Ur. 283. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Betlage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Jufertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bf., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 4. Dezember 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Beglaubigte Abschrift. In der Strafsache gegen| Regierungen auf dem vor fünfundzwanzig Jahren gelegten Grunde[ entgegenkommender Gesetzesvorschlag zur Bekämpfung 1. den Redakteur Hugo Pötzsch zu Berlin in Strafhaft, geboren weiterzubauen in der von der Verfassung vorgezeichneten Richtung: des unlauteren Wettbewerbes. am 18. November 1863 zu Colditz, Königreich Sachsen, evangelisch, zum Schutz und zur Entwickelung des nationalen Rechts und zur In ähnlicher Richtung bewegt sich eine Vorlage, welche die 2. den Bergarbeiter Nikolaus Fries zu Ludweiler, Kreis Saar- Pflege der Wohlfahrt des deutschen Volkes. gesetzlichen Vorschriften über den Verkehr mit Ersay= brücken, geboren am 16. März 1857 zu Griesenbach, Kreis In dieser Richtung, geehrte Herren, liegen auch die Be- mitteln für Butter im Juteresse der Molkereiproduktion Saarbrücken, fatholisch, wegen Beleidigung durch die Presse, hat rathungsgegenstände, die Ihre Thätigkeit in Anspruch uchmen zu erweitern unternimmt. die VII. Straftammer des töniglichen Landgerichts I zu Berlin werden. Da sich die an das geltende Zuckersteuer- Gesez ge am 17. Juni 1895 für Recht erkannt, die Angeklagten Pötzsch Als bei dem Schlusse der Eession, in welcher die großen fnüpfte Erwartung einer internationalen Aufhebung der Ausfuhrund Fries werden wegen Beleidigung durch die Presse ver- Prozeßgefeße zur Verabschiedung gelangten, der hochselige Kaiser zuschüsse bisher leider nicht erfüllt hat, und im Hinblick auf die urtheilt, und zwar: 1. Pötsch zusäßlich zu den gegen ihn durch Wilhelm am 22. Dezember 1876 den Reichstag um sich ver- ungünstige Rückwirkung, welche die allgemeine Lage des ZuckerUrtheile des königlichen Landgerichts I zu Berlin vom 31. De fammelte, gab er der Hoffnung Ausdruck, daß der damals er marktes auf die landwirthschaftlichen Erwerbsverhältnisse ausübt, amber 1894 erkannten Gefängnißſtrafen von jetzt fünf Monaten reichten Einheit auf dem Gebiete der Rechtspflege die Rechts- bat fichier en afte Busch nach einer umfangreichen Steform und drei Wochen zu einer Gefängnißstrafe von noch zwei einheit auf dem Gebiete Monaten. 2. Fries zu einer Gefängnißstrafe von vier Monaten, bürgerlichen Rechts folgen werde. Diese Hoffnung Aufgabe ist zur Zeit Gegenstand der Erwägung seitens der vervon welcher 14 Tage durch die erlittene Untersuchungshaft für foll jetzt ihre Erfüllung finden. Im Laufe der Session wird bündeten Regierungen. verbüßt erachtet werden. 3. Gleichzeitig wird der föniglichen Ihnen der Entwurf eines Bürgerlichen Geset= Schon in der letzten Tagung ist Ihnen ein Gesetzentwurf Bergwerks- Direktion zu Saarbrücken die Befugniß zugesprochen, buches vorgelegt werden. Durchdrungen von der Bedeutung, vorgelegt worden, der die Gewerbe- Ordnung unter anderem in den verfügenden Theil des Urtheils durch einmaligen Abdruck welche der endlichen Beseitigung der großen Verschiedenheiten den auf das Wandergewerbe bezüglichen Vorschriften abdesselben an hervorragender Stelle im redaktionellen Theile des auf dem Gebiete des bürgerlichen Rechts für das Ansehen des zuändern bezweckte. Born ärts" binnen vierzehn Tagen nach Zustellung des rechts- Reiches und für die wirthschaftliche Entwickelung des Boltes bei- Dieser Entwurf ist einer wiederholten Prüfung unterzogen fräftigen Urtheils auf Kosten der Angeklagten öffentlich bekannt wohnt, haben die verbündeten Regierungen bei Prüfung des worden und wird Ihrer Beschlußfassung von neuem unterbreitet zu machen. 4. Ferner wird angeordnet, daß der in Nr. 113 nach mühevoller Arbeit vollendeten Entwurfs bereitwillig Opfer werden. des elften Jahrganges der periodischen Druckschrift„ Vorwärts" ihrer Wünsche und ihrer Ansichten gebracht. Sie geben sich vom 19. Mai 1894 unter der Ueberschrift Die Lage der Berg- der Hoffnung hin, daß der Reichstag in gleichem Geiste arbeiter im Saarrevier" abgedruckte Artikel auf allen vorfind- an die Berathung herantreten und daß es so gelingen werde, lid en Exemplaren, sowie derjenige, zur Herstellung der Druck zum Segen des Baterlandes das große Werk zum Abschluß zu schrift bestimmte Theil der Platten und Formen, auf welchem bringen. Gefretär. " Die Eröffnung des Reichstags. Zur Eröffnung des Reichstags am Dienstag Mittag im Weißen Saale des königlichen Schlosses verlas der Reichskanzler Fürst Hohenlohe folgende Throurede: 0 In den am 1. April d. J. in traft getretenen Bor schriften über die Sonntagsruhe der gewerblichen Arbeiter erblicken die verbündeten Regierungen einen bedeut famen Schritt auf dem Gebiete der Fürsorge für das Wohl der arbeitenden Klassen. Mit Genugthuung darf hervorgehoben sich der inkriminirte Artikel befindet, unbrauchbar zu machen. Der Versuch, in das gerichtliche Strafverfahren werden, daß diese Vorschriften im allgemeinen ohne Benach5. Die Kosten des Verfahrens werden den beiden Angeklagten neue Bestimmungen einzuführen, welche die Echnelligkeit und theiligung berechtigter Interessen durchgeführt sind. Bei sorgzur Last gelegt. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel die Gerechtigkeit der Strafverfolgung erhöhen, hat in der fältig vorbereitetem, schrittweisem Vorgehen wird auch die noch wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt.| vorigen Session nicht zum Ziele geführt. Es wird Ihnen von ausstehende Ausführung der auf den Schutz der Arbeiter gegen Berlin, den 18. November 1895.( L. S.) gez. Altrichter, Gerichts- neuem ein Gesetzentwurf zugehen, durch welchen welchen die gesundheitsschädliche Leberanstrengung abzielenden Bestimmungen schreiber des töniglichen Landgerichts I, Straffammer VII. Für erforderlichen Aenderungen und Ergänzungen der Gewerbe- Ordnung sich, soweit dafür ein Bedürfniß anzuerkennen richtige Abschrift. Berlin, den 3. Dezember 1895. Baganz, des Gerichtsverfassungs Gesetzes und der ist, ermöglichen laffen. Strafprozeß- Ordnung in Vorschlag gebracht werden. Die Entwürfe der Haushaltspläne des Reichs Neben diesen Aufgaben im Bereich nationaler Rechts- und der Schutzgebiete für das nächste Statsjahr werden entwickelung wird Ihre Mitwirkung für eine Reihe von Vorlagen Ihnen ungefäumt zugehen. Troz sparsamer Bemessung der fände zu gute kommen sollen. in Anspruch genommen werden, die der Wohlfahrt der Erwerbs: Ausgaben waren die allen Bundesstaaten gemeinsamen Matrikularbeiträge nicht unerheblich höher einzustellen, als die nach vorRegierungen als eine ihrer vornehmsten Aufgaben ansehen, ent- hält sich aber die noch verbleibende Belastung innerhalb der Das Handwerk, dessen Gedeihen zu fördern die verbündeten fichtiger Schäßung zu erwartenden Ueberweisungen. Immerhin behrt zum weitaus größten Theile einer geordneten Vertretung. Mehreinnahmen, welche in dem jüngst abgelaufenen Rechnungswährend, den Regierungen für die der Lösung harrenden schwierigen jahre über die etatsmäßige Annahme hinaus den EinzelOrganisationsfragen der mitwirkende Beirath( zahlreicher Kreise itaaten aus Zöllen und Verbrauchsabgaben zugeflossen Seine Majestät der Kaiser haben mir den Auftrag zu er- des Handwerksstandes fehlt. Zur Beseitigung dieses Mangels sind. Auch die laufende Etatsperiode verheißt nach den bis theilen geruht, Gie in seinem und der verbündeten Regierungen und zugleich als ee theilen geruht, Sie in seinem und der verbündeten Regierungen und zugleich als erster Schritt zur Lösung der Organisations herigen Ergebnissen einen günstigen Abschluß. Treten demgemäß Namen zu heißen. frage ist eine Gesetzesvorlage über die Errichtung von die Unzuträglichkeiten, welche für die Finanzwirthschaft der Ihre Arbeiten fallen in die Tage der Erinnerung an die Handwerkskammern bestimmt. einzelnen Bundesstaaten aus ihrer Beziehung zum Reichs- Hausgroße Zeit, in welcher vor einem Vierteljahrhundert die Frucht Mit dem Börsenhandel, dessen entwickelte Formen bei halt entspringen, gegenwärtig weniger in die Erscheinung, so der ruhmreichen Kämpfe erwuchs, deren Andenken wir unlängst der heutigen Ausdehnung des Umfazes von Waaren und bleibt es doch eine ernste Aufgabe der Gesetzgebung, dem Reiche gefeiert haben. Werthen nicht entbehrt werden können, find Gefahren verbunden, und seinen Gliedern auf dem Gebiete ihres Finanzwesens ein die sich zum Schaden des Vollswohlstandes oft genug fühlbar höheres Maß gegenseitiger Unabhängigkeit zu sichern. gemacht haben. Auch Boltskreise, die sich an Börsengeschäften Die guten und freundlichen Beziehungen des Reichs nicht zu betheiligen pflegen, namentlich die Produzenten land zu allen auswärtigen Machten dauern unverändert wirthschaftlicher Erzeugnisse, können durch den preisbildenden fort. Zu Verein mit den Regierungen Rußlands und Frank Einfluß der Börse in ihren wirthschaftlichen Interessen betroffen reichs ist Deutschland bemüht gewesen, den aus dem Kriege werden. Solchen Mißständen nach Möglichkeit zu begegnen, der beiden großen ostasiatischen Reiche drohenden bezweckt der an die Vorschläge der Börsen- Enquete Kommission weiteren Verwickelungen vorzubeugen. Unsere Bestrebungen sind, anknüpfende Entwurf eines Börsengesezes, der Ihnen dank der verständnißvollen Mäßigung der japanischen Regierung, nebst einer ergänzenden Vorlage über das faufmännische von Erfolg gewesen und werden mit dazu beitragen, Deutschlands De pot wesen unverweilt zugehen wird. Gewerbefleiß und Handel ein Feld friedlichen Schaffens zu er Geehrte Herren! Die Begründung des Reichs, die Einheit und Machtfülle des Baterlandes war der Siegespreis, der unter des großen Kaisers Führung durch das treue Zusammenstehen der deutschen Fürsten und Völker, den Heldenmuth unserer Heere, die Weisheit unferer Staatsmänner errungen wurde. Im dankbaren Rückblick auf jene Tage sich des Besitzes der schwer erworbenen nationalen Güter neu bewußt zu werden, getragen von diesem Bewußtsein, den Sinn auf das Ganze, Das Einende in allem Streit der Meinungen und Interessen gerichtet zu halten solches ziemt dem deutschen Volk und den Deutschen Reichstag, der selbst eine Errungenschaft jener Kämpfe ift. Jhut liegt es ob, gemeinsam mit den verbündeten £ 9 Ein Verrückter.( Machdr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Gegen eine Gruppe von Auswüchsen im Handel halten und zu erweitern. und Wandel richtet sich ein einem Beschluß des Reichstage Den bellagenswerthen Vorgängen im türkischen Reiche Was stehen Sie noch da und gaffen!" rief ihn der ein Schlußwort mit dem Pfaffen geredet werden, geht's Briefter an. Machen Sie, daß Sie in die Kirche laufen dann nicht, nun dann! und die Todtenglocke läuten." Grimmig zog Gattl zum letzten Mal an dem Seil und Die Todtenglocke! Für sich selbst wollte sie der Lehrer schleuderte es mit furchtbarer Wuth in das Dunkel des Kreischendes Geschrei unterbrach den Tobenden und gleich läuten und für die ganze Menschheit, damit diese Kirchenschiffes hinein. Gespenstig rauschte es auf den zwang ihn, nach der Seite zu blicken. Dort stürmten unter dem eintönigen Bam- Bamton zur Hölle führe. Hei, Steinen zurück. Das Glöcklein schlug noch ein paar Mal Göpfert's Kinder herbei und deuteten furchtsam nach der wie er jetzt den Strang riß in der gähnenden Nacht der an, dann endlich beruhigte es sich, und nur noa, die Richtung, wo Poiten gesessen hatte. Der alte Bauer war stockdunklen Kirche, wo mur ein blutrother kleiner Bunkt, summenden Klänge des Metalls vibrirten von oben herab. von seinem Stuhle herabgefallen, mit dem Gesichte auf den die ewige Ampel schauerlich brannte, wie er zog und wieder Gattl griff nach dem Herzen und ging zur KirchenBoden und streckte die Arme von sich. Unter seinem zog, daß der Strick wie ein Beitschenbieb auf die Stein- thüve. Einen Blick warf er noch auf die Finsterniß und Echädel schwamm eine dicke Blutlache. platten herabflog! Jetzt beteten sie unten mit lautem Geplärr auf das ewige Licht. Um Himmelswillen!" schrie der Priester und eilte zu in dem Todtenhaus, alle die Besoffenen, Bauern und Weiber, Vielleicht komm' ich heut noch einmal", murmelte er dem Leblosen. Er berührte den Rücken, die Arme, die und in den Ohren summt ihnen noch die Milodie des unter- und taumelte ins Freie. Beine, wie einer, den der Schrecken völlig topflos gemacht brochenen Tanzes. Herunter, Du Strick, nochmals, nochhat, und blickte hilflos in den Eaal hinein, wo munter fortmals und nochmals! Ha! Ha! Wie die gut geweihte Boitens Leiche war inzwischen in das geräumige Schlafgetanzt wurde. Jest walzte eben Göpfert mit Rathi hart Echelle oben im Gebält hin und her rumort, als wollte sie zimmer der Wirthsleute herabgetragen und auf das Bett an der Tafel vorbei. in die Welt alle die Flüche hinausjammern, womit sie ein vernichteter Mensch in sausende Bewegung setzt. Boiten, Du wirst gut in den Himmel geläutet! Wenn das nicht hilft! ** gelegt worden. Hanst und Kathi kuieten wimmernd vor dem Todten, während der Benefiziat Gebete abmurmelte und Göpfert mit dem Wirth an der verriegelten Thüre stand. Sie hatten Mühe gehabt, die aufgeregte Menge zurückzuhalten. Jezt drang das wüste Geschrei der Betrunkenen schauerlich in die stille Stube herein. Hier malte sich der jähe Umschlag einer tollen Luftbarkeit in die Ruhe des Todes auf allen Gesichtern. Der Förster blickte finster Herr Förster, Kathi, Herr Förster, um Gotteswillen, schauen Sie nur her!" rief der Geistliche. Tie Angerufenen setzten aus und stolperten herbei. Kathi schrie auf, als sie den Vater erblickte, und der Förster Jetzt hören sie's auch im Forsthaus. Anna richtet sich drehte mit großer Anstrengung den schweren Körper um im Bette auf und stiert in die Nacht hinaus. Anna! Anna! er hielt einen Todten in den Armen. Träge floß das Für sie wird mitgeläutet! Bint über das wachsgelbe Gesicht. Die beiden Mädchen Nur noch nicht aufgehört! Wieder am Strang geriffen, fingen laut zu weinen an und in ihre Jammertöne mischte man faun ja weiter und weiter ziehen, bis ein Engel die zu den flackernden Wachsterzen herab, die in gläsernen sich die Musik, die den Tanzenden immer noch munter Botschaft herunterträgt, daß der Poiten glücklich eingegangen Leuchtern auf der brannen Kommode um ein hölzernes aufjpielte. ist ins Himmelreich; man kann weiter läuten, bis der Kirch- Kruzisiy standen und Kreittmayer stotterte dem Geistlichen Jetzt ermannte sich der Geistliche. Er stürzte in die thurm zusammenbricht und den eifrigen Meßuer verschüttet. das Ave Maria uach, wobei er ein gar klägliches Mitte des Saales und winkte mit beiden Händen hastig Was für ein schöner Strick das ist, nicht zu dick, nicht Gesicht machte. Er war wirklich gar tiefbetrübt, zum Podium hinauf. Endlich wurde er verstanden und zu dünn. Der wäre ja wie geschaffen zum Aufhängen und der aufmerksame Gastgeber, denn nach dem ersten nun eilte die ganze Hochzeitsgesellschaft mit ihm zu der der baumelnde Kadaver könnte sich dann gleich selbst in die panischen Schrecken hatte er sich wieder so weit erholt. Leiche zurück, auf die der Lehrer theilnahmlos herunter- Ewigkeit hinüberläuten! daß er überlegen konnte, welch bedeutender Gewinn blickte. Aber nein, nein! Das wäre voreilig! Erst soll noch ihm durch den Tod des Brautvaters entgehen mußte. zettels. * * い er Landrath von Rotenburg in Hessen." und der dadurch geschaffenen Situation ist unfere ernste Auf- 1 Sind in letter Linie die Weisen uneins geworden über wir ihm denn auch gern, daß er noch in großer Uniform" merksamkeit zugewandt. Getren seinen Bündnissen und den be- die tauglichsten Mittel zur Rettung von Staat und Gesell- an der Reichstags Eröffnung theilnehmen durfte, während währten Grundsäßen deutscher Politik ist das Reich allezeit bereit, schaft? alle seine anderen Kollegen nur in fleiner" angetreten waren. mit den durch ihre Juteressen in erster Reihe berufenen Mächten zusammen zu wirken, um der Sache des Friedens zu dienen. In den letzten Monaten hat sich die deutsche Politik Da hat er doch einen glanz vollen Abgang. Die Einmüthigkeit des Entschlusses aller Mächte, die bestehenden geradezu fieberhaft mit der sozialdemokratischen Beweging Erstaunen, selbst Verblüffung spricht sich allgemein in Berträge zu achten und die Regierung Seiner Majestät des beschäftigt. Und wenige Tage vor Eröffnung des der Presse über diesen plöglichen Szenenwechsel aus. VerSultans bei Herstellung geordneter Zustände zu unterstützen, Reichstages hat der Minister v. Köller, des Reichs- schiedene Blätter hatten die gestrige Mittheilung garnicht begründet die Hoffnung, daß den vereinten Anstrengungen der kanzlers rechte Hand, in blindem Eifer gegen unsere glauben wollen. Die vorsichtige Bossische Zeitung" hat Erfolg nicht fehlen werde. Partei zu einem wuchtigen Schlage ausgeholt, bei der sie überhaupt nicht aufgenommen und äußert jetzt zu unserer Auf allerhöchsten Befehl erkläre ich im Namen der ver er sich die Finger so zerschunden hat, daß er kampfunfähig Angabe, die größten Aussichten auf den Köller- Siz habe bündeten Regierungen den Reichstag für eröffnet. aus der Kampfreihe der Ordnungsretter hat zurückwichen der Verfasser der Umfiurzvorlage, Herr v. Trott zu Solz: müssen. Aber er würde doch nie so weit sich vorgewagt" Das flingt wie ein Scherz, da Herr v. Trott zu Colz der Eine farblosere Throurede ist niemals gehalten worden, haben, wenn er nicht nach dem Maße seines Jutellekts zu der jüngste der vorragenden Räthe im Ministerium des Innern ist, selbst nicht in Deutschland, wo die Thronreden noch farbloser Ueberzeugung gelangt wäre, daß er sich im richtigen Kurs bem er erst seit dem vorigen Jahre angehört. Bis dahin war gu fein pflegen, als in anderen Ländern. befände. Nicht ein Satz, der überraschen, der irgend aufregen Was sagt uns also dieses beredte Schweigen der Thron Die Vorsicht, daß die„ Vossische Zeitung" auch jetzt könnte. Nüchterne Ankündigung eines nüchternen Speise- rede? Wird der Zickzackkurs plötzlich einen Schlag nach noch die amtliche Bestätigung abwarten will, ehe sie an den links machen, oder ist ihm nur für den Augenblick der Köllersturz glaubt, paßt allerdings in ihr RedaktionsUnd aufgewärmte Gerichte find es meist, die uns Dampf ausgegangen und wird neue Gluth unter dem ſyſtem. Wenn sie aber Herrn von Trott's Minister dieser Speisezettel ankündigt. Daß endlich ein einheitliches Patriotenkessel angefacht, damit es bald wieder vorwärts fähigkeit bezweifelt, weil der Herr noch so jung, bürgerliches Gesetzbuch zu stande kommen soll, wäre ja eine gehen fann mit neuen Offizieren gegen den Umsturz, Bollgar nicht unüble Nachricht, wenn nur nicht leider alles, dampf voraus!? was bisher darüber verlautet ist, den Entwurf als ein Ergebniß völlig kapitalistischer Denkweise gekennzeichnet hätte. Noch nicht einmal auf der Höhe der durchschnittlich in Deutschland erreichten Entwickelung der sozialen Verhältnisse steht dieser Entwurf, der des alten Rechtslehrers Savigny Wort: Unsere Zeit hat nicht den Beruf zur Gesetzgebung", auch für die Gegenwart giltig macht. Was die gegenwärtige Regierung zur Erhöhung der Schnelligkeit und Gerechtigkeit der Strafverfolgung" für erforderlich hält, wird schwerlich dazu beitragen, das Ge fühl der Rechtssicherheit im Bolke zu erhöhen. Bei einseitigen Reformen ans solchen Motiven werden meist die Garantien außer acht gelassen, die zur Sicherstellung des Bublikums gegen übereilte Verhaftungen und schematische Aburtheilungen nöthig sind. Reichstag. so jung sei, so ist sie doch unverantwortlich hinter dem Verständniß ihrer Zeit zurückgeblieben. Entweder ganz alte oder ganz junge und neue Männer haben die meiste Chance. Vielleicht hat indeß gerade unsere Prophezeiung Herrn v. Trott die Suppe versalzen. 1. Gigung vom 8. Dezember 1895, 21/2 Uhr. Biel eher erscheint uns die im Reichstag kolportirte Am Bundesrathstische: v. Boetticher, v. Marsch a II. Nachricht, Graf Bill Bismard sei zum Nachfolger Herrn Der Präsident der vorigen Session Abg. v. Buol eröffnet v. Köller's ausersehen, als ein Scherz. bie Sigung mit folgenden Worten: Meine Herren! Nach§ 1 Ueber die Gründe der plötzlichen Beseitigung des unserer Geschäftsordnung liegt mir als dem bisherigen Präsidenten zuversichtlichen Minister theilt der Berliner Berichterstatter zu eröffnen. Ich thue dies hiermit und habe die Ehre, Sie freund- v. Köller zu der Maßregel der Schließung der sozialisti: die Verpflichtung ob, die heutige erste Sigung des Reichstages des Hamb. Korr." mit. Nach seiner Kenntniß habe Minister lichst zu begrüßen. " Bu provisorischen Schriftführern beruft der Präsident die schen Vereine sich der Zustimmung seiner nicht versichert. Ministerkollegen Bei Abgg. Braun, Krovats check, Pieschel und Hermes. Der Echriftführer Kropatscheck verliest das Verzeichniß der der Schließung ist lediglich die Verantwortlich feit des seit dem Echluß der legten Reichstags- Session neu- bezw. wieder Ministers des Innern in Frage und wird auch nur dieser gewählten Abgeordneten. für die weiteren Folgen einzustehen haben." Das klingt ja fast, als ob die Regierung den Schritt nicht billigte. An Vorlagen find eingegangen: Der Gefeßentwurf betreffend Eehr bedauerlich ist es, daß dagegen die langerwartete gefeß, der Etat für die Schußgebiete für 1896/97, eine Reihe die Feststellung des Haushaltsetats für 1896/97 nebst dem Anleihe Reform des Militär Strafprozesses auch jetzt noch aus- von allgemeinen Rechnungen und Denkschriften, sowie das Börsengeblieben ist. Sind sich die Zivil- und Militärautoritäten und das Tepotgefet. noch immer nicht einig darüber? Die Verloosung der Mitglieder in die Abtheilungen wird Au wirthschaftlichen Gesezentwürfen wird uns eine nach der bisherigen Praxis durch das Bureau vorgenommen Maßregel zu gunsten des Handwerks: die Errichtung von werden. Handwerkskammern, in Aussicht gestellt; sie scheint mehr nach der Façon Bötticher als nach der Façon Berlepsch zu sein. Auch die Vorlage über das Wandergewerbe wird ein Pflaster sein sollen auf die Wunden des Handwerks. Reichhaltiger ist das Menu für die Bedürfnisse des Agrarierthums. Der agrarische Kuckuck im Reichs Grasmückenueft hat lauter geschrieen, als seine Stiefgeschwister, und Schreien hilft. Selbst das Börsengesetz ist den Produzenten landwirthschaftlicher Erzeugnisse zu Liebe ausgestaltet und die Margarine wird im " Interesse der Molkereiproduktion" mit einem Gesetzgliedern; das Haus ist also beschlußfähig. Der Namensaufruf ergiebt die Anwesenheit von 208 Mit Gingegangen ist ein schleuniger Antrag des Abg. 3immer. mann, betreffend die Ginstellung zweier gegen den Abg. Werner schwebender Strafverfahren. Echluß nach 3 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr. Wahl der Präsidenten und Schriftführer und Berathung des beute eingegangenen schleunigen Antrages. Möller a. D.! des seinem Herzen so nahestehenden Herrn aus. Und da Tief erschüttert spricht sich der Reichsbote über den Sturz es das einzige tonservative Organ ist, das den Muth ge funden hat, frei von der Leber weg zu sprechen, und es bei der Gelegenheit auch allerhand Dinge ausplaudert, die schwer auf sein bedrängtes Herz drücken, wollen wir den wesent lichen Juhalt des Artikels hier wiedergeben: berigen Minister des Junern v. Köller, bevor er nach Breslau ab„ Der Kaiser empfing am Montag, 12. d. M., früh den bizreiſte, und den Chef des Ziviltabinets Excellenz v. Lucanus und ließ sich Vortrag halten. Hierauf wurde dem Herrn v. Köller der Rücktritt von seinem bisherigen Amte bewilligt. Herr v. Köller fehrte nach Berlin zurück, übergab die Ministerialgeschäfte an den Unterstaatssekretär und erklärte feinen Räthen, nur noch privatim mit ihnen verfehren zu können. Für den plöglichen Rücktritt des Herrn v. Köller werden So haben wir ihn denn wirklich verloren, unsern ie nachdem verschiedene Gründe angegeben. Die Veranlassung beentwurfe bedacht. Im Hintergrunde lauert dann Köller. Mit recht gemischten Gefühlen werden unsere ruht, wie wir annehmen zu dürfen guten Grund haben, in tiefliegenden Differenzen. Zunächst soll der Gegensatz zwischen noch ein neues Buckersteuer- Gesetz, das die Konsument Lefer ebenso wie wir die folgende offiziös verbreitete Be- dem Kriegsminister Bronsart von Echellendorff und Herrn zwingen wird, tiefer als bisher in den Geldbeutel hinn stätigung unserer gestrigen Mittheilung lesen:" Der Minister v. Köller in Frage kommen. Außerdem soll das energische Vorzugreifen, damit die Lage des Zuckermarktes tünftig nicht des Innern v. Köller hat von Sr. Majestät dem Kaiser gehen gegen die Sozialdemokratie an einer anderen amtlichen mehr eine ungünstige Rückwirtung auf die lan wirth einen Urlaub erbeten und erhalten." Wenn ein Minister, Stelle einen starten Gegenfioß erfahren haben. Jedenfalls hat schaftlichen Erwerbsverhältnisse" ausüben kann. deffen Händen die polizeiliche Staatsretterei in erster die Frage Delbrück bei dem Stücktritt des Herrn v. Köller feine Einer einzigen Maßregel kann auch die Arbeiterschaft Linie anvertraut ist, so plötzlich nach einer großen maßgebende Rolle gespielt. von vornherein mit einer gewissen Genugthuung entgegen- polizeilichen Aktion, so unmittelbar vor dem Zusammensehen. Das ist die geplante Ausgestaltung der Arbeiter- treten der Volksvertretung Urlaub erhält, so müßte man schutzgesetze. Sollte damit auf eine Maßregel zur Abstellung der das als den thatsächlichen Rücktritt deuten, auch wenn Mißstände in den Bäckereien hingezielt werden, so wäre das mit unsere geftrigen und vorgestrigen Mittheilungen nicht bereits Freuden zu begrüßen. Freilich, wir müssen abwarten, wie darauf vorbereitet hätten. die Maßregeln der Regierung denn aussehen. Der Genugthuung, die wir zweifellos empfinden, Die Betrachtungen über den Haushaltsplan und über daß der Hauptgegner der Sozialdemokratie bei einer die auswärtige Politik, womit die Throurede abschließt, Aktion gegen uns ins Stolpern gekommen ist, mischt Die Genugthuung, mit welcher der Vorwärts" das schreibt, enthalten die üblichen allgemeinen Versicherungen der Be sich doch ein leichtes Gefühl des Bedauerns bei. ist leider nicht unbegründet. Wenn der Rücktritt doch wenigstens friedigung, die so wenige Menschen zu theilen pflegen. Wir werden ja mit all' den Kapazitäten fertig erfolgt war oder erst später, nachdem sich vielleicht ihre UnhaltHat man sich nun bis zu Ende hindurch gelesen durch werden, die man uns entgegenstellen kann, aber einen zweiten die Throurede, dann drängt sich auf aller Lippen die Frage: Köller bekommen wir doch sobald nicht wieder. Ein Mann Wo sind denn Eure Pläne zur Bekämpfung der Sozialdemokratie geblieben? Sind sie aufgegeben? Sind sie noch nicht fertig geworden? von besonderem Schliff und Schick, wir werden faunt jemals seines Gleichen sehen auf dem Plaze, den er mi dem eigenartigen Köller- Anstand ausfüllte. Deshalb gönnen Hansl verstand nicht, was hier vorging, aber er hob flehend die Hände auf und fing laut zu schluchzen an. Das Der Priester wandte sich empört ab und ging erregt durch das Zimmer. Jezt würden, da die Feier doch wohl oder übel abgebrochen werden mußte, ganz sicher fünf Hektoliter Bier weniger getrunken, von Wein und Schnaps gar nicht zu reden. war ein herber Verlust und nur in der einzigen Hoffnung fonnte er etwas Trost finden, daß der Herr Förster sich nicht lumpen lassen und eine opulente Todtenfeier abhalten werde. Dann durfte man wenigstens wieder an einen gewissen Ausgleich denken. " Amen," wisperte andächtig der Wirth und drehte sich um, weil man heftig an der Thüre gepocht hatte. " Wer ist denn da?" fragte er ganz leise. " Ich bin's, der Lehrer." Kreittmayer öffuete und wies die Nachdrängenden geschäftig zurück. Können Sie jetzt nicht aufhören mit ihrer dummen Geschichte," fragte er wüthend. Gattl ging ihm nach: „ Mit meiner dnmmen G'schicht'," rief er, das ist meine Butunst, Hochwürden, von der Sie jetzt so verächtlich