Nr. 288. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Pon Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. M Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Sernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 10. Dezember 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. = Checkmännern ankündigte. Diese freudige Erregung ist doch die radikale Partei der letzte Rückhalt für die Klasse Der Bauber der Workr. war so lebhaft und so tief, daß die Gegner des der Kapitalisten. Die Sozialisten theilten die Freude des Bürgers Bourgeois und seiner Kollegen ganz aus der Volkes über die Erklärungen von Bourgeois, welche die Paris, 6. Dezember. Faffung tamen und von Furcht gepackt wurden. Als nun Säuberung der Regierung versprachen. Die Sozialisten Die Worte besitzen eine Kraft, von der die tiefsinnigen aber der Ansturm losgehen sollte, da erhob sich keiner der haben das Vorurtheil der Ehrlichkeit, sie begnügen sich nicht Philosophen, die sich in der Regel nur durch die Tief- Achilleus des Zentrums; man mußte sich mit den keifenden damit, ehrlich zu sein, fie verlangen auch, daß diejenigen finnigkeit ihrer Eseleien auszeichnen, sich nichts träumen Möpsen begnügen, die stets bereit sind, jedermann anzu- ehrlich seien, die Frankreich regieren. Wie hat ihre naive laffen. bellen: mit den eschanel's und Barthou's. Als diese sich Ehrlichkeit sie doch blind gemacht! Sie begreifen nicht, Die Urvölker sind idealistischer, als unsere gewerbs- heiser geschimpft hatten, mußte man den Thersites Delpeuch daß die Laster der herrschenden Klassen und ihrer Vertreter mäßigen Moralisten und Politiker glauben, die den Ar- vorschicken. für den Fortschritt der Geschichte viel nüglicher sind, als beitern predigen, sie sollten ihre materiellen Interessen preis. Das war ein jammervolles Fiasko der Führer. Um ihre Tugenden. Eine herrschende Klasse fällt weniger durch geben, um hinter den erhabenen Ideen der Tugend, der die so wenig glänzende Rolle, die sie spielten, zu die Angriffe der gegnerischen Klasse, als durch ihre eigenen Freiheit, des Ruhmes, der Sparsamkeit und anderer Kinker- beschönigen, erklärte Deschanel, sie verfolgten eine ab- Lafter. Hätte unsere kapitalistische Klaffe gebildete und ehrligchen berzulaufen: sie verleihen den Worten ein förper- wartende Politit", und wollten nur sehen, wie die Radikalen liche Vertreter am Ruder, sie könnte noch lange Zeit fortliches Sein, während sie gleichzeitig eine geisterhafte Seele, ihre radikalen Versprechungen hielten. Würde zum Beispiel herrschen. So aber beschleunigen die Fehler und Schuftereien einen geistigen Toppelgänger den Menschen, den Thieren der Minister des Aeußeren die Beibehaltung des Gesandt derer, die regieren, ihren Fall. Soll das Getreide wachsen, und sogar den leblosen Gegenständen zuschreiben. Die schaftspostens beim Papste vertheidigen? Würde das so muß es Dünger baben. Die kapitalistische Korruption ist Worte haben für fie eine magische Bedeutung. Gesammtministerium, das aus lauter Freidenkern und Frei- der Dungstoffe, welcher den Boden für den baldigen MachtDie Kenntniß gewisser Worte, gewisser Formeln, wie maurern besteht, gegen die Millionen des Kultusbudgets antritt des Proletariats vorbereitet. der Runen bei den Skandinaviern, macht die Besizer zu protestiren, die zu unterdrücken es schon lange versprochen Der sittenstrenge Cavaignac, der als Mitglied der BudgetHerren der Natur. Diese brauchen sie nur auszusprechen, batte? Der Angriff war geschickt, doch wurde er nicht kommission einen vernichtenden Bericht gegen die schmachum den Tod ihrer Feinde herbeizuführen und selbst den minder geschickt parirt. Ich nehme nicht das radikale volle Mißwirthschaft und die schamlosen Unterschleife in der Lauf der Sterne zu ändern. Programm an und verpflichte mich nur zu Reformen, die Heeresverwaltung geschleudert hatte, dieser selbe sittenDas Wort ist auch in unseren Tagen seiner magischen opportun sind", antwortete Bourgeois. Genau dasselbe strenge Cavaignac hat als Kriegsminister alle Fehler, BeAllgewalt noch nicht entkleidet. Noch heute gilt das Sprich sagten auch die Opportunisten, die das Talent besaßen, trügereien und Schandthaten der Madagaskar Expedition wort: wer seinen Hund tödten will, braucht nur zu sagen, daß er feine Reformen zu finden, deren Durchführung opportun war. mit seiner Sittenstrenge zugedeckt. Die 12 000 Soldaten von toll sei; und die Weisheit der Völker, welche die Dialektik! Aber Bourgeois bleibt darum nicht weniger ein Radikaler, 15 000, die getödtet oder für ihr ganzes Leben durch liebt, hat sich neuerdings um ein widerspruchsvolles Sprich- der einfach als Minister Opportunist sein will. Mit diesem Sumpffieber verseucht worden sind, sind Zufälle des wort bereichert: um sich ein langes und ruhiges Leben zu pfiffigen Schachzug gewinnt er die Parteien des Zentrums Strieges"( accidents de la guerre). Man erkauft keinen sichern, braucht eir. Ministerium sich nur für radikal zu für sich, die übrigens feinen höheren Wunsch haben, als den Ruhm und erobert keine Kolonieen, ohne daß Menschen Ministern, welcher Art sie auch seien, zu gehorchen. Die und Millionen geopfert werden. Der Sozialist Jourde, Als man erfuhr, daß Felix Faure nach dem Sturze erdrückende Mehrheit des rat falen Minifteriums feßt sich empört über diese Sprache, rief aus: Je mehr das wechselt, Ribot's sich wegen Bildung eines neuen Minifteriums an aus den Opportunisten des Kammer- Zentrums zusan men.[ umsomehr bleibt es das nämliche!" Radikal oder Oppor Bourgeois wandte, und daß Bourgeois die Absicht habe, Sogar Deschanel hat, um nicht allein zu stehen, für tunist es ist alles eins. Die Radikalen in der Regiees ausschließlich aus Radikalen zu bilden, da lächelte man das Minifterium, das er eben angriff, gestimmt. Das rung sind Opportunisten. mitleidig: das ist ein Ministerium, das nicht länger dauern radikale Ministerium hat die Opportunisten auf seiner. Es war Tollheit und die Sozialisten mußten ben wird, als die Rosen dauern einen Morgen! Bei der Seite, deren Politit es treibt, indem es trotzdem radikal Ropf verloren haben- eine Untersuchung über die erften Interpellation über sein politisches Programm wird bleibt. Die Berathung des Budgets, vor der Ribot Madagaskar- Expedition, ihre Leitung und Vorbereitung zu es wegschmelzen wie der Aprilschnee. Man wettete über solche Angst hatte, daß er verlangte, sie sollte bis zum verlangen. Minister, Abgeordnete, Generale, Admirale, den Tag seines Sturzes. Die Wahl Felix Faure's war nächsten Jahr verschoben werden, geht glatt ohne jedes Verwaltungsbeamte des Kriegsministeriums hätten vor das eine parlamentarische Bosheit; das Kabinet Bourgeois war Hinderniß von statten; die Artikel des Budgets, über die Schwurgericht kommen müssen. Der Präsident Felix nur ein Provisorium und durfte nur gerade lang genug man Wochen lang diskutirt hatte, werden in einer Sigung Faure selbst hätte seine Haut nicht gerettet, dauern, um zu beweisen, daß die Radikalen nicht regieren erledigt; die Behn- und Hunderimillionen werden bewilligt, er war Marineminister, als die Expedition begann. können. Bourgeois und seine Radikalen waren nur Play: daß es nur so eine Art hat. Seit Opportunistengedenken Es ward und wird viel gesprochen von einem gewiffen wärmer für die Opportunisten, die, mit Dupuy und Ribot hat man kein so glückliches Ministerium gesehen. Es ge- Handel, betreffend den Transport des Kriegsmaterials, an der Spize, triumphirend wieder in die Regierung ein- fällt aller Welt. Nur die Minister- Aspiranten sind voller welcher Handel dem Staatsschat zwei bis drei Millionen ziehen würden. Verzweiflung; sie sehen mit Entsetzen, wie ihre Aussichten Aber in Frankreich sind es nur die Provisorien, welche auf die Regierungstrippe in immer weitere Ferne gerückt Bestand haben. werden, sie wenden sich vorwurfsvoll gegen ihre Freunde.„ Das Das Wort radikal", das Schreckgespenft, welches das Bentrum hat nichts Heldenhaftes mehr"-tlagt der Minister Zentrum mit der gesammten Rechten verbinden sollte, damit Aspirant Charmes in den" Debats", und voll grimmigen fie gemeinsam über das neue Ministerium herfallen und es Hohnes stellt der„ Soleil" fest, daß nur die Sozialisten noch unter die Jüße treten könnten, dient dem neuen Minifterium Energie genug befizen, der Regierung den Krieg zu erklären, als Schild. Durch das ganze Land ging eine freudige und Verstand genug, Minister zu stürzen. Erregung, als man erfuhr, daß man die Opportu Das Wort radikal" hatte seine Zauberwirkung auch nisten los wäre, und daß das Ministerium daß das Ministerium eine auf die Sozialisten ausgeübt, die ein natürliches Interesse gründliche Reinigung des Parlaments von allen daran haben, ein radikales Minifterium am Ruder zu sehen; 3 erklären. Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Roman aus der Gegenwart von H. M. M. von Walthausen. 2. ,, Lieber Eichwald! sorgen Sie ja dafür, daß alles in Ordnung ist. Der Besuch, den Se. Majestät der König längst der Offizin zugedacht, ist für heute angesagt. Die Drucker- und Segersäle müssen besonders sauber, die Maschinen so hergerichtet werden, daß sie sofort in Thätigteit gesezt werden können." Alles bereits ausgeführt. Verlassen Sie sich ganz auf mich, Herr Brambach," erwiderte der Faktor Eichwald. Erwartete er weitere Anordnungen seines Chefs? Er blieb noch stehen. Der Hof- und Kunstbuchdruckereibefizer der Haupt- und Residenzstadt...., Heinrich Brambach, der Drucker und Eigenthümer der hochoffiziellen Landeszeitung, war heute außergewöhnlich aufgeregt. Am heutigen Tage feierte er nicht nur sein 25jähriges Bürgerjubiläum, sondern auch zugleich sein 25jähriges Geschäftsjubiläum. Dieser Tag mußte zu einem Festtage erhoben werden. mehr gekostet haben soll, als wenn das Geschäft ehrlich abgeschlossen worden wäre. Allein ist es möglich, daß das radikale Ministerium den Präsidenten der Republit zwingt, vor einer Untersuchungstommission zu erscheinen und sich zu rechtfertigen? Nur diese Narren und Tollköpfe von Sozialisten können eine solche Ungeheuerlichkeit fordern. Seit der Rede des fittenstrengen, tugendhaften Cavaignac fängt das Wort radikal" aber an, den Sozialisten gegenüber seine Zauberfraft zu verlieren. Gallus. " Brambach hatte bestimmt, daß an seinem heutigen einer etwaigen Besichtigung des Etablissements durch den Ehrentage ein Festaktus vormittags stattfinden solle, dem König und sein Gefolge das Souterrain nicht zu öffnen. sich nachmittags sowohl für die Ehrengäste, wie für das Ein Unberufener könnte aus unseren fast leeren VorrathsPersonal ein Festessen mit darauf folgendem Ball an- räumen mit Kopfschütteln emporfteigen, Berdacht aussprechen schließen sollte. Da gab es denn allerhand zu erwägen und und der Neid daraus Kapital schlagen. Ich denke, wir zu bestimmen, damit alles anscheinend wie unvorbereitet fesseln den Besuch im Druckersaale." und doch am Schnürchen ging. War auch heute vieles zu bedenken, so fiel es doch dem Faktor Eichwald auf, daß heute sein Prinzipal ganz absonderlich finster dreinblickte und an so manches zu denken schien, was faum mit einem so frohen Tage im Einklange stand. Was mochte ihm die Freude verbittern? Sein Fattor schien es zu wissen. Eichwald und Brambach tannten feit langer Zeit einander. Bor etwa zwanzig Jahren hatten beide in einem Segersaale neben einander gestanden. Dann hatte Brambach das Erbe seines Vaters, bie Druckerei übernommen, später den tüchtigen Sezer Eichwald eingestellt und denselben alsbald zum Faktor befördert. Es bestand daher eine Art Vertraulichkeit zwischen beiden, während Brambach dem anderen Personale mit egoistischem Prinzipalstolze und disziplinarischer Strenge begegnete. Es stand zu erwarten, daß verschiedene Deputationen Warum blieb nun Eichwald noch immer stehen? Hatte kommen würden, ihn zu beglückwünschen. Brambach war er selbst noch etwas zu erinnern? nicht nur in der Bürgerschaft hoch angesehen sein König Brambach schien ihn zu errathen. Eichwald," sagte hatte ihn seinen besten Bürger" genannt. er leise, indem er abseits blickte, die Papierfabrik hat also wieder nicht geliefert?" Nein. Seine Firma war auch weithin berühmt als leistungsfähig und im Kunst- Buchdruck als vorzüglichste der ganzen Stadt bekannt. Seine Zeitung war eine Macht, denn sie war in alle Regierungs- und Aristokratenkreise eingedrungen. " Und wodurch?" versetzte Brambach. " Dadurch, daß wir ein Gedicht oder eine etwaige Ansprache vor den Augen der Besucher sofort setzen und drucken lassen," entgegnete Eichwald. " Sind alle Vorbereitungen dazu getroffen?" " Ja, der Metteur en- pages hat das Personal dazu aufgefordert und heimlich einstudirt, um dem Chef mit diesem Kunststückchen zum heutigen Tage eine freudige Extraleistung vorzuführen." Nun gut!" " " Und wir benutzen diesen Umstand, um-" Ich verstehe", sagte Abzulenken- zu täuschen Brambach. Jede Freude wird mir vergällt wenn ich daran denke, daß es doch die reine Ironie ist, bei solchen Verhältnissen noch ein Fest geben zu müssen. Sich beglückwünschen zu lassen, wo Bemitleiden angebracht wäre!" Eine Subvention für unser Regierungsblatt stand doch in Aussicht", bemerkte Eichwald. N Sie ist aber bis heute ausgeblieben, nur unsere Zeitung ist nie ausgeblieben, trotz aller Tariferhöhungen der Seger und Drucker. Ich habe gezahlt, habe allen Stürmen Sie will mich zwingen Geld zu schaffen, oder mich getrozt, um jetzt zu erfahren, daß nach fünfundzwanzjähriger, ruiniren! Ich hoffe heute neue Hilfsquellen zu erschließen." redlicher Thätigkeit nichts mehr übrig geblieben ist Unser Papiervorrath reicht nur noch diese Woche",( Brombach wandte sich zum Gehen) als der Bankrott" erwiderte Eichwald, es würde sich daher empfehlen, beil murmelte er zwischen den Zähnen. Behördliche Halbjahresberichte über die Sozialdemokratie. Unfer Solinger Partei- Organ, die„ Bergische Volksstimme", war dieser Tage in der Lage, einen der vertrau Lichen Berichte zu veröffentlichen, durch welche halbjährlich die Polizeiverwaltungen an ihre Regierung Mittheilungen gelangen lassen über die Entwickelung und den Stand der sozialdemokratischen Bewegung. Daß auch anderwärts derartige Berichte von den Orts: polizei Behörden an die Kreisregierungen gesendet werden und zwar schon seit geraumer Zeit, dafür liefern die nachfolgenden von der Boltsblatt" in Halle mitgetheilten Schreiben den Beweis. 3. in 1. An den tgl. Regierungspräsidenten pp. Betrifft den Bericht über die sozialdemokratische Bewegung. Verfügung vom 25. Oftober 1878, Merseburg. Eine jüngst bei dem Begräbnisse eines verstorbenen Genossen von einem Parteimitgliede gehaltene furze Rede und ein von dem Gefolge ausgeführter Gesang sind jetzt Gegenstände eines gerichtlichen Verfahrens. 2. Zu d. A. Halle a. S., den 16. September 1892. Die Polizei- Verwaltung. Staude. Weydemann. Dann folgen zwei Berichte über Versammlungen des Kommunistischen Klubs, in denen weidlich über die Sozialdemokratie hergezogen wurde. Daran schließt sich: Auszug aus dem Bericht der Polizei- Berwaltung an den fgl. Regierungs- Präsidenten zu Merseburg. pp. Am 29. März d. 3. fanden sich hierselbst in der Schant. wirthschaft eines Sozialdemokraten 23 der sozialdemokratischen Partet angehörige Männer behufs Abhaltung einer öffentlichen Versammlung ein. Gleichzeitig erklärt übrigens auch die offiziöse„ Nord. deutsche Allgemeine Zeitung" die vor einigen Tagen verbreitete Nachricht für unzutreffend, nach der die Schließung der 11 Berliner sozialdemokratischen Vereine auf einen direkten Eingriff des Kaisers erfolgt sein sollte. Das also läßt über die Ursache des Köllersturzes kaum noch einen Zweifel bestehen. Ueber den neuen Minister des Innern wird uns. von Jemand, der ihn in seiner geschäftlichen Thätigkeit fennen lernte, mitgetheilt, daß derselbe als Regierungspräfident im Verkehr sehr leutselig war und sich einer ge= wiffen Popularität erfreute. Er ist links der Elbe ge boren und hat rheinische Luft geathmet. Das sagt nicht, Daß er ein liberaler Mann sei, aber er ist kein ostelbischer Junker. Der neue Minister des Innern, Gustav Wilhelm ber= hard von der Rede von der Horst ist am 2. April 1847 Die unterzeichnete Berwaltung gedenkt zunächst, abgesehen als Sohn des am 26. Dezember 1869 verstorbenen Minifterialvon der fortgefeßten Ueberwachung des Klubs, genane Nach direktors im Minifterium des Innern a. D. Freiherrn August forschungen nach dem Vorleben der einzelnen Mit Ludwig von der Recke von der Horst geboren und stammt aus glieder anzustellen, namentlich auch deren Staats- und Orts- Westfalen. Er war seit 1889 Präsident der Regierung zu Düsselangehörigkeit festzustellen und jede sich darbietende Gedorf, auf welchem Posten er als Nachfolger des zum Oberprä fidenten der Rheinproving ernannten, jeßigen Ministers für Tegenheit benußen, gegen die Leute vorzugehen. Handel und Gewerbe, Freiherrn v. Berlepsch, berufen wurde, die Wahrnehmung gemacht worden, daß sich in der Sozial- Anweisung zugefertigt die Personalien unter genauer Fest. Präsident vorgestanden hatte. Borher war Freiherr von der 3. Den Revieren 1-5 und der Kriminal- Abtheilung mit der nachdem er schon vorher der tgl. Regierung in Königsberg als Der Glaube an die Unfehlbarkeit der Führer ist im stellung der Staats- und Ortsangehörigkeit, sowie den Wer Recke als vortragender Rath im Ministerium des Innern thätig. Nachklänge zur Wahl in Herford- Halle. Daß die Schwinden begriffen. Die unerfüllbarkeit der gemachten Ver- tehr, die Strafen und Arbeitsstellen der Klubmitglieder heißungen lernt man begreifen. Das von fast sämmtlichen gefälligst aufnehmen und beifügen, diefelben auch einer bestä n- Ronservativen nach dem Schlage, der sie in der preußischen Leitern erfolgte Bertauschen ihrer eigentlichen Berufsarbeit mit bigen unauffälligen Kontrolle unterwerfen zu Bendée getroffen, noch lange hinterher ein banges Geseufze dem weniger mühevollen, auf die fauer ver= laut werden laffen, ist begreiflich. Der Reichsbote" regt dienten Groschen der Arbeiter berechneten abermals bei der Parteileitung ein Reuebekenntniß wegen Leben als Restaurateure, Händler pp. wird Gegenstand der der Hammerstein- Sache an, indem er stöhnt: Kritik in den Versammlungen. Die letzteren selbst werden minder zahlreich als früher besucht. J. N. 17884 I. In nebenbezeichneter Angelegenheit wird Eiter Hochwohl. geboren folgendes ganz gehorsamst berichtet. Im Laufe des verflossenen Halbjahres ist in erhöhtem Maße demokratie tiefgehende Wandlungen vollziehen. Es wird nun hieraus nicht gefolgert werden können, daß die breiten Massen der Sozialdemokratie die Fahne ohne weiteres verlassen und in die Reihen ruhig und besonnen denkender Männer zurücktreten, denn daran hindert sie die ihnen durch die sozialwieber entziehen wird. tommunistische Klub. ber Zu Ausschreitungen der Sozialdemokratie ist es auch im verwichenen Halbjahr nicht gekommen. Eichwald fab ihm schweigend nach und ging in den Druckersaal hinauf. Brambach wollte eben in den Garten einbiegen, als er sich von zwei weichen Armen umhalft fühlte. Seine düfteren Mienen glätteten sich plöglich. 2. pp. wollen. Halle a. S., den 19. April 1892, Die Polizeiverwaltung. gez. von Holly. Politische Mebersicht. M " Berlin 9. Dezember. Ein Hauptagitationsmittel hat auch der Hammersteintrach gebildet und es ist vorauszusehen, daß derselbe noch lange bei den Wahlen gegen die konservative Partei ausgenugt wird, obwohl die Partei nicht für die Sünden des Privat lebens einzelner Mitglieder verantwortlich gemacht werden kann. Die heutige Reichstagssigung brachte zu Anfang Wenn auch gegen Böswilligkeit tein Kraut gewachsen ist, so demokratischen Lehren eingegriffene Unzufriedenheit mit der be- zwei Ueberraschungen: der Herr Reichskanzler von Hohen würde eine wirtungsvolle Grklärung der konfer stehenden Gesellschaftsordnung und ihrer eigenen Lage, wohl aber wird sich die Annahme rechtfertigen laffen, daß das System, Lohe war auf seinem Plaze also noch nicht geföllert. pativen Frattion im Parlament immerhin dazu bei nach welchem die sozialdemokratischen Führer wirthschaften, nichi Und die Herren Junker widersprachen nicht dem Antrag tragen, die Waffen der Gegner stumpf zu machen. Gelegenheit mehr lange aufrecht erhalten werden kann. auf Einstellung des Verfahrens im Liebknecht'schen Majestäts- dazu wird der Fraktion höchstwahrscheinlich von den Gegnern gegeben werden." Wenn nun, als nächste Folge, der radikalere Theil der Sozial beleidigungs- Prozeß. D diese Papierchen"! Man hat Weit entfernt von solcher Wehleidigkeit sind natürlich demokraten unter der Führung ausgesprochen revolutionärer unser Jahrhundert das Papier- Jahrhundert genannt. Und die Erben des Herrn v. Hammerstein. Die„ Kreuz- Zeitung" Subjekte der Richtung Werner- Wildberger zu Vereinen mit mit recht. Was macht man nicht alles aus Papier. Bu ist bittern Grolles voll. Ob sie recht hat mit ihrer Anbedenklicheren Tendenzen zusammentreten wird, wozu der Anfang nächst Zeitungen, Bücher und Verfassungen. Ferner Tische, nahme, daß sozialdemokratische Wähler zu gunsten des übrigens bereits gemacht ist, so darf auch gehofft werden, daß Stühle, Schränke, Schnupftabats Dosen, ja fogar Dr. Quentin bei der Wahl den Ausschlag gegeben haben ein anderer Theil, wenn er sich in seinen Erwartungen fort. Schiffe. Und sogar Messer-ja die schärfsten gegen den konfervativen Kandidaten, können wir nicht gefeßt getäuscht sieht, und wenn er zu der Erkenntniß gelangt, daß er sein Heil nur in ehrlicher Arbeit und in den zu gunsten Guillotinen- Meffer. O diese Papierchen des Arton! Und ermessen. Möglich ist es. Amüsant ist's jedoch, wie das der Arbeiter getroffenen staatlichen Einrichtungen finden kann, des Hammerstein! Ein solches Papiermesser über Junkerblatt jezt gegen die Nationalliberalen die gleichen sich den Irrlehren der Sozialdemokratie dem Kopf das ist noch schlimmer als das klassische grimmen Vorwürfe wegen eines Wahlbundes mit den Schwert des Damokles. Es schneidet weit schärfer und Sozialdemokraten erhebt, die die Nationalliberalen nicht Als Belag für die innerhalb der sozialdemokratischen Partei weit sicherer. D diese Papierchen! Außer Guillotinen müde wurden, gegen das Zentrum nach der Wahl in herrschende Zwiftigkeit gilt der hier im Frühjahr d. J. gebildete Messern und anderen Geräthschaften kann man von Dortmund zu erheben. Die Kreuz- Beitung" zürnt über: Papier auch Arzneimittel machen. Die Papierchen die nationale Gewissenlosigkeit der Derfelbe wurde in einer aus den Reihen der Partei ver: des Herrn v. Hammerstein sind ein vorzügliches Beruhigungs- Partei, bie fich einem Augenblicksgewinn zuliebe nicht scheut, anlaßten öffentlichen Versammlung am 5. April cr. gegründet und zwar waren es 15 Mann, die ihm sofort beitraten. Er hat pulver, so wirksam wie kein Apotheker es je verfertigt hat. mit den Vertretern des internationalen Umsturzes, mit der es bis heute erst auf 21 Mitglieder gebracht und besteht aus Die Herren Junker, die vor kurzem noch so aufgeregt Rotte von Menschen", die es nicht verdient, daß man meist jüngeren Elementen der rotbesten Färbung. waren und laut polternd ankündigten, daß sie diesmal im fie" Deutsche" nennt, ein Bündniß gegen die Konservativen einSeine Biele richten sich, daran darf nicht gezweifelt werden, auf Reichstag die Sozialdemokraten mit Haut und Haar auf zugehen, von denen sie aber bei jeder Gelegenheit Beistand gegen eben diese Rotte" fordert. Wo so etwas möglich ist, muß jede den gewaltsamen Um sturz der bestehenden speisen würden, sie sind fromm wie die Lämmer. Ordnung. Es ist dies hier namentlich auch erfennbar ge Nur Herr von Kardorff, der heute Abend als Hoffnung auf gedeibliche Bufammenarbeit schwinden." worden aus den in Klubversammlungen gehaltenen Reden, worin internationaler Silberling nach Paris reist, um sich mit sind, einen Kübel kalten Wassers über diese Gluth filtlicher Gut gebrüllt! Es schmerzt uns, daß wir genöthigt unter anderem betont wurde, daß die soziale Frage nur auf den französischen Geschäftsfreunden über die englische Entrüstung auszugießen, einen Kübel, den wir aus dem den Barrikaden gelöst werden fönne. Der betreffende und amerikanische Pleite zu trösten Ueberwachungsbericht ist seinerzeit der königlichen Staatsanwalt weniger gedrückt als seine Kollegen. war etwas Gewässer der konservativen Presse selbst herausgeschöpft schaft hierfelbst übermittelt. Er erging fich haben. Vor der Stichwahl versuchte das Drgan der westScharfe ueberwachung dieses Klubs under war zweiter Budgetredner, Nachfolger des Zentrums- fälischen Konservativen, die„ Neue Westf. Bolksztg.", in feiner Mitglieder wird geübt. mannes Frißen eine halbe Stunde lang in den ergöß: folgender täppischen Weise Stimmen zu fangen: Der Bierboytott bauert fort, erreicht ist lichsten Kapriolen, rechnete den Sozialdemokraten fünf Es ist eine neue Tabakvorlage in Aussicht. Da ist der damit bis jest nichts. Millionen Mart in die Kasse, versuchte sich einen Moment Wahitreis Herford- Halle tonangebend, das ganze Reich sieht auf in der Rolle des Scharfmachens" wozu sein Fraktions- ihn. Wählt ihr Dr. Weihe, dann fann eine Deputation von Kollege Stumm sauersüß lächelte und bereitete dem Fabrikanten, Bigarrenarbeitern oder Bauern, die nach Berlin Hause schließlich eine verblüffende Ueberraschung die geht, auch bei der fonservativen Partei vorsprechen. Dr. Weihe dritte des parlamentarischen Tags. Als er auf die Nothwendig wird sie herumführen und einen Theil der fonservativen Abfeit tam, den allgemeinen Wohlstand zu heben und als alle geordneten für sich gewinnen. Damit fällt dann die Vorlage." Welt mit schaudernder Resignation das Abschnurren der Leute, die mit so plumpen Mitteln versuchen, den ArDoppelwährungs Melodie erwartete, da schnappte auf beitern ein für ein U vorzumachen, sollten ihren Groll einmal der