Nr. 141. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin; Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernfprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Der Alt, auf dem wir liken. Das Organ des Herrn Baare und seiner Genossen, die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung" druckt unter der Ueberschrift: Kesseltreiben gegen die Großindustrie" einen Artikel eines anderen Fabrifantenorgans ab, des Süddeutschen Handelsblatts", welcher Artikel, in dem Tone gekränkter Unschuld und mit pharisäischem Augenverdrehen, weinerliche Jeremiasklagen führt, nicht: daß geflickte Schienen auf allen Werken mit unterlaufen", sondern darüber, daß Herr Fusangel so rücksichtslos gewesen ist, diese Thatsache zu veröffentlichen und in der Person des Herrn Baare„ die deutsche Großindustrie bloßzustellen und in Mißkredit zu bringen." " 1 Es ist so jammert und philosophirt das Organ der Großindustriellen, #... Sonnabend, den 20. Juni 1891. Expedition: Benth- Straße 3. dann öffentlich vorbringen darf, wenn dieselben absolut über Der Punkt, auf den wir heute die Aufmerksamkeit jeden Zweifel erhaben sind, wenn sie die strengste Kritik, die lenken wollen, ist die bodenlose Frechheit der Vertreter strupulöseste Beweisführung ruhig aushalten können. Ist dem nicht so, dann hilft weder Interessenwahrnehmung" noch ehr- des Prozenthums, welche die Großindustrie der Herren liche Absicht über die Zeihung einer frivolen Handlungsweise Baare und Genossen mit dem gesammten Staatswesen hinweg, und in diesem Falle kann man den Bochumer An- einerlei erklären. Der Staat, das ist die Großgreifern den Vorwurf nicht ersparen. industrie der Herren Baare und Genossen. Das Interesse Vor allem aber gebe man endlich die unwürdige und gefährliche Hetjagd gegen die der Gesellschaft ruht auf der Großindustrie Großindustrie auf. Sie mag ihre Schatten der Herren Baare und Genossen. Den„ Schlotkönigen" seiten haben( und wer hätte sie nicht?), man und Kohlenbaronen" verdankt das Deutsche Reich all seine bedenke jedoch, daß Deutschland zum allergrößten wirkliche oder vermeintliche Herrlichkeit. Die Großindustrie Theil von ihr und durch sie lebt; der ungeahnte der Herren Baare und Genossen mag ihre Schattenseiten Export Deutschlands in den letzten Jahren, die imponirenden " " " " Ziffern des deutschen auswärtigen Handels, die Achtung vor haben", sie ist aber der Ast, auf dem wir Deutschlands ökonomischer Macht alles das ist in allererster size n", und der nicht abgesägt werden darf, soll anders Reihe unserer Großindustrie zu verdanken. Die Schlot: das Deutsche Reich nicht zu Schaden kommen, Staat und könige", die„ Kohlenbarone“ und wie sonst derartige geschmack Gesellschaft nicht zu Grunde gehen. Reich, Staat und volle Spitznamen heißen, haben das moderne Deutschland im besten Sinne des Wortes mit Gesellschaft Alles sizzt ja auf dem Ast der Großbegründen geholfen man rüttle nicht industrie des Herrn Baare und Genossen. daran, am allerwenigsten, um Popularitäts. Nun dem Reptil des Herrn Baare wollen wir gelüften zu fröhnen oder parteipolitische .. es ist die alte Erfahrung vom Absägen des Astes, Winkelzüge zu machen. Wir wiederholen: zugeben, daß in den modernen Kulturländern, zu denen auf dem man felber fibt, und wer die politisch- wirthman säge nicht den Ast ab, auf dem wir selber sicher auch Deutschland gehört, der Staat und die Geschaftliche Geschichte unserer Nation fennt, wird zugeben müssen, sigen!" sellschaft ohne die Großindustrie nicht bestehen können. daß in Deutschland diese traurige Sägearbeit des öftern geübt So das worden war. Der vorliegende Fall Baare ist als unus ex Süddeutsche Handelsblatt" und und die Allein ist die Großindustrie identisch mit multis von hohem fymptomatischen Interesse: Geheimrath Rheinisch- Westfälische Zeitung". Die ganze Proßen- den Baare und Genossen- kann sie Baare ist Großindustrieller, Baare ist Schutzöllner, Baare ist haftigkeit des deutschen Prozenthums mit seiner Be- nicht ohne die Baare und sonstigen Verfechter der wirthschaftlichen Kartelle, Baare ist Mitglied einer der höchsten preußischen Institutionen- ergo Grund schränktheit, seinem bösen Gewissen und seiner Angst tritt Schlotkönige" und" Rohlenbarone" be genug, ihm bei Gelegenheit eins auszuwischen", und da jetzt uns aus diesem Artikel entgegen. Und dieses freche stehen? Diese scheinbare Gelegenheit dazu vorhanden ist, so wird sie Aufdenkopfstellen der Wahrheit! Nein, die Herren Schlotkönige" und" Kohlenweiblich ausgenügt, bald fchadenfroh, bald mit pharisäischem Nicht der Schienenflicker schädigt die deutsche Industrie, barone" sind nicht die Großindustrie. Den Ast der Augenverdrehen, bald fallen die Streiche offen und wuchtig, bald erfolgen sie heimtückisch aus einem Hinterhalt. sondern der Mann, der die Schienenflickerei an den Pranger Großindustrie will fein vernünftiger Mensch und wollen bie inter- zerrt und die deutsche Industrie von solchen unsauberen namentlich wir Sozialdemokraten nicht absägen. Wir Ein trauriges Schauspiel für jeden, dem nationale Industrie theuer ist und der sie nicht durch die gefärbte Praktiken reinigen will. wollen im Gegentheil diesen Ast, welcher verbunden mit Brille eines Parteimannes oder eines fanatischen„ Weltver- Doch solche Moral und solche Logik sind wir an dem zweiten Ast: der Landwirthschaft auf dem nicht schwer) bedenken garnicht, daß sie durch ihre Angriffe und unserem Prozenthum gewöhnt. Diese Moral und diese Stamme der lebendigen Volkskraft, den Riesenbaum Beschuldigungen, die doch zum Mindesten noch unerwiesen sind, Logik stehen auf gleicher Linie mit der unverschämten der„ nationalen Arbeit" bildet, in dessen Schatten dem Auslande, auf welches unfere Großindustrie so sehr an Naivetät des Baare'schen Reptils, zu verlangen, daß die und von dessen Früchten wir Alle leben gewiesen ist, ein betrübendes Schauspiel bieten; sie wollen nicht Presse derartige Betrügereien erst dann erwähnen dürfe, wir wollen im Gegentheil Gegentheil diesen, wie auch begreifen, daß der ausländische Schienen- oder Lokomotivachsen- Submittent von nun ab, selbst dann, wenn die ganze wenn sie absolut über jeden Zweifel erhaben", d. h. den Bruderast möglichst hegen und pflegen, indem wir Stempelaffäre sich als eine wissentliche Verleumdung erweisen über jeden Zweifel der Genossen und Kumpane ihn sauber halten und den Boden gut düngen, aus sollte, den deutschen Erzeugnissen gegenüber eine gewisse miß des Beschuldigten erhaben, und von dem Be- welchem der Baum hervorgewachsen ist und seine Nahrung trauische Reserve beobachten und sich dabei auf das„ on dit" schuldigten eingestanden sind. Das heißt also saugt. berufen wird Aber was fragen die Herren darnach? Die und Alles freut niemals! Denn daß ein Baare und ein Baare- Nicht den Ast wollen wir abfägen behüteIndustrie hat einen Denkzettel bekommen sich, ohne zu bedenken, daß die Angreifer sich ins eigene Fleisch genosse zugeben wird, die Schienenflickerei, die Stempel nur die Schmaroher wegfegen, welche die Blätter fälschung und Falschstempelung auf dem Bochumer Werk abfressen, und den Ast verkümmern machen. Die Raupenschneiden. " Es steht uns nicht an, der staatsanwaltlichen Entscheidung sei absolut über jeden Zweifel erhaben" das ist eine nester der kapitalistischen Profitwuth müssen ausgeputzt, vorzugreifen; soweit wir jedoch unterrichtet sind, dürfen wir Für jeden Nicht zerdrückt, zertreten werden. Keine geflickten Schienen mehr, Fusangel und Kohn gegen Geheimrath Baare, gelinde gesagt, Baare und Nicht- Baaregenossen ist schon jetzt die feine falschen Stempel mehr, keine Verfälschungen und schon heute behaupten, daß die Beschuldigung der Herren einfach undenkbare Annahme. übereilt(????) gewesen sind. Wir wollen zu Ehren der Schuld des Herrn Baare und seiner Helfershelfer ab- Betrügereien mehr, das ist unsere Losung. Und genannten Kläger annehmen, daß sie bona fide gehandelt folut über jeden Zweifel erhaben". da die Baare und Genossen mit sammt allen diesen haben, daß Herr Fusangel nur das fiat justitia im Auge geIndeß das ist eine Frage, die zunächst vor Gericht Praktiken unter der Herrschaft der kapitalistischen Prohabt hat. Herr Fusangel hätte jedoch bedenken sollen, daß duktion von der Großindustrie unzertrennlich sind, so man derlei Unschuldigungen von unübersehbarer Tragweite nur entschieden wird. befferers" beschaut! Diese Helden( und hier Held sein ist wahrlich Feuilleton. Nachdrud verboten.] ( 89 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weiche L. " Planta und Herrn Zengerl, als sie eines Spätnachmittags darüber eines Abends gegen den Kuraten Falkner waren. in dem Garten des letzteren beisammen saßen. Die Frau Wir sind zwar keine Spanier, aber daß der Geist im Volke Landrichter leistete ihnen Gesellschaft und hörte, mit einer gut ist, davon könnten Sie sich leicht selbst überzeugen." Handarbeit beschäftigt, ihnen aufmerksam zu, während ihr Sich vorsichtig umschauend und seine Stimme dämpfend, Söhnchen auf einem Stocke in den Gängen des sauber ge- fuhr er fort: Es ist eben der Kurat von St. Martin, haltenen Gartens umherritt, mit einem hölzernen Säbel in der diesen guten Geist nährt. Ich weiß es von meinen die Luft hieb und dazu rief:„ Nieder mit den Bayern! Forstarbeitern, die mir vertrauen. Aus ihren Mittheilungen Tod den Franzosen!" Nach einer Weile kam er zu den zu schließen, predigt er den offenen Aufstand. Heute mun Männern herangesprengt, stieg vom Rosse und sagte:„ So, vertraute mir ein Waldwärter, ein Mann mit grauen Papa, jetzt habe ich sie Alle umgebracht." Haaren, daß Falkner nach drei Tagen abermals einen Gottesdienst abhalten werde und zwar diesmal bei den Sennhütten von Tamers bei Anbruch der Nacht. Was hindert uns, dabei zu sein? Ich bin entschlossen hin zu gehen. Begleiten Sie mich!" " Das ist brav, mein Junge," lächelte der Vater, indem Um das Weh, welches ihr Zustand ihm verursachte, niederzuringen, gab Hannes sich in seiner amtsfreien Zeit er ihm die glühenden Wangen streichelte. Herr Planta aber meinte, nachdem der Kleine wieder mit verdoppeltem Eifer der Arbeit an dem großen Werke hin, das die Aufgabe seines Lebens geworden war: die fort gelaufen war, es hätte doch seine Bedenken, die Kinder Der Landrichter schüttelte den Kopf. Befreiung seines Vaterlandes von der Fremdherrschaft. Er dergleichen zu lehren und der Landrichter könnte deshalb " Ich mag von dieser Verquickung der Politik und trat mit den Pfarrern des oberen Gaderthals in Ver- leicht in Verdrießlichkeiten mit seinem Vorgesetzten ge= In hoc signo bindung, um auch sie dafür zu gewinnen, was nicht schwer rathen. Frau Bengerl pflichtete ihm mit einem halben Religion nichts wissen," antwortete er. vinces, der Kurat Falkner ist gewiß ein ehrlicher Mann hielt. Keine Alp lag ihm zu fern und zu hoch, daß er sie Seufzer bei; ihr Mann aber sagte: Die Jugend muß in dem Hasse gegen unsere Unter- und meint es ehrlich mit der Befreiung Tyrols, ich zweifle nicht erstiegen und den Sennen das Evangelium der Freiheit und der Vaterlandsliebe gepredigt hätte. Er war nicht der drücker erzogen werden; denn wer soll uns von ihnen be- nicht daran. Aber das Kreuz ist zu allen Zeiten ein be einzige Wanderprediger dieser Art in Tyrol. Joachim freien, wenn nicht sie? Die Generation, der wir ange- denkliches Banner gewesen. Mag das Kriegsgeschrei lauten Haspinger hatte seine Internirung in Bayern, wohin er nach hören, ist durch die lange Mißregierung forrumpirt; aus wie es wolle, gleichviel, welche Losung die Geistlichkeit ausder Aufhebung des Kapuzinerklosters zu Klausen im Eisack ihr erstehen uns keine Befreier, Muth und Thatkraft sind giebt, der Sieg unter dem Banner des Kreuzes führt immer thale geschleppt worden, durchbrochen und zog nun im lahm gelegt und das heutige Geschlecht ist keines Opfers zur Kuechtung der Geister. Bayern hat mit dem Geist der Neuzeit sich durchtränkt; aber man kann nicht die Prinzipien Busterthale und dessen nördlichen Nebenthälern von Alp zu für das Allgemeine fähig." " Alp und blies mit seinem Feuerathem den Leuten glühen- Das glauben Sie ja selbst nicht, alter Freund," ent- der Freiheit bekennen und anderen Völkern das Joch aufden Haß gegen Bayern und Franzosen in die Seelen. Mit gegnete der Oberförster. Oder würden Sie nicht ebenso legen. Das ist ein Zwiespalt, an dem Bayern zerscheitern dem Kruzifix in der Hand predigte er den Bernichtungs- freudig wie ich zur Büchse greifen, wenn es zu einer all- muß. Das Traurigste für uns aber ist, daß aus diesem tampf. Die Sennhütten waren dem Flüchtling Asyl und gemeinen Erhebung fommt? Und wir Beide sind doch Zusammenbruch die Kirche, d. h. die Priesterschaft als Tempel zugleich. schwerlich Ausnahmen von unseren Zeitgenossen. Der Druck Herrscherin hervorgehen muß." Aus Ihnen spricht heute wieder der Voltairianer oder Die Bedrängniß des Baterlandes bildete wie gewöhnlich ist zu hart, als daß ihn das Volk noch lange schweigend Jb erinnere michb. wie beredt Sie selbst Josephiner.". versetzte der Oberförster und strich sich unben Gegenstand der Unterhaltung zwischen dem Oberförster tragen sollte. wollen wir Sozialdemokraten die kapitalistische Herr von Buttkamer fann nur zu einer Bedeutung gelangen, Ivativen Partei die Erklärung ab, daß Graf Hohenthat Privat- Produktion durch die sozialistische wenn sein Better in Friedrichsruh wieder Reichskanzler wird. nur in eigenem, nicht im Namen der Partei gesprochen Gemein Produktion ersehen und, nicht den dafür ist gesorgt. Umsonst haben seine getreuen Schildknappen Daß aber dessen Bäume nicht mehr in den Himmel wachsen, habe. Aus der Etatsberathung verdient noch die Rede des Ast der Großindustrie, wohl aber zu dessen Gedeihen, in die Welt hinauspofaunt, er werde„ demnächst" wieder eine Grafen Mirbach hervorgehoben zu werden, der dem Herrn die Baare und Konsorten absägen, Rolle" übernehmen; umsonst hat er selbst in die Welt hinaustelegraphiren lassen, er werde im Reichstag keine Opposition v. Caprivi seinen Dank für die fefte Stellungnahme desselben machen, hübsch artig fein und fehr tonziliant" auftreten zu Gunsten der Getreidezölle aussprach. Hohe Getreidepreise die Antwort darauf ist zu Köln in diesen Wochen erfolgt feien ein Segen für die Land- wie für die Industriearbeiter. und da bleibt für ihn keine Hoffnung mehr übrig, wenn auch Eine sprungweise Erhöhung der Preise, wie sie durch die die bismarckische Preffe die betreffenden Worte der kaiserlichen Spekulation herbeigeführt werde, sei allerdings nicht zu Rede zu unterschlagen versucht. wünschen. Um einer solchen entgegenzutreten, bitte er in Kurzum Oberpräsident oder nicht. Herr von Buttkamer Erwägung zu ziehen, ob nicht große Magazine zu bleibt ein politisch todter Mann! errichten und Staatsbäckereien auch für NichtMilitärs einzurichten seien. Ein todter Mann.") Freifinnige Wähler haben in der Stichwahl von Geeftemünde für den von ihrem großen Richter so grimmig bekämpften Fürsten Bismarck gestimmt und haben sonach ihr redlich Theil dazu beigetragen, daß fünftighin das Gepraffel der alten Ratetenfist e" auch im Reichstage vernommen werden kann. Zu gleicher Zeit aber tönt durch die freisinnige Presse der Kassandraruf, dem deutschen Vaterlande stehe eine ungeheure Gefahr bevor, denn die Regierung trage sich mit der Absicht, den Herrn v. Putttamer zum Oberpräsidenten von Pommern zu ernennen. " Bravo! Verstaatlichung des Getreidehandels, Verstaatlichung der Bäckereien, fehlt nur noch die Verstaatlichung Politische Lebericht.es Grund und Bodens! Berlin, 19. Juni. die Nochmals Baare'schen , Schönheits. Die Westfälische Bolts- Zeitung" seht ihre Die Verhandlungen der beiden Häuser des preußi- fehler". Die Sozialdemokratie hat mit Herrn von Puttkamer zehn schen Landtags, der um jeden Preis heute oder morgen Artikel gegen den Bochumer Verein und Herrn Jahre lang in erbittertem Kampfe gestanden und zwar während geschlossen werden soll, bieten nicht viel Interessantes. Das sich dieser Junker und Kreuzzeitungsritter im Zenith seiner Macht Bemerkenswertheste ist, daß Herr Maybach, der gehende Briefes, welchen der Graveur Janssen im Jahre 1887 an Sie beginnt den zweiten Artikel mit dem Abdruck eines und seines Ginfluſſes befand. Sie hat hinreichend am eigenen Eisenbahnminister, dem gestern auch das Herrenhaus eine Briefes, welchen der Graveur Janssen im Jahre 1887 an Leibe erfahren müssen, wessen der Patron des famosen 3hring. Ovation bereitete, der geflichten Schienen" des Bochumer Baare richtete. Letzterer habe die damaligen Andeutungen Mahlow, des„ pflichtgetreuen Beamten", fähig ist. Sie kennt den Mann. Aber gerade weil sie ihn kennt, vermag sie auch nicht in das und anderer Werke nicht mit einem Worte erwähnt hat. Janssen's über die falschen Stempel als eine versteckte tindische Geschrei des zähneklappernden„ freiſsinnigen" Spießbürger- Dieses Schweigen desjenigen der preußischen Minister, Drohung aufgefaßt und dementsprechend durch die Randthums einzustimmen. Wir fürchten uns vor dem Hern v. Puttkamer der was man auch sonst von ihm halten mag bemerkungen, welche er und der Ingenieur Diefenbach zu nicht; er ist ein todter Mann und bleibt ein solcher, auch wenn der Ausbeutungswuth und Korruption der kapitalisti- dem Briefe gemacht, seine Vorkehrungen für den Fall geer Oberpräsident der Provinz Pommern werden sollte. schen Gesellschaft am Entschiedensten gegenübertrat, ist troffen, daß Janssen die Sache zur Anzeige gebracht hätte. er= tann. Aufrichtig gesagt würden wir es zwar auch lieber sehen, beredter als die beste Rede sein könnte. Hätte Herr Die Veröffentlichung des Briefes im gegenwärtigen Augenwenn Leute von der Vergangenheit und den persönlichen Eigen- v. Maybach die öffentliche Meinung durch ein Dementi be- blick durch Herrn Baare selbst müsse dem Generaldirektor schaften des Herrn von Buttkamer aus dem Staatsdienst entfernt ruhigen können, er hätte es sicher gethan- im Interesse des Bochumer Vereins und seinen Beuten zum Unheil wer bleiben würden. Das deutsche Vaterland fährt besser, wenn diefer Mann auf feinen Lorbeeren ausruht. Aber, fragen wir, der deutschen Großindustrie, deren Ruf aufs Schwerste er den, denn Herr Baare gebe hierdurch zu, daß er wenigstens wenn er Oberpräsident wird, was ist damit geschehen? Wird schüttert ist, im Interesse der Ehre eines Theiles der seit dem 26. Dezember 1881 von der Anfertigung von etwa bamit ein anderer Zug in die preußische Verwaltung ge- deutschen Verwaltungsbeamten, auf die der schwerste Ver- Stempeln nach Bleiabbrücken gewußt habe. In der gegen bracht? Schwerlich, denn die sämmtlichen Oberpräsidenten des dacht gefallen ist, der auf Verwaltungsbeamte überhaupt Herrn Baare eingeleiteten Untersuchung werde aber der Königreichs haben doch im Allgemeinen dieselben politischen An- fallen kann und, wenn begründet, das Vorhandensein Beweis dafür erbracht werden, daß er schon vor 1881 von schauungen wie Herr von Buttkamer und verwalten