reden." Nun hielt sich der Förster nicht länger: " Gie," sagte er roh zu Gattl, Sie, hab'n Sie toa G'fühl und foa Moral, daß Sie vor einer Leich so' n Speftafel machen?" Der Lehrer schob ihn bei Seite und drängte sich an den Priester: Gattl ging an ihm vorüber und durchmaß mit großen Schritten die Stube. Sein Gesicht war so gelb wie das der Leiche und seine schweißtriefenden Haare hingen ihm weit in die Stirn herein. Der aufgeknöpfte Gehrock ich schlotterte um die große Gestalt und durch das offenstehende Hemd blickte die Brust heraus. Die schweren Schritte des Herumgehenden störten den Geistlichen in seiner Andacht. Er sah sich ärgerlich um und wollte Ruhe gehieten. Doch der Lehrer ging direkt auf ihn zu und sah ihm fest in die Augen: Hochwürden", begann er, der Tod hat Einkehr bei uns g'halten. D'rum bitt' ich Sie noch einmal bei der Leich' da, vor der wir steh'n, haben Sie Mitleid mit der Anna!" Kathi und Hansl hörten zu weinen auf, Göpfert aber schaute verwundert den Sprechenden an, der ihm schon beim Eintritt durch sein Wesen sonderbar auffiel. " Schämen Sie sich", sagte der Geistliche leise und unwillig. Hier vor dem Todten, zu einer solchen Stunde fangen Sie wieder den Skandal an." " Ich fang' tein' Standal an, aber gerad' hier vor dem Todten will ich Sie zum letzten Mal bitten, weil ich hoff', daß Sie an einer solchen Stell' noch am ehesten n' Funten von Barmherzigkeit spüren." Ich war gestern in Mariakirchen", sagte er, dort hab erfahr'n, daß ich meine Austellung hab." " Sie hätten eine Anstellung?" " Jawohl! Der Minister hat mir's selbst g'sagt." Einen Augenblick war der Geistliche völlig sprachlos. Aber er sammelte sich schnell wieder und sagte bestimmt: " Die Regierung wird sich besinnen, Leute wie Sie an zustellen! Noch dazu, wenn sie erfahren wird, welche Echamlosigkeiten Sie begangen haben." beifällig. Sie und Ihre saubere Anna", rief Göpfert und nickte Gattl wollte auf den Förster stürzen, aber er hielt sich noch einmal zurück und redete den Geistlichen an: Dann haben Sie's also angezeigt?" " " Glauben Sie meinetwegen, was Sie wollen. Und jekt venlafsen Sie sofort das Zimmer, damit die Ruhe des Todten nicht mehr gestört wird." Naus!' Naus! schrie Göpfert und faßte Gattl beim Arm. Mit einem weiten Sage entriß sich der Lehrer dieser Berührung und stürzte in eine Ecke des Zimmers. Dort zog er das Goldstück aus der Tasche und schleuderte es de Förster vor die Füße. Mergerlich bewegte sich der Priester: Beten Sie hier, das ist angezeigter." Da haben Sie Ihr Trinkgeld wieder," schrie er Sie Hansl", sagte der Lehrer, indem er den Jungen beim elender Hund!" Arm ergriff, geh' Du her und bitt'n Herrn Benefiziaten, Göpfert wollte auffahren, blieb aber wie gebart stehen, bei Dein'm todten Vater um Gnad für Dein' unglücklichen als er den Lehrer mit geballten Fäusten auf der Geistlichen Lehrer!" I losgehen jah. ( Fortjehung folgt.) Der Rücktritt des Ministers des Innern, Herrn v. Köller, gerade im jetzigen Augenblick, wo er ein so energisches Borgehen gegen die Sozialdemokratie eingeleitet hat, macht einen verblüffenden Eindruck. Der Vorwärts", welcher über die Vorgänge bei der Regierung und" den Behörden gewöhnlich am besten unterrichtet ist, bezeichnete schon heute Morgen die Entlassung des Ministers als zweifellos"... ( Folgt das Zitat unferer gestrigen Mittheilung.) erfolgt wäre, ehe die neue Aktion gegen die Sozialdemokratie barfeit herausgestellt hätte; aber jetzt mitten in der Aktion, ehe noch das Gericht entschieden hatte das zeugt doch von einer sehr bedenklichen Unsicherheit und einem Schwanken innerhalb der Regierung. Man sollte doch denken, daß Herr v. Köller diesen Schlag gegen die Sozialdemokratie erst unter nommen hätte, nachdem er sich darüber mit den anderen Ministern, insbesondere mit dem Ministerpräsidenten verständigt hatte. Oder sollte wirklich Herr v. Röller eine solche folgenreiche und verantwortungsvolle Attion ganz auf eigene Hand, ohne vorherige Verständigung mit dem Staatsministerium unter nommen haben? Nur in diesem Falle wäre seine jähe Ent laffung verständlich, aber auch dann wäre es vielleicht besser gewesen, fie nicht so Sdlag auf Echlag auf die Aktion Das macht gegen die Sozialdemokratie erfolgen zu lassen. zu sehr den Eindruck der Plöglichkeit; für die Autorität der Regierung aber ist es durchaus nöthig, daß das Bolt den Eindruck gewinnt, daß ibre Aktionen mit ruhiger Sicherheit erwogen sind. Wenn gestern ein Minister eine so große verantwortungsvolle Attion unternimmt, wie Herr v. Köller, und heute selbst aus dem Anite entlaffen wird, so erweckt das einen solchen Eindruck nicht. eine " ob Als Herr von Köller vorgestern seinen Angriff auf die Organisation der Partei unternahm, glaubte man an den Anfang einer großen Aktion. Es muß sich nun zeigen, ob diefer Glaube irrig war und die Regierung die Vers letzte Maßregel gegen die sozialdemokratischen oder wieder aufheben sie dieselben aufrecht balten und weiter führen wird. Solche plöglichen Zwischenfälle fouten aber nicht vorkommen. Hinter so großen Aktionen, wie sie Herr v. Köller unternahm, muß entweder das ganze Staatsminifterium stehen oder sie dürfen überhaupt nicht vor genommen werden. Ist ersteres aber der Fall, dann muß sich das Ministerium auch mit seinem Kollegen folidarisch er tlären. Tiese ministerielle Solidarität fcheint aber jegt leider gar nicht mehr zu bestehen. Hoffentlich gelingt es nun, einen tüchtigen Mann zum Nachfolger des Herrn v. Stöller zu finden; denn gerade dieses Ministerium ist durch besonderer Wichtigkeit. Ein Handeln nich plöglichen Augen den unvermeidlichen Kampf gegen die Sozialdemokratie von blicks Impulsen ist hier ebenso vom Uebel, wie ein unent schlossenes, allzu ängfiliches Zögern und Zaubern. Es handelt sich also um einen Mann, der große juristische Gesezeskenntniß mit klarer Verwaltungsumsicht verbindet und durch ruhige BeSonnenbeit und Entschlossenheit es versteht, die Dinge zu rechter Beit nd am rechten Orte anzufassen." = Politische Nebersicht. Berlin, 3. Dezember. Des Kaisers Ansprache au die Leib- Kürassiere. Gleichzeitig mit der nüchternen Thronrede, die von dem Fürsten Hohenlohe bei der Reichstagseröffnung verlesen wurde, geht uns eine schwungvolle Ansprache zu, die der Raiser am Montag bei dem Offiziersdiner im Kasino der Leib- Kürassiere zu Breslau gehalten hat. Da diese Ansprache vom " " Die unferes Erachtens dazu angethan ist, eine Lücke auszufüllen,[ einnahmen in der Höhe von 3/2 Millionen Mark auf. Die Mehr- Danziger Bollfreibezirt. Der Wef. 3tg." zufolge die man beim Lesen der Thronrede und sonstiger offizieller belastung der Einzelstaaten wird ca. 32/3 Millionen Wart be- steht es jetzt fest, daß Danzig bei Neufahrwasser einen Freibezirk Kundgebungen empfindet, geben wir sie vollinhaltlich wieder: tragen. nicht etwa einen Freihafen erhalten soll, den es sich selbst Die Einladung meines Leib Kürassier Regiments zur An- Der Entwurf eines Geseges über die Erberstellt. Verarbeitung der dort eintreffenden Produkte( Ge theilnahme an ihrem Regimentsfeste habe ich mit Dank und richtung von Handwerkskammern, wie er treide und Spiritus) darf in dem Bezirk nicht vorgenommen freudigen Herzens angenommen. Sind doch die Stunden, die ich Bundesrath soeben genehmigt ist, setzt die obligatorische werden. im Kreise meiner Kameraden zubringen darf, die Erholungs-& inführung der Handwerkskammern fest. Aufgabe- Die Maßregelung von Professor Stengel stunden, die wenigen, die mir gegönnt sind in einem mühe- der Handwerkskammern soll es sein, 1. bei der Organisation des wird heute von der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" be vollen und arbeitsamen Leben. Mit besonderer Freude Handwerks mitzuwirken, insbesondere über die örtliche Gliederung ftätigt. habe ich die vielfachen Regimentsfeste, die in diesem der Organisation sich gutachtlich zu äußern; 2. die Staats- und Jahre die Erinnerung an die große Zeit vor 25 Jahren Gemeindebehörden in der Förderung des Handwerks durch München. Landtag.( Privatdepesche des Vorwärts".) Der wieder wachriefen, feiern fehen und zum theil selbst thatsächliche Mittheilungen und Erstattung von Gutachten über Klub der ultramontanen Abgeordneten hat dem Vernehmen nach mitfeiern können, vor allem deswegen freudig, weil der Zusammen- Fragen, welche die Verhältnisse des Handwerks berühren, zu entgegen dem bisherigen Herkommen beschlossen, den Anträgen hang der Kameradschaft, auf der doch schließlich unsere ganze unterstützen; 3. Jahresberichte über ihre Thätigkeit und über der Staatsanwaltschaft auf Verfolgung der Zeitungen wegen BeArmee beruht, nicht nur in dem Kreise der Offiziere, sondern ihre die Verhältnisse des Handwerks betreffenden Wahrnehmungen auch im Kreise der Mannschaften in rührender Weise zu zu erstatten; 4. Wünsche und Anträge, welche die Verhältnisse des leidigung der Kammer anläßlich der Kritik der Verhandlungen, tage getreten ist. Die vielen tausende treuer Soldaten, Handwerks berühren, zu berathen und den Behörden vorzulegen; über die Fuchsmühler Interpellationen stattzugeben. die sich zum theil mittellos, zum theil in hohem Alter, auch sollen fie in allen wichtigen, die Gesammtintereffen des sozialistische Kammerfraktion hat heute die Regierung über ihre auf den Weg machten, sei es, die Felder zu besuchen, auf denen Handwerks berührenden Fragen gehört werden. sie stritten und bluteten, sei es, um den Anschluß an das alte Die Bezirke der Handwerkskammern sollen von der Landes. Stellung zu den neuen Zuckersteuer- Plänen der Reichsregierung geliebte Regiment wieder aufzusuchen und mit ihm zu feiern, zentralbehörde festgestellt werden, die auch ein Statut aufzustellen interpellirt. haben den Festen erst den rechten Stempel aufgedrückt. Wir hat, auf grund dessen die Errichtung der Rammer erfolgen soll.- Der schneidige Oberbürgermeister. Die wollen auch am heutigen Tage dankbar derer gedenken, die an Bei der Errichtung sollen Vertreter der hauptsächlich im Bezirk Mitgliedschaft des deutschen Schneider und Schneide. der Spitze der Schwadronen und im Regiment führend und betriebenen Handwerke sowie der Jnnungen und sonstigen Ver- rinnen Verbandes in Nürnberg ist vom Oberfechtend dabei gewesen sind: wir wollen uns aber auch vergegen einigungen gehört werden. Das Statut muß Bestimmungen bürgermeister von Schuh aufgelöst, und zwar wegen Abwärtigen, daß auch dieser Tag nur ein Glied in der langen Kette enthalten über 1. den Siz und Bezirk der Handwerkskammer; haltung geheimer Bersammlungen" und Fassen von Beschlüssen, der Ehrentage unserer Armee gewesen ist, die den Zweck hatten, 2. die Bildung der Wählerschaften für die Wahlen der Mit welche gegen die Strafgesete verstoßen". Das Hauptverbrechen unser großes deutsches Vaterland wieder zu einigen. Mithin glieder, die Zahl der letzteren und ihre Vertheilung auf die bestand darin, daß der Verein seine Mitgliederversammlungen glaube ich, daß wir den heutigen Tag nicht besser feiern können, Wählerschaften; 3. das Verfahren bei den Wahlen, soweit nicht angemeldet hat, wozu er als unpolitischer Verein garnicht als indem wir von neuem unter einander geloben und es nicht durch besondere Wahlvorschriften geregelt wird; 4. die verpflichtet war. Man beachte also: ein nichtpolitischer Verein versprechen, das, was der große Kaiser und seine Führer damals Ergänzung der Handwerkskammer durch Zuwahl; 5. das Stimm- meldet seine Versammlungen nicht an, weil dazu gefeßlich blos zu ftande gebracht haben, nun auch zu erhalten und zu ver- recht der Mitglieder und die Art der Beschlußfassung; 6. die politische Vereine verpflichtet sind. Dadurch hat er sich des Vertheidigen. Und je mehr man sich hinter Schlag- Wahl, Befugnisse und Legitimation des Vorstandes; 7. die Form gehens der Abhaltung geheimer Versammlungen" schuldig gea 100 rte und Parteirücksichten zurückzieht, und die Voraussetzungen für die Zusammenberufung der Hand- macht, die politischen Bereinen verboten sind. Ergo ift er desto fefter und sicherer rechne ich auf werkskammer und ihrer Ausschüsse; 8. die öffentlichen Blätter, dadurch ein politischer Verein geworden und muß" aufgelöst meine Armee und desto bestimmter hoffe ich, durch welche die Bekanntmachungen der Handwerkskammer zu werden! daß meine Armee, sei es nach außen oder nach erfolgen haben; 9. die Aufstellung und Abnahme der Jahresinnen, meiner Wünsche und meiner Winke gerechnung. wärtig sein wird. Daß dem so sei, dafür vertraue ich dem Mählbar zu Mitgliedern der Kammer sollen sein im Bezirk Geiste, der auch in diesem Regiment lebt, und ich greife dabei seit mindestens drei Jahren ansässige selbständige Handwerker im auf ein Wort zurück, das mein hochseliger Großvater einst Alter von mindestens 30 Jahren, sofern sie nicht nach§§ 31 sprach, als er in Koblenz nach der schweren Zeit von 1848 und 82 des Gerichtsverfassungs- Gefeßes zum Amt eines Schöffen Wien, 2. Dezember. Heute Abend fanden eine Reihe von ans Land stieg und bei dem großen feierlichen Empfange die unfähig sind. Für jedes Mitglied sind zwei Ersazmänner zu Wolfsversammlungen statt, welche von der Arbeiterpartei Wiens Offiziertorps stehen fah, indem er auf sie hinweisend sagte: wählen. Die Wahl erfolgt auf fünf Jahre, ihre Annahme kann einberufen waren und die sämmtlich ohne Störung verliefen. Das sind die Herren, auf die ich mich ver. nur aus Gründen verweigert werden, die zur Ablehnung eines Alle Redner bemängelten die Stellung der Regierung zur Wahllasse." In dieser Empfindung erhebe ich mein Glas und unbesoldeten Gemeindeamts berechtigen. Die Handwerkskammer reform. In der Versammlung des dritten Bezirkes beanstandete trinke auf das Wohl des Leib- Küraffier- Regiments, von dem ich kann sich bis zu einem Fünftel durch Zuwahl sachverständiger der Regierungsvertreter aus strafrechtlichen Gründen einige hoffe, daß es stets seinem Namen, den es trägt, dem des Großen Personen ergänzen, auch kann sie Sachverständige mit berathender Stellen der Rede des Dr. Adler, wogegen die Versammlung laut Kurfürsten, Ehre machen wird. Das Leib- Kürassier- Regiment Stimme zu ihren Verhandlungen zuziehen. Zur aktiven Wahl- protestirte. hurrah, hurrah, hurrah!" berechtigung gehört der Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte, der selbständige Betrieb eines Handwerks im Bezirk seit Herr v. Köller soll jetzt gehen vielleicht lenken sich die Blicke, die feinen Nachfolger suchen, auf den biederen Herrn Oberbürgermeister v. Schuh in Nürnberg. Desterreich. Ungarn. Frankreich. - Der Kultusetat wurde von der Deputirtenkammer genehmigt, nachdem ein Antrag auf Ablehnung desselben mit 355 gegen 158 Stimmen abgelehnt wurde. Zur Lage. Die Ruhe und hausbackene Nüchternheit mindestens einem Jahre und und ein Alter von mindestens Budapest, 2. Dezember. Eine zahlreiche Menschenmenge ver der Thronrede steht in seltsamem Gegensatz zu der mit 25 Jahren. Auch darf die freie Verfügung über das Veranstaltete heute Nachmittag eine Demonstration, um dem aus Elektrizität geschwängerten Luft, in welcher die Blize schon mögen nicht durch richterliche Anordnung beschränkt sein. Dem Gefängniß in Szegedin nach einer wegen Majestät 3. züngeln, die Vorläufer dräuender Gewitterſtürme. Kein Junungen, deren Eiß sich im Bezirk der Handwerkskammer beleidigung verbüßten halbjährigen Gefängnißstrafe heimGebiet, das vor ihnen gesichert wäre. befindet, und sonstigen Vereinigungen von Handwerkern kann kehrenden Pfarrer Lepsenyi troß eines polizeilichen Verbotes durch das Statut die Berechtigung beigelegt werden, einen näher einen Empfang zu bereiten. Als Lepsenyi am Bahnhofe eintraf, Vor allem ist es die Anarchie in der Regierung und bestimmten Theil der Mitglieder der Handwerkskammer zu weigerte er sich anfänglich, den bereitgestellten Wagen zu bes die unter ihrem Echutz immer rücksichtsloser vorgehende wählen. Die Kammer ist berechtigt, aus ihrer Mitte Ausschüsse steigen. Lepsenyi verließ schließlich doch den Bahnhof zu Wagen. Reaktion was heftige Entladungen und Zusammenstöße zu bilden, die zu ihren Verhandlungen Sachverständige mit be- Die Menge eilte demselben unter den Rufen nach:„ Die Polizei in Aussicht stellt. Der Zickzack- Kurs nach innen und außen, rathender Stimme zuziehen dürfen. Die Handwerkskammern hat ihn entführt!" Es lebe der Märtyrer!" Berittene die„ scharfe" Handhabung der Strafgeseze gegen eine unterliegen der Aussicht der höheren Verwaltungsbehörde, die Polizisten zersprengten die Menge. Als der Wagen entschwunden Partei, das scharfe" Vorgehen scharfe" Vorgehen der Verwaltungs- für eine jede Kammer einen Kommiffar zu ernennen hat; dieser war, zerstreuten sich die Demonstranten. behörde gegen eine Partei, der Versuch, Ausnahme ist jederzeit zu hören, hat aber kein Stimmrecht. Die LaudesZentralbehörde fann die Handwerkskammer auflösen und NeuSchweiz. zustände ohne Ausnahmegesetz herbeizuführen dies wahlen anordnen. Die Kosten der Handwerkskammern sollen von Bern, 2. Dezember. Die Bundesversammlung ist alles hat eine Masse von Zündstoff aufgehäuft, den Gemeinden getragen werden, denen die Berechtigung bei- heute zur ordentlichen Wintersession zusammengetreten. Da das der unzweifelhaft zur Explosion, oder richtiger: zu Er gelegt wird, die Beiträge auf die einzelnen Handwerksbetriebe Bündhölzchen Monopol vom Volke verworfen ist, verlangen plosionen tommen wird. Denn der Zündstoff ist auf weite nach einem von der höheren Verwaltungsbehörde zu 69 Mitglieder des Nationalraths vom Bundesrath eine Gesetzes Flächen und auf verschiedene Gebiete vertheilt. bestimmenden Vertheilungsmaßstab umzulegen; die Landes- Bentral- vorlage betreffend das Verbot der Fabrikation und Echon in den nächsten Tagen, vielleicht schon morgen, behörde kann indeffen bestimmen, daß die Kosten von weiteren Einfuhr, des Bertaufes, eventuell auch des Konsums kann der Versuch der Konservativen, die Einstellung des Kommunalverbänden statt von den Gemeinden aufgebracht werden. phosphorhaltiger Bündhölzchen. Gerichtsverfahrens bei Majestätsbeleidigungen zu verwesen selbständig, doch haben sie alljährlich einen Boranschlag Die Handwerkskammern verwalten ihr Kassen- und Rechnungshindern, zu leidenschaftlichen Debatten führen. über den erforderlichen Kostenaufwand aufzustellen, der ebenso Was wird die beginnende Session bringen? Wir wie jede Ueberschreitung desselben der Genehmigung der höheren wollen uns nicht den Kopf zerbrechen. Bezeichnend ist, daß Verwaltungsbehörde bedarf. die größten Pessimisten jetzt die Nationalliberalen In der Kommission für Arbeiterstatistit sind, die ihren Liberalismus" dadurch beweisen, daß sie wird bei ihrem nächsten Zusammentritte der Unterstaatssekretär das parlamentarische Regiment, dieses ureigenste Kind des im preußischen Staatsministerium Lohmann an Stelle des Herrn Liberalismus, möglichst schlecht machen. Im Beschimpfen von Rottenburg den Vorsis führen. des Reichstages treiben sie es noch ärger als selbst die- zu unserem legten geheimen Erlasse, der Konservativen, die wenigstens hoffen, den Reichstag noch zu fast von der gesammten Presse reproduzirt wird, schreibt die allerhand gesetzgeberischen Fischzügen benutzen zu können. National- Beitung": Die Nationalliberalen hoffen nicht mehr auf Macht, fie sich nicht der Pflicht entziehen können, Auskunft darüber zu geben, Die Eisenbahn- Berwaltungen, zunächst die preußische, werden hoffen nur noch auf Beute, und auf Beute auch nur noch wie es möglich war, daß die Statistik der Eisenbahnunfälle von als Handlanger der Junker und als Büttel der schwärzesten einer Anzahl Direktionen bis 1894 in Widerspruch mit den Reaktion. darüber bestehenden Vorschriften aufgestellt wurde. Die Ansicht Jedenfalls wird die Session interessant sein. Dafür des Reichs- Eisenbahn- Amts, daß ein unvermittelter Ueberforgen die Sozialdemokraten. gang zur strengen Befolgung derselben den falschen Ein- Kopenhagen, 1. Dezember.( Eig. Bericht.) Im Folkething tommunale Wahlrecht ber druck einer plöglichen Steigerung der Zahl der Unfälle würde wurde kürzlich das Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Aus hervorgebracht haben, war ohne Zweifel zutreffend; aber beffer Frauen debattirt. Gin moderater" Abgeordneter hatte den Brandenburg a. H. wird uns telegraphirt, daß Genosse als die Fortsetzung des inkorrekten Verfahrens wäre eine amt Antrag eingebracht, dasselbe allen unverheiratheten Ewald, der Redakteur des Bolksblatt für Ost- und Westliche Erläuterung derjenigen Statistik gewesen, welche sich aus Frauen mit einer Mindesteinnahme von 1000 kronen jähr havelland" wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Monaten durchweg richtigen Zahlen ergeben hätte, und der Uebergang lich zu gewähren. Selbstverständlich protestirten die SozialGefängniß verurtheilt wurde. Aus Burgstädt in Sachsen zur Beröffentlichung solcher. Auch darüber, wie seit dem demokraten gegen diese Einschränkungen, durch die gerade die Des meldet uns eine Privatdepesche: und städtischen Arbeiterinnen, Juli 1894 verfahren worden, bedarf es nunmehr einer amtlichen die ländlichen Wahlrechts am meisten bedürfen, davon ausgeschlossen würden. Der Gegenstand ift einer zweiten Dieselbe ist bis jetzt noch nicht erfolgt. Herr Thielen wird werden In einer Debatte über den acht= aber spätestens bei Berathung des Etats des Reichs Eisenbahn- Lesung überwiesen. stündigen Maximal Arbeitstag erregte ein konser= Amtes Rede und Antwort stehen müssen. vativer Abgeordneter die Heiterkeit des Hauses, als er aus wahrer innerlicher Liebe zu den Arbeitern" gegen diesen Raub an ihrem tosibarsten Gute, an der Freiheit" protestirte. Die Reformpartei der bürgerlichen Linten stand der Materie sympat bisch gegenüber, vermochte aber die Tragweite einer solchen Gesetzgebung noch nicht zu überschauen und stimmte für Kommissionsberathung. Der Antrag wurde demgemäß einem Ausschuß von 11 Mitgliedern überwiesen. " " M Paris, 3. Dezember. Die Budgetkommission ist gestern zusammengetreten. Anwesend waren 12 Mitglieder. Die Gewerbesteuer- Frage wurde geprüft und ein Vorschlag angenommen, wonach der Staatsschatz einen Gewinn von 21 Millionen Franks erzielt. Ferner prüfte die Budgetkommission der Depu tirtenkammer die Abänderungen von 80 Kapiteln des Armees Budgets. Sie wird eine Reduktion der Ausgaben durch eine Verminderung des Effektivbestandes um 5000 Mann um 500 000 Fr. vornehmen, welche herbeigeführt werden sollen und einer entsprechenden Anzahl von sonst weiter kapitulirenden Unteroffizieren. Dänemark. Italien. In der heutigen Hauptverheudlung vor der 2. Straffammer Erklärung." des Landgerichts Chemnis gegen unsere Genossen Diehl, Redakteur, und Landgraf, der Verleger und Drucker der Burgstädter Volksstimme", wegen angeblicher Majestäts-, Behörden und Militär Beleidigung lehnte Genosse Landgraf- Gin legtes Mahnwort richtet die ultramontane den Vorsitzenden der 2. Straffammer, Landgerichtsdirektor Böhle, Köln. Boltszeitung" an die konservative Partei, deren Elfer wegen Besorgniß der Befangenbeit ab und dehnte diesen Antrag Ausschuß über deren Wohl und Wehe beschließen soll: Eine schließlich auch auf die Landgerichts- Diretioren Seiler und tonservative Partei, welche in der Gegenwart ihre Facilides aus. Nach 1/2 stündiger Berathung wurde dieser Hauptaufgabe im Drängen auf eine Ausnahmegefeß Antrag abgelehnt und um 11 Uhr in die Verhandlung eingebung wider die Sozialdemokratie, sowie auf Beseitigung getreten. Das um 4 Uhr verkündete Urtheil lautet: Diehl wird des Reichstags- Wahlrechts erblicken wollte, würde bald in der wegen Majestäts- und Militärbeleidigung zu einem Jahr Ge- breiten Masse des Volkes allen Einfluß einbäßen und schließlich fängniß verurtheilt, dagegen wegen Beleidigung der Amtsbaupt- nur noch ein armseliges ähnlein für die freikonservativ. mannschaft Chemnis freigesprochen. Landgraf wurde ebenfalls nationalliberale Mittelpartei ftellen. Hoffentlich wird auch der Rom, 2. Dezember. Die Deputirtentammer nahm freigesprochen. Eljer Ausschuß dieser Einsicht sich nicht verschließen." heute die Berathung der die innere und äußere Politik Der Zentralvorstand deutscher Industrieller kann sich beDi Rudini hielt - Der Fall Hammerstein wird, wie die Berliner betreffenden Interpellation wieder auf. ruhigen; die Herren Krupp und Stumm und ihre Kommis, die Beitung" erfahren haben will, nächstens troß der Abwesenheit eine heftige Oppositionsrede, in der er zum Schlusse erklärte, es Herren Jenke und Buek werden nun wieder ruhig schlafen des Haupthelden in öffentlicher Gerichtsverhandlung erörtert wäre 3eit, die Herrschaft der Freiheit, der Ge. fönnen; dementirt doch nun die faiferliche Werftverwaltung in werden. Gegen einen bekannten hiesigen Papierhändler ist Anrechtigteit und der Moral wiederherzustellen. Danzig, daß auf der Werft zu Danzig der achistündige Normal- flage wegen Betheiligung an der von Hammerstein begangenen In demselben Sinne sprachen de Cristofoni und Napoleone Colaarbeitstag eingeführt sei. Hat die Resolution des Zentral- Untreue erhoben worden. Bekanntlich hatte Herr von Hammer- janni. Bischi und Pandolfi sprachen zu gunsten der Regierung. vorstandes so prompt gewirkt, fürchtete man sich vor dem Vor- stein einem Papierlieferanten den ungeheuerlichen Preis von 40 Pf. Bei Schluß der Sigung ertönte von der den Offizieren Glebe die Freis wurfe, demoralisirend" auf die Arbeiter zu wirken, ihre für das Kilo aus der Tasche der Kreuzzeitungsbestyer bewilligt refervirten Tribüne der Ruf Begehrlichkeit" zu steigern? Wir fönnen das nicht entscheiden. und sich als Entgelt dafür größere Summen als Darlehen vor- beit!"" Es lebe die Republit!" Der Rufer wurde so= Sicher ist aber jedenfalls, daß den Aeußerungen der großen strecken lassen. fort von seinen Kameraden umringt und nach der Quäftur der Unternehmerforporationen in Regierungskreisen die höchste Be- Margarine konsumirende Agrarier. Wäh- und sei Lieutenant im zwölften Infanterie- Regiment. In der Kammer gebracht, wo er erflärte, er heiße Eduardo Dichiara achtung geschenkt wird. rend die Agrarier öffentlich in jeder Weise die Margarine an- Quäftur wurde festgestellt, daß Dichiara türzlich aus dem Krankenfeinden und beispielsweise in Mecklenburg Händlerfirmen in 100 er wegen Geistes störung Lübeck sogar gezwungen haben, die Margarine aus ihrem hause entlassen worden ist, Preiskourant zu entfernen, werden der Freisinnigen Zeitung" behandelt worden war. Dichiara wurde in Begleitung des wacht= die Originalbeläge dafür gesandt, daß mecklenburgische babenden Offiziers und zweier Gendarmerie Offiziere nach dem Militärlazareth gebracht. Gutsbesitzer theilweise unter bem Namen ihrer Wirth" * Deutsches Reich. Bundesrath. In der am 2. d. Wits. abgehaltenen Plenarfihung des Bundesraths wurde dem Gefeßentwurf betreffend die Errichtung von Handwerkskammern nach Maßgabe der Ausschußanträge die Zustimmung ertheilt. Außerdem wurde die Wahl von zwei stellvertretenden nichtständigen Mitgliedern des Reichs- Versicherungsamts vorgenommen. Der Reichshaushaltsetat für 1896/97 weist einen Mehrbedarf von fast 21 Millionen und ordentliche Mehr Schafterinnen fich Margarine fommen laffen zum Verbrauch auf den Gütern. In einem solchen Bestellbrief, der der Redaktion vorliegt, heißt es wörtlich:„ Ich bitte, die Butter zuzunähen und, wenn es erlaubt ist, auf dem Frachtbrief den Inhalt als Dauerbutter" anzugeben wäre mir diese Bezeichnung lieber." " Die Diskussion im italienischen Parlament über die Anwendung der Ausnahmegefeße. Die Genossen Costa und Agnini fragen den Minister des Innern, welches Loos einige zu Zwangsdomizil verurtheilte Bürger erwartet, welche zu Staatsräthen gewählt wurden. Die Verurtheilten sind Adamo Mancini aus Imota, Alfredo Bertest aus Carpi, Alessandro Mazzoli aus Reggio Emilia und Francesco Ughes aus Oneglia. Galli, Unteritaatssekretär, antwortet, daß die Regierung Ivember wurde die Stadt während des ganzen Abends von den 1200 M.( eventuell 20 Tage Gefängniß) erkannt. Beantragt war Aufständischen beschossen; 80 Marokkaner wurden getödtet.