Nr. 285. Erscheint täglich außer Montage. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. = Vorwärts 12. Jahrg. Jufertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pi., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Bfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Aus England. Bom Kampfe im Schiffsbaugewerbe. Zweideutige Haltung der Regierung. Die Gewerkschaft der Vereinigten Maschinenbauer und ihre Leistungsfähigkeit. London, 2. Dezember. Freitag, den 6. Dezember 1895. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: den Vertretern der Arbeiter und der Unternehmer durch-| Extrasteuern haben wie bloße Hilfskaffen oder Versicherungsgesetzt habe. Es sieht fast so aus, als wolle man die Sache gesellschaften. Die englischen Gewerkschaften halten nichts jetzt nur deshalb beschleunigen, damit die Arbeiter nicht von niedrigen Beiträgen, sie wissen, daß der Krieg Geld dazu kommen, vor Zusammentritt der Konferenz die alte foſtet. In normalen Zeiten beträgt der regelmäßige BeiForderung offiziell zu stellen, resp. die dazu erforderliche trag für den Verein der Maschinenbauer 1 Shilling pro Wie Abstimmung vorzunehmen. Die Haltung der Regierung in Woche( Kranken- 2c. Versicherung eingeschlossen). Der Kampf in der Schiffsbau- Industrie scheint uns ein dieser Sache war eine so faule, daß selbst die konservative aber James Mawdsley, der Sekretär des Spinnerneues Geficht annehmen zu wollen. Die vereinigten St. James Gazette" sich zu einem scharfen Protest dagegen verbandes, in einem radikalen Blatt schreibt, ist es seit den schottischen und irischen Unternehmer haben erfahren müssen, veranlaßt sah. fiebziger Jahren schwerlich jemals dabei geblieben, daß die Gewerkschaft der Maschinenbauer nicht so leicht klein- Da es beim besten Willen nicht gut möglich war, die und, heißt es, ich glaube behaupten zu dürfen, daß er zukriegen ist, und der Versuch, die Echiffsbau- Unternehmer ausgesperrten Arbeiter als im Unrecht hinzustellen sogar jetzt näher an zwei Shilling als an einem Shilling ist". von der englischen Nordostküste in die Aktion hineinzuziehen, ein Börsenblatt, die Financial Times" gab zu, daß die Solange der Verein Mitglieder habe, werde er auch seinen ist fehlgeschlagen. Keiner Unternehmervereinigung der Welt Unternehmer im Unrecht seien haben verschiedene Kapi- Verpflichtungen nachkommen fönnen, denn die Summe, wird es gelingen, uns in diesen Konflikt hineinzuzerren", talistenblätter darin eine Entschädigung gesucht, die Orga- die er durch Extrasteuern aufbringen kann, ist unbegrenzt". hat der Chef einer der einflußreichsten Schiffsbau- Firmen nisation der Arbeiter als bankrott zu denunziren. Die Im gleichen Sinne heißt es im Zirkular der Exekutive der Newcastles öffentlich erklärt. Damit ist die Hoffnung, den Times" brachte verschiedene längere Artikel, in Maschinenbauer:„ Wir dürfen ferner erklären, daß die Maschinenbauer- Verein auszubluten" wenn sie überhaupt benen aufs genaueste rechnerisch nachgewiesen wurde, Nachkommen der Männer, die 1852... hochherzig ein je einen Schimmer von Aussicht hatte total hinfällig daß der große Verein der Maschinenbauer, um Tageseinkommen pro Woche zeichneten, bereit sind, auch geworden, und so führen die Herren vom Clyde und Lagan den es sich hier handelt, unfehlbar vor dem Zusammen- heute es den Gründern unseres Gewerkvereins nachzuthun." jetzt eine sehr viel versöhnlichere Sprache. Sie möchten bruch stehe, daß er absolut außer stande sei, seinen Ver- Das sind stolze Worte, aber wenn es sich wirklich um einen nicht gerne bedingungslos flein beigeben, aber sie suchen bindlich feiten nachzukommen. Was die Zahlen aubetrifft, Kampf auf Leben und Tod für die Gewerkschaft handelte, offenbar nach einem schicklichen Vorwand, den am die der Berechnung zu grunde lagen, so ließ sich gegen dann würde die Masse der Mitglieder des Vereins wahrClyde muthwillig heraufbeschworenen Rampf zu be- fie nichts sagen, auch rechnerisch klappte alles, und doch, scheinlich die That nicht weit hinter ihnen zurückbleiben endigen. Jetzt aber zeigen die Arbeiter am Clyde große will das Erempel nicht stimmen. Wäre es richtig, so lassen. Neigung, den Spieß umzukehren. Hat man uns wochen müßte nämlich der besagte Verein seit mehr als einem Vorläufig ist noch nicht der zehnte Theil der Mitlang ausgesperrt ohne jeden anderen Grund als weil unsere Menschenalter zusammengebrochen sein. Finanztechnisch glieder von der Aussperrung betroffen, und die UnterGewerksgenossen am Lagan( Belfast) im Ausstand find, erscheint er zu keiner Zeit gesund" gewesen zu sein; bei stützung dieser geht daher ohne Schwierigkeiten vor sich. tlären sie, so wollen wir wenigstens den Lohnverlust nicht jeder Krisis konnten die Organe der Unternehmer seine Neben ihnen werden auch die Nichtgewerkschaftlicher, die umsonst erlitten haben. Und so herrscht allgemein die An- bevorstehende Insolvenz ziffernmäßig erweisen, und dies sich den Ausgesperrten angeschlossen, vom Komitee des sicht vor, man dürfe jetzt nicht zur Arbeit zurückkehren, ehe ist denn auch seit 1852, wo der damals eben ge- Maschinenbauer- Bereins unterstüßt. Sie erhalten nur einen nicht die Unternehmer die ursprünglich geforderte Lohn- gründete- Verein seinen ersten großen Kampf ausfocht geringfügigen Betrag weniger als die Vereinsmitglieder, erhöhung von 1 Halfpenny pro Stunde zugestanden. und verlor, immer wieder geschehen. Es ist ein altes das heißt 12 Shillinge, während die 15 Shillinge Streif Charakteristisch ist das Verhalten der neuen Regierung Lieb, und die Kinder, sie hören es gerne". Aber die In- jgeld erhalten. Gegen 1000 haben sich bei Beginn der diesem Konflikt gegenüber. Da sie verschiedenen Unter solvenz hat nie eintreten wollen und mit berechtigtem Stolz Aussperrung zum. Eintritt in die Gewerkschaft ge= nehmern in der Rolle der Auftraggeberin gegenüberstand, durfte die Erekutive des Vereins in einem Gegenzirkular meldet. Mawdsley drückt sich hinsichtlich ihrer sehr hatte sie doppelten Anlaß, mit ihrer Autorität als Ver- sich darauf berufen, daß seit jener ersten Prophezeiung der skeptisch aus. Daß sie sich den Ausgesperrten angeschloffen, mittlerin hervorzutreten, und sie war dazu um so mehr Insolvenz derselbe die enorme Summe von 86 Millionen sei nur aus Feigheit geschehen. Der Nichtgewerkschaftliche verpflichtet, als es sich um Kriegsschiffe oder Material zu Mark an Unterstützungen zc. ausgezahlt habe und jetzt hat nicht den moralischen Muth, sich als Knote" bezeichnen Dann verspreche folchem handelte und die konservativ unionistische Partei mit 4 Millionen Mark Reservefonds und 78 000 Mit zu lassen, wenn es zum Kampf tommt." wiederholt das Vaterland in Gefahr erklärt hatte, wenn gliedern dastehe, die bereit seien, ohne Inanspruchnahme er in Hinblick auf die Unterstützung alles mögliche. Das nicht schleunigst die Marine um so und so viel Schiffe ver- jenes Fonds ihre Kollegen in deren gerechten Kampf zu einzig Bedauerliche sei daher, daß der Verein der Maschinenmehrt würde. Statt dessen ließ der Chef des Admiralitäts- unterstützen. bauer dieser Sorte Leute nicht erklärt habe, sie hätten jetzt amts, Herr Goschen, den Unternehmern die beruhigende Mancher wird die Erklärung für das Ausbleiben der hübsch von dem Geld zu leben, das sie durch Nichtzahlung Versicherung zugehen, daß seinerseits fein Druck auf sie insolvenz darin suchen, daß der Verein eben stetig an von Vereinsbeiträgen erspart haben. Vom strengen Rechtsausgeübt, die Einhaltung der Termine nicht strikte verlangt Mitgliedern zugenommen und so das Defizit jedesmal durch standpunkt aus läßt sich nicht viel dagegen sagen, zwedwerden würde. Das war, so lange die Unternehmer von keiner eine größere Zahl von Beiträgen habe decken können. Das mäßiger ist es aber, in solchen Fällen es mit dem Evangelium Vermittelung wiffen wollten. Jeßt, wo ihnen eine solche nicht ist indeß nicht das wesentlichste. Die Haupterklärung ist zu halten. Ein Theil der Neubekehrten wird auch wohl unangenehm wäre, hört man plößlich, daß das Handelsamt vielmehr die von S. u. B. Webb in ihrer Geschichte des bei der Gewerkschaft bleiben, und so dürfte dieselbe am sich zu entsprechenden Schritten aufgeschwungen und die Trade Unionismus hervorgehobene: Daß die Gewerk- Ende des Kampfes stärker dastehen als vor demselben. Veranstaltung einer neuen Schlichtungskonferenz zwischen schaften ganz andere Möglichkeiten der Erhebung von 41 3 Ein Verrückter.[ Nachdr. verboten. Kampf und Ende eines Lehrers. Roman von Joseph Ruederer. ( Schluß.) das? Tönten da nicht Stimmen grell durcheinander? Ja, über die kleine Anhöhe zum Kirchlein. Endlich war sie ja, jetzt hört man sie ganz deutlich. Sie nähern sich dem oben und gelangte vor den Pfarrhof. Dort standen viele Forsthause, ach nein, es geht die Hochwiese hinauf. In Menschen. die Schlucht? Jezt tief in der Nacht? Was will man Jessas, Maria und Joseph," tönte es plöglich neben dort? Wie von einer Viper gestochen schrie Auna auf. ihr," d' Fräul'n Anna!" Sie hatte ihren Namen gehört, so verzweiflungsvoll gerufen, daß ihr das Herz still stand. Das war Gattl's Stimme gewesen! " Es war ihre Dienstmagd, die sich zu den Neugierigen gefellt hatte und bei ihrem Anblick entsetzt die Hände zufammenschlug. Die Menge wich auseinander und ließ die Ankommende zur offenen Hausthüre gehen. Aber, Fräul'n Anua, wo wollen S denn hin?" schrie Marie und suchte sie zurückzuhalten. Marie, was is g'schehen, was is g'schehen?" flüsterte Die Klänge der Kirchenglocke waren in Annas Zimmer gedrungen. Langsam richtete sich die Kranke in ihrem Bette auf und lauschte. Was hatte das zu bedeuten? Nachts um zehn Uhr läutete man, da mußte jemand im Noch einmal versuchte sie sich zu sammeln und den Sterben liegen. Wie es so seltsam klang, so unregelmäßig feuchenden Athem anzuhalten. Aber es tam fein zweiter und abgehackt! Zog der Lehrer den Strang? Aengstlich Ruf, es wurde stiller und stiller und das Geschrei der faßte das Mädchen ihren Rosenkranz und sing leise zu beten anderen verlor sich in der Höhe. au, aber ihre Bangigkeit wuchs von Sekunde zu Sekunde. Um Gotteswillen, Mari, Mari, Mari," stöhute die Sie verließ das Bett und öffnete das Fenster. Die milden Geängstigte, niemand antwortete ihr. Nur die beiden Anna und krampfte sich mit ihren schweißigen Händen in Wellen einer lauwarmen Frühlingsnacht strömten auf sie Jagdhunde im Hausflur fingen, von dem Geräusch der die Schultern der Magd. O, was Schrecklich's, Fräul'u Anna.... i her. Das Glöcklein verstummte und in tiefer Ruhe lag die vorüberjagenden Menge laut zu bellen an. Dies gab Anna Sternennacht über den Bergen. Im Dorfe war es tooten- wenigstens so viel Muth, daß sie die Treppe wieder könnt's Gahna net sag'n." Auna machte sich zitternd los und taumelte in den still, und auch im Forsthause regte sich kein Laut. Was das herunterzugehen und in ihr Zimmer zu eilen wagte. Haftig nur war? Sie hielt es nicht mehr aus in diesem drückenden suchte sie nach ihren Kleidern. Hier konnte sie nicht mehr Flur. Niemand stellte sich ihr entgegen. Wie eine Nachts Schweigen und öffnete die Thüre. bleiben, in dieser furchtbaren Einsamkeit, sie mußte wiffen, wandelnde trat sie in das Zimmer und blieb wie angegossen was geschehen war. Heftiger Schüttelfrost pacte fie, als sie stehen. Mit irren Augen blickte sie auf das Bett, das in sich anzog. Ihre unsicheren Bewegungen und ihre Müdig in der Mitte stand: da lag der Geistliche, aufgedunsen teit ließen sie dazu eine endlose Beit brauchen. Sie dachte und stöhnend, und vor ihm saß die alte Haushälterin und nicht mehr an das strenge Gebot des Arztes, im Bette rang verzweifelt die Hände. Als sie Anna erblickte, die liegen zu bleiben, sie dachte nicht mehr an ihren Vater, wie ein Gespenst an der Schwelle stand, sah sie auf sondern riß sich gewaltsam von dem Stuhle empor und und ihre rothgeweinten Augen funkelten vor Zorn und schlich mit ihren offenen Stiefeln, von denen die Schnüre Wuth. herunterhingen, ins Freie hinaus. Jeder Schritt, den sie Sie trat in den finsteren Raum und betaftete das Bett machte, toftete ihr eine furchtbare Anstrengung, der Schweiß es war leer. Die liederliche Person hatte sich fort- perlte ihr in großen Tropfen von der Stirne und manchgeschlichen, und wollte noch heimlicherweise von der Hochzeit mal glaubte sie schon, die Füße müßten nachgeben und profitiren. Eine fieberhafte Angst befiel die Kranke bei dem unter der Last des schwankenden Oberkörpers zusammenGedanken, daß fie ganz allein in dem Hause war und brechen. niemand in der Nähe hatte, den sie rufen konnte. Wenn Sie ging zum Pfarrhaus. Dort hatte sie Licht gesie wenigstens nur wüßte, warum man geläutet hatte? Ging sehen, dort konnte man ihr wohl Auskunft ertheilen, was der Tod im Dorf um? Dann geisterte es jedesmal vierzehn vorging und weshalb der Lehrer in die Gaifschlucht geTage lang und alle Leute schlossen sich bei anbrechender rannt war. Denn da war kein Frrthum mehr möglich; Dunkelheit in ihre Häuser ein. Anna graute es. Mit sie hatte seine Stimme erkannt. Gebückt schlich sie dahin, zitternden Knieen tappte sie aus dem Verschlage heraus und indem sie sich an den Umzäunungen der Wiesen und Felder wollte die Thüre zumachen. Da- halt was war denn ängstlich festhielt. Am sauersten wurde ihr der Gang " Mari! Mari! rief sie auf den Gang hinaus. Reine Antwort erfolgte. Mari, komm g'schwind zu mir runter!" Wieder rührte sich nichts. Zitternd schlich Anna die schmale Treppe unter das Dach hinauf und klopfte an dem Bretterverschlag, der den Wohnraum der Magd bildete. Mari, wach doch auf, i hab so viel Angst." " Kommst Du daher," sagte sie mit bebender Stimme, Du schamlose Person, de an allem Schuld is." Anna starrte sie fragend an. " Ja, schau mi nur an, Du hast grad so viel zu dem Unglück gethan, wie er selber." " Wie wer?" stotterte die Kranke. " Verstell Di nur net! Und schau'n an, unsern hochwürdigen Herrn. So hat sich der Lehrer an ihn vers griffen!" Anna wankte gegen die Bettstatt und drohte umzusinken. ,, Mach, daß d' in d' Kirch' nüber kommst und unseren Herrgott um Gnad' anflehst für Deine Sünden, Du Frauen Du schlecht's... simmer Politische Uebersicht. Berlin, 5. Dezember. # = ein paar den verurtheilt. Auf die vom Genossen Huth eingelegte Revision thatsächliche Unvereinbarkeit dieser mit der Fortführung des hob das Reichsgericht das Urtheil auf und verwies die Prozesses erwiesen ist. Der erstere Fall ist bei uns seit langer Zur Köllerkrisis. Gerüchte über Gerüchte schwirren Naumburg. Sache zur anderweitigen Verhandlung an das Landgericht Beit nicht einmal behauptet worden; es handelt sich vielmehr darum, daß jetzt Jahr ein, Jahr aus in der Luft herum. Zu Dutzenden werden jetzt die Kandi- Von der Strafkammer in 3aberu im Elsaß wurde Gefeßen sich befinden, häufig durch Beleidigung von PrivatDuheud Abgeordnete in regelmäßigem Konflilt mit Daten namhaft gemacht, die Herrn v. Köller ersetzen sollen. der im Arbeitshause in Pfalzburg inhaftirte 28jährige personen, und daß sie das Abgeordnetenmandat zur Verschleppu g Dazwischen wird dann aber auch noch der Einwand auf Jakob Bolz aus Mouweiler wegen Majestätsbeleidigung der Prozesse benutzen. Früher ist es sogar wiederholt vor geworfen: Wer weiß denn, ob Köller wirklich geht? zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt. Ja, wer weiß das, wer weiß überhaupt mit Sicherheit zu gekommen, daß auf diese Weise die Verjährung herbeigeführt sagen, was der Kurs der nächsten Tage sein wird? Den Hammerstein'schen Reichstags- Wahlkreis rde und u. a. die von Abgeordneten beleidigten Privatpersonen un die ihnen gebührende Genugthuung gebracht wurde. Wenigstens Juteressanter als diese Zukunftsspekulationen sind ver- Herford Halle haben die Konservativen verloren. Aus diesem Skandal ist durch eine, anläßlich der Ahlwardt- Prozesse schiedene Mittheilungen, die über den Verlauf der Herford wird telegraphisch vom 5. Dezember gemeldet: beschlossene Ergänzung des Strafgesetzbuches ein Ende gemacht Köllerkrise nachträglich durchfickern. Zu der ZurückZu der Zurück Bei der Reichstags Stichwahl in Halle Herford fiegte worden. Der weiter fortdauernde Zustand der gewohnheitsziehung des Strafantrages gegen Professor Bürgermeister Quentin( natl.) mit 8955 Stimmen übermäßigen Unterbrechung und Verschleppung der Gerichtsverhand Delbrück wird der Saale- Zeitung" geschrieben, daß Amtsgerichtsrath Weihe( fous.), der 8636 Stimmen lungen ist aber ebenfalls nicht durch die Würde der Volksvertretung" der Kaiser den im letzten Hefte der„ Preußischen Jahrbücher" erhielt." geboten, wie behauptet wird, sondern er verletzt dieselbe, zumal die enthaltenen Artikel über Herrn von Köller im Wortlaute Das ist ein schwerer Schlag für die Konservativen. nämlichen Abgeordneten, welche angeblich durch den ungehinderten durchgelesen habe. Der Kaiser habe sich über die Einzel- Um so schwerer, da die Nationalliberalen sicher den Wahl- Lauf der Prozesse in ihrer parlamen arischen Thätigkeit tehindert würden, diese nur zu häufig vernachlässigen und zur Herbeiheiten Vortrag halten lassen und in Verfolg dessen freis nicht gewonnen haben, weil ihr Stern im Aufgehen führung der Beschlußunfähigkeit beitragen. Wie gefagt, wir er die Einstellung des Verfahrens gegen Delbrück begriffen ist, sondern weil der konservative Stern seit dem warten vor der Hand keine Besserung; aber dies überhebt nicht verfügt, sowie Herrn v. Köller aufgefordert, Hammerstein- Krach noch rascher ins Sinken gekommen ist, der Pflicht, auf einen der vielen Echäden unseres heutigen ParDelbrück hiervon persönlich Mittheilung zu machen. als der nationalliberale. Die tonservative Partei kann sich lamentarismus hinzuweisen." Von einer Aussprache" zwischen Köller und Delbrück, wie vielleicht wieder erholen, da sie immerhin noch auf breitere So zertrümmern diese Wortführer des liberalen fich die Berliner Korrespondenz" ausdrückte, könne dem- Interessentenschichten im Volke sich stüßen kann, als das Bürgerthums aus Haß gegen die Sozialdemokratie eines nach nicht die Rede sein. nationalliberale Großbürgerthum. Aber vorderhand ist der ihrer Ideale nach dem andern. Die Sicherheit der " M Daß die Aftion gegen die Sozialdemokratie Herrn Verlust eines Wahlkreises in einer der konservativsten Reichstagsabgeordneten vor politischen Verfolgungen während v. Köller den Hauptstoß gegeben habe, wird allgemein an- Gegenden Deutschland, im Fürstenthum Minden, der der Session soll beseitigt werden. Es haben ja auch Sozialgenommen. Deshalb klingt es wenig glaubhaft, was die preußischen Vendée eine doppelt schmerzliche Niederlage für die demokraten Nutzen davon. Die Nationalliberalen würden Tägliche Rundschau" über die große Polizei Aktion konservative Partei. unter der von der National- Zeitung" empfohlenen Braris schreibt: Nein, Ihr seid's gewesen! schallt's jetzt in der verfahren gegen Mitglieder ihrer Fraktion in den lezten allerdings kaum jemals zu leiden haben, da das StrafDein Ministerrath hat diese Maßregel allerdings nicht nationalliberalen Bresse bei Besprechung der Reichstags: Jahren nicht wegen politischer, sondern nur wegen gemeiner vorgelegen, aber Herrn v. Köller auch nicht. Die Wahl in Herford- Halle. Jede der beiden Parteien wirft Berbrechen eingeleitet wurde. Und da ist es allerdings unVerantwortlichkeit für das Vorgehen gegen die sozialdemokratischen Vereine trägt vielmehr, wie uns aus sehr der anderen vor, sie habe entsetzlich! um die sozial- verbrüchliche Praxis der Parlamente, solchen Anträgen nachfozialdemokratischen Vereine trägt vielmehr, wie uns aus sehr sozialverbrüchliche zuverlässigen parlamentarischen Kreisen mitgetheilt wird, der demokratischen Stimmen gebuhlt. Beide erklären es für Polizeipräsident von Berlin v. 28indheim, der unwahr, soweit sie selbst in betracht kommen. Und beide zugeben. sagen die unwahrheit. Die Stellung der Privatdozenten auf deutschen Ein Ordnungsmann mag keinen Sozialdemokrat leiden, Universitäten wird anläßlich des Hinschins Gutdoch ihre Stimmen hat er gern- würde sich's mitunter a ch tens von dem Privatdozenten Dr. Jastrow in der auch ein tüchtiges Stück Geld tosten lassen, wenn die köst" Sozialen Praxis" erörtert. Jastrow betont, die soziale liche Waare nur zu kaufen wäre. Bedeutung des Privatdozententhums liege in erster Linie in der Thatsache, daß neben den staatlich angestellten Profefforen ein Stand freier akademischer Lehrer bestehe. An der Hand der Geschichte weist er nach, wie die deutschen Universitäten einen Doppelcharakter angenommen haben, indem sie gleichzeitig Korporationen und doch Bestandtheile des Staatsorganismus find: allerdings bei seinen Maßregeln sich zuvor der allerhöchsten Billigung versichert hatte." Völlig unmöglich ist allerdings auch das nicht. Herrn v. Köller's Vorstoß gegen die sozialdemokratische Organisation muß allerdings deshalb doppelt sonderbar er scheinen, weil er, wie die„ Köln. Volksztg." hervorhebt, früher als Abgeordneter selbst einem Nationalliberaler Liberalismus. Daß überhaupt Bentral Wahlkomitee angehört hat, welches vom Reichstage denjenigen Abgeordneten, gegen welche ein ebenso organisirt war wie das sozialdemokratische, näm- politisches Strafverfahren schwebt, anstandslos die Ein lich dem konservativen Zentral- Wahllomitee. Herr v. Köller ftellung des Verfahrens für die Dauer der hat sich also desselben Bergehens schuldig hat sich also desselben Bergehens schuldig Session gewährt wird, bekümmert die National- Beitung" gemacht, wegen dessen er jetzt gegen Dutzende von Sozial- tief. Das angeblich noch immer liberale", also für freiheit liche Grundfäße eintretende Blatt macht seinem Groll bei demokraten Anklage erheben läßt. Dafür ist er allerdings auch ein konservativer„ Staats- Besprechung der Reichstags- Verhandlungen in folgenden retter", der sich schon Dinge erlauben konnte, die au unserer Ausführungen Luft: Partei schwer geahndet werden sollen. = Die Privatdozenten beziehen ihre Lehr- Erlaubniß von der Korporation; der Staat stelle ihnen gern Lehrmittel zur Verfügung, weil er so eine bequeme Auswahl für die Beſegung der staatlichen Lehrämter erlange, ohne durch ein lästiges Las Haus hatte dann schleunigft einige von den Geschäften Aspirantenthum mit Anciennetäts- Ansprüchen bedrängt