Nr. 284. Erscheint täglich außer Montags, Breis pränumerando: Biertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich as Pfg. fret in's Haus. Etnzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7138.. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 5. Dezember 1895. Parteigenossen! Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: Der Schlag, den das Berliner Polizeipräsidium auf Betreiben des jetzt schon ge- nehmen wir, die Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion des Reichstags, Eure stürzten Ministers des Innern, Herrn von Köller, gegen den Parteivorstand und die erwählten Vertreter, bis auf weiteres die Leitung der Partei. Berliner Genossen geführt hat, ist Euch bekannt. Den Vorstand unserer Fraktion, die Genossen Indem das Berliner Polizeipräsidium auf grund des§ 8 des preußischen Auer, Bebel, Liebknecht, Meister, Singer Vereins- und Versammlungsgesetzes vom 11. März 1850 den Parteivorstand als poli- betrauen wir mit der Leitung der politischen Geschäfte. Die Genossen tischen Verein", der mit anderen Vereinen gleicher Art" zu gemeinsamen Zwecken in Berbindung getreten sein soll, vorläufig schloß, hat es die Partei ihrer erwählten Leitung beraubt. Die Partei hat in jahrzehnte langen Kämpfen so zahlreiche und harte Verfolgungen erfahren und hat sie alle siegreich überwunden, daß dieser neueste Streich uns nur ein Achselzucken abzwingen fann. Berfolgt, prozessirt und zu verschiedenen Malen aufgelöst vor dem Sozialistengesetz, geächtet in den zwölf Jahren des Sozialistengesetzes ist die Sozialdemokratie die stärkste Partei Deutschlands geworden. Förster, Koenen und Molkenbuhr, sämmtlich in Hamburg, haben wir als geschäftsführenden Ausschuß eingesetzt, um de Verwaltungsgeschäfte zu erledigen. Dieser Schlag, ersonnen und ausgeführt in dem Glauben, dadurch die Partei Wir bitten demgemäß, von heute ab alle für die Partei bestimmten Geldaufs schwerste zu treffen, ist, wie so viele anderen früheren Maßregeln, gegen uns ein sendungen an den Genossen Schlag ins Wasser. Heinrich Koenen, Hamburg, Eppendorferweg 43, Haus 3, dagegen alle Zuschriften in Agitations-, Preß-, Prozeß- und Unterstützungsangelegenheiten an den Genossen Hermann Förster, Hamburg, St. Georg, Bleichenstraße 21, zu richten. Je nach den Umständen soll die Gesammtpartei auf einem im kommenden Jahr von uns möglichst frühzeitig zu berufenden Parteitag die Gelegenheit erhalten, wieder definitive Ordnung zu schaffen. Und die vierhundertundvierunddreißig Jahre Gefängniß- und ZuchthausParteigenossen! Wir vertrauen, daß Ihr die neue Geschäftsleitung der Partei strafen und die über hundertundfünfzigtausend Mark Geldstrafen, die laut unserer mit allen Euch zu Gebote stehenden Kräften unterstützt, in dem Ihr Eure stets bewiesene Parteiprotokolle der neue und neueste Kurs seit dem Fall des Sozialistengesetes Opferwilligkeit verdoppelt und Eure Thätigkeit für die Ausbreitung unserer Prinzipien ( Oktober 1890) bis zum Breslauer Parteitag( Oktober 1895) uns einbrachten, haben vervielfacht. Beigt, daß Schläge, woher sie immer kommen, Euch nicht zu erschüttern, ebensowenig wie die früheren Verfolgungen unser fiegreiches Vorschreiten hemmen können. noch viel weniger aber einzuschüchtern vermögen. Mit der Zahl und der Härte der wider uns erhobenen haltlosen Anklagen, geschleuderten Beschimpfungen und inszenirten Verfolgungen wuchs die Begeisterung und die Opferwilligkeit, stieg der Kampfesmuth und die Kampfeslust in unseren Reihen und bethätigte fich immer glänzender das Solidaritätsgefühl unserer Genossen. Reine andere Wirkungen können auch die Verfolgungen haben, denen die Partei seit den Septembertagen dieses Jahres aufs neue und in erhöhtem Maße ausgesetzt ist und denen der Streich des Berliner Polizeipräsidiums gegen den Parteivorstand und die Berliner Parteigenossen wohl die Krone aufsetzen sollte. Um mit unseren Gegnern, die über den schweren Schlag", der uns betroffen, jubiliren, ins Gericht zu gehen, dazu werden uns die bevorstehenden Verhandlungen des Reichstags noch besondere Gelegenheit bieten. Da führen wir die Angriffswaffen, und unseren Feinden soll nichts geschenkt werden. Parteigenossen! Schließt fester die Reihen und arbeitet unermüdlich für unsere große Sache, die siegen wird und siegen muß, weil sie für die unterdrückte und ausgebeutete, unter Sorgen und Elend schmachtende Menschheit eine glückliche Zukunft bedeutet. Schreitet ruhig, aber muthig vorwärts- immer vorwärts zu neuem Rampf, Wohlan, Parteigenossen! Der Parteivorstand ist vorläufig aufgelöst, damit über zu neuem Sieg! Berlin, den 4. Dezember 1895. Hoch die Sozialdemokratie! Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages. Auer. Bebel. Birt. Blos. Bock. Brühne. Bueb. Diez. v. Elm. Fischer. Förster. Frohme. Gerisch. Gener. Grillenberger. Harm. Herbert. Hofmanu. Horn. Jo est. Klees. Kühn. Legien. Liebknecht. Lütgenau. Meister. Megger. Möller. Molkenbuhr. Reißhaus. Schmidt( Frankfurt). Schmidt( Sachsen). Schoenlant. Schulze. Schumacher. Seifert. Singer. Stadthagen. Stolle. Tuzauer. Ulrich. Vogtherr. v. Vollmar. Wurm. 3ubeil.*) Die Genossen Schippel und Schmidt- Berlin befinden sich im Gefängniß, weshalb ihre Namen fehlen. Münter- Sachen. an dem Kragen packt und schmeißt ihn zu Boden, dann So bekundet der Meggermeister Bernicke: Als er eines Abends hat er es und morgen vergessen, stellt sich hin vor im März 1895 in Werne auf der Straße mit einigen Metzgern Gericht und beschwört, er habe ihn nicht angegriffen." eine ziemlich laute Auseinandersetzung wegen eines ihnen abhanden Der Gendarm Münter darf beanspruchen, neben dem Es kann auch sein, fährt Zeuge fort, daß Angeklagter gekommenen Saches Kartoffeln gehabt, fei Münter hinzugekommen ,, im guten Glauben". Der gleichfalls und habe sie in barschefter Weise aufgefordert, den Platz zu verjegt verflossenen Herrn von Köller, dem Gerichtsdirektor hinzugesetzt habe: Brausewetter und einigen anderen auffälligen Persönlich in der Versammlung und zwar als überwachender Polizeibeamter, laffen. Er, Beuge, habe sich mit den Worten: ich gehe zu gerne" keiten zu den typischen Vertretern der neuesten Aera der gegen gewesene Polizeikommissar Wagner giebt dieselbe Aeuße- unverzüglich umgedreht und entfernt; gleichwohl sei Münter mit rung des Angeklagten mit folgenden Worten wieder:„ Es gehöre blant gezogenem Säbel hinter ihm hergekommen und habe ihm Staatsretterei gerechnet zu werden. Welche wichtige Rolle zum Naturell des Münter, seine Hände ununterbrochen zu ge- einen Schlag über den Rücken versetzt. Bei seiner Vernehmung Münter in dem Meineids- Prozeß gegen Schröder und brauchen und brauche er einen Entschluß zum Anpacken gar nicht als Zeuge vor Gericht einige Monate später habe dann Münter Genossen gespielt hat, ist bekannt. Seine damaligen zu fassen. So habe er bei der Gerichtsverhandlung den für ver auf Vorhalt der Aussage der Zeugen erklärt, es könnte so sein, Leistungen haben eine ganze Reihe anderer Prozesse wegen haftet erklärten Schröder gepackt, obgleich ein Entweichen aus er entfinne sich aber des Vorganges nicht mehr. angeblicher Beleidigung dieser hervorragenden Persönlichkeit dem Gerichtssaal nicht möglich war. Münter würde, weil er nach sich gezogen. Erst vor einigen Tagen wurde unser aber nicht Herr feiner Hände sei, und sich von solchem Anpacken Kollege Dierl von der Brausewetter- Kammer wegen Münter vielleicht auch gar nichts entsinne, in gutem Glauben beschwören tönnen, davon nichts zu wissen." beleidigung zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Die Anklage erblickt in dieser Aeußerung den Vorwurf, Jezt kommt die Nachricht, daß sich Thatsachen heraus Münter sei fähig, ein falsches Zeugniß abzulegen. Dies geht jett gestellt haben, die Anlaß geben zur Erstattung einer An- jedoch nach der Ansicht des Gerichts zu weit. Nach den Auszeige wegen Meineids gegen den Gendarm Münter selbst. fagen der Beugen muß für erwiesen gelten, daß Angeklagter bei er sei nur ein Baßenschläger, er, Münter, sei mehr, er sei ZahlOb diese Anzeige Erfolg haben wird bei der Staatsanwalt- feiner Aeußerung über Münter den guten Glauben über das, was meister- Aspirant. Auf Vorhalt dieser Bekundungen habe Münter, schaft, kann allerdings zweifelhaft erscheinen. Aber zur er beschworen, hervorgerufen hat, und ist deshalb in jener vor Gericht als Zeuge vernommen, erklärt, er entfinne sich des Würdigung der Glaubwürdigkeit dieses ausschlaggebenden Aeußerung außer dem Vorwurf der Vergeßlichkeit nur der Vorfalls nicht mehr, und noch ausdrücklich hinzugefeßt, er sei an Zeugen im Effener Meineidsprozeß ist das Erkenntniß weitere Vorwurf enthalten, daß Münter bei Abgabe seines jenem Abend nicht angetrunken gewesen. Zeugnisses leichtfertig vorgehe, leider allerdings Vorwürfe, die, Einen dritten Zeugen, den Schloffermeister Prein, hat Münter gegen den gleichfalls wegen angeblicher wenigstens im Zusammenhang mit dem übrigen Vorbringen eines Nachts auf der Chauffee von Weitmar nach Bochum ohne Münter beleidigung angeklagten Dr. Lüt- bes Angeklagten wohl geeignet sind, den Münter zu be- jede Veranlassung angehalten, ihn Spion, Lump, Bagabund gegenau von großem Werth, das jetzt im Wortlaut vorliegt. leidigen.(§ 185 Str. G.-B.) Nun Angeklagter den Beweis nannt und erst, wie Beuge sagt, nach etwa dreiviertelstündigem Die Gründe lauten: dafür versucht, daß jene Vorwürfe nach dem von Münter Hin und Hergerede weiter gehen lassen. Prein weiß zwar " = Aehnliches bekundet der Zechenbeamte Debillon: Als er eines Nachts gegen 2 Uhr in das Hotel Schlenkhoff in Herne gefommen sei, sei der dort anwesende Münter ohne jede Veran laffung auf ihn zugekommen, habe mit den Worten: Was find Sie? visitirend ihm Rock und Taschen befühlt, und erst auf den Buruf eines anderen Gendarmen von ihm abgelassen. Dann habe Münter dem Lehrer Lohmann in schnarrendem Ton zugerufen, Der Angeflagte giebt zu, am 29. Juni 1895 in einer öffent- wiederholt bei seiner Vernehmung als Zeuge bewiesenen nicht mehr, was Münter bei seiner Vernehmung über diesen lichen Versammlung in Dorftfeld über den Effener Meineids: Berhalten begründet seien. Dieser Beweis ist dem An- Vorfall erflärt hat, doch hat Münter selbst in der Verhandlung prozeß gegen Schröder und Genossen gesprochen und hierbei auch geklagten gelungen, indem durch das glaubhafte Zeugniß dieser Sache auf Borhalt der Angaben des Prein erklärt, er entsich über den in diefem Prozeß seiner Ansicht nach maßgebenden mehrerer Personen festgestellt ist, daß Münter auf Vorfälle, bei finne sich dieses Vorfalles nicht, welche Erklärung er auch bezügZeugen Gendarm Münter ausgelassen zu haben. Hierbei hat benen er gegen diese Personen in ungerechtfertigter Weise so lich der ihm gleichfalls vorgehaltenen Aussage des Zeugen Dedillon Angeklagter nach der Aussage des in der Versammlung an- schroff und gewaltthätig aufgetreten ist, bei seiner kurze Zeit wiederholt hat, während er bezüglich des von Bernicke bekundeten wesend gewesenen Gendarm Hamann etwa folgende Aeußerung darauf erfolgten Bernehmung sich angeblich nicht mehr hat be- Borfalls erklärt hat, er hätte sich damals von Bernicke bedroht gethan: Münter ist der Mann, wenn der heute einen I finnen tönnen. geglaubt und deshalb blank gezogen. erscheinen. Politische Nebersicht. Berlin, 4. Dezember. Imotiven, durch vom stehenden Zuge herabfallende Gegenstände durch Fenster und Thüren stillstehender Wagen; Das durch dieses Beweisergebniß festgestellte Verhalten des Münter ergiebt, daß er thatsächlich bei seiner Vernehmung als Zeuge wiederholt hochgradige Vergeßlichkeit bewiesen hat, ferner nicht die Unfälle beim Ueberschreiten von Gleisen, und läßt auch den weiteren Vorwurf, daß er bei Abgabe seines Wo ist der nächste Köller? Wie heißt er? Das durch Fallen über Gestänge und Drabtleitungen, in Pubgruben Zeugnisses leichtfertig vorgegangen sei, jedenfalls nicht unbegründet ist die Frage, mit welcher der Reichstag sich heute be- und Schächte, durch Anstoßen an feste Gegenstände, die Unfälle Hiernach hat das Gericht angenommen, daß der Angeklagte schäftigt. Jeder hatte eine andere Antwort und folglich den Beweis der Wahrheit für seine gegen Münter erhobenen hatte keiner eine Antwort. Vorwürfe erbracht hat, und hat deshalb, da die Form der Man kennt doch die bekannten Verirbilder: Wo ist Aeußerung des Angeklagten nicht verlegend ist, und eine be- die Kay'? leidigende Absicht des Angeklagten nicht erkennen läßt, nicht feststellen können, daß der Angeklagte in seiner Nede am 29. Juni 1895 den Münter wörtlich beleidigt hat." genau wieder: Man sieht ein Gewirre von allem Möglichen und Un möglichen nur nicht die Kaße". bei der Bedienung von Weichen, Drehscheiben, Schiebebühnen, Drehbrücken und festen Signalen, beim Wasserfassen und Einnehmen von Heizmaterial und dergleichen, immer jedoch unter der Voraussetzung, daß dabei keine Bewegung von Eisenbahn- Fahr zeugen in betracht kommt, endlich nicht die Unfälle bei Nebenbeschäftigungen( Bahnunterhaltung, Bau, Verladen von Gütern, Reinigen von Bahnanlagen und Betriebsmitteln), soweit auch hierbei keine Bewegung von Eisenbahnfahrzeugen in betracht kommt. Ist dies der Fall, so find die Unfälle auch bei diesen Beschäftigungen als eigentliche Betriebsunfälle zu betrachten. bahnen wird man demnach auch jetzt keine bessere Meinung Ueber den Werth der Ufallstatistik deutscher Eisenhaben können. Auf dem Verirbild: wo ist die Katz'? entdeckt ein Im Zusammenhange damit sind von dem höchsten scharfer Blick schließlich doch die Gesuchte.- Aber auf dem Intereffe die Bekundungen der Zeugen Rechtsanwalt politischen Verirbild: Wo ist der nächste Köller? findet auch Dr. Niemeyer und Dr. Lütgenau vor der Dortmunder das schärfste und geübteste Auge nicht den Gesuchten. Und Straftammer am 28. November über die widerspruchs- fein Wunder. Denn all die kazbalgenden, strebenden, auf vollen Aussagen, die der Gendarm Münter über Abenteuer erpichten, wild durcheinander wogenden Figurendie Vorgänge als eidlich vernommener Beuge vor der sie sind einander an staatsmännischem Kaliber alle so Effener Straffammer am 11. und am 27. Juni gemacht erschreckend gleich, daß jeder von ihnen des Köller vor Ein Tenunzianten- Kunststückchen. Die" Post", das hat. Aus diesem Grunde bringt die Rheinisch- Westfälische läufiger und zugleich rückläufiger denn rück Organ des Eisenkönigs Stumm, leistet sich in ihrer letzten Arbeiterzeitung" die Aussagen der beiden genannten Zeugen schrittlich genügt beim wilden Todtentanz der Nummer folgenden Artikel: fapitalistischen, schlot- und krautjunkerlichen Gesellschaft Ein ftiller" Genosse, wahrscheinlich aus der Kaßbachiitaße Rechtsanwalt Dr. Niemeyer, welcher in der Verhandlung nicht mehr so daß jeder von ihnen den gleichen An- in Berlin, hat der Buchhandlung des Vorwärts, als Antwort auf als Bertheidiger des Angeklagten Margraf fungirte, fagte aus, spruch hat, würdiger Nachfolger unseres Köller zu werden. Die Auflösung der Partei" 300 M. gesendet.„ Den Empfang des daß er die historische Entwicklung in der Zeugenaussage Münter's Geldes bitte mir furz im Briefkasten zu bestätigen," heißt es am genau verfolgte, weil er bemerkte, daß Münter sich widersprach. Wer sich nicht berufsmäßig mit Politik befaßt, weiß er heute Schluffe seines Schreibens, auf das die Parteileitung so großen Münter sagte zuerst, daß Schröder vor Schreck gefallen sei. Auf noch, wie Köller's Vorgänger hieß? Wer miro morgen noch Werth legt, daß sie tasselbe in durchschossener Schrift am Kopfe die Ermahnungen des Vorsitzenden hin gestand er schließlich die wissen, daß ein Minister Köller geheißen? Und wer wird der Parteinachrichten abdrucken ließ. Wenn der„ Borwärts" mit Möglichkeit zu, daß er Schröder angefaßt und dadurch sein Fallen übermorgen noch des erst zu ernennenden Nachfolgers unnachahmlicher Naivität dazu bemerkt:„ Schlußfolgerungen an verursacht habe. Er bestritt dies dann wieder in der Sigung am Namen wissen? Sie wachsen wie das Gras, und welken den Brief zu knüpfen, erübrigt sich für uns, ob aber der ein27. Juni. Beuge fügte hinzu, daß hinsichtlich des Anfaffens eine wie das Gras. fichtigere Theil unserer Gegner nicht Anlaß hat, solche an Verschiedenheit der Auffassung zwischen ihm und dem Vorsitzenden Um dem Gedächtniß überflüssige Anstrengungen zu erzustellen, das ist eine andere Sache", so ziehen wir die Schlußder Straffammer, Landgerichts- Direktor Möfer, hervorgetreten sei. sparen und um der lieben Ordnung und Einfachheit willen folgerung, daß dieses Schreiben eines großen Unbekannten nichts ist, Dr. Bütgenau fagte aus: Das Zeugniß Münter's entwickelte sich sehr langsam und mühsam. Anfänglich sagte er schlagen wir vor, die deutsch- preußischen Polizeiminister in als ein Wink mit dem Thorflügel, um den Genossen begreiflich zu machen, wo Geld abgeladen" werden kann. Es soll das recht bestimmt, Schröder sei„ aus Angst"," vor Schreck" gefallen. Bukunft einfach zu numeriren, sie alle Köller zu übrigens mehr nach außen wirken. In Berlin selbst ist schon Als Eventualerklärung sagte er, daß Schröder um das Podium nennen: Köller der Erste, Köller der Zweite u. f. w. mündlich die Parole ausgegeben worden, die flüssigen Gelder an gestolpert sei. Auf Vorhaltung des Vorsitzenden gab er dann zu, Auch für andere Regierungsämter würde diese Zählungs diese Stelle abzuführen. Den Genossen die kleineren Summen, daß er energisch an Schröder herangetreten" sei und ihn wohl art sich empfehlen. die der eine oder andere noch im Besitz hat, zu belassen, nagt durch Körperbeivegungen seinerseits zu Fall gebracht haben könne. In dem Kaleidoskop der Ministerkandidaten sind bisher man nicht, da in dieser Hinsicht böse Erfahrungen in der Zeit In der zweiten Verhandlung, nachdem er Zeugen vernommen außer den von uns bereits genannten noch die folgenden des Ausnahmegefeßes gemacht sind. hatte, sagte er dann plöglich in Uebereinstimmung mit den von Namen aufgetaucht: Regierungspräsident v. Branden Wir haben zu diesem elenden Machwerk nur zu bes ibu pernommenen Beugen aus, und zwar mit größter heit: ich habe Schröder nicht angefaßt, sollte ich ihn niederstein in Hannover, der ehemalige Lehrer des Kaisers, und merken, daß es sich um eine der gewöhnlichen Tartarens gestoßen haben, so ist es höchstens mit Bauch oder Brust ge- Herr v. Lucanus, der Chef des kaiserlichen Rivil- nachrichten der Post" handelt. Bis auf die Thatsache des fabinets. Daß Herr v. Lucanus zum Minister des Eingangs der gemeldeten Summe ist die ganze Nachricht Junern ernannt sei, ist indeß bereits offiziös widerrufen von Anfang bis Ende erlogen, namentlich ist die Schluß folgerung der Post" nichts als eine Ausgeburt denunzia torischer Phantasie. Die Wißbegierde" der" Post", wo bis auf weiteres für die Partei bestimmte Gelder„ abgeladen" werden können, findet übrigens in unserer heutigen Nummer volle Befriedigung. schehen. Dabei blieb er auch. In bezug auf alle diese Thatsachen erhält nun das genannte. Blatt folgende Zuschrift: fein. " worden." " Die konservative Reichstags Fraktion hat eins müthig den Beschluß gefaßt, der Auffassung der Kousers vativen Korrespondenz" bezüglich der Kennzeichnung der Richtung Naumann und Genoffen beizutreten. Damit ist das Tischtuch zwischen den Konservativen Naumann und Genossen haben jetzt zu zeigen, ob sie auf und Christlich- Sozialen jüngerer Färbung entzwei geschnitten. eigenen Füßen stehen wollen und fönnen. Herrn Stöcker's eigenen Füßen stehen wollen und können. Herrn Stöcker's Segen haben sie jedenfalls nicht dazu. Der Fall Münter- Schröder erhält anscheinend eine Wendung. Gegen den Gendarm Münter, auf dessen Zeugniß sich be Majestätsbeleidigung. In nichtöffentlicher Sigung fanntlich die Verurtheilung von Schröder und Gen. gründet, ist verhandelte die erste Straffammer des Landgerichts die Untersuchung wegen wiffentlichen Mein Chemnitz gegen den Schlosser Bruno Grum mt eides beantragt. Objektiv tann ja an der Thatsache, aus Markersdorf wegen Majestätsbeleidigung. Grummt daß Schröder von Münter niedergeworfen oder nieder wurde zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Von der gestoßen worden ist, jetzt wohl tein Zweifel mehr erlittenen Untersuchungshaft wurde ihm ein Monat an G3 fragt sich aber, ob Münter feine Aussage in gerechnet. Der Staatsanwalt hatte zwei Jahre sechs Monate gutem Glauben gemacht hat. Den Anstoß zur Beantragung beantragt. der Untersuchung hat die Aussage des Zeugen Eckart am vorigen In unserer gestrigen Mittheilung über die Ver Donnerstag gegeben. Es ist bekannt geworden, daß Eckart vor ühr dem Termin Uhr und Geld einem anderen übergeben hat, weil urtheilung des Redakteurs der Brandenburger Zeitung er glaubte, nach seiner Aussage ebenso wie Schröder und Gen. zu 2 Monaten Gefängniß ist zu berichtigen, daß der Verals des Meineids verdächtig verhaftet zu werden. Man sagt sich, urtheilte nicht Ewald, sondern E. Wolfgang heißt. daß ein solcher Zeuge nur von seinem Gewissen geleitet worden sein tann. Als belastend für Münter werden angesehen die ZeugDer ,, Reichs- Anzeiger" macht sich die ganz unnöthige Herr v. Stumm hat, in die Enge getrieben, sich zu nisse der Herren Dr. Niemeyer und Dr. Lütgenau; es fommit Mühe, das von uns publizirte geheime Aktenstück über die einer neuen Erklärung wegen der Scharfmacherei" vers hinzu die von der Dortmunder Straffammer am 26. September Meldung der Eisenbahn- Unfälle für die Statistit als standen. In seiner ersten Erklärung in der„ Frankfurter festgestellte Thatsache, daß Münter oft Handlungen begehe und authentisch zu bezeichnen. Wohl um uns zuvorzukommen, Beitung" hatte er von deren Mittheilung behauptet, der fich derfelben nachher nicht erinnern wolle, wobei es sich auch um veröffentlicht das amtliche Organ die neuen Vorschriften über Schlußpassus, in den die Person des Kaifers hineingezogen Aussagen Münter's vor dem Essener Schwurgericht handelte; die Unfallstatistik und bemerkt, daß sie sich von älteren war, sei„ völlig unwahr" und im wesentlichen geradezu endlich soll auch die Unrichtigkeit verschiedener Bekundungen dadurch unterscheiden, daß leichtere Berlegungen, sofern sie erfunden". In der neuen Erklärung, die viel unsicherer Münter's als Belastungszeuge vor dem Schwurgericht festgestellt eine Arbeitsunfähigkeit von werden, und es werden hierfür als Zeugen benannt die Rechts- 24 Stunden zur Folge haben, von der Meldung ausmehr als gehalten ist, sagt er: anwälte Dr. Grieving und Dr. Niemeyer und ein Essener GeDie Person Sr. Majestät ist nicht durch meine Initiative richtsdiener. Es würde gewiß allgemeine Befriedigung hervorgeschlossen sind, ferner werden als Unfälle im Sinne der in die Unterhaltung bereingezogen worden. Dies ist vielmehr rufen, wenn die Untersuchung bald gründlich vorgenommen und Statistik nicht weiter angesehen: durch Herrn Pfarrer Lenze dadurch geschehen, daß er mich in erledigt würde." Die am stehenden Zuge( Fahrzeuge) vorgekommenen Unfälle, einem Gegensatz zu den allerhöchsten Februar Erlassen stehend also beispielsweise nicht die Unfälle beim Kuppeln oder Ent- glaubte und mich ausdrücklich darüber interpellirte. Zum völlig zur Ruhe gekommenen Fahrzeuge, beim Aufftecken der im Staatsrathe und später im Reichstage ausdrücklich auf tuppeln stehender Wagen, beim Besteigen oder Verlaffen der Beweis des Gegentheils führte ich an, daß ich mich Signale und Laternen, beim Auf- und Abnehmen der Leine am den Boden dieser Erlasse gestellt und die volle Zustimmung Sr. stehenden Zuge, beim Heizen und Schmieren stehender Loko- Majestät zu meinen Ausführungen im Staatsrathe gefunden habe. es dann erst recht mit dem Lechner Toni zu halten. Nein, er hatte sich den Besitz von Kathi und ihrem Hab und Gut zu schön ausgemalt, als daß er noch verzichten könnte, er entschloß sich, sie zu behalten. Aber gehörig durchprügeln wollte er sie, sobald er mit ihr allein wäre. Es wäre ja zu wünschen, daß der vollen Wahrheit über den Vorgang in Bauckau auf diese Weise endlich zum Durchbruch verholfen würde, damit die Verurtheilten die Freiheit wieder erlangten. Aber, aber...! 40 Ein Verrückter.