ihr Amt so, von Zuständen beweisen würde, die man bisher blog in der Anfertigung falscher Stempel Kunde gehabt, und wie Herr von Buttkamer es auch verwalten würde. Als Herr Rußland für möglich hielt. Das Schweigen des Herrn daß also die Randbemerkungen auf dem Briefe Janſſen's von Buttkamer jüngst im Reichstage über die Streiks herzog und von Maybach sagt, daß er das Dementi nicht geben lediglich den Zweck gehabt, einer befürchteten Anzeige bei dabei den, naiven Kontraktbruch" erfand, wurde ihm der Staatsanwaltschaft möglichst den Boden zu entziehen. von Herrn von Berlepsch, der bekanntlich vor seiner Der Brief sei selbst der„ Volts- Beitung" vor seiner VerMinisterschaft auch Oberpräsident war, sekundirt; die zwei Staatsmänner hatten sich als gleichgestimmte Seelen Das preußische Herrenhaus fühlt sich noch. Es öffentlichung bekannt gewesen, indeß habe bis dahin jeder fannt und Herr von Berlepsch, der auf die Be- war nicht anders zu erwarten, als daß die Befriedigung Beweis dafür gefehlt, daß Baare den Brief wirklich er strafung des Kontrattbruches Iossteuert, folgt der agrarischen Gelüste den Appetit immer mehr steigern halten. Die Behauptung des Ingenieurs Diefenbach, die damit nur den Spuren der beiden Vettern Bismarck und würde. Während man in der ganzen zivilisirten Welt da- mit der Abnahme der Schienen betrauten Herren hätten sich Buttkamer. Ein Gesinnungsgenosse des Herrn von Puttkamer, nach strebt, dem Personenverkehr die möglichste Erleichterung auf dem Bochumer Verein häufig Stempel anfertigen lassen, und zwar ein engerer, war auch der Oberpräsident der Provinz zu gewähren, wird von den Herrenhäuslern Bräfice und sei gerade ungeheuerlich, weil dieselbe höchste PflichtwidrigSchlesien, Herr v. Seydewis, dem die nun so ängstlich heu Genossen eine Erschwerung desselben, natürlich nur für feit und gewiffenloses Vorgehen involvire, gegen welche lenden und wehklagenden Freisinnigen in einer Stichwahl gegen die arbeitenden Klaffen der Bevölkerung, verlangt. Das Vorwürfe die betreffenden Kontrolleure sich selbst vertheiden Sozialisten May Rayser zum Siege verhalfen. Herr von Putttamer allein bedeutet nichts. Während seiner Freizügigkeitsgesetz aufzuheben, wagt man noch nicht, aber digen müßten. Aber die Behauptung Diefenbach's auch zulangen Beamtenlaufbahn hat er sich den Ruf erworben, ein an die Scholle will man sie binden, indem man die Frei- gegeben, so habe dieser Umstand mit der von der Volksstarrer, mit reaktionären Ideen ganz mittelalterlicher Art er zügigkeit erschwert. Die vierte Eisenbahn- Wagenklasse soll Zeitung" gegen Baare erhobenen Anklage absolut nichts zu füllter Bureaukrat zu sein. Durch den Einfluß seines allmächti- aufgehoben werden und die dritte Wagenklasse aus einem thun, denn die von ihr beigebrachten Thatsachen bezögen sich gen Vetters stieg er empor und ward endlich in die Regierung Sit- und einem Stehplatz bestehen; nur der letztere soll das ausschließlich auf unerlaubte Machenschaften der verschieberufen. Er war und blieb nirgends beliebt als bei den Kreuz- Recht gewähren, Traglasten frachtfrei mitzunehmen. Da densten Art, und die in Rede stehenden Stempel seien lebigZeitungsrittern und deren fossilen Hintermännern, die ihn als gegen sollen für die 1. und 2. Wagenklasse die Fahrpreise lich zum Zweck des Betruges angefertigt worden. Zum Schluß eine ritterliche Persönlichkeit" priesen, während wir in der Parteinahme für Ihring- Mahlow und Genossen nichts auf weitere Entfernungen ermäßigt werden, und zwar auf richtet die Bolts- Beitung" die Frage an Herrn Diefenbach, wozu der Parteinahme für Ihring- Mahlow und Genossen nichts Ritterliches zu erblichen vermögen. Wenn man die lange Beit, 300 bis 400 Rilometer um 20 pet., auf 500 bis 600 Rilo er Bleiabbrücke gebrauche, wenn er einen Stempel für einen Rewährend welcher dieser Staatsmann am Ruder saß, überblickt, meter um 30 pCt. Außerdem find Nabattbillets zu er- visor anfertigen lasse. Entweder habe der Revisor seinen Stempel so muß man sich nur wundern, daß er in der Epoche der kurz mäßigten Preisen einzuführen, für die 1. und 2. Klaffe vergessen, dann könne fein Blei- Abbruck genommen werden lebigen Minister nicht rascher verbraucht" worden ist. Vielleicht schon mit 400, bei der 3. Klasse erst mit 1000 Kilometern oder aber der Stempel fei zerbrochen, dann lasse sich ebenfalls kein Abdruck nehmen, und in beiden Fällen werde nur liegt die Lösung des Räthsels darin, daß Bismarcks Frau eine beginnend. geborene Puttkamer ist und infolge dessen die Ungeschicklichkeiten Eine drastische, den ganzen Junkerhochmuth kennzeich eine schnell hergestellte Zeichnung dem Graveur eine Vordes Betters eine nachsichtigere Beurtheilung fanden. Aber ver- nende Szene führte in der gestrigen Herrenhaus- Sigung ein lage abgeben können. Es bleibe, wenn der Revisor diesen gebens wird man sich in der politischen Thätigkeit dieses Staats- Graf Hohenthal auf. Dem Aerger über die Land- Weg nicht wählen wolle, nur noch übrig, den Abdruck von mannes" nach irgend einem neuen Gedanken, nach irgend einer schöpferischen Idee umsehen. Er zeichnete sich nur in dem Punkte gemeinde- Ordnung gab er Ausdruck durch heftige Angriffe einer bereits abgestempelten Schiene zu nehmen, aber dann aus, daß er gewiffe Winte des Reichskanzlers verstand und daß auf den Minister Herrfurth, mit denen er zugleich Beschul- müsse der Abdruck erhaben sein, was bei keinem derselben, er in dem Kampfe der Parteien eine Härte bewies, wie man sie digungen gegen den Justizminister verknüpfte, der nicht so weit sie der Staatsanwaltschaft vorlägen, zutreffe; vielvon anderen Regierungen nicht mehr gewohnt ist. Unter seinem schärfer gegen die majestätsbeleidigende und hochverräthe- mehr seien dieselben sämmtlich mit dem heilen Stempel in Regiment ist es vorgekommen, daß einer großen Anzahl von rische Prefse vorgehe. Er denunzirte Artikel der Bossischen das Blei hineingeschlagen. Herr Baare habe durch die braven Arbeitern zu Frankfurt a. M. die Ausweisungsordre auf Beitung", der Kölnischen Zeitung", der Münchener Veröffentlichung des Janssen'schen Briefes sowohl sich als ben Weihnachts abend zugestellt wurde und daß diese Neuesten Nachrichten" und der National- Zeitung". auch den Herren Diefenbach und Bering einen sehr schlechten Männer, von ihrem Herd und ihren Familien vertrieben, auch Gegenüber der Versicherung der Berliner Politischen den Herrn Grafen, auch auf einen Theil der Presse zu Nachrichten", daß die Untersuchung gegen Baare selbst exemplifiziren, die von weiterher inspirirt wird, von einer feinerlei Anhaltspunkte gegeben und die Erhebung der AnGegend, zu der er( Graf Hohenthal) vielleicht nähere Be- flage daher ausgeschlossen sei, erklärt die„ Westfälische Bolts- Zeitung", daß dieses unwahr sei. Gerade das Gegenziehungen hat". Freiherr v. Manteuffel gab Namens der konser- theil sei der Fall; die bisherige Zeugenvernehmung habe muthig den schwarzen Bart. Sie wollen die Unabhängigkeit man nicht wie alle Welt in seiner Umgebung zu denken Alpstock und Stuten. Vor ihm stand ein halbgeleertes Branntweinglas. Tyrols( und stoßen doch den mächtigen Bundesgenossen vermag." zurück." Seine Frau pflichtete ihm im Stillen bei. Auch sie Im Ernst, Bester, ich bin nie ein Voltairianer ge- fühlte sich ja mit ihrer Bildung und ihrem Talente unter wesen," antwortete der Landrichter in seiner langsamen ihrer Umgebung vereinsamt. Er fuhr fort: Weise, während über seine derben Züge ein Lächeln glitt. Ich würde es längst aufgehört haben zu sein, wenn ich es zu essen, die man stürzen möchte. Alle meine Wünsche und Und welch ein Elend ist es, das Brot einer Regierung je gewesen wäre. Das Verhängniß, welches mit der fran- Gedanken sind gegen sie gerichtet und dennoch diene ich ihr. zöfifchen Revolution über Europa hereingebrochen ist, ist Du glaubst nicht, wie ich mich dadurch vor mir selbst entzu furchtbar, als daß vor ihm die geistreich frivole würdigt fühle, und ich ertrage es nicht länger." bestehen können. Negation hätte Was giebt's denn?" fragte Hartwanger, nach SamDergleichen irr " Ich glaube es," antwortete seine Frau leise und legte lichterirende Flämmchen leuchten auf, wann die Gesell" Zweierlei verdrießt ihn," antwortete der Wirth an schaft zu einem Sumpf geworden ist und sie erlöschen, ihren Arm um den Knaben, der eben wieder herangekommen pogna hinübersehend, der keine Miene verzog. wann sie sich zu regeneriren beginnt. Aber die Bundes Du Deine Pflichten gewissenhaft erfüllt haft, Komm' ins hat nichts geschossen, und zweitens hat er noch immer keine wann sie sich zu regeneriren beginnt. Aber die Bundes: war." Uber Du kannst Dir das Zeugniß ausstellen, daß seiner Stelle. Erstens kommt er von der Jagd heim und genossenschaft des Priesters weise ich darum doch zurück. Der Humanitätsgedanke des Christenthums, die Haus! Ich will Dir vorlesen oder vorspielen, um den me- Spur von dem Ambros gefunden." großen Geister haben ihn aufgenommen und mit ihrem lancholischen Dänenprinzen zu verscheuchen!" Herzblut genährt und erzogen und heute leuchtet er in erhöhtem Glanze aus den Werken eines Lessing, Schiller, " noch solch bitteren Hohn in die Verbannung mitnehmen mußten tät der Minister und, was die Presse anbetrifft, ersuchte er ! Der Reichskanzler v. Caprivi erklärte die Solidari Dienst erwiesen. *) Der Artikel wurde im April geschrieben, als das Gerücht von der Wiederauferstehung des„ tobten Manns" zuerst in bestimmter Form auftauchte, und hat bis zur Erfüllung in unserem Pulte gelegen. " Red. des Vorwärts". Goethe. An diese der Menschheit zur Freiheit voranLeuchtenden Sterne glaube ich." Musikantenblut verleugnet sich nimmer," scherzte Hartwanger, nachdem er seinen Glaserkasten in Sicherheit gebracht hattt, und setzte sich zu den Beiden an den Tisch. Gute Zeiten, schlechte Zeiten, er kann das Klimpern nicht " Nu," versetzte Mutschleitner und drückte das linke Auge halb zu, ich spiel wie David vor dem König Saul, um sein Herz fröhlich zu machen." lassen." " Und das soll mich wohl nicht verdrießen?" murrte " Ja, ja, man muß zu schlafen versuchen," ver- der kleine Gerber. It's doch, als ob die Erd' den Buben fegte er. " Nein, mein lieber Freund," rief sie lächelnd, Du eingeschluckt hat. Auf keiner Alm weit und breit ist er sollst nicht schlafen. Wenn die Zustände, in denen" wir gesehen worden, weder von den Sennen, noch von den Wildleben, uns keinen Halt gewähren, wenn die Welt wie von und ging über den Col de Nü das Boitethal hinab bis einem wüften Taumel ergriffen scheint, was vermag uns Beutelstein. Nichts! Keine menschliche Seele weiß was dann zu stärken, zu erheben und mit neuen Hoffnungen zu von ihm." erfüllen, wenn nicht die Kunst?" Er griff in sein locker umgeschlungenes Halstuch und erweiterte es noch mehr, als ob es ihm eng wäre. " Daß ich just tein Pfaffenfreund bin, das wißt Ihr, Landrichter," sagte Herr Planta nach einer Weile und stand auf. Aber ich meine, daß zuerst die Fremdherrschaft abgeschüttelt werden muß; nachher kommt das Uebrige. Ich haften Kuß. meines Theils werde nach Tamers gehen." heuern. Das ist freilich eine schlimme Nachricht," sagte der Du haft Recht," entgegnete er und gab ihr einen herz- Glaser ernst. Ich hatte gehofft, daß er noch zur rechten Den Knaben an der Hand zwischen sich Zeit wieder zum Vorschein kommen würde." führend, der hüpfend und plaudernd den Kopf bald zum" Ja, der Ambros wird uns fehlen," sagte Mutschleitner Er verabschiedete sich. Herr Bengerl gab ihm bis an Bater, bald zur Mutter wendete, verschwanden sie im und mit gedämpfter Stimme setzte er gegen den Glaser die Gartenpforte das Geleit und kam dann langsam zu Hause. hinzu:„ Wir können ganz offen reden, der Sampogna ges seiner Frau zurück. Er warf den Hut neben sich auf die Bur selben Zeit, die Sonne war bereits von den Bergen hört zu uns. Doch zunächst, Meister, was schaffet Thr?" Bank und begann in seinem Stirnhaar zu wühlen verhüllt, schritt Hartwanger, der bei Monthan über den Hartwanger bestellte sich eine Halbe Rothen. Mutschund zu zupfen. Seine Frau betrachtete ihn mit be- Bach gegangen war, an der Mühle Arigaya's vorüber nach leitner holte sie und machte dabei die Stubenthür zu. dem Stern. Die Last des Traggestells mit den Glasscheiben" Ich wüßte Keinen, der besser dazu taugte, unsere fümmerter Miene. Der Planta ist ein glücklicher Mann", begann er end- schien seine kräftige Gestalt nur wenig zu drücken. Aus Schüßen zu führen, wenn das Beichen fommt, als ihn", lich.„ Er ist mit seinem ganzen Wesen auf die That ge- der Schenkstube des Stern, deren Thür offen stand, vernahm sagte er. Reinem würden sie so bereitwillig folgen, wie stellt, während ich mir halb wie der melancholische Dänen er Bithertlänge. Mutschleitner spielte und ihm gegenüber dem Ambros." Er steht auch als Führer des Vigilthals auf der prinz, halb wie Kassandra vorkomme. Auch ich möchte die saß, mit dem Rücken an die Wand gelehnt, das Gamsmannd!, That, ich erkenne ihre Nothwendigkeit; aber das Unheil, das die kurze Pfeife zwischen den Zähnen. Es war der ein- Liste", bemerkte Hartwanger. Auf alle Fälle müsset Ihr ihr folgen wird, lähmt mich. Es ist ein Unglück, wenn zige Gaft und neben ihm auf der Bank lagen Rucksack, aber bei Zeiten darauf denken, wer statt seiner die Thal " bereits Anhaltspunkte schwerwiegender Art gegen Herrn Konferenz den Vertilgungskrieg gegen die Sozialdemokratie Unmöglich! können wir leider zu dieser Nachricht nicht Baare selbst ergeben. Die Vernehmung der Zeugen sei beschlossen. Als gemüthliche Sächser" wollen ste-wie sagen. Wir wollen aber doch die Bestätigung erst abübrigens noch nicht beendet. Was man in den Kreisen der der Referent", ein gewisser Stadtgutsbesizer" Hauffe ent- warten. Eisenbahntechniker von den geflickten Schienen hält, wickelte- nicht gleich mit den Knüppeln dreinschlagen, geht aus Bemerkungen hervor, welche man in dem, von dem sondern möglichst geschloffen in die sozialdemokratischen " " Inzwischen hat der Gerichtshof im Bochumer 1. Personen verhaften und von einem Orte des Landes nach einein anderen bringen zu lassen, ihren Wohnort zu be stimmen und nöthigenfalls zu ändern, sowie auch dieselben aus dem Gebiete der Republik auszuweisen; 2. die Land- und Seemacht auf die nach den Umständen erforderliche Kopfzahl zu erhöhen und an dem Orte, wo der Rongreß seine Sigungen hält, die Zusammenziehung von Truppen zu bewirken; 8. Die öffentlichen Gelder ohne vorher festgesettes Budget zu verwenden und den Kredit des Staates zur Beschaffung von Geldmitteln zu benutzen, worüber in beiden Fällen der Volksvertretung Rechenschaft abgelegt wird; jetzt verstorbenen Ober Ingenieur Hensinger von Versammlungen" marschiren, durch die gewandtesten Steuerhinterziehungs- Prozeß Fusangel Waldegg herausgegebenen Handbuch für spezielle Eisen- Redner", welche zu haben sind, den fürchterlichen zu 5 Monaten und den Mitangeklagten une mann bahntechnik" lieſt. Da heißt es wörtlich:„ Es kommt nicht Agitatoren entgegentreten, und was weiter geschieht, zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Jetzt fehlt nur noch das allgemeine Ehrenfelten vor, daß die Schienen an den Köpfen und Füßen wenn die gewandesten Redner" abgeführt" find- das kleinere vertikale Risse zeigen, welche in den Hütten durch verschweigt des Stadtgutsbesizers" Höflichkeit. Vermuth- zeichen für Baare. Verstemmen mit dem Handhammer, durch Schweißen in einem lich heißt's dann troß aller Gemüthlichkeit": Knüppel aus Der Präsident der Republik Chili, General BalmaSchmiedefeuer und durch Feilen zu beseitigen gesucht dem Sack. Indeß auch das ist nicht gefährlich. Aus dem ceda, hat einen Staatsstreich gemacht und sich zum Dikwerden. Diese Arbeiten werden zunächst nach dem Richten Bericht, welchen die Sächsische Landwirthschaftliche Zeitung" tator proklamirt. Er hat sich selber die folgenden außerund Abkühlen der Schienen vorgenommen. Der kontrolirende bringt, tritt uns in ergöglichster Weise die hilflose Verordentlichen Vollmachten" ertheilt: Ingenieur hat diesen Reparaturarbeiten aber entschieden legenheit der armen reaktionären Herren Landwirthe entgegenzutreten.... Ausnahmsweise fann an entgegen, die sehr wohl wissen, daß sie auf dem Land dem Fuße der Schienen eine kleine Nachhilfe zugestanden selbst in verschwindender Minderheit sind werden, wenn die Tragfähigkeit der Schienen dadurch nicht und sich blos durch Terrorisirung der übrigen benachtheiligt wird. Am besten ist es allerdings, jede Landbevölkerung behaupten können. Das wissen aber auch Reparatur an den Schienen zu untersagen und dieselben die sozialdemokratischen Agitatoren, und sie wünschen nichts sehnnur als übernahmsfähig zu erklären, wenn sie die reine licher, als daß die reaktionären Herrn Landwirthe sich wirklich Oberfläche zeigen, welche sie nach dem Walzprozeß erhalten in den Versammlungen einfinden und ihre geistigen Waffen" haben. Ein Bestreichen der Schienen mit irgend einem erproben. Jedenfalls agitiren die Herren Landwirthe durch Deckungsmittel soll stets zur Folge haben, daß dieselben ihre Angst- Konferenzen, in denen sie über die beste von der Uebernahme ausgeschlossen werden." Wegen der Art der Sozialistentödtung berathen, ganz vortrefflich für Uebernahme der Schienen rieth Hensinger von Waldegg: die Sozialdemokratie, und machen für dieselben in Gegenden, Die bei der Besichtigung oder bei den Proben sich er wohin sie noch nicht gedrungen war, wirksamste Regebenden Ausschußschienen erhalten, wenn dieselben klame und nüglichste Vorarbeit. nicht sogleich zerbrochen werden, ein unvertilgbares Zeichen, Den kleinen Gewerbetreibenden, die der Vernichtung damit weder eine absichtliche noch unabsichtliche Verwechse lung vorkommen kann. Bu empfehlen ist, neben dem Fabrik- durch den Großbetrieb entgegensehen, wird von den Rezeichen noch ein anderes Zeichen erhaben auf die Schienen gierungsparteien auf alle mögliche Weise geschmeichelt. Gie walzen zu lassen, welches bei der Ausschußschiene mit dem sollen den Anprall der revolutionären Massen aufhalten, Meisel weggenommen wird. Ein derartiges Zeichen, welches im Uebrigen aber folgt unsere Wirthschaftspolitik ganz den die Schienen nur beim Walzprozeß erhalten können, kann, fapitalistischen Interessen und läßt den Kleinbetrieb burch den Großbetrieb zermalmen. Der deutsche Offizier wenn es beseitigt würde, nicht wieder ersetzt werden. verein zählte Ende Mai bereits 34 043 Mitglieder und Herr von Puttkamer wird also doch Oberpräsident. der Gesammtumfaß war im letzten Jahre auf 5 049 971 m. auf den eigenen Werkstätten- Betrieb Der Reichsanzeiger" hat heute Abend die Ernennung gestiegen, wovon noch nicht mitgetheilt- fie ist aber erfolgt. Und auch ein 1818 674 M. entfielen. Wir sehen in der Verdrängung anderer Ex- Minister, Herr von Goßler, ist in ähnlicher des Kleinbetriebs durch den Großbetrieb einen nothwendigen Weise abwärts befördert worden. Habeant sibi Entwickelungsprozeß, aber wir suchen den Kleinbürger nicht über denselben hinwegzutäuschen, wie es unsere Reaktionäre wir gönnen es den Herren. belieben, die sich als Freunde des Handwerks, des Kleingewerbes aufspielen, während sie selbst doch die Beschleunigung feines Unterganges fördern helfen. " 1 Daß der Mann des Sozialistengesetzes, der ausgesprochenste Vertreter des alten Kurses" der einzige Minister, zu dessen Entfernung sich Kaiser Friedrich in seinem Siech thum gezwungen fah, um nicht ganz von der Bismarc'schen Aus Gegners Munde. Ueber die Verbandlungen Camarilla erstickt zu werden jetzt eine so eklatante Genugthuung" erhält, das ist ein klassisches Zeichen des zweiten pfälzischen Arbeitertags urtheilt der Zeit. Dem todten Mann" aber wünschen wir Glück die auf den Weg- ihm und seinen Mittodten, und möge sich an ihnen das Dichterwort erfüllen: die Todten reiten schnell. Kölnische Zeitung": " Die Verhandlungen gewährten einen flaren Einblick in bas" Treiben der sozialistischen Partei. In einem Punkte fann fie allen andern Parteien zum Muster dienen, und zwar in der Energie. Führer und Genossen ruhen und rasten nicht, man mag fie werfen, wie man will, gleich den Kayzen fallen sie immer wieder auf die Beine." Nun, jedenfalls sind sie nicht auf den Kopf gefallen, Die Thatsache, daß Herr von Puttkamer, gleich der großen Mehrheit des Abgeordneten und Herrenhauses gouvernemental geworden ist, hat insofern ein gewisses fulturhistorisches Interesse, als sie beweist, daß sich in wie andere Leute. Deutschland allmälig dieselbe Erscheinung vollzogen hat, wie in dem monarchischen Frankreich vor der Revolution: Der Adel, so weit er sich nicht verbourgeois't hat und ums goldene Kalb herumtanzt, ist Hof- und Dienst a del geworden. Der alte feudale Adel lebt nur noch in einigen feltenen Ueberbleibseln, die einer anderen Beit angehören, und wie Gespenster, fremd, nicht verstehend und nicht verstanden, unter dem gegenwärtigen Menschengeschlecht herumwandeln. 