- je ein Monat Gefängniß. - Der Fluchtverdacht. Genoffe JIIge in Leipzig Vom Kongosta ate. Nach einem Telegramm vom die Zwangsdomizil- Verurtheilungen für Leute wie Mancini und Kongo ist Zemio, der äußerste Posten des französischen Hinter- war bekanntlich nach seiner Verhaftung wegen MajestätsUghes nicht zurückziehen kann, welche regelrecht verurtheilt landes, im Einverständnisse mit dem Kongostaate von Frankreich beleidigung gegen 10 000 M. Raution freigelassen; nachdem er wurden. Die Thatsache, daß diefelben zu Staats- und Provinzial- besetzt worden. räthen gewählt wurden, genügt nicht. Partei- Nachrichten. bestraft ist, stellte er bei dem Landgericht den Antrag auf Rückgabe der Kaution, und begründete den Antrag nicht nur mit dem Hinweis auf seine feste Stellung und seinen festen Wohnsitz, sondern auch damit, daß er vom Landgericht Halle a. G. im Januar 1891 31 Wie die ,, vorläufige Auflösung" wirkt, zeigt der nach einem Jahr Gefängniß verurtheilt worden sei in der Eade wurde alge später völlig freigesprochen daß aber damals weder Staatsanwalt noch Gericht ihn als fluchtverdächtig angesehen haben. Das Gericht hat aber den Antrag auf Rückgabe der Kaution abgelehnt, da fünf Monate immerhin eine Strafe feien, die Illge als fluchtverdächtig erscheinen ließen. Cost a erinnert, daß wie es voraus zu sehen war, die Ausnahmegefege anstatt die sogenannten Feinde der Gesellschaft zu treffen, die Feinde der Regierung getroffen hatte. Galli erwidert: Man kann nicht sagen, daß die stehende Brief: Regierung einen Schuhmacher als politischen Gegner hat.... Die äußerste Linke lärmt gegen Galli, welcher schreit: Was geht es uns an ob sie Anarchisten oder Sozialisten sind, wir sehen nach ganz anderem.( Unruhe.) Costa: Es geht Sie so viel an, daß wenn ich nicht als Deputirter hier wäre, ich mit den Anderen im Gefängniß fäße. Stimmen: Sehr wahr, sehr wahr! Galli: Die Sozialisten thun unrecht, sich mit den Anarchisten für solidarisch zu erklären.( Unruhe.) Berlin, 3. XII. 95. An die Buchhandlung des Vorwärts" Berlin, Beuthstr. 2. Als Antwort auf die Auflösung der Partei sende ich Dem Verein Solidarität in 3 wickau ist die Aufführung Ihnen hiermit M. 500,-( fünfhundert), die Sie zu des Schauspiels Der Ausgewiesene" verboten worden. AusAgitationszweden, vielleicht für Verbreitung einer populären nahmegesetzgebung gegen die Sozialdemokratie oder eine tenSchrift unter der Landbevölkerung verwenden wollen. Den entsprechende Auslegung des gemeinen Rechts wünschen die " Staatserhaltenden" herbei, aber die Zustände, die durch ein Costa: Ihr seid es, welche sie in einen Zopf Empfang des Geldes bitte mir kurz im Briefkasten zu bestätigen. folches Verfahren geschaffen würden, wollen sie nicht dem Wolke werft. Uebrigens wenn jemand seiner Ueberzeugung wegen Ein stiller Genosse. zeigen lassen, am wenigstens auf den Brettern, die die Welt verfolgt wird, so vertheidigen wir ihn und wäre er ein Priester. Das Geld ist eingegangen und wird dem Wunsche des bedeuten. Galli: Das Gesetz ist gegen die Anarchisten ange- Spenders gemäß verwendet werden. Schlußfolgerungen an den Redakteur Stücklen von unserm Hofer Partei wendet In diesem Augenblick bricht ein geräuschvoller Brief zu knüpfen erübrigt sich für uns, ob aber der einfichtige Protest von seiten der äußersten Linten aus. Die Deputirten dieser Site rufen im Chor: Das ist nicht Theil unserer Gegner nicht Anlaß hat, solche anzustellen, das ist eine andere Sache. wahr! • Dem Präsidenten gelingt es, nach einigen Minuten den Lärm zu beruhigen. Galli versucht weiter die getroffenen Maßnahmen gegen Mancini und Ughes zu rechtfertigen. To sta konstatirt, daß gegen die allgemeine Meinung vieler Bürger jegt die Meinung herrscht, daß die Agenten der öffent lichen Sicherheit die Erwählten des Boltes zu Zwangsdomizil verurtheilen. Uebrigens freue ich mich zu konstatiren, daß wenn auch leider diese Erörterung feine praktischen Resultate hat, sie einmal die Gelegenheit geboten, zu sehen, daß Enere Politik ganz auf Gewaltthätigkeit und Klassen hap bajirt ist. mir doch noch Spanien. blatt wird am Montag, den 9. Dezember, vor dem Schwurgericht in Bayreuth zu erscheinen haben. Vormittags 9 Uhr sind drei Prozesse wegen Berufsbeleidigung angesetzt und am gleichen Tage nachmittags 3 Uhr beginnen die zwei Majestäts- Beleidigungsprozesse. 1. Dezember, fand in Görlig die Neuwahl für die ausgeloofte auf Reklamation der Mülhauser Staatsanwaltschaft in der Gewerbegerichts- Wahlen in Görlig. Am Sonntag, den Haussuchung. Am Sonnabend Nachmittag fand Hälfte der Arbeitnehmer- Beisitzer des Gewerbegerichts statt. Bei Redaktion der„ Volksstimme" und in der Privatwohnung des etwas schwächerer Wahlbetheiligung als vor drei Jahren er Genossen Keßler zu Mannheim eine Haussuchung nach dem hielten unsere Kandidaten von 1580 abgegebenen Stimmen 1881, Manuskripte eines in Nr. 272 der Boltsstimme" enthaltenen während diejenigen der Hirsch- Duncker'schen Richtung, für die die und von uns bereits erwähnten Artikels statt, durch welchen biesige Presse die Reklametrommel tüchtig gerührt hatte, es somit zwei Mülhauser Nachtwächter in ihrer Ehre gefräuft wurder. auf ganze 249 gebracht hatten. Da für unsere Kandidaten zirka Gefunden wurde natürlich weder in Mannheim noch in 40 Stimmen mehr als bei der vorigen Wahl abgegeben wurden, Mülhausen etwas, trotzdem in Mülhausen die Polizei mit sind die Leidtragenden wieder die Gewerkvereinler, zu deren Ehre einer Schneid zu Werke ging, als handle es sich um eine es allerdings nicht verschwiegen werden soll, daß die Mehrheit Hochverrathsaffäre. Sechs Hausfuchungen, weil zwei Nacht: derselben geistig schon lange zu uns gehört. wächtern der Vorwurf der Bestechlichkeit gemacht wurde! Liegt nicht auch darin ein Zeichen der Beit? Zum Madrider Panama liegen folgende Depescher Halle- Herford. Zur Stichwahl im Hammerstein- Kreise Hallevor: Jn ministeriellen Kreisen wird das Gerücht von einem Per Herford, die am Mittwoch stattfindet, empfiehlt das sozialsonenwechsel im Rabinet als unrichtig bezeichnet. Gestern wurde in dem Saale der Handelsunion eine zahlenthaltung, da es nicht in ihrem Intereffe liegen fönne, demokratische Wahlkomitee allen Parteigenossen strenge Wahlreich besuchte Versammlung abgehalten, in welcher eine Kund- die nationalliberale Partei, die heute ebenso reaktionär ist, wie gebung beschlossen wurde, welche der Regierung den Wunsch der die konservative, im Kampfe gegen die Hammerstein- Partei zu Einwohner aussprechen soll, eine Untersuchung gegen die Munizipalität eintreten zu lassen. unterstützen. Der Staatsanwalt hat gegen Marquis Cabrinana Anklage megen Verleumdung des Ministers der öffentlichen Arbeiten Bosch erhoben. Gabrinana ſendet den Zeitungen einen seine Aussagen aufrecht erhaltenden Brief. Bulgarien. Sofia, 2. Dezember. Sobranje. Das Haus strich die Pension der Wittwe des Ministers Stojanow, und setzte diejenige der Wittwe des Ministers Beltschew von 9000 auf 3000 Frants herab. Am Schluß der Sigung verlas Takiew einen Antrag auf eine allgemeine Amnestie für die seit 1886 ausgewanderten Bulgaren, einschließlich der in russischen Diensten stehenden Offiziere.Nordamerika. Washington, 2. Dezember. Der Kongreß ist heute zu fammengetreten. Zum Sprecher des Repräsentantenhauses wurde der Republikaner Reed mit 234 gegen den Deniotraten Grisp mit 95 Stimmen gewählt. Es wurde bekannt ge geben, daß im Senat eine Botschaft des Präsidenten heute nicht zur Verlesung fommen würde. Die anderen republikanischen Bureaumitglieder des Repräsentantenhauses wurden wieder gewählt. Der Senat wählte Stevenson zum Präsidenten wieder. Der Caucus der republikanischen Senatoren hielt nach der Sigung eine Berathung, ob sie versuchen sollten, Republikaner in das Bureau des Senats zu wählen. Arabien. In Löbtau in Sachsen wurde am vergangenen Montag die Versammlung des Arbeitervereins aufgelöst, als Genosse wiederholt eine der Polizei nicht gefallende Bezeichnung für die Wittich- Leipzig in seinem Vortrage über Luther und seine Beit Bibel wählte. Soziale Beberlicht. Auch eine Rettung der Handindustrie. Die Stadt Coswig hat mit ziemlichen Opfern die Anschaffung von Maschinen zur hausindustriellen Handschuhmacherei besorgt. Jetzt wird bekannt, daß der durchschnittliche tägliche Verdienst mit diesen Maschinen ganze 40 Pfennige beträgt!" v. Feilißsch wurden von zwei Wohlthätern die Beträge, von Wohlthäter des Kleingewerbes. Dem bayerischen Minisier 10 000 und 12 000 M. zur freien Verfügung unter Berück fichtigung der Kleinindustrie bezw. des Kleingewerbestandes über mittelt. Das bayerische Handwerk ist gerettet! Depelthen und letzte Nachrichten. Nicht beschlagnahmt. Das Zwickauer Sächsische Boltsblatt" schreibt: Der Vorwärts", sowie die Leipz. Voltszeitung" bringen Mittheilungen, wonach dem hiesigen Buchhändler, Genossen M. Müller sämmtliche vorräthige Hefte" vom Buch der Erfindungen" und der„ Illuftr. Weltgeschichte" von J. G. Boigt polizeilich mit Beschlag belegt worden seien. Wir sind in der Lage, die Angelegenheit dahin richtig zu stellen, daß ein städtischer Polizeibeamter in Müller's Laden erschien und sich von genannten Werten je zwei Hefte zur Einsichtnahme an Nathsstelle ausbat. von der Juustr. Weltgeschichte" hatte er feines am Lager. Bon Unser Genosse fonnte nur von ersterem Werfe zwei Heste geben, Verbandes auf. einer Beschlagnahme ist keine Rede. Gemeinderaths Wahlen in Stuttgart. Die Bolkspartei in Stuttgart beschloß, den Sozialdemokraten, die bisher vom Gemeinderath ausgeschlossen waren, prinzipiell eine Vertretung zuzugestehen. Wie nett! Ueber furz oder lang würde sich die Sozialdemokratie wohl trotz des ungünstigen Wahlsystems die Vertretung erzwungen haben. Gewerbegericht in Ebingen. In Ebingen hatten die bürgerlichen Kollegien die Errichtung eines Gewerbe= gericht abgelehnt, haben sie aber schon zum 1. Januar 1896 genehmigt, als unfere Genossen sich mit einer energischen Eingabe an die Kreisregierung wenden wollten! Magdeburg, 3. Dezember.( Privat: Depesche des Vorwärt 3".) Gestern löste die Polizei eine Bore it andssigung der Filiale des Metallarbeiters Wien, 3. Dezember.( W. Z. B.) Gestern Nachmittag war nach dem Prater eine, christliche Frauenversamm. Iung" einberufen, bei welcher die Abgeordneten Lueger und Bring Liechtenstein erschienen. Die Versammlung wurde vom Regierungsvertreter wegen Ueberfüllung des Lokals aufgelöst. Paris, 3. Dezember.( B. H.) Bezüglich der Erbschaftssteuer wird im Senat eine heftige Opposition gegen das radikale Ministerium vorbereitet. Die Radikalen dagegen drohen schon jetzt mit der Eröffnung einer Kampagne gegen den Senat. Rom, 3. Dezember.( W. T. B.) Bosco, der Mörder Le Pera's, war vom Minister des Junern wegen einer Broschüre, worden. Es wäre ihm möglich gewesen, nach Verübung des in welcher er feine Vorgefeßten verleumdet hatte, verabschiedet Verbrechens zu entfliehen, er begab sich jedoch zeitunglesend nach dem Polizeibureau. Der Zustand Le Bera's ist sehr bedenklich, London, 3. Dezember.( W. T. B.) Der Daily Telegraph" meldet aus Konstantinopel unter dem 2. d. M., gestern Abend. fand in Galata ein Streit zwischen Matrosen des deutschen und Megeleien der Engländer werden aus Arabien gemeldet: Während die Londoner Blätter täglich spaltenlange Berichte über die von den Mohamedanern an den Als Reichstagskandidat für Meh, wo eine Nachwahl Armeniern begangenen Grausamkeiten veröffentlichen und vorzunehmen ist, wurde von unserer Partei der frühere Redakteur da durch einen starken Bluterguß jede Operation verhindert wird. ihrer Entrüftung über dieselben einen ziemlich vehementen Aus- jetzt verbotenen Elsaß- Lothringischen Volks- Zeitung", Genoje druck geben, lassen sich, vorausgeseßt, daß die vorliegenden Be- Jean Martin in Mülhausen aufgestellt. richte den Thatsachen entsprechen, die englischen Regierungs Die Redaktion des Wahren Jacob" in Stuttgart organe felbft in fremden Welttheilen Verletzungen des ersucht uns mitzutheilen, daß ihre unrichtige Motiz, worin Völkerrechtes und Ausschreitungen zu schulden kommen, Genosse Hepner in St. 2ouis als verstorben bezeichnet die eben, weil sie nicht von wilden Kurdenhorden, sondern von war, auf einem Schreibfehler beruhte. Nicht Hepner, sondern staatlichen Organen Englands ausgehen und auf dem Gebiete der verstorbene Genosse Hadlich war gemeint. einer befreundeten Macht vollbracht werden, doppelt verdammens" " " " 1 französischen Depeschenboots statt. Ein französischer Matrose wurde von einem Zuschauer durch einen Stich in lebensgefähr licher Weise verlegt. Die Washington, 3. Dezember.( C. N. of G.) Die vielbesprochene Botschaft des Präsidenten Cleveland unterwirft werth find. Es ist vor einiger Zeit die Beschießung von Parteipreffe in Holland. Der im Frühjahr zu Deventer das Verhalten Deutschlands bezüglich der Schwierigkeiten, die E3-3ibar oder Sabara am perfifchen Golf durch die abgehaltene Kongreß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Einfuhr amerikanischer Lebensmittel be englischen Kriegsschiffe, Sphing" und Pigeon" den Niederlanden hatte den Parteivorstand beauftragt, die reitet werden, einer scharfen Kritit. Ein derartiges Vorgehen gemeldet worden. Ueber diese Gewaltthat sind nun bei der Pforte Gründung eines Zentralorgans zu bewerkstelligen. In Aus- dürfe nicht einseitig geduldet werden, müsse vielmehr im inter Berichte eingelaufen, aus denen der Konstantinopeler Korrespon- führung dieses Beschlusses hat der Parteivorstand jetzt beschlossen, nationalen Handelsverkehr eine Wiedervergeltung erfahren. dent der Kölnischen Zeitung" folgendes in Erfahrung gebracht im Januar 1896 von Parteiwegen ein neues Wochenblatt er Den Finanzen ist ein großer Theil der Botschaft gewidmet. hat: Der unter dem Befehle des Scheiths Sultan Selam stehende scheinen zu lassen unter dem Titel: DerSozialdemokrat, Die Wilson Bill wird fräftig unterstützt, da sie darauf basire, Araberstamm Ali- ben- Ali, etwa 2000 Mann start, war von der Organ der sozialdemokratischen Arbeiter daß die Regierung kein Recht habe, dem Willen des Volfes Infel Bahrein im perfischen Golf nach dem türkischen Festlande partei in den Niederlanden. Neben diesem neuen Hindernisse in den Weg zu legen. Unter Mc Kinley sei eine ausgewandert und hatte in der türkischen Stadt G3-3ibar fein Blatte bleibt nur bestehen das Blatt unseres Genossen Vliegen unnatürliche Silbermenge in die laufende Geld= Lager errichtet. Der englische Generalkonsul in Buschir, Oberst ,, De Voltstribune". Die beiden Wochenblätter De zirkulation gekommen, das Gold sei im Lande aufgespeichert Wilson, beschloß, gemeinsam mit dem Kommandanten der Baanbreker" und De Wachter" werden aufgehoben. und Anlegen in fremden Werthen verhindert worden. Sphinx", Pelly, gegen diesen Araberstamm, der sich zur Rück- Bum Redakteur des offiziellen Organs ist Genosse) Dr. PEI. Höhe der überseeischen Wechselfurse habe die Ueberzeugung auf. gedrängt, daß das einzige Hilfsmittel die Einziehung der wanderung freiwillig nicht bereden lassen wollte, mit Gewalt vorzu- Troelstra ernannt worden. gehen und zu dem Ende das Lager und die Stadt Ez- Zibar zu be Greenbacks( Papiergeld) sei, und daß Schazamtsnoten in Zahlung Aus Kopenhagen wird uns geschrieben: In der ver für Silberanläufe ausgegeben würden. Es sollten deshalb Bonds schießen. Der Mutessarif von Hofuf. der diese Absicht erfuhr, schickte flossenen Woche fand hier die festliche Einweihung des prächtigen mit langen Fälligkeitsterminen ausgegeben werden und die Refofort einen seiner Beamten, Abdurrahman Efendi, von Hofuf zur neuen Arbeiter Versammlungshauses statt. Das " Sphinx" und zur Pigeon" und ließ sie auf die Tragweite Unternehmen ist durch Arbeiteraktien zu stande gekommen und verkaufen. Es sei unsicher, sich auf die Vermehrung der Staats: gierung ermächtigt werden, dieselben überseeisch gegen Gold zu eines Angriffes auf türkisches Gebiet aufmerksam machen und sie somit Eigenthum der Kopenhagener Arbeiterschaft. Der Vereinkünfte zu verlassen und eine Referve im Schatze aufrecht zu um Unterlaffung einer folchen Gewaltthat bitten. Abdurrahman sammlungssaal ist so groß, daß ihm in ganz Kopenhagen nur wurde aber von Oberst Wilson mit dem Bemerken abgewiesen, ein einziger an die Seite gestellt werden kann. An der Ein erhalten. Alle Finanzschwierigkeiten feien auf die freie Silberer solle sich nicht um Dinge bekümmern, die ihn nichts an weihungsfestlichkeit nahmen auch bürgerlich- radikale Abgeordnete bruche des ganzen Streditsystems führen müsse. Es sei für irgend prägung zurückzuführen, welche schließlich zu einem Zusammen. gingen! Sphinx" und" Pigeon" beschossen nun und Redakteure theil; von den letzteren pries einer die vier Lage und vier Nächte lang die unbefestigte bewunderungswürdige politische Thätigkeit der Sozialdemokratie eine Nation, gleichviel wie fräftig, ein Unding, von der Norm und wehrlose Stadt und tödteten zahllose Bewohner und brachte der ganzen zivilifirten Welt abzuweichen. was deutschen Ohren aus solchem Munde etwas Auf die Streitigkeiten in Venezuela bezug nehmenb, namentlich viele Frauen und Kinder; die Männer fremdartig flingen wird ein Hoch auf die Führer der Sozialhielten sich vorwiegend auf ihren Segelschiffen auf, von denen demokratie aus. Aus der langen Reihe der Reden wollen wir sagt der Präsident weiter, daß die festbestimmte traditionelle gleichfalls 40 bis 50 verbrannt wurden. Die türkischen Behörden besonders die eines Haustnechts hervorheben amerikanische Politik die Gebietsvermehrung irgend einer Fremdund zwar, weil schätzen die Zahl der Getödteten auf mehr als dieser für die Organisation der Dienstboten Pro- viele Präzedenzfälle befestigt worden, er müsse daher gegen die macht auf diesem Kontinente verbiete. Das Prinzip sei durch tausend. Da zudem die Zufuhr von Lebensmitteln infolge der paganda machte, eine Arbeit, mit der man gerade gegenwärtig Vergrößerung von Britisch- Guiana protestiren. Er anempfiehlt Beschießung von der Landbevölkerung eingestellt wurde, so erlagen hier oben begonnen hat und die in einigen Orten bereits ein Schiedsgericht. Die Antwort Großbritanniens ftehe noch noch viele Kranke und Kinder dem Hunger und der Erschöpfung. praktische Früchte in Gestalt von fachlichen Dienstboten- Vereinen aus, werde jedoch bald erwartet; er werde dieselbe sodann bem Die Moscheen wurden in Brand geschossen und zerstört. Die ersten gezeitigt hat. englischen Schüsse waren gegen die türkische Fahne gerichtet, Todtenliste der Partei. Am Sonntag Nachmittag wurde Den Vertrag zwischen Deutschland und die auf dem Haufe des Mudirs gehißt war. Die Engländer haben nicht eher geruht, bis die Stadt dem Groboden gleich unser braver Genosse Heinrich Raabe in Zwickau zur England betrachte er ebenfalls als eine Verlegung der gemacht war. Der Schaden, der von ihnen angerichtet worden, letzten Ruhe geleitet. Eine große Zahl von Genossen gaben ihm Monroe Doktrin( die die Gebietserwerbung europäischer Die überlebenden Aus- das Geleit. ist demgemäß außerordentlich hoch. Mächte in Amerika hintertreiben will). Wie stark auch die wanderer wurden gefangen genommen und nach Bahrein zurückPolizeiliches, Gerichtliches 2c. Sympathien feien, die Einzelne mit den für ihre Freiheit geschleppt. Oberst Wilson erließ dann einen Aufruf an die Wegen Beleidigung des Luckenwalder Landwehr- tämpfenden Ku banern empfinden mögen, die Regierung Araber, in dem er erklärte, er habe ihnen bewiesen, daß niemand und Reserve- Vereins, angeblich begangen durch einen Artikel in fei gezwungen, internationalen Verpflichtungen zu gehorchen, müffe die Bürger anders als England fie zu Nr. 168 der Brandenburger Zeitung", in welchem die Vorgänge und die Rücksicht auf ihr Baterland am wenigsten aber die Türkei beschüßen in der Lage sei. anläßlich einer Kriegergedenkfeier besprochen wurden, hatten sich der Republik von Verlegungen solcher Verpflichtungen zurüdheute der verantwortliche Redakteur E. Wolfgang und der Ge- halten. Er hoffe, daß der Konflikt auf Kuba bald ein Ende Afrika. nojje Muckrasch aus Luckenwalde als Verfasser vor dem hiesigen erreicht haben würde. Aus Marotto in Gibraltar eingetroffene Briefe melden, Schöffengericht zu verantworten. Trotzdem der Gerichtshof die Auf die Vorgänge in der Türkei bezug nehmend, sagt die daß am 11. November die Stadt Safft von den Aufständischen behaupteten Thatsachen als wahr annahm, soll der Artikel doch Botschaft, daß, wenn die fanatische Brutalität dort nicht in umzingelt wurde. Die den Aufständischen gelieferte Schlacht von Beleidigungen wimmeln und wurden die Angeklagten der Schrauten gehalten werden könne, so sei es die Pflicht der dauerte von 6 Uhr morgens bis 7 Uhr abends. Am 19. No- Beleidigung für schuldig erklärt und auf eine Geldiraje von je Mächte, prompt einzuschreiten. erantwortlicher Redakteur: Frit Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen V PLAS Kongresse mittheilen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 283. Der Fall Hoffmann. Mittwoch, den 4. Dezember 1895. " habe er 12. juijes aus mann erklärte nunmehr zu polizeilicheni Protokoll vom 29. De alle Einwendungen des Staatsanwalts stets sofort mit großer zember 1892, daß er sich weigere, feinen Sohn aufzunehmen und Zungenfertigkeit. In zwei Briefen an seine Frau kommen bebeantrage, ihn in eine Erziehungsanstalt unterzubringen. Der dentliche Stellen vor, wie: Es wird ganz von Deinem VerDas Verschwinden des Ruaben Karl Hoffmann, Junge wurde dem großen Friedrichs- Waisenhause zugeführt, das halten abhängen, ob ich den Schleier von Brandenburg lüften welcher schon so oft die Deffentlichkeit beschäftigt hat, beschäftigte Bwangserziehungsverfahren eingeleitet und ein darauf abzielen der muß", ferner: Bedenke die armen Knochen" zc. Diese Stellen gestern auch die vierte Straffammer hiesigen Landgerichts I. in Antrag von Hoffmann am 15. März 1893 vor dem Amtsgericht sucht der Angeklagte ganz harmlos zu erklären, indem er darauf einer Antlage wegen intellektueller Urkunden- Brandenburg nochmals ausdrücklich gestellt. Inzwischen war aber hinweist, daß er mit seiner Frau, die ihn böswillig fälschung gegen den Schuhmacher Gustav Hoffmann und der angebliche Karl Hoffmann entsprungen und ist nicht wieder verlassen, in Scheidung liege. Bis gur Auffindung dessen Ehefrau geb. Borte. Den Vorsitz im Gerichtshofe führt aufgefunden worden. Steletts Die Anklage steht auf dem Standpunkte, des fest geglaubt, daß der Landgerichts Direktor Denso, die Anklage vertritt Staats- daß Hoffmann, wohl wiffend, daß der Zigeunerjunge nicht sein Bleffa mitgebrachte Junge sein Sohn sei. Durch die Unteranwalt Krebs, die Vertheidigung führen die Rechtsanwälte Kind sei, den Personenstand dieses fremden Knaben vorfäßlich suchung sei er aber zu anderer Ueberzeugung gekommen. Er sei Dr. Haase und Dr. Schwindt. Beide Angeklagte, gegen verändert habe und seine Frau seine Mitschuldige sei. Ueber überzeugt, daß er von dem Jungen dupirt worden sei und dieser welche ein Verfahren wegen Mordes eingeleitet war, das aber das Verschwinden des Kindes giebt die Ehefrau Hoffmann vielleicht auf irgend eine Weise mit dem Verbrechen in Vereingestellt worden ist, werden aus der Untersuchungshaft vor folgendes an: Am 19. September 1890 sei ihr zehnjähriger bindung stehe. Der Staatsanwalt giebt lettere Möglichkeit zu, geführt. Gustav Hoffmann ist ein Krüppel, der sich nur mit Hilfe Stiefsohn Karl mit seiner jüngeren Schwester Olga nach der meint aber, daß dieser ebenfalls verschwundene Junge vielleicht zweier Krücken fortzubewegen vermag. Seine Ehefrau, die Stief Hafenhaide gegangen, um zu spielen. Gegen 4/2 Uhr sei Olga denselben Weg gegangen sei, wie Karl Hoffmann. Alle Nachuniter feiner Kinder, lebt mit ihm seit längerer Zeit in Unfrieden allein zurückgefehrt mit der Bitte an die Mutter, fie möchte ihr forschungen nach ihm seien erfolglos gewefen. und in der Verhandlung zeigen sich wiederholt Momente, eine Stulle geben, die sie ihrem in der Hasenhaide wartenden Die vernommenen Bewohner von Plessa bekunden mancherlei die auf einen zwischen den beiden Eheleuten bestehenden Zustand Bruder bringen wolle. Ihr Wunsch sei erfüllt worden, daß Thatsachen, die geeignet wären, den von der Anklage aufgeworfenen großer Gehässigkeit hindeuten.- Die Thatsachen, um die es sich Mädchen habe sich mit dem Butterbrot entfernt. Gegen Verdacht des Komödienspiels zu bekräftigen, wenn sie etwas behandelt, sind folgende: Abend sei es allein zurückgekehrt mit der Anzeige, das stimmter und weniger allgemein aufgestellt worden wären. Dies Am 14. Juli 1894 wurde in der Hafenhaide beim Aus: Karl wieder umgefehrt sei, um seinen Hut zu holen, gilt von den Aussagen des Bäckermeisters John, der Gastwirth stachten des Bodens das Skelett eines Knaben gefunden, welches der er auf dem Spielplate habe liegen lassen. Als Brösgen'schen Eheleute und des Gemeindevorstehers 3schörner. ion den beiden Angeklagten als das ihres verschwundenen Sohnes Karl nach mehreren Stunden noch nicht eingetroffen fei, Letzterer behauptet aber mit Bestimmtheit, daß der Zigeuner refognoszirt wurde, Erkennungszeichen waren eine Schippe, die habe die Angeklagte sich auf den Weg gemacht, um den Knaben junge schon ehe der Angeklagte Hoffmann in Blessa antam, bei dem Sfelett lag, ferner die Stiefel und die Kleiderreste. Der zu suchen. Ihr Bemühen sei vergeblich gewesen. Am folgenden von Berlin gesprochen und erzählt habe, daß er in der Knabe Karl Hoffmann war am 19. September 1890 verschwunden Morgen habe sie die Suche wieder aufgenommen, und zwar in Gegend des Kreuzbergs von Zigeunern geraubt worden sei. und alle Nachforschungen nach ihm waren vergeblich. Beide An- Begleitung ihres Kindes Olga, welche ihr eine Stelle hinter Der Zeuge Schwalbe, Hauswirth des angeklagten in der geklagte hatten nun, bevor das Stelett in der Hafenhaide auf Keller's Hofiäger bezeichnete, wo sie am Abende zuvor gespielt Boffenerstr. 16, hat den Knaben Karl Hoffmann so genau gegefunden wurde, inzwischen einen fremden Knaben als ihren ver- hätten. Sie hätten wiederum vergebens gesucht. Nach Hause kannt, wie dieser ihn selbst. Als er den Zigeunerjungen zum schwundenen Sohn anerkannt. Am 25. Juli 1892 fand sich näm- zurückgekehrt, habe ihr Mann ihr aufgetragen, der Polizei ersten Male gesehen, habe er sich sofort gesagt, daß dies un lich in Plessa bei Elsterwerda ein etwa 12 Jahre alter Knabe an, Anzeige zu machen. Die Auflage behauptet, daß möglich Karl Hoffmann sein könne. Diese Meinung sei zur Gewelcher erzählte, daß er seit längerer Zeit mit einer Zigeuner- dies erst drei Tage später, am 22. September geschehen sei.wißheit geworden, als ihn der Knabe abfolut nicht fannte. Er bande in Deutschland herumgezogen sei. Er erklärte, Karl zu Der Angeklagte Hoffmann bestreitet ganz entschieden, daß er den halte den Angeklagten für viel zu flug, als daß er sich von einem heißen, aber nicht lesen und nicht schreiben zu können. Eine Bigeunerjungen irgendwie instruirt und über die Familien- fremden Jungen dupiren lasse.