BERLIN Freitag 8. Juni 1928 mi Der Abend Erscheint täglich außer Sonntags. Sugleich Abendausgabe des„ Vorwärts". Bezugspreis beide Ausgaben 85 Pf. pro Woche, 3,60 M. pro Monat. Redaktion und Erpedition: Berlin SW 68, Lindenstr. 3 10 Pf. Nr. 268 B 132 45. Jahrgang. 66 Anzeigenpreis: Die einfpaltige Nonpareillezetle Spätausgabe des„ Vorwärts" 80 Pf., Reklamezeile 5 M. Ermäßigungen nach Tarif. Bosscheckkonto: Vorwärts Verlag G. m. b. H., Berlin Nr. 37536. Fernsprecher: Donhoff 292 bis 297 Deutsches Minenboot explodiert Sechs Mann getötet, drei schwer verletzt. Kiel, 8 Juni( Eigenbericht.) Am Donnerstagabend explodierte bei einer Uebung des Sperrverfuchstommandos im Seegebiet öfflich Schleimünde aus bisher unbekannten Gründen auf dem Minenleger C. 12 ein Sprengförper. Auf C. 12 und dem neben ihm liegenden C. 8 wurden sechs bewährte Soldaten des Sperrversuchskommandos tödlich, drei weitere Soldaten und ein Angestellter schwer verletzt. Die Namen der Toten lauten: Obermaschiniftenmaat Bog t Matrosengefreite Ganz, Bielow, Rutffowsti Gröschel Obermatrosengefreiter nöther. Die Schwerverletzten sind Obermatrose Otto, Matrosengefreite Daum, Werner und der Angestellte Tatler aus Schwerin. Außerdem wurde der Kapilänleutnant Magnussen verletzt. Die Toten und Schwerverlehten wurden nach ärztlicher Untersuchung durch den in See befindlichen Oberarzt des Sperrverfuchstommandos nach dem Marinelazarett in Kiel- Wif gebracht. Sie find fämtlich unverheiratet mit Ausnahme von Tafler. Die Unglücksstelle liegt zwischen der schleswigholsteinischen Ostküste und der dänischen Insel Langaland, wo sich die Boote auf einer Uebungsfahrt befanden. Es bedarf selbstverständlich strengster Untersuchung, wie die Möglichkeit einer Explosion von solchen Ausmaßen sich trotz Befolgung aller Borsichtsmaßnahmen ergeben konnte. Die amtliche Meldung. Ueber die Explosion bei Schleimünde wird folgende amtliche Meldung verbreitet: Am Donnerstag, dem 7. Juni, 19 Uhr, detonierte bei einer llebung der Reichsmarine östlich Schleimünde ein Sprengkörper. Durch den Unfall fanden sechs Angehörige der Reichsmarine den Tod; vier wurden schwer und drei leicht verletzt, die durch den auf den llebungsfahrzeugen befindlichen Marinearzt sofort ärztliche Hilfe erhielten. Fahrzeuge wurden nicht beschädigt. Die Unterfuchung über den bisher noch ungeklärten Grund der Detonation ist im Gange. Kiel, 8. Juni. Zu der Explosion eines Sprengförpers auf dem Minenleger C 12 mird weiter mitgeteilt, daß außer den schon Genannten noch Fregattentapitän Schaefer und Bootsmann Gruhlich leichtere Berlegungen erlitten. Das Befinden des Matrofengefreifen Daum ift ernst, das der übrigen Schwerverletzten zufriedenstellend. Die Toten stammen aus folgenden Orten: Obermaschiniftenmaat Bogt aus Frankfurt a. M. Stabsmatrosengefreiter Ganz aus Berlin, Binlom aus Berlin- Neukölln, Ruttowski und Matrofengefreiter Noether aus Danzig, und Stabsmatrosengefreiter Groeschl aus Regensburg. Bon den Schwerverletzten stammen Obermatrosengefreiter Otto aus Berlin, Matrosengefreiter Daum aus Darmstadt, Werner aus Legienen( Kreis Friedland), Ostpreußen, und Zivilangestellter Tatler Schwerin aus Kiel, Eisenbahnunglück bei Halberstadt. In der Nähe von Halberstadt ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück, dem drei Tote und vier Schwerverletzte zum Opfer fielen. Unser Bild zeigt die abgestürzte Lokomotive und einen zertrümmerten Güterwagen. Die„ Italia" funkt! Aber niemand kann den Text entziffern. Wie aus Kingsbay gemeldet wird, hat die Funkstation auf der| Anruf und das Wort Francesco erhalten. Wir merden Citta di Milano" am Donnerstag ganz schwache Funt. euch in der 15. Minute jeder Stunde auf der Welle 33 erwarten. fprüche aufgefangen, die nach dem Urteil der Sachverständigen Gebt uns die genaue Stellung mit den Längengraden an." unbedingt von dem Funter an Bord der 3talia" stammen müssen. Allem Anschein nach gingen die Funksprüche von Franz- Joseph- Land aus, doch waren sie jo schwach, daß eine genauere Berständigung nicht möglich war. Die Citta di Milano" bat daher, die Funksprüche um 17 Uhr zu wiederholen. Tatsächlich wurden dann auch am Donnerstag um 17 Uhr erneut Funffprüche aufgefangen, doch waren die atmosphärischen Verhältnisse wieder so ungünstig, daß eine Ent. 3ifferung unmöglich war. Von der„ Citta di Milano" aus werden alle Anstrengungen gemacht, um die Verbindung wieder. herzustellen. Man glaubt, jetzt feft damit rechnen zu können, daß Nobile und seine Mannschaft sich noch am Leben befinden. Am Donnerstag nachmittag traf Riiser Larsen mit seinem Hagen, 8. Juni. Der Radioamateur Quambusch hörte seit Donnerstag. 22,30 11hr auf einer furzen Belle SOS Rufe, die deutlich vernehmbar maren. Er veranlaßte daraufhin einen Beamten des Telegraphenamtes, den Funt abzuhören. Dieser stellte in verschiedenen Sprachen durchgegebene Worte feft, die auf eine Berbindung mit der Italia" schließen lassen sollen. Die SOS- Rufe wurden zulegt am heutigen Freitag früh um 2,20 Uhr noch sehr deutlich gehört. Der Beamte des Telegraphenamtes setzte sich mit dem Telegraphentechnischen Reichsamt in Verbindung, das Bersuche anstellen wird. Bafferflugzeug in Kingsban ein. Ein von ihm noch für den Nach. Der Riß im Arbeiter- Sport mittag beabsichtigter Flug zur Hobby" mußte infolge heftigen Schneesturmes unterbleiben. Sowohl die hobby" als auch die ,, Braganza", die augenblicklich westlich und östlich von Berlegen Hoot liegen, find ins Eis geraten und befinden sich in Gefahr, Der Reichspräsident empfängt... Besprechungen über die Regierungsbildung. Der Herr Reichspräsident empfing heute den Reichs. kanzler Dr Marg zu einer Besprechung über die Neuvollkommen eingeschlossen zu werden. Das schlechte Wetter, der bildung der Regierung Für den morgigen Tag wird der Herr Reichspräsident zunächst den Reichstagspräsidenten 2öbe empfangen; außerdem hat er eine Reihe von Einzelbesprechungen mit den Führern der Fraktionen des Reichstages vorgesehen. * Die sozialdemokratische Fraktion des preußischen Landtags beschloß in ihrer heutigen Sigung, wie vorauszusehen mar, den bisherigen Präsidenten Bartels wieder in Vorschlag zu bringen. Schnee und der Nebel sind den weiteren Unternehmungen ungünstig, doch hofft man, daß eine Besserung eintreten wird. Die italienische Hilfsmannschaft in Vadso hat Befehl erhalten, nach Italien zurüc zukehren. 15 Mann sind bereits am Mittwoch auf der Rückreise durch Oslo gekommen. Der Popolo d'Italia" schreibt, Professor Amedeo Nobile, der Bruder des Generals, habe der Gattin Nobiles folgendes Tele. gramm geschickt: ,, Wir haben jetzt die besten Hoffnungen." Der Dampfer Citta di Milano" richtete an die Italia" gestern abend folgenden Anruf: heute, 11 Uhr Greenwich- Zeit, haben wir neuen| Die Hauptfunktionärkonferenz des bundestreuen Touristenvereins ,, Die Naturfreunde" beschließt einstimmig, aus dem Berliner Kartellverband auszutreten, weil dieser immer mehr zu einer Filiale der kommunistischen Partei wird. Die Vorgänge in der Polizeischule Brandenburg. Sozialisten werden nicht gerne geschen! Berichte 2. Seite. ,, Sie sind ein Sozialist...!" Peinliches Verhör auf der Polizeischule. Jeder von uns Parteigenossen wird stolz darauf sein, wenn er von einem anderen also angeredet wird: ,, Sie sind ein Sozialist!" Aber es gibt Situationen, in denen der einzelne nicht frei ift und in denen die Antwort das Gegenteil von Anerkennung darstellen soll. In solcher Lage mögen fich etwa die Polizeianwärter befinden, die die Polizeischule besuchen. In der Allgemeinen Preußischen Polizeibeamten- Zeitung" wird ein Bild über die dortige Behandlung von Republikanern entworfen, das wert ist aus der Fachlichkeit des Verbandsorgans ins hellere Licht der Deffentlichkeit gerückt zu werden. So mag es auch wohl den Minister zu Gesicht kommen, damit er, falls nötig, zum rechten sehe. Wir lesen in dem erwähnten Fachblatt der Polizeibeamten ( Nr. 22, v. 1. Juni) das Folgende: Für die preußischen Polizeischulen ist seit einiger Zeit die Einstellungssperrebeendet, und sie haben ihre Pforten wieder geöffnet für Polizeiberufsfreudige. Und meil es nicht gleichgültig ist, aus welchen Kanälen der republikanische Staat seine Energien bezieht, deshalb haben die staatserhaltenden republi. tanischen Kreise besser als früher hingehorcht, als die Behörde einen entsprechenden Aufruf erließ. Die republikanischen Organifationen haben dann ihrem jungen Anhang den Eintritt in die Polizei empfohlen. Ein besonderes Kontingent stellte diesmal erfreulicherweise die republikanische Schußorganisation, das Reichs= banner. Nach unserer Meinung müßte gerade diese Organisation so eigentlich das Reservoir bilden für den Ersatz zur republikanischen Wehrmacht aller Art. Aber noch ist es nicht so weit. Auf der Polizeischule Groß- Berlin in Branden= burg a. d. 5. bemüht sich nun ein gewisser Polizeimajor Wete, der Behörden und Beamten nicht unbekannt ist, die Tatsache des fürzlich eingestellten und durchweg republikanisch gesinnten Polizeiersages auf seine Art zu korrigieren. Das macht er folgendermaßen. Der Herr Major, als Schlüffelgewalthabender zur Polizei, lädt die jungen, mit den Methoden einer scheelwollenden Reaktion noch nicht vertrauten Polizeinovizen einzeln zu sich und versucht dann nach langem Palaper über dieses und jenes diese zum verfänglichen Reden zu bringen, um dann ein Bild über ihr politisches Eingeweide und ihre Denkart zu gewinnen. Zu welchem Zwecke, braucht nicht erzählt zu werden. Schlägt diese Methode nicht an. so sagt er ihnen auf den Kopf zu:„ Sie find Sozialist" oder: Sie sind laut uns zugegangener Mitteilung(!) aus Ihrem bürgerlichen Borleben sozialistischer Umtriebe verdächtig. Aus welch trüber Quelle oder von welchem Finsterling eine folche Mitteilung stammt, wird freilich verschwiegen ist es etwa nicht bestellte Arbeit? Schon so oft, wenn man in der neuen preußischen Polizei jemand schon sozusagen in der Wiege den Kragen umdrehen wollte, mußte z. B. das Schlag- oder Stichwort„ Kommunist" herhalten, um Republikaner zu erledigen". Du magst mit der besten Absicht und ehrlichsten Liebe zum Dienst im Volksstaat in die Polizei eintreten und von den Reichsbannerkameraden behaupten wir es hilft dir nichts! Man sprigt dir in dein sauberes Gesicht erst mal einen Dreckspritzer, tupft mit dem Finger darauf und reibt ihn breit über das ganze Gesicht, hält dir dann den Spiegel vor und sagt: Siehst du Tropf, so siehst du aus! Du bist ein Ausfähiger in der Polizei! Also, man stempelt erft jemanden gewiffenlos zum Kommunisten", sorgt dann dafür, daß es genügend bekannt wird, wie es Herr Weke getan hat, und man hat ihn, so glaubt man, schon halb erledigt". Sich dann aber von diesem verleumderischen Vorwurf zu befreien. das ist dann des anderen Sache und für einen Polizeischüler aus der ,, Stampe" Brandenburg noch nicht einmal rätlich, es zu tun. Denn, zum Unrecht noch das Maulhalten; das gilt doch als höchste preußische Tugend mehr als je. Daß Herr Wete außerdem den Anwärtern Der Riß im Arbeitersport. Bundestreue Vereine verlassen den Groß- Berliner Kartellverband. Die von den kommunisten im Berliner Arbeiter. Dieser Antrag wurde von der fommunistischen Mehrheit a ba sport seit Jahren betriebenen Wühlereien gegen den gelehnt. Arbeiter- Turn- und Sportbund und seinen Vorstand und darüber hinaus gegen alle Sportler, die in ihrer Bundestreue fich nicht der bolichemistischen Diktatur beugen wollten, haben jetzt zu einer entscheidenden Stellungnahme geführt. Am Mittwoch hat eine Hauptfunktionärfonferenz des Touristenvereins„ Die Naturfreunde" einstimmig beschlossen, aus dem kartellverband für Arbeitersport und körperpflege auszutreten. In einem Aufruf wendet sich der Touristenverein „ Die Naturfreunde" an alle bundestreuen Arbeitersportvereine Groß Berlins, sich diesem Vorgehen anzuschließen. Der Aufruf sagt: • Wir werden veranlaßt zu diesem Schritt durch die bewußt parteipolitisch