Mr. 287. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mf., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreta)= Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Breistifte für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Bf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Juferate für die nächfie Nunnier müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fevnspreder: Amt 1, r. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin" Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Hoch auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie grober Unfug. " " D Sonntag, den 8. Dezember 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: " Bächsische Staatsvekterei. die " Daß endlich der grobe Unfug nicht nothwendig in einer Störung der öffentlichen Ruhe besteht, vielmehr auch eine Verlegung der öffentlichen Ordnung genügt, Jn geheimen 3usammenkünften berathen jett die auch in anderer Weise, insbesondere durch ein gegen die Sitte die Kartellparteien der Konservativen, Nationalliberalen und verstoßendes oder Aergerniß hervorrufendes Verfahren erfolgen Kammer"-Fortschrittler über die Beseitigung der Unter dem Septemberkurse ist es endlich geglückt, fann, hat in Uebereinstimmung mit dem früheren Obertribunal das fozialdemokratischen Abgeordneten aus dem das Hoch auf die internationale revolutionäre Sozial Reichsgericht angenommen. Dieser Auffassung hat sich das Kammer and tag. Dieses fartellbrüderliche Bestreben schließt ein demokratie endgiltig zum strafwürdigen Vergehen zu gericht angeschlossen und erblickt, wie auch das Reichsgericht gutes Zeugniß für die parlamentarische Thätigkeit unserer Gemachen. Aber schwierig ist's gewesen. Ohne gleich neuerdings in dem Urtheil vom 14. Juni 1895 ausgeführt hat, nossen in sich. Trozdem unsere Abgeordneten aus den Dezeitige Buhilfenahme des groben Unfug Para- den Thatbestand des groben Unjuges auch in anderen Hand- putationen ausgeschlossen sind, entwickeln sie eine eingehende graphen und des Eventual dolus ging's auch dies- lungen, welche sich als eine Ungebühr darstellen und das Pu- Thätigkeit, die Gegner beständig in Athem hält. mal nicht ab. Wie die Köller'sche Berliner Correspondenz" Eine solche psychische Belästigung hat der Vorderrichter den blikum wenn auch psychischbeunruhigen und beläftigen. Streng sich die Sache haltend, laffen sie sich von Gegnern und nicht provoziren bleiben zu Nuz und Frommen sowie zur Nachachtung aller Gut- festgestellt. darum diesen überlegen. Das fehen die Gegner ein, fürchten gesinnten mittheilt, hat der Strafsenat des Kammer- Siernach läßt die thatsächliche Feststellung des Vorderrichters die für die Sozialdemokratie günstige Wirkung im Lande gerichts in der Revisionsinstanz am 24. Oktober eine einen Rechtsirrthum nicht erkennen, und es war dem- und drängen mit dem gewaltthätigen Mittel des Verfassungsdas Ausbringen jenes Hochs betreffende Entscheidung gefällt, nach, wie geschehen, die Revision zurückzuweisen." bruchs auf die Entfernung der sozialdemokratischen Abgeordneten deren Gründe lauten: Also das Hech auf die internationale revolutionäre aus dem Landtage hin. Die Revision des Angeklagten, welche Verletzung des§ 360 Sozialdemokratie ist als psychische( seelische) Belästigung Natürlich ließe sich das nicht anders als durch die Bertrümme Nr. 11 des Strafgesetzbuchs durch unrichtige Anwendung rügt, festgestellt". rung des jet hestehenden Zensus Wahlrechts ist nicht begründet. Der Vorderrichter hat thatsächlich festgestellt, Den Tolus, die böse Absicht einer solchen seelischen Be- erreichen. In geheimen Zusammenkünften gedachte man den Plan daß der Angeklagte in einer öffentlichen Arbeitslästigung, hat das erkennende Gericht unter Billigung des soweit zu fördern, daß dann eine Ueberrumpelung vorgenommen lofen Versammlung ein Hoch auf die internationale, Kammergerichts deshalb für festgestellt erachtet, weil der werden tönnte. Das war unmöglich; da aber obendrein die revolutionäre Sozialdemokratie ausgebracht hat, und er hat Redner sich hätte sagen müssen, daß Anwesende dadurch Verschwörer und setzten in ihren sauberen Organen Dresdner antisemitische Deutsche Wacht" Lärm schlug, erschraten die feigen weiter für erwiesen angenommen, daß das Wort„ revolutionär" in dem Sinne von auf gewaltsamen" Um- seelisch belästigt werden könnten. Auf grund dieser Nachrichten", Dresdner Zeitung" u. f. w. Beschwichti sturz gerichtet" gebraucht war, und daß das hoch die Ausführung kann man jedes Wort in öffentlicher Volts- gungs- Lügen in die Welt. Das erstere Blatt fügt, es sei anwesenden Mitglieder der sogenannten bürger- versammlung, das eine Meinung über unser öffentliches Leben nicht wahr, daß das Wahlrecht angetastet werden solle, und das lichen Parteien, also einen Theil des Publikums, ausdrückt, unter den groben Unfugsparagraphen zwängen. lettere Blatt behauptet dreist, die geheimen Besprechungen belästigt, ja beunruhigt und beängstigt hat. Auf Denn jede Ansicht enthält ein Urtheil, jedes Urtheil billigt zielten feineswegs auf eine Aenderung des Zensus ab, es sei grund dieses Sachverhalts hat der Vorderrichter den Angeklagten die eine Seite eines Ereignisses, mißbilligt die andere. 3 vielmehr dabei lediglich die Beseitigung der rela wegen groben Unfugs bestraft. Dies ist nicht rechts müßte sonderbar zugehen, wenn alle Anwesende über jedes faßt, die positive Stimmenmehrheit solle bei der Landtagswahl tiven Stimmenmehrheit bei den Wahlen ins Auge geWenn die Revision rügt, daß grober Unsug schon deshalb Urtheil eines Reduers ein und derselben Meinung wären. maßgeblich sein. Insoweit bei den geheimen Berathungen, welche nicht vorliege, weil das Bublifum als solches in seiner un- Wer die vorgebrachte Ansicht nicht theilt, wer das Urtheil eine Beseitigung der sozialdemokratischen Abgeordneten und eine begrenzten Allgemeinheit nicht verlegt sei, so ist dies nicht zu- als ein gegen seine eigene Ueberzeugung ergangenes feind Erhöhung des Zenfus bezweckten, nationalliberale Kreise als treffend. Allerdings gehört zum Thatbestande des groben Unfugs, liches empfindet, muß sich seelisch belästigt fühlen. Daß in daran betheiligt bezeichnet wurden, sei die Mittheilung unzudaß das Publikum als solches, im Gegensaße zu einzelnen einer jeden Volksversammlung irgend welche Leute durch treffend. Im nationalliberalen Landesverein Personen oder einem individuell begrenzten Personenkreise ge- feine Ausführungen auf solche Weise seelisch belästigt werden, sei diese Frage weder besprochen noch ein Beschluß gefaßt fährdet oder ungebührlich belästigt wird. Nach der thatfäch muß sich jeder Redner sagen. In jeder öffentlichen Volks worden u. f. w. lichen Feststellung des Vorderrichters war aber jene Berfamm versammlung wird also der grobe Unfug von jedem Redner, merkungen täuschen? Im nationalliberalen Landesverein braucht Wen will denn das Blatt mit diesen zweideutigen Be lung eine öffentliche, zu welcher jedermann Zutritt hatte. Da wie es in einem früherem Urtheil so trefflich heißt, eventuell fein Wort über diese Dinge geredet worden zu sein, deshalb eine Störung der Rechte oder Intereffen des Publikums auch in Handlungen gefunden werden kann, durch welche zunächst gewollt". lann die nationalliberale Frattion doch thun, was und unmittelbar einzelne angegriffen oder belästigt werden, so Würden die Gerichtshöfe jeder Ordnung sich diese sie gethan hat, nämlich, daß sie die Bestrebungen auf Ber hat der Vorderrichter ohne Rechtsirrthum angenommen, daß Kammergerichts- Entscheidung ernsthaft zur Richtschnur schlechterung des Wahlrechts unterstützt. Ohne ihre Unterstügung in einem Theil der Anwesenden in jener öffentlichen Versamm nehmen, dann müßte jeder Redner verurtheilt werden. fann es die konservative Fraktion aus Wahlrücksichten nicht lung ein Theil des Publikums und in diesem Theil das Doch zu einer solchen Rechtsprechung wird es nicht wagen, die Sache allein zu betreiben. Und daß in nationalPublitum als solches belästigt worden ist. Die Revision vermißt ferner die Feststellung, daß der An- sozialdemokratische und sonstige umstürzlerische Meinungs- liberalen Leipziger Stadtraths Ludwig Wolf zeugen. Dieser fommen. Denn unsere Richter werden ja selbst nur durch liberalen Kreisen" die reaktionärsten Machenschaften unterstüt und mitbetrieben werden, dafür möge die Petition des nationalgetlagte das Bewußtsein gehabt hat, das Publikum zu äußerungen belästigt, ja beunruhigt" und da ist es ihnen Mann, der seinen politischen Beruf verfehlt hat und als Stadtrath die belästigen oder zu gefährden. Auch dieser Angriff ist un nicht zu verdenken, daß sie auch nur in solchen Aeußerungen Verwaltung des Armenamtes zu Leipzig in eine Unordnung gerathen genommen hat, begrifflich grober Unfug auch durch fahrlässiges eine eventuell gewollte feelische Belästigung und Beunruhigung ließ, daß heute noch keine Klärung der Finanzverhältniffe dieses Berhalten begangen werden kann, so hat im vorliegenden anderer Personen nachempfinden können. städtischen Verwaltungszweiges aus jener Zeit vorhanden ist, in Falle der Vorderrichter ausgeführt, daß der Angeklagte sich Was aber die Sozialdemokratie anbetrifft, nun, so brauchen der er, Ludwig Wolf, der Leiter dieses Amtes war dieser fagen mußte, daß in der Versammlung außer den Arbeitslosen wir wohl kaum zu versichern, daß unsere Partei auch durch politisch mit seiner Partei herabgerutschte Mann hat ein Petitum auch andere zugegen fein würden, welche weit entfernt find, dieses neneste Urtheil nicht beunruhigt ja nicht einmal belästigt dem Landtage zugesandt, aus dem ivir den Kern hier hervorfozialdemokratischen Theorien zu huldigen und sicher nicht auf werden kann und gelassen ihren Weg weiter gehen wird heben: jede, auch brüsteſte Verlegung ihrer politischen Anschauungen nach wie vor. Es lautet zwar etwas fürzer, wirkt aber und Wünsche gefaßt waren". Dieser Sah ist nur dahin zu vers stehen, daß der Angeklagte sich bewußt, gewesen, daß diese auf unsere Parteigenossen genan so anfenernd wie früher Anderen" durch das Hoch anf die Sozialdemokratie in ihrem wenn sie träftig rufen: politischen Empfinden min de stens belästigt werden mußten. irrthümlich. 2 " Clotilde.( Nachdruck verboten.) Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. Jm Nu staud Rürdorf ihr zu Häupten und ehe noch die Freundin herbeikam, hatte er seine beiden Hände der Daliegenden unter die Arme geschoben, um sie empor zu heben. Dabei sah er in ein paar dankerfüllte blaue Augen, ein schönes, jugendfrisches Antlig von blonden Locken umrahmt. Es gelang ihm, die zarte, schlanke Gestalt emporzurichten, die, als sie wieder auf den Füßen stand, ihrer Freundin in die Arme eilte. Rürdorf holte den weit abgerollten Muff herbei und überreichte ihn der Verlustträgerin. Sie nahm ihn schweigend entgegen, verlegen und ängstlich zu Boden blickend, drängte sie doch ihre Freundin vorwärts. Beide eilten, so gut sie fonnten, zur nahen Bank, wo sie einen Fischer zum Abschnallen der Schlittschuh in Beschlag nahmen. Hoch die Sozialdemokratie! Fühlte auch sie Juteresse für ihn, daß sie so verschämt zu Boden blickte, als er ihr den Muff überbrachte? Hatte es ihr gefallen, daß der, den sie erst abgewiesen, ihr hilfreiche Hand geleistet? Eilig gingen die Mädchen durch mehrere Straßen. Rürdorf hatte Mühe, ihnen nachzukommen. Da plöglich waren sie verschwunden. neigten Erwägung anheimstellen, ob nicht Die Kammer wolle der Königlichen Staatsregierung zur gea 1. den ständischen Wahlen für die 2. Kammer, sowie den städtischen Wahlen für Stadtverordneten- Versammlungen das in Preußen geltende Dreiklassen Wahlsystem vom Elternhause, wie von der guten Gesellschaft ver stoßenen heruntergekommenen Lohnschreiber. Es leuchtete aus beiden Aufsäzen hervor, daß hier sich der persönliche Haß Lust machte. Daß er stolz darauf sei, sich selbst ernähren zu können als Journalist, war es, was Rürdorf antwortete. Die Angreiferin möge ihn ja in Ruhe lassen, sonst Als Rürdorf eben um eine Ecke bog, sah er die würde er eine Geschichte, die er bis jetzt geheim gehalten, Freundin der Blonden aus einer Hausthür treten, und veröffentlichen, welche die ganze Stadt in Aufregung verforteilen. setzen sollte. Er kannte dies Haus. Hier wurde das Blatt gedruckt, dem die Buttelmeier'sche Zeitung Konkurrenz machen wollte. Die hübsche Blonde war also die Tochter des Hof buchdruckereibesitzers Brambach, seines Gegners. Alles wartete in gespannter Neugier darauf, doch die Gräfin schwieg. Was mußte das wohl für eine interessante Geschichte sein, um deren Geheimhalten sich sogar die streitbare Gräfin Klary Schweigen auferlegte? Der Zeitungskrieg der beiden Konkurrenzblätter verstummte, aber es blieb eine Gespanntheit zwischen Brambach und Rürdorf bestehen. Tags darauf brachten die Lokalblätter der Stadt Be richte über den tumultuarischen Vorgang. Da sie jedoch sehr verschiedenartig lauteten, so entstand ein Zeitungsstreit. Die Brambach'sche Landeszeitung schrieb: Durch den übergroßen Pflichteifer eines Gendarmen sei es gestern Obgleich letzterer nur Mitarbeiter und Berichterstatter Rürdorf wendete sich schnell abseits einestheils um beinah zu einem Auflaufe gekommen. Man habe geglaubt, war, haßte ihn Brambach, weil er- nicht für ihn, für die jedem Dankesworte zu entgehen, anderntheils, weil er ein Mädchen, welches plößlich umgesunken war, sei miß- Landeszeitung schrieb. merkte, die Mädchen wollten lieber allein sein und handelt worden und erkrankt. Dieselbe befinde fich aber Rürdorf hatte keine Ahnung hiervon. Er war zu stolz, fürchteten sich mit einem Herrn im Gespräche gesehen zu wieder wohl und habe zugleich auch ein Unterkommen ge- das Haus seines politischen Gegners zu betreten, obgleich funden. acid es ihn mit tausend unsichtbaren Fäden dorthin zog, denn werden. Kaum die Eisen von den Füßen entflohen sie wie schenes Wild. Rürdorf ließ sie jedoch nicht aus den Augen. Er folgte ihnen in angemessener Entfernung. Wer die schlanke Blondine war, das mußte er er fahren. Den dankbaren Blick aus ihren großen blauen Augen konnte er nicht vergessen. Sie hatte Eindruck auf ihn gemacht Die Buddelmeier'schen Nachrichten brachten neben dem das Ideal seines Herzens, die hübsche Blondine, die er nicht ausführlichen Berichte einen scharfen, satirischen Angriff aus dem Gedächtniß brachte, weilte ja dort. auf die Person einer Gräfin, welche andere gern wie Er hatte sie nicht wieder gesehen, doch er verehrte sie Stlaven, besonders aber die Dienstboten schlecht behandelte, noch im Stillen als ein unerreichbares Ideal, obgleich ein deren fie beiläufig bemerkt, in zehn Jahren vierundachtzig volles Jahr längst verstrichen war, seit er die liebliche Ge abgelohnt habe. stalt in seinen Armen gehalten. ( Fortsetzung folgt.) Gegen diesen Artikel vertheidigte sich die Gräfin anonym in der Landeszeitung. Sie nannte den Einsender einen tann. = steher dieses Amtes waltete. und " " 11 " vom Daran oder ein ähnliches Klassen Wahlverfahren zu, Beleidigungen noch fort, als er bei seinem Dienstherrn eingesperrt Borsigender: Die Deffentlichkeit eristirt nicht. Grunde zu Tegen ist, war und von dem Ortsvorsteher vernommen und zur Ruhe ge- Vertheidiger: Gott sei Dant, daß sie d'o ch existirt! 2. um eine illoyale Ausnügung des Wahl bracht werden sollte. Der Angeklagte erklärte, er wisse von der Vorsigender: Jeder vernünstige Mensch weiß, daß das ein recht 3 hintanzuhalten, es angezeigt sein dürfte, ein Gesetz zu ganzen Geschichte nichts. Schon früher sei er in einer Frren- Unsinn ist und daß die Idee der Lockspizzel nur in einigen erlassen, durch welches bestimmt wird, daß derjenige, anstalt untergebracht gewesen und müsse die beleidigenden konfusen Köpfen eristirt. welcher sich als Anhänger der sozialdemo- Aeußerungen in einem geistesgeftörten Zustande begangen haben. Der Vertheidiger beantragte hierauf die Vorkratischen oder anarchistischen Partei bekennt Die Beugen behaupteten, ihrer Ansicht nach fei der Angeklagte, legung der Atten gegen Thring- Mahlow, die wie manche oder bethätigt, auf Antrag des passiven Wahl der zwar nicht zu bändigen war, nicht unzurechnungsfähig ge- andere politische Prozesse das Bestehen des Lockspitzelthums rechts und der daraus hervorfließenden Aemter wefen; auch früher hätten sie nicht bemerkt, daß es in gerichtsnotorisch gemacht haben. Aus den vorstehend und Funktionen bei allen auf Landesgeses seinem Ropie nicht vollständig richtig sei. Der Staatsberuhenden Wahlen verlustig erklärt werden anwalt meinte, wenn der Angeklagte auch früher einmal in einer citirten Auseinandersetzungen geht aber auch zur Evidenz Frrenanstalt gewesen sei, so zeugten doch seine vielen Strafen hervor, daß der Ausspruch:" Die Deffentlichkeit existirt Wie hübsch trifft es sich doch, daß diese Petition in die Zeit davon, daß er später gesund gewesen sei.(?) Die Frage wegen nicht" gefallen ist und so gemeint war, wie ihn die geder Berliner Polizei Razzia gegen die Sozialdemokratie und seiner Zurechnungsfähigkeit brauche man nach den Aussagen der sammte Deffentlichkeit" bisher aufgefaßt hat. des Köller'schen Abschiedes hineinfällt. Der heißspornige Friedolin Beugen weiter nicht mehr zu erörtern. Den Angeklagten müsse wird Herrn Grandite's Privátmeinung nichts ändern.— seiner Partei hatte freilich so wenig wie seine rückständigen Partei- eine hohe Strafe treffen. Er beantrage 1 Jahr 6 Monate Gegenossen eine Ahnung davon, daß ein neuer Szenen- Wechsel auf fängniß wegen der Majestätsbeleidigung und eine Woche Haft Deutschland und die Vereinigten Staaten. Wie der politischen Bühne Deutschlands vorgehen werde und wollte wegen des durch den Lärm gemachten Unfugs. Das Landgericht aus Washington telegraphirt wird, hat dort Senator in der Köller'schen Periode Sachsen noch berühmter machen helfen, bielt es ebenfalls nicht für nöthig, Untersuchungen über den Davis, Mitglied des Komitees für die auswärtigen Ans als es schon ist, damit es im deutschen Staatenbunde als ein Geisteszustand des Angeklagten anzustellen. war der gelegenheiten, sich dahin geäußert, er glaube, daß keine bes Schutzhort der Ordnung" gepriesen werde. Und so verfiel er Meinung, daß der Angeklagte geistig normal gewesen ist sondere Gesetzgebung nöthig sei, um den amerikanischen denn auf vorstehende Petition, die wohl nur ein Ruhmesblatt Nur eine Strafthat liege vor, erklärte es. indem durch die Produkten die ihnen zukommende Behandlung im Auslande für die Nationalliberalen bleiben wird. Majestätsbeleidigung der Lärm gemacht worden sei. In Rücksicht Um aber den Mann richtig tagiren zu können, der es sich auf die Borstrafen des Angeklagten und bei der Schwere beru sichern, da der Präsident das Recht habe, die neben Hans Blum in den Kopf gefeßt zu haben scheint, die Beleidigung fei auf eine Gefängnißstrafe von einem deutschen Produkte von den Vereinigten Wenn das geschehe, ihm recht unbequem auf die Finger sehenden Rothen" zu ver- Jahre erkannt worden.( Auf uns, bemerkt dazu der Bericht Staaten auszuschließen. nichten, wollen wir einiges aus der Begründung seiner Betition erstatter des Echo", machte der Angeklagte den Eindruck, als ob werde Deutschland bald bereit sein, Frieden zu schließen zum besten geben. Weisheitsvoll verkündet er, die sozialdemo- derselbe an Geistesschwäche leidet, die sich beim Genuß von und die amerikanischen Produkte ohne Unterschied zulassen. fratische Partei sowie die anarchistische strebten beide nach Spirituosen zum Wahnsinn steigern fann. Unglaublich muß es Einen wirthschaftlichen Krieg bis zu den äußersten gleichen Endzielen hin, deshalb müssen beide vom doch auch erscheinen, daß ein Mensch bei vollem Verstande auf Mitteln durchzuführen können jedenfalls die Vereinigten fächsischen Landtag und von den Gemeindevertretungen fern- öffentlicher Straße fortwährend in lärmender Weise Majestäts- Staaten weit eher wagen als Deutschland. Und das sollten gehalten werden. Der gute Mann hat wahrscheinlich noch beleidigungen begeht und sich garnicht beruhigen läßt.) alle die wohl bedenken, die beständig nach Prohibitivzöllen feinen Anarchisten gesehen, aber wir können ihm versichern, daß Ein Denunzianten Fiasto. Der Handlanger schreien. die paar Querköpfe, die sich etwa noch in Sachsen Anarchisten Josef Weierbroich aus Viersee hatte, wie wir der nennen follten, die Anarchie sich nicht greulicher vorstellen können, Bolts- Beitung" entnehmen, einen Maschinenschlosser aus Tas Attentat der sächsischen Bliemchen- Patrioten als die Wirthschaft, die im Rechnungswesen des Leipziger Armen- bemfelben Orte wegen Majestätsbeleidigung auf das Landtags- Wahlrecht war doch kein amtes eingeriffen war zur Zeit, da Ludwig Wolf als Vorbenunzirt. W. hatte den Denunzirten in einer Wirth- bloßes Hirngespinst, wie von ordnungsparteilichen Aber das Wortgeflunker vom Anarchismus ist dem Petenten schaft belästigt und war von ihm mit einer nicht gerade Beitungen betheuert ward. Daß Verhandlungen darüber im Staatsrettereifer unbewußt aus der Feder geschlüpft, es tommt höflichen, von entsprechender Geste begleiteten Nebensart gepflogen worden sind, wie man die Sozialdemokraten ihm nur auf die Sozialdemokratie an, die eine vergiften de zurückgewiesen worden. Nun hingen an der gegenüber aus dem sächsischen Landtag fernhalten kann, das verheyende Agitation, soziale und liegenden Wand jetzt die Bildnisse des Kaiser wird Leipziger Tageblatt" zugegeben. politische Brunnenvergiftung" betreibe, wenn paares. Das gab W. den Gedanken ein, Worte und Es behauptet aber, blos die Frage sei aufgeworfen worden, sie sich mit dem gemeinen Recht auch noch so Bewegung seines Gegners al2 gegen jene ob es nicht ratbsam sei, bei Wahlen das Prinzip der gut abzufinden versteht". Bilder gerichtet Und die größten Böfewichter in der sozialdemokratischen verhalt wurde bald klatgestellt Sach relativen Mehrheit durch das Prinzip der absoluten bezeichnen. Der สิน und Weierbroich Mehrheit zu ersetzen so für die Reichstagsivahlen. Partei find natürlich die Parlamentsmitglieder. Wie gut der Betent fie fennt und aus seiner Fülle politischen wegen falscher Anschuldigung unter Anklage Wir haben hiergegen gar nichts einzuwenden, nur sei man, Berständnisses zu beurtheilen versteht, das sehen wir zur ewigen gestellt. Das Gericht in Crefeld verurtheilte wenn das Reichstags Wahlgesetz für den sächsischen Schande diefer Bösewichter wörtlich hierher: ihn zu vier Monaten Gefängniß. Wenn Landtag zu grunde gelegt werden soll, auch so ton" Die sozialdemokratischen Parteigrößen hängen nämlich, was diese Erfahrung nur einen heilsamen Einfluß auf das fequent und so ehrlich, das Reichstags- Wahlrecht fie auch dagegen fagen mögen, mit allen Fasern ihres Herzens Denunzianten- Gesindel ausüben würde! für die fächsischen Landtags- Wahlen einzuführen. an folchen öffentlichen Pofitionen oder erstreben sie mit heißer Ueber ein Beispiel von Nicht begnadi- Uebrigens haben wir sehr guten Grund zu der AnInbrunst.... Eine solche Position sich zu verscherzen, werden fie fich zweimal überlegen, und da die Vorsicht des Muthes gung erhält die Magdeburger Voltsstimme" folgende Zunahme, daß das Leipziger Tageblatt" nur einen Theil befferer Theil ist, so werden sie sich bestreben, an stelle des schrift: Am 6. April 1894 wurde der pensionirte Eisen- der Wahrheit sagt, und daß die Herren Bliemchen starten Ausdrucks einen weniger starten zu setzen und das, was bahn- Invalide Christoph Müller aus Groß- Otters- Patrioten thatsächlich sich mit der Frage beschäftigt sie zu sagen haben, in zulässiger Form vorbringen." leben wegen Majestätsbeleidigung und Gottes- haben und noch immer beschäftigen, wie der sächsische Also heraus mit den Schwerenöthern aus dem Landtag. I ä st e rung vom Landgericht Magdeburg zu 2 Jahren und Landtag den Sozialdemokraten ganz verschlossen Bom jezigen Reichstag sei doch nichts zu erwarten, darum muß 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Müller, welcher weder werden kann. in Sachsen das Reich gerettet werden. Die Sache wird sich Sozialdemokrat ist noch sich sonstwie an Versamm- Nun und wenn das gelänge? Wäre die Sozials ganz leicht machen. Als polizeilich erfahrener Mann giebt der lungen betheiligte und im 60. Lebensjahre sieht, hatte zwei- demokratie etwa weniger start? Hört die Hize auf, wenn Betent die Wege an, die sicher zum Ziele führen. Der Anmal ein Gnadengesuch eingereicht, wurde beide Wale ich den Thermometer zerschlage?