BERLIN Freitag 25. Mi 1928 10 Pf. Nr. 245 B121 45. Jahrgang. K r: O/y/ /I/ 1/ /// An,-ige«pr-t<- Di- einspaltig- N°np°«ill-,.il, tomimi\m JrJ. w A/ J-J* 80 Pf.. R-kl-m-.-iIt S M. Ermaßigung-n nach T°nf. � � OnClfälli&QCL&G Xißh f» KDtTtrtJ�TÖÖ P»ftsch--kk°nt-: V°rn.Srt-.V-rlag G.m.b.H.. Redaktion und Expedit, on: Berlin SW68,LlndenKr. 3 � ewrwwwywwxy JJ r** ¥ W%*sr TU Berlin Nr.»7536. Fernsprecher: Dönhoff 292 bi< 2,7. .Mchtsihung in derLindenstrahe Verhaftung im Kalle Zaeubowski. politische Finten. Die Kommunisten haben schwere Sorgen. IHe politische Auswertung des Wahlergebnisses ist begreiflicher� weise Gegenstand des Interesses in allen Parteilagern. Besonders di« Dentschnationolen bemühen sich, den bürgerlichen Mittel. Parteien klarzumachen, daß sie in eine Sackgasse gerieten, wenn sie rntt der Sozialdemokratie zusammen eine Koolitionsregiermig bilden würden. Bei den Kommunisten herrscht Arbeitsteilung auch auf diesem Gebiete. Das kommunistische Morgenblatt schlägt mit lenin- stalinistischen Keulen auf die„sozialdemokratischen Führer' los, die Slbendleuchte muß dagegen mitpolitifchemHintertreppen. klatsch aufwarten, und das Blatt des Urbohns-Bundes erklärt beide für Verräter am heiligen Leninismus! Man hat danach die Auswahl. Die letzte Ausgabe des kommunistischen Abendorgans brachte leine phantastische Geschichte über geheimnisvolle Verhandlungen, die angeblich im„sozialdemokratischen Parteihaus in der Lindenstraße' bis abends 9 Uhr unter Mitwirkung des Reichstagspräsidenten Lobe und einiger Minister abgehalten worden seien. Dort sind angeblich schon die Ministersitze verteilt worden, und das Kommunistcnblatt »lacht den Sozialdemokraten bitter zum Vorwurf, daß sie nicht einmal das Reichsarbettsministerium übernehmen wollten. Sie beabsichtigen, so heißt es wörtlich,„sich von der Besetzung des für die Ar» beiterfchaft allerwichtigsten Ministerpostens von vornherein zu drücken'. Nun will sich bekanntermaßen die Kom- vtunistische Partei überhaupt und van allen Aemtern in der Regie- rung.von vernherein drücken', aber das macht in dem Hintertreppe nblatt nichts aus.... Tatsächlich sind alle diese Nachrichten, als ob der sozialdemo- krattsche Parteivorstand mit irgend jemand eine Unterhand- lung über die Bildung einer K o a l i t i o n s r e g i e- rung im Reiche aufgenommen hätte, völlig frei erfunden, be- ßanders die Ammenmärchen des kommunistischen Nachtlichts. Kritz Nogens verhaftet. iOer Mitwisser am palinger Mord auf der Flucht in Bremen Wie ein Mittagsblatt meldet, ist der flüchtige Hauptzeugc und Mitwisser am Mord von Palingen, Fritz Rogens, in Bremen verhaftet worden; er hat bei seiner Vernehmung Aussagen gemacht, die den Hingerichteten Jacubowski entlasten. wie wir dazu hören, lrisst die Meldung zu. Der flüchtige und steckbrieflich verfolgte Zeuge im Takubowski-Prozeß, Friß Rogens, ist jedoch bereits vor zehn Tagen in Bremen. wo er arbeitete, verhaftet worden. Er wurde von der Staats- anwallschasl Reu-Strellh in Bremen selbst vernommen und dann erst vor drei Tagen von einem bremischen Kriminalbeamten in das Untersuchungsgesängnis Schönberg in Mecklenburg gebracht. Es ist auffällig, daß über diese entscheidende Verhaftung kein Wort in die Oesfentlichkeit gekommen ist. Auf Antrag des Neu-Strelitzer Staatsanwalts wurde sämtlichen Behörden da- rüber strengstes Stillschweigen auserlegt, das auch die Bremer Behörden innegehalten haben. Die Untersuchung liegt noch wie vor in den Händen des Oberstaatsanwalts Müller, der die Anklage im Prozeß Iakubowfki vertreten hat, mit dem Erfolge, daß dieser zum Tode verurteilt wurde. Festungsstrasen im Kommunistenprozeß Das Ende des Braun-prozesses vor dem Reichsgericht. Leipzig. 25. Mal. 3m Sominunislcnprozeß— dem sogenannten Braun-Prozeß— wurde heule mittag nach mehrwöchiger Verhandlung das Urteil ver- kündet, wegen Vorbereitung zum Hochverrat und vergehen nach ß 7 Absah 4 des Republikschutzgesehes werden verurteilt: Oldenburg und Dalisdan zu je 1Z4 3ahren Aestungs- Haft und 150 Mark Geldstrafe und G a n z zu einem 3ahr Festungshaft und 100 Mark Geldstrafe. Müller wird wegen Mangels an Deweisen freigesprochen. Die Geldstrafen und drei bis fünf Monate der Freihcttsstrafen ad ».„----------------------- � �. D/e Eisstadt auf Spitzbergen. Blick auf die Grubenstadt Kingsbay auf Spitzbergen mit dem Luttschiff„Italia" (im Hintergründe links) und der Notballe(Mitte), von wo aus die„Italia" zu dem erfolgreichen Fluge nach dem Nordpol startete. S i n g s b a y. 25. Mai. Die..Italia' hat mit schweren widrigen Minden zu kämpfen. Ihre Ankunft wird gleichwohl hier noch erwartet. Der Rückflug der.Ltolia' vom Nordpol gestaltet sich infolg« heftigen Gegenwindes sehr schwierig. General Nobile hat dem Kommandanten der„Eiita di Milano' mitgeteilt, er könne nur eine Geschwindigkeit von 40 Kilometern in der Siunde erreichen. Der Aufenthalt am Nordpol habe zwei Stunden gedauert. Der Rückflug erfolgte anfänglich längs des 2ö. Meridian westtich von Grecnwich durch Nebel in einer Höhe von 1000 Meiern. Nobile wird heute vormittag gegen 10 Uhr in der Kingsbay zurückerwartet. Der starte Nordwind hat erst gegen Morgen etwas nachgelassen, so daß das Luftschiff seine Geschwindigkeit erhöhen konnte. Morgens Z Uhr war es noch 3000 Kilometer von der Kingsbay entfernt. Auf Spitzbergen ist der Himmel bedeckt bei mäßigen Winden. Lleberfall im Eilzug. Revolver— Noibremse— und ein flüchtender Räuber. Ein verwegener lleberfall. der noch der Klärung bedarf. wurde vergangene Nacht in dem Fernzug L e i p z i g. der kurz vor 12 Uhr den Anhalter Bahnhof verlassen halle, verübt. Ein reisendes Paar wurde von einem etwa 25jährigen Mann mit vorgehaltener Pistole zur Herausgabe des Geldes aufgefordert. Durch die Geistesgegenwart des Mannes, dem es gelang, die Notbremse zu ziehen, muhte der Bäuber sein heil in der Flucht suchen. Er sprang von dem haltenden Zug und entkam in der Dunkelheit. Das Überfallene Paar, sin Leipziger Kaufmann und eine Ber- linerin aus der Flensburger Straße hatten in einem geschlossenen Abteil 2. Klasse des Fernzuges Platz genommen. Andere Reisende befanden sich nicht in dem Kupee. Kurz vor 12 Uhr setzte sich der Zug zur fahrplanmäßigen Abgongszcit in Bewegung. Die beiden Reisenden waren gerade mit dem Ordnen ihres Reisegepäcks beschSstigt, als plötzlich, nach ihren Angaben, kurz hinter dem Bahnhof Großgörfchenftraße. die Kupeelür ausgerissen wurde und ein jüngerer Mann mit erhobener Pistole nnd mit dem Ruf eintrat:„Hände hoch, bei dem geringsten versuch des Widerslandes schießt ich.' Geben Sie mir 3hr Geld heraus.' Die Ueberfallenen waren zunächst so überrascht, daß ein Widerstand auch aussichtslos erschien und sie Miene zum bösen Spiel machen mußten. Der Mann überreichte, immer nach seinen An- gaben, dem Täter.seine Aktentasche mit dem Bemerken, daß t�ich betm(cäe Barjchop bepode. Ä» dem Ai�eobkck. als der pwgtet«od Hit, Räuber die Aktentasche an sich riß und die Pistole sinken kieß, gelang es dein Ueberjallenen, seinem Gegner einen Stoß zu ver- sehen und die Notbremse zu ziehen. In der nächste» Sekunde riß seine Begleiterin das Fenster auf und rief laut um Hilfe. Der Zug kam in unmittelbarer Näh« des Bahnhofs Lichterfelde-Ost zum Stehen, und von allen Seiten eilt« das Bahnperjonal herbei. Die augenblickliche Verwirrung benutzte der Räuber zu seiner Flucht. Er lief über die Gleise hinweg, den Bahnabhang hinunter und entkam in der Dunkelheit unerkannt. Di« sofort aufgenommene Verfolgung durch Beamte der Polizei verlief völlig ergebnislos. Eine genaue Beschreibung des Eifenbahnräubcrs konnte nicht gegeben werden. Er soll 1,75 Meter groß und etwa 25 Jahre alt sein. Er trug einen grünen Hut und war unrasiert. Die Polizei ist mit der weiteren Aufklärung des selt- samen Vorfalles noch beschäftigt. Ein im NebenabtFil der 3. Wagenklasse Reisender will plötzlich einen Schatten auf dem Tritt- brett gesehen haben, glaubte ober sich getäuscht zu haben und maß seiner Beobachtung deshalb keine besondere Bedeutung bei. Der Räuber muß in dem großen Laubengelände a m P r i e st e r-' weg entkommen fein. Auch die Berliner Kriminvlpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Mitteilungen zur Auf- klärung nimmt der Leiter des Raubdezernats, Kriminalkommissar Werneburg, im Zimmer 80 des Polizeipräsidiums entgegen. Der Räuber ist ein Mann in mittleren Jahren und etwa 1,75 Meter groß. Er hat ein unrasiertes Gesicht mit schwarzen Bort- stoppeln, sprach aber gutes.Deutsch uod trug grünen Loden- Ein Mann, der nicht gepfändet wird Oer Syndikus, der Theaierdirekior, der Gerichisvollzieher. Im vorigen Jahre vertrachte die„Volksbühne der west- "iichcn Vororte" in Stegtitz. Der Vorstand dieser„Volksbühne", Herr Hetmuch von Pressentin— ein Bruder des im Stettiner Fememordprozeß bekanntgewordenen Majors von Pressentin — hat darauf im Oktober 1927 den Direktor B e r t h o l d fristtos entlassen und wurde vom Arbeitsgericht zur Zahlung des damals schon rückständigen Gehalts oerurteilt. Die von Pressentin eingelegte Berufung blieb erfolglos und das Landesorbeitsgericht verurteilte ihn außerdem noch zur Bezahlung des Gehalts bis Ende Dezember 1927. Soweit wäre alles in Ordnung. Aber Herr von Pressentin bezahlt nicht. Er ist zwar Bewohner einer 16-Zimmer-Villa und steht im Telephonbuch verzeichnet als Vorstand der Industrie- Erzeugnis A.