zu zu erledigen, welche seit Jahren zu seinen häufigsten gehören: werden. Dieser Stand freier akademischer Lehrer hat sich Die Berliner Polizei und der dolus eventualis. Die Einstellung mehrerer Strafverfahren, gegen fozialdemo- oft genug als Träger neuer Richtungen bewährt, denen die staatGestern erwähnten wir, daß Genosse Morawski als Ver- fratische und antisemitische Abgeordnete, zu beschließen. Wir lichen Profeffuren versagt waren. Das Hinschius'sche Gutachten leger und Genosse Kalfowsti als verantwortlicher Redakteur zählen solcher Anträge augenblicklich schon etwa ein Dutzend ignorire die ganze historische Entwicklung; es ignorire ferner der„ Gazeta Robotnicza" wegen einer kurzen Glosse zum Prozeß befindlichen Majestätsbeleidigungsprozesses des Abgeordneten und Ministerial- Allgewalt aus und baue darauf seine Schlüffe. - darunter einer auf Einstellung des in der Revisionsinstanz jenen Doppel- Charakter. Hinschius gehe einfach von der Staats. Sobczyt auf dem Polizeipräsidium vernommen wurden. Gestern Liebknecht wurden auch noch Genosse Janiczewski als Mitbesitzer der der Session ein paar Dußend andere dazu kommen werden. Unterdrückung neuerer sozialer und politischer Richtungen an den und es ist nicht zweifelhaft, daß im Laufe Jastrow macht dann auf die Gefahr aufmerksam, die in einer Druckerei Janiczewski u. Quitt und Genosse Berfus, Das Haus hat gestern wieder nach der aus einer ganz anderen Universitäten läge, und schließt mit folgender bemerkenswerthen Seßer der Gazeta Robotnicza" in der gleichen Sache ver- Beit, als Strafprozeffe gegen Abgeordnete eine Seltenheit waren, Aufforderung an den Kultusminister: nommen. Demucch scheint die Polizei wegen einer vier- überkommenen Gewohnheit, unbesehen die Einstellung des Verzeiligen Notiz vier Personen verantwortlich machen zu fahrens zu beschließen, gehandelt; wir bezweifeln nicht, daß wollen. Der dolus eventualis foll wohl noch größere dies auch weiter geschehen wird, aber das kann uns nicht Triumphe feiern, als in den Fällen Bading und Liebknecht. Verfahrens von neuem seine Saltlosigkeit zu abhalten, beim Wiederbeginn eines derartigen Majestätsbeleidigungs- Chronik. Freigesprochen betonen. Andere Parlamente handeln feineswegs so; in der von der Auflage der Majestätsbeleidigung wurde Genoffe jüngsten Zeit ist wiederholt aus Wien berichtet worden, daß im Huth vom Landgericht Na um burg. Jukriminirt war dortigen Abgeordnetenhause eine aus Liberalen und Konservativen ein Artikel der Thüringer Tribüne" über das Verbot bestehende Mehrheit die Erlaubniß zur Fortführung von Strafdes Rauchens Unter den Linden für die Soldaten der Ber- prozessen gegen Abgeordnete ertheilt hat. Sie zu versagen, dazu liner Garnison. Die Erfurter Straftammer hatte Huth die Anklage den Abgeordneten an der Erfüllung seiner parlahat ein Parlament nur Grund, wenn der Verdacht vorliegt, daß seinerzeit wegen dieses Artikels zu zwei Monaten Gefängniß mentarischen Pflichten zu hindern bestimmt ist, oder wenn die " Anna stöhnte aus der ganzen Tiefe ihrer gemarterten Seele. Ihre Blicke begegneten den gläsernen Augen des Geistlichen, der mit den Händen zuckte, als wollte er etwas fagen. p Gnad' und Barmherzigkeit!" schrie Anna und warf fich vor das Bett. Dort lag sie lange schluchzend und wimmernd. Plöglich fuhr sie auf und starrte die Haushälterin an: ,, Wo is er, der Franz?" fragte sie. Was weiß i", war die troßige Antwort," den werd d' Gendarmerie morgen scho einfangen." Seine Gemahlin weilte bereits in dem eleganten Salonwagen mit den Spiegelfenstern und hatte sich sehr kurz von ben tuigenden Damen verabschiedet. In früheren Jahren war dieser Abschied immer eine Ovation für den hohen Herrn gewesen. Unter dem Hurrahgeschrei der versammelten Menge pflegte er da von dannen zu fahren und vom offenen Fenster aus mit freundlichem Lächeln unzählige Male zu grüßen. Heute hatte er noch niemand die Hand gegeben. Er stand etwas abseits mit dem Bezirksamts- Assessor und redete eindringlich mit ihm. Der junge Beamte weilte wie zerknirscht vor ihm und hielt den Zylinder in der Rechten. Das sind sehr unliebsame Borkommnisse, Herr Assessor, sie werfen ein schlimmes Licht auf gewisse Verhältnisse und auf die hiesige Gegend." Dieses grausame Wort brachte die Kranke zur Be finnung. Nein", ächzte sie wie ein hilfloses Kind, net d' Gendarmerie, bei unserm Heiland net! Des derf net sein. Ich.... ich.... muß zum Franz geh'n, ich hab'n ja gehört... ganz genau g'hört, wie er in die Gaifschlu..." Der Assessor wand sich wie eine Schlange. Entsetzlich schrie sie auf. Der grelle Ruf des Lehrers" Mir scheint", fuhr der Minister fort, der Herr Bewar ihr eingefallen. Sie sah die Brücke vor sich und nefiziat Kleiser hat nicht mit der gehörigen Strenge sein glaubte neben ihm zu stehen, wie damals an dem düsteren Amt gehandhabt, wie wäre es sonst möglich, daß sich der Herbsttage, wo er sie fragte, ob sie mit ihm da hinunter- Lehrer so weit vergessen konnte?" springen wollte, wenn es auf der Welt nichts mehr zu hoffen Eine Pause folgte. gab Nein", schrie sie laut durch das Zimmer, ich spring net mit, es is a Sünd', a Todsünd', Franz, Franz, es tehr' um, kehr' um, Franz! Franz!" Sie lief in alle Ecken des Zimmers, als suche sie etwas, um sich darauf zu ftügen.. . " zu Haben Sie etwas gehört", fragte der Minister, dem Herrn Benefiziaten geht?" wie „ Der Herr Bezirksarzt sagte mir, daß eine Besserung konstatiren sei", flüsterte der Gefragte. ,, Nun, das ist wenigstens ein Trost. Er wird ErDer Haushälterin wurde es angst und bange in ihrer holungsurlaub bekommen und seine Ernennung zum Pfarrer Nähe. Sie lief auf den Flur hinaus. Als sie mit einigen an einem anderen Orte steht ohnehin bevor." Bauersleuten zurückkam, saß Anna auf dem Boden und lehnte Das zweite Signal zur Abfahrt ertönte. sich an die Bettstatt. In ihren Armen hielt sie ein großes Unbegreiflich sind mir nur die Dinge, die ich über den Kruzifix, das sie von der Wand heruntergerissen hatte. Sie Förster Balder und seine verstorbene Tochter hören mußte. herzte es wie eine Puppe und drückte es fest an ihre Brust. Man hielt die Familie für so anständig?" Dabei lachte sie eigenthümlich, kurz und abgerissen, und manchmal murmelten ihre Lippen: ,, Net nunterfallen, net fallen will i... o vergieb uns unsere Schulden." Sie war wahnsinnig geworden. sk Der heimkehrende Balder fand am anderen Tage im Forsthause den zerschmetterten Leichnam des Lehrers und seine sterbende Tochter vor. * Da hat mir nun allerdings der Herr Benefiziat schon vor längerer Zeit das Gegentheil berichtet, Exzellenz," wagte der Assessor zu bemerken. Wirklich?" " Allerdings, Exzellenz. Diesen Verdacht hatte der Herr Benefiziat ganz bestimmt geäußert," fuhr der Beamte er muthigt fort. Er war nur dem Lehrer gegenüber viel zu vertrauensselig, und als ich ihn einmal darauf aufmerksam machte, daß der Lehrer mir verrückt erscheine, lachte er mich aus." Bum letztenmale rief man zum Einsteigen. Der Minister Das war ein harter Schlag für Mariakirchen. Der ging langsam zu seinem Wagen. Dort drehte er sich noch Herr Minister hatte über Nacht die Koffer packen lassen einmal zu dem nachschreitenden Assessor um und sagte etwas und die tiefbetrübte Zeitung des Marktes meldete den ent- freundlicher: setzten Bewohnern die Abreise Seiner Excellenz. Alles eilte So? Sie haben ihn gewarnt? Dann haben Sie also an den Bahnhof, wo der hohe Herr vor den bestürzten Hono- auch gemerkt, was ich mir von vornherein sagte: Daß dieser ratioren mit tiefernstem Gesichte stand und wenig Sinn für Hilfslehrer Gattl schließlich eben doch nichts anderes war, die dargebrachten, duftenden Scheidegrüße an den Tag legte, als ein Berrückter." Wird das Gutachten von Hinschius fortan zur Grundlage der Verwaltungspraxis gemacht, so ergiebt sich zunächst der in Preußen meines Wissens noch nie dagewesene Zustand, daß ein Minister eine Disziplinargewalt beansprucht, welche ein großer Theil der Betroffenen nicht anerkennt und in jedem Einzelfalle zu bestreiten entschlossen ist. Es wäre doch eine Ungeheuerlichkeit, wenn der Privatdozent in seiner gesammten akademischen Stellung von Willen eines einzigen Menschen abhängen sollte, während jedem feiner Zuhörer gefeßlich garantirt ist, daß er von der Universität nicht anders entfernt werden tann, als durch Urtheil des Senate. Wenn wirklich der Minister der Ansicht ist, daß diefer Zustand geltendes Recht sei, als wünschenswerth tann er diesen Zustand im Interesse der ihm anvertrauten Würde der akademischen Lehre doch gewiß nicht bezeichnen wollen. Es erwächst daher aus dem Hinschius'schen Gutachten dem gegenwärtigen Unterrichtsminister eine Pflicht, die bisher in der Deffentlichkeit noch nicht betont worden ist, nämlich: sich darüber auszusprechen, ob er denn nichts thun werde, diesen vermeintlichen Rechtszustand zu ändern?" Daß in der gegenwärtigen Regierungsära irgend ein Minister daran denken würde, die Stellung der Privatdozenten freier zu gestalten, erwartet Herr Dr. Jastrow wohl selbst nicht. Das Gegentheil steht mit weit größerer Sicherheit in Aussicht. Und dazu wirkt noch etwas mit, was Herr Dr. Jastrow nicht berührt hat, nämlich die kaum verhüllte Eifersucht der zünftigen Professorenringe auf die Privatdozenten. Die Profefforenringe werden sicher nicht den Rest von Freiheit der Wissenschaft, den die Privatdozenten vertreten, gegen Eingriffe der Regierung vertheidigen. Der zünftig gesonnene Professor schaut mit bitterem Groll auf den Privatdozenten wie der privilegirte Apotheker auf den Drogisten, der die Medikamente und Mixturen billiger verkauft als er und ihm auf solche Weise den 99prozentigen Geschäftsgewinn schmälert. Diese Konkurrenz ist auf der Berliner Universität z. B. recht erheblich, da dort auf 179 ordentliche und außerordentliche Professoren nicht weniger als 171 Privatdozenten kommen. Und eine Professorentorporation, die sich durch den Machthaber einen Schwenninger als Professor aufdrängen ließ, wird sich gewiß nicht bis zu eigenen Unannehmlichkeiten ereifern, wenn ihr Widerstand gegen die Amtsenthebung eines sozialdemokratischen oder auch nur Sozial liberalen" Privatdozenten angerufen wird. Also, die Rechtsbrücke, die Herr Hinschius gebaut hat, wird mit schönem Erfolge von der Regierung betreten werden können. In Parteiblättern und im Nachklange zu deren Ausführungen in Parteiversammlungen ist nun verwundernd gefragt worden, weshalb denn eigentlich andere Parteis blätter, zu denen auch der Vorwärts" gehört, diesen Vorgängen auf der Universität eine eingehendere Aufmertsamkeit widmen. Das geschieht nicht der Personen halber und auch nicht aus Intereffe für Universitätsverhältnisse an sich. Es geschieht vielmehr, weil diese Versuche, den dürftigen Resten der akademischen Lehr und Forschungsfreiheit ein Ende zu machen, wichtige Symptome sind für das neueste Stadium unseres gesellschaftlichen Bersehungsprozesses, in dem die Stügen von Staat und Gesellschaft eifrig dabei sind, aus Angst vor der Sozialdemokratie die Strebepfeiler ihres eigenen Baues zu zertrümmern. Diese Symptome aufmerksam zu verfolgen und ihre Bedeutung ins Klarste Licht zu stellen, ist aber eine wesentliche Aufgabe der sozialdemokratischen Presse. Im übrigen seien die Parteigenossen daran erinnert, daß Marg und Engels in dem Kommunistischen Manifest es für die Pflicht des revolutionären Proletariats erklärt haben, für die Erhaltung ter bürgerlichen Freiheit einzutreten. " In der = " " " Ein Wechsel in den Personen der verdienten Chespräsidenten erwidert dem schneidigen Heren, daß die Abgeordnetenkammer fönnte leicht die Sachlage ändern. Im Interesse einer gefunden ein Kasernenhof und der Kriegsminister Entwickelung unserer sozialpolitischen Gesetzgebung sollte man fein Vorgesetter der Abgeordneten sei. Er alles aufbieten, einen Mann an der Spize des Reichs- Versiche- habe keine Vorschriften an die Volksvertreter ergehen zu lassen, Der französische Manchestermann Leon Say hat rungsamts zu behalten, der sich wie kein anderer bewährt hat." wie sie hier ihre Ansichten vertreten. Der Kriegsminister steckte aleich seinem deutschen Bruder im Geist, Herrn Eugen Die Frage, ob die verdiente Abfertigung ohne Widerrede ein. Die Agrarier machen wieder flar zu Gefecht. Im Richter, die fire Idee, daß der Sozialismus fünftlich Reichstage stellen sie Juitiativanträge und ibre Organisationen beantwortet gelaffen, was bei seiner im allgemeinen offeneine Konvention mit Preußen bestehe, hat er 11 11= gemacht sei, um das harmonische Spiel der Kräfte" bos- werden zufammenberufen um die öffentliche Meinung zu beein- herzigen Natur als Bestätigung des Bestehens einer diesbezügs haft zu stören. Er hielt dieser Tage in der Jahressitung fluffen. In diesen Tagen trat auch der Ausschuß der Vereinigung lichen Abmachung aufgefaßt werden muß. Der Antrag des des Instituts von Frankreich eine Rede, die darin gipfelt, der Steuer- und Wirthschaftsreformer zusammen, er beschloß die lichen Abmachung aufgefaßt werden muß. Der Antrag des daß der Sozialismus ein deutscher Importartikel sei, Pro- Abhaltung der nächsten Generalversammlung am 24. und 25. Fe- Finanzausschusses wurde einstimmig angenommen. dukt der Deutschen Heine und Marr. Daß die deutsche bruar 1896, auf die Tagesordnung wurden gesetzt: 1. Die Reichs- München, 5. Dezember.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Regierung dieses Produkt bestellt habe, und hege bank und ihre eventuelle Ueberführung in den Besitz des Reichs. Das hiesige Amtsgericht sprach heute den verantwortlichen und pflege, um dem armen Frankreich Unannehmlichkeiten politischen Erfahrungen liegen seit der 19. Generalversammlung der Anklage, durch die Aufforderung 3uzug, fernzu 2. Die Verschuldung des Grundbesitzes. 3. Welche wirthschafts- Redakteur der Münchener Post", Genossen Eduard Schmid von zu bereiten, das sagt Herr Say zwar nicht, deutet es aber vom 20. und 21. Februar 1894 vor. Die Mittel zur Abh e der halten!" groben Unfug verübt zu haben, frei. in nicht mißzuverstehender Weise au. Man sieht hier wirthschaftlichen Noth. 4. Die Transportkosten( Tarife) und ihr Der Klub der ultramontanen Partei in wieder einmal, wie das beste bürgerliche Hirn aus dem Einfluß auf die Preise.- Sa der bayerischen Abgeordneten Rammer foll Gleichgewicht kommt, sobald der Sozialismus vor ihm auftaucht.Allgemeinen Versicherungsach der Germania" nicht den Beschluß gefaßt haben, dem preffe findet sich folgende, durch die Botschaft des Prä- Antrage des Staatsanwalts auf Verfolgung der Blätter, die die Die orientalische Frage. Wohl niemals hat sich die fidenten Cleveland zu aktueller Bedeutung gelangte Mittheilung: Rammer wegen ihrer Haltung in der Fuchswühler Frage getabelt haben, stattzugeben. Nichtsnußigkeit und Gemeinschädlichkeit jener internationalen dort" mehrfache Repressalien gegen dort arbeitende Wie wir New Yorker Mittheilungen entnehmen, werden Zunft, die man Diplomatie nennt, so augenfällig vor aller beutsche resp. preußische Wersicherungs- Ge Desterreich. Welt offenbart, wie jetzt in der orientalischen Frage". fellschaften geplant, und zwar als Repreffalien gegen längerer Debatte über die überhandnehmende Auswande Wien, 4. Dezember. Der Polentlub beauftragte nach Nachdem ein Theil dieser Diplomatie" Millionen dafür den Ausschluß der drei großen amerikanischen Lebens Verrung aus Galizien nach Amerita eine Kommission von sechs = ausgegeben hat, in der Türkei Unruhen und Aufstände sicherungs Gesellschaften aus Preußen. Preußen. Einerseits will hervorzurufen, kommt dieser Theil der Diplomatie und man in New York die Zulassung deutscher Ge- Mitgliedern mit der Ausarbeitung eines dem Reichsrathe vorzulegenden Auswanderungs- Gesetzentwurfes. flagt die Türkei an, keine Ordnung aufrecht erhalten zu sellschaften dadurch erschweren, daß man die zu können; und die übrigen Diplomaten, die den Schwindel hinterlegende Staats- Kaution erhöht, andererseits will man Wien, 5. Dezember. Abgeordnetenhaus. Am Beginn der genau kennen, thun als ob sie alles glaubten und helfen den ausländischen Versicherungs- Gesellschaften eine Prohibitiv. Sigung brachte Bernerstorfer einen Dringlichkeitsantrag steuer von 10 pGt. auferlegen- und brittens will man auch ein, in welchem die Regierung aufgefordert wird, sogar beim Anklagen, nur damit sie einen Grund haben, auf anderem Gebiet als auf dem der Assekuranz Wiedervergeltung nach Beendigung der Berathung des Gesetzes betreffend die den Herren Kollegen auf den Fersen zu sein und auf die wegen der Behandlung der drei großen New- Yorker Lebens Berginspektoren sofort den Wah! reform Entwurf zu Finger zu sehen. Wie schwer es den Auguren manchmal Versicherungs- Gesellschaften anbahnen. Dem Kongreß soll ein unterbreiten. Der Antrag wird mit Einverständniß des fein mag, das Lachen zu verbeißen! Gefeßentwurf vorgelegt werden, welcher den deutschen 3uder Antragstellers morgen verhandelt werden. Vor jetzt genau vier Wochen verkündete der englische vom amerikanischen Martt so gut wie ausschließt. Derartige Wien, 5. Dezember. Die Staatsrechnung für das Ministerchef Lord Salisbury mit ernsthaft feierlicher Miene Repressalien waren vorauszusehen und man wird nun den Jahr 1894 schloß mit einem Ueberschuß von ca. 34 Millionen das Konzert" der europäischenz Mächte, das heißt das Verlauf der Dinge abwarten müssen. Vor der Hand hat Mart ab. allgemeine Einverständniß in der orientalischen Frage. Seit die Magdeburger Feuerversicherungs- Gesellschaft" noch nicht dem hören wir von nichts als von Eifersüchtelei, Bank und die Bewilligung zum Geschäftsbetriebe in New- York erStreit der Herrn Konzertanten. Sie befigt dort ein ziemlich starkes Portefeuille, Und die einmüthigen welches sie auf dem Wege der Rückversicherung von eng Herrn Diplomaten sind in Konstantinopel einander so in lischen und amerikanischen Gesellschaften erworben hat. Es ist die Haare gerathen, daß der Sultan fich den Spaß er fraglich, ob ihr unter gegenwärtigen Umständen überhaupt die lauben konnte, ihnen die Einfahrt je eines zweiten Erlaubniß zum Geschäftsbetriebe ertheilt werden wird zu Be Stationsschiffes( jede Botschaft hat eins am Goldenen dingungen, welche ihr noch genehm sein möchten. Auch die Horn) zu verbieten. Die schlauen Türken wissen, daß die einigen" Herren Diplomaten wie Hunde und Katzen sind, und daß die Diplomatie keines Landes der anderen traut und etwas gönnt. So wird von den Diplomaten in der Türkei und an der Türkei immer weiter herumgepfuscht, bis schließlich der Weltkrieg unvermeidlich wird es sei denn, daß es den Wölfern gelänge, noch rechtzeitig mit dem ganzen Unfug der Diplomatie aufzuräumen. * Deutsches Reich. - Hofprediger a. D. Stöder. Der„ Hann. Poft" wird gemeldet: Keine Disziplinar- Untersuchung gegen Stöcker. Wir tönnen aus zuverlässigster Quelle mittheilen, daß der Kaiser auf Vortrag des zuständigen Beamten des Ober- Kirchenraths befohlen hat, die Sache ruhen zu lassen." Uns ist es weit lieber, wenn Herr Stöcker nicht disziplinirt wird, aber nicht aus Vorliebe für Herrn Stöcker. " Das ist sehr hübsch, nur sollte man nicht nur auf die Börfianer mit Steinen werfen, wenn man selbst in einem junter. lichen Glashause wohnt. " halten. B Frankreich. Paris, 4. Dezember.( Eigener Bericht.) zur Weltaus ftellung vom Jahre 1900. Genosse Vaillant hat um Gefeßentwurf betreffend die Weltausstellung von 1900, deren Soften auf 100 Millionen veranschlagt sind, einen Zusazantrag eingebracht, wonach bei allen Arbeiten und Lieferungen betreffend die Errichtung der Ausstellung folgende Arbeitsbedin übrigen deutschen Gesellschaften leiden unter der Stimmung, gungen einzuhalten sind: 1. Achtstündiger Arbeitstag und welche die New- Yorker Bevölkerung und speziell die New- Yorker wöchentlich ein Ruhetag. 2. Anwendung der von der Stadt Handelswelt beherrscht; denn der Ausschluß der drei großen Paris aufgestellten Lobuliste für alle Berufe, auf die sich dieselbe amerikanischen Gesellschaften aus Preußen hat dort großen bezieht; des gewerkschaftlichen Lohntarifs für alle anderen welt in großem Maßstabe." Staub aufgewirbelt und beschäftigt die ganze dortige Handels- Berufe, deren Arbeiter gewerffchaftlich verbunden sind, und ein den Existenzkosten entsprechender Minimallohn für alle sonstigen Da zeigt es sich also wieder, wie sehr Maßregeln gegen Arbeiter. 3. Strenge Anwendung des Defrets von 1848 betr. ausländische Unternehmungen stets Repreffalien herbeiführen. das Verbot der Anstellung von Unteraltordanten. 4. Errich -Ein Mensurenerlaß war von den Behörden der tung einer von den Arbeiter Gewerkschaften zu organisirenden Universität Halle a. S. ergangen. Jetzt theilt die„ Saale Arbeitsbedingungen und Entlohnung dieser Inspektoren nach dem Arbeitsinspektion zur Ueberwachung der Durchführung dieser Beitung" mit, daß die Polizei ihre angerufene Mitwirkung gegen höchsten Lohnsatz der bei den Ausstellungsarbeiten beschäftigten das Erscheinen der Studirenden mit unverheilten, aus Mensuren Arbeiter. Diese Bedingungen haben sowohl bei den von der herrührenden Wunden auf den Straßen, in der Straßenbahn 2c. Stadt Baris wie vom Staate in eigener Regie auszuführenden abgelehnt hat, da es ihr hierzu an der rechtlichen Grundlage Arbeiten zur Anwendung zu gelangen, wie bei denen, die von fehle. Sie suche nur Duelle und Mensuren zu verhindern; Unternehmern oder Lieferanten ausgeführt werden. Bei letzteren um die geringfügigen Folgen von Mensuren, die vielleicht ander unternehmern oder Lieferanten ausgeführt werden. Bei letzteren wärts stattgefunden, kümmere sie sich nicht. sind diese Bedingungen in das Pflichtenheft einzutragen. = Paris, 5. Dezember. Der Armee Ausschuß des München, 3. Dezember.