Morgenausgabe Nr. 295 A 151 4S.Iahrgang WScheatlich SbPfg� monatlich Z�VM. im voraus zahlbor. Postbezug 4L2 M. einschl. Vestellgeld. Luslandsabonne» meut 6,— M. pro Monat. Der»Vorwärts� erscheint wochentSg- lich zweimal, Sonntags und Montag» einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel.Der Abends Illustrierte Beilagen„Voll und Zeit- und„Kindersreund*. Ferner .Unterhaltung und Wissen-.Frauen« stimme-.Technik-..Blick in die Bücherwelt" und.Iugend-Vorwärt»-. W M G> Berttnev Vvlksbiati Gonniag 24:. Zuni 1928 Groß-Äerlin 15 Pf. Auswärts 20 pf. Die e i n? p a i t l g e Nonpareillezeile 80 Pfennig. Retlainezeile 5.— Reichsmart..Kleine Anzeigen" da»»ettge- Druckte Wort 25 Pfennig«zulässig zwei ettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Wort 15 Pfennig, iedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Zeile 50 Pfennig. Familienan�etgen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen- annähme im Hauptgeschäft Linden- ,trabe3. Wochentag!, von 8�/, bis 17 Uhr. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstraße 3 Fernsprecher' Dönhoff 292—287 Telegravim-Sdr.: Sozialdemokrat Berlin Vonvarts-Verlag G.m.b.H. Postfchecklonto: Berlin 87 536.— Banklonto: Bank der«rdetter, Angestellien und Beamlen Wallslr. KS. Diikonio- Gesellschaft. Deposttenkasie Ltndensir S Weimar- oder keine Koalition?!!•• Gtresemann bereit zu bleiben.— Die Bayern verhandlungsbereit. Die..Vossische Zeitung", deren gute Beziehungen zu Stresemann bekannt sind, veröffentlicht folgende Meldung, die für die Bildung der neuen Regierung von großer Be- beutung werden kann: Reichsaußenminister Dr. Stresemann hat. wie wir hören, auf Anfrage sich bereit erklärt, in ein Kabinett einzutreten, das unter Hermann Müller» Führung aus führenden persönlich. keilen des Parlaments, ohne frallionelle Rindung. zusammen- geseht wird. Daß in der Persönlichkeit und der bisherigen Politik Stresemanns kein Hindernis für Sozialdemokraten liegt, mit diesem Staatsmann zusammenzuarbeiten, ist auch im„Vor- wärts" schon wiederholt betont worden. Beschluß der Bayerischen Volkspariei. Zu Verhandlungen über Weimarer Koalition bereit. München, 23. 3unL(Eigenbericht.) Am Sonnabendnachmittag tagte in München der Landes- ausschuh der Bayerischen Volkspartei. Der Führer der Reichslagsfratllon Leicht und der Reichspostminister S ch ä h l e nahmen an den Verhandlungen teil. Räch einem aus- führlichen Bericht de» Prälaten Leicht wurde ein Beschluß gefaßt, in dem die grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft zu den von Hermann Müller auf der Grundlage der sogenannten Weimarer Koalition beabsichtigten Verhandlungen aus- gesprochen wird. Diese Bereilschast ist allerdings mit den bekaun. ten Bedingungen verknüpft, die die Bayerische vollspartei schon in den bisherigen Verhandlungen für sich in den Vordergrund gestellt hat. Die„Bayerische Volkspartei-Korrespondenz" schreibt zu dem Ergebnis der Beratungen der Bayerischen Volks- Partei: „Der Landesausschuß kam auf Grund eines Referats des Vor- sitzenden der Reichstagsfraktion zu der Auffassung, daß die Bayerische Voikspartei im Reichstag nur dann in eine Regierung eintreten kann, wenn durch Vereinbarung der die Regierung bildenden Par- teien ganz bestimmte Sicherungen ihrer kulturpolitischen, staatspolitischen und wirtschaftspolitischen Forderungen gegeben werden. Das galt für ihr« bisherige Beteiligung an den Regierungs- Verhandlungen im Reich und wird auch weiterhin gelten. Di« Besprechung über die Lage in Bayern, die durch ein Referat des Vorsitzenden der Landtagsfrattion Dr. W o h l m u t h eingeleitet wurde, und an der sich besonders auch Dr. heim sehr lebhaft beteiligt«, entrollte die ganzen Schwierigkeiten der bevor- stehenden Regierungsbildung in Bayern. Vor allem wurden über- einstimmend die allerschwersten Bedenken gegen eine noch- maligeKoalitionmit dem Bauernbund erhoben. Diese Bedenken konnten nicht überwunden werden. Ob es gelingt, doch noch eine Gestaltung einer Koalition zu finden, die diese Bedenken beseitigt und es der Bayerischen Vollspartei ermöglicht, in einer Regierung mit dem Bauernbund zusammenzuarbeiten, werden die in den allernächsten Tagen aufzunehmenden Verhandlungen ergeben. Mit dem Ergebnis dieser Verhandlungen wird sich der Landesaus- schuh noch einmal befassen." Einen Anhaltspunkt über die Stimmung in den Kreisen der Bayerischen Volkspartei gibt u. a. die Kritik, die am Sonnabend in der„A u g» b u r g e r P o st'z« i t u n g", einem führenden Organ der Bayerischen Vplkspartei, an der Deutschen Volkspartei geübt wird. Sie kennzeichnet dos Verhalten des Fraktionsführers Scholz als bewußte U na u f r i cht i g k« i t und meint zum Schluß: „Rachdem die Große Koalition durch die Schuld der Deutschen Volks- partes gescheitert ist. ist es naheliegend, daß die übrigen Parteien einmal eine Regierung bilden. Die Deutsche Volkspartei wird dann bald wieder Sehnsucht nach einer Regierungsbeteiligung haben." Aaverkundgebung der ZOOM» Kroaten. Belgrad. 23. Zuoi(Eigenbericht). Am Sonnabend wurden in Agram die in der Skupschlina er- schössen«» Abgeordneten Paul R a d i k s ch und Georg v a» k a r i- l s ch e k unter großen Ehren zu Grabe getragen. Tausende und abertausend« kroatischer Bauern— man schätzt die Gesamtzahl auf Z00 000— folgten den Särgen. Zwei Stunden lang läuketen die Glocken aller Kirchen Kroatiens. Soweit die Betriebe nicht feierten, wurden Gedenkpausen eingelegt. Auf dem Friedhof hielt der erste Bürgermeister von Agram eine Rede, in der er erklärte:„v i« hierher und nicht weiter." Zwischenfälle haben sich nicht ereignet. Naischitfch- ein rückfälliger Meuchelmörder. Belgrad. 23. Juni(Eigenbericht). Der Attentäter R a t s ch i t s ch erklärte vor dem Belgrader Stadt- präfekten, er habe mit dem in der Stupschtina benutzten Revolver bereits im Jahr« 1913 drei feindliche Offiziere er- schössen. Der Revolver sei daher ein ko st bares Andenken. Er habe, ihn schon deshalb überall mitgenommen. Aus Sofia wird hierzu mitgeteilt, daß Ratfchitsch tatsächlich einen bulgarischen Oberst, einen Leutnant und einen Arzt in Bossilegrad meuchlings ermordet habe. Stephan Naditschs befinden verschlimmert. Belgrad. 23. Juni. In dem Befinden des Abgeordneten Stephan Raditsch ist am Sonnabend vormittag eine kleine Verschlimmerung eingetreten. Die Wund« beginnt zu eitern, ferner wurde Herz- schwächt festgestellt. König Alexander besuchte um»412 Uhr Stephan Raditsch neuerlich im Krankenhaus. Oer stabile Kranken ein Sonntagskind. pari», 23. Zonl.(Eigenbericht.) Da» französische Sabineki hak am Sonnobendvormittag die Stabillfationsgesehe endgültig verabschiedet. Am Uhr bestieg potncart zur Begründung der Gesehe die Tribüne der Sammer. 2m wesenklichen zerfallen die vorlagen in zwei Teile. Der erste Teil enthält Bestimmungen über i>U Beseitigung der Zwangskurfe und den neuen Goldwert des Franken.?m zweiten Teil, der Souveuliou mit der Bank von Frankreich, wird die Bank zur sofortigen Ausgabe von Silber st ücken zu 5 und 10 Franken im werte von 2 Milliarden sowie von Gold- stücken im werte von 100 Franken ermächtigt. Die Konvention soll bi» 1945 laufen. Di« Vorlage wurde sofort an den Finanz- ausschuß der Kammer weitergegeben und die Sitzung aus Sonn- tagvormlltag vertagt. Die französischen Gewerkschaften haben am Sonnabend eine Kundgebung erlassen, in der sie ihre Genugtuung über die nunmehr ins Werk gesehte und von ihnen lange geforderte Stabilisierung Ausdruck geben. Die Kundgebung wendet sich u. o. euer- gisch dagegen, daß etwa die Stabilisierung als Vorwand einer neuen Preiserhöhung diene, und protestiert gegen die Be. strebungen gewisser Handelskreise, die bereits eine durch nichts ge- rechtfertigte Preissteigerung ins wert sehen. Oer genaue Stabilisierungskurs. Paris, 23. Juni. Der erste Satz des Artikels II des gegenwärtig feit 9 Uhr unter Ausschluß der Oeffentlichkeit tagenden Finanzausschusses der Kammer vorUegenden Gesetzentwurfes über die Münzeinheit hat endgültig folgenden Wortlaut: „Der Franken, die französische Währungseinheit, besteht aus 6SL Milligramm Gold mit einem Feingehalt von 900 pro Mille." Dieser Goldwert entspricht, wie bereits gemeldet, einer Parität de» Pfund Sterling von 124,21 und des Dollars von 2S,5 2. Das Verhältnis zum Schweizer Franken stellt genau den Entwertungskoeffizienten von 4,92 dar. Di« auf Grund dieses Ge- setzes vorzunehmende Neubewertung der Bestände der Bank von Frankreich wird nach der Berechnung der dem Ge- setzentwurf beigegebcnen Begründung einen Ueberschuß von etwa 1S»4 Milliarden Franken erbringen. Nobiles Fluggefährten gerettet? London. 23. 2uni. «in in Quebec aufgefangener bisher unbestäligler Funkspruch besagt, daß der mii der Ballonhülle der„2lalla" abgetriebene Teil der Mannschaft gerettet wurde und sich an Bord eines Schisse» befindet, das zu ihrer Rettung herbeigeeilt war. Der Rame des Schiffes wurde nicht genannt. (Weitere Nachrichten in der Beilage.) Heute vor sechs Jahren fiel Walther R a t h e n a u« deutscher Außenminister und Träger der Verständigungs- Politik, bis dahin Leiter eines der größten kapitalistischen Unternehmungen der Welt, geistreicher Schriftsteller und Kritiker des Wirtschaftssystems, dem er praktisch diente. Seine meuchlerische Ermordung durch nationalistische Fanatiker wurde für das deutsche Proletariat zu einem der tief st en Erlebnisse seit dem Ende des Weltkriegs. Die Bewegung, die von den Schüssen in der Königsallee ausgelöst wurde, war stark und echt. Unter ihrem Druck erfolgte die Vereinigung der bis dahin getrennt marschierenden sozialdemokratischen Parteien. So hatte auf die Arbeiter der Tod eines Kapitalisten gewirkt, der niemals in ihren Reihen gestanden, sondern einer bürgerlich en Partei angehört hatte. Woher diese Wirkung? War die Erschießung Rathenaus nicht etwa nur eine innere Angelegenheit der bürgerlichen Gesellschaft und für die Arbeiter höchstens interessant als Anzeichen der beginnenden Zersetzung eines Systems, das sie grundsätzlich bekämpften? Was kümmerte sie Rathenau? Was der Kampf zwiichen Verständigung und Revanche, zwischen bürgerlicher Demokratie und Faschismus? So etwa hätte ein weltfremder Theoretiker damals wohl denken und reden können. Aber die Hunderttausende, die in den Straßen demonstrierten, hätten ihn als einen Narren angesehen. Ihr Instinkt sagte ihnen ganz richtig, daß sie an diesem Kampf, der sich scheinbar außerhalb ihrer Reihen abspieste, als Klaffe interessiert waren. Indem sie für den Ermordeten gegen die Mörder leidenschaftlich Partei ergriffen, ergriffen sie" als Arbeiter Partei für den fort- gefchrittensten, gegen den rückständigsten und brutalsten Teil der Bourgeoisie. *■\- Rathenau war Außenminister im Kabinett Wirth, dem auch Mitglieder der damaligen Mehrheits-Sozialdemo- kratie angehörten. Diese hatte seit den Sommerwahlen 1920, bei denen die sozialistische Wählerschaft an der Koalitionsfrage beinahe in zwei gleich große Teile zerfallen war, auf die Teilnahme an der Regierung verzichtet und Fehrenbachs Kabinelt der Mitte gewähren lassen. Dann kam aber im Mai 1921 das berüchtigte Londoner Finanz- Ultimatum, dessen Nichtannahme eine Ruhrbesetzung und unabsehbare Erschütterungen zur Folge gehabt hätte. Die Mehrheitspartei diente der Erhaltung des Friedens, indem sie die Regierung Wirth bilden half, die das Ultimatum annahm. Trotz dieser Belastung wurde die Regierung Wirth-Rathenau die populär st e Regierung, die Deutschland seit der Begründung der Republik besessen hat. Der leidenschaftliche Protest gegen die Ermordung ihres Außenministers wirkte sich aus als Demonstration für diese Regierung. Aber die Einigung der Sozialdemokraten erfüllte die bürgerlichen Parteien mit Schrecken. Der Ruf auf Ein- beziehung der V o l k s p a r t e i in die Regierung wurde laut, der Ruf nach der Großen Koalition. Die neu ge- einigte Sozialdemokratie ertrug diese Belastung nicht und lehnte ab. Wirth fiel, es kam die Regierung C u n o- Rosenberg, und die Franzosen marschierten in das Ruhrgebiet ein. * Als der Zusammenbruch da war und das Ruhrabenteuer liquidiert werden mußte, fand man die Sozialdemokratie zur Großen Koalition bereit. Und hier ereignete sich wieder etwas, wofür ein schablonenhaftes politisches Denken nicht leicht eine passende Formel findet: Gustav Stresemann, der Führer der großkapitalistischen und nationalistischen Volkspartei, nahm die Arbeit Rathenaus wieder auf. Aber gegenüber der stürmischen innerpolitischen Ent- Wicklung versagte er. Das gewalttätige Vorgehen gegen das sozialdemokratisch- kommunistische Regierungsexperiment Sachsens, begleitet von einer geradezu unbegreiflichen Milde gegenüber dem bayerisch-faschistischen Hochverrat, bereitete der Großen Koalition ein rasches Ende. Da war nun wirk- lich einer jener Augenblicke eingetreten, in dem eine durch den Zwang der Tatsachen herbeigeführte Kooperation der Klassen an der Schärfe aufbrechender Klassengegen- s ä tz e scheiterte. * Heute, da das in allzu viel politische Parteien zer- splitterte Deutschland wieder einmal eine Regierung sucht, ist dieses geschichtliche Erinnern vielleicht nicht ganz unnütz. Denn obwohl seitdem vieles anders und— nicht zuletzt durch die Arbeit der Sozialdemokratie— doch etwas bester geworden ist, stellt sich zwischen den Ereignissen von 1923 und denen von 1928 sofort eine Parallele heraus. Die Mai- wählen dieses Jahres haben auf die bürgerlichen Mittel- Parteien dieselbe Wirkung gehabt wie vor fünf Iahren die Einigung der Sozialdemokratie. Zentrum und Demo- f r a t« n, die geschwächt einer stärkeren Soziakdemokratie gegenüberstehen, suchen wieder Hilfe bei einer bürgerlichen „Arbeitsgemeinschaft der Mitte", bei der Deutschen und der Bayerischen Volkspartei. Was sie gegen die Koalition von Weimar bedenklich macht, ist nicht das Fehlen einiger Stim- men zur Mehrheit, sondern die Angst davor, in der Koalition mit der Sozialdemokratie allein zu sein. Diese Angst ist nun wieder nicht so sehr eine Angelegen- heit der hinter Zentrum und Demokraten stehenden Wähler wie der zu diesen Parteien gehörenden großbürger- l i ch e n Schichten. Es wäre eine sehr einfache Sache, in Deutschland und anderswo Politik zu treiben, wenn sich d i e P a r t e i a r e n- zen mit den Klassengrenzen deckten. Das ist aber, wie jedermann weiß, n i ch t der Fall. Jede Koalitions- Politik der Sozialdemokratie hat zur Voraussetzung die Er- kenntnis, daß die„bürgerlichen" Parteien nicht in demselben Sinne Bürger Parteien sein können, in dem die Sozial- demokratio Arbeiter partei ist. Denn einmal besteht die Anhängerschaft der bürgerlichen Parteien zum großen Teil aus Proletariern, zum anderen sind die besitzenden Schichten keineswegs eine so einheitliche Masse, wie die Arbeiterschaft eine ist. Daraus ergibt sich für die Sozialdemokratie die Mög- lichteit, gelegentlich mit dem fortgeschrittenen Teil der bürger- lichen Parteien gegen den weiter zurückgebliebenen zu toope- rieten. Das ist keine neue reformistische Entdeckung: jeder, der sich dafür interessiert, kann dos Nähere darüber bei Marx und Engels nachlesen. Der Rückgriff auf die überwundene Theorie von der„einen reaktionären Masse" war sä großen Marxisten und Revolutionären vorbehalten, wie es die Kam- munisten nun einmal sind. * Was aber das Bild noch unübersichtlicher macht, das ist die Tatsache, daß in den Parteien der bürgerlichen Mitte die ver- schiedenartigstcn Elemente dicht beieinander wohnen. Es ist kein Geheimnis, daß in der Demokratenpartei R a t h c n a u und P r« u ß keine allgemeine Liebe genossen, und daß es auch heute zwischen Männern wie L e m m e r und Fischer- Köln erhebliche Unterschiede gibt. Der Zentrumsmann W i r t h ist ein ganz anderer als der Zentrumsmann Her- me s. Strefe m ann und C u r t i u s von der Volks- partei waren selbst in der Bürgerblockregierung für die Sozialdemokratie ganz annehmbare Minister. Scholz, Zapf, Brüning dau» erwiesen sich für sie in den letzten Wacbest als unmögliche Unterhändler... Man spricht jetzt neben der Regiemng von Weimar auch von einem sogenannten„Kabinett der Person- lichkeiten" ohne koalitionsmäßige Bindung, in dem Strefemann und vielleicht auch Eurtius neben Sozialdemo- kraten sitzen sollen. Niemand wird verkennen, daß die Er- cignisse der letzten zwei Wochen die Entstehung eines solchen Kabinetts nicht erleichtert, sondern erschwert haben... Aus alle Fälle steht die sozialdemokratische Reichstags- fraktion vor neuen schwerwiegenden Entschlüssen. Es aenügt. Um sie zu fassen, nicht eine Theorie allein, es gehört dazu auch die richtige Anwendung dieser Theorie aus eine höchst komplizierte Wirklichkeit. Günnes und Rathenau. Wirischastsführer und Antipoden. (Sie schämen ftch! Oie vevischnationaken rücken von ihren Wahiflugblüttern ab. Wir veröffentlichten kürzlich einen etwas verspäteten Protest des Generalsekretariats des evangelisch- sozialen Kongresses gegen die skrupellose Wahl- demagogie der Deutschnationalen. Es gibt auch noch andere, die mit Unbehagen an diese Wahlpropaganda zurückdenken. Und das sind die Deutschnationalen selbst. Als in einer der letzten Sitzungen des braunschweigifchen Landtages der Landesvorsitzende der Deutschnationalen in Braunschweig, Naumann, mit der üblichen Ueberheblichkeit der„christ- lichen" und„nationalen" Männer vom anständigen Kämpf und den guten Sitten der Deutschnationalen sprach, hielt ihnen der Sprecher der Sozialdemokraten als Antwort ein deutsch nationales Wahlflug- b l a t t unter die Rase, in dem es heißt: „Die Sozialdemotrotie brüstet sich immer damit, sie sei die Partei, welch« das schassende Volt vertritt. Seht euch die sozialistischen Parteibonzen an: Journalisten, Rechts- onwälte, Volksschullehrer,„Berufslose", Juden und Juden- genossen sind sie. Vom Mistfahren und Pflügen verstehen sie nichts, einen Amboß und Schraubstock können sie kaum unter- scheiden, Spaten und Sense kennen sie nur aus Büchern, von lZl Abgeordneten des letzten Reichstages war keiner Arbeiter." Die Antwort faß. Mit keinem Wort versuchte der deutsch- nationale Landesvorsitzende die deutschnationale Wahl- sudelet zu rechtfertigen. Er oersuchte lediglich eine persönliche Ehrenrettung, indem er beteuerte, er habe das Flugblatt erst gesehen, nachdem es schon im Druck vorgelegen habe. Das ist ihm zu glauben. Denn die von den Evangelisch-Sozialen beanstandete wie die von dem braunschweigifchen Landes- Vorsitzenden preisgegebene Propaganda ging von der deutschnattonalen Parteileitung aus. Es wäre zwar die Aufgabe eines Mannes, der einen anständigen Kampf mit guten Sitten ausficht, gewesen, das Flugblatt zurückzuziehen, sobald er es zu Gesicht bekam, aber es ist immerhin ein Fortschritt, wenn ein deutschnationaler Landes- Vorsitzender nachträglich von den Methoden der deutsch- nationalen Parteileitung abrückt. Ausbau der Kinanzstaiistik. Per R e i ch e r a t hat am Freitag der Verordnung des Reichs- f�nanzministers über die künftige Finanzstatistik zugestimmt. Tie Vorlage bringt eine weseitiliche Erweiterung der Publizität in der Finanzgebarung der ösfentlichen Hand. Die Statistik umfaßt nun- inchr Johresaufstellungen über Einnahmen und Ausgaben von Ländern und Gemeinden— einschließlich der kleinsten Kam- munen— mit genauen Uebersichtcn über die Steuere'.nnahinen. Diese Johresübersichten werden ergänzt durch laufende Mitteilungen über die Einnahmen äus Steuern, die bei Ländern und Gemeinden bis zu Ili vyg Einwohnern monatlich und bei Gemeinde- verbanden vierteljährlich vörtiegen werden. Hierzu tritt noch eine Statistik llber den Schuldenstand der Länder uud Gemeinden, damit über dieses öiclumstrilten« Gebiet in der OesscNllichkelt vdll« Klarheit gewonnen wird._ ver ondgulllge Entwurf des Kellogg schon Antikriegspakts ist gestern in Berlin, in Paris und London von den amcritanischcii Vertretern den Auswärtigen Aemtem übergeben worden. Heute jährt sich zum sechsten Male der Tag. an dem WaltherRothenau, damals Rcichsaußsnminister im Kabinett Wirth, von völkischen Mordbuben auf offener Straße erschossen wurde. Gerade jetzt erscheint in der Ver- lagsanstalt Hermann Klemm, Verlin-Grunelyaid,«ine Dar- stelluirg de» Lebens und de» Werkes von Walther Rathenau. Ihr Herausgeber ist Graf Harnj Keßler, der zum Freundes- kreise des Ermordeten gehört. Mit Genehmigung des Ver- lages geben wir aus dem Werke den Abschnitt wieder, der den Zusammenprall so verschiedenartiger Naturen, wie S t i n n e s uud R a t h e n o u. auf der schicksalsschweren Konferenz in Spa behandelt. ... Es folgte mn 13. März der K a p p- P u t s ch. Bald nach- her begann, zunächst kaum merklich, der politisch« Wieder. aufstieg Rathenaus. Am 20. März bildete sich noch dem kläglichen Ende der Diktatur die neu« Regierung. Die organisiert« Arbeiterschaft, an deren passivem Widerstand der Putsch gescheitert war, forderte di« Sozialisierung. Die Regierung berief«ine neue, die Zweite S o z i a l i s i e r u n g s- K o m m i s s i o n, und diesmal kam. Nachdem die Unabhängigen ihr Veto zurückgezogen halten, auch Rathenaii hinein. Wichtiger für die Zukunft wurde das Vertrauen, das der neu« FinanzmiNister W i r t h zu Ihm gewann. Der sittliche Ernst, die christliche Gtundanschauung. daß es vor allem auf dt« Seele des Menschen ankomme, war«in tief innerliches Bond zwischen beiden. Aeußerlich kam hinzu, daß sie gemeinsam« wissenschaftliche Jnter- essen hatten, Wirth MalhcNiattker, Rothenau Physiker war, daß beide sich mit Philosophie beschästioten tmd beide innerlich einsame Menschen waren. Das war ihr(Gemeinsames. Aber andererseits ergänzten sich auch Ihre Gegensätze: die Impulsive, großzügige Natu? Wirths und Rathens»» genaue Kenntnis der Einzelheiten jeder finanziellen oder wirtschaftlichen Frage. Wirths intultive, volkstümliche, einfache, manchmal dunkle Gedankengänge und Rathenaus Kompliziertheit und stets wocher Verstand. So bildete sich zwischen beiden eine halb polltisch«, halb gel- st ige Freundschaft. In manchem glich dies« Foeundschast der zwischen Walthcr Rakhenau und seinem Intuitiven, aus unübersicht- lichen Gedankengängen zu überraschenden Entschlüssen gelangenden Vater. Ob sich Rathenau der Aehnllchkeiten dieser Beziehung de. wüßt war, weiß Ich nicht: aber sein«.Haltung Wirth gegenüber ljatte immer«tv«s von zarter RücksichtNohm«-» fast möchte mon sagen von Pietät. Die erste Auswirkung dieser gegenseitigen Schätzung war. daß Wirth Kai Henau zur Konferenz von Spa mitnahm. Der Friede stellte Deutschland vor zwei Fragen: 1. Wie sollte es ohne Machtmittel den mit Machtmitteln Unerhört gerüsteten Alliierten gegenübertreten, um wiedkr Handlungsfreiheit, ein, wenn auch zunächst nur bescheidenes Maß von Selbstbestimmung zu gewinnen? Grunderjordernis infolgedessen: ein« neue deutsche Außenpolitik, biä ohne Machtmittel Ergebnisse zu erzielen»erstand. ?. Welche Haltung zu den ungeheuren materiellen Lasten aus dem Friedensvertrag, insbesondere.zu den Wiederaufbau- und Reparationsverpflichtungen sölkie Deutschland einnehmen, um Svn ihnen wirlschostlich und finanziell nicht erdrückt ,zu werdend Um die Lösung dieser beiden Probleme hat sich bis heute die ganze deutsche Nachkriege Politik gedreht. Rothcnvu erkannte, man kann sagen sofort, daß die Antwort auf beide Fragen, wenn über- Haupt, nur in einer zielbewußten Verknüpfung zwischen beiden zu finden sei. Schon am Tage der Ratifikation des Friedensvertrages durch die deutsche Nationalversammlung, am 16. Juli 1010, schreibt er an den Finanpninister Erzberger: „In unserer verzweifelten Lage gill es. den beweglichen Punkt zu finden, van dem aus die ganze Situation aufgerollt werden kann. Dieser Punkt liegt in Belgien und Nord- frank reich, und zwar beim Problem des Wiederausbaus. Von hier aus können wir 1. das Verhältnis zu Frankreich regeln, L. den Friedensschluß korrigieren, S. dt« Entschädigung umgestalten und mildern, 4. auf die inneren Verhaltnisse Deutsch- lands zurückwirken, 5. Deutschlands moralische Stärkung wieder gewinnen. Erforderlich ist. daß wir den Wiederaufbau nicht als eine Perlegenheitsverpflichtung durchführen, sondern zu einem gewaltigen Zentralproblem erheben." Am 26. April erging eine Einladung der Alliierten an die deutsche Regierung, die durch den Friedensvertrag aufgeworfenen Fragen in Spa zu besprechen. Die Konferenz begann am 5. Juli. Zu der deutschen Delegation gehörten außer dem Reichskanzler Fehrenbach, dem Außenminister Dr. Simon», den für Wirtschafts- fachen zuständigen Ministern» dem General v. Seeckt und einer großen Zahl von Sachverständigen auch Rathenou, den Wirth gegen heftige Widerstände durchgesetzt hatte, und als Hauptvertreter der deutschen Unternehmer Hugo Stinnee, damals schon der mächtigste Mann Dentschionds, ein« Art van heimlichen Wirt- s ch a f t s k a i s« r: für die breiten Massen im In- und Auslande eine mythische Figur, ein Klingsar. für den allein auf dem steinigen Boden deutscher Wirtschaftstrümmer Zaubergärten wuchsen, ein Eagliostro,«in Alchemyst, der aus Papier für sich Gold machte.— auch aus der Nähe betrschjet großen Fonnots, halb gerissener Ge- schäktsmann. halb Prophet, laut stlne Meinung sagend, doch un- durchsichtig für Freund und Feind und daher unheimlich.