Nr. 276. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mf., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Vusland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. = Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 P., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Sevnsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Dienstag, den 26. November 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Beendigung dieses Romans etwa Mitte des nächsten| entgegen, daß nichts die Solidarität, das geistige Band, das Monats- werden wir mit dem Abdruck eines Original- die Millionenschaar ihrer Anhänger verbindet, zu lockern vermag. Mit dem 1. Dezember eröffnen wir ein neues Abonne- Romans aus der Gegenwart: Clotilde" von Auch dieser neueste Versuch, die sozialdemokratische Partei zu ment auf den H. W. M. von Walthausen beginnen, der in einer schädigen, wird, was auch seine äußerliche Wirkung sein mag. deutschen Residenzstadt spielt und tiefe Blicke in das Leben unseren Feinden, und nicht uns schaden! der guten Gesellschaft" thun läßt. „ Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage " Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, fo- fuchenden Beamten bei der Ausführung ihres Auftrages beriefen, Die Paragraphen des Vereinsrechts, auf die fich die hauswie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen ent- lauten: gegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Bostanstalten Abonnements zum Preise von 1,10 M. für den Monat Dezember Die Weltlage ist so bewegt, daß sie mehr und mehr das Interesse jedes denkenden Menschen in Anspruch nehmen muß. Die Umsturzvorlage ist zwar gefallen, allein der Umsturz von oben wird eifrigst fortgesetzt. Namentlich richten die Anstrengungen der reaktionären Parteien sich gegen das allgemeine Wahlrecht entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungsliste für 1895 und das gleiche Recht der proletarischen und besitzenden unter Nummer 7128.) Staatsbürger. Das deutsche Volt, die deutsche Arbeiterklasse soll politisch entrechtet werden. Und der Kampf um das allgemeine Wahlrecht, um die Rechte des Volles muß vor allem in der Presse geführt werden. Presse ist die mächtigste Waffe des Volkes und diese Waffe zu stärten, ist Pflicht des Volkes. Die Jetzt, wo man unsere Partei ohne Ausnahme gesetz durch Majestätsbeleidigungs- Prozesse, Verurtheilungen wegen groben Unfugs u. s. w. mundtodt zu machen sucht und der Parteipreffe die Existenzbedingungen möglichst zu rauben sucht, ist es doppelt nothwendig, daß das Volk für seine Presse eintritt. Redaktion und Expedition des Vorwärts". Maffen- Hausluchungen in Berlin. Die Polizeithaten gegen die Sozialdemokratie, welche unter dem Septemberkurs so ungemein dazu beigetragen haben, unserer Partei neue Legionen begeisterter Anhänger zu verschaffen, sie sind am Montag durch eine Generalattion weitesten Umfanges vervollständigt worden. In den Morgenstunden zwischen 8 und 10 Uhr ist nämlich in der Redaktion des Vorwärts", auf dem Bureau des Parteivorstandes, in den Privatwohnungen von Singer und Die Redaktion des" Vorwärts", deren Mitglieder in Bebel, sowie bei fast sämmtlichen Berliner Parteigenossen, die der Mehrzahl jetzt gefangen oder zu schweren Gefängniß- irgend ein Amt in ihrem Wahlverein, in der Lokalkommission, strafen verurtheilt sind, wird fortfahren, ihre Schuldigkeit auf das gründlichste gehaussucht worden. Als Grund für in der Preßkommission oder als Vertrauensleute inne haben, nach besten Kräften zu thun. Sie rechnet aber auch darauf, diese Maßregel wurde angegeben, daß man Beweismaterial daß die Genossen ihre Schuldigkeit thun und uner- suchen wolle, aus dem sich ein muthmaßliches Bergehen gegen. müdlich für die weitere Ausdehnung unseres die§§ 8 und 16 des Vereinsgesetzes ergebe. Beschlagnahmt Leser und Abonnententreises thätig sind. wurde alles Mögliche: Kassenbücher der Wahlvereine, SammelJeder neue Abonnent ist für uns und für die Partei ein Machtzuwach 3. " bons, Sammellisten, Notizbücher, Brieftaschen, Abrechnungstabellen der Essener Sammlungen, sowie Privatbriefe verschiedenster Art. Was Staatsanwalt und Polizei mit dieser großen Aktion bezwecken, wird ja bald ans Tageslicht kommen. Es wäre nicht das erste Mal, daß man versuchen würde, auf grund des Vereinsgesetzes die Organisation unserer Partei zu zerstören. Wir fordern daher die Genossen auf, ohne Unterlaß für die Verbreitung des Vorwärts" zu arbeiten. In unferem Feuilleton veröffentlichen wir jetzt einen in der Gegenwart spielenden, hochinteressanten Roman:„ Der Verrückte", welcher die Bernichtung eines hoffnungsvollen man wiederholt vermittelst einer subtilen Auslegung des heutigen Unsere Partei hat indeß unter allen möglichen Verfolgungen, die Menschenlebens durch kirchlichen Fanatismus dar Vereinsrechtes" gegen sie unternahm, wie keine andere lernen stellt und ähnliche Zustände beleuchtet, wie sie jüngst durch müssen, sich vorsichtig mit den bestehenden Gesetzen abs einen sensationellen Prozeß aufgedeckt worden sind. Nach zufinden. Sie sieht in dem Bewußtsein den kommenden Dingen 33 Rampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. " § 8. Für Vereine, welche bezwecken, politische Gegenstände in Versammlungen zu erörtern, gelten außer vorstehenden Bestimmungen nachstehende Beschränkungen: a) sie dürfen keine Frauenspersonen, Schüler und Lehrlinge als Mitglieder aufnehmen; b) sie dürfen nicht mit anderen Vereinen gleicher Art zu gemeinsamen Zwecken in Verbindung treten, insbesondere nicht durch Komitee's, Ausschüsse, Zentralorgane oder ähnliche Einrichtungen oder durch gegenseitigen Schriftwechsel. Werden diese Beschränkungen überschritten, so ist die Drts polizeibehörde berechtigt, vorbehaltlich des gegen die Be theiligten gefeßlich einzuleitenden Strafverfahrens den Verein bis zur ergehenden richterlichen Entscheidung(§ 16) zu schließen. Frauenspersonen, Schüler und Lehrlinge dürfen den Versammlungen und Sigungen solcher politischen Vereine nicht beiwohnen. Werden dieselben auf die Aufforderung des an wesenden Abgeordneten der Obrigkeit nicht entfernt, 10 ift Grund zur Auflösung der Versammlung oder der Sigung(§§ 5, 6) vorhanden. § 16. Wenn ein politischer Verein die in§ 8 zu a) und b) gezogenen Beschränkungen überschreitet, so haben Vorsteher, Ordner und Leiter, die diesen Bestimmungen entgegengehandelt haben, eine Geldbuße von 15 bis 150 m. oder Gefängniß von 8 Tagen bis 3 Monaten verwirkt. Der Richter fann außerdem nach der Schwere der Umstände auf Schließung des Vereins erkennen. Auf diese Schließung muß erkannt werden, wenn Vorsteher, Ordner oder Leiter sich wiederholt strafbar gemacht haben. Wer sich bei einem auch nur vorläufig(§ 8) geschlossenen politischen Verein als Mitglied ferner betheiligt, wird mit GeldStrafe von 15-150 M., oder Gefängnißstrafe von acht Tagen bis zu 3 Monaten belegt. Wer der Vorschrift des§ 8a entgegen sich als Mitglied aufnehmen läßt, hat eine Geldstrafe von 15 bis zu 150 m. verwirkt. Wenn die Polizeibehörde einen politischen Verein ge fchloffen hat(§ 8), so ist sie gehalten, binnen 48 Stunden nach der Schließung davon und von den Gesezwidrigkeiten, welche zur Schließung Anlaß gegeben haben, derStaatsanwaltschaft Anzeige zu machen. Findet die Staatsanwaltschaft die angeblichen Gesetz widrigkeiten nicht geeignet, eine Anklage darauf zu gründen, so hat die Ortspolizeibehörde auf die ihr durch die Staatsanwaltschaft binnen weiteren 8 Tagen zu ertheilende Nachricht die Schließung des Vereins aufzuheben. Anderenfalls muß die Staatsanwaltschaft, ebenfalls binnen 8 Tagen, entweder die Anklage erheben oder binnen gleicher Frist die Voruntersuchung beantragen. Alsdann ist vom Gerichte sofort Beschluß darüber zu fassen, ob die vorläufige Schließung des Vereins bis zum Erkenntnisse in der Hauptsache fortdauern soll. gekeimte Saat hinweg, und stampfte tiefe Löcher in die zarte Erde. Der Abend sank in das Thal herab und in der Ferne schimmerten Lichter. meinte fein Schicksal mit sich herum zu tragen und ein Ein Verrückter.( Nachdr. verboten. seltsam juckendes Gefühl in den Armen ließ ihn die Hände reiben. Er hatte noch alles in seiner Gewalt, der Brief gehörte ihm, ihm ganz allein. Ha, ha! So leicht sollte er Gattl hielt einen Augenblick ein, halb besinnungslos ihm nicht entrissen werden. Nein, nein, nein! Es weiß mit schaumbedecktem Munde, ohne Athem, und lehute sich ja noch niemand etwas davon, der alte Dekan nicht, das an eine Pappel. Er befand sich auf der Landstraße und in Bezirksamt nicht, die Regierung nicht, nur er allein weiß der Ferne vermochte er den hohen Thurm von Mariakirchen etwas! zu erkennen. Schwerfällig taumelte er weiter und gelangte Er griff sich in die Haare und zog an dem festgehaltenen Büschel, als wollte er den Schädel in Stücke reißen. Dabei lief er durch das Zimmer und murmelte beständig: Der Brief, der Brief." Was enthielt er nur? Er mußte es wissen, toste es, was es wolle! Die sichere Ueberzeugung, daß hier etwas Schreckliches im Gauge war, raffte ihn zu einer Energie auf, die ihn das Aeußerste unternehmen ließ. Schleunig verließ er das Zimmer und polterte die Treppe hinab. Dann sauste er dem Postboten nach. Unten im Dorfe sah er ihn gemächlich dahinbummeln. Am ganzen Körper zitternd trat er in ein kleines Ge- zu den ersten Häusern des Ortes, als es Nacht wurde. In hölz und hielt den Brief gegen die Sonne. Vergebens! ber ruhigeren Gangart begann er wenigstens wieder flarer Das starke Kanzleipapier verrieth feinen Schriftzug. Gattl zu denken und zu überlegen. Er war zu Tod erschöpft und drehte es nach rechts und links und rieb mit beiden Händen konnte sich kaum mehr aufrecht halten. Um sich etwas zu an den glatten Flächen. sammeln und von der Anstrengung des Laufes zu erholen, " Ich hab's noch, ich hab's noch," murmelte er und wankte er in die erste Schenke, die er antraf, und ließ sich lächelte merkwürdig. Ich hab's noch!" auf eine Bank fallen. Mehrere Fuhrleute saßen in der Plöglich riß er das Rouvert in Feßen. Erst er armseligen Spelunke an einem runden Tische, doch keiner Kaspar! Rajpar!" kam er athemlos herbeigerannt. schrack er heftig über diesen Gewaltstreich, den er aus betrachtete den Eintretenden. Eine Kellnerin brachte dem " Ach, ich bin g'laufen," lachte er, Herrgott, bin ich geführt hatte, er wußte selbst nicht wie, dann aber Lehrer Brot und Bier und stellte ihm ein Kerzenlicht hin, g'laufen, Raspar, Sie..... Sie... paffen auf, fleg der Briefbogen auseinander und Gattl's Augen das in einer Glasglocke brannte. Aber er hatte für die Kaspar, Sie sollen mir den großen Brief wiedergeben, hat iriten über die großen Buchstaben hinweg. Er über Aufmerksamkeiten der Dirne weder ein Wort noch einen der Benefiziat g'sagt, es is ihm noch was eing'fall'n, sprang einige Zeilen und suchte eilig nach jenen Worten, Blick. Er berührte das Getränk nicht und ließ die Semmeln glaub i." die ihm sofortige Gewißheit verschaffen konnten. Halt! liegen. Alle Gedanken waren auf den nächsten Tag gerichtet. Ohne jeden Argwohn öffnete Kaspar seine Ledertasche Da stand sein Name, dort las er Anna Balder- Schande Was nun? rief es in ihm. Was nun? Zum Dekan und suchte. Unfittlichkeit Aergerniß schamloses Verhältniß-gehen? Alles reumüthig eingestehen und um Verzeihung Den da?" fragte er endlich und hielt ein großes strenge Bestrafung verharre- Ehrfurcht-. da?" bitten? Was das wohl nüßte! Aufs Bezirksamt vielSchreiben in die Höhe. Einen wahnsinnigen Schrei stieß der Lehrer aus und leicht und noch einmal eine Szene verleben, wie die An die fönigliche Distrikts- Schulinspektion zu Maria- rannte vor das Gehölz. Geradewegs jagte er über die unvergeßliche vor dem Herrn Assessor? Nein! Also, nach firchen. Zu Händen des Herrn Defan Hauber," las Gattl Felder dahin und hielt dabei den zerknitterten Brief in der Oberfarbach zurück? Nein, nein! Von dort war er ja und erbleichte. Rechten. Immer weiter und weiter stürmte er zu, als ob eben geflohen, als ein Dieb, der ein amtliches Dokument ihn der Satan verfolgte. Er merkte nicht, was er nieder unterschlagen hatte! Nun erst tam es wieder über ihn, trat und wohin die Verzweiflung ihn jagte. Nur das was er in seiner wahnsinnigen Angst begangen hatte. fühlte er noch, daß ihm in dem feuchenden Laufe wohler war, als wenn er in dumpfem Dahinbrüten den Unheilsbrief anstarrte, den er jetzt in die Tasche schob. " Ja, der is' s scho, Kaspar." " Da haben S' ihn. Adje, Herr Lehrer." Adje, Kaspar." Als der Postbote seines Weges gegangen war, fab fich Gattl nach allen Seiten um und eilte, den Ellenbogen auf die klopfende Brust gestemmt, wo das Schriftstück geborgen Bäume, Hügel, Berge huschten an ihm vorbei. Bald lag, mit trippelnden Schritten um das ganze Dorf. Er tappte er in eine Wiesenquelle, dann jagte er über die aufEr lehnte den Rücken an die schmierige Wand der Gaststube und streckte die Beine von sich. Dann fuhr er mit beiden Händen in die Hosentaschen und glotte auf den hölzernen Lichtständer, unter dem ein Zeitungsblatt lag. Eine gute Weile saß er so, ohne sich zu rühren. Die Glas hüffe den Glasarbeitern. Paris, den 23. November 1895. Die Arbeitseinstellung, oder richtiger die Arbeitsaussperrung der Glasarbeiter von Carmaug hat ein ungewöhnliches Ende genommen. Die großen Streits in England vor 40 und 50 Jahren hatten oft eine Vervollkommnung der Werkzeuge und Arbeiter verunglücke und durch sein Berunglücken den Ruin des Arbeitersyndikats herbeiführe. nur " 1 " dann in in eine allein über die Hälfte aller Aktien aller Aktien der Glashütten: Wagenbauern, Klempnern, Schneidern, Stuhldrechslern, Gold- Konferenz und der Bödiker'schen Reformvorschläge; im Amte, der, so lange er seinen Platz zu verlieren Kandidat in Laeken, in Namur, wo großer Enthusiasmus fürchtete, versöhnlich geworden war, aber sofort wieder brutal herrschte, in Gilly, Charleroi, in Lüttich und in Verviers. wurde, als er fah, daß die Regierung ihn nicht anzurühren Noch sind nicht alle Resultate bekannt, aber schon läßt sich wagte, aus Angst vor Rességuier und vor den anderen Glas- ersehen, daß die belgischen Genossen, trotz des ihnen so unfabrikanten, die ein Interesse daran hatten, daß der Streik der günstigen Wahlsystems, ihrem Siege vom 17. November einen neuen großen Triumph hinzugefügt haben. Die Arbeiter waren verrathen; da sie nun sahen, daß ihnen Eine neue fozialistische Tageszeitung in Paris. nur noch übrig blieb, sich zu unterwerfen, beschlossen sie, eine Maschinen zur Folge: der besiegte Unternehmer machte seine Glashütte zu gründen, die einem Theile der Opfer des Streits Wie man uns aus Paris mittheilt, wird demnächst, Niederlage wieder gut, indem er die Produktionsinstrumente um= gestaltete, wodurch es ihm möglich wurde, einen Theil der Ar: Arbeit sichern follte. Sie haben Geld in ihrer Kasse, ich weiß ipätestens anfangs Januar, daselbst ein täglich erscheinendes allerdings nicht genau wieviel, aber von den 300 000 bis Blatt unter dem Titel Le Socialiste", Organ der beiter, die als Sieger zu ihm zurückgekehrt waren, wieder aufs 350 000 Frants, die das Streiffomitee erhalten hat, ist bis jetzt sozialistischen Ginigung herausgegeben werden, das zugleich Pflaster zu setzen. Und die Weggejagten, der Existenzmittel beraubt, tamen dann schließlich zerknirscht, um die Gnade der Be- nur ein Bruchtheil zur Unterstützung der Streifenden verausgabt als Bindeglied zwischen dem Lyoner„ Peuple", dem„ Réveil siegten von gestern anzuflehen, und nahmen die Arbeit unter hütte in Carmaux, welche die Konkurrenz mit dem Etablissement la Loire" dienen wird. Hauptmitarbeiter werden Guesde, worden. Doch diese Summe wäre zur Gründung einer Glas du Nord", der Roubairer Egalité" und dem„ Peuple de schlimmeren Bedingungen auf als denen, die zum Streit ge- Refféguier's aufnehmen muß, nicht ausreichend gewesen, Jaurès, Lafargue, Vaillant, Deville und sonstige hervorschlimmeren Bedingungen auf als denen, die zum Streit getrieben. Die Streits waren damals eine der mächtigsten Anreize für den mechanischen und maschinellen Fortschritt der wenn nicht eine edelmüthige Spenderin, eine Freundin Rochefort's, ragende Genossen sein, und dürfte entweder Guesde oder die aber ungenannt bleiben will, den Arbeitern ein Geschenk von Industrie. Die Glasarbeiter von Carmaux, denen es nicht ge- 100 000 Frants gemacht hätte. Dieser Gabe werden sich zweifels- Jaurès die redaktionelle Leitung des Blattes übernehmen, lungen ist, ihren Unternehmer Rességuier zu schlagen, find ge- ohne noch andere beigefellen, denn die bürgerlichen Philanthropen dessen Bureaus sich Rue Montmartre 123 befinden werden.— zwungen worden, zur Beendigung des Streits sich selber in Unternehmer zu verwandeln. Sie sind im Begriff, eine Glas- sehen in der Errichtung von Produktiv- Genossenschaften eine Bötticher Bödiker. In gutunterrichteten berufsa hütte zu gründen: die Glashütte wird den Glas- Lösung der sozialen Frage. arbeitern gehören. Der Gang der Dinge hat ihnen Im Jahre 1849 nach der Junischlacht( von 1848) richtete genossenschaftlichen Kreisen spricht man in bestimmter Dieses Aeußerste aufgedrängt. So lange fie auf den Sieg hofften, die Bourgeoisie, war siegreich aber noch voller Schrecken in der Form davon, daß der Präsident des Reichs- VersicherungsErinnerung an diesen furchtbaren Aufstand, ihr Augenmerk dar- amts, Dr. Bödiker, nach Ablauf seines Stadta hatten sie den Rath, der wiederholt ihnen gegeben ward, von auf, Palliativmittel zu finden, um die Leidenschaften des Volkes urlaubs wohl auf seinen Bosten zurückkehren werde, fich gewiesen: sie sollten die tausende von Franks, die täglich in einzuschläfern. Die Regierung lieh 45 Arbeitergesellschaften drei aber um für kurze Zeit, Die Streiftaffe flossen, dazu verwenden, neben der Glashütte ihres Millionen Franks zur Gründung von Produktivgenossenschaften: gleichwerthige hohe Stellung überzugehen, die nicht Brotherrn ein Konkurrenzgeschäft zu errichten. Aber sie fämpften gegen einen hochmüthigen und unversöhn. Doch alle mit Ausnahme einer einzigen, der Genossenschaft der vom Reichsamt des Innern ressortirt. Es wird sogar lichen Unternehmer, der über 70 Jahre alt ist und, halsstarriger als Brillenmacher, machten Bankerott. Die einzige, die Erfolg hatte, bereits einer der Räthe aus dem Reichsamt des Junern ein Maulesel, ihnen erklärte, er werde lieber eine Million opfern, worden; fie wurde gegründet von 17 Brillenarbeitern, denen sich ift ein follettives Ausbeutungsunternehmen ge als sein Nachfolger genannt. Dieser Ausweg würde als nachgeben. Spannung zwischen dem Die Glashütte von Carmaux gehört einer anonymen Aktien: Geldes einkaufen mußten. Diese vereinigten fünfundzwanzig v. Bötticher und Dr. Bödiker, an der verschiedene Blätter noch 12 andere anschlossen, die sich mit einer tüchtigen Summe allerdings is ſich mit einer tüchtigen Summe gesellschaft, deren Präsident Resseguier ist. Einen Augenblick schien es, als wollten die Aktionäre gegen den jähzornigen und Handwerker haben 100 und mehr Arbeiter angestellt, den sie merkwürdigerweise noch immer zu zweifeln scheinen, bes unvernünftigen Greis rebelliren. Der Vizepräsident legte fein thun. Und jene 45 Gesellschaften, von denen mur eine einzige aber sicherlich nicht beitragen. Uebrigens ist das geLohn zahlen, wie die anderen kapitalistischen Unternehmer es seitigen, zur guten Förderung der Arbeiterversicherungsfrage Amt nieder unter Protest gegen die Handlungsweise seines Präsidenten; aber Refféguier lachte ihn aus- er besitzt für sich Erfolg batte, bestanden sämmtlich aus Arbeitern der Klein spannte Verhältniß durchaus nicht eine Folge der bekannten er besitzt für sich industrie( aus Schloffern, Feilern, Leistenschneidern, Sessel- und Gesellschaft; er bleibt also Herr und Meister. Tie übrigen Glasfabrikanten Frankreichs machten gemeinsame Sache Maschinen und feine großen Vorschüsse für ihre Arbeit nöthig von der Berufsgenossenschaft", deren Leitung mit dem arbeitern u. f. w.), und sie hatten kein theures Handwerkzeug, keine es besteht bereits seit längeren Jahren und wurde mit ihm; fie ermunterten ihn zum Widerstand, obgleich dieser Das fapitalistische Milieu die ganze kapitalistische Gesellschafts- Reichs- Versicherungsanit enge Fühlung hat, schon zu Anfang selbe Refféguier vor wenigen Jahren dem Syndikat der Glas- organisation erlaubt keine Produttivgenoffenschaften; allent vorigen Jahres als eine allen Eingeweihten offenkundige Thatarbeiter mehrere tausend Franks gezahlt hatte, damit sie einen halben, wo man ihre Gründung versucht hat, sind sie gescheitert fache bezeichnet. Dr. Bödiker hatte damals in einer juriallgemeinen Streit verkünden sollten, um die übrigen Glas- oder haben sich in Arbeiter ausbeutende Unter- stischen Fachschrift einen Artikel über die Organisation des fabrikanten zur Zahlung der nämlichen Lohntage wie in Carmaux nehmen umgestaltet. Reichs Versicherungsamts veröffentlicht. Derselbe war zu nöthigen. Aber angesichts streifender Arbeiter wissen die Herren Unternehmer ihre häuslichen Bänkereien und Streitig gemacht werden. Vor einigen Jahren nach dem mißlungenen fonnte man aber unzweideutig das Bestreben erkennen, Der Arbeiter- Glashütte von Carmaux wird das Leben schwer rein wissenschaftlich gehalten; zwischen den Beilen Die Regierung hatte in standalöser Weise die Partei des Glasarbeiter Syndikat in Rive de Giers eine Versuche des allgemeinen Glasarbeiterstreiks gründete bas das Reichs- Versicherungsamt in ein Reichs- Arbeitsamt" Produktiv Herrn Refséguier ergriffen, sich ihm zur Verfügung gestellt. Der Bräfekt des Tarn- Departements, Doug, handelte, als ob er in fommen zu verschaffen- gerade wie jetzt. Doch diese Ge- hängig zu machen. Da Herr von Bötticher trotz aller Präfekt des Tarn- Departements, Doux, handelte, als ob er in genossenschaft, um einigen Opfern des Kampfes Unter- umzuwandeln und es vom Reichsamt des Innern unabfeinem