Nr. 292. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Poft Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. = Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. fernsprecher: Amt 1, Jr. 1508. Telegramm- Adresse: Sezialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Unfallverhütung Sonnabend, den 14. Dezember 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: daß die Gefahren Betriebe sich für die Arbeiter| genossenschaft angehören und in bezug auf Schuhvor allseitig vermehrten. Und das ist ja auch eigentlich richtungen meist viel zu wünschen übrig ließen. und Berufsgenollenschaffen. selbstverständlich, da ja beständig die Verwendung von Die von der Holz- Berufsgenossenschaft geforderten bewährten Die Zahl derjenigen Arbeiter, die infolge eines Betriebs- Maschinen und damit die Möglichkeit zur Berunglückung wächst, Einrichtungen waren den meisten Betriebsinhabern nicht unfalles zu schaden fommen, wächst theils von Jahr zu Jahr, bekannt." Das ist nicht Wunder zu nehmen, denn im selben theils nimmt sie nicht in dem Maße ab, wie es jetzt nach zehn Jahre mußte der Beamte für Arnsberg mittheilen,„ daß einem jährigem Bestehen des Unfallversicherungs- Gesetzes zu erwarten Vertrauensmann der Holz.Berufsgenossenschaft, der selbst Besizer und Leiter einer Fabrik mit mehr als 100 Arbeitern ist, sein müßte. Theilt man die Opfer nach I. gewerblichen, II. land: wirthschaftlichen, III. staatlichen Betrieben, sowie nach den Gruppen: die Existenz der vor 4 Jahren erlassenen Unfallverhütungs- Vora) Verletzte mit Erwerbsunfähigkeit von weniger als drei schriften feiner Genossenschaft unbekannt war." 1892 berichtete der Beamte für Frankfurt a. D.zehn Wochen, b) dauernd völlig Erwerbsunfähige, c) vorübergehend, aber mehr als dreizehn Wochen Potsdam ähnliches; in seinem Bezirk hatten fich die 30 dort Erwerbsunfähige, d) Getödtete, so ergiebt sich folgendes Bild: die Ueberwachung der einzelnen Betriebe und Anbringung von vertretenen Berufsgenossenschaften überhaupt, nicht genügend um Von je 100 000 Versicherten waren Schutzvorrichtungen gekümmert, ganz besonders aber war in der Holzindustrie gegenüber den steten großen Gefahren eine räfliche Gleichgiltigkeit, sowohl der Betriebsleiter als auch der Arbeiter, bemerkt." I. II. a. b. c. d. 8. b. C. d. 1893 2903 26 504 69 256 6 176 17 1892 2674 29 467 64 218 6 166 16 1891 2635 31 458 71 186 5 185 18 1890 2505 38 427 73 242 5 126 23 1889 2494 49 354 72 159 3 62 16 III. a. b. C. d. 2956 56 367 84 2735 57 446 83 2687 58 316 92 2466 61 258 80 andererseits die Anforderungen, welche an den Arbeiter in bezug auf Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit gestellt werden, ebenfalls in stetiger Steigerung sich befinden, und dabei immer mehr iugendliche und ungelernte Arbeiter zur Verwendung kommen. behaupteten seine Freunde Das Unfallversicherungs- Gesetz sollte nun so wenigstens schaffen, sondern die Zahl der Unfälle vermindern und zwar da= nicht nur dem Verletzten eine Rente durch, daß es in das eigenste Interesse des Betriebsunternehmers das Gesetz den Unternehmern je nach Betriebsgruppen die Vergelegt wurde, die Gefahren des Betriebes zu beseitigen. Indem pflichtung auferlegte, die Unfallrente zu zahlen, sollte es ers zieherisch" auf die Unternehmer wirken und diese veranlassen, burch beste Fürsorge auf dem Gebiete der Unfallverhütung dafür 8 sorgen, daß die sicher wirkendsten Schuhmaßregeln gegen Unglücksfälle getroffen werden. So erklärten wenigstens die Bertheidiger jener Organisation, die als Berufsgenossenschaften der Unternehmer nicht nur für die Rentenzahlung aufzukommen haben, sondern auch befugt find, Unfallverhütungsvorschriften festzusetzen und deren Befolgung durch Beauftragte der Berufsgenoffenschaft revidiren zu lassen. 2510 58 261 86 Wie diese Zusammenstellung zeigt, ist von 1889 bis 1893 die Zahl der Verlegten mit Erwerbsunfähigkeit von weniger als 13 Wochen bei den industriellen Betrieben von 2494 auf Der engherzigste, schmutzigste Geiz und die inhumanfte Rück2903, d. i. um 16 pCt. gestiegen, bei den Landwirth: fichtslosigkeit, durch die so viele Unternehmer gebrandmarkt sind, schaftlichen von 159 auf 256, d. i. um 61 p Ct., und bei hat es aber zur Folge gehabt, daß das Gesetz nicht erzieherisch" Den staatlichen Betrieben von 2510 auf 2956, d. i. um wirkte; der Berlust, den ein Unternehmer erleidet, wenn ein Arbeiter 18 pt.! Die Zahl der dauernd völlig Erwerbs in seinem Betriebe verunglückt, ist nicht groß genug, um das Geunfähigen fant in den industriellen uud staatlichen wissen solcher Leute, die nichts als den heiligen Profit verehren, Betrieben( von 49 auf 26 und von 58 auf 56), ver genügend zu schärfen. Und so finden wir denn auch in den Bedoppelte sich aber in den landwirthschaftlichen! Die richten der Gewerbe- Inspektoren Jahr für Jahr Klagen darüber, Zahl der vorübergehend, aber mehr als 13 Wochen Erwerbs: baß weder Schußvorrichtungen von feiten der Berufsgenossenschaft unfähigen stieg in den industriellen Betrieben von 854 angeordnet, noch die angeordneten von seiten der Unternehmer auf 504, d. i. um 42 pt.!, in den landwirthschaft genügend zur Ausführung gebracht werden. Iichen von 62 auf 176, d. i. um 184 pCt., und in den staatlichen von 261 auf 367, d. i. um 40 pt.! Die Zahl der Getödteten hat etwas abgenommen in den industriellen Betrieben, wo sie von 72 auf 69, also um 4 pet. fant, und in den staatlichen, wo sie von 86 auf 84, also um 2 pet. fant; dagegen stieg fie etwas in den landwirthschaftlichen Betrieben, nämlich von 16 auf 17. tödtet. Nun sollen ja freilich nach§ 139b der Gewerbe- Ordnung die Gewerbe- Aufsichtsbeamten die Ausführung der Bestimmungen auch des§ 120 a überwachen und so für den „ Schutz der Arbeiter gegen gefährliche Berührung mit Waschinen oder Maschinentheilen oder gegen andere in der Natur der Betriebsstätte oder des Betriebes liegende Gefahren" forgen. Aber da diese Beamten nur einen sehr kleinen Theil der Anlagen revidiren tönnen und fast nur einmal im Jahre, so find die Arbeiter, wenn sie gegen Verunglückungen geschüßt sein wollen, auch der Fürsorge der Berufsgenossenschaften preisgeben! Daß die Arbeiter, wenn sie bei solchen Unternehmern in Stellung sind, gleichgiltig sein und werden müssen, oder ihre Entlassung zu gewärtigen haben, übersieht der Aufsichtsbeamte. „ Die Holzindustrie ist denn auch bei einer Vergleichung der Zahlen der vermittelst geeigneter Schutzvorkehrungen zu vermeidenden Unfälle am stärksten, mit 26 pet. betheiligt! Außerdem hätten durch geeignete Schuhvorkehrungen mindestens 8 p& t. der in Nebenbetrieben gekommenen Unfälle vermieden werden können." vor. der Vorwurf des Aufsichtsbeamten gegen die Arbeiter war! Man sieht aus diesem Theil des Berichtes auch, wie ungerecht Trifft diese etwa die Schuld, wenn nicht die geeigneten Schuhvorrichtungen vorhanden sind? Schwaben und Neuburg auch klar, wie es manche UnterIn demselben Berichtsjahre( 1892) legt der Beamte für nehmer anstellen, um sich ihren Verpflichtungen an entziehen. ,, Einzelne Unternehmer geben die eine oder die andere Betriebsbranche als Hauptbetrieb an, ohne daß das wirklich der Fall ist und zwar, wie es scheint, a us Rücksicht auf die Umlagen. Namentlich geschieht dies dann, wenn die Unternehmer vermuthen, daß die Unfallversicherungs- Vorschriften der legteren Berufsgenoffenschaft strenge gehandhabt gehandhabt werden und ihnen die damit verbundene Kontrolle läftig ist. Es wäre wünschenswerth, daß von Seite der zuständigen Behörden eine strenge Prüfung über die 3ugehörigkeit der Hauptbetriebe zu den betreffenden Bes rufsgenossenschaften stattfände, und nicht aus oben angeführten Gründen die beliebige Auswahl Iebiglich bem dabei interessirten Arbeitsunternehmer überlassen bliebe." Und es ist keine kleine Anzahl von Personen, die Jahr aus Jahr ein verkrüppeln oder getödtet werden. 1893 waren ins gesammt 18,1 Millionen Personen versichert; von diesen sind 201 401 so verlegt worden, daß sie mit einer Erwerbsunfähigkeit Und diese Fürsorge ist, wie gesagt, noch in vielen Berufen von weniger als 13 Wochen davonkamen, 2507 wurden dauernd eine mehr als flägliche. Besonders sind es Mitglieder der Holzvöllig erwerbsunfähig, 53 886 erlitten Verlegungen, die zwar nur Berufsgenossenschaften, denen von seiten der Gewerbe- Aufsichtseine vorübergehende, aber länger als 13 Wochen dauernde Er- beamten wiederholt gröbste Pflichtverletzung vorgeworsen werden werbsunfähigkeit veranlaßten, und 6336 Personen wurden ge- muß, und zumal dann, wenn die Holzbearbeitungs- Werkstätten Nebenbetriebe anderer Anlagen, die nicht zur Holz- Berufs- Genau dieselbe Kritik ist von unserer Partei bereits geübt Man beachte auch die ganz außerordentlich große Zunahme genossenschaft gehören, sind oder als solche ausgegeben werden. worden, als vor jetzt 11 Jahren das Unfallversicherungsin der Zahl derjenigen, die in landwirthschaftlichen Die Unternehmer fuchen möglichst bei der billigsten Berufs- Gefeß im Reichstage berathen wurde. Und jedes Jahr mußten Betrieben verunglückten! Die Lobredner der Arbeiterversicherungs- genoffenschaft, d. h. bei derjenigen, die mit geringeren Gefahren wir darauf hinweisen, daß es den dabei intereffirten BetriebsGeseze meinen, diese Steigerung rühre nur davon her, daß, je verknüpft ist, eingetragen zu werden; den gefährlichen Beruf unternehmern" viel zu viel Rechte auf Kosten der Arbeiter länger das Gesetz bestehe, um so mehr auch Unfälle angemeldet betreiben fie im Neben gewerbe, und um dieses kümmert sich die gewährt, welche, so lange sie auf die Fürsorge der Berufswürden, die bisher aus Unkenntniß des Gefeßes nicht an Berufsgenossenschaft des Haupt betriebes nicht, und nimmt, selbst genossenschaften bei der Unfallverhütung angewiesen sind, gemeldet worden wären. Das trifft zum theil unbestreitbar zu, wenn sie überhaupt Unfallverhütungs Vorschriften ausstellte, in der Habgier des Unternehmerthums Leben und Gesundheit zum aber nur zum theil. Wenn wir sehen, wie auch bei Ab- diesen nicht auf die Nebenbetriebe Rücksicht. So meldete Opfer bringen müssen. Im Bericht für 1894 finden sich noch theilung III, Staatsbetriebe, bei denen sicherlich doch von Anfang bereits 1890 der Aufsichtsbeamte für Düsseldorf, daß er mehr wie früher Anklagen, die von den Gewerbe- Aufsichts an alle Unfälle stets gemeldet wurden, eine solche große mehrfach Holzbearbeitungswerfstätten besichtigte, die als Neben- beamten gegen die Berufsgenossenschaften erhoben werden. MerkSteigerung derselben sich zeigt, dann müssen wir daraus schließen, betriebe anderer Anlagen nicht der Norddeutschen Holz- Berufs- würdigerweise macht in Elbing die Holz- Berufsgenossenschaft 7 Clotilde. ( Nachdruck verboten.) Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. " Nicht der Fall? Sehe ich doch, daß Du seine Schmeicheleien und Liebesbetheuerungen anhörst und wohl gar erwiderft." Erwiderst! Nie that ich dies. Rein Wort mehr." " Doch bist Du überaus freundlich mit ihm, fleideft Dich nach seinem Geschmack, läßt Dich begaffen und be wundern, alles ihm zu Liebe." Liebe! Nie habe ich ihm zu Liebe Etwas gethan." Was ist es anderes, wenn Tu seine Lieblingsthemen, feine Lieblingsspiele beginnst, ibm felbft seine Lieblingsspeisen bereiteft und reichst in steter Liebenswürdigkeit." " Das hat einen anderen Grund." " Einen anderen Grund, und welchen?" " Das ist mein Geheimniß." " Ein Geheimniß?" " Ja." Also nur vor mir bewahrst Du ein solches. Nun so will ich selbst das Geheimniß lösen, den Stein des Anstoßes hinweg schaffen, der sich zwischen uns drängt. Der Major fliegt noch heute aus meinem Hause!" " Heinrich!" seinen Händen zerrissen worden. Er tobte weiter. Und wenn Du auch Thränen des Boines weinst, ich werde Dir doch alles sagen." Bu plump hätte ich den Herrn Liebhaber angeborgt, d seine Verwandten beleidigt. Mich kann man ruhig am Abgrunde der Existenz stehen sehen. Er wäre wohl ganz zufrieden gewesen, wenn sie mich eingesteckt hätten, um dann hübsch allein zu sein. Nun es ist so weit. Sie werden fommen und mich holen, zuvor aber muß er gehen, wenn " Ich habe ihn geduldet, um mit einem Geldmanne Fühlung zu behalten in der Hoffnung, daß er mir aus Geldverlegenheiten helfen könnte. Diese sind immer größer geworden, jegt wo ich am Rande des Ruins stehe, sagt mir dieser Geiztragen, er wolle seine Gelder nicht zer- ich ihn nicht hinauswerfen soll." splittern, und dabei hat er ein großes Vermögen, die ganze Kaufsumme für seine Besitzungen bei sich." Meinst Du? Ich glaube es auch." Trotz des Ueberflusses, trotz der Freundschaftsversicherungen, die er mir und meinem Hause verspricht und erheuchelt, hilft er mir nicht aus der Noth. Ich mag ihn nicht mehr sehen, ich jage ihn fort." " Heinrich, das darfst Du nicht." " Das darf ich nicht? Ei sich doch! Regt sich Deine Sympathie für den filzigen Kröjus? Kommt Deine Liebe Also doch ein Geheimniß zwischen mir und Dir? für den Galan zum Durchbruch?" Und darf man fragen?" " Forsche nicht darnach." " Heinrich, mache mich nicht rasend." So laß mich doch auch einmal zu Worte kommen." " Ich will nichts mehr hören, wir sind zu Ende. D, ich Verblendeter, der ich aufblickte zu meinem Weibe wie zu einem höheren Wesen! Ich liebte sie, ich verehrte sie als das Vorbild aller Frauen! Felsenfest baute ich auf ihre Treue, um jetzt erst inne zu werden, daß ich doch der Betrogene bin.. Alles Gerede, alle Einflüsterungen ließen mich falt, denn ich vertraute ihr, weil ich sie liebte, gern hatte, und nun erlebe ich, daß sie einen anderen, der mich beleidigt, vertheidigt, einen reichen Heuchler, der mich in Bedrängniß sehen kann, um- meine Frau zu gewinnen, zu verführen!" Höre mich an, Heinrich! Du zwingst mich, Dir mein Geheimniß zu offenbaren. Ich liebe den Major nicht, ich hasse ihn." Wie? Georgine! Du läßt mich hoffen?" Du sollst alles wissen und bekennen müssen, daß Du Ünrecht gethan." " Was? Fortjagen darf ich ihn nicht? Freilich, wenn " Nicht? Ich soll nicht das erforschen, was ich wissen er auch gegen mich schmußig genau ist, desto ver schwenderischer fleidet er seine Dich! Unterstehe Dich muß?" nicht in dem Anput, in dieser rothen Fahne Dich vor dem Könige zu zeigen, wir müßten ebenso blutroth werden vor Scham, denn dieses Kleid ist der Zeuge Deiner und meiner mir Schande." Es ist besser, Du erfährst es nie." " Nie? Dich Thor! Es ist ja ein offenes Geheimniß. Die ganze Stadt hat es ja schon errathen! Glaubst Du, ich hätte nicht vernommen, was sich die böse Welt in die Dhren raunt, wenn sie Dich mit dem Major spazieren fahren sieht, wenn sie über alles flatscht, was er Dir Neues und Schönes aus London oder Paris mitgebracht?" ,, Laß sie reden, es ist weiter nichts daran als Neid; daraus brauche ich vor der Welt kein Geheimniß zu machen." Georgine brach zusammen. Schluchzend und weinend verbarg sie ihr Angesicht im Sophatiffen. Der Zorn erstickte ihre Stimme. Kreischend stieß sie hervor:" Du bist ungerecht." " Wär's möglich? Georgine! Sprich!" Du weißt, der Major wohnte bei meinen Eltern, als er noch Premierlieutenant war. Mein Vater hatte ihm Unterricht im Deutschen gegeben. Um die Konversation zu pflegen, zog er ganz zu uns." Ihre Thränen steigerten die Wuth Brambach's. Es Ich war damals ein netter Backfisch und wurde von hätte nicht viel gefehlt und das schöne Gewand wäre von dem in jener Zeit noch sehr schmucken Offizier stürmisch eine rühmliche Ausnahme, denn der Beamte für eft preußen Gie bat ja fo viel zu thun, um das Roalitionsrecht der Arbeiter schreibt: einzuschränken und diese dadurch widerstandsunfähiger gegen den Die berufsgenossenschaftliche Unfall- Kapitalismus zu machen, daß sie auch zu den nothwendigsten verbütung im Bezirke Elbing ist mit Ausnahme der Holz- Reformen zu gunsten der Arbeiter weder Zeit noch Laune hat. berufsgenossenschaft gleich Null, eine Wahrnehmung, die ich für alle Bezirke bestätigen fann." Der Beamte für Schwaben und Neuburg aber wendet Aus England. Politische Uebersicht. Berlin, 13. Dezember. Aus dem Reichstage. Die Reichsboten sind bereits in Ferien gegangen; nur hier und da treibt sich noch ein Provinzler herum, der aber sicher morgen der Reichshauptstadt ebenfalls Valet sagen wird. Lecky über fich ganz energisch besonders gegen die Betriebe der Holzindustrie;( Daily Chronicle" über Hohenlohe's Erklärung. er schreibt: Es ist zu bedauern, daß gerade diejenige Berufsgenossen. Gefahren der unbedingten Zoyalität für die Sache der Freiheit. schaft, in deren Betrieben mit den gefährlichsten Maschinen gearbeitet wird, keinen Beauftragten angestellt hat, der die drohen." Einwanderungsbeschränkung.) London, den 11. Dezember 1895. Die auf der Tagesordnung stehenden Gegenstände sind freilich auch nicht derart, daß sie jemanden an den Prachtbau am Königsplatz fesseln können. Der Gesetzentwurf zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes ist ein ebenso unschuldiges Eperiment wie der Entwurf über die Handwerkskammern, der von fast allen Parteien vor seiner Berathung bereits preisgegeben ist. Heute wurde über ersteren Entwurf debattirt. Derselbe ist eine Konzession an das Gejammer der sogenannten Mittelstände, aber mit Ausnahme der§§ 9 und 10, welche die sogenannte Konkurrenz Bedeutung. Die in den§§ 9 und 10 liegenden Gefahren wurden Wir hatten eine gewisse Art Politik und die Toryherrschaft von den Vertretern aller Parteien, ganz besonders energisch von Pitt und dessen Nachfolgern afzeptirt, und sie hinterließ uns eine traurige Erbschaft von Bitterfeit, Haß und Zwietracht, die aber von unserem Genoffen Singer bekämpft. Letzteren nur durch eine weifere und auf Heilung gerichtete Politik Umstand benußte der Herr Minister v. Bötticher, um Singer beseitigt werden fonnte. Angenommen, daß die sozialistische Be zu unterstellen, derselbe sei gegen das Gesetz überhaupt und wegung der Feind der Gesellschaft ist, ist es Sache des Staats, um eine mächtige Pauke über die bösen Sozialdemokraten gegen gesellschaftsfeindliche Ansichten friegsmäßig vorzugehen, zu halten, welche dem Mittelstand nicht helfen, wollen. wo keinerlei gesellschaftswidrige Handlungen vorliegen? Niemand Ob der Herr Minister glaubt, daß jetzt die Zünftler lagt die sozialistische Partei der Begehung von Gewaltakten und mehr Vertrauen zu ihm haben werden? Berbrechen an...." Morgen wird die Debatte fortgesetzt. Was nun folgt, entzieht sich der Wiedergabe. Es ist hereinbrechen." " Also ein scharfes Wort der Kritik ist der freien Presse ebenso gefährlich, wie Untersuchungshaft und Gefängniß. Und das schönste ist, Tante Voß ist über den Stenglein'schen Aufsag ungefähr der nämlichen Ansicht wie Bebel, nur daß das scharfe Wort" für ihre schwachen Nerven zu stark ist. Anlagen einer Kontrolle unterzieht. Die Erkundigungen bei Die englische Preffe fährt fort, dem in Deutschland den Betriebsunternehmern sowohl als auch bei den Arbeitern unternommenen Feldzug gegen die Sozialdemokratie ihre über die Revisionsthätigkeit des Beauftragten Aufmerksamkeit zu schenken. Die neuesten Nachrichten darüber, ergaben, daß von Seite der Berufsgenoffen- insbesondere die Erklärung des Reichskanzlers Hohenlohe in fchaft noch niemals revidirt wurde. Es er der gestrigen Reichstagssigung entlocken dem, Daily Chronicle" flären sich deshalb auch die Zustände in den einschlägigen einen Kommentar, dessen voller Abdruck sich in einem deutschen Betrieben, namentlich in den Sägewerken, in deren Souterrain. Blatt verbietet, der aber charakteristisch genug ist, auszugs- flaufel verewigen und verschlechtern wollen, ohne besondere räume oft nur mit Lebensgefahr binabgeftiegen werden fann, und in denen in unheimlichster Weise die Stelzen ohne weise erwähnt zu werden. jede Schuhvorrichtung freilaufen, und in denen breite, lange, meist nicht eingefriedete Transmissionsriemen auf großen Wellen die in die Nähe derselben Kommenden zu erfassen Aehnliche Beweise einer niedrigen und rohen Gesinnung bei Unternehmern, die gleichgiltig gegen das Leben der Arbeiter sind, finden sich in jedem Jahresbericht der Gewerbe- Aufsichtsbeamten. Und wenn diese schon zu energischem Protest sich berbeilassen, die doch durch ihre Instruktion noch besonders ermahnt werden, gute Beziehungen zu den Unternehmern zu unterhalten, dann muß es schon sehr schlimm stehen. Wie die Arbeiter wissen, steht es auch schlimm mit dem eine im Ausland allgemein verbreitete Ansicht, daß alle Tante Bok hat ein neues Argument gegen den Schutz, den das Unternehmerthum ihnen freiwillig gewährt. Neben diese Verfolgungen auf den Willen einer Einzelperson zurück- Zukunftsstaat" entdeckt. Und zwar in der Budgetrede der Holzindustrie ist es besonders die Stahl und Eisen- zuführen seien- eine Ansicht, die ich hier nicht erst zu Bebel's. Bebel nannte dort u. a. die bekannten AusIndustrie, über deren mangelnde Fürsorge sich die Aufsichts- widerlegen brauche, die aber sehr bezeichnend ist für die führungen des Reichsgerichtsraths Stenglein in der„ Zubeamten beschwerten. So meldet 1898 der Beamte für Oppeln: ganze Auffassung, die bezüglich der politischen und funft" schamlos. Damit" schreibt Tante Voß wörtVon den bei der Gewerbe- Juspektion Beuthen eingegangenen Rechtszustände Deutschlands vorherrscht. Es wäre lich damit lieferte er( Bebel) den klaren Beweis 2627 Anzeigen entstammten allein 2298 d. h. i ber 87 pt. aus --, daß in dem sozialdemokratischen Zukunftsstaat die den Betrieben der Schlesischen Stahl- und