- Ein anderer Nachbar, der Munde über dem einen Auge habe er bei einem verunglückten verhältnisse belehrt habe. Als er an dem betr. Sonntag in Pleßa Schuhmachermeister La uruschtat, hat f. 3. gleichfalls beFluchtversuch erhalten, jetzt endlich sei ihm aber die Flucht ge angekommen, fei gerade Tanzmusik gewesen. Er habe den Jungen zweifelt, daß der echte Karl Hoffmann heimgebracht worden sei. lungen. Von dem Auftauchen dieses Knaben erhielt Hoffmann im Gastzimmer bei Licht gesehen und ihn sofort mit den Worten Nachdem noch verschiedene Zeugen weniger belangreiche Aus= durch die Zeitungea Kenntniß und fuhr eines Tages in Beglei- begrüßt: Guten Abend, Karl Hoffmann!" Der Junge habe fagen gemacht haben, wird die Beweisaufnahme abgebrochen; sie tung eines Ropisten Norrmann nach Plessa wie die Anklage darauf zunächst geantwortet:„ Nun soll ich schon Karl Hoffmann soll am Donnerstag früh 9 Uhr fortgesetzt werden. Die aus annimmt, um diesen Bigeunerjungen unter allen Umständen als heißen!" Er habe sich aber den Arm des Jungen zeigen laffen Pleffa bezw. Elsterwerda hierher gekommenen Zeugen müssen feinen Sohn anzuerkennen, weil man viel davon munkelte, und an der Stelle, wo der Verschwundene eine Schnittwunde zum größten Theil bis dahin in Berlin bleiben. daß Karl Hoffmann von feinen Eltern ermordet sei. hatte, eine Narbe entdeckt. Er habe dann den Jungen gut zu= Am 7. Auguft fam der Angeklagte H. mit seinem Begleiter in geredet und gesagt:„ Na, Karl, mir kannst Du ja sagen, wer Du Blefja an und ließ sich den Knaben vorstellen. Die Anflage- bist!" Da fei er ihm um den Hals gefallen und habe weinend Lokales. behörde behauptet, daß der Angeklagte diesen fremden Knaben gerufen: Bater, ich bin Dein Sohn!" Auf die weitere Frage, unmöglich für seinen verschwundenen Sohn habe halten können: warum er dies denn nicht gleich gesagt habe, habe der Junge der" Gazeta Robotnicza", Polizeilicher Eifer. Am Sonntag wurde dem Verleger statt eines tleinen, schmächtigen blonden Kindes stand ein großer, geantwortet: Weil ich Olga allein gelaffen habe und den Dienstag auf das Polizeipräsidium zugestellt. Morawsfi eine Vorladung für starfer, brünetter junger Mensch vor ihm. Troß der durch die Bigeunern nachgelaufen bin." Auf die Frage, wie sein Bruder Abend erschienen vor der Wohnungsthüre unseres Genossen einige Sonntag Krücken so markanten Erscheinung des Angeklagten H., soll der heiße, sei die prompte Antwort erfolgt:" Waldemar!" Der Junge Polizeibeamte, die aber wegen Abwesenheit der Eltern von den Knabe den letzteren aber absolut nicht als seinen Bater erkannt, habe dem Verschwundenen sehr ähnlich gesehen, sei aber durch Kindern nicht in die Wohnung eingelassen wurden. Montag dann aber sein Verhalten plöglich geändert haben, als Hoffmann verschiedene Stiche, die er angeblich von Zigeunern bei einigen Morgen tamen, nachdem Genosse Morawski ausgegangen ihm etwas ins Dhr geflüstert habe. Es wird behauptet, daß Fluchtversuchen erhalten habe, entstellt gewesen. Der Angeklagte der Angeklagte dann mit dem Jungen unter vier Augen ge- bestreitet weiter, daß der Junge eine andere Figur gehabt war, wieder einige Polizeibeamte, diesmal, um Haussuchung vorzunehmen. Nachdem sprochen und daß dann erst der Junge plöglich dem Angeklagten habe, Als er mit ihm nach gründliche Haussuchung ergebnißlos verlaufen war, um den Hals gefallen sei und ihn als seinen Vater Berlin gekommen sei, habe er ihm den Sonntags gaben sich der Kriminalfommissar mit seinen Gehilfen anerkannt habe. Bei seinen weiteren polizeilichen und gericht- staat des des Verschwundenen angezogen und dieser habe gaben lichen Vernehmungen hat dann der Junge Angaben persönlicher ihm noch gepaßt.(!) Der Angeklagte protestirt in großer Natur gemacht, die den Verhältnissen des echten Karl Hoffmann Aufregung dagegen, daß er mit dem Jungen ein abgekartetes genau entsprachen. Er gab an, am 19. September 1890 fich mit Spiel getrieben habe und beruft sich zum Beweise des Gegen feiner Schwester Olga zum Spielen nach der Hasenhaide begeben theils darauf, daß er ja selbst den unnüßen Jungen der Erzu haben und dort von Zigeunern geraubt zu sein. Hoffmann ziehungsanstalt überwiesen habe. Er schließt mit einer lebhaften hat den Jungen dann als feinen Sohn mit nach Berlin ge- Klage gegen die Polizei, die ihm bei der Aufsuchung seines ver nommen, hier bezweifelten aber seine Verwandten sofort, daß schwundenen Sohnes nicht genügend zur Seite gestanden habe dies der verschwundene Karl sei. Hoffmann blieb aber dabei Wenn er herausfomme", werde er weiter sprechen. Was feine und machte auch der Polizei Anzeige von dem Wiederfinden Verwandten zu seinen Ungunsten ausgesagt, beruhe auf Rache. seines Sohnes, der übrigens niemand von der ganzen Verwandt- Die angeklagte Ehefrau, die der Ehemann als verlogen darjch ajt erkannte. Der Junge wurde hier auf die 133. Ge- ftellt, weil sie ihn wegen Betruges, Meineides zc. denunzirt habe, meindeschule gebracht, nach etwa vierzehn Tagen brachte erklärt, daß sie den Jungen als den Sohn nicht anerkannt habe; ihn aber der Angeklagte unter der Behauptung, der Junge ihr Mann habe aber alle Bedenken zerstört und gesagt:„ Er mache dumme Streiche", zu seinem eigenen Vater nach ist es und soll es auch bleiben! Wenn der Junge Rogasen. Dort bestahl er die angeblichen Großeltern und lief aus dem Hause kommt, dann gehe ich auch!" Der Angeklagte davon. Im September fand er sich wieder in Berlin ein. Hoff hält bei allen Gelegenheiten längere Reden und antwortet auf " " der Verschwundene. wie " Die arme öffentliche Ordnung! " nach einem Manuftripte war, Die be= in die Druckerei von Janiszewski u. Quitt, um dort Morawski vergeblich zu suchen. Auf dem Wege dahin begegneten sie dem falls resultatlos törperlich visitirten. Endlich, ain Dienstag konnte 14jährigen Sohn Morawski's, den sie in einem Durchgange gleich Die Polizei Morawski und den verantwortlichen Redakteur Kolfawsti im Präsidium vernehmen. Der große Apparat wurde wegen einer Gloffe der„ Gazeta Robotnicza" zum Prozesse Sobant in Thätigkeit gebracht. Alle Liebes Müh' war auch diesmal um sonst. Waisen- Säuglinge, die nach überstandener Krankheit in der Genesung begriffen sind, sollten nach einem im vorigen Jahre von den städtischen Behörden gefaßten Beschluß fünftig nicht mehr bis zur völligen Genesung im Krankenhause bleiben, sondern baldigst in besondere, besser bezahlte, von Aerzten im voraus ausgesuchte und nachher regelmäßig zu revidirende Pflegestellen gebracht werden. Man hoffte so die Sterblichkeit dieser " Kunft und Wissenschaft. das große Wort führen, werden wir uns weiter mit Rouplets besonders zündend in Elias Sang's Seele. Elias ist der Erbe begnügen müssen, die von der ewigen Buddelei in den Straßen, eines großen Vermögens gewesen, das er im Arbeiterintereſſe Frau Anna Judic. Eine der meistgenannten Künstlerinnen von Paraden und Wachenauszug handeln und höchstens einmal, verwandt hat. Er hat unter ihnen gewohnt, ihre Zeitung reFrankreichs, Frau Judic, ist auf ihrer Rundreise durch Deutsch aber dann auch vorsichtig, den gestrengen Oberbürgermeister digirt und ihre Streits unterstützt. Er sagt zu Bratt:„ Du rufft land nun auch in Berlin eingetroffen. Im Neuen Theater führt rügen, wenn der einmal irgendwelche lokalpatriotische Gefühle in unsere Seelen hinein: Muth, Muth! Für die Jugend bes sie mit ihrer Gesellschaft Pariser Liederspiele auf, wie Niniche, verlegt hat. deutet das weitergehen, weitergehen!" Der zweite Aft spielt Lili, in denen sie den Ruhm erwarb, die erste ihres Genres zu sein. Das Genre ist freilich nicht groß: Es beschränkt sich der Vorwärts" in Vinden ist am 28. November vom dortigen um zu verhandeln. Herr Holger aber spricht von Herrenmoral", Ein abermaliges ,, Weber verbot. Dem Theaterverein in dem künstlerisch ausgestatteten Bibliothekszimmer des reichen Arbeitgebers Holger. Eine Deputation der Streifenden kommt, Hauptfache nach auf die Kunst, Chansons vorzutragen. Denn Regierungspräsidenten der folgende Bescheid zugegangen: was Frau Judic als Schauspielerin giebt, ist brav, ist geschickt, ist flug, aber nirgend recht mit genialischer Laune Beschwerde über das von der dortigen Polizeiverwaltung er gelesen und ihn so schlecht verstanden hätte, wie ein Mitglied Die von Ihnen am 19. d. M. hier zu Protokoll gegebene om Recht der großen Individualitäten" als wenn er Nietzsche erjüll. Frau Judie steht heute nicht mehr in der Blüthe ihrer von Gerhard Hauptmann weise ich hiermit als unbegründet Stumm's auch schon im freien Norwegen um?-, daß die laffene Verbot der Aufführung des Schauspiels Die Weber" der jüngst deutschen Dichterschule. Er verlangt bedingungs lose Unterwerfung. Er verlangt- geht der Geist Jahre; auch ihre Manier, in der sie lange hindurch ohne Nebenzurück. buhlerin blieb, hat im heutigen Paris nicht mehr die alte Geltung. Neue Lieblinge, neue Chansons tauchen auf; sie sind in dem Paris, öffentliche Aufführung des Stückes mit Rücksicht auf die Tendenz jezt vollendet: Der religiöse Fanatismus, in dem er aufgewachsen Das Verbot der Aufführung ist gerechtfertigt, weil die Arbeiter sich aus dem Verein Bratt's abmelden und Elias Sang's Blatt abbestellen. In Elias Sang ist die Umwandlung das die Panama- Staudale erlebte, zu schärferer Tonart über desselben in einer Stadt wie Bielefeld und zu einer Zeit, in der ist, hat den politischen gezeitigt. Diejenigen, die in einem gegangen. Man erkennt die Fäulnißzustände in der Gesellschaft die sozialrevolutionäre Bewegung im Wachsen begriffen ist, mit Traumland( das ist der religiöse Glaube seines Vaters) gelebt und enthüllt sie mit frechem, galligen Cynismus und die Meisterin dem Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung haben, werden später heimathlos. Nichts genügt ihnen mehr, dieses Cynismus heißt Yvette Guilbert. Trotzdem ist es sehr unvereinbar ist. intereffant, die Kunstwerte von Frau Judic zu betrachten, sie haben später den Drang ins Grenzenlose bekommen." man braucht darum nicht gleich in Extase zu gerathen, wie Und weiter deduzirt er: Alles, was leben soll, muß durch den unsere lebemännische Welt, die vielleicht weniger vor der Kunst Björnson's neuestes Drama. Vor etwa 10 Jahren gab Tod hindurch gehen. Das Christenthum empfing Leben vom unferes fremden Gastes, als vor den Pikanterien, die Frau Björnson unter dem Titel„ neber die Kraft" ein Drama heraus. Kreuz. Die Arbeiter müssen für ihre Sache sterben Judic tehandelt, in Respekt erstirbt. Für das Geistesleben von Es war das grandiose Bild eines Geistlichen, der vom stürmenden um unwiderstehlich zu fein. Wenn in Den Halle Paris haben die Chansons eine wesentlich andere Bedeutung als Glaubenseifer fortgeriffen, durch sein Gebet glaubte Wunder des Todes die Rednertribüne aufgeschlagen wird, werden auch unser Kouplet, das sich dank den Polizeizenfuren und dank einem thun zu können. Er hieß Sang und brach in dem Augenblick die Entferntesten höreu." Die größte Spannung liegt im dritten Grbfeinde aller freien Kunst, der Ehrpusseligkeit, bei uns nicht todt zusammen, als er glaubte, die Vorsehung zu einem Eingriff Att. In Holger's reichen Sälen ist ein Fest. Herr Holger redet zu in größerem Stil entwickeln founte. Die Koupletliedchen in die Naturgesetze veranlaßt zu haben. Vor drei Tagen nun seinen Gästen und spricht also: Wenn die Mehrzahl herrschen find dort wirklich nach ihrer Weise ein Spiegelbild ist hier von Björnson wiederum ein Drama erschienen, das foll, eine Mehrzahl ohne die Traditionen des Herrscherthums, der Zeit und der Gesellschaft und sie haben eine Jahr wiederum den Titel Ueber die Kraft" führt und mithin ohne dessen Hochsinn und Schönheitsdrang, dann sagen wir hunderte alte Tradition. In den Tagestämpfen felbst mit dem ersten in ideellem Zusammenhang steht. Es ruhig aber bestimat: Kanonen vor!" Indeß: man tanzt tön. en sie zu Bedeutung emporwachsen. Die Kunstweise von ist ein soziales Drama und handelt von den irdischen auf einem Vulkan. Die alten Minen, die unten von der Frau Judic entspringt dem Geiste, der noch forterbte vom dritten Wundern. Der Held desselben heißt Elias Sang und ist ein Sluft unter der Stadt hinaufführen, sind mit Dynamit gefüllt. Kaiserreich). Man verschönt die Lascivität; fie giebt sich mit be- Sohn des glaubensstarten Pastors aus dem ersten Drama. Elias Elias Sang, als Diener verkleidet, ruft der Gesellschaft zu: sirickender Anmuth. Man macht sich nicht viel Strupel um fie; glaubt durch eine einzige, große, gewaltfame, blutige Katastrophe Die Luftreise beginnt. Als leuchtende Sonnen sollt ihr der und zu solcher Vollendung steigt bei Frau Judic insbesondere die soziale Ungerechtigkeit bewältigen zu können und diefer Glaube Welt den sozialen Jammer verkünden. Wiffet die unverdiente das Raffinement, daß das Frivole, wie sie es auszudrücken wird als eine nothwendige Konsequenz seiner Erziehung hingestellt. Ghre zu schätzen, daß ihr als Sonnen endet." Mit der Explosion versteht, fast wie naive Weltfreude erscheint. Im Tone Mit anderen Worten: Björnson bringt das under thun schließt der Aft ab. Jm 4. Aft stellen sich die Folgen ein, die harmloser Unschuld trägt man gewagtes vor; man sucht das der religiösen Ueberspanntheit in Verbindung sich auch in der Wirklichkeit einzustellen pflegen. Der Muth zum Wurmstichige zu verhüllen, nicht es cyuisch bloszustellen, wie mit den sozialen Miratelturen der modernen Glück ist aus der Welt gescheucht, alle Lichtengel der Menschheute. Man predigt noch bei Frau Judic: Amisirt Euch, wer Anarchisten. Er seigt wie beides zur tragischen heit fliehen und Militär wächst drohend aus der Erde. Leider weiß, wie lange es währt!"; und auch da, wo parodistische Töne Sprengung der Persönlichkeit führen muß, weil beides hat Björnson sich nicht mit der Tragödie begnügt: Er, angeschlagen werden, wo Selbstironie vorguckt, wie in dem über die Kraft" geht. Die Handlung des neuen der unverbesserliche Optimist, hat ein versöhnendes SchlußBaudeville Lili", das am Dienstag von Frau Judic gegeben Dramas spielt in einer norwegischen Felsenstadt. Oben im tableau angehängt. Holger, der als einziger gerettet wurde, wird jede harte Linie vermieden. Mit lieben Sonnenlicht liegt die Stadt der Vornehmen, unten in der Kluft wurde, fitt gelähmt und refignirt in seinem Rollstuhl. würdiger Eleganz hüpft man über das Freche hinweg. Einzelne drücken sich die Hütten der Arbeiter aneinander. Es ist Streit Zwei seiner Schwesterkinder mit den symbolischen Namen Credo Enthusiasten wollen Frau Judic's Liedervortrag für die Kouplet- und wie der Vorhang aufgeht, hat man eben ein Weib begraben,( ich glaube) und Spera( du sollst boffen) bringen die Botschaft fänger Berlins vorbildlich gestalten. Dabei vergißt man eben, das durch Noth und Glend zur Verzweiflung gebracht, sich und der Versöhnung und des Trostes, gesandt vom Dichter, nicht von daß wir die Chansons in französischem Sinne nicht ihre Kinder tödtete. Sie wollte ihre Kinder tödten, bevor sie der künstlerischen Nothwendigkeit. Die drei ersten Atte bleiben Tennen und daß wir die Bedingungen erst schaffen müßten, noch erfahren hatten, wie lüstern die dort oben nach den aber troydem eine Schöpfung von mächtiger Kraft und Poesie, unter denen Persönlichkeiten wie Frau Judic sich entfalten Mädchen von unten" find. Der Führer der Streifenden ist ein und die Gestalt des Elias Sang muß einen tüchtigen Schauspieler tönnen. So lange ängstliche Zenfur und gesellschaftliche Heuchelei ehemaliger Pastor Bratt. Die Worte seiner flammenden Rede fallen noch bis in die Träume hinein verfolgen. es. Kinder zu verringern. In dem neuesten Bericht der Waisen- wird. Aber die„ Norddeutsche Allgemeine" sagt es- was soll meldet, das Institut feinen Verlust, weil sofort auf das Vers verwaltung wird nun gesagt, es sei bis zum Schluß man dagegen machen? Bezeichnend ist es auch, wie Pindter II. mögen des Beamten Beschlag gelegt worden ist. Letzterer ist Des Berichtsjahres 1894/95 nicht gelungen, gelungen, geeignete oder III. zu seiner epochemachenden Entdeckung tommt. Der gute Haus befizer und lebt in guten Verhältnissen. Ta er sich an Pflegestellen der bezeichneten Art in ausreichender Weise Mann ist vorschriftsmäßig auf der Suche nach Gideshelfern, Börsenspekulationen nicht betheiligte und, soweit bekannt, auch all ermitteln. Inzwischen sei das aber geschehen, welche der Welt das neueste polizeiliche Vorgehen gegen die teinerlei Aufwand trieb, ist das Motiv für die von ihm verübten und die Verwaltung hoffe, im nächsten Bericht über den sozialdemokratischen Vereinsorganisationen" mundgerecht machen Defraudationen noch unbekannt. Erfolg günstiges mittheilen zu föunnen. Vielleicht wird man sollen. Blätter von einiger Reputation sind zu diesem Zweck Durch eine Balgerei ist am Montag Morgen gegen dann endlich einmal auch erfahren, wie hoch eigentlich die Sterb- natürlich nicht zu baben und da muß denn der offiziöse dumme 3/48 Uhr ein etwa zehnjähriger Knabe auf immer zum Krüppel lichkeit der Waisen Säuglinge ist. Aus den bisherigen Berichten Teufel in der Noth wieder einmal Fliegen fressen. Aus Zola's U Der Aerger unserer Feinde über die Opferwilligkeit unserer Parteigenoffen fommt oft in recht drastischer Weise zum Ausdruck. In der antisemitischen„ Täglichen Rundschau" steht zu lesen: Da die hause Bethanien geschafft. Polizeibericht. Am 2. d. M. vormittags fiel in der Bernauerstr. ein Schlosser infolge der Glätte hin und brach sich ein Bein. Abends wurde eine Frau in der Wohnung ihrer Mutter, in der Lichtenbergerstraße, von dem Schlafburschen der letzteren bei einem Streite durch einen Messerstich am Oberschenkel schwer verlegt. Im Laufe des Tages fanden sechs unbedeutende Feuer statt. Witterungsübersicht vom 3. Dezember 1895. Swinemünde Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 764 G 762 766 SSW SSW 768 SW 770 770 Still 752 G 772 GD 764 23 751 • 769 • " SM SSW Windstärke 52222( Stala 1-12) 61352 Wetter Nebel Temperatur nach Celfins ( 5° 6.4° R.) 040305247 bedeckt Nebel bedeckt wollig -0 bedeckt -5 bedeckt wolfenlos -14 heiter heiter 3 bedeckt 7 Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. ist das leider nicht zu ersehen. Man erfährt stets nur, wieviel" Nana" weiß er, daß es feine ergebeneren Diener des jeweilig geworden. Zwei Knaben, die sich auf dem Wege zur Schule beverschiedene Säuglinge im Berichtsjahre verpflegt wurden und herrschenden Regimes giebt, als die unglücklichen Geschöpie der fanden, geriethen in der Wrangelſtraße mit einander in Streit, wieviel davon starben. Die nur hieraus gewonnene Sterblichkeits- Nacht und deren Beschüßzer; und der dumme Teufel hat esmer im Verlaufe deſſen der ältere dem kleineren Knaben einen siffer ist aber thatsächlich viel zu niedrig. Es gingen z. B. Recht behalten, als er vermuthete, daß sich in dem Organ dieser heftigen Stoß versezte, sodaß das Kind auf den Fahrdamm und zwar unter einen Arbeitswagen stürzte. Der Kutscher des schwer1894/95 durch die Berliner Kostpflege 228 verschiedene Säuglinge, Menschenklasse schon das gehörige Loblied auf die Polizei finden beladenen Laftfuhrwerks hatte den Vorgang nicht bemerkt, und wovon 42( 18,42 pet.) starben, und durch die auswärtige Kost- werde. So zitirt denn die„ Norddeutsche Allgemeine" aus dem so gingen die Hinterräder über den Körper des Knaben, des pflege 333 verschiedene Säuglinge, wovon 97( 29,13 pet.) starben. Leitartikel des Kleinen Journal", daß es hohe Zeit war, dem zehnjährigen Sohnes des Klempnermeisters G. hinweg. In Es ist jedoch zu beachten, daß ja nicht jedes diefer 228 bezw. 333 Kinder verwerflichen Treiben der Rotte Einhalt zu gebieten u. f. w. Schwerverlegtem Zustand, mit schlimmen Verlegungen an der das ganze Jahr hindurch in Pflege blieb. Bei vielen wird und da Pindter II. oder III. sich nicht undankbar zeigen will, es fich nur um Monate, bei manchen nur um Wochen, vielleicht läßt er bei dieser Gelegenheit das Organ des Herrn Leipziger Brust und beiden Beinen wurde der Kleine nach dem Krankengar nur um Tage gehandelt haben. Das dürfte z. B. da meist impertinent zu einem Blatte avanziren, das die Stimmung der Der Fall gewesen sein, wo Säuglinge der Waisenpflege anheim- bürgerlich demokratischen Berliner Bürgerschaft zum Ausdruck fielen, weil die Eltern erkrankt waren, vorübergehend obdachlos bringt. waren oder kürzere Freiheitsstrafen verbüßten. Die richtige Möge die Bürgerschaft sehen, wie sie sich mit dem neuesten Sterblichkeitsziffer fann nur gefunden werden, wenn man die Pindter auseinander seyt. Uns hat die Norddeutsche" wieder Zahl der Gestorbenen mit der Durchschnitts zahl der Ver- einmal ein kleines Bergnügen bereitet. pflegten vergleicht. Diese Durchschnittszahl theilt die Waisen verwaltung nie mit. Sie könnte sie aber sehr wohl ermitteln, wenn sie wollte. Die Sterblichkeit der Waisen Säuglinge fönnte auf diese Weise sogar mit einer Genauigkeit berechnet werden, vie fie für die Sterblichkeit aller Säuglinge nie Unter den Oktobereinnahmen des sozialdemokratischen zu erreichen ist. Wie hoch die Sterblichkeit der von der Berliner Parteivorstandes findet sich wieder einmal ein anonymer BeiWaifenverwaltung verpflegten, in oder außerhalb Berlins unter: trag von 10 000 Mark unter der Firma„ Nordische Waffertante" Stationen. gebrachten Säuglinge etwa sein kann, das möge folgende Be- verzeichnet. Diese„ Nordische Wasserkante" hatte nach dem offi trachtung zeigen: Der Säuglingsbestand vom Anfang bezw. Ende ziellen Bericht der Parteileitung im vorigen Rechnungsjahre nicht des Jahres 1894/95 war in der Berliner Kostpflege nur 39 bezw. weniger als 50 000 Mart beigesteuert, und zwar 30 000 Mark 49 und auswärts nur 63 bezw. 75. Der Durchschnitt daraus im März und 20 000 m. im August vorigen Jahres. stellt sich für Berlin auf nur 44, für auswärts auf nur 69. allgemeinen Einnahmen der sozialdemokratischen Parteitasse im Hamburg Natürlich wird die Durchschnittszahl auf eine so primitive Art, vorigen Rechnungsjahre nur 146 401 M. betrugen, so entfällt Berlin bei der der Zufall zu stark ins Gewicht fallen muß, nicht demnach mehr als ein Drittel dieser Einnahmen auf den un- Wiesbaden. gewonnen. Sie wird aber vielleicht nicht viel höher, viel- genannten Spender. Man wird wohl nicht irregehen, wenn München leicht auch noch niedriger gewesen sein; denn die Berichte man die Firma" Nordische Wasserkante" nicht weit von der Wien. verzeichnen auch für die Vorjahre niemals höhere, sondern oft Börse sucht." noch niedrigere Bestände. Im Vergleich zu dem so gewonnenen Haparanda. Die nordische Wasserkante wird es uns wohl nicht übelDurchschnitt wären nun in Berlin nahe an 100 pet. und ausnehmen, wenn wir dem antisemitischen Blatte verrathen, daß sie Cork Petersburg wärts gegen 150 pCt. der Waisen- Säuglinge geftorben.( Wohl etwa eine Viertelstunde von der Börse entfernt liegt. Jezt möge Aberdeen. gemerkt: 100 beziehungsweise 150 pet. des Durchschnitts!) die Tägliche Rundschau" die Spur weiter verfolgen und die Paris. Ueber 100 pet. hinaus kann die Sterblichkeit selbstverständlich Wafferkante durch einen Reporter ablaufen lassen. nur gehen, wo, wie bei den Waisen, ein fortwährender Zu- und Abgang stattfindet; ähnlich wie zum Beispiel in einer Zum Koneskandal werden in der Presse wieder einige Mit- Wetter- Prognose für Mittwoch, den 4. Dezember 1895. Etwas wärmeres, zeitweise aufklarendes, vorwiegend trübes Fabrik, die nie mehr als 100 Arbeiter zugleich beschäftigt, theilungen gebracht: Es wurde berichtet, daß der Hofmarschall Wetter mit Regenfällen und frischen südwestlichen Winden. doch in einem Jahre über 100 verschiedene Personen ver- Frhr. v. Reischach und der Beremonienmeister Frhr. v. Schrader v. unglücken tönnten, falls ein fortwährender Wechsel der in Glatz die Festungsstrafe angetreten haben, die sie sich anläßlich Arbeiter stattfindet, welcher viele Hunderte im Laufe eines Jahres der Kobe'schen Angelegenheit zugezogen hatten. Frhr. v. Neischach, durch die Fabrik hindurchführt.) Viel anders, als wir sie oben der 4 Monate Haft zu verbüßen hatte, sei mittlerweile begnadigt schäzen, wird die Sterblichkeitsziffer der Waisen- Säuglinge viel worden und hat Glaz am Freitag verlassen. Bei dieser Gelege Gegen den verantwortlichen Redakteur der ,, Wolfs Yeicht wirklich nicht sein. Sind wir jedoch damit im Irrthum, heit erwähnt das Blatt, daß jetzt auch das Ehrengericht Beitung", Rudolf Cuno, wurde gestern eine Antlage wegen so wollen wir uns gern belehren lassen. Es kann der Waisen- diefer Angelegenheit seinen Spruch gefällt hat; das Urtheilege Beleidigung des Ortsschulinspektors Pfarrers Ba ac ver ber verwaltung, wie gesagt, nicht schwer werden, ihre Berichte nach gegenwärtig im Militärkabinet zur Bestätigung durch den aifer. zweiten Strafkammer( Brausewetter) des Landgerichts I dieser Richtung hin zu vervollständigen, und wichtig genug is Bekanntlich hatte Frhr. v. Schrader Herrn v. Koße gefordert; verhandelt. Der Pfarrer Baack soll durch einen Artikel in die Sache ja wohl auch, um das Verlangen nach Bollständigkeit zum Austrag der Sache durch die Waffe kam es indessen nicht, Nr. 125 der Bolts- Beitung" vom 27. April beleidigt sein, welcher zu rechtfertigen. weil Herr v. Roze gegen feinen Gegner erst die Staatsanwalt die Ueberschrift trug„ Orthodoxes." Es wurde berichtet, daß haft angerufen und dann die Privattlage angestrengt hatte. Der Ortsschulinspektor" bei einer Einweihung einer Schule in Die Kinder Volksküchen haben in diesem Jahre eine beachdem er an diesen beiden Stellen abgewiefen worden war, Heiligensee sich dahin geäußert habe: Die Schule unterrichte nicht merkenswerthe Umgestaltung erfahren. In den beiden ersten tam der Handel vor das Ehrengericht und dieses hat, wie nach für das irdische Leben, sondern für das jenseitige Leben. Das Wintern wurden die bedürftigen Kinder mit Hilfe der Rektoren, der Post" verlautet, hinsichtlich Herrn v. Schrader auf Frei- Rechnen könne darauf beschränkt werden, daß man wiffe, was Lehrer und Lehrerinnen der Gemeindeschulen ermittelt. Bei diesem Verfahren brachte man im ersten Winter rasch 4000 und sprechung, gegen Herrn v. Koze dagegen auf Entfernung aus man einnehme und ausgebe. Die Schreibkunft werde genügend im zweiten gar 8000 Kinder zusammen, die selten oder nie ein dem Offiziersstande einstimmig erkannt. gelehrt, wenn die Kinder, wenn sie in die Welt hinausgegangen, ordentliches Mittagbrot bekommen und daher in den Küchen Der diesjährige Weihnachtsmarkt, zu welchem über ihren Eltern mittheilen fönnten, wie es ihnen gehe. Alles andere Die„ Volks täglich umsonst gespeist werden mußten. Die Sache 2000 Stände vergeben worden sind, beginnt am 11. Dezember fei vom Uebel, die Religion sei die Hauptsache. verursachte der bürgerlichen Klasse großes Unbehagen, zumal und dauert bis zum 27. d. M. einschließlich. Zeitung" hatte daran die Bemerfung geknüpft, daß das Bestreben da die Geld heischenden Aufrufe des Vereins die Noth der Proder Orthodoxie das Bildungsniveau des Volkes herabzusetzen Die einzelnen Theile der Verolina- Statue des Herrn bekannt sei und es bemerkenswerth sei, wie weit der Herr Pfarrer Letarierfinder fortgefeßt in starken Ausdrücken vor der Deffent: Prof. Hundrieser sind am Dienstag von dem Schuppen am Hafen- feinen diesbezüglichen Gelüften Ausdruck gegeben habe. Für lichkeit schilderten. Nicht nur die bürgerliche Presse versuchte plat, wo sie lagerten, nach dem Alexanderplay befördert worden. diesen Artikel war ursprünglich der Redakteur Hold beim ans Dagegen zu protestiren, sondern auch die städtischen Behörden um die Mitte des Monats soll das Bildwerk der erhabenen geklagt worden, es fonnte jedoch festgestellt werden, daß für die rafften sich zur Abwehr auf; denn nun hatten ja die bösen Göttin im Angesicht des Polizeipräsidiums eingeweiht werden. Sozialdemokraten, welche die Hilfe der Gemeinde für die hungernden Nr. 125 der Zeitung Redakteur Cuno thatsächlich verantwortlich Kinder gefordert hatten, mit einem Male recht! Schon sah Das Ergebnis der Volkszählung in Berlin hofft das war. Der Angeklagte behauptete, daß der Artikel, der eine man mit Bangen der Beit entgegen, wo die vielgerühmte städtische statistische Amt schon heute ermitteln zu fönnen. Sämmtliche Beleidigung nicht enthalten, den Thatsachen entspreche. Pfarrer Privatwohlthätigkeit dem fortgesetzt wachsenden Bedürfnisse Bähler sind ersucht worden, die Zahl ber in ihren Zählbezirken Baack bestritt dies. Er habe in längerer Rede einerseits auf nicht mehr genügen könnte und die Stadt schließlich doch ein- anwesend gewesenen Personen spätestens am 3. nachmittags den das himmlische Leben, hingewiesen, anderseits aber betont, daß die springen müßte. Da geschah plöglich etwas Seltsames! Der Distriktskommissaren furz zu melden. Schule für das irdische Leben vorbereite und die Kinder in der Schule Rektorenverein" erklärte sich mit einem Male gegen die tostbare Güter empfangen. Von den als Zeugen vernommenen Orts Küchen! Sie sollten mehr Schaden als Nutzen stiften, das Bart einige bemerkenswerthe Neuheiten auf. Das Dezemberprogramm des Apollo Theaters weist bewohnern wußten einige Genaues über den Inhalt der Rede nicht Beifall fand das mehr anzugeben, einer erklärte die Fassung des Artikels als zutreffend, gefühl der Kinder verlegen, bei den Eltern den Sinn für Wirth- schwedische Damen- Quintett Düring. Die fünf Sängerinnen, die ein anderer hat von der Nede des Pfarrers den Eindruck gehabt, schaftlichkeit. untergraben, die Begehrlichkeit rege machen 2c. in ansprechender Nationaltracht auftreten, brachten die Braut daß die Religion den Elementarfächern gegenüber allzusehr in Als dann der Verein für Kinder Volksküchen", weil fahrt zu Hardangar" und zwei ältere schwedische Volkslieder zum den Vordergrund gedrängt worden sei. Der Staatsanwalt er die erforderlichen Mittel nicht mehr allein aufbringen konnte, Vortrage; als Zugabe fangen sie einen auch wohl im Norden schon erachtete den Artikel für den Pfarrer als Lokal- Schulinspektor den Magiftrat um 20 000 M. bat, beriefen sich einzelne Stadt- halb vergessenen Marsch mit talmi- chinesischem Text. Intereffe herabwürdigend und beantragte eine Geldstrafe von 300 M. räthe auf die Rektoren, und der Stadttämmerer erwiderte dem brachte das Publikum einer Gallerie lebender Bilder entgegen, Bereinsvorsitzenden: G3 giebt überhaupt feine Noth in Berlin, die allerdings hier schon in besserer Darstellung gesehen worden Freisprechung, indem er ausführte, daß der Berichterstatter bei Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Träger, plädirte für Sie machen fie erst mit Ihren Bestrebungen!" Die Bitte um find. Die Französin Duclerc ist ein im Apollo- Theater nicht un- Wiedergabe der vom Lotal- Schulinspektor gehaltenen Rede fich wenigstens 10 000 M. wurde von der Stadtverordneten- Ver- bekannter Gast; ihre Schnurren schienen jedoch weniger Auf im besten Glauben befunden habe und daß der Pfarrer, selbst fammlung gleichfalls abgelehnt, wobei die Behauptung, daß in merkjamfeit zu erregen, als die Kunst, fich exzentrisch 3 wenn er die Ausführungen, wie sie wiedergegeben waren, gemacht Berlin Kinder aus Hunger stehlen, mit Gelächter beantwortet tostümiren. Mit einiger Frechheit suchte die Klaque beim Vor habe, dadurch unmöglich verächtlich gemacht werden könne. Bei wurde. So hat man also auch hier wieder nach bekanntem trage der Kouplets das Verständniß der französischen Sprache einem Pfarrer sei doch die Einnahme eines orthodoxen Stand. und oft geübtem Verfahren den Nothstand beseitigt", ohne daß zu martiren. auch nur ein einziger Groschen hergegeben zu werden brauchte. wurde namentlich die Kakadu- Dressur und die Fingerfertigkeit seiner Standesgenossen gesunken. Von den übrigen Nummern des Programms punktes erklärlich und derselbe sei gewiß nicht in der Achtung Bedauerlicherweise lenkt Der Verein für Kinder Volts eines Schattenkünstlers beifällig aufgenommen. tüchen" jetzt in dieselbe Bahn ein. Er hat, Der Gerichtshof hielt den Artikel für beleidigend und vers bemerkt, feine Organisation umgestaltet und wird künftig die Sittlichkeitsverbrechen. Ein gemeines Verbrechen ist am urtheile den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 300 M. Ermittelungen nicht mehr durch die Lehrerschaft, wohl, weil von Sonnabend an dem fünfjährigen Knaben Reinhold W. in der Vor dem Schwurgericht beim Landgericht II begann gestern dieser wiederum eine zu weitgehende Anerkennung der Noth der alten Jafobfir. 