Nr. 139. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats Itch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. 印 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Wie es im Offen zugeht. Am 1. April 1880 ist eine statistische Aufnahme der russischen Universitätsverhältnisse erfolgt, acht Jahre später find die Ergebnisse dieser Erhebung veröffentlicht worden. Geschwindigkeit ist keine Hererei, das ist die Losung vorderrussischer und hinterrussischer Statistiker. " Donnerstag, den 18. Juni 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. betrug im Jahre 1888 32 676 601 Rubel, für das Kriegsministerium 208 412 108, für das Marineminifterium 39 594 424 Rubel..... steht es beim Volke der Dichter und der Denker? Universitäten Jedennoch Rußland ist das Reich der Barbarei. Wie und höhere Schulen ein Monopol der besitzenden Klassen, die Hochschulen die Brutstätte des Streberthums, und die Arbeiterklasse die Erbin der großen Hinterlassenschaft deutscher Philosophie, deutscher Wissenschaft, die Arbeiter Klasse die Trägerin der großen Ideen der wahren Zivilisation, die Bannerträgerin der zukünftigen Gesellschaft. Berlin, 17. Juni. politischen Fortschritts schuf, mußte Salt gemacht werden. Der Zar braucht lammfromme, stumpfe Popen, die dem Volke die Religion des stlavischen Gehorsams, der Alles erduldenden Knechtseligkeit erhalten. Und so verfügte denn der für die Fortpflanzung der Popenschaft besorgte Unterrichts" minister( canis a non canendo), daß den 3öglingen der Seminarien die Universitätspforten zu verschließen feien. Die oben mitgetheilten Zahlen zeigen, daß die BourUnsere Leser wissen, welche Rolle in der sozialen Begeoisie, die der Kaufmannsstand darstellt- sie ist erst im wegung des Zzarenreiches die akademisch Gebildeten spielen. Werden begriffen nach unserer Auffassung, noch nicht Die revolutionären Ideen finden ihre Verfechter und genügend die Nothwendigkeit der höheren Bildung würdigt", Propagandisten in der Universitätsjugend, von der Hoch- um mit Follos zu reden. Auch der Adel entschloß schule kommen die begeistertsten, scharfsinnigsten und sich, wie unser Gewährsmann ausführt, nur zögernd zu der energischsten Feinde der orientalischen Willkürherrschaft, die universitären Ausbildung seiner Söhne, weil er bis jetzt Dolififthe ebersicht. jede Regung des politischen Lebens mit schamloser Brutalität noch in den militärischen Erziehungsanstalten eine Verniederschlägt, die Bergwerke Sibiriens mit Freiheitskämpfern sorgung seiner Söhne durch den Staat genießt." Beamtenbevölkert, die qualvollsten Leiden für die Gefangenen aus- söhne, Sprößlinge von Handwerker- und Kleinbürgerheckt und den Groll gegen das herrschende System riesen- Familien und bis zu dem bereits erwähnten Verbot Ordnung angenommen zum großen Aerger der konser Auch das Herrenhaus hat die Landgemeindehoch aufacht. Knute und Kosackenlanze, die todbringenden Söhne von Geistlichen bildeten das stärkste Kontingent von vativen Donquixotes, welche sich der Hoffnung hingegeben Gruben von Kara und die mörderischen Kasematten der Hochschulbesuchern. hatten, das Gesetz noch in letzter Minute zu Fall zu bringen. Peter- Paulsfefte, Peitschenhiebe und Galgen, das sind die Kulturmittel des selbstherrlichen Rußlands. Die ver Das sind zumeist Leute, die obwohl Vertreter der Nun, die Herren werden sich bald trösten, sie werden einzweifelte Nothwehr der schmachvoll Unterdrückten, der zähe, Bolle stehen, Verständniß für sein Empfinden, seine Leiden, an mittelalterlichem Plunder irgend gerettet werden konnte, " Intelligenz" doch in innigerem Zusammenhange mit dem sehen, daß Alles, was am Ende des 19. Jahrhunderts noch raftlose, enthusiastische Widerstand, die Erfüllung der Köpfe seine Sprache haben, das sind Lente, die, und das giebt den auch gerettet worden ist. Wenn ein so rein und zweifelsmit den Gedanken des westeuropäischen Sozialismus, das Ausschlag, durchgängig selbst einen harten Kampf um's Dasein ohner Reaktionär und Junker, wie Herr von Buttkamer find landläufige Thatsachen. Die amtliche Universitätsstatistik giebt uns Aufschluß zu führen haben. sozialistengesetzlichen Andenkens, begeisterte Loblieder auf über die gesellschaftliche und wirthschaftliche Lage der studi Das ergiebt sich zur Genüge aus den Mittheilungen die neue Landgemeinde- Ordnung fingt, dann kann dieselbe doch gewiß nicht so schlecht sein für die Herren Seatrenden Jugend und lehrt uns die Vorgänge im Dsten da über die Vermögensverhältnisse der Studirenden. Jm tionäre durch um so besser verstehen. Die erste Frage, welche sich Jahre 1880 gab es unter 8193 Studenten nur 5011 oder und Junker. Veiläufig find jene Loblieder uns aufdrängt, ist: Aus was für sozialen Gruppen rekrutirt 61 pet., die das nöthige Geld zur Entrichtung der damals des Herrn von Puttkamer die glänzendste Wider mur 50 Rubel jährlich betragenden Studiengelder besaßen, sich die Zuhörerschaft der Universitäten? der legung Legende vom Da erfahren wir, daß 23,5 pet. sämmtlicher Studiren 1607 oder 19,6 pét. hörten unentgeltlich, 59 zu einem herab der schlagendste Beweis für die Thatsächlichkeit des den Söhne von Beamten, 23,4 pCt. aus dem geistlichen gesetzten Preis und 1516 oder 18,5 pCt. bezogen Stipendien." Systems Bismarck ohne Bismard". Stande, 23,1 pct. aus dem erblichen Adel hervorgegangen in Charkow konnten nur 35,5, in Odessa nur 29,2 pt. seiner Person darstellt, so ist es unser Buttkamer, der sehr Wenn es einen Mann giebt, der dieses System in find. Aus dem Kaufmannsstande sind mur 9 pet. aller ihre Universitätsgelder entrichten. Gerade unter den Universitätshörer hervorgegangen, aber Söhne von Klein- Söhnen von fleinen Beamten", sagt Jollos, des gut, in einer seiner berühmten Posen, das Wort Ludwigs bürgern und Handwerkern gab es 12,4 pCt., aus dem Bauern- niederen Klerus, von Handwerkern und selbst Bauern des Vierzehnten also modernisiren könnte: stande waren 3,3 pCt. der Studenten: die übrigen, ungefähr äußerte Lust zur Universitätsbildung Das System bin ich." Wir wünschen dem System Glück zu Herrn von Butt 5 pCt., stammen aus verschiedenen, nicht näher bezeichneten und schreckte selbst vor bewunderungswürdigen Opfern, gesellschaftlichen Schichten oder es sind Ausländer. Es sei sogleich vor Hungern und den größten Entbehrungen nicht zurück." kamer, und Herrn von Buttkamer Glück zu dem System. hinzugefügt, daß die Ziffern betr. des geistlichen Standes Der Zarismus antwortete auf diese geistige Bewegung mit einen Zustand kennzeichnen, welcher der Vergangenheit an- gewohnter Infamie, indem er durch die neue Universitätsgehört. Bis vor wenigen Jahren hatten nämlich, wie ordnung die Eintrittsabgaben und die jährlichen Zahlungen thut!" denkt inzwischen noch die„ Kreuz- Zeitung". Sie ist Dr. Jollos in den Konrad'schen Jahrbüchern" des Näheren erhöhte und Kollegiengelder einführte, so den Unbemittelten ob der Landgemeinde Ordnung ganz aus dem Häuschen. ausführt, die Böglinge der Pfarrerseminarien Zutritt zu den Weg zur Hochschule verrammelnd. den Weg zur Hochschule verrammelnd. Den Juden er- Vor allem erregt es ihren Grimm, daß das ausschließliche den Universitäten, und ein großer Theil dieser Theologen schwerte man den Universitätsbesuch durch die härtesten Wahlrecht der Besizer eine Einschränkung erfährt, obwohl das Schwergewicht bei den Wahlen noch vollauf bei den zog es vor, statt nach Ablegung der Seminarstudien eine Maßregeln. Besitzenden bleibt. Sie droht mit dem Umsturz der Monarchie. Das fromme Junkerblatt schreibt: ein Theil " Pfarrerstelle zu erwarten oder in die höhere geistliche Es leuchtet ein, daß der Despotismus trotz aller dieser Akademie einzutreten, mit Aufgabe ihres Berufes Medizin Kniffe den Fortschritt des sozialen Gedankens, der politischen oder Naturwissenschaften oder die Rechte an einer Universität Befreiung auf die Dauer nicht aufhalten wird. Daß inzu studiren. Dieser gefährlichen Bewegung, welche das deß die Schreckensherrschaft des Zarenthums den TerroPfaffenthum bedrohte und statt des zur Stützung der rismus der Unterdrückten erzeugt, wer möchte daran zweifeln? Das Ausgabebudget für die russischen Universitäten Reaktion nöthigen Nachwuchses Rekruten des sozialFeuilleton. Nachdrud verboten.] Die Falkner von St. Vigil. ( 87 Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Saweiche L. " " neuen Kurs" und ,, Und der König absolut, wenn er unfern Willen Wer in der letzten Zeit, so schreibt man uns, sich unter der Landbevölkerung bewegt hat, muß geradezu erstaunen über die herrschende aufgebrachte Stimmung gegen die Landgemeinde- Ordnung, und über die Größe des Interesses, mit welchem die ländlichen Besitzer, klein und groß, die einzeldaß er an Stelle des Ambros in das Erbe des Kloster- damit es Dir wohl ergehe. Ich will wünschen, daß Du hofes treten sollte. Die patriarchalischen Anschauungen der dem Jerg eine bessere Frau wirst, wie Du gegen mich als Beit hatten daran wohl eben soviel Antheil wie die per Tochter gewesen bist." sönliche Zuneigung zu den Geschwistern. Herrschaft und Lisei's bleiches Gesicht röthete sich ein wenig. Gesinde bildeten eben eine geschlossene Gemeinschaft und" Was ich dem Jerg heute vor Gott geloben werde, das mußte ein schlechter Dienstbote sein, der die Ehre das werd' ich auch halten," sagte sie. Aber den Spruch seines Hofes nicht wie seine eigene empfunden und ver- hab' ich immer im Herzen getragen. Ich habe Dich immer treten hätte. geehrt und mein größtes Unglück ist immer gewesen, daß Unterdessen war Lisei in die Wohnstube gegangen, wo Du von meiner Liebe nichts hast wissen wollen. D. sie, auf das Erscheinen des Vaters wartend, den sie in seiner Vater, wenn Du mich je nur ein Wenig hättest lieb haben austoßenden Schlafkammer sich räuspern und bewegen hörte, mollen!" " " Als sie sich endlich erhob, leuchtete der ganze Himmel in Rosengluthen und goldenen Tinten. Neber dem Col ihren Hut ablegte und sich still niedersetzte. Sie brauchte nicht ,, Worte habet ihr Alle genug, Du und Deine Brüder," de Rü erhob sich in stiller Feierlichkeit und Majestät die lange zu harren. Schwerlich aber war sie es, die der runzelte der Klosterbauer die Stirn. Aber ich weiß, was das Strahlenkrone des ewigen Lichtes. Die Thränen Lisei's Klosterbauer an diesem Morgen zuerst zu sehen erwartet hinter zu suchen ist. Ihr denkt Alle nur an euch allein und waren versiegt, nur ein Glanz von ihnen schimmerte noch hatte; denn er blieb einen Moment in dem Rahmen der auf der Welt hab' ich keine größeren Feinde, als meine in ihren Augen und eine feierliche Stille und Ruhe breitete Ranumerthür stehen und völlig in die Stube tretend, fragte eigenen Kinder. Aber den Klosterbauer friegt Ihr nicht sich über ihr Gesicht. Noch brach sie von dem Epheu, der er trocken, was es gäbe? Lisei erhob die Augen, die unter. Das sag' ich Dir nochmals und jetzt ist's genug. das Grabkreuz umrankte, ein Zweiglein; danu kehrte sie sinnend auf ihren im Schooß zusammengelegten Händen mit Geh' und putz Dich an!" nach Hause zurück. dem Ephenzweige geruht hatten, und stand auf. So kann ich nicht von Dir fortgehen, Vater", entIm Dorfe begann es lebendig zu werden und auf dem" Ich wollte Dir heute zuerst einen guten Morgen gegnete sie mit sanfter Festigkeit, indem sie ihn traurig anKlosterhose fand Lifei die Mägde unter dem Beistande bieten," sagte sie fanft. schaute. Ich würde mit einem Unrecht gegen Dich, gegen einiger jungen Knechte beschäftigt, die Säulen des Vordachs Er ging stumm zu seinen Lehnstuhl und setzte sich. Sie meine Brüder und gegen mich selbst vor den Altar gehen, und den Thürrahmen mit Tannengewinden, aus deren fuhr fort, indem sie sich ihm gegenüber stellte: wenn ich Dich stillschweigend in Deinem Mißtrauen ließe. Grün Aftern in lebhaften Farben strahlten, zu Da heute mein Hochzeitstag ist, Vater, und jetzt ein und achtest Du es denn so gar nichts werth, was ich nach schmücken. Sie waren nicht wenig erstaunt, daß Lisei schon neues Leben für mich beginnt, so wollt' ich Dir abbitten, Deinem Willen in der nächsten Stund' zu thun bereik bin, so früh einen Gang gemacht hatte, wenn sie auch sonst alles, womit ich Dich bisher wissentlich und ohne es zu daß Du mir dafür nicht einmal erlauben willst, Dir zu gewöhnlich im Hause zuerst auf den Füßen war. Es waren wissen gekränkt habe. Vergieb es mir auch, Vater, daß ich sagen, was ich auf dem Herzen habe?" für Jerg teine schmeichelhaften Bemerkungen, die sie machten, mich so lange gegen Deinen Willen gesetzt habe, den Jerg Der Klosterbauer wandte sich verdrießlich in seinem nachdem Lisei mit einem freundlichen Gruß ins Haus ge- zu nehmen. Du weißt ja, warum es mir schwer geworden Lehnstuhle halb von ihr ab. Er sah denn doch ein, daß er ist, Dir in diesem Stück zu gehorchen." sie heute reden lassen müßte; aber er war entschloffen, auf ihre Worte nicht zu achten. gangen war. " " Sie standen Alle auf Seite Lisei's gegen den Bräuti- Es ist schon gut," wehrte er ab.„ Besser wär's gam, dem zu Ehren sie gewiß feine Kränze gewunden hätten, freilich gewesen, wenn Du immer den Spruch im Herzen Ja, Vater, ich habe Dich immer von ganzem Herzen dazu trugen die Knechte ihm noch einen besonderen Groll, gehabt hättest, daß Du Vater und Mutter ehren sollst, geliebt," nahm sie, unbeirrt durch seine Geberde, mit einem nen Phasen der Verhandlungen verfolgen. Die Hoffnung war| Bedürfniß zurückblieben und daß ein Gemeindesteuer- Bu-| 1000 Kilogramm gestiegen. Auch der Preis der Kartoffeln allgemein gewesen, daß das Herrenhaus wenigstens die Abschlag von 600 pCt. erhoben werden mußte, ein Sat, ist im Steigen begriffen. Der Durchschnittspreis für die änderungen des Abgeordnetenhauses annehmen würde, obgleich der von seltenen Ausnahmefällen abgesehen kaum von preußische Monarchie betrug im Januar 61,9, im auch so das Gesetz als eine furchtbare Schädigung einer anderen Stadt in Preußen ihren Bürgern zugemuthet Februar 64,1, im März 66,4, im April 72,6 und des ganzen ländlichen Gemeinwesen 3 betrachtet Ein Vergleich mit den Preisen wird. Man kann und will noch gar nicht glauben, daß dieses wird. An diesem Zuschlage nehmen natürlich auch die im Mai 77,4 m. böse Ding, welches nicht einmal durch die Nothwendigkeit er fleineren und mittleren Einkommen Theil, so daß die Minder- im Mai 1890 zeigt, daß im Mai d. J. theurer waren zwungen, sondern mehr einer liberalisirenden Laune ent- einschätzung der Großen gerade eine Beraubung der Minder- als im Mai v. J. die Kartoffeln um nicht weniger als sprungen zu sein scheint, zur That werden soll. Wir wehren begüterten darstellt. 83 pCt., Roggen um 20,4, Weizen um 21, Roggenmehl um uns, fagen fie, mit aller Macht gegen die Versuche, welche Der Oberbürgermeister von Bochum, Herr BoII- 21,4, Weizenmehl um 15,2 pCt. Da darf es nicht Wunder die Sozialdemokratie anstellt, um unsere soliden Ver- mann, bringt hierzu eine Berichtigung, in welcher er nehmen, daß zumal in den schon sonst nothleidenden Gehältnisse zu sprengen und zu zerbröckeln, und brauchen diese Behauptungen als vollständig aus der Luft genden das Elend eine unbeschreibliche Höhe erreicht. Die unfere volle Kraft dazu. Und gerade in dieser schweren kri- gegriffen(?) erklärt und sie für geeignet hält, die Bochumer Verpflegungskosten in den Armenhäusern und Waisenanstalten tischen Zeit öffnet die Regierung den zerstören Verwaltung in der öffentlichen Meinung sind bedeutend gestiegen, obwohl, was das Beklagenswertheſte und Thor, damit sie desto ungestörter unser Gemeinwesen herabzuwürdigen". Der Gemeindesteuer Zuschlag ist, vielfach eine noch größere Einschränkung im Verbrauch untergraben können. Besonders groß war das Erstaunen, daß zur staatlichen Klassen und Einkommensteuer betrage in erfolgt ist. Und doch sagt die Regierung:„ Es ist kein Herr von Putttamer, den man als eine Säule Bochum nur 220 pCt. Bei der richtigen Einschätzung der Nothstand." den Elementen des Landes mit Gewalt Thür der soliden Verhältnisse auf dem Lande be- reichen Leute würde aber Bochum mit einem Zuschlag von trachtet hatte, mit so leichtem Herzen die Intereffen desselben 100 pCt., wie er felbst in Berlin genügt, oder mit noch und 8 Regierungskommissare, tagt unter dem Vorsitz des UnterstaatsDie geheime Handwerker- Konferenz, etwa 20 Bünftler preisgeben konnte. Mir sagten noch gestern zahlreiche Paftoren weniger auskommen. Daß aber infolge jener falschen Ein- fekretärs von Rottenburg. Gin Bünftler äußerte seine Unzufrieund ältere bäuerliche Besizer auf einer Versammlung im Havel- schätzung der Reichen die kleineren und mittleren Einkommen benheit darüber, daß kein Minister, sondern nur Geheimräthe erland, daß, wenn die Landgemeinde- Ordnung wirklich durchge: boppelt so hoch belastet werden, ist auch nach der Berich schienen seien. Die Herren hatten erwartet, daß der Kaiser selbst führt und gar die Handelsverträge mit Herabsehung des Ge- Berich- schienen Beschlüsse sollen nicht gefaßt, treidezolles in Wirksamkeit treten würden, man für nichts tigung" des Oberbürgermeisters nicht zu bestreiten; ist diese die Verhandlungen leiten werde. einstehen könne! Bis jetzt sind unsere Landbewohner Thatsache geeignet, die Bochumer Verwaltung in der sondern nur eine gegenseitige Aussprache" erfolgt sein. Wir streng monarchisch und im besten Sinne konservativ. öffentlichen Meinung herabzuwürdigen", so mag fich der gönnen den Regierungskommissaren das Vergnügen, dte AusDann aber werden sie an dem guten Willen Herr Oberbürgermeister an diejenigen halten, welche diese sprache des Herrn Biehl und seiner Genossen gehört zu haben. der Regierung verzweifeln und es fann eine Thatsachen verschuldet haben. Und wer das ist, das weiß Sie selbst werden wohl das Schweigen vorgezogen haben. sehr base, besonders antimonarchische Strö die ganze Welt und das weiß auch der Herr Bürgermung sich in unsere besten Kreise hinein- meister. drängen!" Vergeblich fragt man: Und zu welchem Zwecke alles dieses? " Wie die Arbeiter, so möchte man auch die Lehrer an die Scholle feffeln, so ist der Erlaß des preußischen KultusZur Hungerkur. Der Verbrauch an Brot ministers v. Beblik zu verstehen. Die Lehrer sollen in Herr von Puttkamer und die herrenhäuslerische torn im Deutschen Reiche befindet sich seit einigen feinem anderen Regierungsbezirt angestellt werden, ohne die Majorität werden also bereits zu den Umstürzlern gerechnet. Jahren in einem auffälligen Rückgange, das ist Genehmigung der Regierung des Bezirks, in welchem sie bisDer Kaiser selbst, der den Minister des Innern wegen der das betrübende Ergebniß, zu welchem der gegenwärtige her amtirten. So soll dem Lehrermangel in den Gegenden Durchbringung der Landgemeinde- Ordnung besonders aus Herausgeber der von Professor v. Neumann- Spallart be- gewehrt werden, in welchen die Lehrer am schlechtesten gezeichnet, bahnt den Sozialdemokraten den Weg! Wohlan gründeten Uebersichten der Weltwirthschaft", Regierungs- ftellt sind, dem Lehrer aber wird die Aussicht verfürst, eine ihr Junker und Mucker, schaart euch zusammen, um die rath und Professor Dr. Franz v. Juraschet in Wien, günstige Stellung an den besser dotirten Lehrerstellen der Monarchie auch gegen den Monarchen zu vertheidigen! fommt. Der normale Verbrauch an Brotkorn ist von dem westlichen Provinzen oder der größeren Gemeinden und ersten deutschen Statistiker, Dr. Ernst Engel, auf 183,21 Kg. Städte zu erhalten. im Jahre 1885/86 von der eigenen Bodenproduktion 162,56 Kg. 1886/87 167,89 " 1887/88 176,18 " 1888/89 1889/90 147,18 138,53 " von der Mehreinfuhr 12,03 Rg. 18,69 16,14 n " 22,11 23,82 n " Gesammt Konsum 174,59 Rg. 181,58 192,82 170,24 162,35 " " " B Der Verein zur Abwehr des Antisemitismus soll bereits 8000 Mitglieder zählen, und beabsichtigt der Vorstand, ein Wochenblatt zur Förderung der Ziele des Vereins erscheinen zu lassen. Der Verein und das Blatt werden nichts weiter bewirken, als daß sie Wasser auf die Mühle des Antisemitismus schütten. Antisemitismus, Bopfthum, Agrarierthum und wie die Einzelerscheinungen der Reaktion Gesammt alle heißen mögen, können nur wirksam bekämpft wer Konsum den durch die politische und wirthschaftliche Befreiung des 184,97 Kg. Volkes. 