Nr. 281. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreichs Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Pont Zeitungs Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20$ 3fg. Inserate für die nächie Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1. e. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. An die Parteigenossen! Unter dem heutigen Datum ist den Unterzeichneten, bisherigen Mitgliedern des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands, folgende Verfügung zugegangen: An den Vorsitzenden des Parteivorstandes der sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Reichstags- Abgeordneten Herrn Paul Singer. Wohlgeboren. Lindenstr. 44, hier. Der Polizeipräsident. Berlin, den 29. November 1895. Es wird Ihnen hierdurch eröffnet, daß der Parteivorstand der sozialdemokratischen Partei Deutschlands auf grund des§ 8 des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 vorläufig geschlossen ist, weil derfelbe als polis tischer Verein im Sinne dieses Gesetzes mit anderen Vereinen gleicher Art zu gemeinsamen Zwecken in Verbindung getreten ist. Jede feruere Betheiligung an diesem Verein oder einer Neubildung, die sachlich als Fortsetzung des geschlossenen Vereins erscheint, ist nach§ 16 des Vereinsgesches strafbar. Der Polizeipräsident. von Windheim. Parteigenossen! Durch die in vorstehendem Aktenstück ausgesprochene Maßnahme sind die Unterzeichneten behindert, die Geschäfte der Partei weiter zu führen. Wir haben deshalb mit dem heutigen Tage unsere Funktionen als Parteivorstand vorläufig eingestellt und sehen dem weiteren Verlauf der gegen uns, und in uns gegen die Gesammt partei inszenirten Aktion ruhig entgegen. Wir werden vor dem ordentlichen Richter, vor welchem dieser Polizeiatt seinen Abschluß finden muß, den Nachweis erbringen, daß weder in der letzten Zeit, noch innerhalb der fünf Jahre, seit denen wir bereits die Ehre hatten, als Vorstand die Geschäfte der Partei zu führen, unsererseits etwas geschehen ist, wodurch das polizeiliche Vorgehen gesetzlich gerechtfertigt werden könnte. Sonntag, den 1. Dezember 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. landwirthschaftlichen Vereine und Handwerkers organisationen der reine Hohn auf den§ 8 des Vereinsgesetzes sind. Die einzige Partei, welche in ihrer Organis sation den gesetzlichen Bestimmungen in peinlichster Weise gerecht zu werden sich bestrebt, das ist unsere Partei. demokratische Reichstags Fraktion, als die die erwählte Vertretung der Partei über. Hoch die Sozialdemokratie! Berlin, 30. November 1895. J. Auer. August Bebel. Albin Gerisch. Wilh. Pfannkuch. Paul Singer. Vorläufig geschloffen sind die sechs Berliner Wahlvereine, der Vorstand der sozialdemokratischen Partei und diverse Kommissionen, welch' leztere zur Erfüllung von Parteifunktionen in öffentlichen Versammlungen gewählt worden sind und von welchen nun plöglich das Polizeipräsidium die Einsicht gewonnen hat, daß sie, ebenso wie der aus fünf Personen bestehende Vorstand der Partei ein politischer Verein sind und da sie mit Vereinen gleicher Art in Verbindung getreten sein sollen vorläufig zu schließen seien. Trozdem wird gegen uns das Gesetz angewendet. Warum? Nun, die Antwort darauf brauchen wir wohl nicht erst niederzuschreiben. Wohl aber wollen wir bei dieser Gelegenheit an ähnliche Maßnahmen früherer Jahre erinnern, damit zugleich zeigend, welche Erfolge die Reaktion mit diesen ihren fleinlichen Maßnahmen er zielt hat. Die erste sozialdemokratische Arbeiterorganisation, der Allgemeine deutsche Arbeiterverein war von seinem Begründer Ferd. Lassalle nach dem Vorbilde des Nationalvereins gebildet und Lassalle glaubte die Organisation sei gesetzlich unangreifbar. Die preußische Polizei duldete auch den Verein, nachdem sie durchgesetzt hatte, daß dessen Sig von Leipzig nach Berlin verlegt worden war. Man wollte am Moltenmarkt genaue Einsicht in das Treiben des Vereins haben, und Herr v. Schweißer gewährte dasselbe auch. Dies Verhältniß änderte sich, als Hasenclever das Präs fidium des Vereins übernahm und nach dem Kriege 1870/71 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß hier in Berlin nahm. Tessendorf war als Staatsanwalt die Arbeiterbewegung einen mächtigen Aufschwung speziell nachstehende Vereine: 1.- 6. Die sechs sozialdemokratischen Wahl Ver: Sozialismus zu tödten und mit großer Energie ging der 1.- 6. Die sechs sozialdemokratischen Wahl. Ver von Magdeburg nach Berlin berufen, um den Drachen eine für die fech 3 Berliner Reichstags- Sozialismus strebsame Beamte an seine neue Aufgabe. Die neueste Nummer des ,, Reichs- Anzeiger" bringt über diese Maßnahme folgende Bekanntmachung. Wahlkreise, 7. die Preßkommission 8. die Agitationstommission 9. die Lokalkommission 10. Der Verein öffentlicher Ver trauensmänner der Berliner Mitglieder der fozialdemokras tischen Partei Deutschlands, 11. der Parteivorstand der sozialdemokra tischen Partei Deutschlands auf grund des§ 8 der Verordnung über die Verhütung eines des Versammlungs- und Vereinsrechts vom 11. März 1850 die gefeßliche Freiheit und Ordnung gefährdenden Mißbrauchs vorläufig geschlossen sind. Durch Rathskammerbeschluß vom 23. Juli 1874 wurde der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein vorlaufig" geschlossen. Dasselbe geschah faft zur gleichen Beit mit der Berliner Mitgliedschaft der sozialdemokratischen Arbeiter= Partei ( Eisenacher Programm). Fast ein Jahr später, am 16. bis 18. März, faß Hasenclever nebst 11 Romplizen wegen Ver gebens gegen das Vereinsgesetz auf der Anklagebant. Die für Preußen dauernd geschlossen. Bei dieser Gelegenheit Angeklagten wurden zu Geldstrafen verurtheilt, der Berein war es, wo Herr Tessendorf den seither viel zitirten AusJede fernere Betheiligung an diesen Vereinen oder an spruch that: 3erstören Sie die Organisation felben erscheinen, wird nach§ 16 1. c. mit Geldstrafe von ist die Sozialdemokratie todt, die sozial. etwaigen Neubildungen, welche fachlich als Fortsetzungen der- und die Zentralisation, denn ohne sie 15-150. oder Gefängnisstrafe von 8 Tagen bis zu 3 Monaten bemokratische Bewegung hat dann teine Bes bestraft. deutug mehr." Berlin, den 29. November 1895. Der Polizei- Präsident. von Windheim. Ueber die Berechtigung dieser Maßregel uns hier weiter auszulassen, fehlt uns die Neigung. Die Richter haben den Wunsch des Herrn Tessendorf erfüllt, die Folge aber war eine andere, als sie der junge Herr Staatsretter erhoffte. Die bis dahin in zwei Frattionen gespaltene Sozialdemokratie ging in den Tagen Kongreß und der selbstmörderische Bruderkampf war bes vom 22. bis 27. Mai 1875 nach Gotha zum Vereinigungsa. endet, eine neue Organisation geschaffen. Für die Pertei selbst, wie für den weiteren siegreichen Fortschritt unserer gerechten Sache ist diese Maßregel so Die§§ 8 und 16 des Vereinsgesetzes, nach welchen das gleichgiltig, wie die gleichen Maßregeln gegen die sozial- Inverbindungtreten" politischer Vereine untersagt ist, find demokratischen Organisationen in den Jahren 1873 und als politische Zwangsmaßregel so überlebt, daß sogar die Teffendorf ruhte freilich auch nicht. Schon am 1. April 1875 gleichgiltig gewesen sind. nationalliberalen Heißsporne bei ihrem Geschrei nach 1876 brachte der Reichs- Anzeiger" folgende BekanntUnsere Partei wird bestehen, kämpfen und siegen mit strengeren Maßnahmen auf dem Gebiete des Vereinswesens machung des Herrn" Staatsanwalt: oder ohne offizielle Organisation! zugeben, das Verbindungsverbot sei als vollständig unhalt-„ Durch Beschlüsse der Reichskammer des hiesigen königl. bar fallen zu lassen. Indem wir hiermit unsere Thätigkeit Stadtgerichts vom 8. und 28. da. Mts. find auf In Wahrheit fümmert sich von den bürgerlichen meinen Antrag die biesige Mitgliedschaft des unter dem als Parteivorstand vorläufig einstellen, politischen Parteien auch keine um diese Bestimmung, am Namen Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands" mit dem geht selbstverständlich die Leitung der allerwenigsten thun dies aber die konservativen Ordnungs- Siße des Vorstandes und Ausschusses zu Hamburg bestehenden Partei bis auf weiteres auf die sozialstützen, deren Parteiorganisation, wie besonders auch Vereins, sowie der letztere Verein selbst, soweit er sich auf die 37 Ein Verrückter.[ Machbr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Thu Di nimmer so versündigen", sagte sie und streckte ihm matt ihre Rechte entgegen. Er griff danach und zuckte zusammen. Wie die Hand der sterbenden Försterin faßte fich's an, so feucht und leblos. " einmal ausgegraben. Ein schäbig gekleideter Hochzeitslader Der große Saal füllte sich mit den nachströmenden mit verschlissenen Seitenbändern auf dem Hut und dem Gästen. Langsam nahmen sie alle an der reichgedeckten riesigen Stocke war herumgegangen, in erbärmlichen Versen Tafel Plaz. Mit lauter Stimme betete der Geistliche ein die Einladungen zu besorgen. Kranzljungfern erschienen Gebet vor. Die Anwesenden leierten er nach, während sie auf der Bildfläche, Böllerschüsse weihten den Morgen ein, hungrig nach den dampfenden Suppenschüsseln blickten, eigenes Festbrot für die Armen wurde gebacken, große Holz- die auf die breite Anrichte am Saaleingange niedergesetzt balken wurden über die blumenbestreuten Wege gelegt als wurden. Hindernisse für das Brautpaar, das sich erst lostaufen Endlich schien man auch für diesen Tag genug ges mußte furz, man erinnerte sich, weil gut bezahlt wurde, betet zu haben und setzte sich mit lautem Gepolter zu der ältesten Zeremonien. Tische. Ein riesiges, derbes Essen von zahllosen Gängen ward aufgetragen und behaglich verzehrt. Fortwährend packten die Bauern von den Speisen in eigens hierzu " Versprich mir, daß Du ruhig sein willst, und Dich net mit ihm streit'st. Thu's mir z' Lieb, Franz, i weiß Den umfassenden Vorbereitungen entsprach das Fest nimmer, was i glauben soll." Leise begann sie zu weinen. selbst. Schmerzbewegt sah er auf die Duldende herab und In der übervollen Kirche spielte der Lehrer die mitgebrachte Tücher. Ein widerlicher Geruch von Bier, hätte am liebsten den Geistlichen mit beiden Fäusten vor Orgel, als das Brautpaar eintrat und sich zu an- Sauerkraut und gefottenem Fleische drang durch den dieses Opfer gezerrt, damit er kniefällig um Vergebung dächtigem Gebete auf den Altarstufen niederließ. Dann bitte. Sie fühlte, wie er zitterte. " Thu's mir zu Lieb, i bitt Dich, Franz!" " Dir zu Lieb", sagte er mit rauher Stimme. Da Iegte sie ihre Arme um seinen Kopf und füßte ihn. Wieder war es dem Lehrer, als neige sich eine Leiche an seine Wange. „ Gut Nacht, Anna", sagte er und ging zur Thüre. Als er sich noch einmal umsab, saß sie im Bette und hatte schon wieder den Rosenkranz ergriffen. Ihre zuckenden Lippen zeigten, daß sie eifrig betete. * ** * Er wankte ins Freie hinaus und weinte wie ein Kind. Ueber den Bergen begann es leise zu dämmern. Eine solche Hochzeit hatte Oberkarbach noch nicht erlebt. Der ganze Apparat alter, umständlicher Gebräuche, der schon längst in der Rumpelkammer des Dorfes ruhte, wurde noch hielt der Geistliche eine bedeutungsvolle Ansprache über die Ehe, Treue und Liebe der Gatten. Raum. Lebhafter wurde die Unterhaltung und als nun gar noch Wein aufgetragen wurde, erreichte der Jubel seinen Höhepunkt. An einigen Plätzen ging es schon recht bedenklich lustig zu. Auch dem alten Boiten war der langentbehrte Alkohol genuß gewaltig zu Kopf gestiegen. Vater, sollst net so viel trinken!" rief Kathi, die sehr einfilbig dasaß, zu ihm hinüber. Ein zweistündiges, feierliches Hochamt mit Predigt und Opferung folgte der Trauung, und als der lezte Orgelton verklungen war, wanderte der lange Zug, die Musik an der Spike, ins Dorf hinab, wo das festliche Wahl im Wirthshaus schon bereit stand. Hinter seiner Tochter, die den Myrthenfranz trug und in ihrem Hochzeitsstaate gar prächtig Boiten lachte und sah mit blöden Augen zu den aussah, ging der alte Poiten. Die kirchliche Feier hatte ihn Holzkandelabern des Saales hinauf, deren dicke Stearintief ergriffen, denn er ging gesenkten Hauptes einher und ferzen man eben anzündete. Trotzdem es schon dämmerte, hielt das blaue Schnupftuch vor die Augen. Hausl führte wurde immer noch aufgetragen und gegessen. Dazwischen ihn jezt zu seinem Plage an der großen Tafel, den er pafften andere aus Bigarren und Pfeifen dicke Rauchs neben seinem Schwiegersohne einnahm, während der Herr woiten. Die jungen Burschen suchten die Musik zu überBenefiziat von Göpfert höflichst gebeten wurde, den Stuhl brüllen, die große Bierbanzen auf ihrem Podium stehen zwischen dem jungen Ehepaare als besonderen Ehrensiz zu hatte und ohne Takt und Rhythmus ein gräuliches Durchbetrachten. einander auf die johlende Menge herabschmetterte. preußischen Staatsgebietes bis auf weiteres verboten. Die Uebertretung dieses Verbotes ist im§ 16 cit. Gesezes mit Geld" Strafe von 15 bis 150 M. oder mit Gefängniß von 8 Tagen bis Ueber das Erkenntniß in Sachen nur das, was er sagt und sagen will, sondern auch das, was er nicht zu 3 Monaten bedroht." Die Partei war also wieder einmal vorläufig" geschlossen und sie blieb es längere Zeit. In dem Berichte, welchen Genosse Auer fünf Monate später auf dem Parteitag in Gotha( 19.- 23. August 1876) gab, heißt es: wird uns geschrieben: Liebknecht Die besprochenen Irrthümer des Erkenntnisses sind nicht die einzigen, die es enthält. Es sei aus ihrer Fülle nur noch des einen Frrthums gedacht. " änder im Geltungsbereich des preußischen Bereinsgefeges vom wärts" und der übrigen Parteipreffe der Polizei die einzig gebung vorfäglich, rechtswidrig, mit iffen und Bollen, 1. März 1850 erstreckt, wegen Zuwiderhandelns gegen die§§ 8 richtige Antwort geben. Tausende neuer Abonenten auf den angeblich Beleidigten zu treffen, erfolgt ist. nd 16 dieſes Gesezes vorläufig geschlossen worden. Demgemäß den Vorwärts", das soll der erste Erfolg de neuesten Welchen Erfolg die Beleidigung hatte, wie sie aufgenommen ist, ist die fernere Betheiligung an diesen Vereinen, insbesondere ist für den Begriff einer Beleidigung völlig belanglos. Cegin auch das 3ablen der Beiträge für den Umfang des" den Umfang des Vorläufigen Schließung" sein. das bislang allgemein als feststehend Grachtete, das aus ver Natur der Beleidigung folgt, tämpft das Urtheil vergeblich an. Die fünftliche Gestaltung, daß ein Redner nicht gefagt hat und nicht hat sagen wollen, ausdrücke, ist auch mit der bisherigen Rechtsprechung selbst des Reichsgerichts unverein. bar. Sie würde in die Praxis allgemein übertragen ja zu der fnecht ist den Lefern bekannt. Schriftliche Entscheidungsgründe eine Gemeinschädlichkeit einfachster Begriffe konstituiren. Das schriftliche Erkenntniß in Sachen wider unsern Lieb- ungeheuerlichsten Rechtsunsicherheit führen müssen und geradezut pflegt man als Entschuldigungsgründe für das mündlich ver Ein Reichsgerichtsrath hat einmal die Versuche einiger GeWie bereits erwähnt und wie den Genossen ja auch bekannt, fündete Urtheil zu bezeichnen. Reicht die in Sachen Liebknecht richte, der Künstelei des Reichsgerichts nachzueifern, mit dem ift für Preußen die Partei- Organisation unmöglich gemacht. gegebene schriftliche Begründung zur Entschuldigung des Urtheils Bestreben von Dilettanten verglichen, die funstvollen GliederOb dieser vorläufige Beschluß durch Richterspruch zu einer aus, das weit über Deutschlands Grenzen hinaus die lebhaftesten verkürzungen des Michel Angelo nachzuahmen. Warten wir dauernden Auflösung führen wird, läßt sich zwar heute noch nicht Empfindungen rege gemacht hat? ab, zu welcher Gattung Nachbilder das Reichsgericht das mit Bestimmtheit sagen, indeß nach den Erfahrungen, welche wir Das Urtheil unterscheidet sich wenigstens in einer Beziehung Erkenntniß in Sachen Liebknecht zählen wird daß es dem bis jetzt gemacht, und nach der Tendenz zu schließen, welche in in vortheilhafter Weise von jenen handwerksmäßig fabrizirten, natürlichen Rechtsbewußtsein im höchstem Maße widerspricht, ist den meisten Staaten in Deutschland nnd vor allem in Preußen gegen die selbst die Motive zur Justiznovelle und fast jeder Band der offenbar auch den Verfassern der mühsam aufgebauten Erkenntnißvorherrscht, kann wohl mit ziemlicher Sicherheit angenommen Reichsgerichts- Entscheidungen sich wenden. Wir meinen jene gründe nicht entgangen. werden, daß die vorläufige Schließung zu einer definitiven Sorte Urtheile, die den jezigen Bestimmungen der Strafprozeßführen wird und daß deshalb eine Organisation in der Form, ordnung zu genügen glauben und leider genügen, wenn sie ohne wie wir sie bis jetzt gehabt, kaum mehr denkbar sein Erörterung der Einwendungen des Angeklagten nach der Eingangs dürfte. Es ist zwar Thatsache, daß unsere preußischen formel, Aufgrund der Zeugenaussagen in Verbindung mit den eigenen Die Anklagebehörde hatte die Annahme aufgestellt, eine Runds Parteigenoffen mit peinlicher Genauigkeit darauf achteten, Auslaffungen des Angeklagten ist folgender Thatbestand für er gebung des Souveräns richte sich gegen die Sozialdemokratie. die vielen Klippen und Untiefen des preußischen Vereins- wiefen erachtet", lediglich die Anklageschrift inseriren und dann Dieselbe Anklagebehörde hat im Prozeß wider Genossen Jahn gesetzes zu umschiffen, um ja gegen die Vorschriften desselben nicht zu der Schlußfeststellung" gelangen: demnach war als that behauptet, solche Annahme sei eine Majestätsbeleidigung. Das zu verstoßen, und es dürfte auch Herrn Tessendorf schwer fallen, fächlich fefigestellt zu erachten, daß der Angeflugte zu.... hat, Gericht war dieser Behauptung beigetreten. Das Erkenntniß wit er einen direkten Beweis für irgend eine Uebertretung des Vereins demnach§.. Str G. B. verlegt hat. Das Urtheil versucht im Liebknecht spricht von einem gerichtsbekannten Trintsprud,", der gefeges seitens unferer preußischen Genoffen beizubringen. Indeß Gegensatz zu diesem, auf dem Tiefstgrad des juristischen Hand nicht über die Sozialdemokratie, sondern über die sozialdemo nach Lage der Sache und nach den bekannten Obertribunals- werterthums stehend, die freie Höhe der juristischen Kunst fratischen Agitatoren und ihre Presse" sich auslaffe. GerichtsBeschlüssen bedarf es feines direkten Beweises, sondern zu erklimmen und wirklich anzuführen, was im einzelnen die Ueber bekannt"? Weshalb? Gegenstand der Beweisaufnahme war dieser nur der subjektiven Ueberzeugung dez Richters, daß zeugung des Gerichts begründet hat. Dadurch gestattet es uns in von feinem der Richter gehörte Trinkspruch nicht. Wo tommt gegen das Gesetz verstoßen wurde, und ein ver= dankenswerther Weise einen Blick in die Werkstatt juristischer die Gerichtskundigkeit her? Das Reichsgericht hat sich insbesondere urtheilendes Erkenntniß erfolgt und wer bezweifelt wohl, daß die Mitglieder der bekannten VII. Deputation der natürlichen Logik und des durchschnittlichen Menschenverstandes 15. Noevember 1887 über den wohl, daß die Mitglieder der bekannten VII. Deputation ogik zu werfen und deren Kunsterzeug isse mit den Ergebnissen in der im Band 16 G. 327 abgedruckten Entscheidung vom Begriff der Notorietät den? Die Sachlage ift einfach die: die preußische Regierung will pergleichen. Unterziehen wir uns der Mühe des Vergleichs ausgelassen. Es nimmt an, als gerichtstundig könnten im Strafverfahren nur erachtet werden:" Thatsachen, welche entweder Das Urtheil giebt, durch die Darlegungen des Angeklagten wie die in fernerer Zeit zurückliegenden Thatsachen der Geund wie es selbst angiebt, durch die grammatikalischen Regeln schichte nicht zu beweisen werden brauchen, weil sie zu, daß im Gegensatz zur Auffassung auf grund historischer Forschung allgemein als bewiesen aufgrund der Anklagebehörde das Wort„ man" in dem Sage man gelten, oder, wie die Thatsachen des Naturlebens, beleidigt uns" sich nicht auf den Souverän beziehen kann. Die allgemein giltigen Ergebnisse der Wissenschaft Trotzdem nimmt es an, in dem dann folgenden Eat, in dem die von vornherein des Beweises nicht bedürfen, weil sie allbekannt Beleidigungen charakterisirt werden, mit denen man" vorgeht, und aus allgemein giltigen Gründen so gewiß find, daß ihr sich auf den Souverän beziehen fönnen. Die Regeln der ein- Gegentheil nicht bewiesen werden kann", und turz„ alle Thatfachen Logit behaupten: das ist eine widerspruchsvolle, also un- fachen, welche so allgemein bekannt sind, daß kein vernünftiger mögliche Annahme. Juristen giebt es allerdings, die dann Grund fie in Zweifel zu ziehen vorhanden ist, und dahin gehören auch behaupten: jenes mag mag eine falsche Interpretation sein, solche Thatsachen, welche amtlich zur Kenntniß des Richters das thut aber nichts, es ist darum noch fein Verstoß gegen unb auch zur allgemeinen Kenntniß gelangt sind." Zu eine Rechts norm. Solche allein unterliegen aber der Nach notorischen Thatsachen zählt also nicht der als gerichtsbekannt prüfung durch das Reichsgericht. Das Reichsgericht selbst hat bezeichnete Trinkspruch, fiber deffen Wortlaut selbst die Behörden Mitglieder gestellt. Es hat sich der Folgerung, die man aus feinem Richter bekannt geworden ist. Das Gericht scheint dies sich auf diesen Standpunkt trotz lebhaften Protestes einiger seiner nach obigem mit sich selbst uneins find, und der amtlich folcher Annahme zog: also ist nach Ansicht des Reichsgerichts herausgefühlt zu haben, wenn es zum Schluß seines Erkenntnisses felbst Juristenlogik und gesunder Menschenverstand zweierlei, in als Wilderungsgrund anführt, daß der Angeklagte eine Reihe Fällen, die ähnlich traß lagen wie der vorliegende, bin und wieder von Zugeständnissen über Umstände gemacht hat, die im Be zu entziehen gesucht. Es hat nämlich in solchen Fällen erklärt: streitungsfalle schwerlich erweislich gewesen wären." Derartige Widersprüche heben die Entscheidungsgründe auf. Man sieht, das Erkenntniß ist voller thatsächlicher und rechtSolche Urtheile unterliegen deshalb der Aufhebung, denn sie licher Irrthümer- Irrthümer, die zum Allgemeingut gemacht entbehren trotz der Seiten füllenden Darlegungen der Ent jedes allgemein abfällige Urtheil unmöglich machen würden. scheidungsgründe. Warten wir ab, wie das Reichsgericht den Ob es Rechtskraft erlangen wird?- Wir werden sehen. Fall beurtheilen wird. nicht, daß innerhalb ihrer Machtsphäre eine Organisation sozia listischer Arbeiter existire. Und um diesen ihren Willen durchzusehen, sind ihre Organe angewiesen, jede dieser Organisationen aufs schärffte zu überwachen und wenn irgend thunlich, dieselben zu zerstören, und damit volle Freude in Israel werde, geben liberale und tonservative Blätter ihre volle und freudige Zustimmung zu dieser etwas eigenthümlichen Praxis, dem Staatsbürger die Lehre der Gleichheit Aller vor dem Gefeße anschaulich zu machen. Wir können augenblicklich nicht feststellen, wann damals das Gericht die vorläufige Schließung in eine definitive um wandelte. Erfolgt ist sie. In Preußen blieb die Partei geschlossen bis zum Erlaß des Sozialistengefeßes im Oftober 1878, bei welcher Gelegenheit die Partei dann für ganz Deutschland verboten wurde. Es tamen zwölf Jahre Ausnahmegesetz und Vogelfreiheit für unsere Organisationen, bis schließlich das Jahr 1890 den Verfall des Schandgesetzes brachte. Was unsere Partei trotz aller dieser und zahlloser anderer Berfolgungen und Drangsalirungen geworden ist, beweisen die letzten Wahlen. Achtze huhundert ein und siebzig hatten wir einen Vertreter im Reichstage und heute deren fieben und vierzig, hinter denen 13/4 Millionen Wähler, das heißt die zahlreichste Wählerschaft aller Parteien steht. Das sind die Wirkungen der bisherigen Auflösungen, Verbote und sonstiger gleich verthiger Maßnahmen. Wer be zweifelt, daß der neueste gegen uns geführte Streich nicht in der gleichen Richtung wirken wird? Die in hundert schwierigeren Fällen stets bewährte Disziplin unserer Partei genoffen, sie wird auch jetzt nicht versagen. Spielend werden die neu aufgethürmten Schwierigkeiten überwunden werden und die Quittung für die neueste Maßnahme zum Zweck unferer Bernichtung werden wir Herrn von Köller bei den nächsten allgemeinen Wahlen ausstellen, vorausgesetzt, daß bis dahin von Herrn von Köller als Minister überhaupt noch die Rede sein wird. " Eine Rede, die ein Grenzaufseher halten wollte, ging in dem furchtbaren Spektakel völlig verloren, aber auch der in dem furchtbaren Spektakel völlig verloren, aber auch der Förster Göpfert drang nicht durch mit seinem Toast auf den Herrn Benefiziaten, den Vater der Gemeinde, wie er ihn nannte. Mitten in seiner Ansprache wurden ihm Maßfrüge, Wein und Schnapsgläser entgegengehalten und ein betäubender Lärm schnitt ihm das Wort ab. Auch die Musit wollte nicht zu spät kommen und wirbelte in den Hölleulärm einige Akkorde hinein. gezwungen, " Politische Uebersicht. " Berlin, 30. November. Die Polizeimaßregeln gegen die sozialdemokratische Organisation haben bei unseren Gegnern die wunderbarsten Gerüchte gezeitigt. So läßt sich ein großes Provinzblatt folgendes Telegramm aus Zürich schicken: Die sozialdemokratische Parteitasse wurde nach Zürich vers bracht. Verschiedene Parteiführer, worunter Bebel, find hier anwesend." " Aber das Urtheil geht ja auch nicht so nicht so weit, den Gegensatz so traß cuszudrücken, wie wir es eben aus ihm herausgeschält haben. 63 baut eine Brücke. Diese Brüde fonstruirt es mit allen Künften der modernen Juristerei. Es meint: Liebknecht habe allerdings den Souverän nicht beleidigen wollen. Er mag", heißt es da, bestrebt gewesen sein, seine Worte so zu wählen, daß eine Ver eine hörer haben ihn falsch verstanden und daß dies misfolgung wegen Majestätsbeleidigung ausgeschlossen schien." Aber Mißverständniß eintrete, wußte und wollte er eventuell. Daß seine hörer ihn falsch verstanden, also eine Auffassung den Worten Liebknecht's beilegten, die mit den Grundsätzen grammatikalischen und logischen Verständnisses unvereinbar ist, An dieser Sensationsnachricht ist nur wahr, daß unser Vorläufig aber rufen wir unseren Genossen zu: seid folge aus bem lebhaften Beifall" der Hörer und auf dem Posten und behaltet ruhig Blut!-daraus, daß sozialdemokratische Organe jenen Paffus bei der Genosse Bebel seit einigen Tagen in privaten AngelegenLasse sich niemand provoziren und sehe Berichterstattung fortgelaffen haben. Eine Beweisaufnahme über heiten bei seinen Kindern in der Schweiz sich aufhält. sich jeder seine Umgebung genau an!- Dann die Verständnißfähigkeit der Hörer, über den Grund ihres Bei Von den sonstigen Führern" befindet sich kein einziger falls, ja über die Frage, ob dieser Passus beifällig auf im Auslande, im Gegentheil, fie sind alle auf ihren aber noch ein ernstes Wort: Wenn das Band der Organi genommen sei, und darüber, aus welchen Gründen etwa Partei- Posten in Deutschland und eifrigst bestrebt, den neuesten sation durchschnitten ist, gewinnt unsere Parteipreffe doppelte organe jenen von Beifall überbrauften Passus nicht wiedergegeben Soup gegen unsere Partei zu Schanden zu machen. Was Bedeutung. Mögen die Genossen dies bedenken und durch haben, ist nicht vorgenommen. Weshalb nicht? Gefährdete eine verdoppelte Anstrengungen für die Verbreitung des Vor- Beweisaufnahme den funstvollen Brückenbau? Wäre er zusammen aber die sozialdemokratische Parteikasse" betrifft, so brauchen gebrochen, wenn die Hörer erklärt hätten: nicht mit die Herren Gegner nur in unseren Parteiprotokollen der Person des Souveräns, mit den uns entgegenstehenden nachzuschlagen, und sie werden Aufklärung darüber finden, Parteien fämpfen wir und wir haben die die Feigheit und Ver- daß es nicht erst des neuesten Polizei- Aktes bedurfte, um kommenheit dieser Parteien so trefflich charakterisirenden Worte die Parteigelder davor zu schützen, daß sie nicht„ den des Redners Beifall gezollt? Gewiß, für den Brückenbau war es un Preußen in die Hände fallen". umgänglich nöthig, die Versammlung als aus Leuten bestehend hinzustellen, die nicht Sozialdemokraten, ja nicht einmal Leute sind, die Daß das Zusammenwirken von Komitees oder grammatikalisch" und logisch richtig zu denken vermögen. Aber Ausschüssen in allen Parteien, nicht nur in der Soziala soll eine gerichtliche Verhandlung dazu dienen, Phantasiebrücken demokratie, gang unbefangen stattfindet und nirgends als zu bauen oder die Wahrheit zu eruiren? Und wenn ferner Verstoß gegen das Vereinsgesetz aufgefaßt wird, beweist fozialdemokratische Redakteure über den Grund der Nichtaufnahme unter anderem auch die folgende von der Schlesischen Volks des Paffus in den Bericht befragt, geantwortet bätten: wir zeitung" veröffentlichte Mittheilung: haben überhaupt feinen mortgetreuen Bericht gegeben, uns erfchten jener Paffus, der ja nur die so prächtige Schilderung des die schlesische Zentrumspartei haben die Kreis. Nach§ 5 des Wahlorganisations Statuts für Berhaltens unserer Gegner und unsere Taftit ihnen gegenüber tomite es zu der vor jeder Wahl in Breslau stattfindenden furz wiederholte, für nebensächlich- wo blieb dann die luftige wo blieb dann die luftige Bertrauensmänner Versammlung Vertreter und Stell Brücke? Sie wäre elend zusammengebrochen. vertreter aus jedem landräthlichen Kreise zu Alber weiter: Der Ueberbrückung fehlte auch bei jener Annahme, die Hörer haben den Redner falsch verstanden, wählen und deren Namen und Adresse dem Provinzialfomitee noch ein Pfeiler. Es war nothwendig darzuthun, daß der An- mitzutheilen. In§ 5 ist auch die Zahl dieser Vertreter bezw. Stellvertreter bestimmt. geflagte sich bewußt war, daß jener Passus irrthümlich Bisher haben erst wenige Kreiskomitees dieser Bestimmung auf den Souverän zu beziehen sei, und daß er dies MißGöpfert, immer noch mit seinem Merger beschäftigt, verständniß gewollt hat; denn zum Begriff des Dolus, der genügt. wurde aufmerksam und wandte fich gleichfalls zu Gattl, zur Begehung einer Beleidigung gehört, ist es nöthig, daß der Adresse ihrer Vertreter und Stellvertreter bis zum 1. Fe Deshalb ersuche ich die Kreiskomitees ergebenst, Namen und indem er in die Tasche griff. Beleidiger seine Aeußerung mit dem Bewußtsein der Ehren- Adresse Richtig, der Herr Lehrer", sagte er hochnäfig. Bald fräntung machte, daß er wußte und wollte, daß seine bruar 1896 dem Schriftführer des Provinzialkomitees, Herrn hätt ich ihn vergessen. I muaß Ihnen do a no an Aeußerung eine rechtswidrige beleidigende Kundgebung ist und Rechtsanwalt Konsistorialrath Dr. Porsch in Breslau, Schneidextrig's G'schent machen, weil G' so viel Plag g'habt daß sie sich gegen die Person des angeblich Beleidigten nigerstr. 