4. nach seinem Dafürhalten den Belagerungszustand über gewisse Orte der Republik zu verhängen und Truppen daselbst zusammenzuziehen. 5. öffentliche Beamte jeder Art, jeden Ranges, auch die einen privilegirten Gerichtsstand genießenden, ohne irgendwelche Förmlichkeiten ein und abzusehen; und 6. das Vereinigungsrecht und die Preßfreiheit aufzuheben oder zu beschränken. Ein hübsches Verzeichniß! " Der Präsident der Republik- heißt es weiter wird der Volksvertretung zur geeigneten Beit, in der ges bräuchlichen Weise, über die durch den Krieg verursachten Ausgaben Rechenschaft abzulegen." Hoffentlich wird er recht bald vor dem Strafrichter Rechenschaft" ablegen haben. " Von dem Verfasser des Aufsatzes; Noch einmal der Uebervölkerungsschwindel" erhielten wir nachstehende Zuschrift, die uns nur erfreuen konnte: Berlin, 18. Juni 1891, Sehr geehrter Herr Redakteur! In einer Fußnote der ersten Beilage zu Nr. 138 des " Vorwärts" sagen Sie in Bezug auf meine Person: Obwohl der Verfasser nicht vollständig auf dem Boden unferes Programms steht" u. s. w. Das ist nicht zutreffend, da ich mich vollständig zum Programm der Sozialdemokratie bekenne. Ich bitte Sie daher, jenen Irrthum im Vorwärts" zu be richtigen. Für den Fall, daß vielleicht das Mißverständniß dadurch entstanden sein sollte, daß ich das Bodenmonopol befonders nachdrücklich zu bekämpfen suche, so bemerke ich, daß ich das thue, weil ich( in Uebereinstimmung mit Mary und anderen) das Bodenmonopol für die Basis des Kapitalmonopols halte, ohne aber etwa im Uebrigen den Privatbesitz der Produktionsmittel oder irgend etwas anderes unserem Programm Widersprechendes gut zu heißen. Mit Hochachtung Dr. B. Friedländer, W. 10, Regentenftr. 8. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Zu milde sei das Urtheil gegen den tschechischen Ra daubruder, der in Prag einen Deutschen, weil derselbe deutsch sprach, durchgeprügelt hat so finden deutsche Beitungen. Nun, der Mann hat blos 50 Gulden Strafe zu zahlen, was allerdings nicht viel ist. Judeß Jemand durchprügeln ist doch lange nicht so schlimm, als anvertraute Gelder zu widerrechtlichen Zwecken verwenden, - und Fürst Bismarck hat nicht einmal 50 M. Strafe Und der Mann, der sich noch als feudaler Basall" bekommen. Und zu milde Urtheile sind schließlich noch fühlte, hat von seinem Souverain" den Laufpaß bekommen eher hinzunehmen, als zu hohe, daß z. B. sozialdemound muß schimpfend und polternd hinter der Reichskutsche kratische Redner wegen Aeußerungen, die nichts als eine herlaufen, die für so ungeschlachtes Volt keinen Raum scharfe aber gerechte Kritik enthalten, auf sechs Monate ins mehr hat. Gefängniß geschickt werden u. s. 1.Ein köstliches Pröbchen des Humors der Zeitgeschichte Im österreichischen Abgeordnetenhause ist eine nicht den Beifall der hohen Obrigkeit gefunden. aber ist, daß die Herren v. Puttkamer, Herrfurth u. s. w. Langenbielau. Der„ Proletarier" hat schon wieder einmal Die letzte von der Kreuz- Zeitung" als Demokraten ver- Regierungsvorlage eingebracht betreffend„ Einrichtungen zur Nummer( 45) wurde am Montag wegen des Artikels„ Hungerschrien werden. Förderung des Einvernehmens zwischen Gewerbeunter- zölle" beschlagnahmt. Der" Prol." sagt dazu:" Es iſt merkWenn man bedenkt, daß die Leute, die das thun, dem nehmern und Arbeitern." Wie telegraphisch gemeldet wird, würdig, wie die Anschauungen darüber, was zu einer ZeitungsThron und der Regierung nahe stehen, sehr nahe, dann will der Entwurf die obligatorische Einführung von Arbeschlagnahme berechtigt und was nicht, in unserem lieben freilich gewinnt der Spaß auch einen Anflug von Ernst.-beiterausschüssen bei sämmtlichen Gewerbsunter Deutschland verschieden sind. In Berlin wurde derselbe Artikel nehmungen, ferner nicht obligatorische genossenschaftliche unbeanstandet gelaffen, in Langenbielau wird er konfiszirt. Wir Organisation fabrikmäßig betriebener Gewerbe in größeren glauben nicht nöthig zu haben, unsere Befer darauf aufmerksam Industriebezirken, zerfallend in je eine Genossenschaft der zu machen, daß sie gerade wegen der vielen Maßregelungen und Unternehmer und der Arbeiter. Die Genossenschaften müssen ihm halten müssen. Es gilt zu zeigen, daß die Kraft und der Verfolgungen, welche dem Proletarier" bereitet werden, fest zu bei Aufforderung der Behörden, sowie der Handels- und Muth des Proletariats alle, auch die größten Schwierigkeiten zu Gewerbekammern Bericht erstatten, haben aber auch das überwinden im Stande ist. Agitire deshalb jeder Genosse und Recht zu Initiativanträgen. Die Vorlage ermächtigt die jede Genoffin für die weiteste Verbreitung unseres Blattes. Regierung, Einigungsämter obligatorisch vorzuschreiben. Eine Unsere Schuldigkeit werden wir nach allen Richtungen hin thun Mutschleitner bog sich gespannt zu ihm über den Tisch, zweite Vorlage enthält speziell Bestimmungen über die Ertrozdem und alledem." während Sampogna die Pfeife aus dem Munde that, den richtung von Genossenschaften aus Bergwerksbesitzern und Kopf zurücklehnte und einen blauen Ring zur Decke aufsteigen Arbeitern. Wir können ohne genauere Kenntniß des In ließ. Der Glaser nahm einen Schluck aus seinem Glafe, halts nicht über den Entwurf urtheilen und wollen bloß wischte sich den Mund mit seinem blau und weiß ge- bemerken, daß Desterreich mancherlei gute Geseze hat, daß würfelten Tuche, das er aus der Brusttasche zog und dann dieselben aber sämmtlich nur auf dem Papier bestehen, wieder zusammenfaltete, und sagte, es wegsteckend: während die schlechten sehr scharf gehandhabt werden. Zum Kampf mit geistigen Waffen. Die Land wirthe in der Gegend von Leipzig haben in einer schaft führen soll, wenn er nicht wieder zum Vorschein kommt. Es könnte leichtlich geschehen, daß das Zeichen nicht mehr lang auf sich warten läßt." * * * verflossenen Sonnabend, Vormittags 6 Uhr, 2 Erfahreservisten, Mannheim, 18. Juni. Die Voltsstimme" berichtet, daß am die wegen Versäumniß der Kontrollversammlung eine 48 stündige Arreststrafe zu verbüßen hatten, im hiesigen Militärgefängnisse einrückten und am Montag, Abends 1/28 Uhr, entlassen wurden, ohne in der Zwischenzeit auch nur einen Bissen Nahrung em" In Spanten brennt's aller Orten auf. Wie Flugpfangen zu haben. Man könnte annehmen, daß die Häftlinge feuer geht der Aufstand durchs Land. Wird er an einer Im englischen Unterhause beantragte anläßlich der vergessen gewesen seien, wenn nicht der Umstand, daß ein aktiver Stelle niedergeschlagen, bricht er an einer andern aus. Die Erwägung der von der ständigen Kommission vorgenommenen Soldat, der von Donnerstag bis Sonntag in demselben Gefängniß Rheinbundstruppen und was von Franzosen dort ist, ist fest Abänderungen der Fabriken und Wertstätten eingesperrt war, und ebenfalls drei Tage ohne Nahrung blieb, genagelt. Der Kampf ist ein ganz grausamer, mörderischer vorlage der Abg. Buyton das Verbot der Be- au der Vermuthung Grund böte, daß man zur Verschärfung der und es müssen immer frische Soldaten nachgeschickt werden. schäftigung von Kindern unter 11 Jahren Arreststrafe die Hungerkur einzuführen, einen Versuch machen Und also: eine neue Rekrutirung ist ausgeschrieben durch in Fabriken und Werkstätten. Die ministerielle Vorlage darf man auf den Bescheid neugierig sein, der ihnen zu Theil wolle. Da die Reservisten den Beschwerdeweg beschritten haben, ganz Bayern und Tirol. In wenigen Tagen werdet ihr gestattet sie schon bei Kindern von zehn Jahren. Das werden wird. die Verordnung allerwegen an den Kirchthüren angeschlagen Ministerium wurde daran erinnert, daß die Delegirten auf finden." der Berliner Konferenz vom Lord Salisbury selbst an- Mainz, 18. Juni. Die hiesige Bourgeoispresse ist seit einigen Wohl eine Minute lang blickten Mutschleitner und gewiesen wären, für ein Mindestalter von 12 Jahren zu Tagen die Beute hochgradiger Aufregung. Das Gouvernement hat Sampogna den Sprecher mit stummer Betroffenheit an. stimmen. Der Minister des Innern, Matthews, bekämpfte nämlich nicht nur denOffizieren derLinie, fondern auch jenen der Reserve " Das ist eine böse Nachricht," sagte der Wirth endlich. den Burton'schen Antrag, der mit 202 gegen 186 Stimmen und Landwehr den Besuch jenes Gafés verboten, in welchem der " Und es wird diesmal in Tyrol hoch hinaufgegriffen angenommen wurde. Fast alle Blätter sprechen sich Berlauf ver Breffe aller Parteien ausgiebigen Stoff zu ZeitStreit zwischen dem Korpsstudenten und dem Lieutenant, dessen werden, bis ins fünfundzwanzigste oder dreißigste Jahr, gegen die Haltung der Regierung aus. Die" Times" sagt, artikeln geboten hatte, feinen Anfang genommen hatte. Die wenn nicht noch höher," ergänzte Hartwanger seine Nach wenn Burton's Antrag nicht angenommen worden wäre, Argumente, die man gegen das Vorgehen des Gouvernements richt und fügte mit Bitterkeit hinzu:„ Warum soll's würde sich England gewissermaßen eines Vertragsbruchs ins Feld führt, find durchaus demokratischer Natur; bedauerlich auch der Bayernkönig mit den Tyrolern nicht wie schuldig gemacht haben; felbft jetzt stehe es in Bezug auf ist es nur, daß man sich die ganzen Jahre heraus, als nur Napoleon mit den Deutschen machen. Zum Kanonenfutter die Einschränkung jugendlicher Arbeiter hinter andern Wirthschaften, in denen Sozialdemokraten zu verkehren pflegten, find wir Tyroler gut. Das schafft zugleich Stille im Staaten Europa's noch weit zurück. Letzteres ist richtig, dem Militär verboten wurden, nicht auf sie befinnen konnte. Land." obgleich im allgemeinen die Arbeitergesetzgebung Eng. Ja, im vorigen Herbst, als das Gouvernement dem Militär das Heiliges Kreuz, jetzt hätt' ich beinah geflucht," rief das lands derjenigen aller Staaten des Festlandes, mit alleiniger Einkaufen in allen jenen Geschäften, in denen das hiesige sozialistische Organ, die Volkszeitung", gelesen oder verkauft wird, Gamsmanndl und drückte feine knorrige Faust nachdrücklich Ausnahme der Schweiz, weit voraus ist. verbot, da hatte keins dieser demokratischen Blätter ein Wort der Mißbilligung hierfür. " • * * " * auf den Tisch. Das würd' ja unsere fräftigsten jungen Leute treffen. Wenn sie den bunten Rock anziehen müssen, Neueste Nachrichten. Ein Privat TeleIn Leipzig wurde in zahlreich besuchter Volksversammlung mer soll dann die Bayern und die Franzosen aus unseren gramm, welches uns aus Essen zugeht, meldet auf Thälern hinausschlagen? Wir Alten? Das darf nicht Mittheilungen von beftinformirter Seite", daß das Straf der Redakteur des„ Wähler", Genoffe Wittich zum Delegirten für sein!" verfahren gegen Herrn Baare Die Leipzig Stadt und Land auf dem Brüsseler internationalen ArNein, das darf nicht sein", pflichtete ihm der Beamten des Bochumer Vereins in der beitertongreß gewählt. Wirth bei. ( Fortsetzung folgt.) Stempelangelegenheit eingestellt sei. und Theater. Sonnabend, den 20. Juni. Schauspielhaus. Don Carlos, Infant von Spanien. Berliner Theater. Graf Waldemar. Deutsches Theater. Der Attaché. Lessing- Theater. Cavalleria rusticana. Margot. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Ein dunkles Geheimniß. Wallner Theater. Der verlorene Sohn. Das Modell. Bellealliance Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend- Theater. Rabale und Liebe. Adolph Ernst- Theater. Der ledige Hof. Raufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. 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Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 141. Gegen die Kornzölle. " Sonnabend, den 20. Juni 1891. Lokales. " 8. Jahrg. " Zuge das Haltefignal zu geben und wenn möglich auch den nicht ganz 1 Kilometer entfernten Wärter Adlershof. Zu einer großartigen Demonstration gestaltete Unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt bei, der die in Glienicke zu veranlassen, das daselbst stehende Blocksignal für sich die hierselbst am 17. Juni stattgefundene Versammlung be- neue Gesammtausgabe der Reden und Schriften Ferdinand somit alle zur Sicherung des Betriebes erforderlichen Maßregeln nachfolgende Züge nicht freizugeben. Dies ist geschen und waren hufs Protesteinlegung gegen die Beibehaltung der Kornzölle. Es war dies die erste Versammlung, die hier nach Jahren stattfand. Lassalle's ankündigt. Wir verfehlen nicht, unsere Leser hierauf getroffen. Der Lokomotivführer des Buges 1606, welcher, ohne Bekanntlich herrscht" hier und in der Umgegend der Herr von besonders aufmerksam zu machen. Das Werk wird einem lang- ein Signal mit der Dampfpfeife zu geben, vorschriftsmäßig vor Oppen, bekannt durch seine Lokalabtreibungen und auch durch gefühlten Bedürfniß genügen und wir sind überzeugt, daß die den Haltepunktwärter in Glienicke von dem Sachverhalt Kenntniß dem oben bezeichneten Blocksignal hielt, fuhr, nachdem er durch andere sozialistenfresserische Thaten. Es ist nun den Genossen neue Gesammtausgabe in allen Kreisen der deutschen Sozial- erhalten hatte, mit seiner Maschine nach Adlershof and brachte gelungen, einige Lokale hier für Versammlungen zu bekommen. demokratie mit Freude begrüßt werden wird. Und das Resultat der staatsretterischen Thaten des besagten die zurückgebliebenen Wagen in das dort befindliche Ladegeleise. Herrn von Oppen war eine Versammlung, wie man sie Hierauf konnte nach Freigabe des Blocksignals der Stadtbahnzug Zur Alters- und Invaliditäts- Versicherung. Darüber, mit einer Verspätung von 23 Minuten seine Fahrt fortsehen. Es hier noch nie gesehen hat. Der Saal der Herren Wiedemann ob die Lehrlinge dem Versicherungszwang unterliegen, haben fann hiernach von einer besonderen Aufmerksamkeit des Lokound Manofski, der, wenn Tische und Stühle ordnungsmäßig stehen, einige Blätter breite Auseinandersehungen, weil über die Frage motivführers, wodurch derselbe einen verhängnißvollen Zusammenca. 800 Personen faßt, mußte schon um 73/4 Uhr von diesen be- in den betheiligten Kreisen noch zweifel herrschen sollen. Der stoß verhindert haben soll, nicht die Rede sein." freit werden, damit für die anstürmenden Massen Platz wurde. Paragraph 1 des Gesetzes giebt hierüber Auskunft, wenn auch Doch bald war er überfüllt und die immer neu Herzuströmenden eine Lücke bleibt. Der Paragraph ist so lehrreich und hübsch, Acht Jahre hintereinander auf bloßer Diele, ohne Strohvertheilten sich in den Vorräumen, nahmen vor den Fenstern daß wir ihn gern noch einmal erwähnen. 1. Personen, welche sack, Bett oder Kissen, zu schlafen, dieses Kunststück hat ein in der Plaz oder suchten sonstwo unterzukommen. Den Vortrag über als Lehrlinge gegen Lohn oder Gehalt beschäftigt werden, unter- städtischen Jrrenanstalt zu Dalldorf untergebrachter Geistestranter die Kornzölle und die Reichsregierung" hielt der Genosse W. liegen der Versicherungspflicht. Alinea 1 des Paragraphen 1. zu Wege gebracht. Es ist der ca. 28jährige ehemalige Kaufmann Werner. Zur Diskussion meldete sich als Gegner ein Regierungs- 2. Handlungsgehilfen oder Handlungslehrlinge, welche Lohn oder May Ehrenbaum, der aber bald nach seiner Lehrzeit die KaufBaumeister zum Wort. Er erklärte es für falsch, daß man jezt Gehalt beziehen, deren regelmäßiger Jahres- Arbeitsverdienst an mannschaft an den Nagel hing und Taschendieb" wurde. Das für die Aufhebung der Kornzölle eintrete. Man könne nicht Lohn oder Gehalt aber 2000 m. nicht übersteigt, sind versicherungs- Gewerbe schien ihm gut zuzusagen. Da er zudem eine„ Fertigkeit" wissen, was für wichtige Gründe die Regierung von der Auf- pflichtig. Alinea 2 des Paragraphen 1. Demnach sind Hand- darin erwarb und es bald zu einer gewissen Birtuosität" brachte, hebung derselben abhalte. Er müsse die jetzige Agitation als Volts lungslehrlinge, deren Gehalt bis zu 2000 m. geht, versicherungs- wurde er der Schrecken der Kriminalpolizei. Seine, Spezialität" aufwiegelung bezeichnen. Die Ausführungen dieses Herrn pflichtig, Lehrlinge mit einem Gehalt über 2000 m. dagegen bestand hauptsächlich im Baddendrücken"( Portemonnaies- Diebwurden in gebührender Weise von den Genossen Mielenz und nicht. Da bei allen anderen( nicht in Handlungen beschäftigten) stahl) und im„ Oßnickdrehen"( Uhrenknöpfen). Trotzdem E. mitWerner widerlegt, die ihrerseits rauschenden Beifall ernteten. Lehrlingen eine solche Unterscheidung nicht gemacht wird, so unter auch Bech" bei seinem„ Geschäft" hatte und abgefaßt Die Protestresolution wurde gegen die Stimme des Herrn Bau- unterliegen dieselben der Versicherung, auch wenn sie mehr als wurde, so daß er wiederholt Bekanntschaft mit Plößensee machte, meisters angenommen. Unter Verschiedenem" wurde den 2000 m. jährlich Lohn oder Gehalt beziehen. 