Sold wäre: zum großen Erstaunen selbst der wenigst noffenschaft hat ein so kümmerliches Dasein, daß die Streitenden Lucanisirungsgerüchte sich noch immer zu halten versteht, Unparteiischen wohnte er amtlich der Eröffnung eines der Hoch von Carmaux ihr aus der Streiffaffe 15 000 Frants vorschießen wird Dr. Bödiker wohl oder übel das Feld räumen öfen bei, den man wieder geheizt hatte, und schöpfte eigenhändig mußten, um ein Weiterarbeiten zu ermöglichen. Entschieden müssen. den ersten Löffel der flüssigen Masse für die erste Flasche heraus. günstiger sind allerdings die Bedingungen, unter denen die GlasWährend sich unter der Leitung von Jaurès die Arbeiterbevölte- hütte von Carmaux in Thätigkeit tritt: von Anfang an hat Ein neues Kartell, allerdings ohne den komprorung durch ihre Ruhe und Gefeßesachtung auszeichnete, fie eine besser gefüllte Kasse und sie verfügt über die Sym- mittirenden Namen eines Kartells empfiehlt die Krenzschickte Leygues, der Minister des Innern, Lodspiel nach Gar- pathien der bürgerlichen Philanthropen und fämmtlicher Arbeiter Beitung". Sie schlägt den Konservativen, dem Zentrum und maux, um die Arbeiter aufzureizen; und es wurde auch ein Attentat auf Refféguier verübt, das aber verunglückte, und dessen Genossenschaften, welch letztere versprochen haben, ihren Bedarf den Nationalliberalen eine Zusammenwirkung" vor. Die an Flaschen von ihr zu beziehen. Aber wie der" Temps" mit Konservativen hätten dabei die Urheber zu finden man sich wohl hütete. Aufgabe, zwischen einer modernen Glashütte das Leben zu sichern; man wird sich an Die Führung würde am besten gesichert sein in den schlechtverhehlter Schadenfreude bemerkt, genügt das nicht, um dem Zentrum und den Nationalliberalen zu vermitteln. das große Publikum wenden und in Konkurrenz mit den Glashütten Die Führung würde am besten gesichert sein in den der kapitalistischen Unternehmer Frankreichs treten müssen-da liegt Händen der Konservativen. Em anderes würde auch schon deshalb kaum übrig bleiben, weil die Zentrumsleute Refféguier, der untröstlich ist, daß die Arbeiter sich von seinem schwerlich geneigt sein dürften, nationalliberalen Parteiführern berührte Refféguier gar nicht; denn das Ministerium Bourgeois Joch befreit haben, ist sehr rührig. Er befindet sich in Paris, zu folgen, und umgekehrt die Nationalliberalen nicht den Zendie Glashütfenbefizer von ganz Frankreich berufen hat, trumsführern." Wir wünschen zwar kein Kartell, so schließt der folgte dem Minifterium Ribot. Um sich den Schein zu geben, Unternehmerfynditats, als wollte er für die Streifenden etwas thun, schlug Bourgeois um Zweck der Gründung eines Unternehmer syndikats, Artikel, und kein festes Bündniß, aber doch ein häufiges das der Arbeiter Glashütte den Markt verschließen soll. Der dem Rességuier ein Schiedsgericht vor. Refféguier antwortete brutal:„ Ich bin Herr in meinem Hause, niemand hat ein Recht, Kampf wird entbrennen und es ist wenig Aussicht vorhanden, daß Busammengehen zwischen Konservativen, Zentrum und sich zwischen mich und meine Leute" zu stellen." Dieser Empor- Glashüttenbesitzer Frankreich zu widerstehen im stande sein derselben Ansicht ist, wie wir zu glauben die Arbeiter von Carmaux den vereinigten Anstrengungen der Nationalliberalen gegen kömmling, der sich rühmt, Arbeiter gewesen zu sein, betrachtet Ursache haben, auch die Regierung". Sollten die Arbeiter als seine Bedienten, seine Leibeigenen. In der kapitalistischen Gesellschaft giebt es nur eine mög- Kropatscheck und Genossen wirklich recht haben mit Bourgeois und seine Radikalen besaßen ein Mittel, diesen so würde das nur frechen Patron zur Vernunft zu bringen. Das Ministerium Ribotiche Lösung: die Nationalisirung der Arbeitsmittel, das heißt: dieser letzteren Vermuthung, die Erhebung derselben zum zum Eigenthum des arbeitenden beweisen, daß in Regierungsfreisen man unsicher umhers hatte dem Refféguier den Präfekten, die Polizei, die Gendarmerie, Wolfes, und die durch genossenschaftlich die Magiftratur( Staatsanwaltschaft und Gerichte) zur Verfügung organisirte Arbeiter unter der Aussicht von Vertretern bestappt nach einer sicheren Stüße; so weit sind wir noch nicht de im Reiche, daß ein solches regierungsfähiges" Zusammens Gallus. wirken zwischen Zentrum und Nationalliberalismus unter Führung der Hammerstein- Erben möglich wäre. feiten zu vergessen. Als Jaurès in der Kammer seine niederschmetternde Interpellationsrede hielt, war Refféguier in einer der reservirten Logen er wollte ſehen, ob der Minister seine Befehle aus führte. -RO Jaurès erfocht einen parlamentarischen Sieg über das Ministerium, das zwei Tage später zusammenstürzte. Allein das gestellt. Und weil er sich so fräftig unterstüßt sah, war er so infolent geworden. Das Ministerium Bourgeois hätte also damit beginnen sollen, den Präfekten Dour abzusehen, der die famose Neutralität", welche die Regierung in den Kämpfen zwischen Kapital und Arbeit zu üben behauptet, so schamlos verlegt hatte; und es hätte die Soldaten und Gendarmen, welche nach Car holte er ganz mechanisch die beiden Worte, die da standen, und las sie immer wieder ab, ohne sich darüber das mindeste zu denken. Hoher Besuch. So war ein Artikel überschrieben. Hoher Besuch. die Gefahr. werden. arbeitenden Volkes.*) Politische Rebersicht. Berlin, 25. November. gane D か " den Radikalismus. Auf das Reichstagspräsidium will die Zentrums. maug geschickt worden waren, zurückziehen müssen, denn Sozialistische Erfolge bei den Stadtverordneten partei keineswegs verzichten, wie man ihr von seiten der es gab feine Unordnungen zu unterdrücken, außer den Wahlen melden uns Privatdepeschen aus alle und Kartellparteien mit Unterstützung einiger freifinniger Ors Die Zentrumspartei besteht Echlägereien, die von den Lockspiteln veranstaltet wurden. Leipzig. In Halle a. S. haben wir bei den auf ihrem Anrecht, als größte Fraktion das Präsidium zu Statt deffen behielt Herr Bourgeois den Präfetten Doug heute stattgefundenen Wahlen einen Bezirk ge= besetzen, ist aber bereit, auf grund des Stärkeverhältnisses wonnen, in einem zweiten Wahlkreise steht unser Seine Augen hatten sich nach und nach auf einen be- Kandidat in Stichwahl, aus drei ferneren Bezirken sind der Fraktionen den Konservativen den zweiten Platz zu Ohne das Zentrum fönnen die Kartellzugestehen. stimmten Punkt des weißen Bogens konzentrirt, der ihm starke sozialistische Minoritäten zu melden. In Leipzig erhielten von 13 872 abgegebenen Stimmen parteien nicht in das Präsidium hinein, da die Freidurch den fetten Druck aufgefallen war. Für sich wieder die Kandidaten unserer Partei im ganzen 8228, die Anti- sinnigen, nach den bisherigen Aeußerungen der hauptsächlichen semiten 546, die Kartellkandidaten 4265 und die Bürger- Zentrumslager immer noch einem Konservativen vorziehen. partei 633 Stimmen. Da jeder Kreis zwei Abgeordnete Wiit dem Gedanken, Herrn v. Bennigsen auf den Präsidentenwählt, waren acht Mandate zu besetzen. Hiervon entstuhl erheben, ist die Bossische Zeitung" bisher noch fielen auf die Sozialdemokraten sechs, auf die Ordnungs allein geblieben. parteien zwei Mandate. Die Sozialdemokratie hat somit Wem die Agrarier einen Strafaufschub gönnen. iegt 10 Mandate inne. Gewählt wurden die Genossen Pollender und Zechendorf im zweiten Kreise mit 1223 Stimmenſere Justiz hat es äußerst eilig, den Genossen Schippel gegen 1136 St., die auf das Kartell fielen, und gegen 344 bürgern ihre Arme zu schließen: Dienstag voriger Woche bestätigte die zwei Monate, gestern bereits Lange und Martens mit 3037 gegen 818 Sartell- un traf mit dem Urtheil und der Koftenrechnung auch gleich parteiliche Stimmen, im dritten Kreise siegten die Genossen das Reichsgericht 270 antisemitische Stimmen, im vierten Wahlkreise siegten die die Aufforderung bei Sch. ein, Mitte nächster Woche in Genossen Frenzel und Riedel mit 2877 gegen 1124 Kartell- Rummelsburg die Strafe anzutreten. Sch. hat früher einmal den Versuch gemacht, wegen Strafvollstreckung zu erhalten; die Staatsanwaltschaft wies das rund ab. Darauf kommen wir wohl gelegentlich einmal zurück. Heute möchten wir nur ein Beispiel anführen, aus was für Gründen andere Kreise gelegentlich einen Strafaufschub verlangen und wie so staatserhaltende Eles mente wie unsere Vollblutagrarier den Justizbehörden ins Gewissen reden, wenn sie nicht sofort das gewünschte Ent gegenkommen zeigen. Ein elendes Leben! Was wird aus Anna werden? Was wird Balder sagen? Und was fängt man jetzt an? Was will man werden? Schreiber auf einem Amtsgericht? Bei einem Gerichte? Die sperren einen Dieb ein, aber sie stellen ihn nicht an! Einen- Dieb! Hoher Besuch. Aber was dann! Leben muß man doch und das arme daMädel soll doch vor der Schande gerettet werden. Giebt gegen unterlagen unsere Kandidaten, auf die 1091 Stimmen feiner Reichstag 3- Thätigteit eine Aussetzung der es denn kein Mittel, keinen Ausweg mehr? Hoher Besuch. Hilft uns denn niemand? Hoher Besuch. $ 1307 fielen. Es siegten die Kandidaten des Kartells, auf die 1187 Stimmen gefallen waren. Außerdem wurden 276 antisemitische Stimmen abgegeben. Wir können mit dem Erfolge des heutigen Tages wohl Diesmal überlegte der Lehrer den Sinn dieser eigenthümlichen Ueberschrift. Er wiederholte halblaut die beiden zufrieden sein. Worte und neigte sich zu dem Blatte herab. Da überlief Kommunalwahlen in Belgien. Bei den Ersatzes ihn eiskalt. Er riß die Hände aus den Taschen und wahlen zu den Gemeinderäthen haben am Sonntage in hielt die Zeitung, die in verschnörkelten Buchstaben den Brüssel die vier Sozialisten gefiegt; ebenso unser Titel: Erzählte da kürzlich ein„ befreundeter Gutspächter" in Mariakirchener Bote *) Der Schlußfah ist nicht ganz klar. In der kapitalistischen dem Zentralorgan des Bundes der Landwirthe ganz euts Gesellschaft ist es unseres Erachtens überhaupt nicht möglich, eine rüftet folgende Geschichte von der mangelnden Rücksicht trug, an das Licht. Was stand da geschrieben? nun natürlich nicht auf das Bar derartige Organisation durchzuführen. Die Nationalisirung" der Behörden" auf Wie in früheren Jahren, so ist auch heuer wieder kann doch nicht bedeuten, daß der Staat die Garantie für lament, sondern auf die Landwirthschaft: Se. Exzellenz der Herr Unterrichtsminister Dr. v. Schulz, diese Genossenschaft übernimmt. Das kann der heutige Staat Im Frühjahr dieses Jahres stahlen zwei meiner Arbeiter unser hochverehrter Gast, mit seiner geehrten Familie nicht. Und im Augenblick, wo er es fann, sind wir nicht mehr bei einem entfernteren Nachbar Holz. Dieser zeigte sie an, und in unser so herrliches Thal zum Landaufenthalt ge- in der fapitalistischen Gesellschaft". Vielleicht denkt Gallus fie wurden in einem Anfang Juni stattgefundenen Termine tommen. Die dankbare Bevölkerung Mariakirchens blos daran was in der Pariser Arbeitsbörse vor zu einer beziehungsweise zwei Wochen Gefängniß verurtheilt. hat aus dem freudigen Anlaß der fünfmaligen Wieder geschlagen wurde, daß die Glashütte von Carmaux Gigen Ende Juli, als die Ernte begonnen hatte, erhielten am 15. August thum der gesammten französischen Arbeiter die beiden Aufforderungen, spätestens kehr Sr. Exzellenz beschlossen, eine große Feier zu ver- ich aft sein soll. Das ergäbe freilich eine festere finanzielle fich im Gefängniß zur Abbüßung ihrer Strafe einzufinden. So anstalten und findet dieselbe heute, am 3. Juni, abends Grundlage; aber was den Glasarbeitern recht ist, ist den bald mir dies bekannt wurde, am 3. August, richtete ich sogleich acht Uhr, im Gasthof zum Elefanten statt, wozu Se. Ex- anderen Arbeitern billig. Jede andere Arbeitergruppe fönnte ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft, in dem ich wegen der zellenz ihr gütiges Erscheinen zuzusagen die hohe Freundlich ebensogut eine Produktivgenossenschaft gründen und sie natio Erntearbeiten um Strafaufschub, ganz besonders aber um feit hatten. ( Fortsetzung folgt.) nalisiren". Was wäre damit genügt? Anm. d. Red. möglichst fojortige Antwort ersuchte. Ich setzte darin auss B Namen stieß. er den einander, daß ich durch das Weableiben diefer beiden Leute beren vorsitzendes Verwaltungs Mitglied er war, für Ordnung„ thunlichft" und" soweit sie sich bewährt habe", eins empfindlich geschädigt würde. Auf diesen Brief erhielt eine Mobiliar Kreditbank gehalten hat, würde nicht ver- treten werde. Nach früheren Erklärungen des Ministers, bei ich am 14. August, also 11 Tage später und am letzten Tage ständlich sein, weshalb er jo plöglich seinen Abschied hat denen er sich für die Deffentlichkeit und Zulassung des zivilvor dem befohlenen Strafantritt, folgendes Schreiben der königl. nehmen müssen. Die Gründe der Entlassung, die vor juristischen Elements sehr wenig begeistert gezeigt hatte, ist diese Staatsanwaltschaft: jetzt fünf Jahren stattfand, sind zur Sprache gekommen in einer Rundgebung alles eher wie zufriedenstellend.-Am Dienstag " Ihr zu gunsten der u. s. w. in der Straffache wider die vertraulichen Sigung des Aufsichtsraths. Eine Darstellung wird die Debatte fortgesetzt. felben eingereichtes Gesuch um Aussehung der Strafvollstreckung darüber steht nicht in meinen Aften. Auch ist es ziemlich lange fann nicht berücksichtigt werden, weil Sie zu dem bezüglichen her, daß mir darüber Mittheilungen gemacht worden sind. Wenn Wegen Soldatenmißhandlung stand am Antrage gefeglich nicht legitimirt sind." ich diese hier wiedergebe, so ist daher vielleicht nicht alles ganz 22. November in Würzburg der Unteroffizier des bayerischen " Ich fährt unser befreundeter Gutspächter fort- bin genau, was ich vorbringe. Die Vorstandsmitglieder hatten also 5. Feldartillerie- Regiments Hermann Becker aus Rodoch, nn in eine sehr schlimme Lage gerathen, die durch das un- beschlossen, einen solchen Mann, der seine Finger von fremdem preußischen Landrathsamtes Lichterfelde, vor dem Militärbezirksgünstige Erntewetter noch verschlimmert wurde. Meinen Sie Gute nicht hatte lassen können, zu bestimmen, fein Amt nieder- gerichte. Derselbe mißhandelle von November 1894 bis nicht auch, daß durch solche geringe Rücksicht zulegen. Einer von ihnen erhielt den Auftrag, sich in die Höhle August 1895 den Gemeinen Boll in unqualifizirbarer nahme der Behörden auf die Landwirthe diese des Löwen zu begeben, ihm sein Sündenregister vorzuhalten Weiſe, indem er ihn im November 1894, weil verstimmt und verbittert werden können?" nicht feines Pferdes und ihn unter Berücksichtigung dieser Gründe aufzufordern, wußte, mit dem Fuße Es scheinen noch ein paar kräftigere Wörtlein nach freiwillig aus seinem Amte zu scheiden, damit damit er nicht voll sechs Trensen zu puzen, An einem Sonntag im Januar gab Becker dem weil gefolgt zu sein, denn die Redaktion bemerkt ausdrücklich, sie in öffentlicher Sigung dazu gezwungen aber beim Abwerden müsse. bringe die Buschrift nur soweit" zum Abdruck. Dann giebt Als der Herr das vortrug, soll Herr von Hammerstein zunächst liefern noch zwei rostig waren, schlug er ihm diefelben an den Kopf, so daß V. heftige Schmerzen empfand. Am 10. August gab fie selber in ihrem Nachwort dem Einsender vollständig ob das etwa ein Angriff gegen seine Ehre sein solle. Der Herr er ihm im Stalle drei Stöße auf den Rücken, daß er an den recht; fie fordert die amtlichen Stellen zum Schluffe auf, gegen wird ein sehr ernſtes Gesicht gemacht haben, als er ihm er: Latierbaum flog und sich verlegte. Am 14. Auguſt wurde Boll die Agrarier bei Strafe allgemeiner Unzufriedenheit koulanter widerte, ein Angriff auf seine Ehre würde damit nicht verbunden von B. derart mißhandelt, daß er zwei Tage trant war. Außer zu sein. Es heißt da: dem traktirte Becker den Boll mit den gemeinsten Schimofworten. Gewiß hat der Staatsanwalt vollkommen forrekt gehandelt; ein Angriff auf meine Ehre damit nicht ver: Boll wird als faul geschildert. Becker ist dagegen sehr gut denn zur Stellung eines Antrags auf Strafaufschub ist niemand bunden ist, unterschreibe ich meine Entlaffung". qualifizirt und leugnet die meisten Mißhandlungen. Er wurde zu anders berechtigt als der Bestrafte selbst oder sein Vormund. Daraus geht zur Genüge hervor. daß die Charaktereigenschaften 35 Tagen Mittelarreft verurtheilt. Aber es würde wohl dem Staatsanwalt trotz der häufung dieses Herrn, der noch 4 Jahre an der Spize der Partei blieb, der Geschäfte während der Gerichtsferien möglich gewesen nicht ganz unbekannt gewesen sein tönnen." fein, die Beantwortung etwas so daß der Antrag noch von den Bestraften selbst hätte eingereicht und mindern. zu * Deutsches Reich. beschleunigen, Zur Handwerks Gesetzgebung schreibt die " Nordd. Allg. 3tg.":" Es ist zutreffend, daß eine Vorlage über die Organisation des Handwerts sich in Ausarbeitung befindet, jedoch ist nicht zu übersehen, wann dieselbe zum Abschlusse gebracht werden kann, weil das dabei zu berücksichtigende, durch die letzten Erhebungen gewonnene Material ein sehr umfang reiches ift." den Flaschenbier handel scheint die Regierung die Gastwirthe nun unterſtüßen zu wollen. Durch eine Novolle zur Gewerbe- Ordnung soll nämlich für den Flaschenbier- Handel die Konzessionspflicht und damit natürlich die Einschränkung der Zahl der Verkaufsstellen eingeführt werden. Der Schnapskonsum, an dem die Junker interessirt sind, wird durch diese neue Gewerbe- Ordnungs- Bestimmung nicht vermindert werden. Im Kampfe gegen 40 984 Mann. sein. Nun denn", antwortete darauf v. Hammerstein, fluß ausüben. wenn Defterreich. Mülhausen i. Elf., 21. Nov.( Eig. Bericht.) Der Zu stand politischer Rechtlosigkeit in den Reichslanden wird lebendig illustrirt durch das Verhalten der Regierung München, 23. November.( Eig. Bericht) Die Nothwendig gegenüber den Gemeinderaths Ersatzwahlen in Mülhausen. eventuell be willigt werden feit, soviel wie möglich. Stellung zum Militarismus oder Die Zahl der Mitglieder des Mülhauser Stadtrathes be fönnen. Wer, wie wir, Gelegenheit hat, zu beobachten, wie sehr wenigstens zu den Auswüchsen derselben zu nehmen, dämmert trägt gefeßmäßig sechsunddreißig. Die letzten Wahlen fanden gerade die geringe Rücksichtnahme der Behörden allmälig selbst einigen bürgerlichen Elementen der bayerischen im Jahre 1891 statt. In der Zwischenzeit sind durch auf unsere erwerbsthätige Bevölkerung verstimmend wirkt, der Abgeordnetenkammer auf. Die starke Betheiligung der Herren Demission oder Abgang mit Tod 9 Sige erledigt worden, sodaß fann nicht oft und dringend genug den amtlichen Voltsvertreter an der Generaldebatte zum Militäretat ist ein der Stadtrath fattisch nur noch 27 Mitglieder zählt. In der Stellen nahelegen, daß sie alles thun mögen, was in Beweis dafür. Zwei Tage wurde bereits debattirt und geltenden Gemeinde- Gesetzgebung nun befindet sich eine Bestimmung ihren Kräften steht, um der Verstimmung vorzubeugen oder sie zu einzelne Redner sind noch vorgemerkt für die General folgenden Wortlauts( Art. 8 Abs. 3 des Ges. vom 5. Mai 1855): diskussion. Zwar hat die Kammer bekanntlich auf Wenn in der Zeit zwischen den fünfjährigen Wahlen Er Vielleicht kommen die biederen Bundesbrüder recht bald grund reichsverfassungsgemäßer Abmachungen kein Recht, an den ledigungen von Stellen im Gemeinderathe eintreten, so findet eine einmal in die Lage, ihre Meinung nicht über den Straf Gesammtsummen des Etats etwas zu ändern, allein auf die Ergänzungswahl zur Besetzung dieser Stellen statt, wenn der aufschub wegen dringender Erntegeschäfte, sondern Vertheilung der einzelnen Quoten und Positionen kann sie Ein- Gemeinderath auf drei Viertheile seiner Mitglieder verringert iſt." über den Aufschub für politisch Verfolgte wegen parla- von dem Zentrumsabgeordneten Dr. Schädler recht deutlich öffentlichen Aemtern auch das des Stadtraths bekleidete, trifft Das wurde auch, wie gestern berichtet, bereits mit dem Tode des Fabrikanten Schwarz, welcher neben andern mentarischer Arbeiten mit der ihnen eigenen Offenherzigkeit gesagt. Heute eröffnete der freifinnige Dr. Günther den diese Voraussetzung für Mülhausen zu. Seither sind andert= zu äußern. Wie sie dann schäumen werden über die Reigen, um namens der zwölftöpfigen freisinnigen Vereinigung" halb Monate verflossen, aber von den durch das Gesetz Rücksichtslosigkeit der Behörden, was alles sie da den amt der Kammer zum ersten Male zu reden. lichen Stellen nahelegen" werden...! Der bayerische vorgeschriebenen Ergänzungswahlen verlautet noch nichts. Da Kammerfreifinn ist noch um einige Nuancen blässer als der, den die alte, noch in Geltung befindliche französische Gemeindegesetzman gemeiniglich Berliner Thiergartenfreifinn nennt, troballedem gebung feine Zeitfentsetzung für die Bekanntmachung des Wahlhielt Günther eine Rede, die in manchen Punkten recht vernünftig termins enthält, und da es der Behörde bei Erfahwahlen noch war. Abgesehen von dem stark humoristisch wirkenden Klageschrei in der jüngsten Zeit oft beliebt hat, den Wahltermin kaum acht darüber, daß die Herren Offiziere so wenig gesellschaftliche Mei- Tage vorher bekannt zu machen, trafen die Parteien ihre Vor gung zu den doch ach so harmlosen bürgerlichen Politikern bereitungen zur Wahl: der liberale Mülhauser Wahlverein anderer Richtung" haben, fritisirte Günther, natürlich unter stellte eine vollständige Randidatenliste auf und der sozialdemo ungeheurem Phrasenschwall, das Mißhandlungs- Kapitel, fratische Wahlverein wählte eine Kommission, welche die nöthigen die schmerzlosen Ohrfeigen", das Duellwesen 2c. gar nicht Vorarbeiten zu thun hat. Der Regierung ist dies bekannt; aber fo übel. Nach ziemlich unwichtigen Kundmachungen in unterrichteten Streifen erzählt man sich, dem Bürgermeister sei auf einiger Kleinen" von rechts und links, die eigentlich in die eine Anfrage beim Ministerium der Befcheid geworden, vor Anordnung Spezialdebatte gehörten, feffelte Genosse Grillenberger der Hauptwahlen, welche im nächsten Jahre auf grund der neuen präzisirte klipp und klar die Stellung unserer Partei zu der mehr vorgenommen werden. Dem steht der klare und bestimmte mit einer anderthalbstündigen brillanten Rede das Haus. Er Gemeinde- Ordnung zu erfolgen haben, dürften feine Erfahwahlen internationalen, die Völker aussaugenden Landplage des Wortlaut des Gefeßes gegenüber, sowie der Umstand, daß, im Militarismus, hindere, daß die sozialdemokratische Fraktion sich um die ständige, unter die gefeßliche Minimalzahl gesunkene Gemeindes welche Stellung aber nicht im geringsten Falle die Regierung in ihrer Stellung verharrt, der unvollVertheilung der Etatspositionen fümmere, wie darum, daß rath die jährliche Budgetfestsetzung vornehmen müßte! An einer der den schweren Mißständen, unter denen die Söhne des Volkes im legten Sigungen, wo eine Anleihe von mehreren Millionen beschlossen Heere zu leiden haben, auf den Leib gerückt werde. Die er- wurde, nahmen 23 Mitglieder theil( von 36!). Im bereits era - Die deutsche Seefchifffahrt zu Beginn freulich militärunfromme Haltung des Zentrumsredners sei zu wähnten Mülhauser Wahlverein fritisirte der Vereinspräsident, des Jahres 1895. Am 1. Januar 1895 betrug die Zahl begrüßen, es frage sich nur, ob er wirklich im Namen der Rechtsanwalt Klug, legten Montag lebhaft das Verhalten der der deutschen Seeschiffe 3665 mit einem Netto- Raumgehalt von Fraktion gesprochen( Burufe: ja), oder lediglich seine persönliche Regierung und beantragte eine Resolution, worin der Verein 1 553.902 Tonnen und en und einer regelmäßigen Befaßung von Meinung gefagt habe.