Mr. 140. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die oftafrikanische Eisenbahn. Freitag, den 19. Juni 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. eine Bahn besteht; die einzigen Interessenten sind die vention der Ostafrikanischen Gesellschaft verweigert. Wir Herren Plantagen besiger selbst. Ohnehin sind sonst für jede Ausbildung des Verkehrswesens, dieses Die Kolonialpolitik ist wie ein Moloch, der unauf- sind die Produkte, die uns aus dem Innern Ostafrifas zur gesellschaftlichen Umbildung so mächtig mitwirkenden hörlich mit offenem Rachen nach den Millionen schnappt, zugeführt werden können, nicht so wichtig, jedenfalls nicht Faktors; indessen ist das Verkehrswesen im Reiche selber die er verschlingen möchte. nothwendig und unentbehrlich für uns. Wir brauchen keineswegs so vollkommen, als daß nicht alle für dasselbe Bekanntlich sind mit knapper Noth die Geldmittel billiges ausländisches Getreide; die ostafrikanischen Pro- verwendbaren Mittel auch im Reiche selber verwendet für den Dampfer auf dem Victoria- Nyanza- See zusammen- dufte können wir vorläufig sehr wohl entbehren. Die werden sollten. gefochten worden, welches Fahrzeug Herr v. Wiß mann vier Millionen wären sonach nur ein sehr un- Die zudringlichen und dreisten Machinationen der in einer seiner neuesten Publikationen als eine Stüge nöthiges Geschenk an die Herren Plantagenbesitzer, Ostafrikanischen Gesellschaft, die unter allen Umständen aller kulturellen Arbeit" bezeichnet. Wir warnten damals, und wir nehmen an, daß der Reichstag denn doch nicht einige Millionen Staatshilfe ergattern möchte, gehören zu als der Hut für den Dampfer umging, das Publikum, gutmüthig genug ist, diese vier Millionen zu bewilligen, jenem Bug, der zur Zeit durch die oberen Zehntausend" Beiträge zu leisten, da mit dem Dampfer lediglich das falls sie von ihm gefordert würden. geht und darauf gerichtet ist, diesen ohnehin schon so sehr Interesse der an dem Kolonial- Unternehmen betheiligten Die Herren von der Ostafrikanischen Gesellschaft bevorrechteten Schichten auf Kosten der Gesammtheit noch Handelsherren, Spekulanten und Aktionäre gefördert wird, scheinen sich auch selbst wenig Hoffnung zu machen, daß mehr Privilegien zu verschaffen. Korn- und Viehzöllner, die ihre Dampfer selbst bezahlen sollen und auch Geld man ihnen die vier Millionen auf den Tisch legen wird. Bucker und Schnapsbarone und Kolonialspekulanten genug dazu haben. Sie find darum sehr schnell mit einem anderen Vorschlag schöpfen alle aus dem großen Topf, in den die direkten Kaum sind wir aber so weit, daß wir mit dem bereit. Obwohl die Bahn in ihrem und nur in ihrem und indirekten Steuern und Abgaben der Gesammtheit Victoria Nyanza- Dampfer verschont werden, so kommt Interesse gebaut werden soll, behaupten sie doch, sie der Staatsbürger fließen. schon ein anderes ähnliches Unternehmen auf's Tapet, könnten das Risiko nicht ohne entsprechendes Im Abgeordnetenhause jammern die Vertreter dieser das sich von dem famosen Dampfer nur dadurch unter- Entgelt auf sich nehmen. Und in der Forderung von Schichten, daß sie ihre Häuser mit Stroh decken müssen! scheidet, daß es kostspieliger ist und daß die großen einem solchen Entgelt" sind die Herren natürlich nicht Handelsherren dabei nach einigen Millionen sonderlich bescheiden. Sie verlangen, wenn sie die Bahn Staatshilfe angeln, nach derselben Staatshilfe, die selbst bauen sollen, Landkonzessionen zu beiden sie so sehr bekämpfen, wenn sie für volksthümliche Zwecke Seiten der Bahnlinie und darüber hinaus; mit anderen beansprucht wird. Berlin, 18. Juni. Worten: die Oſtafrikaniſche Geſellſchaft ergreift diese Ge- Politische Lebersicht. Die Organe der in den Kolonien spekulirenden legenheit, um für ein paar Millionen HaupteigenRapitalisten bezeichnen es als eine schreiende thümerin des Grund und Bodens zu werden, Nothwendigkeit", daß eine Eisenbahn von der für dessen Besetzung und Behauptung das Reich nun schon Staaten nimmt trotz der Maßregeln zur Zurückweisung Die Auswanderung nach den Vereinigten ostafrikanischen Küste nach dem Innern gebaut werde. so viele Millionen verausgabt hat. Dann hätten die deut- unbemittelter Einwanderer geradezu riesenhafte DimenWir haben zwar diese" Nothwendigkeit" noch nicht schen Kriegsschiffe an den Küsten von Ostafrika und die fionen an. Im Monat April sind nicht weniger als „ schreien" hören; wenn sie aber wirklich existirt, so steht Schutztruppen keine andere Aufgabe mehr, als auf Kosten 85 001 Einwanderer gegen 64 212 im April des vorigen den Handelsherren, resp. der o st afrikanischen Gesämmtlicher Steuerzahler den Privatbesitz der Ostafrikanischen Jahres-in den Häfen der Vereinigten Staaten gelandet, fellschaft gar nichts im Wege, auf ihre Kosten die Gesellschaft zu bewachen. Viel anders ist es freilich im die große Zahl derer, die zurückgewiesen wurden, nicht mitgewünschte Bahnlinie herstellen zu lassen. gegenwärtigen Zustande auch nicht. gerechnet. Jm Mai, für den eine amtliche EinwanderungsDas ist es aber gerade, was die Herren nicht wollen; Bezüglich der Landkonzessionen beruft sich die statistik noch nicht vorliegt, dürfte die Zahl der Europasie möchten die Kosten vom Staate ganz oder theilweise Ostafrikanische Gesellschaft darauf, daß man bei dem Bau müden noch höher gewesen sein. Daß Deutschland zu dieser vorgeschossen haben. Daß man beim Publikum die er- der großen Bahnlinien nach dem Westen der Vereinigten sich von selbst, die genauen Ziffern sind aber noch nicht forderlichen Summen nicht zusammenfechten kann, darüber Staaten von Nordamerika in gleicher Weise ver- bekannt. Und jedenfalls wird die herrschende sind sie durch den Verlauf der Dampfer- Affaire belehrt fahren sei. Das rechtfertigt nicht, daß man noch ein- Theuerung den Strom der Auswanderer noch mächtig worden; darum soll der Staat oder das Reich herhalten, mal so verfährt, ganz abgesehen davon, daß die Union anschwellen machen. Natürlich hat die Europamüdigkeit d. h. die Eisenbahn soll auf Kosten der deutschen an dem Zustandekommen der Pacific- Bahn denn nur diejenigen Kreise ergriffen, die den Nothstand merken; Steuerzahler gebaut werden. doch ein ganz anderes Interesse hatte, als Deutschland die Herren Großgrundbesitzer, die keine Noth leiden, fühlen Die Bahn, deren Kosten auf etwa vier Millionen an dem Zustandekommen der oftafrikanischen Bahn. sich einstweilen im Land der Kornzölle und Brotvertheuerung Mark veranschlagt werden, soll die Zufuhr der Produkte Der Kolonialrath hat sich, wie es heißt, dahin aus- noch sehr wohl. Ob aber die deutschen Regierungen, aus dem Innern nach der Küste erleichtern und soll dem gesprochen, das Reich solle die Eisenbahn selbst bauen oder die doch das gesammte Volt vertreten sollen und nicht Plantagenbau und den Handelswegen eine bestimmte das Zustandekommen einer ostafrikanischen Eisenbahn- Ge- blos eine einzelne Klasse, angesichts dieser Massenflucht Direktive geben. Das kann mit einer solchen Bahn ohne sellschaft durch mehrjährige Binsgarantien Bezug auf die Lage des Volks verharren werden? Freilich, vor der„ Hungerprobe" bei ihrem Optimismus in Zweifel erreicht werden. Aber außer den Handelsherren fördern. Wir wollen hoffen, daß zum Besten des deutschen es giebt Wahrheiten, denen die meisten Menschen sich so und Kapitalisten der oftafrikanischen Gesellschaft hat bei Volkes der Reichstag alle diese Pläne durchkreuzen wird, lange verschließen, bis sie dieselben am eigenen Leibe emuns gar Niemand ein Interesse daran, daß solch indem er die Mittel für jede offene oder versteckte Sub- pfinden. Feuilleton. Nachdruck verboten.] ( 88 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. wie bei dem Begräbnisse des Pfarrers Moltenbecher, Pfarrer trauen ließ. Wenn ein so angesehener und unabund Angelo Lacedelli hatte die Trauung vollzogen. Der hängiger Mann wie er der Fremdherrschaft in GlaubensKlosterbauer hatte gewollt, daß die Ehe in Enneberg sachen sich fügte, wo sollte der Arme und Schwache den von dem Dechanten eingesegnet würde und zwischen den Muth zum Widerstande hernehmen? Brautleuten war es darüber zu einem ersten harten Streit Das war auch die Meinung des Löffel- Franz, der, in gekommen; denn Lisei stellte sich auf die Seite des Vaters und der Hoffnung ein Geschäft zu machen, mit seinem Kram auf auch Vefa bot ihre ganze Beredtsamkeit gegen eine Trauung der Bank der Kirchhofsmauer sich niedergelassen hatte. Das durch den Judas Ischariot auf, wie sie Lacedelli zu nennen Gamsmanndl stimmte ihm bei, und als der Hochzeitszug fortfuhr. Jerg jedoch bestand in Scherz und Erust, mit aus der Kirche kam und inter fortwährendem Schießen heimSpott und Gründen auf den neuen Pfarrer. Es würde begleitet wurde und von dem Klosterhof her der Böller Er hatte nicht nur ihre Bemühungen, die beiden doch geradezu Verrücktheit sein, stellte er vor, der Regierung knallte, da ärgerte es sich über die Pulververschwendung. reichsten Familien zu verbinden, gekrönt, sondern ihr auch offen Trotz zu bieten, indem man Lacedelli überging und Als ob es keine Bayern und Franzosen im Lande gäbe! gestattet, ihr auf der Pfarre ausgereiftes Kochkünstler- sich an den römisch gesinnten Dechanten wendete. An andern Der Löffel- Franz aber sagte, indem er ausspuckte, er traue genie allseitig im höchsten Glanze zu entfalten. Schon Orten, wo die Leute sich gegen die von ihr eingesetzten Geist- dem Jerg nicht über den Weg. acht Tage zuvor hatte sie sich des Küchendepartements lichen sträubten, hätte sie eine Kompagnie Soldaten ins Das Mißtrauen, welches die ehrlichen Leute in ihn auf dem Klosterhofe bemächtigt, und nun ruhte sie noch in Quartier gelegt, die auf Kosten der Gemeinde schwelgten setzten und die schlimmen Prophezeiungen, zu welchen die Lisei's bisheriger Schlafkammer auf den Lorbeeren, die sie und praßten und jeden Uebermuth begingen, bis die Bauern Trauung durch Lacedelli Veranlassung gab, würden bei von den zahlreichen Gästen geerntet hatte. Auf keinen unter sich fügten. Auf St. Vigil hätte der Kreishauptmann von Jerg nicht das Gewicht eines Strohhalms gehabt haben, ihnen hatte ihr hausfrauliches Auge aber fürsorglicher ge- Hofstetten noch einen alten Span und der Klosterbauer sei wenn er auch darum gewußt hätte. Er hatte fein Ziel er ruht, als auf dem alten Arigaya, und wenn der Müller, der Vater nicht nur des Ambros, sondern auch des Kuraten reicht, und als es der Zufall wollte, daß der Völler auf der freilich ein starker Esser war, heute nicht krank lag, so Hannes, der durch seine heimlichen Predigten die Leute in dem Klosterhofe bei dem dritten Schusse zersprang, glückwar es nicht ihre Schuld. ihrem Widerstande gegen den Pfarrer von St. Vigil unter- licherweise ohne Schaden anzurichten, da nahm er es im Er war allein dagewesen, denn Afra hatte sich ent- stützte. Wie lange es der Klosterbauer wohl aushalten innern Widerspruche zu den Gästen als ein gutes Vorzeichen. schieden geweigert, der Hochzeit ihres bitter gehaßten Stief- würde, wenn man ihm eine halbe Kompagnie Soldaten auf Das Regiment der Falkner war auf dem Klosterhofe zu Sohnes beizuwohnen. Um Lisei's willen war er hin den Hof legte? Ende und das seinige begann. gegangen und achtete deshalb auch nicht auf das kühle Ver- Aber welche Wirkung konnte der Ehesegen eines ab- Mit diesem Gefühle schaute er am Morgen nach seiner halten des Klosterbauers, der es ihm noch immer nachtrug, trünnigen Priesters haben? Das war es, was sich die Hochzeit von der Galerie des Klosterhofes auf das Thal. daß er sich geweigert hatte, für Jerg zu werben. Echwerlich Buschauer bei der Traming fragten. Ein solcher Segen galt Die Bergwälder funkelten im Sonnenschein und die Doloaber hatte schon in St. Vigil eine Trauung stattgefunden, nichts vor Gott, und Lisei selbst dachte eben so und es miten warfen blaue Schatten. Jetzt hieß er der Klosterbei der unter den unbetheiligten Zuschauern das Gefühl durchriefelte sie eisig, als sie den blonden Kopf unter die Ferg und wie lange noch, so war er der Klosterbauer. Er drohenden Unheils so allgemein gewesen war. Hand Lacedelli's beugte. Andere wieder verargten es dem hätte viel, sehr viel darum gegeben, wenn Ambros ihn ir Die Kirche von St. Vigil war fast eben so voll gewesen, selosterbauer, daß er seine Tochter durch den abtrünnigen diesem Augenblicke hier oben hätte können stehen sehen ver Durch billiges Brot hat man die industriellen Arbeiter brotlos gemacht," behauptet der„ Schwäbische Merkur". Er zieht eine Parallele zwischen der Zahl der in der Landwirthschaft und der in der Industrie beschäftigten Personen. Nehme man nun an, daß der Zoll eine Vertheuerung der Lebensmittel um 600 Millionen bewirkt, so sei die Landwirthschaft in der Lage, diese Summe zum Einkaufe von Judustriewaaren zu benußen. Würden aber jene 600 Mill. Landwirthschaftlicher Gewinn durch Aufhebung der Zölle aufhören, dann gewänne zwar die inländische Industrie die 600 Millionen an Ernährungsausgaben, Töre aber dasselbe an inländischem Absatz. Wie aber, wenn nun einmal die Weltmarktspreise für Industriewaaren gewisser Art stocken, wenn diese nicht einmal mehr die Produktionskosten decken? Dann stehe es schlimm, sehr schlimm. Die 600 Mill. Mark für Nahrungsmittel brauche man unerbittlich, aber die 600 Mill. Waaren, welche für sie eintreten sollen werden nicht abgesetzt. Und was ge schieht? Die Industrie- Arbeiter werden brotlos, weil man mittelst der Waaren das Brot nicht für sie eintauschen kann. Nach dieser Rechnung thäte man am besten, wenn man die Getreidezölle noch unendlich höher setzte; es wäre dieses das einfachste Mittel, Landwirthschaft und Industrie zu heben. Der Hokuspokus dieser Beweisführung besteht. darin, daß man Großgrundbesitzer und Großindustrielle mit der Landwirthschaft und der Industrie identifizirt. Zum Schluß beruft sich der Artikel noch auf Mary, von dem behauptet wird, daß er das konfuse Rechenexempel klar erfaßt und nur deshalb für die Aufhebung der Zölle gewesen sei, weil er wohl gewußt habe, daß dieselbe den wirthschaftlichen Bersehungsprozeß beschleunigen müsse. Letzteres ist nun einfach nicht wahr. Den Zersehungsprozeß hat Mary allerdings vorausgesehen, aber er sah ihn in dem InteressenGegensatz der landwirthschaftlichen und der industriellen Ausbeuter. Herr Baare ist noch nicht verhaftet, ebensowenig wie gegen den Fürsten Bismarck wegen der widerrechtlichen Verwendung von Welfenfondsgeldern die Anklage erhoben ist. Jeden Tag taucht zwar das Gerücht auf, Herr Baare fei verhaftet, allein stets erweist es sich auch als nnbegründet. sprechend auch wissen, wie es gemacht werde, daß die Ver- Das Einjährig- Freiwilligen- Privileg hat unserem waltungen derartige Schienen erhielten. Hier träten die falschen ganzen Schulwesen sein Gepräge aufgedrückt. Jedes Städtchen Stempel in Attion, und der auf das theilweise Geständniß des ließ die Verbesserung der allgemeinen Schule zurücktreten Herrn Baare gestützte Indizienbeweis habe bei der ungeheuern vor dem Verlangen, eine Schule mit der Einjährigen- Berech Wichtigkeit der Sache und dem Interesse, welches Herr Baare daran haben müffe, die Sache zu verdunkeln, dazu führen tigung zu befizen. Sehr erhebliche Opfer auf Kosten des müssen, über denselben und die übrigen kompromittirten Be- Gemeinwesens und der allgemeinen Bildung wurden einzig amten die Untersuchungshaft zu verhängen. Die„ Volkszeitung" zu diesem Zwecke gebracht. Viele so gegründete Schulen giebt dann ein Bild von der Herstellungsweise der Stahl- laufen nun aber Gefahr diese Berechtigung zu verlieren, und schienen und behauptet, die dabei entstehenden Risse, Sprünge um dieser Gefahr zu begegnen ist von 70 preußischen Städten, und Brandlöcher würden an einer abgelegenen Stelle des welche nur je eine höhere Lehranstalt besigen, eine ImmeBochumer Vereins unter besonderen Vorrichtungen reparirt. diateingabe an den Kaiser eingereicht worden, betreffend die Bei den Brandlöchern würden sogenannte Schwalbenschwänze Einführung eines gemeinsamen sechsklaffigen Unterrichts für in die Schienen geschnitten und gesunde Stahlstücke eingesezt. Die Risse und Sprünge würden durch einen aus Mastig und alle höheren Schulen. In der Eingabe heißt es:„ Die Eifenfeilspänen bereiteten Ritt verdeckt. Diesen Kitt bezw. das öffentliche Meinung(?) stimmt diesem Vorschlage betr. Harz beziehe der Bochumer Verein seit langen Jahren in besonders lebhaft zu, weil sie in ihm das natürliche Mittel großen Quantitäten aus einer rheinischen Firma, deren Name zur Ausgleichung aller widerstrebenden Interessen erkennt dem Untersuchungsrichter zur Verfügung stehe. Die Oberfläche und sich von seiner Verwirklichung eine gesunde und ruhige des ausgetitteten Riffes würde mit Graphit bestrichen und mit Entwickelung des höheren Schulwesens verspricht.". Unter einem Stück Kots forgfältig abgerieben. Lehne der Revisor der öffentlichen Meinung", welche die Eingabe erwähnt, ist die also präparirten Schienen, welche, unter die guten gemischt, doch nur die Meinung der Honoratioren und deren Anhangs zu ihm vorgelegt würden, ab, so würde der falsche Stempel zu Hilfe genommen und auf diese Weise die Schienen doch an ihren verstehen, was aber die gesunde und ruhige Entwicklung Mann gebracht. In welchem Maßstabe diese Schienenflickerei be- des höheren Schulwesens" betrifft, so ist diese nur denkbar trieben werde, gehe daraus hervor, daß die Vorrichtungen für diesen auf Grundlage einer allgemeinen Volksschule." Zweck seiner Zeit nicht mehr ausgereicht hätten. Herr Baare habe andere. deshalb auf dem von der Werksverwaltung angekauften Thil- Die franzöfifchen Sozialisten des Parti Ouvriermannshof in Höntrop, welcher mit dem Hauptwerk durch der Arbeiterpartei werden ihren nächsten Rongreß Schienengeleise verbunden sei, erweiterte Einrichtungen für die vom 21. Juni an in Paris abhalten. Derselbe soll sich Flickerei treffen lassen, und es müsse als ausgeschlossen be- hauptsächlich mit den Fragen der Organisation und der trachtet werden, daß derartige Einrichtungen von Arbeitern Propaganda beschäftigen. Die Sozialisten von Bor ohne Berantwortung der Hauptleitung getroffen worden seien. De aur haben auf den 5. Juli einen Lokalkongreß Die„ Westfälische Volkszeitung" erklärt weiter, die Unter- berufen, der, neben Fragen der inneren Organisation, über suchung gegen Baare werde den Beweis erbringen, daß der felbe, entgegen seiner Veröffentlichung in der Kölnischen die Beschickung des internationalen Kongresses, die