3. Die in Apotheken schüchterte ihn dies nicht ein. Im Gegentheil wurde er immer Köpenickern und Berliner Genossen empfohlen, recht rege Adlers- beschäftigten Gehilfen oder Lehrlinge nimmt ein Zusatz in Alinea 2 verwegener, bis ihn i. J. 1882 bei einem Taschendiebstahl sein hof zu besuchen, um die dortigen Wirthe, die ihre Lokale zu Ver- von diesem aus. Ob sie auch von Alinea 1 ausgenommen sind, Geschick ereilte und er wiederum dingfest gemacht wurde. Diesmal fammlungen hergeben, zu unterstützen, da diese fortwährenden Drang: fagt das Gesetz nicht. Sonach bleibt unklar, ob Lehrlinge in drohte ihm aber( Mochum) Zuchthausstrafe, und um derselben salirungen seitens der Behörden ausgesetzt sind. Es ist ihnen schon Apotheken überhaupt nicht versicherungspflichtig sind oder ob sie zu entgehen, fing er im Untersuchungsgefängniß an, den sogen. angedroht worden, daß der Pachtvertrag, der ihnen die Benutzung umgekehrt auch dann versicherungspflichtig sind, wenn ihr Lohn wilden Mann zu spielen, d. h. er fimulirte Geisteskrankheit in eines Stück Waldes hinter ihren Lokalen zusichert, nicht mehr oder Gehalt 2000 m. übersteigt. Für die Beantwortung dieser der Gestalt eines Telephon- Wahnsinnigen. E. behauptete nämverlängert werde. Außerdem sind sie schon auf Polizeistunde ge- Frage würde es wohl auf den sozialen Rang der Apotheker- lich, in feiner Belle werde er durch das auf dem Hause befind stellt worden und ist ihnen die Entziehung der Tanzkonzession lehrlinge ankommen. Wir für unser Theil getrauen uns weder das liche Telephon derartig belästigt, daß er Tag und Nacht nicht angedroht. Zur Charakterisirung des Urhebers aller dieser Eine noch das Andere bestimmt anzunehmen. 4. Gin Taschen- schlafen tönne, ja, es hindere ihn sogar an allen Verrichtungen, Repressivmaßregeln( v. Oppen) diene noch eine Aeußerung des geld bedeutet keinen Lohn oder Gehalt, so daß Lehrlinge, und habe bereits auf sein Gehirn eingewirkt, so daß es fortfelben, die einer der Genossen vorbrachte. Er soll gesagt haben, die nur ein solches und sonst keinen baaren Lohn oder während saust" und" pfeift", als wenn die Welt unterginge. er werde alle nur denkbaren und möglichen Repressalien gegen Gehalt bekommen, nicht versicherungspflichtig sind. Warum sind und er hatte mit seiner„ Krankheit" Glück, denn er wurde aus die Leitung der Borussia- Brauerei in Nieder- Schönweide anwen- nun aber Lehrlinge, welche keinen Lohn oder Gehalt bekommen, der Haft entlassen und der Charitee zur Beobachtung überwiesen, den, wenn diese ihren Saal weiter zu Arbeiterversammlungen her- von der Versicherungspflicht ausgeschlossen? Weil dann der auf aber auch hier hielt man sich nicht lange mit ihm auf, so daß gebe. Die Versammlung wurde mit einem stürmischen Hoch den Arbeitnehmer entfallende Theil des Beitrages von den letzteren er in demselben Jahre noch der Dalldorfer Anstalt als unheilbarer auf die internationale Sozialdemokratie geschlossen. nicht eingezogen werden könnte, also der Arbeitgeber genöthigt und gemeingefährlicher Geisteskranker überwiesen und daselbst in die sein würde, den ganzen Beitrag allein zu zahlen. Dem Umstande, Kategorie der sog. wilden Männer", verbrecherischen Frren, eingedaß der Gesetzgeber ihn hierzu nicht hat zwingen wollen, ver- reiht wurde. Dieser sonderbare Irre hat es nun fertig gebracht, aus danken die Lehrlinge das Unglück oder Glück, nicht unter das Menschenschen und Telephonfurcht" in der Anstalt aus eigenem AnGesetz zu fallen und also mit 70 Jahren nicht Altersrentner zu triebe 8 Jahre hintereinander isolirt in einer besonders für ihn herwerden, wenn sie nicht vorher Gefellen oder Gehilfen geworden gerichteten Zelle auf bloßer Diele ohne Bett, Strohsack, Matratze find. In keinem Falle brauchen Lehrlinge versichert zu werden, oder Kissen zu schlafen. Er hatte sich während der ganzen Zeit welche das sechszehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. nur mit seiner Jacke, in den seltensten Fällen mit einer Decke Das sechszehnte Lebensjahr wird, wie der Vorstand der Alters- zugedeckt. Diese Schlafprozedur" hatte lediglich darin feinen Bersicherungsanstalt Berlin in einer eigenen Verfügung erläutert 3wect, um, wie er sich den Aerzten gegenüber auszudrücken Da der Ausdruck sechszehnter Geburtstag" in doppelter Bedeu- Betten friechen", zu vertreiben, außerdem um seine Belle beffer hat, vollendet, wenn Jemand seineu sechszehnten Geburtstag hat. pflegte, die bösen Telephongeister", die hauptsächlich in die tung angewandt wird( richtig ohne, manchmal aber irrig mit übersehen zu können, falls die Geister" etwa aus den Betten Einrechnung des Tages der wirklichen Geburt), so dürfte die Er- heraustriechen sollten, um ihn zu belästigen. Seit einiger Zeit läuterung angebracht sein, daß Jemand feinen sechszehnten Ge- hat G. indessen seine Schlafstelle" freiwillig aufgegeben und burtstag hat, wenn er das fechszehnte Lebensjahr vollendet oder dieselbe jetzt mit einem Bett vertauscht, bis er hin und wieder fechszehn Jahr alt wird. seinen An- resp. Einfall bekommt, worauf er zeitweilig wieder isolirt werden muß. Harburg a. Elbe. Am Donnerstag, den 11. Juni, tagte hier eine öffentliche Volfsversammlung mit der Tagesordnung: Kornzölle und Reichsregierung. Sie war von ungefähr 2500 Personen besucht. Nach dem, vom Reichstags- Abgeordneten Frohme gehaltenen Referat, wurde die vorgeschlagene Resolution einftimmig angenommen. Schömberg i. Schl. Zwei Volksversammlungen gegen die Kornzölle fanden in Schömberg statt. Es referirte Genosse Keller aus Görlitz. Die sozialdemokratische Resolution wurde in beiden aus Görlitz. Die sozialdemokratische Resolution wurde in beiden Fällen angenommen. In Darmstadt wurde in einer von 800 Personen besuchten Versammlung, in welcher der Landtags- Abgeordnete Philipp Müller referirte, die Parteiresolution einstimmig angenommen. In Erwägung: daß die Preise des Brotgetreides unter den bestehenden ungeheuren Zöllen seit Jahren unausgesetzt gestiegen find und gegenwärtig die höchsten Preise des Jahrhunderts nahezu daß Deutschland die höchsten Getreidepreise in Europa hat, und daß dieselben durchschnittlich um den ganzen Betrag des Bolles höher sind, als auf dem Weltmarkte; erreicht haben; " " München, 18. Juni. Eine große, von gut 6000 Personen besuchte öffentliche Versammlung wurde am Montag Abend im Vorsicht beim Pilze- Effen. Ein weit und breit bekanntes Münchener Kindl- Keller abgehalten. Herr Wambsganß als zweiter mittel, die giftigen von den eßbaren Bilzen zu unterscheiden, Durch die unvorsichtige Handhabung eines Teschings Einberufer gab bekannt, daß Herr Georg Birk leider am Sonntag besteht darin, daß man einen filbernen Löffel mitkochen läßt; ist am Mittwoch in Spandau ein Menschenleben vernichtet frank geworden sei und deshalb die Versammlung nicht eröffnen sind die Pilze giftig, so soll sich der Löffel färben, was bei worden. Ein Arbeiter des Torfgräbereibefizers Kleinefeldt hatte könne, weshalb er an dessen Stelle die Versammlung für eröffnet guten, eßbaren Bilzen nicht eintreten soll. Dieses Verfahren ist seinen Kollegen ersucht, aus der Wohnung ein Tesching zu holen, erklärt. Der Zweck der heutigen Versammlung sei, den aber gar zu unsicher, da einerseits bei einigen giftigen das ihm, dem Auftraggeber, gehörte. Als der Andere mit dem Herrschenden den Willen des Volkes in Bezug auf die Ver- Sorten( z. B. der" falsche Tafelpilz") sich der Löffel nicht färbt, Gewehr zurückkam, hantirte er damit, während der Lauf gerade theuerung der unentbehrlichsten Lebensmittel zur Kenntniß zu bei anderen dagegen wieder so z. B. beim Frauenschwamm", auf den Eigenthümer der Waffe gerichtet war. In dem Augenbringen. Zum ersten Vorsitzenden wurde Wambsganß gewählt. der von vorzüglicher Güte ist der mitgekochte silberne Löffel blic ging der Schuß los, und die Kugel drang dem Arbeiter Reichstags- Abgeordneter von Vollmar referirte über den einzigen stark gefärbt wird. Dieses Mittel ist also nicht unfehlbar und direkt in das Herz; er fiel sofort todt zu Boden. Der unvorPunkt der Tagesordnung, über die herrschende Theuerung infolge deshalb nicht zu empfehlen. fichtige Thäter ist verhaftet worden. Das sicherste Erkennungsmittel in Zweifelsfällen ist und der Getreidezölle und die Forderungen des Volkes." Die VerEin frevelhaftes Verbrechen, bei deffen Gelingen wieder sammelten faßten dann auf Antrag des Referenten folgenden bleibt das Kosten( d. h. bloß anbeißen, nicht etwa herunterBeschluß: schlucken) des rohen Pilzes; der ungenießbare Schwamm ver- Massen von Menschenleben auf dem Spiele standen, war, wie ursacht ein Prickeln und heftiges Brennen auf der Zunge. Es von der S.- 3." geschrieben wird, im Laufe der vergangenen wird dieses auch in geringem Maße bei der schlechtesten, gewöhn- Woche auf der Berlin- Stettiner Eisenbahn, in der Gegend von lichsten Sorte der eßbaren Pilze z. B. beim Semmelschwamm Tantow geplant, wurde aber glücklicher Weise noch rechtzeitig der Fall sein; da wirft man denn eben lieber einen solchen vereitelt. Als der um 10 Uhr von Berlin kommende Zug die Bilz fort, ehe man sich der Gefahr des Vergiftetwerdens aussetzt. Station Tantow paffiren sollte, machte kurz vorher der betreffende nur nach ihrem Aussehen die guten von den giftigen Sorten zu Streckenwärter nochmals einen Revisionsgang. Hierbei entdeckte unterscheiden, das soll der Laie ein für alle Mal bleiben lassen, er mit Entsetzen an einer Stelle, wo die Bahn einen hohen Damm überschreitet und an beiden Seiten sich steile Böschungen befinden, dazu bedarf es einer ganz genauen Kenntniß aller Pilze. daß eine Schiene aufgerissen und unter dieselbe ein Ackerpflug Wer einen kleinen Garten sein eigen nennt oder doch gelegt worden war. Der erschreckte Bahnwärter hatte gerade zur Benußung hat, der versäume doch nicht, sich die köstlichste noch so viel Zeit, nm das Haltesignal zu geben und den Zug aller Früchte, die Erdbeere anzupflanzen. Da die zum Stehen zu bringen. Nachdem die Schiene wieder eingelegt entschieden passendste Pflanzzeit im August vor der Thür und befestigt worden war, konnte der inzwischen herangekommene in Erwägung: daß diese künstliche Wertheuerung des un- steht, so möge jest schon folgende Pflanz- und Kulturmethode hier Bug seine Fahrt erst fortsetzen. Ueber die Thäter, nach denen entbehrlichsten Lebensmittels nur einer geringen Anzahl von Erwähnung finden und empfohlen werden: Man rigole( rayole) die Ermittelungen sofort eingeleitet worden sind, ist noch nichts Großgrundbesitzern und Getreidespekulanten Gewinn bringt, das für die Erdbeeren bestimmte Beet im August auf 2 Fuß bekannt. Die Direktion der Bahn wird jedoch auf deren Erwährend sie den breiten Schichten ungeheure Laften auferlegt und Tiefe, dünge dann mit gutem alten Dünger und grabe den Dung, mittelung eine bedeutende Belohnung aussetzen. die ohnehin unzureichende Ernährung und Lebenshaltung des wie gewöhnlich, einen Spatenstich tief, unter. Nothwendig ist Volfes immer tiefer herunterdrückt; es, das so fertig gestellte Beet. damit sich die Erde ordentlich Das Fischerdorf Tiefwerder an der Unterhavel bei daß das deutsche Volk durch nun fast zwölf Jahre einer ver- wieder lagern kann eine Zeit lang, ca. 8-14 Tage, liegen zu Spandau ist am Mittwoch Abend von einer großen Feuersbrunst kehrten Wirthschafts- Gesetzgebung mehr als genug geschädigt wor- lassen. Nun harte man mit einer eisernen Harte das Beet tüchtig heimgesucht worden. In einem großen, mit Fourage gefüllten den und nicht gewillt ist, auch mit Rücksicht auf die bestehend kreuz und quer durch und setze die Erdbeerpflanzen 1-1/ 2 Fuß Schuppen eines Spandauer Militärlieferanten brach Abends gedrückte Geschäftslage mit ihrer verminderten Arbeitsgelegenheit und ihren herabgesetzten Löhnen, nicht fähig ist, die visherigen nach allen Seiten von einander entfernt ein und gieße sie tüchtig 10 Uhr ein Brand aus, der das große Gebäude mit dem gean. Sehr empfiehlt es sich, das ganze Beet nun 1/4 Fuß hoch sammten Inhalt vernichtete. Die Bewohner der benachbarten mit Lohe die gut ausgelaugt ist zu bedecken; der Boden Fischerhäuser flüchteten aus denselben und brachten ihre Sachen in Erwägung, daß das öffentliche Wohl, die ruhige trocknet dann nicht so aus und die Früchte bleiben hübsch rein, in Sicherheit, da sich in weitem Umkreise eine intensive Hize verund gedeihliche Entwicklung des Gemeinwesens, dringend eine auch werden auf solchen Beeten die Erdbeeren weniger von den breitete. Dem thatkräftigen Angriffe mit den Sprißen der Inbaldige Beseitigung der gekennzeichneten schweren Uebelstände und Schnecken heimgesucht und endlich ist das Beet von Unkraut fanterie- Schießschule zu Rubleben, der Spandauer Feuerwehr die Einschlagung einer Wirthschaftspolitik erheischen, welche sich leichter rein zu halten. Eine ganz besondere Sorgfalt ist auf die und mehrerer Dörfer gelang es, das Feuer von den Häusern der die Förderung der Interessen des gesammten Boltes zur Auf- Entfernung der Ausläufer( Nanten) au legen, nur eine Ranke, Dorfbewohner fern zu halten. Polizeibericht. Am 18. d. Mts. Morgens wurde in der daß die geringen Vorräthe, und die in Deutschland selbst, sowie in den nach Deutschland einführenden Ländern bevorstehende theilweise Mipernte eine weitere Preissteigerung in Aussicht stellen, bestenfalls aber den sicheren Fortbestand der dermaligen Nothstandspreise auf lange Zeit hinaus bedingen; Lasten weiter zu tragen; gabe macht, beschließen die 6000 heute im Münchner Kind!" die kräftigste, lasse man wachsen, welche dann im August die neue Versammelten Wähler der beiden Münchener Wahlkreise und Pflanze liefert. Auf jeden Fall aber laffe man die Gröbeerpflanze Spree, nahe der Waifenbrücke, die Leiche eines neugeborenen Reichsangehörigen: in der Zeit von Beginn der Blüthe bis zur völligen Reise der und der bayerischen Regierung durch die beiden Wertreter von Ueber den kleinen Eisenbahnnnfall, der sich am 12. d. m. München übermittelt werden. Desgleichen ist derselbe den Ge- auf dem Haltepunkte Adlershof ereignet hat, ist jetzt von amt meindekollegien mitzutheilen mit dem Wunsche, sich demselbeu an- licher Seite folgende Darstellung ergangen: Bei Abfahrt des zuschließen. Die bisherige Stellungnahme der preußischen Regierung Frucht unberührt und schneide höchstens, wenn zu viele Kindes angeschwemmt. Zu derselben Zeit wurde ein Schankentschieden zu mißbilligen, sowie die öffentlichen Gewalten auf- Blüthen, einige davon vorsichtig ab; dies befördert dann das wirth in seiner Wohnung in der Lühowstraße erhängt vorzufordern, sich dem schädlichen Einflusse interessirter Kreise zu Wachsen der Früchte. Läßt man z. B. im zweiten Sommer un- gefunden. Auf dem Neubau Dorotheenstr. 66 stürzte Nachentziehen und die schleunigste Beseitigung der Getreidezölle zu gefähr drei schöne Blüthen an jeder Pflanze zur Frucht kommen, mittags der Arbeiter Schaß von einem Gerüst etwa 2/2 Meter hoch herab und erlitt anscheinend innere Verlegungen, so daß er bewirken, bezw. beim einzuberufenden Reichstag zu beantragen." so werden dies schon ansehnliche Exemplare. nach der Charitee gebracht werden mußte. Nachmittags fiel Dieser Beschluß soll dem Reichskanzler, dem Bundesrathe ein auf dem Hofe des Grundstücks Panfstr. 32A spielender Knabe in die etwa 2 Meter tiefe Unterkellerung hinab und wurde am Kopfe so schwer verletzt, daß seine leberführung nach dem gemischten Buges 308 von Adlershof riß an einem Güterwagen Kinder- Krankenhauſe in der Reinickendorferstraße erforderlich die Kuppelung, und blieben da der Schaden nicht sogleich be- wurde. Im Laufe des Tages fanden fünf kleinere Regensburg, 18. Juni. Montag, den 15. d. M., tagte hier feitigt werden konnte 22 Achsen des fraglichen Zuges in Brände statt. eine Versammlung mit der Tagesordnung: Die Kornzölle und Adlershof im Hauptgeleise stehend zurück. Der Haltepunktdie Reichsregierung. Genosse daver Obermayr referirte und die Wärter in Adlershof verständigte alsbald telegraphisch die Nachbekannte Resolution wurde von der 100 Personen zählenden Ver- barstationen Johannisthal- Nieder- Schönweide und Grünau und ſammlung einstimmig angenommen. Dann wurde Obermayr ein- fandte außerdem einen zuverlässigen Hilfsbeamten in der stimmig zum Vertrauensmann gewählt. Richtung nach Grünau ab, um einem nachfolgenden Theater. der Gewerbe- Ordnung und leitete das Verfahren ein. In erster| Herzensfreundin Auguste Ludwig. Die sonderbare GeschäftsInstanz erkannte das Schöffengericht auf Freisprechung der An- pragis, welcher Herr Bensch zur Erweiterung seines Absatzgebietes Im Leffing- Theater feierte gestern Abend Der Barbier geflagten. Gegen diefes Urtheil legte die Staatsanwaltschaft Be- huldigte, hat die Strafgerichte schon wiederholt veranlaßt, sich von Bagdad", komische Oper in 2 Aufzügen von Peter Cornelius, rufung ein. Die Straffammer V Landgerichts I als zweite( Be- mit diesem erfindungsreichen Pärchen zu beschäftigen. Herr feine Auferstehung von den Todten und erzielte einen durch unfungs-) Instanz erblickte in dem Zeitungsinferat des Ange- Benfch erließ wiederholt Annoncen, nach welchen wegen Abreise seine Auferstehung von den Todten und erzielte einen durch schlagenden Erfolg. Namentlich war es der 1. Aft, welcher seines lagten Lindner eine Verrufserklärung des als„ Deckadresse" der einer jungen Sängerin" deren gesammtes Mobiliar zu Spottschlagenden Erfolg. Namentlich war es der 1. Aft, welcher seines Firma Aktiengesellschaft vorm Pietschmann u. Söhne" ange- preifen verkauft werden solle. Er hatte in der Magazinstraße eine Humors wegen ungemein gefiel und Herrn Eugen Gura, welcher in gefanglicher sowie schauspielerischer Hinsicht gleich Großartiges gebenen felbständigen Möbelpolirers Töpfer und verurtheilte größere Wohnung gemiethet, dieselbe ganz nach der Art von Privatleistete, stürmischen Beifall einbrachte. Der zweite Akt spitzt sich ihn zu 2 Tagen Gefängniß, die Anwendbarkeit der Strafbestim- wohnungen ausgestattet und an die Thüre eine Visitenkarte geklebt gewaltsam dramatisch zu und läßt barum etwas an Interesse nach. mungen des§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung in Bezug auf mit der Bezeichnung: Ludwig, Sängerin." Die auf die Inferate gewaltsam dramatisch zu und läßt darum etwas an Interesse nach. die Firma Pietschmann u. Söhne, Aktiengesellschaft dagegen in Ab- hin erscheinenden Kaufluftigen wurden nun durch die Künste Die Musik ist durchweg edel, originell und paßt sich ganz den rede stellend, ebenso, den Ausführungen des Vertheidigers, Rechts- des angeklagten Bärchens sehr geschickt in dem Irrthume erhalten, Vorgängen auf der Bühne an. Das Terzett zwischen Cadi, Calif awalt Wolfgang Heine, folgend, die Nichtanwendbarkeit daß es sich um die Auflösung einer Privatwirthschaft und einen Vorgängen auf der Bühne an. Das Terzett zwischen Cadi, Calif und Abul, ebenso das Finale im zweiten Att sind von wunder- der Strasbestimmungen des§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung sehr günstigen Gelegenheitskauf handle. Frl. Ludwig machte barer Kraft und Schönheit. Das Werk ift bas eines ächten aussprechend, in dem Falle Fähse( Brief mit Drohungen) zumeist als" junge Sängerin" bie Honneurs, empfing die Künstlers und es gebührt dem feinsinnigen Musikffenner, welcher auf Freisprechung erkennend. Der Berufungsrichter stellte hierbei Stäufer gewöhnlich in einem stilvollen Schlafrock, sprach viel von die