( Rufe: nein.) Das Zentrum sei ja durch Widerspruch erhebt gegen die Nichtanwendung des Gesetzes waren 2622 Segelschiffe mit 660 856 feine frühere Haltung mit schuld an der Ausdehnung, welche der und den Präsidenten beauftragt, bie Resolution dem Tonnen und 15 785 Mann Befagung und 1043 Dampfschiffe mit Militarismus gewonnen habe.( Ruf: Beweise.) Die Beweise Reichskanzler vorzulegen mit der ergebensten Bitte um geneigte 893 046 Tonnen und 25 199 Mann Besatzung. Auf das Nordsee- sind in den Reichstagsberichten enthalten, und was darin steht, Kenntnißnahme, Untersuchung des Falles und Abhilfe". Die gebiet entfallen von der Gesammtzahl 2645 Schiffe( 1992 Segel- fragt fein Subn mehr beraus.( Heiterfeit.) Grillenberger stellt Resolution wurde einstimmig angenommen. Leider vermögen fich und 653 Dampfschiffe mit 1275 998 Tonnen und 32 342 Mann dann den Kriegsminister direkt darauf hin, ob seine Aeußerung, die Liberalen zu einer nachdrücklicheren Kundgebung, durch öffentBesayung, auf das Ostseegebiet 1020 Schiffe( 680 Segel und die Halbbataillone feien nur ein Nothbehelf, etwa fagen follte, liche Protestversammlungen und dergleichen, nicht aufzuschwingen 390 Dampfschiffe) mit 277 904 Tonnen und 8642 Wann Besatzung. daß man bald die Ergänzung dieser Halbbataillone fordern und unsere Partei ist durch unaufhörliche Polizeiverbote vors Von der Gesammtzahl der 2622 Segelschiffe maren ihrem wolle. Er kritisirt die Ehrengerichte, deren verfassungswidrigen läufig in ihrer Entfaltung gehemmt.Hauptmaterial nach von Eisen 295, Stahl 143, Eisen und Judikatur er nachweist und die, wie er weiter ausführt, Stahl 6, hartem Holz 2001, weichem Holz 10, hartem und einen illegalen Gingriff in in die gesetzmäßige Zivil- und weichem Holz 151, hartem Holz und Eisen 12, weichem Holz Militärjustiz darstellen. Ferner fragt er, was mit der Prag, 23. November. Das Resultat der 72 Landtagswahlen und Stahl 1, hartem und weichem Holz und Eifen 3 Schiffe. Reichs- Militär- Strafprozeßordnung sei und fordert die Parteien, in den Städtebezirken ergiebt 37 Jungczechen, 20 Deutschliberale, Der Bestand der als Seeschiffe registrirten deutschen Fisch er besonders das Zentrum auf, allen Einfluß bei der Regierung 9 Deutschnationale, 1 gemeinsamen Kandidaten der beiden legten fahrzeuge mit mehr als 50 Rubikin. Brutto- Raumgehalt betrug geltend zu machen, damit diese dahin wirke, daß die Grundlagen Parteien, 1 Altczechen, 1 Kandidaten der czechischen Fortschrittsam 1. Jan. 1895 im Nordseegebiet 282 Fahrzeuge mit 11 945 Tonnen des bayerischen Militärgerichts, Oeffentlichkeit, Vertheidigungs- partei, 1 Chriftlichsozialen und 2 Stichwahlen. und 1617 Mann Besayung gegen 260 Fahrzeuge mit 10 911 recht 2c. unbedingt gewahrt werden und nicht etwa das Schweiz. Zonnen und 1477 Mann Befagung am 1. Januar 1894; im Ostpreußische Behmgericht zur Reichseinrichtung werde. Dahin feegebiet 9 Fahrzeuge mit 346 Tonnen und 58 Mann Be- müsse auch gewirkt werden, daß das Militär Straf Bern, 25. November. Die Unterzeichnung des internatiosayung gegen 8 Fahrzeuge mit 301 Tonnen und 49 Mann Be- gefeß geändert werde, welches, abgesehen von anderen nalen Vertrages betreffend den Simplondurch st i ch ist Unzuträglichkeiten, noch die außerordentlich barbarischen ist soeben erfolgt. Strafen des Dunkelarrests enthalte. Für die Anwendung dieser Die Auzabl Der Große Rath des Kantons Waadt hat Strafart wegen ganz geringer Vergehen führt er haarsträubende eine Motion des Sozialisten Panschaud, welcher die Fälle auf, deren Einzelheiten auf allen Seiten des Hauses leb- bedingungsweise Verurtheilung ins waadiländische Strafrecht hajte Entrüftung hervorrufen. Im Zusammenhang damit bespricht einführen will, zur Prüfung an eine Kommission gewiesen. er die neuerdings beliebte Verweisungspraxis der Militär- Bezirks gerichte, wodurch die Deffentlichkeit so gut wie illusorisch gemacht Frankreich. Paris, 22. November.( Eig. Bericht.) Enterbten - Dem Pastor Wittenberg, einer der geistlichen verde, die eigenartige Interpretation des Schmerzgefühls bei schmerzlofen Peitschenhieben 2c. Schwarmgeister, der durch eine offe herzige Schrift über die die Neberanstrengungen der Uebungsmannschaften der Reserve fizung zum Erbschaftssteuer- Gesezentwurf einen Bufazartikel Schwarmgeiner, der durch eine offe, berzige Echrift über die losen Peitschenhieben 2c. Die Hißmärsche, die Gefrierübungen, gebühr. Genosse Jules Guesde hat in der heutigen Rammer" Sittlichkeit auf dem Lande" dem Großgrundbesiz sehr unbequem und Landwehr kommen eingehend zur Sprache. Mit den besten beantragt, der für alle Erbschaften von über 5000 Frts. eine geworden ist, hat man jezt auch den Brotkorb höher gehängt. Theil der Ausführungen bildete die Kritik der Etatsgebahrung. Gytragebühr verlangt, die er Ente rb tengebühr nennt, und Er stand bisher als Reiseprediger im Dienst des unser Freund wies an Ziffern und einzelnen Pofitionen nach, diefelbe für alle Erbschaften im Betrage von 5000-100 000 Frts. schlesischen Provinzialvereins für innere Mission. daß die Aufstellung des Etats durchaus unzulänglich und un- auf 1/4 pCt., für solche von 101 000-500 000 Frts. Der Ausschuß des Vereins hat nunmehr die Lösung dieses Ver übersichtlich erfolgt sei, so daß, wenn es der Militärverwaltung auf 1/2 pet. und für alle darüber hinausgehenden Erbschaften hältnisses angebahnt und nach der" Schlesischen Zeitung" auch darum zu thun gewesen sei, der Volksvertretung die Orien auf 1 pt. festsetzt. Das Erträgniß dieser Gebühr sei einer zu erBorsorge getroffen, daß Pastor Wittenberg, so lange er noch für tirung zu erschweren, dieses Vorhaben glücklich gelungen sei. richtenden Nationalen Schultantinen kasse zu überden Verein thätig ist, feine Vorträge über sozialpolitische Fragen Das enorme Wachsen der Pensionslaften kurz streifend, sowie die weisen, die durch die Vermittlung der Gemeinden für den Unterhalt halten darf.Praxis mit dem blauen Brief" und die Offiziersverjüngung"( Nabrung und Kleidung) der Kinder der Kleinkinder- und PrimarUeber die Beziehungen des Herrn von verspricht er, bei der entsprechenden Spezialberathung eingehend schulen( Bolksschulen) zu sorgen habe. Im Eingange der Motiviammerstein zu der Versicherungsgesellschaft, Borussia" darauf zurückzukommen. Als in der vorigen Seffion von ihm rung seines Antrags, von dem er im vorhinein wußte, daß mit giebt der Rechtsanwalt Feige in Breslau jezt folgende gesagt murde, die zur Erwerbung des Truppenübungsplatzes bei Ausnahme der äußersten Linken alle dagegen stimmen werden, näheren Aufklärungen: Hammelburg poftulirten 7 Millionen reichten nicht aus, habe die sagte er ironisch, daß er hoffe, die Mitglieder des Zentrums für Es ist der Verfuch gemacht worden, die Mittheilungen in gesammte Ordnungspresse das als sträfliche Mißachtung sich zu haben, da ja aus ihrer Mitte eingangs der Debatte anderer Weise berichtigen zu wollen, insbesondere dadurch, daß ein einer minifteriellen Versicherung getadelt. Jezt habe der über das Erbschaftssteuer- Gefeß gesagt wurde, daß keine Herr, der später Vorsitzender des Aussichtsrathes der Borussia" Kriegsminifier im im Finanzausschusse selbst erklärt, daß Erbschaften in Frankreich stattfänden, ohne dabei der Armen gewesen ist, eine Art von Berichtigung in die Zeitungen ge- die Summe wahrscheinlich nicht ausreiche. Das hätte zu gedenken, die stets ihren Antheil daran hätten. Sie werden segt hat. Der Herr fann über die Thatsachen selbst nicht aus man vorher wissen fönnen, daß die Grunderwerbung dies nun sicherlich durch die That beweisen wollen und demgemäß eigener Wissenschaft unterrichtet sein, weil er zu der Zeit, als sie Schwierigkeiten mache, so fordere die innkerliche Familie von für seinen Zufazantrag stimmen. Dabei handele es sich für ihn fich ereigneten, noch nichts mit der Gesellschaft zu thun hatte. Thüngen, der auch der Vorstand der vermischten bayerischen darum, diesem Antheil der Armen den Charakter eines Almosen Er ist infolge jener Vorgänge erst in den Aussichtsrath gewählt Bauernbünde angehöre( Große Heiterkeit), für ihre auf zirka zu nehmen und als ein Recht zu instituiren, als ein Erbrecht für nur beinahe 21/2 Millionen diejenigen, die keine Erbschaft zu erwarten worden.... Ich glaube, in einem Hauptpunkt, bei dem Herr 700 000 m. geschäßten Gründe haben. von Hammerstein betheiligt war, wird sich jeder die Frage vor( Hört, hört, Bewegung), ein erhebendes Beispiel von fonfer- Die Idee dieser Einrichtung gehöre der revolutionären Iegen müssen: wenn der Herr wirklich die Werthpapiere hatte, für die er vativem Patriotismus. Noch einmal kurz den Standpunkt der Periode der Bourgeoisie von 1798 an. In der Sitzung bei jeder beliebigen Bank Geld erlangen konnte, welche Gründe mögen Sozialdemokratie betonend, welche den Militarismus auf das ent- des Konvents vom 15. Juli 1793 war es, wo Robespierre von Le Pelletier Plan ihn dazu bewogen haben, in nicht legaler Weise sein Kreditbedürfniß schiedenste bekämpft und Abrüstung verlangt, schließt Gen. Grillen- den Saint- Fargeau verfaßten zu befriedigen, sondern das Geld aus der Kaffe der Gesellschaft berger damit, daß er nachweist, wie nöthig es für die Volksvertreter einer nationalen Erziehung vorlegte und in welchem es heißt: zu entnehmen, deren Aufsichtsrathsmitglied er war? Nach meiner zuweilen ist, durch sogenanntes zum Fenster hinaus Reden" für Bald wird die Geburt eines Kindes keine Last für Euch sein; die Information war die Sache anders. Und wenn später Papiere die Aufklärung des Volkes draußen zu sorgen. Der Kriegs- Republik wird diese Last erleichtern; das Vaterland wird alle Kinder gebucht worden sind, so mag es sein, daß hier eine nachträg- minister erwiderte sofort. Seine Ausführungen sind ja zweifellos erziehen, wird sie nähren, wird sie kleiden." Es handle fich liche Buchung vorliegt, daß nachträglich Papiere hinterlegt von dem Wolff'schen Bureau in üblicher Breite hinaustelegraphirt nun darum, das Testament der Bourgeoisie des letzten Jahrhundert worden sind. Db gerade die Borussia" geschädigt ist, fommt worden. Auf die meisten Beschwerden geht er nicht ein, den Endes zu vollstrecken. Die Sozialisten, führte er weiter aus, überhaupt nicht in betracht. Diese Behauptung ist auch von mir größten Theil der übrigen widerlegt" er sehr nonchalant. Von wollen nicht, wie man wähnte, die Erbschaften abschaffen. Sie nicht aufgestellt. Hammerstein hat das Geld genommen allgemeinem Interesse ist nur, daß er für seine Person verlangen nicht die Beseitigung des individuellen Eigenthums, nicht die Progressivsteuer, mit der sie gezwungen worden, es zurückzuzahlen. Möglicherweise haben sie zugeftehe, meint, auch die Papiere hinterlegt. Wenn es wahr wäre, daß er habe, was, um mit Sabor zu reden, fehr tief blicken" läßt! sich, wie Léon Say der kapitalistischen Zitas er also Start verklausulirt war auch die Zuficherung, daß die bayerische delle bemächtigen wollen; sie wollen auch nicht, nur Papiere gegen Pfand hinterlegt hat, daß er daß irrthümlicherweise die Hagelversicherungs Gesellschaft, Regierung für Beibehaltung der bayerischen Militär- Strafprozeß das Blut des Proletariats aufs neue vergossen werde, sondern sich sayung. Die Anzahl der Schiffsunfälle an deutschen Rüsten während des Jahres 1894 betrug 458. Hierbei sind gestrandet 115, gefentert 7, gesunken 18, zusammengeftoßen 217 und anderen Unfällen zum Opfer gefallen 101 Schiffe. Gänzlich verloren in folge der Unfalle find 50 Schiffe, Personen sind dabei umgekommen 45. " " " 0 und er hat es nicht zurückgezahlt. Andere Leute sind die ergänzung er auf die Gache selber feinen Einfluß es sei auch der Halbbataillone zwar verneine, aber sondern die Vergesellschaftlichung der Produktionsmittel. mur des 1848 errungenen Stimmrechtes bedienen, das man ihnen Oberbürgermeister die Mittheilung erhalten, daß die Reso- Boykott enthalten und nur dieser nach dem Reichsgerichtsnicht werde entreißen können, um in die kapitalistische Veste ein- lution dem Magistrat nicht vorgelegt werden könne, weil in der Erkenntniß als grober Unfug" zu ahnden sei. zudringen und an die Stelle eines Sklavenregimes ein Regime felben eine unangemesse Ausdrucksweise gegenüber den städtischen In Bremen haben in den Steinhauer- Geschäften von der Freiheit zu errichten. Genug der Aderlässe", schloß Guesde Behörden angewendet ist". Also die Arbeiter zu entrechten, Schmidt u. Schäfer und Schmalhausen u. Freckseine von der äußersten Linken mit lebhaftem Beifalle auf- scheut man sich nicht, sprechen dieselben aber ihre Mißbilligung mann am Sonnabend 50 Steinmetzen die Arbeit niedergelegt. genommene Rede, wir werden in der Gesetzlichkeit bleiben, und darüber aus, dann entrüstet man sich und verlangt, daß die Es handelt sich um die Einführung eines einheitlichen Tarifs und diese Gesetzlichkeit wird Euch tödten!"- Ist der Antrag schließ Arbeiterschaft für den empfangenen Fußtritt sich noch aller- um ganz geringfügige Lohndifferenzen. Vor einiger Zeit war den lich auch mit 393 gegen 91 Stimmen verworfen worden, so wird gnädigst bedanken soll. Inhabern genannter Geschäfte der Tarif vorgelegt worden. Die derselbe sammt der ihn begleitenden Rede nichtsdestoweniger von Proletariers Dankbarkeit. Von dem Genossen August Antwort sollte am Donnerstag Abend nach einer Jnnungsvergroßer propagandistischer Wirkung sein, und das ist ja schließlich Klingberg. für den der Parteivorstand die Mittel zur fammlung erfolgen. Als indeß die Deputation der Arbeiter an auch von großer agitatorischer Bedeutung. Reparatur des Webstuhls seiner Tochter bewilligt hat, nachdem Freitag beim Obermeister Schäfer vorsprach, ward ihnen der eine Unterstützung aus den entsprechenden Dispositionsfonds dem kurze Bescheid, es habe keine Innungsversammlung ftattgefunden Klingberg, seiner sozialdemokratischen Gesinnung wegen versagt und er laffe sich weiter auf nichts ein. Infolgedessen stellten die wurde, lief bei dem Parteikassirer das nachstehende Dant Steinmetzen die Arbeit ein. schreiben ein: Steinseifersdorf, 19. November 1895. An Herrn A. Gerisch zu Berlin. Paris, 23. November. Die Deputirtenkammer beschloß mit 228 gegen 183 Stimmen die Dringlichkeit für den Antrag des Sozialisten Goutant, welcher dahin geht, die Arbeitgeber zu verpflichten, diejenigen Arbeiter, welche nach der Ableistung ihrer militärischen Dienstzeit in die Reserve zurückkehren, wieder einzustellen. Die Kammer segte sodann die Berathung über das Montag. Die Maurer von Stettin und Schmölln befinden sich im Streit. Die Buchdruckergehilfen Gießens hatten am 14. November Budget fort und vertagte sich nach einer Rede Dubost's aul mir übersandten Rmt. 50,- zur Verbesserung meiner Weber eine Boltsversammlung einberufen, die sich mit den zwischen dem Hierdurch sende ich Ihnen beiliegend die Quittung für die Buchdruckereibefizer Emil Bommert, dem Inhaber der Belgien. geräthschaften, wofür ich Ihnen und dem gesammten Partei: Keller'schen Buchdruckerei, und seinen Segern entstandenen Ich und Der Brüsseler Bürgermeister. Dem liberalen vorstand meinen herzlichsten Dant ausspreche. Bürgermeister von Brüssel, Herrn Bu13, sind die sozialistischen meine Frau haben vor Freuden geweint, als Differenzen beschäftigte. Bommert hatte von den Seßern den Austritt aus dem Verband deutscher Buchdrucker verlangt; Ich hatte mir ein so hohes weiter wurde ihm zur Last gelegt, daß er seine Leute mit 3/2 geschlagen, daß er nicht nur seinen Bürgermeisterposten verlassen Geschenk nicht eingebildet, als ich im Proletarier" las, daß der bis 6 M. wöchentlich unter dem Tarif bezahle, wodurch er nicht Erfaß will, sondern auch sein Ehrenamt als Gemeinderath aufgeben Parteivorstand Ersatz für mich bewilligt hatte. Die Freude war wird. Da die Ernennung der Bürgermeister in Belgien Sache so groß, daß ich sie Ihnen nicht beschreiben kann. Ich bin auch nur die Arbeiter, sondern auch die übrigen Buchdruckereibefizer der Regierung ist, so darf man gespannt sein, ob sie es wagen Sonntags früh nach Bielau gefahren und habe dem Genossen Kühn Gießens schädige; endlich hat Bommert von seinen Lehrlingen wird, der unbedingt antiliberaler Mehrheit des Brüffeler Ge- die Mittheilung gemacht darüber, was ich Sonnabends von Ihnen ein bestimmtes tägliches Pensum verlangt, und um sie zu noch größerer Arbeitsleistung anzuspornen, ihnen für Mehrarbeit meinderaths wieder ein liberales Oberhaupt der städtischen Ber- bekommen habe. waltung entgegenzustellen. Auch danke ich dem Genossen, der mir die 10 Stück Brief- Pfennigprämien ausgefeßt. Bommert war in der Versammlung marken gefandt hat, nachdem er doch ein Jahr hinter Schloß zugegen. Als ihm seine Sünden u. a. von unserem Genossen und Riegel gelitten hat und noch so viel Mitleid gegen mich Scheidemantel, dem Redakteur der„ Mitteldeutschen Bolkszeitung" gezeigt hat. Ich schließe mein Schreiben n.it nochmals vielem gebührend vorgehalten worden waren, gab er klein bei. Er verDank von mir und meiner Frau für die Wehlthat, die mir er sichtet auf den Austritt seiner Setzer aus dem Verband und hat wiesen worden ist. auch versprochen, den Tarif bezahlen zu wollen. Die Versamm lung aber, die, beiläufig bemerkt, nur zum fleineren Theile aus Arbeitern, zum größeren aus Unternehmern, darunter den Buchdruckereibesigern Gießens bestand, nahm gegen August Klingberg. Der Vertrauensmann für Oberbayern erstattete in einer etwa 20 Stimmen eine Resolution an, worin das Gebahren des Münchner Parteiverfammlung folgenden Bericht: Im Laufe Herrn Emil Bommert in seiner Eigenschaft als Arbeitgeber auf des Jahres haben 5 große Volksversammlungen und 6 öffentliche das entschiedenste" verurtheilt wird. Parteiversammlungen stattgefunden, außerdem eine Märzfeier, Desterreichische Streiks. Mit dieser Woche erreicht der fieben Versammlungen am 1. Mai, eine Gedächtnißfeier Engels' Streit der Stabzieher in Wien seine 9wöchentliche Dauer und und eine Protestversammlung ani 2. September. Auf dem Lande und noch ist sein Ende nicht abzusehen. Von beiden Seiten wurden im Laufe des Jahres an verschiedenen Orten 22 Ver- wird mit gleicher Erbitterung gekämpft. Der Streit der fammlungen abgehalten. An Einnahmen für die Agitation hatte Meerschaum und Bernsteindrechsler dauert ebenfalls noch immer der Vertrauensmann für das abgelaufene Jahr 2929,31 M. zu fort. Die Schmiedegesellen in Wien sind mit den Meistern verzeichnen, denen 2687,82 M. Ausgaben( darunter 500 M. an in Differenzen gerathen, sodaß es wahrscheinlich zum Streik den Parteivorstand in Berlin und 150 M. an die Landtags- fommen wird. Die letzteren haben es augenscheinlich auf eine fraktion) gegenüberstanden, so daß ein Kassabestand von 241,49 M. Sprengung der Organisation abgesehen. Gine Novelle zum 2ohnzahlung 3. Gefeß legte der Arbeitsminister Dienstag der Kammer vor. Nach der selben sollen die Arbeitsinspektoren die genaue Durchführung des Lohnzahlungs- Gefeßes überwachen. Sie sollen überall eintreten und Protokolle aufnehmen dürfen, wo Löhne ausgezahlt werden. Die Unternehmer, welche sich ihrer Kontrolle widersezen, sollen mit 20 bis 100 Frants Strafe belegt werden. Italien. - Der Abgeordnete Prampolini ist, wie man uns aus Reggio Emilia schreibt, aus seiner Stellung als VizeSekretär der Handelskammer von Reggio entlassen worden, nach dem die Kammer beschlossen hatte, dieses Amt ganz eingehen zu lassen; dieser Beschluß wurde von den bürgerlichen Mitgliedern der Handelskammer nur gefaßt, um den ihnen unbequemen fozialistischen Abgeordneten brotlos zu machen. Die Sozialisten haben nun ihrerseits beschlossen, die Kaufleute, welche für die Entlassung Brampolini's gestimmt haben, zu bontottiren Außerdem haben sich zahlreiche Genoffen verpflichtet, je 5 Lire monatlich zu geben, um dem Abgeordneten Prampolini eine Befoldung zu sichern, die derjenigen, welche er bisher bezog, gleich sein soll; Prampolini wird dafür die Leitung des Blattes La soll, übernehmen. Giustizia, das vom 1. Januar ab dreimal wöchentlich erscheinen Spanien. Madrid, 22. November. Hiefige Studenten veranstalteten heute in großer Zahl eine Demonstration gegen die durch den Marquis Cabrinana der Bestechlichkeit beschuldigten Munizipalräthe. Sie zogen durch die Straßen mit dem Rufe: Nieder mit den Dieben! Hoch Cabrinana!" Türkei. Konstantinopel, 25. November. Nach einer Meldung des Renter'schen Bureaus" erscheint die Lage in den asiatischen Provinzen ruhiger; es sind keine weiteren Unruhen gemeldet worden. Die Beunruhigung in der hiesigen Bevölkerung, insbesondere in den Vorstädten Stutari und Stambul dauert fort; einige Stambuler Medrefsen( theologische Schulen) werden militärisch bewacht. Das" Comitee liberal ottoman" sette ein Manifest in Umlauf, welches die Gemeinschaft mit dem Armenierkomitee ablehnt, aber Gleichheit der politischen Rechte, Sicherheit des Lebens und des Gutes sowie Jukrastsetzung der Charte von 1876 fordert. Es zeichnet achtungsvoll verbleibt. Mit sozialdemokratischem Gruß In der Enßstahlhütte von Arnold& Kreß in Der sozialdemokratische Perteitag der Schweiz, der Witlih b. Aufsig a. d. Elbe, wo, wie bereits mitgetheilt, wegen wegen verschiedener Umstände verschoben worden war, wird nun Lohndifferenzen ein Streik der Former ausgebrochen ist, wird bestimmt am 21. und 22. Dezember in Bern abgehalten. Die wahrscheinlich ein Ausstand des gesammten Personals folgen. Tagesordnung enthält neben den üblichen geschäftlichen folgende Aus Wien wird gemeldet, daß Ernst Beringer, der wichtigere Punkte: Initiative betreffend Verstaatlichung der Mitbegründer Der österreichischen Eisenbahn. Eisenbahnen. Demokratifirung der Heereseinrichtungen.