( Machbr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. Wenn Sie mich gemeldet haben, Hochwürden, dann nehmen Sie's zurück, ich rath's Ihnen!" Diese Worte des Rasenden zogen wie ein lähmender Schrecken über die Anwesenden hinweg. Selbst der Priester behielt schwer seine Fassung. Sie drohen mir mit Gewaltthätigkeiten," rief er bebend, weil ich ein unfittliches Verhältniß in meiner Gemeinde nicht straflos hingehen lassen will?" " So? das ist der Grund? Ha, ha, ha! Sie dulden tei' unfittlich's Verhältniß, und einem andern Mädel Ihrer Gemeinde, das jede Nacht mit' nem Burschen zusammen gewes't ist, dem geben Sie den christlichen Segen!" Was soll das heißen?" 群 " Oh, Sie wissen gut, was ich mein. Sie haben heut die Kathi in allen Ehren getraut, trotzdem sie' s schanlos mit dem Lechner Toni getrieben hat, während der da, der heut todt auf dem Bett liegt, sterbenstrant gewesen is!" Wie ein Blizstrahl fuhr es in die Anwesenden. Kreitt mayer schlug die Hände zusammen, Kathi stieß ein jämmerliches Geschrei aus und streckte ihre beiden Arme gegen den Förster hin, der auf sie los fuhr, als hätte ihn ein wildes Thier gebissen. Rathi," schrie er außer sich, is des wahr, was der Kerl da sagt? Red, oder i schlag di nieder." Er hob die Fauft gegen seine Frau, sie warf sich heulend zu Boden und verbarg ihr Gesicht. Eilig fiel ihm der Geistliche in den Arm: Faffen Sie sich! Rommen Sie jetzt mit mir, ich will mit Ihnen sprechen, ich Worgen schreibe ich noch eine ganz andere." Der Lehrer stieß einen Schrei aus, der nichts Menschliches mehr hatte. Nein, das thun Sie nicht mehr! Sie haben mich lange Jahre in den Dreck g'stoßen, Sie haben mir mei' Existenz ruinirt und haben die Anna in' Wahnsinn' trieben, jetzt bring' ich Sie um!" Er stürzte auf den Priester los und ehe sich der Angegriffene befinnen konnte, hatte er ihn zu Boden geschmettert, daß die Dielen krachten. Dann faßte er ihn bei der Gurgel und würgte ihn mit der Wuth einer entfesselten Bestie. So überlegte sich der Förster den üblen Zwischenfall und wurde etwas ruhiger. Die bösen Zungen dachte er schon zu stopfen, und mit dem Wirth, der an allen Gliedern zitternd eben zurückkam, wollte er gleich den Aufang machen. " No, was is, Kreittmayer?" fragte er leise. Wir.. wir... wissen alle... no nir, Herr Was im Zimmer vorging, merkte er nicht mehr. Er Förster, den Herrn Be... Benefiziaten hat man in sei' hörte nicht die hereinstürmeude, brüllende Menschenmasse, er Wohnung tragen. Der.. der Lehrer is in die Gaifbeachtete die Schläge nicht, die von allen Seiten auf ihn schlucht naufg'rennt und a Masse Burschen sind eahm nachherniederfausten, er hielt sein Opfer und drückte immer g'laufen. Gott, o Gott, so was, Herr Förster, so was!" feſter und feſter, bis man ihn endlich mit aller Gewalt Er rang die Hände. bie St fortriß. Da fam er zu sich und brach sich mit blinden Der Förster schritt durch Stube: Sieben nach rechts und links durch die tobenden Menschen Der bringt fi' um, der elende Lehrersg'sell... is eine Gasse zur Thüre. Eine große Zahl schreiender Bauern toa Schad d'rum..." Er schritt in die hinterste Zimmer stürzte ihm nach. Lange hörte man ihr Gebrüll, bis es ecke und winkte den Wirth heran. fich allmählich wie ein abziehendes Gewitter in der Ferne Kreittmayer!" verlor. „ Herr Förster?" Nun erst erwachten die Zurückgebliebenen aus ihrer Sie hab'n g'seh'n, wie der Lehrer den Benefiziaten Betäubung. Sie hoben den Geistlichen in die Höhe. Blau b'handelt hat", sagte der Förster leise aber mit furchtbarem war sein Gesicht, röchelnde Töne kamen aus der Brust, die Nachdruck. Arme hingen schlaff herunter und die Augen traten aus" Ja mein, Herr Jesus Christus und heilige Maria, den Höhlen. Man legte ihn auf ein Sopha, deckte ihn und ob ich's g'sehen hab'... na, so was forgfältig zu und trug ihn sofort ins Pfarrhaus hinauf. ich Der Wirth starrte ihn erschrocken an. " Haben S' mi verstanden, Kreittmayer?" D, ja, Herr Förster, ganz guat", entgegnete hastig Wirth. Gut, Kreittmayer, jetzt passen G' auf: Grad' so pack' Göpfert sah den Abziehenden mit verkniffenen Lippen Sie und an' jeden anderen, der mir a Wort red't über nach. Er allein hatte keine Hand gerührt, als der Lehrer das, was der Lehrer von der Kathi g'sagt hat." über den Geistlichen herfiel. Hatte ihn doch der Priester, der ja alles fannte, faltblütig in die Falle gehen lassen, und nun war der tadellose Wallberger Förster blamirt vor Sie bleiben hier," nnterbrach ihn der Lehrer, der ihm diesen elenden Bauern, die ja draußen alles gehört haben auf den Fersen folgte. Sie bleiben hier, denn ich rechne mußten. Das war eine schöne Geschichte. Dieses Gelächter noch ab mit Ihnen." in der ganzen Umgegend! Der wuthbebende Förster glaubte Er versperrte dem Priester den Weg und packte ihn es im Geiste schon zu hören! Herrgott, wenn er sich jetzt beim Arme. Klappernd schlugen seine Zähne zusammen und weit riß er die Augen auf: " " Nehmen Sie die Klageschrift zurück, die Sie nach Mariakirchen g'schrieben haben?" Wer sagt Ihnen, daß ich geschrieben habe?" " Ich sag's Ihnen," schrie der Lehrer und schwang das Dokument in der Luft herum. Wie vom Schlage getroffen prallte der Geistliche zurück. Ach, Sie elender Dieb," rief er. Nehmen Sie's zurück?" an jemand vergreifen dürfte! Bielleicht an Rathi, die noch immer am Boden kniete und so tölpelhaft henlte? Hübsch war sie doch.... Aber, zum Teufel, man kann sich doch so etwas nicht gefallen lassen! Göpfert dämmerte so etwas auf, wie von einer Scheidung... Aber dann wär' halt auch das schöne Geld dahin, das ja der Tochter jetzt allein gehörte, denn der unehelich geborene Hansl mußte Geistlicher werden. Das schöne Geld! Hm. Wer weiß, ob er Kathi nicht gerade einen Gefallen erwiese, wenn er eine Scheidung anstrebte. Das Frauenzimmer wäre im stande, i der Von draußen drang ein anschwellendes Geräusch ins Bimmer. Mehrere Bauern polterten zu der offenen Thüre herein, alle erhitzt und schweißtriefend. " Seid's ös'm Lehrer nachg'schob'n?" fragte de Förster. Die Ankommenden nickten stumm. " No, was is damit?" Die Leute sahen zu Boden. Endlich platte eine heraus: Nunter g'sprung'n is er von der Bruck'n!" " Js a Lump weniger auf der Welt," sagte der Förste von Wallberg und lachte verächtlich. ( Schluß folgt.) M Andererseits sind bei den gewöhnlichen Einnahmen ver- Schöffengericht, weil er unerlaubterweise eine Rollette veranstaltet haben soll. 1. die Zuckersteuer 2. die Salzsteuer 3. die Maischbottich- und Branntweinmaterialsteuer 4. die Brausteuer Ich fügte binzu, ich glaubte annehmen zu dürfen, daß dies noch! der Fall sei, und würde ich vielleicht Gelegen anschlagt: heit finden, mich davon bei Gelegenheit der Jagd in Barby, wo diese Dinge möglicherweise zur Sprache kommen würden, zu überzeugen. Von einem Vortrage" bei Sr. Majestät konnte ich um so weniger sprechen, als ich mir nicht herausnehmen würde, unberufen Er. Majestät Vorträge über sozialpolitische Dinge, am wenigften bei Gelegenheit einer Jagd, zu halten. Dies Mißverständniß ist bei einer mehr als dreistündigen Unterhaltung sehr erklärlich, und weil ich die Möglichkeit dazu voraussah, hatte ich Herrn Pfarrer Lente gebeten, kein Wort über Se. Majestät in eine etwaige Wiedergabe unserer Unterhaltung zu verflechten. Ich bedauere lebhaft, daß der Herr Pfarrer das mir bereit willig gegebene Versprechen nicht wörtlich gehalten und deshalb fehr gegen seinen Wunsch und Willen den Anlaß zu dem unerhörten Standal gegeben hat, der jetzt fast die ganze deutsche Presse auf meine Kosten erfüllt. Ich werde a s dieser Erfahrung die Lehre ziehen, mich auf ein Interview selbst mit den wohlmeinendsten Personen nur mehr unter Zuziehung von Stenographen oder mindestens eines zuverlässigen Protokoll: führers einzulassen." Ob er Vortrag" hat halten wollen, oder sich bei der Jagd auszusprechen gedachte, das ist für das Publikum ganz nebensächlich. Aber welchen Plan haben Sie entwickelt, Herr v. Stunim, darauf kommt doch es allein an. Nur heraus mit der Sprache! Das Desavoniren gelingt Ihnen herzlich schlecht. " Wite des Zufalls. Das erste Buch, welches auf grund des Sozialistengejeges verboten wurde, war bekanntlich: 3 werde Licht!" von Leopold Jacoby. Das letzte Theaterstück, das Herr v. Köller als Polizeiminister und Ober- Theaterzensor verbot, war Das Recht", ein den Fall Ziethen behandeludes Drama. Der Titel muß ihn allerdings besonders gereizt haben. " Die neuesten Verfügungen der Berliner Polizei entIeden dem„ Daily Chronicle" die merkwürdige Frage: Rann Deutsch and oder wenigstens Preußen noch länger den" freien Ländern zugerechnet werden?" und fragt nach einer hier nicht wiederzugebenden Charakterisirung der Maßregel weiter, was man denn glaubt damit erreichen zu können. Wie naiv doch diese gländer sind. Was für Begriffe von Freiheit, was für Begui von Rechtsgleichheit und was für Begriffe von StaatsTunst! Und dabei welche Impertinenz. Wer sagt denn dem Blatte, daß Preußen ein freies Land sein will? Die Samoa- Frage wird von der Regierung der Vereinigten Staaten wieder aufgerollt werden. In der Botschaft des Präsidenten Cleveland, über welche wir gestern eine Depesche mittheilten, befindet sich folgende Stelle: In den Botschaften der letzten beiden Jahre habe ich die Aufmerksamkeit des Kongresses auf unsere Lage be züglich des Sa moavertrages gelenkt. Am 9. Mai 1894 habe ich dem Senate eine besondere Botschaft übermittelt, in welcher ich die Meinung vertrat, daß unsere Lage auf Samoa unvereinbar mit der Mission und den Traditionen unserer Regierung sowie nachtheilig und drückend wäre. Ich lente daher von neuem die Aufmerksamkeit des Kongresses auf diese Angelegenheit und ersuche um eine gesetzgeberische Aktion, die uns von Verpflichtungen befreit, welche lästig und unnatürlich sind." • . 5. die für diese Steuern aufkommenden Aversen. 6. Der Spielfartenstempel 7. die Wechselstempelsteuer 8. die statistische Gebühr 9. der Ueberschuß der Post- und Telegraphenverwaltung 10. der Ueberschuß der Reichsdruckerei. 11. Der Ueberschuß der Eisenbahn- Ver waltung 12. die Einnahmen aus dem Bankwesen 13. die verschiedenen Verwaltungs- Einnahmen • 14. die Zinsen aus belegten Reichsgeldern 15. die Einnahmen aus der Veräußerung ehemaliger Festungsterrains höher um M. 883 000 143 000 410 16 000 109 000 34.000 4 135 558 51 025 9 290 900 16. die Ueberschüsse aus früheren Jahren Die gewöhnlichen Einnahmen ergeben mithin gegen das Vorjahr einen Mehrertrag von Bur Deckung des Mehrbedarfs bei den Ausgaben in Höhe von • find nach Gegenrechnung des Mehr betrags an Einnahmen . 6 525 715 F 782 189 niedriger 11111 M. Gera, 4. Dezember. Der 2andtag lehnte den Antrag auf Strafverfolgung des Verlegers und Druckers des sozialdemokratischen Wahlflug blattes wegen Beleidigung des Ministeriums(?) ab. - Die Absicht einer Aenderung des sächsi= 850 000 ch en Wahlrechts, die zuerst die antisemitische Deutsche Wacht" gemeldet hat, wird nun von den Dresdner Nachrichten" bestritten. Nach der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" soll aber die Einbringung eines Antrages der Kartellparteien" auf Einführung des preußischen Dreitlaffen- Wahlsystems für den sächsischen Landtag bevorstehen. 1 563 700 3 515 350 M. 20 833 393 " 17 318 043 M. bei den Matrikularbeiträgen in Zugang gestellt. auf m - Der Antrag Ranig ist in veränderter Form grund eines Beschlusses der Wirthschaftlichen Bereinigung Reichstag abermals zugegangen. Der Antrag lautet nummeh ( die neuen Zusätze sind gesperrt): " 1 = um nicht " -Für die Einführung der Prügelstrafe beim Militär hat sich in der bayerischen Abgeordnetentammer der bekannte Zentrumsführer Dr. Schädler auszusprechen gewagt, ohne sofort von seiner Fraktion desavouirt zu werden. Das wird dem Zentrum zahlreiche neue Gegner verschaffen. bes O " München, 3. Dezember.( Eig. Bericht.) Recht eigenthümlich ist es, in einer Kammer, in der die liberalen" Elemente mit den fleritalen und fonservativen im Wetteifer, den Mittelstand" 10 000 zünftlerisch zu retten, in der die Zivilminister begeistert einstimmen in diesen schönen Gesang, vom Regierungstisch aus jetzt plöglich wieder die reine Manchesterei vertreten zu sehen. Der 7 031 747 Chef der Kriegsverwaltung Herr v. Asch ist dieser ministerielle Manchestermann und rücksichtslos offenbarte er diese seine Gefinnung am Sonnabend und heute, da es sich um die Arbeiter der Militärwerkstätten handelte. Bei den Bauern war es ganz etwas anderes, denn Herr v. Asch ermöglichte diesen durch billige Vorschriften den Wettbewerb mit den Großlieferanten, indem er die Provinzialämter anwies, ihren Bedarf möglichst bei den einheimischen Produzenten zu decken. Wie indessen Genosse Scherm am Sonnabend und heute eine Reihe der schlimmsten Mißstände aus bayerischen Militärwerkstätten vorbrachte und in einstündiger vortrefflicher Rede die Einführung des Achtstundentages den der Militärverwaltung unterſtellten Etablissements anregte, erklärte Herr As ch fühl bis ans Herz hinan, der Betrieb in den genannten Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler tablissements fei vortrefflich geregelt" und wem e3 da zu ersuchen, dem Reichstage baldigst einen Gefegentwurf vorzu- Wenn die Privatindustrie mit der Einführung des Achtstundennicht passe, der könne ja einfach fortbleiben. legen, wonach: für die Dauer der bestehenden Handelsverträge zum tages vorangehe, werde auch die Militärverwaltung nicht zurückZweck einer Befestigung der Getreidepreise auf mittlerer Höhe 1. der Ein- und Verkauf des zum Ver- bleiben. Genoffe Grillenberger sagte dann dem Kriegsbrauch im Zollgebiet bestimmten ausländischen Getreides, mit Verhalten in einer Zeit, da die christlich soziale Reformphrase minister recht deutlich die Meinung über ein derartiges Einschluß der Mühlenfabrikate, in einer den 1891-1894 abgeschlossenen Handels Verträgen von allen Ordnungslippen träufelt. Der Herr Kriegsminister widersprechenden oder mit den betheiligten scheine nicht mehr zu wissen, daß erst jüngst in der Kammer ein Vertragsstaaten näher zu vereinbarenden derartiges Gebahren unter die Rubrit Wucher verwiesen worden Weise, a) alljährlich eine den durchschnittlichen Getreide sei. Nicht nachzubinken habe die Staatsregierung, sondern der zoll- Einnahmen seit dem 1. April 1892 gleichkommende Privatindustrie habe sie das Beispiel von Musterbetrieben zu geben. Der Kriegsminister hüllte sich darauf in Der Summe an die Reichskasse abgeführt wird wird, b) ein Reservesonds gebildet wird, legenes Schweigen und höchst bezeichnend für den Zus in Zeiten hoher stand der Majorität und für liberale wie flevitale In- und Auslandspreise die Zahlung der an die Reichskasse jährlich abzuführenden Summe( a) und den Verkauf des trat gegen die Mißstände, die hohen Geldstrafen u. s. w. bei den Arbeiterfreundlichkeit! nur der Abg. Dr. Rahinger( Bbd.) ausländischen Getreides zu den sub 2 fest Militärwerkstätten gefesten Preisen auch bei höheren Gin Arbeitszeit rührte sich im Ordnungslager aber auf. Für die Verkürzung der faufspreisen zu ermöglichen;- 4 bei austeine Lippe. schließlich für Rechnung des Reiches erfolgt; 2. die Verkaufspreise des Getreides nach den inländischen Durchschnittspreisen der schaft stets die Erlaubniß zu Strafverfolgungen der Presse wegen Entgegen der früheren weisen Uebung, der StaatsanwaltPeriode 1850-1890, die Verkaufspreise der Mühlenfabrikate Kammerbeleidigungen zu verweigern, scheint jetzt, da es nach dem wirklichen Ausbeuteverhältniß, den Getreidepreifen entsprechend bemessen werden; 3. über die Verwendung der sich zumeist um die sozialdemokratische Presse handelt, von dem aus dem Verkaufe des Getreides und der Mühlenfabrikate zu er habe Ihnen bereits telegraphirt, daß nach Mittheilungen aus bisher geübten Gebrauch Abstand genommen zu werden. Ich zielenden Ueberschüsse derart Bestimmung getroffen wird, daß: Erschöpfung dieses Reservesonds die Abgeordnetenkreisen ein ultramontaner Klubbeschluß bestehen soll, ad 2 bestimmten Verkaufspreise des Reichs die vom Staatsanwalt verlangte Erlaubniß zur Strafverfolgung um so viel zu erhöhen sind, daß sie der Reich 3. einer Reihe von Blättern zu ertheilen. Das sind außer unseren vier taffe einen Ueberschuß in Höhe der durch das demokratische Organ in München. Diese Bösewichter sollen Parteiblättern in Bayern noch das" Bayerische Vaterland" und schnittlichen Getreidezoll- Einnahmen seit mit ihrer Kritik der Haltung der Kammermajorität zum Grillendem 1. April 1892 gewähren." Bentrum, welche dem Landtag das Recht absprachen, dem berger'schen Tadelsvotum vom 17. Oftober die„ Kammer beleidigt" haben. Nach alledem scheint es, daß die Herren im Ministerium ein Tadelsvotum zu ertheilen, an ihrer Blamage von damals noch nicht genug haben. Der Unwillen im Lande über jene " Haltung", welche den Wizblättern so willkommenen Stoff bot, ist Herr von Berlepsch soll nach der Frankfurter allgemein, und selbst Zentrumsorgane haben sich höchft abfällig Beitung" in einem Gespräche mit dem Danziger Zimmermeister über die ultramontane Kammerjuristerei geäußert. Dazu kommt, Herzog geäußert haben, er fei niemals, so lange er Minister daß die Judikatur eine ganz eigenartige Bereicherung erfahren sei, für den Befäbigungsnachweis für das ge- müßte, wenn jetzt auf einmal die Kammermajorität mit der der sammte Handwerk zu haben. Ten Baugewerben wolle er Kammer selbst identifizirt werden sollte. Denn die tapfere gern den Befähigungsnachweis geben, doch habe dies große Minorität von damals wurde in der unabhängigen und Schwierigkeiten. Der Reichshaushalts Etat für das Etatsauch in einem Theil der Ordnungspresse ausgiebig belobt. jahr 1896/97 ist, wie folgt, feitgestellt: in Ausgabe auf Die internationale Flottendemonstra. Budem kommen die Sünder", wenn die Majorität wirklich den 1 259 221 983 M. nämlich auf 1136389 624 M. an fortdauern- tion vor Konstantinopel findet durch das neuerbaute schworenen. Und Geschworene zu finden, welche das Verfahren ultramontanen Klubbeschluß fanttioniren sollte, vor die Ges den, auf 93 481 438 M. an einmaligen Ausgaben des ordentlichen deutsche Panzerschiff 4. Klaffe Hagen" eine weitere Ver- der Majorität vom 17. Ottoder billigen, das dürfte unter sothanen Etats und auf 29 350 921 M. an einmaligen Ausgaben des stärkung; Hagen wird in diesen Tagen von Kiel nach dem Umständen doch ein wenig schwer sein. außerordentlichen Etats; in Einnahme auf 1 259 221 983 M. ägätschen Meere dampfen. Deutschland ist somit durch drei Der erfgedachte Mehrbedarf des ordentlichen Haushalts von Schiffe, dem ständigen Stationsschiff Loreley in Konstantinopel, München, 4. Dezember. Die Kammer der Abgeordneten 20 833 393 W. ergiebt sich im einzelnen aus folgender Zusammen- dem Panzer Hagen und dem Schiffsjungen- Schulschiff Moltte, erledigte den Rest des bayerischen Militärekats und stellung: welches seit einigen Wochen in Smyrna liegt, an der Flotten- nahm einstimmig eine Resolution auf Bermindes demonstration vertreten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird ein rung der Zahl der Pensionirungen der Offiziere weiteres Schiff folgen, mithin sind auch die Gerüchte, daß deutscher- an. Die Gesammtabstimmung über die Militäretats mit 107 feits die Flottendemonstration eine Mißbilligung erfahren hat, hin- gegen 10 Stimmen ergab eine nicht ausreichende fällig. Präsenzzahl, da hierfür 120 erforderlich find. Graf Mirba ch hat in einem Rundschreiben an be Aus dem 15. württembergischen Reichs. Vertrauensmänner der tonfervativen Partei und des Bundestagswahltrei 3. Bekanntlich findet die Nachwahl am der Landwirthe in seinem Wahlkreise den Wunsch nach einem 13. Dezember statt und haben sämmtliche Parteien nun ihre fonfervativ- tleritalen Bündniß zur Förderung Kandidaten ernannt. Von seiten der Sozialdemokraten wird des Antrages Kanit und des Bimetallismus wie folgt aus Landtags- Abgeordneter Kloß als zähltandidat aufgestellt wergesprochen:„ Die Lösung großer entscheidender Fragen ist im den, die Volkspartei hat sich sogar einen auswärtigen RanReichstage für uns nur möglich bei einer Verständigung mit didaten, Professor Quidde aus München, verschrieben und das dem Zentrum und wird dort in absehbarer Zeit auch Bentrum stellt wieder seinen feitherigen Vertreter, Landgerichtsrath Gröber auf. Theilnehmer des Samoa- Vertrages sind außer den Bereinigten Staaten noch Deutschland und England. Will die erstere Macht den Vertrag lösen, so wird es zu einer Auseinandersetzung zwischen den drei Mächten kommen müssen. Und da hätte Graf Herbert wieder einmal die schönste Gelegenheit, seine staatsmännischen Fähigkeiten zu beweisen, wenn er nicht mittlerweile von dem Ministerpodium durch die Versenkung verschwunden wäre, durch die unverhofft und oft die preußischen Minister hinabzutöllern pflegen. * Deutsches Reich. - Gin Reuebetenntniß. Die konservative Fraktion soll den Beschluß gefaßt haben, in der ersten Geschäftssitzung des Reichstags von Partei negen eine Erklärung über ihre Stellung zum Fall Hammerstein abgeben zu lassen. Das wird eine schwere Nuß sein, die Herr v. Manteuffel da zu fnacken befommt. Es sind angesekt für den Reichskanzler und die Reichstanzlei. = fortdauernd einmalig mehr weniger mehr weniger 07. M. M. M. V die Dauer der bestehenden Handelsverträge war, wie die konser Die vorläufige Beschränkung des beantragten Gesetzes auf vativen Blätter mittheilen, vom Grafen v. Schwerin- Löwiß nicht vorgeschlagen worden, sondern wurde erst auf Antrag des Abg. v. Kardorff Wabniz beschlossen. 