( Eig. Bericht.), Unter bösen Anzeichen ist die Berathung des Militäretats heute zu Ende gegangen. Bei Parlaments hat den Beschluß gefaßt, das Rekrutirungs-Rein Reuebetenntniß der Konservativen! der namentlichen Gesammt- Abstimmung stimmten außer gesetz abzuändern und zwar für die außerhalb Frank Die Konservative Korrespondenz" bestreitet, daß die konservative unseren Freunden auch sechs Bauernbündler und reichs dienenden Militärpflichtigen. Diefelben Fraktion beschlossen habe, in der ersten Geschäftssigung des der Demokrat Wiesner mit Nein. Und nach Er sollen nach ein jähriger Dienstzeit entlassen und erſt Reichstages von Parteiwegen eine Erklärung" über ihre Stellung mittlung des Abstimmungs- Resultates erklärte Herr Präsident eintreten. Mit diesem Beschluß hängt ein Antrag zusammen, wieder zu Uebungen einberufen werden, wenn sie in die Reserve zum Fall Hammerstein abgeben zu lassen. Selbst Erörte von Walter ganz aufgeregt, daß die Abstimmung leider so rungen haben in dieser Beziehung innerhalb der Fraktion nicht ausgefallen sei, wie er schon einige Tage befürchtet. Es hätten welcher bereits früher der Kammer unterbreitet worden war und stattgefunden." ― nämlich nur 117 Herren, 10 davon mit Nein" abgestimmt, der für alle außerhalb Frankreichs befindlichen Fahnenpflichtigen und Die Kreuz 8eitung" moralisirt wieter, es fei fomit die verfassungsmäßige eine Amnestie verlangt. natürlich nicht über die Edelsten der Nation", die sich moralisch Anzahl von Stimmen( drei Viertel) nicht er. Italien. verfehlen, sondern über das Treiben der Emporkömmlinge. reicht worden. Er sei deshalb gezwungen, in einer der Romt, 4. Dezember. Die Deputirtenkammer begann die BeAn den Selbstmord eines verkrachten Bantiers, der sich das nächsten Sitzungen die Abstimmung wiederholen zurathung über die Umwandlung der vier königlichen Ber Leben genommen, fnüpft das Junterblatt folgende Betrachtungen: müssen. „ Das Persönliche dieses Falles ist gleichgiltig, von all- Ein schlechtes Zeichen für den Pflichteifer der Militärfreunde ordnungen vom 6. November 1894 in ein Gefeß. Die Vergemeinem Intereſſe aber das Typische. Während die produktive und für die ordnungsfröhlichen Jubelhymnen im Jubeljahr.ordnungen betreffen Abänderungen der Gesetze über die Dr. ganisation der Armee, die territoriale Abgrenzung Arbeit sich bei allem Fleiß in Sorgen abmüht, ohne auf einen Der letzte Tag der Spezialdebatte brachte auch sonst noch ber Aushebung, die Besoldungen und dauernden Löhnungen. grünen Zweig zu kommen, gelangt der große Spelulant rasch und intereffante Erörterungen über den Pensionsetat.( Die dies. Der Kriegsminister erklärte gegenüber der Meinung der Komspielend zu Reichthum. Kenntnisse oder Fertigkeiten befigt er bezüglichen Ziffern haben wir bereits vor einigen Tagen in mission, die vorgenannten Dekrete enthielten noch keine Annicht, auch arbeitet er nicht im rechten Sinne des Wortes. Er einer Korrespondenz besprochen.) Auch dem Finanzausschuß späht lediglich nach der Konjunktur, macht daraufhin seine Spefu erschien das Anwachsen der Pensionslast drohend und im Namen bahnung der territorialen Rekrutirung.. Bovio brachte heute beim Kammerpräsidium einen parlamen lationen, und wenn er es versteht, die Schwächen, die Un- desselben legte der Referent Wagner dem Hause einen Antrag tarischen Initiativ- Gesehvorschlag ein des Juhalts, die 3 ahl fenntniß und die Unerfahrenheit seiner Nächsten rücksichtslos aus- vor, die Kriegsverwaltung sei zu ersuchen, dahin zu wirken, eine der Bischöfe zu verringern. zunuzen, worin er durch die Geseze nicht behindert wird, so heimst Abminderung der Zahl der pensionirten Offiziere eintreten zu er in der Regel unverhältnißmäßig hohen und leichten Gewinn laffen, und insbesondere Pensionirungen von Offizieren nicht aus Rom, 5. September.( Eig. Bericht.) In der Debatte des ein... Ghedem waren die Emporfömmlinge des Geldes geringer ge- dem Grunde eintreten zu lassen, weil ein Offisier, welcher fich italienischen Abgeordnetenhauses über die während der Ferien achtet, und so konnte ihre soziale Schädlichkeit weniger hervortreten, für seine bisherige Dienststellung als genügend befähigt erweist, eingelaufenen Interpellationen hat der sozialistische Abgeordnete Jest drängen fie fich auf grund der brutalen Macht des Geldes für die nächsthöhere Dienstes stellung nicht qualifizirt fei. Berenini eine bemerkenswerthe, von einem großen Theile der hervor, fie beherrschen die Waaren- und Geldmärkte, sie beeinflussen In der lebhaften Debatte nimmt auch Genosse Grillenberger Kammer beifällig aufgenommene Rede über die Grispi'schen mit Hilfe der Tagespreffe die öffentliche Meinung, fie wollen in das Wort. Er habe nichts dagegen, wenn Leute, die Pension Ausnahmegefeße und deren Handhabung gehalten. NachStaat und Gesellschaft die führende Rolle spielen. Und so verdienen, pensionirt werden. Jedoch hier handle es sich um dem er erwähnt hatte, daß er der einzige sozialistische Aberregen fie in allen Kreifen des Wolfes mit der Unzufriedenheit den traffen Unterschied der Beträge zwischen Hoch und Nieder. geordnete sei, der von diesen Gesetzen nicht betroffen worden set, einer Aenderung die Neigung zur Beseitigung von Zuständen, welche derartige Kompetent zu set nur der Reichstag; erinnerte er daran, daß, als das Ausnahmegesetz in der Kammer Auswüchse gestatten." trottem aber dürfte es fich empfehlen, auch in den berathen wurde, Crispi ausdrücklich erklärte, daß dasselbe gegen Einzellandtagen immer wieder diese Frage anzuschneiden. Die Anarchisten und nicht gegen die Sozialisten, daß es gegen Der Hauptübelstand sei auf das von Berlin ausgehende gewaltthätige Angriffe auf die bestehende Ordnung, aber nicht Bestreben, die Armee zu verjüngen, zurückzuführen zu verjüngen, zurückzuführen, das gegen bloße Meinungsvergehen gerichtet sei. Aber nach der Annun auch in Bayern Eingang gefunden habe, zumal von Preußen ❘nahme des Gesetzes sei die erste Handlung der Regierung die -Ueber Herrn v. Trott zu Solz wird der Frankf. durch Schaffung günstigerer Pensionsverhältnisse auf Bayern ein Auflösung aller sozialistischen Vereine gewesen, obwohl diese Beitung" aus Marburg geschrieben:" Die Meldung, daß Herr Druck ausgeübt werde, mit Preußen eine Konvention ab- durchaus teine gewaltthätigen Unternehmungen, sondern nur eine Trott zu Solz defignirter Nachfolger des Herrn v. Köller sei, zuschließen. Der blaue Brief" fomme oftmals den Offizieren friedliche, bis dahin unbeanstandet gebliebene Propaganda bes erregt hier besonderes Interesse, da er nicht nur bis vor furzem wie ein Bliz aus heiterem Himmel und die damit Bedachten trieben hätten. Als Bismarck in Deutschland die Sozialisten hier als Landrath fungirte, sondern noch jetzt der Landtags: müßten fich fügen, wollten sie nicht ristiren, aus der Armee bekämpfte, habe er dies wenigstens offen, nicht unter falschen Abgeordnete des Kreises ist. So weit wir die Persönlichkeit des hinausgeschmissen 8it werden. Der Offizier muß also Vorwänden gethan; die Gesetze, auf grund deren er vorging, Mannes kennen, scheint er uns durchaus ein berufener Nach- reagiren und die nächste Folge ist, daß er sich frank meldet seien wirklich gegen die Sozialisten gerichtet gewefen. folger Köller's, ein Minister auf der Höhe der Zeit zu sein. Er( Seiterkeit) und der betreffende Arzt findet auch dann immer italienische Richterstand aber habe erröthen müssen, als er Bergilt als reaktionär und sehr orthodox; wie wir zu wissen ein entsprechendes Leiden. Ein solches Vorgehen reime fich dammungsurtheile wegen Meinungsvergehen fällen mußte, glauben, hat er das famose Umfturzgefeß ausgearbeitet. Wird doch nicht mit der sonstigen militärischen Ghre zusammen. während die Artikel des Gesetzes nur den Aufstand, den Meucheler jetzt Minister des Innern, so hätte er eine außerordentlich Redner glaubt auch, daß ein Offizier, der sich nicht für eine mord, die Brandstiftung u. dgl. mit Strafe bedrohten. Die sozialistische schnelle Karriere gemacht. Als er hier Landrath war, stand er höhere Charge eignet, ganz gut noch Jahre lang feinen bis Propaganda gebe nicht auf Verschwörungen und Aufstand aus, in regem gesellschaftlichen Verkehr mit dem früheren spanischen herigen Posten ausfüllen könne, zumal man es ja auch bei den das wisse Herr Crispi sehr wohl. Dagegen sei die Regierung Gesandten, dem Bruder des Freiherrn v. Stumm, der in der Brinzen nicht so genau nehme. Er empfehle zwar den Ausschuß- felbft revolutionär, indem sie das Gesetz verleße. Sie selbst sei unmittelbaren Nachbarschaft Marburgs einen durch Aufkauf antrag anzunehmen, verspreche sich aber nicht viel davon, da es, die durch Ausnahmegesetze und durch die wilkürliche Handfleinbäuerlichen Bestzes arrondirten Herrensiz hat. Vielleicht eine Besserung wohl erst mit Beseitigung des ganzen modernen habung derselben die Revolution vorbereite. Dem italienischen sind auf diesem Wege die staatsmännischen Talente des Herrn Militarismus eintreten werde. Sozialismus werde die ungerechte Verfolgung nur förderlich Trott zu Sola zur Anerkennung gelangt." In seiner Widerlegung führt der Kriegsminister sehr sein; indeß folle die Regierung bedenken, wie viele Familien Bödiker- Bötticher. Zum bevorstehenden Rück- erregt und in überlautem Korporalston u. a. aus: Die Ueber durch ihr Vorgehen in das Unglück gestürzt würden. tritte des Chefs des Reichs Versicherungsamtes Dr. Bödiker schreitung der Reichsquote sei wesentlich zurückgegangen und es Um für eine Verlängerung der demnächst ablaufenden Ausmacht die Kölnische Beitung" folgende, vom Standpunkt des habe die Militärrerwaltung eher eine Anerkennung, denn einen nahmegefeße Stimmung zu machen, hatte Crispi bekanntlich Blattes sehr beachtenswerthe Aeußerungen: Tadel verdient. Von einer Verjüngung der Armee könne teine einen Prozeß anstrengen lassen, durch den bewiesen werden sollte, Gerade unter diesen Umständen tritt recht klar zu Tage, welch Rede sein. Oberstlieutenants stünden heute im 58. Lebensjahre, daß der vor einiger Zeit gegen ihn verübte Mordversuch nicht außerordentliches Vertrauen Dr. Bödiker sich bei allen Parteien er- Majore im 48., Hauptleute zwischen dem 45. und 48. und die Handlung eines einzelnen, sondern das Ergebniß eines weit worben hat. Nicht nur die Vertreter der Arbeiter, sondern auch Premierlieutenants im 86. bis 39. Lebensjahre vor ihrer verzweigten Komploits gewesen sei. Dieser Prozeß ist jekt. die Vertreter der Berufsgenossenschaften, die bisweilen mit dieser Beförderung in die nächst höhere Gharge. Der Minister völlig gescheitert. Zuerst stellte sich heraus, daß gewisse an den oder jener Entscheidung des Reichs Versicherungsamtes nicht wendet sich sodann gegen die Auslassungen der einzelnen Thäter gerichtete Briefe eine Fälschung seien. Alsdann zog der zufrieden waren, sind jetzt ohne Ausnahme in dem auf- Redner. Die Offiziere, welche in Frage kämen, feien Staatsanwalt, dem Ergebniß der Verhandlungen entsprechend, richtigen Wunsche einig, daß Dr. Bödiker Chefpräsident des in so vorgeschrittenem Alter, daß sie körperlich nicht mehr leistungs- die Anklage wegen Komplotts in bezug auf alle Angeklagten, Reichs- Versicherungsamts bleiben möge. Während manche Kreise fähig seien. Der Offizier werde Dienst machen, so lange er Aus- mit Ausnahme eines einzigen, zurück. Endlich sprach der Gein unserer Bevölkerung gegenüber manchen Entscheidungen unserer ficht auf Fortkommen habe; wenn diese Aussicht aufhöre, fehle richtshof auch diesen Ginzigen frei und wies auch die vom Gr Berufsfreudigkeit. Strafgerichte Bedenken hegen, besteht gegenüber der Recht- bie müsse Grillenberger Staatsanwalt aufrechterhaltene Anklage wegen anarchistischen sprechung des Reichs- Versicherungsamts und des Ober- Verwal- und Razinger das Recht absprechen, in diesem Punkte Gebahrens in bezug auf alle Angeklagten zurück. Raum aber tungsgerichts faum ein grundsäglicher Gegensaz ernsterer Natur. I die Ehre der Offiziere anzugreifen. Grillenberger waren diese vom Richter für frei erklärt worden, als die PolizeiW Der behörde auf grund der Ausnahmegefeße sie wieder in das Ge- 1 Damit sind bis auf die Zuckersteuer- Vorlage und das Bürgerliche werden für das, was unser Inneres nicht fühlt, noch unser fängniß brachte, um sie von der Zwangswohnsiz Kommission Gefeßbuch sämmtliche wichtigeren, in der Thronrede angekündigten Gewissen uns erlaubt. Wer diesen Ideengang nicht akzeptirt, wegen derselben Anklagen, die der Richter eben für grundlos er Vorlagen an den Reichstag gelangt. ist nicht mit uns. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns." flärt hatte, abermals in Untersuchung nehmen und diesmal wohl Diese Erklärung wird, insbesondere wo sie vom bewußt verurtheilen zu lassen. Deutlicher konnte der Sinn und die Be- sammen. Man verständigte sich dahin, daß die Vorsitzenden der fundienbesitzern spricht, wahrscheinlich eine starke Polemik hervor Der Seniorenkonvent des Reichstages trat gestern zu- oder unbewußten Einverständniß der Sozialisten mit Lati deutung der Ausnahmegeseze nicht illustrirt werden. Abtheilungen aus der vorigen Session wiedergewählt und ebenso rufen. Die wahren Sozialisten sind aber sehr erfreut, daß endRußland. die Fachkommissionen in der Besetzung der vorigen Session be- lich einmal so fräftig vorgegangen wird, um die sozialistische Politische Verfolgungen in Russisch- Polen stätigt werden sollen.( Geschäftsordnungs- Kommiſſions- Vorsitzender Partei Siziliens zu läutern. Wenn sich auch durch den scheinen wieder auf der Tagesordnung zu stehen. Der„ Kreuz- Singer, Budgetkommissions- Vorsitzender v. Kardorff, Petitions- Läuterungsprozeß die Zahl ihrer Anhänger vermindern muß, so Zeitung" wird aus Warschau gemeldet: Großes Aufsehen erregt kommissions- Vorsitzender Dr. Kruse, Wahlprüfungs- Kommissions ist das doch kein Nachtheil, denn sie wird in demselben Grade hier die nächtliche Haussuchung bei vielen Studenten Vorsitzender Spahn, Rechnungskommissions- Vorsitzender Dr. Der landwirthschaftlichen Akademie in Bulawy.- Die Polizei Baasche.)- Ferner wurde mitgetheilt, daß der Entwurf desan moralischem Einfluß auf die Massen wachsen und, innerlich entdeckte angeblich geheime Verbindungen unter Bürgerlichen Gesehbuchs dem Reichstag im Januar gereinigt und gefestigt, den Kampf mit der alten Gesellschaft um fo erfolgreicher führen. Studenten, von denen eine größere Anzahl in der Warschauer zugehen wird. Es sollen aber bereits jetzt von den einzelnen Zitadelle internirt wurde. Sozialistische Schriften sind Fraktionen Referenten ernannt werden, denen das bezügliche beschlagnahmt worden." Material noch vor Weihnachten zugehen soll. Rumänien. M 0 • Zum Arbeiterschutz beantragen die Abgeordneten Dr. Hize und Dr. Lieber mit Unterstützung des Zentrums eine Resolution, welche die Regierung ersucht, 1. die Durchführung der Bestimmungen der§§ 120a bis 120c der Gewerbe- Ordnung ( betreffend den Schuh von Gesundheit und Sittlichkeit) durch Polizeiliches, Gerichtliches ze. " Gewerkschaftliches. い Cammtlige Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den Stempel der betreffenden $ Organisation tragen. An die Arbeiter Berlins und Umgegend! Auf die Er flärung der Firma Maurer u. Dimmick im Inseratentheil der Nr. 283 des Vorwärts" haben wir zu entgegnen, daß der Streit nicht etwa muthwillig vom Baune gebrochen wurde, sondern daß die Einführung einer neuen, verlängerten Arbeitszeit die Veranlassung dazu gab. Die Arbeitszeit war bisher neunstündig; erst auf das Verlangen nach Beseitigung der im Geschäfte bestehenden Mißstände( wie Ueberschreitung der Gewerbe Ordnung, Beschäftigung jugendlicher Arbeiter und weiblicher Personen über die gefeßliche Zeit hinaus und vor allem mangelhafte Bezahlung) versprach die Geschäftsleitung die Abstellung dieser Mißstände, aber forderte die Verlängerung der Arbeitszeit um eine Stunde. Das Personal fonnte sich mit dieser Repressalie eines Geschäfts, wo fast ausschließlich Arbeiterdrucksachen hergestellt werden, nicht einverstanden erklären und legte einmüthig die Arbeit nieder. Indem wir hierdurch den Sachverhalt zur Kenntniß bringen, appelliren wir an die Solidarität der Arbeiterschaft. Das ausständige Personal der Firma Maurer u. Dimmick. J. A.: H. Beier. -W dafür - Gegen das freisprechende Urtheil, das vom Braun. Der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Aufnahme fchweiger Landgericht in Sachen der Maifest 3eitung Die Senatswahlen haben mit dem üblichen Reich 3- Eisenbahnen nebst Begründung ist dem Reichs- Reichsgericht wird darüber am 31. Januar verhandeln. einer Anleihe für das Heer, die Marine und die gefällt wurde, hat der Staatsanwalt Revision eingelegt. Das glänzenden Siege der Regierung geendet. tage zugegangen. Danach sollen die außerordentlichen Geldmittel, Wegen Beleidigung eines Herrn v. Wangenheim wurde Bulgarien. welche in dem Reichshaushalts- Etat für das Etatsjahr 1896/97 ein früherer Redakteur der Thüringer Tribüne" vom Die parlamentarische Untersuchung 3- zur Bestreitung einmaliger Ausgaben der Verwaltungen des Erfurter Landgericht zu 1 Woche Gefängniß verurtheilt. Trotzdem Kommission über das Regierungssystem Stambulow ver- Reichsheeres, der Marine und der Reichs Eisenbahnen mit nur§ 185 in Frage fam, wurde von einer Geldstrafe u. a. öffentlicht soeben seinen Bericht, dem wir folgendes entnehmen: 27 850 921 M. vorgesehen sind, durch eine verzinsliche Anleihe deshalb abgesehen, weil wie der Landgerichtsdirektor Mathes Von dem Beginn seiner Regierungsthätigkeit an verlegte beschafft werden. ausführte die" Thüringer Tribüne" selbst zugegeben habe, Stambulow die Freiheit durch Handlungen der Gewaltthätigkeit, Verhaftung von Oppositionellen 2c. Versammlungen wurden oft hat die Freisinnige Boltspartei im Reichstag ein würden. Die Redaktion unseres Erfurter Bruderorgans erklärt Zum Schutze des Vereins- und Versammlungsrechts daß Geldstrafen gegen ihre Redakteure aus der Parteitaffe gezahlt nur dann von ihm gestattet, wenn ihre Tendenz eine der Regierung Nothgesetz beantragt, welches nach der Freis. Ztg." aus diese Behauptung für unwahr. günstige war. Die Regierung verlegte systematisch den auf folgendem einzigen Paragraphen besteht: Alle Deutschen sind das Briefgeheimniß bezüglichen Artikel der Berfassung und in berechtigt, ohne vorgängige obrigkeitliche Erlaubniß Vereine zu Tausenden von Fällen die Unantastbarkeit bilden und sich unbewaffnet in geschlossenen Räumen sowie in der Person und des Domizils. Unter dem Vorwande Privatgrundstücken auch unter freiem Himmel zu versammeln. der Verfolgung des Brigantenthums figurirte in dem Budget Auch sind die Vereine berechtigt, mit anderen Vereinen zu gecine Poſt für die Organisation eines geheimen Polizei meinsamen Zwecken in Verbindung zu treten. Die Bestimmungen dienstes, aus welcher Stambulon zahlreiche Spione, der Reichs- Seuchengeſehe, der Reichs- Militärgesetze, desgleichen darunter auch Frauen, bezahlte. Die Kommission ist der An- die Bestimmungen der Landesgesetze über die Neberwachung von sicht, daß die diesbezüglichen Summen als illegale Aus- Busammenkünften bleiben unberührt." gaben des früheren Regimes zu betrachten seien. Der Bericht rügt das ungefeßliche und verfassungswidrige Vor. Zur Erlangung der Rechtspersönlichkeit für die ein gehen gegenüber der Presse, ferner die gegen die getragenen Berufsvereine hat die freisinnige Bolts Synode gerichtete Verfolgung und den von der Regierung gegen partei Dr. Schneider u. Gen.- den bereits in früheren Glement erfonnenen Prozeß und spricht weiter von mili: Seffionen von der freifinnigen Partei und der Zentrumspartei tärischen Aktionen aus Wahl motiven. Die eingebrachten Gefeßentwurf, betreffend die eingetragenen Lieferung von 70 Millionen Manlicher- Patronen durch Berufsvereine, wiederum eingebracht, und zwar in der Fassung, die Firma Roth besprechend, erblickt der Bericht in dem in der eine Kommission in der Reichstags- Session 1890/92 den Umstande, daß Roth die Lieferung erhielt, trotzdem die Entwurf mit 8 gegen 3 Stimmen angenommen hatte. Der EntKonkurrenten beffere Preise anboten und eine große Zahl wurf beabsichtigt, den Bereinigungen von nicht geschlossener Mit der gelieferten Patronen minderwerthiger Qualität war, einen gliederzahl, welche die Förderung der Berufsinteressen und gegenBeweis dafür, daß die Regierung von denselben Motiven wie feitige Förderung ihrer Mitglieder bezwecken, Rechtspersönlichkeit früher bei der Herstellung der Eisenbahnlinien Stambuli- Burgas zu verfchaffen nach dem Muster der eigetragenen Genossen und Sofia- Bernit geleitet wurde. Die Herstellung der Eisenbahn- fchaften. linie Stambuli- Burgas und Sofia- Pernik im eigenen Betriebe verursachte dem Staate einen Schaden von mehreren Millionen. Auch bei der Lieferung von 146 000 Manlicher Gewehren durch die Steyerische Fabrit fanden schwere Unter schleife statt. Der Bericht führt noch verschiedene andere Mißbräuche in Geldsachen auf und hebt hervor, daß Stambulow Anregung resp. Erlaß(§ 120e der Gewerbe- Ordnung) ents Aufgelöst wurde in Braunschweig eine Mitglieder. und Grekow nach dem Sturze des Rabinets aus der National sprechender Verordnungen mehr als bisher zu sichern; 2. die versammlung des Verbandes der Fabrik, Land- und Hilfs. bank den übrig gebliebenen Rest von 240 000 Franks Ausdehnung der Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, betreffend arbeiter und Arbeiterinnen", als ein Mitglied auf das Verlangen der dort hinterlegten Gesamtsumme geheimer Fonds als den Schutz der jugendlichen und weiblichen Arbeiter( SS 135 bis des überwachenden Beamten, die anwesenden Frauen auszuweisen, persönliches Eigenthum entnahmen. Der Bericht führt ferner 189b) auf die Hausindustrie- unter besonderer Berücksich zur Geschäftsordnung ums Wort meldete. 80 der Kommission überwiesene Klagen wegen ungesetzlicher sichtigung der Wirkungen der Fabrikgeset. Aus Budapest wurde uns unterm. 