Morgenausgabe ?lr. 227.. �, A 115"-�hrgang «SchiXNch«P«S.»«m«»».« M. «m voro», zahlbar. Poftdezuz 132 M. «inMjt Bestellgeld. StuIantMbttui* ■Best M. pro Monat. * Der.Bormdrts*--schein! wochentig. lich zweimal, Eonnlag, und Monlog» einmal, die il bendousxaben Kr Lerlm und im Handel mil dem Tilel.Der Bbend' Illustrierte D-il-gen.Boll and Zeit"' und.Jimdeisreund". gerner .Unterhaltung und Wissen",„grauen. timme"..Technik".»li« in die her-reli" und.Augend-Lorwirt»". Nerliner Volksblatt vienstag TS. Mai T92S Groß-Äerlinlypf. Auswärts i5 pf. Sil 1 1» l» a I t I g« Nonpareille, ei!» 80 Pfennig. Retlamezeil« 5.— Reich,» mart..{Meint Anzeigen" da- settgc- oruckt» Wort 2S Pfennig izulSssig zwei settaedrucki« Wortes, iede» weiter» Wort 12 Psennig. S-ellengefuch» das erste Wort iL Psennig, ledes weitere Wort lt> Psennig. Worte üder 1Z Buchstoden zähle» für zwei Worte. Arbeitsmarkt Ketle SO Psennig.. Ldonnente» Zeile«» Pfennig. Anzeiiie,. annahm« im Hauptgeschäft Linden» itraße 3 wochenrägl. von S'.'g bis 17 Uhr. Jentralovgan der sozialdemokratischen Vartei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 sterttspiccher: Tönfjost 292—297 Telesramm-ildr.: Sozialdemokrat Berit» Dorwäris-Verlag G. m. b. H. Dostlcheckkonto- Berlin 37 596— Bankkonto: Bank der Arbeiter. Angestellten und Beamten Wallstr. Kö Ttikontv-Eesellschast. Devositenkasse Lindcnstr S Alles wird teurer! Die Kolgen der Bürgerblockpoliiik.- Das Volk soll bezahlen! In der Presse der sogenannten„W i r t s ch a f t". in fener Presse, die für das Geld der Unternehmer alles schreiben zu müssen glaubt, was dem Unternehmerinteresse dienlich sein kann, wird sest mehr als einem Jahre ein großer Feld» zug gegen den sozialpolitischen Fortschritt in Deutschland geführt. Gleichzeitig aber verschweigt diese Presse, gleichzeitig verschweigen die Führer der deutschen Unternehmer die Tatsache, daß die Preise de« Löhne» vorangeeilt sind, und daß der schwere Kampf der Arbesterschaft um eine Per» besserung ihrer Löhne mst allen Mitteln der Wirtschaftspolitik durchkreuzt worden ist. Im Januar 1S27 stellten sich die Lebenshallungskosten nach dem reformbedürftigen Lebenshallungsindex des Sia- tistifchen Reichsamts, der, wie erst kürzlich in dem bürger» Bchen„Magazin der Wirtschaft" nachgewiesen wurde, die tat- sächliche Erhöhung der Lebenshaltungskosten nur ganz un- vollkommen spiegest, auf 144,6 Proz. des Standes der Vor- triegszeit. Sl« betrugen dann im Februar 1927.......... 14S,4 Proz. April 1927. 146,4 p Mai 1927.- � z..»-«. m,;146,5• Juni 1927........... 147,7 Juli 1927.......... 150,—. Oktober 1927.......... 150,2 November 1927........ 150,6„ Dezember 1927......... 151,3 und bewegten sich seitdem auf etwa der gleichen Höhe. Das war die Folge einer Preispolitik, deren un- bestreitbares Ziel der Druck auf den Reallohn war. Durch Miets» und Preissteigerungen sollten die deutschen Arbester um den Lohn ihrer Arbeit betrogen wer- den. Die Mieten wurden künstlich in die Höhe geschraubt und dem Hausbesitz Hunderte von Millionen geschenkt. Der B r o t p r e i s hat heute eine Höhe erreicht, wie noch niemals zu irgendeiner anderen Zeit: ja, Deutschland ist das Land des teuersten Brotes geworden. Als sorgfällige Unter- suchungen der Wirtschaftsenquete nachwiesen, wie unrationell die Handelsorganisation beim Gefrierfleisch war, be- nutzte die Regierung des Bürgerblocks die günstige Gelegen- heit, um die Gel'ierfleischversorgung des deutschen Bolkes zu oerknappen und"f«zusenden von Familien die Möglichkeit der Fleischnahrung zu nehmen, den übrigen das Fleisch zu ver- teuern. Als es dem Drängen der Sozialdemokratie gelang, die produktions- und verbraucherfeindliche Zuckersteuer zu halbieren, wurde der Borteil, der daraus den Verbrauchern entstehen konnte, dadurch ausgeglichen, daß der Zuckerzoll ent- sprechend erhöht wurde. Nicht einmal davor schreckte die J-teressenvertretung der Unternehmer in Industrie und Landwirtschast, die in den letzten Iahren Deutschland regiert hat. zurück, die Kartoffeln mit erhöhten Zöllen zu be- legen. Den deutschen Margarinemarkt lieferte diese Koalition dem Diktat ausländischer Konzerne aus. Und um die Interessen der ebenfalls von ausländischen Gruppen maß- geblich beherrschten K a r t o f f e l stä r k e i n d u st r i e, an der„zufällig" auch der Herr Reichsernährungsminister be- teiligt ist, wirksam zu wahren, wurde in der rücksichtslosesten Weise der Maiszoll heraufgesetzt und die wichtigen Mais- stärkeprodukte, deren Wert als Nahrungsmittel unbestritten »st. künstlich verteuert. Die F l e i s ch z ö l l e wurden auf ein sinnloses Maß er- höht, und zum Schaden des inneren Marktes die gesetzliche Voraussetzung für eine Schleuderausfuhr von Fleisch und Fleischwaren geschaffen. Seit Monaten wird unter den Augen der Reichsregierung deutsches Brotgetreide mit Hilfe staatlicher Ans- fnhrprämien, der sogenannten Einfnhrscheine. ans Kosten der Reichskasse verschleudert. ohne daß der Herr Minister, der für die Ernährung des deutsch?« Bolkes sorgen sollte, es für nötig hielte, etwas da- gegen zu tun. Denn ihn bewegte vielmehr die Aufgabe, wie er die bankrotten Genossenschaften und genossenschaftlichen Unternehmungen des Reichslandbundes mit Reichsmitteln sanieren könnte. Dielleicht, um einige seiner Freunde davor zu bewahren, nach dem Beispiel anderer wegen Konkursver- gehens für einige Monate ins Gefängnis zu wandern. In diesem Kabinett, das mit sinnlosen Anschlägen auf die Volksernährung„Agrarpolstik" zu treiben glaubt, gab es einen weißen Raben, den Reichswirtschaftsminister Dr. Cur- t i u s. In seiner großen Hamburger Rede, die er vor einem Jahre hiett, erklärte er, daß Dentschland billige Preise brauche; sprach er sich gegen Kohlen- und Eisenpreiserhöhungen, für Zollabbau und fortschrittliche Handelsvertragspolstik aus. Was hat er zur Durchführung des Programms getan? Kurz nach seiner Rede wurden mit unwahrer Begründung d i e Postgebühren erhöht, und der Herr Reichswirt- schaftsminister brachte nicht einmal den Mut auf, in der Oeffenllichkett gegen diese wirtschaftsfeindliche Maßnahme, Der Ruf des Vorkämpfers Oer Freiheit eine Gasse! Z» einet überfüllten Massenkundgebung der Sozialdemokratischen Partei in Erfurt richtete Wilhelm Lock, der Senior der deutschen Arbeiterbewegung und Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei in Thüringen, die tiefernste Mahnung au die Arbeiterschaft, am 20. Mai so zu eutschei» den. daß da» deutsche Volk es nicht vier Zahre lang zu bereuen haben»verde. Seine Mahnung klang aus in die Sähe: „Das arbeitende Volk der deutschen Republik macht SO Prozent der Bevölkerung aus— sein Einfluß im Reichrtog aber beträgt nur 25 Prozent, da» muß ander» werdeal Rill Karl Rlarx muß die Arbeiterschaft erkennen, daß Arbelt die Quelle allen Reichtums und aller Kultur ist und daß darum deo Schaffenden die Macht in der Gesellschaft zusteht. Rur Aelglinge jammern über die heutigen Zustände. Klaffen- bewußte Proletarier erkämpfen sich ihr Recht. Alle Genossen und Genossinnen müssen mitarbeiten, damit am 29. Mai der Aretheit eine Gasse geschlagen werde." Der Freiheit eine Gasse, der Arbeit ihr Recht— das ist der Mahnruf des Veteranen der Deutschen Sozialdemokratie. Am 20. Mai gilt es. fortzusetzen, was unsere Vorkämpfer begonnen haben— die Bahn zu ebnen für den Sieg der Sozialdemokratie! Für Liste 1! Sozialdemokratische Partei Deutschlands. die sich im Grunde vor allem gegen feine eigene Politik richtete, auch nur Protest zu erheben. Bald darauf wurden die deutschen Eisenpreise erhöht. Der tapfere Dr. Curtius erklärte die Eisenpreiserhöhung für ungerecht- fertigt und— ließ es dabei bewenden. Im April wurden die Preise für Braunkohlenbriketts zwar nicht formell, aber tatsächlich um 1 M, für die Tonne erhöht. Dr. Curtius merkte es nicht. Im Mai gab er die Preiskontrolle gegenüber dem Ruhrbergbau prak- tisch völlig aus der Hand. Dann kam eine neue Eisettyreiserhöhung. Dr. Curtius wußte— und wenn er es nicht wußte, so konnte UV f A J /•£% � S/tft S* rtf A w(. A S je«iuiuif jvuyu: uuiu; �vynelyoyuilg Uiiu xii« .ieitszeitoerkürzung im Ruhrbergbau stellte sich auf 80 Pf. je Tonne, das ergibt für die Tonne Ferttgeisen, zu der höchstens IL Tonnen Kohl* benötigt werden, höchstens 1-50 M. Die Eisenindustrie: erhöhte ihre Preise um 4 bi» 6 M für die Tonne. Jede Preiserhöhung tonnte hier ohne Gefahr unterbleiben: denn die Verteuerung der Kohl« war schon im Januar im Sisenpreis vorweggenommen worden. Aber der Herr Reichswirtschaftsminister. der Leiter der deutschen Wirtschaftspolitik, verkroch sich gegenüber der Pro- vokation der Schwerindustrie die vor allem gegen ihn und feine Politik gerichtet war, hinter den feigen„Führern" der verarbeitenden Industrie und unterwarf fein besseres Urteil der kurzsichtigen Politik einiger kleinen Syndizi. Vom Zollabbon ist es feit langem still geworden und die Handelsverträge mit Polen und der Tschechoslowakei befinden sich heute noch im gleichen Stadium der VerHand- lungen wie zurzeit der Hamburger Rede des Reichswirtschafts- Ministers. Aber nach der allgemeinen Teuerung der Mieten, der Lebensmittel des„Brots der Industrie"— der Kohle— und des Eisens, des wichtigsten Materials eller Produktionsmittel, droht die. neue Vertcnernng der Vifcnbatzntarifc. und mit der längst gewohnten Feigheit vertagt die gleiche Regierung, die bisher eine Regierung des Preiswuchers war, die Entscheidung über den mangelhaft begründeten Antrag der deuischen Reichsbahngesellschajt, der den Interessen einer kleinen Gruppe von R-ichsdahnlieferanten entsprungen ist. bis nach den Wahlen. Aber in Wahrheit haben wohl die Siemens und Thyssen schon längst das Ohr der deutschnatio- nalen Beamten des Reichsverkehrsministeriums für sich ge- lvonnen, und wird der Reichswirtschaftsminister ihnen stärke- ren Widerstand entgegensetzen als seinen Kollegen im Post- Ministerium und im Ernährungsministerium und den Herren von Kohle und Eisen? Die Preiserhöhung von Kohle und Eisen hat sich noch nicht ausgewirkt: die große Preiswclle, die seit dem Beginn der Stabilisierung von allen Regierungen des Vürgerblocks vorwärts getrieben wurde, wird in den nächsten Wochen und Monaten weiter ansteigen, und sie droht, die Arbeiter- schaft ihres Anteils an der guten Beschäftigung der deutschen Industrie zu berauben. Ihr Einhalt zu gebieten ist nur eine Regierung imstande, in der die Führer der Arbeiterschaft, die Hunderte von Malen auf die Gefahren dieser Wirtschafts- volitik, die nicht nur den Verbraucher schädigt, sondern auf die Dauer auch der deutschen Ausfuhr die schwersten Hem- mungen bereiten muß, hingewiesen und gegen sie protestiert haben, maßgeblichen Einfluß besitzen. Diese Preispolitik ist für die Arbeiterschaft und für die Volkswirtschaft unerträglich. Die Preiswclle anfznhalten ist die Anfnabe der Wähler. Sie müssen am 20. Mai ihre Stimmen für die Sozialdemokratie abgeben! Hergi gesteht. Die Fnflationsopfer sind betrogen worden? Herr H e r g t. der einst um die Stimmen der Inflation?- opfer warb mit der Versicherung, die Deutschnationalen wür- den 24 Stunden nach dem Eintritt in die Regierung einen gerechten Aufwertungsgesetzentwurf vorlegen, hat in einer deutschnattonalen Wählerversammlung in Görlitz folgendes Geständnis abgelegt: „1. Es sei eine Arroganz, wenn man nicht ganz ossen zugeben wolle, daß im Wahlkampf 1924 von demschiiutionaler Seile im Lande der Eindruck erweckt toorden sei, als ob in der Auf- wertungSfrag« für He Gläubiger mehr herauskommen würde, als tatsächlich nachher herausgr- kommen ist. 2. Es müsse offen zugestanden werden, daß die Lage der Aufwertungsinterefsenten außerordentlich trübe sei. Am meisten hätten die Kreise zu leiden, die vor dem Kriege auf Zinsen angewiesen waren. 3« müsse offen zugegeben werden, daß sich innerhalb der deutschnationalen Fraktion erst im Laufe von Monaten die Meinung herausgebildet habe, für die die deutschnotionale Frok- tton am Schlüsse eingetreten sei. Er selbst habe früher a»rdere Meinungen vertreten. Al'mählich hätten sich die Bedenken vec stärkt und durch die Erörterungen mit anderen Parteien und der Negierung sei zum Schluß«in Kompromiß herausgekommen. Nun müsse aber such fetzt unbedingt an der Forderung sestgehalten werden, daß da» deutsche Volk In seiner Gesamtheit diesem Srfsrder- nisRechnungtrage. Die ganzen Ding« liegen jetzt drei Jahre zurück. Die gesetzgeberische Regierung sei so riesenhaft, daß heute an bett Fundomenten nicht mehr gerüttelt werden könne u n d d ii r f«.*- Hundertprozentige Llufwextung— so hat Herr Horgt nor der Wahl 1924 versprochen. Dann ist er anderer Mei- nung geworden— und heute erklärt er: ihr müßt euch ab» finden, es gibt nichts mehri Dank vom Hause Hergt für geleistete Dahlhilfc! ■it. August— Nationalfeiertag. Em Antrag der preußischen Regierung. Zrit p.r e» ß i s ch e Regierung hat mit Uuter» stützuug«»derer Länder im Reirhörat beantragt, de» l t. August zum Nationalfeiertag zu erkläre». Der Reichsrat wird sich»och in dieser Woche mit diesem Antrag beschäftigen. Bürgerblock-Geschenk an die Reichsten. 