— wie ein Fremdling unter feinen Kollegen vom Kohlenhandel und der Schwerindustrie herumgehend, südländisch, schwarzbärtig, mit Augen, die auf«ine innere Vision zu blicken schienen, in Bauernstiefeln, ln Kleidern, die auf ihm hingen, als ob er sie von der Slang« getauft hätte, immer umringt von einer zahlreichen Familie, die er überall hinter sich hekzog, ein« Kreuzung zwischen Patriarch, Cowmis voyasreur und Fliegendem Holländer: alles in allem vielleicht ein Besessener, ein von Wirtschoftsträumen Besessener, wie Hokusai von der Malerei besessen war: ganz ohne andere Interessen, nichts als Unternehmer: übrigens kein Reaktionär, sondern, wie ihm Strefemann in seinem Nachruf bezeugt hat,„zunächst einmal über- zeugter Republikaner", auch In einem gewissen Sinne arbeiter- freundlich, das lebende Inventar seiner zahllosen Unternehmungen, die Lebenshaltung. Gesundheit, Leistungsfähigkeit feiner Arbeltsr nicht minder wichtig nehmeich wie die Instandhaltung und Bervoll' kommmiiig feiner Maschinen, ja. sogar dem Ausstieg von Arbeitern in leitende Stellungen da» Wort redend, im Interesse allerdings nickst der Arbeiter, sondern der Wirtschast, mit der Begründung: ..E« ist«ine eigentümlich« Erscheinung, daß der Reichtum der Eltern die geistige Entwicklung der Nachkommen nicht gerade günstig beeinflußt... Wer da» richtig einsiebt, muß dafür sargen, daß aus der großen Suppenterrine der Arbeiterschaft die Fettanoen nach oben kommen Uttd an die Stelle der reichen Familien treten können." Die Konferenz begann mit der Aussorderung de« französischen Ministerpräsidenten Millerand an die Deutschen, sich über die Gründe ihrer mangelhaften Kohlenlieferungen auszu. lassen. Der Oberste Rat habe beschlossen, Deutschland solle den Re- parationstohlen ein absolutes Vorrecht vor allen Lieferungen für den eigenen deulschen Bedarf geben und eine strenge Kontrolle der deutschen Kohlenverteilung zulassen. Di« Alliierten oerlangten wo- natlich zwei Million«» Tonn«» und drohten, falls ihr Diktat nicht ausgeführt werd«, wie es schon in der Einladung zur Konferenz geheißen hatte, zur Sicherung ihrer Forderungen„alle Maßnahmen zu ergreifen, selbst wenn es notwendig sein sollt«, auch zur Besetzung eines neuen Teils deutschen Gebiets zu schreiten". Arn folgenden Tage stand nach einer Antwortrede des Außen- Ministers Dr. Simons Hugo Stinnes auf, richtete den Blick auf die Veureier der Alliierten und begann:„Ich spreche stehend, damit ich nieinen Zuhörern in» Auge sehen kann." In diesem Tone ging c» weiter-. Die Rede.erregte", wie der in Spa als Vertreter der dtutscho» Regierung bei der Reparationstommission anwesend? Staatssekrelär BergmaM berichtet,„gewaltiges Aufsehen und hat der deutschen Sache in Spa sehr geschadet". Die Spannung zwischen den Deutschen und Mtierten wurde fast unerträglich und gab zu Zwischenfällen Anlaß. Innerhalb der deulschen Delegation, wo sie kaum Minder groß war, kam es zu einer prinzipiellen Auseinandersetzung, vie von emscheidender Bedeutung wurde,»eil von ihr die Linien der künftigen deutschen Politik grundlegend bestimmt worden sind. Als Vertreter zweier entgegengesetzter Richtungen traten vor dem Forum der Delegation Stinnes und Rathenau einander gegenüber. Schon äußerlich war der Gegensatz ausfallend zwischen dem stet« gepflegten, in wunderbaren Perioden Mit komplizierten Dergleichen von einer hohen Wart« herab redenden Rathenau und Stinnes, der proletarierhaft gekleidet, kein Freund schöner Worte, seine visionären Pläne hinter einem dicken Schein von Scklbstversiänd- ilchkeit, einer undurchsichtigen Maske von gesundem Menschenverstand verhüllte. Stinnes forderte die Ablehnung des alliierten Diktats, auch wenn insolgedesssn neues Gebiet in Deutschland besetzt und das vbrsge Dentschland bolschewisiert werde: die Alliierten sollten die bolschewistische Gefahr vor ihren Toren fühlen, dann würden sie in ihrer Angst zur Vernunft kommen und Deutschland sein Recht geben. Also Erpressung gegen Erpressung, bei der aber der deutsche Erpresser zunächst einmal Harakiri an der Schwell« des französischen verüben sollte: eine neu«, sonderbar in Weltrevolution vermummt«, sonderbar mystische Form der atten Machtpolitik: übrigen», wie zugegeben werden muß, die einzig« Art von Machtpolitik, die Deutschland damals zu Gebote stand. Dahinier erblickte Stinnes zweifellos, ohne sie ganz abzulehnen, die Möglichkeit, die Rathenau angedeutet halte, als er kurz vor Spa in seinem Vortrag über„Demotratssckst Entwicklung" sagte:„Wir dürfen uns Nicht von denjenigen täuschen lassen, die uns sagen:„Laßt dos all«? gut fein, das findet sich von selbst." Unter denen, die das sagen, sind Manche, dt« mit dem Gedanken spielen wenn man Deutschland in drei Teil« teilt, so wird ein Teil gesund. nämssch de r w« st l I ch«, der eine Art ovn deutschem Belgnn ergibt." Dies«» deutsche Belgien war der Teil, in dem StinNesstin« Unternehmungen hatte. In der Tat wäre dort vielleichf ein« kurze Seheingesundung eingetreten. Aber sicher ist, daß. wenn di« Alliierten unier den damaligen Verhältnissen die Ruhr besetzt hätten, Poinear« sein Ziel, die Avgliederung der Rheinland« an Fronkreiw, erreicht hätte. Und daher ging di« Auseinandersetzung zwischen Stinnes und Rat Henau um da« Schicksal Deutschlands und Europas. Rathenou lehnte den Stinnesschsn Vorschlag entschieden üb. Er empfahl«ine Haltung, die Verhandlungen ermöglichte: im Verlauf von Verhandlungen könne mit der Zeit, wie er sich Erzberger gegenüber ausgedrückt hatie,„die ganze Situation ausgerollt werden": däs heißt nicht nur die Kohlen- uiid Reparationsfragen, sondern alle Probleme, vor die Deusschland durch den Frieden gestellt war. Ilm dies« weitsichtig« Politik zu empfehlen, brauchte er nur an die Anschauungen anzuknüpfen, di« er schon in seinem.Neue-Aera"- Artikel nach den Reichstagswahlen 1907 entwickelt hatte:„daß Kriege nur selten entscheiden— daß im Mllkssespiel der äußeren Politik... jeder soviel Stein« hat als seine,« i rt s ch a f t- Ii che Kraft ihm leiht: daß eine Nation nach außen wir soviel Terrain gewinnen und beherrschen kann, als ihrer Inneren Schwerkraft an moralsschen, intellektuellen und wirtschaftllchen Werten entspricht."... Um das Ruhrgebiet zu retten, aber auch um Verhandlungen ein- zufädeln, befürwortet« Rathenou dl« Amin hm« der Kohlenfvrderimgev und drang überdies darauf, daß sofort den Alliierten ein prä- zise? Angebot zur Abgeltung der gesamten Repa- rationsschuld gemacht werde.— Den von Rathenau glänzend vorgetragenen und verteidigten Ansichten schlössen sich der frühere Staatssekretär Dernburg und natürlich Wirth, abe auch bemertens- werterwels« der General von Seeckt und die Mehrheit der deutschen Delegierten an.„In dieser Stunde wurde," wie Wirth mir vor kurzem sagte,„die„Erfüllungspolltik" geboren."... Hugo Stinnes verzieh fein« Niederlage Rathenau nicht. Das böse Wort von Rathenaus„fremdrasflger Seele"(st von ihm, der mindestens südfronzösisches Blut hatte uud aussah wie ein phönlzl» scher Schlssskapitän, in Spa geprägt worden.... Sie haben genug! Mecklenburg-Schwerin,(Staate gerichtshof und Rechts« Parteien. Die Nationalsozialisten in Me-cklanburg-Schwerin hatten vor längerer Zeit gegen dik Land eine Anfechtungsklage erhoben, weil der Landtag, um den Unfug der Splitter» Parteien zu erschweren, das Landtagswahlrecht im April 1927 abgeändert hatte. Der Staatsgerichtshof hat den Nationalsozialisten recht gegeben, indem er am Freitag- die Entschei» dung fällte, daß eine Wahlrechtsänderung in dem vom Mecklen» burgisch«» Landtag beabsichtigt«» Sinn« gegen di« Reich«- Verfassung verstößt. Man hätte nun annehmen sollen, daß die Nationoisdztaltsten im Verein mit den anderen Parteien der Rechten aus der Entscheidung die Konsequenzen ziehen und Neuwahlen fordern, um die sozialdemvtraiisch« Regierung zu stürzen. Dem ist nicht so. Wie der Telegraphen-Union au« Schwerin gemeldet wird. „besteht auf der rechten Seite des Mecklenburgischen Landtag» wenig Neigung, auf Grund des Veschluss«« de« Siaatsgerichts- hsfe» eine Landtagtauflösung herbeizuführen". Sie haben von den letzten Wahlen genug! Im übrigen wirb der Slreissall beigelegt, sichern man da» Landtags Wahlgesetz in Usbereinstiinmung mit der Reichsversassung bringt und den Nationalsozialisten die eingezahlten 3000 M. zurückgibt. Der Gott der Kapitalisten. Mussolini redet vor faschistischen Industriellen. Bei der Eröffnung des Nationalfongreffes der fashistischen Industriellen Italiens in Rom hat sich Mussolini, der faschistische Diffator, in dem Dollen Glanze seiner unbegrenzten Eigenliebe und des unbegrenzten Wohlwollens der faschistischen Croßfapitalisten baden dürfen. Tausende von Industriellen, jo führte er aus, die ihre volle Zustimmung zum herrschenden Regime gegeben haben, sind in dem Augenblick nach Rom gekommen, da bereits die Neuorganisierung der nationalen Gesellschaft so gut wie beendet sei. Aber wie die Büge und das Berbiegen der Wahrheit die Methode des offiziellen Faschismus ift, jo muß auch Mussolini von dem durch ihn geschaffenen Staat ein Bild entwerfen,' bas ver logen und falich ist. Das erstemal in der Beltgeschichte, so führte er aus, sei eine große nationale Gemeinschaft von 42 Millionen Menschen im Staate und durch den Staat organisiert. Er vergaß zu sagen, daß diese Organisation teine Organisation gleicher men. fchenrechte, sondern mur ewige Unterordnung des wirtschaftlich Schwachen unter den wirtschaftlich Starten ist. Bon der Berufsstellung der italienischen Industriellen sagte Mussolini, daß die Arbeitscharte unzweideutig die Verwaltung und Berantwortlichkeit für ihre Unternehmungen den Industriellen zuteile. Er vergaß hinzuzufügen, daß das ausschließlich zum Nuzen des pri Daten Kapitals geschicht. Als Mussolini sich über die aus dem neuen System hervorgehenden Pflichten äußerte, sprach er mit Feinem Wort von den Pflichten des Kapitalisten in seinem forpora tioen Staat. Theoretisch bemerfte er ein wahrer Hohn auf die Lage der Arbeiter in Italien-, daß die Arbeiter nicht mehr Aus. beuteobjett, sondern Mitarbeiter der Broduzenten seien. Ihr Lebens. niveau müsse materiell und moralisch gehoben werden. In Wirt. lichkeit ist die Lage der italienischen Arbeiler heute durch niedrige Löhne, hohe Mieten, wucherische Preise, lange Arbeitszeit elender als je. Mussolini unterstellt den unglücklichen, in faschistischen Zwangs. gewertschaften organisierten Arbeitern, daß es in ihrem eige nen Interesse liege, in Zeiten der Krije eine Herabjegung der Löhne anzunehmen. Er vergißt aber zu sagen, daß der Faschismus in Krisenzeiten alles tut, um die Bohnbittate der linter nehmer zu fördern. Es sei ein Interesse der Unternehmer(!), so fährt Mussolini fort, nach der lleberwindung der Krisis die Löhne zu erhöhen. Aber der Faschismus läßt dieses Interesse der Unternehmer an Lehnerhöhung von den Unternehmern selbst wahr nehmen, ohne daß der Staat eingreift. So ist die Rede Mussolinis auf dem faschistischen Industriellen Tongreß in Rom eine einzige Unaufrichtigkeit und Berleugnung der Wahrheit. Kein 3weifel, daß besonders die faschistische, Großindustrie 3taliens und die faschistischen Großbanten Mussolini und sein System über alles lieben, denn sie haben von ihm nur profitiert, und die Mussolinische Diktatur kann sich nur halten, meil das schmere Sapital aller Arten vom faschistischen Regime größten Nugen hat. Die Finanz und Wirtschaftspolitik der gegenwärtigen Re gierung ist im Grunde diejenige Dollit, die jahrelang von den italienischen Induffelellen und Geschäftsleuten vor dem Auftreten der faschistischen Regierung gefördert worden ist. Möge Signore Mussolini mindestens 4 oder 5 Jahre an der Macht bleiben." Fünf Jahre später wird in dem Jahresbericht des größten italienischen Chemie- und Bergwerfstonzerns, der Monteca tini- Gesellschaft, gesprochen von der Notwendigkeit der Konzernproduktion zur nationalen Berteldigung": 21 19 Volksparteilers Troft. 1911 3300 .potrok mo m dlichs neitling ココー DEM DEUTSCHEN VOLKE 炭燒 กก SPD Ctry usal > mar Dem enú rada 103299 D.V.P Glüdliche Reise Was gehn mich denn die andern an? Ich mach's wie Gustav Stresemann! G da s aluo to al mio2 Die Moskauer Programmdebatte. Rußland- Musterland des Sozialismus? Die Brawba" jest die Diskussion über den Entwurf I der ersten Schritte bei der Herstörung des Kapitalismus in einem Wir wollen zum Beweise nur menige Aeußerungen von italie. eines fommunistischen Weltprogramms fort. Unter den Band mit befonderen Beziehungen zwischen Broletariat und Bauern nischen Großunternehmungen aus deren Geschäftsberichten Artikeln, die sie weiter veröffentlicht, ist der von Xenofchaft. Mehr haben wir nicht vorzuweisen. Wenn wir uns gleich zitieren. Neun Monate nach ber Errichtung des faschistischen fontom besonders interessant. Xenofontow beschäftigt sich Fröschen aufblasen, so werden wir zum Gelächter der ganzen Welt. ફટ કોમ પ Systems fagte der Präsident der großen italienischen Clettropornehmlich mit jenen Teilen des Programms, in denen wir merden einfach Brahihanje sein!" immoisid us firma 3mprese Elettriche Conti: Rußland als Musterland des Sozialismus gerühmt und die Allerdings, fügt Xenofontom vorsichtig hinzu, würde Lenin heute fozialistische Methode der Machtergreifung und Macht nicht mehr fo fprechen wie 1919, fein Grundgebante fei aber richtig ausübung als vorbildlich für alle fommunistischen Barteien geblieben und der Programmentwurf welche weit von ihm ab. hingestellt wird. Xenofontom, Sekretär der Organisations abteilung der ruffischen Kommunistenpartei, äußert sich be. greiflicher Weise recht vorsichtig, er tann aber seine Zweifel doch nicht recht unterbrüden. So führt er aus: Schon Lenin hat gejagt, folange mir in einem Tein bauernlande leben, befigt der Kapitalismus eine ficherere öfonomische Basis als der Kommunismus Wir haben die Wurzeln des Kapitalismus nicht zerstört, den Boden, auf dem der innere Feind steht, nicht vernichtet..." Natürlich würde Lenin diese Borte jest nicht ganz unverändert miederholen, fein Grund gebante fet aber auch heute noch richtig, solange die Bauernwirt. fchaft nicht auf Grund einer höheren Maschinentechnik vergefellschaftet ist, bleibt die Basis des Kapitalismus im USSR. bestehen, fei der Boden unter den Füßen des inneren Feindes nicht untergraben. Dieser Standpunkt Lenins müsse auch im Programm seinen Ausdruck finden. Ja noch mehr: der Großbauer fenne gut die Vorzüge der maschinellen Technik und drücke auf diese Weise wirtschaftlich sowohl auf die Kleinbauern als auch auf die mittleren Unser Programm ist dasselbe wie früher, alle nationalen Reserven auszunußen und die Mittel vorzubereiten, die zum wirt fchaftlichen Wohlergeben und zur Sicherheit des Vaterlandes not. mendig find. Ein solches Programm duldet feinen Stillstand. Die Montecatini- Gesellschaft sieht voffer Vertrauen der Zukunft entgebante fet aber auch heute noch richtig, solange die Bauernwirt gegen, mit neuer Straft, wie es das Schicksal der Größe Ita Liens erfordert." Dieser Geschäftsbericht tonnie pon Mussolini felbst verfaßt sein, aber auch die Montecatini- Gesellschaft darf die Sprache Mussolinis sprechen, denn sie ist der Gift gasprobuzent des faschisti schen Imperialismus und der Lieferant des imperialistisch zu verwendenden italienischen Heeres. Der italienische Kapitalismus darf Mussolini bantbar fein. Mussolini hat ihm die kampffräftigen Organisationen der Arbeiter. schaft geopfert, den Neunstundentag zur Verfügung gestellt, ihn von der öffentlichen Kritit in Italien befreit, zur Förderung der schweren Industrie die Fusionssteuer beseitigt und zur Fern haltung neuer Konkurrenz in Städten von mehr als hunderttausend Einwohnern die Gründung neuer Industrien verboten. Faschistische Regierung und Großfapital arbeiten in Jtalien enger zusammen als in irgendeinem anderen kapitalistischen Lande. Auf dieser Zujammenarbeit, die zugleich die Unterdrüdung der Massen ist, ruht die ganze Stärke der faschistischen Macht. Mussolinis Diftatur ist die Diktatur des Großkapitals, dafür war der römische Kongreß der deutlichste Beweis. ed Pariser Wirtschaftsabkommen. Die feit April laufenden Wirtschaftsverhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich baben jetzt zu einem beide Vertragspartner befriedigenden Abschluß geführt. Das Ziel dieser Pariser Berhandlungen war, gewiffe Schwierigkeiten, die sich aus dem im August 1927 abgefchloffenen Handelsvertrag ergeben, zu beseitigen. Das umfangreiche Bertragswert bringt teine grundsätzlichen Henderungen des Handelsvertrages, dafür aber wichtige Er gänzungen für die einzelnen Tarifposten. So ist in der Ein fuhrliste für deutsche Waren( Liste B) für verschiedene Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse eine Erweiterung des Bertrages von 1927 zugunsten Deutschlands erfolgt, das seinerseits der französischen Einfuhrliste C entsprechende Erleichterungen gewährt. Außerdem gesteht Deutschland eine Sentung feiner autonomen 3011säge für eingeine Waren der Lifte D zu, worunter neben weniger wichtigen Einfuhrwaren auch geflöppelte Leinenwaren ent halten. Wichtig ist das in Artikel 6 festgelegte französische Zu geständnis, daß deutsche Waren bei der Beibringung des Ur [ prungszeugnisses die gleiche Bergünstigung erhalten, mie fie für belgische Waren bereits besteben. Bon großer Bedeutung für die fünftigen beutsch- tschechi schen Handelsvertragsverhandlungen ist der Berzicht Frankreichs auf eine vertragliche Bindung( Unveränderlichkeit) des deutschen autonomen Zolls auf leichte Schuhwaren bis zu 1.2 Kilo das Paar, da Deutschland durch dieses französische Zugeständnis eine gemisse Bewegungsfreiheit gegenüber den tschechischen Schuheinfuhrforderungen erlangt hat. Schließlich sind in dem neuen Vertrag noch einige Fragen aus dem Saarzollabkommen betreffs. Der Ausmigung der Rontingente geflärt morden, 4 Was folgt nun daraus? fragt der Kritiker. Es folgt daraus, daß der Sozialismus einerseits zum entscheidenden ökonomischen Faftor geworden ist, der die Entwicklung der Sowjetökonomie bestimmt und daß das Land andererseits nach wie vor ein vorwiegend kleinbäuerliches und fleinbürgerliches geblieben ist, in dem dem Kapitalismus der Boden nicht abgegraben ist. Ebensowenig fritisch, sagt Xenofontom, ist die Behauptung des Programmentwurfs, als hätte die profetarische Dittatur in USSR bereits den sozialistischen Zusammenschluß der staatlichen sozialisti schen Industrie und der Landwirtschaft bewerkstelligt. Was ist unter diesem Zusammenschluß zu verstehen? Nach Lenin würde er brei Tatsachenreihen voraussehen: die Bersorgung des Dorfes mit einer größeren Menge von Industrie erzeugniffen als dies der Kapitalismus getan hat; die Versorgung mit Gr. zeugnissen, die beffer find als bie bes Stapitalismus und drittens, und das ist das wichtigste, daß die ersteren Erzeug niffe billiger waren als jene. „ Jeder weiß aber, daß bei uns ein ungeheurer Mangel an Industrieerzeugniffen herrscht, daß unfere Baren qualitativ viel schlechter find als die fapitalistisch hergestellten, und daß unsere Preise viel höher find, als sie zur 3arenzelf gewesen und als sie in Westeuropa jetzt sind. Wie fann man unter folchen Umständen ohne Vorbehalt von einem fojialistischen 3ufammen schluß zwischen Stadt und Dorf reden?" Nach all diesen lehrreichen Ausführungen fommt der Berfaffer zu folgendem Schluß: Ich glaube, sagt er, daß wir den mest europäischen Arbeitern gegenüber, die bei uns ben sozialistischen Aufbau tennenlernen wollen, ganz besonders vorsichtig sein müssen. Was hat z. B. Lenin auf dem 8. Kongreß der Partei zur Frage des Parteiprogramms und des Kennenlernens unseres Aufbaues durch die westeuropäischen Arbeiter gesagt: 3u uns tommen Ge noffen aus dem Ausland," ertlärte damals Lenin, um hier über die Formen des sozialistischen Staates Klarheit zu erhalten. Da müssen wir dafür sorgen, daß unsere ausländischen Genossen sich von unserer Macht überzeugen, und sehen, daß wir in unserer Revolution durchaus nicht über die Grenzen der Wirklichfett hinaus gehen, wir müssen ihnen ein Material vorlegen, das unwider leglich ist. Es wäre lächerlich, unsere Revolution als 3deal für alle Länder hinzustellen; Zum Schluß muß aber nod) ganz besonders der Baffus des Artikels hervorgehoben werden, in dem der Berfasser über die Strategie und Tattit der Kommunistischen Internationale spricht. ,, unbegreiflich erscheint es," fagt er da mörtlich beshalb im Programm der fommunistischen Internationale nicht in einem beson beren Punkt die verpflichtung festgelegt wird. unter be stimmten Bedingungen die fommunistische Taffit des Lavierens, der Bereinbarungen und kompromisse mit anderen, darunter auch mit den bürgerlichen Parteien, anzuwenden. Dies wird allerdings so nebenbei erwähnt, aber nur in bezug auf die nationale Bourgeoisie", des Dftens. Rach Lenins Kindertrantheit der tommunistischen Linfen" ist aber die Tattit des Lavierens, der Bereinbarungen und der Kompromiffe auch für Europa und merita aftuell. " So der russische Parteizentralsekretär Xenofontow. Die Rote Fahne" wird seinen Artifel mohl ebenso mit drei Beilen abtun, wie den von uns ausführlich gebrachten Aufsatz Bargas. Es gibt Dinge, die man den Kindern lieber nicht sagt. Sowjetbeamte vor Gericht. Erst vor wenigen Wochen ist der Boltskommissar der Krimschen Republit Ibraimo w laut Urteil des Obersten Gerichtshofes wegen einer Reihe gemeiner Verbrechen hingerichtet worden und schon melbet bie Prawda" vom 22. Juni, daß sein Ministertollege, der Boltstommiffar für das Bildungswesen Balitsch, aus der Bartel ausgeschlossen und den Justizbehörden übergeben ist. Es werden ihm amtliche Urkundenfälschungen, Mißbrauch seiner Amtsgewalt und dergleichen mehr zur Last gelegt. Wirtschaftliche Abrüstung fut not! Forderungen der interparlamentarischen Handelstonferenz. Die 14. internationale parlamentarische Hanbelstonfe= renz, die gestern in Bersailles beendet wurde, befaßte sich in der Hauptfache mit der Frage der 30llermäßigungen. Der franzöfifche Handelsminiffer Botano wffi betonte in feiner Er öffnungsrede, daß der Abbau der Schuhsölle nicht von der Initiative eines einzelnen Staates ausgehen könne, sondern von allen in Frage tommenden Nationen beschlossen werden müßte. Der Redner vertrat die Ansicht, daß die Hochschutz0llwelle der Nachkriegszeit seit etwa einem Jahre mertli) abflaut. Ein zweiter Bertreter Frankreichs 30g einen Bergleich zwischen der militärischen und wirtschaftlichen Abrüstung und betonte, daß die wirtschaftliche Berständigung in gleichem Maße eine riedensgarantie biete wie militärische Abrüstung, Jedenfalls seien Wirtschaftsverträge unentbehrliche Schrittmacher für die endgültige Abrüftung. Der Vertreter Deutschlands wandte sich besonders gegen die Herabfeßung fremder Waren und gegen das Uebermuchern ftaatlicher Subventionspolitik. Er forderte ein internatio nales Fremdenrecht, das dem Ausländer den gleichen Rechts schutz mie dem Inländer verleiht. Eine entsprechende Entschließung der Konferenz wurde einstimmig angenommen. Im Anschluß an die Ausführungen des englischen Abgeordneten Crawford über Transportfragen wurde beschlossen, eine Sonderfonferenz für die Ausarbeitung von Verträgen für internationale Luft- und Landtransporte einzuberufen. Die Tagung endete mit der Annahme verschiedener Entschließungen, die eine engere Zusammenarbeit auf den Gebieten der fich einzubilden, daß wir eine Reihe genialer Erfindungen gemacht Eht- und Auswandererstatistit, der Statistik der Kohlenund eine Unmenge fozialistischer Neuerungen eingeführt haben... mirtschaft und der Organisation des landwirtsgaftligen Wir besigen nur die praktische Erfahrung in der Bermirtlichung Kreditwesens porsehen, Streif der Berliner Bäcker. Streifbeginn am Montag. Die zu gestern abend nach dem Gewerkschaftshaus einberufene Funktionärfihung der Bädereiarbeiter in den Großbeirieben hat nach kurzer Diskussion einstimmig befchloffen, den Streit sofort zu beginnen. In allen Tarif- und Berufsangelegenheiten wende man sich stets an die zuständige Organisation, den Zentralverband der Angestellten, Belle- Alliance- Str. 7/10. Der Schuhmacherverband 1927. Ein Jahr organisatorischen und finanziellen Aufstiegs. Der Zentralverband der Schuhmacher hält in dieser Woche in Köln seinen 22. ordentlichen Verbandstag ab. Wie aus dem Jahresbericht zu ersehen ist, hat sich die günstige wirtschaftliche Entwidlung in der Schuhindustrie im Vorjahre auch auf die Organi am Schluß des Jahres 1926 insgesamt 71 113 Mitglieder zählte, waren es am Schluß des Berichtsjahres 77 907. Es wurden mithin rund 6800 Mitglieder gewonnen. Schumann und Hetschold vom Verband der Nahrungsmittel- und Getränkearbeiter gaben die notwendigen Instruk= tionen, nach denen folgendes zu beachten ist: Der bereits angestellte Sauerteig wird, soweit er nicht noch konserviert werden fann, am Montag früh aufgearbeitet, damit tein Material verdirbt. In der Ausstellung ,, De Ernährung" wird schon am heutigen Sonntag vormittag das Material aufgearbeitet, so daß dort bereits am Sonntag nachmittag die Arbeit eingefation vorteilhaft ausgewirkt. Während der Schuhmacherverband stellt werden kann. Die Brotfahrer haben das fertiggestellte Brot oder das noch vom Sonnabend vorrätige Brot an die Kundschaft auszufahren und dann sofort in den Streit einzutreten. Am Montag muß das Streitmaterial vom Verbandsbureau abgeholt werden. Bis mittags muß ein Bericht im Verbandsbureau über die Streitbeteiligung vorliegen. Am Diens tag findet dann die erste Streitversammlung statt. Alle Streifenden, die Räder befizen, sind durch die einzelnen Streit leitungen der Betriebe dem Verbandsbureau mitzuteilen. Sehr start ist leider auch in dieser Organisation die Fluktuation in der Mitgliederbewegung gewesen. 