Eisen- Berufs gewiß interessant, festzustellen, wie diese Auffassung genossenschaft. Lehtere hat sich noch immer nicht entschließen die ich muß sagen, Festigkeit eines Volksfreie Meinungsäußerung nicht besser be Fönnen, Unfallverhütungs- Borschriften aufzustellen, und diesem vorurtheils erlangen konnte, aber das würde hier zu schüßt sein würde, als in dem gegenwärtigen Deutschland Umstande dürfte wohl mancher Unfall zuzuschreiben sein. weit führen. Genug, sie besteht, und unter ihrem Gesichts- mit seinem Paragrapheu vom groben Unfug, seinen Die Gewerbe- Aufsichtsbeamten find nicht winkel beurtheilt der Engländer, ob konservativ oder liberal, verstiegenen Theorien vom eventuellen Dolus und den in der Lage, jeden einzelnen Betrieb so Gegner oder Feind des Deutschen Reiches, die derzeitige sonstigen Brausewettern, die über die freie Presse genau au untersuchen, daß sie die fämmtlichen er Art der Bekämpfung der Sozialdemokratie, gleichviel ob forderlichen Unfallverhütungs- Maßregeln vorschreiben tönnten; es sich um Polizeiafte oder gerichtliche Verfolgungen das ist Pflicht der Berufsgenossenschaft." Daß aber nicht wenige Berufsgenossenschaften diese Pflicht handelt. vernachlässigen, ist eben Thatsache. Und der Aufsichtsbeamte für Wie tief selbst dem konservativsten Engländer alles Ostpreußen ruft daher im Jahresbericht für 1894 niemand persönliche Regiment widerstrebt, dafür mag ein Ausspruch anders zu Hilfe als die vom Gesetz so beiseite geschobenen des vorige Woche von der hochkonservativen Universität Arbeiter! Er schreibt: ( Trinity College) Dublin zum Parlamentsvertreter geWünschenswerth bleibt es, daß die Arbeiter wählten Historikers W. H. Lecky zeugen. Der Vorwärts" Köller a. D. Daß der Faden der Preßerörterungen felbst, viel mehr noch als bisher, bafür sorgen, hat schon erwähnt, daß die Kandidatur Lecky's einer ziemlich über den sicherlich nicht welterschütternden Abgang des hohen Daß zum Beispiel die Schußvorrichtungen in heftigen wenn auch vergeblichen Opposition begegnete Chefs der Agrarier nicht abreiße, dafür sorgt Herr v. Köller gutem Zustande erhalten bleiben und auch über diese Opposition stützte sich auf die angeblich an auf's allereifrigste. Würde der„ Reichs- Anzeiger", wie es ordnungsmäßig verwendet werden. Man darf nicht müde werden, nach dieser Richtung hin stets seine mahnende tirchliche Gesinnung Lecky's, schleppte aus dessen Schriften im Leibblatte der Kanize und Köller gewünscht wird, auf Stimme von neuem zu erheben." Material herbei, das ihn als ttt Atheisten erweisen sollte, all' die Anzapfungen der Köllerfreunde antworten, so müßte seine politischen Aussprüche ließ man unberührt. seine politischen Aussprüche ließ man unberührt. Und er für die Polemit der aktiven mit den abgegangenen doch finden sich darunter Säße, die gut den unionistischen Ab- Ministern eine besondere Beilage einrichten. Wir glauben, geordneten in Deutschland zu einer politisch höchst ver- daß unsere Reichstagsfraktion die dadurch entstehenden dächtigen Person stempeln würden Kosten für eine so werthvolle Ausgestaltung unseres bisher so langweiligen Amtsblattes mit Freuden bewilligen wird. Die Lehre von dem unantastbaren Recht des angestammten Schwer wird es freilich den ungewandten Zeitungswar in den Augen der großen Mehrheit der Engländer das Machern der Deutschen Tageszeitung" zu polemifiren. Oberherrn und der absoluten Sündhaftigkeit des Widerstandes schreibern des Reichs- Anzeigers" werden, mit den Grundprinzip der politischen Moral, und eine blinde, bedingungs. Das Organ des Bundes der Landwirthe hat eine so origi lose, unbedenkliche Loyalität war die stärkste und natürlichste nelle Form des Dementi's gefunden, die die Polemit recht Form des politischen Enthusiasmus. Dies war die wirkliche erschwert. Bekanntlich konstatirten wir, daß der mit zwei Die Berufsgenossenschaften erfüllen nur in ganz und Fühlens nicht ernsthaft geändert, konnten freie Inftitutionen ganz direkt von Herrn Köller inspirirt sei. Diese Kons Gefahr für die englische Freiheit. Bevor diese Art des Dentens Ringen gezeichnete Artikel der Deutschen Tageszeitung" Diese drei Thatsachen gehen aus den Jahresberichten der nicht Wurzel fassen." Gewerbe- Aufsichtsbeamten wie aus den Ziffern der Unfallstatiftit im achtzehnten Jahrhundert".( Bo. 1, 2. Aufl. G. 18). wagten aber aus Furcht, daß wir mit mehr herausrücken, So im ersten Kapitel von Lecky's" Geschichte Englands statirung muß den Herren sehr unbequem gewesen sein, fie deutlich hervor. Pflicht der Gesetzgebung also wäre es, die Ueberwachung Ledky bezeichnet es an derselben Stelle als höchsten Glücks nicht, dagegen zu polemifiren. Dafür bringen sie nun, nachder Unfallverhütung erfiens den Berufsgenossenschaften zu zufall" für das Land, daß in Jakob H. ein des Takts und dem vier Nummern ihres Blattes erschienen sind, gegen zu geben, daß fie die Betriebe sorgfältiger revidiren können, auf den Thron gekommen, der durch seine tollen Maß die Keckbeit zu behaupten, daß wir erklärt hätten, wir entziehen, zweitens den Gewerbe- Aufsichtsbeamten die Möglichkeit der Weitsicht des Staatsmannes gleich barer Fanatiker das Berliner Tageblatt" die folgende Notiz: Das hiesige, im besonderen Sinne jüdische Börsenblatt hat d. h. die Zahl der Beamten bedeutend zu erhöhen, und drittens nahmen die loyalften seiner Unterthanen in die erbittertſte fprächen im Namen des Ministers von Köller. Arbeiter zur Ueberwachung der Betriebe hinzuziehen, und die Gewerbe- Aufsichtsbeamten zu verpflichten, daß sie mit den Gewerk: Opposition trieb. Nebenbei sei erwähnt, daß mit der Ge- Das ist eine Lüge, wie sie eben nur ein jüdisches Blatt fertig Gewerbe- Aufsichtsbeamten zu verpflichten, daß sie mit den Gewerkschichte schaftskartellen oder Beschwerdekommissionen der Arbeiter in politischen Zendenzprozesse verbunden ist, welche die Annalen Sympathien dem Herrn von Köller gehören, aber wir haben schaftskartellen oder Beschwerdekommissionen der Arbeiter in schichte der Regierung Jakob's II. die der schlimmsten bringt. Wir haben nie daraus ein Hehl gemacht, daß unsere ständiger Verbindung bleiben. niemals und in keiner Weise erklärt, daß wir in seinem Namen Daß aber die Gesetzgebung diesen berechtigten Anforderungen Englands kennen. zu sprechen berufen seien. Das ist sehr gut gemeint von dem Aufsichtsbeamten, aber wenn ein Arbeiter seine mahnende Stimme gegenüber dem Unternehmer erhebt und ihn auffordert, eine zerfallende Schuß vorrichtung zu erneuern oder eine neue anzubringen, dann wird er nicht selten, sondern meistens den Erfolg haben, daß er direkt oder indirekt aufs Pflaster fliegt. Solch läftige" Mahner ver trägt das Unternehmerthum nicht. Die einzelnen Arbeiter sind nicht in der Lage, sich gegen die brutale Gewinnsucht, die an Schußvorrichtungen spart, erfolgreich zu wehren. Die Gewerbe Aufsichtsbeamten sind, wie sie selbst zugeben, mit Arbeit überlastet. mangelhafter Weise ihre Pflicht. der Märtyrer der Arbeit Rechnung tragen wird, bezweifeln wir! umworben. Ich war zurückhaltend, denn ich stellte mir das Jdeal meiner Liebe jünger vor, aber es schmeichelte meiner Eitelkeit, daß ein adeliger Offizier sich lebhaft für mich interessirte. Als er mir einmal eine ernste Liebeswerden würde." erklärung machte, fagte ich ihm, daß ich gern seine Frau Und das erzählst Du mir, Deinem Manne, erst jetzt?" " Ich sagte Dir ja, es wäre besser, Du erführeft mein Geheimniß nie. Doch höre weiter. Bald darauf avancirte zum Hauptmann, wurde versetzt und wenige Monate später erhielt ich einen Brief, worin er seine Beziehungen zu mir löfte. Ich war außer mir!" Denn Du liebteft ihn." er " Man höre nur: Literarisches. Es ist nicht unsere Sache, den Angriff auf das Berl. Tageblatt" zurückzuweisen. Wir haben blos festzustellen, daß Herr von Köller der ureigenste Veranlasser der Mittheilungen der Deutschen Tageszeitung", ganz speziell des wichtigsten, des mit zwei ineinander geschlungenen Ringen gezeichneten Artikels war. 11 " Aus Kampfgewühl und Einsamkeit. Gedichte von Robert Seidel( Zürich). Stuttgart J. H. W. Diet. gutes Buch sich selbst empfehle. Er ist im Gegentheil der durch Der Dichter nennt es( S. 104) ein faules Dogma, daß ein Wir wissen, daß Herr von Köller es nicht wagen vielfache Erfahrungen unterstützten Ansicht:„ Ein schlechtes Buch wird, dies zu dementiren, es würde ihm dies noch schlechter empfiehlt sich selbst die guten muß man loben." Gr hat recht, bekommen, als sein Dementi des in der Saale- Zeitung" und es sei daher um so mehr auf die Gedichtsammlung Robert veröffentlichten Interview. Der vom Reichs- Anzeiger" und Seidel's hingewiesen, als sie es dem Inhalte und der Form von Herrn Köller in gleich feierlicher Weise dementirte nach verdient, aus der lyrischen Fluth, die sich ununter- Artikel der Saale- Zeitung" ist nämlich, wie jetzt un brochen über Deutschland ergießt, hervorgehoben zu zweifelhaft feststeht, auf ein Gespräch mit Herrn v. Köfler werden. In Dem von Tage zu Zage lebhafter entbrennenden Kampfe zwischen dem Prinzip der Brüderlichkeit zurückzuführen und Herrn v. Köller lag der Artikel der " Nicht ihn, nur seinen Namen. Ich wollte abelig, schaft beherrscht, steht der Dichter auf feite des ersteren, dem die aber garnicht, daß dieser so wackere Verfechter der Ordnung und dem des Individualismus, der Staat, Kirche und Gesell- Saale- Beitung" vor der Veröffentlichung vor. Das hindert hoffähig werden. Ich wiegte mich schon in der Gewißheit, Butunft gehört, tros alledem und alledem. Begeistert führt er noch immer von seinen Hinterfassen im agrarischen Lager aufs durch diese Verbindung in den Adelsstand wieder einzu sein Liebschwert für die Befreiung der materiell und geistig tiefste betrauert wird. Die Geschichte soll noch lange treten, das„ von" vor meinem Namen zu sehen, welches Unterdrückten; nur derjenige, der in seinen Ueberzeugungen un fein Ende nehmen, fchließt doch die Deutsche Tagesmein Großvater schnöde von sich geworfen hatte." erschütterlich fest stehe, ist ihm des Heldenruhmes würdig, und zeitung" ihre legte Todesklage folgendermaßen: Dein Großvater?" falle er, fo fei ihm die Unsterblichkeit gewiß. Zornig und Der Rücktritt eines Ministers in solcher Stellung, in solchem " Ja. Er hatte als junger Offizier ein unglückliches spottend wendet er sich gegen das Philisterthum, dessen Weisheit Beitpunkte, unter solchen Verhältnissen muß geklärt werden, wenn Duell, mußte flüchten, ging über die Grenze, fand aber die goldene Mittelmäßigkeit als das höchfte erscheine, gegen die nicht das Volk in feiner ganzen Auffassung von der Würde der nirgends eine Stelle, sobald er seinen Namen nannte. Er Streber und Schlängler. G3 wäre Robert Seidel in diesen Ge- Regierung irregeführt werden soll. Dabei werden wir kein ließ das„ von" fallen, wurde Lohnkellner und heirathete ein dichten vielleicht etwas mehr Humor zu wünschen, der frei über Mittel unbenugt lassen, der Wahrheit auf den Grund zu kommen." der Kleinlichkeit und Erbärmlichkeit der Bourgeoisie in ihrem Bürgermädchen, die Tochter des Schankwirths. Um fich Denten und Thun schwebt. Freilich mag sie ihm selbst manche Ob Herrn von Köller die Wahrheit nicht am unnicht zu verrathen und seinen Stammbaum nicht zu entwunde geschlagen haben, deren Narbe noch schmerzt. Derselbe warme angenehmsten sein wird? ehren, ließ er meinen Vater bürgerlich taufen." Pulsschlag, der ihn zum Anwalt der Enterbien macht, durchbebt sein Als Reichtags- Abgeordneter schon sagte Herr von Köller " So ist Blanke von Boheimb doch Eurer Familie zu- Naturempfinden, sei es, daß er die besonderen Reize der ver- am 9. April 1886: ch bin leider im Laufe der Jahre gehörig?" schiedenen Jahreszeiten, sei es, daß er die Großartigkeit und zu der Ueberzeugung gekommen, daß die meisten Zeitungen " Ja. Sie stammt aus einer Nebenlinie. Mein Vater Wildheit der Alpenwelt schildert. Immer aber erhebt sich die das meiste, was sie schreiben, zu lügen pflegen." Gilt das fuchte später seines Vaters Heimath auf, konnte aber die Empfindung zu einer Gedankenblüthe, zu einer Beziehung auf bei der heutigen Polemit über den Köller- Sturz nicht in die Menschenwelt. Denn die Natur ist geistlos, ohne Fühlen", Rechte nicht wieder erlangen, die mein Großvater verwirkt fingt er, und nur der Mensch das Maß der Dinge". Er allein erster Linie von der Deutschen Tageszeitung"? hatte. Um den Adel zn gewinnen, hätte ich den geheirathet, wirft bewußt mit Geist und Herz. Es befeelt den Dichter aber Ser mir unsympathisch wegen seiner Sprache war. Ich ver die Hoffnung, daß dem Wirken für die Befreiung des Menschen: schmerzte die rückgängige Berlobung. bald, nicht aber das, thums der Sieg nicht ausbleiben werde. Diefe Hoffnung erflingt daß ein Mann mit meinem Herzen gespielt. Ich schwur dann auch in seinen verschiedenen Gedichten und Liedern auf den mich zu rächen, fäme er mit je wieder zu nahe. Die Neue ersten Mai, den internationalen Feier- und Festtag des Profes führte ihn bußfertig in meine Nähe. Mit Genugthuung tariats. Und so schließt er das Gedicht:„ Wir glauben an der hörte ich ihn seinen Fehltritt beklagen." Freiheit Sieg", worin der Achtstunden Arbeitstag besonders betont wird, mit dem Gesang der sur Maifeier versammelten Arbeiter: Wir fämpfen für das Recht der Freien " Du liebst ihn also nicht! Georgine!" Ich hasse ihn tödtlich. Ich kann es ihm nicht vergeben, daß er mir Hoffnungen gemacht und mich dann verschmäht hat." ( Fortfehung folgt. " " Und für den Frieden, gegen Krieg, Wir hoffen auf den Völkermaien Und glauben an der Freiheit Sieg." Die Kreuz- Zeitung" hat heute entdeckt, daß jeder Versuch, streng vertrauliche Briefe öffentlich auszubeuten, politische Angeberei der verächtlichsten Art" ist. Gi! Gi! " Die„ Kreuz- Zeitung" hat nicht immer so gedacht. Welch' grausame Selbstkritik! Beiläufig hat die" Kreuz- Zeitung" auch entdeckt, daß die Konservativen in der gestrigen Debatte ganz gut weggekommen seien. Auf diese Bescheidenheit des Junkerblattes waren wir wirklich nicht gefaßt. Das Pindterblatt sucht sich heute mit dem Vater lands- Zitat herauszulügen. Es gebraucht dazu den betannten Kniff der thatsächlichen Fälschung durch ein Gemisch von fettem und dünnem Drud. Es präsentirt die kritische beantragt. Zum mindesten für gewöhnliche Zeiten ist das Ber- wird. Der Bankrath foll ausschließlich vom Bundesrath gewählt Stelle wie folgt: bindungsverbot, wie wir schon früher bemerkten, überflüssig; es werden, nicht zum theil durch die Kantone. wird thatsächlich seit Jahrzehnten von allen Parteien und von den verschiedensten Vereinigungen umgangen, ohne daß dadurch ein Schaden geschehen wäre." Frankreich. Vaterland in euerem Sinn ist ein reaktionärer, fulturfeindlicher Begriff." Die Kampagne gegen Faure stellt sich nun als Warum das in euerem Sinn" nicht ganz weglassen? Das Bindterblatt ist aber richtig auf die Methode gekommen, ein einfaches schmutziges Erpressungsmanöver heraus. - Die Kommission für Arbeiterstatistit bedurch die die„ Goldene Hundertzehn" ihre Produkte billiger schäftigte sich nach dem Berichte des Reichs- Anzeigers", in Ueber die Panamafrage murde gestern wieder erscheinen läßt als sie sind. ihren Sigungen vom 10. und 11. d. Mts. nach Erledigung der in der französischen Deputirtenkammer debattirt. Nach der AbEingänge zunächst mit der Erhebung über Arbeitszeit, ſtimmung über das Budget des Finanzministeriums warf Ramel Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Kündigungsfristen und Lehrlingsverhältnisse( Mitglied der Rechten) dem Ministerpräsidenten Bourgeois vor, er Von der Straftammer des Landgerichts Mülhausen im Handelsgewerbe. Die Kommission hält eine Re- wolle durch die Ankündigung, daß Arton auch wegen der Panamai. El. wurde am 11. Dezember der frühere Wegemeister und gelung der Arbeitszeit in den offenen Baden- Bestechungen verhört werden würde, dessen Auslieferung jebige Bauzeichner J. A. Schüßler, in Rüdesheim wohnhaft, gefchäften für nothwendig und durchführbar. verhindern, befragt Bourgeois über die Veröffentlichungen wegen Majestätsbeleidigung zu 2 Monaten Gefäng Sie befürwortet den Erlaß einer Vorschrift, wonach die Läden, des Polizeibeamten Dupas, nach welchen das Kabinet Loubetniß verurtheilt. Der Angeklagte war nach der Aussage von vorübergehenden Ausnahmen abgesehen, in der Zeit Ribot denselben beauftragt bat, mit Arton zu unterhandeln, und eines Zeugen zu der Zeit, als er die inkriminirte Aeußerung morgens geschlossen sein müssen, und die Hand- Ministerpräsident erwidert, es sei nicht angängig, Dupas gerichtzwischen acht Uhr abends und fünf Uhr verlangt die gerichtliche Verfolgung Dupas. Der that," voll wie eine Haubige". lungsgehilfen, Lehrlinge und Geschäftsdiener innerhalb der lich zu verfolgen; die Regierung würde die AusEin Majestätsbeleidigungs- Prozeß eigner Art. 3eit, während welcher die Läden geschlossen sind, in der Regel lieferung Arton's erreichen; man tönne gegen den. Der 35 Mal wegen Bettelus, Landstreichens, Beleidigung, zur Arbeit für das Geschäft nicht herangezogen werden dürfen. selben nur wegen Vergebens gegen das gemeine Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs und ähnlicher Delitte Die Rommission hält ferner Bestimmungen für erforderlich, welche echt vorgehen, tönne aber von ihm über andere vorbestrafte Bigarrenarbeiter Hermann Heinrich den Angestellten der offenen Ladengeschäfte die zur Einnahme Bortommnisse Auskunft verlangen. der Hauptmahlzeit nothwendige Zeit sichern. In Madagaskar drohen den Franzosen neue Kröger soll, wie wir dem Hamburger" Echo" entnehmen, Zur Förderung der Fortbildung der Lehrlinge bringt Schwierigkeiten. Das„ Reuter'sche Bureau" meldet aus nach der gegen ihn gerichteten Anklage den deutschen Kaiser die Kommission die Aufnahme einer Bestimmung in Vorschlag. Antananarivo unter dem 30. November: Gin Haufe von sechs beleidigt haben. Der Angeklagte, gegen den vor der Straf- wonach an Orten, wo eine vom Staat oder der Gemeinde an- tausend den Europäern feindlichen Eingeborenen zerstörte die kammer I des Landgerichts Altona verhandelt wurde, soll erkannte Fach- oder Fortbildungsschule besteht, den Handlungs- Missionsstation Ramainaudro. Dem englischen Missionar Mac am Sedautage vor einem Laden in der Holstenstraße, Gehilfen und Lehrlingen unter 18 Jahren nicht nur die zum Mahon und dessen Familie gelang es, einige Stunden früher zu in welchem die Büsten des Kaisers, Bismard's und Roon's Besuch der Fortbildungsschule, sondern auch die zum Be= entkommen. Sämmtliche in den Landoistritten wohnenden ausgestellt waren, in bezug auf die Büsten Aeußerungen gethan fuch der Fachschule erforderliche Zeit an ge- Guropäer sind aufgefordert worden, sich nach der Hauptstadt zu haben, durch welche der deutsche Kaiser beleidigt sein soll. Der währen ist. Endlich hat die Rommission noch eine Reihe von Bestimmungen begeben. Sechshundert Mann französische Truppen find gegen die Aufrührer entsandt. an der Pinneberger Chauffee 126 wohnende Gärtner Louis vorgeschlagen, die nach dem Vorgang der§§ 120 a fg. ber Lehmann, der die Aeußerungen gehört haben will, fühlte Gewerbe Ordnung eine Berbesserung der LadenBelgien. fich in seinen patriotischen Gefühlen so verräume bezwecken. Brüffel, 12. Dezember. Der Patriote" bementist legt, daß er einen Polizeibeamten herbei Eine gesetzliche Regelung der Kündigungsfristen, insbesondere a m tlich die Nachricht von einer Ministerkrisis, welche rief und den Angeklagten verhaften ließ. die Einführung einer monatlichen Minimaltundider Soir" als wahrscheinlich bevorstehend gemeldet hat. Von dem Angeklagten wurde behauptet, daß seine begungsfrist hält die Kommission gleichfalls für nothwendig. Dagegen verlautet in Brüffeler parlamentarischen Kreisen, daß schimpfenden Aeußerungen nicht in bezug auf alle drei mit der Anwendung der sogenannten Konturrenstlaufel über das Budget Gelegenheit suchen werde, sich in die Minder schimpfenden Aeußerungen nicht in bezug auf alle drei Sie befürwortet ferner ein Einschreiten gegen die Mißstände, die der Kriegsminister bei der demnächst stattfindenden Diskussion Büsten, sondern nur in bezug auf die Büfte Bismarcks ge- verbunden sind, und wird auch in dieser Hinsicht dem Reichs heit zu setzen, um dann seine Entlassung einreichen zu können. fallen seien. Nach den bestimmten Aussagen des Denun- tangler eingehende Vorschläge unterbreiten. England. V zianten und denen seiner Ehefrau und eines Gärtners Schmidt Zu Punkt 2 der Tagesordnung Erhebung über die " hielt das Gericht den Thatbestand der Majestätsbeleidigung Arbeitszeit in Getreidemühlen" beschloß die Kom London, 12. Dezember.