kommunistische Einstellung des Kartellverbandes, die ein sachliches Arbeiten für die idealen Ziele des Arbeitersportes nicht mehr zuläßt. Wir können als ehrliche Sozialisten nicht mehr einem Kartellverbande angehören, dessen Hauptzweck die Bekämpfung der Sozialdemokratie und die Terrorisierung der sozialdemokratisch organisierten Mitgliedschaft ist. Die Vorgänge vor und nach den Reichstagswahlen haben mit aller Deutlichkeit den organisierten Kampf der kommunistischen Mehrheit des Kartellverbandes gegen uns bewiesen. Wir sind nicht mehr gewillt, einer Organisation anzugehören, die uns und unsere Partei mit den niedrigsten Mitteln der Lüge und Verleumdung bekämpft und ganz offen den Bestrebungen der Kommunistischen Partei dient. Unser Streben, im Kartellverband ein sportgenössisches Zusammenarbeiten unter gegenseitiger Achtung der politischen leberzeugung und unter Zurückstellung der natürlichen Gegenfäße herbeizuführen, war vergebens. Seit Jahren haben wir immer wieder versucht, geordnete Verhältnisse in Groß- Berlin zu schaffen Hohn und Spott waren die Antwort darauf! Auf ganz besonders frasse Vorgänge während der Wahl. bewegung zum Reichs- und Landtag weisen wir nachstehend hin: Am 11. Mai fand in den Sophiensälen eine von der KPD. einberufene Wahlversammlung der Arbeitersportler statt. Zum Besuch dieser Versammlung hatte das Bezirkskartell Kreuzberg seine Mitglieder durch Beschluß verpflichtet. Die Arbeitersportvereine in Lichtenberg, Schwimm- und Turnsparte, Sportflub Sparta", ASV." Welle", ASV. Fichte"( Wandersparte) hatten Flugblätter und Plakate, die zur Wahl der kommunistischen Liste aufforderten, unterzeichnet und verbreitet. In diesen Flugblättern wurde die Sozialdemokratie in der gehäffigsten und verlogensten Weise angegriffen. Eine Abteilung des Arbeitersportvereins Fichte" hat die Maidemonstration der Berliner Arbeiterschaft dazu benußt, während des Festzuges die Sozialdemokratie zu beschimpfen, indem sie dauernd in Sprechchorweise den Vers:„ Wer hat uns verraten die Sozialdemokraten!" herunterleierte. leber die Stellung der sozialdemokratischen Fraktion in der Berliner Stadtverordnetenversammlung sind von der fommunistischen Presse sinnentstellende Artikel veröffentlicht worden, die von den Spartenblättern im Arbeitersport, die sich sämtlich in fommunistischen Händen befinden, widerspruchslos nach gedruckt worden sind. Man hat immer wieder behauptet, die sozialdemokratische Fraktion hab dem bürgerlichen Sport große Mittel bewilligt und dem Arbeitersport so gut wie nichts. Dabei ist den kommunistischen Mitgliedern der wahre Sachverhalt durchaus befannt; aber aus parteipolitischer Voreingenommenheit bringen sie nicht den Mut auf, der Wahrheit die Ehre zu geben. Es ist eine Tatsache, daß nur das Eintreten der sozialdemokratischen Fraktion dem Arbeitersport Beihilfen erwirft hat, während die kommunistischen Anträge dazu dienten, für ihre Bartei Propaganda zu machen, Wir stellen hier noch einmal fest, daß dem Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen schon, seit Jahren eine Beihilfe von 30 000 Mark für die Unterhaltung seines Stadions und seiner Hochschule gegeben worden sind. Demgegenüber erhält jetzt die Arbeiter= sportbewegung ebenfalls 30 000 Mart, nämlich 20 000 Mart für die Zentralfommission und 10 000 Mart für den Kartellverband, wobei zu bemerken ist, daß die letztere Summe nur durch das Eingreifen der Zentralkommission der Arbeitersportbeme= gung gerettet wurde. Der offenbare Zweck der Aktion der Kommu nisten war, die Sozialdemokratische Partei während des Wahlkampfes zu schädigen. In den Räumen des Kartellverbandes ist ganz offen das Wahlmaterial der KPD. verbreitet worden. Es wurde dort in großen Mengen aufgelegt, und jeder, der die Räume betrat, konnte es sich mitnehmen. Weiter hat der Kartellverband Propagandaftücke der neuen fommunistischen Montagszeitung" in seinen Räumen verteilt. Kennzeichnend für den Geist der kommunistischen Herrschaft im Berliner Arbeitersport sind auch die Vorgänge in der Tennissparte. ( Siehe Abend" vom 7. Juni.) Alle diese Vorgänge beweisen zur Genüge, daß der Kartellverband sich verpflichtet fühlt, die 3ntereffen der kommunistischen Partei innerhaalb der Arbeiter. fportbewegung zu vertreten, daß er sich damit nicht einmal begnügt, fondern ganz offensichtlich feine Stellung dazu mißbraucht, die Sozialdemokratische Partei zu betämpfen. Das macht uns eine weitere Zugehörigkeit zum Kartellverband zur Unmöglichkeit. Wir fehnen uns danach, in einer fozialiftischen Gesinnungs- und Kampfgemeinschaft ehrlich für die Intereffen der Arbeitersportbewegung zu wirken und haben uns zu diesem 3wed zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefchloffen. Der Touristenverein„ Die Naturfreunde" fordert nunmehr alle bundestreuen Arbeitersportvereine gleich welcher Sparte auf. fich seinem Vorgehen anzuschließen und ebenfalls aus dem Kartellverband auszutreten. Die genannte Arbeitsgemeinschaft hat bereits Fühlung mit den zentralen Instanzen des Arbeitersportes, besonders mit der 3 e ntraltommission für ArbeiterGegen dieses Treiben wurde im Kartellverband durch den nach- 1 sport und Körperpflege, Bülomstraße 29, genommen; diese wird stehenden Antrag protestiert:„ Bezugnehmend auf die Bor- in türzester Zeit eingreifen. Bundestreue Vereine fen noch auf die Seele kniet und ihnen bedeutet, daß es nicht gegänge in der letzten Kartellversammlung des 6. Bezirkes, nach den sofort ihre Geschäftsadressen an Friz Barthelduldet werden kann, daß Polizeischüler organisatorische Berbindungen mit ihren bisherigen und lieb gemordenen mann, GD. 36, Staliger Straße 123, von wo aus sofort Organisationen wie Reichsbanner, Gewerkschaft, Partei unter Benachrichtigung erfolgt. halten, sei nur nebenbei bemerkt. Wir aber erheben hier warnend den Arm und erwarten, daß in diefs Spiel recht bald der strafende Donnerschlag niederfährt. Wir dulden nicht, daß man hierzulande banerische Gepflogenheiten einführt, wo man etma mie in München bei der Firma Hitler oder beim Stahlhelm Referenzen über Polizeiafpiranten einholt. Wir dulden es nicht und schlagen Alarm vor der republikanisch- deutschen Deffentlichkeit und ihrem Gewissen. Selbstmord auf den Schienen. Tragödie einer Frau auf dem Bahnhof in Lichterfelde- Ost. In der Nähe des Bahnhofs Lichterfelde- Off fand in der vergangenen Nacht die Tragödie eines Frauenlebens ihren Abschluß. Zwischen den Gleisen der Fernbahn lag die schwer verstümmelte Leiche einer jüngeren Frau, der Kopf und beide Arme vom Rumpf getrennt waren. Nach dem Befund handelt es sich zweifellos um einen Selbstmord. Die Personalien der Toten, die etwa 25 bis 30 Jahre alt ist, fonnten noch nicht ermittelt werden. Die Unbekannte war gegen 9 Uhr mit einer Bahnsteigtarte auf den Bahnhof gekommen und hatte eine Weile, still vor sich hinfinnend, auf einer Bant gesessen. Ohne daß jemand es fah, muß sie dann auf die Geleise gegangen sein und sich etwa 30 Meter vom Bahnhof entfernt haben. Auf der Bant hatte sie ein Batet aus grauem Packpapier liegen lassen. Als der Zug 238, von Dresden fommend, nach Berlin durchgefahren war, sah der diensttuende Bahnhofsbeamte die Frau tot daliegen Aus der Lage der Leiche ist zu schließen, daß sie sich mit dem Kopf auf eine Schiene gelegt hat. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach der Halle des Lichterfelder Parkfriedhofes gebracht. Neben ihr fand man eine Stoffhandtasche, die 1,66 m. enthielt, aber feine Bapiere. Das Backpapier trägt die Firma ,, G. H. Schröter, Leipzig C. 1, Neumarkt 33," außerdem die Adresse ,, Alfred Graue, Rathausstraße 20", wahrscheinlich auch Leipzig. Das Patet enthielt nur ein cremefarbenès Nachthemd, einige Baar Strümpfe und etwas Zahnpasta. Die Tote, die blaß und leidend aussah, ist etwa 25 Jahre alt, hat langes rötliches Haar und sehr zarte Hände und trug dunkelgrünes Kostüm, grüne Strickweste, helle Strümpfe, graue Halbschuhe und weiße Wäsche. * welchemi das Kartell gegen mehrere Stimmen beschloß, demonstrativ sich an der von der KPD. einberufenen Wahlfundgebung als Bezirkskartell zu beteiligen, beantragen wir, daß der Geschäftsführende Ausschuß diesem einseitig parteipolitischen Treiben die schärfste Mißbilligung ausspricht." Nach der Einnahme von Pefing Die Hauptstadt ist unser. Jetzt ist es an der Zeit, sich Mit der Aufklärung einer geheimnisvollen Bluttat beschäftigt sich die Berliner Kriminalpolizei. An der Ede Turm= und Bandelstraße in Moabit wurde nachts um 4 Uhr der mit den" Fremdförpern" auseinanderzusetzen." 48jährige Fremdenführer Friedrich Kranz aus der Borsigstr. 27 von Passanten bewußtlos aufgefunden. Dem Mann war die halbe Kopfhaut vom Schädel gerissen. Die Polizei schaffte den Bewußtlosen in das Moabiter Krankenhaus. Da sich an der Stelle, wo Kranz gefunden wurde, keine Blutspuren zeigten, wird angenommen, daß K. das Opfer eines Ueberfalls oder einer Schlägerei geworden ist und von den unbekannten Tätern an den Fundort unbernerft niedergelegt worden ist. Dr. Crufi, der völkische Held und ewige Studentenführer, teilt mit, daß nicht er auf der Urwahlversammlung der Studenten vor der Universität gesprochen habe. Nun, so war es eben einer seiner würdigen Jünger. Geheime Waffenlager aufgedeckt. Landwirte als Lagerverwalter. In dem fleinen Ort Bodenem, zwischen Hildesheim und Goslar, find bereits vor einiger Zeit erhebliche Waffenfunde gemacht worden. Im Zusammenhang mit umfangreichen Ermittlungen der hannoverschen Polizeiorgane hat jetzt der Fabrikant Weule jun. in Bockenem freiwillig 29 Gemehre, 18 Rarabiner, 2 Maschinen pistolen und 20 000 bis 25 000 Schuß Munition abgeliefert. In Schlewide wurden bei dem Landwirt Klingemann| Am Dienstag, 12. Juni, 19 Uhr, findet in Ewalds Fest= sälen, Stalizer Straße 126, die erste 3usammenkunft bundestreuer Vereine statt. 180 Gewehre, Modell 98, beschlagnahmt, die man in der Scheune versteckt hatte. In Volkersheim wurde bei dem Landwirt Woltes ein leichtes Maschinengewehr, ein Teil Eier- und Stilhandgranaten, mehrere Kisten Maschinengewehrzubehörteile und zwei Riften mit je 150 Schuß Munition beschlagnahmt. Die Leute, bei denen die Waffen gefunden wurden, behaupteten, wie bei den ersten Funden im Mühlenteich in Bodenem, sie hätten das Material 1922 von der Reichswehr zur Aufbewah= rung bekommen. Das wird wohl stimmen, denn es ist ja inzwischen mehrfach festgestellt worden, daß die Reichswehr sich wenigstens früher einen Sport daraus machte, Waffenreserven zu verbergen. Soll das Auffinden der Lager aber auch in Zukunft mur dem Zufall überlassen bleiben? Krach im thüringischen Landtag. Die Kommunisten ausgeschlossen. Weimar, 8. Juni.