Morgenausgabe Ar. 475 A 241 4S.I«JHj 4J! vi. •InfitL Bestellgeld, Hualandsabannf auM 8.— SR, pro SXopat « #Jt.Bor«>4rte* eichest»«ocheeuZg. M«) zweimal. Cmmlogi und Montaa, •»mal. dl« Übenbautgaben für Berlin »Jb im Handel mit dem Titel.Der «ldend". gllustrlerre Betlagen.Bali unh"a«**«...k*•:- V_ I_____ Zm O!_____ gnune-,.Technik-,.vlick i» b\ «ucherwett" und.Iugend-vorwSns w NerUner Voltsblatt Gonniag 7. Oktober 2928 Groß-Äerlin 15 Z)f. Auswärts 20 Pf. Vle e l n f p n l l l y e Nonp'�reillezeN« >«) Pfennig. Reklame�eile ü.— Reichs» mark.„Aleine Anzeigen' da, ettge» druckte Wort 25 Pfennig(zulassig zwe< fettczedruckre Worte), icdev meitere Wort 12 Pfennig. Steuengesuche das er'te Wort 15 Pfennig, jedes wettere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Puchstabeu zählen für zwei Wone. Lrbeitsmorkt Zeile 60 Pfennig. Familienanzeigeu füe Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen» annähme im Hauptgeschäft Linden» Krabe 2. wochentägl. von SV, bis 17 Ubr. Jentvalovsan der«Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 �rnlprecher: Tön Holl»2—297 leIe?ramm.Sdr,: Soztaldeniokra» Cetil« Vorwaris-Verlag G.m.b.H. Postscheckkonto: Berlin S7bSS,— Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellte« und Beamte» Wallstr. SS. Ditkanto-Gelellschaft, Depositenkalle Lindenftr. Z Kommunistischer Vandiieilflmch Genosse Wolfgang Schwarz im Auto entführt und mit vorgehaltenen Revolvern bedroht.— Inzwischen im Rundfunk kommunistischer Propagandavortrag!- Landtagsabgeordneter Schulz-ReukStln Mittäter und Redner. klin ungewöhnlich dreister»ommunistischer vandilenslreich wurde ' ern abend gegen unseren Redatlionskollegen Genossen w o l s. "'»g Schwarz nenib«.> ein«�?'" berliner Rondfnnk sollte laut Programm und vcr- atung am Sonnabendabend in der achten Stunde der„vor- Redakteur wotfgang Schwarz einen Vortrag über »femstchming hatten. Zahlreiche Berliner Rundfunkhörer waren �»zenit» erstaunt, als dieser Vortrag nach wenigen einleiienden °ktrn sich als eine Propagandarede für das kam- '"»istische Volksbegehren und als eine Agitationsrede »V» die Sozialdemokratie und für Sowjeirußland erwies. Es bisher unaufgeklärt, wie die mit der Ueberwachung der Vor- �»ge beauftragten Beamten des Berliner Rundfunks, denen doch ®* Naoufkrlpl jedes Vortrages vorliegk, diesen Übranch zulassen,' konnten..Die Sache selbst hat folgende Aus- gefunden: Um Sonnabendabend um>67 Uhr wurde Schwarz unter der �»«na der Funkstelle angerufen. Es wurde ihm gesagt, es fei ein ."i» der guakflunde gerade in der Rühe seiner Wohnung und würde j* abholen. Das Auto kam pünktlich: Schwarz stieg ein. Zm Aulo drei Männer, von denen der eine das Aussehen eines ((H*ifers halte, während die beiden anderen Intellektuelle zu sein Dianen. Sie unterhielten sich mit Schwarz über Rundfunk usw. Dos sul0 schlug zunächst die Richtung zum Potsdamer plah. also zur �esiation ein, fuhr jedoch alsbald in raschem Tempo weiler. Als bas bemerkte. zogen die drei Revolver � erklärten ihm. daß Ihm nichts geschehen würde, daß sie aber � b»m geringsten wiederstand von der Waffe Gebrauch machen «i� t e n. Sie erklärten ihm weiter, daß sie Kommunisten t,tn und er eulsührl worden sei. damit an Stelle seines Vortrages kommunistische