-G. und als Syndikus industrieller Verbände, verfügt also über ein erhebliches Einkommen, aber er läßt es trotzdem zur Pfändung kommen. Dabei versteht er es in geschickter Weise, die Pfändung durch allerlei Manöver zu verschleppen und der ent- lassene Direktor, der inzwischen in Not geraten ist, hat dos Nachsehen. Kommt der Gerichtsvollzieher, um den bekannten Bogel auf die Möbel zu kleben, dann wird Versteigerung durch eine Kunsthandlung beantragt, weil die gepfändeten luxuriösen Möbel angeblich hohen K u n stw e r t hätten und bei einer gewöhnlichen Versteigerung nicht genügend erlöst werden könnte. Diesem Antrag wird stattgegeben, dadurch entstehen neue Verzögerungen und Kosten, weil kein Kunst- salon bereit ist, die Versteigerung ohne größere Vorschüsse zu über- nehmen. Die kann aber der Gläubiger nicht ausbringen. So hat es Herr von Pressentin seit einem halben Jahr verstanden, sich um die Bezahlung des nach dem Urteil des Landesarbeitsgerichts zu er- stattcnden Gehalts herumzudrücken. Es ist über die Sache schon eine erhebliche Menge Papier beschrieben und viel Tinte verspritzt worden, aber Geld erlangen. war von dem adeligen Syndikus bis heute nicht zu Der zuständige Gerichtsvollzieher in Lichterselde, der seinen adeligen Kunden und dessen Praktiken schon aus anderen Zwangsvoll- streckungsverfahren kennt, hätte wohl schon eine Möglichkeit finden können, den Herrn von Pressentin persönlich anzutreffen, um ihm Bargeld oder Schmucksachen zu pfänden. Er macht aber die Bor- nähme einer Pfändung von der Erlegung eines Vorschufses abhängig. Vom Vertreter des Gläubigers darauf aufmerksam gemacht, daß es sich uin rückständige Forderungen aus dem Arbeitsver- h ä l t n i s handelt, daß also nach§ 9 des Arbeitsgerichtsgesetzes keine Gebührenoorschüsse erhoben werden dürfen, er- klärt der Gerichtsvollzieher, er fordere ja keine Gebührenoorschüsse, sondern„A u s l ag e nv ors ch ü ss e". Beschwerden beim Amts- gcricht Lichterfelde werden zurückgewiesen, obwohl das Arbeits- gerichtsgcfetz in klarster Weise den Willen des Gesetzgebers zum Ausdruck bringt, daß dem Gläubiger keine Verzögerung oder Er- fchwerung durch Erhebung von Vorschüssen durch den Gerichtsvoll- zieher entstehen sollen. Hier handelt es sich um eine g r u n d- sätzliche Frage. Wenn der Gerichtsvollzieher bei Pfändungen, die durch Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis entstanden, jeweils Dorschüsse erheben darf, wenn er sie nur.Auslagenvor- fchüsse" statt Gebührenoorschüsse nennt, so würde damit der de- sondere Schutz des Gläubigers, der durch den§ 9 des Arbeitsgerichts- gesetzes geschaffen wurde, jederzeit auf einfache Weise umgangen werden können. Dos war aber sicher nicht der Wille des Gesetz- gebers. Der Fall des adeligen Syndikus mit seiner luxuriösen 16-Zimmer-Villa zeigt dies mit aller Deutlichkeit. kommen. Kein Tropfen Wasier zu trinken, kein Stück eine» gefallenen Viehes oder eines verendeten Vogels zu berühren. wurde ihm erlaubt. Nach Tagen ging es elend zugrunde? als es aus Schwäche fiel, trampelte die Herde es zu Tode. Ein unscheinbarer Kadaver, einige Hautfetzen, ein paar zer- brochene Knochen, das war all«, was von dem Raubtier der Wüste zum Vorschein kam, als die schweigende Herde die Richtstätte des Räubers verließ und friedlich und unaufhalt- sam über die Steppe zu neuen Futtcrplätzen weiterzog. Die Elternbeiratswahlen. Von Kurt Löwenstein. Am 17. Juni finden in Preußen die Elternbeiratswahlen für Volks-, Mittel- und höhere Schulen statt. Man kann darüber im Zweifel sein, ob der Termin so kurz nach den politischen Wahlen und so nahe vor den Sommerserien gut gewählt ist. Auf alle Fälle dürfen diese Wahlen besonders von den sozialistischen Eltern nicht nachlässig behandelt werden. Die Elternbeiratswahlen in Hamburg, die mitten in der großen politischen Wahlbewegung stattfanden, sollten unseren Eltern ein Vorbild sein. Unsere Hamburger Genossen haben mit ihren Listen eine überwältigende Mehrheit erzielt und den Beweis geliefert, daß man mit den sozialdemokratischen fortschrittlichen Schulforde- rungen kämpfen und siegen kann. Die preußischen Elternbeiratswahlen sind in doppelter Hinsicht von Bedeutung. Di« Elternbeiräte können, wenn sie ihre Aufgabe ernst nehmen, ein wichtiger Faktor für den sozialen Aufbau unseres öffentlichen Schulwesens werden. Die modernen Probleme der schulischen Erziehung sind ohne die aktive Teilnahme der Eltern- fchnft überhaupt nicht zu lösen. Ohne eine innere Verbundenheit von Eltern und Schul« ist eine lebendige Einheitlichkeit in der inneren Entwicklung des heranwachsenden Geschlechts schlechthin unmöglich. Di« wirtschaftliche Unsicherheit, besonders der Arbeiter- klaffe, und die geistige Ungeklärtheit unserer Zeit verlangen gebiete- risch nach der gegenseitigen Befruchtung fachlich unterrichtlicher Be- tätigung des Lehrers und der natürlichen sozialpädagogischen Ein- stellung des erziehungeberechtigten Laien. In einer Reihe unserer weltlichen Schulen ist dieses Zusammenwirken lebendig und weist beglückende Ergebinsf« auf. Diese Schulen haben eine wunderbare Lebenswärme und Lebensnähe, und viele EUern haben, nachdem die kapitalistische Entwicklung ihnen einen großen Teil der Familien- «ntwicklung zerstört hat, durch ihre Mitwirkung in der Schule eine neu«, moderne Erziehungsfunktion gefunden. An vielen Schulen sind die Tendenzen des Obrigkeitsstaates und des Monarchismus noch nicht ausgestorben. An diesen Schulen sind die Eltern not- wendige und auch berufen« Wächte? einer Erziehung, die mit der Verfassung und den modernen gesellschaftlichen Forderungen über- «instimmt. Man kann und muß die Schulreaktion, wo sie gröblich die Verfassung verletzt, mit allen Mitteln schulaufsichtlicher und öffentlicher Kritik bekämpfen. Und wenn das mit Energie geschieht, dann werden die Erfolge auch nicht ausbleiben. Doch viel wichtiger ist die stete innere Aufbauarbeit, ist das Hineinwachsen der Schule in die großen gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit. Für diese Aufgabe sind die sozialistischen Elternbeiräte die berufensten Mittler. Die Elternbeiratswahlen haben jedoch auch eine große p o l i- tische Bedeutung. Di« Schulreaktion beruft sich gern auf das Ergebnis dieser Wahlen, um ihren konfessionellen und reaktiv- nären Absichten einen„demokratischen" Mantel umzuhängen. Nun sind die Elternbeiratswahlen gewiß niemals ein genauer Maßstab für den politischen Willen. Schön die geringe Beteiligung, die oft- mals nur ein Zehntel der Gesamtelternschaft beträgt, zeigt die dema- gagische Ausnutzung, die in diesem Argument liegt. Viele„christlich unpolitische" Elternbeiratslisten werden von geistlichen und reaktiv- nären Schulleitern gemacht. Doch die sozialdemokratischen Eltern sollten der Reaktion dieses billige Argument nicht liefern. Die großen politischen Wahlen haben der politischen Reaktion die längst verdiente Katastrophe bereitet. Es kann und wird auch schulpolitisch aufwärts und vorwärts gehen, wenn die sozialdemokratische Elternschaft ihre Pflicht tut und durch einen großen Sieg bei den Elternbeiratswahlen«ine günstig«, schulpolitische Situation vor- bereitet. Schon in kurzer Zeit werden überall die zweiten amtlichen Elternversammlungen stattfinden, in denen der Wahlvorstand gc- wählt wird. Unsere Eltern haben die Pflicht, in den Elternversamm- lungen dafür zu sorgen, daß die Vertreter des Schulaufbaus in den Wahlvorstand hineingewählt werden. Es ist ein schönes Zeichen von der positiven Einstellung, die unsere Eltern zur Schule haben, daß sie ihre Kampfforderungen in der Bezeichnung„Schulaufbau" zu- sammengefaßt haben. Vor allen Dingen aber müssen sofort die Kan- didatenlfften aufgestellt werden und mit den notwendigen Unter- fchriften ordnungsgemäß eingereicht werden. Es gibt keine Schule, an der nicht«ine große Anzahl von sozialistischen und mit den sozialistischen Forderungen sympathisierenden Eltern Kinder haben. . An ollen Schulen müssen einige aktive Genossen nur sofort die Sache in die Hand nehmen und die Mühen der Aufklärung und der Orga- nisierung nicht scheuen. Elternbeiratswahlen schlagen nicht die starken Wellen der hohen Politik; sie sind erfolgreich nur in der zähen Kleinarbeit durchzuführen. Aber die Sozialdemokratie verfügt glück- licherweise über ein großes Heer von in der Kleinarbeit geschulten Genoffen. Die letzten Wahlen waren ein erneuter Beweis für den opferwilligen Idealismus, der die Arbeiter beseelt, wenn sie vom SoziaUsmu» innerlich«faßt werden, Die EUernbarmswahlen M> kein unwichtiges Stück des großen Kampfes der Arbeiterklasse um die kulturelle Zukunft. Die Schule ist ein wichtiger Faktor im Be- freiuvgskampf der Arbeiterklasse und der Menschheit. Wenn die Arbeitereltern in diesem Sinne die Elternbeiratswahlen führen, dann wird auch dieser Kampf siegreich geführt sein. Oer Ein95 SChiÜDfer Kunstseide, gestr. Paar 2.95 ROCK dazu passend.»»»»»»