51, mitzutheilen und, falls die Wahlen noch nicht vorgenommen worden sein sollten, dies zunächst nachzuholen. Mit solchem Dolus war nichts anzufangen. Doch haben. Da haren S' was." Breslau, den 22. November 1895. tonftruirt. Der, nimmt das Urtheil an, genügt auch für Bedie neuere Rechtsprechung hat ja den dolus eventualis Im Auftrage des Provinzialfomitees Der Vorsitzende Franz Graf Ballestrem. leidigungen. Flugs werden einige Erkenntnisse des Reichsgerichts zitirt, aus denen sich ergeben soll, es genüge, wenn der Ein Verfahren wegen Majestätsbeleidigung ist Beleidiger den Eventual- Dolus habe. Alle Achtung vor der wegen der in Nr. 36 der Sonntagszeitung" in HalberKonstruktionsfähigkeit des Reichsgerichts- so weit ist es denn stadt enthaltenen Besprechung der Kaiserrede gegen den ver noch nie gegangen. Die im Breslauer Urtheil aber sitirten drei Erkenntnisse beziehen sich nicht auf Be- antwortlichen Redakteur eingeleitet worden. leidigungen und enthalten nicht das, was das Gericht Genosse Bruhns, Redakteur der sozialdemokratischen gegen§ 130( Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten),§ 348( falfche ber Polizeibehörde durch ironische Bemerkungen Beurkundung durch einen Beamten) und gegen§ 352 Str.-G.-B. ( bewußte Gebührenüberhebung). Sie sprechen aus: vorfäglich in einer Rede gelegentlich des Parteitages angeklagt war, handelt der, der sich bewußt ist, daß derjenige Erfolg, von de freigesprochen. dem das Gesetz die Strafbarkeit abhängig macht, durch seine Handlung herbeigeführt werden könne un welcher mit diesem Erfolg auch einverstanden ist, also die en Erfolg auch eventuell wollte." " " Versoffen's G'sindel!" murmelte giftig der Förster. Si, hi, hi," grunzte Poiten und wackelte mit seinem Stuhle hin und her, heut derft's nig für unguat nehma, heut fan' s alle beim Beug, hi, hi!" Und haftig stürzte er wieder ein Glas Wein hinab, daß zwei rothe Bäche über das Kinn auf die grüne Weste herunterliefen. " Prooofit, Herr Lehrer!" schrie er und hielt ein neues Glas zu Gattl hin, der auf der anderen Seite des Tisches saß. Er reichte ein kleines Goldstück über den Tisch mit einer ermunternden Bewegung, als gäbe er einem Bettler ein Almosen. Gattl juckte es, dem unverschämten Patron die Münze aus der Hand zu schlagen und auf und davon zu rennen. Aber Anna's bittende Worte, die ihn bis zu dieser Stunde von jeder Gewaltthätigkeit abgehalten hatten, bezwangen richte. halt " ihn, und er griff mit bebenden Fingern nach der Gabe. in ihnen erblickt hat. Sie beziehen sich auf Vergehen Volkswacht" in Breslau, der wegen Beleidigung " Dante, Herr Förster." Is scho recht", nickte Göpfert gnädig. Der Lehrer ließ das Goldstück in seinen Rock verschwinden und spielte dann wieder mit seinem Meffer. Ihm war die Versammlung dieser betrunkenen Menschen noch entseglicher, wie die langweilige Spießbürger- Gesellschaft Mariafirchens. Auch rückte jetzt stündlich die Entscheidung näher. Heute noch mußte er mit dem Geistlichen reden, wenn er nicht ristiren wollte, daß morgen schon die Unterschlagung des Dokuments offenkundig wurde. ( Fortsetzung folgt.) Die zitirten Entscheidungen paffen also durchweg nicht, sondern beziehen sich nur auf sog. Erfolg 3 delikte. Gine Beleidigung ist ohne Rücksicht auf den Erfolg begangen: sie ist nach der reichs gerichtlichen Judikatur vollendet, sobald die beleidigende KundDie Köller'sche Correspondenz und das HinschinsGutachten. Der bekannte Beschwichtigungs- Hofrath suchte gestern einem leicht befriedigten Publikum einzureden, daß es sich bei dem beabsichtigten ministeriellen Vorgehen gegen mißliebige Privatdozenten um nichts Neues handelt, daß vielmehr das Unterrichtsministerium an der bisherigen Bragis festhalten wird." Das heut im Centralblatt für " Paris, 29. November. Nach lebhafter Berathung lehnte der hiesige Munisipalrath auf grund Dumas' Broschüre gegen die Kommune den Antrag ab, einer Straße von Paris den Namen Alexander Dumas Straße" au geben. Belgien. bie gesammte Unterrichtsverwaltung in Preußen" Cheraus- I mit vollen Händen ertheilt worden sei, werde die große Maffe legen; da jedoch bereits pofitive Anträge vorlägen, sei er gegeben in dem Minifterium der geistlichen, Unterrichts- der Arbeiter mehr und mehr der extremen Partei autreiben. bereit, auch einer theilweisen Reform des Preßgefeßes näber und Medizinal- Angelegenheiten) veröffentlichte Gutachten 3u ben wahrhaft staatserhaltenden Glementen au treten, und werde auf der Bafts dieser Anträge im Frühjahre des Geh. Juftizrath Profeffor Dr. Hinschius in Berlin gehörten die deutschen Gewerfvereine, die feit 27 Jahren eine Vorlage unterbreiten. Der Minister verlas hierauf straft diesen Versuch Lügen. Glaubt man wirklich, einem reformatorisch für die materielle und ideelle Verbefferung der einen am 20. Oftober d. J. an die Staatsanwaltschaften erArbeiterlage eintreten; dafür verlangten sie nicht Vortheile und gangenen Erlaß, nach welchem nicht jede schärfere benkenden Menschen einreden zu können, daß der Minister Privilegien, wohl aber Gleichberechtigung, und sie rechneten bei ritit der Maßnahmen der Regierung zu bes ein fünfundzwanzig Seiten umfaffendes Rechtsgutachten ein- diesem Streben auf die thatfräftige Unterstügung des Ministers. fchlagnahmen ist. Der jungtschechische Abgeordnete Eim fordern und veröffentlichen würde, wenn es sich hier nicht In seiner Erwiderung erklärte sich Minister v. Berlepsch erklärte sich mit den Ausführungen des Ministers einverstanden. um einen beabsichtigten schweren Eingriff in das bestehende mit der ethischen Begründung des Sprechers( was ist denn unter Frankreich. Recht der Universitäten handelte? Daß gewaltsame Gin- der ethischen Begründung" des Herrn Dr. Hirsch zu verstehen?) Paris, 29. November. Deputirtenkammer. Der fofort einverstanden, richtete aber einige Fragen an die griffe in Zeiten ausgesprochenster Reaktion bereits vor Deputation, inwiefern die Vermögensfähigkeit für die Gewert: Bonapartist Gunéo d'Ornano interpellirte über die Revision gekommen sind, ist von uns nie bestritten worden fie der Verfassung. Er erklärte, die Revision sei nöthig, vereine erforderlich sei und ob nicht hierin durch behördliche Mehrere der fanden aber stets die schärfste Verurtheilung selbst reell Berleihung der Korporationsrechte geholfen werden könnte? um die versprochenen Reformen zu erlangen. zahmer Bürger. Erst unserer allerjüngsten Reaktionsära Nachdem diese Fragen von den Deputirten Winter, Ramin und gegenwärtigen Minister seien für die Revision. Der Ministerist es vorbehalten, System in die Beschneidung der schon Dr. Hirsch dahin beantwortet worden, daß die deutschen präsident Bourgeois erklärte es für leicht, Reformen recht kümmerlichen Universitätsrechte zu bringen und als Gewertvereine aus den Arbeiterbeiträgen Vermögensbestände herbeizuführen, ohne daß zu einer Revision der Verfaffung geschritten werde. Es sei Sache der Regierung, die etwas Unerhörtes wird es sogar in bürgerlichen Kreisen von Hunderttausenden angesammelt haben, deren nugbringende nitiative in der Revisionsfrage zu ergreifen, sobald sie den ohne bas beantragte Gesetz äußerst be empfunden, daß ein Universitätslehrer sich dazu hergiebt, das Verwendung Vorgehen der Staatsmacht mit Rechtsdeduktionen zu be- fchränkt, ja deren Sicherheit, wie die Erfahrung bewiesen, im geeigneten Augenblick für gefommen erachte.( Beifall.) Die schönigen. Und daß Herr Hinschius gründlich gearbeitet, höchsten Grade gefährdet sei, und daß anderseits Versuche zur Kammer nahm sodann mit 818 gegen 102 Stimmen eine von Erlangung der Korporationsrechte gescheitert seien, befundete der Sarrieu eingebrachte und von dem Ministerpräsidenten Bourgeois mögen unsere Leser aus folgenden Theilen ersehen, in denen Minister in längeren Ausführungen sein persönliches Ginver: gebilligte Tagesordnung an, welche feststellt, daß die Regierung dieser Herr seiner Weisheit Schluß zusammenfaßt: ständniß auch in diesem Hauptpunkte und überhaupt sein Wohl vor allem entschloffen ist, Reformen durchI. In betreff der Disziplin über die Privatdozenten stehen wollen für den vorgetragenen wichtigen Antrag. Die Deputirten führen und in der Verwirklichung ihres Programms fortden einzelnen Fakultäten die ihnen statutenmäßig gewährten im schienen sehr befriedigt durch die sympathische, durchaus zuzufahren. Hierauf wurde die Sigung geschlossen. einzelnen näher aufgeführten Befugnisse zu. 1. Neben diesen stimmende Aussprache des Ministers. Befugnissen kommt dem Unterrichtsminister: 1. traft seiner Gine merkwürdig unpassende Zeit haben sich Hirsch und Stellung als oberster Disziplinarbehörde das Recht zu: Genossen ausgesucht, um der Regierung sich als wahrhaft staats: a) falls eine Fakultät ihre zu I gedachten Befugniffe auszuüben erhaltende Elemente vorzustellen und das Wohlwollen des Ministers unterläßt, die fäumigen Mitglieder mit allen zu seiner Zuständiv. Berlepsch einzuheimfen. feit gehörigen Disziplinarstrafen oder auch durch Herbeiführung Das Dementi des Herrn von Stumm, das erst des förmlichen Disziplinarverfahrens zur Erfüllung ihrer Dbliegenheiten anzuhalten, b) wenn die Fakultät einen nach der indirekt durch ein Telegraphenbureau in die Welt gesetzt Brüffel, 29. November. Nach den legten Kommunalwahlen, Auffaffung des Ministers der Sachlage nicht entsprechenden Be- würde, ist nunmehr direkt an die Frankfurter Beitung" bei denen die Ultramontanen und die Sozialisten in Brüffel schluß in einer Disziplinarfache gefaßt hat, diesen seinerseits ergangen mit der Behauptung, der Schluß des Berichts starte Minoritäten erlangten, hatte der Bürgermeister Buls den fcheidung härtere Strafen zu verhängen oder die ausgesprochenen den die Person des Kaifers hineingezogen wurde, seinem Entschluß zurückgekommen und wird daher das Bürger auch von Amts wegen aufzuheben und durch eine andere Ent- über Stumm's Unterredung mit dem Pfarrer Lenge, in Entschluß fundgegeben, sein Amt niederzulegen. Auf das dringende Ersuchen der liberalen Kommunalräthe ist Buls nunmehr von Strafen zu mildern oder die Einstellung jedes Verfahrens an fei völlig unwahr und im wesentlichen meisteramt beibehalten. zuordnen oder den Angefchuldigten freizusprechen; 2. aber auch eine unmittelbare und direkte Disziplinargewalt über die Privat geradezu erfunden". Diese Berichtigung gewinnt Dozenten, kraft deren er befugt ist: a) im Falle einer Säumniß aber ein sehr merkwürdiges Aussehen durch folgende Zu3ur Stimmrechts- Bewegung wird der Köln. Der Fakultät unmittelbar als ein schrift des Gewährsmannes der Frankfurter Beitung" aus Beitung" geschrieben: In Stockholm wie in Gothenburg haben als Disziplinarbehörde zuschreiten und die Entscheidung zu fällen, b) ferner Saarbrücken, 28. November: sozialdemokratische Versammlungen stattgefunden, die sich mit den fogar selbst ohne die eben gedachte Boraussetzung fiets, Ueber Nacht scheinen Herrn Pfarrer 2enge Bedenken ge Aufgaben des nächsten Bolts- Reichstages" beschäftigen und in menn es ihm angemessen erscheint, die Disziplinarsache eines fommen zu sein über die Tragweite der Aeußerungen des Frei denen in Form von Refolutionen ausgesprochen wurde, daß die Privatdozenten zur eigenen Unterfuchung und Entscheidung an herrn v. Stumm, die er schon am Abend der Unterredung und Mitglieder des Bolts- Reichstages für den Fall, daß während fich zu ziehen; c) hat der Minister traft der zu a und b ge- an den folgenden Tagen mehr als einmal öffentlich er der nächsten Reichstagstagung nicht das allgemeine Stimmrecht bachten Befugnisse eine Disziplinarsache an sich gezogen, so ist zählt hat, mit der ausdrücklichen Bemerkung, daß die Mit eingeführt würde, weitere Maßregeln ergreifen sollten. Ins die Fakultät nicht mehr berechtigt, in derselben von ihren theilungen nicht vertraulich seien. Zu guterlegt hat er sogar besondere folle in erster Linie als wirksamstes Mittel ein sich Disziplinarbefugnissen Gebrauch zu machen oder das bereits ein- darüber in der ev. Pfarrkonferenz einen längeren Bortrag genber ganz Schweden erstreckender allgemeiner Ausstand(?! D. R.) geleitete Verfahren fortzusetzen. III. Jn betreff des Disziplinar halten. Unser Bericht beruht auf den genauesten Inverfahrens bestehen des näheren keine bestimmte Normen. Ge formationen und wir halten ihn von Anfang bis zu Ende angestrebt werden. boten ist in allen Fällen nur eine Vorhaltung der Beschuldi vollkommen aufrecht. Wenn der Herr Pfarrer jetzt den Muth gungen an den inkriminirten Privatdozenten und die Bernehmung hat, die Aeußerungen als unwahre" und den Sachverhalt auf Madrid, 80. November. Die Regierung scheint noch des Befchuldigten darüber, sowie die Erhebung des erforderlichen den Kopf stellende zu bezeichnen, so können wir das nur be- immer nicht entschlossen zu sein, gegen den Beweises über bestrittene Thatsachen. Für den Fall, daß der dauern. Die Schwäche seiner Position ergiebt sich schon Madrider Gemeinderath vorzugehen. Die Blätter Minister eine Sache selbst an fich gezogen, besteht daraus, daß er nicht einmal den geringsten Versuch macht, theilen mit, es bestehe im Ministerium eine ernste Meinungsa Die der Natur der Sache entsprechende Praxis, die auch nur eine einzige der mitgetheilten Aeußerungen richtig zu verschiedenheit wegen der zu ergreifenden Maßregeln. Die Bea Fakultät bei schweren Vergehen, bei denen es sich um Re- ftellen. Die von ihm angeführte Erklärung des Freiherrn hörden fürchten jedoch, daß, wenn der öffentlichen Meinung nicht motion des Beschuldigten handelt, vorher zu hören. Mit von Stumm, er wolle den Faden der Verhandlungen mit den Genugthuung gewährt werde, eine feindliche Demon. der Führung der Untersuchung oder der Anstellung der christlich- sozialen Bestrebungen noch nicht abreißen", ist stration stattfinden könne. Der Untersuchungsrichter hat gegen etwa erforderlichen Erhebungen fann der Minister in allen jedenfalls in einem anderen Stadium des Gesprächs gefallen und ver- neun jeßige und vier frühere Mitglieder des Gemeinderaths Fällen seines Einschreitens den Fakultätsdekan betrauen, ist aber trägt sich sehr wohl mit dem von uns Wiedergegebenen. Sie schien af tbefehle erlaffen. Ein Ministerrath hat gestern in der auch berechtigt, andere Personen, z. B. einen Ministerialrath uns aber vorläufig, wie viele andere interessante Bemerkungen Wohnung des Ministerpräsidenten Canovas stattgefunden. oder den Universitätsrichter zum Kommiffar zu bestellen. IV. Bei aus der Unterredung, nicht der Mittheilung werth. Denn die Türkei. denjenigen Universitäten und Akademien, deren Fakultäten nicht Erklärung fann unseres Erachtens dem eingeweihten Politiker Die Gituation erscheint wieber erheblich gefahr statutarisch ein Disziplinarrecht über die Privatdozenten bei- doch nur höchstens ein Lächeln abnöthigen, angesichts der Thatdrohender. Aus Konstantinopel liegen heute folgende gelegt ist( Riel, Münster, Braunsberg) bildet der Minister die sache, daß Freiherr v. Stumm Adolf Wagner vor die Pistole alleinige und ausschließliche, unmittelbare Disziplinarinstanz gefordert hat, daß er die Hauptvertreter des christlichen Sozia- Meldungen vor: Einige in den letzten Tagen vorgekommene Verhaftungen für diese. lismus, Weber, Hize, Oberdörfer, Naumann seit Jahr und Tag Aus den interessanten Ausführungen des großen Kirchen- durch die ihm unterthane Presse, zumal durch das Gewerbe- on Armeniern zum Zwecke der Heimsendung derselben lichtes, welches den Befähigungsnachweis für seine staats- blatt" befehdet, daß er diese Richtung öffentlich im Reichs- riefen große Beunruhigung in den Kreisen der Armenier retterifche Thätigkeit bereits bei Einleitung des Kultur- tage für schlimmer als die Sozialdemokratie erklärt hat, hervor, so daß neuerdings 35 Personen in der Galata- Kirche und durch den leiber gesetzlich nicht zu inhibirenden Zuflucht suchten. Ein Delegirter des Patriarchats veranlaßte tampfes geliefert hat nicht umsonst hat der Minister sich Druck auf die von ihm abhängigen Kreise ihre wachsende Aus- ihre Entfernung. gerade Herrn Hinschius ausgesucht, werden wir später breitung im Saarrevier au hemmen sucht. Nach unserer Auf- Unter den nach Wan Geflüchteten, deren Zahl mit 14 000 noch einiges zum besten geben. Herr von Köller sucht, wie wir aus sehr guter Quelle erfahren, nicht blos den Staat und die Gesellschaft zu retten, sondern auch sich selbst. Seine Stellung ist nämlich trotz aller Dementis sehr erschüttert. Wird auch von maßgebenden Personen sein Eifer hoch geschäßt, tlin und klar bekannt, was er denn eigentlich gesagt so ist das Mißverhältniß zwischen Wollen und können bei ihm doch so peinlich groß, daß es auch be freundlichsten Blicken nicht entgehen kann. Der sichere o selbstverständliche Mißerfolg seines neuesten Bolizeifetches wird das Urtheil über ihn sicherlich nicht günstiger timmen und seinen Nebenbuhlern nur neue Waffen in die Hand spielen. Der Erbe lacht sich schon ins Fäustchen. In Sachen Delbrück- v. Köller veröffentlicht die ( Köller'sche) Berliner Korrespondenz" folgende sonderbare Mittheilung: at. " Schweden. Spanien. faffung ist es unumgängliche Pflicht des Herrn Pfarrers Lenze, angegeben wird, herrscht große Noth; gleiche Meldungen einen volftändigen, ungeschminkten Bericht über seine Unter- treffen von anderen Orten in Anatolien ein. Die Postsperre redung mit Freiherrn v. Stumm zu geben. Das öffentliche und andere Schwierigkeiten machen eine Silfsleistung Ar- Berkehr Interesse, sowie das der von ihm vertretenen evangelischen Ar- nahezu unmöglich. Das armenische Patriarchat, deffen beiter an der Saar erheischt dies durchaus." Verkehr mit der Pforte seit Wochen abgebrochen ist, legte der shalb giebt denn nicht endlich Herr von Stumm Pforte ein auf die erwähnten Zustände bezügliches Exposé vor, welches auf die an vielen Punkten drohende ungersnoth binweist. Die Antwort ist noch ausständig. Das armenische Patriarchat hat sich in den letzten Tagen mit dem gleichen Ane Gegen den Pastor Pfannfuche in Wunstorf liegen an die Botschaften gewendet. Die Gerüchte von Gewalts Proving Hannover) ist, wie der" Ev. Gemeindebote" meldet, das thätigkeiten in drei hauptsächlich von Griechen bewohnten Orten Disziplinarverfahren wegen Majestätsbeleidi- des Bilajets Ronja blieben bisher ohne Bestätigung. Am 25. November erfolgten in dem südlich an den Distrikt gung eröffnet worden. Da müßte doch aber eine Anklage voraufgegangen sein, von Beitun angrenzenden Diftritte Anderin zwischen Armeniern und türkischen andauernde Truppen 8u. der bisher nichts bekannt geworden ist. sammenstöße, wobei die Ortschaft Kheban niedergebrannt Maßregelung eines Profeffors. Der be- wurde. Die Armenier flüchteten nach Fernoz und Zeitun. Das tannte freisinnige Reichstagskandidat im Kreise Schmalkalden- Aufstandsgebiet scheint sich nunmehr auf den östlichen und nördEschwege, der Professor der Universität Marburg, Stengel, lichen Theil von Warasch zu erstrecken; die dortigen GebirgsDer Minister des Innern Herr v. Köller hat mit Herrn ist ohne eine Berufung erhalten zu haben, vom Minifterium nach züge sind von den Armentern start besetzt. Mustapha Pascha Profeffor Delbrück eine persönliche Aussprache gehabt und sich Greifswald und an feiner statt der Greifswalder Professor der hat über 15 000 Mann zur Verfügung. Die Aufständischen Dabei überzeugt, daß diefer in der bekannten Rorrespondenz der romanischen Philologie, Roschwih, nach Marburg versetzt worden. find etwa gleich start. Die Verhandlungen wegen ihrer So schwierig fich auch Preußischen Jahrbücher" eine Beleidigung der Polizei nicht be. Professor Koschwig ist wegen diefes Avancements nicht zu be- unterwerfung verliefen resultatlos. absichtigt hat. Infolge dessen ist der Strafantrag zurüd- neiden. Stengel wird seinem politischen Wirkungskreise durch die türkischen Operationen wegen der Bodenbeschaffenheit und eine administrative Maßregel entzogen. Das gehört auch zum der Hindernisse beim Verpflegungsnachschub gestalten, erscheint gezogen worden. ein längerer Widerstand der Armenier bei dem gänzlichen Mangel Nach allem dem, was voraufgegangen ist, läßt sich Rampfe gegen die Schwarmgeifter.diese Mittheilung nur so auslegen, daß Herr v. Köller München, 29. November.( Eig. Bericht.) Die Spezial- derfelben an Geldmitteln doch unwahrscheinlich. Aus Sofia wird ferner gemeldet: sich in seinem Fenereifer gegen die Schwarmgeister zu weit bebatte zum Militäretat dauert fort im Landtag; Vor einigen Tagen sind hier Mitglieder des armenischen voi gewagt atte und jetzt einen Schritt hat zurückthun trotz der Antriebsversuche des Präsidenten wird sie kaum vor Romitees von Marseille eingetroffen, um an den Verhandlungen miffen. b freiwillig oder einer sanften Mahnung Dienstag zu Ende geben. Unsere Freunde verfäumen es nicht, des hiesigen macedonischen Zentralfomitees theilzunehmen. Gleichmüssen. folgen fast bei jedem Kapitel ihre Kritik zu üben und ihnen bekannt gewordene Mißstände zur Sprache zu bringen, so unangenehm zeitig verlautet, daß das macedonische Zentralfomitee durch Unterberührt davon auch der Kriegsminister und seine„ liberalen" händler in London und Petersburg vergebens bemüht war, für Knappen fich zeigen. Im übrigen muß zugestanden werden, daß seine Zwecke Gelder aufzutreiben. China. Deutsches Neich. Kuba. - Die Hirsch- Dunder'ichen beim Handels- Herr v. Asch bei allem Aerger fich in seiner Polemit möglichst minister. In bürgerlichen Zeitungen lesen wir: fachlich verhält und nie in jene eigenartige Manier Peking, 28. November. Infolge deutscher Reklamation find „ Der Handelsminister Frhr. v. Berlepfch empfing am verfällt, welche von einem seiner Kollegen an anderer Stelle die beiden Rädelsführer der Bande, die Mitte September d. J. 28. November in Beisein des Unterstaatssekretärs 2ohmann beliebt wird. Grillenberger brachte heute verschiedene die deutsche Missionsstation Moilim, unweit Swatau, überfiel eine Deputation des Zentralraths des Verbandes der Deutschen Mißstände in der Equitationsanstalt zur Sprache und ferner die und plünderte, verhaftet worden. Für den angerichteten Schaden Gewerfvereine( Hirsch- Duncker), die aus dem Verbands- Hungerlöhne der in den Militärmagazinen beschäftigten Arbeiter. hat die chinesische Regierung vollen Ersatz geleistet. anwalt Dr. M. Hirsch und den Zentralrathsmitgliedern H. Kamin F. J. Ehrbart beleuchtete die Belöstigung der Mannschaften, ( Maschinerbauer), M. Schulz( Klempner), 2. Winter fordernd, daß diese eine ausreichendere sei und daß man endlich Die Aufständischen haben wieder einige Vortheile ( Schuhmacher) und S. Hauff( Kaufleute) bestand. Als Sprecher bazu übergehen solle, das oft besprochene warme Abendbrot der Deputation begründete Dr. Max Hirsch eingehend den für die Mannschaften einzuführen. Was jetzt verabreicht über die Spanier davongetragen. Sind dieselben für sich allein dringenden Wunsch der Gesammtorganisation, daß endlich das werde, sei eine Unzulänglichkeit, zu welcher außerdem noch die betrachtet nicht sehr erheblich, so beweisen sie doch, daß der Auffeit fünf Jahren immer von neuem beantragte Gesez, be- Grübrigungen aus den Kantinen, also das eigene Geld der stand fich fortwährend ausdehnt, und daß der Plan des treffend die eingetragenen Berufsvereine, wo Mannschaften, verwendet werde.- Angenommen wurde außer Marschalls Campos, die Insurgentenarmee auf einen Punkt in einer größeren Schlacht aufzureiben, durch auch die Gewerkvereine staatliche Anerkennung und dem in der heutigen Sigung ein Antrag Lerno( 3.) dahin zu drängen und Echutz ihrer Einrichtungen und ihres Vermögens erlangen gehend, daß eine regelmäßige jährliche statistische Aufnahme der vollständig mißlungen ist. Fast alle Guerillagefechte der jüngsten würden, von der preußischen Regierung gefördert werden Berufe aller zur Gestellung fommenden entweder tauglich oder Zeit sind zum Nachtheil der Spanier ausgefallen, und der möge. Der Minister selbst habe in der legten Reichstagsfeffion untauglich befundenen Militärpflichtigen stattfinde, damit man spanische Oberbefehlshaber hat um weitere Verstärkungen teles ertlärt, daß der faiserliche Grlaß vom 4. Februar 1890 bezüglich wisse, inwieweit die Landwirthschaft betreibende Bevölkerung zum graphirt. Woher soll das finanziell und politisch zerrüttete Land aber die nöthigen Streitkräfte nehmen? der Arbeitervertretung noch nicht ausgeführt worden sei, und attiven Dienst herangezogen werde. als einzigen Grund der Verzögerung die Besorgniß bezeichnet, daß durch das verheißene Gesetz die Machtmittel der sozialWien, 30. November. In der heute stattgehabten Sigung demokratischen Agitation verstärkt werden würden. Nach der 1leberzeugung der 70 000 Gewerfvereinler treffe aber das des Preßausschusses erklärte der Justisminister Graf Gleisbach, gerade Gegentheil zu; nicht die Gewährung, sondern die Ver- er unterschätze nicht die Bedeutung der Presse für das öffentliche weigerung der Rechtsfähigkeit für die Arbeitervereine, während Leben und erkenne die Nothwendigkeit eines Preßgesebes diese den Vereinigungen der Besitzenden und Arbeitgeber längst an. Er habe beabsichtigt, eine selbständige Preßnovelle vorzu Desterreich. Inzwischen greift in den Vereinigten Staaten von Nordamerika die Eympathiebewegung zu gunsten der Auffändischen immer mehr um sich. Vorigen Mittwoch fand in New- York eine fehr bedeutungsvolle Massenversammlung statt, über welche die Bossische Zeuung" berichtet: 11 Der Chefredakteur der„ Sun", der alte Charles Dana, führte den Vorsitz und hielt die Hauptrede. Von den anderen Rednern war der bekannteste der Gewerkverein präfident[ zeitung" noch von einer Absendung feinerseits an den„ Wahren Gomperz. Echreiben wurden verlesen von Colorado, Texas, Jakob" Ungarn. 