Leierkaften ab und Kardorff klappte zusammen nicht so offen zur Schau tragen, weil die Herforder Arbeiter Sein Liebling, fein Töchterchen Clotilde drückte ihm wie ein Taschenmesser. Auch Wirkung der Papierchen? ihnen nicht auf den Leim gegangen find. als freundlichen Morgengruß einen herzhaften Ruß auf. Sie Wer weiß? Aber die Bocksprünge fanden noch Majestätsbeleidigungs: Chronik. Ein Telegramm war für ihre sechzehn Jahre schon recht hoch aufgeschossen während der Sigung ihre natürliche Erklärung: Herr aus Leipzig vom 9. Dezember meldet: Das Reichsgericht und machte den angenehmen Eindruck anmuthiger Kind- von Kardorf war am Freitag mit Freund Stumm verwarf die Revision des Redakteurs Illge von lichkeit. bei der alten Raketenkiste in Friedrichsruhe, und da der Leipziger Volkszeitung", welcher wegen MajestätsSieh nur, Papa, rief sie, wie unser kleiner Garten war ein Stückchen Rakete an ihm hängen geblieben. Gut, beleidigung zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilt war. zu einem Festplat umgewandelt wird." daß die Papierchen dann noch als Dämpfer gewirkt haben. In Altona stand der Schuhmachergeselle Werner Also auch Feuerauslöscher! Wozu das Papier nicht alles wegen Majestätsbeleidigung vor Gericht. Als er eines Nachts gut ist. in der Lammstraße lärmite und von einem Wächter zur Herr v. Kardorff war der letzte Budgetredner am Ruhe gewiesen wurde, erging er sich in beleidigenden Aeuße heutigen Tage. Ueber den ersten, Herrn Frißen, ist rungen über den deutschen Kaiser. Die Straffammer I des hiesigen Landgerichts, welche über Werner zu Gericht saß, hielt Aber, Papa, Du darfst dies alles eigentlich noch gar nichts zu sagen, ebenso wenig wie über die Einleitungsrede die Beleidigungen für so schwere, daß fie auf eine Gefängnicht sehen," sagte Cotilde zu ihrem Vater, als er sich an- des Herrn v. Posadowsky. Morgen um 1 Uhr Fortsetzung. niß strafe von 9 Monaten erfannte. schickte, einen Rundgang zu thun. Ich soll Dich holen- Bebel und Richter stehen auf der Rednerliste- da wird's holen," Mama schickt mich. Es ist Besuch da." wohl Ernst werden. Ein Register der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Um das Anwachsen der Majestätsbeleidigungs- Prozesse in „ Besuch?" Der Amtswechsel im Minifterium des Innernetzter Zeit zu veranschaulichen, veröffentlicht das Abend" Ja." Dabei nahm Clotilde den Aufhorchenden am ist doch vollzogen. Herr v. Köller ist, geschmückt mit blatt" in Stettin unter Nichtberücksichtigung der mit FreiArm und drehte ihn nach der Hausthüre zu um. dem Rothen Adler Orden erster Klasse mit Eichenlaub sprechung endenden Prozesse eine Zusammenstellung der und der königlichen Krone", endgiltig aus dem Amte Berurtheilungen seit dem 1. August. Im ganzen sind hiergeschieden und ein junger, ganz neuer Mann, bei 31 Jahre 2 Monate Gefängniß und 5 Monate Doch nicht etwa wieder eine Deiner Schelmereien; auf deffen Kandidatur niemand gekommen wo Du mich rufft, wenn Deine ausgelassenen Gespielinnen Herr von der Rede von der Horst, bisher Berurtheilten nicht zum größten Theil Redakteure sind, war, Festungshaft zu verzeichnen. Bemerkenswerth ist, daß die angekommen? Für solche närrischen Dämchen bin ich heute Regierungspräsident in Düsseldorf ist über den Kopf sondern meistens Leute, die gesprächsweise die unter Ansämmtlicher Oberpräsidenten hinweg zum Minister des flage gestellten Aeußerungen thaten und dann später Innern ernannt worden. Bei dieser Gelegenheit ist nun denunzirt wurden. Es wurden verurtheilt: eine amtliche Andeutung über den Grund von Am 2. Auguft ein Barbiergebilfe in Stettin zu 3 Köller's Ausscheiden hindurchgefickert. Der Monaten. Am 9. Auguft ein Pantoffelmacher in Reichs- Anzeiger" bringt nämlich folgende Mit- Pinneberg zu 6 Monaten. Am 18. August ein Konditor in Berlin zu 4 Monaten. Am 26. August ein Arbeiter " Indem verschiedene Blätter die Demission des Ministers in Berlin zu 9 Monaten. Am 28. Auguft die Klavierv. Köller auf eine Meinungsverschiedenheit desselben mit dem lehrerin Jaede in Stettin zu 3 Monaten.. Am 4. September Kriegsminister zurückführen, sind wir zu der Erklärung ein Roupletfänger in Berlin zu 6 Monaten. Ami ermächtigt, daß die an sich belanglose Thatsache einer Meinungs- 20. September ein Bigarrenmacher in Krefeld zu 4 Moverschiedenheit zwischen beiden Herren die Ursache des Rücktritts naten.- Am 2. Oktober ein Tapezier in Bonn zu 6 Monaten. Ferdinand Laffalle's Briefe an Georg Herwegh, heraus- des Herrn v. Köller nicht ist. Lettere liegt auf einem anderen Am 6. Oktober der Redakteur Dierl in Berlin zu Am 9. Oktober ein Arbeiter in Stettin gegeben von Marcel Herweg h, mit einem Bild und( auto- Gebiet. Deshalb ist auch die von einigen Zeitungen ver- 6 Monaten. der Am 14. Oktober Redakteur graphirten) Brief Lassalle's sind jetzt in Albert Müller's Verlag, breitete Nachricht, der Kriegsminister habe sich mit einer Be- zu 6 Monaten. „ Sozialist" in Berlin Zürich, erschienen. Es ist ein schöner, wohlausgestatteter Band schwerdeschrift über den Minister des Innern an Se. Majestät des zu 3 Monaten. 163 Seiten. Der Inhalt ist hochwichtig und die den Kaiser gewandt, eine leere Erfindung." 19. Ottober ein Rürschner aus Liegnitz zu 1 Jahr. mitgetheilten Briefe nebst den beigegebenen Erläuterungen Das ist eine sehr interessante Mittheilung, mehr wegen Am 21. Oftober ein dänischer Kapitän in Bremen werfen Licht auf zu fruchtbarste Lebens- deffen, was sie nicht erwähnt, als wegen dessen, was sie 8 2 Monaten und 2 Wochen. periode Lassalle's, sowie namentlich auch auf sein Verhältniß zu erwähnt. Denn weit bestimmter noch als der Streit um ein Schuhmacher aus Gera zu 2 Jahren. at wenig befannt ist. Wir fönnen die Schrift, welche wir dem der Redakteur der„ Bolkswacht" in Breslau zu 4 Monaten.Herwegh, deffen Thätigkeit für die Sache des Proletariats leider die Militärstrafprozeß- Reform war der Köller'sche Angriff ein Kaufmann aus Chemnitz zu 7 Monaten.- Am 22. Oftbr. nächst eingehend besprechen werden, als einen wichtigen Beitrag auf die Sozialdemokratie als Grund für die Amisenthebung Am 22. Oftober ein Redakteur in Wurzen zu 6 Monaten. Und diese Ansicht wird am 23. Oktober ein Redakteur in Hannover zu 4 Monaten. zur Geschichte unserer Partei nur aufs wärmste empfehlen und des Herrn v. Köller angegeben. wünschen ihr die weiteste Verbreitung. amtlich nicht bestritten. Am 29. Oktober der Redakteur Dierl in Berlin zu 6 MoWirklich waren die Punktirerinnen, Lehrlinge, alle in fonntäglichem Anzuge, beschäftigt Guirlanden zu binden, zu ziehen und Lampions anzubringen unter der Leitung des Hausburschen Friedrich. " Was ist denn das für Besuch?" Nun rathe einmal." nicht zu sprechen." Diesmal ist es ein Herr." " " Wie? ein Herr?" " Ja, und zwar ein Offizier." " Du machst mich neugierig." " Es ist zwar ein pensionirter, etwas steifer, ältlicher theilung: Herr, aber er ist Major und von Adel." von ( Fortsetzung folgt.) Literarisches. die letzte und Am Am 21. Oktober Am 21. Oftbr. naten.— Dm 29. Oktober der Redakteur Pfund in Berlin zu 9 Monaten.— Am 29. Oktober der Redakteur Raut- inann in Berlin zu 1 Jahre.— Am 29. Ottober ein T i s ch l e r in Mainz zu 3 Monaten.— Ain 29. Oktober ein Möbel- Transporteur in Magdeburg zu 9 Monaten.— Am 1. November ein Droschkenkutscher in Berlin zu 4 Monaten.— Am 1. November ein Porzellan- maler in Berlin zu 6 Monaten.— Am 5. November ein Müllergeselle in Stettin zu 2 Monaten.— Am S. No- vember ein Redakteur in Erfurt zu b Monaten.— Am S. November eine Arbeiterfrau in Altona zu 2�2 Monaten. — Am 5. November ein Tischlergeselle in Ratibor zu Jahren.— Am 7. November ein Redakteur in Breslau zu 2 Monaten.— Am 7. November der Reichstags- Abgeordnete Dr. Lütgenau in Dortmund zu S Monaten.— Am 8. November ein Arbeiter in Brieg zu 1 Jahr.— Am 13. November der R e d a k t e u r der„Magdeburger Volksstimme" zu 1 Jahr.— Am 14. November«in Handelsmann in Pölitz zu 6 Monaten.— Am 14. November ein Arbeiter in Dresden.— Am 14. November der Redakteur des antisemitischen „Deutschen Michel" zu 2 Monaten Festungshast(Beleidigung der Kaiserin Friedrich).— Am 15. November eine F r a» in Berlin zu 3 Monaten.— Am 15. November ein Redakteur in Kiel zu 9 Monaten.— Am 16. November ein Arbeiter in Breslau zu 2 Jahren.— Am 16. November«in Kaufmann in Naumburg zu 2>/s Jahren.— Am 18. November eine W i t t w e in Hannover zu 5 Monaten.— Am 13. November ein Maurer in Freiburg i. Br. zu 6 Monaten.>- Am 18. November ein Schuhmacher in Pegau zu 6 Monaten.— Am 18. November ein polnischer Arbeiter in Neu-Weißensee bei Berlin zu 5 Mo- ualen.— Am 21 November ein Fabrikarbeiter aus Röhn bei Aachen zu 4 Monaten.— Am 26. November wurde in Berlin wider„U» b e k a n n t" verhandelt; es wurde auf Einziehung der Druckschriften und Vernichtung der Formen und Platten er- kanut.— Am 27. November ein Glasbläser in Haselbach bei Sonneberg zu 3 Monaten.— Am 29. November der R e d a k t e u r der„Ethische» Kultur". Dr. Förster, in Berlin zu 3 Monaten Festungshast.— Am 29. November ein Musiker in Marburg zu 3 Monaten.— Am 29. November ein A r b e i t e r in Berlin zu 1 Jahre.— Am 1. Dezember der Redakteur des„Volksblattes" in Brandenburg zu 2 Monaten.— Am 1. Dezember der Redakteur der„Volksstimme" in Burgstädt zu I Jahre.— Ain 2. Dezember ein A r b e i t s h a u s- I n s a s s e m Zabern zu 9 Monaten.— Am 4. Dezember ein Schlosser in Chemnitz zu 6 Monaten.— *» Deutsches Reich. — Aus dem Etat des ReichsamtS des Innern. Für die Kommission für A r b e i t e r st a t i st i k sind in den Reichsetat 39 006 M. angesetzt. Hiervon entfallen 9006 M. auf Remuneration, Tagegelder. Fuhrkosten-c. für die Mitglieder der Kommisston und 30006 M. zu Kosten für die Aufnahme. Be- arbeitung und Veröffentlichung der Arbeiterstatistik.— Für das Reich s-GefundheilSamt werden 148 600 M. gefordert; somit wird der Etat für die Reichskommission für Arbeiterstalistik und das Gesundheitsamt(187 600 M.) fast um das neunfache von den Auslagen für das P a t e n t a m t(1 620 105 Mark) überstiegen. Für das reichsstaiistische Amt werden 917 605 M., für das Reichs-Versicherungsamt 1 342 790 M.. für die physikalisch-technische Reichsanstalt 287 357 M.. für das Kanalamt 2 533 350 M. gefordert. Der Gesammletat für die fortlaufenden Ausgaben des Reichsamtes des Innern erreicht diesmal die Höhe von 33 567 820 M., demnach übersteigt er die bez. Ausgaben des letzte» Etats dieses Reichsamts um 3 842 175 Mark. An einmaligen Ausgaben des Reichs- amts des Innern find zu erwähnen die Beiträge zur Förderung der deutschen Schiffsklassifikation 20 000 M., die zur wiffenschaftlichen Erforschung des römischen Grenzwalles 44 000 M.(5000 M. mehr als für die Reichskommission für Arbeiterstatistik!!), Beiträge zur Ausschmückung des Reichstags Gebäudes mit Bildwerken 52 000. für die physikalisch-technische Reichsanstalt 400 000 M.. für die dritte Rate zum Denkmal Kaiser Wilhelm I. 1 430 000 M., für die dritte Rate zu einem Dienstgebäude des Reichs-Gesundheitsamts 600 000, für die Kosten der Beniss- und Gewerbezählung 1 400 000 M., für drei Schleppdampfer für den Nord-Ostsee-Kanal 120 000 M. Die einmaligen Ausgaben des Reichsamts des Innern betragen im kommenden Etatsjahr 3 404 700 M., somit 1 909 160 M. weniger als im lausenden Etalsjahr.—- — Die Kommission für die zweite Lesung des bürgerlichen Gesetzbuches ist Sonnabend in die zweite Berathung des EinsührungSgesetzes eingetreten und hofft ihre Arbeit so zu erledigen, daß daS AuSführungsgefetz noch vor Weihnachten an den Bundesralh gelangen kann. Bei diesem Stande der Dinge hält man es der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge nicht für ausgeschloffen. daß J>ie kaiserliche Ermächt' rmächtigung zur Reichstag am 18. Januar, dem l vollzogen werden könne. des bürgerlichen Gesetzbuches im ledenktngi der Kaiserproklaination, — Herr Groschuff, der zum Nachfolger des ver- storbenen Oberreichsanwalts Tessen darf in Aussicht genommen ist, war seit 1892 Senatspräsident beim Kammer- gericht. Groschuff wurde 1865 Gerichtsassessor, 1371 Staats- anwalt beim Kammergericht und 1879 Erster Staatsanwalt in Altona. Bon dort wurde er 1833 in gleicher Eigenschaft an das Landgericht Berlin I berufen. Er blieb hier drei Jahre, gung dieser Nnterschrift nebst AmtSsiegel.» ebenso wie seinen Namen auf zwei als Kaution� hinterlegten I schon ging 1391 als Oberstaatsanwalt nach Celle, wurde aber 1892 als Kammergerichts- Senatspräsident nach Berlin z berufen.— — Die Papierlieferungen für die„Kreuz- Zeitung" haben bekanntlich Herrn v. H a m m e r st e i n Ge iegenheit zu Schwindeleien gegeben. Es hieß nun, daß gegen einen Papierlieferanten eine Anklage wegen Be »Heiligung an der von Hammerstein begangenen Untreue erhoben worden sei. Der Lieferant habe von Herrn v. Hammerstein für das Kilogramm Papier, das 25 Pf. kostete. 40 Pf. erhalten, wo- gegen Herr v. Hanimerstein sich als Entgelt größere Summen als Tarlehen vorstrecken ließ. Zu dieser Mittheilung wird den „Neuest. Nachrichten" von dem hauptsächlich belheiligten Papier Ueseranten geschrieben: Im Januar 1890 wurde zwischen dem Verlag der„Neuen Preußischen Zeitung"(Kreuz-Zeitung) Grafen Finck v. Finckenstein und dem betreffenden Fabrikanten ein Bertrag abgeschloffen, der ihm gegen Darleihen eines Kapitals die Papierl'iefcrungen aus 10 Jahre zusicherte. Das Kapital zuzüglich einer Provision sollte in diesem Zeiträume durch Amortisation zurückerstattet sein; die Amortisation in der Weise erfolgen, daß z» dem Marktpreise, damals 32 Pf. pro Kilo, ein Zuschlag von 25 v. H. gemacht wurde. Es wurden also 40 Pf. berechnet, 8 Pf. Davon auf Amortisationskonto gebracht. AufVeranlafsung des Herrn v Hammer- stein wurde der hohe Preis trotz des Sinkens der Papierpreise belassen. 5>/4 Jahre lang wurden die Rechnungen zu dem Satz von 40 Pf. pro Kilo an der Kasse der„Kreuz-Zeitung" be- zahlt, ebenso die laufenden Zinsen, und ebenso wurde bis zuletzt dem Herrn v. Hammerstein von feiten des Komitees der„Kreuz- Zeitung" Technrge ertbeill. Als nach Suspendirung des Herrn v. Haminerstein von der Redaktion der„Kreuz-Ztg." die Zinszahlung ausblieb, wurde der Vertrag gekündigt. Dabei stellte sich heraus, daß das Komitee der„Kreuz-Zeitung" von der Existenz eines Vertrages in dieser Form nichts wüßte, daß Herr o. Hammerstein, wie aus den Untersuchungs- akten hervorgeht, dem Komitee nachträglich nur eine» von ihm ge- fälschten Papierlieferungsvertrag vorgelegt hatte. Bei einem Vor- legen des Vertrags bei dem Grafen v. Finckenstein in Trossin am 21. Juli er. erklärte dieser seine unter dem Aktenstück befindliche Unterschrift, wie die Beglaubi- Accepten für gefälscht. Die Anzeige beim Staatsanwalt erstattete das Komitee der„Kreuz-Zeitung". Eine Vorladung beim Untersuchungsrichter zum 2. August wurde vertagt; es er- folgte die Vernehmung erst gegen den 20. September. Hieraus ist ersichtlich, daß Freiberr v. Hammerstein ebenso die„Kreuz Zeitung" wie den Papierlieferanten durch seinen Betrug geschädigt hat. Da nun Herr v. Hammerstein entgegen den Bestimmungen des Vertrages noch andere Papier- lieferanten herangezogen hatte, so könnte sich die Notiz über die Anklage, wenn sie wahr ist, wohl nur auf jene bezichen. Herr v. Hammerstein ist mithin Fälscher und Schwindler schon vor fünf Jahren gewesen. Daß der Papierlieserant sich 5,/i Jahre lang 40 Pfennig für das Kilo Papier zahlen ließ. läßt sich schwer mit einer normalen Geschäflspraxis in Einklang bringen, zumal nicht gesagt ist, ob, wie anscheinend ursprünglich 3 Pfennig, später 15 Pfennig auf Amortisationskonto gebracht wurden. Auch wäre es nicht überflüssig, Aufklärung darüber zu geben, ob der Lieferant noch nach dem Januar 1890 Herrn v. Haminerstein Darlehne gemährt hat.—- Hamburg, 7. Dezember. Der nationalliberal Ansturm gegen das Wahlrecht. Was noch ein bischen Selbstgefühl hat in der liberalen Bourgeoisie Hamburgs, lehnt sich gegen die nationalliberale» Reaktionsversuche auf. Der Vorstand der freisinnigen Volkspartei Hamburgs veröffentlicht einen Einspruch.' gegen das Vorgehen des Reichstags-Wahlverems gegen das Reichstags-Wnhlrecht. Die große Protestversammlung, die beschlossen wurde, soll, weil zur Zeit wegen des Weihnachts- Marktes kein paffender Saal aufzutreiben ist, erst im Januar stattfinden.— Herford, 9. Dezember. Amtliches Wahlresultat der Reichstags-Stichwahl im Reichstags-Wahlkreis Herford- Salle 2: Quentin, Bürgermeister in Herford(lib.), 3953 timmen. Weihe Amtsgerichtsrath in Bünde(kons.) 3626 Stimmen Quentin ist somit gewählt.— Miinchen, 9. Dezember.(Kammer der Abgeord- neten.) Abg. Grillenberger(Soziali st) begründet die Interpellation, betreffend die Stellung der bayerischen Re gierung zur neuen Z» ck e r st e u e r- V o r la g e, mit dem Hin- iveise, daß die neue Vorlage die Inlandspreise be- deutend steigern, ferner die kleinen Rüben Produzenten schädigen und nur den großen Fabri> kanten Vortheile bringen werde. Der Mini st erpräsident Frhr v. Crailsheim führte in seiner Erwiderung aus, daß das Reichsgefetz vom 9. Juni 1895, betreffend die Zuckerprämien, sei in der Hoffnung erlassen worden, daß bezüglich der Prämiengewährung eine Vereinbarung mit den in betracht kommenden anderen Staaten erzielbar sei. Diese Hoffnung habe sich bisher nicht erfüllt. Daher liege die Erwägung nahe, durch andere Maßnahmen aus die Herbeiführung einer Verständigung bezüglich der Prämien hinzuwirken. Außerdem seien Bestimmungen angeregt, um die kleineren Betriebe kon- kurrenzfähig zu erhalten, eine Ueberproduktion zu ver- hüten, sowie auch die Reichskasse gegen eine etwaige Mindereinnahme sicher zu stellen. Die bayerische Regierung sei noch nicht in der Lage, sich definitiv über ihre Stellung zu der Vorlage zu erklären, welche im Bundesrathe zwar eingebracht,"aber dort noch nicht durchberathen sei. Die bayerische Regierung trete immer für thuulichste Beseitigung der Prämien ein, erachte es aber als ihre Pflicht, au der Erörterung eveu- tueller Maßnahmen zu gufflen der wichtigen Zuckerindustrie allen Ernstes theilzunebmeu. Aba F eiherr v. Slauffenberg(lib.) bekämpfte eingehend alle ßu> T�eile der neuen Vorlage, die Prämienerhöhung sowohl, als die Erhöhung der Verbrauchs steucr und die Kontingentirung als ein gefährliches Experiment, aus welchem der Zuckerindustrie kaum ein Bortheil. dagegen weiten Bolkskreisen ernste Schädigung erwachsen würde. Der Prämienerhöhung würden andere Staaten in gleicher Weise nach folgen. Das schließliche Ergebniß sei nur, daß die Zuckerpreise im Auslände sinken und im Jnlande steigen. Abg. Natzinger polemisirte gleichfalls gegen die neue Vorlage. Finanzminister v. Riedel gab einen ziffermäßigen Ueberblick über die Ausdehnung und Bedeutung der Zuckerindustrie und betonte, die Vorlage komme auch den kleinen Landwirthen zu gute; die Frage des Gedeihens der norddeutschen Zuckerindustrie berühre auch die bayerische Landwirthschaft, deren Wohlergehen die bayerische Regierung stets im Auge behalte. Nachdem noch der Führer des Zentrums, Abg. Orterer, die Vorlage in längerer Ausführung bekämpft hatte, war die Interpellation erledigt.— Stuttgart, 7. Dezember. Be, den Gemeinderakhswlchlen siegte die Llste der vereinigten bürgerlichen Parteien und der Bürgervereine.— Wie«, 7. Dezember. Oesterreich. Das Abgeordnetenhaus — Fakultative Feuerbestattung in Würt t e m b e r g. In der Freitagsfitzung der württember- [ifchen Abgeordnetenkammer wurde über die Ein ührung der fakultativen Feuerbestattung in Württemberg«ine sehr lebhafte Debatte geführt. Der Antrag der Kommisflon:„An die kgl. württembergische Regierung die Bitte zu richten, die Ein führung fakultativer Feuerbestattung in Württemberg zu zu- lasse n", gelangte sodann, obwohl die Herren Privilegirten und die Zentrumsmänner energisch gegen diese Neuerung protestirte» und mit den lächerlichsten Gründen die„tausendjährige christliche Sitte" verlheidigten, in namentlicher Abstimmung mit 44 gegen 40. Stimmen zur Annahme.— Mannheim, 6. Dezember. Eine Art Seitenstück zu dein fnrter Beleidigungsprozeß gegen den Ersten Staatsanwalt z spielte sich heute vor dem Schöffengericht in MäWheim ab. Der Amtsrichter Neckel hatte sich wegen Beleidigung des Redakteurs der in Frank- furt a. M. erscheinenden„Kaufmännischen Presse", Dr. Qu a rck, z» verantworten. Die„Kaufmännische Presse" hatte in einem „Fort mit der freien Station" überschriebcnen Artikel Mißstände in dem Mannheimer Handlungshause Johann Schreiber aufgedeckt und dabei u. a. erwähnt, es sei ein KommiS, der sich über die zum Abendtisch gegebenen faulen Eier beschwert habe, vom Prinzipal mit Ohrfeigen traktirt worden. Dieser Austritt wurde Gegenstand einer Anklage gegen den Chef des Haufes Schreiber, und das Schöffengericht ver- urtheilte diesen auch wegen thätlicher Beleidigung zu einer Geld- strafe von 60 M. In der Urtheilsbegründnng hob Amtsrichter Neckel, der den Vorsitz führte, als strafmildernd hervor, daß Schreiber stch in einer begreiflichen Erregung be- funden und durch den unverschämten und g e- h ä s s i g e n Artikel der„Kaufmänn. Pr." scdon genug gestraft sei. Dr. Quarck erhob wegen der Ausdrücke„unver- schänit' und„gehässig" Privatklage gegen den Amts- r i ch t e r. Das Amtsgericht wies diese ab. auf die eingelegte Beschwerde hin wurde sie aber vom Landgericht für zulässig erklärt. Heute fand die Verbandlung statt. Der Vertreter der Klage wies auf die grundsätzliche Bedentnng der Klage hin. Es widerspreche dem Begriff des Rechtsstaates, daß ein mit der Autorität des Staates umkleideter Beamter ohne Grund Aus- drücke gegen einen Staatsbürger gebrauche, die im gewöhnlichen Leben als schwere Ehrenkränkung aufgefaßt würde». Der Ver- lheidiger des persönlich nicht erschienenen Beklagten gab vor seinem Plaidoyer die Erklärung ab, Amtsrichter Neckel habe die gebrauchten Ausdrücke nicht als eigene An- ficht, sonder» als Auffassung des Gerichts, also der Schöffen vorgetragen. Das Urtheil lautete auf Freisprechung des Amtsrichters. Das Gericht war der Iiificht, daß dem Verklagten der Schutz des K 193 R.-Str.-G.-B. zukomme; er habe das Recht, Ausdrücke, wie die beanstandeten, bei der U r t h e i l s b e g r ü n d u n g zu verwenden.— er- ledigte das Bergtnspekto'ren-Gesetz in zweiter Lesung und nahm hierbei Anträge an, nach welchen zu dem montanistischen Beirathe auch Arbeiter und Ver- tceter der Handelskammern zuzuziehen seien. Die R e- solution des Abg. Vernerstorffer, durch welche die Regierung aufgefordert wird, noch im Laufe der Session einen Gesetzentwurs vorzulegen, betreffend die Inspektion der Bergwerke durch freigewählte, staatlich be- soldete, von den Bergwerksbesitzern un- abhängige Delegirte der Bergarbeiter, wurde ebenfalls angenommen. Es folgte sodann die Verhandlung über den Dringlich- keits-Antrag des Abg. B är n r ei t h er(deutsch-national) betreffend den von demselben gestern eingebrachten Gesetzentwurs zum SchutzederWahlsreiheit. Der In st i, minister Graf Gleisbach erklärte, die Regierung werde stch zu dem Antrage entgegenkommend verhalten; sie glaube sich in vollständigem Einverständniß mit allen Parteien, wenn sie den Intentionen, daß bei den Wahlen die wirkliche Absicht der Wahl- berechtigten zum Ausdruck komme, Unterstützung entgegenbringe und die Hand dazu biete, daß die dahingehenden Bestimmungen des Strafrechts eine Verschärfung erfahren. Im Prinzip habe daher die Regierung gegen die Absichten des Antrages nichts einzuwenden, behalte sich jedoch vor, im Ausschuß zu den einzelnen Paragraphen Slelluiig zu nehmen.(Beifall.) Abg. Pininski(Pole) wünschte die Ueberweisung des Antrages an den permanenten Strafgesetz-Ausschuß. Die Abgg. Menger (lib.), Lueger(Antisem.) und Brzorad(Jimgczeche) erklärten sich für die Dringlichkeit. Abg. Bärnreither erklärte sich mit der Ueberweisung an den permanenten Strafgesetz-Ausschuß einver- standen. Die D r i n g l i ch k e i t wurde sodann angenommen, der Autrag dem permanenten Strafgesetz-Ausschuß überwiesen; der Ausschuß solle baldigst Bericht erstatten. Der Regierung ist der Antrag, der sich speziell gegen die in Galizien üblichen Wahlbeeinfluffuugen richtet, recht unbequem, sie wagt es aber nicht, ihn direkt zu bekämpfe».— Frankreich. — RepliblikanischeSehnsuchtuachMajeft ittS-- beleidigungs-Prozessen. In PariS wird das Gerücht besprochen, daß eine bedeutende Kammergruppe die Einbringung eines Gesetzentwurfs beabsichtige, wonach die Person des Präsidenten der Republik gegen alle beleidigenden Angriffe so- wohl in der Presse wie auch in der Kammer wirksamst geschützt werden soll. Für das Kraftbewuhtsein der Republik spricht dieser An- trag nicht.— England. London, 7. Dezember. Der gestern zum Parlaments- Abgeordneten der Universität Dublin erwählte Unionist, der bekannte Geschichtsschreiber und Verfasser der„Ge- schichte der Aufklärung in Europa". Professor W. E. H Lecky, ist 57 Jahre alt. Sein Gegner bei der Wahl, Wright, ist gleich- falls Unionist. Einen anderen Bewerber hätte die irische Hoch- schule, die auf der Grundlage der englischen Staatskirche als geistige Hochburg Englands in Irland gegründet wurde, niemals aufgestellt. Zur Wahl berechtigt sind die Mitglieder des Lehr- k ö r p e rs, sowie sämmtliche Graduirle der Universität. Auf Lecky fielen 1757 und auf Wright 1011 Stimmen. Sämint- liche jetzige und frühere Mitglieder der Korporation befitzen das Slimmrecht. Die Gegner Lecky's suchten namentlich das gegen ihn anzuführen, daß er ein Freigeist sei. Während der Wahl erklärte Lecky offen, daß er diese Frage nicht beantworten, sondern lieber aus feine Erwählung verzichten würde,«he er eine parla- mentarische Vertretung von einer bestimmten Glaubensrichtung abhängig gemacht sehen wollte. Eine große Anzahl Geistliche haben trotzdem die Wahl des muthigen Mannes unterstützt.--- Rumänie». Bukarest, 8. Dezember.