Morgenausgabe Nr. 249 A 128 45. Jahrgang Döcheutlich 85 Pfg� aumatLch v,00M. im voraus zahlbar. Postbezug 4,22 M. einschl. Bestellgeld. Anslondsabonne- ment 6,— M. pro Monat. * Der.Vorwärts- erscheint wochentäg» lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„2)« Abend- Illustrierte Beilaaen»Volk und Zeit" und.Kinderfreund-. Ferner .Unterhaltung und Wiffe»-,.Frauenstimme-.Technik-,.Blick in die Bücherwelt- und.Iugend-Lorwärt»-. Berliner Voltsblatt Dienstag 29. Mai 1928 Groß-Äerlin 1© pf. Auswärts 15 pf. Die e i n 1 p a i t i g e Nonpareivezeile 80 Pfennig. Reklamezeile 6.— Reichsmart..Kleine Anzeigen" das fettge- oruckte Wort 25 Pfennig lzuläfsig zwei «ettgedruckte TVorte),«edes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Wort 15 Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zelle 40 Pfennig. Anzeigen- annähme im Hauptgeschäft Linden- ÜrabeZ. wochentägl. von 8»/, bis 17 Uhr. Jentvalovsan der Sozialdemokratischen Vavtei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin EW 68. Lindenstrohe 3 Fernsprecher: Dönbofs 292—237 Telegrarmn-Zldr.: Sozialdemokrat Berlin Vorwäris-Verlag G.m.b.H. Postscheckkonto: BerNn 97 BS6.— Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellien und Beamte» Wallstr. KS. DiSkonto-Gesellschaft, Depositenkasie Lindenstr. 8 Wo ist die„Ltalia"? Ltnbestäiigie SOS-:Kuf*.— Schwere Besorgnisse in Zialien. Die angeblichen Zunkslgnale der�Zkalia". die in San Franziska ausgenommen wurden, find von der Radioslakion San Jranzisko als Funkruse von der Feraöslllcheu Universiläk ia Wladiwostok mit dem Kennzeichen A. 8 � R 03 festgestellt wor. den, die in vier Sprache» um Hilfeleistung für die„Zlalla" ersuchten. Die Meldung lautete: 8 O 8. AS. AR 03 Lenklustschiss .Ztalia" mit General Roblle an Bord in Rot. Lenkluflschiss mit Funkanlage auf 40 bis 45 Metern Wellenlänge ausgerüstet. Bitte helft sofort! Don Seattle wird hierzu gemeldet, dah keine der sechs amerikanischen Flotten- Funk st atlonen auf Alaska bisher einen Funkspruch der„Ilalia" aufgenommen habe. Dagegen würden Meldungen, die von der„Ei k l a dt M i l a n o" gefunkt werden, fortwährend empfangen. Za Ztaliea und besonders in Rom wächst inzwischen die Beunruhigung über das Schicksal der„3lalla" von Stunde zu Stunde. Jede Meldung, die auf Roblle Bezug hat. wird gierig von den Redaktionen und den amtlichen Stellen, die sich der An- fragen nicht mehr erwehren können, verfolgt. Man gibt aber troh- dem die Hoffnung nicht aus. daß sich doch noch alles zum Besten wendet. Die Bereitschaft der Skandinavier vnd R u s s e n, sich an der Suche mittelbar oder unmittelbar zu beleiligen, ist mii Befriedigung ausgenommen worden. Nobiles letzter Funkruf. Kopenhagen, 28. Mai. Wie.Extrabladet" über Oslo erfährt, ist die„Citta di Milano" oni Sonntag früh um M9 Uhr von Kingsbay aus in nördlicher Richtung in See gegangen. Bereits in der Nähe der Amsterdam-Insel flieh das Fahrzeug jedoch aus so f« st« s P o ck e i s, daß ein weiteres Vordringen unmöglich wurde. Infolge verschiedener Umstände kommt man jetzt immer mehr zu der Ueber- zeugung. daß di«„Italia" am Freitag, kurz nach 5 Uhr morgens, zwischen dem 77. und 81. Grad nördlicher Breite und 17. und 28. Grad östlicher Länge niedergegangen sein muß. Alle bisherigen Nachrichten, die von einem Auffangen von Notsignalen wissen wollen, werden von der„Citta di Milan o" als falsch bezeichnet. Den letzten Funkruf. Nobile? hat man demnach am Frei. tag früh gehört. Im Gebiet des Spitzbergensr Nordostlandes, lpo die„Jtalia* wahrscheinlich verunglückt ist. befinden sich mehrere norwegische Seehundfängerfahrzeuge. Die„Citta di Milano' will versuchen, mit einem dieser Fahrzeuge Verbindung aufzunehmen und erfahrene Polarteute oeranlassen, mit Hunden ins Nordostlattd vor- zudringen. Die Hilfsexpeditionen. Am Spätabend des Sonnabends fand, wie aus Oslo gemeldet wird, in der dortigen italienischen Gesandtschaft ein« Besprechung statt, die bis in die späte Nachtstunde hinein dauert« und in der die Aussichten einer Hilfsexpedttion erörtert wurden. Man einigte sich dahin, von Kingsbay aus einen Vorstoß nach Norden zu oersuchen. Leiter der Expedition soll Riiser Larsen werden. Ein Motorschiff und ein Wisierslugzeug sollen zur Verfügung ge- stellt werden. A m u n d s e n und S v e r d r u p, die gerade aus einem Fest zu Ehren Wilkins und Eyelsons weilten, als die nor» wegische Regierung an sie die Frage richtete, ob sie an die Spitze einer hilssaktton für Nobile treten wollten, erklärten sich sofort dazu bereit. Di« Worte Amundsens wurden im Hinblick auf den zwischen ihm und Nobile schwebenden großen Streit von der Gesellschaft mit brausendem Beifall aufgenommen. Der norwegische Fliegerleutnant Luetzow-Holm ist am Montag früh von horten mit einem Marineslugzeug nach Tromsö Gestartet. Dort wird er sich mit seiner Maschine auf den Seehunds- änger„Hobby" einschiffen, der sofort nach Kingsbay auslaufen soll. Die„Hobby" soll als Ausgangspunkt für die Erkundungsflüge die» nen. Di« eigentliche Hilfsexpedition soll erst abgehen, wenn Luetzorv- Holm sein« ersten Flüge beendet hat. Man will zu diesem Zweck ausländische Flugzeuge, vermutlich deutsche oder italienische, benutzen. Der Dampfer„Braganza" hat Befehl erhalten, von Tromsö nach Kingsbay zu gehen. Der Kapitän des Dampfers wird sich mit dem Führer der„Citta di Milano. ms Benehmen setzen. Di«„Braganza" soll das Gebiet nördlich von Spitz- bergen absuchen. Man wird wahrscheinlich ausländische Flugzeuge, wenn möglich, deutsche oder italienische, für eine zweit« Hilfsexpedition heranziehen. Amundsen voller Hoffnung. Roald A m u n d s« n erklärte einem Vertreter von Norsk Tele- grambyran u. a.: Man muß nicht gleich das Schlimmste annehmen. Selbst wenn es der„Jtalia" nicht gelungen sein sollt« zu landen, kann sich das Luftschiff drei oder vier Wochen in der Luft halten, und die Besatzung verfügt über Lebensmittel für vier bis sechs Wochen. Es ist möglich, daß es der Besatzung in dieler Zeit gelingt, mit den zivilisierten Gegettden in Verbindung zu treten. Die norwegische Regierung wird ganz bestimmt alles, was in ihren Kräften steht, tun, um der„Jtalia" zu Hilfe zu kommen. Oer französische Parteitag. Leon Blum gegen dieVerherrlichungBriandS undHerrlots. Paris, 28. Mai. Der sozialistische Iahreskongreß in Toulose beschäftigte sich mit der Haltung der Partei gegenüber den Nachbarparteien. Es machten sich zwei Strömungen geltend: Die eine, vertreten durch Z y r o m s k i und Löon Blum, die für die Unabhängig- k e i t der Partei nach rechts und links eintritt und eine aus- gesprochen oppositionelle Haltung der Kammersraktion sor- dert. Die zweite Strömung, vertreten durch Kahn und M o n- t a g n o n. will, wie Paul Boncour in seiner Rede zum Ausdruck brachte, der Partei nach rechts die Türen öffnen. Paul Boncour nimmt an dem Kongreß nicht teil, und Löon Blum erklärte, daß er Reden über di« Parteitaktik nicht anerkenne, die nicht auf dem Parteilag selbst gehalten werden. Die Rede Blums gipfette in der Rechtfertigung der Haltung der Fraktion in der vorigen Wahl- Periode und forderte für die neue Periode die gleiche Haltung. Blum protestierte dagegen, daß herriot der Mann des Dawes-Plans genannt werde, herriot habe bis Ende 1923 der Regierung PoincarSs und der Ruhrpolitik das Vertrauen ausgesprochen. Das Abkommen von London wäre nicht möglich gewesen ohne die Vorverhandlungen der französischen mit auswärtigen So» z i a l i st e n. Auch gegen die Verherrlichung B r i o n d s wandte sich Blum, indem er sagte, gewiß träte Briand jetzt für internationale Verständigung ein. aber man könne doch nicht vergessen, daß 1921 Briand der Mann gewesen sei, der Düsseldorf und Duisburg be- setzt und zwei Iahrcsklassen mobilisiert habe. Zur Besprechung des Brüsseler Kongreßprogramms her Inter- nationale wird der Nationalrat der Partei(Parteiausschuß) am 14. Juli zusammentreten. Am dritten Derhandlungstag trat ein Redner stark dafür ei», daß die französischen Sozialisten, wie voraussichtlich ihr« Genossen in Deutschland, in die Regierung