-).95 PROGRAMM für die Zeit vom 25. bis 28. Mai KINO» TAFEL PROGRAMM für die Zeit vom 25. bis 2. Mai ©OÖ Potsdamer Straße 38 Das Spreewaldmädel mit Ciaire Rommer Rheinstraße 14 Mein Leben für das Deine Pat und Patachon auf hober See Odeon, Potsdamer Str. 75 Henny Porten in Lotte Erster Preis: Bin KuB Turmstraße 12 Die Durch�ängerln mit Käthe v. Nagy, H. Brausewetter Alexanderstraße 39-40 (Passage) Du sollst der Kaiser meiner Seele sein Mit LIndbergh um die Welt Film-Palast Kammersäle Teltower Straße 1— ♦ Harry Lledtke in Amor anl Ski Kohlhlesels Töchter mit H. Porten Kolibri- Lichtspiele Belle-AIIiance-Platz 2 4 lustige Tage 6 amerikanische Grotesken Jugendliche haben Zutritt I. u. 2. Feiertag 3 Uhr lugendvorst Müden Th. am Moritzplatz Beg. W.6.15, 9. S. ab 4 Uhr Henny Porten in Liebe und Diebe Die Männer sind alle Verbrecher LuisemTheater Reichenberger Straße 34 Das SpreewaldmSdel Beiprogramm und Bfibnenschan Passage=Lichtspieie Neukölln, Bergstraße 151— 1S2 Mao steigt nach Der Herr von Paris BGhnenscbau Tivoli=Lichtspiele Tempelhof, Berliner Str. 97 Belphegor I. Teil: Das Ritsel von Paris II. Teil: Der König der Detektive Bühnenschau g Onten W ConcordiasPalast Andreasstraße 64 Wenn die Mutter und die Tochter Beiprogramm und Bühnenschau Schwarzer Adler FrankJurter Allee 99 Dragonerllebchen BOhnenschau ViktoriasLichtbild=Th. Frankfurter Allee 48 Henny Porten in Liebe und Diebe Bübnenscbau Kosmos-Lichtspiele Lichtenberg, LOckstiaßc 70—73 Harry Lledtke in Amor auf Ski Beiprogramm und Bübnenscbau Jugendliche haben Zutritt Kammerlichtspiele Friedrichsfelde, Berliner Straße 18 Bin Frack, ein Claque, ein Müdel mit Menjou Der Kindesretter mit Thomson LSP Lichtspiele am Senefelderplatz Des groß. Erfolgeswegen verlängert: Spione(Ein Film von Fritz Lang) MilasLichtspielpalast Schönhauser Allee 130. Das groBe Pflngstprogramm Die gute Bübnenscbau Alhambra Müllerstr. Mann gegen Mann mit Harry Plel Beiprogramm Bübnenscbau Skala-Lichtspiele Schönhauser Allee 80. Freiwild; Rivalen der Wildnis GroBe Bübnenscbau Metro=Palast Chausseestraße 30 Trommelfeuer der Liebe Buhne: Maiennacht im Walde Pharus= Lichtspiele Müllerstr. 142 Der gelbe Paß(Kontrollmädchen) Rod la Roque in Oer Bandit �__ W e I B en» e e p Schloßpark Fila-8flhne Berliner Allee 205— 210 Die glühende Gasse Bühne: Große Bayern-Revue Welt-Kino Alt-Moabit 99 Hauptmann Sorell u. sein Sobn Pat n. Patachon— Harold Lloyd „Alhambra" Badstraße 58 Herbstzelt am Rhein Große Bühnenschau Jugendliche haben Zutritt Ballschmieder-Llchtsp. Bad Straße 16 Zerbrochene Bhe Der Bandit Große Bfihnenschaa Humboldt«Theater Badstraße 19 Sensatlonsprozcß mit Magda Sonja Große Bühnenscbaa KristalUPalast Prinzenallee 1—6 Harry Plel in Mann gegen Mann Große Bübnenscbau MarienbadßPalast Badstraße 35—36 Wenn die Mutter n. die Tochter Die Gefangene des Scbelcbs Große Bübnenscbau > Pankow""h Tivoli Lichtspiel-Th, Berliner Straße 27 Lya Mara in Zlgeuaerbaron Große Bübnenscbau Verstärktes O rchester Jugendliche haben Zutritt Palast>Theater Breite Straße 21 a Es zogen drei Burschen.,. Das gute Beiprogramm Film*Palast Blankenburger Str. 4 Scblnderhannes Buster Keatoa, der Student BfirgergartemLichtsp. Hauptstr. 51 und Lindauer Straße Die Sache mit Schorrsiegel Das Pox-Lactakablnctt Bühnenschau Schlüter-Theater Schlüte rstr. 17 W. 7, 9.15, S. ab 4 Uhr Praucnarrt Dr. Schöfer Die Abenteuer des Brigadiers Girard(Unter d. Fahn. Napoleons) mit R- La Roque PaunsLichtspiele Krumme Str.37,gegenüb.Trinitatiskirche Lya Mara in Heut tanzt Marlelt Die Schmuggler von Bernloa Jugendliche haben Zutritt EmelkasPalast Kurfürstendamm 68 Der Jünclln� aus der Konfektion Grotte Bühnenschau Titania(ufB Schöneberg) Hauptstraße 49 6.30, 9, S. 3.15, 7, 9 U. Das vierte Gebot mit Mary Carr Das Brautoraobll Jugendliche haben Zutritt M t e i t s, T" Titania»Palast Schloßstr. 5. Ecke Gutsmuthsstr. Die Wlakottens Auf der Bllhne: Brnos und DI von. 4 Franklins, lebende Gummibälle Jiido-San} I-Ceinen Ä50 lale, (SCHÖNHAUSER AkJ�Ee 72 ik 11t* OANZICER STR. SS* BRUNN&N$TR.67(STBUMPF'S SCHUHHAUS)] GUTS CHEINE fÜP iDose Schuh-epeme- Dandyt Werf*2 Mark) 'bei finkoufvonlfcoe Sechen! GüIHct bis 26. Mai 192a Beilage Freitag, 25. Mai 1928. Sn'W-nV plrtrtlßSt/Zc* jfak l£ttt&aS& Das Urgeheimnis der Natur, Tatsächliches und Problematisches zum Verjüngungsproblem./ Von Dr. Julian Marcuse. Am 1. Juni 1889 hatte die Pariser Biologische Gesellschaft einen sensationellen Tag, der IZjährige Gelehrte Brown-Scquard, einer der bedeutendsten Physiologen seiner Zeit, überraschte die ahnungslose Schar der Erleuchteten mit der Erklärung, er sei, nach- dem er sich eine Zeit lang den Extrakt von tierischen Hoden eingespritzt habe, körperlich und geistig verjüngt, Kraft und Lebensfrische seien neu erstanden. Diese Eröffnung hatte eine ungeahnte Wirkung. Die einen lachten über den sich selbst verjüngenden Profesior und sahen seine Aussührungen für einen Scherz an, die anderen erblickten in ihnen einen geistigen Verfall. Vierzig Jahre vorher hatte ein deutscher Forscher, der Göttinger Professor B e r t h o l d, ein ahn- lichcs Schicksal erfahren, als er über Versuche berichtete, die er mit der Ucberpflanzung von Hoden aus ihrer normalen Lage auf eine andere Stelle des«Körpers vorgenommen hatte. Bei hierzu ver- wandten Hähnen fand er eine scharf hervortretend« Stärkung ihrer männlichen Eigenschaften sowohl hinsichtlich der Stimme wie des Fortpflanzungstriebes, der Kampflust, des Wachstums der Kämme und der Bartlappen. Die„Innere Sekretion". Mit diesen beiden grundlegenden Versuchen waren die rätsel- haften Vorgänge innerhalb gewisier Drüsensysteme des menschlichen Organismus gelüftet worden, bis zu ihrer Erhellung aber als „Innere Sekretion" bedurfte es noch eines weiten mühsamen Weges. Wohl kannte man längst drüsig« Organe, deren Zellen Stoffe absondern, und sie durch Ausführungsgänge entweder auf die Haut(Talg-, Schweißdrüsen und ähnliche) oder in den Darmkanal (Magen-, Darm- und Bauchspeicheldrüse) entleeren, daß es ober auch eigcngeartete Drüsen gibt, die ihre Säfte nach innen, an das Blut abgeben und damst den Gesamtorganismus beeinflussen können, war eine Entdeckung von folgereichster Trogweite. Mehr und mehr hat sich gezeigt, daß die bedeutsamsten Vorgänge des Lebens unter dem tinmittelbaren Einfluß der inneren Drüsensekretion stehen, daß die Entwicklung des Kindes im Mutterleib, sein Wachstum, seine see- tischen Funktionen, ja daß das ganze spätere Geschlechtsleben von ihnen gelenkt und geleitet wird, und mit diesen Offenbarungen war auch die Schwelle zum Verständnis des Alterns und des damit ver- bundenen Prozesies beschritten. Der Abstieg des Lebens steht in seinen äußeren wie inneren Erscheinungen in unlösbarer Verbindung zu den gestaltenden Ele- menten des Aufstiegs. Was als Aufbaumaterial verwendet worden ist, schwindet im Lauf der Zweckerfüllung, die Bausteine verlieren an Hast und Dichtigkeit,. ihre Abnützung bereitet Verfall und Untergang vor. Diese aufbauenden Kräfte werden in der Entwicklung des menschliche» Organismus an seinem bedeutsamsten Wendepunkt sichtbar, das ist die Geschlechtsreife oder P u- b e r t ä t mit ihrer dreifachen schicksalsbestimmenden Einflußsphäre, der Reifung des Körpers(Wachstum, Behaarung), Reifung des Geistes(Betätigungstrieb), Erwachen des Geschlechtslebens. Geknüpft sind diese großen Umwälzungen an das Reifen der Keimdrüsen, in ihnen offenbart sich das Walten eines Naturgesetzes, das Kindheit, Pubertät, Reife und Alter in sich gegenseitig ablösenden Perioden umschließt. Träger des sprossenden Lebens. Diese Entzifferung eines Urgeheimniffes der Natur, vor dem scheu und ehrfurchtsvoll frühere Zeitaller standen, wies die Wege, die der forschende Geist zu gehen hatte. Die Keimdrüsen als Träger sproffenden Lebens mußten theoretisch betrachtet auch die Antriebsinittel zu seiner Wiedererweckung oder zur Eindämmung fortschreitender Abbauoeränderungen hergeben können, und so er- stand das Versuchsfeld der wissenschaftlichen Uebertrogung ihrer Aus- fcheidungsprodukt« auf den alternden Körper. Tierversuche leiteten sie ein. Bei den kastrierten Fröschen und Ratten blieben alle körper- lichen und psychischen Geschlechtsmerkmale auf kindlicher Stufe stehen. Wenn Stcinach, der Begründer der modernen Verjüngungs- versuche, aber einem kastrierten Männchen die herausgeschnittenen Hoden an irgendeiner anderen, gleichgültig welcher Stelle im Körper, wieder einnähte, so entwickelten sich die Tiere zur vollen Männlich- keit. Aus diesen Versuchen konnte also mit Sicherheit der Schluß gezogen werden, daß die Keimdrüsen besondere Stoffe enthalten, die an das Zentralnervensystem auf dem Wege der Blutbahnen abge- geben werden und sie, wie Steinach es bezeichnet,„erotisieren". Sie zeitigten aber noch einen anderen sehr bedeulsamen Befund. Als man nämlich die Hoden, die auf der neuen Unterlage ange- wachsen waren, mikroskopisch untersuchte, stellte es sich heraus, daß in ihnen die samenbiidenden Kanälchen völlig oerkümmert waren, während die Zwischensubstanz stark zur Ausbildung gelangt war. Es hatten sich also bei den operierten Tieren die männlichen Eigenschaften voll entfaltet, ohne daß sich in den Hoden auch nur eine einzige Samenzelle entwickelt hotte. Aus dieser Tatsache folgerte Steinach, daß die Erzeugung der chemischen Stoffe für die innere Absonderung und die Erzeugung von Samenzellen zwei von ein- ander unabhängige Funktionen der Geschlechtsdrüse sind. Der eine Anteil der Geschlechtsdrüse liefert die Samenzellen für die äußere Absonderung, der andere die chemischen Stoffe, die auf dem Wege innerer Ausscheidung zur Entwicklung der körperlichen und geistigen Geschlechtsmerkmale bestimmt sind, die wir zur Zeit der Pubertät auftreten sehen. Die Erhaltung von Krafi und Lugend. Diese Stoffe aus dem interstitiellen Anteil der Keim- drüse(interstitiell— zwischen den die Hoden durchziehenden Ka- nälchen liegend) den Zwecken der Erhaltung von Kraft und Jugend- lichtest dienstbar zu machen, dazu bedurste es eines weiteren Fort- schrittes der bisherigen Ergebnisse, und dies erreichte Steinach auf folgendem Wege: Eine Drüse mit äußerer Absonderung stellt ihre Tätigkeit ein, wenn man ihren Ausführungsgong unterbindet.