(Deputirtenwahlen). Die Regierung hat bei der Wahl im ersten Wahlkolegium den üblichen großen Sieg erfochten. Neben 72 NegierungSkandidaten wurden blos drei Konservative gewählt. Die Kandidaten der Juaimisten, einer kleinen aber rührigen modernen Partei, darunter ihr Führer der ehemalige Minister Carp, sind unterlegen.— Serbien. Beigrad, 8. Dezember. Dem„Videlo" zufolge ist zwischen Serbien und Griechenland ein Uebereinkommen ge- troffen worden zur Abwehr bulgarischer Umtriebe in Macedonien.— Türke!. Konstantinopel, 7. Dezember. Au» amtlicher türkisch« Quelle kommt die Meldung, daß eine Anzahl als Georgier verkleideter und mit Henry- Martini- Gewehren bewaffneter Aufrührer bei Sakardghi in der Nähe von Sivas 14 mohamedanische Reisende überfielen und 5 von ihnen gefangen. nahmen. Ferner machten die Aufrührer 11 Mohamedanev, darunter 2 Frauen zu Gefangenen, erdrosselten alle männlichen Gefangenen, nachdem sie ihnen die Ohren abgeschnitten und die Augen ansgestochen hatten, und schleppten die Frauen fort. Diese Thaten seien augenscheinlich von russisch-armcnischen Aufwieglern ins Werk gesetzt, um dicMohamedaner zu ähnlichen Ausschreitungen zu veranlassen und dann die öffentliche Meinung gegen die Mohamedaner aufzureizen. Die türkischen Behörden bieten alles auf, um Gewaltthäligkeiten zu verhindern.— Konstantinopel, 9. Dezember. Vorgestern Nacht wurden in den in ohameda irischen Quartieren zahlreiche Plakate vorgefunden, welche gegen das gegenwärtige Regierungssystem schwere Anklagen erheben und zur Vereinigung der Ulemas, Militärs und Beamten ohne Unterschied der Nationalität und der Religion sowie zur Entsendung von Deputationen an die Gouverneure der Provinzen und an die Pforte auffordern, um die Stimmung und die Wünsche der Osinanlis kund zu machen. In den Plakaten wird 'erner gesagt, daß keine Absicht bestehe, eine Metzelei oder einen Aufstand ins Werk zu setzen und zwischen Mohamedanern und Christen einen Unterschied zu machen. Grausamkeiten des Despotismus seien nnvermeid- lich. wenn die Vereinigung des Volkes mangele. D i e oldaten seien keine Henker und würden nicht auf ihre Brüder schießen. Die Freiheit werde nicht freiwillig verliehen, sie müsse verlangt werden.„Fordern wir", heißt es in den Plakaten,„eine Versammlung unterrichteter, menschenfreundlich gesinnter Männer und die Berufung volksthünilicher, ehrbarer und fähiger Persönlichkeiten an die Spitze der Regierung." Die Proklamation schließt mit einer etwas dunkel gehaltenen Drohung 'ür den Fall, daß die Fordcrung der Mitarbeit des Landes an den Re- zierungsgeschäften im Interesse aller OsmanliS unerhört blieb«. Die Plakate tragen die Unterschrift:„Das ottomanische Komitee für Fortschritt und Einigkeit."— Zahl- reiche Verhaftungen wurden vorgenommen; die in letzter Zeit üblichen militärischen und sonstigen Vor- sichts maßregeln wurden erheblich verstärkt. Dem Vernehmen nach stehen hier wieder neue Greuel bevor. Den Anlaß dazu dürfte eine von den Anhängern Said Paschas und dem türkischen Komitee vorbereitete große Demon- Iration bieten. Auch in den Provinzen ist die rregung wieder im Wachsen. In Palastkreisen heißt es, daß sich Said Pascha nur durch die Flucht vor der Ermordung geschützt habe, die bejchlosfene Sache gewesen sein soll.— Der Sultan schwebt in steter Todesangst. Dies beweist die folgende Meldung: AlS der Sultan am Freitag nach dem Selamkik die Moschee verließ, gelang es einem Manne in türkischer Kleidung, welcher eine Bittschrift in der Hand hielt, den Truppenkordon zu durch brechen. Der Mann stürzte bis zum Wagen des Sultans vor; er wurde sofort verhaftet. Der Sultan war höchst erschreckt und wurde sehr bleich. Von dem Inhalt der Bittschrift ist nichts bekannt. Botschaft liegen folgende weitere Nachrichten vor: " 3. Der Reichstag wolle befchließen: Die verbündeten Re- 1 Alter von 81 Jahren aus dem Leben gefchieben. Seit früher gierungen zu ersuchen, dem Reichstage bis zur nächsten Session Ingend bis zu seinem Lebensende hat er treu zur Fahne der einen Gesezentwurf vorzulegen, durch welchen Freiheit geftanden und war namentlich auch unter dem SozialistenI. die Errichtung von Gewerbegerichten obliga gefet für unsere Sache eifrig thätig. torisch gemacht, und deren Zuständigkeit auf die Entscheidung Polizeiliches, Gerichtliches 2c. von Streitigkeiten ausgedehnt wird, die aus dem Lohn-, - Zur Flucht Said Pascha's in die englische Arbeits- und Tienfiverhältniß aller im Gewerbe, Bergbau, Land- w a cht". Genosse Bruhns war angeklagt auf grund§ 17 des Preßprozeß gegen die Breslauer VolksDa der Sultan die Erfolglosigkeit seines Vorgehens einsah, und Forstwirthschaft, Fischerei, Handel und Verkehr oder als deutschen Preßgefeßes( wonach die Veröffentlichung einer Anklagebat er die Botschafter, bei Said Pascha zu vermitteln; dieser Gesinde beschäftigten Personen entstehen; schrift, ehe der Prozeß zur Verbandlung gekommen, mit Geld-, Bitte entsprach der österreichisch ungarische Botschafter im II. die Theilnahme an den Wahlen und die Be Haft- oder Gefängnißstrafe bedroht ist), weil er Bruchstücke aus Namen feiner Kollegen. Infolge ihrer Besprechung am rufung zu Mitgliedern eines Gewerbegerichts der Majestätsbeleidigungs- Anklage gegen Genossen Zahn in seinem 5. d. M. üben die Botschafter aber keinen Druck auf Said Pascha auf die in den genannten Berufen beschäftigten weiblichen Blatte veröffentlicht hatte. Der Gerichtshof nahm an, daß wegen seiner Rückkehr aus, sondern lassen ihm volle Freiheit des Personen ausgedehnt wird; Bruhns im Moment der Artikelabfassung das Bewußtsein, Handelns. Said Pascha befindet sich noch in der englischen III. die Verleihung des Wahlrechts und der Wählbarkeit eine strafbare Handlung zu begehen, nicht gehabt habe. Das Botschaft. Zwei Abgesandte des Sultans begaben sich zu ihm, auf das vollendete zwanzigste Lebensjahr herab- Urtheil lautete auf 50 M. oder zehn Tage Haft. um ihn zu ersuchen, in seine Wohnung zurück zu kehren. Said gesetzt wird. Sächsisches. Tem Vorsitzenden Tem Vorsitzenden des Gesang Bascha bestand aber auf seiner Weigerung, weil er den Ver 4. Der Reichstag wolle beschließen: die verbündeten Re vereins, Solidarität" ing widau ist an Polizeiftelle mit sprechungen, welche ihm gemacht wurden, nicht glaubt; Said gierungen zu ersuchen, dem Reichstage bis zur nächsten Seifion getheilt worden, daß der Verein, weil sich Mitglieder darunter ſcheint das Land verlassen zu wollen. Auf jeden Fall einen Gefeßentwurf vorzulegen, wodurch die regelmäßige befänden, die sozialdemokratische Tendenzen verfolgten, unter das wird er die englische Botschaft ohne eine Garantie der Mächte tägliche Arbeitszeit für alle im Lohn, Arbeits- und Vereinsgesetz gestellt würde. Der Vorsitzende muß demzufolge die nicht verlassen. In einer gestern stattgehabten Zusammen. Dienstverhältniß im Gewerbe, Industrie-, Handel- und Verkehrs. Gesangsabende der Polizei anmelden und die Ueberwachung der tunft der Botschafter wurde die Handlungsweise des englischen wesen beschäftigten Personen auf acht Stunden festgesetzt wird. Sänger wird nicht ausbleiben. Botschafters Currie, Said Zuflucht zu gewähren, gebilligt; auch die Gegen Genossen Hoch in Hanau ist schon wieder Muselmänner sprechen sich lobend über die Handlungsweise Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage bis zur nächsten eine Untersuchung eingeleitet worden und zwar wegen eines vor Currie's aus. Alle Depeichen nach dem Auslande, welche Mit- Cession einen Gesezentwurf vorzulegen, wodurch sämmt furzer Zeit in Frankfurt gehaltenen Vortrages über die Lehren theilungen über die Flucht Said Pascha's enthalten, werden liche Landesgefeßlichen Sonder bestimmungen aus der Geschichte der Arbeiterbewegung in England. Die Anunterdrückt. In der Umgebung der englischen Botschaft find seit über die Rechtsverhältnisse der land. und zeige beruht auf einem Bericht des überwachenden Beamten, der Mittwoch Polizeibeamte aufgestellt. Denn Mitgliedern der Bot- forstwirthschaftlichen Arbeiter und des Ge- nur aus einigen wenigen, aus dem Zusammenhang geriffenen schaft, welche sich auf der Straße sehen lassen, folgen Geheim- indes zu ihren Arbeitgebern bezw. zu ihrer Säßen besteht. polizisten. In der vergangenen Nacht waren die englischen Kriegs- Dien ft herrschaft aufgehoben werden In Budapest wurde wie das Wolff'sche Bureau schiffe„ Cockatrice" und" Imogene" von Booten der türkischen deren Stelle die Bestimmungen der Reich 3- Gewerbe meldet am Sonntag eine Arbeiterversammlung wegen maßBehörden umringt, weil man befürchtete, Said Pascha würde Ordnung treten. lofer" Angriffe auf Regierung und Parlament aufgelöst; in fich an Bord der Kriegsschiffe flüchten. Gegen Morgen Alt Ofen genügte schon die angeblich unpatriotische" Aeuße entfernten sich die Boote von den Kriegsschiffen. Der 6. Geset wegen Aufhebung der dem Statt- rung eines Führers der Sozialisten", daß den Arbeitern eine englische Botschafter Currie hat bei der Pforte energi- balter von Elsaß- Lothringen übertragenen Versammlung durch Auflösung illusorisch gemacht wurde. In der schen Widerspruch erhoben. In türkischen Kreisen wird außerordentlichen Gewalten: ersterwähnten Versammlung wurden 2 Personen verhaftet. versichert, Said Pascha habe nicht nur teine Verfolgung Die dem Etatthalter von Elsaß- Lothringen durch den§ 2 zu gewärtigen, sondern der Sultan beabsichtige sogar, ihm einen des Gefeßes, betreffend die Verfassung und Verwaltung ElsaßBeweis feines höchsten Vertrauens durch neuerliche Berufung Lothringens, vom 4. Juli 1879( Reichs Gefeßbl. S. 165) über zum Großvezier zu geben, jedenfalls ihm aber Sicherheit zu tragenen außerordentlichen Gewalten( Gefeß, betreffend die Eingarantiren, sofern er zurückkehrt. Eine gleiche Wittheilung richtung der Verwaltung vom 30. Dezember 1871, Gefegblatt für unsere Forderung dahin, einen einheitlichen Lohntarif auch in wurde auch den Botschaftern gemacht mit dem Ersuchen, sie zui Elsaß Lothringen 1872 S. 49) find aufgehoben. Kenntniß Said Pascha's zu bringen; letzterer, welcher ins Aus land abzureisen gedenkt, lehnte dies Ersuchen ab. Nach telegraphischen Berichten, welche der Köln. 3tg." über London aus Konstantinopel zugegangen find, bestätigt es sich, daß die englische Botschaft fortgesezt von Spionen und farten Patrouillen umgeben ist. Die„ Köln. 3tg." nimmt an, daß der Argwohn des Sultans Said Pascha zum Verschwörer gestempelt und die Flucht deffelben eine Be ftätigung sei, daß die vielen über den Sultan und dessen Palast wirthschaft umlaufenden Gerüchte auf Wahrheit beruhen. Kuba. Insurgentenschaaren unter Führung von Gomez und Maceo gelang es, in die Provinz Santa Clara einzudringen, um die Pflanzungen und die Eisenbahnen zu zerstören. Die Insurgenten überraschten eine Kolonne spanischer Truppen unter dem Befehl des Hauptmanns Eegura, welche einen Transport Waulthiere begleitete. Bei dem Zusammenstoße fielen 9 Soldaten, doch gelang es der Kolonne, sich frei zu machen. Andere Jn surgentenschaaren sind an den Grenzen der Provinz Matanzas angekommen und marschiren auf Villas. Die spanischen Truppen marschiren ihnen entgegen. Ein Kampf steht bevor. Parlamentarisches. Die Sozialdemokratische Fraktion wird morgen folgende Initiativanträge einbringen: 1. Gesey, betreffend die Abänderung des Straf gefegbuch für das Deutsche Reich. Die§§ 95, 97, 99 und 101 des Strafgesetzbuchs für das Deutsche Reich sind aufgehoben. Die aufzuhebenden Bestimmungen lauten: § 95. Wer den Kaiser, seinen Landesherrn oder während seines Aufenthalts in einem Bundesstaate, dessen Landesgegangenen Rechte erkannt werden. 5. Der Reichstag wolle befchließen: die verbündeten und an 7. Gesetz wegen Einführung des Reichsgefeßes für die Presse in Elsaß Lothringen. Das Gesetz über die Presse vom 7. Mai 1874( Reichs Gesetzblatt S. 65) tritt am 1. April 1896 für Elfaß- Lothringen in fraft. Ordnung in Elsaß- Lothringen. 8. Gefeß betreffend Einführung der Gewerbe Fassung, welche durch Artikel 16 des Gesetzes vom 1. Juli § 1. Die Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich in der 1883, betreffend Abänderung der Gewerbe Ordnung( Reichs Gesetzblatt S. 159), durch das Gesetz vom 8. Dezember 1884 wegen Ergänzung des§ 100 e des Gefeßes, betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung, vom 18. Juli 1881( ReichsGesetzblatt 1884. 255), durch das Gesetz vom 23. April 1886, betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung( Reichs- Gesez blatt S. 125), durch das Gesetz vom 6. Juli 1887, betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung( Reichs- Gesetzblatt S. 218), durch das Gesetz, betreffend Abänderung der Gewerbe Ordnung, vom 1. Juni 1891( Reichs Gefeßplatt S. 261), sowie durch die vom Bundesrath in Ausführung der ihm durch die Gewerbe Ordnung ertheilten Vollmachten gefaßten und vom Reichstag genehmigten Beschlüsse festgestellt ist, tritt in ElsaßLothringen in kraft. § 2. Die§§ 1, 2, 3, 4, 5 und 7 des Gesetzes, betreffend die Einführung der Gewerbe Ordnung in Elsas Lothringen vom 27. Oftober 1888( Reichs- Cfetblatt S. 57) find aufgehoben. § 3. Alle mit diesem Gesetz in Widerspruch stehenden landesgesetzlichen Bestimmungen und V.1ortnungen sind aufgehoben. § 4. Dieses Gefeß tritt am Tage seiner Verkündigung in fraft. Bundesstaaten und in Elsaß Lothringen: 9. Gefet, betreffend die Voks vertretung in den folgenden Zufaz:" In jedem Bundesstaat und Der Artikel 3 der Verfassung des Deutschen Reichs erhält Gewerkschaftliches. Achtung, Mänteluäherinnen Berlins! Bekanntlich geht der Mäntelbranche zur Geltung zu bringen. Die unterzeichnete Kommission ist mit dem Tarif soweit fertig, daß er in nächster Zeit der Deffentlichkeit übergeben werden soll; bevor jedoch dieses gefchieht, ist es nöthig, daß die betheiligten Arbeiter und Arbeiterinnen erst noch ihr Gutachten darüber abgeben. Zu diesem Zweck wird Mittwoch, den 11. Dezember, abends 81/2 Uhr, Oranienstraße 180 bei Rautenberg( früher Hoffmann) eine Werkstatt- und Geschäfts. Delegirtenfigung abgehalten, wo über den Tarif nochmals eingehend berathen werden soll. Es ist nöthig, daß speziell die Mäntelnäherinnen in dieser Sigung erscheinen und dazu beitragen, daß der Tarif auch den Wünschen der daran Betheiligten entspricht. Die Fünfer tommission. J. A.: A. Zander. Aus Prag wird telegraphirt: Die Buchdruckereibefizer Böhmens beschlossen, die neunstündige Arbeitszeit einzuführen sowie den Lohn um 10 pCt. zu erhöhen. Es handelt sich dabei um die Einführung des zwischen den Buchdruckereibesizern und Buchdruckergehilfen Oesterreichs zu stande gekommenen allgemeinen Tarifs. Gerichts- Beitung. In Potsdam sollte am Montag, den 9. d. M., gegen den Assessor Wehlan vor der dortigen Disziplinarkammer verhandelt werden. Die Verhandlung ist jedoch vertagt worden. Es handelt sich bekanntlich um zahlreiche Mißhandlungen Schwarzer, deren Wehlan sich als kaiserlicher Beamter in den Kolonien schuldig gemacht haben soll. Eine für alle Stadtgemeinden wichtige Entscheidung hat das Oberlandesgericht zu Dresden getroffen. Die 1840 ge borene Frau Händlerin Marie Selma verw. Advokat Schiffner Leisnig war am 9. Februar 1893 beim Wasserholen in der Nähe eines öffentlichen Eruckständers infolge Glatteises gefallen und hatte den rechten Unterarm in der Nähe des Handgelenks oder mit Festungshaft von zwei Monaten bis zu fünf Jahren Elsaß- 2othringen muß eine aufgrund des all Klage auf 450 M. jährlichen Schadenersatz gegen die Leisniger bestraft. Neben der Gefängnißstrafe kann auf Verlust der bekleideten gemeinen gleichen, direkten und geheimen Wahl- Stadtgemeinde an. Bom Reichsgericht wurde die Berechtigung öffentlichen Aemter, sowie der aus öffentlichen Wahlen hervorzu wählen und gewählt zu werden, haben alle über 20 Jahre vom Oberlandesgericht der zu zahlende Betrag auf 150 M. pro rechts gewählte Vertretung bestehen. Das Rechi sur Forderung eines Schadenersatzes anerkannt und nachmals Geschlechts in dem Bundesstaate, in dem sie ihren alten Reichsangehörigen ohne Unterschied des Jahr festgesetzt. Wohnsitz haben. Die Zustimmung dieser Vertretung ist zu jedem andesgesetz und zur Feststellung des Staatshaushalts- Etat erforderlich." 96. Wer einer Thätlichkeit gegen ein Mitglied des landes herrlichen Hauses seines Staats oder gegen den Regenten seines Staats oder während seines Aufenthalts in einem Bundesstaate einer Thätlichkeit gegen ein ein Mitglied des landesherrlichen Hauses dieses Staats oder gegen den Regenten dieses Staats fich schuldig macht, wird mit Zuchthaus nicht unter fünf Fahren oder mit Feftungshaft von gleicher Dauer, in minder schweren Fällen mit Buchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Festungshaft von gleicher Dauer bestraft. Sind mildernde Umstände vorhanden, so tritt Festungshaft von einem bis zu fünf Jahren ein. 97. Wer ein Mitglied des landesherrlichen Haufes feines Staats oder den Regenten seines Staats oder während seines Aufenthalts in einem Bundesstaate ein Mitglied des landes herrlichen Hauses dieses Staats oder den Regenten dieses Staats beleidigt, wird mit Gefängniß von einem Monat bis zu drei Jahren oder mit Festungshaft von gleicher Dauer bestraft. 99. Wer außer dem Falle des§ 95 einen Bundesfürsten beleidigt, wird mit Gefängniß von einem Monat bis zu drei Jahren oder mit Festungshaft von gleicher Dauer bestraft. Die Verfolgung tritt nur mit Ermächtigung des Beleidigten ein. Der Prozeß gegen den Buchhalter Richard Büsing, welcher in den Schleicher'schen Geschäft Unterschlagungen in Höhe von etwa 100 000. begangen und diese Unterschleife durch Fälschung der Bücher jahrelang verborgen hatte, wurde am Sonnabend vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I zu 10. Gefeß, betreffend die Abänderung dea Artikels 31 des Gefebes, betreffend die Berende geführt. Der Gerichtshof konnte sich der Ansicht der fassung des Deutschen Reich 3 vom 16. April 1871. Bertheidigung, daß Büsing die Strafthaten im Zustande der Einziger Artikel. Der Artikel 31 des Gefeßes, betreffend die Unzurechnungsfähigkeit begangen habe, nicht anschließen, obgleich der Angeklagte mehrfach wegen Nerventeidens behandelt worden Verfassung des Deutschen Reichs vom 16. April 1871( Bundes: ist. Das Urtheil lautete auf 2 Jahre 3 Monate Gefängniß und Gefeßblatt 1871 G. 63), wird wie folgt abgeändert: Artikel 31. Ohne Genehmigung des Reich tages fann fein fünfjährigen Ghrverlust. Mitglied desselben während der Sigungsperiode verhaftet oder wegen einer mit Strafe be: Depeschen und lehte Nachrichten. drohten Handlung zur Untersuchung gezogen werden, außer wenn es bei Ausübung der That oder im Laufe des nächstfolgenden Tages ergriffen wird. Auf Verlangen des Reichstags muß jedes Strafverfahren gegen ein Mitglied desselben und jede Untersuchungs-, Straf- oder Zivil: haft für die Dauer der Sigungsperiode aufgehoben werden. 11. Der Reichstag wolle beschließen: die verbündeten Re: gierungen zu ersuchen, dem Reichstage bis zur nächsten Session einen Entwurf für ein Reichs- Berggesez vorzulegen. Partei- Machrichten. Stettin, 9. Dezember.( W. Z. B.) Dem brasilianischen Panzerschiff 24 de majo" brach auf der Fahrt von Swinemünde hierher in der Kaiserfahrt die Ruderpinne, daffelbe fam infolgedessen auf Grund. Zwei Eisbrechern von hier gelang es, den Panzer flott zu machen. Er wird voraussichtlich heute Abend an der Werft des„ Vulkan" eintreffen. Schwerin i. Meckl., 9. Dezember.( WT. B.) Die Regierung beantragte beim Landtage 21/2 Millionen Mark Landeshilfe für den Kanalbau Wismar- Schwerin zu bewilligen, wodurch eine Verbindung der Ditsee mit der Elbe hergestellt würde. Der Antrag wurde an eine Kommission verwiesen. Wien, 8. Dezember.( B. H.) Die eiferne Kaffette des zweiten Kaiser Jägerregiments wurde im Hofe der Rennweger Kaserne erbrochen und ihres Inhalts 1800 Gulden in baar und ein hoher Betrag in Werthpapieren beraubt aufgefunden. Der Thäter konnte bisher nicht ermittelt werden. Bern, 9. Dezember.( B. H.) Ein fürchterlicher Drtan und ein Erdbeben wüthete gestern im Dorfe Guttman. Die Dächer wurden zerstört und heruntergeriffen, etwa ein Drittel der gesammten Häuser stark beschädigt. 101. Wer außer dem Falle des§ 97 den Regenten eines Bundesstaates beleidigt, wird mit Gefängniß von einer Woche bis zu zwei Jahren oder mit Festungshaft von gleicher Dauer bestraft. Die Verfolgung tritt nur mit Ermächtigung des BeLeidigten ein. 2. Geset, betreffend das Recht der Versammlung Dr. Leopold Jacoby der Dichter von: Es werde Licht!, und Vereinigung und das Recht der Koalition. einer der besten Vorfämpfer unserer Sache, liegt augenblicklich im § 1. Die Reichsangehörigen ohne Unterschied des Krankenafyl zu Neumünster, Zürich. Seit unseren Freund und Geschlechts haben das Recht, sich zu versammeln. Zur Mitarbeiter vor drei Jahren ein Schlaganfall traf, hat er fort Veranstaltung und Abbaltung von Versamm während gekränkelt. Möge ihm, der noch in den besten Jahren lungen bedarf es weder einer Anmeldung bei einer ift, jetzt volle Genesung werden, damit er wieder mit ganzer Behörde, noch einer Erlaubniß durch eine Be= Kraft für die Sache des Proletariats wirken tann! In diesem Kopenhagen, 9. Dezember.( W. T. B.) Bei Hirtshals auf hörde. Versammlungen und Umzüge, die auf öffentlichen Wunsch wiffen wir uns eins mit der Gesammtheit der deutschen Jütland wurden gestern mehrere Schiffstiften von dem Stettiner Straßen und Plätzen stattfinden, find spätestens 6 Stunden Arbeiter. Bartschiffe Neftor" gefunden. Das Schiff ist wahrscheinlich bei vor ihrem Beginn durch den Veranstalter oder Einberufer bei der mit der Ordnung des öffentlichen Verkehrs betrauten Orts- brei sozialdemokratischen Vereine, den noch vorhandenen MaifeierIn Hamburg beschloß eine kombinirte Versammlung der dem Sturme der letzten Tage untergegangen. Mailand, 9. Dezember.( B. H.) Wie dem„ Secolo" aus behörde anzuzeigen. überschuß im Betrage von 5051 M. den Vorständen der drei sozial: Konstantinopel gemeldet wird, hätte der Sultan drei bohe § 2. Die Reich 3 angehörigen ohne Unterschied demokratischen Vereine Hamburgs mit der Bedingung zu über- Palast beamte ins Meer zu werfen befohlen, da des Geschlechts haben das Recht, Vereine zuweisen, das Geld für die Gesammtinteressen der Partei zu ver- fie ein Giftmord- Attentat gegen ihn geplant haben sollen. bilden. = wenden. " Madrid, 9. Dezember.( B. H.) Zur Unterdrückung von Aus § 3. Alle den vorstehenden Bestimmungen widersprechenden Geseze und Verordnungen In der Landgemeinde Kellinghusen wurde Genosse Schmidt schreitungen, die anläßlich der heute gegen die Regierung ge= planten Demonstration stattfinden können, sind seitens des einschließlich berer, welche die Verabredung und Vereinigung mit 51 gegen 32 Stimmen zum Mitgliede des Schulkollegiums Ministerpräsidenten Canovas die umfassendsten Maßregeln gegewählt. zum Behufe der Erlangung günstigerer Lohn- und Beschäftigungstroffen worden. Die gesammte Garnison ist fonsignirt. bedingungen hindern, untersagen oder unter Strafe stellen, sind Zum sozialdemokratischen Parteitag der Schweiz, der An der Demonstration werden sich auch die Parteiführer Sagasta, aufgehoben. am 21. Dezember in Bern in den Räumen des Voltshauses" Silvela, Salmeron und Margall betheiligen. § 4. Wer die Ausübung der in vorstehenden zusammentritt, hat die Mitgliedschaft Oberwil eine Revision London, 9. Dezember. Nach einer bei Lloyds eingegangenen Paragraphen gewährleisteten Rechte hindert des Gesammtprogramms beantragt. Depesche aus Leith brach auf dem Dampfer Prinzipia", oder zu hindern versucht, wird mit Gefängniß Todtenliste der Partei. In Oberlungwi in von Shields nach New York unterwegs, 140 Meilen nördbis zu drei Monaten bestraft, sofern nach dem all- Sachsen verschied nach turzem, aber schwerem Leiden, unfer lich vom Kap Wreath Feuer aus. Der Dampfer steuerte gemeinen Strafgefeß nicht eine härtere Strafe eintritt. braver Genosse und Vertrauensmann Julius Nest darauf Faroe zu, stieß auf einen Felsen und sank. Sieben§ 5. Dieses Gefes tritt mit dem Tage seiner Verkündigung man n. In Lüneburg ift ein alter Freiheits- undzwanzig Personen von der Mannschaft sollen umgekom.men n traft. tämpfer, der Haartuchweber Karl Krippendorf, im fein; einer, Henry Anders aus Rostock, wurde gerettet. 4 Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 288. Reichstag. 3. Sigung vom 9. Dezember 1895, 2 Uhr. Am Bundesrathstische: Fürst Hohenlohe, v. Bötticher, b. Marschall, Graf v. Posadowski, Miquel, Bronsart v. Schellendorff, Hollmann, Graf ohenthal. Dienstag, den 10. Dezember 1895. gabe der vorhandenen Steuerkraft; fie wollten den Steuerzahlern und besonders den Einzelstaaten nicht wesentlich höhere Opfer zumuthen, als nothwendig. Ich bitte Sie, von diesem Gesichtspunkte aus den Etat zu beurtheilen. ( Beifall rechts und im Zentrum.) 12. Jahrg. machen weit über 1/5 der Zolleinnahmen aus. Deshalb müssen| Hier sind erhebliche Abstriche wohl gerechtfertigt wir bei ihrer Veranschlagung vorsichtig sein, denn sie hängen und ich hoffe, daß die Kommission sich auf einer Mittellinie der nicht von unserem Willen, sondern von den Ernte Verständigung bewegen wird. Unsere Rolonialpolitik erfordert verhältnissen ab. Die Zolleinnahmen haben 1894/95 die die Mitwirkung von Kriegsschiffen. Ginnahmen von 1890/91 erreicht und sind größer als 1889/90. Die Kolonialverwaltung hat auch ihre schwachen Der Ausfall an Getreidezöllen ist rein arithmetisch ausgeglichen Seiten. Es sind erhebliche Mehrausgaben für die Schußgebiete durch die Mehreinnahmen an Zöllen für Kakao, Kaffee, Thee, vorgesehen, zusammen 11/2 Millionen mehr, insgesammt über Petroleum und Tabak. Ueber die Ergebnisse der Börsen 7 Millionen M. Hier wird die Kommission ernstlich prüfen müssen, Die Bänke des Hauses sind schwach besetzt. steuer können die verbündeten Regierungen eine gewisse ob nicht ein Theil der Ausgaben in Wegfall tommen kann. Auf der Tagesordnung stehen zunächst verschiedene Anträge Befriedigung empfinden; alle traurigen Voraussagungen Ein absolutes Nein wird nicht möglich sein. Die Kolonialpolitik wegen Einstellung von Strafverfahren, welche gegen die Abgg. find bisher nicht eingetroffen.' Aber man thut doch gut, die Ein- wird dahin führen müssen, daß Gesittung verbreitet wird. Stadthagen, Bueb, Liebtnecht, Hirschel, nahmen aus der Börsensteuer als einen unsicheren Faktor an-( Heiterfeit lints.) Erfreulich ist, daß das Reich die deutschen Fischer und Möller- Waldenburg anhängig gemacht sind. zusehen.