64a verübt worden. Beim Eintritt der Dunkel- ederum eine Verhandlung gegen den Schiffer Richard Erpel. Proletarierkinder zu erwarten wäre, sondern durch besondere heit, furz bevor das Hausgas angezündet wurde, ging auf einem Es handelte sich um die Ermordung des Nachtwächters Ziegler Lokalkomitees vornehmen lassen. Auch ist der Begriff der Höfe des Grundstücks ein Mann umher und lockte durch in Plötzensee. Neben Erpel hatte noch der bereits zu mehr Bedürftigkeit"( wie immer, wenn man dem Ansturm das Versprechen, daß es 50 Pf. erhalten solle, wenn es ihm ejähriger Buchthausstrafe verurtheilte Schlächtermeister Karl nicht mehr gewachsen ist) in die Höhe geschraubt Packet trage, ein kleines Mädchen an. Dieses ging jedoch auf Schumann aus Plößensee, sowie dessen in der ersten Verworden und diesem Umstande ist es zu verdanken, daß das Anerbieten nicht ein. Nun machte sich der Mann an den handlung freigesprochene Neffe, der Schlächterlehrling Reins in diesem Winter vorläufig erst 3000 unter allen Umständen be- fleinen W. heran und verübte mit ihm auf dem Hausflur ein hold Schumann, auf der Anklagebant Play zu nehmen. Der dürftige Kinder gefunden worden sind. Da man glaubt, daß das icheußliches Verbrechen. Der gefährliche Mensch ist gegen Angeklagte Richard Erpel war geständig, bei dem Neberungestüme Vorgehen der ersten beiden Jahre dem Verein in weiten 40 Jahre alt und etwa 1,71 Meter groß. Er hat dunkelblondes jall Des Ober- Inspektors Homuth in Plögensee, dem Kreisen geschadet hat, so will man durch Zeitungsnotizen das Haar und Bart mit ausrafiriem Kinn. Unter dem dunklen beim Restaurateur Häßlein begangenen Einbruchsdiebstahl Publikum darüber aufklären, daß fünftig Maß gehalten und nicht Ueberzieher trug er einen blauen Shawl. sowie bei dem Zusammenstoß mit den beiden Beamten etwa zu viel gethan werden soll. Es ist also eingetroffen, was wir gleich nach Begründung der ersten Küchen vorher " V wie oben " Fernsprechverkehr mit Kopenhagen. Am 10. Dezember zugegen gewesen zu fein. Jedoch habe er sich an der Tödtung wird der Fernsprechverkehr von Kiel mit Odense auf Fünen und des Wächters Ziegler nicht betheiligt, er sei von den beiden fagten. Wir sagten schon damals, daß der Ver- Kopenhagen sowie von Berlin und Hamburg mit Odense auf Hunden der Beamten gestellt worden und habe sich nicht rühren ein entweder mit seiner rücksichtslosen Aufdeckung des herrschen- Fünen eröffnet. Die Gebühr beträgt für ein gewöhnliches Ge- fönnen. Seiner Ansicht nach habe sein Bruder Dito Erpel den Elends innehalten muß oder sich spräch bis zur Dauer von 3 Minuten zwischen Berlin, Hamburg allein auf den Wächter eingestochen, denn der Angeklagte der besigenden Klasse rasch verscherzen wird. Zum theil hat er sie sich bereits verscherzt. In Zukunft wird er aber, da er von Kiel und Kopenhagen 8 M. und Riel einerseits und Odense andererseits 2,50 M., zwischen sowohl wie fein Bruder Robert und der Schiffer Möjer bätten feine Messer bei fich geführt. Die früheren nun an nur die bedürftigsten Kinder als bedürftig gelten lassen Angeklagten, Otto und Robert Erpel, sowie Möser wurden will, mit weniger peinlichen Resultaten vor die Bourgeoisie hin- Selbstmordversuch eines Hauptmanus a. D. Aus eigen- als Beugen vorgeführt, Robert Erpel machte von seinem Recte treten tönnen als im vergangenen Winter, wo er( um nur dies artiger Veranlassung hat fürzlich ein Hauptmann a. D. in einem Gebrauch, sein Zeugniß zu verweigern. Otto Erpel und Möser eine aus dem uns vorliegenden Rechenschaftsbericht mitzutheilen) Ministerium in der Wilhelmstraße einen Selbstmordversuch bekundeten, daß sie zwar in dem Wirrwarr nicht genau gesehen nur 202 593 Portionen für 5 Pfennig, aber 793 725 Portionen gemacht. Der Mann hatte einer Erbschaftssteuer wegen eine hätten, ob Richard Erpel ebenfalls auf den Wächter eingestochen umsonst ausgegeben hat. Audienz bei einem Minister nachgesucht, war aber an den habe, aber in ihrer unmittelbaren Nähe sei er bei dem Kampfe In welchem Blatte kommt die Stimmung der bürgerlich betreffenden Dezernenten verwiesen worden. Von diesem erhielt gewesen und nach der großen Anzahl von Stichen zu schließen, demokratischen Berliner Bürgerschaft wahrhaftig zum Ausdruck? er den Bescheid, daß sein Gesuch günstig aufgenommen worden die der Wächter erhalten hatte, müßten mehrere Personen Messer Auf diese Frage wird in der Norddeutschen Allgemeinen" eine sei und daß ihm die Hälfte der Steuer erlassen werden solle. gehandhabt haben. ebenso flare wie peinlich- überraschende Antwort gegeben. Die Der Hauptmann scheint jedoch mit diesem Ergebnisse seiner BeStimmung der bürgerlich- demokratischen Bürgerschaft" tommt mühungen wenig zufrieden gewesen zu sein, denn unmittelbar flipp und klar zum Ausdruck in dem anerkannten Organ für nach der linterredung versuchte er, sich durch einen Revolverschuß Kein zu tödten. Rofotten, Kokottenromane, Kokottenvergnügen und Gummi"-Anzeigen, dem Kleinen Journal"! Die ein Verhaftet wurde, wie wir im Volt" lesen, ein im Kupon: wenig philifiröse Berliner Bürgerschaft mag arg betreten sein bureau der Diskonto- Gesellschaft angestellter Beamter wegen Be об ber ihr nachgesagten eigenartigen Verbindung mit truges. Derselbe hatte Kupons im Werthe von ca. 14 000 M. einem Blatte, das in gentteten Familienkreisen schon von zweimal präsentirt und die Gesellschaft auf diese Weise um die wegen der heranreifenden Töchter ungern auf den Tisch gelegt genannte Summe betrogen. Tiozdem erleidet, wie der B..." " Die Geschworenen sprachen den Angeklagten Erpel schuldig des Straßenraubes, des schweren Diebstahls und der Körperverlegung mit tödtlichem Ausgange, während die beiden Mit angeklagten nichtschuldig gesprochen wurden. Staatsanwalt Rhode beantragte gegen Erpel fünfzehn Jahre Zuchthaus und zehnjährigen Ehrverluft unter Wegfall der bereits gegen ihn erkannten Strafen, gegen die Angeklagten Schumann Freisprechung. Das Urtheil lautete dem Antrage gemäß. " Gewerkschaftliches. Aus Rostow wird ges Das vermiste türkische Staatsschiff„ Cherrefreffam's ist in dem Hafen von Platana eingetroffen. Farbige Photographien. Ein Franzose hat ein neues Verfahren zur Herstellung farbiger Photographien erfunden, welches allem Anscheine nach zum ersten Male Gelegenheit zur Benutzung in größerem Umfange gewährt. Alle bisher üblichen Verfahren, farbige Bilder zu erzielen, pflegten sehr komplizirt zu sein und nur in der Hand desjenigen, der sie geschaffen, zu glücken. Das neue Verfahren beruht, nach der Mittheilung Hilfsarbeiter, als: Hausdiener, Packer und Kutscher! des Berliner Patentbureaus Gerson u. Sachse, wie viele feiner Kollegen! Die geplante gesetzliche Verkürzung der Arbeits- Borgänger darauf, daß nur mit den drei Grundfarben gelb, zeit im Handelsgewerbe scheint wieder eingeschlafen zu sein. Dem blau und roth gearbeitet wird und alle anderen Farben dürfen wir nicht thatenlos zusehen, sondern wir müssen die als Mischtöne erzielt werden. Der neue Apparat nimmt gleich. Herren in der Reichskommission aufmerksam machen, daß wir zeitig drei Negative auf, von denen das eine nur durch die nicht gesonnen sind, uns mit bloßen Versprechungen abspeisen zu gelben, das andere nur durch die blauen, das dritte nur durch laffen. Ferner planen die Herren Arbeitgeberbeisiger des Berliner die rothen Lichtstrahlen beeinflußt wird, und ebenso verhalten Gewerbegerichts einen neuen Anfturm gegen die ohnedies schon so sehr sich die drei Papierpofitive. Von diesen werden die Gelatines verstümmelte Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, auch dagegen haben häutchen entfernt und übereinander gebracht, sodaß nun die wir ganz energisch Protest zu erheben. Morgen, Donnerstag, den Farben zusammenwirken und den Eindruck des photographirten 5. Dezember, abends 8 Uhr, wird in der Ressource, Komman- Originals wiedergeben. Die Farben des Bildes sind durchaus dantenstr. 57, eine große öffentliche Versammlung abgehalten, wo lichtbeständig und verändern sich sogar nicht, wenn sie längere zu beiden Fragen Stellung genommen werden soll. Wir hoffen Beit dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. deshalb, daß alle denkenden Kollegen erscheinen werden, um durch kräftigen Protest ihre Meinung zur Kenntniß zu bringen. Oswald Schumann, Vertrauensmann. Ein ehrlicher Konservativer, also einer von der Sorte, Die heutzutage fast ausgestorben ist, ließ sich in einer 1844 erschienenen Schrift folgendermaßen vernehmen: In Beziehung auf die Freiheit des Zeitungsverkaufsäger Erfolg: Die Annahme der Berufsgenossenschaft sei Im Rasino von Montecarlo erschoß sich der Sohn eines italichat unser kölnisches Bruderorgan, die Rheinische Zeitung", eine fall daß sie nur für die Zeit der eigentlichen Schifffahrt nischen Präfekten gleichfalls wegen großer Spielverlufte. prinzipiell wichtige Entscheidung vorm Oberverwaltungs- für die Betriebsunfälle hafte. Nach§ 1 des Ausdehnungs- Der Winter in Rußland. Aus Petersburg wird berichtet: gericht in Köln erftritten. Ihr Verkäufer am Kölner Haupt- gesetzes vom 28. Mai 1885 sei der gewerbsmäßige Binnen- Ein in Kronnadt eingetroffenes Segelschiff hat nur mit Mühe bahnhof hatte wegen Verkaufs des" Wahren Jacob" und des Süd- fchifffahrts- Betrieb ohne Einschränkung versichert. Dem Be- in den Hafen gebracht werden können. deutschen Postillon" ein polizeiliches Strafmandat erhalten, triebe feien aber auch die Verrichtungen zuzuzählen, welche meldet, daß der Don zugefroren iſt. weil diese Blätter nach Ansicht des Polizeipräsidenten geeignet mittelbar die Betriebszwecke förderten, so vor allem das sein sollten, in fittlicher und religiöser Beziehung erger- Instandhalten und Ausbessern der Betriebsgeräthschaften. Ledig niß zu erregen. Das Schöffengericht bestätigte die Strafe, lich derartige Arbeiten fämen aber hier in Frage, deshalb fei Desgleichen, wenn auch unter Herabsetzung des Straf die Beklagte verpflichtet, dem Kläger eine entsprechende Entmaßes, die Straffammer, weil sie aus verschiedenen Nummern schädigung zu leisten. des Postillon", aber anderen als den feilgehaltenen, und obgleich teine Nummer gerichtlich beanstandet war, den Schluß zog, daß das Blatt nach seiner ganzen Art, geneigt sei", in dem gerügten Sinne zu schreiben. Das Urtheil hat das Oberverwaltungs- An die im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten gericht mit den ihm zu Grunde liegenden Feststellungen aufgehoben mit der Begründung, daß es eine Verkennung des Begriffes der periodischen Druckschriften enthalte. Bei diesen ist das Kennzeichnende, daß jede einzelne Nummer einen selbst ständigen Charakter trägt und nicht erst eine mehr oder weniger longe Reihe von Nummern für sich zusammen als ein geschlossenes Ganze gedacht wird. Wenn periodische Druckschriften auch durch die Gleichmäßigkeit der Tendenz oder dadurch, daß einzelne Themata in einer fortlaufenden Reihe von Nummern besprochen werden, in einem inneren Zusammenhang stehen können, so bildet doch im westlichen jede Nummer für sich nicht nur formell, sondern regelmäßig auch materiell ein ab geschlossenes, selbständiges Ganze und es kann daher sehr wohl die eine Nummer einen strafbaren Inhalt oder einen in sittlicher Beziehung Mergerniß erregenden Charakter haben, während dies bei den anderen Nummern nicht der Fall ist." Die Sache wurde demgemäß zur anderweiten Entscheidung an Der ehemalige Kaiser Delegirte Bergmann August die Strafkammer zurückverwiesen. Die„ Rhein. 3tg." zieht aus Siegel, der leider im Jahre 1891 wegen ihm drohender lang, diesem Erkenntniß folgende Schlußforderung: Wer Zeitungen wieriger Gefängnißstraße nach Schottland entfloh, ist dort in cder sonstige Druckschriften an seinem Wohnort öffentlich ver- Cowdenbeath Fifeshire in einer Grube schwer verunglückt; Taufen will, braucht also kein Verzeichniß einzureichen, er kann da er in den letzten 8 Monaten wöchentlich nur 3 Tage Arbeit verkaufen, was er will, wofern es nicht Schriften oder Blätter hatte, fonnte er nicht einmal mehr in eine Krankentasse steuern find, gegen die wegen öffentlichen Aergernisses eine Verurtheilung und befindet sich mit seiner Familie( Frau und 5 Kindern) im erfolgt ist oder ein Verfahren schwebt. größten Glend. So wird uns aus Zwickau, wo Siegel Der Meuterei angeschuldigt standen am 26. November herstammt, geschrieben. drei Soldaten des 18. Jufanterie- Regiments vor den Militärgeschworenen in Würzburg. Am 7. Juli war die 11. Kompagnie furt a. M. beschloß: 1. Es wird eine fünfgliederige Kommission Eine öffentliche Gewerkschafts- Versammlung in Frankgenannten Regiments in Rinnthal bei Annweiler einquartirt, mit dem Auftrage gewählt, die Vorarbeiten für die Errichtung wo der Sergeant Mörschel nachts 11 Uhr die Mannschaften zu eines Frankfurter Arbeiterfetretariats in Angriff visitiren hatte. Bei dieser Gelegenheit arretirte er einen Soldaten, zu nehmen und nach Erledigung derselben einer weiteren öffent den ein früherer Soldat, namens Tenthoff, vergeblich wieder zu lichen Gewerkschafts- Versammlung Bericht zu erstatten. 2. Die befreien suchte. Als der Sergeant den Soldaten zur Wache ab- Kommission wird auch beauftragt, mit der hiesigen Auskunftsgeliefert hatte, wurde er auf dem Rückwege von drei Zivilisten, stelle für Arbeiterangelegenheiten des Instituts für Gemeinwohl Sie mit Prügeln bewaffnet waren, überfallen und derart in Verhandlung zu treten, derart in Verhandlung zu treten, um sich über eine Umwandlung durchgeprügelt, daß er 14 Tage lang Schmerzen empfand. Der Auskunftsstelle in ein Arbeiterfekretariat Gewißheit zu verDie drei Leute flüchteten fich in die Hofraithe eines schaffen." Bauern, fie durch Stall und Scheune ins Freie verschwanden. Durch verschiedenes Geschwät kamen die Gemeinen obiger Kompagnie, Franz Berg, Johann Theobald und Christoph Stuhlfauth in den Verdacht, Ziviltleider angelegt und den Sergeanten durchgeprügelt zu haben. Außerdem ist Theo bald beschuldigt, dem Unteroffizier Feuerstein, der ihn in Arrest führen und auf Befehl des Feldwebels seinen Schrank visitiren sollte, den Gehorsam dadurch verweigert zu haben, daß er dem Befehl, die Sachen nach beendigter Visitation wieder in den Schrauf zu legen, nicht nachtam. Die erste That leugneten die drei und wurden mangels eines Beweises freigesprochen, wegen der letzteren That erhielt Theobald unter Abrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft vier Monate Gefängniß. סטן Gegen die Mörderin des Dr. med, Steinthal, die unverehelichte Elife Sante steht am 16. und 17. d. M. vor dem Schwurgericht am Landgericht I Termin an. Das Reichsgericht hat am Dienstag das gegen den Rauf mann Labaschin wegen Wuchers am 10. April d. J. er gangene Urtheil des Landgerichts Berlin aufgehoben. Die Revision des Mitangeklagten Ries wurde verworfen. " D Aus Pest wird der Köln. 8tg." geschrieben: Der Seter aus stand ist im Erlöschen, da viele Druckereien den neuen Tarif angenommen haben. Die Blätter erscheinen wieder in ihrem ganzen Umfang. Bureau aus& la 3 go w: Der Lord- Wajor theilte mit, daß die Zum Konflikt im Schiffsbanergewerbe meldet Wolff's Einladungen zu der Berathung zwischen den Unternehmern und Arbeitern von dem Lord- Major von Belfast und ihm selbst aus gegangen feien und daß ein befriedigender Abschluß des Streits wahrscheinlich wäre. Wer sich irgend die Mühe giebt, das Lafter der Trunkenbolde und die Ursachen zu verfolgen, welche diese dahin gebracht haben, sich der Völlerei hinzugeben, wird sehr häufig finden, daß Mangel an guter Nahrung und der Mißmuth, der sich daraus erzeugt, die erste Beranlassung dazu gegeben haben, welche demnächst nach und nach zu einer lasterhaften Gewohnheit übergeht. Der Mensch, der nicht so viel Fleisch und Brot verdienen tann, um sich vollkommen daran fatt zu effen, und deshalb fast einzig von Kartoffeln leben muß, für den ist es ein ein dringendes Bedürfniß, seinen fomit steht jedenfalls fest, daß Personen, die sich mit schlafften Lebensgeist durch Branntwein zu stärken; und fräftigen Speisen ernähren, diefem Lafter felten anheimfallen. Wenn der Magen eines Trunkenbolds, den der Anatom unterfucht, und der als Beweis der scheußlichen Wirkung des Branntweingenusses vorgezeigt wird, reden könnte, so würde er feine jetzige Gestalt vor allem aus dem Mangel an den ihm zufagenden Speisen erklären." er= Anschauungsweise ist zur Zeit der Liebesgaben an die Junker Der so redete, war Herr von Bülow- Kummerow. Seine ausgestorben.Einen Einblick in das Getriebe eines Weltblattes Sir Donald Der Die Malergehilfen Zwickan's beschlossen in einer öffentlichen Versammlung, bei den Meistern um Einführung der zehn giebt eine Plauderei in Mc. Clures Magazine" über die stündigen Arbeitszeit und Gewährung eines Minimal Stunden- Times", ihre Besizer, Redakteure u. f. w., in der es heißt:„ Es lohnes von 30 Pf. für die Anftreicher und 35 Pf. für die Maler, giebt, entgegen der herrschenden Ansicht, in der Redaktion der vorstellig zu werden; weiter verlangen sie für gewöhnliche Ueber Times" feinen formellen Rath oder Ausschuß. Ein Mann ſtunden 331/3 pet. Zuschlag, für Ueberstunden nach Mitternacht herrscht absolut. Er, der Chefredakteur, schreibt nichts selbst, und für Sonntagsarbeit 50 pCt., für solche an hohen Festtagen fontrollirt aber alles Geschriebene. Ift er im Zweifel, so fon100 pet. Zur Gewährung der Forderungen soll den Meistern fultirt er seine Assistenten, unter denen an erster Stelle der Mackenzie Wallace, Redakteur fürs eine Frist bis zum 15. Februar gestellt werden. steht. Es folgen dann der Redakteur Auswärtige, für Kolonialfachen, Kunstkritiker, ein Rath von fünf militärischen Sachverständigen, der für kirchliche Nachrichten, cin Redakteur für Marinesachen, einer für das Geographische, der Theaterkrititer 2c. Das Rechts- Departement hat 18 gelernte gerichte und 17 für die Polizeigerichte. London ist in 19 Distrikte juristische Reporter für die Hauptzivilgerichte, 8 für die Schwureingetheilt, auf deren jeden ein Reporter fällt, der für alle feine antwortlich ist. Dann giebt es einen Arbeiterreporter, einen CricketNachrichten, die unter kein bestimmtes Departement fallen, vers reporter, einen Fußball- und Golfreporter, einen Yachtreporter und zwei Rennreporter. Außerdem giebt es einen SpezialBerichterstatter für Feuer, einen für Eisenbahnen und einen für aftronomische Ereignisse. Der Chef des Stabes der Barlaments- Berichterstatter Mr. Broadrib hat 18 Stenographen unter sich. Die Times" haben ferner in jedem der 670 Wahlfreise Großbritanniens einen Vertreter. Im Auslande unters Wenn hiernach, so sprach der zweite Senat des Ober- und Arbeiterinnen, die am 2. Dezember in Meyer's Salon" zwei, in Rom, Petersburg, Odessa, Brüssel, Madrid je einen, in In der öffentlichen Versammlung der Metallarbeiter balten sie als Vertreter in Paris fünf, in Berlin und Wien je Verwaltungsgerichts am 30. November aus, Ergänzungswehlen vor dem Ergehen eines rechtsträftigen Urtheils tagte, wurden über die Metallwaaren Fabrik von Berthold Konstantinopel zwei, dann je einen in Lissabon, Athen, Egypten, hinsichtlich der beantragten Berichtigung einer Wählerliste erfolgen. Manfred Weiß, Chauffeestr. 39, Angaben gemacht, die, Malta, Südafrika und Sansibar, drei in Indien, je zwei in China, tönnten, so müssen sie, da für sie die betreffende Lifte im Augen- wenn sie zutreffen, diese Fabrit namentlich in Beziehung auf un- Australien und den Vereinigten Staaten, einen in Kanada und blid bes Wahlattes die maßgebliche Unterlage für diesen felbst cheinen lassen. Wir behalten uns vor, auf die Angelegenheit sittliche Behandlung der Arbeiterinnen im übelsten Lichte erbot, auch giltig sein. Daran ändere nichts, wenn nach der Ergänzungswahl die ihr zu grunde gelegene Wählerliste von den zurückzukommen, und bemerken für heute nur noch, daß die Vermaßgebenden Gerichten, in letzter Instanz vom Ober- Ber- fammlung einstimmig eine Resolution annahm, worin sie gegen waltungsgericht, für fehlerhaft befunden und berichtigt wird, die Zustände in jener Fabrit entrüftet protestirte. natürlich abgesehen von weiteren Verstößen. Ober- Verwaltungsgericht. Bezüglich der Vornahme von Ersatz- und Ergänzungswahlen zur Gemeindevertretung bestimmt § 11 des Zuständigkeitsgesetzes in seinem zweiten Absaß, daß die Klage auf Berichtigung der Wählerlisten keine aufschiebende Wirkung hat, daß jedoch Ersa z wahlen vor ergangener rechtsträftiger Entscheidung nicht vorgenommen werden dürfen. Aus Madrid wird telegraphirt: 400 Arbeiter der AftorgaEisenbahn find wegen einer Lolnherabsehung in den Ausstand getreten. Versammlungen. D " einen in Südamerika." Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( awei Buchstaben oder eine Babb anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet von jeßt ab am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr, statt. Abonnenten 100. Wenn Sie wirklich den Vorwärts" lesen würden, müßten Sie wissen, daß die„ Neue Welt" vom 1. April n. I. ab bedeutend erweitert werden wird. B. S. 16. Wir vermissen den Nachweis, daß sich die Sache so verhält. In Rigdorf wurde vorige Woche eine antisemitische Voltsversammlung abgehalten, zu der die Sozialdemokraten besonders eingeladen waren. Unsere Genossen gingen in stemSoziale Rechtspflege. licher Zahl hin, um sich den Spaß anzusehen. Da das Lokal, wo die Versammlung tagte, unserer Partei nicht zur Verfügung gestellt Gewerbegericht. Der Schlächtermeister Leste hatte die so wird, überließen sie es dem Wirth, sein Bier entweder selbst zu trinken genannten Verbandsbücher( Innungsbücher) zweier Gesellen, die oder es an Nichtsozialdemokraten zu verzapfen. Der Antisemiten zugleich aus der Arbeit traten, beim Ausfüllen der für das Beug- führer Bodeck wollte nun gleich nach Eröffnung der Versammniß bestimmten Rubrifen verwechselt. Um den Irrthum zu berich lung dem antisemitischen Referenten das Wort geben; dieser Tric tigen, ließ er in den Büchern Radirungen vornehmen. Als einer mißlang aber, denn die Versammlung verlangte Bureauwahl und gelegentlich in der Sprechstunde vor. 2. 2. Das hängt von der Art des Delifts ab. Sprechen Sie der Gesellen davon erfuhr, ließ er seinem Unwillen darüber bestimmte unsere Parteigenoffen Ostermann und Volkmann Frau jemand erklärt, standesamtlich getraut sein, sei heidnisch, Fröhlich. Hat Ihrer freien Lauf. Die Folge war, daß das neu eingetragene Beugniß zum Vorsitzenden und Schriftführer. Der Referent, ein Herr so hat er damit einer nebenbei mit der geschichtlichen Wahrheit bedeutend schlechter ausfiel, wie dasjenige, welches für ihn Gräfling, seines Beichens Redakteur, begann nun seinen in Widerspruch stehenden, strafbaren Verächtlichmachung einer beirrthümlicherweise zuerst in dem Buch seines Kollegen Vortrag. Er behandelte das Thema:" Judenthum, Sozial- stehenden Staatseinrichtung sich schuldig gemacht. Während des eingetragen worden war. Der junge Mann machte demokratie und Antisemitismus". Neues bot der Herr nicht. Kulturkampfes wurden auf grund der§§ 30 und 166 Str.-G.