eintreten. Ein anderer Redner erklärt« sich für möglichst eng« Zusammenarbeit mit den Kommu- nisten. Der Elsässer N a e g e l e n erklärte, daß Deutschlands Der» zicht auf Elsaß-Lothringen von den Kommunisten und Autono- „listen aufs Spiel gesetzt worden sei. Die Autonomiebewegung sei eine lokale Bewegung, die mit einem Colmarcr Urteil nicht Laurent brachte den Antrag ein, Paul B o n c o u r die Teilnahme an der französischen Völkerbundsdelegation zu verbie» t e n, da bei der veränderten Kammerzusammensetzung dies« Funk. tton unerwünscht sei, besonders m einer Zeit, wo die Erörterung der Rheinlandfrage kommen werde. Grumbach erwidert«. dah er eben von Besprechungen mit Berliner sozialistischen Freunden gekommen sei. Diese empfänden es nur angenehm, wenn auch ein Sozialist der sranzösischen Völkerbundsdelegation an- gehöre. Dieser NeichstagSwahl muß Rheinlandräumung folgen! Parts, 27. Mai. Victor Bäsch bespricht in der„Volonte" die Angriffe, di« wegen seiner Rede in Berlin gegen ihn gerichtet wurden. Er habe, so er- klärt er, die Gründe auseinandergesetzt, die ihn und seine Freunde bis jetzt davon abgehallen hätten, die sofortige Rheinland- räumung mit der gleichen Energie und Leidenschaft wie seiner- zeit die Räumung des Ruhrgebiets zu fordern. Die Antwort, die die deutschen Wähler jetzt gegeben, zeige, welche Pflicht zu erfüllen sei, nämlich mit alle» Kräften für die Rheinlandräumung zu kämpfen. Bäsch schließt: Die Art und Welse, wie man die Mobilisierung der deutschen Schuld durchführen kann, ist Sache der Finanzleute, aber nicht die unsrige. Unsere Ausgabe ist, unseren Mitbürgern zu beweisen, daß die Stunde gekommen ist, aus dem Körper Deutschlands den Dorn der fremden Truppen auszuziehen, und daß die Stunde gekommen ist. unsere Nachbarn von dieser Kelle zu befreien. Diese Aufgabe«erden wir erfüllen, selbst aus die Gefahr hin, von unseren Nationalisten angerempell zu werden. Reparationsberatung in Paris. pari». 28. Mai. Nach einem Kommuniqut der Reparationskommission hat sie die Berichte des Generalagenten Parker Gilbert und des Kommissars für die deutschen Eisenbahnen L o v e r v« über die Durchführung des Sachverständigenplans bzw. über die Lage der Reichseisenbahn» geselljchaft entgegengenommen. Fehler auf Fehler! Nach dem(Zolmarer Llrteil. Die deutsche Oeffentlichkeit sollte sich bei der Betrachtung elsässischer Vorgänge stets und grundsätzlich besondere Zu- rückHaltung auferlegen. Je weniger man in Deutsch- land über das Elsaß schreibt und spricht, desto größer ist der Dienst, den man damit den Elsässern erweist. Allerdings gibt es Augenblicke, in denen man selbst bei größter Zurückhaltung nicht schweigen kann, nicht schweigen darf. Das ist angesichts des U r t e i l s im Colmarer Auto- nomistenprozeß der Fall. Bevor wir ober zu diesem Urteil Stellung nehmen, möchten wir gewissermaßen Richtlinien für die Behandlung der elsässischen Probleme durch die deutsche Sozialdemokratie formulieren: 1. Elsaß-Lothringische Fragen sind grundsätzlich innerpolitische Fragen Frankreichs. Das er- gibt sich schon aus dem Rheinpakt von L o c a r n o, den mit Ausnahme der Völkischen und der Kommunisten alle beut- scheu Parteien, einschließlich der Deutschnationalen, als eine Grundlage der Außenpolitik des Reiches anerkannt haben. 2. Das deutsche Volk interessiert sich naturgemäß aus historischen und kulturellen Gründen weit m e h r für das Schicksal des Elsaß als für das Schicksal irgendeines anderen französischen Gebietes. Niemand wird Deutschland daraus einen Vorwurf machen können. 3. Auch als rein innerpolitisches französisches Problem besitzt Elsaß-Lothringen insofern eine internationale Bedeutung, als eine dauernde Krise in dem ehemaligen Reichsland schließlich eine Mißstimmung zwischen dem deutschen und dem französischen Volke hervorrufen würde, was mit einer Belastung der gesamten europäischen Politik gleichbedeutend wäre. Wenn sogar die Londoner„Times" dieser Tage im Zusammenhang mit dem Autonomistenprozeß betonte, daß Elsaß-Lothringen in seiner Eigenschaft als hervorragendes Kampfobjekt des Weltkrieges von 1914—1918 alle Signatarmächte des Verfailler Vertrages besonders inter- essiere, so gilt das selbstredend erst recht für Deutschland. Von diesem dreifachen Gesichtspunkt ausgehend, fühlen wir uns verpflichtet, unser sorgenvolles Er st au nen über die Kurzsichtigkeit der französischen Politik im Elsaß zum Ausdruck zu bringen. Die Verhaftung der Autonomisten- führer, zumal am Weihnachtsabend, war ein erster s ch w e- r e r F e h l e r. Die Erhebung der A n k l a g e wegen„Komplotts gegen die Sicherheit des Staates" war ein zweiter» noch größerer Fehler. Und schließlich das Urteil, das die Geschworenen am Donnerstag gefällt haben, war ein d r i t- ter, noch schlimmerer Fehler. Eine monatelange Stimmungsmache der Pariser Presse bis weit in die Kreise der Linken hatte den Eindruck zu er- wecken versucht, als hätten die elsässischen Autonomisten m i t reichsdeutschem Gelde auf die Lostrennung des Elsaß von Frankreich hingearbeitet. Die Beweisauf- nähme hat aber nicht die Spur eines Beweises für diese Behauptung erbracht. Alle Angeklagten ohne Aus- nähme haben mit Entschiedenheit betont, daß sie-n i e m a l s an eine Losreißung von Frankreich, geschweige denn an eine Wiederangliederung an Deutschland gedacht hätten. Dennoch ist die Existenz eines„Komplotts gegen die Sicherheit des Staates" von den Geschworenen bejaht worden. Angesichts der geradezu jämmerlichen Dürftigkeit der Beweisaufnahme ist dieser Schuldspruch nur so zu er- klären, daß die Geschworenen— wie es tatsächlich geschehen sein soll— sorgfältig unter den innerpolitischen Gegnern der autonomistischen Bewegung ausgesucht worden waren. Die Staatsanwaltschaft selbst hat eine Haltung eingenommen, die ein Widerspruch in sich war. Monatelang hatte sie nach außen hin den Eindruck zu erwecken versucht, als hätte sie eine g e- fährliche separatistische Verschwörung ent- deckt. Noch in den ersten Tagen der Gerichtsverhandlung ge- bürdete sich der Oberstaatsanwalt wie ein Mann, der den Kampf gegen den schlimmsten Landesverrat mit allen Mitteln aufzunehmen entschlossen sei. Am Schlüsse der Verhandlung aber beantragte er— die M i n d e st st r a f e. Ist das nicht an sich schon das Eingeständnis des eigenen Fiaskos? Hat man sich etwa eingebildet, mit einem milden Ur- teil würde man den Slutonomismus empfindlicher treffen als mit schweren Zuchthausstrafen für die Angeklagten? Das würde ein schwerer Irrtum sein: mit Strafen, ob leicht oder schwer, läßt sich der Autonomismus überhaupt nicht bekämpfen. Wer den frondierenden und dickschädligen Charakter dieses alemannischen Volksstammes kennt, der mußte wissen, daß es nichts Gefährlicheres gibt, als elsässische Märtyrer zu schaffen. Das kaiserliche Preußen-Deutschlond hat in fast fünfzigjähriger Herrschaft Fehler auf Fehler in Elsaß- Lothringen begangen. Es hat das traurige Kunststück fertig- gebracht, aus einem deutschsprachigen Volksstamm eine fran- zösisch fühlende Bevölkerung zu machen. Man behandelte die Elsässer von vornherein als franzosenfreundliche Hochverräter, was sie ursprünglich gar nicht sein wollten, mm» schuf Mär- lyrer und allmählich redete man ihnen auch diese Behandlung geradezu ein, sie seien Franzosen. Schließlich waren sie selbst davon überzeugt und bejubelten nach dem deutschen Zu- jammenbruch die einziehenden siegreichen Truppen Frank- reiche. Drängt sich da nicht angesichts der Verfolgung der Auto- nomisten ein Vergleich geradezu auf? Die Autonomsten be- teuern, daß sie von einer Rückkehr zu Deutschlind nichts wissen wollen, daß sie keinen Pfennig deutschen Geldes jemals an» genommen haben oder annehmen würden, daß sie nur eine Selb st Verwaltung im Rahmen Frankreichs erstreben. Aber von Paris her erschallt es zurück: Ihr seid doch nur verkappte Deutsche. Ihr seid Hochverräter! Dr. Ricklin hatte in seinem Schlußwort beteuert: „Meine Herren Geschworenen, ich bin bei der Dämmerung meine, Lebens angelangt. Die Stund« ist nicht mehr fern, wo ich vor dem allerhöchsten Richter erscheinen werde. In einem solchen Zeitpunkt seines Lebens lügt man nicht mehr. Deshalb schwöre ich auf mein« Ehre und auf mein ewiges Heil, daß ich nicht lüge, wenn ich sage, daß ich vollkommen unschuldig bin. Jlie, nie habe ich das Glück meines engeren Vaterlandes außerhalb de, Rahmen» Frankreichs gewollt. Nie ist davon die Rede gewesen, die Rückkehr des Elsaß zu Frankreich rückgängig zu macheu. Ich schrei« es hinaus, ich schwöre es!" Aber das Urteil, dieses seltsame Kompramißurteil. hat aus diesen offenbar ehrlichen Aufschrei geantwortet:„Ihr habt die Lostrennung des Elsaß von Frankreich doch erstrebt! Ihr habt Euch des versuchten Landesverrats schuldig gemacht— aber wir billigen Euch mildernde Umstände zu!" Auf diesen Schuldspruch reagierten die beiden Parteien drinnen im Saale und draußen vor dem Gericht mit zwei charakteristischen Rufen. Die einen:..Es lebe Frankreich!"