( Eig. Bericht.) Schulreaktion. jedoch für erwiesen und erkannte in Rücksicht auf die mission nach Erstattung des Referats und der Korreferate die Die reattionären Pläne des Lord Salisbury hinsichtlich der Ginvielen Borstrafen des Angeklagten und in Rücksicht mündliche Bernehmung von 40 Auskunftsschräntung der öffentlichen Boltsschulen zu darauf, daß die Aeußerungen auf öffentlicher Straße er perfonen aus dem Müllerei Gewerbe vor der gunsten der Schulen der anglikanischen und der römischen Kirche stoßen auf wachsende Opposition in den Reihen der liberalen hoben und der Angeklagte die meiste Zeit seines Rommission. Lebens vom Staate erhalten wurde, somit Unionisten. Nachdem schon der Herzog von Devonshire feinen - Die Christlich- Sozialen jüngerer Richtung am allerwenigsten berechtigt sei, gegen den deutschen Kaiser sollen disziplinirt werden, dagegen bleibt Herr Stöcker unge. allerdings sehr zahmen Vorbehalt gegen diese Pläne bekanntgegeben, läßt auch Herr Chamberlain durch sein Organ, die Vorwürfe zu erheben, auf eine neunmonatliche fchoren. Es wäre gegen allen Brauch, wenn die Sache umgekehrt gegeben, läßt auch Herr Chamberlain durch sein Organ, die Gefängnißstrafe. gekommen wäre. Herr Stöcker hat mit seinem Scheiterhausen Birmingham Bost", kundthun, daß er in keinerlei Bewilligung nur etwas gethan, was in höfifchen, junterlichen und bureaus von Staatsmitteln zu gunsten der Vermehrung der Kirchenschulen Daß jemand wegen Majestätsbeleidigung verurtheilt fratischen Kreisen allzu oft, allerdings immer hinter den willigen, sondern nur einer mäßigen und vorsichtigen Be= wird, weil er vor einem Ladenfenster sich zu einer un Ruliffen sich abgespielt hat. Die jüngeren Kollegen willigung von solchen Zuschüssen an schon bestehende Kirchenbedachten Neußerung hat hinreißen lassen, ist nicht neu und aber haben sich der Mermeren gegen die Reichen und Mächtigen Schulen zustimmen werde, die erfordert feien, um diese Schulen Es ist ein Beweis für die auffällig. Neu ist auch nicht, daß seine Vorstrafen ihm als anzunehmen versucht; nur versucht. Und das verzeiht die leistungsfähig zu erhalten. Verschlechterung der Sachlage durch den Ausfall der straferschwerende Momente angerechnet werden. Aber beutige Staatss, Kirchen- und Gesellschaftsordnung nicht. das ist allerdings ein neues Ergebniß der Forts Herr Professor Hüpeden, der aus der konservativen letzten Schulraths, Grafschaftsraths- und Parlamentswahlen, entwickelung unserer politischen Rechtspflege, daß ihm Bartei ausgeschieden ist, wird übrigens vom„ Bolt" für die daß diese Erklärung von der radikalen Preffe mit einem Seufzer seine Strafzeit zum zweiten Male, von einem anderen Stöcker'schen Ansichten reklamirt. Zu den Jungen soll er nicht auch sie eine Hinausschiebung der Zeit, wo alle aus öffentlichen Gesichtspunkte aus betrachtet, als straferschwerendes Moment gehören. = 79 " Kulturwerke in Preußen. Am schwarzen Brett der bischöflichen theologisch- philosophischen Lehranstalt in Bader. born wird, nach dem Westfälischen Merkur", folgendes bekannt gemacht: Die Herren Studirenden werden wiederholt darauf auf mertfam gemacht, daß das Einhergehen im Garten, besonders längs der Hörsäle I und II, mit 2 e bensgefahr verbunden ist, da wegen der großen Gebrechlichkeit des Daches schon bei unbedeutender Luftbewegung Schiefersteine hernieder fallen, zumal bei dem jezt herrschenden Sturme, wie der Augenschein beweiset. Die Baupflicht, bemerkt hierzu das zitirte Blatt, liegt dem Genauer zugesehen bedeutet Mitteln unterstützten Volksschulen der demokratischen Kontrolle unterstellt und firchlichen Sondereinflüssen entzogen sein werden. Italien. -Eine Beileibstundgebung hat die italienische Kammer zu Ehren der in Afrika Gefallenen veranstaltet. Hierauf erklärte das Ministerium, daß die Zahl der bei dem Gefecht am Ambaalabschi betheitigten Truppen 2450 Mann betragen habe. Für die Fortführung der Operationen in der erythräifchen Kolonie werden vorläufig 7 Millionen Franken( 5,6 Millionen Mark gefordert. d. M. angerechnet wird. Er sei die meiste Zeit seines Lebens-NachfolgerZeffendorf's als Ober- Reichsanwalt Dom Staate erhalten worden"- im Gefängnißämlich. am Reichsgericht soll angeblich der Ober- Staatsanwalt am OberBisher ist es noch niemals einem Gerichtshofe oder einer landesgericht Köln, Herr Hamm, werden. Dann wäre es also sonstigen Behörde eingefallen, die Gefängnißstrafe als eine nichts mit Herrn Groschuff. von den Behörden verliehene Wohlthat hinzustellen, für die der Bestrafte eine besondere Erkenntlichkeit sein Leben lang im dankbaren Herzen zu tragen und diese Erkenntlich. teit gegebenenfalls zu bethätigen hat. Eine solche Auffaffung widerspricht durchaus dem Begriff der Strafe, Nach Privattelegrammen aus Maffauah hätte sich das Heer besonders der Strafe, wie fie fich in der Praxis unserer der Schoaner, welches Toselli angriff, auf 30 000 Mann belaufen. Rechtspflege herausentwickelt hat. So viel, was die Die Vertheidigung des italienischen Heeres war heldenmüthig, Charakterifirung der Strafe als Wohlthat" anbetrifft. Aber der moralische Zustand der Truppen ein gehobener, bie Konzenwäre sie wirklich eine obrigkeitliche Wohlthat wie dürfte trirung der italienischen Truppen vollzieht sich äußerst rasch. Die man die wiederholte Entgegennahme dieser Wohlthat zum gegenwärtigen Streitkräfte des Generals Baratieri in Adigrat straferschwerenden Moment stempeln, während man schon Der zeitige Dekan." besteben aus 11 000 Mann. genau die nämliche Thatsache als wiederholte Bestrafung fogenannten Studienfonds ob, der unter der Verwaltung des Afrika abgehen, davon drei am 17. oder 18. und zwei am 25. Der Italia Militare" zufolge werden 5 Bataillone nach zur Straferschwerung herangezogen hat. Ne bis in idem töniglichen Provinzial Schulfollegiums steht. Dasselbe ist aber b. m. Dieselben werden viel Kriegsmaterial mit sich führen. Nichts zweimal dieser alte Rechtsgrundsatz müßte seither nicht zu bewegen gewesen, das baufällige Dach zu er- Auch mehrere Kriegsschiffe erhielten heute Befehl nach Maffauah doch auch bei der Verwendung einer Thatsache zur Straf- neuern, obgleich es so hinfällig ist, daß nicht nur bei einigem abzugehen. erschwerung unverbrüchlich beobachtet werden. Allerdings, Winde die Schieferfteine herabfallen, sondern daß auch im Innern Die Ueberlebenden der Kolonne Tofelli, wundern soll man sich auch über diese neueste Leistung des Gebäudes die Decken bei jedem Regen durchweicht werden, welche vom General Arimondi aufgelesen wurden, erzählen eines deutschen Gerichtshofes nicht. Wird das Reichs so daß an einer Stelle ein Einsturz erfolgte und der Holzschwamm schreckenerregende Grausamkeiten, welche von seiten der Schooner gericht sie fanttioniren? fich zeigte. gegen die Verwundeten und speziell gegen die Afeari, die sie als Das sollte aber mal eine- Kadettenanstalt oder eine Kaserne Berräther betrachten, verübt wurden. Es haben sich die ScheußMajestätsbeleidigungen hinter den Kuliffen. Die sein, da würden die Infassen nicht bei den Behörden so lange lichkeiten von Dogali wiederholt. Man sagt, nicht wenig Todte Möglichkeit, daß die Hammerstein Briefe bekannt gegeben um die Abstellung lebensgefährlicher Schäden zu jammern haben. und Verwundete feien entmannt und schrecklich verstümmelt werden, entlockt der Deutschen Tageszeitung" folgenden Grenadier Bengar, der in Königsberg am worden, hauptsächlich von den Weibern, welche das abyssinische Stoßseufzer: 2. November als Wachtposten einen Mann tödtete und einen Heer begleiten. Angenommen, es gäbe Briefe, in denen konservative Poli- zweiten anschoß, hat, wie die" Norddeutsche Allgemeine Beitung" Die Affäre Giolitti wird heute in der Kammer tifer vielleicht in augenblicklichem Unmuth ein mittheilt, das Allgemeine Ehrenzeichen erhalten und ist zum Ge- verhandelt werden, nachdem gestern der Bericht des Ausschusses mal an sich nicht angemessene Bemerkungen über den freiten befördert worden. über die Angelegenheit dem Parlamente zugegangen ist; bei dieser Träger der Krone gemacht hätten, Bemerkungen, die vor der Deffentlichteit, die selbst bei ruhigerer Ueber- München, 13. Dezember. Der Kammer der Ab. Gelegenheit beklagte sich Giolitti darüber, daß die Kommission Wahrscheinlich wird sich, Crispi's legung auf teinen Fall gethan wären.. geordneten ging ein Gefeßentwurf betreffend den Bau ihn nicht verhört habe. neuer Lokalbahnen zu; in demselben sind für das rechts- Wünschen entsprechend, die Kammer unzuständig erklären und Das Blatt merkt natürlich garnicht, daß es mit dieser rheinische Bayern 28 Lokalbahnen mit einem Gefamintaufwand die Dokumente Giolitti's den ordentlichen Gerichten zur VerBemerkung das ganze angebliche Brinzip der unbedingten von 23 Millionen Mark, ferner für die Pfalz 8 Lokal- fügung stellen. Majestätsverehrung durchbricht. Aber abgesehen bahnen vorgesehen. Eine Depesche aus Rom meldet noch: Der von der Kommission für die Prüfung der Prozesse davon, wie mancher arme Schlucker ist nur deshalb dem Georg Biehl, der frühere Reichs- und Landtags- gegen Giolitti beschlossene Antrag, welcher den ersten Gegenstand Majestätsbeleidigungsprozeß zum Opfer gefallen, weil er in abgeordnete, einer der Zentrumsführer dritten Ranges und der heutigen Tagesordnung bildete, lautet: Die Kammer ist überPrivattreisen im augenblicklichen Unmuth" eine derartige Hauptverfechter der Innungsforderungen in parlamentarischen zeugt, daß keine Veranlassung verliegt, das Urtheil über die Bemerkung gemacht, die denunzirt und dann hochnothpeinlich und außerparlamentarischen Rörperschaften ist heute nach langer gegen Giolitti erhobenen Anfchuldigungen in beiden Prozessen dem geahndet wurde! Dann haben die konservativen, Ritter Krankheit im Alter von 50 Jahren in München gestorben. Senat zu übertragen, beschließt den Gerichtsbehörden die Frei und ihre Presse aber stets Beifall gejauchzt. -Württembergischer Landtag. Die General- beit des Handelns wiederzugeben und giebt ihnen debatte über die Deutschrift zu den Steuervorlagen wurde am voraus auf grund des Artikels 45 der Verfassung die erforderMittwoch und Donnerstag fortgesetzt. Die Mehrzahl der Redner liche Vollmacht, Anklage gegen ihn zu erheben, beschränkt aber - Zur Frage der Bereinsgefeße. Selbst der steht der progressiven Einkommensteuer im großen und ganzen diefelbe im zweiten Prozeß auf die Bergehen, die von Giolitti National Zeitung" wird's unbehaglich zu Muth. Das Blatt sympathisch gegenüber, bei der Einzelberathung sich natürlich Ab- vor Einbringung der Dokumente in der Kammer, also vor dem schreibt im Anschluß an den Artikel des Rechtsanwalts Mundel: änderungen vorbehaltend. Die Herren Privilegirten von der 11. Dezember 1894, begangen wurden. Die Zeitungen und Freunde Giolitti's greifen in heftiger Es mag hier ununtersucht bleiben, ob die von ihm vor Richterbant machen wieder eine Ausnahme, fie fühlen sich schon Weise die Kommission an, welche der vereinigten Rammer gewährt geschlagene Begriffsbestimmung die beste sein würde; jedenfalls in ihrem Besitzstand bedroht und einer ihrer Vertreter, ist es nothwendig, gegen die Möglichkeit der Belästigung aller Freiherr v. Heereman, befürchtet gar, daß diese Reform wurde und aus Anhängern des Minifteriums und bekannten politischen Thätigkeit Sicherheit zu schaffen. Sie würde zur Noth zum Staatssozialismus führen Genoffe Gegnern Giolitti's zusammengesetzt ist. Die Kommission wurde gegeben sein, wenn durch die Rechtsprechung die Ansicht, daß ein kloß wendet sich gegen den Regierungsentwurf, derselbe von den Anhängern Giolitti's speziell deshalb angegriffen, weil gewählter Parteivorstand als Verein" zu betrachten sei, ab- trage den Wünschen der unteren Bevölkerung zu wenig Rechnung. Diefelbe sich weigert, Giolitti anzuhören, welcher aufrecht erhält. gewiesen würde; denn alsdann könnte, wenngleich den wirklichen das Existenzminimum möge auf 900 Mt. feftgesetzt werden, es daß seine Aufgabe einfach in der Untersuchung der produzirten Dokumenten bestand. Vereinen die unmittelbare Verbindung mit einander durch den dürfen aber dadurch die politischen Rechte in feiner Weise ge= Die Lage in Sizilien hat sich, wie uns aus Italien § 8 des preußischen und durch ähnliche Bestimmungen anderer schmälert werden, auch möge die Regierung im Bundesrath dahin Vereinsgefeße untersagt bliebe, der Parteivorstand doch mit jedem wirken, daß im Reiche mehr gespart werde. Redner erklärt, daß geschrieben wird, wegen der Krisis in der Schwefelbranche dieser Vereine in Berbindung stehen und somit die Verbindung er für dieses Gesetz nicht stimmen fönne, aber für Einzelberathung wieder und zwar unerwarteterweise sehr ernst gestaltet. Die Uraller Vereine einer Partei aufrecht erhalten. Sollte die Recht eintrete. Nachdem noch einige Redner ihre Meinung zum Aus- fache liegt daran, daß die Bethätigung der gehofften Regierungssprechung den unbestreitbaren Bedürfniß des öffentlichen Lebens trag brachten, wurde die allgemeine Berathung über die fürsorge auf sich warten läßt. Verschiedene sehr bedeutende nicht Rechnung tragen, so werden alle Parteien das gleiche Denkschrift geschlossen und wird am Freitag mit der Berathung Schwefelgruben find in diesen Tagen gefchloffen worden, u. a. die Interesse an einer Ergänzung der Gesetzgebung haben, dann der einzelnen Geseze begonnen. J Deutsches Reich. 48 Schweiz. würde. " 40 große Schwefelgrube Bosco in der Gegend von Serradifalco, die im Befize Don Ignazio Florio ist. Als bevorstehend meldet man die nuuß entweder der Begriff des Vereins sachgemäß feftSchließung von anderen wichtigen Schwefelgruben, unter denen gestellt werden, wozu das bürgerliche Gesetzbuch der Ort sein würde, ober ea müßte ber Versuch gemacht Bern, 13. Dezember. Der Ständerath hat das Gefeh fich die des Fürsten von Trabia, Mitglieds des Parlaments, werden, das Verbot der Verbindung von Vereinen mit über die Errichtung einer rein staatlichen Bundesbank befindet. Die Grube Bosco" des Hauses Florio beschäftigte Die Faffung des mehr als 1000 Arbeiter, diejenige des Fürsten von Trabia noch einander auf dem Wege der Reichsgesetzgebung aus den ver mit 24 gegen 17 Stimmen angenommen. Das Giornale di Sicilia" veröffentlichte einen in schiedenen Landes Vereinsgesehen zu entfernen. Die freisinnige Nationalraths wurde dahin abgeändert, daß der ganze Rein- mehr. Boltspartei hat ein darauf gerichtetes Nothgeseh" im Reichstage gewinn der Bant den Kantonen überlassen brünftigen Appell an Regierung und Kammern, daß vor Schluß 1P 11 des Parlaments Maßregeln gegen die Schwefelkrifts, die dies man dadurch zu inhibiren suchte, daß sich furz vor dery Spanien. Der Rechtsanwalt Juftizrath Vollgold war am Als er am unglückliche Land in Aufregung erhält, getroffen werden feftgesetzten Zeit jemand in das Versammlungslokal begab und 31. Juli d. J. einem bösen Angriff ausgefeßt. möchten. Das Blatt macht dabei darauf aufmerksam, daß die der Wirthin erklärte, die Versammlung fönne nicht stattfinden, Nachmittage des genannten Tages seine Privatwohnung betreten immerwährende Vermehrung der Beschäftigungslosen einen Grund da dieselbe nicht angemeldet sei, trozdem der Einberufer wollte, wurde ihm der Zutritt zum Hause durch den Komzu ernster Beunruhigung für die Freunde der öffentlichen Ord- die Bescheinigung schon 24 Stunden in der Tasche missionär Klaß verwehrt. Klaß belegte ihn mit den gröbsten nung und Sicherheit bilde. batte. Eine große Anzahl der Versammlungsbefucher wurden Schimpfworten und einen Stock vor dem Anwalte schwingend, daher von dem Wirthe zurückgewiesen, bis er sich davon über verlangte er, daß derselbe die Sachen, die in einer gegen Klaß zeugt hatte, daß die Anmeldung thatsächlich vorhanden war. anhängigen Zivilklage mit Beschlag belegt worden waren, wieder freigeben sollte. Dem Anwalte gelang es, an In Dortmund sollte Genosse Block in der diesjährigen dem heftig erregten Manne vorbeizuflüchten und den Hof zu Parteiversammlung Bericht über den Parteitag in Breslau erhinaufgehen wollte, wiederholte sich die Szene, bis ein herbeistatten; der Staatsanwalt hat ihn aber statt dessen hinter die erreichen, als er dann aber die Treppe zu seiner Wohnung Klaß schwedischen Gardinen gebracht. Der Kaffenbericht von August- gerufener Schußmann dem Bedrängten zu Hilfe fam. Oktober vermerkt 677,33 M. Einnahme und 518,85 M. Ausgabe. stand gestern wegen versuchter Nöthigung vor der vierten StrafZum Vertrauensmann wurde Genoffe Fickermann einstimmig kammer des Landgerichts I. Wegen der ihm zugefügten Beleidigung hatte Juftigrath Vollgold auf Bitten des Angeflagten wiedergewählt. Gemeinderathswahlen in Württemberg. In Bödingen den Strafantrag zurückgezogen. Der Gerichtshof verurtheilte den bei Heilbronn und in Ennabeuren bei Münsingen wurde je Angeklagten nach dem Antrage des Staatsanwalts zu einer ein Genoffe in den Gemeinderath gewählt. Gefängnißstrafe von vier Wochen. Die Enthüllungen über die Korruption in der Madrider Stadtverwaltung, in der der frühere Bürgermeister der Hauptstadt und jetzige Arbeitsminister verwickelt ist, haben zu einer Ministerkrisis geführt, die den Zwed hat, sich Bosch's Das fonservative und noch eines Ministers zu entledigen. Kabinet dürfte sich aber sonst behaupten und wird wohl, um unangenehmen Erörterungen im Parlamente zu entgehen, die Kortes auflösen und Neuwahlen ausschreiben. Ueber den großen Erfolg der Madrider Demonstration herrscht in der Bevölkerung eine gehobene Stimmung. Türkei. -Für die Stimmung in Ronstantinopel ist der folgende Vorgang charakteristisch: -Auf Greta ist es neuerdings zu einem Zusammenstoß zwischen den türkischen Truppen und Anhängern des Revolutions fomitees gekommen; 36 Soldaten und 6 Aufständische wurden bei dem Zusammenstoße getödtet und verwundet. Kuba. Savannah, 12. Dezember. General Martinez Campos ist Die Führer eiligst nach der Provinz Matanzas aufgebrochen. der Aufständischen Gomez und Maceo fetten ihren Vormarsch fort und stehen gegenwärtig bei Baez in der Provinz Santa Der Oberkommandirende der Infurgenten, Gomez, beauftragte den Stabschef Jaurez zu Einfällen in verschiedene Punkte ber Die Provinz Matanzas. Gomez rückt nach Singuanea vor. Rebellen machen überall lebhafte Angriffsbewegungen. Clara. B " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Das Schuhmacher Hoffmann'sche Ehepaar, welches - Freigesprochen wurde Genosse DhI in Stettin dieser Tage erst wegen der sonderbaren Vorkommnisse bei GeZwei armenische Kaufleute, ehemalige Rompagnons, geriethen von der Auflage, durch die Abonnements Einlegenheit des Verschwindens ihres Sohnes Karl Hoffmann vor in der Stambuler Handelsstraße über Geschäftsdifferenzen in Streit, I adungen im Voltsboten" groben Unfug verübt zu haben. Gericht stand, wird sich am 19. d. M. vor dem Schwur. gericht wegen betrüglichen Bankrotts und Meineids zu vers wobei einer derfelben von seinem Revolver Gebrauch machte und Der Amtsanwalt hatte 6 Wochen Haft beantragt. sodann, verfolgt von der Polizei, flüchtete. Hierdurch wurde eine Wegen Beleidigung des Gimsborner antworten haben. Ihre Wertheidigung führt Rechtsanwalt große Aufregung und ein bedeutender Wienschenzusammenlauf Magistrats, begangen durch eine Notiz im Hamburger Dr. Haase. veranlaßt. Dieser geringfügige Vorgang, durch abenteuerliche Echo", hatten sich am 5. November die Genossen Krause- Elmshorn Die Provinzial- Arbeitsanstalt zu Branweiler und die Geschichten ins Ungeheuerliche übertrieben, verursachte eine große und der Redakteur des„ Hamburger Echo", Stenzel, vor dem Rheinische Zeitung". Aus Köln wird uns vom Freitag gePanit. In blindem Schrecken begannen die Geschäftsinhaber Schöffengericht in Hamburg zu verantworten. Das Urtheil fchrieben: Em Seitenstück zu dem Nach ner Alerianer- Prozeß geihre Lokale zu schließen. Erst 11/2 Stunden nach dem Vorfall lautete für Krause- Elmshorn als Verfasser der Notiz auf 50 m. langt heute vor der zweiten Straffammer des hiesigen königl. Landherrschte Ruhe und der Verkehr wickelte sich normal ab. Geldstrafe und für den Redakteur des„ Echo", Stenzel, auf Frei gerichts zur Verhandlung. In der zu Brauweiler bei Köln fprechung. Auch wurde auf Kosten des Angeklagten Krause dem belegenen Provinzial Arbeitsanstalt wurde einer Korrigendin, beleidigten Magistrat die Befugniß zugesprochen, daß das Urtheil namens Wodtke wegen Renitenz eine sogenannte Mundbinde im Hamburger Echo" einmal bekannt gemacht wird und ferner angelegt. Da diese Prozedur den Tod der Korrigendin zur dem beleidigten Magistrat eine Abschrift des Urtheils zu Folge hatte, so wurde gegen den Direktor der genannten Arbeitsgestellt wird. anstalt, Schellmann und den Anstaltsarzt Dr. Bodet die In Lüneburg standen am 12. d. M. zwei Genossen Anflage wegen fahrlässiger Tödtung erhoben. Die zweite vor den Schranken des Gerichts. Genosse Fritz Schneider erschien Straffammer des hiesigen Langerichts, vor der die Sache am hinreichend verdächtig, den in den weitesten Kreiſen unbekannten 1. März d. I. zur Verhandlung gelangte, erkannte jedoch auf Verein der Vertreter des 16. hannoverschen Wahlkreises" als Freisprechung. Im Anschluß hieran brachte die hier erscheinende Borsteher geleitet zu haben, wollte aber das selbstverständlich sozialdemokratische Rheinische Zeitung" in ihrer Nummer 54 nicht vorhandene Statut und die Mitgliederliste nicht heraus vom 6. März d. J. einen Leitartikel mit der Ueberschrift:„ Das rücken. Genosse Arnold Ottawa dagegen sollte irgend ein Lokal Arbeitshaus in Brauweiler", in dem sie einen ihr von einem boyfottirt und im Verkehr mit der hohen Obrigkeit die Reichstags Abgeordneten zugegangenen Brief zum Abdruck pflichtschuldige Devotion außer acht gelassen haben. Der erste brachte. In diesem Artikel wurden gegen Direktor SchellAttentäter wurde jedoch freigesprochen, der zweite dagegen für schwere Beschuldigungen erhoben. außerordentlich den Boykott zu 15 M. und für die schriftlich begangene Un- Die betreffenden Angriffe follen angeblich gänzlich entstellt gebühr zu 10 M. Strafe verurtheilt. bezw. unwahr sein. Auf Antrag des Landesdirektors, Geh. Des Aus dem Gebiete von Elsaß Lothringen Ober Regierungsraths Dr. Klein und Brauweiler ausgewiesen wurde der in Straßburg