft zwölf Jahre aus." Friedrichshöhe vorm. Patzenhofer. Verpachtung städti scher Restaurationen. thefenbant, Berlin Restaurationen. = Unter den vielen Geladenen von nah und fern befand sich auch Gattl. Hausl war von dem alten Bauern beauftragt, ihn zu verfiändigen und er that es, als er mit anderen Kindern dem Lehrer beim Ausschmücken der Kirche behilflich war. " Was? I soll zum Essen kommen?" " Ja, der Vater will's." Gatil stand auf der Leiter und schlug einen Nagel in die Wand. So konnte er nicht sehen, welch ein verlegenes Gesicht der Junge machte. „ Herr Lehrer... Herr Lehrer!" tönte es. Der Gerufene sah sich um: " Was soll's?" • " I muaß Ihna morgen Adje sag'n, weil i.... glei nach der Hochzeit von der Kathi in d' Stadt tomm!" " Jus Kloster?" „ Ja.. ins.... Kloster, Herr Lehrer." " No, da geh nur hin, i wünsch Dir a guate Reis'!" Hausl war es seit langer Zeit gewohnt, von ihm gleichgiltig behandelt zu werden, seinen Abschied hatte er fich aber doch anders gedacht. Warum heulst d' denn?" kam es von oben. heul ja net," schrie der Junge schluchzend. Gattl kümmerte fich nicht mehr um ihn. Langsam trocknete Hansl seine Thränen und sah wieder die Leiter hinauf. " angeklagt. Der Beamte, der ihn verhaftet hat, gab zu, daß der Angeklagte erheblich angetrunken war. Ter Staatsanwalt beantragte sechs Monate. Das Landgericht hielt die Beleidigung für keine sehr schwere, er= faunte aber trotzdem auf eine Gefängnißstrafe von vier Monaten. ג zuletzt genannten Angeklagten stand außerdem auch zugleich Termin wegen Majestätsbeleidigung an. Die Und unser Hamburger Parteiblatt giebt es der Partei Boruntersuchung war mit großem Nachdruck geführt worden, anheim, zu erwägen, ob der Moment nicht gekommen ist, es waren viele Zeugen und auch die Vertheidiger anwesend; doch kurz vor der Verhandlung zogen die betr. Magistratssich zu retten! Bis jetzt war keine Anzeige erstattet, das perfonen, welche ebenfalls selbst anwesend, aus bisher unbekannten Gründen den Strafantrag zurück. Es wurde nun gegen B. wegen wußte er, denn der Geistliche war noch nicht in Maria- Majestätsbeleidigung verhandelt, welche sich derselbe durch eine firchen gewesen und alle Briefe, die vom Pfarrhause dem abfällige Aeußerung über die Persönlichkeit des deutschen Kaisers Postboten übergeben wurden, hatte Gattl sorgfältig be- zugezogen haben sollte. B. wurde für schuldig befunden und trachtet. Unter irgend einem Vorwand wußte er immer in zu der gefeßlich niedrigsten Strafe von 2 Monaten Gefängniß den Vorplatz zu schleichen und mit geheuchelter Gleich verurtheilt. Die inkriminirten Aeußerungen datiren einige ablieferte. Dann war er für einen Tag geborgen und verordnete, alle aber gehören zu den sogenannten respektablen giltigkeit zuzusehen, wenn sie die Haushälterin an Kaspar Jahre zurück. Fast alle Betheiligten, Angeklagte, Bergen und felbstverständlich auch die Denunzianten find Stadtbrauchte erst wieder für den nächsten zu zittern. Bürgern und waren sehr eng untereinander befreundet. - Wegen Majestätsbeleidigung wurde der polnische Arbeiter Su pczyk aus Neu- Weißensee zu 5 Mo. naten und 2 Wochen Gefängniß verurtheilt. Er hatte in betrunkenem Zustand die Bilder an der Wand feiner Wohnung zertrümmert, darunter auch das Bild des Kaisers, wobei er Schimpfworte gegen die Person des Kaisers ausstieß. Seine eigene Frau hatte ihn deswegen denunzirt.Aengstlich suchte er sich gegen jede Gemüthsbewegung zu wappuen. Wenn er ins Wirthshaus kam und beim Eins treten stichelnde Redensarten hörte, so that er nicht dergleichen, und, wenn er Anna besuchte, so erzählte er der Kranten alberne Tagesneuigkeiten, ihren Augen, die starr auf ihm ruhten, wich er beständig aus. Für die Veränderung, die mit dem Mädchen vorgegangen war, seitdem sie der Geistliche besuchte, war er blind und nahm es ruhig Auch eine neue Aera der Denunziationen ist hin, daß sie ihm niemals eine Antwort gab. Um so rascher naturgemäß hereingebrochen mit der neuen Aera der fonnte er wieder auf und davon gehen. Man hinterbrachte Majestätsbeleidigungsprozesse. Beides gehört zusammen, ihm, daß Göpfert in gemeinster Weise über ihn wie Tacitus schon in meisterhafter Sprache, bei der jedes und Anna räsonuirt habe auch das schluckte der Wort wie ein Peitschenhieb niedersaust, dargethan Lehrer geduldig hinunter und nahm die Einladung hat. Kein Tag, an dem wir nicht lesen, zur Hochzeit an, wo er diesem Menschen gegenüber sigen daß irgend jemand aus Rache, Eifersucht oder sollte. Er fürchtete, daß es auffallen könnte, wenn er irgend einem anderen persönlichen Motiv als Majestätsablehute, wo sich doch auch der Benefiziat an der Tafel beleidiger den Behörden angezeigt wird. betheiligte. Als er nun von der Kirche heimkam, beschlich ihn so " Geltens, Herr Lehrer," begann er noch einmal, gel- etwas, wie eine Befriedigung, daß er den Ansturm, der tens... der Herr Maler.. der kommt a nimmer?" ihm durch Haust's Abschied gedroht hatte, so tapfer " Onein, ber tommt freili nimmer, mein guter Hanst," zurückgeschlagen. Er konnte sich doch schon recht gut besagte der Lehrer und schlug einen neuen Nagel ein. Er herrschen! hämmerte laut und heftig, als wollte er alle Erinnerungen Da fiel ihm ein großes Kouvert auf, das die Hausin Trümmern schlagen, die ihm das kummervolle Gesicht des Knaben ins Gedächtniß zurückriefen. Jezt mußte er an sich selbst denken und an den nächsten Augenblick, der ihm vielleicht die gehoffte Befreiung oder auch eine schreckliche Katastrophe bringen konnte. hälterin im Vorplay eben dem dicken Kaspar in die Wappe legte. Ein wahnsinniger Schrecken durchzuckte ihn. Tas richtige Gefühl des Volkes hat den Denunzianten vou jeher als einen Menschen niedrigster Art mit Verachtung gestraft; und das Wort des Dichters: Der größte Schuft im ganzen Land, Das ist und bleibt der Denunziant," drückt das allgemeine Volfsurtheil aus. " Jezt scheint man das Volk zwingen zu wollen, seine Verachtung in Achtung umzuwandeln. Wir theilten gestern unter„ Gerichtliches" mit, daß ein schlesischer Genosse vom Schöffengericht in Schweiduiß zu hoher Geldstrafe verurtheilt war, weil er einem Bericht über eine Denunziation wegen Majestätsbeleidigung das Wort: Pfui! angehängt , Grüaß Gott, Herr Lehrer," rief der Postbote. „ Grüß Gott, Kaspar," war die Antwort. Eilends huschte der Lehrer in sein Zimmer. Als er aber die Wie auf Eiern schritt er immer durch das Pfarrhaus Thüre geschlossen hatte, da fiel die Maske der Ruhe hatte. und befolgte sklavisch, was ihm befohlen wurde. Sonder von seinem Gesichte und eine fieberhafte Augst verzerrte Zur Liebe kann man niemand zwingen! heißt es bar! Der Priester redete kein Wort mit ihm über das, feine Züge. Was war das für ein Brief? An wen ist er im Text der Bauberflöte". Zur Achtung eben so was geschehen war, ja dem Lehrer kam es oft vor, als sei adressirt? Wenn es die Anzeige wäre! Wenn die Er- wenig, am wenigsten zur Achtung eines Denunzianten. er freundlicher gegen ihn als sonst. Wie ein hungriger nennung, die vielleicht schon unterwegs war, rückgängig ge- So lange unser Volt noch Ebre im Leibe und einen Funken Köter, der unter dem Tische auf einen Bissen lauert, fing macht würde! Gattl die dürftigste Gnadenbezeugung auf und erwiderte sie mit kriechendem Danke. Vielleicht gelang es ihm doch, ( Fortsetzung folgt. von Rechtssium im Herzen bat, wird es in der Denunziation eine schmachvolle Handing erblicken und den Denunzianten der Gesellschaft ehrlicher Menschen für unwerth halten. Schwindels Historiker eine Anklage wegen Bismarc Beleidigung = bisher Gemeindeglieder verscherzt hat. Was sollte aus dem Leben werden, wenn einflußreiche Staatsbeamte nur zu winken buchten, um den Maßregelungs- Apparat der Kirchenbehörden Bewegung zu setzen!" " Bum Urtheil gegen Liebknecht wird der„ Kölnischen die Feinfühligkeit der Richter für Preßvergehen entwickelt. fehlen lassen. Wenn es sich bestätigen sollte, was Volkszeitung" von einem Juristen geschrieben: Interessant ist der vorliegende Fall für uns besonders des wir erfahren, daß hochgestellte überaus einfluß= fprewung der Verurtheilung Einrich- ftimmten In Nr. 751 der„ Köluischen Volkszeitung" wird bei Be halb, weil er zeigt, daß nicht nur der Sozialdemokratie, reiche Staatsbeamte, die im Buttkamer'schen Sinne des Abg. Liebknecht wegen sondern auch anderen Parteien, die an staatlichen Einrich- stimmten Fällen zum thatkräftigen Einschreiten in be: gewirkt haben, haben, die firchlichen Behörden heraus Majestätsbeleidigung auch geltend gemacht, das tungen und Gesetzen Kritik üben, eine schärfere Berücksich gefordert haben, so hat das Kirchenregiment alle Ursache, sich Breslauer Urtheil sebze sich mit der bisherigen Recht tigung zu theil wird. sprechung des Reichsgerichts in Widerspruch. Diese tigung zu theil wird. des guten Rechtes der ihm unterstellten Geistlichen anzunehmen, Annahme ist nicht zutreffend. Bor mir liegen zwei Entscheidungen Prozeß Liebknecht einen mißbilligenden Seitenblick auf das durch agitatorische Unbesonnenheiten sich das Bertran eirchlichen Hatte doch bereits der Breslauer Gerichtspräsident im so lange nicht in dem einzelnen Falle der angegriffene Prediger des höchsten Gerichtshofes. Das eine Urtheil, aus dem Jabre 1882, betrifft den Professor Mommsen. Herr M. Zentrum geworfen. batte am 24. September 1881 in einer Volksversammlung zu Charlottenburg eine seinerzeit viel besprochene Rede gegen die Strafaussetzung. Im Justizministerialblatt wird ein neue Wirthschaftspolitik gehalten. Die Anhänger dieser Politik Erlaß des Raisers bekannt gemacht, der den Justiz mußten sich den Vorwurf gefallen lassen, eine Politik des minister ermächtigt, solchen zu Freiheitsstrafen ve Wie kann es aber auch einem Geistlichen der Staatskirche zu verfolgen. Herr M. hatte sich in seiner urtheilten Personen, hinsichtlich deren bei längerer guter einfallen, gegen den staatlichen Stachel löken zu wollen. Rede aber auch gegen diejenigen gewandt, die diesen Führung eine Begnadigung in Aussicht genon men Ein Zeugniß- 3wangsverfahren gegen Schwindel in die Hand genommen, d. i. die Durchführung dieser werden kann, nach seinem Ermessen Aussehung der Straf- einen Rechtsanwalt. Der Rechtsanwalt Dr. Nack neuen Wirthschaftspolitik im Staatsorganismus unternommen vollstreckung zu bewilligen." Der Erlaß ist also lediglich zu Hannover ist, wie der Hannov. Cour." berichtet, am haben. Auch dieses Verhalten wurde als Schwindel bezeichnet. eine Maßregel, die das persönliche Gnadenrecht des 19. November plöglich verhaftet worden, um ihn zur Abgabe Insbesondere der letztere Theil der Rede brachte dem streitbaren Monarchen wirksamer gestalten soll, weil jetzt zumeist eines Beugnisses zu zwingen. Dr. Nack war früher Vertheidiger In dieser Eigenschaft war ihm von ein. Das Landgericht 1 zu Berlin sprach bei der erstmaligen die Begnadigungsvorschläge zu spät erledigt werden; mit des Dr. Schnuz. Verhandlung den Angeklagten frei; das Urtheil wurde aber auf der in Belgien zum Beispiel üblichen, bedingten Wer einem höheren Gerichtsbeamten Mitte vorigen Jahres mitgetheilt worden, daß das von Schnuß beantragte Straf die Revision der Staatsanwaltschaft aufgeboben. Das Reichs- urtheilung" ist sie also nicht identisch. verfahren gegen den Schriftsteller Leuß wegen Meineides eingericht nahm in der Revisionsentscheidung an, das InstanzTrei Handwerker Vorlagen? Die Mil. u. Pol. gestellt sei. Gegen diesen Beschluß hatte Dr. Nack Beschwerde gericht habe nur dann zu einer Freisprechung gelangen dürfen, wenn sich aus der Rede des Angeklagten und aus den Umständen Korr." schreibt: bei der Ober- Staatsanwaltschaft geführt, und es wurde sodann ergeben hätte, daß dieser von dem allgemeinen Vorwurfe, der sich Außer dem jetzt an den Bundesrath gelangten Gefeßentwurf das Verfahren aufgenommen, das mit der Verurtheilung des an und für sich nothwendig auch auf den Fürsten B., als den betreffend die Errichtung von Handwerkerkammern soll Leuß zu mehrjähriger Zuchthausstrafe auf grund des Geständnisses Träger dieser Politit, beziehe, denselben habe ausnehmen wollen und dem Reichstag auch eine Vorlage über die er der Frau Dr. Schnuß endete. Nunmehr ist ein Disziplinarverfahren, die Ueberzeugung gehabt habe, daß die Zuhörer den Vorwurf stellung des Unterbaues der Handwerfer betreffend die Ermittelung der Person, die dem Rechtsanwalt Dr. Nack in Hannover aus den Strafatten gegen den Schriftauf alle betheiligten Staatsmänner, nur nicht auf den Fürsten B. organisation zugeben. Bei der Ausarbeitung des letteren ſteller Leuß wegen Meineids über den Stand des Verfahrens beziehen könnten. Das ist nichts anderes als die Anwendung Gesetzentwurfs werden die im Sommer vorgenommenen Gr= des Begriffs des Eventual Dolus auf das Vergehen der bebungen über die Lage der Handwerker mit verwandt Mittheilung gemacht hat", eingeleitet und Dr. Nack als Beuge Dr. Nack weigerte Beleidigung, wenn schon das Urtheil selbst den juristischen Kunst- werden. In Kreifen, welche über die Stimmung der ausschlag zur Angabe der Person geladen worden. ausdruck nicht gebraucht. Bei der demnächst wiederholten Ver- gebenden Parteien im Reichstag einigermaßen orientirt sind, will. a. unter Hinweis auf§ 54 der Strafprozeßordnung und handlung verblieb es bei der Freisprechung. In dem andern, man meinen, daß nur einer der vorgenannten, auf die 300 des Strafgesetzbuchs, welche Paragraphen ihm als Ver dem Reichsgericht zur Entscheidung vorgelegten Falle hatte sich Hebung des Handwerks abzielenden Gefeßentwürfe Aussicht habe, theidiger die Geheimhaltung zur Pflicht machten, die Aussage und ein Lehrer durch eine von Seiten des Angeklagten in der Kirche im Reichstage Beifall zu finden und angenommen zu werden. ist nach fruchtloser Verhängung einer Geldstrafe plöglich am gemachte Aeußerung, die er auf sich bezogen hatte, beleidigt Die Vorlage über die 3wangsorganisation für das Dienstag Mittag im Gerichtsgebäude verhaftet worden, um ihn gefühlt. Auch hier tam in Frage, ob der Angeklagte bei der Handwerk, welche im Handelsministerium aus durch diese Zwangsmaßregel zur Zeugnißablegung zu nöthigen. eine kurze Frist inkriminirten Aeußerung an die Person des in der Auflage gearbeitet wird, wird Anfang Dezember fertig gestellt und der Antrag des Nack, ihm wenigstens zur Regelung seiner Vertretung und seiner Berufsgeschäfte zu als in seiner Ehre getränkt bezeichneten Lehrers gedacht hatte alsdann dem Bundesrath zugehen. oder sich wenigstens bewußt gewesen war, daß dritte Personen Danach würden also dem Reichstag drei Vorlagen gewähren, wurde von dem die Verhaftung verfügenden Gerichtsaffeffor abgelehnt, auch ist dem nachträglich gestellten Bevoll die Aeußerung nach ihrer Fassung auf ihn beziehen konnten. In über die Handwerkerfrage zugehen. Wenn dann der Nieder- mächtigten des Dr. Nack, dem Rechtsanwalt Dr. Wendte, die Eindiesem Falle hat das Reichsgericht ausdrücklich erklärt, daß der gang des Handwerks nicht aufgehalten wird, so ist es sicherlich sicht der Aften geweigert und ferner ein Haftentlassungs- Gesuch fog. Eventual Dolus zur Verurtheilung ausgereicht haben nicht Schuld der Regierung, die sich offenbar eifrig, wenn gegen Kaution abgelehnt worden. würde. Das Breslauer Urtheil bewegt sich biernach genau in auch mit geringem Erfolge bemüht, das Wohlwollen der dem Gedankengange der reichsgerichtlichen Rechtsprechung. Neu Bünftler sich zu erwerben. Ganz planvoll scheint sie aller- Die definitiven Ergebnisse der Reichstags- Erfahwahl im ehemals -Reichstags Ersahwahrin Herford Halle ist dabei nur, daß in dem Liebknecht'schen Falle die Beleidigung bings nicht vorzugehen, denn während nach dem sammerstein'schen Kreise liegen noch nicht vor; als bigsich gegen das Staatsoberhaupt richtete. Allein dies könnte doch nur dann von Bedeutung sein, und nur dann als eine Abweichung Bötticher'schen Entwurfe die Handwerkerkammern gebildet beriges Resultat wird gemeldet: Amtsgerichtsrath( nicht Reichsvon der in der Judikatur des Reichsgerichts hervorgetretenen werden sollen, um sich über die Organisationen des Hand- gerichtsrath) Dr. Weihe( f.) erhielt 6421 Stimmen, Bürgermeister Rechtsauffassung betrachtet werden, wenn bei der Majestäts- werks gutachtlich zu äußern, soll nach dieser neuen Meldung Quentin( natl.) 3836 Stimmen, Hoffmann( S03.) 2338 Stimmen, beleidigung die die Grenzen des Beleidigungsbegriffs nicht, schon Reichstag und Bundesrath über die Organisation zersplittert 392 Stimmen. Danach haben die Konservativen gegen wie man so leicht versucht wird anzunehmen, weiter, sondern selbst Beschlüsse fassen. Die„ Deutsche Tageszeitung" greift die Hauptwahl 1893( 8602) sehr verloren, enger zu ziehen wären. Das ist aber nicht der Fall; der Rechts- denn auch die Regierung heftig an und wirft ihr vor, die männlein zu ihnen gestoßen, denen der Hammerstein denn doch ( 3337) haben um 500 zugenommen, wahrscheinlich sind einige begriff der Beleidigung ist überall derselbe, mag es sich um die Handwerker- Organisation zu verschleppen, wenn sie einen zu starken Tobat rauchte"; nur die Sozialdemokraten Beleidigung einer Privatperson handeln oder aber die Ehre des die Bötticher'sche Vorlage an das Parlament gelangen baben eine erfreulich starke Vermehrung ihrer Stimmenzahl zu Staatsoberhauptes angegriffen sein." begrüßen. Soweit sich jetzt überschauen läßt, wird es wohl zur Stichwahl zwischen Weihe und Quentin kommen. Rundschau" bringt im Anschluß an die Nachricht über die ge3um Fall Arons. Die antisemitische Tägliche plante Amtsentsegung des Dr. Leo Arons folgende Bemerkung: " Uebrigens wird hier eine Notiz der„ Neumärkischen Zeitung" verbreitet, daß Dr. Arons der glückliche Besizer der Hammerstein Briefe sei. Allerdings eine recht würdige Rolle für einen PrivatDozenten der Berliner Universität!" Hierzu bemerkt die„ Kölnische Bolts- Zeitung": " Der Verfasser der vorstehenden Zuschrift stellt hier die Jurisprudenz des Reichsgerichts in dieser Frage fest; sie soll damit aber wohl nicht vertreten werden." Unsererseits erinnern wir daran, daß auch in dem von uns erwähnten Prozeß gegen Ottilie Baader das Reichsgericht keinen Anstoß nahm an der landgerichtlichen Feststellung" eines Evuntual- Dolus. " " " give " : die Liberalen " München, 22. November.( Eig. Bericht). Jm Plenum der Der ließe. Nebenbei rempelt sie auch den Vorwärts" an und wirft ihm Unkenntniß in Fragen des Handwerks vor, weil macht" veröffentlicht hat, sich nur wenig von den wir meinten, daß der Regierungsentwurf, den die Deutsche Forderungen der Handwerkerkonferenz unterscheide. Dabei haben wir aber ausdrücklich seine Abweichungen von dem Wunschzettel der Handwerkerkonferenz erwähnt und meinen übrigens in der That, daß die Regierung schon mit diesem Entwurf genug an eine aussichtslose Sache setze. Die Diese Anzapfung zeigt, daß die Helfershelfer der Reaktion die Deutsche auch bei dieser Gelegenheit sich nicht das Verdienst entgehen lassen Wegen Verächtlichmachung des Jesuitengesetzes Bünftler und ihre berufene Vertreterin, die wie der„ Germania" ein Privattelegramm aus Tageszeitung" möchten freilich wohl, daß die Regierung wollen, einen Knüppel zu dem Scheiterhaufen herbeizutragen, auf Frankenstein' in Schlesien meldet, der verantwortliche weiter nichts betriebe, als die bescheidenen" Forderungen dem irgend ein Gegner verbrannt werden soll. Wir können nur Redakteur der Frankenstein- Münsterberger Beitung" unter sämmtlicher Nothleidenden" in Gesezesform zu bringen und versichern, daß Dr. Arons mit den Hammerstein- Briefen nichts Ablehnung der Beweisanträge in zwei Fällen zu je 150 m. in dem Parlament durchzudrücken. zu thun gehabt hat. Geldstrafe verurtheilt worden. Das Zentrumsblatt Zu den Kommunalwahlen in Belgien. Noch immer Vom Nordostsee- Kanal. Den Vorstehern der erörtert dieses erstaunliche Urtheil in folgendem, durchaus nicht hat das Ministerium die ihm längst bekannten Er- Stettiner Kaufmannschaft ist auf ihre Gesuche vom 16. Auguſt zutreffenden Kommentar: gebnisse der Kommunalwahlen veröffentlicht, wahrscheinlich, und 7. September d. J. um Serabsehung der Ab" Das Jesuitengesetz ist von dem Gericht offenbar als weil sie ihm gar nicht recht in den Kram passen. Man 8a ben für die Benutzung des Nordostsee- Kanals die Abschrift eine Staatseinrichtung im Sinne des§ 131 des fann ihm nachfühlen, wie peinlich ihm das Zugeständniß von dem Reichskanzler unter dem 25. v. M. ertheilten Bescheides eines der Handelskammer zu Kiel auf eine gleichartige Eingabe Strafgesetzbuches angefehen worden. Kann denn aber ein sein mag, daß 1/10 aller Kann denn aber ein sein mag, daß 1/10 aller belgischen Gemeinden sich zur Kenntnißnahme mitgetheilt worden. Der Bescheid ist ein einzelnes Gesetz als eine Staatseinrichtung" be- sozialistische Gemeindevertretungen gewählt haben. ablehnender. trachtet und eine abfällige Kritik desselben als eine Wie sehr die Bourgeoisie über die kaum erwartete Nieders Verächtlichmachung einer Staatseinrichtung bestraft werden? Bremen, 22. November. Bürgermeister Dr. Luerman hat Eine Kritit der Gesetze muß erlaubt sein; denn sonst lage entrüftet ist, zeigt sich in einem Artikel des klerikalen sein Amt niedergelegt. würde die Theorie des beschränkten Unterthanenverstandes" als Brüsseler Kuriers", der die Hilfe der Regierung zur der Gipfel aller Staatsweisheit anerkannt werden müssen, und Schaffung eines Ausnahmezustandes für Abgeordnetenkammer begann heute endlich die Berathung des so weit sind wir denn doch noch nicht. Ein Gefeß ist auch alle sozialistischen Gemeinden anruft. Die Etats der Militärverwaltung pro 1895/96. noch keine Einrichtung, sondern es begründet eine solche. Regierung soll nämlich die Bürgermeister, die sie zu Jahresetat bilanzirt in Einnahmen und Ausgaben mit 66 386 606 Der Artikel 131, um den es sich hier handelt, verbietet aber ernennen hat, nicht wie üblich aus den gewählten Ge- Mart, die Friedensstärke des bayerischen Heeres beträgt 54 246 gar nicht, Staatseinrichtungen verächtlich zu machen. Das ist meindevertretern nehmen, sondern Trußbürgermeister" in Mann. Namens des Finanzausschusses referirte der liberale das schönste an der Sache! Er verbietet etwas ganz anderes; er diese Gemeinden senden. Im gleichen soll sie den Gouver- Landgerichtsrath Wagner; er faßt seine Aufgabe doch ernster verbietet die öffentliche Behauptung und Verbreitung erdichteter oder entstellter Thatsachen, wissend, daß sie neuren der Provinzen das Recht zusprechen, die Be- und gründlicher auf, als der frühere Referent Kommerzienrath erdichtet oder entstellt sind, zu dem Zwecke, um Staats- chlüsse der sozialistischen Gemeinderäthe Wolff, der seinen Beruf darin fand, als freiwilliger Regierungs fommissar zu fungiren. Wagner kann es jedoch nicht untereinrichtungen verächtlich zu machen. Es muß also vor allen um zu stoßen! Auf der anderen Seite aber sind unsere tassen, seinem Referat einen hyper- patriotischen Singsang auf Dingen eine erdichtete oder entstellte Thatsache behauptet worden Genoffen nicht müßig, die Erfolge auszunüßen und haben das Jubeljahr voranzuschicken, der jedoch so gut wie keinen sein; es ist aber weder eine wahre noch eine erdichtete Thatsache in Verbindung mit den Radikalen in der Kammer den An- widerhall findet; die bayerische Landstube ist auch behauptet worden, sondern gar teine Thatsache. Es ist trag gestellt, die Wahl der Bürgermeister den Gemeinde- nicht der Platz für reichspreußische Jubelhymnen. Nicht weniger ein Gesez ir abfälliger Weise charakterisirt worden, und das ist räthen zu überweisen. Der Minister Schollaert hat aber als zwanzig Redner sind zum Worte gemeldet. Als erster tritt garnicht verboten. Es wäre auch ein Unsinn, wenn das verboten wäre; denn wo ist die Grenze, wo die erlaubte Stritit diesen Antrag unter dem Beifall der Konservativen rund- merkwürdigerweise der Kriegsminister v. Asch auf. Er ist ein guter, ja gewandter Redner, eine feltene Eigenschaft bei einem aufhört und die Verächtlichmachung beginnt? Jedes Gefeß, das weg abgelehnt. bayerischen Kriegsminister. Das Wort hat er angeblich nur jetzt in abfälliger Weise kritisirt wird, wird dadurch in der öffentlichen Wer den großen Kladderadatsch alias die Nevo- ichon genommen, um verschiedene Anfragen aus früheren VerAchtung herabgefeßt; und wenn ein Fortschritt in der Gesezgebung lution macht, das hat uns ein Mann gefagt, den auch die bandlungen zu beantworten( gelegentlich der Interpellation ermöglicht werden soll, dann müssen nicht nur die gefeßgebenden grimmigsten unserer Feinde als Autorität anerkennen. Grillenberger wegen der Typhuserkrankungen in bayerischen Faktoren, sondern vor allem die Organe der öffentlichen Meinung Nämlich der Altmeister Goethe. Der Seher mit den Garnisonen). An der Hand einer Statistit, für welche die Kammer befugt sein, sich darüber rückhaltlos auszusprechen. Denn das Volk untersteht dem Gefeße; es bat unter dem Druck desselben scharfen, hellen Augen, der 1792 bei Valmy die Weltwende, naturgemäß keine Kontrolle besitzt, konstatirt der Minister den zu leiden, in der Regel aber nicht diejenigen, welche die die neue Epoche" sab, erklärte zu Eckermann- wie trefflichen Gesundheitszustand der bayerischen Truppen. Dann fann er es doch nicht verfneifen, ohne weise Beachtung der Gesetze erlassen und handhaben. Deshalb muß das Volk auch in Goethe's Leben und Werke von Lewes, übersetzt von parlamentsstrategischen Regeln gleich sein Pulver zu verschießen. darüber reden können; nur darf man teine Thatsachen ent- J. Frese Bd. 2 S. 205 zu lesen ist: Mit der zweijährigen Dienstzeit, erklärte er, fomme man aus, stellen und erdichten, durch welche Staatseinrichtungen zu Eine große Revolution ist nie die Schuld nur die technischen Truppen( Pioniere, Eisenbahn- Bataillone 2c.) Unrecht in ein ungünstiges Licht gefegt werden. Das ist im des Voltes, sondern der Regierungen. thun sich schwer". Weniger günstig äußert er sich über die Stafgesetz verboten und weiter nichts. Wenn das Jesuitengesetz vierten, die fog. Halbbataillone, er bezeichnet diese unter lebgegen jede Verächtlich machung" geschüßt sein soll, was soll man bafter Bewegung des Hauses, als halbe Maßregel", als ein dann vom Reichstage denken, der zwei Mal mit wachsender Nothbehelf". Eine neue Bestätigung zu der Nachricht, daß die Mehrheit dieses Gesetz aufzuheben beschlossen hat? 3um bürgerlichen Gesez bu ch. Eine zur Er- Halbbataillone um ihre andere Hälfte schreien. Die im FinanzWas meinen die konservativen Agrarier dazu, wenn man läuterung bes bürgerlichen Gesetzbuches, wie es aus der zweiten ausschuß erfolgte Anzweiflung der Rechtegiltigkeit ehrengerichtihre Angriffe gegen die Handelsverträge mit demselben Lesung der damit beauftragt gewefenen Kommission hervorgegangen licher Urtheile, welche als Afte einer Rabinetsjuftiz bezeichnet Maße messen wollte? Und was soll man erst dazu sagen, wenn ist, bestimmte Denkschrift befindet sich in Ausarbeitung und dürfte, wurden, hat den Minister besonders unangenehm berührt; er die Mittelparteiler nicht ein einzelnes Gesez, sondern das wie die„ Nordd. Allg. 3tg." berichtet, Mitte Dezember zum Ab- tritt mit Gifer für die Aufrechterhaltung der seit 21 Jahren Reichstags- Wahlrecht als Grundlage der Reichsverfassung schlusse gelangen. geübten Praxis ein, weiß aber eigentlich keine anderen angreifen und verächtlich machen?" Man sieht, der Septemberfurs scheint auf den juristi-- Die Kulturaufgaben leiden nicht. Nachdem Gründe anzuführen, als eben die Thatsache, daß das bekämpfte schen Scharfsinn unserer Gerichtshöfe fast überall sehr vor einigen Tagen der Landrath der bayerischen Pfalz die Verfahren bereits seit 21 Jahren fast unbeauftandet geübt förderlich eingewirkt zu haben. Es geht damit ähnlich wie Petition oer Lehrer, die die Aufbesserung ihrer Mindestgehälter wurde. Nach Herrn v. Asch erhält als erster zur Generalseiner Zeit mit dem patriotischen Zollaufschwunge im Jahre hat, erklärte fich gestern der mecklenburgische Landtag aus prin- bündlerischen Agitation im Lande, hie und da einen schärferen auf 1000 M.