-( Man vergleiche hiermit trag auf Entziehung der Mandate wird den heutigen Artikel!) von den Kreishauptmannschaften oder dem jedoch abschläglich beschieden. Ministerium gestellt und der Staatsgerichts. Der Einfluß der Zölle auf die Getreidepreise. Amerika. Folgende Notiz finden wir in bürgerlichen h of soll die Angelegenheit in Behandlung nehmen und Als die hohen Getreidezölle eingeführt wurden, haben die Blättern; fie zur endgiltigen und nicht weiter anfechtbaren Ent Agrarier stets bestritten, daß dadurch eine entsprechende Er- New York, 3. Dezember. Die lang erwartete Spaltung unter scheidung bringen, nach Gehör der Bezichtigten. Berwarnung höhung der Getreidepreise im Inland bedingt würde, ob den" zur Ritterschaft gebörenden 80 000 Mann haben heute ob- den Rittern der Arbeit" ist nunmehr eingetreten. Von tann vorhergehen. Auch soll nicht jedem kleinen Gernegroß Beachtung geschenkt werden, vielmehr sollen nur die großen gleich ihr Jammern nach der Zollerhöhung sich gar nicht 20 000, die zur Sozialistenvereinigung zäblen, ihren Austritt Bösewichter b'rau glauben. Dabei fönne eine humane Hand- anders als durch solch einen intergedanken erklären läßt erklärt, weil sie einen selbständigen Berband gründen wollen, habung des Gesetzes walten wie es beispielsweise in Sachsen Später wuchs mit dem größeren Appetit den Agrariern der der mehr den Grundsägen der sozialistischen Arbeiterbewegung gegenüber den Sozialdemokraten jezt üblich ist. Aber das Muth, ihre Absicht offen einzugestehen. Jetzt giebt wieder entspräche, als es die„ Ritter der Arbeit" für sich in Anspruch schönste und edelste Werk hat Ludwig- Wolf als guter Monarchist, einmal die Deutsche Tagezseitung" ganz naiv zu, daß nehmen könnten. der mit den Bestrebungen seiner Parteivorgänger im Jahre 1866 von den Zöllen die Getreidepreise mitbestimmt werden. Eine Hierzu ist zu bemerken, daß der einst so mächtige nicht das mindeste zu thun hat, der Krone zugedacht. Wenn neue Empfehlung der Getreidezoll Erhöhung schließt das Orden" der" Ritter der Arbeit"( Knights of Labour), durch die furchtbare Ausstoßung aus dem Parlamentsparadiese Blatt mit den Worten: dem es aber stets an einer festen Organisation gefehlt hat, in der Landhausstraße die hartgefottenen sozialdemokratischen Bösewichter windelweich geworden sein werden, kann die preise sind, das lehrt ein Vergleich zwischen der Preisrewegung Vor 10 Jahren wurde die Zahl der" Ritter" auf eine Von welchem Einfluß übrigens die Zölle auf die Getreide ichon seit Jahren vollständig auf den Hund gekommen ist. Wiederverleihung des einmal abertannten in Deutschland und Frankreich. Während Deutschland feinen halbe Willion und mehr geschäßt. des einmal abertannten passiven Wahlrechts einem töniglichen Gnaden- Weizenzoll im Februar 1892 von 5 M. auf 3.5 M. ermäßigte,( General Master Workman) Powderly hat aber so So viel von dem Machwert eines waschechten National- erhob Frankreich bis Februar 1894 einen Boll von 5 Fr. und erfolgreich Zickzack. Politik getrieben, daß der„ Orden" zum liberalen, der seiner Partei damit einen Dienst leisten wollte, hat seitdem diesen Sah auf 7 Fr. erhöht; nur vorübergehend, Kinder- und Fabrikantenspott wurde. Die übrig gebliebenen und zwar für die Beit vom 10. Juli 1891 bis 31. Mai 1892, Trümmer gehen naturgemäß ins sozialistische Lager über, wo vielleicht veranlaßt durch eine freundliche Anregung. war der französische Weizenzoll auf 3 Fr. herabgesezt. Die Die Einsicht, daß dergleichen unsinnige Dinge der Sozialdemokratie den Kampf mit ihren Gegnern erleichtern, darf man Weizenpreise sind nun, ausweislich der amtlichen Tabellen, von es jedoch auch leider an einer festen Organisation fehlt. 1891 bis 1894 zurückgegangen diesen reaktionären Thoren nicht zutrauen. atte vorbehalten werden." Bereits drängen die Genoffen aus dem Lande die sozialdemokratischen Abgeordneten, über die feindlichen Absichten der Kartellparteien gegen das Wahlrecht in Volksversammlungen Aufschluß zu geben. Und so wird denn ein Entrüstungssturm über das Land hinfegen, der den Gegnern wieder einen Theil ihres Befihstandes kosten wird. Politische Webersicht. Berlin 7. Dezember. Alles möglich! Alles möglich, auch Köller's Wieder eintritt ins Amt, damit seine Amtsniederlegung nicht als Kniebeuge vor der Sozialdemokratie" gedeutet werden kann. Üns geht folgende Mittheilung zu: in Paris 1. Vierteljahr in Berlin um 34 pCt. um 18 pet. 2. 47 " " " " 3. " " 4. 45,5 46,5 " " 29 28,5 30 " " " " Hiernach war der Preisrückgang in Paris fortgesetzt viel geringer als in Berlin, ein Wortbeil, den die franzöfifchen Landwirthe lediglich dem höheren Bollschuß zu verdanten haben. Als weitere Wirkung dieses Zollschutzes verdienen die Verminderung der, französischen Weizeneinfuhr und die Fortschritte, die der Weizenbau in Frankreich in legter Beit gemacht hat, hervorgehoben zu werden. Der Ordens General" " Die internationalen Bimetalliften. Die französische Bimet liftentiga bat die deutschen und englischen Bimetallisten vereinigungen zu einer am 10. Dezbr. in Paris stattfindenden Konferenz eingeladen. Von deutschen Bimetallisten werden sich die Abgeordneten Graf Mirbach, v. Kardorff und Dr. Arendt nach Paris begeben. Schade, daß dadurch Herr Kardorff verhindert wird, in der Etatdebatte über die internationalen Sozialdemokraten zu wettern und zu fluchen. Deutsches Reich. Herr Lorenz, Erster Staatsanwalt in Erfurt, hat als Verurtheilter gegen das Urtheil der Berufungs- Straffammer Herr Brausewetter und die Oeffentlichkeit. In in der Privatklagefache Hülle tontra Lorenz Revision ein der Verhandlung gegen unseren Kollegen Dierl wegen gelegt Die Sache wird also noch das Oberlandesgericht NaumMünter- Beleidigung hatte Herr Landgerichtsrath Grandtke burg beschäftigen. ist, zumal Die Ministerkrisis ist in das allerkritischste Stadium ge- als Vorsigender bestritten, daß sein Amtsgenosse, Herr- Das Hinschius Gutachten über die rechtliche Der Raiser hat sich bisher nicht entschießen können, Landgerichts Direktor Brausewetter, den berühmt Stellung der Privatdozenten hat selbst in nationalliberalen und das Rücktrittsgesuch des Ministers von Köller zu genehmigen.lichkeit existirt nicht!" Der Wertheidiger Dierl's befcheidene Wunsch laut, daß deren unbeschadet der vollen gewordenen Ausspruch gethan habe: Die Deffent- tonservativen Blättern Bedenken erregt. Mehrfach wurde der Berbleibt es dabei, so ist mit Sicherheit zu erwarten, daß Fürst hat auf der Stelle und der Berichterstatter im Gummi Wahrung der akademischen Ordnung den Privatdozenten eine Hohenlohe und mit ihm das gesammte Minifterium außer schlauch Prozeß hat später in einer Zuschrift an die rechtlich mehr gesicherte Stellung werde." Die nämlichen Herrn Miquel zurücktritt. Doch ist im Augenblick noch Zeitungen gegen die Bestreitung des Herrn Grandtke Blätter verzeichnen jezt mit Genugthuung, die offiziöse Berliner Es ist aber doch nützlich, bei der großen Bedeutung, welche Korrespondenz habe erklärt: erklärt: Diese Frage ist, Aussicht vorhanden, daß diese Lösung der Krisis durch den Verwahrung eingelegt. der Einrichtung des definitiven Rücktritt des Ministers von des Ministers von Röller ver- auch den Wortlaut des stenographischen Berichts Privatdozententhums für die Entwicklung unserer Universitäten über jene Verhandlung vom 8. und 9. Mai 1894 ufommt, als wohlbegründet anzufeben, und sie bildet daber zur Aufklärung heranzuziehen. Es handelte sich um die schon seit längerer Zeit in Verbindung mit anderen verwandten Legende vom Spigelthum". Herr Landgerichts Direktor Fragen den Gegenstand amtlicher Erwägung." Da wird etwas Schönes aus diesen„ amtlichen Erwägungen" Brausewetter hatte eben erklärt: Bei allen Sachen, die wir in den Beitungen lesen, sind wir doch überzeugt, daß herauskommen. sie zum theil nicht wahr sind." Er fügte dem Vertheidiger-Hütet Gure 3unge! Der Handarbeiter Nuß, der gegenüber hinzu: Ich gehöre auch zum Volk und weiß einen töniglich fächsischen wirklichen Gefreiten Knoppfoldat" von Lockspizeln nichts." Der Vertheidiger bezog sich auf genannt hatte, wurde zu einer Woche Gefängniß der einen Fall, in dem das Berliner Gericht eine von urtheilt. Sp mieden wird. listat tiedot And Wir können nur den dringenden Wunsch an diese Mit theilung knüpfen, daß die Vermuthung, Herr von Köller werde die Oberhand gewinnen im Ministerium, recht behält. Es würde uns nichts mehr freuen, als wenn Matthias von Röller auch noch Reichskanzler und Ministerpräsident wird, und daß sich ein ganzes Ministerium, Geist von seinem Geiste, um ihn gruppirt. " # Majestätsbeleidigungs- Chronit. In Altona einem Polizei- Agenten ausgegangene Aufforderung Hamburg, 5. Dezember. Bur Berurtheilung des Genoffen wurde, wie wir dem Hamburger Echo" entnehmen, unter zur Begehung von Verbrechen festgestellt habe: Meyer zu 8 Monaten Gefängniß schreibt uns ein Hams Ausschluß der Deffentlichkeit heute vor der Strafkammer I Das würde sich mit dem Begriff des agent provo- burger Bauarbeiter: des Landgerichts gegen den Arbeiter Eduard Mädeler cateur decken." Landgerichts- Direktor Brausewetter: Wir In der heutigen Nummer unserer Zeitung Der Arbeiter" aus Sachsen wegen Majestätsbeleidigung verhandelt. Der Angeklagte, der schon 23 Mal wegen Betteln, Umber. find ja auch ein Berliner Gericht. Wenn wir anders lese ich, daß man Genossen Friedrich Meyer, den Berleger dieses treibens und anderer Strafthaten vorbestraft ist, war seit An- Es kam dann zu einer Auseinandersetzung zwischen Staats- Nummer ferner en fehe, knüpfen Sie in Ihrer Zeitung an die Mitbarüber denken, existirt jener Gerichtsspruch nicht für uns." Blattes, wegen angeblicher Beleidigung des Hamburger Senats fang September in Klein Becher im Lauenburgischen als Rub. Es kam dann zu einer Auseinandersetzung zwischen Staats zu acht Monaten Gefängniß verfnurrt" hat. Wie ich aus dieser Am 27. Oftober war er in Zarrentin anwalt und Vertheidiger über die„ Legendenbildung", über theilung dieser Verurtheilung die Bemerkung, daß es interhirte beschäftigt. gewefen und fam nachmittags mit einem ziemlichen die nach der Ansicht des Vertheidigers das Polizeipräsidium effant fei, zu erfahren, wie sich die Hamburger BauRausch zurück. Er machte Lärm auf der Dorfstraße, be- eine Aufklärung hätte geben sollen. arbeiter in der Cholerazeit benommen haben, als der WohlTeidigte, als er von einem Hufner zur Ruhe verwiesen Vorsitzender: In welchem Interesse? löbliche" Senat in einer argen Verlegenheit war. Darüber tann wurde, in einem fort den deutschen Kaiser und setzte die Vertheidiger: Im Interesse der Deffentlichkeit. ich Ihnen recht genaue Auskunft geben, " Die Hamburger Bauarbeiter haben in jener schweren Zeit zwei Revolverschüsse in den fast leeren Saal( 1 Polizeiliches, Gerichtliches 2c. -wie sämmtliche Hamburger Arbeiter ihre Pflicht vollauf ab, durch die niemand getroffen wurde. Der Mannt wurde so- Einem Berhör wegen angeblicher Beleidigung des gethan, um die verderbliche Seuche zu bekämpfen, im Gegensatz gleich verhaftet und zur Polizei gebracht, er verweigerte auf der Heeres hatte sich der Redakteur des Meißener Volksfreund", zu zahlreichen Angehörigen der befizenden Klasse, die aus Polizei die Antwort auf alle Fragen. Er ist etwa 30 Jahr alt. Genosse Thiepold, am Donnerstag, den 5. Dezember, zu unterriffen. Trotzdem wir noch nicht vergeffen hatten, was man Der Revolver, der beschlagnahmt wurde, ist von gewöhnlichem werfen. Die Beleidigung wird in einer Notiz des Boltsfreund" 1113 in den Zeiten des Belagerungszustandes zugefügt, Kaliber, derselbe war noch mit vier Patronen geladen. vom 8. Oktober gefunden und soll in der Wiedergabe eines haben wir uns doch willig in den Dienst der Allgemeinheit ge- Unter den Panamisten, die sich vor dem ausgelieferten Arton Urtheils der evangelischen Kirchenzeitung" über den Militaris stellt, und o Fronie des Schicksals, Schulter an Schulter mit den fürchten, mag wohl so mancher sein, der sich über solche Schüsse mus bestehen. Strafantrag hat der Kriegsminister gestellt. Behörden gearbeitet. freut, ja sie vielleicht veranlaßt haben konnte. Aber das Mittel Genosse Ohl in Stettin wurde wegen eines ArUnd ganz besonders war unser jetzt verurtheilter Genosse ist zu abgebraucht. Kein ernster Mann nimmt solche Streiche tifels über das Sedanfest vom Schöffengericht zu einer Woche Fr. Meyer einer derjenigen, welche am eifrigsten und tragisch. Saft verurtheilt; das Gericht nahm an, er habe groben Unfug aufopferungsvollsten gewirkt haben. Davon kann Der Mann, welcher die Revolverschüsse in der Deputirten durch die Presse verübt. ich aus eigener Erfahrung ein Beispiel erzählen: Als im fammer abgab, ist ein gewisser Lenoir; derselbe ist 23 Jahre alt, Abgewiesene Beschwerde. Redakteur Wessel September des Jahres 1892 täglich 800 bis 900 Menschen er ist Handlungsgehilfe, führte ein ruhiges Leben und beschäftigte von der Niederrheinischen Volfstribüne" in Düsseldorf, te de der Seuche erlagen, wandte die Hamburger Behörde sich sich in feiner Weise mit politischen Dingen. Die Blätter sowohl dem der dortige Landgerichtspräsident den Zutritt zum Berichtin ihrer Noth an die sozialdemokratische Organisation um wie die Polizei sind überzeugt, daß Lenoir eher geistesgestört, erstattertisch im Justizgebäude verboten hatte, hatte sich schließlich Mithilfe im Kampfe gegen die furchtbare Seuche. In einer als Anarchist ist. auch an den Justizminister beschwerdeführend gewandt, erhielt Vertrauensmänner- Versammlung wurde beschlossen, dem Gesuch aber eine abweisende Antwort. der Behörde zu willfahren. Belgien. Brüssel, 7. Dezember. Infolge eines Beschlusses des Minifterraths wird die Regierung in den Gemeinden teine sozialistischen Bürgermeister genehmigen. Man sieht, daß die belgische Regierung sich auf die kleinen Praktiken unserer Regierungen sehr gut versteht, die freilich in Belgien ebenso erfolglos fein werden wie in Deutschland. " Gewerkschaftliches. Von der Lohnkommission der Bildhauer Berlins geht uns folgender Situationsbericht zu: -Friedrich Meyer übernahm bereitwilligst die Verbreitung des ersten Flugblattes das im Auftrage eines hohen Senate in unserer Parteidruckerei hergestellt war für die Bezirke Gilbeck, Hamm und Horn( einen Komplex mit ca. 50 000 Ginwohnern). Mitten in der Nacht um 2 Uhr wurde er aus dem Der fürzlich zu ungunsten der Berliner Steinbildhauer Bette geholt und begann sofort die bekannteren Genoffen aufzusuchen. beendigte Streit wirft noch nachträglich helle Schlaglichter auf Ich arbeitete damals gerade an einem Neubau in Gilbeck.-Ein Verband der sozialistischen Gemeinde die" Humanität" der fünf Großtapitalisten, Steinbruchbefizer und Meyer wandte sich an unseren Maurermeister, um uns zum Ver- vertretungen, ähnlich wie in Frankreich, ist in Bildung Hof- Steinmezineiſter, die auf fast allen Privat, städtischen und treiben des Flugblattes: freizubekommen. Der Maureimeister hatte begriffen. Sein Zweck ist, in regelmäßigen Zusammenkünften ein Staatsbauten Berlins die Bildhauerarbeiten in Entrepriſe übernichts agegen, meinte jedoch, Meyer follte ihm zunächst eine gemeinsames Vorgehen der sozialistischen Gemeindevertreter herbei nehmen. Nicht nur, daß sie ihr Versprechen, sämmtliche Bescheinigung darüber bringen, daß seine Angaben auf Wahrheit zuführen. Der Ring der sozialistischen Organisationen fließt 136 Streifende wieder einzustellen, nicht gehalten haben, be: hten, da er es kaum glauben könne, daß sich die Polizei- fich immer fester, was Regierung und Bourgeoisie in helle Angst denn es wurden bis jetzt nur 41 wieder angenommen, sondern behörde mit den Sozialdemokraten in Verbindung gesezt habe. verfest, es sind auch eine ganze Anzahl ohne weiteres gemaßregelt Es wurde ein Bote zum Polizeibureau gefchickt, derselbe fam Spanien. jedech unverrichteter Sache wieder worden, darunter 3 Mitglieder der Streiffommission. Diese sind es war nämlich noch früh am Morgen weil man erklärt hatte, das Bureau werde Madrid, 7. Dezember. Die Lage ist unverändert fritisch. nach Kühnemann'schem Muster durch schwarze Listen geächtet und tönnen nirgends auch nicht in anderen größeren Städten erst um neun Uhr geöffnet!!! Trotzdem brachte Am nächsten Mortag sollen große Straßendemonstrationen statt unser Genosse es fertig, die Vertheilung zu bewerkstelligen, und finden. Da Unruhen befürchtet werden, hat die Behörde Stellung finden. Den Wiedereingestellten, denen am Lohn nichts zwar mit gewohnter Präzision. Deshalb scheint geben und ihnen die einstündige Mittagspause in eine Gilbecker Pfahlbürgern, welche den Genossen Meyer es auch den Vorkehrungsmaßregeln getroffen. Die Kaufleute halten an diesem gekürzt werden sollte, wurde nur noch Arbeit im Afford überfennen, schier Tage ihre Geschäfte geschlossen. ohne halbstündige verwandelt, Der Präfeft hat die Kundgebungen geftattet, welche Montag momentan Widerstand, entgegensezen tönnen, wenn sie nicht unglaublich, daß man einen solchen Mann, der sich in schwerer daß sie dieser Willkür Zeit um die Stadt verdient gemacht hat, wegen einer einfachen stattfinden sollen, um der Regierung den Wunsch der Elnivshner den sogenannten Streitgegnern" unter den Gehilfen das Feld Notiz zu acht Monaten Gefängniß verurtheilen konnte. Im auszudrücken, eine Untersuchung gegen den Munisipalrath ein- räumen wollen." Der von diesen, den„ Streitgegnen", mit den " Hamburger Echo" bekam Meyer seinerzeit von Eilbeder zuleiten. 90 Meistern in schönster Harmonie gegründete Lokalverein der Arbeitern eine öffentliche Danksagung für Türkei. Berliner Steinbildhauer, der bei dem Restaurateur und Bildfeine Thätigteit während der Cholerazeit und von anderer Seite bekommt er nun nach 3 Jahren Konstantinopel, 6. Dezember. Der italienische, engfische, bauer Hocaut( Firma Stöhr, Lüneburgerstraße) tagt, a cht französische und russische Konsul in Erzerum haben eine Dent- vermittelt auch Stellen an Arbeitslose und nur durch Monate Gefängniß. fchrift über die Megeleien vom 30. Oftober unter diesen Arbeitsnachweis tönnen die Streitbrüder", die diesen Aber wir Hamburger Arbeiter werden gelegentlich quittiren, zeichnet, in der konstatirt wird, daß das Gemegel nicht von Kampf, wie man flunkert, auf Betreiben der sozialdemokratischen denn auch gegen uns ist dies schwere Urtheil gerichtet. Das ist das Die Herren, welche an der Spige der Nothstandskomitee's den Armeniern provozirt worden ist. Die Denkschrift. wurde der Partei inszenirt haben sollen, Arbeit erhalten! Pforte überreicht. Seit dem 26. November liegen aus dem aufgerichtete Joch, durch welches die Besiegten friechen müssen, standen, bekamen für ihre Arbeit, welche in dem Vertheilen der Innern von Armenien hier keine Nachrichten vor, da die Ver- wenn sie nicht verhungern wollen! Aber nicht genug damit, Spenden an sich meldende Hilfsbedürftige bestand, ein Diplom bindungen durch Schneemaffen unterbrochen sind. werden jetzt noch, also nach Beendigung des Streits, maffenhaft in Gestalt einer fauber lithographirten Danksagung eines hohen Neber die Angelegenheit betreffend den früheren Groß- Annoncen in den Provinzialblättern und in der Fachpresse einSenats für die„ aufopfernde" Thätigkeit hinter dem grünen vezier Said Pascha verlautet, daß sich derselbe Mittwoch gerückt, um in Berlin die Reserve- Armee anschwellen zu lassen! Tisch. Einer derjenigen aber, die unter Hintansetzung ihres Abend in Begleitung seines 12 jährigen Sohnes zu dem briti Die Firma Wimmel Wimmel hat sich aus Genua, die Firma eigenen Lebens in die Seuchenherde eindrangen, bekommt einer fchen Botschafter Currie begab und ihn um ein Asyl Schilling aus Floreng Bildhauer kommen lassen! Ter Gipfel unbedachten Neußerung wegen acht Monate Gefängniß! Ja, bat, das ihm Currie sofort gewährte. Wie versichert wird, wollte der Humanität und des Patriotismus der Junungsmeister wird Bauer, das ist eben etwas anderes! der Sultan, daß Said Pafcha in einem Chalet des Yildiz- Parkes aber dadurch erreicht, daß jezt, nach Beendigung des München, 6. Dezember.( Eig. Bericht.) Die Inter- Wohnung nehme, das früher Midhat- Pascha inne hatte; allein Streits, große Kapitale vom Berliner Dombau, pellation Grillenberger bez. der Haltung der Regierung Said Pafcha, der die Bedeutung einer derartigen Einladung fannte, wofür der Preis nach Angabe der Poliere zirka 1500 M. pro zur Zuckersteuer- Gesegnovelle tommt erst Montag, weigerte fich. Es ist auch bekannt, daß der Sultan seit Stück beträgt, über Bunzlau nach dem Mainthal, nach Fechenden 9. d. M., zur Berathung. Der Finanzminister, so erklärte einiger Zeit Said Pascha zur Wiederübernehme des Groß- bach, Riftenhausen per Bahn geschickt wurden und dort von Bildder Präsident, müsse erst„ Erhebungen pflegen", um die Anfrage vezierates zu veranlassen suchte, daß aber Said Pascha sich, so- banern für den Preis von 350-450 M. pro Stück angenominen beantworten zu können. Als der Präsident diese Tegesordnung lange feine Aenderung des gegenwärtigen Zustandes der Re- worden sind, da ihnen gedroht wurde, sie erhalten sonst überbefannt gab, rief ein„ Liberaler": Dann brauchen wir gierung eintrete, durchaus dagegen sträubte. haupt keine Aufträge mehr. ja nicht anwesend zu sein!" Desterreich. Daß unter diesen Umständen die hiesigen Bildhauer in ihrer Existenz aufs schwerste bedroht sind und den Kampf bis zum äußersten führen müssen, um nicht der Humanität der Innungsmeister zum Opfer zu fallen, das versteht sich von selbst. Es ist daher Pflicht jedes Kollegen, treu zu der Kampforganisation der Bildhauer, dem Zentralverein der Bildhauer Deutschlands, zu halten. Bei späteren Rämpfen werden die Steinbildhauer nur noch Schulter an Schulter mit dieser und dem Verband der Steinarbeiter handeln. Konstantinopel, 7. Dezember. Die Wiederherstellung der 3um Waffengebrauch der Wachtposten. Ordnung in Hauran schreitet langsam fort. Die Drusen Nach den Münchener Neuesten Nachrichten" hat der bayerische haben der türkischen Garnison in Queder die Kriegsminister Instruktionen erlassen, um dem Mißbrauch der Wasserzufuhr abgeschnitten; in dem darüber entstandenen Waffe bei Wachmannschaften entgegen zu wirken. Die Waffen Gefechte wurde der Gouverneur von Hauran, Bedri- Pafcha, veranwendung soll soweit als möglich auf die blanke Waffe bewundet. Die Hauptoperation ist in drei Kolonnen gegen Kanavt schränkt werden. Unverändert scheint die Inftruktion für den gerichtet. Wie gemeldet wird, fiehen 900 Drufen unter den Fall zu bleiben, wenn jemand dem dreimaligen Haltruf nicht Waffen. Auf türkischer Seite in man hauptsächlich bemüht, die Folge leistet. Ausdehnung der Bewegung auf den Libanon zu verhindern. Wie die„ Daily News" aus Ronstantinopel von gestern melden, Die Sattlerbewegung in Elberfeld- Varmen stockt voll. Wien, 6. Dezember.