— das war die Partei des Staatsanwalts; die an- deren:„EslebedasElsaß!"— das war die Partei der Angeklagten. So hat dieser Prozeß, so hat dieses Urteil erreicht, daß die Worte„Frankreich" und..Elsa ß" im Munde der erregten Menge eine gegensätzlich«, ja feindselige Bedeutung erlangten! Keine zehn Jahre nach den einmütigen Begeisterungsszenen beim franzosischen Truppeneinzug. Wären wir Deutschnational«, wäre unser Be- kenntnis zu Locarno unaufrichtig, hätten wir die Frag« der territorialen Souveränität über Elfaß-Lothringen nicht sck »et» gelegt, dann würden wir im stillen denken:„Nur so weiter! In zehn Jahren wird Frankreich buchstäblich den Elsässern eingeredet haben, sie seien nur verkappte Deutsche! In zehn Iahren haben wir von Mülhausen bis Straßburg, wenn nicht gar bis Diedenhofen, die schönste Irredental" Aber als Sozialdemokraten, die keine Jrredenta, sondern ein glückliche» elsässisches Volk wünschen, damit die für den Weltfrieden notwendige deutsch-französische Freund- schaft nicht durch den jahrhunderte alten Zankapfel gestört werde, müssen wir warnen. Wir warnen, obwohl oder vielmehr gerade weil wir wissen, daß zumindest ein Teil der elsässischen Sozialdemokraten zu den schärfften Bekämpfern des Antonomismus gehört. Kein elsSsflscher Sozialdemokrat hat zwar die Anklage« erhebung gebilligt, aber viele von ihnen treten für eine Pott- tik ein. die zu einer Zuspitzung der Gegensätze führen muß. Sie tun es natürlich nicht aus nationalistischer, sondern aus rein innerpolitischen Gründen. Sie find sogar überzeugt, daß sie im Interesse de« deutsch-franzvsischen Frie- dens handeln, weil sie im Autonomismus eine Gefahr für die deutsch-französische Annäherung erblicken. Aber selbst an- genommen, sie hätten mit dieser Befürchtung recht, s o wie sie den Kampf weiterführen wollen, werden sie u.E. den Auto- nomismug nicht besiegen, sondern nur stärken und damit die gegenteilige Wirkung erreichen, als die. die sie erstreben. Um was handelt es sich? Das Problem ist ebenso einfach zu formulieren, wie es schwierig ist. zu lösen. Der Autono- mismus ist in der Hauptsache eine Form des K l e r i k a l i s- m u s. Gerade deshalb wird er aus parteipolitischen Grün- den von unseren Genossen bekämpft. Frankreich ist seit 178g ein rein zentralistischer Staat. Es hat feit 25 Iah- ren die Trennung von Kirche und Staat durchgeführt. In Frankreich gibt es keinen staatlichen Religionsunterricht, werden die Kirchen und Geistlichen nicht mit staallichen, son- dern mit privaten, kulturgemeindlichen Mitteln unterhalten. Zu diesem zentralistischen Frankreich ist 1018«in sprach- licher Fremdkörper freiwillig gestoßen, der insbesondere auf kulturellem Gebiet andere Gesetze besaß. Man hat ihm eine Uebergangszeit zugesichert. Die französische Linke, be- sonders aber die Sozialisten, sind nun der Ansicht, daß es all- mählich Zeit ist. diese Anomalie einer religiösen Sonder- Gesetzgebung in Elsaß-Lothringen zu überwinden. Dagegen ietzt sich nun der mächtige Klerus zur Wehr. Das und nichts anderes ist die Entstehungsursache des Autono- mismus. Zweifellos steht die juristische Logik auf feiten unserer elsässischen Genossen. Aber die realpolitische Einsicht gebietet um so g r ö ß e r e Vorsicht in der Behandlung dieser Frage, ob das Elsaß nun einmal ein ethnisch und sprachlich fremder Volks stamm inner- bald der französischen Nation bildet— und zwar ein wegen seiner Dickschädligkeit und seines Widerspruchsgeistes bekann- rer Volksstamm. Will man das Tempo der Assimilierung sor- cieren, treibt man die Dinge auf die Spitze, so läuft man Gefahr, daß der Autonomismus über seinen ursprünglichen 'nnerpolitischen klerikalen Rahmen hinaus- wächst und einen irredentistisch außenpolitischen Charakter annimmt., Gerade weil wir das nicht wünschen, deshalb haben wir uns nach dem Colmarer Urteil entschlossen, unsere bisherige Zurückhaltung in elsässischen Fragen ausnahmsweise aufzu- geben und die Hoffnung auszusprechen, daß man in Frank- reich aus den Fehlern lerne, die a l l e deutschen Par» teien fünfzig Jahre lang gegenüber dem Elsaß begangen haben. pari». 28. JJtat. „Rlatln" berichtet, daß Peafioasminlsker Coni» Marin In Veanlwortvng von Wünschen, die am Sonnabend auf dem Songreß der Frontkämpfer in St. ZKalo gegen die Vollstreckung des ckolmarer Urleil» geäußert wurden, folgende Stell- an» einem Tele. gramm de» Mnlsterpräsideuten poincare verlesen hat:„Die Rational. oereimgung der Fronlkämpfer kann oerfichert sein, daß die«egirnivz de» elsässischen Geschworenen»«cht dle Veleibignng an- tun wird, sie zu desavouieren." Oer blutige Ein Todesopfer und mehrere Verletzte- Der Polizeipräsident teilt mit: Ueber den bedauerlichen Vorfall, der sich am Sonnabend in der Bismarckstraße zu Charlottenburg abgespielt hat. sind in einigen Zeitungen Darstellungen erschienen, die den Tatsachen nicht ent» sprechen. gm Gegensatz zu diesen unzutreffenden Darstellungen hat die vom Polizeipräsidenten sofort eingeleitete Untersuchung bis jetzt folgende» ergeben: Der polizeilich begleitete Demonstrationszug des RFB. hatte zum großen Teil die Kreuzung Bismarck« Krummestraße in der Richtung auf den Karl-August»Platz über« schritten. Da es gerade ein« halb« Stund« vor Theaterbeginn war. herrschte auf der Bismarckstroße ein außerordentlich reger Verkehr, und es hallen sich bereits«in« ganz� Reihe von Krosifahrzeugen und Straßenbahnen angesammelt. Es trifft nicht zu, daß nur ein einziger Omnibus durchgelassen werden sollte: ebenso Ist es unzutreffend, daß schon das Ende de» Zuges dicht heran war. Räch Rücksprache mll einem als Führer gekeun. zeichneten DemonstrakionskeNoehmer wurde daher der Wellermarsch untrebrochen und der verkehr beschleunigt dorchgeleitet. Ein Unter. brechen des Zuges gerade an dieser Stelle war durchaus möglich und zweckmäßig, well ein hier marschierendes Musikkorps schon rein äußerlich eine neue Abteilung ankündigte. Trotz Zuredens der Beamten versuchten die Zug- teilnehmer die Sperrkette gewaltsam zu durchbrechen Mit Musikinstrumenten und anderen gefährlichen Gegenständen wurde auf die Beamten«ingeschlag«», so daß schtteßüch vom Polizeiknüppel Gebrauch gemacht werden mußt». In dem«nt. stehenden Handgemenge wurde ein den Fahrverkehr regelnder ve- amler zu Boden geschlagen und durch Fußtritte und Schläge be- sonder»«nn Hinterkopf erhebttch verletzt. Zwei andere Beamte, die ihm zu Hilfe eilten, gerieten dabei selbst in so erhebliche Bs» drängnis, daß ste ihre Schußwaffen ziehen mußten. Trotzdem hatten dies« Beamten bis zum letzten Augenblick versucht, den Ge» brauch der Schußwaffe zu vermeiden, was durch den Umstand be- wiesen wird, daß einem dieser Beamten, nachdem auch er niedergeschlagen worden war, die Pistole entrissen wurde» ohne daß er von ihr Gebrauch gemacht halle. Kurz darauf sielen in der Krummen Straße Schüsse, und es ist anzunehmen, daß dabei auch au, der dem niedergeschlagenen Polizeibeamten entwendeten Pistole geschossen worden sst. Außer- dem ist noch Angabe mehrerer Zeugen, die sich freiwillig gemeldet haben, auch noch au» einem Hause in der 5trummen Straße ge- schössen worden. Unter diesen Umständen war der