-B. ach einiger Zeit beim beim Gewerbegericht Entschädigungs- Genosse Hoppe widerlegte den antisemitischen Redner in ent- tatholische Geistliche zur Verantwortung gezogen, die in viel ge= ansprüche mit mit der Behauptung geltend, infolge des sprechender Weise, worauf Herr Bodeck für den Antisemitismus fchmackvollerer Weise ihrer Ansicht über protestantisch eingesegnete Zeugnisses hätte er teine Arbeit bekommen. Das Gericht fällte eine Lanze einlegte. Genoffe Jonas erwiderte ihm nach Ge- Ehen Ausdruck gaben. Strafbarkeit liegt aber erst dann vor, ein Zwischenurtheil, indem es den Beklagten verpflichtete, bühr. Gin Herr Trautmann sprach dann das große Wort wenn die Aeußerung öffentlich geschehen ist. Daß die binnen 48 Stunden dem Kläger das Verbandsbuch in aus, Mary und Engels hätten erflärt, der Mittelstand folle Aeußerung in Verbindung mit den gegen Sie gerichteten ordnungsmäßigem Zustande kostenfrei zuzustellen, das heißt und müsse" zu grunde gehen, was diesen großen Denkern bekannt- Nedensarten als Beleidigung aufgefaßt und Ihrerseits das jezt darin enthaltene Beugniß zu vernichten lich nie eingefallen ist. Genosse oppe entgegnete ihnen verfolgt werden fann, ist zweifellos. Indeß zweifelhaft ist und das ursprünglich für ihn bestimmte Zeugniß einzutragen. Denn auch ganz richtig, daß Marx und Engels immer nur der Ausgang eines solchen Prozesses. Dem Betreffenden wird Für jeden Tag der Zögerung sollte der Beklagte 3 M. an den gesagt haben, daß der Mittelstand infolge der Wirkungen des taum der Schutz Wahrnehmung berechtigter Jntereffen versagt Kläger zahlen. Die Entscheidung über die Entschädigungs- Großkapitals zu grunde gehen werde. Die Versammlung nahm werden, zumal er ein sehr individuelles, nämlich sein Geldansprüche des Klägers wurde einem späteren Termin vorbehalten; dann gegen 17 Stimmen eine Resolution an, worin sie sich mit interesse vertritt, wenn er durch derartige Flegeleien versucht, es sollte noch weiterer Beweis erhoben werden. Aus den Gründen dem Referenten nicht einverstanden erklärt, sondern in der Ihre Frau zu bewegen, Sie nachträglich zu der kirchlichen ist hervorzuheben: Sozialdemokratie die einzige Partei erblickte, die im Beremonie zu bewegen. St. 3. Die Kosten sind mit recht Da der Kläger nach der Beweisaufnahme ein auch auf die stande sei, das arbeitende Volk von seinem Joch zu be- erfordert. W. E., W. W. 5: Ja. A. Teichert. Das Führung ausgedehntes Zeugniß verlangt habe, müsse sich der freien. Nachdem noch ein antisemitischer Redakteur aus Wien, hängt allein von dem uns unbekannten Inhalt der Statuten Ihrer Arbeiter wohl das Urtheil des Arbeitgebers gefallen lassen, Herr Stolzing, gesprochen hatte und ihm vom Vorsitzenden freien Kasse ab. Louis Meyer. Briefliche Antwort zu er welches letterer für das richtige halte, sofern darin nicht erweis stermann geantwortet worden war, wurde die Versammlung theilen lehnen wir durchweg ab. Tragen Sie in dem Termin vor, lich unwahre Thatsachen behauptet würden, jedoch babe der geschlossen. Vor dem Lokal hatte sich eine große Zahl Gendarmen daß Ihr Vater die Konzession hatte, und legen Sie dar, daß ein BeArbeiter ein Recht auf das Attest, das einmal ausgestellt ist, und pofiirt, die, wie unsere Rigdorfer Genossen sich schmeicheln, ledig dürfniß vorliegt, dasselbe auch bei den mittlerweile stattgehabten feien nachträgliche Aenderungen unzulässig. Der Arbeitgeber lich zu ihrem Schuße dort aufgestellt waren. Es bätte aber Ronzessionsertheilungen anerkannt sei. Krankenkasse 1. Ges fei nur berechtigt, auf Verlangen des Arbeiters das Atteft auf dieser Liebenswürdigkeit wirklich nicht bedurft, denn wie auch der finde unterliegt in Berlin nicht der Krankenversicherungspflicht, dessen Verhalten während der Dauer des Arbeitsverhältnisses Berlauf dieser Versammlung bewies, werden Sozialdemokraten ist aber berechtigt, der Gemeinde- Krankenversicherung beizutreten. auszudehnen; im vorliegenden Falle wäre aber das Arbeitsver mit den Antisemiten wie mit allen andern Gegnern schon durch W. R. 32. Das Haberfeldtreiben ist ein in Altbayern hältniß mit der Ausstellung des ursprünglichen Zeugnisses be- geistige Waffen fertig. bestehendes altes Volksgericht, wobei die Betheiligten( Haberer endet gewesen. Nachträglich tam noch ein Vergleich zu stande. genannt) des Nachts bewaffnet und verlarvt vorm Hause des= jenigen erscheinen, dem das Treiben gilt, ihm sein Sündenregister vorlesen und ihn in Verruf erklären. Der Leiter des Haberfeldtreibens beißt Habermeister. Dieses Voltsgericht ist von der Behörde streng verboten, aber die Voltssitte kehrt sich nicht an dieses Verbot, und da diejenigen, die gehabert" werden, dies Schicksal in der Regel durchaus verdienen mögen, so ist es erklärlich, daß nur selten einer der am Haberfeldtreiben Betheiligten erwischt wird. Außerdem wird Verrath von den Haberern auf die schärfste Weise geahndet. = Vermischtes. Aus Straßburg i. E. wird telegraphirt:„ Der„ Elfäffer" meldet aus Wu Big: Auf der hiesigen Drahtseilbahn erfolgte Dienstag früh ein Zusammenstoß zweier Waggons, wobei drei Reichs Versicherungsamt. Der Schiffseigner M. hatte anfangs Oftober 1894 seinen ahn aufs trockene bringen lassen und denselben dann einer Reparatur unterzogen. Hierbei beschäftigte er den Schiffszimmerer Kupilas. Dieser zog sich bei dieser Ausbesserungsarbeit eine Handverlegung zu. Der Anspruch des K. auf Unfallrente wurde von der Ostdeutschen Binnenschifffahrts- Arbeiter getödtet wurden Berufsgenossenschaft zurückgewiesen und auch das Schiedsgericht Verzweifelte Bourgeois. Aus Nizza wird berichtet: derselben erkannte auf Abweisung. Mit seinem Refurs gegen Wegen Spielverluste stürzte sich der Ingenieur Paul Marcus dessen Entscheidung beim Reichs Versicherungsamt hatte der aus Algier von der Tavottabrücke aus ins Meer und ertrant. I - Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 4. Dezember, Opernhaus. Ivanhoe. National- Theater. Sonntag, den 8. Dezember cr., nachmittags 3 Uhr: Der G'willenswurm. 16656 Danfjagung. Achtung, Töpfer! Guter schlesischer Allen Verwandten, Freunden und Stein ist zu haben bei C. Roße, Bekannten, sowie den Puzern des Weißenburgerstr. 18. Trauringe 1685b 35782* Zentral Verbandes deutscher Maurer, dem Gesangverein Gemüthlichkeit, den Genossen des 4. Reichstags- Wahlkreises und dem Lese- und Diskutirklub Südreell, Dukaten gestempelt 980. Oft für die Sammlung sowie für die 2 Dukaten 22,50. 11/2 Dutaten 17,50. rege Theilnahme bei der Beerdigung Alle anderen Goldsachen ebenso reell. Anstalt für volksthümliche Konzert- und Gesellschafts- Säle, Dank. Ww. Gräschte nebst Kinder. meines Mannes sage ich meinen innigsten Gegr. Gegr. Naturkunde. Eingaben, Urania Regie: Julius Türk. 229/20 W. Noack's Brunnenstr. 16. Deutſches Theater. Die Jubin von Am Landes- Ausstellungspark Jeden Sonntag, Montag, Dienstag Unfallsachen, Putzger, Stegligerſtr.65 Tell.] Jüdin Toledo. Berliner Theater. Hasemann's Töchter. Teffing- Thenter. Wettrennen. Neues Theater. Le Parfum. Chansonnettes. Schiller- Theater. Reif- Reiflingen. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe. Adolph Ernst- Theater. Der kleine Lord. Hierauf: Die ewige Braut. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplatz- Theater Die kleinen Lämmer. Borher: Nr. 66. National- Theater. Liane, die zweite Frau. Theater Unter den Linden. Der Mikado. Reichehallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Nen! New! Coulin Frike! Lustspiel in 1 Aft von Paul. Riesen- Programm. Anf. Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree 10 Pf., 30 Pf. " " R.Winkler. American- Theater. Spezialitäten Passage- Panopticum. Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, zum ersten Male: ReifReiflingen. Donnerstag: Riff- Reiflingen. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. 3vm 90. Male: Eine tolle Nacht. Große Ausfattigsposse mit Gefang und Tanz in 5 Aften von Wilh. Mannstät und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Der kleine Lord. Lebensbild in 3 Atten nach dem gleich. namigen Roman v.Mr.Hodgson Burnett, übersetzt von Bolten- Bäckers. In Amerika 3240 Mal, in London 1262 Mal aufgeführt. Hierauf: Die ewige Brauf. Operette in 1 Att von W. Mannstädt und Jean Kren. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. ,, Liane, die zweite Fran". Schauspiel in 5 Bildern nach dem gleichnamigen Roman der E. Marlitt. Für die Bühne bearb. von E. Morle. Regie: Mar Samst. Morgen: Der Hüttenbesizer. Sonntag nachmittags 22 Uhr: Der G'wissenswurm. Regie: Julius Türt. In Vorbereitung: Der Jude". Schauspiel in 5 Aften nach dem gleichnamigen im Berliner Vorwärts" er schienenen Roman von C. Spindler. " 42 und Donnerstag: Konzert, Theater, SpezialitätenVorstellung. Frl. Johann Harting, Liedersänger. Berger, Lieder und Walzersängerin. Franz Feld, Gesangshumorist. Frl. Marion, Kostümsoubrette. Gust. Conrad, Charakter Komiter. Geschw. Tilly, Duettisten. 0 Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Neuer Circus. Circus BUSCH ( Bahnhof Börse) Mittwoch, den 4. Dezember, abends 71/2 Uhr: Elife- Vorstellung. Senfationeller Erfolg! Mädchen heus, das Waldmädhen. vom andern Ende Schwimmende Elefanten, Schwimmende Pferde mit Reitern. Grandioses Ballet. Außerdem: Dir. Busch mit seinen vorzüglichst. Freiheitsnummern. Fauler der Welt Zauber, Trakehner- Hengst, geritten v. ( Samoa). Kaiser- Panorama ( Passage). Zum ersten Male: V. Reise nach Konstantinopel u. Athen. Erste Wanderung durch d. malerische holsteinische Schweiz. Eine Reise nur 20 Pf. Tausende Abonnenten. Mme. Maria Doré. Zum Schluß: Der Baguettesprung a. d. engl. Vollblut Vigilant. Leopard, Pferd mecklenburg. Race, dressirt und geritten von Herrn Foottit Burghardt; hierauf Kastelan, oftpreuß. Hengst. Auftr. der vorzügl. amerit. Reittünstlerinnen Geschw. Powell. The Relampagos, EliteAkrobaten. Auftreten der Klowns Gebr. Cavallini, Gebr. Dux u. Mr. Tom Tom. Donnerstag: Zscheus, d. Waldmädchen. NB. Es wird gebeten, für den Circus stellte und gestempelte Bestellscheine zu verabfolgen. Castan's Panopticum. nicht ohne von der Direktion ausge !! Neueste Illusion!! Allerseelen. Die syrischen Fechter. Die Die Sünde. Kaufmann's Variété- Theater. Königstraße, Kolonnaden. De Sensationeller Erfolg des neuen Programms! Um 10 Uhr: Die pikante und tolle Burleske CoulissenGeheimnisse. Arthur Fränkel, Henny Schmid, Edi Blum, mehr braucht man nicht zu sagen!!! das genügt. Apollo- Theater Täglich das sensationelle und vollständig nene Dezember- Programm. Alexanderplatz- Theater. Stürmischer Gefolg der unverAlexanderstraße 40. Nachmittags 4 Uhr zu halben Preisen: Die kleinen Lämmer. Operette in 2 Akten von Louis Verney. Abends 8 Uhr: Die kleinen Lämmer. Operette in 2 Aften von Louis Verney. Vorher: Nummer 66. Operette in 1 Aft von Offenbach. gleichlichen Bons fönnen an den Kassen nur bis 3 Uhr nachmittags angenommen werden. Adolph Gorn, Frankfurter Allee 119, empfiehlt allen Freunden u. Genossen sein neurenovirtes Bierlokal. Vereinszimmer mit Pianino bis 40 Personen. Th. Boltz' Festsäle, S., Alte Jakob Strasse 75. Amt I, 1082. 3613L* Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen zu foulantesten Bedingungen. Säle unentgeltl. Alexanderstr. 27c. zu Festlichkeiten u. Versamml. Hugo Lemke, 1940. 1840. Auguststraße Nr. 91, part., nahe der Oranienburger Straße. Buchhandlung des Vorwärts" " Berlin SW., Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen. Buch Ser Jugend. Für die Kinder des Proletariats herausgegeben 0011 Emma Adler. In prachtband gebunden 2 Mark.- porto 50 pfg. 15 Bogen groß erikonformat. 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Stellen sich dann noch auf die Dauer größere Zinsüberschüsse ein, so wird entweder der Sparzins erhöht oder der Darlehenszins heruntergesezt. Die preußischen Sparkassen haben aber im Laufe der Zeit beide heruntergesetzt. Wer hat in Preußen den Nußen von den Sparkassen? 1851 forderten die Junker im preußischen Abgeordneten hause, es solle jede erwerbsthähige Person durch Gesetz verDaß der städtische Grundbesitz stärker beliehen ist als pflichtet werden, Sparkassen- Einlagen bis zu einem beber ländliche, liegt zum Theil daran, daß die Sparkassen bestimmten Betrage zu machen. Es sollte ein Sparam meisten in den Städten vertreten sind. Bei den länd3wang ftatuirt werden. Das zum Wohle des Volkes, lichen Sparkassen ist das selbstverständlich umgekehrt. selbstverständlich. Thuen denn die preußischen Junker überhaupt je etwas anderes, als zum Wohle des Volkes? " Haben wir denn nicht einen Schulzwang?" fragten sie, warum sollen wir nicht auch einen Sparzwang haben?" Wenn man das Volk zwingt, ein geistiges Kapital" zu sammeln, warum es nicht auch zwingen, ein materielles Rapital zu sammeln? Wenn man den Beamten zum Sparen verpflichtet, warum nicht auch den gemeinen Enterbten? Die Junker wußten sehr gut, was sie wollten. Sie rechneten auf die Sparkassengelder, um billige Hypotheken aufzunehmen. Man sieht, sie haben sehr gut begriffen, um was es sich bei den Sparkassen handelt. Ihr Projekt lief in seiner Wirkung darauf hinaus, daß jeder verpflichtet sein sollte, den Junkern Geld zu borgen. Auf diese Art sollte das Volk Rapital" sammeln. " Dieser Vorschlag blieb ein schöner Traum. Ein Zwang, zum Wohle der Junker zu sparen, wurde dem Volte nicht auferlegt. Aber sie sollten schon ihren Nutzen von der Sache haben, auch ohne Zwang. Die Sparkassen entwickelten sich sehr rasch in Preußen. die Zahl der das Guthaben der DurchschnittsSparbücher( in Mill.Mark) betrag per 1 Buch Es betrug im Jahre 99 645 16 1885 1855 423 542 97 1865 919 513 268 1875 2 209 101 1112 1885 4 209 453 2261 1893 6 255 507 3750 160 229 291 503 535 600 12. Jahrg. Soziale Meberlicht. Einkommenvertheilung in Oldenburg. Oldenburg zählt rund 25 000 Einwohner mit 9402 Haushaltungen oder Einzelstufen sind Steuerzahlern. Von den letteren haben 1574 ein Ginkommen unter 225 M, also kaum der sechste Theil der Steuerzahler hat ein Einkommen von wöchentlich 4,52 M. und von dieſem kläglichen kommen von 300 bis 375 M., also wöchentlich kaum 6-7,45 M. Einkommen müssen noch Steuern gezahlt werden. Mit einem EinSo wurden bei den" Kirchspiel-, Flecken- und Land- find 1005 Steuerzahler angegeben. In den ersten sechs Steuer4740 Steuerzahler, die ein Einkommen gemeinde- Sparkassen", die am ausgesprochensten einen länd- unter 600 m. haben, d. h. mehr als die Hälfte lichen Charakter tragen, vom Gesammtkapital eingelegt in: aller Steuerzahler haben ein Einkommen, das nicht Städtischen Hypotheken Ländlichen Hypotheken. Inhaberpapieren. Anderen Darlehen · 38,4 Mill. Mark 0 105,6 " 0 31,5" 29,2 " " " ausreicht, um den bescheidensten Ansprüchen am Leben genügen zu können. In den letzten 15 Steuerstufen befinden sich Leute, die über ein Einkommen von 25 500 bis 264 000 m. verfügen. Ihre Zahl ist zwar nur gering, es find ganze 19 Mann, dafür wiegen sie aber um so schwerer. Die In den„ Kreis- und Amtssparkassen" sind auf städtische fünf Höchstbesteuerten streichen alljährlich die Summe von Grundstücke ausgeliehen 239 Millionen Mark, auf land- 54 000-264 000 M. ein. Diese arbeitsamen und sparsamen Leute Jm augemeinen sind in städtischen haben zusammen ein Einkommen von rund 600 000 M. und liche 460 Millionen. Hypotheken 1166 Millionen Mark angelegt, in ländlichen zahlen an Steuern 24 457 M. Von ihrem Einkommen verrund 575 000 M. bleiben nach Abzug der Steuern noch 1049 Millionen Mark! In der ersten Steuerstufe haben 1574 Haushaltungen und SteuerEine volle Milliarde haben sich also die ländlichen zahler ein Einkommen unter 225 M., zusammen mithin im HöchstGrundbesitzer von den Sparkassen geben lassen, ein Resultat, betrage 354 150 M., wovon noch 1574 M. Steuern gezahlt werden das sich die preußischen Junker 1851 kaum haben träumen müssen. Die ganze Widersinnigkeit unserer heutigen Eigenthumslaffen. Doch sind es in erster Linie nicht die Junker, vertheilung, die ganze foziale Ungerechtigkeit des Wirthschaftsdie den Sparkassenkredit ausnügen. Sie haben bei ihren systems leuchtet aus dem furchtbaren Gegensatze heraus, daß in Spekulationen eins vergessen: daß bei dem ungeheneren einer kleinen Stadt, wie Oldenburg, auf der einen Seite fünf ungeheneren& amilien ein steuerfreies Ginkommen von rund Druck, den sie in den gottgesegneten Gefilden Ostpreußens, 875 000 m. und auf der anderen Seite 1574 Familien resp. Westpreußens, Pommerns 2c. auf das Bauernvoll ausüben, Steuerzahler ein steuerpflichtiges Einkommen dieses am Hungertuche nagt und beim besten Willen nicht von 354 150 m. haben. einen abgebrochenen Heller zurückzulegen im stande ist. Darum sind die Sparkassen in Ostpreußen und Westpreußen am geringsten vertreten. Desto mehr benutzen den Sparkassenkredit die städtischen Bauspekulanten und Hausmagnaten. Mit dem Gelde der Sparer werden schlechte Wohnungen gebaut, die dann diese noch aus dem Grunde theuer bezahlen müssen, weil auf dem Hause eine Hypothek liegt, d. h. weil der Hauseigenthümer der Schuldner ist. Besonders in der Periode der Industrieblüthe 1865 bis 1875 nahmen die Sparkassen einen raschen Aufschwung. Einen weiteren großen Antheil an dem Kapital der Nunmehr beträgt die Zahl der Sparbücher 6,3 Millionen Sparkassen nehmen die Juhaberpapiere. Das sind in der bei einer Bevölkerung von 30 Millionen und einer Zahl Hauptsache Staatsschuldscheine. Der Staat hat in den der Erwerbsthätigen von etwa 12 bis 15 Millionen. Also Sparkassen ein gutes Mittel, um seine Anleihen unterzuüber 20 pCt. der gesammten Bevölkerung oder 40 bis bringen. 1138 Millionen Mark sind von den Sparkassen 50 pCt. der Erwerbsthätigen nehmen an den Sparkassen in Inhaberpapieren angelegt. Den größten Theil davon hat der Staat entnommen, eine willkommene Ergänzung des Systems der Verbrauchssteuern. Was ist aber das Ergebniß? theil. Das Vermögen der preußischen Sparkassen betrug 1893 nebst Reservefonds 2c. mehr als 3,9 Milliarden Mark. Wie wurde nun diese große Summe verwendet? Selbstverständlich wurde der ganze Betrag ausgeliehen. Aber wer sind die glücklichen Schuldner der Sparkassen? Von je 100 m. der zinsbar angelegten Kapikalien der Sparkassen entfallen auf: . 29,6 26,7 Städtische Hypotheken Ländliche Hypotheken Juhaberpapiere( Staatsschuldscheine 2c) 28,9 Andere Darlehen 14,8 • der Die Kapitalistentlasse benutzt den ihr zufallenden Theil dazu, um das Proletariat noch mehr auszubeuten Staat aber verwendet seinen Antheil dazu, um den Militarismus zu züchten Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden Organisation tragen. == Aufruf an alle in der Musikinstrumenten Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Der Streit in der Pianomechanik- Fabrik von Langer u. Komp. ist beigelegt. Ueber 100 Männer und Frauen bezuschreiben, daß der Streik schon nach einer Woche mit einem fanden sich im Ausstand und nur ihrer Ausdauer ist es zu ganz bedeutenden Erfolg für die Musikinstrumentenmacher Berlins endete. Die Streikenden haben also nicht nur für sich, sondern für uns alle gekämpft. Deshalb, Kollegen und Kolleginnen, tragt auch alle dazu bei, daß die Kosten, die diese Bewegung wie jede andere erforderte, wieder gedeckt werden. Zeichne ein jeder, soviel in seinen Kräften steht, denn je mehr Munition, desto größer ist der Muth und die Kampfesfreude. Sammellisten werden ausgegeben von abends 8 Uhr ab Naunynstr. 78 bei Böter. Ebenbort sind sie wieder abzuliefern. Die Lohntommission. Zum Gewerkschaftskongrest. Es wird für viele Mits glieder der Gewerkschaften von Interesse sein, vor dem Statt finden des zweiten Kongresses der Gewerkschaften Deutschlands Und doch, diesem oder jenem Einzelnen kann die die Verhandlungen des ersten Gewerkschaftskongresses kennen zu Sparkasse von großem Nußen sein. Das ist ja tenu- lernen oder das Gedächtniß für dieselben aufzufrischen. Es sind zeichnend für die kapitalistische Gesellschaft, daß hier in noch eine genügende Anzahl Protokolle des ersten Kongresses der den meisten Fällen der Nutzen des Einzelnen auf dem Gewerkschaften Deutschlands, der im März 1892 in Halberstadt Echaden vieler Anderen, auf dem Nachtheil der Gesammt abgehalten wurde, vorhanden, und können diefelben gegen Einsendung von 20 Pf. in Briefmarken pro Exemplar von dent Also der Grundbesitz nimmt hier den breitesten heit oder einer Gesellschaftsklasse beruht. Die GeneralPlay ein. Auf ihn allein entfallen 50 Prozent der Dar- Dem Einzelnen mag die Sparkasse unter Um- unterzeichneten portefrei bezogen werden. lehen. Von diesem Gesichtspunkte sind die preußischen ständen zu einer Aufbesserung der Existenz verhelfen. Die Kommiffion. C. Legien, Hamburg, 3.-B.-N., WilhelmSparkassen nichts anderes, als Organisation von billigem bleibt von dem Stande der Sparkassen unberührt. Für die Lebenshaltung der gesammten Arbeiterklasse Hypotharkredit. Wir sagen: Organisation von billigem Hypothekarkredit, denn die Sparkassen haben ja selbst keinen Arbeiter bedeuten die ersparten Millionen nur neue Mittel Profit abzuwerfen. Sie haben den Unterschied des Zins- zu ihrer Ausnutzung. fußes nur so zu bemessen, um die Verwaltungskosten und Technische Rundschau. Das straße 8, 1. Et. Vom Streik der Meerschaum und Bernsteindrechsler Wiens ist zu berichten, daß zwischen den Unternehmern und den Arbeitern neue Verhandlungen eingeleitet sind. Nach der„ Arb.Zeitung" ist Hoffnung auf baldige Beendigung des Ausstandes vorhanden. In Deutschland macht die elektrische Beleuchtung der Per fonenwagen auf den Eisenbahnen nur geringe Fortschritte. Der hauptsächlichste Grund dafür liegt wohl in dem Umstande, daß hier fast durchweg schon Gasbeleuchtung mit großen Kosten eingeführt ist und man das darin angelegte Kapital nicht einfach weggeworfen haben will. Das Gute erweist sich hier, wie so oft, als Feind des Besseren. Außer der Dortmund- Enscheder Bahn, welche bis zum Frühjahr 1893 noch keine Gasbeleuchtung der Personenwagen hatte, ist elektrische Beleuchtung nirgends in größerem Maßstabe eingeführt. Diese Bahn begann in dem genannten Jahre mit der Einführung der elettrischen Beleuchtung. so zum Schreiben tauglich gewordene Graphit maschine an die Personenwagen, die man beleuchten will, anbringen, wird in die mit einer Nuth versehene Einfassung ge- so erscheint es viel einfacher, die ganze Beleuchtung durch solche ( Von der Herstellung der Bleistifte. Elektrische Wagenbeleuch legt, Elektrische Wagenbeleuch- legt, deren beide Hälften zusammengeleimt und in einer Akkumulatoren zu betreiben, da man dieselben ja an den Haupttung auf nordamerikanischen Eisenbahnen, speziell mit Affumu- Presse außerordentlich stark zusammengepreßt werden. Natürlich stationen, wo fowieso Dynamomaschinen behuss elektrischer Be latoren. Daffelbe bei der Dortmund Enscheder Eisenbahn in ist bei all' diesen Operationen, sowie bei den noch folgenden des leuchtung zur Verfügung stehen, laden kann. Auch die, wie es scheint, Deutschland, sowie bei den Bahn- Postwagen der Reichspost.) Glättens und Polirens gegenwärtig eine weit getriebene Arbeits- einfachste Art der elektrischen Wagenbeleuchtung ist auf einigen Der Bleistift gehört zu denjenigen Erzeugnissen der Industrie, theilung in Gebrauch, ohne welche das Produkt nicht so billig amerikanischen Bahnen in Gebrauch. welche fast jeder Mensch gebraucht; bis in die entlegensten und und so massenhaft hergestellt werden könnte; beispielsweise ver in der Kultur zurückgebliebensten Dörfer gelangt dieses bequeme fertigen die 23 in und um Nürnberg bestehenden Bleistiftfabriken Schreibinstrument, das wir heute als etwas ganz Selbstverständ- wöchentlich etwa 30 000 Groß, das sind etwa 4/3 Millionen liches betrachten, ohne uns viel um seine Herkunft und Zu- Bleistifte. bereitung zu fümmern. Es giebt noch sehr viele Menschen, welche Die elektrische Beleuchtung der Eisenbahnwagen macht in durch den Namen verführt, der Meinung sind, daß die Schreibmaffe, Nordamerika rasche Fortschritte, und zwar sind die verschiedensten welche sie viel häufiger als die Tinte benutzen, aus Blei besteht; doch Systeme in Gebrauch; bei einigen Bahnen wird der elektrische hat sie von dem Blei nichts weiter als den Namen. Jm Strom von einer Dynamomaschine geliefert, die entweder von 14. Jahrhundert gebrauchten die Maler aus Blei verfertigte, aus einer besonderen Dampfmaschine oder durch die Umdrehungen der Italien eingeführte Stiele, die als Bleistifte bezeichnet wurden. Wagenage angetrieben wird. Die Dampfmaschine sowie auch Liese Bezeichnung ist später auf unsere sogenannten Bleifedern die Dynamomaschine ist im Packwagen untergebracht; bisweilen übertragen worden und hat sich erhalten, obwohl die Schreib- ist sie mit dem Dampftessel der Lokomotive verbunden, bisweilen Nach vielen Versuchen entschloß sie sich für die zuletzt gemasse ein durchaus anderer Stoff, nämlich Graphit ist. mit einem eigenen versehen. In fast allen Fällen sind unter den schilderte Art der Beleuchtung, wobei die Affumulatoren ebenGraphit enthält weiter nichts, als Kohlenstoff; dieser einzelnen Personenwagen noch sog. Sammlerbatterien( Akkumus falls, wie in Amerika, unter jedem Wagen angebracht wurden. wichtige Körper, der Grundstoff aller organischen Ver- latoren) angebracht, welche für die Gleichmäßigkeit der Beleuch- Die Ladestation befindet sich auf dem Bahnhofe in Dortmund, bindungen, kommt in der Natur in drei verschiedenen Gestalten tung sorgen sollen; denn wenn die Dynamomaschine z. B. wo durch die Dynamomaschine, welche zur abendlichen Be vor: als amorphe( nicht frystallinische) Kohle, als Diamant( be- durch die Umdrehungen der Wagenare angetrieben wird, leuchtung des Bahnhofs benutzt wird, tagsüber das Laden der würde die Beleuchtung tanntlich eine Krystallform der Rohle), und als Graphit, welcher so beim Stillſtehen Buges Affumulatoren besorgt wird. Die Reichspostverwaltung, eine andere Krystallform des Kohlenstoffs ist. Im Jahre 1664 versagen. Die Affumulatoren find Vorrichtungen, welche welche fein Kapital in der Beleuchtung ihrer Eisenbahnwurde zu Borrowdale in England eine reichhaltige Graphitgrube den elektrischen Strom aufnehmen, seine Energie( Fähigkeit wagen angelegt hat, hat ebenfalls seit dem Jahre 1893 damit entdeckt, und alsbald tam der Bleistift in seiner heutigen Gestalt zur Arbeitsleistung) in sich aufspeichern und zu beliebiger Zeit begonnen, ihren Bahnwagenpart elektrisch zu beleuchten; sie besigt auf, in welcher er bereits um 1680 nach Deutschland eingeführt wieder abgeben tönnen. Das Prinzip, auf welchem ihre Wirkung etwa 1700 eigene Wagen und in etwa 1000 Wagen besondere wurde. Gegenwärtig ist die englische Bleistiftindustrie aller- beruht, ist folgendes: des Boftabtheilungen; gegenwärtig sind bereits mehr als 600 dieser Wagen elektrisch beleuchtet, und die Verwaltung ist mit den ers haltenen Resultaten so zufrieden, daß sie beabsichtigt, auch ihre sämmtlichen anderen Wagen mit dieser Beleuchtungsart zu vers sehen. dings kaum noch von Bedeutung, da die Borrowdaler Ein elektrischer Strom zersetzt, wenn er durch angesäuertes Graphitgruben fast erschöpft sind; dafür ist sie in anderen Wasser geht, dasselbe, sodaß seine Bestandtheile, die Gase Wasserstoff Ländern, speziell in Deutschland, außerordentlich gewachsen. und Sauerstoff, sich ausscheiden; dies geschieht an den Stellen, wo Hier liefern Böhmen, Mähren und die Gegend von die Elektroden( die den Strom zuführenden Metalle) in die Flüssigkeit Passau in Bayern viel Graphit; auch der 1847 entdeckte sibirische tauchen. Benugt man als Glektroden eine Platte von Blei und eine Auch hier wird der elektrische Strom von Affumulatoren Graphit wird größtentheils in Deutschland verarbeitet. mit Blei Dryd bestrichene Bleiplatte und läßt den elektrischen geliefert; doch sind dieselben nicht unter den einzelnen Wagen Der Graphit wird nicht rein gesunden, sondern enthält Strom von der letzteren zur ersteren gehen, so sammelt sich der angebracht, wie bei der Dortmund Enscheder Bahn, sondern immer fremde Beimischungen, wie Glimmerschiefer, Marmor, Sauerstoff am Bleioxyd und der Wasserstoff am Blei. Unter- direkt in den einzelnen Wagen aufgestellt, wo sie nicht allzuviel Kalt und Eisen; daher wird er in Wasser aufgeweicht, sodaß bricht man dann den Strom und verbindet die beiden Platten Platz wegnehmen und bequemer erreichbar sind. Das Laden der die gröberen Theile zu Boden sinken, während die feineren ab- durch eine Drahtleitung mit einander, so bilden fie ein gal- Batterien erfolgt in Ladestellen, welche überall an die Leitungsgegossen werden; nach mehrmaliger Wiederholung erhält man vanisches Element, welches einen dem früheren Ladestrom ent- nege von Elektrizitätswerken angeschlossen sind; nur auf dem einen feinen Graphischlamm, welchen man mit ebenfalls gegengesetzten Strom liefert; an der Bleiplatte wird sich daher schlesischen Bahnhofe in Berlin wird der nöthige elektrische gereinigtem Thon gründlich mischt. Die Masse( das sog. fegt Sauerstoff entwickeln, welcher sich mit dem vorher dort an- Strom von zwei Dynamomaschinen geliefert, welche mittels angetrieben Blei) wird dann in hydraulischen gelagerten Wasserstoff wieder zu Waffer vereinigt, und dasselbe zweier Gasmotoren Die geladenen den Cylinder einer Presse gefüllt, deren Bodenplatte mit Löchern versehen ist; durch geschieht an der anderen Platte, wo jetzt Wasserstoff auf- Attumulatoren haben hinreichend Strom für 24 Brennstunden, diese wird sie vermittelst starken Druckes getrieben, so daß sie in steigt sich mit vorher gebildeten Sauerstoff so daß sie, da sie an den Tagesstunden ruhen, für eine Fahrt der Form von Stäbchen aus der Bodenplatte herauskommt; die vereinigt. Ist dieser Prozeß beendigt, das heißt tauchen von etwa 1/2 Tagen ausreichen. So wenig zugänglich fich unsere Poftverwaltung schon feit Bleistiftfabrik von Jersey- City stellte 1876 in Philadelphia einen wieder eine reine und eine mit Bleioxyd bedeckte Bleiplatte in folchen Graphitfaden von mehr als 1000 Meter Länge aus. Die die Flüssigkeit, so hört der Strom auf, der Akkumulator ist ent- vielen Jahren zeitgemäßen Neuerungen auf eigentlich postalischem auf Brettern aufgefangenen Fäden werden gleichmäßig gestreckt, laden und muß von neuem geladen werden, indem man einen Gebiete gezeigt hat, und soviel Tadel sie in dieser Hinsicht vers dient, so anerkennenswerth ist es, daß fie in der genannten Bes in passender Länge abgeschnitten und dann einer Hiße bis zu elektrischen Strom durch ihn schickt. und dem werden. 