Morgenausgabe Är.355�, AlsTj��rflans Wöchentlich 8! Pfg, monatlich 8,#0Bt im oorau« zahlbar, Postbezug 4,32 St einschl. Bestellgelb, Lu»lanb»abonne- ment 6,— St pro Monat. * Der.Bonvärt»* erscheint wochentig- lich zweimal, Sonntag» und Montag» einmal, dieZlbendau»aaben für Berlin und im Handel mit dem Titel»Der Abend", Illustriert« Beilagen.Lolt und Zeit" und.ilindersreuno". Feiner „Unterhaltung und Wissen",„Frauen- stimme",„Technik", ,Sli4 in die Bücherwelt" und.Jugenb-Lorwört»". P- Berliner Vottsblatt Sonntag 29. Zuli 2928 Groß-Äerlin 15 pf. Auswärts 20 pf. Die e t n) p a 1 1 i g e Nonpareillezeile 80 Pfennig. Reklame�eile 5.— Re chs» mark.»Kleine Anzergen" das fettg�. oruckte Wort 25 Pfennig lzuläffig zwei fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort Pfennig. Stellengesuche das erste Wort 15 Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigenannahme im Hauptgeschäft Linden- s:raße3. wochentögl. von&/2 bis 17 Uhr. Jentealorsan der SozialdemoSvattschen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhosf 292—297. lelegramm-Adr.: Sozialdemokrat Berli» Vorwärts-Verlag G.m.b.H. Postscheckkonto: verlin 37 bSS.— Vankkonto: Bank d«r Arbeiter,»»gestellten »nd Beamte» Wallstr. W. Dttkonto-Gesellschast, Depositenkasse Lindenstr. L Besatzungszwischenfall beigelegt? Kreundschastliche Aussprache zwischen Hoesch und Berthelot. Paris. 28. Juli.(Eigenbericht.) Der deutsche Botschafter in Paris v. Hoesch hatte aur Sonnabend im Auftrage der Reichsregierung eine längere Unterredung mit dem Generalsekretär des franzS- fischen Auswärtigen Amtes Berthelot über das von dem französischen Rheinlandkommissar gestellte Ans» liefernugsbegehren. Die in aller Offenheit ge» führte Unterredung ergab in bezug aus die Behandlung der Angelegenheit eine erfreuliche Ueberein- ft i m m n n g. Wahrscheinlich wird Frankreich auf die Auslieferung gegen das Zugeständnis einer o b- jektiveu Verfolgung der Angelegenheit durch die deutschen Gerichte verzichten. Ein entsprechender Vorschlag ist der französischen Regierung von deutscher Seite gemacht worden. » Damit ist e n d l i ch der einzige richtige Weg beschritten worden, der Aussicht hatte, zu einer schnellen Beilegung des peinlichen Zwischenfalls zu führen. Wir haben auf diesen Weg bereits am Donnerstag früh' hingewiesen, ebenso auf den naheliegenden Vorschlag, daß eine strafrechtliche Ver- folgung der Täter durch deutsche Gerichte erfolge. Eigentlich hätten die zuständigen Stellen von sich o u s s chon längst auf diesen Gedanken kommen sollen. Aber selbst nach der Anregung des„Vorwärts" sind volle 48 Stunden oerstrichen, ehe man die Diplomatie m Bewe- gung setzte. Diese vermeidbare Verzögerung hat den natio- nalistischen Kreisen die Möglichkeit zur Entfaltung«wer wahnwitzigen Hetze gegeben. Es hat also an Initiative und politischem Fingerspitzen- gefühl im Auswärtigen Amt gefehlt. Man wird für die Zu- kunft für eine straffreie politische Regie auch in Urlaubs- zeiten sorgen müssen, damit nicht aus einer beliebigen Ba- gatellfache über Nacht eine europäische Sensation wird, mit der man die halbe Welt verrückt macht, während sie durch eine halbstündige Aussprache zwischen Diplomaten mit Leichtigkeit aus der Welt geschafft werden könnte. Einspruch gegen Moselbrückenbau zurückgezogen. Köln. 28. IuL. Di« Gemeinde Zeltingen(Mosel) baut zurzeit eine Straßen- brücke über die Mosel, die lediglich den örtlichen Verkehrsbedürs- nisten dienen soll. Eich« Mai war auf Betreiben der B«- satzungsbehörde aus Mainz an die Gemeinde die Anordnung ergangen, den Bau der Brücke einzustellen, bis von dem Militärausschuß in Versailles die Entscheidung darüber getroffen worden sei. ob die Brücke gebaut werden dürfe. Nunmehr ist nach langwierigen diplomatischen Verhandlungen das Bauverbot der obersten französischen Miltärbehöide zurückgezogen worden, so daß mit dem Bau der Brücke svrtgesahren werden kann. Washingtons China-Sensation. Die Mächte am Scheidewege: Machtpolitik oder Verständigung? Durch den überraschenden Schritt der a m e r i k a n i- s ch e n Regierung, die einen neuen Zolltarifoertrag mit der Nanking- Regierung unterzeichnet hat, ist die Front der fremden Mächte völligdurchbrochen. Dieser Vertrag stellt nicht nur die erste faktische Anerkennung der chine- fischen Nationalregierung dar, sondern er bedeutet auch einen entscheidenden Schritt in dem Kernproblem der Revision der englischen Verträge. Von den übrigen Mächten war bisher nur Japan in schärfster Form gegen die Nanking-Regierung vorgegangen, indem es einerseits die Zurückziehung der Kündigung der alten Handelsverträge forderte, andererseits die nach Mukden geflüchtete nordchinesische Regierung des Marschalls Tschangtsueliang(Tschangtsolins Sohn) offen in ihrem Kampf gegen Nanking unterstützte. England, �rank- reich und die anderen Mächte, die in China Vorrechte besitzen, hielten sich zunächst zurück und verließen sich einstweilen auf den japanischen Imperialismus. Die Vereinigten Staaten stehen nun feit jeher in latentem Gegensatz zu Japan im fernen Osten und im ganzen Stillen Ozean. Sie haben daher stets eine chma- freundlichere Politik befolgt als die übrigen Machte. Die Festsetzung Japans in der Mandschurei hat starken Un- willen in Amerika hervorgerufen. Schon das allein erklart zur Genüge das überraschende Vorgehen der Washingtoner Regierung. Außerdem aber sichert sich Amerika durch seine Initiative einen starken wirtschaftlichen Bor- sprung im neuen China. Das ungeheure, durch den Bürgerkrieg völlig zerrüttete und verarmte Land, das aber an natürlichen Schätzen so reich ist, braucht viel Geld sur seinen Wiederaufbau. Washington hat die Situation klar er- kannt und glänzend ausgenutzt. Sein neuer Vertrag mit Nanking bedeutet nicht nur einen schweren diploma- tischen Schlag für seinen alten Ri v a l e n I a pa n, sondern eröffnet auch dem amerikanischen Kapital ungeheure Perspektiven. Die übrigen Mächte werden sich nun entscheiden müssen: sie müssen entweder dem japanischen Beispiel der Gewalt oder dem amerikanischen Beispiel der Freundschaft folgen. Das japanische Vorbild de- deutet das Festhalten an ungerechten und auf die Dauer un- haltbaren Vorteilen, zugleich aber das Risiko schwerster imperialistischer Konflikte. Das amerikanische Vorbild bedeutet den Verzicht auf eine Vormundrolle und auf Aus- beutungsprivilegien. aber eröffnet Aussichten auf eine fried- liche und daher für alle gewinnbringende Epoche der Konsoli- dierung des neuen Ehina. Kein Zweifel daran, daß die europäischen Westmächte. wenn auch schweren Herzens, es vorziehen werden, dem gaterUaBÜch�u Beispiel zo folgen. Die kaum verhüllte Wut der Japaner über den amerikanischen Schritt bewefft, daß sie sich plötzlich isoliert fühlen. Das Kartengebäude des japanischen Imperialismus droht zusammenzubrechen. Zu alledem kommt hinzu, daß das japanische Volk selbst gegen die Machtpolitik der Regierung Tanaka zu rebellieren be- ginnt. Die starke oppositionelle Miniseito» Partei erläßt scharfe Entschließungen gegen die abenteuer- liche Ehinapolitik der jetzigen Machthaber in Tokio. So wird die Kuomintang auf der großen Partei- konferenz, die am 2. August in Nanking zusammentritt und die eine Art Nationalversammlung des neuen China bilden wird, mit stolzen Erfolgen aufwarten können: die militärische Eroberung und Vereinheitlichung ganz Chinas mit Ausnahme der Mandschurei und die Anerkennung als gleichberechtigte Macht durch den stärfften und reichsten Staat der Welt! Chinas Unabhängigkeit zur Wirklichkeit geworden. New Vor?. 27. Juli. .„Herald Tribüne" bemerkt anläßlich der Unterzeichnung des Vertrages zwischen Amerika und Ehina, daß dieser Schritt die Hallung der anderen Mächte beeinslusten müste, denn er verwandle die Unabhängigkeit Chinas aus einem schattenhaften Begriff in vielversprechend« Wirklichkeit. Japans Vorgehen gegen Nanking. pari», 28 Juli. Di« Agentur Jndo-Pacisiqu« meldet aus Schanghai: Der japanische Ministerpräsident hat den japanischen Konsulaten Anweisung gegeben, sich der Anwendung der neuen nationalistischen Vorschriften zu widersetzen. Er erklärte, daß Japan e« sor- mell ablehne,«in SScrsahren zuzulaffen, das es als illegal ansehe, und daß es kein« Verhandlungen wegen Revision des Ver- träges aufnehmen werde, solange die nationalistische Regierung nicht durch Anerkennung der Gültigkeit des Bertrages für weitere zehn Jahre wieder zur Verminst gebracht worden sei. Es sind Jnstruk- tionen ergangen, durch die die Japaner in China gegen die natio- nalistischen Maßnahmen geschützt werden sollen. Metallarbeiter! Wählt Liste A! ■ Heute von 8-2 Uhr Wahl der Delegierten I zum Hamburger Gewerkschaftskongreß] M Liste A Amsterdamer Richtung ListenffOhrer Janitschke Ablenkungsversuche. Die Krise der Rechten soll verdeckt werden. Die Deutschnationalen samt ihrem Anhang, die Vater- ländrschen Verbände«nd die Völkischen aller Richtungen haben zwei Tage lang„nationale Opposition" ge- spielt. Sie sind zur Zeit der Regierung Hergt-Keudell- Schiele-Kocb etwas aus der Uebung gekommen und halten sich nun schadlos. Wie das dröhnt und sich überschlägt! Reichstagseinberufung, Mißtrauen gegen die Regierung, Reichstagsauflösung— vielleicht noch ein wenig„nationale" Diktatur gefällig? Die Herrschaften suchen an Markigkeit des Auftretens und an Kraft der Sprache nachzuholen, was sie in der Zeit des Rechtsblocks versäumt haben. Den Vorwand zu ihrem Gelärm hat das Ausliefe- rungsverlangen der französischen Besatzungsbehörde abgegeben. Dies Verlangen ist ein Fall für sich, und der deuffchnationale Lärm ist wieder ein Fall für sich. Das Ver- langen ist einer jener militärischen Versuche, den Bemühun- Sen um Verständigung und Rheinlandräumung Schwierig- eiten zu machen. Der Versuch wird enden wie alle derarti- gen Versuche— die Diplomatie muß einrenken, was die Militärs entzwei gemacht haben. Die diplomatischen Besprechungen über das Auslieferungsverlangen sind in Paris aufgenommen worden, wie man hört, besteht auf französischer Seite der gute Wille, die Angelegenheit zu bereinigen. Die Dinge nehmen ihren normalen Verlauf, wie in Hunderten Fällen zuvor. Schließlich haben in den neun Jahren des Rheinlandabkommens alle deutschen Regierungen reichliche Erfahrungen im Umgange mit den Besatzungsbehörden und im Unterscheiden zwischen militärischem Willen und politi- schem Wollen gesammell. Es hat keine deutsche Regierung gegeben, die nicht in die Notwendigkeit versetzt worden wäre, ihre Würde und die Freiheit ihrer Staatsbürger zu ver- teidigen gegen unerträgliche Zumutungen französischer Mili- tärs, die den Buchstaben des formalen Rechts mißbrauchten. um die Verständigung zu stören. Es ist in zahlreichen Fällen so geschehen, ohne großes Aufheben und ohne Lärm. Der Gedanke, daß es erst einer„nationalen Opposition" bedurfte, um eine Regierung an ihre selbstverständliche Pflicht zu er- Innern, kann nur im Hirn verblendeter politischer Geschäfte- j macher im nationalistischen Lager enffpringen. Das ist eben der Unterschied gegenüber den Deutschnatio- nalen: das Nationale versteht sich für uns von selbst: für sie nur, wenn damit ein innenpolitisches Geschäft gemacht wer- den kann. Ihr nationales Gewisien regt sich erst, wenn die Möglichkeit zur Hetze gegeben scheint, versteht sich, nicht gegen den„Erbfeind", sondern gegen die verantwortlichen Politiker des eigenen Landes. Sonst— schweigen alle Flöten. Wo waren die Herrschaften von der aus sanftem Schlummer plötzlich erwachten„nationalen Opposition", als der sozial- demokratische Reichstagspräsident Löbe auf dem Wiener Sängerfest der in den Millionen der deutschen Bevölkerung verankerten Forderung nach dem Anschluß Deutsch- Österreichs beredten Ausdruck gab? Da drückten sie sich beffeite, widerwillig registrierten ihre Zeitungen die Tatsache der Rede Löbes, und einige unterschlugen sie ganz. Ein So- zialdemokrat verlieh dem Willen nach nationaler Einheit Ausdruck? Kein Geschäft zu machen für die„nationale Oppo- sition", keine Gelegenheit zu jener widerlichen Hetze, auf die sich die„nationalen" Herrschaften so gut verstehen. Wo war ihr nationales Gewiflen? In einem ausgesprochenen deutsch- nationalen Iunkerblatt konnte man lesen: Anschluß Deutsch- österreichs bedeutet Stärkung der Sozialdemokratie und des Zentrums, also Bedenken, Bedenken! Das ist ihre wahre„nationale" Gesinnung! National sein heißt für sie verlogene innerpolitische Hetze gegen republi- kanische Parteien und Regierungen treiben— auf Kosten der wahren nationalen Interessen des deutschen Volkes. » Das Gelärm der Deutschnationalen, Baterländischen und Völkischen ist inszeniert worden von der Nachrichtenagentur und der Presse des Herrn Hugenberg. Zu welchem Zweck, das bedarf keiner besonderen Erörterung, wenn man sich die Situation der Deutschnationalen vor Augen führt. Ihr Haus steht in Brand, die Versuche, dos Feuer zu dämpfen oder zu verbergen, sind mißlungen, die hellen Flammen schlagen durchs Dach. Der Ausschluß Lam- bachs hat die innere Krise der Deutschnationalen auf den Höhepunkt getrieben, die heftige Diskussion zwischen denen um Hugenberg und denen um Lambach wirkt un- geheuer aufklärend. Das wahre Wesen der deutschnationalen Partei, die geheimen treibenden Kräfte in ihrem Innern, die Risse in ihrem Gefüge werden schonungslos öffentlich bloß- gelegt. Oeffentlichkeit aber bedeutet Zwang zur Wahrhaftigkeit. und jeder Kampfartikel der feindlichen Parteifreunde bestätigt die Richtigkeit der Anklagen, die wir gegen die deuffchnatio- nale Partei erhoben haben. Herr Hugenberg, der mit einer kleinen„nationalen" Hetze die Blicke der Oeffentlichkeit von der Krise der Deutsch- nationalen abziehen möchte, ist in diesem Kampfe zum Vor- kämpfer und Symbol des brutalsten Klassencgoismus des Großbefitzes geworden. Aus den Reihen der Deutschnatio- f nalen selbst erklingt gegen ihn der Kamofruf: Fort mit den soziolreaktionären Hügenbergschen Machtgelüsten! Es ist nicht nur Feindschaft, was aus den Kundgebungen derer um Lambach gegen die Hugenberg und Bang spricht! Es ist ch a ß, geboren aus der fchmer�baften Erkenntnis enttäuschter Gläubiger, daß ihr politisches Bekenntnis zur deutschnatio» nalen Partei den Klasseninteressen des Großbesitzes zugute kommt, daß sie politisch ausgebeutet werden, daß sie in einer Gesellschaft sind, die ihnen das Recht zu mon- archistisch-konservativer Schwärmerei für die„Bolksgemein- schast" gibt, den anderen aber die Stärkung von Reichtum und Macht� Diese Erkenntnis bleibt nicbt auf die deutschnationalen Angestellten um Lambach beschränkt. Der Brand hat die gesamte Rechte ergriffen. Der Protest der christlich organisierten Gewerkschaften gegen die politische Aus- beutung von Arbeitern und Angestellten durch die söge- nannten Volksparteien tritt kräftig bervor in der Deutschen Volkspartei wie in der Bayerischen Volkspartei. Es ist die Krise der sogenannten ,.Volks"parteien und des verwaschenen und verkleisternden Gedankens der„Volksgemeinschaft", die auf der Rechten hervorbricht. Die Klassengegensätze sind stärker als der ideologische Kleister, der die verschiedensten Interessengruppen in diesen Parteien bisher beieinander ge- halten hat. Je mehr das Monarchische zum alten Gerümpel geworfen wird und je deutlicher die Verlogenheit der..notio- nalen" Demagogie hervortritt, um so schärfer wird sichtbar, wem die„Volks"partcien gedient haben. Eine bedeutsame 'Krise im deutschen Parteiensystem! Es hat seinen guten Sinn, daß f>err Hilgenberg durch eine nationalistische �etze gegen die Regierung Müller die Gehirne der rebellierenden Proletarier in den Rechtsparteien wieder einnebeln will! Die �etze hat ihre Blicke getrübt, hat sie von klarer Erkenntnis und politischer Entscheidung nach Maßgabe ihrer Klasseninteressen abgezogen, die Hetze soll sie wieder einsangen! Die Hetze ist die einzig? psycholo- gisihe Kraft, auf die der Vorkämvfer des krassesten Besitz- organismus seine Hoffnungen setzt. Aber jetzt— ist der Augenblick da, wo diese Kraft versagt. » Die rebellierenden christlich-nationalen Arbeiter und Angestellten pochen auf die Macht ihrer ge- werkschafllichen Organisation gegenüber den sozialreaktio- nären Tendenzen in den sogenannten ,.Volks"parteien. Ihr Kampf ist Klassenkampf. Damit ist aber nicht gesagt, daß sie nun über Nacht zur klaren Erkenntnis ihrer Klassenlagc ge- langt wären, noch viel weniger darüber, daß ihr voliti« s ch e s Wollen nun auf Usberwindunq der Klaffengegen- fötze abziele. Weil sie gegen die soziale Reaktion aufbegehren und sie mit Namen nennen, sind sie noch lange keine Sozial- demokraten. Was wollen sie? Die Kundgebung eines deutschnationalen Angestellten- ausschusses zum Ausschluß Lambachs zeigt als Ziel: Er- Haltung der deutschnationalen Partei als„D 0 l k s"partei, in der deutschnationalen Partei ausreichende n"R a u m für die Betätigung christlich-nationalek Männer und Frauen, die auf Grundlage des Gleichgewichts zwischen Ka- pital und Arbeit den sozialen Volksstoat bauen helfen wollen. Es ist der Traum non der Harmonie zwischen Kapital und Arbeit, an der sie sich klgmn'ern. Sie wollen zurück in die alten Illusionen von der Bolksgemeinschnst, in der es nur gegenseitiges Verstehen, aber keinen Klassenkampf gibt. Da Herr Hugenberg durch seine klassenkämoferische Offensive dos Märchen von der deutschnationalen..Bolks"partei zer« ftort hat. wollen sie es wiederherstellen. Ihr Ziel ist ein ge- sellscbaftlicher Ruhezustand, die Konservierung der Stellung der Klassen zueinander, obwohl ihnen Herr Hugenberg eben erst bewiesen hat. daß diese Illusion sie zum politischen Aus- beutungsobjekt für den Großbesitz macht. Klassenkampf in den Rechtsparteien. Rebellion der Ar- bester und Angestellten, die diesen Parteien bisher gefolgt sind, aber mangelnde politische und soziale Erkenntnis der Aufbegehrenden— das ist die Lage rechts von der Sozial- demokratie. Die rebellierenden Schichten sind in einem poli- tischen und geistigen Gärungsprozeß. Die Illusionen die sie bisher an bürgerliche Parteien gekettet haben, wanken. Es versteht sich von selbst, daß die Sozialdemokratische Partei den großen propagandistischen Aufgaben, die diese Situation ihr stellt, gerecht werden wird! Randbemerkungen Wilhelms II Zum S0. Todestage Bismarcks am 30. Juli 1028. Die Randbemerkungen, mit denen der zweite Wilhelm die Akten, die durch sein« Hönde gingen, zu versehen pflegte, bilden in ihrer Geistlosigkeit, ihrer Selbstüberschätzung und dem vielsoch darin bc- liebten Gossenton eine besondere Eigenart der verflossenen Majestät. Wenn nun hier im. Anschluß an den 30. Todestag Bismarcks einige bisher unbekannte, in der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes befindliche Randbemerkungen mitgeteilt werden, die eine Kritik der Politik und Person Bismarcks entholten und in denen jedes Wort von dem grenzenlosen Dünkel des Gesalbten des Herrn zeugt, jo darf dabei nicht außer Acht gelassen werden, daß Bismarck selbst ein voll gerütteltes Maß. von Schuld an diesem wilhelminischen Dünkel trägt.' Denn während vor allem die Kronprinzessin, die spätere Kaiserin Friedrich schon frühzeitig die enggezogencn geisti- gen Grenzen ihres Erstgeborenen erkannte und ihn demgemäß auch beurteilte, erblickte Bismarck, skrupellos, wie er immer war, in ihm ein gefügiges und brauchbares Werkzeug, um sich darin ein Gegengewicht gegen das tödlich gehaßte Haus des Kronprinzen und die darin vertretenen liberalen Anschauungen zu schassen. Auf Betreiben Bismarcks wurden daher schon dem jungen und unreifen Menschen, über den Kopf seines Vaters hinweg, der aus der Politik völlig ausgeschaltet war, diplomatische und politische Ausgaben zugewiesen, denen er auch nicht im entferntesten ge- wachsen war, die aber reichlich' dazu dienten, dos schon vom Vater ererbte hohe.Selbstgefühl zu überspannen und ins Maßlose zu steigern. So wuchs dem alten Bismarck der einst so verhätschelte Zögling allmählich über den Kopf, die. Waffe, die er sich m ihm gegen den Kronprinzen geschaffen hatte, wandte sich gegen ihn selbst, der alte Gaul, um an ein Wort des Jahres 1890 zu er- innern, wurde abgehalstert und in den Stall geschickt, und Wilhelm übernahm nun persönlich die mit reichen Erfolgen gekrönte Leitung der auswärtigen Politik, für deren Aufgaben nach seiner Ueber- zeugung, wie aus einer der nachfolgenden Randbemerkungen her- vorgeht, Fürst Bismarck teirt Verständnis gehabt haste. l Bon den folgenden Randbemerkungen beziehen sich zwei aus die Bismarcksche Politik und ein« aus die Person des ehe, maligen Reichskanzlers und auf den ihm zugeschriebenen Wunsch, wieder in sein Amt zurückzukehren. Man wird sich dabei nicht wundern können, daß sich die kaiserliche Majestät in dieser Le- merkung jenes Schuljungenjargons bediente, über den sie sich auch in ihren sonstigen Aeußerungen niemals sonderlich erhoben hat, Am 11. Dezember 1898 hatten die„Berliner Neuesten Nach, richten" geschrieben, daß Bismarck freundschaftliche Beziehungen zu England gepflegt habe und daß während seiner Amtszeit die Be� Ziehungen zwischen den beiden Großmächten niemals einen solchen Tiefstand erreicht hätten, wie vorübergehend nach seinem Rücktritt. Beim Lesen dieser Worte flammte der kaiserliche Zorn auf und in seinen wuchtigsten Schristzügen haute er an den Rand: -„So eine unverschämte Geschichtssälschung ist noch kaum da, geweseu: er hat alles getan, uns mit England zu verhetzen." ' Am 6. April 1899 haste die„Vvssische Zeitung" in einem Rück- blick- auf die Politik Bismarcks gesagt, daß er die Kunst-de» Zurückweichens in den Jahren 1867 und 188S bewiesen habe. Es ist klar, daß diese Bemerkung des liberalen Blattes die größte Empörung Wilhelms hervorrufen mußte, dem bekanntlich nichts ferner log, als der Gedanke, sich jemals einer Gefahr entziehe« zu.wollen, und man wird daher die herben Worte verstehe« können, mst denen er Bismarck tadelle: „Diese vielgelobte Kunst des Zurückweichens wäre in de« obige« Fälle« gäazlich überflüssig gewese«. wen« der Fürst Der- sländnis für auswärtige Aufgaben gehabt und sich eine Flotte besorgt hätte." Und als am 27. Februar 1901 die �Hamburger Nachrichten* in einem wehmütigen Artikel bemerkten, daß man an Bismarck niemals eine üble Laune, sondern nur stese Besorgnis wahrge» nommen habe, setzte der humorvolle kaiserliche Herr an den Rand des Blattes:„fji! Hit daß er nicht wiedergenommen wnrdei" Die bayerische Reaktion. Hinter den Kulissen des neuen Kabinetts. München, 28. Juli.(Eigenbericht.) / Di« Wahlen' vom 20 Mai brachten in Bayern zwar einen fast noch stärkere« Linksnick wie in den übrigen Teilen. des Reiches, er reichte aber doch nicht äus/um die sprichwörtlich gewordene Reaktion ollein durch die Dynamik des demokratischen. Prinzips aus dem Sattel zu werfen. Gcweffen an der reinen Zahl blieb die Basis der Bürgerblockregierung unversehrt, uuv tatsächlich.haben irqwischen beispiellos lange und wirre Berhandlungswochen über die Neu- bildung einer-Regierung-dMr Wied.« r h« rste�l lu ng de-r alten B ü rger b la ck kpq lfss an Matthes in einem Kommentar ihre ablehnende Haltung gegenüber Matches und dem Separatismus neuerdings betont. Der k. v. f. Doppeladler verschwindet nun endlich auch von den zwei nahtlosen Eifen-Fahnenmasten vor dem Wiener Parlament»- gebe ade. rechts«nd links oam Acheno»Brunnen. Olympische Woche. Zum Beginn der Olympischen Woche in Amsterdam zeigen wir einige deutsche Rekordinhaber der Vergangenheit und«Azgenwart. Marathonläufer: Teppich-Ede klaute 37 Kilometer Lauter in Rekordzeit. Kugelstoßen: Rentier und Feinschmecker Menkus. Im Aufstoßen von„Kugel" erreichte er größte Distanz. Schwimmen: Schauspieler EgonSedächtnischwoch ,fchwamm" auf der Bühne über die größten Strecken. Bierer ohne Steuermann: Oer Bierer der Oeutfchnationolen Bolkspartei übertrifft an Steuerlosig- keit alles bisher Dagewesene. Bölliger Bruch Belgrad Eine förmliche Kriegserklärung von Stephan Raditsch. Gegenuber einem Vertreter der„Telegrophen.Union" in Agram äußerte sich der in der Genesung befindlich« Führer der Kroaten Stephon Raditsch u. a. wi« folgt: Die Erfahrungen der letzten drei bis vier Jahre hätten die Kroaten endgültig davon überzeugt, daß mit den serbischen Parteien und den serbischen führenden Kreisen keine Verständigung möglich gewesen sei und auch niemals möglich fein werde. Kroaten und Serben seien Völker verschiedener Kultur, mit verschiedenen Traditionen und v e r s ch i e» dener Nationalität. Mit ihrem Blut, ihrer ganzen Ge. schichte und Kultur, mit allen Traditionen seien die Kroaten mit dem Westen verknüpft, die Serben aber mit dem� Osten. Die Kroaten seien ein Volk europäischer Kultur, die Serben ostlich- byzantinischer Kultur. Wenn dann das ständige Streben der Serben zur absoluten Vorherrschast im Staate, das darauf hinauslief, alle anderen Völker des Königreiches zu einer Art von Sklaven von Belgrad zu verwandeln, wenn dann weiter die tiefgehende Zerrüttung, der sittliche Tiefstand und die Unbrauchbarkeit des serbischen Beamtentums in der serbischen Verwaltung berücksichtigt werde, dann sei zu verstehen, warum die Kroaten und warum sogar die kroatischen Derben, die an eine andere Verwaltung und an andere Verhältnisse gewöhnt seien, sich mit den Serben nicht verständigen könnten und warum der ' jugoslawische Staat tn der gegenwärtigen Form, als Einheit». staal, nicht mehr weiter bestehen könne. Cr sei verurteilt, zu zerfallen. Die Forderungen, die von der ganzen Bevölkerung Kroatiens und Dalmotien» infolgedesien erhoben worden müßten, seien klar und deutlich. Es würde in keine Verhandlungen ge» treten und keine Vereinbarungen mit den Parteien getrosten werden, die zum Bestände der Regierung Wukitschewitsch gehört hätten.... 