ansässige Maurer Arbeitsanstalts Direktors Schellmann ist deshalb gegen Kümmerle, ein französischer Optant. Er soll den Bestand den verantwortlichen Redakteur der Rheinischen Zeitung", Hofdes Deutschen Reichs durch seine eifrige sozialdemokratische richter Anklage wegen wider befferes Wissen begangener ver Agitation gefährdet haben. Die Genossen in Straßburg wurden leumderischer Beleidigung auf grund der§§ 185 und 187 des auf diese eifrige sozialdemokratische Agitation" erst durch die Strafgesetzbuches erhoben worden. Sicherem Vernehmen nach Ausweisungsmaßregel aufmerksam. Der Mann ist verheirathet hat der Angeklagte eine große Anzahl Beugen laden lassen, und Familienvater. mittels welcher er den Beweis der Wahrheit für die in dem Aus Desterreich. Innerhalb der schwarzgelben inkriminirten Leitartikel erhobenen Beschuldigungen zu führen Den Entwurf einer Seemanns- Ordnung hat die sozial Grenzen Defterreichs regt sich Polizei und Gericht gegen die frisch gedenkt. demokratische Frattion am 9. d. M. dem Reichstag vorgelegt. aufstrebende Sozialdemokratie wieder mächtig. Die Wiener Zu der aufsehenerregenden Affäre ist im Laufe des gestrigen Die bestehende Seemanns- Ordnung datirt vom 27. Tezember 1872. Eeitdem haben sich ungeheure Umwälzungen auf dem Gebiet der bortigen Genoffen; unterm 11. Tezember schreibt sie: Der Der ehemalige Ausseher in der Provinzial- Arbeitsanstalt zu Eeitdem haben sich ungeheure Umwälzungen auf dem Gebiet der Arbeiterzeitung" meldet eine ganze Reihe von Verfolgungen unserer Nachmittags das folgende Telegramm aus Köln eingegangen: Seefahrt vollzogen. Das dringende Verlangen der seefahrenden Staatsanwalt ist von der strafgerichtlichen Verfolgung der Redakteure Brauweiler, Szaplowski, wurde heute wegen vorfäßlicher KörperBevölkerung, wenigstens den allergröbsten Mißständen, denen sie der Arbeiter- Zeitung" wegen der Nummer vom 8. Oftober zurückverlegung zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Diese Anklage durch die Brutalität des Kapitalismus und durch den Mangel an getreten. Wir wurden damals wegen zweier„ Aufreizungen" gegen steht im Zusammenhang mit dem Beleidigungsprozeß gegen den Rechtsschutz unterlagen, abzuhelfen, fand nur bei den Sozialdemokraten bie Armee fonfiszirt, wovon eine die Militärgerichtsbarkeit und Redakteur der„ Rheinischen Zeitung", Hofrichter, welcher ebenfalls Unterstüßung. Am 18. Oftober 1890 beschloß der Parteitag zu die andere die Rekrutenmonturen betraf. heute verhandelt wird." Es sind zu dieser Sache 121 Zeugen Halle, die Fraktion zu beauftragen, im Reichstag die Forderung auf geladen worden. Revision der deutschen Seemanns Ordnung zu stellen". Dieser Forderung entsprach die Fraktion. Ihre Reduer legten bei verschiedenen Etatstiteln die beinahe völlig schutzlose Lage der See Leute klar. Aber et bliwt wie' t war. Rührig traten die Afrika. - In Egypten drohen wieder kriegerische Verwickelungen mit dem Mahdi. Wie das„ Reuter'sche Bureau" aus Kairo von gestern meldet, griffen die Derwische am Dienstag Adendan( 3) an, tödteten und verwundeten 16 Dorfbewohner und nahmen eine Frau und 4 Kinder gefangen. Parlamentarisches. Gewerkschaftliches. Glaferstreiks in der Schweiz. Der Glaserstreik in Zürich Organisationen der Seeleute, Heizer und Trimmer zu Bremer ist, wie neuerdings gemeldet wird, insofern beendigt, als alle Streifenden bis auf 7 Mann wieder untergebracht, nachdem schon haven und Hamburg- Altona an die Aufgabe heran, selbst einen früher 46 abgereift find. Der Glaser- Fachverein zählt 187 Mit Gesetzentwurf auszuarbeiten. Es gelang ihnen, in Verbindung mit den Abgeordneten Schwarz und Megger das überreiche glieder. Die Meister, bei denen die Streifenden wieder einge Material zu sichten. Genosse Schwarz legte im Februar 1893, unterstützt von der gesammten Fraktion, einen Gesetzentwurf vor. Derfelbe tam leider nicht zur Verhandlung. Die Organisationen der Seeleute traten dann in neue Berathungen, zu denen sie die Abgeordneten Metzger und Stadthagen hinzuzogen. Frucht ihrer Arbeit ist der von der Fraktion gutgeheißene jezt vorgelegte Gefehentwurf. treten, haben deren Forderungen bewilligt. Die unnachgiebigen Glafermeister beschäftigen nur wenige Glasergehilfen, dagegen Schreiner und Flüchtlinge aus verschiedenen anderen Berufen als Handlanger. In Winterthur und St. Gallen dauern dagegen die Glaseraussperrungen fort. Streik in Wien. Die Schildkrot und Fächer gestellmacher in Wien haben vorige Woche von ihren Arbeitgebern die Einführung des Neunstundentages verlangt. Diese lehnten die Forderung ab, worauf 60 Arbeiter dieser Branche in den Ausstand getreten sind. mann S Depelthen und lehte Nachrichten. Köln, 13. Dezember.( B. H.) Gegenüber gegentheiligen Meldungen versichert die„ Köln. Volksztg.", daß das Zentrum die gegenwärtige Reichstags- Session nicht vorübergehen lassen werde, ohne auf den Reichstags- Beschluß bezüglich Zulassung der Jesuiten zurückzukommen. Sollte der Bundesrath die Absicht gehabt haben, durch Aussetzung der Beschlußfassung sich für diese Session Ruhe zu schaffen vor dem unbequemen Antrag, so habe er die Rechnung ohne den Wirth gemacht. Vielleicht werde das Bentrum eine Interpellation über den Stand der Angelegenheit einbringen. Köln, 13. Dezember.( B. H.) Zu dem heute begonnenen Nicht weniger als 39 selbständige Initiativanträge sind im Reichstag bis jetzt eingebracht worden, nämlich 4 vom Prozesse des Landesdirektors Klein, sowie des Direktors der Brauweiler Anstalt, Schellmann, gegen den Redakteur der Zentrum, 5 von den beiden konservativen Fraktionen, 2 von den Rheinischen Zeitung", Hofrichter, ist eine große Anzahl in und Nationalliberalen, 3 von der Freifinnigen Volkspartei, 1 von der In Czernowit streiten gegen 70 Tischlergehilfen, weil die ausländischer Preßvertreter erschienen. Getrennt von diesem Freisinnigen Vereinigung, 14 von den Sozialdemo- Meister sie zu einer 12- bis 13 ständigen Arbeitszeit zwingen Prozesse wurde zunächst gegen den Bau- Aufseher Czaplewski ver traten, 8 von den Antisemiten und 2 von Elsaß Lothringern. wollen; die Arbeiter bestehen auf einer 11 stündigen Arbeitszeit handelt, der als Beamter der Anstalt Bauweiler ihm unterstellte Die 39 Anträge betreffen 35 verschiedene Fragen. Bei 8 Anträgen mit anderthalbstündiger Ruhepause. Gefangene schwer mißhandelt haben soll. Der Zeuge, Direktor betreffen je 2 denselben Gegenstand. Aus Halloin wird telegraphisch gemeldet, daß die Lage Schellmann, hatte wegen dieser vor fünf Jahren pafsirten VerAn Initiativanträgen find fernerhin eingegangen dort sehr ernst ist. Die Zahl der Ausständigen ist auf 500 ge- gehen fürzlich Anzeige erstattet. Eine Anzahl Zeugen fagt be ein von den Freikonservativen unterstüßter Antrag Gamp, stiegen, die Erregung unter den Arbeitern sehr groß. lastend gegen den Angeklagten aus. Einem 63jährigen Mann das Strafgesetzbuch durch die Bestimmung zu ergänzen, wonach leber den Ausstand der englischen Schiffsbaner wird hatte Czaplewski das Seitengewehr auf dem Kopfe entzwei ge die betrügerische Beeinflussung der an öffentlichen Märkten zur uns geschrieben: Bis zur Stunde ist noch nichts entschieden. schlagen; auch andere Personen wurden von ihm verwundet. Notirung gelangenden Preise sowie betrügerische Angaben über Börsen- und Marktpreise unter Strafe gestellt werden. Ferner Unter dem Vorsitz des Lord James of Hereford tagen feit Der Prozeß dürfte Aufsehen erregende Details zutage fördern. Köln, 13. Dezember.( B. H.) In dem Prozeß des Landeshaben die Freitonfervativen einen Antrag eingebracht, zu ver- gestern Vertreter der Unternehmer und der Arbeiter in Glasgow, anlaffen, daß die Pfandbriefe der landschaftlichen Kreditinstitute ber in Belfast obwaltenden Differenzen steht es so aus, als ob mann, gegen den Redakteur der„ Rheinischen Zeitung", Hofrichter, um einen friedlichen Ausgleich zu stande zu bringen. Bezüglich direktors Klein und des Direktors der Brauweiler Anstalt, Schellvon der Reichsbank zu gleichen Bedingungen lombardirt werden ein Kompromiß zu stande kommen werde, wonach die Arbeiter wurde in dem hiervon getrennt verhandelten Verfahren in der= wie die Reichsanleihen. von ihrer Forderung einige Pence ablassen, während die Unter: felben Angelegenheit der Angeklagte Bauauffeher Czaplewsti nehmer auf die Bedingungsklausel„ wenn der Stand der Ge- wegen Mißhandlung ihm unterstellter Gefangener zu drei schäfte es erlaubt" verzichten. Was die Werften am Clyde an- Monaten Gefängniß verurtheilt. betrifft, so bestehen die Arbeiter fest darauf, daß ihnen die urfprünglich geforderte Lohnerhöhung von 1/2 Penny pro Stunde bewilligt werde. Frankfurt a. M., 13. Dezember.( B. H.) Wie die Frankf. Beitung" aus Düsseldorf berichtet, wurde der Redakteur der dortigen Bürgerzeitung" Stoffers wegen Majestäts. beleidigung, begangen durch zwei Artikel, au neun Monaten Gefängniß verurtheilt. Ein Antrag auf sofortige Verhaftung wurde abgelehnt. Partei- Nachrichten. Parteiliteratur. Die Etatsdebatte im Reichstage bat in ber gegenwärtigen politischen Situation fich zu einer Debatte über den Septembertura und die Sozialdemo Bäckerbewegung in London. Es wird uns berichtet, daß tratie gestaltet. Die aus Anlaß der Kaiserrede im ganzen in London der Fachverein der Bäcker sich seit längerer Reiche wider unsere Partei seitens der Gegner infzenirte Sedan- Beit zu einem Kampfe für den neunstündigen Arbeits Frankfurt a. M., 13. Dezember.( B. 5.) Aus Kopenhagen hege läßt es angebracht erscheinen, diese Reichstagsreden in die tag vorbereitet. Agitations- und Organisationsversammlungen meldet die" Franff. 3tg.": Bei den gestrigen Rom. haben zu diesem Behufe in allen in Frage kommenden Distrikten munalwahlen in dem Vororte Amager fiegten die weitesten Kreise zu bringen. Die Buchhandlung des stattgefunden und durchgängig guten Erfolg gehabt. Ueberall Sozialdemokraten. Ihre fünf Kandidaten wurden mit Vorwärts" wird daher im Laufe der nächsten Woche verpflichteten sich die Anwesenden einstimmig, in die Aktion mit großer Majorität gewählt. diese Debatte unter dem Titel: ,, Der Septemberkurs vor dem einzutreten, und ein großer Prozentsaz der Gehilfen hat sich Zürich, 13. Dezember.( B. H.) Der hiesige Polizei. Reichstage" in Broschürenform herausgeben, und um die in die Listen des Vereins einzeichnen laffen. Die Vorversammhauptmann Fischer wurde wegen widerrechtlicher lungen sind jetzt beendigt und es wird nun abzuwarten sein, ob insperrung einer Perfon verhaftet und sein Massenverbreitung zu ermöglichen, ist der Preis der die guten Entschlüsse auch für die Zeit der That vorhalten. Die Bureau amtlich geschlossen. Die Angelegenheit erregt in der 7-8 Bogen Großoktav umfassenden Broschüre auf 15 Pf. feft- großen Schwierigkeiten, in diesem verbreiteten Gewerbe eine ein ganzen Schweiz großes Aufsehen. Fischer machte wegen der im gesetzt worden. Bei Partienbezug wird selbstverständlich noch beitliche Aktion die allein dauernden Erfolg verspricht zu Jahre 1888 an deutsche Sozialdemokraten gemachten Enthüllungen großer Rabatt gewährt werden. Um die Auflagehöhe bestimmen erzielen, find bekannt. Hoffen wir, daß es dem Eifer und Ge- über Polizeispione viel von sich reden. und rechtzeitige Versendung bewirken zu können, sind die Be- schick der Gewerkschaftsleiter gelingen wird, zu beweisen, daß sie nicht unüberwindlich sind. stellungen umgehend an die Buchhandlung des Vor= wärts" erbeten. " Gerichts- Beifung. - Bom Prozeß Liebknecht ist bereits die zweite Auflage Am Sonnabend findet vor der 8. Straffammer die Vernöthig geworden. handlung gegen die Leiter, Schauspieler und Schauspielerinnen Agitation mit Hindernissen. Am Sonntag, den 1. Dezember, der Versuchsbühne" statt, welche bekanntlich angeklagt hatte der Vertrauensmann von Iserlohn eine öffentliche sind, eine zensurpflichtige, aber von der Polizeibehörde nicht geParteiversammlung einberufen, die der polizeilichen Auf- nehmigte Theatervorstellung am 7. April d. J. veranstaltet bezw. lösung verfiel, weil die Ausweisung der Frauen der Aufforderung dabei mitgewirkt zu baben. Das Schöffengericht hatte sämmtdes überwachenden Beamten nicht auf dem Fuße folgte. liche Angeklagte freigesprochen, indem es den Ausführungen der Die richtige Antwort wurde der Polizeibehörde der Polizeibehörde dadurch Vertheidigung beitrat, daß Vereinsvorstellungen nicht ertheilt, daß Sonntag, den 8. Dezember, eine öffentliche öffentliche und daher der Zensur nicht unterworfen jeien. Volksversammlung einberufen wurde, die über alles Hiergegen hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Die Erwarten gut besucht war. Am Montag, den 9. Dezember, fand Angeflagten werden auch in der Berufungsinstanz vom Rechtseine öffentliche Gewerkschafts- Versammlung statt, die anwalt Grelling vertreten. London, 13. Dezember.( B. H.) Nach einer Konstantinopeler Meldung der„ Daily News" wurden 785 armenische Häuser in Passin zerstört. Die Einwohner flüchteten nach Erzerum. Sofia, 13. Dezember.( B. H.) Aus Konstantinopel eins getroffene Privatmittheilungen besagen, die vorgestern in Stambul stattgefundenen Unruhen seien vom armenischen Komitee angezeitelt und von bedeutendem Umfange gewesen. Es soll ein Ueberfall auf den Yildiz- Palast geplant gewesen sein, welcher jedoch durch die Wachsamkeit des Militärs verhindert wurde. Die Bevölkerung ist neuerdings im höchsten Grade aufgeregt. Weitere Ausschreitungen stehen angeblich bevor. Athen, 13. Dezember.( B. H.) In Nord- und MittelGriechenland sind in der letzten Woche zahlreiche Erdstöße ver. spürt worden. New- York, 18. Dezember.( B. H.) Der Präsident der Republik Venezuela, Crespo, weigert sich entschieden, die von England verlangten 12 000 Pfd. Sterl. zu zahlen. Verantwortlicher Redakteur: Frit Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 292. Reichstag. Sonnabend, den 14. Dezember 1895. 12. Jahrg. nicht als durch die ausdrückliche Bezeichnung der Geschäfts: junge Mann ist durch den Hunger und die Noth gezwungen, geheimnisse die jungen Leute geradezu auf die wichtigen jede Bedingung anzunehmen. Wer die sogenannten GeschäftsPunkte mit der Nase gestoßen würden, während sie ordnungen, die mehr Sklaven- und Zuchthausordnungen sind, 7. Sigung vom 13. Dezember 1895, 1 Uhr. es sonst vielleicht gar nicht merkten. Berechtigter ist fennt, weiß, wie es mit der wirthschaftlichen Freiheit der AnAm Bundesrathstische: v. Bötticher, Nieberding. die Bestrafung dritter Personen, welche zum Ver gestellten bestellt ist. Die Firmen Kirschner u. Co. und Wachs u. Zur ersten Berathung steht der Gesetzentwurf zur Berath der Geheimnisse verleiten. Das Gefeß ist im großen und Flößner in Dresden ließen beim Engagement einen Revers unterkämpfung des unlauteren Wettbewerbs. ganzen akzeptabel mit Ausnahme der Bestimmungen über den zeichnen, in dem es hieß: Nachdem ich von den Herren Staatssekretär v. Bötticher: Nach den akademischen Er- Verrath der Geheimnisse nach Beendigung des Vertragsverhält- Kirschner u. Co. angestellt bin, verpflichte ich mich gegen örterungen der letzten Tage wird es Ihnen zur Befriedigung nisses. meine Prinzipale, vom Tage meines Ausscheidens in gereichen, an eine praktische Aufgabe der Gesetzgebung heran- Abg. Roeren( 3.): Die Einzelheiten können wir wohl Dresden oder eine Stunde im Umkreis von Dresden zutreten, umſomehr, als der Entwurf von den Anschauungen beffer der Kommission überlassen. Ich freue mich, daß die in fein Geschäft gleicher Art einzutreten ohne Unterschied und Anregungen des Reichstages getragen wird. Unseren Nationalliberalen sich im ganzen und großen auf den Boden der ob es schon besteht oder später errichtet wird, insbesondere aber ersten Entwurf gegen die unlauteren Bestrebungen Bestrebungen in Vorlage gestellt haben und hoffe, daß die übrigen Parteien die- und nun fommt ein Satz, auf den diejenigen Herren besonders Handel und G.werbe haben wir veröffentlicht, um felbe Stellung einnehmen werden; dann wird die Vorlage, nach merken mögen, die uns immer den Boykott vorwerfen. dem Publikum und den betheiligten Kreisen Gelegenheit zur welcher die Betheiligten so dringend verlangt haben, bald Gefeß in das Geschäft der Herren folgen etwa 20 Namen einzu Aeußerung darüber zu geben. Dankenswertherweise haben zahl- werden können. Der Betrug- Paragraph reicht nicht aus, weil treten; ebenso verpflichte ich mich, weder ein Geschäft der bereiche große wirthschaftliche Korporationen und zahlreiche Fach- nicht immer eine Vermögensschädigung festzustellen ist. zeichneten Art weder für eigene noch für fremde Rechnung zu vereine ihre Meinung darüber geäußert; danach haben wir den Der Entwurf ist eine Anbahnung zur Bekämpfung des unlauteren errichten. Außerdem verpflichtet sich der junge Mann zu einer ersten Entwurf forrigirt und bei Betrachtung der Vorlage er- Wettbewerbs, wodurch wir unserem Gewerbe- und Kaufmanns- Konventionalfirafe von 10 000 m. Und das ist kein Schein. fennen Sie, in welchem Umfange der Nußen des uns zustand eine große Wohlthat erweisen. Ich werde deshalb, wenn Ein junger Mann wurde entlassen und mußte sich eine gefloffenen Materials hervortritt. Infolge der Veröffent- ich der Kommission, die ich in Stärke von 14 Mitgliedern be- andere Stellung suchen, und die Folge war, daß er auflichung hat sich auch der Kreis derjenigen, welche antrage, angehören werde, bei der Einzelberathung über Birns- gefordert wurde, seine Stellung zu fündigen, widrigenfalls Bedenken gegen gegen dieses Vorgehen hatten, immer enger fäden nicht stolpern, sondern die Vorlage im ganzen ins Auge man seinen Austritt auf gerichtlichem Wege erzwingen würde. zufammengezogen und heute herrscht kaum noch eine fassen. Das Reichsgericht hat ja wiederholt ausgesprochen, daß solche Meinungsverschiedenheit darüber, daß es Pflicht der Gesetz- Abg. v. Czarlinski spricht namens der Polen sein volles Verträge nur dann ungiltig sind, wenn sie weder räumlich noch gebung fei, gegen den unlauteren Wettbewerb vorzugehen. Einverständniß mit dem Vorredner aus. zeitlich beschränkt sind. Das fördert nur das Unternehmerthum, Wir werden uns daher unschwer über den Entwurf verständigen Abg. Singer( Soz.): Es bedarf nicht erst der Versicherung, nicht die wirthschaftlich Schwachen. Der ganze Paragraph ist Fönnen. Der Entwurf soll zunächst die Auswüchse des daß wir allen Versuchen, die darauf gerichtet sind, Täuschungen in der Praxis überhaupt unhaltbar. Die Engagements von AnReklamewesens, die dem ehrbaren und schwer um seine aus dem Handel und Wandel auszuschließen, sympathisch gegen gestellten erfolgen doch gerade unter der Vorausseßung, daß sie Existenz ringenden Gewerbetreibenden so überaus schädlich sind, überstehen; es fragt sich nur, ob die Hoffnungen, die an diesen die Kenntnisse, die sie sich in andern Geschäften erworben haben, einengen und ferner Schuß gegen die unberechtigte AusGefeßentwurf geknüpft werden, auch wirklich in Erfüllung gehen in den neuen Stellungen verwenden werden. Man erwartet, nuhung von Fabrik und Geschäftsgeheimnissen werden. Die Vorkommnisse, die Sie mit dem Gesetzentwurf daß der Neuangestellte möglichst mit der Kundschaft der Branche gewähren. Daneben enthält der Entwurf noch eine Reihe treffen wollen, sind mehr oder weniger nichts anderes, als die vertraut ist. Nach dieser Richtung erfolgen die Engagements anderer Bestimmungen von minderer Bedeutung, die ich in der logische Folge der kapitalistischen Produktionsweise. In unserer nach bestimmten Provinzen und Ländern. Es ist bezeichnend für Generaldiskussion übergehen kann. Es scheint mir ein richtiges heutigen Gesellschaft ist eben jeder Unternehmer der ökonomische die ganze Art der Gefeßgebung, daß bei dieser Vorlage nicht Prinzip zu sein, daß nur gewiffe Formen der unlauteren Reflame Feind des Konkurrenten, und er muß es sein, wenn er nicht eine einzige Organisation der Handlungsgehilfen gefragt wird. den Rechtsfolgen des Entwurfes unterworfen sein sollen. unter die Räder kommen will. Der Kaufmann muß Sie haben ja Konferenzen zusammenberufen und Studien über Nach§ 1 tann jemandem, der unwahre Angaben macht über die dem Konkurrenten gegenüber als cin Mann auftreten, Geseze anderer Länder gemacht, aber sie haben die Leute, aus Beschaffenheit und die Herstellungsart, die Art des Bezugs oder der befferes bietet und versuchen, mit allen ihm zu Gebote deren Haut Riemen geschnitten werden sollen, nicht gefragt. der Bezugsquelle, durch den Richter die Wiederholung solcher stehenden Mitteln seinen Konkurrenten aus dem Felde zu schlagen. Was der Staatssekretär für eine Befferung des Entwurfs hält, Angaben untersagt werden, daneben steht den Geschädigten ein Will man also diese Echäden beseitigen, so muß man ihre halten wir für eine Verschlechterung. Früher hatten Sie die Ersatzanspruch zu, und endlich kann auch Strafe eintreten. Dem Ursachen beseitigen, die Basis der tapitalistischen Produktions- famosen 2 Jahre, für welche dem Angestellten das Schloß des § 1, welcher sich auf solchen unlauteren Wettbewerb bezieht, weise, und wenn wir das Vergnügen haben werden, den Herrn Papageno vor den Mund gelegt werden sollte, jetzt sollen die in dem jemand rücksichtlich seines eigenen Geschäfts oder Staatssekretär des Innern an der Spitze einer so organisirten Bestimmungen, wenn eine schriftliche Abmachung getroffen ist, Waarenlagers falsche Angaben macht, stehen die§§ 6 Gesellschaft zu sehen( Heiterkeit), dann werden wir in der Lage für alle Zeiten dauern. Es wird sich geradezu ein unlauterer und folgende zur Seite, mit welchen derjenige ge- fein, die Gefeßentwürfe, die er uns alsdann vorlegt, mit viel Wettbewerb entwickeln, um möglichst gefezwidrige troffen werden soll, der über das Geschäft eines anderen größerer Sympathie zu begrüßen. Dieses Gesetz wie alle Verträge zu machen. Wir leben in einer Zeit, wo auch unrichtige Angaben macht. Einen Schuh der Firma oder einer früheren ähnlichen Gesetze werden Hoffnungen erwecken, die andere Parteien die Organisation der wirthschaftlich Schwachen besonderen Bezeichnung eines Erwerbsgefd äfts gegen mißbräuch- innerhalb unserer Wirthschaftsverhältnisse einfach nicht erfüllt für nothwendig erachten, dennoch wird hier den Leuten die liche Benuzung von anderer Seite bietet§ 8. Das bestrittenfte werden können. Die Findigkeit der unternehmer, der Geschäfts- Möglichkeit geraubt, die Regierung über die Lage ihres Standes Kapitel bilden die Paragraphen, welche vom Verrath eines welt, wird es immer verstehen, diese Gesetze zu umgehen, wenn zu unterrichten. Sie werden es erleben, daß Sie, während Sie Fabrikgeheimnisses handeln. Man hat eine Schädigung nicht mit den heute beliebten Mitteln zur Täuschung des Moral, Treu und Redlichkeit schützen wollen, hierdurch gerade der Angestellten und Arbeiter durch die Vorschrift Publikums, so mit andern. Dazu kommt die sehr berechtigte die Niederträchtigkeit und kapitalistische Ausbeutung in der befürchtet und gemeint, daß wenn man eine Vorschrift erlasse, Frage: wo hört der reelle Wettbewerb auf und wo fängt der scheußlichsten Weise fördern. Wir werden niemals für ein Gefet wonach Mittheilungen und Auskünfte über ein Fabrit- oder Ge- unlautere an. Diese Frage wird durch das Gefeß nicht ent- stimmen, in welchem sich ein solcher Paragraph befindet, der das schäftsgeheimniß strafbar sind, es den Angestellten und Arbeitern schieden und je nach der Auffassung der Betroffenen sehr ver- unglaublichste darstellt von Einseitigkeit der Unternehmerintereffen. verwehrt werden könnte, von dem, was sie gelernt haben und zu ihrem fchieden beantwortet werden. ( Beifall bei den Sozialdemokraten.) späteren Fortkommen brauchen müssen, Gebrauch zu machen. Die Konservativen haben jedenfalls auch große Sympathie Staatssekretär b. Bötticher: Nach den fachlichen Erörte Nichts ist unbegründeter als diese Annahme. Die Tendenz des für die Vorlage; ich möchte sie aber frogen, ob sie es für erlaubten rungen der ersten Redner hoffte ich, die Distuffion würde auch Entwurfes ist gerade der Schutz des Schwachen. Andererseits Wettbewerb halten, wenn die Deutsche Tageszeitung" für eine seitens der Vertreter der übrigen Parteien ruhig und fachlich aber ist es auch geboten, den Lehrherrn gegen das Bestreben bestimmte Spiritus- Glühlichtlampe eintritt, weil die betreffende verlaufen. Ich glaubte, daß dieser Entwurf keine Veranlassung feiner Konkurrenten, von seinen Geheimnissen Gebrauch zu machen, Firma versprochen hat, gen ffe Prozente zur Agitation geben würde, so scharf vorzugehen, wie der Vorredner es that. zu schüßen. Ein Geheimniß ist, was sonst nicht bekannt ist und des Bundes der Landwirthe abzugeben.