Propagandarede gehalten werden �"a«. Das Ante sehte ihn dann nach dreiviericlstündiger Fahrt a u f et Landstraße in der Rähe einer Ortschaft ab. Diese Ortschafi U'ie, sich, öl, Schwarz sie erreicht hatte, als Groß-Zielhen im Kreise 5�®®. Schwarz ist unverlehl. Er rief abends gegen S',6 Uhr die ®-wttrtsredaklion an und berichlele über den Vorfall. �!lln Stelle van Schwarz war in der Sendestelle«in Mann! �ichienen. der sich für wolsgang Schwarz ausgab. Er konnte u n- �hindert seinen„Vortrag" holten. Als man Ihm nach Schluß krT' Vortrages wie üblich die honorarquiltung vorlegte, lehnte �"if Unterzeichnung mit der Begründung ab. er sei nicht °0gang Schwarz, sondern habe einen kommunistischen e Um ß'' B u n g „ ttcg halten wollen. Das sei ihm gelungen, und damit ver- � chied?te er sich. Die Polizei ist von diesem Vorfall alsbald ln unlniz gcseht worden. kin bezeichnend für den Berliner Rundfunk, daß er den "eschtneggelten Vortrag nicht nur nicht unterbrochen, sondern � illelbae'nach dem Vortrag verkündet hat:»Der Vortrag ® Herrn Walsgang Schwarz über Friedenssicherung ist , n6P( Aus Wiederhören um 8 Uhr beim Schauspiel." Zn der fi1JJjen Zeit von säst zwanzig Minuten hat der Berliner Rund- ZU es nicht für nötig befunden, seinen Hörern auch nur eine Zeitung über das vorgefallene zu machen. br begann planmäßig das Schauspiel. der..Weltrevolution" zum Putsch, vom Putsch zum i t e n tu m. das ist der Weg der Kommunistischen "bfUif r®on Korruption zerfressen, durch Intrigen und hti Ekki-Besehle durcheinandergehetzt, durch den bis- tity®®11 Mißerfolg ihrer Volksentscheid-Aktion zur Verzweif- gebracht, hat sie— helfe, was helfen mag— einen Wr�enstreich in Szene gesetzt, der als Reklamestreich wirken tijfi®' 0hcr bei ollen anständig denkenden Menschen nur Eni- ,�> und Verachtung hervorrufen wird. tx. den Kommunisten in den ersten Tagen ihres Volts« »Iz entgegentrat, war nicht mehr und nicht weniger völliges Versagen. In Berlin wurde noch nicht ein Fünfte l der Zahl von Eintragungen erreicht, die im gleichen Zeitraum bei dem Volksbegehren für die Fürsten- enteignung zu verzeichnen waren. Wir geben die Zahlen wieder: 1. Tag... 8 013 gegen M000 2. Sag... 9 181, 50 000 3. Tag...8 535. 56000 Zusammen 25729 gegen 142 000 Di» Kommunisten hatten öffentlich geprahlt, sie würden in Berlin allein 850 000 Unterschriften herausholen, das wäre mehr als die Hälfte der vor zwei Jahren erreichten Zahl (1 584 082). Man begreift also die Verzweiflung, die sie packte, als sie angesichts der Zahlen den schmählichen Zu- sammenbruch ihrer Aktion vor Augen sahen. Und das war der Stimmungsuntergrund, auf dem der Entschluß zum Abenteuer reifte..••.......•,> Ueber den Erfolg werden sich die Kommunisten, wie alle Bankrotteure, die zu letzten Mitteln der Verzweiflung greifen, sehr gründlich täuschen. Die Zählung, der Unter- schriften für das kommunistische Volksbegehren hat von heute ab einen anderen Sinn bekommen. Wer sich von heute ab noch. einzeichnet, bekennt sich damit zu den Methoden eines politischen Banditentums, das mit Ent- führungsszenen und vorgehaltenen Revolvern ar- bzitet. Eine Bewegung, die mit solchen Mitteln zu wirken ver- sucht, ist zum Absterben verurteilt; ihr steht heute schon auf die Stirn