Oper nicht vermodern ließ, großes Verdienst; die übrigen den Rechtsgrundsatz auf, daß die Strafbestimmungen des§ 153 ihrer weiten Reise und bezeichnete diefe oder jene Nippsache als Darsteller standen sämmtlich auf der Höhe ihrer Aufgabe. Zum Deffert gab es lein Ballet- Divertissement, in welchem der Reichs- Gewerbe- Ordnung nur Anwendung zu finden haben, fostbares Geschent irgend eines begeisterten Gönners. Biß der wiederum Luigia Gerale und Otto Thieme mit ihrer ganz erstaun- falls fich Arbeiter gegen Arbeiter bezw. Arbeitgeber gegen Arbeit Käufer nicht schnell genug an, dann ertönte gewöhnlich eine lichen Kunstfertigkeit das volle Haus zu großem Beifall hin- geber, nicht aber Arbeiter gegen Arbeitgeber oder umgekehrt einer Klingel und das Dienstmädchen meldete, daß die Herrschaften" riffen. Berlegung obiger Strafbestimmungen schuldig machen. Gegen wieder da seien, welche das Mobiliar gleichfalls kaufen wollten. diese Entscheidung der Straffammer V hiesigen Landgerichts I Das half immer. Die Käufer beeilten sich nun mit dem Ablegte nunmehr wiederum die Staatsanwaltschaft wegen der er- schlusse des Geschäfts, um bei Ablieferung der Waare zu folgten Freisprechung, als auch Lindner wegen seiner erfolgten entdecken, daß sie arg hineingefallen und ihnen wahre Verurtheilung Berufung ein, letterer die Zulässigkeit der An- Schundmöbel geliefert waren die theilweise während des wendung des§ 158 der Reichs- Gewerbe- Ordnung in seinem Falle Aufladens noch verwechselt sein mußten. Die Praxis der Ange( Inserat) bestreitend, die Staatsanwaltschaft, die Nichtanwendung flagten war schließlich in der Umgegend der Magazinstraße schon des§ 153 der Reichs Gewerbe Ordnung in dem zweiten Falle so bekannt, daß die Käufer gewöhnlich schon in dem nächsten ( Brief) rügend. Der Straffenat des Kammergerichts zu Berlin Restaurant, welches man nach dem Abschluß eines so vortheilhat nunmehr als letzte und höchste Instanz in seiner Sigung vom haften Raufes zu besuchen pflegt, Brief und Siegel darauf er21. Mai 1891 beide Berufungen zurückgewiesen, das Urtheil der hielten, daß sie gründlichst betrogen feien. Beide Angeklagte Straffammer bestätigend. find f. 3. zu längerer Gefängnißstrafe verurtheilt worden, welche Bensch noch abbüßt. Zu ihrem Pech kommen nun noch immer aufs Neue vor Gericht erscheinen. Vor nicht langer Zeit haben mehr Betrogene ans Tageslicht und die Angeklagten müssen nun sie erst Busatzstrafen erlitten und gestern legte wieder eine ganze Gruppe von Personen, welche ihr schönes Geld für eine schlechte Waare hingegeben, Zeugniß gegen sie ab. Der Gerichtshof ertannte abermals auf 2 bezw. 4 Monate Gefängniß. H, W. Gerichts- Beitung. nommen, Soziale Uebersicht. Die Frage der Strafbarkeit der Aufforderung zum Kontraktbruch stand gestern als ein Nachspiel zur ersten Maifeier( 1890) zur Entscheidung der ersten Straffammer des Landgerichts I. Angeklagt waren die Genoffen Stadtverordneter Otto Klein, Schloffer Franz Wegener und Lackirer Wilhelm Schüßler. Am 8. April 1890 fanden in Habel's Brauerei und bei Baader je eine Versammlung von Eisenbahn- Arbeitern statt, in welcher lichen Versammlungen stand fürzlich zur Verhandlung vor dem Die Frage des Verbots der Tellersammlung bei öffent Stellung zur Feier des 1. Mai genommen werden sollte. Die drei Genannten forderten die Anwesenden auf, in Gemäß- Schöffengericht zu Charlottenburg. Im März dieses Jahres fand heit der Beschlüsse des Pariser Kongresses am 1. Mai Lokale Bismarckshöhe zu Charlottenburg eine öffentliche Verzu feiern. Da die Versammlung für Bahnarbeiter ein- sammlung zur Stellungnahme zur Sonntagsruhe der Handlungsberufen war, diefe aber alle nach den Bestimmungen einer gehilfen statt. Das Referat hatte der Abgeordnete Bebel überVerordnung, die für alle Bahnangestellte erlaffen ist, 14 tägige Grund der Verfügung vom Januar 1891 die TellersammDie Polizeibehörde von Charlottenburg hatte auf Kündigung haben, und auch in jener Verordnung das Fehlen an einem Tage verboten ist, so sah die Staatsanwaltschaft in lung verboten, und dieses Verbot dem Einberufer der der Aufforderung, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, eine von diesem Verbot, das erst in letzter Stunde an die betreffende Versammlung schriftlich zugestellt. Zwei Genossen, denen Aufforderung zum Kontraktbruch, welche nach der bekannten Ent- Adresse gelangt war, nichts bekannt war, nahmen trotzdem die scheidung des Reichsgerichtes, aus§ 110 R.-St.-G.-B. zu bestrafen Tellersammlung vor. Sobald jedoch die Polizeibeamten, die mit An die Metallarbeiter Berlins. Kollegen! In der Vers ist. Das Gericht war jedoch im ersten Termin anderer Meinung der Ueberwachung betraut waren, erschienen, mußte auf deren sammlung im Feenpalast wurden mit Rücksicht auf den Kostenund sprach die Angeklagten frei. Gegen dieses Urtheil, welches Beranlassung die Sammlung eingestellt werden. Dem Genossen punkt nur 3 Delegirte zum Kongreß nach Frankfurt a/ M. ge am 9. Januar d. J. gefällt war, legte die Staatsanwaltschaft Beyer, welcher die Versammlung einberufen hatte, wurde ein wählt. Leider ist es der unterzeichneten Kommission noch nicht Berufung ein. Das Reichsgericht stellte sich auf den Standpunkt der Staatsanwaltschaft und wies die Sache zur nochmaligen Strafmandat in Höhe von 3 Mark gesandt. Beyer trug auf möglich gewesen, troy mehrfacher Aufrufe, diese wenigen Kosten Verhandlung an die obengenannte Straftammer zurück. Aus gerichtliche Entscheidung an, da er auf den gedruckten aufzubringen. Wir appelliren deshalb nochmals dringend an die der Entscheidung des Reichsgerichts geht mit völliger Be Einladungen zu der Versammlung die Erhebung eines Eintritts: Kollegen, ihr altbewährtes Solidaritätsgefühl nicht sinken zu stimmtheit hervor, daß der§ 110 des R.-Str.-G.-B. auch Entree- Erheben unmöglich als eine Tellersammlung angesehen Interessen vertreten zu sehen, wir auch gewillt sind, Opfer zu geldes von 10 Pf. pro Person angekündigt hatte, und dieses lassen, sondern erwarten, daß, wenn es gilt, unsere eigensten auf die bürgerliche Gefeßgebung anzuwenden ist, daß werden könne. also die Bestimmung des allgemeinen Landrechts, welches in bringen. Wir ersuchen deshalb alle diejenigen Kollegen, welche feinem§ 270, I. 5 bas Halten fontraktlicher Bestimmungen zur nur ein Entree- Erheben in bestimmter Höhe aufeyen und sogleich mit untenstehenden Kommissionsmitgliedern Durch die Beweisaufnahme wird festgestellt, daß thatsächlich noch Bons im Besis haben, dieselben so schnell wie möglich umPflicht macht, auch unter Verordnungen" den§ 110 R.-St.-G.-B. ins Auge faffe, falle. Mithin ist jede Aufforderung zum Kontrakt( 10 Pf.) stattgefunden hat, und daß auch von jedem Verfamm- bis zum 1. Juli abzurechnen, damit wir in fürzester Zeit Bericht bruch strafbar. lungsbefucher 10 Pf. gefordert wurden. Der Vertheidiger, Herr erstatten können. Die Kommission: Benno Stabernact, WrangelDie Angeklagten verzichten auf eine nochmalige Beweisauf- Assessor Heine geht zunächst auf die Frage ein, ob die Verord- ftraße 85; Karl Trittelwig, Rottbuserstr. 4; Wilhelm Neumann, nahme und räumen ein, zur Feier nung, welche Tellersammlungen, zu denen keine polizeiliche Ge- Reinickendorferstr. 14. 1890, also zum Rubenlaffen der Arbeit aufgefordert nehmigung ertheilt worden ist, verbietet, überhaupt in rechtsDer Vorstand des Vereins der Stereotypeure und Alle Drei bestreiten aber, gewußt zu haben, giltiger Weise erlassen sei. Auf Aufforderung des Vorsitzenden wird daß die Versammelten, zu denen fie fprachen, als Eisenbahn- Arscheidung derselben zur Zeit noch das Königliche Kammergericht be- daß die Abrechnung vom Maifonds bisher noch nicht stattfinden Frage jedoch außer Grörterung gefeßt, da die Ent- Galvanoplastiker Berlins ersucht uns um die Mittheilung, beiter eine 14 tägige Kündigung einzuhalten haben, namentlich schäftigt, und falls die Entscheidung für den vorliegenden Prozeß von konnte, weil die Gelder noch nicht eingegangen waren. Die Ababer baß das feiern an einem Tage bereits ein Kontrattbruch sei. Der Herr Staatsanwalt giebt in seinem Plaidoyer Bedeutung sei, das Verfahren bis zur endgiltigen Entscheidung des rechnung wäre auch ohne Einmischung der betreffenden Herren trattbruch sei. Der Herr Staatsanwalt giebt in seinem Plaidoyer Rammergerichtes ausgesetzt werden solle. Die Bertheidigung be- vor sich gegangen, da sie bereits auf der Tagesordnung der einen förmlichen Vortrag über die„ Geschichte" des 1. Mai. Aus schränkt sich hiernach nur darauf, daß eine Tellersammlung that- nächsten Versammlung stand. Was in der Angelegenheit noch der langen Rede interessirt besonders, daß die Bahnverwaltungen fächlich nicht vorgelegen habe. Der Gerichtshof erkennt nach zu thun ist, wird von Vorstandswegen geschehen. einen fluttuirenden Arbeiterstand nicht gebrauchen können, daß es kurzer Berathung, daß eine Zellerfammlung im ihm( dem Staatsanwalt) fremd sei, daß Fabrikarbeiter vielfach Sinne der Polizeiverordnung in dem Erheben feine Sündigung haben, und daß die Maibewegung mit einem eines bestimmten Entreefages nicht gesehen gewissen Druck von den sozialdemokratischen Führern durchgesetzt werden könne, da das Verbot ausdrücklich von einem Be sei. Er weist dann noch auf die damalige hochgradige Erregung trag, dessen Höhe unbestimmt und in das Beliebendes Vers in der ganzen Bevölkerung hin und beantragt gegen jeden der fammlungsbesuchers gestellt fet, fpreche. Dies Angeflugten eine Gefängnißstrafe von 1 Monat. Der Eine zu Gunsten der Arbeiter Bildungsschule ein Vertheidiger, Herr Rechtsanwalt Freudenthal, wider ei aber im vorliegenden Falle durchaus nicht erwiesen, es sei berufene öffentliche Versammlung von Männern und Frauen legt die Ausführungen des Staatsanwalts Punkt für Punkt. im Gegentheil, wie auf den Einladungen ausdrücklich vermerkt, In exper Linie fei es durchaus nicht zu rechtfertigen, daß ein ein Entree in bestimmter Höhe erhoben worden. Der Bolizei tagte am 15. Juni unter Vorsitz des Genossen Unger im WeddingGesetzesparagraph, von dessen Anwendung in der vorliegenden Ginnehmen des Entrees zu inhibiren. Hiernach der Diskussion sprachen die Genossen Heitmann und Meiners. lieutenant habe mithin gar tein Recht gehabt, das park, Müllerstr. 178. Herr Henning, Lehrer an der Arbeiterau Bildungsschule, referirte über den heiligen Rock zu Trier." In Form noch nie vorher die Rede gewesen sei, in solch einem mußte fostenlose Freisprechung des Angeklagten erfolgen. hohen Wuße Strafbarkeit einschließen jolle; es tönne, wenn über- ist also nach dieser Entscheidung überall da, wo Tellersammlungen beiter- Bildungsschule für unsere Sache klar und dann wurde die Im Verschiedenen" legte Henning die Bedeutsamkeit der Arhaupt Strafe eintrete, nur auf Geldstrafe erkannt werden. Im verboten zu werden pflegen, die Erhebung eines Bersammlung mit einem Hoch auf die Arbeiter- Bildungsschule Uebrigen aber fei nach seiner Meinung die Auffassung des Entrees in bestimmter Höhe zu empfehlen. Reichsgerichts eine durchaus irrige. Daß in den weitaus meisten Fällen bei den Fabrikarbeitern eine Kündigung nicht Ein unliebsames Abentener, welches zwei Damen in einer stattfinde, sei ja allgemein bekannt, und wenn der Arbeiterstand der Novembernacht in der Friedrichstraße zu bestehen hatten, hat Ge- öffentliche Versammlung der Filzschuh- Arbeiter und-Arbeiterinnen Filzschuh- Arbeiter. Am Sonntag, den 7. Juni, tagte eine Eisenbahnbetriebe kein fluttuirender sein solle, so müsse die Regierung legenheit zu mehrfacher eingehender Erörterung vor Gericht ge- unter Vorsitz des Kollegen Opiß. Lehrer Henning hielt einen auch den Bassus der Arbeitsordnung, nach welchem in den ersten vier geben. Vor der 87. Abtheilung des Schöffengerichts hatten derzeit Bortrag über die Bluthochzeit in der Bartholomäusnacht", der Wochen feine Kündigung sei, streichen lassen. Ferner komme die zwei Herren aus den„ gebildeten" Ständen, der Freiherr mit großem Beifall aufgenommen wurde. Da weiter nichts vorhatte, gar nicht in Betracht, da der Staat fein Gewerbe- Anklage der Beleidigung zu erscheinen. In der erwähnten Nacht lag, wurde die Versammlung geschlossen. Ein geselliges Beitreibender im Sinne der Gewerbe- Ordnung sei. Das allgemeine gingen zwei Herren mit ihren Damen durch die Friedrichstraße sammensein schloß sich an. zu haben. des 1. Mai M E3 Versammlungen. geschlossen. Landrecht aber, welches ja doch nach dem Reichsgerichts- Erkennt nach Hause. Sie hatten an dem großen Moltke- Kommers theil- Eine Branchenversammlung des Verbandes aller in niß angezogen fei, bestimme ausdrücklich, daß ein Arbeiter, genommen. Die Herren gingen etwa sechs Schritte vor ihren der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter( Gruppe Rohrwo laut Gewerbe- Ordnung nichts anderes bestimmt sei, ohne Damen. Plöglich wurde den Letzteren von den ihnen entgegen- leger und Gehilfen) tagte am 16. Juni. Kollege Schufter theilte Sündigung entlassen werden, und auch die Arbeit verlassen fönne. fommenden Angeklagten der Weg vertreten, die Herren breiteten zunächst die Tagesordnung mit und erläuterte dieselbe. Er legte Nach allem müsse der Gerichtshof, wenn man den Angeklagten dabei die Arme aus, als wollten fie je eine Dame umarmen. flar, daß wir zum ersten Punkt Wahl eines Beisigers" keine glaubt, daß sie von der Kündigungsfrist nichts gewußt haben, Diese riefen um Hilfe, ihre Begleiter eilten herbei und es Stellung zu nehmen brauchen, da wir schon durch 2 Kollegen im zur Freisprechung tommen. tam zwischen den Herren zu einer lebhaften Auseinander Hauptvorstande vertreten sind und den anderen Branchen Der Gerichtshof stellt sich bei den beiden ersten Angeklagten fehung. Die Angeklagten mußten jedoch ihre Personalien Rechnung tragen müssen. Dieser Standpunkt wurde auch von auch auf den Standpunkt der Vertheidigung. Er glaubt angeben und der Gatte einer der bedrohten Damen der Versammlung anerkannt. Bum zweiten Punkt„ Wahl der ihnen, daß fie die Etrafbarkeit ihrer Handlung nicht stellte Strafantrag wegen Beleidigung. Im Termin bestritten die Fachkommission" wurde für Heizung: Kollege Ernst Tollsdorf, gefannt haben, weil sie unbescholten find, und ein offenes Angeklagten nicht nur jede beleidigende Absicht, sondern auch, daß und für Gas-, Waffer und Kanalisation: Kollege Geständniß" abgelegt haben. Wenn also auch die Aufforde sie im Scherz gehandelt hätten. Sie hätten sich im Vorwärts- Defar Unter Ficius gewählt. „ Verschiedenem" wurde rung zum Kontrattbruch( nach der unzweideutigen Ent gehen in lebhafter Unterhaltung befunden und auf ihre Umgebung von einigen Rednern die Bekanntmachung der Branchenscheidung des Reichsgerichtes) ft rafbar sei, so müssen doch gar nicht geachtet. So hätten sie sich plötzlich dicht vor ben ihnen versammlung kritisirt, und der Wunsch ausgesprochen, daß es in Klein und Wegener freigesprochen werden. Schüßler hins entgegenkommenden Damen befunden und unwillkürlich die Arme Zukunft besser geschehe. Ferner wurde noch angefragt, wie es gegen habe, wie er felbft zugiebt, längere Zeit auf dem Bahnhof ausgestreckt, wie man es zu thun pflege, wenn man einen Bu- ich mit der Abrechnung vom letzten Stiftungsfest verhalte? Es Grunewald gearbeitet, er habe eine von den gedachten Verord: sammenstoß mit einer Person, der man unvorbereitet entgegen- wurde von den anwesenden Komiteemitgliedern bekannt gegeben, nungen für die Bahnarbeiter selbst gehabt, muß also Kenntniß laufe, vermeiden wolle. Dieser Darstellung des Sachverhalts daß sich noch ein Defizit herausgestellt hat. Es entstanden jedoch von deren Bestimmungen gehabt haben, und wird daher zu 50 W. traten die beiden Damen mit einer Entschiedenheit entgegen, fie Zweifel darüber, weil die verlesene Abrechnung nicht stimmte, Geldstrafe verurtheilten. behaupteten, daß es auf eine Umarmung abgesehen war, und daß worüber sich eine längere Debatte entspann. Sie fand jedoch ihr Von prinzipieller Wichtigkeit ist die Gutscheidung des sie sich vor derselben nur durch ein schleuniges Beiseitespringen Ende dadurch, daß ein vom Kollegen Karpentiel gestellter Antrag hatten retten tönnen. hatten retten tönnen. Der Staatsanwalt hatte gegen v. B. angenommen wurde, welcher befagte, die Angelegenheit der Straffenats des königlichen Kammergerichts zu Berlin 75 M. und gegen W. 50 M. Geldstrafe beantragt. Das Schöffen- Liquidationstommission zu überweisen, da der Obmann des Bervom 21. Mai 1891 auf die von der Staatsanwaltschaft gegen das gericht verurtheilte dagegen nur den Angeklagten v. B. zu der gnügungskomitees nicht anwesend war, und in der nächsten Urtheil der Straffammer V. des Landgerichts I. zu Berlin vom beantragten Strafe und sprach den Mitangeklagten W. frei, Branchenversammlung Bericht zu erstatten. Da weiter nichts 16. Februar 1891 in der Straffache gegen die Möbelpolirer da nur ein Strafantrag gegen den Ersteren Seitens des Gatten mehr vorlag, schloß der Vorsitzende mit einem Mahnruf zur regen Lindner, Fähse und Genoffen wegen Vergehen gegen§§ 152, 153 der beleidigten Dame gestellt fei. Gegen dies Erkenntniß legten Agitation für den Verband die Versammlung. der Reichs- Gewerbe- Ordnung eingelegte Revision. Die Angeflagten bildeten die Streikkommission in dem im April 1890 aus- sowohl der Staatsanwalt wie der Angeklagte v. B. die Berufung ein. Im gestrigen Termin vor der 6. Straffammer des Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins fämmtlicher Berufsgebrochenen Ausstand der Möbelpolirer, welcher auch die Musik- Landgerichts I führten zwei Vertheidiger aus, daß eine Belaſſen( Verwaltungsstelle 4), Sonnabend, den 20. Quer, Mitglieder. instrumenten- Fabrik Aktiengesellschaft vorm. Pietschmann und Flottwellstr. 5 bei Bartelt, Berschiedenes. Aufnahme Arbeiter Bildungsschule( Südschule). Ausflug nach Mariendorf zu Söhne in Mitleidenschaft zog. Seitens einzelner Mitglieder der leidigung in der Handlungsweise der Angeklagten nicht gefunden Streitkommission war nun im Berliner Voltsblatt" am 20. April werden könne, felbst wenn die Auffassung der beiden Damen Oswald Schensch, Sonntag, den 21. Junt. Gammelpuntt: Nachmittags Der Ge- Uhr, Steuerhaus am Tempelhofer Berg. Gäste, Damen und Herren, 1890 ein Inferat erlassen worden, welches einem hiesigen felbrichtshof hielt die von den Angeklagten gemachte Armbewegung eine richtige wäre, was außerdem bestritten wurde. ständigen Möbelpolirer als„ Deckadresse der Firma Pietsch zwar für beleidigend, nahm aber zu Gunsten derselben an, daß heute, Sonnabend, den 20. Junt, Abends s uhr, in der Johannisstraße 20 Mitglieder- Versammlung der Militär- und Lieferungs- Schneider mann und Söhne, Aktiengesellschaft, bekannt gab und 2. Diskussion. 3. Neuwahl der ihnen eine verlegende Absicht nicht innegewohnt. Dagegen fenn- bet Müller. Tagesordnung: 1. Bortrag. die Möbelpolirer aufforderte, bort feine Arbeit 3 zeichne sich das Verhalten der Angeklagten als grober Unfug, Fachschul- Kommission. 