( Abgeordnetenhaus.) Mach ist etwas Sicheres über die unmittelbare Veranlassung zur Flucht kommen; von den 150 streifenden Sattlern, die für die drei dem Ministerpräsidenten Grafen Badeni erklärte der Abg. Graf Said Pascha's aus seiner Wohnung nicht bekannt. Es wird Militäreffekten- Fabriken in Elberfeld in betracht kommen, sind Ruenburg im Namen der Linken, diefelbe habe die Noth- angeführt, er vom Sultan nach der Herkunft der auf: thatsächlich nur noch 35 ausständig. In einer Versammlung wendigkeit und Dringlichkeit der Wahlreform anerkannt and rührerischen Anschläge gefragt und aufgefordert wurde über den Streit berathen; die geheime Abstimmung ergab erkenne dieselbe noch an. Da es sich zur Zeit nur darum worden, seinen Einfluß aufzubieten, um der Wiederholung der schließlich 88 Stimmen für Aufnahme der Arbeit, 12 Stimmen handele, ob die noch zu bezeichnende Aufforderung an die Re artiger Vorfälle vorzubeugen. Said habe erklärt, er fenne die waren dagegen und 8 ungiltig. gierung noch heute oder erst nach einigen Tagen an lettere zu Anstifter der Anschläge nicht und, da er nicht mehr im Amte fei, richten sei, so empfehle es sich, die von der Regierung ver- önne er die Wünsche des Sultans nicht erfüllen. Der Sultan langte furzs Frist zuzugestehen und die meritorischen Erklärungen soll Said alsdann vorgeworfen haben, daß er das Haupt der der Regierung abzuwarten. Der Jungczeche Brcorad erklärte revolutionären Bewegung sei." es für höchst nothwendig, die Wahlreform für dringlich anzuerkennen. Lueger griff das frühere Koalitionsministerium an, Kuba. sowie die Linke, welche, wenn sie eine Wahlreform ehrlich wollte, amtliche, baber mit. Borsicht aufzunehmende Depeschen aus -Bom Aufstandsgebiete. In Madrid eingetroffene für die Dringlichfeit stimmen müßte. Nach weiterer Debatte, in welcher der Jungczeche Raizl sich namentlich gegen die Aus- Savannah bestätigen, daß Abtheilungen der Aufständischen unter führungen Lueger's wandte und Graf Wurmbrand das dem Befehle von Maximo Gomez und Maceo von Kolonnen, Koalitionsministerium, welches die Wahlreform ehrlich(!!) und welche von Waldes und Navarro befehligt waren, geschlagen aufopfernd(!!!) angestrebt habe, vertheidigte, wurde die wurden. Die Spanier nahmen das feindliche Lager; die AufDringlichkeit des Antrages Pernerstorfer's, wie bereits gemeldet, ständischen, welche beträchtliche Verluste erlitten, ergriffen die abgelehnt. China. Schweiz. Flucht. Parlamentarisches. Zürich, 5. Dezember.( Eigener Bericht.) ( Eigener Bericht.) Die Be- Peking, 6. Dezember. Ein kaiserlicher Erlaß soll veröffenttämpfung der Phosphornet rose wird troß der licht worden sein, wonach die Erbauung einer doppel Berwerfung der Monopolvorlage nun doch nicht aufgegeben, gleifigen Eisenbahn von 72 Meilen Länge zwischen was recht zu begrüßen ist. Sie haben bereits Notiz genommen Beking und Tientsin angeordnet wird. Die Kosten werden auf von der bezüglichen Motion, welche Häberlein und 60 Mit- 9-10 Millonen Mart veranschlagt. unterzeichner im Nationalrath stellten und die auf völliges Bisher hat sich das chinesische Mandarinenthum mit aller Verbot der Fabrikation von Phosphor- Bünthölzchen gerichtet ist. Entschiedenheit gegen den Bau von Eisenbahnen gewehrt. BeDer Bundesrath hat befchloffen, die Motion anzunehmen, so daß ſtätigt sich die Nachricht, so ist das Ereigniß von großer für die nächste Zeit wohl eine bezügliche Vorlage zu erwarten steht. prinzipieller Bedeutung für die innere Entwicklung China's. Die Kleinen Zündhölzchen- Fabrikanten werden dann vielleicht die Verwerfung des Monopols bedauern. In Konsequenz der Verwerfung der Militärvorlage hat der Ständerath von der Kreditforderung im Betrage von 888 744 Fr. für Beschaffung Dem Reichstage ist folgender vom Abg. Lenzmann einge von Kriegsmaterial 24 000 Fr. geftrichen, troßdem fie Bundesrath brachter und von der freisinnigen und süddeutschen Volkspartei Frey warm vertheidigt hatte. Gine bürgerliche Revo- unterstützter Antrag zugegangen: Der Reichstag wolle beschließen, lutionsfeier fand letzten Sonntag in Ulster statt, wobei die verbündeten Regierungen zu ersuchen, baldigst einen Gesetz Regierungsrath Locher die Feftrede hielt. In Ulster( Kanton entwurf vorzulegen, wodurch die Aufnahme und Unterbringung Zürich) fand am 22. November 1830 eine große Volksversamm von Patienten in Heilanstalten für Geistestrante reichsgefeßlich lung von Bürgern des ganzen Kantons statt, welche ein Pro- geregelt wird. gramm politischer und sozialer Postulate aufstellte und dasselbe Aus der Zentrumspartei. Der neugewählte Wertreter auch verwirklichte. Von Interesse ist dabei, daß diese 30er Bewegung die Liberalen zur Herrschaft brachte und nun die Erdes Reichstags- Wahlkreises 7. Oppeln( Pleß) Radwanski, welcher im Gegensatz zu dem offiziellen Zentrumskandidaten Freiherrn innerung an den großen Boltstag die Demokraten feiern. v. Huene mit Hilfe der großpolnischen Bewegung bei der Wahl Frankreich. den Sieg davongetragen hatte, hat sich nach dem Zusammentritt des Reichstages zur Ausnahme in die Zentrumsfraktion gemeldet. In der Fraktion ist infolge dessen die Angelegenheit zuvor besprochen worden. Seulen und Bähnet lappern ist in den Wandel gängen bes franzöfifchen Rammerpalastes: Arton foll wirklich ausgeliefert werden Arton, der die Geheimnisse der französi fchen Geschäfts- und Finanzpolitiker kennt, und der nicht blos Die bürgerlichen Impfgeguer haben sich im Reichstage verdie Geheimnisse, sondern auch die Herren selbst in seiner Tasche einigt, einen Gesezentwurf zur Aufhebung des Jmpfgefezes von 1874 hat. Nur 14 Tage Frist sind dem französischen Winkelmann einzubringen unter Führung des antisemitischen Dr. Förster und des noch in England gegeben. Mit grimmigem Humor meint die Zentrums abgeordneten Megner- Neustadt. Der Antrag ist unter Boffische Zeitung", die ihre Pappenheimer fennt, die franzöfifche zeichnet von 53 Abgeordneten, darunter Antisemiten, Konservative, Kommermajorität werde in diesen 14 Tagen wohl das Kabinet Bentrumsmänner, Polen und Deutsch- Hannoveraner. Bourgeois stürzen Wäre gar nicht unmöglich. Jedenfalls verträgt fich eine ehrliche Regierung nicht mit der Gesellschaftsordnung der Spigbuben. Und nicht jeder Winkelmann stirbt so gelegen, wie der Leipziger. " Partei- Nachrichten. Reichstags- Abgeordneter Herbert in Stettin ist am Paris, 6. Dezember. Die Deputirtenkammer berieth beute 5. d. M. anscheinend ohne Schaden für seine Gesundheit aus dem das Budget des Justizminifteriums. Als die Sigung gefchloffen hiesigen Gerichtsgefängniß in die preußisch- deutsche Freiheit worden war, gab ein Individuum auf der öffentlichen Gallerie zurückgekehrt. Die Steinsetzer in Hamburg, die bei der dortigen Straßen. bahn beschäftigt find, haben einen großen Erfolg errungen. während daselbst bisher der Stundenlohn für Steinfeger 43 Pf., für Rammer 38-41 Pf. betrug, ist derselbe jezt einheitlich auf 48 resp. 42 Pf. erhöht worden. Depeschen und letzte Nachrichten. Berlin, 7. Dezember.( W. T. B.) Die russischen Behörden haben die strengste Bestrafung der Personen, welche an dem fürzlich auf preußischem Gebiete, in Polanowo, von russischen Grenzfoldaten verübten Raubmorde betheiligt find, in Aussicht genommen. Der Oberst und der Lieutenant des Truppentheils, Die Thäter bem die Thäter angehören, sind tafsirt worden. felbst werden friegsgerichtlich abgeurtheilt werden. Hamburg, 7. Dezember.( W. Z. B.) Der Senat wählte den Bürgermeister Dr. Johann Georg Moenckeberg zum ersten Bürgermeister und den Senator Dr. Johann Georg Andreas Bersmann zum zweiten Bürgermeister für 1896. Flensburg, 7. Dezember.( W. T. B.) Aus Wyk auf Föhr wird gemeldet: Durch anhaltenden Orkan ist die Föhrer Marsch febr gefährdet. Jin Wenen und Norden drohen Deichbrüche. Nach den gefährdetsten Stellen wurde Militär abgesandt. Die Buhnenarbeiten bei Olbörn erleiden große Beschädigungen. Wangeroog, 7. Dezember.( W. T. B.) Meldung der Rettungsstation: Heute wurden von der hier gestrandeten deutschen Tjalk Maria" zwei Personen durch das Rettungsboot„ Fürstin Bismard" gerettet. Kampen auf Sylt, 7. Dezember.( W. T. B.) Meldung der Hettungsstation Kampen: Heute wurden von dem hier gestrandeten dänischen Schooner" Thyra" 6 Personen durch den Raketenapparat der Station gerettet. Selfingborg, 7. Dezember.( W. T. B.) In der vorigen Nacht strandete hier bei startem Sturme der deutsche Bugfirdampfer Jobann Carl" auf der Reise von Stralsund nach Flensburg. Ein Dampfer geht zur Hilfeleistung ab. Kaffel, 7. Dezember.( W. T. B.) Die Fulda ist aus den Ufern getreten, das Wasser steigt noch. Weißenfels, 7. Dezember.( W. Z. B. Die Saale steigt rasch und hat stellenweise die Ufer überfluthet. Die Bewohner der am Ufer liegenden Gebäude haben die Keller und Erde geschoffe geräumt. Wien, 7. Dezember.( B. H.) Tie Wahlreform- Vorlage Badeni's foll nach Meldung polnischer Blätter bereits fertiggestellt worden sein. Danach werde eine fünfte Kurie mit 75 Mandaten auf grund des allgemeinen Wahlrechts geschaffen. Auf je 300 000 Einwohner soll ein Mandat entfallen. Paris, 7. Dezember.( G. N. of G.)„ Der„ Herald" hat ein Privat- Telegramm seines Korrespondenten Oberst John A. Cockerill aus Soeul erhalten, welches lautet: Man erwartet hier in den nächsten Tagen ganz erstaunliche Enthüllungen. Es ist hier offenes Geheimniß, daß Rußland direkte Beziehungen mit der Umfturzpartei(?!? D. R.) in Korea unterhält und Japan alle erdenklichen Hindernisse in den Weg legt, um deffen Pläne betreffs Konstituirung des dortigen Staats wesens zu vereiteln. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 7. Dezember. Volks Vorstellung( NationalTheater). Nachmittags 3 Uhr: Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Alexanderplatz- Theater. Landes- Ausstellungspark Die ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Theater, Täglich Vorstellung im wissenschaft lichen Näheres die Anschlagzettel. Der G'wissenswurm. Von Augen Castan's Panopticum. gruber. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Montag: Ivanhoe. Schauspielhaus. Dr. Klaus. Montag: 1812. Deutsches Theater. Der Misanthrop. Das hohe Lied. Nachm. 21/2 Uhr: Die Weber. Montag: Talisman. Berliner Theater. Töchter. Hasemann's Nachmittag 22 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag: Pan Cezar. Leffing- Theater.' 3 Nullerl. !! Neueste Illusion!! Allerseelen. Die syrischen Fechter. Die Sünde. Kaiser- Panorama ( Passage). Zum ersten Male: V. Reise nach Konstantinopel u. Athen. Rachmittag 22 Uhr: Nathan der Erste Wanderung durch d. malerische Weise. Montag: Fiti. Neues Theater. Lilt. Montag: La femme à Papa holsteinische Schweiz. Eine Reise nur 20 Pf. Tausende Abonnenten. Schiller- Theater. Der zerbrochene Passage- Panopticum. Krug. Die zärtlichen Verwandten. Nachmittag 3 Uhr: Der Meineid bauer. Montag: Wilhelm Tell. Rehdenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: In doppelter Bekehrung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Cruft- Theater. Der fleine Lord. Hierauf: Die ewige Braut. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Die kleinen Lämmer. Vorher: Nr. 66. Nachmittag 4 Uhr: Die kleinen Lämmer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Untional Theater. Der Süttenbefizer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen- Theater. SpezialitätenBorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung 2 42 Mädchen andern Ende der Welt ( Samoa). Adolph Ernst- Theater. Der kleine Lord. Lebensbild in 3 Aften nach dem gleichnamigen Roman v.Mr.Hodgson Burnett, übersetzt von Bolten- Bäckers. In Amerika 3240 Mal, in London 1262 Mal aufgeführt. Hierauf: Die ewige Braut. Operette in 1 Att von W. Mannstädt und Jean Kren. Anfang 7/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Apollo- Theater ( Wallner Theater.) Sonntag nachm.: Der Meineidsbauer. Abends: Der zerbrochene Krug. Die zärtlichen Verwandten. Montag: Wilhelm Tell. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Großer Erfolg des neuen Dezember- Programms. The Harweys. Irma Orbosani. Ralph Terry. Les Picchianis. Mlle Duclere Forest u. King. Frères Nandroux. Düring- Quintett. Mason u. Forbes. Little Albertine. Kiliany's lebende Bilder ,, Der Hüttenbesiger". Schauspiel in 5 Atten von Georg Kiliany's Ohnet. Regie: Mar Samst. Nachmittags 3 Uhr: Der G'wissenswurm. Regie: Julius Türt. Montag: Der Hüttenbesitzer. Mittwoch: Der Jude". Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts in fünf Aften nach dem gleichnamigen Roman des Berliner Vorwärts" von Carl Spindler. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Sonntag, den 8. Dezember: BU Anfang 8 Uhr. Emil Thomas a. G. Bumm 94. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Zanz in 5 Aften von Julius Freund und Wilh. Manustädt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang: 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Von Montag wieder 18 Uhr. Kaufmann's Variété- Theater. Königstraße, Rolonnaden. Sensationeller Erfolg des neuen Programms! Um 10 Uhr: Die pikante und tolle Burleske Coulissen1. f. w... w. Rasseneröffnung 6 Uhr. Anfang der Vorstellung 1/2 Uhr. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Neu! Angely- Gertiny- Trio Neu! die besten fliegenden Hochturner am patentirten Luft- Apparat, dazu das 15 Dezember. Spezialitäten. große Programm Sonntags 6 Uhr. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1,50 m. Das Theater ist gut geheizt. Neuer Circus.. Circus BUSCH ( Bahnhof Börse) Sonntag, den 8. Dezember: 2 große Vorstellungen 2 Nachm. 4 Uhr( ermäßigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren frei). Alexanderstraße 40. Sonntag nachmittags 4 Uhr zu halben Preisen: kleinen Lämmer. Abends 8 Uhr: Die kleinen Lämmer. Vorher: Nummer 66. Montag: Zum 50. Male: Jubiläums- Vorstellung. Die kleinen Lämmer. Vorher: Nr. 66. Louis Keller's Festsäle Grösstes u. schönstes Etablissement Koppenstraße 29. Residenz. Jeden Sonntag und Mittwoch: An die Berliner Parteigenossen! Zur Stellungnahme gegenüber den polizeilichen Aufder sozialdemokratischen Organiſationen und Bertrauensmänner tagen Dienstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr, in nachstehenden Lokalen 12 ristische Sorte Volks- Versammlungen. der beliebten Soirée Tages Ordnung: D Hamburger Sänger Polizeiliche Staatsrettung und Sozialdemokratie. 8 Herren Jedesmal neues Programm! Heute Sonntag außerdem Konzert Orchesters unter Zeitung des Herrn Musikdir. G. Grass. Nach dem Konzert: 1. Wahlkreis: Scheffer's Salon, Inselstraße 10. 2. Wahlkreis: Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Reinhardt's Neues Gesellschaftshaus, Hafenhaide 57. 3. Wahlkreis: Berliner Ressource, Sommandantenstraße 57. Märkischer Hof, Admiralstr. 18e. 4. Wahlkreis: Keller's Festsäle, Stoppenſtr. 29. Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Joël's Salon, Andreasstr. 21. Grosses Konzert des Berliner 5. Wahlkreis: Lips' Brauerei am Friedrichshain. 6. Wahlkreis: Berliner Prater, Rastanien- Allee 7. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47| 49. Schulz' Salon, Stettinerstr. 57. Großer Ball. 2 Musikchöre. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. P. S. Zu den Mittwochs- Soiréen der Hamburger Sänger haben Bons Giltigkeit. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Bassage). Men! Auf Helgoland! Ausstattungsposse mit Gesang und Zanz in 1 Aft von Neichard u. Schmasow. Mufit von R. Martin. Riesen- Programm. Anf. Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree 10 Pf., 80 f. R.Winkler. " Referenten sind die Reichstags- Abgeordneten: Auer, Bebel, Fischer, Gerisch, Liebknecht, Singer, Schultze Königsberg, Stadthagen, Tutzauer, Vogtherr, Wurm, Zubeil. Todes- Anzeige. Allen Kollegen und Genossen empfehle Allen Freunden, Genossen und Be- mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal, fannten, sowie feinen Kollegen die gr. Vereinszimmer, geeignet als traurige Nachricht, daß am Donners- Bahlstelle und Arbeitsnachweis, zwei tag, den 5. d. M., früh 73/4 Uhr, mein Regelbahnen mit Gasglühlicht, paffend für Klubs. lieber Mann, unser guter Vater, der Stuckateur Otto Heindorf 1696b Wilhelm Reichstein plötzlich am Herzschlage verstorben ist. Bultenkte. 34, Ecke. Die Beerdigung findet Sonntag, den 8. d. M., nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause Krautsstr. 17 aus nach dem Be gräbnißplatz der Freireligiösen Gemeinde in der Pappel- Allee statt. Concerthaus Sanssouci Die trauernde Wittwe Math. Heindorf Rottbuserstraße 4a. Heute, Sonntag, den 8. Dezember: Soiree der allbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. 1 Großartiges Ensemble. Sonntags- Programm! Montag: Victoria- Brauerei. ( Letzte Soiree vor Weihnachten.) Aktien- Brauerei FRIEDRICHSHAIN Friedrichshain ( Königsthor). Heute Sonntag: Grosses MilitärKonzert Przywarski. Eintritt 20 Pf. Programm unentgeltlich. Berl. Bockbrauerei Höchst komisches Programm. Bros. Dux, Die lustigen Chinesen. Bär und Schildwache, höchit fomische Episode. Die Klowns Gebr. Rossi als Ballspieler. Auftreten d. Klowns Gebr. Cavallini, Mr. Veldeman, Tom- Tom c. Sowie Mr. Cooke als Jongleur zu Pferde. Der Jodenreiter Herr Althoff. Gladiateur, schwed. Prämienhengst, ger. von Herrn Germann. The Relampagos, Elite- Akrobaten. Abends 71/2 Uhr: Sensationeller Erfolg! Geheimnisse. dheus, das Waldmädchen. Arthur Fränkel, Henny Schmid, Edi Blum, mehr braucht man nicht zu sagen!!! das genügt. Sennor Fessi mit dem großartig dress. spanischen Stier. Außerdem Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Auftreten der Specialitäten 1. Ranges. Montag: Bsdheus, das Waldmädchen. Tempelhofer Berg. Heute I jeden Sonntag nebst Kindern. Stuckateure! Allen Kollegen zur Nachricht, daß unfer Kollege 171/10 Heindorf am Donnerstag früh verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2 Uhr von der Krautstr. 17 nach dem Freireligiösen Friedhofe, PappelAllee, statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand des Fachvereins. J. A.: Jänice. Der Zentral- Kranken- u. Sterbekasse deutschen Wagenbauer. Am Freitag, den 6. Dezember, verstarb das Mitglied, der Schmied Karl Karrosat im Alter von 45 Jahren. 253/2 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Augusta Hospitals nach dem Nazareth- Kirchhof ſtatt. Die Ortsverwaltung. Unterstützungs- Verein aller in der Hut- u. Filzwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Stettiner Sänger Carl Haubitz gestorben ist. Arbeitsmarkt. Achtung, Klavierarbeiter! Die Kollegen in der Pianowerkstelle von W. Steuer, Krautstr. 52, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die Kontrollkommission. Ein Malerlehrling verlangt von D. Helm& Breiding, Blumenstr. 67 B. Polirer, welche im Beizen und Wachsen von eichenen und Nußbaum- Möbeln geübt find, erhalten dauernde Beschäftigung bei 24-27. Wochenlohn. Zu melden per Postkarte bei B. Rademacher, Leipzig. Gutrißsch, Marienſtr. 20, 1. Arbeiterinnen auf Knabenblusen und Kleidchen, welche schon für größere Geschäfte gearbeitet haben, verlangen gegen Vorzeigung vou Probearbeit Löb& Oertelt, 22/10 Spandauerstraße 59-61. Knaben- AnzügeArbeiter auf Stapel- Genres, die große Posten liefern fönnen, sucht M. Hannes, Köllnischer Fischmarkt 5. Gummiwaaren- Fabrik fucht Vorarbeiter und Vorarbeiterin, die in chir. Patent- Gummiwaaren erf., ebenso für Präferv. Roller u. Bläser, sowie Mischmeister für die techn. Abtheilung. Offert. S. R. 90 Exp. d. Zeitung erbeten. 38492* Jacket- und Paletot- Schneider gesucht. Probe Arbeit mitbringen. Spittelmarkt 16/17. M Schneider auf Anzüge 1-6 besseren u. mittleren Genres werden gegen Borlage sofort verlangt. 17036 Gebr. Casper, Jägerstr. 25. Herren Hippel, Die Beerdigung findet am Sonntag, Wagner, Lud- nachm. 22 Uhr, von der Leichenhalle wig, Küster, des Neuen Jerufalemer Kirchhofes Little Bobby, Hermannstraße( Rigdorf) aus statt. Chlebus und Um zahlreiche Betheiligung ersucht Blank. 86/7 Der Vorstand. Urkomisches Kleines Grundstück, auf welchem vorn größeres Haus gebaut werden kann, Der heutigen Auflage liegen Lichtenberg bei Berlin, Miethsertrag Prospekte der Firmen Gustav 1500 M., Preis 28 000 M., Anzahlung Lamm, Brunnenste. 196, und 1506b ,, Germania", CommanditgesellM. Pohl, Röderplay, Lichtenberg. Shaft, Beselstraße, bei. neues Programm. Anfang 6% Uhr. Entree 50 Pfg. nach Uebereinkunit. Verantwortlicher Redakteur: Fris Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 287. Tokales. 00 Parteigenoffen! Um den Berliner Genossen Gelegenhei zu geben, zu den Köller- Windheim'schen Auflösungsmaßregeln Stellung zu nehmen, haben auf nächsten Dienstag, den 10. d. M., die Berliner Reichstags- Abgeordneten 12 Protest- Versammlungen einberufen mit folgender Tagesordnung: " Polizeiliche Staatsrettung und Sozialdemokratie. Die Volksversammlungen finden in folgenden Lokalen statt: 1. Wahlkreis. Scheffer's Salon, Inselstr. 10. 11. Wahlkreis. Bod Brauerei, Tempelhofer Berg. Sonntag, den 8. Dezember 1895. 12. Jahrg. Magistrats beschäftigt waren. Es wurde ihnen indessen nach Der Vortrag über Kunstbanten der Thiere, der in der Zählung anheimgegeben, beim Magistrat ein Gesuch um die Nr. 255 von uns besprochen ist, wird, wie uns der Vorsitzende Bewilligung der Diäten für jenen bedeutungsvollen Tag ein- der Gesellschaft für voltsthümliche Naturkunde mittheilt, am zureichen. Man kann sich recht lebhaft den Eindruck vorstellen, heutigen Sonntag Nachmittag 5 Uhr im erweiterten Umfange welchen diese Eröffnung auf die Herren machte, und umsomehr im Lotale Staligerstr. 