- Als Folge dieser Aushebung der Funktion tritt eine Vcrtünnnerung de» t Organs ein, eine Erscheinung, die in der gesamten Biologie als gesetzmäßig anzusprechen ist. Wird also der Samenleiter unter- bunden, dann hört zuerst die Samenbereitung des Hodens auf und allmählich veröden die Samenkonälchen. Dagegen tritt aber eine starke Vermehrung der oben genannten interstitiellen Gewebezellen auf, und da diese, wie bereits des näheren ausgeführt, die Träger der Geschlechtsmerkmale sind, blieben letztere wie der Geschlechtstrieb an sich uneingeschränkt erhalten, nur die Zeugungsmöglichkeit war erloschen. Aus der Vermehrung dieser cbengenannten Zellen leitete Steinach eine erhöhte Tätigkeit und Wirksamkeit dieses Hodenabschnittes ab und unter Berück- sichtigung des Umstandes, daß jeder Mensch zwei Keimdrüsen besitzt, kam es zu der in die Praxis übernommenen Nutzanwendung: Wenn die eine interstitielle Drüse ihre Tätigkeit erhöht, müsse ein fördernder Anteil auf den Samcnbercitungsapparot des anderen Hodens aus- geübt werden. Das, damit schloß er die Kette dieser tiefgründigen Forschungsversuche, müsse auch dann gelingen, wenn die Keimdrüsen bereits ihre Funktionen als Zeugungsmittler eingebüßt haben. Er führte nun an frühzeitig gealterten Menschen die Unterbindung eines Samenstranges aus, und die im Tiererperiment gewonnenen Beweisschlüsse fanden auch beim Menschen ihre lückenlose Bestäti- gung, die Begattungsfähigkeit stellte sich bei diesen Männern ein. Diese Versuche bildeten aber nur eine Zwischenstufe in Steinachs Vorgehen, Wege zur Beeinflussimg der Altersvorgänge zu bahnen. Nicht die Zeugungsmöglichkcit war das Problem, als vielmehr die Umstellung des Gesamtorganismus im Sinne einer Wiederbelebung von Kraft, Elastizität und Frische, mithin einer Art von Der- j ü n g u n g, die nicht nur im Aussehen, sondern auch in der Wieder- Herstellung geistiger Fähigkeiten, vor allem des Gedächtnisses und der Konzentrationsfähigkeit, ihren Ausdruck zu finden hatte. Die Verjüngung vorläufig noch unerreichbar. Diese Verjüngungskuren, die in einer Reihe von Fällen zu einwandfreien physiologischen Umgestaltungen des Organismus mtt stärkerem Spannungszustand der Haut, Hebung des Gesamt- stoffwechsels, Ansteigen der Muskelkraft, Senkung des erhöhten Blut- druckes führten, haben die Methode Steinachs berühmt gemacht. gleichzeitig aber auch, wie bei jedem Neuland, die überschwenglichsten Vorstellungen eines Lebenselixiers entstehen lassen. Gefördert wurden sie durch ärztliche Geschäftspraktiken, vor allem aber durch waghalsige Experimente eines russischen Chirurgen Serge Do- ronoff, der anschließend an Steinachs Versuche dazu über- gegangen sst, Eierstöcke und Hoden von Assen direkt auf den Men- schen zu überpflanzen. Diese an verlebten Multimillionären aus- geführte Methode— die hierzu benötigte Affensarm befindet sich in unmittelbarer Nähe des Spielernestes Monte Carlo— scheidet sich streng von den ernsten Forscherwcgen, die Steinach gegangen ist. Auch er hat bei Beginn seiner Versuche und den ersten verblüffend wirkenden Ergebnissen eine Periode übertriebener Hoffnungen durch- gemocht, inzwischen hat aber die dem verantwortungsvollen Forscher innewohnende Kritik eingesetzt und die Grenzen menschlichen Handelns erkennen lassen. Die Verjüngung bleibt vorläufig noch ein unerreichbares Wunderland und vernünftige Lebensweise, Körper- pflege und Leibesübungen behalten bis zur Gestaltung eines Para- dieses auf Erden ihre alte unverwüstliche Kraft für die Erhaltung der Gesundheit und die Abwehr der Altersschäden. Methusalem auf Cypern. Er lebt auf der fernen Mittelmeerinsel, die eine englische Krön- klKonie ist, und war ein Zeitgenosse Napoleons l., wie er heute ein Zeitgenosse Einsteins ist. Ein und ein Drittel Jahrhundert glitten an ihm vorüber, Kaiser, Staaten und Völker stiegen auf und gingen unter, Goethe starb, Darwin störte den einen Teil der Natur- forschung, Einstein den anderen, aber für den alten Neger Joseph, der jetzt 132 Jahre alt ist, blieb von all dem nichts Jntcr- essanteres übrig als die Blumen in dem Garten der Terra-Sanda- Kirche in Limassol, denen seine tägliche Arbeit gilt. Der schwarze Methusalem gehl noch ohne Stock, und wenn er auch schlecht sehen kann und hochgradig schwerhörig ist— man muß ihm alle Worte ins Ohr brüllen—, so fühlt er sich doch ganz wohl. Seine Zähne sind längst den Weg aller Zähne gegangen, doch Verdauungsstörungen kennt der alt« Knabe nicht: er kaut eben mit seinen ganz hart gewordenen Kieferrändern und hat noch nie über Schwierigkeiten beim Essen geklagt. Joseph ist viel auf den Beinen— Gartenarbeit läßt sich nicht im Lehnstuhl abmachen—, und er hofft, sein Gärtner- amt noch etliche Jahre ausüben zu können. Sehr redselig ist er nicht, wie versichert wird, und das ist kein Wunder, denn im Alter von 132 Jahren hat man wohl so ziemlich alles gesagt, was ein Mensch in seinem Leben zu sagen hat. Manchmal erzählt er von den Kriegen des großen Korsen, die seine Jugendjahre stark beeindruckten; Napoleons Stern ging unter, ehe Joseph das heutige Alter der Großjährigkeit erreicht hatte. Wir wüßten nichts von dem unwahr- scheinlichen Greis, wenn Cypern nicht englisch wäre: aber weil es englisch ist, haben zwei Acrzte den Alten in offiziellem Auftrage untersucht, alle inneren Organe intakt gefunden rind erklärt, Joseph könnte noch gut und gern zehn Jahre und länger weiterleben. Die Mode des diesjährigen Sommers Ein neues Modell, gleich, falls ausParis. Vorhild scheint die Tracht eines Txinds- knechtes aus dem Mittelalter zu sein. Em neues Pariser Modell. Die Jache ist marineblau und weiß kariert. Die Revers sind marineblau, ebenso die Taschen und der Rock. DER$PRUNC OBER DEN SCHATTEN VON KARL SCHRÖDER- ZEICHNUNGEN VON PAUL THESING Copyright 1923 by»Der Bücherkreis G. m. b. H,m Berlin SV 61. 19. Fortsetzung. „Ich werde noch bleiben," sagte ich bebend: aufgewühlt bis in den Grund.„So ganz unrecht haben die Weber doch nicht. Wer so gequält wird, kann doch kaum anders handeln." „Sooo? Die im Recht?! Ja, weil Sie nichts von Wirtschaft verstehen!" Er höhnt« und fixierte mich, als wäre ich ihm ein völlig fremder Mensch.— Und das war ich ja auch, aber das wußte ich noch nicht.— Wir saßen allein in einer Loge, aber der Direktor hatte zuletzt so laut gesprochen, daß von unten aus dem Saale gezischt wurde. „Seid ihr fertig?!" schrie er plötzlich die Frauen an.„Vor- wärts!" Frau Junker weinte still. Ich sah Hildegard an. Sie stand hilflos da, ihre Augen irrten am Boden. Natürlich! Sie verläßt mich! Gerade jetzt! Gellende Schrei« drangen von der Bühne heraus: „Wo is a hin? Wo is der Menschenschinder? Kenn' mir Gras fressen, friß du Sägespäne." „Ich bleibe hier!" sagte ich ganz laut. „Heinrich!" Hildegard lief aus mich zu. Der Direktor riß sie roh zurück, schob sie und seine Frau zur Logentür hinaus und drehte sich dann noch einmal nach mir zurück: „Ihnen ist wohl der Hauslehrer in den Kopf gestiegen? Was!?" „Mir ist die Wahrheit in den Kopf gestiegen..." Die Tür krachte ins Schloß. Ich blieb bis zum Schluß des Theaters: sah und hörte aber nichts mehr. Immer weiter abwärts. Am Tag« darauf war ich in Döberitz. Um drei und vier in der Frühe begannen die Märsche. Mehr als je wurde geschimpft und getrunken. Kurz vor dem Abmarsch aus der Kaserne hatte unser Hauptmann die Unteroffiziere lind Einjährigen der Kompanie an- treten lassen. Sein hageres Gesicht war von unzähligen Falten zerrissen. Er sprach streng und sachlich: „Soldat sein ist-schwer: ich weiß das. Ich bin, wenn ich sagen soll, mit Leib und Seele Soldat, aber auch mir sitzt es manchmal bis hier." Er legte die Hand an den Hals. Dann deutete er einige Stellen der Feliddienstordnung und schloß:„Unsere sriedensselige Zeit hat«in Gruseln vor dem Worte kriegerisch. Aber echter kriege- rischer Geist ist nichts Verwerfliches. Jedes kräftig« Volk ist kriege- risch gesinnt. Es hat die Freude an eigener Kraft und will sie be- tätigen. Das ist ein Beweis für den inneren Wert der Menschen. Erwerbssinn und Genußsucht gedeihen wie Unkraut von selbst. Das Genußleben nimmt überhand. Eine erbärmliche Kunst stützt es. Wir wollen und wir müssen, auch bei jedem Gewissenskonflikt, an unsere pflichttreu«, gute Vergangenheit denken. Kaiser und Reich schützen und, wenn es not tut, für sie sterben."— Di« Truppen lagen zusammengepfercht in Holz- und Wellblech. barocken: die Sonne glühte erbarmungslos, Wolken Staub jagte jeder Windstoß über das Lager. Ringsum war herrliche Natur. Wald und Feld, Berg und Tal, verlassene, zerschossene GeHöste und üppig umwucherte Hohlwege. Aber die Soldaten merkten wenig davon. Mit brennenden Gesichtern und keuchender Brust stürmten die Schützenlinien vor, krochen durch mannshohen Ginster, aus denen glühende Hitze ihnen entgegcnschlug und Spinnweben die Gesichter überzogen. Eines Tages, nach einem schweren Marsch, lag ich Übermittags auf dem Bett in der stinkenden Baracke. Unzählige Fliegen schwirrtvr umher und ließen an Schlaf nicht denken. Da wurden mir zwei Briese gebracht. Der eine von Hildegard Junker. Ich hatte bis jetzt nichts von mir hören lassen. Ich trotzte: mochte sie denken, was sie wollte. Dabei glaubte ich im stillen immer noch, alles würde wieder gut werden. Jetzt aber ergriff mich plötzlich eine furchtbare Unruhe. Ich konte vor Aufregung den Brief nicht gleich öffnen und legte mich wieder zurück. Das Herz klopfte wie ein Hammer. „Ach was!" Ich riß den Umschlag quer durch und las: wenige, abgerissene Worte. Und ich begriff: Es war aus. Eine lange Zeit lag ich regungslos: ohne Bewußtsein. Aber später entsann ich mich an jede kleinst« Kleinigkeit. Der dicke Gc- freite im Etagenbett unter dem meinen hatte laut geschnarcht. Gegenüber hatten zwei geraucht und flüsternd die Tag« bis zu ihrer Entlassung gezählt. Unteroffizier Schwiderski war gekommen, aber ich hatte mich umgedreht, das Gesicht nach der Wand. Mechanisch erhob ich mich zum Nachmittagsdienst. Mechanisch antwortete ich Brunncke und Wiedmann, die im letzten Augenblick aus der Kantine heranspritzten. „Bist du krank?" „Nein!" Wir hatten Scharfschießen mst sprungwcisem Vorgehen. Jeder Mann kriegte fünfzig Patronen. In langen gewellten und gezockten Linien lagen wir vor der riesigen Grasstäche, die sich in der Mitte etwas senkte und dann wieder anstieg, um von einem zersplitterten Kieferngehölz abge- schlössen zu werden. Die ersten Schüsse krachten. Aus der Mitte sprang«ine Gruppe vor. Die Kommandos gellten scharf herüber.