Wahl Beitung", schon vor 1881 von der Anfertigung falscher der Delegirten und die ihnen zu gebenden Instruktionen, Stempel Runde gehabt habe. Unter den in Blei hergestellten die Feststellung der Berichte u. s. w. entscheiden soll. Stempelabdrücken befänden sich solche für die Köln- Mindener, die Rheinische, die Bergisch- Märkische, die Magdeburg- Halber- Das Unnatürliche und Widersinnige einer städter, die Berlin- Görlitzer und die Oberschlesische Eisenbahn, Allianz der französischen Republik mit Rußland kommt in ferner für die Ostbahn, die Württembergische Staatsbahn und Frankreich allmälig auch solchen Kreisen zum Bewußtsein, die bisher noch chauvinistischen Revanchegefühlen nicht ganz Nur weiter mit den Enthüllungen". Das Bild wird unzugänglich waren. So spricht sich jetzt z. B. der Figaro", immer vollständiger und erbaulicher. das einflußreichste der antidemokratischen Blätter Frankreichs, mit großer Schärfe gegen eine Allianz mit dem Zarenreich Daß, wenn die Untersuchungshaft überhaupt einen Sinn Das Die Korruption in den Kreisen der Groß- In- aus und fordert Aussöhnung mit Deutschland. hat, sie in diesem Fall berechtigt wäre, kann für keinen dustriellen wird durch ein Geschichtchen illustrirt, das der Blatt schlägt eine Revision des Frankfurter FriedensUnbefangenen einem Zweifel unterliegen. Flucht ver- Frankfurter Beitung" aus einer Industriestadt Westfalens vertrages vor, dahingehend, daß Deutschland das dächtig ist Herr Baare wohl kaum- troß der Schwere mitgetheilt wird. In besagter Stadt wird viel Eisenbahn- deutsche Elsaß mit Straßburg behalten, das französische der gegen ihn erhobenen Anklagen. Desto mehr Grund ist Material, namentlich Kleinzeug, gefertigt, das ebenso wie Lothringen mit Metz an Frankreich zurückgeben und als aber für die Annahme vorhanden, daß er seine außerordent- die Schienen von Revisoren, die seitens der Bahnen ge- Ersatz für Lothringen Luxemburg und einige franlichen Machtmittel dazu benüße und benüßen werde, die Be- sendet werden, a bgenommen werden muß. Einer dieser zösische Kolonien, darunter Tahiti und Pondichery nehmen weise seiner Schuld aus der Welt zu schaffen und Zeugen Revisoren war aber bei der Abnahme so streng und ver- solle. Wir glauben zwar vorläufig nicht an die Ausführfeiner Schuld zu entfernen oder zu beeinflussen. warf derartige Mengen von Fabrikaten, daß die Fabri- barkeit dieses Vorschlages, erblicken darin aber doch ein Mit welchem Hochdruck thatsächlich daran gearbeitet tanten in helle Verzweiflung geriethen. Eines Tages günstiges Vorzeichen für die Anbahnung befferer Beziehungen wird, den Thatbestand zu verdunkeln und die sitzen eine Anzahl der geplagten Fabrikanten beim Früh zwischen den beiden Hauptkulturländern des europäischen öffentliche Meinung zu verwirren und Herrn Baare günstig schoppen, wobei die Rede auch auf den Revisor kam. Einer Festlandes. zu stimmen, das zeigt ein Rundblick über die deutsche der Fabrikanten kam nun auf den Einfall, den Mann Presse. Die Kölnische Zeitung", die Rheinisch- Westfälische, a u 3 3 uknobeln"( auswürfeln), welcher Gedanke mit Der Melinit- Prozeß hat zur Verurtheilung der AnZeitung" und Dußende anderer Organe des Großkapitalismus lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Denn so hoffte geklagten geführt. Die Herren Turpin und Kompagnie setzen in fieberhafteſtem Eifer Himmel und Hölle in Be- man den strengen Herrn am besten los zu werden. Der haben jeder 5 Jahre Gefängniß bekommen was für die wegung, um Stimmung für den engelreinen Apostel der Gewinner sollte dem Abnehmer das Anerbieten machen, ihn Betroffenen sehr unangenehm ist, aber nicht hindert, daß der " geflickten Schienen" zu machen. mit hohem Gehalte für sein Werk zu engagiren, jeder der ganze Prozeß doch nur eine Posse war. übrigen Fabrikanten verpflichtete sich, zu dem Gehalte Die päpstliche Encyklika vom 15. Mat 1891 foll 1000 Mark beizusteuern. Der Plan gelang und der Herr fich jetzt praktisch bewähren. Zu diesem Zweck bringt bas konnte dann selbst erfahren, wie unangenehm es wird, wenn erzbischöfliche General- Vikariat zu Köln die für die der Revisor allzu streng ist. Lange hat das Verhältniß katholischen Arbeitervereine im Jahre 1887 aufgestellten aber nicht gedauert, denn der Ausgeknobelte bekam Wind von der Sache, worauf er, da die Direktion( es handelte Normalstatuten in Erinnerung. Dieſelben bestimmen: sich um eine Privatbahn) ihn wieder annahm, seine gut beZum Schrecken der Herren foldete Stelle niederlegte. Und wer wollte glauben, daß Herr Baare blos diese öffentlichen Hebel in Bewegung setzt? Genug wir kennen keinen Fall, in welchem die Untersuchungshaft gerechtfertigter wäre als in diesem. Doch die Staatsanwaltschaft denkt anders, und Herr Baare sigt noch nicht hinter Schloß und Riegel. Die Baare'fchen ,, Schönheitsfehler" sollen von der Westfälischen Volkszeitung" in einer Reihe von Artikeln über die Geschäftsmoral des Herrn Ba are" einer eingehenderen Beleuchtung unterzogen werden. In dem er schienenen ersten Artikel heißt es: Knobler kehrte der betreffende Herr dann wieder als Abnehmer von Material zurück. Ob er nachträglich milder geworden ist, konnte der Erzähler dieses Geschichtchens nicht erfahren. Herr Baare habe in den Essener Verhandlungen bereits zugegeben, daß hin und wieder geflickte Schienen mit unter- Der Gesetzentwurf, betreffend die Verlegung der liefen, und daß solches auf vielen Werken vorkomme. Er wisse Landes- Bus- und Bettage, ist vom preußischen Abgeganz bestimmt, daß auch auf der Union, dem Phönix, der Gute- ordnetenhause abgelehnt und der Staatsregierung anheimHoffnungs- Hütte u. s. w. berartige Unregelmäßigkeiten vorgestellt, mit den betreffenden Landesregierungen und Kirchenfämen. Er müsse also mit den Machenschaften bekannt sein, welche es ermöglichten, den Eisenbahnen mit den guten auch behörden beider Konfessionen erneut in Verhandlung zu einen mehr oder minder großen Prozentsatz geflickter treten und dabei eine Vereinigung zu gemeinsamer Feier Schienen zu liefern. Er wisse also, daß die Eisen auf einen Tag gegen Schluß des Kirchenjahres in Aussicht bahnen diese Schienen bekämen, und er müsse dement zu nehmen. " a) Für die Vereine von Männern der arbeitenden Stände jedweder Art: 1. Der Verein rekrutirt sich aus katholischen Männern der arbeitenden Stände; 2. der Präses ist ein ad hoc von der geistlichen Be= hörde approbirter Geistlicher; 3. der Verein be= zweckt die religiöse und soziale Hebung des Arbeiterstandes; 4. in den Statuten des Vereins darf nicht aufgenommen wer den, daß derselbe sich mit Politik befaßt. von der b) Für die jugendlichen Arbeitervereine: 1. der Verein muß geleitet werden von einem geistlichen Behörde hierzu ge= nehmigten Geistlichen; 2. der Verein muß ganz und gar auf religiöfer Grundlage ruhen; 3. der Verein läßt sich Die Bildung des Geistes und Herzens angelegen fein; 4. der Verein bietet für Alter und Stand passende Unterhaltungen und Spiele, hält aber möglichst alles fern, was die Vergnügungssucht weckt und fördert. Die Auf dem Hofe wurde das Brett angeschlagen, daß als schaut hätte, so eifrig wachte er über seine Souveränetät. gehen, wenn Jerg nicht etwa gegen ihn flagte. Glocke diente. Das Gehämmer rief zum Mittagsessen. Jerg Der Nachdruck, den er auf sie legte, mochte um so Hauptsache war nun, Ambros zu finden und zur Rückkehr aber blieb ruhig auf der Laube und wartete, daß seine schärfer ausfallen, weil er sich den Vorwurf machte, zu bewegen. Dazu dünkte das Gamsmanndl Lisei Frau ihn rufen fäme. So wollte er es fortan halten. gegen seine Tochter schwach gewesen zu sein. Denn die geeignetste Persönlichkeit und eines Tages begab sie Die Zeit der Gemsjagd war ange Statt Lisei's erschien nach einiger Zeit der Gänsejunge und als Schwäche erschien ihm, daß er ihr an dem Hochzeits- sich zu ihm. rief durch die offene Thür hinaus: morgen nicht jede Hoffnung auf eine Aussöhnung mit brochen und Sampogna versprach bereitwillig auf seinen Du sollst zum Essen kommen, läßt Dir der Bauer Ambros benommen hatte. Daß Ambros sich vor ihm Ausflügen nach Ambros zu forschen. Er hätte es auch ohne fagen." demüthigen würde, daran glaubte er nicht einen Augen- Lisei's Bitten gethan. Jerg bequemte sich hinunterzugehen. Sie saßen schon blick. Auch die unglückliche Staft verlor sie nicht aus den Alle um den Tisch herum und aßen, obenan der Kloster- Lisei aber war nicht zu entmuthigen. Die offene Aus- Augen und sie besuchte dann und wann den Ohm David, bauer, Lisei ihm zur Linken, zur Rechten stand ein leerer sprache gegen den Vater und die wenn auch noch so schwache um sich nach ihr zu erkundigen. David, dem auf Lisei's Stuhl für Jerg. Hoffnung, die sie aus ihrer Unterredung mit ihm vor den Veranstaltung die kleine Mona zu wirthen fortfuhr, ging Altar mitgenommen hatte, waren ihr an dem schwersten Tage zuweilen Sonntags nach St. Martin, um Stafi wenigstens ihres Lebens eine Stütze gewesen und blieben es. Bermürbt zu sehen, und von diesem traurigen Anblick und den Ernicht das Feuer endlich auch den härtesten Stein, warum innerungen an sie zehrte er in seiner Vereinsamung. sollte ihre stete Liebe nicht zuletzt das Herz des Vaters er Stafi genoß in dem bescheidenen Pfarrhause von das Oho, was blaset Ihr da für ein Lied?" versetzte Jerg weichen, gebundene Metall desselben flüssig St. Martin die sorgsamste Pflege. Ihr trauriges Schicksal ärgerlich. Bin ich Euer Knecht?" machen und die Schlacken des Mißtrauens verbrennen? gab ihr die vollste Anwartschaft auf das gute Herz der Ob Knecht, ob nicht, die gleiche Ordnung gilt für Die Zuversicht, den Preis für das Opfer, das sie mit ihrer Frau Carlotta und wenn diese schon um ihres geistlichen Alle," bemerkte der Klosterbauer. Mußt das Liedlein schon Verheirathung gebracht hatte, schließlich dennoch zu erringen, Herrn willen Alles that, was sie vermochte, um die Arme nachsingen, das ich vorblase." erhielt sie auch gegen Jerg aufrecht. Leicht wurde es ihr zu hegen und zu pflegen, so wurde selbst deren fire Idee „ Das wird mitunter halt schlecht zusammengehen," warf wahrlich nicht. Er ließ feine Gelegenheit ungenüßt, um sie für sie zu einen sympathischen Bande. Blieb doch auch sie der Jerg ein. Der Mutschleitner hat bei unserem Singen zu tränken und zu verletzen, sei es, daß er Wolf schlecht festen Ueberzeugung, daß ihr verschollener Sohn nicht immer gemeint, daß mein Ohr nicht gut ist." machte, oder sie selbst verhöhnte, sei es, daß er ihren Vater toot sei. Haft wohl noch geschlafen, daß Du die Glock' nicht gehört haft?" fragte der Klosterbauer, den vollen Löffel zum Munde führend. Ich mag's nicht leiden, daß Einer zur rechten Zeit nicht da ist. Merk Dir's." " Er würde die Lacher auf seiner Seite gehabt haben, vor ihr verspottete, oder sie vor den Leuten zu demüthigen Stafi blühte unter ihrer mütterlichen Pflege wieder auf. wenn der Klosterbauer, der immer bedächtig weiter aß, nicht suchte. Seine gemeine Natur streifte die Hülle ab, aber es Sie war freundlich, still und folgsam; doch die Gegenwart die trockene Bemerkung gemacht hätte:" Wirst auf dem gelang ihm nicht, Lisei aus ihrer Selbstbeherrschung heraus- blieb für sie todt. Nur mit ihrer Mutter und ihrem Kinde Klosterhof das richtige Ohr schon kriegen. Ich red' immer zutreiben, ihre ruhig kühle Burückhaltung gegen ihn zu beschäftigte sich ihr Geist. Die Vorstellung, daß man das gar deutlich." durchbrechen. Die Ehe brachte ihr keine Enttäuschung; sie kleine Wesen, das sie geboren, vor ihr versteckt hielt, weil Man tönnt's faft einen Baumpfahl nennen," meinte war darauf gefaßt, daß sie schwer zu leiden haben würde sie ungehorsam gegen die Mutter gewesen, wich nicht von Jerg und tauchte seinen Löffel in die für die Familie und das Bewußtsein, daß sie für diejenigen litt, die sie ihr und mehr als einmal entwich sie in unbewachten Mobestimmte gemeinschaftliche Schüssel und verschluckte seinen liebte, erhob sie. Es fam feine Klage über ihre Lippen. menten aus der Pfarre, um es zu suchen. Willig ließ sie inneren Verdruß. Eine zweite gemeinschaftliche Schüssel stand Aber sie legte nicht die Hände in den Schooß. Schon sich jedoch von Hannes oder Frau Carlotta wieder zurückauf ihrer Hochzeit hatte sie mit dem Landrichter Herrn führen, auch von den Bewohnern des Thales, unter denen vor dem Gesinde, das sich verstohlene Blicke zuwarf. Der Klosterbauer ließ es auch später nie an Deutlichkeit Bengerl über Ambros gesprochen und zu erfahren gesucht, die schöne Frrsinnige bald bekannt wurde. Sie in ihrer gegen Jerg fehlen. Hatte Ambros thun und lassen können, welche Strafe ihren Bruder treffen würde, wenn er zurück Stube einzuschließen, war unmöglich, da die Gefangenschaft was ihm beliebte, so war der Alte doch weit davon ent- tehrte. Herr Zengerl hatte sie beruhigt. Da Jerg glücklich ihre Aufregung bis zum höchsten Grade steigerte. Dagegen fernt, Jerg die gleiche Freiheit einzuräumen. Er gestattete davon gekommen wäre, eine Absicht auf Tödtung nicht an- pflegte nach solchen Wanderungen eine Ruhepause bei ihr keine Eingriffe in seine Rechte, und als ob er feines genommen werden könnte, so würde Ambros nur eine kurze einzutreten, wo sie dann vor sich hinredend stundenlang still ( Fortsetzung folgt.) verschlagenen Eidams heimliche Herrschergelüfte durch- Gefängnißstrafe zu erleiden haben, ja wohl ganz frei aus- dasigen konnte. Der erzbischöfliche Erlaß ersucht die Vorsitzenden der Jerhält von der Polizei, d. h. von dem Chef dersel ben entweder weg beschreiten. Sat sich wohl die Polizeibehörde vergegens Vereine um Entsendung statistischer Berichte. Dasselbe wird direkt oder indirekt eine väterliche Mahnung, sich die Sache zu wärtigt, was durch diese ihre Maßnahmen entstehen konnte, die verlangt betreffs der bestehenden Marianischen Rongre- überlegen, denn man könne nicht wissen, ob der Militärbesuch nebenbei gefagt, bei der Ruhe und Besonnenheit der hiesigen gationen, die für Arbeiter bestimmt sind, sowie der unter nicht verboten werde. Nach diesem Wink mit dem Zaunpfahl Parteigenossen vollständig überflüssig, und weil sich dieselbe auf flappt der biedere Wirth dann zusammen wie ein Taschenmesser fein Gesetz stützt( nach der eigenen Aussage des Inspektors), nach geistlicher Leitung bestehender Arbeiterinnenvereine. Für und bittet, man möge ihn doch von seiner Zusage entbinden. unserer Ansicht ungesetzlich waren; denn wir können doch nicht alle Vereine muß vorher von dem als Präses in Aussicht Aehnlich ist es in Norden. In Emden fand gestern eine Antis annehmen und glauben auch nicht, daß es der Polizei darum zu genommenen Geistlichen die erzbischöfliche Zu- fornzoll- Versammlung statt. Die Räume des Saathoff'schen thun war, die Genossen zu provoziren. stimmung unter Vorlage der Statuten eingeholt werden. Lokals waren zum Erdrücken voll. Nach einem Referate Hug's, Hamm. Vor furzer Zeit machte eine Notiz die Runde durch Nun, auch in den ultramontanen Gegenden beginnt es das mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde, nahm die Verhell zu werden. Die päpstliche Encyklika, welche der sammlung außer der Protestresolution eine Resolution an, durch die Presse, wonach der Genosse M. von hier vom Militärgericht Bourgeoiswirthschaft die kirchliche Weihe giebt, die welche das Stadtverordneten- Kollegium und der Magistrat der zu 5 Jahren Festung verurtheilt fei. Wie nun die HammStadt Emden aufgefordert werden, beim Ministerium wegen Soefter Volkszeitung" mittheilt, versichert die Frau M.'s, daß ihr Stellungnahme des Zentrums auf Seite der Brotvertheuerer Suspension der Zölle vorstellig zu werden. Weitere Versamm Mann noch gar nicht abgeurtheilt sei und sich noch in Düsseldorf und dazu die Anmaßung, keinerlei Arbeiterverein zu dulden, lungen werden noch folgen; so soll nächsten Sonnabend in in Untersuchungshaft befinde. der nicht von einem Geistlichen geleitet wird, werden auch Heppens eine solche stattfinden. die gläubigsten Arbeiter dahin führen, das Gängelband abzuschütteln oder zu durchschneiden. Unabhängige Just iz" ist in einem Bourgeoisstaat undenkbar. Das hat der belgische Advokat Journez erfahren müssen. Weil er in einer Sozialistenversammlung die Thätigkeit der Staatsanwaltschaft bei den letzten Arbeiterwirren scharf beleuchtete, ist er von der Anwaltskammer zu Lüttich mit Untersagung der Rechtspraxis während der Dauer eines Monats bestraft worden. Gegen die Kornzölle. * Koblenz. Bei der am 12. Juni hier stattgefundenen Wahl zum Gewerbe- Schiedsgericht hat die Liste der von den Sozialbemokraten aufgestellten Kandidaten mit 137 gegen 65 Stimmen glänzend gefiegt. Jegt fängt es auch in dem finsteren Koblenz an zu tagen. Ilmenau i. Sachsen- Weimar. In Ermangelung eines Vereinsgefeßes liegt bei uns, im Lande der Geistesfreiheit, wo ein Göthe und ein Schiller lebten und wirkten, das Versamm lungsrecht ganz in dem Belieben der hochwohllöblichen Behörde. Ihr Wille ist Gefeß. Bu einer Versammlung am Sonntag, den Neumünster. Konferenz der Vertrauensmänner der Proving 14. Juni, erhielten wir keinen Saal. Genosse Peus- Berlin, welcher bei uns sprechen sollte, referirte daher in Goldlauter und Schleswig- Holstein. Vertreten waren 17 Drte durch 16 Delegirte. Dienstag in Aussicht genommen. Dafür aber gab der Bürger- 4 Uhr. In das Bureau wurden gewählt: Heinzel- Kiel, Lienau uns ward ein Referat des Genossen Schulze- Erfurt für den Der Einberufer H. Stüben eröffnete die Konferenz Nachmittags meister seine Genehmigung nicht, Peus dürfe sprechen, vermuth- und Stüben- Neumünster. Nach einleitenden Worten wurde zum lich, weil man glaubte, derfelbe werde von Suhl doch nicht mehr ersten Punkt der Tagesordnung: Beschickung des internationalen fommen können. Aber Beus kam doch mit einem Genossen über die Kongresses zu Brüssel, die Diskussion eröffnet. Einige Redner Berge und so fand sich denn eine Versammlung von mehr als 500 sprachen sich dahin aus, die Provinz durch zwei Delegirte verPersonen zusammen, vor welcher der Referent den Klassencharakter treten zu lassen, demgegenüber wurde aber auch die Ansicht geltend des heutigen Staates, wie er aus der Getreidezoll- Gesetzgebung gemacht, daß ein Vertreter genügend fei. Die schließliche Abam grellsten hervorleuchte, entwickelte und die volksverwüstendenstimmung ergab eine größere Majorität für Entfendung eines Wilmersdorf. Die Proteftversammlung gegen die Korn Wirkungen der hohen Getreidepreise nachwies. Als dann während Delegirten. Betreffs der Personenfrage wurde