55 wiederholt werden. Der Eintrittspreis machen mußte, als den Deputirten, die meist ein ausfömmliches beträgt für Erwachsene 20 Pf., für Kinder 10 Pf. Einkommen haben, für ihre Mühe bei der Zählung 150 M. gezahlt werden. Dem Berliner Aquarium gingen in mehreren Sendungen Meeresthieren einige merkwürdige Lebewesen zu. Zu denselben Vom fiegreichen Fortschritt freiheitlicher Lebens: gehört vor allen ein in dem großen Baffin der Seerosen mit auffassung weiß die amtliche Statistit, welche von dem untergebrachter, ebenso auffallend schöner wie merkwürdig Trauungen, Geburten und bürgerlichen Eheschließungen in den feder" wirklich verdient, da er das Aussehen einer fußhohen Konsistorium der Provinz Brandenburg über die Taufen, gebauter Blumenpolyp, der den ihm beigelegten Namen See evangelischen Gemeinden der Provinz Brandenburg im Jahre röthlichen Feder gewinnt, sobald er straff aufgerichtet und mit 1894 veröffentlicht wird, rühmliches zu melden. Aus der Statistik ausgebreiteter Fahne dasteht. Der untere Theil des Stockes, der ist zu entnehmen, daß in Berlin in dem gedachten Zeitraume Stiel, steckt frei im Sand und Schlamm des Bodens und der 42 809 Kinder geboren wurden, und zwar 32 085 aus rein obere Theil des Stammes trägt zweizeilig angeordnete zarte, evangelischen Chen, 5354 aus Mischehen und 5370 uneheliche blattartige, stachelrandige Gebilde, an deren freien Rändern die aber nur 35 563 die Taufe empfangen, dabei sind die artige Reiz des Ganzen lassen sich allerdings nicht ahnen, wenn Kinder aus rein evangelischen Ehen mit 29 191, aus Mischehen es sich auf den Boden gesenkt oder sich zusammengezogen hat. mit 2643, uneheliche Kinder mit 3729 betheiligt. Es sind also im Jahre 1894 7246 Kinder ungetauft geblieben. Der Verein ,, Canaria", der ältesie hiesige Verein der Reinhardt's Neues Gesellschaftshaus, Hafenhaide 57. Kinder evangelischer Mütter. Von der Gesammtzahl haben Polypenköpfchen hervorragen. Die Schönheit und der eigenIII. Wahlkreis. Berliner Ressource, Rommandantenstr. 57. Märtischer Hof, Admiralftr. 18 c. IV. Wahlkreis. Reller's Fest säle, Koppenstr. 29. Sanssouci, Rottbuserstr. 4 a. Joël's Salon, Andreasstr. 21. V. Wahlkreis. Lips' Brauerei am Friedrichshain. VI. Wahlkreis. Die Gesammtzahl der bürgerlichen Eheschließungen im Kanarienzüchter und Liebhaber, hat heute in der LeipzigerJahre 1894 betrug in Berlin 15 569. Darunter find Ghe- Straße 132 feine 14. Allgemeine Ausstellung eröffnet. schließungen rein evangelischer Paare 12 881, gemischter Eine Einfeglinie Lügowplah- Moltenmarkt soll zur Paare 2688. Von diesen Ehepaaren ließen sich nur 9337 firch Weihnachtszeit neben der Pferdebahnlinie Kurfürstendamm lich einsegnen", und zwar von den rein evangelischen Paaren Küstriner Platz vom 7. Dezember an in Betrieb gesetzt werden. 8511, von den gemischten Paaren 826. Jn 6232 Fällen fand die Es wird dadurch ein Drei- Minuten- Verkehr geschaffen. Die firchliche Einsegnung" nicht statt. Weit über ein Drittel aller Signalfarbe der Einsetzwagen ist violet, die Tariffäße sind dieEhepaare hat also von der tirchlichen Trauung abgesehen. In selben, wie auf der durchgehenden Linie. welchem Verhältniß mag die Zunahme der Kirchenbauten in Berlin zu der Abnahme der firchlichen Trauungen und Taufhandlungen stehen? " Berliner Prater, Rastanien- Allee 7. Kronen Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Schulz' Salon, Stettinerstr. 57. Die Volkszählung in Tempelhof hat eine Zunahme von Referenten sind die Reichstags- Abgeordneten: 1225 Personen ergeben. Tempelhof, das bei der letzten Volts: Auer, Bebel, Fischer, Gerisch, Liebknecht, zählung im Jahre 1890 3248 Bewohner aufwies, hat jetzt 6473 Bewohner zu verzeichnen. Singer, Schult e- Königsberg, Stadthagen, Zuhauer, Bogtherr, Wurm, 3ubeil. Säulen- Gesellschaft hat dem Magistrat mitgetheilt, daß er be Der Konkursmassen- Verwalter der Urania- Uhren- und absichtige, mit dem 15. Dezember cr. den Betrieb der Säulen, namentlich aber der Uhren, einzustellen. Mit Rücksicht auf das öffentliche Interesse jedoch bat das Magistratskollegium, nachdem die Versuche, den Fortbetrieb in anderer Weise herbeizuführen, gescheitert sind, beschlossen, den Vertrag über die Errichtung und So ein Buchbinder! Vor kurzem entnahmen wir der den Betrieb der Uraniasäulen mit der in demselben vorgesehenen Frantf. 8tg." eine fleine Plauderei, in der Herrn Marimilian breimonatlichen Frist zu kündigen und die Stadtverordneten Bei der Bedeutung dieser Versammlungen wollen wir die Harden launig nachgewiesen wurde, daß er sich bei Erwähnung Bersammlung zu ersuchen, fie möge zur Erhaltung des Uhrens Berliner Arbeiterschaft ausdrücklich an dieser Stelle darauf auf- Bossuet's einen fatalen chronologischen Schnitzer, sowie einige detriebes zunächst auf drei Monate den erforderlichen monat merksam machen; wir sind überzeugt, ihre Antwort auf die bösartige französisch- deutsche Sprachdummheiten habe zu schulden lichen Kostenbetrag von 1500 M., zusammen also 4500 M., be neuesten Verfolgungs- Maßregeln wird nur ein neuer Beweis für theidigt Herr Harden sich. Er weist überzeugend nach, daß nicht tommen lassen. In der neuesten Nummer der Zukunft" ver- willigen. den ungebrochenen Muth und das unbesiegbare Kraftgefühl der ihm, sondern einem Buchbinder aus dem vorigen Jahrhundert dorfer Kiesgrube gemacht. Dort beschäftigte Arbeiter legten Ein interessanter Fund wurde dieser Tage in einer Nig Berliner Sozialdemokratie sein. die Schuld an dem Unglücksfall zuzumessen ist; der Buchbinder nämlich einen 13/4 Meter langen Stoßzahn des Mammuth Die Arbeiterinnen Berlins werden darauf aufmerksam bat nämlich, heimtückisch wie Buchbinder sind, der Fortsetzung frei, der in einer Riesschicht lagerte. Leider ist das selten große der Weltgeschichte von Bossuet zusammen mit dem von dem Exemplar beim Transport zerbrochen. gemacht, daß Donnerstag dieser Woche in Keller's großem Saal, heiligen Manne selber geschriebenen Werte einen Namen auf dem Koppenstr. 29, eine Boltsversammlung abgehalten werden schweinsledernen Rücken gegeben. So ist die wissenschaftliche wird, wo Reichstags- Abgeordneter Stadthagen über das Unantastbarkeit des Zukunfts" Redakteurs überzeugend nach Thema spricht:„ Die Stellung der Kaffeeschwester und der werk- über 150 Jahren ein Kerl darauf gesonnen hat, Herrn Thema spricht:„ Die Stellung der Kaffeeschwester und der werk- gewiesen und vor aller Welt offenkundig dargelegt, daß schon vor thätigen Frau im Entwurf zum bürgerlichen Gesetzbuch". Es Maximilian Harden schnöde zu ärgern. Gamer wird ersucht, für diese Versammlung fleißig zu agitiren. Die ,, Kreuz- Zeitung" schreibt:„ Wir haben schon früher Lokal- Lifte von Spandan. Folgende Säle sind zu haben: einmal vor einem Schnorrer gewarnt, der auf grund seiner an Pichelsdorfer Brauerei, Boigt's Lokal in Pichelsdorf. Der Vorwärts" liegt aus bei Natce, Nenmeisterstraße 5; Slinsch, Wichelsdorferstr. 103; Hallecker, Frobenstr. 12; Feierferd, Scharfe Lanke 1; Ducksch, Bismarckfir. 6; Neumann, Lutterstr. 4. " geblichen Beziehungen zu Redakteuren der Kreuz- Zeitung" alle möglichen Leute brandschaßt. Da er sein Gewerbe" wieder aufgenommen hat, so wiederholen wir die Warnnng hiermit. Der Schnorrer heißt doch nicht am Ende gar Freiherr von Hammer stein? Der Rektor Wenn man nicht verhungern will. Auf die Polizeiwache ist am Freitag Abend ein" Dieb" geflohen, der aus Noth die fehender Mann das Konfettionsgeschäft von Mosers, machte dem That ausgeführt hat. Gegen 6 Uhr betrat ein reduzirt aus. gerade beschäftigten Inhaber eine höfliche Verbeugung, nahm dann ein zur Schau stehendes Plüschjacket vom Nagel und ent fernte sich mit den Worten: Ich empfehle mich Ihnen ganz ergebenst". Der sofort verfolgte Mann rannte in scharfem Trabe durch die Georgen- und Liegmannstraße und flüchtete, seine Beute fest im Arme haltend, nach der in der letzteren Straße im Hause Nr. 7 belegenen Polizeiwache, wo er in dem Moment festgehalten wurde, als er in das Haus eintreten wollte. Der Festgenommene, Eine bemerkenswerthe Haussuchung wurde am Donnerstag ein obdachloser Arbeiter S., gestand den Diebstahl sofort ein mit Morgen 11/2 Uhr bei dem Vertrauensmanu unserer Partei in Die Polizei und die Wissenschaft. Dem Vorstand der der Erklärung, daß er nur gestohlen habe, um in UntersuchungsFriedenau, Otto Hille, Schmargendorferstraße 5, vor. neugegründeten sozialwissenschaftlichen Studenten- Bereinigung ist haft zu kommen, wo er doch wieder einmal warmes Essen und genommen. Zwei Gendarmen suchten in Abwesenheit Sille's eine polizeiliche Verfügung zugegangen, welche die Aufforderung Obdach erhalten könne! nach irgendwelchem Material". Alle möglichen Broschüren enthält, den Verein binnen acht Tagen polizeilich anzumelden. wurden von den beiden Beamten eingepackt; selbst barmlose Der sozialwissenschaftliche Verein ist dem polizeilichen Verlangen das geht auf keine Kuhhaut zu schreiben. So'n bisten zweierlei Der Uniformgeist". Was heute alles Uniform" trägt, Sachen, wie das Lied vom Bruder Heinrich und der Sang an nicht nachgekommen, trotzdem aber ist die nächste Sihung, die Tuch", das soll ja unter Umständen ganz nett sein und Hammerstein entgingen ihnen nicht. Die Betten, die in der Wohnung öffentlich angezeigt war, nicht aufgelöst worden. hängenden Beinkleider Hille's, ja sogar die Röcke der allein im Hause Professor Wagner soll versprochen haben, ev. dem Eingreifen der Schatten ganz selbstverständlich auch ins praktische Leben hinüberschließlich leben wir Glücklichen in einem Militärstaat, der seine anwesenden Frau durchsuchte man gleichfalls. Der Erfolg ent- Polizei in die Rechte der Universität entgegenzutreten. greifen läßt. Aber alles muß seine Grenzen haben, damit es sprach wohl nicht völlig den Bemühungen, denn es wurde abfolut Gestörter Telegraphenverkehr. Nach amtlicher Mit nicht dahin kommt, daß fast jeder dritte Mensch, dem man auf nichts gefunden, was zur Rettung des Staates von Werth sein theilung find infolge Sturme 3 fast sämmtliche ober der Straße begegnet, in einem bunten Rock steckt. Wenn fönnte. Beim Anblick der Schriften gab der eine der Beamten irdische Telegraphenleitungen unterbrochen. Die gesammte eine oder Gesellschaft ein großes Geschäftshaus, das feine Meinung dahin zum besten, daß es angebrachter wäre, das telegraphische Korrespondenz erleidet bedeutende Verzögerung. hunderte niederer Angestellten beschäftigt, diese auf Geld, was die Broschüren kosteten, der Familie zu gute fommen daß diese zu lassen. Des ferneren wurde die Frau von dem Beamten geDas Gewitter, welches in der Nacht zum Sonnabend über Geschäftstoften gleichmäßig fleidet, ohne fragt, ob sie in Versammlungen gehe, ob sie einen Weihnachts- Berlin tobte, ist bereits viele Stunden vorher beobachtet worden. Kleibung auffällig oder gar geschmacklos wirkt, so mag das ver baum mache und ob ihr Mann nichts gegen die herkömmliche Schon Freitag Abend gegen 6 Uhr fonnte man von Charlotten- ftändlich und vielleicht auch nicht unpraktisch sein. Sonderbar Weihnachtsfeier hätte? Auch ein Beitbild! burg aus ein starkes Wetterleuchten beobachten und am westlichen Laufburschen engagirt, auch eine grellbunte Uniform besorgt, zu dagegen berührt es, zu sehen, daß ein Geschäftsmann, der einen Horizont zuckten intensive Blize hernieder. Allgemeine unentgeltliche Lieferung der Lehrmittel hat, deutlich wahrnehmen, wie die zwei Unwetter denn thatsächlich tragen muß! Eine starte Bumuthung ist es, Portiers und Mau fonnte ganz deren Kosten nicht selten der Bursche selbst bei. wie die Soziale Praxis" mittheilt, in Genf der Große Rath fo- handelte es sich um zwei selbständige Wolkenwände sich nach ähnliche Bedienstete gewisser Sehenswürdigkeiten in eine Kluft wohl für Bolts, als auch für höhere Bürgerschulen beschlossen. Berlin hinzogen, die Havelländischen, Teltower und Nieder- steigen zu lassen, die oft fast an den Affenzirkus erinnert. In Nürnberg hat der Magiftrat eine Petition um Lehrmittel barnimer Streise berührend. Kurz nach 12 Uhr nachts teigen zu lassen, die oft fast an den Affenzirtus erinnert. Und freiheit für die Volksschulen abgelehnt, weil man sonst auch tam das erste Gewitter in Berlin geradezu widerlich ist die heutige Gepflogenheit, zum Ausbruch, nachKinderspeisung 11. f. w. verlangen werde. In Stuttgart dagegen dem Leute, die um des täglichen Brotes willen für jeden ein heftiges Schneegestöber vorangegangen und bat der Gemeinderath beschlossen, sämmtlichen Schülern der die Temperatur auf 1 Grad unter Null gefallen war. Die Blize Straßen tragen zu lassen in einem vom Tröbler erhandelten Preis und zu jeder Arbeit sich hergeben, Reklamen durch die Fortbildungsschulen die Lehrmittel, auch Hefte und Federn, zuckten, schnell aufeinander folgend, in fahlweißem, gespenstischem Kostüm, mit dem niemand auf den gewöhnlichsten Maskenball amsonst zu liefern. In Berlin, wo man den Gemeindeschul- Schein auf die Schneedecke nieder und die Donnerschläge waren Kostüm, mit dem niemand auf den gewöhnlichsten Maskenball fich wagen würde. Bei solchem großstädtischen" Anblick muß tindern nur gegen den Nachweis hinreichender Bedürftig so intensiv, daß selbst Leute, die sich sonst eines recht festen sich wagen würde. Bei solchem großstädtischen" Anblick muß teit Lehrmittel schenkt, wird an den Fortbildungsschulen, Schlafes erfreuten, aus der Ruhe gestört wurden. Nach etwa man ebensosehr den Mann in seinem Plunderstaat bedauern deren Unterricht nur für die Elementarfächer unentgeltlich halbstündiger Dauer verzog sich die Naturerscheinung, aber bereits als sich über die Schäbigkeit des meist gutgestellten Brotgebers Nunne, der Matador des„ ult", würde sagen: entrüften. von den Theilnehmern am Modellir- Unterricht sogar turz nach 1 Uhr morgens folgte das zweite Gewitter, welches, für verbrauchten Thon u. s. w. ein Beitrag( 1 M. pro Halbjahr) ein wenig heftiger auftretend, sich bis 2 Uhr früh über Berlin at n' bisken wat is oder sind will, schmeißt sich in Uniform, eingefordert. Auch können von den Theilnehmern am Unterricht hielt. Aus den Vororten wird übrigens übereinstimmend aber wat zu ville is, det is von Jbel!" im figürlichen Zeichnen, sobald ein Modell angeschafft wird, gemeldet, daß hier das Gewitter noch weit intensiver 4 m. pro Halbjahr erhoben werden. Die Fortbildungsschulen der als in Berlin aufgetreten und durch den nachfolgen Stadt Berlin stehen in diesem Punkte ungefähr auf einer Stufe den Sturm große Verwüstungen in den Waldungen und Forsten In Nr. 281 Ihres geschätzten Blatt es vom 1. d. M. haben mit fleinstädtischen Privatschulen, in denen zu Neujahr jedes angerichtet habe. Sie unter der Spigmarke Was man einer Aufwärterin zu bieten Kind seinen Zintengroschen mitbringen muß. Die Beiträge zu den Gegen Mitternacht waren bei eingetretenem Schneesturm die wagt" eine der ultramontanen Märkischen Bolts- Zeitung" ent Kosten des Thons u. s. w. haben in den letzten Jahren felten die Straßen Berlins fast unpassirbar. Den Pferdebahnen war es nommene Notiz veröffentlicht, welche, trotzdem das erwähnte Summe von 400 M. pro Halbjahr erreicht. Der Verzicht auf diese fast unmöglich, namentlich auf den asphaltirten Straßendämmen, Blatt versichert, der Vorfall sei ihm völlig verbürgt", eine ganze im Vergleich zu den Kosten der Fortbildungsschulen überaus un weiter zu fahren, die Pferde stürzten fortwährend, so daß die Reihe von Unrichtigkeiten enthält. Die von Ihnen angefügten bedeutende Einnahme würde vielleicht manchem, der heute die Ausgabe meisten Passagiere es vorzogen, auszusteigen und troß des Schlußzeilen veranlassen mich, Ihnen gegenüber, nicht das auch nur von 1 M. scheut, die Theilnahme am Modellir- Unterricht Sturmes zu Fuß zu gehen. Gegen 2 Uhr morgens hob sich die mir als betheiligten Privatperson als betheiligten Privatperson auf grund des§ 11 ermöglichen. Diefelbe Wirkung wäre in weitestem Umfange von Temperatur wieder auf 3 Grad Wärme und der massenhaft ge des Reichs Preßgefeßes zustehende Recht, die Aufnahme der völligen Beseitigung des Schulgeldes für alle Lehrfächer zu fallene Schnee schmolz ebenso schnell, als er gekommen war. einer fachlich gehaltenen Berichtigung zu verlangen, geltend zu erwarten. In den Magistratsberichten über das städtische Fort bildungs- Schulwesen wird zwar regelmäßig versichert, die Er- Durch den feit der Sonnabend Nacht herrschenden machen, sondern einfach an Ihr Rechts- und Billigkeitsgefühl zu hebung von Schulgeld habe auf die Frequenz feinen nachtheiligen Sturm find die Telephonleitungen der Fern- und Vororts- appelliren und Sie zu bitten, durch Konstatirung folgender That Einfluß ausgeübt, doch wird nicht angegeben, auf welche Weise Strecken, insbesonders aber die Hauptleitungen der Aemter unter fachen in der nächsten Sonntagsnummer Ihres geschäzten man das ermittelt hat. Daß die Einrichtung von Freistellen einander stark in Mitleidenschaft gezogen und gestört worden. Blattes der Wahrheit die Ehre zu geben: Es ist unwahr, ( bis zu einem Behntel der zahlenden Schüler) fein ausreichender Grst gegen gestern Mittag war es möglich, telephonisch mit den daß Frau Guttmann sich bei meiner Frau um eine Aufwartes Erfaz für die Schulgeld- Feiheit ist, bedarf kaum der Erwähnung. Vororten verfehren zu können. Die Berichte geben übrigens nie an, wieviel Freistellen bewilligt Die Nixdorfer Gemeinde- Vertretung lehnte das Ansind, wenigstens nicht für die Fortbildungsschulen. In den suchen der föniglichen Regierung zu Potsdam, ein Ortsstatut zu Fortbildungsanstalten"( für Erwachsene) famen 1894/95 auf erlassen, nach welchem an stelle des bisherigen Schulvorstandes 1641 Theilnehmer 53 Freistellen, also nur 314 pt. eine Schulfommission gebildet wird, einstimmig ab. ift, folgende Buschrift: Von Herrn J. Isenheim, Urbanstraße 65, II, erhalten wir stelle beworben hat, sie erbat sich ein Almofen, ebenso auch von meiner Nachbarin, Frau Töpfermeister Schmidt, von welcher Stullen und auch Angebot von Arbeit, da sie jammerte, feine fie ein Geldſtück erhielt und von meiner Frau zwei gestrichene Stullen und auch Angebot von Arbeit, da sie jammerte, feine bekommen zu können.- G3 ist unwahr, daß ihr dabei zu gemuthet wurde, täglich in der Zeit von 8-11 Uhr 4 oder Die Volkszählung hat den diätarisch angestellten Bureau- Penfionirung des Stadtbauraths Blankenstein. In ihrer 5 Zimmer zu reinigen. Es ist unwahr, daß Frau Gutts Arbeitern des Gewerbegerichts eine unangenebine Ueberraschung geheimen Sigung am letzten Donnerstag hat die Stadtverordneten- mann nebenbei schneidern und weißnähen sollte, höchstens in der gebracht. Dieselben waren dem Rufe gefolgt, als Zähler zu versammlung auf Antrag des Stadtverordneten Wohlgemuth und erübrigten Zeit etwas ausbessern. Es ist unwahr, daß jungiren. Natürlich nahmen sie als ganz selbstverständlich an, noch 83 Stadtverordneten beschlossen, dem Stadtbaurath Blanken: ich resp. meine Frau für die Arbeit von 8-11 Uhr täglich einen daß ihnen ihr Tagelohn von 3 M.( die Diäten) auch für den stein bei Ablauf seiner Amtsperiode das volle Gehalt incl. Monatslohn von 3 M. angeboten habe, sondern 6 M. Bähltag gewährt werde, an welchem sie wie sonst, wenn auch pensionsfähiger Zulage als Pension zu gewähren und den Ma- Es ist unwahr, daß gesagt worden ist, es solle auch mit unter ein Stückchen Brot abfallen. Sondern ist meine Frau, nicht bei ihrer gewöhnlichen Thätigkeit, im Dienste des giftrat zu ersuchen, diesem Beschlusse beizutreten. In der MadaiVerein deutscher Schuhmacher. Montag, den 9. Dezember, Bahl. straße 188; 8ahlstelle 3 bei Minner, Hannoverscheftr. 16. stelle 1 bet Rautenberg, Dranienſtr. 180; Zahlſteile 2 bet Gründel, BinnenSterbekalle von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienLandsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, gefeufchaft. Heute Zahltag: Acerftr. 123 bet Marten. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und LederwaarenIndustrie beschäftigten Arbeiter- und Arbeiterinnen, Mitgliedschaft Berlin. wie auch ich im ganzen Hause dafür bekannt, daß unsere Leute Polizeibericht. Am 6. d. M. morgens wurde in der anständig behandelt und beköstigt werden. Hochachtungsvoll Admiralitraße ein Knabe durch einen Bierwagen überfahren und auch im Auftrage meiner Ehefrau J. Isenheim. am Oberschenkel anscheinend schwer verletzt. Die Fernſprech- und Telegraphen Leitungen, die infolge straße gerieth vormittags eine Frau unter die Räder eines Rolldes orfanartigen Sturmes gestört wurden, werden mit Auf- wagens und erlitt erhebliche Quetschungen an den Beinen. ben 8 Dezember 1895, vormittags 10 Uhr, Vorstandssigung im Restaurant bietung aller Kräfte ausgebeffert. Schon gestern gegen Mittag Mittags sprang eine Frau an der Schleusenbrücke in den Spree- des Landsmanns Claus Marquardsen, Blumenthalitr. 8. ift ein Theil der beschädigten Leitungen wieder betriebsfähig her- in der Mendelssohnstraße wohnhafter Kaufmann versuchte sich Sonntag, den 8. Dezember 1895, abends 6 Uhr: Gemüthliches Beisammenfanal, wurde jedoch noch lebend wieder herausgezogen. Ein gestellt worden. Inzwischen wird der Betrieb soweit als möglich aufrecht erhalten, wobei die Leitungen der großen unter durch einen Schuß in den Kopf zu tödten und wurde in ein fein, verbunden mit Gesangsvorträgen des„ Buchbinder- Männerchor" und Tanz Krankenhaus gebracht. irdischen Telegraphenlinien die ausgezeichnetsten Dienste leisten. Frau überfahren und am Kopfe, sowie am Fuße bedeutend verAuf dem Stralauerplate wurde eine im Königstadt- Kasino, Holzmarktstr. 72. Mit durchschoffenem Kopfe wurde am Freitag Abene very legt. Abends stürzte ein Mädchen aus der im dritten Stocke verlegt. in der Neuen Königstr. 