3. Dezember geschrieben: Verhaftung und Mißhandlung sowie in einzelnen Fällen wegen gebung auf die Vermehrung der Hausindustrie Der Streit der Buchdruckereis Arbeiter dauert un Bermögensberaubung an und beantragt, alle hierauf bezüglichen durch Erhebungen wirksam vorzubereiten und anzuregen." Dokumente der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung der Schuldigen geschwächt fort. Daß die Buchdruckereibesitzer sich der beispiels zu übergeben. Die Kommiffion fordert die Sobranje auf, die Die nationalliberale Partei des Reichstages hat ihren lofen Solidarität ihrer Arbeiter noch nicht gebeugt haben die ehemaligen Minister Toutschew, Salabafchew, Grekow, Bivkom, früheren Antrag wieder eingebracht, die Erwartung auszu- Bahl der Streifenden beträgt 2500 ist darauf zurückzuführen, was sicherer bei einer Savow, Stransky, Slawkow und Petkom in Anklage zustand sprechen, daß bei der Ausarbeitung eines für das Deutsche Reich daß sie sich auf Ehrenwort" und zu versehen, sowie gegen die Erben Stambulo w's gemeinsamen Gefeßes, betreffend die Militärgerichts Ronventionalfirafe von 1000 fl. verpflichteten, nicht nachzugeben. und Mutkurow's zivilprozessualisch vorzuVerfassung und die Militär- Strafprozeß Die ungarische Staatsgewalt, wie gewöhnlich bei solchen Angehen. Die Kommission fonstatirte auch, daß das Regime der Ordnung, die Grundfäße der Ständigkeit der Gerichte, fowie läffen, stellt sich auf die Seite der Unternehmer- bilden diese Tyrannei, welches unter Stambulow seinen Gipfel erreichte, be der Deffentlichkeit und Mündlichkeit des Haupt- doch die Stüßen des schon morschen Systems- und chikanirt reits unter der Amtsführung Radoslavow's begann. verfahrens zur Geltung gelangen, soweit nicht besondere militär- und provozirt die Streifenden, allerdings ohne Erfolg, Wenn diese gegen den todten Stambulow gerichtete Unter dienstliche Interessen Ausnahmen nothwendig erscheinen lassen". denn diese verlassen feinen Augenblick den legalen Boden, suchung der russophilen bulgarischen Kammer den Nachweis er- Nach den bezüglichen Erörterungen in der Bresse darf man den was den Unternehmern viel Rummer bereitet, da infolge bracht hätte, daß die jetzige Bäterchens Gunst erstrebende Regie Erklärungen der Reichsregierung mit großem Intereffe entgegen. dessen die ihnen zur Verfügung stehende Polizei keinen rung frei von den Sünden und Fehlern des Stambulow'schen sehen. Eine Versamm gefeßlichen Grund zum Einschreiten hat. Regimes wäre, so hatte sie ihren Bericht in werthvoller Weise lung während des Streits abzuhalten wird polizeilich untersagt. Die Druckereien sind von Detektivs und Konstablern umzingelt. ergänzt. Wir glauben aber, daß ihr dies nicht möglich gewesen sein wird. in der Druckerei des liberalen Bester Lloyd" patrouillirt sogar ein Ronftabler im Gegersaal die streikenden Hilfsarbeiterinnen diesmal zwar noch kein Mandat erobert, jedoch die Genugthuung, aber alles hilft nichts: der Streit dauert fort. Da die Ruthe Bei der Stadtverordnetenwahl in Darmstadt haben wir werden von Polizisten aus den Streiklokalen vertrieben daß sich die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen gegenüber nirgends gestört wird, konnte es die heilige Hermandad nicht der Wahl vor drei Jahren verdreifachte, wobei in betracht hindern, daß sich bei dem Leichenbegängniß eines streikenden Konstantinopel, 5. Dezember. Der seit zwei Jahren hier fommt, daß ein Theil unserer Wähler, trot rechtzeitigen Er Kollegen am verflossenen Sonntag die Ausständigen in corpore weilende Scheith Dschemal Eddu Afghani, englischer Unter- scheinens im Wahllokal, wegen zu großen Andranges nicht ab betheiligten. Es war ein schier unendlicher Zug, der in than und Mitglied der französischen Akademie, bekannt durch stimmen konnte. Die fürsichtige Stadtverwaltung hatte nämlich Doppelreihen in feierlicher Stille sich über die feinen langjährigen Aufenthalt in Europa, wurde wegen nur ein Wahllofal vorgesehen". Die Zahl der Stimmen, die nehmste Straße der Stadt, über die Andrassystraße nach feines Freisinns verdächtigt, Mitglied des türkischen geheimen unsere Kandidaten betamen, betrug 1042-1161, die der sieg- dem Zentralbahnhof bewegte, wo die Menge, Spalier bildend, Romitees zu sein und ist infolge dessen unter diplomatischem Schutz reichen Gegner 1884-4825. Gegen die Wahl soll Protest erhoben den Todten vorbeipaffiren ließ, um dann so ruhig wie sie genach der Schweiz abgereift. Aus Cesarea eingelaufene Berichte werden. tommen, wieder heimzuziehen. Es war eine stumme, aber die über die daselbst in den letzten Tagen stattgehabten Gewaltwirksamste Demonstration gegen das Versammlungsverbot. Ans Heidelberg wird uns geschrieben: Eine äußerst zahl- Die Stimmung der Streifenden ist vorzüglich und es ist alle thätigkeiten beziffern die Zahl der armenischen Opfer auf 200. In reich besuchte Mitgliederversammlung des sozialdemokratischen Aussicht vorhanden, daß der Ausstand mit dem Siege der Arbeiter Hafsantale bei Grzerum wurden zahlreiche Einwohner, Vereins Vorwärts", in welcher Genoffe Dolinsti einen bei- endet. Möthig ist nur, daß die auswärtigen Buchdruckereis Darunter der armenische Bischof, getödtet. Viele andere fällig aufgenommenen Vortrag über" Theorie und Praxis" hielt, Arbeiter streng der Ortschaften im Vilajet Sivas waren Schaupläge geringerer Vornahm auf Veranlassung des Vertrauensmannes Stellung zum bleiben. Darum werden auch die Buchdrucker und BuchSolidarität eingebent fälle. In Konja herrscht eine Panit. Nach einer Meldung Breslauer Parteitag. Nachdem Genosse Scheitler, bruckerei- Hilfsarbeiter Deutschlands hierdurch dringend aus Cesarea hat dort am 30. November das falsche Gerücht, daß der Vertrauensmann des Wahlkreises, seinen Standpunkt sehr ein Angriff der Armenier auf die Muhamedaner bevorstände, eingehend und überzeugend dargethan hatte, wurde nach kurzer gebeten! Unruhen hervorgerufen. Es herrscht große Banif. Die Läden der Debatte einstimmig folgende Resolution angenommen:„ Die In Vohwinkel im Regierungsbezirk Düsseldorf haben die Armenier sind geschlossen. Nach bisheriger Feststellung wurden heutige Mitgliederversammlung des sozialdemokratischen Vereins Former der Firma M. Steeger die Arbeit niedergelegt. 60 Armenier getödtet. Auch aus Aleppo wird berichtet, daß Vorwärts" erklärt sich mit den Beschlüssen des Breslauer Es war ihnen eine 15-30prozentige Lohnherabsehung an dort selbst ein ganz leeres und falsches Gerücht eine Banit her- Barteitages vo II ständig einverstanden und verpflichtet gekündigt worden; sie wollten sich zu einer natürlich wesentlich Dorrufe; die Christen leben dermaßen in Furcht vor sich, für dieselben einzutreten." Zur Klärung der geringen verstehen, der Fabrikant ließ sich aber darauf einer Megelei, daß sie bei dem geringsten Alarm ihre thatsächlichen Verhältnisse in Heidelberg wurde ferner be- nicht ein. Läden schließen und in den Höfen ihrer Häuser Schuh suchen.schlossen, diese Resolution in den badischen Parteibland Die Verhaftung von in Konstantinopel lebenden Arme im Vorwärts" zu veröffentlichen. niern und deren Rücksendung nach ihrem Heimathsgebiete dauert fort. Bis jetzt wurden mehr als 1000 derselben Aus Italien wird uns geschrieben: Die soziali Bartei ausgewiesen. in Sizilien reinigt sich. Riscossa", das tühne Jourual der Nach einer in Wien eingetroffenen Meldung aus Konstanti- Sozialisten Palermos, von dem fast jede Nummer tonfiszirt wird, uopel ist der frühere Großvezier Said Pascha bringt in seiner letzten Nummer eine wichtige Erklärung. Es gestern mit seinem Sohne in die englische Botschaft beißt darin, daß, wenn einmal die sozialistische Partei in Sizilien Depeschen und lehte Nachrichten. geflüchtet. fich bemerkbar macht, sie durchaus nicht eine streng begrenzte ben Sozialismus zum Aushängeschild gebrauchten, aber die aller- Hallwich( deutsch liberal) gegen Wolf( deutsch national) mit Linie der Taktik einhalte, denn es drängten sich Leute ein, die Hohenelbe, 5. Dezember.( W. Z. Z.) Jn Langenau ist verschiedenartigsten Leidenschaften und die allerentgegengesetztesten 505 gegen 483 Stimmen zum Landtags- Abgeordneten gewählt. Interessen repräsentirten. Sich Sozialisten zu nennen sei in Sizilien sehr bequem für sehr viele, die Anarchisten oder einfach unwissende Aufrührer oder Marionetten seien, deren Fäden durch Bern, 5. Dezember.( W. Z. B.) Der Bundesrath hat die die Latifundienbesitzer bewegt werden, die lieber eine Sintfluth deutsche Regierung ersucht, den in Wiesbaden in Hast sigenden wünschen, als in ihren eigenen Interessen getroffen zu werden. v. Ganting, den Fälscher von Doktordiplomen der Berner Nun wollen wir fährt die Erklärung fort daß diefer Bu- Universität, an die Schweiz auszuliefern. stand aufhöre und daß die sozialistische Partei nur aus wirt- Dublin, 4. Dezember. Feldmarschall Lord Roberts hielt lichen Sozialisten bestehe, d. h. aus solchen, welche wissen, daß heute einen Vortrag über die Fragen in Ostasien; er ohne die Eroberung der politischen Gewalten die Ideen der führte dabei aus, daß der Wechsel in der Stellung Japans sozialistischen Emanzipation nur banale Redensarten find. Ver- bezw. China's beinahe sicher weitreichende Veränderungen herbeibannen wir daher aus unserer Parteimitte alle Anarchisten, führen werde. Wenn England seine Handelsübermacht im die ewigen Aufrührer: die Carbonari, die Separatisten, Often aufrechterhalten wolle, müffe es auf Ereignisse selbst furz diese sogenannten Sozialisten Siziliens eine erneute von überraschenderer Art vorbereitet sein, als die der letzt= Auflage der vor 30 Jahren thätigen alt- tlerital- Bourbonisch verflossenen Monate waren. Wenn England hoffe, seine Stelle Regierungsvorlagen. Die„ Norddeutsche Allg. Beitung" regionalistischen Partei überhaupt alle folche Sozialisten", unter den Mächten aufrechtzuerhalten und feine auswärtigen schreibt: Dem Reichstage sind, wie wir hören, auch die Gefeß die mit den wahren Jdealen der Partei nichts zu thun haben." Befizungen zu behalten, so müiffe es Herr der Meere fein und entwürfe über die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes und Die„ Riscoffa" schließt:" Für unsere großen Ideale find ein gut ausgebildetes, wohlorganisirtes Heer haben, das bereit wegen Abänderung des Gesetzes, betreffend die Erwerbs und wir bereit, auch die schlimmsten Berfolgungen zu erdulden; aber stehe, hingeschickt zu werden, wo immer die Anwesenheit britischer Wirthschaftsgenossenschaften Ronfumvereine zugegangen. wir sind durchaus nicht bereit, der Spielball der Polizei zu Truppen erforderlich sei. Dringender noch als die Untersuchung gegen Stambulow wäre die Ergreifung und Aburtheilung der Mörder Stambulow's und deren Anstifter. Türkei. Uus Rußland wird wieder von gegen die Türkei gerichteten Rüstungen berichtet. Die Situation in der Türkei ist wieder sehr ernst. Ruba. - Vom Aufstandsgebiete. Wie aus Havannah über New- York gemeldet wird, erließ im Hauptquartier der Junfurgenten der Oberkommandeur Gomez den Generalbefehl, daß sämmtliche Oberbefehlshaber ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich darauf richten sollen, die Eisenbahnverbindungen zu zerstören, um dadurch den Transport spanischer Verstärkungen zu verhindern. Der Schluß des Befehls lautet: Wir sind unserem Ziele nahe, als trieg führende Macht anerkannt zu werden. Parlamentarisches. " Partei- Nachrichten. " vor Aus London wird gemeldet, daß die Konferenz zur Beilegung des Schiffsbauer- Ausstandes nächsten Dienstag zusammentritt. Bamberg, 5. Dezember.( W. Z. B.) Der Bankier Bühler, welcher seine Bahlungen eingestellt hat, wird steckbrieflich verfolgt. Verantwortlicher Redakteur: Fris Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 285. Publikum und Beamte im Polizeiffaat. worden wäre. Freitag, den 6. Dezember 1895 leitungs- und Schlußworten gehe aber das Bewußtsein hervor, die Beamten zu beleidigen. Mit Rücksicht darauf, daß das Publikum in der That sich gegen die angegriffenen und in ihrer Ehre gekränkten Beamten gewendet habe, beantrage er eine Geldstrafe von 200. event. 40 Tage Gefängniß und die üblichen Nebenstrafen. 12. Jahrg. b) die Zahl der Beamten und die Erfordernisse für deren Anstellung, c) die Feststellung der Gehälter und Emolumente der Beamten, d) die Kompetenzen der Deputation, der Beamten wie der Dezernenten festgestellt werden. Ueber die Stellung der Beamten zum Bublifum giebt eine Verhandlung viel zu denken, die am 5. Dezember gegen unseren Redakteur Dier!( Emil Roland) vor der II. Straftammer ver Der Vertheidiger Rechtsanwalt Heine führt ihm gegenüber handelt wurde. Brausewetter saß zwar nicht selber vor, aber aus, daß der Bericht, den der Angeklagte abgedruckt habe, im ganzen, Nach der Ansicht des Ausschusses soll diese Riefelfeld= fein Geist wurde zitirt und ging in der Verhandlung um. bis auf unwesentliche Unrichtigkeiten als wahr erwiesen sei. Wie Deputation unabhängig von der Kanalisations- Deputation In der Nr. 153 vom 4. Juli d. J. brachten wir einen der Staatsanwalt mit recht zugestanden habe, sei der Angeklagte fich lediglich mit der Bewirthschaftung der Güter befassen. Aus der Thiele'schen Kriminalforrespondenz entnommenen Bericht im guten Glauben gewesen, als er sich auf eine sonst als loyal ihrer Mitte sollen tontrollirende Kuratoren für die einzelnen über eine Gerichtsverhandlung gegen zwei Herren, die und zuverlässig bekannte Gerichtskorrespondenz verließ. Wenn Romplexe oder Administrations- Bezirke ernannt werden. am Bahnhof Wedding von den Beamten an der Billetkontrolle so der Staatsanwalt aber gesagt habe, das Benehmen der Beamten Man strebt die bessere Verwerthung der Produkte, die Herbei. so behandelt worden waren, daß sie sich darüber beschwert hatten, sei forrett gewesen, so sei solche Aeußerung eines hochgestellten führung eines schnelleren Geschäftsganges, auch Aenderungen in die dann aber selber statt der Beamten auf die Anklagebant Beamten deshalb bedauerlich, weil dadurch die so wie so schon technischer Beziehung an. In bezug auf die Leistungsfähigkeit mußten, weil die Staatsanwaltschaft ohne weiteres auf die Dar- mit übermäßiger Macht ausgestatteten Beamten noch mehr in der Rieselgüter ist der Ausschuß froher Hoffnungen voll; er hält stellung der Billetſchaffner hin die Anklage wegen Beamten- der Neigung bestärkt würden, dem Publikum gegenüber wie ihre Nußbarmachung für die Lieferung von Brot- und sonstiger beleidigung gegen die Beschwerdeführer erhoben hatte. Shylock auf ihrem Schein zu bestehen, anstatt es mit Höflichkeit Feldfrucht, sowie von Milch für die städtischen KrankenDie beiden Herren waren damals infolge der Aussagen zu bedienen. häuser und sonstigen Anstalten für möglich. Die ein. der Schaffner verurtheilt worden, einer wurde in der Berufungs- Direkt strafbares sei von den Beamten allerdings wohl nicht beitliche Bewirthschaftung von einer 3entralstelle instanz freigesprochen. gethan worden, aber eine objektive Betrachtung des ganzen Voraus und die Einschränkung und bessere bessere Schulung des Wir hatten an den Bericht, der völlig objektiv gehalten war, falls zeige doch, daß der Zeuge Rauhe nicht mit der Ruhe Personals, desgleichen eine nach taufmännischen, der die Bemerkung geknüpft, daß ein solcher Ausgang der Sache in und Höflichkeit vorgegangen sei, auf die das Publikum Anspruch Landwirthschaft angepaßten Prinzipien einzurichtende Buch. anderen Ländern nicht möglich gewesen sein würde, daß man machen könne; ja das Vorgehen gegen den Herrn Baumgart sei führung werden für dringende Nothwendigkeiten erklärt. aber bei uns, wo ein Richter gesagt habe, die Deffentlichkeit existire fogar eine grobe Mißhandlung. Nur durch den Umstand, daß Beide Berichte werden heute in gemeinsamer Diskussion er nicht, schon an so etwas gewöhnt sei. wie so oft, so auch hier, die ursprüngliche Beschwerde über die Be- örtert. Den Ausschußbericht erstattet der Stadtv. Kalisch, der Dies gab dem Vorfißenden Landgerichtsrath Grandtke amten in eine Anflage gegen die Beschwerdeführenden umgewandelt besonders betont, daß heute jeder Administrator auf eigene Faust Anlaß zu folgender Aeußerung: sei, habe es kommen können, daß auf die Aussagen der Herren arbeitet. Das Schreibwert auf den Riefelfelder fet In dem Artikel wird wieder der alte abgetriebene Gaul Baumgart u. John in den früheren Verhandlungen nicht das volle enorm umfangreich. Man müsse alles versuchen, um Dorgeritten, daß ein Richter gesagt habe, die Deffentlichkeit Gewicht gelegt sei, obwohl sie offenbar volles Vertrauen ver- von den jezigen unleidlichen unleidlichen Zuständen loszukommen. existirte nicht. Es efelt einen schon ordentlich an, denn jeder, dienten, während der Zeuge Schlaga z. B. sich auffallende In technischer Beziehung müsse den Verpachtungen die der dabei war, weiß, daß das unrichtig und eine Entstellung ist. Widersprüche in seinen Befundungen habe zu schulden kommen größte Aufmerksamkeit zugewendet werden. Bei der ViehDer Vertheidiger Rechtsanwalt Heine erwiderte lassen. Der Bericht gäbe objektiv, genau und ohne Rücksichten auf haltung sei nicht auf die Mästung, sondern auf die Aufzucht darauf, die Berichte, die die Zeitungen gebracht hätten und der die Parteien die Verhandlung wieder: fast alles sei als genau er von billig angetauftem Jungvieh das Hauptgewicht zu legen. Stenographische Bericht enthielten diese Aeußerung und man wiesen, und vom übrigen sei jedenfalls das Gegentheil nicht er- Stadtrath Struve bestreitet die generelle Berechtigung hätte nie gehört, daß einer dieser Berichte als unrichtig verfolgt wiesen. Der Angeklagte habe überdies in Wahrnehmung berechtigter der über den Rückgang der Riefelfeld- Erträge erhobenen Klagen. Interessen gehandelt, demzufolge ihm der Schuh des§ 193 zu Der Ausschußbericht lasse an feiner einzigen Seite der Verwaltung Landgerichtsrath Grandtte: Ein Angeklagter hatte sich kommen müsse. Nach alledem beantrage er Freispruch oder ein gutes Haar. In den Vorschlägen des Ausschusses sei praktisch darauf berufen, daß er der Deffentlichkeit, er meinte wohl dem wenigstens eine wesentlich geringere Geldstrafe als der Staats- Brauchbares nicht enthalten. Der Riefelbetrieb sei ja sehr theuer, Publikum", hätte Rechenschaft über die Vorkommnisse geben anwalt beantragt habe. Selbst wenn einige Unrichtig aber die großen Summen seien ja auch nicht für landwirthmüssen. Darauf erwiderte ihm der Vorsitzende:„ Eine solche feiten in dem Berichte enthalten seien, so sei ja das schaftliche Arbeiten, sondern in erster Linie für einen der Deffentlichkeit existirte nicht." Er hätte sich vielleicht anders Gute, das durch ihn erzielt wäre hundertmal größer, als der obersten hygienischen Zwecke ausgeworfen. Im einzelnen sei ausbrücken können, aber es ist doch ganz zweifellos, daß Schaden, der vielleicht durch ihn hätte hervorgerufen werden können. es nicht richtig, von einem Mangel an taufmännischer Der damalige Vorsitzende die Aeußerung nur so gemeint hat, daß Der Gerichtshof verkündet nach längerer Berathung, es sei nur Verwaltung zu reden, es geschehe in dieser Hinsicht bereits jetzt ein bestimmtes Publikum bezeichnet werden sollte und nicht die Gewicht darauf gelegt worden, daß den beiden Schaffnern alles, was bei der bestehenden Organisation möglich sei; mit ganze Deffentlichteit. nachgesagt worden sei, fie wären öfter betrunken gewesen und dem bloßen Worte„ kaufmännisch" komme man nicht weiter. Rechtsanwalt Heine: Ich verstehe den Unterschied fie hätten die Schnapsflasche immer neben sich gehabt. Bon Die Milchlieferung von den Rieselfeldern möchte doch schon mit Rauhe sei überhaupt nicht bewiesen, daß er je betrunken Rücksicht auf die Seuchengefahr mit der bestimmiten RegelLandgerichtsrath Grandtte: Darüber wollen wir gewesen wäre, von Schlaga feien nur zwei Fälle der mäßigkeit, die doch Voraussetzung namentlich bei den Trunkenheit nachgewiesen. Von der Schnapsflasche sei Krankenhäusern wäre, gar nicht durchführbar sein. Aus Durch die nun folgende umfangreiche Zeugenvernehmung gar nichts bewiesen; es seien demnach nicht erweislich diesen und anderen Rücksichten habe die Verwaltung gerade und durch die Verlesung des inkriminirten Artikels wird fest wahre Behauptungen über die Beamten aufgestellt worden, eine Einschränkung der Viehhaltung verfügt. In der weiteren gestellt, daß der Billetſchaffner Rauhe an einem Märzabend dieses die im stande gewesen wären, fie git beleidigen. Verfolgung der Versuche mit dem Hausbau sei die Verwaltung Jahres dem Buchhalter Baumgart, der ohne sein Billet abzu- In Wahrung berechtigter Interessen sei der Angeklagte nicht unausgefeht thätig und bedürfe der Rippenstöße des Ausschusses geben die Kontrolle paffirt hatte, trotz der entschuldigenden Bitte gewesen, weil aus dem Zusammenhange des Artikels die Ab.nicht, ebensowenig wegen der Verpachtungen. Eine zu straffe den Fahrschein, den ihm der einige Stufen tiefer stehende Baum- ficht hervorgehe, die Beamten herunterzusehen. Dies folge Bentralisation werde der Aktionsfähigkeit der Verwaltung schäd gart hinreichte, nicht abnahm, vielmehr verlangte, daß B. die namentlich daraus, daß wieder das alte Märchen von der lich sein; höchstens könnte es sich darum handeln, je einen der Treppe wieder heraufkomme und vor der Kontrolle seine Karte Aeußerung eines Richters aufgewärmt worden sei. Der sach- Administratoren im Norden und Süden eine in gewissem abgabe; als B. dieser Aufforderung nicht sofort nach gemäße Weg für den Angeklagten wäre gewesen, die vorgefeßte Sinne leitende Stellung zu verleihen. Daß auf dem tam, packten Rauhe und fein Kollege Schlage, Behörde der Beamten mit einer Beschwerde anzugehen. Gebiete der Rieselwafferuntersuchungen zu wenig gefchehe, sei aus ihrem Verschlage hervorkommend, thn am Arme, Zeuge Rauhe wäre im Rechte gewesen, als er von eine ganz neue Behauptung.( Referent Kalisch verwahrt sich zerrten ihn nach oben und stellten ihn mit den Worten so hier Baumgart verlangte, er folle die Treppe heraufkommen; der in erregten Zwischenrufen dagegen, daß ihm Worte in den Mind fönnen Sie ihr Billet abgeben", vor die Kontrolle. Baumgart Mangel an Entgegenkommen läge nicht bei den Beamten, gelegt werden, die er garnicht gesprochen.) Werde noch für war nun der Ansicht, daß er sich ein derartiges Benehmen sondern bei den beiden Herrn. Der ganze Artikel ver- einen besonderen Unterricht des Personals Vorsorge getroffen, von einem Bahnbeamten nicht gefallen zu lassen brauche und rathe die Absicht, einen geringfügigen Vorfall in so könne doch von einer Verkleinerung des Etats nicht die verlangte zum Zwecke der Beschwerdeführung zum Stations- hegerischer Weise auszubeuten. Deswegen sei zwar Rede sein. Daß der Nachwuchs im Personal nichts tauge, vorsteher geführt zu werden. auf eine Geldstrafe, aber in der Höhe von 200 m. event. 