zweite. der zu Hilfe geeillen Beamten so bedroht, daß er schließlich von seiner Schußwaffe Gebrauch machte, um sich und seinem Kameraden Luft zu schaffen. C« wurde dadurch erreicht. daß der am Hinterkopf verletzte veamke sich wieder aufrichten konnte. Zufolge feiner schweren Verletzung konnte er sich jedoch nur mühsam aus den Beinen halten, was sogar zu der Verdächtigung „Was wird?" Abwarten! Unter der Ueberschrift„Was wird?" beschäftigt sich die „Germania" mit der Frage der Kabinetts« b i l d u n g. Sie schreibt: Wir müssen unsererseits immer wieder darauf hinweisen, daß es nicht nur unverständlich, sondern auch ungewöhnlich sein würde, wenn ein« Partei, die einen solchen Stimmenzuwachs erhallen und eine solche Stärke erreicht hat, nicht dievoll«V«rantwortung zu übernehmen alsbald entschlossen wäre. Die Sozialdemokratie würde nicht daran vorbeikommen können, den Erfolg, den sie er» rungen hat, in die Tat der Regierungsverantwortung und in p r a t» tisch« Arbeit umzusetzen. Glaubt die Sozialdemokratie mit ihren Entschlüssen warten zu sollen, bis andere sprechen, so würde sie sich damit«in Ansehen geben, das Eigenartige Rückschlüsse auf ihren Willen, Konsequenzen zu zichen und zu tragen, zuließe. Di« Sozial- demokratie ist nun einmal durch dl« Gunst der Wähler aus- gezeichnet und emporgehoben worden. D«r Weg zur Ber» antwortung ist dadurch klar gezeigt. Es müßte sich jetzt, wenn die Politik folgerichtig verliefe, darum handeln, daß die entscheidende Aufforderung von Seiten der Sozialdemokratie erfolgt, und daß die Frage der praktischen Mitarbeit den andern gestellt wird, die für diese Mitarbeit nötig sind. Die Kraft zu dieser Frage muß von der Sozialdemokratle selbst aufgebracht werden. Hie Rhodus, die salt»! Die Sozialdemokratie hat sich ihrer Verantwortung nie entzogen, wie sie auch stets bereit gewesen ist, praktische Ar- beit zu leisten. Wenn sich im übrigen der Feldherr der Ge- schlagenen, Graf W e st a r p, in der.Kreuzzeitung" in einem ebenso langen wie langweiligen Aufsatz Phantasien über die zukünftige Haltung der Sozialdemokratie hingibt, so ist das ein müßiges Unterfangen. Geschlagene Feldherren tun am besten daran, zu schweigen. Gchlechie Führung! Lang gegen Hindenburg. Der neugebackene deutschnationale Reichstagsabgeordnet« und ehemalige Finanzminister der Kappisten Obersinanzrat Dr. Bang, dessen Aufstellung in Dresden dem Grafen Westarp Tag« schwersten Verdrusses bereitet hat. stellt sich in der„Deutschen Zeitung' vor. Er nennt die Außenpolitik Stresemanns und die bisher geübt« Wirt- schofts- und Handelspolitik„waschechte Politik der inter- nationalen Sozialdemokratie" und bezeichnet die Wahlen vom 20. Mai als Franzofenwahlen. Run, das war zu erwarten. Daß die Sozialdemokraten schon seil Iahren keinen Einfluß mehr auf die Regierung Im Reiche hallen und daß es noch heute so etwas wie eine Reichsregierung unter deutschnationaler Führung gibt, hatten die Deutschnationalen ja schon vor dem 20. Mai vergessen. Dann kommt dieser deutschnationale Relchstagsabgeord- nete auf die Schuldfrage zu sprechen und da wird es interessant: „Arn 20. Mai hat sich also nur ein Wort bewahrheitet, das wir vor Jahren hier als Mene Tekel ausgesprochen hoben, das tief« finnige Wort Gneisenaus:„Die Ratlcm ist genau so schlecht wie»hr Regiment." Wer dieses Wort wirklich versteht, der weiß, wie uns allein geholfen wenden kann: nicht von unten. sondern von oben!... Es steht„nulen" viel weniger schlimm als„oben" trotz des Wahlausfall«. Gerade dieser Wahlausfall zeigt besser als irgend etwas, daß die deutsche Frage schlechthin eine Frage der Führung ist. Der Sinn dieser Worte kann nur nach zwei Sellen hin ver- standen werden. Bang gehört zu jenen Kressen, die Hindenburg Sonnabend.> beim Zusammenstoß in Eharwttenburg. führte, daß er schwer beinrnken sei. Eine sofortige ärztlich» Untersuchung auf der nächsten Rettungsstelle und ein ärzt- liches Attest hoben diese Verdächtigung al« haltlos er- wiesen. Leider ist es in dem entstandenen Durcheinander nur gelungen. zwei der Schuldigen in Haft zu nehmen, während di� übrigen in der Menge und dem weitermarschierenden Zuge unier. tauchen tonnten. Auch die Lerletzten wurden teilweis« von den Demonstranten fortgeschafft, unter ihnen der später verstor- b e n e LOjahrige Oskar Wege aus Eharlollenburg. Als ver» letzt festgestellt wurden bisher der 26jährig« Arbeiter Otto Schellhammer aus Charlottenburg, Frau Minna Bäsch aus Charlottenburg und der Arbeiter Alfred G o l k e. sämtlich im Krankenhaus Westend, außerdem die Hausangestellte Frieda Ber- tert und der achtjährige Wilhelm Häusler, die stch in ihren Wohnungen befinden. Auch von der Polizei wurden drei B e- omt« verletzt, und zwar erhiell«in Beamter erhebliche Kopf» Verletzungen durch Schläge mit harten Gegenständen und durch einen Messerstich, ein zweiter Beamter Brustv«rletzun. gen durch Fußtritte, ein driller Beamter Handoerletzungen. Diese vorläufigen Feststellungen werden felbstverständllch noch durch weitere Untersuchungen ergänzt werden. Außerdem wird na» türlich eine gerichtliche Klärung herbeigeführt werden, die schon allein mll Rücksicht auf den badauerlichen Verlust eine» Menschenlebens erforderlich sst. Oer kommunistische pfiugstbesuch. Di« schon in den vorigen Jahren hat auch Pfingsten 1028 ber Rotfronttämpferbund Berlin zu seinem Reichstreffen gesucht. Nach den Begrüßungsfeiern am Sonnabend, über die wir berichteten, fand am Sonntag im Lustgarten die Haupckundgebnng stall. Die Beteiligung war, wie man es noch dem Ausfall der Wahlen in Berlin nicht anders erwarten konnte, größer als in den Borjahren. Aufmarsch und Kundgebungen verliefen, im Segensatz zu dem blutigen Zusammenstoß am Sonnabend, ohne Zwischenfall. A» erkennenswert war die Haltung derSchutzpolizei, die sich durch törichte und beleidigend« Zurufe wie„Bluthunde".„Ardeitermörder" nicht aus ihrer Ruhe bringen ließ. Die kommunistischen Redner im Lustgarten ergingen sich in den üblichen Schimpfereien aus die Sozialdemokratie, aber weder Thal» mann noch L e o w verrieten, wie sie sich unter der Parole„Klaslen- kämpf gegen Koalllion" eine für die Arbellerschast ersprießliche Politik vorstellen. In dem seierlichen„Schwur", der beim Abschluß der Feier geleistet wurde, fehlte es selbstverständlich nicht an einem gehässigen Absatz gegen die sogenannten Reformisten. Am Pfingstmontag fanden in allen Stadtbezirken Wcrbekuuo» gedungen und Frühkonzerte statt. zum Reichspräsidenten gewählt haben, wie ja die Deusschnali analen auch diesmal die Wahlkampagne unter dem Mmensmitzbrouch des„Rettsrs" gelikhrt haben. Entwed'er der deutschuotionale Finanz» rot meint ihn. wenn er sich wer da»„Regiment" beklagt, oder ober er meint die Führer der Deutsch nationalen, die»n«� bestritten in den letzten Jahren„oben" gewesen sind. Indem er hin« zufügt, daß die„unten" viel weniger schlimm sind als die„oben", gibt er obendrein jenen recht, die auf den Gimpelfang der Deutsch. nationalen nicht hereingefallen sind. Eine etwa» bitter« Pille iür di« Westarpe, um so bitterer, als sie von einem Neuling kommt, der im ausgesprochenen Gegensatz zu der deusschnattonalen Parteilc.tung Mllglied der deusschnattonalen Reichstogsfrccktion gewordcn ist. Schlechte Führung, schlecht« Führung! Ln gleicher Verdammnis. Kommunisten und Oeuffchnationale in einem Umschlag. In einem Briefe an Hugenbergs.Lokal-Anzeiger" macht ein deutschnationaler Wahlbeisttzer auf gewiss« Wahlturiosa aufmerksam, die er bei der letzten Wahl erlebte. Er schreibt, wörtlich: Und das Merkwürdigste: e» gibt totsächlich Menschen, die im Reichstag deutschnational und im Landtag kommunistisch wählen, sich also entweder in der Rummer irren oder sich über ihre Gefühle nicht ganz klar sind. Der Wahlbeisitzer hat ganz richssg beobachtet. Und wenn er den Wohlumschlägen ansehen könnte, von wem sie abgegeben sind. so würde er sicher finden, daß die Namen dieser verwirrten Wähler gerade in der Abonnentenliste des Herrn Hugenberg verzeichnet sind. Nur polittsche Konfusionsrätc bilden dessen Gefolgschaft! Ebert-Oenkmal in Hörde. Vom ItelchSbanner errichtet. Dortmund. 