( 2,74 m. pro Tag) bezweckte, einstimmig abgelehnt diskussion der Zentrumsabgeordnete Dr. Schädler das Wort. Das Zentrum, genöthigt durch die Ausbreitung der bauern1879. Sobald es männiglich plausibel gemacht worden war, zipiellen Gründen gegen eine Aufbesserung der Lehrergehälter. Ton in der Kammer anzuschlagen, liebt es neuerdings, bei derdaß die Vaterlandsliebe die Erhöhung der Zölle und desZu dem tirchenregimentlichen Einartigen Debatten den genannten Abgeordneten zuerst zum Angriff halb auch eine möglichst scharfe Bestrafung aller Bollkontra- schreiten gegen die evangelisch- sozialen Geitlichen schreibt vorzuschicken. Den pflichtgemäßen Umfall besorgt dann nachher ventionen erforderlich mache, entwickelte sich die Definirkunst der die„ Prot. Ver. Korresp.":" Es liegt die Gefahr nahe, daß die Herr Daller oder Herr Orterer mit Grazie. Schädler geht Bollbeamten zu unerwarteter Feinheit, um in zweifelhaften firchlichen Behörden in den Schein einseitiger Parteinahme für ziemlich forsch ins Beug. Die hochpatriotischen Töne des Fällen einen Gegenstand der höher besteuerten Tarifnummer die fonservativen Interessen gerathen, zumal die tonservativen Referenten haben ihm nicht sonderlich gefallen. Bei zuweisen zu können. Aehnlich hat auch der Septemberturs Machthaber es an an gehäffigen Denunziationen nicht haben allem Patriotismus bleibe au bedenten, daß innerhalb " " Deutsches Reich. " ber gerühmten 25 Jabre der Militäretat von 25 auf folgung des Abgeordneten Schneider wegen des Ver- gebracht, der zum Zwede hat, die Anwendung der 6612 Milionen gefliegen sei, welche zumeist aus indirekten gebens der Aufreizung gegen die jüdische Religionsgemeinschaft Schiedsgerichtes bei Kollektivfireitigkeiten zwischen Arbeitern Steuern aufgebracht werden müssen. Das Zentrum erkenne an- ertheilt; ferner wurde der Antrag auf gerichtliche Ver- und Unternehmern zu erleichtern und der politischen wie gesichts der mißlichen auswärtigen Verhältnisse die Nothwendig folgung desselben wegen Ehrenbeleidigung angenommen gewerkschaftlichen Freiheit der Arbeit einen besseren Schuß als keit des stehenden Heeres an, mißbillige aber die Auswüchse des Viel bequemer hätte es die österreichische Regierung und das bisher angedeihen zu lassen. Die Forderungen, die der GesetzMilitarismus und vor allem die unnöthige Apostrophirung der reaktionär klerikal- polnisch- liberale Geschmeiß von Abgeordneten, entwurf stellt, sind sehr bescheiden. Derselbe verlangt nämlich, Armee gegen den inneren Feind". Es sei nicht die Aufgabe wenn sie ein Gesetz schüfen, daß allen Antisemiten und Sozialisten 1. daß das Schiedsgerichts. Geset es ist dies das Gesetz vom des Heeres, auf Vater und Bruder zu schießen. Für eine Er- für jetzt und alle Zukunft den Eintritt in die dem Dienste des 27. Dezember 1892 in allen Bergwerken und industriellen gänzung der Halbbataillone sei das Zentrum nicht zu haben. Kapitals und der monarchischen Regierung geweihten Räume des Unternehmungen sowie in den Siglofalen der ArbeitergewerkTroß aller Versicherungen, trotz Abänderung der Bestimmungen Reichsrathes versagt. schaften anzuschlagen sei; 2. daß dem Art. 10 des genannten des Beschwerderechts haben die Soldatenmißhandlungen nicht Wien, 22. November. Der Budgetausschuß erledigte Gesetzes ein Paragraph hinzugefügt werde, der den Friedenss abgenommen. Zu den schmerzlofen Ohrieigen" feien infolge in semer heutigen Sitzung die Kapitel„ Minifterium des Innern", richter berechtigt, noch ehe der Streit zwischen Arbeiter und eines neuen Urtheils des Würzburger Militärgerichts noch Landesvertheidigungs Ministerium" und Ministerium für Unternehmer zu einem Streit geführt hat, die beiden Parteien schmerzlose Peitschenhiebe über das Dhr" Kultus und Unterricht". Bei dem Kapitel„ Landesvertheidigungs- einzuladen, den schiedsrichterlichen Weg zu betreten; 3. daß jeder gekommen. Der Ton fogar einzelner hoher Offiziere fei Minifterium" erklärte der Minister Graf Welfersheimb, die Unternehmer den Gewerkschaften eine authentische Kopie dez oft ein ganz unfläthiger im Dienstverkehr mit den Soldatenmißhandlungen seien nicht nur un Arbeitsreglements( Fabrifordnung) auszufolgen habe, und M und Ma nschaften. Die Besorgniß lebe noch. daß eine fittlich vom rein menschlichen Standpunkte 4. daß jeder Unternehmer, der einen Arbeiter wegen dessen Beschwerde dem Beschwerdeführenden mit Wucherzinsen heim- aus, sondern auch vom militärischen. Die politischer oder gewerkschaftlicher Thätigkeit entläßt, mit einer gezahlt werde. Ueber das Duell sagt er wörtlich:" Jusolange Heeresleitung lege Gewicht darauf, die Mißhandlungen Geldbuße von 100-1000 Franks bestraft werde. Aber Jaurès ein von Vernunft, Religion und Staatsgefet gebrand zu bestrafen. Betreffs der neuen Militär- Straf- hatte für seinen Entwurf die Dringlichkeit verlangt( mit marktes Verbrechen von staatlichen und militärischen Autori- prozeß- Ordnung lägen große Sd.wierigkeiten darin, deren Annahme der Weg, den Entwurf zum Gefeße zu machen, täten vertheidigt wird, insolange ist es nuglos, den Völkern daß drei Regierungen mitzuwirken haben. Der Minister befür bedeutend abgekürzt wird) und da die Herren wußten, daß die zuzurufen, fie sollen ihre heiligsten Güter schützen", und es sei mortete selbst ein baldiges Zustandekommen der Reform der Regierung dem Dringlichkeitsantrag freundlich gegenüber siehe, an der Zeit, dem letzten Rest der noch vorhandenen Achtung vor Wittwen- und Waisenpensionen. Eine Animosität hatten sie beschlossen, diesen Antrag aufs heftigste zu bekämpfendem Gesetz nicht vollends mit der Quellpistole in der Hand gegen die böhmische Sprache bestehe nicht, der nothwendige ein Geschäft, das der Streber Barthou, der im Ministerium das Lebenslicht auszublasen." Er erkenne an, daß die Gebrauch der Armeesprache sei nicht mit der Nationalitätenfrage Dupuy die Stelle eines Arbeitsministers vertrat, übernommen oberste Militärverwaltung von den besten Absichten beseelt in Verbindung zu bringen. hatte. Was man von Ihnen verlangt, fagte er unter dem Beisei, und danke im Namen der Landwirthschaft" für die Prag, 22. November. Nach dem bisher festgestellten fall seiner Auftraggeber, ist ein politisches Botum, eine Revanche Verfügung an die Proviantämter, ihren Bedarf bei ein- Resultat der heutigen Landtags- Wahlen in den für das Votum, das Sie bei der Interpellation über den Streik heimischen Landwirthen zu decken, wodurch der Konkurrenz des Städten und industriellen Orten sind bei 19 Wahlen in von Carmaux abgegeben haben. Ich verlange, daß die amühelosen Zwischenhandels aus dem Bezirksamt Jerusalem" deutschen Wahlbezirken 6 Deutsch Nationale und 13 Deutsch- Kammer die Dringlichkeit verwerfe." In feinem Eifer vorgebeugt sei. Eine Abänderung der Mißstände verspricht sich Liberale gewählt. Von 39 Kandidaten der Jungczechen sind dem Ausbeuterthum dienen und gleichzeitig den Schädler vor allem von fleißigem Kirchenbesuch und religiöser 37 gewählt; ein Jungczeche unterlag gegen einen Kandidaten der Sozialisten eins auszuwischen, erklärte er u. a. auch, daß Erziehung der Mannschaften; gegen besonders unfittliche Elemente Fortschrittspartei, ein Jungczeche gegen einen Altczechen. Bon wenn Jaurès gesagt habe, daß es die Unternehmer feien, die fönne er sogar das Büchtigungsrecht zubilligen.(!) 7 altczechischen Kandidaten ist nur einer gewählt. In Brüg hat sich gegen das Gefeß betreffend das Schiedsgericht wenden, dies Der Zustand daß die Völker Europas in Waffen Stichwahl zwischen einem Teutsch- Liberalen und einem Deutsch- eine Behauptung sei, die man nicht passiren lassen dürfe, da das in Schulden starren, sei aber doch auf Nationalen stattzufinden, 13 Wahlresultate stehen noch aus. Arbeitsamt im Gegentheil fonstatire, daß es die Arbeiter seien, die Dauer unhaltbar und Redner schließt seine Ausführung Schweiz. die sich der Anwendung dieses Gesetzes entgegenstellen. Aber mit der Anregung, den Gedanken der Einsetzung internationaler Schiedsgerichte zu erwägen, wobei ihm natürlich eins mit dem des verwerfenden Volksvotums vom 3. November hält an. Das und konnte ihm so gleich nachweisen, daß im abgelaufenen Zürich, 21. November.( Eigener Bericht.) Die Wirkung um Unglück dieses Fälschers hatte Jaurès die betreffenden statistischen Daten des französischen Arbeitsamtes bei der Hand Papst an der Spige als das empfehlenswerthefte erscheint; er ist eidgenössische Militärdepartement in Bern aber so gütig, auch mit einem anderen vorlieb zu nehmen. Nach bat an alle Waffen- und Abtheilungschefs, an die Instruktions: Jahre von 51 Forderungen auf Einſehung eines Schiedsdem noch ein„ Liberaler" eine lange Beschwerde über das offiziere der verschiedenen Waffen, sowie an die Kommandanten gerichtes blog vier von Unternehmern gestellt wurden, Kantinenwesen und die von ihm den Gewerbetreibenden bereitete der zusammengesetzten Truppenkörper einen Erlaß( in Deutsch: Echiedsgerichtes nicht und daß von 31 Verweigerungen der Annahme eines Ronkurrenz vorgebracht hatte, wurde die Sigung auf morgen land hieße es" Befehl") gerichtet, von weniger als 26 den Unter vertagt. Für die sozialdemokratische Fraktion wird morgen Ge- Dienstbefehle vom 5. Februar 1892 und vom 4. Februar Streber nun auch der glatt gestriegelte gerichtet, in welchem es feine nehmern ausgegangen find! Als nach dem gekräuselten nosse Grillenberger sprechen. ich habe Deschanel 1893 betreffend Behandlung der Mannschaft 2c. in Gr genannt die Tribüne bestieg und sich anschickte, eine Vorlesung Bum Schuße des Wahlgeheimnisses füinnerung bringt. Es wurde in diesen Dienfibefehlen speziell über die Widersprüche der sozialistischen Abgeordneten zu halten, die Wahlen zum badischen Landtage schreibt die verlangt, daß im schweizerischen Soldaten der da gab es ein solches Halloh, daß er sich bald abzutreten geamtliche Karlsruher Zeitung": Schweizerbürger respektirt, daß strenge Disziplin Eine weitere Sicherung des Wahlgeheimnisses glaubte die gehalten, jedoch jede Rohheit in Wort oder That oder sonst un- wungen fah und nicht einmal feine eigenen Freunde den Muth fanden, ihm Beifall zu spenden. Was Ministerpräs dent großherzogliche Regierung in Anlehnung an einen im deutschen würdige Behandlung der Soldaten unterlassen werde. Indem Bourgeois anbelangt, hat er den Herren vom Zentrum Reichstag gestellten, in der Sigung vom 17. April 1894 ange: das Militärdepartement sodann konstatirt, daß die Ausbildung wieder eine feine Lektion gegeben. Er sei noch zu nommenen Entwurf eines Gesetzes, betr. die Abänderung des der Armee und ihre Disziplin im Laufe der letzten 25 Jahre wenig erfahren, sagte er, um sich in all den par: Wahlgefeßes für den deutschen Reichstag darin zu erblicken, daß wesentliche Fortschritte gemacht haben, macht es gleichzeitig auf lamentarischen Finessen zurechtzufinden. Es handle sich um die in der Nähe des Wahllokals ein der Beobachtung unzugänglicher bestehende Mißstände aufmerksam. Als solchen neunt es in erster Urgierung einiger Vorschläge, betreffend die Modifikation Raum beschafft wird, in dem der Wähler ohne Beisein anderer Linie, daß zwischen den Offizieren und Mannschaften nicht des Gewerkschaftsgesehes von 1884 wie des Gesetzes über die seinen Stimmzettel in den amtlich abgestempelten Umschlag durchaus erforderliche legt. Ein solcher Raum wird sich in den als Wahlort vollkommene Vertrauen bestehe. Der Mangel an Vertrauen, der Schiedsgerichte vom Jahre 1892. Unter dem Eindruck der letzten Ereignisse scheine die öffentliche Meinung einer Revision unserer für die Abgeorgnetenwahl bestimmten Gemeinden nöthigenfalls zum Schaden der Armee in einzelnen Truppenkörpern zu tage Gefeßgebung im Interesse des sozialen Friedens günstig zu sein. durch Anbringung von Vorhängen, eines Verschlags oder auftritt, sei weniger dem mangelnden Wissen und können der be- Nun habe man auf eine Debatte über die einzuhaltende Verähnliche Weise im Wahllokal selbst leicht und ohne erheblichen treffenden Offiziere, als einer unrichtigen Auffahrungsart eine politische Diskussion gepfropft und vorgegeben, Aufwand herstellen lassen. Es ist daher in dem Entwurf vorgesehen, fassung ihrer Stellung zur Mannschaft zu daß man dem Votum über die Dringlichkeit die Bedeutung einer daß für die Abgeordnetenwahl ein der Beobachtung unzugänglicher, 3uschreiben. Der Offizier erwerbe sich das Vertrauen in Revanche über gewisse vorangegangene Voten geben wolle. Er mit dem Wahllokal in unmittelbarer Verbindung stehender Raum noch höherm Grade als durch seine militärischen Fähigkeiten und bitte die Kammer, daß, wenn sie eine politische Manifestation bereit gestellt wird, in dem Gelegenheit gegeben ist, den Stimm- Kenntnisse durch seine Charaktereigenschaften. Der Vorgesetzte machen wolle, fie dies in einer flaren Weise direkt und nicht zettel mit dem Namen des vorgeschlagenen Abgeordneten zu ver- müſſe dem Untergebenen als das Vorbild der Pflichterfüllung er auf Umwegen über Fragen wie Anarchistengefeß, Arton c. sehen, in diesem Raum hat nach dem Entwurf jeder Wahlmann scheinen durch seinen sittlichen Ernst, seine unerbittliche Strenge gegen thue. Und wenn man die Regierung frage, für welche Vorohne Beisein anderer seinen Stimmzettel in den amtlich ab- sich selber und gegen seine Untergebenen, aber auch durch seine lage sie eintrete, so antworte er, für die eigene, die er in 2 oder 3 Tagen dem Hause vorlegen werde. gestempelten Umschlag zu legen. Die Benutzung dieses Raumes ist Gerechtigkeit, fein Wohlwollen und seine stete Sorge für feine age fie eintrete, so antworte er, für die eigene, die er Schließlich somit obligatorisch und es ist daher auch in diesem Raume Untergebenen. Diejenigen, glücklicherweise nicht in der Minder- wurde die Dringlichkeit, wie den Lesern bereits bekannt sein die erforderliche Anzahl der abgestempelten Umschläge zur Ver- zahl befindlichen Difiziere, welche auf dieser Höhe stehen, seien dürfte, mit einer Majorität von 4 Stimmen- 255 gegen 251 fügung der Wahlmänner bereit zu halten. Die Durchführbarkeit vom Vertrauen aller guten Elemente der Truppen getragen. votirt. Ist diese Majorität auch nur eine geringe, so gewinnt einer gleichen Vorschrift für die Wahlmännerwahl schien jedoch Gewisse Erscheinungen der Gegenwart( Ber- fie, abgesehen davon, daß die Regierung sich der Abstimmung zweifelhaft. In einer Anzahl der kleinsten Gemeinden des Landes werfung der Militärvorlage. Der Korrespondent.) veranlaffen enthielt, ganz bedeutend dadurch, daß Herr Barthou den Dringfind die als Wahllokal zu benutzenden Gemeindehäuser vielfach das Militärdepartement, das nachdrückliche lichkeitsantrag nicht nur als eine Revanche für Carmaux hinräumlich so beengt, daß hier ein der Beobachtung unzugänglicher, Berlangen au stellen, daß in diesem Sinn stellte, sondern am Schlusse seiner Rede auch noch besonders mit dem Wahllokal in unmittelbarer Verbindung stehender Raum und Geist auf das Offiziertorps gewirkt werde betont hatte, daß man für die Dringlichkeit nicht votiren dürfe, thatsächlich nicht beschafft werden kann. Andererseits würde die und daß bei der Auswahl und Beförderung weil dies eine Art Vorausurtheilung zu gunsten der sozialistischen Durchführung jener Bestimmungen für die Urwahlen in den der Offiziere vor allen Dingen die Charakter Anträge wäre. Darum ist auch das Botum als ein ganz be größeren Gemeinden wegen der großen Zahl der in jedem eigenschaften maßgebend sein müssen. Wahidistrikt wahlberechtigten Personen, namentlich beim Sollte seitens der Truppen, was in einzelnen Fällen vor- deutender Sieg der sozialistischen Kammergruppe freudig zu be gleichzeitigen Erscheinen einer größeren Zahl von Wählern gekommen, ein Geist der Unzufriedenheit gegenüber wohl- Paris, 22. November. Die Deputirtenkammer nahm die zum Beispiel in der Mittagsstunde eine erhebliche Verberechtigten Anforderungen an ihre Leistungsfähigkeit sich zeigen, legten Artifel des Gesezentwurfs betreffend die Reform der Erbzögerung in der Abwicklung des Wahlgeschäfts unausbleiblich fo fei einem folchen Geiste mit Entschiedenheit entgegen zu fchaftssteuer an. Guesde( Sozialist) unterstüßte einen zur Folge haben. Zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten sieht treten, aber niemals dadurch, daß wirklich ungebührliche An- Busagartikel, wonach eine Zusatzsteuer auf sämmtliche Erbder Entwurf deshalb vor, daß für die Urwahlen auch ein in der forderungen an die Mannschaften gestellt werden. Mit Nachdruck macht sodann der Erlaß auf die lächerlichen, Diese Steuer soll schaften, die 5000 Frants übersteigen, eingeführt wird. Nähe des Wahllokals, wenn auch nicht in unmittelbarer Berzur Unterstützung von Schul Kan= bindung mit diesem stehender Raum genügt, und daß die Be- gigerlhaften Auswüchse der Offiziers- Uniformen aufmerksam, die tinen dienen. Der Berichterstatter bekämpfte das nuzung dieses Raums den Wahlberechtigten freigestellt ist. Es im Widerspruch zum bezüglichen Reglement stehen, das nun Amendement, welches mit 393 gegen 91 Stinumen abgelehnt ist daher den Wahlberechtigten auch gestattet, den Stimmzettel trenge gehandhabt werden soll. Das Departement wünscht ein wurde. Der gesammte Gesetzentwurf wurde mit 404 gegen im Wahllokal in den Umschlag zu legen, oder sich zunächst im einfaches Auftreten der Offiziere, welches im Einklang mit 125 Stimmen angenommen. Wahllokal einen der dort zur Verfügung der Wahlberechtigten unserer nationalen Auffassung stehend, ihrem Ansehen am meisten bereit liegenden, amtlich abgestempelten Umschläge zu holen und förderlich ist." den Stimmzettel außerhalb des Wahllokals in den Umschlag ein zulegen." Desterreich. überall das M in jeder Armee in grüßen. F Der Gesetzentwurf betreffend die Aufhebung der Oktrois Abgaben auf die hygienischen Getränke wurde angenommen. zeitig mit ihm marfchirt wieder ein schneidiges Stückchen des Erbschaftssteuer Annahme gefunden hat, wird als großer Dieser Erlaß wird überall gut aufgenommen. Aber gleich. Das Kammervotum, durch welches das Gesetz betr. die von uns fürzlich erwähnten Kavallerie- Obersten Wille dieses Erfolg der Regierung angefehen. Die Annahme dieses Major v. Wißmann soll, wie die Kreuz- Zeitung" Ober- Gertschen durch die Presse. Vor der Volts erfährt, darum eingekommen sein, daß ihm wenigstens die Ver- abstimmung über die Militärvorlage referirte der Armee Jahre 1893 gewählte Stammer zu verzeichnen hat. Allerdings Gesetzes ist nämlich die erste Reform, welche die jetzige im tretung des Kommandeurs der Schuhtruppe in forps Arzt Bircher Oberst Dr. Aarau in einer dessen Abwesenheit übertragen werde, und hat sein ferneres Ver Versammlung war das Gesetz schon beim ersten Zusammentritt der Kammer in Küttingen( Kanton Aargau) über die bleiben im Amte von einer Regelung der Verhältnisse in diesem Militärvorlage in befürwortendem Sinne. In dieser Rede in im Jahre 1893 derselben vorgelegt worden. Sinne abhängig gemacht. Das wäre eine Revolte des Reichs- feiner Heimathgemeinde soll er u. a. gesagt haben:„ Die BundesRußland. tommissars v. Wißmann gegen die schneidigen Truppenbefehls- behörden werden doch hoffentlich keine Offiziere zur höheren- Die Zuschrift des Grafen Tolstoi, in der er haber in Ostafrika, mit denen er wiederholt in Konflikt ge- Truppenführung berufen, welche die Armee in in- und ausländi- dem ungarischen Philofophen Eugen Heinrich Schmidt tommen ist. schen Blättern heruntergemacht haben und den Gertschiaden zu in Pest Schilderungen der Leiden der Duchobori Sette im Gevatter gestanden sind." Als Oberst Wille dies in der Zeitung Kautasus ankündigt, lautet: " Ich sende Ihnen diesen Artikel, der die Verfolgung der Der Maultorb in der Kammer. Die Freunde las, stellte er an das Militärdepartement das Ansinnen, den des polnischen Junkers Badeni jubeln natürlich Beifall zu der Oberst Bircher vor einen Disziplinargerichtshof zu stellen und taukasischen Sefte der Duchoboren schildert, deshalb, weil dies Schaffung einer Maulforbordnung im österreichischen Reichs- wegen Mangels an Disziplin zu degradiren. Da Bircher einfach das einzige Mittel ist, um diesen Verfolgten zu Hilfe zu als Schweizerbürger in Zivil gesprochen, hatte das kommen. In Rußland kann diese Arbeit wegen der rathe. Ein polnisches Blatt des Mannes mit der eisernen Deswegen feinen Grund zum 3ensur nicht erscheinen, daher wende ich mich an Sie, Faust", womit der Badeni gemeint ist, hofft, daß durch Ab. Militärdepartement schon änderung der Geschäftsordnung den„ Obstruktionspraktiken" der Einschreiten, sodann auch ferner nicht, weil das Por: damit die Veröffentlichung in einem ungarischen Blatte erfolgen vom Oberst Wille in obigem Sage gegeben, tönne. Es ist unzweifelhaft, daß die Duchoboren Dringlichkeitsanträge 2c. vorgebeugt und die Wahrung des zutreffend und das Begehren Wille's ein gewöhnlicher perfön auf das grausamste behandelt werden, daß man ihnen parlamentarischen Anstandes" ermöglicht werde. licher Racheaft war. Tas Militärdepartement verständigte das Brod wegnahm und sie aus den eigenen Wohnungen vertrieb, Auch wäre es angebracht, meint das edle Polenorgan, Reden, deretwegen vom Präsidium disziplinarisch gegen einen Ab- Bircher von der Wille'schen Denunziation und wies diese selbst weil sie nicht gegen die Lehren ihrer Religion handeln wollten." Also russische Greuel geschildert von dem größten und geordneten vorgegangen sei, nicht in das stenographische Proto- zurück. Der Vorgang beweist aber wieder aufs neue, wie nothkoll aufzunehmen, denn dann könnten Stellen einer Rede, die wendig die in der Verwerfung der Militärvorlage gelegene angesehenften aller lebenden Russen! Bevorstehende Amnestie? Nach einer Meldung das Ansehen des Hauses schädigen, die direkt gewisse Personen Demonstration gegen die Auswüchse im Milizheere war. In St. Gallen wurde am Sonntag doch der liberale aus Warschau ist anläßlich der Geburt der Großfürstin Olga oder Behörden beleidigen, die auf Erregung des Bankdirektor Gygax mit 2192 gegen 1873 Stimmen, eine theilweise Amnestie bevorstehend und hat General Gouverneur sozialen Unfriedens und Aufreizung der Massen Da die Graf Schuwalow aus Petersburg angefragt, welche Personen, berechnet sind, nicht in die Zeitungen gelangen, welche auf unsern Genossen Oswald fielen, gewählt. weil bezüglich dieser Stellen die Immunität zahlreiche Arbeiterschaft der Stadt St. Gallen auch nicht einen die in Russisch- Polen verurtheilt worden sind, amnestirt werden nicht Geltung haben würde. Durch diesen ungeheuer einzigen Bertreter im Kantonsrath hat, besteht hier ein sollen. lichen, gegen das innerste Wesen des Parlamentarismus ver- ungerechter Zustand, dem durch die Proportionalwahl abstoßenden Borschlag würde eine energische und wirksame Beschwerde geholfen werden sollte. führung im Reichsrathe einfach illusorisch gemacht. Das amü santeste bei alledem aber ist, daß sich die Herrschaften bei ihren Knebelungsversuchen stets auf das Beispiel anderer, d. h. der deutschen Parlamente berufen. So zeugt eine freiheitsschädigende Maßregel selbst in anderen Ländern schlechte Folgen: böse Beispiele verderben gute Gitten. trät, das Frankreich. -Depelchen und letzte Nachrichten. Paris, 21. November.( Eig. Bericht.) Ein fozia= Straßburg i. E.( W. T. B.) Vor dem hiesigen Schwurgericht listischer Kammerfieg. Wie wenig es die Vertreter der wurde heute gegen den früheren Supernumerar und späteren Schlotjunker und Finanzbarone vertragen können, daß ihnen das Droguengehilfen Fix wegen Giftmordverfuches, begangen an feiner Regierungsheft aus der Hand geschlagen wurde und wie sehr sie Schwester und deren Gatten, dem Delhändler Müller verhandelt. nun in ihrer Erbitterung, nicht mehr Herren der Gesetzgebung und Die Geschworenen verneinten sämmtliche 16 Schuldfragen, worauf Aber auch in brutalerer Form wurde ein Angriff gegen die Verwaltung zu sein, nach jeder Gelegenheit haschen, der neuen der Staatsanwalt Freisprechung beantragte. Der Gerichtshof Immunität der Abgeordneten gemacht und bedauer- Regierung ein Bein zu stellen, das hat sich wieder in der heutigen erkannte nach dem Antrage des Staatsanwalts und legte die licherweise von Erfolg gefrönt, denn mit 128 gegen 52 Stimmen Rammerſigung gezeigt. Bei Beginn derselben hatte Genosse Kosten des Verfahrens der Staatskaffe auf. Das Publikum behat das Haus die Genehmigung zur gerichtlichen Ver- Jaurès einen aus 4 Artikeln bestehenden Gefeßentwurf ein- reitete dem Freigesprochenen lebhafte Ovationen. Verantwortlicher Redaticur: Frik Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Trud und Verlag von Mag Lading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 275. Bu den StadtverordnetenStichwahlen! Sonntag, den 24. November 1895. 12. Jahrg. erstatten. Das kann ja eine recht interessante Debatte darüber amerikanische batschartige, in den schmucksten Farben schillernde zeitigen, weshalb die liberale" Stadtverwaltung Schritt für und nicht mit Uurecht als Sunfishes( Sonnenfische) bezeichnete Schritt ihr schmales Selbstverwaltungsrecht auch auf dem Schul- Fische. Herr Ad. Rady überwies dem Aquarium je eine Gesellgebiet selbst beschnitten hat. Bekanntlich hat die von sozial- schaft Holländer und Burnham- Austern, die in einem der unteren Eine reiche Ausbeute an demokratischen Elementen sorgfam freigehaltenene Schuldeputation Seewasser- Baffins ausgesezt wurden. den staatlichen Behörden sämmtliche Finger gereicht und ist nun interessanten, zum theil hier fehlenden Fischen, Schnecken, Starr vor Verwunderung darüber, daß der Staat durch das den Mantel- und Pflanzenthieren, Schlangensternen zc. ging aus dem Schulinspektoren beigelegte Vetorecht nun die ganze Hand ge- Mittel- und Adriatischen Meere ein und fand in verschiedenen nommen und die Schuldeputation auch nach außen erkennbar zu Becken Unterkunft. einer Scheinverwaltungsbehörde herabgedrückt hat. " GemeindeAm 29. d. Mis., von morgens 9 Uhr bis abends 7 Uhr, finden im 17. und 27. Kommunal- Wahlbezirk die Stichwahlen zwischen den freisinnigen Kandidaten und unseren Genossen statt. Jn 27. Wahlbezirt fehlten uns bei der Hauptwahl nur einige Stimmen an der absoluten Majorität. Die Wahl des bisherigen Vertreters, Genossen Hente ist absolut sicher, wenn eifrig für rege Betheiligung an der Stichwahl gesorgt wird. Ebenso Die Rigdorfer Gemeindevertretung beschäftigte sich aus Diphtherie und Scharlach. Das Berl. Tagebl." schreibt: Donnerstag infolge einer Anregung des Genoffen Müller dürfen wir mit Bestimmtheit auf den Sieg im 17. Wahlbezirt, Die Erkrankungställe an Diphtherie und Scharlach unter unserer mit der Einverleibungsfrage. Infolge der leyten Beschlüsse der in welchem unser Genosse Börner zur Stichwahl steht, rechnen, schulpflichtigen Jugend haben sich während der lezten Wochen Berliner Stadtverordneten- Versammlung hat sich der Einwohnerwenn in Haus, Werkstatt und Fabrik energisch für seine Wahl dermaßen gehäuft, daß man faft von einer epidemischen Ver- schaft hinter der Ringbahn eine große Aufregung bemächtigt, agitirt wird. Es gilt am 29. d. M. diese beiden Bezirke für die breitung dieser beiden ansteckenden Krankheiten sprechen könnte. weil eine Theilung des Ortes schwere Schädigungen des hinter Sozialdemokratie zu erobern. Die Genossen dieser Bezirke haben zum Glück find die bisher zur ärztlichen Kenntniß gelangten der Ringbahn belegenen Theiles mit sich bringen müßte. Um in die Pflicht, alles aufzubieten, um den Sieg an unsere Fahne zu Fälle so leichter Natur, daß von einer Erhöhung der Sterblich dieser Beziehung die Einwohnerschaft zu beruhigen, beantragte fesseln. Aber auch die Genossen, welche nicht zur Wahl berufen sind, feit in unserer Bevölkerung im allgemeinen auch nicht entfernt Genosse Miller, einen Beschluß zu fassen, in welchem die Gemüssen fleißig bei der Agitation helfen und sich den Wahlkomitees die Rede sein darf. Allein gleichwohl wäre es nicht am Plage, zur Verfügung stellen. Die Wählerlisten liegen zur Einsichtnahme für wenn man es an der erforderlichen Vorsicht fehlen lassen wollte. meindevertretung sich dahin ausspricht, daß Rigdorf infolge seiner bet 17 Bezirk bei Börner, Ritterstr. 