H. Molkenbuhr in zölle", welche hier am Sonnabend, den 18. Juni, stattfand, war einer viertelstündigen Pause der Bürgermeister dem Vorsitzenden Vorschlag gebracht und vom Altonaer Delegirten empfohlen, bei von nahezu 1000 Personen, darunter viele Frauen, besucht. Nach bemerkte, er werde nur Ausführungen dulden, die sich eng an den in nächster Zeit stattfindenden Versammlungen die Zustimdem Genosse Bebel sein oft durch großen Beifall unterbrochenes die Getreidezölle anschlössen, andernfalls die Versammlung auf- mung geben zu lassen, mit dem Vorgehen der Konferenz sich einReferat beendet hatte, wurde die vom Parteivorstand vor- lösen, verstand es Peus in seinen folgenden Ausführungen, den verstanden zu erklären. Die Aufbringung der Kosten soll gemeingeschlagene Resolution mit dem Zusat Bebels einstimmig für ihn bestimmten Maulkorb abzuschütteln und alles doch zu schaftlich geschehen und sind etwa dafür eingehende Gelder an angenommen. Ferner wurde ein Antrag angenommen, welcher fagen, was er wollte, indem er immer wieder die Verbindung die Agitationskommission zu senden. Dieselbe sei zu beauftragen, den Vertreter des Wahlkreises Teltow- Beskow- Storkow, Prinzen mit dem theuren Brot" herzustellen wußte. Als ob nicht das nach dem Kongreß in den einzelnen Orten Bericht erstatten zu Handjery, ersuchte, Bericht über seine bisherige Thätigkeit im theuere Brot", wörtlich und bildlich genommen, zum Kernpunkt lassen. Bum zweiten Punkt der Tagesordnung: Agitation, nimmt Reichstage zu erstatten. aller wirthschaftlichen Erörterungen gemacht werden könnte! Die H. Stüben das Wort zur Berichterstattung. Die Einnahme feit von der Parteileitung vorgeschlagene Resolution gegen die Ge- dem 1. Februar beträgt 847 M., die Ausgabe 704,35 M. Von Schönebeck a. d. Elbe, 17. Juni. Am 15. Juni fand hier treidezölle ward, abgesehen von einigen anwesenden Gegnern, die Seiten der Agitationskommission wird hervorgehoben, daß die Aneine öffentliche Volksversammlung statt mit der Tagesordnung aber hübsch den Mund hielten und artig dasaßen, mit großer forderungen betreffs der Landagitation nicht so berücksichtigt werden Die Kornzölle und die Reichsregierung". Als Referent war Begeisterung einstimmig angenommen. tönnten, wie es eigentlich sollte, indem die Gelder dafür nicht in Genosse Adolf Soffmann aus Beit erschienen. Anwesend waren dem Maße eingehen. Die Kommission hätte ja eigentlich erst zirfa 1700 bis 1800 Personen, darunter viele Frauen. Nach dem Delsuit i. V. Eine Protestversammlung, welche von etwa dem nächsten Parteitag Abrechnung vorzulegen gebraucht, glaubte Vortrage wurde die vom Parteivorstande vorgeschlagene Re- 8-900 Männern und Frauen besucht war, so daß der Saal, die aber, dieses heute schon thun zu müssen, damit die Genossen ersolution einstimmig angenommen. Nebenstuben und die Treppen lange vor Beginn der Versamm fehen, daß es nothwendig ist, ferner mehr als bisher für die lung Kopf an Kopf gefüllt waren, während Tausende unverrich- Landagitation zu thun. Wenn auch hier eingewendet wordea Elmshorn. Die„ Kornzölle und die Reichsregierung" be teter Sache wieder umkehren mußten, fand am 16. Juni im Dorfe ist, daß die größeren Orte im eigenen Kreise selbst für die Landschäftigten eine am Mittwoch, den 10. d. M., im Kaisersaal hier: Vogtsberg bei Delsnih statt. Genosse August Kaden aus Dresden agitation Opfer bringen, so müßte man nicht vergessen, daß es hier- Vogtsberg Dresden, felbst abgehaltene Bolksversammlung, welche sehr zahlreich besucht referirte über: Die Kornzölle und die Reichsregierung. Gegner speziell in der Provinz mehrere Wahlkreise gebe, die vorwiegend war. Die Zeitung wurde den Genossen Krause, Albrecht und waren wohl anwesend aber trotz Aufforderung des Vorsitzenden aus kleineren Orten beständen. Nach mehr als genügender Dis Schulz übertragen, worauf Genosse Klüß über obengenannte Tages: hatte keiner den Muth, feine Meinung zu vertheidigen. Es wurde kussion hierüber wurde eine Resolution angenommen, dahingehend: ordnung referirte. Nach dem mit Beifall aufgenommenen Vor- dann die vom Parteivorstand vorgeschlagene Protestresolution Die Konferenz beschließt, im Interesse der Agitation Versammlungen trage wurde die Resolution einstimmig angenommen. abzuhalten. Die Agitationskommission wird beauftragt, an die Hamburg, 16. Juni. Eine Kornzoll Protestversammlung Rötha. Am Sonnabend sollte im Gasthof zu Geschwitz eine Parteileitung die Aufforderung zu richten, daß ein Referent aus der Vom Vorsitzenden wurde noch fand am Freitag voriger Woche bei Gabriel in Billwärder statt. Boltsversammlung mit der Tagesordnung: Die Kornzölle und Fraktion die Provinz bereist." Ins Bureau wurden Kraul, Schellen und Walther gewählt. Joh. die Reichsregierung stattfinden. Als Referent war Herr G. Fell- mündliche Agitation betreiben müßten und daß dieses die beste darauf aufmerksam gemacht, daß die Genossen außerdem noch Schwarz referirte über die Kornzölle und die Reichsregierung" Plagwitz angegeben, da dieser aber geschäftlich behindert war, mündliche Agitation betreiben müßten und daß dieses die beste unter allgemeinem Beifall der Versammlung. Die bekannte Reso- so übernahm an dessen Stelle Herr K. Pinkau das Referat. Der sei in solchen Orten, wo aus lokalen und anderen Gründen keine lution fand einstimmige Annahme. Einberufer machte dem überwachenden Beamten Mittheilung von Versammlungen abgehalten werden könnten. dieser kleinen Aenderung, allein dieser erklärte: Es darf, da Herr Punkte:„ Verschiedenes", berichtet Stüben über ein Angebot einer Tilfit, den 16. Juni. Am Montag Abend fand hierselbst Fell angemeldet ist, Herr Pinkau nicht sprechen; alle Einwände, Broschüre für die ländliche Bevölkerung. Auch von Seiten der in Jakobsruhe eine vom sozialdemokratischen„ Wahlkomitee" baß in ähnlichen Fällen in ganz Sachsen gegen eine derartige Genossen werden einige zur Agitation empfohlen, von einer Ber einberufene öffentliche Wählerversammlung statt. Aenderung von den überwachenden Beamten kein Widerspruch breitung aber vorläufig Abstand genommen. Klüß- Elmshorn stellt Die Tagesordnung lautete:" Die Getreidezölle, die Reichs erhoben worden sei, half nichts, Herr Binkau durfte nicht sprechen, den Antrag, die Agitation für die„ Norddeutsche Volks- Zeitung" regierung und die Arbeiterschuß- Gesetzgebung". Referent war und so ging die Versammlung wieder auseinander. und„ Nord- Wacht" in Anregung zu bringen. Nach einigen unGenoffe Schulze aus Königsberg. Die Versammlung war ein wird eingereicht. wesentlichen Sachen wurde die späte öffentliche Einladung zur beredtes Zeichen für das Wachsthum der Sozialdemokratie sowie Konferenz zur Sprache gebracht und empfohlen, für später in dafür, daß der Freisinn hier immer mehr an Boden unter den Löbtau bei Dresden. Am Sonnabend den 18. Juni fand der betreffenden Parteipreffe dieselbe rechtzeitig ergehen zu lassen. Arbeitern verliert. Es ist dies die zweite Versammlung, die von eine von 500 Personen besuchte Volksversammlung im Saale Nach einem Schlußwort des Vorsitzenden wurde die Konferenz fozialistischer Seite hier stattgefunden hat. Die erste wurde bei der Gambrinusbrauerei statt, in welcher Genosse Georg Horn geschlossen. den vorigen Wahlen abgehalten und war fast nur von Frei- aus Löbtau über: Die Getreidezölle als Ursache der Brotverfinnigen besucht. Diesmal war die Sache anders, der Zubrang theuerung" sprach. Die vom Parteivorstande empfohlene Reso- Braunschweig, den 16. Juni. Reichstags- Abgeordneter war ein größerer, so daß kurz nach 8 Uhr sich mehr wie tausend lution fand einstimmige Annahme. Außerdem wurde folgende Förster aus Hamburg macht gegenwärtig, auf Veranlassung Personen eingepreßt hatten, von denen die große Masse Ar- Resolution beschlossen:„ Die heute am 13. Juni im Saale der des hiesigen Vertrauensmannes, eine Agitationsreise durch das Gambrinusbrauerei tagende öffentliche Voltsversammlung fordert Herzogthum. Bis jetzt sind ein Duhend Versammlungen, von die königlich sächsische Regierung dringend auf, durch ihre Bevoll- denen täglich eine stattfindet, arrangirt. Die Versammlungen mächtigten im Bundesrathe den Antrag auf sofortige Aufhebung finden hauptsächlich im 2. und 3. Wahlkreise, insbesondere am der Getreidezölle an die Reichsregierung zu stellen. Auch diese Harz und zwar theils unter freiem Himmel statt, weil es an Resolution fand einstimmige Annahme. beiter war. In zweistündiger Rede, die oft durch stürmischen Beifall unterbrochen wurde, legte Genosse Schulte die Bedeutung der Aufhebung der Getreidezölle dar, unterzog die Wirthschafts- und Steuerpolitik einer scharfen Kritik und legte den Arbeitern ihre Lage flar. M angenommen. 11 Korrespondenzen und Parteinachrichten. Beschwerde ADE Beim dritten vielen Orten absolut unmöglich ist, Lokale zu bekommen. So wird zum Beispiel die heute Abend in Lutter a. B. stattfindende Versammlung auf dem Marktplaße abgehalten, gewiß ein selt= fames Ereigniß. Soziale Mebericht. Redner griff ferner die freisinnige Partei( welche die dominirende am Orte ist) aufs fchärffte wegen ihres Verhaltens im Abgeordnetenhause bei der Gemeinde Einkommensteuervorlage und vielen anderen Angelegenheiten an. In der Diskussion sprach zunächst ein konservativer Rechtsanwalt, der die Behauptung aufstellte, die wirthschaftliche Lage der Arbeiter sei gegen früher bedeutend besser geworden. Er machte es dem Referenten Brandenburg. Das hiesige Partei- Organ," Boltsblatt für leicht, seine Ausführungen zu widerlegen. Ferner hatten die Aufforderung. Die aus dem Verein der Berliner StereoFreifinnigen Hans v. Reibniz, ihren Kandidaten, zu dieser Ver- Ost- und Westhavelland", schreibt: Gewalt oder Recht? Am letzten typeure und Galvanoplastiter ausgetretenen Mitglieder fordern sammlung aus Westpreußen kommen lassen, der für den Freisinn Sonntag Vormittag 9 Uhr, ging der Tischler Eckardt mit einer den Vorstand des Vereins dringend auf, das aus Anlaß der Maieine Lanze brechen sollte. Er hatte aber dabei nicht mehr das Fahne, welche sich in einem Futteral befand, durch den Humboldt- feier gesammelte Geld nunmehr endlich an die betreffende Stelle Glück, wie in früheren Jahren. Er hielt die stehenden Heere garten, als der Polizeiwachtmeister Hansche auf denselben zutrat abzuliefern und im Vorwärts" quittiren zu lassen. für nothwendig, und zitirte aus den Richter'schen Jrrlehen, wie mit den Worten: Im Namen der Polizeiverwaltung erkläre ich Barmstedt, 15. Juni. Am Dienstag, den 9. d. M., fand nothwendig das Kapital fei. Unter großem Beifall wies dann Schultze diese Fahne als mit Beschlag belegt. Gleichzeitig stürzten im Lokale des Herrn J. Meier eine von 84 Meistern besuchte nach, wie die Klasse der Kapitalisten heut schon überflüssig sei hinter den Gebüschen etwa 4-5 Bolizeibeamten hervor und ent- Versammlung der hiesigen Schuhmacher- Innung statt. Es wurde und die Kapitalisten nur ruhig auswandern könnten, daß die riffen dem G. die Fahne, ein Bravourstück, wie wir es in einstimmig der Beschluß gefaßt, denjenigen Gesellen, welche sich Freifinnigen wohl in Versammlungen für Aufhebung der Schutz- Brandenburg bis jetzt nicht erlebt haben, worauf die Fahne nach weigern, den ihnen von der Innung vorgelegten Schein folgenzofie zc. eintreten, sich aber hüten, Vorschläge zu machen, wie dem Rathhause transportirt wurde. Dies Bravourſtückt konnte den Inhalts:" Wir unterzeichneten Schuhmacher- Gesellen bescheiReichsausgaben anderweit gedeckt werden müßten. Unter nicht üble Folgen haben, wenn die am Ufer der Havel stehenden nigen hiermit," daß die von der Schuhmacher- Innung zu Barmendenwollenden Hochs auf die Arbeiterschaft und die Sozial- Menschen, ungefähr 800-1000 an der Bahl, nicht so gut geschult stedt eingeführten Arbeitsnachweisungen und Arbeits- Bescheinidemokratie ging die Versammlung nach mehr als vierstündiger waren. Um Obiges flar zu stellen, geben wir Folgendes wieder: gungsscheine von uns anerkannt werden", zu unterschreiben, am Dauer auseinander. Am 10. Juni fand hier eine öffentliche Volksversammlung statt, Sonntag, den 14. b. M., zu kündigen und dieselben, falls sie bis welche von etwa 1500 Personen besucht war. In dieser Wer zum 28. d. M. ihre Gesinnung noch nicht geändert haben, alsEschersheim bei Fankfurt a/ M., 15. Juni. Am Sonntag fammlung wurde beschlossen, den Rathenower Genoffen, welche dann aus der Arbeit zu entlassen. Die Herren Bünftler verden 14. Junt tagte im Saale der Krone" eine öffentliche Pro- eine Partie nach Brandenburg unternommen hatten, mit einem pflichteten sich, bei Vermeidung einer Konventionalstrafe von 100 m., test- Versammlung, zu welcher Herr Emmel aus Frankfurt das Damp fer entgegen zu fahren und auf dieser Fahrt die Fahne mitzu- biejenigen Gesellen, welche die Unterschrift verweigern, während Referat übernommen hatte. Nach dem Referate wurde die vom nehmen. Wir befürworteten ausdrücklich, daß das Aufhiffen der Fahne des Zeitraums von einem Jahre, vom Tage der Entlassung an, Parteivorstande vorgeschlagene Resolution einstimmig ange im Weichbild der Stadt nicht beschlossen war, die Fahne auch nicht wieder in Arbeit zu nehmen. nicht, wie schon oben gesagt, offen, sondern im Futteral getragen Dieser Beschluß ist denn auch voll und ganz aufrecht erhalten 16. fächsischer Reichstags. Wahlkreis. Außer in wurde; trotzdem wurde dieselbe fortgenommen. Es war auch worden. Es ist am letzten Sonntag sämmtlichen Kollegen, welche Chemnitz felber fanden in den letzten Tagen noch in von Seiten der Polizei geplant, die Fahne der Rathenower Ge- das Schriftstück nicht unterschrieben haben, gekündigt worden, Rappel Altendorf, Markersdorf, Hermers- nossen fortzunehmen. Diese wurde jedoch kurz vor Brandenburg darunter 45 verheiratheten Kollegen mit 83 Kindern. Die Herren dorf, Grüna und Gablenz Protestversammlungen statt, eingezogen und so den Händen und Augen der Polizei entrückt. Zünstler scheinen darauf gerechnet zu haben, daß, sobald die die alle überfüllt waren. Es referirten die Genossen Albert Trotzdem landeten die Rathenower Genossen mit entfalteter Kündigung an uns herantreten würde, wir alle den Schein unterChemnitz, Landtags- Abgeordneter Otto- Chemnitz, Max Schippel- Fahne, denn als der Dampfer die Neue Brücke passirte, warf ein schreiben werden, diese Illusion ist aber Dank der Einigkeit und Berlin. Die vorgeschlagene Resolution tam überall einstimmig hergestellte Fahne von zwei Metern Länge auf den Dampfer. gegangen. Das Gegentheil ist eingetreten. Anstatt, daß die Genosse, welcher sich auf dieser befand, eine schnell provisorisch dem Solidaritätsgefühl der hiesigen Kollegenschaft zu Wasser Diese wurde nicht beschlagnahmt. Um uns zu zeigen, daß bei Herren Unterschriften erobert haben, sind sie welche losgeworden, nommen. zur Annahme. Dessaut. Am 16, ds. Mts. fand hier eine öffentliche Bolts- uns gleiches Recht herrscht, zog gleich nach Beschlagnahme unserer wenn auch nicht die Unterschriften, so doch die Unterschreiber. persammlung statt, welche von über 400 Personen besucht war Fahne ein Kriegerverein mit Fahne durch die Straßen unserer Es haben eine ganze Anzahl Kollegen, welche den Schein unterund in welcher Genoffe Seiler- Luckenwalde über„ Kornzölle und Stadt. Um nun zu erfahren, auf Grund welchen Gesetzes- schrieben hatten, sich wieder mit uns solidarisch erklärt und haben die Reichsregierung" referirte. Einstimmig wurde die Partei- Paragraphen die Beschlagnahme stattgefunden habe, begaben sich am Sonntag gekündigt. Bu bemerken ist noch, daß diejenigen, Resolution angenommen. heute Vormittag die Genossen Schneider und Ewald zum Polizei welche sich jetzt noch unterschrieben haben, entweder alte Leute Inspektor. Vom Genossen G. befragt, erklärte der Herr Inspektor, oder Meisterssöhne oder ungeschickte Arbeiter find. Bant, 16. Juni. Die Anti- Kornzollbewegung ist auch hier daß die Beschlagnahme sich auf kein Gesetz stüße, sondern eine Kollegen und Arbeiter allerorts! Wir appelliren jetzt an bereits in Fluß gekommen. Am Sonnabend fand in der„ Arche" Präventiv( Vorbeugungs) Maßregel der Polizeibehörde sei, da Guer Solidaritätsgefühl und hoffen, daß Ihr uns in unserem eine gut besuchte Volksversammlung statt, die nach einem ein- die rothe Fahne ein republikanisches Zeichen sei. Von E. darauf Kampfe auch materiell unterstüßen werdet. Sammelt fleißig und stündigen Referate des Genossen Hug die Protestresolution des aufmerksam gemacht, daß das Tragen eines solchen Zeichens fendet Geld an unseren Unterstützungsfonds in Gotha. Die Parteivorstandes annahm. Am Sonntag follte in Norden eine solche wohl in Sachsen, aber nicht in Preußen strafbar sei, erwiderte Stimmung unter den Kollegen ist eine außerordentlich gute und Versammlung stattfinden, aber da geht es wie in Wilhelmshaven. Der der Herr, durch die Fahne hätte können Aergerniß erregt werden, der Sieg muß uns werden, sofern wir Geld erhalten. Hoch lebe Wirth, wenn man wirklich einen erwischt hat, der sein Lokal hergeben und dies wolle man verhüten( eine Fahne im Futteral fann die Arbeiterbewegung! Mit follegialem Gruß Adolf Rig. will, und sei es auch nur zu einer Gewerkschaftsversammlung, Aergerniß erregen. Die Red.), und wir sollten den Beschwerde- Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Theater. Freitag, den 19. Juni. Schauspielhaus. Romeo und Julia. Berliner Theater. Der Hüttenbefizer. Deutsches Theater. Die Welt, in der man sich langweilt. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Ein dunkles Geheimniß. Wallner Theater. Der verlorene Sohn. Das Modell. Bellealliance- Theater. und Cacolet. Ostend Theater. Wasser. Tricoche Berlin unter Leffing- Theater. Der Barbier von Bagdad. Jmb's Oftbahn- Park, Große öffentliche Volksversammlung Rüdersdorfer Straße. Sonntag, den 21. Juni 1891: Grosses Arbeiter- Sommer- Fest des beigh Grand- Cheater. De tebi 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Adolph ledige Hof. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große Spezialitäten Vorstellung. Grosses Konzert Mittwoch, den 24. Juni, Abends 8 Uhr, im Feen- Palast, Ecke Burg- und Wolfgangsstraße. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Stadtverordneten über ihre Thätigkeit und die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Referenten: Stadtvv. Genossen Stadthagen und Vogtherr. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Zentral- Wahlkomitees. J. A.: Otto Klein, Kottbuser Damm 14. Arbeiter- Bildungs- Schule. Heute, Freitag, Abends 81/2 Uhr, im Saale ,, Königsbank", Große Frankfurterstraße 117: Versammlung. 