15 wohnende Kaufmann Band in das in der Yorkitraße belegenen Wohnung ihrer Mutter auf den Hof jüdische Krankenhaus eingeliefert. Derselbe hatte sich gegen hinab und starb auf der Stelle. Im Laufe des Tages fanden 5 Uhr Nachmittags in seinem Wohnzimmer zu erschießen gesucht, fünf unbedeutende Feuer statt. indem er den Lauf des Revolvers in den Mund steckte und alsdann die Waffe abdrückte. Die Kugel durchschlug den Hals und tam am Genick wieder heraus, dem Lebensmüden eine schmerz- 2 hafte aber nicht tödtliche Wunde zufügend. Die Veranlassung zur That ist in Familien- Angelegenheiten zu suchen. Gerichts- Beitung. " Vermischtes. Seit Sturmuachrichten. Gifhorn, 7. Dezember. In der Lüneburger Haide herrschen schwere Schneestürme; der Verkehr stockt. Hildburghausen, 7. Dezember. Durch anhalten den Regen wurden zwischen Lindenau und Unterneubrunn( auf er Linie Eisfeld- Unterneubrunn) Felsmassen losgelöst und auf Gegen unsere Parteigenossen Kurt Baake und Luz da Geleis gerollt. Hierdurch tam, als der Bug 6 die Stelle das Geleis, als 6 die wurde gestern vor der zweiten Straffammer( Brausewetter) eine passiete, die Lokomotive zur Entgleisung. Die Ein Dieb in Frauenkleidern wird von der Kriminal- Anklage wegen Beleidigung durch die Presse verhandelt. Im Wagen blieben im Geleiſe; auch wurde niemand ver polizei gesucht. In ein Pensionat tehrte am Bußtage abends November vorigen Jahres erschien im Verlage des Vorwärts" legt. Die Verkehrsstörung Die Verkehrsstörung ist wieder beseitigt. um 8 Uhr eine junge Dame von 18 bis 19 Jahren ein, die sich eine Broschüre, welche das Protokoll über die Verhandlungen des heute früh herrscht hier ein außerordentlich starker Charlotte Linde nannte und die Tochter eines Gutsbesitzers Parteitags enthielt. Es war darin u. a. eine Rede dem Wort- lich. im Oktober zu Frankfurt a. M. stattgehabten sozialdemokratischen Schneesturm. Das Waffer der Werra steigt bedenk aus Leutsch bei Leipzig fein wollte. Sie berief sich auf zwei laut nach wiedergegeben, welche der Friseur Seige aus Pößnec zwischen hier und Friedrichstadt find an mehreren Stellen Die Eiderdeiche Rendsburg, 7. Dezember. Damen, die früher in dem Hause gewohnt hatten, und wurde gern aufgenommen. Bald aber fiel es der Inhaberin des auf dem Parteitage gehalten hatte. Er beklagte sich über die gebrochen. Die Niederungen der Sorge find meilenweit überPensionates und dem Dienstpersonal auf, daß sie die Berliner mangelhafte Fabrikrevision im Meiningenschen. Die Angaben, die schwemmt. Hamburg, 7. Dezember. Der Sturm hat seit Mundart sprach und mit allen Verhältnissen Berlins vertraut er hierüber machte, erwiesen sich als unzutreffend, und der Berg- gestern wenig nachgelaffen. Die Fluthen der Elbe überspülen ex Die Glbe war. Auch hatte sie für eine Dame auffallend große Hände. rath Vollhardt, der als einziger Fabrikinspektor im Meiningenschen am Hafen entlang die Schienen der Straßenbahn, so daß ter Am 23. November war sie auf einmal verschwunden, ohne die die Angaben auf sich bezog, fühlte sich beleidigt. Auf den Betrieb unterbrochen ist. Sehr viele Keller sind unter Wasser, Rechnung bezahlt zu haben, außerdem hatte sie ein Kleiderspind von der meiningenfchen Regierung gestellten Strafantrag wurde auch in der Mitte der Stadt. Da das Wasser bei der Ebbe erbrochen und einen Anzug nebst Ueberzieher gestohlen. zunächst der Expedient Glocke, der auf der Broschüre als Ver- wenig abläuft, ist das Auspumpen durch die Fenerwehr leger bezeichnet war, zur Verantwortung gezogen. Abends wird wieder bedeutendes Hauptverhandlung gegen ihn stattfand, benannte Rechtsanwalt des Waffers Auch die Alster ist sehr hoch, Heinemann die jetzigen Angeklagten als diejenigen, welche die so daß viele Anlegestege überschwemmt sind und die Broschüre aus Berichten im„ Borwärts", welche sie über den Dampfbote den Betrieb nur theilweise aufrecht halten fönnen. Parteitag geliefert, zusammengestellt hatten. Glocke wurde des- Die Telephonleitungen in Stadt und Umgebung sind wenig bebalb freigefprochen und das Verfahren gegen Baate und Lux schädigt, dagegen nach auswärts nur mit Harburg, Stade, eröffnet. Die Beschuldigten hoben hervor, daß sie wahrheits Pinneberg, Schwerin und Lübeck intakt. Wie die Hamburgische getreu berichtet hätten. Ihre Arbeit am eigentlichen Börsenhalle" aus Cuxhaven von nachmittags 3/4 Uhr meldet, ist Protokoll fet nur Dorbereitender Natur gewesen, fie der Wind nördlicher gegangen, es herrschen starte Böen; für hätten nur das Material zum Protokoll geliefert, die Hamburg ist eine starte Fluth zu erwarten; bei Döse wurden schließliche Gestaltung desselben hätte nicht in ihrer Hand einige Löcher in den Damm geriffen; dieselben werden gelegen. Staatsanwalt Dieß beantragte eine Gefängnißftrafe von eifrigst verstopft. Man glaubt die Gefahr abzuwenden. je brei Monaten. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Heine, Militär ist bisher nicht requirirt worden. Besondere plädirte auf Freisprechung, da die Angeklagten nur eine vor Schiffsunfälle sind noch nicht bekannt geworden. Schwerin getragen hätten. Der Gerichtshof trat den Ausführungen des vergangenen Nacht fanden hier heftige Gewitter statt, begleitet bereitende Thätigkeit entfaltet und zur Verbreitung nicht bei in Mecklenburg, 7. Dezember. Gestern Abend und in der Staatsanwalts bei und verurtheilte die Angeklagten zu je drei von starkem Schneefall und Sturm. Die Telegraphenleitungen Monaten Gefängniß. find mehrfach gestört. Köln, 7. Dezember. Die erste Post von London über Ostende vom 6. d. M. hat in Köln den Ans Zum Teltower Morde. Der muthmaßliche Mörder Karl der wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Beleidigung Grund: Zugverspätung auf deutscher Strecke wegen Glatteis. In dem Bericht, betreffend den Schlächtermeister Hillmann, schluß an Zug 91 nach Hamburg bezw. Berlin nicht erreicht. Kurz ist gestern zum ersten Male vor dem ersuchten Richter am eines Polizeilieutenants angeklagt war, ist angegeben, daß eine Serbesthal, 7. Dezember. Die zweite Poſt aus London über Amtsgericht II gerichtlich vernommen worden. Dem Vernehmen nach bestreitet Kurz die Thäterschaft und bezeichnet einen gewissen Fachzeitung dem Hillmann den Rath ertheilt hat, er brauche Dstende vom 6. 6. M. ist ausgeblieben. Dampferfahrt von Dover feine Arbeitsräume einer polizeilichen Besichtigung nicht unterWollan als den Mörder. Dieser habe ihm am Morgen nach werfen zu lassen. Hierzu schreibt uns die Redaktion der All ist wegen Sturmes ausgefallen. Die dritte Post von London über gemeinen Fleischer- Zeitung", daß sie nicht die erwähnte Fach- In, 7. Dezember. Die Mosel steigt stark und hat bei Bell seitung sei, die den verhängnißvollen Nath ertheilt habe. Nicht ganz aufgeklärt ist ein Unfall, der sich am Freitag Abend um 10 Uhr in der Yorkstraße abspielte. Dort fiel aus dem Hause 36 die 20 jährige Lehrerin Margarethe Böhme, die bei ihrer Mutter im dritten Stock wohnte, aus dem Fenster beraus und blieb mit zerschmetterten Gliedmaßen todt liegen. Die junge Dame hat von dem Hängeboden, auf dem sie schlief, zum Fenster hinausgesehen. Es ist wahrscheinlich, daß sie dabei das Gleichgewicht verloren hat und verunglückt ist, da man einen Grund für einen Selbstmord nicht tennt. R Als die 43jährige Gesellschafterin Elisabeth St. ist die Dame festgestellt worden, die vorgestern, Freitag, Nachmittag gegen 1 Uhr von der Schleusenbrücke ins Waffer sprang, und fich ihrer Rettung heftig widerseite. Die Dame liegt in dem Krankenhause, wohin der Schuhmann Hoftbahr sie gebracht hat, noch schwer danieder. Fräulein St. ist bei einem Kaufmann am Schöneberger Ufer in Stellung. Was sie zum Selbstmordversuche veranlaßt haben mag, ist nicht bekannt. dem Morde 500 M. gegeben. Auf die Frage, wo er das Geld her habe, habe Wollan erwidert: Das geht Dich nichts an! Nimm nur!" Er babe dann auch das Geld genommen und sei dann nach Nowawes zu seiner Schwester gegangen, dort habe er deren Bräutigam, den Bigarrenarbeiter Schwarz getroffen, mit diesem sei er tneipen gegangen und habe demselben erzählt, das Geld habe er von seinen Eltern erhalten. Auf Wollan, der unbekannten Aufenthaltes ist, wird eifrig gefahndet. Bevor die Ergreifung desselben nicht gelungen ist, dürfte das Untersuchungsverfahren wenig Fortschritte machen. Witterungsübersicht vom 7. Dezember 1895. Stationen. Swinemünde Hamburg Barometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 783 • 786 Berlin Wiesbaden München 749 Wien... 747 Haparanda Petersburg 725 SGD Cort Aberdeen. Paris. Windstärke ||| 0| 2| 2ol( Stala 1-12) Wetter 1 Schnee bedeckt Schnee Regen bedeckt Temperatur nach Celsius ( 5° C. 4° R.) 11122 Wetter Prognose für Sonntag, den 8. Dezember 1895. Kühles zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit Niederschlägen und starten westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gewerkschaftliches. " Sämmtlige Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets ben Stempel der betreffenden Organisation tragen. Achtung, Sattler! Sämmtliche Gelder, die für die Lohnund Agitationskommission resp. für die streikenden Kollegen von Scholz Nachf. bestimmt sind, sind von jezt ab an den Unterzeichneten abzuführen. Die Lohn- und Agitations tommiffion. J. A.: Bruno Pörsch, Rixdorf, Steinmetzstraße 24. Achtung, Schneider und Näherinnen aller Branchen Berlins! Montag, den 9. Dezember, abends 8/2 Uhr, wird in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, cine öffentliche Versammlung abgehalten, wo der zur Kon fettions Arbeiter und Näherinnen Kon= ferenz in Erfurt entsandt gewesene Delegirte Timm Bericht erstatten soll. Die Entstellungen, die von im Interesse der Unternehmer arbeitenden Personen in Kurs gesetzt wurden, und die Anerkennung, die dieses Treiben durch die arbeiterfeindliche Preffe fand, wird dabei die gebührende Beleuchtung finden. Die wichtige Tagesordnung macht es allen Kollegen und Kolleginnen zur Pflicht, für zahlreichen Besuch der Versammlung zu wirken. Die Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. Versammlungen. Privat- Vergnügungs- und Theaterverein Jasmin". Sonntag 6 Uhr Sigung, Tanz, Borträge, bei Wernau, Rosenthalerftr. 57. Gäste will tommen. -Oftende vom 6. d. ist ausgeblieben. Grund: Stürmisches Wetter. bereits die Ujer überschritten. Hier herrscht Schneesturm. Flensburg, 7. Dezember. Seit gestern herrscht ein orfanartiger Sturm, welcher in der vergangenen Nacht seine größte Stärfe erreichte und große Verheerungen anrichtete. Aus allen Gegenden der Provinz Schleswig Holstein laufen Unglücksbotschaften ein; namentlich die Westküste hat durch Hochwasser und Dammbrüche sehr gelitten. Bei Buesum ist ein größeres Schiff gestrandet. Näheres darüber ist bisher noch nicht be= fannt. Auch aus Jütland werden große Ueberschwemmungen und Unglücksfälle gemeldet. Der Sturm läßt heute nach. Der Brand in Mariestadt, von dem wir gestern berichteten, entstand nach den letzten Nachrichten nachts 3 Uhr in einer Bäckerei; gegen Mittag wurde der Brand lokalisirt. Der Schaden wird auf i Million Kronen geschäßt, 600 Personen find obdach los. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen, nur einige Personen wurden leicht verletzt. Total niedergebrannt ist die große maffiv gebaute Spinnerei der Gebrüder Schröter in Polnom im Regierungsbezirk Röslin, wodurch über 200 Arbeiter und ebensoviel Arbeites rinnen stellungs- und brotlos geworden sind. Briefkasten der Redaktion. Wir bilten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet von jekt ab am Montag, Dienitag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 1hr statt. Ludwig. Während der gesammten Zeit; aber es tommt auf die Art der Arbeit an. G. 42. 1. u. 2.: Ja.- Brett, P. 22.: Nein. E. J. 100. Der Redakteur Dierl führte als Schauspieler das Pseudonyin Emil Roland. Feinste Nürnberger Spezialität Ochsenmaulsalat Maurer- u. Zim.- Polier- Schule| Geeignete Weihnachtsgeschenke. Brockhaus', Meyer's Metallgegen- geschichten, taufe ich ca. 1000 Stück Metallgegen gefchichten, Bücher, gauge Bibliotheken Poftito 3,50 franto per Nachn. empfiehlt Triftstr. 5. Sonntag 9-1. Mittm 7-9. Den Vereinen zur Verloosung 2c. ver- Leriton, Brehm's Thierleben, WeltSpezial- Geschäft la. Blüthenhonig, garantirt reiner stände: Schreibzeuge, Rauchfervice, fauft Antiquariat Rochftr. 56, I. Bienenhonig( Schleuder. u. Leckhonig). Zündholzständer, Cigarren- Abschneider, Posttolli 912 Pfd. nur M. 5,- Ber- Schaalen, Photographierahmen, Brieffandt franko Nachnahme. Haide beschwerer 2c., um damit zu räumen, scheibenhonig 80 Pf. à Bid. Verzu 2/ s des Engros- Preises. packung frei! 25 Mal prämiirt, viele Stallschreiberstr. 21 in der Fabrik. hundert Anerkennungen. Meyer's Imkerei, Oberhode b Walsrode. 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Die von unserer Parteigenoffin Frau Emma Ihrer gegen ihre Verurtheilung eingelegte Revision ist am 6. Dezember vom Reichsgericht verworfen worden. Angriff auf die Polizei theilgenommen haben. Oppeln hat am 2. Auguft den Maurer Paul ilon wegen Der Gendarm ist keine Behörde. Das Landgericht wiffentlich falscher Anschuldigung zu Strafe verurtheilt. Er hatte wider besseres Wissen bei einem Gendarm die falsche Anzeige erstattet, zwei Forstbeamte hätten 60 Mart unterschlagen. Auf die Revision des Angeklagten hob das Reichsgericht das Urtheil auf und verwies die Sache an die Vorinstanz zurück, weil die Anzeige bei einer Behörde erstattet sein muß und der Gen darm, der dieselbe nicht weiter gegeben hatte, als Behörde nicht gelten kann. Sonntag, den 8. Dezember 1895. unterbreiten. D " " " " " " " 12. Jahrg. " immer tiefer, Verbrechen begangen zu haben, indem fie Inserate wagten Versuch, die Staatsbürger- Zeitung" zu vertheidigen, von jüdischen Geschäftsleuten in ihren Spalten fonnte aber nur schwer zu Worte kommen und wurde fortaufgenommen hat. Dieses Gebahren" soll schon viel während durch Zwischenrufe unterbrochen. Endlich meinte er, die böses Blut in den Reihen der waschechten Antisemiten ge- Staatsbürger- Zeitung" sei ein geschäftliches Unternehmen, wie jedes macht haben. Ja- schrecklich!-ehrsame christlich- germanische andere, und tonne auch Geschäfte mit Juden nicht zurückweisen. Hausfrauen sollen, im guten Glauben, daß in einem so juden-( Rufe: Geschäftsantisemit!) Ich glaube, daß auch Herr feindlichen Blatte wie der Staatsbürger- Zeitung" nur Anzeigen Michaelis Mäntel an Juden verkaufen würde, wenn solche zu rassenreiner Ürgermanen zu finden wären, ihre Einkäufe bei den ihm fämen. Durch lebhafte Gesten protestirt Michaelis gegen Juferenten der genannten Zeitung gemacht haben, und ihres diefe Anzweiflung seiner echt antisemitischen Gesinnung, und auch Der unsern Lesern bereits bekannte Zusammenstoß Irrthums erst gewahr geworden sein, als ihnen die verlangten die Versammlung fand diese Unterstellung so beleidigend, daß sie Waaren von einem einem schwarzlodigen Jüngling mit unter großem Tumult durch fortwährende Schlußrufe den Redner, zwischen der Luckenwalder Polizei und dem dortigen Turn- frummer Nase vorgelegt wurden! Herr Michaelis hat nun welcher mit dem Rufe:„ Ich bleibe hier!" dem Sturm zu trozen verein führte am 6. d. Mi. zu einem Nachspiel vor dem wie er weiter ausführte. als guter Christ und treuer Anti- suchte, zum Abtreten zwang. Einzelne Anhänger der Staats. Schöffengericht zu Luckenwalde. Angeklagt waren der Arbeiter Pöse, der Vorsitzende des Turnvereins, und seine ihr zum Schaden chriftlich deutscher Geschäfte betriebene jüdische Ein Herr Kamst, seines Zeichens 2iterat, der Arbeiter Pöse, der Vorsitzende des Turnvereins, und seine femit der Staatsbürger- Zeitung" Borhaltungen über die von bürger- 3eitung" protestirten erfolglos gegen diese Vergewaltigung, konstatirt Kollegen Schröder, Haubenreißer und Erdmann Reklame gemacht, ist aber damit abgewiesen worden, ja auf erneute leider mit Vergnügen", daß es ein Sieg unserer wegen thätlichen Angriffs auf die Luckenwalder Polizei, Pöse auch wegen Beleidigung. Die Strafthaten sollten begangen sein schriftliche Einwendungen habe man ihm sogar mit dem Staats gerechten Sache" fei, wenn Juden in antisemitischen Blättern bei der Feier des Stiftungsfestes des Vereins, zu welcher die anwalt gedroht. Endlich habe die Staatsbürger Beitung" mit inferiren, wünscht aber trotzdem, daß die Staatsbürger- 3tg." Beamten im Auftrage ihrer vorgesetzten Diensbehörde den Ein Beziehung auf das gegen sie gerichtete Treiben des Herrn jüdische Inserate nicht aufnehme. Nachdem Herr Schindler, tritt behufs Kontrolle über die Einhaltung der polizeilichen Vor- Michaelis und seiner Freunde in einem Leitartikel vom 27. No- Redakteur des Antisemitenblattes Frei- Deutschland", eine Reschriften forderten, während Pöse sie daran zu hindern suchte, vember von„ bübischen Lumpereien, die gegen sie im Gange flame- Rede für sein Blatt gehalten hatte, nahm die Versammlung find", von Verleumdungen, die von„ dummen böswilligen eine Resolution an, worin die Aufnahme jüdiſcher Inserate Da es sich seiner Ansicht nach hier um einen geschlossenen Burschen ausgehen" u. s. w. gesprochen. Er sehe nunmehr keinen feitens der Staatsbürger- Zeitung", sowie deren Verhalten gegen Verein handelte, zu dem niemand ohne Erlaubniß des Vorstandes Zutritt habe. Infolge des Wortwechsels zwischen anderen Weg, als diese Angelegenheit der Deffentlichkeit zu die Herren Michaelis nnd Bollmann auf das entschiedenste er urtheilt wird. diesem und der Polizei kam es zu einem allgemeinen Tumult, in Der zweite Ankiäger der Staatsbürger- Zeitung", Herr dem die Beamten ihrer Bekundung nach geschlagen und mit BierIn einer überfüllten Mitglieder Versammlung des Schneidermeister Voltmann von der„ Christlichen Damengläsern geworfen wurden, so daß sie schließlich blant zogen und konfektion", machte in heftigen Ausdrücken über das juden- Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter berichtete am mehrere der Theilnehmer verwundeten. Der Amtsanwalt 2. Dezember Bloßies über die Errungenschaften des Streits beantragte, da Aufruhr vorliege, Unzuständigkeit des Schöffen- freundliche Verhalten der genannten Zeitung seinem Herzen Luft bei Langer u. Ko. Dann hielt Dr. Joel einen mit großem gerichts und Verweisung der Sache an die Strafkammer eventuell und behauptete, daß die jüdischen Annoncen der„ StaatsbürgerBeifall aufgenommenen Vortrag über die neuesten ErrungenGefängniß- resp. Geldstrafen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt 3eitung" schuld daran seien, daß das deutsche Handwerk so rapide schaften der Astronomie. Hierauf debattirte man über folgenden Antrag: Dr. Heinemann aus Berlin widersprach diesem Antrage zu grunde gegangen ist". Der Beifall, von dem die Rednerschaften der Astronomie. Hierauf debattirte man über folgenden In anbetracht dessen, daß das Unternehmerthum das schon deshalb, weil die Beamten sich nicht in rechtmäßiger Aus- durch die die Versammelten deren Ausführungen zustimmten, schlimmste für die Kollegen, die Arbeitslosigkeit, dazu beund beantragte Freisprechung der sämmtlichen Angeklagten, oft unterbrochen wurden, sowie die kräftigen Ausdrücke, übung ihres Umtes befanden, als sie den Zutritt zu dem ge- femiten vom reinsten Wasser bestand, sodaß der nächste Redner, ut, ja dessen beste Waffe es ist- die Löhne in die Mer ließen erkennen, daß die Mehrheit der Versammlung aus Antischloffenen Verein durchzusehen suchten. Der Bertheidiger über- Rebalteur Wildberg, der als Beauftragter der angegriffenen resp. immer wieder tiefer herabzudrücken, beschließt die Ver. reichte eine Verfügung des Regierungspräsidenten, Beitung deren Vertheidigung übernommen hatte, erst zum sammlung: in welcher dieser selbst die Feste des Vereins als geschloffene Wort kommen fonnte, nachdem der Vorsitzende die Versammlung Kollegen, bei bevorstehender Entlassung von Kollegen, die wegen 1. Der Verein erhebt es zur moralischen Pflicht eines jeden Gesellschaften erklärte. Das Gericht erkannte demnächst auch nach längerer Berathung auf Freisprechung aller Ans ermahnt hatte, auch diesen Redner, weil derfelbe ein- Arbeitsmangels erfolgen soll, die Solidarität zu beweisen und den geklagten, indem es den Beamten zwar die Berechtigung zur geladen sei, ruhig anzuhören. Herr Wildberg erklärt nunmehr betreffenden Unternehmer zu veranlassen, die tägliche Arbeitszeit um Beaufsichtigung des Festes als einer nicht rein geschlossenen Ver- im Namen der Staatsbürger- Zeitung", es sei eine Anmaßung so viel, als nothwendig erscheint, herabzusetzen; anftaltung zuerfannte, jedoch der Ansicht war, daß sich mit Be- und Arroganz fondergleichen, daß zwei einzelne Personen es 2. jedem Werkstattdelegirten aur besonderen Pflicht zu stimmtheit nicht feststellen lasse, daß die Angeklagten an dem wagten, die" Staatsbürger- Zeitung" vor das Forum der Ver- machen, dem Vorstande des Vereins sofort von solchem Vorsammlung zu laden.( Unruhe.) Dieser Kampf habe einen ge= schäftlichen Beigeschmack, weil er von den Vertretern der kommniß Mittheilung zu machen, damit die betreffenden Kollegen man fönne den Inserenten doch nicht ansehen, ob sie Juden sind. girten entfandt haben, zu Werkstattbesprechungen in naheliegenden Chriftlichen Damenkonfektion" geführt werde.( Ernente Unruhe.) su dem erwähnten Vorgehen ermuntert werden können; 3. Die Kollegen aller Werkstellen, die bis jetzt keine Dele Die ganze Sache sei nur zum Vortheil des Geschäfts Christliche Lotale einzuladen, um sie zu veranlassen, das Versäumte nachDamenkonfektion" arrangirt.( Sehr richtig! Oho, oho!) Die christlich- deutschen Kaufleute, die zuholen." am Biertisch den großen Mund aufreißen", annoncirten im Berliner Tageblatt", angenommen. Eine Angelegenheit des Kollegen Menzel, der Dieser Antrag wurde nach kurzer Debatte gegen 5 Stimmen weil sie nicht den Muth hätten, in der Staatsbürger- Zeitung" vor 5 Jahren Streitbrecher bei Matz war und mit dem zusanimen zu inseriren. Ja, meine Herren, es giebt viele faule Jungens unter uns.( Unruhe.) Wenn die zu arbeiten sich die Kollegen geweigert hatten, wurde für erledigt christlich deutschen Geschäftsleute bei uns inseriren lassen, dann erklärt, da sich der genannte seitdem als tüchtiger Kollege gezeigt schmeißen wir die Juden raus! Jetzt aber tönnen wir nicht Schluß erging ein feuriger Appell an die Kollegen, rege auf die hat, weshalb man ruhig mit ihm zusammen arbeiten könne. Zum ohne deren Inserate bestehen. Es ist bedauerlich, daß gerade Herr Volkmann es wagt, die Staatsbürger- Liſten zu zeichnen. Herr Vollmann, der auf Staatstosten Die Sindateure Berlins und Umgegend hörten in ihrer Beitung" anzugreifen als Diener Ahlwardt's die Kieler Festlichkeiten mitgemacht hat! Vereinsversammlung am 2. Dezember einen Vortrag des Schrift ( Großer Tumult und Schlußrufe. Der Vorsitzende entzieht dem ftellers Schulz über die Dichtkunst vor und nach der 48 er ReDie Staatsbürger- Zeitung" vor dem Forum einer Redner das Wort, und unter erneutem Tumult und Bravo tritt volution beifällig an und erörterten dann gewerkschaftliche Anantisemitischen Volksversammlung. In der Tonhalle tagte derselbe ab.) Der deutsche Ganwirth" Bodeck hält nun eine gelegenheiten. Ein Antrag Friz Borchart's, die Zahlstelle am Freitag eine vom deutsch- sozialen Reformverein zu Steglit lange Lobrede auf den Antisemitismus, dessen blankes in Moabit zu verlegen, wurde, da der Hilfskassirer Kerber nicht einberufene Antisemitenversammlung, wo ein Herr Michaelis, Schwert durch jüdisches Gold befleckt" fei. Lieber zugegen war, bis zur nächsten Versammlung zurückgestellt. Leiter des Geschäfts Chriftliche Damenkonfettion", die" Staats- folle eine Beitung zu grunde gehen, ehe sie jüdische Sch e cf berichtete, daß in der Ausstellung auf dem bürger Beitung" beschuldigte, schon Alt Berlin die feit längerer Zeit Inferate aufnehme. Nach dieser Rede machte noch Herr Blaz Stuckateure entlaffen und dafür ein für eine antisemitische Zeitung allerdings unerhörtes Prause den angesichts der Stimmung der Versammlung ge- Maurer und Arbeitsleute eingestellt würden, da nach AnProzessen, mit Beschlagnahmen, Hausdurchsuchungen und immer ein vortrefflicher Schauspieler war, bescheiden Auflösungen. fich verbeugen und dankend abwehren: 3u viel des Uebrigens, ob heute oder morgen, uns fann es gleich Ruhmes, Ihr lieben Freunde!" Ein letztes Aufflackern Geduld? Standard" und" Times" haben leicht ver- sein. Gilt es, die Sozialdemokratie durch Schrecken zu noch, krampfhaft geäußertes Lustgefühl und ein letztes wundert thun, woher die Deutschen die Geduld hernehmen, bändigen, so ist es im Wesen gleich, ob Herr von Köller Hinwegtäuschen darüber, daß wer gerichtet ist, wie Stöcker, allem Druck gegenüber zu schweigen. Die englische Presse sie bis in die geheimsten Schlupfwinkel verfolgt, oder ob nimmermehr zu frischem, fröhlichem Kampf aufspielen kann. weiß nicht oder sie hat es vergessen, daß Geduld, ausgiebige ein Nachfolger ganze Arbeit zu machen bestimmt ist. Hat Wer in Unterthanen- Geduld sich sonst gern aller Sorgen Geduld, ein altes deutsches Erbtheil sei. Schon Ludwig denn irgend jemand in den Reihen der Sozialdemokratie auf- um öffentliches Leben entschlägt, wer sich um Köller nicht Börne war über diese Philistertugend verdrossen, und er gejubelt:„ Ein Alp ist von uns genommen, der große Köller kümmert und nicht um Stöcker, wem es gleichgiltig ist, verglich seine publizistische Wirksamkeit mit dem Schwirren fiel?" wie die zivilisirte Welt über die gegenwärtigen Kulturund Surren einer Fliege, die den Deutschen in seiner schlaf- Die herbe Schule, die die Sozialdemokratie durchzu- zustände