15 und für den 27. Bezirk Zum guten Theile liegt es in den Händen der Mütter und geographischen Lage und seiner wirthschaftlichen Verbindungen unter feinen Umständen zerrissen werden könne. bei Henke, Naunynstr. 27, aus. In erfolgreicher Weise können der Lehrer, der Verbreitung dieser Krankheiten entgegen vorsteher Boddin stimmte dem Antrage bei undiwar der Auficht, die Genossen thätig sein, wenn sie die Wohnung ihrer Arbeitszu wirken. Bei den leisesten örtlichen Anzeichen, also daß mit Rücksicht auf die ganzen Verhältnisse die Regierung keine genoffen erfragen und diejenigen, welche im 17. und 27. Kommual. bei start gerötheten Schleimhäuten des Rachens, den Wahlbezirk wohnen, energisch zur Erfüllung ihrer Wahlpflicht fogenannten Mandeln an den Gaumenbogen, sind sofort die demnächst auch die betheiligten Gemeinden zur Sache gehört Theilung des Ortes zulassen werde. Uebrigens dürften wohl anhalten. Wir fordern alle Genossen auf, sich in den Dienst der Kinder zu Haus und im Bette zu halten, ein Thermometer ist in werden. Die Vertretung gab schließlich die nachstehende ResoWahlagitation zu stellen und durch Verbreitung von Flugblättern, die Achselhöhle zu legen, um sich davon zu überzeugen, daß keine lution der bestehenden Eingemeindungs- Kommission als Richt durch energische und andauernde Agitation in Werkstatt und fieberhafte Steigerung vorhanden ist! Da die normale Körperschnur auf den Weg: Die Gemeindevertretung erklärt, im Fabrit sowie durch lebhafte Hausagitation für die Wahl der temperatur 37,5 Grad Celsius beträgt, so ist damit eben ein zu Gegensatz zu den Beschlüssen der Berliner StadtverordnetenSozialdemokratischen Kandidaten thätig zu sein. verlässiger Auhaltepunft gegeben. Natürlich muß ärztlicher Rath Versammlung, daß die Eingemeindung nur dann den öffentlichen schleunigst eingeholt werden. Es ist ferner unumgänglich noth- und Gemeinde- Interessen entsprechen kann, wenn sie sich auf das wendig, daß in jeder Familie, in welcher schulpflichtige Kinder find, eine Sublimatlösung von 1: 1000, das heißt von 1 Gramm ganze Gemeindegebiet erstreckt."- Des weiteren wurde in dieser Sublimat auf einen Liter destillirten Waffers in einem gut ver- Sizung der neugewählte Schöffe Sander in sein Amt eins Die Parteigenoffen und Genoffinnen von Rigdorf und schloffenen Gefäß in Bereitschaft gehalten werde, um mit dieser geführt. Der Gemeindeverordnete Blant hat sein Amt frankheitshalber niedergelegt, infolge dessen findet Mitte Brig werden wiederholt auf das Wirken der Parteispedition Lösung sofort gurgeln und den Mund ausspülen zu lassen. So Dezember eine Erfahwahl statt. Das Publikationshingewiesen und ersucht, die Abbestellung und das Neu- dann sollten die Kinder alltäglich, bevor sie in die Schule gehen, Innitut„ Kosmos" in Berlin hat ein Gesuch um Gestattung der Abonnement auf den Vorwärts", das„ Volksblatt" und die genau von den Müttern besichtigt werden, ob sich an der Körper Ausstellung von Anschlagfäulen eingereicht. Genosse Schenk Sonstige Parteiliteratur an den nachstehend befannt gegebenen oberfläche irgendwo allgemein verbreitete, gleichmäßig gefärbte, beantragt, das Gesuch abzulehnen. Er könne sich nur für die Stellen rechtzeitig bewirten zu wollen. Es ist bekannt, daß die tieirothe Stellen zeigen. Die Lehrer sollten es an Ermahnungen Aufstellung von Plakatfäulen erklären, wenn die Gemeinde felbft Parteispedition fich vor allem die Abschaffung der Kinderarbeit, in dieser Richtung nicht fehlen lassen und die Schul- die Aufstellung und den Betrieb besorge, da sonst leicht die sowie die anständige Entlohnung der Austrägerinnen angelegen finder, welche über allgemeine Mattigkeit und Kopfschmerzen Arbeiterschaft übers Ohr gehauen werden könne und Dinge eine fein läßt; möge daher jeder, den die Hebung seiner eigenen Lage lagen, sofort wieder nach Hause schicken. Selbst auf die Gefahr treten könnten, wie in Berlin mit Nauck und Hartmann.- Die am Herzen liegt, auch für die Besserstellung der in der Zeitungs- hin, daß einzelne Kinder ohne gegründete Ursache zeitweilig von Vertretung wies die Sache an eine Kommission. spedition Beschäftigten eintreten, indem er das Partei- Unter- der Schule ferngehalten würden. Die strengste Einhaltung der nehmen unterstützt. polizeilichen Anzeigevorschriften, die sofortige Zuziehung des Der wegen Majestätsbeleidigung zu 21/2 Monaten Liften zum Ginzeichnen liegen an folgenden Stellen aus: Arztes, sorgfältige Achtsamkeit seitens der Mütter und der Lehrer Gefängniß verurtheilte frühere Redatieur des„ Sozialist". Hilpert, Restaurant, Karlsgartenstr. 1, Barthel, Restaurant, auf das Allgemeinbefinden der Kinder, das sind die wirksamsten Hermanplatz 8, B. Schent, Restaurant, Hobrechtstr. 9, D. Klein, Mittel, um einer im Entstehen begriffenen Scharlach- und Bigarrenmacher Ostar Witzke, ist der Volks- Zeitung" zufolge Restaurant, Kaiser Friedrichstr., Ecke Pannierstr., Rheden, Diphtherie Epidemie Einhalt zu thun." Diese Vorschläge sind behufs Strafantritts verhaftet worden. Restaurant, Prinz Handjernstr. 66, Thomas, Restaurant, Berg- gewiß recht nüßlich. Leider hat das liberale Blatt vergessen, Straße 162, Krüger, Materialgeschäft, Prinz Handjernstr. 58, anzugeben, wie die genauen Beobachtungen von den vielen Herrmann, Bigarrengeschäft, Kirchhofstr. 2, D. Lindemann, proletarischen Müttern angestellt werden sollen, die unter der Restaurant, Hermannstr., Ece Steinmezstr., sowie beim Partei- göttlichen Weltordnung morgens früh an die Arbeit gehen, und spediteur, Genoffen Gustav Ostermann, Jägerstr. 70, II., woselbst es dann den Kindern überlassen müssen, zu sehen, wie sie fertig auch sämmtliche Schriften der Parteiliteratur ausliegen. Auch werden. Und auf diese kommt es doch namentlich an, denn wo find Beschwerden über Unpünktlichkeit bei letzterem auzubringen. Das meiste Elend, da sind auch die meisten Krankheitsteime Der Vertrauensmann. vorhanden. Tokales. Recht erbauliche Zustände scheinen in der KommunalVerwaltung von Stegliz zu herrschen, wie eine Erklärung besagt, die von ca. 200 dortigen Bürgern dieser Tage in öffent licher Versammlung beschlossen worden ist und der GemeindeVertretung übermittelt werden soll. Die Erklärung lautet:„ In anbetracht der im Schooße der Gemeinde- Vertretung immer stärter anbetracht der im Schooße der Gemeinde- Vertretung immer stärker hervortretenden Spaltungen und der zum theil schwerwiegenden Beschuldigungen einzelner Gemeindevertreter gegen die Mehrheit( z. B. Staatsbehörde und Gemeindeschulen. Der Stadt- Im Berliner Aquarium hat man verschiedene neue Einrich- Gehalt des Gemeinde- Baumeisters, Submissionsfrage u.s.w.) fordern verordnete Dr. Preuß hat in Gemeinschaft von 21 anderen Mit- tungen getroffen. Unter anderem ist der Teich am Fuße der wir von der Gemeindevertretung Aufklärung über diese die gliedern folgenden Antrag bei der Stadtverordneten Ver- großen Grottentreppe zu einem& chteich umgeschaffen und durch Bürgerschaft auf das engste angehenden Vorgänge. Wir erklären, sammlung eingebracht: Die Stadtverordneten Versammlung ausgesucht schöne und stattliche Goldschleihen und Goldorfen daß die von der Bürgerschaft gewählten Gemeindevertreter die wolle beschließen, einen von den Abtheilungen zu wählenden besetzt worden. Mit mehreren im lebenden Zustande dem Publi- Verpflichtung haben, ihren Wählern endlich einmal einen RechenAusschuß von 15 Mitgliedern zu beauftragen, das Material über fum gänzlich oder fast unbekannten Süßwasserfischen, so mit schaftsbericht über ihre Thätigkeit abzulegen, zumal durch Ers die neuerdings von Staatsbehörden in bezug auf das tommu Donauwelsen und den marmorirten Aalquappen, wurde örterungen im St. A.", wie sie in leyter Beit von seiten der nale Schulwesen erlassenen Anordnungen zu prüfen und der ein Becken neben den Ochsensröschen bevölkert. Die be Gemeindevertreter gegen einander stattgefunden haben, das Ver Versammlung darüber, sowie über die von den städtischen Bekannte Fischzucht des Herrn von dem Borne in Berneuchen trauen der Bürgerschaft zur Gemeindevertretung naturgemäß hörden ergriffenen oder zu ergreifenden Maßregeln Bericht zu fandte außer Goldfischen und Goldschleihen eine Anzahl nord- immer mehr schwinden muß." Christ und Heide. : M " ging, ohne daß er vor dem Altar des Herrn gekniet hätte. würden gegen eine solche Unterftellung" ganz entschieden Ber Eines Tages aß ich bei ihm, ein Diener zerbrach eine wahrung einlegen. Sie sind vielmehr einem schönen, echt Aus Boethe's Freundeskreise. Erinnerungen von Schüssel, und sein Herr schlug nach ihm. Daun hörte ich menschlichen Zuge des Herzens gefolgt und haben um irgend Baronin Jenny von Bustedt, herausgegeben von 2ily von seinem Bruder sprechen; man sagte, er sei sehr arm. eines böchst löblichen Zweckes willen einen Wohlthätigkeitsbazar" v. Kretschmann"), so betitelt sich ein staatlicher Band, den wir eingerichtet. Er ist ein Rezer und Gottesleugner und trägt gerechte mit tiefster Spannung, wir möchten fast sagen: Andacht, geTonangebende" Persönlichkeiten unterzeichneten den bes lesen haben, und den wir allen, die sich aus den Stürmen Strafe", sagte mein Wirth. Ich erschrak, denn er war ja treffenden Aufruf. Ja, auch innerhalb der hohen, höchsten und des Tages für Augenblice in die olympische Ruhe des großen ein Christ! allerhöchsten Gesellschaftsschichten bringt man jenen herrlichen Olympiers von Weimar zu flüchten wünschen, aufs wärmste Ich wurde ein Weib, ich sah das Elend in der Welt, Kulturblüthen, die sich besonders üppig in den beiden leyten empfehlen. Die Verfasserin ist eine edle Frau, begeistert für die bitterste Armuth in den Hütten, und Kirchen von Gold Monaten des Jahres zu erschließen pflegen, erfreulicherweise das alles Hohe und Schöne, Baronin Jenny von Gustedt, die jüngste stroßend und Priester in Seide und Spitzen da dachte regste Interesse entgegen. Man beehrt fogar- Herz, was willst der Freundinnen Goethe's, die letzte der in die Gegenwart ich an ein schlichtes Zimmer mit niedrigen Fenstern und du mehr?- die Wohlthätigkeitsbazare mit seiner hohen, höchsten und allerhöchsten Gegenwart, und wem dann noch nicht der hineinragenden, die ihn noch geschaut, noch mit ihm geplaudert hölzernen Stühlen, an einen Mann darin im langen, und allerhöchsten Gegenwart, und wem dann noch nicht ber bat. Sie starb am 28. Juni 1890. Und die Herausgeberin grauen Rod, mit einer milden Hand, leuchtenden Augen, ganze Sinimel herniedersteigt, bem ist wahrlich nicht zu helfen. ist ihre Enkelin Lily von Kretschmann uns besser bekannt unter ihrem Frauennamen: Lily von Gizycki. Aus dem Ideen herrlichen Gedanken war er nicht doch ein freise Goethe's, des größten der Seher, der, wie den Darwinismus, Christ?! so auch den Sozialismus vorausgeschaut, ist sie natürlich zum Nun bin ich alt. Ich erschrecke nicht mehr, wenn ein Sozialismus gekommen. geliebter Mensch die Kirche meidet, aber ich bin verzweifelt, Wir wollen hier keine Rezension geben, auch nicht eine wenn er an den Hütten der Armuth vorüber geht. Ich Uebersicht des Inhalts. Nur eine prächtige Perle wollen wir bewundere nicht mehr den frommen Mann, dessen Name dem Buche entnehmen eine Berle doppelt werthvoll in dieser in allen Kirchenkollekten zu finden ist, aber ich verachte den, Beit des chriflichen Cant's, das heißt des blasphemischen Miß der es versäumt hat, ihn in die Herzen der Menschen zu brauchs religiöser Schlagworte für die gemeinsten weltlichen 3 vede. Es ist der Schlußabschnitt des Buches und lautet also: schreiben! Eine Erinnerung. Der Wohlthätigkeitssport. Viele Wohlthätigkeitsbazare gondeln allerdings unter ein facheren Verhältnissen umher. Es läßt sich die leidige Thatsache, minder glänzend gestellte Verwandte zu haben, eben nicht aus der Welt schaffen. Tröstlich ist's dabei wenigstens, daß, wenn auch nicht überall der äußere Prunt sich gleichmäßig auf der Höhe der Beit" bewegt, so doch der Geist und innere Gehalt unweigerlich der selbige bleibt. und Namenänderung in Frage kommt aus jedenfalls sehr Mitunter erachtet man es wobei auch nur eine Formenschwerwiegenden Gründen für angebracht, nicht einen Wohl thätigkeitsbazar, sondern einen Wohlthätigkeitsball. einen Wohlthatigkeitsthee, eine Wohlthätigkeitsausstellung oder irgend eine andere Wohlthätelei in diese Welt des Athmens zu sezen. Als unerläßliches Anhängsel pflegt aber bei allen derartigen Gelegen. heiten eine Wohlthätigkeitslotterie einherzutrotten. Ich war ein Kind. Allsonntäglich ging ich zur Kirche, allabendlich faltete ich die Hände zum Gebet, jeden Morgen Zwei Dinge, die sich so schroff wie Noth und Vergnügen Gewiß nur ein Kanadier, der Europens übertünchte Höflich. galt mein erster Gruß dem lieben Heiland. Da sah ich gegenüberstehen, find unmöglich, meint vielleicht mancher, unter Goethe, er streichelte mir das Haar, er lächelte freundlich einen Hut zu bringen. Doch dem erfinderischen Menschengeiste, feit nicht fennt, ist unfähig, diese Wohlthätigkeits- Festlich feiten ter bekanntlich eine ganze Menge anftaunenswerthester Dinge ins recht zu würdigen. Giner niederen Zivilisationsstufe Angehörende und schenkte mir ein Körbchen Erdbeeren, das er gerade Leben rief, gelang auch dieses Wunder, und wer etwa von der können unmöglich auf den Gedanken kommen, Noth und Glend einem armen, zerlumpten Mädchen abgekauft hatte, für mehr Kultur so unbeleckt ist, daß er diefer verbürgten Mittheilung zu einer Quelle des Vergnügens zu machen. Diese werthGeld, als es verlangte, wie ich deutlich bemerkte. Von nun feinen Glauben schenken will, kann sich ja durch eigenen Augen- volle Errungenschaft bleibt höher entwickelten Geschöpfen vor. an wurde jeder Tag mir zum Fest, an dem ich ihm be- schein überzeugen. behalten. Sie erwarben sich das unschäzbare Verdienst, den gegnete; ich sah ihu überall: im Part, im Wald, auf der Der führt ihn in glänzende, festlich geschmückte Säle, die Wohlthätigkeitssport in Schwung gebracht zu haben. Straße, zu Haus nur in der Kirche nicht. von der„ vornehmen Welt" durchrauscht werden. Lächelnd, Durch Lachen und Lächeln, Tanzen und Tänzeln gedenkt man Warum geht der Herr Geheimrach nicht in die scherzend, kokettirend, stolzirend, drängt sich dieselbe um eine dem Glende abzuhelfen!! Man flunkert sich und anderen vor, Menge improvifirter" Verkaufstische, an denen Zugus- und so- daß dies möglich sei, und pugt und schmückt sich ohne jedes Gr Kirche?" fragte ich. genannte Kunstgegenstände, Spizen, Stickereien, furz gar manche röthen, um zum besten der Armen im kostbar ausgestatteten überflüssige und unnütze angeblich auch nigliche und praktische Salon berunizuwalzen oder herumzugaloppiren. Wichtig thuend, Dinge ausliegen. Das Büffet" wird gleichfalls dicht umdrängt. geschäftelt man in vergnügungshaschen dem Begehren hin und her, Auch die Blumentische stehen nicht gerade vereinsamt da, und wenn's gilt, den geliebten Wohlthätigkeitsbazar oder dessen Veraus allen Taschen strömt Gold in Fülle herbei. wandte natürlich in gänzlicher Üneigennüßigkeit erstehen zu lassen. " " " Er ist tein Christ!" Ich erschrak tödtlich. Da hörte ich, daß einer armen, fleißigen Familie das Haus abgebrannt war; ich ging hin, um ihr mit meinen schwachen Kräften beizustehen, und fand sie glücklich und zufrieden in einem neuen Heim:„ Der Ganz besonders rechnet sich's die galante Herrenwelt zur In vollen Zügen wird das beranichende Gift der SelbstHerr Geheimrath hat uns schon geholfen."- Wie fonnte Ehre an, für den wahren Zappalienpreis von 20 M. eine Tasse er barmherzig sein, wie konnte Eegen auf seiner Gabe Thee, eine Rose u. s. w. zu erstehen. Tamen der höchsten täuschung geschlift, und in die süß kosende Gautelei, durch sein Aristokratie", der ersten und feinsten Kreise" walten als Ver- Thun das Los bedauernswerther Menschen verbessern zu helfen, ruhen? Er war ja kein Christ! Und die Jahre vergingen. Ich machte die Bekannt- fäuferinnen. Ihrer eigenen Versicherung nach haben dieselben schmeichelt man sich förmlich hinein. Man ist von der Lüge umschaft eines frommen Mannes und freute mich dessen. Er fich bei ihren Anzügen der Einfachheit befleißigt, und man sieht garut, will von ihr umgarnt sein und sitzt so fest verstrickt in den gab mit vollen Händen, er sprach so schön von Gott und auch wirklich nur mit echten Spitzen besetzte Kleider, Mäntelchen Maschen derselben, daß man die anpochende Wahrheit als Vervon starrer Seide u. s. w. leumdung, als Entstellung bester und edelster Absichten empört Christenthum; feine Kirche in seiner Gegend gab es, die Auf dem ganzen ruht der Schimmer vergnüglichen Treibens, zurückweist. Wohlthätigkeitsbazare und ähnliche Festlichkeiten werden, nicht von ihm unterstützt worden wäre, kein Sonntag ver- und ein Unkundiger glaubt wohl, man habe sich bier zum Zwecke des Ergözzens, zu irgend einer Lustbarkeit versammelt. Diese hauptsächlich durch Tamen ins Werk geseßt, die den sogenannten Auffassung ist aber eine vollständig irrige und die Betheiligten" I vornehmen Kreisen angehören und der Sorge ums tägliche Brot * Braunschweig, Georg Westermann, 1892. " " 1 27 Nen- Byzanz. Ein Leser sendet une folgende Stizze: Steht| Richtung des Zuges das Wort„ Westend". Natürlich besteigen im Umherziehen und war am Freitag Nachmittag am Bahnhof ba ein Schuhmann„ Unter den Linden" mit hochgehobenen Armen, die Passagiere, welde nach den Stationen der Stadtbahn fahren Wedding damit beschäftigt, eine Scheere zu schleifen. Als er mie de Münch'ner Kind'l und gebietet mit energischer Miene wollen, den Zug und kommen statt deffen nach Stationen des mitten in der Arbeit war, sprang ihm der Schleifstein entzwei. Ruhe und Aufmerksamkeit. Wollen Sie zurückfahren!" schreit Nord- resp. Südringes, woselbst sie dann nach Zahlung von Dabei flog ihm ein Stück an den Kopf und zerschmetterte ihm er dem Führer eines Handwagens entgegen, welcher die Char- 10 Pf. Strafe und Versäumniß der Fahrzeit bis zu einer halben das Stirnbein. Der Schwerverlegte mußte in ein Krankenhaus Tottenstraße heraus tam und nicht zeitig genug gebremst Stunde erst den richtigen Zug besteigen tönnen. Hoffentlich wird gebracht werden. hatte. Wollen Sie zurückfahren!!" Die Brettertalesche wurde hier baldigst Abhilfe geschaffen. ein und einen halben Schritt zurückbewegt! Aber, warum nur alles? Ah ein Ausruf der Bewunderung, der Ueberraschung, des Glückes. Alle Augen richten sich nach dem Branden: burger Thor. Alles bleibt stehen. Ah- da kommt es: eine Kutsche mit betreẞtem Kutscher, betreßtem Diener und fülber beschlagenen Pferden. Ah! Vor mir steht ein„ vornehmer" Herr mit kühnem Schnurrbart, wohlgerundeten Backen, spär lichem Haar, elegantem Zylinderhut, theurem Biber werden soll, schreibt der Berliner Berichterstatter der Peters- gefunden. In der Bismarckstraße fuhr ein Rollwagen mit einem pelz, farrirten Hosen und Lackftiefeln, ohne das, was burger Beitung":" Die schon gewöhnlich recht üppige und in der Pferdebahnwagen zusammen, wobei der Führer des ersteren von ich nicht sehen konnte. Die Kutsche kommt näher; ich falten Jahreszeit entsprechend theuere Verschwendung, die mit feinem Size herabgeschleudert wurde, unter die Räder seines ftebe neben ihm, er macht seine rechte Hand frei, da vornehmen Blumen hier auf der Tafel getrieben wird, genügt Wagens gerieth und bedeutende Verlegungen an beiden Beinen blizen Ringe mit bunten Steinen, die goldbepanzerte Hand faßt nicht mehr. Dieser Tage sab ich fein bemalte natürliche erlitt. In der Friedrichstraße wurde ein Kaufmann durch einen nach dem Cylinderhut, fauft wird er zum Gruße abgehoben Blumen, die neben dem Gedeck der Gäste standen. Auf den Omnibus überfahren und am Unterschenkel schwer verletzt. Im und der Kutsche scheint ein Vollmond mehr entgegen. Dann Blättern weißer und gelber Rosen war mit feinsten Laufe des Tages fanden fünf unbedeutende Feuer statt. ging alles befriedigt weiter. Mein Nebenimann aber sah mich, Pinselstrichen in Gold, Silber, Blau u. s. w. und in An beiden Beinen überfahren wurde am Freitag Abend Als sichere Brotstelle" werden im Annoncentheil der um sechs Uhr der 20 jährige Kaufmann Emil Büttner aus der Deutschen Tages- Zeitung", des Organes der Landwirthe, folche Müllerstraße 31 von einem Omnibus vor dem Haufe FriedrichGüter, die zum Verkauf stehen, häufig angeboten. Es ist ergöz- straße 188. Gin Schuhmann brachte den Schwerverlegten mit den Nothstand der Landwirthschaft zu lesen. lich, dann in derselben Nummer die ewig gleichen Tiraden über einer Droschke in ein Krankenhaus. da ich dem ganzen Vorgange starr wie Eis zugesehen hatte, mit einem weit überlegenen Blicke an, aus dem ich deutlich das Gebet des Pharisäers herauslesen konnte:" Herr, wie dank ich Dir, daß ich nicht bin wie jener Zöllner". Ob aber auch nur einer von all' den Höflingen gewußt haben mag, was er eigent lich gethan hatte? Anscheinend nicht, sonst hätte sich hin und wieder einer schämen müssen; denn die Kutsche war- leer. " Von der Gründung eines evangelischen Troftbundes, mit dem vielleicht auch hier und da ein Parteigenosse in Trauer: fällen wider Willen Bekanntschaft machen könnte, haben wir vor einigen Tagen berichtet. Unsere unmaßgebliche Meinung ging bekanntlich dahin, daß den Armen, die ihre Ernährer verloren haben, mit einem Zwanzigmarkstück weit mehr gedient sei, als mit evangelischen Trostschriften". Wie die Volksztg." zu melden weiß, gehören dem neuen Trostschriften- Verein bereits eine große Anzahl von Leuten aus den Kreisen der Geistlichen und denen der oberen Zehntausend an. Genannt werden Kultusminister Bosse, Generalsuperintendent Dryander- Berlin, Probst Freiherr v. d. Goly, Graf Douglas, Geheimrath Schwarztopff u. a. Am heutigen Todtensonntag soll diese neueste Art praktischen Christenthums zum ersten Male in Wirksamkeit treten. Der Erfolg dürfte im heidnisch- proletarischen Sündenbabel auch mäßigen Erwartungen taum entsprechen. Von der Siegesallee. Die neueste Mittheilung bürgerlicher Blätter betrifft die vielen Hohenzollernftatuen, die, wie am Morgen Ueber eine neue Art Lugns, der jetzt in Berlin getrieben Frau Polizei- Bericht, um 22. er Bitſchinenfraße erhängt vore in Witterungsübersicht vom 23. November 1895. Stationen. Swinemünde München zierlicher Schrift ein anmuthiges Tafelsprüchlein gemalt. Auf dunklem Stiefmütterchen stand z. B. mit rahmfarbenen Buchstaben gepinselt:" Seid herzlich begrüßt!" Und auf den Blätteru einer Rose daneben war der Speisezettel perlfein aufgetrieben. Ich wiederhole, es waren lebende frische Blumen und jedes Buchstäblein in passender Farbenzusammenstellung mit der Färbung der Blume mühevoll und sorgfältig mit der Hand aufbereits verweltt, hatte aber entsprechend viel Geld verschluckt. gemalt. Der kostspielige Scherz war am Ende des Festmahls Diese Mittheilung über reichbefeßte Tafeln dürfte namentlich die Hamburg ungezählten Tausende interessiren, die nicht wissen, wie sie vor Berlin Hunger sich und ihre armen Kinder in den Schlaf bringen sollen. Wiesbaden Amtlich wird von den Ersatzkommissionen der Aus- Wien. hebungsbezirke Berlin folgendes bekannt gegeben: Für das nächst Haparanda jährige Heeres- Ersaßgeschäft wird denjenigen jungen Männern, Petersburg welche in dem Zeitraum vom 1. Jannar 1876 bis zum 31. Tezember 1876 geboren sind und sich hierselbst aushalten, in Er- Aberdeen. innerung gebracht, daß sie zur Vermeidung von Nachtheilen und Paris. Weiterungen sich, soweit noch nicht geschehen, mit Geburtsscheinen oder sonstigen Ausweismitteln über die Zeit und den Ort ihrer Geburt zu versehen haben. Die für diesen Zweck aus den Geburtsregistern der Standesämter zu ertheilenden Bescheinigungen werden fostenfrei ausgefertigt. Der Zeitpunkt für die Anmeldung zur Rekrutirungs. Stammrolle wird in der ersten Hälfte des Monats Januar t. J. bekannt gemacht werden. Sort • Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. BUG Windrichtung DGD Windstärke NABOTA( Stala 1-12) Wetter heiter bedeckt heiter bedeckt 766 • 759 764 GD 755 Still • 757 bedeckt 764 Still bedeckt 768 SW bedeckt 776 DSO Schnee 765 3 wolkig 767 NNW 3 wollig 755 • WNW 2 bedeckt . Temperatur nach Celfus ( 5° C. 4° R.) Wetter- Prognose für Sonntag, den 24. Novbr. 1895. leichten Schneefällen und frischen östlichen Winden. Ziemlich faltes, theils heiteres, theils wolkiges Wetter mit Berliner Wetterbureau. 1102 Theater. des 27. Januar d. J. der Vorwärts" und am Nachmittage dieses Eine merkwürdige Mittheilung bringt ein BerichtTages der Reichs- Anzeiger" melden konnte, Wilhelm II. für die erstatter: Der Mord und Selbstmord des Annoncenaquisiteurs Siegesallee" stiften wollte. Im Kleinen Journal" lautet die Calamé und dessen Geliebte Wally Sielaff wird noch ein Nachbetreffende Meldung:" Von der Ausschmückung der Sieges- spiel haben. Auf Antrag der Mutter bezw. der kgl. Staatsallee durch Bildwerke hat man lange nichts vernommen. Der anwaltschaft sollen nämlich beide Leichen wieder ausgegraben wer Plan ist jedoch keineswegs aufgegeben, sondern wird in den, da bei den Betheiligten Zweifel aufgestiegen, ob überhaupt aller Stille weiter verfolgt. Der Kaiser hat, wie man hört, jene aufgefundenen Zeichen die der oben erwähnten Personen aus den Archiven das einschlägige Material eingefordert, um die waren, zumal diese von niemandem persönlich rekognoszirt worFrage zu entscheiden, welche Männer als Vertreter der einzelnen den sind, sondern ohne Hinzuziehung irgend welcher Personen Epochen zu wählen sind. Eine Zahl von Bildhauern ist befragt obduzirt und dann begraben worden sind. worden, welche Art der Ausführung fie empfehlen würden. Es Die Heizungsversuche in den Wagen der Großen Berliner Schauspielhaus: Sonntag, 24.: Die Räuber. Anfang kommt hier nur Marmor und Bronce in betracht. In Künstlerfreifen wird angenommen, daß ganz plöglich einmal der fertige Plan veröffentlicht und die Aufträge gleichzeitig vergeben werden." Es giebt keinen Nothstand! Die Verfechter dieses Wortes hätten in den letzten Tagen in Riydorf Gelegenheit gehabt, fich von dem Gegentheil dieser Behauptung zu überzeugen. In großen Schaaren zogen Frauen zum Amtshause, weil sie erfahren hatten, daß dem Verein gegen Verarmung, dessen Vorsitzender Amtsvorsteher Bobbin it, zur Vertheilung an Arme eine größere Quantität Steinkohlen überwiesen worden sei. Aber sie famen meist zu spät, die Aermiten, da schon einige Tage vorher gleiche Schaaren sich eingefunden hatten, die glücklicher gewesen waren, und so mußten die Zuspätgekommenen niedergeschlagen und enttäuscht den Heimweg antreten. Lebhafte Beschwerden über die Endbezeichnung der seit Turzem in Betrieb gefeßten Nord- Südring- Züge werden auf den Bahnhöfen Treptow und Friedrichsberg laut. An der Maschine des Zuges befindet sich auf der Orientirungstafel bezüglich der überhoben sind. Sie haben es nicht nöthig", fich ihren Unterhalt zu erarbeiten, und wissen häufig auch schon deshalb keinen vernünftigen Gebrauch von ihrer Zeit zu machen, da ihre Bilbung, trogbem oder vielleicht weil? sie den„ gebildeten Gesellschaftsschichten" angehören, vielfach nur Flitterwert und hohler Schein ift. Ihnen fehlt ein äußerer und innerer Halt. Sie fühlen sich unbefriedigt, und dieser Zustand pflegt eine um so bedenklichere Gestaltung anzunehmen, falls es sich um tinderlose Frauen handelt. Zwar sind manchen Müttern ihre Kinder nur eine Spielerei und Tändelei oder eine Last, und trotzdem sie diefelben besigen, herrscht auch in ihrem Innern eine gewisse Dede und Leere. Vorwiegend behalsen sich mit der Langeweile aber die kinderlosen Frauen. Pug, seichter Lesestoff, gesellschaftliche Pflichten und der gleichen thun's allein nicht, und mitten in diesen unausfüllenden Nichtigkeiten wird der Wohlthätigkeitssport als Rettungsanfer ergriffen. Man giebt dies nur nicht zu, will's nicht zugeben und breitet über die eigentlichen geheimen Triebfedern einen verhüllenden Schleier. An die Stelle der grauen Wahrheit tritt ein rofiger, lieblich verklärender Schein. M Pferdebahn Gesellschaft sollen in diesem Winter in großem Maßstabe" fortgefekt werden. Sobald das Thermometer bis auf 5 Grad unter Null gesunken ist, sollen zunächst auf den Linien Kreuzberg Dönhoffplaß- Gesundbrunnen, Kreuzberg- Opernplay- Gesundbrunnen, Charlottenstraße- Tegel und Alexander platz- Schöneberg geheizte Wagen eingestellt werden. Boxer- Karl †. Der Boyer- Karl, jene nicht nur in Sports freisen, sondern in ganz Berlin durch seine Parforceleistungen vielgenannte Persönlichkeit scheint, wie eine Lokalkorrespondenz wiffen will, das Zeitliche gesegnet zu haben. Nach einer Mit theilung des Mitgliedes des Herrenhauses, Herrn Graf Kleist Schmenzin, ist sein Neffe Graf Bogislav Kleist vom Loß Anfangs dieser Woche nach kurzem Krank.ilager in Elsterburg am Herzschlag verstorben. Augenscheinlich ist der Verstorbene mit dem Eingangs genannten Boger- Karl identisch. Einen schweren Bruch des Stirnbeins hat sich auf eine merkwürdige Art und Weise am Freitag Nachmittag um 3 Uhr der 23 jährige Schleifer Richard Friedrich aus der Kaifer Friedrichstraße 67 in Pankow zugezogen. Friedrich betreibt sein Gewerbe Theater- Wochenchronik. Opernhaus: Sonntag, 24.: Mignon. Montag, 25.: Die Tochter des Regiments. Phan tasien im Bremer Rathsteller. Dienstag, 26.: Bum 1. Mal: Ivanhoe. Mittwoch, 27.: Der Evangelimann. Phantasien im Bremer Rathsfeller. Donnerstag, 28.: Der fliegende Holländer. Freitag, 29.: Ivanhoe. Sonnabend, 80.: Konzert des fönigl. Opernchors. Sonntag: 1. Dezember: Ivanhoe. Krolls Theater: Nachm. 