28. Mai.(Eigenbericht.) In der benachbarten Bergwerksstadt Hördt sst zu Pfingsten unter gewallig«? Beteiligung der republikanischen Massen das Denk- mal feierlich enthüllt worden, dessen Errichtung dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold zu verdanken ist. Außer den Vertretern des Stifters, die das Denkmal der Stadtgemeind« in Obhut übergaben, sprachen Abgesandte des Magistrats Hörde und der preußischen Staatsregierung. Sin Gedenkstein auch in Offenbach. Ostenbach a. St.. 28. Mal. Am Pfmgftmcmtog wurde hier in Anwesenheit des hessistkien Staatspräsidenten Adelung, des Bürgermeister», anderer Be- Hörden und Vertreter und zahlreicher hessischer Parlamentarier ein Gedenkstein für den ersten deutschen Reichspräsidenten Friedrich E b e r t geweiht und der Oeffentlichleit übergeben. Di« Weihered« hielt Polizeioberst Schützinger» Berlin. Erschießung eines Massenmörders. Tarragoua. 28. Mai. Es ist gelungen, den Massenmörder zu entdecken, der am 21. Mai elf Personen ermordet Halle. Da er sich nicht ergeben wollte, wurde er mll einem Gewehrschuß niedergestreckt. Eine neue Bombenexplosion in Buenos Aires hat das Hau« des Obersten Cesar Slstura, ehemaligen Oberstleutnants im ita» l i e n i s ch e n Heer, zerstört. Menschenleben sind nicht zu be- Nagen. Ganz Berlin unterwegs. Die Herren Wettermocher da oben lieben nun«>mnal Feiertags- Überraschungen. Erst lasten sie unsere Gesichter lang und länger werden und dann plötzlich, knapp vor Toresschluß, gibt's überall ein befreiendes Lachen. Wer also nicht zu den Wetterharten, in diesem Falle auch Optimisten genannt, zählte, der packt« im Verlaus des meloorsprechsnden Pfingssonnabends Koffer, Köfferchen, Rucksack und dergleichen und hatte dann, so will es die Tradüüm, mit der großen Menge Gleichgesinnter erstmals mit unendlicher Geduld etliche Mastozspräbchen zu bestehen. Erste Leidensswtion: Vahnhossschlange, darauf Heisluftmassage in den übervollen Wagen, dann war man endlich erlöst von all der Qual und die Erholung trat in ihre Rechte. Zu Wasser und zu Lande herrscht« überall ein Mordsbetrieb. Auf den helmischen Gewästern wimmelt« es von Paddlern, Ruderern und vor allem Seglern, denn die hotten diesmal ehr idealstes Brisen- weiter, das immerhin manchmal die Grenze des Erlaubten über- stieg. Alles war vertrejen, nur keine Schwimmer, denn dazu waren die Fluten denn doch zu kühl. Di« Perfonendampfer waren voll bspackt und stöhnten schwer unter der Lost ihr» Besatzung. Am Waldesrand standen Zelt« dicht bei dicht. Alle Wege und Steg« waren voll von fröhlichen Lusthungrigen. Am Nachmittag des ersten Feiertages gab es In den westlichen Teilen eine klein« husche"', die aber bald vorüberging. Di« armen Togesausflügi» hatten danach abends wiederum die Tortur des Drängelns, Quekschens und Wütens ein» erregten Menge durchzumachen, was sie aber nicht hinderte, am nächsten Morgen mit frische» Kräften, mit neuem Mut bensesben recht unerquicklichen Anfangs- und Schlußavord ihr» Feiertagssinfonien durchzukosten. Irgendwelche ernstlichen Derkehrs- unsälle sind im Gegensatz zum Ostersest glücklicherweise nicht zu be- klagen. Alles in ollem also ein paar prächtig«, erfrischend« Tage, die den Hunderttousenden recht zu gönnen waren. Schwerer Ltnfall in Niederschöueweide. Ein junges Mädchen ertrunken. Am Restaurant Kysfhäuser in Niederschöneweide ereignete sich gestern abend gegen 11 Uhr ein Unglücksfall, der«in Menschen- leben kostete. Ein junges Paar stürzte von der Brücke ins Wasser. Auf die Hilferuf« konnte der sung« Wann von Ausflüg- lern gerettet werden, während seine Begleiterin erst nach zwanzig Minuten vom Reichswasterschutz geborgen werden konnte. Sie wurde in da» Krankenhaus von Oberschöneweid« gebracht, doch konnte dort nur der bereits«ingetreten« Tod festgestellt werden._ Noch ein Opfer des Phosgens. Vergiftet aus Wilhelmsburg nach Berlin gekommen. In der Sonnabendnocht wurde der ZZjährige Maurer Fritz Fels aus Harburg-Wilhelmsburg, der mit dem Ham- burger D-Zug auf dem Lehrter Lahnhof eintraf, auf dem Perron plötzlich von heftigem Uebelsein befallen. Der Erkrankte wurde vom Bahnarzt untersucht, der Bergistungserscheinungen zu erkennen glaubte imd die sofortig« Uebtrsührung in das Westend-Kranken- haus anordnet«. Fels verlor bereit» auf dem Wege dorthin da« Bewußtsein. Di« Untersuchung«gab ein« schwere Phosgen« Vergiftung, die sich der Erkrankt« vermutlich durch den Genuß von Lebensmitteln, die mit dem Ga» durchsetzt waren und bestim- mungsgemäß hätten vernichtet werden wüsten, zugezogen hat. Sein Befinden ist ernst._ Klugzeugsturz m Zuschauermenge. 1 Toter, 8 Schwer« und 4 Leichtverletzte. pari». 28. Mai. Einen tragischen Ausgang nahm der von d« Bereinigung der Zivil flieg« Frankreichs am Pfingstslmniag veranstaltet« Flug- tag in O r l y bei Paris. Bei dem Landungswettbewerb rast««in Marineflugzeug in die Menschenmenge. Insgesamt wurden ISPersanenverletzt, von denen acht schwer«« Verletzungen davongetragen haben sollen. Ein Verletzterverstarb bei der Ueberführung in das Krankenhaus. Flugtag tu Staaten. Staaken hatte gestern wich« seinen großen Tag. Zehntausend« waren hinausgekommen. Die Polizei hatte umfangreiche Ab- fperrungen vorgenommen und sorgte für reibungslosen Zu- und Ab- gang. Auch die Organisation auf dem Flugplatz klappt« vorzüglich und die D«k«hrsunternehmen. die Ostern zum Teil versagt hatten. waren weit best« vorb««tet. Den Auftakt d« Veranstaltung bildet« ein Begrüßungsrelaen aller Flugzeug«. Nach dem Dollonrommen, da» wie immer den Beifall des Publikums fand, starteten die bekannten Luftakrobaten Fritz V e i d t und Ernst U d« t, die ihr großes Repertoire in blendender Weife absolvierten. Besonders Udet zeigt« sich wieder als wahr« Meist« der Luft. Sodann kamen tn« Fallschirmabsprünge der Piloten Hinderlich und Liedtt«, die auf dem Platz wohl- behalten niedergingen. Es folgte die ,F>berbürgermeist«r-Böß> Stoffel"', an d« Leichtathleten, Motorradfahr« und Flugzeuge teil- nahmen. Die Staffel führte von Staaken nach dem vornstcht« Feld und zurück. Den Ehrenpreis d« Stadt Berlin errang der deutsche Sportklub in 40 Minuten und 20 Sekunden. Ein« besonder« Bereicherun q erfuhr das Programm durch die Beteiligung namhaft« Firmen und Mitglieder des Deutschen Autoclub» an d« Krafttvaaenschau und Schönhestskonkurrenz. Den ersten Preis des D. A. C erhielt ein Mercedeswogen. Den Abschluß bildet««in wohlaelungenes lapanisches Togesfeuerw«?. Zusammenfastend kann gesagt werden, daß dies» Sport- und Flugtag in jeder Beziehung ausgezeichnet geklappt hat. Unter den zahlreichen Gästen iah man u. o. Oberbürgermeister Löß und den Kommandeur der Berlin» Schutzpolizei, Ob-rst Heimannsberg. Schwerer Unfall eines postomniSusses. Leuzen a. d. Elbe. 28. Mai. Am Abend des ersten Pfingstfeiertages fuhr ein Personenkraft. wagen d« Reichspost infolge Versagens der Steuerung gegen einen Baum. VierFahrgäst« wurden schwer und eine Anzahl leicht oerletzt. Der Wagen wurde stark beschädigt. Feuer auf eiuem MotorverkehrSboot. Auf dem Spreekanal, vor dem Haus« Wallstr. 