176,08" Die Bochumer sind jetzt eifrigst an der Mohrenwäsche. pro Kopf geschätzt worden, für die Jahre 1878-1884 hat Die geflicten Schienen" waren nur eine Redefigur sich auch im Deutschen Reiche ein durchschnittlicher Verbrauch Reichstags- Ersatzwahl keinen eignen Kandidaten aufzustellen, Die Freifinnigen in Kaffel haben beschlossen, bei der des Herrn Baare- er meinte Schienen mit„ Schönheits- an Brotgetreide( Weizen, Spelz und Roggen) von 185,85 Kg. fondern für den nationalliberalen Kandidaten zu stimmen. fehlern", an denen gewisse pedantische Regierungsbeamte pro Kopf ergeben. Seitdem aber hat der Konsum folgende Für so geringfügig wird nach eigenem Bekenntniß der Anstoß nehmen, welche geflickte" Schienen aber ebenso gut Entwickelung genommen: Unterschied zwischen einem Freisinnigen und einem Nationalsind, wie die besten geprüften. Daß damit eine Bemoge= Tung der Regierungsbeamten durch die Werkbeamten liberalen erachtet, daß es für ganz gleichgiltig gehalten wird, ob man dem Einen oder dem Anderen seine Stimme giebt. zugestanden ist, scheinen die Herren Mohrenwäscher in Der Meinung sind wir auch. ihrer allerdings begreiflichen Aufregung nicht einzusehen. Und ebenso scheint es ihnen ganz entgangen zu sein, daß die Werkverwaltung, wenn sie selbst Prüfungsstempel für ihre eigenen Arbeiten anfertigte, sich auch in den Stand setzte, Die Ergebnisse der einzelnen Jahre mögen nicht als die Prüfungsstempel unbefugt aufzudrücken, also zu entscheibend anzusehen sein, weil die übernommenen und fälschen. Doch wir wollen uns auf diese Beschönigungsverbliebenen Bestände für die einzelnen Jahre nicht genau versuche, die sämmtlich belasten der Natur sind, vor läufig nicht näher einlassen. Es ist das Sache Derer, die veranschlagt werden können. Aber auch für längere Zeit räume ergiebt sich folgendes Resultat: im Besitz des Materials sind. im von der eigenen von der MehrErwähnt muß blos werden, daß zwar Herr Baare noch Jahresdurchschnitt Bodenproduktion einfuhr nicht verhaftet worden ist, dafür aber der Graveur 1880/ 81-1884/ 85 158,18 Rg. 26,79 Kg. Jansen in Untersuchung gezogen, welcher die 1885/ 86-1889/ 90 158,32 17,76 Abdrücke der falschen Stempel an Fusangel geliefert, Mit vollem Recht bemerkt zu diesem Ergebniß Herr und dadurch die Möglichkeit geboten hat, diese verbrecherischen Praktiken ans Licht zu bringen und die Juraschet:" Der Gesammtkonsum ist somit in der letzten Messerstecherei) an den„ heiligen Stätten" in Bethlehem Schuldigen der verdienten Strafe zu überantworten falls Beit unlengbar rückgängig, felbft der Durchschnitt der und Jerusalem haben, wie wir bereits mittheilten, zu letzten Jahre 1885/ 86-1889/ 90 übertrifft nicht mehr das diplomatischen Ratbalgereien geführt, die einen ziem es Strafe für solche Verbrechen und für solche Verbrecher nach Engels Individualerhebungen für die rationelle Erlich ernſten Hintergrund haben: nämlich ben uralten als Schuhmacht der giebt. Jedenfalls ist die Haltung der Staatsanwaltschaft nährung eines Menschen nöthige Quantum von 183,21 Kg. Grenzstreit zwischen Rußland, als Schuhmacht in diesem Fall allen Denjenigen ein Räthsel, die da glauben, pro Jahr und Kopf. Infolge der rasch wachsenden Volks- griechischen, und Frankreich, der lateinischen" oder römisch- katholischen Christen im die Aufgabe der Staatsanwaltschaft sei es, die Verbrecher dem strafenden Arm der Gerechtigkeit zu über- menge vermochte die einheimische Produktion trotz ver- Drient. Gin ähnlicher Streit führte vor 38 Jahren zum über- menge mehrter Anbauflächen und Einheitserträge dem Individuum Liefern, und Denen dankbar zu sein, die ihnen bei dieser keine erhöhte Verbrauchsmenge zu gewähren, ja nach un- Krimkrieg, in welchem Frankreich mit England gegen RußLand vorging. sehr nüßlichen und heutzutage auch nothwendigen Arbeit günstigen Gruten, wie 1888, 1889, wird lettere sogar Zum Krieg wird es nun jetzt wohl nicht kommen, allein behilflich sind. wesentlich reduzirt; zugleich haben die Schutzölle den VerDie Wirkungen der geflicten Schienen" machen branch fremden Getreides, besonders im ersten Jahre nach es ist immerhin von einer gewissen Bedeutung, daß Franksich bereits fühlbar. Die russische Presse nament der Erhöhung, bedeutend eingeschränkt, so daß der Gereich genöthigt ist, in einem Konflikt, der durch die russischen lich warnt cor dem Bezug deutscher Schienen und sammtkonsum nothwendiger Weise sinken und die Be Welteroberungsgelüfte hervorgerufen ist, dem Barenreiche, verlangt sogar schon ein Verbot der Einfuhr im Inter- völkerung auf minderwerthige Nahrungsmittel( Kartoffel) vor dem das übrige Europa auf dem Bauche liegt, die esse der Sicherheit des russischen Publikums. Man muß greifen mußte." Stirn zu bieten. sagen, die patriotischen Herren Großkapitalisten verstehen es, den deutschen Namen zu Ehren zu bringen. Bei Besprechung des Bochumer Steuerbrozeffes hat die Bossische Zeitung" darauf hingewiesen, daß die natürliche Folge der Mindereinschätzung der reichsten Leute war, daß die Steuereinnahmen Bochums erheblich hinter dem " " n Daß die Einschränkung im Verbrauch von Brotkorn in diesem Jahre noch mehr zunimmt, läßt sich aus dem steigen den Preise desselben erklären. Nach der„ Stat. Korr." ist in Preußen im Monat Mai im Vergleich zu dem vorher gehenden Monat der Durchschnittspreis für Weizen von 217 auf 234, für Roggen von 185 auf 201 M. pro tiefen Athemzuge abermals das Wort. Du glaubst mir Buben, der es wagte, seinem Vater frech zu trogen, als nicht; aber wenn es nicht aus findlicher Liebe zu Dir ge- Todtschläger in die weite Welt gejagt und die Dirne, die er schah, weshalb hätte ich mich denn weigern sollen, den Wolf sein Weib nennt, verrückt gemacht. Wohl Dir, daß Dich Lechner ohne Deine Einwilligung zu heirathen? Du konntest das Strafgericht Gottes gewarnt hat." mich daran nicht hindern, denn wir waren mit Deiner Zu stimmung verlobt und ich war mündig." Und der Ambros hatte Dir ein so schönes Beispiel gegeben," tomte er sich nicht enthalten, höhnisch einzuSchalten. Lisei aber erwiderte Die christlichen Mönchsprügeleien( mit orthodoxer Der gelungene Streit der Pariser Omnibuskutscher, die sich zu einem Syndikat einer Gewerkschaft zusammengethan haben, hat der französischen Gewerkschaftsbewegung, die ziemlich im Argen lag, einen kräftigen Anstoß gegeben. Eine ganze Anzahl von Gewerben find im Laufe dieser Tage zu Syndikaten zusammengetreten und gehen lassen möchte, ohne ihr den schwersten Gang ihres Lebens durch ein Wort der Vergebung zu erleichtern, überkam es ihn, daß er nicht verzeihen föunte, ohne sich selbst schuldig Sollte er bei sich selbst Lisei Recht geben zu bekennen, und sich vor dem Richterstuhle des eigenen Gewissens des Eigennutes, und der Lieblosigkeit und Härte gegen seine Kinder anklagen? Das gewann er nicht über sich. Und hatte er Unrecht, so durfte er es nicht zugeben. Der Klosterbauer hatte nie Unrecht. " Ja, das hat es, aber anders als Du meinst," versetzte Lisei mit leiser Stimme. Ich sah, wie Du unter den Folgen Deiner Härte gegen Ambros littest, nicht weil Du ihn liebtest, sondern weil er Dich mit seinem Un gehorsam und Trozz in dem getroffen hatte, woran Dein Herz allein hing: in Deinen Absichten mit dem" Steh auf," murrte er endlich und Lisei gehorchte und " Bu der Zeit von der ich red', kannte der Ambros Klosterhof, und weil er in seiner trotzigen Liebe juft die wartete, daß er weiter spräche. Als es nicht geschah, sagte taum erst die Stafi. Nachher hat der Wolf, wie sehr er Tochter Deines Feindes sich auserwählt hatte. Wenn ich sie mit zitternder Stimme: mich auch liebte, nie mehr mit mir davon gesprochen. Dich nicht liebte, Vater, würde ich je bemerkt haben, wie Ich begreif' ja, daß es Dir schwer wird, dem Brosi Dazu war er zu redlich. Er wußte, daß ich Dich nun erst schwer Dich der Schlag getroffen hatte, und Du voll Un zu vergeben, daß es Dir unmöglich ist, jetzt gleich auf der recht nicht wider Deinen Willen verlassen würde. Und frieden warst in Dir selber? Ja der Ambros hat sich schwer Stelle und ganz zu verzeihen. Darum verlang' ich nichts weil ich Dich lieb habe und den Ambros, darum soll mich an Dir vergangen, schwerer noch an Anderen. Schau, wie von Dir, als ein einziges Wort, daß Du Deinen Groll der Jerg heimführen. Verzeih' mir, Vater, daß ich es sage, meine Mutter ist gestorben, da habe ich mir gelobt, daß ich zurückdrängen willst, daß Du mir erlauben willst, später wieder aber weder Dein Befehl, noch Deine Strenge haben mich ihre Stelle vertreten wollte an meinen beiden Brüdern nach mit ihr darüber zu reden. Ich liebe Dich und den Ambros dazu vermocht, wie sehr es mich auch schmerzte, daß ich Dir besten Kräften. Und wenn ich des Brosi wirkliche Mutter so sehr, daß es mir gewiß gelingen wird, Euch miteinander nicht gehorchen konnte. Ich wäre, wie der Ambros, vom wäre, ich könnte das Schwert um seines Thuns willen nicht auszusöhnen. Und der Ambros ist gewiß schon heute nicht Hofe gegangen, denn die Trene, die ich dem Lechner aus schmerzlicher in meinem Herzen tragen. Darum hab' ich mehr der Alte. Was er durch seinen Leichtsinn und seinen freien Stücken gelobt hatte, stand mir zu höchst, wenn Gott mich unter allen Schmerzen um ihn gefragt, ob nicht gut Jähzorn über sich gebracht hat, ist ja so schrecklich, daß er es nicht anders gewollt hätte." zu machen ist, was er gethan hat? Da hab' ich den Wolf in sich hat gehen müssen. Als ein Besserer wird er zu uns Gott? Gott? rief der Alte, indem er sich wieder seiner gebeten, daß er mich meines Wortes frei giebt, und er hat zurückkehren und ich bitte Dich, Vater, stelle Dir doch nur Tochter voll zukehrte und mit beiden Händen die Lehnen es gethan und Hannes, der ein Diener Gottes ist, hat mich vor, was für ein prächtiger Mensch er sonst ist und wie feines Stuhls packte. Ich glaub's wohl, denn ich hatte darum gesegnet und fuiet in diesem Augenblick vor dem Ge- Du mit Recht immer so stolz auf ihn gewesen bist! Wer Dich zur Erbin des Klosterhofs eingesetzt, unter der Be- kreuzigten und betet, daß mir mein Vorhaben gelingen möge. ist im ganzen Thale, der ihm gleich käme?" dingung, daß Du den Jerg heiratheft." Da hab' ich Jerg meine Hand zur Sühne geboten, und so Es schien ihr, als ob sein hartes Auge milder würde bitt' ich Dich jetzt, Vater, nimm mein Opfer an und vergieb und sie schlang ihren rechten Arm schmeichelnd um seinen Hals und füßte ihn auf die Wange. Es war der erste dem Ambros seine große Schuld an Dir!" Mit Thränen in den Augen kniete sie vor dem Kloster- Kuß, den sie in ihrem Leben dem Vater zu geben wagte. bauer nieder und erhob flehend die Hände zu ihm. Da stieß er sie rauh zurück und rief: Heilige Jungfrau, hilf mir!" stieß Lifei schmerzlich heraus, indem fie die Hände zur Decke erhob. Erregt fuhr fie fort: ,, Nein, Vater, denn Gottes Langmuth war erschöpft und sein Born ergoß sich über uns Alle. Du hattest den Brosi aus dem Hause gestoßen um seiner Liebe willen; Du hattest dem Wolf Dein Manneswort gebrochen, aus Haß gegen den Ambros, und aus Haß gegen ihn wolltest Du mich zwingen, den Jerg zu heirathen. Nur an Dich allein dachtest Du; Deinen Willen durchzusehen, das war Dir das Höchste. Da brach das Strafgericht Gottes herein." Und es hat gerecht gerichtet," sagte der Klosterbauer mit starker Stimme und flimmernden Augen. Es hat den # Er drückte sich in die tiefste Ecke seines Lehnstuyles, indem er den linken Arm mit der gebalten Faust sest über die Brust legte, und sah sie unter den zusammengezogenen Brauen scheu, mißtrauisch, stechend an. Es regte sich etwas in seinem Herzen, das ihm neu war; aber das alte Mißtrauen wollte es nicht aufkommen lassen. Er schwieg, und während Lisei mit aller Herzensinnigkeit, deren sie fähig war, fortfuhr ihn zu bitten, daß er sie nicht mit Jerg zum Altar Meinst Du, mit solchen Weibskinsten mich zu fangen?" " Und ist das alles, was Du mir auf meine Bitten zu antworten haft?" fragte Lifei verzagt. Kann Dich denn nichts erweichen, Vater?" Entschlossener fuhr sie fort: Aber Du darfst mich nicht abweisen. Du mußt die Sühne annehmen, die ich Dir biete." " Ich muß?" fragte er weniger höhnisch als verwundert und" maß seine Tochter mit hochgezogenen Brauen. War haben denselben durch gerichtliche Eintragung die Rechts- wohlthaten des Syndikatsgesetzes gesichert. Latifundia Rom am perdidere, die Latifundien, die Zusammenfassung großer Ländereien im Einzel- besitz, haben Rom zu Gninde gerichtet, so lautete der Klageruf schon beim Untergang der alten römischen Republik. Italien, eins der von der Natur gesegnetsten Länder, ist die |>eimath des größten Elends. Die Umgebung Roms, die römische Kampagna, ist der Sitz der Malaria, eines bös- artigen Fiebers. Die Frage der Verbesserung der römischen Kampagna beschäftigt gegenwärtig die italienische Deputirten- kammer. Die Landschaft wird von den großen Besitzern als Weideland benutzt und so als dauernder Sitz der verheerenden Krankheit gepflegt. Es wird zur Beseitigung derselben eine planmäßige Kultur des Landes erfordert, und zu diesem Zwecke verlangt der Abg. Menotti, daß diejenigen Grund- befltzer, die weder selbst noch durch andere ihren Besitz in der römischen Kampagna kultiviren wollen, expropriirt werden. So trägt die kapitalistische Wirthschast in sich selbst die Nothwendigkeit ihrer Beseitigung.— Die belgische Regierung giebt sich die größte Mühe, den Kongoskandal zu vertuschen. In dem Prozeß Becker-Valcke— zwischen zwei belgischen Offizieren, die im Kongoland gedient und einander der schmählichsten Dinge beschuldigt haben— sollte vorige Woche vor dem Zivilgericht Verhandlung sein; der Termin ward aber plötz- Uch aufgehoben und die Sache vor das Militärgericht ver- wiesen. Natürlich hat dies einen sehr ungünstigen Ein- druck gemacht, zumal auch ein amerikanischer Offizier, Williams, der in Diensten der Kongogesellschaft stand, über das Treiben im„dunkeln Welttheil" haarsträubende Mittheilungen gemacht hat. Hiernach hätten die europäischen 'Zivilisatoren" dort alle Laster der Eingeborenen an- genommen und von unserer„Kultur" nur das R a f f i n e- m e n t des Lasters hinübergebracht— was mit den Mel- düngen aus anderen afrikanischen Kolonien überein- stimmt. Die Session des englischen Parlaments eilt dem Ende zu, und der„Bethleheniitisd)e Kindermord", d. b. die Abschlachtung der unbequemen oder aus anderen Gründen nicht erledigten Anträge hat schon begonnen. Der Antrag (die Bill) Cunningham Graham'3 auf Einführung des A ch t st u n d e n t a g e s ist unter den Opfern— er wurde vorgestern mit 233 gegen 88 Stimmen dem Papierkorb überantwortet. Auf Seiten der Regierung, die natür- lich für Beseitigung der Bill ist, stimmten u. A. die „Arbeiterführer" B u r t und Macdonold,-» alte Gewerkschaftler, die der liberalen Bourgeoisie seit Jahr- zehnten Hand- und Spanndienste leisten.— Dem Omnibuskutscher-Streik in London ist ein Streik der Wäscherinnen gefolgt. Das Bedeut- same liegt darin, daß von Neuem offenbar wird, wie das Bewußtsein der Klasseulage und die Einsicht von der Roth- wendigkeit der Organisation in immer weitere Kreise des Proletariats dringt— und namentlich auch in diejenigen, die bisher für nicht organisationsfähig galten.