1500 Grad ausgesetzt, wodurch sie getrocknet werden. Muß man solche Akkumulatoren noch außer einer Dynamo- ziehung den Eisenbahnen ein gutes Beispiel giebt. Bt. " Das Im braunschweigischen Gewerkschaftskartell ist die an einen in der Nähe poftirten Schuhmann mit der Bitte, oder Wissenschaft dabei obwaltet, von Haus zu Haus oder auf Frage der Gründung eines Vereinshauses angeregt worden eine in dem von ihm verwalteten Hause unberechtigt sich auf öffentlichen Wegen, Straßen, lägen barbieten wid, und hat die Vertreter der Gewerkschaften bereits in einer Sigung haltende Frauensperson fistiren zu wollen. In Begleitung des bedarf der vorgängigen Erlaubniß der Orts beschäftigt; auf Wunsch der Holzarbeiter wird der Antrag noch Schußmanns und eines herbeigeholten Schloffers ging der Angeklagte polizei- Bebörde."- Echon allein mit Rücksicht auf diese mals auf die Tagesordnung gesetzt werden, um während dann daran, die Wohnungsthür öffnen zu laffen, das Mädchen Bestimmung erklärte der Bezirksausschuß in Potsdam eine podieser Zeit den Vertretern Gelegenheit zu geben, mit ihren öffnete dann aber freiwillig und der Angeklagte betrat das lizeiliche Verfügung für gerechtfertigt, die an den Schüßenwirth Branchen Rücksprache zu nehmen. Aus dem uns vorliegenden Bimmer. Obwohl nun gar kein Grund zu einer Sistirung vor Boihl zu Wittenberge erlassen und durch die angeordnet worden Berichte ist nicht zu entnehmen, wie sich die Mehrheit der lag, entsprach der Schuhmann doch dem Verlangen des An- war, daß derselbe Karoussels, Rutschbahnen, Schaubuden und braunschweigischen Genossen und ihrer Vertreter im Gewerkschafts- geklagten, indem er das Mädchen mit zur Polizeiwache dergleichen, sofern damit Musikaufführungen irgend welcher kartell zu dem Vorschlage stellt; immerhin aber scheint uns die nahm. Hier stellte sich sehr bald heraus, daß die Sistirte Art verbunden sind, nicht auf dem vor oder dem ernste Mahnung nicht nur an die braunschweigischen, sondern eine durchaus anständige Person ist und sie wurde des neben dem Schüßenhause belegenen freien Plage des Schützenan alle Gewerkschaften am Plaße zu sein, in der jetzigen balb sofort wieder entlassen. Ihr Bräutigam war der hausgrundstückes, sondern ausschließlich auf dem hinteren, Periode der polizeilichen Aktion gegen unsere Partei, die von Ansicht, daß der Hausverwalter in dieser Weife an ihm habe unteren Theile seines Grundstückes aufstellen dürfe. ftrebsamen Staatsanwälten und sonstigen Gesellschaftsrettern fein Müthchen fühlen wollen und stellte deshalb den Straf OberVerwaltungsgericht beschäftigte sich Dann bereits eines schönen Tages doch auch auf die Gewerkschaften ausgedehnt antrag. Der Angeklagte fonnte nur geltend machen, daß es im Mai dieses Jahres mit der Berufung des Klägers Boihl werden könnte, mit großen Plänen, die ein Festlegen der seine Pflicht sei, das Haus sauber zu halten und daß ihm die und beschloß damals, die vom Bezirksausschuß unterlassene finanziellen Mittel und eine starke Anspannung der Gewert Beugin zweifelhaft erschienen fei. Das Schöffengericht hatte das Beweiserhebung vorzunehmen. Diese erstreckte sich auf die Frage, schaftsangehörigen zu lokalen 3wecken erfordern, sehr zurück- feltsame Vorgehen des Angeklagten nur mit 20 M. Geldstrafe ob wiederholt infolge des Lärms auf dem vorderen Theil des haltend zu sein. Ein Blick auf die sächsisch- preußischen Praktiken geahndet und die Berufungskammer sah keine Veranlassung, Echüßenplages in den angrenzenden Straßen Bugthiere fcheu gewird ja genügen, um unsere Mahnung zu rechtfertigen. Der dieses milde Urtheil abzuändern. worden und durchgegangen sind, beziehungsweise, welche Urzu Soldat marschirt am besten und fämpft am leichtesten, der nicht belästigt wird durch übergroßes Gepäck. Der Arbeitergesangverein im Polizeiftaat. Gegen Das Ergebniß der Beweisaufnahme war ein dem Kläger günstiges. träglichkeiten für den öffentlichen Verkehr daraus erwuchsen, " Donath und Genoffen" war ein Strafverfahren wegen Verstoß Das Ober- Verwaltungsgericht hob nunmehr am 28. No. Zur Brauerbewegung wird uns aus Mainz, 1. Dez., gegen das Vereinsgefeß eingeleitet worden, das am 2. Dezember vember die Vorentscheidung auf und setzte die Verfolgendes mitgetheilt: Die hiesige Brauerbewegung, die infolge vor dem Kammergericht seinen Abschluß fand. Es handelte fich fügung der beklagten Orts- Polizeibehörde von Wittenberge des verunglückten Streits von 1893 ihre Organisation eingebüßt um die Unterlassung der Anmeldung von mehreren Uebungs- außer traft. hatte, beginnt wieder aufzuleben. Die damals von dem hiesigen stunden eines Arbeitergesangvereins zu Kalbe an der Saale, von der Gewerbe- Ordnung durch den Bezirksausschuß sei eine Gründe: Die Anwendung des§ 33 b Brauerring abgeschlagenen Forderungen sind in der letzten Zeit denen die Bebörden annahmen, daß dieselben nach§1 des ge- boppelt irrthümliche. Erstens sei es nicht ein eigenes in der wieder gegründeten jungen Organisation aufs neue erhoben nannten Gesetzes der Polizei hätten angemeldet werden Darbieten solcher Luftbarkeiten( siehe§ 38b G.-D.), worden. Gewißigt durch das damalige Fiasto, wurde jedoch be- müssen. Für diese Unterlassung wurde der Einberufer schlossen, die Forderungen gegen die Brauereien einzeln geltend und für die Theilnahme an wenn der Kläger Theile seines Grundstücks anderen zur den Versammlungen nach Veranstaltung derselben vermiethete, wie dies zu machen, und so wurde zuerst die Aktiengesellschaft Rheinische§ 12 dieses Gesetzes der Leiter und derjenige verantwortlich geschehen sei, und schon darum hätte der§ 33b der GewerbeBierbrauerei vorgenommen. Vor kurzem fam nämlich dort gemacht, welcher dem Verein zu diesen Zusammenfünften den ein Direktionswechsel vor. Der neue Direktor entdeckte, daß zu viel Platz eingeräumt hatte. Das Schöffengericht erkannte auf Drdnung nicht auf den Kläger bezogen werden fönnen. Und die Kündigung zustellen. In der Bevölkerung des benachbarten Berufung frei. In diesen Uebungsstunden seien lediglich Lieder basselbe sei ein Privatgrundstück. Die Entstehungsgeschichte des§ 336 Arbeitskräfte vorhanden seien, und ließ 15 Arbeitern der Brauerei Schuldig, die Strafkammer sprach aber die Angeklagten auf ihre ann feiirrthümlich das Grundstück des Klägers zu den öffentlichen Blägen gerechnet worden; Ortes Weisenau, wo sich die Brauerei befindet, entstand eingeübt worden, und es könne deshalb mit bezug auf sie von der Gewerbe- Ordnung ergebe, daß die Regierung zwar beabsichtige, infolge diefer Maßregel eine solche Gährung, daß die Direktion einer Erörterung oder Berathung öffentlicher Angelegenheiten gar folche Grundstücke, worauf Schaustellungen der gedachten Art für fich beeilte, die Kündigung rückgängig zu machen, und zwar keine Rede sein. Die Straffammer bezog sich ferner auf bedingungsweise bis zum 1. März 1896. Inzwischen waren die ein Erkenntniß des Ober- Verwaltungsgerichts, nach welchem jedermann stattfinden, den öffentlichen Plägen im Sinne des § 33b gleich zu stellen, daß aber die diesbezügliche Be Sonstigen Zustände der Mainzer Brauereien eingehenden Er- nicht alle Versammlungen eines politischen oder solchen örterungen unterzogen worden und man beschloß, an die Vereins, stimmung in das Gesetz nicht aufgenommen wurde. der auf öffentliche Angelegenheiten einwirken Rheinische Bierbrauerei mit Forderungen heranzutreten und will, sondern Da die Beweiserhebung nichts ergeben habe, was die Verfügung nur diejenigen der Anmeldepflicht unterberief mit der Tagesordnung: Rheinischen Bierbrauerei" für heute Vormittag eine öffent Auch berief sich das Landgericht auf die Entstehungsgeschichte des Dieses Urtheil steht mit der Judikatur des Rammergerichts in Die Zustände in der lägen, in denen öffentliche Angelegenheiten erörtert werden. aus den bezügl. Paragraphen des All..em. Landrechts rechtfertigen tönute, habe die Verfügung außer traft gesetzt werden müssen. liche Brauerversammlung ein, start Vereinsgefehes. Die Staatsanwaltschaft legte mit der Begrün- Widerspruch, welches am 21. Januar 1889 entschieden hat: besucht war. Aber, o Wunder! Bei Beginn der Versammlung dung Revision ein, daß alle Vereinsversammlungen eines Vereins Unter öffentlichen Plätzen im Sinne des§ 33 b der Gewerbemachte der Vorsitzende der Versammlung die überraschende angemeldet werden müßten, insofern der Verein auf öffentliche Ordnung sind auch solche zu verstehen, welche sich im Privat Mittheilung, daß die Direktion ihn ermächtigt habe, Angelegenheiten überhaupt einwirft. Außerdem seien in zu erklären, daß sie bereit sei, ihren Arbeitern folgende jenen Uebungsstunden sozialdemokratische Lieder gesungen worden, besitz befinden, die aber jedermann, und sei es auch nur gegen Bugeständnisse zu machen: Behnstündigen Arbeitstag, Feft- deren Inhalt schon eine Erörterung öffentlicher Angelegenheiten Bahlung eines Eintrittsgeldes, zugängig find. segung eines Minimallohnes, Bezahlung der Ueberstunden darstellte. Der Straffenat hob das Urtheil der Vorinstanz auf und Sonntagsarbeit und Gewährleistung des freien Koalitions- und verwies die Sache an dieselbe zurück. Allerdings seien nicht rechts. Mit einer zu wählenden Kommission wolle die Direktion alle Versammlungen eines Vereins, wie des in Frage stehenden, die einzelnen Punkte besprechen und schriftlich feststellen. Der anzeigepflichtig, sondern nur diejenigen, in denen öffentliche An- Die Berichte sind nur auf einer, nicht auf beiden Seiten des Papiers, und Vorschlag wurde angenommen und sofort eine fünfgliedrige gelegenheiten erörtert werden. Daß in den betreffenden Uebungs- mit Tinte, nicht mit Bleifiift zu schreiben. Zwischen den Zeilen tit Kommission gewählt, die mit der Direktion auf folgender stunden letzteres geschehen sei, verneine der Vorderrichter; derselbe genügend Raum zum forrigiren zu laffen. Der Berfaffer hat seine Grundlage verhandeln soll: Einführung des zehnstündigen vermisse die Gegenrede und könne sich ohne eine solche keine Erörterung vollständige Adresse anzugeben. Arbeitstages in der Zeit von 5 Uhr früh bis 5 Uhr nachmittags im denten. Der Straffenat sei indessen der Meinung, daß auch in Berliner Gewerkschafts Kommissiou. Am Montag Sommer und von 6 Uhr früh bis 6 Uhr abends im Winter; einseitiger Beleuchtung öffentlicher Angelegenheiten eine Erörte- wurde eine öffentliche Versammlung der Delegirten abgehalten, Festsetzung eines Minimallohns von 24 Mart pro Woche für rung derselben gefunden werden könne, deshalb müsse der wo man zunächst über den Streit der Weißgerber bei alle Brauer, Hilfsarbeiter, Fahrburschen und Böttcher; Wohnen Vorderrichter noch nachprüfen, ob in den fraglichen Uebungs- der Firma Emanuel Meyer verhandelte. Nach dem Beder Arbeiter außerhalb des Betriebes; Bezahlung der Ueber- stunden Lieder gesungen wurden, die politischer Natur waren. richt des Weißgerbers Arndt befinden sich 87 Mann, die alle stunden mit 50 Pf. an Werk- und 60 Pf. an Sonntagen; Be- Wäre dies der Fall, dann hätten die Versammlungen( Uebungs- organisirt sind, seit dem 18. November im Streit, weil von der schränkung der Sonntagsarbeit auf die gefeßlich zulässige Dauer; stunden) angemeldet werden müssen. Firma die Akkordlöhne derart herabgesetzt wurden, daß der Bezahlung der sogenannten Sonntagsjour. Die Kommission Lohnausfall pro Woche etwa 4 Mart betrug. Trotzdem wurde weiter beauftragt, nach Feststellung des Abkommens auch gerichte Dessau ist am 28. September der Gerichtsdiener Angriffe fireit" gestempelt. Bisher hat zwar die Rasse der Aus den Geheimnissen eines Gefängnisses. Vom Landbaben die Unternehmer diesen Abwehrstreit zu einem den anderen hiesigen Bierbrauereien, aber nach und nach, die Friebrich Stahlhut zu Strafe verurtheilt, weil er sich der Angriffsstreit" gestempelt. Bisher hat zwar die Kaffe der gleichen Forderungen vorzulegen. Lederarbeiter Deutschlands die Streitenden hinreichend untera Bestechung schuldig gemacht hat. Die Frau eines Gefangenen stützt, da aber noch einige Streits in Aussicht stehen, haben sich fam öfter in das Gefängniß, um ihren Mann zu besuchen und die Weißgerber mit dem Ersuchen um Abstempelung von Sammel mußte sich deshalb an den Angeklagten wenden. Dieser hatte listen an den Ausschuß der Gewerkschafts- Kommission gewandt, die Dreistigkeit, die Erfüllung der Bitte der Frau von der Ge- die ihnen aber versagt wurde, weil der Streit nur ein partieler Ein eigenartiger Fall des Hausfriedensbruches, der währung gewisser Vortheile abhängig zu machen, welche er ist und der Ausschuß deshalb nicht befugt sei, ihn gut zu heißen. gleichzeitig mit Freiheitsberaubung verbunden war, beschäftigte forderte. Die Frau wollte sich aber nicht dazu verstehen, ihre von einigen Ausschußmitgliedern war das Verhalten des Ausdie 9. Strafkammer des Landgerichts I. Angeklagt war der ehelichen Pflichten zu verlegen, und schließlich wurde der saubere schusses zwar als forreft befunden worden, da er auf grund Beamte zur Verantwortung gezogen. Die von dem AnFörster a. D. Ferd. Peterlein, der in der Usedomstraße ein Haus geklagten eingelegte Revision, welche Verlegung des Straf- unterstützt werden sollen, nicht anders handeln konnte, und da der bekannten Resolution, wonach nur allgemeine Lohnbewegungen verwaltet. Ein dort wohnender Arbeiter, der mit dem Angeklagten nicht auf freundschaftlichem Fuße lebte, nahm eines rechts rügte, wurde am 2. Dezember auf Antrag des Reichs- auch die Streiks in letzter Zeit zu sehr überhand genommen Abends feine Braut mit in seine Wohnung und begegnete anwalts vom Reichsgerichte als unbegründet verworfen. hätten; da man aber den Weißgerber Streit für gerechtfertigt dabei auf der Treppe dem Angeklagten. Der Haus Ober Verwaltungsgericht. Für solche Besitzer von hielt, wollte man diese Angelegenheit der Delegirtenversammlung bewohner verließ unmittelbar darauf wieder seine Wohnung, Gartenlokalen, die entweder selbst in ihrem Garten Schau- zur Berathung vorlegen. Diese hat jetzt beschlossen: Die da das Mädchen etwas an ihrer Garderobe zu ordnen hatte und stellungen, Musikaufführungen 2c. veranstalten, ohne daß ein Sammellisten der Weißgerber follen mit dem begab sich auf einige Zeit in ein gegenüberliegendes Schanklokal. höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft dabei obwaltet, Stempel des Ausschusses versehen und der Nunmehr trat der Angeklagte, der vom Hofe aus die Vorgänge im oder welche die Darbietung solcher Lustbarkeiten anderen( Schau- Streit in jeder Weise unterstübt werden. Zimmer beobachtet hatte, an die Wohnungsthür und verlangte ihre so- buden-, Karousselbefizern 2c.) in ihrem Lokal gestatten, ist eine Busse berichtete nun über den Streit der Lohgerber fortigeDeffnung. Das Mädchen weigerte sich entschieden, dieser Weisung Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts von Bedeutung, bei Steinlein u. Komp.: Der Streit ist nach zehnwöchiger nachzukommen und berief sich auf ihren Bräutigam, der in einiger Zeit die der dritte Senat desselben am 28. November fällte. Der Dauer als aussichtslos aufgegeben worden, da die günstige Ge zurückkehren würde. Der Angeklagte ließ sich aber nicht abweisen.§ 33b der Gewerbe- Ordnung bestimmt:„ Wer gewerbsmäßig schäftslage, die bei dessen Ausbruch herrschte, sich so verschlechtert Er drte zuerst, durch das Fenster in die Wohnung dringen zu Mufifaufführungen, Schaustellungen, theatralische Vorstellungen oder hat, daß an einen Erfolg nicht mehr zu denken war. Die wo, dann aber befann er sich eines anderen und wandte sich sonstige Luftbarkeiten, ohne daß ein höheres Interesse der Kunst Streikenden wurden zwar von der Firma nicht wieder eingestellt, Gerichts- Beifung. fizirten, befferbezahlten Arbeit Balet fagen mußten, weil's dort nicht mehr ging. Nun sind Sie arbeitslos? Mit nur vereinzelten Ausnahmen war die Antwort aller Asyliften Ja. Krankheit und sonstige Umstände find Ursachen der Arbeitslosigkeit, aber unter 9 von 10 Fällen wird angegeben:" Die Arbeit war alle";" Arbeitsmangel ist der Grund, daß ich weggeschickt wurde". Versammlungen. = zu müffen warum ift's soweit gekommen, daß ein nicht geringer Prozenfah der armen Bevölkerung auf dieses Niveau gesunken ist? Sind diese Verfommenen an ihrem Sinken schuld oder find's nicht die modernen Verhältnisse, welche das Wollen und die Kräfte des einzelnen Menschen verächtlich bei Seite schieben und aus dem armen Menschen machen, was sie wollen? Am All für Obdachlose. Auch ein Volkszähler hat Erlebnisse. Ich zählte gestern die Obdachlosen im Asyl der Büschingstraße mit und hatte nebenbei die Gelegenheit, meine obdachlosen Nebenmenschen kennen zu lernen. Das Zählen wurde mir bald Nebensache, und ich wurde überwältigt von der Gelassenheit des dortigen Glends. Als ich gegen fünf Uhr die Büschingstraße hinausschritt, sah ich in der Ich schaue mir die Gesichter der Arbeitslosen näher an, ge- Also weg mit der Pharifäermoral! Wie ganz allmälig und Dämmerung einen schwarzen Knäuel; beim Näherkommen bemertte wiß ein großer Theil der Unglücklichen gehört ins Lumpen- unter stetigem Antämpfen gegen die Widrigkeit der Verhältnisse ich einen quadratisch aufgestellten Männertrupp, welchen einige proletariat: Der Typus des Alkoholisten ist mitunter vertreten das Gleiten hinab in die Tiefe des Lumpenproletariats sich vollPolizisten tontrollirten. Lange vor Deffnung des Thores stehen und ohne aufzublicken ist meine Nafe im stande, den Charakter des giebt, davon gab die geftrige Bählung gleichfalls ein anschauliches hier diejenigen armen Menschenkinder, welche nicht einmal mehr Gefragten festzustellen. Lumpenproletarier- damit ist alles ge- Bild. Da waren eine ganze Reihe Obdachloser, die erst ein haben, wo sie ihr Haupt niederlegen können. Ich wünschte, das Asyl fagt und wozu deswegen noch Worte machen? Bitte, einen paar Tage in Berlin sich befinden. Sie waren früher schon in für Obdachlose wäre unter den Linden oder in der Leipzigerstraße, Augenblick Geduld. Die Wohlthätigkeit wird in erster Linie von Berlin in Arbeit, verloren hier dieselbe und zogen nun damit täglich das satte Berlin an dem Anblick dieser Elenden Damen der höheren" Kreise inszenirt und ausgeübt. Die großen hinaus in die Provinz, aufs Land, um Arbeit ein Mergerniß nähme. Aber die Asyle liegen abseits, Glend und Wohlthätigkeitsbazare beginnen jetzt wieder im Dezember ihre zu suchen. Aber trotz des Geschreis vom Arbeitermangel auf Nothstand werden versteckt und nichts erinnert dich daran, wenn Saison. Damen der erlesensten Gesellschaft treffen sich in den dem Lande fanden fie draußen keine Arbeit und als letzte Zufluchtsdu durch die belebten und reichen Straßen Berlins wanderft. Da Bazaren und tauschen Gruß, Achtungs- und Hochachtungszeichen stätte erschien ihnen wieder Berlin. Mit dem Aufwand der stehen nun vor dem Eingang zum Asyle die Glücklichen, welche gegenseitig aus. Diese Damen, die sich allgemeiner Hochachtung letzten Groschen tehrten fie zurück, um vom Suchen nach Arbeit die kommende Nacht auf einem elastischen Drahtgestell ihren er erfreuen, was sind sie ihrer Mehrzahl nach? Menschen, welche im Asyl für Obdachlose zwölf Stunden Ruhe zu finden. Der frorenen und erschöpften Störper ausruhen dürfen. Sie sind glück- in ihrem ganzen Leben nie eine volkswirthschaftlich nüßliche wandernde Obdachlose- welch glückloses Menschenfind! Und lich, denn hunderte müssen abgewiesen werden, weil die Eäle Arbeit verrichtet haben, die konsumieren, ohne zu produzieren. was wird heute, was morgen mit ihm, wenn er in Zeiten allbelegt sind. Das Asyl, welches ich gestern besuchte, faßt und doch genießen sie in der Welt und Gesellschaft Ehren und gemeiner Arbeitslosigkeit, mitten im Winter, nirgends Arbeit 310 Personen; im Nu war es gefüllt und mindestens hundert Achtung. Diese Damen sind die Schwestern der obengezeichneten findet? Was wird aus ibm? Wer wagt's, den ersten Stein fo versicherte ein Aufseher mußten gestern allein ab- Lumpenproletarier, nur mit dem Unterschiede, daß die Lumpen auf den Mann zu werfen, wenn er über Jahr und Tag als gewiesen werden. 810 Glückliche, die heute Nacht im erwärmten proletarier unfreiwillig feiern, nichts thun, weil ihre Wieder- Schnapêlump wieder einkehrt in der Büschingstraße? Und Raum schlafen konnten und nicht obdachlos frieren brauchten. ftandstraft im Sturme des Lebens gebrochen, während ihre wie frampft einem erst das Herz zusammen, wenn Ginzeln traten ste ein, um entweder dem Bade- resp. Des- Schwestern im Salon nie gefämpft, nie den Versuch des Kampjes man plöglich ein junges Blut von 15 Jahren vor sich infektionsraum zugewiesen oder zur Küche geführt zu werden, ums Dasein gemacht haben, sondern nichts thun von Geburt an. sieht, das auch schon diese letzte Zufluchtsstätte auf wo ihnen ein Zopf voll Suppe verabreicht wird. In einem Die Extreme berühren sich und so lange die offizielle Welt vor fucht! Gin heller, intelligenter Junge iff's. Er ist bisher großen Refsel brodelt die dampfende Suppe- ein Anblick, der den seibenen Schleppen in Achtung aufschaut, solange hat sie kein Arbeits bursche auf Bauten gewefen. Da fällt ihm ein Stück allein schon hinreicht, in einem ausgehungerten, erfrorenen Men- Recht, auf die im Kampfe ums Dasein zusammen gebrochenen eines Biegels vorn auf die Stirn, er liegt frant und als er faum schen ein wohliges Empfinden hervorzurufen. Nach eingenommener Proletarier mit Steinen zu werfen. wieder gesund ist und vom Krankenhause fortgeschickt wird, da Mahlzeit geht's in die Schlaffäle hinauf, wo aber heute vor dem Auch der Lumpenproletarier ist ein Mensch von Fleisch und ist's Winter geworden, die Arbeit am Bau ist eingestellt, der Schlafengehen die Zählung vorgenommen wird. Sie kommen Blut wie ich, und wenn er auch politisch nie und gesellschaft. Junge ist aur Gottes Welt mutterseelen allein, was num? Kein einzeln an den Zähltisch heran und machen ihre Angaben in lich sehr selten mal etwas taugt, so vergesse man nicht, daß Geld, keine Arbeit, aber Hunger, Hunger, Hunger! Was wird dem bescheidenen Tone verhaltener Angst. Nach den üblichen gerade er aus Armuth den Angriffen des Lebens und feinen nun, wenn der Junge stiehlt, wenn er zum Diebe wird, wenn Personalien kommt die Frage nach der Berufsstellung. Was Berführungen vielleicht mehr getrogt hat, ehe er fant, als wir. er verkommt? Wer trägt die Schuld? Und wer wagt's, über find Sie?„ Ich bin Handarbeiter", ich mache alles, was Entiveder waren die Angriffe auf seinen Charakter stärker als den Gesunkenen den Stab brechen zu wollen? tommt". Hatten Sie früher einmal einen bestimmten Beruf diejenigen auf den unsrigen gut, mit welchem Rechte wollen Schon die Umgebung, in welcher sich der Junge in dieser gelernt? O ja, ich war Schneider", ich war Weber", ich wir ihn dann mit Berachtung strafen? Oder seine Widerstands- einen Nacht in dem Asyle befindet, ist für ihn der erste Schritt war Tischler". Und wie tamen Sie dazu, daß Sie Ihren Beruf traft ist infolge natürlicher Anlage oder mangelhafter Aus- auf dem Wege nach unten. Ein Charafter mag sich durch eine aufgaben und nun alles machen, was tommt? Ja, im alten bildung eine geringere, als die unfrige find dann wir solche nicht anstecken laffen, aber ein in der Entwickelung beBeruf ging's nicht mehr". ist die stereotype Antwort des Ge- baran schuld, daß wir den Kopf noch hoch tragen können? griffener Mensch von fünfzehn Jahren sieht und hört unter den fragten. Unter den etwa 80 Personen, die ich vernahm, war Auch der Lumpenproletarier ist unser Nebenmensch und wenn duften Kunden" in der einen Nacht so mancherlei, das in mindestens ein drittel, welche der gelernten Arbeit, der qualis uns auch ein Grauen beschleicht, diese Thatsache anerkennen wenig erfreulicher Richtung nachtlingt und nachwirkt. Ja habe " 1 bet Späth. Lorbeer haben aber größtentheils anderweit Arbeit gefunden, bis auf 1 feien, als sie in jener Versammlung hingestellt wurden; auch wären fiunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Stedesfreiheit 1, 30 Mann, die gegenwärtig noch unterstützt werden. die häufigen Ueberstunden eine nothwendige Folge davon, daß bet tehmann.- Unversagt 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowad. Freya I, Andreasstr. 26, bet Wilte. Norddeutsche Schleife, Melchiorstr. 15 lleber den Streit der Steinbildhauer berichtete eilige Aufträge von Arbeiterorganisationen rechtzeitig fertigs( Gemischter Chor), Rosenthalerstraße Nr. 57 bei Wernau. Göy. Auch dieser Streit, der wegen Erringung der sieben- gefiellt werden müßten. Die Lohnrückstände hätten auch in der tranz 1, Weinstraße Nr. 28 Deutsche Eiche 1, Echo 1, Pantow, Mühlen stündigen Arbeitszeit geführt wurde, ist verloren gegangen, weil unpünktlichen Bezahlung der Arbeiterkundschaft ihre Ursache. Große Frankfurterstraße Nr. 138 bei Gold. fraße, Störr'sches Gesellschaftshaus.- Gesangverein Arion III, Mirdorf, Serr es den Unternehmern gelang, sich die Lieferfristen für ihre Buchdrucker Stößel erklärte dagegen, die fraglichen Mißstände mann- u. Herrfurth fraßen- Ede bei Weiß. Freundestreue( gemischt. Chor), Arbeiten verlängern zu lassen. Auch fanden sich leider genug seien durchaus nicht zu traß hingestellt worden. Anfangs habe Südenftr. 86 bei Link. Ginigteit( Hutmacher), Mosenthaler Streifbrecher, um die dringendsten Arbeiten fertig zu stellen. man seitens der Organisation eine gütliche Regelung versucht; fraße 12 bei Brüning. Allegro, Wrangelstr. 141 bei W. Schmidt. Freiheit 1, Bülowstraße 65 bei Nichter. Steinnelfe, Base= Kleinmeister in der Gegend von Bunzlau sollen den hiesigen Firmen erst als diese vergebens, set man damit an die Deffentlichkeit wallerstraße 3 bei Q. Neumann.- Süd- Ost, Falckensteinftr, 7 bet TrittelKapitäle zum Dombau, die mit 1600 Mart veranschlagt waren, getreten. Die Angelegenheit wurde zur ein wiz.iebestu ft, Fürstenwalde an der Spree, Schloßtelleret.- Freier für 350 bis 600 Mark geliefert haben. Angesichts dieser gebenden Untersuchung dem Ausschuß über Männerchor Nord Weft( früher Klempner) Moabit, Emdener- und Siemensfiraßen- Ecke 14. Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. Verhältnisse wurde der Streit aufgegeben. Obgleich die Unterwiesen. Rothe Nette 1, Schöneberg, Golfir. 43 bei Klaute. Appolonia, neb mer versprochen haben, niemand wegen seiner Betheiligung Der Vertreter der Hilfearbeiter im Handels- und Transport- Rosenthalerfir. 57 bet Wernau. Freiheitsgruß, Cremmenerstr. 1 bei am Streit auszuschließen, weisen sie doch die organisirten gewerbe beantragte, den kürzlich gewählten Vertreter der Arbeiter Diathtes. Schneeglödchen 1, Rigdorf, Sermann- und Karlsgarten= firaßen- Ecke bet Hilpert. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger Kollegen zurück und versuchen sogar anscheinend mit Erfolg auf Holz- und Kohlenplätzen nicht anzuerkennen, da diese Ar- kommunikation 16 bet Glaser. Matengruß 3, Friedrichshagen, Munda eine Organisation der Streifbrecher ins Leben zu rufen. beitergruppe durch die erstgenannte Gewerkschaft mit vertreten theil, bei Lerche.