22 759 Neuaufnahmen, Uebertritten usw. standen 15 965 Austritte, Ausschlüsse usw., gegenüber. Welche ungeheure Aufklärungsarbeit noch zu leisten ist, um alle in Organisation zuzuführen, erhellt ein Vergleich mit den im Zentralder Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen der verband organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen und den von der In der Diskussion wurde mitgeteilt, daß noch zwei Groß amtlichen Berufszählung oder von der Berufszählung der betriebe die Forderungen unterschriftlich anerkannt Organisation erfaßten Beschäftigten in der deutschen Schuhinduftrie. haben. Zwei weitere Betriebe haben sich ebenfalls bereit erklärt, die Nach diesen Zählungen sind in der deutschen Schuhindustrie( auss Forderungen anzuerkennen. Mitgeteilt wurde weiter, daß von schließlich der handwerksmäßigen Schuhmachereien) etwa 120 000 2reinzelnen Fabriken der Versuch gemacht worden ist, die Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt. Wenn nun auch ein Teil beiterschaft dadurch einzuschüchtern, daß erklärt wurde, dieser Beschäftigten in anderen Organisationen bereits organisiert alle anderen Betriebe, die nicht in den Streit eintreten, würden sein mag oder aus anderen Gründen nicht für die Organisation in ausgesperrt. Diese Mitteilung wurde mit allgemeinem Ge- rage fommt, zeigen diese Zahlen dennoch, daß die Agitation feinesfalls erlahmen darf. lächter aufgenommen. Es wurden dabei vor allem die Fabriken von Dahms, Porath und Heinrich Hähnge- Weißensee als die jenigen bezeichnet, die mit der Aussperrung gedroht hätten. Der Vertreter der Bäckerinnungen, Generalsekretär Göttsch, gibt sich große Mühe, die Interessen der Großbetriebe zu vertreten. Er war gestern bei einer Verhandlung in der Bäckerei von Garz und bemühte sich, die von der Innung angebotenen Lohnfäße als Vereinbarung mit dem Verband durchzusehen. Er hat damit nur erreicht, daß die Berhandlungen scheiterten. Die Vertrauensmännerversammlung ging in außerordentlich gehobener Rampf stimmung auseinander. Gehaltsregelung in der Getränkeindustrie. Die kaufmännischen und technischen Angestellten der Getränkeindustrie, besonders der Likör- und Spirituosenfabriken und der Weinhandlungen, haben in öffentlicher Versammlung am Mittwoch zu dem Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses Stellung genommen. Nach dem Schiedsspruch werden die bisherigen Gehaltssäge mit Wirkung ab 1. September um 5 Broz erhöht Kündigungsfrist monatlich, erstmalig zum 31. März 1929. Die verjammelten Angestellten haben trok großer Bedenten dem SchiedsSpruch zugestimmt. Auch der Deutsche Wertmeisterverband hatte zu dieser Versammlung eingeladen, so daß die taufmännischen Angestellten und die Wertmeiste: vertreten waren. Aus den Berichten ging hervor, daß einige Firmen trok des mit den Organisationen abgeschloffenen Tarifvertrags Gehälter zahlen, die unter Tarif liegen. Bei diesen Firmen fehlt meistens auch die gefeßliche Betriebsvertretung, so daß die Angestellten im Entlassungsfalle sowohl als auch während der Dauer ihrer Beschäftigung vollkommen schuhlos sind. Aus den Berichten ging ferner hervor, daß viele Angestellten nicht im Besize des Tarifvertrags find, also noch nicht einmal ihre Gehalts- und Arbeitsbedingungen fennen. Hier liegt die Shuld bei den Angestellten, die sich um die Wahr nehmung ihrer Rechte nicht fümmern und die dafür eine oft er hebliche finanzielle Benachteiligung in Rauf nehmen müffen. Mit besonderem Nachdrud wurde aus auf die Notwendigkeit der Organifierung der Bertreter und Retsenden hingewiesen, deren Verdienst und Einkommensmöglichkeiten oft äußerst unzulänglich find. BERLIN C2 Die bedeutend bessere Konjunktur brachte naturgemäß auch ein Anschwellen der Lohnbewegungen mit sich. Während 1926 insgefamt 198 Arbeitstämpfe mit 111 646 Beschäftigten geführt wurden, von denen 34 Streits oder Aussperrungen waren, wurden im Berichtsjahr 148 Bewegungen mit 231 153 Beschäftigten geführt, darunter 14 Streits oder Aussperrungen. Alle diese Be wegungen waren fast durch weg von Erfolg getrönt. Die Zahl der Tarifverträge und der davon Erfaßten ist im Laufe des Berichtsjahres ebenfalls gestiegen. Während Ende 1926 insgesamt 33 Tarifverträge bestanden, die für 6179 Betriebe mit 92 198 Beschäftigten Gültigkeit hatten, weist die Tarifftatistik des Verbandes am Schluß des Vorjahres 42 Tarifverträge aus, von denen 111 366 Arbeiter und Arbeiterinnen erfaßt wurden. Gleichfalls günstig ist auch die Entwicklung der Finan= zen der Organisation gewesen. Während die Hauptkasse am Schluß des Jahres 1926 einen Bestand von 1 253 654 m. aufwies, schließt das Berichtsjahr mit einem Vermögen von 2 349 661 M. ab. Alles in allem tann gesagt werden, daß das Jahr 1927 für den Zentral verband der Schuhmacher ein Jahr ansehnlicher Erfolge auf allen Gebieten gewesen ist. Der Zirfus." Die in allen beteiligten Kreisen mit größter Spannung er wartete 3irtus Sondernummer des Programms des Organs der internationalen Artiſtenloge, ist jetzt unter dem Titel Der 3irfus" erschienen. Der Birtus ist tot, fagt man in Baien freisen leichthin. Er lebt, schreien hingegen in vernehmbarster Deutlichkeit alle die vielen Anzeigen von Zirkusartisten. Durch diese Nummer erfährt man, wo in aller Welt gerade jetzt am 24. Juni alle diese Artiften weilen oder richtiger gesagt, arbeiten. Für sie reiht fich nämlich ein Arbeitstag an den anderen, es geht in Haz von Stadt zu Stadt und das ergibt dann die vom feßhaften Bürger mit Neidgefühlen betrachtete Reise um die Welt. Die Zirtusnummer des Programms gibt jedoch nicht nur im Inferatenteil Nachricht von dem Aufenthaltsort der Artiften, ihrer gegenwärtigen Arbeit und ihren Plänen, sie widmet auch im Tegt zahlreiche Spaltert den Artisten und dem Zirkusgewerbe. Das be rufene Fachorgan spricht es frei aus, daß der Zirtus lebt, aber bittere Not leidet. Bloßes Jammern wäre einer Organisation unwürdig. Um Abhilfe zu schaffen, werden auch sehr berechtigte Bitten an die Behörden ausgesprochen, daß man den deutschen Zirkus nicht fünstlich niederhalten möge. Er soll, will und muß Steuern bezahlen, doch darf er weder als unnüßes Gewerbe noch als Ausbeutungsobjeft betrachtet werden. Denn der deutsche Artist will arbeiten und möchte nicht stempeln gehen. AfA Bezirksfartell Berlin- Brandenburg. Zur technischen und organisatorischen Bereinfachung haben die Vorstände der beiden Bezirkskartelle Groß- Berlin und Brandenburg des AfA- Bundes jetzt im Einvernehmen mit dem Hauptvorstand des AfA- Bundes beschlossen, ihre bisherigen getrennten Geschäftsführungen zu vereinen und sie dem bisherigen Af- Geschäftsführer von Groß Berlin, Erich Flatau, zu übertragen. Die Geschäftsstelle befindet sich Berlin SD 16, Engelufer 24/25, Aufgang A, IV. Stod. Telephon: F. 7. Jannowig 6281. Vom Deutscher Textilarbeiter- Berband, Verwaltung Berlin. 25. Juni ab befinden sich unsere Bureauräume im Berliner Gewerkschaftshaus, SD 16, Engelufer 24/25, Aufgang B, 3 Treppen, Fernruf F. 7, Jannowit 6281, von 6 Uhr nachmittags an F. 7, Jannowitz 1404. Die Geschäftszeiten sind wie bisher Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 9 bis 12 und 4 bis 7 Uhr. Dienstag und Sonnabend von 9 bis 12 Uhr. Die Geschäftsleitung. J. A.: Mag Gruhl. Freie Gewerkschafts- Jugend Groß- Berlin Morgen, Montag, 19 Uhr, treffen fich alle Mitglieder des Kursus für Körperschulung in den Räumen der Laban- Schule, Elsasser Str. 26. Außenspielabenb ab 18 Uhr: Nordkreis: Auf dem Sportplag Cantian ftraße, Blab 4 H. Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angestellten. Morgen, Montag, 19% Uhr, find folgende Beranstaltungen: Norben: Jugendheim Kastanienallee 81. Vortrag: Moderne Erziehung. Tempelhof: Jugendheim der Schule Germaniaftr. 4-6. Arbeiter und bürger licher Sport"( Georg Heilbrunn). Charlottenburg: Jugendheim Nosinenstraße 4. Borttag: Magim Gorki, sein Leben und seine Werke." Referent Lewinsti. SPD..Metallarbeiter, 4. Bezirk! Am Montag, 25. Juni, 16% Uhr, im Lotal Capriviste. 20, Fraktionsversammlung aller SPD.- Metallarbeiter. Bollzähliges Erscheinen ist dringend notwendig. SPD. Metallarbeiter Tempelhof Marienborf! Am Dienstag, 26. Juni, 17 Uhr, bei Binger, Tempelhof, Dorfftr. 50-51, Versammlung aller Genoffen der Metallbetriebe in Tempelhof, Mariendorf usw. Tagesordnung: Stellungnahme zur Verbandstagswahl. Alle Genossen. werden dringend ersucht, anwesend zu sein. SPD. Metallarbeiter Marienfelde und Lichtenrabe! Am Mittwoch, 27. Juni, 16% Uhr, bei Bildgrube, Marienfelde, Rieperplag, wichtige Bersammlung aller SPD.- Genossen. Vollzähliger Besuch wird erwartet. Mitgliedsbuch der Partei mitbringen, SPD.- Metallarbeiter Charlottenburg! Mittwoch, 27. Juni, 16% Uhr, wichtige Versammlung bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21. Parteiund Berbandsbuch legitimieren. Achtung, EPD.- Metallarbeiter, 7. Bezirk! Am Mittwoch, 27. Juni, 16% Uhr, bei Richter, Manbachufer 5, wichtige Besprechung aller Parteigenossen. Jeder Betrieb muß vertreten sein. Partei- und Gewerkschaftsausweis ist mitzubringen. Die Fraktionsvorstände. Deutscher Wertmeisterverband, Bezirk X. Funktionärversammlung des DWB. ber Berliner Metallindustrie am Dienstag, 26. Juni, 19 Uhr, im Nordi fchen Sof, großer Saal, Invalidenstr. 126. Tagesordnung: 1. Ronjunttur in der Berliner Metallindustrie. 2. Ründigen wir den Manteltarif zum 30. Sep tember? Rein Funktionär barf bei biefer wichtigen Tagesordnung fehlen. Die Geschäftsstelle des Bezirts X, gez. Jaeger. Deutscher Bangemertsbund, Baugewerkschaft Berlin, Fachgruppe der Buger. Am Mittwoch, 27. Juni, 17 Uhr, ist im großen Gaal bes Gewertschaftshauses, Engelufer 24-25, eine Mitgliederversammlung. Die Tagesordnung wird in der Bersammlung bekanntgegeben. In Anbetracht ber Wichtigkeit der Tagesorb nung ist es Pflicht eines jeden Fachgruppenmitgliedes, bestimmt unb pünktlich zu erscheinen. Mitgliebsbuch ist in der Bersammlung vorzulegen, Die Fachgruppenleitung Berantwortlich für Politik: Bietor Schiff; Wirtschaft: 6. Klingelhöfer; Genertschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schilomski; Lotales and Sonstiges: Frik Raritäbt: Anzeigen:. Glade: sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderet und Berlagsanstalt Baul Singer u Co. Berlin SW 68. Lindenstraße& Hierzu 4 Beilagen unb Unterhaltung und Biffen. SPANDAUER STRASSE KÖNIG STRASSE 5 SCHLAGER BEISPIELE AUS MEINEM SERIEN- VERKAUF ZU SENSATIONSPL PREISEN BERLIN C 2 SPANDAUER Zur Ausstellung, Die Ernährung 1,30 tatter 1- m. pro Stüd in jämtlichen Gewertschaftsbureaus und im 8igarrengeschäft von Baul Horsch, Engelüfer 24/25( Gemertschaftshaus) zu haben. Bedr.Vollvolle ca. 100 cm Kaffeedecke 110x110 cm Frottiertuch kariert, 48>< 110 Jumperbluse Zephir 095 Damenhemd m. 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Wochen, TUonate. off Jahre ungeduldigen, zermürbenden fiarrens vergehen! Zur teilweise» Linderung der Notloge oll dieser erwerbslosen Bühnenangehörigcn veranstaltet die Bühnengenossenschast im Verein mit dem Arbeitsamt der Stadt Verlin bereit» im zweiten Jahre Notstandsvorstellungen im Umkreise von Berlin. Von September bis Mai wird jeden Monat eine Tournee zu« sammengestellt, die abwechselnd Oper, Operette. Schau- und Lust- spielvorstellungen veranstaltet. Die Bühnengenossenschast wird naturgemäß von Engagementsanwörtern bestürmt: tagtäglich melden sich so und so viele zur Vormerkung, andere wieder kommen. um zu hören, ab die Reihe nun endlich an ihnen ist, und wem das Glück hold ist, der bekommt dann eines Tages den Kontrakt. Es wird bei diesen Veranstaltungen, die streng auf künstlerisches Niveau sehen müssen, scharf Spreu vom Weizen geschieden: jeder Künstler, sofern sein Name, nicht genügende XAewähr für sein Können bietet, wird vor Abschluß des Engagements geprüft. Auf diese Weise soll den wirklsch Befähigten nicht noch dies letzte Stück Brot streitig gemacht werden. s Die Tournee wird zusammengestellt. Jeizr Tournee dauert 14 bis 16 Tage. Die notwendigen Proben werden hier in Berlin abgehalten. Wenn das Stück dann steht— da man jeden Tag woanders spielt, gelangt nur ein Eine schwierige Kostümprobe. Jade London: W vlfsblUt. Fünfter Teil. 1. Die lange Fahrt. „Er muß gedacht haben, ein Dutzend Teufel hätten ihn in die Klauen gekriegt", kicherte der Hundetretber. Wolfsblut grollte immer noch, erregt und mit gesträubtem Haar, und der kosende Ton klang noch fern und schwach, ließ sich aber allmählich immer deutlicher hören. Es lag etwas in der Lust. Wolfsblut witterte ein nahes Unglück, bevor es noch sichtbar oder greifbar geworden war. Auf unbekannten Pfaden wurde es ihm beigebracht, er ahnte, daß eine Veränderung bevorstände. Er wußte nicht wie, noch warum, aber er erhielt die Kunde von dem Bevorstehenden von den Menschen selber. Ohne daß sie es sich erklären konnten wie es zuginge, verrieten sie ihre Gedanken dem Tiere, das draußen auf den Stufen kauerte, und das, obgleich es nicht in das Innere der Blockhütte kam, doch wußte, was im Gehirn ihrer Bewohner vorging. „Hören Sie doch das bloß an!" rief der Hundetreiber eines Abends aus, als sie beim Abendbrot saßen.» Weedon Scott lauschte. Durch die Tür drang ein leises, angstvolles Stöhnen, das wie ein unterdrücktes, nur gerade hörbares Schluchzen klang. Dann kam ein langgezogenes Schnüffeln, als ob Wolfsblut sich überzeugen wollte, daß der Herr noch drinnen sei und nicht allein und geheimnisvoll wieder die Flucht ergriffen hätte. „Ich glaube wirklich, Wolf hat Verdacht geschöpft," sagte der Hundetreiber. Weedon Scott blickte seinen Gefährten fast flehend an. obgleich er kühl bemerkte:...Was zum Henker sollte ich wohl in Kalifornien mit einem Wolf anfangen?" „Dos sage ich auch," antwortete Most.„Was zum Henker wollen Sie mit einem Wolf in Kalifornien?" Allein dies schien Weedon Scott nicht ztifrieden zu stellen. Der andere nahm die Sache als zu selbstverständlich hin. „Die Hgnde der weißen Leute könnten ja gar nicht gegen ihn anfkommen." fuhr Scott fort.„Er würde sie ja sofort totmachen, uns ich würde entweder durch Geldstrafett bankcrost werden, oder die Behörde würde ihn nur weg- pehmen und durch einen elektrischen Schlag toten.". » Stück während des ganzen Engagements zur Aufführung— werden die nötigen Reisevorbereihingen getroffen. Bereist werden kleinere und kleinste Städte der Mark und zwar nur solche, die kein eigenes Theater besitzen. Gespielt wird in sogenannten Saaltheatern (Saalbühncn), deren Bühnenverhältnisse natürlich denkbar primitiv sind. Außer dem Darsteller- und Musikerpersonal fährt noch der Theatermeister mit, der die verschiedenartigen Funktionen zu verrichten hat und aus diesem Grunde über eine große.Handfertigkeit" verfügen muß. Außer dem Bühnen- aufbou hat er die Beleuchtungsanlage zu besorgen— eigene Dekorationen und Lichtanlagen werden mitgeführt—, alles Handwerkliche auf und hinter der Bühne ist ebenfalls seinen ge- schickten Händen anvertraut. Der Reisemarschall, der gleich- zeitig Tourneeleiter, Quartiermacher und Kassierer ist, verkündet nun den Mitgliedern die Reiseroute, damit die Teilnehmer wissen, wohin sie sich Nachrichten zustellen lassen können. Nun kommt der endgültige Reisetermin. In weiser Voraussicht der be- kannten künstlerischen Unpünktlichkeit wird der Abgang des Zuges um mindestens 2l> Minuten vorausdatiert. Mit je zwei Handkoffern versehen— der eine enthält die Bühnengarderobe, der andere die Privatsachen— findet sich dann alles nach und nach am Bahnhof ein. Im Zuge gesellen sich verwandte Seelen zueinander, und je nach Laune und Temperament werden Konservalions-, Skat- und Sechsundscchzigerklubs gebildet. Die übliche Fahrzeit be- trägt 2 bis Z Stunden, manchmal auch mehr. Am Bahnhof empfängt der Reisemarschall, der inzwischen die Quartiere besorgt und alles übrige in die Wege geleitet hat, seine Getreuen und sieht nach, ob auch unterwegs keiner abhanden gekommen ist. Dies geschieht nicht ohne Gnind, denn auch in diesem Falle hat Ben Akiba recht be- halten mit seinem Wort: Alles schon dagewesen! So landete z. B. ein wackerer Musikus, der unterwegs eines über den Durst ge- trunken und dabei die Ilmsteigestotionen sanft schlummernd ignoriert hatte, plötzlich in B r e sl a u statt in V i e z. Da er nicht genügend Geld hotte, mußte er als erstes dort sein Jnstrunient verpfänden, um die Rückreise nach Berlin antreten zu können. Dieser Ausnahmesall ward aber gottlob nicht zur Regel, und so verkündet der Quartiermacher beim Bahnhossempsang mit lauter, vernehmlicher Stimme die verschiedenen Wohnungsadressen der Mitglieder, die in Hotels, Pensionen oder Privat- quartieren untergebracht wurden. Nun bezieht jeder seine Bude. Natürlich ist kein einziger mit der neuen Wohnungserrungen- schost zufrieden. Dem einen ist es zu kalt, dem anderen zu dunkel, dem dritten nicht sauber genug usw. Daß sich keinerlei groß- städtischer Komfort in den kleinen Orten vorfindet, ist ja s e l b st- v e r st ä n d l i ch. Die Mißfallens- und Schreckensrufe finden ihre Fortsetzung— meist noch in gesteigertem Maße— beim Anblick der„Bühne". Auch, die An k le i d.e g a rd c ro b e n erwecken keine restlose Begeisterung der Künstlerschar. Wenn man- ganz besonderes Glück hat, sind die Räume, die ihrer eigentlichen Be- stimmung nach Vereinszimmer sind, mit einem gut funk- tionierenden Ofen versehen. Hat man weniger Glück, brennt wohl der Ofen, jedoch unter schauerlichem Gestank, beizendem Rauch und unter sehr geringer Wärmeerzeugung. Hat man aber ausgesprochenes Pech, ist das Wort Ofen ein imaginärer Begriff. Nachdem man sich mit der nötigen Skepsis, vor ollem ober dem dazugehörigen Humor über oll diese Unbill hinweggesetzt hat, ist es auch Abend geworden, und der V o r st c l l u n g s b c g i n n rückt heran. Der Theatermcistcr hat inzwischen mit allen ihm zu Gebote stehenden Tolentproben den szenischen A u f t»„ u fertig- gestellt, was natürlich unter den gegebenen Umständen k».» leichtes Stück Arbeit bedeutet. „Ja, er ist ein richtiger Totschläger, das weiß ich," be- ftätigte der Hundetreiber. Weedon Scott sah ihn mißtrauisch an.„Nein, es geht nicht," sagte er dann mit Entschiedenheit. „Es geht auch nicht," stimmte Matt bei.„Sic müßten dann sich jemand halten, der ihn bewachte." Das Mißtraueen des andern verschwand, und er nickte zustimmend. In dem Schweigen, das nun entstand, hörte man vor der Tür das leise, halb schluchzende Stöhnen, dem das langgezogene, suchende Geschnüffel folgte. „Es läßt sich allerdings nicht leugnen, daß er höllisch an Ihnen hängt," fing Matt wieder an. Der andere blickte in plötzlichem Aerger auf.„So hören Sie doch endlich auf. Mensch! Ich weiß doch, was ich zu tun habe, und was das beste ist." „Ich bin ja auch Ihrer Meinung— bloß—" „Bloß—" begann der Hundetreiber sachte, dann brauste er plötzlich aus und sagte:„Na, Sie brauchen nicht gleich so hitzig zu werden. Man sollte wahrhaftig meinen, Sie wüßten nicht, was Sie zu tun hätten." Weedon Scott überlegte eine Weile dann sagte er sanfter:„Sie haben recht, Matt. Ich weiß auch nicht, was ich tun soll,>md das ist das schlimmste an der Sache." Dann fügte er nach einer Weile wieder heftig hinzu:„Aber es würde doch vollkommen lächerlich sein, den Hund mit- zunehmen." „Der Meinung bin ich ja auch," war Matts Antwort, und wieder war sein Brotherr mit der Antwort nicht ganz zufrieden. .Aber wie in Teufels Nomen weiß er nur, daß Sie fortreisen? Das geht über meinen Horizont!" fuhr der Hundetreiber harmlos fort. „Ueber den meinen auch," antwortete Scott und schüttelte kummervoll den Kopf. Endlich kam der Tag, an dem Wolfsblut durch die offene Tür der Blockhütte den unheilverkündenden Hand- koffer auf dem Boden stehen sah und bemerkte, wie der Ge- bieter denselben packte. Auch kamen und gingen viele Leute, und die einst so ruhige Atmosphäre der Blockhütte war voller Unruhe und Hast. Dies waren ohne Zweifel Anzeichen. Was Wolfsblut bis jetzt nur geahnt hatte, sah er nun mit dem Verstände ein. Der Herr schickte sich wieder zur Flucht an, und da Wolfsblut früher nicht mitgenommen worden war, so kannte er darauf gefaßt sein, abermals zurückgelassen zu werden,______:__________ Oer Beginn der Vorstellung. Auch auf den Straßen, besonders in nächster lkniqebunz des Theaters, ist es schon recht lebendig geworden: allerhand Neu- gierige— die I u g en d natürlich voran— belagern staunend das Terrain und verfolgen alle Vorbereitungen. Wenn sie da oder dort einen der Künstler sehen, dann wird gegenseitig geknufft und gewispert:„Guck, das is einer von die Spieler!" Das Tempo der kleinen Stadt aber ist gegenüber dem der Großstadt das reinste Zeitlupengeschehen. Man hat weder Eile noch Hast, dafür aber eine beneidenswerte Ruhe. Man hastet nicht, wie der Großstädter, den Kops voller Sorgen und Geschäfte, zum Per- gnügen, man macht erst gründlich Feierabend, holt das Fest- tagskleid mit der daran haftenden Festtagsstimmung ans dem „Da kommen sie!" Schrank und schreitet dann fröhlich»nd guter Dinge zum „Amüsement". Unter dieser Einstellung eines wohlgeordneten Menschentums leidet der festgesetzte''Beginn der Vorstellung ebenio wie die zertrampelten Nerven des Künftlervölkchens. Ein um ehie halbe Stunde verspäteter B o r st e l l u n g s a n f a n g ist das übliche; unter Ilmständen, besonders wenn der Besuch allZüschlecht ist, wird aber auch noch länger gewartet. Schon aus dem Grunde, weil das zu spät kommende Publikum sich absolut im Rechte fühlt und Krach macht, wenn die Vorstellung bereits begonnen hat. Das Publikumsinteresse an den Ausführungen ist in den Städtchen ganz verschieden. Sehr wichtig ist es vor allem, daß nicht kurz vorher im Ort irgendeine F e st i v i t ä t stattgefunden hat. Nachdem man mit beni Borstellnngsbeginn eine geraume Weile gewartet hat, weil immer noch einer gemächlich an- gezuckelt kommt, ertönt endlich doch das Klingelzeichen. Im selben Moment aber erscheint eine Gestalt aus dem Orchester, um zu verkünden, daß im Orchesterraum kein Licht brennt. Die In der diesem Tage folgenden Nacht brach er in ein langgezogenes Wolfsgeheul aus. Wie einst in seiner Jugend, als er aus der Wildnis geflohen und zu dein Dorfe zurück- gekehrt war, um es verschwunden und nichts als einen Kehrichthaufen an der Stelle zu finden, wo das Zelt des Grauen Biber gestanden hatte, so richtete er auch nun die Nase zu den Sternen empor und klagte ihnen sein Leid.— Drinnen im Blockhause waren die beiden Männer eben zur Ruhe gegangen. „Er hat wieder sein Futter stehen lassen" bemerkte Matt von seinem Lager her. Von Weedon Scotts Lager- stätte kam ein Gebrumm und eine Bewegung mit den Decken. „Wie er damals es sich zu Herzen nahm, als Sie weg waren, so sollte es mich gar nicht wundern, wenn er dies- mal draufginge!" Die Decken auf der Lagerstätte des andern raschelten ärgerlich.„So hören Sie doch endlich auf!" schrie Scott durch das Dunkel.„Sie quälen ja ärger als ein Frauen- zimmer!" „Das stimmt," antwortete der Hundetreiber, und Weedon Scott mar nicht sicher, ob der andere nicht ge- kichert hätte. Am nächsten Tage wurde WolfSbhits Ruhelosigkeit. seine Angst nach offenkundiger. Er heftete sich an die Fersen des Herrn, wenn dieser das Blockhaus verließ, und wartete draußen auf den Stufen, wenn er drinnen war. Durch die offene Tür konnte er das Gepäck auf dem Baden stehen sehen. Zu dem Handkoffer halten sich noch zwei große Reise- laschen und ein Koffer gesellt. Matt rollte eben die Decken und den Schlafsack des Herrn in ein Wachstuch ein, und Walfsblut winselte, als er es sah. Darauf erschienen zwei indianische Träger und er beobachtete sie genau, als sie das Gepäck auf die Schulter luden und Matt, der Bettzeug und Handkoffer trug, den Hügel hinabfolgten. Wer Wolfsblut ging nicht mit. Der Herr war ja noch drinnen, und nach einer Weile kehrte auch Matt zurück. Dann kam der Herr an die Tür und rief Wolfsblut hinein. „Du armer Teufel!" sagte er liebevoll, indem er Wolfs- bluts Ohren kraute und ihn auf den Rücken klopfte.„Ich muß auf eine weite Reise gehen, mein Alter, wohin du nicht mitkommen kannst. Nun grolle noch einmal, noch ein letztesmal zum Lebewohl. Allein Wolssblut wollte nicht. Er steckte statt dessen, nachdem er suchend und fragend den Herrn angeblickt hatte, den Kopf tief unter seinen Ann. ______ 1 Fortsetzung folgt.)-) Stromspannung ist in diesen Meinen Drten meist einer fold starten Belastung nicht gewachsen, und aus diesem Grunde brennen alle Augenblide die Sicherungen durch. Der tüchtige Theatermeister macht auch diesen Schaden rasch wieder gut. Mit einer nochmaligen Verzögerung fängt mun die Sache an. Um 11, 11% Uhr Die Schienenrafete demoliert. ist die Vorstellung gewöhnlich zu Ende. In fliegender Haft springt Beim ersten Versuch 180 Stundenkilometer. man aus dem Kostüm heraus und in die Alltagsmontur hinein, verschlingt rasch sein Abendbrot und begibt sich schleunigst in die Klappe, denn am nächsten Morgen um 5 Uhr geht der Zug nach der nächsten Etappe.. Nun wiederholt sich der gleiche Borgang, wie tags zuvor: Reisen, Antommen, zurechtmachen, Spielen, Schlafengehen! Man ift auf dieser Tour ganz aufeinander angewiesen, es gibt teine Stars und feine ganz Kleinen, alles ist gleichsam eine reifende Familie! Neues D- Bug- Unglück. Entgleisung in Württemberg.