( Hört, hört! links.) Aus der scharfen Gefechtsart ziehe ich den Schluß, daß es ihm ein Fabrikgeheimniß oder ein Betriebsgeheimniß ist ein solches, Die Herren werden zugeben müssen, daß die Auffassung über weniger darauf ankommt, ein Gesetz zu stande zu bringen, das welches einer Fabrits oder Betriebsthätigkeit so eigenthümlich diese Manipulation bei anderen Leuten doch die sein muß, daß dem praktischen Gebrauch des Gewerbestandes genügt, als ift, daß es in einer andern Fabrik oder Betrieb nicht üblich ist. man ein foldes Verfahren unter die Fälle substituiren muß, vielmehr, auch diese Gelegenheit zu benußen, um nach Erlernte Kunstgriffe, die sich auf das rein Aeußerliche beziehen, sind welche dieser Gefeßentwurf treffen will. Wenn wir nun auch außen hin unzufriedenheit mit der Gesetzgebung zu erregen. davon natürlich ausgeschlossen. Erfahrungsmäßig wird von überzeugt sind, daß die auf diesem Gebiet zweifellos vorhandenen( Sehr wahr! rechts; Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) diesen Vorschriften ein sehr seltener Gebrauch gemacht. Nach wirthschaftlichen Schäden durch dieses Gesetz nicht beseitigt Anders ist die Behauptung nicht erklärlich, daß dieses Gesetz eine der französischen Statistit tommt auf das ganze Jahr etwa ein werden können, so wollen wir Sie doch in dem Vergnügen, alle Förderung der Niedertracht und Auswucherung der scheußlichsten Fall, wo wegen Verlegung des Geschäftsgeheimnisses Klage er Mittel anzuwenden, um wenigstens nach außen hin den guten Art sei.( Heiterkei rechts.) Ich glaubte, die Sozialdemokraten, hoben ist. Die Vorschrift wirkt daher auch außerordentlich Willen zu zeigen, nicht stören, um Ihnen die Möglichkeit zu die sich ja immer auf den Standpunkt strengfter Moralität günstig auf die Moralität der Betheiligten. Ich bitte Sie, den entziehen, in der bekannten Weise unseren sachlichen Widerspruch stellen und alle Unmoralität, wenigstens die in den höchsten Entwurf eingehend und fachlich zu prüfen und zweifle nicht, daß agitatorisch Das beste würden an allen Gesetz Kreifen der Gesellschaft, perhorresziren, würden wir uns verständigen werden. Er wird einen nicht unwesent entwurf ist der§ 5 über die Kenntlichmachung der Menge- Stellen, wo ein unmoralisches, unberechtigtes Gebahren sich lichen Beitrag zur Förderung des berechtigten Interesses der Ge- einheit. Diese Bestimmung soll aber nicht durch Gesetz festgelegt, zeigt, die beffernde Hand anlegen wollen. Der Vorredner ist werbetreibenden liefern. sondern es dem Belieben des Bundesraths überlassen werden, ob aber weit davon entfernt, er erkennt an, der unfautere Abg. Baffermann( natl.): In gewerblichen Kreisen besteht er solche Bestimmungen erlassen will, deren Uebertretung wiederum Wettbewerb ist vorhanden, aber er will nicht die Hand eine große Bewegung für den Erlaß eines solchen Gesetzes. Wir nicht mit kriminellen Strafen, sondern mit einer Ordnungsstrafe rühren( Abg. Bebel: Ist wieder nicht wahr), um dessen find weit davon entfernt, zu behaupten, daß Treue und Glauben geahndet werden soll. Tiefe Bestimmung ist charakteristisch für schädliche Folgen für die Klassen, deren Vertreter er ja auch sein im geschäftlichen Leben abhanden gekommen find; aber das die ganze fogenannte Reform- Gefeßgebung in Deutschland. Die will, zu beseitigen. Nicht nur um die Arbeiter handelt es sich Zusammendrängen in die Großstädte, die scharf gewordene Kon Aeltesten der Kaufmannschaft in Magdeburg wünschen gar in bei der sozialdemokratischen Propaganda, sondern auch um die kurrenz und das Mißverhältniß zwischen Einnahmen und Aus einer uns gestern zugegangenen Petition, daß die Beschlüsse fleinen Gewerbetreibenden. Nun, schützen Sie doch die kleinen gaben bringt viele Elemente zu unlauterer Konkurrenz. Man des Bundesraths in dieser Sache gebunden sein sollen Gewerbetreibenden, hier wird Gelegenheit dazu geboten. hat Bedenken geäußert, ob nicht ein solches Gesetz dem Verkehr an Die Zustimmung der Vertreter der betreffenden( Zwischenrufe bei den Sozialdemokraten. Unruhe.) Dafür haben " an zu große Fesseln anlegt, wenn eine eingehende Stasuistit aufgestellt Interessententreife. Das beweist, daß die Interessenten- die Herren tein warmes Herz, es scheint ihnen viel mehr darauf würde. Eine allgemeine Norm hätte ja vieles für sich; aber die freise eine außerordentliche Echeu davor haben, gesetzlichen Be- anzukommen, daß die ungeordneten und unlauteren Zustände deutsche Rechtsprechung ist nicht so beweglich, wie die fran- ftimmungen unterworfen zu werden, welche die Quantitäts im Handel und Wandel in ihrem Interesse weiter bezöfifche, welche den Begriff der concurrence déloyale sehr ent- verschleierung unmöglich macht. Die Kommission wind gut thun, stehen.( Sehr richtig! rechts.) Dazu werden die übrigen wickelt hat. Das Gefeß, wie es vorliegt, stellt an den an die Stelle des distretionären Ermessens Parteien des Hauses nicht die Hand bieten.( Beifall.) Gerichtshof schon große Anforderungen, es stellt vieles ins des Bundesraths die gefeßliche Norm zu setzen. Alle anständigen Mittel tönnen in der Konkurrens angewendet freie Ermessen des Richters, au dessen sach- Gegen den§ 9 möchte ich die Herren besonders scharf machen, werden, aber der Kampf ums Dasein tann niemals gestatten, licher Entscheidung wir wohl volles Vertrauen haben können. Damit nicht etwa die Nationalliberalen und Bentrumsherren auf unlautere Mittel anzuwenden. Von der Einschränkung der Reklame erhoffen wir eine Eindem Wege vom Plenum ins Kommissionszimmer ihren guten Durch ein Gesez fann man den Bedürfnissen des Handels schränkung der permanenten Ausverkäufe, der Willen wieder aufgeben. Würde dieser Paragraph Gefeß, so würde und Wandels nicht so schnell folgen; daß der Bundesrath feine Wanderlager und der sogenannten Konkurs. damit die einseitige Klaffengefeggebung gegen Verordnungen erst nach Anhörung der Interessenten erlassen ausverkäufe. Es wird sich nur fragen, ob man nicht auch eine große Kategorie von Bürgern inaugurirt werden. Für wird, ist selbstverständlich; die Zustimmung der Interessenten den Vereinen und Verbänden, welche feine juristische Person find, Handlungsangestellten würde mit dieser Bestimmung ein Aus einzuholen, würde aber sehr bedenklich sein, weil die das Klagerecht geben fann, ob man einstweilige Verfügungen zu- nahmegefeß geschaffen allerschlimmster Art. Ein sehr großer Konkurrenz zwischen dem ehrbaren Gewerbetreibenden lassen tann und ob man nicht von der vorgesehenen Kautions Tbeil dieser Angestellten ist in seinen wirthschaftlichen Verhält- und dem unehrlichen dabei binderlich fein würde. stellung seitens der Kläger abfehen kann. Die zweite Materie ist niffen der Gnade und Ungnade ihres Chefs preisgegeben. Sie Das Verlangen nach einem Schutz der Fabrik- und Betriebsder Schutz gegen die Herabwürdigung durch die Konkurrenz; ibre fommen jegt aus der Scylla der vertragsrechtlichen Ausbildung geheimnisse ist nicht erst von heute; es ist seit Jahren gestellt Regelung ist sehr wünschenswerth, weil die Bestimmungen des in die Charybdis der kriminellen Bestrafung. Wie lange haben worden. England hat einen solchen Schuß nicht, aber FrankStrafgesetzbuches nicht ausreichen. Wenn dadurch das Auskunfts- sie auf die Sonntagsruhe gewartet und vergeblich warten reich, Belgien und andere gewerbetreibende Länder haben ihn. wesen etwas beschränkt wird, damit jeder Gewerbetreibende, der über sie darauf, daß endlich einmal die schamlose Konkurrenz Ich bin fest überzeugt, daß der ganze Handlungsgehilfenstand einen anderen Auskunft giebt, vorsichtig in seinen Mittheilungen laufel beseitigt wird. Statt dessen kommen die verbündeten von einer Degradation seiner Würdigkeit und Ehre bisher noch wird, so ist das nur zu billigen. Einverstanden können wir sein Regierungen mit einem Gesetzentwurf, der die Interessen nichts empfunden hat, und wenn er sie in Zukunft empfindet, so mit dem besseren Schutz der Namen und Firmen. Die letzte des Unternehmerthums schüßen und bevor hat er das den Ausführungen des Abg. Singer zu verMaterie des Gesetzes ist der Echuß der Fabrik- und Geschäfts- zugen will. Man beruft sich mit unrecht auf andere danken. Hätte man die Betheiligten einberufen wollen, geheimnisse. Daß die Diensttreue während der Dauer des Ver- Staaten. England und Amerika, die industrieösesten so hätte man mit einem Parlament verhandeln müssen. trages unbedingt gehalten werden muß, ist selbstverständlich. Es Länder, kennen eine solche Bestimmung nicht. Das ganze Wir glaubten dessen überhoben zu sein, indem wir den taucht aber doch auch die Frage auf, was Geschäfts- und Material scheint einer Schrift des Herrn Stegemann in Braun- Entwurf der öffentlichen Kritik aussetten. Der Vorredner hat Betriebsgeheimniß ist. Die Lehrlinge, die in das Geschäft fchweig entnommen zu sein, der eine Reihe von Fällen aufführt, uns Verträge mitgetheilt, daß die Geschäftsinhaber geneigt geeintreten, und die Arbeiter befizen vielleicht nicht die als Verrath von Geschäftsgeheimnissen gelten sollen. Die wesen find, ihre Leute festzumachen. Das betrifft doch aber Kenntniß von dem, was Geschäfts- und Betriebs. Begründung meint, daß der Verrath und die unbefugte Aus- nicht dieses Gesetz, sondern das Handelsgesetzbuch. Wird die geheimniß ist. Bedenken liegen aber vor bezüglich des beutung fremder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse an einzelnen Vorschrift Gesez, so wird der Geschäftsinhaber gar nicht mehr Schutzes des Betriebsgeheimnisses nach Beendigung der Vertragszeit. Stellen geradezu die Form einer geschäftlichen Organisation an- nöthig haben, seine Leute so stark zu binden. Daß ein Reisender Vorgeschrieben ist allerdings, daß ein bestimmter Zeitraum vorgenommen habe. Wo ist das Material für eine so pofitive Be- zu einem anderen Unternehmer geht und die Kunden seines gesehen werden muß für den Schutz und daß das Geheimniß behauptung? Das einzige Material scheint das von Stegemann früheren Prinzipals besucht, wird fein Richter als den Bruch zeichnet wird. Es müßte eine kurze Daner gesetzlich festgelegt angezogene Gutachten der Handelskammer in Mannheim zu sein, eines Geschäftsgeheimnisses bezeichnen fönnen. Ich glaube, daß oder eine Abkürzung zu langer Fristen durch gerichtliches Er wo es heißt: Der Mißbrauch von gewerblichen Geheimnissen in in der Kommission noch Gelegenheit gegeben sein wird, die Be messen zugelassen werden. Durch zu strenge Bestimmungen Deutschland scheint in Deutschland geradezu organisirt zu sein. denken des Vorredners sämmtlich als unbegründet zu erweisen. werden die jüngeren Leute in ihrem Forttommen Die Möglichkeit dieser Praktiken ist doch noch kein Beweis und( Zustimmung rechts.) geschädigt; es würden viele jungen Leute, um schneller vor- tein Anlaß zu einem legislatorischen Vorgehen, welches in Abg. Schmidt- Elberfeld( frf. Vp.) hält auch dafür, daß die wärts zu fommen, ins Ausland gehen. Die Bestimmungen schlimmster Weise den ganzen Kaufmannsstand degradirt. Vorschriften nicht die Wirkung haben werden, welche man er= werden praktisch zum theil unausführbar sein. Die jungen Leute Die geradezu schamlose Ronturrengklansel liefert die Leute dem wartet. Bezüglich der Quantitätsverschleierung sind allerdings würden schließlich gar nicht mehr wissen, worüber sie sprechen Unternehmerthum hilflos aus. Von einer gleichmaßigen gefeßliche Bestimmungen nicht möglich; aber bedenklich ist es dürfen oder nicht. Die Vorschrift ist auch insofern bedenklich, Vertragsfreiheit tann gar teine Rede sein. Der doch, die Sache dem Bundesrath zu überlassen. In den Motiven 0 ist nur vom Garn und Bier die Rede; für diese Artikel mag in Krankheitsfällen herab, abgesehen von der meist nicht hin- 1 Die Zählung von It- Weißensee ergab einen Personen eine bundesräthliche Verordnung angeben; aber für andere reichend zeitigen Zuziehung eines Arztes und der mangelhaften bestand von 1848 Einwohnern und beträgt somit die GesammtWaaren wäre eine solche doch bedenklich. Den Retiame- Unfug Pflege. bevölkerung des Amtsbezirkes Weißensee 27 141 Seelen. wird man auch nicht beseitigen können; man sollte jedenfalls Unter den Nachwehen des Bierboykotts haben die Vom groben Unfngsparagraphen. In der Nacht zum dabei die Zivilklage allein zulassen. Die Bestimmungen über die Berliner Brauereien noch immer zu leiden. Besonders fühlbar 17. November tam der Schloffer Ludwig, Badstr. 44, gegen Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse sind nur soweit zu billigen, scheinen sich dieselben bei der Attien- Brauerei- Gesellschaft 1/2 Uhr nach Hause. Die Hausthür war zu der späten Stunde als dadurch das Fortkommen der Gehilfen nicht ge- Friedrichshöhe vormals Patzenhofer zu machen. In der statt verschlossen und da Ludwig keinen Schlüffel bei sich hatte, pochte fährdet wird. Die Die Konkurrenz Klausel würde doch nur gehabten Generalversammlung wurde nämlich seitens der Direktion er an die Rollläden seiner an der Straße belegenen Wohnung, Betriebsleitern und ähnlichen Personen auferlegt werden, das Mindererträgniß im abgelaufenen Geschäftsjahr 1894/95 in damit seine Frau ihm aufmache. In diesem Augenblick kam ein die dafür entsprechend gegen hohes Gehalt belohnt würden. erster Reihe auf den Boykott zurückgeführt. Das Faßbiergeschäft Schutzmann des Weges. Der Beamte verbot dem Schloffer kurz Die Vorschrift des§9 will nicht so sehr den Verräther des habe einen Minderabfag von 4259 hl erbracht. Derselbe set weg das Klopfen und nahm ihn, als er etwas erwiderte, mit Geschäftsgeheimnisses treffen, ats vielmehr denjenigen, welcher im Sommer bereits auf 12 000 hl gestiegen gewefen und nach der Wache, um die Perfonalien des Mannes feststellen den Verrath benutzt und ausbeutet. Allerdings wird die Ent- nur durch raftlose Bemühungen der Direktion, durch Errichtung zu lassen. Nach etwa acht Tagen erhielt Schlosser Ludwig ein scheidung, was Geschäftsgeheimniß ist, außerordentlich schwer neuer Niederlagen 2c. auf die erstere Ziffer beschränkt worden. Strafmandat:" Sie haben in der Nacht zum 17. November d. I. sein und der Richter wird garnicht umhinkönnen, Sachverständige Auch die alten Niederlagen hätten infolge des Boykotts nicht gegen 1 hr vor Badftr. 44 groben Unfug dadurch verübt, daß zu Gutachten heranzuziehen.§ 9 ist in der vorgelegten Form zur Zufriedenheit arbeiten können, ebenso hätten die Ausschant. Sie zu wiederholten Malen mit der Fauft gegen die Rollläden nicht anzunehmen. Die falsche Bezeichnung der Bezugsquelle ist lokale unter dem Bierboykott zu leiden gehabt. Die Dividende eines Ladens schlugen." Wir sind gespannt, wie das Gericht, an eigentlich schon durch das Waarenzeichengeset getroffen. Man fonnte deshalb nur auf 5 pet. festgesetzt werden. Die Direktion das Ludwig sich gewandt hat, sich zu dieser Sorte von grobem sollte lieber die ganze Rafuiftit ansschließen und die Bestimmungen hofft, daß dieses eine Unglücksjahr in der langen Rette so Unfugs stellen wird. vereinfachen. Redner verweist auf die gerichtlichen Erkenntnisse überaus erfolgreicher Jahre ein vereinzeltes bleiben werde". zur Sache der Fälschung von Marken einer Weinfirma, wo die Gerichte nur nicht im Sinne des Gesetzes entschieden haben. Abg. v. Langen( dt.): Das Gesetz ist dringend nothwendig und von allen Seiten gewünscht worden, aber es erfüllt noch nicht alle Wünsche, welche die Gewerbetreibenden haben. Die Kommission wird erwägen müssen, ob die Landwirtschaft in das Gesetz hineingezogen werden kann. Erfreulich ist der stärkere Schutz für die Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse. Während der Dauer des Vertrages muß das Geheimniß bewahrt werden, aber eine längere Bindung nach Ablauf des Vertrages halte ich für bedenklich. Dadurch werden die An" Verfälschtes Malzbier. Jm Monat Oktober d. J. wurden Der Parteigenosse Täterow ist verhaftet worden. Wie in Berlin neun Proben sogenannter Malzbiere und Malzertrakts Geb. Ober- Regierungsrath Haus bemerkt, daß das Gericht wir hören, soll die Maßnahme aus dem Bankrott der Kon Gesundheitsbiere amtlich untersucht und fünf davon beanstandet. Die Klage abgewiefen habe, weil dem betreffenden Nachahmer fektionsfirma Meyer u. Komp., deren Filiale Solidarität" auf Ein sogenanntes Malzbier" erwies sich als gewöhnliches dünnes die böswillige Absicht nicht nachgewiesen werden konnte. Die Täterow überging, herrühren. Täterow hat sich bisher fiets als Braunbier; vier Proben eines Malzertratt Gesundheitsbiers Marke gab allerdings den Champagner als französischen Wein braver redlicher Mann erwiesen; wir fönnen daher nicht glauben, als infolge unrichtigen Brauverfahrens und ungenügender Halte an; die Verurtheilung hätte erfolgen müssen. Hoffentlich werde daß er sich eine außerhalb politischer Strafthaten liegende Ber- barkeit umgeschlagenes Braunbier; zwei Proben eines andern auch die Sache noch zur Kognition eines anderen Gerichtes fehlung habe zu schulden kommen lassen. ebenso bezeichneten Fabrikates als Lagerbier mittlerer Gehaltstommen und anders entschieden werden. hagen nach einmonatlichem Aufenthalt verlassen. Dr. Bruno Wille hat gestern das Haftlokal in Friedrichs. stärke, dem 3 bis 4 vom Hundert Glycerin und etwas spirituöse Bitterstofftinktur hinzugesezt sind. Straßensperrung. Die Zelten- Allee von der Friedens- Allee Zum Direktor der Nationalgallerie soll dem Fremdenblatt" zufolge an Stelle des verflossenen Jordan Herr Profeffor bis zur Straße In ten Zelten wird behufs Ausführung der Snad fuß aus Kaffel, der Maler des vielumdeuteten Buddha- Kanalisationsarbeiten vom 14. d. M. ab bis auf weiteres für bildes auser sehen sein. Geheimrath Jordan hatte bekanntlich Fuhrwerke und Reiter gesperrt. das Unglück, bei einem Ghebruch ertappt zu werden und sich Arbeiterrisiko. Ginen tödtlichen Ausgang hat für den Ardadurch wahrscheinlich unmöglich gemacht. か beiter August Meyer der schwere Unfall gehabt, den er vor Soldatenmißhandlungen, die schon vor längerer Zeit beim einigen Tagen auf der Weidendammer Brücke erlitt. Meyer war gestellten vollständige Sklaven des jeweiligen Geschäftsinhabers, Königin Augufta Regiment in Spandau vorkamen, sind, der von einem beladenen Laftwagen, als dieser die Brücke hinabfuhr, weil sie bei anderen Unternehmern ihre Kenntniß nicht verwerthen Bolke- 3tg." zufolge, erft nachträglich zur Kenntniß der Militär: herabgestürzt und überfahren worden. Jm Krankenhauſe mußte tönnen. Entgegen der Bemerkung des Herrn v. Boetticher wird behörde gelangt, indem ein im Herbst zur Reserve entlassener dem Berunglückten zunächst der vollständig zermalmte rechte Arin in vielen Geschäften gerade der Kundenkreis als ein Geschäfts. Soldat die Sache im Justanzenwege durch das Bezirkskommando und gestern Morgen auch das rechte Bein abgenommen werden. geheimniß bezeichnet. Nach der Vorlage wird es auch in Staatsbetrieben nicht mehr möglich sein, daß ein Angestellter einer zur Anzeige brachte. Der Schuldige, ein Unteroffizier, wurde Donnerstag abend ist Meyer seinen Verletzungen erlegen. Er Gewehrfabrik wegen seiner Kenntniß nachher gegen ungebeures urtheilt. Infolge der von ihm verübten Mißhandlungen sollen Berhältnissen. fürzlich deshalb zu 1/2 Jahren Gefängniß und Degration ver- hinterläßt eine Frau und sechs unversorgte Kinder in dürftigen Gehalt in einer Privatfabrik angestellt wird. Bezüglich der Rede mehrere Soldaten in Siechthum verfallen sein. Vergiftet hat sich wahrscheinlich die 45jährige Wirthdes Abg. Singer bin ich neugierig, ob auch darüber im„ Vorwärts" stehen wird, daß die Rede die Debatte auf die richtige Höhe Ein eigenartiges Stück sittlicher Entrüftung finden wir schafterin Kathe Kolb, die am Dienstag auf ihrer Schlafstelle bei gehoben hat, wie es von Bebel's Rede behauptet wurde.