„Sprung auf!— Marsch, marsch!— Hinlegen!" Wie die Sandsäcke sielen die Leute platt nieder. Unten am Kieferngehölz wurden Kavalleriescheiben vorüber- gezogen. Aus sechshundert Gewehren krachte ohrenzerreißend Feuer übers Feld. Ich dachte nicht wie sonst, sah aber ganz deutlich, was ich tun mußte. Als meine Gruppe zum Sprung kam, lief ich scharf links in die Fcuerlin!« der Nebengruppe hinein. „Vor— ficht!" schrie jemand hell auf. Das war Unteroffizier Enders von der Nebengruppe. Ich spürt« einen schweren Schlag gegen das Seitengewehr und mit kreischendem Heulen durchschnitt ein Querschläger die Luft. Da lagen wir auch schon wieder. Jetzt kam ich zu klarem Bewußtsein. Ich hätte rasen mögen. Unglaubliche Erbitterung packte mich. Nun gerade! „Sprung— auf---" Schon lief ich, aber dicht neben mir, mich hindernd und ständig nach rechts drängend Unteroffizier Schwiderski. „Fehlow! Seien Sie vernünftig! Mensch, ich bitte Sie!" Er keuchte es bei dem schnellen, geduckten Laufen. Ich antwortete nicht. Wieder versuchte ich quer zu laufen: aber er wich mir nicht mehr von der Seite. Als wir zwei Stunden später in die Baracken zurückmarschierten, war ich körperlich fertig. Ich setzte mich auf den Bahnhof und sah den durchfahrenden Zügen nach. Als es dunkel wurde, ging ich die breite Amnarschstratze hinunter. Aus der Kantine dort drang Geschrei und Gesang. Die Türen vieler Baracken standen offen, und man konnte die Unterhaltung einzelner, die im Licht standen, hären. Ich wollt« mich unbemerkt ausziehen: es war schon dunkel in Unserer Baracke. Die Menschen waren mir widerlich: ihre Stimmen peinigten mich. Da trat plötzlich aus dem Dunkel Unteroffizier Schwiderski auf mich zu. Er mußte auf mich gewartet haben. „Kommen Sie, Fehlow! Wir wollen noch etwas spazieren- gehen: ich wollte Sie gern noch etwas fragen." „Kommen Sie, Fehlow.' ll ir wollen noch etwas Spazierengehen; ich wollte Sie gern noch etwas fragen." Wir gingen etwas abseits vom Lager: heraus aus dem Schein der Lampen in den Schatten hoher Kastanien. Schwiderski fragte irgend etwas von der Universität, aber er war sehr verlegen. Plötzlich griff er nach meiner Hand: „Herr Fehlow, Sie dürfen mir nicht böse sein— hier ist der Brief, den haben Sie heute mittag liegenlassen. Aber das dürfen Sie nie mehr tun!" Er ließ mich nicht zu Worte kommen. „Sehen Sie, Fehlow, Sie sind ein studierter Mann und wissen alles mögliche, und ich habe nur die Dorstchule besucht. Ich hätte so gern mehr lernen mögen, aber es ging doch nicht. Aber Sie dürfen das nicht wieder tun. Seien Sie doch froh! Sie können doch arbeiten und vorwärtskommen im Leben.— Das andere geht alles vorüber. Ich habe das auch durchgemacht: auch ein Mädchen lieb gehabt, bei uns auf dem Dorfe. Sie wollte auch warten— ich kann doch als Unteroffizier nicht heiraten. Und als ich im Frühjahr zu Hause war, da ist sie schon mit einem anderen verheiratet. Aber das ist alles vorbei, ich will Ihnen bloß sagen, daß es anderen auch schwer geht. Deswegen muß man nicht verzweifeln. Und in einem halben Jahr sind Sie schon frei." So sprach er immer weiter, während wir auf und ab gingen. „Ich Hab Sie gern, ich weiß nicht worum, aber ich glaube, Sie sehen dos Militär auch mit anderen Augen an als die meisten. Aber das, das dürfen Sie nicht tun!" Ich schwieg. Wir gingen uns in den nächsten Tagen aus dem Wege. Wir schämten uns voreinander. Mir kam gar nicht zum Bewußtsein, daß alles, was an diesem Tage geschehen war, und vor allem auch das Verhalten dieses Unter- offiziers seltsam und ungewöhnlich erstaunlich war. Was wußte ich bisher von diesem Schwiderski? Ein dunkelhaariger, rascher Mensch mit auffallend träumerischen Augen: ein Pole aus dem Agrargebict der ehemals preußischen Provinz Posen. Ich wußte und sah es auch um mich herum, daß die Polen im Regiment nur für halbe Menschen angeschen wurden, und wie ich instinktiv immer auf die Seite Unterdrückter neigte, so empörten mich qpch die Schikanen gegen diese Menschen. Freilich blieb es bei„sitllicher" Entrüstung, die nach außen hin immer weniger zutage trat. Mit Schwiderski hatte ich ein paarmal häufiger gesprochen als mit den übrigen Unter- offizieren, aber besondere Gedanken hatte ich mir nicht gemacht. In einer solchen Umgebung wird auch das ungewöhnliche Menschliche als irgend etwas Gewöhnliches hingenommen, an das man nur einen flüchtigen Blick verschwendet. Wer erst bei diesem Stadium mensch- licher Verirrung und Verwirrung angelangt ist, will wahrscheinlich das Ungewöhnliche nicht mehr durchdringen, weil er instinktiv vor Konstikten zurückbebt. Ihm genügt der Klatsch und Tratsch und die Sensation. Als mich Schwiderski an diesem Abend verlassen hatte, ging ich in die Baracke, lag lange wach und neue Schrecken überfielen mich. Unser Leben verläuft in Rhythmen, in Wellenbergen und Wellen- tälern. Zuweilen kommt alles auf uns zu, wir gewinnen und sind „Hans im Glück". Zuweilen strebt alles von uns weg. Die ganze Welt scheint verbündet, uns niederzuschlagen.„Wenn's kommt, kommt's mit Haufen", sagt man in meiner Heimat. Und es scheint, daß das wahr ist. An diesem selben Tag, an dem ich bereit war, niedrig und feig« den Tod zu suchen, war ja noch ein zweiter Brief eingetroffen: von meiner Mutter. Eine Antwort auf die Forderung, Geld an das Regiment einzuschicken. „Noch wissen wir nicht," schrieb meine Mutter,„wo wir die dreihundert Mark hernehmen sollen. Mit dem Rest von Groß- vaters Geld mußten wir dringende Schulden bezahlen. Dreihundert Mark: Es ist so viel, mein liebes Kind, mein armer Kopf könnte manchmal zerspringen. Aber Vater wird sehen, wo er etwas kriegt. Es ist nur so bitter, über die Straße zu gehen und niemand in dl« Augen sehen zu können. Oh, mein Kind, die Leute sind so gemein. Sie gönnen einem nichts. Aber laß nur, du wirft etwas werden. Vater sagt, in zwei Iahren schon kannst du einen festen Beruf haben. Wie lverden wir uns mit dir freuen. Du hast doch immer so gut gelernt und ich habe keine Angst um dich. Postmeisters Sohn ist beim Examen durchgefallen. Diese reichen Leute! Da siehst du, was nützt ihnen all das viele Geld: Klugheit für ihre Kinder können sie doch nicht dafür kaufen.(Fortsetzung folgt.) WAS DER TAG BRINGT. inimiiiiiiiiiiiiin;iiiiiiiiiiiiniinHmii»iiiiiiiiiinnHi»iiiiiiiiiiiiiiinmiuiiiniiiiiuniiii(imminiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiitiiiiiiminMiiiniiiiiiniiniiiiiiiiiiiiimminimiiniiimiiiiiiiniim „Kombination." Es ist eine Lust zu leben. Jetzt werden durch die Einführung der„Kombination" alle Männerherzen bewegt. Was bisher Kühn- heit oder richtiger Verlegenheit des einzelnen war: nämlich Jackett und Hofe aus zweierlei Stoff— ist jetzt Modevorschrist. Alle Be- sitzer von Iackettanzügen, denen die Hos« nicht mehr„salonfähig" erschien— durchgescheuert am Gesäß, an den Knien, unten aus- gefranst— atmen auf: sie erstehen«ine andersfarbige Hofe, und das inehr geschonte Jackett liefert mit ihr eine sozusagen'„neue" Kluft ersten Ranges. Aber wir müssen doch etwas Wasser in den Wein ihrer Begeisterung schütten. Denn die wahre Kombination („Kombineeschen" bitte zu sagen, wenn„echt englische" Stoffe, das Meter zu 3l> bis 40 M., verwendet werden) hat ihren besonderen Stil: das Jackett soll z. B. aus«infarbigem Stoff, die Hos« aus dem gleichfarbigen aber mit Streifen versehenen Stoff oder aus einem in der Farbe nur leichte Abweichung zeigenden Stoff bestehen. Das ist eben das Raffinierte an der neuen Mode, daß man doch sogleich erkennt, ob das„Gwandl" von 1928 oder von 1927 oder 192S stammt. Wer zu seinem Salz» und Pfeffer-Iackett wahllos eine xbeliebige neue Hose anzieht, verrät, daß er alten, blindgewordenen Glanz neu aufpolieren will. Er muß in solchem Falle schon eine ganz bedeutende Schläue aufwenden, um den Verdacht abzuwenden: es gibt natürlich auch Stoffe, die zu dem Salz- und Pfeffer-Muster passen, aber es kommt da auf Nüancen an— man muß Farbengeschmack besitzen, um z. B. das richtige„allein mögliche" Blau herauszufinden. Immerhin wird diese Modeschöpfung geeignet sein, manchen rechtsstehenden Mann über den Aussall der Wahl zu trösten. Es gibt eben doch noch Gebiete, auf denen der Proletarier, der zu seiner einen heilen Jacke die ein« noch heile Hose anzieht, noch nicht maß- gebend ist. P. D. Liebe, Abenteuer und Verbrechen. Die deutschen Buchhändler sind in ihrer Masse deutschnational, sie behaupten außerdem von sich, Träger und Mittler der deutschen Kultur zu sein. Und ihre Organisation, der„Börsenverein der deutschen Buchhändler", achtet nicht nur darauf, daß die Bücher- preise nicht zu niedrig werden, sondern betätigt sich auch külzisch in seinem Verbandsorgan, dem„Börsenblatt für den Deutschen Buch- Handel". Schon mancher Verleger, dessen Gesin.mng den Herren des Börsenoereins nicht paßte, hat zu spüren bekommen, was es heißt, sich ihnen unbeliebt zu machen. Zumal, wenn es sich um Bücher handelte, die er gern im„Börsenblatt" inserieren wollte und die vielleicht aus„sittlichen" oder politischen Gründen Anlaß zum Häkeln boten.