- 16 Leichtverletzte. Beim zweiten Verfuch wird Raf III aus den Schienen geworfen. Die Bersuche mit dem ersten auf Schienen fahrenden Ra-| noch mit dem zweiten Wagen, der mit Gummirädern versehen ist. fetenauto Opels, scheinen nicht den erwarteten Er- die aber so eingerichtet sind, daß sie auch auf Schienen laufen lännen, folg gehabt zu haben. Die Meldungen, die über die geftrigen ein Verfuch auf der Strede Burgwedel unternommen werden. Probefahrten auf der Burgwedeler Strede bei Hannover eingelaufen find, laufen folgendermaßen: Burgwedel, 23. Juni. Das Flugzeug im Verkehr. Ueber ,, Das Flugzeug im Verkehr" sprach der Direktor der Lufta hansa M. Bronsty in der Bortragsreihe Fremdenverkehr, der. Die erste Fahrt des Raketenwagens ift geglüdt. Nach Berliner Handelshochschule. Deutschland stehe heute, was die Luftbem um 14,30 Uhr erfolgten Start setzte sich der Wagen von fahrt anlange, unzweifelhaft an führender Stelle. Es habe von Flammen umgeben in Bewegung, raste gut sichtbar der Brüde zu, allen Nationen das dichteste Flugstreden und auch Flugunter ihr durch und weiter dem Ziele zu. Als nach 2000 Metern die hafennetz. Das oft angegriffene kurz stredensystem habe sich Bremsen einfeßten, löften sich zwei Raketen, die in die Luft gingen. durchaus bewährt. Streden, wie Freiburg- Stuttgart. Der Wagen sauste inzwischen, sich auf den Schienen haltend, weiter. Noch nicht vierzehn Tage find vergangen, felt die Ein Kontrollauto folgte ihm. Es wurde erklärt, daß die Fahrt als seien oft wirtschaftlicher als manche großen internationalen Streden. Außerdem bildeten sie für die weitere Entwicklung des Flugmejens furchtbare Siegelsdorfer katastrophe des Schnell geglückt zu betrachten sei. Herr von Opel teilte den Anwesenden eine gute Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, die wir um so drin zuges München- Frankfurt mit ihren beinahe dreißig mit, daß sofort eine Fahrt mit verstärkter Ladung folgen werde. gender benötigen, als uns die militärische Luftfahrt ja nicht gestattet Todesopfern und den über hundert Berlegten die Deffentlichkeit Für den zweiten Fahrtverfuch wurde der Rat 3 mit jei. Um den unzweifelhaft großen Zukunftsaufgaben wohlgerüstet. bewegte. Schon wieder ist jetzt die Deutsche Reichsbahngesell- vierfach verstärkten Rafeten versehen, auch wurde gegenüber zu stehen, heiße es, den Flugverkehr auf jede erdenkliche schaft von einem Unfall heimgesucht worden, der erfreu- eine Stake in ihn hineingesetzt, um den durch die Geschwindigkeit ver- Art zu fördern. Deshalb sei, da der junge Berkehrszweig heute licherweise nicht so verhängnisvolle Folgen hatte wie die ent- ursachten Drud auf ein Lebewesen auszuprobieren. Nach dem Start- noch nicht selbständig dastehen könne, ein Subventionierung durch setzliche Katastrophe von Siegelsdorf. schuß explodierten die Rafeten unter riesiger Rauchentwidlung und Reich, Länder oder Gemeinden unumgänglich. Das Bestreben müsse furchtbarem Getöse. Fast zu gleicher Zeit wurde der Rat 3 aus natürlich dahin gehen, bei allmählichem Abbau der Beihilfen den Schienen geworfen und rechtsfeits auf die Böschung geschleudert. den Betrieb möglichst wirtschaftlich zu gestalten. Die Be Der Wagen wurde demoliert. Der zweite Versuch ist also miß deutung, die der Flugverkehr heute schon habe, gehe daraus hervor, glückt und weitere Versuche können vorerst nicht vorgedaß 1927 über 100 000 Personen befördert wurden. Diese Zahlem nommen werden. Bei dem ersten geglückten Versuch hat der stiegen andauernd, da laufend an Verbesserungen gearbeitet unbemannte Wagen nach Angabe Opels etwa 180 Kilometer werde. In diesem Jahre baue man neben dem bisherigen ZwischenGeschwindigkeit erreicht. Zum Unterschied von dem auf der landungsverfehr für die großen internationalen Streden einen Alousbahn gezeigten Raf 2 waren die vier Rafeten bei Raf 3 schräg zwischenlandungsfreien Expreßverkehr aus, denn nach oben angeordnet. Die bei dem ersten Versuch durchfahrene auf der größtmöglichen Beschleunigung beruhe ja eben der Erfolg Strecke betrug fünf Kilometer. des Luftverkehrs. Sodann jei neben dem Ausbau des Nachtfluges die Einführung eines umfangreichen Sonntagsverkehrs, der in be fonders enger Beziehung zum Fremdenverkehr stehe, im Gange. Nach weiteren Ausführungen über die Luftgüter und Postbeförderung. dem neu eingeführten Luftzeitungsdienst, der, soweit er die großen Badeorte betreffe, auch mit dem Fremdenverkehr im engen 3u sammenhang stehe, richtete Direktor Bronsky einen Appell an die Führerschaft, die großen Aufgaben auf dem Gebiete des Flugwesens durch tätige Anteilnahme, wo es nur immer möglich sei, zu fördern. Die Reichsbahndirettion Stuttgart teilt mit: Der D.Bug 135 Friedrichshafen- Stuttgart ist gestern 14.45 Uhr bei der Durchfahrt durch die Station 1 mmendorf aus bis jetzt unbekannter Ursache entgleist. Die Lokomotive ist umgestürzt. Sämtliche Wagen sind nach der Entgleisung auf dem Bahndamm zum Stehen getommen. Niemand wurde getötet. Etma 15 Reisende find leicht verlegt worden, ebenso der Loto motioführer. Die Berlegungen des Heizers find ernstlicher. Die Deutsche Reichsbahngesellschaft wird in den letzten Monaten förmlich durch eine Serie von Unfällen verfolgt. Wie am Donnerstag der vergangenen Woche Genoffe Reichstagsabgeordneter Scheffel, der Vorfißende des Einheitsverbandes der Eisenbahner, im„ Borwärts" ausführte, verlangt die Deffentlichkeit mit vollem Recht eine restlose und peinlich genaue Untersuchung der Ursache aller Unfälle gerade bei der Reichsbahn. Klipp und flar murde die Frage gestellt: Handelt es sich in Siegelsdorf um das blinde Walten eines Bufalls oder um frevelhafte Schuld beftimmter Instanzen? Die gleiche Frage ist bei dem Unglüd von Ummendorf Kurz vor dem Start wurden über die Bedeutung dieses Ber fuches von mehreren Herren Erflärungen abgegeben. Hierauf sprach Herr von Opel über die Entwicklung des Rafetenwagens feit dem ersten Start in Rüsselsheim. Er betonte wiederholt, daß er gar nicht daran dente, eine Mondfahrt oder der gleichen zu fördern, sondern, daß er sich auf den Boden der Tatsachen stelle und nur das Menschenmögliche versuchen und zum Gelingen bringen wolle. 2ller Wahrscheinlichkeit nach wird auch 3 befannte Segelflieger Mertens demnächst auf einem eigens für aktueller als je, und die Reichsbahngeſellſchaft muß nun endlich durch Funktionärkonferenzen Zweck gebauten Flugzeug„ Na Berlin 1928" einen Broegafteste Untersuchungen die Klarheit schaffen, die im Intereffe des reisenden Publikums unbedingt erforder ( ich ist. Untergrundbahnzug entgleist. Keine Personen verlegt. Um Sonnabend abend 20,15 Uhr verunglückte auf dem Heute, Sonntag, den 24. Juni vorm. 11 Uhr pünkti., Germania- Säle Chausseestr. 110 Der belgische Sozialistenführer Emile Vandervelde spricht über den pagandaflug durch zahlreiche europäische Städte unternehmen werde, Bor allem aber besteht die Hoffnung, daß das neue Zeppelin- Lufta schiff während der Ausstellung in Staaten, wo ein Anfermaft errichtet werden soll, landen werde, und zwar wahrscheinlich nach der Rückkehr von seiner geplanten Amerifafahrt, so daß Berlin dann einen doppelten neuen Dzeanbezwinger in dieser neuesten Schöpfung des Luftschiffbaues Zeppelin werde begrüßen tönnen. Untergrundbahnhof Potsdamer Plag ein Rangier Internationalen Sozialistenkongreßliche 3ug. Als der Zug in Richtung Gleisdreied auf ein Ranglergleis fahren wollte, sprangen die beiden mittleren Wagen aus bisher noch nicht festgestellter Ursache aus den Schienen. Die beiden Wagen wurden arg mitgenommen und stellten sich quer über die Gleise, so daß der gesamte Zugverkehr zwischen Gleisdreied und Spittelmarkt seitdem unterbunden ist. Wahrscheinlich wird der Verkehr erst am Sonntag morgen wieder aufgenommen werden können. Menschenleben sind bei dem Unglück glücklicherweise nicht zu beklagen. Ueberfall auf einen Kaffenboten. Der Täter verfolgt und fofort ergriffen. Gestern nachmittag wurde ein jugendlicher Kassenbote der deutfchen Handelstompagnie für den Osten in der Kronenstraße überfallen. Der Bote hatte vom Postscheckamt einen Betrag von etma 2000 m. abgehoben. Auf dem Amit beobachtete ihn der arbeitslose 26 Jahre alte Henry Wäger. Er folgte dem Boten bis zur Kronenstraße. Vor dem Hause Nummer 6 glaubte Wäger einen günstigen Augenblick zum Raub erwischt zu haben. Er schlug von hinten mit einem Gummifnüppel auf den Jungen ein und entriß ihm die Tasche mit dem Geld. Der Bote rief um Hilfe und Straßenpaffanten nahmen die Berfolgung des Räubers auf. Er konnte nach furzer Berfolgung eingeholt und ergriffen werden. Das Geld wurde ihm abgenommen und er selbst der Polizei übergeben. Wäger, der von Beruf Goldschmied ist, war seit längerer Zeit ohne Arbeit. Das Ende eines Ehezwistes. Aus Gram über ihre unglückliche Ehe stürzte sich gestern nach mittag die 47 Jahre alte Frau Helene Buellmann aus dem Fenster ihrer im vierten Stock gelegenen Wohnung. Das Ehepaar Buellmann wohnt seit Jahren in der Lippehner Straße 1. Die Eheverhältnisse waren nicht glücklich. Die Frau fühlte sich von ihrem Mann hintergangen und machte des öfteren ihrem Mann Eifersuchtsszenen. Auch gestern zanfte sie sich mit ihrem Mann. In eftem hysterischen Anfall stürzte sie an das Fenster, riß es auf, und ehe der Mann sie hindern konnte, sprang fie hinaus. Die Verlegungen, die sie sich zuzog, maren so schwer, daß sie nach furzer Zeit starb. Fast zu gleicher Zeit stürzte der Fensterpuzer Albert Albrecht, wohnhaft Berliner Str. 52, aus dem 4. Stod eines Geschäftshauses in der Leibnizstraße. Audy er starb. in Brüssel Die Rede wird übersetzt von Frau Toni M. d. R. Es sprechen außerdem die Reichstagsabgeordneten Dr. Breitscheid und Künstler, sowie der Sekretär der Soz. Jugendinternationale Ollenhauer. Auch Nichtfunktionäre haben Zutritt. Parteimitgliedsbuch dient als Ausweis. Der Bezirksvorstand Berlin der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Die„ Bremen" in Berlin. Das Flugzeug fommt in ein New- Horter Museum, wird aber vorher auf der„ 3la" ausgestellt. In diesen Tagen erfolgte der Abschluß der Vorbereitungen für die erste große Internationale Luftfahrtausstellung nach dem Kriege, die„ Jla" Berlin 1928, veranstaltet vom Reichsverband der Deutschen Luftfahrtinduftrie sowie dem Meffeund Fremdenverkehrsamt der Stadt Berlin. Aus diesem Anlaß gab das Meffeamt einen Empfang im Flughafen Tempelhof. In seiner Begrüßungsrede bezeichnete es Dr. Schick vom Messeamt als ein glüchaftes Symbol für die ,, Jla", daß auch die ,, Bremen- Flieger burch persönliches Erscheinen ihr Interesse an der großen Internationalen Luftfahrtaus= stellung in Berlin befundeten. Dann ergriff der Direktor des Reichs verbandes der Deutschen Luftfahrtindustrie und Geschäftsführer der la", Tetens, das Wort, der noch einmal kurz die Einteilung der Ausstellung ffizzierte und auf Grund der bisher eingegangenen Meldungen die Beteiligung als außerordentlich befriedigend bezeichnete. Die zirka 30 000 Quadratmeter der alten und neuen Autohalle am Kaiserdamm würden vollständig belegt werden. In der Halle I würden ausstellen: die gesamte deutsche Flugzeug, Flugmotoren- und Lieferindustrie, darunter auch die Firma Junkers, was fich erst in den letzten Tagen entschieden hat, ferner der deutsche Luftverkehr, Flughafen- und Bodenorganisation. Die Halle II wird die gesamten ausländischen Aussteller und die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt beherbergen, ferner im Obergeschoß die Wissen schaftliche Gesellschaft für Luftfahrt, die wissenschaftliche und historische Abteilung und das Luftbildwesen. Vom Auslande werden nach den bisherigen Meldungen erscheinen: Frankreich, Italien, Tschecho flowakei, Rußland, England und Belgien. Ferner liegen Anmeldun gen vor aus der Schweiz, Desterreich, Ungarn, Schweden, Dänemark und Spanien, Eine Beteiligung von Amerika, insbesondere der Bereinigten Staaten, ist ebenfalls zu erwarten, doch sind die Verhandlungen noch nicht endgültig abgeschlossen. Zum Schluß referierte Karl Better über die Werbearbeit der ,, Ma" im In- und Auslande, wobei er u. a. berichtete, daß der Im Namen der Ozeanflieger dankte Hünefeld für die herz Begrüßung an der bisherigen Arbeitsstätte geuges mit, das Dann teilte er als Befizer des Dzeanflugzeuges wenige Stunden zuvor die Nachricht an ihn gelangt sei, daß durch besonderes Entgegenkommen der beteiligten Versicherungsgesellschaften die Bremen" sehr balb repariert werden tönne, und zwar solle sie dann als Schenkung einem großen NewYorter Museum überlassen werden, vorher werde fic aber noch auf dem Stand der Junkers erfe auf der la" in Berlin zu fehen sein. Funft Amundsen? Robile wird fortlaufend verproviantiert. Oslo, 23. Jubri. Wie der ruffische Eisbrecher Malngin" berichtet, ist es ihm gelungen, ganz ich wache Radiosignale aufzufangen, die von Amundsen zu stammen scheinen. Gleichzeitig erklärt das norwegische Wehrministerium, daß die französische Latham- Maschine im Falle einer Notlandung auf dem Waffer nur mit einem Aftionsradius von etwa 100 Kilometern funken fann. Da der Eisbrecher Malygin" sich zurzeit noch öftlich von der Bäreninsel befindet und der letzte Funkspruch Amundsens am vorigen Montag um 18.45 Uhr aus jener Gegend stammte, gewinnt die Annahmte start an Wahrscheinlichkeit, daß Amundsen und seine Begleiter bei der Bäreninsel zu einer RotIandung gezwungen waren und augenscheinlich noch am Leben sind. Major Penso ist, wie aus Kingsbay gemeldet wird, am heutigen Sonnabend zu einem Fluge aufgestiegen, um Amundsen zu suchen. Wie ferner verlautet, hat der Führer der russischen Malygin". Expedition aus Moskau den Befehl erhalten, von der Hope- Insel aus mit dem an Bord befindlichen Junkers- Flugzeug zu Nobile zu fliegen und auf König- Karls- Land eine Bafis zu errichten. Der schwedische Flieger Tornberg hat mit seiner dreis motorigen Junkers- Maschine neuerdings Mobiles Lager er reicht und Waffen, Affumulatoren sowie andere Ausrüstungsgegenstände abgeworfen. Tornberg hat die Absicht, den JunkersApparat mit Landungstufen zu verschen, um auf dem Eise niedergehen zu können. Er will Nobile und seine Begleiter entweder einzeln oder gleichzeitig nach Kingsban befördern. Die Stadtverordneten haben in dieser Woche eine Sigung am Dienstag um 19 Uhr und, falls in ihr das vorgelegte Arbeitspenfum nicht erledigt werden kann, noch eine zweite Sigung am Donnerstag um 16% Uhr. Danach will man in pie Sommerferien gehen. Auf der Tagesordnung steht unter Wer als ein Kenner zählt 5 Edel- Cigarette SHANOME anberem bie zweite Beratung des aus dem Ausschuß zuriatommenden Spazierfahrt. Das Feuer griff fehr schnell um fich. Im fozialdemokratischen Antrages über ein zusätzAugenblid war das ganze Boot in Flammen. Von dem Restaurant liches Mohnungsbauprogramm für 1928. Pernettas Leiche exhumiert. Das Geheimnis des Gemüsehändlers. Auch weiterhin beschäftigt das Rätsel um den Tod des Händlers Pernetta die Behörden. Zur Klärung der Todesursache wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Leiche gestern nachmittag auf dem flädtischen Friedhof in der Humboldtstraße zu Reinidendorf eghumiert. Obwohl der Garg bereits 13 Monate in der Erde gestanden hatte, war er noch leidlich gut erhalten und fonnte mit Hilfe von Drahtschlingen unbeschädigt emporgehoben und in das Schauhaus transportiert werden. Dort wird im Laufe des Montag die angejezte Settion stattfinden. Wie bereits berichtet, wurde Bernetta am 12. Mai vorigen Jahres vor seinem Schreibtisch sigend tot aufgefunden. Der Arzt der Rettungswache, der herbeigerufen worden war, mußte nach Lage der Sache auf Selbstmord erkennen, denn der Schreibtisch des Händlers stand mit einer Geite an einer 3 immerwand. Es war also unmöglich, daß von vorn ein Schuß von fremder Hand auf den Mann abgegeben sein konnte. Eine Schuß öffnung zeigte sich zwischen den Augenbrauen auf der Stirn, W Die Seftion bezwedt nun, einwandfrei festzustellen, ob die Schußöffnung zwischen den Brauen eine Einschuß oder eine Ausschußöffnung ist. Weiter gilt es, nachzuprüfen, ob der Körper noch eine zweite Schußverlegung aufweist und der Stirn schuß nur abgegeben wurde zur Bortäuschung eines Gelbstmordes, Feme: Fuhrmanns Kaffiber. Wie er sie hinausschmuggelte. Man erinnert fich der verdächtigen Angelegenheit mit dem Kaffiberschmuggel des zum Tode verurteilten und später zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigten Fememörders Fuhrmann. Eines Tages wurde bei seinem Freund und Gesinnungs. genossen, dem Herrn von 2 och städt, ein Brief non Oberleutnant a. D. Fuhrmann gefunden; einen Gefängnisver mer? trug er nicht. Das Schreiben enthielt aber unter anderen ungefähr folgende Säge: Jch wende mich an Dich mit einer mir am Herzen liegenden Bitte: Er( der Ueberbringer) steht uns politisch nahe. Ich möchte ihm gern helfen. Aber noch aus einem anderen Grunde solltest Du es tun. Ich möchte einen freien unbe hinderten Weg zum Verkehr mit Euch haben. Du weißt, was das für einen Menschen in meiner Lage bedeutet." Wollte also der Oberleutnant Fuhrmann dem lleberbringer des Briefes helfen oder wollte er einen unbehinderten Weg zum brieflichen Verkehr mit seinen Freunden haben? Der lleberbringer war aber Gefäng niswachtmeister, der dem Gefangenen Fuhrmann eines Tages seine Not getlagt hatte, worauf dieser ihm eine Empfehlung an seine Freunde versprach, und der Gefängniswachtmeister erhielt am nächsten Morgen einen gefchloffenen Brief. Das Gericht erster Instang perurteilte den Femeleutnant wegen aftiver Bestechung zu einem Monat Gefängnis und den Gefängniswachtmeister zu vier Monaten Gefängnis. Außerdem wurde dem Beamten auch die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter aberkannt. Gegen dieses Urteil hatten sowohl die Angeklagten als auch der Staatsanwalt Berufung eingelegt. In der gestrigen Verhandlung wurden beide Angeklagten frei gesprochen. Im Gegensatz zum ersten Urteil, das angenommen hatte, daß dem Gefängniswachtmeister befannt sein mußte, daß der Brief nicht allein eine Empfehlung für ihn enthielt, und daß diese gemissermaßen als Lohn für den Brieffchmuggel gedacht fei, nahm das Bericht zweiter Instanz an, daß er geglaubt habe, der geschloffene Brief enthalte mur eine Empfehlung für ihn. Selbst wenn Fuhr mann die Empfehlung als Belohnung für Briefschmuggel gedacht haben sollte, so habe sie doch feine Folgen gehabt. Selbstmordverfuch eines Angeklagten. Ein aufregender Borgang fpielte sich dieser Tage dem Großen Schöffengericht Mitte ab. Dort hatte sich eine aus Tändische Wechselfälscher und Betrügergesell Ichaft zu verantworten. Schon vor Beginn der Berhandlung heulte der eine Angeklagte namens Stern in der Internierungszelle so laut, daß es durch das ganze Gerichtsgebäude schallte. Er beruhigte sich dann aber. Als dann der Staatsanwalt aber schwere Strafen beantragt hatte, begann Stern von neuem zu toben und rief fortwährend, er müsse raus. Landgerichtsdirektor Sternheim ließ den tobenden Angeklagten in eine Belle abführen. Als dann die Angeklagten das lekte Wort haben sollten, wurde ein Justiz wachtmeister beauftragt, Stern wieder vorzuführen. Plöglich stürzte der Beamte aufgeregt in den Saal zurück und rief: Ich muß schnell mein Messer holen." Stern hatte sich in der Zelle mit seinem Leibriemen aufgehängt. Das Gesicht war schon blauschwarz angelaufen und die Zunge hing ihm zum Halse heraus. Wenige Minuten später wäre er eine Leiche gewesen. So fonnte er aber noch rechtzeitig abgeschnitten und durch die Aerzte ins Leben zurückgerufen werden. Das Schöffengericht verurteilte zmei Angeklagte namens Goldstein und Monderer wegen fortgesetzten Betruges und Urfundenfälschung zu je 2½ Jahren Gefängnis und Adolf Stern zu 1 Jahr Gefängnis. Ein Motorboot auf der Spree verbrannt. Auf der Spree zwischen Köpenid und Friedrichs hagen in der Nähe des Restaurants Neu- Heringsdorf entstand gestern nachmittag auf dem Motorboot des Buchhalters Steiner aus der Köpenicker Straße durch Bergaserbrand ein Feuer. Steiner befand sich mit vier Personen im Boot auf einer Der grosse Erfolg meines FerienSonderverkaufs veranlasst mich, während der Volkstümlichen Wodie vom 25. bis 30. Juni den Verkauf zu den erstaunlich billigen Preisen fortzusetzen eilte auf die Hilferufe die Bootsfähre herbei und nahm die fünf Bootsinfaffen auf, die sämtlich unverlegt geblieben sind. Das Boot fonnte nicht gerettet werden. Die Köpenicker Feuerwehr erstidte den Brand erst nach halbstündigem Löschen. Das Boot ist fast vollständig ausgebrannt. Vereinigung sozialdemokratischer Juristen Sitzung am Dienstag, dem 26. Juni, abends 7, Uhr, im Saal 5 des Landtags- Gebäudes, Berlin SW11, Prinz- Albrecht- Str., Haupteing. Genosse Vandervelde- Brüssel und Genossin Vandervelde sprechen über: Die Reform des Strafrechts und die Gefängnisreform in Belgien. Der Vorstand. I A.: Ruben. Das bunte Hessenland. tradhien geblieben? Berschwunden find fie fast allesamt und die Wo ist die farbenfrohe Buntheit der schönen deutschen VolksStoffarmut der Kriegs- und Nachkriegszeit begünstigte das 3er störungswert. Un so mehr verdienen jene menigen Landschaften in deutschen Gauen unser besonderes Interesse, wo die alten, meist ebenso seltsamen als farbenfreudigen Trachten, der Neuzeit gleichsam zum Troß. aus Liebe und Stolz an selbstbewußtem Boltstum getragen werden. Ein solches Gebiet ist die fast unbefannnte Schmalm in effen. Wie vor mehr denn einem Jahrtausend die trußigen Hessen fehren" ließen, bis Bonifacius, der Hessenapostel, die Donareiche bei zu den Leßten zählten, die fich non ihren Germanengöttern beGeismar zu Falle brachte, ebenso zäh hängen die hessischen Schwalm bauern heute an ihren alten Trachten und Sitten. Etwa dreißig Bauerndörfer sind es am Flüßchen Schwalm, einer reichen und fruchtbaren Tallandschaft am Fuße des Knüllgebirges. Insbesondere das Gebiet zwischen den trei Schwälmer Kleinstädten Trensa, Biegenhain, Reufirchen. Irensa ist Trensa ist das reizvollste: ein farbenfröhliches Spinweg- Jonll. Baumumtränzt im Grün der Wiesen und Felder und funkelnden Buchenwälder liegen die Schulmdörfer. Der dekorative Schmuck ihrer braun- weißen Fachwerthöfe verleiht ihnen etwas ungemein Trachten nicht anders vermuten laffen, malte man die überdachten Freundliches, Malerisches. Farbenfreudig gestimmt, wie es die bunten Tore und Fenster der jegenbergenden Scheunen tornblumenblau oder flatschynohnrot an, mit hellen fenfrechten Streifen dazwischen. Blumen blühen an den Fenstern, Töpfe hängen über den Zäunen, weiße Bäuerinnenstrümpfe flattern dugendweife im Winde. Alte Dorffirchen stehen zwischen den Höfen. Am geschmäßigen Dorfbache flappert überall die Waffermühle. Seltener einmal ein alter Haus: fpruch ins Fachwertgebälf gefrigelt: Treue, Glaube, Liebe und Recht, Diese vier haben sich schlafen gelegt. Wenn felbe wieder auferstehen, Alsdann wird die Welt untergehen. ( Riebelsdorf.) Im übrigen find es eben Bauerndörfer, wo der schillernde Godel auf der Dorfstraße einherspaziert. Und die Schwälmer! Die werken in Haus und Hof, auf Dorfgassen und Aedern. Bub und Bauer, alle gleich in ihrer alt päter lichen Tracht; langer, schwarzen Leinentittel, nichole mit flatternden Bändchen am Knie, furzes Jädchen und finchem braunen Hut. Und die Schwäimerinnen? In Eniefurzen Bauschröcken, werftags drei, sonntags bis zu acht, unter denen sittegemäß das weiße Hemd hervorguden muß, auch bei der Feldarbeit in weißen Strümpfen, die Mädchen mit feuerrotem, die Frauen mit schwarzem Bezel über dem Sauz in der Kopfmitte das ist die Schwälmerinnentracht. So gehen sie, wandelnden Glocken ähnlich, mit immer wippendem Gang über die Dorfstraße, tragen am Querholz das Wasser von der Hofpumpe ins Haus, zotteln neben dem Ochsenfarren her, stehen ebenso ftolz auf dem Dunghausen, arbeiten tüchtig auf dem Feld. Anmutig, wenn die ebenso gefleideten Schulmädels in einer Freizeit nor der Derfichule unter der Linde einen Reigen tanzen. Hoch geht es zu ben Schwälmer Festen her. Zur berühmten Salattinnes am zweiten Sonntag nach Pfingsten in Ziegenhain findet sich die ganze Schmalm zusammen. Schwälmerimentracht und heutige Mode! Beide fniefurz, aber was ben Umfang anbetrifft, geht ein halbes Dutzend der neuen Sorte muf eine Schwälmerin! Der Etat der Stadt Potsdam. In der letzten Botsdamer Stadtverordneten: fizung wurden die neugewählten unbesoldeten Stadträte einge führt und verpflichtet. Der demokratische Stadtverordnete Polizeioberiefretär Rothe, der für den plöklih ausgeschiedenen Stadt. verordneten Rechtsanwalt Rennes in das Parlament einzieht, nahm die Amtsfette aus den Händen des Oberbürgermeisters an, gab aber gleichzeitig die Erklärung ab, daß er die Kette erst dann anlegen werde, wenn die Insignien des jezigen Reiches angebracht sein werden Nach der Einführung der Stadtverordneten wurde der Etat verabschiedet. Das Defizit im Stadthaushalt würde nach dem Boranschlag 325 000 m. betragen. Der Antrag des Magistrats, dieses Defizit durch Erhöhung der Gewerbesteuer auf 575 Broz. und der Grundvermögenssteuer auf 250 Broz. zu decken, wurde nach langen Debatten angenommen. Die Finanslage ist günstig, die Stadt Botsdam hat ein Vermögen von 32 Millionen Mark Die Werte arbeiten gut und sind mit 3,3 Millionen Mart im Etat eingesetzt. Der Etat murde mit den Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. daß Das Parlament der Arbeitersportler. Eröffnung in Leipzig. In der großen Turn- und Festhalle der Bundes. schule in Leipzig tagt vom Sonnabend bis Dienstag der 16. Bundestag des Arbeiter Turn- und Sportbundes. Bei der feierlichen Eröffnung am Sonnabendnachmittag begrüßte der Bundesvorsitzende Genosse Gellert Delegierte und Gäffe, unter denen sich die Genossen Crispien als Beauftragter der Sozialdemokratischen Partei und Deutsch vom österreichischen Arbeiterturnerbund und gleichzeitig als Vertreter der Sozialistischen Arbeitersportinternafionale befinden. Die Michaelschen Männerchäre fangen das Wohlan, es naht der Tag", dann mahnte Gellert, vom Bundestag möge erneut der Beweis der inneren Lebendigkeit des Arbeiter- Turn- und Sportbundes ausgehen. Die Wünsche ihrer Organisationen überbrachten schließlich Schilling vom ADGB., Charpat für die Arbeiterturner Prag, Müller von den böhmischen Sportlern, Vertreter vom Arbeiterfängerbund, von Solidarität", den„ Naturfreunden" und von anderen befreundeten Organisationen. Genosse Bildung, Körperpflege, gab der Hoffnung Ausdrud, daß der Bundestag wieder der Geschäftsführer der Zentralfommission für Arbeitersport und die alte innere Geschlossenheit herstellen möge, um wieder eine Gefinnungs- und Kampfgemeinschaft zu schaffen, die nötig ist, um dent Gegner gewachsen zu sein. Kreisporfigenden des Bundes. Rein technische Fragen standen auf der Seit Freitag tagten bereits die einzelnen Sparten und die Tagesordnung der Spartentagungen. Die Kreisvertreter leisteten die Vorarbeiten für den Bundestag. Aus den vertraulichen Beratungen zeitung", Mitteilungen, nad) denen beschlossen sein soll, einige Wortbringt das tommunistische Organ Leipzigs, die Sächsische Arbeiterführer der Berliner„ Opposition" aus dem Bund auszuschließen. Inwieweit diese Indiskretion Wirklichkeit werden wird, werden die Beratungen der Tagung ergeben. Nach der Zusammensetzung der Delegierten darf diese Opposition" taum auf Schonung rechnen. Eine leberraschung bereiteten die Chemnizer Bundesmitglieder den Delegierten: 350 Spielleute waren nach Schluß der Eröffnungstagung im weißen Sportdreß auf dem großen Sporthof der Bundesschule aufmarschiert, um den Bundestag zu begrüßen. Im Bollshause beschloß schließlich eine Feier den Eröffnungstag. Bolkskunsttage der Großen Berliner Kunstausstellung. Man perjuht alles mögliche, um die große Masse wieder kunstintereſſier. ter zu machen. In dieser Erkenntnis geht die Leitung der Großen Berliner Kunstausste, ung dazu über, Volkskunsttage zu veranstalten, d. h. an gewissen Lagen den Eintrittspreis besonders niedrig zu halten. So hat man zum ersten Male am 23. Juni, die überreich beschickte Große Berliner Kunstausstellung für 25 Pf. besichtigen fönnen. Karten für die Ausstellung Die Ernährung zum verbilligter Preise von 1 M.