41 Millionen Vermögenssteuer erlassen— aber lein Geld für Kinderspeisungen. Bei Beratimg des Steuerüberleitungsgosetzes im Jahre 1926 beschlossen die bürgerlichen Parteien, in diesem Jahr eine Bier» teljahresrente der Vermögens st euer nicht er- heben zu lassen. Da die Sozialdemokratie diesen Beschluß nicht zu verhindern vermochte, beantragte sie einen Gesetzesparagraphen, wonach die Vermögenssteuer im Jahr« jyß mindestens 400 Millionen erbringen und ein« Bacherhebung stattfinden müsse, falls das Ergebnis hinter diesem Betrag zurückbleibe. Dieser Paragraph wurde angenommen. Das Ergebnis der Vermögenssteuer im Jahre 1926 belief sich auf 3öS Millionen. Es fehlten also 41 Millionen an dem gesetzlich festgesetzten Mindestauskommen. Sofort noch Feststellung dieses Ergebnisses verlangte die Sozialdemo- k r a t i e die Vorlegung eines Gesetzentwurfes über die Nach- crhebung der fehlenden 41 Millionen. Die Bürgerblockparteien ver- hielten sich passiv. Die Regierung sagte die Vorlegung des Gesetz- cntwurfez zu und brachte ihn— nach langem Zögern— schließlich auch beim Reichsrat ein. Dann aber vereitelte die Regie- r u n g selbst die Erledigung ihres Entwurfes im Reichsrat, indem sie keine Sitzung zu feiner Beratung einberief. Di« Sozialdemokratie protestiert« gegen dies Verfahren. Sie fand aber keine Unterstützung bei dem Bürgerblock. Den großen Besitzenden— kleine Vermögen sind be- kanntlich frei— wurden also die 41 Millionen geschenkt. Das Geschenk ist für den einzelnen um so größer, je reicher cr ist. Den Lohnsteuerpflichtigen wurde nichts geschenkt, ihnen wurde nicht einmal die Schonung gewährt, aus die sie einen gesetzlichen Anspruch hatten. Wer das noch ändern will, gibt am 20. Mai feine Stimme für Liste Ii Mörderzeichen Hakenkreuz. Schüsse, Stiche, Gläfenoürfe. Darmstadl. 14. Mal.(Eigendericht.) 3» pstmgstadl bei Darmstadl war am Smmkag eine Der» fammlnng der Hillerlaner. vir Einladungsplaknle ver- kündeten:..?udcu haben keinen Zutritt." Der Leferrul beleidigte im Schlußwort(!) die Arbelkerführer in wüster Weste. Die an- wefendeu Sozialdemokraten wandten sich dagegen Als dann ein hillerlaner mit dem Diergla» nach dem sozialdemokratischen Redner warf, wurde die Versammlung polizeilich geschlossen und der Saal gcräumk. Im Nu waren hunderte Menschen auf der Straße versammelt. Alle Einwohner,.Bauern. Bürger und Arbeiter, nahmen gemeinsam Stellung gegen die Vrovokaleure. Als diese sich in die Seilengasten o erdrückten, kam es zu Schlägereien. E« fiel ein Schuß. Ein junger Pfungflädler namens Gottmann ging im Dunkeln auf einen hiilerlrnpp los. Die Hillerlaner überfielen ihn. Als er ausrief:„Hell Hitler!- bekam et einen Stich in die Lunge und wurde blutüberströmt in das Darmstädter Srauken- haus gebracht. Dort erlag er feinen Verletzungen. Ein anderer wurde von dem Hillerlaner Milk durch einen Stich in de« Kopf verwundet. Auch dieser Aebcrfallene mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Schließlich eilte Schupo aus Darmstadt herbei und säuberte die Straßen. Oer Kall Gadicke. Schulz und Klapproth vor Gericht. Stetkiu. 14. Mai.(Eigenbericht.) Am Montag begann vor dem� hiesigen Schwurgericht die zweite Verhandlung gegen Klapproth. Schulz und Hein wegen Mord Versuchs an oem Feldwehel Gädicke. Der Angeklagte Hein gibt an, seine Aussagen in der Bor- Untersuchung aus Angst vor der Untersuchungshaft gemacht zu haben. Er habe gelogen, um einen etwaigen Verdacht von sich auf Schulz zu lenken. In seinen Aussagen habe er einen Mordversuch konstruiert, um dann durch seinen Rücktritt von diesem Mordversuch seine Schuldlosigkeit zu bewersen. Hein gibt zu, daß Klapproch in den Kasematten des Forts Tschernow den Gädicke zu Boden ge- werfen und mit dem Schädel wiederholt aus den Vetonfußbode» gestoßen habe, doch habe es sich lediglich um eine Abreibung ge- handelt. Der Angeklagte Schulz bestreitet jede ihm zur Last gelegt« Schuld. Der Angeklagte Klapproth' gibt mit zynischer Offen- heit zu, den Gädicke auf den Betonfußboden der Kasematten hin-- gefunkt zu haben, bestreitet aber, einen Totschläger dabei ge- braucht und die Absicht gehabt zu haben, Gädicke zu täten. Wenn er diese Absicht gehabt hatte, würde er das ohne weiteres zugeben. Zluf zehn Jahre mehr oder wenige käme es ihm doch nicht an, denn er Hobe ja sowieso lebenslänglich. Eine Ueberraschung bildet die Bernehnmnq des in der Bor- instonz als Nebenkläger zugelassenen und in her jetzigen Haupt- Verhandlung als Zeugen geladenen Feldwebels Gäditfc«. der jetzt eine Gastwirtschaft betreibt. Er erklärt, überhaupt nicht aussagen zu wollen. Nur aus dauernde Vorhalte des Borsitzenden hin b«. ltätigt er Stück für Stück fein« früheren Aussagen. Zum Schlüsse seiner Vernehmung gibt Gädicke zu, er befürchte, durch seine Aus- sagen Unannehmlichkeiten zu haben, besonders auch geschäftlicher Natur. Anschließend wurde der Sachverständige Medizinalrai D c i n- bäum vernommen, der den Gädicke im Änüsaenchtsgesängnis de- handelt hat. Er sagt aus, die Verwundung Gädicke» sei nur ober- slächlich gewesen. Sie könne von keinem gefährlichen Gegenstand herrührt«........... Wahlkampf im Lunkerparadies. Kommunistisch« Wahlhelfer der Lunker.- Für ckSOOV Morgen Landbesitz keine Steuern bezahlt.— Di« Lunker als Eaalabtreiber. Ich fahre von Stettin nach Osten. Weit dehnt sich das fanft gehügelte Land. Junge Saat schießt aus dem trächtigen Boden. Harte Arbeit ringt ihm reichen Ertrag ob. Lohnarbeit ver- ftlavter Nochfahren der von Junkern enteigneten und vertriebenen Bauern. Hier ist der Großgrundbesitz daheim. An stroh. gedeckten, ärmlichen Katen der Landorbeiter geht's vorbei, immer weiter noch Osten. Hinterpommcrn, das Paradies der Junker. Die deutschnationale Presse beherrscht hier die öffentlich« Mei- nung in Städten und Städtchen: der Terror der Großagrarier lastet auf den ausgebeuteten Landarbeitern. Im Jahre 1924 konnten die Deutschnotionalen noch sieben Mandat« für den Reichstag und elf für den Preußischen Landtag erringen. Sie wissen, daß sie diesen Bestand nicht zu halten vermögen. Die Gozialdemokraiie marschiert! Die Organisation der SPD. und die Verbreitung unserer Presse haben gute Fortschritte gemocht und auch dem Landarbeiter- verband ist es gelungen, der Iunkerwillkür in Pommern einen Damm entgegenzusetzen. Die Wahlarbeit ist hier schwieriger und mühevoller, als in In- dustriebezirken; aber der Boden ist jetzt aufgelockert und wir drin- gen mit unseren Versammlungen bis in die kleinsten Dörfer. Ich komme in Kreisstädte, in Ackerbürgerstädte, Orte mit zwei- bis dreitausend Einwobnern. Da gibt es keine tausendköpfigen Massenversammlungen. Die Säle fassen nur zwei- oder dreihundert Personen. Ein kleines Plakat lädt zur sozialdemokratischen Wählerversammlung ei». Vor dem Lokal stehen die Ar- beiter in Gruppen zusammen und warten, bis noch mehr kommen. Dann gehen sie gemeinsam in Trupps von zehn oder zwanzig Mann in den Saal. Langsam und schwerfällig. In der Nähe ist ein Rittergut. Von dort kommen Landarbeiter mit erdschweren Schritten. Der Saal füllt sich. Alle Stühle sind schon besetzt. Es kommen noch mehr Besucher. Sie müssen stehen und reihen sich an den Wänden. Die Versammlung wird eröffnet. Der Radner bekommt das Wort. Ruhig und steif sitzen die Männer und Frauen auf ihren Stühlen. Di« Gesiebter sind hart und unbeweglich. Fast scheint es, als hätten diese Menschen einen Panzer um sich, der nichts an sie herankommen läßt. Aber die Armen verraten, daß es anders Kt. Jetzt bekommen diese Augen Glanz. Der Kontakt zwischen Redner und Zuhörer ist hergestellt. Da und dort ein kurzer Zuruf, besonders wenn die Heldentaten der Junker angeprangert werden. Sonst lautlose Aufmerksamkeit im Saal. Scharfe Abrechnung wird mit der Politik der Deutschnationalen gehalten und der stürmische Beifall am Schluß ist für sie ein schlechtes Omen. Wo es ein« Diskussion gibt, wird sie nur von Kommunisten bestritten. Sie haben in Hinterpommern nur wenige Anhänger. schicken aber von auswärts Diskussionsredner in unser« Bersamm- lungen. Sie bringen nur Beschimpfungen und Verlemndungen gegen die SPD. vor. Kein Wort gegen die Deutsch- n atianalen. In einer solchen Versammlung fand der Kom- i munist Beifall..., aber nur bei einem deutschnationalen Großgrundbesitzer, der im Saal war und dem sozialdemo. krattschen Redner widersprechend« Zwischenrufe machte. Die Ar- beiter lehnen die kommunistischen Wohlhelfer der Junter mit deutlicher Entrüstung ab. Hier hat die KPD. nicht viel zu hoffen. Das zeigt der demonstrative Beifall nach dem Schlußwort. So ist's fast in jeder sozialdemokratischen Versammlung. Und unsere Versammlungen sind überaus stark besucht. Die Angst vor den Wählern. Anders bei den Deutschnotionalen. Ueberall werden sie in ihren eigenen Bersamnilungeu an ihrem Wortbruch gegenüber den Sparern erinnert, an ihre leeren Versprechungen, die sie nie ein- lösten. Der Junker von Gerlach(Parjow), der in den Kreisen Köslm und Kolbcrg über 18 000 Morgen Land hat, für die er keinen Pfennig Einkommen st euer bezahlt, mußte sich in einer deutschnationalen Versammlung vorrechnen lassen, daß Bauern mit S4 Morgen Land 108 Mark Einkommensteuern entrichten, so daß der„arme" Junker nach dieser Berechnung 38 900 Mark Einkommensteuer bezahlen müßte. Unter höhnischen Zurufen der Ver- sammlung versucht der„notleidende" Landwirt dann wutersüllt nach- zuweisen, daß cr an seinen 18000 Morgen keinen Pfennig verdiene und deshalb auch keine Steuer dafür bezahlen könne. Solche durchaus nicht vereinzelte Vorkommnisse sind den Deutsch- nationalen begreiflicherweise recht peinlich, und sie sind deshalb sogar in Pommern in manchen Orten— wie Belgord— dazu übergegangen, den Zutritt in ihre Versammlungen nur gegen Mitgliedskarte zu gestatten. Selbst in Hinter- pommern. in ihrer Hochburg, haben die Deutsc�nationalcn schon Angst vor den Wählern! Eine Versammlung im Regen. Um so zuversichtlicher aber ist die Stimmung bei unsere» Ge- nassen. Di« letzte Versammlung, die ich miterlebte, fand in einem Städtchen von zweitausend Einwohnern statt. Es gibt da nur zw« Säle. Der eine war besetzt, und den anderen durfte der� Wirt unter dem Terror der Deutschnatioualen der Sozial- demokratischen Partei nicht zur Verfügung stellen. Unsere Genossen waren deshalb gezwungen, die Versammlung auf dem Parktplatz anzusagen. Aber selbst Petrus scheint hier mit den Junkern ver- bündct. Es regnet in Strömen. Wird bei diesem Hundewetter, über- Haupt jemand kommen? Wir gehen.zum Marktplatz. In den Toreingängen stehen schon eine Anzahl Versammlungsbesucher und warten aus das Ende des Regens. Der will aber nicht aufhören. Eine kurze Beratung: Soll die Versammlung stattfinden?— Sie findet statt. Wir gehen nach der Mitte des Platzes, und«he zehn Minuten verstrichen sind, schüren sich an dreihundert Männer und Frauen um den Redner, der ans ifcm Sockel eines Gaskandelabers steht und von dort zur Versammlung spricht. Trotz Saalabtreibung und Regen herrscht prächtige Kamps- ftiinmiing, und die Versammlung läßt sich zu stürmischer Begeisterung mitreißen. Ein Hoch auf die Sozialdemokratie und der Gesang de» Sozialistenmarsches schallen nach Schluß der Antprach« zu den ge- öfffneten Fenstern der Bürgerhäuser am Marktplatz hinauf. Ein kleiner Ausschnitt aus der- schweren Wahlarbeit unserer Genossen in Hinterpommern, die kampsireudig das rote Banner des Sozialismus bis in die dunkelsten Winkel des Junkerparadieses tragen. Mix Zechenbach. Tarifpläne der Reichsbahn. Nur noch zwei Klaffen bei der Neichsbahn.— Holzklaffe zahlt für Polsterklasse. Das bisher sorgsam gehütete Gehemmis, wie sich die Deutsche Reichsbahngesellschaft die von ihr beantragte Tariferhöhung denkt. ist nunmehr enthüllt. Die Reichsbahn hat ihr« der Reichsregierung übergebene Denkschrift, die der deutschnatronaie Verkehrsminister Dr. Koch gern noch länger der Oeffentlichkett vorenthalten hätte, veröffentticht. Was dabei für die breiten Massen herausgekommen ist. die ja die Kunden der Reichsbahn find, ist noch weniger erfreu- sich als das. was bisher über die geplanten Tariferhöhungen be- tannt wurde. Da» Programm der Reichsbahn, das sie bei der Vermehrung Ihrer Einnahmen verfolgt, ist«cht Demokratisch". Schon in der Art. wie sie die Tariferhöhung in der Oeffenllichkcit schmackhaft machen will: sie führt nämlich aus, daß die von chr erhossie Ein- nähme von 250 Millionen Mark im ganzen nur einem Pfennig Stunin ulohnerhöhung der gesamten Jndustriearbetterichaft entspreche. Der zweite„Zug zur Demokratie" liegt darin, daß alle Güter- tarife gleichmäßig erhöht werden sollen, die Lebensinitteltarise also ebenso wie die Tarife für Industriegüter und Rohstoffe. Da die Rcichsbahugesellschast aber mit anderen in und ausländischen Der- kehrseinrichtungen konkurriert, wird iorgsain dirouf geachtet, daß die Wettbewerbstarife, die rund 270 Millionen Mark einbringen, von der Erhöhung fteigelassen werden. So ergibt sich für die Güter- tarife die Verteuerung um 10 Prozent Der Dille zur Demokratie feiert bei der Reichsbahngcfellschoft Triumphe bei der Gestaltung der Fahrpreise für den Personenverkehr. öS Millionen Mark soll dieser mehr erbringen neben den 195 Mit- (tonen aus der Verteuerung de» Güterverkehrs. Die bisherigen vier Klassen der Reichsbahngesellschaft werden auf zwei Klassen, zu denen allerdings noch eine Luxusklasse hinzugeschmuggelt wird, ver- ringert. Die Einführung nur einer Holzt lasse neben nur einer Polsterklasse— da« ist der große Coup, init dem die Reichs- bahngesellschaft ihre Verteuerung des Personenverkehrs.chemo- tratifch" verbrämt. Wie alle DemokeMe bei hohen Herren, die ja bei der Reichsbahn auch da» entscheidende Wort führen, hat das Zweillossensystem eiaen klingende« Beigeschmack. Die erst« und zweite Klasse waren nämlich bisher für die Reichsbahn sehr kostspielig, die Abwanderung wurde immer stärker, und zwar nicht nur die Abwanderung auf niedrigere Klassen, sondern auch auf Automobil« und Krastsahrlinien. So hofft die Reichsbahngesellschaft durch die Einführung des Zweiklassensystems die Abwanderung zu verhindern und auch eine Aufwanderung von den bisherigen DriUe-Klosse-Zteisesden in die Polsterklasse zu erzielen. Die breiten Kundemnassen der Reichsbahn aber sind die Reisenden der vierten Klasse, die 83 