- Unverbroffen, Lindowerfiraße 26 bet Sachs. Auch wird an stelle der bisher vorherrschenden Lohnarbeit Attord werde. Der Antrag wurde angenommen. - Vorwärts 7, RummelsFelsenburg, Langestraße 65 bei Owezarec. burg, Göthe- und Kantstraße= Ecke bei Greinert Hoffnung 3, zu möglichst niedrigen Preiſen eingeführt. Zum Schluß ersuchten die Vertreter der Steinbildhauer und Brandenburg a. S., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. Freiheitsa der Vergolder, die rückständigen Sammellisten ihrer nunmehr be- tlänge 1, Stauschretberir. 29, Bum eichenen Stabe" bei Schöning. endigten Streits baldigst abzuliefern. Arbeitergefangverein von Brit in Brig, Bürgerstr. 4 bet Dorn. Gee ger fcher Männerchor, Landsberger Allee 156 bet Göbel. Matengruß 2, Charlottenburg, Wallstr. 96 bet Beyer. Dämmerlicht, Zorndorfer maße 17 bei Hoffmann. Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger Kom bei Troppens. Männer- Gesangverein Geduld, Gesundbrunnen, ButtHetmathtlänge, Röpenick, Rofenstr. 101 mannfiaße 17 bet wiches. at Scanner in& te bf it is. Stbalber fit, 21, bet sto Gesangverein Freiheitstlänge II, Chorinerfir. 55 bei Sobeck. Männer- Gesangverein Pa Ime, Belten i. d. m. bei Berlin. Weiße Rose, Reinickendorf, Residensstr. 101 bet Malchin. blüthen, eiralauer Plat 10-11 bet poppe. Gleichheit, Schönhauser allee 185 bei Ramlow. Gefangverein Frohsinn II, Friedrichsberg, antenbergfty, on bet gange. Sängerchor der maler, Alte Jakobfiraße 88. Männer- Gesangverein 8ielbewußt, Brughofftr. 8 bet Behlens torf. Arbeiter- Gesangverein„ Einig", Blumenstr. 32 bet Reich. Sefangverein Neue Beit", Wollinerstr 86, Sperlingsluft bet Sperling. beiter Gefangverein Burunft II Nieder- Schönhausen, bet Gettetorn, Sindenfiraße. Bruderherz, Bernauerfir. 40-41 bet St. Bort. Froh treuzberger Harmonie, Admiralstr. 18c bet Möhring. Stunde, Kottbufer Ufer 57 bei finger. und der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Zus Bitiwoch: Geselliger Berein Brüderlich feit, Georgenfirchfir 65 bet Epäth.- Verein Rhetorit, Manteuffelfir. 95 bei Schulze. Theaterverein M zu früher die Börsch berichtete hierauf über den Streit der Sattler in der Militäreffetten Fabrit von Scholz Nach f. in Schöneberg. Die Arbeiter dieser Firma Die öffentliche Versammlung der Lithographen, die am befinden sich bereits seit sieben Wochen im Streit, um dieselben Sonntag Vormittag in Gründel's Saal tagte, beschäftigte fich Lohnfäße zu erringen, die andere Berliner Fabriken für die mit den jezigen Zuständen in der Lithographie und mit der gleiche Arbeit zahlen. Da sich bis jetzt nur vier Streitbrecher Frage, welche Schritte zu thun feien, um Befferung herbei gefunden haben, fo hat der Streit Aussicht auf Erfolg. Bishe suführen. Schöpte führte aus, faſt fiberall we geringste Rob werde im Gegensatz haben die Sattler aus eigenen Mitteln die Unterstützungsgelder aufgebracht. Da aber gegenwärtig auch in Elberfelt gezahlt. Bei der Firma W. Hagelberg bekämen die Chromoein Sattlerstreit, an dem 250 Mann betheiligt sind und lithographen nur noch 2/3 ihres früheren Lohnes und für die dessen günstiger Verlauf auch im Interesse der Berliner Schriftlithographen sei die Affordarbeit eingeführt. Die in Kollegen liegt, von der Gewerkschaft der Sattler unterstützt wird, diesem Betriebe beschäftigten zirka 80 Lithographen hielten sich so werden deren Mittel, obwohl vorläufig noch nicht erschöpft, leider der Organisation fern und ständen deshalb der Firma doch so start in Anspruch genommen, daß eine Sammlung auf machtlos gegenüber; bedauerlicherweise wären trotz spezieller Listen mit dem Stempel der Gewerkschaftskommission wünschens Einladung der Kollegen von Hagelberg nur einige erschienen. werth erscheint. Der Ausschuß hat die Abstempelung der Listen& liege im Interesse aller Lithographen, Gorge zu verweigert, weil, wie Pörsch angab, die fragliche Fabrik tragen, daß in diesem großen Betriebe Abhilfe ge in Schöneberg liegt, der Streik also nicht zur Kompetenz schaffen werde, sollten andere Firmen nicht das Hagelberg'sche der Berliner Gewerkschafts Kommission gehörte. Infolge Beispiel nachahmen; vor allem müsse man die Lithographen von Dessen haben die Sattler eine Volksversammlung in Hagelberg zur Organisation heranziehen. In der Diskussion Schöneberg einberufen, die den Streit gebilligt hat. Redner gab ein Arbeiter der Firma Hagelberg das Bestehen der anbeantragte, daß auch die Delegirten- Versammlung den Streit für geführten Mißstände zu und ersuchte, in Bälde noch eine Verberechtigt erklären möge. Rör steu bemerkte, der Ausschuß habe fammlung, jedoch des Wochentags und im Zentrum abzuhalten; nicht deshalb seine Mitwirkung versagt, weil der Streit eine zu dieser würden die Hagelberg'schen Kollegen gewiß erscheinen, Schöneberger Fabrik betrifft, sondern weil er ein partieller ist. um gemeinsam über weiteres Borgehen zu berathen. Die VerMillarg meinte, Pörsch hätte sich gar nicht an den Ausschuß, sammlung beschloß demgemäß. sondern nur an ihn( Millarg) persönlich gewandt; auch sei es nicht richtig, daß Pörsch, wie im Vorwärts" geschehen, einen Aufruf zur Sammlung an die Berliner Arbeiter richtete, ohne den Stempel der Gewerkschaftskommission zu haben. Wenn der Ausschuß sich nicht gegen diesen Aufruf öffentlich erklärt hätte, so sei das lediglich im Interesse der Streifenden geschehen. Aud von anderer Seite wurde das Verhalten der Sattlergewerkschaft gerügt und dann beschlossen: Sammellisten für die streitenden Sattler sind abzustempeln. Die Zahl dieser Listen bestimmt der Ausschuß. Aus der nun vorgenommenen Neuwahl des Ausschusses gingen Rörsten, Busse, Jungnickel, Winter, Höpfner, Kaltowsti, Grothmann als gewähli hervor. Es folgte die Verhandlung über Angelegenheiten der Kellner und Musiker. Von diesen Organisationen wurde Klage darüber geführt, daß sie in ihren Bestrebungen nicht genügend von den organisirten Arbeitern unterstützt würden. Selbst sozialdemokratische Wirthe, z. B. Gründel, beschäftigten unorganisirte Kellner, weil diese billiger arbeiten, als tie organisirten. Von mehreren Rednern Kellnern und Musikern bedeutet, selbst mehr auf dem Posten zu sein, und den Arbeitern diejenigen Wirthe bekannt zu geben, die ihre Forderungen nicht erfüllen, da doch nur die betreffenden, Organisationen dies kontrolliren könnten. Die weitere Be handlung dieser Sache wurde bis zur nächst en Versammlung vertagt. wurde ben munifation 16 bet Glafer. " Männer- Gesangverein ilaritas, Hochstr. 32a bei Schmidt. Gangess Arbeiters Ar fchriften sind zu richten an. Gent, Dresbenerfir. 107-108, 1. Gift. IV. omir. 28. TheaterWea Privat 1 @ e= Proletariat, Maunynfir. 88 bei Köhn. Bergnügungsverein Amor 2, Buttmannfir. 9 bet Hentschel. Rauchtlub Rothe Fahne, Guvryftr. 48 bet Lichs. Geselliger Berein Freundschaft, Bimmerfir. 89 bet Engel. verein Bühnenverband Apollo, Prinzen- Allee 10 bet Bergemann. Geselliger Verein Deutsche Eich e, Fürbringerstr. 7 bei Grothe. Mundharmonika- Berein Vorwärts, Boffenerstr. 62, Restauraut. felliger Verein Liegniger Schwetz, Stegnitverftr. 9 bet Haber. Theaterverein Nora, Admiralstr 18c, Märkischer Hof. Verein Ge= felliger Bund, jeden 2. Mittwoch im Monat, bet Sommer, Grünftr. 21. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. ArbeiterIn der öffentlichen Vergolder- Versammlung am Song Gefang Verein Hoffnung, Friedrichsberg. Uebungsstunde abends Vormittag verlangte der überwachende Polizeibeamte vom Ginnhr, Restaurant O. Schulze, Friedrich Kariftr. 34. Gesangverein Lerche, berufer die Entfernung der Frauen. Auf die Entgegnung, daß gest. abends 9-11 Uhr bei Mar Mörschel, Schönhauser Allee 28. dazu keine Veranlassung vorliege, weil die gegenwärtige Vergesellschaft ei math iuft, 9 Uhr Sigung im Vereinslokal bet Lange, - Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit sammlung cine öffentliche und gewerkschaftliche sei, wurde ihm amen, abends Uhr, Beughofstraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Theaterverein unitum, abends 9 Uhr bei Wiersdorf, die Antwort, daß aber, sobald politische Erörterungen gepflogen witglieder. Alte Jatobftraße 98/97: Sigung mit Damen. Turnverein Fichte. würden, die Versammlung aufgelöst würde. Dazu kam es 1. Männer Abtheilung turnt Mittwoch und Sonnabend Don 8 bis nicht. Die Versammlung nahm die spezialisirte Abrechnung 10 Uhr, Eunhalke Friedenstraße 37. 3. Männer Abtheilung turnt Mittwoch und Connabend Abend von vom Generalstreit entgegen, die indessen nur provisorisch gegeben 8-10 Uhr, Turnhalle Böchftr. 27. 2. Lehrlingsabtheilung turnt Mittwoch u. Sonnabend 8-10, Staligerftr. 56-57. werden konnte, da noch über 100 Listen ausstehen. Die Einnahme Bereinigung der Turnfreunde. Mittwochs und Sonnabends, belief sich auf 13 172,35 M., die Ausgabe auf 12 968,18 m., so turnen von 8-10 Uhr abends in der Turnhalle, Demminerftr. 56-57, Geselliger Verein Unter uns, Sigung 8 Uhr bei Fischer, daß cin Ueberschuß von 204,17 M. blieb. Es wurden dann alle, Beusselsir. 66. die noch in Besitz von Mufitbilettanten- Berein Brectofa abends 8% Uhr bet Listen find, aufgefordert, diese Geisler, Fenn- und Zegelerstraßen- Ece, nebungsstunde, Aufnahmen. fofort, ob leer oder gezeichnet, an den Kassirer Steibel, Mufit- Dilettanten- Berein Nordische klange, bet center, SwinemünderSchwimmverein Nord, Der Streit hat ziem firabe 45, Uebungsfiunde von 8 bis 11 Uhr. Friedrichsbergerstraße 20, abzuliefern. abends 7% Uhr Admiralsgartenbad, Friedrichstr. 102, Uebungsstunde. lich sechs Wochen gedauert. Von den 423 Ausständigen feliger Berein Anna- Marie, abends 9 Uhr, im Restaurant Roll, Adalbertreisten 65 ab. Die beiden ersten Wochen verzichteten die firaße 21, Gigung. Stattlub Die Lustige 8wölf, im Restaurant Ruhl= Streifenden auf Unterstützung, dann waren wöchentlich 4000 bis Andree, Chorinerfir. 63.- Stattlub 60, 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wiener firaße 50.- Krafts und Artiſtenklub„ iche", Mittwochs vo 4500 M. zu zahlen; Streitbrecher waren wenig vorhanden. Be- tags von 11-1 nhr, bet Augustin," Kastanien- Allee 11. von 9-11, GSonna Artiften und dauerlicherweise blieben die Arbeiterinnen in den Fabriken fiehen, Ringsport- Beretn ereinte era ft. Mittwoch abends von 9-11 Uhr Bergnügungs. der Forderung nach Einführung des Wochenlohnes waren sie Sonntag vormittags 10-11% Uhr bei Serrath, Plan- Ufer 92a. überhaupt unzugänglich. In der Diskussion meinten die Redner, verein Fortuna, abends 8 Uhr, Gigung bei Schulz, Weberfir. 10. daß größere Vortheile erreicht worden wären, wenn man bei der nügungsverein Violetta, Sigung mit Damen 8½ Uhr bet Meßner, anfänglichen Forderung einer prozentualen Erhöhung der Akkordlöhne geblieben wäre; als eine spätere Versammlung diese Forderung fallen ließ und die Einführung des Lohnsystems beschloß, sei die Situation schwieriger geworden, zumal es auch noch an finanziellen Zum legten Punkt: Gewerkschaftliches" bemerkte Millarg In einem im Vorwärts" veröffentlichten Bericht über den Mitteln gemangelt hätte. Das, was erreicht wurde, fei indeffen Streit in der chirurgischen Branche wird der Gewerkschafts: immerhin des Kampfes werth gewesen. tommiffion, speziell mir die Schuld geeigneter die Schuld am Mißlingen des zu Zeit versucht werden, die Abschaffung Streits zugeschrieben. Wir haben des Akkordsystems und die aber erst dann die bes Einführung Lohn Abstempelung der Listen verweigert, als wir von der Vergeblich systems doch noch durchzufeßen. Höpfner, der Delegirte keit des Streiks, der bereits 8-9 Wochen währte, überzeugt zur Gewerkschaftskommission, brachte die von dieser über das waren. Demgegenüber erklärte Hendricksen, erst infolge der Sammelwefen gefaßte Resolution in Erinnerung und forderte zu Bersagung des Stempels der Gewerkschaftskommission hätten reger Betheiligung am Vertrieb der Bons auf. Sch norre war Seine Kollegen den Muth zum Weiterstreifen verloren; auch wäre mit der Thätigkeit des Delegirten und mehr noch mit derjenigen ihm die Gelegenheit, diese Sache in der Delegirtenversammlung der Gewerkschaftskommission unzufrieden, da durch deren Vervorzubringen, abgeschnitten worden. Busse sprach die halten den streikenden Vergoldern die nothwendig gewefene Ansicht aus, daß die Gewerkschaft der chirurgischen Arbeiter weitere Unterstützung abgeschnitten worden sei. Schnorre rieth, schon mit der Aufhebung des Streits umgegangen sei, ehe den Delegirten zurückzuziehen. Höpfner wies die ihm gedie Abstempelung der Listen verweigert wurde, aber man machten Vorwürse entschieden zurück. In der weiteren Diskussion wolle wohl die Gewerkschaftskommission zum Prügelfuaben für wurde der Mißmuth Schnorre's begreiflich gefunden, das Verhalten den verlorenen Streit machen. der Gewerkschaftskommission aber als forrett befunden und 8 Jost machte auf die in einer Buchbinderversammlung fürzlich Schnorre's Verlangen nach Zurückziehung des Delegirten ver besprochenen Mißstände bei Maurer u. Dimmick aufmerksam, wo- worfen. Den streikenden Sattlern bewilligte die Versammlung gegen Schumann behauptete, daß die Dinge nicht so schlimm 50 M. Unterstützung. Eine öffentliche Maler Versammlung im Norden Berlins beschäftigte sich am 2. d. M. mit der Frage:" Die das neueste seft( 11) der unter der Redaktion von Bertha von Suttur Beschlüsse der Berliner Kollegenschaft betreffend die Lohnbewegung im Jahre 1896 und wie stellen sich die Kollegen im Norden Berlins dazu?" Wie der Referent int bemerkte, nicht ohne Absicht so gestellt war die Tagesordnung nicht worden, indem es nach den Wahrnehmungen der Lohn= La Bera Chauffeestraße 72. Theaterverein Variété, bet Wetgt, Martgrafenftr. 87. Mufitdilettanten- Verein knatsch, abends 9 Uhr bei Steffens, Stolberger straße 2, Vereinsabend. Rauchfluh Grüne Duafte, abends 9 Uhr bet Sieber er, Solz. marttfiraße 48a. Rauchklub Granate, Forsterftr. 40 bet Zuganttes Rauchtlub Artond abends 8% Uhr bet Richter, Stattger firaße 41. Orientalischer Rauchtlub, abends 9 Uhr, Neichenr Rauchtlub Frisch gewagt, abends s uh, nun bei F. Rockendorf, Bosenerstraße 5. Rauchklub Roochlocha Rauchttub Meffas Admiralfir. 83 im Restaurant abends 9 Uhr. Itna, tet H. Wuttke, Graubenzerstr. 2. Stat- klub Treff Frankfurter allee so bet D. Babel. Rauchtlub Ohne 8wang, We instr. 28 bet Epäth. Rauchflub Die Dampfenden, Langefte. 24 bet Jeratsch. Rauchtlub& irginia, abends ühr bet Schnteber, Admiralstraße 21. Rauchtlub Humoristische Pfeifenbrüber, abends 9 hr bei Salza wedel, Klofierfir. 88. Mauchttub Sumatra Süd- Ost, abends 8% uhr bergerstraße 24 bet Lauschte. Es foll bei Wangold, Stegnißerfir. 18.- Rauchtlub Gemüthlichte it II, abends uhr im Lokal Schmidt, köpniderftr. 171. Rauchflub Welbesgrün, bet Tilgner, Forsterftr. 22. Rauchtlub Schmotes werte, jeben Mittwoch Krautsir. 39.- Sauchklub Congo II, Wienerfir. 44 b bei Schmidt. Stauchttub Abous I von 9 lbr ab bei stawrott, matufigen Freie Bereinigung der Kaufleute, tm englischen Hof, Neue 3, gemüthliches Beisammensein. Arbeiter- Stenographenverein Roller'scher Gintracht, Unterricht und Uebungsflunden abends 8% uhr in den Res haurants Cwczaret, Eangefir. 66 und Seidler, Statiborft. 16. etenographen verein Pionir, Huffitenstr. 6, Restaurant Rausch, abends Uhr, Unterricht und Fortbildung. German- American Klub Uncle Sam"( established 1892). 9 o'clock p. m. Wallstrasse 57, Dedication of the new Club- House. Ladies und Gentlemén asse 57. Dedication of the new the new Club- H welcome. Eingelaufene Druckschriften. Vermischtes.23 Edouard Die Stener der Dummen. Wie bedeutend die freiwillige schen in einen der Sd laffäle hineingeschaut: eine athem: benehmende Luft strömte mir entgegen: da lagen sie in ihren im Verlag von E. Pierson in Dresden erscheinenden Beitschrift i Waffen nieder!" hat wiederum einen mannigfaltigen und reichhaltigen ftinfigen Lumpen auf dem Drahtgestell, einzelne saßen bei fpär halt. Wir heben aus demselben nachstehendes hervor:+ Ruggero licher Beleuchtung an einem Tische herum und nähten und flickten Bonght.+ Herzog Gitmar von Oldenburg. Gustav Maier: Gedanken über die Friedenspropaganda. ihre Lumpen mühsam wieder zurecht: ein Bild des Jammers Leopold Jacoby: Augenblicksbilder. und Elends, dem gegenüber ein Schlachtfeld wie eine Erlösung fommission den Anschein habe, als ob die Waler im Norden Alfred Heimann Fried: Die Genesis der Friedensorganisation. Lin fer: Der Friedens- Eid.. Emil Schönaich- Carolath: Neben Gewittern. wirken mag: hier das Bild raschen Todes, turzen Leidens, dori Beitschau. Gegen die Friedensbewegung. Gegen den Krieg. Korrespondenz. Literarisches. Aus der Presse. Aus den Friedens im Asyle eine gedrängte Wiedergabe fortgefeßten, lebenslänglichen Berlins eine Sonderstellung einzunehmen beabsichtigten. Redner vereinen und Verfammlungen. folgerte dies daraus, daß dem Beschlusse, wöchentlich 25 Pf. zum Vermischtes.- Brieftasten. Bei reichem Glends, dauernder Berkommenheit und Abstumpfung! Inhalt und vorzüglicher Ausstattung fosten Die Waffen nieder!" jährlich Ich bin fein Anhänger des Glendssozialismus und wenn Streiffonds zu zahlen, im Norden so gut wie gar nicht nachnur 6 M. diese Auswüchse des modernen Pauperismus alle verschwänden, gekommen werde, obgleich dort genug leistungsfähige Kollegen an- Bon der Wiener Wochenschrift„ Die Zeit" ist soeben das 61. Seft erschienen. Aus dem Inhalt beffelben beben wir hervor: Das nächste Conclave. die Entwickelung unserer öfonomischen Verhältnisse würde zutreffen seien und ein Streitfonds mit eine Bedingung der LohnVon einem römischen Alertfalen. Das böhmische Staatsrecht. Vom toch im Sinne der sozialistischen Theorie vor sich gehen; darstelle, bewegung deren dringende Nothwendigkeit der Reichstags Abgeordneten Dr. Karel Kramár. Darwinismus und Politik. Von Dr. Paul Ernst. das zerlumpte Glend ist nicht die Haupttriebfeder der sozialistischen Referent in einem längeren Vortrage dann auseinandersetzte. Die akademische Lehrfreiheit. Bon ProTen Beschlüssen gemäß bat man Bewegung. Aber das Glend, wie es sich mir gestern wieder im fich bei Der gefessor Theobald Siegler. Die Ueberwindung des wiffenschaftlichen Wiaterialismus. Von Dr. Anton Lampa. Der magnetische Rapport. Asyl für Obdachlose entrollte, muß den Beschauer zum lobnes von 53 Pf. für Maler wie für Anstreicher zum Ziele planten Lohnbewegung die Erringung eines Mindest- StundenVon Carl du Prel. Ermete Baccont. Bon Roberto Bracco. untreu. Nachdenken über die Heuchelei gewisser Kreise bringen. Von Hermann Bahr. Die Woche. Bücher. Revue der Nevuen. Ein Fragment. Von Wilhelm Weigand. werden Kirchen über Kirchen in splendider Ausstattung in Berlin gefest, in der Erkenntniß, daß eine Verkürzung der Arbeitszeit dinu heldstunts gebaut, die Frömmigkeit ist Mode geworden, und daneben stehen nach Lage der Verhältnisse nicht in Angriff genommen werden die Hungrigen und werden nicht gespeist und die Nackenden und könne. Die Möglichkeit, diese Lohnbewegung mit Erfolg durchSollte der Norden aber, der allein werden nicht gekleidet. Chriftum predigen sie und ihr Thun zuführen, sei vorhanden. schlägt seinen Lehren ins Gesicht. Kirchen hat Christus keine gefeiner bisherigen Gleichgiltigkeit verharren, dann gewänne Steuer ist, welche sich die Lotteriespieler selbst auferlegen, zeigt organisirte Kollegen aufzuweisen habe, in wolt, aber Hungrige speisen und Nackende kleiden welchem ihr dies thut, das habt ihr mir gethan! Da stehen hunderte von die Sache ein anderes Ansehen. Der Referent forderte der Rechnungsabschluß der fächsischen Lotteriebirektion pro 1893. Räumen leer, die leicht zu Asylen eingerichtet werden könnten; daher die Kollegen im Norden auf, ihre Meinung kundzugeben. Es ergab sich in demselben ein Ueberfchup von 4 255 986 M. Es aber fein Finger regt sich, in Chrifti Stamen zu handeln. Und Die Redner, welche in der Diskussion das Wort nahmen, bezifferten sich nämlich die staatlichen Abzugsgelder von den das nennt sich christlich! pflichteten dem Referenten vollkommen bei. Befürwortet wurde Lotteriegewinnen auf 5 188 277 M.; außerdem wurden noch Da liegen sie, die 810 glücklichen Unglücklichen und schlafen eine u. a. die Wahl von Werkstätten Vertrauensleuten, die den Ver- 85 035 M. verrechnet, besonders durch Nichtabhebung von Ge einzige Nacht einmal wieder einen ruhigen Schlaf. Mögen Bilder trieb der Streifmarken besorgen sollen. Im übrigen wurde es winnen u s. w. Diesen Einnahmen von zusammen 5 228 312 m. des Glücks und der Zufriedenheit sie im Traume umgaufeln. als selbstverständlich erachtet, daß auch der Norden die Beschlüsse standen Ausgaben in Höhe von 967 826 M. gegenüber. Hundert andere aber, welche nicht so glücklich waren, eingelaffen der Allgemeinheit für sich als bindend anerkannt. zu werden, irren frierend umber, unftät und flüchtig, erbarmungslos den Unbilden der Witterung preisgegeben. Die Nacht ist vorüber. Der Schnee hat sich wie ein weißes Leichentuch über Berlin gebreitet; die Zeit der akuten Arbeitslosigkeit ist angebrochen. Wer schon arbeitslos ist, wehe ihm, dem Armen, im fommenden Winter! Das Asyl in der Büsching. firaße öffnet seine Pforten und speit seine Unglücksmasse aus. Da ziehen sie hin in alle Gegenden der Stadt, Verzweiflung im Herzen und in dieser Verzweiflung nach der Schnapsflasche greifend. Gebt auf die luftigen Eisbahnen, laßt Euch die herrliche Mufit, nach der die Paare leichtbeschwingt, in tändelnder Unterhaltung, die Gisbahu queren, versöhnlich in die Ohren gellen. Ihr dürft hier vielleicht Guren reichen Schwesterlein in Belz und Sammt für einen Nickel die Schlittschuhe an die Füße schnallen, Ihr Glücklichen! Pessimus. I Die Beleuchtung des englischen Parlamentsgebändes. ben 4. Dezember, abends 8 Uhr, im Restaurant des Landsmanns Saß, Parlamentsgebäude anzubringen, ist es vielleicht interessant, daran Tandemannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Jetzt, da man im Begriff steht, elektrische Lampen im englischen Mart grafenftr. 102, geschäftliche Sigung. Abrechnung vom Herbstvergnügen. Aufnahme neuer Mitglieder, Gäfte, Herren und Damen, find willkommen. Au erinnern, daß es zur Zeit Cromwells streng verboten war, Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht am Mittwoch. Gudonim Parlamentsgebäude eine brennende Lampe zu haben; dies schule, Waldemarfiraße 14: Geschichte. Nordschule, Müllerftraße 179 a: Deutich. Beginn abends 9 ühr, Schluß 10% Uhr. Die Schul- Verbot war jedenfalls auch eine Folge der Pulververschwörung, inräume sind zur Benugung der Bibliothet und des reichhaltigen Beitschriften folge deren ja noch beutzutage das Parlamentsgebäude vor Bes materials schon von 8 Uhr an geöffnet. ginn einer neuen Seffion sorgfältig auf etwa gelegte Minen Biegte, Schwedterfiraße 38. Sele- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frib Gesundbrunnen, abends 8% 11hr, bei untersucht wird. Als William Waddington, trok des Verbotes, Saferland, Bellermannfir. 87. Gleichheit, abends sy Uhr bei Stramm, eines Tages zwei Kerzen ins Parlament brachte, wurde er zu Ritterstraße 123.- Seine, Rirdorf, abends 8 Uhr, Brinz- Handjeryir. 60, einem Tag Gefängniß, abzufißen im Tower, verurtheilt. Erst Einigteit, abends 8% Uhr bei Beige, Triftstr. 1.- Theater und desetlub Morgenroth, abbs. 9 Uhr, im Neftaur. Diete, Lothringerftr. 67. 1717 erhielten die Diener des Hauses die Erlaubniß, Lampen Sozialdemokratischer Agitationsklub Often, abends 8½ Uhr, bei Sauer, anzuzünden, und in der Mitte diefes Jahrhunderts yourbe bort Fruchtur. 62. Gasbeleuchtung eingerichtet. Dabei ist Beleuchtungsfrage Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorstzender Adolf Meumann, Basewalterstr. 3. Alle Renderungen im Bereinstalender find zu gerade für das englische Parlament von großer Wichtigkeit, weil richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 2r. Mittwoch. Uebungs- dies bekanntlich bei Nacht„ tagt". parterre. 1 Achtung! 5. Wahlkreis. Achtung! Donnerstag, den 5. Dezember 1895, abends 8, Uhr. im großen Saale der Brauerei Friedrichshain( Lips): Große öffentliche Volks- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Pfannkuch über: Die Entwickelung der Arbeiterpartei und die Zersehung der bürgerlichen Parteien. 2. Diskussion. 217/8 Der Einberufer. Achtung! Achtung! Moabit- Wedding. Donnerstag, den 5. Dezember 1895, abends 82 Uhr, in Meier's Festfälen, Müllerstraße 7: Deffentliche Volksversammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Reichstags- Abgeordneten Erklärung. Auf die in Nr. 282 des Vorwärts" vom 3. Dezember unter der Rubrik ,, Gewerkschaftliches" enthaltene Notiz, betreffend die Mißstände in der Buchdruckerei von Maurer& Dimmick, geben wir hiermit die Erklärung ab, daß in unserer Druckerei die Bezahlung lowohl wie die Arbeitszeit eine streng tarifmäßige ist, und zwar nach dem von der Organisation, dem„ Verbande deutscher Buchdrucker", anerkannten Tarif. Maurer& Dimmick, Buddruckerei, Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandten Gewerbe zu Berlin. Ausserordentliche E. Wurm über: Küche und Politik. 2. Diskussion. Generalversammlung 1/11 Zur Deckung der Rosten Tellersammlung. Zahlreichen Besuch, namentlich der Frauen, erwartet Achtung! Die Einberuferin. Achtung! der Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer am Donnerstag, 12. Dezember d. J., abends 81/2 hr, im Gründel'schen Marmor- und Granitarbeiter und-Schleifer. Reſtaurant hierfelbſt, Brunnenſtr. 188. Am Mittwoch, den 4. Dezember, abends 8 Uhr, findet bei Zubeil, Lindenstraße 106, eine Branchenversammlung sämmtlicher oben genannter Arbeiter statt. Tages- Ordnung: 1. Die Lohnreduzirung bei der Firma Braun und Stellungnahme dazu. 2. Mißstände in den Marmorwerkstätten. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann der Steinarbeiter Berlins und Umgegend: 172/13 J. Buchmann, Fidicinstraße 38. Achtung, Bimmerer! Donnerstag, den 5. Dezember 1895, abends 8 Uhr, bei Lorentz, Koppenstraße 47: Tagesordnung: Antrag des Vorstandes auf Erhöhung der Krankenunterstützungsdauer auf 26 Wochen und Erhöhung der Sterbeunterstützung auf 99 M.(§§ 13 und 18 des Statuts.) Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Herren Vertreter sehr 1651b erwünscht. Das Mandat legitimirt. General- Versammlung Deffentliche Sigung der Plaz- Deputirten. Der Serren arbeitgebenden MitErscheinen ist nothwendig. 256/18 Der Vertrauensmann der Berliner Bimmerleute. glieder am Freitag, 13. Dez. d. J., abends 8 Uhr, im Fraktionszimmer des Berliner Rathhaus Keller: Restaurants( Eingang Jüdenstraße). V Verein zur Wahrung d. Intereffen d.Maureren Letistern 8" el des Sto Berlins und Umgegend. Ordentliche Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 5. Dezember 1895, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Fritz Wilke, Andreasstr. 26. Tages- Ordnung: 129/99 1. Bortrag des Genossen Nikolai über: Lohnformen und Preis der Arbeit. 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegenheiten. Gäste durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Mittwoch, den 4. Dezember cr., abends 8½ hr, bri Brochnow, Sebastianstr. 39: tuts). Hieran schließt sich um § 44 82 Uhr in demselben Zimmer die ordentliche General- Versammlung der Herren Vertreter der arbeitgebenden Mitglieder. Tagesordnung: Wahl für ein ausscheidendes Vorstandsmitglied(§ 34 des Statuts). Berlin, den 2. Dezember 1895. Der Borstand. Carl Thieme. H. Steinfeldt. 4 Rum mit&. 1,00, Cognac Punsch 1,50, 1,50, Glühwein 1,50, W " 166/1 Rothwein, Der Vorstand. General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Bericht des Vorstandes und des Bibliothekars. 3. Erfahwahl des Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Meine Wohnung befindet sich vom 1. Oktober ab Griftir. 10, 11. F. Hoppe. Dr. Thompson's Seifenpulver M* ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. Echt Blonsdorfer Likör, à Liter 1,20 M., 5 Liter 5,50 M., 10 Liter 10 M. Echten alten Nordhäuser, à Liter 1, M., 5 Liter 4,50 M. 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