( Seiter in der Kreuz- Zeitung":" Wie ein Berichterstatter schreibt, der Wittwe Kulm, Dorotheenstr. 60, kurz nach dem Abendbrot unter bedenklichen Symptomen gestorben ist. Dem wahrschein keit.) Ich kann diesem Urtheil nicht zustimmen. Daß der Bund werden die Diakoniffen oft zu Zwecken benutzt, die ihrer eigentlichen Selbstmord soll Liebesgram zu grunde liegen. der Landwirthe unlauteren Wettbewerb treibt, wenn er eine lichen Bestimmung ganz fern stehen und es ihnen namentlich Spirituslampe empfiehlt, fann ich nicht zugeben. Der unmöglich machen, in ärmeren Familien Krante zu pflegen. So Gram über den Tod ihres Kindes ist die Veranlassung Bund der Landwirthe würde sich ein Verdienst erwerben, pflegt augenblicklich eine Diakonissin die von genügendem Dienst zu dem Selbstmord gewesen, welchen am gestrigen Nachmittag wenn er Spiritus an die Stelle des Petroleums einführte. personal umgebene Maitresse eines reichen jüdischen Herrn, und die 25 jährige Frau des in der Frankfurter Allee wohnhaften Der Bund der Landwirthe hat vorläufige Vereinbarungen das in der Wilhelmstraße kann man eine Diakonissin sehen, die Holzbildhauers M. ausführte. Das einzige Kind der Eheleute, rüber getroffen, daß, wenn die Lampe sich als die beste heraus- neben einer pfauenhaft aufgeputzten jüdischen Dame den Kinderstellen würde, der Bund dafür eintreten würde. Da dies Kosten wagen schiebt." verursacht, hat die Fabrik( soll wohl heißen der Bund?) ihren Antheil daran übernommen. Herr Singer will ja auch die Arbeiter unterstügen und wir können ihm zurufen: hier zeigt Eure Liebe zu den Arbeitern! hic Rhodus, hic salta!( 3uftimmung rechts; Heiterkeit links.) = ein 4 Jahr altes Mädchen, war vor Monatsfrist an Brechdurch fall gestorben und die junge Mutter nahm sich den Tod ihres Lieblings umsomehr zu Herzen, als sie glaubte, durch unfachmäßige Behandlung des kranken Kindes den Tod desselben verschuldet zu haben. Die fortwährenden Vorwürfe, welche sich die Aermste bei Tag und Nacht machte, die Aufregung und der Gram raubten der Unglücklicheu den Verstand. Sie beschloß Erschoffen hat sich in Nizza ein Berliner namens Krause. siedelte dann, nachdem er sein Grundstück an den Magistrat verer fauft, nach Frankfurt a. M. und später nach Genf über, wo eine Gastwirthschaft übernahm. Am Montag wurde er todt aufgefunden; in seinem Besitze befanden sich noch 21 Fr. Krause soll am Spieltisch kurz vorher 3500 Fr. verloren haben. In Charlottenburg ist der Voff. 8tg." zufolge ein Schuhmann verhaftet worden, weil er sich an der sieben. jährigen Tochter seiner Wirthin vergangen hat. Die Kreuz- Zeitung" nimmt tapfer die Interessen ihrer Sintermänner wahr. Die rechtselbischen Granden haben gewiß alle Ursache zu fürchten, daß ihre Mattressen, durch das Beispiel der reichen Juden angeftachelt, begehrlich werden und ebenfalls Anspruch auf gute Pflege in Krankheitsfällen erheben könnten. Abg. Meyer Halle( frf. Vg.): Wir sind damit einverstanden, daß diejenigen Handlungen, welche einem reellen der Charlottenb. Btg." zufolge, außer einem Affumulatorwagen fand er die Leiche der jungen Frau bereits erfaltet vor. Die Berlin Charlottenburger Pferdebahn beabsichtigt, ihrem Liebling in den Tod zu folgen und erhängte sich gestern am Fensterkreuz. Als der Gatte abends nach Hause zurückkehrte, Geschäftsbetrieb nicht entsprechen, auf dem Wege des auch einen mit einem Gasmotor versehenen Wagen probeweife zivilrechtlichen Zwanges und nöthigenfalls auch der Straß laufen zu laffen, um die Mißstände, die durch den Einwand der verfolgung geahndet werden. Faßt man diese an sich ver- physikalisch- technischen Reichsanstalt für das Verkehrswesen ein- Dieser war früher Besizer eines Biergartens in der Hafenhaide, schiedenartigen Handlungen zusammen unter den Begriff des unlauteren Wettbewerbs, so haben wir dagegen nichts getreten find, thunlichst zu mildern. einzuwenden, verwahren uns aber dagegen, daß daraus gefolgert Ein Pferdebahn- Kuriosum, welches sehr oft Neibungen wird, daß auch alle übrigen Handlungen, die dieser oder jener zwischen Fahrgästen und Schaffnern zur Folge hat, beſteht darin, als unlauteren Wettbewerb bezeichnet, gleichfalls verfolgt werden baß unter fech3 Jahre alte Kinder in Begleitung Erwachsener müßten, denn da stoßen wir auf unüberwindliche Schwierigkeiten. nur im Innern des Wagens freie Fahrt haben, während für sie Lauter nennt jemand einen Wettbewerb, den er einem Anderen auf allen anderen Plätzen dasselbe Fahrgeld wie für eine ers zugefügt und unlauter denjenigen, der ihm entgegentritt. wachsene Person gezahlt werden muß. In bezug auf den Hinter Heiterfeit.) Wir treten also in der Hoffnung auf einige perron will man diese Bestimmung uneingeschränkt gelten laffen. Berbesserungen für das Gesetz ein und ich kann mich Auf dem Vorderperron nimmt indessen ein junges Kind, selbst dem Herrn Kollegen v. Langen als beffere Hälfte präwenn es nicht auf dem Arm getragen wird, sicher weniger Blab Lichtensteinbrücke die Leiche einer etwa 25 Jahre alten Frau aus Polizeibericht. Am 12. d. M. wurde vormittags an der fentiren, lehne aber jede Konsequenz ab.(?!? fort als„ Handgepäc", das bekanntlich ein sehr dehnbarer Begriff dem Kanal gezogen. Nachmittags wurde ein Schlosserlehrling in Die Konkurrenzflaufel gehört zwar nicht hierher; ich will aber ist und dort ohne besondere Kosten eingeführt werden kann. Bei feinen Zweifel darüber laffen, daß ich im wesentlichen mit Herrn den Berdecksitzpläßen ist die Maßregel überhaupt nicht zu ver- gefunden. Auf einem Neubau in der Reichenbergerstraße stürzte ein der Wohnung seiner Eltern in der Lothringerstraße erhängt vorSinger darin einverstanden bin, daß derartige Verträge, wie stehen. Theil des Gerüftes zusammen. Vier darauf befindliche Arbeiter fielen er sie charakterisirt hat, gegen die guten Sitten verstoßen. Hier tönnte ich mit einem entsprechenden sozialdemokratischen Antrage Die Rücksichtslosigkeit der großen Pferdebahn- Gesell: etwa drei Meter tief herab, wobei drei verlegt wurden, während In der Brunnenstraße fiel ein obdachleichter sympathifiren als mit einer großen Zahl anderer, die haft gegenüber dem Publikum ist ein Thema, zu dem fast jeder einer unversehrt blieb. wie ein Plazregen auf uns gefallen sind. Ein allgemeines Tag neue Beiträge bringt. Ganz besonders drastisch ist die Art, loser Kutscher in Krämpfen zur Erde und zog sich eine bedeutende Eine 80 Jahre alte Frau wurde in Glück auf Erden, eine allgemeine Moralität wird durch die übt. Mit Mühe und Noth ist es endlich dahin gebracht, daß in der Freienwalderstraße durch einen zehnjährigen Knaben um= wie die Verwaltung zum Nachtheil der Fahrgäste Sparsamkeit Verlegung am Kopfe zu. ganze bürgerliche Gesetzgebung niemals herbeigeführt werden. einigen Wagen Mittellaternen brennen, welche das Innere der gerannt und brach sich beim Fallen ein Bein.- Abends gerieth Darin ftimme ich mit Herrn Singer überein. Dieses Wagen, wenn auch nur nothdürftig, erhellen. Durch eine ein siebenjähriger Knabe in der Wienerstraße unter die Räder allgemeine Glück und diese allgemeine Moralität wird Direktionsverfügung ist es aber den Schaffnern verboten, diese einer Droschte und erlitt einen Bruch des Oberarmes.- In aber auch im sozialdemokratischen Zukunftsstaat nicht verwirklicht werden. Ich glaube, daß innerhalb der sozialdemo- Laternen in den Frühwagen anzuzünden, die von 6 Uhr der Gipsstraße stürzte ein Mann mit dem Pferde und brach fratischen Partei doch auch gewiffe Dinge vorgehen, deren Offen nicht, ob die Direktion glaubt, das in der Frühe fahrende morgens ab vor allem von Arbeitern besezt sind. Wir wissen den Fuß. legung durch ein höchft ein höchft unzweckmäßiges Einschreiten der Publikum mit ganz besonderer Rücksichtslosigkeit strafen zu Regierung zuweilen verhindert wird, und welche deutlich beweisen, daß derjenige Stoff, mit dem die Herren Sozialdemo: müssen, oder ob sie meint, daß die fetten Dividenden unter dem fraten zu tochen pflegen, in dem ziemlich allgemein bekannten Verbrauch des Petroleums für die Wintermonate leiden können. Möglich, daß beide Erwägungen maßgebend find. Wasser besteht. Um 5 Uhr wird darauf die weitere Debatte bis Sonn: abend 1 Uhr vertagt. Außerdem steht der Gesezentwurf betr. die Errichtung von Handwerkskammern zur Berathung. Lokales. Witterungsübersicht vom 13. Dezember 1895. Stationen. Berlin Verdichteter Sauerstoff als Luftzufuhr für den Ranch: helm wird zur Zeit seitens der Feuerwehr geprobt. Der Träger des Rauchhelms, ohne welchen das Eindringen der Sappeure in verqualmte Räume unmöglich ist, leidet sehr häufig Swinemünde durch den Uebelsiand, daß die zugeführte Luft nicht frei von Hamburg schlechten Bestandtheilen ist. Die Einpumpung der Luft darf Nachträgliches zur lehten Stadtverordneten- Sigung. nämlich nicht allzu weit von dem Objekte erfolgen, welchem sich Am Schlusse der Donnerstags Sigung gab der Vorsteher der Träger des Helmes nähern will; es ist flar, daß diefelbe Dr. Langerhans bekannt, daß im Laufe der Sigung, während demnach häufig von der Einwirkung des Dualmes in Mitleiden= deren die Wahlaften der im November cr. wieder bezw. neu- fchaft gezogen wird. Zur Abhilfe dieser schwer empfundenen gewählten Stadtverordneten ausgelegen hatten, ein Protest Kalamität wird jest, wie gesagt, verdichteter Sauerstoff in die gegen die Wahl des Expedienten a cobey( 42. Wahlbezirk der Schlauchleitung eingeführt; derfelbe wird in großen Flaschen auf III. Abtheilung, Gesundbrunnen) eingegangen sei, fodaß der die Brandstelle gebracht. Wahlprüfungs- Ausschuß sich demnächst mit dieser Wahl und dem dagegen erhobenen Proteft nochmals zu beschäftigen haben werde. " Donnerstag Abend vollendet worden. Die Enthüllung des StandDie Aufstellung der Berolina am Alexanderplatz ist am bildes soll noch im Laufe dieses Monats erfolgen. Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 122222244( Stala 1-12) 745 GGD 6 738 GO Wiesbaden München 740 SM 742 660 Cort. Wien Haparanda. Betersburg. Aberdeen. Paris. 753 660 760 SW 765 630 754 737 • WNW NW Wetter halb bedeckt Regen Temperatur nach Celsius ( 5° E. 4° R.)! 131B00: woltig bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt 9 bedeckt heiter bedeckt -1 5 3 Wetter Prognose für Sonnabend, 14. Dezember 1895. An Diphtherie sind in Berlin im Jahre 1893, nach einer Etwas wärmeres, veränderliches, vorwiegend trübes Wetter jekt vom Statistischen- Amt" veröffentlichten Uebersicht, 4314 Per- Bantow bat bie Einführung der Biersteuer beschlossen. Eine Winden. Die Biersteuer in Pankow. Die Gemeindevertretung in mit Niederschlägen und starten, zeitweise stürmischen westlichen fonen ertrantt und 1581 geft or ben, wobei jedoch von den amtliche Verfügung wird demnächst erscheinen. Es sollen 65 Pf. Berliner Wetterbureau. Erkrankungen fraglich bleibt, ob alle zur Kenntniß der Polizei für das Hektoliter( 80 Pf. pro Tonne) erhoben werden. Die gelangt find. Die Erkrankungen und Sterbefällevertheilen sich sehr Einführung der Biersteuer wird u. a. damit gerechtfertigt daß ungleich über die Stadt. Das erklärt sich zunächst daraus, daß Pankow bereits das dritte neue Schulhaus im Laufe des nächsten Kunft und Wissenschaft. Zahl und Altersaufbau der Bevölkerung der Bezirke sehr verschieden sind; sodann aber auch daraus, daß ansteckende Krankheiten Jahres erbauen muß. In einer am Dienstag abgehaltenen Ber Im Leffingtheater wurde am Donnerstag Sudermann's in ärmeren Stadttheilen auch verhältnismäßig mehr Opfer sammlung des Gastwirthsvereins von Bankow, Schönhausen und zu fordern pflegen als in wohlhabenden. Im allgemeinen ist aber Schönholz sprach der stellvertretende Vorsitzende des deutschen Heimath" wieder aufgeführt, um dem Frl. Dumont vom in den vorwiegend wohlhabenden Bezirken der Prozentsatz der Gastwirthsverbandes, Anton Ringel, gegen die Einfübrung der Stuttgarter Hoftheater Gelegenheit zu geben, als Magda, also in einer Role für schauspielerische Virtuosen aufzutreten. An Sterbefälle erheblich niedriger als in den vorwiegend armen. Biersteuer, und der Verein beschloß, zunächst beim Kreisausschuß der Rolle der Magda ist es vorzugsweise gelegen, daß Suders Das tritt deutlicher hervor, wenn man die Bezirke I, II, III, IV a, reien, wie Bögow, Schultheiß, beschlossen haben sollen, nach den erhält. Wie wäre sonst der innere Widerspruch in diesem Trauerspiel vorstellig zu werden. Es wurde mitgetheilt, daß einzelne Brane mann's Heimath fich auf dem Repertoire der deutschen Bühne XII a( Bentrum, Westen und die vornehmen" Theile vom Süd: Bororten, in denen die Biersteuer eingeführt ist, direkt kein Bier westen und Nordwesten) als wohlhabende zusammenfaßt und mehr zu liefern. Bei der Unparteilichkeit, mit der die Staats- noch erträglich? Wie käme man nicht dahinter, daß eine freiden übrigen gegenüberstellt. Auf je 100 Erkrankungen tamen anwälte vorgehen, stebt zu erwarten, daß demnächst auch gegen gewordene Person, wie Magda, die in Italien ihre Kraft er1893( 1892) in den wohlhabenden Bezirken 26( 26), in den diese Boykotter die übliche Anklage wegen groben Unfugs er- fannte, nur zwei Tage lang diese entfehliche beklemmende oftübrigen dagegen 36( 34) Sterbefälle. Wie weit hier der Umpreußische Stickluft im Hause ihres Vaters, des Oberstlieutenants stand mitspricht, daß in ärmeren Bezirken der Antheil der hoben wird. athmen und sich wie irgend ein Gänschen der jämmerlichen Autorität von Barbaren füge tönne? Fräulein Dumont ist im südwestlichen Deutschland als namhafte Schauspielerin Sie will bekannt. sich hier rauberen Berliner Boden erobern. Schauspielerinnen von tragischer Kraft find jetzt Kinder an der Bevölkerung größer ist, und daß Diphtherie bei Zur Volkszählung. Den bedeutendsten prozentualen PerKindern öfter tödtlich endet als bei Erwachsenen, läßt sich nicht sonenzuwachs in der Reihe der nördlichen Vororte hat Pankow feststellen. Ohne Zweifel fezt aber auch die Nothlage, in der aufzuweisen. Nach der soeben beendeten Volkszählung wurden sich die ärmere Bevölkerung meist befindet, die Widerstandskraft dafelbft 11 828 Personen ermittelt gegen 6992 im Jahre 1890. den Versammlungen. ED SMS erlogen. " Angelegenheit unrichtig ist, denn Herr Ifaac hat ausdrückich erklärt, daß das Material gegen den im zweiten Bezirk kandidirenden liberalen Herrn Pegel nur dann an uns ausgeliefert würde, wenn von uns Sozialdemokraten das Versprechen abgegeben wird, im ersten Bezirk für Jüngst zu stimmen und gegen Mai za agitiren. Wer hat nun gelogen, Herr Ifaac? Vielleicht weiß Herr Gehl, der zugegen war, auch etwas davon. Oder ist es die Moral des Freisinns, die Wahrheit als erlogen hinzustellen?" fehr felten geworden in Berlin. Das Leffingtheater befigt in der Decke Dieses 12 Meter langen Raumes wird wäre, den freisinnigen Kandidaten des 5. Bezirkes zu Fall zu Frl. Reifenhofer ein Talent, das über eine besondere Spezialität eine Schwebebahn neuesten Systems rings herumlaufen. bringen und unserem Genossen den Sieg zu verschaffen." nicht hinauskommt. Frl. Dumont ist jedenfalls eine interessante Die Eisenbahn- Baukunft wird besonders auch in einem großen Die freifinnige Charlottenburger Neue Zeit" bemerkte dazu: schauspielerische Erscheinung. Sie nahm die Magda schwerer als Diorama mit plastischem Vordergrunde, die intereffanteste Stelle um über das angebliche Wahlmanöver Klarheit zu gewinnen, wirs hier gewohnt sind; sie war in den ersten Akten weniger auf der Gotthardbahn bei Wasen vor dem großen Tunnel darstellend, haben wir Recherchen eingezogen und dabei festgestellt, daß thathelle Freude und Uebermuth gestimmt, als Frl. Reifenhofer. vertreten sein. In diesem wird eine kleine elektrische Bahn die sächlich Herr Georg Jiaac, Leibnizstraße 87, mit einem Dafür tiefer und kraftvoller in den tragischen Momenten. Sie Schwierigkeiten des Terrains genau wie in der Natur über- Sozialdemokraten namens Beyer eine Unterredung gehabt hat, scheint tragische Empfindung zu besigen und darum soll sie uns winden. Dieses Diorama füllt den achten, größten Saal des die die Stichwahlen zum Gegenstand hatte. Wie indessen Herr willkommen sein. Gebäudes, welcher sich über dem Zuschauerraum des neuen Ifaac erklärt, ist dabei nur vom ersten Bezirk die wissenschaftlichen Theaters befindet, über welches wir bei passender Rede gewesen. Er habe Herrn Beyer gegenüber den Wunsch Aus dem Direktionsbureau der Urania wird uns ge- Gelegenheit ausführlich berichten werden. zum Ausdruck gebracht, daß die Sozialdemokraten dieses Bezirks schrieben: Die neue Urania in der Taubenstraße, an deren innerer Ausgestaltung nach Vollendung des Rohvaues gegenwärtig in Florian Geher", Gerhart Hauptmann's neuestes Drama, für den liberalen Kandidaten eintreten möchten, damit nicht etwa allen Abtheilungen des Instituts mit lebendigster Schaffenslust das, wie schon gemeldet, Anfang Januar am Deutschen Theater der Kandidat der konservativen Partei gewählt würde. Soweit gearbeitet wird, wird ein wahrer Mikrokosmos werden. Jeder in Szene geht, hat fünf Atte und ein Vorspiel und würde weit in dem Berichte der fünfte Bezirk erwähnt sei, erkläre er die Zweig der Naturwissenschaften wird in dem neuen Heim sein über die zeitlichen Grenzen eines Theaterabends hinausragen, Darstellung der Genossen" Sellin und Görke für Spezialmuseum haben, das sich über acht gesonderte Säle verteilt. wenn sich der Dichter nicht zu Kürzungen verstanden hätte. Zu dieser Angabe des Herrn Isaac wird uns mitgetheilt, Die Sammlungen werden dementsprechend wesentlich erweitert Emanuel Reicher freirt die Titelrolle, Agnes Sorma spielt die daß er allerdings nicht vom fünften, dafür aber vom zweiten und in der eigenartig lebendigen Anschauungsweise der Urania Geliebte Florian's, die schwarze Marie. Bezirk gesprochen hat. Im übrigen geben mir zur Abfertigung ein Bild des gesammten Schaffens der Natur in großen Die Villa Reuter. Aus Eisenach wird vom Freitag be- des Herrn Jsaac unserem Genossen G. Beyer das Wort. Er Zügen bieten. Man wird dort einen Rundgang durch richtet: Der Anfauf der im Besitze der Schiller- Stiftung befind schreibt uns:" Nach einem Bericht der Charlottenburger Neuen das ganze Weltgebäude in einer Stunde machen können. lichen Villa Reuter durch die Stadt für den Preis von 32 000 M. 3eit" vom 12./12. will Herr Georg Isaac bei einer Unterredung Die große Welt der Gestirne wird man zwar nicht in wurde vom Gemeinderath genehmigt. Die Stadt ist verpflichtet, mit mir am 28/11. d. J. betreffend die Stichwahlen zur Stadtdem neuen Gebäude in Wirklichkeit erschließen; denn die vor das Zimmer des Dichters wie bei Lebzeiten desselben in Stand verordneten- Versammlung nur vom ersten Bezirk gezüglichen Sehweitzeuge der Urania müssen auf ihrem alten zu halten und etwa sich findende Manuskripte an die Schiller- rebet haben; er bezeichnet die Darstellung unserer GeBlaze nothwenig beharren, aber man wird in dem ersten, Stiftung zu überweisen. Zum Direktor der im nächsten Jahre noffen Sellin und Goerte für erlogen". Demgegenüber astronomisch geophysischen Saale in der Taubenstraße die getreuen zu eröffnenden Reuter- und Richard Wagner- Museen wurde Pro- erkläre ich, daß die Darstellung der Neuen Zeit" betreffs dieser photographischen Nachbildungen der allerinteressantesten Himmels- feffor Kürschner auf Lebenszeit gewählt. törper, theils auch im Spiel ihrer Bewegungen nachgebildet, jederzeit bewundern können. Gipsmodelle der Mondoberfläche werden die feltsame Natur unseres Begleiters veranschaulichen. In dem geologisch- geophysischen Theile dieses Saales werden die gefalteten und zerissenen Dem Organ des Herrn v. Stumm, der Post", ist der Schichtungen der Erdfruste mit ihren Resten vorweltlicher Ges großartige Besuch der am Dienstag abgehaltenen 12 fozial demokratischen Protestversammlungen so unbequem, daß es sich schöpfe zur Anschauung gebracht, und die Entstehung der Gebirge bie größte Mühe giebt, gegenüber den Angaben unferer Bericht wird in theils beweglichen Modellen erläutert werden. Ein artesischer Brunnen und Quellen werden, genau so gespeist wie erstatter auszurechnen, wieviel Personen in den Versammlungen in der freien Natur, fließen und men wird die unterirdischen gewesen sein könnten. Als wenn einige Hundert mehr oder weniger, Leitungen im Querschnitt des Modells verfolgen können. Gin um die sich ein Berichterstatter bei der bekanntlich nicht gerade leichten Seifer wird intermittirend seine heißen Wasser speien. Große Schäzung des Versammlungsbesuchs geirrt hätte, der Bedeutung landschaftliche Darstellungen geologisch intereffanter Gebiete der 12 Versammlungen irgend welchen Eintrag thun tönnten! werden die Wände dieses Saales schmücken. Der zweite Saal Jedenfalls geht aber aus der Kalkulirerei der" Post" hervor, daß den Herren in den Stumm'schen Regionen die sozialdemokratischen ift der alldienstfertigen Elektrizität ausschließlich eingeräumt. Auch hier werden die schon im alten Institute sehr Versammlungen durchaus nicht schnuppe sind, wie die reichhaltig vorhandenen Sammlungen noch wesentlich erweitert Herren sonst so gern vorgeben. werden. Unter anderem wird eine magnetische Personenwage Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 15. Dezember, abends 6 Uhr: Zwei Ueber die Stellung der Kaffeeschwester und der Bersammlungen. 