3n diese Mörder- Skupschllna würden sie nicht zurückkehren: ste würden an ihren Sitzungen nicht teilnehmen. Sie verlangten die Schaffung einer neutralen Regierung, die aus makellosen Persönlichkeiten bestehe, die zu keinen Parteien gehören dürften und sich allgemeinen Vertrauens und�allgemeiner Achtung erfreuten. Bei dem Umbau des Staates Südslawien oerlangten sie eine vollständige Trennung Kroatiens von Serbien und die Bildung eines selbständigen Staates Kroatien, das mit Serbien nur druch Personalunion verbunden sein solle. Der s e r, bische König solle auch der König Kroatiens sein. Dies soll die einzig« Verbindung sein, die sie In Zukunft mit den Serben oerknüps» und die Serben mit ihnen. In allen anderen Fragen solle Kroatien völlig unabhängig sein, sein eigene» Par» l o m« n t haben, seine eigene Verwaltung, seine eigene Regierung, seine eigens Armee usw., ähnlich wie Irland. Dies« vollständige Trennung Kroatiens von Serbien sei die«in- z i g e M L g l i ch k e i t für ein weiteres Zusammenleben der Kroaten mit den Serben. Mit keinem Iota würden die Kroaten von diesen Forderungen abgehen, die da? Mindestmaß darstellten. Auf die weitere Frage, ob die Kroaten wirklich so feindlich zu den Italienern«ingestellt seien, und ob sie tn Wirklichkeit un» nachgiebige Gegner der Nettunoverträge mit Italien!«>«». ont- worlele Rodilsäi wörtlich:..Das entspricht nicht den Tatsachen, da» ist eine glatte Lüge! Im Gegenteil, wir sind in höherem Maße als die Serben daran interessiert, doß eine Einigung mit Iralien zustande kommt. Wir sind der Ausfassung, daß wir uns schneller mit den Italienern verständigen würden als Nintschilsch und Manne kowitsch. Wir Kroaten besteyen aber auf einer völligen Neutralisierung der üslllchen Küste der Adrig. Möge di« italienische Kriegsflotte die einzige Flotte in der Adria fein. Wir Kroaten fürchten ste nicht. Wir find auch davon über- zeugt, daß die Italiener keine Angriffspläns, bezüglich Dalinpticns haben und den Wunsch besitzen, mit uns in Eintracht und Frieden zu leben." Gin troatifcher„Aventin" in Agram. Belgrad, 2S. 3uli.(Eigenbericht.) l Die Abgeordneten der kroatischen Opposition wollen au» Prolest gegen die Ihrem Willen nicht entsprechende Neu- bildungder Regierung an den Sitzungen des jugoslawisch?» Parlament» nicht mehr kellnehmen. Sie beabsichtigen, am Tage des Zusammentritt» der S k u p< s ch I n a in Agram eine Sitzung der bäuerllch�emotralischen Soalllion im Sitzungssaal des früheren kroollschen Landtages'abzuhalten. Calles verzichtet auf Wiederwahl? Außenminister Saenz präfidenifchaffskandibat? Mexiko,?». ZnII. � Z n l l m e Freunde de, Präsidenten Calles erklären. Calles habe ihnen mitgeteilt, daß er nach Ablauf seiner Amlszett am l. Dezember d. 3. von der Präsibenlenschast zur ück treten werde. Man nimmt allgemein an. daß Aoron Saenz als Roch- solger von Calles dt« Präsidenlschasl übernehmen werde. Beschuldigungen gegen Arbelierführer. > Mextko-Ciln, 28. Juli.(Eigenbericht.) l Di« Lag« ist im ganzen Lande noch wie vor gespannt. Lot« läusig ist weder über da» Schicksal des Mörders von Obregon nach über die künftig« politisch« Gestaltung etwas bekannt. Di« ofsizjelle Leitung der Obregon. Partei hat neuerdings wieder die Notwendigkeit einer bedingungslosen Zusammenarbeit mit Call.'» bctom. Ihr linker Flügel sühn trotzdem erbittmen Kampf gegen Calle, dem sie u. a. vorwirft, sich absichtlich mit den ausgeworsenen Problemen nicht zu befassen. Tatsächlich Ist bereit» trog größter Ordnung im Lande eine gewisse Schwächung de» Ealles-Rcgime» zu verzeichnen. die im Fall« der drohenden Spaltung der Obregon-Partei zu einem neuen Unglück für da» Land werden kann. Wo» schließlich werden wird, ist ungewiß. Als provisorischer Präsident werden zurzeit di« verschiedensten Kandidaten, darunter auch Calle», genannt. Calles hält sich persönlich auch in dieser Frage neuerdings zurück, ja daß die Entscheidung in den nächsten Tagen vom Kongreß gefällt werden wird. Ein großer Teil der Arbeiterführer, insbesondere Marone» und die beiden anderen zurückgetretenen Mitglieder des Kabinett» Calle» werden der Wohl voraussichtlich nicht beimahnsn. Es trifft zu, daß ihr Aufentholt augenblicklich u n b e l an n t.isi. In Kreisen der Obregon-Partei betrachtet man da» als Zugi-si mMss der Schuld. Di« Anklage gegen Mmone? beruht trotzdem lediglich»if teilweise völlig unbegründeten Vermutungen, wie viele Je- hauptungen, die in den letzten Tagen van sensatiansliisternen amert- konischen Journalisten nach Amerika telegraphiert wurden und von dort ebenso unverantwortlich in die Welt hinausgefunkt worden sind. FERIEN- PREISE 0 10 * SONDER- ANGEBOTE DAMEN KLEIDUNG UND HÜTE Kleid bedruckter Vollvolle, 975 moderne Muster Kleid kashartig, mit gold 1250 durchwirktem Jumper Regenschirm 1.Damen farb. Halbseide, 12 tig., bunte Kante; f. Herren 7.90 schwarz, mit Futteral Kleid bedr. Wollmusselin, große Welten 1950 Gummimantel 1400 moderne Muster Mode- Schal aus Crêpe de Chine, mod. Druckmuster 175 KUNSTSEIDENE Filzhut viele Formen und Farben, mit kleinen Fehlern Kappe neuartige 2.45 aus zwollerblom iz 590 zweifarbigem Besuchstasche echt Leder, verschieden. Ausführ. 225 FROTTIERLAKEN DAMENWÄSCHE DAMENWASCHE FROTTIERLAKEN Hemd hose 350 Batist, mit Valenc.- Spitze Nachthemd farbiger Batist, mit brotter Valenciennes- Spitze 475 Schlüpfer 155 für Damen, Kunstseide Hemdhose für Damen Kunstscide mit Spitzen 350 TEPPICHE LÄUFERSTOFFE Boucléteppich vorzügl Qualität, Künstlermuster 170/240 200/300 250/350 300/400 41.- 64.- 98.- 128.Bouclé- Vorleger 650 56x110 cm Gestreift Bouclé gute moderne Farben 68 88 375 cm 90 cm 500 Plüschläufer Kammgarnqualität m. Streifenkante 68 СТА 675 90 900 cm WOLLSTOFFE SEIDENSTOFFE Wollmusseline vielfarbige Druckmuster Crêpe de Chine 135 Kunstselde, bedruckt, 220 ca. 100 cm breit Bast reine Selde, in modemen 245 Crêpe de Chine bewährte Kleiderware, 380 Farben, ca. 80 cm breit reine Seide, ca. 100 cm Frottierlaken bunt, Jacquard 125x150 cm Frottlerlaken 495 bunt, gemustert 585 140x180 cm MÖBELSTOFFE Dekorationsstoff Kunstseide, aparte 375 Künstlermuster, 120 cm Gobelinstoff moderne Verduremuster 490 Gobelin- Rips 450 130 cm breit gestr.Indanthr., 130 cm br. TRIKOTAGEN STRÜMPFE Schlupfhöschen Damenstrümpfe vers and hellfarbig 075 Waschstelde 195 weiß Herren Pullover BOO Reinwolle, gestrickt 1475 Strumpfhalter- Gürtel gemusterter Drell, 150 HANDTÜCHER Well Frottier- Jacquard mit Indanthren Kants, 47x100 Jacquard, 50x110 cm 095 Bunt kariert Frottler- 145 Frottiertech 175 feinfarbig karlert, 55x115 IRI Herrensocken Jacquard- Muster 095 Hüfthalter aus seld. Broche, zum Knöpfen, 4 seld. Halter 375 DIWANDECKEN Gobelingewebe, schwer Qualität, 150 x 300 cm Mokette plüsch, Persermuster, 150 x 300 ca 2550 4200 GARDINEN DAUNENDECKE 475 Tüllgarnitur gewebt, gute Qualität, Ganzfilet- Halbatore 975 reich gestopft, modefarb. m. Fietsock, modefarb. 14 1450 WASCHSTOFFE HERRENKLEIDUNG Bedr. Vollvoile gute Qualität, in relcher Musterauswahl, ca.100 cm Vollvoile Bordüren095 bedr., vorzügl Qualität, in 175 viel.schön.Must.ca.120cm ERWEITERTE MOBEL- ABTEILUNG Sakko- Anzug vorzgl.Kammgarn- Qual 78.Sport- Anzug stell, m.Golfhoseu.lang. verschied. Farb., 1u.2rhg. Beinkl., versch. Dessins 68.Herrenhut 650 Haarfilz, In vielen Farben Oberseite: buntgemustert. Seide Unterseite: vorzügl. Daun.- Satin, weiße Daunen, Nahtdichtung 150/200 cm Besonders preiswert! Tüllbettdecke gewebt, modernes FiletMuster, für 2 Betten 98.12.HERRENWÄSCHE Oberhemd englische Popeling 790 vorzügliche Qualität Schlafanzug 875 Selbstbinder 175 retne Solde..... BERLIN C2 SPANDAUER STRASSE KÖNIGSTRASSE GEGRÜNDET 1815 Neubau- Wohnungen bezugsfertig etwa Februar 1929 in Johannisthal u. Friedrichsfelde 1 bis 3 Zimmer mit Bad, Balkon oder Gartenplatz von RM 60.- ab, je nach Lage und Größe. Wohnungsberechtigungsschein der Stadt Berlin erforderlich. Vermietungen nur durch die Eigentümerin. Weitere Wohnungen m. Mietverbilligung durch die Stadt Berlin gegen Rückgabe einer Altwohnung mit Genehmigung des Wohnungsamtes. ,, Stadt und Land" Siedlungsgesellschaft m. b. H. Berlin C 2, Breite Str. 36. Fernspr. E 2, Kupfergraben. Sammelnummer 5831. Schlaf- Chaiselonguc Verkäufe Möbel Batentmatraßen, Primissima"-Metall Beachtenswert! Deutsches Teppichhaus betten, Auflegematragen, Chaiselongues. Emil Lefèvre feit 1882 nur Oranien Walter, Stargarderstraße achtzehn, Spe. Straße 158. Reinerlei Beziehungen aur zialgefchäft. ähnlich tlingenden Firma. Man achte auf Vornamen Emil. Zeilzahlung! Zeilzahlung! Teilzahlung! Möbel- Ubelsmann, nut Holzmarkt Bandonionlager. Spezialberatung, Ab Straße achtundfechzig. Rüdsichtslos herab- zahlverkauf, Fachunterricht. Aderstr. 38. gefegte Preise: Antleideschränte 85, Rüchen 80,- Bettstellen, Gofas, Ruhe betten 32,-, Schlafzimmer, Speisezim 650 17, Fahrräder now, größtes Fahrradhaus Deutschlands, Beinmeisterstraße 14. But B Knopflochblumen, Aus Wohnungen Aleinwohnungen, nur für Invaliden. versicherte, tein Bauzuschuß, beziehbar 1. Auguft. Wohnraum. Belle- AllianceStraße 79. Bergmann 6394. Wohnung GB., Stube und Küche, ferten unter. 12 an Haupteɣpedition Nebengelak, möbliert, abzugeben. Of. bes Borwärts". Zimmer Möbliertes Simmer zum 1. Geptember zu vermieten. Habicht, Sendelstr. 20 III. Mietgesuche Schnellfördernde Brivatzirkel, Kurz- Bum Sommeraufenthalt empfiehlt ficha fchrift, Maschinenschreiben, Buchhaltung. Gaststätte Beerenbusch, Berkenbrück bei Bücherrevifor Aulich, Sendelstraße 1, Fürstenwalde( Spree). Inhaber Ludwig Spittelmarkt, Hofmann Fernsprecher 13, Joyllische Technische Privatschule Dr. Berner, age, Badestrand, Angelgelegenheit mer, Serrenzimmer 245, Rußbaum- Teilzahlung. Geringe Anzahlung, Regierungsbaumeister, Berlin, Reanber. Benfion 4 Mart täglich. Bahnfahrt fettsichten 115, Langiährige eine Rate, Tropdem billig. Nur Quali ftrage 3. Maschinenbau, diétirotecnt, Schlesischer Bahnhof eine Stunde. Grö büfetts, Garantie! Zahlungserleichterung!( Straße tätsräder, brei Jahre Garantie. Fahr. Sochbau, Tiefbau, Steinmezschule, Sei- here Gesellschaften Abholung von für unb Hausnummer beachten.) rabbau Bima, Aderftraße dreißig. gungstechnit, Technikerturse, Meister- ftenwalbe mit Laftauto. Ramerling, Rastanienallee 56. Speise Fahrräder, gebrauchte, Mart 15 turfe, Polierkurse. gimmer, Lebergarnituren, Standuhren. 20, 25, 35, Steue Tourenräder Rochkurse und die Ausbildung in ber Stiefenauswahl. Spottpreise. Sahlungs mit Torpedofreilauf, prima Bereifung, Sauswirtschaft beginnen ant ebem Vermietungen erleichterung. tomplett mit Dynamolampe, 5 Jahre Monatsbeginn. Der Besuch befreit vom Möbel- Schmidt, Berlin N. 84, Ber- Garantie, Mark 68, Fahrradrahmen wang Bflichtfortbildungsschule. nauer Straße 80. Schlafzimmer 450, 19,- 22, 25, Azetylen Fröbel- Oberlin- Inftitut, Brivat- Haus Tampen 1,50, 2,35, 3 Laufmäntel haltungsschule, Inhaber Bollat, Wilhelm655,975,-, Speiſezimmer 425 2,25, 2,50, 3- Continental- Cyllop traße 10. 745,980,-, Herrenzimmer 390, 885, Richen 110, 225, Laufbeden 2,75. Dunlop und Continen 295,- Berlauf in unferem Fabritans Luftschläuche 0,85, 1, 1,50. Rad Verschiedenes tal prima Laufmäntel( ftahlblau) 4,50. ftellungsgebäude. Ratalog tostenlos. E. Klug fein, heißt gute Möbel bei uns Leibhaus Morigplag 58a. Berlauf von laufen! Ständiges Lager über 300 tomEinhundert 80, Ravalier- Garderobe, teils auf Geibe, pletter Einrichtungen neuefter Modelle rate 2, Reparaturen billig. Fahr- blumen, Bollblumen- Baubftiele, BlütenOhne Anzahlung, Fahrräder Wochen- mit Nadel, 90. Neuartige ChenilleJadett, Frad, Smolinganzüge, Gabar in Eiche und polierten Edelhölzern. raddeden 2,50. Schläuche 1,20. Retten regen, Gros 3, binemäntel, Bauchanzüge, für jede Figur Stadtbekannt billige Beeise! Lang 1,20. Bedale 1,50. Sättel 3, Farbiges Blumen Tausche Zweisimmerwohnung, RamLeer feiden- Buch paffend. Extra- Angebote für neue Gar- jährige Garantie! Morig Sirschowig, läufe 2,-. <-, 38. Händlerartikel- Neu- mer, gegen Ein oder zweizimmer Anoden 3,50. Attu 4 heiten. berobe. Belajaden 50, Belamäntel nur Gildoften, Gtaligerstraße 25. Hoch- Sparröhren 2,-. Schönleinstraße 2. Blumenfabrit, Große Frant. wohnung. Dragonerstraße 31, Sof IV. 95,- Sportpelge 85,-, Gehpelae 100,- bahn Rottbuffer Tor. futterstraße 137. Spreewaldwohnung, Zweibettzimmer, Reine Lombardware! Ausverlauf wegen Lagerauflösung. Nie wieber wird Ihnen günstigere Unsere berühmten Lurusfahrräder, früher Mecklenburg, herrlich an Wald und 12, Bollpension 3,75. Pintsch, GozGastwirtschaft Bentfelbt, Dabel in Rüchen, Rahnbenugung, wöchentlich Wenig getragene Jadettanzilge, teils Raufgelegenheit geboten: Echt Mahagoni 120,-, jest 54,- Phönigcentrale, Cott- Waffer gelegen, nimmt noch einige towftnstraße 7. auf Geibe, 18,-, Gmotinganzige, Bauch Schlafzimmer, mit großem Antleide- bufferdamm 66, Untergrundbahn Her Sommergäfte auf. Benfionspreis: vier anzüge, Taillenmäntel, Baletots, ftau- frant, Betten mit prima Drellauflagen, mannplag. nend billig. Gelegenheitstäufe in neuer Waschtisch mit echtem Marmor, auf Reichsmart pro Tag. mit Bettfasten, nur 87.-L. Herrengarderobe. Leihhaus Rosenthaler Wunsch auch Frifiertoilette, komplett Wäsche nach Gewicht. Halbtroden au Bettenhaus Moabitor, Linienstraße 203-204, Ede Rofen nur 795 Mart. Möbelhaus Often, An Nähmaschinen Gut möbliertes Zimmer, elektrisch Licht, rüld per Pfund nur 20 Bfg., troden Birkenstraße 21. thalerstraße. Reine Lombardware. dreasstraße 30, gegenüber Markthalle. Telephon. Pallasstraße 1, vorn 3 Trep Rähmaschinen. Billige, zurüd nur 25 Bfg. erstklassige Dampfwäscherei Auffallend billig! Schlafzimmer, Fabritate für Hausbedarf und Gewerbe, Merkur", Frankfurter Allee 307. An pen( Ede Potsdamerstraße). breas 2820. Möbliertes 8immer, 30echt Giche, 180 breit, mit Fassonspiegel, öchentlich 8. Fischer, Potsdamer zumt Doll verarbeitet, 495,-. Bolierte Schlaf- ftraße 103. Detektivbureau Stafchel, Chauffee 1. Auguft. Französischestraße 59, vorn simmer, Mahagoni, langjährige GaranTV lints. Dürkopp- Nähmaschinen gegen 3- Mart traße 77, Fernfprecher Rorben 7886. tie, 630- Speifezimmer, echt Eiche, Wochenraten. Blosit, Brunnenstraße 185, Beobachtungen, Ermittelungen, 200 breit, gans fchwere Ausführung, zwischen Rosenthalerplat und Invali fünfte allerorts. tomplett 545, Herrenzimmer, 180 benstraße. Norden 118. 10 000 Reklamezettel 3,-. Buchbruce. breit, gebiegene Arbeit, komplett 475, Standuhren 68,-. Anrichteküchen, fieben- dann 2 Wochenrate; Ratalog gratis Nähmaschinen umsonst auf 8 Wochen, rei Schmig, Romintenerftraße 20, teilig, 95, Wäscherei Kubasch, Röpenid, Gri Möbliertes im Norden sucht junger nauerstraße 45, wäscht und plaättet fämtAntleibeschränke, fourniert, 150 breit, burch Boftlagerkarte 39, Berlin 34. Dreitürig, auf Pianoband, mit Facette liche Saus- und Leibwäsche. Bezug 30, Parteigenoffe. Angebote an, Borwärts".. Möbelhaus Stein, Weinbergsweg 24. nierte Bettstellen 42,-, Waschlommoden fpiegel, Wäscheabteilung, 128, fourWerkzeuge u. Maschinen Damenhemb 15. Abholung Donnerstag. Expedition, Wattstraße 9, unter Nr. 85, ( Mitglied SPD.) Danermieter, Parteigenoffe, fucht nenstraße 152, Fabrikgebäude. Bergüte Besonders günstiges Angebot: Schlaf- mit weißem Marmor, Facettespiegel, Leberpresse mit Rollen, diverse Leder. Rorbenwäscherei, Felbftraße 10( Nahe nähe Morigplay. Offerten erbeten unter möbliertes Bimmer, bis 25,- Mart, 5 Prozent. * zimmer 475,- Speisezimmer, Ruß: 75,- Nachttische 15,-, Apotheten 12,-zurichter, Werkzeug zu verkaufen. Baul- Suffitenstraße), Oberhemden, Reagen. 53. nad Borwärts- Spedition Prinzen Ohne Anzahlung in 12 Monatstaten baumbüfetts, Rüchen, Bolstermöbel. ten 52,-, Bierzugtische 78,- Riefen mit Sofas 65,- Ruhebetten 18,-, Diploma Singer- Straße 16, Reuter. Teppiche, Diwan, Tisch, Daunenbeden, Spiegel 105, plätterei. Brima Rollwäsche. Brompte Lieferung. ftraße 63. Läuferstoffe, bequemfte Monatsraten, Bahlungserleichterung. auswahl in kompletten Ausstattungen Benfion Schloßberg, Inhaber Genoffe Deutsche Teppich- Bertriebs- Gesellschaft, Möbellrebit bis 20 Monatsraten. und Einzelmöbel. Zahlungserleichterun Kronenstraße Nr. 66-67. Schlafzimmer, Speisezimmer, Einzel gen. Bequeme Anlieferung durch eige Oberpfalz. Bolle Penfion pro Tag 4, Walbparzellen, herrlich, baureif, 950, möbel, Rüchen, Metallbetten. Möbelnen Fuhrpark. Anzahlung 100,-. Rabngebike, Edelmetallbruch, Qued. Jdeale Lage, malbreiche Gegend. Be Wagner, Wandlig haus Luifenftabt, Röpeniderstraße 77/78, Gelegenheit! Speisezimmer, Eiche fourEde Brüdenstraße. filber, Rinn, Blet, Silberschmelze tannt gute Berpflegung. Prospekte frei. niert, tomplett 225,-, Büfett 75,-, fee, Stolzenhagenerstraße. Landparzellen, nur 750,-, Anzahlung Möbelfabrik Georg Tennigkeit, Oranien- Nußbaum- Schreibtische 35,- Umbauten Chriftionat, Röpeniderftraße 20a( Man teuffelitrake). Vergnügungen Rleiderschränte 18,-, Dipl.- Ing., 30 Jahre, mit besten Berg Bertiko 100 Reftaurant Hofmann, Oranien. Straße 172-173. Sonderangebot: Schlaf- 38, Blatinabfälle, Zahngebiffe, niffen, fucht Anstellung bei Gewerkschaft, Binn aimmer von 450,-, Speisezimmer 550,-, 15, Waschtoiletten mit Marmor 14,-, burg, Berlinerallee 21. Colibri- Säle, Schöneberg, Martin- oder ähnliche: Organisation für UnterHerrenzimmer 410, Barzelle verlauft Mahlsdorf- Güb, fleideschrank 125,-, Nußbaum An- Rüchen 24,-, Bettstellen 15,-. Saupt- metalle, Silberschmelze. Luther- Straße 69, gegenüber dem neuen richt und Vertretung und zweds per Goldschmelzerei Chriftionat, Röpenider Rathaus, heute in zwei großen pracht fönlicher Ausbildung. Bufchriften unter Ruhebett 35,-, gefchäft: Lessingstraße 21. Bettstelle, tomplett 90,-, Anrichtetüche Möbel- Magazin, Invalidenstraße 131, ftraße 39( nahe Adalbertstraße). voll beforierten Gälen altdeutscher Ball R. 12 an den Verlag dieser Zeitung. Achtung! Verkauf von alten Mauer- 125,-. Auch Teilzahlung. Laben, am Stettiner Bahnhof. Stamm- Klaviere tauft sofort Don privat und moderner Tanz. Die neuen ColiSteinen, Türen, Fenstern, Brettern, haus: Rügenerstraße 13. Metallbetten mit Auflagen 21, Bergmann 5307. Balten und Ranthölzern. Abbruch Engel Schlafchaiselongues 22- Chaiselongue. Briefmarken, Münzen tauft ufer 28/29. beden 6- Wandbehänge 3 Musikinstrumente mann, Johannisstraße 4. Teppich- Ausverkauf. tentmatraken Bolsterauflagen. Ausverkaufspreis Größe 2x3 17, Wochenabzahlung 3 Göhr, Bappel- Lintpianos, überaus preiswert. Biano. Ausverkaufspreis Größe 2x3 23 allee 12: Bantow. Schmidtstraße L fabrit Lint. Brunnenstraße 85. Ausverkaufspreis Größe 2x3 35, Teilzahlung. Romplette Simmer, Ein Ohne Anzahlung. Pianos in großer Ausverkaufspreis Größe 2x3½ 38, gelmöbel billig. Wenger, Marfilius. Auswahl, neue und gebrauchte, mit herr. Berlig School. Frembe Sprachen. Leip. Ausverkaufspreis Größe 2x3 45, traße 8( Alexanderplat). Große Frantlicher Tonfülle. Langjähriger Garantie sigerstraße 110, Lauenzienstraße 19a. Ausverkaufspreis Größe 3x4 58, furterftraße fechsundfünfzia. Schein, fleine Ratenzahlung. Herer, Einzel und Birkelunterricht. Eintritt Ausverkaufspreis Größe 3x4 79, Brunnenstraße 191, 1 Treppe, am Rosen- jederzeit. wegen Geschäftsumstellung. Rörner, Pots Speisezimmer, Eiche, innen Mahagoni, thalerplat. damerstraße 26a. modernes Büfett, große Anrichte, 325, eichenes Schlafzimmer, Spiegelfchrant, Pianos ohne Anzahlung taufen Gie Bekleidungsstücke, Wäsche usw breiteilig, fomplett, mit Spiralboden bei Thür, Kottbuffer Damm 64, 1 Treppe 495,- Anrichtetüchen 145, Einzel.( Sermannplay). Kleinste Ratenzahlung Getragene Herrengarderobe, Speziali. möbel enorm billig. Moebel- Boebel, gestattet. tät Bauchfiguren, spottbillig. Naß, Gor- Morikplan, Fabrikgebäude. Gie zahlen Raten nach Wunsch, ohne mannstraße 25/26, früher Muladstraße. ⚫ Roffien, Raftanienallee 57. Gut und Anzahlung für Pianos, neu und ge Wenig getragene Fradanzüge, Smo- billig, polierte und eichene Schlafzim braucht, große Auswahl. Bianohaus, Zinganzige, Gehrodanzüge, Jadett mer, Speisezimmer. Weitestgehende Sah- Röniggräberftraße 81. anzüge, Gummiinäntel, Cutawananzüge, lungserleichterung. Bians 200,- 350,-, gebrauchte. Teil Gabardinemäntel, Covertcoatpalciots, für Roffien. Gute und billige Sonderzahluna. Herer. Prinzenstraße neunzig. jebe Figur paffend, Spezialität: Bauch angebote während der Reisemonate. Bandonions, Lange, Uhlig, weltbe. anzige spottbillig. Gesellschaftsanzüge Speisezimmer, Herrenzimmer, Schlaf- rihmt, Fabrittager, Fabritpreise. Teil R. Reiß G.m.b.H., Fabrik technischer Artikel merben verliehen. Halpern, Rosenthaler- zimmer. Weitgehendste Bahlungszahlungen, fleine Anzahlung. Mufil. ftraße 4, I. Etage. weigel, Abalbertstraße 91 Bettfebern ab Fabrit, graue Rupffedern Pfund 50 Pfennig an, Bettfedern- fulant, billig, reel. Möbel- Misc. Große Dampfreinigung. Neu: Bettfedern Frankfurterstraße 45-46 Wäsche. Bettfebernfabrik Schwan, Brun6 Antleideschränte erleichterung. Raftanienallee 57, Ba • • Kaufgesuche Grieb. 650 Meter Höhe in Tännesberg. Quecksilber, Unterricht bri- Rapellen und Tanzmeister forgen Groß- für Stimmung und Humor. Subertusfäle, Schönholz. Jm größten, über 1000 Berfonen fassenden Ballfaal ber elegante Rundtanz. Inferate im Vorwärts fichern Erfolg! Arbeitsmarkt Stellengesuche • Stellenangebote Kleiber Heimarbeiterinnen, Posten, gute Dauerarbeit. Waffertorstraße 12/13. perfett, Starry Perfekte Feinmechaniker Akkord packerinnen für den Bau geodätischer Instrumente gesucht. Bewerbungen mit Angabe der bisherigen Täti keit erbittet Liebenwerda( Prov. Sachsen) vertraut mit Stanniolpackung sofort gesucht Zigarettenfabrik J. Garbáty Bin.- Pankow, Berliner Str. 123-127 Nr. 355* 45. Jahrgang -1. Beilage des Vorwärts Sonntag, 29. Iuli 4925 Seidenbau vor den Toren Berlins. Seidenrzupenkokons auf Zuchthürden Was wissen wir heute viel von wirklicher Seide? In unserem Zeitalter hochentwickeltster Technik, die sich noch und nach alle Gebiete eroberte, vor ollem ober das Wirtschaft- liche, zur möglichst ökonomischen Nuhbarmachung aller vorhan- denen Kräfte Führende beherrscht, Hot die Kunstseide der reinen Seide den Rang abgelaufen. AU die seidig-glänzenden Strümps- chen, Kleidchen, gehören heute fast zum täglichen Bedarf. Mögen si? auch nicht so lange vorhalten, mögen sie auch nicht die edle Qum lität besitzen und fehlt ihnen also die gewisse letzte Schönheit. Haupt- fache ist: Sie sind im Augenblick für den Geldbeutel erschwing. l i ch. Die Kunstseide behauptet siegreich das Feld, und der lang- wierige Entstehungsprozeß der Naturseide, der sich noch dazu in allzu fernen Ländern abspielt, hat für uns fast etwas Fremdartig- märchenhaftes bekommen. Eine heimische Seidenraupenzüchterei. Darum gestaltete sich ein Einblick in da? Wesen einer heimischen Seidenraupenzüchterei und den Werdegang der Seiden- gewinnung dopepU interessant. Auf der Redllher Strecke, knapp hinter Berlia-Buchholz, folgt der Autobus der Fährte eines Weg- weisers, der die Aufschrist trögt:„Zur Eeidcnfar m". Ein kleiner Wiesenweg, links und rechts Bäume und Sträucher, darunter eine kleine M a ul b e c rp f l a n z u n g, dann kommt ein Ziegel- bau, vor dem friedlich ein paar Hühner gackern, und wir sind am Ziel angelangt. Der Gemeinnützige Verein für Seiden- b a u in Deutschland, Berlin-Dahlem, unterhält hier eine praktische Lehr- und Versuchsanstalt für Seidenbau. An Hand eines außer- ordentlich zahlreichen Tiermaterials— 40 000 Seidenraupen in ihren verschiedenen Doseinsstadicn bevölkern zurzeit den Zuchtraum — soll die Daseinsberechtigung des heeimischen Seidenbaues de- m'nstriert werden. Ob dieser Kampf, den die oerschiedeyen heimischen Seidenbauvereine immer wieder aufnehmen, zu Recht oder zu Unrecht erfolgt: Iedensalls steckt Mühe und anerken- nenswerter Fleiß hinter diesen Bestrebungen. Der Seidenspinner(Boindyx rnori) macht 4 Entwicklungsstadien durch: Ei, Raupe, Puppe mit Kokon und Faller. Ein Weibchen legt 200— 300 Eier, 15 Gramm Groins geben 14 000 bis 20 000 Raupen. Die überwinterten oder importierten Eier— bei der hier beschriebenen Seidenrauperei wird die Brut aus der deutschen Nachzuchtstation Kerntal bei Stutt- gart bezogen— werden in Bruträumen ooan IS bis 22 Grad Celsius auegebrület, die zuerst auskriechenden Raupen werden zur Eiergewinnung besonders ge- pflegt. Innerhalb von 10 Togen entwickelt sich die Raupe im Ei, nach 3—4 Tagen schlüpft sie aus dem Ei. Die Raupe nährt sich ausschließlich von Maulbeerblättern. Sie macht 4 Häutungen durch und braucht Z5 Tage bis zum Einspinnen. In dieser Zeit nimmt sie das 800fache an Gewicht und das ZOfache an Länge zu. Wenn die Raupe s p i n n r e i f ist, stellt sie die Nahrung ein. Oer Faden wird gesponnen. Die Raupe spinnt ungefähr 3 Tage am Kokon, der bis 3000 Meter Fodenlänge messen kann: hier- von sind 800 bis 1000 Meter abhaspelbar. Dieser feine, massive, glänzende, sehr feste Faden ist ein aus den Spinndrüsen der Seidenraupe abgesonderter, aus zwei unter ihrem Mund gelegenen Oeffnungen austretender flüssiger Stoff, der an der Lust sofort erhörtet. Aus diesem Stöfs spinnt die Raupe den Kokon, um sich darin zu verpuppen. Dieser Faden bestellt aus etwa 06 Prozent Sendensiib- stanz,(Fibroin), verunreinigt mit seimartiger Substanz, etwas Fett« ftojf, Farbstoff, Wachs usw.. Der einfache Kokonsoden ist 0.013 bis 0,020 Alillimeler dick. In 14 Togen schlüpft dann der Falter aus dem Kokon. Der auskriechend« Schmetterling durch- bohrt den Kokon und zerreißt dadurch den Faden. Man tötet deshalb die Puppen bei 60— 75 Grad, bringt die Kokons dann in heißes Wasser und wickelt nun die verspinnbore Seid« ob, wobei man 3—20 Kokonfäden vereinigt durch einen gläsernen Ring zieht, um sie mit der ihnen anhaftenden Leimsubstonz zu einem stär- kcren Faden zu vereinigen. Ausländischer und heimischer Seidenbau. China ist bekanntlich die Heimatdes Seidenbaues, und schon im Jahre 550 kamen die ersten Raupeneier und Maulbeer. pflanzen nach Konstantinopcl. Di« ersten Ansänge des hei. mischen Seidenba ues liegen aber auch schon mehr als zwei Jahrhundert« zurück. Unter den Industrien früherer Zeiten nahm die Textilindustrie den ersten Rang ein. Sie war führend und ihr vornehmster Zweig war die Seidenindustri«. Nach dem Jahre 1800 hatte die Seidenindustrie nur ein kümmer- lichcs Dasein gesristet: in der Mitte der 1820er Jahre war dann tatkräftigen Privatmännern die Wiederbelebung des Seidenbaues ge- lungen. Potsdam ging' als Muster voran, und Regierungsvot von Türk legte am Griebnitzfee eine Maulbeerplantage an. Er machte dos Glienicker Schloß, dos zu Friedrichs II. Zeiten Tapeten- fabrik von Joel gewesen war, zur Seidenbauanftalt. Diese Be- strebungen fanden mit dem verschwinden der von Krefeld über- nommcnen Seidenindustrie ein Ende. Seit 1857 vernichtete eine durch einen Schmorotzerpilz bomb)') hervorgebrachte Fleck- oder Korperkrankheit(Pebrine, Gattine) die Zuchten Südeuropas fast vollständig. Diese Krankheit wurde später durch die Methode, pilzsreic Eier zu erziehen, erfolgreich bekämpft. Die Bestrebungen der Seidenbauverbände. Die verschiedenen Seidenbauoerbände erstreben, dem heimischen Seidenbau als landwirtschaftlich cn Nebenerwerb seinen Platz zu sichern, und hoffen, auf diese Weise die fremdländisch« Seideneinfuhr für Deutschland verringern zu können. Nach ihren Errechnungen soll sich die Seidenraupenzucht, die weiter nichts als einige Maulbeerbäume und einen geschlossenen Raum zu Brut- zwecken erfordert, im Laufe der Jahre als äußer st lukrativ gestalten. Das Vorurteil, daß Maulbeerbäume in Deutschland nicht gedeihen, b e st r e i t e n sie auf das entschiedenste. Ein Anlagekapl. tal von 300 bis 500 Mark für die Anschaffung von Manlbeer- sträuchern und-Hecken, die bereits nach zwei Iahren ertragssähig sind, bildet die einzige größere Auslage. Die Bruteier kosten 0,50 Mark pro Gramm, und 1 Gramm Brut enthält 1000 bis 2000 Raupen, die sich, den Abfall abgerechnet, zu ungefähr 1000 lebensfähigen Raupen entwickeln, Jede Raupe spinnt wiederum 1 Kokon und für 1 Kilogramm Kokons(1000— 1200 Stück) werden 15 bis 20 Mark von den Aunehmern bezahlt, so daß sich bei Lieferung von 30 000 Stück ein Verdienst von 400 bis 000 Märt ergeben soll. �. kW » Die Seidenraupenzucht, die absolut keine kräftefordernde Ar« bcit ist, sondern eigentlich nichts anderes als eine liebevolle Bastelei, kann natürlich von jedermann ohne besondere Anstren- gung oder Kunstfertigkeit betrieben werden. Die Nahrung der Seidenraupen, die Maulbeerblätter, müssen täglich viermal, morgens, !