2500 Buchbruckerei- Arbeiter fteben feit Montag früh in Budapest im Streit, da der Versuch, eine friedliche Vereinbarung zu stande zu bringen, an der Bornirtheit der Druckbarone gescheitert ist. Die Stimmung der Streifenden ist eine ausgezeichnete, denn sie sind voll Zuversicht, da ihre ForTodtenliste der Partei. In Nürnberg starb der derungen bescheidene und gerechte sind und sie auf die nischen Aufständischen als friegführende Macht anzuerkennen. Genosse J. Münzel, ein treuer Anhänger der Partei, am ver- moralische und materielle Unterstügung der der Sinne eingebracht werden, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß gangenen Sonntag an der Proletarierkrankheit. Wisconsin und Nord- Dakato, dem Senator Chandler von New Nun, das Sprichwort giebt denen ein langes Leben, die bei Hampshire, Andrew Carnegie und Patrick Egan, die sämmtlich Lebzeiten todtgesagt wurden. für die Unabhängigkeit Rubas eintraten. Die Versammlung be- Es trifft hoffentlich auch hier zu. schloß, den Präsidenten und den Kongreß aufzufordern, die kubaer eine Mehrheit findet! Auch an anderen Orten find Sympathie- Meetings geplant. Die neuesten, einander ergänzenden Telegramme lauten: Madrid, 30. November. Die Regierung bereitet neue Verstärkungen für Kuba vor. Havannah, 30. November. Die Aufständischen sprengten mittels einer Höllenmaschine einen Eisenbahnzug auf dem Wege von Nuevitas nach Puerto Prinzipe in die Luft. Drei Personen wurden getödtet, acht verwundet. Weber dem Grafen Caprivi schwebt das Damekles Schwert des dolus eventualis der Majestätsbeleidigung. Ju der„ Vossischen Zeitung" lesen wir nämlich: " " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Aufforderung 3uzug ist fernzuhalten!" ist auch vom Halberstädter Schöffengericht in einem Prozeß gegen den Redakteur der Sonntags- Zeitung", Genoffen Hurlemann nicht für strafbar erachtet worden. Es sprach ihn von der Anklage des groben Unfugs" frei. Wie die Sonntagszeitung" hört, geht aber der Prozeß weiter. -Redakteur und Expedient der Bergischen Arbeiterstimme" wurden polizeilich darüber vernommen, ob in der Truckerei der Zeitung ein Flugblatt, welches die Sperre eines Lokals behandelte, gedruckt worden sei. " " " Eingestellt wurde das Verfahren gegen den Genossen BI, Redakteur des Stettiner Volksboten", das regen Aufreizung zum Klaffenhaß gegen ihn eröffnet war. Bestätigt wurde in der Berufungsinstanz das Urtheil des Schöffengerichts in Guben( wegen Beleidigung des Soter Schöffengerichts) gegen unseren Genoffen 3appay in& rent furt a. D. " Unsere gestrige Abendnummer brachte zugleich mit dem abgedruckten Landgerichtserkenntniß in Sachen Liebknecht die anscheinend harmlose Notiz, daß zur Jubelfeier des-Genosse Schneider in Lüneburg hat ein Straf Regiments Scharnhorst diesem außer dem Kaiser" mandat in der Höhe von 15 M. erhalten, weil er die Statuten auch Graf Caprivi einen Drahtgruß gesandt hat, und und das Mitgliederverzeichniß des konftruirten Vereins der Verzwar mit dem Wortlaute: Was das X. Armeekorps am treter des 16. hannoverschen Wahlkreises" auf Aufforderung der Tage von Baune seiner Artillerie verdankt, glaube Polizei nicht eingereicht hat. ich besser beurtheilen" zu können, als -Wegen Bergehens gegen die öffentliche Ordnung" wurde irgend ein Lebender". Dazu wird uns von juristischer 50 Mark Geldstrafe verurtheilt. Genosse Traute wein aus Quedlinburg in Halberstadt Er war beschuldigt, Seite geschrieben:„ Es ist Ihnen wohl entgangen, in einem Lokalblatt in Form einer Todesanzeige zur daß nach dem Breslauer Muster wider Liebknecht ein Betheiligung an einer unerlaubten Versammlung unter cifriger Staatsanwalt auf grund obigen Telegramms auch freiem Himmel aufgefordert und durch Sprechen am gegen Caprivi die Anklage wegen Majestäts Grabe die Versammlung abgehalten zu haben. Vor dem beleidigung erheben könnte. Die Gründe des gegen Schöffengericht war wegen dieser Sache Freisprechung erfolgt, Liebknecht ergangenen Erkenntnisses mit der in letzter Zeit in der Berufungsverhandlung wurde auf Antrag des Staatsanwalts, wie oben mitgetheilt, erkannt und der wegen Mitvielbesprochenen Anwendung der Theorie vom Eventual thäterschaft angeklagte Redakteur des Lokalblettes freigesprochen, Dolus würden hier wörtlich passen. Graf Caprivi würd. da Vajährung eingetreten fei. Trautewein hat Revision ein verurtheilt werden, denn: gelegt. Bächsischer Landtag. ( Eigener Bericht.) Dresden, 29. November 1895. gesammten Arbeiterschaft des In- und Auslandes nicht umsonst rechnen werden. Die Arbeitgeber arbeiten mit den verwerflichsten Mitteln, um die festgeschlossene Phalang der Arbeiter und Arbeiterinnen zu sprengen, besonders wird vera sucht, fremde Gehilfen nach hier zu ziehen, ein Bestreben, das am Solidaritätsgefühl der Gehilfenschaft sicher scheitern wird. Zum Konflikt im britischen Schiffsbaugewerbe wird aus Glasgow telegraphirt, daß zwischen den Unternehmern und den Arbeitern eine Konferenz zu stande gekommen ist, die den 3weck hat, die Differenzen beizulegen. Gerichts- Beitung. Brausewetter hat gestern wieder einmal über den„ Bor= wärts" geurtheilt; selbstverständlich nicht ohne die üblichen Ausfälle gegen unser Blatt, die man bei diesem Herrn nachgerade gewohnt geworden ist. Es handelte sich diesmal um eine Beleidigung des aus dem Effener Weineidsprozeß weithin bekannt gewordenen Gerd imen Winter, deren sich unser Genosse Dier! schuldig gemacht haben soll. Der Vorwärts" berichtete seinerzeit über die Vorgänge in der Versammlung in Bauckau, welche für Schröder und Genoss n einen so tragischen Ausgang nahmen. Diese, den rheinisch en Parteiblättern entnommene Schilderung soll eine Beleidigung des Gendarm Münter enthalten. Staatsanwalt Tieg führte ars, daß der Artikel schwer be= leidiger der Natur sei; es seien unwahie Thatsachen behauptet und der Behörde sei der schwere Vorwurf gemacht worden, daß sie Kravalle provozire, um die Gelegenheit zum Einschreiten zu befommen. Er beantrage gegen den Angeklagten eine Gefängnißftrafe von drei Monaten. In der Beantwortung des Ablehnungsgesuchs, über das von Richtern derselben Kammer, welcher Brausewetter präftoirt, entichieden wurde, ist kurz und bündig und ohne weitere Begründung bezüglich dieser Beschwerden gesagt, daß die geltend gemachten Aeußerungen Brausewetters nicht geeignet feien, bei diesem auf eine Voreingenommenheit gegen den Angeklagten zu schließen! Der agitatorischen Wirkung halber haben wir uns etwas Der Vertheidiger Rechtsanwalt Herzfeld bemängelte die formelle Richtigkeit des Etrafantrages, wies auf den guten Glauben des Angeklagten hin und beantragte Freisprechung. Die Anschauungen des Vorsitzenden Landgerichts. Direktors Brause= Die Beziehung der den Gegenstand der Anklage bildenden wetter über den„ Vorwärts" lante ten in der Urtheils drahtlichen Neußerung des Angeklagten zur Kundgebung des verkündigung etwa:" Die Sozialdemokraten seien in die Vera Kaisers anläßlich der Jubelscier des Regiments Scharnhorst is iammlung zu Bauckau eingedrungen, um die Versammlung zu offensichtlich. Der Gerichtshof hält sich für überzeugt, daß die stören, wie dies ihre Gewohnheit sei. Der Vorwärts" Worte des Angeklagten eine Gegenfundgebung gegen die kaiser sei ein Blatt, welches zwecks Agitation Beschimpfungen lichen Worte sein sollen. Wenn er auch bestrebt gewesen sein Die in neuerer Zeit mehrfach vorgekommenen Unfälle und Verleumdungen von Beamten vornehme, um das mag, seine Worte so zu wählen, daß eine Ver olgung wegen auf den sächsischen Staats- Eisenbahnen wurden Volk aufzuregen und zur Gewalt gegen die Be. Majestätsbeleidigung ausgeschlossen erschien, so hat er doch bei m 26. November durch eine von konservativer Seite ein- fienden aufzureizen. Im vorliegenden Falle handle es sich den Lesern seines Telegramms den Eindruck hervorrufen wollen gebrachte Interpellation zur Sprache gebracht. Der Jnterpellant, um eine durch aus verlogene und freche Geschichte, wodurch und hat ihn thatsächlich hervorgerufen, daß er sich gegen die Abg. Hufte, schwächte seine Anfrage felbft ab, indem ein Feamter des Vergehens im Amte befchuldigt werde. Whit Kundgebung des deutschen Kaisers an das Artillerieregimenter meinte, eine volle Garantie gegen die Wieder Rücksicht auf das ganze Gebahren dieser Zeitung sei gegen von Scharnhorst wende. Allerdings ist, wenn auch leicht ehr solcher Unfälle könne zwar durch die besten Ein- den Angeklagten nicht auf eine Geldstrafe, sondern auf einen möglich, so doch dem Angeklagten nicht bestimmt und sicher ichtungen nicht gegeben werden(!), aber er habe durch Monat Gefängniß erkannt worden. nachweisbar, daß dieser den von der Anklage hineingelegte die Interpellation der Regierung Gelegenheit geben wollen, zur Es sei noch angeführt, daß unser Kollege Dierl es selbst. Sinn oder überhaupt einen objektiv beleidigenden Sinn Veruhigung der Gemüther beizutragen. Der Finanzminister verständlich für seine Pflicht erachtet hatte, Brausewetter rechtdamit habe verbinden wollen. Tenn man fann zu gunste v. Mahdorf suchte die Besorgniß im Lande zu dämpfen durch zeitig als befangen abzulehnen, und es war von Der! des Angeklagten unter anderem für nicht abweisbar balter oie Erklärung, daß die staatliche Untersuchung des Eisenbahn natürlich das bezeichnende Material, welches die Befangenheit dessen Angabe, daß er die erwähnte Redewendung in dem Sinne unglücks bei Dederan, wo bekanntlich ein Militärzug auf dieses Richters darlegen sollte, dem Ablehnungsgesuch beigefügt gebraucht habe, nicht um, an die faiserlichen Worte an dieselbe einen Güterzug auffuhr, ergeben habe, daß der Blockwärter Wolf worden. Adresse anknüpfend, diese zu kritisiren, nicht um die- den Signalapparat durch Püsse und Schläge bearbeitet habe. Die U. a. war in dem Ablehnungsgesuch erwähnt worden der des Kaifers zu bemängeln, sondern lediglich, um zu betonen, dai gerichtliche Untersuchung werde nun festzustellen haben, ob das Unglück im Gummischlauch Prozeß gefallene Ausspruch Brause= die Gunft der Umstände, nämlich seine persönliche Stellung zi dem lockwärter zur Last falle. Sie Regierung werde künftig wetter's, daß der Vorwärts" die trübste Quelle sei, aus dem X. Armeekorps während der Kampagne, ihn in die Rog mehr Gewicht auf eine Prüfung der morali der man fd, öpfen könne. Ferner hatte Dierl die Aeußerung setze, die Verdienste des Regiments besser zu beurtheilen ale chen Qualifikation und Vergangenheit bei desselben Richters erwähnt, daß die sozialt emokratischen Blätter andere. Indessen hat die ersichtlich zugefpißte Saffung seiner Anstellung der Blockwärter legen als bisher, das Befireben zeigten, die Besiklofen aufzuheben und daß dies Worte, insbesondere die scharfe Hervorhebung irgend ein und daß Unfalle nicht zu verhüten seien, wenn es dem Beamten notoriich fei. Lebender", nach Annahme des Gerichtshofes in der Schaar der personal an dem nöthigen guten Willen zur Erfüllung seiner Leser die Meinung hervorgerufen, daß dem Kaiser die Pflicht fehle. Das ist das wesentlichste der ministeriellen Erhabe abgesprochen werden, oder mindestens dem Angeklagten einlärung. Die in der Debatte von unseren Rednern Goldstein, höherer Grad von habe vindizirt werden sollen. 3 Hoffmann Chemnitz, Pintau angegriffen wurde. diesem Schlusse zwingen folgende Erwägungen: Mögen infolge Goldstein hielt die Schuldfrage bezüglich Wolf's für der Jubelfeier des Regiments ihm von den verschiedensten Persweifelhaft und wandte sich dagegen, daß der gute Wille als fonen und Korporationen Drahtgrüße zugekommen sein, so bai Hauptmoment für die Pflichterfüllung der Beamten angeführt doch keiner das Gewicht und die Bedeutung jener aus der Feder worden sei. Der gute Wille erlahme bei ueberan des Kaisers geflossenen Aeußerung. Wenn der Angeklagte ledig. it rengung. Auch der Blockwärterdienst ist bei übermäßiger eingehender als sonst wohl üblich, mit tiefem bezeichnendem Fall lich behaupten wollte, daß es Dritte ganz allgemein- nich Ausdehnung abspannend. Den Zufall bei derartigen Unglücks befaßt. auch der Kaiser seien, die minder--, so mußte angesichts jällen verneine er und suche dafür nach inneren Gründen. Entder den Empfängern bekannten Rundgebung des Kaisers dies in weder sei dabei das Material oder die Disziplin mangelhaft. einer jede Beziehung zu den kaiserlichen Worten ausschließender Jetzt komme nun die Regierung und wolle gewissenhafter als Weise geschehen. Angeklagter hat diese Beziehung nicht aus bisher prüsen, wer angestellt werden solle. Das sei be Depeschen und lehte Nachrichten. geschlossen, sondern durch die Fassung irgend ein Lebender" in lastend für die Regierung. Schon längst hätte die Re- Berlin, 30. November.( B. H.) Im Beisein des Handelseiner Weise offen gelassen, daß sich den Lesern namentlich in der gierung Petitionen von Eisenbahn- Arbeitern und 2n ministers und des Finanzministers fand am Donnerstag in der Erinnerung an die ihnen bekannte ungnädige Entlassung des geftelten bezüglich der Verkürzung der Arbeitszeit berück Preußischen 3entral Genossenschaftskasse mit VerAngeklagten aus seinem Amte, die Ansicht aufdrängen mußte, ichtien müssen. Es fämen nicht allein die Unglücksfälle in tietern des Handwerfs eine Besprechung über die genossenschafts daß zu den der Kaiser gerechnet werden sollte. Es liegi retracht, die bis jetzt in der Kammer aufgezählt worden seien, liche Organisation des Handwerks statt, um praktische Grundlagen klar auf der Hand, daß diese Behauptung of jektiv eine schwere sondern ebenso sehr die große Zahl von Verunglückungen für eine Förderung des Handwerker- Genossenschaftswesens zu ge Beleidigung des Kaisers, eine die Geringschätzung des Kaiters zum von Schaffnern, Bremsern, überhaupt vom winnen. Als zweckmäßig erschien es zunächst, mit der Bildung Ausdruck bringende Kundgebung ist. Es wird auch einem Zweifel Betriebs perfonal. Hier sei die Ursache in den Miß von Kreditgenossenschaften vorzugehen. Der Handelsminister nicht unterliegen fönnen, daß ein so gewandter und erfahrener Ständen von Einrichtungen, wie zu langer Arbeitszeit u. f. w. zu machte bekannt, daß ihm Mittel zur Unterſtüzung der GePolitiker bei subjektiver Beziehung seiner Aeußerung auf den uchen. Man dürfe das System des preußischen Eisenbahn- nossenschaftsbewegung unter den Handwerkern zur Ver Kaiser sich des ehrenkränkenden Charakters dieser wohl bewußt ministers Thielen nicht nachahmen, höhere Grträge fügung gestellt seien, und ersuchte um einiges Mitarbeiten daran. war. Läßt sich aber objektiv die Aeußerung auch auf einen anderen durch Ersparung von Arbeitsfräften herauszu- Berlin, 30. November. Die„ Berliner Correfp." schreibt: mitbeziehen, so... genügt schon der sogen. Eventualdolus. schlagen. Die Beantwortung der Interpellation durch den Finanz- Der Winister des Innern Herr v. Köller hat mit Herrn Prof. Es ist also thatsächlich festgestellt, daß der Angeklagte am 28. No minifer genüge ihm, Goldstein, nicht. Der Minister erwiderte Delbrück eine persönliche Aussprache gehabt und sich dabei übervember zu... ben Kaifer, seinen Landes herrn, beleidigt hat, iehr schwächlich, die Sozialdemokraten sollten doch dankbar fein, zeugt, daß diefer in der bekannten Korrespondenz der„ Preußischen Vergehen gegen§ 95 Str.G.B." wenn die Regierung für haldin valide Leute forge. Diese Be- Jahrbücher" eine Beleidigung der Polizei nicht beabsichtigt hat. Noch leichter würde es freilich für einen gewandten Staats mertung wurde von Goldstein treffend zurückgewiesen. Der Infolge dessen ist der Strafantrag zurückgezogen worden. anwalt sein, gegen den unvorsichtigen Verfasser der Notiz in Staat habe allerdings die Pflicht, für seine alten Arbeiter zu Budapest, 30. November.( W. T. B.) Infolge der in der Jbrem Blatte und gegen den verantwortlichen Redakteur auf forgen, aber er dürfe fie nicht auf fo verantwortungsvolle Poften geftrigen Sigung des Abgeordnetenhauses zwischen dem Minister grund des§ 95 in Verbindung mit eventuellem Dolus Anklage stellen, die ganze Kräte erfordern. Der Abgeordnete of des Innern, Perczel, und dem Abgeordneten Andreanszky ge= zu erheben. Sie sehen: heutzutage tann man garnicht vorsichtig mann wies darauf hin, daß der Unfall bei Dederan wechselten beleidigenden Zurufe fand heute zwischen beiden ein roch auj andere genug fein!" Dinge fei. zurückzuführen Erstens Säbelouell statt, bei welchem Andreanszfy fchiver am Kopfe ver Das klingt wie ein guter Scherz. Aber man kann nach seien die Gleisanlagen bei Dederan ganz unzulänglich legt wurde. dem Rezept des alten Horaz auch ridendo dicere verum zweitens sei ibm mitgetheilt worden, daß jener Warschau, 30. November.( B. H.) Wegen Eisganges Militärzug von Betriebspersonen geleitet worden sei, die der wurde der Schiffsverkehr auf der Weichsel eingenelfft. mit Lachen die Wahrheit sagen. Strede unkundig waren. Auch soll das Betriebsperfonal des Güterzuges unzureichend gewesen sein, 18 Mann ber 98 Achsen. Der Regierungsfommissar Hoffmann, Generaldirektor der Staatsbahnen, mußte zugeben, daß die Gleisanlagen in Dederan in folge der Terrainverhältnissen, sehr beengend seien. Ueber die zweite Grinnerung unseres Genossen Hofmann schwieg sich aber die Regierung aus. und Partei- Nachrichten. Parteiliteratur. Für die Feste der Arbeitervereine und Gewerkschaften hat die Buchhandlung des Vorwärts" soeben ein neues Heft der Sozialistischen Theater Genosse Binkau brachte dann noch weiteres Material bei. st ü cf e" erscheinen lassen: Sein Jubiläum. Ein Bild aus Wäre die Interpellation be it ellt geweien, die Regierung wäre dem Handwerkerleben in Von Ernst damit höchst unglücklich verfahren. Es wäre ihr aber nicht erPreczang. Preis 40 Pf. Zur Aufführung nöthig: acht spart geblieben, Borhalte über die Veriäumnisse im Staatsbahnwesen hören zu müssen, denn die fozialdemokratische Fraktion Rollen- Exemplare. 3 Mart. hatte dies schon beschlossen. Nun hat die Regierung ihr Theil auf diese Weise dahin. Ruhm hat sie in der Besprechung dieser Interpellation nicht geerntet. 1 Aft. Ju Frankfurt a. O. sprach am Mittwoch in einer öffent: Lichen Versammlung des sozialdemokratischen Arbeitervereins Reichstags Abgeordneter Genosse Wurm über Volts: ernährung. B Gewerkschaftliches. Rom, 30. November.( W. Z. B.) In dem am 8. Novbr. begonnenen Prozesse wegen anarchistischen Komploits gegen Crispi wurden alle Angeklagten, darunter der Hauptangeschuldigte Lega, freigesprochen. Torli, 30. November.( W. Z. B.) Jm Prozeffe wegen der Gimordung des Grafen Ferrari verurtheilte das Schwurs gericht Gattei zu 17 Jahren und 6 Monaten Galeerenstrafe; die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. London, 30. November.( B. H.) Wie aus New- Yort ge meldet, fand in der Grube Komet" gestern eine Erdruischung statt, infolge deren 13 Personen getödtet wurden. London, 30. November.( W. T. B.) Zu der mitgetheilten Ermordung des englischen Missionars Johnson aus Madagastar erfährt das" Reuter'iche Bureau" aus Tananarivo unter dem 23. d. M.: Gestern griffen ungefähr 2000 Gingeborene die englische Missionsstation in Arivommanco an. Der Missionar Johnson, dessen Frau und dessen Kind wurden ermordet, die Leichen vernummelt. Die Eingeborenen sind den Europäern Genosse Hepner in St. Louis, Amerika, der jüngst to dts Ju Zwickau wurden die bisherigen Seher der Neuesten feindselig gesinnt. Man befürchtet noch andere Angriffe auf die gesagt wurde, hat in der Nummer des von ihm redigirten St. Louis Tageblatt" folgendes Lebenszeichen von Nachrichten" plößlich insgesammt entlassen, weil sie sich nach fremden Musionsstationen. Sofia, 30. November.( W. T. B.) Maueranschläge sich gegeben: " Wahrer Jakob", Stuttgart: längeren Verhandlungen mit dem Brinzipal weigerten, die jeden Brieftasten. In Ihrem letzten Briefkasten lieft man: Freund Hepner fandte Freitag Abend stattfindende Ueberalbeit weiterhin auszuführen. An forderten die Bevölkerung zur Theilnahme an dem morgen statte uns das Blatt( die Illinoiser Staatszeitung", in welcher ein felle der Entlassenen haben sich nun andere Seger gedrängt, die aber findenden Meeting zu gunsten der Mazedonischen Angelegen Leipziger Korrespondent die Schlagfertigkeit der Witze des bis jest meist nicht im stande sind, das Blatt in seinem gewöhn beit auf. Wahren Jakob" belobte) kurz vor seinem Tode zu." lichen Umfange fertigzustellen. Ter Faktor des Blattes ging Konftantinopel, 30. November.( B. H.) Die Thatsache, Es scheint aber, daß er nach seiner Resurreftion alles vergessen auch, weil er es ablehnte, bei dem neuen Personal die Verant. hat, was er in seinem ersten Erdenleben gethan; denn er weiß wortung für das rechtzeitige Erscheinen der Zeitung zu über nichts von jener Leipziger Korrespondenz der Ill. Staats: nehmen. daß die viussenpartei im Palaft vollständig die Oberband gewonnen hat, hat in diplomatija en Kreisen Beunruhigung hervorgerufen, da man Komplikationen mit England befürchtet. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil vezaninoulich: h. Glocke in Berlin. Lind und Verlag ven Mag bading in Berlin. Hictzu 4 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 281. Bur Volkszählung am 2. Dezember. Sonntag, den 1. Dezember 1895. widmen. Tokales. 12. Jahrg. Die Macht des demokratischen Gedankens. Tie ein Kind freut sich herr Peris, der Redakteur der Berliner Zeitung", in seinem Blatte über den Sieg, den er am Freitag über den sozialdemokratischen Kandidaten davongetragen hat. Die Purzelbäume, die der neue Stadtverordnete vor Vergnügen schlägt, sind zu possirlich, als daß wir sie nicht unseren Parteigenossen vorführen müßten: " Ter Sieg, den die freisinnige Partei gestern im 27. Bezirk der 3. Abtheilung erfochten hat, ist ein Ereigniß von mehr als lokaler Bedeutung. Nachdem es bereits bei den Haupta wahlen gelungen war, der Eozialdemokratie den 24. Bezirk zu entreißen, ist ihnen nunmehr ein zweiter noch festerer Befit in heißem Kampfe entrissen worden. Die frei finnige Berliner Bürgerschaft hat der Sozialdemokratie durch diese zwei Siege ein deutliches ,, Bis hierher und nicht weiter" zugerufen; fie bat gezeigt, wie sie den Kampf gegen den Umsturz auffaßt. Während sich das Kartellvolt, auf welches die Regierung bei ihrem heißem Bemühen, der Sozialdemokratie Herr zu werden, vor allen Dingen rechnet, ängstlich an die Rockschöße des Staatsanwalts und des Polizeibüttels anflammert und fich auf diese seine Art„ ermannt", hat der angeblich todte Frei sinn der Sozialdemokratie zwei Niederlagen beigebracht, die fie fo bald nicht vergessen wird. Bedenkt man, daß Spiele stand, mit fieberhafter Anstrengung den Kampf führte, so die Sozialdemokraten, wohl wissend, daß ihr Prestige auf dem ist diese ihre Niederlage doppelt bedeutsam. Den waderen Männern, welche in unermüdlicher Arbeit den schönen Sieg vora bereitet und errungen haben, schuldet die freisinnige Partei den wärmsten Dank. Die beiden Wahlen, aus denen Arnold Perls und Goldschmidt als Sieger hervorgingen, zeigen aber ferner, daß solche Eriolge einzig und allein zu erzielen find, wenn Männer des entschiedensten Freisinns den Sozialdemokraten als Kandidaten entgegengestellt werden. Es giebt in Deutschland überhaupt nur eine Macht, welche mit der Sozials demokratie fertig werden kann, das ist die Macht des de mo tratischen Gedankens." recht genau ansehen und ihnen ihre besondere Aufmerksamkeit Die Stadtverordneten- Stichwahlen, die unsere Gegner am Freitag unter sich ausgefochten haben, sind wie folgt auss Der Fluch unferer heutigen Gesellschaft, die entsetz: gefallen: I. Abtheilung, 12. Wahlbezirk: Erschienen 52 Wähler. II. Ada lich große Sterblichkeit der der Kinder im ersten Lebens- Gewählt: Gericke( lib.) 31, gegen Homann( lib.) 21. Bum 6. Male feit Gründung des Deutschen Reiches wird jahre, bildet seit langem eines der ernstesten Probleme theilung, 10. Wahlbezirk. Erschienen 329 Wähler. Gewählt: III. Abtheilung, am Montag feine Bevölkerung gezählt werden. Diese, für Wissen- der Volkshygiene und der Nationalökonomie: aber, wenn Eisoll( lib.) 203, gegen Gemeinhard 126. schaft und Praxis gleich wichtige Handlung verdient die größte man auch nicht fehlgebt, die schlechten wirthschaftlichen 2. Wahlbezirt. Erschienen 1178. Gewählt: Bergemann( lib.) Aufmerksamkeit des Volfes, denn erst die Zahlen, die die Statistik Verhältnisse der großen Wasse unserer Bevölkerung dafür ver: 632, gegen Beutel( Bürgerp.) 546. Bei der Hauptwahl hatte bei diesen großen Unternehmen ermittelt, geben die Möglichkeit, antwortlich zu machen, so ist Sicheres darüber bisher nicht Bergemann 440, Beutel 364 und der Sozialdemokrat 75 Stimmen unter Vermeidung der sonst unausbleiblichen Frrthümer die gesetz- bekannt. Hier wird der Versuch gemacht, in umfassender Weise erhalten. mäßigen Thatsachen des Volkslebens aufzuklären. Und nicht allein die Belehrung zu erlangen und alle Mütter thun wohl daran, physischen Erscheinungen, das Vorhandensein einer beſtimmten wenn sie die Ernährungsgeschichte ihrer kleinen Lieblinge dem Menge Menschen von bestimmtem Alter, Geschlecht, Religion 2c. Statistiker hier erzählen. werden uns durch sie aufgezeigt, sondern darüber hinaus werden Also nochmals ergeht an unsere Leser und Genossen der uns wichtige Einblicke in das Geiſteeleben, die ſittliche Be- Appell, das Ihre redlich dazu beizutragen, daß die Zählung gut Schaffenheit, die Bildung und die sozialen Neigungen verstattet. Dabei wäre es ganz thöricht von ausfalle; die Genauigkeit muß diesmal manches ersetzen, z. B. dem einzelnen gehandelt, went er aus die unserer Meinung nach gänzlich unmotivirte Verschiebung auf Furcht vor der Veröffentlichung seiner mehr den 2. Dezember. Die Volkszählung schafft Erkenntniß der Zuoder minder minder bedeutsamen Privatgeheimstände niffe nicht mit vollster Aufrichtigkeit die ihm stände und damit auch Waffen für unsern Kampf. übermittelten 3ähltarten ausfüllen wollte; mer einmal einen Blick in eine statistische Werkstatt, wenn wir es so nennen sollen, geworfen hat, der weiß, daß niemanden Die juristische Sprechstunde findet mit Rücksicht auf die dort danach gelüftet, einzelnen Karten feine besondere Auf- Jahreszeit von jest an bereits von 6-7 Uhr abends, und zwar merksamkeit zuzuwenden: nicht das Individuum, der Einzelmensch, nur die Masse hat für den Statistiker Interesse. Dabei am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, statt. versichern Staat und Kommune gleichermaßen, daß die Resultate Aufgepast. Seit einigen Tagen scheint unser Haus der Zahlungen nicht zu Steuer- oder anderen Zwecken verwendet und die Leute, die da aus- und eingehen, das lebhafteste werden.( Hoffentlich werden unsere oberen Behörden auch den preußischen Landräthen im Osten noch bei Zeiten die Neigungen Interesse einer Anzahl von Zivilpersonen zu erwecken, die zu anderweitigem Verhalten in diesem Punkte austreiben!) trotz der bitteren Kälte sich nicht die Mühe verdrießen lassen, Auf den bereits in den Händen des Putlikums befindlichen Bahifarten( NB. wem teine zugestellt ist, muß sich vom Bezirks- stundenlang in der Beuthstraße auf und ab zu flaniren. vorsteher eine besorgen) hat der Regel nach der Haus Unter diesen kaum noch zweifelhaften Gestalten ist auch haltungsvorstand die Fragen auszufüllen. Der Begriff ein gewiffer Gaffron aufgetaucht, der vor einiger Zeit der Der Hausbaltung ist nicht gleichbedeutend mit demjenigen der Familie: Mitglieder einer Familie fönnen in mehreren Redaktion des Vorwärts" vorgeführt wurde. Er gab vor, Haushaltungen leben, mehrere Familien in einer Haushaltung eine Indiskretion, die er durch Wände und verschlossene vereinigt sein. Zu einer Haushaltung rechnet man die zu Thüren hindurch erhorcht und brühwarm nach der" Post" einer wohn- und hauswirthschaftlichen Gemeinschaft vereinigten Personen; einzeln stehende Personen werden dort mitgezählt, getragen zu haben, um einen toscheren Thaler zu verwo sie wohnen und wo für sie die Hauswirthschaft dienen."- Zu welchem Zweck friert nun wohl der Mann geführt wird, auch wenn sie da keine Beköstigung Die Berliner Zählforte meist 14 Fragen mit vor dem Schaufenster der Vorwärts- Buchhandlung spazieren? einigen Unterfragen auf, von denen fünf von der Stadt, die Lauert er da im Auftrage der Zeitung" Post", oder der übrigen vom Staate gestellt werden. Bei jeder Frage ist genau Bolizei, oder beider? Unsere Genossen, die ihr Weg Es thut uns leid, daß wir Herrn Perls mit der leidigen bezeichnet, wie man sie zu beantworten hat, und es ist sehr wichtig, daß die Beantwortung auch in der vorgeschriebenen hierher führt, werden jedenfalls gut thun, sich mit solchen Frage in die Quere tommen müssen, ob denn der entschiedene Freifinn" mit der Macht des demokratischen Gedankens" in der Form geschieht: eine Zählkarte muß vollständig aus Persönlichkeiten nicht in ein Gespräch einzulassen. Westentasche sich im Grunde seines Herzens überhaupt nicht jedes gefüllt werden, aber man darf auf ihr auch teine Romane erzählen; furz, klar, mit tentlicher Handschrift Ein braver Parteigenosse ist am 28. November gestorben. Wahlfieges zu schämen hat, den er unter dem Dreitlasena und mit unverwischbarer Tinte muß man schreiben. Für ein so Der Maurer Frizz Graschte, deffen Thätigkeit manchem älteren Wahlsystem, das die Mehrzahl der Proletarier vom Wahlrecht hochgebildetes Bolt, wie das deutsche, ist es eine Ehren- Genossen aus der Zeit des Sozialistengefeßes her noch bekannt ausschließt, über die Arbeiterpartei davongetragen? Vielleicht pflicht, daß das Zählungsgeschäft ohne Schwierigkeiten fein wird, ist seinem langi hrigen Herzleiden nach vierzehn ernüchtert diese Frage ein wenig den Mann, dessen Blatt mit und Stockungen vor sich geht, denn gute und zuverlässige tägigem Krantenlager erlegen. Alle, die ihn fannten, werden dem widerhaarigen aber ehrlicheren Eugen Richter vor nicht gar Boltezählungen zu haben ist ein Ruhm einer Nation. mit uns dem geftorbenen Mitfämpfer ein ehrendes Andenten au langer Zeit über die natürlich hypothetisch gemeinteDarum sehe sich jeder einzelne Hausbaltungsvorstand, ob nun bewahren. Die Beerdigung findet am heutigen Sonntag Nach Einführung des allgemeinen Wahlrechts für die Kommunen und Mann oder Frau, fich alle Fragen genau an, beantworte mittag vom Trauerhause, Lübbenerstr. 