1. Jm großen Gaale des Herrn Cohn, Beuthstr. 20-21. geplant, in welcher ein riesenhafter Glektromagnet eine Person erwerbsthätigen Frau im Entwurf zum bürgerlichen Bortrag des Genossen Julius Türt über Das Buch der Freiheit. in der Schwebe halten wird. Der dritte Saal enthält die Gesetzbuch sprach Reichstags- Abgeordneter Stadthagen 2. m totale des Herrn Mörschel, Schönhauser Allee 28. Vortrag des GeNachdem gefelliges Beisammen Optit, die Akustik und Mechanik, und wird gleichfalls manches am Mittwoch in einer insbesondere von Frauen äußerst start noffen SJoh. Rein über Carl Fourier. Der Redner erörterte unter großem fein mit Tang. Gäste willkommen. Die Bibliothet befindet sich beim Genoffen Gärtner, Restaurateur, Moltenstraße 12. Sonnabends geöffnet von 9-10 Uhr. überraschende Experiment bringen, das der Laie dort eigenhändig besuchten Versammlung. auszuführen vermag. Der vierte und fünfte Saal ist der Beifall die Stellung des Entwurfs zu den Interessen der Frau biologischen Wissenschaft gewidmet, die in der neuen Schauftätte im Gefinderecht, im Vereinsrecht, im Familienrecht, ferner in ganz neuem, weit schönerem Gewande auftreten wird. Esim Ehe, im Erziehungs- und Vormundschaftsrecht, sowie in ihrem Verhältniß den unehelichen Kindern. sollen namentlich Eisenbahn- Unglück. Auf der Warschant- Wiener Eisenbahn eine Anzahl Kleinthieren interessanten Pflanzen lebend vorgeführt werden, so bei- In der Diskussion sprachen mehrere Frauen im Sinne stieß am Mittwoch in der Nähe von Warschau ein Passagierzug spielsweise ein Bienenstaat mit seinem gefchäftigen Treiben, des Referenten. Es wurde dann einstimmig eine Resolution an- mit einem rangirenden Güterzug zusammen. Eine Lokomotive Ameisenlöwen, ein Flohzwinger mit einer Schaar dieser genommen, worin sich die Versammlung mit den Ausführungen wurde hierbei zertrümmert und die andere fowie mehrere Personenunübertrefflichen Gymnaſtiker. In einem größeren Raume Stadthagen's vollständig einverstandeu erklärte und die sozial wagen beschädigt; ein Maschinist wurde leicht verlegt. Die sollen beständig Hühnereier künstlich bebrütet werden, sodaß man demokratische Reichstagsfraktion ersuchte, dahin zu wirken, daß Paffagiere blieben unversehrt. zu jeder Zeit die niedlichen Küchlein zur Welt kommen sehen wird. im bürgerlichen Gesetzbuch Bestimmungen geschaffen werden, die Aus Sonderburg wird berichtet: Der vor einiger Zeit verEs sind Schritte gethan, einen Bitterrochen zu erwerben, jenen die Gleichstellung des Weibes mit dem Manne sichern; ferner haftet gewesene und dann wieder freigelassene Prokurist der Elektriker unter den Fischen, welcher, wie legthin erwiesen ist, daß sämmtliche Bestimmungen der Gesinde- Ordnung gestrichen falliten Sonderburger Bank ist abermals gefänglich eingezogen aus den Akkumulatoren seines Leibes mehrere Glühlampen zum hellen werden, da sie dem Rechtsbewußtsein des Volkes widersprechen. worden. Leuchten zu bringen vermag. Unter den Pflanzen werden die merk- Mit einem brausenden Hoch auf die Sozialdemokratie ging die würdigsten, fleischfreffende, Kompaß- und Sinnpflanzen ausgestellt. imposante Versammlung auseinander. Der sechste und siebente Saal wird der Technologie gewidmet fein. Modelle und stereoskopische Ansichten von Fabriken verschiedenster Art, Sammlungen von Rohmaterialien und den aus ihnen gewonnenen Produkten sollen hier die Gewalt des Menschen über die in den andern Sälen vor Augen geführten Kräfte der Natur bekunden. Namentlich soll der siebente Saal, der„ Saal der Grfindungen", die neuesten Errungenschaften der technischen Rünfte in fteter Abwechslung zur Kenntniß bringen. An von und Bu In unserem Bericht über die Kommunalwähler- Versammlung, die am Montag in Charlottenburg abgehalten wurde, war die Angabe zweier Redner, Sellin und Görte, mitgetheilt, wonach ein Herr Isaac unseren Genossen folgen den Vorschlag gemacht hat: Wenn die Sozialdemokraten im ersten Bezirke, wo ein Freisinniger mit einem Konservativen in Stichwahl steht, für den Freifinnigen stimmen, dann würde Herr Isaac unseren Parteigenossen Material liefern, das geeignet " in Ethische Gesellschaft. Musikkapelle Tasche! Sonntag, den 15. Dezember, abends 6 Uhr: Zwei Versammlungen. 1. Jm Lokale des Herrn Cohn, Beuthstr. 20( gr. Saal). Vortrag des Genossen Jul. Türk über: Das Buch der Freiheit. 2. Jm Lokale des Hrn. Mörschel, Schönhauser Allee 28. Vortrag des Gen. Joh. Rein über: Carl Fourier. Nachdem: Geselliges Beifammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Nach dem Vortrag erhalten nur noch Mitglieder Zutritt. Den geehrten Gästen zur Nachricht, daß die Gesellschaft Umstände halber in der außerordentlichen Generalversammlung am 11. Dezember beschließen mußte, auf das diesjährige Weihnachts- Vergnügen 5617 8 verzichten. Der Vorstand. Berlag von Hans Baake Berlin S. 14. Preisherabsetzung. Märchenbuch für die Kinder des Proletariats. 160 Seiten mit 5 Buntbildern. Elegant gebunden, Preis nunmehr 75 Vf. Das Märchenbuch unternimmt es, die Jugend in der Form des Märchens und der Fabel in die Welt der sozialistischen Jdee eingufilhren und bildet daher ein passendes Weihnachtsgeschenk für bie Kinder sozialistischer Eltern. Das Buch ist zu beziehen durch: Alle Partei Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure. Gegen Ginsendung des Betrages in Marten auch vom Verleges: None Saake. Berlin S der Wer Mundharmonika Schnell u. gründlich erlernen will, verlange die ,, Neue Mundharmonika- Schule ohne Noten. Preis 50 Pf. Diefelbe mit einer ff. rein abgestimmten Mundharmonika mit Silberstimmen 1,70. Gegen vorhergehenden Betrag event. in Briefmarken erfolgt der Versandt franto. Nur Treppe! Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( Filiale Berlin 2. Mitgliederversammlung am Sonntag, dem 15 Dezember, vormitt. 10 Uhr im Märkischen Hof", Admiralstr. 18 c. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Kränzchen. 2. Filial- Angelegenheiten. Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr in der Melchiorstraße 15: Generalversammlung. Tagesordnung: Wahl des gesammten Borstandes für das Jahr 1896. Fachverein der Uhrmacher und Berufsgene en Berlins und Umnoffen Otto Schulz: Stellung der Mittelschichten zur gewerkschaftlichen und politischen Bewegung. gegend. Seute Sonnabend Abend 9 Uhr: Versammlung. Vortrag des GeVermischtes. Briefkasten der Redaktion. W. Gründel. Die Zusendung hat für unser Blatt kein Interesse und steht zu Ihrer Verfügung. Vielleicht eignet sich die Sache für das Fachblatt der Gastwirthsgehilfen." R. Vogelgesang. Ist das Papier in Berlin wirklich so theuer, daß Sie den Bericht auf beide Seiten des Papiers schreiben mußten? W. F., Koburg. Wien IX., Alferstr. 32. Georg Wagner, Uhrmacher. Uhren, Goldwaaren solid und billig Oranienstr. 65, 1 Tr. Unter Herstellungswerth! EMF 800 Damen- Mäntel Nur 1 Treppe! Meine Mytheria Bugharmonikas übertreffen in Tonfülle und solider Ausführung jedes andere Fabrikat. Müller's echte Akkordsithern 8. Selbstlernen, jetzt nur 12 M., Spieldosen, Violinen, Schlagzithern, sowie diverse Gegenstände mit Musik. bill. Preisen, desgl. Fämmt- verkauft als Restbestand: Abendmäntel( Seide watt., Pelzbesatz), früherer the Justr. f. Musker. Reparat. Preis 20-40, jetzt 8-20; Jackets, früherer Preis 12, 15-20, jetzt 5,50 aller Instrumente vorzüglichft. bis 12,-; Capes, Kragen, Plüsch, nur ff. Stoffe, 5-40,-; PlüschSeal- Jackets, früherer Preis 35, 40 60, jetzt 15, 20-30; Regenmäntel 8-15. Landsbergerstr. 59 nur 1 Treppe( am Alexanderplatz). HF Sonntags bis 7 Uhr abends geöffnet! 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Nachm. 1/23 Uhr: Prinzessin Goldhaar. Henes Theater. Spectacle coupé. Leffing- Theater. Gräfin Frizi. Schiller Theater. Der Traum ein Leben. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: In doppelter Bekehrung. Adolph Ernst- Theater. Der fleine Lord. Hierauf: Die ewige Braut. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater. Fortunios Lied. Die fleiren Lämmer. National- Theater. Der Jude. Theater Unter den Linden. König Chilperich. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Passage- Panopticum. 42 Mädchen vom andern Ende der Welt ( Samoa). Kaiser- Panorama ( Passage). Zum ersten Male: Land und Leute von Dahomey. American- Theater. Spezialitäten- V. Reise nach Konstantinopel u. Athen. Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. 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Die kleinen Lämmer. Sodann: Zum 55. Male: Vaudeville in 2 Aften von 2. Varney. Sonntag Nachmittag( 1/24 Uhr): Der Weihnachtsmann. Weihnachtskom. in 3 Aften von Kolbe. Halbe Preise. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Noch nie dagewesener Erfolg der 3 Damen, Original- Ternés 1 Berr, Sensations Luftketten Akrobaten. Gertiny- Trio 1 Dame, 2 Herren, fliegende Hochturner, fangen sich mit Füßen an Füßen. Goldamseln. Gebr. Gray. Vanoni. Cati. Marzella. Bartholdi. Raponét. Waschinsky. Elrado. Hasson. Sonntags 6 Uhr. Anfang Wochentags 7 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1,50 M. Das Theater ist gut geheizt. Castan's Panopticum. !! Neueste Illusion!! Allerseelen. Die syrischen Fechter. Die Sünde. P Eine Reise 20 Pf. Abonnements nur 1 M. Jede Woche andere Reisen. Adolph Ernst- Theater. Der kleine Lord. Lebensbild in 3 Aften nach dem gleichnamigen Roman v.Mr.Hodgson Burnett, übersetzt von Bolten- Bäckers. In Amerika 3240 Mal, in London 1262 Mal aufgeführt. Hierauf: Die ewige Braut. 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Theilnahme an die tiefbetrübte Wittwe Dies zeigen mit der Bitte um stille Jda Wippermann nebst Kinder, Fürbringerstr. 26. Die Beerdigung findet am Somm den 15. Dezember, nachmittags 3 Uhr, auf dem Friedrich- Werderschen Kirchhof, Cohn's Hoſenfabrik, Bergmannstraße, statt. 3. Pallisadenftr. 3, Allen Freunden und Bekannten, die arbeitet aus Resten u. verkauft zu sehr unserer heißgeliebten Mutter, Schwiegerbilligen Preisen Jungens- Jacken und und Großmutter die letzte Ehre er Joppen fowie Herren- Anzüge u. Paletots wiesen haben, insbesondere dem Ge nach Maaß. sangverein Kreuzberger Harmonie" sagen wir unseren besten Dank. Julius Kräcker. Familie Janiszewski. 36632* Herrenhüte1,00, Knabenhüte 0,75, noueste Façons, ut Fabrikkomptoir nur verkauft das Barnimstrasse 4/5, Müllerstrasse 12c, l. Geöffnet Sonnabends und Sonntags bis 10 Uhr abends.[ 17626* Honigkuchen. B Ich habe mich Reinickendorferstr. 42 Ecke der Schulstraße, als Arzt niederDr. Wolffheim. gelaffen. 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Dezember 1895. of 12. Jahrg. Persius, den Gerichtsbeschluß, welcher dahin lautete, daß die Klage ftritten wurde, daß die Firma nur bei zehnstündiger Arbeits. auf Aufhebung der Verfügungen des Regierungspräsidenten und zeit onturriren fönne. Das Geschäft florire dort ganz gut, Oberpräsidenten zurückzuweisen, die Ordnungsstrafe in der Höhe wenn nur Ordnung herrschen würde. Die neue Arbeitsordnung von 90 M. aufrecht zu erhalten und die Kosten des sei vom Personal nicht unterschrieben worden, nachdem sie ihm Die bekannte Strandschloß- Angelegenheit zu Verfahrens dem Kläger aufzuerlegen feien. Aus der zur Unterschrift vorgelegt worden war; dadurch hätte dieses gegen die Kolberg beschäftigte am Freitag das Ober- Verwaltungsgericht. Begründung des Urtheils ist hervorzuheben, daß eine Partei, Arbeitsordnung protestirt. Gänzlich fern hätte dem Personal gelegen, Der Bürgermeister Kummert in Kolberg hatte, wie noch deren Zwecke und Bestrebungen gegen die Grundlagen die Firma schädigen zu wollen. Es hätte vielmehr alle Uebelstände lebhaft erinnerlich sein wird, dem Maurer Bierlich daselbst des Staates gerichtet seien, unter teinen ruhig ertragen und alle Rücksichten walten laffen, bis es eben erlaubt, zum 12. Juni d. J. eine sozialdemokratische Umständen eine Begünstigung durch irgend nicht mehr ging. Die Debatte dehnte sich außerordentlich hinaus; Volksversammlung nach dem Saale des städtischen einen Beamten erfahren dürfe. Dies sei aber durch den bei Schluß der Rednerliste waren noch 18 Redner eingezeichnet. Strandschlosses einzuberufen. Hieraus hat der Regierungs- Kläger geschehen, denn die Ueberlassung des Saales fei geeignet Der Standpunkt, den Philipp Schmitt eingenommen hatte, präsident v. d. Red Veranlassung genommen, den Bürger- gewesen, eine zahlreiche Versammlung gelegentlich der An- wurde vielerfeits verurtheilt, ebenso die Thatsache, daß Vereinsmeister, der den Grundsatz Gleiches Recht für alle" wesenheit des Abgeordneten Bebel zu ermöglichen. Mit dem mitglieder an stelle der Ausständigen in Arbeit getreten find. vertreten hatte, disziplinarisch zu bestrafen. In Grundsay Gleiches Recht für alle" habe das Verhalten Mehrere Redner rügten auch, daß Vereinsarbeiten in Druckereien der Antwort, die der Bürgermeister von Kolberg auf die des Klägers nichts zu thun!!! hergestellt wurden, wo der Neunstundentag noch nicht eingeführt Aufforderung des Regierungspräsidenten, sich zu rechtfertigen, Wir werden nicht verfehlen, dieses Urtheil pflichtgemäß ist. Die allgemeine Ansicht ging dahin, ein großer Theil der gab, heißt es u. a.: als unschäzbaren Agitationsstoff in bürgerlichen wie proletarischen Schuld an den bei Maurer u. Dimmick herrschenden Mißständen Kreisen zu benutzen. treffe das bisherige Personal selbst. Die gründliche Aussprache endete mit dem aus formellen Gründen gefaßten Beschlusse, die Angelegenheit dem Vorstande zur sofortigen Regelung zu überweisen. " Versammlungen. Am Nachmittage des Tages etwa 4 Uhr kam der Herr Landrath von Puttkamer zu mir. Er theilte mir mit, daß er vom Herrn Oberst Hihigrath komme. Seine Aeußerungen waren, soweit sie mir noch erinnerlich, etwa folgende: Wenn die sozialdemokratische Versammlung im Strandschloß stattfinde, tönne Genosse Bebel ersucht uns mitzutheilen, daß es unrichtig Vom Vorstand des Vereins der Berliner Buchdrucker und die Stadt davon Schaden haben. Die Regimentsmusik sei, wenn in dem Bericht über die am Dienstag Abend in der Schriftgießer wird uns mitgetheilt, daß die Differenzen durch werde dann vor dem Strandschlosse nicht mehr Brauerei Friedrichshain abgehaltenen Versammlung bemerkt Gingreifen der betreffenden Organisationen ihre Erledigung spielen können und anständige Herren könnten wurde: er sei als Referent der Versammlung deshalb fern genicht mehr dahin gehen. Der Herr Oberst habe ihm, blieben, weil er wegen Vorbereitung zu einer längeren Reichs- gefunden haben. Das ausständige Personal der Maurer u. als er zu demselben die letztere Meinung geäußert, erwidert: tagsrede zum nächsten Tage an diesem Abend nicht sprechen Dimmick'schen Buchdruckerei kehrte gestern Mittag an seine Plätze Für dies Jahr habe er, der Oberst, den Vertrag zwischen dem fonnte. Der alleinige Grund seines Fernbleibens sei vielmehr zurück. Kapellmeister des Regiments und der Badedirektion genehmigt gewesen, daß er nicht wagen durfte, am Mittwoch und mit vollzogen. Dabei werde es bleiben müssen. Im übrigen wolle er, der Oberst, sich die Sache überlegen. Der Herr Landrath versuchte mich zu veranlassen, die ertheilte Erlaubniß zur Benutzung des Saales noch zu widerrufen. Ich habe ihm mitgetheilt, was oben deswegen vorgetragen ist, und erklärt: Es bleibe bei der ertheilten Erlaubniß zur Benuzung des Saales. Die Folgen müßten wir abwarten." Die Versammlung verlief in bester Ordnung. Es war mir bekannt, daß die Sozialdemokraten hier in ihren Verfammlungen allgemein eine musterhafte 3ucht und Ordnung beobachten. Ich selbst bin in der fraglichen Versammlung gegenwärtig gewesen nnd nahm mit in dieselbe den Herrn Geh. Baurath a. D. Benoit." : Abend in einer großen Volksversammlung und am nächsten, Deutscher Holzarbeiter- Verband. In einer Versammlung Nachmittag schon wieder längere Zeit im Reichstag zu sprechen, des Bezirks Often der Zahlstelle Berlin hielt am 8. Dezentber nachdem ihm der Arzt, nach seiner Rückkehr von der Agitation Herr Joh. Rein einen Vortrag über die englische Arbeiteraus Schlesien Mitte Oktober, dringend anempfohlen hatte, sich bewegung. In der Diskussion äußerte sich Siebert im Sinne auf längere Zeit des öffentlichen Sprechens zu enthalten. des Referenten. Müller brachte zur Sprache, daß ein Bürstenmacher, der vom Meister entlassen wurde, weil er sich einen In einer Vereinsversammlung der Stuckateure, Lohnabzug nicht gefallen ließ, mit seinem Gesuch um Unterworüber in der Sonntagnummer des Vorwärts" berichtet wurde, stügung von der Ortsverwaltung zurückgewiesen worden ist, da hat der Stuckateur Daste mitgetheilt, daß die Kollegen Robert er noch nicht voll berechtigtes Mitglied und mit Beiträgen im Lorenz und Wilhelm Krause auf dem Bau Lankwigstraße bei Rückstande war. Der Beisitzer in der Ortsverwaltung soll für Koatsförben arbeiteten und es doch Sache der Polizei sei, das Regelung dieser Sache sorgen. Aus den weiteren Verhandlungen gegen einzuschreiten." Dazu schreibt uns der Stuckateur Robert fei noch erwähnt, daß eine Ueberstunden- Angelegenheit, die zwei Lorenz, daß diese Angabe, soweit sie gegen ihn gerichtet ist, Werkstätten betraf, der Kontrollkommission überwiesen wurde, durchaus unwahr sei, und daß erwartet wird, Daske werde und daß man zu zahlreicher Betheiligung an der am 5. Januar " Das Wort wurde auch Herrn Geh. Baurath Benoit ge- seine falsche Mittheilung widerrufen. Unter Beziehung auf diesen bei Fiebig, Große Frankfurterstraße, stattfindenden Versammlung staltiet. Jeder der drei Redner sprach sehr ruhig. Einen Vorfall machen wir die Vereinsvorstände darauf aufmerksam, aufforderte, wo die Kandidaten zur Delegirtenwahl der Tischlerunangemessenen, schimpfenden Ausdrud er daß sie, bevor sie uns Versammlungsberichte zur Veröffentlichung Orts- Krantentasse aufgestellt werden sollen. Iaubte sich in der Versammlung nur ein zusenden, sich erst zu vergewissern haben, ob die darin mit- In der im Bezirk Moabit abgehaltenen Versammlung, alls Konservativer auftretender Schuhmacher getheilten Beschuldigungen, die von Versammlungsrednern gegen die sehr gut besucht war, wurden Horter, Rosenhain, meister. Zwei Reisende suchten durch laute Zwischen- bestimmte Personen 2c. erhoben wurden, auch zutreffen. van der Haidt, Krüger, Baumann, Pressel, bemerkungen zu stören. Ein in der Nähe stehender, mir als ordentlicher Mann bekannter Maurer und Hausbesizer am 9. d. M. Herr Jahn einen beifällig aufgenommenen worin er die traurige Lage des Arbeiters in der heutigen GeIm Verein Deutscher Schuhmacher( Filiale 1) hielt amb a ch imd Neumann zu Mitgliedern der Kontroll- Kommission gewählt. Dann hielt Schöpflin einen Vortrag, verwies ihnen solches und bedrohte sie mit Entfernung, worauf Vortrag. Die Fabrikfasfirer wurden aufgefordert, bis Neufie fich ferner ruhig verhielten. Es iſt in teiner anderen jahr über alles abzurechnen. Weiter theilte man mit, daß am sellschaft schilderte. Zu der nächsten Bezirksversammlung wird politischen Versammlung hier so ordentlich und ruhig 15. und 25. Dezember Voltsvorstellungen im Nationaltheater Baumann diesen Vortrag fortsetzen. zugegangen, wie in der von Sozialdemokraten be gegeben werden und daß am 5. Januar ein Besuch der Urania Im Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin III, rufenen" Was nun die hiesigen Sozialdemokraten anlangt, so sind es stattfindet. Billets zu allen drei Vorstellungen sind bei Spruhl, wurde am 9. Dezember eine Broschüre verlesen und diskutirt Langestraße 95, zu haben. und dann bekannt gegeben, daß bei Schulz. Zimmerstr. 95/96, meist ordentliche, fleißige, sparsame Arbeiter und Handwerker, besonders Bauhandwerker, die, soweit sie Kinder haben, bemüht Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten noch Billets zu haben sind zu den Vorstellungen des Stüdes Der G'wissenswurm", die am 15. und 25. Dezember von Türk find, solche ordentlich zu erziehen." Arbeiter Berlins und Umgegend hielt im Saale der Kronen-" Unordentliche faule Arbeiter, Trinker, brauerei eine Bezirksversammlung für Moabit und Charlotten veranstaltet werden. Am 3. Weihnachts- Feiertag wird bei Zubeil, Lindenstr. 