— Aus England geht uns folgender Appell an die deutschen Arbeiter zu: Seit einiger Zeit befinden sich 7Sc> Ziegel-Arbeiter, die Mitglieder der National Union of GaSworkers and General LabourerS sind, gegen ihre Meister im Streik. Die Arbeiter verlange», daß die Fabrikanten ihr Ver- sprechen einlösen, wonach sie einen bestimmten Lohn zahlen wollten, sobald der Preis der Ziegelsteine in die Höhe gehe. Nun ist der Preis der Steine gestiegen, und zwar steht er höher im jetzigen Augenblick, als er ze in den letzten fünfzehn Jahren gestanden hat, dagegen ist der Lohn niedriger, als er im Laufe der letzten elf Jahre war. Die Arbeiter verlangen ferner, daß die Meister nicht das Recht haben sollen, ohne vorherige Kündigung die Arbeiter zu entlassen wie bisher, während die Arbeiter eine Woche Kündigungsfrist innehalten müssen. Abgesehen von diesen Forderungen verlangen die Arbeiter, daß das auf ihre» Lohn zurückbehaltene Geld(L ä~ 20 Pf. per 1000 Stück Ziegel) ausgezahlt werde, gleichviel ob sie selbst gekündigt oder von den Meistern entlassen wurden und daß es in Krankheits- oder Todesfällen ihren Frauen und Kindern ausgezahlt werde. Dieses Geld. welches als eine Art„Kaution" gegen böswilliges Verlassen der Arbeit denn das dieselbe Lisei, die sonst vor einem zorniaen Blick und Wort von ihm scheu und stumm zurückgewichen war? Eine Flamme überloderte Llsel's ganzes Gesicht und mit bewegter Stimme sagte sie:_ „Ich hin heut früh am Grab' meiner Mutter gewesen und Hab' gebetet, daß sie im Himmel bei den Heiligen Für- bitte für mich thun möchte, aus daß ich den Weg zu Deinem Herzen finde. Und ihr ganzes Leben ist an mir vorüber- gegangen und ich Hab' gebetet, daß die Mutter Gottes nur Kraft gebe, das schwere Kreuz zu tragen, das ich von heute an auf mich nehmen wollte; denn Du weißt, daß ich den Jcrg nicht lieben thu! Wenn Du entschlossen bist, dem Am- bros nimmer zu vergeben, warum soll ich das Kreuz auf mich nehmen? Ich begehre ja nichts für mich. Wenn Du ent- schloffen bist, dann freilich, Vater, dann müssen sich unsere Wege heut scheiden. Aber ich weiß, daß ich Dich erbitten werd'. Denn wie ich so gebetet hatte, da wurd' es zuletzt in mir ganz still, wie in der Kirche, und alle Unruhe und Angst war von mir genommen. Es hat mich angeweht wie ein heiliger Athem." Sie richtete ihre schlanke Gestalt hoch auf und mit leiser, doch klarer Stimme redete sie weiter, während ihre grauen Augen wie Regentropfen vor der Sonne er- glänzten. „Es ist Keiner unter uns Allen, die wir den Namen Falkner tragen, der ganz rein von Schuld ist an dem Un- glück, das auf uns ruht, nicht ich, nicht Hannes, noch Am- bros, nicht Du, Vater, und nicht die Tobte. Wir Alle haben durch unsere Selbstsucht den Zorn Gottes heraus- beschworen und wir Alle werden zu Grunde gehen, wenn wir nicht einander vergeben und verzeihen. Aus Liebe zu Dir, aus Liebe zu den Brüdern, will ich das Kreuz auf wich nehmen. Ich verlange kein anderes Gluck vom Leben, als daß ich Eurer Aller Hände zum Frieden ineinander legen darf. Dann wird der Zorn Gottes gesühnt sein. Laß wich nicht ohne Hoffnuna aus der Stube gehen, sonst stürzt alles zusammen. Treib' mich nicht von Dir, wie Deine Sohne..Habe doch Barmherzigkeit mit Dir selbst! Rur ein -mziges Wort, Bat«! Rein, gieb mir blos die Hand. zurückbehalten wird, fließt jetzt in die Taschen der Kapitalisten, sobald der Arbeiter auch nur einen Tag vor dem Schluß der Saison weggeht, entlassen wird, krank wird oder stirbt. Die geringste Hilfe vom Kontinent wäre den Arbeitern jetzt doppelt willkommen. Nicht nur deswegen, weil sie ihnen die Fortführung des Lohnkampfes ermöglicht, sondern auch als kräftiger Beweis des Solidaritätsgefühls der Arbeiter; eine mächtige Waffe gegen alle Jene, die gerade gegenwärtig alles aufbieten, um den alten Haß gegen Ausländer wieder ins Leben zu rufen. Die Union nimmt jede Hilfe dankbar an und wird die- jenigen nicht vergessen, die sich ihrer streikenden Mitglieder in der Zeit der Roth annahmen. Da Geldeinzahlungen nach England nicht statthaft sind, wären etwaige Unterstützungen„Einschreiben" zu senden an die Head Offices, Barking Road 144. E. London. Gegen die Kornzolle. Halle, 15. Juni. Gestern sprach hier in stark besuchter Volksversammlung Reichstags- Abgeordneter Stolle gegen die Kornzölle. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: „Die heutige Versammlung erklärt sich für die Nothwendigkeit einer sofortigen Beseiligung der Getreidezölle, da dieselben den armen Mann in eine drückende Nothlage versetzen, indem sie ihm sein Haupt-Nahrungsinittel, das Brot, in großartigem Maßstabe vertheuern und der Ertrag dieser Steuer in der Hauptsache in die Taschen der Großgrundbesitzer fließt. Die Versammlung er- wartet daher von der Regierung und dem Deutschen Reichstage, daß in dieser Frage in Bälde Wandel geschaffen werde, da sie die Getreidezölle für ein schreiendes Unrecht hält." Quedlinburg. Hier fand am 15. Juni eine Volks- Versammlung in dem noch im Rohbau befindlichen Saale des „Goldenen Ankers" statt. In der Versammlung, welche von ca. 300 Personen besucht war, referirte Reichstags-Abgeordneter A. Heine über die Kornzölle. Die vom Parteivorstand vor- geschlagene Resolution wurde mit allen gegen 3 Stimmen ange- nommen. Duisburg, 15. Juni. Am 13. d. M. referirte Genosse Jenp aus Gelsenkirchen in der Vereinsversammlung des hiesigen all- gemeinen Arbeitervereins, welche von etwa 150 Personen besucht war, über die Kornzölle und die Reichsregierung. Es wurde hierauf die von der Parteileitung vorgeschlagene Resolution ein- stimmig angenommen. Alsdann fand eine Diskussion statt; der überwachende Polizeibeamte fühlte sich hierbei veranlaßt, die Forderung an den Vorsitzenden zu stellen, daß die betr. Redner von dem Tische des Herrn Beamten aus sprächen, ohne solches jedoch in irgendwie zu begründen. Als der Vorsitzende den Beamten sodann aufmerksam machte, daß er zu dieser Maßregel durchaus nicht berechtigt sei, gebot der Beamte Feierabend. Durch Zurufe weiter aufmerksam gemacht, daß er nicht der Wirth des betr. Lokals sei, nahm der Beamte nunmehr Veranlassung, die Versammlung, welche durchaus ruhig und fachgemäß verlaufen, aufzulösen. Gegen dieses gesetzwidrige Verfahren des Polizei- beamten ist der Beschwerdeweg beschritten. Suhl. Eine am Montag, den 15. Juni, Hierselbst tagende von ca. 350 Personen besuchte Volksversammlung nahm nach einem Referat des Genossen Peus-Berlin über die Kornzölle und die Stellung der Sozialdemokratie die vom Parteivorstande vor- geschlagene Resolution einstimmig an. Freisinnige und christlich- soziale Gegner waren wohl anwesend, aber trotz wiederholter Aufforderung ergriff keiner von ihnen das Wort. Memel, 15. Juni. Am Sonntag, den 14. d. M., fand bier- selbst eine von 500 Personen besuchte Volksversammlung statt. Referent war der Reichstags-Abgeordnete Genosse Schnitze aus Königsberg. Es war dies seit lange» Jahren die erste Volks- Versammlung, die in Memel stattfand. Die Versammlung verlief musterhaft, die Ausführungen des Redners wurden sehr oft durch großen Beifall unterbrochen und die im„Vorwärts" veröffent- lichte Protestresolution gelangte zur einstimmigen Annahme. Zum Schluß stimmten alle Anwesenden begeistert in ein Hoch auf die Sozialdemokratie ein. Diese Versammlung zeigte, daß es auch hier an der russischen Grenze unter der Bevölkerung zu dämmern anfängt. BreSlnn, 16. Juni. Wieder wurde eine Anzahl von Volks- Versammlungen in Schlesien mit der Tagesordnung:„Gegen die Kornzölle", abgehalten. In Leubusch auf dem platten Lande— etwa zwei Stunden von Brieg— referirte K u n e r t. Es war dies überhaupt die erste öffentliche Versammlung, welche in dem Orte veranstaltet wurde. Zwei Volksversammlungen „unter freiem Himmel" hatten die behördliche Genehmigung früher nicht erhalten. Ebenso war die Abhaltung einer öffentlichen Versammlung vor einiger Zeit durch die Wortbrüchigkeit des zum Zeichen, daß Du versuchen willst, dem Ambras zu ver- geben." Nur einmal hatte der Klosterbauer die Augen zu Lisei aufgeschlagen, dann waren sie zu Boden gesunken und dort haften geblieben. „Liebe, Liebe!" kam es jetzt aus seinem Munde.„Ich glaube nicht daran.Micht Eines von Euch hat mich geliebt; denn Liebe ist gehorchen ohne Bedingung." „Vater," schrie Lisei im tiefsten Schmerze auf. „Bedingung gegen Bedrngung denn," fuhr er, ohne darauf zu achten, fort und hob die Augen wie mit Mühe zu ihr auf.«Schaffe mir den Ambras her und wenn er auf dieser Stelle vor mir auf den Knien liegt, wo Du ge- kniet hast und mich rqulyüthig bittet: vergieb mir! dann — dann will ich zuschauen,.ob ich's kann!" „Heilige Mutter Gottes, ich danke Dir," stammelte Lisei mit gewaltsam hervorstürzenden Thränen.„Vater, ich dank' Dir." �■ Sie ergriff seine Hand-, die er ihr anfangs entreißen wollte, und küßte sie wieder und wieder. Sein Gesicht war dabei finster wie die Nacht und in seiner Brust wogte ein Chaos. Lisei ging aus ihre Kammer. Den kleinen Epheu- zweig, den sie von dem Grabe ihrer Mutter gepflückt hatte, flocht sie helmlich in ihre stattliche Brautkrone. Viertes Kapitel. Jerg rauchte auf der Laube des Klosterhofes seine Morgenpfeife, wobei er sich mit beiden Unterarmen auf das Geländer lehnte. Es war am Tage nach der Hochzeit und für eine Morgenpfcife eigentlich schon etwas spät. Lisei war be- reits längst in dem großen Hanshalt thätig. Von der Hoch- zeit wird man in dem Thale noch lange reden. Wie wenig auch die Partie dem Ehrgeiz des Klosterbauers entsprach, o hatte er doch bei der Ausrichtung nicht gespart. St. Vigil ollte daran erinnert werden, daß er der reichste Großbauer jer Thalschaft war. Für Vefa, welche die Rolle der Haus- rau übernommen hatte, denn Lisei konnte doch nicht Braut und Wirthin zugleich sein, war es der stolzeste Tag ihres Lebens gelvesen. (Fortsetzung folgt.) Saalbesitzers unmöglich gemacht worden. Diesmal ha tten die Ge- »offen ein unter Subhastation und vollständig leersteh endes Haus für den Versammlungstag gemiethet. Jetzt kam die Versainm- lung zu Stande und nahm einen ungestörten, recht günstigen Verlauf. Die Theilnehmer an der gut besuchten Virsammlung, Männer, Frauen und Mädchen, gehörten ausschließlich der länd- lichen Bevölkerung an. Das Bureau verfügte über einen Tisch und einen Stuhl, alles stand sonst während der dreistündigen Verhandlungen; keine Erfrischung durch einen Trunk Bier oder Wasser war zu haben. In musterhafter Ruhe verharrten die An- wesenden, besonders waren es die Frauen, welche oine Aufmerksamkeit bewiesen, die man wohl als feierliche Andacht bezeichnen darf. Die Resolution des sozialdemokratischen Parteivorstandes mit dem Bebel'schen Znsatz wurden einstimmig angenommen unter dem Beifall von greisen Dorsteuten, welche begeistert riefen: Ja, wir stimmen alle dafür; es ist eine gerechte Sache. Im Kreise Waldenburg fanden drei Protestverfammlungen in Altwasser, Jauernig und Taunhausen statt. In Verden wurde nach einem Referat des Genossen G o t t l i e b aus Bremen die Protestresolution einstimmig an- genommen. Dasselbe Resultat hatte eine Versammlung in Eystrup, in welcher derselbe Redner sprach. Hemmoor-Basbeck. Am 14. Juni fand in Basbeck eine von 200 Personen besuchte Versammlung statt. Das Referat hatte I. G. Schmalfeldt aus Stade übernommen. Die vom Parteivorstand vorgeschlagene Resolution, die die sofortige Ab- schaffung der Getreidezölle verlangt, wurde einstimmig an- genommen. In Achim referirte in sehr gut besuchter Volksversammlung der Reichstags- Abgeordnete Bruhns über„die Kornzölle und die Reichsregierung". Einstimmig wurde die Parteiresolution an- genommen. In Plauen referirte in äußerst zahlreich besuchter Versamm- lung der Abg. Kaden. Die Versannnlung nahm, wie wir neulich kurz berichteten, einstimmig folgende Resolutionen an: Die am 13. Juni im Saale des„Tivoli" zu Plauen tagende öffentliche Volksversammlung protestirt gegen den Entschluß der Regierung, trotz der Brotvertheuerung die Kornzölle bestehen zu lassen. Die Versammlung erblickt in diesem Entschluß der Regierung eine schwere Schädigung der Lebensintereffen der arbeitenden Be- völkerung und ist der Ueberzeugung, daß er den Großgrundbesitzern und Kornwucherern die Gelegenheit geben wird, ihr volksver» wüstendes Treiben fortzusetzen. Die Versammlung verlangt in Anbetracht der nahezu uner- schwinglichen Höhe, welche die Brotpreise in Deutschland unter der Herrschaft der höchsten Getreidezölle unter allen Staaten Europas erlangt haben, die sofortige Aushebung dieser Zölle, die nur ein Schutzzoll der Reichen zu Lasten der Armen sind. Die weitverbreitete Arbeitslosigkeit, die in allen Gewerben und Industrien vorhandene Tendenz, die Löhne herabzufetzen, und die gleichzeitig vor sich gehende beständige Steigerung der Preise der unentbehrlichsten Lebensmittel machen die geforderte Maßregel zu einer gebieterischen Nothwendigkeit. Speziell verlangt die Versammlung, die sächsische Regierung möge sofort im Bundesrath die Aufhebung der jGetreidezölle beantragen. Das heutige Bureau wird beauftragt, diese Resolution der Reichs- und der Landesregierung zu übermitteln. Die am 13. Juni im Saale des„Tivoli" zu Plauen tagende, von zirka 1000 Personen besuchte öffentliche Volksversammlung beschlieht, aw den Stadt- Gemeinderath zu Plauen das Ersuchen zu stellen, folgende Resolution zu ihrem Beschluß zu erheben: „In Rücksicht aus den hohen Stand der Getreidepreise und die durch dieselben hervorgerufene Nothlage ersucht der Stadt- Gemeinderath und das Stadtverordneten-Kollegium die königlich sächsische Regierung, durch ihre Vertreter beim Bundesrath für sofortige Suspension und spätere Aufhebung der Getreidezölle zu wirken." III. Die am 13. Juni im Saale des„Tivoli" zu Plauen tagende Versammlung erklärt: Wenn es wahr ist, was die Agrarier sagen, daß die Landwirthschaft ohne die Zölle für sie nicht mehr rentabel sei, dann ist es Pflicht des Staates, den Grund und Boden in Gemeinbesitz zu überführen und die Bewirth- schaftung genossenschaftlich zum Wohle des gesammten Volkes zu regeln. Zwickau. Im Stadtantheil Neudörfel fand am 13. Juni eine sehr zahlreich besuchte Volksversammlung statt, in welcher Abgeordneter Stolle über die Thätigkeit des Reichstags referirte. Gleichzeitig erhob die Versammlung Protest gegen die weitere Beibehaltung der Getreidezölle; die Resolution des Partei- Vorstandes wurde einstimmig angenommen. Zur Betreibung der Landtagswahl im Kreise Zwickau-Land wurde ein siebengliedriges Komitee erwählt. Remscheid, den 15. Juni. In einer gestern Abend statt- gefundenen Versammlung, welche von über 300 Personen besucht war, wurde die Resolution gegen die Getreidezölle einstimmig angenommen. Ein größeres Lokal steht uns nicht zur Ver- fügung, da die geistige Bekämpfung hier im Abtteiben der Süle besteht. Das Gemeindekollegium Schwabach beschloß einstimmig: „Ter Stadtmagistrat soll das k. Staatsministerium ersuchen, im Hinblick auf den hohen Stand der Getreidepreise und in An- belracht der ungünstigen Ernte-Aussichten bei dem Bundesrathe die sofortige Suspension der Getreidezölle und die alsbaldige Berufung des Reichstages zur Herbeiführung eines Beschlusses hierüber zu beanttagen". Es steht zu erwarten, daß der Stadt- Magistrat diesen Beschluß annimmt. I« Würzburg wurde am Sonntag eine Protestversammlung gegen die Getreidezölle abgehalten. Die Hauvtrede hielt Re- vakteur C. O e h m e aus Nürnberg, der insbesondere auch auf die letzten Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses Bezug nahm und die Rede des uliramontanen Abgeordneten von Schalscha geißelte. Er wies darauf hin, daß außer der Arbeiter- bevölrerung gerade die fränkische bäuerliche Bevölkerung mit ihrem Kleingrundbesitze ein hervorragendes Interesse an dem Fall der Lebensinittelzölle habe, da sie stets einen Theil des Jahres hindurch gerade in der Zeit, wen» die eigene Ernte verbraucht und höhere Spekulationspreise zu zahlen find, genöthigt ist, selbst Brot zuzukaufen. Er kennzeichnete die gegnerische agrarische Agitation in Unterfranken, deren Führer er der Geltendmachmig unrichtiger Preisangaben bezichtigte, und bezeichnete die Ultra- montanen als mitschuldig au der Nichtsuspendirung der Ge- treidezölle. Zum Schlüsse wurde eine diesbezügliche Resolution angenommen. DviefTmZten vor KedÄckkwn. 100. Vergleichen Sie unsere Antwort unter S. 100. H. D., Streliycrstr. Wenn kinderlose Eheleute sich gegen- eitig unter Ausschluß der beiderseitigen Verwandten das Erb- recht sichern wollen, so müssen sie in eine», gerichtlichen Wechsel- �itige» Testament einander zu alleinigen Erben einsetzen. Der- jenige, der noch Eltern am Leben hat, muß denselben jedoch den Pflichttheil vermachen. R. Schleifer. Ilm 2. September 1883. A. Br., Gr. Frankfnrterstraße. In 15 Jahren. Theater. Donnerstag, den 18. Juni. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Schauspielhaus. Die Prüfung. Post festum. Kleine Mißverständnisse. Berliner Theater. Kean. Deutsches Theater. von Kirchfeld. Der Pfarrer Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Ein dunkles Geheimniß. Wallner- Thenter. Sohn. Das Modell. Der verlorene Tricoche Bellealliance- Theater. und Cacolet. Ostend Theater. Wasser. Berlin unter Leffing- Theater. Der Barbier von Bagdad. Adolph Ernst- Theater. Der ledige Hof. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Unferem Freunde und Genossen Carl Rülsky zu feinem heutigen Wiegenfeste ein breimaliges Soch! 893L D. A. 6. V. V. i. S. 0. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins und Umgegend. Am Montag Nachmittag verstarb unser Mitglied, Kollege Wilhelm Tilke. Die Beerdigung findet heute, Donnerstag, Nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des ElisabethKirchhofes in der Prinzen- Allee ( Gesundbrunnen) aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 317/12 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Etablissement Buggenhagen 15. Juni unfer lieber Stollege Nach kurzer Krankheit starb am am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Grport- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe Wilhelm Tilke in seinem 47. Lebensjahre. Die BeSonntag, den 21. Juni cr., Vorm. 10 Uhr: Zimmerleute! Deffentliche Generalversammlung in Norbert's Salon, Beuthstraße 22 1 Tagesordnung: 1. Welche Mittel stehen uns zu Gebote, um den fortwährenden Lohnabzügen und der Erhöhung der Arbeitszeit entgegenzutreten? 2. Eventuell Wahl einer Lohnkommission. 3. Abrechnung vom ehes maligen Gesellenausschuß. 4. Gewerkschaftliches. Pflicht eines jeden Berliner Zimmerers ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Lehmann. Ludwig. Dürre. Wolter. Gruse. Leonhard. Achtung! Arbeiter- Bildungsschule( Südschule) 58 b Evora- Bräu! Fürth. Echt Bayrisch- Bier. Nürnberg. F 30 Flaschen 3 M. In Gebinden von 17 Liter an Berlin, Lagerhof 3. Der Ausflug nach Mariendorf zu Oswald Schenfch findet am 821L] Sonntag, den 21. Juni, statt. Sammelpunkt 2/2 Uhr am Steuerhaus, Tempelhofer Berg. Zahlreiche Betheiligung erwünscht. Gäste( Herren und Damen) sind willkommen. 81 b Die Beauftragten. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 21. Juni, Vormittags 10 Uhr: Bundes- Versammlung in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Wie stellt sich der Bund zur Errichtung einer erdigung findet am Donnerstag, den Unterstützungskasse bei Sterbefällen? 