Prvz. aller Fahrgäste stellten, und die schon bisher mit ihren Groschen die Wohlsituierten der ersten und zweiten Klasse subventionieren mußten. Sie sind es auch, die das Kleingeld für die demokratischen Allüren der Reichsbahngesellschaft diesmal zur Verfügung stellen müssen. Sie müssen es, obwohl fett 1924 die Pcrsonentarife noch keine Ermäßigung erfahren haben, während die Gütertarife neben hundertfältig ermäßigten Sondertarifen nicht weniger als dreimal zugunsten des Prioatkapitals gesenkt worden sind. Wer vierter Klasse fährt, soll i« Zukunft für jede« Kilometer 3,7 Pf. zahle«, also einen halbe« Pfennig mehr als bisher. Die dritte Klasse, die fast niemand fuhr, fährt jetzt in der Holzklasse um 1,3 P f. pro Kilometer billiger und in der Polsterklasse um nicht ganz 1 Pf. teurer. Die zweite Klasse, die die Masse« nie benutzt haben. wird voa 7.5 auf 5.8 Pf. pro Kilometer verbilligt! Hundert Kilometer Personenzug, die in der vierten Klasse bis- her SM M. kosteten, werden in der Zukunft in der neuen Hvlz- klasse 3,70 M. tosten. Wer aber früher in der zweiten Klasse für 100 Kilometer Personenzug 750 M. zahlte, zahlt in der neuen Polstertlasse. wo jetzt der Reisende erster Klasse sitzt, mir 5.60 M. Wer hundert Kilometer Schnellzug in der ersten Klasse fuhr und dafür 14,80 M. zu zahlen hatte, wird in der Polsterklasse nur 9,60 M. zu zahlen haben! Eine Rücksicht hat die Deutschs Reichsbahngesellschast auf die breiten Massen genommen: die Zeitkarten, mit denen das schaffende Volk zur Arbeit fährt, sollen nicht verteuert werden. Das ist gewiß erfreulich. Aber warum geschah dos? Die Reichs- bahn sagt es in ihrer Denkschrift selbst: sie will die Unfer nehmet von dem Alpdruck befreien, daß der Verteuerung der Zeitkarten ein Ausgleich bei den Löhnen folgen könnte! Di« Sorte„Demokvatte" fft allerliebst, zu der sich die Deutsche Reichsbahngcsellschaft hier auf Kosten der breiten Massen er- mannt Hot! ZNinisier Strrsemann ist nicht unerheblich krank, es scheint Fleischoergistung und Nierenassektion zu sein. Er kann jetzt nicht in Versammlungen sprechen. Außenmmister Bcnesch- Prag hat seinen Besuch bei Stresemann und damit seine Reise nach Berlin aufgeschoben, Gegensätze vor dem Toulouser Kongreß Für und gegen das Gewerkschastsprogramm. r 1 Paris. 14 Mai.(Eigenbericht.) Der sozialistische Bezirksoerband des Departements Vor« des Wahlkreises von Renaudel, hat am Sonntag eine Entschließung angenommen, in der in energischen Ausdrücken die Methoden des Bolschewismus verworfen werden. Die Resolution fordert, daß sich die Kommersraktion der Partei entschieden für eine Reform des Wirtschaftslebens im Sinne des Manisestes der Gewerkschaften einsetzt. Renaudel selbst erklärte, es sei die Pflicht der Partei, genau die gegenwärtige Entwicklung der Gruppen- bildung und damit der zukünftigen Kammermajorität zu verfolgen. damit jeder nur denkbare Nutzen aus der entstehenden Lage gezogen werden kann. Er tritt also für eine geschickte parla- niemansche Aktion an Stelle der vom linken Flügel vorgeschlagenen intransigenten Opposition ein. Den Tendenzen des linken Flügels hat sich neuerdings die Sozialistische Partei im Rhonedepartement gegen eine starke Minorität angeschlosien. In einer mit 58 gegen 51 Stimmen angenommenen Entschließung empfiehlt sie eine entschiedene Ablehnung jeder Verbindung mit bürgerlichen Re- gierungen und die Zusammenfassung der Kräfte des Proletariats.. Di« Entschließung richtet sich besonders gegen das Manifest der Gewerkschaft sowie die Ausübung amtlicher oder offizieller Funktionen durch Sozialisten wie Fernand Bouisson und Paul Boncour.___ 45 Ehrenmänner im römischen Genai. Lehte Auflehnung gegen den Absolutismus der Faschistenleitung. Jene sogenannte Parlamentsreform, die die Zusammensetzung des italienischen Parlaments auch formell der Foschistenleihing überträgt, ist im Senat noch einem letzten, zwar erfolglosen, aber desto mutigeren, ehren- und rühmenswerten Protest begegnet. Drei- undvierzig Senatoren, Liberale und Demokraten haben be- wiesen, daß sie sich nicht nur so nennen, daß sie es wirklich sind. In einer Erklärung, die Rufslni an erster Stelle unterzeichnet hat, forderten sie ZlbleHnuhg des Faschistendiktats und be- gründeten ihre Forderung damit, daß das vorgeschlagene Gesetz dos italienistlic Volk des wichtigsten Rechtes berauben würde, das ihm die Verfassung gewährleistet, nämlich des Rechtes, seine Vertreter frei zu wählen. Mit diesem Gesetz würde die par- lamentarische Regicrungsform gründlich geändert werden, wie sie 8 0 Jahre lang segensreich bestanden und das italienische Volk auf seinem ruhmreichen Aufstieg von Rovara bis Aittorio Vencto gelestet habe. In der Debatte sprach auch Senator C i c o t t i für die Achtung der Verfassung, die sowohl die P r e f f e- wie die Vereins freihest ge> währleistet. Diese Verfassungsgarantien habe man aber mit Füßen getreten. Besonders scharf gegen die Reform sprach Senator Albertini, einer der heftigsten Gegner des Faschismus. Nach einer Rede Mussolinis wurde dos Schandgesetz mst 161 gegen 45 Stimmen befehlsgemäß apportiert. Hakenkreuz am Kurfürstendamm. Tschangisolin rückt ab. Vor der Einigung Chinas unter der Kantonregierung? London, 14 Mai.(Eigenbericht.) - per lapanische Kommandeur iu Tsinanfu hat den Befehl er» halten, die mllitärischen Operationen einzustellen, da man in Tokio die Lage in Tsinanfu als befriedigend betrachtet. Dschangtsolin, der kürzlich die Instiatioe zur Einstellung der Strestigkeiten Mischen dem Norden und Süden Chinas ergriff, hat seine Truppen in der Zwischenzest längs der nach Peking führenden Eifenbohnlinic zurückgezogen. Die Nationale Armee hat sämtlich« von ihm ausgegebenen Stellungen besetzt. In Peking ist man der Auffasiung, daß Tschangisolin das eigentliche China mst Ausnahme der Mandschurei den Nationalisten kampflos zu überlassen gedenkt. Truppen nach Tientsin- auch Italiener! London. 14. Mai.(Eigenbericht.) Außenminister Ehamberlain leiste im Unterhaus mit, daß die japanische und die italienische Regierung beschlossen haben, Trupperwerstarkungen nach Tientsin zu entsenden. Di« britische Regierung habe die dortige Lage genauest studiert. Sie werde nötigenfalls die dortige britische Garnison verstärken. Aus den in London eingetroffenen Meldungen geht hervor, daß die süd- chinesischen Truppen am Montag Tientsin erreicht haben. Generalkonsul Or. Wendschuch. Ein sonderbarer Vertreter der deutschen Zlepobl». Bor ungefähr zwei Iahren hat das Deutsche Reich in Klagenfurt. der ftiuptstadt des deutschösterreichischen Bundeslandes Kärnten, ein Konsulat II. Ordnung errichtet und mit dem Generalkonsul Dr. Wendschuch besetzt. Als er fein Amt antrat, stellte er sich natürlich den Behörden m Klagenfurt vor. auch der Handels- und Gewerbetammer: den Weg zur Kammer der Arbeiter und Angestellten, die genan so wie die Handelskammer eine gesetz- lieh vorgeschriebene Interessenvertretung ist, hat der Konsul bis jetzt nicht gefunden. Dabei müssen ihm schon berussmäßig, wenn schon nicht aus eigenem Interesse, die Gesetz« des Landes doch bekannt sein, in dem er ein so wichtiges Amt ausübt. Diese Gesetzeskenntnis ist für ihn um so leichter zu erwerben, als die Gesetzsprache in Deutschösterrcich ja die deutsche ist. So merkwürdig dieser Boykost gegen die Arbesterkammcr ist— das weitere Verhalten des Konsul» ist schon ganz eindeutig. Wie wir dem„Arbesterwlllen'', unserem Grazer Parteiblast, entnehmen, bat dieser Vertreter der Deutschrn Republik am 6. Mai an der Fahnenweihe der«Stabsabteilung des Heimat- s ch utz e s* teilgenommen— einer scner faschistischen Kampf- verbände gegen die Arbeiterbewegung und sogar gegen die Republik� die unter den» Namen der«Heimatweh ren" ge- > lügend bekannt sind. Der Herr Konsul ist also nicht neutral, er nimmt ganz offen Partei im Streit der Klassen in Deutschösterreich und nimmt Partei gegen die Arbeiter, gegen die Sozial- demakrati«, die in Deutschösterreich 45 Prozent aller WöHlcrstimmcn auf sich vereinigt. Ma» versteht danach, daß der„Arbesterwille� Ihm den Rat gibt, sich bei solcher Gesinnung doch lieber nach Mussolinien persetzen zu lassen: Kamps dem jüdischen Wucherkapital! Westarp und die zehn Gebote. An ihren Plakaten sollt ihr sie erkennen! wir halle» fest an Galle» Wort!" Deutschnationales Wahlplakat ISA. So schnell sich die Erde auch dreht, so beständig bleiben doch die Methoden der Reaktion. Zwar wechselit die Zeiten und die Mensche», aber enger Horizont und enge Stirn bleiben unentwegt bei denen, die im Gestern wurzeln, das Heute nicht begreifen und das Morgen fürchten. In Voraussicht dessen, was am 20. M a i kommen soll, über- schüllen die Dcutschnationalen die West mit ihren Propagandazetteln und Plakaten. Der aste L i c b e r t. General des verflossenen Reichsverbondes gegen die Sozialdemokratie, wird neidisch sein auf solche Fnichkxirkeit und gleichzeitig Freud« empfinden, wie gelehrige Schüler sein von Biilows Gnade entstandener und während des Welt- kriegs verkrachter Verband in den Bureaus der WestarpF)ergt.Pariei gefunden hat. Ihre Plakate reden eine wunderbar phantastische Sprache. Dom allen Hindenburg über die„Bremen"- Flieger ist kein weiter Weg zu den betenden Frauen, die sie mit dem Motto an Wände imd Säulen prongerv:.Mir hosten fest an Gattes War»!" Gegen das zweite Gebot.• Ein religiös empfindonder Mensch wird sich höchstwahrscheinlich mst Grausen von diesem gosteslästerlichen Versuch abwenden, seinen Herrgott zum Wohlhelfer einer bestimmten Partei zu machen. Er wird auf Grund dieses, einen Wahlplokats geneigt sein, die ganze Haltung der Partei nachzuprüfen, und dabei finden, daß sie trotz Mumm ein einziger Verstoß gegen biblische, also nach der lleberzeugung aller Christen göttliche Vorschriften ist.«wir hallen fest an Gottes Wort— wählt deulfchnatiooal", das ist eine Sünde wider dos zweite Gebot, oltwo geschrieben steht: «Du sollst den Namen des Herrn, deine» Gottes, nicht unnütz- lich führen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der feinen Namen mißbraucht." Dielleicht wird sich mancher Christ am Morgen des 2l. Mai an dieses Gebot und diese Strafaildrohung doppest erinnern, wenn er die Niederlage der Deutschnationalen besieht. Nicht viel anders steht es mit der Hcreinziehung des alten Herrn Hindenburg in die Propaganda der Leute um Mumm und Westarp. Die Art, wie man diesen in seiner Art gradlinigen Mann umschmeichelt, grenzt an Vergötterung. Nun steht aber ebenfalls in dem chriftlich-mosaischen ersten Gebot geschrieben:«Du. sollst nicht andere Götter haben neben mirl" Entweder also„Gottes Wort" oder Hindenburg—„Mehr Macht dem Reichspräsidenten!"— in jedem Fall aber ein höchst sündhaftes Verhalten gegen die christliche Lehre! Du sollst nicht töten! Daß die Deutschnationalen moralisch und öffentlich die Fememörder unterstützen, teilweise sie sogar verherrlichen und für sie Straffreiheit fordern, ist auch schon eine Sünde im Sinne der christ- lichen Satzung. Aber daß sie gar den Generoi v. Lettow-Bor- deck zum bevorzugten Spitzenkandidaten machen, der im Kapp- Putsch nicht nur sein Gelöbnis brach, sondern als Befehlshaber wehrlose verfassungstreue Arbeiter nieder- knallen ließ, das bedeutet eine völlige Salidarisierung mit jenem Momic, der so offenkundig gegen das kategorische fünfte Gebot verstieß:..Du sollst nicht tüten!" Eine besonder« Stelle nimmt in der Wahlpropagonda der Deutschnationalen das achte Gebot ein. Es lautet:«Du sollst nicht fasch Zeugnis reden wider deinen Nächsteal" Wenn wirttich einmal die Führer dieser Partei, etwa der Postor Mumm oder der Graf Westarp höchstselbst, sich wogen des Inhalts der unter ihrer Verantwortung erschienenen Wahlvorschriften vor einem«Richter- stuhl des Höchsten" verantworten müßten, so könnten sie einem fast leid tun wegen des zerschmetternden lliteil», das ihrer sicher wäre. Denn soviel„falsch Zeugnis", wie hier etwa gegen die Sozialdemo. kratie gerodet und gedruckt wird, ist überhaupt nicht in einem Sündenregister unterzubringen. Liebe deinen Nächste«... Es ist wahrhaft erstaunlich, wie wenig sich die Maulchristen nach de» Lehren der Kirche richten, mit denen sie doch noch Pborisäer- ort prunken. So stehet doch auch geschrieben:..Liebe deinen Nächsten wie dlch selbst!" Statt solcher Liebe hegen sie einen fast teuflischen Haß gegen alle, die nicht in ihr Harn blasen mögen. Besonders die Sozialdemokraten werden mit solchem Haß bedacht, so daß in ländlichen Bezirken sogar schon wieder die aus der Vorkriegszeit bekannte Saolobtrcibcrei gegen sie im Schwung« ist. Fast ebenso stark wie dieser. Haß gegen die Sozialdemokraten ist der gegen die Juden, obschon' a»ch Deutschnationale jüdische Golder sehr gern« nehmen und mit jüdischen Banken die schönsten Geschäfte machen und obscho» W e st a r p selbst bei seiner ersten Knndidatnr noch als Konservativer im alten Wahlkreise Mcseritz-Bomst um die jüdischen Stimmen förmlich bettelte. Der Brief, in dem er damals den Juden nur die schönsten Schmeicheleien sagte, ist erst vor kurzem wieder verössentlichi wor° den. Trotzdem wagen es die Anhänger Westarps, heute wieder die schwierigsten antisemitischen Plattheiten als d e ut s ch e Gesinnung auszugeben. � Da siegt z. B. wieder ein Flugblatt vor, das zur Wahl der deutschnationalen Parteilist« auffordert. E» richtet sich ausdrücklich an Sozialdemokraten und zeigt unter der Devise:„Das sind eure Führer" eine Reihe karikaturistisch verzerrier Gesichter von sozialdetnokrotischen und kommunistischen Abgeordneten. Daneben allerdings auch da« des de m a k r n t i sche n�chriftsiellcrA Veinhard und ein Bild, das den bekannscn K u H« k e r wiedergeben soll. Bei letzterem ist