6/7, ge- riet am Montag nachmittag«in sechzig Personen fassendes unbefetz- tss Motoroerkehrsboot in Brand. In wenigen Minuten stand das Deck des Boote» in hellen Flammen. Di« zur Hilfe ge- rufen« Feuerwehr kämpft« das Feuer durch starkes Wastergeben aus zwei Schlauchleitungen nieder. Der 20iädrig« Schiffsjunge Kurt D r ä g e r erlitt erhebliche Brandwunden im Gesicht und an den Händen. Er erhielt auf der nächsten Rettungswache Rot» verbände angelegt. Das Reichsbanner in Brandeabur Eine Massenkundgebung im Brandenburger Stadion. Brandenburg, 28. Mai. Acht Tag« nach dem Wahlkampf, in dem die Reichsbanner- kameraden Tag und Nacht ihren Mann gestanden haben, traten sie wieder zusammen, um das Kampfpanier in die tausendjährig« Stadt Brandenburg zu tragen und in einem Aufmarsch der Masten zu zeigen, daß die Macht des Reichsbanners stetig wächst. Brandenburg, eine Stadt, in der die Arbeiterschaft seit Iahren führende Posten der Verwaltung mit Männern ihres Vertrauens besetzt hat, war diesmal ausersehen, das Gaufest in seinen Mauern zu beherbergen. Stadtverwaltung und Veoölke- rung wetteiferten, das Stadtbild in Schwarzrotgold zu tauchen. Ueberall, von allen Zinnen der Stadt, prangt« reicher Flaggen- schmuck. Der größte Teil der Festteilnehmer traf erst am Sonntag früh ein. Auto auf Auto rollte schon in den frühen Morgenstunden in die Stadt. Die Berliner kamen teils mit der Bahn, teils auf Lastautos, die Radfahrerabteilungen zu Rad. Di« Rasensportler begannen am frühen Morgen mit ihren Wettkämpfen. Di« Wassersportabteilung versammelte sich auf der Havel zu einer Bootsauffahrt. Auf vier großen Vlatzen traten um 1 Uhr die Kameraden an. In vier großen Marschsäulen gings zum Stadion. Zu beiden Seiten d« Züge marschierte die Brandenburger Arbeiterschaft. Das Stadion war um 2 Uhr üb«fLllt. Bis in den letzten Winkel des weiten Platzes haben die Kameraden Autstellung genommen Mit dem E i n m a rfch der Fahnen sämtlicher Ortsgruppen des Gaues be- ginnt die Fei«. Der Arbeiterfängelbund Branden- bürg"bringt„3a rd Folefon" zum Vortrag. Dann begrüßt der Gauvorsttzende, Genosse Stelling, die Feftteklnehm« und spricht d« Brandenburg« Stadtverwaltung und der Lrbetterschast den Dank für die so überaus herzliche Aufnahme aus Als erst« Red- ner nimmt Reichstagsabgeordneter Franz Künstler das Wort im Auftrage der Sozialdemokratie. Er führt« aus: Ich hoffe, daß all« Parteien, die ehrlich zu Schwarzrotgost» stehen, mit Fleiß und sittlichem Ernst, geleitet von größtem poli. tischen Veranlwortlichkeitsgesühl, an die dem neuen Reichsparlament gestellten großen und schweren Aufgaben herangehen. Geschieht das, dann ist keine Aufgabe so schwer, als daß sie nicht gelöst werden könnte. Die deutsche Republik soll da» freiest« Land der welk««den. in de« sich auch der einfachste Arbellamann wohl und glücklich fühlen soll. Jetzt ist die Stunde gekommen, daß endlich eine volks- und arbeiterfreundlich« Politik im neuen Reichstag getrieben werden muß. Im ebrlichen Wettstreit sollen alle Volksschichten die Kräfte mobilisieren, dl« die deutsche Republik für eine gesunde Entwicklung und glück- verheißende Zukunft gebraucht. Nachdem der reiche Beifall verklungen, tritt Ministerialdirektor Dr. F a l ck für die demokratische Partei auf das Podium. In seiner Begrüßungsansprache kommt er auf die Pläne eines Zusammen- fchluffes der Demokraten mit d« Volkspartei zu sprechen. Unter großem Beisoll führt er aus. daß ein Zusammenschluß erst dann in Frage käme, wenn sich die Volksparici offen und ehrlich zu den schwarzrotgoldenen Farbe» bekam» hat. Offen müssen sie beweisen, daß sie für die neuen Farben eiixtrdc. Erst dann würden die in: Reichsbanner tätigen Demokraten dep Zusammenschluß dieser beiden Parteien gut heißen können. Als Vertreter des Zentrums spricht Ministerialdirektor Dr. S p i« ck« r frisch und lebentng von den Au!» gaben, die, nackchem das Volk am 20. Mai die Richtung der Politik bestimmt hat, herzhaft angepackt werden müssen. Dos Volk hat durch sein« Entscheidung eindeutig gezeigt, daß es die Regierung der Rechtsparteien satt habe. Sie hat den Linksparteien Macht zur Mit- orbest in der Regierung gegeben. Wir wollen nicht wochenlange Be- Handlungen. Die Parteien müsse» der Volksstimme folgen und so schnell wb woglich sich zufammenfinde« zur Aufbauarbeit in ein« wirklich soziolen Republik. Als letzter Redner nahm im Auftrage des Bundesvorstandes Bund.''-- kassier« Crohn da» Wort zu einer kurzen anfeuernden Ansprache. Koch der Kundgebung im Stadion, an der u. o, als Ehrengäste Genosse van Bliegcn vom holländischen Parteivorstond. Genosse Breitscheid und Senotspräsödent Großmann teilnahmen, fo-rmierten sich die Züge zum Ummarsch durch die Stadt. In der Hcmvtstraße hatten die Vertreter des Bundes und der Gauoorstand Aufstellung genommen. In der Stadt waren die Straßen, durch die der Zug märfchiorte. seit Mittag für jeden V«tehr gesperrt. Zu Tausenden nahm die Bevölkerung nicht nz» aus Brandenburg, soirdern auch au» den umliegende« Städten und Dörfern Auffielluna und bildete ein dichtes Spalier. » Ein Wort noch zur Ausschmückung der Stadt. Lran. denburg hat zwei Hauptverkehrsstraßen, die Stein ftraße und die H a u p t st r a ß«. Di« Steinstraß« wies einen reichen Flaggei:, fchnuick auf, die Hauptstraß« war�ast leer von Fahnen. Das Rätsel löst sich schnell. In der Stainstrafte stegt da» Volkshaus, liegt die Zentrale der Konfumginosfenschaft Vorwärts, liegen außerdem dt« zahlreichen Bureaus der Gewerk- fcho ften, des Zeutralverbondes der Angestellten und d« Volkssürsorge. All« diese Häuser hatten reichen Schmuck in Fahiren, Fähnchen, Emblemen, Transparenten und Girlanden angelegt, sin wahrhaft bezaubernder Anblick. Das wirkte suggestiv auf die privaten Gekchäftsleitte und Hausbesitzer, von denen nicht wenige auch flaggten. 5n der Hauptstraße hingegen hatten nur wenige Gebäude geflaggt. Auch die großen Brennabo r- Fahrradwerke, die jährlich Zehntausende von Fahrrädern an Arbest« und Angestellte verkaufen, hatten keine Flagge gezogen. Geflaggt hatten hingegen alle städtischen Bauten und natürlich wie» der in rührender Treue und Hingabe die vielen tausend Proletoner tn den alten Straßen und den Straßen der Vorstädte. 8port an den Feiertagen. Bnlton macht das Traberderfey. Pfingsitonnfog in Ruhleben. Da« Deutsch« Traberderbq. da» am ersten Feiertag in Ruhleben zum 84. Mole gelaufen wurde, gewann erwartungsgemäß Britton, den Grohmann hrich zum Siege führte. Der heiß favorisierte A u g i a s, den I. Mills lenkte, kam als Zweiter ein. 1. Zi«» n««. l. HefSeblinn«eiierful)ball in Paris. Denisdiland-Frankrefch 6: 2, Halbrcii 1: 0. Der französisch« Verband der sozialistischen Arbeitersportinternationole bereitete der deuffchen Länderfußballmannschaft in Pa« ris einen herzlichen Empfang. Da, Spiel fand bei prächtigem Wetter im Stadion Persing vor 4000 Zuschauern statt und löste sehr oft stärkste Begeisterung aus. Der französische Torhüter wehrte in der ersten Halbzeit mit aUßorordentlicher Sicherheit die deutschen Angriffe ab. Fünf Mi- nuten vor der Halbzeit fiel das erste Tor. Die zweite Halbzeit wurde zum Höhepunkt des Spieles. Beide Mannschaften zeigten noch best«« Leistungen und Deutschland lag bi» zum Stand« von 4:0 ständig im Angriff. Dann wurde Frank- reich überlegen und erzielte zwei Tore. Die deutsche Vertretung reffte sich zu einem famosen Endspurt auf, in dem sie noch zwei Tore erzielte. Endergebnis S:2. Die deutsch« Ländermoni» schaft wird in Frankreich noch«in zweites Spiel austragen. Fu$bal]gaste In Berlin. Nordkska-verlin hatte den thüringischen Bezirksmeist» Zella» Mehlis Pfingsten als Gast. Nor ungefähr 1000 Zuschauern zeigten beide Mannschaften, daß auch in der Arb«U».Fußballbewegung sehr guter Sport geboten wird. Hauptsächlich war es der Torwart der Thüringer, der die Zuschauer zu Beifallskundgebungen veranlaßt«. Bis zur Paus« stand das Spiel noch 0:0. Dann griffen beide Stürmerreihen kräftiger an. Doch wurde auf beiden Seilen nur je «in Tor«zielt. Vor diesem Spiel zeigten die Attersmannschosten von Rordiskq und Lichtenberg I ihr Können. Mit 6:4 blieben die Leute vom»Ex»"' siegreich.— Stralaus Altersmannschaft wartete vergeblich auf die Amateure.— Der zweit« Feiertag sah dann auf dem Ex-rzierplatz die Thüringer gegen Tegel 24. Auch diese» Spiel litt sehr unter dem starken Wind. So konnten sich beide Mannschaften nicht voll entfalten. Der Torwart der Gäste zeigte sick, auch hi« von der besten Seit«. Das Spiel endete schließlich unentschieden 0:0. Stralau hatte sich Vorwärts 20 mit zwei Mannschaften verpflichtet. Während sich die kl. Mannschaften mit 6: 1 für Stralau trennten, blieb Vorwärts im Spiel der ersten mit 1: 0 siegreich. ... und Handball} Die Berliner Art>eiter-Handballer hotten sich zu den Psingst» feiertagen«in« Mannschaft«w» Chemnitz- Gablenz geladen. Sie spielten in Hennigsdorf und Velten und verloren durch ihre kürzere Spieltätigkeir gegen Hennigsdorf 4:1(0:1) und gegen Vellen 4: 0(4: 0).— Potsdam und Kaulsdorf trennten sich 8:4(1:8).