( Eigenbericht.) Im Thüringer Landtag ist es zu tumultarischen Auftritten gekommen. Während einer Debatte über die geschäftsordnungsmäßige Aufgabe des Präsidiums warf der Kom munist Tenner dem Vizepräsidenten von Thümmel vom Landbund vor, bei früheren Abstimmungen unrichtig gezählt und Mangel an Wahrheitsliebe gezeigt zu haben. Es folgte ein heftiger Wortwechsel zwischen dem Bizepräsidenten von Thümmel und mehreren fommunistischen Abgeordneten. Als die Kommunisten ben Bizepräsidenten wieder mit Beschimpfungen überschütteten, schloß der Präsident nacheinander die fommunistischen Abgeordneten Engert, Fischer und Tenner von der Sigung aus. Ein dann gestellter Antrag des Kommunisten Schulze( Gera), daß der Aeltestenrat sofort zu dem Ausschluß seiner Fraktionsfreunde Stellung nehmen sollte, weil diese als Sachbearbeiter für die schwe benden Geschäftsordnungsfragen nicht zu entbehren seien, wurde gegen die Stimmen der beiden Linksparteien abgelehnt. Rumänisches Militär in Warschau. Ausbau des Bündnisvertrages. Warschau, 8. Juni. Hier ist eine rumänische Militärdelegation eingetroffen, die aus dem Generalstabschef Samfanovici, dem Armee- Inspektor Margareffu und anderen Offizieren besteht. Der polnische Militärattaché in Bukarest hat die rumänischen Offiziere nach Warschau begleitet. Amtlich wird der rumänische Besuch als Ermiderung des Besuches bezeichnet, den der polnische General Sofntowiti 1927 in Bufarest abgestattet hat. Die Blätter schreiben, daß die rumänischen Offiziere gekommen sind, um fechnische, beide Armeen betreffende Fragen zu besprechen, besonders die Frage der Vereinheitlichung der Bewaffnung beider Heere, die Schaffung eines gemeinsamen tartographischen Instituts u. a. Gardeappell der Arbeitslosen. „Schlanke Gardekavalleristen gesucht." In Stettin fand kürzlich ein„nordo st deutscher Garde» a p p e l l" mit einem Feldgottesdienst und Festzug statt, in dem aller- dings nur wenig Garde zu sehen war, dafür aber eine ganze Mass« kaum der Schule entwachsener Dreikäsehochs, die mit bunten Uniformen und Etahlhelmmordwerkzeugen behangen waren. Ein sehr bemerkenswertes Bild im Festzuge war ein etwa sechsjähriger Knabe, der im Stechschritt neben seinem Großpapa marschierte Im übrigen war der ganze Humbug, den man mit Fahnen, Hecrpauten und viel Lärm vorgeführt hat, ein großer Schwindel. Ein großer Teil der„Fest'teilnehmer bestand nämlich aus Arbeitslosen, die man in der verflossenen Woche auf dem öffentlichen Arbeitsamt in Stettin angefordert und zu der militaristischen Aufziehung engagiert hatte. � Noch am Sonnabend wurden durch Anschlag„gediente schlanke Gardekavalleristen und Gardeinfanteristen mit Uniform für den Gardeappell gesucht" gegen prompte Barzahlung, versteht sich. Wieviele sich von den Arbeitslosen gemeldet haben, entzieht sich unserer Kenntnis. Fest steht nur, daß sie einen wesentlichen Prozentsatz des insgesamt 500 Mann starken Fe st zuges gestellt haben. So erklärt es sich, daß dieser Mummenschanz und Unfug überhaupt vor sich gehen konnte._ Oer Dolch gegen Ministerpräsidenten. Ein Attentat in Japan. Tokio, 8. Juni. Heute morgen wurde in Uyma ein Mordanschlag auf den japa- nischen Premierminister T a n a k a versucht. Der Premierminister befand sich auf der Fahrt nach Utjunomiya, um dort an einer Par- Großfeuer in Berlin O, Ein großer Dachstuhlbrand in der Frankfurter Allee. Die Feuerwehr bei ihrer gefahrvollen Arbeit. teikonferenz teilzunehmen, als auf der Eisenbahnstation Uyena plötzlich ein Mann in Arbeiterkleidung auf ihn zusprang und ver- suchte, ihn mit einem Dolch niederzustechen. Durch das Zugreifen von Polizei beamten und der Leibwache des Premier- Ministers wurde das Attentat oerhindert und der Angreifer ver- hastet._ Toi oder bewußtlos? Das Dunkel um Tfchangtsolin. London, 8. Juni. Das Geheimnis, das das Schicksal Tschangtsolins umgibt, hat sich eher verdichtet als geklärt. Der japanische Oberst Doihara, einer der Berater Tschangtsolins, gibt bekannt, daß Tfchangtsolin bisher noch nicht wieder das Bewußtsein erlangt habe, da er schwer« innere Berletzungen und Schädelbrüche Hab«. „Daily Telegraph" berichtet hierzu, daß diese Verösfentlichung wie auch andere Mitteilungen über den Tod Tschangtsolins in China keinen Glauben fänden, sondern daß vielmehr immer weitere Kreise die Ueberzeugung gewinnen, daß der Tod Tschangtsolins am 4. Juni erfolgt sei. Die Zurückhaltung der Todesnachricht erNärt sich aus den Befürchtungen über die Rückwirkung des Todes Tschangtsolins. Insbesondere werde eine Invasion der Nationalen nach der Mandschurei in China und Tokio befürchtet, wodurch eine ,demo- ralisierende Wirkung" auf die � mandschurischen Truppen hervor« gerufen werden könne.___ Ein Konflikt in der Arbeitskonferenz. Genf, 8. Juni. In den Ausschußberatungen der Internationalen Arbeits- tonferenz über den Schutz gegen Betriebsunfälle hat die Frage der Einbeziehung der beim Laden und Löschen der Schiffe beschäftigten Arbeiter heute nachmittag zu einem Konflikt zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geführt. Die Unternehmeroertreter haben sich nach der Ablehnung ihres Gegenvorschlages von den weiteren Beratungen des «tsprechenden Unterausschusses zurückgezogen. Volksbildung und Astrologie. Von Or. Theodor Wolff, Friedenau. Unter den vielfachen Arten des Mystizismus, Okkultismus und Aberglaubens, denen die Kriegs- und Nachkriegszeit mti ihren seelischen Erschütterungen aller Bolkskreise den Boden bereitete, hat die Astrologie das Rennen gemacht. Wie noch nie zuvor steht bei uns heute die Kunst des Horoskops in Blüte, von den zahlreichen Privat- zirkeln angefangen, in denen die angeblichen Adepten dieser Kunst den Scharen der Gläubigen Schicksal und Zukunft gegen mehr oder weniger langjährige Garantie aus den Sternen deuten, bis zum ambulanten Straßenhändler, der in einem Zettelkasten astrologische Weissagungen für jeden, der zwei Groschen springen lassen will, so, zusagen aus Lager hält. Zum großen, ja, vielleicht zum größten Teil erklärt sich das Ueberhandnehmcn dieses Aberglaubens daraus, daß die zünstizen Astrologen es mit Erfolg verstanden haben, ihrem Metler ein wissenschaftliches Mäntelchen umzuhängen. In Schrif- ten, Büchern und Vorträgen wird mit Formeln, Berechnungen, mit sogenannten exakten Beweisen und einer Unzahl wissenschaftlicher Ausdrücke jongliert, was ungemein imponiert. So ist es heute ge- radezu zu einer astrologischen Seuche gekommen die weit« Kreise, auch der sogenannten„Gebildeten", ergriffen hat, ein tief beschämen- des Zeichen unserer angeblich aufgeklärten Zeit. An Abwehr- bemühunzen fehlt es frellich nicht. Schule und Wisienschast haben den Kampf aufgenommen und haben alle Hände voll zu tun, um die intellektuelle und seelische Bergiftung zu paralysieren. Muß es da nicht auf das tiefste befremden, wenn jetzt ein an- erkanntes Volksbiltmngsinstitut, die L e ss i n g- H o ch s ch u l e in Berlin, die ihrer Tradition und ihrem Zweck noch doch in erster Linie dazu berufen sein sollte, den Kampf gegen den astrologischen Aberglauben.zu führen, diesen Kampf jetzt geradezu sabotiert, indem sie neuerdings die Astrologie in ihr offizielles Lehr- und Dorlefungs- Programm aufgenommen hat! Dos Vorlesungsverzeichnis der Lefsing-Hochschule enthält eine Borlesung über„G r u n d p r o- bleme der A st r o l o g i e", in der in sechs Dorträgen über den ganzen Zauber der Sterndeutekunft gesprochen und gelehrt wird, über die Astrologie als Wissmfchast, über ihren Ursprung und ihre Entwicklung, über die Astrologie als.Rhythmenlehre", als Psycho- logie, Charakterologie und Typenlehre, schließlich über die Geheim- niste des Horoskops selber(mit Beispielen) und endlich die Astrolo- gie als Weltanschauung und Kul tu rauf gäbe.' Wie glaubt die Lefsing-Hochschule ihr Programm der Hebung der Volksbildung, für das sie private und öffentliche Mittel wirbt, mit der Toleranz gegen eine solche Asterwissenschaft in Einklang bringen zu können? Diese Frage drängt sich auf. Hat man bei den leitenden Stellen des Institutes keinen Sinn dafür, daß man mit einer solchen Konzession allen Forderungen der Bolksbildung ein- fach ins Gesicht schlägt, und daß man damit, statt Wissenschaft ins Volk zu tragen, den Aberglauben fördert? Daß man damit, statt Bolksbikmng, Volksverblödung betreibt? Ist es zu viel gesagt, wann dieser Verstoß der Lessing-Hochschule gegen ihre Aufgabe und ihre Tradition, der von geradezu verheerender Wirkung sein kann, als ein Skandal bezeichnet wird? Aber noch eine andere Frage drängt sich auf. Das Vorlcfungs- Verzeichnis der Lefsing-Hochschule enchält wie immer als Dozenten eine Reihe trefflichster und bekannter Namen aus allen Gebieten der Wissenschaft, und das Ehrenpräsidium des Institutes bildet eine Kollektion hochklingender Namen. Wie war«s möglich, daß die Träger dieser Namen sich damit einverstanden erklärten, daß ihr Wirken mit dem Betrieb einer Afterwissenschaft in einen Topf ge- worfen, daß mit ihrem guten Rufe als Pioniere und Förderer der Wissenschaft und Volksbildung Mißbrauch getrieben wurde? Haben die Träger jener Namen von jener befremdlichen Erweiterung des Borlesungsprogrammes der Lefsing-Hochschule nichts gewußt und ist diese gegen ihr Wissen erfolgt? Hier heißt es, Wandel zu schaffen. und zwar sofort und radikal, und geschieht dos nicht, so wird man in Zukunft den Bildungshungrigen die Lefsing-Hochschule nicht mehr als geeignetes Mittel für ihr Streben empfehlen können. Schwank um van de Velde. Theater deck Westens. Das tonnte nicht ausbleiben: Dan de Veldes berühmtes Buch .Die vollkommene Ehe", von zahlreichen Zeitgenossen mißverstan- den, ist nun auch den Schwankfabrikanten zum Opfer gefallen. Der Anonymus, der das Pseudonym Waldemar Franke wählt und sein Stück„Was ist denn nur mit Balduin?" nennt, hat das ernste Werk des Wissenschaftlers auch nicht richtig verstanden. Er läßt das Buch dem trotteligen Beamten Balduin in die Hände fallen. 30 Jahre ist Balduin verheiratet mit einem Hausdrachen, dem die Poesie der Liebe nie aufgegangen ist. Der Ehekrüppel seinerseits hat den Sinn des Buches richtig aufgefaßt. Bloß die Methoden sind falsch, mit denen er seine Frau nach Ban de Veldes Anweisungen auf die neue Liebestechnik einspielen will. Der Ver- fasser des Schwanks verfügt über Schlagfertigkeit und Witz, aber nicht über Geschmack. Die Heiterkeitsstürme kitzelt er mit pikanten Andeutungen heraus. Manchem Zuschauer wird er zu deutlich. Sie sind empört und zischen. Frankes Schwanktechnik und Hans Kuh- nerts Regie sind von vorgestern: ein« Figur lispelt, eine andere ist schwerhörig. Solche Mätzchen haben früher einmal komisch ge- wirkt, lieber die künstlerischen Mängel hilft auch nicht der über- mütige Humor Max Adalberts hinweg..Was ist denn nur mit Balduin" bleibt eine Vorstadttheater-Angelegenheit. Prachtvolle Wortverdrehungen sprudeln wieder einmal aus Max Adalberts ratterndem Mundwerk: als er das Kapitel über die Hormone gelesen hat. fällt es ihm wie Schuppen vom Kopf, daß seine Ehe seit Jahrzehnten un h o r m o n i s ch ist. Im übrigen aber kann sich sein trockener Humor auch in diesem groben Schwank nicht ausleben. Immer noch fehlt der Autor, der mit Laune und Witz unserrn Max Adalbert eine Rolle auf den Leib schreibt./,S Uhr. SbokefpeareS„Sommernachtsiraum" mit großem Orchester aufgejührt, am 10. Juni, abend» 6 Uhr, Schillers.Turandot". vie Große Berliner Kunstausstellung eröffnet Sonnabend, mittags 12 Uhr, ihre große Architekturabteilung, die die Internationale Bau- und ModellauSstellung enthält und bedeutende Berliner Bauprojekte zeigt. vie Singakademie brachte aus ihrer Konzerttournee unter Georg Schumann als dritte» ihrer Konzerte HändelS.Israel" in der Mailänder Scola vor vollständig ausverkaultem Haufe. Alle Mit- wirkenden wurden durch herzlichsten Beifall gefeiert. Va» deutsche Opernspiel in Pari». Al» letzes Werk de« Mozart-Zdklus dirigierte Bruno Walter Donnerstag im Thealer de» Ebainp» Elhfees eine glanzvoll- Aufführung der.Zauberstöte". Die Hauptrollen waren mit deutichen Künstlern besetzt, und so erfolgte die Aufführung auch in deutscher Sprache. Lotte Schöne von der städtischen Oper in Berlin vollbrachte eine großartige Leistung. Dt« Darsteller wurde» stürmisch geseiert. Kirchlicher Terrorismus. Gegen freigewerkschaftlich Organisierte. Der folgende Briefwechsel zwischen dem Orts ausschuß, punft müßte eigentlich für jeden Katholiken selbstverständlich sein, Trier des ADG B. und dem Bischof Dr. Bornemasser auch ohne daß er von der Rangel oder in der Fortbildungsschule noch zeigt deutlicher als alles andere, wie die Kirche sich in den Dienst eigens darüber belehrt zu werden braucht." der christlichen Gewerkschaften ſtellt. I. Der Ortsausschuß Trier an den Bischof: Trier, den 23. März 1928. In legter Zeit ergeben sich zwischen katholischen Mitgliedern der freien Gewerkschaften und einzelnen Ortsgeistlichen Differenzen, denen jede sachliche Begründung fehlt. So wird berichtet und von Zeugen bestätigt, daß Herr Pfarrer Schmitt, Rockestyll, am 2. März dieses Jahres in der Pfarrkirche zu Belm bei Gerolstein erklärte, den Mitgliedern der freien Gewerkschaften wird die Osterkommunion und im Todesfalle die kirchliche Beerdigung verjagt. Diese