1/23 Uhr: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. 7 Uhr. Krolls Theater: Basantasena. Anfang 7 Uhr. Montag, 25.: 1812. Dienstag, 26.: Toftor Klaus. Mittwoch, 27.: Die Journalisten. Anfang 7 Uhr. Adelheid Runeck: Frau Clara Meyer. Donnerstag, 28.: Besonderer Umstände halber: FrauenSonnabend, 30.: 1812. lob. Freitag, 29.: Doktor Klaus. Sonntag, 1. Tezember: Besonderer Umstände halber: Frauenlob. Kroll's Theater: Wie die Alten Anfang 71/2 Uhr. iungen. Anfang 7 Ubr. Montag, 2.: Doktor Klaus.- Im Deutschen Theater finden in dieser Woche vier Wiederholungen des neu einstudirten historischen Trauerspiels Die Jüdin statt und zwar heute Sonntag Abend, am Mittwoch, Freitag von Toledo von Grillparzer mit Frau Sorma und Herrn Kainz und nächstfolgenden Sonntag Abend. Meister von Palmyra gegeben, Dienstag und Donnerstag Montag wird Der Tedeum, Sonnabend Die Mütter. Die heutige Nachmittags= vorstellung fällt des Todtensonntags wegen aus. Am nächstfolgenden Sonntag Nachmittag kommen Die Weber zur Aufführung. Im Lessing- beater hat das Gastspiel des Herrn Schweighofer infolge einer Erkrankung des Künstlers vertagt werden müssen. Für den nächsten Sonnabend wird nunzielen. In das verbindliche Lächeln, den einladenden Blick, Auf solche Weise schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. womit sie die Käufer anlocken dürfen, läßt sich mehr als Man wird eine lästige Sache los und behängt sich außerdem mit ausschließlich kaufmännische Gewandtheit hineinverlegen, und Wohlthätigkeitsschellen. Manche„ tettelt" es auch, wie Reuter während des Anpreisens, Empfehlens u. f. w. tann man unter jagt, ihren Namen gedruckt" in den Zeitungen zu lesen, und der Form des Scherzens, Schäferns, Rofettirens fich gar mancherlei den an die gütigen Geber und Geberinnen gerichteten Dant mit sagen, einander vielleicht auch eine schriftliche Mittheilung zu einzuheimsen. Die einem Bazar zum Verkaufe überwiesenen stecken. Am Büffet trinkt die holde Weiblichkeit wohl zum besten Sachen werden zwar gewöhnlich nicht in den Zeitungen im der Armen den Herren zu, und es ist dies allerdings nur einzelnen namhaft gemacht. Das geschieht bei ihnen meistens sehr vereinzelt fogar vorgekommen, daß eine Dame einem nur, falls sie von besonders einflußreicher Seite herrühren oder besonders zahlungskräftigen Bieter einen Kuß verkaufte. besonders werthvoll sind. Allein die gütigen Spenderinnen haben Nachdem dann das eigentliche Wohlthätigkeitsvergnügen vor dabei vielleicht Gelegenheit, sich an vornehme" Leute heranzuüber ist, giebt's natürlich wiederum allerlei zu besprechen und zu drängeln. berathen. Man hat die Vertheilung zu brdnen oder das Eingegangene an eine bestimmte Sammelstelle abzuführen und kann doch unmöglich das begonnene Werk so plöglich abbrechen. Es geht dies wirklich beim besten Willen nicht. In dem Bekanntmachen der Namen und Gaben liegt auch ein Beweis dafür, daß es mit der Lauterkeit der Absichten nicht sonderlich weit her iſt. Dieser Deffentlichkeit haftet ein häßlicher Beigeschmack von Gitelkeit, Prahlerei und Eigenlob an. Man stellt gewissermaßen ein Aushängeschild mit der Inschrift bin: Seht, was wir für vortreffliche Menschen sind! Andere sollen durchaus wissen, mit was für guten Thaten man aufwarten lann. Eine gewisse Summe bringen ja diese WohlthätigkeitsBergnügungen allerdings ein. Sie ließe sich aber auch ohne das angeftimmte Hallo und Trara erübrigen. Daß man über sie verfügt, beweist eben ihr Gingehen. Wer jedoch 20 M. für eine Rose oder eine Tosse Thee hinlegen fann, geht keineswegs zu Oft dient der Wohlthätigkeitssport in irgend einer Weise zu Nicht anderen, sondern sich selbst will man in Wahrheit grunde, falls er diese Summe zahlt, ohne als Entgelt eine Rose Reklamezwecken, und sein eigentlicher geschäftlicher Charakter Hilfe bringen, und die Armuth dient nur als willkommener Vor- oder eine Tasse Thee zu bekommen. Wäre man also, wie man sieht unter der ihm schamhaft umgehängten dünnen, durchmand, um den eigenen Gelüsten nachzugehen, dies aber mit der dies sich und andern vor- redet, wirklich nur von dem Wunsche löcherten Hülle an allen Ecken und Kanten hervor. Manche anMaste des wohlthätigen Engels zu verdecken. Die Vor- beseelt, Unglücklichen zu helfen, so bedürfte es nicht der pofaunenden rüchigen Elemente werfen sich der Wohlthätigkeitsmache in die bereitungen zu den Wohlthätigkeitsfesten und diese selbst nehmen Wohlthätigkeitsmache. Tadurch, daß man in das Horn derselben Arme, weil sie einen besseren Dust um sich her zu verbreiten Beit in Anspruch, und es ist also ein Theil dessen, womit man stößt, giebt man zu, daß man nicht einzig und allein von der wünschen. Gewisse, auf dem gleichen Felde sich tummelude sonst nichts anzufangen weiß, ausgefüllt. Absicht, schlimme Zustände umzugestalten, sich leiten läkt. Nicht Sportler haben wiederum andere Absichten. Von ihnen erzählt wenig wird übrigens auf die Ausschmückung der Festräume man sich nämlich unter dem bekannten Siegel der Verwie der eigenen Perion- verwendet, und auch die hier vergeudeten schwiegenheit, daß es sie nach dem Adel, nach einem Mitte! gehen doch den bejammernswerthen Armen, denen man Orden, nach Titeln gelüftet. Ihrem bezüglichen Sehnen folgend, angeblich helfen will, verloren. fröhnen sie dem Wohlthätigkeitssport. Diesen Luxus erlauben" ihnen ja ihre Mittel. Es kann dann zu ihren gunsten geltend gemacht werden, daß sie sich Verdienste um das allgemeine Wohl erwarben, und daß man dies durch die Verleibung des Adels anerkennen will. oder einer gleichwerthigen Sache Allerdings giebt's auch Leute, die den Wohlthätigkeits. bestrebungen in durchaus reiner und edler Weise nachgehen, und fich selbst stellen sie damit wohl ein lobendes Zeugniß aus. Traurig ist's aber, daß der Zustand der menschlichen Gesellschaft solche Wohlthaten überhaupt noch nöthig macht. Das mit den Veranstaltungen verknüpfte Besprechen, Anordnen 2c., das Herumschäfteln auf den Wohlthätigkeitsvergnügungen felbft zaubert überdies die Fata morgana deffen, was Arbeit ist, herauf. Man glaubt, thätig, nüßlich und fegenbringend thätig zu sein. Potemkin'sche Dörfer sind immer noch begehrte Artikel! Der Einsicht, daß statt zum Schmücken, Puzen, zweckentsprechender zur Arbeit zu greifen näre, scheint der Zutritt in Im allgemeinen wird auch das Treiben auf den Wohl- tonangebende Kreise streng verpönt zu sein. Zwar dem Verthätigkeitsfesten von etwas freieren Formen getragen, als sie gnügen, nicht aber der Arbeit vermag man als gaufelnder fonst äußerlich in tonangebenden Kreisen üblich sind. Selbst. Schmetterling obzuliegen. Die richtigen öffentlichen Wohlthätig. geschmiedeter Fesseln kann man sich somit unauffällig. feitsengel sind übrigens weit davon entfernt, da ihre Hand zur wenigstens für die Dauer einiger Stunden entledigen. Hierin Hilfe zu bieten, wo sich die Sache nicht an die große Glocke liegt eigentlich ein unverdorben menschlicher Bug. Man freut hängen läßt. Ja, im geheimen erschweren oder verkürzen fie fich, auch einmal aufathmen zu können. wohl auch denen, die von ihnen abhängen, den Erwerb. Eine Leider bleibt dabei jedoch das die Ketten brechende dem Woblthätigkeitssport start ergebene Dame befleißigte sich Sklaventhum nicht aus dem Spiele. Man begnügt sich z. B. ihrer Schneiderin gegenüber einer sehr weitgehenden nicht mit einem harmlosen Verkehre und benutzt denselben Bahlungsungenauigkeit. vielfach nur, um unter seiner Flagge die bedenklichsten Ver- Mitunter fommt es darauf an, Lebensmittel und Kleidungsbindungen und Beziehungen einzuleiten. Schon die mit den stücke zu liefern, und lange Listen bringen dann, wie bei den Vorbereitungen im Zusammenhange stehende größere Annäherung zu wohlthätigen Brecken" veranstalteten Geldsammlungen, die zwischen beiden Geschlechtern wird häufig nicht blos in sachlichem Wohlthäter und Wohlthäterinnen nebst den eingeschickten Gaben Intereffe ausgebeutet. Aber man hat es in der Hand, dasselbe aur öffentlichen Kenntniß. Solche Gelegenheiten, und ebenso die vorzuschieben, und fann mit einem Scheine des Rechtes behaupten, Bazare, benutzen viele als eine Art von Ablagerungsstätte für es wäre allerlei zu besprechen u. s. w. u. f. w. Unter diesem allerlei Dinge, von denen sie selbst teinen rechten Gebrauch zu Deckmantel tann man dann die sittlich anrüchigsten Dinge machen wissen. Damit fönnen wir doch nichts anfangen; das wollen wir dem Wohlthätigkeits- Komitee geben," äußern manche Auch durch die Wohlthätigkeitsvergnügungen selbst werden Leute ganz unbefangen und zeigen dabei auf ziemlich werthlose allerlei Vertraulichkeiten begünstigt. Die als Verkäuferinnen Dinge, die indessen nach etwas aussehen. Ein wohlthätiger thätigen Tamen z. B. sind natürlich im Vollbewußtsein über- Gutsbesitzer, der schlechte Kartoffeln eingeerntet hatte, schenkte nommener Pflichten bestrebt, möglichst hohe Einnahmen zu er- I mehrere Säcke derselben einem Krankenhause. treiben. " -QOO Nahrung, Obdach und sonstige Lebensbedürfnisse, eine Verforgung für die Tage des Alters, der Krankheit u. f. w. vermag dieselbe nicht allen ihren Mitgliedern zu gewähren. Erst der von einzelnen abhängenden sogenannten Wohlthätigkeit bleibt es vorbehalten, einen fleinen, theilweisen Ausgleich anzubahnen, der selbst im günstigsten Falle ja immer nur äußerst mangel- und lückenhaft sein kann. Zwar dem Menschen im besonderen, keineswegs aber der Gesammtheit gereicht die Wohlthätigkeit zur Ebre. Selbstvers ständliches bedürfte solcher Wohlthaten ja eigentlich ebenso wenig, wie es auf besondere Lobeserhebungen einen berechtigten Ans spruch erheben tanu. Man hat es der Neuzeit als besonderen Ruhm angerechnet, taß fie fich in so ausgedehntem Maße der Wohlthätigkeit widmet. Gin Gradmesser für den Fortschritt der Menschheit läge aver gerade in dem Echwinden der Wohlthätigkeit. mehr der Schwank Wettrennen von Victor Léon und H. von Waldberg zur ersten Aufführung vorbereitet. Heute Sonntag Abend gelangt das Schauspiel Das Bild des Signorelli von R. Jaffé zur Aufführung. Montag wird die Venus von Milo verlust, die Mutter zu einem halben Jahre Gefängniß und zwei dem Rahmen der Partei- Organisation stehende Partei ins Jahren Ehrverlust, und Fanny St., die nur der Ünterfd lagung Leben zu rufen, ihre tiefste Mißbilligung aus. Sie erklärt weiter schuldig erkannt wurde, zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. das Vorgehen und die Agitationsweise des Herrn Klink als eine maßloße Ueberhebung, welche von der Versammlung ganz entwurde vor dem Hamburger Schwurgericht in oreitägigem Prozeß beren Städten, so daß der neue Parteireformator seine Rolle sehr Hamburger Banknotenfälscher- Prozek. Im Juni d. I. schieden zurückgewiesen wird."- Aehnlich erging es klink in an= gegen eine Fälschergesellschaft verhandelt, die für viele Millionen bald ausgespielt haben dürfte. Fünfpfundnoten der Bank of England angefertigt hatten. Die falsche Fünfdollar- Schazanweisungen der„ u. St. o. A." und " Gefängniß und " des Gewerkschaftliches. Die mit dem Schwank Niobe gegeben. Dienstag wird Gräfin Frizi, Mittwoch Madame Sans- Gêne, mit Fräulein Groß in der Titel: rolle, Donnerstag Die Venus von Wiilo und Die Romantischen, Freitag Gräfin Frizi zur Aufführung kommen. Die Novität WettBolizeiliches, Gerichtliches 2c. rennen, die am Sonnabend in Szene geht, wird dann am Sonn- Berhandlung endete mit Berurtheilung der beiden Haupt- einen neuen Vorstoß gegen die Versammlungsfreiheit. Er wollte In Pirna( Sachsen) machte der überwachende Beamte tag Abend zum ersten Mal wiederholt, während für Sonntag angeflagten zu je 8 Jahren Zuchthaus, zweier Angeklagten in einer Wahlvereins Bersammlung anstatt 10 Minuten nur Nachmittag Nathan der Weise mit Herrn Kober als Gaft angesezt ist. Im Berliner Theater geht heute, Sonntag, 4 resp. 3 Jahren Zuchthaus, eines zu einigen Monaten 5 Minuten Pause gestatten. Beschwerde hiergegen ist eingelegt. abende um 1/28 Uhr, König Lear in Szene. Montag werden tostenloser Freisprechung fechften Freytag's Journalisten aufgeführt, Dienstag, Sonnabend und Angeklagten. Der eine Hauptangeklagte, der Druckereibesizer Sonntag, 1. Dezember( nachmittags) werden Hasemanns Töchter die anderen ihre Strafe fofort antraten. Die Revision hatte Cronemeyer, ließ gegen das Urtheil Revision einlegen, während Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem folche über wiederholt. Auf Mittwoch ist das Lustspiel Nachruhm angesetzt. Erfolg. Aber das Reichsgericht hob nicht nur das Urtheil Au sstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden Das neue Schauspiel Pan Cezar wird mit Frau Prasch- Greven insoweit auf, als es den Drucker Gronemeyer betraf, sondern Organisation tragen. berg und Herrn Sommerstorff in den beiden Hauptrollen Donnerstag erklärte auch das Urtheil gegen den anderen Hauptangeklagten, Groben Unfug soll durch Veröffentlichung einer Notiz zum ersten Male aufgeführt und Freitag, sowie Sonntag, 1. Dezember, den Agenten Aug. Thieß, für richtig, und zwar aus nur formellen über gesperrte Firmen auch der Redakteur des Porzellanwiederholt. Der Spielplan des Neuen Theaters ist: Sonn- Gründen. Erstens war nämlich in dem Urtheil des Schwurgerichts arbeiter- Fachblatts Die meise" begangen haben. tag: Die neue Zeit. Montag: 18. Abonnements- Borstellung: gegen Thieß und Gronemeyer nicht festgestellt, daß diefelben die Staatsanwaltschaft hat Nr. 44 der Ameiſe", gerade die letzte Francillon. Dienstag: Der Militärstaat. Mittwoch: Seine Gewesene. Donnerstag: Die neue Beit. Freitag: Der Militär- Fälschung gemeinschaftlich" begangen hatten, sondern der Nummern, worin derartige Mittheilungen noch veröffentlicht Gewesene. Donnerstag: Die neue Zeit. Freitag: Der Militär- es hieß in dem betreffenden Passus der Schuldfrage, gemein- worden sind, ihrer Anklage zu grunde gelegt. staat. Sonnabend: Erstes Judic- Gastspiel: La femme à papa am", und dabei verlangt§ 47 des Strafgesetzbuches eine Sonntag: Nachmittags- Vorstellung des Vereins für BoltsIn Bochum haben die Rautabat Spinner der Fabrik unterhaltungen. Einafter Aufführung. Abends 71/2 Uhr: gemeinschaftliche" Ausführung. Weiter war nur fest- von F. D. Cramer wegen Differenzen über den Akkordlohn die Zweites Judic- Gastspiel: Niniche. Der Rabenvater, der gestellt, daß die Angeklagten die Noten gefälscht hätten, um sie Arbeit eingestellt. durch die einmalige Aufführung von Fernande eine un in Verkehr zu bringen", während nach§ 146 des Strafgeseh Holzfällerstreif. Dem„ Oberschlesischen Anzeiger" zufolge freiwillige Pause erdulden mußte, beherrscht von Montag ab, buches nöthig gewesen wäre, festzustellen, daß die falschen haben in der Oberförsterei Bräß fünfzig Holzfäller und Klaftervereinigt mit dem Einakter Aber die Ehe! wieder bis echt" in Verkehr gebracht werden sollten. Schläger die Arbeit niedergelegt, nachdem ihnen mitgetheilt worden Des schwurauf weiteres den Spielplan des Residenz- Theaters. zur Aufhebung des Im Schiller- Theater kommt heute, Sonntag, Das gerichtlichen Urtheils der Umstand, daß nicht festgestellt war, ist, daß infolge einer Verfügung der Regierung es nicht mehr Käthchen von Heilbronn zur Aufführung. Montag findet die daß die Bank of England berechtigt war, Papiergeld auszugeben. gestattet ist, sich des Abends ein Bund Holz mit nach Hause zu erste Aufführung von Kneisel's Preis Lustspiel Die Tochter Thieß aufgehoben werden, troydem dieser keine Revision einGemäß§ 397 Str.-P.-D. mußte dann auch das Urtheil gegen Den organisirten Setzern in den beiden in Sanger Dienstag wird diese Borstellung, Mittwoch, aufen( Thüringen) erscheinenden Zeitungen" Sangerhäuse Donnerstag und Sonnabend Das Käthchen von Heilbronn, gelegt hatte. Am Donnerstag und Freitag dieser Woche fand Beitung" und" Sangerhäuser Nachrichten" ist gekündigt worden Freitag Der Raub der Sabinerinnen wiederholt. die erneute Verhandlung vor dem Schwurgericht in Hamburg Im statt, die mit demselben Resultat endete, wie die frühere. Thieß Eine größere Lohnbewegung der Brauer ist im nächsten Theater Unter den Linden findet ein Gesammt- Gast- und Cronemeyer wurden zu je acht Jahren Buchhaus, je acht Frühjahr zu erwarten, nachdem dem Vorschlage des Hauptspiel des Berliner Theaters statt. Zur Aufführung gelangt das Jahren sogenanntem Ehrverlust und Stellung unter Polizei- Aufsicht vorstandes des Brauerverbandes, zur Schaffung eines größeren Wolfsschauspiel Der Pfarrer von Kirchfeld von Augengruber. verurtheilt. Beide wurden die seit dem Termin im Juni ver- Streiffonds Sammellisten auszugeben und auf sie regelmäßig in Montag geht neueinstudirt Der Zigeunerbaron in Szene. büßte Haft auf die Strafe angerechnet. Nicht uninteressant allen Brauereien zeichnen zu lassen, von sämmtlichen Zahlstellen Der Spielplan des Adolph Ernst- Theaters wird in der dürfte die Bemerkung des Borsigenden, Landgerichtsdirektor des Verbandes zugestimmt worden ist. Außer der Lohnerhöhung kommenden Woche ausschließlich von dem Stück Der Dr. Danzel sein, die derselbe bezüglich der Aufhebung des früheren wollen die Brauer fur Verkürzung der Arbeitszeit und Beseitigung fleine Lord beherrscht werden. Im ZentralTheater geht, wie schon erwähnt, schwurgerichtlichen Urtheils durch das Reichsgericht machte. In des Schlafens in den Brauereien, wo solches noch üblich ist, einBesetzung des Deutschen Theaters das Schauspiel Die Mütter selbe nämlich: Meine Herren Geschworenen! Das damalige einigen einleitenden Worten an die Geschworenen äußerte der treten. von Hirschfeld in Szene. Von Montag ab werden die Auf- Urtheil des Schwurgerichts ist vom Reichsgericht wegen eines alberstadt; alle Geschäfte bis auf zwei kleinere, wo nur führungen der Ausstattungspoffe Gine tolle Nacht wieder auf- Formalismus aufgehoben, den kaum ein Jurist verstehen kann." Drei Gehilfen in betracht kommen, haben die Forderungen der das Volksstück Der Silberkönig zur Darstellung. Die Auf- nicht unintereffant! Im Bellealliance- Theater kommt heute In der That, aus dem Munde eines Landgerichts- Direktors Arbeiter bewilligt. In diefen zwei Fällen sind, wie unser Halberstädter Partei- Organ schreibt, die Arbeiter selbst führungen der Ely'schen Gesangs- und Balletpoffe Berliner Raubvögel nehmen Montag wieder ihren Fortgang. Die Aus Paris wird vom Freitag gemeldet: Der wegen Direktion des National Theaters hat Herrn Krüger Spionage angeklagte Desterreicher Stubenrauch wurde heute freihauer in Zürich haben ohne Kampf den Nennstundentag mit Neunstundentag in der Schweiz. Die Holzbild= vom Hoftheater zu Braunschweig noch für ein weiteres Gastspiel gesprochen. Die Verhandlung fand bei geschlossenen Thüren statt. Beibehaltung der bisherigen Löhne errungen. Belials statt. genommen. verpflichtet. Heute geht das Kleist'sche Schauspiel Das Käthchen von Heilbronn in Szene. Montag wird zum leyten Male Des Meeres und der Liebe Wellen gegeben. " Gerichts- Beifung. An jenem Abend g " Noten als Schließlich wvar ein Grund Partei- Nachrichten. Eine Kreiskonferenz, zu der nur in öffentlichen Versamm lungen gewählte Delegirte Zutritt haben, zu einem Verein zu stempeln, ist das Neueste auf dem Gebiete preußisch- deutscher Gesetzauslegungskunst. Am 15. September fand in Lüneburg eine Kreiskonferenz für den 16. hannoverschen Wahlkreis statt. Aus derselben wies die dortige Polizei die Frauen aus. Auf eine Beschwerde des Bureaus der Konferenz an den Regierungspräsidenten lief dieser Tage folgender Bescheid ein: Der Regierungs- Präsident Lüneburg, 8. Nov. 1895. zu Lüneburg. hier in Lüneburg abgehaltenen sozialdemokratischen Bersammlung Die Beschwerde des Bureaus der am 15. September d. J. über die Anordnung der Polizeibehörde, daß die anwesenden Frauen aus der Versammlung zu entfernen seien, vermag ich als begründet nicht anzuerkennen. nehmen. Gewonnen wurde der Streik der Weiß gerber in schuld. Versammlungen. " " Mit dem Abwehrstreik in der Lederfabrik von Emanuel Meyer beschäftigte sich am 22. November in Ulig Lokal in der Polizeiliche Prügelhelden. Zwei alte, lange Jahre Badftraße eine auch von Frauen recht zahlreich besuchte öffentdienende Polizeibeamte, die Schuyle ute August Budahn liche Versammlung aller in der Lederfabrikation beschäftigten und Johann Domning hatten sich gestern wegen vorsäß Arbeiter. Zunächst berichtete Haferland über den Stand licher Mißhandlung mittels einer Waffe und öffent der Sache. Die angefangene Arbeit fei am Montag fertig gestellt worden; irgendwelche Andeutungen davon, daß Herr Meyer die licher Beleidigung vor der II. Straffammer hiesigen Landgerichts I zu verantworten. Es handelt für jeden Zurichter wöchentlich 4 M. betragende Lohnreduktion etwa rückgängig machen wolle, wäre nicht erfolgt. Die seit dem 89er Abenteuer am Abend des Sedantages ich um ein böses hatten beide Angeklagte Dienst im Kleinen Thiergarten. Das Bederzurichtern vorgekommenen Differenzen, hauptsächlich die Streit fortwährend zwischen Herrn Meyer und besonders den dort befindliche illuminirte Denkmal wurde vom Publikum um steten Lohnabzüge, die die davon Betroffenen bisher immer noch standen und als letzteres auf die Aufforderung der Beamten nicht über sich ergehen ließen, hätten bereits dahin geführt, daß den wegging, übten die Angeklagten Gewalt aus. Hierbei stieß Donning Meyer'schen Zurichtern darüber vielfach Vorwürfe von den Arden Handelsmann Mademann aus Versehen an die Backe und als diefer sagte:„ Herr Wachtmeister, stoßen Sie mich doch nicht!" Nach der mir von der hiesigen Polizeidirektion vorgelegten beitern anderer Gerbereien gemacht worden seien. Der letzte packte er ihn fofort vor die Brust und drängte ihn schriftlichen Anmeldung sollte die Versammlung eine öffentliche unerhörte Abzug habe sie denn nun zur Abwehr veranlaßt; zum Denkmalsgitter. Frau Mademann rief ihrem Manne nun Ronferenz der Vertreter des 16. hannoverschen Reichstags- Wahl- die Folge sei, daß gegenwärtig 87 Burichter, 21 Ledige alt: Wir wollen nach Hause gehen!" Darauf zog der An- freises" sein. Unter diesen Vertretern können nur gewählte oder still- und 66 Berheirathete( mit 150 Kindern), auf dem Pflaster lägen; geklagte Budahn seinen Säbel und drang mit den Worten: schweigend anerkannte Kommissare der Wähler verstanden 4 Mann feien abgereift, einer anderweitig in Arbeit getreten. " Du Aas, was willst Du?" auf die Frau ein und schlug sie werden, welche, wie aus dem Abhalten von Konferenzen fich So weit bis jetzt bekannt, sei drei jugendlichen Arbeitern, somit der flachen Klinge zweimal über den Arm und einmal über ergiebt, in Verfolgung gemeinsamer bestimmter Zwecke zu genannten ,, Lehrlingen", aber richtigerArbeitsburschen, die Zurichterden Kopf. Er soll so betrunken gewesen sein, daß er hin und dauernder Thätigkeit zusammengetreten sind. Aus legterem Arbeit übertragen worden, eine Beschäftigung der ihre Körperkraft Grunde sind diese Vertreterschaften als Vereine her schwankte und ihm der Säbel entfiel, als er das dritte Mal im bei weitem nicht gewachsen wäre. Die Ausständigen gehören Sinne des§ 2 der Verordnung vom 11. März 1850 sämmtlich seit Jahren dem Verbande der Lederarbeiter Deutschzuschlagen wollte. Auch der zweite Angeklagte soll start anzusehen. Daß ein so gearteter Verein ein politischer lands" an. Die Leitung des so plötzlich hereingebrochenen angetrunken gewesen sein und behauptet, wie sein Kollege, ist im Sinne des§ 8 a. a. D. bedarf keiner weiteren Streits wurde einer provisorisch gebildeten Lohnkommission überdaß Frau Mademann den Budahn ins Gesicht geschlagen Grörterung. Die Versammlungen desselben, die sogenannten tragen, die aus Saferland als Korrespondent, Opitz als habe. Die Mißhandlung der Frau regte den anwesenden Strauß als Kassirer besteht.( Siz der Schlächtermeister Mohr derartig auf, daß er ausrief:„ Das ist reistonferenzen, unterliegen daher auch den Beschränkungen Beisitzer doch unerhört, eine wehrlose Frau so zu behandeln! Die Beamten des§ 8. Ob diese Konferenzen sich auf Berufung eines Vereins: Kommission ist die Gerberbörse"[ bei Thönen, WiesenthalerKollege Beißwänger nahm das Wort, um scheinen unfurabel zu sein!" Nun wandte sich die Wuth der mitgliedes oder eines Dritten versammelt haben, ist dabei straße 1.) besonders die sanitären Verhältnisse der Meyer'schen Fabrit einer beiden Angeklagten gegen Mohr. Budahn fiel über ihn her und gleichgiltig. Hiernach ergiebt sich, daß die Anordnung der Polizeibehörde, Kritik zu unterziehen. Die Angaben des Redners scheinen uns wälzte sich bald in heitigem Kampfe mit ihm am Boden. Der die anwesenden Frauen aus der Konferenz vom 15. Sept. d. I. so schwerwiegend, daß wir den Streifenden den Rath geben Angeklagte Domning sprang seinem Kollegen zu Hilfe und beide versuchten den Schlächtermeister Mohr unter heftigen Schimpf- zu entfernen, gerechtfertigt war. Die gegen diese Anordnung er möchten, die Gewerbe Inspektion von den Ber hältnissen der Meyer'schen Fabrit in Kenntniß worten, wie„ Lump! Schlumps! Strolch!" 