__ Scfawcrathlctik'Meisterschaft. Vorrunde im Arbeiter- Athlctenbund. Kürzlich fand in Tempels Festsälen in Friedrichsfelde die letzte Vorrunde um die deutsch« Meisterschaft für 1928 im Ge- wichtheben statt. Di« Mannschaft der„Sportlichen Vereinigung Lichtenberg-Friodrichsstld«' trat in der bekannten Aufftellnng: Splieftöß», Poeckern, Krüger. Gotffchakk, Roßbach, Schulz und Kehr. an. Di« tombimerte gegnerisch« Mannschaft, die leider durch einige Ersatzleute geschwächt war, setzt« sich aus A. und E. Ehrhardt(Nord- west), Mallancheck(Att-W.), Kollweit(Berolino), sowie Schmidt und Rennert(Lurich) zusammen. Sowohl im einarmig wie auch im beidarmig Reißen und Stoßen wurden sehr gute Leistungen geboten. Die höchste Ein. zelpvnttzahl erreicht- Roßbach mit 84,6 Punkten. Bei einem Eigengewicht von nur 183 Pfund stieß er einarmig 160 und beidarmig sogar Z2S Pfund. An zweiter Stell« landete Kehr (171 Pfund), der«» aus 80,8 Punkte brachte: einarmig stieß er 170 Pfund, beidarmig riß» 200 und stieß 240 Pfund. An dritter Stell« rangierte P o eck« r, der bei einem Eigengewicht von 127 Pfund die Punktzahl von 29,9 erreichte und damit Kehr!n gefährliche Näh« rückt«. Di« Mannschaft der„Sportlichen Vereinigung Lichtenberg- Friedrichsselde*«rreichte 307 Punkte und erbracht« damit den Bc- weis, daß sie sich in sehr guter Form befindet. Sie geht mit den besten Aussichten in die deutsche Meisterschaft von 1928, die wahr- scheinlich in Süddoutschlond ausgetragen wird. Oer„Gro&e Pfingstprcis". Radrennen am KSnigsdamm. Am Sonntag kam auf der Olqmpia-Radreimbahn der„Große Pfiugstpreis' zum Austrag, der mit Scuvall, Möller. Lswanvw. Thollanbeek und Rof eilen besetzt war. Die Fohrer bestritten zwei Läufe zu je 50 Kilometern, die beide Mole eine Angelegenheit des Bahnmatadors Walt» Sa« all bildeten. Im ersten Lauf hatte der Belgier bis 10 Kilometer vor Schluß di« Führung inn«. Dann stieß jedoch Sawall vor. Auch im zweiten Lauf errang Sawall den Sieg, nachdem er wieder Thollembeek die Führung streitig gemacht hotte. Im Gesomtklassement wurde somit Sawall Sieg«.— Den Berufsfliegern blieb ein Hauptfahren und ein Prämienfahren vorbehalten. Epears sichert« sich dos erste, Krüger das zweite Rennen. Radfernfahrt Köln- Berlin. Sieger: Siegel und Brauer. Die große Pfingststraßenfahrt der Vereinigung Deutscher Radsportverbände von Köln nach Berlin über insgesamt 642 Kilometer nahm am Sonntag mit der ersten Etappe KölnHannover ihren Anfang. Bei bestem Wetter und starker Anteilnahme des Publikums war schon die erste Tagesstrecke von 326,5 Kilometer ein voller Erfolg. Um 3.10 Uhr morgens begaben fich 43 B- Fahrer auf die Reise, ihnen folgten 20 Minuten später 49 A- Fahrer. Der Berliner Brauer tam mit weitem Vorsprung allein ein. In der A- Klasse siegte im Endspurt Sironsti. Ergebnis: Etappe Köln- Hannover, Klasse A: 1. Gironsti- Berlin 11:22:15; 2. Siegel- Chemnitz 11: 22: 15,2. Klaffe B: 1. D. BrauerBerlin 11:32:00; 2. Merfan- Berlin 11:33:10. Die zweite Etappe Hannover- Berlin entschied dann das Gefamtergebnis. Bei den A- Fahrern fam der Chemnitzer Alfred Siegel zuerst ein. Das Rennen der B- Fahrer entschied der Berliner Otto Brauer mit größerem Vorsprung zu seinen Gunsten. Beim Endspurt der B- Fahrer tam es zu einem Massensturz. Alle Gestürzten, von denen Otto Brauer am schwersten betroffen murde, erreichten zu Fuß das Zielband. Gesamtergebnis: Atlasse A: 1. 2. Siegel- Chemnitz 21: 38: 35,6; 2. Sironfti- Berlin ( gleiche Zeit); 3. Schlüter- Berlin 21:38:37. Slaffe B: D. Brauer 21: 44: 17,4; 2. Merfan 21:45: 25; 3. Pinquardt 21: 45: 25,6. Hoppegarten von gestern. 1. Stennen. 1. Liederkranz( Tarras). 2. Delfart( 6. Janel). 6. Eldon( A. Zachmann). Tot.: 39: 10. BI.: 15, 12: 10. Ferner Tiefen: Goldstrom, Teutros. 2. Rennen. 1. Jos( M. Schmidt). 2. Hartschier( Hannes). 8. Mobe Theater, Lichtspiele usw. Dienstag, 29.5. 28 Staats- Oper Unter d. Linden Ab.-V. 25. Ant. 20( 8) U. Bohème Staats- Oper Am Pl.d. Republ. Res.-S. 109. Ant. 19( 72) U. Der schwarze Domino DSW. Dienstag, 29.5.2 Städtische Oper Bismarckstr. Turnus IV Ant. 18%( 6%) U. Götterdämmerung Staatl. Schauspielh. Am Gendarmenmark Ab.-V. 107 Anf. 20( 8) U. Zwischen tanzenden Kleidern Staatl. Schiller- Theater, Charltbg. 20( 8) Uhr: CLAVIGO Volksbühne Theater am Bülowplatz Th. am Schiffbauerdamm 8 Uhr: Was ihr wollt 814 Uhr MAX DO Deutsches Theater Norden 12 310 Uhr, Ende nach 10 Pygmalion von Bernard Shaw itsch. v. Sienfr. Trebitsch Kammerspiele Norden 12310 U., Ende nach 11 Zum 134. Mal Finden Sie, daß Constance sich richtig verhält? Die Komödie Bismarck 2414/7516 81 Uhr Es liegt in der Luft Revue von Schiffer. Musik v. Spoliansky Berliner Theater Charlottenstr.90/ 91.03ab.170 81% U. Ende geg. 11 Gastspiel d. Deutschen Tb Der Proze welt( Suguenin). Sot: 159: 10. I.: 36, 15, 16: 10. Ferner Tiefen: Baroid, Limanova, Habicht, Mohrenglüd, Jlfenstein, Jon, Bundestreue. 3. Rennen. 1. Mousme( 8ehmisch). 2. Lotos( Tarras). 8. Sasna ( 5. Braun). Tot.: 23: 10. PI.: 14, 16: 10. Ferner liefen: Drachenschlucht, Alicia, Chriftinchen, 4. Rennen. 1. Gondwana( Huguenin). 2. 3slam( Grabsch). 3. Alida ( Gajdit) Tot.: 85:10. BI.: 29, 41, 31: 10 Ferner liefen: Favrit, Ledon, Coran, Oberon II, Poliflet, Domfalte, Prinzeß Ronald, Labned, Randgloffe. 5. Nennen. 1. Oleander( Barga). 2. Aurelus( Blume). 3. Aditja ( Suguenin). Tot.: 27: 10. BI.: 16, 55, 22: 10. Ferner liefen: Audar, Ferro, Torero, Pour le merite, Gawan, Wanderer. 6. Rennen. 1. Finsteraarhorn( Saynes). 2. Geekabett( Böhlke). 3. Quelle ( Tarras). Tot.: 25: 10. I.: 13, 18, 13: 10. Ferner liefen: Alsterblümchen, Masterabe, Alfterluft, Bineula, Besel, Radewitt. 7. Rennen. 1. Abt.: 1. Frithjof II( Sajdik). 2. Bernhard( Höllein). 3. Ganssouci( D. Schmidt). Tot.: 28: 10. BI.: 12, 14, 12:10. Ferner liefen: Ferne, Tartar, Estimo, Abaminus, Ernani, Faltenfelder, Bindspiel, Lobelia. 2. Abt.: 1. Rrönung( Barga). 2. Herzkönigin( Haynes). 3. Rosenherzog ( Grabfd). Tot.: 27 10. BI.: 12, 12, 17: 10. Ferner liefen: Offensive, Statofte, Bergmeister, Smaragd, Grifettchen, Ariane, Stradella, Eisbraut. Graphische Hilfsarbeiter Berlins! Auf zur Wahl der Delegierten! Nur die vorstehenden Randidaten bieten die Gewähr für eine eriprießliche gewerkschaftliche Tätigkeit! Aufgepaßt! Zu streichen sind also: Nr. 2, 3, 5, 10, 12, 13, 14, 15, 16, 20, 25. Gebteure Stimme nur den Kandidaten, die das Bertrauen der Kollegenfchaft rechtfertigen und Berlin auf dem Verbandstag würdig vertreten! SPD..Metallarbeiter! Am Freitag, 1. Juni, 19 Uhr, Fraktionsversammlung in den Mufiterfälen. 1. Bortrag. 2. Wichtige Ver. bandsangelegenheiten. Partei- und Gewerkschaftsbuch legitimieren. Der Fraktionsvorstand. Freie Gewerkschaftsjugend Berlin, Heute, Dienstag, 19% Uhr, tagen die Gruppen: Neu- Lichtenberg: Jugendheim, Hauffstraße( Sportplag), an der Leffingstraße. Von Fahrt zauriid Austausch von Fahrtenerlebnissen. Landsberger Blaz: Gruppenheim, Jugendheim, Diestelmenerstr. 5. Luftiger Abend. Südosten und Südwesten: 18 Uhr auf dem Sportplag ,, Am Urban". Der literarische Abend in der Gruppe Südosten fällt aus. Die Delegiertenwahlen zum Verbandstag werden morgen, Mitt. Berantwortlich für Politik: Dr. Curt Geyer; Wirtschaft: G. Klingelhöfer; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Lotales K. S. Döscher; woch, in den Betrieben vorgenommen. Der Stimmzettel ent- und Sonstiges: Frik Karstäbt: Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts- Buchdruderet hält 25 Ramen. und Berlagsanstalt Baul Ginger u Co., Berlin GW 68, Lindenstraße 3. 14 Randidaten find zu wählen! find zu streichen! 11 Ramen Wir fordern alle Mitglieder auf, ihre Stimme mur den folgenden Kandidaten zu geben. 1. Richard Arnold 4. Mag Blankenburg 6. Gustav Grohmann 7. Willi Grohmann 8. Richard Günther 9. Mag Hofmann 11. Hermann Klaus 17. Paul Niz 18. Karl Bohl 19. Wilhelmine Runge 21. Ostar Schäfer 22. Ostar Stache 23. Adolf Strahlendorff 24. Hans Boh Alle anderen find zu streichen! OPEL is no Mary Dugan DER DRITTE Thalla- Theater Dresdener Str. 72-73 PRODUKTI WELT Schiller- Garten vorm. Friedrichwilhelmstädt.Garten Inh O. Rutz, Chausseestr. 