Drohung hat er einige Tage später auch im Fortbildungsunterricht wiederholt. - Auch aus der Pfarrgemeinde Birresborn fommen Beschwerden dieser Art, die wir allerdings noch nicht prüfen fonnten. Wir können nicht annehmen, daß man diese Drohungen, wenn sie immer wieder geschehen, für geeignet hält, die den Mitgliedern der freien Gewerkschaften durch die Sagungen vorgeschriebene religiöse Neutralität zu beachten; selbst dann nicht, wenn von den verantwortlichen Organisationsinstanzen bei jeder Gelegenheit auf die genaue Beachtung der= selben hingewiesen wird. Das Berhalten des Herrn Pfarrers Schmitt muß um so mehr befremden, als auch ihm bekannt sein muß, daß angesehene katholische Männer mit angesehenen Andersdenkenden in Das Zentralblatt der christlichen Gemertschaften, das Organ der christlichen Gemerschaften, veröffentlichte diesen Briefwechsel ohne Kommentar, ohne ein Wörtlein der Kritif. Trotzdem im Juli 1920 zwischen dem ADGB., den Hirsch Dunderschen und den christlichen Gewerkschaften eine Erklärung gegen den Organisations zwang vereinbart wurde, in der es u. a. heißt: „ Sie( die Gewerkschaften) müssen auch einig sein in der Berurteilung aller Fälle von gewaltsamem und geistigem Ter. rorismus, gleichgültig, ob dieser von den Unternehmern, von einflußreichen Personen durch Androhung wirtschaftlicher Nachteile oder durch Ausübung von Gewiffens zwang.... ausgeübt wird." Der freigewerkschaftlich organisierte tatholische Arbeiter wird jetzt vor die Alternative gestellt, entweder aus seinem Ber band oder aus der Kirche auszutreten. In der Groß stadt wird ihm die Entscheidung zugunsten seines Verbandes nicht schwer fallen. Anders steht die Sache für ihn in der katholischen Kleinstadt oder auf dem Lande. Dort gesellt sich zum geistlichen Terror der wictschaftliche und gesellschaftliche Druck. Die Stellungnahme des Bischöflichen General- Vikariats ist mit der Bereinbarung vom Juli 1920 unvereinbar. Es wäre inter chriftlichen Gemertschaften nach einem solchen Vorgang überhaupt noch Geltung hat. Weihe des neuen Reichsbannerbootshauses. Am Sonntag, dem 10. Juni, um 15 Uhr, weiht das Reichse banner sein neues, in Tegel, Uferstraße 1, gelegenes großes Boots haus durch einen Festakt ein. Die Weiherede hat Stadtrat Henfe, M. d. R., übernommen. Im Anschluß an den Weiheatt findet eine Besichtigung der Bootshausanlagen und darauf eine gemeinsame Kaffeetafel im Restaurant Strandschloß statt. Da auch am gleichen Tage der neugegründete Deutsche Wasser. portverband, der die Reichsfarben Schwarzrotgold führt, auf dem Tegeler See seine erste Verbandsregatta abhält, wird Schwarzrotgold auch auf dem Tegeler See endgültig seinen Platz einnehmen. Danksagung. Im Namen der Familie Slings bittet uns Frau Jofi Schlesinger um Aufnahme der folgenden Zeilen: Für die außer ordentlichen Beweise der Anteilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes sage ich allen Freunden, Bekannten und Unbekannten tiefbewegten Herzens meinen und meiner Kinder Dank. Schlachtensee, 1. Juni 1928. Wetterbericht aus deutschen Reisegebieten. Herausgegeben von der Deffentlichen Wetterdienststelle Berlin. Nordsee. Helgoland: woltig. Westerland: wolkig. Bremen: leicht bewölkt. Hamburg: wolfig. Offfee. Travemünde: wolkig, vorher Regen. Warnemünde: Saßniz: heiter, vorher Regen. Swinemünde: heiter. wolfig. Stettin: ziemlich heiter. Kolberg: wollig, vorher Regen. Danzig3oppot: Regen. Seebad Kranz: wolkig. Harz. Schierke: wolkig. Bad Harzburg: wolfig, vorher Regen. Bad Sachsa: wolkig. Brocken: neblig. Thüringen. Erfurt: bedeckt. Eisenach: wolkig, vorher Regen. Infelsberg: neblig. Hessen. Kassel: bedeckt. Wassertuppe( Rhön): trübe. Sachsen. Dresden: leicht bewölft. Annaberg: wolfig. Fichtel. verantwortlichen Staatsstellen zusammen arbeiten, was ja nur unter effant zu erfahren, ob diese Vereinbarung nach der Meinung der berg( Erzgeb.): Regen. Schandau: heiter. Zittqu: heiter. Uebung der größten Toleranz möglich ist. Diese Toleranz ist auch in der Stadtverordnetenfizung zu Trier zum Ausdrud gekommen, als freigemertschaftliche Stadtverordnete unsachliche Angriffe auf die fatholische Kirche entschieden zurüdwiesen..." II. Das Bischöfliche General- Bitariat an den Ortsausschuß Trier. Trier, den 15. April 1928. ,, Nach den von uns eingezogenen Erfundigungen haben die in Ihrem Schreiben benannten Pfarrer die katholischen Mitglieder der freien Gewerkschaft wiederholt auf die Gewissenspflicht hin. gewiesen, ihre Verbindung mit der freien Gewerkschaft zu lösen, da ihnen die Möglichkeit offen steht, ohne materiellen Schaden sich in Berbänden zu organisieren, die ihren religiösen Interessen nicht entgegenstehen. Wenn die betreffenden fatholischen Mitglieder dessen ungeachtet ihrer Berpflichtung nicht nachkommen, so schließen sie sich damit selbst von den Satramenten der Kirche aus. Dieser StandDie Fuldaer Bischofstonferenz im August 1923 hat befanntlich dekretiert: ,, Es ist den Ratholiten nicht gestattet, den freien Gemertschaften anzugehören, einerlei, ob es sich um Gewerkschaften für Arbeiter oder solche für Angestellte und Beamte handelt.... Wenn Katholiken froß erfolgter Aufklärung und obwohl ihnen Eintritt in eine andere Organisation( 1) möglich ist, dennoch als Mitglied in den freien Gewerkschaften verbleiben, fo sind sie zu dem Sakramentenempfang nicht mehr zuzulaffen." Den katholischen Unternehmern aber hat man bis jetzt noch teine Vorschriften darüber gemacht, welcher Unternehmerorganisation fie angehören dürfen und welcher nicht. Das aber ist fennzeichnend für die Stellungnahme gegen die freien Gewerkschaften! Wandern könnt Ihr alle... 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Paar 3.90 295 <8eilage Freitag, 8. Juni 1928 gprÄbmd SfmlotilQaße Jel\/oYxOtit4l Spaziergang durch Köln. te Domiernd fährt der von Osten kommende Zug über die �ohen- zollernbrücke, diesem gespreizten und überladenen Bauwerk aus der wilhelminischen Epoche. In wenigen Minuten tritt man aus der weiten Halle des Hauptbahnhofs auf einen von zahlreichen Straßen- bahnlinien durchschnittenen ansteigenden Platz, auf dem die eifrigste Buddelei im Gang« ist. Dazwischen durch flitzen Autos mit ohren- betäubendem GeHupe. Der Strom der Passanten staut sich an den Haltestellen der Straßenbahnen oder ergießt sich längs aufgestellter Bauzäune. Wie«ine kostbare Filigranarbeit erhebt sich, graublau und unwirklich, über dem Trubel der K ö l n e r Dom, eingeengt durch die stattlichen Bauten, die in den letzten Iahren um ihn herum entstanden sind. Wandervögel in schlichter Kleidung, Fremde mit Sportmützen und Knickerbockers und fromme Frauen steigen die Stufen hinauf, um in dem gewaltigen Mittelportal zu verschwinden. Drinnen, in dännnriger Kühle, tönt vorschwebender Gesang. In den bunten Glasfenstern leuchten Ritter, Heilige und Wappentiere. Dauerndes Kommen und Gehen der kein Ende nehmenden Besucher- schar bringt Leben in die Still«. Endlich verstummt der Gesang und«ine stattliche Schar junger Novizen verläßt im Gänsemarsch den Dom, ein lebendiger Anachronismus im Trubel des Verkehrs. Mit wenigen Schritten ist man am Rhein unten. Prächtig der Blick rheinaufwärts zur Hängebrücke, die sich leicht und«lastisch über dem breiten Strom spannt und Köln mit Deutz verbindet. Wie plump und protzig dagegen wirkt die Hohenzollernbrücke mit ihrem Die Hängebrücke nach Deutz. „historischen" Krimskrams! Zwischen beiden Brücken am linksrhei- nifchen Ufer das älteste Köln. Da drängt stch an der Frankenworfi eine ganze Reihe von schmalbrüstigen, hochgebauten Giebelhäusern. Wunderliche schiefsitzende Fenster, die ganz erstaunt aus die gegen- übcrliegendo breite Rheinfront der„Pressa" zu blinzeln scheinen, altertümliche Dachrinnen, seltsame Vorbauten, überragt von dem mächtigen viereckigen Turm von Groß St- Martin und den schlanken Spitzen des Doms, geben«in reizvolles Bild. Nicht ganz so reizvoll mögen die Wohnverhältnisse in diesem hauptsächlich von Proletariern bewohnten Viertel sein. Butter- markt und Rothenberggasse sind schon von peinlich wirkender Enge und der Mangel an Licht und Luft mag nur für die erträglich sein, die sich daran gewöhnen mußten. Hier ist das Paradies für„Ge- legenheitskäuse", aber auch die Prostitution angelt vor mancher Tür und in manchem Fenster nach Opfern. Hier steht auch das Hau», in dem Robert Blum, der 1848 in Wien erschossen wurde, ge- wohut hat. Ein« einfache Marmortasel mit Relief und Inschrift, um- tränzt von einer Guirlande aus Tannenzweigen, erinnert an den Märtyrer. Buntes Markttreiben umfängt uns auf dem Heu- markt. Gegen die stattlichen weihen Wagen der Vorortbahnen, die hier ihre Ausgangsstation haben, wirken die grünen Wägelchen der Straßenbahn belustigend klein. Tiefe Häuserbreschen in dem angrenzenden alten Viertel und ver- nachlässigte Bauplötze beweisen, daß auch das alte Köln den ge- steigerten Ansprüchen des Verkehrs Rechnung tragen möchte, aber sich über den rechten Weg noch nicht klar zu sein scheint. Während rund um die Stadt auf den ehemaligen Festungswällen breite Ring- straßen laufen und die Vororte immer weiter hinausstreben, drängt und schiebt sich dos Volk durch die schmalen Gassen der Altstadt. Namentlich in der H o h c n Straße, die gleichzeitig eine Ge- Blich aus der Redaktion der„Rheinischen Zeitung". chästsstraße ersten Ranges ist, erreicht das Menschengewimmel seinen Höhepunkt. Seitab träumen versteckt uralte Kirchlein von den glänz- , ollen Zeiten unter den Kölner Erzbischösen. Selten trieft eine Stadt so von historischen Erinnerungen wie das„heilige Köln". von der„Coloni« Agrippina", in der die Schritte der römischen Legionen dröhnten, bis zur heutigen Graßstadt mit 700 000 Ein- vohnorn ist ein weiter Schritt. An die Zwischenzeit erinnern die zahllosen mittelalterlichen Uebcrbleibsel, einige hnndert Kirchen, eltsam klingende Straßen- und Hausbezeichiiungen und die Macht >e« Klerus, die sich bei feierlichen Anlässen so prunkvoll manifestiert. Sogar der Geist des großen Erzbischofs Anno(11. Jahrhundert) spukt dÄ ßHMjxrxKMtSezeiKlMg ja Pas nüchterne Mtagsleben, Man begreift, daß das Kölner Organ der Sozialdemokratischen Partei, die„R h e i n i s ch e Z« i t u n g", in diesem weihrauchdurch- schwängerten Milieu keinen leichten Stand hat. Aber in Deutz und Mülheim drüben ragen die Schornsteine der I n d u st r i e a n l a g e n in den Himmel, Symbole de-r neuen Zeit— und unter den weit- läufigen Ausstellungshallen der„Presia" steht stolz und selbstbewußt das Haus der Arbeiterpresse. Ja, reich an Gegensätzen Alle Häuser am Filzengraben. ist Köln! In die Fenster der Redaktion der„Rheinischen Zeitung" guckt der liebliche Turin von Sankt Ursula, trostreiches Symbol für jene sozialdemokratischen Redakteure, die vor dem Krieg« wegen Pressevergchen auf der anderen Seite im Staatsgefängnis saßen. Aber auch die Schicksalsbrücke, über deren Geleise im August 1014 innerhalb einer Woche zwei Millionen deutscher Soldaten nach Belgien rollten, kann mau von da oben sehen. Dort, hart an der Bahn, am Lauta-Ring, steigt der Riesenbau eines Hochhauses empor. Als Gegenbeispiel wohl hat man am Filze»graben traurig aussehende säulengestützte Häuserbarocken stehenlassen, deren blinde und ausgeschlagen« Fenster Wind und Regen Einlaß gewähren. Freundlicher wirken da die behaglichen Gaststätten mit den schwer übersetzbaren Aufschriften„Em Poßhöönche",„Em isere Boor", und man erinnert sich plötzlich an den alten mittelalterlichen Spruch, den ein von dem guten Leben in Köln begeisterter Chronist geprägt haben mag:„Loekn cyn Kroyn, boren allen Steden schoyn." H. K. Sendbote der Versöhnung. Zum Einzug des»Eisernen Gustav" in Paris. t» Der„Eiserne G u st a v" ist in Paris eingezogen. Gr ist „wie ein Fürst" empfangen worden. Er hat seinen Wagen durch ein Spalier begeisterter Pariser zwängen müssen. Lcgationsrat Clodius, ferner der Direktor des„Paris Midi", sodann der zurzeit in Paris weilende Chefredakteur