40 Tage fei eine etwas dreifte( Unruhe) oder, sagen wir, tühne Behauptung. Mit dieser Ansicht befindet sich Herr B. allerdings nicht in Gefängniß nebst den üblichen Nebenstrafen erkannt worden. Er( Redner) tenne die Beamten und trete mit aller Entschieden. Uebereinstimmung mit der des Herrn Landgerichtsrath Grandtke, der vielmehr meinte, daß der Beamte da wohl in seinem guten Rechte gehandelt habe. Im ferneren Verlaufe der Sigung( bei Bernehmung des Zeugen Martsche) meinte der Borsitzende fogar, er habe das Gefühl, als ob ein verständiger Mann nicht ohne Noth zur Beschwerde schreite und daß es wohl weniger und John. das höher stehende Publitum, als das auf dem Bahnhof Wedding wohl in Mehrzahl verkehrende niedriger gestellte sei, welches sich über die Beamten beschwere. Dabei mußte er sich allerdings fofort von Herrn Martsche dahin berichtigen lassen, daß umgekehrt gerade das sogenante bessere Publikum sich beschivere, da die geringeren" Leute die Scherereien scheuten. Biel Interesse erregte bei dieser Gelegenheit folgende Aeuße rung des Vorsitzenden. Landgerichtsrath Grandtke fragte den Assistenten Schneider, ob öfter Beschwerden über die Beamten Schlage und Nauhe vorgekommen wären, was Schneider bejahte. Grandtke: Haben Sie auch Schaffner, über die feine Beschwerden einlaufen? noch nicht. nicht rechten. Schneider: Dja. Grandtke: Na, das wundert mich, daraus könnte man beinahe nachtheilige Schlüsse über die Beamten ziehen. " Wie sehr es sich empfiehlt, sich nach dem heit für sie ein; der Referent fenne sie nicht. Alle diese EinzelRathe des Herrn Grandtte- mit Beschwerden fragen hätten sich beffer im Ausschuß erledigen lassen, leider aber über Beamte an die Behörden zu wenden, kann habe dieser seinen Bericht hinter verschlossenen Thüren festgestellt, man wohl aus feiner Sache beffer sehen, wie habe die Sachverständigen des Magiftrats nicht gehört, und gerade aus dem Fall der Herren Baumgart das Ergebniß sei ein für den Magistrat fast unverdaulicher Bee richt.( Heiterfeit nnd Unruhe.) folgender Erklärung auf die Worte des Herrn Landgerichtsraths Herr Gerichtsberichterstatter Oskar Thiele bittet uns, Grandtke, die im vorstehenden Artikel ausführlich erwähnt find, Raum zu geben: Da seinerzeit die Berichte über den Gummischlauch Prozeß von mir verfaßt sind, kann ich den in öffent: licher Gerichtssigung erhobenen Vorwurf der Entstellung nicht ruhig einstecken. In aller Bescheidenheit und bei aller Hochachtung vor der Autorität des Herrn Vorsitzenden muß ich dabei verbleiben, daß ich die fragliche Aeußerung des Landgerichts- Direktors Brausewetter ganz objektiv so wiedergegeben habe, wie sie gefallen ist. Bahlreiche Ohrenzeugen müssen dies bestätigen können und ich brauche nur darauf zu verweisen, daß die bestrittene Aeußerung in gleicher Form auch im steno graphischen Bericht zu finden ist. Dstar Thiele." Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. nachmittags 5 Uhr. Stadtv. Lüben schließt sich unter wiederholtem Widers raths an. spruch aus der Versammlung den Ausführungen des Stadts weg geht, den der Ausschuß wünschte. Ueber die Einzelheiten, die Stadv. Langerhans findet, daß die Debatte nicht den heute angefochten werden, sei im Ausschusse keinerlei Beschluß gefaßt worden; es handle sich nur um Anregungen, die der beantragten, besonderen Deputation zur Prüfung zu übertragen wären. Die gesunkene Rentabilität des heutigen großen Rieselgutkomplexes müsse die Verwaltung dringend auffordern, alle Mittel, technische wie finanzielle zu erwägen, die eine Besserung des Verhältnisses in Aussicht stellen. Auf die Einzelheiten sollte man garnicht eingehen; die allgemeine Frage wegen des generellen Organis fationsplans sei dagegen selbstverständlich Gegenstand der Bes rathung der Versammlung als der kontrollirenden Behörde. Die Schulung des Personals würde schon durch die Zulassung von Lehrlingen bei den Inspektoren gefördert werden. Ebenso sei eine kaufmännische Buchführung für die Nieselgüter dringend nothwendig. Denn gerade hier liege wie bei der Landwirthschaft überhaupt der Mangel, an dem der Betrieb hauptsächlich franke. Der Ausschußantrag werde sich bei einigem Entgegenkommen es einigen Kampf, nun dann fallen ein paar der Herren Struve und Marggraff leicht erledigen lassen; gebe Haare ( Stürmische Heiterkeit) aber diese beiden Herren sollten über unsere Anregungen nicht ärgerlich sein, sondern sich ihrer ein wenig annehmen, da sie die Versammlung gerade von ihrer Berantwortung für die betr. Etatsbeschlüsse in etwas entlasten sollen. ( Beifall.) Stadtrath Marggraff: Es ist doch Thatsache und ist namentlich von den agrarischen Blättern ausgebeutet worden, daß der Ausschußbericht ein durchaus abfälliges Urtheil über die gesammte städtische Rieselfeldwirthschaft darstellt. Wir Die Zeugenaussagen, die in bezug auf Einzelheiten der Vorgänge am Bahnhof Wedding ziemlich start auseinandergehen, stimmen darin überein, daß die im Artikel des Vorwärts" be anstandeten Ausdrücke in der früheren Verhandlung im wesent Lichen vorgekommen sind; der Haupt- Entlastungszeuge Reporter Schmidt, der sich selbst zur Verfasserschaft des Berichtes, allerdings mit einiger Reserve, bekennt, giebt insbesondere zu, daß Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, 5. Dez von irgend einer, ihm freilich nicht mehr genau erinnerlichen Seite die Aeußerung gefallen sei, die Schaffner hätten die Schnapsflasche immer neben sich stehen; leider habe er seine Die in voriger Sigung gewählten Stadträthe haben Notizen nicht zur Stelle und könne auch nicht wissen, ob sie noch dem Vorsteher die Annahme der Wahl angezeigt; nur vom existirten. Stadtrath Marggraff steht die Zustimmung noch aus. Der Stationsvorsteher Martsche giebt ebenfalls Wie bereits mitgetheilt, hat die Kanalisationsdeputation, zu, daß die im Berichte abgedruckten Aeußerungen in jener Ber- die bisher unter dem Vorsize des Stadtraths Marggraff arbeitet, handlung so oder ähnlich gefallen seien und fügt hinzu, der der infolge einer Reſolution der Versammlung ihr vom Madamalige Vorsitzende habe gesagt, daß das Publikum auf giftrat gestellten Aufgabe, einen generellen Plan für dem Bahnhofe Wedding doch meist aus Arbeitern bestände und die Bewirthschaftung der Riefelfelder aufzu nicht mit Glaceehandschuhen angefaßt zu werden stellen", dadurch entsprochen, daß sie in einem langen Gutachten sind ja dankbar dafür, daß der Referent und der Vorsteher die brauche. fich zur Aufstellung eines solchen außer stande erklärt. Es Vorwürfe des Berichts heute abgeschwächt haben; der Ungenauigkeiten in dem Berichte werden nur insoweit fon- werden für dieses negative Resultat die so sehr verschiedenartigen üble Eindruck des Berichts wird aber damit nicht statirt, als der Stationsassistent Schneider seine Aeußerung über Verhältnisse der einzelnen Riefelgüter nach Lage, Bodenbeschaffen- leicht völlig beseitigt werden. Die Zentralstelle würde die Trunkenheit der Beamten nicht, wie es im damaligen Berichte hieß, heit 2c., ferner die schwierige Lage der Landwirthschaft und vor allem nicht eine Erleichterung, sondern eine Erschwerung und auf beide Angeklagte in vielen Fällen, sondern nur auf den auch der Umstand herangezogen, daß man sich auf diesem Gebiete Verlangsamung der Verwerthung der Produkte zur Folge haben. Zeugen Schlaga und einige besondere Fälle bezogen wissen will. immer noch vor einer ganz neuen Sache und im Stadium der Auf offenem Markt bekomme man die Preise viel besser und Dagegen führten sowohl der Stationsvorsteher als der Assistent Experimente befindet und daß das ganze Unternehmen noch prompter als von den städtischen Instituten. Durch Beschlüsse den Beweis, daß Schlaga zweimal wegen Trunkenheit hatte weit davon entfernt ist, als fertiges Ganze gelten zu können. die Kompetenzen der Dezernenten festzulegen sei unmöglich abgelöst werden müssen und dies war um so bemerkenswerther, Ganz anderer Meinung ist der von der Versammlung und auch mit der Städte- Ordnung faum vereinbar. als Schlaga einige Minuten vorher ausdrücklich eidlich bekundet schon im Frühjahr eingesetzte Ausschuß, der sich mit der Frage von der Verwaltung resp. von ihm selbst über die Stiefelwirthhatte, das wäre nie vorgekommen. der Bebauung, Anpflanzung und Bewirthschaftung der Riesel- schaft gegebenen Zahlen feien stets amtlichen Atten entnommen felder zu beschäftigen hatte und seinen Bericht am 18. November und nicht etwa, wie in der Deffentlichkeit behauptet, irrthüm erstattet hat. Der Ausschuß, der unter dem Vorsitz des Vor- licher oder absichtlicherweise entstellt gewesen. Daß die Güter stehers Dr. Langerhans tagte, tommt zu dem Antrage: Für die Genauigkeit und Objektivität des Berichtes spricht aber die Aussage des Zeugen Schmidt, der Bedenten gehabt hat, alle Aeußerungen jener Verhandlung zu veröffentlichen und fich erst mit seinem Schwager über die Publikation berathen hat; er habe alles noch unter dem frischen Eindruck der VerhandIung niedergeschrieben und objektiv und wahrheitsgemäß berichtet. Der Staatsanwalt vermißt in dem Berichte die nöthige Sorgfalt; allerdings habe der angeklagte Redakteur im guten Glauben auf die Verläßlichkeit der sonst rühmlich betannten Rorrespondenz den Artikel aufgenommen. Aus den Ein Die Versammlung beschließt die Einsetzung einer Depu tation für die. Verwaltung der Rieselfelder ( Abtheilung II der Kanalisations- Deputation) und ersucht den Magistrat um seine Zustimmung dazu. Insbesondere soll die Deputation einen Organisationsplan vorlegen, in dem auch a) die Zusammenlegung der Güter und deren Eintheilung, Die über die Verzinsung der Rosten noch einen Ertrag ergeben hätten, sei nicht richtig, von ihm auch nicht behauptet worden. Die überhaupt in betracht kommenden Güter hätten sich mit zwischen 0,98 und einem 2,05 pet. verzinst bei Preise von etwa 1000 M. pro Morgen Kaufpreis+ Unkosten der Seitdem seien Artirung und Drainirung bis 1891/92. die Prozentsätze gesunken, weil eben mehr Güter artirt wurden, deren Bestellung in dieser Zeit eine minimale ift. macht werden müssen.( Beifall.) " Dabertow, ein Mann von 1894/95 habe zum ersten Male ein Zuschuß von 0,25 pet. gehöhe daß ein geschickter Staatsanwalt mit Hilfe Friedenau bat daher jet beschlossen, den ersten Säufer Franke Des dolus eventualis Teicht zu einer Antlage den Offenbarungseid leisten zu lassen und nöthigenfalls den Stadtv. Singer: Die Herren Magistratsvertreter haben das wegen Aufreizung zum klaffenbaß gegen die früheren Befizer Streichhahn zur Zahlung der Umsatzsteuer Gefechtsfeld verschoben; sie stellen es mit vielem Aufwand an Zeit Befizer solcher Gummiräder Wagen tommen heranzuziehen. and Worten so dar, als ob der Ausschuß lediglich einzelnen tönnte. Außerdem aber könnte bei dem jezigen regnerischen Berwaltungs- Vorkommnissen nachgespürt hätte, um daraus die und schmutzigen Wetter Anklage wegen groben unfugs ein Schuzmann einer Dame, die mit einigen anderen auf dem Durch die Preffe ging vor einiger Zeit die Nachricht, daß Unfähigkeit der Verwaltung zu deduziren, ihr ein Sündenregister vor- auf alle Fälle erhoben werden, da die Gummiräder suhalten. Ich lege aufs ernsthafteste dagegen Verwahrung ein. Auch die unangenehme Eigenschaft haben, wahre Kothschauer auf die Bürgersteige stand, auf die Schulter geklopit und gesagt habe; laffe ich mich durch die Sachkenntniß der Herren, ein nothwendiges Paffanten regnen zu laffen, damit aber doch zweifellos das fommen." Auf einen Ermittelungsbefehl hin hat sich hiesigen Treten Sie lieber beiseite, es könnte sonst ein Schußmann Produkt ihrer amtlichen Thätigkeit, durchaus nicht verblüffen; mich Publikum physisch belästigen. cührt das Fechterkunststück gar nicht, das darin besteht nachzuweisen, Blättern zufolge ein alter Wachtmeister als" Thäter" gemeldet. daß die ad hoc in den Ausschuß gewählten Mitglieder nicht lichkeit neigende, unsaubere Individuen werden schon als Rekruten sich einen Verweis zu holen. Wie behandelt man deutsche Soldaten?„ Zur Unrein- Er wurde nun zu seinem Chef bejohlen, um, wie er befürchtete, diefelbe Sachkenntniß befizen. Die Ausführungen des Stadt- bald erkannt. Man läßt sie von ihren Kameraden einmal caths Struve in ihrer übergroßen Empfindlichkeit haben Ein Sittenbild. In dem Hause Rummelsburgerfiraße 62 doch bewiesen, daß der Ausschuß hier den Finger in eine Wunde gründlich mit Sand und Besen unter der Kasernenhof- zu Friedrichsberg wohnt das Arbeiter- Ehepaar Weiland, das eine der Verwaltung gelegt hat, sonst würden die Herren nicht Pumpe bearbeiten. Besonders wirksam und Heilung ver: 13 jährige Tochter besikt. Auf demselben Grundstück befindet mit der Lebhaftigkeit sich einen nicht vorhandenen Gegner sprechend soll die Kur im Winter sein, wenn es friert tonstruiren und an ihm herumfeziren. Herr Struve sprach so und Schnee liegt. Höchst selten ist die Wiederholung einer sich auch das Kohlengeschäft von Ernst Krausch, dem die Kinder aus dem Hause wohl beim Verladen der Kohlen be= etwa, als wenn er auf der Ministerbaut sich befand, der Ton solchen Dianipulation nothwendig; gewöhnlich ist der Verbrecher hülflich find. Bei solchen Handreichungen soll nun Krausch erinnerte an denjenigen, den er einstmals an einer anderen nach einmaliger Behandlung furirt." Die Matrosen müssen die kleine Weiland schon im November zweimal in den öffentlichen Stelle in bekannter Weise gerügt und zurückgewiesen zweimal wöchentlich das weiße Arbeitszeug und das Unterzeug Kohlenschuppen geschleppt und vergewaltigt haben. Der hat, als er gegen ihn angewandt wurde. Der Vergleich des wechseln. Da sie sich daffelbe ſelbſt waschen müssen, so wirb Mutter des Mädchens wurde das von einer Schul Ausschusses mit den Agrariern hinkt auf beiden Füßen. Die Agrarier auch der kleinste Schmutzfleck streng gerügt und eine entsprechende freundin ihrer Tochter erzählt, diese selbst aber wollte mit der wollen aus den Mitteln der Gesammtheit in ihre Taschen hinein- Strafe, z. B. in Salzwasser das betreffende Stück nochmal Sprache bisher nicht heraus. Ein Arzt stellte feft, daß mit dem wirthschaften; der Ausschuß will im Interesse der Gesammtheit waschen was eine gewiffe Birtuofität erfordert-es foll Sprache bisher nicht heraus. Ein Arzt stellte feft, daß mit dem wirthschaften; der Ausschuß will im Interesse der Gesammtheit dabei nicht ohne Haut- Abschürfungen vor sich und daß dieser anscheinend nicht ohne Folgen bleiben wird. Die Be Mädchen thatsächlich geschlechtlicher Umgang gepflogen worden ist eine finanziell günstigere Bewirthschaftung der Rieselfelder. Ueber Interna der Verwaltung hat der gehenfolgt auf dem Fuße." Aus: schuß nicht diskutiren wollen. Ich bin im Ausschuß Erlaß oder in den Aufzeichnungen eines der Sicherheit halber im Dienstag fest und brachte ihn nach Moabit in das UntersuchungsWo finden sich diese Enthüllungen? Etwa in einem geheimen schuldigung gegen den Kohlenhändler sprach sich herum und kam so auch zur Kenntniß der Behörde. Diese nahm Krausch am der Ueberzeugung geworden, daß die Prinzipien der Be Auslande lebenden früheren Soldaten? Mit nichten! Von einer Gefängniß. Krausch bestreitet jede Schuld, die Weiland's das Be- Auslande wirthschaftung geändert werden fönnen und müssen, müssen, um derartigen Behandlung deutscher Soldaten wird Kunde gegeben der Geſanımtheit beſſere Dienste zu leisten. Der Ausschuß be in Nr. 46 der hier in Berlin im Verlage von W. Wewes er gegen behaupten, daß er ihnen ein Schweigegeld geboten habe. antragt lediglich eine besondere Riesel Deputation, das übrige scheinenden Zeitschrift Das Kasino", Unterhaltungsblatt Selbstmord? Noch nicht zum Abschluß gekommen sind die find nur Anregungen. Zu der Empfindlichkeit der beiden De für die deutschen Offiziere." Und zwar geschieht einer Ermittlungen in einem Todesfalle in der Adalbertstr. Nr. 7. zernenten liegt also gar teine Beranlassung vor, und der Eifer, folchen Behandlung deutscher Soldaten Erwähnung nicht in Der 45 jährige Schuhmacher Karl Bauske, der dort auf dem Ho'e mit dem sie darauf hinwiesen, daß ste gänglich sind, steht im harten Widerspruch mit ihren sachlichen es heißt in dem betreffenden der Kritik zu tadelnder Form, sondern gewissermaßen zur Nacheiferung. Denn zu ebener Erde ganz allein wohnte, hat sich seit dem 1. d. M. Ausführungen, nach denen sie Aus dem Tagebuch eines See- nicht sehen lassen. Die Hausbewohner, denen dies auffiel, machten e3 so vorzüglich fadetten" überschriebenen Artikel:„ Auf diese Weise wird der sich gestern, Mittwoch, Nachmittag endlich daran, in der Wohnung machen, daß gar nichts mehr zu kritisiren sei. Gewiß Kriegsschiff- Matrose ein Muster der Ordentlichkeit und Rein- einmal nachzusehen. Sie fanden Bauke auf dem Fußboden liegend sind die Güter zu theuer theuer getauft; aber das ist eben auch ein Punkt, wo die städtische Verwaltung ein Vorwurf lichkeit. Und nutbringend wirkt dies auf sein todt auf. Der Leiter der 10. Sanitätswache, Heilgehilfe Heise, trifft. Wenn man Güter fauft à la Gütergoß, wenn man Preise viles Leben, wenn er zur Entlassung ge- der herbeigerufen wurde, erkannte bald, daß Wiederbelebungs Der tommen ist. dumme, zahlt, die sich nur aus Umständen erklären, die ganz außerhalb staffubiens, schmutzige Sohn versuche zwecklos waren. Nach seiner Meinung liegt Vergiftung der bisweilen als halbes der Interessen der Stadt liegen, dann kaufen wir freilich zu Einstellung fommt, wird als verständiger, ordentlicher und der Leiche eingetreten zu sein. Thier zur vor. Der Tod scheint wohl schon 48 Stunden vor dem Auffinden theuer. Um einen verkrachten Junker, der das Gut für etwa brauchbarer Mensch entlassen. Dies alles dankt er der 600 000 m. getauft hatte, aus der Noth zu retten, hat BleichEine sehr kräftige Natur hat der Töpfer Hermann röder ob aus Gefälligkeit für den früheren Reichsfangler, weiß guten Erziehung, die er in Sr. Majestät Dabertow aus der Borsigstraße 3. ich nicht( Unruhe)- es für 1250 000 M. getauft, und die Stadt Dienst durch den unermüdlichen Eifer pflicht: 35 Jahren, wurde in der letzten Nacht um 1134 Uhr in der hat denselben Preis bezahlt. Hätte Bleichröder für diese Summe niederen Borgefeßten erhält. Das tonservative Straße am Zirkus vor dem Hause Nr. 4 hilflos aufgefunden Betreuer Offiziere und die strenge Fuchtel der wohl einen anderen Käufer gefunden und war wirklich das Gut Kaffubien mit seinen„ Dummen schmußigen Söhnen" ist be- und auf Veranlassung eines Schußmannes vom 5. Revier mit zur Arrondirung des städtischen Rieselterrains absolut unentbehr fanntlich das Eldorado" unserer agrarischen Patentstützen. Wir einem Krankenwagen der Charitee in dieses Krankenhaus gebracht. lich? Was gegen die zentralisirende Verwaltung und gegen die wissen nicht, ob das Sprichwort„ ie der Herr so der Knecht" Hier kam er bei vollem Bewußtsein an und erzählte, daß er mit Forderung der Verwendung der Produfte innerhalb der städtischen auch auf diese Gegend Anwendung findet. Auf jeden Fall fei. Sein Schwager habe ihm schließlich einen so fräftigen Stoß einem Schwager des Weges gegangen und in Streit gerathen Berwaltung selbst vorgebracht ist, spricht gerade dafür. Jetzt geben aber die aus dem Offiziersblatt abgedruckten Stizzen verfeht, daß er umgefallen sei und nicht habe aufstehen können. wird den Privatintereffen hier freier Spielraum gelaffen. Legen von der Denkungsart seinersständigen Leser und Mitarbeiter inter-& stellte sich heraus, daß er einen schweren Bruch des linken wir den Einkauf wie den Verkauf der städtischen Erzeugnisse in die effante Runde. Hand von Zentralstellen, so werden die Einzelintereffen keine Berücksichtigung mehr finden können, weil Die Universitätsbehörde gegen die Frauen. Das die Ansprüche zu zahlreich sein würden, um sie alle Direktorium der akademischen Lejeballe hatte diejenigen Damen _ zu befriedigen. Giebt die Verpachtung keine lohnenden Erträge als Abonnenten zugelaffen, welche die Berechtigung haben, als mehr, ist eine bessere Verwendung in den städtischen Anstalten Hospitanten an der Universität Vorlesungen zu hören. So trat möglich, warum soll nicht dazu übergegangen werden? So im vergangenen Sommer eine Polin als erstes weibliches Mit liegt es in bezug auf die Milchversorgung wie auf glied in die Lefehalle ein und in diesem Winter folgten ihr zwei die anderen Fragen. Die Rieselfelder sind eine hygienische andere Damen. Rektor und Richter der Universität sind jedoch Wohlfahrtseinrichtung, der man mit ruhigem Ge- mit diefer bedingten Zulassung weiblicher Abonnenten nicht ein wissen die erforderlichen finanziellen Opfer bringen kann, verstanden, zumal auch die Sagungen hierüber keine Bestimaber deswegen braucht doch eine bessere Bewirthschaftung mungen enthalten. Sie haben dem Direktorium aufgegeben: nicht unterlassen zu werden, wenn man sie einführen kann. Wenn Frauen fortan den Zutritt zur Lesebaracke nicht mehr zu ge die Verwaltung alle diese Versuche schon gemacht hat und ihr statten. Das ist echt preußische Wissenschaftlichkeit. Ein Raubversuch wurde am Mittwoch Abend von fünf dieselben fehlgeschlagen sind, so beweist das nicht, daß sie wieder Männern an dem Gastwirth Genzler, Frankfurter Allee 4, be fehlschlagen müssen. Vielleicht läßt es sich heute anders machen, daß Berlin etwa 7800 Wachtmeister und Schußleute hat, während Gaststube erbeutet hatte, davon, während es dem Wirth und den Die Volkszählung wird das überraschende Ergebniß liefern, gangen. Einer der Thäter eilte mit 25 Mart, die er in der vielleicht ist die Konjunktur eine andere geworden. Die Herren in Wirklichkeit nur etwa 5220 vorhanden sind. Das geht( wie Gästen gelang, die übrigen festzuhalten, bis Schuyleute geholt Stadträthe haben nur offene Thüren eingerannt. Ich bestreite ein Berichterstatter wissen will) so zu: Die am 1. Dezember worden waren. Auch der Entkommene, ein Arbeiter" Höhne auch, daß der Bericht die Wirkung hat, die Männer der Verwaltung zu diskreditiren; dazu lag weder Veranlassung noch mittags auf Wache ziehende pälfte hatte ihre Zählfarten zu wurde später dingfest gemacht. Absicht vor. Jedenfalls reicht die jeßige Kanalisationsdeputation Appell wurde nun mitgetheilt, daß die diensthabenden Mann Müllerstraße wohnhafte Frau und am 4. d. M. Abends ein in Hause ausgefüllt und auch theilweise schon abgegeben. Beim Polizeibericht. Am 3. d. M. Mittags wurde eine in der für ihre umfangreichen Aufgaben und schon wegen der schaften auf der Wache gezählt werden müssen. Es sollen dadurch der Dranienstraße wohnhafter Mann erhängt vorgefunden. räumlichen Entfernung der Rieselfelder nicht mehr aus. etwa 2600 Beamte doppelt gezählt worden sein.