375/1 unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Hugo Karbe, unter gütiger Mitwirkung des Seeger'schen Gesangvereins und Lorbeerkranz( Mitgl. d. Zweiter Cyklus- Vortrag des Herrn G. Ledebour über„ RassenArb.- Sängerbundes). Auftreten der allgemein beliebten Soubrette Marie Gontard und der gut renommirten Humoristen Max Wadzech und W. kunde und Urgeschichte" und zwar behandelnd:" Die Entwickelung des Etablissement Buggenhagen alatkemies. Sackhüpfen, Wurfschnappen, Wettlaufen u. große menschlichen aus dem thierischen Seelenleben." Aufnahme neuer Fackel- Polonaise, wozu jedes Kind am Eingang eine Stocklaterne gratis Mitglieder. Mitgliedsbuch legitimtri. Gäste zahlen 20 Pf. erhält. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet. 400/2 Jm Saale: BALL. E am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Payenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Indier mit 4 Armen, 4 Beinen. Bartdame. Vitreo ist Coacs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pfa., Rinder frei. Das Komitee. Hierzu ladet ein Billets find in allen bekannten Lokalen des Ostens und Südostens, sowie in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. 339/12 Allgem. Deutscher Sattler- Berein, Filiale Berlin. Sonnabend, den 20. Juni 1891: Grosse Dampfer- Partie und Sommernachts- Ball in den Gesammträumen der Borussia- Brauerei( Nieder- Schönweide). Abfahrt Abends 9 Uhr von der Dampferstation Jannowißbrücke. Tanz in beiden Sälen. Achtung! Der Vorstand. Militär- und Lieferungsschneider- Verein. Mitglieder- Versammlung am Sonnabend, den 20. Juni, Abends 81/2 Uhr, bei Müller, JohannisBraße 20. Tagesordnung: 1. Vortrag: Der Kampf zwischen Sozialismus und Anarchismus in der Schweiz. Ref.: Herr Joler aus Bern. 2. Diskussion. 3. Erfahwahl zur Fachschul- Kommission. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Hierzu ladet freundlichst ein Der Vorstand. 223/13 Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umg. am Sonntag, den 21. Juni, Vorm. 10 Uhr, in ,, Joël's Salon", Andreas- Strasse No. 21. Tages Ordnung: 1. Die Lohndrückerei der Berliner Bauunternehmer den heutigen Verhältnissen gegenüber und wie wollen die Maurer ihre Lage verbessern? Der Vertrauensmann: Carl Nieke. Billets à 75 Pfg. für Hin- und Rüdfahrt nebst Tanz. 2. Distuſſion. 3. Verschiedenes. Billets find noch für den zweiten Dampfer bei Reyer, Alte Jakobstraße 83, Gründel, Dresdenerstraße 116, und im Bigarrengeschäft von Janz an der Jannowitzbrücke, neben der Dampferstation, zu haben. Das Komitee. 264/11 235/13 Allgem. Kranken- u. Sterbekasse d. Metallarbeiter( E.§. 29) und ,, Bultan"( E.§. 89) Hamburg Filiale Berlin 1. Betzt: Friedrichstr. 165, Achtung, 3. Reichstags- Wahlkreis! Mitglieder- Versammlung Ecke Behrenstrasse. Neu: Sonntag, den 21. Juni: Hamilton- Theater Herrenpartie nach Schmöckwitz. Originell! Ueberraschend! Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Alt Moabit 80-81. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. HF Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. DUF Roloffaler Jubel am Sonnabend, den 20. Juni, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Winter, Lichterfelderstrasse No. 8. Tages Ordnung: · 1. Neuwahl der Ortsverwaltung. 2. Bericht der Delegirten über die Abfahrt 6 Uhr 35 Min. vom Görlitzer Bahnhof. Arbeiter- Retourbillet nach Grünau 30 Pf. Nachzügler werben gebeten, bis 10 Uhr in Schmöckwitz, Generalversammlung. Das Mitgliedsbuch legitimirt. F. Böttider, Bevollmächtigter. Seegler- Schlößchen, einzutreffen. Gesang- und Musikvereine sind zur Betheiligung freundlichst eingeladen. Achtung! 338/11 157/18 Verein gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins und Umg. Sonnabend, den 20. Juni 1891, in Kliem's Volksgarten, Hasenhaide 14-15: Grokes Stiftungs- Felt, 93b Fachverein sämmtlicher in der Musik- Instrumenten- Industrie beschäftigten Arbeiter 375/10 Verein zur Wahrg. d. Interessen d. Klavierarb. u. verw. Berufsg.). NE General- Versammlung am Sonnabend, den 20. Juni, Abends 81/2 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstraße 48 a. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes und der Kommiffionen. 2. Statutenberathung. 3. Vereinsangelegenheit und Verschiedenes. Der Vorstand. Mitgliedsbuch legitimirt. NB. Die Kollegen werden auf§ 6 des Statuts aufmerksam gemacht. verbunden mit humoristischen Vorträgen, sowie unter Mitwirkung des Gefangvereins ,, Veilchenblan"( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Wilh. Liebknecht. In beiden Sälen Tanz.( Tanz frei). Anfang 8 Uhr Abends. Herrenbillets à 50 Pfg., Damenbillets à 25. Pf. find zu haben in den Drei angeführte Liebhaber. mit Plakaten belegten Stellen und auch bei den Kollegen W. Arndt, PflugAnfang Sonntags 4 Uhr. Wochen- ſtraße 18; D. Schulze, Thurmftr. 18; p. Rumland, Oranienſtr. 19; 3. Solijah, 3entral- Kranken- und Sterbekasse der Töpfer Deutschlands. der urtomischen Pantomime tags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Admiralstr. 36; G. Beland, Reichenbergerstr. 142, sowie am Eingang des Platz 50 Pf. Kaffeeküche ist geöffnet. Lokals. Hierzu ladet freundlichst ein Volksbelustigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Das Komitee. Die Filiale Charlottenburg feiert am Montag, den 22. d. M. von Nachmittags 5 Uhr ab in Grischow's Salon, Rosinenstraße 3, ihr Grosser Ball. Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter. I. Stiftungs- Fest Helmuth Peters. Rheinländischer Tunnel. Concert- Salon u. Restaurant. Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Der Gambrinus- Salon und das Photographische Atelier sind neu eingerichtet. Jeder Gast, auch wenn derselbe für nur 10 ẞf. verzehrt, wird gratis photographirt! Höchst scherzhaft. Großer Jubel! Vorzügliches Lagerbier, à Seidel 10 Pf. H. Schultze( mit'n h). Mein eleg. einger. Lokal mit prächt. Vorgarten, Vereinsz.( 50-60 Pers.), Billard u. Piano empf. zu recht massenh. Besuch. Kl. Weisse 10 Pf., vorzügl. Lagerbier 10 Pf. Dürre, Prenzlauer Allee 26. Parteigenossen u. Genossinnen empfehle ich meinen neu eingerichteten Garten mit zwei Regelbahnen. Auch können Familien Kaffee fochen. Für musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Otto Thierbach, 8752 Schwedterstr. 44. Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. Gr. Lager, bill. Preise. eigener Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Sonntag, den 21. Juni, Vormittags 10%/ 2 Uhr: Mitglieder- Versammlung in Deigmüller's Lokal, Alte Jakobstraße Nr. 48a. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zur Berliner Streit- Kontrollkommission. 2. Regelung der Vereinskasse. 3. Erfahwahl eines Revisors. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Benthkraße 3. In neuer Auflage erschien soeben: Daniel in der Löwengrube Von Heine II. Verfasser des„ Neues Wintermärchen". 3. Auflage. 4 Bogen 8. Preis elegant broschirt 30 Pfennig. Die Marseillaise des Christenthums Von Dr. Friedrich Krasser. Einzelpreis 5 Pfennig. 100 Exemplare für 3 Mark. Beide Novitäten sind den Parteigenossen bestens bekannt, und hoffen wir, daß dieselben in den vorliegenden neuen Auflagen sich gleicher Beliebtheit erfreuen werden, wie die früheren. Wiederverläufern gewähren wir Rabatt! 230/5 durch geselliges Beisammensein mit anschließendem Tanzkränzchen, wozu die Kollegen von Nah und Fern freundlichst eingeladen sind. Billets à 50 Pf. find bei dem Vorstand, sowie Restaur. Woyde, Schulstr. 17, zu haben. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 20. Juni, Abends präzise 8½½ Uhr, im Feen- Palant, St. Wolfgangstraße: Uebungs- Stunde. Einlaß nur durch Mitgliedskarte. Um zahlreiches und pünktliches ErDer Vorstand. scheinen ersucht NB. Die nicht in Vertrieb gesetzten Billets zum Sommerfest, sowie Nachfrage nach denselben sende refp. richte man an Symanowski, Ackerstraße 101. Dasselbe kann durch den Vereinsvertreter in jeder Uebungsstunde, vor dem Fest, geschehen. Bentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. anderer gewerblicher Arbeiter( Hamburg), Dertliche Verwaltung Berlin H. Sonntag, den 21. Juni 1891, Vormittags 10 Uhr: 307/5 Mitglieder- Versammlung 105/13 Versammlung der Bauanschläger Berlin West am Sonntag, den 21. d. M., Vorm. im Skaliker Garten, Stalizerstr. 54, 10 Uhr, bei Bemter, Münzstraße 11. ( Eingang zweiter Hof, Garten links). Tagesordnung: 1. Festsetzung der Gehälter für die Ortsverwaltung. 2. Wahl der gesammten Ortsverwaltung. 3. Aerztefrage und Wahl des Vertrauensarztes. Tagesordnung: 1. Verschiedenes. 2. Neuwahl des Vorstandes.- Kollegen als Gäste haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder daselbst. 1056 4. Berſchiedenes.— Mitgliedsbuch legi: Vereinigung der Drechsler timirt. Jedes Mitglied ist verpflichlet, in dieser Versammlung pünktlich zu er Die Ortsverwaltung. scheinen. 92b Deutschlands. Am Sonntag, den 21. Juni: Familien- Ausflug Anschläger- Zusammenkunft nach Mariendorf beim Kollegen O. des Arbeitsnachweis Norden" am Sonntag, den 21. Juni Brunnenstraße Nr. 38a beim Restaurateur Gorn. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Schensch( Reichsgarten). Abf. 2,6, 2,36 Schlesisch. Bahnh. Süd- Ring bis Tempelhof. Treffp. für den Süden um 2 Uhr am Blücherplatz, von da per Pferdebahn. Um rege Betheiligung wird ersucht. Gäste willkommen. Ě. T. Hierzu eine Beilage, Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 140. Noch einmal Freitag, den 19. Juni 1891. der Uebervölkerungs- Schwindel. unterdrückten infolge ihrer sozialen Stellung dem moralischen, ( Schluß.) Der Vollständigkeit wegen gebe ich noch eine zwar sehr naive, aber zuverlässig fonstatirte Ansicht an, die insbesondere manche Personen aus reichen und„ gebildeten" Kreisen zu Anhängern des Malthus macht. Besagte Leute, die von ihren Renten" leben, gehen von dem ebenso einfachen, wie richtigen Gesichtspunkte aus, daß bei der Erbtheilung ihr zins tragendes Kapital"( d. h. ihre Geld- Feudalitätsansprüche) in um so mehr Theile gehen, je mehr Kinder da sind; je weniger, um so reicher wird ein jedes derselben. Diesen Sachverhalt dehnen sie dann auf die gesammte Menschheit aus, und sie halten es gutgläubig für augenscheinlich, daß die gesammte Menschheit um so ärmer werden müsse, je stärker sie sich vermehre. Solchen Leuten habe ich schon als letztes Jdeal diejenige Stufe des Nationalreichthums ausgemalt, wo ein jeder Deutsche so viel deutsche Reichsanleihe,"" Konsols" und Aktien befißt, daß Niemand mehr zu arbeiten braucht und die Rentier- Nation Thatsache geworden ist. = 8. Jahrg. konsums ein Fehlbetrag von 16 296 M. ergeben, um dessen Deckung der Magistrat die Versammlung ersucht. Der Fehlbetrag wird von der Versammlung bewilligt. Der Eigenthümer des zur Verlängerung der Ar tilleriestraße bis zur Elsässerstraße nothwendigen Grundstücks Linienstr. 183/ Elsässerstr. 62, hat sich mit dem gebotenen Preise von 400 000 m. nicht einverstanden erklärt, seine äußerste Forderung vielmehr auf 460 000 m. festgestellt. Der Magistrat empfiehlt die Genehmigung dieses Preises, da er den freihändigen Erwerb für gerathener hält, als die Enteignung. Auf den Antrag des Stadtv. Pincussohn wird die Vorlage einem Ausschusse überwiesen. Schluß der Sigung 634 Uhr. Tokales. von der eigentlich sogenannten Sklaverei bis zur modernen Lohnstlaverei. Eine Art ausgleichender Gerechtigkeit liegt darin, daß die intellektuellen und schließlich auch äußerlich gar sehr erkennbaren Verderben anheimfallen. Es ist nicht das Wohlleben, nicht einmal ein gewisser Grad der Ueppigkeit an sich, der jenes herbeiführt. Es ist die Möglichkeit, alle Genüsse, von den größten materiellen, bis zu den höchsten geistigen, Ansehen, Macht, ja den Ruf einer hochangesehenen Person ohne eigene Ar beit, mithin auf Kosten der Anderen sich zu verschaffen. Noch ist jede Klasse, die ein im volkswirthschaftlichen Sinne para ſitäres Dasein führte, zu Grunde gegangen. Sie erschlafft. Die Bildung kommt ihnen unvermerkt abhanden, oder wird durch zurückbleiben hinter dem Fortschritt der lebendigen Wissenschaft zur Versteinerung, ja zum Zerrbild. Die gymnasiale Verbildung ist speziell auf deutschem Boden ein wahrhaft„ klassisches" Beispiel dafür. Das menschliche Mitgefühl mit den Unterdrückten wird abgeſtumpft. Verloren ist das Volt, welches nicht in sich die Kräfte birgt, eine gründliche Aenderung herbeizuführen. Der Die Heuchelei der Wohlthätigkeits". Vereinler tritt Verfall des römischen Weltreichs ist das furchtbarste und lehr- manchmal recht deutlich hervor, sodaß auch dem beschränktesten reichste Beispiel der Geschichte. Unsere Hoffnung ruht auf der Philister ein Licht über den wahren Werth gewisser Bestrebungen aufstrebenden Arbeiterklasse; darauf, daß sie den Sieg erringt aufgehen muß. Zu der am Dienstag abgehaltenen General- Verund zu nutzen versteht. Die Verwirklichung des Sozialismus sammlung des„ Abonnements- Vereins Berliner Dienstherrschaften würde einen Abschnitt in der Entwicklung der Menschheit be- für Krankheitskosten- Entschädigung der Dienstboten" hatte ein zeichnen, der an einschneidender Bedeutung alle bisherigen Schei Mitglied, das sich dann auch bei der Wahl eines Vorstandsmitbungen zwischen Alterthum und Mittelalter und der sogenannten gliedes als Kandidat aufstellen ließ, aber durchfiel, seine Klique Neuzeit weit hinter sich lassen würde. Zum ersten Male würde durch die„ Kreuz- Zeitung" einladen lassen. Viele Mitglieder," die als unnöthig und menschenunwürdig gekennzeichnete Art des hieß es in der Einladung, find mit dem Unterzeichneten Kampfes ums Dasem, der Ausbeutung der Einen durch die der Ansicht, daß dieser Verein mit seiner Macht und seinen Anderen, nicht, wie früher so oft, seine äußere Gestalt ändern, reichen Mitteln weit über den heutigen Rahmen hinaus eine sondern gänzlich verschwinden. Die Beherrschung der Natur durch segensreiche Thätigkeit entwickeln könnte, besonders zum Heile die nunmehr wahrhaft einige Menschheit würde aber eine un- unserer braven Hausgenossen und somit auch zum Segen geahnte Ausdehnung erreichen. Ein Geschlecht würde erblühen, der Mitglieder." Thatsächlich ist der Verein begründet worden, das wahrhaft frei, reich und glücklich wäre. Wenige Irrthümer um den Herrschaften die Zahlung von Krankheitskosten an das find so verbreitet, als der, daß eine wahre Gleichheit eine Gleich- Dienstpersonal, zu welcher sie bekanntlich durch Gesetz verpflichtet heit im Elende wäre, und gerade dieser ist einer unserer schlimm sind, zu erleichtern. Der„ Segen" des Vereins kommt also in sten Feinde. Ihn zu bekämpfen war der Zweck meiner Ausfüh- erster Linie nicht den„ braven Hausgenossen", sondern den MitVon ihrem Standpunkte aus haben die Herren ja ganz Recht: Der Hauptsas, der die Malthus'sche Theorie über den Haufen wirft, daß nämlich der Mensch von seinen eigenen Produkten lebe, gilt ja für jene thatsächlich ganz und gar nicht; denn Profit, Zinsen und Renten aller Art find allerdings nicht die Früchte eigener, sondern fremder Arbeit. Ein anderer Irrthum, der ebenfalls wohl vorwiegend nur rentenverzehrende Personen im Bannkreise der Uebervölkerungsangst festhält, ist der, daß die Menschheit im Ganzen genommen von seit längerer Zeit auf gestapelten Gütern lebe. Die naheliegende Ursache dafür, daß gerade Bourgeois darauf verfallen, ist die, daß dieselben ihr Vermögen in weitaus den meisten Fällen wohl wenigstens theilweise ererbt haben. Ihre Vorfahren haben dasselbe nun zweifellos durch irgend eine Art Arbeit, wenn auch nicht gerade immer durch eine gesellschaftlich rungen. nützliche Art Arbeit( z. B. die gemeinschädliche Börsenjobberei) erworben. Die Nachkommen glauben nun mitunter wohl ganz aufrichtig, von dem zu leben, was ihre Vorfahren erarbeitet haben. Dabei übersehen sie nur, daß ein nicht zu fleines und ficher angelegtes Kapital vorausgesetzt das ererbte Gut durchaus nicht etwa weniger wird; im Gegentheil, immer mehr, wenn sie, die sie ja mit der vielgerühmten Tugend der Sparsamkeit behaftet sind, etwa von einer Jahresrente von 100 000 m. nur 50 000 m. verausgaben und die andere Hälfte wieder anlegen". Wie sollte da das Vermögen nicht anwachsen? Wo bliebe aber auch sonst der so wohl verdiente, Entbehrungslohn"? Die Trugwendung liegt in den Worten von dem früher erarbeiteten Kapital leben", während in Wahrheit don den Zinsen desselben gezehrt wird, d. h. von der ausbeutenden Macht, welche dem Besitze unter den gegenwärtigen Verhältnissen eigen ist. Die Speisen, von denen der Reiche wie der Proletarier lebt, die Kleider und anderen Verbrauchsgegenstände sind sämmtlich vor turzer Zeit produzirt worden. Für die Maschinen, Häuser, Transportanlagen sind jene Fristen, die zwischen Erzeu gung und Verbrauch verfließen, ja etwas länger. Sobald aber fauffähige Nachfrage vorhanden wäre, könnten auch diese Gegenstände in kurzer Zeit vervielfacht werden. Nehmen wir aber auch unter den gegenwärtigen Verhältnissen das Durchschnittsalter eines Hauses, einer Lokomotive, einer Eisenbahnschiene wir werden feine gar zu lange Reihe von Jahren finden. Als Ganzes genommen lebt die Menschheit gar schon von der Hand in den Mund! Wir glauben im Vorhergehenden die Hauptquellen des Malthusianismus( soweit sie in mangelnder Ginsicht und nicht in bestimmten Absichten ihren Urgrund haben) aufgefunden und hoffentlich für den einen oder andern so ziemlich abgegraben zu haben. Zur Uebersicht diene folgende fleine Tabelle: 1. Die Menschen leben im Gegensatz zu den übrigen Lebewesen von ihren Produkten, und nicht von den in der freien Natur vorfindlichen Gegenständen; die Anwendung der Darwin'schen Theorie von der Konkurrenz um die Unterhaltsmittel ist daher auf die Menschen nicht zulässig; im Gegentheil, unter geordneten sozialen Verhältnissen müßte der Reichthum mit der Bevölkerung wachsen. 2. Die Rohstoffe, deren der Mensch zum Leben bedarf, sind in praktisch unbegrenzter Menge vorhanden. 3. Der Versuch, solche Ueberlegungen auf die Allgemeinheit zu übertragen, welche für die vom Profit, Zins oder Renten irgend welcher Art lebenden Klassen richtig sind, muß naturgemäß zum völligsten Widersinn führen. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Sigung vom Donnerstag, den 18. Juni. Der Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryck, eröffnet die Sigung um 5½ Uhr. Nicht weniger als 18 Hauseigenthümer in der Stralauerftraße haben dem Magistrat ihre Grundstücke zur Herstellung der Uferstraße zum Kauf angeboten. Der Versammlung liegt der spezielle Entwurf zum Erweiterungsbau der Zentralmartthalle vor. Der ursprüngliche Plan hat noch einige Aenderungen und Erörterungen erfahren und die Gesammtkostensumme ist auf 2 354 000 M. angewachsen. gliedern zu Gute. An dem Heil und Wohlergehen der Dienstboten liegt dem Verein herzlich wenig. Selbst die„ KreuzZeitung" fann nicht umhin, sich jetzt in ihrem Bericht über den Verlauf der Generalversammlung darüber zu wundern, daß kein Wort für die Dienstboten gesprochen wurde, welchen der Verein, wenn er es wollte, große Wohlthaten erweisen könnte". Die Herrschaften stritten sich immer noch darüber, ob der Vorstand bei der Verwaltung der Vereinseinnahme zu viel für sich verbraucht habe. " Es ist übrigens bezeichnend, daß der Verein bis zum Schluß des Jahres 1890 bereits eine Mitgliederzahl von 20 240 erreicht hatte. Er erfreut sich dieses besonderen Interesses der Bürgerschaft zusammen mit gewissen anderen Wohlthätigkeits" Vereinen, deren Hauptwerth in einem den Mitgliedern gewährten Vortheil besteht. Beispielsweise hatte der Verein gegen Verarmung und Bettelei" Ende 1890 11 356 Mitglieder. Das erklärt sich vielleicht daraus, daß die Mitglieder durch ihre Zugehörigkeit zu diesem Verein gewissermaßen moralisch verpflichtet sind, jedem Bettler die Thür vor der Nase zuzuschlagen. Ueberdies schützt das beDie Versammlung giebt ohne Debatte ihre Zustimmung. fannte Schild, welches draußen an der Thür angebracht wird, Magistrat übersendet die Skizze zum Bau einer zweiten von vornherein vor allzuhäufigen Besuchen von Bettlern. Daß Handwerkerschule auf dem Grundstücke des ehemaligen es der Verein mit seiner Pflicht" der Abweisung wirklich Waisenhauses an der Ecke der Neuen Friedrichstraße und Stra- ernst nimmt und diese Thätigkeit sogar systematisch betreibt, lauerstraße, dessen Gebäude voraussichtlich im Oktober abgerissen ergiebt sich aus dem Bericht des Borsigenden, Geheimwerden. Die Stizze schließt mit einem Kostenanschlag von rath Reichardt, welcher auf der letzten General Versamm1050 000 m. ab. Die Vorlegung einer andern Façade foll noch lung den vornehmsten Theil der Vereinsthätigkeit" darin er vorbehalten bleiben. blickte, daß von etwa 12 000 Gesuchen etwa 8000 zurück= Die Stadtv. Dr. Langerhans und Spinola stellen den gewiesen seien.- In ähnlichen Bahnen bewegt sich der Verein Antrag, bei der Wichtigkeit der Vorlage dieselbe einem Ausschusse für die Berliner Arbeiterkolonie. Derselbe machte vor einigen von 15 Personen zu überweisen. Monaten starke Reklame in den bürgerlichen Blättern. Als er Stadtv. Dr. Langerhans begründet den Antrag. Die schließlich seinen Mitgliedern ans Herz legte, alle Bettler an die Handwerkerschule sei von eminenter Bedeutung für das gesammte Rolonie zu weisen, sah er sich bald in der Lage, zu verkünden, Gewerk. daß sein Bestand sich mit einem Male außerordentlich vermehrt Stadtv. Wohlgemuth spricht den Wunsch aus, daß be- hatte, wenn wir nicht irren, bis auf mehr als 3000 Mitglieder. sonders solche Lehrlinge in der Schule die nöthige Ausbildung Der Wohlthätigkeits"-Humbug findet eben am meisten Anklang, erhalten, welche bei ihrem Meister hauptsächlich mit Spezial- wenn er gleichzeitig gewisse Vortheile oder doch mindestens Schutz artikeln beschäftigt werden. Im Uebrigen stimmt er dem Antrage gegen allerlei unangenehme Belästigungen gewährt. Trotzdem Dr. Langerhans zu. werden derartige Bestrebungen mit einer Scheinheiligkeit und Der Vorsteher theilt mit, daß inzwischen ein Erweiterungs- Verlogenheit als Werke der Nächstenliebe" ausgegeben, daß antrag eingereicht worden ist, dahingehend: die Versammlung einem anständigen" Menschen dabei die Schamröthe ins Gesicht möge den Magistrat ersuchen, für den Bau der Handwerker- steigen muß. schule bezüglich des Bauprojektes unter Berliner Architekten ein öffentliches Ausschreiben zu erlassen. " Jeder Mann muß seiner Fran eine Wringmaschine Stadtv. Singer spricht seine Anerkennung über die kaufen! Also lautet der kategorische Imperativ eines FabriSchnelligkeit aus, mit der der Magistrat in dieser Sache ge- fanten, der offenbar den Rummel versteht. Nicht minder spekuarbeitet hat, er wünscht nur, daß dies auch bei anderen Vor- lative Köpfe scheinen nun für ihre Unternehmungen obigen lagen der Fall sein möge. Er warnt vor Ueberstürzung bei Grundsatz in etwas veränderter Form als Motto gewählt zu Wir zeigten, daß die Theorie des Kampfes ums Dasein auf dieser so wichtigen Frage und tritt ebenfalls für Ueberweisung haben. und so scheint es jetzt z. B. auch zu heißen: Jeder die Menschen nicht anwendbar sei. Schon bei der oben ge- an einen Ausschuß ein. Mann muß sich ein Konversations 2eriton gebenen sehr gedrängten Stizze der Darwin'schen Theorie Stadtschulrath Bertram nimmt den Magistrat vor dem kaufen! Wenigstens läßt der Eifer, mit welchem die Sendvon der Konkurrenz um die nothwendigen Lebensbedingungen Vorwurf der Ueberstürzung in Schutz, die Skizze sei reiflich linge hiesiger Buchhandlungen ihre diesbezügliche Waare an den war angedeutet worden, daß jene Konkurrenz" im Gebiete der durchdacht. Mann zu bringen suchen, eine derartige Vermuthung zu. Bei Lebewesen logisch in zwei Theile zu zerlegen ist. Erstens näm Nachdem noch Stadtv. Kalisch für den Antrag anger- dem bekannten Drange nach Bildung und Wissen, welcher die Arbeiter lich die Konkurrenz im engen Sinne, insbesondere um die hans eingetreten, wird die Vorlage einem Ausschuß von beseelt, scheinen in hervorragender Weise die Arbeiterkreise von Nahrung; jene führt zur Vernichtung der einen durch Ent- 15 Personen überwiesen. den betreffenden Agenten für ihre Thätigkeit auserkoren zu sein. ziehung des Lebensunterhalts von Seiten der anderen, ja sie tritt Mit der Errichtung einer Fußgänger- Nothbrücke unterhalb Ueberall drängen sich Agenten gedachter Art an die Arbeiter gelegentlich in der Form eines eigentlichen Kampfes auf. der Ebertsbrücke erklärt sich die Versammlung einverstanden. heran und suchen sie zum Ankauf eines Konservations- Lexikon zu Zwettens aber fällt unter den Begriff des Darwin'schen ,, Kampfes Der vorliegende Entwurf zum Neubau einer dreifachen Ge- bewegen. Und thatsächlich läßt sich auch mancher Arbeiter um das Dasein" der Widerstand gegen die schädlichen Einflüsse meindeschule auf dem von der Triftstraße, Müllerstraße und verleitet durch die Gestattung von„ Ratenzahlungen" der Außenwelt, sowohl der unbelebten Natur, als auch der be- Straße Nr. 2 begrenzten Grundstücke wird angenommen. bethören, den ihm vorgelegten Kaufvertrag zu unterzeichnen, lebten. Unter den für die höheren Thiere und den Menschen Auf dem Terrain der Aktien Gesellschaft Ber- ohne zu ahnen, welche Gefahr er dadurch für sich heraufbeschwört. insbesondere gefährlichen Faktoren der organischen( belebten) liner Neustadt" sollen für zwei die Proskauer, bezw. Elde Namentlich laufen die Arbeiter in materieller Hinsicht Gefahr, Natur sind in erster Linie die mannigfaltigen Arten der naerstraße mit der Straße 66a verbindenden Straßen, ferner eine die was durch folgenden Fall, den wir dem diesbezüglichen Aktenpathogenen Bakterien( frankheitserzeugenden Spaltpilze) zu Eldenaerstraße mit dem Weidenweg verbindende Straße, sowie für material entnehmen, sehr deutlich illustrirt wird. Zu den Firmen, nennen. Die Widerlegung der auf die Menschheit angewandten die zur Filialkirche der Markusgemeinde führenden Straßen Bau- welche Konversations- Lerika vertreiben lassen, gehört auch die Theorie des Kampfes ums Dasein gilt nur für jenen eigentlichen fluchtlinien festgesetzt werden. Die Versammlung genehmigt die Firma Reinhold Kühn, Hosbuchhandlung zu Berlin, LeipzigerKampf des Menschen gegen den Menschen um die Konsumtions- Vorlage. straße 115/16. Bei dieser Firma bestellte ein hiesiger Arbeiter mittel; denn an diesen würde bei einer besseren Organisation Die Versammlung hatte den Magistrat aufgefordert, mit ihr mittelst Bestellkarte" ein Exemplar Meyer's Konversationsder Produktion, insbesondere nach Beseitigung der arbeitslosen in gemischter Deputation über die Frage zu berathen, in welcher Lerifon in 16 Bänden und einem Ergänzungsband, zum Preise von Einkommen fein Mangel, sondern ein stetig steigender Ueberfluß Weise die Bestrebungen für Beschaffung billiger Wohà Band 10 M., zahlbar in monatlichen Raten von 3 M. und vorhanden sein. Der Kampf der gesammten, unter sich geeinten nungen zu fördern feien. Der Magistrat erklärt sich zu einer zwar von einem festgesetzten Zeitpunkte an. Kurze Zeit vor Menschheit gegen die schädlichen Nebeneinflüsse, und im weiteren solchen gemeinschaftlichen Berathung bereit. Er betont dabei, diesem erhielt er nun 6 Bände à 10 M. von der genannten HofSinne die Beherrschung und Dienstbarmachung der Naturkräfte daß er eine Betheiligung der Stadtgemeinde bei der Beschaffung buchhandlung geliefert, die er aber später wieder an die betr. durch Wissenschaft und Technik ist dagegen ein Merkmal jeglicher von Wohnungen selbst grundfäßlich ablehne, dagegen bereit sei, Firma zurückschickte. Augenscheinlich glaubte er dadurch das GeZivilisation und zweifelsohne der wesentlichste Bestandtheil der darüber zu berathen, inwieweit etwa Aenderungen von Be- schäft rückgängig gemacht zu haben, welches ihm wohl modernen Kultur. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er ftimmungen des in Betracht kommenden öffentlichen wieder leid geworden sein mochte. Darin sah er sich hat Mitgefühl mit Seinesgleichen. Das ist die Grundlage der Rechts, insbesondere auf dem Gebiete der Baupolizei- aber bitter getäuscht. Auf der Bestelltarte" ist nämlich die natürlichen und christlichen Moral, welch' ordnung für selbst der die Vororte, Stadtbezirk und der Klausel vorgesehen: Dreimalige Nichteinhaltung der Zahlungslettere auch der völlig frei Denkende in vielen Be- ortsstatutarischen Bestimmungen über die Vertheilung der termine hebt die Vergünstigung der Ratenzahlungen auf, ziehungen als richtig anerkennen muß, nicht aus Unter- Wegebaulasten sowie der Gestaltung des Bebauungsplanes zc. sich sodaß dann der Restbetrag bis zur Höhe des Gelieferten ordnung unter irgend welche sogenannte" Autorität", son- empfehlen. fofort fällig wird." Da nun der Arbeiter überhaupt keine dern weil sie mit der natürlichen, vor den Religions- Die Versammlung erklärt sich mit den Vorschlägen des Bahlung geleistet hatte, so wurde der Betrag von 60 M. für gebilden glücklicherweise unabhängigen Moral übereinstimmt. Magistrats einverstanden und wird in einer der nächsten Sitzungen 6 Bände à 10 W. zu bestimmter Zeit sofort fällig. Die HofNichts ist aber offenbarere Heuchelei oder ärgere Berblendung, die Wahl der Mitglieder für die gemischte Deputation statt- buchhandlung hatte denn auch nichts Eiligeres zu thun, als diesen die christliche Moral zu Gunsten der Anerkennung der heutigen finden. Betrag auszuflagen und der Arbeiter wurde verurtheilt. Da der Zustände ins Feld zu führen. Der Kampf der Menschen unter Bei dem Konto der Fleischschau für das von außerhalb ein- Arbeiter erklärlicher Weise nicht zahlen konnte, so bewirkte die einander, Knechtung und Ausbeutung widersprechen der Vernunft geführte frische Fleisch pro 1890/91 hat sich infolge des Mangels Sosbuchhandlung die Zwangsvollstreckung des Urtheils eine reiche Auswahl verschiedener Formen der Unterdrückung auf, Steigens der Fleischpreise und der Einschränkung des Fleisch- streckung hat aber nicht zur Befriedigung der vielgenannten den Die Birma gehört, weshalb dieselbe nunmehr wegen der Forderung| Außerdem wurden wiederholt Fensterflügel ausgehakt und anderer| Berichterstatter ersuchen wir, in Zukunft Veröffentlichungen über von 60 m. nebst Zinsen und Kosten die Ableistung des Unfug mehr getrieben. Dr. Egbert Müller war persönlich in Streitigkeiten mit Wirthen erst der Kommission mitzutheilen. Offenbarungseides seitens des Schuldners fordert und Vorbeck; aber Näheres zu ermitteln, war ihm nicht möglich, da Wir lassen infolge dessen das Lokal von Jakobs( Treptow) noch ist in dieser Angelegenheit nunmehr auf den 23. d. M. Termin man am Drt bemüht ist, die Vorgänge zu vertuschen, um nicht mit auf der Liste, da die Rixdorfer Lokalkommission erst Rückvor dem hiesigen Amtsgerichts I anberaumt. Man ersieht zeugen zu müssen. sprache mit J. nehmen muß. hieraus wieder einmal, wie fleine Ursachen mitunter große Wirfungen haben. Mögen sich die Arbeiter diesen Fall zur Warnung dienen lassen. Wenn wir auch anerkennen müssen, daß das formelle Recht der Hofbuchhandlung zur Seite steht, so lassen wir doch dahin gestellt, ob eine derartige Geschäftspraxis einer " Hofbuchhandlung" würdig ist. Werner. Loc. 3abel. Sie werden nicht alle. Zu dem in Friedrichsfelde wohnenden Ackerbauer Hartwig tam am Dienstag eine ältliche Frau und Lokalliste für die Umgegend Berlins. erklärte dem Bauer, daß sie ein fog. heiliges Mittel" gegen die Um den Parteigenossen der Umgegend Berlins eine leichtere Klauenfeuche der Kühe erworben habe und damit im Stande sei, und bessere Agitation für unsere Partei- Interessen zu ermögdiese Pest von seiner Stallung fern zu halten. Der Bauer, erfreut lichen, halten wir es für angebracht, den Berliner Parteigenossen über dieses Schuhmittel, erbot sich dasselbe zu kaufen; die kluge bei Ausflügen, Parthien 2c., folgende Lokalitäten zu empfehlen Es giebt keinen Nothstand! Hunger und Noth haben Frau" forderte aber, in Anbetracht der Heiligkeit desselben, einen und zu ersuchen, daß diese Inhaber unbedingt berücksichtigt eine arme Frau, welche das Elend ihrer Angehörigen nicht mehr so hohen Preis, daß sie Beide nicht Handelns eins werden konnten. werden, damit durch den Druck der Verhältnisse alle noch hartmit ansehen konnte, veranlaßt, ihrem Leben durch Vergiftung ein Endlich ließ sich die Wunderfee" doch erweichen und sie ließ näckig sich weigernden Wirthe in Zukunft ihre Lokale den ArEnde zu machen. In der Weydingerstraße wohnen die Schneider dem Bauer das„ Schußmittel" für 20 M. ab. Die Frau be- beitern zu Versammlungen öffnen. Parteigenossen! Wir bitten R.'schen Eheleute mit einer starken Familie in außerordentlich deutete aber dem Baner, daß das Mittel"( es stellte ein Guch, von dieser alle 14 Tage in den Sommermonaten im dürftigen Verhältnissen; die Bemühungen des Mannes, eine aus verschlossenes, in Papier gewickeltes Pulver vor) in der Nacht Vorwärts" veröffentlichten Liste Notiz nehmen und dieselbe reichende Beschäftigung zu erhalten, erwiesen sich als vergeblich, zwischen 12 und Stall gestreut und aufbewahren zu wollen, damit der Eigensinn der Wirthe durch und die Schulden, die zum Unterhalt des Lebens gemacht werden dann an der Thür drei Kreuze gemacht werden sollten. die Solidarität der Arbeiter gebrochen wird. mußten, wuchsen. Frau R., welche nicht mehr wußte, wie sie Die kluge Frau" that nun auch noch ein Uebriges und begab Die Rigdorfer Lokalfommission giebt hiermit bekannt, daß die Ihrigen fatt machen sollte, äußerte in den letzten Tagen, sie sich, nachdem sie das Geld für das Pulver erhalten hatte, bei nach genauer Prüfung der Sachlage das Lokal: Jakobs müsse sich noch das Leben nehmen, dann wäre doch ein Effer ihrem Fortgange nach dem Stall und bekreuzte die Rühe, wobei( Treptow), auf der Liste verbleibt. Ebenso sind die Streitigkeiten weniger zu Haus. In der That hat die zur Verzweiflung ge- fie allerhand unverständliche Gebetformeln hinplapperte. Gegen in Hohen- Schönhausen mit dem Gastwirth Schiele beigelegt. triebene arme Mutter ihren Kindern dies Opfer gebracht. Am 12 Uhr Nachts begab sich nun der Bauer nach dem Stall, machte Durch die Energie der Genossen von Adlershof sind die Montag Vormittag trant die Frau eine größere Menge Bucker- drei Kreuze und öffnete dann vorsichtig das verschlossene Packet, meisten der Säle für uns frei geworden und infolge dessen zu säure. Sie wurde nach dem städtischen Krankenhause am er wickelte und wickelte immerzu, aber nichts war von einem berücksichtigen. Friedrichshain geschafft, woselbst sie gestern Abend nach schwerem Pulver" zu entdecken, dafür lag jedoch ein altes sertnittertes Leiden verstarb. Stück Löschpapier darin. Nun ging dem Bäuerlein ein Licht auf, denn er mußte zu seinem Schmerze einsehen, daß er betrogen und das Opfer einer Schwindlerin gemorden war. Daß er von seiner Frau zu guterlegt auch noch ein Aufgebot über seine Dummheit erhielt, kann man sich wohl denken, denn er erklärte am Mittwoch früh seinen Leuten, daß er auf solchen Zauber" nicht mehr springen wolle. " " In der letzten Sigung des Vereins für innere Medizin" stellte nach einer Mittheilung des B. G." Herr Sanitärath Dr. P. Guttmann einen interessanten Fall von Mißbildung der rechten oberen Körperhälfte bei einem vierunddreißigjährigen Mann vor. Die rechte Seite der Brust ist abgeflacht wegen Fehlens des großen Bruftmuskels, das rechte Schlüsselbein ist bedeutend kleiner als das linke; ebenso ist der rechte Arm im Polizeibericht. Am 17. d. M. Vormittags wurde ein Umfange schwächer als der der entgegengesetzten Seite. Die junges Mädchen im Thiergarten im Wasser des Neuen Sees beinteressanteste Mißbildung zeigt aber die rechte Hand; diese ist wußtlos aufgefunden und aus dem Wasser gezogen. Die annicht nur fürzer als die linke, sondern zeigt das Ansehen eines gestellten Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg und wurde Schwimmvogelfußes. Zwischen den Mittel- und Grundgliedern dasselbe demnächst nach der Wohnung seiner Eltern gebracht. der Finger, die wahrscheinlich mit einander verwachsen sind, Vor dem Hause Thaerstr. 47 wurde zu derselben Zeit eine zieht sich eine Haut, welche die Entfernung der Finger von 71jährige Frau von einem Arbeitswagen überfahren und an der einander behindert. Diese Mißbildung, welche sich wahrscheinlich Hand und im Gesicht so bedeutend verlegt, daß sie nach dem lange vor der Geburt anbahnt, wird auch in der Wissenschaft Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. als Schwimmhautbildung" bezeichnet. Mittags betrat der auf dem Dache des Hauses Kronenstr. 