denken mag, wenn er nur in Gemächlichkeit sein süchtigen Geduld aufstöre. machen gezwungen war, hat sie gewiß zu allem eher er- Gisbein verzehren kann und seinen Sauerfohl, auch der Es ist neuerdings Mode geworden, auf altgermanische zogen, als zu leichtgläubiger, sanguinischer Hoffnungs- hat, falls er dem Berliner Bürgerthum angehört, in diesen Charakterzüge im deutschen Bolke hinzuweisen und ein seligkeit. Wozu erst mit feierlichem Bathos versichern: Tagen sein kleines Kreuz. Ihn plagt das Ergebniß der mephistophelisch tückischer Rath in den Hamburger Nach- Glaubt nur ja nicht, ihr habt einen großen Sieg errungen, Berliner Volkszählung. An den Stammtischen der Lokalrichten" wollte sogar das geheime Reichstagswahlrecht abgeschafft weil euer intimer Feind, Herr v. Köller, geht! Glaubt nur patrioten giebt es die bedenklichsten Gesichter und herrscht wissen, weil die Deffentlichkeit, die freie Aussprache ein alt- ja nicht, daß der Septemberkurs in sein Gegentheil um lautes Wehklagen. Also nur um 6,03 Prozent hat sich germanischer Grundzug sei! Sehr schön gesagt. Wie die schlage. Dieser Feierlichkeit hätte es nicht bedurft, die die Bevölkerung Berlins in den letzten fünf Jahren ver Herren so trefflich alle Entwicklung zu unterschlagen ver- Sozialdemokratie ist wahrlich nicht verwöhnt. Sie war es mehrt! Und man schwelgte in den Tagen jungen Vollstehen, wenn es in ihren Kram paßt. Heute, da die Macht auch nicht, bevor der Septemberkurs mit Sturm herein- gefühls, neuen Aufschwungs in stolzen Träumen. freier Deffentlichkeit nicht anerkannt wird, da jedes brach. An dem guten Willen ihrer Hasser hat sie nie ge- Lieblingsspiel war es, nachzurechnen, wann Berlins Einoffenherzige Wort mit Strafen bedroht ist, da die wirth zweifelt. Die aber werden sich jetzt ihrerseits in Geduld wohnerzahl die von Paris erreicht haben werde. Kundige schaftlich Gewaltigen vom Schärfen der Waffen reden üben müssen. Ihnen, denen stagnirendes Leben am will- Thebaner sahen das Ereigniß ganz genau voraus und verund da sie in jedem Augenblick den wirthschaftlich Echwachen, fommensten ist, ihnen, die am liebsten jedes Körnchen von kündeten das Ergebniß für das Jahr 1900. Bei jedem neuen der um die tägliche Lebensnothdurft ringen muß, nieder- Widerstandskraft im Volkskörper ertödten möchten, nahen Hunderttausend, um das die Bevölkerung Berlins zunahm, werfen tönnen: heute ist es mehr als boshaft und eine jetzt unangenehme Tage. Nun wird die Parlamentsbühne, schwoll das Herz des vaterstädtischen Mannes höher. Und Tartüfferie sonder gleichen, auf altgermanische Tugenden die einzige, auf der noch ein freier Athemzug sich regen nun die Enttäuschung! Ein schwacher Trost ist ihm das hinzudeuten. Man hat den Feimuth erstickt, man hat die darf, zum Tribunal; und manche goldene Rücksichts- rapide Anwachsen der Vororte. Sein Berlinischer Stolz neudeutsche, gut bürgerliche Unterthaneniugend der Geduld losigkeit wird sich Bahn schaffen und einschlagen und zünden fragt nicht danach, was die Leute über die Peripherie der geschaffen und hinterher poltert man über die entarteten in der Volksseele, die feineswegs so verarmt ist, so geduckt Stadt hinausdrängt. Der Wohnungsjammer der GroßEöhne so wackerer Altvordern. und geduldig, wie" Times" und" Standard" wähnen. Ob stadt ist für ihn nicht da. Freilich sieht es in den VorVersammlungen. Die Berichte sind nur auf einer, nicht auf beiden Seiten des Papiers, und mit tinte, nicht mit Bleistift zu schreiben. Zwischen den Beilen ist genügend Raum zum forrigiren zu laffen. Der Berfaffer hat seine vollständige Adresse anzugeben. = " Sonntagsplandevei. " # er nur Ein In Geduld muß sich jetzt auch Herr v. Köller üben. nun Herr v. Köller in seiner bekannten legeren Haltung orten auch nur ein Geringfügiges besser aus. Daß es so Wenn sein streitbares Temperament von ehedem sich am Ministertisch die Schaar der allergetreuesten Vor- vielen Arbeitsamen unmöglich geworden ist, in der Nähe noch ein wenig aufrecht erhalten hat, so wird ihn das fämpfer für Sitte und Ordnung mustert, oder ein neuer ihrer Arbeitsstätte ein menschliches Heim aufzuschlagen, was Warten auf die endliche Entscheidung hart ankommen; Mann, das ist doch wirklich nicht von Belang. Ich kann scheert es ihn? Wozu das Geschrei um Licht und Luft? und wir, die wir in altgewohnter Ergebenheit darauf mir sicherlich nicht die Bebel und Singer, Liebknecht und Was rücken die begehrlichen Racker nicht noch enger zuharren, zu erfahren, wer nun das Werk Köller's neu Auer wie Angstliche Jünglinge vorstellen, die etwa ein sammen? Sein Hochmuth soll des ferneren begreifen, daß aufzunehmen berufen sei, wir wissen ebenfalls noch nicht, Blumenorakel befragen: geht er, oder geht er nicht, unser fozialwirthschaftliche Momente zu dem Ergebniß mitgewirkt ob wir ausrufen dürfen: Er war unser! Oder ob wir grimmiger Gegner, dessen Augenblißen schon Verderben hatten? Daß dadurch gleichfalls der verhältnißmäßige Stillstand mit zu erklären sei? Nimmermehr! In Berlin nicht am Ende noch die Ueberraschung erleben: Er bleibt über uns spie, der Herr v. Köller? Vorerst dürfen allerdings noch die allergetreuesten Vor- kann jeder jeder Arbeit finden, wenn uns erhalten! Es laufen Nachrichten in der Welt um, will; Sittlichkeit ein launiges und wer Arbeit hat, der kann auch leben in Berlin. Wer nach denen die endgiltige Entlassung Köller's darum noch fämpfer für Tugend und nicht ausgesprochen sei, weil jeder Schein vermieden werden Intermezzo genießen. Der Seelenhirten eifrigster Herr, hätte diese stehende Philisterphrase nicht schon Dutzend Male solle, als fei Röller unmittelbar nach einer verlorenen Stöcker, feiert in wenigen Tagen seinen sechzigsten Geburts- gehört? Und rüsten wir uns nicht eben zu einem AusSchlacht gegen die Sozialdemokratie seines Amtes enthoben tag. In aufrechter Kraft steht er da, der Jubilar. Kein ftellungsunternehmen, das an Größe die letzte Pariser Ausworden. Ja, ja, man darf den Bösen nicht triumphiren Scheiterhaufenbrief stört seine salbungsvolle Ruhe; kein stellung erreicht?" Gemach! Die feurigste lokalpatriotische lassen und der sozialdemokratische Hochmuth darf nicht Hammerstein- Angedenken belastet sein robustes Gewissen. Entrüftung nüßt da nicht viel. Die Zahlen haben gesprochen; noch geflissentlich gesteigert werden. Darum der Mit befriedigtem Lächeln wird er die Glückwünsche seiner und die am eifrigften um die. ,, Größe" ihrer Vaterstadt be Standpunkt: Nun gerade nicht, und Herr v. Köller Getreuen entgegennehmen und wenn in gehobener Jubel- sorgt waren, auch sie müssen sich nun einmal in Geduld würde aus seltsamer Jronie dank einer Macht freude die Hochrufe auf den allzeit markigen Retter der fügen, bis Berlin das heißersehnte Ziel erreicht und Zweiso wird er, der Millionenstadt wird. Alpha. gehalten werden, der er Urfehde geschworen hatte mit Gesellschaft erklingen werden, D gabe des Meisters Jenutat 5 M. für einen Stuckateur pro jdenen manche den Versammlungen schon 2-3 mal fern geblieben liche Angelegenheiten zu erledigen. Nach dem Bericht des Kassirers Tag zu viel wäre. Daste theilte mit, daß die Kollegen Robert sind. Die Anregung, bei den gedrückten Preisen und der gegen beträgt der Kassenbestand 4231,39 M. und der Bestand des Lorenz und Wilhelm Krauſe auf dem Bau Lankwizstraße bei wärtig kurzen Arbeitszeit bei Licht arbeiten zu dürfen, wurde unterstützung. Borsigender, Schulz als Rendant, Streit 39,25 M. Bei der Erfahwahl wurden Koatsförben arbeiteten und es doch Sache der Polizei sei, das allseitig zurückgewiesen. Thiel als 2. gegen einzuschreiten. Von Martin Müller wurden die Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker dis- als Erfahmann, Wiedemann als Bibliothekar, Gesche und Kollegen, die noch Listen von den streitenden Steinbildhauern futirte am 3. d. M. in einer von über 250 Mitgliedern besuchten Seipt als Kontrolleure wiedergewählt. haben, aufgefordert, diese so schnell wie möglich abzuliefern. Versammlung die Frage: Wie stellt sich die Freie Vereinigung Cöpenick. In der zum 5. Dezember, abends 8 Uhr, nach Die nächste Vereinsversammlung fällt aus, dafür wird eine zu den Beschlüssen der Arbeiter den Saalinhabern gegenüber dem Kaiserhof einberufenen öffentlichen Versammlung sollte Reichsöffentliche Versammlung abgehalten. Referent war Millarg, Er hob hervor, daß, wie die Er tags- Abgeordneter Arthur Stadthagen über die EntIn einer gut besuchten Versammlung der Freien Ver- fahrung gelehrt habe, von manchen Saalinhabern ihren eigenen, wickelung des Rechts auf Prügel und Hunger in Deutschland durch Unterschrift übernommenen Verpflichtungen entgegen- referiren. Da er der Berliner Stadtverordneten- Sizung wegen einigung der Graveure, Ziseleure 2c., die am 3. Dezember gehandelt würde, indem sie sich u. a. hohe Löhne für ihre zur festgefeßten Zeit noch nicht erschienen war, wollte der Vortagte, wurde auf den in der Buchdruckerei von Tro Musiker zahlen ließen, diesen aber witsch u. Sohn ausgebrochenen Ausstand aufmerksam ge: Arbeitsnachweis beschafften die sie nicht durch den sitzende zunächst über den dritten Punkt der Tagesordnung„ Vernur sehr gekürzte Löhne schiedenes" verhandeln lassen. Ehe jedoch jemand das Wort ermacht, an dem auch zwei Kollegen betheiligt sind. Nachdem auf verabfolgten. Der Referent fam 11. a. auch auf die hielt, machte der überwachende Beamte den Vorsitzenden darauf die am Dienstag, den 7. Januar, stattfindende Generalversammder Musiker aufmerksam, daß Frauen und Lehrlinge aus dem Verlung verwiesen und weiter mitgetheilt worden war, daß gegenwärtige gewerblich rechtlose Stellung im November beim Arbeitsnachweis 14 Gehilfen verlangt zu sprechen, wobei er betonte, daß es wohl nur eines fammlungslokal entfernt werden müßten", widrigenfalls er die Um die Versammlung, die wurden, während 15 sich angemeldet hatten, hielt Kollege S. Anstoßes beim Gewerbegericht bedürfe, um dieses zu einer Versammlung auflösen würde. einen anregenden Vortrag über das Thema„ Die Kunst und ihre hiernach die Kollegen Hoch, Kummer, Blanchefsky, nach, beschloß aber, Beschwerde zu führen. Hierauf besprach der E3 sprachen sehr gut besucht war, nicht zu vereiteln, kam man dem Verlangen Aeußerung über diese Frage zu veranlassen. Mache". In der Diskussion wurde im Sinne des Referatschonert u. a., wobei mehrere Fälle davon mitgetheilt Vorsitzende die Gerichtsverhandlung, in welcher Reichstags. darauf hingewiesen, daß unter den heutigen Verhältnissen die wurden, daß Saalinhaber den Arbeitsnachweis 2c. umgangen Abgeordneter Schulze aus Königsberg freigesprochen wurde, Kunst meist nur nach Brot geht und infolge dessen ein trauriges hätten. In einer Resolution erklärte sich die Versammlung für troydem der Staatsanwalt ein Jahr Gefängniß beantragt hatte, Dasein fristet. Zum Schluß wurde ein die Unterstützungsfrage betreffender Antrag an eine Kommission von fünf Mitgliedern Arbeiterschaft höchst ungenügend respektirt hätten und beschloß die auch die heutige Versammlung überwachten. Der inzwischen überzeugt, daß die Berliner Saalinbaber die Beschlüsse der und kritisirte dabei das Verhalten der Polizeibeamten, derselben, durch Wahl einer siebengliedrigen Lotal- Kontrollkommission, die erschienene Referent Stadthagen begann dann seinen Vortrag, Deutscher Holzarbeiter Verband. In der letzten Interessen des Berufes wahrnehmen zu lassen. Die Kommission der mit großem Interesse angehört wurde, leider aber nur 1, Stunde Branchen Versammlung der Parquetboden- wurde beauftragt, mit den Saalinhabern in Verhandlungen zu dauern konnte, denn punkt 10 Uhr erhob sich der überwachende leger wurde beschlossen, unter feinen Umständen für das Ver- treten. Weiter wurde folgende Resolution gefaßt:" Die heutige Beamte mit den Worten:„ Ich schließe die Versammlung." Die Tegen von Stabfußboden weniger als 1 M. pro Quadrat- Meter Versammlung beauftragt den Vorstand in betreff der rechtlichen Versammlungsbefucher brachen über diese Handlung des Beamten zu fordern. Wo das Verlegen der Stäbe nach Dimensionen Stellung der Musiker als Gewerbegehilfen in Berathung in Heiterkeit aus, worauf dieser einige Augenblicke verwundert um bezahlt wird, soll darauf gesehen werden, daß der Durchschnitts- zu treten und das Ergebniß der nächsten Versammlung zu unter- sich sah und dann die Anwesenden aufforderte, in fünf Minuten preis nicht unter 1 M. pro Quadrat- Meter beträgt. In diesem breiten, um dementsprechend ein Gutachten in dieser Frage vom den Saal zu verlassen. Falle soll die Firma E. Schramm, Charlottenburg als muster- hiesigen Gewerbegericht demnächst zu fordern." giltig angesehen werden. Lebhaft getadelt wurde das indifferente Verhalten der Kollegen, auch der dem Verband angehörigen, von verwiesen. Das Recht, eine Versammlung zu schließen, steht be fanntlich der Polizei nicht zu; sie ist lediglich zur Auflösung Der Fachverein der Tischler hielt am 4. Dezember seine regelmäßige Generalversammlung ab. Es waren nur geschäst- befugt. 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Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Vading in Berlin. Zaujende Anerkennungsschreiben liegen zur Einsicht vor. Bitte aufmerksam lesen! Ausverkauf Verlegung Sehr billiger In wegen baldiger nem durch 4 Instanzen verfochtenen Proceß meinem meines Fabrik- u. Kaufhauses nach meinem eigenen Hause Spandauer Brücke 2, was bestimmt bis Ende Januar 1896 erfolgen muss. beim Königl. Landgericht I zu Berlin wurde durch zahlreiche Zeugen, gerichtliche u. außergerichtliche Sachverständige eidlich erhärtet, daß ich Schuhwaaren theils für u. theils unter der Hälfte des Werthes verkaufte, was ich zum Unterschiede der von der Concurrenz ge= machten Offerte zu beherzigen bitte. Schuhe und Stiefel in elegantester Ausführung, aus bestem Material hergestellt. Bitte!! Tros vorhergegangener peinlichster Controle können sich an den von mir in den Handel gebrachten Waaren, ganz gleich ob bei Herren- Garderobe, Schuhwaaren oder Cigarren 20. 2c. nicht sofort sichtbare Mängel herausstellen, welche den Käufer glauben machen könnten, minderwerthige Waare erhalten zu haben. Getreu meinem alten Princip, bleibt keine Reclamation unberücksichtigt. Der Käufer empfängt ganz nach Belieben entweder neuen Ersaß in Waaren oder sein Geld und Auslagen, sowie ausgiebigste Entschädigung für die gehabte Mühewaltung Stiefeln oder Garderobe. wenn thunlich. Sie getragenen Gegenstände reparirt dazu, ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen. Achtung!! !! welches aus Lederpappe und Gummi zuſammengejekt iſt) im Zuchthauſe hergeſtellt find. Jeder Käufer solcher Waare ist um fein ausgegebenes Geld betrogen. . " 3.50 f. 4,50 Mr. 5,75 Wif. 3,50 Mt. 4,50 Mt. 5.75 Mr. und bei Sämmtliche hier folgende Schuh- und Stiefelsorten können mindestens 25-50% unter nachstehenden Preisen verkauft werden, wenn dieselben aus Factis( sogenanntem Kunstleder, Jedes meiner Schuhwaarenfabrikate ist auf das Peinlichste und Reellite von bestem Material hergestellt, und übernehme ich für die Haltbarkeit volle Garantie. Die mit einem* bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Diese Artikel sind als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. 3 lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandjohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Span und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spaneinlage ist um mehr als das Bierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spaneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitairer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage keinen Einfluß aus. meine Coulanz vielfach insofern, als man von mir Entschädigung für fehlerhafte Waaren verlangte, die bei unreeller Concurren; gekauft worden sind. Um derartigen Auswüchsen Gemißbraucht wueeller Stäufer entgegenzutreten, habe ich seit Jahresfrist Entschädigungskarten eingeführt. Jeder Käufer erhält eine solche und hat dieselbe aufzubewahren, denn nur gegen Vorzeigung einer Entschädigungskarte werden Reclamationen berücksichtigt.. Für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. einem Stüd, auf Rand genäht( Handarbeit), eigenes Dieselben mit Vachettebesaß, warm gefüttert 5,00 mt. Dieselben für Mädchen, mit Filz und Ledersohle bis ( Herrenstiefel) Fabrikat 10,50 Mt. Leder- Pantoffeln, auch Schlappen genannt, bis 25 cm 21 cm 1,15 Mr. 0,60 Mr. Kalbleder- Bugstiefel, auf Rand genäht, Handarbeit, Länge 1,75 Mt. Roßl. Halbschuh zum Schnüren oder mit Gummizug. Schwarze Filzpantoffel mit Filzsohle 10,00 Mt. Roßleder- Hausschuhe, ausgeschnitten, genäht 3,25 mit genag. Handarb. bis 18 cm 2,75, bis 22 cm 3,50, Dieselben mit Filz- und Ledersohle 1,00 Mr. Kalbleder- Zugstiefel, Karlsbader Fabrikat, auf Rand Gemsleder Ballschuhe ausgeschnitten mit Schleife bis 25 cm 4,25 Mr. Plüsch- Pantoffel m.Ledersohle it.Seitenleder 1,20 Mt. 12,00 Mt. und Spizkappe 3,00 Mi Roßleder Knabenstiefel zum Schnüren, mit Agraffen Bomm. Plüschpantoffel m. starker Filzsohle 1,25 Mt. genäht, Handarbeit, mit Zwischensohle Dieselben mit weißer Filzsohle 1,75 Mt. Roßleder- Halbschuhe mit Gummizug 1. Knopf- Dieselben mit Lederabjak 3,75 MF. 5,00 Mt. Kalblack- Ballschuhe, ausgeschnitten genagelt, bis 182 cm 3,75 M. Oberfilzpantoffel mit Filz- u. Ledersohle 1,65 M verzierung Dieselben bis 22 cm Roßleder Besatz- Halbschuhe, zum Schnüren oder mit Dieselben mit Lederabjay 4,50 Dieselben bis 26 em Meltonpantoffel mit Filzsohle u. Bolster 1,75 u. 2,10 Mr. Gummizug, auf Rand genäht 6,50 Mt. Roßleder- Schnürschuhe, genäht 4,50 Mt. Roßleder- Mädchenstiefel zum Knöpfen bis Oberfilzschuhe mit Filz- u. Ledersohle 2,25 Mr. Lederpantoffel auch Schlappen genannt, durchgenäht. Roßleder- Zugstiefel mit eleganter Radkappe, 6" hoch 181, em 2,50 Mt. im Zuge, auf Rand genäht. 6,25 Mt. u. 7,25 mt. Dieselben bis 22 cm Cordonetschuhe mit Ledersohle und Absaz Kalbleder- Halbschuhe z. Schnüren od. Knöpfen, auch Dieselben bis 26 cm ( Damenstiefel) 3,00 M 0,50 m. mit Lackblatt rings Roßbef., starke Ledersohle u. Schwarze Filzpantoffel mit Filzsohle. 6,25 M. Gritling-, Baby- und Mädchenschuhe von Leder oder Filzhausschuhe, rings, warm gefüttert 3,75 9. Dieselben mit Kilz- und Zedersohle 0,90 Roßleder- Knopfitiefel auf Rand genäht mit aus- ils find in größter Auswahl und jeder Ausführung 7,50 t. 8,50 sowohl schwarz als farbig am Lager. Schwarze Filzzugstiefel rings mit hohem Roßleder- Plüsch- Pantoffel mitLedersohle u.Seitenled. 0,90 mt. genähten Knopflöchern besaß, warm gefüttert. 7,25 Mt. Pomm. Plüschpantoffel mit starker Filzsohle 1,00 Mt. Satin- Kalbleder- Zugstiefel, mit und ohne Lackspike, Filzschnürstiefel m. Agraffen u. hoh. Noßbefag 7.25 Mt. Dieselben mit weißer Filzsohle 150 m auf Rand genäht, 6" hoch im Zuge 8,25 u. 9,25 mit Wiederverkäufern gewähre schon bei Entnahme von 1 D. Paar Rabatt. Specialität: Rindleder- Zugstiefel in prima ausge- Oberfilzpantoffel mit Filz und Ledersohle 1,25 Mr. Glace- Zugstiefel, sammetweich, sehr hohes Façon, 8,75 9. Für Gummischuhe und Gummisohlen, obgleich suchter frischer Waare Bollleder ohne Seitennaht, Meltonpantoffel m.Filzsohle u. Bolster 1,30 u. 1,75 Mt. auf Rand genäht. eigenes Fabrikat, Handarbeit, das Beste, das ich Oberfilzschuhe mit Filz und Ledersohle. 2,00 Mr. Satin- Kalb Knopfftiefel, auf Rand, gelb genäht, zu den besten Fabrikaten gehörend, übernehme keine 9,50 u. 10,50 Mr. Garantie, und sind solche daher von jederReclama: je geliefert habe 7,50 Mt. Filzhausschuhe rings mit Roßbesaß, starker LederSpecialität: Rindleder: Schaftstiefel, ungefchw., in fohle und Abs. 3,25 Mt. Glacé Snopfstiefel, sammelweich, in vorstehender tion ausgeschlossen. Das Bejohlen( Kernleder, echte Luxemburger prima ausgesuchter Waare, eigenes Fabrikat, Sand: Lederhausschuhe, warm gefüttert, mit Bolster und Ausführung, mit ausgenähten Knopflöchern, Arbeit. 8,50 Mt. Ledersohle 10,00 u. 11,00 Mt. Eichen- Lohgerbung) der Herrenstiefel einschließt. Der Spiegel- Roßleder Bugstiefel, ohne Seitennaht, ge- Filzschnürstiefel mit Noglederbesag und Ledersohle Dieselben rings mit Kalblackbejay, 10,00 u. 11,25 t. Absätze berechne ich mit 2,40 Mir.- genäht 10 Pf. 8,25 9. theurer; desgl. Damenstiefel 1,75 Mt.- genäht 10 Pf. nagelt, eignes Fabrikat, Handarbeit 6,50 Mt. Dieselben m. Winterlackbejaz höher im Schnitt 4,75 Mt. Dieselben weniger voll im Spiegel theurer. Auf Wunsch Anfertigung nach Maß. Roßleder- ZugftiefelaufRand genäht, Handarb.8,50mt. Filzzugstiefel mit Roßlederbejag, warm gefüttert Oberfilz- Ohrenschuhe mit Filz- und Ledersohle bis Für Damen ist in besonderen Räumen weibliche 4,50 Mt. 17 cm 0,90 Mt. Bedienung vorhanden. Spiegel- Roßleder- Zugstiefel, gewaltt, Oberleder aus beim Bersand obiger Schuhwaaren, der nur gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages geschieht, ausgeschlossen. Für Verpackung werden 10 Pf. Versand- Bedingungen! berechnet. Uuntausch bereitwilligit gestattet. Auch bin ich zur Rückzahlung des Betrages gern bereit, wenn die Stiefel im Original- Zustande erhalten sind und der Stunde die = " 3,50 Mr. 3,75 Mt. = ( Kinderstiefel) Porto Auslagen trägt; doch tritt lepterer Fall um deshalb nicht ein, weil jeber Nachbar, der der Stiefel ansichtig wird, ihrer Billigkeit wegen den Preis dankbar zahlt. Sobald jedoch bei der Ausführung des Auftrages eine Unregelmäßigkeit von Seiten meines expedirenden Personals vorgekommen ist, trage ich selbstverständlich sämmtliche Auslagen. Es ist erforderlich, beim Anprobiren eine Dede unterzulegen, damit die Sohle nicht beschmukt wird. Um das Maß festzustellen, wolle man einen Stab in den getragenen Stiefel einpassen und das Maß in Gentimetern angeben, mit der Bemerkung, ob Spann hoch oder niedrig. In meinem durch 4 Instanzen verfochtenen Process beim Königl. Landgericht I wurde durch zahlreiche Zengen, gerichtliche u. außergerichtliche Sachverständige eidlich erhärtet, daß ich Cigarren 60% billiger als meine Concurrenz Durch den Ankauf verschiedener folossaler Posten Rohtabake im Gesammtbetrage von über 100 000 m., ab Amsterdam, Bremen, Hamburg, sowie auch lombardirter Posten, aus den feinsten Gewächsen bestehend, als Havanna, La Cruz des Almas, Havanna Mexiko, St. Felix, Vorsten Java 2c. 2c., ferner durch Abschlüsse von ca. 5 Millionen Cigarren zu so billigen Preisen wie nie zuvor, sowie durch das Bestreben, meine Mitarbeiter auch in der stillsten Zeit lohnend zu beschäftigen( was ich stets als meine vornehmste Aufgabe betrachtete). Was will ich mit meiner Reform- Cigarre?! Die Form meiner Reform- Cigarre beginnt an der Brandfläche zum Theil breit, zum Theil eng, um zu Berlin verkaufte, was ich zum Unterschiede der von der Concurrenz gemachten Offerten zu beherzigen bitte. | nach der Mitte hin breit zu werden und wiederum an der Rauchfeite eng zu enden. Es wird dadurch ermöglicht, daß die Ansammlung des Nicotins höchstens zum dritten Theil so start sein kann, wie in den althergebrachten Formen, weil zur Ansammlung des Nicotins höchstens der dritte Theil des Raumes vorhanden ist. Dadurch entgeht dem Raucher nichts vom Genuß und sind die nachtheiligen Folgen vernunftgemäß bis auf ein Drittel zusammengeschmolzen; somit fann Jeder den Stummel seiner Reform- Cigarre mit der größten Gemüthsruhe, ohne Gefahr für sein körperliches Wohl bis zu Ende rauchen, was bei den alten Formen niemals der Fall war. Bitte die Bedingungen für Verkauf und Versand aufmerkſamigarren in verſchiedenen Wearken, mit Breifen verichen, als Geichent bet, wenn ſich der betreffende Beſteller auf Stück 2000 Std und darüber 10 pGt. Rabatt.