106, eine Versammlung der Filiale III abgehalten, an Männer, die Achtung nicht verdienen, häll burg ab, wo Kollege it fin unter Beifall über Florian Geyer die sich ein gemüthliches Beisammensein nebst Tanz anschließt. sich der sozialdemokratische Verein hier am sprach. Der Vorsitzende empfahl dann die fleißige Benutzung Näheres wird im Inseratentheil der Weihnachts- Nummer des liebsten fern." der Vereinsbibliothek, die sich für Moabit und Charlottenburg im Restaurant Hermerschmid, Perlebergerstr. 28, befindet; Vorwärts" bekannt gegeben, worauf die übrigen Filialen hierdie Ausgabe der Bücher erfolgt dort jeden Montag und durch aufmerksam gemacht werden. Donnerstag abends von 8-9/ 2 Ühr Kollege Stehr forderte noch alle in Moabit und Charlottenburg wohnenden Kollegen auf, eine demnächst stattfindende öffentliche Versammlung auch ihrerseits zahlreich zu besuchen. " " Gerade weil die Sozialdemokratie hier in großer Anzahl ordentliche tüchtige Männer und Bürger sind, wäre es unrecht und unverzeihlich gewesen, ihnen die Benutzung des städtischen Saales zu versagen, dessen Benußung anderen ohne weiteres gestattet worden ist. Dies ist auch die Meinung des Magiftrats und der Badedirektion." 0 ט 1 Der Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend hielt am Sonntag eine Bezirksversammlung für Südost in Nagel's Salon ab, die sich mit der Frage beschäftigte: Welche Vortheile bietet uns die Verkürzung der Arbeitszeit? Der Referent Obst legte klar, daß die immermehr um sich greifende Maschinentechnik speziell im Bimmerergewerbe unzählige Arbeitsfräfte überflüssig mache und daß die noch beschäftigten Zimmerer durch die kapitalistische Produktionsweise mehr und mehr zu willenlosen Werkzeugen degradirt würden, weshalb es schon aus diesen Gründen nothwendig wäre, eine Verkürzung der Arbeits" laue Leider ist schon versucht, das Bad infolge des fraglichen Der Verein der Berliner Buchdrucker und Schrift Ereignisses zu schädigen. Im Magiftrate herrscht die Meinung, gießer beschäftigte sich in seiner außerordentlichen Versammlung daß dies geschieht, um event. sagen zu fönnen: Seht wie schlecht am 12. Dezember mit der Firma Maurer u. Dimmick. der Bürgermeister das Interesse der Stadt gewahrt hat. Hoffent Blumenthal verlas zunächst das Protokoll der Sigung, die lich erfahren die gedachten verwerflichen Bemühungen einen Miß der Vereinsvorstand mit dem Personal von Maurer u. Dimmick erfo'g. Insofern ist freilich schon ein Erfolg erzielt, als und den Firmeninhabern abgehalten hat; in dem Protokoll find Euer Hochwohlgeboren selbst sich veranlaßt gefühlt haben, die die bereits bekannten Mißstände jenes Geschäfts ein zeit herbeizuführen, um die Lage der Zimmerer wieder zu heben. Versammlung und das Mittagessen des pommierschen Fischerei gehend dargestellt. Wie Massini sodann berichtete, hat Dazu fei aber erforderlich, daß der noch vorhandene Egoismus vereins, welche im Strandschlofse stattfinden sollten, dort er mit dem Personal und den Firmeninhabern nochmals der Zimmerer falle, denn dieser sei stets der Hemmschuh der Beatzubestellen und in das Neue Gesellschaftshaus zu eine Konferenz abgehalten, Der Redner empfahl, erst für Verkürzung folgende Propofitionen wegung gewesen. es dann leicht wäre, verlegen. Der Magistrat hier bedauert das sehr; es scheint gemacht wurden: entweder neunstündige Arbeitszeit und Be- der Arbeitszeit einzutreten, ihm das int einer die Lohnforderung nach nicht gerechtfertigt. Wer nicht sitzen will, zahlung nach dem alten Zarif oder 91/2 stündige Arbeitszeit günstigen Periode der Diskussion In schilderte Graman11 wo Cozialdemokraten gesessen haben, oder nicht weilen will, wo und Bezahlung nach dem Tarif von 1891/92. Das Personal zuholen. die übeln Zustände, sich für die solche geweilt haben, der geräth in Deutschland in erklärte fich für die letztere Proposition, behielt sich aber die die deutschen Verlegenheit, noch irgend wo Play zu finden. endgiltige Entscheidung vor, bis die außerordentliche Vereins- Arbeiter durch die hier übliche überlange Arbeitszeit ergeben, Jedenfalls darf er auf teiner Eisenbahn mehr fahren. Das versammlung ihr Urtheil abgegeben haben würde. Namens des führte an, daß in einer Anzahl auswärtiger Staaten längst eine hieste Strandschloß ist erheblich ausgebessert und das Neue ausständigen Druckpersonals legte nun Peter 3 nach Selarstellung gesetzlich bestimmte Arbeitszeit besteht, die Ausländer somit einen Gesellschaftshaus ist vor ein paar Jahren beträchtlich erweitert. Der Angelegenheit der Versammlung die Frage vor, ob sie den bedeutenden Schritt weiter sind als das Volk der Denker". Er Da die Bauhandwerker und sonstigen Handwerker hier zahl- Ausstand gutheiße und im Falle der Bejahung die nothwendigen trat dann für die Durchführung der neunstündigen Arbeitszeit reich Sozialdemokraten find, so ist selbstverständlich, Konsequenzen zu ziehen gewillt fei. Für die Buchbinder erklärte ein und legte sehr viel Gewicht auf die Theilnahme der Arbeiter daß die Bauten und Besserungen sowohl an der einen wie an Lindemann, daß diese noch die Entlassung des jetzigen an der gewerkschaftlichen Organisation, denn durch diese sei eine der anderen Stelle mindestens theilweise von Sozial- Personals und die Einstellung des ausständigen Personals fordern. Besserstellung der Arbeiterklasse schneller zu erreichen als das Dummer fritisirte demokraten ausgeführt sind. Was wir essen und Sollten jetzt nicht alle eingestellt werden können, so sollte die Ge- sonst. Verhalten der Arbeitsstellen und hielt es für trinten, ist, wenn die Sachen in Fabriken, Brauereien u. f. w. Schäftsleitung die übrigen später berücksichtigen. Neueinstellungen Bimmerer auf Arbeiten erfordert haben, der Regel nach von Sozial- follten nur durch die Arbeitsnachweise der betreffenden Organi- nöthig, daß stets und ständig, wo es auch sein mag, für die demokraten hergestellt. Unsere Kleidung und deren fationen erfolgen und Entlassungen wegen der Arbeitseinstellung gewerkschaftlichen Interessen agitirt wird. Ein Vorschlag Hoff's. Etoffe find jedenfalls theilweise Ergebnisse der Thätigkeit nicht vorgenommen werden dürfen. Die Sache des Geschäfts Diskutirabende einzurichten, fand keine Unterstützung, da eine sozialdemokratischer Arbeiter. Man fann in feinem vertrat Dimmick, der darauf fußte, daß gegen die Arbeits- reichhaltige Vereinsbibliothek zur Verfügung stehe, die den Mitneuen Hause mehr wohnen, an welchem nicht Sozial ordnung vom Personal seinerzeit teine Ausstellungen gemacht gliedern genügende Aufklärung verfchaffe. Fischer machte demokraten mitgebaut hatten. Kurz, Sozialdemo- worden wären, wie sich dies nach den jetzigen Beschwerden doch noch auf die am 15. d. M. stattfindende öffentliche Versammlung traten fann niemand in Deutschland mehr ganz ver gehört hätte. Der Vereinsvorstand hätte weniger die Absicht aufmerksam, wo gleichfalls das Thema„ Verkürzung der Arbeitsfoll und erfuchte um rege gehabt, die 9stündige Arbeitszeit wieder einzuführen, sondern zeit" verhandelt werden und Betheiligung an dieser Versammlung. Der Regierungspräsident antwortete auf diesen mehr, die Firma so viel wie möglich zu schädigen. Die Quer- Agitation Bericht u. a.: treibereien würden nicht eher aufhören, bis ganz andere Maß- Lehmann berichtete über Mißstände bei den Ausstellungs Ein Beamter, welcher die Zwecke der sozialdemokratischen regeln ergriffen werden würden. Er laffe nunmehr jede arbeiten, führte über mangelhafte Beachtung der UnfallverhütungsPartei, sei es direkt oder indirekt, bewußt unterstüßt und zu ihrer Rücksicht hinsichtlich derjenigen fallen, die im Dunkeln Vorschriften Klage und schloß mit dem Wunsche, jeder dort Weiterverbreitung beiträgt, handelt pflicht widrig. Wenn fischen wollten, und erflärte, daß in in seinem Geschäft Beschäftigte möge in dieser Beziehung Material sammeln, das Sie zu Ihrer Rechtfertigung anführen, daß einzelne Mitglieder jest folgende Arbeitsbedingungen herrschen: neunstündige Arbeits- dann durch den Vertrauensmann der Deffentlichkeit bekannt der sozialdemokratischen Partei ein einwandsfreies chriftliches zeit, Anfangslohn 27 M. und fernere Berechnung nach gegeben werden solle. Nachdem vom Vorsitzenden die Anwesengewarnt Leten führten, und daß diesen braven Leuten gegenüber die Ver- dem 1890er Tarif mit dem Lokalzuschlag von 331/3 pet. Philipp den vor unüberlegten Aeußerungen weigerung des städtischen Saales ein unverzeihliches Unrecht und Schmitt sprach sich dahin aus, daß Maurer u. Dimmick die worden waren, schloß die wichtige Versammlung mit einem bes ein ungerechtes und unchristliches Werk gewesen wäre, so bisherige Arbeitszeit und die gezahlten Löhne wegen der Kon- geisternden Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung. haben mich diese Einwände aufs höchste be- furrenz nicht inne halten können. Wenn die Firma ihren Ver- Im Sozialdemokratischen Verein in Rigdorf sprach am fremdet." pflichtungen nachgefommen sei, wie geschehen, so hätte das Per- 10. Dezember Faber über das Thema: Der Staat und die Der Regierungspräsident setzte dann gegen den Bürger- fonal fein Recht gehabt, die Arbeit einzustellen. Tausende von Arbeiter. In der Diskussion äußerten sich Regerau, Hoppe meister, der in dieser Sache das Ber- Kollegen müßten zu gleichen Bedingungen arbeiten.( Wider- und Ostermann im Sinne des Referenten. Dem Unterwie spruch.) Im weiteren Verlauf der Verhandlungen tam es zu stüßungsgesuche eines bereits seit einem Jahre an der Proletarierandere Menschen zu behandeln, als Disziplinarstrafe scharfen Auseinandersetzungen mit Dimmick. Dieser machte dem krankheit leidenden alten Parteigenossen, dessen Frau arbeitslos eine Geldbuße von 90 M. fest, wegen gröblicher Bentralvorstande wie auch dem Berliner Verein den Vorwurf, ist wie er, wurde durch einstimmige Bewilligung von 20 Mark Pflichtverletzung! Die Beschwerde des Kolberger daß sie ihre Drucksachen in sogenannten 10 Stunden- Druckereien entsprochen. Reter au machte dann darauf aufmerksam, daß Bürgermeisters gegen diese Verfügung wurde vom Ober- Brafi- anfertigen lassen. Ihm Ihm wurde erwidert, daß die Ar- nächsten Sonntag in der Neuen Welt, Hasenbaide, eine Voltsnur bei Vereins- Mitgliedern hergestellt werden. denten der Provinz Pommern zurüdgewiesen; die Klage beiten geçen den abweisenden Bescheid hatte am Freitag das Ober- Unter diesen hätten sich auch Maurer u. Dimmick befunden, Verwaltungsgericht zu erledigen. diese hätten aber Arbeiten geliefert, die nicht zu brauchen geIn der gestrigen Verhandlung wurde der Kläger durch den wesen wären. Darum seien ihnen die Arbeiten entzogen worden. Stadtrath Proich wit aus Kolberg, die Regierung durch den Im allgemeinen wurde die Geschäftspraxis von Maurer u. Regierungsrath Dieterici vertreten. Nach längerer Berathung Dimmick einer sehr scharfen Kritik unterzogen. Weiter tadelte verkündete der Vorsitzende, Oberverwaltungsgerichts- Präsident' man die Thätigkeit des dortigen Geschäftsführers Wagner. meiden." brechen beging, die nemokrate versammlung abgehalten wird, für deren zahlreichen Besuch die Parteigenoffen recht thätig fein möchten. Die Unterstützung der Parteifpedition machte man jedem Genossen zur Pflicht. Zum Schluß wurde eine Anfrage betreffs der nächsten Maijeier ents sprechend beantwortet. M* Fernsprecher Amt 7, 3881. Hermann Jacob& Braunfisch, Innungsmeister 2 Minuten von der Jannowitz. Brücke. Vereinigte Berliner Möbelfabriken und Tapezirer- Werkstätten. Verkauf direkt an das Privatpublikum nur Alexanderftrae 27a, 2. Hof, kein Laden. Verkauf Complete Wohnungs- Einrichtungen Ausstellung vollständig eingerichteter Zimmer zur Besichtigung ohne jeden Kaufzwang. Arbeiter Control der Arbeiter Co Marke Control deutscher 1590 on in Berlin ManeWIGH Commission Die Marle ist grün auf ween Bapter gebrudt von 235 Mk. an. 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Musikinstrumenten- Arbeiter Sonntag, den 15. Dezember, abends 62 Uhr: Versammlung bei Boltz, Alte Jakobstr. 75( ob. Saal). Mag Vortrag des Genossen Joh. Timm über: Robert Owen's, Leben und Wirken. Nach dem Vortrag: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Eintritt 10 Pf. Bu zahlreichem Besuche seitens der Mitglieder nebst Angehörigen ladet ein Der Vorstand. 4,20* Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 16. Dezember, abends 81/2 Uhr: Montag, den 16. Dezember, abends 81/2 Uhr, bei Bergner, Annenstraße 16: Monatsversammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung von der Matinee. 2. Stellungnahme zu einer Volks- Vorstellung im National- Theater. 3. Gewerkschaftliches. 225/13 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Bekanntmachung. Durch Genehmigung der zweiten Abänderung zum Statut wird das Kranfengeld im Falle der Erwerbsunfähigkeit vom dritten Tage nach dem Brangen- Versammlung der Former und Gießerei- Arbeiter Lage der Grteantung ab für jeden Tag im Restaurant Henke, Naunynstraße 27. Tagesordnung: 1. Bericht über die Friedrichshagener Angelegenheit. 2. Wie verhalten wir uns für das kommende Jahr? 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 112/7 Fichtmitglieder als Gäste willkommen! E Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und ersuchen wir um zahlreiches und rechtzeitiges Erscheinen. Der Vorstand. Metallarbeiter! Montag, den 16. Dezember, abends 8 1hr, im Lokale von Cohn, Beuthstraße 20: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem Beschluß des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes: Die von dem Vertrauensmann entnommenen Sammellisten vom Streit bei Welles nicht mit demselben abzurechnen. 2. Neuwahl der Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. Ju anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist zahlreiches Erscheinen nothwendig. Außerdem werden die Kollegen ersucht, die Sammellisten für den Streik bei Welles baldigst abzurechnen. 116/19 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Auflamerstraße 44. Verband der Sattler und Tapezirer. Filiale II. Sonnabend, den 14. Dezember, abends 81/2 Uhr, bei Meyer, Müllerstr. 7: 157 20 S Versammlung. Die Ortsverwaltung. Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 15. Dezember, vormittags 10/2 Uhr, bei Herrn Kraatz, Schönleinstraße 6: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 2. Vereins angelegenheiten. 3. Verschiedenes. 84/7 Ich ersuche die Kollegen, zahlreich zu erscheinen, um die Billets zum Maskenball in Empfang zu nehmen. Der Vorstand. W. Kuhn. Achtung! Dekateure. Achtung! (§ 13 Biffer 3.) 17736 Bei§ 54 Ziffer 9 werden die Worte und der Bureaubeamten" hinter das Wort Rechnungsführer gesetzt. Vorstehende Abänderung tritt mit dem heutigen Tage in Kraft, Berlin, den 14. Dezember 1895. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse der Gürtler. G. Kneiff, Vorsitzender. Berliner Privatpost u. Spedition, Akt.- Ges. Volleingez. Aft.- Rap. 1250000 m. Gelbe Briefkast. Gelbe Briefkast. Porto- Tarif. Briefe und Drucksachen: Geschlossen bis 100 gr... 3 Pf. " offen 250 100 " " " 250 " " " • 4 2 " . " " Sonntag, den 15. Desember, vorm. 10 Uhr, in Hirthe's Lokal, Elisabethkirchstr. 14: Si Mitglieder- Versammlung. Mitglieder- Versammlung.r Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über:" Die fonventionellen Rügen der Kulturmenschheit". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Kollegen werden gebeten, für einen zahlreichen Besuch zu sorgen. Der Vorstand. Montag, den 16. Dezember, abends 8/2 Uhr, im Lokal OranienFraße 51( Oranienhallen): Toll General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Borstandes und der Kommissionen, 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Vereinsangelegenheiten und Aufnahme neuer Mitglieder. Die Kollegen werden auf§ 6 des Statuts aufmerksam gemacht. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. 143/3 Deutscher Holzarbeiter- Verband. 101( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlung für Wedding und Gesundbrunnen am Sonntag, den 15. Dezember, vorm. 10 Uhr, in Raabe's Salon, Solbergerstraße Nr. 23. Tages Ordnung: 1. Sollen die Organisationen Kampfes- Organisationen oder Untertükungs- Organisationen sein? Referent: Genosse Näther. 2. Diskussion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Westen und Südwesten. Montag, den 16. Dezember, abds. 81/2 Uhr, bei Zubeil, Lindenste. 106: Vertrauensmänner- Versammlung. " Befprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Streifbandsendungen u. Waaren Branche der Parquetbodenleger. proben: Bis 100 gr. 250 2. Pf. 3 " " " Kartenbriefe Privatpost- Karten 3 Pf. B " " Doppelkarten( mit Antw.) 4 Krankenkassen- An- und Abmeldungen Streisbänder mit eingedr. Briefumschl. Werthz. 21.3 Einschreibebriefe bis 100 gr. 10 150 15 " " " " " " Geldanweisung. bis 100 m. 10 Pf. Infasso pr. Quittung Neujahrskarten 2,5 u. 10 10 " " Drucksachen ohne Adressen in Massenauflagen werden zu gang besonders billigen Preisen befördert und ertheilt nähere Auskunft Die Direktion, Niederwall- Strasse 16. Verb. aller in d. Textilindustrie beschäf. Arbeiter u. Arbeiterinnen Kanarienvögel, gut fingend, verkauft ( Filiale Ill.) Sonntag, den 15. d. M., vormittags 10 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: F. Rothe, Kirchbachstr. 7, Stfl. 3 Tr. Ausspielen ff. Kanarienhähne auf dem Billard à la Boul Sonnabend Mitglieder- Versammlung. und folgende Tage bei Manegold, Tages Ordnung: 1. Die Preisfechter der modernen Arbeiterklasse. Referent Genosse J. Timm. 2. Diskussion. 3. Bericht des Kassirers und der Revisoren vom 3. Quartal. 4. Bericht der Kommission. 5. Verschiedenes. 11/3 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verband der in Buchbindereien, Liegnigerstr. 18. Jufelstraße Scheffer's Saal, e. 10. Noch Sonnabende im Januar frei. Paul Kobus, O., Rigaerstr. 127, empfiehlt sein der Papier- u. Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäftigt. Weiß- u. Bairis- Bierlokal. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 16. Bez., abends 82 Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Pant Jahn über:„ Gefängnißarbeit". 2. Abrechnung vom Sanssouci- Vergnügen. 3. Mitgliedschafts- Angelegenheiten und Fragetaften. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 11. Gr. Vereinszimmer mit Piano. m. Pianozu vergeben, Vereinszimmer auch Sonnabends. Agel, Prenzlauer- Allee 224. 24/13 Adolph Gorn, Achtung! Rixdorf. Achtung! Sonntag, den 15. Dezember 1895, mittags 12% in der Neueu Welt, Hafenhaide: Große öffentliche Versammlung. 10 Zages Ordnung: Frankfurter Allee 119, empfiehlt allen Freunden u. Genossen fein neurenovirtes Bierlokal. Vereinszimmer mit Pianino bis 40 Personen. Grünau. G. Lindenhayn, Gastwirth, hält seine Lokalitäten best. empfohlen. 1. Maubatsniederlegung unserer Gemeindevertreter, ihr weiteres Ber- Zum Bruder Heinrich! halten und welche Stellung nehmen wir hierzu ein? 2. Das Verhalten der Rigdorfer Sicherheitsbeamten im Dienste und welche Schritte haben wir dazu zu thun? 3. Verschiedenes. 202/19 Es ist Pflicht eines jeden Parteigenossen, in dieser wichtigen Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensperson. Achtung, Rixdorf! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Montag, den 16. Dezember, abends 8 Uhr, 79/11 in den Viktoria- Sälen( fleiner Saal), Hermannstraße Nr. 48-50: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Schulz über:„ Die häusliche Erziehung im heutigen Klassenstaat." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegen heiten. Um pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. ,, Kaiserhof", Cöpenick, Grünstrasse 35. Endesunterzeichneter empfiehlt seine Säle Vereinen und Gesellschaften 33302* F. Golecki. jeder Größe. Gute Küche, billige Preise. Allen Genossen, Freunden, Bekannten und Kollegen zur Nachricht, daß ich Blumenstr. 14. nahe am Grünen Weg, ein Weiss-, Bairisch- Bier- und Frühstücks- Lokal übernommen habe. Für gute Speisen und Getränke wird bestens Sorge getragen. Um geneigten Zuspruch bittet Heinrich Tornow. R. Buske( früher Seefeld) Grenadierstr. 33 Säle mehrere Sonnabende noch frei. Paster's Fetsäle Neue Königstr. 7. Mein Saal mit Nebenräumen noch einige Sonnabende zu vergeben.[ 3391L* Versammlung am Sonntag, den 15. Dez., vorm. 10 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Zages Drdnung: Die Lohnreduzirung der Firma Kampmeyer. Es ist Pflicht sämmtlicher Bodenleger, in dieser Versammlung zu erscheinen. 79/10 Die Ortsverwaltung. Verband der Möbelpolirer. Nächsten Montag, den 16. Dezember, abends 8 Uhr, Andreasstr. 26: Ausserordentliche Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Anträge. 3. Verschiedenes. Da mehrere wichtige Anträge vorliegen, werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch ist dem Kontrolleur vorzuzeigen. Der Vorstand. 146/10 Buchhandlung des„ Vorwärts", Berfin SW. 2. Beuth- Straße 2. Soeben ist in zweiter Auflage erschienen: Der Prozeß Liebknecht wegen Majestätsbeleidigung. Mit einem Vor- und Nachwort von W. Liebknecht. Preis 10 Pf. Porto 3 Pf. Bei Partieenbezug Rabatt. Dieser Prozeß ist in der Fülle der gegenwärtigen Majestätsbeleidigungs- Anklagen typisch; wir empfehlen deshalb die Broschüre zur Massenverbreitung. Verlag von Hans Baake Berlin S. 14. Das Nunmehr liegt abgeschloffen bor: Arbeiterrecht von Arthur Stadthagen früherem Rechtsanwalt, Mitgl. d. Reichstages. 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