2c. zur Wache zu be- bobene Beschwerde ist daher zurückzuweisen. fördern. Sie padten dabei so kräftig zu, daß dem Mohr Wäsche diesem Bescheide Kenntniß geben. Dem Mitunterzeichner dieser Beschwerde wollen Sie von zu leben. Es wird unserem Vermuthen nach nicht nutTos sein. und Kleider zerrissen wurden. Auf dem Wege zur Wache sollen Der Regierungs- Präsident. In der Debatte die Angeklagten dem Mohr noch zahlreiche heftige Faustschläge über das eben Gehörte wurde in v. Colmar. erster Linie Abschaffung der geschilderten Uebelstände und dann ins Genic versezt haben. Jedesmal, wenn derfelbe erklärte, er wird dieses Meisterstück der Auslegungskunst in letter Wiedereinführung des 89er Tarifs verlangt. Einige Redner gehe ja freiwillig mit und sei ein in der Nähe wohnender Ge- Instanz bestätigt, werden die in öffentlichen Versammlungen ge- meinten hierzu, daß dann der Streit aufhöre, ein ſchäftsmann, erhielt er neue Schläge ing Genick und die Angeklagten wählten Vertreterschaften als Vereine im Sinne des§ 2 des Abwehrstreik zu sein. Die Ansicht der Mehrzahl der Redner schrieen immer wieder:„ Was sind Sie? Ein Lump, ein Blunder find Sie!" Die Angeklagten behaupteten, daß sie nur 3 bezw. 4 Gläser Vereinsgesetzes" angesehen, dann müßte folgerichtig auch gegen ging dahin, die letzten Abzüge abzuwehren und Abstellung der und das scheint man zu gerügten Mißstände zu fordern. Durch Veröffentlichung in der Bier getrunken hätten, aber mit kurzer Ruhepauſe mehr als beabsichtigen. Aber es fehlt eben das charakteristische Merkmal: Bartei- und Gewerkschaftspresse wünschte man die Zustände der 30 Stunden im Dienst gewesen seien. Die Augenzeugen die stimmten darin überein, daß namentlich Budahn stark betrunken dauernde Vereinigung zur Verfolgung bestimmter Meyer'schen Fabrik weitesten Kreisen bekannt gemacht zu sehen. Von den Gerbern wurde mitgetheilt, daß sie mit der gewesen sei. Wie der Staatsanwalt Tiek hervorhob, haben in gemeinschaftlicher Zwecke". haltlich der Akten sämmtliche Zeugen die Vorfälle genau so ge- der Konferenz das Verlangen gestellt, ein Mitgliederverzeichniß und wären, jedoch Die Lüneburger Polizei hat außerdem an den Vorsitzenden Forderung von 24 Mart Minimallohn abgewiesen worden habe Herr Meyer ihnen 28 Mart zu= schildert, wie der Schlächtermeister Mohr und das Mademann'sche die Statuten des Vereins der Vertreter des 16. Han gestanden, ohne Abzüge der Beiträge zu den Kassen. Ehepaar. Um so auffallender erschien es dem Staatsanwalt und noverschen Wahlkreises" einzusenden. Genosse Schneider Hiergegen machte sich Mißtrauen geltend; man versprach sich dem Gerichtshofe, daß der Schuhmann Juran, welcher an jenem Abend antwortete hierauf, daß er dieser Aufforderung keine Folge leisten vom Festhalten an 24 M. Wochenlohn mehr Sicherheit. Zum gleichfalls am Thatorte zugegen gewesen war, gänzlich werde und auch nicht könne, weil ihm ein derartiger Verein un- Schluß wurde die provisorische Bohnkommission von der Verandere Aussagen machte, von dem Borfalle nichts bekannt sei, er deshalb weder Mitglied noch überhaupt Vorstand sammlung sanktionirt und jedem Mitgliede 3 M. wöchentlicher gesehen hatte und die Vorgänge bei der Eiſtirung des Schlächter- desselben sein könne und ihn die Sache daher auch garnichts an- Buschuß zugesprochen. Für die verheiratheten Ausständigen wurden meisters Mohr zu ungunsten des letzteren darstellte. Mohr erflärte diese Aussagen für ganz unrichtig, der Zeuge verblieb ginge. Gegen den Entscheid des Regierungspräsidenten ist sofort 12 M., für jedes Kind 50 Pf. und für die Unverheiratheten 9 m. aber nachdrücklichst bei seinen Behauptungen. Staatsanwalt Beschwerde an den Minister des Innern abgegangen und man Streitunterstützung beschlossen. Dieß bedauerte, daß er hier gegenüber Beamten, die über darf nun gespannt sein, wie sich der Herr von Köller dazu stellen wird. 20 Jahre im Polizeidienste stehen und deren Brust das eiserne Kreuz schmückt, seines Amtes walten müsse. Je mehr man aber die Bei den Stadtverordneten- Wahlen in Gera siegte zwar Der grobe Unfugsparagraph wird auch in München zeitBeamten gegen Ausschreitungen des Publikums schüße, um so die gemeinsame Liste der arbeiterfeindlichen Parteien, die sozial- gemäß gehandhabt. Die Münchener Freie Presse" erhielt wegen nachdrücklicher müsse man solche Ausschreitungen der Beamten demokratische Liste aber wies gegen das Vorjahr einen bedeutenden eines Artikels über den Lenbach- Prozeß wegen groben Unfugs ein ahuden. Nur mit Rücksicht darauf, daß die An- Stimmenzuwachs auf. Strafmandat über 90 M. getlagten aus Anlaß der Nationalfeier offen Im Bußtags- Leitartikel eines Berliner Blattes findet sich Den Quertreibereien eines gewissen Klink, der nament folgende Stilbluthe, die vermuthlich dem Hammerstein Unheil barbetrunten gewesen, beantrage ergegen Budahn nur lich in Württemberg sein Wesen treibt, haben wir, eben ihre Würze verdankt: 6 Monate, gegen Domning 4 Monate und 1 Woche iowenig als denen seines Chefs, des Herrn Rüdt, bisher wenn es den mageren Tisch mit einer fetten Ente spickt, aber Niemand trägt es seinem Blatte nach, Gefängniß. Rechtsanwalt Wronker empfahl die An irgend welche Beachtung gefchenft. Das soll auch heute anders liegt der Fall, wenn die harmlose Ente sich in eine geklagten, die offenbar unter der Einwirkung des Alkohols ge- durchaus nicht geschehen, sondern wir wollen fianden, der Milde des Gerichtshofes. Dieser verurtheilte den verfrühten Jubel einiger bürgerlicher Blätter über nur dem unheilkrächzende Krähe verwandelt, beren schwarzer Flügelschlag eine die Sonne verdüstert." 2 geklagten Budahn zu 7 Monaten, den Angeklagten bevorstehende„ Spaltung" der Sozialdemokratie gegenüber Domning zu 4 Monaten Gefängniß. feststellen, daß dieser Herr mit seiner Werbung für eine Verunglückte Kleptomanie. Aus Schweidniß wird reie sozialistische Vereinigung" recht wenig Glück hat. der Bossisa en Zeitung" berichtet: Wie seinerzeit gemeldet gelangte in einer Parteiveriammlung in& ßlingen, nachdem worden ist, verübten die den befieren Gesellschaftskreisen an- man den Schüler Rüdt's sich gehörig hatte ausschimpfen lassen, gehörigen erwachsenen Geschwister Marie und Fanny Steps und über den nichtsnuzigen Parteivorstand und die versumpfte Partei deren Mutter Wiinna Steps, die hier eine Villa bewohnen, bei iolgende Resolution einstimmig zur Annahme: Die heutige, Einläuien in den tleinsten Geschäften seit Jahren fortgesetzt öffentliche Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen Tie stäble. Freitag wurden von der hiesigen Straffammer Marie des Herrn Klint- Affalirach nicht einverstanden; sie spricht zu zwei Jahren dret Wionaten Gefängniß und zwei Jahren Ehr- im Gegentheil über dessen Versuche, eine neue, außer " die Vertreter vorgegangen werden " F Vermischtes. " Briefkasten der Redaktion. Dr. Bernstein. Ihre Berichtigung wird in der nächsten Nummer veröffentlicht. E.. 46. Die Namen der Postabonnenten sind der Expedition nicht bekannt. Wilmersdorf. Karl Henkell's Adresse ist: Zürich- Riesbach, Muglebaaftr. 90. C. Vorbeugungsmittel gegen die Schwindsucht. Urania Für den Juhalt der Juferate über Anstalt für volksthümliche nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 24. November. Opernhaus. Mignon. Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Montag: Die Tochter des Regiments. Passage- Panopticum. Schauspielhaus. Die Räuber. Montag: 1812. Kroll's Theater. Vasantasena. Deutsches Theater. Die Jüdin. Montag: Der Meister von Palmyra. Berliner Theater. König Lear. Montag: Die Journalisten. Lening- Theater. Gêne. Madame SansNachmittag 22 Uhr: Nathan der Weise. Montag: Die Venus von Milo. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 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Meine Verlobung mit Herrn August Meyer ist nicht aufgehoben. 14986 Johanna Jacob. Berlin, den 23. November 1895. Daukjagung. Allen Freunden u. Bekannten, sowie den Mitgliedern des Wahlvereins im Berl. Bockbrauerei 6. Reichstags- Wahlkreis, und den MitTempelhofer Berg. Hente, sowie jeden Sonntag StettinerSänger gliedern des Gesangvereins, welche metnem Mann die legte Ehre erwiesen haben, sage hiermit meinen herzlichen Dant. Wittwe A. Hinkelmann. Danksagung. Herren Hippel, Wagner, Lud- Für die rege Betheiligung und vielen wig, Küster, Kranzspenden bei der Beerdigung Little Bobby, meines mir unvergeßlichen Mannes, Chlebus und unseres guten Vaters sagen wir seinen Blank. vielen Freunden und Bekannten, sowie dem Beerdigungs- Verein Berliner Besonders Zimmerleute hiermit unseren herzlichsten Dank. gewähltes Programm. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Neuer Circus. Circus BUSCH ( Bahnhof Börse) Sonntag, den 24. November, abends 71/2 Uhr: Gr. 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Strafrechtliche Verantworklichkeit des Druckereibelihers. Auch für sogenannten eventuellen Vorsatz? In der letzten Nummer der„ Nation" veröffentlicht der in Fachkreisen als Autorität anerkannte Göttinger Rechtslehrer 2. v. Bar den folgenden sehr beachtenswerthen lehrer 2. v. Bar den folgenden sehr beachtenswerthen Artikel, der für die Presse im allgemeinen und für uns im besonderen, da er an die Verurtheilung unseres Verlegers anknüpft, von höchstem Interesse ist. Sonntag, den 24. November 1895. 12. Jahrg. urtheilung. Auch den Anstifter trifft dieselbe Strafe wie den Thätigkeit Dich enthalten, d. h. Du mußt um solche Möglich Thäter; aber wie wenig bestimmt würde doch das Bild von der keiten Dich kümmern. Wenn nun Abs. 2 des§ 20 des Preßgesehes bestimmt: Ist die Druckschrift eine periodische, so ist der verantwort: liche Redakteur als Thäter zu bestrafen, wenn nicht durch besondere Umstände die Annahme seiner Thäterschaft aus geschlossen ist." wenn das Gericht verurtheilen dürfte, ohne feststellen zu müssen, den Gesetzestert sich anschließende Auslegung des Gesetzes, Art und Weise der Schuld eines Angeklagten zu sein brauchen, Zu dem gleichen Ergebnisse, wie diese unmittelbar an ob der Angeklagte die That felbst ausführte oder dazu anstiftete! führt aber auch die Betrachtung der Bedürfnisse des Lebens, Für strafbare Handlungen, bei denen die Strafbarkeit in und schließlich soll das Gesez diesem doch dienen, nicht aber dem Inhalte einer Druckschrift begründet ist, kommt aber noch Gewerbe und Geistesleben in erdrückende Fesseln schlagen. vergleiche darüber insbesondere das in den Entscheidungen des Personal ohne weiteres für den Inhalt gewerbmäßig von ihnen folgendes in betracht. Die Haupthandlung ist hier man was würde daraus werden, wenn man den Drucker und sein Reichsgerichts in Strafsachen Bd. 8 S. 54 mitgetheilte Urtheil hergestellter Druckschriften verantwortlich und etwa gar die vom 14. Jan. 1886 zweifellos die Veröffentlichung. Thäter Theorie des eventuellen Dolus hierbei verwerthen wollte? Der ift also hier derjenige, der die Veröffentlichung bewirkt mit dem Drucker und sein gesammtes Personal bis zum Druckerjungen*) Boraussichtlich wird das Reichsgericht in nächster Zeit eine Willen und dem Bewußtsein, dadurch alle diejenigen That- würden gezwungenermaßen Zensoren des Redakteurs, des Verpreßrechtliche Frage von erheblichster Tragweite zu entscheiden bestands- Momente zu verwirklichen, die zum Wesen des betreffen- fassers werden, und um so unleidlichere Bensoren, als ihnen ja baben. Am 18. Mai d. J. hat die achte Straffammer des Land- den Delittes gehören. zu solchem Amte alle und jede Vorbildung abgehen würde: gerichts I zu Berlin den Schriftseter Franz Schulze und den eine einzige an der Herstellung einer Zeitung betheiligte ängstliche Buchdruckereibefizer May Bading zu Berlin auf grund des§ 130 Person tönnte ohne jeden objektiv zutreffenden Grund die des Strafgesetzbuches und des§ 20 des Preßgesetzes verurtheilt. Ob Verspätung einer wichtigen Nummer zum schweren Nachtheile das von Schulze als Redakteur und Verleger und von Bading als auf die Abonnenten, deren Telegramme zu spät bekannt werden Drucker hergestellte und sodann zur Verbreitung gelangte Flugblatt fönnten, herbeiführen, und Redakteur und Schriftsteller würden " Zum 18. März 1895" wirklich den Thatbestand der im§ 130 so ist damit zugleich gesagt, daß die der Thätigkeit des Re- fortwährend mit Druckern, Segern, Korrektoren und Sortimentsdes Strafgesetzbuchs mit Strafe bedrohten Anreizung zum Klassen- batteurs nachfolgende Thätigkeit des Druckers und dessen Hilfs buchhändlern- denn auch diese könnten nach dem oben tampf enthielt, kommt hier nicht in betracht; es soll also hier personals der allgemeinen Regel nach nur als mechanische, rechts bekämpften Prinzip zur Strafe gezogen werden in die ärgerangenommen werden, daß das Gericht diese Frage mit recht lich nicht in betracht kommende anzusehen sei. Wollte man dies lichsten Streitigkeiten verwickelt werden, und selbst zwischen bejaht habe. Das Gericht hat aber des weiteren festgestellt( an- nicht annehmen, so würde man den Gesetzgeber beschuldigen, dem Drucker und seinem Hilsspersonale und den ver= genommen), daß die beiden Angeklagten und zwar Schulze als zwei sich durchaus widersprechende Bestimmungen in den beiden treibenden Buchhändlern würde eine Art Krieg Aller gegen verantwortlicher Redakteur, Bading als Drucker" auf grund der Abfäßen eines und desselben Gesetzesparagraphen sanktionirt zu Alle( mit Vorwürfen und Schadensersatzklagen) entbrennen. genannten Gesetzesparagraphen zu verurtheilen seien. In welcher haben. Der Redakteur könnte zufolge Abs. 1 der Regel nach Der Gewerbebetrieb der Drucker würde für Schriften, die Weise die Betheiligung( Theilnahme) der beiden Angeklagten nicht Thäter sein, wenn nicht angenommen würde, daß die irgend etwas strafrechtlich Verfängliches bringen fönnten, juristisch zu konstruiren sei, ist nicht weiter ausgeführt; dem Zu- Thätigkeit des Druckers jedem ungefähr ebenso zu Gebote fast unmöglich werden denn Setzer, Drucker, Korrektoren, fammenhange nach ist aber eben deshalb anzunehmen, daß das ſtehe, wie der allgemeine Natur Kaufalismus oder wie etwa die Zeit und Muße hätten, dergleichen literarische Erzeugnisse Gericht jeden der beiden Angeflagten als Thäter angesehen habe; die Post. auch inhaltlich zu prüfen, würden wohl eine allzu fostspielige Ardenn einerseits gelten ohne weiteres nur für den Thäter Mit dieser Auffassung der Thätigkeit des Druckers als einer, beitsleistung liefern und am Ende würde darunter die gedie Strafandrohungen des Strafgesetzbuchs, während die Be- was den Inhalt der Druckschrift betrifft, rein mechanischen, fammte Kultur und der Wohlstand des Volkes mitsammt den strafung als Mitthäter, Anstifter, Gehilfe die Berücksichtigung stimmt es auch überein, wenn§ 21 dem Verleger wie Trucker Ginnahmen des Staates zu leiden beginnen. auch der hierauf bezüglichen Paragraphen erfordern würde, und in Wahrheit gar nicht die Verpflichtung auferlegt, von dem Ju Mit demselben Reshte, mit welchem man den Drucker für andererseits spricht§ 20 des Preßgefeßes in seinem zweiten Ab- halte der Druckschrift bei Vermeidung eigener Verantwortlichkeit eventuelle Absicht bezüglich des Jnhalts der Druckschrift verfaze von der Bestrafung des verantwortlichen Redakteurs als Kenntniß zu nehmen, vielmehr, abgesehen von besonderen Um- antwortlich macht, würde man konsequent auch die dem Thäter". ständen, welche eine wirkliche Mitschuld nach allgemeinen straf- allgemeinen Verkehr dienenden Gewerbetreibenden bestrafen Nun kann man zwar zwei oder mehrere Personen als Mit- rechtlichen Grundsägen begründen würden und welche dann auch können, wenn sie etwa Personen befördern, bei denen der thäter eines Deliktes bezeichnen; sie aber in einem und demselben genau in jedem Falle festzustellen sind, jede Verantwortlichkeit Verdacht möglich erscheint, daß sie flüchtige Verbrecher seien Strafurtheile einfach als Thäter zu bezeichnen geht nicht an, für die bezeichneten Personen und für diejenigen, welche die oder gar die Reise unternehmen, um erst ein Verbrechen oder weil das Gesetz in Uebereinstimmung mit dem gewöhnlichen Druckschrift gewerbsmäßig vertreiben, ausschließt, falls sie nur mehrere zu begehen, und wenn dieser Verdacht sich dann Sprachgebrauche als Thäter, wenn dabei fein besonders be- einen im Bereiche der deutschen Strafgewalt befindlichen Ver- später bewahrheitet: im ersten Falle wären jene Personen schränkender Zusatz gemacht wird, denjenigen bezeichnet, fasser und so weiter der strafbaren Veröffentlichung nach der strafbaren Begünstigung, im zweiten gar der Beihilfe der den gesammten Thatbestand der strafbaren Handlung zuweisen vermögen. Besteht aber eine solche Verpflichtung, schuldig. verwirklicht. Ein Urtheil also, welches demungeachtet von dem Inhalte des Druckerzeugnisses Kenntniß zu nehmen und Mit einiger Sicherheit würde man dann in unserem Vaterzwei Personen auf grund derjenigen Strasbestim- sich davon zu überzeugen, ob diefer Inhalt nicht unter lande nur soweit reisen tönnen, als man persönlich dem Verkehrsmungen verurtheilt, welche für den Thäter gelten, ver- ein Strafgesetz falle, in feiner Weise, sobald nur der personale, Bahnbeamten, ja Droschkenkutschern und Gepäckträgern stößt gegen das Gefeß, da es die Rechtsnorm, welche für den Redakteur oder Verfasser im Inlande wirksam zu belangen ist, bekannt wäre oder fortwährend Bässe und Legitimationspapiere Thäter gilt, auf Mitfchuldige anwendet, welche vielleicht Mit- so kann auch von einem sogenannten eventuellen Dolus, wie die zur Hand hätte. Die Theorie des sogenannten eventuellen Dolus thäter( vergl. Strafgefeßbuch§ 47), jedenfalls aber nach dem Kriminalisten sich ausdrücken, in bezug auf den Verleger, Drucker angewendet auf gewerbsmäßige Leistungen führt eben zu merkInhalte des Urtheils selbst nicht beide Thäter sein können. Die und das weitere Hilfspersonal nicht die Rede sein. Dieser so würdigen Ergebnissen. Aufhebung eines solchen Urtheils auf eingelegte Revision eines genannte eventuelle Dolus foll ja gerade dann vorliegen, wenn Nun ist allerdings in dem eingangs erwähnten Gr der Verurtheilten wird also voraussichtlich nach§ 376 der Straf- jemand handelt auf die ihm bewußte Gefahr hin, daß seine Kenntnisse ausgeführt, der verurtheilte Druckereibesizer Prozeßordnung erfolgen müssen, und zwar auch dann, wenn eine Thätigkeit einen nach dem Gefeßze unzulässigen Erfolg herbei- habe zwar direkt von dem Inhalte des betreffenden Flugmittels der Presse begangene strafbare Handlung in Frage steht führen werde: eventuell, d. h. für den Fall, daß es nun so blattes keine Kenntniß gehabt, wohl aber von der Tendenz denn im§ 21 Abs. 1 des Preßgefeßes heißt es ausdrücklich: tommt, war, so sagt man, der Handelnde mit diesem Erfolge desselben und dem Umstande, daß es als fogenannte rothe" Die Berantwortlichfeit für Handlungen, deren Strafbar- einverstanden, wollte er auch diefen Erfolg, sollte es ihm auch das heißt auf rothem Papier zu druckende Nummer im wesent feit durch den Inhalt einer Druckschrift begründet wird, lieber gewesen sein, seine Thätigkeit, die er um ihrer selbst willen lichen denselben Inhalt wie das in früheren Jahren an dem bestimmt sich nach den bestehenden allgemeinen Strafvornahm, hätte diesen Erfolg nicht gehabt. Nimmt man also auch gleichen Tage( 18. März) ausgegebene Flugblatt reproduziren gefeßen." einen fogenannten eventuellen Dolus( eine eventuelle strafbare würde, und dieser Inhalt der betreffenden Blätter der früheren Und es handelt sich hier auch keineswegs nur um eine reine Absicht) in anderen Fällen als möglich an, so ist diese Annahme Jahre sei ihm ebenfalls bekannt gewesen. Nach dieser AusFormalität, wie man deshalb anzunehmen vielleicht geneigt sein doch da unzulässig, wo das Gesez selbst dem Handelnden sagt, möchte, weil nach dem Gesetze denjenigen, der als Thäter die er brauche fich, weil eben seine Thätigkeit gewerbsmäßig, mecha- Bekanntlich ist vor einigen Jahren man vergleiche That allein vollführte, und jeden der mehreren Mitthäter im all- nisch erfolgt, um einen etwa von anderer Seite beabsichtigten darüber die Nummer der Nation" vom 30. Mai 1891- die gemeinen diefelbe Strafe trifft; das Gericht soll, wenn es Erfolg, wie überhaupt um den weiteren Erfolg nicht zu füm- Verurtheilung eines Zeitungskorrektors wegen strafbarer Be jemanden verurtheilt, auch sich flar werden über die Art der Be- mern; denn indem man die eventuelle Absicht für strafbar er- theiligung an einer Beleidigung, begangen durch einen von ihm theiligung des einzelnen von mehreren angeblichen Mitschuldigen. Härt, fagt man umgekehrt dem Handelnden: Sobald ein be- forrigirten Zeitungsartikel, von einem Senate des Reichsgerichts Darin liegt eine erhebliche Garantie gegen ungerechtfertigte Ber- stimmter Erfolg Dir als möglich erscheint, mußt Du Deiner aufrecht erhalten. sich in feierlicher Repräsentation darstellte, die humoristische gebildet, dessen echteste Frucht Menzel's Produktion bes Sonntagsplauderei. Szene um den Fürsten Hohenlohe im Bilde festzuhalten. deute; und von dieser Legende wird wiederum in allen Rauh fegt der Novemberwind durch den Forst von Vom preußischen Geist, freilich in anderen Formen, Tonarten erzählt werden. Leblingen; zu froher Waidmannslust spannt er energisch wird in den nächsten Tagen ebenfalls stark die Rede Was der eine in hartem, mühsamen Ringen nur er die Sinne an. Waidmannswerk stählt und baucht selbst sein. In den verkümmerten dumpfigen Räumen der reicht, das fällt dem andern wie ein Glücksloos in den Schooß. den gealterten Kräften jungen Muth ein. Wenn das Jagd- Berliner Kunstakademie unter den Linden ist auf Was Lord Byron von sich sagen durfte, das darf mit Respekt vergnügen zu Ende und man sich auf der Haide müde ge- furze Zeit neues Leben erwacht. Wenig genug zu vermelden heute auch Professor Kuadfuß in Kassel von sich tummelt hat, dann mag wohl Speis und Trank doppelt bedeutet diese Kunstakademie, über deren Unzulänglichkeit sagen. Eines Morgens erwachte er und war berühmt. Mit erquicklich schmecken; und muntere Jagdgesellschaft war und über deren frendloses Innere schon ganze rührender Ausdauer pflegte Prof. Knackfuß regelmäßig unsere derben Schwänken stets gern geneigt. Geschlechter vergeblich geklagt haben. Für wenige Wochen Ausstellungen zu beschicken. Mancher schöne Schinken" " Von solchem heiteren Schwant tam jüngst erst aus wird sie im erborgten Glanz sich sonnen. Zur Feier eines wie man im Künstlerjargon die breit bemalten Leinwanddem vielgenannten Leßlingen her die Kunde. Sein Held Achtzigjährigen, Adolf Menzel's, wird der Haupttheil flächen nennt, auf denen nichts Persönliches sich ausdrückt, ist Fürst Hohenlohe; und der deutsche Bürger, der heute des Lebenswertes dieses Künstlers in der Akademie zur hing da an den Wänden, unbeachtet, eine lederne Zier. schen und verängstigt auf die dunklen Vorgänge fern in der Schau gestellt. Man hat sich gewöhnt und es ist fast zur Zurückwandern mußte er, unbetrauert und ohne irgend Türkei hinblickt, wird sicherlich aus dem Leglinger Geschichtstehenden Phrase geworden, in Adolf Menzel's Schaffen welchen Eindruck hinterlassen zu haben. Und heute ist cheu Beruhigung schöpfen. Wenn Fürst Hohenlohe, der gleichsam die Konzentration eines besonderen preußischen Prof. Knackfuß förmlich jung geworden und regsam. GeLeiter unserer Staatsgeschäfte, noch auf kräftige waid- Kunstgeistes zu sehen. Dies wird aus äußeren und inner- sprächig giebt er zu seiner Allegorie vom kulturmörderischen männische Scherze guter Laune eingeht, wenn er Feierlichkeit lichen Motiven erklärt. Einmal kennt man in Adolf Menzel Buddha Erläuterung und Erläuterung; und sein Kunstblatt und Sorge daheim läßt, um einmal jung zu sein den eminent künstlerischen Verkünder der Zeit Friedrich's wandert durch die ganze Welt. mit den Jungen, so werden auch die allzeit Aengstlichen des Zweiten; dann will man in Menzel's spezifischem Genie, Emne merkwürdige Schickung fügt es, daß gerade. Troft davon empfangen. Zu Leylingen also be seiner männlichen und manchmal männischen Kraft, die, gegenwärtig die Wissenschaft emsig sich bemüht, die Schätze findet sich ein seltsam geformtes Trinkhorn. Aus streng disziplinirt, es nicht duldet, daß die Phantasie allzu der ostasiatischen Philosophie und ostasiatische Gedankeneinem Hirschgeweih ist es derart geformt, daß es ein frei über die Stränge schlage, durchaus die Züge des systeme zu diichforschen, von denen bereits Arthur SchopenKleines Kunststück ist, aus dem länglichen Born zu trinken, preußischen Genies erblicken. Herbes mitunter sprödes hauer's Geist augezogen war. Oldenberg und neuerdings ohne den Juhalt zu vergießen. Bon altersher giebt es Künstlerthum auf dem Grund eindringlicher Beobachtung Paul Deußen veröffentlichen hierüber Arbeiten, die Aufeine scherzhafte Bestimmung, daß dics Vexierhorn jedem und starker Geistesschärfe offenbart sich in Menzel's Wirt sehen erregen. Im königlichen Schauspielhause zu Berlin kredenzt werde, der zum ersten Male als Jagogast auf samkeit. Menzel's Sinn ist empfänglicher für die scharf- wurde vor zwei Jahren häufig genug das Drama vom Leglingen erscheine. Das mochte manchmal ein hohes charakteristische, als für die weiche graziöse Linie. Den Thouwägelchen gegeben, das Gedicht eines indischen Königs; Gaudium gegeben haben, wenn ein begieriger Trinker das Meistern des befeuerten, warm herzigen Schwungs in der und die gedankenschwersten Verse dieser Dichtung athmen fektgefüllte Horn an den Mund setzte und der töftliche Ju- Kunst ist Menzel, der bedeutsame Realist, nicht vergleichbar. in den Reden eines Derwisches den Geist buddhistischer halt ihm über Wange und Rock troff! Auch dem Fürsten Leichter neigt er noch zur ironischen, als zur enthusiastischen Weisheit. Hohenlohe war eine halbe Flasche Sekt zugedacht. Er ließ Betrachtung von Menschen und Dingen.