( Sehr richtig! links.) Jedenfalls kann man uns den Vor- Missionen in China selbst unter feinen Schutz genommen hat. Die Anträge werden ohne Debatte angenommen, und zwar die wurf nicht machen, daß bei der Börsensteuer eine zu niedrige Dazu müssen wir natürlich die Mittel gewähren. Wir müssen in auf die sozialdemokratischen Abgeordneten bezüglichen gegen die Veranschlagung stattgefunden hat. Mehreinnahmen sind Ostasien nicht kleine, schwache Kanonenboote haben, sondern gut Stimmen der Konservativen und einiger Freikonservativen, die bei der Postverwaltung vorgesehen und auch bei der ausgerüstete Kriegsschiffe. Es wäre bedauerlich, wenn lediglich übrigen einstimmig. Militärverwaltung namentlich aus der Veräußerung sehr werth- der Geldfrage wegen den Missionen der Schuß versagt bleiben Es folgt die erste Berathung des Reich 3 haushalts. voller Grundstücke. Die sogenannte Spannung, d. h. der Betrag sollte.( Zustimmung rechts und im Zentrum.) Las Reich hat Etats für 1896/97, des dazu gehörigen Anleihegesetzes und des der Matrikularbeiträge vermindert um die Summen der Ueber jetzt auch Grundbesig in Ostasien erworben; ich wünsche, daß die Etats für die Schutzgebiete. weisungen stellt sich auf 123/4 Millionen. Die Annahme, daß Hoffnungen, die darauf gesetzt worden, in Erfüllung gehen. Zur Einleitung der Debatte nimmt das Wort erst eine nachträgliche Aenderung des Etats diese Summe herbei Aber es wird auch dabei große Vorsicht geboten sein. Schatsekretär Graf von Posadowsky: Aus der Thatsache, geführt hat, ist unrichtig. Würde es politisch richtig sein, die Die Vertreter des Auswärtigen Amtes werden alles aufbieten daß nach dem Etat von 1894 35 die Einzelstaaten Mehrzahlungen Ginnahmen über ihren sicheren Ertrag zu erhöhen? Aber Sie müssen, um uns vor unabsehbaren Konflikten zu behüten. Wir zu leisten hatten und daß schließlich noch ein Ueberschuß von fehen, die schwarze Sorge figt jest weder hinter dem müssen unsere Kräfte nicht zersplittern, sondern konzentriren, da 7 Millionen zusammengefloffen ist, hat man geschlossen, daß die Tabaffabrikanten, noch dem Weinbauer und Bierbrauer. unsere geographische Lage uns dazu veranlaßt. Wir müssen auch Voranschläge von 1894/95 offenbar in Einnahme zu niedrig Wenn der Reichstag die Ausgaben zu sehr beschneidet, so leidet unsere finanziellen Kräfte zusammenhalten, um den Stürmen, die gewesen seien, um eine bessere Stüße für die Finanz- darunter das Ansehen der Finanzverwaltung, die verantwortlich uns von Ost oder West drohen können, stand zu halten.( Beifall.) reform zu gewinnen, eine Annahme, die ich die ich als eine ist dem Lande gegenüber; dann wird schließlich der Kuchen von Staatssekretär v. Marschall: Der Vorredner hat den durchaus tendenziöse und unberechtigte zurückweise. Seit vornherein zu groß gebacken. Ich bitte Sie also, nicht an den Wunsch ausgesprochen, daß das Auswärtige Amt sich äußern dem Jahre 1879 ist für die Veranschlagung der Einnahmen Etat mit dem Vorurtheil heranzugehen, daß hier ein gewiffer möge über die Botschaft des Präsidenten Eleve stets der dreijährige Durchschnitt maßgebend gewesen. Ich Betrag abgestrichen werden muß. Es ist mir vorgeworfen, daß I and. Ich komme diesem Wunsche gern nach. Be= glaube, daß die pessimistische Auffassung, die sich bezüglich ich im Februar 1895 die Spannung für 1896/97 auf 70 Millionen züglich der Behandlung des des deutschen Zuckers dauert unserer fünftigen finanziellen Entwickelung in der Militär- berechnete, während sie jetzt nur 123/4 Millionen beträgt. Da die Sachlage heute noch unverändert fort, wie sie vor kommission fund gab, kein Anlaß ist, von dieſem bisher beob- mals betrug die Spannung nicht 10/2, sondern noch 19 Mil- einem Jahre vorhanden war.( Hört, hört!) Bekanntlich hat im achteten Verfahren der Veranschlagung der Einnahmen abzu- lionen; es tamen zwei Nachtragsetats hinzu; ferner er- vorigen Jahre der amerikanische Kongreß eine Gesezesbestimmung gehen. Allerdings, als die Steuern zur Deckung der Militär- geben sich Ersparnisse bei der Naturalverpflegung. Diese angenommen, wonach der aus den Prämien zahlenden Länd vorlage in Aussicht tamen, änderte sich die Stimmung in Verhältnisse können sich jeden Tag ändern, deshalb können kommende Zucker einen Zuschlag zu zahlen hat. Diese Bestim eine optimistische. Der Reichtstag erhöhte die Einnahmen sie der Berechnung nicht zu grunde gelegt werden. Die Börsen- mung hat neben andern europäischen Ländern auch Deutschland um 111/2 Millionen, in zwei Fällen mit Erfolg, in stener ist mit 30 Millionen höher eingestellt als 1894/95 und getroffen. Wir haben sofort entschieden Einspruch gegen diese einem Falle aber ist der Ausaz nicht erreicht worden. 12 Millionen höher als sie anfangs 1895 geschätzt werden konnte. Bestimmung erhoben, da sie in Widerspruch steht mit Der verhältnißmäßig günstige Abschluß des Jahres An eine solche Steigerung der Einnahme konnten wir selbst nicht unserem vertragsmäßigen Meistbegünstigungsrecht. Die Re1894/95 ist nicht nur eine Folge erhöhter Gin glauben. Das günstige Resultat des Etats für 1896/97 liegt gierung der Vereinigten Staaten hat sich mit voller Loyanahmen, sondern beruht wesentlich auch auf der Vertheils in der angewandten Sparsamkeit, theils an der angewandten Sparsamkeit, theils an den lität bemüht, unseren Beschwerden Geltung zu verschaffen. minderung der Mehrausgaben und das verdanken unerwarteten Mehreinnahmen. Daß die legierung schwarz In seiner vorjährigen Botschaft hat der Präsident der Vereinigten wir vor allem der Heeresverwaltung. Das Rechnungsjahr 1894/95 gemalt habe, trifft also nicht zu; wir mußten trifft also nicht zu; wir mußten die Staaten den Kongreß ausdrücklich gebeten, diesen Zuschlag wieder hat gegen das Etatssoll ein absolutes Minus von 80 000 m. er- ungünstigen Konjunkturen mit in Rauf nehmen. Die aufzuheben. Dieser Versuch ist gescheitert an dem Widerstande geben, aber auch die Ueberschreitungen des Etats find um einzelstaatlich en Finanzminister sind vielleicht augenblicklich des Senats, und die differenzielle Behandlung unseres deutschen 7 Millionen geringer gewesen. Wir sind ernstlich bemüht ge- sehr erfreut, daß ihnen aus dem abgelaufenen und dem laufenden Buckers dauert in Amerika fort. Unter diesen Umständen muß wesen, sparsam zu Werke zu gehen. Und ist denn Etat Mehrüberweisungen von 57 Millionen zufallen. Wenn aber es überraschen, daß der der Präsident Vereinigten ein Ueberschuß von 271/2 Millionen für die Bundes die Finanzreformen durchgeführt wären, so hätten wir jetzt die Staaten in seiner jüngsten Botschaft gegen Deutschland staaten und von 7 Millionen für für das Reich in Sicherheit, daß davon 17 Millionen Mart verwendet werden den Vorwurf erhebt, daß wir die amerikanischen Nahrungs der Finanzgeschichte des Reiches etwas Unerhörtes? würden zur Tilgung von Schulden. Die verbündeten mittel differenziell und die amerikanischen Versicherungs- GesellIn den 27 Millionen Mehrüberweisungen an die Bundesstaaten Regierungen halten deshalb fest an dem ge schaften vexatorisch behandeln. Ich nehme keinen Anstand, diese ist der Mehrertrag der Börsensteuer enthalten, der in dem Etat sunden Gedanken der Finanzreform.( Beifall Behauptungen als der Begründung entbehrend zu bezeichnen. nicht berücksichtigt ist; es handelt sich dabei um 142/8 Millionen, rechts.) Die verbündeten Regierungen haben den ernsten Beifall.) Wir haben vor einiger Zeit die Einfuhr amerikanischen es bleibt also ein unerwarteter Mehrüberschuß von nur 12/3 Mil Willen gehabt, den Etat zuzuschneiden nach Maß Rindviehs und Rindfleisches in Deutschland verboten, nachdem lionen Mark. Bei der Schäßung des abgelaufenen Etatsjahres die Sachverständigen einstimmig die Symptome von Kranfa theilte ich mit, daß die Postverwaltung befürchte, daß der Etatsheiten bezw. gesundheitsgefährdende Anzeichen festgestellt haben. ausaz nicht erreicht werden würde. Thatsächlich hat sich doch ein Diese Maßregel richtet sich überhaupt gegen alle Länder, von leberschuß ergeben für 1894/95 von 22 Millionen Mart. Die denen die Einschleppung von Seuchen zu befürchten war, nicht Eisenbahnverwaltung hat wegen der ungünstigen Verhältnisse des ausschließlich gegen die Vereinigten Staaten. Bezüglich der Ver Personenverkehrs 1894 einen geringeren Ueberschuß ergeben als 1893. Abg. Friken( 3): Die Anerkennung, daß der Etat Inapp cherungs: Gesellschaften hat das Ministerium des Innern in Man hat der Regierung vorgeworfen, daß sie der aufsteigenden aufgestellt ist, fann ich dem Staatssekretär gewähren. Daß die Preußen eine Reihe von Vorschriften erlassen, welche die Ver Bewegung unseres Erwerbslebens nicht genügend Rechnung ge- Regierung die Einnahmen absichtlich zu knapp bemeffen habe, ist bältnisse der Versicherungsgesellschaften regeln und sich namentlich tragen habe. Ich habe nur 3 Millionen zu niedrig geschäßt; ihr vom Zentrum nicht vorgeworfen worden. In vielen Punkten auf die Rechnungslegung und die Veröffentlichung der Bilanz be was macht das aus bei einem Etat von 2000 Millionen Mark! bin ich mit dem Staatssekretär einverstanden. Vorsichtig ziehen. Diese Bestimmungen sind genau dieselben für die inländischen Wir wollen die Verhältnisse nicht ungünstig darstellen, das be- muß die Finanzverwaltung bei der Veranschlagung der Ein- wie für die ausländischen Gesellschaften. Jede Gesellschaft niuß weist, daß wir für 1895/96 den Etatsanfaz erheblich höher be- nahmen sein, aber sie darf auch nicht empfindlich sein, wenn sich denselben fügen. Nun haben die amerikanischen Vermessen haben als nach der früheren Praxis. Sobald der der Reichstag einmal hinausgeht über ihre Vorschläge. ficherungsgesellschaften, nachdem längere Zeit mit ihnen ver Reichstag die Spannung im Etat auf 10 Millionen Was die Börsensteuer betrifft, so kann ich mit dem Herrn Staats- handelt war, die Erklärung abgegeben, daß sie nach ihrer ganzen zurückgeschnitten hatte, haben die Regierungen ihre Steuer- fekretär nur zur Vorsicht bei der Veranschlagung der Einnahmen Gesa, äftsgebahrung nicht in der Lage seien, sich allen diesen Beforderungen ebenfalls auf diesen Betrag beschränkt. Be daraus mahnen; es ist doch fraglich, ob es überhaupt möglich stimmungen zu fügen, und darauf sind einzelne derselben ge züglich des laufenden Etatsjahres muß ich voraus sein wird, die veranschlagte Summe zu erreichen. Jede politische schlossen bezw. ist ihnen die Konzession zum Abschluß schicken, um nicht wieder auf der dritten Dezimalstelle fest- Beunruhigung führt zur Verminderung der Börsengeschäfte. weiterer Versicherungsverträge entzogen worden. Wenn genagelt zu werden, daß es schwierig ist, vor Ablauf des Etats. Die Berechnung der Zolleinnahmen erscheint mir doch sehr an diese amerikanischen Versicherungsgesellschaften so großen jahres die Finanzgebahrung der großen Verwaltungen des Reichs- greifbar. Werth darauf legen, in Preußen zugelassen zu werden, so bleibt heeres und der Marine zu schäßen. Ebenso schwankend sind die Die Mehrausgaben des Reichsamts des Innern entspringen es ihnen anbeimgestellt, die Erklärung abzugeben, daß sie sich Einnahmen der Betriebsverwaltungen. Wir werden auf er- namentlich der Invaliden Versicherung. Diese diesen Bestimmungen fügen wollen, die für die inländischen hebliche Mehrausgaben zu rechnen haben, so für Ost- Versicherung wirkt nicht nur an sich unsym- Gesellschaften genau so gelten wie für die ausländischen. Ob afrifa. Für Südwestafrika 15 Million für das erste pathisch, sondern hat auch einen bedenklichen Schatten auf diese Bestimmungen zwedentsprechend sind, darüber hat. lediglich halbe Jahr, für Kamerun 900 000 W. Jm Reichsamt des die andern an sich so segensreichen Versicherungsgefeße geworfen. Die königlich preußische Regierung zu befinden; einem fremden Junern wird eine Mehrausgabe von 500 000 M. infolge der In bezug auf den Nord- Ostsee- Kanal liegt eine finanzielle Staat steht das Recht einer Kritik darüber nicht zu.( Beifall.) erhöhten Ausgabe für die Invaliditäts- Versicherung berechnet. Täuschung vor, denn die Erwartung, daß er eine mäßige Wir haben allezeit unsere vertragsmäßigen Verpflichtungen Bei der Marineverwaltung entstand eine Mehrausgabe Berzinsung ergeben würde, ist nicht erfüllt, aber seine gegenüber den Vereinigten Staaten getreu und loyal erfüllt; wir für die Hernellung von Bassins für flüssige Heizsteffe. Bedeutung wird dadurch nicht beeinträchtigt. und dadurch recht träftige Angriffe von landwirthDie Militärverwaltung ergiebt eine Minder Bezüglich der Schulden des Reichs sollte man in Erwägung schaftlicher Seite zugezogen, wir haben diesen Angriffen Stand ge= ausgabe, namentlich bei der Naturalverpflegung ziehen, ob es sich nicht empfiehlt, fündbare Obligationen balten und werden es auch in Zukunft thun. Wir werden uns aber und bei der Pensionsverwaltung. Ersparnisse auszugeben. Rußland, Desterreich, ja sogar das kleine andererseits auch durch Drohungen und Repressalien nicht eintreten auch ein bei der Reichsschuld. Bei der Schäßung Holland haben vorwiegend amortisable Schulden. Angesichts schüchtern lassen.( Beifall.) Die Regierung ist allezeit bereit, der eigenen Einnahmen des Reiches find verschiedentliche Dinge deffen, daß der Binsfuß sich wieder gehoben hat, ist die die Fragen, die aus den handelspolitischen Beziehungen zu den zu berücksichtigen, da die Einnahmen aus den Zöllen von Konvertirung jetzt nicht angebracht, auch aus anderen wirth: Vereinigten Staaten entstehen, auf dem Boden unserer Berträge einzelnen Waarengruppen sich nicht gleichmäßig über das ganze schaftlichen Gründen unerwünscht. Aber wenn der Binsfuß in dem Geiste zu behandeln, wie es den weitverzweigten BerJahr erstrecken. Wir hoffen auf einen Mehrertrag dauernd niedrig bleibt, dann sollte man erwägen, ob man nicht fehrsbeziehungen zweier großen befreundeten Nationen entspricht. bei den Stempelabgaben, bei der Post und die ersparten Zinsen zur Schuldentilgung verwenden fönnte. Wir erwarten dabei allerdings von anderer Seite eine vollzentralen Verwaltung, dagegen auf eine leine Vielleicht kann man zu einer Schulden tilgung tommen auf fommene Gegenseitigkeit.( Beifall.) Darum will ich Sie ver Mindereinnahme bei der Branntweinsteuer. dem Wege einer zweckmäßigen Finanzreform. Die sichern, daß das Auswärtige Amt bei der Behandlung dieser Mehr: und Mindereinnahmen würden gegen einander von der Regierung vorgelegte Reform war nicht zweckmäßig. Angelegenheit mit der Festigkeit, die unseren Rechten und unsern aufgerechnet eine Mehreinnahme von 112 Millionen Denn die Franckenstein'sche Klausel darf nicht beseitigt werden. Pflichten entspricht, die Ruhe und die Mäßigkeit verbinden wird, Mart ergeben. Bezüglich der Ueberweisungen nehmen Unsere wirthschaftlichen Verhältnisse tönnen leicht beeinflußt auf welche unsere betheiligten Interessen einen hohen Anspruch vir an, daß die 3511e 2012 Millionen, die werden durch die Drohungen, welche in der Botschaft des baben.( Beifall.) Börsensteuer 8 Millionen mehr, die Brannt Präsidenten Cleveland enthalten sind. Es würde er- Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich freue mich, daß nach dieser wein Verbrauchsabgabe dagegen 3/4 Mill. freulich sein, wenn ein Vertreter des auswärtigen Amts uns Erklärung die Regierung auf dem Wege beharren will, den sie weniger ergeben werden.& 3 bleiben also darüber Aufklärungen geben tönnte. Bei den einmaligen Aus glücklicher Weise bisher noch nicht verlassen hat. Könnte der für die Bundesstaaten rund 30 Millionen gaben tönnen doch vielleicht noch Ab striche gemacht werden; Etat nicht schon vorher den Abgeordneten zugehen, damit sie Mehr überweisungen.( Abg. Richter: Hört! denn sie sind immer noch zu hoch. ihn zu Hause prüfen können? Unsere Finanzlage ist allerhört!) Der vorliegende Etatsentwurf enthält einige Aende- Die Presse hat in den letzten Wochen vielfach die Frage dings teine mißliche. Ich theile den Wunsch, Ersparungen rungen der Dienstaltersstufen; wir sind darin der vierten Bataillone beschäftigt; ich hoffe, daß der zu machen, aber nicht bei der Entwickelung unserer Flotte. so weit gegangen, als wir fonnten, um um Härten zu Kriegsminister, wenn nicht heute, so heute, so doch in der Es ist nüßlich, die Dinge finanziell sorgfältig zu prüfen, aber mildern, so weit als es geschehen tann, wenn man Rommiffion darüber sich äußern wird, wie sich die mit nüßlich auch die Frage nach unserem wirthschaftlichen Befinden. nicht eine allgemeine Erhöhung der Beamtengehälter beabsichtigt. fchweren Opfern erkaufte Reorganisation des Seeres bewährt Wie hat sich unsere Handelsbilanz in den letzten 20 Jahren Mehrausgaben werden entstehen bei der Militär- hat. Ferner muß ich verweisen auf die Reform der Militär- gestellt? Als wir 1874 das Freihandels- Experiment machten, verwaltung wegen der gestiegenen Getreidepreise, beim Strafprozeßordnung; es liegt ja bereits ein national- betam das unserer Handelsbilanz außerordentlich schlecht. Unsere Reichsinvaliden fonds zur Unterstützung von Invaliden. liberaler Antrag vor, welcher Deffentlichkeit des Militär- Straf- Unterbilanzen stellten sich auf 800-1000 Millionen Mark und Beim Reichsinvalidenfonds bleiben noch 34 Millionen Kapital verfahrens fordert. Ueber diese Frage tönnen wir uns ganz dieser Umstand war viel mit daran schuld, Bismarck von seinen verfügbar. Diese Summe wird nothwendig sein, um diejenigen objektiv und ruhig unterhalten. Ich muß sagen, daß das Militär- freihändlerischen Anschauungen zu befreien, in welchen er aufKriegstheilnehmer, deren Invalidität bisher nicht anerkannt ist, Strafverfahren besser ist als sein Ruf; es wird gründlich gewachsen war. Später reduzirte sich unsere Unterbilanz auf zu unterstützen. Für die Kolonien sind 1/2 Millionen Mart untersucht und es wird human bestraft. Aber daß das 50-80 Millionen Mark, als wir das Schutzzollsystem einmehr in Aussicht genommen. Für die Beschaffung von Verfahren hinter verschlossenen Thüren stattfindet, giebt zu führten. Von 1889 bis heute ist es wieder dasselbe Glend Garnisonübungsplägen sind 101,2 Millionen aus allerlei Verdächtigungen und Vermuthungen Anlaß. Die mili- wie früher. Wenn England solche Unterbilanzen hat, wir nicht untergraben. Aber so tann es dies gesezt, für Bauten sind 64 Millionen angesetzt. Eine Mehr- tärische Disziplin wollen wohl ruhig mit ansehen, Deutschausgabe ist angesetzt für die Verstärkung der Res wenn wir im Lande überall die Deffentlichkeit des Ver- land auf die Daner nicht ertragen. serven des Naturalbedarfs des Heeres. Der Bedarf fahrens haben, ist es nicht mehr angemessen, daß in bezug auf Wenn man sagt, daß in den Städten und der Industrie nichts der Marine verwaltung ist im laufenden Etat sehr bes 500 000 Männer die Deffentlichkeit ausgeschlossen ist, zumal in zu merken ist von einer dauernden Berarmung, so ist sie in der schränkt worden. Man hat sich aber vorbehalten, Bayern für das Militär das öffentliche Verfahren besteht. landwirthschaftlichen Bevölkerung sehr mohl zu bemerken. Die aber tann es in den nächsten Jahren den Betrag für Schiffs. Jm Marine Etat werden fünf neue Schiffe heutige politische Lage erinnert in vielen Beziehungen an die von neubauten wieder zu erhöhen. Die Einnahmen sind verlangt; das ist nicht blos eine einmalige Mehrausgabe, sondern 1879. Die Unzufriedenheit ist eine allgemeine und die Sozialbei den 3 öllen um 181/2 Millionen niedriger veranschlagt als erfordert auch eine Erhöhung des Mannschafts- demotratie erbob ihr Haupt damals ebenso teck wie heute. für das laufende Jahr. Die Bolleinnahmen vom Getreide bestandes und eine Mehrausgabe für die Indienststellung.( Hui! bei den Sozialdemokraten.) Der Skulturiampf war glück " licher Weise zu Ende geführt und der fonfessionelle Friede ane Nachfrage beim Gericht festgestellt, daß ein solcher Antrag dort wurde so fest eingenäht, daß nachher blutrünftige Stellen gebahnt. Es wurde in jener Zeit das Gefeh erlassen, welches die nicht eingelaufen war. Alle Anzeigen, die er dem Staats- zu sehen waren, einer Frau Heimerdinger, die inzwischen geSozialdemokratie wenigstens in einigen Schranken hielt.( Aha! anwalt und Ober- Staatsanwalt erstattete, feien gleichfalls storben sei, habe eine Wärterin eine Nadel in den Fuß gesteckt, und Lachen bei den Sozialdemokraten.) Ich weiß ja, daß Sie den unterschlagen worden. Er sei fest davon überzeugt, daß um sie zu quälen; eine Frau Marcuse sei von der Wärterin Staatsmann, der damals die Geschicke Deutschlands lenkte, sehr der damals spielende Alexianerprozeß seine endliche Freilaffung Wendland gezwungen worden, aufzulecken, was sie unter sich gering schäßen.( Abg. Singer: sehr richtig!) Aber es wurde verursacht habe. Einen Tag, nachdem der erste Zeitungsbericht gemacht. Was ihre eigene Person betrifft, so sei in dem landdamals die Heeresmacht geschaffen, welche Deutschland über die Alexianerbrüder erschienen sei, sei er plöglich entlassen gerichtlichen Erkenntniß gesagt worden, daß das Mittenzweig'sche die Weltmachtstellung und den Frieden sicherte. Ich glaube, worden und befinde sich geistig durchaus gesund. Wenn Professor Gutachten ganz unhaltbar sei. Ein Theil der von ihr bedaß wir eingesehen haben, daß wir uns wechselseitig Falt sich nicht inzwischen selbst getödtet gehabt hätte, so würde haupteten Thatsachen werde übrigens in einem von Dr. Edel ein möglichst weites Entgegenkommen zeigen müffen. In bezug er ihn fich als Ersten gekauft haben".- Dr. Edel bestreitet, gegen den Vorwärts" anhängig gemachten Strafverfahren auf die Sozialdemokratie hat mir jemand, der die Verhältnisse von einem Antrage auf Testamentsauffehung etwas zu wissen. bewiesen werden. Dr. Edel: Frau Bambus sei eine genau fennt, gefagt: Sie beurtheilen die Kraft der Sozial- Der Zeuge, den er auch jezt noch für geiftestrant halte, habe so der schwersten Geistestranten gewesen, die demokratie viel zu gering, sie ist die einzige Partei, welche über viel zusammengeschrieben, daß nicht alle Briefe ab Sie war eine mit allen auf Kriegsfuß stehende Patientin ganz große Kapitalien verfügt( Gelächter bei den Sozialdeme- gesandt werden konnten. Der 3euge ergänzt auf und ein Kreuz der ganzen Anstalt. Sie hatte mit allen fraten); sie erhebt Steuern, die um das zehn-, hundertsache das verschiedene Fragen seine Aussage noch dahin: Man hatte ihm Krakehl und übertrieb alles. Alles, was sie über angebliche übersteigen, was andere Parteien für ihre Parteizwecke auf in der Person seiner Ehefrau einen Pfleger bestellt. Durch Mißhandlungen gesagt, sei unwahr. Sie habe Monate lang fast bringen. Etra 5 Millionen Mark werden jährlich für Partei- Hilfe seines Bruders sei es ihm aber dann gelungen, wenigstens garnichts gegessen und mußte in ein Tuch genäht werden. wede gezahlt.( Widerspruch und Gelächter bei den Sozial- einen Rechtsanwalt zu sich zu entbieten. Dieser habe auch nach Nicht die Wärterinnen haben sie mißhandelt, sondern umgekehrt. demokraten.) Die Lage ist eine sehr ernste, ich warne anfänglicher Weigerung des Dr. Edel Zutritt zu ihm bekommen Die Methode der Anwendung naffer Tücher habe geholfen, denn davor, mit dem Feuer zu spielen; Pastoren,( Aha! links) und habe allerdings einen anderen Pfleger für ihn bestellt, für die Patientin habe sich nach und nach beruhigt. Welchen GeistesAerzte, Juristen und Professoren sind für die sozialistischen seine Befreiung aus dem Irrenhause aber gar nicht gewirkt. zustandes sie sei, beweise die Thatsache, daß sie ihn Ideen heute ebenso begeistert, wie die Gebildeten vor Schon sieben Tage nach seiner Entlassung aus dem letzteren eines Tages um eine Scheere bat und sich dann ohne der Revolution für die Ideen Rousseau's. Ich habe das habe er die Aufhebung der Pflegschaft beantragt, dieselbe sei weiteres das Haar abschnitt. 3 Zeugin: Weil mich die Gefühl, daß man in diesen Kreisen die Gefahr der Sozial- aber erst am 1. Ottober erfolgt. Er habe seinen Testaments Wendland nicht mehr an den 3öpfen reißen sollte. Gegessen habe demokratie gar nicht erkennt. Wenn Sie hinzufügen, daß die antrag in Anwesenheit eines Wärters geschrieben und ich blos deshalb nicht, weil die Wärterin mir immer in's Essen Unzufriedenheit eine allgemeine ist, viel größer als 1879, denn ihn dem Oberwärter Wagenknecht zur Weiterbesorgung spuckte. Dr. Edel bestreitet alle diese Angaben, ebenso die die Nothlage der Landwirthschaft ist eine weit schwierigere, wenn übergeben. Der Zeuge behauptet, daß in der Anstalt Wendland. Die Zeugin beruft sich aber zum Beweise dafür Geschichten aus dem Irrenhaule, er fei 8 Monate in der Ebelschen Anstalt gewesen. Wegen mißhandelt worden seien " träglich ganz freundschaftlich mit ihm vertebre. 