vermerkt, daß cr„Geldgeber der SPD. seit Dies ist freilich wieder einer der groben Verstöße gegen das achte Gebot. Denn es sst jedermann, auch Im deutschnationalen Wahl- bureau, bekannt, daß die Sozialdemokratie mit Kutiskcr niemals auch nur das geringste zu tun gehobt hat. Aber auf eine Sünde mehr wider mosailch-chrijtlichc Gebote kommt es bei der Gesamtabrechnung ja schon nickst mehr an. Und die Sozialdemokratie wird an dem Unsinn so wenig sterben, wie sie bisher an dem Lügenbrci zugrunoe gegangen ist, der gegen sie seit Jahrzehnten verbreitet wurde. «.Kreuz-Zeitung� gegen Antisemitismus. Aber dieses letzte Zufluchtsmittel der Konservativen oder Deutsch- nationalen zeigt, daß Westarp und die Seinen sich in der Crkenntni» um mindestens 20 Jahre zurückentwickelt haben. Denn schon am 25. September 1910 schrieb die„Kreuz- z e i t u n g", dos hochkonservatioe Blatt, in dem Westarp noch heute seine politischen Stilübungen veröffentlicht, wörtlich folgendes: „Die Konservative Partei hat sich in ihrer großen Mehrheit ja auch davon überzeugt, daß ssich der anlisemililche Passus ihre» Programm» praktisch nicht mehr rechtfertigen läßt. Sind doch auch im Judentum koniervative Kräfte lebendig und wirksam, wie uns die erfreuliche Tätigkeit zahlreicher Männer im praktischen Leben, in Wissenschaft und Kunst zeigte, während die im Judentum so aufsallend destruktiven Kräfte sich leider in reichem Maße auch bei rassereinen Deutschen entwickelt haben." In einem unbewachten Augenblick hat die„Kreuz-Zeitung" da- mals der Wahrheit geopfert. Heute aber, fast zwanzig Jahre später, hall die Nachfolgerin der Konservativen Partei den ödesten und plattesten Antisemitismus wieder als etwas Selbstver- ständliches— besonders wenn er gegen die Sozialdemokratie ausgespielt werden kann. Trotzdem sie öffentlich verkünden, daß sie „an Gott«? Wort sestbalten", treiben die Deutschnationalen eine un- verhüllte Klassenpoiitik gegen die Arbeiterklasse, deren politische Borkömpserin die Sozialdemokratie ist. Denn sie wissen, daß jeder Fortschritt der Sozialdemokratie ihrem a n- gemäß tcn Herrentum Abbruch tut, daß jeder politisch« Fortschritt auch wirtschaftlich sich auszuwirken pflegt. Zöllner und Pharisäer� Ihr zur Schau gestellter Antisemitismus ist deshalb nur ein Ablenkungsmittel, das eigene Schuld verwischen und dos«igen« Ge- wissen beruhigen fall. Auf die Masse des arbeitenden Volkes, das am Sonntag dos Urteil über Worte und Taten fällen soll, macht die so unchrssttiche antisemitische Hetze allerdings keinen Eindruck' mehr. Sie kennen das Gesscht der Z ö l l n c r, die das Brot der Armen ver- tcuerten. und lernen jetzt zur Genüge noch die Fratz« der Phari- s Z e r kennen Aber auch wenn sie sonst nicht aus Gedeih und Der- derb mst der Bibel verbunden sind, erinnern sie sich gerade jetzt gern des von Mumm und Westarp nicht gern zitierten Bibelwortes: „Wer feinen Arbeitern den Lohn nicht gibt, der ist ein Blut- Hund.... Was soll der irdene Topf bei dem ehernen Tops? Denn so sie aneinandergeraten, zerbricht er. D« r R e i ch< t u t Unrecht und protzt noch dazu. Der Arme aber muß dulden und noch dazu danken." .Heute wollen die Armen nicht mehr dulden und dafyr nach danken. Heute wollen sie dos Unrecht nicht mehr ertragen. Sie lassen sich weder durch die Berufung auf„Gottes Wort" noch durch antise- mitifch« Flegeleien auf den Leim der Deutschnationalen locken. Sie werden am 20. Mai sozialdemokratisch wählen!- Kommunistischer Wahlkrampf. Wie er sich austobt. Die zugkräftige Wahlparole, mit der die KPD. schon bomben- sicher rechnete, das von Herrn von Keudell geplante lächerlich« Verbot des Rotfrontkämpferbundes, ist ausgeblieben. Dadurch ist die KPD. in ziemliche Verlegenheit geraten um einen brauch- baren Wahlparole-Ersatz. Wie schlimm diese Verlegen- heit sein mutz, zeigt sich darin, datz sie sich auf den Italienbesuch des Direkiors des Internationalen Arbeitsamtes stürzt, wie ein Hund auf einen frischen Knochen. Nachdem wir in der Sonntagsausgab« des.Vorwärts" den „Italienischen Salat" der K P D.- K o ch e betrachteten— nebenbei: der Druckfehlerteufel macht« aus S t e> n i n s e l n eine Steinnische— brachte die„Rote Fahne" am Montag eine dreispal- tme Balkenlüge:„Vorwärts" lobt Mussolini- Thomas". Die Tätigkeit des Direktors des Internationalen Arbeitsamts hat weder der IGB., noch der ADGB. und noch weniger die So- zialdemokratische Partei Deutschlands zu verantworten. Italien gehört dem Völkerbund an und Albert Thomas konnte sich seiner Verpflichtung als Direktor des IAA. nicht entziehen, gleich allen übrigen dem Völkerbunde angeschlossenen Ländern, auch Italien zn bereisen. Der„Vorwärts" hat diesen Sachverhalt erwähnt, ohne des- wegen Albert Thomas zu loben. Genau wie Moskau sich be- müht, den ausländischen Delegationen olles im rosigsten Lichte darzustellen, genau ebenso oder noch mehr bemühte sich Rom vor dem Vertreter des IAA. seine sozialpoUtische Rolle zu oerherrlichen. Die Arbeitnehmervertret)? im IAA. haben bei jeder Gelegenheit recht deutlich zum Ausdruck gebracht, wie sehr sie die Rossoni-„Gewerkschaften" verachten. Deshalb benutzte Rosioni den offiziellen Besuch Albert Thomas', um aus der ollgemeinen Verachtung, der er im Auslaiche begegnet, einen Aus» weg zu suchen. Di« italienische Presse sollte dazu bei- trogen, durch den Schwindel, Thomas sei nach Rom gekommen, un, sich dem Faschismus anzuschlietzen. Thomas wehrte sich ganz entschieden dagegen, wenn auch in der Form, zu der fem Amt ihn oerpflichtet, und führte-— nach dem Bericht der„Stoten Fahne" vom Freitag— aus: „Rossoni. wir haben alte, gemeinsame revolutionäre Erinne- rungen. Es sei mir daher erlaubt, zu sagen, datz ich, als un» erbittlicher reformistischer Soziali st, mit leiden» schaftlicher Aufmerksamkeit die Tätigkeit der revolutionären Or- «anisationen verfolgt«, es mit Freude konstatieren konnte, daß die Männer der Uebsrzcugung gewisse praktische Errungenschaften erreichen konnten,»— eben weil sie Männer der Ueberzeugung waren. Und heute, als ich euren Kongretzbertcht lese, mutz ich erklären, datz auch die Männer der Ueberzeugung, die hier versammelt sind, zum gemeinsamen Wohl praktische Er- rungenschafien erlangen. Wiederholt aber nicht, um Gottes Willen, was manche eurer Zeitungen geschrieben haben, datz ich nach Rom gekommen bin, um mich dem Faschismus anzuschließen. Nein, nein, ihr wißt es doch. Ich habe kein« Veranlassung, die Trikolore zu hissen und das faschistische Liktorenabzeichen in mein Knopfloch zu stecken. Ich bleibe auf meinem alten, soliden Boden, und ich bin überzeugt, datz ihr es mir erlaubt. Allein von diesem Boden aus, auf dem ich stehe, will ich euch noch ein- mal sagen, datz ich bei euch leidenschastlich alle Kräfte suchen will, die für die Verwirklichung unserer gemeinsamen Zivilisations-, Gerechtigkeits- und Fried«, isideale arbeiten können und sollen!" Doch selbst dann, wenn Albert Thomas sich zu Komplimenten für die Faschistengewcrkschasten verstiegen hätte, die wir mitzbilligen mutzten, so können wir ihn doch nicht verurteilen aus Grund der faschistischen Presseberichte, ohne ihn selber gehört zu haben. Datz Italien vom Faschismus beherrscht wird, ist nicht die Schuld von Thomas. Aber die wahnwitzige kommunistische Taktik der KPD. ist zu einen nicht geringen Tell daran schuld. Was aber hat die ganze Geschichte mit den Wahlen am Sonn- tag zu tun? Die KPD.-Presse versucht in ihrer Verlegenheit will. kürlich einen Zusammenhang zu konstruieren, indem sie s ch w i n- delt, der„Vorwärts" habe Thomas wegen seines Verhaltens in Rom gelobt, der.Vorwärt»" hob« sich mit Thomas deswegen solidarisiert und weiter schwindelt, jeder Leser des„Vorwärts" wisse, daß Thomas ein sozialdemokratischer Ge- werkschaftsführer sei, was er nie gewesen ist. Die Gistspinne spinnt den Faden dann weiter: die SPD.- Führerschaft ist„verrottet" und die reformistischen Führer des ADGB. liegen in den Armen des Faschismus, also wählt die Kandidaten der biederen KPD.-Dreckschleuder. Wer so den Wahlkomps führt, Hot wahrlich wenig Vertrauen zu seiner Sache. Können wir auch nicht auf all die ebenso zweifelhaften wie verzweifelten Manöver der Kapedisten eingehen, so haben doch die Gewerkschaftsmitglieder am Sonntag die beste Gelegenheit, der KPD. auf ihr unsauberes Treiben die richtige Antwort zu geben.._ puhmacherlnnen im Elnzelhandel. Trotz mehrfacher Versucke, zu einem Tarifabfchlutz für den Putz-Ctnzelhandel zu kommen, ist dieser immer wieder an dem Widerstand der Arbeitgeber gescheitert Worum? Sie wollen die Lehrlinge aus dem Tarifvertrag heraus haben. Als Grund geben sie die steten Differenzen mit der Handwerkskammer an. Dieser Grund ist aber nur scheinbar. In Wirklichkeit sind ihnen die Tarislöhne für Putz- lehrltnge zu hoch. Sie wollen nicht tariflich gebunden sein und die Bezahlung nur nach den Richtsätzen der Berliner Handwerks- kommer regeln. Das bedeutet, daß ein Lehrling im dritten Jahr 3 bis 4 Mark pro Woche weniger bekommt. Weiter aber, daß der Lehrt, ngszüchterei Tür und Tor geöffnet wird. Als die Arbeitgeber nun darauf hingewiesen wurden, daß der Hut- arbeiterverband sich an die Schlichtungsinstanzen wendet, erwirkten sie. datz sie es sich dann wohl überlegen müßten, ob sie über- Haupt zu Lohnerhöhungen bereit wären. Also auf Kosten der Lehrling« wollen die Arbeitgeber ihre Lohn- Politik einrichten! Seit dem 1. April 1927 ist der Tarif überhaupt nicht mehr er- höht worden: die Löhne sind also sehr niedrig. Der Deutsche Hutarbeiteroerband wendet sich daher erneut an die Berliner Arbeiterschaft, sich in ihren Bekannten- kreisen umzusehen und die Putzmacherinnen aufmerksam zu machen. Wer aber will, datz es zu einem Tarifvertrags» abschlutz kommt, der eine Lebensmöglichkeit bietet, der muß sich dem Deutschen Hutarbeiteroerband anschlietzen. We Lehrlinge wie Putzmacherinnen werden zu einer öffentlichen Versammlung heut« Dienstag abend 8 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdener Stratz« 45, eingeladen. Zahlreiches Erscheinen erwartet die Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Hutarbeiterverbandes. Im Streik der Geraer Metallarbeiter. Ttachverhaadlvngea im Reichsarbeitsminifienum. Gera. 14. Mai. Die Arbeiterschaft der Geraer Metallindustrie steht seit einiger Zeit wegen Lohnstreitigkeiten im Streik. Auf Veranlassung de» Reichsarbeitsmmistenums fanden Ende voriger Woche in Weimar Verhandlungen zur Beilegung des Streikes statt. Da jedoch ein« Einigung nicht zustande kam. fällte die Schlichterkommer einen Schiedsspruch, der ein« Erhöhung des Spitzenlohns um 6 Pfennig auf 78 Pfennig vorsah. Während die Unternehmer den Schiedsspruch angenommen und Der- bindlichkeitserklärung beantragt haben, verhalten sich die Arbeiter nach wie vor ablehnend und beharren auch wetterhin im Streik Am Mittwoch werden im Reichsarbeits» Ministerium Rachverhandlungen stattfinden. Streik bei der Firmenschilderfabrik Felix Haack. Die Schildermaler der Firmenschildersabrik Felix H o a ck, Berlin, Schönhauser Alle« S, befinden sich wegen Lohnd.fferenzen im Streik. Die Firma ist für Schildermaler gesperrt. Verband der Fabrikarbeiter(Keramischer Bund). Ortsverwaltung Groß-Berlin. ArbetlsrechMche Jnformatlonsabende für Betriebsräte. Heute Dienstagabend? Uhr wird im Saal 5 des Gewerkschaftshauses der regelmätzige gewerkschaftliche Insormationsabend für Betriebsräte unter Leitung de» Kollegen Clemens N ö r p« l abgehalten. Diese Informationsabende haben den Zweck, für Betriebsräte regelmäßig Gelegenheit zu geben, über die wichtigsten ausstehenden, grundsätz- lichen arbettsrechtlichen Fragen für ihre Praxis sich zu informieren und wichtigst«, letztinstanzliche Urteile zur Diskussion zu stellen. Teil» nahm« kostenlos. Die Diskussionsabende werden von der Berliner Gewerkschaftsschule veranstaltet. »Frele Gewerkschafis-Iuqend Groß»Verlin Heut«, Dienstag, lg'4 Uhr. tagen hie Gruppen: Humbolht: tzugentrö-iin Graun- Ecke LorgingstraSe. Diskullionsabend:„Zwectinäßiges Wan- dcrn."— LLdoste»: Jugendheim des Verkehrsbunde?, Engelufer 24 23. part., Aufgang B, links.„Lackendes Eruppcnlebcn."— Treptow! Gruppen. heim Schule Wildendruckistr. SSIM(bortgimmer). Lichtbildervortrag:„Von der Vostkutfch« zur Eifentahn."— granlfnrter Aller: Städtische, Iugcndhe:» Litauer Etr tS, Zimmer 2. Dortrag:„Sport und Arbeiterschaft.»— Land»- berger Platz: sJugendheim Dieslelmeqcrstr.!>. Portrog:„Proletarische Körper- kultur.»— Sien-Lichtenberg: Jugendheim Saufsstraße lSportp!atz>. an der Leslingstrahe Spiel- und Liederabend.—«»tzenspielplähe ab 18 Uhr: Süd- Westen: Sportplatz Am Urban. Moabit: Sportplatz Bremer Straße. Kreis vbersp««! Sportplatz he, Metallardetteroerbante» an her Obcrsprec. hinler dem Bootshaus vorwärts». 0Iuaendarupve des ZentralverbandeS der Anqestellten Heute. Dienstag, lnronbend in der Turnhalle her Schule Baruther Straß« 20. Turnen und gnmnastifch« Uebungen. Leitung Werner. Herr» mann.— Meldet euch zur Teilnahm« am Reichsjugenhtag i» granksur: o. M. Dt- Meldesrist läuft ob! «erantmorllich ihr Politik: Dr.«urt«e»-r: Wirtschaft:». kliugrthSs-r: Gewerkschaftsbewegung? Z. Steiner! BeuiDeton: K.®. Deicher: Lokale» und Sonkliae»: Fritz Karstadt: Angeiaen: Th Steck«! sämtlich in Berlin. Berlaa: Dorwärt�Derlag E m b H.. Berlin Druck: Vorwätts-Buchdruckcret uub Lerlagsanstalt Paul Singer» To. Berlin<5ffl 68. Lindenstraß«». Bit!» 2«eilen en NU».MnterAaltn», NN»«ist»»» A» Sit Ol L aa»Xi Pa. AusSeseveloursi?' eo. 88 em breit. Merke.Vorwerk", riete sterben. Meter lW«tz MIUAH#4a#!|#A farbiger Fond mit bObichem Blumen-»ya ninenaeace ooor Fantasiemaster........ ea. SO, 80 em /Ott BauerndeckeK.