2. Anschaffung einheitlicher Kontrakte 18. 5. M., Nachmitt. 5 Uhr, von der bei Abschließung von Vergnügungen. 3. Aufnahme neuer Vereine. 4. BundesReichenhalle des Neuen Elisabeth- Kirch- Angelegenheiten. hofes, Prinzen- Allee, aus statt. Insbesondere find die Rauchklubs zu dieser Versammlung eingeladen. Bentral- Krankenkasse der Töpfer. Der Vorstand. Der Vorstand. Die weitere Ausgabe der Billets und Plakate findet in dieser Versammlung statt. Außerdem sind solche auch zu jeder Tageszeit beim 1. Kassirer, Herrn G. Kleist, Waldemarstraße 48, zu haben. 318/5. Todes- Anzeige. Nach 8tägiger Krankheit starb im Alter von 47 Jahren am Montag, den 15. d. M., Nachm. 5 Uhr, unser mit 2 Köpfen.itglied und Genosse, der Töpfer Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo int Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Wilhelm Tilke. Ehre seinem Andenken. Kirchhofes( Prinzen- Allee) aus statt. Der Vorstand 83b 197/2 Achtung! I Metallarbeiter! Am Sonntag, den 21. Juni, Vormittags präzise tag, den 18. d. M., Nachm. um 5 Uhr, Die Beerdigung findet am Donners 10 Uhr, findet im Feen- Palast( Ecke Burg- ut. Wolfgangvon der Leichenhalle des Elisabeth- straße) eine grosse öffentliche Versammlung aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter und d. Arbeiter- Gesangvereins ,, Vorwärts" Arbeiterinnen statt. Dieselbe wird nach erfolgter Berichterstattung vom 3. deutschen Metallarbeiter- Kongreß zu Hiermit allen Freunden und Bekann- Frankfurt a. M. zu den Beschlüssen desselben Stellung ten die traurige Nachricht, daß meine Frau Wilhelmine, geb. Kottwitz, gestern Mittag in Lieberose verstorben ist. ( Norden). Carl Muschack, Ritterstr. 75. Danksagung. nehmen. Alles Nähere besagen Plakat und Inserat am Sonnabend. Achtung! 225/12 Hamilton- Theater die herzliche Theilnahme und die reichAllen Freunden und Bekannten für Mitglieder freier eingeschriebener Hilfskassen! jungen Leuten, welche unsere einzigfte am Sonntag, den 28. Junt, in der Aktienbrauerei Friedrichshain, Grosses Sommerfest, Konzert und Ball Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. He Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. HF Roloffaler Jubel E ber urtomischen Pantomime Drei angeführte Liebhaber. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Raffeeküche ist geöffnet. Voltsbelustigungen aller Art." Sonntag, Montag, Mittwoch Grosser Ball. E Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. 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Juni cr., Nachmittags 1 Uhr, bei Dus check in Rixdorf, Bergstraße 7, im Garten, gütigst erscheinen zu wollen. 362/20 Der Beauftragte. Achtung! Den Parteigenossen empfehle mich zur Anfertigung eleganter HerrenGarderobe. Otto Beckurts, Seydelstr. 25, Hof 3 Tr.[ 1139 b Hobelbank zu vert.( 12 M.) Müller, 216M Prinzessinnenstr. 24. Gewerkschaften Charlottenburgs Frol. Schlafstelle( 6 Mt.) b. Lange, Am Dienstag, den 30. Juni, findet eine Volks- Versammlung statt und werden deshalb alle Gewerkschaften gebeten, an diesem Tage keine Versammlung einzuberufen. 362/19 Der Vertrauensmann: Carl Pirch, Kirchstraße Nr. 7. Fachverein der Bürsten- und Pinselmacher Berlins und Umg. Sonntag, den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jatobstraße Nr. 75: 4, " 0,25 " 1, " Douai, A., BC des Wissens für die Denkenden. 4. Aufl. 0,15 Antwort an die Bekenner des Theismus " 0,10 " Dühring, E., Kritische Geschichte der Philosophie. 2. Aufl. 9, Der Werth des Lebens. 2. Aufl. " 6, " Guyot u. Lacroix, Die wahre Gestalt des Christenthums. 2. Aufl. Engels, Fr., Ludwig Feuerbach und der Ausgang der Klassischen deutschen Philosophie 0,50 " 9 • 0,30 " 0,60" " " • 0,10 " • 0,30 • 0,25 3. Verschiedenes. " Erscheinen bittet " 120/14 " . 0,50 " . 0,15 " Heigl, F., Spaziergänge eines Atheisten. 5. Aufl. Jacoby, Leop., Die Jdee der Entwicklung. 2. Aufl. 2 Bde. 8,20 Krasser, Fr., Marseillaise d. Christenthums.( 100 Gr. 3 M.) 0,05 Lassalle, Ferd., Die Philosophie Fichte's und die Bedeutung des deutschen Volksgeistes Lommel, G., Jesus von Nazareth. 12. Aufl.. Johannes Huß. 7. Aufl. Stern, J., Die Philosophie Spinoza's. brosch. 1 m., geb. 1,50 Die Religion der Zukunft. 3. Aufl. . Halbes und ganzes Freidenkerthum. 2. Aufl. Berliner Streif- Kontrollkommission Freitag, den 19. Juni, Abends 8½ Uhr: 284/8 Oeffentliche Versammlung der Delegirten in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages- Ordnung: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Hrn. Türk über Sibirien. 2. Diskussion. Um zahlreiches Der Vorstand. Nogt& Co & Co A.V UNIVERSAL albert PUT POMADE Berlin Schutzmarke. punjab биоми goldene u.silberne 892L 1. Die fernere Thätigkeit der Berliner Streit- Kontrollkommission. Re- Die in der ganzen Welt rühmlichst ferent: Former A. Körsten. 2. Die Vertreibung der von der Kommission bekannte„ Helm- Putz- Pomade" ist ausgegebenen Marken zur Ansammlung eines Fonds. Ref.: R. Millarg. nur unser Erzeugniss. Dosen mit 3. Verschiedenes. Berlesung der Präsenzliste Puntt 9 Uhr. Der Einberufer. anderen Helmen und nicht mit Tand- Dartie der polnischen Sozialisten unserer Firma weise man als werthlose Nachahmungen zurück. Fichtestr. 27. 89b Freunden und Genossen empfehle meine preiswerthen Cigarren und Tabake, Benno Stabernack, Wrangelstr. 85. 7052 Arbeitsnachweis. # Der Arbeitsnachweis für männliche Personen befindet sich: Stadtbahnbögen No. 103/104 am Alexanderplatz gegenüber dem Kgl. PolizeiPräsidium. Fernsprech Anschluß Amt V. 1263. 203M Der Arbeitsnachweis für weibliche Personen befindet sich: Klosterstrasse No. 97 an der KaiserWilhelmstraße. Fernsprech- Anschluß Amt V. 3235. Die Bureaus sind geöffnet von 7 Uhr Morgens bis 7hr Abends. Während dieser Zeit können sich die arbeitsuchenden Personen in den an die Bureaus anstoßenden Sälen so lange aufhalten, bis ihnen Arbeit nachgewiesen ist. Die Gebühr beträgt 20 Pf. Die Herren Arbeitgeber werden um Meldung der offenen Stellen dringend gebeten. Der Vorstand des Zentralvereins f. Arbeitsnachweis. Dr. Freund, Magistratsassessor. Arbeitsmarkt. 3wei tüchtige Bigarrenmacher, welche die Wickel felbft machen, verl. fofort C. Maiwald, Friedrichshagen. 86b Ginen Kistenmacher Nur 1 Mark. größtes Lager, billigste Preise am Sonntag, den 21. Juni, nach Friedrichshagen( Seeschlößchen). Klagen, Eingaben, Reklamationen, von 7 Mark an[ 702b Abfahrt um 8 Uhr früh vom Schlesischen Bahnhof. Arbeiter- Retourbillet Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einfoftet 30 Pf. Nachzügler können bis 11 Uhr Arbeiterbillet benutzen. ziehung von Forderungen. Pollak, Oranienstr. 3, im Korbgeschäft. 249/2 Der Vorstand. jezt Ranpachr. 7, I. Auch Sonntags. verf. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. H. Ochme, Adlerstr. 5. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 139. Noch einmal Donnerstag, den 18. Juni 1891. 8. Jahrg. Nachfrage, beseitige den arbeitslosen„ Erwerb" und die Nahrungs- Beweise über die Geheimbündeleien der Unternehmer. Heute mittel- Produktion, ja auch die der mehr als Lurusgegenstände sind wir in der Lage, folgendes vertrauliche" auf techangesehenen wird der Uebervölkerungs- Schwindel. Sebenen wins fich in ungeahnter Weise heben. Sehr ver- nischem Wege vervielfältigte Schreiben" etwas niedriger hängen ( Fortsetzung.) Wie ist es möglich, fragt man sich erstaunt, daß der alte Malthus noch immer nicht ganz todt ist? Sehen wir zu, ob man jener Ausführung, die im wesentlichen die von H. George ist, irgend welche Einwände machen fann. Zuerst müssen wir eine stillschweigend gemachte Voraussetzung, nachträglich auf ihre Richtigkeit prüfen. Eine Vermehrung der Produktion fann offenbar nur dann eintreten, wenn die, nothwendigen Rohstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind. Zur völligen Klarlegung der Sache müssen wir uns vergegenwärtigen, worauf der Unterschied zwischen den Produkten der menschlichen Thätigkeit, und den Rohstoffen denn eigentlich besteht. Wie George hervorhebt, tönnen wir ja fein Atom unserem Planeten weder entziehen noch hinzufügen. Wir beherrschen nur in einem gewissen und mit der fortschreitenden Wissenschaft und Technik zunehmenden Grade die Form und die chemische Zusammensetzung. Letzteren beiden Eigenschaften und diese allein sind es, die das Produkt der menschlichen Arbeit vom Rohstoff unterscheiden. Das Vorhandensein der chemischen Grundstoffe in freiem Zustande oder in anderweitigen Verbindungen ist tönnen. Auch glaube ich, daß eine ähnliche, wenn auch unklare Idee Viele im Banne der Malthus'schen Irrlehre festhält; eine unBerlin, den 10. Juni 1891. Verein Berliner Gasthofbesizer. Den verehrlichen Kollegen und Vereinsmitgliedern bringe ich nebst meinem Grüße Folgendes zur gefälligen Kenntnißnahme: härteten Malthusianern kommt man nach meiner Erfahrung zu können: mitunter durch die Frage bei, woran es eigentlich fehlen solle. Was sie auch angeben mögen, immer kann man ihnen erwidern, daß von diesem und jenem Gegenstand zwar augenblicklich zu wenig, oder doch nur gerade knapp gennug vorhanden sei; daß aber zur Mehrproduktion weder die natürlichen Vorbedingungen, noch auch die nöthigen Arbeitskräfte fehlen; und daß der einzige Grund, warum es nicht geschieht, unsere sozialen Verhältnisse, insbesondere der immer ungeheuerlicher anschwellende arbeitslose„ Erwerb" und als letzter Hauptgrund der private Besizanspruch an Grund und Boden ist.( Doch wohl auch die übrigen Produktionsmittel? Red. d.„ V.") ( Schluß folgt.) Korrespondenzen nud Parteinachrichten. * Die Direktion des Grand Hotel" Alexanderplat warnt eindringlichst vor dem Engagement des Hausdieners aus...., dessen Entlassung sich nöthig gemacht. Nach seiner Abfertigung habe er sich noch so unglaublich frech betragen, daß es jeder Beschreibung spotte. Auf ausdrücklichen Wunsch genannter Direktion bringt dies Vorkommniß zur Veröffentlichung. Th. Beencke, II. Vorsitzender des Vereins Berliner Gasthofbesitzer. Auch wir bringen dieses Vorkommniß hiermit zur Veröffentlichung, allerdings nicht auf ausdrücklichen Wunsch der wohllöblichen Direktion des„ Grand Hotel" Alexanderplatz! Onedlinburg. Am 14. Juni fand hierselbst eine ParteiUmtausch der Postwerthzeichen älterer Art. Die Frist die nothwendige Voraussetzung. Jene Widerlegung der Malthus- Versammlung des Wahlkreises Calbe- Aschersleben statt; vertreten für den Umtausch der in den Händen des Publikums verbliebenen schen Theorie ist aber nur dann haltbar, wenn die für unser waren ca. 40 Ortschaften, anwesend waren ca. 400 Personen. seit dem 31. Januar zur Frantirung von Postsendungen nicht Leben nöthigen chemischen Grundstoffe als in praktisch un- Nach dem Bericht der Delegirten aus den verschiedenen Ort mehr verwendbaren Postwerthzeichen älterer Art läuft mit dem begrenzten Mengen vorhanden und erreichbar angesehen werden schaften können wir nur mittheilen, daß die Bewegung in unserem 30. Juni ab. Nach diesem Zeitpunkt findet ein Umtausch der Kreise mit Riesenschritten vorwärts schreitet. Schon manches gedachten Werthzeichen nicht mehr statt. Das ist nun aber unwiderleglich der Fall. Dorf, welches uns bei der letzten Wahl noch verschlossen war, Bei den Arbeiten am Mühlendamm ist wieder einmal Anders würde die Sache liegen, wenn wir z. B. anstatt jener steht uns jetzt offen und wir sind jetzt in der Lage, Bersamm- ein gewisser Abschluß erreicht. Der Bau des zweiten Schleusenwenigen Gramme Eisen, die unser Körper enthält, der gleichen lungen abhalten zu können. Hoffentlich wird es in nicht allzu theiles, des Theiles, über den auch die westliche Hälfte der künfMenge einer jener Elemente bedürfte, welche wenigstens auf und langer Zeit kein Dorf mehr geben, wo uns nicht Lokale zur Ver- tigen Straße gehen wird, ist fertig gestellt, und der Verkehr ist in den uns zugänglichen Erdschichten nur in minimalſter Menge fügung stehen. Aber auch unsere Nachbartreife raffen sich auf, jeßt, allerdings nur provisorisch, über diesen Theil geleitet worden. vorhanden sind. Dann könnten offenbar gleichzeitig nur so viele denn unter den Ortschaften des schwarzen Winkels im Kreise Sein Niveau wird aber später bei der definitiven Anlage noch Menschen existiren, wie die vorhandene Menge des angenommenen Anhalt II. in der Harzgegend finden wir solche, wo 40 bis um einen Meter erhöht werden. In Bau genommen sind nunfeltenen Grundstoffs es zuließe. Diese Spekulation mag vielleicht 50 Arbeiterzeitungen gelesen werden und wir können Herrn manchem überflüssig erscheinen; ich stellte sie an, weil das Fehler- Dechelhäuser nur den guten Rath geben, daß er sich bei der mehr die beiden Kopfstücke der Schleuse. Jetzt ist man dabei den Baugrund auszuheben. Die Arbeit ist eine recht schwierige, da hafte einer Schlußfolgerung gerade dadurch ins hellste Licht ge- nächsten Wahl gut fattelt, denn wir zweifeln gar nicht daran, die Gewölbe des alten Mühlengerinnes beseitigt werden müssen; setzt wird, daß man zeigt, durch welche Abänderung oder durch daß es ihm dann genau so geht, wie seinem Freund, dem Amts- die Gerinne stammen theils aus dem Jahre 1701, theils aus welche denkbare, aber in Wahrheit nicht zutreffende Annahmen rath Dieße. Auch Herrn v. Benda( Kreis Wansleben) wird es 1801. Pfahlroste sind hier bisher nicht so viel gefunden, wie auf etwas richtiger herauskommen würde. tein Haar besser gehen. der bereits fertig gestellten Schleusenstrecke, wo man insgesammt Ans Galizien wird uns geschrieben: Am 18. Juni wird müssen. Auch am unteren Schleusenhaupt sind die Arbeiten recht gegen 4000 Pfähle von 3-12 Meter Länge hatte entfernen flare Idee, weil bei flarem Zurückgreifen auf die einfachsten endlich die hiesige Staatsanwaltschaft eines sozialistischen Prozesses schwierig, man holt jetzt hier Pfähle heraus, die 14 Meter Sänge Prinzipien der Fehler sofort offenbar wird. Ein zweiter Ein- entbunden, mit dem sie seit zwei Jahren schwanger geht. Es haben. Die Arbeiten erheischen eine ganz besondere Vorsicht, um die wand knüpft an die Existenzfrage im engeren Sinne an. Der soll dies ein rechter Herenprozeß werden, denn nicht nur, daß Fundamente der Häuser Poststr. 13-15 nicht zu erschüttern. Der die eigentlichen Nahrungsmittel, sondern auch viele Industrie- Geriebenheit und Verſtocktheit zumuthet, sondern es werden auch Verlegung der Pferdebahngeleise auf dem Mühlenwege erforder produkte, die den wesentlichsten Antheil an dem Lebenskomfort Abwesende und verstorbene Genossen mit hineingezerrt. Auf dieſe lich. Es soll zu diesem Zwecke eine provisorische Brücke erbaut haben. Aber gerade die Nahrungsmittel sind, wenn der primi- Weise wird dem Sozialismus in Galizien ein Kapital- Prozeß werden, welche sich hin- und herschieben läßt. Der Bau beider tivste, so auch der unumgänglich nöthigfte aller Konsum- gemacht, wie er vielleicht nur in Rußland oder im Vatikan gegen Kopfstücke soll bis Oktober beendet sein. Der Bau der neuen artifel. Wir werden daher gut thun, unsere Ueber- unliebsame Jdeen üblich ist. Mühlendammbrücke schreitet gleichfalls tüchtig vorwärts. An der legungen auf diese speziell anzuwenden, um so mehr als nach dem Köllnischen Fischmarkt zu belegenen Seite ist man bei die Produktion der Nahrungsmittel thatsächlich einige Besonder der Montage der Eisenkonstruktion. Recht viel Schwierigkeiten heiten aufweist. Zuerst ist streng daran festzuhalten, daß ein macht der Umbau der Mühlengrundstücke. An der Front nach Stück Brot, wie auch das Korn, aus dem es bereitet wurde, ein dem Mühlendamm soll sich bekanntlich ein mächtiger Thurm erProdukt menschlicher Arbeit ist, ebensogut, wie etwa eine Nähheben, der die Mitte des ganzen Baues martirt. Um die maschine. Doch giebt es zwei Unterschiede hinsichtlich der Herstellungsart: Für die Kornproduktion sind wir an die Jahres- medizinalbeamten des Regierungsbezirks, Düsseldorf sind, wie be- Thurmbau legen zu können, hat man schon vor Monaten die Der Reichs- Anzeiger" schreibt: Von dem Verein der Fundamente für diesen Thurm und für einen zweiten fleineren zeiten gebunden; ferner bedürfen wir reits in Nr. 81 des R.- und St.