3 eugin: Das geschieht nur, weil ich einen Bekannten, der es in der Anftalt sehr schlecht hat, herausbekommen möchte. Greif niemals in ein Wespenneft, doch wenn Du greifft, dann greife feft!" Der Gerichtshof beschloß, den neuen Beweisanträgen Folge zu geben und vertagte zu diesem Zweck die Verhandlung. Tokales. Sie berücksichtigen das tiefe Herabsinken des monarchischen Ge- ein geistestranter Offizier gewesen sei. In deffen Zimmer auf drei weitere Zeugen und der Vertheidiger beantragt, diese zu fühls in ganz Deutschland, so fann ich nur wünschen, daß hätten fich eines Tages drei Wärter begeben und vernehmen. Er beantragt ferner die Vorladung einer Frau es unserer Regierung gelingen möge, Nube, Ordnung und er hätte deutlich gehört, wie mit einem Riemen auf einen nackten Sydviv, deren Ehemann in der Edel'schen Anstalt braun und Wohlhabenheit wieder herzustellen, wie das seinerzeit dem Körper beständig losgeschlagen wurde. Geschrieen habe der blau geschlagen sei, ferner die Einforderung der Akten der Fürsten Bismarck, dem großen Staatsmann gelungen ist Offizier nicht, er habe aber nachher erzählt: sie hätten ihn so Staatsanwaltschaft, denen zufolge die Untersuchungs- Kommission Dazu gehört, daß diejenigen, welche in ihrer hohen Stellung geschlagen, daß das Blut aus Mund und Nase gekommen fei. festgestellt habe, daß Behall weder geistestrank noch gemeingefährlich berufen sind, dahin zu wirken, sich nicht untereinander be. Er selbst habe dem Dr. Edel Mittheilung davon gemacht, es sei fei. Der Amtsanwalt beantragt seinerseits noch die Vorlegung fehden. Wenn heute in den Zeitungen ein Ministerium gegen aber nichts darauf erfolgt. Dr. Edel: In seiner Anstalt der Edel'schen Akten, woraus hervorgehen werde, daß die Aufdas andere gehegt wird( Oho! links), so geht mir daraus eine feien niemals Mißhandlungen vorgekommen. Der betreffende nahme der Geistestranten durchaus vorschriftsmäßig auf grund Nichteinheitlichkeit der Regierung hervor. Eine einheitliche, ge- Offizier, Hauptmann Löbau habe an Verfolgungswahn ge von Physikatsattesten und nach Mittheilung an die Polizei und fchloffene Regierung ist noch heute in der Lage, Deutschland litten. Die Untersuchung habe damals ergeben, daß es sich an die Staatsanwaltschaft erfolgt sei. Daß oft List angewendet vorwärts zu bringen und auf der hohen Stellung zu erhalten, thatsächlich um einen Angriff des Kranten auf die werde, um Geistesfranke in eine Anstalt zu bringen, stehe fest. die es einnimmt. Eine Regierung, in welcher die Mitglieder Wärter gehandelt und diese sich nur gewehrt haben. Der Die Edel'sche Anstalt stehe unter fortgefegter behördlicher Konnicht gemeinsam ihre Aftion betreiben, wird dazu nicht fähig Alegianerprozeß habe auf die Entlassung Kluth's gar leinen trolle. Dr. Edel betont, daß die Zeugin Bambus nachfein. Ich hoffe, daß die Regierung die Energie finden wird, Einfluß gehabt, die Ehefrau des K. habe vielmehr schon lange um Deutschland vor den Gefahren zu bewahren, vor welchen zu vorher wegen der Entlassung des ruhiger gewordenen Kranken, warnen ich für meine Aufgabe erachte.( Beifall rechts.) den er immer noch für unheilbar geinesfrank erkläre, verhandelt. Darauf wird die weitere Berathung auf Dienstag 1 Uhr Uebrigens habe der Zeuge ihm schriftlich bezeugt, daß es ihm in vertagt. der Anstalt sehr gut gegangen fei. 3euge: Ich war ja Gefangener und wollte gern aus der Anstalt heraus. Der nächste Zeuge, Rentier Morih Pehall, 56 Jahre alt, bekundet: die, wenn sie wahr sein sollten, an die Mariaberger Verhältnisse seiner großen Nervosität hätten ihn feine besorgten Angehörigen erinnern würden, beschäftigten gestern das Charlottenburger in die Edel'sche Anstalt gebracht. Er sei dort niemals in eine Schöffengericht aus Anlaß einer Privatklage des Sanitäts- und Belle gesperrt worden, sondern habe ein vortreffliches Zimmer Stadtraths Dr. Edel gegen den Redakteur der„ Charlotten- gehabt. Ueberhaupt sei ihm der dortige Aufenthalt vortrefflich fratischen Reichstags- Ubgeordneten für Breslau ist am 7. DeFrau Amalie Kräcker, die Frau des früheren sozialdemoburger Nachrichten" Oswald Knorr. Die genannte Zeitung befommen. Geiftestrant fei er nie gewesen, aber infolge der bei fratischen Reichstags- Ubgeordneten für Breslau ist am 7. Dehatte mehrere Artikel gebracht, die in ähnlicher Form früher betrügerischen Spielern erlittenen Verluste sehr nervös. Bon zember gestorben. Die Todte war eine der tapferen Frauen, die, schon in den Moabiter Nachrichten" geftanden hatten, Von dem seinem Verfuche, sich aufzuhängen, wisse er nichts, richtig aber an der Seite eines Kämpfers stehend, selber muthvoll dem Mann Frreuvater Dr. Edel" überschrieben waren und behaupteten, sei seine Flucht und sein Zurückbringen in die Anstalt, wobei die Waffen zum Angriff und zur Abwehr schärfen helfen und an daß in bie bekannte Edel'sche Privat- Frrenanstalt zu Dr. Edel aber gar nicht zugegen gewesen sei. Mißhandlungen seiner Thätigkeit den regsten Antheil nehmen. Die mannigfachen Charlottenburg Leute, die garnicht irrfinnig waren, in der Anstalt habe er nie bemerkt, der Hauptmann Löbau Leiden, die gerade Kräcker unter dem Sozialistengesetz zu tragen mit List und Gewalt gebracht, dort verschiedentlich sei ein fehr bösartiger Mensch gewesen. hatte, haben auch die Frau unseres theuren Todten hart mitgeDas über ihn nommen; aber gleich ihm hat die nunmehr nach langwierigem und daß Stadtrath Dr. Edel verhängt gewesene Entmündigungsverfahren sei aufgehoben worden. Leiden Verstorbene das Haupt aufrecht gehalten, als durch die die betreffenden Personen so oberflächlich untersucht habe, daß Eine von dem Steinhändler Rogalski erstattete Strafanzeige Maßnahmen, welche das Sozialistengesetz in Breslau herbeiman ihm eigentlich gar keine Kenntniß der Frren- Heilkunde zu gegen seine Ehefrau wegen Freiheitsberaubung habe einen Erfolg führte, die Existenz der Familie zu grunde gerichtet war. Unfere trauen tönne. Ganz ausführlich wurde die Geschichte eines nicht gehabt. Zeuge to galsti bekennt fich als den Parteigenossen werden das Andenken unserer Mitkämpferin in Kaufmannes Morit Petall erzählt. Dieser sei durch Grund gegen Urheber der inkriminirten, den Petall betreffenden Parteigenoffen werden das Andenken unserer Mitkämpferin in stück- Spekulationen ein steinreicher Mann geworden, habe sich Darstellung. Diese entspreche durchaus den Thatsachen, wie er mittags 4 Uhr vom Sterbehause Bergmannstraße 88 nach dem Ehren halten. Die Beerdigung erfolgt heute, Dienstag, nachdann aber wegen mangelnden ehelichen Friedens dem Lafter des fie von dem Portier des Pegall, den Zeugen Nicolai, geschildert Spiels in die Hände geworfen und sei durch Falschspieler, denen erhalten. Er tenne den Bezall selbst schon lange und wisse, Werder'schen Kirchhof an der Bergmannstraße. er Wechsel ausgestellt, um die Hälfte seines Vermögens gebracht daß derselbe vollkommen geistesgesund sei. Er selbst habe mehr- Zu den Stadtverordneten- Stichwahlen in Charlottenworden. Damit Die Wechsel nicht bezahlt werden fach den vergeblichen Versuch gemacht, den P. in der Anstalt burg. Morgen, Mittwoch, den 11. Dezember, von morgens brauchten, hätten ihm seine Frau und fein die Rechte zu sprechen; erst als er sich an den Ober- Staatsanwalt Drescher 10 Uhr bis abends 7 Uhr, finden im 2., 3., 4. und 5. Kommunalstudirender Sohn vorgeschlagen, pro forma feinen Geiftes gewandt, fei die Freilassung erfolgt. Sanitätsrath Wahlbezirk die Stichwahlen zwischen den freisinnigen Kandidaten zustand untersuchen und fich dann auf einige Beit Dr. Edel erklärt den Beball nach wie vor für einen Baralytiker. und unseren Genoffen statt. Die Parteigenoffen, welche ihrer nach einer Anstalt im Harz verschieben zu lassen. Das sei aber Der Portier Nicolai schildert die Vorkommnisse im all Wahlpflicht am Tage der Hauptwahl nachgekommen sind, werden, mur eine List der Anverwandten gewesen. Thatsächlich hätten gemeinen so, wie der Zeuge Rogalski, will diesem aber nicht wie wir bestimmt erwarten, nicht allein in der Stichwahl das die Prof. Mendel und Falk ihn als gehirnfrant und ge- erzählt haben, daß dem Betall beim Herunterschleppen vom Gleiche thun, sondern auch alle Kraft daran wenden, daß meingefährlich erklärt und eines Tages fei Dr. Edel bei dem Boden der Rock zerrissen worden sei. Ein Kaufmann Emil fäumige Wähler zur Urne schreiten. In besonders erfolgreicher Hausbefizer Pehall vorgefahren, habe ihm vorgeredet, daß er Ahlemeyer hat einmal von dem Polizei- Inspektor Lindner Weise tönnen die Genoffen thätig sein, wenn sie die Wohnung ihm ein Charlottenburger Terrain abkaufen wolle und ihn in in Spandau gehört, daß er sich zu gunsten einer Oberbüchsen- ihrer Arbeitskollegen erfragen und diejenigen, welche in den in feine Frrenanstalt gebracht, wo ihn sofort zwei Wächter in macher- Frau, die zu Unrecht bei Edel eingesperrt worden Frage kommenden Bezirken wohnen, zur Erfüllung ihrer WahlEmpfang nahmen. Betall habe sich dann am Fenster sei, an die Charlottenburger Polizeidirektion habe wenden pflicht anhalten. Auch ist es erforderlich, daß möglichst viele riegel erhängt, sei aber abgeschnitten und zum Leben müssen. Noch ehe von dort eine Antwort eingetroffen, Parteigenossen sich in den Dienst der Wahlagitation stellen und zurückgeführt worden. Später habe er mit Hilfe eines fei die Frau entlassen worden. Dr. Edel: Die durch Verbreitung von Flugblättern, durch energifche Agitation Wärters seine Flucht bewerkstelligt und fei eines Abends, Aufnahme der Frau sei auf Physikatsattest hin erfolgt; sie habe in Werkstatt und Haus für die Wahl der sozialdemokratischen nur nothoürftig bekleidet, bei dem Portier seines Hauses sich nach drei Wochen so beruhigt gehabt, daß er sie habe ent- Kandidaten thätig sind. Havelbergerstr. 31 wieder angelangt. Der Portier habe laffen tönnen. Eine Frau Lipfe erzählt, daß ihr Bruder, thm Obdach gewährt, als Beball aber zu einem Schwager, ber der Biegeleibefizer Hein, der auf den Rath Leyden's wegen gestern den Geschäftsinhabern Berlins eine arge Enttäuschung. Der erfte der drei ,, goldenen" Sonntage brachte vorKleiderhändler sei, nach Kleibern geschickt habe, habe dieser seinen Nervosität nach Wiesbaden habe gehen sollen, auf Betreiben alle uns zugegangenen Berichte über den Umsatz am Sonntag Aufenthalt der Frau verrathen und am nächsten Tage seien Be- eines Nachbars des Stadtraths Dr. Edel in dessen Anstalt ge- stimmen darin überein, daß meistens taum das Gas verdient" amte der Edel'schen Anstalt mit einem Wagen vor dem Hause bracht worden sei. Dort sei er festgehalten worden. Sie habe wurde, und daß es daher wahrlich nicht nöthig gewesen wäre, erschienen, um ihn abzuholen. Bezall sei aus Furcht bis auf den Bruder oft in schmutzigem und abgemagertem Zustande an das Geschäftspersonal feines freien Nachmittags zu berauben. Das den Boden geflohen, schließlich aber mit Gewalt in den Wagen getroffen und von ihm gehört, daß er in eine Kammer Publikum ist eben schon zu sehr an die Sonntagsruhe gewöhnt, geschleppt und in die Anstalt zurückgebracht worden, wo er von gesperrt worden sei und auf einem Strohsack schlafen um in Ausnahmefällen taufen zu gehen; die meisten Leute werden da an noch mehr isolirt wurde. Die Familie habe einen Ent- müffe. Dr. Edel: Dieser Patient war tobsüchtig und litt wohl kaum daran gedacht haben, daß man diesmal beim Kaufmündigungsantrag gestellt. Der ganz gesunde Pegall, der an einer Wochen und Mionate lang fortschreitenden Gehirn mann und Käsehändler von nebenan ausnahmsweise erst abends nebenbei ein Logenbruder des Dr. Edel sei, sei aber durch einen erweichung. Die Zeugin hat schließlich dafür gesorgt, daß der Freund gerettet worden, welcher sich mit dem Ober Staats: Patient nach Eberswalde kam, von dort soll er angeblich wieder schon früher zu Festzeiten gemachten Wahrnehmungen über die eine Wurst einzukaufen brauche. Der erste„ Goldene" hat die anwalt Drescher in Verbindung setzte. Bald darauf fei in sein Geschäft zurückgekehrt, inzwischen aber an Entfräftung Bwecklosigkeit der freien" Sonntage schlagend bestätigt. Angesichts Betall freigelassen worden. Der Angeklagte behauptete, den gestorben seien. Ueber den Zustand des Patienten könnte ja die eines solchen Ergebnisses muß eine anscheinend offigiöse BeitungsBeweis der Wahrheit führen zu können und es waren etwa Anftaltsdirektion in Eberswalde leicht Auskunft geben. 12 Zeugen zur Stelle. Sanitätsrath Dr. Edel: G3 habe 3eugin ipte: Als sie den Bruder heraus haben wollte, werbetreibenden die nächsten Sonntage gar bis 10 Uhr abends notiz, wonach auf Veranlassung des Reichskanzlers(!) den Gefeinerzeit ein Attest des Prof. Mendel vorgelegen, wonach habe ihr Sanitätsrath Dr. Edel gesagt: Lassen Sie ihn doch freigegeben werden sollen, als eine Frivolität erscheinen, die einzig Behall an Gehirnlähmung leide. Auch privatim hätte er gehört, bier, der lebt ja blos noch 6 Wochen, er kann ja für den halben dazu dient, einen beträchtlichen Theil der Arbeiterbevölkerung zu daß P. in unverantwortlicher Weise 4-500 000 m. verspielt Preis hier bleiben. Dr. Edel: Manchmal irrt man sich ja beunruhigen und zu brüskiren. habe und unmöglich geistig flar sein tönne. Er habe ihn über die voraussichtliche Lebensdauer. Frau Hein, die Mutter dann auch in der Anstalt persönlich geprüft und des betr. Patienten schließt sich der Befundung ihrer Tochter Von den ehemaligen Garde- Grenadieren, die am Sonnihn für geisteskrant befunden. Sein diesbezügliches ausführliches an. Als sie' mal den Dr. Edel gefragt, wie es abend laut dem von uns in Nr. 286 angedeuteten Programm Gutachten habe er schon zweimal beschworen, es stimme auch dem Sohne gehe, habe derselbe erwidert: Er sei kreuz vergnügt den patriotisch- schamlosen Nachtkommers feiern wollten, meint die mit den Gutachten von Prof. Dr. Straßmann, Dr. Falt und gar nicht flein zu kriegen! Der Sohn habe ihr einmal am Germania": Wenn schon das Programm so gemein ist, wie und Dr. Zeppmann überein. Pehall's Selbstmordversuch habe Bein eine dicke Anschwellung gezeigt und versichert, daß dies gemein und schamlos muß dann erst gewesen sein, was auf er bei der Geringfügigkeit der Strangulationsmarte nicht für von Fußstößen der Wärter herrühre. Dr. Edel: Solche diesem Feste des Kriegervereins geboten wurde. ernsthaft, sondern nur für einen Versuch genommen, das Mitleid Krante wie Hein feien wirklich zumeist sehr vergnügt, und halten welchem sittlichen Niveau müssen die Mitglieder des Vereins der Chefrau zu erregen. Er habe niemals angeordnet, daß in fich für Könige und Fürsten. Tobsüchtige verlegen sich auch durchweg stehen, wenn die Veranstalter glauben konnten, mit feiner Anstalt Krante mißhandelt würden; dies sei auch nie der manchmal selbst und was die beiden Beuginnen von dem Körper einem solchen Programm nirgends Anstoß zu erregen, sondern Fall gewesen. Er arbeite in feiner Anstalt 27 Jahre unter Auf- zustande des Hein gesagt, seien ganz natürliche Erscheinungen allgemeinen Beifall zu finden. Und das müssen sie doch gesicht der Behörden, habe als Psychiater wiederholt maßgebende bei Tobsüchtigen. Frau Elise Bambus geb. Sachs, glaubt haben, denn sonst hätten sie die Schamlosigkeiten Gutachten abgegeben und müsse sich durch die Artikel beleidigt Ehefrau des bei dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus nicht begangen, und man darf annehmen, daß sie ihre Leute fühlen. Hauptmann der Landwehr, Kataster- Kontrolleur a. D. angestellten Privatfefretärs Bambus: Sie sei gegen ihren Willen tennen." Kluth, ein alter Herr, der sich nur an Krücken fortschleppen und auf Betreiben ihres Mannes, mit dem sie in Scheidung fann, befundet als Zeuge folgendes: Er sei wider seinen Willen liege, vom 27. Mai 1892 bis 21. März 1893 in der Edel'schen des„ Kleinen Journal", hat sich am Donnerstag, den Herr Dr. Leipziger, der Besitzer und Chefredakteur über 2 Jahr in der Edel'schen Anstalt gefangen gehalten Anstalt festgehalten worden, nachdem Dr. Mittenzweig nur nach 12. Dezember, vormittags 111/2 Uhr, vor der IV. Strafkammer des worden. Im Jahre 1890 sei er wegen Nervenfchwäche pensionitt Gesprächen mit ihr und ohne körperliche Untersuchung fein Gut- Landgerichts I wegen des Du e llvergebens zu verantworten, worden, ein Vertreter des Dr. Falt habe auf Betreiben seiner achten abgegeben. Sie überreiche ein landgerichtliches Er- Duell Frau, mit der er unglücklich lebte, durch die sogenannte nie- tenntniß, wonach ihre Entmündigung aufgehoben wurde, Fall ist schon um deswilen intereffant, als das Blatt, deffen Chefsollte. Der probe" die Nervosität festgestellt und zwei Tage darauf sei er in, weil sie nie blödsinnig gewefen." Die Kosten die Wollschmidt'sche Frrenanstalt gebracht worden. Dort sei ihm wurden damals ihrem Ehemann und dem Staate auferlegt. wir die drollige Geschichte bekannt gegeben hatten, zu der Ausredakteur Herr Dr. Leipziger ist, sich am 9. Oktober, nachdem wieder Als sie versuchte, mit der Außenwelt in Verbindung zu ein Ausbruch er gelungen, nach 2 Tagen sei eingefangen und am 17. Juni 1898 zu Dr. Edel gebracht treten, um nach der Charitee oder Dalldorf übergeführt zu flucht erdreistete, daß das von uns veröffentlichte Pamphlet" von Anfang bis zu Ende unwahr sei. Man darf gespannt worden. Er habe wiederholt versucht, sich brieflich mit der werden, sei fie isolirt worden. Sie habe felbst SchreckAußenwelt in Berbindung zu sehen, feine Briefe feien aber liches erlebt und fei Augenzeuge von unglaublichen Robheiten fein, ob und wie Herr Rechtsanwalt und Chefredakteur Dr. Leipziger vor Gericht sein Blatt Lügen strafen wird. fämmtlich unterschlagen worden. Er habe zwar die Besuche gewesen, worüber sie genau Buch geführt habe. Als sie nicht verseiner Kinder erhalten, diese hätten aber mehr zur Mutter als rathen wollte, auf welche Weise sie ihre Briefe hinaus befördere, Gegen das Rindvich. Ein wenig zeitgemäßes Verbot hat zu ihm gehalten. Ein gleichfalls in der Anstalt weilender Amts- habe die Oberwärterin Damas, die Wärterin Marie Wendland das Polizeipräsidium erlassen. Die angekündigte Vorführung des richter Matthis habe ihm gerathen, den Antrag zu stellen, sein und eine andere Wärterin sie splitternacht in ein naffes Tuch ein Reitochfen im Zirkus Busch wurde nämlich unmittelbar vor der Testament zu machen; auf diese Weise würde er jedenfalls mit genäht, man babe sie dann an den Zöpfen von einem Zimmer ins Sonnabend- Borstellung verboten. Die Direktion hofft, der einer richterlichen Person in Berührung kommen. Er habe diesen andere geschleift; während sie in der Packung lag, sei sie mit Behörde die Ueberzeugung beizubringen, daß der dressirte Ochse Rath befolgt, aber auch dieser Testamentsantrag sei unterschlagen den Füßen und einem Schlüffelbund mißhandelt worden; nicht zu den gefährlichen Thieren gehört und ruhig dem worden, denn er habe später nach wieder erlangter Freiheit durch einer Kranken Valeska von Schmidt sei es ähnlich gegangen, fie publikum vorgeführt werden kann, 0 das am 7. Oktober d. J. zum Austrag kommen Und auf " Ju der Allgemeinen Orte Krankenkasse gewerblicher| Geibitter paffirte mir folgendes: Jch wohne in dem Seitenflügel Erhängt hat sich am Sonntag Nachmittag ber 58jährige Arbeiter Arbeiter und Arbeiterinnen siegten bei den Delegirtenwahlen des Hauses Schiaftr. 4, am Lükowplay, zu ebener Erde, auf dem Wilhelm F. aus der Alten Schönhauserftr. 16. Der Mann ver am Sonntag in den 4 Abtheilungen der versicherten Raffen- Gelände des ehemaligen Krug'schen Gartens. Von dieser Zeit ließ nach dem Mittagessen seine Wohnung, ohne zu sagen, wohin mitglieder die Listen der von der Dreizehner- Kommission auf her stehen in der Mitte des zu einem Garten umgewandelten er gehen wolle. Als er um 5 Uhr noch nicht zurückgekehrt war, gestellten, nach freiefter" Arztwahl strebenden Kandidaten. In Hofes noch zwei hohe Bäume. Meine Frau und Tochter waren wurde seine Frau ängstlich und suchte das Haus nach ihm ab. der 5. Abtheilung, der der Einzelzahler, fiegten dagegen die zu einer Geburtstagsfeier ausgebeten und noch nicht zurück- Sie fand ihren Mann auf dem Boden an einem Balten hängend Kandidaten der auf dem Boden der beschränkten Arztwahl gefehrt, als ich gegen Mitternacht das eine Fenster öffnete, todt auf. Wiederbelebungsversuche, die man an dem Abstehenden Kaffenmitglieder. In den ersten 4 Abtheilungen sind um frische Luft herein- und den ziemlich starken Bigarren- geschnittenen anstellte, blieben erfolglos. Was F. in den Tod zufammen 248 Delegirte, in der 5. Abtheilung 24 Delegirte dampf herauszulassen. Irgendwo im anderen Seitenflügel getrieben hat, ist nicht bekannt. gewählt. blieben -ARO oder im Quergebäude wurde noch Klavier gespielt und ich legte Polizeibericht. Am 7. b. Mts. vormittags wurde ein mich in das geöffnete Fenster, um die mich ansprechende Mädchen in dem Fremdenzimmer eines Hotels erhängt aufVon der Volkszählung. Die ortsanwesende Bevölkerung Melodie besser zu hören. Blöglich war ich wie in Feuer ein- gefunden. Mittags erschoß sich ein Kaufmann auf dem Kloſet Berlins war am 5. Dezember vorläufig auf 797 186 männ- gehüllt und entsinne mich nur noch eines furchtbaren Krachens eines öffentlichen Lotals Unter den Linden. Abends stürzte in liche, 876 929 weibliche, zusammen 1674 115 Personen an... dann kam ich wieder zu mir und zwar dadurch, daß meine der Brunnenstraße ein Mann, als er einen in der Fahrt begenommen worden. Diese Zahlen haben sich bereits am 6. Dezember durch nachträgliche Meldungen auf 798 270 männ- Frau und Tochter unter lautem Weinen bemüht waren, mich von findlichen Pferdebahnwagen besteigen wollte, rücklings auf das liche, 878 082 weibliche, zusammen 1676 352 Personen, also umwege von dem heftigen Gewitter überrascht worden; es sollen im In der Lichtenbergerstraße fiel ein Arbeiter, der aus einem liche, 878 082 weibliche, zusammen 1676 352 Personen, also um der Erde emporzuheben. Sie waren auf dem kurzen Nachhause- Pflaster und zog sich anscheinend schwere innere Verlegungen zu. zuſammen 2237 Personen erhöht. Das„ endgiltige" Ergebniß, das noch höher ausfallen dürfte, ist erst nach Monaten zu er ganzen drei Blitze und drei Schläge gewesen sein und das Ge- Laden eine Gans gestohlen hatte, auf der Flucht hin und zog sich Am 8. d. Mts. vormittags witter stand gerade über uns. Sie waren, als sie durch den eine Verrenkung des Armes zu. warten.( Bei der Zählung von 1890 konnte es erst am 24. Juli Garten gingen, verwundert, in der Wohnstube das Fenster offen wurde im Humboldthafen die Leiche eines neugeborenen Kindes 1891 als ermittelt angesehen werden; es übertraf das am 5. Dezember 1890 zusammengestellte vorläufige Ergebniß noch su sehen und noch mehr, daß ich ihnen im Korridor, wie ich sonst aufgefunden. Nachmittags wurde auf dem Boden eines Hauses um 4475 Personen.) Die durch Fortschreibung gewonnene su thun pflege, nicht entgegen kam. Bei ihrem Eintritt in die in der Alten Schönhauserstraße ein Arbeiter erhängt vorgefunden. Bevölkerungszahl ist erft bis 17. November veröffentlicht; Stube sehen ste mich zusammengekauert an der Fensterbrüftung Meine Frau war natürlich sofort sie stellt sich für diesen Tag auf 1759 793. Die wirkliche Be- bei mir, nicht anders glaubend, als daß der Blizz mich erschlagen; auf der Erde liegen. Vermischtes. völkerungszahl fann selbstverständlich weder durch Zählung noch bei den Bemühungen mich aufzurichten, erwachte ich dann und Graf Kulczicki+. Nach langer Krankheit ist in Rom ein durch Fortschreibung ermittelt werden. Ohne Zweifel entgeht tam langsam zum Bewußtsein. Was war geschehen? Ja, das alter polnischer Freiheitskämpfer, Graf Ladislaus Kulczicki geregelmäßig ein Theil der Bevölkerung den Zählungen mit oder ohne Wissen und Willen der Betreffenden. Die Fortschreibung findet weiß ich selbst nicht, denn ich bin nicht furchtsam und vor Schreck storben. Er war. 1860 aus Polen verbannt worden und hatte aber in der Weise statt, daß der durch die letzte Zählung ermittelten sicher nicht umgefallen. Es bleibt demnach nur übrig, daß, trok sich nach Rom begeben, um die Unterstützung des Vatikans für der hohen Bäume vor meinen Fenstern, der Blitz unter Ver- die Polen zu erhalten, sah aber bald ein, daß von dieser Seite Bevölkerungszahl die Geborenen und zugezogenen zu, die Gestorbenen und Abgezogenen abgerechnet werden, außerdem aber meidung dieser Bäume und ohne das Haus selbst zu treffen, nichts zu hoffen war. Im Jahre 1868 wurde er wegen seiner es liberalen Gesinnung vom Kardinal Antonelli aus Rom verbannt, für nicht angemeldete Abzüge ein Zuschlag gemacht wird, dessen stehen kleine Sträucher dort geschlagen und mich der Luftdruck kehrte jedoch mit den italienischen Truppen wieder zurück. dicht vor dem von mir geöffneten Fenster in die Erde Höhe durch die Erfahrungen des zwischen den letzten beiden Bahlungen liegenden fünfjährigen Zeitraums bestimmt wird. Die betäubt hat. Dafür scheint zu sprechen, daß ich, obwohl ich mich Kulczicki war während des letzten Aufstandes Borsigender aller fonst ganz wohl befinde, mich doch wie zerschlagen, namentlich revolutionären Komitee's. Er war ein Nachkomme jenes Zuverlässigkeit der Fortschreibung hängt also mit der Genauig- auf der ganzen linken Seite fühle; meine Uhr, die ich um 11 Uhr Kulczicki, der gemeinsam mit Sobieski Wien von den Türken befeit der Zählung ab, so daß, wenn die Zählung unvollständig ist, auch die Fortschreibung fehlerhaft bleiben muß. Zu beachten aufgezogen hatte, war genau 6 Minuten nach 12 Uhr stehen ge- freite. Gr hinterläßt eine Wittwe und vier Kinder. Heiteres aus ernster Zeit. Der sozialdemokratische Verein ist übrigens, daß die Differenz zwischen fortgeschriebener und ge= jezt geht sie wieder! zählter Bevölkerund noch keinen Schluß auf die Genauigkeit oder Vom Sturm der letzten Tage. In der neuerbauten für Delißsch und Umgegend hielt am Montag, den 2. Dezember, Ungenauigkeit der Zählung geftattet. Die Meldungen über Bu- Kirche von Glienicke wurde durch den Gewittersturm in ber eine Mitglieder Versammlung ab. Der Borsigende verlas zuund Abzüge beziehen sich ja nur auf die Wohnbevölkerung, wo- Nacht Freitag zum Sonnabend das Dach ab nächst aus dem Vorwärts" die vom Partei- Vorstand verdie bei die vorübergehend An oder Abwesenden außer betracht gerissen, Adlershof und Glienicke wurden viele öffentlichten Maßnahmen der Berliner Polizei gegen bleiben, während die Zählungen fich auf die ortsanwesende Be- Häuser beschädigt. Von dem Bahndamm der Schlesischen sozialdemokratische Partei. Dann wurde ein Artikel aus dem Arbeitsluft und Kommunismus“ verlesen und völkerning erstrecken. Bahn wurden schwere Eisenbahnschwellen herabgeschleudert. Boltsblatt Auf dem Terrain der Berliner Gewerbe- Ausstellung in Treptow darüber diskutirt. Obwohl die Tagesordnung eine sehr ernste Um 2237 Personen hat sich das vorläufige Ergebniß der wurden Verschalungen und Bretter von Gebäuden abgerissen und war, so nahm die Versammlung doch einen recht heiteren Volkszählung für Berlin noch erhöht. Es war, wie mitgetheilt, an einer Stelle die Wand des Hauptgebäudes beschädigt. Die Abschluß. Der hiesige Polizeisekretär Fricke hatte nämlich auf I 674 115 Personen festgestellt worden; durch nachträgliche Reparaturarbeiten wurden im Laufe des Sonnabends bereits eine frühere Mitgliederversammlung wegen Eintritts der PolizeiMeldungen hat es sich auf 1676 352 erhöht. Die fortgeschriebene beendet. Auf dem Gutshofe Grünerlinde bei Friedrichhagen werden stunde um 11 Uhr aufgelöst. Für diesmal wurde das ihm Bevölkerungsziffer war für den 17. v. m. auf 1759 793 an in einem auf einer Remise angebrachten Verschlage einige dadurch vereitelt, daß die Versammlung um Va11 Uhr auf zehn gegeben. 