& ist Ein Maler braucht kein Philosoph zu sein; aber ein sich davon nicht schrecken, er setzte fühn an und bekundete charakteristisch für Menzel: Fast niemals verstand er Hauch seiner Kunst soll ihn berührt haben. Wie Knackfuß ein Selbstvertrauen, wie ein Jüngling. Er wollte kein Spiel- es, der Frauenerscheinung zu schmeicheln. Go tenut, in seiner Erklärung an den Matin" sich den mild- entverderber sein; aber auch ihn verfolgte das Mißgeschick; so schätzt die Welt Berlins größten Künstler, der entfagenden Buddhismus zugleich als grausigen Verund es überfloß der Champagner aus dem kunstvoll ge- am 8. Dezember sein achtzigstes Lebensjahr vollendet. Seine nichter vorzustellen vermochte, das hat mit seiner Künstlerwundenen Horn und floß daneben. Die Herrschaften kleine Statur, sein mächtiger kahler Kopf, sein Aussehen, das schaft an sich nichts zu thun. Wenn aber um die Welt amüsirten sich höchlich und der begossene Fürst hatte Humor immer ernsthaft und verschlossen ist, wo Menzel auf der das Kunstblatt von Knackfuß auf seinen künstlerischen Werth genug, ins Gelächter mit einzustimmen. Was that es, Straße und in der Deffentlichkeit sich zeigt, machen ihn zu hin betrachtet; wenn sie die dürftig- allegorische Ausführung. wenn man ihm in der Runde zurief: Hast's schlecht ge- einer der bekanntesten Gestalten im großen Berlin; zu einer wahrnimmt, diese glatten, akademisch empfundenen Frauenmacht, haft es schlecht gemacht, drum wirst recht derb auch populären Figur, ähnlich wie Windthorst es war. Ob gestalten, die sich noch dazu so aneinander drängen, daß sie ausgelacht"? Wenn das Alter sich auf ein Weilchen Menzel's fünstlerische Eigenschaften mit dem preußischen nirgend wie cine lebendige Gruppe erscheinen, wieder jugendlich ungebunden fühlt, dann opfert es Genius wirklich wesensverwandt sind, ob dieser preußische fich ungezwungen im Raum bewegt: was soll diese bercitwillig auch dem Humor. Die Welt aber Genius als brandenburg- märkischer Geist nur gedacht sei, oder Welt dann denken? Wird sie nicht leicht zu der Annahme wird, wenn fie das Leylinger Histörchen erfährt, ob er eine weitere Welt umfasse; ob es nicht thöricht sei, das gedrängt, daß das Kunstblatt des berühmten Knackfuß beausrufen: So ist trotz allem erneuten Glanz und aller Schaffen eines bestimmten Individuums, das an allerlei Lebens- stimmt sei, ein Zeugniß für Preußens Kunstgenic abzulegen? Prachtliebe im modernen Berlin jener altpreußische Geist zufälle gebunden ist, damit zu verallgemeinern, daß in ihm der Will man Menzel's herbe Art grund- preußisch nemen, schön! noch nicht ausgestorben, der an derbfoldatischer Schnurre einzige und reinste Ausdruck eines ganzen Volksgenies er Aber was hat Kuactfuß mit preußischer oder irgend welcher ohne viel Ziererei sich zu ergößen liebte. Vielleicht reizt fannt werden könne: das bleibe hier unerörtert. Genug, Art zu schaffen? es einen Auton v. Werner, der oft genug wiedergab, was es hat sich eine Legende vom Preußenthum in der Kunst Alpha. die führung würde nicht, wie das Urtheil annimmt, eventueller, I auf Abwege führende erachtet, die Pflicht, möglichst bald einen Kollegen die Kommission lange nicht das ausrichten konnte, was sondern direkter Dolus vorliegen;*) denn wenn derjenige, deffen jeden derartigen Schößling mit der Waffe juristischer Kritik unThätigkeit als mechanische oder gewerbmäßige der Regel nach schädlich zu machen. Versammlungen. der Nach sie sich vorgenommen hatte. Mittheilungen oder Anträge seien ihr wenig oder gar nicht zugegangen. So hätten bei der Firma nicht strafbar ist, bestimmt weiß, daß diese Thätigkeit der Be- Wie angeführt, ist übrigens, selbst wenn man die Theorie Gersbacher zwar nur organisirte Stuckateure gearbeitet, man gebung einer strafbaren Handlung dienen soll, und wenn er dann des eventuellen Dolus im allgemeinen billigt, ihre Anwendung habe sich aber mit Ausnahme zweier, die die Arbeit niederlegten, diese Handlung fördern will, macht er allerdings sich verantwort doch im vorliegenden, für die gesammte Presse bedeutsamen Falle dennoch eine Lohnreduktion von 10 pét. gefallen lassen; erst später lich. Wer Aufforderungen zum Aufruhr, die in den zweifel- für unzulässig zu erachten. fei der Kommiffion Gelegenheit zum Eingreisen geboten worden, lofesten Ausdrücken abgefaßt sind, in Kenntniß ihres Inhalts und worauf sofort wenigstens eine Lohnausbesserung von 5 pCt. erreicht in richtiger Erfassung ihrer Bedeutung druckt und so in die worden wäre. Der Redner verlas im Anschuß hieran 2 Briefe Deffentlichtichkeit befördert, betheiligt sich an der strafbaren Aufder Firma Hampel u. Vogt, durch die er nachwies, daß die forderung zum Aufruhr. Indeß ist dabei Eines zu beachten: Unternehmer die Macht der Organisation sehr wohl erkennen; weil der Drucker sich um den Inhalt der Druckschrift nicht zu kümmern braucht, wenn ein verantwortlicher der deutschen Straf- Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am 13. November, im Nach dem noch auf einige bei der Firma 3eier u. Drechsler Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten leider werde diese von den Arbeitern nicht ebenso gewürdigt. gewalt erreichbarer Redakteur vorhanden ist, eben deshalb kann Restaurant Rautenberg, eine leiolich besuchte Branchenver bestehende Uebelſtände hingewiesen war und nachdem Rößler es, um ihn strafrechtlich verantwortlich zu machen, nicht genügen, sammlung der Drücker ab. daß diese Uebelsände die Folge Nach einem beifällig auf- bemerkt hatte, daß er den faktischen Sachverhalt tenne; es ist vielmehr er genommenen Referat des Kollegen Litfin über Florian Geier Interesselosigkeit der Kollegen felbst seien, entſpann fich forderlich, daß er auch von der Strafbarkeit überzeugt sei. Wem schritt man zur Neuwahl eines Beisitzers zum Vorstande. eine Diese rege Debatte über die in Bälde vorzunehmenden das Gesetz erlaubt, sich überhaupt um die Folgen feiner mechanisch- fiel auf den Kollegen Georg Kinge. Die Ueberstundenarbeit Stuckarbeiten Die Ueberstundenarbeit Stuckarbeiten auf dem Treptower Ausstellungsplay. zweckmäßigen, jedem Zahlenden der Regel nach zur Verfügung bei der Firma Hirschhorn veranlaßte eine längere Debatte, den Ausführungen mehrerer Reduer haben die Stuckateure gestellten Thätigkeit nicht zu kümmern, dem gestattet das Gesez, worauf noch die Verhältnisse einiger ganz besonders schlechter der Ausstellung„ Kairo" nicht die besten Erfahrungen gemacht; auch wenn er jene Folgen in ihrem faktischen Zusammenhange Werkstätten einer eingehenden Kritik unterzogen wurden. wolle man sich vor weiteren Nachtheilen schüßen, so müsse vor fennen sollte, sich um die rechtliche Bedeutung dieser Folgen nicht Beginn der Arbeit zur Ausstellung Stellung genommen werden; zu kümmern; dem sieht mit anderen Worten das Gesetz den Die Treie Vereinigung der Graveure, Ziseleure und man müsse einen Minimaltagelohn fordern. Von einem Redner Rechtsirrthum nach, den es in anderen Verhältnissen der Regel verwandter Berufsgenossen erledigte in ihrer legten, stark be- wurde ein solcher in Höhe von 7,50 M. vorgeschlagen, da die nach freilich nicht verzeiht. Dieser Satz erscheint, wie zugegeben suchten Versammlung die Wahl eines Sekretärs und einer Unter- Verhältnisse auf dem Ausstellungsterrain diesen Lohn nöthig ist, auf den ersten Anblick auffällig, und es ist nicht unwahrschein- richtskommission. Beim Preisausschreiben erhielt Kollege Gr. den machten. Es soll nun in nächster Zeit ein Flugblatt verbreitet lich, daß das Gericht auf den Umstand, daß etwa ein Artikel ersten Preis. Dr. Joël hielt dann einen anregenden Vortrag und in einer öffentlichen Versammlung zu dieser Sache Stellung des wesentlich gleichen Inhalts in früheren Jahren un- über die neuesten Fortschritte der Astronomie, zum Schlusse be- genommen werden. Nachdem, der Vertrauensmann M. Müller beanstandet blieb, deshalb fein Gewicht legte, weil es sich merkend, daß, wie das Beispiel dieser Wissenschaft zeige, durch fein Amt niedergelegt hatte und den streifenden Steinbildhauern an jene bekannte, dem Kriminalisten geläufige den Rechts- internationales Zusammenwirken der Völfer auf allen Gebieten 20 M. aus dem öffentlichen Fonds der Stuckateure bewilligt irrthum betreffende Rechtsregel hielt; denn allerdings ist es, der Kultur weit Großartigeres geleistet werden fönne, als durch worden waren, wurde die Versammlung geschlossen. wenn Rechtsirithum nicht entschuldigt, feine Entschuldigung, daß die einzelnen Nationen. Ein Antrag der Friedrichshagener in früheren gleichen Fällen seitens der Staatsanwaltschaft nicht Kollegen, wonach ein Rollege aus diesem Orte berechtigt ist, gegen eingeschritten wurde oder daß gar eine Freisprechung erfolgte, Vorzeigung verschiedener Mitgliedsbücher mehrere Vereinsbücher Die öffentliche Versammlung der Droschkenkutscher Berlins und von der AgitationsUmgegend, die da das Gesetz durch früher vorgekommene Irrthümer und Ver zu entnehmen, wurde angenommen, ebenso ein Antrag, die 22. November nach der Norddeutschen sehen der Behörden und Gerichte nicht geändert werden kann. Kollegen von der Firma Wöllmer zu unterstützen. Der Vorstand fommission zum Brauerei einberufen war, Aber ein Saß, daß ein sogenannter Rechtsirrthum, ein Frithum ist noch mit dessen näherer Erörterung beauftragt. Ein Antrag, erfreute sich eines ausselbst über den Sinn eines Strafgefeßes niemals eine Ent- der das Annonciren betraf, wurde dem Vorstande gleichfalls Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über das Thema: gezeichneten Besuches. Nachdem die Versammelten einen schuldigung begründen könnte, findet sich im Strafgesetzbuche überwiesen. ausdrücklich nicht: er ist vielmehr nur aus dem Zusammenhange " Die Aufhebung des Volkes und deren Ursache" mit lebhaftem des Gesetzbuches, aus der Theorie und dem praktischen Be- beschäftigten Silfsarbeiter hielt am 15. d. M. im Neuen schaftskommission, Brüt, seinen Bericht, der zu Einwendungen Der Verband aller im Handel und Transportgewerbe Beifall entgegengenommen hatten, gab der Delegirte zur Gewerkdürfnisse als eine an sich gewiß richtige Regel abstrahirt Klubhause, Kommandantenstraße, eine außerordentliche General- feine Veranlassung bot. Es wurde dann die Lohnfrage worden, und somit muß es auch zulässig sein, aus dem versammlung ab, um die Verhandlung über die Tagesordnung angeregt. Hierzu Tag Zusammenhange eines Spezialgesetes, aus der Theorie und der dritten ordentlichen Generalversammlung fortzusetzen. Nach zc. Versammlung sämmtlicher Droschkenkutscher Berlins und folgende Resolution dem praktischen Bedürfnisse Ausnahmen zu begründen, wie dies, dem der Vorsitzende Politz mitgetheilt hatte, daß seit der letzten der Umgegend erkennt an, daß bei einem Lohnfah von täglich genau betrachtet, auch die Praxis des Reichsgerichts schon Generalversammlung 80 Mitglieder neu aufgenommen wurden, 1 M. und 25 pCt. der Tageseinnahme die Taxameter- Droschtengethan hat.**) Für den vorliegenden Fall wird die Zulässigkeit machte Alboldt dem Schriftführer den Vorwurf, die Berichte futscher außer stande sind, mit ihren Familien menschenwürdig der Berufung auf Rechtsirrthum seitens des Druckers und seines der letzten Generalversammlung, die im Vorwärts" und im zu leben und daß daher Mittel und Wege gefunden werden Personals durch die Erwägung begründet, daß von einer Handels- Hilfsarbeiter" erschienen, in tendenziöser Weise verfaßt müssen, um einen höheren Lohnsatz zu erzielen. Da dies aber mechanisch- gewerbsmäßigen Thätigkeit nicht mehr die Rede sein zu haben. Hierzu erklärte der Schriftführer, die Berichte genau nicht in unehrenhafter und unlanterer Weise zu geschehen hat, so fönnte, wenn dem Drucker, falls ihm der Inhalt der Druckschrift den Thatsachen entsprechend geschrieben zu haben. Diese Er wird die bestehende Agitationskommission mit der Regelung diefer auch als Faktum bekannt sein sollte, die Pflicht obliegen würde, flärung wurde vom Vorsitzenden, sowie vom Kollegen Kaßler Angelegenheit betraut. Mit Rücksicht darauf jedoch, daß, wie der dieses Foftum nach den Grundsägen des Strafrechtes zu prüfen;( Schriftleiter des„ Handels- Hilfearbeiter") bestätigt. Auf Antrag Versammlung bekannt geworden ist, der Vorstand des Vereins in Wahrheit würden damit alle Störungen des Gewerbe- des Kollegen Schumann wurde dann der Schriftführer be- Berliner Droschkenkutscher bereits Schritte in diesem Sinne betriebes unvermeidlich sein, die überhaupt aus der Forderung auftragt, zum Bericht im Vorwärts" folgenden Nachtrag zu unternommen und sich mit dem Vorstande der Genossen. einer Kontrolle des Inhalts der Druckschrift durch den Drucker bringen:" In der 3. ordentlichen Generalversammlung wurde der schaft für Taxameter- Droschenbesitzer in Verbindung gesezt und dessen Hilfspersonal hervorgehen müßten und die bereits Antrag Aug. Meyer's, den Kollegen Oswald Grauer laut§ 7 haben soll, hat die Agitationstommiffion vor der Hand oben geschildert sind: gerade die rechtliche Beurtheilung des Abs. Il aus dem Verband auszuschließen, mit großer Majorität sich noch passiv zu verhalten. Dieselbe hat jedoch sofort eine Inhalts einer Druckschrift kann von dem Drucker und dem abgelehnt."( Dies ist hierdurch geschehen. Hilfspersonal mit Fug nicht erwartet werden. Selbstverständlich führer.) Zwei Anträge auf Gehaltserhöhung der Bureau- fultat der gebachten Verhandlungen bekannt geworden ist. Alle Der Schrift neue öffentliche Versammlung einzuberufen, sobald ihr das Refönnte hiernach die allgemeine Tendenz derjenigen Zeitung, welche angestellten wurden bis auf weiteres zurückgezogen. das Flugblatt ausgiebt, oder die politische Parteistellung des Re- Antrag Alboldt's, bei Mitgliederversammlungen wieder bleiben." Ein ferneren Beschlußfassungen sollen dieser Versammlung vorbehalten dakteurs auch für den Drucker nicht in betracht kommen; denn Tellersammlungen einzuführen, wurde mit großer Majorität abihn macht, wenn die obigen Ausführungen richtig sind, nicht eine gelehnt. Der Antrag des Kollegen Bauer, dem Kollegen Lohnzulage. Die Resolution fand einstimmige Annahme. Die Wie mitgetheilt wurde, geht die Forderung auf täglich 1 M. vage Bermuthung, sondern nur die positive und bestimmt ihm Dreher seine Stellung im Burean zum 1. Januar 1896 zu Neuwahl des Telegirten zur Gewerkschaftskommission wurde bis nachzuweisende Ueberzeugung ftrafbar, daß der Juhalt einer fündigen, wurde vom Antragsteller schriftlich begründet. Nach zur nächsten öffentlichen Versammlung vertagt. Un Stelle des Druckschrift einen strafbaren Charakter trägt. Daher würde es äußerst lebhafter und stellenweise persönlicher Debatte, in der sich Stellvertreters Krause, der sein Amt niederlegte, wurde denn auch ein wirklicher vom Gerichte zu beachtender Gegen- fast sämmtliche Redner gegen den Antrag aussprachen, lehnte die ein gewählt. Besondere Klage wurde über das Triebbeweis bezüglich dieser Ueberzeugung sein, wenn etwa der Versammlung den Antrag Bauer ab. Für den Antrag stimmten Fuhrwerk der Hotels geführt; angeflagte Drucker sich darauf zu seiner Rechtfertigung beriefe, nur 5 Kollegen. Einem verunglückten Kollegen wurde eine nahe, man legte den Rutschern ben solche Hotels daß in früheren Fällen Artikel wesentlich gleichen Inhalts Extra- Unterstüßung von 30 M. bewilligt und der Kollege Sparr nach Berlin Gewerbe Ausstellung kommenden Fremden nicht zu empfehlen. unbeanstandet blieben, oder daß etwa gar ein anderes Ge- vom Verein der Kutscher, welcher Verein dem Verband der Von Prüh wurde die Frage der Sonntagsruhe zur Sprache ges richt eine Verfolgung oder Verurtheilung wegen Abdrucks Handels- Hilfsarbeiter beigetreten ist, als Vertreter der Kutscher bracht. Die Agitationstommission erkannte zwar das Wünschensdes gerade in Frage stehenden Artikels wenn auch nur in erster in den Vorstand gewählt. Die Versammlung war gut besucht. Instanz für unbegründet erklärte. Aus dem gesagten dürften sich folgende Säße ergeben: Eine Verurtheilung des Verfassers oder Redakteurs eines Preßerzeugnisses und zugleich des Druckers als Thäter ist recht lich unzulässig; die Verurtheilung beider als Mitthäter ist zu läffig, aber nur auf grund solcher besonderen Umstände, welche nicht schon mit dem gewöhnlichen Geschäftsbetriebe des Druckers verbunden sind. " " zur = vor: Die Große öffentliche Versammlung fämmtlicher an HolzbearbeitungsDeffentliche Gesundheitspflege. werthe einer Sonntagsruhe an, versprach auch, die Sache nicht aus dem Auge zu verlieren, hielt aber dafür, vorerst die LohnEine öffentliche Versammlung der Feilenhauer nahm angelegenheit zur Erledigung zu bringen. Nachdem den Droschken am 19. November bei Schöps in der Gerichtstraße den Bericht futschern insgesammt das Lesen der Arbeiterpreffe nabe gelegt der Kommission über die Verhandlungen mit der Firma worden war, empfahl H. Schulz den Rutschern, angesichts der Mägde frau entgegen. Luchtenberg äußerte hierzu, daß gegenwärtigen Verfolgungen fich der größten Vorsicht zu bes er wiederholt mit Herrn Mägdefrau unterhandelt habe, dieser sich fleißigen und auf Halteplägen, in Schankwirthschaften 2c. gleich aber entschieden weigere, mit der in der vorigen Versammlung ihren Rossen auch ihre Zungen im Baume zu halten. Mit gewählten Kommission in Verbindung zu treten, Der Drucker hat nicht die Pflicht, sich um den Inhalt dem troß einem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung wurde die statter selbst zugebe, daß mehrere Artikel einer liche Versammlung geschlossen. einer Druckschrift, die er druckt, zu kümmern, wenn ein der Lohnaufbesserung bedürfen. Von mehreren Rednern wurde inländischen Strafgewalt erreichbarer Verfasser oder Redakteur darauf hingewiesen, daß schnell gehandelt werden müsse, vorhanden ist. Eben deshalb kommt ihm selbst bei vor- damit der Fabrikant nicht Gelegenheit habe, sich mittler maschinen und auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter am Sonntag, handener faktischer Kenntniß des Inhalts der Irrthum über die weile anderer Arbeitskräfte zu versichern. Im Laufe der Debatte den 24. November, vorm. 10 Uhr, in Thiel's Festfälen, Fruchtfir. 86a. strafrechtliche Bedeutung dieses Juhalis als Strafausschließungs- wurden auch einige Paragraphen der Fabrikordnung dieser Firma find von 10-12 Uhr vormittags geöffnet. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag fein Unterricht. Die Leferäume grund zu statten( oder noch richtiger, es muß ihm selbst bei beleuchtet und besonders einer kritisirt, wonach es den Arbeitern Unterricht am Montag: Südost Schule, Waldemarstr. 14: vorhandener faktischer Kenntniß des Inbalts nachgewiesen verboten ist, während der Arbeitszeit Getränke außerhalb der Nationalotonomie. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume Nord- Schule, Müllerstr. 179 a: werden, daß er von der Strafbarkeit dieses Inhalts überzeugt Fabrik holen zu lassen. Nachdem verschiedene Redner auf sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials war). Eben deshalb ist auch die Annahme eines sogen. even- sanitäre Mißstände der Fabrit von Mägdefrau hingewiesen schon von 8 Uhr an geöffnet. tuellen Dolus, selbst wenn man die Theorie des sogen. eventuellen hatten, wurde dem Wunsche des Herrn Mägdefrau entsprochen Dolus im Prinzip für richtig erklären sollte, in jedem Falle und eine neue Kommission von den in dieser Fabrik beschäftigten ausgeschlossen, in welchem dem Drucker lediglich zur Laft gelegt Arbeitern gewählt, die aus den Kollegen Luchtenberg, werden kann, daß er eine von einem anderen verfaßte oder 3ied, Richter und Brennmühl besteht. Diese neue redigirte Druckschrift abdruckt und verbreitet. Kommission hat die Forderungen ihrer Vorgängerin Der Drucker wird vielmehr als solcher wegen des Inhalts aufrecht zu erhalten. Die Fünfer Kommission bleibt der Druckschrift nur strafbar abgesehen von der in§ 21 des bis zur Erledigung der Angelegenheit bestehen. Die Preßgesezes vorgesehenen Fahrlässigkeitsstrafe wenn er positiv Arbeiter rechnen umsomehr auf Anerkennung ihrer Fordevon der Strafbarkeit des Inhalts der Druckschrift überzeugt war; rungen, als Herr Mägdefrau im Kirchenrath sist und als beder Beweis hierfür fann allerdings schon durch den Umstand tannter Fortschrittsmann die Selbsthilfe" der Arbeiter doch nur erbracht werden, daß der Drucker den Inhalt kannte, und daß gut heißen kann. Von der Firma A. Kämmerich u. Komp., dieser Inhalt schon auf den ersten Anblick als zweifellose Ver. Fennstr. 27, wurde angegeben, es sei statistisch festgestellt, daß legung des Strafgesezes sich darstellt. Diese die letzte Lohnstala, das ist 21 pCt. weniger als in anderen Fabriken üblich, bezahle, troydem diese Firma ganz besonders mit Arbeiten aus der föniglichen Artilleriewerkstatt berücksichtigt werde. Das Lesen des Vorwärts" und anderer sozialdemofratischer Blätter sei bei sofortiger Entlassung verboten. Zum Schluß der Versammlung wurde noch zum Beitritt zur Organisation aufgefordert. -Daneben besteht selbstverständlich noch die Möglichkeit, dem Drucker aus anderen besonderen Umständen eine Mitschuld nachzuweisen( z. B. wenn Verfasser und Drucker schon vorher die Begehung eines bestimmten Delittes geplant haben und nun zu deffen Ausführung mittels der Presse schreiten). Wenn übrigens das Urtheil, welches den Anlaß zu vor stehender Erörterung gab, als ein in mehrfacher Hinsicht fehlerhaftes bezeichnet wurde, so ist darin ein Vorwurf gegen das Eine sehr gut besuchte öffentliche Stuckateurversamm: Gericht selbst, von welchem das fritisirte Urtheil erlassen lung tagte am Dienstag Abend in Cohn's Lokal, Beuthitraße. wurde, nicht zu erblicken. Auch die Theorie ist in vielen Da der Referent Pfannkuch durch eine Agitationsreise am wichtigen Fragen gerade des sogenannten Preßrechts zu be- Erscheinen verhindert war, mußte von dem angekündigten Vortrag friedigenden oder als communis opinio anzuerkennenden Abstand genommen werden und man debattirte sofort die Frage: Ergebnissen noch nicht gelangt, und die von dem Unter- Wie stellen sich die Kollegen zu dem in Kassel tagenden Stuckateurzeichneten freilich schon vor langer Zeit bekämpfte Theorie fongreß? Die Mehrzahl der Redner sprach sich gegen die Be des sog. eventuellen Dolus genießt leider in der juristischen schickung aus, da der Hauptpunkt der Tagesordnung des Literatur, wie in der Praxis auch des Reichsgerichts noch immer Kongresses wieder nur die Frage der Organisationsform fei. eine, man möchte fagen liebevolle Pflege und treibt demnach Die Versammlung nahm hierauf von zwei gestellten Refolutionen auch nicht allzu selten bedenkliche Schößlinge. Daher erwächst eine an, nach welcher erklärt wird, den in Kassel tagenden aber auch für denjenigen, der diese Theorie für eine der Rechts- Kongreß der Stuckateure nicht zu beschicken. Weiter heißt es: ficherheit der Staatsangehörigen gefährliche und die Justiz selbst In Erwägung, daß eine provisorische Tagesordnung für den Kongreß nicht veröffentlicht ist, vielmehr bilden die Organisationsfrage die Hauptsache ad. Neumann, Pafewalterfir. B. Alle Aenderungen im Bereinstalenber Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Montag, Abends 9-11, Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Bieber afel der Maler, Annenstr. 6, bei Ehrenberg. 8utunft I, Stegliz, Ahornsir.15a, Schelhofe's Gambrinus. Arbeiter- Gesangver. Vorwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen Allee 6 bet Karl Schulz. Steders zweig, Waidmannsluft, Berlinerstraße bet Serbe.-8iebesfrethett II, Glodenrein( gem. Ghor) Strausberg, Rosenstraße 1 bet Brammbach. Echönhauser Allee 46 bei Höhne.- Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, Ewinemünder fir. 49. Hoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelftr. 89.on blüthe, Beughoffir. 8, Restaur. Behlendorf.- Gefangverein Siberte: Wrangelfir. 84 bet Redanz. Männerchor Gangestuft II, Bafewalterstr. 8 bei Ad. Neumann. Suffitenfiraße, Elysium". Gesangverein Fretheit 8, gemischter Chor, Bernau, " Harmonte 2", Wetnftr. 11, Restaurant eindi. Einigtett 8", Groß- Lichterfelbe, Amaltenftr. bet G. Genger. bet Tomatscheck. Klingmüller'sches gilaria, Blumenfir. 46 Doppelquartett, Neu- Weißensee, Langhansstraße bet ww. Busch. sub Oft 11, galtenfteinfir. 7 bet Ertttelwiz. Alpenveilchen, ge= mischter Ghor, Lindowerfir. 26 bei Sachfe. Solidarität, Oranien a cht auf II, Gifner, Restaurant Seebab am Dämmerißfee.- Gefangreya 2"( gem. Chor), Urbanftr. 61 bei Wulle verein Edelweiß IV, Rummelsburg, Kant- und Göthestraßen- Gde bei Mertens. Gefangverein Kornblume, Große Frankfurterstraße Nr. 183 firaße 109 bet Greiser. bei Gold. und der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an P. Gent, Dresdenerfir. 107/108.) Montag: Bergnügungsverein Geselligtet t", Adlershof, Oppenfir. 1( Restaurant). Arbeiter- Raucherbund Berline und Umgegend. Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Karl Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Montag, abends von 9-11 Uhr: Klub Abend und Aufnahme neuer Mitslieder. Morgenroth, Landsberger Allee 44 bet Rohland. Gefang-, Turn- und gesellige reine. Montag: Privat- Theatergesellschaft Satur" abends/ 49 Uhr, bei Specht, Martgrafenftr. 88. Privat- Theatergesellschaft PrivatTheatergesellschaft Immer& uftig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bel Stuhl Andree, Chorinei ftr. 63: Stzung mit Damen. Minerva. Alle Montag Suſammentunft Matbach- Ufer 3 bet Schmoct. Privat- heater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Gtzung jeden Sonntag 6 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen- Restaurant, Theater und Bergnügungsverein Wörtheistraße 45, bei F. Tarey. Beiße Rose jeden Montag 9 Uhr Gtzung bet Bommer, Reichenbergerftraße 19. Rauchtlub Brüderlichteit jeden Montag 9 bis 11 Uhr bei Serin Bauts, Schlesischestr. 38.- Rauchflub Pfeifentopf, Sizung 9 Uhr bei Wolf, Friedrichsbergerstr. 24. Gäfte willkommen. Arbeiter- Stenograp hieVerein Eintracht", unterricht und Uebungsfiunde Montag abends 8 Uhr soll, er= bet Nothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theaterverein Frethetts *) Allerdings kann hier die Frage aufgeworfen werden, ob klärt die Versammlung, daß fte die Bentralisation hoffnung. Sizung mit Damen jeden Sonntag um 6 Uhr nachmittags bei diese Feststellung des im wesentlichen" gleichen Inhalts genügt. durch Vertrauensmänner als die maßgebende erachtet. Gründe: Baumann, zychnei fir. 2-8.- klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr, nachJedenfalls wird dadurch der Revisionsinstanz die Prüfung deffen, Die Reaktion, die jetzt im gewerkschaftlichen wie im politischen mittags an Gizung mit Fidelitas im Gaale des Restaurants Riefelbahn, Dresdenerstr. 68. Bergnügungsverein Fiducia. Jeden Sonntag von was wesentlich" oder„ unwesentlich" ist, entzogen. Leben gegen uns arbeitet, sowie die verschiedenartige Vereins- 6-6 Uhr nachmittags Gigung. Nachdem Fidelitas im Refiaurant Janz, ** Man vergleiche z. B. die Entscheidung des Senats III gefeßgebung Deutschlands bestimmen uns aus praktischen und Blum enstr. 64. Bergi.ügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4 Uhr, vom 15. Februar 1883( Entscheidungen Band 8 S. 104 ff) und tattischen Gründen, unser Organisationssystem nicht zu ändern. Stattl ub Bruder Heinrich. Gizung Montag abends 9 Uhr bei Bernau, Sigun g, nachdem Fidelitas im Refiauiant Whethe, Mendelssohnftr. 9. über die freilich keineswegs über jeden Zweifel erhabene Praxis Wir erklären ferner: sollte in Zukunft der Kampf aufgenommen Rosenthalerfir. 67. Turnverein ichte. Jeden Eonntag von 8 Uhr an des Reichsgerichts bezüglich des Rechtsirrthums im Strafrechte werden, um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erlangen, vo Itsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenseeer Weg bei Asche.- Berden Aufsatz des Unterzeichneten im Gerichtssaale Bd. 38( 1880) so werden wir in jeder Art uns als solidarisch erweisen." gn ugunstlub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof, Neue Roßfir. 8: Sigung und Tanz. Gäfie sehr wiltommen. Jugend- Athleten= S. 252 ff. und v. Liszt, Lehrbuch des deutschen Strafrechts, 6. Kollege Rößner berichtete dann über die Thätigkeit der Lohn- tub Junge kraft jeden Montag und Freitag abends 6-10 Uhr bet und 7. Aufl. S. 39 Anm. 3. tommiffion. Er bedauerte, daß durch die Interesselosigkeit der sichert, Staufchreiberstr. 19. Wollen Sie sich recht warm halten, dann kaufen Sie nur bei Herrmann Rosendorff, Berlin, Brunnen- Strasse No. 185. Jetzt wieder wie früher seit 18 Jahren im alten Lokale zwischen Rosenthaler- und Invalidenstrasse. Grosse Partieposten und Gelegenheitskäufe Herren- und Hauskleiderwarp, doppeltbreit, Meter 25 und 30 Pf. Halbtuche Meter 60 Pf. Reinwollen Cheviot, Foulé, Cachemir Jaquardstoffe Meter 60, 75 Pf., 1. Mk. Damenhemden 65, 85 Pf. und 1 Mk. Damenhemden Schulterknopf mit handgestickten Passen 1,40 und 1,75 Mk. Tuchunterröcke mit Volant 1,90 und 3 Mk. Seidene und gestreifte Unterröcke mit Flanellfutter 5,50, Tändelschürzen 25, 50 Pf. u. 1 Mk. Damen- Fancy- Hosen mit Languette 65, 75 Pf. und 1 Mk. Damen- Fancy- Flanellröcke 65, 80, 1,25, 1,50. 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Sonntag, den 24. November 1895. 