-t w 1 Ä rA Abgetötete Kokons. mittags, nachmittags und abends erneuert werden, außerdem muß der Brutraum sehr rein, luftig und den erforderlichen Wärme- groben entsprechend geholten werden. Die Raupeneier aus deutscher Nachzucht sind s c u ch e n f r e i, und die hier gezüchteten Kokons sollen bei amtlicher Prüfung stets als qualitativ unbedingt wertvoll bezeichnet worden sein._ Grzesinski spricht am Verfaffungstag. Im Lust garten wird am 11. August bei der Kundgebung des Reichsbanners Schwarz. Rot- Gold der preußische Minister des Innern, Albert Grzesinski, sprechen. Das republ>ka»nische Berlin wird, daran ist kein Zweifel, in Massen aus dem Platze sein, um einen der hauplvertreter repobli. kanisch-demokralischer Politik gegenüber zu bezeugen, daß wir ihm folgen und seinen Kurs billigen. i Aie Aach! nach demVemi. 20] Roman von Liam O'Flaheriy. tSlu» dem Englischen übersetzt von K. Häuser.) Gallagher fuhr sehr leise fort:„Soviel will ich dir sagen, Gypo, nur mir hast du's zu verdanken, daß du damals so leicht davongekommen bist. Es Hot andere gegeben, die wollten dir wegen Nichtbefolgung der Befehle das da zu tosten geben." Er bewegte plötzlich seine rechte Hand unter dem Regen- mantel und stieß Gypo in die Rippen. Gypo fühlte die Be- rührung von stumpfem, hartem Metall. Er wußte, es war die Mündung von Gallaghers Pistole, aber Gypo nahm keine Notiz von der' Pistole. Er hatte vor der Pistole keine Angst. Aber Angst hatte er vor Gallaghers Augen, in die er unab- lässig hineinstarrte. Er konnte sie nicht leiden. Sie waren so kalt und blau und geheimnisvoll. Der �Himmel mochte wissen, was hinter ihnen verborgen war. Sein Gesicht ge- riet in unregelmäßige, aufgelöste Bewegung. Sein Äinn, die Backenknochen, Nase, Mund und Stirn zuckten in ent- gegengesetzter Richtung, als ob ein Windstoß sich unter die .Haut seines Gesichts gestohlen hätte und sie flattern ließe. Dann kam das Gesicht zur Ruhe. Der Nacken schwoll, die kleinen Augen traten ihm vor. „'s hat keinen Zweck, deine Tricks an mir zu probieren, Danny Gallagher." Mit einer leichten Bewegung seiner rechten Hand schlug er die Pistolenmündung weg. Obwohl der Schlag nicht schwer war, machte er Gallagher zwei Schritte rückwärts taumeln, ehe er sein Gleichgewicht wiederfand. Sein Gesicht verdun- kclte sich einen Augenblick, dann lächelte er wieder. Mit hallender, trauriger Stimme fuhr Gypo fort: >, Gallagher.'s nutzt dir nichts,'s waren lauter Lügen, was du da eben erzählt hast, daß du versucht hättest, meine Haut zu retten, als ich im Oktober vorm Untersuchungstribunal stand. Ich weiß sebr gut. daß's Lügen waren. Mann, willst du mir vielleicht erzählen, daß du nicht der Ehef und Gott weiß was noch alles in der Organisation bist?— Wer sonst hat denn Da noch was zu sagen außer dir? Iomoll. Ich> Miß von dir Mchts wissen. Du lügst. Du taugst nichts. Und l ich wär' heut noch in meiner Stellung bei der Polizei, wenn du nicht gewesen wärst mit deinem Schmus. Du bist es ge- wefen, der mich meine Stellung hat verlieren lasten mit deinen ZZerfprechungen von Gott weih was. Ich erkläre beim all- mächtigen Gott, daß ich mehr für deine verfluchte Organisation getan habe als irgendein anderer Mann in Irland. Ich habe Dinge getan, wie sie kein anderer fertigbringen könnte, ohne gehängt zu werden. Und du bist gekommen und hast mich rausgeschmissey wegen'nem niedergeknallten alten Baper. Mich und McPhillip. Was haben wir dafür gekriegt? Was... ihr verrotteten.. Ohne Zusammenhang rasselte Gypo eine lange Reihe lästerlicher Flüche herunter; seine Stimme wurde dabei immer lauter. Seme Arme waren nach auswärts gekrümmt und angehoben, und der Kopf gesenkt, als wollte er Schwimm- Übungen machen. Schaum trat ihm vor den Mund, und er starrte von einem der drei Männer zum anderen, wie in Un- gewißheit, welchen er zuerst angreifen sollte. Plötzlich wurde ein kleines hölzernes Schiebefenster rechts in der Wand herausgeschoben und in der Oeffnung erschien ein hübscher, rothaariger Kops. Es war Kitty, die Kellnerin. „Gott bewahr' uns," schrie sie und legte die Finger an die Lippen, als sie Gypo erblickte.„Was ist das für'n Kerl? Was will der hier, Dan?" Gallagher antwortete mit einem leichten Lachen:„Das ist in Ordnung. Kitty, er ist ein Freund von mir. Wir machen hier ein Wettfluchen." Und er lachte herzllch, während er mit dem Stummel seiner Zigarette zum Spucknapf ging. Gypö drehte sich um und blickte in das erschrockene Ge- ficht der Kellnerin. Als er ihr schönes Gesicht sah und das bübsche, weiche Haar, das in dem künstlichen Licht schimmerte, schwindelle ihm der Kopf, und seine Augen wurden naß. Augenblicklich wich der Zorn aus seinem Körper, so daß er leer zusammenzusinken schien. Er war so starr gewesen wie ein Baumstamm. Jetzt wurde er lose und ahne Halt. Er stand mit gebücktem Kopf und verwunderten Augen und sah die Kellnerin an. Die Kellnerin, die die Veränderung sah,, die sie durch ihre Gegenwort in dem unbeherrschten Riesen hervorgerufen hatte, lächelte geschmeichelt unp strich sich ordnend über das Haar. Sie sah sich nach den anderen um, als wollt« sie sagen: „Seht ihr das auch alle?" Gallagher ging aufgerichtet zu« Schalter,»ah« chr» l beiden Hände in die seinen und schaute bestrickend in ihre Augen. Ihre Augen verdrehten sich für eine Sekunde, als ob sie sich plötzlich fürchtete. Dann lächelte sie sanft und müde wie eine leidenschaftlich liebende Frau. Gallagher neigte seinen Kopf und flüsterte etwas in ihr Ohr. Sie brach in ein lautes Lachen aus. Gallagher lächelte. Dann seufzte er plätzlich und klopfte abgehackt an den Laden. „Bier Glas Whisky, aber schnell, sagte er mit leiser� scharfer kalter Stimme. Die Kellnerin hörte so schnell auf zu lachen, als ob ein plötzlicher Schmerz sie befallen hätte. Sie schob die Klappe herunter und lispelte dabei:„Ja, Dan." Gallagher kam zu Gypo zurück und legte seine Hand wiederum auf Gypos Schulter. Gypos Hände waren jetzt in feinen Hosentaschen. Nach seinem erfolglosen Ausbruch fühlte er sich müde. Er wünschte irgendwohin zu gehen, sich hinzu- legen und zu schlafen, tage- und nächtelang. In seinem Kopf Sing alles durcheinander. Er war sehr müde. Als er iallagher ansah, fühlte er sogar ein Berlangen, ihm sein Ge- heimms anzuvertrauen. Gallaghers Augen besaßen eine so teufsiche Anziehungskraft. Sie schienen Dinge aus Gypo her- auszuziehen, zu sich hinüber. Sie würden imstande sein. einen Plan zu machen und... Gypo hatte eine Silbe von Gallaghers Namen geäußert, ehe er sich des wirklichen Amtes des Mannes bewußt wurde und der Folgen eines ihm gemachten Geständnisies. Der Name erstarb auf seinen Lippen. Gallagher lächelte. In ferundlichem Ton sagte er:„Gypo. alter Junge, vergiß lieber, was gewesen ist. Wir haben jetzt etwas an der Hand, das dich ebensoviel angeht wie uns. So können wir also auch gemeinsam dabei vorgehen. Das ist es, weshalb ich Bartly Mulholland zu McPhillips Haus schickte, um dich zu suchen. Ein Freund von dir ist von der Polizei hingemacht worden. Die Sache sieht aus wie Spitzelarbeit. Wir müssen den Spitzel erwischen. Tatsächlich ist das nicht Sache der Or- ganisation. weil Francis nicht mehr Mitglied war. Er war nur ein gewöhnlicher Zivilverbrecher, was uns angeht. Aber ein Spitzel ist ein Spitzel. Er muß ausgerottet werden wie das erste Zeichen der Pest, sobald wir wissen, wer es ist. Cr ist ein Feind von uns allen. Er muß gefaßt werden, Gypo. Und dir kommt es zu, uns an die Hand zu gehen, den Verräter auszumachen, der deinen Freund w den Tod geschickt hat. Weil.. ä (Fortsetzung folgt} j Eine Ebetragödie? Mann und Frau durch Gas vergiftet aufgefunden. Der Doppelfelbffmord eines Ehepaares wurde geffern abend im Hause Rosenheimer Str. 39 in Schöneberg entdeckt. Auf dem Treppenflur des Borderhauses machte fich starter Gasgeruch bemertbar, der aus der Wohnung des Kaufmanns Edgar Malchin drang. Als auf Klopfen niemand öffnete, wurde die Boilzei und die Feuermehr benachrichtigt. Die Zür wurde gewaltsam geöffnet. Den eindringenden Beamten schlug starter Gasgeruch entgegen. 3m Schlafjimmer wurde der 28 Jahre alte Malchin und seine um sieben Jahre ältere Frau in den Beffen leblos aufgefunden. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Dei Leichen wurden nach der Halle in der Eythstraße gebracht. Bisher fonnte auch noch nicht ermittelt werden, ob das Ehepaar im gegenseitigen Einverständnis aus dem Leben geschieden ist. Ein Unglücksfall erscheint. ausgeschlossen, da die Hähne mehrerer Lampen weit geöffnet waren. Das Europa- Haus. Weiterbau foll endgültig eingestellt werden. Der Weiterbau des Europa hauses, das am Asta nischen Platz aufgeführt werden sollte, ist nun man fagt: endgültig eingestellt worden. In dem Streit um dieses Baumert hat das preußische Wohlfahrtsministerium sich als Gieger behauptet. Die Unternehmer hatten fich wohl ein bißchen zu voreilig darauf verlassen, daß der Wohlfahrtsminister sich doch noch mit dem Hochhaus einverstanden erklären merde. Der Minister mollte aber ein Hochhaus nur dann zulassen, wenn es als Bureauhaus verwendet würde oder wenigstens in den oberen Stockwerken für Bureauzwecke vorbehalten bliebe. Hotelräume in so bedeutender Höhe scheinen, dem Minister wegen der Feuers gefahr bedenklich. Das ständig in einem Hochhaus verkehrende Personal von Bureaus merde, meint man, bei einem Brandausbruch nicht so leicht von einer Banif ergriffen, wie die mit den Räumlichfeiten weniger vertrauten Infaffen, eines Hotels Die Unternehmer versprechen sich aber von einem Bureauhaus weniger Gewinn als von einem Hotel, darum verzichten fie mohl nur einstweilen auf den Weiterbau. Das zum Himmel ragende Gerippe der schon aufgestellten Eisenfonstruktion soll, zum Schutz gegen Rost weiß angestrichen, zur Lichtreflame vermietet merden. Schön wirds nicht aussehen, wenigstens bei Tageslicht nicht. Aber man vermietet zunächst nur auf ein Jahr in Hoffnung auf einen Umschwung der Ansichten beim Wohlfahrtsministerium. Berlin als Lichtstadt. Fast wie eine Drohung flingt das Riefenprogramm, das in der Zeit vom 13.- 16. Oftober über Berlin, sich ergießen soll, man will nunmehr, wenn alle anderen Mittel versagen, Berlin mit Licht furieren, mit Lichttagen( resp. nächten!), mit, einer ganz groß auf gemachten Illumination, von denen die Zuschauer noch in fernen Tagen reden werden. Berlin foll wie eine Riesenfadel in das Dunkel der Nacht hineinleuchten und die Fremden sollen wie die Motten in dieses Licht flattern. So ähnlich und nicht andens lauteten die Reden, die die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Berlin im Zicht" bei einem Breffeempfang im„ Funted" hielten und diese Reden waren schon jo etwas wie ein Stapellauf der großen schwer umgrenzbaren Reflameidee für Licht- und Fremdenwerbung. Wie sich die Stadt ,, im besten Lichte" zeigen will, geht aus dem nachfolgenden Brogramm hervor: 33 maßgebende Berliner Berbände hätten den Wunsch geäußert, eine Lichtfestveranstaltung größten Stils durchzuführen. Dieses spontane Berlangen, was ja beinahe einem Bolfsentscheid ähnlich sieht, wurde auf der ersten tonstituierenden Versammlung der Arbeitsgemeinschaft sofort von 88 Organisationen unterstützt, die auch die finanzielle Durchführung sichergestellt haben. 1600 Installateure haben bereits Installationskurse für dieses Lichtfest absolviert. Etwa 80 öffentliche Gebäude sollen angestrahlt" werden, wobei man die in den letzten Jahren so mit Nichtachtung geftraften Denkmäler nicht vergessen will. Die Autobefiger planen einen Auto- Lichttorso, der eine vollständige Neuheit darstellt. Lichtgeschmückte Reklamewagen wollen etwas ähnliches wie den Kölner Karnevalsrummel inszenieren, man erwartet die Befeiligung von Handwerkerverbänden mit eigenen Wagen an dem von Mufit begleiteten Festzuge. Lichtfioske und Lichttürme werden die freien Bläze schmücken und die Schaufenster der großen Geschäfte treten in einen Schaufenster- Beleuchtungswettbewerb. Der Pariser Play foll durch Gasfackeln erhellt werden. Un die Bürgerschaft wird ein öffentlicher Appell gerichtet, durch Illuminations: beleuchtung der Fenster das ihrige an dem Fest beizu tragen. Mond und Sterne hat man nicht mit ins Programm gestellt, weil diese Faceiträger das menschliche Halodrio“ mehr verderben als fördern. Bei der Riesenkonkurrenz der internationalen Hauptpläge des Fremdenverkehrs muß man zu solchen Mitteln greifen. Bereits hat die Idee schon in anderen deutschen Städten Schule gemacht und die Städte Karlsruhe, Leipzig, Zittau, Hamburg und Darmstadt sind ebenfalls dahei, Lichtfeste zu organisieren. Amnestie und Tscherwonzenfälscher Eingestellte Verfahren. Die Amnestieverordnung wird auch auf das gegen die Tigerwonzenfälscher schwebende Ermittlungsver. fahren Anwendung finden, weil es fich auch hier in der Hauptsache um ein politisches Bergehen handelt. Die Fälschungen gingen bekanntlich von dem Georgier Bafilius Sadathieraschwili aus, der gewisse Verbindungen mit den in Paris lebenden georgischen Emigranten und besonders mit dem Komitee zur Befreiung des Kaukasus" hatte, das aus Bertretern der von den Sowjets vertriebenen nationalen Regierungen von Georgien, Adzerbeidschan und den Republiken des Nordfaufajus gebildet und von Amerifa als die legitime Regierung dieser Gebiete anerkannt worden ist. Um die jezigen Machthaber in Rußland zu schädigen, war er auf den Gedanken gekommen, zur Unterhöhlung der russischen Währung gefälschte Tscherwonzen herstellen zu lassen. Für den Bertrieb und die Herstellung gewann er eine Reihe von Personen aus München und anderen Städten Deutschlands, die ebenfalls in der antibolfchemistischen Bewegung tätig waren oder mit ihr sympathisierten. Auf Antrag der Verteidigung Sadathieraschwilis hat jeht die 3. Straffammer des Landgerichts I den Beschluß gefaßt, das Ermittlungsverfahren auf Grund der Amnestieverordnung Weber- München, Georg Bell und den seinerzeit in Frankgegen Sadathieraschwili, sowie gegen Dr. Georg furt a. M. verhafteten Hofrat Radette einzustellen. Auch das Verfahren gegen den Buchdrudereibefizer Böhle aus Frankfurt a. M., der die Druckerei für die Herstellung der Tscher. monzen vermittelt hatte, sowie gegen die Mitbeschuldigten Bruno Rippling und Hans Kesel ist auf Grund der Amnestie nieder geschlagen worden. Außerdem find Haftbefehle gegen Sadathieraschwili, Bell und Dr. Weber lekterer war bereits gegen Stellung einer Kaution vor einiger Zeit wieder auf freien Fuß gesezt worden aufgehoben worden. Weiter hat die Straf fammer beschlossen, daß bei dem Buchdruckereibefizer Schneider und Sohn, bei dem durch Vermittlung Böhles die Tscherwonzen. die Amerikanischer Mörder in Berlin. 600 Dollar Be ohnung. Wegen Mordes an einem amerikanischen Polizeibeamten wird ein 25 Jahre alter Neger Tenola E. Moore aus Fort Worth auch von der hiesigen Kriminalpolizei gesucht. Moore, der in seinen Kreifen den Spiznamen Snappy" führt, hat früher in der nordamerikanischen Armee gedient und führt ständig Schußwaffen bei sich. Der Berfolgte, auf deffen Ergreifung eine Be lohnung von 600 Dollar ausgesetzt ist, ist 1,72 meter groß, hat dunkelbraune Hautfarbe, sehr dicke Lippen und flache breitflügelige Nase. Aufallend flein im Vergleich zu seiner Körpergröße sind seine Füße. Mitteilungen über das Aufauchen des Gesuchten sind an die Inspektion A. im Polizeipräsidium zu richten. Selbstmörder im Viktoriapark. unbekannter junger Mann erschossen. Man fand ihn Im Vittoriapart hat sich in der Sonnabendnacht ein noch heute früh tot auf einer Bant figen. Neben ihm lag eine Pistole, mit der er sich eine Rugel in den Mund gefchoffen hatte. Ausweis papiere hatte er nicht bei sich. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Der Tote ift etwa 20 Jahre alt, 1,70 Meter groß, hat schmales Geficht und dunkelblondes Haar und trug blauen Anzug, bunttariertes Hemd mit blaubrauner Krawatte und braune Halbschuhe. Besonderes Kennzeichen ist eine Tätowierung auf dem rechten Unterarm, die ein Herz mit durchgestoßenem Pfeil darstellt, darunter zwei gefreuzte Fahnen und die Buchstaben L. T. mehrere Finger haben Warzen. In den Kleidungsstücken fand man eine goldene Uhr mit Schlüffel und 90 Mart bares Geld. " Wer niemals einen Rausch gehabt..." fälschungen angefertigt wurden, sowie bei Dr. Beder und dem Angeschuldigten Schmidt, die die Falsifikate vertrieben haben, feine Anwendung der Amnestie in Frage kommt, sondern das Verfahren weitergeführt wird, anscheinend aus dem Grunde, weil es sich hier nicht um politische Straftaten der Angeschuldigten handelt, sondern vielmehr dort der Eigennus eine gewisse Rolle spielt. Bezüglich der anderen Angeschuldigten, die noch in die Angelegenheit ver wickelt sind, liegt noch kein Beschluß über die Anwendung der Amnestie vor, da fie nicht anwesend sind und sich bisher nicht äußern fonnten. Die Staatsanwaltschaft, für die Untersuchungsrichter Krüger die Ermittlung führte, hat allerdings beim Kammera aericht gegen die Anwendung der Amnestie und die Aufhebung der Haftbefehle gegen Sadathieraschwili, Bell und Dr. Weber Bes schwerde eingelegt. Von der Entscheidung des Kammergerichts wird es abhängen, in welchem Umfang dieser Prozeß, dessen Durch führung außerordentlich intereffante politische und wirtschaftliche Einblicke der Intereffenfampf der Naphthaerzeuger und die taukasische Erdölproduktion spielte bekanntlich in die Affäre hinein gewähren würde, aufgerollt merden wird. Der Prozeß der Achtundachtzig. Unterbrechung der Plädoyers. In dem Prozeß der 88 2ngeflagten, dem großen Ein Stein fponbetrugsprozeß, erörterte Staatsanwalt Freiherr v eder am Sonnabend die erfien 30 Betrugsfälle. Darauf wurde die Berhandlung auf Montag pertagt. Der Anflagevertreter wird noch einen vollen Tag für die Besprechung der übrigen Betrügereien der Angeklagten und die Begründung seiner Strafanträge in Anspruch nehmen. Erst am Dienstag werden die Verteidiger beginnen, bei deren großer Bahl wird voraussichtlich die ganze nächste Woche mit den Verteidigerplädoyers ausgefüllt werden. Das Urteil ist erst eine Woche später zu erwarten ihn aber auch, meint er, bei dem einen Falle nicht mit Borhaltungen, ärgern follen. Die wenigen Tage seit dem Auftritt hat er denn allerdings soviel getrunken, daß von den 400 Mart nichts mehr übrig war. Wie heißt es doch: Wer niemals einen Rausch gehabt, das ist fein braver Mann..." Und nun wird der Strafrichter das legte Wort[ prechen! Stimmung- bitte!" Ein Nachtlofal. Auf der Bühne hüpfen sechs Girls ihren. outomatisch- rhythmischen Trott, in den Logen und im Barkett figen Pärchen in animiertester Stimmung. Immer neue Gäste strömen hinzu, die Kellner fligen gefhäftig mit Settfübeln hin und her. Ein paar Frauen sind schon ganz außer Rand und Band und ihre Kavaliere werden kühn und fühner. Die Musit peitscht unausgefeht ein und denselben Rhythmus, ein ruffiftes Motiv; bald wehmütig flagend, bald wild rasend, echt slawisches, emig- wechselpolles Geschehen. Und der Gastgeber in Hemdsärmeln, schwigend, heftig gestikulierend, brüüt unaufhörlich durchs Megaphon: Stimmung, russische Gesellschaft der Borkriegszeit ist bei ihm zu Gaste. Offziere, meine Herrschaften. Los! Trintt, tanzt, johlt ein bißchen. Eine in reichbetreßten Uniformen, Frauen, mit Schmuck überladen, das zwischen Musiter, Tänzerinnen, Bigeuner im Originalfoftüm und Allfohol, viel Aitohol. Ganze Batterien geleerter Flashen flantieren die einzelnen Tischreihen. Immer wieder flammt das Licht auf, immer wieder hämmert das Klavier dieselbe Weise, immer wieder die Gäste gehorchen ihm aufs Wort. Die Frauen werben, die brüllt der Mann vom hohen Bodest herab seinen Shlachtruf. Und Männer find weinberauscht- felig, eine schwüle, luftdurchzitterte Luft erfüllt den Raum. Dann, wenn die Lampen verlöschen, find fie alle die hier für 15 bis 20 m. pro Tag Luft, Freude, Schmerz mimen wieder wie mit einem Schlage verwandelt. Ernste Maschenfinder, müffen. Das Ganze ist eine Filmaufnahme in einem der großen Ateliers am Kurfürstendamm. Ein russischer Film Ruffen. Sie spielen da ein Stück Leben früherer Tage, mie es der wird gedreht, Hauptdarsteller und Komparferie, alles waschechte Dichter empfand und wie sie selbst es zum großen Teil erlebt haben. " Billige Wäsche." daß seine Gäste großen Radau vollführten und sogar handgreiflich Ein Gastwirt am Schlesischen Bahnhof hatte darunter zu leiden, wurden. Um dem abzuhelfen, nahm er vor einem Jahr einen 32 Jahre alten Schlächter Dito B. bei sich auf, der nun im Nebenberuf für Ruhe und Ordnung sorgte. Die Gäste, die früher Veranfaffung zu ärgerlichen Auftritten gegeben hatten, mertten bald, daß Otto B. eine gute Faust hatte und hielten von da an Rube. Das ging ein Jahr so hin. Vor einigen Tagen aber trant sich Eine Reihe ärmerer Frauen ist einem raffinierten Schwindler, einmal einen Rausch an. Als ihm der Wirt darüber eine nicht böse dem Mufifer Knape Berto, zum Opfer gefallen, der schon seit gemeinte Borhaltung machte, war seine bisherige Stüge plöglich Jahren mit demselben Gaunertrid arbeitet und auch schon mehrfach wie umgewandelt. B. fiel über den Wirt her und verbestraft worden ist. Auf der Straße wurde den Frauen von ihm prügelte dann auch noch dessen Frau und mehrere An- billig" Wäsche angeboten. Er hatte einen Karton bei fich gestellte. Von den anwesenden Gästen traute sich feiner an ihn und behauptete, daß darin fünf feine Bettbezüge mit Kopfkissen heran. Das Ende war, daß P. in das Schlafzimmer der wären, die er billig für 20 bis 36 Mart verkaufen könne. Zum Beweise seiner Behauptung öffnete er die eine Seite des Kartons Wirtsleute hineinging, 400 Mart herausholte und damit verin einem Lotal am Alexanderplat betroffen und festgenommen. verschnürten Wäschestücke. Kamen die Frauen dann, froh über den und zeigte die fünf sorgfältig verpackten und mit blauen Bändchen schwand. Seitdem fuchte ihn die Kriminalpolizei. Jezt wurde er B. bekundete tiefe Reue. Er weiß gar nicht, wie er, zu dem Angriff preiswerten Rauf nach Hause, dann harrte ihrer eine böfe auf die Leute gekommen ist, die boch immer so nett zu ihm gewesen leberraschung. Aus dem geöffneten Batet fielen Breß seien. Er sehe wohl ein, daß er nicht trinken dürfe. Man hätte tohlen und Lump en heraus. Die Wäsche war in geschickter Stand Betten Bettlaken 2.75 1 Oberbett, 1 Unterbett, 1 Kissen, graurot Inlett mit grauen Federn, zus. 16.25 Halbdannen- Oberbett guter Linon, 130 × 200.. Ueberlaken mit handgezogenen HohlKöperstout, grau mit echt türkisch- säumen, 150X250.. Entenhalbdaunen. 130 × 200 7.95 roten Streifen, m. chinas, 38.50 Frottier- Handtuch Oberbett- Inlett bunt gemustert, indan- 85 ca. 180x200. thren rot oder rotrosa gestreift, 9.50 Badelaken Oberbett- Bezug Kante, 160x200 starkfädigerWäschestoff, weißer Kräuselstoff mit roter Pf. 5.90 zum Köpfen, Westoff 4.75 Bettfedern u.Daunen ca. 120 200 doppelt gereinigt u. gut entstäubt, Kissenbezug 1.35 Qualitätsware, sehr preiswert! mit Languettenverzierung Reform- Unterbett 11.95 Bettfedernmit Trikot- Oberseite, 11.95 90X190. Gustav Ultimo Preise! Fabrik Lustig Schlafdecke 195 Sogenform, mit ZugMetall- Bettstellen grau mit Streifenkante. federmatratze, weiß oder Steppdecke schwarz, 80x185... 19.50 50 guter Satin doppelseitig. mit bunter Bordüre, 150x200. 13.75 Bogenform, mit Zugfedermatratze, Messingstäben und Daunendecke oder schwarz, 90x190 Kugeln verziert, weiß prima Seidenglanzsatin, in diversen Farben, mit la Daunen, 150X200 20.45- Weißlack- Möbel Garderobenschrank, 2 türig, Damen- Wäsche m. Hutboden und Stange. 