40 Tauben gehalten. In der Nacht zum Sonnabend während Minuten vertagt wurde. Die anwesenden Genossen verließen Die Bevölkerungszunahme in den Vororten ist, soweit des Gewitters flogen die Tauben plöglich auf und ließen sich nach und nach das Lokal, bis die beiden überwachenden Beamten sich bis jetzt übersehen läßt, prozentual ebenfalls gegen die Bolts- auf den umliegenden Gebäuden nieder, Wenige Sekunden später und der Vorsigende allein waren. Auch letzterer verließ 5 Minuten zählung 1890 zurückgeblieben. Wie in Charlottenburg fuhr ein Blitzstrahl in die Remise, welche in Brand gerieth und vor 11 Uhr das Versammlungslokal; so mußten sich die Beamten und in Tempelhof ist auch in Reinickendorf dieser Rück in knapp einer Stunde eingeäschert war. Die feltene Er- wohl oder übel selbst in Wohlgefallen auflösen. Eisenbahn- Unglück. Die Betriebsinspektion Braunschweig I gang fonstatirt, indem einer Zunahme von 34 pCt. im Jahre scheinung eines Kugel Bliges" wurde einem Berichterstatter 1890 jetzt eine Zunahme von nur 11 pet. gegenüber steht. Es zufolge zu derselben Zeit in Köpenick gemacht. Eine etwa fünf macht bekannt: Heute gegen 10 Uhr vormittags sind die Lokowurden in Reinickendorf gezählt im Jahre 1890; 10 050, 1895: Bentimeter im Durchmesser haltende feurige Kugel, die langsam motive, der Packwagen und 6 offene Güterwagen des Güter11 105 Seelen. In Friedrichshagen betrug die ortsanwesende vom Horizont glitt(?), schwebte die Schloßstraße etwa einen suges 902 infolge falscher Weichenstellung im Bahnhof Jerxheim Bevölkerung 1890: 7815, 1895: 9617 Geelen, d. h. Plus 26 pet. Fuß über dem Straßenpflaster entlang bis zur Kirche(?!), wo entgleift. Gin Bremser ist getödtet; der Zugführer und ein Dagegen hat dieser Vorort gegen das Vorjahr 1894 einen Rück das Phantom unter lautem Knall zerplatte. Bremser find anscheinend unerheblich verlegt. gang in der Bevölkerungsziffer zu verzeichnen. Im Jahre 1894 Die Rache des Unternehmers. In der Mülhaufener Auch ein Zeichen der Zeit. Die Steglizer Gemeindebetrug die Einwohnerzahl Friedrichshagens 9920. vertretung hat den Antrag eines ihrer Mitglieder, daß bei Sub- Voltsstimme" waren Mißstände in einer dortigen Baumwollmissionen von Gemeinde Arbeiten die sich um diese spinnerei gerügt worden; unser Bruderblatt meldet nun, der etwa mit bewerbenden Gemeindevertreter, wenn sie in der Kom- Fabrikdirektor habe zwei Spinner zu sich beschieden und ihnen mission siten, welche die Offerten zu prüfen hat, aus der Rom- die Wahl geftellt, entweder zu sagen, wer der Verfasser des Armission ausscheiden sollten, nach längerer heftiger Debatte mit titels fei, oder zu gehen. Da die beiden Spinner behaupteten, nichts von dem Artikel zu wissen, so wurde ihnen gekündigt. allen gegen 6 Stimmen verworfen. Fürwahr, eine edle Rache! Die Verwaltung der Charlottenburger Gasanstalt beabsichtigt jetzt, nach und nach sämmtliche Straßenlaternen der Stadt Charlottenburg mit Gas Glühlicht- Brennern zu versehen. vom in " Mitternachtsstunde mit einem Ball, der fich an eine E3 muß ein gäfte sahen sich verwundert nach dem Grunde dieses plöglichen aus den Ufern getreten. " Adolph Menzel ist am Sonntag zu seinem 80. Geburtstag Eine kurze Verkehrsstockung entstand am Sonntag Abend Ueber das Unwetter der letzten Tage liegen noch eine ganze mit großem Gepränge gefeiert worden. Unsere Leser werden es uns erlaffen, die Einzelheiten des Festes alle aufzuzählen, das gegen 6 Uhr in den den Potsdamer Plaz kreuzenden Straßen. Reihe Mittheilungen vor, von denen wir die wichtigsten wiederPferdebahnwagen, Omnibusse und Droschten, welche den Platz geben: München, 8. Dezember. Die Jfar sowie die meisten morgens 10 Uhr in der Akademie begann und zu später paffiren wollten, wurden von Schuhleuten angehalten. Die Fahr Flüsse Bayerns find infolge der Regengüffe und Schneestürme Art Theatervorstellung anschloß, endete. Bei Neuendettelsau und Deining ein Stillstandes um. Endlich, nach etwa zwei Minuten fuhr eine haben Bahndammrutschungen Betriebsstörungen verursacht. starkes Stück für den hochbetagten Künstler gewesen sein, Sofequipage über den Potsdamer Platz. Noch eine Minute Bei dem Schneesturme fuhr gestern Abend in Hof ein Schnelldie lange Reihe der Huldigungen auszuhalten. Die Stadt wurde die Sperre aufrecht erhalten und dann erst durften die zug auf eine Rangier- Lokomotive; verlegt wurde niemand. Die Berlin hat ihn, wie bekannt, zum Ehrenbürger ernannt. Fahrzeuge, die sich inzwischen zu langen Reihen in der Pots Wälder bei München sind verwüstet, auf den Münchener FriedHerr Don Lucanus tam und brachte dem Künstler die Mittheilung, daß er zum Wirklichen Geheimrath mit dem Damer- und Leipzigerstraße angesammelt hatten, ihren Weg höfen find sehr viele Grabkreuze umgestürzt.- Straßfortsetzen. burg i. Elf., 8. Dezember. Aus dem Juduftriebezirk MülPrädikat Exzellenz" ernannt worden sei. Von einer be fonderen Ueberraschung, die Menzel dann in der Akademie Diese Ehre! Bei den hiesigen Elektrizitäts- Gesellschaften haufen wird großer Hochwasserschaden gemeldet, die Fabriken zugedacht wurde, erzählt das„ Kleine Journal":" In dem tragen die Arbeiter Uniformmüten, an denen die Abzeichen ihres mußten theilweise geräumt werden. In der bekannten Spinnerei Augenblick, als der Meifter, geschmückt mit breitem" Ordens- Grades( Hilfsmonteur, Monteur, Obermonteur) angebracht sind. von Dollfuß, Mieg u. Ko. haben durch das Hochwasser 300 Ar bande, den Ubrsaal betrat, erfcholl das laute Kommando: Ein Arbeiter einer solchen Gesellschaft, der sich längere Zeit als beiter die Beschäftigung verloren; in einer anderen Fabrik be Der Sturm, Achtung, präsentirt das Gewehr!" Die Trommel wirbelte und Hilfsmonteur bewährt hatte, wurde am Sonnabend in die höhere trägt der Schaden an Waaren 10 000 m. das Bajounet in der Hand stand die Ehrenwache der Riesen- Charge" befördert, indem der betreffende Betriebsleiter ihm mit welcher gleichzeitig wüthet, richtet großen Schaden an Ge Die Doller riß eine große Steinbrücke weg, gardisten vor der so tleinen Gestalt Adolf Menzel's. Ver- einer gewiffen Feierlichkeit erklärte:" Ich ernenne Sie hiermit bäuden an. nicht etwa eine andere Brücken sind gefährdet. Der Bahnverkehr ist theilständnißvoll prüfend, musterte der Meister die Leute von Kopf zum Monteur! Sie bekommen nunmehr" bis zu Fuß. Als dann die weiteren umständlichen Griffe gemacht ohnerhöhung von fünf Pfennigen pro Stunde, die der Glück- weise gestört. Auch in Straßburg führt die Ill Hochwasser mit, waren und die Rolben laut auf den Boden schlugen, überflog ein liche in anbetracht seiner Beförderung erwartet hatte, sondern bis jeht ohne größeren Schaden anzurichten, jedoch steigt das Waffer bedrohlich. feines Lächeln die Züge des greifen Künstlers." ,, einen Sammetstreifen um die Müze". Alle auswärtigen Telephonleitungen Weißenfels, 8. Dezember. Die Saale Wilhelm 11. dem Künfiler noch seine Bronce- Büfte geschenkt. Vom Weihnachtsmarkt. Auf den Plätzen und in einzelnen find zerstört. In dem am Abend aufgeführten Festspiel bei Kroll stieg Straßen, wie Frankfurter Linden 2c., wurde gestern bereits mit steigt rasch und hat stellenweise die Ufer überfluthet. Die Beber am Ufer Ufer liegenden Gebäude haben die Friedrich II,( der zynische Verächter deutscher Kunst) vom elyseischen der Vermessung der Stände für die Weihnachtsbuden begonnen. ohner Keller und Erdgeschoffe geräumt. Rassel, 7. Size herab, um dem Maler der berühmten Tafelrunde einen Der Weihnachtsmarkt selbst nimmt am 11. ſeinen Anfang. gember. Die Fulda ist aus den Ufern getreten, das Wasser Lorbeerkranz darbringen zu lassen. Es folgten dann neue Der Magistrats- Affeffor Willi Cuno ist vom 1. Oktober steigt noch. Köln, 8. Dezember. Mehrfache Wintergewitter Huldigungen, die gleich manchen der vorhergegangenen sich 1896 mit den Rechten und Pflichten eines Gemeindebeamten auf sind in Westfalen, am Niederrhein und auch hier niedergegangen. durch eine Ueberschwenglichkeiten auszeichneten. Nach all den Lebenszeit angestellt worden. Nunmehr sind auch der Oberrhein und der Neckar start steigend, Schmeicheleien, die der sehr wortfarge, sehr zurückgezogen lebende Meister über sich ergehen laffen mußte, wirtle In Spandan ift Sonntag Abend wieder eine Brandstiftung ebenso die anderen Nebenflüsse und ist daher Hochwassergefahr Stillstand der Rheinschifffahrt wird befürchtet. es wahrhaft herzerquickend, wenn er z. B. dem Gratulanten des vorgekommen. Als der That verdächtig wurden der Droschken- Nur die Mosel ist jetzt in langfamem Fallen begriffen, Vereins Berliner Preffe, Hermann Sudermann steptisch ant- tutscher Ziegau nebst Ehegattin verhaftet. doch ist das Wetter noch stürmisch. Konstanz, wortet: Ich wollte, es wäre alles wahr, was mir heute geArbeiterrifiko. Der in der Ziethenstraße zu Rixdorf wohn- 8. Dezember. Auf dem Bodensee ist infolge des Sturmes sagt wird! hafte 34jährige Dachdecker Höhn 3 war am Sonnabend auf die Schifffahrt unmöglich geworden. Das Unwetter hat einem Grundstück in der Waldemarstraße zu Berlin mit dem großen Schaden angerichtet, auch mehrere Dampfer stark beAnstreichen der Giebelwand beschäftigt. Der herrschende Sturm schädigt. 2uzern, 8. Dezember. In der ganzen Schweiz warf jedoch die hierzu benutte Leiter um; Höhns trug fo schwere berrschen beftige Stürme mit Schneefall, Gewitter und HagelBerlegungen davon, daß er auf dem Transport nach seiner schlag. In Zermatt hat der Sturm mehrere Defonomiegebäude Wohnung verstarb. umgeworfen. Dann hat Ein Banunglück, bei denen zwei Maurer zu Schaden ge tommen sind, wird uns aus der Ramlerftr. 25 gemeldet. Ueber die näheren Umstände des Vorfalles werden wir morgen berichten können. " " DeWenn man zu Weihnachten bei der Post beschäftigt werden will. Zur Warnung für Arbeitslose, die sich der Hoffnung hingeben, durch aushilfsweise Beschäftigung bei der Poft für wenige Tage einen Unterhalt zu bekommen, sei ein Fall veröffentlicht, von dem uns gestern Mittheilung gemacht wurde. Ein hiesiger Einwohner meldete sich, durch die Noth ge Von der Nordseeküfte wird telegraphisch folgendes berichtet: drängt, anfangs Oktober dieses Jahres an das hiesige Packet 2ilhelmshaven, 9. Dezember. Der Hamburger LootsenEin Poftamt um Anftellung während der Weihnachtszeit. Er erhielt fchooner Elbe 2" wurde gänzlich wrack eingeschleppt. am 10. Oktober die Antwort, daß er nur dann bei der Mann ist ertrunken, die Befagung zum theil verwundet. Die Verletzten wurden in das Krankenhaus gebracht. Post beschäftigt werden könnte, wenn er sich durch gute FührungsVon der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde die nieuwe diep bei Helder, 7. Dezember. Die deutsche zeugnisse über seine ganze Vergangenheit auszuweisen vermöge; von Rotka nach Rochefter unterwegs, es feien thunlichst polizeiliche oder sonstige amtliche Beugniffe bei Leiche des 22jährigen Krankenwärters Johann Kredig, der in der Bart Libertag" zubringen. Der Mann ging zur Polizei, um sich die Zadellofig: Nacht zum Sonnabend plöglich gestorben ist. Kredig war am ist in der letzten Nacht bei Gallantsoog gescheitert. Das feit seines vergangenen Lebens bescheinigen zu lassen und suchte, Freitag noch in der Charitee in feinem Berufe thätig, am Schiff ist zerschmettert, von der Bemannung wurden nur zwei als ihm dort später der Bescheid wurde, daß ein solches Sitten Sonnabend früh fand man ihn in seinem Bette todt auf. Personen gerettet. Vier Leichen sind bereits angeschwemmt. zeugniß nicht unter 1 Mart 63 Pf. zu haben sei, sich die ge- Plöglich gestorben ist in einem hiesigen Hotel der bier am burg, 9. Dezember. Der Hamb. Corr." meldet: Ein forderte Summe mühselig aufammen. Die Hoffnung, nuumehr auf der Durchreise weilende 62 Jahre alte Fabritant Karl dänischer Biehtransport- Dampfer von Esbjerg, der schon für verauf furze Zeit beschäftigt zu werden, ging aber nicht in Er Chevalier aus Mylau in Sachsen. loren gehalten worden war, ist gestern nach viertägiger, äußerst füllung. Am 19. November erhielt der Mann mit dem üblichen Ausweis, daß nichts Nachtheiliges über ihn bekannt geworden Die Gemeindevertretung von Briz wählte den ausgefährlicher Reise hier eingetroffen. Der Dampfer wurde bald überrascht. Der Kapitän fonnte den Kurs nicht halten, sei, von der Poft den kurzen Bescheid, daß seinem Gesuch um scheideuden langjährigen Gemeindefchöffen Grothe in gleicher nach dem Abgange von Esbjerg von einem gewaltigen Sturme so daß das Schiff der englischen Küste autrieb. Nun liefs Beschäftigung nicht entsprochen werden tönne. Möge der Fall Eigenschaft wieder. die Arbeitslofen vor unnüßen Geldausgaben warnen. Spurlos verschwunden ist aus Rigdorf seit ca. 8 Tagen der Rapitän die Luten schließen. Die Seeleute hatten während Der Polizeipräsident erläßt die übliche Bekanntmachung der geiftestranke Handelsmann Wilhelm 3abel, Hermann- der Fahrt schwer unter dem Mangel an Proviant zu leiden. In dem von der Luft abgesperrten Viehraume waren 255 Rinder, wegen des Sylvester Radaus. Wegen Lärmens in der ftroße 197 wohnhaft gewesen. Sylvesternacht 1894/95 find 72 Personen zu Geldstrafen, im Eheliche Zwiftigkeiten infolge fchlechter Vermögenslage von denen viele erstickten, andere zertreten oder schwer ver legt wurden. Das Brüllen der Thiere übertonte, wie Einzelfalle bis zu 100 m. event. 10 Tagen Haft und 36 Personen haben den Kaufmann Jaller zum Selbstmord getrieben. Die Bemannung erzählt, selbst das Heulen des Sturmes. zu Haftstrafen, im Einzelfalle bis zu sechs Wochen verurtheilt stammte aus Rumänien. Nachdem der Wind abflaute, gelang es, das Schiff wieder in worden, den richtigen Kurs zu bringen. Beim Deffnen der Luken, das unter Aufsicht der Beterinärpolizei erfolgte, bet sich ein 124 Stück Vieh konnten lebend nach entseglicher Anblick. der Quarantänestation gebracht werden; etwa 100 Rinder Zum Tode des Hausdieners Lischke, über den wir am Ueber eine eigenartige Erscheinung bei dem letzten Ge- vorigen Dienstag berichteten, wird uns mitgetheilt, daß der witter schreibt der" Bossischen 3tg." ein Lefer:" Bei dem in der Berunglückte nicht im angetrunkenen Zustande zu Schaden ges Nacht vom Freitag zum Sonnabend über Berlin sich entladenden tommen ist. agen tobt umber; die übrigen, die schwer verletzt waren, ihm die nöthigen Empfehlungen aus, um eine möglichst aus| M. K. T. Hermann Bahr in Berlin W, Linkstraße 13, wurden unter thierärztlicher Aufsicht an Bord geschlachtet. giebige Sammlung zu ermöglichen. Der fragliche Ausländer fam R. 2. Prager in Berlin NW., Mittelstr. 21, und Josef Baer u. Lemvig, 9. Dezember." Die Schoonerkuffe" Renska" aus nach Luzern und stellte hier gegen Bezahlung eines Taglohnes Comp. in Frankfurt a. M., Roßmarkt. Grossefehn, Kapitän Tommesen, mit Brettern von Memel nach von je 4 bis 8 Fr. 4 junge Leute an, welche den ganzen Kanton W. 100. 1. Ja. 2. Wann er will. A. E. 99. Der Papenburg unterwegs, ist bei Fjaltring( Westküste Jütlands) ge- bereisen und die Sammlung geschäftsmäßig betreiben mußten. Offenbarungseid schafft keine Aenderurgen hinsichtlich der Mögstrandet. Die aus 5 Mann bestehende Besagung wurde mittels Das Resultat der letteren war ein recht günstiges; denn allein lichkeit zu pfänden. Ein Ueberzieher und eine Uhr ist pfändbar, des Raketenapparates gerettet. in der Stadt Luzern hatten diese Kollekteure innerhalb 2 Tagen falls diese Gegenstände für entbehrlich erachtet werden. Ob sie nahezu 150 Fr. zusammengebracht. Während diese Kollekte vor das sind, hängt von der Beurtheilung der gesammten Verhältnisse fich ging, logirte der betreffende Ausländer mit einer wiederholt seitens des Gerichtsvollziehers und des Richters ab. Der Lohn polizeilich eingebrachten Dirne in einem Gasthofe und ließ es ist wegen Alimentenforderungen der Ehefrau und der ehelichen sich aus dem Ertrage der Liebesgaben"-Sammlung wohl sein." Kinder pfändbar. Aus Budapest wird vom Sonntag berichtet: In der Werk: statt des Tischlermeisters Kiry brach nachts Feuer aus. 3wei Gehilfen konnten sich rechtzeitig retten, während Kiry, dessen Frau und ein Gehilfe in den Flammen umgekommen sind. Briefkasten der Redaktion. Vom Kirchenbanen. Das Polizeidepartement des Kantons Luzern hat folgende seltsame Geschichte bekannt gemacht:" Der Pfarrer einer westschweizerischen Gemeinde, welche den Bau einer neuen Kirche unternommen hat, schloß mit einem Ausländer Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Sahl) einen Vertrag folgenden Inhalts: Gegen Bezahlung von 100 Fr. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. per Monat erhielt der Ausländer das Recht, in der ganzen Weißenfelser Genossen. Senden Sie den Betrag an Schweiz für den fraglichen Kirchenbau Liebesgaben zu sammeln G. Gladewiß, Redakteur der Bergarbeiter- Zeitung Glück auf!" und diese letzteren für sich zu behalten. Der Pfarrer händigte in Zwickau in Sachsen. Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum Alexanderplatz- Theater. Alexanderstraße 40. Täglich Abends 8 Uhr: Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. gegenüber keinerlei Verantwortung Die kleinen Lämmer. Am Landes- Ausstellungspark Theater. Dienstag, 10. Dezember. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Schauspielhaus. Eine Bekehrung. Monsieur Balanceur. Rezept gegen Schwiegermütter. Dentsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Prinzessin Goldhaar. Lessing- Theater. Fift. Neues Theater. Niniche. Schiller Theater. Reif- Reiflingen. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: In doppelter Bekehrung. Adolph Ernst- Theater. Der fleine Lord. Hierauf: Die ewige Braut. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater Die kleinen Lämmer. Vorher: Nr. 66. National- Theater. Faust. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorftellung. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Dienstag: Reif- Reiflingen. Mittwoch: Reif- Reiflingen. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Emil Thomas a. G. Fräul. Rita Leon a. D. Bum 96. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Aften von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 72 Uhr. Morgen: Eine tolle Nacht. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Gastspiel des Herrn Paul Berthold. Faust. Eine Tragödie in 6 Abtheilungen von W. v. Goethe. Regie: Mar Sam ft. Morgen zum 1. Male: Der Jude. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts in fünf Atten nach dem gleichnamigen Roman des Berliner Borwärts" von Carl Spindler. Adolph Ernst- Theater. Der kleine Lord. Lebensbild in 3 Atten nach dem gleichnamigen Roman v.Mr.Hodgson Burnett, übersetzt von Bolten- Bäckers. In Amerika 3240 Mal, in London 1262 Mal aufgeführt. Hierauf: Die ewige Brauf. Operette in 1 Att von M. Mannstädt und Jean Kren. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Neu! Angely- Gertiny- Trio Neu! die besten fliegenden Hochturner am patentirten Luft- Apparat, dazu bas große 15 neue Dezember Programm. Spezialitäten. Sonntags 6 Uhr. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1,50 M. Das Theater ist gut geheizt. Vaudeville in 2 Aften von 2. Verney. Vorher: Mummer 66. Operette in 1 Att von Offenbach. In Vorbereitung: Fortuna's Lied. Operette. Der Weihnachtsmann. Weihnachtskomödie. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/48 ( City- Passage). Neu! Neu! Auf Helgoland! Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 1 Att von Reichard u. Schmasow. Musik von R. Martin. Riesen- Programm. Auf. Wochent. 71/2, Sonnt. 6 Uhr. Entree 10 Pf., 30 Bf. " 0 R.Winkler. Nächste Soiree der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Sonntag, 15. Dezember, im ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. 42 Mädchen vom andern Ende der Welt ( Samoa). Castan's Panopticum. !! Neueste Illusion!! Allerseelen. Die syrischen Fechter. Die Sünde. Sünde. Kaiser- Panorama ( Passage). Zum ersten Male: V. Reise nach Konstantinopel u. Athen. Erste Wanderung durch d. malerische holsteinische Schweiz. Eine Reise nur 20 Pf. Tausende Abonnenten. Never Circus, Concerthaus Sanssouci Circus BUSCH Rottbuserstraße 4a. Apollo Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. lle Me Duelere und 14 Nummern ( Bahnhof Börse) Dienstag, den 10. Dezember abends 71/2 Uhr: Große Elite- Vorstellung. a Sensationeller Erfolg! Echens, das Waldmädchen. A Schwimmende Elefanten und schwimmende Pferde mit Reiter. Grandioses Ballet. Außerdem: Newsky Malorosiesky, gr. Schulquadrille, ger. von 6 Damen Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der u. 6 Herren. Konkurrenz der SpringI. Rauges. Vorstellung 8 Uhr. Kaufmann's Variété- Theater. Königstraße, Kolonnaden. Sensationeller Erfolg des neuen Programms! Um 10 Uhr: Die pikante und tolle Surleske CoulissenE pferde la Folie u. Royalist. Der phänomenale Szandorsprang von ebener Erde über 3 grosse Pferde, ohne Sprungbrett. Dir. Basch mit seinen vorzüglichsten Freiheitsvorführungen, Grande Batoude americaine, von den besten Springern der Gesellschaft mit Saltos und Doppelfaltos über 1-10 Pferde. The Relampagos, Elite Afrobaten. E Auftreten der Klowns Gebr. Cavallini, Gebr. Dux, Mr. Veldeman und TomTom. = Mittwoch: fchens, das Waldmädchen. Geheimnisse. 50 Arthur Fränkel, Henny Schmid, Edi Blum, mehr braucht man nicht zu sagen!!! das genügt. W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenstr. 16. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag: Konzert, Theater, SpezialitätenVorstellung. p& t. unt. Ladenpreis tauft man Uhren, Goldsachen, Brillanten 2c. im Leihhaus H. Graff, Beuthstr. 5 I.| " Briefkasten der Expedition. C. D. Henckell, Buch der Freiheit kostet 5 M. und 30 Pf. Porto. Einbanddecken zu A. 1,25, 1,00, 50 f. 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Seite, ist durch Verschiebung des Sages ein. finnstörender Fehler entstanden, der wie folgt zu berichtigen ist. Es muß unten in der ersten Spalte des Preisverzeichnisses für Cigarren folgendermaßen gelesen werden: Marke 4( Sumatra), ca. 102 cm lang, ca. 5 cm Umfang, Straßen- Cigarre, nicht belästigend, von durchaus vorzüglichem Ge schmack, in schlankem Façon, tadelloser Brand per 100 Std. Mk. 2,50. Marke Felix Cigarre, frühere Marke Remedio, FelixDecke, rein überseeische Einlage, ca. 81/2 cm lang, 41/4 cm Umf. 100 Std. jezt nur Mk. 2,75. Christbaum- Confect reizende Neuheiten nur genießb. Waare 1 Kiste Inhalt ca. 430 Std. 2,50 Mt. 1 Rifte Inhalt ca. 270 große Stücke 3 Mt. Siegfried Brock, Gollnowstr 10a. Photographisches Atelier, Holzmarktstr. 71, n. b. Königft Sasino. 1 Dyd. 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Wir möchten deshalb die Auf- fondern den Bautapitalisten Barany, in dessen Auftrag merksamkeit der städtischen Behörden ganz besonders auf diese der Neubau aufgeführt wurde, zur Zahlung der obenerwähnten Summe. Barany hat gegen dieses Urtheil sofort Einspruch er= Arbeiten lenten." " und Soziale Uebersicht. Die Steinleker Berlins haben gemäß früheren Versammlungsbeschlüssen an die zweite Abtheilung der städtischen Baudeputation eine Petition gerichtet, die ihre Ursache in einem Beschluß dieser Körperschaft hat, wonach in dem Etatsjahr 1896/97 sämmtliche mit Sollte sich," fährt die Petition fort, also wirklich infolge hoben. definitivem Pflaster zu versehende Straßen der Durchführung unseres Arbeitstarifes eine kleine Preisasphaltirt und Steinpflaster nur da in Anwendung ge- Erhöhung nothwendig machen, so hätten die städtischen Be bracht werden soll, Es wird hierfür hörden davon ganz sicher keinen Schaden". 