-A." vom 6. April erwähnt, Ecken beider Mühlengrundstücke vom Dach bis zum Erdboden ſtellung berjenigen chemischen Verbindungen, welche unsere Regeln für die Pflege und Ernährung der Kinder im ersten abreißen müssen. Die Fundamentirung ist jetzt in vollem Gange Nahrungsmittel ausmachen, der chemischen, d. h. der belebten Lebensjahre und für die Pflege der Wöchnerinnen" und" Ber- und dürfte in etwa 4 Wochen fertig gestellt werden. Im Oktober Naturgegenstände, der Thiere und der Pflanzen. Beides trifft haltungsmaßregeln bei Masern, Scharlach und Diphtherie"" aus- 1892 hofft man den ganzen Wasserweg dem Verkehr übergeben zu für die meisten Industriegegenstände nicht zu. Beide Unterschiede vermögen jedoch nicht die Giltigkeit daß sie in ihrer gegenwärtigen Fassung eine empfehlenswerthe gearbeitet worden. Dieselben sind fürzlich revidirt worden, so Die Münzen, welche fürzlich bei den Brückenbau- Arbeiten unserer Betrachtung für die Produktion der Lebensmittel ein- furze gemeinverständliche Zusammenstellung der für die angege- am Mühlendamm im Spreegrunde zwischen Pfahlwerk und alten zuschränken. Auf die Möglichkeit, die für den naturwissenschaft- benen Zwecke zu beachtenden Vorschriften enthalten und geeignet Pfeilerfundamenten gefunden worden, sind, wie nunmehr numis fich Gebildeten sich sogar als eine Wahrscheinlichkeit herausstellt, erscheinen, ein wesentliches Hilfsmittel bei der Verhütung und matisch festgestellt worden ist, von König Alfons III. von daß wir durch die Fortschritte der Chemie dereinst zur Herstellung Bekämpfung der hohen Kindersterblichkeit, der Erkrankungen im Aragonien in der Beit von 1285-1291 geprägt. Die Münzen unferer Nahrung jener Buhilfenahme der belebten Natur über- Wochenbett und der genannten Infektionskrankheiten zu bilden. waren hier nicht im Umlauf, sie müssen also von Fremden hoben sein könnten, gehe ich absichtlich nicht ein, obwohl in Durch einen Erlaß des Ministers der geistlichen, Unterrichts- und hierher mitgebracht und verloren worden sein, und es liegt nahe, jüngster Beit Entdeckungen gemacht wurden, die zu weiteren Medizinal- Angelegenheiten sind die Ober- Präsidenten ersucht anzunehmen, daß es fremde Baumeister waren, welche Ende des Hoffnungen durchaus berechtigen; denn die Nahrungsmittelfrage worden, auf eine möglichst weite Verbreitung dieser im Verlage 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts hier das Mühlenwehr ist lösbar, ohne solche berechtigte oder unberechtige Annahme von 2. Schwann in Düsseldorf im Druck erschienenen, zum Preise und die Brücke( Mühlendamm) errichteten. Jene Brücke scheint von zukünftigen Fortschritten der Wissenschaft. Man kann auch nicht mit Erfolg etwa den Einwand machen, daß von 1,20 m. bezw. 80 Pf. für je 100 Stück käuflichen Blätter bis 1685 gehalten zu haben, denn erst um diese Zeit wurde hinzuwirken, wobei vorzugsweise die Betheiligung der Hebammen, ein Neubau derselben vorgenommen, und zwar mit Laubenzur Herstellung einer gewissen Menge Brot ein bestimmtes Standesbeamten, Frauen- Vereine, Lehrer und Aerzte ins Auge zu häusern darauf, wie wir sie noch vor wenigen Jahren sehen Quantum von Boden gewisser Beschaffenheit nothwendig sei. Durch größere Intensität der Landwirthschaft wird die zur Er- fassen sein dürfte. zeugung einer bestimmten Menge Korns u. s. w. nöthige Ackerfläche beständig verkleinert und wir können teine unüberschreit bare untere Grenze angeben. Interessant in dieser Beziehung ist eine Notiz, die kürzlich durch viele Zeitungen ging, wenn es sich auch nicht gerade um Korn handelte. Durch sinnreiche Vorrich tungen ist man in den Stand gesetzt, im nordischen Klima Weine zu erzeugen, die den besten Rheinweinen nicht viel nachgegeben haben sollen. Außerdem ist sicherlich die Menge des ohne be sondere Vorkehrungen anbaufähigen und doch nicht angebauten Bodens auf der Erde ungeheuer groß. bis jetzt zur HerTokales. Maurer: Poliere: 49 mit 65 Pf., 73 mit 70 Pf., 55 mit 75 Pf., 20 mit 80 Pf.; Gefellen: 866( 30 pCt.) mit 50 Pf., 231( 81/4 pet.) mit 52/2 Pf., 1415( 50 pCt.) mit 55 Pf., 98 ( 31/2 pet.) mit 571/2 Pf., 222( 8 pt.) mit 60 Pf. Bimmerer: Poliere: 34 mit 65 Pf., 24 mit 70 Pf., 15 mit 59( 74 pet.) mit 522 Pf., 493( 55 pCt.) mit 55 Pf., 81 ( 9 pSt.) mit 571/2 Pf., 163( 18 pet.) mit 60 Pf. Sollten die Herren die Absicht gehabt haben, zu beweisen, daß die Lohnverhältnisse in ihren Baugeschäften zu den schlechtesten gehören, so ist ihnen der Beweis jedenfalls glänzend gelungen. Für die letztere Angabe verweise ich auf das vorletzte Kapitel von Bebels Buch: Die Frau und der Sozialismus". 75 P., 6 mit 80 Pf.; Gesellen: 98( 10/2 pt.) mit 50 Pf., Die Ursache, welche einer reichlicheren Getreideproduktion im Wege steht, liegt offenbar nur in der mangelnden Rentabi lität" und nicht in irgend welchen Unmöglichkeiten, es wird auch nicht besser, sondern immer schlimmer werden, so lange die " Rente", d. h. der durch bloßen Besizanspruch erworbene" Gewinn die Haupttriebfeder der Produktion bildet. Dem Grundbefizer überhaupt, und auch dem Eigenthümer landwirthschaftlichen Bodens kommt es ja nicht darauf an, daß der Boden möglichst ausgenutzt, d. h. daß möglichst viel und möglichst gute Qualität produzirt werde, sondern auf den Nettoertrag. Wiederum werden Menschen unnüt, wiederum sinkt die Produktion, während der Nettoertrag steigt. Dieses lehrreiche Beispiel ist gleichfalls dem schon erwähnten Werke Henry George's entnommen. Auch Bebel und Mary u. A. stellen im Wesentlichen die gleiche Betrachtung an. fönnen. fonnten. B Berliner Lohnverhältnisse. Die Baugewerks- Zeitung", Bei der Eier Meiern! Unter diesem Titel schreibt eine das berüchtigte Organ der Unternehmer, theilt mit, daß nach den Lokalkorrespondenz: Ein eigenthümliches Leben entwickelt sich tägeingegangenen Mittheilungen in 143 Baugeschäften der Mitglieder lich in der Charlottenstraße nahe dem Enkeplay. Vor das Haus der Innung„ Bund der Bau-, Maurer- und Zimmermeister" Nr. 98 rollen von früh bis spät Wagen und Equipagen, und es im vergangenen Monat nachfolgende Stundenlöhne gezahlt sieht gar komisch aus, wenn die Infassen derselben, aus Furcht, worden sind: gesehen zu werden, in den Thorweg huschen. Dieses war unserem Berichterstatter seit längerer Zeit aufgefallen und er erkundigte sich gestern in einem Restaurant desselben Grundstücks nach der Ursache der vielen vornehmen Besuche." Na, sagte mit dem Finger drohend, die Wirthin, Sie wollen mir woll uzen, kennen Sie denn die Eier- Meiern nich, die aus de Gier wahrsagt?! Geh'n Se man ruff un lassen Se sich wat prophezeien!" Unser Gewährsmann ließ sich das nicht zweimal fagen; rasch entfernte er sich, warf einen verächtlichen Blick auf die nahe liegende Sternwarte und ihre Sternenseher und stand im Nu vor dem Klingelzuge des ersten Stockwerks, neben welchem die Bezeichnung " Frau Meier" prangt. Das Rühren der Glocke zog zunächst ein mächtiges Hundegebell nach sich und eine schwarzgekleidete Dame Nach berühmten Mustern. Die erbärmliche Kampfesweise öffnete die Pforte, indem sie flüsternd den Eintretenden die der kapitalfräftigen Unternehmer den Arbeitern gegenüber offen- Worte zuraunte:" Pst, Frau Meier prophezeit noch, bitte leise." bart sich in ihrer ganzen Traurigkeit in deren das Licht der Im Gegensatz zu dieser Mahnung entlud sich über die Hunde Deffentlichkeit scheuendem, die Arbeiter aus sicherem Hinterhalte ein lautes Donnerwetter. Auf den Fußspizen schlich man in ein vernichtendem Thun und Treiben. Während die Arbeiterschaft düsteres Zimmer, welches von dem eigentlichen Heiligthum durch offen und ehrlich den Unternehmern gegenübertritt und dieselben eine mit Gardinen verhängte Glasthur getrennt ist. Ich, so erin erforderlicher Weise bekämpft durch Streifs, Sperren oder zählt unser Gewährsmann weiter, wurde nun auf einen Stuhl gesetzt Boykotts, den Staatsanwalt nicht fürchtend, manöveriren die und nach dem etwa mitgebrachten Gi befragt. In Ermangelung Unternehmer feige unter Ausschluß der Deffentlichkeit, dieser eines solchen erbot sich die schwarze Dame unter dem Ausruf Ein Beispiel wird dies flarer machen. Ein Stück zur Korn- gegenüber den Glorienschein der Biedermänner fich bewahrend„ ach, wenn das die Meiern wüßte," rasch Ersatz zu schaffen. produktion geeigneten Bodens erziele einen hohen Brutto- Ertrag und die verfolgte Unschuld spielend. Ein Blick hinter die Während die Helferin in der Noth sich entfernte, benutzte ich den und gebe vielen Arbeitern lohnende Beschäftigung. Letzterer Um- Koulissen gewährt aber ein gänzlich anderes Bild. Die Augenblick, um einen Blick durch die nicht eben dicht verhangene stand ist es aber gerade, welcher den Netto- Ertrag" in einer Enthüllungen über über das Komplott der Eisenindustriellen Glasthür in den Orakelraum zu werfen. Auf einen Lehnstuhl dem Grundbesitzer unerfreulichen Weise herabdrückt. Er rechnet gegen die Metallarbeiter haben die Metallarbeiter haben aller Welt die Augen saß eine gelähmte Greisin, ein Zauberstäbchen in ihrer Rechten, aus, daß bei Benutzung seines Landes zur Weide der Netto- geöffnet über die gelinde gesagt unschöne Kampfes- vor einem Tisch, welcher mit einer Anzahl von Wassergläsern Ertrag infolge von Ersparung an Löhnen steigen würde. Die weise der Unternehmer den Arbeitern gegenüber. Das Urtheil bestellt war. Ein großer Glasnapf war bis an den Raud mit Produktion wird vermindert, zahlreiche Menschen werden über- hierüber ist gesprochen worden, allerdings nur von der öffent- Gidottern gefüllt, ein sicheres Merkmal für die Blüthe des Gezählig und verstärken das Heer derjenigen, die nach Ansicht des lichen Meinung, denn daß schon irgend ein Staatsanwalt gegen schäfts. Auf einem umgekehrten Weißbierglas stand ein mit Malthus zu viel auf der Welt sind." Ja unter Umständen er diese flagranten Gesetzesübertretungen eingeschritten wäre, wie es Wasser gefülltes Trinkglas, in welchem gar seltsame Gebilde scheint es für unsern Grundbesitzer vortheilhaft, aus seinem Gute den Arbeitern gegenüber bei den unbedeutendsten und undent von Eiweiß umberschwammen. Mit Dem Zauberstäb einen Wildpark zu machen und es an reiche Jagdliebhaber zu barsten Anlässen jederzeit geschieht, davon hat man bis dato noch chen deutete die Alte auf diese und knüpfte daran nichts gehört. Dieser Umstand giebt dem Unternehmerthume die Enthüllung der Zukunft. Etwas Erwünschtes mag Auch die Ueberlegung ist erkenntnißfördernd, daß offenbar Muth, noch weiterhin in der beliebten Weise gegen die Arbeiter wohl die Wahlsagerin der ihr lauschenden Dame nicht geder größte Theil des Bolts lange nicht so reichlich, wie sich zu operiren. Die öffentliche Meinung fürchtet das Unternehmer- fagt haben; denn mit ziemlich langem Gesicht verließ diese das gehörte, Nahrungsmittel kaufen kann, da ihm von seinem Arbeits- thum nicht, darüber ist es zu erhaben, da die öffentliche Mei- Zimmer. Jetzt kam für mich der ersehnte Augenblick. Das inertrage nur das zuni Leben knapp Ausreichende übrig gelassen nung" unter ihm steht oder ihm untersteht! Deshalb wird zwischen warm gewordene Ei in der Rechten haltend, stand ich Die relativ sinkende( tauffähige) Nachfrage bedingt ein luftig weiter gewühlt, heimlich, still, diskret", und nur durch vor der Giersrau, deren erste an mich gerichteten Worte„ Plaz Sinken der betreffenden Produktion. Man schaffe kauffähige das oft wunderbare Spiel des Zufalls erhält man thatsächliche nehmen" lauteten, und welche der schwarzen Dame mit einer verpachten. Arbeiterbewegung. Fistelstimme zurief: Martha, schlag uff". Martha entwand mir das Ei, die Schale plagte, der Dotter fiel in die bewußte Schale und das Weiße floß in ein mir in die Hand gegebenes leeres Glas. Dreimal Aufhauchen", hieß es weiter, ich blies 2. Juni, follte hier eine Bergarbeiter- Versammlung stattfinden, Bernburg.„ Unterm neuen Kurs." Am Dienstag, den mächtig hinein und mußte nun die angehauchte Materie mit in welcher Genosse Siegel aus Dorstfeldt über die Lohn- und einem Mal in ein Wasser enthaltendes Weißbierglas schütten. Das Gesicht der Meiern verklärte sich sichtlich, freundlich nichte Arbeitsverhältnisse der Bergleute referiren wollte. Die Ver fie mir zu und verhieß mir viel Glück im Leben, drei kleine Ge- sammlung wurde, da in der Anmeldung ein kleiner Formfehler winne in der Lotterie und Sieg über meine Feinde. Als ich vorgekommen war, polizeilich verboten, trotzdem war der Anmit meinem Schicksal mich durch Erlegung einer Mark zufrieden dreng nach dem Versammlungslokale ein großer. Im Vorerklärte, traf ich im Vorzimmer einen Kollegen von einer der zimmer hatten eine Anzahl Bergbeamte, Obersteiger, Steiger, ersten hiefigen Zeitungen, wartete anf ihn und erfuhr, daß auch den Zwecke, die Namen der die Versammlung besuchenden BergAufseher, Markentontrolleure 2c. Platz genommen, ohne Zweifel zu ihm viel Glück und drei Gewinne beschieden seien, und daß auch Teute festzustellen. Thatsache ist, daß einer der Markenkontrolleure er über seine Feinde triumphiren werde. Schweigend drückten wir einander die Hand, welches ebenso wohl als Kondolenz, wie fich Notizen machte, wenn Bergleute eintraten. als Glückrounsch aufgefaßt werden konnte. Die für den nächsten Abend angemeldete Versammlung war denn auch äußerst schwach besucht und zwar hatte dies außer den Gegen Verbrühungen durch kochendes Wasser, Fleisch- angeführten Umständen seinen Grund noch darin, daß seitens fuppe u. s. w., die ja gar zu häufig vorkommen, ist, wie man der Beamten gegen den Besuch der Versammlung eifrig agitirt uns schreibt, ein einfaches, sicher helfendes Mittel zu empfehlen, wurde. Unter anderen sollen Beamte geäußert haben: un so mehr, als man es in den Küchen heutzutage fast überall Der Siegel muß durchgeprügelt werden", oder: man müßte schon bei der Hand hat. Man halte das verbrühte Glied unter ihn verhaften lassen". Außerdem hatte der Herr Bergdirektor die strömende Wasserleitung und sehe das ungefähr eine Schwarzenhauer folgenden Bufruf anschlagen lassen: Stunde lang fort, wonach der Schmerz weg sein wird, während Bergleute! die Heilung mit Salben, Karbolwasser u. s. w. immer mehrere Zage in Anspruch nimmt. Polizeibericht. Am 16. d. M. Mittags gerieth ein dreijähriger Knabe vor dem Haufe Gartenstraße 32a, als er von einem vorüberfahrenden Wagen Heu abzupfen wollte, unter die Räder desselben und erlitt dadurch einen doppelten Bruch des Oberschenkels, so daß er nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden mußte. Auf dem Kohlenplayze Georgenkirchstraße 49 wurde Nachmittags ein fünfjähriger Knabe von einem an der Kette liegenden Hofhund gebissen und im Gesicht so schwer verlegt, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich wurde. Zu derselben Zeit fiel ein Mädchen vor dem Hause Neue Königstraße 68 beim Absteigen von einem in der Fahrt befindlichen Omnibus zur Erde und wurde am Hinterkopf bedeutend verlegt.- Nachmittags trauk ein zweijähriger Knabe in der Wohnung seiner Eltern, Lottumstraße 2, Benzin und verstarb bald darauf infolge der Vergiftung. Abends und am darauffolgenden Morgen fanden zwei kleine Brände statt. Gerichts- Beitung. Auf der heute Abend von sozialdemokratischer Seite im Sofjäger" einberufene Bergarbeiter- Versammlung, in der Flaschenbierhändler und mehrmonatlich bestrafte Sozialdemokrat Siegel reden will, welcher auch mit den französischen Revolutionären in Verbindung steht, mögen die Bergleute durch ihre Betheiligung und durch ihr Verhalten bei der Versammlung zeigen, welcher Gesinnung sie find. In vielen Bergwertsdistrikten, in welchen diese Seher nur zu ihrem Nußen Tausende von Arbeiterfamilien aus Lohn und Brot brachten, haben diese vaterlandslosen Hetzer feinen Anhang mehr und versuchen sie ihr Glück nun in dieser Gegend, d. h. wenn sie Dumme genug finden. Bedenkt Ihr Bergleute, wer Euch Eueren guten Lohn giebt, und straft die Verführer mit Verachtung. Bernburg, den 2. Juni 1891. Schwarzenhauer. Ausgaben: Für Schuleinrichtungen Miethe 1297,60. 576,59 " " " Gehalt an Lehrer 2c. 450,- n " Druckfachen " " Kleine Unkosten Lehrmittel. 191,50 145,59 " • " 270,75 " Bestand 118,37 • " Summa: 3045,40 Abrechnung für den Monat Mai: Einnahmen; An Bestand. " " Geschenken. Beiträgen. . . • . • " • • . B 113,37 M. 1088,05 594,75 75,80" 436,95 " " " Summa: 2303,92 m. Einnahmen a. d. Versamml.( Gäste) a Lehrmittel. 13 • Ausgaben: Für Schuleinrichtung 27 " Miethe. Gehalt an Lehrer Drucksachen " Kleine Unkosten " " " 17 Lehrmittel Kaution Bauarbeiten Bestand • • 0 141,60 m. 128,84 836, " " 20,-" 154,91" " 261,90" 100, 125,-" 585,67 " Summa: 2303,92 m. Die Abrechnung, führte Genosse Gumpel weiter aus, ergebe zwar ein Kassenbestand von 535,67 M., doch müsse er hierzu bemerken, daß noch Rechnungen von erheblichem Betrage aus. ständen, so daß der Kassenbericht thatsächlich mit einem größeren Defizit abschließe. Namens der anderen Kassenrevisoren giebt Genosse Robert Berger an, daß sie die Kasse geprüft hätten und daß Einnahmen, Ausgaben, wie Bestand richtig befunden seien. Er ersuche daher, Unter solchen Umständen war es wohl nicht anders zu er- dem Kassirer Decharge zu ertheilen, was seitens der Versammlung der Bersammlung fernblieben. Der Stil des Aufrufs rechtfertigt der Schulgelder. warten, als daß die Bergleute aus Furcht vor Entlassung von auch ohne jeden Widerspruch geschah. Man schritt hierauf zu dem Punkt betreffend die Erhöhung aber auch die Muthmaßung, daß dem Verfasser der heimliche Der Vorsitzende führt hierzu nochmals furz Wunsch vorgeschwebt hat, die Eislebener Affaire möge sich auch hier die Gründe an, welche den Vorstand zu dem Antrage veran wiederholen. Wir müssen annehmen, daß man auch hier versucht laßten und ersucht die Versammlung, der im Interesse des hat, die Bergleute gegen die anderen Arbeiter aufzuheßen und zu Weiterbestehens der Schule dringend erforderlichen Abänderung gleicher Zeit die Sozialdemokratie mit Knüppeln zu vernichten. ihre Zustimmung zu geben. Man müsse vornehmlich auch, ab Beamten von„ Prügeln“ und„ Verhaften", sowie der Saß in dem selbst das monatliche Schulgeld von 50 Pf. ein äußerst niedriges Für diese Annahme spricht die oben erwähnte Aeußerung einiger gesehen von der finanziellen Lage der Schule, berücksichtigen, daß Aufruf Zeigt durch Euer Berhalten bei der Versammlung, wel- fei, da hierfür jeder Schüler berechtigt fet, im Monat an cher Gesinnung Ihr seid." Der erste Verstoß gegen das Invaliditätsgesetz, welcher Anlaß zu einer Anklage gegeben hat, unterlag gestern der Prüfung der 89. Abtheilung des Schöffengerichts. Der Schneider 60 Unterrichtsstunden( 15 pro Woche) Theil zu nehmen. neister Franz Hackbarth, der sich auf der Anklagebant befand, Nun, die Bergleute haben gezeigt, welcher Gesinnung sie sind. Genosse Wiese konnte sich hiermit nicht einverstanden erbeschäftigte im Januar vier Gesellen, die er gleichzeitig neu an- Wenn sie auch, da sie gegenwärtig ohne Organisation sind, die flären. Die Arbeiter- Bildungsschule sei doch zu dem Zweck errichtet, genommen hatte. Ihrem Verdienste nach gehörten diefelben in Bersammlungen aus Furcht vor Entlassung meiden, so haben sie daß die Bildung auch den Aeristen unter den Armen zugänglich die vierte Klasse und hatte der Arbeitgeber demzufolge all- doch gezeigt, daß sie sich nicht dazu hergeben, diejenigen zu prügeln, gemacht werde. Er erachte daher den Beitrag von 50 Bf: pro monat wöchentlich eine 30 Pfennig- Marte in die betreffenden Arbeits- die unermüdlich bestrebt sind, die Rechte der Arbeiter zu verthei- für zu hoch, man müsse eben bedenken, daß die Anforderungen, bücher zu fleben. Dies that der Angeklagte auch, aber er zog bigen und die den Muth haben, dem despotischen Unternehmer- die an einen Parteigenossen gestellt würden, ohnehin schon sehr den Gefellen den ganzen Betrag mit 30 Pfennigen von ihrem thum und ihren Helfershelfern die scheinheilige fogen.