4. Berschiedenes und Fragetasten. Achtung. 3. Wahlkreis. Sonntag, den 21. Juni, Herrenpartie nad Lesgleichen war von dem Direktor der Fabrik am gegen den auf der Straße gehende Damen geschützt werden Schmöchwiß. Abfahrt 6 Uhr 85 Min. vom Görlitzer Bahnhof. Arbeiter- Billet 22. April eine von einer öffentlichen Möbelpolirer- Verfamm- müßten. Das erste Urtheil erlitt dadurch eine Abänderung, daß( Retour 30 Pf.) nach Grünau. Nachzügler werden ersucht bis 10 Uhr i lung gefaßte auf den Ausstand bei Pietschmann Bezug habende beide Angeklagte wegen groben Unfugs zu je 50 m. verurtheilt wereine zur Betheiligung sind freundlichst eingeladen. Nachmittag: Großes Segler- Schlößchen" in Schmöcwiß sich einzufinden. Gesang- und Musi Resolution übersandt worden mit einem Begleitschreiben, in Kaffeetochen. welchem durch Androhung geschäftlicher Schädigung die Direktion der Fabrik beeinflußt werden sollte, die Forderungen der aus- Der Fluch der bösen That, die fortzeugend Böses geständigen Möbelpolirer anzuerkennen resp. zu bewilligen. Hierin bären muß, zeigt sich recht greifbar in den Schicksalen des erblickte die Staatsanwaltschaft eine Verlegung der§§ 152, 158 möbelhändlers Wilhelm Bensch und dessen Verkäuferin und nehmen. n wurden. willtommen. Landpartie des tefeklubs Bum Licht". Sonntag, den 21. Juni, früh 6 und 7 Uhr nach Stolpe( Morbbahn). Arbeiterbillets für die Sin- en Rückfahrt 40 Pf. Für Nachzügler Treffpunkt Hohen- Neuendorf beim Genoffen Schmohl, Kaifergarten. Die Mitglieder aller sozialdemokratischen Lefetlubs sind hierzu eingeladen. Große öffentliche Volksverfammlung am Mittwoch, den 24. Junt, Ufer 13.- Zambourverein Abends 8 Uhr, im Feen- Palaft, Ece Burg- und Wolfgangsstraße. Tages: Zeschendorf, Boffener und Fürbringerstraßen- Ece. Deutsche Eiche" 9 Uhr im Restaurant ordnung: 1. Bericht der Stadtverordneten über ihre Thätigkeit und die uftige Brüder", Brüderstr. 26. Bergnügungsverein bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen. Bergnügungsverein Quodlitbet" Referenten: Stadtverordnete bei Säger, Grüner Weg 29. Genoffen Stadthagen und Bogtherr. Bergnügungsverein ,, Amor" Potsdamerstr. 89. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Bühnenverband ,, Normannia" tagt alle Sonnabende vor dem Ersten Bentral- Wahlfomitees. J. A.: Otto Klein, Rottbuser Damm 14. bei Dahme, Grüner Weg 59. Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 22. Juni, Abends 9 Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobftraße 75. Tagesordnung: 1. Bortrag: Die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Referent: Herr Henning. 2. Abrech nung vom Stiftungsfeft. 3. Antrag auf Ausschluß des Kollegen Meyer. 4. Berschiedenes und Fragefaften. Die Versammlung wird Punkt 9 Úhr eröffnet und die Kollegen werden ersucht, zeitig zu erscheinen. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 21. Junt, Abends 7 Uhr, Verfammlung bei Seefeldt, Grenadierstraße 33. Herrn Dr. Wille über: Das Jdeal menschheitlicher Veredelung. Tagesordnung: Vortrag des gesellige Unterhaltung und Zanz. Gäste( Damen und Herren) haben Nach dem Zutritt. Vereinigung der Drechsler Deutschlands. Bahlstelle Nirdorf und Papte, Ziethenftr. 71. Sprechlaal: Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raumi dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung: ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. Da der Töpfermeister Brettschneider in seinem Inserat sagt, Umgegend. Sonnabend, den 20. Junt, Abends 9 Uhr, Bersammlung bei er hätte uns wegen Blaumachen entlassen, so diene den Lesern des Vorwärts" folgendes zur Aufklärung: Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Essen a. d. R., 19. Juni. Steuerprozeß. In der Begrünbung zu dem Urtheil in der Beleidigungsklage gegen die Redakteure Fusangel und Lunemann wird ausgeführt, die wegen Beteidigung in 31, darunter in 30 gemeinschaftlichen Fällen Angeklagten feien in 13 Fällen der daß begangenen Beleidigung schuldig erkannt. Der Vorwurf, die Einschätzungskommission bewußt oder unbewußt parteiisch gehandelt oder bewußt zu niedrig eingeschätzt habe, fei als begründet nicht erwiesen. Das Urtheil anerkennt merkt aber, daß bei einer gründlichen Einschätzung große Unterdie Schwierigkeiten der Ermittelung des Einkommens, beschäßungen vermieden werden könnten. Lese- und Diskutirklube. Die Einschätzungszeit Sonnabend. Lese- und Diskutirklub Feuerbach" im Lokale des Herrn Schröder, Netchenbergerstr. 24. Im Jahre 1886 wurde mit den Arbeitgebern im Töpfer- drei Tage) sei mit Rücksicht auf die Zahl der einzuschätzenden Beine" Abends 9 Uhr, im Lofale des Herrn Bechlin, Hornftr. 11. Personen zu kurz. Die Mitglieder der Kommission hätten sich Lese- und Diskutirklub des Arbeiterbildungs- Vereins in Weißensee, Restaur. und jeder anständige Arbeitgeber zahlt auch die Preise. Nun gewerbe ein Lohntarif vereinbart. Derselbe besteht heute noch mit den Vorschlägen des Vorsitzenden nicht ohne Weiteres Duſedann( Vereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 im fleinen Saal. Gäste haben Zutritt.- Freiheit", Abends 9 Uhr bei Bubeil, Naunynftr. se. fragen wir Herrn Brettschneider, ist es überhaupt möglich, daß Kommission ein lässiges gewesen fet, wolle der Gerichtshof nicht begnügen dürfen. Die Frage, ob das Verhalten der Gäste fönnen durch Mitglieder eingeführt werden. Paris Deutscher heute der Arbeiter bei den hohen Mieths- und Lebensmittelpreisen fostaldemokratischer Lesetlub. Etienne Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlungen. Sce Rue Montmartre und Rue billiger arbeiten tann als im Jahre 1886?" Herr Brettschneider entscheiden. Für die Begründung des Vorwurfs einer pflicht9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein, Freund arbeiten will, foll machen, daß er vom Bau kommt. Damit nun es bedenklich, die Dividenden und die für den Reservefonds Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends ging fogar fo weit, uns zu sagen, wer für seine Löhne nicht widrigen Unterschäzung des Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahlfabrikation sei feinerlei Beweis erbracht. Immerhin sei fchaft", Friedenstr. 48 bei Tollfühn. Gefangverein„ Sanges Echo," die Kollegen auch erfahren, wie die Preise des Herrn Brett- ausgeworfenen Summen als alleinige Unterlagen für die Staligerstraße 142 bet Greifer. Gefangverein 3yranta", Landsberger schneider lauten, lassen wir dieselben hier folgen: ftraße 31 bei Mufehold. Grüne Giche", Rirdorf, Knesebeck- und Sermannstr.- Ecke bei Beiler. Gefangverein Glückzu" bei Bergmann, PrinzenPreise des Herrn Brettschneider: Preise laut Lohntariffei nicht erwiesen. Die Angeklagten feien zwar bis an die Einschägung zu betrachten. Der Thatbestand des§ 130 Allee 10. Gefangverein Treuer Bund" bei Ullrich, Arndt- und Friesen- 1 Ofen 31/2 X 21/2 8. Schicht 15,50 m. ftraßen- Ecke. Gefangverein, Phönir", Steinmegstr. 76 bei Lemm. Desgl. 81/2 X 212 9. Derselbe 15,60 M. 15,50 desgl. mit Medaillon u. Röhre 19,50 Derfelbe 19,65 m. 1 Kochmaschine 5 X 8a( freistehend) Dieselbe 13,10 M. 112,50 M. Hermann Köhler, Weidenweg 73. Gustav Gumbert, Wollinerstr. 47, Gustav Mücker, Tieckstr. 16. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gesang verein" Phönir", Steinmegstr. 76, bet Lemm. Aufnahme neuer MitgliederMufifverein„ Borwärts", b. 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, part. Zitherflub " Waldrose", Abends 9 1hr bei Kleemann, Laufigerstr. 41.--Bitherklub„ Har= monte", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7. Tambour Verein Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- Ufer 14. Aufnahme reuer Mitglieder. Berliner& urngen offenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von 8-10 Uhr, Turnlofal Mariannenplay 1a. 8. Männer Abtheilung. Abends 9-11 Uhr. Sübed'scher Zurnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung furni Abends 8-10 Uhr. Der Turnfaal befindet sich Königstädtisches Gymnaftum, Elifabethstraße 67-58. " " " Literarisches. Statflub, am fch", gegründet 1. Ottober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelfir. 141. Genossen sind freundlichst eingeladen. Statflub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10.- Humoristischer Klub„ Adonts" bet Heid, koppenstr. 75. Gäste willkommen. Privat: Theater Gesellschaft Schneeglöd chen" im Botal Veteranen: nementspreis für Berlin monatlich 50 Pf. pränumerando[ frei Die lehte Nummer der„ Berliner Volks- Tribüne" Abonftraße 9 bet Wettin. Theater- Verein Giaconda" Abends 9 Uhr, Sigung. Berein Lustige Brüder" Abends uhr, ins Haus]. Einzelne Nummer 15 Pf. Redaktion und Expedition Brüderstr. 26. Bergnügungs- Verein Bustige 13", Abends 9% Uhr, bei SO.( 26) Elisabeth- Ufer 55) enthält in ihrer letzten Nummer FolStebzeit, Wrangelfir. 30. Gäste willfom. Bergnügungsverein Sorgenbrecher", Mendelssohnstr. 4, Sigung mit Damen. Gäste willkommen. Aus der Woche. gendes: Soziales aus Frankreich. Re Roller'scher Stenographen- Werein Süd- West Berlin", Abends gierung und Bourgeoisie. Das Jahr 2000. I. Zur Woh8½ Uhr, im Reſtaurant Bürger- Garten", Sindenstr. 105, Unterricht und nungsfrage.- Das Petroleumfartell. Uebung. Produktion und Technit. Rauchtlub Goldene Quaste", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bet Brückner. Rauchtlub, Dornröschen" Abends 9 Uhr, bet Restaurateur Pietsch, Gedicht. Novelle. Das Bodenmonopol als Basis des Hennigsdorferstraße 24. Rauchtlub Rothe Melte", Weinstr. 22, bei Kapitalmonopols( Schluß). Die Ausbeutungsrate. Aus der F. Steuer. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Kunstausstelling. Verschiedenes. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonnabend: Vergnügungsverein& ebensluft" bet Götsche, Oranienstr. 155. Bergnügungsverein Bustige 13"% 10 Uhr bet Biebzett, Wrangelftraße 30. Theaterklub" Helmerding" 9% Uhr bei Hanf, Tempelhofer 1 " " Achtung Genossen! Am Sonntag, den 21. Juni, von 4 Uhr Nachmittags ab; Grosses Sommerfest in der Aktienbrauerei ,, Friedrichshain"( früher Lips), Arrangirt vom Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins zum Besten seines Stellennachweises. Doppel- Konzert, gr. Preis- Kegelschieben, Preis- Scheibenschiessen, Kinderbelustigungen, Fackelpolonnaise u. s. w. Billets à 30 Pfg. find an der Kasse sowie im Bureau des Bundes, Neue Grünßraße 10 1 Tr., und in den mit Plataten belegten Handlungen zu haben. Es bittet um recht rege Betheiligung 168/9 Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung der im Vergolder- Gewerk beschäftigten Arbeiterinnen Berlins Montag, den 22. Juni, Abends 8 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Regierungs- Baumeisters Herrn G. Kessler über: Die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen Bewegung und, die Ziele. derselben". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 328/11 Alle Kolleginnen und Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Gäfte haben Zutritt. Der Vorstand. Lese- und Diskutir- Klub ,, Süden". Am Sonnabend, den 27. Juni, findet das Stiftungs- Fest in ,, Keller's Hofjäger"( Hafenhaide), statt. C äußerste Grenze gegangen, es sei aber nicht erwiesen, daß dies selben gegen ihr besseres Wissen gehandelt hätten, vielmehr sei bei ihnen bona fides anzunehmen. Den Angeklagten sei der Schutz des§ 198 auerfannt; ausgenommen sei hierbei der Fall Generotki. Strafverschärfend wirkten die 22 Vorstrafen des Angeklagten Fusangel. Das Urtheil bezeichnet den= felben als einen Mann, der mit der Ehre Anderer leichtfertig umgehe und zu Ehrenkränkungen geneigt sei. Als ftrafmildernd falle der Eindruck ins Gewicht, daß es sich um unverkennbare öffentliche Mißstände gehandelt habe. Die Kosten des Prozesses mit Ausnahme der durch die Nebenkläger verurfachten Gebühren habe der Angeklagte Fusangel zu tragen. Die Verlesung des Urtheils nahm 13/4 Stunden in Anspruch. Briefkaffen der Redaktion. C. R- H., Emdenerstr. Wir haben Ihre Bemerkungen dem Verfasser übersandt, der sich wahrscheinlich äußern wird. A. Sch., Reichenbergerstr. 73a. Die Angelegenheit kann im Vorwärts" nicht weiter erörtert werden. P. A., Straße 66a. Die obige Antwort gilt auch Ihnen. Arb.- Bild.- Schule. Von K. 3,-. Dr. philos. 5,-. Frau 2. 34: 20,-. Von Unger als Ueberschuß aus einer Versammlung 8,30. H. Gumpel, Barnimstr. 42 G. Scharnow's älteste und anerkannt leistungsfähigste Uhren- Fabrik En gros Berlin S., Export Oranienftr. 152, Ecke Morigplatz, besteht seit 1860. Anerk. beste Bezugsquelle. Nickel- Remontoir- Uhren von 10-15 M. Silberne Remontoir- Uhren v. 17 M. an Goldene Damen- Uhren. v. 20 M. an do. Ancre- Herren- Nemontoir- Uhren. 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Bericht der Delegirten vom 3. deutschen Metallarbeiter- Kongreß zu Frankfurt a. M., Stellungnahme zu den Beschlüssen desselben und Diskussion. 2. Wahl eines Vertrauensmannes für Berlin. 3. Unsere fernere Thätigkeit in der Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um pünktliches Erscheinen ersucht R. Petzold, Wilhelmstr. 21. Fachverein der Tischler. ( Norden.) Schröder's Wedding- Restaurant. 178 Müllerstraße 178. HS Grosses Sommerfest Freie Vereinig.d. Maurer von Steglih und Umgegend. Sonntag, den 21. Juni, Nachm. 1 Uhr, im Kurhaus Friedenau( oberer Saal): veranstaltet von den Mitgliedern des Leseklub„ Neue Zeit unter gütiger Große Generalversammlung Mitwirkung des Gesangvereins ,, Maiglöckchen", Anfang des Konzerts 5 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Billets sind Fennstraße 4 im Restaurant zu haben. Um rege Betheiligung wird gebeten. Uhrenfabrik 903 L Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Vierteljähriger Rassenbericht. 3. Stellungnahme zu den vom 8. deutschen Maurerkongreß beschlossenen Zentralverband event. Beschlußfassung. Engros 4. Neuwahl des gesammten Vorstandes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Begr: Georg Wagner Export 5. Verschiedenes. Mitgliedsb. legitimirt. Oranienstraße 63, 1 Treppe, 243/2 nahe Morigplak. Billiger wie in jed. Laden. Einzelverkauf und Versandt von Uhren u. Goldwaaren zu Original- Fabrikpreisen. Spezialität: Remontoir- Uhren nur guter Qualität von 9 Mt. an. Regulateure, Stand- und Weckeruhren zu auffallend billigen Preisen. Anerkannt größte Leistungsfähigkeit. 1 Montag, den 22. Juni, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Mashu goldene Ketten nach Gewicht bei billigster Façonberechnung( von Ilges, Wilsnackerstraße 63: Große Versammlung. Lages Ordnung: = 1. Vortrag des Herrn Rohrlack: Die neue Gewerbeordnung. 2. Disfuffion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes und Fragekasten.[ 314/20 Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Der Bevollmächtigte. Vereinigung. Drechsler Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Dienstag, den 23. Juni, Abends 8 Uhr: Dersammlung bei Bolzmann, Andreas Straße Nr. 26. Tages- Ordnung: 1. Die Entwickelung der kapitalistischen Wirthschaft. Referent: Herr Wach. 2. Distussion. 3. Wahl der Rechtsschutz- Kommission. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 137/5 Große öffentliche Garantie bis zu 5 Jahren. Preisgekrönt auf vielen Ausstellungen. 30 M. an). Mashu goldene Trauringe in garantirt reinem Dukatengold ohne jeglichen Busaz 1 Dukaten 11 M., 1/2 Dukaten 16 M., 2 Dukaten 21 M. Massiv goldene Trauringe 8 Karat von 4 M., 14 Karat von 6 M. an. Sämmtliche Neuheiten in Juwelen, Gold-, Silber-, Corallen-, Granat- und Doublé- Schmucksachen. 509 L Illustrirte Preislisten gratis und franko. Herren- und KnabenGarderoben von R. Götze& Co. 168 Oranienstr. 168. Spezialität: Mittel- und feines Genre. Preisverzeichniß fertiger Gegenstände. A. Anzüge. Mart Jacket- Anzug von melirtem gezwirntem Buckskin 15, Jacket- Anzug von melirtem und carrirtem Buckskin, schöne Muster • Versammlung für Männer und Frauen Jacket- Anzug von melirtem Forster Cheviot, am Sonntag, den 21. Juni, Abends 7 Uhr, in Hoffmanns Festsälen( oberer Saal), Oranien- Straße Nr. 180. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über:„ Der Darwinismus um 1891." 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 376/2 Der Einberufer, im Auftrage des Vertrauensmann. schöne helle Farben Jacket- Anzug von dunklem Velour, carrirt oder gestreift. Jacket- Anzug von gezwirntem Cheviot, schöne helle und melirte Muster. • • Der Vorstand. Arbeitsnachweis. Der Arbeitsnachweis für männliche Personen befindet sich: Stadtbahnbögen No. 103/104 am MeranAmt V. 1263. derplatz gegenüber dem Kgl. PolizeiPräsidium. Fernsprech Anschluß 203M Der Arbeitsnachweis für weibliche Personen befindet sich: Klosterstrasse No. 97 an der KaiserWilhelmstraße. Fernsprech- Anschluß Amt V. 3235. Die Bureaus sind geöffnet von Uhr Morgens bis 7hr Abends. Während dieser Zeit können sich die arbeitsuchenden Personen in den an die Bureaus anstoßenden Sälen so lange aufhalten, bis ihnen Arbeit nachgewiesen ist. Die Gebühr beträgt 20 Pf. Die Herren Arbeitgeber werden um Meldung der offenen Stellen dringend gebeten. Der Vorstand des Zentralvereins f. Arbeitsnachweis. Dr. Freund, Magistratsassessor. FACHVER DER 25 MAURE HALLE Beitra Marken z. quittiren von Partei- 580L Beiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, Schkendih- Leipzig. 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Vortrag des Herrn Penn. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Der Einberufer: Paul Heitmann. [ 355/9] Fachverein der Lederarbeiter.* ganz neuen Mustern Jacket- oder Rock- Anzug von Velour, mit seidener Borde, schöne dunkle Muster, träftige Waare Jacket- Anzug von Cottbuser Cheviot, in echt englischen Mustern, fehr dauerhafter und eleganter Promenaden- Anzug. Jacket- Anzug von gezwirntem Cottbuser Cheviot, sonst wie 220 Backet- Anzug von hellcarrirtem Velour, nur ganz neue Muster. Jacket- Anzug von dunklem Velour, mit seidener Borde, prima Jacket- oder Rock- Anzug von imitirtem Rammgarn, haltbar und elegant, seidene Borde. Jacket- od. Rock- Anzug von gemustertem Rammgarn, eleg. Anzug Jacket- od. Rom- Anzug v. einfarb. Kammgarn, feiner Salon- Anzug Jacket- oder Rock- Anzug von gemustertem Aachener Kammgarn, eleganter Promenaden- Anzug, Neuheit Jacket- Anzug von gemust. Aachener Kammgarn, Neuheit, sehr fein Jacket- oder Rock- Anzug von ff. 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Vortrag des Herrn Mattutat über: Moses und seine Schöpfungslehre." 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Benthstraße 2. In unserem Verlage erschien soeben in neuer Auflage: Lohnarbeit. Kapital Von Karl Marx. " Separat Abdruck aus der Neuen Rheinischen Beitung" vom Jahre 1849. Mit einer Einleitung von Friedrich Engels. -Preis 20 Pfennige. Das Erscheinen dieser hochwichtigen Mary'schen Schrift dürfte, da dieselbe lange 3eit vergriffen gewesen ist, von den Parteigenossen freudig begrüßt werden. Sie ist kein bloßer Abdruck des Originals, sondern eine wesentliche Bearbeitung desselben, etwa wie sie Mary, entsprechend seinen späteren Ansichten über Arbeitskraft" und" Arbeit", heute bewirken würde. Durch die Friedr. Engels'sche Einleitung hat die Schrift eine wesentliche Bedeutung und den Charakter einer vorzüglichen Agitationsschrift erhalten. Wir verfehlen nicht, sie den Parteigenossen zur Anschaffung und ausgedehntesten Verbreitung zu empfehlen. •. Hose von Kammgarn mit Seide, hochfeine neue Muster Hose von Velour, prima 9,- M. 10,50 M. 10,50 M. 12,- M. Hose von Cottbuser Zwirn, Neuheit, sehr elegant und sess... Hose von Cottbuser Cheviot, 11, M. " " . . . 