( Antrag Arbeiter Organisation, am 9. November an den Oberwynenthal: Einheitssold für Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten). Kranken- und Unfallversicherung. Proportionalvertretung für den Nationalrath. Umgestaltung der ParteiOrganisation( Interpellation Zürich IV). Polizeiliches, Gerichtliche8 2c. Folgen einer in seinem Dienst als Kondukteur der Südbahn erlittenen Verlegung gestorben ist. Er gerieth an diesem Tage beim Verkuppeln von Eisenbahnwagen unter die Räder eines Waggons, wobei ihm das linke Bein zermalmt und am Unterleibe eine tödtliche Verlegung zugefügt wurde. Außer um seine Gewerkschaft hat sich Beringer auch um unsere Partei durch fleißige Agitation namentlich unter den Slovenen im Süden Desterreichs verdient gemacht. In welch großem Aufehen er stand, zeigte sich bei seinem Begräbniß: zirka 10 000 Personen gaben ihm das Das Schöffengericht zu Brandenburg verurtheilte den Redakteur des dortigen„ Boltsblatt" Genoffen Wolfgang, sowie den Bürstenfabrikanten Oskar Mukrasch aus Luckenwalde megen Beleidigung des Fabrikdirektors Joseph Landau, des Fabrikinspektors Natusch und der Polizeierwaltung in Luckenwalde letzte Geleit. zu je 210 M. Geldstrafe ev. 20 Tagen Gefängniß. Der Amts- Aus Budapest meldet das Wolff'sche Bureau: In einigen anwalt hatte je drei Monate Gefängniß beantragt. Die Belei- Buchdruckereien ist wegen Nichtbewilligung der Lohndigung wurde gefunden in einem Artikel des genannten Blattes, erhöhung ein Streit der Seßer und Hilfsarbeiter ausin welchem Zustände der früher Müller'schen Tuchfabrit jetzt gebrochen. Aktiengesellschaft geschildert wurden. In Gent ist, nach einer Wolff'schen Depesche, der Aus= In der Breslauer Volkswacht" waren in einer stand der Metallarbeiter, der zwei Monate währte, Notiz die Genossen aufgefordert worden, bei einer bestimmten auf grund gegenseitiger Zugeständnisse beendigt. In türkischen Kreisen wird versichert, feit 4 Tagen seien Bigarrenfirma ihren Bedarf nicht zu decken. Der verantwort Aus London wird telegraphirt: Infolge des Aus stands keinerlei Meldungen von irgendwelchen bedeutenderen Aus- liche Redakteur Genosse 3 a hn erhielt wegen diefes Artikels fchreitungen in den Provinzen an amtlicher Stelle eingelaufen. ein Strafmandat von 100 Mark wegen„ groben Unfugs". Das im Schiffbau in Belfast find nach gegenwärtiger Berech Aus amtlicher türkischer Quelle wird mitgetheilt, daß die Schöffengericht bestätigte dieses Mandat. nung mindestens 10 000 Leute außer Arbeit. Unter den AusBehörden des Vilajets Mamuret- Aziz melden, bei den durch ständigen herrscht große Noth. armenische Aufständische in Charput hervorgerufenen Rube störungen hätten die Aufständischen Explosivstoffe, die sie in dem Hause eines Armeniers verborgen gehabt hätten, entzündet. Die in Häusern und Kirchen verbarritadirten Aufständischen seien auch bewaffnet gewesen. Mit der Unterdrückung der Bewegung in Hauran ist EdhemBascha, welcher sich bei Blewna ausgezeichnet hat, betraut worden; demselben stehen 27 Linien- und Redifbataillone, 5 Eskadrons und 6 Batterien zur Verfügung. " Die Times" meldet aus Konstantinopel vom 23. November: Der durch Brandstiftung und Plünderung in Diarbekr verursachte Verluft wird von den Konsuln auf zwei Millionen türkische Bfund geschätzt. " Nach einer Depesche des Athener Blattes Asty" aus Kreta hat zwischen den türkischen Truppen und den Mitgliedern des revolutionären Komitees ein Zusammenstoß stattgefunden, bei welchem etwa 10 Soldaten und einige Aufständische getödtet oder verwundet wurden. Die Truppen find verstärkt worden. China. " Eine Parteiversammlung, die in HohensteinErnst that flattfinden sollte, wurde verboten, weil der Referent nicht angegeben war. Dieses Berbot ist ohne Zweifel ungesetzlich, da das sächsische Vereinsgesetz nicht verlangt, den Referenten anzugeben. Die Glauchauer Polizei hat den Genossen Gröger, der aus Desterreich- Schlesien stammt, ausgewiesen, weil er aui reizende sozialdemokratische Agitation" betrieben haben soll. Der Ausgewiesene hatte in zwei Versammlungen das Wort genommen. Die Verhaftungen von Arbeitern, welche im September in Jela terinos law, einer Stadt in Südrußland, vorgenommen wurden( siehe die Nr. 248 des" Vorwärts") haben weitere Verhaftungen nach sich gezogen. 13 Arbeiter der Brjanst'schen Fabrik sind bei einer Zusammenkunft verhaftet worden und nachdem wurden noch andere verhaftet, so daß insgesammt ungefähr 30 Arbeiter verhaftet sind. Wegen Beleidigung des Patriotenbundes, begangen durch Depeschen und letzte Nachrichten. einen Leitartikel der Leipziger Volkszeitung", wurde am Köln a. Rh., 25. November.( B. H.) Der Köln. 3tg." 30. September Genoffe Dr. Bruno Echoenlant als Verfasser wird aus St. Petersburg gemeldet, daß die dort stattgehabte vom Schöffengericht zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt. Die auf gestern anberaumte Berufungsverhandlung mußte vertagt werden, weil zwei Mitglieder des Nichterkollegiums Mitglieder des Patriotenbundes waren und deshalb als befangen galten. Gewerkschaftliches. Revolte bei der weltbekannten Firma Laferme ausbrach. Frauen und Mädchen zertrümmerten wegen angeblich ungerechtfertigter Lohnabzüge sämmtliche Fabrikeinrichtungen und vernichteten die gesammten Tabaksvorräthe. Der Polizei gelang es zunächst nicht, die Ruhe wieder herzustellen; erst mit herbeigeholten Feuersprigen war dies möglich. Klausenburg, 25. November.( B. H.) Hier und in der umgegend schneit es unausgefeßt. Seit drei Tagen treffen die Eisenbahnzüge mit bedeutenden Verspätungen ein. Ellischau, 25. November.( B. H.) Graf Taaffe liegt im Sterben. Antwerpen, 25. November.( B. H.) Während der gestrigen Ergänzungswahlen fanden in Antwerpen Unruhen statt. Die Liberalen drangen in die Lokale der Katholiken und demolirten alles. Die Redakteure des katholischen Blattes Metropole" mußten sich durch Revolverschüsse der eindringenden Manifestanten erwehren, da die Polizei nur in ungenügender Stärke vor. handen ist. Eine weitere hier eingegangene Nachricht bestätigt, daß es Wien, 25. November.( B. H.) Aus Venedig, Fiume und auf Kreta zu Ruhestörungen gekommen ist. Die Zahl Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allemt fore über Triest werden heftige Unwetter gemeldet. Infolge der der bei denselben getödteten Soldaten wird auf 30 angegeben, Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden herrschenden Bora seyten die Dampfschiffe ihre Fahrt aus. während auf Seiten der Aufständischen nur ein Mann gefallen Organisation tragen. Die Schiffer wagten sich gleichfalls nicht aufs Meer. ein soll. Aufruf an alle in Rigdorf und Brih wohnenden oder In Venedig wurden viele Häufer zerstört. In Fiume Memorandum zu den türkischen Greig arbeitenden Buchdrucker und Schriftgießer! Kollegen! stürzten achtzehn Wagen eines Güterzuges der österreichischen nissen. In Paris lebende Türken und Syrier haben sich zu Veranlaßt durch verschiedene Uebelſtände haben sich die hierorts Südbahn und 15 Wagen der ungarischen Staatsbahn vom einem Komitee zusammengeschlossen, um den Großmächten ein anfäffigen oder arbeitenden Kollegen zusammengefchloffen, einer Bahndamm. Der morgens fällige Kourirzug aus Budapest war Memorandum zu überreichen. Das Memorandum ist an die seits zu dem Zweck, Mißstände im Gewerbe, die sich hier be- bis Mittag noch nicht eingetroffen. In Triest ist infolge der Minister des Auswärtigen adressirt. Es spricht die Ueberzeugung merkbar machen, zu beseitigen, andererieits getragen von dem Bova das Passiren der Straßen mit Lebensgefahr verbunden. aus, daß die Zurücknahme der Berfaffung von 1876 Gedanken, Lücken, die sich in der uns Alle umfaffenden Orga Bisher wurden über 30 Personen verlegt. Die furchtbare Bora der Hauptgrund für die Unruhen ist, die im otto- nifation bemerkbar machen, nach Wöglichkeit auszufüllen. Die wüthet seit gestern früh. manischen Reiche ausgebrochen sind. Es tonfatirt, daß alle Fürsorge für die Angehörigen der Mitglieder unserer türkischen Provinzen in gleicher Weise unter der Unfähigkeit der Gewerkschaft veranlaßten uns, Maßnahmen zu treffen, die nach Regierung leiden und fordert dann allgemeine Reformen Möglichkeit die Kosten im Krankheitsfalle der Familienangehörigen für das ganze Reich und die Wiederherstellung beschränken. Vortheilhafte Abkommen mit Apotheken und Bade: der Verfassung. Selfen wird diese menschenfreundliche anstalten 2c. helfen jene finanziellen Erleichterungen verstärken. Kundgebung der braven Männer garnichts. Nach Möglichkeit ist Fürsorge getroffen, arbeitslose Kollegen eventuell mit Nachrichten über Konditionsgelegenheit zu versehen, und der Pflege der Kollegialität wird durch Veranstaltung Grenzregulirungen gegen Hinterindien familiärer Buſammentünfte und so weiter rege Aufmerksam Der„ Times" wird aus Rangoon gemeldet, in seiner Antwort feit gewidmet. Ein wachsames Auge wird auf die hierorts auf das Vorgehen Chinas, welches entgegen den Bestimmungen zum theil leider traurigen tariflichen Verhältnisse gerichtet und der birmanisch- chinesischen Konvention zwei Diftritte von Kiang deren Befferung versucht werden. Die Fachpresse steht unseren Hung an Frankreich abgetreten habe, bestehe Lord Salisbury auf Mitgliedern gratis zur Verfügung.. Dies sind im wesentlichen Madrid, 25. November.( B. H.) Die nichtbeschuldigten der Forderung, daß alle englischen Ansprüche, die durch die die Bestrebungen des Vereins der Buchdrucker und Schriftgießer Konvention zu gunsten Glinas aufgegeben waren, anerkannt für Rigdorf und Briz", dem sich anzuschließen wir alle Kollegen würden. Sima, Sadon und das ausgedehnte Katschingebiet im hiermit auffordern, damit jene gemeinnüßigen Ziele erreicht werden. Nordosten von Bhamo seien jett Birma zugesprochen worden.- Der Beitrag beträgt nur 15 Pf. monatlich. Beitrittserklärungen werden im Verkehrslokal, dem Restaurant von Ph. Thomas, Bergstr. 162, sowie von D. Kull, Prinz Handjerystr. 46, 1 Tr., entgegengenommen. Die nächste Versammlung wird am Einen äußerst feinfühlenden Magistrat besitzt unstreitig 15. Dezember, vormittags 11 Uhr, in den Vittoriasälen, HermannDer Vorstand. London, 25. November.( B. H.) Auf dem Kanal wüthet die Stadt Kiel. Der Magistrat hat bekanntlich vor einigen straße 49, abgehalten. feit Sonnabend ein heftiger Sturm. Zwischen Dover und Calais Jahren den Zensus für die Stadtverordneten Wahlen dergefialt Freigesprochen wurde vom Schöffengericht zu alle a. S. mußte die Schifffahrt eingestellt werden. erhöht, daß gegen 5000 Bürger vom Wahlrecht ausgeschlossen der Genosse Lehmann von der Anklage, durch Veröffent- Massa- Carrara, 25. November.( W. T. B.) Gestern Nacht wurden. Wie in vorhergehenden Jahren, so haben lichung des Zusages 3uzug fernhalten" bei Streit- richtete ein heftiger Sturm großen Schaden in der Stadt und auch dies Jahr die Parteigenossen Protestversammlungen nachrichten im Voltsblatt" groben Unfug verübt zu haben. auf dem Lande an. Verluste von Menschenleben sind nicht geeinberufen und Protestrefolutionen gefaßt und dem Mas Nach kurzer Berathung erkannte das Gericht auf Freisprechung mit meldet. Der angerichtete Schaden wird auf eine halbe Milion Der Vertrauensmann gistrat zugestellt. hat nun vom der Begründung, daß in den inkriminirten Worten noch fein Lire geschätzt. Verantwortlicher Redakteur: Frizz Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Zuck und Berlag von Wing Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen Partei- Nachrichten. Munizipalräthe weigern sich infolge der Finanzskandale mit den übrigen gemeinschaftlich weiter zu arbeiten. Der Gemeinderath dürfte mittels Dekrets von heute aufgelöst werden. Toulon, 25. Nov.( B. H.) Auf dem Admiralsschiff„ Formidable" ereignete sich wiederum ein doppelter Unfall. Zwei auf Wachtposten befindliche Soldaten wurden von den Wellen über Bord geworfen und ertranken. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 276. Lokales. Dienstag, den 26. November 1895. 12. Jahrg. nicht irren, schon damals an die Menschenfreundlichkeit der Meer", der bereits seine 50. Aufführung erlebt hat, auf das ProPächter appellirt wurde. Wir wollen abwarten, wie es in gramm gefeßt. mit Beweis. Das königliche Provinzial: Schulkollegium verbietet diesem Jahre wird. Einstweilen machen wir dem Verein den Der große Buddha. Die künstlerische Darstellung des weiter. Wie wir berichtet haben, hat nach der erfolgten Inhaft Vorschlag, die städtischen Behörden daran zu erinnern, daß vor nahme von Dr. Bruno Wille am Sonntag, den 10. b. M., längerer Beit die- Absicht bestanden haben sollte, einen Theil der Ge- großen Buddha auf der berühmten Allegorie des Malers Knackder Vorsitzende der Freireligiösen Gemeinde, Herr Apotheker meindeschulhöfe in Gisbahnen für Gemeindeschulkinder zu verwandeln. fuß hat wahrscheinlich der Intendanz der Hoftheater den guten Friderici eine Vorlesung aus einem Wille'schen Vortrage Daß diese Absicht an irgend einer Berliner Gemeindeschule bis- des Satontala in der Pohl'schen Nachdichtung dem verehrlichen Gedanken eingegeben, am lezten Sonntage das berühmte Gedicht vorgenommen, in welcher Handlung das Provinzial- Schul- her auch nur probeweise zur Ausführung gekommen fei, ist uns Berliner Publikum vorzuführen, um ihm klar zu machen, daß der follegium eine unerlaubte, weil tonzessionspflichtige Lehrthätigkeit nicht bekannt, wir glauben es auch nicht. Dagegen wissen wir, erblickt und dieselbe unter Strafandrohung untersagt hat. Dem- daß in München zuerst im Winter 1885/86 Bersuche mit An- gute Mann denn doch nicht ein so fürchterliches Scheusal war, zufolge hat Herr Friderici seine beanstandete Lehrthätigkeit ein- legung von Eisbahnen auf Schulhöfen gemacht und, nach be- wie er in der Phantasie des großen Kasseler Künstlers lebt. gestellt und übernahm an seiner Stelle am Sonntag, den 17. d. M., friedigendem Ausfall der Versuche, im Winter 1886/87 Gisbahnen Die Thätigkeit des Gewerbegerichts. Beim hiesigen Herr Heuer, welcher in der Freireligiösen Gemeinde das Amt als dauernde Einrichtung für eine Anzahl Schulen eingeführt worden Gewerbegerichte sind im Geschäftsjahre 1894/95 in ganzen eines stellvertretenden Rendanten bekleidet, die Rolle eines Vor- find. Kann das Berlin nicht auch Freilich, wenn man es hier 12 458 Klagen anhängig gemacht worden. Von diesen wurden lesers und zwar aus einer Broschüre, betitelt„ Hexen- und nachmachte, so ist zu befürchten, daß nur" bedürftigen" Schul- vor Ansehung eines Termins 82 erledigt; es verblieben somit Teufelsgeschichten." Nun ist auch Herrn Heuer seitens des tindern der Zutritt unentgeltlich gestattet würde, und zwar für die Rechtsprechung noch 12 736 Klagen. Von diesen wurden Provinzial- Schulkollegiums in nachgerade bekannter Weise unter natürlich erst, nachdem sich ein halbes Dugend Schulfommissions- erledigt: durch Vergleiche 4845, durch Berzicht 25, durch Zurückgleicher Strafandrohung, wie seinen Vorgängern, die fernere mitglieder 6 Wochen lang die Beine abgelaufen haben, um her- nahme 2195, durch Anerkenntniß 110, durch VersäumnißAusübung seiner tonzessionspflichtigen Lehrthätigkeit untersagt auszufriegen, ob die Eltern auch wirklich und wahrhaftig be- urtheit 1669, durch andere Endurtheile worden. Herr Heuer hat sich dieses Verbot sehr zu Herzen ge- dürftig" sind. aufnahme 2042, ohne Beweisaufnahme 1000- zusammen 3042. nommen und nicht weiter vorgelesen. Am letzten Sonntag hat vielmehr ein anderes Gemeindemitglied an seiner Stelle die Rolle eines Vor- läßt der Magistrat im Gemeindeblatt folgende Bekanntmachung: Näherei 2870, auf Textil, Leder- und Puzindustrie 1018, auf Zur Volkszählung, welche am 2. Dezember stattfindet, er: die einzelnen Gewerbebetriebe entfielen: auf Schneiderei und Unerledigt blieben am Schlusse des Geschäftsjahres 490. Auf lesers übernommen. Es steht nun mit Sicherheit zu erwarten, daß bald Die zufolge Beschlusses des Bundesrathes am Montag, den wieder das bewußte Schreiben des fal Provinzial- Schulkollegiums 2. Dezember, im deutschen Reiche stattfindende allgemeine Volts: Baugewerbe 2141, auf Holz- und Schnitzstoffe 1175, mit dem ominösen Verbot unter Strafandrohung eintrifft. In zählung wird in unserer Stadt in gleicher Weise wie die auf Metalle 973, auf Nahrung, Beherbergung und diesem Falle wird auch der letzte Vorleser diese Funktion Bählungen der früheren Jahre durch im Ehrenamte der Stadt- Grquickung 1932, auf Handel- und Verkehrsgewerbe 1341, auf ein anderes Gemeindemitglied übertragen. Da die gemeinde thätige, freiwillige Bähler zur Ausführung gelangen, der der Rechtsprechung verbliebenen Prozesse 12 947, mithin mehr allgemein 926. Im Vorjahre betrug die Gesammtzahl Freireligiöse Gemeinde gegen 9000 Mitglieder zählt, dürfte es denen die Eigenschaft öffentlicher Beamter beiwohnt. eine ganze Weile dauern, bis die Reihe herum ist. Wenn das In den letzten Tagen dieses Monats wird jedem Haus- Schiffern, die mit ihren Fahrzeugen hier auf der Durchfahrt betönigliche Provinzial- Schulfollegium jeder Vorlesung ein Verbot haltungsvorstande sowie jedem Einzellebenden, welcher eine be- griffen waren. Von Arbeitnehmern wurden 12 160 Klagen an571. Unter den 12 376 Prozessen befanden sich 53 Klagen von nach bekanntem Muster folgen lassen will, dürfte demselben recht fondere Wohnung inne hat, ein 3ählbrief nebst einer Anleitung gestrengt, darunter 2701 von Frauen und Mädchen; von Arbeit. viel Arbeit erwachsen. und den für den Haushalt erforderlichen Zählkarten zugestellt gebern 216. Von den Klagen betrafen 42 pet. EntschädigungsZur unentgeltlichen Lieferung von Lehrmitteln an be- werden, welche von den Haushaltungs- Vorständen zc. gewiffen. ansprüche wegen Entlassung aus der Arbeit vor Ablauf der verdürftige Gemeindeschul Kinder berichtet die Pädagog. und sofortigen Prüfung seitens der beauftragten Zähler bereit Arbeitnehmern angestrengten Prozessen wurden, sofern es zum haft auszufüllen und vom 2. Dezember mittags ab zur Abholung tragsmäßigen Zeit und ohne Auffündigung. Von den von den Big.", daß Mitte November, in der 6. Woche nach Schulanfang, zuhalten sind. noch immer nicht alle bedürftigen Kinder im Befihe der erforderUrtheil kam und der Prozeß nicht durch Vergleich 2c. beendet Wir bemerken hierzu wiederum ausdrücklich, daß alle am lichen Bücher waren( und vielleicht heute noch nicht sind). Echuld 2. Dezember stattfindenden Aufnahmen ausschließlich fozialen Arbeitgebern angestrengten Prozessen war dies bei 70 pet. daran sei nur der schwerfällige Geschäftsgang, d. h. die umständ- bezw. wissenschaftlichen Zwecken zu dienen bestimmt sind, und der Fall. Das niedrigste Klage- Objekt waren 0,50 M., das wurde, rund 72 pet. durch Urtheil abgewiesen; bei den von liche und zeitraubende Prüfung der Bedürftigkeit der Eltern daß durch die Volkszählung gewonnene Angaben über einzelne Durch die Schulkommissionen. Diese Klage ist bisher mit jedem Personen niemals veröffentlicht werden, insbesondere jede Berück- höchste 2450 M. neuen Semester von neuem wiedergekehrt und wird so lange fichtigung derfelben zu polizeilichen oder steuerlichen Zwecken wiederkehren, bis endlich die unentgeltliche Lieferung der Lehr- durch die bestimmte Erklärungen der staatlichen und städtischen im Bezirk des Stammergerichts wurden am Sonnabend vollzogen. Die Wahlen für den Vorstand der Auwaltskammer mittel an alle Kinder ohne Unterschied durchgesezt ist. Der Magistrat und die liberale" Stadtverordneten- Majorität 412 Anwälte nahmen an der Wahl Theil. Neugewählt wurden Behörden völlig ausgeschlossen ist. haben den diesbezüglichen Antrag unserer Genossen besondern Die Kenntniß der Bevölkerung nicht allein nach ihrer Zahl, an stelle des verstorbenen Justizraths Gerth Berlin Justizrath fanntlich mit der Motivirung zurückgewiesen, daß der An- sondern nach ihrer Zusammensetzung und ihren Wohnungsverhältß my- Potsdam, an stelle des Justizraths Taureck. Prenzlau trag auf eine Schädigung der Berliner Gemeindeschulen lage des Fortschritte auf sozialem Gebiet. Wir richten daher an Berliner Gemeindeschulenissen und sonstigen Lebensbedingungen ist die unerläßliche Grund- Rechtsanwalt Wesener Berlin. hinauslaufe, insofern er fie der Armenschule wieder Hier werden Damen in und außer dem Hause frisirt." näher bringe. Das heutige Verfahren läuft, wie man sieht, auf unsere Mitbürger auf diesem Wege das dringende Ersuchen, durch Ein Bettel mit dieser Aufschrift prangt jezt an dem seit langem eine Schädigung der Kinder der Armen hinaus, die tausendmat genaue und vollständige Ausfüllung der ihnen zuzustellenden schon zu einer Art Ramschbazar degradirten alten Reichstags. schlimmer ist als die angebliche Gefahr, daß die wenigen Besser deutschen Gemeinden voranzugehen, namentlich aber den mit der Formulare, wie immer, so auch bei dieser Zählung den übrigen Gebäude. fituirten, welche ihre Kinder ebenfalls die Gemeindeschule be- Ausführung des Zählungsgeschäftes beauftragten Zählern bereit suchen lassen, durch das Almosen" der allgemeinen unwilligst jede Austunft ertheilen zu wollen, deren diefelben zur folgendes bekannt zu geben: Troß wiederholter Mahnungen Die Berliner Packetfahrt- Aktiengesellschaft ersucht uns, entgeltlichen Lieferung von Lehrmitteln„ beleidigt" werden könnten Erfüllung ihrer Aufgabe bedürfen; insbesondere sind es die Vor- mehren sich die Fälle, in welchen geschlossene Briefe nach den Zu den Scherereien und Demüthigungen, mit denen jedes Gesuch steher der Haushaltungen, die Hauseigenthümer, deren Verwalter Vororten in die rothen Briefkästen der Packetfahrt geworfen um Unterstügung verknüpft ist, müssen die um Lehrmittel bitten- und Vizewirthe, welche wir ersuchen, dem Zählungsgeschäft allen werden. Wir weisen nochmals darauf hin, daß die Beförderung den Eltern noch den anderen Uebelstand hinnehmen, daß ihre gefchloffener Briefe nach§ 1 des Postgefeßes nur innerhalb der Kinder 6 Wochen lang ohne Bücher sind. Und das nennt die möglichen Vorschub zu leisten. Weichbildgrenze Berlins durch die Packetfahrt gestattet ist. Das freisinnige" Presse Musterschulen"! Der Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen gegen können offene Sendungen, Druckfachen, Karten zc. auch) Den Eislauf will der Verein für gesundheitgemäße Erin oberen Saale von Cohn's Festfälen, Beuthstr. 