(?) Bei der Am 4. d. M. Nachmittags wurde ein Schuhmacher in seiner Wollen Sie sie verstärken, gut; besser aber ist es, wenn Bedeutung, welche die Schuhmannschaft in Berlin einnimmt, Wohnung in der Adalbertstraße todt aufgefunden. Er hat sich Sie eine Riefeldeputation einfegen, die ja ohnehin 99 Prozent gebührt es sich auch eigentlich, daß sie doppelt gezählt wird. Der Arbeiten haben würde würde und ihr die KanalisationsIn der Linienstraße fiel ein Arbeiter Deputation mit dem einen Prozent eigentlicher Kanalisations- Ueber den Zusammenstoß eines Stadtbahnzuges mit infolge eines Fehltritts hin und brach sich ein Bein. Abends fachen angliedern. Daß mit weniger Personal auf den Riesel- einem Güterzug bringt ein Berichterstatter folgende Wieldung: wurde in der Straße Am Cirkus ein Mann von einem anderen gütern auszukommen wäre, glaube ich allerdings nicht. Der am Mittwoch Abend um 7 Uhr 30 Minuten von Nixdorf zu Boden gestoßen und brach sich dabei ein Bein. abzulassende Stadtbahnzug 1893 war auf dem dortigen Bahnhofe vorgefahren und hatte sich schnell mit Passagieren gefüllt, als plöglich ein Güterzug von hinten und zwar von Tempelhof herangebranst fam. Die Stationsbeamten bemühten sich vergeblich durch Signale, den Güterzug zum Stehen zu bringen. Während der Maschinist dieses Zuges Kontrebampf gab, gaben die Maschinisten des Stadt- Stationen. zuges, um den Zug vorwärts zu bringen, Volldampf, wodurch eine mißliche Katastrophe, die vielen Personen verderblich hätte werden fönnen, entstand. Trotzdem aber erfolgte doch noch ein Zusammenftoß beider Züge und zwar mit solcher Gewalt, daß der von 12 Per- Swinemünde fonen besetzte Schlußwagen des Stadtzuges erheblich beschädigt und Hamburg aus dem Geleise gehoben wurde. Der Passagiere bemächtigte Berlin sich eine furchtbare Aufregung und in das Schreien der Frauen Wiesbaden. mengten sich die Kommandorufe der Beamten, dazwischen schrillten München die Nothsignale der Lokomotiven. Mehrere Passagiere hatten Wien, glücklicherweise nur ganz unbedeutende Kontusionen dadurch er- Haparanda. litten, daß sie von den Bänken herabgeschleudert wurden, font find Petersburg ernstere Unglücksfälle nicht zu verzeichnen. Der stark beschädigte Cork Wagen und die Lokomotive des Güterzuges mußten Aberdeen. außer Betrieb gesetzt werden. Die Sperrung des Haupt- Paris. Darauf wird ein Schlußantrag angenommen und nach einer geleises dauerte jedoch 111r eine Stunde. Nach den scharfen Verwahrung des Referenten gegen den Stadtrath fofort angestellten Ermittelungen ist der Zusammenstoß dadurch Wetter Prognose für Freitag, den 6. Dezember 1895. Warmes, zeitweise aufklarendes, vorwiegend trübes Wetter Struve der Ausschußantrag mit großer Mehrheit genehmigt. verursacht, daß die Laterne des Einfahrtssignals nicht brannte, Bei der Vorlage betr. die Ferien der höheren obwohl sie vorschriftsmäßig angezündet war und auch noch kurz mit Regenfällen und starken westlichen Winden. Schulen für 1896 fordert Stadv. Schulz I neuerdings den vor Einlaufen des Güterzuges gebrannt hatte. Ob hier jemand Magistrat auf, für die Gleichstellung der Ferien der höheren Lehr- absichtlich die Lampe gelöscht, und ob damit ein anstalten mit denen der Gemeindeschulen zu wirken. Bubenstreich beabsichtigt war, wird vielleicht die Untersuchung ergeben. und Stadtrath Struve bestreitet, nervös oder erregt gewefen zu sein, jedenfalls sei er nicht nervöser gewesen, als der Sache zuträglich sei. Den Schluß, daß deshalb in der Verwaltung etwas faul fein müsse, tönne er nicht gelten lassen. Im übrigen sei er in der Lage, sich mit den meisten Ausführungen Singer's durchaus verständigen zu können. Stadtv. Virchow betont nochmals, daß in dem Ausschuß Beschlüsse in den einzelnen Unterfragen nicht gefaßt worden seien, die entgegengesetzte Bemerkung an einer Stelle des Berichts sei ein Frrthum. Redner bekennt sich zur Urheberschaft der Forderung einer gewissen Schulung der Beamten der Rieselgut verwaltung; heute verstehen die Landwirthe von Berieselung nichts, und mehrfach sei ihm in seiner amtlichen Betheiligung an diesen Arbeiten der Mangel an Verständniß störend entgegen: treten. Stadtrath Struve: Es ist lediglich eine Geldfrage, den Nachwuchs zu schaffen und zu erhalten; in den legten Jahren find uns zwei der besten Juspettoren fortgegangen, die jetzt in Magdeburg und Freiburg mit je 5000 m. Gehalt als RiefelfeldDirettoren angestellt sind. Die Pferdebahulinie Kottbuser Thor- Weddingplatz ist seit gestern bis zur Schulstraße verlängert worden; die Preise der inie bleiben unverändert; dagegen sind zwei neue 10 und 15 Pf.- Theilstrecken eingeschoben. Unterschenkels erlitten hatte, so daß ihm Knochensplitter an verschiedenen Stellen durch das Fleisch gedrungen waren. Troh dieser schweren Verlegung war der Mann so ruhig, als ob nichts vorgefallen wäre. Eine Gas- Explosion ereignete sich gestern Vormittag in der Droguenhandlung von Rudolf Seebe, Alte Jakobstr. 71. Der Juhaber des Geschäfts hantirte mit Licht an dem nicht funt. tionirenden Gasmesser. Dabei entzündete sich das Gas plöglich mit starkem Knall und seyte den Laden in Brand. Herr S. wurde schwer an beiden Händen verletzt. Die Feuerwehr löschte nach kurzer Zeit die Flammen. wahrscheinlich vergiftet. Witterungsübersicht . " vom 5. Dezember 1895. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 742 SSW 742 WSW 747 WSW 756 SW 761 SW 761 2 733 SSW 757 734 WNW WSW • 763 SW Schiller- Theater. Windstärke 44444RNAL( Stala 1-12) Wetter Temperatur nach Celsius ( 50.4° R.) Regen 5 Regen Regen bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt halb bedeckt bedeckt bedeckt 67694701249 Berliner Wetterbureau. Runk und Wissenschaft. Zu den Kosten eines Dentmals für Kaiser Wilhelm I., das in Sch margendorf aufgestellt werden Gerhart Hauptmann's ,,, Florian Geyer" wird voraus. soll, beantragt der Magistrat die Bewilligung von 300 M. aus sichtlich am 4. Januar des nächsten Jahres am Deutschen Theater dem Etat der städtischen Gaswerke. Stadtv. Singer: Ich beantrage, die Vorlage abzulehnen, feine erste Aufführung erleben. da wir es nicht als Aufgabe der Stadtverwaltung erachten Reif Reiflingen, Schwank in tönnen, die Gelder der Steuerzahler zu solchen Loya- Vom modernen Grundstücksschwindel. In welcher Weise 5 Aufzügen von G. v. Moser. Das längst abgespielte Luftlitäts- und höfischen Zwecken zu verwenden.( Unruhe.) Sollte jetzt Häuser umgesetzt" werden, zeigt wieder einmal folgender spiel hat gestern im Schiller- Theater ein überaus dankbares aber die Mehrheit bewilligungslüstern sein, so bitte ich fie, Fall: Der Besizer eines Grundstücks in Friedenau in der Kaiser- Publikum gefunden. Lachsalven folgten auf Lachfalven, so hat die Vorlage nur unter der Bedingung anzunehmen, daß Baurath Allee, namens Streichbahn, hatte es vor etwa fünf Monaten an die Moser'sche Theaterkunst wieder in Berlin eine Stätte gefunden. Schwechten mit der Ausführung des Denkmals beauftragt wird einen gewissen Franke in Berlin verkauft. Dieser sollte nun an Auch mit der Aufführung war das Publikum sehr zufrieden. und daß er die Rameel- Juschrift nicht vergißt.( Heiterfeit und die Gemeinde Friedenau die Umsatzsteuer von 871 M. entrichten, Der Titelbeld( Albert Patry) gab die Gestalt des Lieute Unruhe). fam der Mahnung jedoch nicht nach, weshalb nun die Stadt Berlin nants nicht lieutenantsmäßig. Er hätte eben so gut einen Die Vorlage wird angenommen. die Steuer für Friedenau einziehen wollte und das Mobiliar pfänden Raufmann oder Rechtsanwalt verkörpern tönnen, sonst Schluß 9 Uhr. ließ. Hiergegen machte jedoch Frau F. das Retentionsrecht geltend, war sein Spiel gut. Trefflich verkörperten Willi Felix weil das ganze Mobiliar ihr gehöre. Dabei stellte es sich heraus, und Meta Illing das alte Ehepaar Folgen, verdienten Beifall daß Franke schon garnicht mehr der Befizer" des betreffenden Haufes fand Grete Meyer als Förstertochter" Agnes Werner als war, sondern es bereits wieder an einen Architekten" Meyer, Sybilla Elmèr. Auch an den übrigen Darstellern war nichts der in Berlin in Schlafftelle wohnte, verkauft" hatte. Doch zu tadeln. Tokales. " Auf Gummi. Auf Gummirädern zu fahren ist der mar fanteste Ausdruck eines schlemmerhaften Wohllebens. Es macht auch diefer war nicht mehr der Eigenthümer des Grundstücs, Die Maßregelung mißliebiger Univerfitätslehrer, die einen mehr als peinlichen Eindruck, wenn in einer Stadt, in der der hatte es schon wieder an einen anderen, Namens Rau, in iu Preußen vom Kultusminister zu üben versucht wird, ist im täglich Hunderte und Aberhunderte der Allerelendesten Spandau verkauft. Als nun von diesem neuesten Befizer die freien Amerika Sache der großen Kapitalisten. Aus Chikago nicht einmal eine ärmliche Stätte finden, wo sie ihr müdes Steuer gefordert werden sollte, erfuhr man, daß er in Spandau wird der Frankfurter Beitung" über die Entlassung eines Haupt und die hungergeschwächten Glieder zur Ruhe niederlegen nicht einmal polizeilich gemeldet und nicht zu finden sei. Danach Professors Bennis gefchrieben, daß diefer Lehrer der Staatsfönnen, eine Minderzahl den Luxus so weit treibt, den raffinirt ist wohl anzunehmen, daß auch er das Haus schon wieder an wissenschaften wegen seiner Offenheit in sozialpolitischen Dingen behaglichen Wagen auch noch mit Gummireifen zu verfehen. irgend einen Architekten" in Schlafstelle oder dgl. weiter den Direktoren der Chikagoer Universität und ihren reichen Bei manchen Personen, denen vielleicht der Magen vor verkauft" hat. Wer aber der Besizer des Grundstücks wirklich Gönnern mißliebig geworden sei. Die Hochschule in Chikago Hunger knurrt, steigert sich dies Gefühl bis zu einer solchen ist, das weiß kein Mensch. Die Gemeindeverwaltung von ift nämlich von dem bekannten Petroleumfönig Rockefeller mit " 5 Mill. Dollar gegründet worden. Der Universitätsdirektor Harper| selben zu ersehen, daß das zweite Siegel sehr vorsichtig so auf Arbeit. Seine Meinung ging dahin, daß die Lohnarbeit im allbatte, als Bennis eine Rede über den großen Eisenbahnstreit ge- geklebt war, daß es das erste fast genau deckte. Daffelbe gemeinen vorzuziehen sei, jedoch müßten die Möbelpolirer mit halten und darin das Verhalten der Eisenbahnen einer scharfen Manöver war mit einem zweiten vorgelegten Schreiben, welches der Attordarbeit vorläufig noch rechnen, da die Organisation Kritik unterzogen hatte, Bennis gesagt, er könne sich in keinem dem Troll früher zugestellt worden war, gemacht worden, doch jedenfalls noch nicht start genug wäre, um die Affordarbeit bei Klub der Stadt mehr sehen lassen, ohne wegen dieses Verhaltens bestritt Heinrich, von diesem Fall etwas zu wissen. Beuge der nächsten Lohnbewegung abzuschaffen. Im übrigen gäbe es eines Gliedes der Universität zur Rede gestellt zu werden. Bei Amtssekretär Mier war der Ansicht, daß Heinrich geglaubt, es Mängel in der Lohn- sowie in der Attordarbeit. Vor allen Dingen einer anderen Gelegenheit bemerkte er Bennis gegenüber, sie handle sich in dem Briefe an Troll um einen Bescheid auf eine wäre es erste Aufgabe, die Auswüchse des Afford- wie des dürften die andere Seite", von der fie das Geld bekämen, nicht Beschwerde gegen den Amtsdiener Schmidt, und da Heinrich mit Lohnsystems zu beseitigen. So solle denn jeder bei jeder passenden verstimmen. Ja, einer der Direktoren sagte zu Bennis:" Es ist diesem eng befreundet war, habe er sich behufs Mittheilung an Gelegenheit für die Organisation agitiren, damit die indifferenten eine Schande, daß ein Mann in Ihrer Stellung es wagt, zu be- Schmidt von dem Inhalt Renntniß verschaffen wollen. Hätte Kollegen endlich, aus ihrem Schlummer erwachend, sich dem haupten, daß die Eisenbahnen nicht mit reinen Händen ins Gericht Heinrich wirklich den Briefumschlag fettig gemacht, so hätte er Verbande anschließen und dieser genügend gestärkt wird; dann tommen können; es ist schmachvoll." im Amtsbureau um neue Kouvertirung ersuchen können, er werde es auch gelingen, etwas Ersprießliches zu leisten. Die Harper hat nunmehr verlegenheitshalber die Fähigkeiten selbst, das mußte er wissen, durfte den Brief nicht öffnen. Diskussion bewegte sich im Sinne des Seferenten. Unter VerBennis herabzusehen gesucht, doch scheint ihm niemand zu glauben. Der Gerichtshof erachtete den Angeklagten der Verlegung des schiedenem ersuchte H. Schulz die Kollegen, daß in den Kurz nach der Entlassung von Bennis schenkte Rockefeller der Briefgeheimnisses für schuldig und verurtheilte denselben zu Werkstätten, wo noch keine Fragebogen ausgefüllt sind, das Vers Anstalt eine Million Dollar und versprach, wenn von anderer 20 M. Geldstrafe, ev. 4 Tagen Gefängniß. fäumte so schnell wie möglich nachgeholt wird. Zum Schluß Seite bis zum 1. Januar 1900 zwei Millionen aufgebracht würden zur Erweiterung der Universität, wolle er zwei weitere Rallweit am Tage vor der Entlassung aus dem Dienste aus der Arbeiterpresse, diese fleißig zu unterstützen. Ein Nacheakt wurde von dem Dienstmädchen Johanna ersuchte Hermann Suitner unter Betonung des Werthes geführt, weshalb sie sich wegen Sachbeschädigung vor der fünftenovi Jan Straffammer des Landgerichts I zu verantworten hatte. Bei der te Frau Kaufmann Poppenberg diente die Angeklagte zwei Monate b hatte, bevor der Wechsel stattfand, noch die Fenster im Salon zu puzen. Hierbei bediente sie sich einer Leiter und benutte die Gelegenheit, die Stehleiter an das Vertikom Monftreprozeß wegen angeblicher Polizeibeleidigung. zu schieben, um das darüber hängende Delgemälde zu beschädigen. Friedrichsort gestrandet. Durch Losreißen des Anters des ZollGin umfangreicher Beleidigungsprozeß follte geſtern vor der Dieses stelt in Lebensgröße den Haussohn bar. Mit einem wachtschiffs wurde die Kabelleitung zerstört. S. Strafkammer des Landgerichts I gegen unseren Genossen Reichs- Messer stach die Angeklagte in das Bild, so daß vier scharfe Karl" mit einer Jolle in der Eckernförder Bucht am 3. d. Mr. Bei einer Kollifion des Panzerschiffes ,, Friedrich tags- Abgeordneten Arthur Stadthagen verhandelt werden. Schnitte im Gesichte und am Halse des Porträts sichtbar waren. In dem kürzlich gegen ihn stattgehabten Prozesse blieben einige Die Angeklagte bestritt ihre Schuld und behauptete, daß der 16jährige ist der Matrose Friedrich Blessée von der 4. Kompagnie der Punkte unerledigt, weil der Angeschuldigte eine eingehende Beugen Sohn von dem Nebenzimmer aus mit einem Pfeile auf das Bild ge- 1. Matrosendivision ins Wasser gefallen und ertrunken. Die vernehmung darüber verlangte, daß thatsächlich eine Anzahl Per- schoffen habe. Diese Behauptung wurde widerlegt, da sich der Leiche ist geborgen. fonen von Polizeibeamten auf den Wachen und dem Wege dahin ge- Gerichtshof selbst von den beschädigten Stellen überzeugte, die mißhandelt worden seien. Auch eine Beleidigung des Land- deutlich von einem Messer herrührten. In anbetracht der ge: gerichtsdirektors Brausewetter stand noch zur Verhandlung aus. meinen Gesinnung, sowie des entstandenen Schadens wurde auf Zum gestrigen Termin waren über 100 Beugen geladen, wovon eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen erkannt. etwa die Hälfte Schußleute waren. Der große Schwurgerichtsfaal vermochte die Zeugen kaum zu fassen. Millionen hinzufügen. Die Freiheit der Wissenschaft ist überall, wo der Kapitalismus herrscht, ebenso eine Chimäre, wie die Frei heit der Person. Gerichts- Beifung. 811 Soziale tebericht. Vermischkes. Aus Kiel wird gemeldet: Gin orfanartiger Weststurm tobt feit der Mittwoch Nacht. Eine dänische Galeasse ist bei folgende Notiz: Folgen eines dummen Scherzes. Der aus Der Duisburger General- Anzeiger" brachte dieser Tage Uerdingen gebürtige, jetzt in Metz seiner Militärpflicht Genüge leiftende Rekrut it. erhielt kürzlich einen Brief mit dem Postfiempel Uerdingen" in großem blauen Konvert und dem Absendervermert A. Bebel aus Chemnit". Infolge dessen gerieth St. in den Verdacht, mit dem sozialdemokratischen Führer befreundet und selbst Sozialdemokrat zu sein. Der Brief wurde in Gegenwart höherer Offiziere geöffnet, er enthielt nur einen falschen Hundertmarkschein, eine Berlobungsfarte von R. fernstehenden Personen, eine Ziehungsliste der Marienburger Geldlotterie und vier 10 Pf.- Marten. S. wurde sofort einer Leibesuntersuchung unterworfen, und später wurden auch feine fämmtlichen Sachen, Spind und Bett untersucht. Der R. fchrieb einem feiner hiesigen Freunde, er möchte den anonymen Absender aufspüren. Bald gelang es auch, den Thäter in der Person des Schantwirthes J. E. zu entdecken. Ein Leumundszeugniß des Herrn Bürgermeisters, sowie seiner früheren Arbeitgeber, der Firma . B. u. Ko., das, wie man hört, sofort an den Chef des Regiments abgesandt wurde, wird dem unglücklichen Soldaten wohl helfen. Etwas bleibt aber vielleicht hängen, und das hat er dann einem dummen Scherz zu verdanken." 3 fam nicht zur Verhandlung, nur sämmtliche Zeugen wurden zivecks ihres erneuten Ladung Dem später zu erwartenden Riesenprozesse festgestellt. Der erste Bürgermeister Münchens versprach einer Lem Gerichtshofe war der am Mittwoch Nachmittag gefaßte Deputation der Arbeitslosen thunlichst Zuweisung Beschluß des Reichstags betreffs der Aussehung des Verfahrens von städtischen Winterarbeiten, sowie eine von den Arbeitslosen gegen den Abgeordneten Stadthagen während der Daner der erbetene Aenderung des Statuts des städtischen Arbeitsamts in Tagung, zugegangen und es mußte selbstverständlich diesem Bedem Sinne, daß die dort zuerst angemeldeten und von diesen schluffe stattgegeben werden. wieder die Verheiratheten und in München Heimathsberechtigten bei der Vergebung von Arbeit zuerst berücksichtigt werden sollen. Von den Gewerbegerichten. Aus Württemberg wird uns geschrieben: Die Gewerbegerichte nehmen an Zahl immer mehr zu, doch bedarf es an den meisten Orten erst des energischen Eingreifens der Arbeiter, bis eines errichtet wird. Aehnlich wie kürzlich in Schwäb. Ha II beschlossen nun auch in Ebingen( Württemberg) die bürgerlichen Kollegien die Einführung eines Gewerbegerichts, doch haben die Arbeiter fich vorher an beiden Orten erst beschwerdeführend an die Kreisregierung wenden müssen. In Oberndorf, dem Sige der Mauser'schen Gewehrindustrie, wurde die Errichtung eines ชิน Gewerbegerichts abgelehnt. Württemberg besitzt zur Zeit Der Hamburger Hammerstein. Aus Hamburg wird dem 16 Gewerbegerichte; in allen Städten mit mehr als 15000 Gin B. T." berichtet: Der Redakteur Wald, welcher die hiesigen wohnern, mit Ausnahme der zweiten Residenz Ludwigs- antisemitischen Blätter Abwehr" und" Deutsche Reform" redi burg, befinden sich jetzt solche. Wegen vorzeitiger Veröffentlichung einer Stelle aus einer Anklageschrift wurde gestern unser Genosse Jacobey vom " Sozialdemokrat" vor der IV. Strastammer des Landgerichts I zur Verantwortung gezogen. Unter der Ueberschrift„ Der dolus eventualis geht um!" hatte der Angeklagte im„ Sozialdemokrat" einen Baffus aus einer gegen einen gewissen Zimmermann in Chemnitz erhobenen Anklage wörtlich wiedergegeben. Der Angeklagte machte geltend, daß er durch die Wiedergabe dieses furzen Abschnitts nicht gegen die§§ 17 und 18 des Preßgefezes verstoßen habe und zahlreiche andere Blätter vor ihm auch jenen Paffus abgedruckt hätten. Der Staatsanwalt beantragte 100 m. und der Gerichtshof erkannte auf 20 M. Geldstrafe. " Gewerkschaftliches. Wenn die Sache wahr ist, dann zeigt sie, daß man mit einer erstaunlichen Phantasie begabt sein muß, um den deutschen Militärdienst auch nur humoristisch mit einer„ Ferienkolonie" vergleichen " 1 tönnen. " Wegen einer Zechprellerei ist gegen einen Mann, dessen geiftige Burechnungsfähigkeit lebhaft bestritten wurde, auf eine geradezu befremdlich hohe Strafe erkannt worden. Der 65 jährige Schneidermeister Eduard Homann stand gestern vor der vierten Aus der Schweiz. Das Brugger Bezirksgericht( Kt. Aargau) und Wechselfälschungen verübte. Außerdem soll er mit dem Strafkammer des Landgerichts I. Der Angeklagte, der durch hatte den dortigen Bäckermeister- Verein zu einer Ent- Schwindelfonsortium in Verbindung stehen, welches beim letzten feine Ausdrucksweise sowie fein ganzes Auftreten häufig die fchädigung von 5000 Franks an einen von ihm boyPferderennen Totalisatortickets fälschte. Die Affäre erregt großes tottirten Bäckermeister verurtheilt. Der verurtheilte Aufsehen. Heiterkeit(!) des Gerichtshofes erregte, hat eine bewegte Ver- Verein refurrirte an das aargauische Obergericht, das aber das gangenheit, er ist Bumpernickel- Fabrikant, Agent und nach seiner Urtheil aufrecht erhielt und nur die Entschädigungssumme auf lefen wir folgende Korrespondenz aus Brüssel:" Schon seit ge Wenn ein König nach Paris geht. Im B. V. C." Behauptung auch Schriftsteller gewesen. Im Oktober d. J. ging es 2500 Frants reduzirte. ihm so schlecht, daß er von der Behörde als Hospitalist in raumer Zeit sind in der aristokratischen und bürgerlichen GesellRummelsburg untergebracht wurde. Eude Ottober erschien er Schiedsgerichte der Fachvereine. Der Katholische Sozial- fchaft der belgischen Hauptstadt Gerüchte über ein eruftes Bereines Tages in der Nier'schen Weinhandlung in der Wallstraße, reformer Graf de Mun in Paris hat in der französischen würfniß zwischen dem König und der Königin der Belgier verstellte sich als Dr. Homann vor und prüfte mit Kennermiene ver- Kammer einen Gesezentwurf eingebracht, um den aus Arbeitern breitet. Es ist längst aufgefallen, daß die Königin Marie schiedene Weine der besten Sorte. Er bestellte dann für etwa und Arbeitgebern bestehenden Fachvereinen die Errichtung Henriette, welche notorisch an rheumatischen Schmerzen leidet, 30 M. Wein, der ihm nach seiner in der Kurstraße gelegenen ständiger Schiedsgerichte ohne vorherige behördliche Erlaubniß die ihr den Aufenthalt an trockenen Orten zur Pflicht drag ter troßdem in dieſer rauben Jahreszeit in ihrer Wohnung gefchickt werden sollte. Der Angeklagte trat der zu geftatten. Die Fachvereine derselben Zusammensehung sollen machen, Vertreterin im Nier'schen Geschäft gegenüber als wohl auch ermächtigt sein, Schenkungen und Vermächtnisse anzunehmen, feuchten Sommervilla in dem jetzt menschenleeren Ardennen habender Gönner auf, bezeichnete einen Tisch als Stamm- sowie Grundbesitz zu erwerben, um Arbeiterwohnungen, Anstalten bade Spaa verbleibt und keine