1 909 160 Bu biefem megeglichjein. Ohne die Mit 1 140 " das Auswärtige Amt 49 966) 28 000 947 320 " das Reichsamt des Innern 3 842 175 " die Verwaltung De Reichs beeres.... 6 861 632 1 122 160 # die Verwaltung der Kaiser: lichen Marine 129 973 " die Reichs- Juftizverwaltung # das Reichs- Schatzamt " " 1 " " die Reichsdruckerei " ||| 4 473 950 111 802 541 339 97 140 11] } 60 000 3 500 000 das Reichs- Eisenbahnamt. die Reichsschuld den Rechnungshof den Allgemeinen Pensionsfonds.. die Post- und Telegraphen• Ver= waltung. die Eisenbahn- Verwaltung. weitere Durch führung d. Alters stufen- Systems bei den Beamten- Besoldungen. 8 620 1975 250 1 820 1527 889 find mehr.14 139 573 also wie oben überhaupt mege 20 888 893 Mt. " 49 950 6 693 820 nur worden. " Die Wahlagitation wird nur eine sehr flaue werden, da vorerst feine Aussicht vorhanden ist, dem Bentrum diesen Sitz streitig zu machen. 1893 wurden 9416 Bentrumsstimmen abgegeben, welchen nur 699 demokratische und 442 fozialdemokratische Stimmen gegenüber standen. Desterreich. wirkung des Zentrums wären die bedeutsamsten Erfolge, insonderheit die auf wirthschaftlichem Boden, niemals erzielt Gewiß find manche Erscheinungen im Lager unserer fatholischen Mitbürger zu beflagen. Das darf uns jedoch nicht dazu verleiten, die Gesammtheit oder auch nur die Mehrheit der felben ungerecht zu beurtheilen. Wir Evangelischen haben kein- Gin Kunstwein Steuergeset wird demnächst Recht dazu, unsere katholischen Mitbürger als weniger patriotisch den württembergischen Landtag beschäftigen. gesinnte Männer anzusehen als wir das für uns in Anspruch nehmen. Etwas mehr Toleranz und Rücksicht seitens der 120 500 fatholischen Presse gegen uns würde die Verständigung über viele Wien, 3. Dezember. Abgeordnetenhaus. bedeutsame Fragen wesentlich erleichtern und fördern." läßlich der Debatte über das Geset betreffend die führte der Ackerbaus Wie webleidig das alles klingt. Das Zentrum wird sich Bergbau Inspektoren 170 000 nicht allzufehr beeilen, in die dargebotene Hand einzuschlagen.minister Graf Ledebur unter anderem aus, der Berginspektor müsse ein Freund und Rathgeber der Graf Ballestrem, der wegen seiner allzu großen Arbeiter, sowie der Anwalt ihrer gerechten Bereitwilligkeit, Militärforderungen zu bewilligen, von der Forderungen sein, in ihnen die Menschenwürde Zentrumspartei desavonirt wurde und aus dem Reichstage ehren, sie aber auch lehren, die Unternehmer nicht grundlos scheiden mußte, war bisher Rittmeister a. D. Der Kaiser hat als Feinde und Gegner anzusehen. Er müsse verstehen, ihr 696 611 ihm in diesen Tagen den Charakter als Major verliehen. Graf Vertrauen zu gewinnen, andererseits aber auch die oft Ballestrem ift jegt 61 Jahre alt, seit Dezember 1871 ift er aus von außen tommende Aufreizung und Entzündung gewiffer dem Militärdienst geschieden. Leidenschaften einzudämmen( Beifall). Die Debatte wurde hierauf geschlossen und die Verhandlung abgebrochen. Nächste Sigung Donnerstag. " -Nicht weniger als vier Termine haben die Redakteure der Breslauer Voltsmacht" bis zum nächsten Sonnabend zu bestehen. Da ist zunächst der Ge-- Den Lueger Marsch hat die Wiener Polizei ver. noffe Neukirch, der sich gestern vom Untersuchungsrichter ver- boten. Wird Badeni Rath wissen, wenn auch dieses geniale nebmen lassen mußte. Heute steht Genosse Bahn vor dem Mittel die Ausbreitung des Antisemitismus im Wiener SpießLandgericht wegen Verächtlichmachung staatlicher Einrichtungen", bürgerthum nicht hindert? Freitag soll es Genossen Bruhns an den Kragen gehen, dem zur Laft gelegt wird, eine Anklagefchrift veröffentlicht zu haben, Ungarn. ehe diefelbe in öffentlicher Verhandlung gegeben wurde, und Debenburg, 4. Dezember. Aus Fertfö- Szent- Miklos wird Sonnabend endlich muß wiederum Genosse Zahn vor das gemeldet, daß gestern Abend in das dortige jüdische Bolts. Tchul- Gebäude die Voltsmenge eindrang, alle Möbel| auf nächsten Montag, abends 7 Uhr, angesetzt. Als sofort ein-| Der Vertreter der Staatsanwaltschaft betonte, daß, wen zerschlug, einen Theil des Daches herunterriß und die Thüren zubringen wurden neben anderen wirthschaftlichen Anträgen vor wegen mangelnder Beweise die Verbreitung während aushob, weshalb der Unterricht bis auf weiteres eingestellt läufig festgestellt: der Kirchzeit nicht nachgewiesen werden könne, dann werden mußte. Danach zog die Menge in das Judenviertel und Antrag, betreffend die Einführung eines Reichs- Vereins- und aber mindestens eine Störung der Sonntagsruhe vorliege, zertrümmerte dort die Fensterscheiben verschiedener Häuser. Versammlungsgesetzes, da die Angeklagten und noch andere Personen in Haufen von Antrag auf Einführung des allgemeinen gleichen, direkten 20 bis 30 in die Dörfer gekommen seien, in ostentativer Weise und geheimen Wahlrechts für die Einzelstaaten, rothe Shlipse und rothe Blumen zur Schau getragen Schweiz. Antrag auf Aufhebung des Diktatur- Paragraphen in Elsaß- und so einer würdigen Sonntagsruhe zuwider ge= Lothringen, sowie ein Antrag auf Aufhebung der Majestäts- handelt hätten. Das Gericht wies, ohne sich zur Bebeleidigungs- Paragraphen des Strafgesetzbuches. Weiter wurden rathung zurückgezogen zu haben, die Berufung der Amtsanwaltdie Fraktionsredner für erste Berathungsgegenstände des Plenums schaft zurück. Die Kosten beider Instanzen wurden der Staatsbeſtimmt. Bei der Berathung des Etats werden Bebel und kasse auferlegt. Liebknecht, zum Börsenreform Gesetz Singer und Schoenlank namens der Fraktion sprechen. 1 Soziale Weberlicht. Zürich, 2. Dezember.( Eigener Bericht.) Vorige Woche fanden in den Großen Räthen( Landtagen) der Kantone Luzern und Solothurn die seit einiger Zeit vorgelegenen Entwurfe für Arbeiterinnenschutz- Geseze ihre Erledigung und Annahme. Der Inhalt der beiden neuen Geseze steht im großeu ganzen in Uebereinstimmung mit den bereits in Den Kantonen Bafelstadt, Glarus, St. Gallen und Zürich bestehenden Gesetzen, leider aber bleiben sie bezüglich der Arbeitszeit hinter dem Züricher Gesetze zurück. Dasselbe normirt den Zehn- 8. d. M., stattfinden. Die erste Berathung des Etats wird am Montag, ftundentag, für Vortage von Sonn- und Festtagen den Neunstundentag, Mikstände in württembergischen Druckereien. In einer die beiden neuen Gefeße enthalten aber nur den Elf- resp. Zehn Abgeordnete muß diesmal in überaus zahlreichen Fällen von unserer gart, die von Vertrauensmännern aus den verschiedenen Die Aussehung der Strafverfolgung gegen Reichstags: allgemeinen Buchdruckerversammlung in Stutt stundentag. Das Solothurner Gesetz bestimmt aber ebenso wie besucht das Züricher die 11/ aftündige Mittagsruhe, während das Luzerner Fraktion beantragt werden. Vorläufig liegen folgende dahin- Druckorten des Landes war, gab der VorGesetz hierfür nur eine Stunde vorschreibt. Uebereinstimmend gebende schleunige Anträge unserer Fraktion vor: 1. den ſizende des Gaues Württemberg, Schröter in einem verlegen die beiden neuen Gesetze die tägliche Arbeitszeit in die Herrn Reichstanzler zu ersuchen zu veranlassen, daß die gegen Referat eine Uebersicht über die in den Jahren nach dem letzten Tagesstunden von 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends; sie ver- den Abgeordneten Stadthagen a) beim Landgericht Berlin I Streit eingetretenen Wandlungen bezüglich des nach dem Streit bieten die gewerbliche Arbeit von Mädchen unter 14 Jahren; wegen Beleidigung Magdeburger Richter, b) beim Landgericht Berlin I von den Vorsitzenden des Prinzipalvereins und des Gehilfenbestimmen die Einrechnung der Unterrichts-( Schul-) Stunden wegen Beleidigung aller Beamten, c) beim Landgericht Hanau verbandes als zu Recht bestehenden Tarifs vom Jahre 1890. in die regelmäßige Arbeitszeit; enthalten die Bedingungen wegen Beleidigung eines Richters schwebenden Strafverfahren für Daraus war zu entnehmen, daß die Prinzipalsorganis für Bewilligung von Ueberzeitarbeit, feruer Vorschriften über die die Dauer der gegenwärtigen Seffion eingestellt werden; 2. densation gar nichts gethan habe, um die Einführung Beschaffenheit der Arbeitsräume, die Lohuzahlung, Lohnabzüge, Herrn Reichskanzler zu ersuchen zu veranlassen, daß die gegen des Tarifs zu verallgemeinern, ja daß die Beobachtung Bußen, Arbeitsordnungen 2c. Nach dem Vorbilde des Züricher den Abgeordneten Bueb a) beim Amtsgericht Mannheim wegen zu machen sei, daß überhaupt die Einhaltung des Gefeßes verbietet das Solothurner Gesetz die Mitgabe von Arbeit Beleidigung, b) beim Landgericht Mülhausen i. Elsaß wegen Be- Tarifs viel zu viel zu wünschen übrig lasse. Aus in die Wohnung der Arbeiterin nach Schluß der regelmäßigen leidigungen schwebenden Strafverfahren für die Dauer der gegen- einer mit großer Sorgfalt aufgestellten Statistik geht hervor, Arbeitszeit, um die Umgebung des Gesetzes durch hausindustrielle wärtigen Session eingestellt werden; 3. den Herrn Reichskanzler daß in Württemberg( ohne Stuttgart) bei 700 Gehilfen Bethätigung zu verhindern und es schreibt ferner vor, zu ersuchen zu veranlassen, daß das gegen den Abge 451 Lehrlinge ausgebildet" werden, in 50 Druckorten mit daß jede Ueberzeitarbeit um der ordneten Liebknecht beim Landgericht Breslau wegen Majestäts- 3 und weniger Gehilfen werden bei 62 Gehilfen 133 Lehrlinge gewöhnliche Lohn zu bezahlen ist. Sodann enthält es beleidigung schwebende Strafverfahren für die Dauer der herangezogen. Ueber die Bezahlung sagt die Statistit, daß im auch Vorschriften über das Lehrlingswesen. Beide Gesetze gegenwärtigen Session eingestellt werde.- Ein zweiter schleuniger Lande beinahe die Hälfte der Gehilfen unter dem tarifmäßigen enthalten ferner Bestimmungen zum Schutze der Kellne- Antrag von Auer und Genossen lautet: Der Reichstag wolle be- Lohnminimum ſtehe. Von 462 Gehilfen in den 14 größeren rinnen und Ladenmädchen. Den letzteren sichert das Solothurner schließen den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, veranlassen zu Druckorten des Landes werden 250 tarifmäßig und 211 nichtGesetz eine ununterbrochene Nachtruhe von 10 Stunden, das wollen, daß das gegen den Abgeordneten Stadthagen bei der tarifmäßig entlohnt. Als ganz drastische Beispiele wurden anLuzerner Gesetz von 8 Stunden und beide gleichermaßen den 8. Straftammer des Landgerichts Berlin I anhängige Straf geführt, daß in Freudenstadt bei Beeb ein Gehilfe 4 m. pro Kellnerinnen eine solche von 8 Stunden und beiden Kategorien verfahren wegen Beleidigung mittels der Presse, in welchem am Woche bei freier Station ohne Wohnung bezahlt erhält und daß einen freien Halbtag pro Woche. Mädchen unter 18 Jahren 5. Dezeniber, vormittags 9 Ühr, ein Termin angesetzt ist, für die in der Druckerei Greiner und Kuhn in Hall 2 Gehilfen und dürfen nicht zur Bedienung der Gäste verwendet werden. Dauer der gegenwärtigen Session eingestellt werde. 11 Lehrlinge beschäftigt sind. Die Abgg. Barth, Rickert und Gen.( freisinnige Vereinigung) haben den bekannten Antrag, betreffend Abänderung des Wahlgefeges für den deutschen Reichstag vom 31. Mai 1869, im Reichstage wieder eingebracht. = Gewerkschaftliches. Es ist recht erfreulich, daß die Kantone auf diesem Gebiete der Gesetzgebung vorwärts schreiten. Sie bieten dadurch tausenden von Arbeitern nicht blos den nothwendigen Schuh, sondern sie fördern dadurch auch die Ausbreitung der sozialpolitischen Jdeen und die sozialpolitische Erziehung weitester Bolkskreise und sie Die Zentrumsfraktion des Reichstags hat am Dienstag Rigdorf. An die Mitglieder des Vereins bereiten dadurch ferner auch den Boden vor für ein bezügliches Abend beschlossen, den Antrag auf Erlaß eines Heim- der Buchdrucker und Schriftgießer für Nixdorf Bundesgesetz. Kommen zu den 6 Kantonen mit Arbeiter resp. stättengesetzes durch den Abg. Dr. Bachem, den sogenannten und Briz. Kollegen, die nächste Vereins- VerArbeiterinnen Schutzgesehen noch die Kantone Aargau und Bern Arbeiterschußantrag durch den Abg. Hize im Plenum einbringen famm Lung wird am 15 Dezember in den Viktoria- Sälen abund etwa der eine oder der andere der welschen Kantone hinzu, zu lassen. gehalten. Die Mitglieder werden jedoch auch auf die zu dem so steht dann die große Mehrheit des Schweizervoltes unter der Geltung von tantonalen Arbeiterinnen- Schußgefeßen neben dem Dienstag Abend den Antrag& anis, betreffend das Getreide Gewerkschaftskartell beziehentlich zur Wahl eines Delegirten Die Wirthschaftliche Vereinigung des Reichstage hat jelben Tage vormittags 11 Uhr einberufene öffentliche Versammlung der Buchdrucker, die zum Rigdorfer eidgenössischen Fabrikgesetz. einfuhr Monopol, berathen und nach längerer Debatte -Ratholischer Ungehorsam. Der Basler Bischof mit den Anträgen Kardorff( für die Dauer der Handel 3: Stellung nehmen soll, wegen der Wichtigkeit dieses Punktes ganz hatte der basellandschaftlichen katholischen Bürgergemeinde von verträge), Arnim( das Verbot der Ausfuhr von besonders aufmerksam gemacht und um rege Agitation zu zahl= Arlesheim die Weisung ertheilt, dem dortigen Männerchor die Getreide- und Mühlenfcbritaten aufzuheben), reichem Besuch der Versammlung ersucht. Die Ausgabe der Mitgliedsbücher, Statuten 2C. erfolgt heute, fatholische Kirche zur Abhaltung der Gesangsaufführungen an- Mirbach u. a.( nach dem durchschnittlichen Ge- Donnerstag, abends 8 Uhr, läßlich des im nächsten Jahre stattfindenden Bezirts- Gesangsfestes treide Ertrage seit dem 1. April 1892) ein- Bh. Thomas, Bergstraße. Nur nach Vorweis des quittirten im Verkehrslokal zu verweigern. Es wurde aber mit 32 gegen 18 Stimmen die stimmig angenommen. Dieser so modifizirte Antrag Ueberlassung der Kirche für den gedachten Zweck beschlossen. In wird sofort mit den Unterschriften der Konservativen und aus Mitgliedsbuches treten bei eventuellen Fällen die ärztlichen und Wettingen( Aargau) hatte kürzlich der Bischof damit Erfolg, anderen Fraktionen versehen und im Reichstag eingebracht anderen Vorzugsbedingungen in kraft. Der Vorstand. weil er mit der Nichteinweihung der neuen Kirche drohte. Statt werden. des Gesanges wird nun von den Predigern die Politik vorgetragen, womit die Wettinger sehr unzufrieden sind und vielleicht eines schönen Tages das Arlesheimer Beispiel nach ahmen.Frankreich. Aus Paris meldet eine bürgerliche Korrespondenz: HandelsDas offizielle Fraktionsverzeichniß ist im Reichstage er- minister Mesureur hat seit einigen Tagen die Ausarbeitung schienen. Erledigt sind 5 Mandate, nämlich 2. Minden, eines Reglements beendigt, das der Wiedereröffnung der 1. Köln, 15. Württemberg, 14. Elsaß- Lothringen. Die Deutsch hiesigen Arbeiter börse vorangeht. In einem der Konservativen zählen 60, die Reichspartei 28, die Deutsch- nächsten Ministerrathssigungen wird das Reglement geprüft Soziale Reformpartei 14, daß Zentrum 98, die Polen 19, die werden und dann als Verordnung im Amtsblatt erscheinen. Nationalliberalen 49, die Freifinnige Vereinigung 15, die Deutsch- Sofort nach dieser Veröffentlichung wird die Arbeiterbörse wieder Freisinnige Bolkspartei 24, die Deutsche Boltspartei 12, die eröffnet werden. Sozialdemokraten 47 Mitglieder. Bei keiner Fraktion Paris, 3. Dezember. Die Bureaus der Deputirtenkammer wählten eine Kommission zur Prüfung der Vorlage, betreffend die im Jahre 1900 zu veranstaltende Ausstellung. Drei find 26 Mitglieder. Mitglieder der Kommission sprachen sich für die Vorlage aus, drei andere find gegen jede Ausstellung, fünf andere wünschen die Vorlage abgeändert zu sehen; namentlich dürfe man nicht die Champs Elysées ins Auge faffen. Der Senat nahm den für die Errichtung von Konsulaten in China geforderten Kredit an. Paris, 4. Dezember. Der Rammer wird demnächst von der Regierung ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, wonach das Protektorat Anam Tontin eine Anleihe von hundert Millionen unter Garantie Frankreichs aufzunehmen beabsichtigt. 41 Millionen sollen davon zur Schuldentilgung und zur Erledigung verschiedener Finanzoperationen und der Nest der Anleihe für Eisenbahnbauten verwendet werden. Italien. Crispi hat nach einer mehrtägigen Debatte über die innere und äußere Politik von der Mamelukenschaar, die die Majorität im italienischen Parlamente bildet, ein Vertrauensvotum erhalten. 267 Abgeordnete stimmten für und 131 Abgeordnete gegen dasselbe. Vor der Abstimmung gestand der weise Staateleiter ein, daß er nicht wisse, wo der Sozialismus auf höre und der Anarchismus beginne. Rußland. - Agitation unter den russischen Armeniern. Die„ Times" berichtet unter dem 1. d. Mis. aus Odessa, daß Emissäre des armenischen Komitees fürzlich in Süd- Rußland, woselbst sehr viele armenische Kolonien sind, auftauchten und ihre Glaubensgenossen aufzureizen suchten, thätigen Antheil an einem Vorgehen gegen die Türken zu nehmen; die russische Regierung aber habe diesem Treiben bald Einhalt gethan. Türkei. Konstantinopel, 4. Dezember. Die eine für die fleinasiatischen Provinzen bestimmte Kommission ist in Erzerum, die zweite in Charput eingetroffen; die für die europäischen Provinzen bestimmte Kommission begiebt sich Freitag nach Salonichi. Ueber die ihnen gegebenen Instruktionen verlautet, daß sie beauf: tragt sind, über den Zustand der Verwaltung sowie über das Finanzwesen zu berichten und die erforderlichen Verbesserungen im einzelnen vorzuschlagen. Die Verhandlungen mit den Aufständischen in Zeitun sind ohne Ergebniß geblieben und die Operationen gegen dieselben wieder aufgenommen worden. werden Parlamentarisches. Partei- Nachrichten. Vivat sequens. Mit einem Hundertmarkschein geht uns das folgende Schreiben zu: Ein Freund der Freiheit, der die sozialdemokratische Partei sonst nicht unterstüßt, spendet ihr aus Anlaß der jüngsten polizeilichen Maßregelung aus seinen geringen Mitteln 100 m. Wühlhuber wird seine helle Freude über die Wirkung des letzten Köllerstreiches haben. Man sieht so recht deutlich, wie unsere grimmigsten Feinde uns immer neue werkthätige Freunde werben. Durch die Presse läuft folgende Notiz: richtet. Aus England wird telegraphirt, daß die Vorbereitungen zur Konferenz der Unternehmer und der Arbeiter des Schiffs= bau Gewerbes abgeschlossen seien. Die Trade Unions legen natürlich die Hände deswegen noch nicht in den Schooß. So soll der Londoner ausführende Ausschuß alle Lehrlinge in den Werkstätten am Clyde, 2000 an Bahl, angewiesen haben, sich dem Streit anzuschließen. Im Zusammenhange damit steht wohl die weitere Meldung, wonach der be= fanute tonservative Staatsmann Ritchie erklärt hat, seinen Informationen zufolge würde der Ausstand in Glasgow, das am Clyde liegt, bald beendigt sein. Beendigt kann dieser Ausstand nach Lage der Dinge nur werden, wenn die Unternehmer, die ihn durch eine von der ganzen öffentlichen Meinung Englands verurtheilte Aussperrung der Maschinenbauer her vorriefen, nachgeben. " In Sachen wider Auer und Genossen wegen Uebertretung des" Bereinsgefeges ist 70 Borstandsmitgliedern von Berliner Depelthen und lehte Nachrichten. Vereinen die umfangreiche Anklageschrift zugestellt worden." Berlin, 4. Dezember.