26 beschäftigte Klempnerlehrling Lederer unbefugt das Glasdach einer im Nebenhause Nr. 25 befindlichen photographischen Werk statt, brach auf demselben durch und fiel etwa 3 Meter hoch auf den Fußboden des Raumes hinab. Er erlitt anscheinend eine Verlegung des Rückgrats und mußte nach der Charitee gebracht werden. Nachmittags sprang eine unbekannte, etwa 25 jährige Frauensperson aus dem Flurfenster im vierten Stock des Hauses Tieckstraße 40 auf den Hof hinab und erlitt dabei so schwere Verlegungen, daß ihre Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Als Abends der Arbeiter Denst mit einem anderen Arbeiter zusammen eine etwa 7 Bentner schwere Riemenscheibe in den Keller des Hauses Wilhelmstraße 99 schaffen wollte, entglitt dieselbe ihren Händen, rollte die Treppe hinab und verletzte den 2c. Denst dabei so bedeutend am Bein, daß er nach Nacht zum 18. d. M. erschoß sich in einem Tanzsaal, in der dem St. Hedwigs- Krankenhause gebracht werden mußte.- In der Sägerstraße, ein unbekannter, etwa 25 jähriger Mann mittelst Man schreibt uns: Es kann garnicht genug davor gewarnt werden, fupferne und messingene Hemden * nöpfe in unmittelbare Nähe der Haut zu bringen, da die felben infolge der Einwirkung des Schweißes oder aus anderen Ursachen sehr häufig Grünspan ansehen, der dann, wenn die Haut von dem Knopf oder sonstwie durchgerieben wird, in die Munde kommen und dort gefährliche Geschwüre erzeugen fann. Zumal bei Männern, die sich rasiren, kann leicht durch einen Schnitt oder Ausspringen einer Haarwurzel eine Kleine Hautwunde entstehen, daher vermeide man thunlichst die metallenen Hemdenknöpfe. Ebenso sind die bunten häufig mit Anilin gefärbt und geben die Farbe leicht ab. Wie begießen wir unsere Topfpflanzen? Ganz und gar verkehrt ist es, die Topfpflanzen regelmäßig alle Tage zu begießen und es so, wie das Ausfegen und Staubwischen, zur zweiten Gewohnheit zu machen. Man begieße die Pflanzen nur, wenn sie Durst haben, d. h. sobald sie trocken sind, dann aber auch so, daß das Wasser den ganzen Wurzelballen durchfeuchtet und in den Untersag läuft. Dieses in den Untersatz gelaufene Wasser darf aber namentlich im Winter nicht in demselben stehen bleiben, weil es, außer bei den Sumpfpflanzen( z. B. Calla), nur schädlich wird. Ebenso unrichtig ist es, die Pflanzen, ohne Unterschied der Art, regelmäßig zu begießen; während die Einen halb verdürsten, trocknen die Anderen niemals ordentlich aus. Es richtet sich eben der Wasserbedarf der Pflanzen nach ihrer Art, ihren Wachsthumsverhältnissen, nach dem Standort, der Witterung und nach der Größe ihres Wurzelgeflechts. Ein mal ordentlich austrocknen, ist der Topfflanze besser, als stets im Wasser schwimmen. Der Verein der Einseher( Tischler) veranstaltete am Sonntag, den 14. Juni, einen Ausflug nach Hangelsberg. Die Betheiligung daran war, trok des schlechten Wetters, eine gute zu nennen; 160 Theilnehmer hatten sich Morgens auf dem Schlefifchen Bahnhofe eingefunden. Gegen 11 Uhr wurden die felben vom Bahnhof Hangelsberg mit Musik abgeholt und nach dem nahen Restaurant begleitet. Revolvers. Lokal- List e. Wir lassen nunmehr die Lokale aus der Umgegend von Berlin folgen: Kreis Teltow- Beeskow- Charlottenburg. Adlershof: Wiedemann und Manofsky. Stippes to hl. Albrecht. Keller. Ackermann. Zu empfehlen: Miserra( Restaurant). Kuhle( Restaurant). Wolf, Zigarrengeschäft. Brit: Gebr. Walter's Rosen- Seeterrasse, Chausseestraße 69/70. Rudolf's Restaurant( Ww. Müller), Chauffeestraße 89. Chymerk's Restaurant( Zum alten Gasthof), Chausseestr. 18. Adam's Restaurant( Buschkrug). Güldner's Restaurant, Rudower Chauffee 66. Charlottenburg: Bismarckhöhe, Wilmersdorferstraße, Ecke Bismarckstraße. Gambrinus Brauerei, Wallstraße. Bären Brauerei, Spreestr. 3. Brauerei Spandauer Berg. Gerischow's Salon, Rosinenstr. 3. Friedenau: Kurhaus Restaurant. Frenkel, Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14. Grünau: Rob. Schmidt, Köpenickerstr. 108( Grünauer Wolfsgarten). Bu empfehlen: G. Karger, Bigarrenhändler, Friedrichstr. 7. Frizz Johannisthal: Senftleben's Restaurant. Mielenz, Bigarrenhandlung. Köpenick: Kaiserhof( Kautsch), Grünstraße. Zu empfehlen auf dem Wege von hier nach Grünau oder Glienicke folgende Lokale: Jante, Berlinerstr. Gabriel, Schmidt Babel, Grünauerstraße. Lebrecht, Glienickerstraße. Auf dem Wege nach Müggelschloß oder Müggelsberge: Martan, Grünauerstr. Schulz, Amtsstraßen- Ecke, gegenüber dem Schulhaus. Tauchert, Müggelsheimerstraße. Enger's Restau rant Waldhaus", an der Straße nach Friedrichshagen, der halbe Weg, und 3ibolsky, Müggelschloß. An der Chaussee, halbKaulsdorfer Weg über der Bahn: Hoffmann's Restaurant, wegs nach Friedrichshagen: Tabbert's" Hirschgarten". Am Pferdebuchte. Innerhalb der Stadt: Stuh, Schloßstraße. Troppens, Rosenstraße. Briz, Alter Markt. Mariendorf: Schensch( Reichsgarten). Groß Lichterfelde: Weichert's Salon. Ferner zu empfehlen: A. Hamm, Restaur. A. Abraham, Restaur. Mittenwalde: Benedet's Salon. Nowawes: Kein Lokal. Bu empfehlen: S. Bathe, Friedrichstr. 1. Reinickel, Wallstraße. Gärtner, Wall traße. Die Lokalkommission veröffentlicht nachstehend die Liste der Wirthe, die ihre Lokale zu Versammlungen unentgeltlich her- Nieder- Schönweide: Kein Saal vorhanden. Zu empfehlen: geben und bemerkt hierzu, daß dieselbe mit event. Abänderungen Siebenbaum, Restaurant. abgedruckt wird, ferner, daß Veröffentlichungen in Bezug auf die Rigdorf: Bergschloß Brauerei, Hasenhaide. VereinsLokalfrage nur von den Herren Wilhelm Werner, Elisabeth- brauerei, Jägerstraße. Maue's Variété Theater, HermannUfer 55, 28ilelm 2od, Friedrichsbergerstr. 11, und Otto straße 18. Rummer's Salon, Berlinerstr. 186. off3abel, Frankfurter Allee 90, auszugehen haben. Alle event. mann's Festfäle, Bergstr. 133. Niesegt's Salon, BergUnregelmäßigkeiten sind an die genannten Herren zu berichten. Die Lokalliste ist bis auf Weiteres die folgende: Aftienbrauerei Moabit. albrecht, Schönhauser Allee Nr. 103. ( Jäger- Haus.) Arminhallen, Kommandantenstr. 17. G. Bachmann, Dresdenerstr. 45. Bergschloßbrauerei, Rigdorf. Berliner Refsource, Kommandanten: Straße 57. Beyer, Neue Grünftr. 14. wald). Böhmisches Brauhaus. Kollege Fleischer ergriff zu einer kurzen Ansprache das Wort. Seinen Dank für die rege Betheiligung aussprechend, brachte er Bielefeld, Hasenhatide( Neuer Spree ein Hoch auf die Festtheilnehmer aus. Nachdem man sich beim Tanz, mit ernsten und heiteren Gesprächen auf das Beste unter- Boctbraueret, Tempelhofer Berg. halten hatte, wurde gegen 9 Uhr zum Aufbruch ermahnt. Bögow's Brauerei. Kollege B. Misch wies vorher noch in turzen Worten darauf Bolzmann, Andreasfir. 26. hin, daß Arbeiter ihre Feste nicht nur feiern, um sich dem Ver- Brauerei Tivoli, Kreuzberg. gnügen hinzugeben, sondern auch in ernsten wie heiteren Unter- Brauerei Friedrichshain( Sips). haltungen das Solidaritätsgefühl zu wecken und zu pflegen und Den inneren Zusammenhang der Arbeiter mit ihren Angehörigen herbeizuführen. Am Schluß brachte er ein Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung aus, in welches die Anwesenden begeistert einstimmten. Nunmehr brach man auf, und nachdem man ohne irgend welche störende Zwischenfälle auf dem Schlesischen Bahnhof eingetroffen war, verabschiedete man sich mit dem Versprechen, bei unserem nächsten Feste recht zahlreich zu erscheinen. Brauerei Königstadt. Brauerei Pfefferberg. Königshof, Bülowstraße. Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Krieger's Salon, Wasserthorfstr. 68. Krüger's Bierhallen, Frantfurterstr.102. Kuhlmey's Gesellschaftshaus, Röslinerftraße 17. Meißner, Gartenstr. 162. A. Möwes' Gesellschaftshaus, Fichte straße 29. Müller, Johannisstr. 20. Nebelin, Langefir. 108. „ Neues Gesellschaftshaus"( Reinhardt), Hafenhaide 57. straße 129. Barta, Deutsches Wirthshaus, Bergstraße 120. Stolzenburg's Raiser Wilhelmsbad, Canner Chauffee. Wiersing's Salon, Knesebecstr. 77, Würschmidt's Salon, Knesebeckstr. 16, Rudow: Kein Lokal. Schmöckwitz: Restaurant Seglerschlößchen". Restaurant " Zur Palme"( Kurras). " Schmargendorf: Friedrichs- Garten( P. Kübler). Steglitz: Restaurant Zur Börse", Schloßstr. 66a. Schöneberg: Schloßbrauerei Schöneberg, Hauptstr. 64-65. Tempelhof: Rein Lokal. Treptow: 3ornow's Restaurant. Bender's RestauNeustädtischer Volksgarten, Prostauer- rant. Jacob's Restaurant. Nitsch's Restaurant. Henze, straße 11-12. Nieft's Salon, Weberstr. 17. Norddeutsche Brauerei, Chauffeeftr. 58. Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Parlamentshalle, Landsbergerstr. 35, Pyrtet, Gipsstr. 3. Rau's Salon, Stalizer. 125( Wolf u. Krüger). Reichert, Müllerstr. 7. Retschach'scher Brauerei Ausschant ( Stralau- Rummelsburg). W. Rehliz, Bergstr. 12. Brauerei Friedrichshöhe( Paßenhofer). Drschel, Sebastianstr. 39. Bräuer, Gr. Frankfurtersir. 74. Buggenhagen, Morigplay. Buß' Salon, Gr. Frankfurterstr. 87. Bürgerfäle, Dresdenerstr. 96. Kaufmann's Bariete, Königstolonaden. Konzertpart Oftend, Frankfurter Allee. Detgmüller's Salon, Alte Jatobstr. 48a. Gisteller- Etablissement, Chauffeestraße. styftum, Landsberger Allee. Feen- Palast, Wolfgangstraße. Feldschlößchen( Müller), Müllerstr. 142. Feind, Weinstr. 11. Feuerstein's Salon, Alte Jakobftr. 75. Gaillard, Prinzenftr. 87. Gebrandt, Gerichtsstr. 10. Renz' Salon, Naunynsir. 27. Restaurant zum Karpfenteich. Bade's Volksgarten, Wannsee: Wirthshaus Wannsee( Beelitzhof.) Wilmersdorf: Pietsch's Voltsgarten. Gräz, Branden burgische Straße. Landhaus, Berlinerstraße und KaiserAllee- Ecke. zu empfehlen: Zehlendorf: Kein Saal vorhanden. Warnite, Teltowerstr. 28. Rähte, Hauptstraße. Haupt, Potsdamerstraße. Kreis Nieder- Barnim. Vernan: R. Bohre, Kaiserstr. 82. Richter, Elysium. Rennefahrt's Salon, Dennewigstr. 13. un fer, Schüßenhaus. Zu empfehlen: Feder, Berlinerstraße Reyer, Alte Jakobfir. 83. Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Roll, Adalbertstr. 21. Rubland, Moabiter Schüßenhaus. Sachow, Müllerstr. 136. Saeger, Grüner Weg 29. Sahm's Klubhaus, Annenstr. 16, Gesellschaftshaus Ostend" Rüders- Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. dorferfir. 45. Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Gratweil's Bierhallen, Kommandanten- Schloßbrauerei Schöneberg. Ein Spezialist auf dem Gebiete des Schwindels ist der aus Kattowitz D- Schl. stammende Kaufmann und Annoncen- Freischüß", Fruchtstr. 36a. Afquifiteur Ferdinand Danziger, welcher zuletzt schwere Urkundenfälschungen in Frankfurt a. M. verübte und dann von dem Schauplatz verschwand. D., welcher die größeren Städte und auch Badeorte bereist, wird sicherlich an Berlin nicht vorbeigehen. Er hat die Gewohnheit, sobald ihm seine Schwindeleien irgendwo geglückt sind, das Feld seiner Thätigkeit zu verlegen und sich des Namens J. Juliusberg zu bedienen. Als Ausweis benutzt er ein gedrucktes Formular zu Annoncen- Aufträgen für den NewYorker Herald( europäische Ausgabe), auf welches mittels eines Kautschutstempels die Bezeichnung: I. Juliusberg, AnnoncenAgentur Frankfurt a. M. gedrückt worden ist. Indem er dann straße 79. Gnadt, Brunnenstr. 38. Gründel, Dresdenerstr. 116. Gründer's Salon, Schwerinftr. 13. Habermann's Infel- Restaurant, Sabel's Braueret, Bergmannstr. 6-7. Seise, Lichtenbergerstr. 21. denfel, Brunnenstr. 129. Plößensee. 11 Zum Kronpring". Kluge, Kronenstraße. 3ernikow, Tuchmacherstraße. A. Gary, Wallstraße. Hering, Mühlenstraße. Beeger, Weinbergstraße. G. Schöder, Bigarrengeschäft, Brüderstr. 142. Tonn, Berlinerstraße. Krupsack, Berlinerstraße. Wagner, Königstraße 146. We st Friedrichsberg: Spizig's Ballsalon, Frantf. Allee 198. Müller's Kronprinzen- Garten, Chaussee Nr. 3. Schmiedel's Salon( Orpheum), Alte pha hl's Schwarzer Adler, Frankfurter Chauffee. Sufott's Jakobstr. 32. Schnegelsberg's Salon, Jahnstr. 8. Schneider, Belforterstr. 15. Schröder, Müllerstr. 178( Weddingpart). Schwarzmüller, Kolbergerstr. 23. N. Seefeld, Grenadierstr. 33. Silber's Salon Schwedterstr. 24. Salon, Frankf. Allee 176. Friedrichsfelde: Kein Saal. Zu empfehlen: Momber, Wilhelmstraße. Kamerun, Frankfurter Chaussee. Müller, Berlinerstraße, Ecke Schloßstraße. Friedrichshagen: Waldhaus( E. Schmidt). Gesellschaftshaus( F. Kestin). Restaurant A. Blante. Giskeller( R. Annoncen entgegennimmt und sich gleich bezahlen läßt, ist er als Serzog, Memelerstraße, Deutscher Specht( Brauerei Ausschant), Neue Richter. Restaurant E. Conrad. Brauerei Ausschank F. straße 18-21. BeuthKaiser". Serzog, Stromstr. 28. . Seyfe, Staligerstr. 54. Seybrich's( Norbert) Säle, Fris Jlges, Wilsnackerstr. 63. Industrie- Hallen, Mariannenftr. 31-32. Joel( früher Keller), Andreasstr. 21. Kastanien- Wäldchen, Alt- Moabit 89/90. Keller's Hofjäger, Inh. A. Fröhlich, Hafenbaide. Keller, Bergstr. 68. Klein's Festfäle, Oranienstr. 180. altem, Hafenhaide. enebel, Babsir. 58( neben Weimann's Volksgarten). Jakobstr. 26. Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Thalia, Lichtenbergerstr. 16. Unionsbrauerei, Hafenhaide. Vereinsbrauerei,( Nixdorf). Viktoriabrauerei, Lüzowjiraße. Bittoria- Salon, Berlebergerstr. 13. Boltsbraueret( Moabit). Wedding- Kasino, Schulstr. 29. Weigt, Martgrafenstr. 87. Wilte Hochstr. 32 a. Wollschläger, Blumenstr. 78. Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9. Wuttte, Friedrichsbergerst. 20, Bemter, Münzstr. 11. bald spurlos verschwunden, ohne daß die Annoncen erscheinen. Durch sein ebenso geschmeidiges wie sicheres Auftreten ist ihm schon Mancher zum Opfer gefallen. Der Schwindler ist vierzig Jahre alt, von mittelgroßer, fräftiger Gestalt, hat graumelirte Haare und einen ebensolchen Vollbart und ist der englischen und polnischen Sprache ebenso mächtig, wie der deutschen. Eine Warnung für Geschäftsleute dürfte besonders am Plage sein. Den neuesten märkischen Spuk im Dorfe Vorbeck bei NeuRuppin beleuchtete der bekannte Geisterseher Dr. Egbert Müller in der letzten Sitzung des hiesigen ,, Spiritualistischen Vereins Psyche" unter lautloser Stille aller Anwesenden in folgender drastischer Da verschiedene Veränderungen vorgekommen, ersuchen wir Weise: Wie seiner Zeit in Refau bestanden die Spukphänomene auch hier hauptsächlich im Werfen von Holz- und Kaltstücken, die Parteigenossen, genau auf diese Liste zu achten, besonders namentlich beobachtete man, daß die Wurfgeschosse aus der Rich- machen wir noch darauf aufmerksam, bei Festsetzung von Vertung des vom Hause etwa 180 Schritt entfernten Kirchhofs her- gnügungen auf diese Liste Bezug zu nehmen. famen; einige Zeugen wollten auch mehrmals ein koboldartiges Gleichzeitig weisen wir nochmals darauf hin, daß VeröffentWesen' blizschnell haben über die Kirchhofsmauer hufchen sehen, lichungen, Streitigkeiten mit Wirthen 2c., welche die Lokalfrage und sind jedesmal auf dem Hofe hängende Wäschstücke beschmutzt betreffen, immer nur von der Lokalkommission unterzeichnet und besprigt vorgefunden worden. Besonders auffällig ist hier werden; alle anderen Veröffentlichungen ersuchen wir unbedingt bei, wie auch in Resau beobachtet, daß die Spritzflecke nicht von zu unterlassen, da die Kommission erst alle Streitfragen prüfen oben nach unten, sondern von unten nach oben erscheinen. muß, um die Verantwortung übernehmen zu können. Auch die V Wolf. Bad Bellevue( F. Wulff). Seeschlößchen( E. Schulze). Fischerhütte( Kemperling). Restaurant G. Wöhlert. Restaurant Bandelow. Müggelschlößchen( 3ibolsky). Restaurant„ Waldfater"( Kautsch). Raiserhof( W. Schmidt). Wilhelmsbad( Schönknecht und Zimmermann). Fris Lerche, Am Rundtheil. Bertha Schulze. C. Böttcher. A. Röstel. G. Peznick. E. Wandrey. C. Magde burg. W. Berenstech er. W. Kurfis. A. Rakow. Damis. E. Jones( Ravenstein). Ferner zu empfehlen: Maywald, Scharnweberstr.; und Wartmann, Friedrichstraße( Bigarrengeschäfte). Lichtenberg: Schwarz' Ronzert- Garten. Kirchbach, Prinzen- Allee 9. Hohen- Schönhausen: Jaenide, Restaurant. Zu em pfehlen: Weber, Ruß, Großmann, Sommer. Malchow: Lindede. Nieder- Schönhausen:" Elysium"( Grosjean), Lindenstraße 25. Noch zu empfehlen: Hempel, Restaurant, Buchholzerstraße 8. Oranienburg: Restaurant Waldhaus". Pankow: Hermann Sander, Kaiser Friedrichstr. 50/51 ( nahe der Brauerei E. Willmer). Noch zu empfehlen: 2. Borchardt, Schulzeftr. 27, an der Nordbahn. Kunert, dazu beizutragen, setzte er sich am entgegenseßten Ende des war. Auf der Polizeiwache entpuppte sich der Zeichenfledderer Schönholzerstr. 10. Milke, Kaiser Friedrichstr. 70/71. Pro Belleallianceplates abermals auf eine Bank, schloß die Augen als ein gewisser Paul Tamsberg, der trotz jugendlichen brod, Kreuzstr. 7. Blauermel, Mühlenstraße( Ecke Flora- und stellte sich schlafend. Bald merkte er, daß sich Tritte nahten, Alters doch schon mehrfach vorbestraft ist. Er stand gestern wegen Straße). fremder Odem berührte seine Stirn und als er deutlich fühlte, Diebstahls vor der 3. Straftammer, gestand mit der frechften Rummelsburg: Weigel's Ballsalon, Thürschmidtstraße. daß sich zwei Finger in seine obere Westentasche ver- Gleichgiltigkeit seine That zu und wurde zu 1 Jahr 3 Monaten Ww. Spörer, Hauptstraße. Müller, Neue Prinz Albert sentten, sprang er plötzlich auf und einem vor ihm Gefängniß verurtheilt. straße. Borch mann, Hauptstraße. Rummel,( Weg nach stehenden jungen Manne direkt an die Kehle. Der der Köpnicker Haide). unbekannte Mensch riß sich riß sich los, der Hilferuf des Geflederten hatte aber einen Passanten herbeigelockt und es begann nun eine wilde Jagd auf den Leichenflederer welcher in schnellstem Galopp um das Rondel des Belleallianceplates herum rannte und, als immer mehr Verfolger in Sicht famen, fühn entschlossen mitten in ein dichtes Fliedergebüsch Attona. Politische Vereine dürfen in Preußen bekanntlich hineinsprang. Aber auch dort ereilte ihn sein Schicksal. Er nach§ 8 des Vereinsgesetzes nicht miteinander in Verbindung flammerte sich zwar mit der Kraft der Verzweiflung an einem treten, auch ist ihnen die Aufnahme weiblicher Mitglieder verin dem Gebüsch stehenden Pfahl, man zerrte aber mit solcher boten. Die hiesige Bahlstelle des deutschen Schneider- und Gewalt an seinem Körper, daß nicht nur er aus dem Gebüsch, Schneiderinnenverbandes wird nun von der Staatsanwaltschaft sondern gleichzeitig auch der Pfahl aus der Erde gezogen wurde. vorläufig als politischer Verein angesehen und ist unter Anklage Als er wieder fest auf den Füßen stand, bemerkte man, daß er mit gestellt worden, weil dem Verein seit Oktober v. J. weibliche den Stiefeln etwas zerstampfte und es wurde bald festgestellt, daß es Mitglieder angehören. Wenn es der Staatsanwaltschaft gelingt, die Uhr war, die erst kurz vorher dem Schläfer abgeknöpft worden den Beweis zu führen, daß der Verein ein politischer ist, dann Rüdersdorf( Ralfberge): Gasthof Zur Berghalle." Reinickendorf: Böttcher's Seeschlößchen, Markstr. 1/2. 2üdicke, Amendestraße 1. Budewig, Hausotterstraße 4. Wenzelau, Hausotterstr. 81. Bente, Nordbahnstraße 1. Caro, Residenzstr. 