24, nach dem Friedhofe den Landtag noch mordsmäßig gehadert hat. sie nach bestem Gewissen und sehe sie dann nochmals durch, der Freireligiösen Gemeinde statt. Die Volkszählung, meint die„ Bolts Zeitung", dürfe nicht ob er sich nicht an allen möglichen Stellen verschrieben Zu den Stadtverordneten- Stichwahlen in Charlotten- verquickt werden mit Dingen, die gar keine Beziehung zur Be hat: lieber eine neue Karte vom Zäbler verlangen, als eine burg. Am 11. Dezember, von morgens 10 Uhr bis abends 7 Uhr völferungsstatistik hätten, und zu diesen Dingen rechnet sie die schlechte und unrichtige abliefern. Wir sind zwar 50 Millionen finden im 2. 3. 4. und 5. Kommunal- Wahlbezirk die Stichwablen Zusatzfragen der Stadt Berlin" nach dem Preis für die Deutsche, aber doch kommt es auf jeden einzelnen an. zwischen den freisinnigen Kandidaten und unseren Genoffen statt. Wohnung, nach der Zahl der Zimmer, der Fenster u. s. w. Wir Zu der Frage 12, die von der Ermittlung der Land- Die Parteigenossen, welche ihrer Wahlpflicht am Tage der Haupt- meinen, daß diese Fragen nicht nur in engster Beziehung fturmpflichtigen im Alter von 39 bis 45 Jahren handelt, ist wahl nachgefommen sind, werden, wie wir bestimmt erwarten, zur Bevölkerungsstatistik stehen, sondern daß gerade fie zu bemerken, daß es davon drei Arten giebt: 1. solche, die nicht allein in der Stichwahl das Gleiche thun, sondern auch alle von Gerade ihre Bea außerordentlicher Wichtigkeit sind. überhaupt nicht aktiv gedient haben, 2. folche, die Erfahreservisten Kraft daran wenden, daß fäumige Wähler zur Urne schreiten. In antwortung ist nöthig, wenn die Volkszählung dazu bei waren, 3. solche, die aktiv ihrer Dienstpflicht ein resp. drei besonders erfolgreicher Weise können die Genossen thätig sein, wenn fie tragen soll, ein Licht auf die soziale Lage der Bevölkerung Jahre( die zweijährige Dienstpflicht kommt noch nicht die Wohnung ihrer Arbeitskollegen erfragen und diejenigen, zu werfen. Es kommt doch wahrhaftig nicht blos darauf in Frage) im stehenden Heere genügt haben: alle welche in den in Frage kommenden Bezirken wohnen, zur Eran, zu erfahren, wieviel Menschen da sind, sondern auch darauf, Es ist sogar zu aber müssen dem Landsturm zweiten Aufgebotes füllung ihrer Wahlpflicht anhalten. Auch ist es erforderlich, daß mit was für Menschen man es zu thun hat. angehören, denn nur nach diesem ist gefragt. Wer möglichst viele Parteigenossen sich in den Dienst der Wahl- bedauern, daß diese Zusatzfragen nach Lage der Sache nur in also noch nicht 39 Jahre alt ist, für den gilt die Frage 12 agitation stellen und durch Verbreitung von Flugblättern, durch größeren Städten, die über besondere Kräfte zur Bearbeitung der überhaupt nicht. energische Agitation in Werkstatt und Haus für die Wahl des Daten verfügen, gestellt werden können. Arbeit machen sie, das Die Berliner Frauen mögen die Fragen unter Nr. 14 Sozialdemokratischen Kandidaten thätig sind. ist wahr; aber im Interesse der Sache sollte sie jeder freudig auf haben. " " Die Polizeizenfur. Die Aufführung von Dr. H. Haas' Schauspiel Das Recht" wurde dem Barmer Stadttheater foeben behördlicherseits untersagt. Das Stück behandelt den Fall Biethen. -GO " " " Mittwoch, 4.: Wilhelm Tell. Man kann sich denken, wie erstaunt Herr Reicher über dieses Nürnberg( 15. Dezember), Tristan und Isolde( 17. Dezember), Kunst und Wissenschaft. Rechenexempel war. Noch mehr aber dürfte das Urtheil der Rheingold( 19. Dezember), Die Walküre( 20. Dezember), Sieg Die Herren Hammerstein und Stöcker kommen auf die II. Ziviltammer des hiesigen Landgerichts I befremden, welche fried( 22. Dezember), Götterdämmerung( 27. Dezember). ch a us den Beklagten ohne weiteres verurtheilte, trotzdem dieser durch spielhaus: Sonntag, 1.: Besonderer Umstände halber: Bühne. Un die Theater wird soeben ein dreiattiges Schauspiel feinen Anwalt unter Beweis gestellt hatte, daß die üblichen Frauenlob. Anfang 71/2 Ühr. Kroll's Theater: Wie die Alten Stückes ist„ Wilhelm v. Hammerstein". In einer Note bemerkt Reverse" nur von dem wirklich erzielten Einkommen des Schau fungen. Anfang 7 Uhr. Montag, 2.: Dottor Klaus. Dienstag, der Verfasser: Bühnenvorstände, welche an diesem Namen Spielers Tantième gewähren. Das Gericht führte aus, so lange 3.: Neu einstudirt: Der Störenfried. Leberecht Müller: Herr Anstoß nehmen, wollen einen beliebigen anderen dafür setzen, die eine Vereinbarung aller Theater- Agenturen über einen bestimmt Friedrich Haase als Gast. Figur aber mit der Maske Hammerstein's ausstatten". Das formulirten Provisionsrevers fehle, sei ein üblicher Revers" Donnerstag, 5.: Minna von Barnhelm. Riccaut: Herr Friedrich Figur aber mit der Maske Hammerstein's ausstatten". Das tein technischer Ausdruck, welcher den" Schauspieler der Saafe a. Gaft. Freitag, 6.: Der Störenfried. Leberecht Müller: Bersonenverzeichniß nennt ferner:" Wefentheid, Rousistorialrath Mühe enthebe, erst durchzulesen, was er dem Theater- Herr Friedrich Haase a. Gast. Sonnabend, 7.: Die Quißow's. und Hofprediger." Eine Fußnote bemerkt: Trägt die Maste agenten unterschreibt. also dem Trotzdem Schauspieler Sonntag, 8.: Dottor Klaus. Montag, 9.: 1812. Im Sch a u Stöcker's." Auch der„ regierende" Fürst greift in die Handlung geglaubt ist, daß er einen Baffus dieses Reveries nicht gelesen fpielhause beginnt Friedrich Haase Dienstag fein Gastspiel ein, der Bettel nennt ihn Herzog Heinrich II." hat, wonach die Provision zu zahlen ist: Gleichviel, ob der in Roderich Benedig neu einstudirtem Lustspiel Der Störenfried Kontrakt früher als vereinbart ist, gelöst wird", so hält das Ge- als Leberecht Müller. Der Künstler feiert am 14. Januar 1896 richt dennoch auch diesen gegen Treu und Glauben verstoßenden sein 50 jähriges Bühnenjubiläum und wird vom 3. Dezember Baijus für einen giltigen Bestandtheil der Abmachung. Der Be- bis zu diesem Zeitpunkt zum letzten Mal in einer Reihe flagte hat gegen das Urtheil die Berufung eingelegt und darf seiner Glanzrollen vor dem Berliner Publikum erscheinen. man der Entscheidung des Kammergerichts mit Interesse entgegen: Im Deutschen Theater tommt auch in dieser Woche fehen. Allen Schauspielern und Schauspielerinnen aber dürfte Grillparzer's Jüdin von Toledo" infolge der andauernd starken Wirkung der Dichtung viermal zur Aufführung, der Fall eine Warnung sein. Donnerstag. Am Sonntag Nachmittag, sowie am Dienstag Abend zwar außer am Sonntag Abend noch Montag, Mittwoch und und nächstfolgenden Sonntag Nachmittag finden Wiederholungen der Weber statt. Am Freitag werden Die Mütter gegeben. Am Der Misanthrop in der Uebersetzung von Fulda zum Sonnabend geht neu einstudirt Molières fünfattiges Schauspiel ersten Mal in Szene. Ihm folgt, ebenfalls von Fulda übersetzt, ein neuer poetischer Ginatter von Felice Cavallotti Das Hobe ied, deffen drei Rollen von Frau Sorma, Herrn Kainz und Herrn H. Wüller dargestellt werden. Dieselbe Vorstellung wird am nächstfolgenden Sonntag Abend wiederholt. Herr Felix Die von Herrn lnb abermals ein Benfurfiidklein. Direktor Emil Meßthaler für das Neue Deutsche Theater in München geplanten Aufführungen von Ostar Panizzas( Verfasser des Liebesfonzils") tragischer Szene„ Ein guter Kert" und Paul Blin" Komödie„ Der Engel" wurden verboten. Beide Werte sind in Meß baler's Sammlung moderner Bühnenwerke( Kommissionsverlag: Max Höher) erschienen. 01 und Dr. Ludwig Rütimeyer t. Der in den letzten Tagen verstorbene frühere Universitätsprofeffor in Basel. Dr. Ludwig Rütimener hatte als Zoolog denselben Ruf wie als Geolog, Paläon tolog und namentlich als Anthropolog und Geograph. Am 26. Juni 1825 zu Biglen im Emmenthal( Schweiz) geboren, Die Ausbeutung der Schauspieler durch die Agenten. studirte er in Bern, wo er 1850 zum Doftor der Medizin proEine für Theaterkreise interessante Entscheidung wurde dieser Tage in einer Prozeßtache der Theateragentur Felix Bloch Erben movirt wurde. Nach einer längeren Forschungsreise an den Gegegen den bekannten Schauspieler Emanuel Reicher gefällt. Der staden des Mittelmeeres wurde er 1853 zum außerordentlichen Profeffor an der Universität in Bern ernannt, von wo er 1855 Verklagte hatte im Jahre 1892 sein Engagement für das Leffing- als Ordinarius für Zoologie und vergleichende Anatomie nach theater durch die Hand der Theateragentur Felix Bloch Erben gehen lassen und nach Periektion eines auf drei Jahre be- Baiel übersiedelte. In den letzten Jahren hatte er bereits seine Schweighofer wird nunmehr sein fünf Abende umfassendes Lehrthätigleit gänzlich eingestellt. Der Berstorbene hat zahlreiche beginnen, und zwar in dem Volksstück S'Nullerl von C. Morre, wegen der Prozente" unterschrieben, ohne den Inhalt von 8oologische und paläontologische Arbeiten veröffentlicht. Anfang bis zu Ende durchzulesen. Reicher hielt am Lessingtheater Theater Wochenchronik. Opernbaus: Sontag, 1.: in welchem Frl. Groß die Rolle der Gabi spielen wird. Herr indessen nur etwas über zwei Jahre aus und siedelte an Ivanhoe. Kroll's Theater, nachmittags 1/23 Uhr: Hänsel Schweighofer wird außerdem nur noch im Schwant Fifi von das Teutsche Theater über. Seitdem ist bereits mehr als ein und Gretel. Die Puppenfee. Montag, 2.: 3ar und Zimmer- Meilhac und Halévy austreten, der für die nächste Woche Der Schwant Wettrennen von Viktor Jahr vergangen. Jetzt plöhlich meldete sich die Theateragentur mann. Dienstag, 3.: Der Evangelimann. Phantasien im Bremer vorbereitet wird. von H. und stellte ein Rechenexempel auf, wonach in dem sogenannten Rathsteller. Mittwoch, 4.: Ivanhoe. Donnerstag, 5.: Don Juan. Léon wird Waldberg heute, Dienstag, üblichen Reverse" 5 pCt. des Gesammteinkommens innerhalb Freitag, 6.: Wagner 3ytlus: 1. Rienzi. Anfang 7 Uhr. Mittwoch und Freitag wiederholt. Am Montag wird die der ganzen Kontraktsdauer als Provision versprochen war, gleich- Sonnabend, 7.: 3um 100. Male: Mignon. Sonntag, 8.: mittags Venus von Milo in Verbindung mit den Romantischen geviel, ob das Engagement bis zum Ablauf der Kontraktsdauer 12 Uhr: Matinee. Abends: Wagner- Zyklus: 11. Der fliegende geben, während das' S Nullert mit Herrn Schweighofer am Ivanhoe. fortgewährt hatte oder nicht und behauptete, noch einen ganz Holländer. Montag, 9.: Im Opernhause Donnerstag. Sonnabend und nächnen Sonntag in Szene geht. erheblichen Provisionsanspruch zu haben. Ueber ein volles Jahr beginnt Freitag, 6. Dezember, mit Richard Wagner's Für die Nachmittagsvorstellung ist sowohl am beutigen wie am lehte der Tribunen, hatte der Theateragent sich nicht gemeldet, während er sonst Rienzi, der ein Zyklus, der nächsten Sonntag Nathan der Weise mit Herrn Kober als Gast regelmäßig seine Prozente an den Gagentagen abhob. Erst nachdem in chronologischer Reihenfolge fämmtliche auf dem Reper- angesetzt. Im Berliner Theater gebt heute Nachmittag alfo das volle Jahr abgelaufen war, in welchem Reicher vom Leffing- toir befindlichen Werke des Meisters umfassen wird und Der Pfarrer von Kirchfeld in Szene, abends um 1/28 Uhr das Theater natürlich kein Gehalt mehr bezog, verlangte der Theater- zwar: Der fliegende Holländer( 8. Dezember), Tannhäuser neue Schauspiel Pan Cezar von A. Weber, das in dieser Woche agent Provision von diesem nicht mehr erzielten Einkommen.( 11. Dezember), Lohengrin( 13. Dezember), Meistersinger von außerdem noch Dienstag und Sonnabend wiederholt wird. Auf und " " Bernauerstraße ein Arbeiter mit einer erheblichen, anscheinend von einem Falle herrührenden Verlegung am Fuße angetroffen In der Neuen Grünstraße wurde ein Mann durch einen Wagen der Packetfahrt- Gesellschaft überfahren und am Unterschenkel bedeutend verlegt. Auf dem Plate am Rosenthaler Thor gerieth und wurde auf der Stelle getödtet. Abends versuchte ein Dienstworden zu sein. Witterungsübersicht vom 30. November 1895. fich nehmen. Auch das trifft leider zu, daß die Faffung der wandlung des Berliner Nachtwachwesens in Gemäßheit des Fragen nicht immer so flar ist, daß sie jedermann verstehen neuen Polizeitostengesetzes vollendet. Diese Umwandlung hat ein fann, wenn auch nicht jeder so, wie die Volts- Zeitung", annehmen Jahr und fünf Monate in Anspruch genommen, da die ersten wird, daß der Ausdruck beim Hauseigenthümer( hier sollte zu Entlassungen von Nachtwächtern nach sechs Wochen vorher befferem Verständniß ein Doppelpunkt stehen!) geschäßter gegangener Kündigung am 1. Juli 1894 erfolgten. Werth" zu bedeuten habe, der beim Hauseigenthümer geschätzte Werth" der Wohnung. Es ist zu wünschen, daß die Karten trok Meldung: Der Kartoffelegport der Mark, der in den früheren mädchen in der Wohnung seiner Herrschaft am Karlsbad sich Vom Kartoffelmarkt bringt ein. Berichterstatter folgende ein Mann in der Trunkenheit unter die Räder eines Omnibus folcher Unklarheiten richtig und vollständig ausgefüllt werden, da es sich nicht blos um Befriedigung einer statistischen Neu- Jahren um die jetzige Zeit ein sehr lebhafter war, liegt gegen zu vergiften.- An der Ecke der Berg- und Gartenstraße wurde gier" des Magistrats handelt. Ein Interesse daran, die Fragen wärtig fast vollständig danieder. Während sonst Unmengen von unvollständig zu beantworten hat nur die besigende Klasse; denn Kartoffeln aus der Mark nach den großen Städten und den ein Rutscher mit einer erheblichen Verlegung am Oberschenkel jede Volkszählung beweist durch ihre Ergebnisse aufs neue, daß Industriezentren versandt wurden und die Händler die Dörfer aufgefunden. Er behauptete, durch einen Arbeitswagen überfahren die Gegensätze zwischen den beiden großen Klassen der Gesellschaft taufen, herrscht in diesem Jahre fast gar feine Nachfrage. durchzogen, um namentlich Speisekartoffeln für den Export au sich immer schroffer gestalten. Da in fast allen Gegenden Deutschlands die Kartoffelernte reich ausIm Berliner Aquarium sind fünf indische Riesenschlangen gefallen ist, suchen die Käufer den Bedarf aus näher gelegenen angelangt, welche zu einer Art gehören, die in manchen Gebieten Gegenden zu decken, um dadurch Fracht und Kosten zu sparen. ihrer Heimath schon selten geworden ist und auch darum hier Werden aber einzelne kleine Posten verladen, so stellen die Käufer Stationen. im Aquarium eine erwünschte und werthvolle Ergänzung der derartig hohe Anforderungen an die Qualität und bieten so nun sechs Spezies umfassenden Sammlung alt und neuweltlicher niedrige Preise, daß die Landleute lieber auf den Verkauf verRiesenschlangen bildet. Für die Seewasserbecken lieferten die zichten. Im Kleinhandel merken die Hausfrauen wahrlich wenig nordeuropäischen und die südlichen Meere neue und interessante von besonders niedrigen Kartoffelpreisen. Seethiere ein, die Firma Ehrenberg u. Ko., welche neuerdings zur Ueberführung lebender Seefische für Speisezwecke aus der Nordsee nach Berlin eigens eingerichtete Wagen bat bauen laffen, überwies dem Aquarium mehrere hier fehlende Fische, so den schwer zu erhaltenden Steinbutt und einige Stück des Rabeljau. Die Wärmehallen am Alexanderplatz werden am Dienstag eröffnet. " Was man einer Aufwärterin zu bieten wagt, gehts schreibt die ultramontane Märkische Bolts- Zeitung" gendem uns völlig verbürgten Vorfall hervor. Eine Frau Drechsler aus folGuttmann, Stalizerstraße 20. Hof links parterre, wohnhaft, deren franker Mann seit längerer Zeit ohne Arbeit ist und die ihre drei schulpflichtigen Kinder zu erhalten hat, bewarb sich bei der Frau des Pianoforte- Mechaniten- Fabrikanten Jos. Isenheim, Urbanstraße 65, 2 Tr. wohnend, um eine Aufwartestelle. Frau Ifenheim flagte, daß ihre Tochter selbst die häuslichen Arbeiten verrichten müßte, denn sie bekäme teine Aufwärterin, da die Frauen jetzt viel zu faul sind und lieber betteln als arbeiten gehen. Und dabei verlangt die brave Dame von einer Auf wärterin blos, daß sie ihr täglich von 8-11 Uhr vormittags fämmtliche( vier oder fünf) Zimmer reinigen und neben bei schneidern und weißnähen solle, und gewährt dafür großmüthig einen Lohn von sage und schreibe 3 Mark monatlich!! Außerdem aber solle, um diesen allerdings etwas geringen Lohn aufzubeffern, für die Frau mitunter ein Stückchen Brot abfallen!!- Ist denn in den Augen dieser reichen Judenfrau ein armes Christenweib nur noch ein Hund fragt die genannte Zeitung. = Barometertand in mm, ថ្មី និង ជីវី reduzirt auf d. Meeressp. GO Windrichtung Windstärke ( 1-1) COCOT21552 Wetter Temperatur nach Celsius ( 5° C. 4° R.) 9 Swinemünde 769 GO 763 DSD 3 halb bedeckt heiter -7 767 3 heiter NO bedeckt 4 bedeckt 767 MO bedeckt 754 762 759 755 759 23 ANW bedeckt NW 8 heiter 3 bedeckt G bedeckt bedeckt 1712IDLO888 hat die aus der Affäre Hammerstein bekannte Flora Gaß aus Berlin Flora Gaß im Unglück. Wie der„ Hann. Kourier" meldet, Hamburg Basel im April d. J. längere Zeit in einem der ersten Hotels zu Wiesbaden Hannover gewohnt, um auf die Auszahlung der von ihrem Ver- München ehrer v. Hammerstein ihr zugesicherten Abfindungungssumme zu Wien. warten. Aber wie die Ansprüche so vieler anderer, sind auch die Haparanda ihrigen unbefriedigt geblieben, so daß sie schließlich in die äußerste Petersburg Noth gerieth und, um das Reisegeld zur Abreise von Hannover Cork zu gewinnen, einen Theil ihrer Garderobe bei dem Zimmer- Aberdeen. mädchen, welches die Herausgabe der Sachen aus unbekanntem mädchen, das sie bediente, verpfänden mußte. Das Stuben- Paris. Grunde verweigert, ist von der Gaß jest wegen Unterschlagung Wetter- Prognose für Sonntag, den 1. Dezember 1895. Etwas gelinderes ziemlich trübes Wetter mit Schneefallen angezeigt worden. und frischen östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Auch eine Erinnerung an das„ Volksfeft" vom 2. September. Polizei berst Krause, der Kommandeur der Berliner Schuhmannschaft, hat, wie im Reichs- Anzeiger" amtlich bekannt gemacht wird, den Rothen Adlerorden dritter Klaffe erhalten. Drei Polizei- Lieutenants haben den Kronenorden vierter Klasse, ein Polizei- Wachtmeister das Allgemeine Ehren zeichen in Gold, zehn Wachtmeister und zwei Schußleute as Allgemeine Ehrenzeichen erhalten. Die Volts- 3tg." schreibt hierzu: Wie wir seinerzeit mittheilten, haben die Leistungen der Polizei bei Gelegenheit der Absperrungen am Sedantage zu ständigen Orts allgemeine Anerkennung gefunden. Es ist daher anzunehmen, daß die Beamten die Ordensauszeichnungen aus dieser Beranlassung erhalten haben. Gerichts- Beifung. " Nachträgliches vom Berliner Bierboykott. Während des vorjährigen Berliner Bierboyfotts wurde in einer vom 5. Juni abgehaltenen Bersammlung der Saalbefizer von Berlin und Ume gegend einstimmig folgender Beschluß gefaßt:„ Die Versammlung erklärt sich solidarisch mit den Maßregeln des Vereins der Brauereien Berlins und Umgegend und verpflichtet sich bei einer Konventionalstrafe von 500 t. in jedem einzelnen Falle und Ausschluß aus dem Ringe, ihre Säle zu keiner sozialdemokratischen und ans archistischen Versammlung oder an Gewerkschaften, Vereine 2c., Vom modernen Bauwesen. Das spurlose Verschwinden welche sozialdemokratischen resp. anarchistischen Bestrebungen Leztere Frage ist aller des Bankier Struz aus der Belle- Aliancestraße, welches wir vor huldigen, herzugeben, falls der Boykott gegen die Brauereien dings sehr angebracht; bei genauer Durchsicht der vielen bislang furzem meldeten, ist durch petuniäre Schwierigkeiten veranlaßt und Gastwirthe bis 15. Juni 1894 nicht aufgehoben ist von Borwärts" veröffentlichten Ausbeutungsfälle dürfte aber worden. Der Geflüchtete war früher Maurermeister und hat als ober sich wiederholt. Zur Durchführung dieser Maßregel iſt das Blatt, das diese Meldung bringt, zu der Erkenntniß fommen, folcher für eigene Rechnung eine große Anzahl Häuser im Westen eine Kommission bestehend aus 9 Herren ernannt, welche behufs daß die Religion in solchen Dingen eine verzweifelt nebenfächliche der Stadt, so in der Pallas, Groß- Görschen, Grunewaldstraße Unter den Versammelten befand sich auch der Gastwirth 3., der Organisirung der Saalbefizer weitere Schritte zu ergreifen hat." Nolle spielt. gebaut. S. gründete dann vor Jahresfrist eine Bank für HypothekenNahrungsmittel Verfälschungen. In Berlin wurden im verfehr für deren Rechnung er gleichzeitig mehrere riesige Eckgebäude der laut verlesenen Resolution zustimmte und gleichzeitig ge Monat Oktober 424 Proben von Nahrungs- und Genußmitteln in den verschiedensten Gegenden der Stadt errichtete. Weitere nehmigte, daß der mit dem Inkasso für Kontraventionsfälle amtlich untersucht, und 46 davon wurden beanstandet. Unter Bauten, die S. unternahm, fonnte er jedoch aus finanziellen betraute Dr. M. event. die betreffenden Beträge in seinem Namen 50 Butterproben befanden sich 2, die aus reiner Margarine be- Gründen nicht mehr durchführen, er ließ dieselben unter dem einflagen könne. Diese Zustimmung bekräftigte er dann noch durch standen, und 1, welcher etwa 40 pCt. Margarine zugefeßt war. Namen vorgeschobener Personen errichten. Da der Bantier Namensunterschrift. Dr. M ftrengte einige Zeit darauf gegen Bon 10 Provencer Delproben war eine mit Baumwollfamen- Del jedoch in den legten Monaten feine Deckung mehr für die zahl- 3. die Klage auf Zahlung der Konventionalstrafe in 4 Fällen verfälscht. Von 10 Milchproben erwiesen sich 2, als Bollmilch reich fällig werdenden Wechsel schaffen konnte, so zog er von den an, weil derselbe trotz der eingegangenen Verpflichtung seine bezeichnet, zu arm an Fett. Von 25 Griesproben waren 7 theils außenstehenden Forderungen ein, so viel er konnte und verschwand Sale zu Versammlungen der sozialdemokratischen Partei u. dgl. durch Mehlmilben theils Mehlmotten verunreinigt, 1 enthielt unter Burücklaffung von einer mehrere hunderttausend Mark be hergegeben hatte. Die 14. Zivilkammer des Landgerichts Berlin I Kartoffelmehl. Von 10 Wurstproben, die theils von hiesigen tragenden Schuldenlaft. St. dürfte etwa 10 000 m. baares Geld wies die Klage ab, wegen mangelnder Aktivlegitimation des Schlächtern stammten, theils als Thüringer Dauerwaare be- bei sich führen. Klägers. Das Recht diese Konventionalstrafe von dem Be zeichnet waren, waren sieben mit Karmin, Anilinroth oder flagten zu verlangen, wenn es überhaupt begründet ist, stehe nur Azofarbstoff fünftlich gefärbt. Von 20 Himbeersaftproben erwies Sundertmarkschein in Verkehr zu bringen, wurde vor brei außer dem Beklagten für die Resolution gestimmt hatten. Außer. Bei dem Versuch, durch ein Kind einen falschen den Saalbefizern selbst zu, und zwar allen denjenigen, die fich eine als mit Malven oder Heidelbeersaft, eine als mit Wochen in Berlin ein Techniker namens Burggraf verhaftet. Im dem sei die Klage in Rücksicht auf§ 152 der Gewerbe- Ordnung Fuchsin gefärbt. Laufe der Untersuchung gab er an, daß er in Spandau Mit ungerechtfertigt, indem darnach alle Verbote und StrafDer hiesige Schlacht und Viehhof ist am Sonnabend schuldige habe und machte auch zwei Personen, Handwerker bestimmungen gegen Gewerbetreibende, gewerbliche Gehilfen, Morgen wegen Ausbruchs, der Maul- und Klauenfeuche unter der föniglichen Artilleriewerkstatt, nahmhaft. Der eine Gesellen oder Fabrikarbeiter, wegen Verabredungen und Ver Dem Rindvieh gesperrt worden. Der Abtrieb von Rindvieh und ist ein verheiratheter Mann, der andere ist deffen einigungen zum Behuf der Erlangung günstiger Lohn- und Schafen ist bis auf weiteres nur nach Orten mit öffentlichen Neffe. Auf grund dieser Bezichtigung nahm die Polizei Arbeitsbedingungen, insbesondere mittels Einstellung der Arbeit Schlachthäusern und auch nur mit ausdrücklicher Erlaubniß der in dieser Woche eine genaue Durchsuchung der Wohnungen oder Entlassung der Arbeiter, aufgehoben werden. Jedem Polizeibehörde gestattet. beider Beschuldigten vor, wobei aber nichts Belastendes gefunden Theilnehmer steht der Rücktritt von solchen Vereinigungen und Mit dem geftrigen Tage sind die letzten städtischen Artillerie- Konstruktionsbureau der Artilleriewerkstatt beschäftigt, Ginrede statt." Dr. M. legte hiergegen Berufung beim Kammer wurde. Burggraf war bis vor ungefähr zwei Jahren im Verabredungen frei und es findet aus letzteren weder Klage noch Nachtwächter Berlins verschwunden. Auch in der ersten wurde aber wegen verschiedener Ungehörigkeiten entlaffen. Mit gericht ein, dessen 6. Zivilsenat, vor dem die Sache zur Ents und somit lezten Polizeihauptmannschaft wird nunmehr der den von ihm in seine Fälschungsangelegenheit gezogenen Personen fcheidung fam, nach Wittheilung der Deutschen Brauindustrie", nächtliche Sicherheitsdienst von Schuyleuten, der Schließerdienst hat er früher verkehrt; dieselben stellen aber im übrigen jede nicht auf die materielle Seite der Frage einging, sondern schon aber von Privatwächtern versehen werden. Damit ist die Um- Gemeinschait mit ihm in Abrede. Sie erfreuen sich auch sonst wegen der mangelnden Aktivlegitimation des Klägers in wesenta des besten Leumunds. Das bei der Verhaftung des Technikers licher Uebereinstimmung mit den Gesichtspunkten des VorderMontag, Mittwoch und Sonntag find Wiederholungen des Burggraf beschlagnahmte Falsifitat eines Hundertmarkscheins ist richters auf zurückweifung der Berufung erkannte. Bolfsstückes Hasemann's Töchter von l'Arronge angefeßt. nicht besonders geschickt hergestellt. Die Ganghofer Neuert'sche Bauernkomödie Der Herrgottschniger Zwei Todesfälle durch Verbrennungen find in den Versammlungen. von Ammergau wird Donnerstag zum ersten Male auf- legten Tagen vorgefommen. Die 69 jährige Frau Minna des geführt und Freitag zum ersten Male wiederholt. Sonntag Schneidermeisters Rüdiger, geb. Flügge, aus der FürbringerIm Zentralverband deutscher Brauer, Zweigverein Nachmittag geht die Grillparzer'sche Liebestragödie Des Meeres straße 8 ließ am Dienstag Abend eine brennende Petroleumlampe Provinz Brandenburg, hielt Sajfenbach einen mit großem und der Liebe Wellen in Szene. Die erste Aufführung des aus der Hand fallen. Mit Brandwunden am ganzen Körper Für ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied wurde dann Kollege Beifall aufgenommenen Vortrag über„ Die heilige Inquisition". Zaubermärchens Prinzessin Goldhaar ist auf Dienitag, 10. De bedeckt, wurde die Verunglückte in das Krankenhaus zember, nachmitags, festgefeßt: an demselben Tage abends um am Urban Mleko und in die Verbands Kontrollkommission Kollege gebracht. Hier ist sie ihren Verlegungen ilhelm Richter gewählt. Hierauf gab die Kommission, welche 1/8 Uhr findet die nächste Aufführung des Lustspiels Nach erlegen.- Am vergangenen Sonnabend, mittags gegen ruhm von R. Misch statt. Im Residenz- Theater 12 Uhr, die Frau war dazu gewählt war, festzustellen, ob und welche Bücher in der Vereinserlebt Dienstag, 2. Dezember, der Schwant Der Rabenvater aus der Waldemarstr. 