der„B. Z." haben auf fein Wohl getrunken und ihm freundliche Worte gesagt. Ein Mann hat sich an den Wagen gedrängt und laut genifen:„Es lebe Deutsch- länd! Das sage ich als französischer Soldat." Er hat also osfenbar angesichts des wackeren Berliner Droschkenkutschers sein politisches Damaskus erlebt. Festbankette find vorgesehen. Die deutsche Bot- schaft, die angloamcrikanisch« Presse geben ein Essen.... Da muß man schon sagen, daß die Sache mit dem Völkerfrieden fluscht. Das meistgelesenste Blatt Deutschlands, die„Berliner Morgen- p o st", spricht es denn auch in einem sich über sechs Spalten er- streckenden und auf der Kopfseite beginnenden Artikel furchtlos aus: Gustav Hartmann aus Berlin-Wannsee, der Berliner Fuhrherr, der innerhalb zweier Monate mit seinem Gaul Grasmus die Strecke Berlin— Paris bewältigte, ist nichts mehr und nichts weniger als ein„Sendbote der Versöhnung".... Tja, es geht uns famos. Wohin man spuckt, machen wir moralische Eroberungen. Köhl und Hünefeld haben uns Amerika zu Füßen geworfen: auf der Am st er damer Olympiade haben wir uns durch Kalb (Süddeutschland) und H o f m a n n(Meerane), die Führer unserer Fußballelf(auch wenn sie wegen unmanierlicher Holzerei aus dem Spielfeld verwiesen werden mußten), mit der Welt verständigt, und nun reichen wir dem„Erbfeind" jenseits des Rheines gar durch den Eisernen Gustav endgültig die Bruderhand. Kein Zweifel, daß der neunundsechzigjährige Gustav Hartmann aus Wannsee ein liebenswerter Greis ist, ein schlichter und wertvoller Mann des Volkes. Kein Zweifel, daß es cm« luftige Idee war, am Ende eines, von der Romantik eines absterbenden Ge- werbes umwitterten Berufslebens, gen Westen zu kutschieren und sich mal ein bißche»» in Paris umzugucken. Aber lva's ist das bloß für ein Unfug,(>ie Anmut eines Juxes durch säuerliche Pathetik zu vernichten! Deputierte, Botschafter, Verlagsdirektoren, Chefredak- teure.... Lieber Gustav Hartmann: Du hast«in Leben lang treue Arbeit geleistet. Es hat kein Hahn nach dir gekräht, so wenig, wie sich um deine Arbeitskollegen daheim jemand kümmert, die in hoffnungsloser Konkurrenz gegen die Autos verkümmern. Jetzt reden sie dir ein Loch in den Bauch und tun furchtbar leutselig und meinen in Wahrheit gar nicht dich, sondern ihren eigenen Rummel, den sie inszeniert haben, und deren zufälliges Werkzeug du bist. O ja, es gibt Sendboten der Versöhnung, aber sie gehören nicht jener champagnertrinkenden Internationale der Festessen an, in die du feierlich aufgenommen worden bist, sondern jener anderen Jnter- nationale der Arbeit. Insofern du freilich auch deren Mitglied bist, bist im in Wahrheit ein Völkeroersöhner, und es hätte nicht einmal deiner Fahrt nach Paris bedurft, um das zu bekräftigen. Hans Laßer. Hinter Mauern. Veraltete und moderne Fürsorgeerziehung. Die Erziehung verwahrloster, geistig minderwertiger, verbreche. n scher Kinder und Jugendlicher ist eine pädagogische Aufgab«, deren Größe und Schwierigkeit schon seit geraumer Zeit erkannt wurde, deren wirkliche Lösung wir aber erst in den allerletzten Jahren um einiges näher gekommen sind. Noch heute sehen weite Kreise in jedem, der durch einen Verstoß gegen die Gesetze der bestehenden Gesellschaftsordnung deren Unerschütterlichkeit in Frage stellte,«inen Verbrecher, an dem diese Gesellschaftsordnung gerächt werden muß. Es ist noch nicht lange her, daß diese Auffassung auch bei der Be- Handlung verwahrloster Jugendlicher die Grundide« bildete. Härteste körperliche Züchtigungen und ausgeklügelt« seelische Martern wurden in sogenannten„Besserungsanstalten" im Zeichen des Christentums über die Gestrauchelten verhängt. Den„Büßern" öffnete dann die Kirche die Arm« und versprach ihnen ewiges Heil im Jenseits. Was erreichte man mit dieser Methode? Im besten Fall wurden aus den Willensschwächen, schwer lenkbaren Kindern Duckmäuser, innerlich haltlose Menschen, Heuchler— im schlimmsten Fall Verbrecher. Die theoretische Erkenntnis, daß solche Erziehung schlechter ist als gar kein«, und daß ein seelisch schivaches oder krankes Geschöpf nicht durch Gewaltmaßnahme». sondern nur durch sorgsame, ver- ständnisoolle Pflege gekräftigt und geheilt und damit zu einem nützlichen Glied der menschlichen Gemeinschaft gemacht iverden kann, hat sich gegemvärtig wohl fast allgemein Bahn gebrochen. Daß dieses Wissen sich leider vorläufig in sehr bescheidenem Maß« aus die Praxis auswirkt, liegt aber sicher nicht am mangelnden guten Willen. Doch obwohl die Notwendigkeit einer zweckmäßigen Heilbehandlung durch- aus unbestritten bleibt, ist man sich über das„Wie" dieser Behand- lung noch recht uneinig. Dem Verein preußischer An- st a l t s p ä d a g o g e n" gebührt die Anerkennung, daß er sich eifrig bemüht, Richtlvege für die Praxis zu finden. Auch seine 3. öffentliche Tagung diente diesem Ziel. In eingehenden Referaten wurde über das. fürsorgcbedürftige Kind, den inneren Aufbau der Erziehungs- anstalten und die Erziehungsmethoden gesprochen und dabei in der Hauptsache die praktischen Ergebnisse berücksichtigt. Wenn man wirklich helfen will, so hat es keinen Sinn, sich mit vielen Erörterungen über ein zurzeit unerreichbares Ideal aufzu- halten. Am klarsten betonte diese Tatsache der Psychoanalytiker Dr. B e r n f e l d, der über„Strafe und Disziplin in den Erziehungs- anstalten" sprach. Er wies darauf hin, daß es zwecklos sei, einzelne besonders put geleitete Anstalten als Vorbild hinzustellen. Die Per- sönlichkeiten, die ihnen den Stempel aufdrücken, fehlen an anderen Orten. Dem pädagogischen Genie sollte es stets freigestellt bleiben, eine Anstalt nach seinen Ideen auszubauen. Richtlinien sind dagegen für alle nicht durch hervorragende erzieherische Begabung ousge- zeichneten Anstaltsleiter nötig. Nach seinen eigenen Ersahrungen hält- es Dr. Bernseld für das beste, wenn Erziehungsgewolt und Strafgeivalt so getrennt»Verden, daß die erstere von den Pädagogen. dix andere aber von per Schülcrselbstverwaltung ausgeübt Wrd--- natürlich nur, wenn es sich nicht um geistig sehr minderwertig« Kinder handelt. Der Erzieher kann sich leichter das Vertrauen der Kinder erringen, wenn er darauf verzichten darf, gegen sie die Strafen zu verhängen. Aeußere Ordnung an einer Anstalt ist noch keine innere Disziplin. Dr. Bernfeld betonte, daß eine gewisse äußere Ordnung für das Gemeinschaftsleben sicherlich notwendig sei, daß sie aber für den Grad der inneren Entwicklung erst dann etwas aussage, wenn sie von den Jugendlichen aus eigenem Antrieb ausrcchterhalten wird. Für größte persönliche Bewegungsfreiheit der Zöglinge»rat Pastor Wolsf ein. Die Anstaltserziehung muß die Menschen für das wirkliche Leben vorbereiten. Tut sie das nicht, so ist sie sinnlos. Es ist die erste Hauptausgabe des Anstaltspädagogen, den jungen Menschen seinem Einfluß zu gewinnen. Aber dann muß er die zweit«, noch größere Aufgabe lösen, ihn auch wieder davon frei zu machen und auf sich selbst zu stellen. Sonst wird sich der Zögling wohl in der Anstalt bewähren, aber iin Leben versagen. Wie mittel- österlich nranche Fürforgeanstalten noch beschaffen sind, zeigte die Schilderung, die Pastor Wolff von einem Erziehungsheim für 500 verwahrloste schulentlassene Mädchen gab. Sie schlafen in drei riesigen Sälen, arbeiten in drei Gruppen zu etwa je 170 zusammen. Die Freizeit verbringen sie i�i einem Hof mit 3 bis 4 Meter hohen Mauern, ohne Grün, völlig abgeschlossen von der Slußenwelt. Wie sollen sich diese Mädchen einmal im Leben wieder zurechtfinden, in das sie verbittert und erlebnishungrig hinaustreten? An seinem Kitabenerziehungsheim hat Pastor Wolff mit bestem Erfolg eine große Bervegungssreiheit eingesllhrt. Die Jugendlichen können Ber- eine gründen, sich auch großen Sportverbänden außerhalb der Anstalt anschließen und an ihren Veranstaltungen teilnehmen. Sie gehen als Lehrlinge in die umliegenden Fabriken. Gerade die berufliche Er- tüchtigung ist in den Fürforgeanstalten vielfach vernachlässigt worden. Der Zögling wurde zur Landarbeit gezwungen, die dem Großstadt- kind fast immer widerstrebt. Er entlief ihr, sobald er konnte, wurde ungelernter Arbeiter oder— Verbrecher. Die Erfahrungen, die man bisher mit den Fürsorgezöglingen als Lehrlinge außerhalb der Anstalt machte, sind die denkbar besten. Anstaltslehrer L e u t k e zeigte, ivelche Rolle„die Anstaltsschule in der Anstaltserziehung" spielen muß. Pädagogisch unausgebildete Erzieher leiten heute in den meisten Fälle» noch die Fürsorgezöglinge außerhalb der Schulzeit. Diakonen der Inneren Mission, die eine sehr unzulängliche Ausbildung haben, dürfen die Zöglinge sogar unterrichten. Die Anstaltspädagogen fordern, daß der Ministerial- erlaß aus dem Jahre 1863, auf Grund dessen diese Zustände möglich sind, aufgehoben wird und die vorgesetzten Behörden überhaupt mehr Interesse für die Ausbildung der Anstaltslehrer zeigen. Erst wenn Anstaltsschule und Anstaltserziehting völlig ineinander verschmelzen, kann wirklich fruchtbare Arbeit an den Zöglingen geleistet werden. Die Besichtigung einiger Musteranstaltcn in der Umgebung Berlins beschloß die Tagung. P£R GgLRC DIWAM 1. Die Fremde in der Aldonslraße. Em Londoner Hochsommcrabend zum Ersticken. Kein Lüftchen, das auch nur die leiseste Kühlung gebracht hätte. Der bleifarbene Himmel lag wie eine heiße, schwere Hand über den lärmenden und ruhelosen Straßen der Stadt. Seit dem frühesten Morgen keine Wolke, um die Glut der Sonnenstrahlen zu mildern. Nun war zwar der Abend herabgesunken, aber das Straßenpflaster strömte unver- mindert die während des Tages aufgesogene Hitze aus. Hier in der engen Seitenstraße war die Sonne kein Freund, kein freundlicher Kamerad, der zum Genuß eines kühlen Bades oder zu einem schattigen Spaziergang aufforderte, sondern ein boshafter Feind, dem es Freude machte, das Dasein der Armen noch mehr zu erschweren. In der Aldonstraße wohnen keine reichen Leute. Früher ein- tiKil, vielleicht noch in der Zeit der Königin Viktoria, hatte man ver- sucht, etwas aus ihr zu machen. Aber das war lange vorbei, und jetzt wäre Dynamit wohl das einzige Mittel gewesen, ihren lang- samen Verfall zu beseitigen. Nur zwei Straßen weiter allerdings gab es noch etwas, das nicht so verwahrlost aussah: eine stille Sack- gaflc, in der sich ausschließlich Mnstlerateliers befanden. Demi die Künstler pflegen ja merkwürdigerweise mehr Wert auf ein gutes Nordlicht zu legen als auf die Vornehmheit ihrer Nachbarschaft. An diesem heißen Juliabcnd saß Mrs. Rosa Amschel, Händlerin in alten 5ileid«rn, auf einem Kllchenstuhl vor ihrer Ladentür und betrachtete die Aussicht. Die Rinnstein« strömten jenen Geruch von Schmutz, faulendem Gemüse und stinkendem Fisch aus, der für gs- S/r Iv b d/r Hand... wisse Londoner Vorstadtstraßen charakteristisch ist. Die Aldonstraße war sehr still, so daß man den Lärm des Verkehrs von der Stadt her hören konnte; zu sehen war niemand als eine Gruppe schmutziger Kinder, die ganz am Ende in der Gosse spielten. Mrs. Anis che! war eine dicke Jüdin mit kleinen, schwarzen, rot- geränderten Augen, einer gewaltigen krummen Nase und einer Art Loch an Stelle des Mundes. Ihr Alter mochte zwischen vierzig und i»rnfzig liegen, aber wie die meisten Jüdinnen ihrer Klasse sah sie wayrjcheinlich älter aus als sie war. Für ihre Nachbarn war Mrs. Amschel in gewisier Weise ein Rätsel Mr. Charles Ruddik, der neben ihrem Laden eine Drogerie besaß, pflegte zu sagen, er wüßte wirklich nicht, wovon Mrs. Am- schel eigentlich lebe. Mrs. Amschel strich sich mit ihrer fetten Hand die Haare aus den Augen und seufzt«.