( B: H.) Die Abgeordneten Dr. von An der vorstehenden Mittheilung ist alles falsch. Es ist bis jetzt weder die Anklageschrift irgend jemand zugestellt Marquardsen und Dr. von Guny haben folgenden Antrag einworden, noch handelt es sich um 70 Vorstandsmitglieder. Nach zusprechen, daß bei der Ausarbeitung eines für das Deutsche Reich gebracht: Der Reichstag wolle beschließen, die Erwartung ausMittheilungen des Herrn Untersuchungsrichters handelt es sich um 55 Genossen, gegen welche sich vorläufig das Verfahren gemeinsamen Gesezes, betr. die Militär- Gerichtsverfassung und die Militär Strafprozeß Ordnung, die Grundsäße der Ständigkeit der Gerichte sowie der Deffentlichkeit und Mündlichkeit des Wahlrechte Demonstration. In Wien und in Hauptverfahrens zur Geltung gelangen, soweit nicht besondere Floridsdorf tagten am Montag Abend zehn Volfs- militärdienfiliche Interessen Ausnahmen nothwendig erscheinen. versammlungen, auf deren Tagesordnung Referate über„ Die lassen. pelitische Lage und die Wahlreform" standen. Bochum, 4. Dezember.( B. H.) Die hiesige Strastammer Alle Versammlungen waren erdrückend voll und verliefen in verwarf heute Nachmittag die Berufung des Ersten Staatsanwalts schönster Ordnung. Die Polizei hatte diesmal kein Massen Ruckser in Stendal und des Kaufmanns Barlen in Düsseldorf aufgebot entfaltet. gegen das Urtheil des Schöffengerichts, nach welchem der Erste Der bevorstehende internationale Kongres in London Staatsanwalt Ruckser wegen schwerer Beleidigung zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt wurde. Barlen hatte die Bestrafung giebt in Holland zu vielerlei Grörterungen Anlaß. Die wichtige Frage ist, ob der Sozialistenbund" des Herrn Domela Rudfer's wegen verleumderischer Beleidigung beantragt. Die Nieuwenhuis zu den Berathungen des Kongresses zugelassen Kosten der Berufung wurden beiden Theilen auferlegt. werden soll. Der Vorstand der Sozialdemokratischen Arbeiter als Berufungsinstanz das Urtheil des Schöffengerichts, betreffend Bochum, 4. Dez.( W. T. B.) Die hiesige Straftammer bestätigte partei hat jetzt Stellung zu dieser Frage genommen. Er ist der die Verurtheilung des ersten Staatsanwalts Ruckier wegen BeMeinung, daß man den Sozialistenbund die Theilnahme am leidigung des Kaufmanns Barlen zu 50 M. Geldstrafe. Kongreß nicht verweigern soll. Diese Meinung ist begründet Frankfurt a. M., 4. Dezember.( B. H.) Die Frankfurter durch den Umstand, daß genannter Bund seit feinem lebten Kongreß Beitung" meldet aus Sofia: Der Anklagebericht der Enquete= die Theilnahme an den Wahlen als eine Nüglichkeitsfrage tommiffion über das Regime Stambulow fonstatirt Unrichtig betrachtet, und feinen Abtheilungen in dieser feiten und Mißbräuche bei sämmtlichen Waffen- und Munitions Sache völlige Freiheit läßt. Auch Recht voor lieferungen und bei dem Regieban zweier Linien. Der Rapport Allen", das Organ des Sozialistenbundes, vertheidigt neuer dings fogar die politische Aktion der Fachvereine. Allerdings schlägt vor, alle bei der Affäre betheiligten Personen in den dürfen sie nach Nieuwenhuis' Meinung in diesem Falle nie einen Anklagezustand zu versezen. Sozialdemokraten wählen, sondern dürfen ihre Stimmen uur für Bourgeoiskandidaten abgeben. Dann sei die Aussicht, ihre Forderungen durchzusetzen, für die Arbeiter größer! Budapest, 4. Dezember.( B. H.) Die Staatsanwaltschaft Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages ton. leitete gegen den Minister Desider Berczel und den Reichsraths: Abgeordneten Baron Andriansky, sowie gegen deren Sekundanten stituirte fich gestern nach Schluß der Plenarsizung. Der Fraktionsvorstand besteht aus fünf Mitgliedern und wurden die das Strafverfahren wegen Duellvergehens ein. Genossen Auer, Bebel, Liebknecht, Meister und Singer gewählt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Warschau, 4. Dezember.( B. H.) Das Haus des BezirksIn den Ceniorentonvent wurde als Vertreter der Wegen Uebertretung der Sonntagsruhe chefs in Bilgoray wurde von bisher unermittelt gebliebenen Fraktion Singer delegirt. Die ständigen Kommiffionen und wegen Verbreitung von Druckschriften an öffentlichen Straßen Personen in Brand gefeßt. Im Hause übernachtete der militärische des Die uud Plätzen ohne polizeiliche Erlaubniß ward vor der Straf- Adlatus mit folgenden Mitgliedern besetzt werden. Generalgouverneurs Schuwalow, General Bertheilung der Kommissionssige geschieht nach der Stärke der kammer des Landgerichts Hannover gegen 15 unserer Genoffen lieutenant Bodesko, welcher sich gerade auf einer Dienstreise Fraktionen. In die Geschäftsordnungs- Kommission tritt Singer, verhandelt, die am 30. Juni in Neustadt a. Rbg. und den um- befand. Der General, sowie der Oberst Usatschew mit seiner Frau Der nach Abmachung des Seniorenkonvents den Vorsiz in der liegenden Dörfern die Rundschau" verbreitet hatten. Unsere Ge- und vier Kindern konnten sich nur mit fnapper Noth retten. ES Rommission erhält. In die Budgetkommission sind Bebel, Meister noffen hatten zunächst ein Strafmandat von je 6 M. erhalten. In Sehr wichtige Regierungsakten und Papiere verbrannten. und Singer gewählt. Zu Mitgliedern der Petitionskommission der folgenden Schöffengerichts- Verhandlung erfolgte fostenlose Frei- gelang dem Oberften Uſatschem nur, einen Mobilifirungsplan find Förster( Reuß), Zuzauer und Vogtherr ernannt. In die sprechung. Hiermit war aber die königl. Amtsanwaltschaft nicht und Regierungsrechnungen in Sicherheit zu bringen. Wahlprüfungs- Kommission treten Auer und Fischer, und zufrieden und es stand deshalb heute Termin vor der Berufungs- Bukarest, 4. Dezember.( B. H.) Dem Minister des Junern Kommission für die Prüfung der Rechnungen Instanz an. Aus dem verlesenen Protokoll ging zunächst wurde vom früheren Kultusminister Jonescu angezeigt, daß die find Blos und Wurm zugetheilt. Zur Feststellung der im Reichs- hervor, daß die Verbreitung der Rundschau" nicht während in Trajowa abgehaltene konservative Versammlung von national tag e einzubringenden Initiativanträge ist eine Fraktionssigung der Kirchzeit, sondern nach derselben stattgefunden hat. liberalen Agitatoren gewaltsam gesprengt worden ist. Berantwortlicher Redakteur: Frih Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen der 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 284. annimint. = Reichstag. Auf die Frage des Präsidenten v. Buol erklärt Abg Schmidt( Elberfeld)( frf. Vp.): Ich nehme die Wahl dankend an.( Beifall.) Donnerstag, den 5. Dezember 1895. erkennen und " " 12. Jahrg. nicht bedrängt gefühlt habe. Von mehreren Seiten in die Enge Komische Leute sind doch unsere Freisinnigen. Die Ber getrieben zog der Antragsteller schließlich seinen Antrag zurück. liner Zeitung", die an unseren neulichen Abführungen noch nicht 2. Sigung vom 4. Dezember 1895, 1 Uhr. Damit ist, wenn der Antrag nicht im Plenum wieder aufgenommen genug zu haben scheint, tommt jezt mit der Geschichte, daß der Am Ministertische: v. Boetticher. wird, diese Frage für die diesjährigen Erfahwahlen wohl als Ausfall der Stadtverordneten- Wahlen in den Kreisen der SozialPräsident v. Bu ol macht Mittheilung von dem Ergebniß erledigt zu betrachten. Der Ausschuß beschäftigte sich alsdann demokratie große Enttäuschungen hervorgerufen habe. der Verloosung der Abgeordneten in die Abtheilungen und von berichtete Stadtv. Mi che let über den von sozialdemokratischer des Bierboykotts den Sozialdemokraten in einer recht unangenehmen mit den gegen die Wahlen eingegangenen Protesten. Zunächst Namentlich", so schreibt das Blatt weiter ,,, sind die Wirkungen der Konstituirung der letteren. Gingegangen ist der Gesetzentwurf betr. die Errichtung von Seite erhobenen Einspruch gegen die Wahl des Stadtv. Langen. Weise fühlbar geworden. Ein großer Theil der fleinen GeschäftsHandwerker Kammern. bucher. Das liberale Wahlkomitee hatte Wahlaufrufe versandt, leute hatte unter dem Boykott schwer zu leiden und diese find Auf der Tagesordnung steht zunächst die Wahl des Präsidenten welche den amtlichen Legitimationsfarten nachgeahnt waren. fcha arenweise bei den diesmaligen Wahlen aus dem Lager der und der Schriftführer. Diese Täuschung der Wähler sollte bewirken, daß der liberale Eozialdemokratie desertirt."- Die Berliner Zeitung" hält Nach vollzogener Wahl theilt Vicepräsident Schmidt Kandidat als amtlich empfohlen anzusehen sei. Der Referent die Sozialdemokraten für unbescheidener als sie sind. Sie können deren Ergebniß mit. Es haben sich an der Wahl betheiligt fand diese Art der Wahlagitation geschmacklos", konnte aber das Mehr von 5611 Stimmen, das sie zum beträchtlichen Theil 293 Abgeordnete. Ungiltig ist ein Bettel. Es sind abgegeben einen daraus resultirenden Einfluß auf das Wahlresultat dank dem Gebahren unserer Gegner seit 1889 gewonnen haben, 58 weiße Bettel; von den verbleibenden 234 Betteln lauten 229 nicht beantragte Giltigkeit Der Wahl. schon mit einiger Genugthuung einftecken. Diesem unbestreitSinger meinte, auf den Namen des Abg. von Buol- Berenberg.( Beifall.) Der Stadtverordneter daß die Liberalen baren Erfolge gegenüber von einem schaarenweisen Desertiven felbe ist demnach gewählt. Ich frage ihn, ob er die Wahl ber amtlichen Legitimationstarten verübt hätten, daß sie dabei Kühnheit, wie sie nur dem freisinnigen Vogel Strauß eigen ist. zwar einen geschickten Wahltrick" mit geschickten Wahltrict" mit der Nachahmung aus unserem Lager zu sprechen, dazu gehört allerdings eine Abg. von Buol( 3.): Meine Herren, ich erachte es als aber selbst in die Schlinge gerathen seien, die sie den Gegnern G3 liegt aber in der Natur gewisser Kreaturen, sich über die eine ehrenvolle Pflicht Ihrem Rufe zu folgen. Das Ergebniß um den Hals legen wollten. Durch den Umstand, daß, wie der Stärfe ihrer Ronstitution den schlimmsten Täuschungen hinzu der Wahl wird mir ein Sporn sein, alle Kraft aufzubieten, um Proteft behauptet, einige hundert der nachgeahmten Legitimationen geben. meiner Aufgabe nach allen Richtungen gerecht zu werden. Ich worden sind, was nicht geschehen durfte, weil diese Karten nicht aus schreibt uns:" Profeffor May Müller, befanntlich persona von dem Wahlvorstand als„ amtliche Legitimation" angenommen Und noch etwas vom schlimmen Buddha. Ein gelehrtes bitte um Ihre fernere Nachsicht und Unterstützung.( Beifall.) Bei der Wahl des ersten Vizepräsidenten werden 290 Better den Charakter irgend einer Legitimation befizen, ist das Wahl: gratissima höheren Orts und wohl der größte jetzt lebende abgegeben, von denen 169 auf den Namen des freisinnigen Abg. resultat sehr erheblich beeinflußt worden. Trifft die Behauptung Renner der indischen Literatur, hat die heiligen Bücher der Schmidt( Elberfeld) lauten, der somit gewählt ist; 107 Bettel des Protestes zu, wonach 200 solcher Karten als Wahllegitimation Buddhisten überseßt.( Titel: The sacred bocks of the East. sind unbeschrieben, 1 ist ungiltig und 13 Stimmen sind zer- anerkannt worden, so sind diese Stimmen für ungiltig zu Clarendon Press Oxford. Vol. X. Damnapada.) Dort heißt es Splittert. erklären und sowohl der Gesammtzahl der abgegebenen Stimmen Vers 133: Sprich zu niemand hart. Vers 197: Inmitten der als dem Gewählten in Abzug zu bringen. Dann hätte aber der jenigen, die uns haffen, wollen wir frei von Haß weilen. Stadtv. Langenbucher nicht mehr die absolute Majorität und dem Bers 270. Weil er Wiitleid mit jedem lebenden Wesen hat, wird nach sei die Wahl ungiltig und müsse kassirt werden. Singer der Mensch heilig genannt. Vers 327: Bewache deine Gedanken. Bei der Wahl des zweiten Vizepräsidenten werden beantragt daher zunächst Beweiserhebung darüber, wie viel der Vers 361: Gut ist die Selbstbeherrschung in Allem. 270 Stimmen abgegeben, worunter 96 unbeschrieben sind und nachgemachten Legitimationstarten thatsächlich als amtliche Legi- find Lehren des„ bösen" und zu bekämpfenden Buddha!" Armer 170 auf den Abg. Spahn( 3.) lauten. Dieser ist somit ge- timationen anerkannt worden sind. Nach längerer Diskussion, in Knackfuß! wählt und erklärt auf die Frage des Präsidenten: Herr welcher von mehreren Seiten die Ansichten Singer's betämpft Zur letzten Volkszählung wird uns aus Friedrichsberg Präsident, ich nehme die auf mich gefallene Wahl dankend an und die Täuschung der Wähler und des Wahlvorstandes als einflußlos das Gerücht mitgetheilt, daß man die ganze Scharnweberstraße ( Beifall.) auf das Wahlresultat bezeichnet werden, beschließt der Aus: Bu Schriftführern werden auf Antrag des Abgeord- schuß mit 8 gegen 2 Stimmen, bei der Versammlung die Zurück bei der Zählung vergessen haben soll. Die Zwangserziehungs Kinder bilden eine besondere neten v. Kardorff die Abgg. Braun, Cegielski, weisung des Protestes und die Giltigkeit der Wahl zu beanHermes, Krebs, Kropatiched, Merbach, v. Nor tragen. Ueber den zweiten Protest hatte der Stadtv. Singer Gruppe unter den Verwahrlosten". Bei ihnen ist nicht nur mann, Pieschel wiedergewählt. zu berichten. Es handelte sich um die Wahl des Stadtv. Hell- Verwahrlofung" im allgemeinen, sondern eine bereits vor Bu Quastoren ernennt Präsident v. Buol die Ab- riegel, gegen die Einspruch erhoben ist, weil nach Angabe der Schluß des 12. Lebensjahres begangene strafbare Handlung geordneten Nintelen und Place. Protesterheber im Wahllokal während der Wahl Agitation und der Grund der Ueberweisung zur Erziehung durch die GeIm Jahre 1894/95 wurden der Stadtgemeinde Damit ist das Haus tonstituirt und Präsident v. Buol Wahlbeeinflussung zu gunsten Hellriegel's stattgefunden haben meinde. wird Sr. Majestät dem Raiser die vorgeschriebene Mittheilung soll. Diese Behauptung ist durch Benennung von Zeugen unter Berlin 68 solche Kinder( 58 Knaben, 10 Mädchen, über Beweis gestellt. Der Referent beantragte die wiesen. in Berlin, 24 außerhalb ge= Richtigkeit der Behauptung, Von den 60 ehelich wahr ist, boren. Unehelich geboren waren 8. sehr wohl von Einfluß auf das Resultat sein und Geborenen hatten 35 noch beide Eltern, 12 nur noch den Vater, eventuell zur Raffirung der Wahl führen kann, durch Vernehmung 13 nur noch die Mutter. Unter den Vätern der ehelich Geborenen des Wahlvorstandes und der benannten Zeugen Beweiserheben zu waren 29 Arbeiter, 13 Gesellen, 4 Handelsleute, 2 Handwerker, lassen. Dieser Antrag wird von mehreren Seiten als gegenstandslos 2 Kellner, 2 Poſtſchaffner. Die strafbaren Handlungen, die die bekämpft, die angeblich im Wahllofal betriebene Agitation nicht gerichtliche Ueberweisung zur Zwangserziehung zur Folge hatten, anerkannt, wenn wirklich gefchehen, als erlaubtes Privatgespräch waren: Diebstahl bei 38 Kindern( 83 Knaben, 5 Mädchen), Dieb bezeichnet, mit allen gegen die Stimme des Referenten abgelehnt, stahl und Bettelei bei 11( 10 K., 1 M.), Diebstahl und Unterschlagung bei 12( 11 Rn., 1 M.), nur Bettelei bei 3( mur dagegen die Giltigkeit der angefochtenen Wahl ausgesprochen. Ein Antrag Singer's, den Magistrat zu ersuchen, ein Ruaben), Unzucht bei 4( 1 Ku., 3 M.). Die Ueberweisung erfolgt Wahlreglement für die Etadtverordneten Wahlen, welches fast ausnahmslos wegen Bergehen gegen das Eigenthum, und nicht vorhanden ist, dessen Fehlen sich aber wiederholt zwar Jahr für Jahr. Also ist auch bei diesen Rindern, die als unangenehmt bemerkbar gemacht hat, zu entwerfen und die verwahrlosesten" gelten, die Ursache der Verwahrlosung" der Versammlung zur Beschlußfassung vorzulegen, wird augenscheinlich zumeist in Noth zu suchen. Das hindert aber wegen vorgerückter Beit bis zur nächsten Sigung, welche sich mit gewiffe Leute nicht, gegen die Verwahrlosung" der Jugend der Prüfung der Stichwahlen zu beschäftigen hat, vertagt. umentwegt ihr Rezept mehr Religion und daneben mehr Prügel" zu empfehlen. machen. Das Andenken der seit der letzten Session verstorbenen Abgg. Conrad, Greis und Neumann ehrt das Haus in der üblichen Weise. gebildet werden. Die Fachkommissionen werden in derselben Weise wie bisher Bevor das Haus in den zweiten Gegenstand der Tages: ordnung eintritt, beantragt Abg. Singer zur Geschäftsordnung: den von seinen Freunden gestellten und bereits vertheilten Schleunigen Antrag auf Einstellung des Strafverfahrens gegen den Abg. Stadthagen wegen Beleidigung durch die Presse mit Rücksicht darauf, daß in dieser Sache bereits morgen Termin ansteht, schon heute zu verhandeln. Der Präfident theilt mit, daß der fragliche Termin morgen bereits um 9 Uhr stattfinden soll, und daß der Antrag auch in der heutigen Sigung verhandelt werden könne, wenn dagegen fein Widerspruch erhoben würde. Ein Widerspruch erhebt sich nicht; der Antrag wird an dritter Stelle verhandelt werden. Der schleunige Antrag der Abgg. 3 immermann und Genossen wegen Einstellung der gegen Abg. Werner schwebenden Privatbeleidigungstlagen für die Dauer der Session wird ohne Debatte angenommen. die, wenn fie Tokales. $ 2 über Aufgepast! Wir erhalten folgende Buschrift: Auf grund des§ 11 des Preßgesetzes ersuche um Aufnahme Es folgt die Berathung des oben erwähnten sozialdemo- folgender Berichtigung: Die in Nr. 281 des Vorwärts" vom fratischen Antrages auf Einstellung des Strafverfahrens gegen 1. Dezember cr. über meine Person enthaltenen Behauptungen entden Abg. Stadthagen. Auch dieser Antrag wird debattelos an- fprechen nicht der Wahrheit mit Zivilpersonen, die stundenlang in genommen und zwar gegen den Widerspruch der Konservativen. Der Beuthstraße auf und abflaniren, habe ich durchaus nichts gemein, Der Präsident verliest eine Reihe von Urlaubsgesuchen; selbstverständlich liegt für mich durchaus teine Veranlassung vor, darunter auch ein solches des Abg. AhIwardt auf 7 Wochen diefelbe gänzlich zu meiden. Hiermit erledigt sich auch die in vegen einer unaufschiebbaren Reise ins Ausland.( Stürmische der Notis enthaltene Verleumdung der Polizei- Spigelei. Heiterkeit.) R. Gaffron." Eingegangen find drei schleunige Anträge wegen Girstellung des Strafverfahrens gegen die Abgg. Schippel, Möller Waldenburg und Hirschel. Der Präsident schlägt vor, die nächste Sihung Mon tag 1 Uhr abzuhalten mit der Tagesordnung: Die erste Lesung des Reichshaushalts- Etats und Berathung der drei schleunigen Anträge. Auf den Wunsch des Abg. v. Mauteuffel wird die Sigung erst um 2 Uhr beginnen. Kommunales. Zur Würdigung dieser interessanten Buschrift theilen wir die folgenden Thatsachen mit: Am Sonnabend, den 30. November, 214 Uhr nachmittags, traf einer unserer Redakteure Herrn Gaffron, als er in die Beuth straße durch einen Durchgang von der Kommandantenstraße aus einbog. Um 5 Uhr nachmittags sah ihn der nämliche Redakteur vor dem Schaufenster der Vorwärts. Buchhandlung. Als Herr Gaffron sich erfaunt sah, versuchte er sich zunächst in dem links vom Schaufenster gelegenen Hauseingange zu verbergen und flanirte" dann langsam die Beuthstraße hinunter. Kurze Zeit vorher hatte er eine Hauptrolle in einem bösartigen Schwindel gespielt, durch den die Redaktion des Vorwärts" getäuscht werden sollte. Diese Thatsachen reichen wohl hin zur Ken zeichnung des Herrn Gaffron. " 44 davon waren = Dies Ein Preisausschreiben für einfache, billige, aber geschmackvolle Zimmer- Einrichtungen" wird von der funstgewerblichen Zeitschrift für Innen- Deforation" erlassen. An Preisen sind insgesammt 2000 m. ausgefeßt. Gewünscht werden: 1 Empfangsimmer, 1 Wohnzimmer, 1 Eßzimmer, 1 Schlafzimmer, 1 Stüche perspektivischer Darstellung in Federmanier. Die Arbeiter, die mit ihrer Familie Quergebäude vier Treppen oder im Steller in einem elenden Loche hausen müssen, werden nicht schlecht erstaunt fein, daß die im Preisausschreiben gekennzeichnete Wohnung einfach" genannt wird. In die Berliner Polizei scheint man im äußersten Oftelbien ein nicht geringes Vertrauen zu feßen. Aus Goldap wird gemeldet, daß die dortige Bürgerschaft einen hiesigen Polizeilieutenant, namens Tschepfe, zum Bürgermeister erwählt habe. Der hiesige Polizeimoniteur, dem wir die Nachricht entnehmen, bemerkt hierzu in treuer Pflichterfüllung, daß das Scheiden des beliebten Beamten hier allfeitig bedauert werde". Zur Erleichterung des Weihnachts Verkehrs ist, wie die amtliche Berl. Corr." meldet, in Staatsbahn- Verkehr und im direkten Verkehr mit anderen, die gleiche Bestimmung annehmen den Bahnen die Geltungsdauer der am 28. Dezember d. J. und den folgenden Tagen gelösten gewöhnlichen Rückfahrtkarten von sonst fürzerer Geltungsdauer bis zum 2. Januar t. J. einschließlich zu verlängern. Die Rückfahrt muß zur Wahrung der Frist nach der allgemeinen Regel der Staatsbahnen am 2. Januar f. J. ngetreten fein. Die Eisenbahndirektions- Präsidenten in ihrer Genschaft als fönigliche Eisenbahn- Kommissare find ermächtigt, den Verwaltungen der ihnen unterstellten Privatbahnen die Ein. führung der gleichen Verkehrserleichterung zu gewähren. Die„ Kauaria" eröffnet am Freitag, den 6. Dezember cr. ihre 14. Ausstellung. Der Katalog führt unter 219 Nummern zur Prämiirung und unter 210 Nummern zum Verkauf be ftimmte Kanarienhähne auf. Der Ausschuß zur Prüfung der Giftigkeit