48( Verkauf nur Prinzenstraße Ecke Sebastianstraße) mit Stickerei bügeltief, 80 cm breit Nach Isch mit Tür und SchubPt. kasten. Taghemd85 Prinzeß- Rock 2.95 bettstelle mit Valenciennespitze 16.50 Kinder- Holz- 217 70x140 cm .75 Prinzen- Str. Wilmersdorfer Str Ruhebett ECKE 138 mit farbigem BeSebastian Strander Bismarck Str zug.. 26.75 Größtes Spezialhaus Deutschlands für Bettfedern, Betten und Schlafzimmerbedarf Weise durch einen Streifen Leinen angedeutet, der so gefaltet und gepolstert mar, daß man des Glaubens fein mußte, es feien wirklich' fünf Wäscheftüde eingepact. Das Schöffengericht Neukölln verurteilte den Schwindler zu zwei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust. „ Der hat' n guten Schnaps!" Szenen aus dem Einbrecherleben. Die Wohnung eines befannten Kammerfängers in der Kaiserallee, in der Nähe der Nürnberger Straße, hatten am vergangenen Sonnabend Einbrecher heimgesucht. Der Sänger ist mit seiner Gattin Das Fischsterben in der Spree. Das vor furzem gemeldete Fischfferben in der Spree beim 3irfus Busch ist nach sofort vorgenommenen Untersuchungen der Preußischen Landesanstalt für Fischerei weifellos auf Sauerstoffschwund im Wasser der Spree infolge von Berunreinigung durch fäulnis fähige Abwässer zurückzuführen. Don Jahren immer wieder, besonders im Hochsommer, aufgetreten. Die Verhältnisse sind schon im Jahre 1924 von der Landesanstalt für Fischerei eingehend untersucht und in einer besonderen Arbeit über die Verunreinigung der Spree und Havel durch die Abwässer Groß- Berlins auch veröffentlicht worden. Auch im Jahre 1926 murde ein Bericht über ein von der Landesanstalt untersuchtes Fischsterben an der Mühlendammschleuse in der Fachpresse bekanntFällen, wie nach den Feststellungen des Wasserbauamtes scheinbar auch zurzeit wieder die sogenannten Notauslässe der städtischen Kanalisation, die normalerweise allerdings nur bei Ueberflutung durch Gewillerregen, Schneeschmelze und ähnlichen Anlässen in Funktion treten sollen, über deren schädliche Einwirkung angeblich auch zu anderen Zeiten jedoch seit Jahren die Klagen der Fischereis interessenten nicht verstummen wollen. Das Spreewasser ist leider infolge der langjamen Strömung bei u. a. m., im ganzen für mehrere tausend Mart, darunter auch Stadt schon an sich ziemlich sauerstoffarm, es enthält normalerweise mehrere Depotscheine über in Verwahrung gegebene Schmuditüde. im Sommer nur etwa 4 Milligranim Sauerstoff im Liter, während Auch die Pförtnerfrau hatte verdächtige Geräusche in der Woh- der übliche Sauerstoffgehalt außerhalb der Stadt etwa das Doppelte nung gehört. Sie ging die Bordertreppe hinauf, um aufzuschließen. beträgt. Findet nun in solcher kritischen Zeit noch eine Verunreini Da sprangen die Einbrecher aus den im hohen Erdgeschoß liegenden gung des Waffers durch fäulnisfähige Abwässer statt, fo finft infolge Fenstern, sezten über den Vorgartenzaun und rannten die Kaiser der erhöhten Bakterientätigkeit der geringe Sauerstoffgehalt sehr allee entlang. Einem Passanten fiel die Eile auf, er stellte einen schneil noch weiter und gerät vorübergehend unter den selbst von Mann und fragte, was er in der Wohnung gemacht habe. Nicht im widerstandsfähigen Fischen noch ertragbaren Grenzwert( etwa geringsten eingeschüchtert, erwiderte der Einbrecher: Geh man rein, der hat' n guten Schnaps", eine Aufforderung, der der 1-2 Milligramm pro Liter). Dann erstiden die Fische Passant allerdings nicht Folge leistete. Beamte der Dienststelle B. 1 und es tritt, wie bei dem augenblidlich vorliegenden Fall, ein der Kriminalpolizet, die am Mittwoch, verschiedene Lotale in der plögliches örtliches Fischsterben ein. In Berlin ist Münzstraße abstreiften, stießen hier auf einen Mann, der Schmuddies feineswegs felten, sondern im Gegenteil seit einer langen Reihe fachen und Berwahrungsscheine zum Kauf anbct, aber wenig Gegen liebe für die Sachen fand. Er ging dann weiter nach der Dirdsen. straße und versuchte hier sein Heil. Auf der Straße griffen die Beamten dann zu und brachten den wilden Händler nach dem Polizeipräsidium. Hier entpuppte er fich als ein alter Bekannter, ein 33 Jahre alter früherer Kaufmann Franz Andreschesty. Außer einigen Schmudstüden fand man noch die Depotfcheine bis auf einen bei ihm. Er erzählte natürlich den üblichen Schwindel von dem großen Unbekannten. Mit einer gefälschten Invalidentarte hatte er einige Wertsachen auf den Namen Bredow" verseßt. Bei dem Festgenommenen entdeckte man hochmodernes Ein. bruchsmerizeug, über dessen Verwendung er eine geradezu rührende Geschichte erzählte. Sein Bater befize ein Karussell und die Werkzeuge sollten nur dazu dienen, dieses zu reparieren. Weiter fand man in feine Behausung Silberzeug, ein Perlmutter opernglas und zwei wertvolle Beißgläser, die ebenfalls gestohlen sind. Die Eigentümer sind noch nicht bekannt. verreift und. hatte Betannte gebeten, nach feinen Räumen zu fehen. ftarfer Erwärmung während längerer Higeperioden innerhalb der gegeben. Die Ursadje dieser Berunreinigungen bildeten in den meisten' So wurde der Einbruch Um nun auch seine Helfershelfer und den Rest der Beute aufzuspüren, unternahm die Kriminalpolizei eine Razzia in ter Münz straße. 50 Personen, die Händler sein wollten und fast alle Uhren und andere Wertsachen in den Taschen hatten, wurden auf Lastkraftwagen nach dem Präsidium gebracht. Mehrere der Ausgehobenen wurden bez reits gesucht, die anderen nach der Bernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Als die Schar der Gäste abtransportiert war und man die Wirtschaft gründlich in allen Winkeln absuchte, fand man ein buntes Durcheinander zurüdgelaffener Gegenstände, die darauf fchließen lassen, daß die Herrschaften fein allzu reines Gewissen hatten. In der Bodenhölung der Biersetdel maren goldene Uhren verftedt, in einer dunklen Ecke eine nagel neue ftentasche mit photographischen Apparaten und Schlüsseln, wieder in einer anderen ein Dugend Grammophon platten und dergleichen. Außerdem waren 6 Fahrräder im Stich gelassen worden, zu denen feiner der Eigentümer sein wollte. Da alle diese Sachen ohne Zweifel Sore" find, so wurden sie beschlagnahmt und für die Besizer sichergestellt. Bauunternehmer und Polizei. Nächtliche Ruheftörung ist bekanntlich ein Bergehen, bei dem die Polizei meist schnell und mehr oder weniger energisch eingreift. Daß es aber auch anders geht, daß es möglich ist, den Bewohnern eines Großstadthauses Nacht um Nacht die dringend notwendige Ruhe zu rauben, zeigt folgende Zuschrift: In einem Hause der Münzstraße findet seit einiger Zeit der Umbau eines Kinos statt. Die Arbeiter sind fleißige Leute, sie beschränken sich nicht auf die Tätigkeit am Tage, sondern nachts, wenn die Mieter des Hauses schlafen wollen, wird mit voller Liebe gehämmert, werden Steine geflopft, Balken mit Wucht hingeworfen usm. In dem engen, hohen Hofe des Hauses schallt es natürlich besonders start. Der Besizer des Hauses ist ein Landgerichtsrat, der in der Luitpoldstr. 32 wohnt, von dem man annehmen follte, er habe Ordnung in seinem Hause. Ganz im Gegenteil! Die Miete holt er sich pünktlich, aber sonst fümmern ihn die Angelegenheiten des Hauses überhaupt nicht, entsprechend ist seit jeher die Ordnung. Da der hohe Herr verreift ist, ohne für Vertretung gesorgt zu haben, ist das Haus sich selbst überlassen, und die Mieter wenden sich in diesem Falle an die Polizei. Am Dienstag, dem 24. Juli, wurden abends um 11 Uhr zwei Beamte herbeigerufen, sie bejahen sich das Arbeiten und die somit verbundene Störung, griffen aber feineswegs ein, sondern gaben man sollte es nicht glauben ein falsches, nicht zuständiges Polizeirevier an, auf dem man fich beschweren sollte. Am Mittwoch wurde von den Mietern des Hauses gemeinsam eine Anzeige am zuständigen Revier VII niedergelegt und seitens des Beamten Abhilfe versprochen. Troßdem wurde Donnerstag nacht wieder gearbeitet. Als der Lärm nun in der darauffolgenden Nacht vom Freitag zu Sonnabend ganz schlimm murde, rief ein Mieter des Hauses um 11 und um 12 Uhr JETZT Reiseschuhe prima Dirndlstoff, in geblumten Mustern, mit guter Kordelsohle, extra billig..... Grösse 36-42 Sportschuhe 75PL mit Wildledersohle, für Turnund Rasensport, extra billig, Gr. 43-46 1,60, 36-42 1,45, 31-35 1,35.. Badeschuhe 27-30 schwarz Sarin, welss gefüttert, mit Gummisohle, extra billig Grösse 36-42 Leinenschuhe prima weiss Leinen, in bequemer, ha brunder Form, extra billig Grösse 35-37 Hausschuhe prima Steppsatin, In verschiedenen Farben, der beliebte, praktischeReiseschuh, extra billig 125 145 145 75 Kinder- Spangenschuhe braun la Boxcalf, beste Verarbeit., auch Schnürschuhe in schwarz Boxcalf, extra .Grösse 17-20 Lillig.. Kinder- Stiefel weiss Leinen, in guter Ausbesonders führung, dauerhaft, extra billig, Grösse 31-38 Leder- Hausschuhe mit biegsamer Ledersohle und grossem Pompon, imit. Krokoleder, in verschieden. Farben, extra billig. 190 SO 1' 75 Schulstiefel schwarz la Rindb ,, bes, kräft. u. gute Ausführ., extra billig, Gr. 36-39 9,50, 31-3; 7,50. 27-30 6,50, 25.26 4,90, 22/23 Pumps modefarben, echt Chevreau 90 mit apartem Seltengummi3.90 zug, Louis XV.- Absatz, extra billig ***** Kinder- Spangenschuhe Spangenschuhe beige und weiss Leinen, der bellebte Sommerschuh, extra billig, Grösse 31-35 4.90, 27-30 399 schwarz, echt Chevreau, in 90 halbrunder Form mit amerikanischem Absatz, extra billig......... Grösse 35-38 Kinder- Spangenschuhe Kinder- Spangenschuhe farbig, aparte Ausführung, beliebter Sommerartikel, extra billig, Gr. 25'26 4,90, 25/ 243,90, 20-22 3,45, 18/19 90 29 Lack- Spangenschuhe mit farbigen Einsätzen, der aparte Schuh für die 690 Kleinen, extra billig, Grösse 18-20 Leinenschuhe welss, prima Leinen, mit 1 u 2 Spangen, unentbehrlicher Sommerschuh, Louis XV.Absatz, extra billig Spangenschuhe mit blond Satin, hochfeines Modell, Louls XV.- Absatz, extra billig.. Damen- Stiefel schwarz, echt Chevreau, echt rahmengenäht, feinstes Fabrikat, extra billig, Grösse 35-38 Lido- Sandalen rot, blau und belge, blegsame Sohle, weiss ed., extra billig, Gr. 31-35 8,90, 29/30 7,90, 27/28 6,90, 25/26 4,90, 21/22 Bootsschuhe prima weiss Leinen, mit arbigen Besätzen u. angegossener weisser Gummisohle, extra billig..... 3.90 grau echt Chevreau, reizende Lackgarnitur, extra billig, 90 Gr. 27/28 6.90, 25/26 5,90, 23/24 4,90, 20-22 4,45, 18,19 Beige- rosé Spangenschuhe, prima Leinen, mit amerikanischem und Louis XV.- Absatz, extra billig Lackbesatz- Stiefel mit verschiedenen Einsätzen, feinste Rahmenarbeit, extra billig Grösse 35-38 Seglerschuhe weiss Leinen, mit 90 extra starker Kreppgummisohle, extra billig, Grösse 36-42 3ºº Lido- Sandalen beige, mit Stegspange und modernem seiti.Durchbruch, in besond. kräft. Ausführung mit amerik. Abs., extra billig Die Uebelstände wirken sich im übrigen weniger durch die Fischsterben im freien Wasser innerhalb der Berliner Spree aus die hier zugrunde gehenden Fische sind meist ohne erheblichen Wert und dienen nur als Gradmesser für den Zustand des Wassers, als durch den Schaden, der bei solchen Gelegenheiten vielfach in den Berkaufsständen der Berliner Fischhändler angerichtet wird. nachts das Revier VII telephonisch an und bat um Abhilfe. Die Revierbeamten versprachen, sofort einen Beamten hinzusenden. Bei diesem Bersprechen blieb es, denn anscheinend ist niemand erschienen. Es wurde ohne Unterbrechung die ganze Schicht durcha gearbeitet, und früh um 4 Uhr wurden die Balken genau so mit Bucht hingeschmissen, als ob es lichter Tag wäre. Die Mieter, denen die Nachtruhe zur Ausübung ihrer Tagestätigteit ein unbedingtes Erfordernis ist, missen nicht, moher ihnen Hilfe in dieser Not kommen soll und ergreifen deshalb die Flucht in die Deffentlichkeit. Die Bauunternehmer haben erklärt, sie zahlen die Polizeistrofen gern, denn die Konventionalstrafe im Falle, daß der Umbau des Kinos nicht zur Zeit fertig wird, ist ganz bedeutend höher. Die Polizei verhält sich gegenüber dem Kinoinhaber merkwürdig zurückhaltend, und so verbleibt die Tatsache, daß in Groß- Berlin ein Bauunternehmer stärker ist als ein ganzes Bolizeirevier. Eine große Anzahl arbeitender Menschen dürfe keine Nachtruhe haben, nur damit ein Kino um einige Tage eher eröffnet werden kann. Für Leserinnen der Frauenwelt! Am Freitag, dem 3. August, findet eine große gemeinsame Dampferfahrt nach Wol tersdorfer Schleuse stalt. Abfahrt morgens 9 Uhr ab Oberbaum oder Waisenbrüde. Karten zum Preise von 1,30 M. für Erwach sene, Kinder 50 Pf. im Frauenfefretariat Berlin SW. 68, Lindenftraße 3, 2. Hof, 2 Treppen, Zimmer 1. Berantwortlich für Politit: Bictor Schiff; Wirtschaft: G. Klingelhöfer; Gewerkschaftsbewegung: gr. Egtorn: Feuilleton: K. S. Döfcher; Lotales and Constiges: Friz Karstadt: Anzeigen: Th. Glade: fämtlich in Berlin. Berlag: Vorwärts- Berlag Gm. b. S., Berlin. Drud: Vorwärts.Buchbruceret. unb Berlaasanstalt Barl Singer u Go.. Berlin SW 68. Lindenstraße 3. Sterzu 3 Beilagen, Unterhaltung und Wiffen" und Jugend- Vorwärts". Lack- Schuhe prima Lackleder, mit mo 90 derner kurzer Schnürung 6.90 und Louis XV.- Absatz, extra billig.. Halbschuhe prima echt Chevreau, hoch90 feine moderne Ausführung, Louis XV.- Absatz, extra billig. 69º Braune Pumps echt Chevreau, m. besonders 90 bequemer Passform, der by 90 vornehme Sommerschuh, extra billig ****** Trotteurschuhe braun, feinste Rahmen30 arbeit, besond. bequeme 9⁰⁰ 990 Form mit Verzierung u. amerik. Abs., extra bullg Spangenschuhe echt Chevr., hellgrau, a. 90 m. Stegspange, verschied. Modelle, allerf. Ausführ., L. XV.- Abs., extra billig 90 1200 1290 Unser Schlager! Spangenschuhe 90 feinfarbig sekt, d. grosse 99⁰ Krepp- Gummisohlen Stegspangenschuhe beige rosé und oxblood 30 Spangenschuhe, echt 4⁹ 90 490 rahmengenäht, extra billig, Grösse 31-35 9,90, 27-30 Halbschuhe grau, mit moderner kurzer Schnürung und Louis XV.- Absatz, extra bililg ******* Lack- Zugschuhe in eleganter Form und AusBodenmaterial, Louts XV. Absatz, extra billig. ******** Kinder- Spangenschuhe Spangenschuhe braun, auch zum Schnüren, 30 besond. kräft. Ausführ, extra 3 90 billig, Grösse 31-35 8,90. 27-30 6,90, 25,26 5.90, 23/24 90 echt Chevreau, mode u. grau, init apart. Durdibr.u neuart. Garnierung mit amerik, und Louis XV.- Abs., extra billig Kinder- Spangenschuhe Pumps beige u, rosenholz, pa. Kalb90 leder, erstklassiges Material, 3ºº 3.99 extra billig, Grösse 31 bis 35 7,90, 27-30 6,90, 23-26 Lido- Sandalen blau, beige und grau, mit 90 biegsamer Sohle und seitlichem Durchbruch, welss ged., extra billig, Gr. 36-42 Lack- Spangenschuhe Zugschuhe mit aparter Garnitur, kräftige Böden, extra billig, Gr. 27 28 7,90, 25/26 6.30, 23/24 5,90, 20-22 4,99, 18/19 schwarz Spezial- Chevreau, 30 verschiedene Modelle, hochfeine Ausführung, amerik. u. Louis XV.- Abs., extra billig blond und dunkelgrau, echt tur und Seltengummizug, Louis XV,-Abs., extra billig 8.90 schwarz, Spez. Chevreau, 90 hochfeines Material, elegantes Modell, m. echtem LouisXV.- Abs, extr.billig Beige- rosé Spangenschuhe mit ent30 zückender, neuart, Ver890 zierung, mit engl, und Louis XV.- Abs., extr.billig Lido- Sandalen belge- rosé, rot, blau u. grau, erstklassige Aus führung, mit besonders dauerh. Sohlen, extr. bill. Burschenstiefel braun, prima Mastbox, 90 unverwüstlieh, welss 890 ged., extra billig Grösse 39 Lido- Sandalen naturfarben, elfenbein. 90 rot und blau, in aller890 Kinder- Spangenschuhe belge und grau, echt Chevr., 90 mit eleganter Zierstepperei, 6.30 feinstes Fabrikat, extra billig, Grösse 31-35 9,90, 27-30 Spangenschuhe grau, in verschiedenen 30 eleganten Ausführungen, Louis XV.- Absatz, extra billig Beginn: Sonnabend, den 28.Juli 90 felnster Ausführung, mit engl. Absatz, extra billig Wildleder schwarz, Spangenschuhe, erlesenes Material, elegante Form, extra billig. mit Louis XV.- Absatz... 1000 Modeschuh, Louis XV.-u. Blockabsatz, extra billig 12,90 Herren- Halbschuhe braun, bestes Fabrikat, bequeme breite Form, extra billig 90 120° Krepp- Gummisohlen Spangenschuhe, braun, SO oxblood, rosenholz, belge 10⁹⁰ und grau, feinste Rahmenarbeit, Grösse 36-41 Trotteurschuhe echt Chevreau, hellgrau, 90 beige u. rosenholz, verschiedene sehr Modelle, extra billig 10⁰⁰ 10⁰⁰ 1190 1190 Halbschuhe feine schwz., pa Samtkalb, modernste Ausführ., kurze moderne Schnürung u. LXV.- Abs., extra billig 13.⁰⁰ 1490 14.90 Herren- Halbschuhe schwarz, neueste Ausführung, modern.Flügel kappe, echt rahmengenäht, extra billig 149° 0 Herren- Halbschuhe 90 braun, elegante Form, erstklassige Verarbeltung, extra billig 90 14⁰⁰ Lack- Spangenschuhe Herren- Halbschuhe mit eleganter, grauer 99 Garnitur, sehr vornehm. Modell, amerik. Absatz, extra billig 1290 braun, prima Boxcalf, 90 m. eleg. Lochverzierung a. modern. Flügelkappe, extra billig Rest- und Einzelpaare Wegen 1600 des starken Andranges Stiller! grosse Restposten zu noch nie dagewesenen Preisen! Hausschuhe u. andere Artikel spottbillig! empfehlen wir dringend vormittags zu kaufen! SAISON AUSVERKAUF WERTHEIM Serien- Verkauf Leipziger Str.( Versand- Abt.) Königstr. Rosenthaler Str. 90 Pl Pf. 1 Mtr. Kleider- Fresco 1 Mtr. Vollvoile bedr., mod. Dessins 1,50 Mtr. Madapolam Stubenhandtuch Jacquard gebleicht 45 bis 55 6 Taschentücher Hohlsaum Badehandtuch farbig kariert Kinder- Unterkleid Länge Strumpfhaltergürt. Jacquard, Pullover- Weste Ottoman, Spielhöschen Zephir 4 Halter Modelarben Größe 40-55 1000 41ach 2 Roll. Obergarn Nr. 36-73 Herrensocken farbig gemustert fur Herren, Netz- Unterjacke Vorderschl. Schlupfbeinkleid für Damen. Baumwolle Basken- Mütze farbig für Damen, mit Stoff- Pantoffel Linoleum- Sohle Selbstbinder reine Selde 2 Steh- Umlegekragen Bleistift Alpaka versilbert, mit Ersapmienen Handkorb Bollerform Handkoffer Hartplatt., m. Metall190 Woll- Musselin gute Qualitat gr.Musterausw. seide 2 Mtr. Makobatist 1 Mtr. Crêpe de Chine Kunst Baumwoll. Schlafdecke 12 Staubtücher 2 Frottierhandtücher Damenhemd mit hoher Achsel und Stickerei Prinzeßrock mit Stickerel Hemdhose verschied. Ausführung Schal Crêpe de Chine, reine Selde bedruckt, ca. 22 × 130 cm Waschstoff Prakt. Kleid aus bedrucktem Jumper aus gestreiftem Zephir Kinderkleid einfarbig u. kariert Backfischkleid bedruckt Zephir Zephir Musselin Zephir 50 meKnabenanzug für ca. 2 Jahre Knaben- Sporthemd m Herrensportstrümpfe iert Herrensocken farbig gemustert Schlupfbeinkleid Kunstseide, Unterbeinkleid für Herren gestreift echt Mako zum Selbstverarbeiten Filz- Capeline schiene u. Ledergriff m. Fehl., 6 Teile 4 Tassen dekoriert Porzellan Satz Schüsseln Steingut, weiß 12 Dessertteller Steingut, weld Teebecher mit Glas, u. glatt Messing vernickelt Weißer Emaille- Eimer Wasserkonsol Emaille, Unserem lieben Genossen und alten Rämpfer Artur Strempel zum 25 jähr. Verbandsjubiläum die herzlichsten Glückwünsche S. W. 68 Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Rollege, der Schlosser Bruno Bauer geb. 26. Mai 1909 am 13. Juli gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei der Einäfcherung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters Gustav Germersdorf fagen wir allen Freunden, Bekannten. Barteigenossen und dem Reichsbanner Neukölln, insbesondere den Sängern, den Herren Rothe, Richard Barth und Arno Scholz und allen fibrigen Rednern für die lieben Worte des Abschieds herzlichen Dant. Frau Ww. Frieda Germersdorf und Sohn als Schwiegerfohn Frizz Kleinert und Frau. Für die so zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme an unserem schweren Berluft und des liebevollen Gebenkens für unsere liebe Berstorbene unseren innigften Dank, ins befondere der Genoffin Bohm- Schuch für die Worte des Trostes. Eugen Ernst. Georg Neumann, als Sohn. Danksagung. Für die außerordentlich pielen Bemetse herzlicher Teilnahme anläßlich bes Hinscheidens meines Mannes und guten Baters lieben Gustav Lachmann fage ich hiermit allen Genossen der 8. Abt., den Rameraden des Reichs banners Schwarz- Rot- Gold, dem Redner des Bereins für Freidenfertum, insbesondere dem Stadtverordneten Genoffen Klajus für seine tröstenden Worte, somie dem Bertreter der Gefchäftsleitung und des. Berlages Borwärts, dent Genossen Röckeriz, allen Freunden und Kollegen meinen aufrichtigsten Dant. Ww. Agnes Lachmann und Sohn. mit Maß Handtasche Alpaka versilbert Gummi- Schwimmtier 12 Bierbecher Leichtschllif 3 Emaille- Kasserollen Aluminium- Milchkanne Teppichbesen Moritzplatz 290 390 490 reine Seide 1 Mtr. Voile- Bordüre 2 Mtr. Kleider- Melange 1 Mtr. Helvetia viele Farben 3,50 Mtr. Louisianatuch 12 Linon- Taschentücher Damenhemd mit Stickerel, Jumper Baumwoll- Musselin, Haus- u. Gartenkleid Kinderkleid Trägeriorm mit langen Aermeln Gr. 40-48 bedruckt Waschstoff, für ca. 2-6 Jahre Vollvoile ( Einknöpfanzug) cm 110 cm Durchm. gemustert 3 Größen Band- Garnitur und Herren Jugendl. Kleid bedruckter Knabenanzug für ca. Jahre Wachstuchdecke 100 × 130 Spitzendecke weiß, mit Einsatz, Damen- Pullover farbig Herren- Hemd echt Mako, Backfisch- Hut Flauschstoff, Regenschirm für Damen Damen- Reiseschuhe Leder Nachthemd für Herren, m. farb. Borte Oberhemd durchgehend Perkal, mit Klappmanschett. Damen- Handtasche Leder Trittroller mit Gummiberelfung Verzinkte Wanne oval, Eismaschine Roßhaarbesen 65 cm 6 Alpaka- Eẞlöffel Aluminium- Wasserkessel 1 Mtr. Satin de Chine 3 Mtr. Makobatist 6 Küchenhandtücher Größe 100/150 cm Badelaken farble karlert, Unterkleid gestreitt Kunstselde, mit Spine Musselin, Gr. 42-48 Morgenrock gemust. BaumwollWochenend- Kleid Waschstoff Sportkleid wen, bedruckt. Waschstoff, Größe 40-48 weiß Panama, für Tenniskleid junge Mädch., 90-100 Tüll Fensterdekoration 3 tellig Wolle Damen- Westchen reine Schlupfbeinkleid für Damen, Herren- Garnitur lacke u Kunstseide Beinkleid) Flotter Filz- Reisehut Schirme 12 11g, Topform, Halbseide für Damen u. Herren, Krokaled., Gr. 40-46 Reiseschuhe für Herren, farbig, Oberhemd weiß, Pikeefalt.- Eins. u. Klappmanschetten Abteilungen, 17 om Brieftasche Safianled., mehrere Wasserball mit kräftiger Gummiblase 6 Personen, Kaffeeservice 9 Telle mit Korbbügel Toilette- Eimer wel, Steingut Brotdose lackiert verzinkt, 88 cm, komplett Waschtopf Tellerwage Wandkaffeemühle 3 Alumin.- Kasserollen 6 Paar Eßbestecke Backenhett mit und viele andere Artikel in den meisten Abteilungen Für die liebevolle Teilnahme und Aufmerksamkeit bei der Beftattungsfeier meines lieben Mannes und unseres Baters Gustav Kammacher sage ich hiermit allen Teilnehmern, besonders den Kollegen des Berkehrs. bundes( Sektion der Bretterträger und Rutscher), memen herzlichsten Dank. Wwe. Marie Kammacher nebst Kindern. MÖBEL Arbeiterfunk- Der Neue Rundfunk Obl. Organ d. ,, Arbeiter- Radio- Bundes Deutschlands E. V." Beilagen: Der Bastelmeister Die Neue Musik- Das Neue Theater Der Neue Film Der Neue Sport. Eine große Kulturzeitschrift im Sinne der modernen Arbeiterbewegung. Wöchentlich 25 Pf., in allen Kiosken. Bezugspreis bei Handel und Post monatlich 90 Pf. Der Arbeiterfunk" kann auch durch alle Botenfrauen und Speditionen des„ Vorwärts" bezogen werden. Probeheft kostenlos vom Verlag der Neuen Gesellschaft, Berlin- Hessenwinkel V. auf Kredit MÖBEL Romplette 8immereinrichtungen, Küchen und Einzelmöbel in allen Holzarten, auch poliert, liefert ficheren Käufern auch ohne Anzahlung alte Berliner Möbelfabrik. Niedrige Monatsraten. Geft. Anfragen unter L. 12 Haupterpedition des„ Borwärts" auf Kredit Niedrige Anzahlung Monatsraten 20-30 M. Eigene Fabrikation August F. Schultze Invalidenstraße 145 an der Bergstraße LF Gegründet 1852 Bettfedern 40.- Rmk. Anzahlung qm 60 Pfg. an. Monatl. 25.-, 5 Min. v. Bhf., ca. 200 Parzellen, baureif, am Sonnt. Restaur.., Wonneberg" am Bhf. plätschernd. Bach. Verkäufer Mittw. u. Julius Rieger, Berlin C25 Prenzlauer Straße 32, I. nicht roh, sond. gründi. Biesenthal, Perle der Mark gereinigt( gew.), garant. frei v. Krankheitskeim.. Rupf p. Pfd. 0.50, 0.80. 1.40, daun. 1.90, Rup! weiß 2.50, Halbfl. weiß 3.80, weiß Schleiß 2.50, Schleißhalbfl. 3.50, Daunen 5.80, weiße Daunen 7.-, 9.80, gef. Oberbetten mit stark. Inlett, 2 m lang, 7.45, 11.60, 14.90. 17.65, Unterbetten 6.25, 9.20, 11.90, 13.20, Kissen 2.75, 3.90, 5.40, 6.65. Portofrei v. M. 20.-. Nichtpass. zurück od. Umtausch. Preisl. Nr. 42 u. Muster gratis. Bettfedernreinigung m. Dampi u. Heißluft bei Einkauf von M.20.- für 1 Stand gratis. H. Sannemann, Berlin S 59, Kottbusser Damm 88/89 Zweigniederlassung: Berlin N 54, Rosenthaler Straße 9 Kichen roh emailliert Bauernküche 55. 85.Siedlungsküche 140.- 170.Wohnküche 285.- 24 Abwaschtische 42.0 50.Wäscheschränke 55.- 65.50.- 69.Eiskästen von 33. an Kinderschränke Berolina Kommandantenstr. 57 Ahrensfelde m 60 Pf. an ca. 600 Bau- und Landparzellen, neu erschlossen, am Bahnhof anfangend. Verkäufer täglich im Bahnhofs- Restaurant„ Büttner", Bahnhof Ahrensfelde Friedhof, Fredersdorf m 50 Pf. an ca. 20 Min. v. Bhf., baureif, neu erschlossen. Verkäufer Sonnt, im Restaurant, Zu den drei Linden". Jusius Rieger, Berlin C 25, Prenzlauer Straße 32, I Bau- Landparzellen ( vom Altbesitz) in Fredersdorf bei Berlin 0. 20 Pt. Stedlerfahrt, 5 Min. vom Bahnhof Fredersdorf entfernt, bester Gartenbod., verkauft billig zu günst. Zahlungsbeding. Baes, Petershagen Ostb. Alexander. Giertz- Str. 40. Telephon Neuenhagen 296. Sonntags im Restaurant Wiese( Gesellschaftshaus), Fredersdorf b. Berlin Q, Schwarzer Weg. reine 1 Mtr. Schattenrips 1 Mtr. Crêpe- Georgette 4 Mtr. Louisianatuch Bett 3,25 Mtr. Zephir Oberhemden für für Größe 130x160 cm, Tischtuch Jacquard, gebleicht, Kaffeegedeck Gr. 130 x 160 cm. m. 6 Servietten 3 Badehandtücher were Jumper oder Pullover Frauenkleid schwere Qualität aus Kunstseide bedruckt. Baumw Musselin stoff, Indanthren brauner Flausch, Gartenkleid bedruckt TrachtenMorgenrock andersfarb.Autschl kunstselde verschiedene Jugendl. Kleid bedruckt WaschKnabenanzug Formen u. Stoffe Bouclé- Vorleger moderne Muster Fensterdekoration Etamine Complet Kunstselde, helle Farben Herren- Staubmantel we Damenschirm farbig Halbseide Hausschuhe Leder, mit Fleck Turnapparat Ringe, Schaukel) m. Borte, 12 tig, für Damen, ( Trapezstange, Emaillierter Brotkasten Emaille- Wanne oval Alumin.- Schmortopfpecke Brotschneidemaschine Plättbrett bezogen Parkettbohner mit Backenheft 6 Eẞbestecke moderne Klinge Das neue Werder des Ostens Gartenstadt Fredersdorf bei Berlin 2. Station hinter Hoppegarten Nach behördlich genehmigtem Bebauungsplan verkaufen wir mit sofortiger Bauerlaubnis, jedoch ohne Bauzwang 3000 Parzellen besten Gartenbodens Obstbau in Größen von 800-1200 m unter wirtschaftlichen Kaufpreisen Kleine Anzahlungen.- Kleine Monatsraten Weitere hundert Parzellen zum Vorzugspreise von Rm.1.40 pro m Sport- u. Parkanlagen Badeanstalt Waldpark im Entstehen Sonntags für Besucher Autobus auf Station Fredersdorf. Erfrischungen und Konzert durch Bergkapelle auf dem Siedlungsgelände und im Ort ( Restaurant Madel) unentgeltlich. Auch an den Wochentagen Besichtigung des Siedlungsgeländes. Auskunft im örtlichen Verkaufsbureau: Restaurant Madel. Telephon: Neuenhagen 117. Ankauf in dieser zurzeit größten und entwickelungsfähigsten Siedlung in der Umgegend Berlins ist denkbar beste Kapitals- und Sparanlage. 32 Minuten Stadtbahnfahrt ab Schlesischen Bahnhof, Bahnsteig A. Fahrpreis( Siedlerkarte) 25 Pfg. Besuchen Sie uns am Sonntag. m. Deutsche Cultur- u. Siedlungs- Gesellschaft H Berlin W 35, Blumeshof 13. Telephon: Lützow 8129 Nr. 355» 45. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Sonntag, 29. Juli 492» Englands nationaler Industn'emt. Britisches Kapital will Gtinnes' Arbeitsgemeinschast nachmachen. Haaderltaaseade englischer lexMarbeiter siehe« vor schwersten Sozialkämpfe«. Gleichzeitig lause« zwischen Unternehmern und Gewerkschaft«« Eng. lcmds Verhandlungen zur Bildung eines parikSti. schen nationalen Zndustrierats. Vor einigen Tagen wurde au« England der offiziell« Tätigkeit�- bericht der„Conference of Induftriol Organisation and gndustriat Relation" aus uns zugesandt. Es handelt sich uiN einen Versuch. die Reibungsflöchen zwischen der englischen Arbeiter, und Unternehmerschaft durch Schaffung einer neuen Organisationsform zu vermindern. Die Notwendigkeit für diese» Experiment sehen die s Befürworter des Plans darin, dah die schwierigen Probleme, die zum Ausbruch des Kohlen st reit» geführt hoben, auch heute noch in unverminderter Stärke bestehen. Do» Mittel, da» nun neuer» ding» empfohlen wird, ist die Bildung einer Art industrieller Arbeitsgemeinschaften, deren geplant« Ausgestaltung im Bericht beschrieben wird. Die Anfänge der Bestrebungen > gehen auf ein« Rede zurück, die im vergangenen Herbst auf dem englischen Gewerkschaftstongrest von einer leitenden Persönlich- keit gehalten wurde. Die Rede war dadurch demerkenswert, daß sie eine ausgesprochene Absage gegen den wirtschastskämpferischen Sozialismus jeder Schattierung enthielt und statt dessen die Lera eines„konstruktiven Sozialismus" für gekommen sah. Man oermutet wohl mit Recht, dah diese Rede der Gegenseite den willkommenen Anlaß bot, nun ihrerseits mit„korstruktiven" Der- ständigungsplänen anzurücken. Im November schon wurde von einer kleinen, ober bedeuten- den Jndustriegruppe unter Führung von Sir Alfred Mond ein Schreiben an die Trade Unions(Gewerkschaften) gerichtet, in dem zur Mitarbeit an neuen„Cooperation", d. h. Industriegemeinschafts- planen aufgefordert wurde. Geschickt wurde In dem Einladung»- schreiben gleich das Moment in den Vordergrund gerückt, von dessen Vorhandensein die bloße Möglichkeit des Verhandlungsbeginns überhaupt abhing: das ist die Z u s i ch e r u n g, daß der an dem Schreiben beteiligte Unternehmertreis die Trade Union» als legale Vertretung der Arbeiterschaft anerkenne. Wie nötig diese ausdrückliche Hervorhebung auch heut« noch ist, haben gerade die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt, wo die Unternehmer sich vielfach weigerten, die Gewerkschaften anzuer- kennen, und sich auch nicht davor scheuten, einzelne Arbeiter wegen ihr« B«bandszug«hSrigkeit zu maßregeln. Die Unternehmer waren also taktisch klug. Nachdem der„General Council'(Generalrat) ber Trade Unions die Einladung angenommen hatte, fand die erst« Dollsitzung der neugegründeten Arbeitsgemeinschast Ansang diese» Jahres statt. Sm Anschluß daran wurde da» Arbeitsprogramm aufgestellt. Bei der Durchsicht dieses Programms erhält man den Eindruck einer ungeheuren Ausdehnung und Vielseitigkeit; ange- sangen von den Gebieten, die speziell Arbeiterinteresien berühren, wie Lohnpolitik. Schlichtungswesen. Arbeitszeitgesetz usw., gibt es wohl kaum irgendein volkswirtschaftliches Thema das nicht als Forschungsgegenstand der Arbeitsgemeinschaft vorgesehen wäre. Es fragt sich nur, ob hinter der anscheinend so systemlos zusammen- gewürfelten Fülle interessanter Wirtschaftsthemen ein ordnender Gesichtspunkt steckt. Da» ist zweifellos der Fall; denn im Grunde sollen ja all die verschiedenen Forschungen über Banken- Politik, Zollfragen und wie die Themen olle heißen mögen— nur dem einen Zweck dienen— den am Produktionsprozeß beteiligten Kreisen den Blick für die großen wirtschaftlichen Zusammenhänge zu öffnen, wovon man sich eine starke Entspannung im Wirtschaftskampf verspricht. Vielleicht will man durch die Fülle der Untersuchungen die Gewerkschaften auch verwischen. So sich« es nun besonders für gewisse Kreis« der englischen Unternehmerschaft zutrifft, daß ein großer Teil ihr« ver- »ehrten Arbeiterpolitik auf Lerkennung der wirtschaftlichen Zu- sammenhänge beruht, so wird doch d« kühnste Optimist kaum an- nehmen können, daß dieAusklärungallein den erforderlichen Umschwung hervorbringen kann. Der Plan begnügt sich daher nicht nur mit der Aufzählung von Forschungsgebieten für die projektiert« Gemeinjchast, sondern schlägt auch die Schaffung von neuen Organisationssonnen vor, die auf«wem sozusagen direkteren Weg da» Ziel der u n b« d i n g- ten Streitvermeidung erreichen sollen. Den Ausgangs- xunkt bildet hier der Porschlag, einen National Industrial Council, den zentralen Industrierat. zu gründen, der parttätisch au» Mitgliedern der Trade Unions und aus Arbeitgebern zusammengesetzt sein soll, und zwar sollen die Arbeilervertreter Mitglieder de» Generalrat« der Trade Union« sein, während die Unternehmer von den beiden führenden Unternehmer- organisationen ernannt werden sollen. Dieser Rational Council hat ein ständige» Komitee zu schaffen, da» die Funktion hat, Schiedsräte zu ernennen, fall» Streitigkeiten zwischen Unternehmern und Arbeitern entstehen. E» fragt fich nun. wie man sich die nähere Ausgestaltung dieser Schiedsinstanzen denkt: darüber ist aber nur negativ etwa» gesagt: sie haben keinerlei Zwangsbefugnisse, unterscheiden sich also darin stark von unseren offiziellen Schiedsinstanzen— sondern sollen lediglich dl« einzelnen Differenzpunkte prüfen und dann den Tatbestand, wie er sich ihnen darstellt, den Parteien vorführen, denen dann da» wettere überlassen bleibt. Diese vom ständigen Komitee von Fall zu Fall neu zu bildenden Schiedsräte sollen ebenfall» paritätisch au» Arbeit- pehmern und Arbeitgebern zusammengesetzt sein; im übrigen lst aber die Auswahl der betreffenden Persönlichkeiten vollständig in« Belieben des ständigen Komitee» gestellt, da» auf dies« Weis« zum wichtigsten Organ der vorgeschlagenen Organisation wird. Wo« nun neben diesen eben dargelegten organisatorischen Bor- schlägen noch in dem Bericht enthalten ist, sind Betrachtungen mehr allgemeiner Natur, die offensichtlich den Zweck oerfolgen» durch Der- ficherung der gegenseitigen Hochachtung die seit dem Streik Bezichu«» frqmdlich«« wenn man den deutschen verglelchsmaßstab anwendet. mühte man von vornherein zu einer glatten Ablehnung de» ganzen Plane» kommen. in Erinnerung daran, daß derartige ähnliche GeMeinschasteplän« bei uns erst vor einigen Jahren kläglich gescheitert sind. Da aber dir Verhältnisse in Deutschland und England zu verschieden sind, um derartige Analogieschlüsse zu rechtfertigen, wird man besser tun, die für England charakteristischen Momente sich tlaezumachen, von denen der Plan als Gegebenheit ausgeht. Zuerst ist da einmal etwa« Negatives zu berücksichtigen: da» ist da» fehlende Eingreifen de« Staates in den Wirtschasts- Mechanismus. Im Gegensatz zu der deutschen Entwicklung herrscht in England noch die Anschauung, daß die Auseinandersetzung in Wirtschastsangelegenheiten ausschließlich Sache der beteiligten Pa�- teien sei, oon der der Staat die Hände zu lassen hätte. Wie stark dies« Einstellung auch den neuen Organisationsplan beherrscht, er- kennt man daran, daß entgegen der sonst im Plan bevorzugten un- bestimmten Ausdruckeweise zu diesem Punkt an verschiedenen Stellen eindeutig gesagt wird, daß die neuzuschassenden Schlichtungsorganisationen keinerlei Zwangsbefugnlsse haben dürsten, wodurch natürlich jede Mitwirkung de» Staates, der so die Exekutiv- macht verkörpert, von vornherein abgelehnt wird. Man fragt sich nun, wie diese fehlende Zwangsbesugni» ersetzt werden soll, oder ander» ausgedrückt, was praktisch daraus folgen wird, wenn der geplante Schiedsrat belsplelsweise in einem Fall zu der Ansicht kommt, daß dl« Arbeiterforderungen berechtigt seien. Wie eine solche Konstatierung bei uns verlausen würde, kann man ohne weitere« sagen: nämlich ohne sede praktische Wirkung, da die Feststellung lediglich innerhalb des engsten Inter- «ssenkreises einen Widerhall finden würde, während es dem weite- ren Publikum ganz gleichgültig wäre, ob die berechtigten Forde- rungen der«inen oder anderen Partei durchgesetzt würden oder nicht. In England hingegen können derartig« Veröffentlichungen ein ganz andere» Schicksal haben, weil hier die öffentliche Kritik«insetzt, dt« al» Machtfaktvr von größter Stärke viele Dinge durchsetzen kann, die bei uns bisher nur durch Einsetzen von Zwongsmitteln realisierbar waren. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet wird man es durchaus nicht für unmöglich halten, daß die Deröffenttichungen de» Schiedsrat», die ja im Plan vorgesehen sind,«in so starke» Echo im Publikum finden, daß dadurch die Partei, der im Bericht die Schuld zuge- schoben wird, unter dem öffentlichen Meinungsdruck einlenken mutz. Au» diesem Grund wohl enthält der Vorschlag die Bestimmung, daß die Veröffentlichungen erst dann stattfinden sollen, wenn beide Parteien und da» ständig« Komitee vom Inhalt in Kenntnis ge- setzt sind. Wenn man also dem neuen Plan nicht deshalb alle Erfolg». Möglichkeiten absprechen kann, weil keinerlei Exekutwinstanzen vorgesehen sind, so ergeben sich doch au» anderen Gesichitptmkttm Bedenken. Au» dem ganzen Bericht gewinnt man den Eindruck, daß seine Urheber das Heil nicht so sehr von der Schafsung neuer Organ!- sativnsformen erwarten, als von der Einsicht und dem Der- st ä n d N!» der beteiligten Parteien. Au» diesem Grund ist e» verständlich, wenn man feste programmatische Bindungen ver- meidet und alles nähere der Initiative und Tatkraft der beteiligten Persönlichkeiten überlassen will. Run ist klar, daß unter diesen Umständen die Auswahl der führenden Persönlichkeiten von besonderer Bedeutung ist, da sie ja letzten Ende» die Marschroute anzeden werden. Und da scheint es, als ob einer der Hauptbefürworter des Planes— Sir Alsred Mond— kaum die Neigung haben wird, eine s s- z i a l i st i s ch« Marschroute gutzuheißen. In seinem im ver- gangenen Jahr erschienenen Buch„Inäustr� snä poiitiee" bekennt sich Mond als ausgesprochener Gegner de» Sozialiemus, gleich- gültig, ob es sich um Marxismus oder Gildensozialismus, ge- mäßigten oder radikalen Sozialismus handelt. Et ist kaum onzn- nehmen, daß Sir Alsred Mond seine Stellungnahme jetzt irgendwie geändert haben wird. Soweit es an ihm liegt, wird er wohl den Plan keineswegs als Mittel zur Verwirklichung eines„konstruk- tiven Sozialismus" auffassen, sondern wird«her geneigt sein, eine Konstruktion gegen den Sozialismus daraus zu machen. Bei der Elastizität und Unbeftimmtheit des Planes ist nun gar nicht abzusehen, wie weit eine so energische und zielbewußte Persönlichkeit wie Sir Alfred Mond dem Ganzen seinen Stempel aufdrücken kann. Daß sich daraus große Schwierigkeiten für den gesamten englischen Sozialismus er- geben können, ist nicht zu bsweifeln. Es ist daher durchaus verständlich, wenn weit« englische Ar- beiterkreise den Enthusiasmus Ben Turners nicht teilen, der unter den Trade-Union-Führern den Plan am eifrigsten prrpagiert. Er versucht seine Gegner dadurch zu entwafsnen, daß er ziemlich unverhohlen auf den Mißerfolg des letzten großen Streits hin- weist, der nach seiner Auffassung deutlich zeige, daß der„Kampf- sozialismu» um jeden Preis" endgültig ausgespielt habe. Wenn man das„um jeden Preis" noch zugäbe, so ist nicht gesagt, daß der neue Plan das Richtige treffe. Man wird sogar annehmen können, daß hier auch nach den englischen Möglichkeiten noch sehr viel korrigiert werden muß, wenn es zu einer Realisierung de« Ganzen kommen soll. Ob das der Fall sein wird, wird nicht zum wenigsten von der Stellungnahme de» T r a d e- U n i v n- K a n- gress«» im September abhängen. Ebenso entscheidend ist natürlich auch die Haltung der Unternehmerverbänd«. Arbeitsmarkt unverändert. Im großen und ganzen wies die Arbeitsmorktlage im Boreich de» Landesorbeitsamte» Brandenburg gegenüber der Lorwoch« keine wesentliche Veränderung auf. Verstärkte Aufnahmefähigkeit war beim Baugewerbe, bei den Außenorbeiten und vor allen Dingen bei der Landwirtschaft, wodurch«in« erheblich« Entlastung de« Arbeit». markte» hervorgerufen wurde. vi» Gesamtzahl der Unterstützung beziehenden Personen betrug in der Berichtswoche 112<116 AB), davon ent- fallen 65 910(66 987) aus männliche und 46 661(49 219) auf weib- liehe Hauptunterstützungeempsänger. Arbeitslosenunlerstützung bezogen 56 446(57 232) männliche mntz 43 099(45 585) weibliche Per- sonen. Krisenunterstützung erhielten 9464(975-5) männliche und 3562(3634) weibliche Personen. Bergbau verlangt Stützung. Grundsätzlich gegen Subvention, praktisch dafür. Der Marktbericht de» Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndlkat» für den Monat Juni nimmt auch zu der durch die indirekten englischen Kohlensuboentionen geschossenen Lag« Stellung- Di« Stellungnahm« ist einfach und angesichts der Men- talität der deutschen Unternehmer keineswegs überraschend. In dem Marktbericht wird gesagt, daß man grundsätzlich gegen jede staatlich« Suboentionspolitlk sei, daß man praktisch aber genau dasselbe will, was in England geschehen ist. Da» Rheinisch-Westfälisch« Kohlensyndikat will, daß die deutsche Regierung ihren ganzen Einfluß dasür «insetzt, daß die Eisenbohntarife für den Kohlen. transport in Deutschland herabgesetzt«erden- Da- bei beschränkt man sich nicht etwa nur auf Küsten- oder sonstige Exporttarife, sondern man erhebt die Forderung allgemein- Da» Syndikat beruft sich dabei auf den gegenwärtigen Reichswirtschasts- minister Dr. Cur Hu», der kurz vor dem Zlusbruch de« eng- lifchen Bergarbeiterstreit«, als die englischen Kohlensubventionen noch liefen,«ine entsprechend« Staatshilse für den deutschen Berg- bau versprochen habe, wenn die englische Regierung über den 1. Mai 1926 hinaus die Subventionen fortsetze. Das ist nicht ge- schehen. Man braucht sich also heut« nicht darauf zu berufen. Außerdem herrscht« damals«in« ander« Regierung in Deutschland. Da» weiß auch da» Rheinisch-Westsälisch« Kohlensyndikat. Es er- klärt deshalb, daß die Lag« de» deutschen Bergbau«» so schlecht sei wie nn Frühjahr 1926. Es ficht das Syndikat nicht an, daß dies« Behauptung falsch ist. Denn vor dem Frühjahr 1926 hatte man noch keine gut« Kohlenkonjunktur. Seit 1926 hatte man die Bombentonjunk- tur de« englischen Streik». Da« Syndikat sagt auch die Unwahr- heit damit, daß die diesjährige Lohnerhöhung zur Drosselung des Auslandabsatz«» gezwungen habe. Einmal lst die Lohner- höhung weitgehend durch di« Preiserhöhung abgegolten, zum an- deren war die verschärfte englisch« Konkurrenz auch schon vor der jetzigen indirekten Subvention die Ursache der Absatz- drosselung. E« ist«in« alt« Erfahrung, daß. wenn Frachttarif« atmnol generell gesenkt worden find, tau« wieder die Mögsichtett f««rhöhang besteht... Werden die Tarife qesenkt. dann wird da» Reich,»isg Steuerzahler, nach der heutigen Sachlage der Reichsbahn- gesellschast den Verlust ersetzen müssen. Das Monopol im unbestrittenen Gebiet, die auf den Inlandsverbrauch weitgehend adge- wälzte Syndikatsumlage, die an sich schon bestehenden Tar>f> «Mäßigungen sind Schutzmaßnahmen für die Steinkohle, die sich sehen lassen können. Neue Schutzmaßnahmen auf Reichskosten kämen einer indirekten Kaufkraftoerknappung im Inland, damit der Wirkung einer Preiserhöhung gleich. Das wird sich, wie der Reichswirtschaftsminister Dr. Curftus, so auch die Reichsregie- r u n g überlegen müssen, wenn sl« zu den Tarifmünschen der Ruhrzechen Stellung zu nehmen haben. ZusammevschtustdefLokomoiivmdustrie Eine Arbeitsgemeinschast der Gpoßuniernehmunxen. Unter Führung der Lotvmotiosabrik Henschei it. Sohn G. m. b. H. in Kasjel hoben sich die Borj ig-Werke in Berlin- Tegel, die Schmarzkopss-Werke in Berlin-Wlldau und di« Lokomolivfabrik I. A. M o f s? i A.-G. in München zu«lner Arbeitsgemeinschast zusammengeschlossen. In erster Linie soll dieser Zu- sammenschluh einer Förderung der Technik im Lokomotln- bau dienen- So soll unter strengster WahruNg der Beirtebssicherheit eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit der Lokomo» tiven bei gleichzeitiger Ersparnis von Vetriebsstafsen erzielt merden. Mit Hilfe dieser Rationolisierungsmahnahmen hofft die Arbe'tsge- meinschaft, ihren Auslandsabfatz ausbauen zu können, aus den der deutsche Lokomotivbau durch di« Drosselung der Reichsbahnauströge mehr denn je angewiesen ist. Der Abschluß dieser Arbeitegemeinjchast ist im Jnteress« einer weiteren Rattonakisierung der deutschen Lokomotioindiistri« zu begrüßen. Wie die Waggonindustrie hat auch der Lokomotivbau durch seine Uebersetzung seit der Stabilisierung eine Dauerkrise durchgemacht. Zwar war es den sührenden Lokoinotivwerken mög- lich, nach technischer Umstellung ihrer Betriebe bedeutende Auslands- auftrage gegen die englische und amerikanische Konkurreenz zu er- halten, doch konnten auch dies« den Auftragshunger der deutschen Werke nur in geringem Maß« befriedigen. Seit etwa anderthalb Iahren besteht nach Auslösung des Loko« motivverbande» in diesem Industriezweig ein v e r t r a g l o s e r Zustand. Daß diese Ärbeitegemeinschast der erst« Schritt zu einer neuen Verbandsgründung ist, ist kaum anzunehmen. Es liegt die Annahme nahe, daß die Verhandlungen mit den nächstgrößeren Werken wie der Hanomag, Krupp, Lin ke-HofmoNn und der 2l E G. ergebnislos verlaufen sind. Trotzdem bleibt bie Stoß- kraft der Acbeftsgemeinschast, di« sicherlich nicht nur technischer, sondern auch preiskallulatorischer Art ist, sehr groß, denn bei einer jährlichen Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie von rund 1500 Lokomotiven vereinigen allein die drei führenden Werke Henschel, Schwartztopff und Borsig etwa 40 Proz. auf ihre Betriebe. 22 tokomotlven für Indien. Eine indische Sisenbahngesellschaft hüt der M a f f e i- A.- G. für Lokomotivbau in München einen Verauftrag für 22 Lokomotiven erteilt, nachdem die Münchener «selgchast erst vor wenigen Monat«» der gleiche» indtsch« Eisen- itz EftfoawilnfaiW m Heitm Der Riesenkampf in Lancashire. Die Wahrheit über Oldham. uns eine befdetbene Bohnerhöhung fämpferbest, schlecht bezahlten Braunkohlenbergarbeiter. Dafür scheint sich mum die JG. Farben an den Arbeitern selbst rächen zu wollen. Auf die Borhaltungen des Bergarbeiterverbandes und Zurüd nahme dieser unerhörten Maßnahme ließ Generaldirektor Scharf erflären, daß an eine Aufhebung der einmal getroffenen Anordnung nicht zu denken sei. Die IG. Farben mit ihren Riefengewinnen, die nach außen bisher so viel Wert auf ihre Großscharfmacher ersten Ranges entwidelt. Sie wird sich aber bitter getäuscht sehen, menn sie etwa annehmen sollte, ihre Bergarbeiter durch Züchtung der Gesinnungslumperei mürbe machen zu können. Die Bergarbeiter fönnen im Augenblick die IG. Farben nicht hindern, daß sie einen Teil der von der Gesamtheit der Belegschaften erschufteten lleberschüsse nur an die Streitbrecher verteilt; aber sie werden ihre Maßnahmen treffen. Die Unternehmerverbände in der englischen Baumwollindustrie| fuhr ließ, anteilmäßig, um die Hälfte nach. Das find rant foziale Einstellung zu ihren Arbeitern legte, hat sich also zu einem haben jeßt endgültig den Beschluß gefaßt, die angefündigte 2usheitserscheinungen, die sich perrung am 11. Auguft in Kraft treten zu lassen. In Frage tommt hauptsächlich der Bezirk Lancashire mit rund 500 000 Arbeitern und Angestellten. Es handelt sich also um einen Riefenfonflift, der sich mit dem legten englischen Bergarbeiterfampf vergleichen läßt. Wie damals, wird auch diesmal der Konflikt in England, falls er längere Zeit dauern sollte, der deutschen Wirtschaft die Möglichkeit bieten, den Bedarf jener Märkte im Auslande zu decken, die England bisher belieferte. Der Auslandsmarkt dürfte dann auch im bevorstehenden Kampf die Stelle sein, wo das englische Unternehmertum empfindlich und verwundbar ist. nicht mit Lohndrud und Arbeitszeitverlängerung überwinden lassen, sondern nur durch Umstellung und Einstellung quf den anders gewordenen Markt in der Welt. Hier haben aber die englischen Baumwollunternehmer versagt. Es fann fein 3meifel sein, daß die englische Baumwollindustrie feit Jahren rückständig ist und die Dauertrife in Lancahire in der technischen Rüdständigkeit der Betriebe ihre Ursache hat, was auch die Erhebungen verschiedener englischer Enquêten beweisen. Benn man den Meldungen der Unternehmerpresse glauben mill, haben die englischen Tertilarbeiter die Aussperrung pronoziert. Sie wären, so heißt es, in Oldham in einen Streitstellung der englischen Textilarbeitergewerkschaft in Deutsch: getreten, weil sich dort ein Arbeiter nicht habe organisieren lassen wollen. Daraufhin hätten dann die Unternehmer zur Abmehrmaßregel, zur Aussperrung gegriffen. Gröber find die Tat fachen wohl faum verfälscht morden; denn bei dem Kampf im Bezirk Lancashire geht es um die Abwehr von Bersuchen, die Löhne empfindlich zu fürzen und die Arbeitszeit ganz bedeutend zu erhöhen. Die ungünstige Lage der englischen Baumwollindustrie dürfte befannt sein. Seit dem Kriege ist der Export von Lancashire ständig gefallen, weil die mit Englands Hilfe geförderte Textilindustrie in Uebersee eine empfindliche Kon furrenz für den englischen Textilerport geworden ist. Die Spindelzahl in England ist ständig im Rüdgang begriffen; fein Anteil am Garnerport der Welt ging von ungefähr 75 Bozent vor dem Kriege auf 40 Prozent zurüd und die Gewebeaus Kommunistische Ehrabschneider. Metallarbeiter! Gebt ihnen heute die richtige Antwort! Solange es in den Gewerkschaften eine sogenannte Opposition" gibt, ist man es gewöhnt, daß sie bei gewerkschaftlichen Wahlen die gehäfsigsten, Angriffe gegen die Leitungen der Gemertschaften und die Gewerkschaftstatti richtet. Was aber die Kommunisten zu den heutigen Delegiertenwahlen der Metallarbeiter zum Gewerkschaftstongreß in Hamburg an Berleumdungen aufgestellt haben, stellt alles bisherige in den Schatten. Die persönlichen Angriffe auf die„ reformistischen" Gewerkschaftsführer und bewährte Führer der Organisation tommen jetzt schon der Ehrabschneiderei gleich. Auf diese schmutzigen Dinge soll hier nicht eingegangen merden. Damit wird sich der Metallarbeiterverband im Interesse seines Ansehens nach der Wahl zu beschäftigen haben. Von den unzähligen Berleumdungen seien hier nur einige richtig. gestellt. Im Leitartikel der„ Roten Fahne" vom 28. Juli wird die Behauptung aufgestellt, die Amsterdamer Frattion der Metallarbeiter hätte ihre Wahlagitation aus ben Mittelnder Ortsverwaltung bezahlt. Sämtliches gebrudte Wahlmaterial, das in der Berliner Bereinsbruderei hergestellt murbe, bezahlte der Fraktionsvorstand der Amsterdamer Gemertschafts. richtung. Beweise dafür tönnen jederzeit erbracht werden. Rein Angestellter der Berwaltung ist während seiner Bureauzeit mit Fraftionsarbeit beschäftigt worden. Die Unternehmer von Lancashire versuchen jedoch, den Export dadurch zu forcieren, daß sie die Preise rein mechanisch drücken. So verlangen fie u. a. eine Cohnherabsetzung um 25 Prozent und Ausdehnung der Arbeitszeit von 48 auf 52,5 Stunden. Da heute 3. B. die Löhne der deutschen Tertilarbeiter mie eine Festland selbst vor furzem bewiesen hat zum mindesten nicht unter den Löhnen ihrer englischen Klaffengenoffen liegen, würde die beabsichtigte Reduzierung den englischen Lebensstandard erheb. lich unter westeuropäisches Niveau drüden. Daß sich die englischen Tertilarbeiter dagegen wehren, ist selbstverständlich; daß fie in Erwartung größter Arbeitskämpfe bedacht sind, die Be triebe rein zu halten, die Organisation zu feftigen und feinen Unorganisierten in den Betrieben dulden wollen, dürfte sich von selbst verstehen. Der Konflikt in Oldham ist also nur der äußere Anstoß, der Grund des Konflikts dagegen die oben gefennzeichneten Blane der englischen Textilunternehmerverbände. Unter den Aussperrungsbeschluß fallen vorläufig 300 000 Arbeiter und Angestellfe. Da aber die Bleichereien, Färbereien ufm. sehr wahrscheinlich auch in den Konflikt einbezogen werden, dürfte fich die Zahl der Ausgesperrten auf 480 000 bis 500 000 erhöhen. haus Baterland" Beschäftigten in dieser Hinsicht geboten wird, übersteigt das Maß des Erträglichen. Auf dieser Baustelle hat man die leidlich brauchbaren Unterfunftsräume der 3immerer und Hilfsarbeiter geräumt und diese Leute in einem Rellerraum untergebracht dem feitherigen Feuerwehrgang. Diese Höhle, in der etwa 60 bis 70 Personen ihre Kleider aufbewahren, ihre Bausen verbringen und ihr Essen einnehmen sollen, ist einfach menschenunwürdig schlechter Luft angefüllt ist, etwa 40 Meter lang und 1,30 Meter Ein dunkler Gang, in den fein Tageslicht bringt und der mit breit, an der einen Seite eine Hafenreihe zur Aufnahme der Klei bung, an der anderen Seite ein Tisch und eine Bantreihe, läßt als Durchgang 50 Zentimeter. Ueber der Tischreihe laufen sechs Start stromleitungen und etwa 20 Lichtleitungen entlang; der Eingang der 3immerer führt an dem Schaltraum vorbei, dessen Tür offen steht, so daß obendrein ständig Gefahr droht. Die Betriebsvertretung protestiert, aber ohne Erfolg; die Leute mußten aus den feitherigen Räumen heraus und in dieses elende Loch hinein! Es hat übrigens den Anschein, als ob diese und ähnliche 3u stände bei der Firma Heilmann u. Littmann an der Tagesordnung sind. 3m, intergarten hatte diese Firma äußerst schlechte Gerüste. Die große Halle dieser Baustelle ist ohne du gerüst ausgeführt worden! Auf Borstellungen der Bau arbeiter- Schußfommiffion erklärte der dortige Bauleiter, daß er Ausnahmeerlaubnis" durch Herrn Oberbaurat Fischer von der Zentrale habe. Bir bezweifeln dies, be mir nicht begreifen fönnen, daß man in folchem Falle Ausnahmeerlaubnis erteilen fann, zumal die Bau stelle schon zwei Tote gefordert hatte. Nach mehreren Befichti In ihrer Freizeit halten es die der Amsterdamer Gewerkschaftsgungen durch die Baupolizei murde auch Abhilfe zugefagt, allein richtung angehörigen Verbandsangestellten allerdings für ihre die gefährlichen Arbeiten wurden fertiggestellt, ohne die Schuhrüstung Pflicht, ihre ganze Kraft für ihre Ueberzeugung einzusetzen. anzubringen! In einer ebenso verlogenen Art wird auch in der ,, Roten Fahne" vom 27. Juli an die niedrigsten menschlichen Instinkte appelliert, indem man versucht, verdiente Funktionäre der Organisation herab zusehen. Einer solchen Wahlmethode bedienen sich die Amsterdamer Metallarbeiter nicht. Sachlich auf das von der Amsterdamer Gewertschaftsrichtung verbreitete Flugblatt einzugehen, hat die Rote Fahne" weder den Mut, noch die Möglichkeit. Es tommt der fommunistischen Opposition auch gar nicht auf eine fachliche Klarstellung an, ihre ganze Agitation ist vielmehr seit jeher darauf gerichtet, zu verdächtigen und zu verleumden. Die tommu nistische Bewegung in Deutschland ist eben bestrebt, sich durch das Rezept der 21 Bunfte gefund zu machen, unter denen die Verschmei gung der Wahrheit, Lift und Lüge die hervorragendste Rolle spielen. Die Leute in der Berliner Moskaufiliale, die in ständiger Angst leben, sich etwa die Gunst der Moskauer Tempelhüter zu verscherzen, suchen diensteifrig noch über diese Punkte hinauszugehen. Die ganze Kunst der kommunistischen Revolutionäre" besteht darin, zur Eroberung" der Gewerkschaften für die Kommunistische Partei die Gewerkschaftsführer samt ihrer reformistischen Tätigkeit in den Schmutz zu ziehen. Rein denkender organisierter Metallarbeiter darf der miderlichen fommunistischen Demagogie Gefolgschaft leisten. Jeder anständige Arbeiter muß diese hinterhältigen Agitationsmethoden ablehnen und für die Einheit und Geschlossenheit seiner Gewerkschaft eintreten. Jeder Berliner Metallarbeiter muß heute zur Wahl gehen und seine Stimme abgeben Soll es auch hier mit der Berschleppung gehen? Bom 26. Juli, mittags 1 Uhr, bis 27. Juli, mittags 12 Uhr haben wir die Baupolizei des Bezirksamts viermal angerufen und um EntAntwort, daß der Bauschuhmann auf Außendienst sei. sendung eines Bauschußmannes gebeten, und immer wurde uns die 3ugegeben aber gibt es für eilige Sachen feinen Ersatz? Diesmal wird nichts verschleppt! Entweder stellt die Baupolizei die Dinge ab und zeigt der Firma, mie Menschen unterzubringen find, oder die Belegschaft hilft sich felbst und sperrt den Bau! Die Strohpuppe der KPD. In der Ortsverwaltung der Textilarbeiter. Man schreibt uns: Mit Lug und Trug sind die Trobanten ber verbandes eingedrungen. Durch fäufliches Stimmvieh haben sie die KPD. in die Berliner Ortsverwaltung des Deutschen Textilarbeiter. Mehrheit in der Wahlversammlung erhalten und jezt heulen und minseln sie in der Roten Fahne über reformistische Spaltungs arbeit", weil ihr Arbeiterverrat die Früchte trägt. Der Kommunist Bolz stellte sich den Mitgliedern als Strohpuppe vor und er hat recht, er ist eine Strohpuppe Mostaus. Bolz mar der Meinung, weil er zum 1. Vorsitzenden gemählt wurde, müsse er angestellt werden und als das nicht eintrat, hatte die weitere Gewerkschaftsarbeit feinen Wert, es mar Strohpuppenarbeit. für die Lifte A der Amfterdamer Gewerkschaftsrichtung.den, denn dazu sind sie als KPD.