20. Der Zweck unbeachtet läßt, setzt sich der Gefahr aus, daß Briefe unbestellbar beginnt am 2. Dezember, abends 1/2 Uhr, feine Nebungsstunden nach den Vororten befördert werden. Wer diese Vorschriften ziehung der Jugend" auch in diesem Winter armen Kindern er des Samariter- Kursus ist nach§ 1 des Statuts: möglichen. Er will sich zu diesem Zweck wieder mit der Bitte und Arbeiterinnen zu unterrichten durch Vorträge und praktische stehen. Die Rückgabe geschlossener Briefe fann mit Verzögerung Die Arbeiter bleiben, wodurch den Absendern und Empfängern Nachtheile entum Spendung abgelegter Schlittschuhe an das Publikum wenden. Uebungen: a. in der ersten Hilfe bei Unglücksfällen, b. in der und auch nur dann erfolgen, wenn der Abfender auf dem Um An Schlittschuhen wird es da wahrscheinlich ebenso wenig wie erften Silfeleistung bei plößlichen und gefahrdrohenden Erkran- schlag ersichtlich ist, was in den wenigsten Fällen zutrifft. im vorigen Jahre fehlen; aber die Schlittschuhe allein thun's nicht, man muß auch eine Eisbahn haben. Der Verein will fungsfällen, c. in den Grundzügen der Krankenpflege. Das Eintrittsgeld zum Samariter- Kursus beträgt 40 Pf., der monatliche Eine Hausschwamm Versicherungs Gesellschaft auf allerdings mit Eispächtern wegen ermäßigter Preise für arme Beitrag 25 Pf.; alle 14 Tage finden Lehr- und Nebungsstunden Aktien wird demnächst in Berlin ins Leben treten. Durch fachKinder unterhandeln. Hierin liegt aber gerade die Klippe für Kinder unterhandeln. Hierin liegt aber gerade die Klippe für statt. Die nüglichen Bestrebungen des Kursus lassen es wünschens- verständige Chemiker und Baumeister sollen die Gebäude der Das ganze Unternehmen; denn die Pächter, vornehmer" Bahnen suchen werth erscheinen, daß dem Unternehmen in Arbeiterkreifen die Versicherten zunächst untersucht werden und richtet sich nach dem fich begreiflicherweise dürftig gekleidete Kinder lieber vom Halfe zu weiteste Beachtung entgegengebracht wird. Befunde und der Größe der Baulichkeiten die Höhe der Prämien. halten, als daß sie sie noch besonders heranziehen sollten, und den Pächtern der ordinären" Bahnen tann man wesentlich erNach einjähriger Versicherung übernimmt es die Gesellschaft, für die Trockenlegung feuchten Mauerwerks, sowie für die Schwantme mäßigte Preise wieder nicht gut zumuthen, weil sie schwerlich große reparaturen Sorge zu tragen. Reichthümer sammeln. Im vorigen Jahre hat der Verein etwa 500 Paar Schlittschuhe zusammen bekommen, aber noch feine 400 vertheilt. Es fehlte eben an Mitteln, auch nur 500 Kindern den Zutritt zu einer Eisbahn zu ermöglichen, obwohl, wenn wir " " Kunst und Wissenschaft. im " In der Urania wird heute Abend Herr P. Spieß feinen Vortrag über die wichtigsten Methoden und Resultate der Licht meßtunst wiederholen. Es wird dies die leyte Vorführung der betreffenden Versuche sein, da eine andere wichtige Experimentalreihe in Aussicht genommen ist. Für die übrigen Abende dieser Woche der dekorative Ausstattungsvortrag Vom Fels zum " " = Honoratioren. Im Rigdorfer Tageblatt" lesen wir:„ Im Brizer Ratysteller spielte sich fürzlich abends eine standalöse Szene ab. Der Milchhändler Laude und der Bau- Unternehmer unt Ein unsichtbarer Hofrath. Unter dieser Ueberschrift wird Kopf. Die Theater- und Konzertzeitung", das Ham uns über Hamburger Theaterzustände geschrieben: burger Echo" und sogar die" Hamburger Nachrichten" sind Jm Deutschen Theater wurde am Sonnabend net Bu Anfang dieses Jahres berichtete der Vorwärts" in einer von ihm verklagt, jedoch hat er die Klage gegen das legtere studirt Brillparzer's Jüdin von Toledo" gegeben. Dies höne einem Theaterbrief des Hamburger Schriftstellers Ph. Berges Blatt vor einiger Zeit zurückgezogen, während die Sachen gegen und reife Wert des österreichischen Dichters ist nicht neu im entnommenen Notiz einiges über die so überaus traurigen Ham- die anderen beiden Blätter noch ihrer Erledigung harren. Das Deutschen Theater, und auch die Besetzung der Hauptrollen war burger Theaterverhältnisse. Unter anderem war darin gesagt, föstlichste Stückchen ist aber das Vorgehen des Pollini gegen den zum wesentlichen die alte geblieben. Mit großem schau daß von sämmtlichen Theatern Hamburgs nur ein einziges noch ehemaligen Chefredakteur der„ Hamburger Freien Presse" Hugo Spielerischen Gelingen gab Frau Sorma routinirt die heißblütige die Pflege wirklicher Kunst sich angelegen sein laffe, nämlich das Pohle. Pohle war gegen die Gepflogenheiten Pollini's in seinem Heldin des Drama's, und die Rolle des Königs, der aus Volts. Theater" in der Vorstadt St. Pauli. Als der Brief ge- Blatte fcharf zu Felde gezogen. Was macht da der GeschäfteLauter Langeweile vom Pfade christlicher Tugend abweicht und fchrieben wurde, war es in der That so. Direktor Löwengard mann Baruch Pohl das ist Pollini's eigentlicher Name seltsamer Weise sich deswegen mit Gewissensbiffen plagt, war führte dem Hamburger Publikum Gerhart Hauptmann's ich den lästigen Kritiker vom Halfe zu schaffen? Er hängt ihm, bei Herrn Kainz in bewährten Händen. Der gute König! Er grandioses Weberdrama vor, Sachen von Ibsen und ver- nachdem er ausgekauft und stellungslos geworden, eine Jujurienwar gewiß ein ehrlicher Mann und meinte es ernst mit seinen schiedenen anderen neueren Dichtern. Jezt ist es aber auch damit lage nach der andern an den Hals. Pohle wurde vom Strupeln und Zweifeln; aber nimmer vielleicht wäre ihm die vorbei. Bald nachdem der Brief erschien, ging Direktor Löwengard Schöffengericht zweimal wegen Beleidigung des Hofraths Pollini Rückkehr zur Wohlanständigkeit so schwer geworden, wenn der ob der horrenden Pacht, die er dem Befiger des Theaters, dem verurtheilt. In beiden Sachen legte P. Berufung ein und be Arme nicht sein ebenso tugend- wie pantoffelfestes Weib weit Hamburger Theatermonopolisten Pollini zahlen mußte, pleite. antragte, den Kläger persönlich zur Verhandlung vor die Strafmehr Ursache zu fürchten gehabt hätte, als alle Flüche. Das Theater wurde an zwei andere Direktoren verpachtet, und fammer zu laden. Dem Antrage wurde stattgegeben und auf welche das christlich spanische Moralgefeß dem Ehebruch und zwar zu so unglaublichen Bedingungen, daß dieselben, um sich zu grund des§ 427 Abs. 3 der Straf- Prozeß- Ordnung dem Klägerischen gar dem mit einer reichen Jüdin entgegenstellte. So sehen wir halten, alle möglichen Zugkräfte heranholen mußten. Auf der Hofrath aufgegeben, im Termin zu erscheinen. Dreimal ist der denn, nachdem die allergetreuesten Granden die königliche Geliebte Stelle, von der Hauptmann, Ibsen, Alexander Tumas u. a. m. Termin nun schon vor der Straftammer II des hiesigen LandGrancen tönigliche Beliebte alle heranholender Bene mit Schmerz, jedoch mit Faffung umgebracht haben, den weich zu einem kunstsinnigen Publikum gesprochen hatten, hampelten gerichts angesetzt gewesen, dreimal ist Herr Hofrath Pollini zu herzigen Monarchen schreckerfüllt das Schwert ergreifen; ihn die ausgezogenen Barrisons ihre ungezogenheiten, allerhand demselben geladen. Dreimal hat er jedoch vorgezogen, nicht zu dünft der Kriegspfad immer noch ungefährlicher als der, Sterne" der Tingeltangel Welt fangen und fingen erscheinen, sondern sich mit Erkrankung entschuldigen lassen, und = 11 Der in die Arme seiner naserümpfenden Gattin aus ihre zotigen Chansons und gegenwärtig führt man dreimal hat der Termin deshalb wieder ausgesetzt werden müssen, England führt. Herr Kainz gab die seinem Naturell nahe- außerdem noch dressirt: Elephanten, Hunde und Esel weil der Beklagte darauf besteht, persönlich mit dem Herrn liegende Rolle namentlich zum Schluß mit bewährter Meister vor. Der eine der beiden Pächter Pächter ist aus dem Hofrath vor den Schranken des Gerichts zu verhandeln. schaft; schade, daß die Königin von Fräulein Sauer nicht allein Bachtverhältniß wieder ausgeschieden und Direktor Ferenczy muß Am Donnerstag voriger Woche follte wiederum ein frostig, sondern fast bewegungslos gegeben wuide. Brav am auf dem betretenen Wege bleiben, um die horrende Pacht und Termin stattfinden. Dreißig Beugen, Beklagter und Blaze waren die Herren Müller und Gregori als Granden und außerdem noch die hohen Prozente, die er an den Besitzer von Kläger waren geladen; die dreißig Beugen und der BeHerr Fischer als Jude. Auch Frl. Sandow leistete als Esther der Tageseinnahme zahlen muß, aufzubringen. Damit ist das flagte erschienen, jedoch der Herr Hofrath schickte zwei Stunden ausgezeichnetes. letzte Bischen wirklichen Kunstlebens von den Hamburger öffent- vor Beginn der Verhandlung ein Attest, das ihn brustkrank schrieb Vom deutschen Schri; tsteller Verband. Das offiziöse lichen Bühnen verschwunden. Hofrath Pollini beherrscht, wenn und er selbst blieb und bleibt unsichtbar. Die Verhandlung Wolff'sche Telegraphen- Bureau meldet: Der deutsche Schriftsteller man von Schmieren und Kasperletheatern absieht, sämmtliche Ham- mußte deshalb wiederum ausgesetzt werden, die zum Theil von Verband hielt heute in Berlin unter Vorsitz von Julius Wolff burger Theater. Er ist Pächter der einträglichen Stadttheater in weither gekommenen Zeugen konnten wieder abziehen und vom feine Generalversammlung ab. Der seitens der deutschen Schrift Hamburg und in Altona, er ist Besitzer und Direktor des noch Gericht sollen nun noch einmal alle Mittel in Bewegung gesezt fteller- Genoffenschaft angestrebten Vereinigung mit dem deutschen einträglicheren allerliebsten Thalia- Theaters, er ist stiller Theilhaber werden, um den unsichtbaren Herrn Hofrath zu veranlassen, Schriftsteller- Berbande stimmte die Generalversammlung grund- am Carl Schulze- Theater und Besizer und Theilhaber des„ Volts- einen Termin festzusetzen, wenn er dem Gericht die Ehre geben fäßlich bei. Durch den Anschluß des Verbandes an den All Theaters". Die Hamburger Kritik ist seine ergebenste Dienerin, die will, vor ihm zu erscheinen. Da in dem Prozesse interessante gemeinen Deutschen Journalisten- und Schriftsteller Tag wurde nicht nur seine täglichen Waschzettel anstandslos abdruckt, sondern Dinge über die hiesigen Theaterverhältnisse zur Sprache kommen die Zustimmung der Versammlung unter der Vorausseßung ent- fich auch sonst uiemals bei ihren Referaten vom Theater zu werden, darf man mit Recht auf den endgiltigen Ausgang der fprechender Statuten- Renderung des letteren ertheilt. Bon einer mudsen wagt. In allen Zonarten fingt sie des Edlen" Lob, Sache gespannt sein. Erhöhung der Mitgliederbeiträge wurde abgesehen. Die Neu- und wenn ihr alljährlich der Herr Kunstgroshändler eine Benefizwahlen ergaben die Wiederwahl Julius Wolff's zum 1. Vor- vorstellung giebt, fließt sie über vor slavischer Dankbarkeit.- Die Frauen auf ungarischen Universitäten. Aus sizenden und Richard Redlich's zum 2. Borsitzenden. Zum Schatz- Es ist ein widerliches Schauspiel. Wagt da oder hier einmal Budapest wird berichtet: Der König gestattete die Aufname meister wurde Geheimrath Karl Brämer, zu Beisitzern des geschäfts- ein ehrlicher Mensch die Wahrheit zu sagen, flugs wirft ihm von Hörerinnen an der medizinischen und philosophischen Fakultät führenden Ausschusses die Herren Dr. Teschen und Hauptmann der Gewaltige, der von einer großen Anzahl allzeit gefügiger und in den pharmazeutischen Abtheilungen der ungarischen Zanera gewählt. Rechtsanwälte bedient ist, eine Jujurientlage an Sen Universitäten unter gewissen Kautelen. O, Preußen! B " " סטן der Kons Schmidt kamen dort miteinander wegen Konzessionsangelegenheiten anscheinend von einem Falle herrührenden Verletzung am fügungen. Sie unterlägen demzufolge nicht der Anfechtung in Wortwechsel und geriethen dabei in solche Erregung, daß Fuße, und abends in der Tiedstraße ein Arbeiter mit noch den im vierten Titel des Geiebes über die allgemeine Schmidt plöglich ein Bierglas ergriff und damit dem Laube einer schweren Verlegung am Kopfe aufgefunden. In Landesverwaltung vom 30. Juli 1883 vorgesehenen Rechts. mehrere Hiebe auf den Kopf versetzte, so daß das Blut umher- der Chauffeestraße gerieth ein Mann in der Trunkenheit unter behelfen und feien auch nirgend sonst Sprigte. Die im Lokal anwesenden Gäfte, darunter der Orts- die Räder einer Droschte und erlitt eine erhebliche Verlegung trolle des Verwaltungsrichters unterstellt. Das Verwaltungs vorsteher, mehrere Schlächtermeister u. a., waren von dem Vor- am Kopfe. In der Nacht zum 25. d. M. ertränkte sich eine Streitverfahren finde aber nach§ 7 Abs. 2 a. a. D. nur statt, gang so überrascht, daß niemand es wehren konnte, als Schmidt am Plan- Ufer wohnhafte Frau in der Badewanne. Am 23. soweit es durch besondere gesetzliche Bestimmungen zugelassen ist. fein Opfer nun obendrein noch packte und zu Boden warf. Laude und 24. d. M. fanden 14 Brände statt, darunter ein Dachstuhl- Die Klage ist ohne mündliche Verhandlung abgewiesen erlitt verschiedene stark blutende Wunden, deren Heilung längere brand auf dem Grundstück Bülowstr. 57 und ein erhebliches worden. Dem Kläger steht das Recht zu, die Anberaumung eines Beit in Anspruch nehmen dürften. Jedenfalls sieht Schmidt für Schadenfeuer auf dem Grundstück Frankfurter Allee 121, wo der Termins zur mündlichen Verhandlung zu beantragen. Geschieht feine Rohheit einer exemplarischen Bestrafung entgegen. Juhalt eines Weißwaaren- Geschäfts vernichtet wurde. dies nicht, so gilt das gefällte Urtheil als endgiltig. Witterungsübersicht vom 25. November 1895. Zu einem erschütternden Abschluß ist eine Liebesgeschichte durch den Tod dreier Menschen gekommen. Der 29 Jahre alte Architekt Georg Vité und die 30jährige Frau Bertha Sherry, geborene Kruse, haben den dreijährigen Sohn der legteren, Valentino, und sich selbst durch Gift getödtet. Fran Stationen. Sherry wohnte als Mädchen mit ihren inzwischen gestorbenen Eltern lange Jahre in dem Hause Krautstr. 7, das den Gebrüdern Vité gehört und wo Georg Bité in dem elterlichen Heim heranwuchs. Zwischen beiden jungen Leuten entspann sich ein Freundschafts- und daraus ein Liebesverhältniß, das zu einer Verlobung führen sollte. Da trat zwischen beide Hamburg Italiener Clemente Sherry, gewann die Neigung Berlin der heirathete Mädchens und Wiesbaden. München Wien. Barometerftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke BLA LN8822( Stala 1-12) Wetter Temperatur LLL nach Celsius Swinemünde 774 DGD 774 772 OND 3 wolkig bedeckt bedeckt -1 765 ND halb bedeckt 760 NO bedeckt 767 N bedeckt -1 759 W wolkig 2 770 DND 778 GO 1 heiter bedeckt 6 4 762 NO bedeckt 2 • • ( 5° C. 4° R.) des jungen es vor etwa vier Jahren. Die junge Frau fonnte aber trotzdem ihre erste Liebe nicht vergessen und auch Georg Vité hing mit großer Leidenschaft an seiner früheren Braut. Beide famen öfter mit Haparanda einander zusammen und gewannen immer mehr die Ueberzeugung, Petersburg. Cork daß sie für einander bestimmt feien. Clemente Sherry, der auch Aberdeen. mit Vité bekannt war, merfte bald, daß seine Frau dem früheren Paris. Bräutigam mehr als freundschaftlich zugethan war, und es tam dieserhalb wiederholt zu Auseinandersetzungen. Trotzdem konnte Wetter- Prognose für Dienstag, den 26. November 1895. er nicht verhindern, daß daß Zusammenkünfte stattfanden, Ein wenig fälteres, zeitweise heiteres, vielfach wolkiges Wetter Berliner Wetterbureau. sobald er den Rüden wandte. So ging es fort, während mit mäßigen nördlichen Winden, feine oder unerhebliche Nieder- fogar ein sehr großes Interesse daran, ob in Erfurt die Löhne abwesend war. schläge. Versammlungen. 1 V Wegen eines Artikels in der ,, Allgemeinen Steinseher Zeitung" war der Redakteur dieses Blattes, Genosse Knoll, zu einer Geldstrafe von 200 Mart verurtheilt worden. Die Staatsanwaltschaft wie das Schöffengericht und das Landgericht hatten in dem Auffah, welcher der Person des Erfurter Steinfeg. ( Innungs-) Meisters Fleischhauer ganz besonders gewidmet war, eine Beleidigung des genannten Herrn und der Beamten der Garnisonverwaltung zu Erfurt gefunden. Der Schutz des § 198 des Strafgesetzbuches wurde Knoll versagt. Derselbe stände ihm nicht zu, weil der Artikel durch Erfurter Interessen veranlaßt sei, R. aber in Berlin wohne; dieser irre, wenn er glaube, als Redakteur des Organs des Verbandes deutscher Steinfeger mit der Wahrnehmung der Interessen sämmtlicher Verbandsmitglieder in Wahrnehmung berechtigter Interessen" zu handeln, wie sie § 193 meine. Der Angeklagte meldete Revision beim Kammergericht an und führte zur Begründung derselben aus: Wenn er von einer Bewirthung der betreffenden Beamten gesprochen, so habe er diese durchaus nicht beleidigen wollen; es fei nur seine Absicht gewesen, Fl. zu fennzeichnen. Den Schutz des§ 193 habe man ihm zu unrecht vorenthalten, denn er sei nicht nur der Redakteur einer gewerblichen Zeitung, sondern auch Steinsetzer, und als Berliner Steinfeger habe er Sherry in der Ausstellung Italien in Berlin" beschäftigt von Leuten wie Fl. gedrückt würden oder nicht. Sänken in war; so blieb es auch, als Sherry in der jüngsten Zeit Erfurt die Löhne bedenklich, dann zögen dort die Steinseher als Reisender durch seinen Beruf von Hause ferngehalten wurde. fort und fämen nach Berlin, wovon die Folge wäre, daß auch Da sich aber keine Aussicht für das Paar bot, sich gegenseitig hier die Löhne im entgegengesetzten Verhältniß zur Vermehrung angehören zu fönnen, reifte in ihm allmälig der Entschluß, ge meinsam aus dem Leben zu scheiden und den kleinen Knaben, Charlottenburg. Vor einer leider nur schwach besuchten der vorhandenen Arbeitskräfte zurückgingen. Der Straffenat des von dem sich die Mutter nicht trennen konnte, in den Tod mit Wander- Versammlung des Vereins zur Regelung der Kammergerichts wies am 25. Nov. die Revision als unbegründet zunehmen. Dieser graufige Plan ist in der Nacht zum Sonntag gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins surück. Der Begriff der Beleidigung sei in keiner Beziehung zur Ausführung gelangt. Die Familie Sherry hatte seit kurzem und Umgegend hielt am 19. November Genosse Saffen vom Vorderrichter verkannt und der Schutz des§ 193 des Straf in dem Hauſe Brückenſtr. 6b eine im Erdgeschoß hofwärts ben der Distuſſion Sprach sich Daubert im Sinne des habe höchstens lokale Erfurter Jutereffen wahrgenommen, und ba ch einen beifällig aufgenommenen Vortrag über Freimaurerei. Gesetzbuches Knoll mit recht versagt worden. Der Angeklagte legene Wohnung von Stube und Küche inne. Dorthin begab fich Vité, während der Ehemann seit mehreren Tagen auf Reisen Referenten aus. Der Vorsitzende tadelte dann die Lauheit und es stehe ihm nicht zu, als Redakteur des Fachblattes die Interessen Am Sonnabend morgen haben Hausbewohner Versammlungsmüdigkeit und meinte, daß die Regierung uns durch aller Mitglieder seines Verbandes wahrzunehmen. Frau Sherry noch gesehen, dann aber ist es in der Wohnung ruhig stoßes eigentlich keinen besseren agitatorischen Dienst erweisen Dreben und der Polizei in Leipzig vor dem Reichsgericht. die Verwirklichung ihres gegen das Vereinsgefeß geplanten VorBeleidigung des Gewerberaths Siebdrath in geworden. Nicht einmal die Pförtnersleute, deren Räume der Di Sherry'schen Wohnung gegenüber im Keller liegen, haben irgend fönnte. Gäde erging sich in Fusionen über die Gründung Genossin Rohrlack- Berlin referirte am 29. Oftober 1894 einer Metallarbeiter Versammlung in Leipzig- Sellerhausen eines neuen Vereins, da nach seiner Meinung anders feine etwas Auffälliges wahrgenommen. Als nun der Ehemann an Eintracht hergestellt werden könne. Sein Verhalten gegenüber dem aber die Nothwendigkeit der Anstellung weiblicher FabrikSonntag früh von einer Reise aus Leipzig heimkehrte, fand er Vorstand wie auch ein Vorkommniß im Verkehrslokal gab Ve inspektoren. In ihrem Referat berührte sie auch einen Vorgang, teinen Einlaß und ließ die Thür voll banger Ahnung durch einen Schloffer öffnen. Er fand seine Frau, sein Kind und anlassung, in einem Antrage ſein Betragen als unwürdig eines der ihren Gatten betraf und durch dessen Darstellung der Georg Bité als Leichen vor. Alle drei waren angezogen; die Arbeiters zu bezeichnen, der zu den Aufgeklärten gerechnet ein Gewerberath Siebdraht in Dresden beleidigt sein soll. In der ersteren lagen auf einem Bette, Bité saß auf dem anderen und Randidaten bis zur nächsten Versammlung vertagt werden Mary sich einer Polizeibeleidigung schuldig gemacht haben. will. Die Wahl eines Hilfskassirers mußte mangels geeigneter Debatte soll der Fabritarbeiter Robert Nickel genannt war sterbend hintenüber gesunken. Nach Resten des Giftes zu schließen, das zunächst dem Knaben gegeben und dann von den Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag fein Unterricht. Die Schulräume Am 14. März d. J. wurde deshalb die Rohrlack und beiden anderen Personen genommen war, handelt es sich um abends von 8 Uhr an geöffnet. find zur Benuzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials Nickel voin Landgericht Leipzig zu Leipzig zu vier Monaten Cyankalium. Aerztliche Hilfe fonnte nichts mehr ausrichten, da Gefängniß beziehungsweise einer Woche Haft ver Arbeiter- Rauderbund Berlins und Umgegend. Dienstag: Gut aber am der Tod schon vor längerer Zeit eingetreten war. Die Polizei gefinnte Freunde, Georgenkirchstr. 