der Stadt: veidneten- Wahlen hat am Dienstag unter dem Vorsiz des adiv. Horwiß über die eingegangenen Wahlproieste berathen. Eine große Anzahl der vollzogenen Wahlen, welche nur auf Zur Charakterifirung des Wohlthätigkeitssports". ihre formelle Richtigkeit zu prüfen waren, gaben zu feinen Be Einige amüsante Beiträge hierzu lieferte die Generalversammlung Vereins denken Beranlassung und wurden ohne weiteres vom Ausschuß des Der Vorsitzende, für Kinder Voltstüchen." für giltig erklärt. Die Thatsache, daß einige Stadtverordnete, Herr Abraham, fonnte schmunzelnd mittheilen, daß der Verein um den Bestimmungen der Städte- Ordnung zu genügen, die es durchgesetzt habe, auf der Gewerbe- Ausstellung die Massen Eigenschaft als Hausbesitzer dadurch erworben haben, daß sie sich ernährung durch Volksküchen vorführen zu dürfen. Man werde mit außerordentlich geringen Antheilen an Grundstücken begnügten, zeigen, daß es ganz gut möglich fei, fich mit etwa 40-50 Bf. führte zu einer längeren und lebhaften Diskussion. Vom Stadtv. pro Tag ausreichend zu ernähren. Die Erlaubniß, eine Küche Als Merkwürdigkeit wird jetzt in der bürgerlichen Bresse Meyer wurde es als Gesegesverhöhnung und Simulation be- auf dem Ausstellungsterrain zu errichten, sei übrigens nur mit der Walton des Kranzlerhauses Unter den Linden bezeichnet. Die zeichnet, wenn so kleine Hausantheile wie z. B. 1/400 crworben vieler Mühe erwirkt worden; denn die Konkurrenz sei sehr Stäbe des Geländers sollen nämlich aus Läufen von Gewehren werden, und beantragt, durch Vernehmung der Verkäufer fest- groß gewesen. Diese Konkurrenz kam von Frau Morgenstern, bestehen, welche in den Fürstenbefreiungskriegen von 1818-1815 zustellen, ob der Erwerb wirklich stattgefunden hat. Stadtv. die ja schon im Jahre 1882 auf der Hygiene Ausstellung benutzt worden sind. Die Sozialdemokratie hofft den Tag zu er= Spinola sekundirte dem Antragsteller sehr eifrig und fand es der Bourgeoisie das ganz auserlesene Vergnügen bereiten leben, an dem alle Mordgewehre eine müßliche Verwendung finden in einer Volksküche zu speisen. Frau werden. ganz in der Ordnung, daß dem Grundbesitz die Majorität in durfte, einmal der Stadtverordneten Bersammlung gewährleistet ist. Stadtv. Morgenstern meint freilich, daß Herr Abraham ihr Konkurrenz Zur Selbsthilfe gegenüber dem ungenügenden Pferdebahns Singer, der von den Stadtvv. Cassel, Neumann mache, und sie bekämpft ihren Nebenbuhler, wo und wie sie nur und Sachs II lebhaft unterstützt wurde, führte aus, immer kann. Dabei scheut sie sich jedoch nicht, anderen Leutchen, verkehr haben die in Treptow beschäftigten Arbeiter 2c. gegriffen, daß nicht der geringste Grund vorliege, von der die auf dem Gebiete des Wohlthätigkeitssports ebenfalls gern indem fie, wie ein Berichterstatter meldet, mit Befißern von bisher So hat Kremsern Abkommen getroffen, welche sie in den Stand setzen, geübten Praris die Höhe Des Antheils etwas bedeuten möchten, selber Konkurrenz zu machen. nicht in betracht zu ziehen abzugehen, es sei denn, man wolle sie eine ihrer Volksküchen vor einiger Zeit in dasselbe Haus ver- bei mäßigen Preisen schnell und zu passender Zeit befördert zu die Wahl sozialdemokratischer Stadtverordneter noch mehr er- legt, in welchem der Verein Jugendschuh" der Frau Bieber- Böhm werden. Vom Weihnachtstisch der ,, braven Schuhmannschaft" schweren, als es das bestehende Wahlsystem schon ohnehin thut. eines seiner Mädchenheime und seinen Mittagstisch für Mädchen Die Absurdität der Bestimmung in der Städteordnung bezüglich hat. Frau Bieber- Böhm zetert daher über Frau Morgenstern weiß ein Berichterstatter folgendes zu melden: Der Weihnachtsder Hausbesitzer könne nicht drastischer dargelegt werden, als daß ebenso, wie Frau Morgenstern über Herrn Abraham, und tisch im Polizeipräsidium wird, wie verlautet, dieses Wial den man, wie geschehen ist, verfährt und sich die Eigenschaft als jeder wünscht dem anderen baldige Pleite. Der Geschäfts- Beamten nicht allzu reichlich gedeckt sein. Die Bescheerung soll Hausbesitzer durch eine ganz minime Betheiligung an einem fundigste ist übrigens doch Herr Abraham; er weiß die Wohl für die Schutzmänner nur bis zu 10, für die Wachtmeister 15 und Grundstück erwirbt. Im übrigen habe, da nur die Eigenschaft thäter" zu nehmen, daß es eine Art hat. Die Kosten der Aus- für die Abtheilungswachtmeister 25 Mart betragen. Daß die entscheidend ist und jede Bestimmung über den materiellen Umstellungsküche hofft er z. B. dadurch zu verbilligen, daß er die Weihnachtsgeschenke so gering ausfallen, liegt nicht etwa an dem fang des Besizes fehle, die Stadtverordneten- Bersammlung gar Einrichtung als Ausstellungsgegenstand ihrer Hersteller bezeichnet, bösen Willen an irgend einer Stelle, oder gar daran, daß die fein Recht, sich um zu wofür er dann einen billigeren Preis oder auch gänzlich unent: Beamten dieses Mal weniger verdient hätten als früher; es ist diese privatrechtlichen Fragen fümmern. Die ganze Anregung fich, geltliche Lieferung beanspruchen zu dürfen meint. Selbst die vielmehr in den thatsächlichen Verhältnissen begründet. Während wenn vielleicht auch nicht beabsichtigt, als eine politische Bobprodukte, Erbsen, Linsen, Bohnen, Würste, Speck u. s. w., die in den letzten Jahren das Schußmannstorps große Lücken aufAktion gegen die Sozialdemokratie, und es fei bezeich- ebenfalls ausgestellt werden sollen, hofft er auf diese Weise von wies, sind jetzt so ziemlich alle Stellen besetzt. In folge dessen nend, daß das Gewissen des Antragstellers die angebliche Gesetzes- den Lieferanten billiger zu bekommen. Vielleicht wird er sich sind die Ersparniffe, aus denen die Gratifikationen bestritten verlegung in dem Augenblic nicht mehr vertrage, wo es sich wirklich nicht verrechnen; denn die Lieferanten haben ja neben werden, viel geringer geworden, und dementsprechend müssen um sozialdemokratische Stadtverordnete handle, während er sich der Reflame, die sie so für sich machen dürfen, auch noch den leider auch die Weihnachtsgeschente fleiner ausfallen. Es sind traurige Zeiten selbst für die Polizei! durch dasselbe Verfahren von Männern seiner politischen Richtung Vortheil, in den Geruch von Wohlthätern" zu kommen. charakterisire " es nur ein" " Der Polizeipräsident giebt folgende Warnung bekannt: 1 Anzeichen vor, die seine Schuld faft zweifellos erfcheinen| Yorker Staats- Zeitung" spricht denn auch die Meinung aus, daß Aus der sogenannten Politlinit und Naturbeilanstalt von laffen. Der Festgenommene ist nämlich im Besize von das Verhalten der„ National Sculpture Society" andern Motiven D. Friedel in Braunschweig werden für den Preis von 5 M. ungefähr 200 M. baaren Geldes, über dessen Erwerb er sich entspringt als tünnilerischen Bedenken. Sie schreibt: Waren es als Heilmittel gegen Diphtheritis zwei Lösungen versandt, welche nicht ausweisen kann. Außerdem Außerdem ist festgestellt, daß er vorwiegend Gründe religiöser Natur, welche in des Dichters abwechselnd eingenommen werden sollen. Nach der chemischen gerade in der Nacht, in der die That in Teltow ver Heimath das häßliche Nein spruchreif machten, so scheint hier Untersuchung besteht die eine aus einer spirituösen Auflösung übt wurde, in seiner Wohnung, die er seit drei Wochen krasser Nativismus, wie die Fremdgeborenen den amerikanischen des giftigen Cyanquecksilbers in Wasser, die andere ist ein inne hatte, nicht anwesend war, und daß er sich in Chauvinismus nennen, das Unternehmen vereiteln zu wollen, äußerst verdünnter alkoholischer Auszug unwirksamer Pflanzen Widersprüche darüber verwickelt, wo er die Nacht zugebracht anders läßt sich die Todtschlagskritik, welche die„ National stoffe. Vor dem Ankauf dieser Mittel, sowie der von dem habe. Als man ihn ergriff und verhörte, war er leichenblab. Sculpture Society" an Professor Herter's Kunstwerk geübt hat, p. Friedel herausgegebenen Broschüren:„ Der Keuch- oder Stick- Der Verdächtige wurde noch im Laure des gestrigen Tages in nicht deuten. Nativismus wie vielleicht auch gewöhnlicher Brothusten" und" Die chronischen Krankheiten" warne ich hiermit das Untersuchungsgefängniß nach Moabit gebracht; auch sein neid haben die Sachverständigen bewogen, der Parkfommission das Publikum. Begleiter Schwarz ist dorthin gebracht worden. Zweifelhaft ge- die Ablehnung des Denkmals zu empfehlen." Der Protest der Aus dem Tuskulum am Plößensee ist Genosse Ia hu, worden ist es, ob Kurz den Schulz mit Vorsatz und Ueberlegung Society" wurde von der Parkkommission einstweilen zu den der dort wegen Beleidigung eines Polizeibeamten drei Monate getödtet hat. Verschiedene Anzeichen sprechen dagegen. Die Atten gelegt. zubringen mußte, wieder in die fragwürdige„ Freiheit" zurück- Vermuthung gewinnt Wahrscheinlichkeit, daß er gekehrt, unter der zu leben das deutsche Volk nun einmal verauf einen Diebstahl abgesehen hatte. Er ist wahrdammt zu sein scheint, mag der Kurs seiner Staatsmänner alt, gebrochen, hat aber die Wohnungsthür des Schulz nicht ver scheinlich durch durch das das Fenster der Nebenwohnung Gerichts- Beifung. neu oder allerneueft sein. Üm unnüßes Aufsehen" zu vermeiden, schlossen gefunden. Während er nun dabei war, das Blatt der vor Brausewetter verhandelten Brezprozeß gegen die„ Volkss Brausewetter als Zeitunngrezensent. Zu dem vorgestern wurde Jahn am Dienstag Vormittag von Blößensee nach der Kommode abzubrechen, wird Schulz, der einen wenig festen Schlaf Beitung"( fiehe den Gerichtstheil der gefirigen Nummer) bringt Stadtvogtei übergeführt, selbstverständlich in der für Spizbuben, hatte, erwacht sein. Zuhälter, politische Verbrecher und anderes Gelichter vom fich des Geldes bereits bemächtigt hatte, zum Meffer ge Gerichtsvorsitzende verkündet hat. Nun erst hat der Dieb, nachdem er das betroffene Blatt noch die Gründe, welche der berühmte preußischen Staate eigens angeschafften Equipage, dem„ grünen Wagen". Nun, das Bittere, das in solcher Behandlung für griffen, um das Hinderniß, das sich ihm in den Wg stellte, Landgerichtsdirektor Brausewetter führte aus, daß die in einen anständigen Menschen liegt, es ist vorüber, und Genoffe zu beseitigen. Für diesen Hergang spricht der Umstand, der Presse überhand nehmende Gepflogenheit, Beamte und Jahn wird sich durch das erlittene Ungemach nicht abhalten daß sich an der Kommode und an den Sachen, die daraus Offiziere ohne Grund anzugreifen, nicht scharf genug gelaffen, vereint mit dem arbeitenden Wolke nach wie vor mit genommen sind, keinerlei Blutflecke finden. Es scheint auch ahndet werden könne. Wenn gegen den Angeklagten nicht auf ganzer Kraft für den Sieg des Sozialismus zu kämpfen. Daraus hervorzugehen, daß die Leiche des Getödteten nicht im Bette, Gefängnißstrafe erkannt worden sei, so sei dies aus dem Grunde sondern neben der Kommode lag. Endlich sind an der Thür geschehen, weil er einmal noch unbescholten sei, andererDie Stätten des Elends. Die Eröffnung der Wärme- der Schulz'schen Wohnung gar feine Spuren von einer gewalt feits die„ Bolts- zeitung" nicht zu den Blättern ballen am Alexanderplat hat Dienstag früh stattgefunden. Das samen Deffnung gefunden; es ist aber nicht wahrscheinlich, daß gehöre, deren Gewohnheit es sei, den Offizier- und BeInnere der geräumigen Hallen hat sich nicht geändert. Im der alte Schulz in der Nacht so ohne weiteres geöffnet haben amtenstand her abzuwürdigen. ganzen sind gegenwärtig vier Stadtbahnbogen für den wohl- sollte. thätigen Zweck nußbar gemacht worden, die zusammen 1200 PerMit welchen Gefühlen die Redaktion der Bolts Zeitung" sonen fassen. Trotz der milden Witterung hatten gestern etwa 86jährige Arbeiter 3. aus der Gotheniusstraße gestorben. 3. bat, vermögen wir natürlich nicht zu beurtheilen. An Alkoholvergiftung ist am Montag nachmittag der diese Kennzeichnung aus solchem Munde entgegengenommca 200 Personen die Gastfreundschaft des Asyls in Anspruch ge hatte auf dem Grundstück Saarbrückerstr. 26 den Abort aufgesucht nommen. Die Leute, welche hart mitgenommen aussahen und sehr defekte Kleidung trugen, saßen schweigend und vor sich hin- und kehrte von diesem Gange nicht mehr zurück. Man glaubte, blickend auf den Holzbänken. Die allenthalben an den Wänden daß er unbemerkt das Haus verlassen hatte. Als später ein angeschlagene Hausordnung macht die Ruhe zur ersten Pflicht. Hausbewohner namens Bauer sich auf den Abort begab, fand er Rarten- und Würfelspiel find streng verboten. Jeder der Un- 3. dort noch fizen. Erst schien es, als ob er eingeschlafen sei, glücklichen soll sein Unglück schweigend und, wenn es ihm auch Gine Alkoholvergiftung hatte sein Herz gelähnt und seinem Leben bald jedoch nahm man wahr, daß man eine Leiche vor sich hatte. schwer fällt, in Gottergebenheit tragen. ein Ende gemacht. " Wie nothwendig eine sorgfältige Ueberwachung des von außerhalb nach Berlin eingeführten Fleisches ift, lehrte wieder einmal eine gestern vor dem hiesigen Schöffengericht verhandelte Anklage gegen die Fleischwaarenhändler Heinrich und August Thümer aus einem kleinen Landstädtchen Mecklenburgs. Die aus waaren sind schon seit langer Zeit Gegenstand besonderer AufmerkſamMecklenburg stammenden, in Fäffern und Körben versandten FleischAuf der so vielfach wegen ihrer Fahrgeschwindigkeit" feit unserer Kontrollbeamten, deren Verdacht schon in unzähligen gerühmten und bemängelten Wannseebahn werden Neue händler J. in der Kurzenstraße eine Untersuchung wegen Kuppelei Sendung von sechs Fässern und einem Korbe Fleischwaaren, Vor kurzem wurde gemeldet, daß gegen einen Bigarren Fällen fich als durchaus berechtigt erwiesen hat. Auch eine rungen eingeführt. Gestern Morgen famen furz vor Abgang eines Buges noch zwei Arbeiter mit einem Back Stüble. eingeleitet worden sei. Die Untersuchung wurde angestellt auf welche seitens der Angeklagten am 6. September hierher dirigirt Als fie gerade beim Einsteigen waren, gab der Stationsvor die Aussage eines Mannes hin, welcher in den J.'schen Laden war, erregte die Aufmerksamkeit des auf dem Lehrter Bahnhofe steher das Zeichen zum Abfahren und der Zug setzte sich in Be- Einkäufe machte und den Thatbestand des Verbrechens wahr- stationirten Fleischschau- Beamten; dieser ließ die gesammte Waare wegung. Zurückbleiben" rief der Beamte den beiden Arbeitern genommen haben wollte, worauf die Polizei sofort benachrichtigt mit Beschlag belegen und nach dem Fleischschau- Amte auf dem Dort stellte der Kreis- Thierarzt zu; allein der Thürschließer hatte ihnen schon in den Wagen wurde. Die Behörde hat jedoch die Haltlosigkeit der Anzeige Schlachtviehhofe, befördern. hineingeholfen. ermittelt und sucht nun den Denunzianten, der aber nicht zu Waßmann fest, daß in 3 Fässern zwischen gutem Fleisch solches Zug anhalten", ertönte es von neuem durch die Bahnhofshalle. Und richtig! Der Zug, der schon etwa zwanzig ermitteln ist, weil er falschen Namen und Adresse angegeben hat. lag, welches als von tuberkulösem Rindvieh herrührend unschwer Meter gefahren war, hielt still, die beiden Verbrecher gegen die zu erkennen war, obgleich offensichtlich eine sachkundige Hand Der Gemeindeförster Wolff and Schönow ist bei einem versucht hatte, einen Theil der charakteristischsten Krantheits Dienstordnung" mußten wieder aussteigen und dem Stations Renkontre lebensgefährlich verlegt worden. Wolff traf auf Heger- Merkmale zu beseitigen. Das gesammte Fleisch jener 3 Fässer auffeher in die Dienststube folgen, wo ihre Perfonalien festgestellt nicker Feldmark den Arbeiter Robert Kautz und den Weber wurde zur Vernichtung bestimmt, gegen die Absender aber die wurden. Ohne irgend ein besonderes Abfahrtzeichen erhalten zu Heinrich Plüschte bei unberechtigter Ausübung des Fangens wilder Anklage wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel- Gesetz erbaben, fegte sich der Zug nach diesem Intermezzo wieder in Kaninchen mittels Frettchen. Als Wolff, der sich in Begleitung boben. Die Angeklagten behaupteten, daß sie die Kuh, von Bewegung und fuhr von dannen. feines 15jährigen Sohnes befand, das Frettchen abpfänden wollte, welcher jenes Fleisch herrührte, in ihrem eigenen Stalle fünf wurde er sofort mit Spaten angegriffen und zu Boden geschlagen. Wochen lang aufgerüttert, auch die Milch der Kuh täglich felbft Die Thäter sind verhaftet. getrunken und auch bei der Echlachtung Anzeichen der Tuberkulose nicht wahrgenommen hätten. Der Staatsanwalt hielt eine Fahrs lässigkeit für vorliegend und beantragte je 75 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof glaubte aber über dies Straimaß hinausgehen su sollen, einerseits mit Rücksicht auf die große Gefahr, welche dem Publikum aus dem Genusse ungesunden Fleisches evwachse, anderseits in der Erwägung, daß der Zustand, in welchem das Fleisch hier angekommen, beinahe den Verdacht eines wiffentlichen Vertriebes gesundheitsschädlicher Nahrungsmittel auffommen lasse. Die Angeklagten wurden zu je 200 M. Geldstrafe, verurtheilt. In Paukow brach gestern plötzlich ein fremder Mana, augenscheinlich ein Bettler, auf der Straße zufammen und blieb leblos liegen. Ein herbeigerufener Arzt konstatirte Tod durch Herzschlag. Bei der Leiche fand sich eine Bescheinigung des Berliner Amtsgerichts über Verbüßung einer Haftstrafe wegen Bettelus, die vom vorhergegangenen Tage und auf den Namen Schneidewindt lautete! Auch etwas aus dem Zeitalter der Sozialreform! Polizeibericht. Am 3. d, M. vormittags wurde an der Ecke der Prinzen und Dresdenerstraße ein Laufbursche durch einen Geschäftswagen überfahren und am Kopfe, sowie am Unterleib erheblich verlegt. Mittags versuchte am Halleschen Ufer ein Mann sich im Landwehrkanal zu ertränken. Er wurde von einem Schuhmann aus dem Wasser gezogen. Im Laufe Witterungsübersicht vom 4. Dezember 1895. Die Greifin mit 15 M. monatlichen Almosen. Von des Tages fanden sieben unbedeutende Feuer statt. der Staatsanwaltschaft wurde die Leiche der 76jährigen Almosenempfängerin Mathilde Schulz aus der Kl. Andreasstr. 19 beschlagnahmt. Die Greifin, die unverheirathet und schon seit längerer Zeit gänzlich erwerbsunfähig war, lebte von einem monatlichen Almofen von 15 Mart. Am Montag Morgen um 7 Uhr fand man sie Stationen. in ihrer Wohnung todt auf. Da die Todesursache nicht feitgestellt werden konnte, so beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft die Leiche, um sie gerichtsärztlich öffnen zu laffen.- Hat denn wohl niemand daran gedacht, daß die Greisin mit 15 Mart Almosen verhungert sein wird? Will man gar zutreffenden Falles die Leute zur Rechenschaft ziehen, die den Hungertod der Greifin verschuldet haben? Das wäre doch in der That ungeheuerlich weil damit innerhalb der besten der Welten alles auf den Kopf München gestellt würde. Swinemünde Hamburg Berlin Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 757 758 SM WSW 759 WNW Wiesbaden. 765 SW 766 766 Still 742 SW 765 WSW 750 769 SSW WSW Wien. Windstärke A 2222( Stala 1-12) Wetter Nebel heiter bedeckt wolfenlos Regen Nebel bedeckt Temperatur ( 50 S. 4° R.) nach Celfius 2244431 Nach§ 163 Strafgesetzbuchs tritt bei Vorliegen eines Falscheides Straflosigkeit ein, wenn der Thäter, bevor eine Anzeige gegen ihn er olgt oder eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet und bevor ein Rechtsnachtheil für einen andern aus der falschen Aussage entstanden ist, diese bei derjenigen Behörde, bei welcher er sie abgegeben hat, widerruft. Diese Bestimmung machte Rechtsanwalt Dr. Fr. Friedmann gestern in einer Anklage sache wegen fahrlässigeu Meineids geltend, die gestern gegen den Viehhändler Josef Mertewig vor der III. Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. Der Angeklagte batte längere Zeit einen Vertreter in der Person eines Handelsmannes Fink. Als dieser aus seinem Dienste schied, kam es zu Meinungsverschiedenheiten bezüglich ber Gehaltsansprüche des Fink, und der Streit wurde schließlich dem Gerichte zur Entscheidung überwiesen. In dem gerichtlichen Verfahren beeidete nun der Angeklagte, daß der Kläger zu einem gewissen Termine gar nicht mehr in seinen Diensten gewesen sei. Wenige Tage nach Ableistung des Eides überzeugte sich der Angeklagte aber, daß er fahrlässigerweise etwas Falsches beschworen und beeilte sich, durch eine Anzeige bei Gericht den Frrthum wieder gut zu machen. Es war aber zu spät, denn inzwischen war schon seitens seines Gegners eine Strafs anzeige wegen fahrlässigen Falscheides bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Der Staatsanwalt beantragte 6 Wochen Ges fängniß, während der Vertheidiger auf grund des§ 163 die Straffreiheit beantragte. Der Gerichtshof hielt den§ 163 nicht für anIm Säulenhofe der egyptischen Abtheilung der könig- wendbar, da vor dem Widerruf bereits eine Strafanzeige und auch für einen andern vorgelegen habe. Der 422 936 Regen wolkig halb bedeckt 5 Eine lebensgefährliche Körperverlegustg hat am Montag Haparanda Abend um 11/2 Uhr der Arbeiter Wonhowsky seiner Geliebten, Petersburg. der 32 jährigen unverehelichten Majarfsty beigebracht. Die Ma- Cork jarfsty wohnt seit dem 15. Oftober mit ihrer Mutter, einer Frau Aberdeen. von 63 Jahren, in der Lichtenbergerstr. 