- Genossen verpflichtet. Die freien Werdegang des Arbeitsschutzgesetzes. Die gesamte KPD.- Clique gab nach Aufforderung die Er tlärung ab, daß sie nach wie vor ihre bisherige orga nisierte 3ellenarbeit in der Gemertfchaft tun merGewerkschaften stehen auf dem Boden der Amsterdamer Gemertfchaftsinternationale. Wer Mitglied einer freien Gemertschaft sein mill, hat sich deren Sagungen zu fügen und wer fich nicht fügen will und darf innerhalb einer Gemerfschaft fein Begeneinanderarbeiten oder fann, für den ist in der Gewerkschaft tein Blaz. Es kann sein, sondern ein geschlossenes Zusammenarbeiten tut not. Die Parole des Bruderkampfes ist verwerflich. Darum Tertilarbeiter Berlins, weist die kommuAußer der Verrichtung der notwendigen Reparatur- und Notstandsarbeiten lehnen sie die Leistung aller produktio en lleber- und Sonntagsschichten entschieden ab. Die Bergarbeiter werden die JG. Farben einfach auslachen, wenn sie meint, durch solche Rorruptions manöver sich eine durch ein paar Lumpengrofchen bestochene Sreichbrechergarde zu schaffen. Diese Brämie" der 3G. Farbenindustrie für ihre Streitbrecher Die Bergarbeiter aber wiffen, moran sie find. hat ihr vornehm zur Schau getragenes Ansehen stark ramponiert. Der Hauptbetriebsrat im Reichswehrminiſterium. Bei der Wahl des Hauptbetriebsrates für das Reichswehrministerium erzielte die freigemertschaftliche Liste einen vollen Sieg. Bon den mahlberechtigten 22 567 Arbeit. nehmern beteiligten sich 17 588= 78 Prozent an der Wahl. Von den neun zu wählenden Mitgliedern entfallen a cht auf die freig wertschaftliche Arbeiter und An. geftellten liste; lediglich die Liste III( chriftliche Gemertfchaften) fonnte noch ein Mandat erzielen. Die anderen sechs Listen Gozialdemokratischer Proteft. Riga, 28. Juft.( Eigenbericht.) Die Sozialdemokratische Partei Lettlands hat aus Proteft gegen das polizeiliche Verbot der linten Gemertschaften zu Rundgebungen aufgerufen. Der Aufruf murde von dem Innenminister beschlagnahmt Im Verlauf der nächsten Wochen sind scharfe Auseinandersegungen wischen Arbeitern und Regierung zu erwarten. Rundgebung der Ausgesperrten. Frankfurt a. M., 28. Juli.( Eigenbericht.) Die am Sonnabend unter freiem Himmel in Dillenburg tagende Versammlung der ausgesperrten Metallarbeiter des Dill. gebietes und der oberen Lahn gestaltete fich zu einer gewaltige.t undgebung. Das verträumte Dillenburg hat noch nie so viele Arbeitsmänner an einem Wochentag in seinen Mauern gesehen, die in langen Kolonnen zu Fuß und zu Rad aus dem gesamten Gebiet herbeigeströmt waren, um Stellung zu der Aussperrung und Stillegung der Betriebe zu nehmen. Junge fräftige Burschen, aber auch alte, von harter Arbeit getrümmte Männer mit meißem Haar, die jahrzehntelang in den Betrieben beschäftigt sind, lauschten den Worten der Redner. Der Bezirksleiter des Metallarbeiterverbandes, Reichstagsabge ordneter Meg, behandelte in seiner Ansprache die Ursachen des Konflikts und bezeichnete es im höchsten Grade als bedauerlich und furzfichtig, daß die Wirtschaftsführer des Dill und Lahnfreises megen relatio geringer Differenzen( és handelt sich um die Wiederherstellung bereits gehabter, jedoch gefürzter Afford preise) das gesamte Wirtschaftsleben durch die Aus. perrung fo fchwer erschüttern. Trotz der gewaltigen Produktionssteigerung sei aus eigenem Antrieb durch das Unternehmertum auch nicht die kleinste wirtschaftliche Besserung der Schaffenden erfolgt. Die Arbeitenden an der Dill und Lahn stünden mit ihren Löhnen ziemlich an letter Stelle der deutschen Arbeiter. schaft, so daß alle gewerkschaftlichen Mittel in Anspruch genommen merden müßten, um eine weitere Senfung des Lebensstandards zu verhindern. Um dies zu erreichen, sei u. a. der Zusammenhalt und das Vertrauen zur eigenen Kraft Boraussetzung. Mit aller Ruhe und Zuversicht müsse der aufgezwungene Kampf meiter geführt werden. Mit stürmischem Beifall bekundeten die Tausende ihre Zustimmung zu den Ausführungen des Redners. Im Auftrage des Christlichen Metallarbeiternerbandes sprach Alef Siegen; für die Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften Reichstagsabgeordneter 3iegler. Sie äußerten sich 311 den Darlegungen des Abg. Meß zustimmen d. Nach Annahme einer entsprechenden Resolution und einem mit Begeisterung aufgebewegung schloß die imposante Kundgebung. nommenen och auf die moderne deutsche ArbeiterWie Sowjetfunktionäre aussehen. Erst vor wenigen Tagen hat das Gericht in Smolenst eine Anzahl von Angeflogten zu verschiedenen Gefängnis. strafen verurteilt, weil sie ihre Stellung auf der großen Tertil fabrik Batuschte" dazu mißbrauchten, um die Arbeite rinnen zu Dugenden sich willfährig zu machen. Gingen diese nicht darauf ein, so flogen fie aus der Arbeitsstelle. Die westja" vom 25. Juli berichten von drei weiteren Fällen, die ähnlich liegen. Diesmal handelt es sich um die Leiter der Bewertschaft der städtischen Angestellten, der öffentlichen Arbeiten, des Arbeitsnachweises vier maren miteinander eng befreundet und mißbrauchten im für Jugendliche und der elettrischen Bahn Alle Bunde mit ihren Gehilfen ihre Stellung, um sich Duzende von Frauen und halbwüchsiger Mädchen willfährig zu machen. nistischen Gewerkschaftsspalter von euch und fämpft für die Stärkung Aufgehobene Sperre. Die über das Lotal Ronzerthaus eures Verbandes, zu euerem eigenen Wohle. Streifbruchprämie der JG. Farben. Der Sozialpolitische Ausschuß des Vorläufigen Reichswirtschaftsrates hat am 28. Juli die Beratungen über das Arbeits schuhgesez abgeschloffen. Die Berhandlungen nahmen rund 1½ Jahre in Anspruch. Zu dem Entwurf wurden noch einige Entschließungen angenommen, die sich u. a. auf eine reichseinheitliche Regelung der Schulpflicht und die Behandlung der Schwarzarbeit beziehen. Gefordert wird u. a., die Arbeit von Kindern unter 14 Jahren zu verbieten und die Arbeit von Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahre unter einschränkende Borschriften zu stellen. Bezüglich der Schwarzarbeit Die Generaldirektion der mitteldeutschen Gruben. wird ein gesetzliches Verbot verlangt. Gegen die Schwarzarbeit- betriebe der JG. Farbenindustrie hat eine Maßnahme Entschließung wandten sich die Arbeitnehmervertreter getroffen, die ganz besonders bezeichnend ist für die soziale Einmit dem Hinweis, daß diese Frage für eine gefegliche stellung gegenüber ihren Bergarbeitern. Lösung nicht geeignet jei und die Beseitigung der Schwarz arbeit eine Erziehung der Arbeitnehmer, besonders auf tariflichem Gebiete voraussetze, die am besten in den Organisationen geleistet werden könne. Unhaltbare Zustände! Die JG. Farben zahlte bisher den Arbeitern ihrer Grubenbetriebe am Schluß des Geschäftsjahres eine nach der Dauer der Beschäftigungsjahre und nach der Höhe der Produktion prozentual gestaffelte Prämie. Der einzelne Arbeiter erhielt dadurch durchschnittlich im Jahre 50 bis 60 mt. besonders. Für dieses Jahr hat die Generaldirettion angeordnet, daß diese Brämie nur denjenigen Arbeitern gezahlt werden darf, die fich im Jahre 1927 nicht an dem mitteldeutschen Bergarbeiterffreit beteiligt Auf der Bauffelle Café„ Baterland" am Potsdamer Platz. baben Die Bauarbeiter- Schußtommiffion schreibt uns: Es ist eine befannte Tatsache, daß die Unterkunfts- und Aufenthaltsräume auf den Baustellen im allgemeinen viel münchen übrig laffen Bas jedoch den auf der Bartelle Raffeei Dieser Rachefeldzug der IG. Farben gegen die am Streit be teiligt gemejenen Bergarbeiter hat natürlich eine große Bewegung und Erbitterung unter den Bergarbeitern ausgelöft, deren Folgen noch nicht abzusehen find. Im Jahre 1927 stand betanntlich die öffentliche Memung aller Boltstreife uneingeschräntt auf feiten der Linder, Inh. Gjell. Pantow, Breitestr. 34, verhängte Sperre ist aufgehoben, da die Differenzen beigelegt sind und Herr Gsell sich zur Durchführung des Tarifvertrages verpflichtet. Freie Gewerkschafts- Jugend Groß- Berlin 4 Heute, Conntag, folgende Veranstaltungen: Grundsteinlegung der Bundesfale in Bernau. Treffpunkt 8 Uhr am Stettiner Borort bahnhof( Rinnomiger Straße). Morgen, Montag, folgende Ber anstaltungen: Nordkreis: Spielabend auf dem Sportplas Cantianstraße, Blak 4H. Beißensee: Bolfstanztreis in der Turnhale Bistoriusstraße( Pump ftation). Zusammenkunft der Gruppenleitungen im Metallarbeiterverbands haus, ginienfte. 83/85. Die Boltsbühne in diesem Augenblid." Mitteilungen. Sutritt nur mit Verbandsbuch und Funktionärausweis. Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angeftfellten Morgen, Montag, folgende Benanstaltungen: Bermanuplah: Jugendheim Sobrecht Ede Sanderstraße. Bieberabend. Rotben: Jugendheim Raflanienallee 81. Sugenbberbergsabend. Die Eltern unferer Jugendmitglieden find hierzu herzlichft eingeladen. Tempelhof: Sugendheim der Schule Ger maniaftr. 4/6, Gingang Goegiteage. Lightbilderporttag. Bortragender Georg Seilbrunn. Charlottenburg: Jugendheim Rafinenstr. 4 Vortrag: Arbeitera Dichtung. Referent Seministi. Sportples Beemer Straße Der Jugendbegint Rathmelt fpielt auf dem Sonntag 29. Juli 1925 Änterhalwng unö ÄNissen Beilage öes Vorwärts Erloschene Laternen. Von Emil Vönnelycke. Die Nacht war sternenklar, aber es stürmte. Ein jedesmal, wenn der alte Lokomotivführer Anders Petersen den Kopf aus dem Führcrhous steckte, trat ihm das Wasser in die Augen. Die Kälte wirkte wie ein bissiger Gegensatz zur Wärme des Feuers und des Kessels. Vor ihm war tropische.lntze, hinter ihm eisige Kälte. Das war ungesund. Gab Gicht und Erkältungen... Er konnte es nicht fassen, daß seine Augen, obgleich er eben erst fl> Jahre geworden war, schon nicht mehr mitmachen wollten. Mit Flecken hatte es begonnen: wie kleine Rußflecke vor dem Vlick. Wenn er schnell in die Luft sah, fuhren die Flecken wie aus einer Scheibe hinauf und herunter. Im Dunkel war es ganz schlimm. Da sah er plötzlich grün, wo gar keine Farben waren. Manchmal verwechselte er Grün mit Rot. Und da» ging nicht. Beim Erwachen war ihm oft schwindlig, er sah nur wirre Farben, Ruhslecke und Feuerflecke. Wenn das so weiterginge, mußte er sich krank melden. Er tröstete sich damit, daß es dos Alter war: denn wenn er lang« geschlafen hatte, fehlte den Augen nichts... „Was zeigt Fjenneslev?" rief er zum Heizer hinüber. ».Freie Fahrt," antwortete der junge Mann durch den Lärm. Der Sturm pfiff und rüttelte an der Lokomotive. Der Führer blickt« auf den Geschwindigkeitsmesser. Er zeigte an die!X> Kilometer. Zwei grüne Laternen, die eine über der anderen, kamen gegen die Lokomotive geflogen. Der Weichenwechsel klang ratternd unter dem Zug, als er durch die nachtöd« Station brauste. Anders Peterjen notiert« die Zeit in fein Taschenbuch. Er hotte den Regulator ganz geöffnet, das Fcuerpferd bäumte sich vorwärts, vom eigenen Stempel- schlag gepeitscht, brausend und dampfend klopfte sein Atem, und Feuer stiebte aus dem Schornstein. Plötzlich griff sich der olle Lokomotivführer an den Kopf. Ich werde blind! dacht« er unruhig und steckte dos Taschenbuch in den Ilniformmaniel. Dos geht eines Tages noo, schief. Ich muß lieber zum Arzt geben. Er blickte vorwärts durch die Nacht und die schwarzen Wälder zu beiden Seiten der Strecke. Mußte nicht bald ein Signal kommen? Wo blieb denn Sorö? „Ich bin müde, Christensen," rief er zum Heizer.„Es steht schlecht mit meinen Augen. Ich muß mich auf Ihre verlosten." „Was ist los. Meister?" „Da kommt Sorö. Was zeigt es?" Der Heizer winkte mit der Hand vorwärts:„Durchfahren!" Und der Zug fuhr. Er kam mit einem Dröhnen in der späten Nachtstunde durch die Station. Räder und Weichen hallten gegen des Waldes Mauer von schwarzen Bäumen. Grün« Slgnallaternen flogen an der Scheibe des Führerhauses vorbei, mischten sich mit dem Schein von blendend weißen Lampen. Weiter, weiter, polternd, springend und tosend. Die Hand des Lokomotivführers ruht« auf dem Regulator.........,.. Iki hinten im Zugstamw, der stampfend und. schüttelnd der Lokomotive folgte,.logen die schlqjenden Reisenden. Sie ruhten in seiner Hand. Ihr Schicksal war ihm für eine Nacht anvertraut. Vielleicht waren berühmte Männer und Frauen darunter. Vielleicht geliebt« Familienväter,«in junger Mann, der zu seiner Verlobten reiste. Dielleicht Kinder, die die Zukunft vor sich hatten... Was war das? Er war nicht bei der Sache. Er hing Gedanken nach. Und nun flimmerte es ihm wieder vor den Augen. Ich kann bald Nicht mehr sehen noch hören, minmielte er ärgerlich vor sich hin. Nein, das geht nicht mehr. Ich kann nichts mehr sehen. Ich muß ja blind sein? Ich werde blind, ich...■ Er rieb sich die Augen. Es wurde schlimmer und schlimmer. Es winkte zum Heizer hinüber: „Die Dorderlaterne ist ausgegangen, scheint mir.. rief er. „Nein, Meister, sie brennt." „Quatsch! Ich kann ja sehen, sie ist ausgegangen... Oder sind es die Augen?"... dachte er. Er konnte den Schein der Laterne über der Strecke' vor der Lokomotive nicht entdecken... Was ist dos? dachte er. Der Heizer starrte auf. der anderen Seite durch das Fenster. „Sie brennt," sagte er. „Daß ich gar nichts sehe..." murmelte der Führer und rieb sich die Augen. „Wir müssen misten, was das ist. Aber mir können keine Zeit damit verlieren. Sie müsten hinausgehen und nachsehen," befahl der Fuhrer. ,,Ia, aber... es ist ja ein gewaltiger Sturm, Meister," antwortete der Heizer. Es war ihm änzusehcn, daß er an Frau und Kind dachte. „Na, dann werde ich es selber machen." murmelle der Alle vor sich hin. Es mußte sich überzeugen, ob die Laterne nicht brannte, oder ob er sie nur nicht sehen konnte„.. oder was sonst los war... Er wollte Sicherheit haben... Und die Lampe mutzte in Ordnung sein. Er winkte dem 5)eizer: „Lassen Sic den Zeiger nicht unter 90 fallen. Lassen Sie den Regulator nicht los. Und passen Sie auf die Signale aus, nicht auf mich." Der Heizer nahm den Platz des Führers ein. Der Alte zog den Sturmriemen der Mütze unters Kinn und preßte die Mütze fest auf den Kopf. Er schlug das Halstuch noch- mals um den Nacken und knöpfte den Mantel sorgfältig zu. Er nahm einen kleinen Klunipen Werg und rieb sich damit die Hände ab, so daß auf den Handflächen lein Oel mehr war. Dann öffnete er die Segeltuchtüre zwischen dem Führerhaus und dem Tender und trat hinaus. Der Winddruck und der Sturm ergriffen ihn als wollten sie ihn wegreißen. Er hielt sich mit bloßen Fäusten an den eiskallen Eisen- stanzen fest. Er hotte nicht gewagt. Fäustlinge anzuziehen, au» 'Furcht, er könnte dann nicht so gut zugreifen. Er lieh mit der «inen Hand los und macht- einen Griff und einen Schritt vorwärts. Er ahnte den Bahndamm unter sich wie einen Abgrund, der durch die Geschwindigkeit tief wurde. Das Dunkel und das Land, die Wälder, die Nacht und der wette sternenerfüllte Raum standen ihm wie eine dunkle Macht im Nücke». Wie ein Zllb. Dös sind die Nerven, dachte er und faßte die Eisenstange fester... Er spurt« die Wärm« d«? Kessels und des Aschenkastens so nahe, daß er sich ein wenig von der Lokomottv» abstemmen mußte. Aber in dem Augenblick, als zwischen ihm und dem Esteo est, Zwischenraum ent» pund, fubr der Ttzinbhnjrf von vorn und non hinten hinein und ßnickie ihn näch außen, hinaus IN die Nacht, in den Sturz und den Lad... Er zriff' eisenhart um die Staageq,£* ygff+e« Eise» platten unter seinen Füßen waren glatt von Oel, oder was es sonst war. er wagte nicht hinabzublicken, um nicht schwindlich zu werden und Zeit zu verlieren. Er manövrierte sicher über die hämmernden Räder und die gewalkten Radkästen, zwei glatte Halbkreise, über die er hinweg mußte, um vor zu den Zylindern und zu der Laterne zu kommen, die vor der Rauchkammertüre zwischen den vorderen Pustern saß. Der Dampf schlug vom Schornstein herunter und blendete ihn; ober er hielt fest, als wäre er mit seiner Lokomotive zusammen- gewachsen. Do» Feuerpferd sollte ihn nicht abwerfen. Wenn es auch in unsinnigem Galopp in die Kurve vor Station Slagelse ging. Hatte Christensen das Signal gesehen? Rein, daran würde er nicht denken. Der Zug brauste mit verrmgerter Geschwindigkeit, aber unter vollem Dampf durch die Station. Rauch. Licht und Lärm schlugen über ihm zusammen. Petersen tat em paar Griffe und näherte sich der Rauchkammer unter dem Schornstein. Run ein rascher Griff am Laternenhenkel, und heraus mit der ganzen Laterne. Er hielt sich mit der einen Hand an der Rauchkammertür« fest und griff mit der anderen noch der Lampe. Was war das? Die Laterne bewegte sich nicht. War sie festgefroren? Er zog noch einmal. Sie war nicht von der Stelle zu rucken. Di« Geschwindigkeit des Zuges stieg. Christensen schloß den Regulator und öffnet« ihn dann wieder ganz. Der Zug jagte durch die Nacht. Zuweilen schien es Petersen, qls brannte die Laterne nicht, zuweilen war es, als flackerte ihr Schein noch der anderen Seite über die Strecke... hott« Ehristensen diesen Schein ge- sehen... oder was war... Warum konnte er die Laterne nicht heben?... Plötzlich griff er unten an der Lakern« in etwas Glattes. Weiches, Haarige». Er taflet«. Er fühlle es ab. Was war denn dos?... Es schienen ihm Federn... Er zog daran, und etwa» schweres gab noch. Im selben Augenblick glitt der Schein der Laterne hell über die Strecke. Er hätte vor Freud« beinahe dos Gleichgewicht verloren... Die Lampe mar nicht ausgegangen, sie brannte und leuchtete über die Strecke, wie sie sollte, sie war nur halb oerdunkelt gewesen, auf der Seite, wo sein Stand war, von etwas... Er zog und zog... Da spürte er: es war ein Pogel. Er hott« ihn bei den Flügeln gefaßi. Aber der eine Flügel war zwischen dem Laternenhenkel und der Platte über den Vorläufern eingeklemmt. Er laste ihn sorg- fältig in einigen kleinen, vorsichtigen Zügen, rückte einmal schnell zu und hielt den Vogel in der Hand. Die Laterne leuchtete frei durch die Nacht über die Strecke. Der Vogel kam ihm schwer vor. Er mar schwarz, soweit er es erkennen konnte. Es mußt« ein« Krähe fein... oder ein Robe... Nun mußte er zurück zum Führcrhous. Er ging langsam. Der Zug stieß einen Pfiff aus. Der Heizer wurde ungeduldig. Petersen konnte hinter der Scheibe im Schein des Monometerlichtes und der Lampe des Wasserstandsglases das Gesicht des Heizers sehen... Seine Hand glitt die Eisenstande entlang. Trotz der nahen Wörme war sie eiskalt. Der Sturm kam nun von der Seite und von hinten und half ihm hinein. Er durfte nur nicht zu schnell gehen. Denn sonst könnte er ihn über Bord wersen... Als wäre er mit der hämmernden, brausenden, zischenden Moschine verwachsen, klammert« er sich an die Lokomotive, die in ihrer wilden Starrheit durch die Nacht brauste... Beim Fuhrerhou» mußte er beide .ftände brauchen, um an den Tender zu gelangen. Er biß dem Dagel in die Flügel und trug ihn im Mund hinein. Der Heizer macht« groß« Augen. „Na, und ob der die Laterne nicht geblendet hat!" rief der Lokomotivführer. „Was ist dos für ein Kerf?" „Es ist wohl ein Robe," schrie der Führer. Es war eine gewaltig« Krähe. Sie hotte den Hals und den einen Flügel gebrochen, als sie vom Licht geblendet, vom Sturm gegen die Laterne geworfen worden war. Sie muß sofort tot gewesen seiii. Anders Petersen lebte auf. Er zwinkerte mit den Augxn. Run konnte er den Schein der Laterne vorn auf der Strecke auch sehen... Die dunklen Flecke vor dem Vlick waren also doch bloß Neroositot. Er nahm die große, prachtvolle, schwarze Krähe Mit. Sie steht nun ausgestopft auf feinem Büfett zwischen zwei Messingleuchiern. kBn-echtlgt« Uebersehung au, dem DSnischen von Adolf Aoditzsch.) Das völkische Krähwinkel. Von peter pölter. Es liegt in vielen Exemplaren über ganz Deutschland ver- streut und trägt die verschiedensten Nomen. Einmol heißt es Hon- stedt, ein andermal Bevensen, ein dritte» Mal Arensdovf. Und von Zeit zu Zell macht es entweder auf eine höchst lächerliche oder tieftrourige Art von sich reden. An Werktagen verrät es allerdings nur wenig von seiner völkischen Sonderort, die es von anderen Krähwinkeln unterscheidet, wenn man die ausfallende Häufigkeit dicker Kopse und eine gewisse Brutalität der Gesichter nicht in Betracht zieht. Aber wenn«in- mal etwas Besonderes los ist— und in völkischen Krähwinkeln ist sehr häufig etwas los—, dann pfeijt's aus ollen Ecken! Zur Erläuterung: Das Krähwinkel, von den» ich hier aus eigener Anschauung eine kleine Gelegenheitsstizze entwerfen will, ist ein kleines Landstädtchen zwischen Hildesheim und dem Harz und heißt Bockenem. Hat etwa IM) Einwohner, zwei Kirchen und ein Amtsgericht. Außerdem ist es ein Berlogsart eines bösen Hetzblattes, des„Volkischen Beobachters für Niedersachsen", dessen Haupthahn der bekannte Herr Kube zu sein scheint, und hat über- dies erst kurzlich durch eine ungewöhnlich lärmende Waffen- fchiebungsaffäre peinliche Aufmerksamkeit im republikanischen Deutschland erregt. Dieses Bockenem präsentierte sich, als ich neulich abends auf meinem Rode quartiersuchend dort einfuhr, in voller Kriegsbe- malung. Es schien irgendein« vaterländische Angelegenheit erster Ordnung dort gefeiert zu werden, denn der sprichwörliiche„Fahnen- wald" war hier zur Wirklichkeit geworden. Allerhand buntge- musterte» Tuch wehte von den Hausgiebeln in die engen Straßen hinein. Ich sah das offizielle Schwarzweiß Preußens, dos Blau- gelb Braunfchwcigs, das welfifche Weißgelb, alles überwuchert non den verflossenen Reichssarben Schwarzweißrot. Außerdem aber entdeckte ich noch«ine Anzahl abenteuerlicher Flogqen und Wimpel, die lebhaft an die gemütliche Zeit des Kapp-Putsches erinnerten: vor ollem natürlich die Hakenkreuzsohne und— sieh mal an!— sogar auch dos liebenswürdige Totenkopsbanner mit den gekreuzten Menschenknochen, dos sich damals ebenso großer Beliebtheit er- freute. Aehnlich bewimpelte Autos waren mir schon auf der Land- straße begegnet und parkten auch hier vor dem Hotel„Zum wilden Mann", wo— ausgerechnet im„Wilden Mann"— das Hauptquartier der gesamten Veranstaltung sich zu befinden schien. Das Alltagsleben de» kleinen Nestes schien gleichsam erdruckt zu sein durch die lümmelhafte Arroganz zahlloser Gruppen von halbwüchsigen Bengeln, die in Windjacken, Hittlerkappen und grünen Siahlhelmmützen umherslaNierten. Nationalsozialisten, Stahlhelmer und Werwölfe schienen sich hier in trauter Gemeinschaft zusam- mengefunden zu haben, frech und fröhlich zeigte sich sogar das ver- boten« Wikingschiffchen. Dicke Gutsbesitzer aus der Umgegend, trotz der frühen Abendstunde bereits erheblich illuminiert, geschniegelte Vereinswürdenträger mit eingeknallter Taille, Marke Gardeleut- nant, untertänigst gegrüßt und wichtigtuerisch dazwifchen. Die knorrigste Gestalt dieses lebendigen Panoptikums aber war un« zweifelhaft ein vierschrötiger Bursche, der umgeschnallt, eine echte stählerne Dunstkiepe auf dem Kopfe, mit einem Ochsenziemer in der Faust und einer mächtigen Bulldogge am Riemen in der Haupt- straße auf und ob stolzierte. Geblendet blieb ich stehen und stauni« Bauklötzer ob solcher kriegerischen Pracht. Ja, das war er, der krampfhaft imitiert« Frontsoldat de» Heimatheeres: kaum zwanzig Jahre alt, etwas stupide dreinglotzend und aufgeputscht zu einer grundlos stieren Wut gegen irgendwen und irgendetwas Das war der stumpf- sinnige Typus, der federzett auf Befehl drauflos schlägt, ohne zu fragen oder dinzuschauenl Es kostet ein andeutendes Wort feines Vorgefetzten um au» emem solchen brutalen Dummkopf ein«n Femehenker ga machen..... Gegen«en sie in diesem Krahwinkel demonstrierten, war nicht recht«sichtlich: anjchemend wax« der Hegend doch alle» real- tionär bis auf die Knochen. Rur verschüchtert drückten sich die wenigen nicht kostümierten Alltagsmenschen in den Rebengassen herum..Alles Fremd« schien verdächtig zu sein. Die rot« Flagge an meinem. Rade erregt« entschiedenes Mißfallen, und sicher haben nur die silbernen Türme darin mich vor robusten Anpöbelungen gerettet. Es war trotzdem wie«in Spießrutenlaufen durch die Stadt, bis ich endlich in einem bescheidenen Gasthause Unterkunft fand, da fast alles„mit Einquartierung belegt" war. Aber auch hier unterwarf mich der Wirt einem inquisitorischen Verhör über Woher und Wohin und ließ mich erst zufrieden, als ihm eine kurze, knarrende Abfertigung an den Kopf flog. Dieser Ton schien hier als Legitimation zu gelten, wie ich noch mehrmals feststellen tonnte. Man brauchte nur unverschämt loszuschnarren, und der andere knallte die Hacken zusammen und wurde manierlich. Der Kaserrrni- hos spukt immer noch in diesen Kopsen: Anschnauzen oder onge- schnauzt zu werden! Da war es bester, man schnauzte selber Habe ich genug erzählt van diesem nölkischen Krähwinkel? Oder ist es noch nötig zu erwähnen, daß ich mitten in der Nacht von einem heiseren Gegröle geweckt wurde, das sich mit schrillem Weibergekreisch zu lieblicher Harmonie vereinte. Der Spektakel verklang draußen aus den Feldern. Ilm zum Schluß zu kommen: Der ganze Rummel besaß nicht einmal die Originalität des Grotesken, an dem man vielleicht feinen Witz schärfen konnte. Er war bloß stumpsinnig! Aber ich denke mir, fo wie in Bockenem wird' es bei ähnlichen Gelegen- heilen auch in anderen völkischen Krähwinkeln zugehen. Nur dort können sich die Brüder so unbedingt zu Herren der Situation machen, um sich so ungehindert gehen lassen zu können. Die Großstadt ist kein Feld mehr für solche lärmenden Plunderkomödien. Krähwinkel ist für sie der geeignetste Winkel zum Krähen! Die moderne Ehinesin. Poo Iwen Tseng, die erste Ehinefin, die an der Londoner Uni- versttät ihre Studien absolviert Hai und heute Leiterin de» t. Fang- Mädchengymnasiums in Ehangsa ist, macht in einem Londoner Blatte Ausführungen über den Freiheitskampf der chinesischen Frau, die fierade durch die Tatsache, daß eine moderne Ebinesin hier selbst pricht, besondere Bedeutung haben.