68 in ihrer engen Kellerwohnung bibliothek fehlen, bekannt, daß die Bibliothek fast vollständig vorfeine 75. Aufführung. An demselben Abend geht zum ersten Mal des Hofgebäudes mit dem Abwaschen des Eßgeschirres beschäftigt. handen ist und zu hoffen sei, daß auch die wenigen noch fehlenden eine einattige Plauderei Jn doppelter Befehrung von Als sie auf einen Augenblick die sehr schmale Küche verlassen Kontrolle bei Verleihung von Büchern wurde ein von der Koma Bücher noch eingehen würden. Zur besseren Ordnung und Paul Linsemann, dem Verfasser des bisher gespielten Ginafters mußte, ließ sie die Schüssel mit dem heißen Abwaschwasser auf mission ausgearbeitetes Statut angenommen. Weiter machte der Aber die Ehe in Szene. Im Schiller Theater dem Fußboden stehen. Während ihrer Abwesenheit war ihr dreitommt heute, Sonntag, Abend, der Schönthan'sche Schwant jähriger Sohn Wilhelm aus der Stube in die Küche gelaufen und Borsigende bekannt, daß für den lezten Sonntag im Mai nächsten Der Raub der Gabinerinnen zur Aufführung. Im in die Schüssel gefallen. Der Knabe ist an den Folgen der Ver- Jahres die neuerbaute Filiale der" Urania" in der Taubenstraße Bürgersaal des Rathhauses ift zum für den Brauerverein festgemacht ist. Für die Glasarbeiter in Carmaux( Frankreich) hatte der Vorstand 50 M. bewilligt, was von der Versammlung mit Befriedigung aufgenommen und eins ftimmig gutgeheißen wurde. statt. des Arbeiters zweiten Mal brühung im Krankenhause gestorben. Otto Klaus Scheffel- Abend. Montag wird Das Käthchen von Heilbronn, Dienstag Der Raub der Sabinerinnen wiederholt, Mittwoch ist Im Landes- Ausstellungsgebäude zu Moabit ist der dort die erste Aufführung des Moser'schen Schwantes Reif Reiflingen. beschäftigt gewejene 31jährige Schloffer Liebfcher aus der StephanDonnerstag und Freitag wird diese Vorstellung wiederholt. Sonn- ftraße 31 von einem hohen Gerüste so unglücklich herabgestürzt, abend findet die vorlegte Wochentags- Vorstellung Wilhelm Tell daß er auf dem Transport nach dem Krantenhause ftarb. Jm Theater Unter den Linden bleibt Sullivan's Die Quelle an dem Reichsbankgebände ist bereits verMikado auch in dieser Woche auf dem Spielplan. Zur Aus- fiegt. Es gelang noch gestern festzustellen, daß das Wasser aus stattungs- Operette König Chilperich beginnen im Laufe der Woche einem riffig gewordenen Steigrohr der Wasserleitung drang und die Theaterproben, die Direftor Frigsche leiten wird. Im fich in schräger Richtung einen Weg nach der Erdoberfläche geFriedrich Wilhelmstädtischen Theater findet heute bahnt hatte. Es wurde die erforderliche Reparatur vor Operette Die Chansonette statt. Montag und Dienstag bleibt Die dritte Volfsküche des Vereins von 1866 wird am das Theater geschlossen. Am Mittwoch beginnt der Zyklus 3. Dezember um 11 Uhr wieder im Stadtbahnbogen am Bahnhof volksthümlicher Vorstellungen unter Leitung des russischen Hofschauspielers Julius Fiala mit dem Schauspiel Lorbeerbaum Börse zwischen den Pfeilern 10 und 11 eröffnet, bei ermäßigten Preisen eine Aufführung der Dellinger'schen nommen. B und Bettelstab. Direktor Fritsche bereitet inzwischen das Keller- Von den Rädern eines Omnibus wurde am Freitag Herrmann'sche Ausstattungsstück Der Hungerleider vor, das im Abend der Arbeiter Mint aus der Sorauerstr. 16 am RosenJanuar in Szene gehen soll. Im Adolph Ernst- thaler Thor getödtet. Der Kutscher des Wagens wurde vom Theater hat sich die Novität Der kleine Lord als Dienst dispenfirt. Was ist mit dieser Maßregel an den traurigen Bugstück aufgethan. Die ewige Braut bildet den Abschluß des Fall gebessert? Abends. Jm Bellealliance Theater gebt heute Nachmittag 3 Uhr Der Silberkönig, Volksstück in 5 Atten von der Nordbahn in der Nahe der Grünthalerstraße. Dort stürzten Ein größerer Unfall ereignete sich gestern Vormittag bei Jones in Szene; abends 8 Uhr folgt die die 89. Auf bei dem im Bau begriffenen Bahnübergang von einem hölzernen führung der Elyschen Gesangs- und Balletposse BerLaufsteg zwei schwere Balfen herab und verlegten die Arbeiter liner Raubvögel. Jm National Theater heute Abend Wilhelm Tell mit Herrn Reßner als Gast in ein Krankenhaus erfolgen mußte. Dret Arbeiter trugen gebt Balfe und Müller so erheblich, daß ihre sofortige Ueberführung in Ezene, nachmittags 22 Uhr wird Der G'wissenswurm gegeben. leichtere Verlegungen davon. Am Montag ist eine Wiederholung von Wilhelm Tell. Das P Alexanderplay Theater bringt heute Sonntag auch eine Polizeibericht. Am 29. v. Mts. morgens wurde ein Nachmittagsvorstellung der Kleinen Lämmer außer der Abend. Schlossermeister in seiner Werkstatt in der Putbuserstraße erhängt aufführung. Jm Apollo Theater beginnt heute ein vorgefunden. In der Gipsstraße glitt ein Barbier aus und vollständig nenes Programm. Genannt werden u. a. die Französin zog sich beim Fallen einen Bruch des Fußgelenks zu. Mittags Mule. Duclerc, die schwedischen Geschwister Düring, die Kilianfchen fiel in der Warschaueritraße ein Mann in der Trunkenheit bin Bilder 2c. und verlegte sich bedeutend am Kopfe. Abends wurde in der Ju der Freien Vereinigung der Händler Berlins hielt am 22. November Sassenba ch einen Vortrag über das Freis maurerthum. Hierauf beschäftigte sich die Versammlung mit Bereinsangelegenheiten. Unter anderem wurde mitgetheilt, daß am 1. Januar neue Bücher und Karten ausgegeben werden. Friedrichsberg. Jm hiesigen Arbeiter Bildungsverein hielt am 19. November Schriftsteller H. Schulz einen Vortrag über die deutsche Dichtkunst vor und während der 48er Revolution, wobei er die Zuhörer noch besonders durch den Vortrag werthvoller Dichtungen von H. Heine, 2. Börne, Freis herrn v. Gaudy, Adolf Glasbrenner, Johann Wörth, Hoffmann von Fallersleben, K. Pruz, Georg Herwergh und Freiligrath zu fesseln wußte. An stelle des Genossen Schneider, der sein Amt als Vorsigender Meinungsverschiedenheiten halber nieder= gelegt hat, wurde einstimmig Genosse Jato bi zum Vorsitzenden gewählt. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag fein Unterricht. Die Leferäume sind von 10-12 Uhr vormittags geöffnet. Unterricht am Montag: Südost Schule, Waldemarstr. 14: Deffentliche Gesundheitspflege. Nord- Schule, Müllerftr. 179 a: Nationalötonomte. Beatnn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials Bersammlungen. schon von 8 Uhr an geöffnet. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 1. Dezember, abends 6 Uhr, zwei 1. Im Lotale des Herrn Soffmann, Alexanderstr. 27C: Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über Moderne Ehen". 2. Jm Lotale des Herrn Cohn, Beuthstr. 20-21: Bortrag des Genoffen Georg Wagner über Erziehung in den niederen Schulen". Nachdem geselliges Beisammensein mit Tanz, Gaite wiltommen. Die Bibliothet befindet sich beim Reftaurateur Genoffen Gärtner, Moltenstr. 12. Geöffnet Sonnabends von 9-10. Verein deutscher Schuhmacher. Sonntag, den 1. Dezember, fombinirte Mitgliederversammlung mit darauffolgendem gemüthlichen Betsammensein ( Näheres stehe Inferat.) Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, den 1. Desember, abends 6 Uhr, Swartfuer- Geten", verbunden mit gemüth Tichem Beifammenfein im Restaurant des Sandsmanns Saß, Markgrafen: 1 Straße 102. Landsleute sind willkommen. Arbeiter- Gefangverein Nord. Monatsversammlung am Montag, den 2. Dezember, abends 9 Uhr, bei Schulz, Veteranenftr. 18. Sühnenverband Preciofa. Sonntag, den 1. Dezember, nachmittags Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 2. Dezember, abends 8% Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20, 1 Tr.: Vortrag des Herrn Dr. Christeller und praktische Uebungen im Anlegen von Noth Verein der Maschiniften, Heizer und Berufsgenoffen Berlins und Umgegend. Bersammlung am Sonntag, den 1. Dezember, nachmittags 5 uhr, Oranienftr, 51. Bortrag des Herrn Ingenieur Schmidtsdorff. 5 Uhr, Mariannen- Ufer 2: Generalversammlung. Probe. verbänden. Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Bersammlung am Montag, abends 8 Uhr, bei Obit, Grunewaldstr. 110. Diskussion über den Programm fab: Religion ist Privatsache. Vermischtes. " Ueber einen gefährlichen Betriebsunfall wird aus 11888 bis 1. Januar 1891 in einem versicherungspflichtigen Ver Wien berichtet: Gine furchtbare Panit brach am Freitag in| hältniß gestanden haben. Sie irren aber, wenn Sie annehmen, Boschans Weidendorfer Spinnerei aus. Eine acht Meter lange dieser Text tönne in der Praxis nicht maßgebend sein. Er muß Transmissionswelle hatte sich abgedreht und flog, noch fortwährend maßgebend sein und ist es leider. In dem von Ihnen angeführten rotirend, gegen einen gußeifernen Pfeiler, welcher barst, während Beispiel erhält Müller thatsächlich vor seinem 87. Lebensjahre das Dach unter furchtbarem Krachen sich fenkte und einzustürzen teine Altersrente. Auf diese für viele Taufende nachtheilige drohte. Im Saale arbeiteten 60 Personen, doch wurde wie durch Folgen des Gesezes haben wir wiederholt hingewiefen. Die ein Wunder niemand verletzt. Der Betrieb der Fabrik muß einige lebepflicht besteht auch in Ihrem Fall, falls Müller nicht etwa Invalidenrente erhält. Guben. Einspruch wäre Beit ruhen. nuzlos und fostspielig; wir rathen deshalb, zu zahlen. St. 101. Sur Miethszahlung wären Sie verpflichtet. Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor. E. T. Gütergok. 1. Wer ihm gehöriges Papier- oder Metallgeld vernichtet, handelt dumm, aber ist nicht strafbar. 2. Wohl jede. A. R. 1. Sie sind soweit ersichtlich für die Kosten nicht haftbar. 2. Legen Sie dem Gericht den Sachverhalt schriftlich dar und beantragen Sie ein Gutachten dahin, daß die Betreffende auch heute noch nicht für die Folgen ihrer Handlungen verantwortlich sei. B. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. Briefkasten der Redaktion. Der Vertrauensmann der Gürtler Berlins, Richard Heinrich, wohnt Wienerstr. 61, nicht 31, wie dieser Tage angegeben war. B., Adlershof. In Ihrer Zuschrift bestätigen Sie doch nur, was im Bericht schon gesagt war. O. P. 66. Darüber tönnen wir Ihnen keine Auskunft geben. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet von jetzt ab am Montag, Ein grauenhafter Mord ist am 28. d. M. in dem weft- Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr, statt. preußischen Städtchen Schlochau verübt worden. Auf der Treppe des Gah'schen Hauses fand man( dem Geselligen" zufolge) die Leiche eines am ganzen Körper gräßlich zugerichteten Mädchens, welches nur die nothdürftigsten Unterfleider trug und falls vor derselben darauf hingewiesen ist, daß die vereinbarten 7. K. 220. Die schriftliche Vereinbarung ist bindend, schon toot dorthin geschleift war. Die Leiche wurde als die der Wirthschafterin des Gerbers Karl Ustoreitis, Wilhelmine Gebühren die tarifmäßigen übersteigen. P. P. 10. Wenden Siz, erkannt. Die Leiche war, wie sich an der Spur feststellen Sie sich an den Kommandeur des Regiments, bei welchem Sie ließ, von dem Haufe des Ustoreitis nach dem Gay'schen Hause G. B. 113. Wenden Sie sich direkt an W., Barby. Wenden Sie sich an Johann Staningt in eintreten wollen. geschleppt worden. Der Fußboden und die Thür der Stube des Hamburg, St. Georg, Neue Brennerstr. 19, 2 Tr. das Gewerbeausstellungs- Komitee. O. 3. Wegen steuerfreien u. waren stellenweise mit Blut besprißt, der Besenstock und ein M. Dulik, S. Stolte, R. K. Für hinreichende Beleuchtung Betriebes eines steuerpflichtigen Gewerbes und wegen sonstiger dicker Eichenknüttel waren blutig und mehrere Stücke davon ab- ist in Berlin der Hauswirth auch ohne Vereinbarung durch Polizeistrafbestimmungen tönnen Sie in Ihrem Fall mit etwa geschlagen. Das Mädchen ist mit diesen beiden Stöcken zu Tode Polizeiverordnung verpflichtet.- M. N. Sowohl die Charitee 10 bis 100 m. bestraft werden.-. 100. Ja. N. Nein. geprügelt worden. Als der That dringend verdächtig ist Ustoreitis wie die Krankenhäuser erachten sich zur Settion auch ohne Ein- ujedom 88. 1. Gepfändet werden kann. Alsdann muß verhaftet worden. 501 willigung der Hinterbliebenen befugt; wie wiederholt dargelegt, Ihre Frau interveniren. 2. Ohne mündliche Erläuterung und Von der Ostseeküste liegen folgende Wetternachrichten vor: haben sie ein berartiges Recht aber nicht.- K. St. 38. Richten ohne Einsicht in die betreffenden Papiere nicht zu beantworten. Königsbergi. Pr., 30. November. Die Flußschifffahrt nach Sie an das Gericht unter Darlegung Ihrer Auslagen den Sprechen Sie in der juristischen Sprechstunde vor. Often ist wegen starken Frostes eingeftellt. Petersburg, Antrag auf Kostenfestsetzung oder erledigen Sie die Sache ohue 30. November. Die Newa ist heute Nacht zugefroren, während weiteres mit Ihrem Gegner. 2. 2. Ja. 2. B. 120 600. aus Kronstadt gemeldet wird, daß der Westwind das Eis, E. 2. Wie Sie ganz richtig bemerken, erhalten nach dem welches sich auf den Rheden gebildet hatte, wieder zerbricht, so Text des Altersrentengefeßes Tausende feine Altersrente, weil I sie den Nachweis nicht führen können, daß sie vom 1. Januar daß jetzt die Passage ins offene Meer nach wie vor frei ist." Für den Inhalt der Juserate überAdolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum Der kleine Lord. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 1. Dezember. Opernhaus. Ivanhoe. Montag: Bar und Zimmermann. Kroll's Theater. Wie die Alten fungen. Nachm. 2, Uhr: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Frauenlob. Montag: Doktor Klaus. Deutsches Theater. Die Jüdin von Toledo. Nachm. 21/2 Uhr: Die Weber. Montag: Die Weber. Berliner Theater. Pan Cezar. Nachmittag 22 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Hafemann's Töchter. Leffing- Theater. Wettrennen. Nachmittag 22 Uhr: Nathan der Weise. Montag: Wettrennen. Neues Theater, Niniche. Montag: Lili. Schiller Theater. Der Raub der Sabinerinnen. Lebensbild in 3 Atten nach dem gleichnamigen Roman v. Mr. Hodgson Burnett, übersetzt von Bolten- Bäckers. In Amerika 3240 Mal, in London 1262 Mal aufgeführt. Hierauf: Die ewige Braut. Operette in 1 Att von W. Mannstädt und Jean Kren. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterfraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Wilhelm Tell", Schauspiel in 5 Atten von Friedr. v. Schiller. Regie: Mar Sa mrst. Nachmittags 22 Uhr: Der G'wissenswurm. Bauernkomödie in 3 Aften( 5 Bildern) von 2. Anzengruber. Regie: Julius Türt. Montag: Das Räthchen von Seil. Louis Keller's Festsäle bronn. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Der kleine Koppenstraße 29. Grösstes u. schönstes Etablissement der Residenz. Jeden Sonntag und Mittwoch: Lord. Hierauf: Die ewige Braut. Humoristische Soirée Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplah- Theater Die fleinen Lämmer. Vorher: Nr. 66. Montag: Diefelbe Vorstellung. National Theater. Wilhelm Tell. Nachmittag 2/2 Uhr: Der G'wissensmurm. Theater Unter den Linden. Der Mikado. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reiche hallen- Theater. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag abends: Der Raub der Sabinerinnen. Montag: Das Käthchen Heilbronn. von Central- Theater. Alte Jakobftr. 80. Emil Thomas a. G. Zum 87. Mate: Eine tolle Nacht. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Aften von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Friedrich Wilhelmstädt. Theater 25/26 Chauffeeßtraße 25/26. Heute 2 Abschieds- Vorstellungen ber Liliputaner. Nachm. 3 Uhr Abschieds- Kindervorstellung. Zum legten Male: Schnee: wittchen und die 7 Zwerge. Kinder nachmittags halbe Preise. Abends 71/2 Uhr: Die Reise nach dem Mars. 17.07 ber beliebten Urania Briefkasten der Expedition. G. A. B. 5,- erhalten. | Alexanderplatz- Theater. Alexanderstraße 40. Anstalt für volksthümliche Nachmittags 4 Uhr zu halben Breisen: Am Landes- Ausstellungspark Die kleinen Lämmer. Naturkunde. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftTheater. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 281. Verschönerungen des LohnSyffems. " Sonntag, den 1. Dezember 1895. 12. Jahrg. lohn schwankt nach seiner allgemeinen Angabe für 12 Löhnungs- höher der Affordlohn der besseren Verdiener in die Höhe. tage zwischen 10 und 24 Mart, und steigt in wenigen Fällen über 30 Mark. Auch dieser Durchschnitt ist schrecklich niedrig, immerhin aber höher, als die eben angeführten Spezialfäße erwarten ließen. Gerichts- Beitung. " zu geschraubt werden kann, umfomehr wächst der Prämienzuschlag, der auf die gesammte Arbeitergruppe entfällt, umfomehr also auch die Prämie, die der Meister selbst zu erwarten hat. Die langsameren Arbeiter haben das Nachsehen, sie werden an Vor ein paar Jahren besprach Schippel in der Neuen Zeit" Auf Grundlage dieser Akkordlöhming erhebt sich dann der die ungünstigsten Posten geschoben. ausfuhrlich die mannigfaltigen vom Rapital beliebten Formen der Ueberbau der Prämienzahlung, die fich nach dem Die Folgen tann man sich denken: Streberei und Konkurrenz Lohnzahlung. Der Akkordlohn drücke schon scharf genug auf den Lohnverdienst der Arbeiter richtet. Je größer der zwölf- der Arbeiter unter einander, Mißgunst und Neid gegen die Arbeiter. Wie jeder richtige Preuße seinen Gendarmen, so habe tägige Verdienst eines Arbeiters nach den feststehenden Begünstigten, Kazbuckeln und Kriecherei vor dem Meister, Der Akkordarbeiter seinen Arbeitstreiber selber in der Brust. Er Akkordsägen, eine um so höhere Prämie hat er noch als Zuschlag Bigarrenpräsente und dergleichen Gunstwerben mehr, um müffe olle Kräfte anspannen, um schnell zu schaffen, und die in der zu erwarten. Dabei ist die Steigerung der Prämien eine Bevorzugungen bei der Arbeitsaustheilung erlangen: Hitze der Arbeit so mit unterlaufenden Fehler seien wieder progressive, derart, daß mit dem höheren Lohne auch furz eine fünstlich erzeugte widerwärtige Korruption. Doch was ein unaufhörlicher Anlaß für Lohnabzüge. Viel mehr als der der Bruchtheil des Lohnes, den der Arbeiter als thut das? Die Arbeitswuth wird angeftachelt und der Profil Zeitlohn splittere der Stücklohn die Arbeiter in sehr verschieden Prämienzuschlag bezieht, zunimmt. So beträgt zum Beispiel wächst. Die Demoralisirung aber und vorzeitige Krafterschöpfung bezahlte chia ten auseinander mit anscheinend wenigftens ganz bei einem zwölftägigen Lohnverdienste von 12 Mart durch gesteigerte Arbeitshaft sind feine Posten, die in dem Hupta verschiedenen Intereffen. Ter Affordsatz unterliege der Tendenz, der Prämienzuschlag in einer Fabrit 1,20 M., bei 13 M. Lohn buch des Kapitalisten die Debetseite belasten. Das rechnet nicht sich so zu senken, daß der Akkordarbeiter trog ungleich höherer 1,40 m, bei 14 Wi. Lohn 1,80 m., bei 15 M. Lohn 2,50 M., in dieser schönsten aller Welten. Körperanstrengung im Durchschnitt etwa nur das gleiche Lohn bei 16 M. Lohn 3,10 M., bei 17 M. Lohn 3,70 M. u. f. w. niveau wie der bequemer schaffende Zeitarbeiter erreiche. So Neben dem Lohnverdienste wird bei der Prämienzahlung oft virte der Atford auf Steigerung der Arbeitsausbeutung noch die Tourenzahl der Webstühle, die Art der Gewebe, die und strebe, den geschlossenen Widerstand der Arbeiter zu ver- Anzahl von Stühlen, die ein Arbeiter bedient, in betracht ge= ringern; eine ganze Reihe dem Kapitale wohlgefälliger Wirkungen zogen. Die Berechnung der Prämien wird dadurch verwickelter, Vom Rechte der Prügelpädagogik. Ueber die wichtige gehen von ihm aus. aber die Tendenz des ganzen Systems, die Kraft des Arbeiters Frage nach der Grenze des den Lehrern zustehenden Züchtigungs Aber die kapitalistische Kunst denkt nicht daran, bei dem ver- aufs äußerste auszupreffen, tritt hier womöglich noch deutlicher rechts wird der Boffischen Zeitung" geschrieben: Nach einem hältnißmäßig noch so einfachen Stücklohnsysteme Halt zu machen. hervor. Erkenntniß des Reichsgerichts vom 14. April 1880 fällt, wenn Die verschnörkeltsten Löhnungsmethoden sind ersonnen und ausDie Kräftigsten und Geschicklesten mögen bei diesem System die Landesschulgesetzgebungen den Lehrern ein Büchtigungsgeführt worden, jene angenehmen Wirkungen des ein wenig profitiren, die Menge wird entschieden be- recht ertheilen, die in dessen Ausübung und innerhalb seiner einfachen Südlobnes noch intensiver zu gestalten. Die nachtheiligt. Sie verdient fleine, und wenn irgend welche Grenzen vorgenommene Handlung nicht unter das Strafgeses, ganze Kunst dabei, fagt Echippel, läuft auf eines störenden Umstände eintreten, das auch wenn sie objektiv als eine Körperverletzung im Sinne des wenn zum Beispiel hinaus: man theilt den Lohn in einen festen und einen Rohmaterial gerade nichts taugt, die Maschine schlecht geht oder Strafgesetzbuches(§§ 223, 230 und 232 sich darstellt. In Ueberveränderlichen, beweglichen Bestandtheil. Der feste Bestandtheil der Meister mit einem neuen Arbeitsauftrage auf sich warten einstimmung hiermit heißt es in einer weiteren Entscheidung 1. Dezember 1887: Wo dem entspricht dem gewöhnlichen Zeit oder Stücklohn, der bewegliche läßt, gar feine Prämien. Jeder kleine Arbeitsausfall durch des Reichsgerichts vom Theil aber dient dazu, die Arbeitswuth aufs äußerste anzustacheln. Unwohlsein oder Versäumniß trifft den Arbeiter doppelt, weil außer Angefchuldigten innerhalb gewisser Grenzen ein Recht zur VerBald ist es die Beschleunigung der Arbeit, bald der geschäftliche dem Lohne nun auch die in den vorhergehenden Tagen vielleicht übung von Körperverlegungen zur Seite steht, beginnt das Jahresgewinn, bald die Reduzirung gewiffer Ausgaben u. a. m., halb schon erarbeitete Prämie verloren geht. Auch darf man objektiv rechtswidrige Handeln erst jenseits der fraglichen Grenzen." wovon die Höhe dieser zu dem gewöhnlichen Lohne hinzukommenden nicht die kluge Einrichtung vergessen, daß Strafabzüge für Während also in dem ersten Urtheil von den Grenzen der„ LandesPrämien abhängig gemacht wird. Arbeitsfehler, die in der künstlich geschürten hast des Schaffens schul- Gesetzgebungen" und in dem letteren von„ gewiffen Grenzen" Die Beispiele, welche in der Neuen Zeit" für diese raffinirten taum zu vermeiden sind, bei Berechnung der Prämien vorher die Rede ist, besagt ein Urtheil des Reichsgerichts vom 15. Oktober Lohnmethoden beigebracht wurden, waren englischen und ameri- von dem Lohnvert ienstein Abzug gebracht werden und 1894, daß, wenn dem Lehrer durch die zuständigen Verords tanischen Verhältnissen entnommen. Die Blätter für soziale so den Arbeiter gleichfalls doppelt treffen. Tenn mit nungen" eine bestimmte Reihe von Züchtigungsmitteln zugestanden Praxis" veröffentlichen jetzt einen Artikel von Mattutat, in dem Lohnabzug verringert sich zugleich die Prämie, auf die worden, für die Anwendung jedes anderen Züchtigungsmittels welchem die Prämienwirthschaft auf deutschem der Arbeiter sonst Anspruch hätte. Das ganze Syftem trägt der Rechistitel fehlt, der durch Betrachtungen über deffen Boden, in der Textilindustrie der guten Stadt Augsburg, dazu bei, das Einkommen unsicher zu machen und die größten Zweckmäßigkeit nicht ersetzt werden kann". Die drei vorgedachten fachkundig geschildert wird. Die durchaus arbeiterfeindliche und Unterschiede in der Lebenshaltung hervorzurufen. Es tommt Gutscheidungen des Reichsgerichts entsprechen auch einem Urtheil torrumpirende Tendenz dieser Lohuordnung wird auch hier vor, daß, wenn Arbeiter schlechte Arbeit, ungünstiges des preußischen Ober- Verwaltungsgerichts vom 26. Nov. 1887, treffend hervorgehoben. Rohmaterial u. f. w. vom Meister zugeschanzt erhalten, wonach die Ueberschreitung nicht nur der durch Gesetz festgestellten Um die Kraft der Arbeiter aufs äußerste anzuspornen, an- fie mit zwölftägiger Arbeit schließlich ganze 6-8 M.(!) ver Grenzen des Büchtigungsrechts der Lehrer, sondern auch der geblich gezwungen durch die auswärtige Konkurrenz, haben fast dient haben. durch behördliche Anordnungen bestimmten Einschränkungen des alle Webereien Augsburgs das Affordsynem zum Prämienfyftem er- Neben der Prämiirung der einzelnen Arbeiter nach ihren Büchtigungsrechts gerichtliche Strafverfolgung nach sich zieht. Ins weitert. Grundlage blieb natürlich der Stücklohn, aber diefer Leistungen steht als schöne Ergänzung die sog.„ Saal- wischen sind in Preußen zufolge Anordnung des Kultusministewurde so niedrig bemessen, daß die Arbeiter gezwungen prämie", ein Zuschlag, der dem Arbeiter, welcher" in einem riums alle von den Bezirksregierungen erlaffenen Verfügungen, find alle Kraft daran zu sezen, um über den ganzen Fabiitsaal den höchsten Lohn erreicht hat, verabfolgt die das den Lehrern zustehende Züchtigungsrecht hinsichtlich des Stücklohu hinaus noch Prämien zu erhaschen. So wird wird. Maßes oder der Art seiner Ausübung in engere Grenzen uns eine Reihe von Affordsäßen in einer der größten Ein das Streberthum unter den Arbeitern künstlich züchten- schließen, als es die bestehenden Gefeße thun, aufgehoben Augsburger Webereien mitgetheilt, woraus sich die schreckliche der Austachelungsapparat, den Echippel bereits als ein geradezu worden, so daß in den älteren preußischen Provinzen gegen Niedrigkeit der reinen Lohneinnahme vieler Arbeiterkategorien scheußliches" Kuriofum erwähnte! wärtig nur die Bestimmungen des Allg. Landrechts Theil II ergiebt. Die Säße sind je nach der Art des zu verwebenden Tit. 12§§ 50-53 und der Kabinetsordre vom 14. Mai 1825 Stoffes und der Arbeitsschwierigkeit verschieden. Bei neun Geltung haben, wonach eine Büchtigung nur dann gerichtlich von Webarbeit bleibt nach Mattutat der durch strafbar ist, wenn dem Kinde durch den Mißbrauch des schnittliche Tagesvert ienst des Alkordarbeiters unter 1 M. Büchtigungsrechts eine wirkliche Verlegung zugefügt wird. Wie ( in manchen Fällen bedeutend tiefer), bei den übrigen noch das Kultusministerium ausdrücklich bestimmt hat, bleiben pädangeführten sieben Weberei Arten steigt er auf 1 M. als obere So werden die Meister zu Antreibern dressirt, und zwar agogische Wißgriffe, deren sich die Lehrer etwa bei Ausübung der Grenze und überschreitet dieselbe zuweilen um einige Groschen. zu Antreibern, die ein unmittelbares Jutereffe daran Schulzucht hinsichtlich des Maßes, der Mittel oder der Art der Mattutat fcheint allerdings die am ungünstigsten gestellten Weber haben, die schwächeren Verdiener zu gunsten der stärferen zu Strafe schuldig machen sollten, strenger disziplinarischer Ahnarbeiter dieser Berechnung zu grunde gelegt zu haben, denn das benachtheiligen. Diesen werden die Meister die lohnendere dnng unterworfen". gewöhnliche durchschnittliche Verdienst aus dem bloßen Afford- Attordarbeit, das günstigere Rohmaterial u. s. w. zuwenden, denn je Arten andern an. Bonntagsplandevei. Noch korrumpirender wirkt aber unter diesen Umständen die Anwendung des Prämiensystems auf die Meister. Ibr festes Gebalt ist unzulänglich, sie sind also ganz auf Prämienzuschläge angewiesen, die sich nach dem Gesammtverdienst der ihrem Kommando unterstellten Arbeiter berechnen. " " leben zu üppig und sorgenfrei." Das ist die Melodie, in entstehen zu lassen. Das war doch einmal ein aus die dann der unwillige Spießbürger, über das freche Geschweifender Geniestreich. Wir haben indessen die Phantasten Mit aller Macht und Strenge hat der Winter Einzug findel" empört, immer von neuem einstimmt. Die Arbeits- gleichfalls unter uns. Kürzlich erst las ich von einem gehalten. Schrecken kündet er den einen, Luftbarkeit den scheu jagt die Burschen ins Gefängniß."" Als ob der grandiosen Fest bei einem Geldmann der Berliner GesellZusammengepfercht in dumpfigen Stuben Gefangene bei einem Wirthe wundermild zu Gast wäre schaft. Willige Journalisten, wohlhonorirte Sänger und hausen die einen; zu Wohlthätigkeits- Bazaren in Pracht- und als ob die Gesellschaft, die dem Unglücklichen seinen Schauspieler dienten als Tafelzier. Aber eine originelle räumen, zu Abendgesellschaften und Bällen in den Salons Napf Suppe oder Gemüse reicht, von ihm keine Arbeit als Neuerung, eine Ueberraschung, auf die der Gastgeber nicht rüsten sich die andern. Und glücklich noch, wer von den Entgelt verlangte. wenig stolz war, bildete den Haupt- Tric des Abends. Bor Türftigen überhaupt einen winzigen Fleck hat, der ihm als Verärgert, gallig geht man über Zeitsymptome, wie jedem Gedeck nämlich erhoben sich aus schlanken venetianiwärmende Heimstätte dient. Vor den Asylen drängen sich jene, daß Leute, halb im Fieberwahn, Majestätsbelei- schen Kelchen Rosen in den seltsamft präparirten, künstlichen die Begehrlichen" und in den Wärmehallen wird fein digungen ausstoßen, um nur möglichst rasch ins Gefängniß Farben. Eine zauberhafte Farbensymphonie." Die Blumen Plätzchen frei. Dußende strömen herbei und lauern, bis zu femmen und möglichst lange darin zu verweilen, eilig selber aber hatten noch einen besonderen Zweck. Auf den ihre Vorgänger ihnen Raum schaffen und nach einer vorüber. Man soll fröhlich sein mit den Fröhlichen, zu Blättern war in feinen, zierlichen Tufchzeichnungen das Furzen Weile fargster Behaglichkeit aus der schützenden Halle mal wenn die Winterfreuden winken, wohlanständige Leute Menu, die Reihenfolge der Speisen angegeben. Welcher scheiden, hinaus ins Ungewisse, in die trostlos talte Welt. im traulichen Heim enger an einander rücken und wenn die Fleiß, welche Geduld waren dabei angewandt worden! und Wenn dann einmal solch verzweifelter Schelm die sicheren Familienluft, die, dem Himmel sei Dank, bei uns noch nicht ist es nicht eine sinnige Jdee! Eine Speisekarte auf Rosen! Gefängnißmauern seinem herrlichen Dasein" in der Freiheit ausgestorben ist, in höheren Pulsen schlägt. Wie die Ist das nicht die Sinnigkeit eines fapitalen Hammels vorzieht, wenn er auf wahuwißige Ideen verfällt, um der Jammervollen verkommen, ein nichtswürdiges Thema! etwa? Der