5 auf dem Hofe im Baris. Keller. Bei ihr hielt sich jede Nacht Wonhowsky auf, der schon seit 15 Jahren mit ihr verkehrt. Die ganze Gesellschaft pflegte Wetter- Prognose für Donnerstag, den 5. Dezember 1895. nächtlicher Weile solchen Lärm zu machen, daß die Nachbarschaft Ziemlich warmes, veränderliches, vorwiegend trübes Wetter sich bei dem Hausverwalter Sachse beschwerte. Herr Sachse mit Regenfallen und frischen füdwestlichen Winden. erklärte deshalb den Majarfsty's, er werde sie ermittiren, sobald sie Berliner Wetterbureau. den Wonhowsky noch einmal beherbergten. Als dieser nun am Montag Abend um 111/2 Uhr erschien, verweigerte ihm seine Geliebte die Aufnahme. Darüber gerieth der Mann in Wuth, drang fofort mit gezücktem Messer auf die Majarfsky, die unvorsichtigerweise die Thür geöffnet hatte, ein und versetzte ihr drei Stiche, Kunst und Wissenschaft. einen in den Oberschenkel, einen zweiten in die linke Backe und lichen Museen ist zur Zeit eine größere Sammlung von Alter ein Rechtsnachtheil nur auf eine Woche Gefängniß, indem gethan hat. 3 Gerichtshof erkannte aber nur er besonders erwog, daß sich ein urkundlicher Beweis für den Irrthum des Angeklagten unter den von ihm seinem Rechtsvertreter übersandten Papieren befand und der Angeklagte wohl annehmen konnte, daß der Vertreter ihn rechtzeitig auf cinen Irrthum aufmerksam machen würde. den dritten in die linke Schulter. Die Verlegte flüchtete und thümern ausgestellt, die den neuesten Ausgrabungen des eng eilte die Kellertreppe hinauf. Auf dem Flur brach sie zusammen. lischen Forschers Herrn Flinders Petric entstammen. Sie sind Ihre Mutter war der Schwerverlegten gefolgt. Der Messerheld den Museen von Herrn Martin Kennard in London als Geschenk verriegelte die Stubenthür, zog die Stiefel aus und legte sich auf überwiesen, dem die egyptische Abtheilung schon viele wertvolle das Bett. Von den Nachbarn, die zu Hilfe gerufen wurden, Proben aus Petrie's früheren Ausgrabungen in den Stadtruinen wagte niemand, Ginlaß zu verlangen. Die Polizei des 32. Re- von Kahun, Gurob, Tel- el- Amarna und Koptos verdankt. viers brachte die Verwundete in das städtische Krankenhaus am Das Heine- Denkmal in New- York. In der Franks 3tg." Friedrichshain, wo sie schwer darnieder liegt. Als vier Schuß- lesen wir: Von den Patentstreitigkeiten unter den verschiedenen Gasglühnicht- Gesellschaften meldet die Bosnische Zeitung": Am leute dann in die Wohnung eindrangen, sprang Wonhowsky Herter's Loreley Brunnen, der bekanntlich über See in die 29. November cr. standen vor der 4. Zivilkammer des Landblizschnell auf und entschlüpfte in Strümpfen auf die Straße. Verbannung ziehen mußte, weil ihm Heine's Landsleute keine gerichts Berlin I Termine in 20 Patentverlegungsklagen an, Er wurde jedoch bald eingeholt und gefesselt auf die Wache Unterkunft gewährten, scheint auch in New York von Partei welche die Deutsche Gasglühlicht Aktiengesellschaft( Patent Auer) gebracht. ftreitigkeiten verfolgt zu werden. Während die dortigen Kramm in Zehlendorf bezeichnet. Kramm soll sich eine Prozeß- tellung des Denkmals zu decken, hat sich der Aufstellung selbst Restaurants, Cafés u. f. w. Brenner und Glübftrümpfe benußt, Als verschwunden wird der Provinzial- Chauffeeauffeher Deutschen einen großen Bazar abhalten, um die Kosten der Auf- gegen Kaufleute, Gastwirthe, Hotelbefizer u. f. w. angestrengt hatte. Letztere hatten nämlich zur Beleuchtung ihrer Läden, fache, in der er verwickelt war, so zu Herzen genommen haben, ein unerwartetes Hinderniß entgegengestellt. Der städtischen die von anderen Firmen als der vorgenannten bezogen waren, 13. November Partkommission ist am von der ,, National daß er sich, wie das Berliner Tageblatt" meldet, ein Leid an Sculpture Society" ein Proteft gegen die öffentliche Auf- Neue Deutsche Gasglühlicht- Aktiengesellschaft u. f. w. Das Gericht 3. B. von Meteor, Friedr. Siemens u. Ko., Horwitz u. Saalfeld, stellung des Denkmals zugegangen. Die Einsprache ist wie Der muthmaßliche Nanbmörder Karl Kurz ist gestern, folgt begründet:" Das Komitee, dem von der Society" die zu Ende tamen, prinzipiell auf den Standpuntt der Klägerin Das Komitee, dem von der„ Society" die hat sich in allen diesen Prozessen, die an diesem Tage noch nicht Mittwoch, vormittags um 101/2 Uhr in Nowawes feft- Heine- Brunnen- Angelegenheit überwiesen ward, erlaubt sich zu bege ellt und verkündet, daß ein Gewerbetreibender, der sein Ges genommen worden. Mit ihm wurde der 19 jährige Bigarren- richten, daß die Photographien ein Monument ersehen lassen, schäfte lokal mit nicht patentirten Brennern oder Glühkörpern macher Karl Schwarz ergriffen, mit dem Kurz, wie wir dessen Verwerfung das Komitee in der ausgesprochensten Weise beleuchtet, sich einer Patentverlegung schuldig macht. An dem schon mittheilten, vorgestern in Potsdam eine Beche machte. empfehlen muß. Das Komitee fühlt, daß, wenn der Society" felben Tage verhandelte diefelbe Kammer noch über zwei Prozesse Dieser Aufenthalt in Botsdam führte auf die Spur des Kurz, irgend eine Benfur zustebt, dies eine Gelegenheit ist, fie auszuwischen der Deutschen Gasglühlicht- Aktiengesellschaft( Patent der seit drei Wochen in Nowawes wohnte. Zu seiner Ver üben. In anbetracht der Größe des Geschmacks und seines Auer) und Meteor. Gegen letztere Gesellschaft ist eine gerichtfolgung vereinigten sich die Gendarmen von Nowawes und Teltow Werthes, vom Standpunkt der Bildhauer und Architekten be liche einstweilige Verfügung ergangen, nach welcher ihr bei und die Potsdamer Kriminalpolizei. Die Beamten waren vorgestern trachtet, würde die„ Society", nach der Meinung des Komitees, 500 m Strafe untersagt wird, in ihren Veröffentlichungen Ausin Nowawes, fanden aber den Gesuchten nicht. Es hieß, daß er abends gerechtfertigt sein, den Behörden zu sagen, daß der Brunnen drücke zu gebrauchen oder Behauptungen aufzustellen, welche den nach Berlin gefahren sei. Man traf nun die nöthigen Anord- zu der Sorte von Denkmälern gehört, welche die ab Geschäftsbetrieb der Teutschen Gasglühlicht- Aktiengesellschaft als nungen, den Kurz zu fassen, sobald er nach Nowawes zurückfällige tritit in so großem Maße herausgefordert haben. unlauter fennzeichnen, deren Leinungsfähigkeit herabsehen oder kehren würde. Die Beamten vertheilten sich und legten sich Das Komitee hält dies Monument nicht für anderen Prozesse als ohne ernsten Rechtsgrund angestellt bezeichnen. den Stellen, wo man den Gesuchten erwarten fonnte, fößiger( objectionable) als viele, die jetzt auf prominenten Pläßen Gegen diese Verfügung hatte die Meteorgesellschaft Widerspruch im Hinterhalte. Kurs fehrte gestern Vormittag mit dem Schwarz in New- Yort stehen, aber es wünscht, seiner Mißbilligung in bezug erhoben. Die Meteorgesellschaft zog diesen Widerspruch zurück, auch wirklich zurück und wurde gleich darauf aus der Wohnung auf die Aufstellung weiterer Denkmäler, die zu dieser Klaffe ge so daß die Verfügang endgiltig zu Recht besteht. der Eltern seines Begleiters in der Lindenstr. 58 a von den Beamten hören, emphatisch Ausdruck zu verleihen." Gegen diesen Protest an herausgeholt. Mit ihm wurde Schwartz festgenommen, obwohl hat der Sekretär der New Yorker Heine Denkmal Gesellschaft, Wie für das Zentrum agitirt wird, zeigte sich nach der es zweifelhaft erscheint, ob dieser an der That betheiligt ist. Herr E. Richter, sofort Berwahrung eingelegt und Gutachten von lehten württembergischen Landtagswahl in Magolsheim, Kurz bestreitet, schuldig zu sein. Blutflecfe bat man an seiner Dr. Kips und Ludwig Pietsch in Berlin vorgelegt, welche den Oberamt Münsingen. Als das Resultat dieser Gemeinde bekannt Kleidung bisher nicht wahrgenommen. Dagegen liegen anderehohen künstlerischen Werth des Denkmals bekunden. Die New- wurde, wonach auch mehrere demokratische Stimmen abgegeben titulirte die Versammlungen. worden sind, sprach der dortige katholische Pfarrer Stiegeln Grundsah des gleichen Rechts für alle dauernd verlasse, eine| Redner erörterte dann den schädlichen Einfluß, den die in den feinen Unmuth nach der Predigt von der Kanzel herab aus und Korruption unseres ganzen politischen Lebens hereinbrechen müsse. Bäckereien übliche lange Arbeitszeit auf die Gefundheit und demokratischen Wähler als Taufschein An der Geschichte Englands zeigte er ferner die Rückständigkeit überhaupt auf die soziale Lage der Arbeiter ausübt, schilderte die Katholiken, erbärmliche Tropfen, charakter der deutschen Auffassung von Beleidigungen, auch der Majestätstrasse Lehrlingszüchterei der Bäckermeister, die sich den Teufel lose Buben 2c. Der streitbare Geistliche mußte sich des beleidigungen. darum scheeren, was aus den jungen Leuten wird, wenn sie wegen vor der Ulmer Straffammer verantworten und Wir hatten, so fuhr dann der Redner fort, eine wohl dereinst ausgelernt haben und nirgendwo Arbeit finden, und wurde auf grund des§ 130 a Reichs Strafgesetzbuches zu geordnete Organisation, wie alle anderen Parteien sie beleuchtete die Einwendungen, die die Unternehmer gegen: einer Woche Festungshaft verurtheilt; doch gab sich auch haben, nur mit dem Unterschiede, daß die unsere, den von der Kommission für Arbeitsstatistik ausgearbeiteten derselbe mit dieser gelinden Strafe nicht zufrieden und legte Re ein Produft vieler Kampfesjahre, streng gesetzlich aufgebaut Entwurf machten, der seiner Meinung nach gar nicht weitgehend vision bei dem Reichsgericht ein. Das Reichsgericht entschied war: die Polizei hat sie uns zerstört. Der Schlag genug fein könne. Wenn nun vorgeschlagen sei, nian solledas Schutzaber, daß ein Geistlicher derartige Angelegenheiten nicht in der hat uns getroffen, wie schon so manch anderer auch: aber wie gefeß für die neu zu errichtenden, nicht aber für die bestehenden Kirche zu erörtern hat, weil hierdurch der Wähler in seiner es bei den Köchen heißt, die ale find das Ge: Bäckereien in Wirksamkeit treten lassen, so hieße das ein Gesetz Freiheit der Ausübung des Wahlrechts gehindert werde, auch schunden werden gewöhnt", so können wir sagen, daß schaffen, das für die Arbeiter von keiner Bedeutung sei. Da die ote Wähler bei einer späteren Wahl zu befürchten haben, auf wir das Aufgelöstwerden gewöhnt sind! Freilich zeigt sich auch Reichsregierung sich vermuthlich darauf berufen werde, daß gleiche Weise der Mißachtung der anderen Bürger preisgegeben hier wieder die verschiedenartige Behandlung der Parteien, auch einige Dutzend Gesellen, allem Anschein nach von den zu werden und wirde daher die Revision veworfen. was hier Recht ist, ist dort Unrecht! Meistern gezwungen, gegen das zu schaffende Gesetz petitionirt Wir werden auch diese Angriffe siegreich abschlagen; haben, so müsse es umsomehr die Pflicht der Bäckerei Arbeiter fein ja, Herr v. Köller, der Auflösungsminister, ist ihren Forderungen durch Zusammenschluß in einer Organisation selbst schon, aufgelöst", denn seit gestern morgen ist er sowie durch immerwährende Agitation Nachdruck zu verleihen. heseitigt; gerade diese Maßregel, von der er glaubte, sie werde Schließlich werde man sich doch dazu verstehen müssen, etwas I der ersten großen Volksversammlung, die nach der ihm reiche Lorbeeren bringen, hat ihn zu Falle gebracht. Nur für die Bäckerei- Arbeiter zu thun, zumal man sich hierbei nicht polizeilichen Auflösungsaktion im 6. Wahlkreise Dienstag mag man teine Hoffnungen an diesen Personen- auf die sonst immer als Popanz vorgeführte Konkurrenz des Abend abgehalten wurde, hatte Reichstags- Abgeordneter Wilhelm wechsel knüpfen; der reaktionäre Zug, der durch unser Auslandes berufen könnte. Der Referent erutete für seinen VorLiebknecht das Referat. Eine nach tausenden zählende öffentliches Leben geht, ist keine momentane Regung, sondern trag stürmischen Beifall. In der Diskussion forderte Milde Menschenmenge hielt Kopf an Kopf gedrängt den großen Saal ift tief begründet in den Verhältnissen; in Wahrheit die Kollegen auf, sich zu organisiren, einerlei, ob im Verband des Cösliner Hofes besetzt, der schon um 8 Uhr ist ja nicht die Juftitia, sondern der Kapitalismus oder im Fachverein; vom Gesetz hoffe er nichts. Most von der Polizei gesperrt werden mußte. Nach einer heute die Grundlage des Reiches. Und der fühlt sich war mit dem Entwurf der Kommission für Arbeitsstatistik eingehenden Kritik der Geistesverfassung und der Praktiken bedroht, vertheidigt sich mit Feuer und Schwert! In Deutsch nicht zufrieden, da er den Arbeitern zu wenig biete. Wegen der unferer Gegner fuhr Liebknecht etwa so fort: Wir land wollen nun einmal die kapitalistischen Parteien diesen Machinationen der Meister sei von der Gesetzgebung überhaupt wollen, die Gesellschaft soll dafür sorgen, daß der Kampf so, wie sie ihn führen. Wir aber werden stehen, wie sehr wenig zu erwarten und schon deshalb sei es nothwendig, das Stärkere nicht dem Schwächeren gegenüber seine Gewalt und wo wir immer gestanden haben, während der 60 er Jahre, Koalitionsrecht in ausgiebigstem Maße zu benutzen, um das zu mißbraucht; statt des Faust rechtes wollen wir die gewährend und nach dem Kriege, während der Tessendorferei und erzwingen, was man verweigert. sellschaftliche Ordnung. Daher unsere Forderung nach während des Ausnahmegesetzes.( Stürmischer Beifall!) Das Werth der Verkürzung der Arbeitszeit und kritisirte den InVergesellschaftung des Eigenthums an den Produktionsmitteln und deutsche Proletariat läßt sich nicht vernichten, es hat seine differentismus der Kollegen. Zum Schluß wählte die Versammnach gesellschaftlicher Organisation der gesammten Produktion. Mündigkeit erreicht und wird nicht einen Zoll breit zurück- lung Engel, Barth und Fischer zu Revisoren für den Der Kampf aller gegen alle, das Grundprinzip des Anweichen.( Tosender Beifall), aber es bleibt auf dem Boden Vertrauensmann. archismus, wird dadurch aufgehoben. Das wissen auch der Gesetzlichfeit und wird nichts unternehmen, was unsere Gegner sehr wohl, aber trotzdem schreien sie immer in es seinen Gegnern gegenüber ins Unrecht setzen tönnte. Man rinuen, von der Lohnkommission der lokalen Richtung zu Die Versammlung der Konfektionsschneider und Schneidedie Welt hinaus, Sozialismus und Anarchismus, das würde vergeblich versuchen, uns vor die Acht. sei daffelbe. So hat die National- Zeitung" seinerzeit die millimeter- Flinten Dienstag nach dem Nieft'schen Saale einberufen, war nur von oder Dor die triegsUnwahrheit gefagt, als sie behauptete, in einer Versammlung in ministerielle, Feuersprige" zu führen. etwa 100 Personen besucht. Schmidt und Wiesemann, Stuttgart fei aus Liebknecht's Munde das Wort gefallen, Für uns arbeiten mit ungeschwächter Kraft die Verhältnisse; in Erfurt gewählt waren, aber dort nicht zugelassen wurden, weil die als Delegirte der Lokalorganisation zur Schneiderkonferenz Carnot's Nachfolger in Frankreich müsse auch ermordet werden. wir fcnftatiren den Gang der Entwicklung und suchen ihn zu man von ihnen vermuthet, daß sie im Interesse der Unternehmer Mit solchen Lügen sollte auf die Annahme der Umsturzbeschleunigen. Darum unterdrückt man uns. Aber geht es des= porlage hingearbeitet werden. Aber dennoch ist sie ge- halb etwa dem Bauer besser? Wird dadurch die Arbeits- thätig sind, berichteten über dieses ihr Mißgeschick unter einer Fluth von scheitert. Wir freilich wußten damals schon, daß die Reaktionäre losigkeit vermindert? Nein, es wird schlimmer und schlimmer mehr oder minder saftigen Schimpfereien gegen die Zentraliſten ihre Pläne damit nicht aufgeben würden; aber sie hatten doch und jeder Proletarier ist ein Blutzeuge gegen den Kapiund den„ Vorwärts". Mehrere andere Bersonen jegelten int erkannt, daß, ebensowenig wie sie ein Ausnahmegeset talismus, ein Rekrut für uns. Der Kapitalismus, so gleichen unreinen Fahrwasser. Als ein anderer Redner es für machen konnten, sie auch auf dem Boden des bestehenden wie er immer unerfättlicher wird, eilt immer stürmender der Mühe werth hielt, den Vorwärts" selbst gegen diese Leute Rechtes gegen den Sozialismus etwas ausrichten könnten. seinem Untergange entgegen, zu vertheidigen, erhob sich ein Orkan von Vorwürfen der be= und die Gesetzgebung Darum gingen sie, und thun es heute noch, fannten Sorte gegen ihu. Kurz, die ödeste anarchistische Schimpferei gegen das unserer Gegner beschleunigt das, allerdings ungewollt, wichtigste Recht des Volkes vor, gegen das allgemeine noch. Alles, was wir zur Besserung der Zustände Besserung der Lage der Arbeiter wirkende Sozialdemokratie zur Besserung der Zustände auf die unter den unerhörtesten Opfern werkthätig für die Wahlrecht, d. h. gegen den Fels, auf dem dus Deutsche vorschlagen, verwerfen unfere Gegner; warum aber Reich errichtet ist. Nur dadurch hat das Reich für die weitesten haben sie selbst nichts gethan? weil sie fürs das war der ganze Zweck auch dieser Versammlung. " Schichten feiner Bevölkerung Werth und Bedeutung, weil es ihnen das allgemeine Wahlrecht gebracht hat: man nehme dem Volke das allgemeine Wahlrecht, so ver fliegt die Liebe und es bleibt nichts als die Last. Man hat der Regierung auch wohl gerathen, ste möchte zur Bekämpfung der Sozialdemokratie den Reichstag auf lösen und an das Volk appelliren" als ob nicht weit mehr Sozialdemokraten dann wiedergewählt würden, als heute drinsitzen! Bolt nichts thun wollen! Darum auf mit der Sozial demokratie zu ungeschwächtem, siegesfrohem Kampfe! Nicht blos vertheidigen, was wir haben. Wir wollen und müssen erobern! Vorwärts! Schmidt erläuterte den Vermischkes. Der frühere Kassirer der Flensburger Volksbank, Chr. Petersen, der wegen Verübung einer bedeutenden Wechselfälschung und wegen Unterschlagungen seit zwei Jahren steckbrieflich verfolgt war, wurde in Kopenhagen, wo er unter einem falschen Namen ein Bankgeschäft betrieb, verhaftet. Lang andauernder Beifall der begeisterten Bersammlung beEr kann sich's leisten. Aus Kissingen wird der„ Volks lohnte den Redner für seine Ausführungen; mit einem donnern- Beitung" gemeldet: Der infolge des bekannten Auftritts im Kurden Hoch auf die Sozialdemokratie bekräftigten die Genossen den faale wegen Beleidigung des Badekommissars zu 14 Tagen GeEntschluß, nach wie vor mannhaft für unsere gerechte Sache ein- fängniß verurtheilte Amerikaner Stern hat auch den zweiten treten zu wollen. Von einer Diskussion wurde Abstand ge- Termin vorübergehen lassen, ohne die Strafe anzutreten. Hier nommen, um den Eindruck der Liebknecht'schen Rede nicht ab- durch ist die seinerseits gestellte Kaution von 80 000 m. dem In der That hat jetzt eine vollkommene Verschiebung der zuschwächen, und der Vorsitzende schloß die glänzend verlaufene Fiskus verfallen. Muß der Mann Angst vor den deutschen GeLage stattgefunden: wir vertheidigen die Geseze gegen ihre Versammlung, die den besten Beweis erbracht hat, eigenen Urheber, wir treten auf a 13 hüter der Grund- auch so geht! daß es fängnissen haben! rechte des deutschen Voltes gegen den Umsturz von oben. Diese Verschiebung hut deshalb so große Bedeu- Deutscher Holzarbeiter Verband. In der zum 1. Dezember tung, weil sie in den Verhältnissen begründet liegt, denn der nach dem Königshof, Bülowstraße, einberufenen Versammlung Gedanke, zum Absolutismus zurückzukehren, verbreitet sich für den Bezirk Weft und Südwest, die sich guten Besuchs erfrente, immer mehr und mehr in den Kreifen der Großbourgeoisie, mußte der Vortrag ausfallen, da fein Referent erschienen war. Schnelle Berichterstattung. Ein heiteres Malheur ist dem wie das Beispiel des Herrn v. Stumm deutlich zeigt. Zum Bezirksleiter wurde Kuschte, zu Werkstatt Kontroll- Leipziger Tageblatt" und dem nationalliberalen Parteiführer Eine weitere Strömung unter unseren Begnern will gar fommissionsmitgliedern für den Westen Wiemers, Herm. Dr. Gensel passirt. Der genannte Herr sandte das Manuskript kein Ausnahmegesez, da sie der Meinung ist, daß man auch mit Köster, Steinmetzstraße, und Wagner, für den Süd- Westen eines Vortrages, den er am Montag abend in der Gemeingeschickter" Anwendung der bestehenden Gesetze auskomme. Am Kretschmann, Wanke und Schöpflin gewählt. Da nüßigen Gesellschaft hielt, bereits vorige Woche in die Redaktion eigenen Leibe habe er( Liebknecht) an einem Urtheile das erfahren. der bisherige Beitragfammler seinen Pflichten nicht pünkt des Tageblatts, das den Vortrag bereits am Sonntag morgen, Raum sei die Umsturzvorlage gefallen, da sei die lange Kette von lich nachgekommen ist, wurde an dessen Stelle Büttner also etwa 36 Stunden früher als er gehalten war, als Bericht schweren Prozessen um uns geschlagen. Aber, wenn dasselbe ernannt. Den erledigten Schriftführer Poften besetzte man zum Abdruck brachte. い Gesez verschieden gehandhabt würde, dann sei das keine Justiz mit dem Kollegen Jung. Von den zu dieser Ver- Erprobte Kämpfer für Ordnung, Religion und Sitte. mehr, sondern Umsturz des Rechts und Ungefeßlichteit. fammlung eingeladenen Werkstellen Thiemann, Gerds, Winkel, Das Blatt" Der Elsasser" schreibt:" Drei heitle Sachen werden Ein schönes lateinisches Wort, das auch im Reichstag an Wörth und Funke war die lettere nicht vertreten. Aus den zur Zeit in Met, vielfach besprochen: Premierlieutenant hervorragendem Blaze steht, freilich nicht eingemeißelt Ausführungen der übrigen Kollegen war zu entnehmen, daß es Jakobsen, Adjutant in der 16. Feld Artillerie- Brigade, hat wie die Kameel- Inschrift- lautet: Justitia fundamentum immer wieder der Indifferentismus ist, der die Kollegen aus sich in Maastricht( Holland) erschossen, weil er in einem Meßer regnorum, Gerechtigkeit, gleiche Gerechtigkeit für alle, ist die jener Werkstatt von der Organisation fernhält. Der Vorsitzende Hotel ein scheußliches Verbrechen an einem Mädchen unter Grundlage der Reiche. Aber nach der Auffassung gewisser ermahnte die Kollegen, sich am Besuch der Vertrauensmänner- 14 Jahren begangen hat. Sein Opfer liegt danieder im Organe der herrschenden Klassen ist es soweit gekommen, daß Sigungen rege zu betheiligen. Nach einem zündenden Appell Dispenfär. Ein anderer Lieutenant hat sich aus dem Staube sich die Justiz, die Gerechtigkeit, nicht mehr mit der Existenz an die Anwesenden, sich angesichts der bevorstehenden Kämpfe gemacht, weil er gegen§ 175 des Strafgesetzbuchs( widernatürliche des Staates verträgt: denn wenn man den Sozial- fest um das Banner der Organisation zu schaaren, wurde die Unzucht) gehandelt haben soll. Ein dritter Lieutenant sitt hinter demokraten Gerechtigkeit und gleiches Recht Versammlung geschlossen. Thür und Riegel, desselben Verbrechens angeklagt." Das ist gewähre, dann müsse der Staat zu grunde eine hübsche Chronik. ge gehen. Sogar ein Mitglied des Reichsgerichts, des höchsten in der Schmiederei beschäftigten Personen beider Zahl von Toledo" im Stadttheater zu Posen wollte am Montag In einer kombinirten Mitglieder- Versammlung aller Panik im Theater. Während der Vorstellung der Jüdin Deutschen Gerichtshofes, durfte es wagen, einen Artikel zu schreiben, stellen Berlins hielt Kiesel einen mit Beifall aufgenommenen während des dritten Aftes der Lademeister Paul Koch, vom in dem ausgeführt wird, daß heute die staatliche und gesell- Vortrag über die Kämpfe der Arbeiter vom Mittelalter bis zur Foyer fommend, in angetrunkenem Zustande seinen Platz im schaftliche Ordnung sich nicht mehr mit dem gleichen Rechte für Gegenwart. Es folgte die Abrechnung vom Urama- Besuch, die Parquet wieder einnehmen. Als der Logenschließer ihm den Einalle verträgt, daß das Recht verschieden angewendet werden einen Ueberschuß von 32,54 M. ergab. Dann wurde die Neu- tritt verwehren wollte, wurde er von Koch mißhandelt, worauf muß, d. h. daß der Richter sich die Parteien nach ihrer politi- wahl des Vergnügungs- Komitees vorgenommen; gewählt find: der dienstthuende Polizeikommissar den Koch in den Korridor schen Gesinnung ansehen und jeden Sozialdemokraten ronhagel, Dressel, Behrend, verurtheilen solle.