> Kurz gesagt, das„Börsenblatt für den deutschen Buchhandel" zensuriert die ihm aufgegebenen Buchanzeigen und weigert sich der Veröffentlichung dessen, was ihm nicht paßt. Folgendes Inserat verweigerte es n i ch t. Es zierte feine Ausgabe vom 3. Mai 1928: „... Ich suche für Neudruck zu Kolportagezwecken möglichst honorarfreie umfangreiche Volksromane. Viel Liebe, Eifersucht. Abenteuer, Derbrechen, kurz, gesteigerte Sentimentalität und vor allem Spannung Grundbedingung.,." In diesem Falle lachte offenbar die bare Kasse. Dies Inserat hat weder mit Sittlichkeit, noch Politik zu tun, beschäftigt sich nur mit den Dreckspritzen unserer„Kultur" uird handelt von solch ver- blödendem Zeug, daß sich offenbar keine Spannung zwischen dem Kulturbewuhtsein der Redaktion und seinem Inhalt ergab. 40 Rubel— ein Glas Blut. Im Moskauer Institut für Bluttransfusion tostet ein Mas Blut 49 Rubel: die ganz« für eine Bluttransfusion erforderliche Blutmenge also 89 bis 159 Rubel oder 169 bis 399 Mark. Dieses Honorar lockt«ine groß« Anzahl von Leuten herbei, die bereit sind, ihr Blut herzugeben: Arbeitslose, Studenten der Arbeiterfakultäten, insbesondere Mediziner und auch Angestellte, deren Gehalt nicht ausreicht. Allerdings handelt es sich hierbei nur um einen ein- maligen Verdienst. Die Operation der Blutentnahme kann selbst- verständlich nicht oft wiederholt werden. Ein Denkmal für die Gebrüder Wright, In Kitty Hawk ist in Gegenwart vieler Personen für die Ge- brüder Wright, die ersten Personen, die einen erfolgreichen Flug mit einem Apparat„Schwerer-als-die-Lust" untenrahmen, ein Denk- mal errichtet worden. Unter den Teilnehmern an der Feier an diesem ganz entlegenen Ort befinden sich wahrscheinlich auch viele, die die Gebrüder Wright bei ihreir ersten mißlungenen Versuchen als„verrückt" bezeichnet haben mögen. Das auf den Dünen von Kitty Hawk errichtete schlichte Denkmal trägt die Inschrift: „An dieser Stelle begann Wilbur Wright am 17. September 1999 mit der Zusammeystellung des ersten Gleitslugzeuges der Ge- brüger Wright, die zur Eroberung der Luft führte. Errichtet durch Bürger von Kitty Hawk, N. C. 1928. Fast drei Jahre verbrachten die Gebrüder Wright hier an diesem Ort mit ihren Versuchsflügcn und hausten fast während der ganzen Zeit in einem Zelt. Am 17. Dezember 1993 führte Oroille Wright feinen ersten erfolgreichen tzlug mit einem durch Triebkraft bewegten Flugzeug aus." Sporlcreignissc zu Pfingsten. Am Pfingstsonntag wird das 34. Deutsche Traber- Derby, das seit seiner im Jahre 1895 erfolgten Begründung am ersten Feiertag in Ruhleben gelaufen wird, auf der Spandauer Rennbahn ausgetragen. Die ausgesetzten Preise stehen anerkennens- werterweise in richtigerem Verhältnis zu seiner Bedeutung. Von den 59 Ovo Mark entfallen 391)1X1 Mark auf den Sieger, sür Besitzer, Züchter und Fahrer stehen außerdem wertvolle Ehrenpreise bereit. Als Kandidaten auf das„Blaue Band" werden am 3Z99-Meter- Pfosten ausmarschieren: Augias(I. Mills), Arnim(E. Treuherz), channibal(M. Ringius), Britton(R. Großmann), Edzard(P. Finn), Domino(H. Osterhofs), Leo Watts(G. Jaus jun.), Darier ur le merite(Jentzsch) am 2999-Meter-Start gegenübertreten werden. 0 1 e a n d e r ist in seiner Gruppe nach jeder Form hin der beste, die Derbypserde muß ebenso sicher Audax hatten. Die Leistung des Weinbergs im Henckel-Rennen fiel zwar nicht berückend auf, doch ist er jetzt im Kommen, und die acht Pfund, die ihm Oleander über das Alter geben muß, könnten den Ausschlag gel>en. Pflingstrenncn auf der Olympia'Bahn. r Am ersten Pfingstfeiertag wird sich die 0 1 y m p i a- R a d- Vennbahn den Besuchern in einem wesentlich anderen Kleide wie bei den bisherigen Rennen zeigen. Die durch den Einbau der Hunde- rennbahn erforderlichen Ein- und Umbauten sind beendet, und unge- hindert können die Fahrer jetzt ihrem Training obliegen. Die fünf Teilnehmer des Großen Pfing st Preises. Walter Sawall, Erich Möller, der Belgier Thollembeck, Emil Lewanow und Jean Rosellen machen hiervon eifrig Gebrauch. Die Rennen der Berussslieger weisen 25 Meldungen auf. Nnch in bezug auf Qualität ist das Meldeergebnis als vorzüglich zu bezeichnen. In einem Hauptsahren(4 Bor-, 2 Zwischen- und 1 End- lauf) sowie einem Prämiensahren über 19 Runden werden der iExweltmeister Bob Spears, die Italiener Mari, De Martini und Bassi sowie der Holländer Calles den deutschen Fahrern Knappe und Kies- lich(Breslau), Behrendt, Reumann(Chemnitz), Steinbach(Dresden), Kodzierski, Longardt, Heyne. Kuhn, Bragard(Köln), Häusler usw. gegenüberstehen. Auch diese Rennen werden mit Bestimmtheit Kämpfe bringen. Das 4. Rennen des Großen Olympia- preisessürAmateure ist ein Punktefahren über 15 Runden. Bon der Aboag ist der Berkehr zur Olympia-Radrennbahn über- nommen worden, es stehen ab 13 Uhr am Bahnhos Zoo und auf dem Alrxanderplatz Wagen bereit. Die Rennen beginnen um 15 V» Uhr. Internationaler Arbeitersport. Die deutsche Länderfufjballmannsdiafl in Paris. Der Arbeiter-Turn- und Sportbund eröffnet mit diesem Länder- spiel sein diesjähriges internationales Programm. Das am ersten Pfingstfeiertag im Pershing-Stadion zu Paris stattfindende Spiel soll zur Belebung und Festigung des Sportgedankens in der franzö- fischen Arbeiterschaft beitragen. Man erhofft serner eine Stärkung des kleinen, unter polittjchen Zersetzungserscheinungen und wirt- schaftlichen Bedrängniflen leidenden französischen Verbandes. Bis- her ist zwischen beiden Verbänden offiziell ein Länderspiel ausge- tragen worden. Am 12. Oktober 1924 war es der damalige deutsche Bundesmeister„Dresdener Sportverein 1919", der mit der Der- tretung beaustragt war und 3: 9 gewann. Diesmal wird eine Aus- wahlmannschast antreten, die sich vornehmlich aus süddeutschen Spielern zusammensetzt und die besten Leute der vorjährigen Länder- Mannschaft enthält, die gegen die Schweiz ein glänzendes Spiel boten. kuHdaHspiele zu Pfingsten. Sehr mager ist das Programm der Arbeiter-Fußball- s p i e 1 e r in Berlin. Der größte Teil der Vereine fährt nach außer- halb und von den hierbleibenden haben nur einige ihre Spiele ein- gesandt. Auf dem Exerzierplatz in der Schönhauser Allee spielt am ersten Feiertag Rordiska gegen den thüringischen Bezirksmeister Zella- Mehlis. Die Thüringer wurden in den Serienspielen von dem mittel- deutschen Meister Naumburg nur knapp geschlagen. Nordiska muh also alle Kräfte einsetzen, um siegreich zu bestehen. Gilt es doch, die zu Ostern erlittene Niederlage auszugleichen. Der zweite Feier- tag sieht dann Tegel 24 al» Gegner sür Zella-Mehli». Auch hier wird es einen interessanten Kampf geben. Beide Spiele finden auf dem„Exer" statt und beginnen um 16 Uhr. Teutonia 99 hat auf dem Sportplatz in der Chriftianiaftraße ebenfalls eine gute thü- ringisch« Mannschaft zu Gast. Bernburg, der Gegner, steht in seinem Bezirk an führender Stelle. Die Gäste werden die Teutonen zwin- gen, voll aus sich herauszugehen. Beginn: 16,39 Uhr. Auf dem Sportplatz in der Kynaststraße, Stralau-Rummelsburg. finden an beiden Feiertagen Jugendwerbespiele statt. Sparta 11- Lichtenberg spielt gegen Haidemühle und Lichtenberg I gegen Ein- tracht-Landsberg. In Weißensee, Rennbahn, spielt die Jugend von Weißensee gegen Dresden-Neustadt. Vom dentscben Auto-Club. Automobil-Sdionhcitskonkurrenz. Nach dem erfolgreichen Gelingen der Dreiländerfohrt rüstet sich Pie Berliner Ortsgruppe des jungen„Deutschen Auto- Clubs" zu einer neuen Veranstaltung, die diesmal in der Reichs- Hauptstadt selbst stattfinden soll. Gemäß dem seinerzeit bekannt- gegebenen Programm wird eine große internationale Auto- mobil» Schön heilskonkurrenz abgehalten, zu der Wagen oller Marken und Klassen zugelassen werden. Di« Konkurrenz findet om 3. Juni hinter dem für diesen Zweck besonder» geeigneten Erunewald-Rennbahnrestaurant statt: schon jetzt be- weisen die zahlreich eingelaufenen Nennungen das Interesse, das dieser Beranstaltung aus allen Kreisen entgegengebracht wird, so daß diese Schäncheitskonkurrenz, zu der auch Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden ihr Erscheinen zugesagt haben, zu einem bedeutsamen Ereignis werden dürfte. Für das Preisgericht, das aus vier Fachleuten und vier Künst- lern besteht, haben sich namhafte Auwmobilfachleute und Künstler von Ruf zur Verfügung gestellt. Das Urteil erstreckt sich auf: 1. Aeuher« Form, 2. Farbe. 3. Innenausstattung, 4. Bequemlich- teil der Sitze. Für jede Kategorie stehen drei Preise in Form von Plaketten zur Verfügung. Dem Preisgericht steht das Recht zu, gegebenen- falls noch Trostpreise zu verteilen. Für ein vom Publikum als den schönsten Wagen aller Kategorien bezeichnetes Automobil steht außerdem ein wertvoller Ehrenpreis zur Verfügung, ebenso für ein vom Publikum als den schönsten deutschen Wagen bezeichnetes Fohrzeug. Es werden 18 Kategorien nach der Stärke der Brems- ?£>. und der Wagentypen gebildet, so daß also 4L Preise zur Der- teilung gelangen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist auch "für NichtMitglieder frei: zur Preisverteilung, die im Grunewald- Rennbahnrestaurant im Rahmen eines S-Uhr-Tees stattfindet, haben hingegen nur Klubmitglieder und geladene Gäste Zutritt. Ausschreibung und Nennungsfonnulare können vom General- fekretariats des„Deutschen Auto- Clubs", Berlin W. 39, Neue Winterfeldtstr. 