poetische Geschmack eines kommerzienräthlichen äußersten Noth zu entrinnen, wie weiß dann der öffentliche Wie die Seligen jauchzen, wie die festlich Geschmückten Biel- essers? So verkehrte Extravaganzen sind nur kleine Aufläger seine tiefe, sittliche Entrüstung hervorzukehren. Auch feiern, wie die Glanzvollen den Glanz der Welt- soziale Anzeichen; aber sie häufen sich überall, wo eine der Mann, der neulich sinn- und zwecklos auf offener Straße stadt zu erhöhen suchen: das ist ein anderes Gesellschaft im Verwesungsglanze schillert. ohne Haß und ohne Erbitterung das Staatsoberhaupt wonnigeres Bildniß. Wie fraß der gelbe Neid einst Der Dezemberfrost und mit ihm die weihnächtliche schmähte, und damit um die Wohlthat bettelte, hinter an dem guten Berliner, wenn man ihn an seine Vorstimmung pflegen neben den ausschweifenden ebenso schwedische Gardinen gesteckt zu werden, ist ein Zeugniß färgliche Vergangenheit, seine Gesellschaften mit ästhetischem die sentimentalischen Regungen zu wecken, die vom für die Aera unserer Prozesse wegen beleidigter Majestät. Thee und manger belegten falten Brötchen erinnerte. betäubenden Weltstadtgetriebe sonst bei unseren braven, Tas schwirrt in der Luft herum von Prozessen und erneuten Der ästhetische Thee ist längst eine abgethane Legende ordnungstützenden, patriarchalisch- besorgten Menschen erstickt Prozessen; und der arme, ausgestoßene Fant denkt in geworden. Man ästhetisirt nicht mehr im alten Stil; man werden. Zwar will es mir scheinen, als ob diese Sentis feinem wirren Vorstellungskreis: Hier kommst Du am würde sich schämen. Gewißel und Zynismus sind die mentalität nicht mehr so dick aufgetragen werde, wie noch Teichteften zu Deinem Ziel, zum Schuß gegen die Unbilden geistigen Herren; und wenn der Hausherr zu einem Löffel vor wenigen Jahren. Die Wohlthätigkeits- Bazare schießen des Lebens im Gefängniß. Was ist ihm die Ab- Suppe oder zu frugalem Nachttisch lädt, so weiß jeder, daß nicht mehr so üppig in die Höhe, und wie süß war es doch schreckungstheorie werth? Bernimmt er den dröhnenden er es mit falscher Bescheidenheit zu thun hat und daß seiner für die Stolzen dieser Erde, für Patronessen und VerGang des fühnenden Gerichtes, wenn der Aukläger als ein üppiges Gelage wartet. Aber trotzdem verdroß es käuferinnen aus feinen Häusern, patriarchalisch besorgt zu Buße für unerhörte Frivolität das höchste Strafmaß manchen Berliner noch immer, wenn andere Weltstädte ihre sein um das Loos der Frierenden und für ihr Theil in einem fordert? Was ist dem Elendeſten der Elenden die Schärfe Reize rühmten und man den jungen Emporkömmling nicht Stückchen Heilandsbewußtsein sich zu sonnen. Zieht der Wohldes Gesetzes, was fümmert es ihn, ob man ihn mit fünf recht gelten laffen wollte, wenn von verfeinertem Luxus, thätigkeitsrummel nicht mehr so start, fehlt es an Protektion durch Jahren Gefängniß, ob mit zweien oder einem belegt? Er vom edlen Rennsport und der Pracht der Gesellschaft, die jene Kräfte, die heute mehr der seelischen Noth sich erbarmen ist stumpf und gleichgiltig geworden und je längere Zeit sich er um sich vereinigen kann, von blühenden Korsofahrten, möchten, als der materiellen; ist vielleicht die falsche Sentidas Gefängnißthor hinter ihm schließt, um so lieber viel von eleganten Equipagen, von kapriziösen Erfindungen mentalität und thränenselige Beglückungsheuchelei zu durch leicht ist es dem Abgehetzten, der nur eine Stätte sucht, um die den Glanz eines vornehmen Familiensoupers heben, die sichtig geworden? Oder ist auch hier der Zeitgeist geschärft" sich zu verkriechen. Wer ins Heer der Ueberzähligen ge- Rede war. Der junge Recke Berlin sagt aber, wie Held worden, im Sinne des unerbittlichen Drachentödters König rathen, wen selbst die Landstraße mit ihren Bitternissen Rustan in Grillparzer's" Traum ein Leben": Was ein Stumm? Geschärft, so daß die Besitzenden, trotz der aufgenommen hat, der wird den Gendarm meiden, der auf anderer kann auf Erden, ei, bei Gott, das kann ich auch!" bekannten Fülle ihres guten Herzens, ausrufen:" Genug und Bettler sein strenges Auge wirft, wenn noch ein Funken Und er ist eilfertig bemüht der getreue Philister lieft es übergenug der Wohlthaten. Bettelleute sind undankbar!" von Freiheitsdrang und Lebenshoffnung in ihm wach ift. mit wonnigem Entzücken- es den älteren Lugusträgern Möglich! Patriarchalisch gestimmte Meuschen sind leicht Die letzte Dirne in den Straßen der Großstadt wird gleich zu thun. Vor ein paar Jahren tauchte von Paris ungeduldig. Nichts schlimmer, als wenn ihr Hochmuth ängstlich davonzueilen suchen, wenn sie in nächtlicher Razzia her die Kunde von einer pifanten Modelaune auf. Nach geträuft wird. Der herrisch schnaubende Fanatismus irgend eines Bergehens wegen gefaßt zu werden fürchtet. antiker Sitte liebt man auch bei unseren Gastmählern und Stumm's ist gewiß zum großen Theil aus seinem wüthigen So wirft im niedrigsten Pavia die Sucht, sich frei Banketten reichen Blumenschmuck. Aber das übersättigte Groll zu erklären, daß seine Knechte nicht mehr durch des zu erhalten. Und es sollte wirklich Menschen geben, die aus Auge wird zum Schluß selbst gegen den üppigsten Herren Güte patriarchalisch beglückt, patriarchalisch regiert reiner muthwilliger Niedertracht vor die Schuhmannschaft Blüthenflor abgeftumpft. So sann denn die excentrische werden wollen. Ob er seine brüste Offenheit mehr oder und Sensationen; treten und die ganze Schärfe des Gesetzes gegen sich herauf- Laune auf neue wandte minder einfach wesentlich" abzuschwächen versucht, thut beschwören? Was will man bei den also Bertretenen mit chemische Prozesse an, um Nelken oder Rosen Bibres nichts zur Sache. An die ursprüngliche Farbe der Ent moralischem Bathos ausrichten? natürlichen Farbenglanzes zu entkleiden und statt deffen schließung, nicht an des Gedankens Blässe glaubt man bei " Die Kerle haben es eben zu gut im Gefängniß. Die auf fünftliche Weise freie Farbenphantasien auf den Blumen Stumm. Alpha. man " = 201 1790 15 1280 10 75 Sicherer Weg zum Reichthum! Magische Weihnachts- Ausstellung. Nordd. Riefen- Eisbahit. ,, Bur Tanne", dicht an der Bahn. Taschen- Sparbank H. Richter, Optiker, Schönholz, Nordbahnstraße Nr. 15. Patentamtlich geschüßt. 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Unter 100 Stüd von einer Marfe werden nicht abgegeben. 300 Stück und darüber franco über ganz Deutschland. Bei Entnahme von 500 Stüd 3 pt. 1000 Stüd werden fam. " • 100 Stück 3.25 Mk. arren in verschiedenen Wiarten, mit Breiſen versehen, als Beichent bet, wenn sich der betreffende Beſteller auf diese Zeitung bezieht. Die Marken bis zum Preise von einschließlich 2,25 Mr. per 100 Stück find von Rabattgewährung, Francatur und Gratification ausgefchloffen und werden 10 Big. bei diefen billigen Marken für Verpackung berechnet. 4 Cigarren von jeder Marke fönnen probeweise unentgeltlich geraucht werden; dasselbe gilt auch bei periönlichen Einfäufen. Reclamationen fönnen nur innerhalb 16 Tage vom Tage des Bersandes an berücksichtigt werden. 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Schuhe und Stiefel in elegantester Ausführung, aus bestem Material hergestellt. -Bitte!! oorhergegangener peinlichſter Controle können sich an den von mir in den Handel gebrachten Waaren, ganz gleich ob bei Herren- Garderobe, Schuhwaaren oder Gigarren 2c. 20. nicht sofort sichtbare Mängel herausstellen, welche den Käufer glauben machen könnten, minderwerthige Waare erhalten zu haben. Getreu meinem alten Princip, bleibt keine Reclamation oder sein Geld und Auslagen, sowie unberücksichtigt. Der Käufer empfängt ganz nach Belieben-entweder neuen Ersatz in Waaren ausgiebigste Entschädigung für die gehabte Mühewaltung und bei Stiefeln oder Garderobe wenn thunlich die getragenen Gegenstände reparirt dazu, ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen. Sämmtliche hier folgende Schuh- und Stiefelsorten können mindestens 25-50% unter nachstehenden Preisen verkauft werden, wenn dieselben aus Factis( sogenanntem Kunstleder, Jedes meiner Schuhwaarenfabrikote ist auf das Beinlichste und Recllite von bestem Material hergestellt, und übernehme ich für die Haltbarkeit volle Garantie. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zwed sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Diese Artikel find als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Spahn und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spahneinlage ist um mehr als das Bierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spahneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitairer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage keinen Einfluß aus. Um derartigen Auswüchsen Achtung!! welches aus Lederpappe und Gummi zusammengejekt ist) im Zuchthause hergestellt sind. Jeder Käufer solcher Waare ist um sein ausgegebenes Geld betrogen. Gemißbraucht wurde meine Coulanz vielfach insofern, als man von mir Entſchädigung für fehlerhafte Waaren verlangte, die bei unreeller Concurrenz gekauft worden find. unreeller Käufer entgegenzutreten, habe ich seit Jahresfrist Entschädigungskarten eingeführt. Jeder Käufer erhält eine solche und hat dieselbe aufzubewahren, denn nur gegen . 1,00 t. 3,00 Mr. Filzhausschuhe," Avsay warm gefüttert 3,75 mt. Dieſelben mit Filz- und Leberfoyle Robbes, Ledersohle Schwarze Filzpantoffel mit Filzfohle. • 0 • • 3.50 Mt. 4,50 Mt. 5,75 Mit. 3,50 Mt. Borzeigung einer Entschädigungsfarte werden Reclamationen berücksichtigt. Für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. einem Stüd, auf Rand genäht( Handarbeit), eigenes Dieselben mit Vachettebesaß, warm gefüttert 5,00 Mr. Dieselben für Mädchen mit Filz und Ledersohle bis ( Herrenstiefel) Fabrikat 10,50 Mt. Leder- Pantoffeln, auch Schlappen genannt, bis 25 cm 21 cm 1,15 Mr. Schwarze Filzpantoffel mit Filzsohle 0,60 Mr. Kalbleder- Zugftiefel, auf Rand genäht, Handarbeit, Länge 1,75 Mt. Rohl. Halbschuh zum Schnüren oder mit Gummizug. 10,00 Mt. Roßleder- Hausschuhe, ausgeschnitten, genäht 3,25 Mt. genag. Handarb. bis 18 cm 2,75, bis 22 cm 3,50, Diefelben mit Filz- und Ledersohle 4,25 Mt. Plüsch- Pantoffel* m.Ledersohle u. Seitenleder 1,20 Mt. Kalbleder- Zugstiefel, Karlsbader Fabrikat, auf Rand Gemsleder Ballschuhe ausgeschnitten mit Schleife bis 25 cm 12,00 M. und Spizkappe 3,00 Mr. Roßleder Knabenstiefel zum Schnüren, mit Agraffen Bomm. 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So wird aus Alpersiedt der " Thüringer Tribüne" gemeldet, daß der Gutsbesizer, Burgermeister, Lieutenant und Bauernagitator Strauß von seinem Gute aus an einem der legten Sonntage von früh 6 Uhr bis abends 8 Uhr Zuckerrüben nach der nahegelegenen Zuckerfabrik GroßRudolstadt habe fabren lassen. Wahrscheinlich hat sich Herr Strauß in seiner Eigenschaft als Bürgermeister selbst polizeiliche Erlaubniß zur Sonntagsarbeit genehmigt. Die Errichtung einer Zentralstelle für Arbeitsnachweis hat bekanntlich das württembergische Ministerium angeregt und der Landtag hat die Kosten hierfür, sowie die telephonische Verbindung der einzelnen Arbeitsämter untereinander und mit der Zentralstelle bewilligt. Der Stuttgarter Gemeinderath beschloß nun in seiner letzten Sigung, der Errichtung einer Bentral stelle in Stuttgart beizustimmen, wenn der Staat die Mittel bestreite. Gewerkschaftliches. Sonntag, den 1. Dezember 1895. H als daran, 12. Jahrg. ob er wirklich die fönne. Der Gerichtshof hielt jedoch 6 Fälle der Unterschlagung denklich. Die von dem Patentamt erlassenen Bestimmungen für erwiesen. Mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte bereits zeigen, daß das Patentamt selbst entschieden davon aus mehrfach wegen Eigenthumvergebens vorbestraft ist, auch so gegangen, daß nicht der Wortklang, sondern das deutlich bezahlt wurde, daß er nicht nöthig hatte, Unterschlagungen zu dargestellte Wort zu schüßen ist. Eventuell haben sich die Anbegehen, lautete das Urtheil auf 1 Jahr Gefängniß und 1 Jahr geklagten in dem guten Glauben befunden, ein ihnen zustehendes Ehrvert. Da mit Rüdsicht auf die Höhe des Strafmaßes Recht auszuüben; sie seien der Ueberzeugung gewesen, daß der Fluch verdacht als vorliegend erachtet wurde, erfolgte die sofortige von ihnen gewählte Titel jede Gefahr einer Verwechselung aushaftung des Angeklagten. schließe. Nach langer Berathung erkannte der Gerichtshof die Angeklagten des Vergehens gegen§ 14 für schuldig und verneuen Gesetzes zum Schuße der Waarenzeichen vom 12. Mai Die Frage, ob Zeitungen eine ,, Waare" im Sinne des urtheilte fie zu je 200 m. Geldstrafe und Beseitigung des Tutels Berliner Manufatturist". Außerdem wurde ihnen eine gemein1894 sind und ihre Titel nach den Bestimmungen dieses Gesezes fam zu zahlende Buße von 1000 m. auferlegt und den geschützt werden fönnen, befchäftigte gestern die 9. Siraitammer Nebenflägern die Publikationsbefugniß zugesprochen. Der des Landgerichts I. Als Angeklagte erschienen vor dieser Straf- Gerichte hof erachtete das frogliche Zeichen für eintragungsfähig, kammer die Inhaber des Zeitungsverlags Ullstein u. Co., objektiv eine Gefahr der Verwechselung für vorliegend und Rechtsanwalt Ullstein und die Kaufleute Louis und Leopold subjektiv das Bewußtsein davon bei den Angeklagten für vorUllstein. Die Firma S. Hein u. Ko in Hannover läßt seit handen. einer Reihe von Jahren eine Zeitung unter dem Titel„ Der Manufakturist" erscheinen und auf ihren Antrag hat das PatentEin Sicherheitsbeamter vor dem Reichsgericht. Vom Wir Dentsche haben sehr gute Volksschulen. In einer amt die Eintragung diefes Titels in die Zeichenrolle auf grund Landgerichte Stiel ist am 16. Juli wegen Amts vergehens nach Bellsschule in Düsseldorf mußte in einer Klasse der Schildes Gesetzes vom 12. Mai vorgenommen. Bei der Firma Ulstein§ 341 Str.-G.-B. der frühere Wächter Adolf Bendfeld zu unterricht am Montag Nachmittag ausgesetzt werden, weil die u. Co. erscheint seit einiger Zeit eine Zeitung„ Berl. Manufafturist", Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Ginem Bäckermeister Mädchen blau vor Kålte da saßen und eine annähernd auszu- deren Titelvignette eine wesentlich andere ist als die des waren mehrere Fenster eingeworfen. Derfelbe hatte eine Frau haltende Temperatur im betreffenden Zimmer nicht zu erzielen Hannover'schen Blattes. Hein u. Ro. theilten der Firma B. im Verdacht der Thäterschaft und erklärte dem Angeklagten, war. In anderen Klassenzimmern mußten die Kinder, soweit sie unstein u. Ko. eines Tages mit, daß das Waarenzeichen er wolle ihm 1000 m. zahlen, wenn er die Frau B. ver Ueberzieher, Tücher und Handschuhe hatten, diese während des Manufakturist" geschüßt sei und verlangten die Aenderung des bafte. Bendfeld dachte nun mehr an die in Aussicht Unterrichts anbehalten, damit sie nicht blau froren. Titels für das hiesige Blatt. Die Angeklagten hielten sich nach gestellte Belohnung, forgfältiger Prüfung der Gesetzesbestimmungen rechtlich hierzu Frau verhaften fönne. Als er nämlich in die Wohnung derselben nicht für verpflichtet, sondern ließen es auf eine gerichtliche Ent- fam, wurde ihm gesagt, sie sei frank. Sie lag im Bett und war scheidung ankommen. Sie bestritten auch vor Gericht, auch frank. Bandfeld kehrte sich aber hieran nicht, zerrte sie aus gegen das Waarenzeichen Gesetz gefehlt zu haben. Der dem Bette und schleppte sie troß ihres Widerstandes nach der erste Angeklagte führte des Beitungstitel Manufakturist" längeren aus, daß der Wache. Auch den Sohn der Frau B. verhaftete er und brachte fahig gewesen sei. überhaupt nicht eintrags- ibn in's Polizeigefängniß, von wo er erst am nächsten Morgen Es sei nicht angängig, Zeitungen fich wieder entfernen durfte. Das Landgericht hat festgestellt, als Waare" zu betrachten, dieselben seien vielmehr ein Produkt daß der Angeklagte zu diesem Vorgehen nicht berechtigt war und geistiger Arbeit. Waarenzeichen seien etwas ganz Akzidentielles, daß er sich dessen auch bewußt war. Seine gegen das Urtheil der Kopf einer Zeitung habe sich aber mit dem Juhalte zu decken eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht als unbegründet und eine für Dianufakturisten bestimmte Zeitung könne natur- verworfen. gemäß nur das Wort„ Manufakturist" als Titel nehmen. Das Wer trägt die Schuld am Diebstahl? Eigenthümliche Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Gefeß wollte zweifellos nur Phantasieworte, etwa wie„ Odol". Streiflichter auf den Betrieb des Eisenhammer- Werks Kuzdorf Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden Kosnis" und dergleichen schützen, nicht aber ein solches Wort, warf eine vor der Straftammer zu Küftrin verhandelte Diebstahls. Organisation tragen. wie es hier in Frage siehe. Ta der Titel des Blattes mit dem angelegenheit. Der in dem Eisenhammer- Wert beschäftigt ges Die Firma Silber und Brandt, deren Differenzen mit des hannove.schen nicht übereinstimme und die Vignette wesene Arbeiter August Thon war geständig, in vier Fällen den Arbeiter bekanntlich inzwischen durch Schiedsspruch des auch eine Gewerbegerichts beigelegt sind, schreibt uns noch: ano.re fei, liege Gefahr Ber- Messing und, Kupferfachen im Gesammtwerthe von 919 m., wechselung überhaupt ht vor. Wenn wir mit Gegenwärtigem auf die Angelegenheit noch Angeklagten schloffen sich diesen Ausführungen an. Postdirektor gestohlen zu haben. Die beiden anderen in einem Fall durch Einsteigen aus einem verschlossenen Raum Thon erklärte, dies nur aus Noth einmal zurückkommen, so ist die Berichtigung in Ihrer Nr. 279, Weberstedt, der Vorsteher des Post- Zeitungsamts, schloß sich gethan zu haben, da er bei den erhaltenen Löhnen seine Familie von der Deutschen Hutfabiit( Borgmann u. Echierjott) eingesandt, der Auffassung der Angeklagten dahin an, daß die bisherigen nicht habe ernähren können, seinen Lohn auch trotz Bitten nicht hierzu die Veranlassung. Es war uns wohl bekannt, daß in ge- Verhältnisse im Zeitungswesen vollständig erschüttert werden erhalten habe. naunter Fabrit ein neunstündiger Arbeitstag eingeführt ist; ge- würden, wenn in dieser Weise das Waarenzeichengefeß auf Beitungs- gab Der vernommene Direktor des Hammers nannte Firma nimmt jedoch in ihrer ganzen Basis anderen titel einwirkte. Der Sachverständige hatte ein Verzeichniß von 17,50 m. bis 46,50 m. verdient habe, welcher Lohn ausgezahlt an, daß der Angeklagte im Afford monatlich Fabriken gegenüber eine so abweichende Stellung ein, daß wir mehreren Hundert Zeitungen bei der Hand, die gruppenweife worden sei, wenn er selbst Geld gehabt habe. Als uns teiner falschen Behauptung schuldig gemacht zu haben einander ähnliche Zitel führen. Buzugeben sei die Möglichkeit, der Angeflagte um seinen ihm zustehenden Lohn gebeten habe, glauben, wenn wir dieselbe deswegen unberücksichtigt ließen. So- daß durch diese Nebulichkeit Verwechielungen hervorgerufen habe er denselben ihm nicht zahlen können. Die gestohlenen viel zur Steuer der Wahrheit. Wir danken Ihnen im Uebrigen werden können, diese Möglichkeit schwinde aber bei Fach- Sachen hatte der Angeklagte in einer Küstriner Fabrik für 20 für die streng sachliche Behandlung der Angelegenheit." blättern, bei denen die Interessenten gewöhnlich genau beziehungsweise 30 Pf. per Pfund verkauft. Es wurde gegen Bescheid wissen. Der Staatsanwalt hielt den§ 14 des den Angeklagten wegen eines schweren und dreier einfacher Gesetzes vom 12. Mai 1894 für verlegt und beantragte je 200 M. Diebstäble auf neun Monate Gefängniß erkannt. Während Geldstrafe, Vernichtung des Titels und Publikationsbefugniß für dieser Zeit kann sich der Arbeiter satt effen, was ihm als ehr Wegen Unterschlagung in zehn Fällen hatte sich der die Verletzten. Rechtsanwalt Oppenheimer als Vertreter lichen Menschen nicht möglich gewesen wäre. Der Direktor ist Bicifahrer Wilhelm vor dem Rigdorfer Schöffengericht zu der Nebenfläger beantragte außerdem eine Buße von 2000 m. unter der göttlichen Weltordnung natürlich frei ausgegangen, verantworten. Der Angeklagte war in der Weißbierbrauerei der Daß das Waarenzeichen eintragungsfähig war, habe das allein Gebrüder Fischer in Rigdorf als Bierfahrer beschäftigt und soll maßgebende Patentamt durch die vollzogene Eintragung bewiesen. die Gelegenheit in 10 Fallen dazu benutzt haben, von den Kunden Im Seligsohn'schen Kommentar werde außerdem anerkannt, daß eingezogene Gelder zu unterschlagen. Der Angeklagte giebt durch die Eintragung nicht nur das Wort in der vorliegenden einen Fall zu und behauptet, das Geld im Intereffe bestimmten Form, sondern der Wort tlang geschützt werde. unterschrift des Ausstellers nöthig, ebenso sollte auch das Datum der Brauerei bei den Kunden vertrunken zu haben. Rechtsanwalt Cohn 1 beantragte die Freisprechung.§ 14 des Die übrigen Unterschlagungen bestritt er entschieden und wenn Gesetzes treffe nicht zu, da das dem Nebenkläger geschüßte Waarendie Zeugen Fischer behaupteten, die Posten ständen in ihren zeichen von den Angeklagten garnicht verwendet ist, sondern ein Büchern noch offen, so müßte dies uf Irrthümern beruhen. anderes. Nach§ 20 werde die Anwendung dieses Gefeßzes Turch die Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß durch falsche durch Abweichungen nicht ausgeschlossen, sofern diese die Gefahr Angaben des Angeklagten bei der Abrechnung in der That mehr einer Verwechselung nicht beseitigen. Eine solche Gefahr fache Irrthümer zu ungunsten des Angeklagten in den Büchern liege hier keineswegs vor und die Möglichkeit einer Verder Brauerei entstanden sind, indem zum Beispiel mehr wechfelung reiche nicht aus. Rechtlich sei es bedenklich, ob ein fach Freibier den Kunden angerechnet worden ist, welche Beitungsblatt als Waare und der Kopf der Zeitung als Zeichen Beträge dann als unterschlagen betrachtet worden sind. Dieser Waare anzusehen sei, ferner ob der Moriklang oder das Mit Rücksicht auf diese Irrthümer beantragte der Vertheidiger Wort in seiner bestimmten Form geschützt werde. Eine des Angeklagten bis auf den zugegebenen Fall Freisprechung Judikatur des Reichsgerichts liege in dieser Beziehung noch nicht desselben, da man den Büchern keinerlei Beweiskiast zusprechen vor und Seligsohn's Kommentar erscheine in diesem Punkte be- vorgeworfen werden. Gerichts- Beifung. L Des Brofes Bukunft. 6 eine Eine Quittung, welche mittels Kautschuckstempels voll. 80gen ist, hat nach einer Reichsgerichts. Entscheidung keine rechtss giltige Beweiskraft. Zur Giltigkeit ist unbedingt die Namens niemals fehlen. Aus Hamburg wird berichtet: Das Schwurgericht vers urtheilte den Falsa münzer Hechler, der falsche Zweimarfstücke geprägt hat, zu 18 Monaten Gefängniß. Sein Komplize hatte ich vor einigen Tagen im Untersuchungsgefängniß erhängt. Die vor einiger Zeit in der„ Norddeutschen Bant" verhafteten beiden Gauner sind jezt als gewohnheitsmäßige internationale Bankdiebe, der eine unter dem Namen Evans oder Miller, auch Montgomery, der andere als Allenzo Heu rekognoszirt worden. Ersterer ist 1890 in London mit 1/2 Jahren Zuchthaus bestraft worden. Beide werden nach der hiesigen Aburtheilung nach Berlin transportirt werden, wo ihnen eine Reihe Bankdiebstähle N uns zu sättigen. Und so wenig eine Nabrung ausreicht, die die Geschicke der Völker schwinden, die heute in dem Besitz uns nur sättigt, aber nicht richtig ernährt, d. h. nicht von Grund und Boden die Wurzeln ihrer politischen Bedeutung jene 118 Gramm Eiweiß u. f. 1. enthält, so wenig haben." Zu dem unter diesem Titel in Nr. 275 des„ Vorwärts" ver- genügt auch eine Nahrung, die nicht dem Magen Selbst angenommen die Landbesitzer erhielten durch das öffentlichten Feuilleton erhalten wir folgende Buschrift: giebt, was er braucht, um fich anzufüllen. Kunsteiweiß" eine empfindliche Konkurrenz, die sie nicht, traft Die Banketrede des Chemikers und gegenwärtigen französi- und dazu genügt Waffer allein nicht, auch wenn es in Form von ihres politischen Einflusses, so niederdrückten, wie sie es heute mit schen Ministers Berthelot, an welche der Artikel von Diomedes Bier oder Wein oder Milch noch so schmackhaft vorgesetzt wird. jeder Konkurrenz thun( vergleiche z. B. die Margarinegesetzanknüpft, hebt sich über die kurzsichtige Anschauungsweise des Wir brauchen außerdem in der Nahrung etwa 300 Gramm feste gebung, die sich gegen das amerikanische Oleo- Margarin klein bürgerlichen Dekonomen nicht empor. Berthelot sprach die Hoff Stoffe, die wir nicht verdauen, aber zur Verdauung der Nahr- richtet, u. f. w.), so würde an den politischen Zuständen für die nung aus, daß es bald möglich sein werde, Eiweiß aus seinen noffe nothwendig haben. 