101. Gebeter, Provingstr. 45. Teichert, Bentral- Schüßenhaus, Scharnweberstr. 4. Mart's Restaurant zum Feuerwerker, Scharnweberstraße. Gorde's Waldschlößchen, Wald- und Eichhornstraßen- Ecke. Stralau: Gräft. Reischach'sche Brauerei. Wilh. Gaster iun., Restaurant. Alte Taverne. Schönholz: Schloß Schönholz. Schöneiche: C. Pedal. Tasdorf( 15 Minuten vom Bahnhof Rüdersdorf): Gasthof " Zum deutschen Hause." Weißensee: Hohenzollern- Restaurant( Hähling), Langhansstraße. Kaiser Wilhelms- Restaurant( en gbeil), KönigsChauffee. Zur Flora( Döpke) Gustav Adolphstraße. Schloß Weißenfee( Sterneder). Irrgang, Heinersdorferweg. Rettig, Berlinerstraße. Dewein's Restaurant, KönigsChaussee. Du sedann, Charlottenburgerstraße 151. Wilhelmsberg: Restaurant, Wilhelmsberg"( Trinkaus). Schölzel's Seeschlößchen( früher" Zum Fürsten Wolfgang") an der Landsberger Chauffee. Voigt. Ferner zu empfehlen: Franz, Restaurant. Wolf, Restaurant. Kreis Ober- Baruim. Buckow bei Müncheberg: Gasthaus Bur Märkischen Schweiz". Biefenthal: Restaurant Wernig f. Eberswalde: Restaurant zur Mühle". Freienwalde: Gasthof Bum goldenen Anker". Strausberg: Restaurant Fr. Krüger. Wir ersuchen die Mitglieder der verschiedenen Lokalkommissionen, falls in dieser Liste Neuerungen und Veränderungen gewünscht werden, dieselben den Unterzeichneten sofort mittheilen zu wollen. J. A.: Der Lokalkommission. Werner. Lock. Zabel. In Adlershof hat es der Herr von Oppen, seines Zeichens Amtsvorsteher, durch allerlei liebenswürdige Machinationen, als da sind: Beschränkung auf Polizeistunde, Zanzentziehung u. s. w., soweit gebracht, daß die Wirthe, die den Arbeitern ihre Säle zu Versammlungen hergeben, in ihrer Existenz schwer bedroht sind. Der Besuch von Adlershof wird den Berliner Parteigenossen daher auf das Wärmste empfohlen. Gerichts- Beitung. Arge Schwindeleien wurden dem früheren Bau- Aufseher Paul Hermann Noad zur Last gelegt, welcher gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I stand. Der Angeklagte ist in den Atten als Arbeiter"," Steinträger"," Bau- Aufseher" und Rechtskonsulent" bezeichnet." Jm vorigen" Jahre war er Aufseher in einem Neubau in der Schwarzkopfstraße, wo er mit dem Zimmermeister Schubert bekannt wurde, welcher in derselben Straße zwei Baustellen erworben hatte. Noack bot demselben feine Dienste an, um ihm die Bau- Erlaubniß zu erwirken, er be hauptete, daß er bei der Bau- Inspektion einen bedeutenden Einflup besize, da er dem Bau Inspektor Nizka das Leben gerettet habe und dieser ihm daher verpflichtet sei. Schubert nahm seine Vermittelung an und versprach anständige Entschädigung, etwas baares Geld gab er ihm sofort. Als die Bau- Erlaubniß trog der angeblichen Fürsprache des Angeklagten nicht eintreffen wollte, ging Schubert selbst zur Inspektion und erfuhr hier, daß Noack durchaus nichts für ihn thun könne. Schubert schöpfte aber noch keinen Ver dacht, sondern sondern benutzte Noack zu kleinen Besorgungen, nachdem der Bau begonnen. Bald gerieth er in Geldverlegenheiten. Eines Tages erschien Noack bei Schubert in der Uniform eines Gerichtsvollziehers, er trug auch eine Mappe unter dem Arme, die anscheinend Akten enthielt. Noack theilte ihm mit, daß er das Gerichtsvollzieher- Examen gemacht habe, mit vielen reichen Leuten in Berührung komme und dadurch in der Lage sei, auch ihm Geld zu verschaffen. Schubert nahm das Anerbieten dankbar an und es wurde auf Anrathen Noack's von ihm ein Blanko Accept unterschrieben, welches Noack mit einer Summe bis zu 2000 Mart ausfüllen sollte, wenn er Gelegenheit fand, Geld darauf zu beschaffen. Nach einiger Zeit erschien Noack wieder mit dem Wechsel und theilte mit, daß seine Bemühungen vergebens gewesen wären. Es gebe aber ein einfaches Mittel, den Zweck dennoch zu erreichen. Schubert solle den Wechsel soweit zurücbatiren, daß er jetzt schon fällig sei, er Noack, wollte den Wechsel dann einklagen und so= bald das rechtskräftige Urtheil ergangen sei, würde man für die ausgeklagte Forderung leicht Geld erhalten. Der nicht gerade mit hervorragender Geistesschärfe ausgestattete Schubert wandte doch ein, daß er einen Vortheil für sich nicht darin erblicken könnte, wenn er Geld auf einen Wechsel erhalte, den er gleich darauf wieder einlösen müsse, der redegewandte Angeklagte vers sicherte ihm aber, daß er das Papier bei einem Manne unterbringen wolle, welcher seine Rechte nicht so bald geltend machen werde. Schubert ließ sich überreden, Noack stellte den Wechsel über 2350 M. aus und klagte ihn ein. Dann verkaufte der Angeklagte den Wechsel und steckte den Erlös in seine Tasche. Schubert wurde gleich darauf wegen des Wechsels in Anspruch genommen und da er nicht zahlen konnte, gepfändet. Die Gerichtsvollzieher- Uniform hatte der Angeklagte sich auch von einem Schneidermeister erschwindelt. Er solle das Examen machen und brauche dazu den Anzug. Da zufälliger Weise in der Teltowerstraße ein Gerichtsvollzieher Namens Noack wohnte, so führte der Angeklagte stets Zeitungen bei sich, in denen der Gerichtsvollzieher Noack Auktionen ankündigte und sich damit brüstend, daß er jener Noack sei, gelang es ihm, verschiedenen Personen Sand in die Augen zu streuen. Im Verhandlungstermine vertheidigte Noack sich mit großer Gewandtheit, er behauptete, daß er den Wechsel von Schubert erhalten habe, um nach eigenem Ermessen darüber zu verfügen und als Ausgleich der Forderungen, die er theils aus baarem Darlehen, theils aus Kommissionsdiensten an Schubert hatte. Dieser Beweis mißlang, dagegen wies der Angeklagte nach, daß er sich thatsächlich in der Konzessionsangelegenheit für Schubert bemüht hatte. Der Staatsanwalt ließ daher die Anflage wegen des ersten Betruges fallen und beantragte wegen der beiden erwiesenen eine Gefängnißstrafe von sieben Monaten. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Jvers, mußte sich darauf beschränken, für ein niedrigeres Strafmaß zu plaidiren. Das Urtheil lautete auf sechs Monate Gefängniß. Eine förmliche Jagd nach einem Zeichenflederer erregte eines Abends im wunderschönen Monat Mai aus dem Belleallianceplate eine gewaltige Unruhe. Ein noch nicht lange in Berlin weilender Handwerker hatte sich nach Feierabend auf| eine der Bänke des Belleallianceplates gesezt, um in einem dolce far niente des Tages Last und Mühen zu vergessen. Er schlummerte etwas ein und als er beim Erwachen nach der Uhr der Kette verschwunden war. Eine dunkle Ahnung sagte ihm, daß es vielleicht durch Lift gelingen könnte, den Leichenflederer zu erwischen und mit dem guten Vorsatze, nach besten Kräften Arbeiterbewegung. 3. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie.| 289 527 78 828 91 992 95007 88 246 358 416 23 515 848 96095 105 Biehung vom 18. Juni 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 28 130 69 71 72 96 220 50 329 34[ 1500] 53 506 654 733 878 945 1140 43 323 404 558 723 47 813 28 958 99 2034 72[ 300] 83 202 67 307 433 651 735 935 3020 60 62 372 431 56 654 828 47 4388 411 647 713 5034 190 91[ 3000] 407 74 636 849 904 6073 81 265 319 41 62 461 69[ 300] 720 75[ 300] 77 79 85 839 51 939 7042 238 46[ 3000] 303 448 608 17 67 723 57 8018 242 53 341 455 56 654 787 861 925 35 9121 63 210 44[ 1500] 499 569 93 617 784 978 10157[ 500] 397 548 74 778 82 876 88 926 11331 53 409 510 24 99 652 82 772 840 73 967 12025 186 503 58 83 813 13038 79 116 66 407 90 571 608[ 1500] 64 75 84 5001 711 32 76 905 85 14311 482 666 779.96 915 15087 107 61 320 92 534 57 78 767 70 95 16000( 3000) 93 222 40 52 77 359 655 827 91 941 67 84 17276 325 69 652 81 919 1300) 18091 224 378 407 750 936 19134 245 54 301[ 3000] 2 450 52 74 568 79 618 58 789 847 20150 262 354 452 54( 500) 95 700 2 828 65 81 984 21172 223 35 300 39 561[ 500] 71 78 822 913 33 22005[ 1500] 24 40 80 82 90 95 [ 1500] 126 34 99[ 500] 339 67 423 663 795 977 23117 96 348 408 80 650 875 1500] 917 24048 13001 132 348 449 500 8 57 642 706 855 59 91 987 25273[ 1500] 394 647 734 821 47 64 920 26082 137 64 95 204 37 427 64 71 661 785 974 27069 89 186 220 356 57 93 489 654 87 816 [ 300] 966 28078 124 290 309 46 83[ 1500] 579 808 917 29057 85 178 93 273 97 347 408 73 532 618,841 923 30023[ 3000] 85[ 500) 141 355 669 848 81211 82 322 94 453 68 608 17 41 95 725 73 98 852 94 958 61 82050 148 94 475 511 24 44 851 990 83167 90 371 545 77 603 864 901 34182 84 201[ 3000) 459 63 534 627 864 35095 113 18 49 98 202 465 509 650 724 82 36019 141 381 496 550[ 1500] 51 756 824 94 901[ 1500] 37089[ 1500] 223 73 314 469 672 907[ 1500] 38853 920 39264 550 641 700 847 978 40215 514 643 47 748 95 872 41106 41 372 521 89[ 300] 613 803 38 40 51 927[ 1500] 42109 285 513 42 64 745 43016 98 195 424 52 518 720 841 976 44056 99 111 439[ 3000] 618 95 787 850 58 934 45017 321[ 300] 426 39 67 581 912[ 500) 99[ 300] 46059 69 271 341 96 97 401 18 19 37 588 641 707 61 64 76 971 82 47204 10 436 49 89 546 768 863 940 48008 286 98 322 534 669 827 29 70 72 984 49080 140 57 87 236 325 476 766 805 977 50030 158 481 523 34 656 721 36 852 916 84 51072 168 207 24 56 82 308 95 428 41 44 584 660 93 962 52001 16 18[ 1500] 31 113 62 244 477 93 527 45 743 856[ 500] 910 70 53022 27 142 332 98 [ 3000] 495 537 884 54109 203 17 55 80[ 500] 344 82 506 41 771 55133 234 93 315 67 413[ 1500] 95 601 71 717 55 900 78 95 56076 83 119 51 415 527 30 763 81 89 92 825 42 44 46 977 57104 596 678 84 95 782[ 3000] 828 56 926 86 58115 362 467 521 22 688 719 905 59101 376 494 538 712 92 93 913 60043 260 357 77 406 44 534 37 806 51 61 85 92 988 61029 62 112 329 93 504 817 62027 47 109 40[ 300] 255 345 438 93 595 622 989 63073 80 127 54 80 211 24 343 534 748 829 953 72 64081 270 82 337 92 417 94 517 718 39 833 913 56 65031 38 84 112 238[ 3000] 50 90 633 68 743 829 36 39 907 83 66004 218 353 449 60 589 99 816 18 19 22 917 36 40 62 67056 87 171 261 306 98[ 500] 451 88 502 9 674 709 854 68146 249 392 589 758 60053 177 286 322 67 437 515 627 745 824.989 70013 45 91 146 63 202 336 88 89 438 42 607 69 893 71068 180 335 75 488[ 5001 602 751 79 822[ 3000] 72243 430 93 95 807 50 57 62 97 73018 68 195 210[ 300] 369 509 53 776[ 1500] 864 912 74019 55 57 137 206 13001 29 365 493[ 300] 529 617 877 979 75021 62[ 500] 83 461 90 667 737 803 936 61 63 76207 444 695 701 806 61 969 77052 55 257 93 391 99 559 671 718 51 65 841 75[ 500] 78014 557 649 99 [ 500] 806 911 31[ 1500] 79056 93[ 500] 120 21 31 204 334 485 506 57 658 93 811 88 939[ 500] 45 80247 306[ 500] 550 55 753 64 87 829 969 81080 111 99 282 331 579 609 733 805 24 51 973 82047 115 80 319 39 42 516 624 781 943 83042 147 88 207 410[ 15 000) 578 601 66 84006 71 143 47 316 455 570 660 786 908 29 31 61 85054 220 332 53 81[ 300] 413 531 742 963 80013 42 69 133 399 494 538 617 880 965 87033 180 307 423 39 508 [ 500] 42 85 623 783 815 48 911 54 88400 85 704 804 89[ 500] 933[ 300] 38 49 69 71 88 89091 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136127 30 33 75 251 67 311 15 50 470 536 39[ 300] 787 90 91 884 137021 110 23 88 288 440 63 500 75 87 669 81 863 79[ 500] 929 50 138047 104 344[ 3000] 437 70 611 130029 120 88 92 278 93 539 902 61 140324 415 582 656[ 1500] 79 726 57 880 141139 48 315[ 3001 63 81 82 404 32 600 11 32 36 52 857 72 78 903 27 80 142017[ 300] 22 266 97 345 624 891 991 143060 200 94[ 300] 304 411 658[ 500) 809 52 953 87 144088 138 42 86 258 355[ 300] 531 656 830[ 1500] 86 909 54 145012 26 49 189[ 300] 223 77 81 341 489 621 47 896 146020 [ 300] 44 70 219 326 48 73 444 96 713 44 878 983 147057 155 74 433 36 594 627[ 3000] 757 862 924 148089 145 69 443 95 572 919[ 3001 149005 13 39 76 179[ 3000] 298 492 627 723 877 90 150059 65 162 213 30 458 521 773 854 151210 303 457 553 60 65 663 75 872[ 500] 77 954 94 152022 40 68 135 73 307 32 39[ 500] 578 153198 318 534[ 1500] 43 54 630 49 723 64[ 300] 99 910[ 300] 36 154031 145[ 300] 277 84 512 658 719 896 944 155378 781 850 92 979 156017 239 305 400 80[ 300] 532 607 723 898 915 157260 387 15001 423 29 31 530 665 711 16 905 24 158165 96 262 78 96 536 627 786 805 46 908 48 159008 72 119 225 430[ 300] 44 58 79 600 70 74 745 47 802 160016 343 439 542 651 66 81 90[ 300] 743 51 813 24 971 161147 219 88 324 651 97 998 162069 106 214 57 472 515 33 41 67 89 607 83 715 908 22 163037 62 64 235 690 714 74 868 164016 20 114 40 49 320 543 47 607 896[ 3000] 948 62 165010 53 105 35 57 61 284 495 579 641 748 808 972 76 82 166068 258 332 87 798 877 167300 83 614 29 713 85 926 168084 293[ 500] 385 400 29 633 49 53 710 23[ 500] 169162 275 398 462 516 1500] 609 54 70 883 906 69 99 170021 89 204 15[ 500] 43 49 83 398[ 1500] 592 822 907[ 500] 60 [ 500] 171039 194 209 39 1500] 564 636 99 764 90 823 912 16 172144 88 291 336 536 67 990 173041[ 300] 134 39 285 300 30 42 409 593 635 96 715 47 965 174028 233 729 862 175102 212 46 313 466 81 568 608 50001 71.[ 300] 84 98 744[ 300] 176209 519 644 745 817 68 945 177109 32 95 280 468 619 23 709 864 902 178088[ 3000] 106 14 36 208 17 436 48 550[ 1500] 705 847 912 93 179019 59 75 167 217 72 91 325 622 709 53 847 51 81 924 56 180043 175 250 420 57 75 688 88 700 67 88 915 181018 44 66 [ 300] 74 95 100 303 50 424[ 300] 78 86 532 46 736 833 66 946 18: 2052 70 125 334 67 429 500 14 609 830 89 902 5 59[ 1500] 183054 221 450[ 1500] 526 31 71 646 719 30 62 98 960 184015 37 480 589 737 941 44 98 185091 119 296[ 3000] 98 319 500 615 19 39 73 93 851[ 3000] 910 186035 258 456 68 93 534 614 187073 298 497 505 59 635 94 738 84 800 21 50 188094 170 80 285 353 495 546 600 746 58 93 189074 107 46 57 258 345 55 407[ 300] 40 621 60[ 500] 753 98 830 65 3. Ziehung der 4. Klasse 184. Rönigl. Preuß. Lotterie.[ 41 69 98090 165 267 355 449 593[ 30001 723 24 94027 107 20 66 Ziehung vom 18. Juni 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 73 153 627 49 1050 68 200 92 334 79 574 779 2026[ 300] 163 223 312 50 435[ 3000] 48[ 300] 50 541 706 984 8338 84 616 20 767[ 1500] 894 4169 382 523 693 706 846 934 5087 129 69 216 74 80 97 512 665 82 821 69 959 75[ 10000] G035 40 74[ 1500] 75 823 32 916[ 1500] 7004 185[ 500] 294[ 300] 562 729 30[ 300] 37 857 919 24 32 8043 46 70 223 81 99 305 46 465 616 783 96 933 72 83[ 1500] 9108 473 1500 503 7.90[ 300] 99 641 42 52 806 45 10074 335 74 419 539 69 694 767 859 68 11014 141 98 424 517 19 669 777 932 78 12008 137 76 418 68 648 724 96 831 39 67[ 1500] 13020 65 104 75 268 336 94[ 500] 659 92 705 885 14056 202[ 1500] 76 380 84 408 539 82 665[ 5001 781 904 51 56 15065 215 37 70 353 499 571 72 626[ 1500] 16001 22[ 1500] 189 224 84 385 431 76 724 979 85 [ 3000] 17116 64 208[ 500] 33 329 427 611[ 300] 816 91 956[ 300] 18038 99 120 430[ 1500] 52 546 769 966 19004 144 271 83 438 76 81 507 609 757[ 1500] 20106 25 210 45 513 92 995 21025 159 246 503 18 90 657[ 300) 81 790 802 22065 70 192 247 303 65 71 490 558[ 300] 669 99 812 42 90 934 56 23020 110( 500) 15 32 51 88 245 446 69 92 526 48 1500] 50 812 25 914 73 24018 199 215 311 14 55 66 98 468 546 748[ 3000] 844 907 25272 406 11 628 51 844 906 26054 250 314[ 300] 74 412[ 300] 54 621 871[ 3001 917 45 27005 17 74 349 67 437 85 563 640 751 28033 94 102 10 200 305 89 501 7 34 975 91 94 99 29009 192 97 208 82 98 678 82 799 863 30096 214 16 55 80 351 571 694 724 67 823 904 31085 275 660 32112 201 39 352 68 86 501 795 806 13 55 66 950 33044 201 530 50 56 79 94 620 35 88 762 837 978 34001 33 154 250 92 324 468 827 90 940 91[ 300] 35039 277 348 497 643 731 954[ 300] 36131 301 4 71 400 506 97 802 56 37047 209 89 313 415 51 55 86 92 681 878 88 962 38019 215 598 616 47 723 877 87 974[ 300] 39243 73 302[ 3001 538 58 684 87 814 61 95 98 910 40557 781 41071 571 85 689 778[ 500] 947 83 42164 86,[ 300] 243 62 333 41 524 51 740 806 21 43132 80 378 608 16 772 32 801 44015 34 147 90 94[ 1500[ 241 68 515[ 3000] 20 616 746 79 824 45108 35 93 382 449 50 11500] 552 93 683 710 49 868 46117 247 470 598 691 913 [ 300] 74 47013 133 45 58 296 447 520 651 68 874 130001 944 98 15001 48012 71 129 54 230 66 394 451 85 642 747 818 40118[ 300] 30[ 300] 280 300 485 582[ 3000] 665 773( 500) 210 63 334 57 400 11 774 954 58 95041 122 333 97 410 521 70 654 98 775 801 4 964 96024 26 57 86 152[ 300] 374 430 500 814 20 36[ 500) 97410 56 71 72 526 762 836 98018 32 67 131 359 79 451 79 654 91 795 941 99006 83 127 200 12 80[ 1500] 85 98 315 529 33 690 717 62 812 16 56[ 3000] 89 951 74 100087 135 300[ 300] 6 58 450 74 547 665[ 1500] 700 98 869 955 101048 98 148[ 300] 452 94 529 45 70 99 792 102104 38 223 317 497 509 31 608 64 103073 156 301 423 1500) 515 641 776 13000] 874 960 104103 67 715 74 90 846 67 936 105028[ 300] 38 60 184 236 49 387 436 539 729 806 910 89 106102 18 206 11 396( 300) 502 986 107109 27 233 71 309 50 436 600 37 770 856 82 973 91 108034 54 55[ 1500] 198 597 628 77 715 16 87 88 109002 7 44[ 3000] 79[ 1500] 300 11 83 88 504 11 699 733 963 110094 157 211 893 111091 488 599 619 808 11 20 58 77 959 112127 51 285[ 3000] 380 404 16[ 300] 545[ 10 000] 96 634 89 835 921 113095 120 233 94 315 33[ 300] 41 47 422 561 662 706 16 822 960 114017 161 67 89 214 27 77 381 632 770 115058 298 374 555 665 82 84[ 500] 826 64 937[ 1500] 116016 33[ 300) 103 16 397 562 727 32 39 875 117095 114 204 43 486 90 523 80 669 865 916 118120[ 10 000] 73 79 223 305 437 500 681 748 75 81 119004 28 43 64 152 360 99 409 33 61 552 13001 618 770 884 A 120013 130 206 7 314 447 98 656 811[ 5000] 121000 2 54 145 274 451 880 122005 58 153 262 403 502 690 744 807 54 971 123001 59 82 105 205 49 78 335 39 446 539 800 16 978 124031 79 136 260 340 724 58 854 60 72 125076 360 482 563 66 93 624 46 714 808 900 126054 172 702 848 64 76 958 85 127140 72 246 695 825 989 128156[ 300] 301 14 18 32[ 300] 538[ 1500] 611 776 826 27 55 56 129017 44 131 45 53 211 99 350 69 89 599 603 20 739 130658 86 778 131142 200 83 307 30 70 412 570 620[ 30001 729 77 866 918 82 132018 413 18 565 86 726 94 96 811 61 77 79 88 972 133123 288 509 62[ 500] 602 43 44 709 28 91 837 922 134136 213 32 86 367 76 512 34 797 840 45 905 135018 82 380 411 550 61 63 15001 656 802 92 136060[ 1500] 185 229 86 93 335 504 59 678 824 [ 300] 923 68 75[ 1500] 137531 605 28 35 842 970 138169 210 336 139073 184 541 52 772 820 928 49 427 553 83 666 752 71 80 925 140384 87 452 729 808 141029 206 348 563 85 669 738 822 37 [ 3001 946 142052 143 69 202 342 432 629 766 91 947[ 1500] 143007 1500] 26 124 87 223 319 714 144265[ 1500] 445 509 87 609 817[ 300] 52 925 44 66 145037 112 338[ 1500] 510 35 96 704 854 146064[ 1500] 235 407 78 98 641 725 942 82 147150 98[ 1500] 529 669 777 90 871 918 73 148282 340 435 56 551 76 88 757 991 149200 88 329 45 89 583 676 750 68 875 89 50002 96[ 1500] 124 284 309 430 75 615 30 890 51044 141 293 543 65 618 1300] 76 94 788 844 51 974 52395[ 3000] 446 689 53114 150090 93 153 345 447 57 774 834 71 80 909[ 1500] 151317 558 226 78 79 566 690 99 865 76 957 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87[ 1500) 589 614 70 737 40 905 75255 13000 86 320 30 442 55 57 64 511 34[ 30001 661 79 94 840 62 911 40 60 76024 27 79[ 500) 83 183 251 366 466 72 77017 79 126 42 1300) 75 378 429 97 673 724 75 819 925 78052 83 301 462 86 528 642 785 892 967 79112 336 428 42 44 565 610 60 790 840 946 94 80134 38 332 586 645 60 720 92 835 60 918 65 81179 708 82021 101 305 12 65 495 527 631 51 838 903 83034 261 321 426 59 733[ 300] 92 857 73 978 84218 21 37 328 451 78 521 40[ 3000] 768 914 S5036 173 253 63 375 428 35 41 56 91 644[ 500] 82 858 92 6018 192 297 385 508 653 745 87106 235 43 320 473 768 82 88017 380( 30001 453 [ 300] 583 87 639 777 886 937 89019 98 167 82 425 661[ 3000] 71 761 810 15 918 50 90007 164 230[ 300] 337 94 455 91 95 615 41 75 754 887 940 91008 61 420 66 75 590 630 731 63 814 21 938 92245 471 646 63 64 70 818 655 744 57 893 152015 171 251[ 5000] 59 315 663 81 719 29 853[ 1500] 965 153041 43 85 190 343 66 408 97 576 721 830 154070 180 218 32 34 320 32 432 58[ 15001 551 861 915 21 63 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Unter Umständen kann der Richter sogar auf Schließung des Vereins erkennen. " dürfte der Vorsitzende um verschiedene Mark ärmer werden, da 19 Uhr, Sigung. Verein uftige Brüder", Abends 9 Uhr, siebzeit, Wrangelfir. 