- Jedem Einkauf reip. Auftrage füge ich ein Stifichen, enthaltend zu lesen. erlegt den Betrag nur als Unterpfand für die zur Prüfung empfangene Ansichts- Waare. 11 " Marken von loser Brand 5 diese Zeitung bezieht. Die Marken bis zum Preise von einschließlich 2,25 Mt. per 100 Stück find von Rabattgewährung, Francatur und Gratification ausgeschlossen und werden 10 Big. bei diefen billigent Marken für Verpackung berechnet. 4 Cigarren von jeder Marke können probeweise unentgeltlich geraucht werden; dasselbe gilt auch bei persönlichen EinTäufen. Reclamationen fönnen nur innerhalb 16 Tage vom Tage des Versandes an berücksichtigt werden. Nur unter diesen Bedingungen wird versandt und verkauft. Nur gegen Nachnahme oder vorherige Einiendung des Betrages wird versandt. Der Besteller worauf Entspricht dieselbe seinen Erwartungen nicht, so beliebe er die Waare unfrankirt zurückzuschicken, Von dieser Schadloshaltung des sofort die Rücksendung des Betrages, sowie der Auslagen erfolgt. Unter 100 Stück von einer Marke werden nicht Empfängers bitte ich den ausgiebigsten Gebrauch zu machen. 1000 Stück abgegeben. 300 Stück und darüber franco über ganz Deutschland. Bei Entnahme von 500 Std 3 pet. Für Weihnachts- Geschenke find die vorzüglichem Geschmack, in schlankem Façon, tabel, Neue Marke Sanitas" Reform Façon,( feidige immer mehr interessiren werden, je länger er sie raucht per 100 Std. Mk. Pacaran Deli Dede), ver 100 Std. 5,00 Mk. Mr. 1,75 p. 100 Std. an, hochelegant ausgestattet, Marke Felix- Cigarre, frühere Marte Remedio, Felix- ca. 10% em lang, ca. 5% em Umf., leidenden Rauchern Marke Vuelta Abajo,( Reft- Bertauf, nur so daß jeder Wunsch in dieser Beziehung berücksichtigt Marke 5, Frühpromenaden Cigarre, Regel: Gemisch edler, überseeischer Tabate, wenig Nicotin ter Borrath) ca. 10% em fang, ca. 4 cm Umf. zu empfehlen, von durchaus lieblichem Geschmad, ein noch sehr beschränk werden kann. façon, ca. 10% cm lang, ca. 5% cm Unf., dieselbe in enthaltend 4 Marten Schweizer Cigarren und zwar schlankem Façon ca. 10 em lang, 5 cm Umf. Hervor per 100 Std. 4,00 Mk. Die Krone aller Savanna- Tabake, der Gipfel föſt" A"" B"" C"„ D" ragend im Geschmack, kann ich sie Jedem empfehlen, lichen Aromas und mildesten Geschmacks, ist die ,, Neue Marke Rose von Schiras" 95 Marke ,, A ca. 9 em Ig., Havanillos100 Std. 1,20 Mk bessen Beruf es erheischt, viel Cigarren zu rauchen ca. 9% cm lang, 5% em Umf., Hochfeine Brasil- zahlt. Durch den vortheilhaften Einkauf von über Cigarre mit 12 Mt. per 100 Stück nicht zu hoch be Marke ,, B" ca. 8 cm 100 Std. 1,25 Mk. per 100 Std. Mk. 3,00. Einlage und Deli- Decke; diese Mischung Marke ,, C" ca. 9 cm 100 Std. 1,50 Mk. Marke 7( Sumatra), etwas kleiner im Façon, be- pfiehlt sich allein. emeiner halben Million verkaufe ich dieselbe mit per 100 Std. 4,50 Mk. Marke ,, D" ca.10 cm, ber 100 Std. 6,00 Mk. 100 Std. 1,75 Mk. deutend eleganter ausgestattet, in Ginfallfiften ver Reform- Cigarre II. Für Gesunde und Marke Raphaëli III, ca. 11 cm langt. 6 NIK. Marke 2 10%, cm lang, 5 cm Umf., Sumatra packt, zu Geschenken geeignet, per 100 Std. MK. 3.00. Leidende, das Kostbarste in Geschmack u. Aroma, Umfang, per 100 Std. Mk. Decke m. gepreßter Rippen- Ginl., eleg. in Risten ver: Mocca- Cigarre, Sumatra- Decke, rein überseeische mit Holzipize in jeder Cigarre, Deli- Maatschappy, Bei der Einführung dieser Eigarre im April 1893 Marke 2a 10%, em Ig., s em Umf. in Einfall Ginlage, ca. 9%, em Ig., 4% em mig, bedeutend hochfein, rein überseeisch, mit Jara Cuba in der segte ich zwar voraus, daß sie den Beifall der raffi 100 Stüd 3,25 Mk. Einlage, ca. 11½ cm lang, 5', em Umfg. nirtesten Feinschmecker finden und viel gekauft werden fisten gebündelt, Sumatra- Dede u. gemischter Ein- besser wie bisher Jagdsport- auch Liebchen- Cigarre genannt per 100 Stüd 4,50 Mk. wird. Der Consum hat jedoch meine kühnsten Erlage 100 Std. 1,75 Mk.( Deli Maatschappy), ca. 9 em lang, ca. 4 cm Umfg., Neu: Marke San Fernando. Ein Gelegen- wartungen weit übertroffent. Marke 3( Sumatra), ca. 10% em fang, ca. 5 cm ist vermöge ihrer wundervollen Tabakzusammen- heitsposten Bremer Qualitäts- Cigarretelfarben, Marke Raphaëli I, um. Groß- Regalia Bodfaçon Umf., unfortirt in Papier verpackt, dafür vorzügl. im ca. 13 cm lang, ca. 64 cm Geschmack per 100 Std. Mk 2,00. tellung von einschmeichelndstem Aroma und hervor- lg., 5% em Umig, nur in dunklen u. Mittelfarben, Noch nie dagewesen! Borsten Java Dede mitragend beſtem Geschmack br. 100 Std. Mk. 3,50. mild u. saftig im Geschmack, einen bedeutend höheren ber 100 Stil jetzt nur 7.50 Mk. In Bezug auf Geschmack, Brand, Aroma und Aus- Preis repräsentirend, weil nicht dauernd lieferbar Eine Sortimentefifte holländische Cigarren, Marke Delikatesse, hervorragend feiner, reinführung wird diese Cigarre von Rauchern weit über per 100 Std. 5 Mt. überseeischer Einlage, ca.bas Doppelte geschäßt. Prima Rembrandt van Ryn Nr. I 8,00, Marke Termala, ca. 10% cm lang, ca. 5 cm 8% cm lang, 4% em Umfang Nr. II. 6,50, Nr. III. 5,00, zusammen 100 Std. 100 Std. Mk. Marke 9, ca. 10% em lang, ca. 5 cm Umf. mit La Umf. Eine in ihrer vollendeten Form sowohl wie zu gleichen Theilen für 6,50 Mr. Die Länge Marke 4( Sumatra), ca. 10%, em lang, ca. 5 cm Umf., Cruz des Almas gemischter Einlage durch ihre köstliche Mischung hergestellte Cigarre aus Straßen Cigarre, nicht belästigend, von durchaus( einem der hervorragendsten Brafil- Tabake) mit oft- milden, vollen und würzigen, edlen überseeischen dieser Marken ist ca. 15 cm, der Umfang ca. 4 cm. Nur aus den besten überseeischen Tabaken, kein Decke, rein überseeische Ginl., ca. 8% cm lang, 4%, em indischem Tabak gebeckt, vollwürzige, edle Cigarre Tabaken, mit ostindischer Decke, deren außerdeutscher Tabak. Alleinverkauf für Deutschland. Umfang 100 Std. jezt nur Mk. 2,75. per 100 Std. 4,00 MK. ordentlich hervorragende Eigenschaften Jeden Damit jeder Raucher sich ein Bild von dem Geschmack und Gewicht der so verschiedenartig in der Cigarre zusammengestellten Tabake machen lernt, verrathe ich ihm in folgendem Preisverzeichniß: pact . • 100@td. 1,75 Mk. Pfd. Das Geheimniss der Cigarren- Fabrikation! Dieselbe Marke in Reform- Façon 100 Std. 6 Mk. Merito- Dede, 5 Bid. Delt- Ba- Umblatt, 3 Bfb. = 5 Mk. 94er Havana, 6 Pfd. La Cruz des Almas- Einlage, zusammen 17 Pfd., ca. 11 cm lang, 5%, em Umf. 100 St. 9 MK. Marke Tandem.* Reform- Façon, 2 Pfd. Deli- Decke, Marke Sumatra.* 1 Bfd. Sumatradecke, 4 Pfd. Mandi Angin Decke, 5 Pfd. Deli- Umblatt, 8 Pfd. 4 Pfd. Deli- Maatschappy- Umblatt, 3 Pfd. Havana Domingo- Umblatt, 4 Pfd. Brasil: u. 4 Pfd. Java- Einl., Felir- Einlage, zusammen 15 Pfd., ca. 10% cm lang, und 5 Pfd. St. Felir- Einlage, zusammen 14 Pfd., zuf. 13% Pfd. ca. 10 cm lang, 5 cm Umf. 100 Std. 4 Mk. 5% em Umfang. 100 Std. ca. 10 cm lang, 5% cm Umfang. 100 Std. 6 Mk. La flor Havana.* Reform Façon, Handarbeit. Marke Vorsten- Java. Reform- Façon, 2% Pfd. Marke Deli Ba. Reform- Façon, 2 Pfd. Deli Marke 91er Havana.* Reform- açon, 2 Pfd. 4 Pfd. 94er Havana Dede, 5 Pfd. FF Deli- Umblatt, Borsten- Java- Decke, 5 Pfd. Domingo Umblatt, Decke, 5 Pfd. Mandi Angin- Umbl., 7 Pfd. St. Felig, Havana- Decke, 4 Pfd. Cenemba Deli- Umblait, 1 Pfd. 4 Pfd. Brillante Felig und 5 Pfd. Havana, 91er 8 Pfd. Felir- Einlage, zuf. 15% Pfd., ca. 12 cm lang, 1.2 Pfd. Havana- Einl., zusammen 16 Pfd., ca. 12 em Havana u. 4 Pfd. St. Felir- Einlage, zus. 11 Pfd., ca. Einl., zuf. 18 Pfd., ca. 12 cm lang, 53 cm Umfang 5 cm Umfang. 100 Std. 4,50 MK. lang, 5% cm Umfang, 100 Std. 6 Mk. 10 em Ilang, 5 cm Umf. 100 Stück 6,50 Mk. 100 St. 12,50 Mk. Marke St. Felix.* Reform- Façon, 6 Pfd. St. Felix Marke Brillante Felix.* Regalia- Façon, 6 Pfd. Marke 94er Havana. Reform Façon, 21, Pfd. Decke, 5 Pfd. Deli- Umblatt, 3 Pfd. Borsten: und Brillante Felir- Dece, 6 Pfd. Vorstenlanden- Umblatt, Havana- Decke, 5 Pfd. Deli Ba: Umblatt, 8 Pfd. Diese Cigarre wird von Kennern höher wie echt 2 Pfd. la Cruz des Almas- Einlage, zusammen 16 Bfd. 8 Pfd. St. Felir- Einlage, zusammen 20 Pfd., ca. La Cruz des Almas- Einl., zuf. 15% Pfd., ca. 11%, em importirte Havana- Cigarren geschäßt. ca. 103, em lang, 5% em Umfang, 100 Std. 5 Mk. 14 cm lang, 6 cm Umfang, beschnitten und unbe lang, 5% em Umf. 100 St. 7,50 Mk. Bei sämmtlichen Marken versteht sich angegebenes Marke Mandi Angin.* Reform- Façon. 2 Pfd.j schnitten 100 Std 6 Mk. Marke Havana Mexiko.* Reform- açon, 3 Pfd. Gesammtgewicht pro 1000 Stud. Nichts steigert den Genuß einer Cigarre mehr, wie der Wechsel der Qualität; wie uns die föstlichste Speise verleidet wird, wenn wir sie unabläßlich genießen, so auch eine Cigarre bei dauerndem Genuß, Deshalb empfehle den Wechsel der Qualitäten. Jacques Raphaëli, Berlin, Grösstes und ältestes Versandhaus der Residenz. Hauptgeschäft: Neue Promenade 8. gegenüber Stadtbahnhof Börse. 3weiggeschäft: Spandauer Brücke Nr. 2. Fabrik für Cigarren, Schuhe v. Stiefel, Herrengarderobe, Liköre. Sämmtliche Abtheilungen meines Etablissements find am heutigen Sonntag bis 7 Uhr Abends geöffnet. Mein Inserat, Herren- und Knabengarderobe betreffend, fiche Seite 2, 2 Beiblatt. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 287. Adolf Menzel. B Sonntag, den 8. Dezember 1895. 12. Jahrg. aber wo er mit nur hört Menzel nicht zu den welterschöpfenden künstlerischen Genies, ein Einsamer, der in seiner geschlossenen Kraft und seiner Tiefe, aber sein verblüffendes Können trug dennoch einzelne Früchte, unabhängig von vergänglichen Moden, Schwärmereien in der aus denen eine internationale Künstlergemeinde bedeutsame Kunst und unabhängig von Schuleinflüssen seinen Weg ging. Berlins gebildetes Bürgerthum weiß, was sich ziemit. Conft Anregungen gewann. Wäre unter uns wahre Kunst ver: Freilich blieb ihm auch versagt, was den eminentesten an den Werktagen fühlt man sich dem fünstlerischen Genie nicht breitet, wäre die Möglichkeit, fünstlerisch zu genießen, Vollnaturen in der Kunst gewährt ist: der leidenschaftliche sonderlich verpflichtet. Ein eingefleischtes Barbarenthum ist nicht einem so großen Theil des Voltes verschlossen, Enthusiasmus und die weiche, sinnliche Anmuth. Mit Menzel froh, modern- weltmännisch sein zu dürfen; und in seiner Ein- dann konnte Menzel's achtzigster Geburtstag ein Voltsfest im stürmt die Phantasie selten davon; bildung heißt modern- weltmännisch sein: vor allen realen Macht- edelsten Stil werden. Statt dessen hört der große Künstler fast scharfem Auge ein Stück Wirklichkeit erspähtt, das ihn faktoren sich demüthig beugen und die ideellen treibenden Kräfte, nur hösische Willkommgrüße und füßliche Betheuerungen bürger- intereffirt, da befißt er die seltene Künstlerschaft, liebevoll mit überlegenem, steptischem Lächeln geringzuschätzen. Dies ein-| licher Blutokratie; und im Grunde machen selbst seine Kunst- und unbestechlich zugleich die charakteristische Umgebung zu er gewurzelte Barbarenthum wurde in seinen Anschauungen genossen eine frostige Verbeugung vor Adolf Menzel. In den faffen. Das befähigte ihn dazu, ein Sitten- und Zeitschilderer gefestigt durch die einseitige Verherrlichung der Gewalt fahlen, nüchternen Räumen der Akademie Unter den Linden sind ersten Ranges zu werden, das macht seine hervorragendsten Gemälde und der Gewalterfolge, wie sie in der Periode nach etwa 170 Kunstwerke von Menzel zu schauen. Doch ist nicht blos zugleich zu Kulturdokumenten von äußerer und innerer Wahr1870 sich breit machten, und zum Schluß war jeder Menzel allein vertreten, wie es seiner überragenden Bedeutung baftigkeit. Das ließ ihn ein Bild schaffen, wie sein EisenwalzGesinnungs- Rowdy, der sich festgepanzert und unempfäng- im Kunstleben Berlins und Deutschlands gemäß gewesen wäre. werf, das wohl das stärkste Zeugniß für die Kraft des Künstlers lich wußte gegenüber dem freieren Wissen und der Kunst, noch Er wurde mit zwei anderen Achtzigjährigen zusammengekoppelt, mit ablegt; Menzel war damals sechzig Jahre alt und der Sechzigstolz auf seine Verhärtung und nannte sich einen Realpolitiker. Andreas Achenbach aus Düsseldorf, dessen Schaffen zwar für die jährige löfte das Problem: Wie sieht ein moderner künstlerischer Bezeichnend ist es, daß das Wort Spree Athen selbst in seiner deutsche Landschaftsmalerei einen Gewinn, eine besondere Variante, Geist die moderne Industrie- Arbeit in all ihrer Bewegung? ironischen Bedeutung fast völlig aus dem Berlinischen Sprach aber fein allgemeines Fortschreiten bedeutet, und mit Julius Von seiner Unerbittlichkeit geht Menzel nur dann ab, wenn gebrauch geschwunden ist. Schrader, einem Künstler, dessen Wirken mit dem Tag und der er auf die Epoche Friedrichs II. zu sprechen kommt. Da sind die Aber dann und wann an seltenen Feiertagen erinnert sich Mode verging. Zudem das nüchterne Arrangement! Wer Gegenstände für ihn, den Wirklichkeitsseher, in's Geschichtliche Berlins gebildetes Bürgerthum seiner repräsentativen Pflichten. Lenbach's Sonderausstellungen im Münchener Glaspalast fennt, gerückt. Da eher macht sich die Neigung geltend, zu verschönen, Es giebt seine rauhe Werktagsstimmung auf und thut so wie muß sich der ernüchtert fühlen! Da marschiren Menzel's zu vergolden und zu verflären. Wie anders aber auf den ergözt, als wäre es vor Freude außer sich über die hehre Kunst, Bilder und Studien an den nackten Wänden eng nebeneinander Bildern aus der Gesellschaft, von denen jedes einzelne für sich die nun einmal so zu sagen mit zurechten Bildung" gehöre; auf, wie ein Trupp Soldaten in Reih und Glied. ein prächtiges Beweisstück ist. Selbst Haupt- und Staatsatte, und wie die alten Niederländer zur Zeit der Kirmeßluftbarkeit ihr Der Besuch der Menzel- Ausstellung ist trotz allem warm zu wie ungelogen stellen sie sich dar, verglichen neben einer Hofà la Anton Werner. fischblütig Wesen vergaßen und gründlich austobten, so wandelt empfehlen. Der Entwicklungsgang eines eigenwilligen, einsamen malerei Man sche das sich das werktägliche Pflegma des gebildeten Bürgerthums Berlins Künstlergenies von frühen Anfängen bis zu spätem Greifenalter große Krönungsbild: Wilhelm I. zu Königsberg. Welche bei Jubelfesten in Verzüdung vor den ideellen Gütern", den wird in höchst charakteristischen Proben offenbar. Der knappe Raum Theatralik hätte ein Kunstschmeichler hier schaffen können. Wissenschaften und den Künsten und ihrer Heroen. Die Spieß- gestattet hier nicht, auf Menzel's Echaffen eingehend hinzuweisen. Bei Menzel: Ein getreues Kulturgemälde. Steife, berlinische bürger, die man zu„ praktischer" Lebensauffassung erzogen hat Adolf Menzel's Schaffen ist klar, in gerader Linie auswärts Hofweise. Eine Zeremonie, äußerlich voll strenger Feierund die alles mit innerem Grauen zu betrachten lieben, was strebend, im großen frei von Irrungen und Wirrungen, wie sein lichkeit, innerlich farg bewegt und nüchtern; und nicht der gemeinen Nüglichkeit dient, werfen ihre Mützen in die Leben auch, das aus nichts bestand, als aus Arbeitsamkeit, und dieser uniforme Geist auf den Gesichtern! Fesselnd in seiner Lüfte und geberden sich, als wären sie trunken von Idealen. das von Romanen und Romanhaftigkeit so gar nichts zu er- Gewissenhaftigkeit ist ein anderes Zeitdokument, das leider nicht Ein solcher Jubeltag ist der achte Dezember. An ihm hat zählen weiß. Der Philifter mit seinen schiefen Vorstellungen vom ganz vollendete Gemälde„ Die Märzgefallenen". Wie ist da auf Adolf Menzel fein achtzigstes Lebensjahr vollendet und Berlins Künstlerberuf und Künstlerdafein. als einem höheren Vagabunden- dem Gendarmenmarkt die mannigfaltige Erregung, wie der gebildetes Publikum huldigt dem greisen Künstler. Die Krone thum, fäme bei Menzel nicht in geringsten auf seine Rechnung. Charakter der damaligen Berliner Bevölkerung erfaßt! Diefer Huldigungen wird ein Festbankett in Kroll's Sälen bilden. Menzel ist zu Breslau geboren. aber von der Weichheit und den Wie reich ist im allgemeinen Menzel's Wirklichkeitssinn! Schmähe mir noch einer den gebildeten Bürgersmann von Sentimentalitäten schlesischer Poeten und schlesischer Künstler Ein Blick auf den Substriptionsball ist ihm nicht weniger werthBerlin. Eine Doppeltrone kostet die bloße Theilnahme an blieb er frei. Denn frühzeitig kam er in die härteste Bebensschule, voll, als ein Blick auf rastende Maurer. Ein Bierkeller in der Jubelfeier und doch ist der Andrang des gebildeten in die der nackten Noth. Als Zwölfjähriger schon mußte München interessirt ihn ebenso lebhaft, wie eine Touristengesellund und zahlungsfähigen Publikums so groß, daß Hunderte er rastlos im Kunstgewerblichen arbeiten und für den Lebens schaft im Eisenbahnkoupee, ein Bäckerladen in Kissingen, wie die und aber Hunderte von Gesuchen um Einlaß bei Kroll abgelehnt unterhalt seiner armen Familie mit sorgen. Das ging lange herrliche Piazza dei erbe zu Verona. werden mußten. Es ist auch zu erbaulich und schön, wenn ein Jahre so und die unausgesetzte Arbeit ward ihm später zur Wie er in seiner Runst auch technisch nach Universalität firebte, Abglanz von den Triumphen einer großen fönstlerischen Persön- Gewöhnung. Daß er früh im Handwerk jeder Art sich üben so konnte Menzel's ruhelofer, feiner Geist sich nicht genügen lichkeit auf den einzelnen Festtheilnehmer fällt und wenn von mußte, der Grundlage alles Könnens, lieh ihm später die er- lassen, etwa eine künstlerische Spezialität zu pflegen. Von berufenen und unberufenen Rednern, ja selbst von hohen und staunliche technische Sicherheit, die Schwierigkeiten kaum zu der launig gezeichneten Tischkarte bis zur eindringlichen höchsten Würdenträgern betont wird: Ja, er ist unser, der ge- tennen scheint. Seine bedürfnißlose Einsamkeit, gehoben durch Historie von Der Toilettenstudie bis prächtigen feierte Mann, stolz dürfen wir ausrufen, er ist unser." äußere Einflüsse, gestattete es ihm, sich zur Künstlerschaft hohen Männertöpfen, von Architekturmalerei bis zu den Ver Vielleicht wird man Adolf Menzel im Ueberschwang der Be- Stils vorzubereiten. Hunderte von seinesgleichen wären unter suchen, landschaftliche Stimmungsreize hervorzurufen, überall geisterung noch als Erzieher für sich reklamiren, als einen fünstanderen Umständen verdorben, hunderte tros des albernen Sprich- begegnet man Menzel's fünstlerischer Beweglichkeit. Go lerischen Lehrmeister für preußisches Empfinden. An anderer wortes: das Genie bricht sich immer Bahn, im Handwerksmäßigen gewann feine Künstlerschaft Weltruf; und als die bildende Kunst Stelle dieses Blattes ist vor kurzem darauf hingewiesen worden, stecken geblieben. Eine besondere Lebenszähigkeit steckt in dem abnorm in Preußens Hauptstadt jämmerlich darniederlag, als klägliches wie wenig Menzel's künstlerisches Dasein sich mit irgend fleinen Körper Menzel's. Die ausgiebige Noth gab seinem Wesen das Epigonenthum allein zu herrschen schien, da war es der einfame einem eingebildeten Preußenthum" zu identifiziren suchte. Ein herbe Gepräge; dazu das merkwürdige Aeußere, das ihn der Menzel allein, den die Außenwelt mit Respekt begrüßte. Gr Künstlergenius, der über so umfassende Ausdrucksmittel verfügt, Geselligkeit nicht näher brachte und von ablenkenden Lebens- allein in seiner besonderen Kraft fonnte nach außen hin den Trost wie Adolf Menzel, fann nicht lokalpatriotisch, noch von anderen genüssen, Abenteuern und Liebesgeschichten fernhielt! Go fam vermitteln: Noch ist Kunst lebendig in Berlin. patriotischen Gesichtspunkten aus gemessen werden. Wohl ge- es, daß er mit troziger Arbeitsenergie fein Leben sich gestaltete, Hohenzollernmäntel, Schuwaloffs, Paletots, Joppen, Schlafröcke, Anzüge 2c. in allen Façons und Farben ( für jede Figur passend), empfiehlt Carl Zobel, Köpnickerstrasse No. 121, Grösstes Herren- und Knaben garderoben- Lager des Süd- Ostens. Die Preise sind streng fest und an jedem Gegenstand deutlich in Zahlen vermerkt. 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Neuwahl der Revisoren. 5. Fortsetzung oder Schließung der Sammlung? 6. Verschiedenes. NB. Die Kollegen der Firma W. Hagelberg, sowie die Kollegen aus sämmtlichen Privat- Lithographien sind hierzu ganz besonders eingeladen. Kollegen! In anbetracht der Wichtigkeit dieser Branchen- Versammlung erscheint alle, Mann für Mann. Der Einberufer. 96/14 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 9. Dezember cr., abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlung des Nordens int ,, Raabe's Salon", olbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Litfu über: Die Lage der arbeitenden Klassen und die Sozialreform". 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 112/4 Midtmitglieder als Gäste willkommen! Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und ersuchen wir um zahl. reiches und rechtzeitiges Erscheinen. Der Vorstand. Grosse öffentliche Versammlung der Schneider und Näherinnen aller Branchen ( Mäntelnäherinnen, Bügler, Zuschneider, Stepper, Stepperinnen, Kinderkonfektious, Blousen u. Trikottaillen Arbeiterinnen, Herrenkonfektions- Schneider u.-Näherinnen, Maaß- u. Militärschneider 2c.) Montag, den 9. Dezember, abends 8½ Uhr, im gr. Saale S. Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages Ordnung: 1. Bericht des Kollegen Timm über die Konferenz der KonfektionsSchneider und Näherinnen in Erfurt". 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Fünfer- Kommission. 164/7 Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen ersucht Die Agitations- Kommission d. Schneider u. Schneiderinnen Berlins u. Umgeg. J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. Achtung, Album- und Mappenarbeiter und-Arbeiterinnen. Große öffentliche Versammlung am Montag, den 9. Dezember 1895, abends 8½ Uhr, im Lokale de3 Herrn Roll, Adalbertstraße 21. Tages Ordnung: B 1. Die Lage der Album- und Mappenarbeiter. Ref.: Kollege Sailer. 2. Das Vertrauensmänner System eventuell Wahl eines Vertrauensmannes. Referent: Kollege Schulz. 3. Verschiedenes. Beide Referenten werden bestimmt erscheinen. scheinen aller Kollegen und Kolleginnen ersucht 24/12 Um zahlreiches Er Der Einberufer. Versammlung des Verbandes der Damen- Konfektionsarbeiter u.-Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Sonntag, den 8. Dezember 1895, abends 7 Uhr, 20 bei Keller, Koppenstraße 29( oberer Saal). Vortrag des Gen. Dr Joël über: Die Frau in der Geschichte und Wissenschaft. Nachdem: Tanz. Gäste haben Zutritt. Die Eröffnung des der Neuzeit angemessen eingerichteten Kurhauses für Wasserheilverfahren des 40 Vereins der Wasserfreunde, k ift erfolgt. Kommandantenstraße 7-9. Tel. I 1617. Dr. Berckholz, Geh. Sanitätsrath. Dr. S. Munter, praft. Arzt. Bade- Anstalt. Klause, Direktor. Vier Schwimmballins, Ruflisch- Römisch und Wannenbäder. Der Vorstand des Vereins der Wasserfreunde. „ Märkischer Hof", Admiralftr. 