�Xi 75«. ioo/%e Baikontischdecke wuster, wasch-, licht- u.ch lorecht, ca. 1 10/150 cm Gartentischdecke S «eilig zu decken........... ea. 110/110 em I 120 eremefarbiger Fond, mit Btamen- oder A 75 KUnSlieraeCKe rantaeiemaater........ ea. 130190 em 4 Orient- Brücken Nor Leipziger Strasae Teppiche Takowan(wie Abb. 1) Gr.ca.l50;250 1 ene.an mechanisch ge- M C( webter Smyrna, mit Fransen...."TW 200/300 250(350 300/100 em 72oc108o 14400 Ba B—■■-I A Gr.ca. 170/240 200,300 250(350 300/400 ot na. BOiicie maoo£9°° oo03 idc00 (wie Abb. 2), Kanatlermoftai....."FW Od» 94» law Ma. Gardine« naaras ea. 130 cm breit, gemnetart, eehwere QsaUUt, Meter£ Gardinenvoile«. m b� g«.«««..... Met«290 TQil-Fensterdekoration �.... m�S2* Madras-Fensterdekoration Ä�750 Tüll-Halbvorhans elegante An»t in den nächsten Jahren der Block der Besitzenden oder das schaffende Volt die Regierenden sein sollen. Richt nur die wahlberechtigte Bevölke- rung Deutschlands ist am Ausgang dieser Wahlen interessiert. Die erwerbstätige Jugend, die noch nicht zur Wahlurne schreiten darf, steht diesem Tage voller Spannung entgegen. Der kommende Reichs- lug wird die Pflicht haben, wichtige(Besetze zu verabschieden, die der erwerbstätigen Jugend eine bessere Berufsausbil- dung und Schutz vor Ausbeutung sichern sollen. Mit 14 Jahren wird das Pwletorierkind, ohne Rücksichtnahme auf seine körperliche und geistige Entwicklung, von der Schulbank hcruntergerisien. Di« wirtschaftliche Notlage des Prole- tarierhaushalts zwingt den jungen Menschen, zum Unterhalt der siamilic mit beizutragen. Bei großer Notlage nnch der Junge auf «ine Berufsausbildung verzichten und als ungclernter Arbeiter Geld verdienen. Wer es sich dagegen leisten kann, sein Kind für die nächsten drei bis vier Jahre noch zu unterstützen, der ermöglicht seinem Kinde dos Erlernen eines bestimmten'Berufes. Beide Gruppen, ungelernter Arbeiter und Lehrling, werden vom Arbeit- Ä-ber ausgenizHt. Wer Gelegenheit hat, die Ausbildungsverhälttzifse der Lehr- linge in Fabrik� Werkstatt und Bureau kennen zu lernen, der wird sehr bald auf Äc verschiedensten Alißskäude im Lehrlingswesen stoßen. s ch.« n Ast ra» A e r o- G e s e ll- schoft durchgsührt. Ohne jede Zwischenlandung wixd der 680 Kilometer long« Luftweg In der Richtung Berlin— Zürich in 5H Stunden bewältigt. In entgegengesetzter Richtung sieht der Flugplan der Deutschen Lufthansa eine Flugzeft von nur sunt Stunden vor, da erfahrungsgemäß aus dieser Route Westwinde den Flug begünstigen. Für Rekordreisende ist es möglich, on einem einzigen Tage von Zürich nach Berlin und nach einem halbstüMgen Aufenthall wieder zurückzufliegen. Eine weitere neue Flugverbindung wurde von der Lufthansa heute zwischen Berlin und Stettin eröffnet. Lm Faltboot über den Ozean. Der deutsche SapiiSn Römer, der am«. Vlai Arrectfs In seiuem 6 Vieler langen Book verlassen halte, ist in Las Palmas eingetroffen. Er beabsichtig!, feine Fahrt noch New Zork demnächst fortzusetzen. Arrecise ist ein Hasen auf der Insel Lanzarote, Las Pol- mos ist der Hauplprt der Insel Eran-Eanaria. Lanzarote ist die ö st l i ch st e der Kanarischen Inseln, von Gran-Eanaria. der westlichsten unter ihnen, aus wird Romer jetzt an den schwersten Teil seiner Rfise herougehen müssen. Unfall des Gauvorstehers der Buchdrucker Voberk Brouu. Bei der Wender Versammlung des Brande nburgifchen Maschinensetzer- Vereins in F«ankfur,t a. d. O., hat sich leider ein äußerst unan- genehmer und in seinen Folgen noch nicht abzusehender Unfall er- eignet. Als R Braun die' Tribüne nach seiner mft großem Beifall aufgenommenen Begrüßungsansprache verlieh, brqch die Treppe zu- samnien und B. siel so unglücklich, daß er nach dam Krankenhaus gebracht werden mußt«. B. wird versuchen, trotz seiner heftigen Schmerzen, weiter die Leitung der Gaugcfchäste zu versehen. Die Kriegsopfer erstreben individuelle Fürsorge. Nach einem Beschluß der Berliner StadtverordnetenversammliMg wird ange- strebt, die bisherigen Haushaltungsschule» für Krieger- waisen, die durch die Haupftürsorgestelle der Stadt Berlin errichtet und verwaltungsgemäß geleitet werden, anzugliedern an die Ber wattungspraxis des«ju �«ndamtes. Der Reichsverband Deutscher Kriegsbeschädigter.zu Bertin-Drandenburg. hat sich in einein Schreiben ön Pen Magistrat der Stadt Berlin ge- wandt und gegen dl« Durchfahrunz eines Beschlusses ent- scheidenden Einspruch eingelegt. Er erblickt in dieser Maßnahm>- eine Schematisierung der bisher individuell durchgeführten Fürsorge für die Kriegerwoisen und glaubt auch mit Rücksicht auf die sozia'e Lage des Nachwuchses«in« iMotduell« Fürsorge mit Rücksicht aus den Verlust des Ernährer» als ernsthaft« Ausgabe des Staates fordern zu dürfen. Zeugeu, die gesehen haben, ffnt am 4- Mai d. I.. abends 10 X Uhr, in der Belle-Alliance-Stroß» 6«in Man» von einem Straßenbahnwagen der Linie 134 überfahren worden ist, werden um Angabe ihrer Adresse gebeten. Zluslogen werden vergütet. Lina Neumann, Memeler Straße 33 o. 4 T. Carl Hermann Ilnkhan schreibt uns unter dem Signum:.Degen Krankheit verspätet": Für alle gütigen Glückwünsche und Geschenk«*u meinem 80. Geburtstage sage ich auf diesem mir einzig möglichen Wege meinen herzlichst Innigen Dank. Sozialistische Arbeiterjugend Groß'Berlin M](U n«nftnbmatn|0r dies, 3»ut rii mir an tai JnflOidfehtlmWt, Z erfta®ffi 64. ricdenfiraCt 3 Achinnz.»dt,IlnNg,leitei! St« ffianoteptojtaati»« Nr 5onl«äffen tffls gehend cbgeltefeit«erden. Sie M-Izeitnogen der.«lrb«fter.Zngend- müssen abgrrechilet«erde». Jutttzwätzlerkundtz-buntz. Thema:„Jungwählert Wohl» gehörst duW bnet«, Sirnstag. IS. Mai, in den ParchtsSlen de» Ollen«, fftarffurtet «8ee 4K Sefncnttn;«Dt.«urt Liiwenftein. M.». 9t, Brun» vis«. besinn l#Vj Uhr. Heute, Dienskag, 15. Mai. 1914 Ahr: NiMnische« Dort: Treffpunkt tSzh Uhr Etrausbergrr Platz zur PetrkrigunZ «r der Jungmahlenierfammlung in den Prachtsalen des Olions, frankfurter. We»"» Briefkasten der Redaktion. stSsschon. ft. Rein. 2. Rur der Berstchertr. � Briten»». 1. ftTelnrentne« stnd aite oder erwerbsunfähige Personen, die infolge eigener»der fremder Bor. sorge ohne dir eingetretene veldeniweetung nicht auf dir«fienNiche siürforge angewiesen wären 2. Rein.— P. S. ZZ.gb. Die Allloge der elektrischen Trepoenbeieuchtung kann eine Grhähung der ssriedensnilete derbeifilhreu. Biel- leicht ist eine Perständiguna mit dem Hauswiri möglich. Die oon ihm ge. forderte Entschädigung hält sich in dem üblichen Rohmen.— Disstdent-Südend«. Es kommt weder eine Umschulung in ffrgge noch ist das stind verpflichtet, an dem Reliaionsuntereicht teilzunehmen.— ff. t., Reulbln Nr. 10«. Pflanzen gehen mit dem einpflanzen in dos Eigentum de« Grundstückseigentümers Uder. Die» ist nicht der öall. wenn ste nur zu einem»orübeegehenden ssmeck mft dem Grundstück oerdpnden stnd. tzn diesem stalle gehören ste ,u« Sonder. eigen tum dcsienlgen. der die Einpflaneung oorgenommen hat.— S. M. 4. Wenn die ET lern der Eheleute durch Testament von der Srbio'ge»usgefch'osseu find, f» steht ihnen de» Pflichtteil zu. Der Pflichtteil besteh» ig her»äffte des Wirte« des gesetzliche» Erdteil».— ff. S„ B-elin. 1. Der Antrag auf Ehe« lichkeitserklSrung ist an den Präsidenten de« kandger!»»« l. Beelin 4., zu richten. 2. Dem Pn trage dürfte entsprochen werden. Allerding« ist die Gin. w'lligung der Mündelmutier, und(»fern Sie verheiratet sind, auch die Ein- lpill'gung Zhrer strgu erforderlich.— G. P. ttz. Richtet stch nach dem Lehr. vertrag. Tarif desteht nicht mehr. �ondJhr bleibtgesundl Parteinachnchten /MtfurSroß-ZZerlin ?°b-u?n» KVCJt ft»t»«. da. �ürt.wt.urw »««U*«SM.«Iidnlltr-b« 2. Ha«. 2 Trio, rkcht,. jo ridjte*. *' ,�?c r« Beamten und die Dahlen." AKt» Lichtenberg. Sas Verzeichnis der Etinnnbezirke und Dahllokale Ist sofart abzuholen ,n der Spedition Nichter, Bazhageuer Sir. 82. *. Abt. bi 18. heute. Dienstaq, 15. ZNai: Ibt. Leute und morgen 514 Uhr und ab Ifi Uhr FIugblat!oerhr«itung an icn geschiedenen Vahnhöfen der Abteilung. nlZer Genossen dringend nntwendig. 24. Abt. Sli Mitglieder werden ersucht,(ich zahlreich an der heutigen Sund. scMmj in der Schulaula Passauer Str. 44 zu beteiligen. Beginn lO'.i Uhr. Vesercntln. Genossin«anert." treffen sich alle Mitglieder, roelch« noch nicht zur Dahl i ssrstmpcr. fflenodurger Str. 8. FunktionSrkonsereuz. strscheinen sind, bei ssrstmpcr. fflenoburger Str. 8. 1914 Uhr bei Pole, Kolrniestr. 18. Vbt. 20 Uhr Aula Ober reo lschule Paffauer Str. 4! Wahlkundgebung. Jede» Parteimitglied muh oertrcten sein. 22. Abi. Die Flugblätter sind aus den bekannten Lokalen abzuholen und müssen im Laufe der Woche verteilt werden. Kein« Wohnung darf un> belegt bleiben. Ferner haben die Genossen die Pflicht, sich restlos ihre» Bezirksiührern zur Dah'arbeit zur Verfügung zu stellen� 29. Abt. 20 Uhr ssunktionörffhung bei Löf«?.'Ane Bezirksführer und ihre Stellvertreter müssen anwesend sein. 48. Abt. 1914 Uhr Dahlkundgebung. Alle Bczirksstibrer laben ein.«Tivoli, Schultheiff-Drouerei, Lichterlelber Str. 11.) Da» neue Flugblatt und fon» frigco Werbemater'al ist von Keufver, Lazelkerger Str. 20. abzuholen. 48. Abt. Aebtung! IS Uhr wichtig» Fusommenkunft aller Gruppenleiter bei Bertsch. Wiener Str. 88. 47. Abt. 20 Uhr wichtige Funktionitrssw-ng bei. Li«. ZZaunnnstr. 9. We Ve. zirkosührer müssen erscheinen. öl. Abt. Gharlottenbuiq. 19U Uhr Flugblattverbrcilung von den Gruppe«. lokalen. 59. Abt. Schöneberg. Die Genossinnen und Genosse» beteiligen sich a» der Kundgebung restlos<20 Uhr), ffulammenkunft 19W llbr Träger- Eck« Rubensstro,;?. Von heute ab finden täglich ab 18 Uhr Flugblattverbrei. wngen statt. G» sind nur noch b Tage. Nndt sie restlos au»! 92. Abt. Ltegliti. Dezirfsfllhrer holen ob t? Uhr Material vom Genossen Schellhase, Ahorn straße. ab. Die Mitglieder de« Agitation»« ueschusse» treffen sich ebenfalls dort zu einer wichtigen Besprechung. 101. Abt. Treptow. Achtung, Gensssinnen und Genossen! Trefsen zum ge« meinfamen Abmarsch mit Musik an der Vesser Brück« nicht 1814, sondern 19 Uhr. Keiner darf fehlen. MO. Abt. Köpenick. Wahlmaterial kann täglich von 1$--1916 Uhr von Schloff. straffe 27 l abgeholt werden. 919. Adt. Lichtenberg. Alle Genossinnen und Genossen beteiligen sich an der Frauenkundgebung im Gecilicn.Lnzeum. Pathauoltrahe. 127. Abt. Kohenfchövbausev. Die Genossen treffen sich 20 Uhr zur Flugblatt. Verbreitung Berliner Löf. 120.1188. Panlow. 20 Uhr im? Srfische.n Kelt, Breit« Straffe, Versammlung aller Funktionäre und Wahlhelfer. Vorstandssiffung ein« halbe Swnte vorchor. MO. Abt.»eivickenborf vst. Sämtlich, Genosscn und Genossinnen treffen sich 19 Uhr am Bahnhof VeinickendenMVenlhal und beteiligen sich r«st<«, an ber Versammlung in Le'msdorl bei Lanck. Gleichzeitig haben die Bezirk». siihrer.die Flugblöttcr. und Landzettcl für die Veesammlung am 18. Mai an de» betreffenden Stellen abzuholen und zur Verteilung zu dringen. ■....... vorstandssigung mit den Vezirfsiithrern Ausgabe von wichtigem Wahlmaterial, 192. Abt. NeinIckevdorf.Weft. 1» Udr v im Volk»Haus Scharnw-berstr. 114 Grscheinen aller unbedingt Pflicht. Morgen. Mittwoch. 16. lygi: Uhr bei Berlik, Sebastian str. 88, lwfferst wichtige Funktionär. der Bezirk muff neriretei, fein, da Wah'arbeit eingeteilt wird. ' Flugblätter bei Matihia, Linisnftr. 29, abholen. 191, Uhr n, bei Lehmann, Bartcl»str. 7.«rfcheinen Pflicht. ...... FlugMäUer von Dorwalbe, Schkogek» �.mann,___ eer holen die «ezirksfsihrerkonfemnz bei Per dir, Leveffi Genossen, die don den Bezirk-slihrern zu rteilt sind. 48 eingeteilt Leveffowsir. ZI. A Uhr den Dahlarbeiten schachert. Ghrisiianiaftr. 118! 820 Prii Ab:, lx'4 Uhr und Donnerstag 9" M»" ,P�--- straj« 26, Padzess, Brüsseler Str. 48. und Barisch, Fehmarnstr. 1, Flug- »rdreitung. Erscheinen aller Pflicht. ' attoerbreitun, iriesei llhr tinzenallee 81. von den Lokalen Herms, Müller- blatt..__________ 24. Abt. 18 Uhr groffe Flugblattoerbreitung von folgenbcn Lokalen ausi 1. Gruppe Rösner. Immauuelkirchsir, 2ö. 1». Gruppe lllmer, Win». Ecke Bahnhöfen, ra unb Alt» Uhr) tn bin sitr die Aal'Iarbeiten. Grscheinen aller MitgNeder Pflicht. de, gahlabrnb» Funftionärbesprechung in de« Sormnenius- Christburger straffe.».Gruppe Winzer, Ghristduraer Gcke______ 8 Gruppe«öhlxr, Kreifswalder St. 80b. St ist Pflicht aller Mitglieder, sich vollzählig an der Verbreitung zu beteMgen. 29. Abt. Achtung I Wichtige SIffung J9 Uhr bei Röskrr, Golbaper Str. 9, d«» Abtcilungsvorstanbes mit den Bezlrksführern. Aenderung einiger Wahlbezirke und Ausgabe der Hauszettel usw.?�er Bezirk muff un. bedingt oertreton sein. 29. Abt. 20 Ubr Gxtrazahlabende in allen Bezirken und den bekanntin Lokalen. Erscheinen oller Pflicht. 88. Abt. Handzettel, und plugschriftenverieilun« an de.« Warschauer Brücke, Stralau«: Tor. Stralau Simnmelsbur Stralau, Ecke Kssnaststraffe. Treffpunkt lb)j Udl 1 Lokalen Bbiabam sfrMier Kieniff), Lojak und Hoffmann 14. Abt. lgfH Uhr Kahlade«de in den bekannten Lokalen. sprechum�M�M» Bach' sälen. 15. Abt. 19 Uhr Ausgab« von Wahlmaterial, Plakate» usw. bei Ltto, Riaoer Str. 8b. 41. Abt. 20 Uhr bei Lipfert. Martendorfer Str. 8, wichtige Siffnng de» Funktionäre. 42. Abt. 20 Uhr bei DIendars, Urbanflr. 8, Funltionarstfnmg«it de» Wahl. beller». 48. Abt. 19 Ustr Raierialausgab» an die Bezirksführer bei Benhn, Graes». straff« 41. Zeder Bezirk muff unbedingt vertreten sein. 47. Abt. 1914 Uhr Adteilungsversammlung bei Rowak, Manteuffelstr. 9. Vortrag:„Ein leffter Appell an die Wähler.* Diskussion unb Verschle. dene». Vorwärttleser und Freund« unserer Bewegung sind eingeladen. Referent Genosse Ruhen. 48.»M. 20 Uhr bei Keller, FZistenstr,!, Funklionärversommlung. Di« Pe,trk,fllhrrr müssen bis dahin Meldungen der Mitarbeiter für die Dahl angegeben haben. Nach Schlnsi der Eistun« Ausgabe der ssluadlättrr. 