„ arbeiter hohe seien. Lohne ab, während er selbst doch die Hälfte dieser Wochensteuer freundliche" Maste vom Gesicht zu reißen. zu tragen hatte. Am Ende der zweiten Woche waren die Ge= fellen fajon flüger, sie machten den Meister auf sein Versehen Lyon, 17. Juni. Der Stadtrath hat die Pferdebahn Wer aufmertjam. In einem zweiten Falle hatte der Ange- waltung aufgefordert, für einen ungestörten Dienst zu sorgen, ev. klagte sich einen Vortheil von wenigen Pfennigen verschafft. Er andere Arbeitskräfte heranzuziehen. Die Ausständigen beharren hatte mit einem Gesellen, der für ihn auf Stück" arbeitete, einmüthig bei dem Streit. " Versammlungen. Die Arbeiter- Bildungsschule Fräulein Baader trat diesen Ausführungen entgegen. Der Vorstand habe es sich sehr wohl überlegt, aber es komme hier vor allen Dingen die Existenzfrage mit in Betracht. Auch die Genossen Lazarus, Zubeil, Meyer, Starnowis, Stabernack, Flatow u. A. sprachen sich für den Antrag des Vorstandes aus. Nach längerer Debatte, während welcher die verschiedenartigsten Anträge eingelaufen waren, wurde dann mit über großer Mehrheit der Antrag des Vorstandes auf Erhöhung des monatlichen Schulgeldes auf 50 Pfennig angenommen. Einige Anträge wurden dem Borstand zur Erwägung überlassen. für jeden Rock einen Arbeitslohn von 2,25 m. verabredet. Von demi Lohn für jeden Rock brachte er 5 Pfg. für die Invaliditätstaffe in Abzug. Der Geselle bekundete, daß er in jeder Woche mindestens vier Röcke fertiggemacht und dafür also einen Abzug von insgesammt 20 Pfg. erlitten hatte. Da er wöchentlich nur 30 Pfg. zu entrichten und hiervon der Meister die Hälfte zu zahlen hatte, so war der Geselle um 5 Pfg. geschädigt worden. Weiter standen Ersahwahlen auf der Tagesordnung: eine Der Staatsanwalt wollte die Behauptung des Angeklagten, er hielt Dienstag Abend im Feenpalast eine Generalversammlung Neuwahl des zweiten Vorsitzenden, da Genosse Bubeil wegen habe im ersten Falle nicht gewußt, daß er für seine Gesellen die ab; erschienen waren etwa 1500 Mitglieder zu derselben. Vor anderweitiger zu großer Inanspruchnahme sich nicht im Stande Hälfte zuzusteuern habe, nicht glauben, er beantragte, den An- Eintritt in die Tagesordnung suchte der Vorsitzende, Stadtver- fühle, auch noch dieses Amt, das eine ganze Manneskraft ergetlagten wegen zweier Fälle zu insgesammt 20 M. zu verur- ordneter E. Vogtherr, die Genehmigung der Mitglieder dafür fordere, zu verwalten. Und dann stellte der Vorstand den Antrag, theilen. Der Gerichtshof hält indessen eine Unkenntniß im ersten nach, daß sich der Vorstand veranlaßt gesehen hatte, die General- an Stelle des Genossen Heindorf einen anderen Beisitzer zu Falle nicht für ausgeschlossen und verurtheilte den Angeklagten Bersammlung des zweiten Quartals vierzehn Tage früher einzu wählen, da Heindorf sich zwar habe wählen lassen, sich jedoch nur wegen des zweiten Falles zu einer Geldstrafe von 5 M. berufen, als es hätte geschehen müssen. Der Grund hierfür liege feineswegs weiter um den Verein bekümmert habe. in der Hauptsache schon in der Tagesordnung, vornehmlich im Die Versammlung entschied daraufhin, daß Genosse Heindorf Bet verschloffenen Thüren verhandelte gestern die zweiten Punkt: Antrag des Vorstandes auf Erhöhung des Schul- feines Amtes zu entsegen sei und wählte zum zweiten BorIII. Straftammer hiesigen Landgerichts I mehrere Stunden hin- geldes auf monatlich 50 Pf. Hiermit habe man nicht bis in den sigenden Schriftseter Meyer, zum Beisiger durch eine Anklage wegen übler Nachrede und versuchter Nöthi- Juli hinein warten wollen, damit im Falle der Annahme des Konstantin Janiczewsky. gung gegen die Frau Stabsarzt a. D. Sternberg geborene Vorschlages bereits vom 1. Juli ab die Neuerung in Kraft treten Bei der Neuwahl der Kassenrevisoren gingen als geEger. Schon vor Berlesung des Eröffnungsbeschlusses wurde kann. Ohne Widerspruch erklärte sich die Versammlung mit der wählt hervor die Genossen Kehr, Flatow und Tempel. die Deffentlichkeit ausgeschlossen und nach beendeter Verhandlung frühzeitigen Einberufung einverstanden. Unter Verschiedenem ersuchte Genosse Heitmann zwei andere beantragte der Staaatsanwalt auch für die Begründung des Ur- Zum ersten Punkt der Tagesordnung führte der Vorsitzende Ordner zu wählen, da von den in der letzten Generalvertheils den Ausschluß der Deffentlichkeit in Gemäßheit des neuen aus, daß sich feit der letzten Generalversammlung in der Ent sammlung gewählten sieben nur noch fünf ihres Amtes walteten. Gesetzes über die Deffentlichkeit in Gerichtsverfahren. Der Staats- wicklungsgeschichte der Arbeiter Bildungsschule Großes ereignet Es wurden hiermit die Genossen Lazarus und Lenz anwalt begründete diesen Antrag damit, daß die p. Publikation habe. Aus den damals geplanten 4 Schulen seien betraut. der Gründe den Ausschluß der Deffentlichkeit illuforisch machen inzwischen 6 geworden, diese Vermehrung sei nothwenAngeregt wurde, daß von der Stadtverwaltung die unentund Gefahren für die öffentliche Ordnung in sich bergen würde. big geworden, erstens durch den übergroßen Andrang geltliche Hergabe von Schulräumen beantragt werden sollte, wozu Der Gerichtshof lehnte diesen Antrag jedoch ab und aus den Gründen zu dem Schulunterricht, dann aber auch um den Theil der Vorsitzende meinte, daß, wenn dies auch wenig Aussicht auf des Urtheils ist im Allgemeineu Folgendes zu entnehmen: nehmern an demselben möglichst die vielen Wege zu türzen Erfolg haben dürfte, der Vorstand es doch in Erwägung ziehen Gegen den Ehemann der Angeklagten, den Stabsarzt a. D. Stern- und weiter aber, um den Unterricht möglichst gründ- Erfolg wolle. berg, schwebt bei dem Charlottenbnrger Gericht ein Gntlich ertheilen zu können. Auf eine weitere Anfrage erklärte Herr Ledebour, daß es im mündigungsverfahren und die Angeklagte ist der Ansicht, daß Die Schule set in einem gefunden, kräftigen Aufblühen be- Borstand sowohl wie im Lehrerausschuß bereits erörtert sei, den ihrem Ehemann ein schweres Unrecht geschehen, da derfelbe über griffen, was sich jedoch in finanzieller Hinsicht leider nicht sagen Lehrunterricht in deutsch( und auch Rechtschreiben) zu verdoppeln haupt nicht geistestrunt fei. Um nun zu erreichen, daß das Ent- lasse, da namentlich die ersten Ausgaben zu große gewesen seien. und möglicher Weise in zwei Abtheilungen einzutheilen, da hierzu mündigungsverfahren eingestellt und ihr Ehemann wieder freier Die Zahl der Mitglieder sei ständig im Wachsen begriffen und der Hauptandrang sei. Herr über seine Handlungen werde, hat die über die ganze An- habe jest schon die Höhe von 5000 erreicht. Interessant Mit einem dreifachen Hoch auf die Arbeiter- Bildungsschule gelegenheit hochgeradig nervös gewordenene Frau, welche im sei die über den Schulbesuch und den Unterricht zc. aufgenommene nahm die Versammlung ihren Schluß. gestrigen Termine wiederholt die vergebliche Bitte um volle Statistit. Von den 5000 Mitgliedern nehme über Deffentlichkeit der Verhandlung ausgesprochen hatte, an die Gattin die Hälfte, und zwar 2745 Schüler, am Unter- Die Puger Berlius beschlossen in ihrer legten öffentlichen eines sehr hohen Justizbeamten( dem Vernehmen nach des Justiz- richt Theil, davon entfielen auf die erste Nordschule 437 Versammlung, sich dem Zentralverband der Maurer DeutschMinisters v. Schelling) einen Brief gerichtet und darin den hohen Schüler, auf die zweite Nordschule 276, auf die Ostschule 558, lands anzuschließen und beauftragten die Vertrauensleute, sich Beamten schwerer Verlegungen der Moral und der Landesgesetze auf die Westschule 290, auf die Südschule 516 und auf die vom Verbandsvorstand Statuten senden zu lassen, damit gemäß befchuldigt. Sie hatte gleichzeitig angedeutet, daß fie mundtodt Südostschule 668 Schüler. Die Vertheilung der Schüler auf die diesen Statuten die Konstituirung der Filiale( Buyer Berlins) gemacht werden solle und gedroht, falls ihr nicht ihr Recht einzelnen Lehrfächer sei nicht minder interessant, doch würde die des Verbandes stattfinden könne. Diesem Auftrage sind die werde, die delikate Angelegenheit in der Oeffentlichkeit zu be- Aufzählung zu weit führen. Der verhältnißmäßig größte An- Vertrauensleute nachgekommen und beriefen zum 16. Juni eine handeln. Ferner hat sie zu den Entmündungsakten in Char- drang sei zu der Stenographie zu verzeichnen, es folgten dann Versammlung ein zum Zweck der Konstituirung der Filiale. Der lottenburg eine Erklärung und Verwahrung" eingereicht, der Reihe nach Deutsch, Schreiben, Nationalökonomie, Geschichte, in welchem ähnliche Vorwürfe enthalten waren. In dieser Ein- Naturwissenschaft. Besuch war ein guter. Diejenigen, welche an der Gründung des Vereins theilnehmen wollten, hatten sich im Vorzimmer des Vergabe hatte sie gleichzeitig die Drohung ausgesprochen, daß, wenn Was nun die finanzielle Frage anbetreffe, da habe sich der sammlungslokals eine Karte zu lösen, wofür das Eintrittsgeld, Dieser Protest nicht dem Staatsministerium zugestellt werden Vorstand in der allgemeinen Geschäftslage getäuscht, indem man welches jedes neue Mitglied eines Vereins zu bezahlen hat, zu würde, sie diesen Schritt selbst thun müßte. Was die von der glaubte, die Zunahme der Schulen werde Schritt halten mit dem entrichten war. Die Versammlung setzte sich somit ihrem Zweck Angeklagten behaupteten Thatsachen selbst betrifft, so hat, Wachsen der Mitgliederzahl. Dies sei aber nicht der Fall ge- entsprechend nur aus Personen zusammen, die gewillt waren, Mitwie das Urtheil hervorhebt, die Angeklagte selbst anerkannt, daß gewesen, so daß man bald zwei neue Schulen habe einrichten glieder des Vereins zu werden. Der Vorsitzende, Herr Dähne, verwies sie sich jetzt überzeugt hat, daß sie den Kombinationen eines sehr müssen. Hierzu kommen die außerordentlichen Ausgaben für zunächst auf die Bestimmungen des Verbandsstatuts, welche sich aweifelhaften Beugen zu großen Glauben beigemessen und sie praktische Einrichtungen und Anschaffungen. mit der Gründung von Filialen beschäftigen. Sodann verwies anerkennen müsse, daß die betr. Behauptungen unwahr sind. Der Voranschlag stelle sich so, daß der Verein, wenn die er darauf, daß das Zahlen der Beiträge für den neu zu gründenLetzteres ist auch die Ansicht des Gerichtshofes, wie des Ver jetzige Höhe des Schulgeldes und der Beiträge beibehalten werden den Filialverein erst mit dem 1. Juli stattfinden soll, und daß theidigers Rechtsanwalt Freudenthal. In dem Schreiben müßten, mit einem Defizit von mehreren tausend Mark abschließen von diesem Zeitpunkt ab selbstverständlich dann auch erst die an die Gattin des hohen Justisbeamten hat der Gerichtshof den würde. Daher und auch namentlich angeregt aus der Witte Verpflichtungen, die der Verein den Mitgliedern gegenüber überThatbestand des§ 114 erblickt, da die Angeklagte mit diesem der Schüler selbst heraus- habe der Vorstand sich zu dem bereits nimmt, gewissermaßen rechtskräftig werden. So z. B. die unentBriefe zweifellos die Absicht gehabt habe, einen Beamten zur erwähnten Antrage auf Erhöhung des Schulgeldes veranlaßt ge- geltliche Zustellung des Fachorgans, des„ Grundsteins." Die nun Bornahme bezw. Unterlassung einer Amtshandlung zu nöthigen. sehen. gemäß den Bestimmungen des Verbandsstatuts vorgenommene Bezüglich der Eingabe zu den Atten hat der Gerichtshof die An- Auch in letzter Zeit seien wieder von verschiedenen wohl- Wahl des Filialvorstandes ergab folgende Zusammenstellung des geflagte für straflos erklärt, da dieses Schriftstück nicht den wollenden Seiten her Zuwendungen an den Verein zu verzeichnen. felben: 1. Bevollmächtigter: H. Neumann, AlvensBwed gehabt habe, dem betr. Beamten zu Gesicht zu kommen,( Bravo.) lebenſtr. 8a; 2. Bevollmächtigter: E. Mohr, Manüberdies der Angeklagten in diesem Falle der Schutz des§ 193 Sodann stattete der Kassirer, Genosse Gumpel, den Kaffen- teuffelstr. 66; 1. Rassirer: K. Schmidt, Memelerstr. 60; zur Seite stehe. Dies treffe aber in dem ersten Falle nicht zu. bericht ab, der, wie folgt, lautete: 2. Rassirer: A. Kelpin, Ruppinerstraße 4; Schrift: Mit Rücksicht auf die hochgradige Erregung der Angeklagten und Abrechnung für den Monat April: Bu führer: K. Petrid, Lübbeuerstraße 7. den Umstand, daß sie bei ihren Behauptungen immerhin guten, Einnahmen: trolleuren wurden gewählt: F. Schotte, Buttmannstr. 13; wenn auch falschen Glaubens gewesen, hat ihr der Gerichtshof An Bestand vom März W. Rohloff, Badstr. 29, und W. Seger, Schwedterstr. 22b. mildernde Umstände zugebilligt. Da die Angeklagte aber einen Die Wahl der Revisoren und des stellvertretenden Schriftführers folchen Brief gegen einen Beamten gerichtet hat, welcher gegen wurde bis zur nächsten Mitgliederversammlung vertagt. Herr folche Insulten nachdrücklich zu schüßen ist, hat der Gerichtshof Neumann übernahm hierauf den Vorsitz der Versammlung. bie Strafe auf zwei Monate Gefängniß bemessen. Er forderte die Anwesenden auf, in der nächsten Mitglieder" # 1 Geschenken Beiträgen. 1154,15 M. 171,60 " 1719,65 " Summa: 3045,40 m. Kon= versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden und beschließt, Mann für Mann dem deutschen Bäckerverbande beizutreten, um dadurch der furchtbaren kapitalistischen Ausbeutung einen Damm entgegen zu versammlung zahlreich zu erscheinen, da dort der Ausschuß, Nothwendigkeit der Organisation zu überzeugen. Nachdem jedem welcher aus sieben Personen zu bestehen hat, gewählt werden Einzelnen die Agitation zur Pflicht gemacht und der Fragekasten wird. Hierauf erhielt Herr Dietrich das Wort. Er erinnerte an erledigt war, wurde die Versammlung geschlossen. die Thätigkeit des alten Vereins und ermahnte die Versammelten, auch im neuen Verein die Interessen der Kollegen thatkräftig au Eine gut besuchte Versammlung des Allgemeinen feßen. verfechten und solche Kollegen, die sich auf Kosten ihrer Mit Arbeiterinnenvereins sämmtlicher Berufszweige Berlins und Die Wahl von Delegirten zum bevorstehenden Bäckerkongresse arbeiter zu bereichern suchen, von der Vereinigung fernzuhalten. Umgegend, Filiale I, tagte am 6. d. M. in Moabit. Auf der in Altenburg bildete den zweiten Punkt der Verhandlungen, nachHerr Dahne stellt darauf den Antrag, den Vorstand zu er- Tagesordnung stand ein Vortrag des Regierungsbaumeisters dem sich die Versammlung für die Beschickung des Kongresses ermächtigen, ein Reglement auszuarbeiten, das alle die Reßler über:" Der Papst und die Sozialdemokratie." Referent flärt hatte. Gewählt wurden die Kollegen Pfeiffer, Most Bestimmungen für Gestaltung der Arbeit der Filiale konnte leider über dieses Thema nicht referiren, weil der Vortrag und Schlüter. Dieselben wurden beauftragt, auf dem Konenthält, welche das Verbandsstatut nicht enthält, nicht ein politischer war und derselbe in Vereinen, wo Frauen Mit greffe für eine zwölfftündige Arbeitszeit an den Wochentagen, enthalten kann, da hier die besonderen Verhältnisse glieder sind, nicht stattfinden dürfe, weil sonst die Polizei die sowie für einen wöchentlichen Minimallohn von 6 M. bei Kost Der Berliner Pußer berücksichtigt werden müssen. Es gehören Auflösung der Vereine bewerkstelligen könnte. Redner schilderte und Logis und einen freien Tag in der Woche einzutreten. hierzu der für Berlin ausbedungene Lohn und die Arbeitszeit, daher in treffender Weise die Familie und die Zerstörung der- Es folgte die Rechnungslegung der Agitations- Kommission das Berliner Unterstützungswesen u. s. w. Der Antrag wurde selben durch die heutige Wirthschaftsordnung. Eine Diskussion durch Kollegen Mo ft. Dieselbe ergab einen Baarbestand von angenommen. Angenommen wurde auch noch ein Antrag, 500 fand nicht statt. Als Bevollmächtigte wurde gewählt Frau West- 124 M. 8 Bfg. und einen Markenbestand von 7728 M. Die Protokolle vom letzten Maurerkongreß auf Vereinskosten zu be- phal, als Schriftführerin Frau Lunau. Abrechnung der Bons tonnte noch nicht erfolgen. Zum VerDie Filiale II. der Allgemeinen Kranken und Sterbe- walter der öffentlichen Gelder wurde Kollege Most ernannt, schaffen, von denen jedes Mitglied eins erhält, wogegen es eine Extrafteuer im Betrage des Selbstkostenpreises zu zahlen hat. kaffe der Metallarbeiter zu Hamburg( Eingeschriebene Hilfs zum Revisor Kollege Win 3. Bekannt gegeben wurde dann, daß die beiden Kassirer schon von taffe Nr. 29) hielt am 11. Juni ihre diesjährige Generalversamm- Den Bericht über die Audienz beim Handelsminister, welche jest ab Beiträge entgegennehmen und Mitgliedsbücher ausschrei- lung ab. Der Delegirte Ernst Fahrenwald erstattete den Bericht die Kollegen Unoffer und Pfeiffer im Auftrage einer ben, und zwar werden dieselben sonntäglich von 9 Uhr Vor- von der Generalversammlung in kurzer klarer Weise, woran sich früheren Versammlung nachgesucht und am 26. Mai d. J. wahrmittags bis 2 Uhr Nachmittags dies vornehmen: eine längere Diskussion schloß, an der sich die Mitglieder genommen haben, um persönlich die Mißstände im Bäckergewerbe 1. in der Brauerei Königsstadt( Relpin), 2. im Barofsky, August Meier, Dito Klein, Glafer, Hampsch, Adam, zum Vortrage zu bringen und um Abhilfe derselben zu ersuchen, Sotale Fröhlich, Naunynstr. 43( Schmidt). Eine Benada und Reiche betheiligten. Dann wurde laut Antrag erstattete Kollege Pfeiffer. Dem Bericht zufolge hat ber längere Distuffton enispann sich noch über die Art der Verbrei- Sampsch dem Delegirten Fahrenwald ein Vertrauensvotum er Minister zusagende Erklärungen abgegeben. Nach einigen Mittung des Fachorgans. Vorläufig soll dies durch Spediteure be- theilt. Bei der Wahl des Vorstandes wurde als Bevollmächtigter theilungen wurde die Versammlung geschlossen. Mit einem Hoch forgt werden. Nach Erledigung einiger Kleinerer Angelegenheiten Max Fahrenwald, Schönleinstr. 