30. Gäste willtom. Brüderstr. 26. Vergnügungs- Verein" Lustige 13", Abends 9½ Uhr, bei Vergnügungsverein Sorgenbrecher", Mendelssohnftr. 4, Sigung mit Damen. Gäste willtommen. Roller'scher Stenographen- Verein Süd- West Berlin", Abends 8% Uhr, im Restaurant Bürger- Garten"," Sindenftr. 105, Unterricht und Uebung. Rauchflub„ Goldene Quafte", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. Rauchklub, Dornröschen", Abends 9 Uhr, bei Restaurateur Pietsch, Hennigsdorferstraße 24.- Rauchflub, Rothe Nelte", Weinstr. 22, bei F. Steuer. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonnabend: Vergnügungsverein, ebenslust" bei Götsche, Oranienstr. 155. Bergnügungsverein" uftige 13" 10 Uhr bei Liebzeit, Wrangel: Theaterklub ftraße 30, " Helmerding" 9% Uhr bet Hanf, Tempelhofer Tambourverein, Deutsche Eiche" 9 Uhr bei Techow, WaterlooUfer 13.Ver Ufer 14. Vergnügungsverein ,, u stige Brüder", Brüderstr. 26. Versammlungen. am Bühnenverband, Normannia" gnügungsverein Quodlibet" bei Säger, Grüner Weg 20. Bergnügtagt verein ,, Amor" Potsdamerstr. 89. Eine Diskussion alle Sonnabende vor dem Ersten bet Dahme, Grüner Weg 59. Theile: Vermischtes. Sprechlaal: Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzus geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. In der Nr. 137 des Vorwärts" befindet sich eine Annonze Achtung, Maurer Berlins". In derselben heißt es: Die öffentliche Maurerversammlung vom 12. d. M. sei von Maurern einberufen, die nur eine Sprengung und Uneinigkeit dazwischen streuen wollten u. f. w. Bekanntlich hat der 8. deutsche Maurerkongreß in Gotha als Organisationsform die Zentralisation beschlossen. Dieser Beschluß, welcher mit 93 gegen 8 Stimmen gefaßt wurde, ist nicht nach dem Sinne der Vertreter der Berliner Lokalorganisation und mit allen nur erdenklichen Mitteln wird dagegen angefämpft. Ferner beschloß der Kongreß: In allen Orten Deutschlands ist ein Vertrauensmann zu wählen, welcher die öffentlichen Sammlungen zum Generalfonds der Maurer Deutschlands vornimmt und alle öffentlichen Angelegenheiten leitet. Die Seifenfieder und Berufsgenossen hielten 13. d. M. eine mäßig besuchte Versaminlung ab. Herr Wach beleuchtete in seinem interessanten Vortrage die Entstehung der Feudalherrschaft im 14. und 15. Jahrhundert. fand nicht statt. Die Herren Krüger und Zobel hoben hervor, daß die bestehenden kleinen Branchen- Vereine nichts erreichen tönnen und forderten zu einer lokalen Zentralisation auf. Ebenso äußerten sich die Herren Hoffmann, Henschel und Tilliger. Es wurde sodann beschlossen, eine öffentliche Versammlung einzuberufen, in welcher die Angelegenheit geregelt werden soll. Die Abrechnung vom Stiftungsfest ergab eine Einnahme von 124,50 M. Da nun die Anhänger der Lokalorganisation es mit ihrem und eine Ausgabe von 119,10 M. Schluß 12 Uhr 40 Minuten. Der Reichsanzeiger" schreibt in seinem nichtamtlichen Prinzip glauben vereinbaren zu können, sich den Beschlüssen Reinickendorf. In der letzten Sitzung des hiesigen Arbeiterdes Kongresses nicht zu fügen, jedoch ein großer Theil der Berliner Der Zusammensturz der Eisenbahnbrücke über die Birs im Bildungsvereins„ Zukunft" hielt Genoſſe Duchateau einen mit Zuge der schweizerischen Jurabahn ist geeignet, im Bublikum Maurer gewillt ist, die Beschlüsse der Majorität des Kongresses zu Beifall aufgenommenen Vortrag über" Sachsengängerei". Die Beunruhigung hervorzurufen. Mit Recht wird man die Frage achten, so nahmen wir( nachdem es uns in der erſten Versammsich anschließende Diskussion war eine sehr rege und es bethei- aufwerfen, welche Maßnahmen für die deutschen Gisenbahnen lung vereitelt wurde) in einer öffentlichen Versammlung, welche ligten sich wiederholt die Genossen Dulfert, Glaß, Schäfer und getroffen sind, um solche Unglücksfälle thunlichst zu verhüten. zu dem Zweck einberufen war, Stellung zu den Beschlüssen des Kongresses und wählten den Vertrauensmann. Minkel an derselben. Unter Verschiedenem" wurde zunächst der Wir sind in der Lage, hierüber Folgendes mitzutheilen. Kirchenbau an der Tegeler Chaussee besprochen. Genosse ManDa es an Erfahrungen über die Dauer eiserner Brücken- darüber, wem die Bezeichnungen in jener Annonze gebühren, teuffel gab eine Schilderung der am hiesigen Orte sehr unerfreu- bauwerke mangelt, jo tann eine Gewißheit über die unver- überlassen wir den Lesern des Vorwärts" lichen Schulverhältnisse. Die älteren Kinder müssen in den un- minderte Widerstandsfähigkeit derartiger Konstruktionen nur daJedoch werden wir uns durch alle Schimpfereien und alle zureichenden Räumlichkeiten von 7-10 Uhr am Unterricht theil- burch erlangt werden, daß diefelben regelmäßig wiederkehrenden Verdächtigungen nicht abhalten lassen, unsere Schuldigkeit zu nehmen, gleich darauf müssen die jüngeren Kinder, ohne daß eine Unter Lüftung der Klassenzimmer stattgefunden, in dieselben. Diese unter ngen und hiermit zu verbindenden Probebelastungen thun für die allgemeine deutsche Maurerbewegung auf dem Boden rfen werden. Dabei fann es gleichgiltig sein, ob die der Kongreßbeschlüsse, zum Wohle der modernen Arbeiterbewegung Zustände trügen nicht wenig dazu bei, in die ohnehin durch die Widerstandsfähigkeit der Konstruktion mehr durch mechanische in brüderlichem Zusammenwirken aller Kollegen Deutschlands. schlechten wirthschaftlichen Verhältnisie schwächlichen Kinder den oder mehr durch chemische Einwirkungen ungünstig beeinflußt Dieses war der Geist der Versammlung vom 12. d. M. und Keim der Proletarierkrankheit zu legen. Der Bau einer Schule wird; immer wird sich aus den bei der Probebelastung be- wird es auch in Zukunft unsere Loosung sein. sei deshalb wohl nöthiger. Des Weiteren beschäftigte sich die obachteten Durchbiegungen der einzelnen Träger ermitteln lassen, Versammlung mit einer Resolution, welche von einer Schuhmacher- ob und inwieweit die Tragfähigkeit derselben, sowie der übrigen versammlung gegen den Reichstags- Abgeordneten v. Vollmar an- Konstruktionstheile etwa eine Einbuße erlitten hat. genommen wurde. Die Versammlung bedauerte dies Vorgehen, welches sie für übereilt und gegen die Parteidisziplin verstoßend betrachtete. Das Urtheil Der Vorsitzende dieser Versammlung: H. Silberschmidt, Steinmeistr. 33, Hof III. Antwort wird nicht ertheilt. Auf den deutschen Eisenbahnen werden deshalb auf Veranlaffung des Reichs- Eisenbahnamts schon seit dem Jahre 1888 die größeren Brückenbauwerke, namentlich die eisernen Brücken, neben der alljährlich vorzunehmenden allgemeinen Prüfung des bauBerichtigung. In der Nr. 136 des„ Vorwärts" befindet lichen Zustandes der Eisenbahnen, in bestimmten Zeitabschnitten sich ein Versammlungsbericht über die öffentliche General- Vernach den fammlung der Maurer vom 12. d. M., im Lokale Königshof. ftimmungen einer sorgfältigen besonderen Untersuchung unters vom Reichs Eisenbahnamt vorgeschriebenen BeDort heißt es: In seinem Schlußworte ermahnte der Vorsitzende worfen, welche sich auf den betriebssicheren Zustand sowohl des Mittenwalderstraße. die Kollegenschaft, nunmehr energisch mit der Agitation für den Mauerwerks als auch des eisernen Ueberbaues erstreckt. Bei Zentralverband und den Sammlungen für den Generalfonds den mit diesen Untersuchungen verbundenen Probebelastungen ob die Entel Geschwister oder Kinder verschiedener verstor( Hamburg) zu beginnen. Es soll heißen: Generalfonds ber eisernen Konstruktionen werden außer den Durch der deutschen Maurer. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. s. 29 und 89, Hamburg), Filiale Berlin 5. Bersammlung Sonnabend, den 20. Junt, Abends 8 Uhr, Gipsstr. 3 bet Pytack. Tagesordnung: 1. Kaffen: bericht. 2. Bericht über die General- Versammlung. 3. Neuwahl der Orts: verwaltung. 4. Berschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. schiedenes. Gäste haben Zutritt. In der humanistischen Gemeinde, Kommandantenstraße 79, hält am nächsten Sonntag, Bormittags 10% Uhr, Herr Gaft den Vortrag über die Ent stehung und Entwickelung der freien Gemeinden. Gäste willkommen. Familienausflug, arrangirt von der Vereinigung der Drechsler Deutschlands am Sonntag, den 21. Juni, nach Mariendorf beim Kollegen D. Schensch( Reichsgarten). Abfahrt Schlesischer Bahnhof 2,6, 2,36 Nachm. Süd- Ring bis Tempelhof. Treffpunkt für den Süden um 2 Uhr am Blücher: play( Hallesches Thor), von da per Pferdebahn bis 7 Uhr in Mariendorf. Um rege Betheiltgung wird ersucht. Gäste willkommen. biegungen der Träger bei ruhender und bei bewegter Last auch die unter der Einwirkung der Verkehrsbelastung etwa entstandenen, bleibenden Einsenkungen, sowiefferner bei Bauwerken mit größeren Lichtweiten die Seitenschwankungen festgestellt. Briefkasten der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Für die Arbeiter Bildungsschule 10 M. von R. S., Für den Vorstand: Gumpel, Kassirer. $. W. 1000. Wir können aus Ihrer Frage nicht ersehen, bener Kinder sind. Im ersteren Falle würde jeder Entel den 18., im letzteren den 12. Theil des Nachlasses als Pflichttheil zu verlangen haben. H. T. Das Recht auf Herausgabe des Erbschaft resp. des Die Ergebnisse der Untersuchungen werden nach vorgängiger Erbantheils verjährt in 30 Jahren. Die Wittwe tann unter Sichtung bei den betreffenden Verwaltungsbehörden im Reichs- Einwerfung ihres eigenen Vermögens von der gemeinschaftlichen Am Sonntag, den 21. d. M., Vormittags 11 Uhr, findet Lichten Eisenbahnamt einer eingehenden Prüfung unterzogen. Wiederholt Masse die Hälfte nehmen, die andere Hälfte fällt, da die Ghe bergerstraße 21 bet Herrn Hense eine Mitglieder- Versammlung, des Vereins Berliner Nagelschmiede statt mit der Tagesordnung: 1. Wie ftellen wir uns haben diese Prüfungen im Laufe der Zeit nicht allein zu Ver- tinderlos ist, an die Mutter und die Geschwister des Mannes zu zur diesjährigen Lohnfrage? 2. Billetausgabe zum Stiftungsfeft. 3. Verstärkungen einzelner Theile, sondern auch zum Umbau ganzer gleichen Theilen. Konstruktionen geführt. E. M. 28. 1. Sie haben zwar kein Recht, den ihrem Auf den deutschen Eisenbahnen wird mithin den Brücken- Schuldner ausgezahlten Lohn bei der Auszahlung an sich zu nehBauwerken diejenige Sorgfalt zugewendet, welche deren fort- men, eine strafbare Handlung ist dies aber nicht. 2. Für Sachen, dauernde Betriebssicherheit nach Möglichkeit gewährleistet.. die Sie Ihrem Schuldner einbehalten, aber in der Zwischenzeit Und die geflickten Schienen des Herrn Generaldirektors abhanden gebracht haben, sind Sie demselben verantwortlich. Baare? J. K. St. Reichen Sie gegen den Bescheid des Magistrats eine Beschwerde ein und weisen Sie in derselben darauf hin, daß Bafel, 17. Juni. Ein endloser Leichenzug bewegte fich von es event. Sache des Magistrats wäre, die Ihnen gewährte Allgemeine Kranken- und Sterbelasse der Metallarbeiter(.. 29) einer Abtheilung Infanterie eskortirt Mittags nach dem Kirchhofe Armenunterstützung von Ihren zahlungsfähigen Kindern wieder und, nikan"( E. H. 89), Filiale Berlin 1. Mitglieder- Versammlung am Sonnabend, den 20. Juni, abends 8% Uhr, bet Winter, Lichterfelberfir. 8. von Mönchenstein. Die Särge machten in ihrer Schmucklosigkeit beizutreiben. Tagesordnung: 1. Neuwahl der Ortsverwaltung. Bericht der Delegirten einen rührenden Eindruck. Denselben folgten Vertreter der Re- P. S., Marienburgerstraße. Es giebt gefeßlich keinen über die Generalversammlung. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufs- gierung und eine zahllose Menge von Leidtragenden. Unter dem dritten Feiertag. Wenn Sie an diesem Tage unentschuldigt geklaffen, Berlin 5, Moabit. Versammlung Sonntag, Vormittags, 10% Uhr, bet Geläute der Glocken trugen Soldaten die Särge zu dem gemein- fehlt haben, so wird Ihre darauf gestützte Entlassung von den samen Grabe. Nach der Leichenrede war das Trauergeleite von Gerichten sicher als gerechtfertigt angesehen werden. Wir rathen Schmerz überwältigt. Unter den Bestatteten befand sich auch Ihnen daher, die Klage auf Lohnentschädigung nicht anzuFräulein Amalie Sturmfels aus Berlin und ein gewisser Holder strengen. aus Säckingen in Baden. Der aufgefundene Reisende mit dem Brillantringe heißt Demetrius Pappa aus Monastir. Bon jetzt könnte schon deshalb keinen Erfolg haben, weil die Frist längst an sollen unerkannte Leichen nicht mehr begraben, sondern auf abgelaufen ist. Aber auch abgesehen davon könnten wir Ihnen Anregung des Baseler Regierungspräsidenten nach Basel in die zu einer solchen kaum rathen, da nach Ihren Angaben Ihre Anatomie übergeführt und dort konservirt werden. Um die Weg- Einschätzung Ihrem thatsächlichen Einkommen entspricht. schwemmung der Leichen beim Steigen der Birs zu verhindern, C. D., Schöneberg. Dafür, daß der Wirth seit dem hat der Regierungspräsident Zutt von Basel die schleunige Her- 1. April feine Treppenbeleuchtung mehr gewährt, dürfen Sie ihm stellung eines Rechens über die ganze Birs angeordnet. Zur Be- einen Abzug von der Miethe nicht machen. Sie können höchstens schleunigung der Wegräumung des Schuttes ist jetzt weiteres versuchen, ob die Polizei ihn nicht zur Treppenbeleuchtung anMilitär aufgeboten. halten wird, wenn Sie eine dahingehende Anzeige erstatten. J. 2. 31. Sie können nur den Wirth, nicht den Vizewirth, auf Einräumung eines Kellers verklagen und, wenn er trotz des Urtheils feinen Steller für sie abschlägt, sich vom Gericht ermächtigen lassen, dies auf seine Kosten zu thun. Blocksdorf, Rathenowerstr. 76. Sonnabend. Lese- und Diskutirklubs. Lese- und Diskutirklub Feuerbach" im Lofale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. " Heine", Abends 9 Uhr, im Lotale des Herrn Bechlin, Hornstr. 11. Lese- und Diskutirklub des Arbeiterbildungs- Vereins in Weißensee, Restaur. Duſedann( Vereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 im Kleinen Saal. Gäfte haben Zutritt. Freiheit", Abends 9 Uhr bei Zubeil, Naunynftr. 86. Gäste fönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Paris Deutscher fozialdemokratischer Lesetlub. Etienne Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlungen. Cette Rue Montmartre und Rue Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Freund fchaft", Friedenstr. 48 bei Tollkühn. Gesangverein" Sanges Echo," Staligerstraße 142 bei Greifer. Gesangverein" yrania", Landsbergerstraße 31 bet Mufehold. Grüne Eiche" Rigdorf, Knesebeck- und Hermannstr.- Ede bet Beiler. Gefangverein Glückzu" bet Bergmann, Brinzen Allee 10. Gefangverein Treuer Bund" bei üürich, Arndt- und Friesenstraßen- Ecte.- Gefangverein, Phönir", Steinmegstr. 76 bet Lemm. M. K. 19. Ihre Reklamation gegen die Steuereinschätzung Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gefangverein Phönir", Steinmegstr. 76, bet Lemm. Aufnahme neuer Mitglieder: Basel, 18. Juni. Die Bergungs- und Aufräumungsarbeiten Musikverein„ Borwärts", b. 8½- 10% Uhr, Annenſtr. 14, part. Zitherfiub werden mit Eifer fortgesetzt. Der gestern über der Birs aufWaldrose"," Abends 9 Uhr bei Kleemann, Laufigerstr. 41.- Bithertlubar= monie", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7.- Zambour- gestellte Rechen, bei dem eine zahlreiche Mannschaft steht, bewährt Berein, Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- Ufer 14. sich und hat bereits verschiedene Werthgegenstände sowie weg- Str. 7. Daß Ihr Restaurationsgeschäft schlecht geht, verAufnahme neuer Mitglieder. schwimmende Leichentheile aufgefangen. Am Ufer werden die pflichtet den Wirth nicht, Sie vor der Zeit vom Kontraft zu entBerliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von 8-10 Uhr, Turnlofal Mariannenplatz 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends Leichen von den Sanitätstruppen sofort in die bereitstehenden binden. Vielleicht können Sie sich mit ihm in Güte einigen. 9-11 Uhr. 2 übeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung Särge gelegt. Zwischen dem Sargplatz und der Todtenbaracke turnt Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaal befindet sich Königstädtisches Gym bildet die mit Tragbahren versehene Mannschaft eine Trägerfette. nasium, Elisabethstraße 57-58. Stattlub Ram fch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung Beim Bundesrath wurde angefragt, ob es gestattet sei, daß die in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genoffen sind freundlichst Trümmer des linken Ufers, wo wenig Leichen vermuthet werden, eingeladen. Stattlub ,, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Sumoristischer mit Dynamit gesprengt werden, um die Stauung des Wassers Klub ,, Adonis" bei Heid, Stoppenstr. 75. Gäfte willfommen. Privat= Theater Gesellschaft Schneeglöck chen" im Lokal Beteranen- oberhalb der Unglücksstätte zu beseitigen. Heute werden weitere Bettin. Theater- Verein ,, Giaconda", Abends fünfundzwanzig Leichen bestattet. ftraße 9 bei Wegen Aufgabe des Geschäfts Großer Ausverkauf von Schuhen u. Stiefeln für Herren, Damen und Kinder. Albert Auerbach, Rottbuser Damm Nr. 7. 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