( statt 1,50 m.) find in allen Gewerkschaftsbureaus fomie im Bigarrengeschäft von Horsch, Engelufer 24/25( Gemertschaftshaus) zu haben. Das Archiv der Sozialdemokratischen. Partei, Berlin SW 68, Lindenstraße 3, läßt im Auftrage einer auswärtigen Bibliothek den zweiten Band der Zeitschrift:„ Der Geätete", Baris 1835, herausgegeben von J. Beneden, photographisch ver fielfältigen. Der Band umfaßt ein bis zwei Hefte im Um fange von 104 Seiten 8°. Es dürfte vielen Bibliotheken und Privatfammlern außerordentlich erwünscht sein, sofern sie ebenfalls den zweiten Band entbehren, ihr Eremplar auf diesem Wege zu ver vollständigen. Anfragen über Bezugsbedingungen richte man an das Parteiarchiv. Arbeitsgemeinschaft für Forstschutz und Naturkunde E. V. 68. Arfo- Wanderung: Besuch der Staatlichen Versuch sa und Lehrwirtschaft für Fischerei im Jägerhof am Safromer See, Sonntag. den 24. Juni. Treffpunkt vormittags 9 Uhfate, Safromer See, Römerschanze, Botsdam. Führung Herr Prof. am Bahnhof Wannsee. Wanderung: Wannsee, Pfaueninsel, MoorDr. Wundsh( Direktor der Preußischen Lehranstalt für Fischerei). SA Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin SEJ Einfendungen für biefe Rubrit nur en bas Jugenbiehretariat Berlin G 68, Lindenstraße 3 Gymnaftiffurius: de Teilnehmer treffen sich heute, Sonntag, pünktlich 14 Uhr, Bustan- Adolf- Straße, Ede Brenalquer lee( Promenade). Stafettenläufer, die im Lichtenberger Stabion gelaufen find, treffen fich bestimmt morgen, Montag, 25. Juni, 18% Uhr, auf dem Sportplas Friedrichs. hain. Erscheinen ist Pflicht! Heute, Sonntag. Weißensee: Sämtliche Genossen beteiligen fich an dem Festzug der Barter piinftlich 14 Uhr Gustav- Adolf- Straße, Ede Prenzlauer Alee( Bromenade). Reinider borf- Beft: Seim Scharnweberstraße. Bunter Abend. Pantom II: Seimabend. Werbebezirk Prenzlauer Berg: Tambourkapelle trifft sich pinktlich 13% Uhr Heinersdorfer Straße, Ede Prenzlauer Allee( Promenade). Morgen, Montag, 19% Uhr. Der Singfreis übt pünktlich 18% Uhr. Zallplag 11: Der Heimabend fällt aus. Rosenthaler Borstadt: Funf tionärsigung beim Genoffen Fillmich. Invalidenstr. 144. Frankfurter Viertel: Seim Litauer Etr. 18. GAJ. und die Gewerkschaften." Treptow: Heim wildenbruchstraße. Funktionärügung. Baumschulenweg: Seim Ernststr. 16. Jugendtage." Pantow II: Schule Kaiser- Friedrich- Straße. 10- MinutenFeferate. Die fozialdemokratische Frattion betonte aber, das Vorträge, Vereine und Versammlungen. durch ihre Stimmabgabe zum Etat ihr schärfstes Mißtrauen gegenüber dem alten Magistrat und ihre Mißbilligung gegenüber zahlreichen Sondermaßnahmen in keiner Weise eingehränkt werden soll. Die sozialdemokratische Fraktion, die ein Drittel der Potsdamer Bevölkerung vertritt, ist sich bewußt, daß die erheblichen Berbesserungen, die unter ihrer Mitarbeit für das Wohl ihrer Wählers haft gegenüber dem Boranschlag des alten Magistrats erzielt worden sind, durch eine Ablehnung des Etats zerstört würden. Um diese Berbesserung zu erhalten und die arbeitenden Teile der Bepölferung por höheren Belastungen zu bewahren, hat sic dem Etat zugestimmt. Reichsbanner„ Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsste la: Berlin G. 14, Sebaftianstr. 37/38, Sof 2 gr. Montag, 25. Juni. Lichtenberg nebft Rameradschaften: 19% Uhr michtige Sigung der Propagandalommission bei Werner. Diens tag, 26, Juni. Wassersportabteilung, Bug Ruberriege; 19 Uhr Bootshaus Tegel Bersammlung. Jeden Dienstag und Donnnerstag Uebungsabend im Bootshans Tegel, Friedrichshain: 19% Uhr Jugend- und Schussportlerversammlung in den Comenius- Sälen, Memeler Str. 67. Pflichtveranstaltung. Kreuzberg: Donnerstag, 28, Juni, erweiterter Borstand und Funktionäre bei Brüschte, Reichenberger Str. 98. Conntag, 1. Juli, Dampferfahrt nach Neu- Helgoland. Republikanisches Volksfest. Abfahrt 7 Uhr Schillingsbride. Fahrtpreis 1,75 m. bzw. 75 Pf. Abrechnung Mittwoch 20 Uhr bei Krepp, Blqnufer 75. Volkstümlign. Worfu nom 25.- 30.3ňmi. Vollvoile bedruckt in hochmodern. Mustern, doppeltbreit..... Mtr. M. Feinst. Rindenkrepp hübsche Blumenmuster, doppeltbreit..... Mtr. M. Vollvoile Bordüren Blumen- u.Fantasiemuster 1.65 1.80 2.90 Bastseide naturfarbig, bewährte 2.25 Qualitat, 85 em br., Mtr.M. Crêpe de Chine bedruckt, in vielen neuen Mustern u. 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Arbeiterschutz im Ausland ist Arbeiterschutz im Inland. zur Lösung der Frage auszuarbeiten; denn die Tätigkeit der Internationalen Eisenbahn- Union auf diesem Gebiet stimmt sehr steptisch; nur vom Internationalen Transportarbeiterverband liegen gute Borarbeiten vor. Der dirette Ruzen der 11. Internationalen Arbeitskon-| eingestellte deutsche Regierung erst recht ein Grund, greifbare Pläne ferenz für die deutsche Arbeiterschaft ist nicht groß. Das befchloffene internationale Ablommen für ein Berfahren zur Fest fegung von Mindestlöhnen geht in feinem Punkt über das deutsche Hausarbeitsgesetz von 1923 hinaus. Die Berujung der in dem Abkommen offen gelassenen Möglichkeit, auch für andere Industrien als die Heimindustrie Mindestlöhne festzu fezen, wurde sowohl von dem deutschen Gewertschaftsvertreter wie dem Vertreter der deutschen Regierung abgelehnt. Beide be tonten, daß in Deutschland der Tarifvertrag das Hauptinstrument der Lohnfestsetzung sei und bleiben solle. Immerhin fann Deutschland mit ganz wenig juriſtiſchen Aenderungen das Abkommen ratifizieren. Aehnlich, wenn auch nicht ganz so far, liegen die Dinge bei der Unfallverhütungsfrage. Der Fragebogen, den auch die Konferenz angenommen hat, deutet mir in ganz vereinzelten Bunkten darauf hin, daß ein internationales Abkommen schärfere Die Arbeit der Genfer Konferenz bringt, was vielfach über sehen wird, vielleicht noch auf Jahre hinaus für die deutsche Arbeiterschaft in der Hauptsache mir indirette Vorteile, die aber nicht unterschätzt werden sollten. Unmittelbaren Nutzen haben vor allem die Länder ohne straff organisierte Arbeiterbewegung in Europa und ganz besonders in Ueberfee. Bezeichnend ist, daß auf den Genfer Konferenzen zurzeit die indischen Arbeiter am meisten drängen und fordern. Am Kampf gegen das soziale Dumping ist jedoch die Arbeiterschaft der Hauptindustrieländer aufs stärkste intereffiert; denn ohne Untermauerung der Basis finkt auch die Spitze der Pyramide. Sonntag, 24. Juni 1928 die achtstündige Arbeitszeit im gegebenen Augenblid mit allen Machtmitteln zu erreichen. Das Spannungsverhältnis des Lohnes in ordentlicher Beziehung, das sich ergibt aus Wirtschaftsgebiet, Ortsklasse und Ortslohnzulage soll möglichst eingeengt werden. Die Ortszulage soll bei Berechnung von prozentualen Lohnzufchlägen und Gedingen über Verdienst als Grundlage angesehen werden. Es ist alles daran zu setzen, die festen Zulagen wie Nachtzulagen und Auswärtszulagen und dergleichen entsprechend der Gehaltsentwertung zu heben. Der Lohntarifvertrag soll fünftig fo umgestaltet werden, daß die Entlohnung der Minderleistungsfähigen auf Grund ihrer tatsächlichen Leiſtung auf ihren Dienstposten erfolgt. Die Abschätzung der Leiftungsfähigkeit joll unter Mitmirtung der Betriebsvertretung erfolgen. Die sozialen Bestrebungen des Lohntarifvertrages(§§ 19 und 22) find weiter auszubauen, insbesondere muß Wert darauf gelegt werden, daß frühere Bergünstigungen, wie Freizeit zum Baden während der Arbeitszeit wieder im Lohntarifvertrag aufgenommen werden. Die dem Arbeitsgericht zur Entscheidung zu übertragen. Unter allen Umständen muß die Organisationsleitung bemüht sein, zu verhindern, daß der Maximaltarifvertrag mehr als bisher zum Minimaltarifvertrag ausgebaut wird. In bezug auf das Gedingeverfahren im Reichsbahnbetrieb vertritt die Generalversammlung den Standpunkt, daß die abgeschlossenen Gedingevereinbarungen für alle im Gedinge gearbeitet wird, Berufsgruppen, bei denen so ausgebaut werben, daß durch bie Bereinbarung in jeder Beziehung ein rechtlicher Schuß für die im Gedinge arbeitenden Kollegen gegeben ist. Die ungünstigen Auswirkungen aus den Arbeitsunterweisungstarten sowie folche von soll fucht werden, die Gedingerichtzeiten so abzufassen, daß einmal erarbeitete Stüdzeiten nicht durch Berluftarbeiten an anderen Tagen im Löhnungszeitraum gefürzt werden. Die Organisationsleitung bat in der Zukunft ihr Augenmert darauf zu richten, daß Fließarbeit bei der modernen Rationalisierung des Arbeitsprozesses ebenso wie Gedingearbeiten bewertet werde." Unfallverhütungsvorschriften bringen kann und wird als fie Deutsch Der Eisenbahnerverbandstag beendet. Richtstüdzeiten sollen möglichst bald beseitigt werden. Es folf ver. land bereits hat. Auch dürfte das Abkommen faum über die im neuen deutschen Fabritschutzgesetz vorgesehenen Verbesserungen hinausgehen. Es hätte also wenig 3wed, mit dem neuen Gefeß bis zur Fertigstellung des Abkommens zu warten, wie verschiedene Stimmen aus dem Unternehmerlager fordern. Dagegen wäre es für die deutschen Transportarbeiter von großem Wert, wenn die geplanten fleinen Abkommen über ein höchstmaß der Handtransportlast ex und üben Gewichtsbezeichnung der Kollis Wirklichkeit würden. Für die deutschen Häfen wäre es schon aus Konkurrenzgründen sehr zu begrüßen, wenn ein internationales Ab: fommen gleichartige Schuhmaßnahmen für die Hafenarbeit vorschreiben würde. Die in der Frage der automatischen Ruppelung von der Konferenz getroffene Regelung befriedigt nicht; sie schiebt die praktische Erledigung der Frage um mindestens zwei Jahre hinaus. Auch nach zwei Jahren werden aber auf der Konferenz in der Kuppelungsfrage noch große Widerstände sich geltend machen. Der Hauptwiderstand tommt aus den finanziellen Schwie. rigkeiten bei der Lösung des Problems. Die deutschen Regierungsfachverständigen schätzen die Kosten der Einführung der automatischen Kuppelung in Deutschland auf 700 bis 900 milli. anen Mart ein großer Betrag, gegen den sich die internationalen Gläubiger der Reichsbahn sträuben werden. Bedenkt man, daß die deutschen Eisenbahnwagen bis nach Italien, nach Standi navien, nach Warschau, Lille und Belfort laufen, dann zeigt fidh ohne weiteres, daß die Kuppelungsfrage für Deutschland nur international gelöst werden kann. Das ist natürlich für eine sozial clic2 Zigaretten HAUS BERGMANO LASSE Haus Bergmann DRIVAT 5 6 Haus Bergmann Zigarettenfabrik A- G⚫ Dresden Spe pezial schon von mkan. Marken- Fahrräder bis 5 Jahre Garantie gegen Teilzahlung Mantel, Schläuche, Laternen etc.enorm billig! Fahrradhaus WERNER Berlin 5036 Adalbertstraße 9( am Kottbusser Tor) Eine Sensation sind außergewöhnl billigen Preise unsere Wir gewähren außerdem vom 25.- 30. Juni 10 Prozent Rabatt lackiert.. 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Bei den folgenden Borstandswahlen werden Scheffel Berlin und Hermann: Referat über Lohntarif und Gedingewesen. U. a. mar daraus zu erfahren, daß im Allgemeinen Eisenbahnerverband 6,13 Proz. der Nürnberg( unbesoldet) zu Borsigenden gewählt. Der Loohnempfänger organisiert find, in der Christlichen Gewerkschaft übrige Vorstand setzt sich zusammen aus Hölzder( Raffierer) sowie Deutscher Eisenbahner" 13,6 Broz., während der freigewerkschaftliche aus den Sekretären Apitsch, Blaß. Breunig, Jahn, Einheitsverband 59,2 Broz. der Eisenbahner umfaßt. Der Redner och ade, Kramer, Bramiz. Ferner wurden gewählt Ferberührte nach diesen Feststellungen Fragen des Lobntarifs und Geber Berlin, Güdel- Hannover, Hövel Köln, Kinner- Bres dingewesens, trat dann für soziale Lohnablommen im lau Megger Karlsruhe, Mieth Erfurt, Mönnites Dort Mantelvertrag ein, für den Fortfall der Frauenzulage und forderte mund, Ble- München, Richter Leipzig, Schacher Jena und statt dieser Besserung der Grunblöhne und eine Bezah- Schmidt Hamburg. Zu Redakteuren werden bestimmt wie th= mann und Schulze. lung der Rentenempfänger nach den von ihnen bekleideten Dienstpoften an Stelle des Arbeitsfaches. Ferner behandelte Apitsch bie Urlaubsregelung, die verschiedenen Arten von Zulagen, Bezahlung der Schreibhilfen und andere Fragen. Das Ergebnis der Debatte ist in folgendem vom Kongreß angenommenen Antrag niedergelegt: Der Geltungsbereich bes Tarifvertrags ist möglichst auf alle beschäftigten Bediensteten im Lohnverhältnis auszudehnen. Insbeson dere muß alles baran gesezt werden, daß, die Zeitarbeiter fünftig unter den Tarifvertrag fallen. Die Drganisation steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß die achtstündige Arbeitszeit für alle Be bienftetengruppen erstrebt werden müsse. Es muß versucht werden, Und wieber ist ein alter, bewährter Rampfgenoffe, unfer lieber Bruno Fiedler burch ben Zod unseren Reihen ent tiffen worden. In unserem Herzen mirb er fort leben. Trauerfeier: Dienstag, 26. Juni, 5( 17) Uhr, Krem, Baumschulenweg. Regste Beteiligung erwartet bie 92. Abt. Neukölln, Deutscher Metallarbeiter- Verband Die Sigung der Engeren Ortsverwaltung fällt am Dienstag, dem 26. Juni, aus. Dienstag, den 26. Juni, nachmittags 5 2hr, im Gewertschaftshaus, Engelufer 24/25 Branchenversammlung der Metallbrüder und Polierer Eggesordnung: 1. Bericht. 2. Berbandsangelegenheiten und Berschiebenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung erwarten wir, daß alle Kollegen erscheinen. Die Vertrauensleute sind verpflichtet, für einen guten Besuch Sorge zu tragen, Dienstag, den 26. Juni, abends 7 2hr, im Jugendheim bes Berbandshauses, Cinienfleage 63/85, Bortat 1, 2 Treppen Versammlung der Betriebsrohrleger und Helfer Tagesordnung: 1. Die Tarif- und Lohnbewegung in den BBM3.- Betrieben. 2.Berbands- und Branchenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Das Erscheinen aller im DMB. organi fierten Betriebsrohrleger und Selfer ift unbedingt notwendig." Mechaniter, Optiter, Uhrmacher, Eicher und Eicherinnen. Donnerstag, den 28. Juni, abends 8 Uhr, in unserer Kulturableitung. Cinienstr. 197 Filmvortrag Karien dazu können an der Rontrolle in Empfang genommen werden. Die Orisverwaltung. Metallkartell! Mittwoch, den 27. Juni, abends 7 2hr, im Saalbau Friedrichshain, Am Friedrichshain 18/23 Versammlung aller Vertrauensleute u. Betriebsrafsdelegierten aus den Betrieben Des Berbandes der Berliner Metallindustriellen Tagesordnung: 1. Bericht von ben Berhandlungen über den Abfchluß eines neuen Mantel- und Lohnvertrages. Zutritt nur gegen Borlegung der mit nferate im dem BBMJ- Stempel verfehenen Legiti Vorwärts mationstarte fichern Erfolg! Gewerkschaft, mationstarte und des Verbandsbuches Das Metalfortell = B Abends schloß Scheffel- Berlin bie Generalversammlung mit einem Dant an Frankfurt, an die Presse für deren objektive Be richterstattung mit Ausnahme der tommunistischen Zeitungen, und an alle Kongreßmitglieder. Die Streiflage in Griechenland. Athen, 23. Juni.( Eigenbericht.) Der Generalstreit ist in ganz Griechenland allgemein. In Saloniti tam es bereits zu 3usammenstößen zwischen Streifenden und Polizei. Mehrere Bersonen wurden verle ETATHEIM DAS HEIM, DAS FREUDE MACHT MUZИO A inish tu ☐ NJ WIRTSCHAFT LICHKEIT BEIM AUFBAU DES HEIMES IN DER FÜHRUNG DES HAUSHALTS WOHNBERATUNG BESUCHEN SIE DIE SOEBEN ERÖFFNETE AUSSTELLUNG FORDERN SIE DIE ETATHEIM- SCHRIFTEN DIE IHNEN KOSTENLOS - ZUGESANDT WERDEN ABTEILUNG FÜR WOHNUNGS EINRICHTUNGEN N⭑JSRAEL M BERLIN C 2 SPANDAUER STRASSE KÖNIGSTRASSE VER K AU F Stis 2A0 ML THAH K 湯 B G mood paladna Longum: MONTAG ENTAT 2 DEN JULI KONSUM- WARENHAUSER Südosten: Am Oranienplatz Charlottenburg: Rosinenstr. 4- Norden: Reinickendorfer Str. 21- Osten: Frankfurter Allee 60 Möbel- Teil- Ausverkauf zu unerhört niedrigen Preisen wegen Abriß eines Teiles des Hauses. Wir sind gezwungen, große Teile unserer gewaltigen Möbel- Läger Fast ohne Anzahlung 24 Monatsraten und mehr Hovin kürzester Frist zu räumen! Günstigste Kaufgelegenheit zu Spottpreisen trotz langfristiger Kredite! 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Durch verspätetes Eintreffen bezw. weil den Vorschriften des Wettbewerbs nicht stattgegeben war, mußten leider 613 Lösungen von vornherein ausscheiden. Die von uns absichtlich in den Modebericht hineingetragenen Fehler zeigen wir Ihnen hier in Wort und Bild. Aber obwohl bei der Prüfung, ob eine Lösung richtig oder falsch war, sehr weitherzig verfahren wurde( sobald nur der Sinn des Fehlers gefunden war, wurde die Lösung zu den richtigen gerechnet, wenn auch die Art der Beschreibung des Fehlers nicht die von uns festgelegte Fassung hatte), wurden doch nur insgesamt 7628 vollkommen richtige Lösungen, d. h. also Lösungen, die alle 12 Fehler richtig gefunden hatten, festgestellt. Die Menge der eingegangenen Briefe und der Umfang der dadurch nötig gewordenen Arbeit wird es allen verständlich machen, daß wir Korrespondenzen im einzelnen nicht pflegen konnten, und daß Briefe, die mit Bezug auf den Wettbewerb uns zugingen, unbeantwortet bleiben mußten. Die uns zum Zwecke der Rückantwort eingesandten Frei- Umschläge bezw. lose Briefmarken im Werte von insgesamt Mk. 12.50 haben wir um den gleichen Betrag vermehrt und mit Mk. 25.- einem wohltätigen Zwecke zugeführt; wir hoffen, damit im rechten Sinne gehandelt zu haben. Unter den 7628 eingegangenen richtigen Lösungen mußte dem Wettbewerb gemäß das Los entscheiden. Die Verlosung fand unter Vorsitz eines Notars statt, und hatte folgendes Ergebnis: b& Es erhielten: den 1. Preis zu 1000.- M. Gustav Heider, Spandau, Weißenburger Straße 30 den 2. Preis zu den 3. Preis zu den 4. Preis zu 500.- M. Jlse Zilius, Altona, Poststraße 32. 250.- M. 250.- M. 5 Preise zu je 100.- M. Adolf Schröder, Hamburg 33 Jenny Loose, Schöneiche, Kr. No. Barnim Erna Feyrath, Röln Brühl. Hanna Stein, Bannover Paula Andrée, Düsseldorf. 10 Preise zu je 50.- M. Theo Küpper, Röln- Maria Pareiges, Lichterfelbe- DftRosa Schmidt, Düsseldorf Rath Hermine Rabing, Röln. Deut Siegfried Stanz, Berlin D 17 Jacob Sonnenreich, Roln Maria Poebe, Köln- Rall Emma Kiene, Hamburg 23 Josefine Splettstößer, Düsseldorf- Grafen. berg Gerta Beth, Röln- Rippes. ( 34) Liederbuch verkehrt in der Hand Aenne Hübel, Bonn, Breifestraße 90, bei Junkersfeld Hildegard Koch, Hannover, Wiefenstraße 53 25 Preise zu je 20.- M Gertrud Langen, Röln Bidendorf- Helga Blunck, Berne bei Ham. burg Joh. Eblinghaus, Köln- Else Pandias, Effen- Borbed. Th. Reucher, Röln Rall- Wilhelm Ahrens, Hannover- Erna Brandt, Hannover- Lina Hasselmeyen, Hannover Linden Emne Wittstock, Reinidendorf Off- Liesel Veuskens, Düsseldorf- Frau Th. Doppers, Uerdingen Friedrich Schrader, Hannover Irmgard Katzbach, Hilden Rhld Emma Dahlke, Bin. Lichtenberg Käthe Rennau, Hamburg 23- Frauv. Wentzky, Berlin W6- Frau Dr. Lehmacher, Köln- Ehrenfeld Maria Obladen, Roln Marg. Heese, BerlinLichtenberg Anny Adler, Berlin- Spandau Aenne Krumme, 6 ( 39) ALC ( 26) auf dem Ballon steht A& Canstatt CeA Irma Kraak, Hamburg 3. hat zwei rechte Handschuhe Hertha Seebeck, Hamburg 23 Frau Nelles, Ren Nippes Röin Franziska Metzger, Berlin 4 ( 30) der rechte Armel fehlt 7322 ( 32) ( 24) Das rechte Bein fehlt Die Lautenbander sind falsch angebracht • 100 Preise zu je 15.- M. Mathilde Hennes, Liselotte Schlechtendahl, Ratingen Düsseldorf- Christel Minjon, Düffeldorf- Richard Stoffel, Radevormwald, Kreis Lennep( Rhld.)- Fr. Joh. 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Düsseldorf Rath o Charl Lautenschläger, Berlin 54- Billa Köhnen, Röln Лiehl C Winkelbach, Röln Bidendorf. Anna Eckstein, Berlin- Tempelhof. Meta Tonn, Bannover Lydia Haberkamp, Hannover Agnes aus dem Kahnen, Ratingen Käthe Werner, Berlin Adlershof Alma Sohns, Frau F. Oebinsky. Hamburg Margarethe Pfirschke, Berlin. Neukölln Hannover Linden Paul Rieke, Köln Dellbrüd H. Hauptmann, Hannover Anna Schullrich, Berlin Neukölln Frau Höll, DüffelAenne Blumeyer, Berlin Marienfelde Johannes Hennig. Adele Schlkowski, Hamburg 22 A Bothe, Hannover Hannover Hubert Blabneck, Köln Grete Bachhausen, Hilden Jacob Baumgarten, Düsseldorf Frau E. Böttinger, Köln- Riettenberg Bill August Bertram, Hannover Frida Rolfs, Hannover Rosa Freund, Berlin D Erna Rengelshausen, Hannover L Helene Brück, Röln Johanna Hesse, Ratingen Anny Schwab, Berlin Brunhilde Banholtz, Berlin GD 36 Johanna Lenzen, Düsseldorf Werften Kramm, Hamburg Barmbed. Alma Bonitz, Bannover- Lucie Krüger, Berlin 2 Charlotte Fielitz, Neukölln Erna Langisch, Beeskow Mart- Magda Schofer, Köln- Klettenberg I Lisbeth Kaphan, Berlin B 30 Max Behrmann, Hamburg 39 Maria Haeck, Glabbed Weftf.- Kurt Slamer, Hamburg- Else Garpers, Effen- Borbed- Walther Pfingst, Düffeldorf- Berta Materne, Mahlsdorf. Süd- Lilly Friedrich, Berlin Reinidendorf- Käte Hildebrandt, Steglitz- Maria Wirtz, Röln- Alettenberg- Paul Jacobz, Duffeldorf Gerres. heim- Merle Hahn, Hamburg 37- Magda Boltendahl, Köln Ehrenfeld- Walter Reineke, Hannover- Frau N Steinmetz, Elmshorn HolsteinHelene Laforest, Köln- Gülz- Minna Dietz, Düffeldorf- Frau Löffler, Hannover- Frau Ww. Schmitz, Düffeldorf- Frau Rektor Renfort, Hilden bei Düsseldorf- Friederike Rieger, Hannover- H. Schulz, Köln- Lindenthal- Frau Aug. Hiemer, Effen- Hermann Neimzig, Köln Ehrenfeld. * borf Alle Gewinne sind den Preisträgern bereits durch die Post zugegangen. Wir danken allen, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben, besonders auch denjenigen, die durch originelle Lösungen, kluge und witzige Gedichte und durch anerkennende Worte uns ganz besonders erfreut haben, ebenso auch denen, die zwar richtige Lösungen eingesandt haben, aber einen Preis nicht erhalten konnten. ladoM Oranienstr. 40 Am Oranienplatz C& A BRENNINKMEYER Chausseestr. 113 Beim Stettiner Bh Königstraße 33 Am Bhf. Alexanderplatz ( 43) Der Schirm hat keinen Stock ( 48) Schlittschuhe zum Tenniskleid Theater, Lichtspiele usw. Sonntag, 24.6.28 Staats- Oper Unter d. Linden Ab.-V. 48. Anf. 19( 72) U. Die Macht des Schicksals Staats- Oper Am Pl.d. Republ. Ab.-V. 55 Anf. 19( 72) U. Don Giovanni Sonntag, 24. 6. 28 Städtische Oper Bismarckstr. Turnus III Anf. 20( 8) U. Tosca Staatl. Schauspielh. Am Gendarmenmarkt Ab.-V. 128 Anf. 20( 8) Uhr Kalkutta, 4. Mai Staatl. Schiller- Theater, Charltbg. 20( 8) Uhr: Die beiden Seehunde Deutsches Theater Theater des Westens U. 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Die Beurteilung der Kräfte und Absichten dieses Finanziers war sehr verschieden; bald wurde er ernst genommen und als wichtiger internationaler Faftor betrachtet, bald hielt man seine zahlreichen Projekte für erledigte Phantasien. Wer ist Alfred Löwenstein?