11,- M. 12,- M. 15,- bis 20,- M. hose von Aachener Kammgarn, sehr elegant". Hose von prima Kammgarn, hochfein Arbeitshofen in engl. Leder, Zwirn, Cord, Gaffinet 2c.. 2,- bis 6,50 m. C. Paletots. Paletot von dunkel melirtem Cheviot • Valetot von Cheviot in blau, braun, olive( prafisch für den täg lichen Gebrauch) Paletot von schwerem Cheviot, alle Farben Valetot von Sommer Estimo, in allen Farben carrirtem Futter 12,- M. o$ 16,50 M. 19,- M. einent • 24,- M. 33,-M. 33,-. 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Wien, I. Am Bergl 1; Briefe wolle man gefälligst adressiren zum Schaden den Spott fügen, wenn die Landwirthe an Karl Höger, Wien, VII. Burggasse 57. deren Verwendung wird vielleicht schon zu Beginn des Monats Ein Generalausweis über die eingegangenen Spenden und Juli den geehrten Kollegenkreisen in Desterreich- Ungarn und im Auslande zugehen. Soziale Uebersicht. über" Humanitäts- Schwindel in den Städten" klagen. Oder Kapitalisten und ihre Freunde in der Presse& c. triefen, nur soll damit gesagt sein, daß die Humanitätsphrasen, von denen die Schwindel sind? Und wo auf aller Welt hat denn das Unternehmerthum aus Humanität Arbeiterwohnungen gebaut? Sonderbarer Weise wird in dem Berichte den Arbeitern einer einzigen Stadt ein gutes Zeugniß ausgestellt, nämlich denen in- Eisleben. Der Berichterstatter nennt die dortigen Arbeiter willig und fleißig; beides hätten sie in der vergangenen Ernte bewiesen, bei welcher es galt, sehr hohe Erträge in den Scheuern zu bergen. Durch ihren Fleiß verdienten die Leute in Wirklichkeit die hohen(?) Söhne. Mehrere Fälle, in denen Arbeiter aus der Stadt aufs and zurückkehren, seien besonders hervorzuheben, weil sie bewiesen, welche Wirkung richtige Behandlung seitens des Arbeitgebers auch heute noch" hervorbringe. Haben die Arbeiter Eislebens sich bis zu dem Standpunkte, der das„ Ideal" des landwirthschaftlichen Zentralvereins ist, hinauf" gearbeitet, oder sind der Berichterstatter und die Arbeitgeber in Gisleben den anderen Herren vom Zentralverein an Einsicht wirklich überlegen? " Versammlungen. Der Streik in Wien. An die Buchdrucker des In- und Auslandes! Am 15. Juni 1891 Abends fand eine Versammlung der sämmtlichen Buchdruckerei und Schriftgießerei Arbeiter Wiens statt, in welcher Bericht über die momentane Lage gegeben wurde. Eine genaue Feststellung der Zahl der ausgesperrten Kollegen und Kolleginnen war bisher noch nicht möglich, da täglich und stündlich Arbeitskräfte in den Offizinen eingestellt werden. Doch dürften nach Abstoßung der vor dem Streit fonditionslos gewesenen typographischen Arbeiter- ungefähr 600 Ausgesperrte übrig bleiben, für deren Unterstützung Etwas von den Fabrik- Krankenkassen. Der Arbeiter 2. gesorgt werden muß. Es wurde in wurde in der Versammlung war in der fgl. Gewehrfabrik in Spandau als Schäfter bebeschloffen, daß jeder Kollege, welcher wieder zur Arbeit schäftigt. Derselbe wurde laut ärztlichen Attestes am 16. Oktober zurückgekehrt ist, für die nächsten Wochen 10 pCt. vom Lohn- vorigen Jahres krank, und zwar leidet der Mann an der gulden an den Tarifschußfonds abzuliefern hat. Eine Resolution Proletarierkrankheit und an Rheumatismus. Während der gelangte zur Annahme, in welcher die Nothwendigkeit der Bildung Krankheit, am 29. Oftober, erhielt nun 2. ſeine Ent eines alle in Buchdruckereien beschäftigten Bucharbeiter um lassung aus der Gewehrfabrik und verlor damit nach Ansicht fassenden Gewerkschaftsvereins anerkannt wird und weiter aus- des Vorstandes der Krankenkasse zugleich die Rechte eines in der geführt wird, daß nach dem Beschlusse der letzten Versammlung Gewehrfabrik beschäftigten Arbeiters. Während nämlich im Falle Die neunstündige Arbeitszeit durch passiven Widerstand er- der Erkrankung an diese Arbeiter bis zur Dauer eines Jahres zwungen werden muß. Den Kollegen im In- und Auslande, Krankengeld zn bezahlen ist, wird an Arbeiter, welche nach ihrer die uns in so außerordentlicher Weise unterstüßt, haben, wurde Entlassung freiwillig Mitglieder der Kasse bleiben, nur der tiefgefühlteste Dank der Wiener Buchdruckerei und Schrift Krantenunterstützung für die Dauer von 13 Wochen bezahlt. Es gießerei- Arbeiter ausgesprochen und das feierliche Versprechen ist nun die Frage, ob ein Arbeiter, welcher während des Verabgegeben, diese Ehrenschulden so bald als möglich zu tilgen. laufes einer Krankheit entlassen wird, damit auch seiner Anrechte Unser Streit ist für viele Prinzipale verhängnißvoll geworden; auf die Unterstützung, wie sie im Statut für die beschäftigten 3. Wahlkreis. einzelne von ihnen haben zahlreiche Arbeiten verloren und kleinere Arbeiter vorgesehen, verlustig geht? Der Krankenkassen- Der sozialdemokratische Wahlverein für den 3. Berliner Wäre diese Frage. Buchdruckereibesitzer, welche die Forderungen der Gehilfen be- vorstand bejaht diese diese Annahme Reichstags- Wahlkreis hielt am 17. Juni eine sehr zahlreich bewilligten und gegen deren Geschäfte es niemals Klage gegeben hat, richtig, dann behielte die Bestimmung betr. der längeren suchte Versammlung ab. Genoffe J. Türk hielt einen Vortrag haben diese Arbeiten übernommen. In mehreren Geschäften sind noch Krankenunterstüßung thatsächlich nur den Werth einer dekorativen über„ Die ländliche Arbeiterfrage", wobei er auch die zur Zeit während des Streits Maschinen bestellt worden, um die neu ge- Verzierung. Die Fabritsleitung brauchte dann nur jedem Schwer- brennendste Tagesfrage, die der Kornzölle und ihre von uns ange wonnenen, meist sehr guten Arbeiten in Zukunft anstandslos tranfen, dessen Krankheit voraussichtlich die Dauer von 13 Wochen strebte Beseitigung berührte. An den mit Beifall aufgenommenen Tiefern zu können. Die verschiedenen Verkehrsgesellschaften, überschreiten wird, zu kündigen und die Bestimmung, daß die Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion. Nach dem Schlußwelche durch den Streit in mitunter recht arge Verlegenheit ge- Krantenunterstützung für die Dauer der Krankheit, jedoch höchstens wort des Referenten wurde folgende Resolution angenommen: bracht worden sind, haben die Arbeiten auf mehrere Druckereien bis zum Ablauf eines Jahres nach Beginn der Krankheit Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Refe vertheilt, um in Zukunft nicht mehr von einer oder der anderen gewährt wird", wäre hinfällig. Der Einwurf, daß die Fabrik: renten voll und ganz einverstanden und fordert alle diejenigen, großen Druckerei abhängig zu sein. Die Kollegen, welche in leitung zu einem solchen Mittel nicht greifen würde, wird durch die auf demLande zu den Arbeitern und Kleinbauern in irgend welcher Verbindung stehen, auf, auf diese fortgesezt im sozialdemokratischen die einzelnen Offizinen wieder zurückgekehrt sind, halten sich treu den vorliegenden Fall widerlegt. an den Beschluß der letzten Versammlung, nicht länger zu Wir sind nun allerdings der Ansicht, daß die Auffassung des Sinne einzuwirken, damit auch sie, gemeinsam mit den Industrie- Ararbeiten als neun Stunden. Auch Ertrastunden werden fast überall Vorstandes der Krankenkasse für die tgl. Gewehr- und Munitions- beitern, das ihnen auferlegte Joch abschütteln." Unter Berverweigert, und nur in einigen Geschäften, wo schon vor dem Fabrik in diesem Falle eine ganz falsche und dem Geiste des schiedenem" wurde seitens des Vorstandes darauf hingewiesen, Streit sehr laue Kollegen standen, welche übrigens auch nicht aus Gesetzes widersprechende ist. Der Arbeiter ist frank geworden daß am Sonntag, den 21. Juni, eine Herrenpartie der Genossen traten, tommt eberarbeit vor. Im Großen und Ganzen während der Zeit seiner Beschäftigung in der Fabrik und die des 8. Wahlkreises nach Grünau- Schmöckwitz stattfindet. 3. Die läßt sich feststellen, daß die Niederlage, die wir erlitten, Heilung dieser Krankheit hat zu erfolgen nach den Grundsäßen, Abfahrt findet Morgens 6 Uhr 35 Minuten vom Görlizer Bahnin feine regellose Flucht ausartete, daß die Personale vollkommen welche für Arbeiter der Fabrik in den Statuten der Kasse nieder- hof aus statt( mit Benuzung von Arbeiterbillets). Nachzügler geordnet nach und nach in die verschiedenen Druckereien zurück- gelegt sind. Von der Verwaltung einer Krankenkasse einer Staats- werden bis 10 Uhr im Segler- Schlößchen in Schmöckwiz er kehren, und daß der Geist der Kollegen und Kolleginnen fort und fabrit, welche doch Muster anstalten sein sollten, dürfte man Beschlossen wurde dann, die Lokalkommission fort ein guter ist. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die doch wohl erwarten, daß sie nicht zu Ausflüchten greift, die zu ersuchen, sich über das Verhalten der Besitzer des Buggen. Kollegen und Kolleginnen Wiens bei der nächsten Bewegung schließlich jeder halbwegs anständige Privat- Unternehmer von sich hagen'schen Lokals, sowie des Specht'schen, den Arbeitern gegenüber zu informiren und der gewonnenen Einsicht entsprechend wieder so fest zusammenstehen werden, wie diesmal und daß, weisen würde. durch solch' unerschrockenes Zusammenstehen veranlaßt, die typozu handeln. Es werden nämlich schon seit geraumer Zeit folche Der„ Landwirthschaftliche Zentralverein der Proving Genossen, welche die betreffenden Säle zu Arbeiterversammlungen graphischen Unternehmer die Forderungen ihrer Arbeiter gerne Sachsen" bespricht in seinem foeben veröffentlichten Jahresbericht verlangen, mit nichtigen Gründen abgewiesen. Zum Schluß bewilligen werden, wenn sie nicht abermals kolossalen Schaden für 1890 die Arbeiterverhältnisse mit einem solchen machte der Genosse A. Schweizer nochmals darauf aufmerk erleiden wollen. Unsere prozigen Prinzipale werden sich diesen Mangel an Berständniß und Gerechtigkeitsgefühl, der selbst bei sam, daß die gelesenen Arbeiterblätter von den Genossen des Die Buchdruckerei und Schriftgießerei- Arbeiter Wiens wer- diesen Verbande auffallen kann. Wegen der von ihm erwähnten Kreises in den Zahlstellen des Vereins entgegengenommen werden. Die Buchdruckerei und Schriftgießerei- Arbeiter Wiens wer- Fälle von Kontraktbruch hält er sich zu dem Urtheile für berech Die Zahlstellen sind: Gründel, Dresdenerstr. 116( Restaurant); den sich auf's Neue für den Kampf organisiren. Unverzagt wertigt, daß die Arbeiter in fittlicher Verwilderung" begriffen seien i mide, Röpnickerstr. 130( Restaurant); A. Schweizer, den sie wieder um ihr Recht kämpfen und trotz aller Widerwärtig und daß ihnen die Empfindung für das in dem Kontraktbruch City- Paffage( Bigarrenladen); Schönice, Wasserthorstr. 20 teiten, die sich ihnen entgegenstellen, dasselbe auch erringen. Wir danken den Kollegen im In- und Auslande auf das Herzlichste für liegende moralische Unrecht fehle. Darnach wird mit maßlosen( Bigarrengeschäft); Börner, Ritterstr. 108( Bigarrengeschäft). Worten über steigende Ansprüche der Arbeiter und Abnahme der die reichen Spenden, die uns zugekommen und bitten nur, uns Dualität der Arbeitsleistung geklagt. Am liebsten wäre es den noch einige Zeit zu unterstützen, damit wir die ausgesperrten landwirthschaftlichen Unternehmern, die Ansprüche der Arbeiter Auftreicher Berlins tagte am Donnerstag, den 18. Juni, unter Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Maler und Kollegen über Wasser halten können. Die Buchdrucker Wiens werden niemals vergessen, was ihre Genossen in Desterreich- blieben ewig auf dem Niveau, wo sie sich in dem entlegenſten dem Vorsitz des Kollegen Busch. Auf der Tagesordnung stand werden niemals vergessen, was ihre Genossen in Desterreich- Landort befinden, und die Unternehmerschutz Gesetzgebung er- zunächst ein Vortrag des Kollegen Hohlwegler über die Ergeb Ungarn und im Auslande an ihnen gethan. Hoch die schiene den Arbeitern als ein Jdeal der Vollkommenheit, nisse der Lohnstatistit". Er ermahnte die Kollegen, tüchtig zu Solidarität! Es lebe die Arbeit! an dem zu zweifeln fittlich verworfen wäre. An einer agitiren, damit die Maler und Anstreicher noch in der zweiten Wien, 16. Juni 1891. Stelle wird gesagt:„ Es wäre an der Zeit, daß auch endlich Hälfte dieses Sommers in eine Lohnbewegung eintreten könnten. Mit follegialem Gruße einmal dem Humanitäts- Schwindel in den Städten mit Wort( Rebhafter Beifall.) Für die Buchdruckergehilfen Wiens: Michael Anfried. und Schrift entgegengetreten würde. Da liest man namentlich In der Diskussion sprach zunächst Kollege Link, der sich der Conrad Bretschneider. August Chwala. Hans Czermak. Karl im Winter keine Zeitung, wo nicht das Loos der armen, arbeits- Ansicht des Redners anschloß und eine Resolution empfahl. In Höger. Wilhelm Schiegl. Adalbert Sedlaczek. Siegmund Spitz- lofen und hungernden Arbeiter beklagt und große Sammlungen dieser Resolution war unter anderem gesagt, daß die mißlichen topf. Adolf Wielschke. für dieselben veranstaltet, sowie Wohnungen gebaut werden Verhältnisse der Maler nicht durch die Einführung eines NorFür die Schriftgießergehilfen Wiens: Franz Günther. Franz u. s. w. u. s. w., und zu derselben Zeit stehen auf dem Lande die mal- Arbeitstages beseitigt werden könnten, sondern daß dazu die besten Wohnungen leer und herrscht auch im Winter der größte Umwandlung der heutigen privaten Produktionsweise in Für die Hilfsarbeiter Wiens: Bertha Czaikowsky. Marie Arbeitermangel." Nachdem in den letzten harten Winter wieder die gesellschaftliche erforderlich sei. Dem glaubte Kollege Riesop so gut wie nichts für die Arbeitslosen gethan worden ist, weil( Danzig) entgegentreten zu müssen. Redner vertrat des weiteren fein Nothstand herrschte, herrschte, heißt in Geldsendungen find erbeten an Kollegen Hans Czermat, angeblich kein Nothstand der That den Standpunkt, daß unter der heutigen Gesellschaftsordnung Streit merken!!. Raspar. Ferdinand. Alois Slapak. Von der 816 elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt a. M. V wartet. ärgerliche Stimme: Noch nicht fertig! Von der Kunst alle die Hilfsmittel aufzählt, welche den Einbrechern zur zur Technik, in die große Maschinen- oder Vertheilungs- Verfügung stehen um die getroffenen Schutzvors halle, wiederum dieselbe Antwort: Noch nicht fertig! Bleibt richtungen illusorisch zu machen. Aber auch hier weiß die noch die Marine Ausstellung am Ufer des Mains, deren Wissenschaft Rath, sie kombinirt verschiedene Sicherheitshoher Leuchtthurm verheißungsvoll entgegenwinkt. Bagend vorrichtungen und erreicht damit, daß es auch dem genialsten naht der Besucher; wird sich hier der Hafen der Erfüllung Verbrecher absolut unmöglich gemacht wird, unbemerkt in Wer vielleicht meinte, daß eine unter dem Zeichen der aufthun?- Noch nicht fertig! Sollte denn gar Nichts eine mit Werthgegenständen gefüllte Wohnung einzubringen. Elektrizität stehende Ausstellung nun auch blizschnell und fertig sein? Neues Studiren im Katalog, aha, da ist ja noch Erleichtert athmen die Hörer auf, und als der Professor sauber fertig gestellt werden könnte, der würde bei dem Be- der Phonograph. Und richtig, der Phonograph ist wirklich zum Schluß das Modell einer sieben Mal versicherten Wohsuch der Frankfurter Ausstellung bitter enttäuscht werden. fertig. Eine solche That verdient Lohn und anstandslos werden nung vorführt, und einem fingirten Verbrecher alle mög Wohl thront auf den wirkungsvoll entworfenen Pla- die verlangten 50 Pfg. entrichtet. Die Herrschaften führen lichen Versuche in die Wohnung einzudringen, ausführen läßt, katen, mit welchen die Direktion der Ausstellung in allen vorsichtig die Hörschläuche in die Ohren, und: Bitte, lassen da fällt bei dem jedesmaligen präzisen Allarmsignal ein Städten die dem öffentlichen Anschlagwefen gewidmeten Sie nun mal den Bismarck sprechen, kommandirt würdevoll Stein der Sorge nach dem andern von dem fetten Herzen, Orte bedeckt, die hehre Göttin des Lichtes in ſiegender Ge- der mit einem respektablen Leibesumfang gefegnete Führer bis das Gleichgewicht der edlen Seelen wieder hergestellt stalt, doch verwandelt sich dieselbe, wie der Besucher mit der Gesellschaft." Bedaure, den Bismart haben wir nicht!" ist, und man wohlgemuth ein Restaurant aufsuchen kann. Was haben Sie denn?" Hören Sie nur, und mit Staunen wahrnimmt, auf dem Ausstellungsplate in Glücklicher Weise gehören die zahlreichen Bräus, Weineine jammernde Andromeda, die an einen Felsen ge- schnarrendere Stimme beginnt es:" Preisend mit viel schönen stuben, Amerik. Bar u. s. w. zu den wenigen Dingen, die schmiedet ist und verzweifelnd die Arme zum Himmel empor- Reden." Verächtlich wirft der Dicke die Schläuche von sich, rechtzeitig und gänzlich fertig gestellt sind, was zur Ausstreckt, daß sie nicht vom Flecke kann, und die Ausstellung weiter ist es nichts! Und wer ist der Deklamator?" Be- söhnung der Besucher wesentlich beiträgt. Für die Fachnicht vom Flecke kommt. daure, darüber kann ich keine Auskunft geben", er- leute unter den Besuchern bedarf es freilich dieser Aus" wenn es Ganz kritischen Und verzweifelnd stehen auch die Besucher, die, wie es widert verlegen der den Phonographen bedienende junge söhnung nicht, für sie ist gerade das Unfertige der Ausin der Natur der Sache liegt, zum übergroßen Theile den Mann, es handelt sich ja auch nur um die Demonstri- ftellung ein sehr erwünschtes Moment. Wie der Naturoberen Zehntausenden angehören. Der Katalog verheißt rung des Apparates". Für uns handelt es sich darum, forscher des Sezirmessers bedarf, um die innere Struktur verheißt freilich eine Menge schöner Dinge, nur verhält es einen großen Mann zu hören, und wenn Sie den nicht auf des Körpers zu ergründen, so erleichtert auch den Fachmann fich damit ähnlich wie mit jenen bekannten Gerichten des Ihrer Walze haben, dann ist die Geschichte Schwindel." Da das offen daliegende, noch in der Zusammenseßung be Tantalus: sie verschwinden, wenn man sie genießen will. mit verläßt die Gesellschaft verstimmt das Lokal, um sich griffene Werk das Studium ganz bedeutend. Da ist z. B. ein Aussichtsthurm mit elektrischem Aufzuge. nach dem Viktoria- Theater" zu begeben, in dem wissen abgesehen von dem Hochgenuß, den Die Sache scheint nicht übel zu sein, um so mehr, da die schaftliche Vorlesungen über die Anwendung der Elektrizität Naturen gewährt, sie jene kleinen Fehler Auffahrt mittelst Feffelballons ein überaus kostspieliges Ver- gehalten werden. Der Vortragende kennt sein Publikum, ausschnüffeln können, die immer vorhanden, aber nach Fertigin anschaulicher Weise schildert er die zahlreichen Vorrich- ſtellung und Bekleidung der Maschinen nur durch sehr sorggnügen ist. Steigen wir also mittelst