100 dies wegen erheblicher Steigung des Terrains oder starken Güterverkehrs noth noch auf Hamburg und Dresden und darauf verwiesen, daß Verlängerung der Arbeitszeit. Die Geschäftslage der wegen wendig ist. Die Steinfeger find nun der Meinung, noch vor wenigen Jahren die Preise für Steinpflaster bedeutend sächsischen Textilindustrie hat sich, wie wir schon früher meldeten, daß wie es in der Petition heißt ,, die stetig höher waren, als sie heute sind. in letter Zeit erfreulich gebeffert. Wie das aber gewöhnlich wachsende Verbreitung und die angebliche Beliebtheit des Asphalt Daß durch die Einführung des Maximal- Arbeitstarifs nicht fo ist, entspricht ihr feineswegs eine Verbesserung der Lebens pflasters wesentlich darauf zurückzuführen sind, daß infolge etwa der Faulheit Vorschub geleistet werden soll, wird in der haltung der Arbeiter, im Gegentheil, mit dem besseren GeschäftsDer ununterbrochenen Preisherabsetzungen seitens der Berliner Petition ausführlich dargethan. Zum Schluß wird der große gang in den Fabriken treten die Gelüfte nach längerer ArbeitsSteinfegmeister und namentlich in den letzten Jahren die Stein- Schaden geschildert, den die Steinfeger durch fortgesetzte Bezeit überall hervor. In mehreren Fabriken in Reichenbach pflasterungen nicht mehr mit derjenigen Sorgfalt und Gewissen günstigung des Asphaltpflasters erleiden, sie würden wegen der werden die Frauen elf Stunden und ohne Pausen haftigkeit ausgeführt wurden, als dies früher der Fall gewesen Ueberfüllung aller Berufe schwer ein anderes Unterkommen beschäftigt. Diesbezügliche Anzeigen find erstattet worden, als Steinfeger schließlich und wie es in anbetracht der an definitives Steinpflaster zu finden auswärts worauf auch polizeiliche Mittheilungen dahingehend erfolgten, stellenden Anforderungen und der dabei verwendeten guten Mate- ihr Brot suchen müssen. Durch das Eingeben auf den daß Dispensationen ertheilt worden seien und die Frauen rialien möglich und nothwendig wäre. Denn die nächste Folge Tarif könne das, wenn auch nicht vollständig vermieden, selbst auf Befragen der Revisoren erklärt dieser fortgesetzten Preisherabfegungen war, daß die Unternehmer so doch erheblich gemildert werden, da ihnen durch den eingangs hätten, daß sie Pausen haben. Diese Aussage der die Differenzen zwischen den früheren und den jetzigen Preisen erwähnten Beschluß der städtischen Baudeputation die Arbeits- Frauen aber können nur ganz naive Leute als einen Beweis für durch erhöhte Anspannung der Arbeitskräfte auszugleichen strebten gelegenheit doch immerhin noch nicht gänzlich abgeschnitten sei. das thatsächliche Bestehen von Arbeitspausen ansehen: und zwar nicht ohne Erfolg. Selbstverständlich ist aber durch die Es handle sich darum, die noch verbleibende Arbeitsgelegenheit das drohende Gespenst des Hungers bei falter Winterszeit erklärt gesteigerte quantitative Arbeitsleistung die Qualität derfelben zurück- möglichst zu vertheilen. Endlich wird der Tarif mit der gesund- da manches! gegangen, was fich folgerichtig durch Beeinträchtigung der Halt- heitlichen Schädigung begründet, die die jeßige überhaftete ArbeitsArbeitsvermittelungs Amt in Planen. Der Fabri. barkeit des Steinpflasters und mangelhafte Sauberkeit der Ausweise auf die in Wind und Wetter schaffenden Steinfeger ausübt, tantenverein in Blauen i. V. plant die Errichtung eines führung bemerkbar machen mußte." und darauf verwiesen, daß infolge dessen die bisherigen Steinfeger städtischen Arbeitsvermittelungs- Amtes. Der Arbeitsnachweis Um diesem Uebelstande abzuhelfen, dem Stein- Krankenkassen den an sie gestellten Ansprüchen bei weitem nicht würde unter Aufsicht eines höheren städtischen Beamten von einer pflaster seinen früheren guten Ruf zu verschaffen und gewachsen waren. von den Beisitzern des Gewerbegerichts gebildeten Kommission zu dadurch der Verbreitung des Asphaltpflafters Einhalt zu thun, Die Petition schließt mit den Worten: Also auch die Rück- leiten und von ständigen Beamten zu bewirken sein und hätte haben die Eteinfeger- wie unsere Lefer sich aus den betreffenden ficht auf die möglichste Erhaltung unserer Arbeitskraft und das sich auf Handwerksgehilfen und sonstige gelernte und ungelernte Versammlungsberichten erinnern werden einen Maximal- Intereffe für unsere Familien zwingen uns gebieterisch, jest Arbeiter, sowie auch auf Dienstboten zu erstrecken. Es wird die Arbeitstarif aufgestellt, worin die Leistungen der Stein- endlich einmal gegen den geschilderten Uebelstand energisch Aufgabe der arbeitsnehmenden Gewerbegerichtsbeisiger, die zu der setzer und der Rammer in Beziehung auf den zehnstündigen Front zu machen. Und da die Interessen der städtischen Verwaltung dieses Amtes hinzugezogen werden sollen, sein müssen, Arbeitstag so normirt sind, daß es ihnen möglich ist, der Aus- Behörden in diesem Falle mit den unserigen identisch die Interessen der Arbeiterschaft in der entschiedensten und sachführung ihrer Arbeit diejenige Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt find, so richten wir an die städtische Baudeputation das ebenso gemäßesten Weise zu wahren; der Einfluß des Unternehmerzuzuwenden, welche dieselbe unbedingt erfordert wenn eben den höfliche als dringende Ersuchen, die Bestrebungen der Arbeiter thums scheint ohnehin in diesem Falle ein sehr starker zu sein. berechtigten Anforderungen in bezug anf Sauberkeit der Aus- des Steinfeggewerbes: im Steinfeggewerbe endlich einmal wieder Sonntagsruhe im Destillationsgeschäft. Der Verein führung und Haltbarkeit Rechnung getragen werden soll." Die vernünftige Verhältnisse einzuführen, geneigtest unterstützen zu junger Destillateure und der Kaufmännische Verein in Bosen Kommission, die im Auftrage der Steinsetzerversammlungen diesen wollen." baben, wie die Frankfurter Zeitung" meldet, eine Petition an Maximal- Arbeitstarif ausarbeitete, war gezwungen, bei allen den Reichstag gerichtet, worin sie um Ausdehnung der Sonntags Pflasterarten eine Herabseßung, bei einzelnen Arten sogar eine ziemlich umfangreiche Herabsetzung der Leinungen gegen das ruhe im Handelsgewerbe auch auf die Angestellten in den Destillations Ausschankgeschäften bitten. In der Petition wird heut vorwiegend( nicht überall) übliche oder verlangte Maaß zu Hauptunternehmer. Ein Bauunternehmer in Mülhausen dargelegt, daß feine Nothwendigkeit vorliege, diesen Schankempfehlen." Die Steinfegerversammlung am 17. November hat den im Elsaß hatte, wie die„ Köln. Volksztg." meldet, eine große wirthschaften am Sonntag einen längeren Zeitraum freizugeben, Entwurf der Kommission einstimmig angenommen. Partie Erdarbeiten an einen Unteraffordanten vergeben, dein er als den übrigen Zweigen des Handelsgewerbes. Die Angestellten Die Steinsetzer sind sich nun bewußt, daß an erfolgreiche alle 14 Tage den Lohn für die Arbeiter auszahlte. Mit der in den Destillationsgeschäften haben einen sehr schweren Dienst Durchführung dieses Tarifs nur dann zu denken iſt, wenn auch letzten Zahlung von 1200 M. wurde der Unterakkordunt flüchtig. in Bosen, 17 Stunden ohne Unterbrechung. Trotzdem die städtische Baudeputation beziehentlich die ihr unter- Die in große Noth gerathenen Arbeiter zogen auf die Polizei- existirt für sie bisher keine Bestimmung, die ihnen ſtehenden städtischen Bau- Inspektionen der Sache direktion und führten Klage. Das Gewerbegericht entschied, daß eine Sonntagsruhe sichert; vielmehr müſſen ſie, Geihr Wohlwollen schenken. Dies zu erreichen ist Zweck der der Bauunternehmer die Löhne nochmals zu zahlen habe, was hilfen und Lehrlinge, auch Sonntags, sogar an den ersten FeierPetition. Wir wollen" heißt es in der Petition ,, bei unferem Vorgehen durchaus nicht in Abrede stellen, daß auch bereits geschah. Das Urtheil führte aus, daß der Unter- tagen der großen Feste, durch arbeiten. affordant nicht ein Unternehmer im gesetzlichen Sinne sei und es sich für uns, als Arbeiter des Steinsetgewerbes, in Ital ienische Auswanderung. Die italienische Bourgeoiserster Linie darum handelt, die unseren Beruf schwer schädigende regierung fündigt mit großer Wichtigkeit den Ausgleich ihres Budgets an, aber dies Gleichgewicht wird geschaffen nur Konkurrenz des Asphaltpflasters zurückzudrängen. Aber bei der heutigen, infolge der forcirten Arbeitsleistung nothwendig bedurch eine entsetzliche Auspowerung der Maffen; die Lage des Proletariats in Italien ist daher eine so schlechte, daß die Leute dingten mangelhaften Ausführung des Steinpflasters haben auch die städtischen Behörden thatsächlich feinen Vortheil von der Bauunternehmer. Das Münchener Gewerbegericht hat massenhaft auswandern. Im Dezember werden von scheinbaren Billigkeit desselben. Die Bezeichnung billig und sich auch auf ten durch eine Bandgerichts- Entscheidung leider Genua nach allen verschiedenen Gegenden Amerikas nicht schlecht" ist, wenn irgendwo, so hier am Blaze. Es ist in den unhaltbar gemachten Standpunkt des Berliner Gewerbegerichts weniger als 14 Dampfer abfahren, welche buchstäblich mit Streifen der Arbeiter des Steinfeggewerbes und sicher auch in geftellt, indem es nicht den Strohmann, sondern den wirklichen Emigranten beladen sein werden, denn die Nachfrage nach denjenigen der Unternehmer ein offenes Geheimniß, daß beispiels: Arbeitgeber zur Zahlung einer geforderten Lohnfumme ver- Passagierbillets ist eine folossale. Die stärkste Strömung der weise die Wiederherstellungsarbeiten bei Legung von Gas- oder urtheilte. Das Gericht entschied, daß Arbeitgeber im Sinne des Auswanderung richtet sich nach Brasilien, welchem mit dem Wasserleitungen und dergl. oftmals in ganz ungenügender Weise Gesetzes nicht die sogenannten Bauunternehmer größten Auswanderungskontingent Argentinien folgt. Die Zahl ausgeführt werden. Ja, es fommt vor, daß die von den Ar- sind, die meistens nichts haben, und gegen die die Arbeiter daher der nach Nord- und Mittelamerika gehenden ist geringer. beitern der betreffenden Werke( weil nicht gleich eine meist erfolglos prozessiren, sondern der Kapitalist, welcher Steinfeger Kolonne anwesend) oftmals provisorisch her zur Aufführung des Baues das nöthige Rapital dem als Baumeister gestellten Pflasterungen ohne weitere Umstände glatt vorgeschobenen Bauunternehmer vorstreckt. Es handelt sich in dem gerammt oder gefegt, also nicht ordnungsmäßig angezogenen Falle um den Neubau, der kürzlich in der Amaliengepflastert, aber dennoch von den Verwaltungen der betreffenden Werke als ordnungsmäßig ausgeführt bezahlt werden! Es ist dieses lediglich die Folge der an " Theater. Soziale Rechtspflege. die Arbeiter stets das Recht hätten, sich an den Hauptunternehmer zu halten, der, wenn auch nur durch Stillschweigen, mit ihrer Anwerbung einverstanden gewesen sei. Dieser habe unbedingt für den Lohn zu haften. M Buzug fern zu halten!" Die erste Verurtheilung durch eine Berliner Straf. tammer wegen des allerneuesten Preßvergehens ist gestern erfolgt. Und zwar war es der durch das merfwürdige dolus eventualis- Urtheil im Prozeß Bading- Schulze berühmt gewordene straße eingestürzt war. Der Bauunternehmer Schrenkhammer, der den Bau zur Zeit vollendet, hatte nämlich elf seinerzeit an dem Bau beschäftigte Arbeiter ohne Kündigung entlassen, wes Bisson vertrieben. Am Sonnabend wurde die Komödie zum und Schwert. Anf. 4 Uhr. Freitag: Der Störenfried.( Leb ersten Male aufgeführt; Sonntags früh entrüfteten sich die recht Müller: Hr Friedrich Haase, a. G.) Sonnabend: Neu Morgenblätter und sagten: Oh, oh! So etwas Strammes( lies: einstudirt: Marino Falieri. Sonntag: Eine Bekehrung. MonDeutsches Theater. Felix Cavallotti, der erbitterte Gegner Botiges) war noch nie zuvor nach unserem Spreeathem herüber sieur Balanceux. Rezept gegen Schwiegermütter. Anf. 71/2 Uhr. des gewaltthätigen Crispi, hat sich am Sonnabend zum ersten gekommen; und am Sonntag Abend war im Residenz- Theater( Raout Agénor, Cleto: Hr. Friedrich Haase, a. G.) Kroll's Male auf deutscher Bühne als Poet vorgestellt. Eein Versspiel fein Plätzchen frei; und des Auikreischens bei jedem ein- Theater: Basantasena. Anf. 7 Uhr, Montag: Marina Falieri. Das hohe Lied", das auf dem italienischen Theater längst heimisch deutigen Wort war kein Ende. Ich fragte mich: Was soll nun Das Deutsche Theater bringt in dieser Woche Wiederift, wurde vom formgewandten Ludwig Fulda in deutsche Verfe der ganze moralistische faule Zauber? Wer gesagt hat, holungen von Cavallotti's Versspiel Das Hohe Lied in Verübertragen und im Deutschen Theater aufgeführt. Es ist eine muß B und C sagen lernen. Bisson's Komödie ist nicht beffer bindung mit Molière's Misanthrop, beides übersetzt von Fulda; Ileine Komödie, die mit anmuthigem Wig die dee aus- und nicht schlechter gebaut, als der Pariser Import der letzten Mittwoch, Freitag und nächstfolgenden Sonntag Abend kommt Die führt, wie ein junges, durch pfäffische Erziehung ver- Jahre im allgemeinen. Derselbe Faden und dieselbe Nummer Jüdin von Toledo zur Aufführung. Dienstag geht Der Talisman, fünfteltes Menschendasein durch Liebe zur Natur zum wird weiter gesponnen. Was soll also auf einmal das heuchle- Donnerstag Der Meister von Palmyra in Szene. Am Sonnabend warmblütigen Leben bekehrt wird. Der alte Freidenfer rische Greinen und die melancholische Bußfertigkeit? werden Die Mütter gegeben. Als Nachmittagsvorstellungen find Cavallotti macht dabei seinem Ingrimm gegen das Pfaffenthum Es werden geschlechtliche Verhältnisse mit zynischer Lüftern für den nächstfolgenden Sonntag Die Weber angesetzt.- Herr in mancher Bosheit Luft. Wohl segt es Nadelstiche aber feine heit in dem jüngsten Bisson'schen Schwank behandelt, wie in den Schweighofer setzt seine Gastvorstellungen im LessingKeulenhiebe. Trozdem war eine Minderheit im Publikum über früheren. Madame Florestine will sich wegen vermeintlicher Theater fort. Der Schwank Fift von H. Meilhac und die Frivolität entsetzt und zischte. Die reizbare, antiklerikale Untreue ihres Gatten rächen und wirft sich„ Hals über Ludowic Halévy kommt mit Herrn Schweighofer, Frl. Groß, den Stimmung findet man aber bei jedem freigesinnten Italiener; Kopf" dem ersten Besten, dem Buchhalter ihres Gatten Herren Schönfeld und Guthery Dienstag zur ersten Aufführung und sie wird begreiflich durch die Geschichte der Einheitsan den Hals. Herr Montbizot ist indessen unschuldig und wird Mittwoch sowie am nächsten Sonntag gegeben. bestrebungen Italiens. Antonio, der Neffe des freigeistigen und seine Gattin wird von Gewissensbiffen gequält. Zum Schluß Donnerstag beginnt Fräulein Dumont, die Heroine des Stuttgarter Obersten Soranzo, fehrt auf eine Weile aus dem Seminar heim, darf sie frei aufathmen. Denn ihr Sündenfall war Spiel, nicht Hoftheaters, ein Gastspiel, das ihrem ständigen Wirken im Leffing. wo er zum fanatischen Glaubensstreiter großwuchs. Daheim Ernst gewesen, wie sich's herausstellt. Der alte Jammer! theater vorangehen soll, mit Sudermann's Heimath, um es sodann findet der junge Kleriker die Tochter des Obersten als erwachsenes, Wißige Menschen von Geist, wie Bisson, quälen sich des Geldes am Sonnabend in Ostar Blumenthal's Lustspiel Gräfin Frigi reizumflossenes Mädchen wieder. Durch ihren flaren, liebenswürdigen willen ab, um die Rowdy- Gelüfte eines niederen Publikums zu, fortzufeßen. Als Nachmittagsvorstellung tommt am nächsten Geist besiegt sie den starren Giferer und als die jungen Leute gemein- figeln. In ihrer temperamentvollen Weise spielte Fräulein Sonntag Sudermann's Ehre zur Aufführung. Im Ber fam das hohe Lied zitiren, da entzünden sich an der naiven Bertens die Frau Florestine, eine parodistische Doppelgängerin liner Theater wird Donnerstag das vieraktige SchauGluth des Gedichtes Sehnsucht und Liebe in den beiden Seelen. von Dumas„ Francillon". spiel Pan Cezar von A. Weber wiederholt, Mittwoch, AnzenDie Erde hat den Himmelsstreiter wieder, das Priesterkleid wird für immer abgelegt. Anmuthig und von gefälligem, warmem Theater Wochenchronik. Dienstag: Hänsel und Gretel. gruber's Pfarrer von Kirchfeld, Sonnabend, Shakespeare's König Lear. Das Baubermädchen Prinzessin Goldhaar wird Dienstag Reiz umspielt, wie die Dichtung, war auch die Tarstellung, die Die Puppenfee. Mittwoch: Wagner Zyklus: III. Tannhäuser. Abend um 1/28 Uhr zum ersten Male aufgeführt. Freitag und 7 Uhr. Donnerstag: Dounerstag: Die lustigen Weiber von Sonntag Abend, sowie Donnerstag und Sonntag Nachmittag fie durch Herrn Kainz( Antonio) und Frau Sorma fand. Anfang Gin deflamatorisches Meisterstück zumal war der Vortrag der Windsor. Freitag: Wagner- Zyklus: IV. Lohengrin.( Lohengrin: wiederholt. Dienstag Nachmittag ist öffentliche Generalprobe von Herr Ernst Kraus, vom Hof- und National Theater in Mann Prinzessin Goldhaar. Eingangsverse aus dem hohen Lied. Frau Judic im Neuen Theater Molière's heim, als Gast.) Anfang 7 Uhr. Sonnabend: Ivanhoe. Sonn- wird am Dienstag eine gemischte Vorstellung darbieten, in der sie Lenselben Schauspielern zu liebe war V. Meistersinger von Misanthrop' in der Bearbeitung Fulda's wiederum tag: Wagner Zyklus: hervorgeholt worden. Auf so manche der Komödien( Walther von Stolzing: Herr Ernst Kraus, vom Hof- und die erfolgreichsten Atte und Chansons ihres Gastspiels vereinigt. Im Schiller Theater wird Dienstag, Mittwoch, Molière', die in Zeit der deutschen Bühne National- Theater in Mannheim, als Gaſt.) Anfang 61/2 Uhr. Donnerstag und Sonnabend Reif Reiflingen wiederholt. wiedergewonnen wurden, möchte man verzichten, allein der Montag: 4. Symphonie der königl. Kapelle. Grillparzer's Der Traum ein Leben kommt am Freitag zur ersten Im Theater Unter den Linden werden Misanthrop, dies tiefe Selbstbekenntniß eines großen Genies, Theater. Mittwoch, 11. Dezember, Abends 71/2 Uhr: Zum Aufführung. diese Tragikomödie des leicht verwundbaren, weil feinfühligen Besten der Unterſtügungskaffen des Vereins" Berliner Preffe" in dieser Woche Der Mikado und Der Obersteiger abwechselnd Menschenherzens gewährt mit seiner Fülle von wehmüthig- und des Vereins„ Berliner Künstler". Wiederholung der Fest- aufgeführt. Die Juszenirung der burlesken AusstattungsSonntag, 15. Dezember, Nachbitterem Humor, immer einen auserlesen feiertäglichen Genuß. Aufführung der Menzel- Feier. operettte König Chilperich wird vorbereitet. Im Belle Ich wüßte auch feinen Schauspieler auf deutscher Bühne zu mittags 2/2 Uhr: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. alliance Theater haben die Berliner Raubvögel Dienstag Dienstag: Bum ersten Mal: Eine ihre 100. Aufführung. Auf Mittwoch ist die erste Aufführung nennen, der mit so ergreifender Kraft in den in sich zerriffenen, Schauspielhaus. Zum ersten Mal: Monsieur Balanceng. Neu zwiespältigen Charakter des Misanthropen Alcest blicken lasse, Befehrung. Jm Apollo Theater wird auch in dieser gesetzt. als Rainz. Neben solcher schauspielerischen Lebendigkeit erscheint einstudirt: Rezept gegen Schwiegermütter.( Raoul, Agénor, des nen ausgestatteten Weihnachtsstückes Die Tannenfee an= Hr. Friedrich Haase, a. G.) Mittwoch: Doktor Woche das reichhaltige Dezemberprogramm vorgeführt. Jm selbst Frau Sorma als Celimene arm und ihre Sprache Cleto: Klaus.( Kroll's Theater.) Wiederholung der Menzel tonventionell. Feier.) Donnerstag: Eine Belehrung. Monsieur Balanceur. Bentral- Theater werden die Vorstellungen fortan um 8 - 7½ ebenso zeitig, wie früher eintreten. Im Residenz Theater wird gegenwärtig die neueste Rezept gegen Schwiegermütter. Anf. 7 Uhr.( Raoul, Agénor, hr beginnen. Durch Verkürzung der Pausen wird der Echluß " Pariser Waare", der Schwant" Hals über Kopf" von Alexander Cleto: Hr. Friedrich Haase, a. G.)( Kroll's Theater.) Zopf 11 " neuerer 0 # Kroll's M " " 11 " 11 Landgerichtsrath Dr. Leonhardt, der im Einverständniß mit vor. Diefe bilden in Form von Berufsgenossenschaften Ver- oder nicht danach fragt, ob auch der Arbeiter von dem Preis feinen Kollegen die Jahrzehnte hindurch unbeanstandet gebliebene ſicherungs- Gesellschaften auf Gegenseitigkeit. Die Unternehmer der Arbeit soviel hat, daß er wenigstens seine nothwendigsten übliche Warnung der organisirten Arbeiter für strafwürdig er- sind durch das Gesetz gezwungen, zu gunsten ihres Geld- Bedürfnisse befriedigen kann. In der Diskussion sprachen sich flärt hat. Die Angelegenheit betraf den Fall Babiel. beutels fich zu solchen Versicherungsgesellschaften zusammenzu- mehrere Kollegen im Sinne des Referenten aus. Knöp chen Der Töpfer Richard Babiel hatte, wie wir seinerzeit gemeldet schließen. Sie haben durch das Unfallgesetz den Vortheil, empfahl den Arbeitern, sich zu organisiren und einig zusammen haben, als verantwortlicher Redakteur der Fachzeitung Der daß ihre an sich ihnen als Unternehmern obliegenden Verpflich zu halten. Am 1. Weihnachtsfeiertag wird eine öffentliche Töpfer", des Organs des Allgemeinen Bereins der Töpfer Deutsch- tungen, die Echäden, die in ihrem Betriebe sich ereignet haben, zu Maurerverfammlung abgehalten, zu der auch Frauen Zutritt lands", im September d. J. ein Strafmandat über 100 Mt. wegen vermindern, theilweise völlig aufgehoben und auf andere Schultern haben. Nach der Versammlung ist gemüthliches Beisammensein, groben Unfugs erhalten. Dieser Strafbefehl war der erfte, welchen die abgewälst find. Wie ist denn in großen Zügen die Entwicke veranstaltet vom Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer hiesige tönigl. Staatsanwaltschaft am Ende der legten Gerichts- lung der Rechtsfrage gewesen: wer hat die Schäden Berlins und Umgegend. Näheres wird durch Jnferate im Vorferien erließ. Sie sah plöglich eine Bekanntmachung an der für Unfälle Die in einem Betriebe fich ereignen, wärts" und im Bauhandwerker" bekannt gegeben werden. Spitze des genannten Fachblattes als eine Beunruhigung des zu tragen? Gehen wir ab von den ältesten Zeiten. Denn dort Eine öffentliche Kürschnerversammlung beschäftigte sich Publikums an. Der Wortlaut war:" Buzug ist fernzuhalten" hatte selbstredend der Herr, der Eigenthümer des Sklaven das und schloß, nachdem mehrere Städte ausgeführt waren, für die lebhaftefte Interesse daran, daß sein Eigenthum", auch wenn es am 7. Dezember mit der Frage: Was soll unfere nächste Aufjene Aufforderung Geltung hatte, mit den Worten: Mitglieder aus Menschenfleisch bestand, heil sei und hatte allein die gabe sein? Der Referent Hegge beantwortete diefe Frage da hin, daß die Kürschner zunächst ihre Klaffenlage zu erkennen und des Verbandes, welche jetzt in diesen Orten Arbeit nehmen, Echädigungen, die feines Sklaven Erwerbsfähigkeit beeinträchtigten, sich der Organisation anzuschließen haben, um mit Hilfe dieser werden ausgeschlossen." zu tragen. Auch für die heutige wirthschaftliche und politische die Aufbefferung der Löhne herbeizuführen. Bezugnehmend auf Die 141. Abtheilung des Amtsgericht I unter Vorsitz des von Gestaltung entspricht es dem Rechtsgefühl und auch den ein- die in Sachen des Sammelwesens gefaßte Resolution der Ge uns früher schon einmal gekennzeichneten Amtsrichters Roeder fachsten Grundfäßen des Privateigenthums, daß der Unternehmer werkschaftskommission empfabl dann der Redner zur Schaffung verurtheilte aber Babiel zu einer Haftstrafe von 14 Tagen, indem für alle Unfälle hafte, die in feinem Betrieb sich ereignen. eines Fonds für die Unterfüßung der im Streik befindlichen Gein der Bekanntmachung eine Strafthat, die geeignet sei, den Jedes Gewerbe muß unter der privatkapitalistischen Gesellschafts- werkschaften schnelle Durchführung der Abschaffung des Liftenöffentlichen Frieden zu stören, angenommen wurde. Die öffent. ordnung seine Unkonen ſelbſt tragen. Wer den Nugen systems und Einführung des Bonssystems. Auf grund des Beliche Bedrohung mit besonderen Nachtheilen fei geeignet, auch hat, trägt auch das Risiko: das ist ein uralter, in die Interessenten anderer Branchen zu beunruhigen, da bekannt der Natur des Privateigenthums begründeter Rechtsfat schluffes einer früheren öffentlichen Kürschnerversammlung, wolich die Redaktionskasse oder die sozialdemokratische Parteikasse wird ein Wagen, ein Geräth, eine Maschine im Betriebe nach streikende Gewerkschaften fünftig aus vorhandenen Mitteln unterstützt, nicht also extra Sammellisten in derartige Strafgelder bezahle". beschädigt, so ist es selbstverständlich, daß die Schädigung allein Umlauf gesetzt werden sollen, Schlug der Referent Die hiergegen eingelegte Berufung gelangte vor der achten den Unternehmer trifft. Und den Schaden, den die ArbeitsStrafkammer Landgerichts I zur Verhandlung. Der Angeklagte fraft eines Arbeiters in seinem Betriete erlitten bat, soll nicht der vor, die ausständigen Weißgerber vorläufig mit 25 M. zu erklärte, daß der am 11. Auguft d. J. ergangene Aufruf nur für Unternehmer tragen? Ist die lebendige Arbeitsmaschine minder- unterstützen. Die Versammlung ftimmte dem zu. In der Diskuffion die eigenen Mitglieder bestimmt gewesen sei. Rechtsanwalt werthiger als es die todten Arbeitswerkzeuge sind? Aber die wurde die Beschäftigung der Lehrlinge mit häuslichen BerrichDr. Werthauer beftritt die Strafbarkeit, indem er die Frage des Rechtsprechung der gelehrten Gerichte, war anderer Ansicht. Nur für tungen, als: Kinderwarten, Wassertragen, Kaffeekochen u. f. w. durch die Presse verübten Boykotts in längeren Ausführungen Verlegungen des Arbeiters, die auf einer„ Verschuldung" des scharf getadelt. Weiter stellte man fest, daß im Januar noch erörterte. Er beantragte Freisprechung, eventuell aber sei die er- Unternehmers oder auch in einigen Rechtsgebieten, wie dem des nicht die Hälfte der in Berlin durchschnittlich befindlichen 700 tannte Strafe herabzumindern, da derartige Zeitungs- Beröffent- Rheinlands, auf dem seiner Angestellten beruhten, haftete dieser Kürschner Arbeit haben, denn bei der Krankenkaffe waren im lichungen aller Parteien und Stände bisher in Berlin unbehelligt und doch hatte die preußische Gesetzgebung, veranlaßt durch die Januar nur 300 Kürschner angemeldet, im Mai dagegen bis 500 und im Juli fogar 1100. Die Nothwendigkeit eifrigster veröffentlicht seien und dies dem Angeklagten auf alle Fälle Neuheit der Erscheinung, in§ 25 des Eisenbahn- Gesetzes vom Agitation für die Organisation wurde lebhaft betont; zu den in angerechnet werden müsse. 