300 Gramm genügen aber sie dürfen besttlose Klasse nichts geändert. Denn ob der Krautjunker Elementen: Kohlenstoff, Wasserstoff. Sauerstoff und Stickstoff auch nicht fehlen, und daher muß die Chemie auch noch diese oder der Schlotjunker Gefeße macht, ob der Grundbesitz oder das darzustellen, und daß damit eine völlige Revolutionirung Bellstoffe, diesen festen Ballast uns schaffen, oder wir müssen nach industrielle Kapital regiert, beide existiren nur durch den der Produktion entstehen werde. Neu war diese Prophezeiung wie vor Pflanzen bauen und Thiere weiden. Dazu tommt noch, Mehrwerth, den sie für sich von der befißlosen Klasse erarbeiten nicht, unter anderen hatte sie der geistreiche, hochbedeutende daß wir eine Anzahl Genuß mittel durchaus nicht entbehren lassen. Chemiker Profeffor A. W. Hofmann Berlin, der Begründer tönnen; die Genußmittel sind kein Angus, sondern nothwendig, Es kann einem kleinbürgerlich radikalen Berthelot eine der Theerfarben- Industrie, ausgesprochen. um den Magen wie die Mund- und Bauch Speicheldrüsen zur angenehme Zukunft dünken, dem bürgerlichen Industriekapital Aber Berthelot verzierte sein chemisches Zukunftsgemälde mit erforderlichen Saftabsonderung anzuregen. Auch hier müßte die Menschheit völlig tributpflichtig zu sehen; der Sozialist aber fozialpolitischen Arabesten und Diomedes träumte noch in üppiger also erst die Chemie noch eine Reihe von Entdeckungen machen, fann nicht sagen, wie Diomedes:" Wann nicht mehr des Pflügers Phantasie neue Ranken und Verschlingung dazu. wenngleich hier schon viele gemacht worden sind. Stachel den bedächtigen Ochsen zu treiben braucht, noch wannes Er meinte, wenn es gelingt, Eiweiß aus seinen Grund- Nur mit der Lösung des Problems, Eiweiß künstlich dar- Faust das feurige Roß zügeln muß, dann werden all die uns bestandtheilen in der Retorte des Chemikers natürlich fabrik- zustellen, ist der Mensch also noch lange nicht von der Erde in gezählten Kräfte, die heute in fauerem Schweiße die Scholle mäßig, im Großbetriebe- darzustellen, dann wird das Wirth- die allein ernähren sollende Luft entrückt, sondern zum theil wird bearbeiten, frei werden zu schönerem Thun." Nein schaftsleben der Menschen eine gewaltige Umwälzung er ewig auf die Erde angewiefen sein und bleiben. dann wandern fie eben als Lohnsklaven des erfahren. Es wird keine Landwirthschaft mehr geben, denn die Nun aber die Hauptsache! Industriekapitals in die Fabrik! Die Chemie hat solche Orts. chen: ischen Fabriken werden die Bodenkultur ersetzen; Frucht- Diomedes schildert uns in feinem Artikel mit dichterischem veränderungen für die modernen Frohnarbeiter schon auf dem felder, Weinberge und Viehweiden werden verschwinden". Schwunge die Plagen und Mühen des Landmannes. sehr großen Gebiete der Farbenerzeugung vollzogen. Seit Halt an Diomedes, halt an! Sehr richtig schwer ist seine Arbeit, sehr schwer! Aber den fiebziger Jahren ist der Anbau von Krapp fast völlig ver Erstens werden wir niemals uns eine Nahrung bereiten angenommen, morgen früh würde in einem Laboratorium schwunden, weil sein Farbstoff: das Alizarin, aus Kohlentheer können, bei der wir nicht auch die Mutter Erde in Anspruch entdeckt, Eiweiß aus seinen Elementen darzustellen, und zwar hergestellt wird; die Kultur der Cochenille laus in Merito, nehmen! Die Luft allein thut's freilich nicht! Sie enthält auf so praktische Weise, daß sofort diese Produktion die allein Brasilien u. s. w., aus der die Purpurfarbe gewonnen wird, ging aus zwar Sauerstoff zu 21 Raumtheilen, Stickstoff zu 79 Raumtheilen, maßgebende wird. Würde dann das Arbeiten in den chemischen demselben Grunde zurück; 1877 kamen noch 30 725 Bentner auf den aber Kohlenstoff schon in ganz geringen Mengen, denn in Fabriken des modernen Kapitalismus etwa angenehmer sein Londoner Markt, 1890 nur noch 7000 Zentner. Der Anbau von 100 Theilen Luft sind nur 0,04 Rumtheile Kohlensäure enthalten. als die Arbeit des Landmannes? Waid in Deutschland wurde verdrängt durch die Einfuhr des Ganz im Gegentheil! So schwer es auch der Landarbeiter westindischen Indigo Den Wasserstoff würde die Zukunftschemie sich auch nur schwierig und schon läuteten die Retorten der aus der Luft entnehmen tönnen, denn nur in der Feuchtigkeit hat, der Arbeiter in chemischen Fabriken bat es Chemiker als Sterbeglocken für diesen Pflanzenanbau, denn auch derselben, im Wasserdampf, ist er enthalten, und daß wir uns heute meistens weit schwerer! Sein Beruf ist weit ungesunder, er ist aus Kohlentheer zu gewinnen. bis in die Wolken verirren sollen, wenn das Wasser so nah auf weit aufreibender. Warum? Nicht weil es unmöglich wäre, Die Menschheit ist dadurch nicht glücklicher geworden: Der Der Erde liegt, ist doch zu viel verlangt. die schädlichen Dünste bei der Arbeit zu entfernen, nein, weil der Kapitalismus beraubt den Besitlosen auf freiem Felde wie in der Wo kommen nun aber die übrigen Stoffe her, die zur Er- Kapitalismus daran tein Interesse hat! Fabiit um einen Theil des Arbeitsertrages. nährung unbedingt nothwendig find? Da ist z. B. der Phosphor, Und deshalb auch ist es grund falsch, wenn Diomedes, Ueberlassen wir es Berthelot, das goldene Zeitalter der der unserm Gehirn wie unseren Knochen zum unerseßlichen Bau- anknüpfend an feinen Zukunftstraum, in dem er Fruchtfelder, Menschheit durch das Genie eines Erfinders entstehen zu material dient, da ist Schwefel, Eisen, Kalt, Magnesium, Fluor, Weinberge und Viehweiden verschwinden und dafür die Schlote lassen: der Sozialist weiß den Einfluß, den die Veränderung der Kali, Natron! Aus der Luft können wir diese festen Stoffe der chemischen Fabriten auftauchen sieht, schreibt: Produktion auf das Völkerleben hat, wohl zu würdigen; aber nicht entnehmen, wir müssen zur Mutter Erde zurück, wie schon" Das( diese Umänderung in der Herstellungsart der Nahrung) er weiß auch, daß diese nicht allein die Arbeit vom Joche der Bezug von Kohlenstoff und Wasser uns dazu nöthigen würde. wird von unermeßlichem Einfluß auf alle anderen des Kapitalismus befreien wird, sondern nur die Arbeiter= 3weitens: Der Mensch lebt nicht von Nahrungsstoffen Verhältnisse sein, nicht zum geringsten auf die politischen. tlaffe, die für ihre Befreiung unablässig und eifrig thätig ist allein! Die 118 Gramm Eiweiß, 56 Gramm Fett und 500 Gr. Wenn nicht mehr Wutter Erde die einzige Nahrungsspenderin im politischen Rampfe! Kohlehydrate( Stärkemehl oder Zuckerstoff) genügen nicht, um ist, dann wird der überwältigende Einfluß jener Männer auf auch Mentor. Dersammlungen. vollständige Adresse anzugeben. zuschrieb, den Sozialdemokraten wählten. " " und allgemeines Landrecht unbedingte Glaubens- und Lebrfreiheit I reden laffen. Da man aber befürchtet, daß die Lohnreduktion gewähren. Im Anfang der freireligiösen Bewegung wurde diese mit dem Meyer'schen Vorgehen in Verbindung zu bringen ist, Die Berichte find nur auf einer, nicht auf beiden Seiten des Papiers, und getragen von dem liberalen Bürgerthum. Dieses hat jetzt nicht stellte sich die Versammlung einstimmig auf den Boden folgender mit inte, nicht mit letfift zu fchreiben. Zwischen den Zeilen in mehr den Muth, sich zu freidenferischen Anschauungen zu be- Resolution: In Erwägung, daß in der Gick u. Strasser'schen genügend Raum zum forrigiren zu lassen. Der Berfaffer hat seine fennen und überläßt daher auf diesem, sowie auf manch anderem Fabrik in der Zurichterei nicht solche hohe Affordpreise für Der fozialdemokratische Wahlverein für den 3. Ber: Gebiet die Erringung seiner einstigen Jdeale dem vorwärts- Burichten bezahlt werden, die eine Herablegung derselben rechtstrebenden Proletariat. Wenn wir auch als Freidenker mit fertigen, sondern im Gegentheil einige Sorten viel eher eines linee Reichstags- Wahlkreis hielt am 29. November im feiner politischen Bartei etwas zu thun haben, so freuen wir Aufschlages bedürften, erklärt die Versammlung, sich auf Luisenstädtischen Konzerthaus eine Versammlung ab. Nachdem die verstorbenen Mitglieder Tens chert und Genneret in uns doch, daß die Arbeiterklasse mit dem Kampf um wirthschaft- feinen Fall eine Herabsehung der Stücklöhne in oben genannter der üblichen Weise geehrt worden waren, wurde das Resultat der liche Befreiung auf den Kampf um geistige Freiheit verbindet Fabrik gefallen zu lassen, sondern vorkommendenfalls die Arbeit Stichwahlen im 17. und 24. Kommunal- Wahlbezirk verkündet. Trotz allem Zwang, so schloß der Nedner, wird der freie niederzulegen, weshalb sich aus moralischen Gründen sämmtliche Gedanke doch siegen. Kollegen der Fabrik solidarisch und zu gunsten der Zurichter die Genosse G. Wagner hielt hierauf einen Vortrag. Anknüpfend In der Diskussion nahm auch ein strebsamer Student der Arbeit niederzulegen erklären." Sämmtliche Arbeiter der Eick an die im 17. Bezirk erlittene Niederlage, gedachte er des In Theologie das Wort und drückte seine Verwunderung darüber aus, daß u. Straffer'schen Fabrik sind organisirt. Fünf Kollegen aus differentismus' großer Arbeitermassen als eines Feldes, das noch gründlicher Beackerung bedürfe. Ein gar bedauerliches Bild man hier von einer Bedrückung der Gewissensfreiheit rede. Von dieser Fabril, von denen dreien in Streitpunkten zwischen habe sich dem aufmerksamen Beobachter in den Wahllokalen mehreren Rednern sowie vom Referenten wurde dem Herrn Studiofus Fabrikanten und Arbeitern die Unterhandlungen mit dem flar gemacht, daß jedermann das Recht haben müsse ab- Chef übertragen waren, erhielten aus unklarer Beranlassung vor geboten: Arbeiter, denen der Hunger aus dem Antlig schaute, gesehen von dem Streit über die Richtigkeit einer bestimmten 14 Tagen ihre Entlassung. Die erwähnten drei davon sind heute gaben ihre Stimme für den Gegner ab, während gut- religiösen Anschauung- das, was er selber denkt und glaubt, noch außer Arbeit. Die Versammlung beschloß, sie als ge gefleidete Leute, die man von vornherein dem Gegner auch seine Kinder lehren zu lassen, daß aber das Vorgehen der maßregelt anzuerkennen. Zum Schluß erklärte Hoffmann, daß Behörden gegen die freireligiöse Gemeinde dieses Recht aufhebe, er sich eines bubenhaften Benehmens" gegen Herrn Strasser, Redner schilderte dann die Klaffengegensätze der heutigen und daß sich die durch die fraglichen Verfügungen Betroffenen wie ein bürgerlicher Bericht besagt, durchaus nicht hätte zu Gesellschaft, indem er auf grund von Zahlen und Bei- mit spielen die Armuth, die Noth und das Glend auf der mit gutem Grund in ihrer Gewissensfreiheit bedrängt fühlten. Die schulden kommen lassen, er habe nur das unpassende Betragen Versammlung stimmte zum Schluß der schon aus unserem Bericht jenes Herrn energisch zurückgewiesen. einen Seite und den Reichthum auf der anderen ver= In unserem Bericht über die Gürtler- Versammlung anschaulichte. Die Arbeiterklasse hätte unter diesen Um- über die vorige Versammlung befannten Resolution zu. ständen alle Ursache, sich zu gemeinfamem Vorgehen durch Organi Bei den Gold- und Silberarbeitern und verwandten vom 16 Ottober war eine Stelle aus dem Referat des Vertrauens sation zu wappnen, damit unserer Zeiten Noth möglichst bald Berufsgenossen gab in der Versammlung am 25. November mannes Heinrich wie folgt wiedergegeben: Am meisten rückständig verschwinde. Gerabe heute sei es doppelt nothwendig, den die Bibliothektommiffion ihren Bericht durch Kollegen Unruh( nämlich in gewerkschaftlicher Beziehung) feien die Berufsgenossen oft gethanen Ausspruch zu wiederholen: Bereinzelt find Dann wurde die Neuwahl der Kommission vorgenommen; ge- in der Spezialbranche für Beleuchtung, obwohl deren Löhne geWas solle man dazu sagen, wir nichts, vereinigt alles! Frene man sich über Siege, wählt sind danach die Kollegen Unrub, Schubert,& rei rade nicht die höchften feien so müsse man aus Niederlagen fernen. Im und Suhr holdt. Es folgte ein Bortrag Dr. Joel's über wenn es bei einer der für die Herstellung von BeleuchtungsAugenblick, wo eine Niederlage erlitten wurde, müffe das Thema" Religion und Eittlichkeit im Lichte der Natur: gegenständen in Frage kommenden Firmen gelernte Güller mau mit neuem Muthe in den Kampf eintreten gegen Unfenntniß wiffenfchaft"," der mit großem Beifall aufgenommen wurde und gebe, die am Löhnungstage mit 14 M. nach Hause gingen." In der Gürtlerversammlung vom 27. November theilte nun und thörichte Berblendung und Selbstvernachlässigung; mit jede Diskussion erübrigte. Leider war die Versammlunng sebr heiligem Eifer müsse daran gegangen werden, den Gleichgiltigen ichwach besucht. Heute Vormittag wird zum Zweck der der Vertrauensmann Heinrich mit, daß diese Stelle insofern die Augen zu öffnen. Es sei noch sehr sehr viel zu thun, bevor Berichterstattung der Neuner- Kommission eine Versammlung und unrichtig sei, als es sich nicht um die Beleuchtungs-, sondern um Armaturenbranche gehandelt habe. Er habe aber den Das Endziel, der Sozialismus, zur Wahrheit werden könne. Der am 25. Tezember eine Matinee abgehalten. thum nicht für so wichtig gehalten, um eine Berichtigung Redner zitirte dann die Worte eines berühmten Bildhauers, in denen dieser die Annahme ausdrückt, die Sozialdemokraten würden als ge- hielt am 29. November Genosse Hansen einen Vortrag über in In einer zahlreich besuchten Leberarbeiterversammlung an den Vorwärts" zu senden, und stelle die Sache daher er Bersammlung richtig. Von einer Klage über die bildete Menschen im Falle einer ,, Revolution" feine Bildsäulen schonen, Der Berichterstattung des Vorwärts" sowie über den weil sie etwas von der Kunst verständen und bemerkt hierzu: Die die wirthschaftliche Lage Deutschlands. Un packenden Beispielen Art Sozialdemokratie denke gar nicht daran, der bürgerlichen Gefell- tennzeichnete die in der heutigen kapitalistischen Gesellschafte ordnung Bericht selbst ist feine Rede gewesen. Die Boil" fchrieb: herrschenden krassen Gegenfäße und betonte die Nothwendigkeit, Bittere Klage wurde auch über die Art der Berichterstattung schaft Veranlassung zu geben, die Garden gegen sie aufzubieten. Daß das Proletariat zur Erkenntnis seiner Kloffenlage gebracht wird. Des Vorwärts" geführt. Der Vorsitzende fonstatirte, daß der Weiter berührte Bedner schließlich die Auslegungskunst| Dem Referat wurde lebhafter Beifall gezollt. Saferland berichtete Bericht der letzten Gürtlerversammlung falsch sei; er habe es unferer Staatanwälte und Richter, die gerade jett dann über den gegenwärtigen Stand des Abwehrstreits bei Emanuel vorgezogen, anstatt dies dem Vorwärts" zu schreiben, darüber in Beziehung auf die Arbeiterpartei die herrlichsten Blüthen Meyer. Der Herr habe sich auf eine Einigung mit den Gerbern direkt mit den Kollegen in der Versammlung zu berathen." treibe, und verwies auf die letzten Maßnahmen der Polizeihehörden. Wenn jemand glaube, mit der Verfolgung unserer auf der Basis des Wochenlohnes nicht eingelaffen. Der Stand Comit ist die Meldung des Stumm'schen Organs einfach erlogen. des Stre to fei im wesentlichen unverändert. Von den 87 A Organisationen fei auch nur ein Schritt gethau zur Beseitigung ständigen vom ersten Tage des Streits feien 10 Mann theils ab- Berlins am 29. v. M. sprach Dr. Leo Arons über StandesIn der öffentlichen Versammlung der Xylographen Der Sozialdemokratie, der irre fich gewaltig.( Burufe: Sehr gereift, theils anderweit in Arbeit getreten. Außer einigen jungen bewußtsein und Klassenbewußtsein". Er schilderte die Blüthe richtig! Bravo!) Quch der dolus eventualis werde den Buschen wäre für die Ausständigen kein Ersatz vorhanden. Die und den Verfall des Handwerks, welchen die ökonomische Ent Sozialismus nicht aus der Welt schaffen.( Sehr richtig.) Gesammtsumme der vorige Woche zur Auszahlung gelangten wickelung, die kapitalistische Produktionsweise veranlaßt habe. Die Saat, die ein Engels, ein Marg und ein Laffalle fäeten. Streikunterstüßung betrug 1000 m.; 2 Kollegen blieben statuten Auch in die Holzichneidetunt habe diese bereits Eingang ge Yaffe sich nicht mehr ersticken. Der endliche Sieg des Sozialismus verde nicht ausbleiben, trok Garden und allen anderen.( Leb- gemäß davon ausgeschloffen. da einer seinen Wohnfig außerhalb funden, die fortschreitende Technik verdränge immer mehr die hafter Beifall.) zur Diskussion sprach auch Genosse Appelt, hat und der zweite nach Verlauf einiger Tage in Oranienburg individuelle und manuelle Kunstfertigkeit, fodaß auch die XyloArbeit fand. Die Versammlung jedoch bewilligte beiden je 6. araphen. immer mehr zum Lohnarbeiter herabgedrückt würden. Waraphen. der das grenzenlose Glend schilderte, das bei den Aburtheilungen Unterstüßung. Die Stimmung der Streifenden war zuversichtlich. In dieser Erkenntniß habe sich deren Standesbewußtsein, das jener Armen zu tage tritt, die mangels eines Bissen Brotes sich gaben die bündige Erklärung ab, die Arbeit nicht vielfach richtiger mit Standesdünfel zu bezeichnen fei, in zum betteln entschlössen und dafür zur Verantwortung gezogen eher aufzunehmen, bevor ihnen nicht ihr Recht werde, Klassenbewußtsein umzuwandeln. Der Vortrag wurde mit werden. Der Vorsitzende Kräker schloß die Versamm und die Lohnreduktionen rückgängig gemacht seien. Hierauf warmem Interesse entgegengenommen. Auf der Tagesordnung Tung mit folgenden Worten:€ 3 ist möglich, Daß entspann sich eine rege Debatte, in welcher Mittheilungen des stand sodann die Wahl eines Delegirten zur Gewerkschaftswir heute vielleicht das lekte Mal eine Wahlvereins Unternehmerblattes Berliner Berichte", wonach die Zustande bei kommission. Vor der Wahl wies Antric auf den Umnand versammlung abgehalten haben. Was wir im Verein bezweckten, Meyer befriedigend sein müßten, scharf kritisirt wurden. Mit bin, daß der Turnverein der Xylographen in einem für die das wird, so hoffe ich, uns auch weiter zusammenhalten, welcher aller Entschiedenheit wurde dagegen protestirt, daß etwa der Arbeiterschaft nicht freien Lokale eine Festlichkeit veranstaltet Art auch die Gefahren sein mögen, die über uns hereinbrechen. Als selbstverständlich, nehme ich an, daß jeder Einzelne nach wie sozialdemokratischen Parteileitung ein Schiedsrichteramt über babe, die auch von solchen Xylographen, die vorgäben, Parteia miteit Gewerkschaftsdifferenzen angetragen werden solle, und man genossen zu sein, besucht worden wäre. Eine solche Handlung vor jederzeit bisbereit zur Hand sein wird." donnernden Hoch auf die internationale Sozialdemokratie und stimmte der diesbezüglichen redaktionellen Erklärung im Bor- hielt er unvereinbar mit dem Schritte, sich in der GeDieser Hinweis unter dem Gefange der Marseillaise gingen die Versammelten wärts" zu und bekräftigte diese Zustimmung durch Annahme werkschaftskommission vertreten zu lassen. folgender Resolution: jedoch durch Gründe mancherlei Art entschuldigt wurde. InAngesichts der Thatsache, daß in den„ Berliner Berichten" seitigte eine Debatte, in welcher der Fehler wohl anerkannt, des Organs der Unternehmer in der Lederindustrie, die sozia: dessen wurde allseitig die Versicherung abgegeben, daß ein der= liftische Parteileitung als Schiedsrichter zu den Differenzen derartiger Fehler in Zukunft nicht wieder vorkommen werde. Damit Bunichter in der Emanuel Meyer'schen Lederfabrik angerufen wird, war die Angelegenheit erledigt und es wurde hierauf zum Deleerklärt die Versammlung, daß obengenannte Körperschaft nicht derjenige Battor ist, welcher sich in gewerkschaftlichen Angelegenheiten, girten für die Gewerkschaftskommission Hehr, zum Stellvertreter Heidtmann gewählt. Die freireligiöse Gemeinde hat am Freitag eine zweite ivo es sich um die freie Bereinbarung der natürlichen Interessen Im sozialdemokratischen Volksbildungs- Verein für Bersammlung zum Zweck des Protestes gegen die Verfügungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer handelt, zu mischen hat. des Provinzial- Schulfollegiums veranstaltet. Dieselbe, anfangs Soll, wie es in den Berliner Berichten" gewünscht wird, eine Brit und Umgegend hielt am 17. November Dr. Pinn aus nach dem„ Giskeller" einberufen, tagte, da dies Lokal im letzten baldige Beilegung des Ausstandes erfolgen, so ist es zunächi Berlin einen beifaltig aufgenommenen Vortrag über urchriftlichen Augenblick zurückgezogen wurde, in der Norddeutschen Brauerei. nothwendig, daß Herr Meyer seine Lobureduktion zurücnimmt Kommunismus. Der Vorsitzende forderte dann die noch nicht Waldeck Manaffe vertrat in ausführlicher, beifällig auf- und sich diesbezüglich mit der bestehenden Lohnkommission in Ver- dem Verein angehörenden zum Beitritt auf, damit sie diesen in feiner Agitation für die Schaffung befferer Gesellschaftszustände genommener Hede die in der freireligiösen Gemeinde verkörperte bindung setzt." Gedankenrichtung gegenüber dem Kirchenglauben. Der ehr- Ferner wurde über eine Lohnreduktion berichtet, die in der unterstüßten. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf die loseste Verbrecher, so führte der Redner im Laufe feines Bor- Fabrit von Gick u. Straffer angekündigt worden und einen Sozialdemokratie. Die Bauarbeiter von Weißenfee und Umgegend hielten trages aus, fann nicht verurtheilt werden ohne richterliche Ent- Abzug von 50 Pf. pro 1CO Lammfelle einer bestimmten Art bescheidung; unfere Lehrthätigkeit aber wird verboten, und trifft. Angeblich sollen diefe Felle fleiner sein als die, für welche am 24. November eine öffentliche Bersammlung ab, wo Genosse Wille, der nichts weiter that, als unsere Anschauungen den 7 Mart Lobn pro 100 Stück angemessen wäre. Auf ein von Gutsch aus Berlin über Zweck und Ziel der Organisation Kindern unserer Gemeinde zu lehren, wird mit einer Freiheits- allen Zurichtern der Eick u. Straffer'schen Fabrik unterzeichnetes sprach. Er schilderte die Entstehung des Zentralverbandes und strafe bedacht auf grund einer Verfügung des Provinzial- Protestschreiben, das an den gegenwärtig anwesenden Weitinhaber ermahnte in warmen Worten zum Beitritt zur Organisation. In Schulfollegiums, mogegen kein richterliches Urtheil herbei der Fabrik, Herrn Gict, gerichtet wurde, ging die Antwort ein, der Tiskussion sprachen mehrere Kollegen in diesem Sinne. Leider geführt werden fann. Das geschieht, trotzdem Verfassung daß nach Eintreffen der fraglichen Felle sich darüber würde war die Veriammlung schwach besucht. auseinander. Der Parteigenosse Dr. Paul Bernstein, ElisabethUfer 18, ersucht uns mitzutheilen, daß er nicht identisch mit dem Dr. Bernstein ist, der in den letzten Wochen öfter in Kommunalwähler- Bersammlungen für die freisinnigen Kandidaten eintrat. Gie " Geschäftshaus S. lleine, Berlin N., Chaussee- Strasse 14. Wichtig für Weihnachten! Neuheiten in Kleiderstoffen für die Frühjahrs- Saison 1896, Meter 60 Pf., 75 Pf., 90 Pf., 1 M. n. s. w. bis zu den feinsten Qualitäten. Berühmte Spezialität der Firma: Die schönsten Kinderkleider für Mädchen jeden Alters, fowie große Auswahl von Tauf- und Jahreskleidchen, Trag- und Laufmänteln. 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Erfahwahlen. 1629b Verein deutscher Schuhmacher. Sonntag, 1. Dezember, abends 6 1hr, in Cohn's Festfälen( kleiner Taal), Beuthstr. 22: Kombinirte Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag vom Genoffen H. Schulz: Die Kindererziehung in der bürgerlichen Gesellschaft.- Vereinsangelegenheiten. 167/15 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein, Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Bevollmächtigten. NB. Garderobe pro Person 10 Pf. Freie Bereinigung aller in der chirurgischen Brange beschäftigten Berufsgenossen. Dienstag, den 3. Dezbr., abds. 812 Uhr, in Gründel's Salon, Brunnenstr. 188: Versammlung. Tages Ordnung: 48/16 1. Vortrag des Srn.Dr Weyl über:" Berufskrankheiten". 2. Diskussion. 3. Wie fiellen sich die Mitglieder zur Erhöhung der Beiträge? 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Orts- Krankenkasse für Handlungsgehilfen und-Lehrlinge. Nach§ 48 des Statuts sind für das Jahr 1896 die Neuwahlen der Delegirten zur Generalversammlung vorzunehmen. Zu wählen sind durch die der Kaffe zugehörigen Arbeitgeber 79 Delegirte, durch die Kassenmitglieder aus ihrer Mitte 114 männliche und 48 weibliche Delegirte. Wahlberechtigt sind diejenigen Arbeitgeber, welche Beiträge für Kaffenmitglieder zur Kasse einzahlen und diejenigen Arbeitnehmer, welche zur Zeit das Recht der Kaffenmitgliedschaft befißen. 90,6 Die Arbeitgeber sind nach§ 38a des Kranken- Versicherungsgefehes berechtigt, ihr Stimmrecht durch ihre Geschäftsführer oder Betriebsbeamten ausüben zu lassen, sofern sie hiervon dem Rassenvorstande vor Beginn der Versammlung schriftlich Anzeige machen. Die von den Arbeitgebern zu wählenden Telegirten müssen der Kaffe zugehörige Arbeitgeber bezw. Geschäftsführer oder Betriebsbeamte von solchen sein. Die von den Kaffenmitgliedern zu wählenden Delegirten müssen die Kaffenmitgliedschaft befizen. Die Wähler und Gewählten müssen außerdem großjährig und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte sein. Wir laden deshalb die Wahlberechtigten zur Vornahme der Delegirtenwahlen nach dem Restaurant zum„ Englischen Hof" Neue Roftraße Nr. 3 und zwar die Kaffenmitglieder für Freitag, den 13. Dezember d. J., abends 9 Uhr, um auch dem Unbemittelten Gelegenheit zu geben, fich den Genuß des Knaben- Anzüge von 3,-M. an bie Arbeitgeber für Donnerstag, den 12. Dezember d. J., abends 8 Uhr, ein, mit der Bemerkung, daß der Wahlaft eine Stunde nach Beginn der Wahlverfammlung geſchloſſen wird. gefchieht nur auf grund von welche Arbeitgeber von allen Aerzten empfohlenen Cognacs zu verschaffen, gebe ich von heute an Knaben- Paletots v. 3,50 M. an einzelne Flaschen meiner stadtbekannten, garantirt naturreinen Cognacs, welche aus französischem Weindeftillat hergestellt und frei von Effenzen, ätherischen Delen oder sonstigen Surrogaten find, zu Engros Es koftet: 1 Originalflafide Cognac type fine borderie 1,25. unentgeltlich aus unserem Kaffenlokal beziehen können. !! 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Nichter Auf Listen 48/17 An Streitunterstügung 1000,- Inserate 300,-Kommission Reifegeld Ausgabe. 5024, 118,80 117, 56,50 250,- Darlehen an Streifende 200,- Druciachen, Porto u. sonstige 72, Ausgaben 53,20 16,70 Besondere Unterstützung an 150, Kollegen Schneider 15, 50,- Strafmandat 6,20 . 50, Summa 5462,70 25, 25, Bilanz. 16, 30,-Einnahme Ausgabe 5493,05 • 10, 5, 5462,70 Bestand 30,35 Der Bestand von 30,35 M. ist an die 20,80 Gewerkschafts Kommiffion abgeliefert. 48, 9 • 3296,55 Die Streif- Kommission. Summa 5493,05 J. A.: Richard Johl. Revidirt und alles für richtig befunden. Berlin, den 24. November 1895. M. Schmädicke. 6. Meuz. . Werner. D. Wilke. A. Buchwald. D. Zeise. Geben Arbeiter- Verkehrs- Almanachr Berlin und Umgebung. erschien: Winter Ausgabe 1895/96. Mit einem Plan von Berlin. Preis 20 Pr. Enthaltend die neuesten Fahrpläne, Adressen der Organisationen u. s. w. 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Dezember, abends 812 Uhr, leisten, sowie sämmtlicher grossim Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstraße 16. Tagesordnung: jähriger Mitglieder obiger Kasse am Sonntag, den 8. Dezbr., 2. Bericht ver gohgerber, Steinbildhauer und Sattler. 3. Wahl der Ausschußvormittags 10 Uhr 1. Bericht über den Streit bei Emanuel Meyer( Weißgerber). 5. Gewerkschaftliches. in Thiel's Lokal, Fruchtstr. 36 a. mitglieder. 4. Angelegenheit der Kellner und Musiker. Die Delegirten werden ersucht, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. J. A.: R. Millarg. Tagesordnung: 10 Uhr Vormittag: Wahl von 58 Delegirten der Arbeitgeber für das Jahr 1896. 11 Uhr Vormittag: 1. Wahl von 135 Telegirten der Kaffenmitglieder für das Jahr 1896. 2. Verschiedenes. Wahlberechtigt und wählbar sind nur großjährige Kassenmitglieder. Zum Eintritt in das Lokal ist das Mitgliedsbuch erforderlich. 2716 2. Wahlkreis. Hente Abend 6½ Uhr, bei Zubeil, Linden Straße 106: Oeffentliche Versammlung. Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein: , Gesundheitliche Kindererziehung und Proletariat". Das Wahllokal wird um 12 Uhr ge- 210/12 schlossen, um diese Zeit beginnt der Wahlakt. Berlin, 1. Dezember 1895. 16336 Der Vorstand. P. Stemmler, Vorsigender, C. Reißmann, Schriftführer. Große öffentl. Volks- Versammlung ets- Krankenkaſſe der am Donnerstag, den 5. Dezember 1895, abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Golecki( Kaiserhof): Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen über: Die Entwickelung des Rechts auf Prügel und Hunger in Deutschland". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. 203/ 6* Der Vertrauensmann. Vereinigung der Maler u. Mitgliederversammlung der Filiale Berlin I Uhrmacher. Berlin. 1659b Freitag, den 6. Dezemb., abends 81/2 Uhr, bei Brochnow, Sebaftianstr. 39: Ordentliche Generalversammlung Tagesordnung: 1. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Rechnungen des laufenden Jahres ( 3 Mitglieder). 2. Wahl des Vorstandes ( 6 Arbeitnehmer, 3 Arbeitgeber). 3. Nachtrag zum Statut, versicherungspflichtige weibliche Personen betreffend. 4. Verschiedenes. .tglieder). 2 am Dienstag, den 3. Dezember cr., abends 8 Uhr, im Lokale des Der Vorstand. P. 2ätsch, Vorsitzender. Herrn M. Cohn, Beuthstraße Nr. 22. Tages Ordnung: Entree 10 Pf. Nachdem: Gemüthliches Beifammensein. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 1. Dezember 1895, abends 6 Uhr: Zwei Versammlungen. 1. Jm Lokale des Herrn Hoffmann( Englischer Garten), Alexanderstraße 27c, Vortrag des Genoffen Adolf Hoffmann über: ,, Moderne Ehen". 2. Jm Lokale des Herrn Cohn, Beuthstr. 20-21, Bortrag des Genossen Georg Wagner über: ,, Erziehung in den niederen Schulen". 56/4 Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Herren und Damen, herzlich willkommen. Nach dem Vortrage Der Vorstand. erhalten nur noch Mitglieder Zutritt. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlung 1. Bortrag des Genojjen P. Littin über:„ Florian Geyer", eine Deutscher Holzarbeiterverband. für Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt. Charakterstudie aus der Zeit des deutschen Bauernfrieges. 2. Diskussion. 3. Lokalfrage für Zahlstelle West. 4. Angelegenheit W. Poch. Zu dieser Versammlung sind besonders die Kollegen von Friedrichsberg und vom Westen eingeladen. Billets zu der am 3. Weihnachts- Feiertag stattfindenden Urania Vorstellung sind in allen Zahlstellen zu haben. 124/14 Die Bevollmächtigten der Filiale 1. Große öffentliche Versammlung der ( Bahlstelle Adlershof.) abends 1/2 9 Uhr, in 2 öll stein's Luftgarten: Große öffentliche Montag, den 2. Dezember, Montag, den 2. Dezember 1895, abends 8½ Uhr, in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee 28. Tages Ordnung: 1. Sollen die Drganisationen Kampf- Organisationen oder Unterfügungs- Organisationen sein? Referent: Genosse Näther. 2. Diskussion. Holzarbeiter- Versammlung, 3. erstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen folgender Werkstätten einTagesordnung: 1637b geladen: Mierke, Schönhauser Allee 167a; Harms, Schönhauser Allee 167a; 1. Vortrag des Genossen Schöpflin. Werk, Ryteftr. 2; Reibsch, Zehdenickerstr. 5; Lehmert, Gr. Hamburgerstr. 4. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches ErDie Ortsverwaltung. Damen-, Herren- und Knaben- Konfektions- feinen ersucht Schneider und-Schneiderinnen am Dienstag, 3. Dezember, abends punkt 9 Uhr, bei Herrn Nieft, Weberstr. 17. Arbeiter Vertreter- Verein. Tagesordnung: 1. Bericht des Delegirten von der Schneider- Konferenz zu Erfurt. Referenten Kollegen Schmidt und Wiesemann. 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. 1631b Versammlung Alle Näherinnen, Stepperinnen, Bügler und Kollegen fordern am Dienstag, den 3. Dezember er, abends 8/2 Uhr wir auf, in dieser Versammlung zu erscheinen. bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Zagesordnung: Die Lohnkommission. Die Kollegen obengenannter Werkstellen werden dringend gebeten, in dieser Versammlung zu erscheinen. Auch Nicht- Mitglieder haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Branche der Parquetbodenleger. Montag, den 2. Dezember 1895, abends 8 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstraße 29. Tages Ordnung: Die gegenwärtigen Arbeitsverhältnisse und die noch immer stattfindenden Abzüge bei mehreren Firmen. Die Ortsverwaltung. 