29, angefordert werden. SchluHmnden beim Tennis-Turnier. Das vom Wetter wenig begünstigt« Tennisturnier des Berliner Schlittschuhklubs wurde am Donnerstag so gut wie abgeschlossen. Wegen Zeitmangel mußte aus die Austragung der Doppelspiele für Herren und Paare verzichtet werden. Das Damcneinzelspiel brachte einige spannende Kämpfe. Frau Schombnrgk-Leipzig warf die Schwedin Frau Fick 6:3,6:2 aus dem Rennen, scheiterte in d?r Borschlußrunde ober an Fräulein Rost-Köln, die über Frau Schomburgk 5:7,6:3,6:2 hinwegzog. In der unteren Abteilung hatte sich Fräulein Kallmeyer- Verlin 6:2,6:2 über Fräulein Hossmann-Hamburg für die Eni- scheidung qualifiziert. Im Finale zeigt« sich dann Fräulein Rost der Berlinerin 6:3,6:4 überlegen. Fräulein Kallmeyer hielt sich sür diese Niederlage durch den Sieg im Damenvierer schadlos, den sie mit der Schwedin Frau Fick als Partnerin 6:1,6:4 gegen Fräulein Hojjmann— Frau Mieth gewann. Da» am Dienstag wegen Dunkelheit abgebrochen« Einzelspiel der Herren Landinann xrtd Morales wurde noch ammot dogomn» und bracht« de»»och gar nicht in Form befindlichen Deutsch«» eine empfindlich« 1:6,1:6- Niederlage. In der Vorschlußrunde traf Morales auf den Hamburger Frenz, der den ersten Satz 7: 5 gewann, den zweiten aber 7:9 ab- geben niußte. Daraufhin wurde da» Treffen abgebrochen. In der unteren Hälfte kam der junge Tscheche Menzel 6:3,6:4 über den hart, aber fair spielenden Engländer Hughes in die Vorschlußrunde, in der er om Freitag nachmittag 1y Uhr auf den Sieger der Begeg- nung Morales— Frenz trifft. Hunderennen. Die Jogd hinter dem elektrischen Hasen. DieOlympia-Windhundrenngesellschaft lieh zum erstenmal auf der Olympia-Rennbahn Windhunde«inen Probelaus hinter dem elektrischen Hasen machen. Die Bahn erstrahlte am Donnerstagabend in elektrischer Beleuchtung, auf dem Geläuf waren Bohlen gelegt. Junge Männer in weißen Kitteln führten vorerst die sür da? Rennen bestimmten Hunde an Leinen vor den Tribünen spazieren, worauf die Tiere in Zwinger gesperrt wurden. Dann wurde der elektrische Hase in Bewegung gesetzt, der erst langsam, hernach aber in denkbar schärfster Fahrt über die Bahn sauste. AI» der Hase dann an den Hunden vorbeikam, wurden die Zwingertüren geöffnet und mit ungeheurer Schnelligkeit stürmten die Hunde hinter dem Hasen her. Das Tempo war derartig, daß der Hase in den Kurven direkt hüpfte und die Hunde schief lagen. Dabei versuchten sie. was auf Renntechnik schließen ließ, sich auf der Innenseite der Bahn zu überholen. Beim Ziel war eine Leinwand quer über die Bahn ge- spannt und die Hundehalter fingen die Tiere auf. Durch Lautsprecher wurde da» Rennresultat bekanntgegeben und die Hunde, die allesamt farbige Renndecken mit Nummern trugen, wurden wieder an den Tribünen vorbcigesührt. Dabei machten die Tiere, die eine er- staunliche Muskelleistung vollbracht hatten, keinen abgehetzten Ein- druck. Der ganze Hund ist eben, was die Figur und allein schon der Einsatz der Schenkel besagen, für eine Rennleistung gezogen. ülnter den Zuschauern befanden sich viele Engländer, die fleißig wetteten. Für die Olympia-Rennbahn allein sind 69 Renntage vor- gesehen.____ Der Flugtag in Staaken. Das auserlesene Programm des von der Fliegerschule Staaken veranstalteten Sport- und Flugtoge» am Pfingstmontag hat im letzten Augenblick noch eine weitere Be- reicherung durch die Teilnahme der Reklamesliegerin v. Etzdorf und der Jungflieger o. Raven und Schaumburg erhalten. Zur Be- wättigung de» zu erwartenden Massenandranges stehen ab Picheis- darf Autobusse zum Flugplatz zur Verfügung. Die Straßenbahn wird auf den Linien 54, 55, 58, 75, 129 und 154 eine verstärkte Wagenfolge einrichten. Auf der Vorortstrecke ab Lehrter Bahnhof und auf der Stadtbahn ab Charlottenburg verkehren ob Mittag Sonderzüge. Hier wurde eine im Interesse des Publikums liegende Neuerung getrosten: Auf den Bahnhöfen Lehrter Bahnhof, Putt- litzstraße, Beusselstraße, Jungfernheide und Charlottenburg können bei Lösung der Hin- und Rückfahrkarten gleich die Eintrittskarten zum Preise von 1 Mark und 9,59 Mark mitgelöst werden. Der Zugang zum Flugplatz für da» Publikum erfolgt von der Heer- straße und vom Bahnhof Staaken aus. Die Veranstaltung, deren Beginn auf 16 Uhr festgesetzt wurde, sind«! bei jeder Witte- rung statt. Die einzelnen Phasen de» Verlaufs werden durch eine Lautsprecheranlage angesagt, die auch für musikalisch» Unterhai- tung sorgt. V ereinskalcndcr, m?'b«>tcr.R<,df«h„,bu»t> Pfinasttourcn.««,. 2, Crtoflt. Scnliln; 26., 15 und 18 Uhr, Pcbcrsec, Wcrdcllinscr. 25., 6 Uhr, Stört Hcrt,- botflplah. 28., 7 Uhr, Ziahnhvf Hcrmunnstrahe.«dt. Molorsahrer: 2«., 16 und 18 Uhr, Süd; fisch- Schwrij.«dnigstein, liofol Stadt Drrsd-n. 27,»»d 28., 6 Uhr, Ziel am Start Hcrfurthstr. 27.— vrt««r. Köpenick: Pfingst-n nach Landaberg a. d.«arthe. Start am 26., 15U Uhr. Schtohplah. Sl-nnfahrrr nach dem Eprcewald. Start 26.. 16 Uhr,«öllnifchcr Ptatz. 28. nach d-r Löcknih. Start 1 Uhr Schloßplatz.— vrtagr.«harlattenburgi 26.. 27., 28.»ach d-r Ruppiner Schweiz: Start 26.. 18 Uhr. 27.. 18 Uhr, Papenberge. 28., 12 Uhr. Spandau— Stadtwald— Börnicke. Start Ealvaniftt. 18.— Ortaar. Lichterseldc: 26., 17 Uhr, Lochen. 27., 8 Uhr, Loch-». 28.. 18 Uhr. Selchow. Start Hinben, burgdamm.- Ort«,». lStegiitz, W., 15 Uhr. Spreewald. ifl.. 4 Uhr. Spreewald. Start Äue.— Otisgt. schöneberq: 27., 8 und 13 Uhr. Groß-Gli-ntcke. 28.. 8 Uhr, Seddin: 18 Uhr Bahnwörterhäuschen. Start Bereinalokal.— Ortaqr. Baumschulenweg: Werbellinsce. Start 26.. 16 Uhr. Bahnhof.— Motorsahrer »»»?»,. 2, welch«»ach dem Brocken fahren, anschließend nach Jena, starten am 27., 4 Uhr, in Schönebera, Kaiscr-tzriedrich» Ecke Reue Steinmetzstrahe.— Bez. 21, Ortagr. Friedr'chrselde: 37., 4'/4 Uhr, am Bahnhof Lichtenberg. 5ried» rlchofclde, nach?iesensee.— vrtagr. Helnerrdors: Stienitzsec: Start 26., IS1 i Uhr, Kaiser. Wllhelni.Str. 12,— Ortogr. Lichtend« ra: giirstenwalde. Dubrow: Start 26., 17>,4 Uhr, Inna»(Sit O dartzraß«.— Ortagr. Pantow: 94.. 6 Uhr. nach Jena. 26.. 18 Uhe, Werdellintee. Start Iuaendhcim— Ortaar. Reinickcodarf: 1. Bdt.: 26., 13 Uhr. NcuhUtte bei gberawalde: Start Residenzstr. 169. 2.-Abt.: 2«.. 17 Uhr. Stettin. 27.. 7 und 12 Uhr, Stolzer. lmg-ncr See. 28., 7 und 12 Uhr. Lehnitzse», Slart Antonienslr. 69.— 1. Abt.: Bf'ngst'our a» die Ostsee. 27., 13 Uhr, Eichwalds. 28., 12 Uhr. Summt. Start BUlowstr. 85.— S. Abt.: 26.-29. Bund um d:n Milritzsee. Start Diessrndach- strohe 86.— 8. Abt.: 27.-2». Stettin. Start Lausshrr Motz.- 4. Abt.: 27.-2». Logo«: Start 2>.-. Uhr Schlesischer Bahnhof. 27., 7 Uhr, Stirnitzsee. 28., 8 Uhr,?>»ktntruq. Start üomensnep'atz 5. Abt.: 26., 17 Uhr, Tubrot». 27. und 28., 5 Uhr, Tubraw. Start Lontaberger Platz.— 6. Abt.: 27., 7 und 12 Uhr Summ». 28., 7 und 10 Udr. Lehnitzse«. Start Schönhauser All-e 161.— 7. Abt.: 26., 18 Uhr, Lnchen. 27., 1 Uhr, Lochen: 18 Uhr Tour am Start. 28.. 18 Uhr. Tour am Start. S,art Brunnenpsatz.— 8. Abt.: 26.. 17 Uhr. MUIrose— Schlaubetal. 27., 4 Uhr, Schlaubctal. Start Armininoplatz.— 9. Abt.: 25. und 26., 21 Uhr. ßena: Treffpunkt Auhalter Bahnhof. 26., 16 Uhr. Ruppiner Schweiz. Slart Schnlstr. 114.— 1«. Abt.: 26., 17 Uhr. und 27, 4 Uhr, Schlaubetal. 28., 6 Uhr. Tour am Start. Start Tomeniuapla».— 11. Abt.: 26.-28 Wrrbellinste: Start 17 Uhr Blochptatz.— 12. Abt. Matar. fahre': 27., 5 Uhr, Dresden: Start Lousitzer Matz. 28.. 7 Uhr, Buckow: Start Bahnhof Trankkurter Allee. Abt. Rorden: 27.. 8 Uhr, Söchstsche Schweiz: Start Brnnnenstr. 101.— Rennfahrrr-Abt. Btaabit: 26., 17>(, Uhr. Itzilrstu'berq— Templin. Start Arminluoplatz.— fttir Zugenbgenosfe»: Bundeojugendtresfen in Jena. Fahrwartsitzung Donnerstaa, 81. Mai. 20 Uhr. bei Wolter, Rungestr. 17. Jede Ortagruppc des X., 2. und 21. Bezirks mutz»inen gahrwart schicken. Tageaordnung: 1. Der RcicheardeitersporUag. 2. Die bevorstehende Stratzen, sperre. Arbtittr-Zladsahreroertin»ratz Berlin. Sonntaq, 27. Mal, Bflnasl-n, tzwel- 7ape«.?our 27., 4 Uhr, Milmerrdorf bei Temvlin: 18 Ubr MahIeddrs-SUb, Nieiemal, Restaurant Dritger. 28.. 18 Ubr, Birkenwerder, Restaurant Japan. Motofrohrer 27.. 2 Uhr, Rligen. Slart Waldemarstratze Ecke Mariannenplatz. GSste willkommen. Arbrit»»'Wint«rs»»et-Zot«»«f!enqrm»i»schaft. Sonnabend, 26. Mal, Sachsen. sahrer Tresspunkt Anhaltee Bahnhos. gllhrcr Dunkel, ldeimabend silllt aus. Dien»«as Training od 18 Uhr Spartolatz Teulobnraer Ufer. Britz. r»uriften»e«I».Die Ratnrlieuod»", zentral»«»n. O Xtnnvpt B«rlia: Mittwoch. 30. Mai, 20 Nhr, A»la Weinmeisttrstr. 16'>7, Lichtbildernoetrag: „Durch die Schweiz." Unkoftenbeitraa 20 Pf. flniste willlomm-n.—«bt. Abn»- lattcnbura: Trcitag, 25. Mai. 20 Uhr. Spreeftr. 30.«rbcit-ckosteme.— Abt. Shbast: iZreitag. 25. Mal. 20 Uhr, Reichenberaer Sir 66 lkahrtbesprechung.— Abt. Treptow: stzreitag. 25. Mal. 20 Uhr. Slsenstr. 3. Liicrorischer»lbend.— Gruppe Brenzlaner«eep: Psinastsahrt nach dem»vöelltzer Bark sDegaui. Tresf» vuukt Sonradend, 26. Mai, 15ht Uhr, Anhalter Bahnhof. Schlafdecken mlt- brinacnl Zenainabte'lunp de» Arbeiter-Turn.