| Zunächst persönlich. Vor dem Kriege arbeitete er in Brüssel als Banfier, verlegte in der Kriegsund Nachkriegszeit seine Tätigkeit teilweise nach London, Kriegs- und Inflationszeit waren für ihn eine Periode glänzender Gewinne, die ihm insbesondere sein großes Ge fchic im Kauf und Verkauf von Aftien einbrachte. Els die bel= gische Inflation immer stärker wurde und ben belgischen Staatshaushalt immer mehr bedrohte, machte Löwenstein der belgischen Regierung das Angebot, ben belgischen Franken zu #abilisieren. Mit den Geldern, e durch die Inflation breiten. Bolksschichten Belgiens entzogen morden waren, wollte er Belgien ein patriotisches Gefchent machen, das für ihn ein neues glänzendes Geschäft werden sollte. Die belgifche Regierung hat jedoch diese Offerte zum Aerger Löwensteins nicht angenommen. Er wandte sich daraufhin schnell anderen Dingen zu. Von Brüssel, London und ins besondere von Biarritz aus, einem eleganten Seebade an der Südwestfüfte Frankreichs nahe der spani schen Grenze, unternahm er den Versuch, einen Weltelektrizitätstrust J.H. SCHRODER BANKING CORP. J. SPEYER U.CO, NY. ALLIED CHEMIC. u. DYE CORD. zu organisieren. Trotz der Schaffung großzügiger Bureaus zu diesem Zweck, trog des Kaufs zahl= reicher Attienpalete von belgischen, spanischen, brasilianischen und negitanischen Elektrizitäts und Ges Straßenbahngesellschaften erreichte jedoch Löwenstein nicht, was er mollte. Wir erwähnen nur, daß er einen Teil seiner Aftienpafete an andere Kapitalgruppen, insbeson dere an die große belgische Elektrizitätsfinanzierungsgesellschaft Gofina" mieder weiterverkaufte. Immerhin tam doch die Gründung der Hydro- Electric Securities Corp( Wassertraft- Elektrizitäts- Befellschaft) zustande, die ihrerseits Aftienpatete der Brazilian Traction und der Barcelona Traction somie onderer Gesellschaften verwaltet. Beide Gesellschaften haben ihren Sig in Toronto( Kanada), die erſt genannte Gesellschaft, die Elektrizität und Gas erzeugt und verteilt, Straßenbahnen betreibt, zugleich ein Telephonimternehmen ist, hat ein Attienkapital von 120 Millionen SOLVAY Sonntag, 24. Juni 1928 Aktienpakete, die insgesamt nach dem jezigen Kurs auf einen Wert von 50 Mill. Dollar, d. h. von mehr als 200 Mill. Mart geschät merden. Löwenstein denkt, mie es scheint, nicht daran, eine selb ständige Kunstseidegruppe im Gegensatz zu den bisher herrschenden chemiekapitalistischen Gruppiererungen zu organisieren. Auch seine Zusammenarbeit mit der Glanzstoff- Bemberg- Gruppe, tung gelegen. Bei der Beweglichkeit Löwensteins ist es jedoch keines wegs sicher, daß die Verbindung mit Glanzftoff aufrechterhalten bleibt. fammlung nicht ausnuten. Ueber diesen Punkt schwebt augenblidlich insbesondere die lleberlassung der Enka- Aktien, hat in dieser Richein Prozeß. Den größeren Teil der erworbenen Enfa- Attien hat Löwenstein meiter an die deutsche Glanz stoff Gruppe gegeben, wodurch sich der Kontakt zwischen Glanzstoff und Enta verengert hat. llebrigens hat sich Löwenstein auch an den Vereinigten Glanzstoff: merken und an Bemberg kapitalmäßig beteiligt; sein Befiz wird auf mindestens 10 Proz. des Aktienkapitals der beiden Gesellschaften geHYDRO- ELECTR. SEC.CORP. BARCELONA TRACTION LOWENSTEIN SOCIETE JNTERNATION. HOLDINGU.JNVESTM. CORP. BEMBERG GLANZSTOFF ENKA BREDA TOMASZOW TUBIZE ARTIF. SILK OF AMERICA SOC.FINANCIERE BELGE- CANADIENNE LEHMANN BROTHERS, NY: dl SOIE ARTIFICondome d SOIE ARTIF. DE TUBIZE FABR.BRUXELLOISE dl. SOIERIE SOC FRANÇAISE DE TUBIZE TEINTURERIE BELGO- SUISSE KONZERN LÖWENSTEIN JNDUSTR. GESELLSCH. BANKEN SPITZEN GESELLSCHAFTEN LOWENSTEINS MEHRHEITSBETEILIGUNG ODER KONTROLLE MINDERHEITSBET ODER GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN, fchen Kunstseidefabrik Tomaszow, die wiederum in Beziehungen zu der von Löwenstein beherrschten Tubize steht. Eine neue Löwenstein- Gründung auf dem Kunstseidegebiet ist die Société Financière de la Soie Artificielle( Runstseide- Finanzierungsgesellschaft), eine französische Gesellschaft, die dazu bestimmt ist, in die französische Kunstseideindustrie stärker einzudringen. Offenbar hat es Lömenstein auf die starke französische Gruppe Bernheim- Givet abgesehen, non der in diesem Augenblick die Gründung einer 50- Millionen- FrankenGesellschaft für Kunstfeidenerzeugung in Lille gemeldet wird. Dollar, die zweite ein Rapital von 45 Millionen Dollar. Beide| schätzt. Schließlich beteiligte sich Löwenstein auch an der polni Gesellschaften verfügen über eine größere Anzahl von Untergesellschaften und Beteiligungen. Zwecks besseren Kontakts zwischen Löwenstein und den kanadischen Aktionären und leichterer Ueberwachung dieser Gesellschaft wurde dann im April noch eine meitere Spizengesellschaft mit dem Société Belge- Canadienne gegründet, deren Aktienkapital zunächst 100 Millionen belgische Franken beträgt. Dadurch, daß Löwenstein seine großzügigen Weltpläne auf dem Elektrizitätsgebiet nicht erreicht, fieß er sich nicht entmutigen. Er verstärkte vielmehr insbesondere seine Kunstseidenintereffen, die ihn schon einige Jahre vorher beschäftigt hatten. Löwensteins Kunstfeideprojekte. Schon 1922 begannen diese Interessen, indem er der British Celanese Co. durch Gründung einer Finanzierungsgesellschaft neues Kapital verschaffte. Hieran mar bereits damals die belgische Gesellschaft Soie Artificielle de Tubize mitbeteiligt. Löwensteins Absicht war es, Celanese und Tubize zu kontrollieren und beide miteinander zu verschmelzen. Dies mißlang. Lömenstein wurde allmählich aus der British Celanese wieder vollständig herausgedrängt, und statt dessen gelang es dem Bankhaus Dreyfus, in dieser Gesell fchaft festen Fuß zu faffen. Dafür verstand es jedoch Lömenstein, fich die Aktienmehrheit der Tubize zu sichern, ciner großen Gesellschaft, die auch heute noch fest unter seinem Einfluß steht. Daneben taufte er Aftienpakete der beiden holländischen Gesell. schaften Breda und Enta auf. Was die Breda anlangt, so hat er zmar die Aktienmehrheit in der Hand, fann sie aber auf Grund des holländischen Aktienrechtes stimmenmäßig in der Generalper: Schließlich ist noch zu ermähnen, daß Löwenstein sich auch an rein chemischen Großunternehmungen beteiligt hat, so an der Solvay- Gruppe, der größten belgischen Chemiegruppe, und an der Allied Chemical and Dye Corp., dem zweitgrößten Chemiekonzern der Bereinigten Staaten. Alle diese Beteiligungen find zusammengefaßt in der gegen wärtigen Spizengesellschaft Löwensteins, der Eine ganz besondere Bedeutung aber gewinnt der Kontakt mit den genannten Chemiekonzernen( Solvay und Allied Chemical). Diese beiden Chemiegruppen find nämlich nicht mur miteinander eng liiert, sondern pflegen beide sehr enge Beziehungen zum englischen Chemietrust, der Imperial Chemical. Industries Ltd. Außerdem bestehen auch noch Beziehungen zwischen dem Solvay- Konzern und der von Löwenstein beherrschten TubizeGesellschaft. Die gegenseitige Verflechtung ist somit gerade hier so eng geworden, daß man glauben möchte, daß diese Bindung der Lömenstein- Gruppe von Dauer sein wird. In diesem Fall würde man Löwenstein als einen wichtigen Agenten dieser großen internationalen Chemiegruppe, die schon heute auf verschicdenen Gebieten im Konkurrenzfampf mit der J. G. -h. Farbenindustrie 2.-G. steht, betrachten fönnen. Zur Tariferhöhung der Reichsbahn. Reichsverband der deutschen Industrie lehnt ab.- Eine merkwürdige Begründung. Der Reichsverband der deutschen Industrie hat nochmals zur Frage der Tariferhöhung bei der Reichsbahngesellschaft Stellung genommen. Er kommt zu dem Ergebnis, daß die Tariferhöhung folange als irgend möglich vermieden werden müsse, daß die Reichsregierung auch durch eme eventuelle Intervention beim Reparationsagenten für die Zulassung langfristiger Anleihen für die Reichsbahn wirken soll und meint vorsichtig, daß das Reich einen Teil der sogenannten politischen Lasten" der Reichsbahn, wozu auch die hohen Pensionen für abgebaute Beamte gehören, übernehmen könnte. Mertwürdiger ist schon die Anschauung des Reichsverbandès, daß eher die Personen tarife erhöht werden fönnten, wenn schon eine Erhöhung unvermeidlich wird, als die Gütertarife. Diese Meinung ist unseres Erachtens falsch. weil die Eisenbahnpassagiere in den meisten Fällen fahren müssen, infolgedessen eine Tariferhöhung unmittelbar die Kauffraft für andere Waren im Inland fenft, bei zum mindesten nicht mehr ansteigender Ronjunttur aber eine neue Senfung der Kauffraft auch der Industrie gefährlicher wird als eine unter Umständen undermeidliche Erhöhung der Gütertarife, deren Abwälzung auf die Preise teineswegs immer möglich ist. In der Hauptsache aber gibt der Reichsverband der, deutschen Industrie für feine ablehnende Stellungnahme eine politiche Begründung Er unterstellt fälschlicherweise, daß die bei der Reichsbahn vorgenommenen Lohn und Gehaltserhöhunus gen hauptsächlich die Ursache für die geforderte Tariferhöhung feienund daß letztlich für die Tariferhöhung die z wiespältige offi zielle Wirtschaftspolitit verantwortlich sei, die niedrige. Eisenbahntarife verlange, auf der anderen Seite aber die Reichsbahn zur Erhöhung der Personalausgaben 3 winge. Die Reichss. bahngesellschaft selbst hat keineswegs eine derart einseitige Begründung für die Tariferhöhung gegeben, und der Reichsverband. handelt unaufrichtig, menn er auf diese Weise die Tariferhöhung zum Anlaß für ein Plädoyer gegen Lohnerhöhungen: nimmt. Brandenburger Arbeitsmarkt. Beschäftigungsgrad etwas gesunten. Die finkende Auffnahmefähigkeit des Brandenburger Arbeitsmarftes, die schon in der Borwoche in Erscheinung trat, hat sich in der Berichtswoche schärfer ausgeprägt. Der Zugang der Unterftügungsempfänger betrug rund 3150 Personen. Beeinflußt wurde dieses ungünstige Ergebnis durch die weiterhin verstärkte ArbeitsTofigkeit in der Konfektions- und Schuhindustrie. Aber auch die Beschäftigung in der Metallindustrie, dem Holzgewerbe und der Bauindustrie mar schmächer. Jedoch deuten die erhöhten Anforderungen für technische Angestellte im Baugewerbe darauf hin, daß die Bearbeitung der Bauvorhaben verstärkt in Angriff genommen wird. Die Gesamtzahl der Unterstützung beziehenden Personen betrug in der Berichtswoche 118 760( 115 605), davon entfallen auf die Arbeitslofenunterstützung 102 391( 99 155), Krisenunterstützung 16 369 ( 16 450). Wohnungsbauanleihe erst im Herbst? Die Genehmigung des Steuerausschusses ist erforderlich. Zur Beschaffung von rund 100 Millionen Auslandskapital für Wohnungsbauten ist bekanntlich die Begebung der entsprechenden Summe von Pfandbriefen bzw. Zertifikaten im Ausland genehmigt ( insgesamt 105,5 Millionen). Eine Korrespondenz bringt die nicht erfreuliche Mitteilung, daß die Regelung der Pfandbriefe mohl erst im Herbst erfolgen könnte, nachdem der die letzte Formalgenehmigung erteilende Steuerausschuß des Reichstags noch nicht gebildet sei. Wir hoffen, daß der Reichstag Mittel findet, diese Genehmigung zu beschleunigen. Baut Kleinwohnungen. International Holding and Investment Corporation ( Internationale Kontroll- und Finanzierungsgesellschaft). An ihr ist ebenso wie an der oben erwähnten Hydro Electric, das englisch amerikanische Banthaus 3. H. Schröder beteiligt. Gegen wärtig bemüht sich die International Holding and Investment Corporation, eine Anleihe in Höhe von 25 Mill. Dollar aufzu Die Forderung der arbeitenden Massen nach dem Bau port nehmen, die durch die amerikanischen Bankhäuser Schröder Banking mehr Kleinmohnungen ist auch nach den statistischen Fest Corporation und Lehmann Brothers jezt beschafft wird. Sicherstellungen über den Neuzugang an Wohnungen im ersten Viertelheiten für diese Anleihe, deren 3med es ist, die Kapitalfraft Löppen. jahr 1928 berechtigt. Im ganzen find 26 437 Wohnungen in Wohnsteins zu neuen Expansionen zu stärken, bilden eine große Anzahl gebäuden erstellt worden. 90 Proz dieser Wohnungen Fahrt D. UN.L.Q. Porifer murden bemerkenswertermeife mit Unterstüßung aus öffent. lichen Mitteln errichtet. Dabei handelt es sich um Bauten, die in der Hauptsache aus der vorjährigen Bauperiode noch unvollendet übernommen wurden. In den Mittelstädten hat im allgemeinen die Neubautätigkeit nachgelassen. Bedauerlich ist, daß bei allen Städtegruppen ein leberwiegen neuer Mittelwohnun= gen festzustellen ist. Auf Kleinwohnungen entfiel im ersten Quartal dieses Jahres bei den Großstädten nur etwa ein Drittel und bei den Mittelstädten nur etwas über zwei Fünftel der neu errichteten Wohnungen. Was die Statistik Mittelwohnungen nennt, ist heute für den Arbeiter und Angestellten einfach uner: schwinglich. Die Wohnungspolitit muß im Reich und in den Städten dahin gelenkt werden, daß in erster Linie der noch immer riefenhafte Wohnungsbedarf der breiten Maffen, die Mittelwohnungen nicht bezahlen fönnen, befriedigt wird. des Berliner Rundfunks. Wochenprogramm des Berliner Sonntag, 24. Juni: 6.30: Frühkonzert. 9: Morgenfeier. 11.30: Orchesterkonzert. 14: Funkheinzelmanns Singstunde. 15: Kurzschrift. 17: 15.30: Für den Landwirt. Unterhaltungsmusik. 19: Fünf Jahre Rundfunkjournalismus. 19.30; Was ist praktischer Tierschutz? 20: Wie sollte man reisen? 20.30; Konzert. 22.30: Tanzmusik. Montag, 25. Juni: 15.30: Unsere heutige Jugend. 16: Kleine Geschichten von großen Leuten. 16.30: Technische Wochenplauderei. 17: Kammermusik. 18.45: Rechtsfragen des Automobilverkehrs. 19.10: Das Drechslerhandwerk, ein sterbendes Kunsthandwerk. 19.35: Von der Sprache des Ingenieurs. 20: Führerpersönlichkeiten der deutschen Bühne( Goethe und Immermann). 20.30; Lieder- und Musikvorträge. Dienstag, 26. Juni: Unternehmerflagen bei 32 Proz. Reingewinn Gebiet des Wettbewerbsrechts. 16: Von Minnesang und Minnesingern. 16.30; 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 15.30: Interessantes aus dem Stunde mit Büchern. 17: Montmartre und Montparnasse. 17.30; Unterhaltungsmusik. 18.40: Der moderne Verkäufer im Dienste des Kunden und des 19.05; Der Wille zur Umwertung aller Werte als Macht. Unternehmens. 19.30: Jubiläen alter deutscher Städte. 19.55: Die großen Mächte in ihren weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Beziehungen( Italien). 20.30: Sendung von Tri- Ergon- Tonfilmen. Mittwoch, 27. Juni: fest. 18.45: 15.30: Reisevorbereitungen. 16: Die Vermögenserklärung und Vermögenssteuerveranlagung 1928. 16.30: Städtebilder Bukarest Belgrad. 17: 4. Kinder19.10: Wanderungen Seelische Erregungen als Todesursache. durch die Mark. 19.35: Der soziale Gedanke in der modernen Literatur. 20: Rechtsfragen des Tages. 20.30: Märkischer Abend: Rezitationen, Musikvorträge. 22.30: Lieder- und Musikvorträge, Donnerstag, 28. Juni: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 18.30: Vom Deutschtum im Burgenland. 16: Organisation der Jugendwanderbewegung. 16.30: Portschritte in der chemischen Veredelung von Brennstoffen. 17: Konzert. 19.30: Fremdsprachliche Vorträge: Englisch. 20: Dichtung und Gegenwart( Shaw). und Musikvorträge. 22.30: Tanzmusik. Wir hatten uns bereits eingehend mit dem Abschluß der Berlin Gubener Hutfabriken 2.-G. befaßt, die bei einem Reingewinn in Höhe von 32 Broz. des Aktienkapitals nur 16 Proz. Dividende zahlte und die andere Hälfte der Gewinne, so mie sie es in den letzten Jahren stets getan hatte, in Reserven und Abschreibungen verschwinden ließ. Nun sollte man meinen, daß ein Unternehmen, das in einer 40jährigen Tätigkeit mit einer einzigen Ausnahme immer Dividenden ausschüttete und in den legten vier Jahren mehr als sein gesamtes Kapital von 5,2 Millionen Mark verdiente, so flug wäre, die Deffentlichkeit mit Klagen zu verschonen. Aber auch die Berwaltung dieser Gesellschaft nahm die Generalversammlung zum Anlaß, um gegen die Steuern und die Sozialpolitit zu polemisieren, die an der finkenden Ausfuhr der Hutindustrie schuld wären. Die von einem Aktionär gestellte Frage, warum die Gesellschaft bei ihren enormen Gewinnen nicht die Preise senkt und sich damit auch ihren 20.30: Die Entwicklung der Ereignisse in China. 21: Franz Lehar: LiederAuslandsabjazz erhält, beantwortete der Borsitzende damit, daß der Nuzen am einzelnen Produkt nur wenige Pfennige betrage und sich eine Preissenfung daher faum auswirken tönne. Uns scheint diese Feststellung bei einem Reingewinn von 32 Broz. sehr zweifelhaft zu sein, viel näher liegt die Annahme, daß diese Gesellschaft, durch ihre leichten Gewinne in den letzten Jahren verwöhnt, sich mit dem Gedanten Großer umsag, fleiner Nugen" nicht befreunden will. Schließlich protestierte der Borsigende noch gegen die Behauptung, daß die Gesellschaft Jammerlöhne zahle, und stellte fest, daß das Unternehmen im Gubener Industrierevier die höchsten Löhne zahle. Das braucht bei dem bekanntlich sehr niedrigen Lohnniveau der Gubener Textilindustrie nicht viel zu besagen, um so mehr, als der Borfißende bei seiner Angabe, daß 90 Pfennig und mehr Stundenlohn gezahlt würden, die Abstufun gen nach unten vorsichtshalber nicht erwähnte. Freitag, 29. Juni: 15.30: Die moderne Frau. 16; Schachstunde. 16.30: Kuriosa aus der Opernwelt. 17: Uebertragung Kurmusik Ahlbeck. 18.40: Italienisch. 19: Das Löcknitztal. 19.30: Uebertragung Staatsoper Unter den Linden:„ Othello", Oper von Verdi. Sonnabend, 30. Juni: 16: Segen und Fluch der Rauschgifte. 16.30: Salate, Wurzel- und Kohlgemüse im Kleingarten. 17: Heiteres Allerlei. 17.30: Orchesterkonzert. 18.45: Der Golfsport. 19.10: Das Denken in der Volkswirtschaft. 19.35: Aus dem Leben der großen deutschen Philosophen des 19. Jahrhunderts( Arthur Schopenhauer). 20: Nachtflüge. 20.30; Uebertragung von der Pressa. 22.30: Lieder- und Musikvorträge. Königswusterhausen. Sonntag, 24. Juni: Ab 6.30: Uebertragung aus Berlin. 18.30: Deutscher Dichter Sommer. 19: Die Gestalt des Arminfus in Ueberlieferung und Dichtung. 19.30: Kleingarten im Leben des Volkes. Ab 20.15: Uebertragung aus Langenberg. Anschließend Uebertragung aus Berlin. 16: Französisch( kulturkundlich- literarische Stande). 16.30: Meiteres aus dem Theaterleben des 18. Jahrhunderts. 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Die deutsche Kleinstadt in der Dichtung. 18.30: Englisch für Anfänger. 18.55: Was muß der Landwirt von der Erbschaftssteuer wissen? 19.20: Das Wasser als Freund und Feind des Menschen. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 26. Juni: Die AEG. hat ihre neue Generaldirektion. Wie mitgeteilt wird, hat der Aufsichtsrat der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft die nach dem Tode von Generaldirektor Deutsch erforderliche und von Deutsch Montag, 25. Juni: bereits vorgesehene Ernennung eines Generaldirektoriums von pier Mitgliedern vorgenommen. Als erster wird der früher beim Reichsverband der deutschen Industrie und in der 3. G. Farbenindustrie tätig gewesene Generaldirettor Bücher genannt, der, mie miz schon einmal sagten, also tatsächlich die erste Geige spielen wird. Außerdem gehören dem Generaldirektorium an Herr Elfes, der rechts steht und stramme Personal- und Lohnpolitik zu machen bestrebt ist, der technische Generaldiretto: Prof. Petersen und der faufmännische Generaldirektor Pfeffer, der unter Deutsch groß geworden ist. Baldwin zeigt der englischen Schwerindustrie die falte Schulter. Die englische Eisen- und Stahlindustrie betreibt sehr energisch die Einführung von Schutzöllen zu ihren Gunsten. Der fonservative Ministerpräsident Baldwin hat jezt im Unterhause eine Ab. ordnung des„ Sicherheitsfomitees" der englischen Schwerindustrie unter Führung des Präsidenten der Nationalen Föderation der Eisen- und Stahlfabrikanten empfangen, die fofortige Hilfe verlangte. Baldwin erklärte, daß er die Schwierigkeiten der englischen. Schwerindustrie würdige, daß er aber fein Versprechen geben fönne, daß die Regierungspolitik während der Dauer des gegen wärtigen Parlaments geändert würde. Eine unangenehme Ueberraschung für die Freigabeberechtigten ift eine Verfügung des amerikanischen Präsidenten Coolidge, wonach die amerikanische Einkommensteuer von dem Erträgnis der burh den Treuhänder beschlagnahmten Vermögen eingezogen werben soll. Es erfolgt zu diesem 3wed eine vorläufige Berechnung des auf jeden beschlagnahmten Bosten fälligen Steuerbetrags, der auch bei der Rückzahlung des freigegebenen Kapitals einzube. halten ist. Gegen die amerikanischen Maffenfilialbetriebe, die in Kette: läden und Massenfilialen heute nach einer amtlichen Feststellung bereits 16 Proz. des Gesamtumiages im Detailhandel an sich geriffen haben sollen, wird es zu einer Untersuchung tommen. Die Bundeshandelskommission( Federal Trade Commission) ist be. auftragt, zu untersuchen, ob Verstöße gegen das Antitrust gelek begangen worden sind und ab Surch Abkommen zwischen den Kettenlädenkonzernen einem unfairen Wettbewerb gegenüber den anderen Formen der Warenverteilung Vorschub geleistet worden ist. Dieses Vorgehen ist in den Vereinigten Staaten möglich, weil das Antis trustgesetz ein Gejez gegen Kartelle ist, das verhindern soll, daß Ser amerikanische Inlandsmarkt durch Kartellmethoden beherrscht und die Auslese durch die freie Konkurrenz beseitigt wird. Neue Goldpfandbriefe. Wir veröffentlichen in dem heutigen Inseratenteil zwei Zeichnungsaufforderungen für neue achtprozentige Goldpfandbrief. Die Preußische Zentralbodenkredit. 21.-G. Berlin hat 8 Millionen achtprozentige Goldpfandbriefe zum Borzugskurse von 97,75 Broz. zur Zeichnung bis zum 14. Juli d. J. aufgelegt. Sie hatte am 31. März bereits rund 221 Millionen Goldmarkpfandbriefe im Umlauf. Die Thüringische Landeshypothefenbant A.-G. in Weimar fordert zur Zeichnung von 5 Millionen Goldpfandbriefen zum Kurse von 97% Broz. auf. Die Zeichnung fann ab 23. Juni erfolgen. Leipziger Str. 97 Juwelen- Belmonte keer 37- Uhren Silberwaren. Größte Auswahl. Höchste Qualität. Billigste Preise. Goldwaren 5 Pfg 16: Das Schalwesen Südamerikas. 16.30: Einführung in die moderne Musik. 17: Uebertragung aus Leipzig: 18: Bühnenkunst im Wandel der Zeiten. 18.30: Französisch für Anfänger. 18.55: Einführung in das Verstehen von Plastiken. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, 27. Juni: 16: Schulkundliche Fragen. 16.30: Deutsche Dichterschulen. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Die verkehrswirtschaftliche Bedeutung des Flugwesens. 18.30: Französisch für Fortgeschrittene. 18.55: Technischer Lehrgang für Facharbeiter und Werkmeister. 19.20: Einführung in das Verstehen von Musik. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 28. Juni: 16: Schulkundliche Fragen. 16.30: Anpassungserscheinungen im Tierreich. 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Weltpolitische Stunde. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Rationalisierung des deutschen Hopfenbanes. 19.20: Verträge im Geschäftsverkehr des Kaufmannes. 20: Die Arbeit des Lokalredakteurs. 20.30: Die Anfänge der Arbeiterbewegung in Europa. 21: Meine Erlebnisse in Argentinien. Anschließend Uebertragung aus Berlin. Freitag, 29. Juni: 16: Der Beruf des Dachdeckers. 16.30: Das junge Deutschland. 17: Ueber tragung aus Leipzig. 18: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 18.30: Englisch für Fortgeschrittene. 18.55: Technischer Lehrgang für Facharbeiter und Werkmeister. Ab 19.25: Uebertragung aus Berlin. Sonnabend, 30. Juni: 16: Das Neueste aus der pädagogischen Zeitschriftenliteratur. 16.30: Forensischphysiologische Erziehungsaufgaben in der Beamtenschaft. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Arbeitsrecht im Alltag. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55; Alice Behrends Humor( 50. Geburtstag). 19.20; Walter Meckauer. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend ( Nachdr. verb.). Teils wollig, teils heiter, ohne wesentliche Temperaturanderung. Etwas auffrischende weitlicheWinde, nachmittags etwas Gewitters neigung. Für Deutschland: 3m Süden und Beiten etwas Abkühlung mit Gewitterregen, im übrigen Reiche feine wesentliche Aenderung. 1000 Kinder schreien Hurra! An einer feftlich geschmüdten affectafel in Hotel Raiferhof bei Schokolade und otel Raiserhof bei süßem Kuchen fizen tausend geladene fleine Gäfte. Die ungewohnte Umnebung, die vielen Altersgenossen, das ganze feierlich- festliche Gepränge läßt all die Kinderherzen höher schlagen. Gebannt und schon leicht ungeduldig es ist bereits 4 Uhr, und feit 3 Uhr fizzen sie hier starrt alles nach der Tür. Die Helden des Tages, die Ozeanbezwinger Köhl, n. Hünefeld und Fitzmaurice follen im Rahmen ihres Berliner Triumphzuges auch der begeisterten Jugend präsentiert werden. Draußen auf der Straße harren in dichten Mengen die Großen, drinnen im Saale dia Kleinen der Begegnung von Angesicht zu Angesicht. Endlich ein donnerndes Jubelgeschrei aus tausend Kinderfehlen, alles springt von den Blägen, die schöne Schokolade ergießt sich über die meißen Tischtücher, wie ein Riesenameisenhaufen mogt alles aufgeregt durcheinander, und mühsam bahnen sich die drei ihren Weg durch die außer Rand und Band geratene Jugend. Kinderhände haschen nad einem Gruß, Kinderaugen strahlen und leuchten; auf einem Stuhl steht fiebernd eine Kleine, bewaffnet mit einem riesigen BlumenStrauß, und stottert verlegen ihr Verslein. Aber sie fommt nicht meit, denn ein jeder der drei Beglückwünschten perschließt ihr mit einem herzhaften Kuß das Mäuschen. Das paßt ihr zwar nicht so recht in ihr Programm, sie redet noch leise weiter, bis Mutter mit beruhigenden Trostesworten sie fachte vom Stuhl hebt und wieder auf den Boden der Wirklichkeit stellt. Die drei maderen Menschen müssen in diesen Tagen eine große Menge Huldigungen über sich ergehen lassen. Aber die leuchtenden Kinderaugen jagten ihnen vielleicht das schönste. Gastgeber der großen fleinen Gesellschaft war die Firma Adam, Leipziger Straße. Das Poliklinische Universitätsinstitut für innere Mebigin verlegt feine Räume am 2. Juli von Ziegelstr. 18-19 nach Ziegelstr. 30. Siehe heutiges Inferat. Fernlehrturse für Haushaltungstunde. Mit der fortschreitenden Erkenntnis, daß Hauswirtschaft ein wichtiger Teil der gesamten Boltswirtschaft ist, wächst das Berlangen der Frauen, Haushaltungstunde zu erlernen, um ihren Saus halt nach wirtschaftlichen und taufmännischen Grundsägen führen zu können. Diesem Bedilrfuis tommt die Sunlicht- Gesellschaft in Mannheim- Rheinau durch die Gründung eines Instituts für Haushaltungstunde entgegen. Surd) monatlich erscheinende Sonderhefte werden Fernlehrturse abgehalten, die fämtliche Gebiete der Hauswirtschaft( Haushaltungsführung, Schneidern, Gesundheits lehre ufm.) umfassen. Jede Hausfrau fann tostenlos Mitglied diefes FernlehrTurses werden. Ausführliche Prospekte fendet das Sunlight- 3nftitut für Haushaltungstunde in Mannheim- Rheinau fostenlos zu. Eine besonders günstige Gelegenheit, gute Damenkleidung zu besonders billigen Preisen zu erwerben, bietet sich bei dem großen Konfektionsverlauf, beft die Firma Wertheim von morgen, Montag, ab in ihren vier Geschäfteners anstaltet. 