76/6 1. Bortrag des Abgeordneten A. Verband aller im Handels- u. Transportgewerbe beschäftigten Am Montag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr, in Stadthagen: Streifzüge auf das GeMeyer's Salon, Müllerstraße 7: Oeffentliche Metallarbeiter- Versammlung. Tages Drdnung: Hilfsarbeiter. biet der sozialpolitischen" Gesetzgebung. Dienstag, den 3. Dezember 1895, abends 82 Uhr, in der Berliner 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Ausgabe der amtlichen Nachrichten Resource, Kommandantenstraße 57: des Reichs- Versicherungsamts der Jahr Verbands- Versammlung. gänge 1891-1895. Gäste haben Zutritt. Um pünktliches und zahlreiches Er1. Die Mißstände in der Metallwaaren- Fabrik von Scheinen erschucht Der Vorſtand. M. Weiss, Chausseestraße Nr. 39. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 114 12 Freie Vereinig.d. Zivil- Berufsmusiker Berlins. Dienstag, 3. Dezbr., vorm. 10 Uhr, bei Bergner, Annenstr. 16: Außerordentliche Mitglieder- Bersammlung. Zages Ordnung: 1. Wie stellt sich die„ greie Vereinigung" den Beschlüssen der Arbeiter= schaft den Saalbesitzern gegenüber? 2. Wahl einer Lokal- Kontrollkommission. 3. Wahl eines 1. Schriftführes. Um zahlreichen, Besuch bittet Der Vorstand. 63/4 Achtung! Lacirer, Filiale IV. Achtung! Dienstag, den 3. Dezember, abends 8½ 1hr, im Lokale des Serru Paasch, 2lte Jakobstraße 83; Versammlung. 124/15 Tagesordnung: 1. Vortrag über Boltsernährung." Referent: O. Fleischer. 2. Unsere Bewegung. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Ter Vorstand. Mitglieder- Versammlung des Unterstützungs- Vereins aller in der Hut- und FilzZages Ordnung: 0 1. Vortrag über:" Deutsche Zustände zur Zeit der französischen Revolution." Referent: Schriftsteller H. Schulz. 2. Die Zustände am Postamt 19 ( Beuthstraße) und wie ist denselben abzuhelfen? 3. Diskussion. 4. Verbandsangelegenheiten. Arbeiter- Raucher- Bund 75/12 Berlins u. Umgegend. Die nächste Telegirtenfihung findet Sonntag, den 8. Dezember cr., vormittags 10 Uhr, in Wilke's Restaurant, Andreasstr. 26, statt. Klubs werden aufgenommen,[ 1636 Wir ersuchen die Delegirten, soviel wie möglich vom Vergnügen bis dahin abzurechnen. Der Vorstand. Empfehle allen Genossen, Freunden und Bekannten mein 36122* Datum 1. Marten Stempel jeder Art, Spez.: Signirschablonen, Gravirungen Stempel, Monogramm und GUTTMANN Der Vorstand. Neu! Buchstaben- Raften zum Zusammenstellen turzer Mittheil. u. dergl., Vereins- Abzeichen, Komiteeschilder, Rosetten empfiehlt H. Guttma, Brunnenstraße 9. 3761L* GRAVEUR Brunnenstr 9. Eigene Fabrikation! Kein Zwischenhandel! 3705L* Märkischer Hof", Herren- u. Knabenanzüge, Paletots, Schuwalofs, Hohenzollernmäntel von den einfachsten bis zu den elegantesten Genres in der Schneiderwerkstatt Landsbergerstraße 106, part.( Eingang vom Flur.) Kein Laden! Admiralftr. 18c. Jeden Sonntag im prachtv. Spiegeljaal: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr.- Ende 2 Uhr. Große Horn und Streichmusik. Empfehle meine beiden Säle Pallisaden- zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. Mehrere Vereinszimmer mit Piano und zwei Kegelbahnen sind noch frei. Die Restaurationsräume Behen den geehrten Familien Sonntags zur Verfügung. Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal!!! August Regher, Straße 62. Th. Boltz' Festsäle, S., Alte Jakob- Strasse 75. Dolkskaffee u. Speisehalle Amt I, 1082. 3613L* Empfehle meine Säle zur Abhaltung 3121L* Rosenthalerstraße 60, Ecke Steinstraße. Größte Auswahl höchst sauber und schmackhaft bereiteter Speisen. von Festlichkeiten und Versammlungen Täglich 8 bis 10 Gerichte im Preise von 10 bis 30 Pf. Eugen Schultz. zu foulantesten Bedingungen. und Speisehaus, 36382* Franke's Volkskaffee Gr. Frankfurterir. 73, Jägerhaus, an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- und Abendtisch. Größte Aus103 Schönhauser Allee 103. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Saal zu Versammlungen u. Festlichfeiten zu vergeben. Wilh. Schmidt. Empfehle Freunden u. Bekannten mein wahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen; täglich 8-10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier, 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. aus der Brauerei Reichenkron. früher Kaiser Wilhelmstraße 18 M, R. Buske( seefeld) 2. Eing. Grenadierstraße 33. waaren- Industrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Weiß- und Bairisch- Bierlokal Grosse u. kleine Säle, mehrere Vereinszimmer, Kegelbahnen, Billard.[ 83212" ( Filiale Berlin). L Laufiger Platz 2. am tontag, den 2. Dezember 1895, abends 8½ Uhr, im großen Vereinszimmer mit Klavier für Sanie des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11/13: 30 Personen. August Bieberstein, Tagesordnung: 33032* 1. Vortrag des Stadtv. Dr. Zadek über: Proletarierkrankheiten". 2. Diskussion. 3. Wie stellt sich die Filiale Berlin zur Besoldung ihrer Beamten? 4. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Delegirtensizung am Dienstag, den 3. Dezember, findet nicht statt. NB. Unorganisirte Kollegen und Kolleginnen tönnen vor Eröffnung der Bersammlung aufgenommen werden. 86/6 bekannter Güte. Fortuna- Sale, Straußbergerstr. 3. Inhaber: H. Birk. 33492* Parteigenossen empfehle meine Schaut Sonntags: Grosser Ball. Donnerstags: Damen- Kränzchen. wirthschaft als angenehmen Familien- Außerdem empfehle meine Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. Aufenthalt. Speisen und Getränke in Bleiner Saal( 40-70 Personen) noch einige Tage an Vereine zu vergeben Vereinszimmer für ca. 60-80 Personen. Dasselbe ist auch 34612 zu Festlichkeiten zu vergeben. Edmund Renter, N., Swinemünderstr. 45. Cöpenick. Gasthof zum goldenen Hirſch“ 3834L* empfiehlt sein Weiß- und Bairisch Bierlokal Friedrichshagenerstr. Nr. 1, A. Daibritz. Verantwortlicher Redakteur: Frit Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 4. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Nr. 281. Dom Koalitionsrecht in Preuken. Sonntag, den 1. Desember 1895. habe einen Monatslohn von handelte. 12. Jahrg. Gerichts- Beifung. von der Genossenschaft wie auch von deren Schiedsgericht zurück. Soziale Rechtspflege. gewiesen. Man nahm an, daß es sich bei dem todtbringenden Die Textilindustrie beruht zum großen Theil auf der Gewerbegericht. Der Oberfellner M., welcher zuletzt in Bade nur um die Befriedigung eines persönlichen Bedürfnisses und nicht um die W hrnehmung eines Betriebsinteresses Schiedsgerichts. Urtheil Frauenarbeit. Die Frau hat gewohnheitsmäßig weniger einem Gafé thätig gewesen war, glaubte sich zu einem Lobn- und das Im Rekurse gegen Bedürfnisse als der Mann und arbeitet schon deshalb billiger einem Entschädigungsanspruche an den Inhaber desselben be- machten die Kläger geltend, daß Leibesstärkungen, als dieser. Der Textilarbeiter hat daher ein selbstverständliches rechtigt, weil er fich für zu unrecht entlassen hielt. Das Ge- die durch ein Bad, erforderlich wären, um die Arbeitskraft zu Interesse daran, daß die Frau für dieselbe Arbeit denselben werbegericht trat gar nicht in die Prüfung der Sache ein, erhalten und sie besonders auch für später nutzbar zu machen. Lohn bekommt, den er bezieht, denn nur bei gleicher Be- sondern wies den Kläger aus folgenden Gründen ab: Wären die Das Reichs- Versicherungsamt erkannte aber ebenfalls auf Abzahlung der Männer- und der Frauenarbeit in Beziehung auf eine Kellner auch im allgemeinen als Arbeiter anzusehen, so müsse weisung, indem es in der Ursache des Unfalles die Befriedigung wie hier die Anund dieselbe Waare kann er hoffen, durch eine Lohnbewegung sein man doch einen Oberfellner, wenn ihm eines persönlichen Bedürfnisses erblickte. Der Verstorbene hätte Ferufliches Einkommen dauernd aufzubessern. Damit nun die nohme und Entlassung des Kellnerpersonals und ein Theil sich auch, führte der Senat aus, durch seine Handlung neuen Frauenlöhne erhöht werden, ist es unumgänglich nöthig, daß die der Geschäftsleitung anvertraut sei, den Betriebsbeamten, Wert Gefahren ausgesezt, die mit seinem Berufe nichts zu thun hatten. Arbeiterinnen sich organisiren; nicht vereinzelt, sondern nur meistern u. f. w. zuzählen. Betriebsbeamte aber könnten nach zusammen können sie den einzelnen wie die Gesammtheit der§ 2 Abs. 2 des Gerrerbegerichts Gesetzes Ansprüche aus ihren Unternehmer dazu bringen, ihre Forderungen zu erfüllen. In Engagementsverhältnissen nur dann vor dem Gewerbegericht Betracht kommt dabei noch, daß ein Unternehmer leichter auf die ausfechten, wenn ihr Jahresarbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt Wünsche seines Personals eingeht, wenn er weiß, daß seine Kon- 2000 m. nicht übersteigt, und das treffe nach den Ober- Verwaltungsgericht. Dem amtlichen Fleisch furrenten dieselben Forderungen bewilligen müssen, in welchem Falle eigenen Angaben des Klägers auf diesen nicht zu. Der befchauer K. zu Barth war nachgewiesen worden, daß er in also feine Konkurrenzfähigkeit entweder gar nicht oder nicht in dem selbe 30 M. bezogen einem Falle trichinöses Fleisch für trichinenfrei befunden hatte. Maße als sonst vermindert wird. Die Betheiligung der Arbeite- und nach der Berechnung feiner Entschädigungsforderung Ter 3. Senat des Ober- Berwaltungsgerichts erkannte auf Klage rinnen an der Gewerkschaft ihres Berufs liegt alfo im Durchschnitt täglich 5,50 M. an Trinkgeldern verdient, des Magistrats in Barth, daß demielben seine Bestallung als im wirthschaftlichen Lebensinteresse auch der Arbeiter. Im somit hätte sich sein Jabreseinkommen auf 2367.50 M. belaufen. Fleisch beschauer zu entziehen sei. Das Gericht nahm an, daß Bund mit der Berufsgenossin kann der Arbeiter in den Berufen, Demzufolge habe aber das Gewerbegericht( Kammer V1) auf bei der hohen Wichtigkeit der Trichinenschau ein solches Veisehen wo die Frauenarbeit ausschlaggebend ist, seine Lage vor Ver- feine Klage erst gar nicht näher eingehen können. schlechterung schüßen oder sie verbessern, ohne die Mitwirkung Im Verlaufe des Entschädigungsprozesses eines Rüchen- ur Entziehung der Bestallung führen müsse. Auf die Auslegung des Begriffs Raufhandel" kam der Berufsgenossin kann er's nicht. Folglich wäre§152 der chefs" gegen den Juheber des Reformreſtaurants in der Leipziger: es in einem Streitverfahren des Ortsarmen- Berbandes Kich Gewerbe- Ordnung, der alle Verbote und Strafbestimmungen straße wurde die Frage der Unzuständigkeit aus§ 2 Abs. 2 des aufhob, die gegen das Gewerkschaftswesen bestanden, für die Textil-| Gewerbegerichts- Gesetzes ebenfalls aufgeworfen, und der Einwand gegen die Krankenkaffe für die Arbeiter der Germaniawerft. dem Zentralverband deutscher Textilarbeiter und Arbeiterinnen, Kläger an das Amtsgericht. Es nahm an, daß ein Küchenchef, auch stellen, wer der stärkere von ihnen sei. Nach mehreren Gängen arbeiter gewissermaßen suspendirt, wenn man ihrer Gewerkschaft, des Beklagten hatte auch Erfolg, das Gewerbegericht verwies den in Garden an. Der Arbeiter Köhler hatte sich mit einem anderen Arbeiter in einen Ringkampf eingelassen; die beiden wollten feftbie Mitgliedschaft der Arbeiterinnen verböte. Die heilige wenn ihm nur eine Person unterstehe, zu den Betriebsbeamten tam R. so unglücklich zu Fall, daß er einen Arm brach. Ter Hermandad selbst hat bisher in Preußen sich der selbstverständ- gehöre. Das Einkommen, welches der Kläger in einem Jahr Drtsarmen- Verband Kiel unterstützte ihn während der Zeit seiner lichen Einsicht nicht entzogen, daß auch das arbeitende Weib den beim Beklagten erzielt hätte, wenn die Beziehungen der Parteien Erwerbsunfähigkeit mit 34 M, welche Summe er dann von der Schutz des§ 152 der Gewerbe- Ordnung bat. Der allerneueste nicht schon beim Beginn des Vertragsverhältnisses in die Brüche Kurs in Preußen scheint aber auch hierin das Unternehmer- gegangen wären, wurde auf über 2000 m. bered net, und diese genannten Krankenkasse ersetzt verlangte, da K. derselben angehörte. Der Vorstand der Kasse, welche diesem keinerlei Unterstügung ge interesse allen anderen Erwägungen voranzustellen. Man schreibt Berechnung legte die 6. Kammer ihrem abweisenden Erkenntniß währt hatte, meinte aber, K. sei das Opfer eines Raufhandels zu grunde. Der Einn and des klagenden Küchenchefs, daß er Am 15. d. M. meldete ein Arbeiter in Kettwig a. d. Ruhr nur immer mit einer saisonweisen Beschäftigung und nie mit geworden und nach§ 11 des Statuts der Kaffe habe dieselbe in solchen eine Versammlung mit der Tagesordnung an: Gründung einer solchen zu rechnen habe, die sich auf ein Jahr oder Fällen kein Krankengeld zu zahlen. Die beklagte Kaffe wurde jedoch in beiden Innanzen verurtheilt. Das Ober- Vereiner Filiale des Deutschen Textilarbeiter eine noch längere Zeit erfirecke, wurde vom Gericht für waltungsgericht führte aus, es fönne feinem Zweijel unterliegen, Verbandes. Die Genehmigung wurde von der Bürger- unerheblich erachtet. Ter Vorsitzende Leo führte darauf daß ein Dingkampf, der nur die Erprobung der Kräfte zum meisterei davon abhängig gemacht, daß Frauen dieser Ver- bezüglich in der Urtheilsbegründung aus, daß das Gewerbe Zwecke hat, nicht als ein Raushandel aufzufassen ist. Ein Raufsammlung nicht beiwohnen dürften. Um die Ver- gericht feinen anderen Modus der Schäßung des jeweiligen handel sei vielmehr, wie der Bezirksausschuß angenommen habe, fammlung nicht illusorisch zu machen, blieb nichts weiter übrig, Jahreseinkommens as wenden könne, wie die Steuerbehörden, eine wechselseitige, auf Körperverlegung abzielende, widerrechtliche als sich vorläufig mit dem Verlangen der Bürgermeisterei ein wenn es überhaupt zu einem brauchbaren Resultat kommen wolle. Thätigkeit. Gegen den Gastwirth Garow, der bis verstanden zu erklären und dann gegen die Bürgermeisterei beim Landrath Beschwerde zu führen. Die Antwort des Landraths Tautete: uns nämlich: Es ist hier denn aber doch darauf hinzuweisen, daß§ 2 Abs. 2 des Gewerbegerichts- Gesetzes ausdrücklich sagt: Jahres: arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt nicht übersteigt", und nicht:- nicht übersteigen würde". " " vor kurzem in der Taubenstraße ein„ Grand Restaurant" mit Damenbedienung betrieb, flagte der Polizeipräsident auf Entziehung der Konzession. Aus feinen Handlungen und Unter" Auf Ihre gegen den Bürgermeisterei- Verwalter zu Rettwig loffungen sollte der Mangel derjenigen Eigenschaften flar erhellen, v. d. B. gerichtete Beschwerde vom 20. d. M. erwidere ich Ihnen, daß das Verbot der Theilnahme von Frauen an den Berliner Großdefullateur war durch polizeiliches Strafmandat der Gewerbe Didnung vorausgesetzt werden mußten alleine Die Sonntagsarbeit in den Großdestillationen. Ein welche bei der Ertheilung der Konzession nach den Verschristen Bersammlungen des Vereins der in der Textilinduſtrie beschäf mit 35 M. Girafe belegt worden, weil er sein Personal Conn solche Handlung wurde angesehen, daß er in seinem Lokal einent tigtigten Arbeiter gefeßlichen Bestimmungen entspricht. Der Berein erörtert soziale Fragen( Werbesserung der lags bis 10 Uhr vormittags batte arbeiten laffen. Das Strafe usländischen Jockey einige Zwanzigmartstücke im Glücksspiel Lage der Arbeiter, Lohnfragen 2c.) und ist daher mandat erfolgte auf grund der Gewerbegesetzgebung, nach welcher abgewann, und als böse Unterlassung wurde ihm die angerechnet, als ein politischer Verein anzusehen, auf welchen der§ 8 in Fabriken Sonntags feine Arbeiten vorgenommen werden nicht durch seine Kontrolle verhindert zu haben, daß seine Frau des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 Anwendung findet. dürfen. Der Angeklagte bestritt in der Berufungsinstanz, daß eine Mischung von hellem und dunklem Bier und Neigen den feine Großdestillation eine Fabrik sei, nogegen der Gästen als echtes Münchener" voisette. G. ist wegen Tuldens Gewerbe Juspettor als Eachverständiger diefen Betrieb des Glückspiels und seine Frau wegen Verstoßes gegen das als Fabrik deklarirte. Dennoch erfolgte Freisprechung, Nahrungsmittel Gesetz vom Etrafrichter verurtheilt worden. Ter dem fraglichen Sontage 3. Senat des Ober- Verwaltungsgerichts en fannte gleich dem weil erwiesen wurde, daß an nichts fabrizirt wurde, sondern lediglich die zur Ausfuhi Bezirksausfd uß auf Entziehung der Konzeffion. Er hielt die an die Kunden bestimmten Waaren eingefüllt wurden erwähnte Handlung und Unterlassung des E. für ausreichend und dies als eine handelsgewerblid e Thätigkeit anzusehen sei. dazu. Im Hantelé gewerbe aber ist die Beschäftigung der Angestellten Eine Anzahl der in den GroßSonntags bis 10 Uhr gestattet. destillationen beset äitigten Verkäufer, die auch an Sonntagen von früh bis nachts arbeiten müssen, verlangen nun, nicht mehr als gen öhnliche Echänker" sondern als Kommis betrachtet zu werden und beabsichtigen zu diesem Zwecke eine rege Agitation zu Der Landrath. Geheimer Regierungsrath." ( Name unleferlich.) Nach§ 8 des preußischen Vereinsgesetzes dürfen Vereine, die bezwecken, politische Gegenstände in Versammlungen zu er örtern, feine Frauenspersonen" aufnehmen. Daß die im Entscheid des Landraths bezeichneten sozialen Fragen mit politischen wenigstens nicht identisch zu sein brauchen, bedarf hier keiner Erörterung. Es sei deshalb nur darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn die in dem Landraths: entscheid zum Ausdruck kommende Ansicht etwa auch den Anschauungen der höheren Instanzen entsprechen sollte, dann den in den höheren Regionen der Gesellschaft in Mode befindlichen Vereinen zur Besserung der Lage der arbeitenden Klaffen 2c. Frauen ebenfalls nicht beitreten dürften, sofern man dem niederen" Volte nicht augenfällig zeigen will, daß in Preußen mit zweierlei Maaß gemessen wird, je nachdem es sich um Angehörige verschiedener Klassen handelt. Soziale Uebersicht. entfalten. " D Stunden zurück. Vermischtes. Im Verein der französischen Zivil- Jugenieure machte fürzlich Herr Varennes interessante Wittheilungen über die fürzlich Herr Varennes interessante Wittheilungen über die Geschwindigkeit der französischen Eisenbahnzüge. In den Jahren 1854-76 war dieselbe auf den Ablehnung von Beauftragten. Das Recht der Fetriebs- französischen Eisenbahnen ungefähr die gleiche. Tann führte die unternehmer, gemäß§ 83 des Unfallversicherungs Gesetzes von Drleans- Gesellschaft schnellere Züge ein, die feit 1889 noch durch den Berufsgenossenschaften zur Besichtigung des Betriebes ent die Nordbahn überholt wurden. Legtere hat seit der Zeit mit sandte Beauftragte abzulehnen, ift, wie das Reich 3- Ver- 85 Kilometern in der Stunde die Führung. Dann folgen die sicherungsamt aus Anlaß eines Epezialfalles neuerding Oft, die Südbahn und Paris- Lyon- Méditerranée mit 72 bis ausgesprochen hat, ein bedingungsloses. Jm Gesetz is 78 Kilometer in der Stunde. An dritter Stelle steht zwar als Voraussetzung die Befürchtung des Betriebsunter: die Wenbahn mit 67 Kilometer. Vor 5 Jahren machte die nehmers angegeben, daß durch die Besichtigung des Betriebes Paris Lyon Méditerrané Gesellschaft mit neuen Schnelleines bestimmten Beauftragten Fabrikgeheimnisse zugs- Maschinen Versuche, die eine Geschwindigkeit von Die Bescheinigung, daß fie, vorbehaltlich der Höhe des seitens Daraus 144 Kilometer in der Stunde ergaben. Von der elektrischen Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Krankenversiche- verlegt oder Geschäftsintereffen geschädigt werden. daß eine Ve Lokomotive verspricht man sich eine Geschwindigkeit von 150 bis rungsgefeges genügen, ist nachstehend verzeichneten Kranten laffe sich aber nicht der Schliß ziehen, taffen ertheilt worden: Garstedter Krankenkasse( E. S.) in gründung jener Befürchtung erforderlich sei. Es würde zu Un 160 Kilometern in der Stunde. Tie Geschwindigkeit der Züge Garstedt, Alt- Landsberger Krankenkasse( E. H.), St. Josephs- utäglichkeiten führen, wenn die Gründe der Ablehnung, die hängt jedoch, wie befannt, nicht allein von der Schnelligkeit ihrer Bürger und Handwerker- Krankenlade zu Bocholt( E.), Aa, sehr oft rein persönlicher Natur sind, bekannt gegeben und zur Lokomotiven ab, sondern auch von der Häufigkeit ihres Anhaltens, gemeine Krankenkasse für die Stadt Posen( E. H.), Kranten Göterung gestellt werden; denn dadurch werde die Befürchtung und in dieser Beziehung wetteifert die P.- L.- M Gesellschaft mit und Sterbefasse der Bierbrauergesellen von Berlin( E.$.), in vielen Fällen zur Thatsache. Wißbrauch werde mit dem Ab- der Nordbahn betreffs der schnellsten Züge. Die zwischen Paris Kranken- Unterstützungs- und Sterbefaffe für Handwerksmeister, lehnungsrecht nicht getrieben werden fönnen, weil der Gesetz- und Marseille verfehrenden Rapides" halten auf der 868 Kilo Gesellen resp. Gehilfen und Lehrlinge der Stadt Afen( E.$.), geber in fonnt genügender Weise die Genossenschaft gegen beab- meter langen Strecke nur siebenmal an und legen sie in zwölf Kilianstädter Kranken Unterstügungskaffe( E. H.), Kranken- und fichtigte Schädigung sichergestellt habe. Sterbekasse der Berliner Hausdiener( E. H.), Vereinigte MaurerDie Arbeitersoft interessirt diese Entscheidung insofern, als Kranten und Sterbefasse zu Schönwalde. sie wieder beweist, wieweit die Rücksicht auf unter: nehmerinteressen geht. Wenn in den EntscheidungsZur Wohnungsfrage. In letzter Zeit haben Erhebungen gründen noch darauf hingewiefen ist, daß nur ganz veremzelt stattgefunden über die Wohnungsverhältnisse der unbemittelten internehmer von ihrem Ablehnungsrecht Gebrauch gemacht haben, Klassen in Mannheim. Die Ansichten der Untersuchungs- so wird dies böchst wahrscheinlich nun anders werden. Bishei fommission, die aus Aerzten und Architekten bestebt, dürften weitere war der Unternehmer der Meinung, daß er Gründe angeben hat Kreise interessiren. Zunächst wird darauf hingewiesen, welche Be- müsse. Stichhaltige Grü de deutung für den Arbeiter die Wohnung hat. Gegen Wohnungsnoth oder nie angeben können oder wollen und deshalb hilft weder guter Lohn(?), noch gute Nahrung und Kleidung. Der in die Ablehnung unterblieben. Unternehmer, die ihre Wohnungsnoth gegenüber ist auch die beste Arbeiterfamilie meist Betriebsinteressen und namentlich die berufsgenossenschaftlichen physisch und moralisch verloren. Die Sterblichkeit steigt rapid nicht voll ausnußen, giebt es faum. Ein rabiater Betriebs: mit der Zahl der Bewohner, die auf ein Haus kommen. London, unternehmer wird jetzt jeden Beauftragten ablehnen können, der das auf ein Haus 8 Bewohner zählt, hat eine Sterblichkeit von als schneidig und umsichtig bekannt ist, und dafür einen fold en 23 pro Mille, Berlin mit 32-25 pro Mille, Paris mit 35-28 pro sitiren, von dem er nichts zu befürchten hat. Ob persönliche Mille, Petersburg 52-41 pro Mille, Wien 55-47 pro Mille In Differenzen vorhanden sind, ist doch belanglos. Gin Beauftragter, der Kopenhagen betrug die Sterblichkeit 24,60 pro Mille, dagegen in sich von solchen Differenzen bei seiner amtlichen Thätigkeit beeinflussen den Häusern der Baugesellschaft 18,10 pro Mille. Mannheim, das laßt, ist nicht werth, sich auf einem so wichtigen Posten zu befrüher eine der gesündesten Städte war, steht nicht nur hinter finden. Der Unternehmer wird sich ja der schließlichen Revision den Nachbarstädten Frankfurt, Stuttgart und Basel zurück, des Betriebes nicht entziehen tönnen, aber doch mindestens Beit sondern auch hinter Großñädten wie Berlin, London und Paris. gewinnen, um auszumerzen, was nach seiner Ansicht faul" ist. Der Bericht bezeichnet es als ernste Pflicht der Stadtverwaltung, Bei jeder Revision ist die unvermuthete Revision das schon jetzt in ruhigen Zeiten die Besserung der Arbeiterwohnungen Wichtigste. Dieses Moment fällt durch das unbeschränkte in Angriff zu nehmen. Es wird warnend hingewiesen Ablehnungsrecht in sich zusammen. die schweren Gefahren, denen bie Stadt bei auf er aber felten Besuchszeit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Luftgarten. Besuchszeit täglich, mis Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den 6 Commermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis 6 Uhr, Oftober und Wärs 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12 3 Uhr( unentgeltlich). Die National: gallerie in der Museumsstraße. Besuchszei Wochentags von 10-3 Uhr ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 6 Uhr, im Wärz und Cttober 12-5 br, Februar und November 12 bis 4 Uhr, Januar und Tezember 12-8 Uhr( unentgeltlich).- Kunstgewerbemuseum, Bima Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 11hr, ausgenommen) im Sommer von Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Oktober and März 12-6 Uhr, November und Zebruar 12- 4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( Unents geltlich). Museum für Böltertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchszeit wie im Kunfigewerbe- Museum( unentgeltlich). ygiene Museum, Klofierfir. 86. Besuchszeit Conntags wie im Stunstgewerbe- Museum. Außerbem Dies stags und Freitags von 10-2 Uhr( Unentgeltlich). Museum für naturtunde, si validenstr. 42 Besuchszeit. Sonntags wie im Kunsts cewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Museum für deutsche Boltstrachten und Erzeugnisse des ausgewerbes, kloster fir. 86. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs von 11-2 Uhr geöfnet. Eintrittsgeld: Giwachsene 60 Pf., Kinder 25 Bf., Vereine Sonntags 10 Pf. Reichs post- Wuseum, Leipzigerstr. 15. öffnet Conntags 12-2 Uhr. Montags, Dienstags, Donnernags, Freitags von 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königfaße. Geöffnet täglich außer Tonerstag und greitag von 11-8 Uhr.( unentgeltlich). Aus= sichtsthurm Sunst aussi ellung ( ebenfalls unentgeltlich). des Vereins Berliner Künstler, Wilhelmistaße 92. Eonntags 11 bis 2 Uhr, Wochentags 10 b.s 4 Uhr. 50 Pfennig Entree. Sternwarte, Gndeplatz 8a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarie. Invalidenir. 67-62. Geöffnet von 6 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends, Entree 50 f. Buschlag für Theater von 50 f. bis 2 M.- Aquarium: Echadowfir. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf., an jedem Gastan's Panoptitum, Friedrichlegten Gonntag im Wionat 25 f. Uhr. Gmittspreis 60 f. Paffage= firaße. Geöffnet 10-10 Panopiitum 10 10 Uhr. Eintrittspreis 50 f. Marine= panorama, Am Lebrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree 50- Raifer Panorama, Paffage( Unter den Linden). G.öffnet von 9 Uhr Mor, es bis 10 Uhr abends. 800 verschiedene die sen, LandschaftsFilber. Jede Nese 20 2 f.- 80010gifcher Garten, Lüyowuser= Gonntags 60 f Borsig's Garten mit Palmenhaus, AltAusbruch einer Epidemie ausgesetzt. Der Bericht ver: Reichs Versicherungsamt. Der Holzträger Heierts war Iangt: 1. Strenge Beaufsichtigung der Neubauten in an einem außergewöhnlich heißen Sommertage damit beschäftigt, hygienischer Beziehung; 2. Herstellung voll billigen ein mit Brettern beladenes Schiff zu entleeren. Als er abends fleinen Wohnungen für Arbeiter; 3. Unterstühung aller Genossen- um 6 Uhr eine Pause machen durfte, wandelte ihn das begreifschaften, welche den weck verfolgen, billige und gefunte Arbeiter bare Verlangen an, seinen schweißtriefenden Körper zu erfrischen; wohnungen herzustellen, durch theilmeisen oder gänzlichen Erlaß er begab sich zu dem Zweck auf ein in der Nähe liegendes Schiff, der Straßen- und Auffüllungskosten. Es wird ferner verlangt, entkleidete sich und sprang ins Waffer. Das beabsichtigte erfrischende daß einzelne Bezirke oder Straßen vorgesehen werden, in denen Bad, das nach seiner Auffassung ihn zu weiterer Arbeit fräftigen die offene Bauweise oder Vorgärten oder Beides vorgeschrieben sollte, gereichte Heierts zum Verderben, er ertrant, wahrscheinlich wird. Man empfiehlt bei der Planlegung des Riedfeldes eine infolge eines Schlagfluffes. Seine Hinterbliebenen erhoben nun Untertheilung allzu großer Blöcke durch Zwischenstraßen eintreten bei der Speditions, Speicher und Kellerei- Berufsgenossenschaft, au laffen. welche in Frage fam, Rentenansprüche. Dieselben uurden jedoch Moabit 86-86. Gintrittspreis 60 f. Ge Hohenzollernmäntel, Schuwaloffs, Paletots, Joppen, Schlafröcke, Anzüge 2c. in allen Façons und Farben Carl Zobel, Kopnickerstrasse No. 121, ( für jede Figur passend), empfiehlt Grösstes Herren- und Knabengarderoben- Lager des Süd- Ostens. Die Preise sind streng fest und an jedem Gegenstand deutlich in Zahlen vermerkt. Ich verpflichte mich, jeden Artikel in befferer Ausführung und bedeutend billiger zu liefern, als die sogenannten Ausverkäufe und Reklame- Geschäfte. T 36552* Für Bestellungen nach Maaß reichhaltigste Auswahl der neuesten u. besten Stoffe aus dem In- und Ausland. Anerkannt nur gute Arbeit, eigene Fabrikation, elegante Façons, tadelloser Sitz. 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Glocke in Verlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.