( Pfui!) Solche Verwüstungen hat der Kampf ganger, Körner und Kuslock oneig. Auf Antrag den Innenraum gedrungen, vom Publikum aber mißverstanden Lamprecht, zurückdrängte. Der Lärin war, wie die Boss. 3tg." erfährt, in gegen die Sozialdemokratie in den Köpfen unserer Gegner ansch midt's beschloß die Versammlung, die Bibliothek zu ver- worden, so daß dessen größerer Theil nach dem Ausgange gerichtet! Augenblicklich nun geht man wieder, ähnlich wie 1878 nach fie den Mitgliedern der Vereinigung leihweise zur Verfügung zu wurde erst wieder hergestellt, als der Regisseur von der Bühne kaufen, unter der Bedingung, daß der Käuser sich verpflichtet, drängte, wobei einige Damen in Ohnmacht fielen. Die Ruhe den Attentaten, an allen Ecken und Enden systematisch mit Pro- ftellen. Mit der Ermahnung an die Mitglieder, unter den herab erklärte, daß es sich um eine Ruhestörung und nicht um zeffen gegen uns los. Was ist denn vorhergegangen, um das zu jezigen Berhältnissen er st recht für die Vereinigung zu agitiren, eine Gefahr handle. rechtfertigen? so fragen wir. Unsere Gegner lügen, die Sozial- wurde die Versammlung geschloffen. demokratie habe in, unerhörter" Weise den Krieg von 1870 besprochen. Aus Spanien fommt eine Mittheilung, welche lehrt, daß Das ist nicht wahr. Wie wir über diesen und andere Kriege Die Vertrauensmänner der Bäcker Berlins haren zu es mit der Königstreue feiner Bevölkerung geradezu unerhört denken, das weiß jeder und wir haben es seit 25 Jahren offen Dienstag Nachmittag eine Protestversammlung, ach schlimm bestellt sein muß. Während die preußische Bourgeoisie gefagt. Wir sollen die Nation beleidigt haben? Wer ist die Kellers Fensälen einberufen, die von zirfa 1000 Personen befuchsich rühmen kann, bald in jedem kleinen Marttflecken ein Denk= Nation? Gerade als ob wir nicht auch zur Nation gehörten war. Referent war Reichstags- Abgeordneter Molten bubr. für ten verstorbenen Heldengreis errichtet zu haben, kommt Aber als der Gedanke der Jubiläumsfeier des Krieges von 1870/71 Er besprach in längeren Ausführungen die auf die aus Madrid die Nachricht, daß man in Aranjuez dem vor zehn auftauchte, warnten wir davor, weil es eine Herausforderung Bäckereien bezügliche Gesetzgebung Englands, Frankreichs, Jahren verstorbenen König Alphons nunmehr auch eine Statue der Franzosen war. Man wollte uns herausfordern Hollands, der Schweiz, Finlands, Schwedens und Norwegens, errichten werde, doch sei diese in dem ganzen Dezennium überund zwar zu dem Zwecke, um unsere Antwort darauf, wo überall für den Schuß der Bäckerei- Arbeiter wenigstens haupt das erste Zeichen der Verehrung, das die getreuen die natürlich nicht anders lauten tonnte, als einigermaßen gesorgt sei, während das Deutsche Reich damit Spanier ihrem hochfeligen Landesvater spendeten. Da besteht früher, zur Stärkung der Reaktion zu ver- immer noch auf sich warten lasse. Wenn in Deutschland die die deutsche Bourgeoisie doch aus besseren Menschen. werthen. Eine neue Haß sollte unter patriotischer Reichsregierung seinerzeit angeführt habe, daß die Verhältnisse Die größte freitragende Spannung eines TelephonFlagge organisirt werden. Das ist von den Sozialdemokraten der Bäckereien ihr unbekannt seien, so habe das Buch von Bebel doch drahtes, die man je gekannt hat, ist kürzlich von einer schweizer schon im Frühjahr vorausgesagt worden!( Beifall!) Trozdem genügend Klarheit geschafft über alle die Mißstände, die im Interesse Telephongesellschaft errichtet worden, welche einen Fernsprechdraht hat man diesen Weg betreten und man hat bei uns Zuñände des Publikums sowohl wie der Bäckerei- Arbeiter der Abstellung über den Wallenstädter See im Kanton St. Gallen gezogen hat. geschaffen, die lebhaft an Rußland und die Türkei bedürfen. Bebel durch 5000 Fragebogen auf Die Entfernung zwischen den zwei Uferpfeilern beträgt, nach erinnern. In freiheitlichen Ländern, wie zum Beispiel genommene Enquete fei in allen ibren Punkten durch einer Mittheilung des Patent und technischen Bureaus von in England, sieht man mit Erstaunen auf diese Vor- private statistische Aufnahme in Bremen, München 2c. und durch Richard Lüders in Görlitz, 2400 Meter. Auf der Seite des gänge, die dort so unbekannt und so unmöglich find, daß die amtlichen Erhebungen der Kommission für Arbeiterstatistik im Dorfes Quinten, welches ziemlich hoch liegt, ist ein Pfeiler am man sie sich nicht einmal vorstellen kann. Eine Ausdehnung. Jahre 1892 vollauf bestätigt worden. Wenn wirklich Bäckereien Uferrande in der beträchtlichen Höhe von 360 Meter über dem wie sie der Begriff des groben Unfugs" erfahren hat und die vorhanden wären, wo die 12 stündige Arbeitszeit bereits ein- Wasserspiegel des Sees erbaut, während auf der Seite des Dorfes bald dahin führen wird, daß die eine Hälfte des Volkes die geführt ist, so sei das weniger auf das Entgegenkommen der Murry der zum Tragen des Telephondrahtes errichtete Pfeiler andere ins Gefängniß sperrt, die fann man einfach einem Bäckermeister, als darauf zurückzuführen, daß der Meister nicht nur eine Höhe von 130 Meter über der See Oberfläche besitzt. Engländer nicht ertlären; sie setzt eine tranthafte mehr Arbeit hat, um den Arbeiter länger zu beschäftigen. Der Draht ist von außerordentlich zähem Material hergestellt Empfindlichkeit unserer Gegner voraus, denn ein gesunder Gin Beweis dafür sei in der Thatsache gegeben, daß in und nicht stärker wie zwei Millimeter. Troß dieser riesigen Höhe Mensch tann sich unmöglich so leicht verlegt oder belästigt Betrieben, wo 6 bis 9 Arbeiter beschäftigt find, also viel Arbeit der Säulen an den beiden Ufern beträgt an der am meisten fühlen. vorhanden ist, eine bedeutend längere Arbeitszeit herrscht. Durchhängenden Stelle des Drahtes die Entfernung vom SeeVom groben Unfug" ist man dann auf den Dolus eventualis Bei den Lehrlingen sei das Verhältniß so, daß 17 pet. eine spiegel nur noch 40 Meter. gekommen, für den man den lateinischen Namen braucht, weil fürzere, 63 pet. eine eben so lange und zirka 19 pt. eine noch die deutsche Sprache für solchen ungeheuerlichen Begriff fein längere Arbeitszeit als die Gefellen zu verzeichnen hätten. Man Wort hat. Unter der größten Heiterkeit der Versammlung er habe sich aber noch näher erfundigt und dabei erfahren, daß die läuterte dann Liebknecht die juristische Monstruosität an einigen 17 pet. zum großen Theil Meistersöhnchen sind, die man allerBeispielen; er wies darauf hin, daß wenn die Rechtsprechung den dinge nicht so ausbeuten lasse wie die andern Lehrlinge. Der Die von Briefkasten der Redaktion. 8. 4. Genosse Jahn wohnt jeht Prinzenstr. 91 II. Adolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum Der kleine Lord. kleine Lord. Für den Juhalt der Juserate übergegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 5. Dezember. Opernhaus. Don Juan. Schauspielhaus. Minna von Barnhelm oder: Das Soldatenglück. Deutsches Theater. Die Judin von Toledo. Berliner Theater. schniger. Der Herrgott Leng- Theater. 3' Nullerl. Neues Theater. Niniche.. Schiller- Theater. Reif- Reiflingen. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe. Adolph Ernst- Theater. Der kleine Lord. Hierauf: Die ewige Braut. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplatz- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Nr. 66. National Theater. Der Hüttenbefizer. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Kaufmana's Variété. SpezialitätenBorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag: Reif- Reiflingen. Freitag: Reif- Reiflingen. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Emil Thomas a. G. Zum 91. Male: Lebensbild in 3 Aften nach dem gleichnamigen Roman v.Mr.Hodgson Burnett, übersetzt von Bolten- Bäckers. In Amerika 3240 Mal, in London 1262 Mal aufgeführt. Hierauf: Die ewige Braut. Operette in 1 Att von W. Mannstädt und Jean Kren. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. 42 Mädchen vom andern Ende der Welt ( Samoa). Kaiser- Panorama ( Passage). Zum ersten Male: V. Reise nach Konstantinopel u. Athen. Erste Wanderung durch d. malerische holsteinische Schweiz. Eine Reise nur 20 Pf. Tausende Abonnenten. Lefentlige Bersammlung Achtung! 5. Wahlkreis. Achtung! der Kupferschmiede Berlins und Umgegend Donnerstag, den 5. Dezember 1895, abends 8 Uhr. am Sonnabend, den 7. Dezember, im großen Saale der Brauerei Friedrichshain( Lips): abends 9 Uhr, bei Feindt, Weinstraße Nr. 11. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Unsere fernere Stellung zur Berliner Gewerkschaftskommission. 8. Angelegenheit des Kollgen Aschmann und der Firma Quiel. Große öffentliche Volks- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Pfannkuch über: Die Entwickelung der Arbeiterpartei und die Zersehung der bürgerlichen Parteien. 2. Diskussion. 217/3 Der Einberufer. 4. Die Stellung der Innung zu Achtung! unserem Lohntarif. 5. Verschiedenes. 1668b Der Einberufer. Als Verlobte empfehlen sich Else Schiller Richard Stephan. Berlin, den 4. Dezember 1895. Achtung! Moabit- Wedding. [ 16676 Donnerstag, den 5. Dezember 1895, abends 8, Uhr, in Meier's Festsälen, Müllerstraße 7: Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Neu! Angely- Gertiny- Trio Nen! die besten fliegenden Hochturner am patentirten Luft- Apparat, dazu das große 15 neue Dezember Programm. Spezialitäten. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1,50 M. Das Theater ist gut geheizt. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Nen! Neu! Auf Helgoland! Ausstattungspoffe mit Gefang und Tanz in 1 Akt von Neichard u. Schmasow. Mufit von R. Martin. Riesen- Programm. Eine tolle Nacht. Castan's Panopticum. Anf. Wochent. 71, Sonnt, 6 Uhr. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Wilh. Hannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe worstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. ,, Der Hüttenbesizer". Schauspiel in 5 Arten von Georg Ohnet. Regie: May Samst. Morgen: Der Hüttenbesizer. Sonntag nachmittags 22 Uhr: Der G'wissenswurm. Regie: Julius Türt. In Vorbereitung: Der Jude". Deutsches Sittengemälde aus der ersten !! Neueste Illusion!! Allerseelen. Die syrischen Fechter. Die Sünde. Kaufmann's Variété- Theater. Rönigstraße, Rolonnaden. Sensationeller Erfolg des neuen Programms! Um 10 Uhr: Die pikante und tolle Burleske CoulissenHälfte des 15. Jahrhunderts in fünf Geheimnisse. Aften nach dem gleichnamigen Roman des Berliner Borwärts" von Carl Spindler. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstraße 40. Nachmittags 4 Uhr zu halben Preisen: Die kleinen Lämmer. Operette in 2 Atten von Louis Verney. Abends 8 Uhr: Die kleinen Lämmer. Operette in 2 Aften von Louis Verney. Borher: Nummer 66. Operette in 1 Aft von Offenbach). Morgen: Die kleinen Lämmer. Ur. 66. Neuer Circus. Circus BUSCH ( Bahnhof Börse) Donnerstag, den 5. Dezember, abends 71/2 Uhr: High life-Vorstellung. DF Sensationeller Erfolg! Zdzens, das Waldmädchen. Schwimmende Elefanten, schwimmende Pferde mit Reitern. Grandioses Ballet. Vußerdem: Zum 1. Male: Quadrille des gentilshommes. Der phänomenale Szandorsprung, ausgef. von den Springpferden La Folia und Royalist. Dir. Busch mit seinen vorzüglichst. Freiheitsvorführungen. Conversano II, 1. d. Prinzipien d. alten span. Schule dressirt und geritten von Herrn Foottit- Burghardt. The Relampagos, Elite- Akrobaten. Die Reittünstlerin Frl, Natalie Rossi. Auftret. der Klowns Gebr. Cavallini, Gebr. Dox u. Mr. Veldeman. Freitag: Zscheus, Das Waldmädchen. Sonntag: 2 Borstellungen. Nachm. 4 Uhr( ermäßigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren frei) und abends 71/2 Uhr: 3rdens. Arthur Fränkel, Henny Schmid, Edi Blum, mehr braucht man nicht zu sagen!!! das genügt. Entree" " R.Winkler. W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle, und Donnerstag: Jeden Sonntag, Montag, Dienstag Konzert, Theater, SpezialitätenVorstellung. Johann Harting, Liedersänger. Frl. Berger, Lieder und Walzersängerin. Franz Feld, Gesangshumorist. Fr. Marion, Rostümsoubrette. Gust. Conrad, Charakter Komifer. Geschw. Tilly, Duettisten. Deffentliche Volksversammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Reichstags= Abgeordneten E. Wurm über: Küche und Politik. 2. Diskussion. Zur Deckung der Kosten Tellersammlung. 1/11 Zahlreichen Besuch, namentlich der Frauen, erwartet Die Einberuferin. Atung! Stralau- Rummelsburg. tung! Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags 2 Uhr: Volksversammlung 1/12 bei Dowinkel, Rummelsburg, Hauptstraße. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Georg Wagner über: ,, Die Bekämpfung der Sozialdemokratie durch die Volksschule." 2. Diskussion. Zur Deckung der Kosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches Erscheinen, namentlich der Frauen ersucht Der Einberufer. Achtung! Gonntag, den 8. Dezember, Achtung! vormittags 10 im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstr. 20: Oeffentl. Versammlung aller in der Elektrotechnik beschäftigten Monteure u. Hilfsmonteure. Tagesordnung: 1. Wie können wir die gegenwärtige günstige Geschäftss lage zur Verbefferung unserer Lage ausuühen? Referent: Otto Naether. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 116/15 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstraße 44. Achtung! Achtung! Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag Hausdiener, Packer, Kutscher u. Berufsgenossen. nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Empfehle allen Freunden und BeWeiß-, annen mein Weih- Sairisch Bier und gr. Speisegeschäft. Reichhalt. Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier 50 Pf. sowie Abendtisch à la carte von 80 Pf. an. 2 Vereinszimmer mit Klavier für 20-50 Personen. 3224L H.Stramm, Restaurat., Ritterstr. 128 Empfehle allen Genossen, Freunden und Bekannten mein 36122* Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal PallisadenApollo- Theater gut Kepher, Strage 62. Täglich das sensationelle und vollständig nene Dezember- Programm. Stürmischer Erfolg der unvergleichlichen Duclerc und des schwedischen Damenquintetts Düring und sämmtl. Kunstkräfte 1. Ranges. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Restauration ist billig zu verkaufen. Zu erfragen bei Lüdke, Zoffenerstr. 10. 1671b 27 volle Konzession, vertauft billig Lausitzerstr. 43. 1674b Vereinszimmer zu vergeben bei Ruppin, Blumenstr. 49. Restauration, 2 Jahre bestehend, 1675b Drei Vereinsz. m. Piano, 20-50 Pers. 3. verg. J. Messmann, Danzigerstr. 78. Arbeitsmarkt. 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Dezember, abends 9 Uhr: Große öffentliche Versammlung in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57. Zages Ordnung: 1. Wie ist es mit der Verkürzung der Arbeitszeit in unserem Beruf? Eine bescheidene Anfrage an die Regierung. Referent: Rollege C. Kahler. 2. Der Sturm der Arbeitgeber- Beisiger des Berliner Gewerbegerichts auf die Sonntagsruhe. Referent: Kollege W. Arndt. 3. Diskussion. 4. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschafts Kommission. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 75/13 1 Der Vertrauensmann. Oswald Schumann. Seltene Gelegenheit für Weihnachtsgeschenke. Reste doppeltbreit für 6 Meter Hauskleider 1,40 M. Grosse Auswahl. Feste Preise. Mandowsky& Co., Grösstes Special- Reste- Geschäft, Rosenthalerstr. 53, 1, Ecke Weinmeisterstraße. Preise Zahn- Klinik.event. 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Der weitere Punkt: Bericht der Lokalkommissionen und u deshalb nicht geeignet sein konnten, der Arbeiterklasse zu Neuwahl derselben, wurde glatt erledigt. In die Tempela Unter dem Vorsitz des Amtsgerichtsrathes Heßler helfe Aus Furcht vor der anwachsenden proletarischen Be- hofer Lokalfommission wählte man: Apelt, Winkel und Jul. fand heute am Schöffengericht des Amtsgerichts Berlin I wegung wären die bürger ichen Parteien immer mehr nach Wolff; in die Mariendorfer Lokalkommission wurden rechts gedrängt worden; mit dem Niedergang der bürgerlichen Glase, Horst, Lehmann und Schönebeck bestimmt. wiederum eine Verhandlung in Sachen des groben Unfugs statt, Bewegung sei naturgemäß die Sozialdemokratie gewachsen, Mit dem Umt der Revisoren betraute man( für Mariendorf): den diesmal Genosse Wiedemann von der Werkstatt- Kontrolldie nun die Aufgabe habe, auch die früheren Ideale des Bürger Achilles, Duvinage und Umar. Die Lofalfrage zeitigte, Tommission des deutschen Holzarbeiter- Verbandes" und Genosse thums, die demokratischen Forderungen, mit zu vertreten. Hätte da in Tempelhof und Mariendorf seit zwei Jahren fein Saal zu Th. Glocke, Expedient des Vorwärts", durch Veröffentlichung das Bürgerthum in den Jahren 1848, fowie 1862 und 63 seine haben ist, eine längere Debatte. Weil auch jetzt noch kein Wirth einer Annonce mit der Aufforderung Buzug ist strengstens fern wacht ausgenutzt, dann bestände jetzt nicht das Vereinsgefeß geneigt ist, feine Lofalitäten nebst Saal uns zur Verfügung zu zuhalten", verübt haben sollten. Beide Angeklagte gaben den Thatbestand zu, bestritten aber, vom 11. März 1850, auf grund dessen unsere Organisation auf- ftellen, glaubte man es mit einem anderen Mittel versuchen zu groben Unfug durch die Veröffentlichung begangen zu haben, da, gelöst wurde, obgleich wir mehr als irgend eine andere Partei müssen, nämlich dem, daß die Genossen in jedem der beiden Orte wie Wiedemann ausführte, sie auf grund des§ 152 der Gewerbe- bemüht waren, den Bestimmungen des Gesetzes zu genügen. Die ein oder zwei Lokale bestimmen, wo sie verkehren wollen, um Ordnung berechtigt waren, eine solche Warnung an ihre Arbeits- neuesten Maßnahmen der Polizei gegen unsere Partei bewiesen, den Berlinern und den Arbeitern am Orte die Möglichkeit zu follegen ergehen zu lassen, nachdem von seiten der Firma Rosenfeld daß man in den Kreisen des Bürgerthums kein steifes Rückgrat geben, fich zu restauriren 2c., und dadurch den Wirth, wo wir hat, denn kein einziges bürgerliches Blatt habe energisch dagegen verkehren, uns geneigter zu machen und den von der Arbeiter zu Berlin die den Arbeitern gemachten Versprechungen nicht ge geschrieben. Allerdings gehe es ihnen ja auch nicht an den schaft abhängigen Wirthen zu zeigen, daß der Gastwirth, der die halten seien. Die Werkstatt- Kontrollkommission hätte die Ver- Kragen. Sie sollen vielmehr helfen, uns den Garaus zu machen. Sozialdemokratie auf dem gleichen Fuße wie die andern Parteien Der Amtsanwalt Schröer berief sich wieder, wie wir wüßten aber schon längst, daß wir im Kampfe für das Recht behandelt, dabei am besten fährt. Zu dem erwähnten Zweck auch bei der neulichen Verhandlung auf die Entscheidung des und die Freiheit des Voltes allein stehen, denn das Bürgerthum wurde für Mariendorf das Lokal von Martwig( früher Reichsgerichtes, nach der die Verrufserklärung in weiteren Kreisen schäme sich seiner freiheitlichen Vergangenheit Heut ist nur Schenfch) bestimmt, während in Tempelhof die Lokale von die Ausbeutungsfreiheit sein Jdeal. Eingedenk des Wortes Gerting und Käthner besucht werden sollen. Auf diese Beunruhigung hervorrufe, also den Thatbestand des groben Unfugs enthalte; eventuell stellte er dem Gerichtshof anheim, die unseres Mary, daß die Befreiung der Arbeiterklasse nur das Lokale werden besonders die Berliner aufDie Versammlung nahm noch, nach Cache zu vertagen, bis der erwähnte Fall vor der anderen Werk der Arbeiter sein kann, sähen wir ruhig in die Zukunft merksam gemacht. und riefen unseren Gegnern zu: An unserer Gefeßlichkeit reiflicher Erörterung, folgende Resolution ohne Gegenstimme an: Schöffengerichtsabtheilung, gegen den er Berufung einDie Versammlung erklärt, daß für die Parteigenossen von gelegt habe, entschieden sei, sonst beantragte er gegen jeden scheitern alle Unterdrückungsversuche.