3. Nov. 1838, ferner in einigen handelsrechtlichen Bestimmungen Berlin anwesenden Kürschnern fämen noch zirka 2000 Arbeite Staatsanwalt Kepler beantragte die Verwerfung der Be und in§ 1 des Haftpflicht Gesetzes von 1871 für ganz rinnen hinzu, von diesen allen seien nicht vielmehr als 100 rufung. Im Anschluß an die stehende Rechtsprechung der Gerichte dings nur auf dem Gebiete des Eisenbahn- organisirt. Mit der Prüfung der Abrechnung des Vertrauenssowie des Reichsgerichts, so verkündete der Vorsitzende, Land- Betriebes, als Grundsay anerkennen müssen, daß der mannes beauftragte man die Kollegen Seidel, Neumann und Seidenkranz. gerichtsdirektor Leonhardt, sei es sehr wohl möglich, unternehmer für jeden im Betrieb vorgekommenen Unfall einzuH Gewerkschaftliches. Cämmtlige Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Organisation tragen. " zu # = und wie aller= daß auch durch die Presse grober Unfug begangen werden kann. stehen hat, falls er nicht beweist, daß der Unfall durch höhere Die in der Elektrotechnik beschäftigten Monteure und Nimmt man das an, so ist auch die Verrufserklärung" grober Gewalt oder durch eigenes Verschulden des Verletzten verursacht Hilfsmonteure hielten am Sonntag in Cohn's Saal in der Unfug, da beide Theile, sowohl der Arbeitgeber als der Arbeit ist. Die Bestrebungen, diesen natürlichen Rechtsgrundsatz auf Beuthstraße eine leidlich gut besuchte Versammlung ab. In nehmer dadurch belästigt werden können. Bei einer folchen Auf- alle gewerblichen Betriebe zu übertragen, haben im ganzen feinem einleitenden Referat führte Mäther aus, daß sich die forderung sei es gleichgiltig, ob fie in öffentlicher Versammlung Umfang in dem Schweizer Fabrikgesetz vom 28. März 1877 elektrische Industrie in den letzten Jahren bedeutend entwickelt oder durch die Presse geschehe, letteres fei vielleicht und im engliſc, en Haftpflichtgesetz vom 7. September 1880 babe. Die Zahl der in diesem Fach beschäftigten Arbeiter hätte Gegen noch schlimmer. Die Anzahl der Personen, welche Erfolge errungen; in Deutschland sind sie an der Macht feit 11/2 Jahren um etwa 2000 Mann zugenommen. diefer Aufruf intereffivt, ist ziemlich groß, fie mußten des Großunternehmerthums und der Junter gescheitert. Ja§ 95 wärtig herrsche eine äußerst günstige Geschäftslage, die voraus & gelte fich alle betroffen und in ihren Interessen verlegt fühlen. des Unfallversicherungs Gefeßes hat gar für fast alle Fälle, wo fichtlich bis Ende nächsten Jahres anhalten werde. Die Thatbestands Merkmale des groben Unfugs feien ein direttes Verschulden des Unternehmers an dem Unfall nun, diese günstige Situation im Intereffe der Arbeiter auss alle da. Bei der Strafabmessung war es schärfend, daß vorliegt, seine Schadensersatzpflicht beseitigt. Dem Unternehmer- zunuzen, da deren Lohn- und Arbeitsverhältnisse einer Besserung die Folgen sehr verhängnißvoll werden könnten, aber zu thum hat die Unfallgefeßgebung ferner eine beispiellose Macht dringend bedürften. Der erste Schritt zu diesem Ziele sei der Angunsten des Angeklagten nahm der Gerichtshof die bisherige Un- dadurch eingeräumt, daß der Unternehmer, also der eigentlich schluß der Monteure, die leider bis jetzt erst wenig organisirt feien, an bescholtenheit desselben an. Auch der Umstand, daß die Veröffent- Verpflichtete, in der Rechtsprechung über Ansprüche, die gegen den Metallarbeiter- Verband. Die Agitation unter den Kollegen sei lichung bisher in Berlin nicht verfolgt wurde, während es im feine Kollegen erhoben werden, eine entscheidende Stimme ein- allerdings schwierig, da namentlich die Arbeiter der großen Königreich Sachfen in den letzten Jahren schon längst der Fall geräumt bekam. Redner legt nun, häufig von zustimmenden Firmen den Anschluß an die Organisation scheuten, weil sie sei, wurde zu gute gerechnet. Das Urtheil erster Inftanz wurde Bwischenrufen unterbrochen, dar, wie dem konsequenten, fürchten, deswegen gemaßregelt zu werden. Trotzdem hätte die deshalb aufgehoben und auf eine Geldstrafe von 100 M. oder egoistischen und kurzsichtigen Ansturm der Berufsgenossen: Agitation bis jetzt recht erfreulich gewirkt und wenn die Kollegen 10 Tagen Saft erkannt. Der Verurtheilte erklärte natürlich, nun schaften es leider gelungen ist, einen bestimmenden Einfluß in der Weise weiter arbeiten und vor allem Anschluß an die auch die Entscheidung des Kammergerichts einzuholen. auf die Rechtsprechung selbst des Reichs- Versicherungsamts zu Arbeiter der großen Geschäfte suchen würden, dann müsse es gegewinnen. Besonders verweilte er hierbei bei der Aenderung in lingen, eine Besserung der Lohnverhältnisse durchzusetzen. In ber Rechtsprechung gegenüber Bruchschäden und bei der Rechts der Diskussion wurden die Zustände der einzelnen Wertstellen sprechung, nach der die fehlende Erwerbsmöglichkeit bei beleuchtet. Gin Redner erwähnte unter anderm, daß die Berliner Beurtheilung des Grades der Erwerbsunfähigkeit leider Elektrizitätsgesellschaft den Hilfsmonteuren Anfangslöhne von 20, Ausstände oder Aussperrungen, müssen fiets den Stempel ber betreffenden nicht entsprechend dem hier freien Spielraum laffenden in sogar 15 f. pro Stunde zahle. Von einer lebhaften Agitation Gesetz unberücksichtigt bleibt. Was hat nun der versprach man fich allseitig guten Erfolg. Zu diesem Zweck foll Achtung, Bureau- Angestellte Berlins! Mittwoch, den Arbeiter von der Unfalgesetzgebung? Gewiß, der Beweis zwischen Weihnachten und Neujahr wieder eine Versammlung 11. Dezember, abends 82 Uhr, wird im Klubhaus, Kommander eigenen Nichtverschuldung, wie ihn früher gelehrte Richter a gehalten werden, für deren guten Besuch man nach Kräften dantenstr. 72, eine große öffentliche Versammlung abgehalten, wo mit Unrecht forderten, ist erleichtert oder überflüssig ge- wirken will. Herr Rechtsanwalt Wolfgang Heine über die recht worden. Auch der Kreis Solcher, denen die Gerichte ständig In Weißensee wurde kürzlich eine Voltsversammlung liche und soziale Stellung der Bureau- Angestellten spricht. Kollegen, jeden Schadensersatz- Anspruch versagten, ist eingeengt. Endlich abgehalten, die auf der Tagesordnung das wichtige Thema hatte: Kolleginnen! Die Tagesordnung ist für uns alle von außer ist auch der früher Methusalems Alter erreichende Gang der Hausindustrie, Schwigsystem und gewerkschaftliche sowie politische ordentlicher Bedeutung. Herr Rechtsanwalt Heine wird in Rechtsprechung etwas fürzer geworden. Aber welche Organisation. Da Reichstags- Abgeordneter Schippel, der ursprüngfeinem Vortrage u. a. auch darauf hinweisen, welche Forderungen Opfer sind gegenüber diesen kleinen Vortheilen dem lich das Referat halten sollte, inzwischen seine zweimonatige wir an das Bürgerliche Gesezbuch" zu stellen und einzelnen Arbeiter auferlegt! Nie kann er nach dem Gefängnißfirafe in Blößensee angetreten hat, war dem Parteiwie wir diese Forderungen geltend zu machen haben. Er wird Gesetz vollen Schadensersatz Anspruch verlangen entgegen genoffen Dr. Arons das Referat übertragen worden. In etwa uns ferner Mittel und Wege zeigen, die eine Verbesserung allen anderen Rechtsverhältnissen. Redner geißelte nun ein zweistündigem Vortrage wies dieser die Schädlichkeit nach, die unserer elenden Lohn- und Arbeitsverhältnisse berbeizuführen gehend die Beschneidung der Rechte des verunglückten Ritters der die Hausindustrie für die Arbeiter und Arbeiterinnen im geeignet sind. Wir erwarten deshalb zahlreiches und pünktliches Arbeit und die Abwälzung der Laft für die ersten 13 Wochen Gefolge hat, zeigte insbesondere, in welch geradezu schamErscheinen. Im Auftrage der Agitationskommission der Berliner faft ausschließlich auf die Schultern des Arbeiters. An einem lofem Grade dabei häufig sowohl die erwachsenen Arbeiter Bureau Angestellten: Adolf Kempf, Alexandrinenstr. 116a, Beispiel dafür, was ein in einem nicht unfallversicherungs- wie sogar auch die Kinder ausgebeutet werden, wogegen tein Hof II. pflichtigen Betriebe verunglückter Arbeiter oder was ein Mittel vorhanden ist, solange die Hausindustrie dem Fabrike Der Ausstand der Zurichter in der Emanuel durch einen Wagen überfahrener Geheimrath an Schadens- inspektorat nicht unterstellt wird, besprach dann eingehend das habe beanspruchen Meyer'schen Lederfabrik in Berlin dauert fort. Es erfah geringfügig fogenannte Schwitzsystem und unterzog hierauf die politischen " Unfallrente" ist, zeigte er, daß und gewerkschaftlichen Organisationen einer Erörterung, unter ist jedoch Aussicht, daß die Differenzen baldigft zu gunsten der dem gegenüber die betheiligten Arbeiter beigelegt werden. Die Lohnkommission der der Arbeiter im Einzelfalle fiber 1½s feines Rechts durch die anderem ausführend, daß die verschiedenen gewerkschaftLederarbeiter Berlins. Unfallgefeßgebung verluftig gehe. Die Macht der Berufsgenoffen- lichen Organisationen erst durch Zusammenschluß zu einem Ganzen schaften und die foft faft rechtlose Stellung des Arbeiters das Ziel erreichen würden, das sich die Sozialdemokratie gesteckt Die ,, Berliner Berichte", Zeitschrift für Leder- und Hand- Vertrauensärzten", Seilanstalten( Renten Quetschanstalten) hat. Der Vortrag wurde sehr beifällig aufgenommen. Die Verfammschuh- Fabrikation, Fell- und Lederhandel, die wir als Unter- und der Rechtsprechung gegenüber illuftrirte Redner dann an der lung nahm dann eine Resolution an, worin sie sich mit den nehmerblatt bezeichnet hatten, weisen dies zurück und erklären, Sand der amilichen Nachrichten. Je schu ieriger die Stellung Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden erklärte daß ihre Stellung vollkommen unabhängig sei und daß sie auf der Arbeitervertreter diesen Verhältniffen gegenüber sei, und das Versprechen abgab, gweds Berbefferung der Lage der ihre Neutralität ganz besonderen Werth legten. Wir nehmen desto energischer sollten die Arbeitervertreter an ihrem Be- Arbeiterschaft der Organisation beizutreten, soweit das noch nicht von dieser Erklärung gern Att, müssen aber bemerken, daß, da streben festhalten, der Gerechtigkeit zum Siege zu ver- gefchehen, und dafür eintreten zu wollen, daß die Indifferenten die Berliner Berichte", laut eigener Angabe auf ihrem Titel, helfen. Redner stizzirte dann die Halbheiten, der Inva- für den Gedanken der Organisation empfänglich gemacht werden. Organ des Vereins der Glacéhandschuh- Fabrikanten 2c. find, die liditäts- und Aftersversicherung, streifte einige von In der Diskussion besprach May die Behältnisse der Firma Bezeichnung Unternehmerblatt" mindestens äußerlich berechtigt war. Arbeitervertretern ständig, aber aber vergeblich bekämpfte An- Niewerth 11. Comp. in Weißensee, Reinhardt des Reichs Versicherungsamts Die Sammellifte 296 für die streitenden Lederarbeiter schauungen schloß ließ sich über die Vorkommnisse bei Maurer a. Dimmick des mit dem Appell, nicht zu raften in dem Kampf um näheren aus, mehrere andere Redner erörterten die Verhältnisse der Berlins ist verloren gegangen. Es wird gebeten, fie an die ben Ausbau der an sich völlig unzulänglichen sozialpolitischen kleinen Tischlereien Weißenfee's. In seinem Schlußwort forderte Zohnkommission im Restaurant Prinzen- Allee 30, abzugeben. Gesetzgebung. Das Recht soll der Ausdruck der wirthschaftlichen Dr. Arons nochmals zu kräftiger Agitation auf. Eine längere Zimmerer und Maurerstreik in Lübeck. Wegen Nicht- Bedürfnisse sein. Helfen Sie weiter durch Bekämpfung der Debatte rief die Zeitungsfrage hervor; auf Antrag Pase= innehaltung des verabredeten Zarifs sind zwischen den Zimmerern Anschauungen des Unternehmerthums und der bureaukratifchen wa Ib's wurde schließlich eine breigliedrige Kommission und Maurern Lübecks mit den Unternehmern Differenzen aus Gepflogenheiten und und der gelehrten Rechtsprechungs Mabestehend aus den Genossen Behliy, Breiß und Maygebrochen. Es handelt sich nicht um eine Verkürzung der fchinerien, vor allem aber durch Aufklärung über die gewählt, die im Zustellungswesen der Zeitung Befferung Arbeitszeit oder um Lohnstreitigkeiten. Vielmehr ist die Nicht- Urfachen des Klaffenkampfes und der Knechtung der schaffen soll. Die weitere Besprechung der Angelegenheit anerkennung des Arbeitszeit Zarifes, welcher Arbeiterklasse, die Kulturentwicklung Schritt für Schritt, wurde vertagt. Nachdem noch auf die am 10. Dezember in in diesem Frühjahr mit der Innung vereinbart unverdroffen und muthvoll, vorsichtig und überlegt, ge- Hohen- Schönhausen stattfindende Bolteversammlung aufmerksam wurde, von feiten der dem Bund angehörenden Maurer und recht und unparteiisch fördern."( Lebhafter Beifall.) In der gemacht war, wurde die Versammlung mit omnem Hoch auf die Zimmermeister, der Grund zur Arbeitseinstellung. Die Holz- und Diskussion sprachen sämmtliche Redner( Buchholz, Pladeck, Sozialdemokratie geschlossen. Bauarbeiter Lübecks haben sich in anerkennenswerthem Solidaritäts- Stephan, Daehne, Kiene, Schollhoff) sich im Sinne des Referenten gefühle der Bewegung angeschlossen. aus. Besonders wurde die Machtstellung der Berufsgenossenschaft, Forgbert zum 8. d.. nachmittags one Boltsversammlung Für Rummelsburg- Stralan hatte der Vertrauensmann Die Malergehilfen in Zwickau beschloffen in einer öffent: die Ueberflüssigkeit und Verständnißlosigkeit des gelehrten nach dem Bowinkel'schen Lokale einberiffen, wo Genoffe Georg lichen Versammlung, bei den Meistern um Einführung der zehn Glements bei der Rechtsprechung Institution der Wagner über die Bekämpfung der Soyldemokratie durch die ftündigen Arbeitszeit und Gewährung eines Minimal- Stunden- Bertrauensärzte und Renten Quetsch Anstalten, und Volksschule sprach. Die Versammlung, die besonders den der Alters und Invaliditätslohnes von 30 Pf. für die Anstreicher und 35 Pf. für die Maler völlige unzulänglichkeit Frauen die Möglichkeit des Erscheinens bieten sollte, war anerkannt und aus der Praxis vorstellig zu werden; weiter verlangen fie für gewöhnliche Ueber- Renten Gesetzgebung Lebhaften Beifall fand die Mittheilung, daß der der an der Hand eines v. 3eblitz'schen Ministerialreftripts von Frauen doch nur spärlich besucht. Der Vortragende, stunden 331/3 pet. Zuschlag, für Ueberstunden nach Mitternacht erläutert. und für Sonntagsarbeit 50 pct., für solche an hohen Festagen Referent möglicherweile einen zwangslosen Kursus für die Arbeiter fowie der dazu von einem Schulrath Schulz für die Arbeiter- fowie 100 pCt. Zuschlag. Zur Gewährung der Forderungen soll den vertreter, für die Beisitzer des Gewerbegerichts und für die Vor- fehrer gegebenen Grläuterungen die Bestrebungen, durch die stände von Krankenfaffen und Gewerkschaften leiten werde, in itsschule und insbesondere durch den Religionsunterricht die Meistern eine Frist bis zum 15. Februar gewährt werden. dem das gesammte Gebiet des Arbeiterrechts systematisch besprochen Sozialdemokratie zu bekämpfen, fritisch beleuchtete, begegnete bei und diskutirt werden soll. Eine Resolution im Sinne des Referats den Versammelten vollem Verständniß und allseitiger Zustimmung. wurde einstimmig angenommen. Die angeregte Versammlung Au der Diskussion, die sehr rege war, betheiligten sich Fräulein ging erst weit nach Mitternacht mit der Gewißheit auseinander, Baader, Frau Frohmann, Weigelt, Cassel u. a., daß die Kleinarbeit jebes einzelnen schwer, aber unerläßlich und die sämmtlich einen antireligiösen Standpunkt vertraten und benothwendig sei, und daß auch die, welche ursprünglich Harmonie so ders auf die Pflicht der proletarischen Mütter hinwiesen, die Apostels- Ansichten beitraten, jezt auf dem Boden der sozialdemo- p oletarische Jugend nicht im Bedliß'schen Geifte, sondern im fratischen Anschauung stehen und wirken wollen. jozialdemokratischen Geiste zu erziehen. Gist in späterer Abend= stunde endete die interessante Versammlung. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie ging man auseinander. " Versammlungen. = AM M die D und die ,, Streifzüge auf das Gebiet der sozialpolitischen Gefek gebung" lautete das Thema, fiber welches dieichstags- Abgeordneter Stadthagen in einer sehr gut besuchten Versammlung des Arbeitervertreter Bereins am 3. d. M. einen Bortrag hielt. Redner betonte, daß er ohne systematische Ordnung nur einige der wesentlichsten Punkte vor dem fachveri: ändigen Im Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer Auditorium berühren wolle. Durch die Unfall- Gesez Berlins und Umgegend hielt am 5. Dezember Genoffe Nitolat gebung, führte Hedner etwa aus, sind nach dem Wortlaut einen Bortrag über Lohnformen und Preis der Arbeit", worin des Gesetzes bestimmte Kategorien von Arbeitern gegen bie er darlegte, wie es das Kapital versteht sowohl bei Lohnarbeit Folgen der beim Betriebe sich ereignenden Unfälle versichert. In wie bei Attordarbeit den größten Nugen aus dem Arbeiter zu Wahrheit aber liegt mehr eine Versicherung der Unternehmer ziehen, und daß es nur nach Profit trachtet, während es wenig B Bentralverein der Bildhaner. Seute: Bersammlung, Annenstr. 16. Bibliothetabend; Antrag auf Berlegung des Vereinsabends; Berschiedenes. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbehane.( E. S. 71.) Bureau: O., Solzmarliſir. 67. Jeden Dienstag, abends 8% Uhr, im Reſtaurant Stühler, Neue Grünftr. 88, Borstandssigung, Berichtigung! durch zahlreiche In meinem letzten Inferat, soll es nicht heißen: Beugen und geCigarren betreffend, richtliche Sachverständige eidlich bekundet, sondern es soll heißen: durch Beugen eidlich bekundet, da hie Cigarren theils 60 pCt., theils 25 pCt. von mir billiger kaufen, wie bei der Konkurrenz. Jacques Raphaëli, Berlin, Neue Promenade 8. Stempel. Schablonen, Abzeichen, Gravirungen. Neu! Stempel- Setzkasten, Datumstempel.GUTTMANN Hackescher Ecke Neue Markt 4. Promenade. J. 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Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter Marie Rauch, geb. Grabert, am Sonntag, den 8. d. M., früh 13/4 Uhr nach schwerem Leiden fanft 1722b Polizeiliche Staatsrettung und Sozialdemokratie. entſchlafen ist. 1. Wahlkreis: Scheffer's Salon, Jufelstraße 10. 2. Wahlkreis: Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Reinhardt's Neues Gesellschaftshaus, Hafenhaide 57. 3. Wahlkreis: Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57. Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. 4. Wahlkreis: Keller's Festsäle, Stoppenstr. 29. Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. Joël's Salon, Andreasstr. 21. 5. Wahlkreis: Lips' Brauerei am Friedrichshain. 6. Wahlkreis: Berliner Prater, Rastanien- Allee 7. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47| 49. Schulz' Salon, Stettinerstr. 57. Referenten sind die Reichstags- Abgeordneten: Auer, Bebel, Fischer, Gerisch, Liebknecht, Singer, Schultze- Königsberg, Stadthagen, Tutzauer, Vogtherr, Wurm, Zubeil. Große Volks- Versammlung Donnerstag, 12. Dezember, abends 8½½ Uhr, im großen Saale von Keller, Koppenstraße Nr. 29. 1 Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags. Abgeordneten Arthur Stadthagen über: Die Stellung der Kaffeeschwester und der erwerbsthätigen Frau zum bürgerlichen Gesetzbuch". 2. Diskussion. Zur Deckung der Kosten Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch dieser, namentlich für Arbeiterinnen wichtigen Versammlung ersucht 1/13 Die Einberuferin: Ottilie Bander. Ethische Gesellschaft. Morgen, Mittwoch, den 11. Dezember, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann( kleiner Saal), Alexanderstr. 27c: Die Beerdigung findet Mittwoch, den 11. d. M., nachm. um 3 1hr, von der Leichenhalle des St. EmmausKirchhofes aus statt. Der trauernde Gatte F. Rauch nebst Kindern. Allen Freunden u. Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter 1733b Mathilde geb. aese nach kurzem, schwerem Leiden am 8. d. M., morgens 614 Uhr, sanft entschlafen ist. Berlin, den 9. Dez. 1895. Hermann Borck, Rendant der Ortskrankenkasse d. Kürschner 2c. nebst Kindern. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, den 12. Dez., nachn. 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgenkirchhofes vor dem Landsberger Thor. Todes- Nachricht. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere heißgeliebte Mutter, Schwieger- und Großmutter 17296 Frau Amalie Kräcker am Sonnabend, den 7. d. M., nachmittags 514 Uhr, nach kurzem Leiden am Herzschlag sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. J. Kräcker. Familie Janiszewski. Die Beerdigung findet statt Dienstag, Trauerhause Bergmanniir. 88 nach dem den 10. d. M., nachmittags 4 Uhr, vom Werder'schen Kirchhof, Bergmannstraße. Heute Morgen 9 Uhr entschlief fanft nach kurzen Leiden meine Frau, unsere liebe Mutter, Schwieger- und Großmutter Frau 1728b Auguffe Thiele, geb. Darge, im Alter von 65 Jahren. Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen. Berlin, den 8. Dezember 1895. Die Beerdigung findet statt MittAusserordentliche Generalversammlung. oh, ben 11. Dezember, vom TrauerTages Ordnung: 555 hause Oppelnerstraße 29 nach dem 1. Bericht der Kommissionen. 2. Ersatzwahl des Vorstandes. 3. Ver: Emmaus- Kirchhof. Mitgliedskarte legitimirt. Der Vorstand. schiedenes. Achtung! Metalldrücker! Achtung! Am Mittwoch, den 11. Dezember, abends 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung der Drücker im Lonisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37, Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zu unserem Beschluß vom 30. Oktober. 4. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 116/18 Paul Litfin, Vertrauensmann der Drücker Berlins. Derband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 11. November, abends 81/2 Uhr, in Keller's Saal, Koppenstrasse No. 29: Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, so: wie den Mitgliedern der Vereine " Sanges- Echo" und" Myrthe" für die rege Theilnahme bei der Beerdigung rege Theilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter herzlichsten Dank. 1724b Albert Bider nebst Kindern. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden u. Bekannten, sowie dem Gesangverein der Kupferschmiede, sagen wir unsern berzlichsten Dank für die große Theilnahme u. Betheiligung beim Begräbniß unserer lieben Frau und Mutter. 1730b Karl Zanzow, Willy, Paul und Hedwig Kühne. Kranzbinderei und Blumenhandlung Bezirksversammlung für den Often. Robert Meyer, Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen E. Wiedemann über:„ Die Stellung des Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. Unternehmerthums gegen die arbeitenden Klassen". 2. Diskussion. 3. Aufnahine neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Nichtmitglieder als Gäste willkommen. 112/6 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und ersuchen wir um zahlreiches und rechtzeitiges Erscheinen. Der Vorkand. 3756L A. W. Schulz, Größtes Kinderwagen- Lager Berlins. vis- à- vis Hauptgeschäft: Brunnenstr. 95, Sumboldthain. Ecke Rheins 2. Geschäft: Brunnenstr. 145, bergerstraße, empfiehlt zum bevorstehenden Weihnachtsfeste sein reichsortirtes Lager in Puppenwagen, Sport, Kaften- n.Leiterwagen, Kinderklappstühle, Kinder möbel, sämmtliche Korbwaaren ze. Auf Kinderwagen gestatte Theilzahlung. Beide Geschäfte bis abends 10 Uhr geöffnet. Fernfpr. Amt III Nr. 1767. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ballsträußchen, Bouquets u. f. w. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. Blumenhandlung P. Abromeit, Blücherßrake 14, Berlin SW. 55472* Kränze, Bouquets, Topígewächse, Guirlanden u. s. w. Billigste( Markthallen-) Preise bei geschmackvoller Ansführung. 6 fund Albrecht's tot für Lehrplan für das Winterhalbjahr Südost- Schule, 1895 96. Waldemarstrasse No. 14. Montag: Oeffentliche Gesund! eitspflege. ( Boden, Trinkwasser Versorgung, Städtereinigung, Wohnungshygiene, Volksbäder, Nahrungsmittel 2c.) Herr Dr. Heymann. Dienstag: Rein Unterricht. Mittwoch: Nord- Schule, Müllerstrasse No. 179a. Montag: Nationalökonomie( wie in der SüdostSchule). Herr Dr. A. Bernstein. Dienstag: Rein Unterricht. Mittwoch: Geschichte.( Mittelalter. Die alten Deutsch( wie in der Südoft- Schule). Deutschen. Völkerwanderung. Kirche und Staat. Mohamedanisch- arabische Kulturperiode. Feudalismus und Zunftwesen.) Herr Dr. Pinn. Donneritag: Deutsch.( Lektüre. Anfertigung von Aufsägen.) Herr Heinrich Schulz. Rede- Uebung. Freitag: Herr Heinrich Schulz. Sonnabend: National- Oekonomie.( Die Mary Engels'schen Lehren. Werth, Mehrwerth, Kapital.) Herr Dr. A. Bernstein. Herr Heinrich Schulz. Donnerstag: Oeffentliche Gesundzeitspflege( wie in der Südost- Schule). Geschichte( wie in der Südost- Schule). Herr Dr. Weyl. Freitag: Herr Dr. Pinn. Sonnabend: Rede- Hebung. Herr Heinrich Schulz. Der Unterricht beginnt pünktlich um 9 Uhr abends und endet pünktlich um 10 Uhr. Die Schulräume find täglich von 8 Uhr abends an geöffnet( Sonntage 10-12 Uhr), um den Mitgliedern Gelegenheit zur Benutzung des Zeitungs-, Zeitschriften und Büchermaterials zu geben. Es liegen in beiden Schulen fast sämmtliche proletarischen, sowie die wichtigsten bürgerlichen Tageszeitungen, außerdem eine große Anzahl von wissenschaftlichen Revuen, Fachschriften, Gewerkschafts- und Wizzblättern aus. In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen Ber sammlungen abgehalten, in denen wichtige Fragen allgemeinen Intereffes in populär- wissenschaftlicher Weise erörtert werden. Unter sachfundiger Leitung werden ferner wissenschaftliche, künstlerische und gemeinnüßige Institute besichtigt, um neben der speziellen Ausbildung unserer Mitglieder auch für ihre allgemeine Bildung zu sorgen. Der Mitgliedsbeitrag, sowie das Unterrichtsgeld für jedes Unterrichtsfach beträgt monatlich je 25 Pf. Aufnahme neuer Mitglieder( am besten bei Beginn jedes Semesters) sowie die Zahlung der Beiträge erfolgt in beiden Schulen und in den nachstehend verzeichneten Zahlstellen: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südost- Schule, Waldenfarstr. 14. Schulz, Admiralfir. 40 a. SW. Grube, Mariendorferstr. 5. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Owczarek, Bangestr. 65. Nord- Schule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Butbuferstr. 32. Gleinert, Müllerstr. 7a. Wornau, Rosenthalerstr. 57. NO. Mamlok, Barnimstr. 42. NW. Löffler, Stendalerstr. 12. W. Werner, Bülowstr. 59. Der Vorstand. NB. Alle Briefe, Anfragen und Zusendungen 2c. sind an den VorGrenadierplay 7, alle Geldsendungen an den Raffirer H. Königs, Berlin S. 53, fizenden, Schriftsteller Heinrich Schulz, Berlin SO. 16, Raiser- Franz Dieffenbachstr. 30, zu richten. Max Richter, Berlin 0., Grüner Weg 65, Hof I. Vereins- Geschäft. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.