4». Abt. lLchwerbörlge). Die Mitgliederversammlung muff ausfallen wegen der Wahlarbeit. Die Gonossipnen und Genossen werden gebeten, sich in ihren Bezirken recht kräftig an de? Moblarbe't zu beteiliaen. Eharl Ottenburg.!it. Abt. 19 Uhr Demonstration. Treffpunkt Stuttgarter Ploh.— 58. Abt. 1714 Ubr bei Lux. Huttenstr. 26, Materialausgabe an alle Mitglieder.- 55. Abt. 1814 Uhr treffen sich die Portetgenossen zum Umzug am Stuttoorter Pkoff.— 58 Abt. 18 Uhr treffen sich die Genossinnen und Genossen auf dem Stuttgarter Plast sPahnhof Eharlotten, burq) zum Etraffenumzu» mit Musik. Endzlek W'ttenbergnlast. An. schlieffrn.d?! Ikbr bei Matschke, Kurfürsten«eck« Lut Herst raff«. Funktionäre sistung. Wahlhelfer mid.Helferinnen nehmen an Mestr Eistung teil zmecks Emteirnng der Bahlardeit. 87—7». Aht. sieh, Kreisnachrichten. 88. Abt. stalense». 20 Ubr Srlrazahlobend bei Sandmann. DestfäNsche Etr. 42. Elnteisuna der Wahlarl-cit. 74. Abt. sieklendorf. 20 Uhr Abtrilunasversammkun« in, Kaisenhof. Vortrag: »Unsere lestl« Arbeit vor der Bühl." Erscheinen Pflicht. vchönebeeg. 78. Ahl. 20 Ubr in allen Beztrksldkalen Ertrazablabenbe. Mu«. sprach»>>nb Sintesluna für den Wahlsonntaa, Erscheinen aller ist Pflicht, — 80. Alt. Ad 17 Uhr und Donnerotag ab 20 Uhr fllugblatsverbreitung vom Lokal Gürlich au». Die Fronen wenden gebeten, sich am Falzen zahlreich ,u beteiligen. 88. Abt. Lichterselde. Lichtenselbe.Süd Kahlohend hei Pretschneider, Be.liner Ltrob» 1288, 20 llhr, Genosse Ministerialdirektor a.?. Sott hilf Hitler svricht über.Volttitch« Fragen". 85. Abt. Tewoekhot. Die Lantzettcl stir SonnobeNb. 18., sind am Püttwoch von der Genossin Horsdorf, Temo'lhoi. Werber Str. 81. abzubolen. 88. Abt. Mori, Udorf. 19 Uhr Emofangnabm« der Flugblätter bei Reienborf, Ehaussecstr. 1». Der 1., t U. 7. Buirs holt die FluablStter»an Reu. meger, Schoneberoer Straffe, ab. Mitgliedsbücher sind zur Stempel. fontrolle mitmdringen. Sevlelln. 90. Abt. 20 Uhr 17. und 24 Bezirk Mitgliederversammlung bei Lehmann. Teil irr. 8.- 99. Abt. 10 Ubr bei Thorn-älrn, Herzberustr, 32. furz«, aber wichtig, Vesvrechuna der Bezirksssibrer. Gleich-ei'in Verteilung d« Flugblätter und des lestien Wablmaierial«.— 94. Abt. 18 Uhr Sistung de» Adieilungsnorfianbes und der Bezirlsfsshrer d-i Schröder. sieinmeststr. 57.— 96. Abt. Ifll4 Uhr 8«8I«b»nb der Bezirke 60, 87 u. 88 bei Lübbev. Thomaostr. 5. Di« Vezirksführee«erden gebeten, weitere» Material vom Abteilunsi.sle'tcr abzuholen. Die Soeialdemokr. Wähler- zeitung Rr. 2 ist von der Porwärts-Spedition Rohr, Siegsriedstraffe. ab. zuholen. 98. Abt. Brich. W Ahl« 4. Bezirk FkvgbkattoeisstepftmU vom Lokal Sapphonn. Rudower Str.. 81. 187. Abt. All» Glienicke. 18 Uhr Treffpunkt zur Flugdlattverbveidung iir Falkenberg im alten Zugendheim, in Alt�skienick, bei Kobiaru Zichtenderg. llt. Ahl. 18 Uhr unb Donnerstag von v Uhr an Flugblatt- nerbreitung von Schwarza. Gabriel-Max-Gtraße 17.— 118. Abt. IS 14 Uhr bei Albrecht, Borhagener Str. 82, Abteilungsversammluna. Vortrag:«Der Kampf um die politische Macht." Ref. Dr. p. Ungern-Srernberg. 17 Uhr und Donnerstag ob 21 Ubr Flugblattnerbreltuna von Moor, Reue Bahn- Zägerheim, letzte Wahlvor. _... Ig. Es wird dringend gebeten, dost alle Genossinnen und Genoffen erscheinen. 117. Abt. Lichtenberg. Mittwoch, 18. Mai, 17 Uhr, und Danncrsag, 17. 9*o', 8 Uhr, Flugblattverbreitung für Dumme loburg bei«rüger, Türrschmidt. straffe 83, und Klos», Rupprechtstr, 87. 121.. Abt. Kaulodorf-Süd. 20 Uhr im Lokal bereitungen. 127.«dt. Hohenschönhausen. KgUmlc«eiffe Taube. 1914 Uhr Lokal„Säget. heim", Marzahner Weg, Eck« Hmiptst raffe. Mitglieberversammlung. Vortrag de» Genossen Stadtrat Emil Wutzky. Die Genossen aus Hohrnschön- hausen sind besonders dazu eingeladen. Reg« Beteiligung wird erwartet. 198. Abt. Reinickendorf.vp. Sämtliche Genossinnen und Genossen treffen sich 186« Uhr am Bahnhof Reintckendorf-Schönholz und beteiligen sich restlos an der Demonstration nach Rosenihal. Röntg entöl. SO Uhr Dählerverlammluna in ber Blauen Grotte, Inhaber Siebet. Freitag. 18. Mai,?ah?obenb bei Werner. Srfchernen aller Ge. nossinnen und Genossen ist Pflichi. Arauenveransialtungeki. 14. Kr. NevkZlv. Di« Genossinnen treffen sich am Mittwoch, 18. Rai, um 17 Uhr zur Wahlpropaganba im Porfetbureau» Reckarstr. 3. Alle Ab» teilimgen müssen oertrcten sein. 38. Abt. Die Genossinnen treffen sich zur Kanb»etielv«rb»idn>g Mittwoch. 16, Mai, 1514 Ubr in den Kahlabendlokalen. 49. Abt. Die Scncssinnen sind verpflichtet, für die beutige Wahlkundgebung in der Schullheiff-Drauerei. Lichterselder reg« Propaganda zu machen. Genossin Etadtrötin Klara Wenl spricht Über„Den Frauen zum 20. Mai", außerdem läuft der Wahlfilm„Dein Schicks«?". innen sind nerp Zuvgsozialistisck)« Vereinigung. Gruppe Schövederg. Alle Genossrn müssen sich unbedingt an unserer Ag taisonifahtt nach Oranienburg beieiligen------ Ttettiner Bahnhof. bei Rammler, Sotflieb.Dunkel.Sttaffe Grvppe lemvelhos. ~ am Dienstag. Treffpunkt Donnerotog. 1881 Uhr, Beteiligung an der Kundgebung stw .....___________________________ 1914 Uhr Dorfftraffe.— Gruppe Lichtenberg. Heut«. Dienstag, 1914 Uhr. beteiligen sich alle Mitgltebee an der Sungwählerkundgebung in den Prochtfäle» de» Ostens. Arbeitsaemeinschast der kinderfreunde. Aehlendors. Grupye Rote Falken: Dienstag';, 15.« Leseabend im Kein,, Fifchtalgriind. Anschliebevd Beteiligung am De.inonstrationozug der sitantei.— Iungfalten und Küken, Gruppe Alt.Zehlendorf: Spielen im Keim Rordichul» leben Freitag von 16—18 Uhr. Gruppe Fischtalgrund: Jeden Donneretog von 17—10 Übr Im Heim Riemeisierftnaffe.— Die Anmeldungen. für da» Zelilager müssen bis zum 25. d. Mte. beim Gz-nrfsen Klyszez,"m Gestell 14, fein. Sterbetafel der Groß» Berliner parlei- Organisation| M. Abt. Am 26 April»erschied unser lanaiibriae» Parteimitglied Genosse Otto Bartb. früherer Angestellter de» FräSclhaufc«, Dir werden fein Andeni'N in dbren kalten. Die Beifetzuna feiner Asche erfolgt heute. Diene- tag. 1414 Uhr. auf dem Urnrnfriedhof, Seestroffe. Um rege Beteiligung an der gebeten. ZIIest«rbcr>ch> der öffenMchere we'Ierdfeuftstell« vtrstn und ilingeneud aHochstt. nerb. i Krästelnb beweilt mü Neigung zu einzelnen leichten Nieder. Ichlägen Jäe ftculichland: fin sifoib. und Mitteldenifchland vereinzelte Niederschläge, sonst wellig bis heiler und irocken, im Südwesten war«. öszuetit Kockum Oss Heilbad an der deutschen Nordsee Vcriilügie Da jileffahrtän.— Bäderzllge, Cursmgtii bis Emden-�aellbafeii KaMfflgB Prospekt durch die Badedlrektlon CSBBH 12 lii Ii ZfcP mit dem Kaufe eine» nickt mehr zögern. Die Pfingsten, das Fest der Radler« steht vor der Tür Absatzkurve der Mite-Werke»chncllle bereits in den letztes Wochen so gewaltig in die Höhe, das« eine vorübergehende Knappheit der beliebtesten Modelle zu befürchten ist. Das Publikum hat erkannt, doss das Miia- System mit seiner Ausschaltung des Zwischenhandels und dem direkten Verkauf vom Werk durch 180 Mifa-Fobrlk- Verkauf stellen dos billige Rod höchster Qualität geschaffen hat. 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Mpl. 1607 Täglich" Uhr Phanlasleit Im Bremer Bafskeller Genrebild von Max Horst Unsere Käthe Pösse von Oskar Klein Daza das Mal• Solo• Prograram. ZU Dienstag, den 15. Mai, nacismittags 3 Uhr Treff« der Parteigenossen und R,-Br- Kameraden Charlottenbnrgs im Eden Cafd. Kaiser- Friedrich- Straße 24::- Tägl ch Konzert. Eisu-i�. Bellen,"ä" Stahlmatratzen, Mnstld u Priv. KjtfMI h. CUenniOiieiiabria S am(Thür j. „Sarotti" Aktiengesellschaft, Berlin. Bilanx.Kento per 31. Dexember 1927. Aktiva. Grundstücke Buchwert am 1. 7. 1927. ./• Abgang...... Gebäude Buchwert am 1. 1. 1927, -f- Zugang...... RM 6»*».— . 16500.-- Abgang R M 3618 389.— 25 301.03 RM 3643690.03 11 277.92 RM 3 632412.11 241 489.11 J- Abschreibung.«,_ Maschinen und Einrichtungen Buchwert am I. 1. 1927.. RM 2300 298.- + Zugang 472912.30 RM 2 773 21030 Abgang 93 024.92 RM 2680 18438 Abschreibung..... 835 427.38 Vorräte................ Kasse und Wechsel Postscheck und Bankguthaben. Debitoren........ Wertpapiere und Beteiligungen Avale........... . RM 1500.— Passiva. Aktienkapital............ Gesetzliche Reserve......... Sonderreserve........... Kreditoren und Remboursverpflichtungen Rückstellung für Steuern etc...... Arbeitersparkasse.......... Unerhobene Dividende.. Avale......... Gewinn- und Verlust-Konto Vortrag aus 1926.... Reingewinn aus 1927.. ,. RM 1500.- RM 92 511.16 , 1043 295.95 RM 614 000 3 390 923- 1 824 757-> 3 351 455— 144 993 04 49.1599.19 3 396186 64 200 000— 13 415 914 6» RM i 4 8000 0001- soooooi— 500 0001— 2186 776 32 610 667 03 175 281 13 7382 54 1 135807:05 13 415914 07 Gewir Handlungsnnkosten Zinsen..... Steuern..... Soll. RM 124 993.21 . 1 129317.4.1 al Gebäude.. i) Maschinen und Einriebt. Abschreibungen Bilanz-Konto Vortrag aus 1926. Reingewinn aus 1927 RM 241 489.11 855 427.38 RM 92511.10 . 1 043 295-95 Haben. Vortrag vom I.Januar 1927. Rohertrag........ RM A 5 503531,23 1 254 340 1096 916 64 49 1 135 807 68 8 990 595141 RM 1 3 92 511; 10 8 898 084 31 8 990595,41 ihlung der für 1927 auf 11% festgesetzten irfcfigt abzüglich 10% Kapital trtragsieuer Die Auszahlung D'vidcnd* erftfg von beut« ab beP. der Dresdner Bank, Berlin und Zwetgnlcder. lassanven. dem Bankhause von Ooldschmidt» Rothschild A Co.. Barlln, dem Bankhause Kanold& Qrüneberg, Berlin und an der aesellscbattskasss in Berlln.Tempeihol gegen Einlieferung des auf Reichsmark lautenden Dividendenscheines für 1927. Berlin, den 12. Mal 1928. Der Vorstand. wirk*!« sind die KLEINEN ANZEIGEN dhrOesuthnHagc lYorvirtt* u4 BKLE1> in der dM. 7tr. 217» 45. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts 4 Oiensiag, 15. Mai 192S Preußens Bauernhilfe. Weiigreifende Vorschläge zur Verstärkung der Ltmschuldungsakiion. Jeder Taz, der die deutschen 2-mdwirte der kommenden Ernte näherbringt, bedeutet für die Bauern, da erst mit der Ernte neues (Seid in den Betrieb kommt, neue Lasten und neue Verlegenheiten. Indessei, drücken die otten Schulden, die eingelöst werden sollen, immer stärker und selbst, wenn kurzfristige Schulden verlängert werden, häufen sich die drückenden Zinslasten. An sich ist heute noch die Gesamtverschuldung der deutschen Landwirtschaft mit etwas über zehn Milliarden Mark um mehr als ein Viertel niedriger als 1913. Aber da laufende Zinsen von 0 bis 13 Proz. zu zahlen sind. wiegt die laufend« Belastung der Landwirte schwerer als die an sich nicht unerheblich niedrigere Verschuldung. Di« falsche Agrarpolitik der vergangenen Rechtsblock- regierungen hat zu dieser schwierigen Lage der Landwirtschaft ge- führt. Di« bevorstehenden Neichstogswahlen haben die agrarischen Parteien gezwungen, ein Notprogramm für die Landwirtschaft zu entwerfen, für das nach langen Kämpfen im Reichsrat und im Reichstag endlich die Richtlinien fertiggestellt worden sind. Die für die Bauern dringendste Aktion ist die Umschuldung der hoch. verzinslichen Personalkredite In niedriger verzinslich« langfristig« Kredite. Für den Bauern lautet da» groß« Problem, wie ,md w i e schnell die schweren Zinslasten durch Umfchuldungsaktionen ge» senkt werben können und wie gleichzeitig die Rückzahlung der Schuld auf länger« Fristen verteilt werden kann. Je länger, desto deutlicher ist klar geworden, daß da» Um» schuldungsprogramm des Reiche», bei dem mit einiger Sicherheit zunächst kaum mehr als hundert Mllionen Mark beschafft werden können, nicht nur viel zu wenig Geld zur Verfügung stellt, sondern darüber hinaus auch noch den Klein- und Mitte.- dauern wegen der Grundbuchschwierigteiten, und weil vielfach nicht mehr genügend Raum für Hypothekeneintragungen vorhanden ist. kaum eine wirksame chilfe bringen kann. Es ist deshalb verständlich, daß die preußisch« Staatsregierung, der immer vielmehr an tatkräftiger Hilfe als an nutzlosen Subventionen und agitatorischen Phrasen gelegen fft. Bedenken haben mußte, die absolut unzuläng. liche Reichsaktion ohne weiteres zur eigenen zu machen. Di« Not drängt aber, und Preußen hat deshalb der Reichsregierung feine grundsätzliche Mitwirkung zur Durchführung der Umschuldungz- aktion zugesagt. Um den Bauern aber nachdrücklicher zu helfen, als es durch die Umfchludungsaktion des Reiches geschehen kann, hat die preußllche Staotsreglerung weiter« Vorschläge von größ- ter Bedeutung gemacht. Dabei leitet die preußisch« Stvatsregierung der Gedanke, v e b e n der 100- bis 2M- Millionen- Aktion des Reiches, die Pcrfonalschulden in langfristige Hypothekenschulden umwandeln will, erheblich größere Summen vorläufig den verschuldeten und rettungsfähigen landwirtschaftlichen Betrieben dadurch abzu- nehmen, daß ein mäglichst großer Teil der kurzfristigen Personal- kredite in mittelfristige Pers o nal kred if e umgewandelt wird, für die ein mehrsähriger Zahlungsplan bei niedrigeren Zinsen aufzustellen ist. Nach dem Muster der von der Neiitenbank.Kreditanstalt bereits eingeführten Abzahlungs- kredite sollen 300 bis 400 Millionen Mark in.drei- bis fünfjährige Kredite umgewandelt und bei niedrigeren Zinssätzen durch regelmäßig« Abzahlungen getilgt werden. Die Möglichkeit dazu ist gegeben, wenn sich das Reich mit seinen rund 100 Millionen Düngerkrediten, d,e Rentenbank- Kreditanstalt und eventuell die Reichsbank als Hauptgläubiger der la»dwirtsch>iftlichen Kreditinstitute zu dieser sofort wirkiamen Entlastung der Schuldner zur Verfügung stellen werden. Es handelt sich für die preußische Staatsregierung um Ergönzungs- Vorschlag«, die in wirkungsvoller Weise die im gesamten landwirt- schaftlichen Notprogramm vorgesehenen Maßnahmen unterstützen sollen. Die