( Großer Beifall.) In der Diskussion nahm zuerst Dr. Bernstein, Anhänger Tempelhof und Umgebung der Arbeiter Bildungsverein für Angeklagten 50 M. Geldstrafe oder 10 Tage Haft. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Heine der freisinnigen Volkspartei, das Wort und behauptete entgegen Mariendorf und Umgebung als politische Organisation maßmann, wies im Eingange seiner wirkungsvollen Nebe auf dem Referenten, daß die Freifinnige Zeitung" und die Bolts gebend ist. Demzufolge beschließt dieselbe- an die Solidarität mann, wies im Eingange seiner wirkungsvollen diede auf die Wichtigkeit der Sache hin, die mehr Aufmerksamkeit erfordere, Beitung" entfchieden" gegen die polizeiliche Unterdrückung der Parteigenossen appellirend die Genoffen zu verpflichten, die Wichtigkeit der Sache hin, die mehr Aufmerksamkeit erfordere, der sozialdemokratischen Organisation Stellung genommen hätten, dem Arbeiter Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend als mancher andere Prozeß, in dem vielleicht auf vieljährige und daß seine Partei die unbeschränkte Vereins- und Versamm beizutreten." Buchthausstrafe erkannt würde: es handele sich hier um nicht Die Parteigenoffen müssen hieraus die Konsequenzen ziehen, mehr und nicht weniger als um das Bestehen oder Vergehen der lungsfreiheit fordere. Ebenso„ entschieden" habe sie stets gegen die was Ehrenpflicht und durch die Vorgänge der Koalitionsfreiheit der Arbeiter. Die Reichsgerichts- Entscheidung Schutzölle und den Militarismus gekämpft. Der Redner meinte indem sie dieser Resolution auch nachkommen, sei, selbst wenn der Thatbestand, der ihr zu grunde liegt, der ferner, die Sozialdemokratie möge fich doch an den preußischen letzten Tage geboten ist felbe wäre, wie in der vorliegenden Sache, was aber nicht der Landtagswahlen betheiligen, damit sie im Abgeordnetenhause seine also dem Arbeiter Bildungsverein beitreten, als der einzigen Fall sei, für das Schöffengericht durchaus nicht verbindlich: aber Partei bei der Bekämpfung der reaktionären Mehrheit unterstützen politischen Organisation am Drte. fönne. Im Anschluß an die vom Referenten berührten Schulze- Nach einer kurzen, fernigen Ansprache des Vorsitzenden sie habe außerdem die schwersten juristischen Bedenken gegen sich, Delitzsch'schen Bestrebungen erwähnte der Redner den bekannten wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie da sie dem Begriff des groben Unfugs eine geradezu gefährliche Ausspruch Schulze's:" Gutfesseln Sie die Bestie nicht!" und geschlossen. Ausdehnung gabe, die dazu führen könne, daß der§ 2 des Reichs: meinte, Schulze hätte nicht die Arbeiter schlechthin als Bestie Str.-G.-B., die Grundlage unferer Strafrechtspflege, daß nämlich bezeichnet, sondern, als angesichts reaktionärer Bedrückungen von feine Strafe ohne Gefeß möglich sei, aufgehoben würde. Bei dem Schweiger mit dem Aufmarschiren der Arbeiter- Bataillone und Falle des Reichsgerichtes liege ebenso wenig, wie im jebigen, eine dergleichen gedroht worden sei, habe Schulze mit Beziehung Belästigung des Publikums vor, höchstens tönne man von einer solchen der Unternehmerklasse reden: aber auf die bei solcher Gelegenheit entfesselten schlechten Leidendie Justiz dürfe nie und nimmer eine Klasse als das schaften jenen Ausdruck gebraucht. Die darüber verbreitete falsche Publikum schlechthin bezeichnen. Zu alledem verlange aber Auffassung sei ein Schwindel des Herrn v. Schweizer. Des weiteren bestritt der Redner, daß die bürgerlichen Parteien jemals die Reichsgerichts- Entscheidung immer noch thatsächliche Fest- die Macht zur Herbeiführung freiheitlicher Staatseinrichtungen stellung des groben Unfugs im konkreten Falle, und die sei hier gehabt hätten, und versuchte die Haltung zu rechtfertigen, die ganz unmöglich. Denn was die Angeklagten gethan hätten, die„ Bolts- Zeitung" in der Konflittszeit eingenommen hat; fie fei nach§ 152 der Gewerbe- Ordning erlaubt; der Sinn dieses§ 152 habe nichts anderes gethan als die sozialdemokratische Presse unter sei gerade der, daß der Gesetzgeber dem isolirten ohnmächtigen dem Sozialistengefeß, nämlich auch unter den drückendsten Arbeiter eine Stüße im Kampfe gegen das Unternehmerthum Beschränkungen ihr Erscheinen zu ermöglichen. Habe geben wollen. Auf zweierlei Wegen sei das möglich erstlich indem der Staat im Interesse der Arbeiter die Bestimmungen des Arbeitsvertrages defretire, wie dies zum theil in der Arbeiterschutz Gesetzgebung geschehen sei; oder indem er den Arbeiter aus seiner Jfolirtheit löse und ihm das Recht der Koalition und Damit die Macht des Widerstandes gäbe, wie das im§ 152 ge schehen sei. Ganz unangängig sei es aber, durch die Anwendung der Justiz etwas gesetzlich Erlaubtes bestrafen zu wollen. Das führe zum Untergang der Gefeßlichkeit. Man verstoße aber ferner auch gegen den Willen des Gesetzgebers, wenn man das Mittel bestrafe, durch das ein gesetzlich erlaubter 3 weck erreicht würde. Und offenbar sei es unmöglich, den erlaubten Streif durchzuführen, wenn die Arbeitskollegen, die auswärts wohnen, feine Kunde davon bekommen könnten. Schließlich habe den Angeklagten sicherlich die Absicht gefehlt, das Publikum zu beunruhigen, diese Absicht sei aber zur Bestrafung nöthig. " Genosse Antric erklärte dagegen in betreff des erwähnten Schulze- Delitzsch'schen Ausspruches, daß dieser Ausdruck, wie ihm Ohrenzeugen versichert hätten, in dem Sinne gefallen fei, wie er bisher gedeutet wurde, und führte weiter aus, daß die Freiunigen stets das Intereffe des Kapitals gegenüber den Arbeitern verträten, weshalb sie auch für die Schutzölle und gegen die Arbeiterschutz- Gesetze gestimmt hätten. Die Freijinnige Boltspartei habe keine Zukunft, denn sie stehen auf dem Boden der tapitalistischen Wirthschaftsordnung, die unhaltbar sei, und werde deshalb zwischen der Sozialdemokratie und den Parteien der Rechten zerrieben werden. 9 ( 3weigverein Berlin). Bersammlung am Donnerstag, den 5. Dezember, abends 10 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher sember, abends 8% uhr, im Restaurant Wilte, Andreasftr. 26. Arbeiter- Radfahrerverein. Bersammlung am Donnerstag, den 6. Des Berliner Naturheilverein 2. Heute, Donnerstag, den 6. Dezember, und Nußen desselben. abends 8% Uhr, im Saale des Vereins junger Kaufleute, Beuthir. 20-23 Vortrag des Herrn Dr. Otterbein über: Das Fieber ein Heilfaftor, 28wed Frauen und Mädchen. Heute Abend 9 Uhr Vorstandssigung bet mitglieder des Bereins, wofe Adreffen der Bahlstellen und der Vorstandss sowie jede nähere Auskunft bereitwiataft ertheilt wird: Frau Stolle mitglieder des Vereins, woselbst Beitrittserklärungen entgegengenommen werden, Alexandrinenfir. 66, Hof 3 Tr.; Frau Berger, NO. Waßmannstraße 36, 3 Tr.; Frau wafchau, N., Gichendorffiraße 2, 3 Zr.; Frau Fehlauer, Berliner Kranken- Unterßühungs- und Begräbnißverein für SO., Dresdenerstraße 13, of 2 Treppen; Frau Heinrich, SW., Gilfchinerstr. 2, Keller; Frl. Schlichting, N., Prinz Eugenftr. 1,& Tr.; Frau niece, SO, Wrangelfir. 72, 2 Tr.; Frl. Schulz, N., Brunnens raße 172, 3 r.: Frau Sachfe, O., Koppenſtr. 57, Steller; D. Fifcher, tafelber 5, antraße 21, 4 Tr.; E. Gerlach, Kassirer, SO., Mas riannen- Ufer Hof Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht Donnerstag: Südostschule, Waldemarstr. 14: Deutsch. Nordschule, Müllerstr. 179 a: Deffentliche Gesundheitspflege. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Benuhung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials fchon von 8 Uhr an geöffnet. Lese- u. Diohutirhlubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8% Uhr, bet Schröder, Wiesenstr. 39. Giesboit. Neue Beit, abends 8% Uhr, Boyenftr. 40, bei de. Süd- Ost, bei Tolksdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Klub der Freunde bei Gnadt, Buttbuferstraße 32. Gosialistischer Lese- und Distutirtlub, abends 8% Uhr, August Geib, abends 9 Uhr im Lese- und Diskutirtlub Reimer, abends 8% Uhr, nicht, Steglis, Edhloßfir. 66a, Zur Börse. Nowack. in längeren Ausführungen darauf hin, daß uns von allen Sängerchor Berliner Oft- und Reichenbergerfir. 157, Gigung. Rektor Kopsch, ein Anhänger der freisinnigen Wolfspartei, Restaurant gubeil. gab an, daß seine Partei und zum theil auch die Zentrumspartei ent- bei Seidel, Gerichtsstr. 19. Lese- und Diskuti flub Friedrich Engels. fchiedene Gegner reaktionärer Maßregeln gegen die Sozialdemo: Jeden Donnerstag, abends 8½ Uhr, bei Ferd. Nießel, Weißenburgerstr. 63. fratie feien, und daß es daher nicht im Intereffe der Sozialdemo- oltegia, bet Böcker, Naur ynftr. 78. Arbeiter- Rancherbund Berlins und Umgegend. Donnerstags Korea, Borndorferstr. 17 bet fratie liege, wenn sie, wie hier geschehen, sich gerade gegen die Hoffmann. Mehr Licht, Weißenfee, Elsaßstr. 16 bet Straßburger. Parteien wende, von denen sie„ Hilfe" zu erwarten hätte. Wenn die wahrer Jafob, Cimeonftr. 28 bei Flick. Sozialdemokratie den bürgerlichen Parteien in den Rücken falle, maun, Bajewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten Arbeiter Hängerbund Berlins und Umgegend. Versigender Ad. Neus so beforge sie die Geschäfte der" Reaktion". Nachdem die an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr Donnerstag. Abends 9 bis Rein juristisch seien die Angeklagten nach§ 153 der Reichs- Genossen& aber und Hansen den Standpunkt unserer Partei 11 uur: uerungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangv. Freunda Gewerbe- Ordnung freizusprechen, da das, was durch ein Spezialvertreten und der Freisinnige Dr. Bernstein noch gemeint bei stelle. Frühlingsluft, Bülowstraße 59 bei Werner. fchaft I, Brunnen fir. 143 bei Bifcher. Vorwärts II, Schönhauser Allee 28 gesetz bestimmt ist, nach konstanter Judikatur nicht durch ein hatte, daß die Sozialdemokratie, wo sie aufhöre, zu philo- stöcklein, Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerfir. 40 bei Klingenberg. Dorf= generelles Gesetz aufgehoben wird. 8aget Borar, Manteuffelstr. 9 bet Nach kurzer Berathung erkannte denn auch der Gerichtshof fophiren", mit seiner Partei ginge, wies Genosse Pfannkuch Gängerchor, Kaftanien- Allee 28 bei Fiebiger. armonie I, Tempelhof, Dorfstr. 18 b. Gerth.- Steinfeger= aus thatsächlichen Gründen auf Freisprechung der bürgerlichen Parteien grundsägliche Fragen scheiden, verein, Kerpenfir. 47 bet Wilhelm Lorenz. Flöter'scher Gesang= Angeklagten und legte die Kosten der Staats- da diese Parteien die Entwickelung der ökonomischen Verhältnisse rfchner, Weinstr. 11 bei Feindt. Arbeiter- Gefangverein Oranien tasse auf. die naturgemäß zum Eozialismus führt, nicht berücksichtigen. Westpreußischer Männer: Gefangverein, burger Borstadt, Ackerstr. 128 bet Martens. Blumenstraße 82 Die Freifinnigen möchten ja glauben, durch ihre Bestrebungen bei Reich Arbeiter: Gefangverein Morgenroth IV, Stoperick, den Arbeitern zu helfen, aber die Thatsachen bewiesen, daß sie bet@chulz, Schönlinderstraße 9. Arion II, Arkonaplas 1 bei Echermann. 8utunft III, Welten i. d. M., Wilhelmstr. 19 ini Hotel es nicht können. Der größte Theil der früheren Anhänger der W. Gun Liedes Echo, Reichenberger str. 118 bei Köppen.- Treu und Gerstenähre( Brauer), Blumenftr. 38 Fortschrittspartei marschire jetzt in den Weihen der Sozial- e, Pallisadenſtr. 62 bei Meifer. Wir träten nicht, wie die Gegner be: bei Wiedemann. Arbeitergesangv. Bineta, Kaftanien- Allee 11 bei Auguftin. demokratie. Alpenröslein, Bergstraße 60 bei Gilgenfeld.- Gefangv. Oberon, haupteten, einseitig für die Arbeiterklasse ein, sondern Alte Jakobfir. 68 bei Dieffenbach. Alpenrose, Forsterftr. 22 b. Tilgner. wir erstrebten das Wohl aller Menschen, aber die Grelweiß 11, Mollinci ftr. 62.- Morgenroth I, Rummelsburg, Türr Besitzenden sträubten sich in unberechtigtem Klaffendünkel dagegen. Schmidtstr.33 bei Fechner. Gefangv. Morgengrauen, Neue Friedrichir 44 Auch auf rein politischem Gebiete hinderten uns prinzipielle Gegen Gefangverein Borwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, BisGesangv. Lyra II, Charlottenburg, Wallstr. 102 bei Maschesti.fäße, mit den Freisinuigen zusammenzugehen. Eugen Richter habe marashöhe". Arbeiter Gefangverein Spanba u in Spandau, bei Radtke, fich einmal gegen das parlamentarische Regiment erklärt, wir Neumeierstr. 6. Glasarbeiter, Köpenick, Rosenstr. 101 bei Troppens. aber wollten es schon jetzt durchgeführt wissen. Unsere Erfolge Sängerlun, weider a. G., Kugelweg.- Gbelweiß Ii, wolliner fir. 62, Gesangv. Feldblume, efaligerfir. 117 bet Breitenfeld. Gefangverein gründeten sich auf unsere prinzipienfeste Haltung, die ein Restaurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bet Foge. Baktiren mit anderen Parteien ausschlöffe. Wir hätten für" ummerfcher Gesangverein", Langeſtr. 65 bet Dwezarec. unsere Ideale stets allein gekämpft, wir würden auch ferner or beerzweig, forgingstr. 2 bet Blicks. Freiheitstlänge III, Luckenwalde, Jüterbogtstraße bei W. Hiye. Eintracht I, Nieders allein tämpfen und doch siegen. Schönweide, Grünauerstraße bei Streifer, ,, St. Urban", Naunyn= Gleichheit 2, Kremmen, Berlinerstr. 289, Reft. R. Uract. reug Versammlungen. Tie Berichte sind nur auf einer, nicht auf beiden Seiten des Papters, und mit tinte, nicht mit Blethift zu schreiben. 8wischen den Beilen in genügend Raum zum forrigiren zu laffen. Der Verfaffer hat seine vollständige Adresse anzugeben. bei Röllig. 1 Ueber die Zersehung der bürgerlichen Parteien und die Entwickelung der Sozialdemokratie sprach in einer öffent lichen Versammlung im zweiten Wahlkreise am Dienstag Abend Genosse Pfannkuch vor einer zahlreichen Zuhörerschaft in Reichard's Saal, Hafenhaide 57. Nach einem Rückblick auf die Bewegung des Jahres 1848 schilderte Reduer die Entstehung der preußischen Verfassung und die Rolle die der bürger E3 sei ein liche Liberalismus in jener Zeit spielte. Zeichen der Feigheit und Schwäche des Bürgerthums, daß es da mals nicht seine Macht ausgenutzt habe, um wirkliche politische Nach einer Mahnung an die Genossen, sich nicht durch aße 44 bet Lütte. Freiheitsglocken, Wörtherstr. 39 bet Buchholz. Freiheit an stelle des Scheinparlamentarismus durchzusehen. Die verdächtigen Gestalten, die jest wieder umberger Barmonie, Admiralftr. 18c bel Möhring.- Bregelschluß Evenfo hätten der Liberalismus und die bürgerliche Demokratie gehen, provoziren zu lassen, schloß der Voificende in der Konfliktszeit der 60er Jahre durch ihre schwächliche Haltung Antrich die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozial- nae Buſchriften den Bund betreffend fhib zu richten an: Gent, demokratie, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. be Oranienftr. 51( Drantenhallen) bei Helfer. ftraße 8. Bund der gefelligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. die in erster Linie das Interesse der Junker fördernde Politik Dresdenerfir. 107/108, 1. Gifi. IV. Donnerstag: Rauchklub BrüderlichBismarc's, sowie das ungebeure Anwachsen des Militarismus teit, Pücklerstr. 49 bet echuhmacher. Gefelliger Klub der alten verschuldet. Erklärlich sei diese Haltung des Bürgerthums dadurch, Für Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde tagte Moabiter, Stephanftr. 53 bei Gräf Gelang-, Turn- und gesellige Vereine, Donnerstag. Suchsdorf= daß mit der Umgestaltung der politischen Verhältnisse für die am Sonntag in Wiarienfelde bei Teutschbein eine BoltsBourgeoisie auch die gesetzlichen Echranken gefallen wären, die versammlung, die den Parteigenossen der genannten Ortschaften her mannerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Nebungsa hunde bei Brüning, Rosenthalerfir. 12. Gefangverein Jugendfrenden, das Emporkommen der Industrie und die damit verbundene un Gelegenheit gab, sich von ihren Vertrauensleuten, sowie Lokal- Wännerchor. Abends von 9-11 ühr bei Wernau, Rofenthalcıllaße 87. beschränkte Ausbeutungsfreiheit der Arbeiter gehindert hätten. fommissionen Bericht über deren Thätigkeit erstatten zu laffen fropfenberein Webbing, abends 8 Uhr Sigung beim Restaurateur Wolff, Gerichtstr. 44. Nach Vergnügungsverein Alpen grün, abends von Die Angst vor dem aufteimenden Klaffenbewußtsein der Arbeiter, und die Neuwahlen für diese Aemter vorzunehmen. 9-11 1hr mit Damen bei Voltmann, Buffelst aße 32. Geselliger Verein Frohsinn bei Geife, ewnemünde fir. 20, abends 9 Uhr, Sigung mit deffen erfte Regungen unter anderem auch in der Bildung des rem Bericht des Tempelhofer Vertrauensmannes der arbeitenden rugen " Bentrallomitees zur Betg der Lage der dessen Einnahmen 96,87 M., welchen eine Aus- Lomen. Tambourverein Froh Frei, Nebungsstunde Montags und Tonnerstags 9 Uhr bei Rausch, Huffitenstr. 9. Geselliger Berein Hertha, Klaffen" bem auch unsere Genossen Vahlte ich und gabe von 5,25 M. gegenüberstand. Bei dem Mariendorfer abe.bs ühr Sigung Adalbertstr. 51. Fritsche angehörten Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bei Münsberg, Louisenufer 52. hervorgetreten feien, habe die bürger- Vertrauensmann f.llten sich die Einnahmen auf 220,28 M., wäh Bauchflub Kernipige, Abends 9 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorfer= lichen Parteien gebindert, ihre damalige Macht auszunußen und rend die Ausgaben 114,81 m. betrugen. Beide Vertrauenspersonen Rauchflub Pfeifendeckel, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, fie gänzlich in die Arme Wismard's getrieben, nachdem diefer als erhielten Decharge. Ein Antrag, dem Mariendorfer Vertrauens: Langefir. 24. Rauchtlub Felsenfest bei H. Schmidt, Köpenickerstr. 171. Sieger aus dem Feldzuge von 1866 heimgekehrt war. Statflub Grand Schwarz, abends von 9 bis 11 Uhr bei G. Stein, Redner mann für seine Auslagen und Bemühungen 10 Mark zu be tennzeichnete bei dieser Gelegenheit die Haltung des führenden willigen, wurde angenommen. Allgemeine Entrüstung rief die Chriftburgerstr. 46. Rauchflub Brüderlichteit, 9-11 Uhr abends, Organs der Demokratie, der Berliner Bolts Zeitung", die nach Mittheilung hervor, daß zwei Parteigen offen von dem Lofal bei Tauchert, Waldemarstr. 16. Bitherflub Gleich beit, nebungsstunden abends 9 Uhr bei Neumann, Erlaß der Preßordonnanzen fich einer zahmeren Haltung be- befizer Grothe( früher Fr. Haak) bei der Polizei denunzirt kotbiti gerfaße 105.- Silberklub Seimathsflänge 1895. Neue HochGeselliger Arbeiterverein offnung bei Gittler, fleißigt und ihren Lefern gerathen habe, nunmehr zwischen den wurden, weil sie in seinem Lotal Bons verkauft haben sollen. ftraße 49( Wedding). Maitannen firaße 48. Alle 14 Tage abends 8 Uhr. Zeilen zu lesen, wobei sie die Schuld an der unter solchen Um- Von der Wahl einer Vertrauensperson für Tempelhof mußte, da Touristentklub Freie Brüder, abends 9 Uhr bei Roll, Adalbertfir. 21. Bergnügungs- und ständen nothn endigerweise sich bildenden Korruption dem zur Annahme dieses Postens niemand zu bewegen war, abge- Ruderverein Bor wärts, abends s uhr bei Gohn's( Bur neuen Ton), BeuthStattlub Sanfter Heinrich b. H. Brandt, Reichenbergertamaligen Ministerium geschoben hätte. Ferner besprach der sehen werden. Um so erfreulicher war die Erklärung des Marien- fraße 20. Straße 122.- Statflub Süd, abends 8% Uhr, im Lofal von Paul Müller, Redner tie Bildungsbestrebungen der bürgerlichen Parteien, die borser Vertrauensmannes Thalheim, daß er den bis jetzt Gräfeir. 81. Stalllub Grand Schwarz, abends von 9-11 11hr bei Bildung innegehabten Posten, gerade wegen der letzten Vorgänge weiter G. Stein, Ghrißiburgerstraße 46. mit den Schlagworten: Wissen ist Macht" und Statflub Grin Wenzel bei Schmidt, Echwimmtlube ch t", abends 9 Uhr, bei Boffmann, mart frei" die Arbeiter von der Erkenntniß ihrer versehen würde, wenn ihm die Parteigenossen auch fünftig ihr Dalldorferfir. 31. Reichenbergerfir. 16. Taffenlage abzulenten fuchten sowie das Auftreten Vertrauen schenkten und wenn er wie bisher auf ihre UnterLe Cercle de Conversation Française se rassemble tout la ton Schulge Lelihsch, dessen Vorschläge ten Gegenfag fügung zu rechnen hätte. Er wurde darauf einstimmig wieder- eudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. " 1 1 1 Nach beendeter Inventur gelangen grosse Vorräthe meiner Teppiche!! Gardinen!! Portieren!! Steppdecken!! Trinenwaaren!! Fertigen Wäsche!! zu aussergewöhnlich billigen Preison zum Die schönsten u. billigst. Spielsachen der Welt Ausstellung und Einzelverkauf. Ausverkauf eber 1000 Stück Am Stadt- J. Brünn, bahnhf. Börse. Zahnersatz Plomben, Zieh. Dresdenerstrasse 46, Ecke Prinzenstr. 56. Frau Hellwig. Möbel- Ausverkauf des Möbelspeichers Rosenthalerstr. 13. Wegen ganz bedeutender Vergrößerung meiner Räumlichkeiten vertaufe ich mein Waarenlager zu noch nie dagewesenen Preisen vollständig aus. Bum Umzuge und für Brautleute ift somit die einzig reelle Gelegenheit gegeben, Ausstattungen, sowie einzelne Stücke gediegen und billigst einzukaufen. 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