„Nach vielen tausend Jahren der Unterdrückung genießt heute die chinesische Frau ihre neu er- worbenen Freiheitsrechte— und genießt sie weise, schreibt sie.„Die Chinesin spielt heute eine bedeutsame und immer zunehmende Rolle im Geschästsleben, auf dem Gebiete der Heilkunde, des Rechtes und in andere» Berufen. Immer mehr Mädchen widmen sich ernsten Studien, um ihrem Vaterland nutzen zu können und gleichzeitig ihre eigenen Kräfte zu entfalten. Der neue Geist, der heute unter den Frauen Chinas herrscht, äußert sich besonders deutlich!n der ver- änderten Einstellung der Chinesin zur Ehe. Durch Jahrtausende waren die Mädchen meines Landes, da ihnen keine andere Wahl gegeben war, mit ein« Verheiratung nach dem Uebereinkommen der Eltern zufrieden. Diese» System besteht noch heute in gewissem Ausmaße. Aber das moderne Mädchen fordert und übt das Recht auf die freie Wahl ihres Lebensgefährten. Sie wird auch niemals sich mit der Vielweiberei einverstanden erklären. Sie fordert von dem Manne ihrer Wahl das Versprechen, nie eine zweite Frau zu nehmen. Wurde er es dennoch tun» so würde sie sich sogleich von ihm scheiden lassen. Die Scheidung ist heute ln China sehr leicht. Darin liegt aber ein« große Tragik für die chinesische Frau beschlossen. Denn jetzt, da die Mädchen und jungen Männer der gebildeten Klassen mit«in- ander in Berührung kommen, in Gejellichaft. im Beruf, im Ge- schästsleben, ist es unvermeidlich, daß die jungen Männer, die noch nach dem alten System geheiratet hotten, nun Mädchen kennen lernen, die sie mehr lieben als ihre Frauen. Deshalb begehren und erlangen sie sedr leicht die Scheilving auf Grund einer Unverträg» lichteit der Temperament«. Was soll nun aber mit d« armen ver- lassenen Frau werden? Da es allgemein bekannt ist, daß ihr Gatte sie verlassen hat,«eil er sie nicht gut genug für sich gsfundien hat. wird sie kaum tuiat anderen Mann;iade,ai* Museum der Gesundheit. Ausgleich gegen die Krankheiten der Großstadt. Die Bedrohung der Bolksgesundheit durch die modernen Ar- beitsmelhoden. durch die Abschließung großer Teile der arbeitenden Massen von einem Teil der natürlichen Lebensbedingungen, durch die Zusammendröngung geroaltiger Menschenmassen in den Stein- Haufen der Großstädte, machte eine Gegenbewegung, eine Abwehr der Gefahr notwendig. Einer systematischen Bekämpfung der Krank- heiten mußte die systematische Förderung der Gesundheit, die Orga- nisation vorbeugender Maßnahmen folgen. Man erkannte sehr bald, daß die wichtichste Frage die Aufklärung der Massen sei, die über die Gesundheitsschäden, über zweckentsprechende Lebensweise, über Vorbeugung gegen die Gefahren des technischen Zeitalters belehrt werden muß. So entstehen in allen Städten Gesundheitsberatungs- stellen, Austunftsstellen. so verteilt man Aufklärungsschriften, pro- pagiert eine zweckmäßige Lebensweise, veranstaltet Ausstellungen und errichtet Museen. Berlin besitzt seit längerer Zeit am Urban ein solches Gesund- beitsmuseum, das einer Beratungsstelle angeschlossen ist. Hier wer- den z. B. an kleinen, nachgebildeten Skeletten in halber Lebens- große die Schädigungen falscher Körperhaltung bei den einzelnen Arbeiten vorgeführt. Ein Skelett demonstriert die Gefahren der Arbeit an der Hobelbank, ein anderes zeigt die schlechte Haltung und doneben die gute beim Klaoierspiel und an der Schreibmaschine, ein dritte« zeigt das gekrümmte Rückgrat des Radfahrers, der in unzweckmäßiger Haltung auf seinem Rade sitzt, und so fort zeigen all« diese Skelette die Einwirkungen der einzelnen Arbeiten auf da», menschliche Knochengerüst. Solche Darstellungen sind außer- ordentlich demonstrativ und sehr viel wirkungsvoller, als die besten Artikel und Borträge.' Darin liegt auch die Bedeutung der Berliner Ernährungsaus- stellung. An dieser Ausstellung ist auch das große, deutsche Hygiene- museum beteiligt, dos kürzlich in Dresden den Grundstein zu seinem Neubau legte. Es ist aus der internationalen Hygieneausstellung entstanden, die ISN in Dresden stattfand. Der Schöpfer dieser Aus- stellung, Dr. Karl Lingners, schuf aus dem Materiol der. Hygiene- ausstellung das deutsche Hygienemuseum, das die Grundlage sür die planmäßige Volksgesundheitspflege in Deutschland bildete. Krieg und Inflation haben dieses Unternehmen schwer bedroht, erst nach dem Tode Lingners gelang es seinem langjährigen Mitarbeiter. dem geschäftsführenden Direktor des deutschen Hygienemuseums, Regierungsrot Seiring, dos Unternehmen auf eine neue Basis zu stellen. Er veranstaltet Wanderausstellungen in allen deutschen Städten, und rund 4!X> Städte haben die Wanderausstellungen des deutschen Hygienemuseums in ihren Mauern beherbergt. Auch an der Gefolei in Düsseldorf 1326 war das Museum hervorragend � beteiligt. Ausstellungen, die in der Schweiz, in Rom. Amsterdam, Kopenhagen, Prag, Stockholm, Oslo, Budapest und anderen Orten des Auslandes stattfanden, hoben auch das Aufsehen des Aus- landes erregt. So kam es, daß schließlich auch die Reichsbehörden diesem Unternehmen ihr Interesse zuwandten. Die Bedeutung des Hygienemuseums in Dresden für eine planmäßige und zweckent- sprechende Voltsgesundheitspflege trat so offensichtlich in Erscheinung, daß man Staatsmittel und Reichsmittel bereitstellte, um diesem Museum auch ein seinen Zwecken entsprechendes, würdiges Heim zu schaffen. So konnte Anfang Oktober 1927 der Grundstein zum deutschen Hygienemuseum in Dresden gelegt werden. Im Zen- trum der Stadt, im ehemaligen Palais des Prinzen Johann Georg, hat der Neubau des deutschen Hygienemuseums begonnen. Der Reichsinnenminister wohnte der Grundsteinlegung bei und zeigte damit, daß hier ein Institut geschaffen wurde, das der Zentral- punkt der deutschen Lolksgesundheitspflege, soweit sie durch An- schauungsmaterial betrieben werden kann, werden soll. Während also in Dresden noch eifrig am Bau des Hygiene- museums gearbeitet wird, haben wir auf der Ernährungsausstellung Gelegenheit, große Teile des Anschauungsmaterials des deutschen Hygienemuseums zu sehen. Wir sehen den durchsichtigen Menschen, die Sondergruppe des Ausstellungsmaterials, in der nach dem Verfahren von Prof. Spalteholz der menschliche Körper in seinen Geweben und Knochen vollständig durchsichtig dargestellt ist. Von Gpn'chwöriern und Jauliieren. Don Willy Ley. Die Sprichwörter der Menschheit lieben das Zoologische. Rur stimmts nicht immer ganz, was sie behaupten. Da haben wir in der deutschen Sprache zum Beispiel die Redensart, daß jemand wie ein Igel sauf«, wodurch das arme Tier in den Geruch nicht mehr anständiger Durstigkeit gekommen ist. Run säuft aber der Igel sicherlich nicht mehr als andere Tiere, das Sprichwort aber, das ihn in den falschen Verdacht gebracht hat, soll nur die falsche Heber- se�ung eines französischen Sprichwortes sein. Ursprünglich heißt es nämlich:„II a un härisson dans l« ventre, s'il ne boit, ii pique", zu Deutsch:„Cr hat einen Igel im Bauch, wenn er nicht trinkt, dann piekt er ihn.- Aehnlich falsch ist die Redensart vom Elefanten im Porzellan- laden. Natürlich ist der massige Elefant auf nichr ganz sicherem und tragseftem Gelände eher.�geliefert", als andere kleinere Tiere, das Hot aber nichts mit seiner Geschicklichkeit an sich zu tun. Man hat beobachtet, daß ein eingesperrter Elefant, der einen entfernten Baum- oft erlangen wollte, sich mit allen vier Beinen für einen Augenblick aus eine schmale Eisenftanoe stellt«, um den Ast zu packen—,«in Kunststück, das z. B. ein Dferd kaum so leicht nachmachen würde. Am schlimmsten ist es ober mit dem Faultier, dessen Name ja sprichwörtlich geworden ist. Bekanntlich soll es sogar zu faul sein, um wieder auf den Ast zu klettern, wenn es einmal vom Baum« herabgefallen ist. In Wirklichkeit ist die„Faulheit- des Tieres aber nur die Ungeschicklichkeit, die es auf ebener Fläche beweist, weil, es ein bedeutend einseitigeres, dem Baumleben angepaßtes Geschöpf ist, als die sprichwörtlichen Baumtrere, die Affen. Solch Affe mrnt auch auf der flachen Erde noch reckst gut vorwärts, auk den Hinter- deinen allein wohl etwas wackelig, auf allen Vieren aber glänzend. Das Faultier kann das einfach nicht tun, weil feine Füße mit ihren mächtigen Krallen reine Haken geworden sind, an denen es— Rücken unten, Bauch oben— durch das Geäst turnt und das nicht immer langsam. Ein anderes Baumtier, das berühmte Chamäleon, ist jedenfalls bedeutend„fauler", will besagen, langsamer und ängst- Aicher. Trotz der verzwickten Körperhaltung hat es das Faultier ober fertiggekriegt, seinen Hals so biegsam zu gestalten, daß der Kopf wiedsr in der richtigen Lage zu fein scheint, den Oberkiefer nach oben; während die Jungen natürlich auf dem Bauch hocken! Das Sprichwort redet auch vom„bemoosten Haupt" und meint damit weniger einen Bankdirektor als einen alten Karpfen, auf dessen Schuppen sich Algenkotonien häuslich nsebetzzekafie» hoben. Alle gemein unbekannt pflegt jedoch zu fein, daß das bemooste Haupt für das oielbssagte Faultier weit mehr zuzutreffen pflegt. Seine Heimat sind doch die ungeheuren Urwälder Südamerikas. die so riesig sind, daß die Astronomen beobachtet haben, dcß da» Moirdlicht grünlich schimmert, wenn die Erde ihrem Trabanten unter günstigen Verhältnissen diese Seit« zudreht. In solch grüner Unend» lichkeit ist grün natürlich die gegebene Farbe und es war ziemlich sonderbar, daß das Faultier einen gelblichen dichten Zottelpelz, ohne einen Stich ins grünliche, wie gewisse Affen, trägt. Schon der alte Gesner im sechzehnten Jahrhundert nennt es fahlgelb. Nach einiger Zell kam dann aber heraus, daß das Faultier nur bei uns gelb ist. in seiner Heimat jedoch grün. Seine Farbe ist nicht waschecht, oder besser, nicht luftecht.(Es gibt übrigens einen Vogel m Afrika, dessen Federn abfärben.) Die grüne Farbe ist nicht ursprünglich, sondern auch wieder Ergebnis von Algenkolonien, die in dem dichten Pelz und der seuchtwarmen Urwaldatmosphäre sich sehr wohlfühlen, bei uns aber absterben. Wie es sich so gehört, hat jede Faultierart ihre besondere Alge, der dreizehige Ai-Ai ttoteinifch Brackypus) die Alge Cyanockerma brackypi, das zweizehige Faultier(Oioloepus) die Alge Cyanoderma choloepi. Bis hierher klingt die Geschichte noch glaublich, sie ist aber noch nicht zu Ende. Di« Algen haben auch ihrerseits wisder Lieb- Haber, die Raupen eines mottenartl Bradypodicola hahneli, die im Haan und sich dann dort auch verpuppen..... Faultier zur Schlüpfzeit abstürzt, ein« regelrechte Mottenwolke hervorstiebt!! Also zu dem bemoosten Haupt auch noch Motten im Pelz. Daß du die Motten kriegst! Oer Sprechfilm. Iesse L. Losky, der Präsident der Paramount Famou» Qaskq Corporation, der am 9. Juni in Poris ankam, äußerte sich einem Mitarbeiter der„Eomedia- gegenüber über die Zukunftsaussichten des Sprechfilms:„Man hat die Neuerung in Amerika mtt Legesst»- rung ausgenommen. Augenblicklich sind schon 400 Lichts piÄhäuser mit der neuen Apparatur ausgerüstet, aber Neujahr werden es mehr als 1003 sein. Die Erfindung bringt«ine vollständige Revo- lution in der Technik der Filmsabrikotion mit sich. Wir haben unsere Studios in Long Island wieder geöffnet und werden auch in Hollywood uns vollständig umstellen müssen. Di« Entwicklung der neuen Technik wird in drei Abschnitten vor sich gehen. Der erst« wird die musikalische Begleitung automatssieren, so daß auch die kleinsten Kinos die Illusion eines Orchesters von 50 Mann erwecken können. Im zweiten Stadium werden die Naturgeräusch« im Original wiedergegeben werden, während der dritte Abschnitt die Vervollkommnung, eben den„sprechenden Film-, bedeuten wird. Es ist klar, daß der Absatz dieser Film« sich größtentesss auf ihr Herstellungsland beschränken wirb.- Ein neuer prähistorischer Ztiesenvogel entdeckt. Die Fossilien eines prähistorischen Riesenvogels sind kürzlich in dem prähistorischen Klippengebiet von Wyoming entdeckt worden. Wie„Science Seroice" berichtet, handelt es sich dabei nach der Fest» stellung von Prof. William 1. Sinclair von der Princeton-Universität um eine neue Dogelart, die Omorhamphu» benannt worden sst und mit anderen bereits entdeckten ousgestarbenen Riesenvögeln einig« Verwandtschaft hat. Der Omorhaniphus-Vogel hatte keine Flügel und blieb an den Erdboden gefesselt, etwa wie unser Strauß. An- statt der Klumpfußzehen des Straußes hatte er aber ein« primitiver« Fußform mit kurzen gekrümmten Klauen. In mancher Hinsicht sst der neue Vogel dem ausgestorbenen Moa von Neuseeland ähnlich, Voile-Kleider jugendliche Form, in mod., schönen Farben Voile-Kleider 0™.« in neuen Bordürenmustern.... 14.50 11.75 8.25 W ollmusselin- Kleider jugendliche Form, aparte Muster... 13.50 11.75 9.25 Frauen-Kleider alle Größen und Preislagen Voile, Wollmusselin, Bastseide Haus-, Garten-, Wander-Kleider In reizenden Mustern Alle Gröfyen n. Preislagen vorrätig Zephir in viel. Mustern 70 cm breit...... 0.78 Wasdittonsiselde i. d. schönst. Dessins, 70cm br. 0.95 Wasdikiinsiselde Brokat, 100 cm breit.... 0,15 2.45 X�OllC bedruckt reiche Auswahl, ca. 98 cm br. 1.45 0.95 Indanihrenf arbige Waschstoffe in jeder Farbcnsteilung und Preislage SoiiflcrangcDoi (nur W. I) A Cr<*pe de Chine HIB bedruckt, ca. 100 cm.»,,, Waschmittel JFA MOS ■�J�fumWamhäufw W.I Oranicnstr. 164-65 W.III Charlottenburg, Rosincnstr. 3 W.D Reinickendorfer Sir. 21 W. VW Frankfurter Allee 60 ir. 355 45. Jahrgang Gut aihe busdroveisod 3. Beilage des Vorwärts Gegen den Krieg! Aufmarschplan Monisha Sonntag, 29. Juli 1928 Perlen der Weinfultur. Zwei Orte von Weltruf auf dem Gebiete des Weinbaues in Frankreich find: Bordeaux, der Mittelpunkt der Weinfulfur in der Gironde und Cognac, nach dem das Produkt 1 der Weinbrennereien in der Charente feinen weltbekannten Jamen hat. Wo auf dem Erdenrund Wein geschätzt wird, da stehen die edlen Gewächse des Bordeaux mit an der Spipe. Es sind dies die herrlichen Rotweine und die feurigen, füßen Beißweine, die in so einzigartiger Weise nur in dieser Gegend gedeihen. In einer launigen, sogar dichterisch erfüllten Schilderung erzählt der Mitinhaber Gott Bachus so sehr begnadeten Gegend. zur Anti- Kriegsfundgebung am 1. August, 19.30 Uhr, im Humboldthain, Wiese am Stier. einer unferer größten Weinfirmen von seinem Besuch in dieser von Die Genoffinnen und Genossen begeben sich direkt nach den Sammelpläßen und nehmen bei ihren Abteilungen Aufstellung. Banner und Fahnen mitbringen. Kreis Mitte. Treffpunkt 18% Uhr Artonaplay, Abmarsch 19 Uhr Swinemünder Straße, Bernauer Straße, Brunnenstraße, Humboldthain. Kreis Tiergarten. Treffpunkt 18% Uhr Kleiner Tiergarten. Abmarsch Stromstraße, Berleberger Straße, Fennstraße, Müllerstraße, Schulzendorfer Straße, Grenzstraße, Humboldthain. Kreis Wedding. 14., 15. und 16 Abteilung. Treffpunkt 18% Uhr Gartenplay. Abmarsch 18% Uhr Feld, Hussiten-, Stralsunder Straße, Binetaplah, Swinemünder Straße, Rügener Straße, Brunnenstraße, Humboldthain. 18., 19. und 20. Abteilung. Treffpunkt 18% Uhr Brunnenplag. Marsch durch die MartinOpitz- Straße, Gottschedtstraße, Exerzierstraße, Koloniestraße, Soldiner Straße, Freienwalder Straße, Stettiner Straße, Badstraße, Humboldthain. 17, 21., 22. und 23. Abteilung. Treffpuntt 18% Uhr Zeppelinplay. Marsch durch die Genter Straße, Triftstraße, Müllerstraße, Schulzendorfer Straße, Grenzstraße, Humboldthain. Kreis Prenzlauer Berg. Treffpunkt Mittelpromenade, Danziger Straße an der Prenzlauer Allee. Abmarsch 18% Uhr durch die Schönhauser Allee, Gleimstraße, Rügener Straße, Humboldthain. Kreis Friedrichshain und Lichtenberg. Treffpunkt 184 Uhr Promenade Elbinger Straße Ede Landsberger Allee. Abmarsch 18 Uhr durch die Elbinger Straße, Danziger Straße, Eberswalder Straße, Bernauer Straße, Brunnenstraße und GustavMener- Allee. Kreis Kreuzberg und Tempelhof. funder Straße Ede Brunnenstraße. straße bis Humboldthain. Treffpunkt 18% Uhr StralMarsch durch die Brunnen Kreis Charlottenburg. Treffpunkt am Knie. Abmarsch durch die Marchstraße, Franklinstraße nach Alt- Moabit, Stromstraße bis Perleberger Straße, Fennstraße bis Reinidendorfer Straße, Banfstraße bis Badstraße, Humboldthain. Kreis Spandau. Treffpunkt 18 Uhr am Hauptbahnhof. Abfahrt 18,15 Uhr bis Gesundbrunnen. Die in Berlin arbeitenden Spandauer Genossen müssen sich um 19 Uhr am Bahnhof Gefundbrunnen versammeln. Abteilung Staaten ab 18,04 Uhr. pant Kreis Wilmersdorf und Zehlendorf. Sammelpunkt Bahnhof Gesundbrunnen, Ausgang Millionenbrüde, Bellermannstraße, dann Marsch durch die Brehmstraße, Badstraße und Brunnenstraße. Kreis Schöneberg. Treffpunkt 18% Uhr Pantstraße am Brunnenplag.desiidu liitonpipiza opini Kreis Steglik. Treffpunkt 18% Uhr Artonaplah. Abmarsch mit dem Kreis Mitte nach dem Humboldthain. Kreis Neukölln. Treffpunkt 18% Uhr Senefelder Platz. Marsch durch die Fehrbelliner Straße, Anklamer Straße, Brunnenstraße bis Humboldthain. Kreis Treptow und Köpenick. Sammelpunkt Lindomer Straße am Bahnhof Wedding. Marsch durch die Pantstraße, Badstraße, Brunnenstraße bis Humboldthain. Kreis Weißensee. Treffpunkt 18½ Uhr an der Prenzlauer Promenade Ecke Heinersdorfer Straße. Marsch durch die Prenzlauer Allee Krügerstraße, Humannplay, Stahlheimer Straße, Pappelallee, Stargarder Straße, Gleimstraße, Rügener Straße, Gustav- Meyer- Allee. Kreis Bankow. Abmarsch 18% Uhr vom Marktplatz in Bankow. Kreis Bankow. Abmarsch 18% Uhr vom Marktplatz in Pankow. Marsch durch die Breite Straße, Wollanfstraße, Prinzenallee, Badstraße, Humboldthain. Ebenso zurück. Kreis Reinickendorf. Die Abteilungen Reinickendorf- Oft, Hermsdorf, Rosenthal und Waidmannsluft am Schützenhaus in Reinidendorf- Oft. Marsch durch die Scharnmeberstraße, Berliner Straße, Humboldtstraße, Hauptstraße, Residenzstraße, Schweden straße, Badstraße, Brunnenstraße bis Humboldthain. Die Abteilungen Reinidendorf- West, Tegel, Freie Scholle und Borsigwalde um 17% Uhr am Volkshaus, Scharnmeberstraße 114. Abmarsch pünktlich 18 Uhr.( Diefelben Straßen wie Reinidendorf- Oft.) Sozialistische Arbeiter- Jugend. Treffpunkt 18 Uhr am Brunnenplatz Marsch durch die Pantstraße, Reinickendorfer Straße zum Weddingplatz. Von da ab gemeinsam mit den Arbeiter- Sportlern durch die Schönwalder Straße, Gartenstraße, Scheringstraße, Gustav- Meyer- Allee zum Humboldthain. Arbeiter Sportler. Treffpunkt 18 Uhr am Zeppelinplay. Durch die Gartenstraße. Triftstraße, Tegeler Straße, Fennstraße zum Beddingplay. Bon da ab gemeinsam mit der S23. durch die Schönwalder Straße, Gartenstraße, Scheringstraße, GustavMeyer- Allee zum Humboldthain. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 29. Juli: 8.30: Frühkonzert. 9: Morgenfeier. 11.30: Platzmusik. 14: Funkheinzelmanns Singstunde. 15.30: Für den Landwirt. Anschließend: Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft. 19: Die Zeitung als Spiegel der Weltanschauung. 19.30: Paneuropa in der Weltliteratur. 20: Was bedeutet uns Bayreuth? 20-30: Kabarett. 22.30: Tanzmusik. Montag, 30. Juli: 6: Gymnastik. 16: Der Einzelhaushalt in seiner volkswirtschaftlichen Bedeutung. 16.30: Technische Wochenplauderei. 17: Unterhaltungsmusik. 19: Der Sternhimmel im Monat August. 19.30: Die Photographie im Dienste der Volksbildung. 20: Die Probleme des Brüsseler Kongresses. 20.30: Vortrag. 21: Bismarck zum 30. Todestag. Anschließend: Klaviersonate As- Dur, op. 26. Dienstag, 31. Juli: 6: Gymnastik 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 16.30: Stunde mit Büchern. 17: Peter Rosegger zum 85. Geburtstag. 17.30; Unterhaltungsmusik. 19: Was ist uns heute Schubert? 19.25: Die Reisestunde. 19.55; Versicherung gegen Verbrechen. 20.30: Englische Lieder. Danach: Orchesterkonzert. Mittwoch, 1. August: 17: 6: Gymnastik. 16: Alexander von Humboldt und die Berliner NaturForscherversammlung 1828. 16.30; Badeleben in der Reichshauptstadt. Kinderstube. 17.30: Teemusik. 19.30: 18.50: Europa als geistige Einheit. Uebertragung Deutsches Künstlertheater: ,, Der Zarewitsch", Operette von Lehar. Danach: Nachtmusik. Donnerstag, 2. August: 6: Gymnastik. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 16: Die schönsten mittelalterlichen Kirchenbauten der Mark. 16.30: Medizinischhygienische Plauderei. 17: Sommerlieder. 17.30: Instrumentalkonzert. 19: Fremdsprachliche Vorträge( Englisch). 19.30: der Führerpersönlichkeiten deutschen Bühne. 20: Kulturfilm und Filmkultur. 20.30: Reise in den Spreewald. 21.30: Unterhaltungsmusik. 22.30; Tanzmusik. Freitag, 3. August: 6: Gymnastik. 16: Die Frau im öffentlichen Leben. 16.30: Kinder- Massenspeisung. 17: Erich Mühsam liest eigene Dichtungen. 17.30: Unterhaltungsmusik. 19: Die Entwicklung der Telegraphie und ihre Anwendung im neuzeitlichen Verkehr. 19.30: Das Land der Oder. 20: Sozialpolitische Umschau. 20.30: Aus Opern. Sonnabend, 4. August: 6: Gymnastik. 16.30; Tagesfragen der Luftfahrt, 17: Karmusik Swinemünde. 19: Wanderungen durch die Mark. 19.30: Der Dichter und der Strand. 20: Der technische Angestellte. 20.30: Großstadtluft", Posse von Blumenthal und Kadelburg. 22.30: Tanzmusik. mit Königswusterhausen. Sonntag, 29. Juli: Ab 6.30: Uebertragung aus Berlin. 15: Praktische Winke für Liebhaberphotographen. Ab 15.30: Uebertragung aus Berlin. 18.30: Von Frauen und Zu beiden Seiten der Garonne und der Dordogne( nach ihrent Sufammenfluß Gironde genannt) tehnen sich die Weingüter in einer Gesamtfläche von 190 000 Settar aus, welche jährlich 4½-- 5 Millionen Liter Wein erzeugen. Das Gebiet erstreckt sich von Bor= deaux südlich bis in die sandige Heidelandschaft des Landes, die vielfach unserer Mart Brandenburg gleicht und Graves heißt, nördlich bis an die breite Mündung der Gironde, dem berühmten Medoc und östlich an das Hügelland an der Dordogne, den Cotes und dem Entre deur Mers. Der Medoc ist das klassische Land der feinsten Rotweine. Hier liegt ein Chateau mit weltbekanntem Namen neben dem anderen. Die Schloßherren sind längst verschwunden. Selten gefällt es einem Besizer, fein Schloß zu bewohnen. Vielfach stehen sie im Eigentum der großen Weinfirmen, deren Inhaber lieber in der Stadt wohnen, als in der Einsamkeit ihres Schloffes. Nur die Angestellten und die fundigen Verwalter ist die Obhut und Bilege der Weinberge und Weinbergarbeiter leben in den Wirtschaftsgebäuden, und einem sady der Keller anvertraut. Unübersehbar dehnen sich die Weingüter aus. Der Boden enthält viel Kics und groben Sand, auf dem die hier heimischen Traubenjorten Cabernet und Sauvignon besonders gedeihen. Diese Trauben ergeben einen Wein, der durch seine schöne Rubinfarbe, feinen Körper, seine Bartheit entzüdt. Die Trauben, werden vor der Kelterung nur teilweise entbeert, vielfach werden sie mit den Kämmen( Stengeln) gepreßt und geben dem Bein seinen Gerbstoff und Eisengehalt und dadurch die kräftigenden, gesundheitsfördernden Eigenschaften. In Jahren mit gea ringem Mostgewicht findet ebenso wie in Deutschland eine Zuckerung statt, besonders der kleinen Lagen, um das zu ersetzen, was Sonne gefehlt hat. " Die Die Weine kommen bereits nach dem ersten Abstich auf die beca fannten Dr hofte", das sind Eichenfäffer von etwa 225 Liter Inhalt. Die jahrhundertelange Erfahrung hat gezeigt, daß sich diese Weine in Fässern dieser Größe am besten ausbauen. In Halbstücken oder Fuderfässern, die im deutschen Weinbaugebiet benutzt werden, entwickelt sich der Bordeaurwein merkwürdigerweise lange nicht in demselben Maße. Der Wein erhält im Jahre drei„ Umftiche" und nötigenfalls eine Schönung", morauf er mindestens noch ein Jahr auf dem Faß liegen und gepflegt werden muß. Zum Lagern des Weines braucht man im Bordeaurgebiet teine unirdischen Keller, sondern trodene Lagerräume im Erdgeschoß, die sogenannten Chais. Frost ist felten, dagegen meist eine wärmere Temperatur, die den Ausbau der Rotweine fördert. Palus, ein Schwemmland zu beiden Seiten der Garonne und Dordogne, Castelnau und Blaye find fleinere Weingebiete, denen es an der besonderen Feinheit fehlt. Sie sind deshalb bedeutend billiger und kommen unter Sammel namen wie St. Emilion, St. Estephe usw. in den Handel. Der Gravesdiftritt, einer der gesegnetsten Bezirke um Bordeaux, liefert neben hochberühmten Rotweinen, vor allem die süßen Weißweine. Daneben sind es noch Sauternes, Barsac, Cerons und andere Gebiete, die besonders prächtigen Weißwein hervorbringen. Der Zentralpunkt des ganzen Gebietes ist die alte Handelsstadt Bor deaur; hier werden die Weine in den Chais weiter sorgfältig gepflegt, bis sie ausfuhrfertig sind. Cognac, eine saubere Stadt von faft 18 000 Einwohnern, ist der Mittelpunkt des Charentegebietes. Hier, besonders in der Grand Champagne, der Petit Champagne bei Cagnac wächst ein Wein, der merkwürdigerweise als Tafelmein teine Bedeutung hat, aber das denkbar beste Rohproduft für die Destillation ist. Stenervergünstigung für Kriegsbeschädigte. Müttern großer Männer. 