«atz Snartvertin» Bieitzense». Spiel» »nd Trainingstage im Stadion am Taul->n See: Sonntag» 8—11»nd 15—2» Uhr Platz 1»nd 2: DIeootggs»—10 Uhr'Platz 8: Mittwoch» 17—20 Uhr Platz 1 und 2: Trelfag»»—10 Uhr Platz»! Sonnabrnda 16—18 Uhr Platz 1. Sintritl». aeld: Männer und Frauen I M., ktuaendttche und Rinder 75 Pl. MonnMiche Beilriige: Männer 8 M.. strauen 2,50 M.. Jugendlich- 1,30 M., Ninder 1 M Wer soll Bundesdelegierier werden? Dodi nur bundestreuc Arbeiiersportler! Die Wahlen der Delegierten zum Bundestag des Arbeiter- Turn- und Sportbundes finden in dieser Woche statt. Der Bundes- tag hat wichtige Aufgaben zu lösen. Die Spartenfrage, das Bundes- statut und das Verhältnis zur Roten Sportinternationale werden eine große Rolle spielen. Auch die unhaltbar» Zustände im 1. Kreise werden zu Auselnandersedungen Anlaß geben. Zw l. Kreise ist der Einfluß der Provinzvereine ausgeschaltet. Berlin bestimmt, was gemacht wird! Auf den Kreistagungen ziehen sich die Verhandlungen so lange hin, bi, die Delogierten der Provinzvcreine abreisen müssen und an wichtigen Abstimmungen und Wahlen nicht mehr teilnehmen können. Auf dem Bundestag können die Provinzoereine aber zur Geltung kommen, wenn fit die richtigen Vertreter wählen. Wie sieht es im 1. Kreise au»? Der Kreisrat ist arbeit»- unfähig. Nicht der auf dem Kreistag gewählte Vorstand bestimmt, sondern die in Berlin gewählten Bcrtreter der Sparten und Kom- Missionen. Sehen wir un» einmal die Bertreter der Sparten in bezug auf ihre Stellung zum Bunde an! Der Schwimmer Eckert äußerte:„Wir brauchen un» den Bundesbeschlüssen nicht zu fügen. Vellert ist der größte Jesuit." Tennis-Friedmann stimmte dem zu. Der Jugendvertreter und Leichtathlet Dr. Bergmann ver- wandte widerrechtlich Kreisgclder dazu, um Ju- gcndlichc nach Moskau zu schicken. Kreistnrnwart Zeilinger sagte auf dem Kreisspartentag der Turner:„In was unterjdjciirt££ der Bundesvorstand noch aaa de» Bürgerlichen, doch in rein gar nichts mehr." Da« sind nur einige Bei- spiele von dem Geis», der die meisten im Krcisrat bestimmenden Personen beseelt. wie sehr die provinzoereine ausgeschaltet sind, zeigt die Tatsache, daß auf dem letzten Kreistag der Turnersparte von 247 Bereinen nur 5k vertrekea waren! Infolge der rein parteipolitischen Einstellung mancher Berliner Vereine sind Austritte und A b f p l i t t e r u n g e n an der Tagesordnung. Der Kampf gegen Bundesmitglieder spielt eine größer« Rolle al» der Kamps gegen den bürgerlichen Sport. wollen die Arbettersportler Vertreter dieser Richtung al» Delegierte aus den Bundestag entsenden? Oder sollen Delegierte den Kreis aus dem Bundestag vertreten, die treu zum Bunde stehen? Wenn auf dem Bundestag prat- tisch« Arbeit geleistet werden soll, dann wählt zu Delegierte" nur folgende Bundesmitglieder: Turner: Willi Conrad, Luckenwalde: Robert Oehlschlöger, Berlin: Hermann Stengel, Berlin; Friß Stühm, Berlin, Leichtathlet: August Hoffmann, Köpenicks Turnspieler: Erich Richter. Berlin. Martha Was in Berlin noch möglich ist. Drei Quadratmeier Wohnraum,-ISstündige Arbeiiszeii. Ein sonderbarer Menschen- und Tierfreund scheint der Fuhr- Unternehmer Paul Krause in Neukölln, Hertzbergstr. 3, zu sein. Von einem Arbeitszeitgeseg, geschweige denn von einem Tarisoertrag für dos Schwersuhrgewerbe scheint diesem Unternehmer nichts bekannt zu sein. In diesem Betriebe ist es fast zur Regel geworden, daß mar- g e n s um 5 Uhr mit der Arbeit begonnen und abends um 7 oder 8 Uhr aufgehört wird. Einen Ueberstundenzu- schlag, wie er im Tarifvertrag mit 20 Proz. festgelegt ist, erhält keiner der Arbeiter. Dafür ist ein sogenanntes Prämie nsy st em eingeführt, das die Arbeiter zu solchen unmenschlichen Arbeitsleistun- gen antreibt. Waschgelegenheiten und verschließbare Gar- derobenschränke betrachtet der Unternehmer als entbehrliche Luxuseinrichtungen. Da es sich um die Führer von Pferdegespannen und Traktoren handelt, hat die OeffeMlichkeit ein Interesse an der Beseitigung solcher Mißstände. Man kann von einem Kutscher oder Traktorensührer nicht verlangen, daß er nach einer vierzehn- bis fünszehnstllndigen Arbeitszeit noch die für den Straßenverkehr notwendige Auf- m e r k f a m k e i t besitzt. Und wenn man' Pferde, wie es bei diesem Unternehmer geschehen ist, zwei Schichten, das sind 24 Stunden hintereinander, schwer arbeiten läßt, so daß sie sich schließlich vor Uebermüdung vor den Wagen legen, ist das geradezu ein Skandal. Es wäre dringend zu wünschen, daß sich um den Betrieb des Herrn Krause einmal die Gewerbeaufsichtsbehörde, aber auch der Tierschutz- verein kümmert. Aehnliche Verhältnisse herrschen bei dem Fuhrunternehmer Richard Jahn, Weißensee, Gartenstraße 5/8. Dieser Unternehmer gehört zu den ständigen Inserenten einer vielgelesenen Berliner Zeitung, weil es ihm auf einem anderen Wege nicht möglich ist, Arbeitskräfte zu erhalten. Er wirbt mit Vorliebe junge, vom Lande zugereiste Arbeitskräfte an, die er in Kost und Logis nimmt. Als Wohnraum dient sechs jungen Leuten ein neben dem Stall gelegener Verschlag von 6 mal 3 Quadratmeter Flächeninhalt, der auch noch zur Aufbewahrung der Geschirre der Pferde benutzt wird. Bei einer täglichen Arbeitszeit von morgens 5 Uhr bis abends 8 Uhr erhalten die jungen Leute einen Wochenlohn von 20 bis 25 Mark. Der tarifliche Wochen- lohn einschließlich der Pferdepflege beträgt zurzeit 54,70 M. Rechnet man für Kost und Logis den vom Landesarbeitsamt Berlin fest- gesetzten Betrag von täglich 2,7? M. zu dem Wochenlohn hinzu, so ergibt sich eine untertarifliche Bezahlung von rund 20 M. in der Woche. Bei dieser Berechnung ist noch ganz außer acht gelassen, daß für eine so ausgedehnte Zlrbeitszeit durch die Ueberstunden- zuschlüge ein noch viel höherer Wochenlohn als 64,70 M. eingesetzt werden müßte. Daß in diesem Betrieb die Arbeiter wie in einem Taubenschlag ein und aus gehen, ist wirklich nicht verwunderlich. Was im ersten Ein Motordreirad des Berliner Tierschutzvereins hat zum Abtransport kranker Tiere in Horte und Asyle zu dienen. Die Neueinrichtung ermöglicht den im großstädtischen Straßenverkehr verletzten I ieren schnellstens zur Hilfe zu kommen. Für kranke Menschen ist nicht immer so gut gesorgt. Fall« hinsichtlich der Gefährdung der Verkehrssicherheit gesagt wurde, gilt auch für diesen zweiten Fall. Auch hier ist es unbedingt er» forderlich, daß sich die Gewerbeaufsicht sowohl mit der Arbeitszeit- frage als auch mit den Wohnverhältnissen etwas eingehender be- schästigt. Die in Luxuszügen arbeiten. Man verweigert ihnen erträgliche Arbeitsbedingungen. Die Direktion der Internationalen Schlafwagengescllschaft weigerte sich bisher beharrlich, einen Tarifvertrag mit der zu- ständigen Gewerkschaft, dem Zcntralverband der Hotel-, Restaurant� und Cafe-Angestellten, abzuschließen. Am 16. Mai fällte der Schlich- tungsausschuß einen Schiedsspruch, der eine Arbeitszeit von 260 Arbeitsstunden im Monat, ausschließlich Vorbereitungsdienst, vorsieht. Der Schiedsspruch regelt auch nur das Arbeitsverhältnis der Schaffner, während das gesamte übrige Personal nicht cinbe- griffen ist. Für Uniformen, Seifen, Toilettenpapier und Bruch setzt der Schiedsspruch eine Entschädigung von 6 M. monatlich fest, während die Selbstkosten mindestens l M. betragen. Zwei Betriebsversammlungen lehnten den Schiedsspruch ein- stimmig ob. Die Belegschaft erklärt, daß sie alle ihr zu Gebote stehenden Mittel in Anwendung bringen will, um ihre berechtigten Forderungen durchzusetzen. Reichsbanner im tausendjährigen Brandenburg. Das Programm für das große Gaufest des Reichsbanners Berlin-Brandenburg an den Pfingstfeiertagen in der tausendjährigen Havelstadt Brandenburg steht nunmehr endgültig fest. Bei dem großen Festakt im Stadttheater werden Reichstags- abgeordneter Fritz Ebert für das Brandenburger Reichsbanner und Gauvorsitzender Ministerpräsident a. D. Stelling sowie Oberbürgermeister Dr. Fresdorf die Gäste begrüßen. Bundes- fchatzmeister C r o h n- Magdeburg wird die Festrede halten. Am Sonntag werden nach dem Aufmarsch des Reichsbanners im Brandenburger Stadion Reichstagsabg. Franz Künstler, Mi- nisterialdirektor Dr. F a l ck und Ministerialdirektor Dr. S p i e ck e r Ansprachen halten. Am Vormittag des ersten Feiertags finden sportliche Wettkämpfe im Stadion statt. Das Fest schließt mn 2. Feiertag mit gemeinsamen Wander- und Dampferfahrten in die Umgebung Brandenburgs. Verantwortlich für dir Zirdattion: Engen Praarr, Verlin: Anzeigen: Th. Gloete, Berlin. Verlag: Vorwärts Verlag<5. rn. b.©., Berlin. Druck: Vorwärts Buch- druckerei und Verlagsanstalt Bau! Singer 6i Co.. Berlin SW KS, Lindenstraße S. Lierzn l Beilage. Volk s buk ne Thealei am Bülowslali 8 Uhr Kabale und Liebe Th. an StbiffbaoeidinDi 8>/4 Uhr Der Zigarettenkasten DeutsUeater Norden 12 310 8 Uhr, Endenach 10 Pygmalion Ton Bernard Shaw dtsch. v. Siegfr. Ttebihdi Kammerspiele Norden 12310 fi'/jU., Ende nach 11 Zum 130. Mal rinden Sie. daS [onstance sidi riditig verhält? Die Komödie Bismarck 2414/7310 8V4 Uhr Es liegt in der Luft Revue von Schiffer. Musik v. Spoliansk) Berliner Theater Charlottsastr.93'91. üoob.l?v WU U. Ende geg. II Castspjeld.DaulsdienTb. Der Prozeft Mary Dugan Theater des Westens Steinpl.931 S'�Uhr Max Adalbert „Das Elter rh.KOnijegräu. Si. Bergm.2I10L Täglich 7Va Uhr leinen aus Irland Komödienhaut Norden 6304. TägL 81/, Uhr Broadway Lessing-Theater Norden 12798 Sommerspielreit XöisIlirhdKleilgsg EnilLiof Täglich 8>. Uhr „Nr. 17" v.Jefferson Farjeon Regie: Hans Loiz Saltenborg-Böhnin Dts. Künstler- fh. SV, Uhr Verbrechen („Crime") KIkIbk TDeater Täglich 8i/z Uhr: Fran bäte läßt sidi verführen Lotte Klinder, v. Mellendorf. Vorzelgcr halbe Kassen preise. Sonnabend i/j8 Uhr Premiere Die CroBsdinauze Lustspielhaus Jir. Or. Kirim lltil 8>/4 Uhr Quldo Thielscher in„ünter Oesdiättsaiitsidit" Thalia-Theater Dresdener Str. 72-73 Täglich 8 Uhr DyikefpottiEfliM Planetariuni am 2n (erlang. Judiuttiilir Stria« Noll. 1578 IftVt. 18, 19',» 21 U. im Beiehe der Miiterntehtssomu Eintritt I CASINO-THEATER« um Lothringer Str. 37. Die schwebende Jnngfran Ab 30. Mai Mfliiert Prtnzessdien. AoMchneiden: Gutschein I— 4 Hers. Fauteuii nur 1,10 M.. Sessel 1,60 M. Walhaila-Th. Weinbergsweg 19/20 Täglich 8'/, Uhr Mlorcni! Töditer oder Das Mädcben aus dem Freudenhaus Kur Erwjdune haben Zglrill Park.auch Sonntags statt 4.- nur 60 Pf. Am I. Feiertag 4 Uhr TUdilctn deck dich 2. Feiertag 4 Uhr Die Puppenfee Parkett v. 30 PI. an. Kose-Ttaeater Gr. Frankf. Str. 132 8V4 Uhn Koptenraths Erben PiscatorbUhna Theater am Nollendorfplatz Kurfürst 2091/93 Täglich 8>/4 Uhr Malborougb zieht in den Krieg von Marcell Achard Insz. Erwin Kaiser Renaissance- Theater Steinplatz 901. Prosranim Sflonaö.D.an beiden Feiertagen ie 2 VorsieUnnoen: ä30 u.• Uhr— 3 iu ermäßigten Preisen das ganze Programm. Theater am Kottbusser Tor Kottbusser Strafie 6. 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