0 12. Jahrg. für Gelsenkirchen geltenden Regulativ haben die dortigen Wirthe die fernere Ausübung ihres Gewerbes untersagt worden ist, weil an Luftbarkeitssteuer 40 Mart zu zahlen, sobald sie in ihren dieselben unter falschen Vorspiegelungen einer Kantorsfrau ein Ein Berliner Gerichtsvollzieher. Einen großen Erfolg Lokalen bis 11 Uhr abends von Männern und Frauenspersonen Mädchen vermietheten, das unter fittenpolizeilicher Kontrolle stand. hatte der Schiffer Reinhold Schüler mit seiner Revision zu Gesangs- und deklamatorische Vorträge öffentlich halten lassen, Das Schöffengericht hatte die beiden wegen Betruges zu einer verzeichnen, mit welcher er das Urtheil des Landgerichts Berlin I deren Art durch das in Parenthese beigefügte Wort„ Tingel Geldstrafe von je 60 m. verurtheilt. In einem anderen Falle vom 19. Juni 1895 anfocht. Er war durch dasselbe wegen Freitangel" näher bezeichnet wird. Für jede spätere hielt das Gericht folgende Thatsachen für angethan, die heitsberaubung zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt worden, weil Stunde ist ein Aufschlag von 10 M. vorgesehen. Der Gasvirth Untersagung zu rechtfertigen: Die Gesindevermietherin Glüdke er mit dem Gerichtsvollzieher Nickel etwas unsanft umgesprungen Schröder in Gelsenkirchen, welcher am 12. Mai einen Singspiel in Stendal sollte einem ihrer Auftraggeber ein Mädchen war. Letterer kam auf das Fahrzeug des Angeklagten, das im abend veranstaltet hatte und deshalb zur Zahlung von 40 m. vermitteln, das zu melken versteht; sie vermiethete ihm aber ein Hafenbassin lag, um eine Gerichtstoftenforderung gegen den Vater von der zuständigen Behörde angehalten worden war, ließ es folches, von dem sie das Gegentheil wußte. Ein andermal erhielt des Angeklagten, Christian Schüler, beizutreiben. Nickel traf auf die Entscheidung des Bezirksausschusses ankommen. Vor sie von einer Herrschaft 30 M., wovon 12 M. dazu bestimmt zunächst nur die Mutter des Angeklagten an Bord, die ihm er allem behauptete er, etwas gutes geboten zu haben und nichts waren, die Sachen des bei ihr gemietheten Mädchens auszulösen. klärte, das Schiff gehöre nicht ihrem Manne, sondern ihrem Sohne. tingeltangelmäßige?. Darbietungen, die ein Lokal zum Tingel Frau G. bewirkte jedoch die Auslösung der Sachen nicht, sondern Nickel ließ sich bierauf den Wießbrief zeigen, der die Angaben tangel stempelten, ständen dagegen auf der niedrigsten verbrauchte die 12 M. für sich. Ihre Vergehen hat die Frau der Frau Schüler bestätigte. Trotzdem der Beamte sich aber Stufe. Der Bezirksausschuß entschied aber zu ungunsten mit der Unmöglichkeit, ihren Beruf weiter auszuüben, und mit überzeugt hatte, daß das Schiff dem Sohne gehöre, gab er den Schröder's, indem er einem Grlaß des Ministers des Innern vom Gefängnißstrafen von 10 und 30 Tagen zu büßen. Meßbrief des letzteren nicht wieder heraus. Mittlerweile tam 18. Januar 1895 in der Auslegung folgte, daß unter Tingelder Angeklagte hinzu und forderte energisch die Herausgabe tangel Gesangs- oder deklamatorische Vorträge zu verstehen seien, seines Meßbriefes. Da der Beamte sich weigerte, hielt ihn der sobald dieselben kein höheres wissenschaftliches oder Angeklagte mehrere Stunden lang fest und übergab denselben unstintereffe bieten. Das Ober- Verwaltungsgericht als dann der Wasserpolizei. Das Gericht erblickte in diesem summa- letzte Instanz trat dieser Auffassung des Bezirksausschusses und Der deutsche Holzarbeiter- Verband( Zahlstelle Berlin) rischen Verfahren des Schüler jun. eine objektive widerrechtliche des Ministeriums des Innern nicht bei. Der Senatspräsident hielt am 20. November in der Berliner Ressource, Komman und vorfäßliche Beraubung der persönlichen Freiheit des Beführte in der Urtheilsbegründung aus: Wenn in der frag- bantenstraße eine gutbesuchte Generalversammlung ab, amten. Auf die Revision des Angeklagten, welche sich über lichen Bestimmung den besteuerungspflichtigen Vorträgen 2c. in wo der Kaffiver Wieke zunächst folgenden Kassenbericht von Nichtzubilligung des Rechtsschutzes der Nothwehr beschwerte, Parenthese das Wort Tingeltangel beigefügt sei, so habe nach der Meinung des Gerichts damit zum Ausdruck gebracht werden sollen, daß nur die Vorträge steuerpflichtig seien, die unter den Begriff Tingeltangel fallen. Sei dieser Begriff auch sehr schwankend, so treffe er doch jedenfalls nicht alles, was jedes höheren Interesses ermangele; es gebe auch Mitteldinge, die einerseits einen Anspruch auf höheres Kunst- oder wissen unterstüßungskasse: schaftliches Interesse machen könnten und die dennoch nicht dem Tingeltangel zuzuzählen seien. hob das Reichsgericht gegen den Antrag der Reichs: anwaltschaft das Urtheil auf und erkannte in der Sache felbst auf Freisprechung des Angeklagten; die Kosten, eins schließlich der nothwendigen Auslagen des Angeklagten wurden der preußischen Staatstaffe auferlegt. Gründe: der Meßbrief war zweifellos dem Angeklagten gehörig. Dies war auch dem Gerichtsvollzieher bekannt, der infolge dessen ungeseglich handelte, indem er denselben an sich nahm und nicht wieder herausgab. Es sind also alle Erfordernisse des§ 53 Str.-G.-B.( Nothwehr) erfüllt, deffen Schuß dem Angeklagten zu gute tommt. Das Gericht scheint auf die lange Dauer des Einsperreus Gewicht zu legen, dies dauerte jedoch ebenso lange, als das ungesehliche Berhalten des Gerichtsvollziehers. Ueber dies war der Angeklagte mangels Meßbriefes garnicht in der Lage, sein Gewerbe auszuüben. Die Sache wurde an den Bezirksausschuß aur nochmaligen Entscheidung zurückverwiesen. " 3. Quartal gab: Versammlungen. Haupttasse: Einnahme 7896,37. Ausgabe 4327,44 Bestand 3568,93 M. " 60,65 M. 171,-" 110,35 M. Lokaltasse: Einnahme 4650,66 M. Ausgabe 2212,45 Bestand " 2438,21 M. Abrechnung vom Sommerfest: Einnahme Ausgabe 629,- M. 615,63" Einnahme Ausgabe Defizit Ueberschuß 13,37 M. Kunze theilte hierzu mit, daß von den Liften, die zur Die Gefinde Ordnung vom 8. November 1810 beſtimmt Unterstützung der Schmöllner Streifenden in Zirkulation geſetzt in ihrem§ 3, daß weibliche Tienstboten von der Dienstherrin" wurden, noch die Nummern 89, 155, 269, 270, 271, 301 und angenommen werden können, ohne daß es dazu der ausdrück 417 ausstehen und forderte die Kollegen auf, baldigst abzurechnen. lichen Einwilligung des Mannes, des sogen. Dienstherrn bedarf. Darauf wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Ein Antrag Die Dienstmagd n., welche wegen unberechtigten Verlaffens ich ler, wonach die Beitragfammler jeden Monat abrechnen Von der deutschen Prügelpädagogik. Vor dem Land- ihres Dienstes bei einem Oberförster eine Geldstrafe zahlen sollen, wurde angenommen. Glocke gab dann den Vorgericht Guesen hatte sich am 22. Wai der Lehrer Josef sollte, erhob neben dem Einwande ungenügender Beköstigung standsbericht, wobei er die Versammlung von dem Verlauf Gorzczewski auf die Anklage der vorsätzlichen Körper auch den, daß die Frau Oberförsterin fie engagirt habe der verschiedenen Prozesse in Renntniß feßte. Die Bezirks verlegung im Amte in sieben Fällen zu verantworten. Das und auch mit der Aufgabe der Stellung einverstanden leiter und Obmanner berichteten ebenfalls über ihre Gericht erkannte in fünf Fällen auf Freisprechung und ver- gewesen sei. Für die letztere hätte es nach Ansicht des Mädchens Thätigkeit. Nach dem Bericht des Arbeitsvermittlers waren urtheilte den Angeklagten nur wegen fahrlässiger Körperverlegung Der Einwilligung des Ehemannes der Dienstherrin ebenso wenig auf dem Arbeitsnachweis 887 angebotene Stellen vorhanden, in zwei Fällen zu der außerordentlich milden Strafe von 15 M. bedurft, wie bezüglich der Annahme zum Dienst. Das Mädchen davon wurden 511 besetzt, vollständig unerledigt blieben 297. In diesen beiden Fällen hatte er das Schulmädchen Ottilie T. wurde jedoch verurtheilt. Es vermochte nicht nachzuweisen, daß Tem Angebot von 887 Stellen standen 1064 Nachfragen nach mit dem Stode ins Gesicht und über den Kopf ihm auch die„ nothdürftige Kost" verweigert fei(§ 140, Gesinde Arbeit gegenüber. Nach den Ausführungen Wiedemann's geschlagen. Er hatte allerdings die Absicht gehabt, das ordnung), und den weiteren Einwand hielt das Schöffengericht waren die unerledigten Stellen vorwiegend außerhalb; sie seien Mädchen auf den Rücken zu schlagen, aber infolge einer Bewegung ebenfalls nicht für durchgreifend. Dasselbe nahm vielmehr an, durch die Theilung der Arbeit in Spezialbranchen erklärlich. Die der Schülerin waren die Schläge fehlgegangen. Das Gericht hat daß wohl§ 3 der Gesindeordnung vom 8. November 1810 dem Angeklagten geglaubt, daß er nicht die Absicht der Körper: der Frau Kollegen Hellwig, Neumann und Gebhardt bedas Recht einräume, weibliche Dienstboten berlegung hatte und Fahrlässigkeit angenommen, weil er sich bei ohne ausdrückliche Einwilligung des Mannes anzunehmen, richteten über den Verlauf verschiedener Streits in ihren Be feiner Kurzsichtigkeit sagen mußte, daß er leicht eine Bewegung daß die Frau aber nicht das Recht habe, ohne Zustimmung sirken. Bei der Wahl des Arbeitsvermittlers wurde Wiede des zu bestrafenden Kindes übersehen könne. mann per Afflamation wiedergewählt. Darauf wurden als KontrollAuf die ihres Gemahls ein Mädchen zu entlassen bezw. ihm die vorzeitige fommissions- Mitglieder bestätigt: für die Schönhauser Vor Revision des Angeklagten hob heute das Reichsgericht das Aufgabe des Dienstes zu gestatten. Die Berufung gegen das stadt: Schüler, Ehlert, Klassen, Lehmann, Wiese, Seemann und Urtheil auf, soweit es eine Verurtheilung ausspricht, und ver- Urtheil wurde vom zuständigen Landgericht verworfen und auch Lugscheider, für Wedding und wies in diesem Umfange die Sache an das Landgericht zurück. der Straffenat des Kammergerichts, der sich als Revisions Grameny, Jacob, Brinkmann, Grote und Ringelschlag, für den Gesundbrunnen: Das letztere hat, so führte das Reichsgericht aus, einen objektiv instanz in feiner letzten öffentlichen Sigung mit der Angelegen Dit en: Strefer, Bönisch, Sauer, Pietsch, Stamer, Vogelgesang, falschen Maßstab für die Grenzen des Züchtigungsrechtes an heit zu beschäftigen hatte, entfc, ied zu ungunsten der An- Brämer, Hannemann, Ehmte, Blessin und Schmidt. gewendet, indem es davon ausging, daß der Angeklagte das den geklagten, indem er ausdrücklich die Auslegung der ersten Instanz wurde als Beitragsammler Steiniger bestätigt. Der Antrag, Eltern zustehende mäßige Büchtigungsrecht überschritten habe, billigte, daß die Dienstherrin nur mit Zustimmung ihres Gemahls eine Branchen- Versammlung der Modelltischler zur Besprechung denn nach dem preußischen Landrechte sind den Lehrern über ein Mädchen entlassen könne. haupt solche Büchtigungen untersagt, welche nur im entferntesten der Mißstände verschiedener Werkstätten einzuberufen, wurde geeignet sind, die Gesundheit zu schädigen. Die Gefindevermietherinnen gehören zu denjenigen Ge- angenommen. Glocke unterbreitete dann der Versammlung werbetreibenden, denen die Ausübung ihres Berufs von der den Ausschluß des Klavierarbeiters Sparfeld. Betreffs der Kollegen Unzuverlässigkeit derselben in bezug auf ihr Gewerbe darthun. Die Merker wurde befchloffen, gegen diesen vorzugehen. Zum Polizei zu untersagen ist, wenn Thatsachen vorliegen, welche die Unterschlagung von Verbandsgeldern durch den untersagung erfolgt im Geltungsbereich des preußischen Bu- Schluß machte der Kassirer auf eine Anfrage bekannt, daß die ständigkeitsgesetzes im Verwaltungs- Streitverfahren auf Klage Bahlstelle Berlin jetzt 3068 zahlende Mitglieder hat. der Ortspolizei- Behörden. Als Thatsache, welche die Unzuverlässigkeit in bezug auf das Gewerbe darthut", sieht das ber Verwaltungsgericht, 3. Senat, das Vergehen des Betruges an. So hat derfelbe eine Entscheidung des Bezirksausschusses zu Posen bestätigt, durch die zwei Vermittlerinnen Die Revision des Stadtverordneten Niemer und des Redakteurs Engel, welche am 14. Juni d. J. wegen Beleidigung des Provinzial- Schulkollegiums, des Gymnasialdirektors Dr. Bogel und des Oberlehrers Heutig von der 7. Straffammer des Landgerichts I Berlin zu Geldstrafen verurtheilt worden waren, ist vom Reichsgericht zu Leipzig am Freitag verworfen worden. Der Begriff des ,, Tingeltangel" hat vom zweiten Senat des Ober Verwaltungsgerichts eine Auslegung erfahren, die für bestimmte Berufskreise von großer Bedeutung ist. Nach einem Des Brofes Bukunft. Als Herr Berthelot, der ein Fürst im Reiche der Wissenschaft war, neulich auch ein französischer Minister wurde, beeilte sich die nimmer rastende Presse aller Länder, aus seiner Thaten Fülle merkwürdiges zu berichten, und grub dabei eine seiner schönsten Banketreden aus, die er im Jahre 1894 zu Paris gehalten. Sie verdient auch des Volkes Beachtung. " so wie aller siegesfreudige Ausblick auf die Zukunft ein Traum ift, nicht aber wie die flüchtigen Schemen, die das Gehirn des Schäfers durchhuschen. Solch einen Traum zu träumen, ihm nachzufinnen bringt Gewinn, denn er spornt an zu neuem Schaffen, neuem Streben. Darum mag es auch uns verstattet fein, noch ein Weilchen ihm zu folgen. " Weiter Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Kamm macher und Berufsgenossen wurde am 17. d. M. abgehalten. Nach einem Vortrage des Koll. Neumann über Werth und Nutzen der Organisation diskutirte man lebhaft über die allgemeinen Verhältnisse des Kammgewerbes, wobei besonders diejenigen Städte So erkennen wir wieder einmal an einem schönen Beispiel sei es auch nur erst ein Traum wie recht unsere Denker hatten, als die Grundlage aller menschlichen Kultur die Produktion hinzustellen; so gewährt uns des Brotes 3ukunft zugleich einen Ausblick in die Zukunft unseres eigenen Geschlechtes, die heraufzuführen wir mit Herz und Hand und Geist rastlos bemüht sind. Diomedes. " Wenn einmal diese hoffnungstrunkenen Phantasien des großen Gelehrten, auch nur zum kleinsten Theile, Wirklichkeit geworden Seit nach der schönen Sage vom Paradies Gottes Engel sind, dann wird das Wirthschaftsleben der Menschen, mit dem Flammenschwerte aus dem Garten der unerschöpflichen wie leicht zu erkennen ist, eine gewaltige Umwälzung erfahren. Ursprung des Wortes Proletarier". In einer nachReichthümer und Genüsse die fündigen Menschen vertrieben hat, Es wird keine Landwirthschaft mehr geben, denn die chemischen gelaffenen Studie August Burdeau's, des vor einigen lastet der Fluch der Arbeit um das tägliche Brot auf Fabrifen werden die Bodenkultur ersehen; Fruchtfelder, Wionaten verstorbenen Präsidenten der französischen Kammer, unserem Geschlechte. Schaffen und Ringen in unaufhörlicher, Weinberge und Viehweiden werden werden verschwinden. Das welche Notes sur le Collectivisme"( Bemerkungen über den abmattender Qual, um der Natur zu entreißen, was uns zur aber wird, die Wahrheit der Lehre unserer großen Meister Kollektivismus) betitelt und von der Revue politique et Nothdurft und Nahrung dienen soll, das ist unser Loos. Aber wird sonnenklar dadurch bestätigt von unermeßlichem Einfluß parlamentaire" veröffentlicht wird, ist das Wort Proletarier" die Noth ward zum Stachel und Sporn für den bild auch auf alle anderen Verhältnisse sein, nicht zum geringsten auf Gegenstand nachstehender Definition, die mit der landläufigen samen Körper und den regen Geist, und V011 jenem die politischen. Wenn nicht mehr Mutter Erde die einzige Erklärung übereinstimmt: Was bedeutet Proletarier? Augenblick, 100 ein halbthierischer Wilder mühsam mit Nahrungsspenderin ist, dann wird der überwältigende Einfluß Proletarier ist der Mensch, der sich in niedriger Stellung Dem Karst die Erdkruſte aufriß, un ein Samen- jener Männer auf die Geschicke der Völker schwinden, die befindet und Kinder erzeugt, die er weder erziehen noch forn hineinzusenken, hat sich die menschliche Intelligenz heute in dem Besitz von Grund und Boden die Wurzeln ihrer versorgen fann und die eine Last für die Gesellschaft sein in langfamem, aber sicherem Fluge erhoben, bis sie heute die politischen Bedeutung haben. Wenn nicht mehr des Pflügers werden. Das ist der Sinn nach der Ethymologie; der Name staunenswerthen eisernen Sklaven sich schuf, die, durch des all- Stachel den bedächtigen Ochsen zu treiben braucht, noch Mannes wird abgeleitet von proles", d. i. Nachkommenſchaft." gewaltigen Dampfes Macht getrieben, den Acker brechen, die Fauft das feurige Roß zügeln muß, dann werden alle die unge= Saat freuen und den Erntesegen einheimſen. Toch, wie zählten Kräfte, die heute in saurem Echweiße die Scholle bearbeiten, sehr auch die Hilfsmittel gesteigert sind, das Wesen der frei werden zu schönerem Thun; eine idealere Ausgestaltung des Eache ist noch unverändert geblieben: noch werfen wir, Lebens der Bölker kann gepflegt werden, wenn einmal erst die ungewiß der Zukunft, das Korn in den Schooß der Erde, um schwarze Sorge um das Stückchen täglichen Brotes verKörner wieder zu gewinnen, noch blickt der Landmann ängstlich scheucht ist. zum Himmel aus und erfleht von mystischen Mächten der Sonne Strahl und des Regens Labe auf das junge Grün herab; ein wildbrausendes Unwetter vernichtet ihm noch des Jahres Mühe, und raubt ihm mit der Mühe Fleiß unser täglich Brot. ein edles Volk die Sklaverei nüßlich nicht nur, sondern noth dem Worte von Kindern, die man weder erziehen noch versorgen Drum hat raftloser Forschergeist seit langem schon sich bemüht um das Problem der Lebensmittel; und nicht vergeblich, denn wie er schon die geheimnißvolle Zusammensetzung und Her stellung der Fette und Dele entdeckt hat, so wird er bald auch die Eynthese der Stickstoffelemente erkennen und dann ist das große Problem zu einem rein chemischen ge Doch, wird der Mensch, dem der Stachel der Sorge fehlt, worden. An dem Tage, wo man die entsprechende Kraft nicht versinken in Trägheit und verkommen in der Fülle? bekommt, und sie zu stellen liegt im Bereiche unserer Mögliche Sicherlich nicht. Denn der Segen der Arbeit, der ihr wird man, so sagt Berthelot, mit Kohlenstoff aus der unzweifelhaft innewohnt, liegt nicht in dem brutalen Schaffen Kohlensäure, mit Wasserstoff und Sauerstoff aus dem Wasser und mit dem Spaten oder am Ambos, sondern in der planvollen, mit Stickhoff aus der Atmosphäre Lebensmittel aller Art erzeugen abwechselungsreichen Bethätigung der Persönlichkeit, und überall fönnen. Was die Pflanzen bisher thaten, wird die Industrie hat sich noch gezeigt, daß mit jedem Fortschritt der Kultur, mit thun, und vollkommener als die Natur. Der Mensch wird jeder Erleichterung des wirthschaftlichen Lebens neue und edlere unabhängiger werden in seiner Existenz von Tages- und Jahres- Bedürfnisse entstanden sind, Hebel der Kultur. Und wenn zeit, von Hegen und Trockenheit, von Frost, Hagel, verheerenden denn einmal das Ausleben der Menschen als Kultur Insekten oder mörderischen Pflanzenkrankheiten. menschen das Ziel all' unseres Strebens und Ringens ist, so müssen wir freudig begrüßen, was uns hierin fördert. teit Es ist ein Traum nur, wird man sagen. Ja, ein Traum, Es Ein gelehrter Ethymologe stellt nun in der letzten Lieferung derselben Beitschrift die obige Deutung in folgender Weise richtig: Das ist in der That der Sinn, den man diesem Worte gewöhn lich giebt und den die Alten ihm schon manchmal gegeben haben. Man darf sich jedoch fragen, ob das wirklich der Sinn Kinder erzeugen ist, den das Wort ursprünglich hatte. niemals Die Alten hatten ganz recht, wenn sie meinten, daß Kunst war eine Spezialität der letzten Klasse. und Wissenschaft nur blühen könne, wo die afro cura, eben die wäre sonderbar, wenn man eine Kategorie von Bürgern nach schwarze Sorge, ferne sei; darum gerade meinten sie, daß für diesem Kriterium bezeichnet hätte. Ueberdies spricht nichts in wendig sei. Ja freilich! Nur brauchen es nicht Menschen faun". Das ist ein willkürlich und eigens für die Bedürfnisse zu sein, die die Sklavendienste verrichten, sondern traft unseres der Ethymologie gemachter Zusatz. Meiner Ansicht nach haben Geistes Macht können wir die Natur uns unterjochen und in wir es hier mit einer jener grundfalschen Erklärungen zu thun, leichter Mühe, gleichsam spielend, ihr entreißen, was wir zum um welche die Alterthumstenner, die Geschichtsschreiber und die Leben nöthig haben. Juristen zu keiner Zeit verlegen waren. Proletum" war, meiner Meinung nach, ein altes Wort, welches das Volt, die Menge be= zeichnete; zusammengesetzt ist es aus ,, olesco"( wachsen, groß werden) und aus dem Vorworte„ pro". Es war ein Synonym von plebs" und von" populus", denn all diese Ausdrücke haben ihre Bedeutung von dem Begriffe anwachsen, wuchern".„ Proletarius", das von„ proletum" abgeleitete Eigenschaftswort, wollte nichts anderes bedeuten als Mann aus dem Volke". In späterer Zeit wurde es durch plebeius" ersetzt. Das alte Wort, das sich in den juridischen Terten fand, aber falsch verstanden wurde, bat den Ethymologisten Kopfschmerzen verursacht und sie schließlich zu der oben erwähnten sonderbaren Deutung ver leitet." " erwähnt wurden, wo die Kammmacherei am stärksten vertreten ist. I Charlottenburg. Am 21. d. M. bielt Waldeck Mana fisel ablehnte, infolge deffen hatte ich später durch meinen Corps Infolge des Aufrufs in Nr. 27 der Deutschen Holzarbeiter in einer hauptsächlich zum Zweck der Agitation unter den Frauen führer Babel fortgefeßte Unannehmlichkeiten zu erdulden, Zeitung" find bis jetzt Berichte eingesandt worden aus den einberufenen öffentlichen Versammlung einen mit Beifall auf welcher Herr damals eine Bertrauensstelle bei Herrn Städten Kreuznach, Erlangen, Naumburg a. G., Arnstadt, genommenen Vortrag über das Thema:„ Krieg dem Kriege". Arendt einnahm. Da ich seine Handlungsweise nicht für Chemnitz, Memmingen, schönau bei Dichatz und Altenburg. Der Referent machte auf den Widerspruch aufmerksam, der schieflich hielt, so gab es öfter Auseinandersetzungen unter uns, Die Berichte wurden verlesen. In der Debatte beschäftigte man darin liegt, daß die christliche Kirche, die nach dem Geifte ihres weshalb ich endlich die Arbeit niederlegte. Bei Empfang meiner fich vornehmlich mit den Verhältnissen Kreuznachs. Laut Bericht Stifters die Religion des Friedens und der Liebe predigen soll, Abgangspapiere verlangte ich die mir zugesagte Wohnungsbestehen dort 7 Fabriken und 22 Wertellen. In den Fabriken die Kriege sanktionirt, indem sie für den Sieg der Heere betet. entschädigung. Auch deshalb mag ich noch im Andenken bei Herrn sind beschäftigt 40 Kammmacher, 60 Tagelöhner, 24 Mädchen und Im weiteren wies der Redner durch Zahlen die ungeheure Ber- Arendt stehen. Weiter wird meine Zurückweisung damit motivirt, 14 Lehrlinge; in den Wertstellen 12 Kammmacher und 10 Lehr- mehrung der Streitkräfte der europäischen Nationen und der dafür daß ich im vorigen Jahr als Vertreter des Brauhauses Hohenschön linge. Von sämmtlichen Arbeitern ist nur ein einziger(!) aufgewandten Kosten nach, betonte, daß die Völker fein Intereffe haufen versucht haben soll, das Gefchäft des Herrn Arendt zu schädigen. organisirt, trotzdem die Lage der Kollegen wahrhaft traurig ift. am Kriege hätten, da der Kulturfortschritt nur unter der Herr- Ich that in meiner Stellung nichts anderes als meine Pflicht; Die Arbeitszeit beträgt in den Fabriken 11 Stunden ohne Pause, schaft des Friedens gedeihen könne, und schloß mit einem Appell ganz diefelbe, wie sie von den Vertretern des Herrn Arendt vern den Wertstellen ist sie in der Regel noch länger. Der Wochen- an die Mütter, ihre Kinder im Geiste des Friedens und der langt wird. Daraus Gründe gegen mich zu konſtruiren, ist naiv. lohn, der in den Fabriken gezahlt wird, bewegt sich zwischen durch das Proletariat erstrebten Völkerverbrüderung zu erziehen. Weiter behaupte ich, daß meine Zurückweisung erfolgte, weil 7-14 M.( ohne Kost und Logis). Daß unter folchen Um- Frau Mesch erörterte die Schwierigkeiten der Frauenagitation, wir im Jahre 1892 in dem von uns ausgearbeiteten ständen den Berlinern bei jeder Gelegenheit von ihren die feit der Auflösung der Agitationskommiffion und des Frauen- Arbeitsnachweis- Statut dem Wunsche des Herrn Arendt nicht Prinzipalen entgegengehalten wird: Ja, wir beziehen die Waare und Mädchen- Bildungsvereins sehr erschwert sei, und ermahnte willfahrten, der dahin ging, daß die Bestimmung, wonach nicht aus Kreuznach bedeutend billiger, ist demnach kein Wunder. Wie die verhältnißmäßig zahlreich anwesenden Frauen, troß aller fonvenirende Bewerber unter ein Resümee der Berichte ergiebt, ist die Lage der Arbeiter der Hindernisse energisch für ihre Rechte einzutreten. Auch die Gründen zurückgewiesen werden können, gestrichen werde. Rammmacherei überhaupt sehr traurig. Leider betheiligen sich Männer möchten nicht versäumen, zunächst ihre Frauen über Herr Arendt behauptete seinerzeit, es feien diese Statuten diese Arbeiter so gut wie gar nicht an der Organisation; fie unsere Ideen aufzuklären, damit diese gemeinsam mit den im Interesse der Brauer nicht scharf genug, und heute sehen find deshalb und wohl auch infolge ihrer elenden wirthschaft Männern für bessere politische und wirthschaftliche Zustände mit wir den Herrn dieselbe Praxis üben, die er zu damaliger Zeit lichen Lage vollständig energielos. So bezeichneten z. B. die Erfolg kämpfen könnten. bekämpfte. Der arbeiterfreundliche Herr hat bereits nach Arnstädter Kollegen das Vorgehen der Berliner als llusion". seiner Erklärung vom Arbeitsnachweis wieder drei Ar Daraus ergiebt sich, daß nur im Wege unermüdlicher Agitation 21. November eine öffentliche Boltsversammlung behalten, welcher sich bei der letzten Bewegung auf dem Rigdorf. Das hiesige Gewerkschafts Kartell hatte zum beiter bestellt, davon nach peinlicher Musterung einen für und in der Organisation Besserung zu schaffen ist. Die Berliner erwarten nun, daß die Kollegen für Männer und Frauen einberufen, die unter Münchener Brauhaus dafür sehr dankbar zeigte, indem er sich in Deutsch land in dieser Weise für die Organisation der Kamm- zahlreicher Betheiligung im großen Festsaal des Etablissements mit seinen Kollegen nicht solidarisch erklärte. Nicht wahr, Herr macher wirken, um alsdann daran zu gehen, ihre Lage Georg Wagner referirte über das Thema" Die wirthschaft durch den Sat: die Agitationskommission wird mir es bezeugen Viftoriafäle"( Hermannstr. 48-50) abgehalten wurde. Genosse Arendt, alles Zufall? Ich erkläre es als unwahr, wenn Herr Arendt zu verbessern. Die Diskussion endete mit der stimmigen Annahme folgender Resolution: liche Lage und die Nothwendigkeit der Organisation". Der müssen, daß ich jeden Arbeiter, der vom Arbeitsnachweis gesandt tagende öffentliche Kammmacher Versammlung erklärt nach die sich als eine Elends- und Reichthumsstatinit bezeichnen ließen. mich ablehnen. Zum Schluß weise ich die Unterstellung zurück, Redner verwandte dabei eine Reihe zahlenmäßiger Feststellungen, wird, einstelle", den Anschein erwecken will, als würde er nur eingehender Berathung über den Werth der Organi sation, daß es Pflicht eines jeden Kollegen ist, sich der Die Versammelten, nicht zum mindeſten die Frauen, folgten den als ob mich, nach der geschmackvollen Ausdrucksweise des Herrn Organisation anzuschließen, und hat nach kenntnißnahme der Ausführungen mit größtem Interesse, und der Aufruf zur Organi- Arendt, blos wegen des Achtstundentages die Lust amwandelte, eingegangenen Berichte gesehen, wie tieftraurig die Verhältnisse fation, mit dem der Redner schloß, fiel sicher nicht auf unfrucht bei ihm in Arbeit zu treten. Ich war einfach im Arbeitsin unserm Berufe sind. Um nun eine wirksame Lohnbewegung baren Boden; das zeigte auch der lebhafte Beifall, der dem ins Leben zu rufen, ist es nothwendig, daß sich die Kollegen Vortrag gespendet wurde. Da für die Viktoriasäle die Polizei: nachweis an der Reihe und wurde nach dem Münchener BrauDeutschlands zunächst an den Deutschen Holzarbeiter Verband ſtunde bereits um 10 Uhr eintritt, mußte nach einigen Dar- baus gefchickt. Die Einführung des Achtstundentags erkenne anschließen. Zur Regelung aller diesbezüglichen Angelegenheiten legungen der Genossen Jonas und Eckert zur Frage der ich als lobenswerth an, doch follte Herr Arendt auch in anderer feßt die heutige Versammlung eine Kommission ein, die in gewerkschaftlichen Organisation sehr bald Schluß gemacht werden. Beziehung, entsprechend seiner früheren Meinung, konsequent nächster Beit Bericht zu erstatten hat, damit wir gegebenen Borsitzende vor, das Ende der Versammlung selbst herbeizuführen. Richtung hin für Herrn Direktor Arendt sonderlich ins Zeug zu Ohne daß wir Neigung verspüren, uns nach irgend einer Augenblicks kampfbereit dastehen. Die Pflicht der Kollegen Gin Antrag, eine weitere Boltsversammlung zum Zwecke der legen, müssen wir zu der Steiner'schen Einsendung doch bemerken, außerhalb Berlins ist es aber, die betreffende Kommission gemäß Diskussion über den Vortrag zu veranstalten, blieb deshalb daß wir es für richtiger halten, wenn ein Arbeiter, der im Un dem Aufruf zu unterstützen, sowie die Agitation unter den Kammmachern Deutschlands auf's energischste zu betreiben." Die Wahl unerledigt. frieden aus einem Geschäft geschieden ist, selber darauf verzichtet, der Kommissionsmitglieder fiel auf folgende Kollegen: Robert durch den Arbeitsnachweis später wieder dort angestellt zu werden, Voigt, Charlottenburg, Pestalozziiir. 