Kopitalerhöhung der Preußenkass« käme natürlich dieser auch von der Preußcnkasse geförderten internen Umschuldungs- oktion zugute. Die Vorteile der preußischen Vorschläge Segen auf der Hand: Es könnte sofort ein erheblich größerer Kreis von Landwirten in die Umschuldungsaktion einbezogen werden, weil mindestens der dreifache Betrog von kurzfristigen Schulden in längerfristige umgewandelt werden könnt«. Di« Klein- und mittelbäuerlichen Landwirte, die bei jeder reinen Hypotheken- umschuldung zu kurz kommen müsien, kämen zu ihrem Recht und könnten in den meisten Fällen die beträchtlichen Grundbuchkosten sparen. Di« Hilfe könnt« erheblich schneller gebracht werden. al» es durch die Beschaffung von Anleihegeldern und durch die zeitraubende— und sehr teure— Eintragung von Hypotheken möglich wäre. Die Vorschläge sind auch gerecht. Die Rentenbank-Kredit- anstatt hat aus den Grunds chuldzinfen billige Gelder zur Verfügung. Die Reichsbank hat an einer schnelleren, allgemeineren und sali- deren Umschuldung nicht nur ein betriebliches, sondern auch ein volkswirtschaftliche» Interesie. Für das Reich liegen keine Gründe vor, wenn das von ihm verfolgt« Sanienmgsprogramm der Land- Wirtschaft, wie es das Gesetz will, durch die entschiedene Förderung nur der leistungsfähigen Betriebe eine wirkliche Sanierung der Land- Wirtschaft herbeiführt, seinen Hundertmillionenkredit nicht mehrere Jahre zur Verfügung zu stellen. Wie die Dinge aber heute liegen, ist«, keineswegs selbstverständlich, daß dir wertvollen preußischen Vorschläge, die besonders den breiten Bauernmasien helfen wollen, von der jetzigen Reichsregierung akzeptiert und gefördert werden. Rur wenig« Tage trennen uns von den Wahlen, und so ist es sicher, daß erst der kommende Reichstag und die kommende Regierung über die preußischen Dorschläge entscheiden werden. Kein Zweifel Ist darüber, daß der Bauer sie braucht, wie das tägliche Brot, und daß die Umschuldungsaktion des Reiches erst wirklichen Nutzen stiften wird, wenn die preußischen Vorschläge zur Durch- führung gelangen. Die gegenwärtig« Regierung hat auch kein Jnt«r«sse daran, aus die Reichsstellen und die Rentenbank. Kreditanstalt so einzuwirken, daß die preußischen Vorschläge zur sofortigen Durchführung kommen. Es hängt deshalb außerordent- lich viel davon ob, wie der kommend« Reichstag und damit die kommend« Reichsregierung zusammengesetzt sein werden, wenn die nachdrücklich« Hilf«, die hier Preußen den Bauern bringen will. praktische Tat werden soll. Berufstod mit 40 Jahren. »Jeder muß seinem Bemfstod fest ins Stage sehen können?" Angestellte, denkt an den 20. Mai! Zu dem Schluß:«Jeder muß seinem Perufstod fest ins Auge sehen", kommt Herr Dr. Fritz Giese von der Technischen Hochschule Stuttgart, in einer Abhandlung„Menschenbehandlungbeim Bureaupersonal" in der Zeitschrift„Der Werksleiter". Für seine„Menschenbehandlungstechni k" untersucht er das Material: das „niedere Hilfspersonal", bei dem er eine„gewisse sentlmentalstäts- freie Einstellung" empfiehlt, sodann„die' zahllosen proletarisicrtcn Akademiker", bei denen es sich in den überwiegenden Fällen„um die Vielzuvielen der Akademiker(Dolkswirte. Inge- nieure)" handle,„die froh sein müssen, überhaupt Brot und Arbeit gefunden zu haben". Hier wird„scharfer Schliff und unverblümte Drastik" für den Ton der Menschenbehandlungstechnik empfohlen. Noch schärfer geht er ins Zeug bei der Ucberfülle der„A u ch k a u f» leute, die heute das Arbeitslosenheer füllen und zweifellos nur in selteneren Fällen unverschuldet(!) in mißlich« Lage geraten seien. Sie könnten„in einem neuzeitigen Betriebe kaum über die Nierzig hinaus noch angenommen werden". Es sei„ein einfaches biologisches Gesetz", daß die Leistungsfähigkeit des Menschen im Konkurrenzkampf heutzutage schon in früheren Iahren zum Abschluß komm«. Es handle sich eben um„eine naturgemäße Entwicklung, gegenüber der Mitleid und Ge- dull» vielleicht die schlechtesten Verfahren einer Menschenbehandlungs- technik im Betriebe wären!" Und deshalb gelte für jedermann, auch für den leitenden Posten, das oben zitierte Wort. Sicher ist selten von einem Verteidiger der heutigen Gefellfchasts- Ordnung ihre innere Sinnlosigkeit so offen dargetan worden, wie hier, die Sinnlosigkeit einer Produktionsweife, die vergessen hat, daß alle menschliche Wirtschaft nur den einen Sinn haben kann, dem arbeitenden Menschen selbst das Leben besier. schöner und sicherer zu machen. Trägt nicht eine Produktionsweise, die den arbeitenden Menschen bereits mit 40 Jahren oder noch früher als unbrauchbar aufs Pflaster wirft, mit Notwendigkeit den Keim ihres Zer- j a l l e s schon in sich? Und welcher Hohn liegt in diesem billigen Heroismus, mit dem hier empfohlen wird, gefaßt das Walten von angeblichen Naturgesetzen zu beobachten, die doch nur die Unnatur des Kapitalismus aufzeigen! Berufstod! Ja, wo gibt es denn für den ausgemerzten 40jährigen Angestellten in der durchratio�alisierten Wirtschast noch ein Weiterleben? Arbeiter kann er doch duch nicht mehr werden, da der Arbeiter ja ebenso bereits mit 40 Jahren abgestoßen wird! Gegen diese„einfachen biologischen Gesetze", die dcn Familien- oater mit 40 Iahren, wo unmündige Kinder Brot verlangen, vor das Nichts stellen, hift nur eine andere Wirtschaftsordnung. Eine Wirtschaftsordnung, wo der Mensch und sein Wohlbesinden der einzige Sinn aller Arbeit und oller Wirtschaft ist, wo man nicht lebt, um zu arbeiten, sondern arbeitet, um zu leben. Das kann der Kapitalismus nicht, der heute herrscht, das kann mir der Sozialis- mus, dessen zukünftige Herrschaft auch die Angestellten am 20. Mai durch den Sieg der Sozialdemokratie mit vorwärts- trogen müssen._ Oer wandtungsfähige Migerskonzern. Das fette Jahr �927.- Fast 5 Millionen Reingewinn.- Gute Geschäfte bei Fusionen. Roch Ablauf einer sehr unruhigen Ausdehnungspolitit, die dieses Unternehmen in die Oelinduftrie, den Bergbau, die Teerver- arbeitung und Eäurefabrikation führt«, überraschte Rütgers 1S2ö di« OeffenUichkeit mit der Auflösung der Interessengemeinschaft mit der Deutschen Petroleum A.-G. Ein Jahr später folgt« eine Uebcrraschung, die zwar auf einem ganz anderen Gebiet lag, aber nicht weniger Aussehen erregte. Es war dies die„st i l l e S a n i c- rung" von Verlustbeteiligungen. Bei einem an und für sich recht günstigen Jahresabschluß setzte die Verwaltung 14,5(tl) Millionen für Sonderabschreibungen an, mit deren Hisse die bei Tochtergejell- schaften entstandenen Verluste buchmäßig ausgeglichen werden sollten. Im letzten Halbjahre erfolgten bei Rütgers zwei große Zu- sammenschlüsse, deren Bedeutung über den Rohmen des Konzerns weit hinausgeht. So beteiligte sich die Gesellschaft im Do- zember vorigen Jahres an der Bildung des Waldenburger Montan- trusts, indem sie in die neugegründete Niederschlesische Bergwerks- A.-G. ihre Zechen Kulmiz und Abendröte ein- brachte. Die Abgabe dieser Zechen gegen Aktien der neuen Gesell- fchaft war im übrigen ein ausgezeichnetes Geschäft für den Kanzern, denn die Gruben waren für Rütgers eine ewige Verlustquelle. Nicht weniger wichtig ist die erst vor wenigen Wochen abgeschlossene Fusion der Nütgersschen Planiawcrke in R a t i b o r und dem Kohlefabrikatdetriebe von Siemens u. H a l s k e. Dieser Zusammenschluß, der jetzt zu der Gründung einer neuen Gesellschaft, der Siemens-Plania A.-G. fürKohlc- f a b r i k a t e, mit 18 Millionen Kapital geführt hat, ist als typisch? Rationalisienmgsmaßnahme anzusehen. In seinem Jahresbericht sagt Rütgers selbst, daß sich beide Partner durch das Zusammengehen vtmt StA spaten vh&enl Sahhoanzage neue Formen und Farben 120.—, 00.—. 75.—, 60.-..U Spononzage nuh en.L Art gemustert. mitlcurKru-laagerUes«, ItzltzOO Ur-, 105... 95 75... 66«. ÜISlCT"�s'ur.r ARM bloCe, i».—, 70.-, 60.— Nr-» Motorrad' Schatzanzttge impri*oiert für Daten g£50 SS" tOr Herren =3.-, 27.—, ,.*. 36— SO.—. 25.- Wetteriestc Wind' fachen«r Str«fle n.«AS* Sport i. Damen 24.—, 18.—»v (er Herren 3«.—, 30,— flru 27—, 24.—, 18.50, 10.50.. 1 strandüoscn«.D, j � Teonlshosen 24— 21—, 1SA0 flO.J?! Wellsweoler�„ Dodemantel n. *3 aa Palm-Deodianz. 2,4" LOstedodtets 18. 15.-. 12— 9— O Tnssorarüge Anzöge 30" Waschjoppen Toa njii— mit Samt- I-Odentnüntef MOICIOIS kragen. tur Damen n. Herren 38— 1 X OO lart.Shcüand-toHelCO. 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Gegen 1924 und 1S2S bedeutet dies eine Erhöhung um 230 Proz. Trotz sehr hoher Abschreibungen von 2,4 Mill. Mark, um die sich der Rein- gewinn vermindert, wird ein Gewinn von 4,7 Mill. Mark aus- gewiesen, der die Ergebnisse der Borjahre um ein Bielsaches übertrifft. Auszuschalten ist dabei der Abschluß für 1926, der durch die«stille Sanierung" mit 14,5 Mill. Mark Sonderabschreibungen den Reingewinn von 3 Mill. Mark in einem Verlust verwandelt. Nach vierjähriger Pause kann jetzt der Konzern für 1927 die D i v i» dendenzahlung mit 6 Proz. wieder aufnehmen. Fünf Mil- lionen Mark, die aus laufenden Einnahmen„über Betrieb" be- zahlt wurden, sind im letzten Jahre investiert worden, davon allein 3,6 Mill. Mark für neue Maschinen. Daß es dem Rütgerskonzern auch in dem neuen Geschäftsjahr sehr gut geht, ließ der Vorsitzende auf der Generalversammlung durchblicken. Bezeichnend für den Geist derhohen Rütgers- Verwaltung ist, daß sie einen Airtrag auf Verkleinerung de» Auffichtsrates, der 42(!) Mitglieder umfaßt, ablehnte, obwohl der Konzern nach den neuen �Fusionen immer mehr den Charakter einer Holdinggesellschaft annimmt, deren Tätigkeit sich im Verwalten von Aktienpaketen erschöpft. Monopolgewinne des Linoleumtrusts. Oer Sprung vom deutscheu zum europäischen Monopol. Die Linoleumindustrie Europas hat sich mit dem Abschluß des internationalen Trustvertrages im Februar dieses Jahres ein fast lückenloses Monopol gesichert. Unter Führung des Deut- s ch e n Linoleumtrusts(Deutsche Linoleumwerte A.-G.), der schon vor zwei Iahren mit einer unbedeutenden Ausnahme die gesamten deutschen Werke in sich vereinigte, sind die skandinavischen und Schweizer Werke in diesem Trust vereinigt. Da mit der englischen Industrie besondere Preis- und Lieferabkommen ge- troffen wurden, können die wenigen Außenseiter auf dem euro- päiscben Markt nicht mehr emsthaft mitreden. Der jetzt veröffentlichte Abschluß der Deutschen Lino- l e u m w e r k e A.-G. in Berlin zeigt, wie dieser Trust seine Mono- polstellung auf Kosten der Verbrauchermassen hat aus- izutzen können. Die Verwaltung rühmt sich zwar, im Laufe des Jahres die Preise zweimal gesenkt zu haben, doch sind aus dieser Basis noch ungeheure Profite erzielt worden. Von 5,2 aus säst 7,0 Millionen, also um 30 Proz., stiegen dieRohgewinne. und der mit 4,4 Millionen Mark uiwerändert ausgewiesene Reingewinn ist nur auf die verdoppelten Abschreibungen zurückzuführen, sür die über 2,9 Millionen Mark abgesetzt wurden. Wie die Verwaltung selbst erklärt, sollen hiermit„weitere stille Reserven" geschaffen werden. Andererseits wollte man natürlich vermeiden, die sehr hohe Dividend« von 15 Proz., die seit drei Iahren gezahlt wurde, noch weiter heraufzusetzen. Wie der Geschäftsbericht noch mitteilt, hat sich der Zusammen- schlllß von 1926 äußerst günstig ausgewirkt, vi« einheitlich« Leitung ermöglichte eine Fortsetzung der Nationalisierung und schuf die Mög« lichkeit sür den zu Anfang des Jahres abgeschlossenen internationalen Vertrag. Daß die Gesellschaft die Zukunft unter dem Gesichtspunkt der internationalen Monopolherrschast sehr optimistisch beurteilt, Ist nach den„Erfolgen" ihres deutschen Marktmonopols zu begreifen. Schwarhkopff geht es Immer bester. Die Schwartzkopff- Wevke in Berlin haben die kritischen Zesten im Maschinenbau bei weitem bester überstanden, als die meisten anderen Großunter- nehmungen. So konnte die Gesellschaft schon im vergangeneu Herbst sür das Geschäftsjahr 1926/27 auf ihr 18-Millionen.Kapital eine Dividende von 6 Proz. zahlen. Im lauseichen Jahr hat das Unternehmen einen weiteren bedeutenden Auf- s ch w u n g genommen, so daß an der Börse bereits Gerüchte über eine Erhöhung der Dioidende umliefen. Di« Derwalwng bezeichnet jetzt diese Gerüchte als verfrüht, muß aber zugeben, daß die Be- triebe sehr gut beschäftigt stich und der Umsatz sich bedeutend vermehrt habe. Hierzu habe besonders eine Anzahl größerer Auslandsaufträge beigetragen. Ob die Schwartzkopsf-Verwoltung ' ie Divideiche sür 1927/28 heraussetzen wird oder nicht, ist bei der bekannten vorsichtigen Bilanzpolitik nicht ausschlaggebend. Der Kernpunkt ist, daß es den Schwartztopff-Werken, wie der gesamten Berliner Metalliichustrie, seit anderthalb Iahren ganz aus- gezeichnet geht. 43 Prozent höhere Stromabgabe der Neckarwerke. Die Neckarwerke A.-G. in Ehlingen hat im abgelauseneu Geschäft»- jähr den kleinen Rückgang des Stromabsatzes vom Borjahr schnell aufgeholl. Die erhöhten Ansprüche der Industrie, auswärtiger Großverbraucher und die wachsende Kundschaft von Kleinverbrauchern führten zu einer 43-prozentigen Steigerung der Stromabgabe. Di« hierdurch erforderlich gewordenen Ausbauten der Anlagen haben trotz der 8-Millionen-Anleihe von 1926 neuen Kapitalbedarf hervor- gerufen, so daß die Verwaltung eine Kapitalerhöhung um 5,0 auf 20,0 Millionen Mark beschlosten hat. Wie der Geschäfts- bericht erwähnt, hat sich der Aufschwung der Gesellschaft im laufenden Jahr s o rt g e s e tz t. I GEGENI bemorrhoidenl DAS VON DER ÄRZTÜCHEN WISSENSCHAFT ANERKANNTE ISaiv« RH 175 j Zäpfchen RH 265. Jn den Aporheken erhöirlichw Wählerkundgebungen. Heute. Dienstag, 13. Mai: Milte. 4. ilbl. 19)4 Uhr in der Schulaula. Kleine Frankfurter Straße 6. Redner: Polizeipräsident Zörgiebel. Mllie. 