geschrieben, daß sie den Glauben an ihren Sieg verloren hat. Sie mag durch ihre tollen Streiche bei den einen Ekel, bei den andern Gelächter hervorrufen— Ver trauen wird sie nirgends finden, am allerwenigsten bei den Massen der deutschen Arbeiter. Die deutschen Arbeiter kämpfen einen schweren Kampf um eine bessere Zukunft, und es ist ihnen bitter ernst um diesen Kampf. Nimmer werden Jie Jünglings, deren Phantasie durch die Lektüre schlechter kriminalromane verdorben ist, als ihre Führer betrachten, nimmer werden sie als„Weltrevolution" betrachten, was doch nichts anderes mehr ist als ein Gemisch von Hans- wursterei und Verbrechertum. Soviel über die eine Seite der Sache. Nun zur anderen. Da ist zunächst festzustellen, daß das Verhalten unseres Kol- legen Wolfgang Schwarz vollkommen einwandfrei war. Daß Genosie Schwarz auf einen solchen Streich nicht gefaßt war und arglos das Auto bestieg, wird keinen wunder nehmen. Im Auto aber stand er dem auf ihn verübten Ucberfall vollkommen wehrlos gegenüber: ein Versuch des Widerstandes hätte den Erfolg des Verbrechens nicht mehr vereiteln können. Blamiert hat sich die Leitung des Rund- f u n k s. Wäre auch nur eine Spur von Aufmerksamkeit und Geistesgegenwart vorhanden gewesen, dann hätte der Hand- streich nicht gelingen und der dreiste Komplice der Verbrecher im Auto nicht ungehindert dovonspazieren können. Die Leitung des Rundfunks hat einen betrügerischen Mißbrauch des Rundfunks geschehen lasten, hat dem Betrüger noch Geld dafür angeboten und ihm, nachdem er sich selber demaskiert hatte, mit Verbeugungen entlasten! Danach verlor sie völli den Kopf, und erst auf energische Vorstellungen hin entschlo sie sich, die Rundfunkhörer über den Sachverhalt aufzuklären Jetzt erklärt sie,„alle Vorkehrungen getroffen zu haben, daß ein ähnlicher Mißbrauch unter allen Umständen verhindert wird". Diese Vorkehrungen sind vielleicht nicht einmal so notwendig, denn Dinge gleich dem gestrigen Ereignis werden gewöhnlich nicht wiederholt. Wem sie aber einmal, so wie der Rundfunkleitung, Kassiert sind, der hat sich gründlich b l o m i e r t I Abg. Schutz- Aeukölw, einer derTäier! Die Kommunisten erklären es selbst! In später Nachtstunde teilt die Hugenbergsche Telegraphen- Union mit: Von der Redaktion der„Roten Fahne" wird zu dein Vorfall i» der Funkstunde u. a. mitgeteilt: Nachdem die Kommunistische Partei Deutschlands im Gegensatz zu anderen Parteien von der Benutzung des Rundfunks ausgeschlossen ist und infolgedessen keine Möglichkeit halle, den Sender des Rundsiinks zur Erläuterung des Volksbe- gehrens gegen den Panzerkreuzerdau zu benutzen, beschlossen einige Kommunisten, sich auf andere Weise den Zutrilt zum Sender zu verschassen, indem sie«inen Redner des Rundfunks aus Berlin ent- fernten und an seiner Stelle den Generalsekretär des Reichskomitees für das Volksbegehren, candtagsabgeordneten Schulz-Neukölln sprechen ließen. Ihre Wahl siel hierbei auf den Redakteur Dr, Wolfgang Schwarz, einen Schüler Hilserdiiigs aus der .V o r w ä r t s"-Re!