Vorkehrungen zur Rückkehr nach tisch für sich und mehrere noch zu erwartende gelehrte für Waisen, Kranke und Greise zu gründen und zu leiten. et Brüssel trifft. Alle Bemühungen, die Königin zum Verlassen Herren und versprach, daß er die kleine Nichte der Vertreterin ihres einsamen Sommeraufenthalts zu bewegen, haben sich als mit einem Legat von mehreren tausend Mart bedenken wolle. vergeblich erwiesen. Die häufigen Reisen des Grafen und der Bei allen diesen Versprechungen versäumte er nicht, seinem Körper Gräfin von Flandern nach Spaa, ein Besuch, welchen König Speisen und Getränke zuzuführen, er machte eine Beche von Leopold II. felbst erst vor einigen Tagen seiner Gemahlin Aus Rußland. Der Weberstreit in der russischen machte, tomten nichts an dem Entschlusse der bohen Frau über drei Mark und schlief dann ein. Gegen 10 Uhr abends Fabrikstadt I wanowo- Wosneffenst, über den in Nr. 268 ändern. Da die Sache schließlich zum allgemeinen Gesprächsstoff wurde er aufgeweckt. Der angebliche Krösus besaß nur einige des Vorwärts" berichtet wurde, ist am 18. Oktober, also 14 Tage zu werden begann, so wurden die offiziösen Zeitungen ans Spielmarken und eine werthlofe Kinderuhr. Der Staatsanwalt nach seinem Beginn beendet worden, und zwar zu ungunsten der gewiesen, eine schwere Erkrankung der Königin zu melden, beantragte gegen den Angeklagten 3 Monate Gefängniß, Arbeiter. während sein Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Coßmann, Zweifel hatten, gaben sich als Streitbrecher her. Als sich ihrer 150 fanden, glück meldeten aber unabhängige Zeitungen, wie Gazette". Die Bauern, die soeben die Feldarbeiten beendet welche ihre Uebersiedelung nach Brüssel verhindere. Bum Unüber die Zurechnungsfähigkeit des Angeklagten anregte, der u. a. nahmen auch die streifenden Weber, der eine nach dem andern, Patriote" und bas Antwerpener Handelsblad" auf behauptet hatte, daß er einmal infolge von Kohlenoxyd- die Arbeit auf. Von den 2000 Streifenden wurden 80 nicht grund direkter Nachrichten aus Spaa, daß die Königin sich nieVergiftung als Leiche" nach der Charitee gebracht worden sei. wieder angenommen. Da die Arbeiter sich im Laufe der ersten mals einer besseren Gesundheit erfreute, als eben jetzt, und thatDer Gerichtshof hielt den Angeklagten zwar nicht für sieben Tage nach dem 1. Oktober entschlossen hatten, nicht mehr fächlich kann man die Königin täglich in Spaa auf ihren au normal, aber feineswegs für geistestrant. Das Urtheil lautete zur Arbeit zu kommen also zu einer Zeit, wo ihnen dies ftrengenden Promenaden sehen, ohne eine Spur von Krankheit auf ein Jahr Gefängniß und zweijährigen Ehrverluft, da der vertragsmäßig gestattet ist- tönnen sie von den Behörden nicht an ihr zu bemerken. Die Wahrheit ist vielmehr die, daß die Augetlagte mehrfach vorbestraft sei! Wäre beim Angeklagten strafrechtlich verfolgt werden. Königin über das Benehmen ihres Gemahls während seines eine Prüfung des Geisteszustandes vor der harten Verurtheilung Ein neuer Weberstreit brach am 5. November in jüngsten Aufenthalts in Paris gewisse Berichte erhielt, welche nicht am Plage gewesen? der Luchfabrik von Thornton in Petersburg aus. Sie äußerst unangenehm berührten. Die belgischen und franzö Wegen Verlegung des Briefgeheimnisses hatte sich am An diesem Tage haben nachmittags von den 2200 Arbeitern fischen Blätter brachten unwidersprochen die seltsamsten EinzelDonnerstag der Gemeindebiener Robert Heinrich er Fabrik 500 die Arbeit eingestellt. In den korridoren heiten über die Unterredungen des Königs Leopold II. mit der aus Rixdorf vor dem dortigen Schöffengericht zu verde Fabrit zusammenstehend, baten sie den Direktor um Tänzerin der Folies- Bergère, Mm. Emilienne d'Alençon und antworten. Dem Eigenthümer Karl Troll war es wieder- Grhöhung ihrer Akkordlöhne, da infolge dessen, daß auf der der Koryphäeder Oper, Mm. Cléo de Merode, welche beide holt aufgefallen, daß fremde Leute in seiner Nachbarschaft früher Fabrik seit dem Monat Juni nur 3-4 Tage in der Woche ge- zu den bekanntesten Mitgliedern der Pariser eleganten Welt gevon für ihn bestimmten amtlichen Verfügungen 2c. Kenntniß arbeitet wird, ihr Verdienst sehr gesunken sei.( Einige Arbeiter hören. Nach einer Meldung des Brüsseler Soir" besuchte der hatten als er selbst. Er schöpfte schließlich Verdacht, daß der mit verdienten nur 20-30 m. im Monat. Der Direktor der Fabrik wollte König Emilienne d'Alençon sogar in ihrer Wohnung. Schon der Zustellung der amtlichen Sachen betraute Gemeindediener zuerst keine Erhöhung des Lohnes zugestehen, versprach aber dann, in vorher hatte der König die bekannte spanische Tänzerin Otero Heinrich durch unbefugtes Deffnen der Briefe von dem Inhalt ein paar Tagen die Löhne zu erhöhen. Als die Arbeiter jedoch in Ostende auf dem Strande durch ein galantes Kompliment derselben Kenntniß nehme und davon gegen dritte Gebrauch mache. das bündige Versprechen forderten, daß der Lohn für jedes Stück über ihre Schönheit ausgezeichnet. Alle diese Vorgänge kamen Bestärkt wurde Troll in diesem Glauben, als er am 7. Oftober Waare auf 2 Kopeken( 4 Pfennig) erhöht werde, weigerte sich der Königin zu Ohren, und daraus erklärt sich die Verstimmung, d. J. einen amtlichen Brief durch Heinrich zugestellt erhielt, deffen der Direktor, ein solches Versprechen zu geben, indem er fagte, die bei ihr jegt Blatz gegriffen hat, Verschluß mehrfach verletzt war. Er begab sich damit nach dem er würde vielleicht für die einen Waarenforten den Lohn mehr, Belgische Blätter fönnen bekanntlich selbst das Familienleben Amtsbureau und führte bei dem Amtssekretär Mier Beschwerde. für die anderen weniger, als auf 2 Kopeten pro Stück ihres verehrten Landesvaters kritisiren, ohne befürchten zu Mier ließ den Gemeindediener Heinrich rufen und frug ihn, erhöhen, daher solle man die Entscheidung der Angelegen müssen, daß sie mit Majestätsbeleidigungs- Prozessen behelligt verschieben. Tage Die Arbeiter werden. ob er den Brief geöffnet habe, was Heinrich entschieden beit auf ein bestritt. Erst als nach langem Hin- und Herreden Troll erklärten, daß sie in diesem Falle diese paar Tage nicht arbeiten Ueber einen Kampf zwischen zwei Elephanten auf einem Den noch an würden. ertlärte, er werde auf eine Strafanzeige verzichten, wenn demselben Tage angekommenen Ozeandampfer wird dem Berl. Tagebl." aus New- York gemeldet: die es nicht, Heinrich der Wahrheit die Ehre gebe, gestand dieser, Fabrit Inspektor gelang zu Auf der Fahrt des Dampfers Bersta" von Hamburg hierher daß er den Brief geöffnet habe. Troll erklärte darauf, überreden, die Arbeit wieder aufzunehmen, fie blieben bis entspann sich zwischen zwei an Bord befindlichen Elephanten, daß er eine Anzeige nicht erstatten wolle, wenn dem Gemeinde: 7 Uhr abends in Haufen in den Korridoren der Fabrik stehen Albert und ein fürchterlicher Kampf, der zwei diener Heinrich ein anderes Revier angewiesen werde, was der und gingen dann ruhig in ihre Wohnungsräume. Alle Arbeiter Stunden dauerte und die Passagiere in höchste Angst versetzte. Am tssekretär versprach. Als aber Heinrich nach einigen Tagen der Thornton'schen Tuchfabrik wohnen in Fabrikhäusern). Die wüthenden Thiere zertrümmerten alles, was an Deck in noch im selben Revier amtliche Sachen bestellte, erstattete Troll Am andern Tag erschienen um 8 Uhr morgens auf der Fabrit ihrer Nähe sich befand und brachten sich gegenseitig mit ihren Anzeige, worauf gegen Heinrich Anklage erhoben wurde. der Haupt- Fabrikinspektor, der Fabritinspektor des Distrittes, wo Fangzähnen entsetzliche Wunden bei. Das Deck schwamm im In der Hauptverhandlung gab der Angeklagte zu, den Brief sich die Fabrik von Thornton befindet, und einige Vertreter der Blute. Nur mit äußerster Mühe gelang es den Wärtern, die geöffnet zu haben, jedoch nicht etwa zu dem Zwecke, Kenntniß Polizei. Auf das Zureden dieser Beamten, die Arbeit wieder Thiere auseinander zu bringen. von dem Inhalt deffelben zu erlangen, sondern nur lediglich aus aufzunehmen, erwiderten die Arbeiter beharrlich, fie tönnten folgendem Grunde: Er habe turz vor der Bestellung Spickaal ge- für die bisherigen Löhne nicht weiter arbeiten, da geffen und darauf aus Versehen den Brief mit fettigen Fingern an ihr Verdienst unter das für die Griñenz erforderliche Minimum gefaßt. Da er den Adressaten als sehr peinlichen Herrn tenne, habe er gefunten sei. sich überzeugen wollen, ob das im Rouvert enthaltene Attenstück der Fabrikinspektion und der Polizei versprochen wurde, daß ihre Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffve( zwei Buchstaben oder eine Baht) etwa ebenfalls fettig geworden sei. Einzig und allein zu diesem Mittheilungen Beachtung finden würden, gingen fie um 10 Uhr 3wvede habe er das Kouvert geöffnet und als er sah, daß das morgens ruhig zur Arbeit. Ueber die Ursachen, welche diesen Aftenstück unversehrt geblieben, habe er den Umschlag wieder zu- Streit hervorgerufen haben, ist nun eine behördliche Untersuchung geflebt und mit einer Siegeloblate verschlossen, ohne von dem eingeleitet. Inhalt des Aftenstücks Kenntniß genommen zu haben. Zeuge Troll belundet, daß er oft schon 4-5 Tage vor Empfang amtlicher Zustellungen von anderen Leuten erfahren habe, was in den paar Arbeiter Erst als den Arbeitern von den Vertretern Versammlungen. Zustellungen enthalten war. Darauf habe er seinen Briefen mehr Nigdorf. In einer Versammlung des Verbandes der Aufmerksamkeit geschenkt und den vorliegenden Fall entdeckt. Er Möbelpolirer Berlins und Umgegend sprach am legte den Briefumschlag dem Gerichtshof vor und war aus dem 2. Dezember Kollege Robert Weber über Lohn- und Afford Pilot " Briefkasten der Redaktion. auzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet von jest ab am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr, statt. Der Zimmermann Friedrich Wöhlt aus Riel wird ge beten, seine Adresse an die Redaktion des Vorwärts" einzu senden. A. Kl. Senden Sie die Sache dem„ Meißner Voltsfreund". Uns fehlt die Kontrolle. R. Trautsch, Luckenwalde. Dr. 3.: S., Dresdnerfir, 109. 6. D.: 60., Elisabethufer 55. Für denJuhalt der Juserate über. Adolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Bublikum Der kleine Lord. gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 6. Dezember. entschlief fanft nach langen, schweren, innigftgeliebter Mann und unser lieber Am Dienstag, nachmittags 1, Uhr, 1 Geduld ertragenen Leiden, mein Lebensbild in 3 Atten nach dem gleich- Vater, Bruder, Schwager und Onkel, namigen Roman v.Mr.Hodgson Burnett, der Schlosser übersetzt von Bolten- Bäckers. In Amerika 3240 Mal, in London 1262 Mal aufgeführt. Hierauf: Opernhaus. Rienzi, der letzte der Die ewige Braut. Operette in 1 Aft von W. Mannstädt Tribunen. Schauspielhaus. Der Störenfried. Deutsches Theater. Die Mütter. Berliner Theater. Der Herrgottschniger. Leug- Theater. Wettrennen. Neues Theater. Divorçons. Schiller Theater. Reif- Reiflingen. Residenz- Theater. Der Rabenvater. Vorher: Aber die Ehe. und Jean Kren. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Adolph Ernst- Theater. Der fleine Am Landes- Ausstellungspark Lord. Hierauf: Die ewige Braut. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater Die kleinen Lämmer. Vorher: Nr. 66. National Theater. Der Hütten( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Theater Unter den Linden. De Passage- Panopticum. Zigeunerbaron. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Borstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Walner- Theater.) Freitag: Reif- Reiflingen. Sonnabend nachmittags: Das Käthden von Heilbronn. Reif Reiffingen. Abends: Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. 3um 92. Male: 42 Mädchen 就拿 Carl Grohmann, im 41. Lebensjahre. 1683b Die Beerdigung findet am Sonntag, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Laut Beschluß der letzten Ausschuß- Sizung findet das Stiftungsfest des Bundes am 14. Dezember, abds. 8 thr, in der Brauerei FriedrichsMur Mitglieder mit den 8. Dezember, nachmittags 3/4 Uhr, hain( Lips) statt. Kirchhofes am Rolltrug aus statt. Dies tritt. Nach dem Konzert Tanz ohne jede Nachzahlung. von der Leichenhalle des alten Jakobi ihren Damen haben gegen Zahlung von 10 pr. Einzeigt schmerzerfüllt an Die trauernde Wittwe und Kinder Marie Grohmann. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Neu! Nen! Auf Helgoland! Ausstattungsposse mit Gesang und Zanz in 1 Aft von Reichard u. Schmasow. Mufit von R. Martin. Riesen- Programm. Anf. Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree 10 Bf., 30 Pf. " " R.Winkler. W. Noack's Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen. Osten. Sonntag, den 8. Dezember, vormittags 9% Uhr, im Lokale des Herrn Nieft, Weberstraße 17. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Joh. Nein über: Der wirthschaftliche Kampf der englischen Arbeiterbewegung." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Nichtmitglieder haben auch Zutritt. Moabit. Sonntag, den 8. Dezember, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Schmidtke, Stromstraße 28. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Schöpflin über: Sind wir Arbeiter Menschen?" 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen, auch der Nichtmitglieder, erwünscht. Konzert- und Gesellschafts- Säle, Süden u. Südosten. Montag, den Dezember, Brunnenstr. 16. andern Ende Jeden Sonntag, Montag, Dienstag der Welt ( Samoa). Kaiser- Panorama ( Passage). Zum ersten Male: V. Reise nach Konstantinopel ut. Athen. Erste Wanderung durch d. malerische holsteinische Schweiz. Eine Reise nur 20 Pf. Taufende Abonnenten. und Donnerstag: abends 8 im Lokale des Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180: Konzert, Theater, Spezialitäten- Vertrauensmänner- Versammlung. Vorstellung. Johann Harting, Liedersänger. Frl. Berger, Lieder- und Walzersängerin. Franz Feld, Gesangshumorist. Frl. Marion, Rostümsoubrette. Gust. Conrad, Charakter Komifer. Geschw. Tilly, Duettisten. 9 Jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Eine tolle Nacht. Castan's Panopticum. Feen- Palast Große Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 5 Aften von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Alexanderplatz- Theater. Alexanderstraße 40. Nachmittags 4 Uhr zu halben Preisen: Die kleinen Lämmer. Operette in 2 Aften von Louis Verney. Abends 8 Uhr: !! Neueste Illusion!! Allerseelen. Die syrischen Fechter. Die Sünde. Kaufmann's Variété- Theater. Königstraße, Rolonnaden. Die kleinen Lämmer. Sensationeller Erfolg des Operette in 2 Aften von Louis Verney. Vorher: Nummer 66. Operette in 1 Aft von Offenbach. Morgen: Die kleinen Lämmer. Nr. 66. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. neuen Programms! Um 10 Uhr: Die pikante und tolle Burleske CoulissenGeheimnisse. Arthur Fränkel, Henny Schmid, Edi Blum, mehr braucht man nicht Der Hüttenbesizer". zu sagen!!! das genügt. Schauspiel in 5 Aften von Georg Ohnet. Regie: Mar Sam st. Morgen: Der Hüttenbefizer. Sonntag nachmittags 22 Uhr: Der G'wissenswurm. Regie: Julius Türk. In Vorbereitung:„ Der Jude". Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts in fünf Aften nach dem gleichnamigen Roman des Berliner Borwärts" von Carl Spindler. Neuer Circus. Circus BUSCH ( Bahnhof Börse) Freitag, den 6. Dezember, abends 71/2 Uhr: Große komische Vorstellung. Motto: Witz, Humor und Laune. Auftreten d. berühmten Reitkünstlers Mr. A. Wells. Mr. Hubert Cooke als Jockeyreiter. F Ein equestrisch. Arrangement von 70 Hengsten, dress. und vorgeführt vom Direktor Busch. Leopard, Pferd mecklenburgisch. Race, brefsirt und geritten v. Herrn FoottitBurghardt. Bär u. Schildwache, höchst tomische Episode. Mr. Veldeman als Romponist. F The Relampagos, Elite Afrobaten. Entree der Klowns Tom- Tom, Gebr. Cavallini etc. Zum Schluß: 3fchens, das Waldmädchen. Schwimmende Elefanten, Schwimmende Pferde mit Reitern. Grandioses Ballet. Sonnabend: Zscheus, d. Waldmädden. Sonntag: 2 Borstellungen. Nachm. 4 Uhr( ermäßigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren frei) und abends 71/2 Uhr: fheus. Apollo- Theater Täglich das sensationelle und vollständig nene Dezember- Programm. Stürmischer Erfolg der unvergleichlichen Duclerc und des schwedischen Damenquintetts ,, Düring" und sämmtl. Kunstkräfte 1. Ranges. Rasseneröffnung 7 Uhr. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Victoria- Brauerei Lützowstrasse 111/112. Heute, Freitag, den 6. Dezember: Vorletzte Soiree( vor Weihnachten) der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Pf.( siehe Blafate). Sonnabend: Extra- Soiree im Böhmischen Brauhause. Sonntag: Concerthaus Sanssouci. Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Neu! Angely- Gertiny- Trio Neu! die besten fliegenden Hochturner am patentirten Luft- Apparat, dazu das große 15 neue Dezember Programm. Spezialitäten. Sonntags 6 Uhr. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1,50 M. Das Theater ist gut geheizt. Jm Berlage ber Hamburger Buchdruckerei und Verlagsanstalt Auer& Co. in Ham burg ist soeben erschienen: Der Tages Ordnung: 1. Besprechung über Lohn und Arbeitsverhältnisse. 2. Was fordern wir? Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 79/8 Die Ortsverwaltung. Heute, Freitag, bei Schöning, Stallschreiberstraße 29: Sihung des Ortsverwaltung. Achtung! Kürschner. Große öffentliche Versammlung am Sonnabend, 7. Dezember, abends 8 Uhr, im Schükenhaus, Linienſtr. 5. Tages Ordnung: V 1. Welches soll unser nächstes Ziel sein? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen 93/9 Die Vertrauenspersonen. Bimmerer. Sonntag, den 8. Dezember, vormittags 10% Uhr, im Lokal Annenstrasse 16: Versammlung des Verbandes deutscher Zimmerer und verw. Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Metzner über die Nothwendigkeit der Ver fürzung der Arbeitszeit". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Ber fammlung wird punkt 10%/ 4 Uhr eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 254/13 Der Vorstand, Bentral- Verband deutscher Maurer Bahlstelle Berlin I( Puter). Neue Welt- Kalender Sonntag, den 8. Dezember, vormittags il Uhr, in Cohn's für 1896. Bwanzigster Jahrgang. Inhalt: EwigkeitsFestsälen, Beuthstrasse No. 201 Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Timm über:„ Die Preisfechter der modernen 134/9 Arbeiterklasse". 2. Wichtige Vereinssachen. Ersuche die Mitglieder, zu dieser Versammlung pünktlich und zahlreich Kalendarium.- Bostwesen 2c. Kalender.Der Bevollmächtigte. zu erscheinen. Trächtigkeits- u. Brüte- Kalender. Sterbefälle im Deutschen Reiche im Jahre 1892. Deutsche Auswanderer 1889-94. Rückblick. Im städblid. Weffen und wärkte. Verband der Bauarbeiter u. Berufsg. Deutschl. Kreislauf des Jahres. Ein Märthrer. Erzählung von Robert Schwetchel( mit Juustrationen). Bauern und arme Lente zur Zeit der deutschen Reformation. Bon Manfred Wittich. Ewigkeit. Gedicht von Ludwig Leffen. Ein Bild and dent Lon: doner Flüchtlingsleben. Von W. Liebknecht. Am Meer. Gedicht von Jenny Colm. Johanna's Erfahrungen. Erzählung von Elise Langer( mit Illustrationen). Allerlei Geschichtliches und Sozialwissenschaftliches über die Japaner. Bon Bruno Geifer. Die Schlacht am Morgarten. Gedicht von Rob. Schweichel( mit Illustration). Dnd Licht der Zukunft. Bon Dr. H. Eur( mit Illustrationen). Die Gesundheitspflege des Kindes. Bon Dr. Swoboda. Irdische Höhen- u. Tiefenverhältnisse. Von G. Faltenhorst( mit Fllustration). Das neue Reichstagsgebäude. Bon L. Schönhoff( mit Illustra tionen). Ein Kapitel Kriegsgeschichte. Bon M. Wittich. Die gute, alte Zeit. Eine fulturhistorische Stizze von A. Volfer. Saat und Ernte. Gedicht von Jenny Golm. Aus der Geschichte der preußischen Volksschule. Bon Bauermeister. Ein Sohn des Volkes. Von W. Liebknecht( mit Porträt). Die drei Roffe. Nussische BoltsWir parabel, erzählt von W. Braunsdorf. find nicht freinblos. Gedicht von A. M. Fliegende Blätter. Räthsel zc, 2c. Hierzu vier Kupfer: Studienkopf. Das Lied der Stlavin. Japanische Mädchen bet oer Thee- Ernte. Renovirungsversuche. Ein farbiges Bild: Berlassen( mit Gedicht). Ein Wandkalender. Preis 40 Pfennig. Bu beziehen durch die Buchhandlung des„ Vorwärts" W. Pahr, Arbeitsanzüge Brunnene. 112 Trauringe 78 35782* reell, Dutaten gestempelt 980. 2 Dutaten 22,50. 11/2 Dutaten 17,50. Alle anderen Goldfachen ebenso reell. Gegr. Bahlstelle Berlin. 32/1 Sonntag, 8. Dezember, vormi. 101/2 Uhr, im Etablissement Südoßt, Waldemarstr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Klassenjustiz und Moral. Referent Genosse Dr. Pinn. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Achtung! Achtung ! Tischler- Verein. Der Bevollmächtigte. Zahnärztliche Poliklinik Rigdorf, Bergstr. 12, 2 Tr. Sprechst.: 8-9/ 2 Uhr( auch Sonntags) Strickwoll- Reste, Zephyr, Rockvolle Die zum Sonnabend, den 7. Dezember geplante Versammlung fann Umstände halber nicht stattfinden. Jedoch ist die zu Partiepreifen jetzt Holzmarktstr. 60, Bibliothek von 812 Uhr abends ge- Hof links 1 Tr. öffnet, auch werden Beiträge durch den Kassirer daselbst entgegengenommen. Sonnabend, den 14. Dezember, Melchiorstr. 15: Generalversammlung 198/3 Der Vorstand. Butter und Käse empfehlen Freunden u. Genoffen billigst Weberstr. 16 und Gerichtstr. 31. 6 Pfund Albrecht's Brot für Bäckerei, 50 Pfennig liefert Wrangel- Strasse 8. Langestr. 26, Falkensteinstr. 28. Christbaum- Confect reizende Neuheiten nur genießb. Waare 1 Rifte Inhalt ca. 430 Std. 2,50 Mt. 1 Kiste Inhalt ca. 270 große Stücke 3 Mt. Hugo Lemke, gr. Siegfried Brock, Gollnowfir 10a. Anguststraße Nr. 91, part., Unfallfachen, Putz nahe der Oranienburger Straße. ausw. Bestellung. u. Alte Stiefeln, Reparaturen reell it. billig Naunynstr. 72, Runge.[ 1684b Arbeitsmarkt. 