6. Abt. Treffpunkt zum Werbeumzug 17� Uhr aus dem Arkonoplatz. Anschließend Kundgebung bei Büttner, Schwedter Straße 23. Redner: Franz Künstler, M. d. R. Milte. 3. Abl. 19)4 Uhr im großen Saal des Gewerkschaftshause», Engelufer 24/25. Redner: Erich Kuttner. M. d. L. Prenzlauer Berg. 19)4 Uhr in der Schulaula, Pasteurstr. 44/45. Rednerin: Marie Kunert, M. d. L. Kreuzberg. 49. Ml. 19)4 Uhr Schultheiß-Brauerei, am Kreuzberg. Lichterfelder Straße 11. Vorführung des Wahlfilms:„Dein Schicksal". Rednerin: Stadträtin Klara Weyl. Werbt und wirkt unter den Indifferenten. Halensee. 19)4 Uhr in den Florasälen, Iohann-Georg-Straße 19. Redner: Otto Mmi% M. d. ß. Schöneberg-Friedenau. In der Aula des Helmholtz-Gymnastum», Friedenau, Rubensstraße. Redner: Stadtverordneter Hermann Lempert.— Treffpunkt:%20 Uhr Rubensstraße Ecke Dräger- straße zum Werbeumzug durch die Rubensstraße. Banner und Transparente sind mllzubringen. Die Abteilungen laden zu dem Umzug ein. Starke Beteiligung erbeten. Neukölln. 19)* Uhr im großen Saale der„Neuen Well", Hosenheide. Dorführung des Wahlfilms:„Was wir schufen" unter Mit- Wirkung des Reichsbanner-Musikkorps Neukölln und der Ge- sangsgemeinfchoft Rosebery d'Arguto. Redner: Fritz Tornow. Treptow. 19)4 Uhr im Lokal Ritschke, Am Treptower Park 26. Antreten zum gemeinsamen Abmarsch mit Musik 18)4 Uhr an der Wiener Brücke. Redner: Luise Köhler, M. d. R., und Artur Crispien. M. d. R. Zehlendorf. 19 Uhr unter Dorantritt der Reichsbannerkapelle Werbe- umzug.— Treffpunkt: 18% Uhr Siedlung Fischthal, am Konsum. Anschließend Kundgebung im Lokal.Lindenpark", Berliner Straße Ecke Gartenstraße. Redner: Kurt Heinig, M. d. R. Tempekhos. 20 Uhr Kundgebung sür da» Tempelhofer Industrie- gebiet im Lokal Rammler, Gottlieb-Dunkel-Straße 19. Redner: Richard Hille. Sarlshorst. 19)4 Uhr im Deutschen Haus, Stokzenfelsstraße. 18% Uhr Werbeumzug mit Tambourkorps des Reichsbanners. Sammelpunkt Stolzenfelsstraße. Rote Fahnen mitbringen. Oeffentliche Kundgebung. Redner: Albert Falkenberg. Hermsdorf. 19)4 Uhr im Lokal Lauck..Lindengarten", Berliner Straße. Redner: Bezirksverordneter Carl Litke. Buckow. 1914 Uhr im Lokal Monetz. Redner: Landaerichtsrat Emst Rüben. Außerdem Vorführung des Wahlfilms:„Dein Schicksal". Tegel. 20 Uhr im„Strandschloß" Kundgebung. Redner: Rechts- anwall Dr. Alfred Klee. Vorher Umzug mit Musik gemeinsam mit dem Reichsbanner. Sammelstelle: 18X Uhr Am Bahn- Hofsplatz. Morgen, Mittwoch, IS. Mai: Tiergarten.& Abl. 20 Uhr im Rationalbof,»ülowstroß« 37. Rednerin: Stadtverordnete Minna Todenhagen. Wahlftim. Gesang. 7— 8 Uhr Platzkonzert Dennewitzplatz. Wedding. 14.. 15„ KL Abt. Großer Werbeumzug.— Treffpunkt: 18 Uk>r Gustav-Meyer-Allee im Humboldthain. Alle Fahnen mitbringen. Abmarsch püntllich 18 X Uhr.— Sympathisierende sind mitzubringen. Eharlolleaburg. 19 X Uhr Kundgebung auf dem Wittenbergplatz. Redner: Bezirksverordneter Carl Lllt«. Treffpunkt: 18 Uhr auf dem Stuttgarter Platz. warienselde. 20 Uhr im Lokal �Zindenpark"(Inhaber Petsch), Berliner Straße Ecke Dorfstraß«. Rednbr: Stadtrat Georg Mendt. Lankwitz. 19X Uhr auf dem Rathausplatz in Lankwitz Kundgebung. Anmarsch: 19 Uhr Bittoria- Eck« Siemensstraße. Gesangs- vortrage. Platzmusit. Anschließend Fackelzug. Redner: Erich Kuttner, M. d. L. Steglitz. 20 Uhr in der. Aula der Oberrealschule, Heesestraße 15. Redner: Kurt Heinig, M d. R. und Rudolf Karsten. Lichtenrade. 20 Uhr im Waldrestaurant Rohrmann, Hilbertstraße. Rednerin: Gertrud Hanna, M. d. L. Nosenthal. 20 Uhr im Restaurant Manthey, Hauptstraße 1. Antreten zum Werbeumzug unter vorantritt der Reichsbannerkapelle um 19 Uhr Sachsenstraße Ecke Germanenstraße. Redner: Franz Künstler, M. d. R. Blankenburg. 19X Uhr im Lokal Klug. Dorsstraß« i. Vorführung des Films:„Was wir schufen". Redner: Hermann Harnisch, M. d. L. Vittdorf. 20 Uhr in den Schillersälen. Königstraße 120. Redner: Karl Hetzschold. wahlsdorf-Süd. 20 Uhr im Lokal Hubertus". Redner: Poklzei- oberft a. D. Dr. Hermann Schützing«. Wittenau. 19X Uhr in d« Gemeindeschule, Rosenthal er Straße. Vorführung des Wahlsilms:„2)ein Schicksal". Männer und Frauen, erscheint in Massen! Vorträge, Vereine und Versammlunge«. Ojk» MM S»»«>rst.»e omiitstaffie richteuzüg«: Achtung l richnnzllgt zur Wahlpr Reichsbanner„Schwarz-Rol-Gold". »stell«: Berlin S. U. Scbastwnftr 27/88. bot 9 t«. >erern richteuzüfte: Achtungl Di.,..____ richtenzUg« zur Wahlpro pagandaiahrt. Eommelpuntt Daudureau, Sebastian- straße 87/28.— Dlenstog, 12. Mai. griedrichohaia: stamerodschaft Stralau 20 Ulir Versammlung bei Werlall-, Hohenlohestr. 2.«ilw«r»d»rs! Uhr Antreten mit Mustt nah Fahnen Lochmeisterplatz zum Ummarsch mit Ort»- verein Tiergarten. Sleiaiaeroors:«ameradschofteu Reinickendorf-Weft, Tegel und Dorfigmalde Antreten 1» Uhr Dahnhofoplatz Tegel zum Ummarsch. stame- rodfchaften Reinickendorf.Ost, Roscnthal und Lermodors Antreten 1»>4 Uhr bei Laut, Hermsdorf. Versammlungsschutz.— Relaiiiendorf! Mi.,». l«., 1» Uhr, Antreten des gesamten Ortsoereins mit Mustt und Tambourkorp, Bhs. stiel- nickrndorf-Echönholz.— Donnerstag, 17. Rai. Friedrichshai»: Ortsverein mit D/ustl und ifal.'.cn Bhs. Friedrichshagen 7W Uhr. Bei günstigem Wetter ld Uhr Abholen der Angehörigen vom Bhs. Friedrichshagen. strei. Besten: '----•■--J--.rdelliner Platz mit Last- Buch. Abfahrt iSM Uhr Mufik und Fahnen Vhf. Friedrichshagen 7� Uhr Abholen der Angehörigen vom Vhf. Fr Sämtlich« Ortsvereine ausschl. Spandau I« Uhr autv» zur Propagandafahrt. Bernau: Aufmarsch DUKTI Schwerhörige Dl« MoAernatm elelrtr.■•rapparatn tttr|*dra«rad nm SehwerhArigb«it ab Fabrik niedrigste Preis«: DombrowsKI 6. m. b. ü. DerUa S 14, Stalls chrclbcnlrabc 37/2ft Schlechte Säfte, unreines Blut find bi» OrunburiadX oieler»renkheven. gm Frvdiahr ist bekanntlich der oeganismu, dsls». der» geneigt, durch Beichsi» Wacholder» stxtrakl Schärten und llnreinigbesten auszuicheide», wem Haid wir gerade jetzt zu einer Zlustriichun,»es Blute» mit öieiem natürliche» Aeilstost ral»» kstnnsn. gn Apotheken and Drogerien erhältlich. de» vielen Nachahmungen weg»,»cht» MM, »dm»ch die Warb...«'üieo"«,» M*»mm DU»»tzichei, Mto«O,«llwtz»|»>f«» 4. Bstf. Bereeme.— MUte: SL, b, 75.. S. UN» tz»----—.,.--.—......— ........"outtorps Artonaplatz. 4. und 5. Kameradschaft Saal- und 1.»tame. ,.. �—«WMbMg: Di/'».'15., Kameradschaft I 19 Uhr Saalschutz Echultheiß-Vrauer-i cm ftreuz. derg, Licht-rfelder Str. II, für die SPD.— Renlölln.Biitz: Di., d. 15.. Pfltchf. »rdnerdienst für alle aktiven Kameraden, t., 2. und 3. Kameradschaft und Iungdanner 19'� Uhr Saalschutz Neue Welt, Hascnheid«. 4. Kameradschait 19 Uhr Saalschutz für die SPD.-Versammlung in Buckow.— Wasteriport- abteilung: Fug Ruderriegc Mi., d 12., 20 Uhr. im Bootshaus übernachten zur Fahrt nach Brandenburg.- Friedrichshain: Mi., d. 12., Wh Uhr, Dersammlung bei Heinrich, Kraut» Ecke Lange Straße. stiel ch»bu»d Dentscher«leter«.«. Berliner Mlctcrverew«.». Dienstag. 15. Mai. im Uhr, in der Schulaula Eulmstr. In öffentliche Mieterverfamm- lung. Berbantsvorsttzender Thüle spricht Uber dos Thema:„Die Stellung der ��Arbelte�Sam�fter.Kolonne Berlin. Abt.«edding: Mit. M»»«U Kanonen gegen Heuschrecken. Rebe» der Dürr«, die von Zell zu Zeil die palästiinsche Landwirtschaft bedroht, gibt«» für den Bauern dieses Landes keinen größeren Schrecken als die Heuschreckenschwärin«, die zuweilen in »mgeheuren Scharen über die Orangenhaine, die Gemüsefelder, die Weinberge»md überhaupt über alle», oxt» grün ist, hersallen und die Ernte bis auf den letzten Halm vernichten. Seit Tagen wartete man nun in der Umgebung Jerusalems angstvoll auf die Ankunft der kleinen Tier«, die vorher einige Nachbargebiete verheert hotten, »md rüstete sich zu einem energischen Feldzug gegen die Schädlinge. Als die großen Schwärm« am 10. Mai vor der Hauptstadt auf- tauchten, wurden sie mit Kanonenschüssen empfangen, und es gelang tatsächlich, durch dos Artilleriefeuer große ZZerheerungen unter den Heuschrecken anzurichten und sie in dos Tal zwischen Megidda und Nazareth abzudrängen. Bei früheoen landwirffchastlichen Katastrophen, die in diesem Lai»d von den kleinen Schädlingen verursacht worden sind, begnügte man sich mit primitiveren Hilfsmitteln, suchte die Heuschrecken durch Trommeln, Gewehrschüsse, Blasen oder schwarze Tücher zu ver- scheuchen,»»«rbronnte Teile der Schwärme mit Petroleum oder spritzt« ein« in Italien erprobte Teerlösung und errichtete Wände von Zinkblech um die bedrohten Felder. In Algier wurden mit großem Erfolg auch Flammenwerfer der französischen Anne« im Kampf gegen die Heuschrecken venvendet. Eine einzige Ladung von 12 Litern rohen Oels reicht aus. um in einem Umkreis von 500 Quadratmetern olle vorhandenen Heuschrecken zu vernichten. Dagegen haben chemische Methoden und vor allem die Anwendung von Giftgasen keinen Erfolg gehabt. In Südafrika und Süd- amerika hat man sich zu internattonalen Kampfverbänden zusammen- geschlössen, um ohne Rücksicht auf Landesgrenzen Feldziig« gegen diese Tiere, die nur fünf Zentimeter lang sind, unternehmen z»» können. Gerade Südafrika leidet allerdings besonders stark unter der schon in der Bibel errvähnten Heuschreckenplage: hat man dort doch im Jahr« 1924 zwischen dem Orange- und dem Sambesisluß ganz gewaltige Heuschreckenschwärme beobachtet, von denen ein ein- ziger eine Länge von 250 Kilometern auswies. In Palästina hat man Heuschreckenzüge beobachtet, die an manchen Stellen des Landes in einer Breite von mehreren huirdert Metern, Tier an Tier dicht aneinondergedrängt, mehrere Tage long mit einer Geschwindigkeit von etwa vier Metern in der Minute vorüberzogen. Wird die Be- kämpfung der Schädlinge auf einem Feld gründlich durchgeführt, so verpesten die toten Tiere unter Umständen längere Zeit die ganze Umgegend. Uebrigens kommen riesige Heuschreckenschlvärme auch in Europa vor, z. B. in Südsrankreich, wo im Jahre 1920 Tag für Tag zwisd)en 12 und 30 Millionen dieser Insekten ver. nichtet wurden, und in Südrußland, das Im Herbst 1926 von einer solchen Heimsuchung befallen wurde. In Deutschland nehmen Heu- schreckeitfchwärme zwar niemals einen ähnlichen Umfang wie in wärmeren Ländern an: doch ist es keineswegs ausgeschlossen, daß besonders die östlichen Teile des Deutschen Reiches eines Tages wieder solche ungebetenen Gäste erhalten. Freilich sind Ht dem Jahre 1889, als Brandenburg und Westpreußen van kleineren Schwärmen bedroht wurde»», keine Wonderheuschrecken mehr in Deutschland eingefallen. Doch stick» au» dem Mittelaller dreißig scknoere Heuschreckenkntastrophen bekannt, ilnd im 18. Jahrhundert hatte besonders Schlesien viermal heftig unter dem unerwünschten Besuch der Heuschrecken zu leiden. Eine neue Riesenbrücke für New Varl. Eine Gruppe von New Parker Kapitalisten will mit einem Kostenaufrvond von 60 Millionen Dollar eine Brücke von Brooklyn nach Staten Island errichten, um den iminer steigenden Verkehr New Park» zu entlasten. Es soll eine Hängebrücke mit einer einzigen Spannweite von 4500 Fuß werden und einer Höhe von 235 Fuß, so daß die Schiisahrt unter der Brücke ungestört vor stch gehen kann. Es würde dies die bei weitem größte Brücke der Welt werden. Die Summe ist bereits gesichert, und die Brück« soll, wenn die Stadt die Erlaubnis gibt, in ihren Besitz übergehe«, OsDisdier Metailarbeiter-MliaDil Todasameige Dell Migliederll zur Nachricht, daß unser Kollege, der ttlemvner Albert Kaufmann am 13. Mai gestorben ist. Ehre seinem Audente»! Die Einäsck,erung finde' amFreitng, dem IS Mai>Z28. iS UHr. im«rema- torium Serichtliraße statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Sie OctsoennaltDag. Am 1?. Mai, nachts t I Uhr. verschied plijglich unser lieber Bater. Schwirger- \ und(ScofiDfltcr, der Schneidermeister Ludwig Krasemann im Aller von 7S Jahren. Zn tieser Trauer vir Ocschwlster o. Verwandten. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 16. Mai. nachnr i Uhr, auf dem Dankes-Kirchhos. Bin-Reinickendorf- Aelt. Blan'estr 12. statt. IIMl!>AU!Z»Ss>!M-I!Mi! Achtung! Achlung! Die Branchenoortranensrndnner- konseeonzen der Sraoeure und gtsell« der Hobler. Bohrer, Stößer u. Schraub drrher finden t» dielem Monat nicht statt. D:e Vertrouenoiuannerkvnferenzen der Metalldreher und der Hilseorbriter finden am 2t. Mai in den betannten Lokalen statt. VI« Oclaveewaltna«. ÄÜgsffleineOilskranksDkasseaiü.-LidilEBterg etöenn.�üsiinineifütnniiung am Miiiuooch. dem 23. Mai 1818, natchrolilag» S Ahr, im Saffenlokal (Lichlhol), Deutschmelsterstr. Ecke Pariaue. Tagesordnung! 1. Bericht de« Borltande». 2. Vorlage des Rechnung«- abschlusseS 3. Bericht der Revisoren t. Sagungsfinderunaen 5 Aenderung der Dienstordnung. S. Berschiedenes An'raaen, zu denen die Einfichtnadme !n die Biicher notwendig ist, bitten wir der Verwaltung 3 Tag» vorher bekannt zu geben. V»r vorstand. O. Mikcl. OffeneFüße Belnschädra aller Art, SataflaB, Biandwunden und alte eiternde Wunden werden geheilt durch das beste Mittel FuSschadensatbe HERGA erstklassige Anerkennungen und Dankschreiben. Alleiniger Her- steller und Versand Alistadtiscbe Apathete. Berlin C.2, Mlinzstr.tlrlS. Preis pro Dose M. 130, Kurpackung M. 130l Zu haben in allen Apotheken, wenn nicht; Altslädtische Apotheke, Berlin C2, Münrstr. 14/13. ksueo Sie nur KapuaitKanfabafi die Qualitätsmarkc 15 Pf* Kapitim-Kopenhagener2�1; In den meisten Geschäften erhältlich. m Verkaufe lllappsportwageu IS,—, eleganter Äin. derwag-n SS.—. Boll. Drohe Frank. surtcrsiraße 47.__* Tcppiche mit kleine» Websehler». Sonderpreis 2X3 tS,—, Sonderpreis 2X3 24,—. Sonderpreis 2X3 33,—. Eon. dcrpreis 2�x3',» SS.—. Sonderpreis 2�X313 48.—. Sonderpreis 3X4 3»,—/ Sonderpreis 3x4 33—. Körner. 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