„Heiß, heiß!" murmelte sie, während sie an der Drogerie oorübersah, in deren' Auslagefenster drei große Flaschen mit gefärbtem Wasser in den Strahlen der Abendsonne glänzten Dann schaute sie die Straße hinab und ihr Blick wurde starr. Die Aldonstraße wird von der Branscombestraße geschnitten, die jenseits in den Brokeplatz mit den Ateliers übergeht. Als Mrs. Amschel die Aldonstraße gegen die Branscombestraße zu hinabsah, bemerkte sie eine Dame, die um die Ecke bog und eilig auf der Seite ihres Ladens die Straße heraufkam. Als Sachoerstäi»dig« im Kleiderhandel erkannte sie auf den ersten Blick, daß die junge und schlanke Dame außerordentlich gut gekleidet war. Ihre Silhouette, die heutzutage doch das Maßgebende ist, machte den Eindruck ent- schiedener Vornehmheit. Aber es war weniger die äußere Eleganz in dieser schmutzigen Umgebung, was Mrs. Amschel so in Erstaunen versetzt«, als die augenscheinliche Eile und Aufgeregtheit der Dame. Sie rannte die Straße mit gesenktem Kopf hinauf, während sie mit beiden Händen den Mantel über der Brust zusammenhielte So kam sie, von einer Seite aus die andere schwankend, dahergelaufen wie jemand, der an ein« so schnell« Gangart nicht gewöhnt ist. Offenbar hatte sie Angst. Mrs. Amschel erhob sich unbeholfen, um sich in den Schutz ihres Ladens zurück, zuziehen. Sie erwartete, jeden Augenblick einen Verbrecher um die Ecke biegen zu sehen, der der Dame auf den Fersen folgte. Aber außer ihr war kein Mensch auf der Straße zu sehen. So blieb die Händlerin vor dem Loden stehen und wartete. Als die Frenide nur noch ein paar Schritte von ihr entfernt war, hob sie den Kopf. Sie erblickte die Jüdin, hielt mit einem Ruck an. schwankte und griff nach der Wand, um sich zu stützen, während ihre schwarzen, glänzenden Agen auf den harten, fsind- seligen Gesichtszügen der Händlerin ruhten. Mrs. Amschel sah ein auffallend schönes, ovales Gesicht vor sich. Blauschwarzes Haar bedeckte die Ohren und einen Teil der Wangen. Die roten Lippen öffneten sich ein wenig, als die Fremde nach Atem rang, und zeigten zwei Reihen weißschimmernder Zähne. Aber die regelmäßigen Gesichtszüge waren vorzerrt, und aus den Augen sprach Entsetzen. „Du lieber Gott!" rief die Jüdin, machte erschrocken einen Schritt nach rückwärts und warf den Stuhl um, der polternd in den Laden hineinfiel. „Ein Auto!" Wie ein Hauch kamen die Worte über die Lippen in dem blut- losen Gesicht der Fremden. „Holen Sie mir ein Auto!" Sie hob die Hand mit einer hilflosen Gebärde, wie um ihre Bitte zu unterstützen. Dabei öffnete sich der Mantel und enthüllte zwischen den Falten eines einfachen schwarzen Seidenkleides einen wundervollen Hals, um den eine Perlenkette geschlungen war. Einen Augenblick blieb die Händlerin regungslos stehen, wäh- rend das Grauen ihre Augen weit auseinanderriß. Langsam fuhr sie mit ihrer dicken Hand an die Wange und starrte schweigend mit angstverzerrten Blicken auf die Brust der Fremden. Dann plötzlich schrie sie laut heraus, schrie und schrie, während sie die fetten Hände abwehrend von sich streckte, wie um etwas über alle Be- griffe Schauerliches von sich abzuhalten. So fand sie Mr. Ruddick, der Drogist, as er auf das Geschrei hin aus seinem Laden auf die Straße stürzte. Er sah die Jüdin, die zurückgesunken am Türpfosten lehnte und mit zitterndem Finger auf die elegante Fremde deutete. Schrei auf Schrei kam noch immer aus ihrem Munde, daß die ganze schmutzige Straße lebendig wurde. Fenster öffneten sich, Türen wurden zugeschlagen, und der Klang schwerer Schritte über knarrende Holztreppen hinab kam aus den Häusern, während die Fremde mit einem schwachen Lächeln aus dem blassen, blutlosen Gesicht und einem versonnenen Blick in den schwarzen Augen, schweigend und leise schwankend die krei« schende Jüdin betrachtete. Der Drogist folgte der Richtung von Mrs. Amschel ausgestrecktem Finger und fuhr nun auch entsetzt zurück. In der linken Brust der Fremden steckte ein Messer, dessen Griff zwischen den Falten des schwarzen Seidenkloides hervorsah. 2. Mr. Eraumore kommt aus der City zurück. Mr. Cranmore stieg gemächlich die Stufen zu seinem Klub hinauf. Wie gewöhnlich, wenn das Geschäft ruhig war, war er zu �uß gekommen und fühlte sich nun ein wenig heiß in seiner für «inen Effektenmakler vorgeschriebenen Kleidung, die bekanntlich aus einem blankgebügelten Zylinder, einem kurzen schwarzen Rock und einer gestreisten Hose besteht. Auf den breiten, ausgetretenen Stufen blieb er stehen, wischte sich den Schweiß von der Stirn und betrachtet« das übliche Ge- dräng« der berühmten St. Iamesstraße. Viele Gedanken machte er sich dabei nicht, denn sein Wortschatz war einigermaßen beschränkt. wenn er auch zu seiner Zeil eine ausgezeichnete Mittelschule besucht hatte. Dann hotte er drei Jahr« aus der Universität herumgebum- melt und war endlich als jüngerer Teilhaber in die alte und hoch- angesehene Firma eingetreten. Als der Krieg kam, folgte er der Fahne mit der gleichen Selbst- Verständlichkeit, die ihn durch Geschäft und Leben begleitete So blieb er auch, als er schwer verwundet wurde und ein volles Jahr im Krankenhaus zubringen mußte. Die Verwandlung von einem Effektenmakter in einen Soldaten hatte ihm weniger Eindruck ze» macht als der Umstand, daß er durch den Zkrieg zu einer Frau ge- kommen war. Als Kronkenschwester hatte er Carmen i« Lazarett kennengelernt, wohin man ihn zuerst nach seiner Verwendung ge- schickt hatte. An Carmen dachte er auch jetzt, wie so oft, während er sein« Zigarette ausrauchte. Ihr schönes spanisches Rassegesicht mit den regelmäßigen Zügen und dem sehnsüchtigen Ausdruck in den großen. schwarzen Augen stand vor ihm. Drei Jahre waren sie nun ver- heiratet und liebten sich zärtlich.„Aber den Henker soll mich holen," pflegte Jim zu seinem Bruder Georg, dem Rechtsanwalt, zu sagen. „wenn ich weiß, was sie an mir findet!"(Fortsetzung folgt.) WAS DER TAG BRINGT. iiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiimiiniiiiiiiniiinniiiiiimiiiiiiiiiuniinuniiiiinNiiiiniiiimuiiiuiiiHinimiiiiiiiiiiiniiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiinimiiiHiiiiiiiuuiinmiiiiiimiiuiiiMiMinnininnmi Moderne Kirchen. Das war dieser Tage in Köln, der heiligen Stadt am heiligen Strome. Eine Gruppe Menschen stand oben auf dem Turm der „Pressa", nur 60 Meter über der Landschaft, aber hoch genug, um den ganzen Zauber des gesegneten Landes vor den schaudurstigen Augen zu entrollen. Da ragen die alten Kirchtürme hoch über die Stadt. Der Führer erklärt:„Dort der Dom, dort der Rothausturm, dort St. Maria Capitol, dort St. Gereon, Kölns älteste Kirche.." und so fort— bis einer auf einen klotzigen, breiten Bau neueren Datums zeigt, der sich innerhalb der vielen Heiligkeiten stolz und unbekümmert in die Luft erhebt: „Bitte, und was ist das?" „Dos ist das Haus des Rheinischen Braunkohlensyndikats!" „Also eine moderne Kirche"— meint da ein Besucher. Der hatte den neuzeitlichen Tempel des Götzen Profit rascher erkannt als wir anderen. Lynchjustiz in Litauen. In dem an der polnischen Grenze gelegenen litauischen Dorfe W a l u c i z k a, Kreis Trocke, hatte ein gewisser B r v n i s l a w Ko z« i e n seine eigene Mutter erdrosselt, um sich in den Besitz ihres Gutes zu setzen. Die Polizei hatte den Muttermörder im Dorf- arrestlokal untergebracht. Als die übrigen Bewohner von der Tat erfuhren, drangen sie in das Gefängnis mit Gewalt ein, schleppten den Verhafteten auf einer Wiese und lynchten ihn, indem sie mit Stöcken und Steinen solange auf ihn einschlugen, bis er tot war. Wenn ein General stiehlt. Wenn ein General stiehlt, ist es ganz etwas anderes: dann ist es vor Gericht plötzlich kein Diebstahl mehr, der Destohlen« will nicht geschädigt sein und alle sind schnell dabei, dem„Diebe"— Der- zeihung, dem General— eine anständig bezahlte Arbeit zu ver- schaffen— Natürlich ist das Schicksal eines alten, vielleicht um seines Vaterlandes verdienten Generals, der durch die Tücke der geschichtlichen Geschicke verurteilt ist, in fremden Ländern zu hun- gern, rein menschlich genommen, bedauernswert. Doch nicht be- dauernswerter als dos Schicksal so vieler anderer armer Teufel... Da lebt in New Pork ein früherer General der russischen Arme« H e d b« r g. Eines Abends wurde er dabei ertappt, wie er eine Fensterscheibe einschlug und zwei Hemden entwendet«. Ein General und eine eingeschlagene Fensterscheibe! Zuerst Entrüstung. Dann schlugen die Wellen des Mitleids hoch: war es denn nicht bittere Not, die den alten Mann zu seiner Tat veranlaßt hatte? Der In- haber der Firma erklärte, er wünsche kein Strafverfahren. Die Gesellschaft der amerikanischen Ingenieure befürwortete beim Ge- richt einen Freispruch des Mannes und erklärte sich bereit, ihm un- verzüglich eine Anstellung zu geben. Mit einem gleichen Ersuchen kam die Automobilfirma, bei der Hedberg früher beschäftigt war; und das Ganze war für den Richter plötzlich kein Diebstahl mehr, sondern nur grober Unfug. Ja, er gab ihm gar aus eigener Tasche Geld, damit er sich Kleidung und Essen kaufe. Nur das„Russische Komitee" schien für das Unglück dieses Generals kein Verständnis zu haben: Es gab öffentlich bekannt, daß Hedberg nicht das Recht habe, sich General zu nennen. Ein kleiner Mißton in der Sym- phonie der Menschlichkeit. Ja, Menschlichkeit— allerdings einem General gegenüber. Was wäre geschehen, wenn nur«in armer hungriger Teufel das Fenster eingeschlagen hätte?... Mordversuch durch Briefmarken. Einem abscheulichen Verbrechen ist man durch«inen Zufall, wie englische Zeitungen berichten, in Sidney(Australien) auf die Spur gekommen. Der in dem Modewarengeschäft von Hudson u. Sons angestellte Prokurist Dawson hatte sich in ein« Verkäuferin des Geschäfts verliebt. Das junge hübsche Mädchen wies seine Annähe- rungsversuche stets schroff ab, da es mit dem im Geschäft angestellten Postexpedienteu Williams eure Liebschaft unterhielt. Dawson, de« dieses nicht verborgen blieb, sann auf Rache; er, der sich sonst nie um die Fakturierung der abzusendenden Briefe gekümmert hatte, gab mit einem Male dem Postexpedienten die zum Frankieren der Briese nötigen Marken selbst heraus. Nach einigen Tagen machten sich bei Williams schwere Vergiftungserscheinungen bemerkbar. Man stand vor einem Rätsel, da niemand wußte, aus welcher Weise dem jungen Manne das Gift beigebrocht worden war. Als Williams kaum genesen im Geschäft seinen Dienst antrat, spürte er abends, als er die Briefe frankiert hatte, wieder heftige Vergiftungserschei- nungen. Der Arzt ließ nun einige der von Dawson übergebenen Briefmarken chemisch untersuchen, dabei wurde festgestellt, daß die gummierte Seite der Marken mit einer schwachen Strqchninlösung bestrichen war. Es tonnte Dawson bewiesen werden, daß er in einer Drogenhandlung Strychnin gekauft hatte. Im Verhör gestand er auch zu, einen Giftmordversuch an seinem Nebenbuhler unternommen zu haben. Ein„königlicher" Grenzstein. Zwischen Obersdorf und Ringlern an der bayerisch- österreichischen Grenze, an der sogenannten hValzer- schanze, sieht man heute noch diesen Grenzslein mit der Aufschrift„Königreich Bayern". Dicht daneben aber steht ein neues Schild, auf dem zu lesen ist'. „Bundesstaat Oesterreich". Es geht also auch anders.' EFFE ~ Sportund Spiel Radrennen. Solidarität- Olympia- Bahn. Der Arbeiter- Radfahrerbund Solidarität" rüstet zu den im nächsten Jahr fälligen Bundesmeisterschaften und so ist auch der Bezirk Berlin eifrig an der Arbeit, die besten Bahn- und Straßenfahrer zu ermitteln. Am Sonntag, 10. Juni, werden die Rennfahrer des 1. Bezirks Am Sonntag, 10. Juni, werden die Rennfahrer des 1. Bezirks auf der Olympiaradrennbahn in Plötzensee am Königs damm antreten, um in mehreren Läufen die besten Fahrer der Ortsgruppe im Wettkampf festzustellen, und wem es vergönnt ist, Berlin in den Bundes- Bahnmeisterschaften zu vertreten. So ist es denn auch kein Wunder, das nur die besten Bahnfahrer gemeldet haben: Wegner, Kühne, Marien, Weber, Dubte, Peter, Bahad, Dabrud, Dombrowsky und viele andere mehr sind am Start; ob es ihnen aber gelingen wird, die Meisterschaften nach Hause zu bringen, dürfte angesichts der guten Qualität der übrigen Bewerber sehr fraglich sein. Stod, Kapruta, Herrmann, Strypnit haben schon wiederholt Beweise ihres Könnens geliefert. Auch die Altersklasse ist vertreten, da