28, 3 Tr.; Kozlowsky, sofern er annehmen kann, daß ihn der betreffende Unternehmer Charlottenburg, Wallstr. 26, 2 Tr.; Kaspar Treubig, absolut nicht mag. Der Unternehmer wird im andern Falle Berlin, Weberstr. 40; Rudolf Klobfch, Berlin, Koppen: leichter, als sonst vielleicht, dazu kommen, den Arbeitsnachweis straße 81; Friedrich Koffmane, Berlin, Brunnenstr. 184 der Gewerkschaft überhaupt nicht zu benutzen. Red. d.„ V.“ bei Schulz; Wilhelm Rügner, Berlin( Moabit), Rostockerftraße 48, v. 4 Tr. Zum Schluß ließen sich sechs neue Mitglieder aufnehmen. M einDie heute Als der Ueberwachende mit der Auflösung drohte, zog es der Sprechsaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechjaals, soweit der Raum dafür Intereſſes zur Be fügung: sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifizirt zu werden. Ob ich oder handeln. A. Steiner, Brauerei- Arbeiter. Vermischtes. Jn 226 dieser Zeitung befand sich unter der Spißmarte brauerei Arbeiter" eine umfangreiche Erklärung des Herrn irektors Arendt vom Münchener Brauhaus, zu der er Stralau. einer BrauereiVorigen Sonntag wurde hier im Lokal von Thaachen und Mißstände, die ich in Ein tollkühner Sprung. Der Bahlmeister- Aspirant Schröder( Alte Taverne) eine öffentliche Bersammlung abgehalten, reiter Versammlung mir zu besprechen erlaubt hatte, Reiher aus Stallupönen, der zur Schußtruppe in Ditafrifa wo Genosse Millarg unter Beifall über das Thema:" Fort- fyzer Hand als unwahrheit bezeichnete. schritt und Armuth" sprach. Der Vertrauensmann Geiß gab Herr Arendt recht hatte, mag man aus folgender Schilderung defignirt war, wurde vor einigen Tagen flüchtig, da sich eine ihm dann den Bericht über seine Thätigkeit im abgelaufenen Ver- der Thatsachen erfahren. Auf dem Münchener Brauhaus wurden unterstellt gewesene Kaffe nicht in Ordnung befand. Der Flüchte waltungsjahre, woraus hervorzuheben ist, daß 499,05 M. ein- schon zu wiederholten Malen Brauerei- Arbeiter, welche vom Ar- ling wurde in Königsberg festgenommen. Beim Transport zum Garnisonorte sprang er aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge, gekommen sind und 426,16 M. ausgegeben wurden, so daß beitsnachweise dorthin gesandt waren, zurückgewiesen, darunter der Sprung gelang und der Flüchtling entfam. Bisher hat man 72,89 M. übrig blieben. Zur Prüfung der Abrechnung wurden auch meine Person. Wenn Herr Arendt die kühne Behauptung feine Spur von ihm. Krumm und Schütt gewählt. Das Amt der Vertrauens- aufgestellt hat, daß meine Zurückweisung erfolgte, weil ich im perfon übertrug man einstimmig wieder dem Genossen Seit. Jahre 1890 wegen meines unverträglichen Wesens die Arbeit Der Senatspräsident Pitsch in Posen seit 300 M. Be In die Lokalkommission wurden Breves, Ziegler und hätte niederlegen müssen, so ist dies unwahr. Herr Arendt ver- lohnung für denjenigen aus welcher seine feit dem 9. November Hartung gewählt. langte feinerzeit, daß ich in einer öffentlichen Versammlung für verschwundene, schwermüthige Tochter Clara, 20 Jahre alt, seine Brauerei Propaganda machen sollte, was ich entschieden lebend oder todt wiederbringt. Märkischer Hof" 14 Admiralstr. 18 c. Jeden Sonntag im prachtv. Spiegeljaal: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr.- Ende 2 Uhr. Große Horn- und Streichmufit. Empfehle meine beiden Säle zu allen Festlichkeiten und Verfanimlungen. Mehrere Vereinszimmer mit Piano und zwei Kegelbahnen sind noch frei. 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Herausgeberin und Verlag haben sich bemüht, ein solches der jungen deutschen Proletarierwelt auf den Weihnachtstisch zu legen- ein Buch, das nicht nur den Durst nach Wissen und Unterhaltung stillen soll, sondern das in seinem ganzen Inhalt auch vom Geißte der Liebe und Freiheit durchtränkt ist, zu der wir unsere Jugend erziehen wollen. Der Inhalt ist ungemein reichhaltig: Märchen, Gedichte, Erzählungen, Bilder aus dem Arbeiter- und Fabrikleben, gesellschaftsund naturwissenschaftliche Aufsäße, Biographien wirklich großer Männer( Goethe, Rafael u. f. w.) Unter den Mitarbeitern begegnen wir daher nicht blos Schriftstellernamen von gutem Klange, sondern selbstverständlich auch bekannten Sozialisten: Dr. Adler, Bebel, Liebknecht, Vandervelde, Henckell, Jacoby u. A. m. Und auch Arbeiter haben aus ihrem Leben und aus ihrer Erfahrung Beiträge geliefert, die mit zu den besten des Buches zählen. Das Buch der Jugend hoffen wir wird sich die Herzen und Köpfe der deutschen Arbeiter- Jugend erobern, so daß wir nächstes Jahr einen zweiten Band folgen lassen können. Zahlreichen Bestellungen steht entgegen Buchhandlung des„ Dorivärts." für Sober Arbeiter- Verkehrs- Almanach Berlin und erschien: Umgebung. Winter Ausgabe 1895/96. Mit einem Plan von Berlin. Preis 20 Pf. Enthaltend die neuesten Fahrpläne, Adressen der Organisationen u. f. w. Bu beziehen durch alle Partei- Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie vom Verlage: Hans Baake, Berlin S., City- Passage B. Heymann's Verlag, Berlin C. 19, Niederwall- Straße 13". Montag Mittag erscheint und ist durch jede Buchhandlung zu beziehen: Charles Darwin. Eine populäre Darstellung seines Lebens und seiner Lehre Don Harald Höffding Profeffor an der Universität Kopenhagen. Mit dem Bildnis Charles Darwin's. Autorisirte Uebersehung Eleg. brod. 50 Pfg. aus dem Dänischen. 32 Seiten Oktav. Der dänische Universitäts- Profeffor Harald Höffbing hat es unternommen, in einer tnappen Brochüre die Forschungsresultate Darwin's in gemeinfaßlicher Form darzustellen. Nicht nur die Gedanken, auch dte Person Darwin's läßt er in warmen Farben lebendig werden und vermittelt uns so die Bekanntschaft eines Charatters, beffen tinbliches Gemüth und unerschütterliche Wahrheitsliebe auf jeden Leser erhebend wirken. Niemand wird das Schriftchen aus der Hand Iegen, ohne einen Zuwachs, sowohl an Naturerkenntniß, als an Achtung vor der stillen Lebensarbeit eines opferfreudigen Forschers erhalten zu halten. Soeben erschien und ist durch alle Buchhandlungen, Kolporteure, Beitungsspediteure und durch den unterzeichneten Verlag zu beziehen: Berliner Arbeiter- Kalender 15 Pfg. pro 1896, 15 Pfg. Inhalt: Umsonst geopfert. Bon Robert Schweichel. Mit 6 Original- Zeichnungen von Arthur Krüger. Sozialismus und Sklaverei. Von Natalie Liebknecht. Amt III 8917.1 Nordhäuser 15026 5 Fl. 4,80 M. 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Sterbekasse der Volks- Versammlung Tischler und anderer imt ,, Märkischen Hof", Admiralstraße 18c. 273/10 Referenten: Paul Singer.. Wilh. Börner. 2. Wahlkreis. Heute Abend 8 1hr, bei Zubeil, Linden Straße 106: Oeffentliche Versammlung. Volks- Versammlung gewerbl. Arbeiter( Hamburg). zu gunsten der Freireligiösen Gemeinde Dertl. Verwaltung Berlin H. am Montag, den 25. November 1895, abends 84 Uhr, Montag, den 25. Novbr., abends 8 Uhr, 1448b] in Keller's Festsaal, Koppenstr. 29. im Lokale des Herrn Tolksdorf, Vortrag von E. Vogtherr: Giebt es Religions- u. Gewissensfreiheit in Preußen? Görligerstraße 58: Mitgliederversammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wey! 56/3 über Hypnotismus". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 24. November, abends 6 Uhr, Versammlung im Lokale des Herrn Hoffmann( Englischer Garten), Alexanderstr. 27c: Vortrag des Genossen Dr. Alfred Bernstein über: Was verstehen 184/8 wir unter Materialismus. Zu dieser Versammlung sind die Mitlichst eingeladen. Vortrag des Genossen Dr. Leo Arons: Programm glieder der Frauen- Sterbekaffe freundund praktische Thätigkeit! Nachdem: Gemüthliches Beifammensein. 210/12 Entree 10 Pf. 4. Wahlkreis. Große öffentliche Versammlung am Dienstag, den 26. November, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Nieft, Weberstraße 17. Tages Ordnung: 273/ 2* 1. Die bevorktehende Stichwahl im 27. Kommunal- Wahlbezirk. Referent: Stadtv. Paul Singer. 2. Disfuffion. NB. Die Verkündigung des Wahlresultats findet am Freitag, den 29. Nov., abends 8 Uhr, im selben Lokal statt. Das Wahlkomitee. Sozialdemokratischer Wahlverein Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Er Der Vorstand. scheinen ersucht Maler. Am Mittwoch, den 27. Novbr. 1895, abends 8 Uhr, Kommandantenstr. 72 bei Eberts: Ordentliche General- Versammlung der Delegirten der Orts Kranken fasse der Maler u. verw. Gewerbe. Tagesordnung: 1. Ersatzwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. 2. Ersagwahl der Krankenbejucher. 3. Verschiedenes. 1481b Die Ortsverwaltung. Des Todtenfeites halber findet nach dem Vortrag bis 12 Uhr Grosses Konzert statt.( Ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern.) Nach 12 Uhr: Tanz. Gäste, Damen und Herren sehr willkommen. Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag erhalten nur noch Mitglieder Zutritt. Der Vorkand. Oeffentliche Versammlung der Stockarbeifer Montag, den 25. Nov., abends 82 Uhr, bei Keller, Roppenstr. 29. Zages Ordnung: 1. Vortrag. Gen. Hoffmann:„ Glaube und Hoffnung." 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Sammlung zum Wiener Streit. 4. Neuwahl der AgitationsKommission. 5. Verschiedenes. Jedes Kollegen Erscheinen ist unerläßlich. 1175/7 J. 2. Ebeling, Schulstr. 102. Achtung! Textilarbeiter. Achtung! für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Kranken- Unterfügungs- Bund Große öffentliche Versammlung Versammlung am Dienstag, den 26. November 1895, abends 812 Uhr, im Saale der ,, Berliner Bockbrauerei", Am Tempelhofer Berg 2-6. Tages Ordnung: der Schneider. jämmtliger Textilarbeiter Berlins, Dienstag, den 26. November, abds. als: Weber, Wirker, Posamentirer, Dekateure, Sticker, 81/2 Uhr, Alte Jakobstraße 83, im Restaurant Pasch, Gartenhalle: Färber und Spinner 1. Vortrag des Genossen Richard Calwer über: Sozialistische Versammlung. am Montag, den 25. November cr., abends 8 Uhr, Strömungen innerhalb der heutigen Bourgeoisie". 2. Diskussion. 3. Ev. Fragen. 288/ 11* Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Berband Filiale Berlin Nord. Sonntag, den 24. November cr., vormittags 10% Uhr, bei Meissner, Chausseestr. 72, Tagesordnung: 1. Auf Antrag Rolof: Bericht des zweiten Kassirers. 2. Diskussion über die zurückgestellten Protokolle. 166/7 Die Lokalverwaltung. Orts- Krankenkasse in großen Saale Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Tages- Ordnung: [ 14296 Vortrag über: Gefängnißarbeit und die wirthschaftliche Bedeutung der selben für die Textilarbeiter. 2. Diskussion. 3. Wahl von Delegirten zum deutschen Textilarbeiter- Kongreß. 4. Wahl eines Vertrauensmannes. 5. Wah! von Revisoren. 6. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter und verw. Berufsgenossen( 3ahlstelle Berlin). der Mechaniker, Optiker montag, den 25. November 1895, abends 8 Uhr, und verwandten Gewerbe. Branchen- Versammlung der Feilenhauer Ordentl. Generalversammlung u. Berufgenollen. Zages Ordnung: 1. Der Streif in der Feilenfabrik von Mägdefrau. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Die Ortsverwaltung. [ 114/9 Große öffentliche Versammlung der Bügler, Stepper, Zuschneider sowie aller in der Damenkonfektions- Branche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 25. November 1895, abends 9 Uhr, in Rautenberg's Festsälen, Oranienstr. 180. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Metzner über: Die Krisen, ihre Ursachen und ihre Wirkungen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. 1509b Adlershof. Dienstag, den 26. November cr., abends 82 Uhr, Gr. öffentliche Volksversammlung für Männer und Frauen in wöllein's Tuffgarten. Tages Ordnung: 0 1. Die Broschüre des Herrn Hans v. Öppen in Adlershof über die Aenderung des Reichstags- Wahlgefeges und hat die Arbeiterklasse die Pflicht, für die Einführung des Allgemeinen Wahlrechtes zu allen Gemeinden und gefeßgebenden Körpern zu wirken? Referent Otto Näther. 2. Ditusston. 3. Verschiedenes. [ 203/14 sichtlich um 10 Uhr geschlossen. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist deshalb unbedingt nothwendig. Der Vertrauensmann. Achtung! Die Versammlung wird nach der neuesten Polizeiproris voraus Achtung! Brauerei Friedrichshain( am önigsthor). Sonnabend, den 30. November: Grosses Vokal- Konzert, ausgeführt von den Gefangvereinen Nordwacht",„ Olympia", Nordwacht" ,,, Olympia" ,,, Norddeutsche Schleife"," Freya" ,,, Freundestreue" ,,, Glockenrein und ,, Alpenveilchen"( M. d. A.- S.-) ca. 200 Personen, Dirigent R. Blobel. Auf vielseitigen Wunsch zweite Aufführung von Columbus von Julius Beder. Deklamation, gesprochen von Julius Türk. Nach dem Konzert: Anfang 8 Uhr. E Ball. EF Entree 30 Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen und an der Kasse zu haben. Cösliner Hof", Cöslinerstr. 8. Sonntag, den 24. November 1895( Todtenfest): sämmtlicher Vertreter am Dienstag, den 3. Dezember 1895, abends präz. 8 Uhr, Tagesordnung: in Cohn's Lokal, Beuthstraße 22. In getrennter Wahlversammlung. I. Für die Vertreter der Arbeitgeber: Wahl von zwei Mitgliedern zum Vorstand. II. Für die Vertreter der Kassenmitglieder: Wahl von zwei Mitgliedern zum Borstand. In gemeinschaftlicher 1. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung pro 1895. 2. Bericht über die genehmigte Sta tutenänderung und event. Beschluß. fassung darüber. 3. Antrag auf Abänderung des§ 41 des Statuts. 4. Beschlußfassung über die definitive Anstellung des neuen Kassirers. 5. Verschiedenes. 1482b Berlin, den 23. November 1895. Der Vorstand. J. A.: E. Schlenker, Vorsitzender. Achtung! Glaser! Montag, den 25. November, Wienecke, Alte Jakobstr. 83: abends 8/2 Uhr, im Saale des Herrn Große öffentliche Versammlung der Glaser. im Lokale Annenstraße 16: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 0 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël. 2. Diskussion. 3. Bericht der Bibliothek. Kommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes.- Gäſte ſowie unfere Berufsgenossinnen stets willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Er Der Vorstand. scheinen ersucht 71/11 Achtung! Schmiede! Sonntag, den 1. Dezember, vormittags 9% Uhr: Grosse kombinirte 162/7 Mitglieder- Dersammlung im Lokale des Herrn Wernau, Rosenthalerstr. 57. Um pünktliches Erscheinen ersuchen Die Ortsverwaltungen. Deffentliche Versammlung der Kistenmacher 94/13 Montag, den 25. November, abends 8½ Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße 22. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Streit. 2. Verschiedenes. NB. Alle betheiligten Gewerkschaften sind hierzu eingeladen. Die Sammellisten liegen zur Einsicht aus. Der Einberufer. Moabit- Wedding! Moabit- Wedding! Sonntag, 24. November, abends 62 Uhr, bei Schmiedke, Strom- Strasse 28: Versammlung Da3 Erscheinen aller Kollegen in Ces Deutschen Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes. dringend nothwendig. Die Vertrauensmänner der Berliner Glaser. J. A.: H. Schulz, Werftir. 7. 73/4 Krieger's Ball- Salon. ord- Berlin S., Wasserthorstr. 68. Geſellſchaftsstunde Feſt- Säle für Feſtlichkeiten, Kränschen f. 66/1 Instrumental- und Vokal- Konzert, arrangirt vom Gesangverein Maiglöckchen I( M. d. A.-S.-B.). Anfang 6 Uhr. E Programms find in folgenden Lokalen zu haben: Fritz Schröder, Wiesenstraße 39; H. Tauschel, Grenzftr. 4; C. Pflug, Gartenstr. 40a. Sozialistische Bilder und Haussegen mit und ohne Rahmen in großer Auswahl empfiehlt 15015 14806 jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag. und Versammlungen. Noch einige Sonnabende frei. 37442* Pfänder- Auktion pro Monate Oktober u. November 1894, Zages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Pfeiffer über: Die geschichtliche Entwickelung unferer Bewegung. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. 162/8 Die Bevollmächtigten. Deutscher Metallarbeiter- Berband. Dienstag, den 26. November, abends 8½ Uhr: Gemeinschaftl. Mitglieder- Versammlung aller Verwaltungsstellen Berlins und Umgegend im Saale des Herrn Fey, Brunnen- Straße 184. Tages Ordnung: 1. Wie stellen wir uns in Zukunft zu den Vertrauenslenten am 28. u. 29. d. M., 2 Uhr.[ 1499b der Metallarbeiter Berlins? 2. Der Streif bei Welles. 3. Verbands2. Regen, Große Frankfurterstr. 121. Angelegenheiten. Tranringe 35788 reell, Dukaten gestempelt 980. 2 Dutaten 22,50. 12 Dukaten 17,50. Alle anderen Goldsachen ebenso reell. Gegr. Hugo Lemke, Gegr. 1840. Auguststraße Nr. 91, part., nahe der Oranienburger Straße. Hypotheken Baugelder 114/10 Nur Mitglieder haben Zutritt. Zu zahlreichem Besuch laden ein Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltungen. Achtung! Achtung! Rixdorf. Montag, den 25. November 1895, abends 8½ Uhr: Oeffentliche Holzarbeiter- und Arbeiterinnen- Versammlung als Tischler, Drechsler, Stellmacher, Bürstenu. Pinselmacher u. s. w. in den Viktoria Festsälen, Hermannstr. 48-50. M Tages Ordnung: speziell schwierige Fälle, werden prompt durch Bankveziehung vermittelt. An= 1. Stellungnahme der Rivdorfer Holzarbeiter zu einer LohnTh. Mayhofer Nachf., fragen unter J. R. 9101 Rudolf Mosse, bewegung der Berliner Kollegen. Referent: Kollege Taeodor Glocke. M* 12. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer. Soziald. Buchhandlung, Berlin N., Weinbergsweg 15b. Berlin SW. Verantwortlicher Redakteur: Frių Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 79.4 4. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt Nr. 275. Sonntag, den 24. November 1895. 12. Jahrg. nicht den Gefahren des eigentlichen Brauereibetriebes unterworfen überall erfolgen, wo der Schuldner angetroffen wird. Die Haft Soziale Rechtspflege. fei. Jeder Kaufmann, dessen Waare von den Abnehmern be- darf die Dauer von 6 Monaten nicht übersteigen. A. 3. Nein, mängelt werde, sei zu Verhandlungen gezwungen, wie sie Raht 29, R. K. Pyrit. Ja. W. A. 27. 1. Zum Gewerbegericht. Der Fabrikant Mannsfeld hatte, um sich der Kläger bei der unglücklichen Fahrt beabsichtigte. Dem Sühnetermin müssen Sie erscheinen. Erscheint Ihre Ehefrau einen ganz besonders in bestimmten Arbeiten erfahrenen Wert zufolge habe aber die beklagte Berufsgenossenschaft nicht nicht, so gilt die Sühne als fruchtlos verlaufen. 2. Zur Mitmeister zu beschaffen, den Werkmeister Suchert veranlaßt, mit für den Unfall einzutreten. Das Reich 3- Bersicherung 3- arbeit ist die Frau verpflichtet. 3. Die Ehescheidungsklage muß feiner Familie aus Bielefeld nach Berlin überzusiedeln. Schon amt hob das Urtheil jedoch mit folgender Begründung von einem Rechtsanwalt eingereicht werden. Erwirken Sie das nach ein paar Monaten verkaufte aber Mannsfeld seinen Be- wieder auf: Die fragliche Thätigkeit, welche der Verletzte am Armenrecht, so verlieren Sie dadurch keine politischen Rechte. trieb an den bisherigen technischen Leiter desselben, einen Unfallstage auszuführen gedachte, sei allerdings an fich Die Gebühren eines Rechtsanwalts in einem EhescheidungsHerrn Malchin. Suchert, um seine Zukunft besorgt, wurde mehr als eine faufmännische zu betrachten. Dennoch könne prozeß betragen etwa 100 M. 4. Ihr Ghebruch bleibt für Ihre darauf bei Mannsfeld vorstellig, was denn nun aus ihm werden unter den obwaltenden Umständen nicht angenommen werden, Frau ein Jahr lang, nachdem sie von demselben Kenntniß erlangt folle, da er doch eigens wegen seiner derzeitigen Stellung nach daß er durch ihre Vornahme aus dem Rahmen seiner versicherten bat, Grund zur Ehescheidung. 5. Von der Frau ein UnbefcholtenBerlin gekommen sei. Mannsfeld beruhigte den Mann damit, Betriebsthätigkeit hinaustrat. Bestimmend sei hier für die Annahme heitsattest zu verlangen, ist gestattet, aber in Ihrem Fall zwecklos. daß alles beim alten" bleibe. Es tam jedoch anders; der neue eines entschädigungspflichtigen Betriebsunfalles, daß Kläger nach Die Ausübung solchen Rechts ist überdies brutal: Ihre Frau Herr" brachte einen anderen Mann in die Stellung, welche Suchert seinen Obliegenheiten als Braumeister für gewöhnlich dem tech- bleibt doch die Mutter Ihrer Kinder, auch wenn sie beide fich bis zur Uebergabe der Fabrik inne hatte, und stellte an S. das nischen Theil des Brauereibetriebes angehörte und daß es sich nicht vertragen. M. 11. Ein Mord verjährt in 20 Jahren. Verlangen, entweder als gewöhnlicher Arbeiter" bei ihm zu bleiben vor allem nur um eine kleine ländliche Brauerei handelte, in der N. 100. Ja: auf grund des Reichspost- Gesezes und der oder aber die Arbeit niederzulegen. Der also behandelte ging technischer und kaufmännischer Betrieb sich nicht so streng schieden, Gebührentarife werden 5 Pf. Bestellgeld bei Auszahlung von darauf nicht ein, sondern machte seinen früheren Arbeitgeber für sein wie in großen Instituten. Postanweisungen abgezogen. Scholmann. Die Klage wird Loos verantwortlich. Dieser antwortete nur, daß S. einen Vorschuß von 85 M. noch hinter sich habe und daß ihm ja im übrigen durch Ihrer Frau zurückgenommen sein. Sonst ist im neuen Termin wohl nicht zurückgenommen, d. h. nicht durch Zustellung eines die Klagerücknahme erklärenden Schriftsages unter Zustimmung Malchin Arbeitsgelegenheit geboten worden sei. Jezt nahm Suchert das Gewerbegericht in Anspruch, bei dem er beantragte, der Einwand erfolgter Klegerücknahme zulässig. 102. Un Mannsfeld zu einer Entschädigung von 180 M. zu verurtheilen. Das Gericht berücksichtigte nicht die Einwände des richtig: wegen des letzten Quartals ist Lohnpfändung wegen Bellägten, daß der Kläger die Arbeitsgelegenheit bei seinem rückständiger Steuern ohne Einschränkung zulässig. 2. 2. Ja. Nachfolger nicht ergriffen und daß er noch einen Vorschuß von 85 Mark zurückzuzahlen hätte und verurtheilte Mannsfeld Besuchszeit zur Zahlung der verlangten Summe. Der Gerichtshof war der Meinung, daß Mannsfeld verpflichtet gewesen wäre, dafür zu forgen, daß der Kläger seine bevorzugte Stellung mindestens bis zum Ablauf der vertragsmäßigen Zeit behielt. = den Lauf von Fristen bedingen, ist nach neuerer Entscheidung Für die Zustellung von Feststellungsbescheiden, welche des Reichs- Versicherungsamts die Berliner Packetfahrt Aktiengesellschaft für zünftig" erklärt worden. Aus den Entscheidungsgründen ist ferner von Interesse, daß solche Zustellung nicht unter allen Umständen durch die Post erfolgen muß. Ge hat auch jede andere Behändigung Rechtswirksamkeit, wenn nur die Möglichkeit gegeben ist, daß die Thatsache der Empfangnahme des Bescheides nachgewiesen werden kann. Zuziehung eines Dolmetschers zu Verhandlungen vor dem Schiedsgericht oder dem Reichs- Versicherungsamt ist nach neuerer Entscheidung unbedingt dann nothwendig, wenn Bur See Unfallversicherung. Eine deutsche Rhederei der Rentenberechtigte oder dessen rechtmäßiger Vertreter sich nur hatte eines ihrer Schiffe an eine ausländische Aktien- Gesellschaft, in einer solchen Sprache verständlich zu machen vermag, deren( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis deren Aktien aber fast sämmtlich in den Händen der Rhederei nicht sämmtliche an der Verhandlung betheiligte Personen waren, verkauft; das Schiff fuhr infolge dessen, obwohl Prozeßbevollmächtigte u. s. w. die Personen des Gerichts, die Parteien, deren Vertreter, es nur mit deutschen Seeleuten bemannt war, unter mächtig sind. Der Fall wird ausländischer Flagge. E3 besonders häufig bei der polnischen Sprache eintreten. wurde im Kataster Der See Berufsgenossenschaft gelöscht, worüber die Rhederei Beschwerde führte. Daraufhin hat nunmehr das ReichsVersicherungsamt ausgesprochen, daß nach dem Sees Unfall- Versicherungsgeseh eine Versicherung der Besatzung dieses Schiffes ausgeschlossen sei; es sei ein Vorzug der deutschen Flagge, die unter ihr fahrenden Seeleute gegen die Folgen von Unfällen zu decken.. Briefkasten der Redaktion. wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den 6 Commermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis 6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). Die National: gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr 6 Uhr, im März und Cftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- KunstgewerbeMuseum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 hr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unentgeltlich). Museum für Bölterfunde, Königgrägerstr. 120. Besuchszeit wie im Stunfigewerbe- Museum( unentgeltlich).- Hygiene- Museum, Klosterstr. 85. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer= dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im KunstGewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Museum für deutsche Voltstrachten und Erzeugnisse des sausgewerbes, klosterstr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs Bereine Conntags 10 Pf. von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pf., Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Geöffnet Conntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von außer Donnerstag und Freitag von 11-8 Uhr.( Unentgeltlich). Aus= fichtsthurm( ebenfalls unentgeltlich). Kunstausstellung des Bereins Berliner Künstler, Wilhelmstraße 92. Sonntags 11 bis 2 Uhr, Wochentags 10 bis 4 Uhr. 50 Pfennig Entree. Sternwarte, Endeplay зa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bla 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Invalidenfir. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends, Aquarium: Entree 60 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf., an jedem legten Sonntag im Monat 25 Pf. Castan's Panoptitum, Friedrichfraße. Geöffnet 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Baffage anorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. 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Saß, vertretenen materialistischen Weltauffassung; unserer welche stets erhebliche Quantitäten Bier von der Dominialbrauerei Meinung nach ist aber immerhin das Brockhaus'sche Werk in entnahmen, hatten an einer Vierlieferung viel auszusetzen solchen Fragen vorzuziehen. Meyer's Hauptstärke liegt in der gehabt und Siegel sollte die beiden Abnehmer wieder zufrieden Bearbeitung der technischen und naturwissenschaftlichen Artikel. stellen. Unterwegs wurden die Pferde plötzlich scheu und tobten A. 2. 30. 1. Bei Leistung des Offenbarungseides müssen derart, daß S. aus dem Wagen flog und sich das Kniegelent Sie br gesammtes Vermögen angeben, auch wenn Sie die Benutzung des rechten Beines arg verlegte. Der dann von S. geltend ge- einiger Theile desselben Ihrer Familie überlassen haben. 2. If machte Anspruch auf Unfallrente wurde sowohl von der ein Offenbarungseid geleistet, so fann derselbe oder ein anderer Brauerei und Mälzerei- Berufsgenossenschaft, wie auch von Gläubiger nur dann nochmals Leistung des Eides verlangen, deren Schiedsgericht zurückgewiesen. Das letztere bezeichnete in wenn er glaubhaft macht, daß der Schuldner inzwischen Vermögen seinen Gründen die Thätigkeit des Klägers, zu deren Ausführung erworben hat. 3. Die Verhaftung wegen Nichtleistung des Offen: er sich des Wagens bediente, als eine rein kaufmännische, welche barungseides erfolgt durch einen Gerichtsvollzieher und kann 48 M. ... Panoptitum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Die Nähmaschinen- Fabrik Berlin D, Here Gründe, 87 M. 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