30/31 FEIERTAG Der Zigarettenkasten SCALA S Uhr Nollendor 7360 Paul Lincke sowie das Internat. Varleté- Programm Komische 8 Uhr Oper 8, Uhr JAMES KLEIN'S gewaltiges neues Revue Stück: Zich' dich aus! 200 Mitwirkende. Vorverkaut ab 10 Uhr ununterbrochen. Elite- Sänger Theater am Kottbusser Tor. Mpl. 16077. Täglich 8 Uhr: Das große Sensations- Programm Versäumen Sie es nicht! Täglich 8 Uhr Dyckerpotts Erben Theater des Westens Steinpl. 931 8 Uhr Max Adalbert GEHORT Täglich großes Orchester- Konzert 17 Mann. Anfang Wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Spezial- Kindlausschank. Gute billige Küche. 8 Das Ekel" Berlins größter und interessan- CASINO- THEATER& Uhr Kleines Theater Täglich 84 Uhr Rosa Valetti, Eugen Rex in Die Großschnauze Piscatorbühne Theater am Nollendorfplatz Kurfürst 2091/93 Täglich 8, Uhr Malborough zieht in den Krieg von Marcell Achard Insz. Erwin Kalser Walhalla- Th. Weinbergsweg 19/20 Täglich 81, Uhr Verlorene Tochter oder Das Mädchen aus Nur Erwachsene haben Zutritt tester Ausstellung: Die AUS DEM INHALT DER VIER HALLEN. rung Der durchsichtige Mensch- Anatomie, Physiologie der Ernährung Der Bauch von Berlin Die Entstehung der Nah Das Mahl der Völker<- Die Schreckenskammer der Kriegsersatznahrungsstofte- Das Wunder des laufenden Bandes in zahlreichen Nahrungsmittelabriken in Betrieb Der Gasbackofen der 20000 Brote garinejabrik Schokolade Oelmüllerei und MarVon der Kakaobohne zur Vom Urwald zur Kaffeetasse Die Fischerei Das Früchte Restaurant Die Verpflegung der Wehr macht Die große Sonderschan Die Milch mit Musterstallung Die Welt der Hausfrau Küchen und Haushaltsschulen in Betrieb Die tägliche Kost der Familie Der große Reis- Tempel. HINTER DEN FUNKTURM GARTEN TERRASSEN: Landwirtschaftliche Versuchsfelder- Kleinvich( Geflügel, Kaninchen, Ziegen, Schweine) in Musterstallungen usw. usw. DIE GARTENANLAGEN NEBEN DEM FUNKTURM BIETEN EINEN HERRLICHEN AUFENTHALT Str. 37. E Die schwebende Jungfran Ab 30. Mai: Müllers Prinzesschen. Ausschneiden! Gutschein 1-4 Pers. Fauteuil nur 1,10 M., Sessel 1,60 M. Renaissance- Theater Steinplatz 901. Uhr: Krankheit der Jugend H Lustspielhaus RAKHRUNG Jir. Dr. Martin Zicke Uhr: 8 Guldo Thielscher in Unter Geschäftsaufsicht" Saltenbarg- Bühnen Dts. Künstler- Th. 81 Uhr Verbrechen ( ,, Crime") Lessing- Theater Planetarium am Zoo 95 Norden 12798 Sommerspielzeit Künstlerische Leitung Emil Lind Täglich 8, Uhr Nr. 17" v. Jefferson Farjeon Verläng. Jeachimsthaler Straßk Noll. 1578 16%, 18, 19, 21 U. Sternhimmel und Kalender Eintritt 1 M. dem Freudenhaus An beiden Feiertagen Doppelkonzert Regie: Hans Lotz Kinder ust. 15 Jahren 0,50 Park.auch Sonntags Täglich: 9 bis 8 Uhr( Einlag bis 7 Uhr). An beiden statt 4.- nur 60 P1- Feiertagen: 9 bis 9 Uhr( Finlab bis 8 Uhr). Eintritt: Rennen z Karlshorst Jarcowsky- Bühnen Th. Königgrätz. St. Bergm. 2110 Täglich 7, Uhr Leinen aus Irland Komödienhaus Norden 6304. Tägl. 8 Uhr Berliner Prater Broadway Kastanienallee 7-9 Täglich: Musik von Rose- Theater Polnische Wirtschaft Jean Gilbert Gr. Frankt. Str. 132 Außerdem: GROSSES VARIETÉ 84 Uhr: An beiden Pfingstfeiertagen: Das Paradies d. Ehe Frühkonzert u.Vorstellung Tanzbelustigung. all. Art- Kaffeekochen Reichshallen- Theater Stettiner Sänger Zum Schluß: Gartenbühne: 5 Uhr nachm.: Konzert und bunter Teil 81% Uhr: Der fidele Bauer CIRCUS Stuckes Pfingstfahrt BVSCH Furleske von Mevsel. Anfang 8 Uhr. Donhoff- Brett' ( Saal a. Garten. Varieté, Tanz. Kapelle Wilhelm Frenkel Höchste Zeit! Letzte Woche 3. Juni Saison. Schluß! 1.50 Mk., Jugendliche 0.75 Mk. Familienkarten fü 2 Erwachsene und 2 Jugendliche oder 3 Erwachsene nui Pfingst- Dienstag, den 29. Mai, 3.50 Mk., Zusatz- Kinderkarie 0.25 Mk. 50 nachmittags 3 Uhr Kronen- Preis. Jahre im Dienste der Hausfrau Gibt es einen befferen Qualitäts beweis für Hento? Rein! Hento Deshalb: diche, Jum Ginweichen ber Jam Weichmachen bes Waffers, gum Scheuern nur Henkels bewährte Wasch- Bleidsoda Haemorrhoiden Salbe DAS VON DER ÄRZTLICHEN WISSENSCHAFT ANERKANNTE RM 175 Zapfchen RM.265 Die stärkste Sensation des Jahres Posterisan Jn den Apotheken erhältlich Phyllis Haver Victor Varconi TAUENTZIEN THUANIA Ab heure Uraufführung PALAST ALAST STEGUTZ SCHLOSSTR5 gleichzeitig Taglich 63° 9 PDC- Film NATIONAL Verleih Verkäufe Ludwig Klopfer Täglich 68 10 Pianos ohne Anzahlung, neu und ge braucht, in großer Auswahl verkauft Herer, Brunnenstraße 191, 1 Treppe, Alappiportwagen 19,- eleganter Rin. Rofenthaler Blaz. Langjährige Garan berwagen 39,- Ball, Große Frant. tie, leinfte Ratenzahlung. furterftraße 47. Fahrräder Teppiche mit Heinen Webfehlern. Sonderpreis 2X3 19,-, Sonderpreis Teilzahlung. Geringe Anzahlung, 2X3 24,-, Sonderpreis 2X3 35, Gon- leine Rate, trogbem billig. Nur Quali berpreis 2 × 3% 39,- Sonderpreis tätsräder, brei Jahre Garantie. Fahr. 2X3% 48,- Sonderpreis 8X4 59rabbau Bima. Aderftraße dreißig. Sonderpreis 3x4 85,-. Rörner, Bots bamer Straße Nr. 26a. Fahrräder, erstklassige Markenräder, Teilzahlung. Fahrradhaus Centrum, Bekleidungsstücke, Wäsche usw Linienftraße neunzehn. Tourenfahrräder, Damenfahrräder, Bon Ravalieren wenig getragene, wie Rennräber, Halbrenner, Zubehörteile, auch neue elegante Jadettanzüge, Smo- fpottbillig, nur Beberstraße 42. Ling, Fradanalge, Baletots, GummiSalbrenner, Bolltenner 10,- Anzah mäntel, Sofen, für jebe Figur paffend, lung, 3,- Bochenrate. Lanz, Opel, verlauft fpottbillig, teine Lombardware. Bittler. Spezialräder, Radioanlagen Leihhaus Friedrichstraße 2. am Salle 12 Monatsraten. Arena". Baul- Ginger fchen Tor. Straße acht. Getragene Herrengarderobe, Speziali Nähmaschinen tät Bauchfiguren, fpottbillig. Raß, Gor mannstraße 25/26. früher Wuladstraße Leihhaus Morigplay 58a. Berkauf von Dürkopp- Nähmaschinen gegen 8- Mart Ravalier- Garderobe, teils auf Geide, Sadett, Frad, Smokinganzüge, Gabar. Bochenraten. Blosit, Brunnenstraße 185, binemäntel, Bauchanzüge, für jede Figur benstraße Norden 118. awischen Rosenthalerplak und Invali paffend. Extra- Angebote für neue Gar derobe. Belajaden 50,- Belzmäntel Rähmaschinen. Billige, erfillaffige 95,- Sportpelge 85,-. Gehpelae 100,- Fabritate für Hausbedarf und Gewerbe. Reine Lombardware! Böchentlich 8.-. Fischer, Potsdamer Bettenverlauf! Reuel 9.751 15,-ftraße 103. 19.501 32,-1 8,75! Brachtvolle 27.50! Bauernbetten Davnige 37,50! Rinderbetten Kaufgesuche Bettwäsche! Inletts! spottbillig und gut! Reine Lombardwaren. Leihhaus, Brunnenstraße 47. Möbel Bahngebiffe, Gilberfachen. 8inn, Blei, Quedfilber. Goldschmelze, Christionat, Röpeniderfte. 39( nahe Adalbertitrake). Münzen, Briefmarken fauft GroßBatentmatragen, Brimissima"-Metall- mann. Johannisstraße 4. betten, auflegematragen, Chaifelongues. Walter, Stargarderstraße achtzehn, Spe aialgefchäft Verschiedenes Möbelhaus Stein, Weinbergsweg 24. Besonders günftiges Angebot: Schlaf Emaille- Bereinsabzeichen, hochfein po immer 475.- Speiſezimmer, Ruß- liert, vergoldet, 18 millimeter groß, baumbitfetts, Ankleideschränte mit fosten per Stüd bei 12 Stüd 1,10, Spiegel 105,-, Rüchen, Bolstermöbel. 25-90, 50-70, 100,60, breifarbig, Alb. ein und zweifarbig billiger! Bahlungserleichterung. Ramerling, Raftanienallee 56. Schlaf- Betsch, Bereinsabzeichen und Stempel simmer, Ruhebetten, Metallbetten. Rie- nifchestraße 58. fabrit, Berlin- Niederschöneweide, Röll Musterpreisliste frei. fenauswahl. Spottpreise. Bahlungs Gefchäftszeit 8-6 Uhr. erleichterung. Beleihung von Werten, Pfänderver. Pfandleihe Lange. Morigplas Afchingerhaus. Moebel- Boebel. Morigplag, Fabril tauf gebäude, liefert gediegene Schlafzimmer. Speifeaimmer, Herrenzimmer, Röchenmöbel, Einzelmöbel aller Art zu nie Stafchel, Chauffee brigften Preisen. Besichtigung erbeten. traße 77 Fernsprecher Norden 7886. Beobachtungen, Ermittelunger Aus fünfte alleroris. Musikinstrumente 2intpianos, überaus preiswert, Biano. Jabril Lint, Brunnenstraße 85. Detektivbureau Soucemeiß wäscht Marie Welte, Rö penid, Lindenstraße 9. Telephon 1255. geibwäsche 0,15.