in besonderen Läufen auch die um die Meisterschaften sich bewirbt. Mustroph, Klick, Annen, Steinkraus und Eichler sind als gute Fahrer bekannt und werden sich um die Meisterschaft der Altersklasse sehr harte Kämpfe liefern. Zum Austrag kommen die Rennen, die Solidarität" für die Bundesmeisterschaften ausgeschrieben hat; hier ist besonders das 20 Rilometer Punttefahren mit Wertungsspurts zu nennen, wobei 2 Fahrer eine Mannschaft bilden, die sich nach Belieben ablösen können. Weiter ist für die Fahrer der Hauptklasse ein Rennen über einen Kilometer im Programm. Auch über 2 und 5 Kilometer gehen die Fahrer um die Zementbahn. Die Altersklasse hat gleichfalls zwei Rennen über 2 und 5 Kilometer auszufahren. Für die Mitglieder von 18 bis 35 Jahren ist ferner ein Punktefahren über 10 Kilometer ausgeschrieben. Außer diesen Rennen treten aber noch die Rasen ballspieler der Berliner Ortsgruppe an, um die Meisterschaften im Radball und Radpolospiel auszutragen, und da Berlin auf diesem Gebiet über gute Mannschaften verfügt, so ist auch hier mit interessanten Kämpfen zu rechnen. Da die Olympia- Radrennbahn nachmittags Berufsfahrer- Rennen hat, so werden diese Meisterschaften vor. mittags ausgetragen. Beginn früh 8 Uhr. Eintritt frei. W Der nächste, am fommenden Sonntag stattfindende Renntag der Olympia Radrennbahn steht ganz im Zeichen des Sports hinter Motoren. In fünf Dauerrennen, die insgesamt über 160 Kilometer führen, werden sich 10 Dauerfahrer dem Starter stellen. Das Hauptrennen, betitelt„ Der Matador", führt über 50 Kilometer und bringt den ersten diesjährigen Start des Weltmeisters Victor Linart. Er konnte nicht weniger als viermal die Weltmeisterschaft und elfmal die Meisterschaft seines Landes ( Belgien) gewinnen. Emil 2e wanow, der inzwischen zu seiner alten großen Form aufgelaufen ist, nimmt neben dem Frankfurter Christmann, dem neuen Stern im deutschen Dauerfahrerlager, den Kampf gegen Linart auf. Der Franzose Sausin und fein junger Landsmann Gaillard sind die weiteren Teilnehmer. Zwei weitere Dauerrennen über 20 und 30 Kilometer, die besonders gewertet werden, sehen die gleichen fünf Fahrer am Start. 3 Begrüßenswert ist es, daß Werner Krüger nochmals versucht durch Einlegen von Rennen für den Nachwuchs dem Stehersport die so notwendigen neuen Kräfte zuzuführen. Der Berliner Dobe und der Holländer Vermeer, die schon Erfahrungen hinter der Rolle gesammelt haben, treffen auf die Neulinge Röschlein( Nürnberg), Jürgens( Braunschweig) und Mühlbach( Berlin). Das Zusammentreffen mit Dobe und Vermeer im Prüfungspreis( 20 Kilometer) und Thaddäus- Robl- Erinnerungsrennen( 40 Kilometer) wird ein guter Maßstab für ihr Können sein. Als fünftes Rennen des Großen Olympia- Preises für Amateure ist für diesen Renntag ein Ausscheidungsfahren vorgesehen. Beginn der Rennen 15% Uhr. Zum Bezirkssportfest in Weißensee. Das am Sonnabend, 9. Juni, und Sonntag, 10. Juni, stattfindende Bezirksfest des 2. Bezirks im 1. Kreis des Arbeiter- Turnund Sportbundes sieht ein auserwähltes Programm vor. Am Sonnabend finden ab 16 Uhr auf der Rennbahn in Weißensee und im Stadion am Faulen See( Buschallee) die Vortämpfe und Spiele aller Sportarten statt. Auf den Tennisplätzen im Stadion am Faulen See gehen Freundschafts- und Trainingsspiele von statten. Um 18 Uhr wird im Schloßpart eine große Feier abgehalten. Konzert- und Gesangsvorträge werden das turnerische Programm umrahmen. Das gesangliche Programm wird vom Weißenfeer Männerchor, dessen Können auf hoher Stufe steht, be= stritten. Aus dem Sportprogramim sollen Bühnen- und Kunstturnen und die rhythmisch- gymnastischen lebungen hervorgehoben werden. Die Schwimmer werden im Weißen See einen großen Lampionreigen aufführen. Außerdem finden Wasserballspiele statt. Der Weiße See wird in bengalischer Beleuchtung erstrahlen. Um 19 Uhr erfolgt die Einholung der auswärtigen Vereine vom Bahnhof Weißensee. Am Sonntag finden vormittags die Vorfämpfe, Spiele aller Arten, Tennis usw. ihre Fortsetzung im Stadion. Nachmittags 14 Uhr fammeln sich alle Teilnehmer an der Berliner Allee und Greifs= walder Straße( Ece Gürtelstraße) zum Festzug nach dem Stadion am Faulen See, wo um 15 Uhr die Veranstaltungen, eingeleitet von großen Massenaufführungen aller Teilnehmer, beginnen werden. Neben den leichtathletischen Wettkämpfen, dem Kunstturnen, den Spielen aller Sportarten, sei besonders auf das Städtefußballspiel des Bundesmeisters Adler 08 gegen Leipzig hingewiesen. Auf den Tennisplätzen findet um 15.30 Uhr ein Serienspiel Weißenfee gegen Neukölln statt. Im Seebad Weißensee finden Schwimmwettkämpfe, Turmspringen, Stafetten, Rettungsund Reigenschwimmen statt. Interessante Wasserballspiele werden zum Austrag gebracht. Das Festabzeichen- gültig für alle Veranstaltungen Postet für Erwachsene 50 Pfennig, für Jugendliche 30 Pfennig und für Kinder 10 Pfennig. Der Preis des ausführlichen Programms beträgt 10 Pfennig. Freie Turnerschaft Groß- Berlin. Die Treffpunkte der Radfahrer zur Werbefahrt sind um 17% Uhr: Lichtenberg, Schillerstr. 26; um 18 Uhr: Augustenburger Plaz, Gustav- Meyer- Allee Ede Brunnen: ftraße, Arnimplat, Landsberger Tor, Bayerischer Platz; um 18% Uhr: Marheinideplag. Um 19 Uhr ist gemeinsamer Treffpunkt am Schlesischen Tor. Die nächsten Handballspiele. Am Sonnabend. platz Spandau als Gaft; um 18 Uhr spielen die 2. Männer und Groß- Berlin- Süden hat am Sonnabend auf dem Urbanum 19 Uhr die 1. Männer. In Reinickendorf, Scharnweberstraße, spielen um 18 Uhr Groß- Berlin- Wedding, 2. Männer gegen 19 Uhr Fichte- Nord I gegen Neukölln 2. Abtlg. und Groß- BerlinTegel II; Fichte- Nord II gegen Neukölln, 2. Abtig. Il und um Wedding- Jugend gegen Bohnsdorf. Siemensstadt, 1. Männerfahrt nach Hennigsdorf und spielt um 19% Uhr gegen Vorwärts" Hennigsdorf. In Neukölln, Grenzallee, treffen sich um 17% Uhr Schwimmverein Vorwärts"-Neukölln I und Fichte 19. Abtlg. Und am Sonntag. " Durch die drei großen Veranstaltungen, wie Werbefest der Freien Turnerschaft Groß- Berlin", im Treptower Part, Städte wettkampf im Poststadion und Bezirksfest in Weißensee, finden nur wenige Handballspiele statt. Bei dem Werbefest der Freien Turnerschaft Groß Berlin, spielen Handball: Männer: Süden gegen Wedding, Frauen: Rosenthal gegen Friedenau; Schlagball: Friedenau 1. gegen Vereinsmannschaft, ferner Faustball und Trommelballspiele. Die Freie Turnerschaft Biesdorf hat einen Werbespieltag, es treffen sich auf dem Lessingplatz um 11 Uhr: Adlershof 2. Jugend gegen Friedrichshagen I; um 13 Uhr Erfner 1. Männer gegen Wilmersdorf; um 15 Uhr WilmersdorfFrauen gegen Rüstig- ,, Vorwärts" und um 19 Uhr Biesdorf 1. Männer gegen Erfner 2. Männer. Potsdam spielt in Drewitz um 17 Uhr. Werbe Hodenspiele durchgeführt. Am Montag standen sich mehrere Jugend- und am Mittwoch die Frauenmannschaften gegn über. Wie auch im Vorjahr wurden wieder auf öffentlichen Plätzen, u. a. auf dem Dönhoffplay, im Lustgarten, im Fridrichshain Werbeveranstaltungen im Bogen und Jiu- Jitsu abgehalten, die sich überall einer regen Anteilnahme der Bevölkerung erfreuten. Auch in den folgenden Tagen gelangen in allen Stadtteilen noch zahlreiche schmerund leichtathletische Schau- und Wettkämpfe zum Austrag. Ebenso werden die Wassersportler am Freitag und Sonnabend mehrere große Regatten und Wettfahrten abwickeln. Deutscher Wassersportverband. Die erste Regatta am Sonntag. Der Deutsche Wassersportverband, der alle sich veranstaltet am tommenden Sonntag in Tegel seine erste offene zu Schwarzrotgold bekennenden Wassersportvereine umfaßt, Verbandsregatta. Die Strede geht über 2000 Meter, der Start ist bei der Insel Scharfenberg, das Ziel am Seepavillon. Bormittags ab 9 Uhr finden Segelwettfahrten statt, während die Ruder und Kajakrennen ab 14 Uhr ausgetragen werden. Es liegen so zahlreiche Meldungen vor, daß 8 Segelwettfahrten und 11 Ruderrennen stattfinden. Das Bezirksamt Reinickendorf hat für stiftet. Auch sonst sind von Freunden des republikanischen Wasserden Jungmann- Riemenführer einen wertvollen Wanderpreis ge= Sportes Preise zur Verfügung gestellt. Die Siegerfeier beginnt um 19 Uhr im Seepavillon. Boxkampftag im Lunapark. Die lange Pause im Berliner Borsport erfährt eine Unterbrechung durch den Borkampftag, der heute abend im Ring des Lunaparts stattfindet und zwei Bier- Runden- Kämpfe von sport. licher Bedeutung bringt. Vor allem richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Westdeutschen Leichgewichtler Friz Reppel, dessen hohe fämpferische Qualitäten ihm zum gefährlichen Gegner für Baul Czirson im Titelkampf um die deutsche Leichtgewichts- Meisterschaft gemacht haben. Mit Paul Noad, mit Phil Nefzger und mit Czirfon selbst trennte er sich unentschieden nach erbitterten Runden. Da er inzwischen große Fortschritte gemacht hat, wird Im Rahmen der 6. Berliner Turn- und Sportwoche wurde sein Gegner Heinrich Fischer einen harten Strauß durchzufechten u. a. in Pankow zu einem 50 Kilometer Radrennen gehaben. Seine geschlossene Form wird Helmuth Hartkopp in startet. 3wanzig Fahrer begaben sich auf den Weg, der über die Strecke Bankow- Nordend- Blankenburg- Schildow- Menfitendorf also zwei genußreiche sportliche Schauspiele am Freitag, 21 Uhr, feinem Kampf gegen Willi Simon zugute kommen. Es stehen und zurück führte. Sieger wurde Filenius( Merkur) in der annehmbaren Zeit von 1:31:10; als Zweiter ging Jornig( Merkur) durchs im Lunapark bevor. Ziel. Turn- und Sportwoche. = Das Bezirksamt Friedrichshain hatte die Sportvereine des Bezirks nach dem Sportplay Friedrichshain zu einer größeren Sportveranstaltung eingeladen. Die Sportvereine stellten sich mit ihren besten Mannschaften. In den einzelnen Etaffeltämpfen wurde um jeden Sieg hart geftritten. In der 5 × 100- MeterStaffel für Knaben konnte Sportklub Süd als erster durch Ziel gehen. Der Lübecker Sportverein gewann die 5X100- meterStaffel für Mädchen. Die Schwedenstaffel für Männer beendete der BSC. siegreich. In der Olympiastaffel holte sich der Sportverein Komet" den Sieg. Die Veranstaltung war stark besucht. Auf dem neuerrichteten Fußballplatz des Stadion Neutölln an der Warthestraße wurden am Montag und Mittwoch Speziali Behand, Ischias nar für in Hüft., Gesäß und Bein, wenn Srzil. festgestellt. in 15 Tagen sind schwere Fälle beseitigt worden. Unantastbare Hellerfolge. Bestätigung and Referenzen, ärztl. empfohlen. Invalidenstraße 106. 0-11. 1-4. Sannian 10-12. Jacoby Herren- Bekleidungshaus steter Eingang von Neuheiten zu staunend billig. Preisen kauf. Sie bei S. Rosenberg, Weinmeisterstr. 10. Vorzei er dieser Annonce 5% Rabatt. Lesdau's Korbmöbel Follendete Formen Aparte Muster Mäßige Preise Werkstätten u. Verkauf: Neukölln Anzengruberstr. 20 and Hermannstr. 10 ( Tel. Neuk.1759) Verkehrslokal E der organisiert. Arbeiterschaft Willy Hoffmann BERLIN N, Lychener Straße 8 Rind- u. 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Sie sollen etwas sehr gewaltsam populär gemacht werden, denn wir stehen vor den Tatsachen, daß Engländer die Olympiabahn in Betrieb halten, Deutsche( in deren Rennbehörde" der Adel sehr start vertreten ist) das Poststadium gepachtet haben und Amerikaner eine neue Bahn bauen wollen. Die Hunde aber sind allesamt Engländer, edelstes Blut und vornehmste Rasse" und nur für Rennzwecke gezüchtet und trainiert. Reiver Sie Herren braun Boxkalbin- Halbschuhe beste Rahmenarbeit wie Abbildung . Herren RindboxSportstiefel, Zwischensohle, Fledermaus Lasche, sehr wetterfest, in braun 18.50 in schwarz 1250 1650 Someow weiß, grau und rosé 50 Leinen- Spangenschuhe, LXV- und Trotteur- Absatz 55 6,50 Damen weiß Leinen- 050 OF Lido Sandalette wie Abbildung MALE Da. hellmauve echt Chevr. SpangenON schuh, Trotteur- Abs., wie Abbildung Da. KreppsohlenSpangenschuh, br.,. beige und drapp Boxkalf, Org. Rahmenarb 1550 $ 1650 iwera- Strümpfe garantiert erste Wahl in allen Farben Tack & Cie A.-G. 