19: Der Deutsche und sein Wald. Ab 20.10; Ueber- gefeß sind die Präsidenten der Landesfinanzämter ermächtigt, tragung aus Langenberg. Ab 22: Uebertragung aus Berlin. Montag, 30. Juli: 16: Französisch( kulturkundlich- literarische Stunde). 16.30: Funktechnische Fragen. 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Th. Däubler. 18.30: Mit dem Faltboot im unbekannten Dalmatien. 18.55; Weltagrarkonjunktur. 19.20: Das Auto der Zukunft. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 31. Juli: 16: Aus dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht. 16.30: Willy Schlüter, der Schöpfer des deutschen Tatdenkens. 17: Uebertragung aus Leipzig. 18: Bühnenkunst im Wandel der Zeiten. 18.30: Die Sinne der Pflanzen. 18.55: Bismarck und die Gegenwart. 19.45: Zeitfragen der Oper. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. Mittwoch, 1. August: 16: Einführungslehrgang in das Laienspiel. 16.30: Die praktische Psycho17: Uebertragung aus Hamlogie als helfende Macht im Beruf und Leben. burg. 18: Die deutsche, Orthopädietechnik als Industrie. 18.30: Die Sinne der Pflanzen. 18.55: Technischer Lehrgang für Facharbeiter und Werkmeister. Ab 19.30: Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 2. August: 16: Erziehungsberatung. 16.30; Deutsches Volkstum. 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Galizien, Land der Gräber und Kreuze. 18.30: Künstlerische Doppelbegabung. 18.55: Ordnungsmäßige Buchführung. 19.20; Die Maschine als Helferin im Laden und Bureau. Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. Freitag, 3. August: 16: Bäcker und Konditor. 16.30; Chemie und Weltwirtschaft. 17: Uebertragung aus Leipzig. 18: Wesen und Ziel des deutschen Gewerkschaftsbundes. 18.30: Einführung in das Verstehen von Musik. 18.55; Technischer Lehrgang für Facharbeiter und Werkmeister. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 20: Die öffentliche Meinung. 20.30: Zeitfragen der Oper. 21; Griechen und Griechenland voh heute. Sonnabend, 4. August: Nach den Ausführungsbestimmungen zum KraftfahrzeugsteuerKriegsbeschädigten, die infolge ihrer Kriegsbeschädigung in der Gehfähigkeit beschränft und auf die Benugung eines Fahrzeuges angewiesen sind, auf Antrag die Kraft fahrzeugsteuer ganz oder teiimeise zu erlassen. Die Ermächtigung gilt für Krafträder, für Personenfraftwagen mit Antrieb durch Verbrennungsmaschine bis zu 2200 Rubifzentimeter Hubraum und für elektrisch angetriebene Personenkraftwagen. Bei der Prüfung, ob und in welcher Höhe dem Antrage ſtattzugeben ist, sind die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kriegsbeschädigten und die Schwere der Kriegsbeschädigung zu berücksichtigen. Dient das Fahrzeug nicht ausschließlich der Beförderung des Kriegsbeschädigten, so kann der Erlah ganz oder zum Teil versagt werden. Der Steuererlaß ist auf die Zeitdauer zu befchränken, für die das Fahrzeug für den Kriegsbeschädigten zugelassen ist und von ihm benutzt wird. Sport. Rennen zu Strausberg am Sonnabend, dem 28. Juli. 1. Rennen. 1. Florida( Coardt), 2. Mumpik( Bafchfe), 3. Baltazar ( Mertel). Toto: 202 10. Blab: 47, 15, 25: 10. Ferner liefen: Citos Daubenton, Prinz Christian, Fechterin, Probefahrt. 2. ennen. 1. Durst( Bismar t), 2. Der Nord( Schuller), 3. Girant Toto: 144: 10. ( auser). Ferner liefen: FrühlingsPlay: 32, 20: 10. bote, Fairy, Sonechilde. 3. Rennen. 1. Sonnenlicht( utulies), 2. Parlamentar( Schat), 3. Palisander( Lüder). Toto: 31: 10. Platz: 14, 29, 14: 10. Ferner liefen: Pumpernidel, Eisenau, Wellgunde, Paradenia, Andromache, Flaminia. 4. Mennen. 1. Bubi( v. Reibniz), 2. Barfuß( v. Imhoff), 3. Myron ( b. Göt). Toto: 31: 10. Drei liefen. 5. Rennen. 1. Maifolf( Derfchug, 2. Scheif( Sturzawa), 3. Staroste ( Bismark). Zoto: 38: 10. Blab: 17, 17, 17: 10. Ferner liefen: vedon, Rottländer, Kermal, Filigran, Begonic, Bommard, Armbruster, Prinzes Karneval, Dunkle Ahnung, Mälander, Römerin. 6 Rennen. 1. Pompejus( Bleuler), 2. Lobredner( Kaiser), 3. Csaba ( D. Schmidt). Toto: 19:10. Blak: 11, 14, 12:10. Ferner liefen: Zarzan, 16: Aus dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht. 16.30: Die Morgenbracht, Manitou, Olivera, heutige Zivilversorgung. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Bildstatistik als 19.20: Teil der Schulreform. 18.30: Das römische Köln. 18.55: Das Duett. Goethes äußere Erscheinung. Ab 20.30: Uebertragung aus Beriin. Kirschen maizene 7. Renne 11. 1. Hermoder( Hauser), 2. Patriotin( Ladendorff), 3. Ferne( Sajdit). Toto: 245: 10. Bat: 64. 25, 18: 10. Ferner liefen: Clothilde, Felsenspike, Mondnacht, Trianon, Canio. Maizena- Flammeri mit Kirschen( 6 Personen) 2 Liter sehr reife Gauerfirfchen werden ohne fonftige Zutaten fo. lange getodit, bis man die Kerne herauslösen kann, dann passiert man durch ein Saarfieb, gibt 1/2 Pfund Zucker, das Abgeriebene einet fauberen 3itrone, 1 Nelle und 4 Biter Wein binzu, fodr durch und rührt während des Rochens 120 Gramm " MAIZENA in Wasser aufgelöft. Darunter. Dann fchüttet man die Masse in eine ausgespülte Form und gibt beim Servieren eine Baville fauce bagn Parteinachrichten Einsendungen für diese Rubrik find Berlin G 68, 2indeustraße 3, für Groß- Berlin ftets an bas Bezirkssekretariat 2. Hof, 2 Trep. rechts, au richten. Bezirksbildungsausschuß Berlin. Montag, den 30 Juli, abends 7 Uhr, im Vortragssaal des Reichsausschusses, Lindenstr. 3, 1. Hof links III, Sigung der Obleute der Kreisbildungsausschüffe, auch die Vorsitzenden der Kreise find geladen. Besprechung über das Programm der Arbeiterbildungsschule. 2. Areis Tiergarten. Die Abteilungstaffierer merden ersucht, bei dem Genoffen Bauer die Eintrittskarten für das Sommerfeft abzuholen. Achtung Anti- Kriegs- Rundgebung! Alle Genoffinnen und Genossen treffen fich zur Demonstration am 1. Auguft, 18 Uhr, im fíeinen Tiergarten. 3. Kreis Webbing. Sämtliche Genoffinnen und Genossen beteiligen sich an der Rundgebung am 1. Auguft im Humboldthain. Treffpunkt siehe unter Bekanntmachung der Abteilungen. Transparente find von dem Genossen Weide, Ramlerstr. 5, abzuholen, am Dienstag in der Beit von 5 bis Dekorationsmaterial 7 Uhr, Fahnen und Dom Genossen Römisch, Utrechter Straße. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Treffpunkt zur Anti- Kriegs- Rundgebung am Mittwoch, 1. August, 18% Uhr( nicht 17% Uhr), Promenade Danziger Straße, Ede Prenzlauer Alice. 8. Kreis Bilmersdorf. Alle Genossen nehmen an der Anti- Kriegs- Demonftration am 1. August teil. Treffpunkt 19 Uhr Bahnhof Gesundbrunnen, Bellermannstraße( Millionenbrüde). Parteifahnen mitbringen. 11. Kreis Schöneberg- Friedenau. Alle Genoffinnen und Genoffen treffen fich Aur Anti- Kriegs- Rundgebung am 1. Auguft Bantstraße am Brunnenplag. Straßenbahnlinie 19 und 119. Stadtbahn bis Bahnhof Wedding. Banner und Transparente sind mitzubringen. 15. Kreis Treptow und 16. Areis Röpenid. Es ist Pflicht jeder Genoffin und jebes Genoffen, fich an der Demonstration am 1. August, 19 Uhr, zu beteiligen. Treffpunkt Lindower Straße am Bahnhof Bedding. 16. Kreis Röpenid. Achtung, Sportgenossen! Es ist Pflicht jedes Sportgenoffen, am Montag die Bersammlung im Lehrervereinshaus zu besuchen. 18. Kreis Weißenfee. Die in diefer Woche planmäßig abzuhaltende Funt. tionärversammlung fällt aus. 20. Kreis Reinidendorf. Die Abteilungen Reinidendorf- Oft, Sermsdorf, Rofenthal, Bittenau und Waidmannsluft treffen fich zur Anti- KriegsDemonstration am 1. August 184 Uhr am Schützenhaus in Reinidendorf. Oft. Die Abteilungen Reinidendorf- West, Tegel, Freie Scholle und Borsig. malde treffen fich 17% Uhr am Boltshaus, Scharnweberstr. 114, in Reinidendorf- West, Abmarsch pünktlich 18 Uhr. Heute, Sonntag, 29. Juli: 8. Abt. Achtung, Metallarbeiter! Alle Genoffinnen und Genoffen, die im Deutschen Metallarbeiterverband organisiert find, müffen am Sonntag, 29. Juli, zweds Bahl eines Delegierten zum Gewerkschaftstongreß nach Hamburg ihre Wahl rechtzeitig ausüben in der Zeit von 8 bis 14 Uhr. Bahllotale: Scheffler, Bülowftr. 58, Meyer, Lügowstr. 7. 23. Abt. Großes Sommerfest im Moabiter Schüßenhaus, Nordufer. Mitw.: Mufit, Gesang und Sportvereine, Arbeiter- Jugend, Tambour torps. Staffeetochen, Rinderbeluftigungen, Fadelaug bei bengalischem Feuer, Tierpart u. a. Ueberraschungen. Alle Genoffinnen und Genossen ber umliegenden Abteilungen und Vorwärtsleser find herzlich eingelaben. Aufstellung mit Bannern und roten Fahnen in der Antwerpener Ede Geeftraße. Abmarsch 14 Uhr. Eintritt 30 Pf. Jm Saale ab 6 Uhr Tanz. Morgen, Montag, 30. Juli: 12. st. 20 Uhr Funktionärversammlung bei Schmidt, Wiclefite. 17. 15. Abt. 19% Uhr kurze bringende Besprechung der Parteifunktionäre, bei Anton Both, Binetaplas 7. Erscheinen unbedingt nötig. 46. Abt. Die Monatsschrift Unfer Weg" ift fofort vom Gen. Urban abzuholen. 56. Abt. Charlottenburg. 20 Uhr Funktionärversammlung bei Liersch, Rantftraße 62. Pünktliches Erscheinen fämtlicher Funktionäre erwünscht. 70. Abt. Wilmersdorf. 20 Uhr pünktlich bei Schramm, Sohenzollerndamm 2, Abteilungsvorstandssigung mit fämilichen Funktionären. Dienstag, 31. Juli: 51. Abt. Charlottenburg. 20 Uhr Funktionärsigung bei Lehmann, Königsweg. Achtung, Abteilungen! Treffpunkte zur Anti- KriegsDemonstration am Mittwoch, 1. Auguft. 15. bt. Gartenplag 18% Uhr, bmarsch 18% Uhr mit Mufit zum Sumboldthain. 19. Abt. 18 Uhr Brunnenplat. Sämtliche Genofsinnen und Genossen haben zu erscheinen. Sympathiserende sind eingeladen. 21. bt. 18 Uhr bei Kroll, Utrechter Str. 21. Von dort Abmarsch mit Mufit. Die Bezirksführer laden besonders ein. 51. Abt. Charlottenburg. Am Knie. Eiche Bekanntmachung. 67.- 73. bt. Wilmersdorf. Eiche Kreisnachrichten. 82. Abt. Steglik. Die Funktionärversammlung im Auguft fällt aus. Treffen Aur Demonftration, soweit es möglich ist, 17% Uhr am Rathausplaz Steglig. Saltestelle Linie 40. Alle anderen Treffpunkt Artonaplas ( Brunnenstraße). Gammelplaz des 12. Rreises. Banner und Fahnen mitbringen. 84. bt. Lankwik. 18% Uhr Arkonaplas( unweit der Brunnenstraße, Straßen. bahnlinie 40). Bir erwarten zahlreiche Beteiligung. Funktionärsgung wirb noch bekanntgegeben. 101. Abt. Sreptow. Treffpuntt mit ben anderen Abteilungen bes 15. Rreifes 18.45 Uhr am Bahnhof Webbing. Die Treptower Parteimitglieber treffen fich aur gemeinsamen Bahnfahrt( erst mit der Straßenbahn Linie 55, 92 ober 93, bann weiter mit der Nordfüd" bis Bahnhof Wedding) 18 Uhr Bouché Ede Gräßstraße. Reiner darf fehlen. 104. Abt. Mieberfchöneweibe. 18.45 Uhr am Bahnhof Wedding, Lindower Str. 111. Abt. Bohnsborf. 19% Uhr Bahnhof Wedding, Lindower Straße, Abmarsch mit Mufit nach dem Sumboldthain. Beteiligung ist Barteipflicht. 139. Abt. Tegel. Eammelstelle am Boltshaus Reinidendorf- Weft, Edharnweber. ftraße 114, 17% Uhr. Abmarsch 18 Uhr. Beteiligung ist Barteipflicht. * 44. Abt. Boranzeige. Sonntag, 19. Auguft, veranstalten bie 44., 46. und 47. Abt. ein Waldfeft in der Königsheide. Treffpunkt 12 Uhr Spreewald. plag. Die Bezirksführer werden gebeten, die Parteimitglieder auf diese Beranstaltung hinzuweisen. Frauenveranstaltungen: Achtung, Genoffinnen! Wir bitten um möglichst umgehende Abrechnung der Dampferkarten für den 3. Auguft, damit wir die unvertauften Rarten noch anderweitig abfeßen können. 2. Areis Tiergarten, Karten für die Dampferfahrt am 3. August nad) Woltersdorfer Schleuse find noch bei der Kreisleiterin, Genoffin Jordan, Lilbeder Straße 43, au haben. 9. Kreis Wilmersdorf. Der Besuch der Staatlichen Porzellanmanufaktur, Berlin RB 87, Wegelnftr. 1, erfolgt morgen, Montag, ben 30. Juli, vormittags 10 Uhr. Kinder haben teinen Zutritt. Die Besichtigung des Be pünktlich zu erscheinen, da mir zu 10 Uhr angemeldet find. Gemartet fann also nicht werden. Die Bilmersdorfer treffen sich an der Wilhelmsaue gegenüber dem Konfum um 914 Uhr spätestens. Die Dampfertarten find schnellstens bei der Kreisleiterin abzurechnen. Einige Karten finb noch zu haben. Bezirksverband Berlin SPD. Montag, 30. Juli, 19.30 Uhr SPD.- Sportlerversammlung im großen Saal des Lehrervereinshauses, Alexanderplatz Thema: „ Die Vorgänge in der Arbeitersportbewegung“ Referent Gen. Adolf Buck.- Parteimitgliedsbuch legitimiert. 91. Abt. Neukölln. Montag, 30. Juli, ab 16 Uhr( nachmittags 4 Uhr) im Lotal Wagner Boltspart, Reutöln Raffeelochen. Außerdem humo ristische Borträge des Genossen Buggi Mud. Um recht rege Beteiligung wird gebeten. Gäste find ebenfalls herzlich willkommen. Abt. 123a Raulsborf.Süb. Dienstag, 31. Juli, 20 Uhr im Jägerheim, Frauenabend. Gäste willkommen. " 137. Abt. Reinidenborf- Beft. Dienstag, 31. Juli, 20 Uhr, im Boltshaus, Scharnweberstr. 114, Vortrag des Genossen Hermann Lempert über Was ift Sozialismus?" Alle Genoffinnen, die S3., Borwärtsleser und Sym pathifierende find herzlich willkommen. Abt. 140a Bittenau. Montag, 30. Juli, im Lotal Richard Schulz, am Bahnhof, Frauenabend. Alle Genoffinnen find herzlich eingeladen, desgleichen Sym pathifierende. Jungfozialistische Vereinigung. Groß- Berlin. Gruppenkonferenz morgen, Montag, pünktlich 19 Uhr, im Bund", Albrechtstr. 11. 18 Uhr Arbeitsausschuß. Anti- Kriegs- Demonftration om 1. Auguft, Aufstellung am Brunnenplag um 18% Uhr, gemeinsam mit der Krbeiter- Jugend. Gruppe Wilmersdorf. Der Gruppenabend am Montag fällt der Gruppen. tonferenz wegen aus. Bereinigung fozialdemokratischer Studierender. Massentundgebung gegen den Krieg treffen sich alle Mitglieder zur gemeinAnläßlich der am Mittwoch, 1. Auguft, im Sumboldthain stattfindenden famen Demonstration mit der SAJ. und den Arbeitersportlern um 18% Uhr am Brunnenplag. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation 33. Abt. Nach langem schweren Leiden verstarb unfer langjähriger Genosse Anton Simoleit, Hohenloheftr. 5. Die Einäscherung findet am Diens tag, 31. Juli, 17 Uhr, im Srematorium Baumschulenweg statt. Um rege Beteiligung ersucht der Borstand. SAJ Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Ginfendungen für biefe Rubrit nur en bas Jugendfefretariat, Berlin G 68, Lindenffraße 3 Borsitzenden- Konferenz! Morgen, Montag, pünktlich 18 Uhr, im großen Sigungsfaal bes Bezirksamts Kreuzberg, Dordftr. 11. Ohne Ausweis und Mitgliebsbud tein Zutritt. Heute, Sonntag, 29. Juli: Schönhauser Borstadt: Heimabend Schule Schönfließer Straße, 19 Uhr. Musikinstrumente mitbringen. Tempelhof: Fahrt. Treffpunkt 7 Uhr Bahnhof Tempelhof. Rottbusser Tor: 6% Uhr Treffen zur Fahrt nach Rönigswufterhausen, am Görlizer Bahnhof. Werbebezirk Brenzlauer Berg: Die Abschiedskurdgebung auf dem Wörther Blag findet nicht um 8% Uhr, sondern schon pünktlich um 8 Uhr statt. Die Abteilungsleiter müssen dafür sorgen, daß alles spätestens um 8 Uhr zur Stelle ift. Morgen, Montag, 30. Juli, 19% Uhr: Singtreis: Ucbungsabend pünktlich 19% Uhr. Moabit II: Heim gehrter Str. 18/19. Mitgliederversammlung. Fall. plak II: Schule Connenburger Str. 20, Mitgliederversammlung. Schönhauser Borstadt: Schule Sonnenburger Straße. Bunter Abend. Frankfurter Biertel: Heim Litauer Str. 18. 3ehn- Minuten- Referate. Schöneberg 1: Heim Hauptftraße 15. Funktionärsigung. Treptow: Kinderhort Wildenbruchstraße. Mit gliederversammlung. Tempelhof: Seim Germaniaftraße. Lester Appell file Dortmund. Bantow II: Schule III, Raiser- Friedrich- Str. 57/58. Die Führer der Arbeiterschaft." Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin G. 14, Sebaftianstr. 37/38. Sof 2 Te. Ganvorstand: Achtung, Frankfurt- Fahrer! Schlußtermin für die Einzahlung des Fahrgeldes für die Conderzugfahrt nach Frankfurt ist der 4. Auguft. Bahnhof Abholung unserer von der Nachtfahrt heimkehrenden Rameraden mit Sonntag, 29. Juli. Renlölla- Bris: 12 Uhr vor dem Görliger Musik zum Marsch durch Neukölln. Sichtenberg nebst kameradschaften: Der gesamte Radfahrerzug sowie alle radfahrenden Kameraden Friedrichsfelde, Schloß Ede Berliner Straße, um 6 Uhr Antreten zur Schnitzeljagd. Proviant mitnehmen. 7½ Uhr Bahnhof Köpenic. Beteiligung von Kameraden willFunkwinkel. Tommet. Montag, 30, Suli. Mitte: 20 Uhr Jugendzug Ziedstr. 18. Bortrags abend:„ Die Herren der Welt." Charlottenburg: 20 Uhr Versammlung der Ortsvereins im Edenpalast. Dienstag, 31. Juli. Lichtenberg: Wegen Bes teiligung an der SPD.- Kundgebung am 1. Auguft finden die Uebungen aus nahmsweise am Di., d. 31., statt. Pantom: 20 Uhr Sigung des erweitertent Borstandes mit den Funktionären im Türkischen Belt, Breite Straße. Bum Schuß der EPD.- Rundgebung am Mi., b. 1., im Humboldthain, Wiese am Stier, treten die Ortsvereine wie folgt an: Tiergarten: 18% Uhr Kleiner Tiers garten. Friedrichshain: 184 Uhr Landsberger Allee Ede Elbinger Straße, mit Mufil, ohne Fahnen. Charlottenburg: 18% Uhr am Knie, mit Mufit, ohne Fahnen. Schöneberg- Fricdenau: 17 Uhr Bahnhof Ebersstraße, Nachzügler 18 Uhr Pantstraße, am Brunnenplay. Steglik( Ortsverein): 181 Uhe Düppelplag. Nachzügler 19% Uhr Arkonap as, ohne Fahnen. Zehlendorf: 17 Uhr bei Ednorre, Potsdamer Str. 3, ohne Fahnen. Nachzügler 19 Uhe Bahnhof Gesundbrunnen, Ausgang Millionenbrüde. Treptow( Ortsverein): Abfahrt 18,25 Uhr Bahnhof Riederschöneweide. 19 Uhr Antreten Lindower Straße, am Bahnhof Wedding. Panlow: 1814 Uhr Marktplat Bantow. Neinidendorf( Ortsverein): 18 Uhr im Boltshaus Scharnweberstraße. Nach aiigler 19 Uhr Schüßenhavs Reinickendorf- Oft. Tiergarten: Kameradschaft Stephan Berfammlung am Mi., b. 1., fält wegen der SPD.- Rundgebung aus und wird auf den 3. August bei Lindner, Lehrter Str. 44, um 20 Uhr, verlegt. Bedding( Ortsverein): Di., b. 31., 20 1hr, außerordentliche Blocrerfamm Tung in den Bledlokalen. Kreuzberg: Mo., d. 30., Jugend III 20 Uhr Ver fammlung im Jugendheim Wrangelstr. 128. Di., d. 31., Jugend II 20 Uhs Versammlung bei Srepp. Planufer 75. Vortrag: Brogramm und Taktik der Pechtsparteien." Mi., d. 1., 3ug II 20% Uhr Versammlung bei Krepp, Planufer 75. " Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend ( Nachdr. verb.). Wechselnd bewölkt und fühler, strich meile Niederschläge böige meftliche bis nordwestliche Winde. Für Deutschland: Im Süden und Südosten noch warm, lokale Gewitter. Im Norden ziemlich fühl oder nur mäßig warm, Strichregen, bõige westliche Winde. Ein Preisausschreiben hat die Sherlock- Gesellschaft m. b. S., Berlin 9 54, Sackescher Markt 2/3, für ihre Abteilung Radio, Sprech, Photo- Apparate, Fahrräder, Standuhren, Ferngläfer und Nähmaschinen, die auf Ratenzahlung mit 3 M. pro Woche verkauft werden, ausgefeßt. Der Name foll angenehm und repräsentabel flingen, er foll turz und leicht im Gedächtnis zu behalten sein. Als Preise sind ausgefegt: ein 5- Röhren- Nora- Apparat, ein 5- Röhren. Lorenz- Apparat, ein Schrantſprechapparat, ein Opelfahrrad, ein Photoapparat usw. Jeder kann sich an diesem Preisausschreiben beteiligen und beliebige Vorschläge machen. Die Einsendung muß bis spätestens 28. August d. 3. erfolgen. Als Preisrichter find ernannt der Direktor und zwei Brokuristen. Cin neues Automobil- Kartenwert DOR Deutschland, bestehend aus 89 Einzelfarten im Maßstab von 1: 300 000 und einer Uebersichtskarte ist vont der Deutschen Dunlop- Gummi- Compagnie A.-G., Hanau a. Main, heraus gebracht worden. Dieser Atlas, in Indanthrenleinen gebunden und in ver schließbarer, sehr fester Hülle aus Hartplatte verpadt, ist die neueste, soeben fertiggestellte fartographische Aufnahme des Reichsgebietes und ber an grenzenden Länder unter besonderer Berücksichtigung der Automobilstraßen. Die Karten find ferner die offiziellen Automobiltarten des AvD. und des ADAC. und in diesem Umfang bisher in Deutschland, noch nicht zusammen gestellt. Die Firma Dunlop hat mit diesem Kartenwert, das zum Breise von 10 m. einschließlich Porto und Verpackung innerhalb Deutschlands von der Firma abgegeben wird, jedem Automobilfahrer sicherlich einen wertvollen Dienst erwiesen, zumal das Bert zum genannten Vorzugspreis weit unter dem Herstellungspreis liegt. Unternehmen der Gewerkschaffen LINDCAR Ohne Anzahlung Wochenrate 3 Mk Monatsrate 12. Mk. Zu beziehen durch samtliche freigewerke schaftlichen Organisationen od direkt durch INDCAR FAHRRADWERK Aktiengesellschaft Berlin Lichtenrode Erste Niederlage: Berlin SW, Oranienstraße 127 Zweite Niederlage: Einen Troft für die Daheimgebliebenen suchen Dr. Würz burger und Dr. Hayek in ihrem Vortrag Rund um die Welt in Berlin" zu geben. Sie entdecken die Reize Berlins, das ist kein Kunststück, aber den Berliner schmeichelt schließlich alles, was feine Stadt in den Mittelpunkt der Welt rückt. Und bei diesem Vortrag ist eins noch zu berücksichtigen, die beiden Referenten reden feuilletonistisch um das Thema herum, jongliere. mit ihren Einfällen recht geistreich, ohne in Banalitäten endgültig zu landen, und allmählich schält sich aus diesem gemütvollen Ge plauder, aus diesem Wienerisch anmutenden Schmus ein Bild der Stadt heraus. Würzburger und Hayek suchen nicht das allgemein Dienstag, ben 31. Juli, abends 7 Uhr, Achtung! Bekannte, sie suchen die vergeffenen Winkel auf, fie beobachten hier, imsigungsfacl des Verbandshauses, sie wollen diese Beobachtungen dem Besten durch eine geistreiche, Berlin NO, Gr. Frankfurter Str. 83 In belden Niederlagen Reparaturwerkstätten VERKAUF werktäglich von 9 bis 19 Uhr Deutscher Metallarbeiter- Berband Linienftraße 83/85 1. Achtung! Die Bertrauensmännertonferenz B sprachliche Formulierung schmachaft machen. Dabei fommt es Branchenversammlung des 6. Bezirks findet am Mittwoch, bem manchmal zu bloßen Redereien, doch darüber hinaus vermitteln der Hilfsarbeiter( Lager-,. Auguft, nicht statt. fie doch Positives, eine Detailmalerei Berliner Bilder, die tat Saal- und Hofarbeiter, Bader, Die Bertrauensmännertonferenz fächlich noch nicht allgemein bekannt sind. Wenn die Herren Baderinnen, und des Siemens Ronzerns wird erst am Wettzeugtriebes gefchicht auf eigene Gefahr. Die Genoffinnen werden gebeten, weniger ihre Bersönlichkeit in den Vordergrund rüden würden, 3eichnungs- Ausgeber, Kranführer, Mittwoch, bem 8. Auguft, abgehalten. wenn sie entschiedener der Sache dienen könnten, dann wäre gegen Anbinder, Elektrofarrer, Fahrdiese Art des Rundfunkvortrags nichts einzuwenden. Abends stuhlführer, Atfumulatoren- und wird die Berliner Posse mit Gefang„ Der Jongleur" von Eifengießereierbeiler). Emil Pohl als Sendespiel aufgeführt, ein Stück aus der Bieder Tagesordnung: 1 Die Einführung meierzeit, in der Art der Mottenburger" oder Berlin, wie es ber Invalidenverlicherung im Deutschen weint und lacht!" Wie immer in dieser Gattung mischen fichetallarbeiter- Berband Ref: Koll. Nooch. 2 Unfere Lohnbewegung. 3. Branchen Boffenelemente mit tragisch- sentimentalen Andeutungen. Das Stüd angelegenheiten und Verschiedenes. ist mit Bühnenroutine gemacht und wirft auch durch seinen Mitgliebsbuch legitimiert. fomischen Dialog ohne Bühnenbild. Die Aufführung leitet Alfred Sahlreicher Befuch wird erwartet. Braun. Für diese Dinge ist er der gegebene Regiffeur. Brandt spricht gut sächsischen Dialeft. 40. bt. Montag, 30. Juli, bei Böttcher, Sagelberger Str. 9, Frauenabend. Bericht vom Frauenfurfus in Probftaella. Berichterstatterin Genoffin Mener. Alle Genoffinnen find herzlich eingeladen. find Eintrittskarten Zur Ausstellung Die Ernährung Watt 1,50 m. Fe 2.1.-pro Stüd in sämtlichen Gewerkschaftsbureaus und im 8igarrengefchäft von Paul Horsch, Engelufer 24/25( Gewerkschaftshaus) zu haben. Gegen Schwaben gibt es nur ein ficheres mitfel, bas nicht eine mehr übrig läßt. Reichels Poudre Martial", Härkfies Radibalmiffel von vers heerender Wirkung, zerstört die Brute neffer refilos. Man nehme nichts anderes. Sicherer Erjolg durch tausende Anerken nungen verbürgt. Sprigdole Mh. 0.60 Originalpackungen 9. 1.20, 2.25, Pfd. M4.50. In Apoth. u. Drog. erhältl. fonff bel Dito Reichel, Berlin 60.Eilenbahnstr.4 I nur mit der berühmten Marke Tod und Teufel Divandecken besonders preiswert, volle Größen. Kelimart Wollmokett Persermuster m. Franse 12. smoke 36U.Verdure 27,- Monoirwolle 46Kelim Läuferstoffe Julius F. S. Boucle 68cm 90 90cm 390 120 cm 10 mod Streifen btt L brt brt To Cocos 68cm 245 80cm 335 120cm 4.45 Verdure brt. Möbelbezugstoffe 130 cm. brt Tempish ursch 4.50 Echte PERSER enorm billig reine Wolle mit Handfranse, getreue Verkauf nur C2, Spandauer Str. 32 Velour- Teppiche Pa.Tournay Ia Peristan- Teppiche ges.gesch. Marke Prima Velour- Teppiche Kopien von Perser- Teppichen 20034-23047-220 45-320124: 46: 38 83-105124 068-115181-249-5142-8166, 300208-00243Achtung! Stempelbetriebe Achtung! Biebereröffnung der Kulturabteilung am 6. August 1928. Spielplan unferer Aulturableilung. In der Woche vom 6. bis 12. Auguft: 1. Der Hellige Berg. Dienstag, den 31. Juli, nad, mittags 5 he, in Ewalds Bereinshaus, Jn Staliger Straße 126 Versammlung w aller in der Stempelindustrie beidhäftigten Kolleginnen und Kollegen. Tagesordnung: 1. Stellungnahme eines Abschluß Sarifvertrages Sn garm 2. Freie Aussprache 8 Berschiedenes, Es ist Pflicht aller Kolleginnen u Kollegen, in dieser Berjammlung zu erscheinen. 2. Die Berliner Hochbahn. 3. Humoreske ber Woche vom 13. bis 19. Anguft: 1. Bis ins dritte und vierte Glieb ( Segual- Film). 2. Maschinenfabrit Augsburg Nürn berg. Serfteller Frig Knefels, Bimmerftr. 13. 8. Humoreste. der Woche vom 20. Bis 26. Auguft 1. Die Bunder bes Amazonenstroms. 2. Der neuefte Fordfilm. 3. Humoreste Achtung Bauauflager Achtunan ber Woche vom 27. Auguft bis Dienstag, den 31. 3uli, abends 7 Uhr, im Verbandshause, Cinienftr. 83/85 Branchenversammlung der Bauanschläger. Tagesordnung: 1. Bericht von 2. September: 1. Der Mann im Feuer. 2. Herstellung von Startfiromlabeln, 3. Humoreste Dazu für jebe Borftellung die ben Berhandlungen mit den Arbeitgebern neueste Wochenschau mit einer Einlage. und Stellungnahme dazu. 2. Disfuffion Ohne Mitgliedsbuch tein Rutritt. Anfragen wegen Ueberlaffung und Besuch Da die Verhandlungen als gescheitert zu der Abteilung find telephonisch oder schriftbetrachten find, werden die Kollegen erfucht ich an das Bureau( Kulturabteilung) rellos die Berlammlung ant besuchen, da zu richten. wichtige Be chiliffe gefaßt werden müffen. Die Ortsverwaltung.