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Was im Film hinreißend tomisch wirft, fann im Rundfunk albern oder gleichgültig sein. Dies fieht Conrad Maril nicht immer ein. Böllig banale Wizchen und Situatiöndchen sollen das Spiel mürzen. Diese Mischung von Kriminalgroteste und Liebesangelegenheit. Marils Komödie ist feine Bereicherung der Rundfunkliteratur, aber sie ist wenigstens aus einem Gefühl für Rundfunkwirkungen entstanden, Dem Unfinn denn sie ist hauptsächlich auf das Akustische gestellt. der Tanzteeübertragung wird übrigens unentwegt weiter gehuldigt. Reichsbahndirektor Dr. Homberger fingt wie eine Nachtigall von der Tariferhöhung und dem Zweiflassensystem der Reichsbahn. Die Reparationen, die Gehälter und Lohnerhöhungen, die Pensionslasten, der Rheingoldexpreß und selbst die Elettrifizierung der Bots. dam- Erkner Vorortbahn, ja jogar jede vom Bahn der Zeit angenagte Bahnschwelle bedeuten schwerwiegende Argumente, Und der Hörer erkennt beinahe zerknirscht an, daß Flugzeug und Automobil tatsächlich für die Reichsbahn eine schwere Konkurrenz sind und daß deshalb eine Ermäßigung der Tarife vornehmer Klaffen eine Not wendigkeit bleiben und daß auch, um das Defizit auszugleichen, die Tarife der niedigen Klassen erhöht werden müssen. F. S. Die Qualitátszigarette Ohne Anzahlung Wochenrate 3- Mk Monatsrale 12 Mk. Zu beziehen durch samtliche freigewerk schaftlichen Organisationen od direkt durch INDCAR- FAHRRADWERK Aktiengesellschaft Berlin Lichtenrode Fabrik- Niederlage: Berlin, Oranienstraße 127 Verkaufszeit: Werktäglich von 9-7 Uhr. Reparatur- Werkstatt. ABDULLA 15 angenehm mild und aromatisch Sonntag 24. Juni 1925 Unterhaltung unö AAssen Deilage des Vorwärts Gteelmans Schüler. Von Henry Lawfon, Sydney/ Australien. Steslman war ei« gaD. aber mancher bshauptere, daß �milh ein schwererer märe. Steelman war groß und stattlich und in seiner Slrt gutmütig: er mar em ausgesprochener Komödiant, aber alle seine Stü-Lchen hatten«inen humoristischen Beigeschmack. Smith roar klein und mager, und hatte etwas Schleichendes, Schnecken- ortiges in seinem Wesen. Er hatte eine weinerliche Stimme und eine kriecherische Art. Es machte stets den Eindruck, daß er Angst Hobe, geprügelt zu werden, ja er rief infolge dieser Art, sich zu geben, den Wunsch in einem wach, ihn durchzudreschen. Steelman repräsentierte sich in einer Fasson, die eure Freunde zum Lachen brachte. Smith dagegen in einer Weis«, die schon bei der bloßen Erinnerung wütend machte, daß man sich von so einer verächtlichen und geringschätzigen Schnecke hereinlegen ließ. Sie schlugen sich�zusammen zwei Jahre lang auf der nördlichen Insel Neuseelands herum. Eines Tages sagte Steelman zu Smith: „Schau mal an, mein lieber Smith, du scheinst noch nicht mal zu wissen, daß du auf der Welt bist. Ich werde mich deiner an- nehmen und deine Erziehung leiten!".. Gesagt, getan! Wenn Smith das nicht befolgen wollte, was ihm Steelman auftrug, oder beim Fechten nicht den entsprechenden Erfolg hatte, oder irgend eine Sache, mit deren Gelingen er. rechnete, zu- nichie machte, da drohte ihm Steelman, daß er ihn durchdreschen werde. Wenn aber seine Warnung nach dem zweiten oder dritten Male wirkungslos blieb, dann pftegte er ihn auch zu hauen. Eines Tages kamen sie auf ihren Wallfahrten zu einem Orte, wo ein altes schottisches Ehepaar einen kleinen Laden und eine Schenke innehatte. Sie kampierten längsseits der Landstraße, und Smith'war eben im Begriffe, gegen das chaus vorzugehen, um Proviant zu schnarren, als ihn Steelman anhielt: „.haaalt!— Hallooo!— Haaalt! Wohin denkst du, daß du jetzt gehst?" „Was gibt's denn? Ich bin im Begriffe, einen Versuch zu machen, um mir natürlich von des alten Kerl» Vorrat ein Stück weg- zubeiße». Wir haben nämlich in zwei Togen keinen Bissen mehr zum Kauen," sprach Smith. Steelman setzte sich in einer Art chosfnungslostgkeft und Eni- mutlgung auf einen Baumstumpf nieder. „Es ist zwecklos," sprach er, Smith mit einem Gemisch von Vorwürfen und Abscheu anblickend,„es ist wahrhaftig zwecklos. Es wäre das Gescheiteste, wenn ich es aufgäbe. Ich komme immer mehr und mehr zur Einsicht, daß es verlorene Zeit und Mühe ist, dich zu unterweisen. Nach all der Zeit, nach all der Mühe und An- strengung, die ich mit deiner Erziehung zugebracht habe, hast du nichi mehr Verstand bekommen, als da hineinzugehen und uns ein Geschäft, wie es uns hier winkt, zn verderben? Wann«irfs du' endlich Vernunft bekommen? cheeeh?"Smith, hü bist ein geborener Trottel'." Es war stets feine Gepflogenheit, Smith einen.Trottel" zu nennen, wenn er über ihn speziell erbost war, und nichts tränkte Smith auch mehr als dies. „Auf dieser Welt, mein lieber Smith, gibt es zweierlei Klassen von Menschen, Komödianten und Trottel— und du bist ein Trottel, mein lieber Smith." „Was Hab ich denn eigentlich getan?" fragte Smith hofft, imgslos. �.Das möchte ich doch gerne wissen wollen." Steelman stützte seinen Kopf müde in seine chandfläche. „Jetzt genügt rnir's aber wirklich schon, Smith," sprach er träge, „sprich lieber kein Wort mehr, alter Mann: ich werde sonst nollends verrjückl: ich bitte dich, sprich lein Wort mehr.- Du könntest schließlich doch ein wenig aus mein Gefühlsleben ein bißchen Nück- ficht nehmen— wenn du schon keine für deine eigenen Interessen besitzt." Er hielt inne und sab Smith melancholisch an.„Ich werde das Geschäft für dich in Szene setzen!" Er ließ Smith seinen Rock ausziehen unh fuhr in fein schlechtestes Paar tZösen hinein— und sie waren wirklich recht schlecht: sie waren bloß noch Trümmer von Beinkleidern, jenseits der äußersten Grenze von australischer Buschbcsckzcidenheit. Er ließ Smith einen Fetzen von einem Filzhut und ein Paar Stiefeletten anziehen, die ein Landstreicher fallen gelassen hatte, und die abwechselnd auf einem Schutthaufen brielen und faulten. Sie mußten an Smith mit Stücken von Fetzen und Bindfaden befestigt werden. Dann malte er mit irgendwelchen feiten Farben dunkle Schatten unter Smiths Augen und glühende Punkte auf feine Backenknochen. Diese Farben ftihrtc er stets mit sich und gebrauchte sie, wenn sie zusammen als „Die Graßartige Theatcrfirma Steelman und Smith" unterwegs waren. Er feuchtete-Smiths Haar an, um es dunkler und schlichter und dos Gesicht durch den Kontrast leichenfahler erscheinen zu lassen — kurzum, er riehtctc ihn so zu, daß er einem Menschen glich, der sich im lcftien Stadium der Lungrnauszehrung befindet und künstlich im Interesse der Wissenschaft am Leben erhatten wird. .jetzt bist du ausgerüstet," sprach Steelman zu Smith. „Du hast deinen Platz vorgestern verlaffen und bist auf dem Wege nach dem Spitale in Palmerston. Ein aller Kamerad Hot dich sterbend ans der Landstraße ausgelesen, dich zum Bewußtsein ge- bracht, und dich fast den ganzen Weg bis hierher auf seinem Rücken getragen. Du gtaubst felsenfest daran, daß die Vorsehung mit im Spiele mar, daß sie dir diesen allen Kameraden zu dieser Zeit auf jenen von allen anderen Orten auserrnählten Ort gesendet hat. Dein alter Kamerad mar auch schon in Not: er war im Begrisse, ein« Stelle anzutreten— die erste Aussicht auf Arbeit nach neun Monaten— aber er hat es aufgeschoben, bis du dich evholl Haft: er wäre bereit gewesen, lieber sein Leben zu opfern, als«inen Kameraken in Bedrängnis allein zu lassen. Du hast bloß die Bitte um 2 Schillinge oder ein bißchen Proviant hinzuzufügen, um dich bis nach Palmerston durchzuschlagen. Es rst dir wohl bekannt, daß du sterben mußt, aber du wünschest nur noch so lange zu lehen, um deiner armen, alten Mutter ein paar Zeilen zu schreiben, und dann in Frieden in einem Bett zu entschlafen. Bergiß nicht, mein Junge, daß in senem Haus« Schotten wohnen. Du sprichst jetzt schon den schottischen Dialekt ganz gut— wenn dem nickt so ist,>jt cs nicht.meine. Schuld.. Dp wurdest in Aberdcen eje- boren,«- er hast es in so jungen Iahren verlassen, daß du dich nicht mehr sehr an die Stadt erinnern kannst. Dei� Vater ist gestorben. Du bist zur Marine durchgebrannt und kamst mit«nem Schiffe namens„Burns" nach Sydney. Deine arme, alle Mutter lebt noch immer rn Aberdeen— Bruce oder Dalloe« Wand wird genügen. Bielleicht ist dein« arme Mutter jetzt schon tot— die arm« gute Seelei— aber es ist einmal sicher, daß du sie nie mehr zu Gesicht bekommen wirst. Du wünschest, daß du niemals dein« Heimat ver- lassen hättest. Du wünschest, daß du deiner alten Mutter ein besserer Sohn gervejcn wärest. Du hast bloß noch den einzigen Wunsch, so lange noch am Leben zu bleiben, um heimzuschreiben, um Verzeihung zu bitten und einen Segen zu erflehen, bevor du stirbst. Wenn du einen Tropfen Schnaps hättest, um dich ein wenig aufzupulvern, dann könntest du schon besser über die Landstraße kommen.(Sag dies besonders zart!) Schau, daß du das Weinerlich« aus deiner Stimm« herausbekommst und atme keuchend— wie ich es dir hier varmache. Rühre dich, als ob du in deiner Lunge schwer verletzt wärest.(Wenn du es nicht bester machen wüst als jetzt, bekommst du Haue.) Zieh dein Gesicht ein bißchen in die Länge, halte deine Lippen trocken und lecke sie nicht ab, du verdammter Narr du!— atme auf sie. Sie müssen so trocken wie Spähne sein. Dies ist das einzige leidliche Paar Hofen, das du besitzest, und das einzige Paar Schuhe. Dein Kamerad kann mit dir nur bis zu dem Hause hinauf- gehen— setzt aber, mein Lieber heißt es, das bißchen Grütze m deinem Schädel zusammennehmen. Vergiß mir nicht, daß du eine Lungenschwindsucht hast— galoppierende Lungenschwindsucht: alle Symptome derselben sind dir doch bekannt. Mancher hat dir prophezeit, daß du nicht das neue Jahr erleben kannst— jetzt haben wir noch eine Woche bis zu den Weihnachten. Wenn du mir aber ohne etwas zurückkehrst, dann hol mich der Teufel, wenn ich nicht dafür sorgen werde, daß du für immer aller Sorgen enthoben sein wirst, verstehst du mich?" » Smith kam mit ungefähr vier Pfund Gebäck aus Butterteig zurück und so vielen verschiedenartigen Lebensmitteln, als sie bequem tragen konnten: einem fehl; netten, abgelegten Anzug aus Halbtuch, einem neuen Paar Stiefeletten aus dem Lagervorrate, zwei Flaschen einer anerkannten Medizin und einer halbvollen, schwarzen Flasche eines Hausmittels gegen Lungenschwindsucht, ferner einem Schreiben an den Spitalvcrwalter, und endlich 3 Schilling als Wegzubuße bis „Nun also," sprach er triumphierend, ,ckin ich ein Trottel oder nicht?"| Steelman überhörte die Frag« lichenswürdigerweise..jch fiir meinen Teil habe eine bessere Meinung von den Schotten gehabt," sagte er dann verächtlich. * Steelman fand ein« Stelle als Billardmarqueur und Rekomman- deur, und nach sechs Monaten leitete er jenes Hotel. Smith, der für eigene Rechnung fori gewesen war, kehrte eines Sages in jene Stadt aller Mittel entblößt und in einem beklagenswerten Zustande zurück. Er vernahm von Sleelmans Glück, und da er ihn sür„»II rigkt" hielt, suchte er seinen alten Freund auf. Es gibt keinen vergleich, um Steelmans Verachtung entsprechend auszudrücken. Wenn er überlegte, daß dies dos Resultat von all der Zeit und Mühe war, die er mit der Erziehung Smiths zuge- bracht hatte! Nun aber, da er abgekühlt war, sprach er: „Smith, du bist noch ein junger Mann, und es ist niemals zu spät, dich zu bessern. Du hast noch Zeit zu einer Aenderung. Ich kann dir selbstverständlich nicht helfen, denn das würde dich noch demoralisieren. Ich habe ja immer gedacht, daß du ein unver- bestcrlichcr Trottel bist, aber dennoch habe ich von dir zum Schlüsse Besseres erwartet. Ich dachte, daß ich etwas aus dir gemacht habe. Du solltest mit den Aussichten, die du hattest, mit der Schulung, die du bekämst, jetzt ein reicher Mann fein! Wenn ich daran denke— doch ich will mich darüber nicht mehr ausholten: es hat mich krank gemacht. Ich denke, daß ich dir etwas geben muß, bloß damit ich von deinem Zlnblick befreit werde! Hier ist ein Pfund Sterling, und ich bin mir bewußt, daß ich ein Idiot bin, daß ich dir ihn gebe. Er wird'bei dir mehr Schaden als Gutes stiften, und es ist weder ein Freundschaftsding, noch die richtige Weise, daß ich ihn dir unter solchen Umstanden gebe, der ich stets dein Wohlergeben im Auge hatte. Nun, aber jetzt versäpvinde mir so rasch als möglich aus den Augen, und komme mir ja nicht eher, bevor du dich gebessert hast." Aber Steelman kam wieder auf den Hund, und er klaubte Smith auf der Landstraß« auf, und so fochten sie noch ein weiteres Jahr oder mehr auf der Landstraße weiter: bis sie zuletzt in Wellington waren— Steelman wieder„bei Kaste" und in einem Hotel wohnend, Smith wie gewöhnlich blank und sein Quartier bei einem Freunde aufschlagend. Eines Abends tranken sie zusammen in dem Hoicl. aus Kosten einiger Trottel, denen Steelman eine„Unterrichtslektion" erteilte. Es goß in Strömen. Als Smith heimging, sprach er: „Da schau her, Steelman, Freund, altes 5)aus! Hör doch mal, wie es regnet. Ich werde ja ganz durchnäßt sein, ehe ich nach Hause komme. Du könntest schon so nett sein und mir hpute Nacht deinen U eberrock leihen. Du brauchst ihn ja nicht, und ich werde ihn nicht beschädigen." Und Steelman, desten Herz durch sein« Erfolge warm geworden war, lieh ihm tatsächlich den Uoberrock. Smith ging fort, versetzte ihn dann, betrank sich sürchierttch. dann nahm er den Pfandschein und brachte ihn am nächsten Tage seinem Freunde Steelman. Steelman hatte keinen Grund mehr, sich zu beklagen: Smith hatte sich tatsächlich gebessert! (Berechtig»- Uebersetziing von 3. Zt-ismarni.) Kunst und Kolportage. Abenieurerromane der Gegenwart. Zergliedern eines zwischenmenschlichen.Geschehens bis in die kleinsten Details und Analisieren eines Seelenvorgangs, das waren die Kennzeichen des Barkriegsroinons, der auf künstlerisches Niveau ?lnspriich erhob. Die Handlung war nur in Ansätzen vorhanden, sie sollte nicht beherrschend hervortreten. Spannung und Sensation blieben allein aus den Kolpartageroman oder aus das Filmbrama beschränkt. Jede Zeit hat die Literatur, die ihr entspricht. Fand man in der Vorkriegszeit Muße genug, um die Labyrinthe eines merk- würdig verschlungenen Seelenlebens abzutasten, suchte man kurz nach dem Kriege die Ekstasen der Erpressionisten, so will man heuie, in einer Zeit des Sporlcnlhusiasmus und einer geregelten, anstren gendcn Geschäftigkeit, au6> in der Literatur eine neue Sensation. Man verlangt nach' Handlung. Seelenanalysen»nd Etimmungs- malerei haben nur dann Daseinsberechtigung, wenn sie mit einer spannenden Handlung verknüpft werde». Und hier liegt das ent- scheidende Moment. Kolportage bedeutet Handlung um der Ten- sation willen, mag diese abenteuerlich oder sentimental gefärbt er- scheinen. Der moderne Roman, der Erfolg haben will, darf daneben aber nicht die psychologische Wahrheit der Menschen, Gestaltungskrast und guten Stil vergessen. Es kommt darauf an: Wie spiegelt sich das Abenteuer in der Seele des Menschen, wie reagiert der Mensch aus bestimmte Erscheinungen der Außenwelt? Dieser moderne, psychologisch sundierte Abenteurerroman steckt in Deutschland noch in den Anfängen. Rur wenige Schriftsteller wie etwa Walter Harich finden den Mut zur künstlerisch hochstehenden Kolportage. verfügen über das Talent, eine spannende, sensationelle Handlung mit einem reifen Stil und mit künstlerischer Gestaltungskrast zu vereinen. Der Meister dieser neuen Romanform ist ober Amerika. „ Der Deutsche kennt von den modernen amerikanischen Roman- ciers durchschnittlich den sozialen Ankläger Upton Sinclair, den ironischen Gesellschajtskritikcr Sinclair Luvis und den Abenteurer Jack London; dazu ein paar Magazinnooellen von mehr oder minder gutem Niveau, mit cmcm„liappx«"6" und mit blauäugigen Girls. Dabei besitzt Amerika heute em« hervorragende Romanliteratur von starkor Spannung, gittern Stil und psychologisch einwandfreier Menschengestallung. Schon der„Mobby Dick" Her» mann Melvilles aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts, dieses männlich stark« Buch von der Jagd auf den weiß«» Walfisch zeigt die Entwicklungslinic. Die wildesten Abenteuer im südlichen Eismeer find verbunden mit der glanzvollen Analyse des sanatijchen, halb irrsinnigen Kapitäns. Es ist im Grunde dasselbe Motiv, da» später Jack London in seinem„Secwols" abwandelte. Melville setzt seine Menschen in ein« große, wild bewegte Natur hinein, und diese Menschen sind ebenso groß gesehen, sie entsprechen.in ihren Leidenschaften, in ihrem insttnktsicheren Wollen dieser Natur. Sie sind verwachsen mtt ihr, sie sind ihre Geschöpfe. Dies« Naturver- bundenheit ckarakteristert auch die drei großen amerikanischen Schriftsteller Zone Gray/ James Oliver Eurwood und Josef Hergesheimer, deren Werke jetzt in deutscher Sprache in der Serie„Roman der Welt"(Th. Knauer Adrlag) erscheinen. Z a n« G r a y fft der Rmnantttee. Er beihandelt dt« Pioniere de; amerikanischen Westens, äff« die Zeit dar Postkutsche, der Gold- gröber, der Biiffeljagden und der Indianerkriege, Zeiten und Men- scheu, die früher das Sujet der kleinen Indiancrromane bildeten. lind hier bei Zone Gray zeigt sich an dem gleichen Stoff der Unterschied von Kolportage und Kunstwerk. Allerdings geht es bei Znnc Gray nicht ohne das glückliche Ende ab, aber Menschen und Dinge sind ahne jede Sentimentalilät gelchen, mit einer kühlen Sachlichkeit ersaht, die man heute fast ausschließlich nur bei Reportern großen Stils findet. Die Llanos estakadas werden mit einer Objektivität beschrieben, als ob es sich um eine moderne Fabrikanlage handelt. Der Romantiker bemüht sich um die Haltung eines Chronisten. Mit allen grausamen Einzelheiten gestaltet Zone Gray in seinem Roman „Bis zum letzten Mann" den Kampf zweier Teraner«iedlorclans oder in der„Donnernden Herde" die verbrecherische Ausroitung der Büffel. Er enthält sich der moralischen Wertung. Die Menschen sind so amoralisch, wie es die Natur ist, eine Natur, die Zone Gray im Freskastil und mit plastischer Eindringlichkeit zeichnet. Weicher und lyrischer ist der Kanadier James Oliver Eurwood, trotzdem seine Romane in dem Kauada und Alaska der Gegenwart spielen. Er ist.malerischer, er gibt eher die Atmosphäre als die Ilmriste. Eine wehmütige Melodie durchzieht sein Werk. Nur dort, im hohen Norde» am Bären- und Athabaska- sec, findet man noch großes ungebrochenes Menschentum. Zanc Gray bevorzugt den Süden der Staaten, wo die heiße Sonn« die Leidenschaften wild entflammt und die Konturen der Landschaft scharf hervortreten läßt, Eurwood dagegen die Nebel des Nordens, die auch den Menschen verträumter und verinnerlichter machen.„Die Straße der Väter",„Der brennende Wald" und„An den Grenzen der Welt" vereinigen dieses lyrische Element der Landschaft mit einer bis ins letzte vollendeten Menschengestaltung und einer Fülle spannenden Geschehens. Ganz in der Gegenwart ist der Deutschamerikaner Josef Hergesheimer verwurzelt. In„Tampio" schildert er die Intrigen New Porter Oelmaguaten»m die mexikanischen Petroleum- selber, im„Bunten Shawl" den kubanischen Freiheitskampf. Beide Male steht im Mittelpunkt der Handlung ein Willensmensch, dessen Energie durch Krankheit und Klima gebrochen wird" und im„.Kap Java" kontrastiert Hergesheimer die erwachende amerikanische Zivi- lisation mtt vollendeter ostasiatrscher Kultur. Die Menschen sind, hier bis in die feinsten Einzelheiten ausgestattet. Arbeiten Zone Gray und Eurwood im Freskostil, so bietet Hergesheimer eine kunstvolle Filigranarbeit. In erster Linie sind aber Hergesheimer, Zone Gray und Cur- wood Erzähler. Auf die spannend, geführt« Handlung kommt es an, und rein stofflich kann man sie als Kolportage bezeichnen. Aber die künstlerische Form entscheidet über Kunst und Kolportage und weil hier Meister der Form«inen abenteuerlichen Stoff behandeln, so entsteht ein Kunstwerk. Alle drei sind gute Psychologen, doch da» Seelenleben ihrer Menschen offenbart sich ntrr in der Handlung. und damit dokumentieren sie ihr großes Erzählertalent. Auch soziale Verhältnisse werden gestreift, sie sind jedoch nie Selbstzweck. Das ist allein die Handlung. Der moderne Mensch will wieder ein spannen- de» Geschehen im Roman erleben, ein Geschehen, das psychologisch fundiert ist und auch die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in Rechnung stellt. Hergesheimer. Eurwood und Zone Gray haften diesen Roma» geschaKen 9(fc*b Arno Berichte aus Deutschland. Glas und Textil. Die lang hingestreďten Dörfer, die ihre Schornsteine rauchend| blüht vor dem Berfall das Werf, die geschliffenen Gläser, die großvor die blauen Bände des Riesengebirges stellen, find Fabrikdörfer. In ihnen wird Holz verarbeitet. Hinter dem toten, geschlagenen Wald machtvoller Stämme erhebt sich der lebendige Buchs riesenhafter Wälder. Die Straße führt zwischen den schwarzgrünen Wäldern aufwärts verfinft fühl im Grund, ist eine kleine, weiße Rinne inmitten des heiligen Grüns. Das Wildwasser der Zackel stürzt durch das steinige Bett, leises Donnern, der Gischt springt in das gläserne Saufen der Wälder. Dann kommt die Kochel aus dunklem Walddickicht, noch erregt vom jähen Sturz ihres schönen Falles, die Landschaft, die Natur triumphier: schrankenlos, bis die ersten Schranken kommen, die ersten Glasshleifereien, die ersten Wohnhäuser von Schreiberhau Das Glas fam ins Riesengebirge im vorigen Jahrhundert von der anderen Seite, aus Böhmen. Im Jahre 1844 murde in Schreiberhau die erste Glashütte gegründet. Sie ist die feurige Mutterzelle der grauen, zahllosen Glasshleifereien ringsum. Das Gebirge ist schrankenlos, aber es hat doch seine Schranken: es gehört zum größten Teil dem Fürsten Schaffgotsch. Auch die Glasindustrie ist ihm dienstbar. Die Josephinenhütte ist ein hohes, mindverkühltes Haus. 3mei große Rundöfen glühen in der Hütte. Sie werden von breiten Tribünen umbaut, auf denen vor den Feuerlöchern dis Glasma her arbeiten. Ein junger Mensch holt aus dem Feuer mit feiner Pfeife einen Klumpen flüssiges Glas, dreht und mendet di: Glühmasse, hämmert sie, geht an das Feuer zurück und gibt sie dann an den Bläser zurück, der die Pfeife in die Höhe mirft und durch die Kraft seiner Lungen das noch formlose Glas schwellend macht, lebendig und formvoll. Große Kelche machsen aus dem Chaos, edle Gläser, funkelnde Flaschen, hauchzarte Shalen. Glas wird ineinander verschmolzen, rotes Glas in gelbes Glas, die rote Rugel fenft sich in die gelbe Hülle mie ein feuriges Eidotter. Dan wandrt die Pfeife weiter, vom Gesellen zum Meister, der den letzten Schwung gibt, die letzt: Form, die vollendete Gestalt. Wir stehen lange an den glühender Defen, mir beobachten die schmere Arbeit der Kolonnen. Sie ist Affordarbeit. Der Fünfzehnjährige, der die Gläser nach den Kühlöfen bringt, verdient in der Woche 17 Mart, der Gehilfe, der das Blas vorbereitet, fommt auf 25 Mart in der Woche. Der Meister aber, der Mann der letzten Formulierung, fann, wenn wenig Bruch oder Ausschuß gemacht wird, bis 40 Mart verdienen. Neben uns stehen ernste Gebirglez, die mit fühlen Augen die Arbeit betrachten. Auch viele Kurgäste haben sich eingefunden, viele Frauen, denen die Bläserei an den feurigen Defen nur ein Schauspiel ist. Und die Bläserei ist ja auch ein Schauspiel, ist begaffte Arbeit, Zirkus des Lebens, willkommene Abwechslung für jene, die in den Wäldern wohnen und feine Not des Daseins kennen. Der Wind kommt fühl und rein durch die offenen Fenster, aber die Feueröfen glühen heftig. Auf den gebudelten Stirnen der Arbeiter glitzzert der Schweiß. Der Eintritt zu den Schleifereien ist streng verboten, die Arbeit an den Sandsteinscheiben ist kein schönes Schauspiel. Bald stehen wir in den Schleifereien, sehen die Arbeit und fennen die furchtbaren Statistiken von der Schwindsucht der Glasschleifer, denen der Glasstaub und der Steinstaub die Lungen zerfrißt. Herrlich aber artigen Schalen, die gebauchten Flaschen. In vielen Häusern wird hier das Glas geschliffen, die kleine milde 3adel treibt die schnellen Maschinen. Wir besuchen auch das Museum, in dem die Hütte die gläserien Wunder ihrer Arbeiter ausstellt. Wir wandern die großen Schränke und Bitrinen ab, in denen 70 Jahr: Geschichte des Glases und 70 Jahre Wandlung des Geschmacks zu sehen sind. Wir fahren noch nicht ins Tal zurück, wir fahren auf die Paß höhe, durch schweigende Wälder, in denen der Sommer dampft, wühlt und duftet. Das Auto lassen wir an dem Grenzstein, de: Deutschland und die Tschechoslowakei trennt, zurück. Wir laufen in das andere Land hinein, bleiben in derselben Landschaft, in derselben Sonne, verlassen endlich den böhmischen Löwen, begrüßen den deutschen Adler( warum sind die Hoheitszeichen so viele: Länder immer noch Raubtiere?), fahren dann nach Schreiberhau zurüd, tommen an armen, schmalen Feldern und Wiesen vorüber, die nach den Berghöhen flettern die Kartoffeln merden hier im Oktober unter dem ersten Shnee geerntet, berühren Petersdorf und fahren dann aus alter Liebe zur deutschen Dichtung nach Agnetendorf hinauf, wo sich Gerhart Hauptmann angesiedelt hat. Seine Siedlung ist sehr schön Wald rauscht um sein Haus. Die weißen Wände der Schneegrube blenden ins gewellte Tal. Und wir fahren in die Tiefe der Landschaft, in des die Tiefe Daseins. Die Gebirgsdörfer bleiben zurüd, dic tleinen Häuser mit den den mächtigen Dächern, den Ziegeldächern, Schindel dähern, den Schieferdächern. Fabriken rauchen wieder. Bald fommmt Warmbrum, der Herrensiz derer von Schaffgotsch, und dann Hirshberg, die alte Stadt mit den vielen Hotels, den alten Straßen, den Kneipen mit Damenbedienung, dem Treffpunkt der Touristen. Wir Sleiben nicht lange in Hirschberg. Am anderen Morgen fahren wir zu den Webern ins Rabengebirge. Schmiedeberg- Michelsdorf- Schömberg: wir fahren durch Dörfer und Städte, in denen der Katholizismus mit dem Protestan tismus zusammenstößt. Ueberall hat sich die moderne Arbeiterbewegung verwurzelt, in all den Dörfern und Kleinstädten, und in den Gemeinden, wo eine Religionsgemeinschaft die andere bekämpft oder unterdrückt, geht der unterdrückte Teil in die Partei und führt die Organisation. Schömberg ist fast ganz fatholisch und auch Boigts dorf, wo wir anhalten, um einige Handweber aufzusuchen. Die Handweber sterben langsam aus. Ihr Leben war fein Leben und ihr Leben ist kein Leben. Wir kommen in sin Haus, in dem noch handgewebt wird. Die Beberin ist eine 50jährige Frau. Sie sieht aus mie siebzig. Ihr Mann ist Bergarbeiter und geht in die Waldenburger Gruben. Er tommt nur an den Sonntagen heim. Am Webstuhl er füllt die halbe Stube aus muß diese Frau mm 14 Tage mindestens und jeden Tag 10 Stunden arbeiten, fie muß auch ihren 12jährigen Sohn zum Spulen mit anspammen, um neun Mart zu verdienen. An diesen Stühlen, die eine sehr tomplizierte Maschinerie sind, sie werden mit Händen und Füßen bedient, saßen 1913 in dem fleinen Dorf noh 39 Handweber. Im Januar 1927 wurde nur noch an 13 Stühlen gearbeitet, in diesem Sommer 1928 an 4 Stühlen. Die Stube, die mir besuchen, ist eine Stube der Armut. Mit ben Händen farm man bi: Dede erreichen, e non großen Duers halfen gestützt wird. An den Wänden zählen mir 14 Heiligenbilder. Auf dem Ofen fochen Kartoffeln, Fleisch wird nur an den Festtagen gegessen. Die Wohnstube ist zugleich Arbeitsraum. Eirie Spulesteht da, auf den verdeckten Betten liegt rohes Garn. Die Stube erinnert an die alten Blockhäuser, von denen aus die Kolonisation neuer Länder begann. ,, Wir sind's gewöhnt," antwortete die alte Frau auf unsere Fragen.. Ja, sie sind es gewöhnt, die verlassenen Weber im Rabengebirge. Das Elend sind sie gewöhnt, den Jommer find fie gewöhnt. Auch der 44jährige Mann, den wir dann aufsuchen, ist das Elend gewöhnt. Astmathisch pfeift seine Lunge. Er arbeitet mit seiner Tochter zusammen. Ihr Liebster ist Bergmann. Immer heiratet in diesen Bergen die Weberin einen Bergmann, die Armut heiratet die Armut. Der Bergmann war vor drei und vier Generationen auch Bergmann. Auch er ist es ja gewöhnt, das Hundeleben. Ich schreibe aus dem Lieferbuh der Handmeberin Elisabeth Raabe den Monatsverdienst ab. Sie arbeiten zu zweit, der Vierudsiebzigjährige und die Siebenundzwanzigjährige und verdienen jeden Monat 27 bis 28 Mark! Der alte Raabe hat im Monat noch ungefähr 30 Mart Rente; aber auch hier im Gebirge fönnen zwei Menschen unmöglich mit fnapp 60 Mart im Monat auskommen, trotzdem sie das Hunge: n gewöhnt sind. Elisabeth martet auf den Tod ihres Vaters. Erst dann fann sie heiraten: einen Bergman aus dem Waldenburge: Revier. Mar Barthel. Est Algen! Unsere Anschauungen über Ernährung find durch die Bitamin forschung sehr verändert worden, und man hat erkannt, daß die lebenswichtigen Stoffe, die Vitamine, sämtlich durch die Pflanzen geliefert werden, die sich durch ihre grüne Färbung als chlorophyllhaltig erweisen. Kein Tier ist imstande, Vitamine herzustellen, und alle Vitamine, die sich in der tierischen Nahrung finden, stammen. von den Pflanzen, die von den Tieren gefressen werden. Die See tiere entnehmen ihre Bitamine den Algen. Diese sind den Landpflanzen in der Erzeugung von Vitaminen überlegen, weil sie im Meerwaffer alle zu ihrem Aufbau erforderlichen Stoffe erhalten. Auch das für die Ernährung so wichtige Jod findet sich in den Algen und durch sie in den Meertieren, deren Fett ein so vitamine und jod reiches Nahrungsmittel bildet. Die Algen stellen daher ein ideales Nahrungsmittel dar. Viele primitive Bölfer nähren sich von Algen; aber auch die Japaner verwenden diese Pflanzen für ihre Nahrung. und bei einer einzigen Mahlzeit nehmen fie oft 6 bis 7 verschiedene Algenarten zu sich, die in Pulverform den Speisen beigemischt werden. Daher ist der Kropf, der durch jodarme Nahrung entsteht, in Japan unbekannt. Auch die Bewohner von Tahiti genoffen noch bis vor kurzem sehr viel Meerpflanzen, und dieser Nahrung verdankte sie wohl ihre Gesundheit, ihren traftvollen Wuchs und ihre vorzüglichen Zähne. Seit sie mehr europäische Nahrung zu sich nehmen, finden sich auch unter den Kindern von Tahiti schlechte Zähne und englische Krankheit, die so viele europäische Kinder aufweisen. Um unsere Nahrung vollwertig zu machen, wäre es daher durchaus ge= boten, auf die Erzeugnisse des Meeres, vor allem auf die pflanzlichen, dann aber auch auf die tierischen, zurüdzugreifen. Welche Borräte das Reich des Neptun noch befizt, wissen wir freilich nicht, und es wird daher eine Zukunftsaufgabe der Wissenschaft sein, den Inhalt dieser ungeheuren Speisekammer festzustellen und die Lebensweise sowie Fortpflanzung der Algen eingehend zu erforschen, damit für ihre Vermehrung und Züchtung Sorge getragen werden kann. HAUSHALT WOCHE! GLAS PORZELLAN WIRTSCHAFTS ARTIKEL U.S.W 23 teilig, für Porzellan Tafelservice for 6 Personen 77tlg., f.12Pers., Talelservice Vollgoldhenkel Feston, Goldrand Goldrand.. Vollgoldhenkel 950 Speiseteller mitra 48PL. KaffeeserviceGoldrd. Band: 4 Abendbrotteller Goldrand 35P. Randm. Emaille 2450 Abendbrotteller and 38. Mülleimer weiss emailliert 225 350 Wassereimer 85P 15 Schmortöple.... 