65 bet Das Reichsgericht hob 10. Juni Spät. Angler urtheilt. ließ die Leichen gegen Mittag aus der Wohnung abholen. Rauch tlub I, Stallschreiberstr. 10 bei Benz. Rauchflub Eldorado, dieses Jahres das Urtheil auf und wies die Sache an 8% Uhr bei Steppin, Ostbahnhof 4, Rauchtlub Grüne Eiche, Brizer das Landgericht Leipzig zurück, von dem die beiden AnEin zweites tragisches Ereignis hat sich fast zu gleicher firaße 19 bei Rügler. Rauchtlub Deutsche Flagge, Wrangelstr. 32 Zeit wie das Drama in der Brückenstraße in der Dieffenbachbei Lukas. Rauchklub Am balema, Grünauerstr. 3 bet Golz. geklagten am 11. Juli zur gleichen Strafe verurtheilt wurden. straße im Süden der Stadt abgespielt. In der Dieffenbachstr. 69 mann, Basewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten nach der Entlassung Rohrlack's die betreffende Fabrik am Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender: Ad. Neu- In der Verhandlung vor dem Landgericht wurde festgestellt, daß wohnt im dritten Stock des Seitenflügels der 28 jährige Tischler an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 Uhr 13. Februar 1889 vom Fabritinspektions- Assistenten Frießuer Christian Hartmann, der seit fünf Jahren verheirathet war. Aus( Böttcher), Neue Friedrichstr. 20 bet teller. Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Stein etche der Ehe waren zwei Kinder hervorgegangen, eines von vier traße 57 bei Wernau. Senefelder, Rosenthaler revidirt wurde, und daß er kein Frühstück eingenommen hatte. Gerechtigkeit- Westen, Bülowstraße 59 bei Von diesen Thatsachen hatte die Rohrlack aber erst in der ersten Jahren, das andere erst sechs Wochen alt. Das Verhältniß der Werner. Sängergruß, Friedrichshagen, Friedrichstraße 58. Ehegatten war schon länger getrübt, nach einer Darstellung, weil cho II, Linienfiraße 19 bei Neumann. Schildhorn, Usedom- Verhandlung vor dem Landgericht Leipzig Kenntniß erhalten. 33. Freiheit II, Adlershof, Nickel bestritt, die Aeußerung auf die Leipziger Polizei bezogen der Mann öfter arbeitslos gewesen wäre, nach der Behauptung myrthenblätter, Brenzlauer Allee 6 bei Stein. Ihn'scher Humor zu haben. Das Urtheil des Landgerichts hatte beiden anderer, weil die Frau Anlaß zur Eifersucht gegeben hätte. Blumenstraße 32 bei Neich. Männer Gesangverein orbeertranz II Am Sonntag Morgen vor 6 Ühr schon hörten Hausbewohner( 79), Dranienstraße Nr. 190 bet Schaye. Unverzagt II, Leffing: den Schutz des§ 193 des Straf- Gesetzbuches, Wahrnehmung Sängerchor der Töpfer, Neue Friedrichitr. 44 berechtigter Interessen, abgesprochen, weil bei Nickel beZant und Streit in der Hartmann'schen Wohnung b. Röllig.- Arbeiter- Gesangverein Arbeiter- Matbund, Nowawes b. Pots reits in der Form der Aeußerung eine Beleidigung erblickt Die Frau rief wiederholt: bei Gärtner. Verzeihung, Verzeihung, lieber dam, Wallftr. 55 Freies Lied, Friedrichsberg, Manu!" Um 63/4 Uhr kam das Mädchen, das für einen vandsberger Allee 152 bet Göbel. Friedrich- Karlstraße 11 bet Heinecke. Männerchor Nord- Ost wurde und bei der Rohrlack, weil sie nicht eigene Interessen Bäckermeister das Frühstück austrägt, und wollte, wie üblich, Ruppiner Gesangverein Rothe Nette II, verfolgt hat, jene Aeußerung nicht zur Unterstützung ihrer Forde und Schönholzerstraßen Gate. Arbeiter Gefangverein rung, Anstellung weiblicher Fabrikinspektoren dienen sollte, der auch von den Hartmann'schen Eheleuten das Geld für die im Vorwärts 11, Rathenow, Restaurant" Zur Grholung" bei Friesecke. Instanzenweg zur Beschwerde über die gerügten Mängel nicht Laufe der Woche gelieferte Waare in Empfang nehmen. Hart& tchen trans, Brenzlau, Stettinerstraße. taifergarten". Einigerfchöpft gewesen ist, daß nicht die öffentliche Ver mann öffnete und bat das Mädchen, einen Augenblick zu warten, te it II, Weinstraße Nr. 11 bet Feind. Weddinger Harmonie, sammlung 11 ur der Ort sein sein konnte, wo sie die er wolle das Geld von seiner Frau holen, die es zurechtgelegi Reinickendorferstr za bei Schulz. Borwärts VIII, Warwig i. d. Mart, Rechte ihres Mannes wahren wollte, weil sie nicht Fabrikhabe. Der Mann fand jedoch seine Frau in der Wohnung nicht soncordia, Simeonftr. 28 bei A. Flic.-Frete Sänger III, Seegerarbeiterin war und wenn sie als Weib für ihre Geschlechtsmehr und äußerte gleich die Befürchtung, daß sie sich ein Leid mühle bei Eberswalde. Gefangverein A cacie( gemischter Chor), Beug- genossen eingetreten sei, dies doch nur in sittlicher Be angethan habe. Nun theilte ihm das Mädchen, das in dem hofftr. 8 bei Behlendorf. Wilmersdorfer Liebertafel, DeutschHause wohl schon eine Viertelstunde lang zu thun gehabt hatte, Bentralhalle. Wilmersdorf, Bad. Gesangverein Arion, Wittenberge, Thurmstraße 23, siebung geschehen sei. Bei der Strafausmessung hatte das Gericht Rytestraßen Ecke berücksichtigt, daß sie im guten Glauben von der Richtigkeit ihrer mit, daß es im Hause weinen und wimmern gehört habe. Man Harmonie III, Rirdorf, Bergstr. 142 bei Schimtäse. Sangesluit. Schilderung gewesen sei, aber insofern fahrlässig ge= eilte auf den Boden hinauf und fand die Frau an einem Balken Butbuferstr. 30 bei Reimann.- Alpenglühen, Manteuffelstr. 9 bei Nowack, handelt habe, daß sie sich nicht vorher bei ihrem Manne von Edelweiß 1, Melchiorstr. 15 bei Stegmann. Waldtapelle, Reichen, hängend todt auf. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. bergerfir. 16 bei Hoffmann.- Gefango. Wyrthe, ulte Jatobitr. 63 bet Dieffen der Richtigkeit überzeugt hatte und daß sie Siebdrath nicht nur Die Leiche wurde um 8 Uhr von der Polizei abgeholt, die bach. Gefangverein Kreuzberg, Schönleinstr. 6 bei Kraaz.- Gefangverein pflichtwidriges Handeln, sondern auch ein Vergehen zum Vorwurf Kinder brachte man zu den Eltern der Frau in der Reichen. Der Enter bten, Swinemünderstr. 120, bet Otto Bachgänger.- Gefang verein Deutsche Liedertafel, Blumen str 38 bei Wiedemann. gemacht habe. Gegen diefes Urtheil hatten wieder beide bergerstraße. Gesangverein Frohsinn I, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantpraße Angeklagten Revision eingelegt und kam die Sache am 25. Nobei Mertens. Gefangverein Metallarbeiter Often, Blumenftr. 46 vember zum zweiten Male vor dem 3. Strassenat des Reichsbet Tomaschat. Arbeiter Gesangverein Olympia, Adalbertstr. 8 bei linerstraße 40 Boltsgarten". Gefangverein Abendroth, Deutsch- Wilmersdorf, Ber- gerichts zur Verhandlung. Die Revision rügt bei Nickel materielle Wilmersdorfer Liedertafet, Beschwerde, bei der Rohrlack materielle Rechtsverlegung und. proBadenfchestr. 18" bei Stabinsty. Deutscher Mann erjang, Bel- zessuale Verstöße. Rechtsanwalt Dr. Heinemann Berlin forterjir. 15 b. Schneider. Handschuhmacher- Gesango. Art on III, Branden- führt aus, daß das Landgericht ununterbrochen gegen die Judikatur adlershof, Grünauer Chauffeestraße bei Schubert. burg a. S., Hauptstraße, Winkel's Salon. Männer- Gefango. Adlershof in Gesangverein Rüttt- des Reichsgerichts gefehlt habe, das ihm doch als Norm dienen Gringoiter unterger are in Reſtaurant Meinert. mußte. Das Landgericht hat gar nicht geprüft, ob nicht die R. Gesango. Bolter frühling, Schüß enftr. 33 bei Dito. Gesangverein Fretheit III in Weiß ensee, König- Chaussee 38 bei Pfeifenmüller. von den Gedanken beherrscht gewesen sei, daß eine Kritik der Sängerchor Alt- Glienicke, Köpenickerstraße bet Karl Witte. Freier Gefang- männlichen Fabrikinspektoren ihre Forderung auf Anstellung verein wiederball, Admiralir. 21 bei Schnieber. Berliner Naturheilverein 2. weiblicher Fabrikinspektoren unterstützen würde und nach ihrer Dienstag, 26. November, abenos 8% uhr, im Gaale des Bereins Junger Raufleute, Beuthic age 20-22, Auffassung die Erfüllung der Forderung für männliche wie für Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Hans Brackebusch über: Fettleibigkeit, weibliche Arbeiterinnen Vortheile bringe. Die Annahme des VorderGicht und Zuckertrantheit, thre Entstehung und nat urgemäße Heilung. richters, daß sie nicht eigene Interessen gewahrt habe, sei hinfällig, da Nationale kaufmännisaje kranken- und Sterbekaffe. Jeden Ob ein Unfall oder Selbstmord vorliegt, erscheint noch Diennag, abends suhe, im Restaurant Stühler, Neue Grünstr. 38. Vorstands- nach dem Verhältniß zu ihrem Gatten hier die eigenen Interessen ge= zweifelhaft in einem Todesfalle, der das 53 jährige Fräulein Sizung. geben seien. Der in der ersten Verhandlung erhobene Entlastu g Anna Hiller vom Plan Ujer Nr. 32 betrifft Fräulein Hiller abends 8% Uhr, gemeinschaftliche Mitgliederversammlung aller VerwaltungsDeutscher Metallarbeiter Verband. Dienstag, den 26. November, beweis ist in der zweiten Verhandlung nicht aufgenommen worden, wurde am Sonntag Abend um 93/4 Uhr in ihrer Wohnung in stellen Berlins und der umgegend bei Fey, Brunnenstr. 184. Tagesordnung: obgleich von keiner Seite darauf verzichtet sei, desgleichen sei der einer Badewanne, die mit kaltem Wasser gefüllt war, todt auf. We stellen wir uns in Butunft zu den Bertrauensleuten der Metallarbeiter Tenor des Urtheils des Reichsgerichts nicht in der Hauptgefunden. Da das Dienstmädchen nicht zu Hause war, so weiß Berlins. 2. Der Streit bei Welles. 3. Verbandsangelegenheiten. verhandlung verlesen worden. Bei der Strafausmessung habe man nicht, was mit der alleinstehenden Dame vorgegangen ist. das Landgericht auf eine so hohe Strafe erkannt, weil sie Da sie immer nervös war, so erscheint es nicht ausgeschlossen, Siebdrath den Vorwurf der Pflichtwidrigkeit and des daß sie den Tod gesucht hat. Fabrläffigkeit gemacht worden sei und beantragte Aufhebung des Bergebens gemacht habe, ohne hierfür eine Begründung zu Weiter rügte Redner, daß ihr der Vorwurf der Urtheils und Verweisung an ein anderes Landgericht. Reichsanwalt Schumann beantragte Verwerfung der Revision, weil das Landgericht die im ersten Urtheil gerügte mangelhafte that sächliche Feststellung bezw. des Schutzes des§ 193 des Str.-G. B. nachgeholt und festgestellt habe, daß beide nicht zur Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt hätten. Eine Ver legung des§ 198 des Str.-G.-B. sei darum jetzt nicht gegeben. Das Reisgericht verwarf gemäß diesem Antrage die von Frau Rohrlack und Nickel eingelegte Revision. Ein tragisches Geschick hat innerhalb weniger Tage eine Familie zugrunde gerichtet. Vor etwa 10 Tagen fehrte der in der Schönhauser Allee wohnende Kaufmann Becker in der zwölften Nachtstunde von einem Ausgange zurück und legte sich bald darauf zur Ruhe. Wenige Minuten später machte Frau B. die Entdeckung, daß der Gatte einem Herzschlage erlegen sei. Bei der Beerdigung des Kaufmanns blieb die 20jährige Tochter, das einzige Kind der Wittwe, allein in der Wohnung zurück. Als die tiefgebeugte Frau B. von der Trauerfeier zurückkehrte, fand sie ihre Tochter besinnungslos am Fußboden liegend, die Aermste war irrsinnig geworden. Frau B. hat sich diesen neuen Schicksalsschlag derartig zu Herzen genommen, daß sie selbst tiefsinnig wurde und schwer frank darniederliegt. M = straße 33. straße 28 bei Roch. Alpenglocke, bet W. Mölte. Sauermann. Große Frankfurterstraße Wöllstein's Luftgarten. 33 Gold. Wach' auf, Pantow, Wollantstr. 122 bet Klemens. Wacht auf I, Wörther und = Gerichts- Beitung. gen. In der Hochzeitsnacht gestorben war der Premier nunmehr das Ober- Verwaltungsgericht gesprochen und zwar hat In der Angelegenheit der Freireligiösen Gemeinde hat lieutenant Billen von einem Provinzial- Infanterie- Regiment, der der erste Senat desselben die gegen die Verfügung des königlichen am Sonnabend in Schöneberg beerdigt wurde. Der Offizier Provinzial- Schulfollegiums der Provinz Brandenburg und für war nach Berlin beurlaubt, um sich hier zu verheirathen. In Berlin erhobene Klage zurückgewiesen. Besagte Verfügung der Hochzeitsnacht traf ihn im Savoy Hotel, wo er abgestiegen betraf das Verbot der Dr. Wille'schen Unterrichtsertheilung an war, ein Schlaganfall. Kinder der Freireligiösen Gemeinde. Hiergegen hat der VorGroßes Aufsehen erregt, dem ,, Berliner Tageblatt" zufolge, sigende derselben, Herr Apotheker Friederici, die Klage er in Spandau das Verschwinden des Inhabers eines der größten hoben. In seiner Begründung des abweisenden Urtheils weist Fuhrgeschäfte am Ort. Derselbe hat sich in Begleitung seiner der rechtsprechende Senat des Ober- Verwaltungsgerichts darauf 16jährigen Stieftochter heimlich entfernt. Seine Frau hat er in hin, daß das Unterrichtswesen, welches auch den Privat- Unterden dürftigsten Verhältnissen zurückgelassen. Vorher hatte er richt und die Privatschulen umfaffe, eine öffentliche Wohlfahrtsalles, was er vermochte, zu Geld gemacht; seine zahlreichen Gläu- einrichtung des Staates fei. Die Verwaltung desselben Die Prekverhältnisse in Elfak- Lothringen. Am 1. Juni biger haben das Nachsehen. sei besonderen Behörden, den Provinzial Schulfollegien und Re- b. J. wurde der Besiger des Baberner Anzeigers, Buchdruckerei. Polizeibericht. Ein in der Brückenstraße wohnhafter Rauf- gierungsabtheilungen für Kirchen und Schulwesen, in höchster befizer Hermann Wiebice vom Landgericht Babern im Elsaß mann fand, als er am 24. d. M. morgens von einer Reise zurück- Instanz dem Unterrichtsministerium übertragen. Ordnung auf dem wegen einer angeblichen Kritik des deutschen Postwesens und tam, seine Frau mit ihrem Liebhaber und ihrem dreijährigen Gebiete des Unterrichts zu halten, liege daher als ein Theil der weil er angeblich Notizen politischen Inhalts veröffentlicht hatte, Knaben vergiftet vor. Nach einem hinterlassenen Schreiben Unterrichtsverwaltung den dafür bestellten besonderen Behörden ob. aber die für politische Zeitungen erforderliche Raution nicht hinterhaben sie sich und das Kind absichtlich getödtet. Ferner In welchem Umfange und unter welchen Voraussetzungen diefen die legt hatte, zu 320 M. Geldstrafe verurtheilt. Der Angeklagte wurde auf dem Boden eines Hauses in der Dieffenbachstraße Befugniß zustehe, ihren Verfügungen nöthigenfalls durch die ge- als auch der Staatsanwalt Dr. Kanzler hatten gegen dieses eine Frau erhängt aufgefunden. Vormittags wurde an der sehlichen Zwangs- und Stramittel Nachdruck zu geben, tönne Urtheil Revision eingelegt und kam diese am 25. November vor Ecke der Andreas- und Breslauerstraße eine Frau durch einen ba hingestellt bleiben, denn derartige von ihnen erlaffene dem 1. Straffenat des Reichsgerichts zur Verhandlung. Die Revision Bostwagen überfahren und schwer verletzt. Nachmittags Verfügungen, wie die den Gegenstand des Klageangriffs bildende, W.'s rügte Verlegung des Rechts, die Revision des Staatsanwalts wurde in der Pappel- Allee ein Arbeiter mit einer bedeutenden, tennzeichneten sich nach vorstehendem nicht als polizeiliche Ber verlangt Erhöhung der Strafe und Aufhebung des Blattes. zurück. Reichsanwalt Dr. Menge beantragte das Urtheil aufzuheben. I maler namens Gant eilte ihnen zu Hilfe, brach aber selbst durch Waggonbrand. Aus Bamberg wird berichtet: Auf der Das Reichsgericht schloß sich dem Antrage an und hob, soweit das Eis und fand mit den beiden Knaben den Tod. Die drei schiefen Ebene ist am Sonnabend in dem Güterzuge 1713 ein Freifprechung erfolgt und die Aufhebung der Zeitung nicht aus Leichen sind noch nicht gefunden. mit Baumwolle beladener Waggon in Brand gerathen. Dadurch gesprochen war, das Urtheil auf; soweit Verurtheilung erfolgt war, mer, verwarf es die Reviſion. Die Frage, ob die Notizen poli- ondon gemeldet wird, seit Sonnabend an der britischen Schnellzug und die Personenzüge erlitten längere Verspätungen, Ein starker Nordoftsturm herrscht, wie vom Sonntag aus wurde der doppelgeleisige Verkehr längere Beit gestört; der tische und wirthschaftliche seien, habe man im engeren Sinne aufgefaßt; das Gericht sei der Auffassung des Reichsanwalts Rüfte. Der Postdampferverkehr Folkestone- Boulogne wurde einbeigetreten, daß nicht jede Notiz ohne weiteres als unter das französische gestellt. Die Postdampfer von Calais, Oftende und Vlissingen Briefkasten der Redaktion. la Gesez fallend betrachtet und als politisch anzusehen sei, sondern nur Dover nach Calais tonnte in den Hafen von Calais nicht ein. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben ober eine Baht) Der von soweit, als sie politische und ökonomische Fragen behandele und 250 anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. entsprechend gruppire.§ 12 des Strafgesetzbuchs sei nicht verlegt fahren und kehrte abends 71/2 Uhr mit den Passagieren nach Dover Die juristische bie Die juristische Sprechstunde findet am Montag, worden. Den Anzeiger und seine Kopfblätter hat man nur als Man befürchtet, daß eine Anzahl Fischerboote bei Mittwoch, Freitag und Sonnabend abends von 7-8 Uhr statt. ein Blatt angesehen. Die Aufhebung des Blattes halte es nach Lowestoft untergegangen ist. Ein intereffirter Genosse in Rigdorf. Sie haben recht; Judikatur des französischen Preßgefeßes für feine Strafe, sondern Ueber eine Fenersbrunft wird aus London berichtet: allerdings einzig aus dem Grunde, weil anonyme Buschriften teine für eine administrative Maßregel und mußte das Gericht auch Ein verheerendes Feuer fand am Sonnabend Abend in der Beachtung finden. die Aufhebung aussprechen. Druckerei der Gebrüder Unwin in Chilworth in Surrey statt. G., Stendal. Derartige Mittheilungen müssen durch Eine außerordentlich große Menge von Schriftverken, deren Vereine Organisation beglaubigt sein, wenn sie aufgenommen öffentlichung bevorstand, verbrannte. Der Schaden wird auf an- werden sollen. nähernd 100 000 Pfd Sterl. geschätzt. 140 Angestellte sind brot F. W. 18. Die Grmittelung Ihres Verwandten in Chicago los geworden. Es bestand die Gefahr, daß 60 Tons Schieß- wird Ihnen vermuthlich durch eine Buschrift an das dortige Hauptpulver, die in einem benachbarten Magazin lagerten, explodirten; Polizeibureau gelingen. Wir glauben, daß als Adresse ges durch die Anstrengungen der Feuerwehr wurde jedoch eine Explosion nügen würde: Central Police Office, Chicago( Illinois), U. S. verhindert. Vermischtes. Aus Hof in Bayern wird gemeldet: In dem nahen Orte Moschendorf brachen Sonntag Nachmittag 2 Knaben beim Schlittschuhlaufen auf der Saale durch das Eis. Ein PorzellanFür den Zuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, 26. November. Opernhaus. Ivanhoe. Schauspielhaus. Doktor Klaus. Deutsches Theater. Tedeum. Berliner Theater. Hasemann's Töchter. Leng- Theater. Gräfin Frizzi. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Reise nach dem Mars. Neues Theater. Der Militärstaat. Schiller Theater. Die Tochter Belials. 9 Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe. Adolph Ernst- Theater. Der Kleine Lord. Hierauf: Die ewige Braut. Central- Theater. Eine tolle Nacht. 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November, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Nieft, Weberstraße 17. Zages Ordnung: Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! Dienstag, den 26. November, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung bei L. Keller, Koppenstraße 29. Tages- Ordnung: Die Arbeitseinstellung in der Pianomechanik- Fabrik von Langer& Co., Blumenstraße 28. 1. Die bevorstehende Stichwahl im 27. Kommunal- Wahlbezirk. 142/19 Referent: Stadtv. Paul Singer. 2. Diskussion. 278/ 2* NB. Die Verkündigung des Wahlresultats findet am Freitag, den 29. Nov., abends 8 Uhr, im selben Lokal statt. Das Wahlkomitee. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Dienstag, den 26. November 1895, abends 8½ 1hr, im Saale der ,, Berliner Bockbrauerei", Am Tempelhofer Berg 2-6. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Richard Calwer über: Sozialistische Strömungen innerhalb der heutigen Bourgeoisie". 2. Distussion. 288/ 11* 3. Ev. Fragen. Der Vorstand. Zentralverein der Bildhauer. Heute, Dienstag, abends 1/29 Uhr, Annenstraße 16: Versammlung. Tagesordnung: Modelleurangelegenheiten. Achtung! Gürtler! Der Vorstand. Achtung! Mittwody, den 27. November, abends 81/2 Uhr: Oeffentliche Versammlung im Lotal von Henke, Naunynstraße 27. Lages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Paul Litfin über:" Florian Geyer." 2. Dis fuffion. 3. Bericht des Vertrauensmannes und Neuwahl desselben. 4. Ber schiedenes. Besonders sind die Kollegen aus den Werkstätten A. C. Lehmann, Spinu& Sohn, Queel& Co., Mofert& Krüger hiermit eingeladen Hunan und ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Richard Heinrich, Wienerfir. 61. 116/13 Achtung! Schmiede! Achtung! Große öffentliche Versammlung erschien: für und Umgebung. Der Vertrauensmann. Goben Arbeiter- Verkehrs- Almanach Berlin Sozialdemokrat. Wahlverein Enthaltend bie neuesten Fahrpläne, Adreſſen der Organisationen u. f. w. Winter- Ausgabe 1895/96. Mit einem Plan von Berlin. Preis 20 pr. für den 6. Berliner ReichstagsZu beziehen durch alle Partei- Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie vom Verlage: Hans Baake, Berlin S., City- Passage Wahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, da in Rücksicht auf eine in nächster Woch stattfindende öffentliche Achtung!! Arbeiter!! Achtung!! Um auch dem Unbemittelten Gelegenheit zu geben, sich den Genuß des Volksversammlung von allen Aerzten empfohlenen Cognacs zu verschaffen, gebe ich von heute an einzelne Flaschen meiner stadtbekannten, garantirt naturreinen Cognacs, welche ans franzöfifchem Weindeftillat hergestellt und frei von Effenzen, ätherischen Oelen oder sonstigen Surrogaten ünd, zu Engrospreifen an die Arbeiterschaft ab. Es toftet: 1 Originalflasche Cognac type fine borderie 1,25 M. !! Ladenpreis das doppelte!! 