18c. Jeden Sonntag im prachtv. Spiegelsaal: Grosser Ende Festball. Anfang 4 Uhr. 2 Uhr. Große Horn- und Streichmusit. Empfehle meine beiden Säle allen Festlichkeiten und Versammlungen. Mehrere Vereinszimmer mit Piano und zwei Kegelbahnen find noch frei. Die Restaurationsräume Behen den geehrten Familien Sonntags zur Verfügung. TRO zu Mar Volkskaffee u. Speisehalle Remont. Nickel 6Silb. 800/1000 Goldrand • 8121L* Rosenthalerstraße 60, Ecke Steinstraße. 11, Größte Auswahl höchst sauber und schmackhaft bereiteter Speisen. Desgl. f. Damen 12,- Täglich 8 bis 10 Gerichte im Preise von 10 bis 30 Pf. Eugen Schultz. Spiral Brequé 20, 15 St. Gr. Frankfurterstr. 73, m. 16 St., 1Châton an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- und Abendtisch. Größte AusSyft. Glashütte 26,-wahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen; täglich 8-10 verschiedene Gerichte Goldin Rem 3Deck. 10, von 10-30 Pf. 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Die Werkstellen Vertrauen@ männer sind ganz besonders zu dieser Verfammlung eingeladen. 0 Achtung! Achtung! Brauerei- Hilfsarbeiter. Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags 2 Uhr, bei Wiedemann, Slumenstr. 38. Ordentliche General Versammlung. Tages- Ordnung: Der Vorstand. 1. Die jetzige Lage des Vereins. 2. Kaffenbericht. 3. Anträge des Vorstandes zur Regelung der Unterstügungsfrage. 4. Jnnere Vereinsangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu dieser Versaminlung zu erscheinen. 41/18 Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei: 1. Hildebrandt, Bernauer, straße 83; 2. Wiedemann, Blumenstr. 38; 3. Wieske, Landsberger Allee 148; 4. Grube, Mariendorferstr. 5, Solmsstraßen- Ece; 5. Gärtner, Mollenstr. 12; 6. Bartel, Hermannsplay 7, Rigtorf; 7. Hohmut, Krummestr. 19, Charlottenburg; 8. Schüler, Königsbergerstr. 35; 9. Schöne, Heinersdorferstr. 8. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. MES Versammlung Boxhagen- Rummelsburg Mittwo, den 10. Dezember d. I., abends 8 Uhr, im Ritter'ichen Lokale, Rantitr. 36, hier: Außerordentliche 2. Wahlkreis. Heute Abend 6 1hr, bei 3 ubeil, Lindenstraße 106: Deffentliche Bersammlung. Vortrag des Genoffen lassenkämpfe. Georg Wagner: Generalversammlung Nachdem: der Delegirten. Tagesordnung: 1. Antrag von 7 Delegirten auf Aende2. ng der Statuten zu§§ 14, 17, 21, rung des rzten. ber 1895. 55, 56, sowie sprechung über Ei Bons- Systems mit den Rummelsburg, 5. Dc Der Kaffen- Vorhand. M. A. Rohr. Ausserordentliche 263/13 Versammlung des Lokalvereins Der Konditoren Gonntag, den 8. Dezember, abends 6 Uhr, bei Mörchel, Schönhauser Allee 28: Vortrag des Gen. Dr. Joël. Nachdem Gemüthliches Beisammenfein mit Tanz. 1719b Der Einberufer. Wir erklären hiermit die Verleumdungen gegen die Firma Baumgärtner Entree 10 Pf. 218/14 Gemüthliches Beilammensein. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 8. Dezember 1895, abends 5 Uhr: Versammlung im Lokale des Herrn Hoffmann( Englischer Garten), Alexanderstr. 27c, großer Saal. 56/5 Vortrag des Genossen Paul Jahn über„ Die Idee der Mensch werdung". Nach dem Vortrag: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Gäste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Nach dem Vortrag erhalten nur noch Mitglieder Zutritt. Der Vorstand. Mittwoch, den 11. Dezember, abend3 81/2 Uhr, findet in demselben Lokale eine anßerordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommissionen. 2. Ersatzwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Maler und Berufsgenossen. Die öffentliche Versammlung am Dienstag, den 10. Dezember, findet nicht statt. Die Lohnkommission. Verein Deutscher Schuhmacher. Versammlungen 126/8 am Montag, den 9. Dezember 1895, abends 8½½ Uhr. u. Polis, Möbelfabrik, welche von einer Zahlstelle I bei Rautenberg, Oranienſtr. 180. Vortrag des Genossen verbreitet worden sind, für vollständig gewissenlosen Person bei den Kollegen unwahr, und sind wir jeder Zeit bereit, gegen solche Lügen für die Firma Baumgärtner u. Bolig aufzutreten. Baumgärtner u. Poliz aufzutreten. Die Gesellen 1699b der Werkstatt Königsbergerstr. 28: Pflock. Brinkmann. Krause. Bräuner. Grund. Kronberg. Kluck. Gesellschaftshaus 35, Swinemünderstrasse 35. Sonntag, den 15. Dezember, vormittags 10 Uhr, Annenstr. 16. Jeden Sonntag: Gr. Ball. Borlesung; Aufnahme neuer Vereine; Bundesangelegenheiten und Fragekasten. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) 48/5 Süden u. Südosten. Montag, den 9. Dezember, abeuds 8 Uhr, im Lokale des Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180: Vertrauensmänner- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Besprechung über: Lohn- und Arbeitsverhältnisse". 2. Was fordern mir? 798 Je Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Achtung! Die Ortsverwaltung. Klempner! Achtung! Einige Sonnabende sind noch an Vereine zu vergeben. Hübner. Wo speisen Sie? Pommersche Küche Oranienstr. 161. Mittag mit Bier 50 Pf. Gr. Aus: wahl. Abendessen von 30 Pf. an. Sonnabend u. Sonntag: Gänsebraten C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Neu renovirte Säle mit Bühne für 20-500 Perf. Tanzunterr. j. Sonntag v. 4-6 U. nachm., Donnerstag v. 8-11 U. Frei- Theatervorstellung. 3150L Empfehle Freunden u. Bekannten mein Weiß- und Bairisch- Bierlokal tontag, den 9. Dezember, abends 8 Uhr, in Cohn's feßfälen, abds. Jeden Sonntag Ball. Montags Beuthstraße 20-22: Oeffentliche Versammlung der Klempner. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Timm über Arbeiterschußgefeßc". 2. Dis fuffion. 3. Verschiedenes. 116/17 Kollegen! Laßt die Intereffenlosigkeit endlich fallen und erscheint alle Mann unbedingt in der Versammlung. Der Vertrauensmann der Klempner. J. A.: H. Jlling, Breslauerstr. 8. Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. ( Filiale Berlin). Donnerstag, den 12. d. M., abends 7 Uhr, im Lokal des Herrn Wernan, Rosenthalerstr. 57: Versammlung. 33032* 53 % 3 I Jahn:„ Der Kreislauf des Geldes." bei Gründel, Brunnenstr. 188. Vortrag. bei Minner, Hannoverschestr. 16. Vortrag. Um zahlreiche Betheiligung bitten 167/16 Die Bevollmächtigten. Bur Aufklärung. " In der gestrigen Nummer des Vorwärts" tritt Herr W. Rojahn, früheres Mitglied der Dreizehner- Kommission, bis vor einem Monat der entschiedenste Anhänger der wahren freien Arztivahl, der mehrfach mündlich und schriftlich mit Vorstandsmitgliedern des Vereins der freigewählten Kassens ärzte zur gemeinsamen Agitation für die freie Arztwahl fonferirt hat, mit der Empfehlung einer sogenannten„ Freien Arztwahlliste" für die heutige Delegirtenwahl in der Allg. Orts- Krankenkasse hervor. Um diese jezt vielfach versuchte Täuschung der Wähler kurz aufzu decken, erklären wir: 1. Herr Rojahn und sein: Freunde find Anhänger der sogenannten beschränkten freien Arztwahl, d. h. eines Monopols für diejenigen Aerzte, die der Kaffenverwaltung und den Herren Sanitätsrath Dr. Köppel, Dr. Sch we chten, Dr. Vogelreuter, Dr. Reinsdorf. Dr. Reuller gefallen. Aerztliche Juteressenpolitik vertritt, wer wie Herr Nojahn für dieses Monopol eintritt. Wir vertreten in der Kassenfrage nur das Interesse der Kaffenmitglieder, und das verschmäht jedes Monopol. 2. Herr Rojahn verhehlt seinen Arbeitsgenossen, daß die Allg. Drtsa Krankenkasse unter dem System der figirten Aerzte des Gewerks- Krankenvereins auf 13 Wochen gekommen ist, bei welchem diese selben Herren Doftoren feit vielen Jahren als Aerzte thätig sind. Wenn die Aerzte überhaupt im stande wären, eine Kaffe leistungsfähig zu erhalten, warum haben sie es nicht damals bewiesen, als sie ausschließlich die Aerzte dieser Kasse waren? 3. Die Gegner jeder freien Arztwahl sind die Verbündeten des Herrn Rojahn; unter ihnen Herr Rückert, der in einer Versammlung des damaligen Wahlvereins für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis so ehrlich war, zu erflärcu:" Ich bin ein Gegner der freien Arztwahl." Darum, ihr Mitglieder der Meyer'schen Kasse, laßt Ench nicht täuschen, es giebt nur eine Parole: Hier freie Arztwahl, dort Aerztemonopol." Wer also für freie Arztwahl und gegen den Wunsch unserer reitgeber und Rassenbeamten ist, der stimme für die Liste der DreizehnerKommission, deren Stimmzettel mit folgenden Namen beginnen: 1. Abtheilung: Ernst Tschernig. Fr. Anna Jäger. Georg Neumann. Hermann Soyka. Friedrich Kopras. Otto Stüber. Heinrich Krumm. Karl Doft. Vereinszimmer init Klavier für 30 Personen. August Bieberstein, Laufiger Platz 2. Barteigenossen empfehle meine Schaut 18/19 wirthschaft als angenehmen FamilienAufenthalt. Speisen und Getränke in bekannter Gute. Vereinszimmer für ca. 60-80 Personen. Dasselbe ist auch zu Feftlichkeiten zu vergeben. 34612 Edmund Renter, N., Swinemünderstr. 45. zu Festlichkeiten u. Versamml. unentgeltl. Alexanderstr. 27c. Vereinszimmer Säle Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Max Kiesel über mit Piano zu vergeben, a ch Sonnabends. die Chartistenbewegung. 2. Diskussion und Verschiedenes. Gäste sind willkommen. Um zahlreiches uni pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 195/4 Kartonarbeiter und-Arbeiterinnen! Dienstag, den 10. Dezember 1895, abends 82 Uhr: Grosse Versammlung in Wilke's Lokal, Andreasstraße 26. Tages Ordnung: 1. Haben die Arbeiter und Arbeiterinnen von dem flotten Geschäftsgange Bortheil gehabt? Referent: Rollege Sailer. werkschaftliches. 2. Diskussion. Raumann, Blücherstr. 42. Krieger's Ball- Salon, Berlin S., Wasserthorstr. 68. Gesellschaftsstunde jeden Sonntag, Dienstag u. Donnerstag. Fest- Säle für Festlichkeiten, Kränzchen und Versammlungen. Noch einige Sonnabende frei. 3744 Empfehle allen Genossen, Freunden 36128* 3. Ge- und Bekannten mein 24/11 In dieser Versammlung zu erscheinen ist Pflicht eines jeden Kollegen und Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal jeder Kollegin. Der Einberufer. Achtung, Töpfer. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Am Mittwoch, den 11. Dezember 1895, abends 5 Uhr: Versammlung im Lokale Grenadierstraße 33 bei Buske. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen R. Millarg über: Fortschritt und Armuth." 2. Gewerkschaftliches. 190,3 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. CF Präzise! E Präzise! Sonntag, den 8. Dezember, nachmittags 3 Uhr, in Keller's Festsälen, Roppenstr. 29: Reuter- Vorlesung E 1704b Auguſt Reyher, Straße 62. Th. Boltz' Festsäle, S., Alte Jakob Strasse 75. Amt I, 1082. 3613L* Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Festlichkeiten und Versammlungen zu toulantesten Bedingungen. Jägerhaus, 36382* 103 Schönhauser Allee 103. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Saal zu Versammlungen u. Festlichfeiten zu vergeben. Wilh. Schmidt. Rautenberg's Festsäle Oranienstr. 180. Zu Versammlungen Montag, Mitt woch, Donnerstag frei. Jeden Sonntag großer Ball. Anfang 5 Uhr.[ 16076 Sonnabend im Februar an Vereine " " " " Fr. Pauline Goldacker. Aug. Rackow. Die Dreizehner- Kommission. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 14. Dezember, in der Brauerei Friedrichshain, Königsthor Lieder Abend 16/11 zur Feier des 5. Stiftungs- Feffes. Nur Mitglieder und deren Damen haben Zutritt, Bundes- Mitgliedstarte legitimirt. Entree à Person 10 Pf. Das Konzert beginnt pünktlich abends 8 Uhr. Nach dem Konzert Tanz, ohne Nachzahlung. Der Vorstand. Koppenstraße Louis Nr. 29. Louis Keller's Festsäle, Roppenstraße Sonnabend, den 14. Dezember 1895: Nr. 29. Großes Extra- Konzert, veranstaltet von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend( Direktion: Gustav Grass).. Anfang 8% Uhr. Entree 25 Pfennig. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Berlin. 63/5 Verb. alleri. Handels- u. Transportgewerbe beſchäft. Hilfsarbeit. Mittwoch, den 25. Dezember( 1. Weihnachts- Feiertag): Großes Familien- Fest in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Konzert, Gesang, Theater. Großes Festspiel( Arbeit, Kunst und Wissenschaft) in drei Abtheilungen, dargenellt vom Verein für volksthümliche Kunst. Auftreten des Jongleurs, Malabaristen und Stuhlbalanceurs Mr. Henry Wilson. Nach dem Konzert und den Vorstellungen in allen Sälen Ball. Grosse Verloosung werthvoller Gegenstände zum besten der Agitation. Eröffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Entree inkl. Tanz 50 Pf. Offene Kasse findet nicht statt. 75/14 Billets sind bei allen Vorstandsmitgliedern und in allen Zahlstellen zu haben. Hierzu ladet freundlichst ein Der Vorstand. Joseph Wiedemann, O., Blumenstr. 38, Telephon: Amt VII. 3760. #zum wohlthätigen 3wedt. zu vergeben: Buf' Ballfäle, Große empfiehlt fein Restaurant nebst Destillation u. gr. Vereinszimmer. 16395 Eintritt 30 Pf. Frankfurterstraße 85. Jeden Sonntag: Musikalische Abendunterhaltung.[ 34662L* Berantwortlicher Redakteur: Fris Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Eintritt 30 Pf. 4. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Ur. 287. Arbeiter- Sanitätskommission. Die Berliner Wasserversorgung hat wieder einmal zu schweren Bedenken Anlaß gegeben. Die von den Tegeler Wasserwerken versorgten Stadttheile baben einen Tag lang übelriechendes und übelschmeckendes Wasser geliefert bekommen und, wie uns zugegangene Berichte melden, sind mehrfach Gesundheitsschädigungen in Gestalt von heftigen Farmkatarrhen durch den Genuß dieses Wassers erzeugt worden. Die städtische Verwaltung fennt nach den bisher an die Deffentlichkeit gedrungenen Mittheilungen die Ursache dieser Wasserverunreinigung noch immer nicht. Vielleicht tönnen wir die Behörden auf die richtige Spur bringen, wenn wir sie daran erinnern, daß der Spandauer Schifffahrtst anal, welcher in den Tegeler See mündet, wiederholt die Stätte grober Ver unreinigungen gewesen ist. In unseren Veröffentlichungen im Vorwärts" vom 16. Oftober 1892 und 29. August 1893 uicfen wir auf die Gefahr einer Infektion des Havelwassers hin, welche durch den Mangel an Alofets für die Schiffer ein Fordhafen und durch die Einleitung der Jauche eines ganzen Editheils in den Kanal gegeben war. Wohl wifen wir, daß jeite em die Pumpstation in der Eeestraße fertig gestellt ist und Bfde seine schweren Bedenken verloren hat. Aber bei der Fay it nohl der Nothkanal in der Nähe der ogenannten schwarzen fortschreitenden Bebauung des äußersten Nordens sind ähnliche Vorkommnisse, die gur Verseuchung des Echifffahrte fanals führen können, auch jetzt nicht H Sonntag, den 8. Dezember 1895 Vor ekelhaft stinkendem Entenmist ist daselbst kaum zu treten. Ein Kloset muß reichen für 4 Haushaltungen, 3 Arbeiter aus einer Lederzurichterei und 2 aus einer Tischlerei. Pissoir existirt nicht und stellen sich daher die dort beschäftigten Arbeiter zur Verrichtung ihrer Nothdurft frei auf dem offen stehenden Hof hin. öchstestraße 14, rechter Seitenflügel, Kellerwohnung, 11 Stufen tief; die Wände sind naß, Schwamm in dem Fuß boden des Schlafraumes, hie Familie fräntlich. Wirth läßt die Leute nicht ziehn. 2 Klosets auf dem Hof, verschlossen und meist unsauber, für 20 Haushaltungen. Havelberger str. 37, Hof, linker Seitenflügel 4 Treppen, Wohnung besteht aus einem Raum, die Luft ist dumpf und Schimmel fist an den Wänden. Stalizerstr 29a, Quergebäude 4 Tr., befindet sich eine Schneiderwerkstatt mit mehreren Mamsells. Da oben kein Kloset vorhanden ist, müssen die Arbeiterinnen stets erst nach dem Hof laufen. befindet sich eine Gierhandlung, in welcher in drei eingemauerten Spandauerstr. 80. In der Remise des Quergebäudes Kesseln sogenannte Kalfeier lagern. Die faulen unter denselben verbreiten einen unerträglichen Geruch, der die Hofbewohner bindert, die Fenster zu öffnen. Die faulen Gier werden in unfutter, theils von der Abdeckerei abgeholt. Abhilfe war bis jetzt regelmäßigen Zwischenräumen theils von einzelnen als Schweinenicht zu erlangen. Grüner Weg 87, of II. I. Die aus einem Raum Sier thun saleunige Reformen, ueberwachung Schimmel belegt. Frau und Kinder kränkeln. Wirth läßt nichts ausgefchloffen. bestehende Wohnung ist naß, Wände, Kleider und Schuhwerk mit des Schiffsverkehrs, Klosets an den Anlege machen, sondern besteht auf Erfüllung seines Kontrakts. stellen intl. am Nordhafen, Inspektion der Dranienstr. 24. Für 19 Haushaltungen mit SchlafUfer und der noch nicht fanalisirten Stadt- gängern, einige Fabrikarbeiter und die Gäste einer im Vordertheile durch Gesundheitsaufseher noth. Wiesenstr. 63, vorn, Kellerwohnung, zehn Stufen tief. Wände sind naß, Wasser läuft an den Wänden herab, Fenster sind undicht, im Fußboden faule Stellen. Die Wittwe Bauder und ihre Kinder kränkeln beständig, doch läßt der Wirth nichte machen. Außerdem ist ein meist unsauberes Kloset auf dem Parterreflur für sieben Haushaltungen und die Gäfte einer Restauration. hause befindlichen Restauration befinden sich auf dem Hofe nur 2 Klosets, die natürlich nicht ausreichen und sehr unsauber gehalten sind. Mülikasten in Unordnung. Auf dem Vorderboden und dem Boden des rechten Seitenflügels liegen große Haufen Müll und Schutt. Die Böden sind nicht gedielt. Schwedter st r. 22, Quergebäude im Keller, direkt unter der Küche der Parterrewohnung, beherbergt im Winter eine Kaninchenheerde, die einen für das ganze Quergebäude empfindlichen Gestank verbreitet, besonders aber in der parterre gelegenen Küche jedes Lüften verhindert. Manteuffelstr. 88, rechter Seitenflügel. Die Parterre wohnung sowie zwei Wohnungen im ersten Stock sind durchweg naß, Wände feucht und mit Schimmel bedeckt, ebenso Echuhwerk Johannestisch. Grundstück„ Kapelle des Herrn Stöcker, und Kleider. In der einen Wohnung des ersten Stocks regnet Hofprediger a. D.". Nach den Angaben einer großen Anzahl es durch die Decke und der Ofen ist in schlechtem Zustande. Tie Miether der Grundstücke Johanniterstr. 1 u. 2 dringt alle SonnBewohner fränkeln meistens. Auf dem Hofe ist ein Kloset für abend früh von 5 bis 7 lihr von dem Gebäude des Herrn Stöcker fünf Haushaltungen und die Tienstboten des Vorderhauses. Jein unerträglicher Rauch durch Fenster und Thüren in die WohKoblantstraße 15. Das Grundstück besteht aus einem nungen beider Häuser. einstödigen Quergebäude, den Seitenflügel bildet ein Kellerraum mit darüber liegender Werkstatt. Das Vorderhaus bilden 3 Schweine ställe mit ca. 15 Schweinen. Auf dem Hofe tummeln sich ca. 25 Enten und einige Hühner. spätet!) SOOL-, KLEIE SCHWEFEL FICHTENNADELBÄDER. al Für die Arbeiter- Sanitätstommission gingen ferner ein: 25 M. vom Wahlverein des 5. Berliner Wahlkreises.( Ver Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Spezialität: Heissluft- u. Dampfschwitzkastenbäder m. Verpackung, Massage, Ritter- Bad, Bad Frankfurt, 18, Ritterstr. 18.( Ecke Prinzenstr.) 136. Gr. Frankfurterstr. 136. Bäderlieferung für sämmtliche Krankenkassen Berlins u. Umgeg. Feste Preise. No. 57. D. Perleberg Gegen Feste Preise. No. 57. Chausseestr. 57, Ecke Liesenstrasse. Herren- u. Knaben- Garderobe. Winter- Paletots, Ulster, Schuwaloffs, Hohenzollern- Mäntel. Spezialität: Fertiges Lager in allen Grössen und für jede Figur passend wie allbekannt, zu äußerst billigen, streng festen Preisen in grösster Auswahl stets vorräthig. Gleichzeitig mache meinen werthen Kunden die ergebene Mittheilung, daß eine ähnliche Firma in der Chausseestraße durchaus in keinem Zusammenhang mit meinem Feste Preise. altrenommirten Geschäft steht. No. 57. 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Dabei erwäge man nun noch die Zeitverfäumniß, welche mit der Erhebung der Rente bei der entfernt gelegenen Postanstalt, durch die Beglaubigung der Quittung u. 1. w. verbunden sind. Bei solch fabelhaften Unfallrenten ist es allerdings hohe Zeit, daß die Berufsgenossenschaften mit allen Kräften auf eine erkleinerung der Renten hindrängen; man denke, zwei Pfennige Unfallrente pro Tag, und dabei ist die Begehrs lichkeit dieser Proletarierfrau vielleicht immer noch nicht geftillt! In Stuttgart foll eine württembergische Landes- Bentralstelle Württembergische Landeszentrale für Arbeitsnachweis. telephonisch untereinander verbunden, jedes Arbeitsamt foll für den Arbeitsnachweis der kommunalen Arbeitsämter gegründet werden. Die Arbeitsämter der verschiedenen Städte werden telephonisch untereinander verbunden, jedes Arbeitsamt soll mehrere Wale wöchentlich alle Arbeiter und Arbeitsangebote der Zentrale mittheilen, die schnellstens eine Zusammenstellung fenden hat. Die Kosten dieser Institution trägt der Staat, dem anzufertigen und diese an alle Arbeitsämter und alle Gemeindebehörden der Oberamtsständte zum öffentlichen Aushang zu verdazu allerdings nur 5000 M. zur Verfügung stehen, eine Summe, nehmens schiverlich ausreichen dürfte. die zur allseitigen Durchführung dieses lobenswerthen UnterUeber die Wurstwaaren- Werkstätten Krakans veröffent lichte die Zeitung Naprzod" eine Statistik, die einen Einblick gen ährt in die dort herrschenden schauderhaften Zustände. Bei den zehn größeren Unternehmern dieses Gewerbes arbeiten 26 Gehilfen, 60 Lehrlinge und 21 Aushilfsarbeiter. Die normale Arbeitszeit beträgt 19 bis 21 Stunden per Tag, der Monatslohn des Gehilfen 12 bis höchftens 32 fl. Sonntags wird in manchen Werkstätten bis 3 Uhr nachmittags un unterbrochen gearbeitet. Sonntagsarbeit von 4 bis 10 Uhr früh ist Regel. In allen Werkstätten sind die Arbeits- und Schlafräume un säglich schmuzig und etelerregend. In einer Werkstätte wird manchmal 40 Stunden in einemfort gearbeitet. Ganze Nächte rackern sich die Arbeiter ab. Oft müssen zwei Arbeiter in einem Bett schlafen, die Aushilfsarbeiter schlafen sogar oft auf dem nackten Boden. Das alles geschieht so wie in den Krakauer Bäckereien mit Vorwissen und stiller Gewährung der Behörden. Niemand, außer den Sozialdemokraten, tümmert sich um diese furchtbaren Mißstände. Die sozialdemokratische Agitation ist aber schon hier eingedrungen und in wenigen Wochen wird eine Selcher und Fleischergewerkschaft in Krakau entstehen. Die Berliner Dienstmädchen ersuchen wir darauf zu achten, dass ihnen beim Einkauf von ,, Quäker Oats" der Krämer niemals lose Waare aus der Schublade oder aus offener Packeten verabfolgt. Die echten ,, Quaker Oats" dürfen nur in geschlossenen Original- Packeten von 2 Pfd., 1 Pfd. und 1/2 Pfd. verkauft werden. Jedes Packet muss unsere Schutzmarke( Quäker Figur) tragen. Alles andere ist minderwerthige Nachahmung unseres in Qualität unerreichten Produkts. The American Cereal Co., Chicago. Alleiniger Vertreter für Berlin und Provinz Brandenburg: Max Drewitz, Berlin S., Tempelherrenstr. 16. Praktische Weihnachts- Geschenke in Küchengeräthen jeder Art. Emaille- Geschirre, Salinger Stablwaaren, Wirthschaftswaagen, Reibemaschinen, Öfenvorseher, Petroleumlampen, Glas, Porzellan 2c. fauft man unter Garantie zu anhergewöhnlich billigen, festen Preisen Bur F. Scholz, Roppenstraße 35, Frankfurterstr. J. Baer, Berlin N., nur Gesundbrunnen 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, empfiehlt, wie bekannt, in reelster Ausführung und allerbilligsten Preisen Herren- u. KnabenGarderobe. Arbeitssachen. R Anfertigung nach Maaß. J.B Anzüge und Joppen. Elegante Winterpaletots und Mäntel. Umtausch geitattet! Elegante Rock- und Jaquet- Anzüge. Geschäftshaus S. Heine 14. Chausseestr. 14. BERLIN N. 14. Chausseestr. 14. 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