60, 95PL 135 Wannen. 350 450 Kaffeekannen dekoriert.... 190 weiss Kaffeeservice Streublumen, 1750 Kaffeekannen Pozan... 95PL. dünnes Porzellan 30 teilig, Feston, Goldrd. mit Tassen Gold- 28pt 35P Kaffeeservice 1975 f. 12 Personen rand, Porzell. 28pt. Portell Pf. Speiseteller Portefodd. 58Pt. Küchengarnituren 23,0,1,1675 22 teilig Waschgarnituren 85 5 tig. 450 Satz Salatieren Steingut, 4teilig... 2 buni 4 Steingut, 6 teilig, weiss.... 95Pt. Waschbecken 95P Butterkühler Gladmatz. 90pt. Glaseinsatz. Steingut Glaswaren Kompotteller gepresst..8, 10pt. Aufsätze 2 teilig, gepresst.... 8,10P. gepresst.... 95PL. Kompotteller Traube, gepresst.. ....... 12P. Bier- od.Teebecher gemast. 16PL. Kompottschalchen gepresst 10Pt. Likörgläser geschliffen..... 16p. Kompottschalen gepresst..95P. Milchsatten ca. Ltter...... 15P. Jardinieren gepresst....... 95P. Zitronenpressen Blumenvasen gepresst. AluminiumSport- u. 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Marmorpl., gebeizt Bücherschränke 4750 Eiche gebeizt, 72,50, 59,50 Hocker weiss, rund oder eckig.......... 6,75, Blumenkrippen weiss, mit grünem Metalleinsatz, 12,50, 8,90, pollert Alpatawaren pollert gemustert... Stack 40P. Fischbestecke Kaffeelöffel gemustert, Stok. 20pt. Vorleger 4.95 Esslöffel 590 90 Paar 145 Essbestecke gemustert.... Paar 1 Mokkalöffel......... Stück 15pt Dessertbestecke gemuster135 Fleisch oder Brotgabeln st. 95PL. ...... Stück 20 20 Hutschränke 2950 weiss, mit farb. Satin bespannt Paar HERMANN TIETZ Ar. 295-45. Jabrgana 4. Beilage des Vorwärts 11-2 Aus der Partei. Bürgerliche und proletarische Sozialpolitit. " Die Probleme der Sozialgesetzgebung, des weiteren Ausbaus der Sozialpolitik stehen jetzt im Vordergrunde des allgemeinen Intereffes. Da ist es zu begrüßen, daß in dem soeben erschienenen Juniheft der Büchermarte" Simon Kagenstein in einem umfangreichen Auffage Grundlagen der Sozialpolitit" die Ziele und Methoden der Sozialpolitik herauszuarbeiten sucht und die Grenzen zwischen bürgerlicher Sozialreform und proletarischer Sozialpolitik zieht. Ausführlich schildert Kazenstein die Entwicklungsstufen ber deutschen Sozialpolitik und die Beziehungen, die zwischen ihr und den verschiedenen Gebieten der Wirtschaft und Politik bestehen. Ausführliche Literaturangaben geben dem Lefer die Möglichkeit, sich an Hand der gegebenen Darstellung in die Probleme der Sozialpolitit zu vertiefen. In der Beilage Arbeiterbildung" behandelt Adolf Johannesson das Problem der sozialistischen Festgestal= tung, während H. Becker eine ausführliche Darstellung der Lätigfeit der Deutschen Zentralstelle für volkstümliches Büchereiwesen in Leipzig gibt. Ungemein fesselnd ist die Vortragsdisposition von Karl Wolf ,, Das geistige Gesicht der Gegenwart", in der ein Querschnitt durch die bürgerliche und proletarische Klassenideologie in Deutschland gegeben wird. " Die Bücherwarte" mit Beilage Arbeiterbildung" ist zum Preise von 1,50 m. für das Vierteljahr durch die Post, die Buch handlung 3. H. W. Diez, Lindenstr. 2, sowie alle Borwärts". Expeditionen zu beziehen. Einzelnummern tosten 75 Pf. Parteinachrichten Einsendungen für diese Rubrik find Berlin B68, Lindeuftraße 3. für Groß: Berlin ftets an Das Bezirkssekretariat 2. Sof, 2 Trep. rechts, zu richten. 2. Kreis Tiergarten. Achtung, Bilbungskommission: Montag, 25. Juni, 19% Uhr, bei Krüger, Butligstr. 10, Sigung der Bildungskommission. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung müssen alle Mitglieder bestimmt anwesend sein. 7. Kreis Charlottenburg. Heute, Gonntag, 24. Juni, 10 Uhr, Führung durch den Botanischen Garten, Dahlem, Unter den Eichen 5-10( 50 Pf.). Ab. fahrt 9 Uhr Wilhelmplatz mit dem Autobus 20. Montag, 25. Juni, 191 Uhr, Fraktionsfigung mit allen Bürgerdeputierten im Zimmer 1 des Rathauses. 14. Kreis Reutfölln. Montag, 25. Juni, 19 Uhr, Fraktionsfigung im Rathaus Neukölln. 18. Kreis Beißensee. Hente, Sonntag, 24. Juni, großes Bollsfest im Schloß Weißenfee. Auserlesenes Brogramm forgt für befte Unter haltung. Antreten zum Festang um 14 Uhr an ber Seinersdorfer Straße, Ede Brenzlauer Promenabe. Die Genoffen finb mit ihren Familien herzlichst eingeladen. Wegen besonderer Umstände findet die Fraktionsfigung erst am Dienstag, 26. Juni, 19% Uhr, im Zimmer 21 statt. 19. Rreis Bantom. Montag, 25. Juni, 20 Uhr, im großen Sigungs faal bes Rathauses in Bantom, Kreisbelegiertenversammlung. Gr fcheinen bringend erforderlich. Montag, 25. Juni, 18% Uhr, Frattionsfigung mit den Bürgerdeputierten im Rathaus Bankom, Zimmer 17. Heute, Sonntag, 24. Juni. 19. t. 12% Uhr Treffpunkt aller Genoffinnen und Geraffen auf dem Bor. plag des Bahnhofs Gesundbrunnen zur Teilnahme an Parteifest in Meißensee. Gemeinsame Abfahrt bis Bahnhof Brenzlauer Adee. Näheres fiehe unter Bekanntmachung des 18. Rreifes Weißensee, Die Bezirks führer rechnen bestimmt bis Montag, 25. Juni, beim Genoffen Remnis ab. 29. bt. Die Bezirkslasfierer, die am Donnerstag, 21. Juni, mit bem Ab teilungslaffierer nicht abgerechnet haben, werben bringenb erfucht, am Mentag, 25. Juni, um 18% Uhr, bei Burg, Brenzlauer Allee 189, bestimmt abzurechnen, 17. Abt. Die Bezirke merden gebeten, alle Restanten zu lassieren. Abrech nung wegen der Ferien bestimmt bis zum 28. Juni beim Genossen Jacobi. 57. Abt. Charlottenburg. Großes Waldfest neben der Charlotten. burger Waldschule in Eichlamp. Treffpunkt 13% Uhr bei Arnbt, Rant. Straße 51. Abmarsch 14 Uhr unter Borantritt der Reichsbannertapelle. Raffeewaffer vorhanden, Raffee und Geschirr mitbringen. Kinder be tommen Stodlaternen. Ueberraschungen aller Art. Untoftenbeitrag 20 Bf. Gäfte herzlichst willkommen. 70. Abt. Wilmersdorf. Die Sammenliften, Maimarten und Beitragsmarken müssen bis Dienstag, 26. Juni, 20 Uhr, beim Raffierer Paul, Holsteinische Straße 4, Gartenhaus parterre, abgerechnet werden. 91. Abt. Reukölln. Großes Sommerfest der Abteilung im Lokal Bergschloßhöhe, Karlsgartenstr. 6-11. Spezialitäten, turnerische Bor führungen der Freien Turnerschaft Groß- Berlin, Bezirk Süben. Fest rebe: Reichstagsabgeordneter Johannes Stelling. Alle Genoffen sind mit ihren Familien, Freunden und Sympathifierenben herzlichst eingeladen. 92. Abt. Neukölln. Achtung, Bezirksführer! Die Werbebriefe und das Jahr buch find fofort beim Abteilungsleiter abzuholen. Dienstag, 26. Juni, 17 Uhr, Trauerfeier im Krematorium Baumschulenweg für unseren ver ftorbenen Genoffen Bruno Fiedler. Mittwoch, 27. Juni, 20 Uhr, bei Wolff, Kaifer- Friedrich- Str. 173, Funktionärsizung. Bersönliche Einladun gen ergehen nicht. Bezirksführer bzw.-tassierer bringen ein Verzeichnis ber Jubilare ihres Bezirtes mit, zugleich auch deren Mitgliedsbücher. 104. Abt. Rieberschöneweibe. Die Vorstandssigung am legten Mittwoch im Monat Juni fällt aus. 136. bt. Reinidendorf Dft. Die neugewählten Elternbeiratsmitglieber nehmen heute 9%. Uhr im Boltshaus, Scharnweberstr. 114, an ber Gigung teil. Die Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, 27. Juni, im Schügen. bans, Resibenaftt. 1, statt. Die Bezirksführer haben dazu bestimmt ein. zuladen. Morgen, Montag, 25. Juni. 4. Abt. 19% Uhr bei Brandis, Stralauer Str. 10, äußerst wichtige Funk.. tionärsizung. Erscheinen dringend erforderlich. 7. Abt. 19% Uhr bei Bärwalbe, Schlegelftr. 8, Funktionärsigung. 20. bt. 20 Uhr bei Bose, Kolonieftr. 15, außerordentliche Funktionärßigung. Stellungnahme zur Neuwahl des 1. Abteilungsleiters. 24. Abt. Pünktlich 20 Uhr bei Röhler, Greifswalder Str. 80b, wichtige Funk. tionärigung. 45. Abt. 19% Uhr bei Matschenz, Forster Str. 9, Gigung fämtlicher Funktionäte und Stellvertreter.( Merkblatt.) Bortrag: Die Kohlenversorgung Don Groß- Berlin." Referent Stadtverordneter Frig Brolat. 78. Abt. Schöneberg. 20 Uhr bei König, Feurigste. 55, äußerst wichtige Funk. tionärsigung. 92. Abt. Reutölln. Achtung, Bezirksführer! Die für Montag, 25, Juni, bei Simon, Bertelsdorfer Straße, angefeßte Besprechung muß umständehalber auf Dior tag, 26. Juni, 20 Uhr, verlegt werden. Dienstag, 26. Juni. 10. Abt. Achtung! 19% Uhr Borstandsfizung und um 20 Uhr Funktionär. fizung bei Trümper, Flensburger Str. 3. 41. Abt. 19% Uhr Abteilungsversammlung im 2otal Bader, Jüterboger Straße 7. Bortrag: Die politische Aufgabe der neuen Reichstages." Referent Dr. Friedrich Hertned, Bolfswirtschaftler im Deutschen Verkehrs bund. Neuwahl des Abteilungsleiters. Die Bezirksführer werden ersucht, zu der Berfammlung zu erscheinen. 83. Abt. Tempelhof. 20 Uhr bei Pinger, Dorfstr. 50, Mitgliederversammlung. Bortrag: Die Wahlen, was nun?" Referent Johannes Vogel, Mitglied des Parteivorstandes und M. d. R. Die Bezirtsführer laben ein. 90. Abt. Neukölln. 20 Uhr im Ideal- Rasino, Weichselstr. 8, Heiterer Abend mit Mufit und Tanz. Alle Genoffinnen sowie die Frauen der Parteigenossen sind herzlichst eingeladen. Gäste willkommen. Mittwoch, 27. Juni. 37. Abt. 19% Uhr in der Pazenhofer Brauerei, Landsberger Allee 25-27. Borttag: Die Reichstagswahlen, was nun?" Referent Dr. Kurt Löwen. stein, M. d. R. Die Bezirksführer werden gebeten, bestimmt dazu einzuladen. Große öffentliche Kundgebung Sonntag, 24. Juni 1928 Micaelis über Sozialistische Gesinnungspflege in der Famile". Une zahlreiche Beteiligung wird gebeten.-97. Abt. Bei Krüger, Emser Straße 86/87, Heiterer Abend. Vortragender Genosse Theo Maret. Alle venoffinnen, Borwärts"-Leser und Sympathisierende sind hierzu herzlich eingeladen. 101. Abt. Treptow. Bei Infe, Riefholzstr. 21, Friz- Reuter- Abend. Bortragender Genosse Hugo Aliß. Keine Genofsin darf fehlen. Borwärts". Lefer und Sympathisierende sind herzlich eingeladen. 106. Abt. Johannisthal. Bei Botha, Stubenrauchstr. 12/13, Bortrag des Ge. nossen Hans Bonwod über„ Die Erziehungsaufgaben des Sozialismus an der Nachkriegsjugend". Um rege Beteiligung wird gebeten. Gäste können mit eingeführt werden. 108. Abt. Köpenid. Im fleinen Gaal des Stadttheaters Köpenick Frauenabend. Vortrag der Genossin Margarete Hartig: Die Frau in der Literatur"( mit ernsten und heiteren Rezitationen). Üm zahlreichen Befuch wird gebeten. Gäste find herzlich willkommen 119. Abt. Lichtenberg. Bei Bark vorm. Mene, Mölendorff Ede Rittergutstraße, um 20 Uhr, Frauenabend. Genosse Dr. Martin Seligmann spricht über„ Ehe- und Ehescheidungsreform". Alle Genofsinnen sind hierzu eingeladen. 120. Abt. Friedrichsfelde. Dienstag, 26. Juni, gemütliches. Beiſammensein mit Kaffeekochen auf dem Friedrichsfelder Schießplag. Treffpunkt 14% Uhe zum gemeinsamen Abmarsch an der Friedrichsfelder Kirche. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 121. Abt. Karlshorst. Die Frauengruppe der 121. Abteilung Karlshorst ver. anstaltet Mittwoch, 27. Juni, einen Spaziergeng nach dem Strandschloß" Oberschöneweide. Treffpunkt 14 Uhr( nachmittags 2 Uhr) Treskow Allee Ecke Hegemeisterweg( hinter der Rennbahn). Fahrverbindung: Ab Karlshorst mit der Linie 70 bis Rönigsplag Oberschöneweide, dann um steigen in die Linie 87, 187 oder 95 bis Haltestelle Strandschloß" Oberschöneweide. Alle Genossinnen, deren Bekannte sowie die Genossinnen der 26. Abt. Prenzlauer Berg und der 123. Abt. Raulsdorf sind herzlichst eingeladen. 124. Abt. Mahlsdorf. Bei Anders, Bahnhofstraße, Frauenabend. Vortrag: Krantentassenversicherung". Referent Genosse Dr. Friedeberger. Um vollzähliges und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Vorwärts"-Leser und Sympathisierende sind herzlich willkommen. Dafür am Diens. tag, 26. Juni, gemütliches Beifammensein bei Schüßler im Schloßpart ab 16 Uhr. Für Kaffee wird gesorgt. Kuchen ist bitte mitzubringen. Rege Beteiligung wird erwartet. 136. Abt. Reinickendof- Ost. Die Besichtigung des Oskar- Helene- Heims in Dahlem findet Montag, 25. Juni, 15 Uhr, statt. Treffpunkt 13% Uhr, Weddingplatz Kirche. 139. Wt. Tegel. 20 Uhr im Jugendheim Bahnhofstr. 15, part., Frauenabend. Vortrag der Genoffin Henny Rewald über„ Crziehung der Frau zum Sozialismus". Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Gäste sind herzlich willkommen, am Mittwoch, dem 27. Juni 1928, 20% Uhr pünktlich, im ,, Bittoriagarten", Wilmersdorf, Wilhelmsaue 114. Tagesordnung: Die Auswirkungen der Reichstagswahlen". Redner: Die Reichstagsabgeordneten Reichsminister a. D. Rudolf Bissell, Clara Bohm Schuch, Franz Künstler. Musikalische Darbietungen. Alle Wähler, insbesondere alle Republikaner, sind eingeladen. Nach Schluß der Beranstaltung: Geselliges Beifammensein. 131. Abt. Niederschönhausen. Der Frauenabend fällt aus 56, Abt. Charlottenburg. 20 Uhr bei Josłowiad, Solgendorffftr. 20, Abtei lungsversammlung. Bortrag: Der neue Reichstag und die Aufgaben der Partei." Referent Dr. Norbert Marg. Die Bezirksführer laden dazu ein. 102. Abt. Baumschulenweg. 19 Uhr bei Borgmann, Riefholz-, Ede BaumSchulenstraße, außerordentliche Mitgliederversammlung. Bortrag: Die Wahlen und Regierungsbildung." Die Bezirksführer laden hierzu restlos ein. Eine Stunde früher Funktionärsigung im gleichen Lokal. 4. Abt. Boranzeige! Sonntag, 1. Suli, Dampferfahrt nach bez Großen Krampe mit Mujit ber Reidjsbannerlapelle Friedrichshain. Abfahrt 8 Uhr von der Waisenbrüde. Preis 1,80 R. Rarten find fofort bei ben Bezirksführern zu entnehmen. Frauenveranstaltungen. Achtung, Genoffinnen! Die für Mittwoch, 27. Juni, angelegte allgemeine Funktionärinnen- Ronferens muß besonderer Umstände halber verschoben werben. Nähere Mitteilung erfolgt noch. 2. Kreis Tiergarten. Montag, 25. Juni, 19½ Uhr, bei Berger, Levegow. Ede Jagowstraße, Kreisfrauenabend. Bortrag des Genossen Diederich über Die Erziehung der Jugend zunt Sozialismus". Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Borwärts"-Leser und Sympathisierende sind besonders eingeladen. 3. Kreis Webbing. Dienstag, 10. Juli, Dampferfahrt nach Biegenhals bei Beuthen. Rarten find bei allen Abteilungsleiterinnen zu haben. 4. Kreis Brenzlauer Berg. Mittwoch, 4. Juli, Dampferfahrt mit Musik nach dem Restaurant Römerschanze" bei Botsdam mit Savelrundfahrt. Ab fahrt 9 Uhr Humboldthafen, Lehrter Bahnhof, mit dem Dampfer Loreley. Rarten fitr Erwachsene 1,50 M., Rinder 50 Bf. find bei allen Abteilungs. Teiterinnen zu haben. 7. Rreis Charlottenburg. Freitag, 6. Juli, morgens 9 Uhr, Dampferfahrt nach dem Wirtshaus am Schmielomfee. Abfahrt Charlottenburger Schloß brüde. Raffeetochen Liter 1 m. mit mild). Mittagessen auf unsch 1.25 M. Ratten für Erwachsene 1,25 M., Rinder 75 Bf. find bei allen Abteilungsleiterinnen zu haben 8. Kreis Spandau. Montag, 25. Juni, 20 Uhr, bei Brendemüht, Spandau, Morisstraße de Biftoriaufer, Kreisfrauenabend. Bortrag der Genoffin Elfe Scheibenhuber über Die Forderungen der Sozialbemokratie an den neuen Reichstag". Alle Genoffinnen find hierau herzlich eingeladen. 17. Areis Lichtenberg. Donnerstag, 28. Juni, 20 Uhr, bei Albrecht, Bor. hagener Str. 62, Areisfrauenabend. Bortrag der Genoffin Minna Toden hagen über„ Die Ergebnisse der Wahlen". Um vollzähliges unb pünktliches Erscheinen wird gebeten. Reine Genoffin darf fehlen. Frauenveranstaltungen am Montag, 25. Juni, 19% Uhr. 5. Abt. Im Rosenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11/12, gemütliches Beisammen. fein mit Raffeetafel. Bortrag des Genossen Friedrich Wendel über Gagen und Märchen der Arbeit". Alle Genofsinnen find hierzu herzlich eingeladen. Gäste willkommen. 6. Abt. Bei Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11, Bortrag des Genossen Hermann Lempert über Die Forderungen der Sozialdemokratie an den neuen Reichstag". Reine Genoffin darf fehlen. Gäste können mit eingeführt werden, 18. Abt. Bei Müller, Uferstr. 12, Vortrag des Genossen Riezmann über„ Die Frau in der Politit". Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Gäste willtommen. 22. Abt. Bei Radzen, Brüsseler Str. 43, Vortrag der Genoffin Hertha Gott. helf über Die Modernisierung des Haushaltes". Alle Genoffinnen find hierzu herzlich eingelaben. Gäste tönnen mit eingeführt werden. 32. Abt. Bei Rromphardt, Baul- Singer- Str. 49, Bortrag des Genossen Zacharias über„ Der Egfaiser im Film seines ehemaligen Hofmarschalls". Alle Genoffinnen sind dazu eingeladen. 35. Abt. Bei Otto, Rigaer Str. 85, Bortrag der Genoffin Schenkalowsky über Lily Brauns Leben und Wirten". Um zahlreiche Beteiligung wird ge. beten. Gäste willkommen. 36. Abt. Bei Busch, Tilfiter Str. 27, Bortrag bes Genossen Dr. Norbert Marg über„ Die sozialhygienischen Forderungen für die Proletarierfrau". Erscheinen sämtlicher Genosfinnen ist Pflicht. Gäste willkommen. 37. Abt. 20 Uhr bei Jerasch, Ebertnstr. 10 Ede Rochhannstraße. Referat der Genoffin Suhr über Beruf und Ehe". Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Borwärts"-Lefer und Sympathisierende sind besonders ein. geladen. 38. Abt. Bei Bartusch, Friedenstr. 88, Frauenabend. Genoffin Irma Fechenbach spricht über Die Nationalisierung des Haushalts". Alle Genoffinnen find hierzu herzlich eingeladen. 42. Abt. Bei Söhlke, Bergmannstr. 69, Glaßbreftner- Abend. Bortragender Genoffe Hosemann. Um vollzähliges und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Gäste sind ebenfalls willkommen. 43. Abt. Bei Wolf, Gräfestr. 26, Seiterer Abend. Bortragender Genosse Buggi Mud. Alle Genofsinnen find hierzu herzlich eingeladen.„ Borwärts"-Lefer und Sympathisierende find willkommen. 44. Abt. Mittwoch, 27. Juni, Ausflug nach Sadowa, Waldschänke". Dafelbft Staffeefochen. Die Genoffinnen treffen sich mit ihren Kindern um 14 Uhr Schlesischer Bahnhof. Gäste willkommen. 46. Abt. Bei Adam, Görliger Ede Lübbener Straße, Heiterer Abend. Bor. tragender Genoffe Heinz Barthel. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Gäfte find herzlich willkommen. 46. Abt. Bei Adam, Görliger Ede Lübbener Straße, Heiterer Abend. Bortragender Genosse Heinz Barthel. Um zahlreiche Beteiligung wird ge= beten. Gäste find herzlich willkommen. Charlottenburg. 31. Abt. Bei Schelbach, Königin- Elisabeth- Str. 6, Bortrag des Genossen Wilhelm Miethte über" Die Frau als Mutter und Erzieher". Alle Genoffinnen, Borwärts"-Lefer und Sympathifierende find hierzu eingeladen. 52. bt. Die Rarten für die Dampferfahrt am 6. Juli find von der Genoffin Czekalla, Tegeler Weg 24, abzuholen. 56. Abt. Der Frauenabend fällt aus, Die Genoffinnen treffen fich um 15 Uhr am Bahnhof Bisleben zum gemeinsamen Raffeckochen. Reulolla. 95. Abt. Bei Grieger, Leffingftr. 9, Bortrag der Genoffin Helene 139a. Abt. Tegel- Freie Scholle. 20 Uhr im Schollenkrug Frauenabend. Bor. trag des Genossen Dr. Waluga über ,, Berufskrankheiten". Alle Genoffinnen sind hierzu eingeladen. Gäste können mit eingeführt werden. 140a. Abt. Wittenau. Im Lokal Richard Schulz( am Bahnhof Wittenau) FrißReuter- Abend. Vortragender Genosse Wilhelm Schult. Keine Genoffin darf fehlen. Gäste sind herzlich willkommen. Frauenveranstaltungen, Dienstag, 26. Juni, 19% Uhr. Reukölln, 90. Abt. 20 Uhr im Jdealfasino, Weichselstr. 8, Seiterer Abend mit Musik und Tanz. Alle Parteigenoffinnen sowie die Frauen der Parteigenossen sind herzlichst eingeladen. Gäste. willtemmen. 91. Abt. Bei Lüddecke, Fontane Ede Karlsgartenstraße, lehter Abend der Vortragsreihe„ Besuche in der Werkstatt der Geele". Vortragender Genosse Artur Rachow. Alle Genossinnen sind hierzu eingeladen. 137. Abt. Reinickendorf- Best. Im Boltshaus Scharnweberstr. 114, Frauenabend. Genosse Kunstmann spricht über:„ Wir Frauen und unserer Kinder Zukunft". Zahlreiche Beteiligung wird erwartet. Gäfte sind herzlich willkommen. Auch die SAJ. ist eingeladen. Frauenveranstaltungen, Mittwoch, 27. Juni, 19% Uhr. 1. Abt. Bei Spiegel, Aderstr. 1, Bortrag der Genoffin Marie Runert, M. d. 2., über Die Arbeit der Sozialdemokratie im neuen Reichstag". Alle Genossinnen, Borwärts"-Leser und Sympathisierende sind herzlich eingeladen. Gäste fönnen mit eingeführt werden 125. Abt. Weißenfee. Im Lotal Südwestafrikaner", Weißensee, Lichtenberger Ece Straßburgstraße, Bortrag des Genossen Hans Kamm:„ Alt- Berliner Humor". Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Gäste willkommen. Frauenveranstaltungen, Donnerstag, 28. Juni, 19% Uhr. 68. Abt. Halensee, Bei Sandmann, Westfälische Str. 42, Bortrag des Ge. noffen Wonwoo über„ Die Jugend nach dem Kriege". Alle Genoffinnen find hierzu cingeladen. 109. Abt. Friedrichshagen. Bei Schola, Friedrichstr. 81, Bortrag des Genossent Beinberger über Enzialistische Erziehung in ber Familie". Bahlreiche Be teiligung wird erwartet. Gäste find herzlich willkommen. Jungfozialisten. Gruppe Wilmersdorf: Montag, 25. Juli, 20. Uht, im Jugendheim Wilhelms. que 123, Gruppenabend. Bortrag: Die Börse." Referent Genoffe Zempelburg. Gäfte herzlichst willkommen. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. 82. Abt. Steglig. Jeben Dienstag um 16 Uhr im Heim Albrechtstr. 47 Treffen. Tempelhof. Montag, 25. Juni, 20 Uhr, Selferßigung bei der Genoffin Lind. ner, Berliner Str, 34. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation 0 9. Abt. Unsere langjährige Genossin Waschte, Wilsnader Str. 31, ist in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag verstorben. Ehre ihrem Andenken! Nähere Angaben über die Zeit der Einäscherung werden noch bekanntgegeben. 80. Abt. Schöneberg. Am Mittwoch, 20. Juni, verstarb nach kurzem Arantenlager unser Genosse Josef Gürlich, langjähriger Inhaber unseres Parteilokals Rubensstr. 90. Ehre seinem Andenken! Beerdigung am Montag, 25. Juni, 15 Uhr, auf dem Stegliger Friedhof, Bergstraße. 92. Abt. Neukölln. Unser bewährter Mitkämpfer, Genoffe Bruno Fied. Ier, ist am 20. Juni verstorben. Sein unentwegtes Eintreten für die Bartei macht ihn unvergeßlich. Trauerfeier am Dienstag, 26. Juni, 17 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg. Regste Beteiligung aller Genossinnen und Ge noffen erwartet die Abteilungsleitung. 93. Abt. Neukölln. Am 21. Juni verstarb nach langem Leiden unser Genosse Friedrich Queisich im 57. Lebensjahre. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Einäscherung am Dienstag, 26. Juni, 13% Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. Um rege Beteiligung bittet die Abteilungsleitung. Lett 50 Jahren DE THOMPSON'S SEIFENPULVER verwendet die weitblickende Sausfrau für ihre Wäsche nur Dr. Thompson's Seifenpulver denn sie will sich ihren Wäschebestand erhalten. HEIMBECK Gibson Girls DIE POPULARE MANOLI ZIGARETTE Centralboden preußische Central- Bodenkredit- Attiengesellschaft Von unseren neuen 8% Central- Gold- Pfandbriefen vom Jahre 1927, mit April- Oktober- Zinsen, die an den Börsen von Berlin, Frankfurt a. 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