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Der Strassenat des Kammergerichts wies jedoch zeitungen zuzustellen, worin Sattler nach Berlin verlangt die Revision am 28. November als unbegründet zurück. Auch werden. In der Diskussion wurden die Angaben Börsch's bestätigt. das Zusammentreffen von Gewerkschaften im Walde sei eine Ferner führte man Klage über das Zwischenunternehmerthum( das öffentliche Versammlung. sogenannte Sackreißerwesen), bei dem sich der Arbeiter schlechter tehe als schon beim Fabrikanten, denn der Zwischenunternehmer Verstöße gegen das Vereinsgesetz scheinen jetzt, wenigstens soweit Arbeitervereinigungen in Frage kommen, denen Sozialdemokraten angehören, von den Behörden in Masse tonstruirt zu Der Prozeß gegen die Schuhmacher Hoffmann'schen zahle noch weniger. Es sollen solchen Zwischenunternehmern werden. Es vergeht faft feine einzige Sigung des Straffenats Eheleute wurde am Donnerstag fortgesetzt. Es werden noch Posten bis zu 500 Tornistern zur Lieferung übertragen worden des Kammergerichts, in der nicht mindestens eine„ Vereins- drei Beugen aus Plessa vernommen. Der frühere Gemeinde- sein, ohne daß vorher der Preis vereinbart worden wäre. Ueber die fache" oder„ Versammlungsfache" zur Verhandlung steht. Das vorsteher befundet, der Knabe habe erzählt, daß er bereits zehn Wunderlich'sche Fabrik wurde mitgetheilt, daß dort den Taschens Vorstandsmitglied Steiner der Graphischen Liedertafel zu Hannover Jahre bei den Zigeunern gewesen sei, welche zuletzt aus der arbeitern 5 Pf. pro Stück abgezogen worden seien. Börsch berichtete, daß follte es mit einer Geldstrafe büßen, daß das Statut des genannten Gegend von Berlin gekommen feien. Die 18jährige der Innungsmeister Conrad, Brunnenstr. 195, feinen 6-8 2rGesangvereins nicht der Polizei eingereicht war. Die Behörde Anna Schermer hat den Knaben wiederholt ausgehorcht, beitern neben Rost und Logis im Hause wöchentlich ganze 4,50 nahm an, daß der Verein eine Einwirkung auf öffentliche An- bevor Hoffmann in Blessa eingetroffen war. Der Knabe habe bis 5 Mt. Lohn zahle, was von einem Kollegen, der dort gearbeitet gelegenheiten bezwecke und deshalb§ 2 des Vereinsgefeßes auf zwar gesagt, daß er von Berlin mit den Zigeunern gekommen hat, u. a. mit dem Hinzufügen bestätigt wurde, daß die Arbeiter Thn Anwendung finde. Steiner ließ es auf die richterliche Ent- ici, er habe aber keineswegs zu erkennen gegeben, daß er irgend Nachts in demselben Raum schlafen müßten, wo sie des Tags scheidung ankommen und hatte das Vergnügen, vom welche lokalen Kenntnisse von Berlin gehabt. Der Zeuge über arbeiten; auch das Essen und die Reinlichkeit laffe zu Echöffengericht freigesprochen zu werden, in der Berufungs- Normann erklärt auf Befragen des Staatsanwalts, daß er wünschen übrig. Aehnlich schilderte man die Zustände anderer instanz unterlag er aber. Das Landgericht verurtheilte auf der Reise von Plessa bis Berlin mit dem Knaben gar Werkstätten. Ueber das Verhalten des Restaurateurs Stramm ihn zu 15 M. Geldstrafe. E3 nahm als festgestellt an, nicht gesprochen habe. In Berlin angekommen, sei er mit dem in der Ritterstraße gegenüber Sattlern, die dort logirten, daß die Graphische Liedertafel in Hannover nicht mur Knaben vorangegangen, weil Hoffmann sich geschämt habe, wurde be unzufriedenheit geäußert, wobei man die Frage das Ziel verfolge, durch das Mittel des Gesanges die sozial- fich mit demselben seines verkommenen Aeußeren wegen auf der aufwarf, ob es sich nicht empfehle, in Berlin ein Zentraldemokratische Gesinnung seiner Mitglieder zu erhalten und zu Straße sehen zu lassen. Verkehrslokal aller Gewerkschaften zu errichten. Schließlich wurde steigern, sondern auch bestrebt sei, auf die Mitglieder in der Beim Eintritt in die Hoffmann'sche Wohnung habe Frau Hoff zu reger Betheiligung an der am Sonnabend bei Bosch, Richtung einzuwirken, daß sie ihre Gesinnung insbesondere bei mann gefagt: Na, Karl, bist Du da?- Der Knabe habe ein- Alte Jakobstraße 83, stattfindenden Mitgliederversammlung den öffentlichen Wahlen bethätigen und Propaganda für die fach mit" Ja" geantwortet. Der Staatsanwalt weist den Beugen aufgefordert, und denjenigen Kollegen, die Mittheilungen über Sozialdemokratie machen. Das Kammergericht wies die Revision darauf hin, daß seine Aussage sich mit denen anderer Beugen Uebertretung der Sonntagsruhe einfenden, aufgegeben, dieses nicht, des Angeklagten mit der Begründung zurück, daß der Vorder- nicht vereinbaren lasse, worauf Normann erwidert, daß er sich wie in drei Fällen geschehen, anonymn zu thun gegenüber den richter feinen Rechtsirrthum begangen hätte, wenn er in betreff der Einzelheiten doch nicht genau auf sein Gedächtniß Kollegen, die öffentlich dafür einzutreten haben. auf grund obiger Feststellungen annabm, die Liedertafel verlassen könne. bezwecke eine Einwirkung auf öffentliche Angelegen heiten. Ganz unerheblich wäre es, durch welche Mittel die Einwirkung angestrebt wird. " Hoffmann wies darauf hin, daß diese nur eine passive Thätigkeit entwickelt habe, da der Ehemann auch gar keiner Unterstützung bedurfte. Er zweifle nicht daran, daß die Ehefrau Hoffmann freigesprochen werden würde. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Ehemann Hoffmann Die Marmor- und Granit- Arbeiter hielten am 4. De neun, gegen die Ehefrau sechs Monate Gefängniß. zember in Bubeil's Lokal eine öffentliche Versammlung ab, um Der Vertheidiger des Hoffmann, Rechtsanwalt Haafe, führte aus, zu einer bei der Firma Braun, Bergmannstraße, vorge Die Vorstandsmitglieder( Rievour und Ge daß er in der ganzen Sachlage ein Schauspiel nicht erblicken tommenen Lohnherabsehung von etwa 20 pCt. Stellung zu nossen) des Vereins aller im Transport- und könne. Gr müsse behaupten, daß die nur auf Judizien berubende nehmen. Da die Betheiligung der Arbeiter dieser Branche an Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter" Anklage durch die Beweisaufnahme hinfällig geworden sei. Der der Organisation sehr schwach ist und weil wegen der gegen in Halberstadt waren ebenfalls beschuldigt worden, den§ 2 des Vertheidiger weist auf die vielen Lücken hin, welche die Beweis- wärtig ungünstigen Konjunktur bei einem Streit die AusVereinsgefehes verletzt zu haben. Unstreitig waren von ihnen aufnahme übrig gelafien babe, es sei anzunehmen, daß Hoffmann den ständigen sehr bald durch andere Arbeitsfräfte ersetzt der Polizeibehörde weder das Mitgliederverzeichniß noch die Jungen für seinen Sohn gehalten habe und wenn der Gerichtshof werden würden, andererseits, weil Herr Braun den Statuten eingereicht worden, aus dem einfachen Grunde, weil annehme, daß Hoffmann dieses Glaubens gewesen sei, so falle damit Echleifern Zugeständnisse gemacht hat, mit denen fich fie sich dazu nicht verpflichtet hielten. bestritten, das Vergehen der Verschiebung des Personenstandes. diese vorläufig zufrieden geben, hielt die Versammlung ein Vor daß der Verein die Einwirkung auf öffentliche An- Rechtsanwalt Dr. Sch windt als Vertheidiger der Ehefrau geben gegen die Firma für aussichtelos, verpflichtete aber jeden gelegenheiten bezwecke. Vom Schöffengericht freigesprochen, Berufsgenossen, auch sein Theil zu dem Ausbau der Organisation wurden sie von der Straffammer verurtheilt. Diese fügte ihre beizutragen, um zu geeigneter Beit den Kampf mit den UnterEntscheidung auf folgende Feststellungen: Der Verein will nach nehmern aufnehmen zu tönnen. Der einzige Hauer der Firma, den Statuten die Arbeitszeit seiner Mitglieder möglichst verwelcher erklärte, unter feinen Umständen die Arbeiten zu dem fürzen, die Sonntagsarbeit beseitigen und außerdem bessere Löhne Der Angeklagte betheuerte in längerer Rede seine Unschuld reduzirten Lohnfaz herstellen zu wollen, soll, wenn er hierdurch erstreben. Hieraus folgerte der Berufungsrichter die Einwirkung und bat den Gerichtshof, sich in die Stimmung eines Vaters gr Arbeitsniederlegung gedrängt wird, so lange mit auf öffentliche Angelegenheiten. Die Revision der An- hineinzuversetzen, der sein Kind suche. 10 Mart wöchentlich unterstüßt werden, bis er andere geklagten wies der Straffenat des Kammergerichts am Bei der Urtheilsverkündigung erklärte der Vorsitzende, Land Arbeitsgelegenheit gefunden hat. Die hierauf vorgebrachten Be2. Dezember zurück. Die vom Landgericht festgestellten gerichtsdirektor Tenso, daß der Gerichtshof die Frage, ob ein schwerden über Mißstände in einer Reihe anderer Marmor. drei Aufgaben, welche sich der betreffende Verein Verdacht des Mordes gegen die Angeklagten vorliege, garnicht werkstätten sollen von einer dreigliedrigen Kommission geprüft gesetzt habe, seien ein Theil des sozialdemokratischen erwogen habe, da das Verfahren gegen dieselben dieferhalb ein werden. Weitere Beschwerden find ebenfalls an diese Kommission, Agitationsprogramms und somit gehöre der Verein der im geftellt sei. Festgestellt sei nun zweifellos, daß der Zigeunerjunge der Gerstenberger, Slipper und Langfavel an Transport und Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter" in nicht mit dem verschwundenen Karl Hoffmann identisch sei. gehören, oder an den Vertrauensmann Buchmann, Fidicinſtr. 38, Halberstadt unzweifelhaft zu den Vereinen, welche auf öffentliche Es sei nicht erwiesen, daß der Ehemann Hoffmann schon zu richten. In einer späteren Versammlung wird zu dem ReAngelegenheiten einwirken wollen. den Plan der Unterschiebung gehabt hatte, ดร er fultat. der Untersuchungen Stellung genommen werden. die Reise unternahm, erst in Plessa sei ihm der schiedenerseits wurde über Konkurrenz durch Beschäftigung von Plan gekommen, durch Anerkennung des Knaben die Gerüchte zu Gefangenen getlagt; die Unternehmer verfielen immer mehr auf zerstreuen, die wegen des Verschwindens feines Sohnes im Gange dieses Mittel und ruinieten damit den betreffenden ganzen Inwaren. Er mußte wegen Verschiebung des Personenstandes be- dustriezweig. straft werden. Der Gerichtshof habe eine Gefängnißstrafe von 6 Monaten für angemessen gehalten. Die Ehefrau sei mangels Beweises der Mitthäterschaft frei gesprochen worden. Otto und Genossen, die Vorsteher der Zweigstelle des Deutschen Steinarbeiter- Verbandes in Mayen, welcher seinen Sig in Rigdorf- Berlin hat, waren gleichfalls dafür verantwortlich gemacht worden, die Einreichung des Statuts und Mitglieder verzeichniffes unterlaffen zu haben. In diesem Falle bestritten die Angeklagten, daß die Zweigstelle überhaupt ein selbständiger Verein sei. Die Gerichte erkannten zu ungunsten der Angeklagten; das Rammergericht als Revisionsinstanz hielt sich an die Feststellung der Strafkammer, daß hier eine selbständige Zweigstelle eines Aus Hamburg wird berichtet: In dem Prozeß gegen die Vereins vorliege, der auf öffentliche Angelegenheiten einwirken Fälscher von Eisenbahn- Fahrkarten wurde die Angeklagte Bernwolle. Aus diesem Grunde erklärte der Straffenat auch den hardt freigesprochen; Ganske wurde zu 5 Monaten, Rubhas zu Borsteher der Zweigstelle für verpflichtet, gemäß§ 2 des Vereins: 3 Monaten, Wilfe zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt, Hupfeld gesetzes Statuten und Mitgliederverzeichniß der Ortspolizeibehörde zu 2, Jahren Zuchthaus und 3 Jahren Ehrverlust. einzureichen. Soziale Rechtspflege. Boziale Mebersicht. Ver Schöneberg. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein wunde am 2. Dezember über Punkt 6 des sozialdemokratischen Programms: Ertlärung der Meligion zur Privatsache", diskutirt. Alle Redner bekannten sich als Gegner der Religionsgesellschaften und empfahlen zum theil den Austritt aus der Kirche, hielten aber die Fassung jenes Programmfazes für zweckentsprechend. Bum Schluß forderte der Vorsitzende die Genossen auf, angesichts der polizeilichen Maßnahmen gegen die Berliner Organisationen mit verdoppeltem Eifer für unsere gerechte Sache cinzustehen, und schloß mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie die Vers fammlung. Verein der Bauauschläger Berlins und Umgegend. Versammlung am Sonntag, den 8. Dezember, vormittags 10% br, bei Buête, Grenadierftraße 33. Freie Vereinigung der Händler Berlins. Sigung am Freitag, abends sy uhr, Aderftr. 145 bei wiyet. Arbeiter- Bildungslehjule. Unterricht am Freitag. Südost- Schule, Waldemarfir. 14: Rede- Uebung. Nord- Schule, Müllerstr. 179 a: Genutung der Bibliothek und des reichhaltigen Beitschriftenmaterials schon vou Lefe und Diskuti klub Aufklärung. Freitag 9 Uhr bei Ferger, Sebastianstr. 72. Arbeiter Söngrebund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Paferalferstraße 8. Alle Aenderungen im Vereinsuhr an geöffnet. ſchichte. Beginn 9 Uhr, Schlup 103 Uhr. Die Schulräume find zur BeAdalbertstr. 21 bet Moll. Raiser'scher Männerchor. Echönhauser 21ffee 28, bei Stelle. Arbeiter Gefangverein Nord, Usedomstr. 33 bei Gewerbegericht. Wegen Kontrattbruch 3 machte Das Betriebsamt des Londoner Grafschaftsraths, das der Beleuchtungs, Wasserleitungs- und Heizungstechniker bekanntlich gegründet worden ist, um den King der KontraftBlankenburg gegen den Inhaber des„ Deutschen Bolts- Theaters" Unternehmer zu durchbrechen, bewährt sich immer mehr. Soeben ( Belle- Alliance Theater), Herrn Maurice, einen Entschädigungs- ist ein neuer Bericht desselben erschienen, mit bezug auf 27 Arbeitsaufträge, die das Amt ausgeführt. Die Kosten für schloffen, der ihn bis zum 1. Mai 1896 verpflichtet, indessen veranschlagt, tamen aber in Wirklichkeit nur auf 119 166 Pfund s aufpruch geltend. Der Kläger hatte mit M. einen Bertrag ge diese Aufträge waren im ganzen auf 122 561 Pfund Sterling aber auch einige Bestimmungen enthält, nach welchen unter ge: Sterling, sodaß der Grafschaftsrath über 3000 Pfund profitirt hat. wissen Voraussetzungen die Lösung des Engagementsverhält nisses früher erfolgen kann. Blankenburg behauptete, daß Dabei ist aber noch zu bemerken, daß beim Abschlüssen mit Lieferungser feinerlei Anlaß zu seiner kürzlich erfolgten Entlassung unternehmern oft auf allerhand Vorwände oder Vorkommnisse hin gegeben habe, und beklagt es, nach 24jähriger Thätig noch Nachbewilligungen gemacht zu werden pflegen, so daß in Wirk- talenter find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelfir. 49, D. 2 Dr. Feritag. feit im betreffenden Theater wie ein Verbrecher rausgeschmissen lichkeit der Vortheil der Ausführung der Arbeiten in eigener Biegie et ungsunde Aber de 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. 6oftegia, worden zu sein". Der Beklagte legte im ersten Termin dem ein sehr viel höherer ist, trotzdem der Grafschaftsrath nur Gerichtshof eine Quittung vor, die lautet: Meine Gage bis Prima- Material verwendet, die höchsten Gewerkschaftslöhne zahlt zum heutigen Tage inklusive von der Direktion des Belle- Alliance- und nur erst zum theil die nöthigen Betriebsanlagen besitzt. Diesen Thatsachen gegenüber konnten selbst die Gemäßigten" Theaters( Deutsches Volts- Theater) empfangen feine weiteren Ansprüche mehr an die Direktion im Grafschaftsrath nicht mehr mit den alten Redensarten entzu haben bescheinige Quittung in dieser Form zur Unterschrift vorgelegt erhalten zuur bank ihrem zügelnden Einfluß das Betriebsamt jest fo haben, indem er behauptet, daß beim Unterschreiben nur der erste erfolgreich arbeite. Nem das Verdienst gebührt, ist aber für die Theil des Inhalts bis zum Worte empfangen", womit die Sache, auf die es ankommt, gleichgiltig, und diese ist die zweite Beile abschließt, auf dem Papier enthalten gewesen sei. Emanzipation der Gemeinschaft vom ausbeutenden Zwischen Er hätte, meint er, sonst nicht unterschrieben, da ihn erst furg vorher ein Rechtsanwalt vor dem Unterschreiben so weit gehender Quittungen gewarnt habe. Er will sich vor der Abgabe der Unterschrift den Wortlaut genau angesehen haben. Der Vorfizende ließ die Angaben des Klägers protokolliven und der die Berichte sind nur auf einer, nicht auf beiden Seiten des Papiers, und mit Tinte, nicht mit Bleinift zu schreiben. Zwischen den Zeiten in Gerichtshof beschloß, den Eekretar Caßmann darüber zu genügend Na um zum forrigiren zu laffen. Der Versaffer hat feine Caßmann bezeugte vernehmen, ob dieselben richtig seien. vollständige Adresse anzugeben. - und " Typographia, Gesangverein böter Buchbinder Wännerchor. Holzmarttir. 3 bei Deter. Gefangver. Ma iglöd chen 1, Sindewei fir. 26 b. Eachs.- Gemüthlichkeit, Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Berliner Buch diucher und Schriftgießer, Gohn's Restaurant( großer Saal). Beuthstr. 20. Gefangverein heingold, Weinstr. 11 bei Feind. Blankenburg." Der Kläger bestritt, die gegentreten, und so suchten sie jetzt die Sache so hinzustellen, daß Naunynstraße 86 bet Fritz Zubell. a. S., Mergerts Gesangverein Melodia, Rigdorf, Bergstr. 162 bet abomas. Iris, Brandenburger Männer Gefangverein in Brandenburg a. Boltsgarten, Freie Liebertafel, Große Frankfurterstraße 74 Mordwacht, Chauffeeftr. 72 bet Meißner. unternehmer. Versammlungen. Bergfiraße. bei Breuer. dreie sänger, Ecmargendorf, Warnemünderstraße bei M. Schulze. Arbeiter= = Gefangverein Gängertreis( Weißensee), Weißenburger faße mb Sedanstraßen- Ecke bei Brennert. Loreley, Shine tbalefiaße 4 bei hämmerling. Lustige Sänger, Potsdam, Brantenburger Kommunikation 16 bei Glafer.- Bieber'fcher Männer= chor, Rofcuttalerstr. 67 bei einau. eselligkeit, Hennigsdorf. 96hmert's Gasthaus. Orante, Weißensee, Langhansstr. 187 bei . Busch. Gefangverein Vereinte Sangesbrüder, Meabit, Berbergerfiraße 28 bei Hermerschmidt. Cangerveretu Sorgen fret, dmiralftraße 18 c, Märkischer Hof. Gangesfreund, Tragonerstr. 32 bei Samilowsky. Gefangverein Wachtauf I, Wörther= rabe 19 bei Schmidt. Gefangverein Treu und Ginigteit. im neuen Zermin nach eindringlicher Verwarnung unter seinem In der öffentlichen Sattlerversammlung am 4. Dezember trdorf, Prinz Handjerystraße Nr. 58 bei Meden. Gefangverein Eide, daß er die Quittung Bl. so vorgelegt habe, wie sie jetzt berichtete Börsch über die Situation des Streiks bei Frohlinn, Rummelsburg, Göthestraße, Geke Santstraße, bei Mertens. Gesangverein der Metallarbeiter( Dit), Blumenstr. 46. sei. Hierauf wurde der Kläger abgewiesen, weil nach dem Scholz Nachfolger, daß die Ausständigen sich das Celang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein beeideten Zeugniß des Sekretärs angenommen werden müßte, Versprechen gegeben haben, trotz der geringen Unter- wedding, Abends 8% 11hr, bei echäfer, Steue Bochitraße 49. Gesangs daß Blankenburg auf alle weiteren Ansprüche an den Beklagten ftüßung und troß des bevorstehenden Weihnachtsfestes nicht verein ilaria, abends 8 Uhr, Sibung Blumenftr. 46 bei Tomaschen. Karthaus'fcher Gesangverein. Nebungsfuumbe: abends 9 1hr verzichtet habe, Maurice beabsichtigt, wie er im ersten Termin zu wanten, sondern auszuhalten bis zum Siege, der bei Wiedemann Blumenstr. 38. Sitherffub Alpengruß"( Direktion aussprach, gegen Blankenburg wegen öffentlicher Beleidigung nach Lage der Dinge nicht allzu fern sein könne. Wie man in A. Woltewig), bei G. Gomoll, Waldemarfir. ss, abends 9 Uhr. , gegen Privats vorzugehen. Erfahrung gebracht habe, arbeiten jetzt bei Scholz Nachfolger Theaterverein Grescendo, 9 Uhr, bet Schulz, Bubuferir. 85. Ber 5 oder 6 Kollegen; 20-30, oft noch mehr, kämen täglich dorthin, nigungsverein husnelda, abends sy nhr, bet Bubeil, Liubenfir, 106, Musikverein Hoffnung( D), abends von 9-11 Uhr, Nebungsjunde um nach Arbeit zu fragen; nach Rücksprache mit den Streifenden Große Frankfurterfiraße 183 bei Gold. Tambourverein Freiweg. hätten sie sich aber bisher faft immer mit diesen solidarischebungsfiunde bei Oberschmidt, Weinbergsweg 11. Zitherflub Waldrose, Gine öffentliche Versammlung unter freiem Himmel erklärt. Weiter theilte Börsch mit, daß eine Vereinbarung der abends& Uhr, Wanteuffelstr. 86, Parterre Restaurant.- Berein Grüné Tanne, abends 9 Uhr, bet Kaiser, Martusfraße 8. Bergnügungsverein einberufen zu haben, ohne im Befige der erforderlichen schrift Fabrikanten zu bestehen scheine, den Ausständigen die Unter- Im Brand, Sigung abends 9 Uhr bet Feind, Weinftr. 11. lichen Genehmigung der Ortspolizeibehörde gewefen zu sein, tügungsquelle abzuschneiden. In den letzten Tagen habe man in verein der Bauanfchläger Berlins, abends 9 Uhr bot J. Bernau, Rofenthalerstr. 57. Bitberklub Frobfinn, abends 8% br bet Reich, wurden seinerzeit die Genossen Stigti und Paasch angeklagt. verfchiedenen Militäreffekten- Fabriken Arbeiter entlaffen oder die Blumenfir. 32. Gäſte willkommen. in Diefelben hatten die Gewerkschaften Hannovers zum 2. Pfingst- Arbeit aussetzen lassen, während der Provinzial Turnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes. feiertage nach einem Plate im Walde eingeladen, welche Ein- presse Sattler für dauernde Beschäftigung nach Berlin Jeben Dienstag und Freitag, abends von 8-10 hr: 2. Männerabtheilung -4. Männerabtheilung Stephanstraße 3.- 5. Männers ladung auch befolgt worden war. würden. Die Angeklagten wurden gesucht Diese etaligerstraße 55-56. Praktik fet um so schärfer abtheilung Ackerstr. 67. 1. Lehrlingsabtheilung Friebenitv. 87. wegen Verstoßes gegen die§ 9 und 17 des Vereins zu rügen, als die gute Geschäftskonjunktur nur furze Zeit währe. 3. Lehrlingsabtheilung Bocchstraße 27. Damenabtheilung Marianne= Turnverein Gesundbrunnen. Die erste Männergesetzes zu Geldstrafen verurtheilt. In der Revision gegen Auf der einen Seite mache man steuerzahlende Bürger Berlins ufer 1a. Abend Abtheilung turnt heute sie besonders her- arbeitslos und schwäche dadurch die Steuerkraft der Gemeinde, balle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.von 8-10% Uhr in Der Turns das Urtheil der Straffammer hoben Kraft und Artisten vor, daß, wenn die Zusammenkunft im Walde schon als Ber- und auf der anderen Seite ziehe man von auswärts Arbeiter tub Berolina. Jden Dienstag und Freitag Nebungsstunde bei Grüßner, fammlung angesehen werde, dieselbe doch nicht als öffentheran, die hier die Löhne drücken und, wenn sie während Waldemarstr. 42. Kraft Turnverein Soffung, abends von 9-11 the bei Mowat, Manteuffelstraße 9. flauen Geschäftszeit liche Versammlung gelten tönne, denn es feien der Einladung der arbeitslos sind, schließlich Jugend- Athletentlub Junge Kraft" der übt jeben Montag und Freitag, abends von 8X- 10 ur, bet Bidert, etalls nur Mitglieder von Gewerkschaften gefolgt. Die angezogenen Kommune zur Last fallen. Pörfch forderte dann die Kollegen Gerichts- Bettung. schreiberfir. 18.& äfte wiatemmen. " Gefang Arm und Reich. Der Arbeit ABC. Bilderbuch für große und kleine Kinder auf geklärter Eltern. 27 farbige, 5 schwarze Bilder. Erzählungen, Gedichte, Spiele 2c.( Groß Quart format.) Gegen 60 Pf. in Briefmarken franto. 50 Pf. Wiederverkäufer erhalten Kataloge gratis und franko. Rabatt. 1685b A. 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