3792L in dieser Woche teine Versammlung des Wahlvereins stattfindet. Gleichzeitig zur Kenntniß, daß vom Donnerstag, den 28. November, abends, bei F. Gleinert, Müllerstraße 7, Billets zu den zwei UraniaVorstellungen am 1. Dezember zu haben sind. J. Henschel, Cognac Distillery, System Charente, 247/2 SW., Jerusalemerstr. 66. Fernsprecher: Amt IV 3012. Der Verkauf findet im Komtoir Hof links parterre statt. Karol Weil's Lanolinseife ift mild und angenehm für die Haut. Ueberall käuflich. Preis 10 Pfg. Nur ächt mit unserer Firma: Karol Weil& Co. 8793L* einzeln zu Engros- Preisen verkauft Seiden- Seal- Plüschjackets 15-35 M., ( Modell) 1000( Damen!) ( Modell) 1000( Damen!) Nach beendeter EngrosSaison werden jetzt Astrachan-, Pirschkragen etc. 5-30 M., Winterjackets 8-15 M., hochelegante Abendmäntel, m. Feder od. Pelzshawl, auf Seide wattirt 8-35 M., Herbst- Regenmäntel 8-15 M. Landsberger- Strasse 59, I Treppe, am Alexanderplatz. 14. Brunnen- Strasse 14. Mittwoch, den 27. November, abends 8½ Uhr bei Buske, Billigste Bezugsquelle Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl desselben. 2. Berichterstattung und Abrechnung der Agitations. Rommission und Neuwahl derselben. 3. Abrechnung vom Maifonds. 4. Verschiedenes. Der Einberufer. Buchbinder! 176/4 Mittwoch, den 27. Novbr., Buchbinder! abends 812 Uhr: Große öffentliche Versammlung aller in Buchbindereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im Lokale des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße Nr. 75. Zages Ordnung: 1. Die Mißstände bei Maurer& Dimmick. Brunnen- Strasse 14. für Mehl, Mühlenfabrikate, Hülsenfrüchte u. Kolonialwaaren im Spezial- Geschäft Lust& Co. 14. Brunnen- Strasse 14. Berlin N. 3764L* Bei Bestellungen von 3 M. an franco Versand, auch nach den Vororten. Nach ausserhalb franto Bahnhof Berlin bei freier Verpackung. Bitte genau auf die Firma u. Nummer zu achten. 14. Brunnen- Strasse 14. P* Max Richter, Berlin O., Grüner Weg 65, Hof I. us Vereins- Geschäft. 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Auf vielfaches Verlangen: Die Schmiede im Walde", Joylle von Michaelis, " Jahrmarkt in Krähwinkel", Tongemälde( 12 Bilder) von Schreiner, Musi talisches Aktienunternehmen", großes humoristisches Potpourri von Conradi, 2c. Programme à 5 Pf. Schluss des Concerts 11/2 Uhr. Abendkasse: 25 Pf. pro Person( Nichtabonnenten). Nach dem Konzert: Familien- Kränzchen. NB. Die nächsten fünf Concerte werden rechtzeitig bekannt gegeben und behalten sämmtliche nicht völlig verwendete Abonnementstarten auch zu diesen Giltigkeit. Stempel ieber Art, Spez.: Datum- u. MarkenGUTTMANN 50/20 O., Grüner Weg 19, Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbetase der Tabakarbeiter. Todes- Anzeige. Am 23. d. M. verstarb nach längeren Leiden das bisherige Mitglied, Frau Cäcilie Kramm. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 27. d. M., nachm. 11/2 Uhr, vom Trauerhause Weidenweg 19 aus nach dem St. Georgen- Kirchhof in der Landsberger Allee ftatt. Um stilles Beileid bittet 189/6 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. Der Bezirksausschuß zu Berlin hat unter dem 14. November d. J. die in der Generalversammlung vom 11. September d. J. beschlossenen Aenderungen der§§ 13 und 30 zum Statut vom 24. Januar 1894 genehmigt. Diese Aenderungen treten mit dem 2. Dezember d. J. in kraft. Die Kaffe gewährt infolge dessen statt 13 wieder 26 Wochen Krantenunterstützung. Die Beiträge werden herabgesezt und zwar: * für die 1. Klasse auf 75 Pf. 2. 57 " " " 19 3. 51 "” " " " 4. 33 "" " GP " 5. 24 " " " 41/11 Berlin, den 26. November 1895. Der Vorstand. Otto Wolf, Vorsitzender. Achtung! Kein Laden! Schirme u. Spazierstöcke äußerst billig. Reparaturwerfftatt im Hause. J. Richter, Stettinerftr. 19, prt. Arbeitsmarkt. empf. sich zur Lieferung sämmtlicher Biere für Werkstätten und Hausbedarf Kaufen Sie nur echte Branntweine Achtung! alten Nordhäuser, Cognak, Rum, Arrak. 0. J. Engelke, Neue Jacobstr. 26. Kleinverkauf von 10 Pf. ab. Achtung! B. 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November 1895. hervorgerufene Zwischenfall sehr ungelegen, Herrn Stadthagen allerdings nicht. hatte, um Herrn Singer zu hören und zu interpelliren, und wenig 6. Schließlich bemerke ich, daß ich die Versammlung besucht erfreut war, als statt dessen Herr Stadthagen sprach, mit dem zu diskutiren wenig angenehm ist." laffungen von uns ersucht, schreibt uns: Genosse Stadthagen, zu einer Aeußerung über diese Aus" 12. Jahrg. das beruhe in allen Fällen auf Wahrheit, und das tönne die Kommission nach jeder Richtung hin vertreten. an Die Eine fawere Ausschreitung im Amte wurde dem Nacht wächter Ernst August Lutter aus Rixdorf zur Last gelegt, rede feit Bestehen des Unfallgesetes ihren Befern vor, daß Die Unternehmerpresse, vor allen die ,, Baugewerks- Zeitung", welcher gestern vor der ersten Straftammer am Landgericht 1. stand. Der Thatbestand, welcher der Anklage zu grunde lag, die Arbeiter häufig die nöthige Vorsicht außer acht ließen, hat seinerzeit großes Aufsehen in Rigdorf erregt, umfomehr, als und durch ihren Leichtsinn selber manche Unfälle verschuldeten, er mit der Säbelaffäre des Gendarmen Höppner zeitlich ja sogar muthwillig folche herbeiführten, um in den Genuß der zufammenftel. Am Charfreitag des vorigen Jahres tehrte der allen" wesentlichen Bunkten der Wahrheit. Zutreffend ist nur, fchaft giebt, wie Redner weiter anführte, seit dem Jahre 1886 Die Behauptungen des Dr. Bernstein widersprechen in Mente zu kommen. Die nordöstliche Baugewerks- Berufsgenossen Klempner Neumann mit dem Maurer Bärwaldt spät in der daß wenigstens soweit ich mich entsinne Dr. Bernstein eine Unfallstatistik heraus, aus der nach der Unternehmerpresse Nacht nach Hause zurück. Letzterer schloß auf, Neumann trat Bebel nicht erwähnt und auf den Bußtag in der von ihm be- hervorgehen soll, daß die Vermehrung der Unfälle in den letzten mit ein, beide ließen aber die Hausthür offen stehen. Gleich zeichneten Art vingewiesen hat. Unrichtig ist, daß Dr. Bern- Jahren auf die genannten Gründe zurückzuführen ſei. darauf erschien Lutter, der in demselben Hause wohnt, auf dem stein Lassalle nicht mit Schmutz beworfen" hätte. Er Baugew.- 3tg." meint ferner, daß die Zahl derUnfälle sich vermindern Plaze und revidirte, ob die Hausthüre verschlossen sei. Da das erklärte, Lassalle habe Schulze Delisch lediglich in werde, wenn die Arbeiter bei selbstverschuldeten Unfällen keine Gegentheil der Fall war, rief er den beiden Männern nach, daß der persönlichsten, gemeinsten" Weise angegriffen. In der Aussicht auf Rente hätten. Silberschmidt ist dagegen der fie die Hausthüre hinter sich schließen sollten. Neumann fehrte Erwiderung wies ich darauf hin, daß Dr. Bernstein, wenn er Ansicht, daß, obgleich die Unfälle im Verhältniß zur Zahl der zurück und in dem Glauben, daß dieser die Thür offen gelassen das bekannte Antwortschreiben Lassalle's gelesen habe, im Baufach beschäftigten Arbeiter in den letzten Jahren zus habe, machte ihm Lutter Vorwürfe. Daraus entstand ein Wort- wissen müsse, daß Lassalle bei seinen durchaus zutreffenden genommen haben, diese Vermehrung doch aus anderen Ursachen streit, der schließlich in eine Schlägerei ausartete. Neumann hat sa chlichen Angriff gegen dabei eine blutende Verlegung des Kopfes davongetragen, die persönliche Ehrenhaftigkeit betont habe. Will Dr. Bernstein für das Baugewerbe sehr ungünstig gewesen, und angesichts Schulze Delisch dessen zu erklären sei. Die legtvergangenen Jahre seien bekanntlich von den Schlägen des Lutter mit seinem Schlüsselbunde dies vor dem Kadi, den er in echt freisinniger Art anrufen der geringen Arbeitsgelegenheit hätten die Arbeiter manche herrühren sollte. Doch auch Lutter ist verlegt worden; zu wollen scheint, bewiesen haben mir fann's recht sein. Mißstände ruhig hinnehmen müssen, denn sie konnten mit recht mehrere Kragwunden im Gesicht und eine unwahr ist, daß Dr. Bernstein nicht wiederholt durch sehr befürchten, ihre Arbeit zu verlieren, wenn sie gewisse Vorrichtungen zerschlagene Lippe davongetragen, die acht Tage lang geschwollen laute Zwischenrufe die Versammlung gestört habe und daß ich zum Schutz von Leben und Gesundheit gefordert hätten. Nicht blieb. Neumann hat Anzeige wegen dieses Henkontres erstattet, auf dieselben erst durch andere Zurufe aufmerksam gemacht sei. der Leichtsinn der nach Unfallrente lüfternen Arbeiter, sondern hat dieselbe aber später zurückgezogen und sich mit Lutter ver- Unrichtig ist auch, daß Herr Dr. Bernstein das Vorgehen der Leichtsinn der Unternehmer, die ohne Rücksicht auf Leben und föhnt. Einige Zeit nachher kam der Linoleum- Arbeiter Luscher des Herrn Schulze, wie er behauptet, getadelt habe, vielmehr Gesundheit der Arbeiter häufig die selbstverständlichsten Sicherzu Neumann, brachte eine geschriebene Anzeige mit und bewog habe auch ich den Sinn der Worte des Dr. Bernstein so auf heitsvorkehrungen nicht ausführen ließen, sei schuld an den Neumann, durch den ausgesprochenen Wunsch, dem Wächter gefaßt, wie der Vorwärts" sie in seinem lokalen Theil wieder der Zunahme der Unfälle. Das Gerede der Unteretwas am Beuge zu flicken, die Anzeige zu unterschreiben, gab, und mit mir eine Anzahl Genossen, die sofort nach nehmerorgane von leichtsinnig oder gar muthwillig herbei worauf Neumann einging, worauf die Anzeige an das Amts- der Versammlung mir gegenüber über dies Auftreten des geführten Unfällen der Arbeiter erkläre sich zur genüge dadurch, bureau ging. Vor Gericht standen sich Aussage und Aus- Dr. Bernstein ihre lebhafte Entrüstung fundgaben. Hat daß in der nächsten Reichstagsfession die Berathung einer Novelle fage gegenüber; Neumann behauptete, mit dem Schlüsselbunde Dr. Bernstein das geschlagen worden sein, selbst aber nicht geschlagen zu haben. was Gegentheil dessen sagen wollen, zum Unfallgesetz in Aussicht stände, und dieses Gefeß nach Möger gesagt hat, so hätte er versuchen sollen, feinen lichkeit zu ungunsten der Arbeiter zu verschlechtern, das sei der Sein Freund Bärwaldt habe von der Schlägerei nichts gesehen, Gedanken den richtigen Ausdruck nicht zu versagen. Auf die lebhafte Wunsch der Unternehmer. Um diesem arbeiterfeindwill vielmehr während der Zeit nach seiner Wohnung gegangen persönlichen Anzapfungen des Dr. Bernstein einzugehen, hieße lichen Streben die Spitze zu bieten, habe sich die Komsein. Andererseits wurde festgestellt, daß auch der Angeklagte den Auslassungen dieses liberalen Herrn eine mit der Wahr mission Verlegungen davon getragen hat. Da Lutter wegen eines gleichen heit in erheblicher Differenz stehende Bedeutung beilegen. Nur gewerbe gemacht, die Erforschung der Mißstände im Baus und hoffe durch Aufdeckung derselben Vergehens schon einmal mit 30 Mart Geldstrafe vorbestraft ist, auf einen Punkt sei hingewiesen. Dr. Bernstein erklärt, er die wahren Ursachen der Unfälle darzulegen. Das durch die beantragte der Staatsanwalt sechs Wochen Gefängniß. babe vorausgesehen, daß ich den Zwischenfall benutzen würde, Kommissionsarbeiten zu stande gebrachte Material solle in Form Der Gerichtshof erkannte, daß er dem Neumann vollen Glauben um mich einer sachlichen Diskussion zu entziehen". Er wußte einer Denkschrift dem Reichstage unterbreitet werden, die den geschenkt haben würde, hätte sich derselbe nicht auf einer offen- das Gegentheil. Denn ihm tonnte nicht entgangen sein, daß ich Abgeordneten unserer Partei brauchbaren Stoff bei der Berathung baren unwahrheit ertappen lassen, die sein Zeugniß bedenklich meine Entgegnung ihm gegenüber in 10 Minuten unter leb- der Unfallgesetz- Novelle liefern werde. Die Arbeiter hätten mache. Hätte derselbe gesagt:„ Ja, ich habe mich gewehrt und haftem Beifall Der habe auch geschlagen!" dann würde der Gerichtshof ange- ugriff Versammlung vor dem plumpen also das größte Interesse daran, daß die längst ge nommen haben, daß er in Nothwehr gehandelt hätte. politischen Gesinnungsgenossen beendet rügten Uebelstände richtig und wahrheitsgemäß dargestellt Da hatte und daß außer einer vleihe anderer Genossen sich würden. Auch tönne es nur Neumann aber bestreitet, geschlagen zu haben, während das Genosse Börner zur Widerlegung etwa von jener Seite vor sein, vortheilhaft für uns Gegentheil erwiesen sei, so könne ihm überhaupt feine besondere tommender Angriffe und zur Darlegung seines Standpunktes öffentlichungen, wie sie seitens der Kommission gemacht das größere Publikum durch derartige Ver Glaubwürdigkeit beigemessen werden. Daß Lutter mit dem zum Worte gemeldet hatte. Schlüsselbunde geschlagen habe, sei zwar eine grobe Ungehörigkeit, Dr. Bernstein den Dank nicht versagen, daß er und sein erhielte. Zum Schluß fann ich dem wurden, von den unwürdigen Zuständen im Baugewerbe Kenntniß doch müsse, da seine Behauptung nicht widerlegt sei, angenommen politischer Freund durch die Art ihrer fachlichen" Diskussion werden, daß er in Nothwehr gehandelt und die Grenzen be- nach den mir gewordenen Mittheilungen einer Reihe Indifferenter Mißständen auf Bauten, die unseren Lesern aus einer Anzahl Der Nedner besprach nunmehr verschiedene Einzelfälle von rechtigter Nothwehr nur in der Bestürzung überschritten habe, die Augen dar ber geöffnet hat, welche Stampfesmittel liberale" jüngst im Vorwärts" veröffentlichter Artikel bereits bekannt und das sei triminell nicht zu bestrafen. Es habe daher auf Anhänger des Stadtverordneten Liebenow anzuwenden für sind, und die er zum großen Theil selber erforscht hat. Freisprechung erkannt werden müssen. nöthig halten. Troy des Mitleids, das deshalb Herrn Liebenow Ferner führte er noch einige ähnliche Fälle aus Die Leipziger Volkszeitung" hatte in ihrer Nr. 173 billigerweise gezout wird, wird hoffentlich der Kampjesmuth auch Steglitz und Lichterfelde an, und kam zu der Auficht, daß vom 29. Juli den Bericht über eine Tertilarbeiter- und Arbeite bislang Judifferenter gegen die liberale und für die sozialein großer Theil der Wisstände hätte abgestellt werden können, rinnen- Versammlung aufgenommen. Durch diesen Bericht fühlte demokratische Kandidatur wachsen. Mit vorstehendem wenn die Polizei- Organe, denen die Aufsicht der Bauten obliegt, sich der Direktor der Kammgarnspinnerei Gauzich Adolf Hau- erachte ich die Sache für den Raum des„ Vorwärts" für erledigt." darauf ein wachsameres Auge gerichtet hätten. schild beleidigt und hatte gegen die Genossen Redakteur Richard in allen wesentlichen Punkten der Wahrheit. Die Darstellung unseres Berichterstatters entsprach demnach Die bis jetzt besprochenen Fälle beträfen nur das Maurer Jilge, Metallarbeiter May Paul Jacobsen als Referent und Zimmerergewerbe, aber, so führte Redner weiter aus, in jener Versammlung und Joseph Glanzmann als Verfasser Der Allgemeine Arbeiter und Arbeiterinnenverein gleicher Weise wie diese, haben auch alle übrigen Bauhand Jacobsen bezog sich die inkriminirte Stelle nicht auf den Kläger, am 18. d. Wits. das Andenken des verstorbenen Kollegen Leh= leiden. Deshalb sollten alle Arbeiter ihre Stimme sondern auf den technischen Direktor Büsch el. Dieser hatte mann aus Köpenick in der üblichen Weise und nahm dann erheben, und die unwürdigen Zustände, unter benen nicht Strafantrag gestellt, weil er sich nach den Angaben Hau- einen Vortrag des Genossen Kempf über Zweck und Bedeutung fie leiden, an die Deffentlichkeit bringen, um dadurch einer schild's durch den Word des Kollegen Schwarz in Mühlhausen der Arbeitervereine mit Beifall auf. Unter Vereinsangelegenheiten drohenden Verschlechterung des Unfallgesetzes vorzubeugen. Wenn eingeschüchtert fühlte. Die Klage endete mit einem Ver- machte der Kassirer Arndt bekannt, daß bei dem Vergnügen auch vom Reichstage nicht zu erwarten sei, daß er in Beziehung gleich. Die Beklagten gaben eine Erklärung ab, daß sie den der Filialen Adlershof und Alt- Glienicke am 16. d. M. 14,45 an. auf die Unfallgesez- Novelle den Wünschen der Arbeiter Rechnung Brivatkläger nicht gemeint hätten, ihn auch nicht verlegen wollten. und in der Mitgliederversammlung in Zeesen am 17. d. M. 4,50 M. tragen werde, jo müßten es doch die Arbeiter machen wie die ige versprach auch eine Buße von 30 M. an die Diener für die Wittwe des verstorbenen Kollegen Lehmann- Köpenick ge- Agrarier, die so lange schreien, bis sie gehört und Unterstügungstaffe zur Rione zu zahlen. sammelt wurden und derselben ausgehändigt sind. " feines des Berichts Privatklage erhoben. Nach den Angaben von Berlins und Umgegend ehrte in seiner Mitgliederversammlung Versammlungen. Die Berichte sind nur auf einer, nicht auf beiden Seiten des Papiers, und mit tinte, nicht mit Bleinift zu schreiben. Zwischen den Betten tit genügend Raum zum torrigiren zu lassen. Der Berfasser hat seine vollständige Adresse anzugeben. Der Verein dertscher Schuhmacher, Filiale II, hörte am 18. November einen vortrag Dr. We y 1's über die erste Hiljeleistung bei Unglücksfällen. Die zahlreich besuchte Versammlung bewies, daß die Kollegen Interesse an solchen Vorträgen haben, und es wird als sehr wünschenswerth bezeichnet, daß öster solche Vorträge in den Mitgliederversammlungen gehalten werden. Der Vorsitzende machte noch bekannt, daß zum 1. Dezember Annen Straße 16 eine kombinirte Vereinsversammlung einberufen wird, und forderte die Kollegen auf, sie recht zahlreich zu besuchen. Zu den Stadtverordneten Wahlen. Zum Bericht über die Kommunalwähler- Versammlung im 17. Bezirk, der in der 2. Beilage der Nr. 278 des Vorwärts" veröffentlicht ist, sandte uns der darin als Redner genannte Arzt Dr. Arthur Bern- in ihrer Versammlung am 19. 5. W. einen Vortrag des Genossen stein folgende berichtigende Angaben: " 1. Ich habe Lassalle nicht mit Schmutz beworfen", viel mehr habe ich nur gefagt, er habe Schulze Delitzsch persönlich auf das heftigste angegriffen, obgleich er sicher mehr auf dem Kerbholz gehabt hätte, als Schulze. 2. Den Namen des Herrn Bebel habe ich an jenem ganzen Abend nicht in den Mund genommen. " Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker hörte Kapitals". Nach dem ausführlichen Nevisorenbericht besieht das Meyner über das Thema: Die Kunst im Dienste des Eigenthum der Vereinigung u. a. aus 79 Musikpiècen, mehreren Musikinstrumenten 2c., die Bibliothek aus 35 Bänden; das Baar 111 W. 60 m. wurden für streikende Gewerkschaften bewilligt. vermögen beträgt 397,36., der Sterbe Unterstüßungsfonds 3. Ich habe mich nicht generell gegen die Forderung der. Wehl base. Stollege Schonert berichtete, daß sich die Zu Revisoren wurden gewählt Irrgang, D. Hartwig, Schulärzte gewandt, sondern gegen die Art, wie Herr Stadthagen Abements tonzerte regen Zuspruchs und großer Beliebtheit er diese Frage behandelte. 4. Herr Stadthagen hat mir nicht Irrthümer" und" Geelten; um immer besseres zu leisten, möchten sich die Weitglieder schmacklosigkeiten" nachgewiesen, sondern mir ziemlich unverbl rege an den Proben und Aufführungen betheiligen. wissentliche unwahrheit" vorgeworfen. Diesen men Die Arbeiter affer im Baufach thätigen Branchen waren Vorwurf zu beweisen, werde ich Herrn Stadthagen auschende Gelegenheit vor Gericht geben." Zu dem im lokalen Theil der Nummer 274 des Vorwärts", 1. Beilage, veröffentlichten Nachtrag zum Bericht über die erwähnte Kommunalwähler- Bersammlung schreibt Herr Arthur Bernstein ebenfalls berichtigend: wenn werfer unter denselben oder ähnlichen Uebelständen zu ihre Forderungen erfüut werden. Zum Beweise dessen, daß eine rege Agitation wohl im stande ist, auf die Beschlüsse des Reichstages einzuwirken, verwies Redner auf die Bewegung, die die Tabatarbeiter seinerzeit gegen die orohende Tabafstener- Vorlage mit Erfolg in Szene gesezt haben, und schlug folgende Resolution vor: " Die Versammlung erklärt, daß die deutsche Reichsregierung und der deutsche Reichstag verpflichtet sind, im Interesse der baugewerblichen Arbeiter eine Ausgestaltung des Unfallversicherungswesens nach Maßgabe folgender Forderungen auf gefeßlicher Grundlage durchzuführen: 1. Aufhebung der jezigen absolut zweckwidrigen Organisation der Unfallverhütung und der Feststellung durch die Berufsgenossenschaften. 2. Einführung der obligatorischen, durch das Geseh ausdrücklich vorzuschreibenden und zu regelnden Unfall verhütung. 