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Der Erbauer der Bahn im Poststadion ist der Amerikaner Heinig, der eine mehr als dreißigjährige Erfahrung besitzt; dennoch bekommt man bei überfüllten Tribünen nicht allzu viel von den laufenden Hunden zu sehen. Der erste Sieger im Flachrennen war Herrn F. Hartmanns British Journal", und das erste Hürdenrennen holte sich Frau E. Funkes„ Balevictis". Es wäre ganz angebracht, wenn in Zukunft die Zeiten durch Lautsprecher bekanntgegeben würden. " Hunderennen ohne Hasen. Der von reinem Sportidealismus getragene Berliner Hunderennclub, nicht mit Erwerbsgesellschaften zu verwechseln, schreitet von Erfolg zu Erfolg. Die Anzahl der Meldungen ist start gestiegen, so daß der Klub mit großen Feldern aufwarten kann. Die Rennen werden nicht hinter dem elektrischen Hasen gelaufen, denn bei diesem Theater, Lichtspiele usw. Freitag, 8. 6. 28 Staats- Oper Unter d. Linden 12 Uhr: SinfonieMittagskonzert Anf. 20( 8) U. 10. Sinf.- Konzert Staats- Oper Am Pl.d. Republ. Ab.-V. 47 Anf. 20( 8) U. Gianni Schicchi. Der Geizige. Freitag, 8. 6. 28 Städtische Oper Bismarckstr.. Turnus I Anf.19% 7( 2) U. Madame Butterfly Staatl. Schauspielh. Am Gendarmenmarkt Res.-S. 47 Anf. 20( 8) U. Zwischen tanzenden Kleidern Staatl. Schiller- Theater, Charltbg. 20( 8) Uhr: Die beiden Seehunde Deutsches Theater Norden 12310 Heute geschlossen! Morgen 7, Uhr abends Zum 1. Male: Artisten Regie Max Reinhardt Kammerspiele Norden 12310 3% U., Ende nach 10 Zum 144, Mal Finden Sie, daß Constance sich richtig verhält? Die Komödie Bismarck 2414/7516 81% U. Ende 10%, U. Barnowsky- Bühnen Th. Königgrätz. St. Bergm. 2110 Täglich 8% Uhr Leinen aus Irland Komödienhaus Norden 6304. Tägl. 8, Uhr Broadway Theater des Westens Steinpl. 931 81/4 Uhr Täglich: Max Adalbert ,, Was ist denn nur mit Balduin?" Zum 25. Male: Residenz- Theater Es liegt in der Luft Revue von Schiffer. Musik v. Spoliansky Blumenstr. 8. Ab Morgen: Täglich 8% Uhr Am Rudesheimer | Laufen hat der Hund fein Ziel. Der BHRC. läßt seine Hunde von Hundehaltern zum Start bringen, und dann laufen die Tiere zu ihrem Befizer zurüd; ob sie nun placiert oder unplaciert sind, werden sie von Herrchen oder Frauchen mit Freuden begrüßt. Das Rennen beginnt Sonntag, 15 Uhr, auf der Rennbahn Grunewald, Eingang I. Platz, Bahnhof Pichelsberge, Straßenbahn 53, 58 oder 75, Autobus ab 300. Auskunft durch die Geschäftstelle Dr. Nickel, Berlin NW., Jonasstr. 5( Telephon: Moabit 3410). alige Vom Kanuwandern. Für den Wassersportler bieten die Gewässer unserer engeren Heimat Schönheiten in so reicher Fülle, wie sie der Unbeteiligte taum ahnt. Dazu kommt der Vorteil des Zeltens, das bequeme Mitführen fultureller„ Errungenschaften", die zu einem angenehmen Wochenende nun einmal gehören. Im Kreise Gleichgesinnter ausge: dehnte Wasserwanderungen zu machen, heißt aber nicht nur dem Bergnügen fröhnen, sondern auch Geist und Körper stählen und auf: frischen. Regatten tragen gleichfalls dazu bei, den sportlichen Geist wach zu halten, dem jungen ungestümen Blut den friedlichen Bettfampf zu geben. An diejenigen Boltsgenossen, die noch nicht aktive Wassersportler find, ergeht von der Freien Kanuunion" der Ruf, sich ihr anzuschließen. Wer noch kein Boot besitzt, erhält Rose- Theater Gr. Frankf. Str. 132 8% Uhr: Das Paradies d. Ebe Gartenbühne: 1/26 Uhr nachm.: Konzert und bunter Teil. 814 Uhr: Der fidele Bauer Salfenburg- Bühnen Dts. Künstler- Th. Verbrechen 81, Uhr: Dienstag 7% Uhr Premiere „ Das sind ja reizende Leute... Planetarium am Zoo Verläng. Joachimsthaler Straße Noll. 1578 16, 18, 19, 21 U. Berliner Theater Schloß steht eine Linde... Im Reiche der Charlottenstr.90/ 91.08ah.170 mit Loni Pyrmont und Krafft- Lortzing 31, U. Ende geg. 11 Volksbühne Gastspiel d. Deutschen Th. Walhalla- Th. Theater am Bülowplatz Th. am Schiffbauerdamm Der Prozek 8 Uhr: Orpheus in der 8 Uhr. Zum 1. Male: Der Unterwelt Kuhhandel CASINO- THEATER 8 Uhr Lothringer Str. 37. Müllers Prinzesschen. Ausschneiden! Gutschein 1-4 Pers. Fauteuil nur 1.10 M.. Sessel 1.60 M. Reichshallen- Theater Stettiner Sänger Stuckes Pfingstfahrt Hugo Stucke: Britton Frau Stucke: Meysel Ant. 8 Uhr. Preise 60 Pf.- 2 M. Donhoff Brett'! Varieté- Konzert- Tanz. Mary Dugan Lustspielhaus Jir. Dr. Martin Zickel Unwiderruflich letzter Monat! 8 Uhr: Guido Thielscher in„ Unter Geschäftsaufsicht" Kleines Theater 81 Uhr Rosa Valetti, Eugen Rex in Die Großschnauze Weinbergsweg 19/20 Täglich 84 Uhr: Mitternachtssonne Eintritt 1 M. Kinder unt. 15 Jahren 0,50 M. Verlorene Töchter Berliner Prater Sittenst. in 4 Akten. Kastanienallee 7/9. Nur Erwachsene haben Zutritt Park.auch Sonntags Thalia- Theater Täglich statt 4.- nur 60 PL. ,, Polnische Wirtschaft" Mus. v. Jean Gilbert Außerdem: Grosse Varieté. Tanz. Kaffeekochen. Dresdener Str. 72-73 Täglich 8 Uhr Dyckerpotts Erben Renaissance- Theater Steinplatz 901. Uhr: Krankheit der Jugend SCALA 8 Uhr Nollendorf 7360 Herb.Williams der eigenartigste amerikanische Exzentrik- Star und die übrigen Varieté- Sensationen! Sonnabends u. Sonntags je 2 Vorstellungen: 330 u. 8 Uhr - 3a zu ermäßigten Preisen das ganze Programm. Komische 8 Uhr Oper 8%, Ubr JAMES KLEIN'S gewaltiges neues Revue Stück: Zich dich aus! 200 Mitwirkende. Vorverkauf ab 10 Uhr ununterbrochen. Elite- Sänger Theater am Kottbusser Tor. Mpl. 16077. Täglich 8 Uhr: Wie immer erstklassig. Programm. u. a. ..Ein gerissener Schwiegersohn" ( Schwank) gern Rat und Hilfe bei der Anschaffung eines Wanderfamus. Die Freie Kanuunion", Gruppe Bereinigung der Kanufreunde", gibt jede Auskunft; Schriftliche Anfragen an die Geschäftsstelle Willi Forper, Berlin N., Stargarder Straße 33. Die nächste öffent liche Sigung findet heute, Freitag, 20 Uhr, im Restaurant Zur Eiche", Neukölln, Saale- Ecke Kaiser- Friedrich- Straße( am Bahnhof Neukölln) statt. Freiflugverlofung beim Bolfssporttag! Zu dem Boltssporttag am 3. Juni im Poststadion hatte bekanntlich die Fliegerschule BerlinStaaten 6 Freiflüge gestiftet, deren Ziehung jetzt vorgenommen wurde. Die Freiflüge fielen auf die Programmnummern: 1069, 1148, 2255, 3816, 5768, 7364. Meldungen bei Fliegerschule Staaten, Potsdamerstr. 23a. Vereinskalender, Berliner Schwimm- Union 1913. Gonnabend, 9. Juni, 20 Uhr, im Sommer. bad in Oberfpree Straßenbahnlinie 91 bis Endstation Oberspree Sigung der Mitglieder über 18 Jahre. Sonntag, 10. Juni, 16 Uhr, Elternverfammlung in Oberspree. Mittwoch, 13. Juni, 18 Uhr, Liegniger Straße Ede Rottbuffer Ufer, Treffpunkt aller Mitglieder zum Berbeschwimmen im Landwehrkanal. AJ. Heim und Trainingsabend fallen wegen Teilnahme an Ausstellung und Werbewoche des Neuköllner Arbeiter- Sport- und Kulturkartells aus. Berantwortlich für die Redaktion: Eugen Prager, Berlin: Anzeigen: Th. Glode, Berlin., Berlag: Borwärts Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts Buch. bruderei und Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SB 68, Lindenstraße 3. Sierzu 1 Beilage. www PRESSA P KOELN 1928/ MAI BIS OKTOBER Grosse kulturhistori sche Schau/ Das Nach: richtenwesen aller Zeiten und Völker/ Tagespresse und Zeitschriften im Rah: men ihrer Umwelt/ Aus= stellung der Druckmaschi: nen- Industrie und des graphischen Gewerbes/ Viele Sonderausstellun= gen/ Staatenhaus mit AusStellungen von 44 Ländern RHEINUFER MIT AUSSTELLUNGSBAHNHOF DEUTZ/ AUS 500000gm GROSSER AUSSTELLUNGSPARKAM RECHTEN STELLUNGSBAHN/ GROSSER VERGNUGUNGSPARK UND DOMBELEUCHTUNG JED. MITTWOCH INTERNATIONALES WEINDORF/ RHEINUFER TRITTS ERMASSIGUNG/ AUS BALLON FAHRTEN/ VERBILLIGTE SONDER FAHRTEN MIT EINKUNFT DURCH ALLE REISE BUROS „ Ein kleines Geschenk"( Schwank) Volkspreise. betten, lich Uhr Berliner Ulk- Trio Betten, beer, EisuMetallKinderTäglich 8 Ab Morgen Stahlmatratzen, günstig a Priv. Kat.2049 tr. Galante Nacht! Neukölln, Lahnstr.74/ 751 Eisenmöbeliapri Suhl( Thür). Die Wurlitzer Wunder- Orgel spielt Prinzenallee 1-6 im Auf der Bühne: Filmschau: Große Verwandlungs- Revue Gesang Casanovas Erbe Tanz Pekarska und Robby Kids( 10 Personen) 6 Akte von Frauen und Liebesabenteuern PROGRAMM für die Zeit vom 8. bis 11. Juni Kristall- Palast KINO TAFEL Süden BTL Th. am Moritzplatz Potsdamer Straße 38 Verheimlichte Sünden( Küsse, die töten) Höhere Tochter mit Grete Mosheim Rheinstraße 14 Heimliche Ehe( Orient) mit Harry Liedtke Beg. W. 6.15, 9. S. ab 4 Uhr Onkel Toms Hütte Jugendliche haben Zutritt Luisen- Theater Reichenberger Straße 34 Prauenarzt Dr. Schäfer Belprogramm und Bühnenschau Neukölln Odeon, Potsdamer Str. 75 Passage- Lichtspiele Das Spreewaldmädel mit Claire Rommer Turmstraße 12 Der gelbe Paß Rod La Rocque, der Bandit Neukölln, Bergstraße 151-152 Der große Fox- Film: Titanic Bühnenschau Tempelhof Tivoli- Lichtspiele Alexanderstraße 39-40 Tempelhof, Berliner Str. 97 ( Passage) Harry Piel in Mann gegen Mann Südwesten Ledige Mütter Die Geliebte Seiner Hohelt Bühnenschau Osten Film- Palast Kammersåle Kosmos- Lichtspiele Ta tower Str. 1-4 W. 6, Sbd. 5, Stg. 4 U. Lichtenberg, Lückstraße 70-73 Der Bandit, Rod la Rocque Ossi auf Abwegen, Ossi Oswalda Kokbri- Lichtspiele Belle- Alliance- Platz 2 Der Welterfolg: Ben Hur mit R. Novarro Beiprogramm Jugendliche haben Zutritt Casanovas Erbe Auf der Bühne: 6 Personen besuchen ein Kino Schwarzer Adler Frankfurter Allee 99 Das große Lustspiel der Saison: Das Spreewaldmädel Bühnenschan = Viktoria- Lichtbild- Th.| Skala- Lichtspiele Ballschmieder- Lichtsp. Frankfurter Allee 48 Reinhold Schünzel in Herkules Maler Bühnenschau Concordia- Palast Andreasstraße 64 Casanovas Erbe Samba, der Held des Urwaldes Große Bühnenschau Friedrichsfelde Schönhauser Allee 80. Der gelbe Paß( Kontrollmädchen) Die lustige Revue: Das ist richtig Große Bühne Badstraße 16 PROGRAMM für die Zeit vom 8. bis 11. Juni Charlottenburg Die letzte Galavorstellung des Schlüter- Theater Zirkus Wolfsohn Die berühmte Frau Große Bühnenschau Pharus- Lichtspiele Kristall- Palast Müllerstr. 142 Das Hannerl vom Rolandsbogen Tarzan und der Löwe Weißensee Kammerlichtspiele Berliner Allee 205-210 Schloßpark Film- Buhne Friedrichsfelde, Berliner Straße 18 Die Stadt der 1000 Freuden Die Geheimagentin von NewYork LSP Norden Lichtspiele am Senefelderplatz H. Porten: Rosen aus dem Süden Schatz, du schuldest mir noch die Hochzeitreise Alhambra Müllerstr. 4 Lachtage Prinzenallee 1-6 Casanovas Erbe Bühne: Gr. Tanz- u. Gesangs- Revue Musik: Die Wurlitzer Wunderorgel Große Bühnenschau Pankow Schlüterstr. 17 W. 7, 9.15, S. ab 4 Uhr Moskau, wie es weint und lacht Der Piccolo vom ,, Goldenen Löwen" Faun- Lichtspiele Krumme Str. 37, gegenüb.Trinitatiskirche Der Geliebte seiner Frau Die Indianerschlacht v. Santa Fé Tivoli- Lichtspiel- Th. Emelka- Palast Sechs Mädchen suchen Nacht- Berliner Straße 27 quartier Der Ueberfall in der Silberschlucht Nordwesten Welt- Kino Alt- Moabit 99 Das Hannerl vom Rolandsbogen Die Abenteuer eines Auswanderers Franz als Schofför Gesundbrunnen Abententeuer in Paris, einige ,, Alhambra" tolle Grotesken und die humorvolle Bühnenschau Metro- Palast Chausseestraße 30 Badstraße 58 Das Karussell des Todes Große Bühnenschau Humboldt- Theater An der schönen blauen Donau Badstraße 19 Bühne: Ein Abend in Grinzing Große Bühnenschau Mädchen hätet Euch Die Waise vom Wedding Große Bühnenschau Försterchristl mit Lya Mara und Kurfürstendamm 68 H. Liedtke Die große Revue: Tip- Top Palast- Theater Breite Straße 21 a Chaplin und Jackie Coogan in The Kid Der Geiger von Florent Reinickendorf- Ost Bürgergarten- Lichtsp. Hauptstr. 51 und Lindauer Straße Titanic, die Stadt der Träume Wien, nur du allein Nieder- Schönhausen Film- Palast Blankenburger Str. 4 Titanic( Der Untergang d. Titanic) Schatz mach Kasse Uraufführung: Die Blumenfrau vom Potsdamer Platz Schöneberg Titania( uta Schöneberg) Hauptstraße 49 6.30, 9, S. 3.15, 5, 7, 9 U. Das große weiße Schweigen Das gute Belprogramm Jugendliche haben Zutritt Steglitz Titania- Palast Schloßstr. 5, Ecke Gutsmuthsstr. Chikago Auf der Bühne: Franko Piper. der Banjokönig Montag Uraufführung: Verrat