>attion. Schwarz wurde am Tage vor seinem Vortrage von einer angeblichen Photoagentur angerufen, die ihn aus Anlaß seines Vortrages um Ucberlassung seines Bildes und einiger Zellen bah worauf Schwarz bereitwilligst citiging. Ebenso bereitwillig nahm, er am Ästend des'Vorträ�os ein angeblich von der Funkgesellschgft ausgehendes. Angebot an, ch.n zn feinem Vor- trag per A U t o. abzuholen. Das Auto fuhr Schnärz jedoch in die dunkl«Nacht hin a» s und nicht zum Pox-Haus, mäh- rend der Genercstckretär des Rtichskomitees- sür das Volksbegehren gegen den Panzerkreuzer'aau, Landlagsabgeordnsler Schulz- Neukölln, an seiner Stelle ungestört seine üiede hielt. Der kommunistische Landtagsabgeordnete S ch u l z- Neu- kölln war also Beteiligter an einem Komplott, das mit ver- brecherischen Mitteln ausgeführt wurde. Die Frechheit dieses Geständnisses ist überwältigend, desto fauler sind die Ausreden, mit denen es verkleidet wird. Die Kommunisten genießen in vollem Maße die d e m o k r a t i- scheu Freiheiten der Republik, die in Rußland, ihrem „sozialistischen Vaterlande", vollkommen unbekannt sind. Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, das all?s steht ihnen unbeschränkt zur Verfügung. Der Rundfunk steht aber keiner Partei für ihre Propaganda zur Verfügung. Das; er einer Partei, die wie die kommunistische arbeitet, am aller- wenigsten zur Verfügung stehen kann, wird man nach dem neuesten Vorkommnis begreifen. Aber auch wenn die.Kommunistische Partei ein Recht hätte, sich benachteiligt zu fühlen, so hätte sie deswegen doch kein Recht, Menschen zu überfallen und sie mit dem Erschießen zu bedrohen. Schulz-Neukölln ist ein Mitschuldige r an dem ver- übten Verbrechen. Und das ist Landtagsabgeordneler! Genosse Schwarz beHchisi: Um K6 Uhr rief In meiner Wohnung die Funkstunde A.-K. an und teilte mit, daß in der Nähe ei» Auto zu tun hätte, so daß ich abgeholt werden könnte. Da der Weg in die Stadt sehr weit ist, nahm ich das Angebot an. Darauf erschin um vi 7 Uhr ein großer Sechs sitzer. der am Se'tenfenster ein Schild hatte mit der Ausschrift:„Gästewagen dcr Berliner Funistunde A.-G." Ein anderes Prioatauto begleitet« den Wägen und blieb dann ztirück. Die Insassen, die sich beim Einsteigen vorstellten, ohne daß ihre Namen zu verstehen waren, erllärtcn, daß der Wagen zu- sammen mit ihnen tätig gewesen sei. Ich nahm Platz aus dem Rücksitz, der eine Insasse rechts ncbrn mir— wie sich nachher herausstellte, um einen Revolver init der rechten Hand mir vor- halten zu können. Er war der Typ eines Kaffeehaus- literaten mit östereichifchem Ak-ent, ziemlich große Gestalt mit großer Nase, dunklem Haar, bartlos, dunklem Anzug, weichem Kragen, ohne Abzeichen. Der zweite war ein junger Mann Ansang der 20er Jahre, bleicher, Typ eines Lehrlings, in hellein Sommer- montel. Der Dritte ivar zunächst nicht zu erkennen, weil er fort- gefetzt nur nach vorn sah. Nachher stellte sich heraus, daß er das aufgedunsene Gesicht eines seelisch schwer kranken Menschen hatte, der mich dann mit großer Bitterkeit anstarrte. Er hatte wässerige Augen, war im Arbeiteranziig und Mantel, mit steifem Hut. Es entwickelte sich ein Gespräch mit dem Literaten, der erzählte, daß er in der Technischen Ableitung der Funkstunde wäre und daß sie Versuche gemacht hätten, aus Flugzeuzen Gespräche zu übertragen. Es war schwierig, etwas zu sehen, da d!