3. In Verbindung damit Einführung der obligatori. schen regelmäßigen Ueberwachung und Kontrolle sämmtlicher Baubetriebe durch aus öffentlichen Mitteln zu besoldende, mit entsprechenden Bes fugnissen ausgestattete und wie die Fabritiuspettoren vom Unternehmerthum grundsäßlich unabhängige Beamte. Mindestens die Hälfte dieser Beamten ist nach gesetzlich vorzuschreibendem Modus, welcher jede Beeinflussung durch Be hörden oder Unternehmer ausschließt, von der baugewerblichen Arbeiterschaft frei zu wählen, während die übrigen von den zuständigen Behörden zu ernennen sind, jedoch mit der Maßgabe, daß die Ueberwachung und Kontrolle, sowie die Be theiligung an Feststellung der Art, der Ursachen und Folgen des Unfalles von beiden Beamtentategorien ge meinsam ausgeübt wird." von der zur Feststellung der Mißnäude im Baugewerbe eingesetzten Kommission zu Sonntag Vormittag nach Keller's Festsalen eingeladen, um Stellung zu den besagten Mißständen zu nehmen. Genosse Silberschmidt als vertreter der Kommission hielt das einleitende Referat und ging zunächst auf die Entstehung der Kommission und deren Thätigkeit ein. Von den Dresdener Bau1. Ich habe während der Nede des Herrn Stadthagen nur arbeitern, so äußerte sich der Redner, sei im Herbst vorigen Jahres einen einzigen so leisen Zwischenruf gemacht, daß erst auf seine die Anregung zur Aufnahme einer Statistit über die Mißstände Silberschmidt ging hierauf zur Erläuterung der RefoAnfrage ein Genosse rief: er hat gejagt:„ das ist nicht im Baugewerbe ausgegangen. Anhänger der Zentralorganisationen lution über und begründete die Forderung des ersten Punktes wahr"." Demnach ist es unwahr, daß ich mich während des in verschiedenen Städten Deutschlands waren dieser Anregung damit, daß bei dem jezigen Modus der Festellung von Borirages durch überlaute Zwischenrufe bemerklich gemacht habe. gefolgt, und so hätte sich die Kommission gebildet zu dem Zweck, Uniällen der Beauftragte der Berufsgenossenschaft in der Regel erst 2. Ich habe nicht die Ansicht verbreitet, es müsse die Ver- die im Baufach herrschenden Mißstände aufzudecken und vor das zwei bis drei Tage nach dem Unfall erschiene, um die Unfallsammlung wegen des Bußtages gefchloffen werden, sondern ich Licht der Deffentlichkeit zu bringen. In 148 Städten stelle zu besichtigen. Diese Zeit werde dann häufig dazu benutzt, habe ausdrücklich gefagt, daß ich mit Rücksicht auf Herrn Börner seien dahingehende Aufnahmen gemacht worden, wodurch die betreffende Stelle in einen Zustand zu verfegen, der etwaige mich einschränken wolle, da möglicherweise die Polizei Schließung das bisher nur sehr lückenhafte Material soweit er Unterlassungssünden des Unternehmers in Beziehung auf Vers der Versammlung um 12 Uhr verlange( was mir selbst schon gänzt worden sei, daß sich 211111 ein ungefähres Bild hütungsmaßregeln nicht mehr erkennen lasse, wodurch also die paffirt ist). der herrschenden Uebelstände ergeben habe. Was insbesondere die wahren Ursachen des Unfalles verwischt würden. Redner erzählte 3. Es ist unwahr, daß ich bemüht gewesen bin, Unruhe in Arbeiten der Berliner Kommission, die Redner vertritt, anbetrifft, einen selbst erlebten Fall, wo ein Steinträger mit einer Molle Steinen der Versammlung hervorzurufen. so sei sich diese sehr wohl bewußt, daß das von ihr zu tage ge- durch eine unbedeckte Deffnung gefallen und diese gleich darauf 4. Ich habe nicht gesagt, die Handlungsweise Stadthagen's förderte Material bei weitem nicht alle im Bauwesen Berlins zugedeckt worden sei. Als dann später der von der Berus fei nicht schön, sondern ich habe gesagt, es sei von Herrn herrschende Mißstände einschließe. Bei der Kürze der Zeit, die genossenschaft Beauftragte zur Besichtigung erschienen sei, habe Schulz nicht schön, einen solchen Vorwurf beweislos zu erheben. der Kommission für die fraglichen Erhebungen diese begannen man ihm eine etwa drei Meter von der Unglücksstelle entfernte Da ich aber voraussah, daß Herr Stadthagen diesen Zwischenfall erst Ende September d. J. zur Verfügung stand, habe sie nur Deffnung eines Leiterganges als diejenige Stelle bezeichnet, durch benußen würde, um sich einer weiteren fachlichen Diskussion zu einen Theil der Bauten berücksichtigen fönnen, auch sei es be- welche der Steinträger gestürzt sei. Wäre der betreffende entziehen, schlug ich vor, die( übrigens ziemlich gleichgiltige) Sache fannt, daß gerade auf den Bauten, wo die schreiendsten Beamte ein Baufachmann gewesen, dann hätte man ihn zu vertagen, bis Herr Schulz Herrn Stadthagen nähere Angaben Mißstände herrschen, der Zutritt für jemand, der nicht auf dem unmöglich in 10 plumper Weise täuschen tönnen. gemacht habe. Bau arbeite, sehr erschwert werde. Der§ 72 des Unfall= Gesetzes gestatte zwar Den 5. Der durch den ganzen Bericht gehende Verdacht, als habe Aus diesen Gründen seien die Veröffentlichungen der Kome Berufsgenossenschaften den Gilas von Unfallverhütungs- Vorich irgend eine Absicht gehabt, die Versammlung zu stören, ist mission durchaus nicht erschöpfend; was fie aber in Be- schriften; die nordöstliche Baugewerts- Berufsgenossenschaft babe unbegründet. Vielmehr tam mir der durch Herrn Schulz'aiehung auf Mißstände veröffentlicht habe, auch solche herausgegeben, aber nicht in allen Bauten feien sie zu ertheilen. dann Der V finden; ja selbst der zweite Borsigende dieser Genossenschaft habe um dem neuen Statut gerecht zu werden. Gewählt wurden| berg, wegen der Verzögerung in der Einigungsangelegenhet auf den von ihm aufgeführten Bauten diese Vorschriften nicht Wadepuhl als erster, eininal aushängen. Arndt als zweiter Vorsitzender, interpelliren möchten. Such wurde der Wunsch geäußert, daß Der Erlaß und die genügende Bekannt- Hildebrandt als Schriftführer, Neumann als Kassirer die Schöneberger Arbeiter bei den im fommenden Frühjahre vor geseling bounfallverhütungs- Vorschriften müßten deshalb und Stem mwed el als Beisizer. Zum zweiten Kassirer würde sich gehenden Gemeindewahlen in diefer Nichtung ein Mörtchen gefeßlich vorgeschrieben werden; auch sei es nothwendig, den Ar- Meister, zu Bibliothefaren Bufelde und Plöger, zu mitreden. beitern die erforderliche Zeit zur Kenntnißnahme diefer Revisoren Gentsch und Better gewählt. Zum Schluß wurde Kommission, Standpunkt Vorschriften zu gewähren. Die Kontrolle der Bauten durch Fach- auf Antrag Hildebrandt der Gemeindevertreter Schimansky maßen wonach beim Botanischen Garten gewisserdie chinesische Ieute, welche der dritte Punkt der Resolution fordert, würde zur wegen einer gegen ein anderes Mitglied verübten unverantwort von Schöneberg abschließe, Mauer anfange, welche Berlin ftriften Durchführung geeigneter Sicherheitsmaßregeln und zur lichen Handlung einstimmig aus dem Verein aus bureaukratisch wurde für sehr kleinlich und Beseitigung gesundheitsschädlicher Einrichtungen und dadurch zur geschlossen. erklärt. Betont wurde ferner, daß die Verhütung sehr vieler Unfälle beitragen.. streifenden Sattler die Sympathie der Schöneberger Parteis Wenn es auch gelänge, die Gesetzgebung in diesem Sinne zu wurde am Sonntag Nachmittag im großen Gaale der Boruffia es für die Sattler nicht vortheilhafter wäre, wenn sie den ſondergunsten der Aibeiter zu gestalten, so würden die Unternehmer Brauerei eine leidlich gut besuchte Volksversammlung abgehalten, ändern bestrebt sein würden. Den Streit würde jeder für be Für Johannisthal, Niederschönweide und Umgegend genossen besitzen. Demgegenüber gab Reinke zu bedenken, ob Doch bemüht sein, wo immer es möglich wäre, die gesetzlichen Vorschriften zu umgehen; Aufgabe der Arbeiter wo Reichstags- Abgeordneter 3ubeil über die neueste Hetze organisationen sei es daher, über die strengste Durchführung der gegen die Sozialdemokratie sprechen sollte. Da er zur festgesetzten rechtigt anerkennen. Anders sei es aber mit der finanziellen Vorschriften zu wachen; es zeige sich also auch hier wieder die Beit noch nicht erschienen war, wurde telephonisch bei ihm an- Unterstügung. Die Versammlung sei zum größten Theil aus Nothwendigkeit der Organisation. Mit Hilfe derselben könnten gefragt, worauf er mittheilte, er habe den Zug verpaßt und streikenden Sattlern zusammengesetzt. Wenn auch die anwesenden die hier besprochenen Mißstände, deren weitere Aufdeckung man tagt. Zubeil erschien aber auch später nicht, weshalb der Vorsitzende o könne doch für die nicht anwesenden Genoffen keine Garantie fomme mit dem nächsten. Die Versammlung wurde deshalb ver- Parteigenoffen sich zur finanziellen Unterstützung verpflichten würden, sich angelegen fein lassen werde, zum größten Theil beseitigt werden. Die Arbeiter Organisation sei eine den 3. Punkt der Tagesordnung:„ Das Verhalten der Behörden übernommen werden. Wenn bisher auf Sammellisten nicht geMacht, mit der die Unternehmer rechnen und die gegen die Lokalinhaber" zuerst zur Verhandlung brachte. Die zeichnet worden sei, weil der Stempel der Gewerkschafts- Kommission sie respektiren müßten. Die organisirten Bauhandwerker Saalabtreiberei steht auch in den schon genannten Orten, über fehle, so würde es auch ferner so bleiben. Pörsch betonte würden auch ferner statistisches Material sammeln und verwelche Rittmeister a. D. von Oppen: Adlershof als Amts- darauf, daß es weniger auf die finanzielle Unterstützung als auf öffentlichen, bis man sie höre und ihre gerechten Forderungen Anzahl von Wirthen, bei denen die beauftragten Genossen wegen hat. Noch nie sei es dagewesen, daß hier eine Volksversamm vorsteher gesetzt ist, in Blüthe. Dies beweisen die Aussagen einer tionirung eines Streits hielt Reinte aber nicht für stattdie Sanktionirung des Streits ankomme. Derartige Sant bewillige. Nachdem Zimmerer Rickert und Klempner Tramme Hergabe ihrer Lofale zu Vereins- oder öffentlichen VersammDies fei Sache der einige Uebelstände aus ihrer eigenen Erfahrung angeführt hatten, verlesenen Aeußerungen der Wirthe hatten fast alle den Refrain: Gewerkschaft oder des Gewerkschaftskartells. Köster wies lungen vorstellig wurden. Die vom Vertrauensmann John lung einen Streik sanilionirt habe. beantragte David, mit Rücksicht auf die nicht sehr zahlreich be-„ Ich darf es nicht mit der Polizei verderben". Der eine hat ver- darauf hin, daß der Streit bereits von der Gewerkschaft der fuchte Bersammlung die Diskussion zu schließen und die einzelnen längerte Polizeistunde und will diese nicht gern verlieren, ein Sattler sanktionirt sei. Auf eine offizielle Sanktion komme es Sattler fanttionirt sei. Auf eine offizielle Sanktion fomme es Gewerkschaften zur Erörterung des heutigen Themas zu veranlassen, anderer hat diese noch nicht und möchte sie gern bewilligt er- demnach nicht an. Etwas anderes sei es, wenn die Volks die dann ihrerseits für recht zahlreichen Besuch einer demnächst halten, wieder andere bauen oder haben überhaupt noch feine versammlung den Streit für berechtigt erkläre und sich verpflichte, zu veranstaltenden Versammlung aller im Baufach beschäftigten Konzession und müßten sich daher nach ihrer Meinung um so nach Möglichkeit die Streifenden zu unterstützen. Für letzteres Arbeiter agitiren sollen. Dieser Antrag wurde angenommen und mehr vor der Polizei in acht nehmen. Fast alle Wirthe ließen sprach sich auch Jäckel aus, welcher hoffte, durch einen der den Vertretern der einzelnen Gewerkschaften auch Sozialdemokraten als Gäste sehr willkommen wären. ausüben zu können. Schubert als Beisiger zum Gewerbees erklärte sich dann Karl Panser, Golftr. 39, bereit, durchblicken, daß, wenn kein polizeilicher Druck bestände, ihnen artigen Beschluß einen heilſamen moralischen Druck auf die Ber jede auf diese Frage bezügliche Auskunft& Ergo fouten sich doch die Wirthe einig fein, liner Gewerkschaftskommission und deren Bureaufratismus" Töpfer Hagen bemängelte die Angaben, die in der von der wäre die Macht des Amtsvorstehers in dieser Hinsicht gebrochen. gericht gab das Versprechen ab, in dem gewünschten Sinne Kommission aufgestellten Statistik über die Höhe der Töpferlöhne die doppelte Pflicht, mehr als bisher die Lokal- Lifte zu beachten frage, ob sich eine Volksversammlung in gewerkschaftliche Für die Parteigenossen ergebe sich aus den Antworten der Wirthe den Vorsitzenden zu interpelliren. In Beziehung auf die Streitgemacht sind, und wünschte zu wissen, von wem diese Angaben und in ihren Bekanntenkreisen ebenfalls dafür zu agitiren, daß Angelegenheiten eingumischen habe, verwies er auf den letzten herstammen. Die Vertrauensleute sowie die Vertreter der die Arbeiter die Wirthe unterstützen, in deren Lokalen ihnen Buchdruckerstreik, wo dieselbe Taktik befolgt worden sei. Im Buchdruckerstreit, wo dieselbe Taktik befolgt worden sei. Im Organisation wären dabei nicht zu Rathe gezogen worden. auch mal Gelegenheit gegeben ist, sich über ihre Lage zu übrigen erflärte er sich voll und ganz für den Streik. Die VolksZimmerer Rickert erklärte, die betreffenden Angaben rührten vom Töpfer Babiel her, was dieser aber in Abrede stellte. Er besprechen.( Beifall.) Bon solchen Lokalen stehen den Ar- versammlung nahm schließlich einstimmig eine Resolution an, beitern offen: In Nieder- Schönweide: Brauerei Borussia; worin fie den Streif für voll berechtigt erklärte und hätte zwar über andere Zustände im Töpfergewerbe, nicht aber Hanisch, Zum Kurfürsten; Marsante, Schweizerhaus, sich verpflichtete, die Streikenden moralisch und finanziell nach über Lohnhöhe Angaben für die Kommission gemacht. Nach einer Behauptung Singe's, die Kommiffion hätte Restaurant averlandt und in Johannisthal: Senft nahe gelegt, sich ihrer gewerkschaftlichen wie auch der poli und Strecker, Grünauerstraße 5; in Ober- Schönweide: Möglichkeit zu unterstützen. Den Schöneberger Arbeitern wurde unter Ausschluß der Deffentlichkeit, ohne Wissen der organisirten leben' 3 Volksgarten und Arbeiter gearbeitet, deshalb wäre auch diese Versammlung( aller.) Eine Resolution, worin die Versammlung den Henneberg's Nachfolger tischen Organisation, dem Arbeiter- Bildungsverein, anzuschließen so schlecht besucht, erflärte Silberschmidt, daß den lekten Ausführungen John's zustimmte und sich verpflichtete, Mitgliedern der hier in Frage kommenden Organisationen das in diesem Sinne zu wirken, wurde einstimmig angenommen. Die Redaktion ftellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür Sprechlaal. Borhaben der Kommission wohl bekannt gewesen sein müsse. Sierauf gab der Vertrauensmann bekannt, daß die Genossen abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Nach Lage der Sache hätte die Kommision nicht öffentlich geeißer, wählt werden können, denn wenn den Unternehmern Zweck und ihren Verpflichtungen der Partei gegenüber nicht nachkommen. Brumme und Borsig( Zeitungsspediteur) Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Absicht derselben befannt gewesen wäre, hätten sie jedenfalls die Dem Abgeordneten 3ubeil wurde für sein Ausbleiben vom Inhalt desselben identifizirt zu werden. Arbeiten dadurch zu hintertreiben gesucht, daß den Mitgliedern Borsigenden eine Rüge ertheilt. An stelle Zubeil's trat Litfin der Zutritt zu den zu untersuchenden Bauten unmöglich gemacht in die Bresche und löste seine Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit worden wäre; andererseits sei auch die Zeit zu kurz gewesen, der Versammelten, wofür ihm reicher Beifall zu theil wurde. um erst viele Formalitäten zu erledigen, da das von der Rom An der Diskussion betheiligte sich Gallasch im Sinne des miffion gesammelte Material spätestens bei Zusammentritt des Referenten. Da Gegner nicht das Wort begehrten, wurde hierauf Reichstages diesem überreicht werden sollte. Nur aus diesen die Verfan mlung mit einem Hoch auf die allzeit tampfbereite Gründen sei die Kommission so verfahren, wie es geschehen. Sozialdemokratie" geschlossen. Die hiesige Filiale des Vereins der graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen verhandelte am 21. d. W. zunächſt Schöneberg. Der Streit in der Militär- Anhänger der Wiesemann'schen Richtung" galten, ganz ent fiber die übliche Weihnachts Unterfügung arbeitslofer Stollegen. effetten Fabrit von Scholz Nachfolger( de la schieden für die Rechnungslegung eingetreten ist. Der Wunsch Man beschloß, daß an Verheirathete 12 M., für jedes Kind Croix) in Schöneberg beschäftigte am 24. d. M. eine gut be- des Vertrauensmannes, sofort abrechnen zu dürfen, stieß bei 1,50 M. und an unverheirathete, sowie an weibliche Arbeits- fuchte Volksversammlung. Börsch Rigdorf gab eine Schilde Wiesemann und bei denjenigen auf Widerspruch, die sich wenig lose 10 M. gezahlt werden sollen. Borbedingung zum Bezuge diefer rung der schon bekannten lisachen und des Verlaufs des Streifts. oder gar nicht um die Praktiken der Herren Wiesemann Unterfügung foll eine 26- refp. 18wöchentliche Mitgliedschaft Ter Streit dauert bereits sechs und eine halbe Woche. Die Si- und Genoffen gefümmert haben. Hat es doch bisher noch keine und eine Arbeitslosigkeit von mindestens 8 Tagen sein. Dann tuation ist insofern günstig, als in der Fabrit, wo vor dem Lohnkommission und kein Vertrauensmann seit dem Bestehen der wurde ein Vorschlag des Borstandes:" Bur befferen Agitation Streit 42 Arbeiter beschäftigt waren, gegenwärtig unr 3-4 Ar- totalen Bewegung der Mühe werth gehalten, öffentlich Rechnung und zur Entlastung Schöpfe's von jeder in in unserer beiter thätig sein sollen. Einen Einigungsversuch vor dem zu legen, wie Kollege Emmerich als jeziger Vertrauensmann es Gewerkschaft vertretenen Branche einen Vertrauensmann zu wählen", Schöneberger Gewerbegericht lehnte der Fabrikant ab. Der wollte. Es paßt Herrn Wiesemann und Genoffen durchaus lebhaft erörtert. Von der Wahl der betreffenden Personen nahm Referent rügte bei dieser Gelegenheit das überaus langsame nicht in den Kram, daß in ihren Reihen sich Personen befinden, man jedoch wegen des schlechten Bersammlungsbefuchs Abstand; Arbeiten des Schöneberger Gewerbegerichts gegenüber dem Ber- die auf diese selbstverständliche Pflicht Werth legen; glaubten die zur Erledigung der Angelegenheit sollen öffentliche Branchen: liner Gewerbegericht. Eine und eine halbe Woche hätten die Herren doch, sich mit dem Hinweis auf den Alexanderplatz einen verfammlungen einberufen werden. Wegen des in der Berliner Arbeiter auf einen Bescheid warten und sich denselben schließlich schönen Wauwau geschaffen zu haben, und daß dieser Hinweis Filiale nach und nach entstandenen Defizits, also aus Sparsam- holen müssen. In einer Schilderung des Herrn de la Croix auch noch nicht ganz versagt, hat ja leider der Verfeitsrücksichten, war vom Hauptvorstand angeregt worden, das führte der Referent unter anderem zur höchsten Verwunderung lauf der letzten Versammlung bewiesen. Jedenfalls werden Unnonciren der Versammlungen im Vorwärts zu unterlassen. der Versammlung an, daß seine Arbeiter auch für die in der die Kollegen noch lange auf die Abrechnung warten Hierüber entspann fich eine längere Debatte, in der sich fast fabrik erforderlichen Maschinen zum theil Sorge tragen müßten. tönnen, wenn sie nicht ganz energisch darauf dringen. Vor allen fämmtliche Redner gegen eine derartige Neuerung aussprachen. Ob dem Fabrikanten die Lieferungsfristen von der Militärbebörde Dingen follten die Kollegen zu derartigen Aemtern Personen Die Versammlung verwarf socann die geplante Aenderung mit verlängert worden sind, wußte der Referent nicht mit Bestimmt wählen, die jederzeit in der Lage sind und sich nicht scheuen, allen gegen zwei Stimmen. heit anzugeben, doch glaubte er dies annehmen zu dürfen.( Eine öffentlich den Kollegen Rechnung zu legen, statt solcher, die dies entsprechende Anfrage ist bereits an das Kriegsministerium ge- durch allerlei Scheingründe zu vermeiden suchen. Am besten wäre Adlershof. Im Sozialdemokratischen Arbeiter richtet.) Die Streifenden halten fest zusammen und sind gewillt, es, wenn die Kollegen sich dazu ermannen würden, diesen Pers Bildungsverein für Adlershof und Umgegend sprach am den Streit bis zum äußersten fortzuführen. Der Referent ersonen den wohlverdienten Lauspaß zu geben und sich dem Ver21. November Genosse Tr. Joël über das Thema" Religion suchte, den Streik zu sanktioniren und die Streifenden zu unter- band der Schneider und Schneiderinnen anzuschließen, wo über und Sitte im Lichte der Naturwissenschaft". Mit einem warmen füßen, da die Berliner Gewerkschaftskommission sich für uns derartige Sachen nicht erst lange diskutirt zu werden braucht, Appell an die Anwesenden, troß aller Vorkommnisse und Anzuständig erklärt habe, einen Schöneberger Streik zu sondern wo die öffentliche Abrechnung selbstverständlich ist. feindungen treu und fest zur Sozialdemokratie zu stehen, schloß fanftioniren. Die allgemeinen wie besonderen Verhältnisse Wilhelm Wendt M. Emmerich der Redner seinen mit großem Beifall aufgenommenen inter- der Arbeiter wurden in der Debatte kritisch beleuchtet. Muladsstr. 13, Hof 2 Tr. essanten Bortrag. Hierauf trat die Versammlung in die Vorstands- Man Schönhauser Allee 174. wünschte, daß die Arbeiterbeisiger vom GewerbeOtto Stegemann wahl ein, da der bisherige Vorstand sein Amt niedergelegt hatte, gericht dessen Borsigenden, den Amtsvorsteher von SchöneWeißenburgerstraße, Hof 3 Tr." Volks- Kraft- Kaffee ( anorkannt bestes Fabrikat der Jetztzeit) Niederlagen vergiebt: A. Glaeser, Wartenburgstr. 28. Fernsprecher VI. 2177. Rum, 3101L* anerkannt gut, Literfl. à 1,10, 1,60, 2,10 M., bei 5 Flaschen 10 Pf. billiger. Glühwein- Extrakt, ausgezeichnet, Liter 1,20 m. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeer- Saft, vorzüglich, Liter 1,20 m. Med in. Ungarwein, beste Qualität, Literflasche 2.10 m. Cognac fine Champagne à Fl. 3,50, à Fl. 4,50, à Fl. 5,50 m. empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin * ** Eugen Neumann& Co. 6a Belle- Alliance- Platz 6 a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Oranienstr. 8. 29 Genthinerstr. 29. 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" Herren- und Knaben Konfettionsschneider, den Zu dem Bericht über die Versammlung der wir in Nr. 272 des Vorwärts" veröffentlichten, ging uns fol gende Mittheilung zu:„ Der Versammlungsbericht befaßt sich des näheren mit der beabsichtigten Rechnungslegung des Vertrauensmannes und fährt dann wörtlich fort: Großes Befremden erregte es, daß gegen diesen Wunsch energisch protestirt wurde." Um etwaigen Mißverständnissen vorzubeugen, möchten wir feststellen, daß ein großer Theil der Kollegen, die bisher als 33 pCt. unter Preis " verkaufe von heute ab wegen Verlegung meines Geschäfts sämmtliche Herren- und Knaben- Garderoben so lange der Vorrath reicht. Winter- Paletots von Hohenzollern- und Pelerinen Mäntel Herren- Anzüge von Elegante Bukskin- Hofen von. Knaben- Anzüge und Mäntel von . • 36762* 8,50 M. an 15,-. an 9,50 H. an 3,-. an 2,35. an Paul Entrich, Koppenstraße 46. Nach beendeter Inventur gelangen grosse Vorräthe meiner Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! Teinenwaaren!! 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