24, als Kassirer wurde Herr auf die allgemeine Arbeiterbewegung trennten sich die Verwurde die vom besten Geiste beseelte Versammlung geschlossen. Glafer einstimmig wiedergewählt; die Wahl der Revisoren fiel fammelten. auf die Mitglieder Otto Klein, Wittig und Jänchen. Zu Beitragsnahme: " Der Herr Der Verband deutscher Zimmerlente( Lokalverband ſammlern wurden die Herren Leuschner und Welsch bestimmt. Der Fachverein der Stuckateure und Berufsgenossen Berlin) hielt am 8. Juni eine Generalversammlung ab. Auf Alsdann folgte von Barofsky der Bericht von der Sanitäts- Berlins und Umgegend hielt am 8. Juni eine gut besuchte Verder Tagesordnung stand als erster Punkt Wahl des Verwaltungs- kommission der freien Hilfskassen und nach kurzer Diskussion sammlung ab, in der Herr Schlüter einen Vortrag über Religion ausschusses. In den Ausschuß wurden wiedergewählt die wurde an Stelle desselben Max Fahrenwald, zum Stellvertreter hielt. Unter Gewerkschaftlichem wurden die Mängel im ArbeitsKameraden Wolter, Weiß und Schmidt, neu hinzu gekommen August Meier gewählt. nachweis erörtert, es wurde von der Nachweis- Kommission der sind noch Gefrois und Melzo. Im Verschiedenen nahm die AnAntrag gestellt, das Mitglied Richard Schulz auszustoßen, da er Der Schneider- und Schneiderinnen- Verband hielt am sich in seinem Amt sehr träge zeigt, und weder zu einer Sigung gelegenheit Seißt betreffs der Sammelliste Nr. 299, welche auf 1. d. M. seine Mitgliederversammlung ab. In derselben hielt noch zur Kontrolle erschienen wäre. An dessen Stelle wurde der Hamburger Streikabrechnung nicht verzeichnet war, und von der folglich angenommen werden mußte, daß dieselbe nicht ab- Herr Dr. Lütgenau einen lehrreichen Vortrag über die Darwin'sche Kollege Mügelburg gewählt. Im Verschiedenen wurde die StuckTheorie. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. firma Otto Tennert in Bromberg genannt. gegeben fet, fast den ganzen Versammlungsabend ein. Da sich jedoch herausgestellt hat, daß hier ein Versehen vorliegt, da die Liste unter Verschiedenem kam Kollege Timm auf den Londoner Streik hat es verstanden, Arbeitskräfte aus Berlin heranzuziehen, nicht die Nr. 299, sondern 2991 hatte, obgleich von Lippmann gefagt zu sprechen. Er verlas einen Brief, den er von einem Londoner benen er weder den versprochenen Lohn oder überhaupt gar nichts war, daß ein Irrthum ausgeschlossen sei, wurde nun von Seißt Londoner Streit in einer der nächsten Versammlungen auf die merken und den Zuzug fernzuhalten, damit der Herr nicht noch Kollegen erhalten und drückte schließlich den Wunsch aus, daß der zahlt. Wir rathen einem jeden Kollegen, die Firma sich zu angenommen, daß hier eine böswillige Verleumdung seiner mehr faßt. Weiter wurde noch erwähnt, daß ein Meister hier Person vorliege und er empfahl folgende Resolution zur An Tagesordnung gesetzt werde. Eine ordentliche Mitgliederversammlung der Freien müssen von Morgens bis Abends um 11 Uhr arbeiten, am Tage 3 bis 4 Lehrlinge und 1 Gehilfen beschäftigt. Die Lehrlinge Da es sich nach Einsicht der vorliegenden Sammelliste Vereinigung der Maurer Berlins und Umgegend fand am müssen sie den schwerbeladenen Wagen bis nach Tempelhof herausgestellt hat, daß die in der am Montag, den 1. April 1891 4. b. M. ftatt. Es wurde zunächst die Abrechnung über die Gin hinausschleppen, das ist doch wohl eine zu große Ausbeutung. ftattgefundenen Versammlung des Verbandes deutscher Bimmer- und Ausgaben in den Monaten April und Mai verlesen, danach Ieute Lokalverband Berlin" von den Verbandsmitgliedern verbleibt ein Kassenbestand von 175,75 M. Die Revisoren er- Blätterinnen. Vogel," Lippmann und Meißner aufgestellte Behauptung, daß flärten die Richtigkeit der Abrechnung. Dann sprach Genosse General Bersammlung des Vereins der Plätterinnen und verw. Am 9. Juni tagte eine außerordentliche Seigt eine Hamburger Sammelliste mit einem größeren darauf Wilh. Werner über Ferdinand Lassalle und die Sozialdemokratie. Berufsgen. Berlins, welche von ca. 400 Mitgliedern besucht verzeichneten Betrage unterschlagen haben soll, sich als unwahr Dieser Vortrag wurde mit großem Beifall aufgenommen. Eine war. Zum ersten Punkt der Tagesordnung wurde das Verherausgestellt hat, so erklärt die heutige Versammlung Diskussion darüber fand auf allseitigen Wunsch nicht statt. Im halten des Frl. Sydow dem Verein gegenüber kritisirt und genannten Verbandes, daß das Vorgehen oben genannter Verschiedenen" theilt Kollege Karge mit, daß Keßler dem Verein folgender Antrag von Frl. Schnell wurde einstimmig an Mitglieder ein unwürdiges ist und nur geeignet, die 29 Bände technischer Werke zur Benuhung übergeben habe, jedoch genommen: Die Versammlung beschließt wegen des Verhaltens Interessen des Verbandes zu vernichten. Diese Refo- behält sich derselbe das Eigenthumsrecht vor. Blaurock ermahnt des Frl. Sydow, da dieselbe gegen die Interessen des Vereins lution wurde jedoch nicht angenommen, weil die Ver- die Kollegen, alle Drangsalirungen, welchen der Einzelne auf den gehandelt hat, sie aus dem Verein auszuschließen. Zu Punkt 2 fammlung der Meinung war, daß die betreffenden Mitglieder Bauten ausgesetzt ist, in den Versammlungen dem Vorstande mit erläuterte Hr. Möhring in kurzen Worten seine Thätigkeit im Verein dadurch gezwungen würden, aus dem Verbande auszuscheiden. zutheilen. und wurde folgender Antrag einstimmig angenommen: Die heutige Hierauf wurde nun von Wolter und Gefrois der Schluß der Resolution folgendermaßen umgeändert: Die heutige Versamm- Eine Bezirksversammlung der Freien Vereinigung wandten Berufsg. Berlins erklärt, daß die Mitglieder sich an Generalversammlung des Vereins der Plätterinnen und ver lung genannten Verbandes erklärt, daß das Vorgehen oben der Maurer Berlins tagte am 7. d. Wits. im Lokale Königs nichts kehren, sondern den Verein in seiner jetzigen Form bestehen genannter Verbandsmitglieder ein unrichtiges war und hofft, daß bank. Kollege Blaurock sprach über die schlechte wirthschaftliche lassen und für die Zukunft an den Rath des Herrn Möhring Serartiges in Zukunft in den Versammlungen nicht wieder vor Lage der Maurer und welches ist die Ursache derselben und festhalten werden, da wir mit deffen Leistungen voll und ganz erntete lebhaften Beifall. In seinem Schlußwort streist der zufrieden sind und die Beschlüsse von öffentlichen Versammlungen Kamerad Dürre als Gaft wurde der Wunsch aus Referent die Bustände auf dem Kirchenbau in der Schönhauser für uns nicht maßgebend sind. Zu Punkt 3, Wahl eines ersten gesprochen, daß das Bureau der gestrigen öffentlichen Verſamm- Allee, welcher der Leitung des Baumeisters Jänicke untersteht. Borsitzenden wurde beschlossen, daß Herr Möhring laut Generallung bei Joël mit dem Bureau der Versammlung in der Brauerei Die Gesellen erhalten daselbst einen Stundenlohn von 47/2 Pi, versammlungs- Beschluß als zahlendes Mitglied aufgenommen Friedrichshain in Verbindung tritt, betreffs Einberufung der dafür werden sie dann noch vom Polier nicht gerade höflich be- werde. nächsten öffentlichen Versammlung, damit es nicht wieder vor- handelt. Redner macht dann noch darauf aufmerksam, alle Vorkommt, daß zwei öffentliche Versammlungen der Zimmerleute an gänge, die sich auf unsere Lage beziehen, in den Versammlungen einem Tage stattfinden. Dem Vorstande mitzutheilen. Da im Verschiedenen nichts vorlag, erfolgte der Schluß der Versammlung. tomm." drückten. A п Vereins gewählt. Zu Punkt 4: Die Regelung unserer KrankenDann wurde er einstimmig als erster Vorsitzender des unterſtüßung wurden die Damen: Für Norden: Frl. Zickerit, Osten: Frl. Renner, Süden: Frl. Lamprecht, Westen: Fräulein Behrendt als Krankenkontrolleure gewählt. Der Allgemeine deutsche Sattlerverein( Filiale Berlin) Konzert, Ball, Festrede 2c. zu feiern. Wie nothwendig es ist, daß hielt am 13. ds. Mts. eine Mitglieder Versammlung ab. Herr wir fest zu unserm Fachverein stehen, ergaben die in„ VereinsDr. Christeller sprach über" Lungenkrankheiten". An den Refe- angelegenheiten" vorgebrachten Klagen über die Firma F. Grund renten wurden einige Fragen gestellt, welche derselbe in ausführ- wegen Lohnreduzirung, Ueberarbeit 2c., woran sich lebhafte licher, flarer Weise beantwortete. Ein Kollege trat dem Ver- Debatten knüpften. ein bei. des " Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlverein. Heute, Donnerstag, den 18. Juni, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Zemter, Münzfir. 11, Versammlung. Tagesordnung: und Fragetaften. 1 Bortrag des Genoffen Richard Baginsti. 2. Discussion. 3..Verschiedenes Verein der Modelleure und Gips- Bildhauer. Donnerstag, den 18. Juni, Abends 8% Uhr, bet Norbert, Beuthstr. 22, Versammlung. TagesBerliner Streik- Kontrollkommission. Am Freitag, den 19. Juni, öffentliche Versammlung der Delegirten statt. Tagesordnung: 1. Die fernere Berliner Streit- Kontrollkommission. Abends 8½ Uhr, finder im Reſtaurant Feuerstein, Atte Jakobftr. 75, eine hätigteit bel . Körften. 2. Die Verbreitung der von der sommiſſion ausgegebenen Marten zur Ansammlung eines Fonds. Referent: Tischler R. mar. erscheinen. Bertefung der Präsenzliste Punkt o uhr. Die freie Vereinigung der Zivil. Berufsmusiker hielt am Dienstag Nachmittag eine öffentliche Mitglieder- Bersammlung Am Sonnabend, den 18. Juni, tagte eine sehr zahlreiche ab, welche von ungefähr 150 Personen besucht war. und besonders von Frauen gut besuchte Versammlung im Lokale ordentliche Generalversammlung des Fachvereins der Töpfer Charlottenburg. Am 7. Juni fand hierselbst eine außer Zunächst hielt Herr Kandidat Hoffmann einen Vortrag über: des Herrn Reichert, Müllerstr. 7. Genosse Kepler sprach über statt, welche zahlreich besucht war. Herr Regierungs- Baumeister Die Lage der Zivil- Berufsmusiker im heutigen kapitalistischen die Familie und die Sozialdemokratie." In der Diskussion 3. Reßler hielt einen interessanten Vortrag über„ Die Kirche und Staat". In der Diskussion beklagen sich die Kollegen Stägert und sprachen mehrere Redner im Sinne des Referenten. Im Ber die Arbeiterbewegung", welcher mit Beifall aufgenon nen wurde. Karbe über die drückende Konkurrenz, die ihnen von den vom schiedenen" besprach Genosse Unger das Verhalten des Wirthes Eine Diskussion fand nicht statt. Sodann wurde über die AufStaat befoldeten Beamten gemacht werde, indem diese Beamten, von Sachon's Restaurant, Müllerstr., welcher seinen Saal zu lösung des Vereins, zwecks Anschluß an Berlin berathen und welche das Musiziren in ihren Mußestunden als Nebenbeschäf einem Protest gegen die Getreidezölle unter der Motivirung ver- nach kurzer Debatte ein Antrag, dahin gehend, den Verein weiter tigung betreiben, den Berufsmusikern neben allem Anderen er weigerte, daß bei ihm ein Spargelessen stattfände, trotzdem an bestehen zu lassen und namentlich darüber abzustimmen, angeheblich die Preise drückten. Die Beamten müßten, wenn sie, wie dem Abend kein Spargelesser zu sehen war. Bei Tanz und Vor- nommen. Die Abstimmung ergab 46 für und 6 gegen den Antrag; es vielfach geschehe, Nacht für Nacht bis zum frühen Morgen trägen blieben die Genossen bis lange nach Mitternacht in der folglich lebt unser Fachverein weiter. Es wird ferner beschlossen, spielten, naturgemäß ihren amtlichen Dienst vernachlässigen, um gehobensten Stimmung beisammen. am 25. Juli von Nachmittags 4 Uhr ab unser Stiftungsfest durch somehr sei es daher zu verwundern, daß es vorkomme, daß Beamte sogar mit Genehmigung einzelner Behörden diese Nebenbeschäftigung betrieben. Auch gegen die Privatbeschäftigung der Militärkapellen wurde lebhaft protestirt, da auch sie die Preise Lebhafte Auseinandersetzungen riefen die Ausführungen des Kollegen Lindemann hervor. An der weiteren Debatte betheiligten sich noch die Kollegen Schonert, Langschefsti, Stägert, Karbe, Die öffentliche Versammlung, welche die Verliner Lindemann und Krüger. Nachdem auch der Referent nochmals gesprochen hatte, wurde Bäckergesellen am 16. d. M., Nachmittags, Johannisstr. 20 abhielten, war zahlreich besucht. Den ersten Gegenstand der Verfolgende Resolution angenommen: „ Die Mitglieder Versammlung erklärt sich mit den Ausfüh- handlungen bildete die Frage: Was will der christliche ordnung: 1. Anträge zur Generalversammlung. 2. Geschäftliches. 3. BerVerein junger Männer und was will der Ver- schiedenes. rungen des Referenten vollständig einverstanden. Die Versammlung band der Bäcker und Berufsgenossen?" Behufs erkennt an, daß die Zivil- Berufsmusiker im heutigen kapitalistischen Aussprache über diese Frage waren die Kollegen, welche diesem Staat ebenso unter dem Druck des modernen Ausbeutungs- Systems zu leiden haben, wie die Arbeiter aller anderen Branchen; sie Vereine angehören, besonders eingeladen worden. Veranlassung erkennt ferner an, daß auch die Musiker nur Lohnsklaven sind zu dieser Tagesordnung hatte ein Zirkular dieses Vereins an die gleich allen anderen Arbeitern, mit welchen die Unternehmer( die Herren Bäckermeister gegeben, welches in einer früheren Nummer " Borwärts" an anderer Stelle bereits veröffentlicht worden 3. Verschiedenes. Alle Delegirten sind verpflichtet, in dieser Versammlung zu Lokalbesitzer, die Theaterdirektoren) sich nur materielle Vortheile Verein der Einsetzer( Tischler). Mitgliederversammlung am Sonntag, zu verschaffen suchen; die Versammlung erkennt weiter an, daß ist. Der Vorsitzende der Versammlung, Kollege Pfeiffer, nur durch eine Umwälzung der heutigen Zustände eine Auf- unterzog die Tendenzen des christlichen Vereins junger Männer ben 21. Junt, Bormittags 10 Uhr, Neue Friedrichfir. 44. Tagesordnung: einer fachlichen Kritik und stellte jenem Vereine den Bäcker- Ver- 1. Innere Vereinsangelegenheiten. 2. Fragetaften. besserung der Lage aller Arbeiter, also auch der Musiker zu erband gegenüber. Während jener die Arbeiter auf das bessere bei Grube, Mariendorferstr. 10. Lese- und Diskutirklubs. Freitag., ar I Marr", Abends 9 Uhr, Gäste haben Zutritt. Süden", Abends reichen ist." Gäste, Damen und Herren, Der Vorsitzende theilte dann der Versammlung mit, daß Jenseits vertröste, suche der Verband eine Besserstellung für die Uhr bei Schwarzkopf, Staligerstr. 11. Arbeiter schon auf Erden zu erwirken. Trotzdem mehrere Mit- durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, Uebungsder Musiker Wein es sich angelegen sein den Verein in Arbeiterfreifen in Mißtreditglieder des Vereins christlicher junger Männer in der Versamm- stunde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gefangverein„ Collegia", Gesangverein des Fachvereins de= zu bringen, damit ihm Engagements zu Arbeiter- lung anwesend waren, vermochte es doch Niemand, das gedachte Restaurant Reichenbergerstr. 16. Puger Berlins und umgegend" GemüthItch fett", Seybele Buchbinder- Männerchor" Berlin, Alte festen zufallen, was ihm auch durch derartige Birkular zu rechtfertigen. Hingegen fehlte es nicht an Rednern, traße 80 bet preußer. Männer- Gesangverein der Berliner Manipulationen gelungen sei, er stellte es dem welche den christlichen Verein junger Männer ad absurdum afobjir. 75 bet Feuerstein. Verein anheim, strafrechtlich gegen den Herrn vorzugehen. Weiter führten und so gestaltete sich die Debatte lebhaft und interessant. Schmiede", bei Tempel, Breslauerfir. 27.- Arbeiter- Gesangverein, or b", verpflichtete sich die Versammlung, nur Hüte mit Arbeiter- Besonders hervorzuheben ist die merkwürdige Behauptung, auf atfer'scher Männerchor", Schönhauser Allée 25 bet Mürnberg. 34 Brunnenstr. 38, b. Gnadt.- Gefangv. ,, orbeerfrang", Restaur. Weinstr. 11welcher der Vorsitzende den Obermeister Kunze, Präsident des Arbeiter- Gesangverein„ offnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. Kontrollmarken zu kaufen. Sodann wurde beschlossen in un- Germaniaverbandes, ertappte, indem derselbe dem Handels- 23tthelm Seeger'foe Siebertafel", Abends 9 Uhr bet Trucks, ummer' fcher Gesangserein", Glisabethstr. 11 bei Rüth. gefähr 6 Wochen eine Matinee( Streichtonzert) minister gegenüber auf Grund einer persönlichen Mei- Steichenbergerstr. 83.-, art hans' fcher" Gefángverein, Gr. Frankfurterstr. 99 entweder bei Lips oder im Feenpalast zu vereiner Deputation des christlichen uungsäußerung Vereins bei Krüger, Frankfurter Bierhallen. Gesangverein, Jugendfreuden" bei anstalten, an dem sich sämmtliche Mitglieder erklärt hat, daß die Berliner Bäckergesellen mit ihrer Lage zuKeller, Bergstr. 68. Arbeiter Gesangverein, Matbund", Nowawes, bet des Vereins unentgeltlich betheiligten. Der Gärtner, Wallstraße. Arbeiter- Gefangverein Maiglöckchen", HochArbeiter- Gesangverein Vorwärts", AdalbertErtrag follte zu einem Drittel zu Gunsten des Vereins, der frieden seien. Eine Einladung zu der nächsten Versammlung des trage za, a ſtate. übrige Theil zu einem anderen" Zwecke verwendet werden. Die Jünglingsvereins wurde angenommen, wie auch nachstehende ftraße 21, bei Roll, früher Cuvryfstraße. Resolutionen: Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Männnerchor Waldes. näheren Veranstaltungen wurden dem Vorstand übertragen. rauschen Martgrafenſtr. 87 bet Weigt.- Männer- Gesang- Beretn ,, Union" neue Arbeitsnachweis des Vereins, die 1. Die heute tagende Versammlung der Bäcker Berlins und Abends 9 Uhr, in der Berliner Bod- Braueret. Musikdilettanten- Berein Musikerbörse", befindet sich jetim Rest a u- Umgegend spricht das größte Mißfallen aus über das Verhalten Iode" 9-11, Uebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Bergnügungsverein Glück auf", Abends 8 Uhr, Sigung bei Möwes, rant Ruhlmey, Ecke Rosen und Neue Friedrich- der Bäckerabtheilung des christlichen Vereins junger Männer und Fichtestr. 29. Nach der Stzung Tanz. Gäste wiltommen. Bergnügungs straße. bedauert sehr, daß es noch Kollegen giebt, die folcher Ververein Beilchen", Sigung mit Damen von 9 Uhr ab, Admiralfir. 38 bet Geselliger Verein" Immergrün" dummungsorganisation angehören. Die Versammlung fordert die Bülow." Gäfte willkommen. Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinice, Oranienstr. 36. Verein ehem. Der Fachverein der Tischler( Norden) hielt am 8. Juni Kollegen der Bäckerabtheilung des christlichen Vereins junger Güter der 38. Gemeinde Gaule, Sigung, Abends 9 Uhr, inr eine leider nur schwach besuchte Versammlung ab. Herr cand. Männer auf, von nun an sich dem Verbande der Bäcker und Grand Reſtaurant" Kornblume"( Ing. Dito Noll), Andreasstr, 3. Säfte willkommen. Rauchtlub„ Ohne 8wang", Abends 8% Uhr, bei W. Spaeth, Hoffmann hielt einen Vortrag über Arbeitslohn", welcher mit verwandten Berufsgenossen anzuschließen, der sich voll und ganz Weinstraße 28. Statt lub, Tournee", Abends 8% Uhr, beim Genoffen Beifall aufgenommen wurde. Eine Diskussion fand nicht statt. auf den Boden der allgemeinen modernen Arbeiterbewegung stellt. Start üürich, Wrangelfir. 84. Gäfte durch Mitglieder eingeführt willkommen. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde speziell der In- Die Ausführungen des Herrn Kunze beim Handelsminister erklärt Rauchtlub Rothe Quaste". Jeden Freitag Köpnickerstr. 130 bet Gimecte. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. differentismus der Kollegen des Gesundbrunnens beklagt; es die Bersammlung als Flunkerei oder Scherz. Bund der geselligen Arbeiter- Veveine Berlins und Umgegend würden Mittel und Wege besprochen, um dieselben von der! 2. Die heutige in Müller's Salon tagende öffentliche Bäcker- Freitag: Berein„ Grüne Tanne" 9 1hr bei Teßner, Markusstr. 8, Der bei Schulze. -O " " Vermischkes. vom 2. Schmidt. Briefkaffen der Redaktion. einem anderen Manne verkehrt, befreit den Water des ersten ?. Daß ein Mädchen nach Geburt ihres ersten Kindes mit Rindes nicht von der Pflicht, Alimente zu zahlen; auch dann nicht, wenn er Willens war, das Mädchen zu heirathen. ziehen. 5. H. 105. Nach dem 1. April tönnen Sie zur Steuer für das voraufgegangene Steuerjahr nicht mehr eingeschätzt werden. Anders ist es aber, wenn Ihnen bloß infolge Wohnungsveränderung die Einschätzung nicht zugegangen war. De gleich mitzunehmen. Steuererheber ist berechtigt, Sachen zu pfänden und dieselben J. N., Bülowstr. Die Berufsgenossenschaft ist nicht verpflichtet, einem Verunglückten auf dessen Wunsch anstatt der Unfallsrente eine einmalige Abfindungssumme zu geben. Briefkaffen der Expedition. die meisten damals anwesenden Kollegen schon das Versamm-| Miethen voraussichtlich der Miethspreis pro Jahr besprochen ist, lungslokal verlassen hatten, indem dieselbe so abgefaßt war, als immer auf ein Jahr von dem auf Ihren Einzug folgenden Ueber die Eisenbahn- Katastrophe bei Münchenstein hätten wir die Kollegen Schönberg, Hilfert und Genossen be- Quartalsersten an. War dies beispielsweise der erste Juli, geht uns folgendes Telegramm aus Basel zu: Dienstag Vor- schuldigt, direkte Gegner der Arbeiterbewegung zu sein. Das so können Sie zum nächsten 1. Juli ohne zuvorige Kündigung mittag wurde der auf der Böschung liegende Waggon mittelst durchaus nicht. zweier Hilfsmaschinen herausgezogen; infolge dessen sind jetzt noch mehr Leichen im Wasser sichtbar. Bis Mittag 12 Uhr betrug die Gesammtzahl der geborgenen Leichen 65, von denen 7 nicht bekannt find. Im Hospital liegen noch 35 Verwundete, 10 wurden nach Hause entlassen. Die genaue Zahl der Verwundeten ist unbekannt, da sich am Sonntag viele Verlegte gleich nach Hause bringen ließen. Die Genietruppen arbeiten energisch an der Herstellung der Nothbrücke. Die Direktion der JuraSimplon Bahn veröffentlicht folgende Mittheilung A. H. 177b. Ihre Frage läßt sich ohne Kenntniß weiterer, 15. d3. Mts.:„ Das Eisenbahnunglück erfolgte 500 Meter von Ihnen nicht mitgetheilter Einzelheiten nicht beantworten. Zu Dor der Station Mönchenstein in der Richtung nach mündlicher Auskunft sind wir bereit. Basel infolge des aus unbekannten Gründen E. B. 1. Der Adoptivsohn nimmt den Namen des Adoptivstattgefundenen Bruches der eisernen Brücke über die Birs bei Durch lichen Namen weiterzuführen. 2. Wir wissen nicht, was sie unter vaters an; es kann ihm gestattet werden, daneben seinen ursprüngfahrt des gewöhnlichen Personenzuges Nr. 174 ab Basel um umlichen 2,15 Nachmittags. Die beiden Lokomotiven, zwei Gepäckwagen, der gerichtlichen Summe eigentlich verstehen. ter Postwagen und vier Personenwagen stürzten in den Fluß. S. 100. Ihr mündlicher Miethskontrakt gilt, da beim 33 verlegte Personen wurden ins Spital nach Basel verbracht, andere werden zu Hause verpflegt. Die Zahl der Todten beträgt etliche fünfzig; mehrere liegen aber noch unter den Trümmern. Die Brücke, welche eine Deffnung von 41 Meter hat, datirt aus der Mitte der 1870er Jahre. Die Eisenkonstruktion wurde von Eiffel in Paris( dem durch seinen Pariser Ausstellungsthurm berühmt gewordenen Ingenieur) geliefert. Infolge der großen Infolge der großen Ueberschwemmung von 1881 wurde ein unterwühltes Widerlager durch Holzmann u. Komp. in Frankfurt pneumatisch neu fundirt. Schon seit längerer Zeit fanden Revisionen der Eisenkonstruktion statt, deren Querträger dann voriges Jahr nach vom Eisenbahn- Departement genehmigten Plänen verstärkt wurden; die Hauptträger hatten sich nach Rechnung als start genug erwiesen." Wie die„ Basler National- Zeitung" berichtet, war die eingestürzte Brücke eine zirka 15 Meter lange eiserne Gitterbrücke, Seren Tragkonstruktion sich oberhalb der Fahrbahn befand. Sie hat schon vor mehreren Jahren Anlaß zur Besorgniß gegeben, als die hochangeschwollene Birs die Widerlager unterwaschen hatte. Damals wurden die Fundamente verstärkt. Die Eisenkonstruktion war, wie nun die schreckliche Katastrophe gezeigt, eine zu schwache, die Verstrebungen waren zu wenig zahlreich und auch nicht freuzweise mit einander vernietet. Die Katastrophe wird nun neuerdings Anlaß geben, die Sicherheit der eisernen Eisenbahnbrücken zu prüfen. Bekanntlich fehlt es nicht an Stimmen, welche schon längst vor diesen Brücken warnten, weil das Eisen durch heftiges Vibriren mit der Zeit seine Struktur verändert und das faserige Gefüge in ein brüchiges krystallinisches verwandelt wird. Das Gerücht, es habe die Brücke schon Vormittags verdächtig geschwankt, bedarf der Bestätigung. Der verunglückte Zug zählte sieben lange Personenwagen und mochte gegen 350 bis 400 Personen enthalten. Während die beiden Lokomotiven, ein Gepäckwagen und zwei Personenwagen, wie bereits gemeldet, in den Fluß hinabstürzten und ein Personenwagen dritter Klasse in der Schwebe zwischen der Brücke und den unten liegenden Trümmerhaufen hängen blieb, sind die vier hintersten Wagen vor der Brücke stehen geblieben. Es war, wenn man so sagen darf, noch ein Glück im Unglück, daß die Brücke nicht erst zusammenstürzte, als die Mitte des Zuges fich über ihr befand, sonst wäre aller Wahrscheinlichkeit nach das Unheil noch viel schrecklicher geworden. Sobald wir," schreibt der Berichterstatter des Baseler Blattes, am Nachmittag die schreckliche Kunde von der Katastrophe erhielten, eilten wir sofort nach der Unglücksstätte hinaus. Schon war die Nachricht in die Stadt gedrungen und zu Fuß, auf Velozipeden, auf allen möglichen Fuhrwerken strömte die Menge nach Mönchenstein; die Tramomnibusse waren selbstverständlich überfüllt, es war eine wahre Völkerwanderung. Welch' ein grauenhaftes Bild der Zerstörung bot sich unseren entsegten Blicken dar! Die vordere Maschine lag mit dem Kamine abwärts in der Birs. Die zweite war aufrecht geblieben und rauchte noch den ganzen Nachmittag weiter. Hinter der Maschine aber baute sich ein Chaos von Wagentrümmern auf, aus denen noch da und dort einzelne Hände und Köpfe der Verunglückten hervorragten. Oberhalb des Wasserspiegels befanden sich in Holz- und Eisentheile eingeklemmte Personen, zum Theil in der verzweifeltsten Lage, an deren Befreiung fieberhaft gearbeitet wurde. Von Zeit zu Zeit wurden ihnen stärkende Getränke verabreicht, so gut man eben beikommen konnte. Den erschütterndsten Anblick boten un mittelbar auf dem Felde daneben die vielen nebeneinander gelegten Leichen. Die Besichtigung des von der Brücke und den Eisenbahnwagen herrührenden Trümmerfeldes im Flusse, die Kommandorufe der Befehlshaber bei der mit dem Aufräumen beschäftigten Feuerwehr und dem Militär, der Anblick der Leichen und der Verwundeten, sowie der traurigen Sanitätswagen, nicht minder aber auch die dringenden Fragen und das herzzerreißende Jammern über geliebte Angehörige, von welchen man noch nichts wußte, als daß sie mit dem verhängnißvollen Zuge sich nach Mönchenstein begeben hatten, alles das bildete ein Schauspiel, das sich sehen und mitfühlen, aber nicht beschreiben läßt." New- York, 17. Juni. Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich gestern im Staate Jowa beim Uebergange eines Passagierzuges über die Bahnbrücke über den Coonfluß in der Nähe der gleichnamigen Wasserschnellen. Die eine längere Wegstrecke vor der Brücke aus den Schienen gerathene Maschine schlug, nachdem sie die Strecke außerhalb der Schienen durchLaufen hatte, gegen das Geländer der Brücke und stürzte, die Waggons des Zuges mit alleiniger Ausnahme des Schlafwagens, mit sich reißend, in den Fluß. Gegen dreißig Personen sollen verlegt, darunter mehrere tödtlich, und zwei Personen sofort getödtet sein. Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Berfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. In erster Linie hat der Berichterstatter von der VersammLung am 7. Juni( Außerordentliche Generalversammlung des Vereins der Einseher[ Tischler] Berlins) den Bericht der Versammlung vom 3. Mai erivähnt. Das ist falsch. Es ist von der Versammlung der Einseher vom 3. Mai fein Bericht er= stattet worden, weil nichts vorlag, als die Abstellung des ersten Tagesordnungspunktes, der auf Maifeier lautete, trotzdem das Verhalten des Kollegen Schönberg und Genossen die schärfsten Kritik verdient hatte. Es ist in letzter Zeit nur ein Bericht und zwar von der Generalversammlung vom 24. Mai( der Einsetzer) im Vorwärts" aufgenommen worden, aber nicht, wie im letzten Bericht steht, von Privatpersonen( ich weiß überhaupt nicht, ob es in einer Gewerkschaftsbewegung noch andere Personen geben kann), sondern von einem langjährigen Vereinsmitgliede auf Veranlassung des damaligen Vorsitzenden Schmidt und des Schriftführers Martin verfaßt und abgeschickt. Für die Richtigkeit des Berichte sind glaubwürdige Zeugen mehr als übergenug vorhanden. Gustav Baar 3. " Ich Endesunterzeichneter habe zu oben Gesagtem noch folgendes hinzuzufügen: Es wird in dem Bericht der Einseherversammlung vom 7. Juni gesagt, daß ein Antrag Schönberg den Bericht von der Versammlung am 24. Mai als nicht sachlich und wahrheitsgemäß geschrieben, abzuweisen, nicht angenommen, sondern abge= lehnt wurde. Daß die darauf eingebrachte Resolution gegen nur eine Stimme angenommen wurde, erklärt sich aus der Thatsache, daß A. B. 94. Ihr Mißtrauen ist unberechtigt. Wenn Sie nr 3,30 m. pro Quartal bezahlen wollen, müssen Sie sich die Beitung täglich von der Post selbst abholen. 2. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 667 876 965 94044 138 55 70 79 214 83 456 518 607 706 841 918 Biehung vom 17. Juni 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffender Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 40 124 55 272 436 37 611 14 88 751 833[ 3000] 34 50 70 1053 80 97 135 86 259[ 500) 308 56 75 440 506 19 82 775 2119 224 31 73[ 15001 384 423 570 13001 772 889 3028 75 79 381 497 98 520 59 612 747 4075[ 300] S2[ 3000] 243 610 79 715 814 32 5148 283 314 479 503 11 791 901 6164 201 95 349 474 115001 82 656 985 7054 119 1300] 408 33 70 505 13 1300] 15 620 718 85 94 8247 502 711 22 906 9020 78 250 1500] 375 97 412 65 1300] 637 805 953 10156 58 59 62 314 59 486 525 601 86 87 735 96[ 300] 11072 [ 1500] 93 125 62 378 523 707 41 802 24 943 12162 622 25 923 13287 301 570 695 801 67 14011 57 107 17 273 309 86 722 983 15044 229 403 47 527 63 606 38 53 754 831 16055 279 93 350 77 404 520 64 65 91 97 683( 500) 17083 154 250 462 84 610 95 856 935 18060[ 500] 226 329 66 13001 588 609 30 71 704 6 84 859 75 908 67 19130 226 68 316[ 1500] 93 504 40 726 814 83 20016 48 99 335 433 72[ 300] 520 55 822[ 3000] 37 73 21017[ 500] 80 145 365 406 47 683 662 15001 803 51 985 22011 183 211 58 86 368 402 19 23112 18 48 212 18 474[ 3000] 539 99 654 794 861 974 24009 59 131 48[ 1500] 53[ 300] 372 401 570 644 756 838 80 25091 297 564 657 830 907 28 82 26046 102 27[ 300] 434 35 37 73 614[ 1500] 28 775 882 27002 260[ 300] 311 20 439 523[ 500) 745 857 90 920 96 28013 104 235 345 468[ 300] 571 706 74 29034 182 326 82 411 79 98[ 30001 510 63 688 701 62 803 30000 52 313 24 82 92 482 516 87 655 713 44 800 3 4 31183 254 311 543 674 83 836 41 32314 37[ 1500] 81 98 402 4[ 1500] 65 521 62 75 809 905 68 33013 78 127 57[ 300] 226 376 81 448 505 58 673 75 924 49 34015 185 251 421 26 558 672 733 877 910 35219 69 411 501 700 43 956 62 95 36208 16 380 94 402 27 562 96 605 72 82 98 883[ 300] 37098 207 91 418 57 82 506 87 701 812 55 70 97 88069 221 82 451 544 685 731 908 39029 198[ 1500] 205 74 515 91 612 76 705 903 54 40021[ 1500] 193 560 679 784 845 916 22 80 41426 538 43 76 99 771 89[ 1500] 868 951 93 42038 86 99 112 32 63 254 344[ 5001 91 408 503 631 71 1500] 81 93 738 840 902 1300] 48 43212 435 515 996 44403 525 604 65 701 53 953 45014 34 75 13000] 251 311 70 72 457 84 511 89 684 880[ 15001 967 46121 230 31 35[ 3000] 388 406[ 300] 61 98 652 747 821 46 60 47114 212 92 424 77 512 51 662 859 994 48119 94 325 93 423 43 602 10 43 SOS 941 96 49196[ 3000] 335[ 500] 73 82 583 774 871 922 48 55 70 50024 119 224[ 1500] 320 83[ 300] 508 51194 234 459 593 623 729 30 69 918 52104 23 57 353 447[ 1500] 61 518[ 10 000] 624[ 30001 769 813 52 964 53138 65 262 394 415 48 904 59 54069 138 45 216 74 83 334 510 725 43 90 861 922 62 55179 582[ 300] 97 675 84 92 735 815 44 72 56277 96 322 573 617 783 850 96 57188 419 80 548[ 300] 87 640 715 13001 34 922 29 35 58161 231 318 64 435 593 648 796 812 70 968 84 86 59153 799 819[ 300] 24 60114 273 77 302 11 37 42 623 60 703 859[ 3000] 61016 81 380 478 87 729 878 87 62170 324 94 412 28 579 693 767 837 63066 205 ( 30001 79 567 611 93 708 55 64073 180 222 49 57 330 34 57 1500] 491 535 660 831 942 76 65004 39 82 162 210 518[ 300] 919[ 300] 66033 73 260 488 526[ 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504 26 795 868 83 176221[ 3000] 64 477 523 89 734 42 71 930 38 82 177059 104 24 40 13000] 301 452 529 51 657 707 27 73 946 178040 15000] 146 206 43 68[ 30001 344 462 723 179137 50 [ 500] 54 57 323 408 54 69 503 85 89 94 775 83[ 500] 810 959 69 180129 37[ 3000] 263 367 558 612 769 844[ 500] 181085 249 323 53[ 3000] 689 740 865 82 916 182030 60 190 237 45 305 440 666 715 34 52 59 76 825 183013 41 109 359 401[ 300] 523 631 56 80 775 966 184063 157 255 408 36 55 628 43 796 858 919 185164[ 300] 217 42 83 632 68 87 97 875 944 186289 332 95[ 300] 490 536 609 749 98 818 51 187086 195 441[ 1500] 80 506 39 812 52 80 188004 6 124 361 507 791 841 901 87 180030 65 135 329[ 300] 520[ 5001 743 955 63 82 2. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 139 44 331 436 546 777 817 80 941 90 94028 43[ 30000] 111 50 292 Biehung vom 17. Juni 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 109 85[ 3000] 282 SG 300 24 458 630 44 69 74 838 99 976 1202 7 77 391 535 65 680 952[ 10 0001 2007 44[ 300] 81 103 260 505 53 82 913 97 8006 144 332 519 640 52 981 4160 70 225 56 591 629 804 29 5016 157 67 289 416 83 4 15000] 647 60[ 500] 67 6055 107 377 427 527 814 81 86 978 7218 53 82 341[ 500] 95 454 504 615 903 56 8315 [ 1500] 61 576 635 38 72 73 723 952[ 3000] 9045 53 73 125 303 437 513 17 664 723 876 958 10120 51[ 1500] 89 212[ 3000] 62 88 315 65[ 300] 69 92 479[ 500] 647 70 736 85 849[ 3000] 70 11062 111 37 51 57 66[ 500] 300 468 71 77 10 515 34 702 12024 92 214 91 482 581 655 935 13165 213[ 300] 93 345 482 13001 550 58 993 14205 308 698 857 914 15247 79 454 98 573 674 744 48 946 16 33 46 69 13001 265 341 458 65 86 523 85 790 940 17100 70 210 458 567 77 638 724 76 825 60 83 93 18102 16 39 202 345 50 413 21 598[ 1500] 817 932 19133 39 66 626 S24 35 20000 34 112 81 96 347 64 87 95[ 3000] 738 39 85[ 500] 889 903 [ 300] 21069[ 3000] 151 55 205 86 15001 438 49 553 867 22061 87 150 75 26 92 551 95 651 743 77 912 42 23192 263 63 561 601 83 792 968 70 24202 361 478 581 702 834 41 938 25174 15001 99 263 339 515 95 652 711 23 871 915 70 26084 86 388 402 5 26 89 92 583 988 27169 390 699 759 957 13001 28159 274 339 97[ 1500] 409 44 90 13001 525 616 719 69 943 29003 32 42 142 76 206 14 67 314[ 300] 507 627 69 86 715 800 56 65 972 52 30177 379 614 97 834 44 81120 333 929 32027 182 689 710 17 33136 97 629 788 981 34016 274 311 418 524 657 77 92 706 13 802 7 44 979 35001 169 306 1500] 92 455 36013[ 1500] 31 178 468 608 720[ 300] 955 37051 244 62 414 58 601 852 39034 113 15[ 300] 66 301 50 13001 90 431 72 563 1300) 93 621 746[ 3000; 51 84 876 943 96 39017 204 46 66 349 63[ 3001 467 98 510 44 678 81 96 886 990 40002[ 5001 9 96 326 43 55 440 55 764 67 813[ 10 000] 69 936 40 62 97 41063 121 214 79 323 40 410 28 55 88 578 659 841 932 42150 309 89 440 500 12 31 642 49 703 17 931 87 43119 1500 206 [ 500] 379 467 603 97 756 78 916 11500] 41 44143 257 91 637 S4 777 848 45106 45 275 327 598 762 994 46016 242 443 72[ 300] 89 608 63 92 98 782 809 81 87 99 900 47190( 3000) 237 401 563 716 968 74 48092 108 60 204 49 320 414 750 78 13001 871 912 49032 40 92 149 810 40 81 532 39 738 50036 60 275 91 310[ 30001 74 474 666 701 13000) 823 26 49 51126 31 55 74( 300) 95 212 61 378 466 527 96 691 95 52106 204 22 314 61 15001 402 8 823 53103[ 1500] 295 354 62 95 706 78 54074 282 602 710 83 928 55231 81 357 713 51 88 808 914 94 56053 63 144 260[ 1500] 90 324 40 469[ 3C01 611 67( 5001 77 721 79 1300J S1148 3 01 900 13 57399 551 676 823 978 58093 264 382 569 79 759 95 873 906 21 59034 611 73 759 818 75 940 60039( 1500) 221 313 412 53 682 793 94 817 949 61216 449 69 82 544 639 816 41 63[ 3000] 74 926 62051 98 128 77 97 449 505 28 73 7.9 99 63005 9 26 43 76 81 92 133 89 274 414 31 595 625 59 964 64077 131 274 500 32 661 90 91 735 49 841 69 65023[ 500] 396 434 42 588 615 720 60 84[ 500] 870 66001 60 116 202[ 3000) 61 405 542 719 53 15001 56 802 53 71 926 1500] 51 67 67043 121 318 470 544 09 732 71 810 924 54 68041 349 506 34 629 761 74 92 986[ 1500] 69009 231 33 79 313 565 609 88 746 55 61 97 806 91 978 70000 167[ 500] 342 595 651 79 736 867 913 14 51 71115 58 516 95 347 64 406[ 500] 47 605 971 95037 69 221 451 546 15001 636 69 S09 33 69 91 96035 68 1300] 245 68 72 77 307 25 36 450 91 623 72 720 75 993 97166 343 62 460 552 91[ 300] 887 98197 351 90 461 ( 3000) 656 758 69 970 72 99054 196 99 256 83[ 3000] 91 335 469 86 524 631 799 962 76 78 13000] 100208 58 428 551 90 732 45 101016 107 33 318 40 80 554 63 653 83 720 816 31[ 3000] 47 917 102120 94 210 80 360 64 454 65 81 89 723 897 909 33 41 103020 138 364 74 500 77 631 83 740 810 19 943 62[ 300] 104139 460 525 96 671 720 64 831 50 56 96 959[ 500] 85 105053 102 81 351 435 588 617[ 3000] 773 862 106064 122 95 97 220 33 365 936 37 107114 63 253 666 901 108092 120 76 210 340 57 466 95 534( 500] 99 718 56[ 300] 64 900 109005 256 428 46[ 3000] 53 568 632 1500] 88 923 13000] 72 110013 153 222 326 490 509 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Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.