Elektrizität in die Lüfte empor. tungen, welche sich mit Hilfe der Elektrizität herstellen fältige Beobachtungen zu ermitteln sind. Leider kann nicht Aber, o Schrecken, kurz vor dem Ziele taucht plöglich eine laffen, um das Eigenthum gegen Einbrecher und Spiß gesagt werden, daß es sich mit den Preisen, welche die Tafel mit der kategorischen Inschrift auf:" Die Annähe buben zu sichern. Wie leuchtender Sonnenschein liegt biederen Frankfurter von den Fremden erheben ähnlich verrung an den Thurm ist strengstens untersagt." Warum? es auf all den frischen Gesichtern, ja es ist etwas hielt, daß es erst besonderer Aufmerksamkeit bedürfe, sie Weil er noch nicht fertig ist. Geht es nicht in die Höhe, Großes um die Wissenschaft, hilft sie doch das" Wohler- wahrzunehmen. Ganz so schlimm wie da hinten in der dann geht es vielleicht in die Tiefe; versuchen wir es mit worbene" schützen gegen die Anschläge verruchter Bösewichter. Türkei ist es allerdings nicht, trotzdem stieg uns, als wir der Grubenbahn noch nicht fertig! oder mit der Brems Aber, so ruft der Vortragende plötzlich aus, auch die in einem großen Geschäft Portemonnaies ausgestellt sahen, bahn bahn noch nicht fertig! oder mit der elektrischen Renn- Einbrecher sind schlau, und was dann, wenn auch sie ihre von denen versichert wurde, daß sie aus echter Menschennoch nicht fertig! Mit den Bahnen ist es also nichts, Vorbereitungen treffen? Allgemeine Beſtürzung, die sich bei haut hergestellt seien, eine gräßliche Ahnung auf. Sollte besuchen wir daher bas elektrische Theater. Ein Latten Einigen bis zu dem Ausdruck qualvoller Angst steigert, je vielleicht doch wer vermöchte den schrecklichen Gee verschlag verwehrt den Eingang und von innen ruft eine länger der Vortragende diesen Gedanken ausspinnt, und danken auszudenken!! A. G. werde. Erfprießliches zu erreichen fet, und daß die Sozialdemokraten denen sich wohl mehr als 30 000 Menschen betheiligten, zu deren| tommt. Wirkt mit uns nach Möglichkeit dafür, daß durch Eins nicht im Parlament die Majorität haben würden. Der Ansicht Bedienung weit mehr als 150 Rellner nöthig waren, ohne daß führung einer maximalen Stundenbezahlung die Kellner nicht des Kollegen Riesop traten entgegen die Kollegen Link, Hohl auch nur ein Lokalbefizer sich an unser Bureau gewendet hätte, mehr als„ Bettler" betrachtet und behandelt werden, versucht dawegler, Reichling und theilweise auch Winklei. Gleichwohl wurde um Hilfskellner zu bestellen, giebt uns Veranlassung, an Euer hin zu wirken, daß unsere Organisation unterstützt und gestärkt die Resolution nicht angenommen. Zum eigentlichen Thema Solidaritätsgefühl zu appelliren. sprachen nun die Kollegen Jablonski, Schulz und Schmidt. Wir bitten Euch bei der Bestellung von Sälen 2c. an die Im Namen der organisirten Berliner Gastwirthsgehilfen Folgende Resolution wurde angenommen: Die heute in Eristenz des Vereins Berliner Gastwirthsgehilfen zu denken und mit sozialdemokratischem Gruß Gratweil's Bierhallen tagende Versammlung der Maler und An- nach Möglichkeit dahin zu wirken, daß das nöthige Hilfspersonal 2. Ebert, Dresdenerstraße 114. streicher Berlins ist mit den Ausführungen des Referenten ein- unserem Bureau,( es befindet sich S., Annenstr. 14, part., verstanden. Sie beauftragt den Vertrauensmann, in nächster Zeit Telephonamt 9, Nr. 1116), entnommen wird.- Arbeiter! Wir eine Versammlung einzuberufen mit der Tagesordnung: Wie appelliren zum wiederholten Male an Euer Solidaritätsgefühl stellen sich die Maler und Anstreicher Berlins in diesem Sommer zur resp. den diesbezüglich bestehenden Beschluß einer VolksversammLohnfrage? Jeder Einzelne verpflichtet sich, für die fernere lung vom 25. November 1890( Uebel's Salon) weil Ihr und Agitation in den Werkstätten Sorge zu tragen. wir auf dem Boden der modernen Arbeiter= Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' bewegung stehen. Denkt daran, daß auch die Kellnerschaft Verlag) ist soeben das 38. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. in den Stand gesetzt werden muß, mitzufämpfen gegen das Un- Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Arbeiter und die Ge wesen des modernen Ausbeutungssystems. Sorgt als diejenigen, treidezölle. Die Gewerbeordnungs- Novelle. Von A. Bebel. welche wir als unsere jetzigen Brotgeber betrachten mit uns da-( Fortsetzung.) Der allgemeine Streit der Pariser Omnibusfür, daß die" lästige Trinkgeldfrage" ein Theil der sozialen und Tramwaybediensteten. Von P. Lafargue. Notizen. Frage, endlich gelöst wird, denn nicht die Kellner, sondern deren Feuilleton: Bu neuen Zielen. Novelle von Robert Schweichel. Brinzipale sind es, welchen das„ Trinkgeldsystem" zu Gute( Schluß.) Zu" Verschiedenem" theilte Rollege Lutter mit, daß am Sonntag die Filiale Charlottenburg eine Generalversammlung abhalte, in welcher die Berliner Kollegen zahlreich erscheinen möchten. Ein anderer Kollege machte auf das am 15. August in der Neuen Welt- Hafenhaide- stattfindende Sommerfest auf merksam. Der Vorsitzende machte bekannt, daß endlich einmal die Abrechnung der Marken für den Maifonds stattfinden müsse; am Sonntag, den 21. Juni, werde er von 10 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags bei Gründel anwesend sein, um die Marken oder das entsprechende Geld in Empfang zu nehmen; er richte an sämmtliche Kollegen die energische Aufforderung, endlich einmal Rechnung zu legen. Nachdem sodann noch zu eifrigem Abonnement auf die Berliner Volfstribüne" aufgefordert war, wurde die Versammlung geschlossen. Der Zentralverein der Haus und Geschäftsdiener hielt am Dienstag Abend eine außerordentliche Mitglieder versammlung ab. Nach einem Vortrag des Genossen Rohrlack über Nothwendigkeit und Zweck der Organisation", welchem eine furze Diskussion folgte, wurde nachstehende Resolution einstimmig angenommen: Die Mitglieder des Zentralvereins der Haus- und Geschäftsdiener Berlins erklären sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden und erkennen an, daß nur durch eine Gesammtorganisation sämmtlicher Haus- und Geschäftsdiener, welche sich ganz auf den Boden der modernen Arbeiterbewegung stellt, eine Besserstellung unserer so tief trau rigen Lage zu erreichen ist. Es verpflichtet sich die Versammlung, dieses Ziel der Einigung nach besten Kräften fördern zu helfen. Ferner erkennt die Versammlung aber an, daß dieses Biel nur zu erreichen ist, indem sich die bestehenden Vereine verpflichten, jede persönliche Haß- und Streitfrage fallen zu lassen. Nur dann wird es möglich sein, daß sich auch die heute noch jeder Organisation fern stehenden Kollegen dieser Gesammt organisation anschließen, denn nur dann hat diese einen wirklichen Zweck, wenn sich eben jeder Kollege derselben anschließt, und so in den Kampf für die Interessen der gesammten Hausdienerschaft eintritt. Bis zur Verwirklichung dieser Einigungsfrage ist es aber Pflicht eines jeden Mitgliedes für die gedeihliche Weiterentwicklung und Kräftigung des Zentralvereins allzeit nach Kräften einzutreten, und vor allen Dingen Kollegen, welche sich heute noch fern halten, dem Zentralverein als Mitglieder zuzuführen." Nach einer kurzen Pause wurde auf das am 19. Juli stattfindende Sommerfest hingewiesen, sowie sechs neue Mitglieder aufgenommen. Nach einer kurzen Replit über den Stellen- Nach weis wird die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf den Verein geschlossen. An alle in Berlin lebenden Westpreußen, welche sich zur Sozialdemokratie bekennen! Parteigenossen! Guch Allen werden die Verhältnisse unserer Landsleute in geistiger Beziehung be tannt sein. Nachdem die Februarwahlen von 1890 den schlagenden Beweis geliefert haben, daß auch dort die Arbeiter durch das Verbreiten sozialistischer Ideen für die Partei zu gewinnen find, trozdem zur Agitation nur wenig Kräfte zur Verfügung standen, so ist es für die in Berlin lebenden Westpreußen Aufgabe und Pflicht, in einer anderen Weise die Propaganda in den kleineren Städten sowie auf dem platten Lande vorzunehmen. Um nun die Aufgabe in einer planmäßigen Form vorzunehmen, ist es nothwendig, einen Verein zielbewußter Genossen zu gründen. Dadurch, daß sich aus allen Theilen der Provinz die Mitglieder refrutiren, ist die Möglichkeit gegeben, mit einer Anzahl in der Heimath lebender Verwandten, Bekannten und sonstigen Freunden im Verkehr zu stehen, um unseren Lehren durch geeignete gemeinverständliche Schriften dort Eingang zu verschaffen! Diese Agitationsweise dürfte doch immerhin ein Fortschritt fein, weil das Abhalten von Versammlungen in den kleineren Städten infolge der Lokalfrage mit Schwierigkeiten verknüpft ist, wie Schreiber dieser Zeilen aus Erfahrung zu berichten weiß. Möge Jeder die Tragweite dieses Projektes in dieser Zeit nicht unterschätzen, denn es muß eine Hauptaufgabe sein, die Agitation dort mit allen nur erdenklichen Mitteln zu betreiben, damit auch im fernen Osten das Werk der Aufklärung beginne. Die erste tonstituirende Versammlung zur Gründung des Vereins wird in turzer Zeit bekannt gegeben werden. Fr. Riesop, Friedrichstraße 84. Die Glasergesellschaft Berlins und Umgegend hielt am 16. d. M. ihre monatliche Versammlung ab. Es wurde be= schlossen, die Sache gegen die hiesige Glaserinnungs- Krankenkasse, soweit sie die Rückzahlung des Krankengeldes an Mitglieder, welche von Nicht- Innungsmeistern angemeldet find, betrifft, fallen zu lassen, da nach Aussage eines Anwalts die Masse der Glasergesellen in diesem Punkte nichts ausrichten könne, der einzelne müsse die Klage gegen den betreffenden Arbeitgeber anstrengen. Da sich verschiedene Mängel in der Handhabung des Arbeitsnachweises bemerkbar gemacht haben, wurde eine Kommission von fünf Mann gewählt, welcher es zur Aufgabe gemacht wurde, ein besonderes Reglement zu entwerfen, um endlich den Zwist unter den Kollegen, welcher sich namentlich auf die Annahme der betreffenden Arbeitsstellen erstreckt, zu beseitigen. Der Verein gewerblicher Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend hielt am 14. Juni, Nachmittags 42 Uhr, eine große öffentliche Versammlung mit Frauen unter dem Vorsitz des Kollegen Thal ab. Genosse Herrmann hielt einen Vortrag über„ Rapital und Arbeit", der großen Beifall fand. Eine angeniessene Resolution wurde einstimmig angenommen. An der Diskussion betheiligten fich die Kollegen Rodrian, Löple, Thal und Neumann, welche alle im Sinne des Referenten sprachen. Nach der Versammlung fand ein gemüthliches Beisammensein mit Zanz statt. Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Naum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. An die Berliner Arbeiterschaft im Allgemeinen, an die Einberufer von Arbeiterversammlungen, Vergnügungsfomitees von Arbeiterfestlichkeiten und Mitglieder der Lokalkommissionen, sowie Vertrauensmänner von Berlin und Umgegend. Die Thatsache, daß unser Verein, auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehend, ein Arbeitsnachweise. Bureau für Kellner und Berufsgenossen errichtete, daß der Nachweis für Angestellte sowohl wie auch für Prinzipale unentgeltlich ist, und daß täglich Hilfskellner von reaktionären stellenwucherartig betriebenen Prinzipals- und KellnervereinsBureaus und Kommissionären geholt werden, um in Arbeiterversammlungen zu serviren, daß ferner am Freitag, den 5. Juni dieses Jahres acht Volksversammlungen in Berlin tagten, an Literarisches. 4. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie.[ 365 99 421 760 96 905 96031 52 222 98 576 77 866 97024 74 110 Biehung vom 19. Juni 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 175 358 491 545 49 52 794 874 87 1025 173 337 457 85 538[ 5001 705 816 84( 1500) 912 74[ 3000] 2093 128 61 361 79 93 447 52 94 585 815 902 3128 63 299[ 500] 348 412 552 95 610 826 926 4045 155( 3000 311 31 48 78 92[ 30001 566 606 69 867 5025 313 558 621 885 905 46 6034 114 39 507 67 643 1300) 731 934 7169 204 73 363 434 44 533 34 607 10 46 97( 5001 725 81 914 83 8103 66 292 369 708 9028 39 147 218 64 97 321 11500) 413 53 606 714 95 813 10041 138 86 211 60 93 336 935 11011 33 268 92 385 443 74 12272 372 83 84 414 28 569 72 701 14 857 13155 76[ 3000] 278 556 130001 73 617 23 49 741 810 34 44 47 14063 128 86 305 7 457 574 673 77 82 745 838 65 918 15236 359[ 3000] 72 448 561 834 52 948 16197 298 351 484 604 13000] 33 90 811 17366 509 94 115001 96 694 749 900 18128 429 77 744[ 1500] 927[ 300] 45 58 69 19021 266 350 85 410[ 500] 542 661 701 5 48 52 13001 819[ 300] 50 78 94 20104 205 406 8 519 683 13000] 731 51 846 64[ 3000] 92 934 78 21144 46 400 58 513 56 794 866 22014 107 16 24 27 60 314 650 747 955 67 23057 228 87 1500] 339 460 552 78 677 860 90 955 24024 167 477( 500) 536 605 724 34 54 64 813 99 932 25003 238 95 309 27 37 64 443 115001 55 64 691 93 26029 87[ 1500] 177 236 312 56 414 18 61 70 83 511 639 27126 31 64 88 91 291 365 510 611 811 31 28030 301 505 727 913 29111 62 81 235 385 401 15 31 48 60 95 723 30[ 300] 79 828 901 21 30009 188 307[ 1500] 60 433 679 811 909 16 31011 250 81 356 545 684 812 61 70 920 46 32132 87 253 54 325 41 56 615 42 94 778 957 [ 1500] 33088 160[ 300] 303 512 658 713 87 93 918 34006[ 300] 319 23 412 35165 74 283 345 56 720[ 300] 817 80 30066 76 313 99 430 [ 1500] 73 606 707 24 836 82 92 37094 152 99 341 64 707 66 98 839 994 98 38053 90 106 10 58 228 45 50 98 305 8 470 572 85 687 794 [ 3000)] 875( 500] 97 89073 124 58 284 390 471 513 48 679 834[ 500] 952 64 40058 61 117 51 66 216 372 76 97 871 947 88 41159 282 484 [ 1500] 714 45 829 909 56 42025 43 120 315 459 509 40 80 81 659 66 74 87 729 63 71 804 50( 3000) 944 75 43043 140 422 568 665 792 [ 300] 939 44029 207 11 432 734 843 1500) 81 45168 92 214 31 70 500 858 46198 476( 8000) 632 79 86 735 50 801 950 47050 264 392 408 40 691 721 73 77 828 960 48075 140 287 363 79 459 608 14 775 [ 300] 885 982 49135 386 431 58 633 45[ 3000) 760 812 74 921[ 300] 53[ 300] 60209 58 323 45 1500] 422 790 908 17 51012 118 219 318 49 90 449 63 92 631 69 702 505 52056 118 40 256 305 15001 29 434 57 60 [ 3000] 528( 50001 75 965 79 53092 101 73 270 76 492 541 42 673 732 [ 5000] 805 42 926 93 54027 111 86 99 238 93 346 434 655 1300] 768 814 76 903 85 55174 345 87 492 627 703 984 56021 32 96 198 575 772 835 956 57048 90 92 269 81 304 985 58094 180 237 303 92 506 26 67 15001 707 810 43 916 59102 37 328 406 584 670 710 898 908 11 60633 745 86 876 G1156 212 315 476 98 517 70 784 892[ 500] 62187 207 67( 30001 347 90 97 453 597 676[ 300] 894 948 63045 51 100 212 344 55 554 79 634 807 14 64160 203 17 346 53 13000] 70 446 533 734 887 65116 36 233 348 65 421 831 77 93 951 66050 117 263 321 97 708 806 130001 67123 37 275 315 487 858 GS006 32 96 156 226 366 489 95 597 657 87 69102[ 3000] 62 271 95 534 60 63 72 757 929 70113 44 56 208 55 97 725 32 817 64 71 921 71030 205 9( 500) 16 446( 1500) 608 78 865 965 72004[ 3000] 71 147 240 15000] 845 [ 300] 69 433 694 760 831 91 906 48 94 73418 580( 300) 652 13001 732 43 58 70 887 915 74023 179 312 83 519 33 730 94 973 75191 92 223 813 83 624 57 800 76081 474 547 668 90 709 909 95 77110 219 96 350 432 542 823 963 78117 81 235 414 31 75 654 92 93 930 79088 179 216 64 308 11 41 426 86 639 797 835 942 80075 124 40[ 1500] 382 455 548 651 82 864 1500] 82 906 81039 168 266 333 478 612 54 703 76 910 60 82016 31[ 300] 112 92 97 217 24 98 321 45 51 482 13000) 517 47 637 704 880 933 83050 111 44 347 62 415 52 76 535 774[ 3000) 805 60 72 905 4051 99 160 260 463 90 560 15001 947 63$ 5004 9 135 247 374 471 641 83 805 86100 49 546[ 3000] 622 13000] 2006 25 1500) 59 77 94 205 67 386 534 718 88088 266 403 570 915 9010 67 213 365 514 40 711 905 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Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 50 56 711 57 857 935 92141 288 392 893 93057 91 95 116 99 296 300 Ziehung vom 19. Juni 1891, Marmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 106 251 333 596 641 894 1060 176 83 98 456 580 92 692 704 71 866 88 902 66 2074 167 15001 220 424 88 537 66 96 942 59 88 3008 1300 29 195 301 38 762 115001 969 4037 60 73 299 471 595 698 5141 66 295[ 3000] 337 544 606 732 66 6053 88 130 288 98 326 31 58 89 404 537 58 606 33 902 40 7066 138 358 404 96 506[ 300] 633 98 773 826 87 927 019 24 28 1500) 118 211 14 56[ 30001 63 86 843 974 9134 203 45 568 741( 500) 49 69 830 42 951 10017 27 98 181 327 28 81 400 54 526 31 51 672 78 76 708 23[ 3000] 91 907 44[ 30001 11055 116 262 302 6 90 590 822 12053 73 200 439 601 17 844 916 13163 290 383 430 794 14110 40 360 15000: 76 417 66 72 544 70 803 89 932 98 15000 2 85 207 88 406 77[ 500) 510 15 44 728 979 10123 461 702 36 917 21 17110 20 75 77 212[ 300) 56 328 49 98 436 41 47 55 612 56 779 858 941 18159 207 17 401 26 627 785 831 68 19007 136[ 1500] 211 40 319[ 3000] 42 631 98 725 66 92 812 58 913 67 439 562 602 7[ 1500] 704 22 73 94 913 16 94156 85 297 373 417 35 86 806 13001 71 95112 211 435 604 13000] 16[ 1500[ 96093 107 12 91 357 71 15001 99 513[ 5001 750 832 72 90 912 17 26 97002 62 81 132 90 213 61 326 93 535 59 88 699 808 91[ 1500] 900 27 81 98039 50 92[ 300] 110 15[ 500] 224 305 401 513 52 980 99048 81 135 224 323 33 406 612 100157 59 330 466 573 860 101004 26 251 91 594 649 945 64 102038 98 368 407 10 50 980 103080( 15001 89 148 252 334 49 405 37 89 506 613 34 814 39 66 104032[ 3001 251 91 332 426 569 670 749 51 861 105067 161 223 91 319 31 455 85 543 795 877 95 968 106057 60 111 81 205 43 49 335 61 67 83 826 51 918 107022[ 3000] 194 205 S 462 854 954 108148 328 29 437 595 624 837 100050 129 53 509 648 905 94 110085 163 352 416 521 91 688 712[ 800] 960[ 3000] 111022 138 42 319 471 643 51 732[ 30001 61 96 845 70 964 112099 147 97 518 23 13000] 71 762 830 87 957 113150 250 76[ 3000] 373 414 641 92 797 852 90 930 114041 53 355 75 424 86 115133 82 401 39 549 54 695 ( 3001 704 94 845 982 92 110536 621 775 818 949 61 93 117010 21 100 29 47 248 352 89 612 86 736 52 97 807 920 118363 461 571 630 66 864 971 119016 108 230 463 80 637 49 748 99 806 18 24 38 64 901 55 23077 169 1500) 80 97 130001 367 470 739 65 82 85181 981 24032[ 30000] 56 614 41 87 741[ 300] 84[ 15001 843 92 124209 45 76 374 440 59 83 20069 147 250 55 380 463 514 804 950 21107 56 69 267 76 348 58 79 413 656 882 911 36 15001 44 22021 89 193[ 300] 228 522 681 728 87 219 51 409 572 115001 637 130001 864 68 958 88 25047 15000] 216 58 91 324 91 98 440 47 506 626 705 823 945 56 79 84 26075 91 154 345 78 491 605 79 726 90 817 26 78 914 79 27024 91[ 1500] 242 300 408 638 57 941 74 83[ 3000) 28029 60 140 333 35 451 56 710 46 804 29022 190 210 11[ 8000] 378 416 63 577 895 80059( 500) 145 90 245 53 497 502 684 96 750 838 80 81389[ 500) 556 638[ 300] 46[ 500] 49 69 751 99[ 3000] 822 948 83 32008 68 170 227 37 130001 366 459 707( 300) 81 829 33038 48( 30001 273 439 59 633 714 63 800 34043 100 232 424 81 513 17 44 602 38 826 46 915 35263 1500 452 697 726 36030 55 265 325 62 680 914 34 37077 235 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Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.