« Seitenvorhänge ge- Mosten waren. Das Gespräch berührte auch die Vortragsreihe über „Probleme der Friedensficherung", die ich im Berliner Rundfunk heute abend beginnen foftte. Sie nannten einen Aufsatz am Urft itt der..Gesellschaft, den, wissenschaftlichen Zentralorgan der Partei. über.Lrieg. Friede und Kapitalismus". Dann kam es auch zu einem Gespräch über den Panzerkreuzer und das Volksbegehren. 3ch erklärte, daß der Volksentscheid scheitern würde angeficht« der Erfahrungen, die man mit der Fürstenabfindung gemacht hatte. Ans diese Erklärung hin fuhren sie enlsetzl ans und riefen leid«. schasllich:„Aber da» darf nicht scheitern."' Der Thaufsevr hatte sich ein paarmal verfahren und war auf einmal ausgestiegen, um sich nach dem Wege zu erkundig«». Ich erkannte einen Bahnübergang, dessen Uhr?,SS zeigte. Alz es so offenkundig war, datz wir völlig verfahren waren, Hieffen der Mann rechts neben mir und der recht« vor mir den Revolver vor und erklärten,, sie hätten mich gekränkt, e» wäre ein« politisch« Entführung. Mit vorgehaltenen Revolvern fuhren sie Mich eine «tande lang. Sie erklärten, daß ein anderer für mich in der Funk- stund« spreche. Li« sagten weiter, sie hätten ani liebsten den Reichskanzler Hermann Müller aus ähnliche Art gefangen genommen. Wie maßlos lächerlich tzaS Verfahren sei, mit solchen Revolvermethoden ein« neu« Gesellschafts- ordnung aufzubauen, konnten ste nicht einsehen. Sie erklärten, mich ln der Nähe von Britz wieder aussteigen lassen zu«ollen. Nach un«fähr einer Stunde hielten wir an, de» junge Mann vor» link» naihke mir den Weg frei. Die nächsten einige hundert Meter eitf- lernten Häuser gehörten zu Sroß-Ziechen. Damit«ar da, Abenteuer zu Ende. Die strafrechtliche Vemteilung. Für die strafrechtliche Beurteilung der Angelegenheit kommen in erster Linie die§§ 239(Freiheitsberaubung) und 240(Nötigung) des Strafgesetzbuches in Frage. Der hier einschlägig« erste Absatz des if LR lautet: Wer vorsätzlich und widerrechtlich einen Mem'chen einsperrt oder auf andere Weise de» Gebrauch» der persönlichen Freiheit beraubt, wird mit Gefängnis beflrast. Bsl allgemeiner Androhung von Gefängnis wie hier kann hi» rtuf das Höchstmaß von f ü i»f Ja h r««i erkannt werden. § 240 des Strafgesetzbuches desogt: Wer anderen widerrechttich durch Gewalt ober durch Bedrohung mit eine m Verbrechen oder vergehen zu einer ssandtung. Duldung oder Unterlassung nötigt, wird Mit chefängni» bis zu«in« m Johr« oder mit Geidfirafe bis 600 Mark bestraft. Dke gegen Genossen Wolfgang Schwarz begangene veidrecherische Handlung oerletzt beide Strafgesetzt, es desteht zwischen beiden so- genannt«„Jdeattonkurrenz". Roch£ 73 StGB, kommt alsdann nur dasjenige Gesetz zur Anwendung, welche» die s ch«» r st« Strafe an- droht, im vorliegenden Fälle der§ 239. Damit ist aber ntcht gesogt. dqtz da« Gericht genötigt war«, unbedingt über dse Höchststrafe des s 240 hinouszUgehev. Es hat vielmehr im Strafrahmen des§ 239 (ein Tag Gefängnis bis fünf Sahren Gefängnis) voll« Freiheit, die Strafe nach seiner Beurteilung de» Falle» zu bemessen. Natürlich sä« hier die Art der Bedrohung(mit dem Tod« durch vorgehalten« Schußwaffen) erheblich st r a f e t s ch w« r« n d in» Gewicht. Der kommunistisch« Abg. Schätz• Neukölln kommt Ute An- lifter, Mittäter odet Gehilfe in Fratze, da er in den Bläu eingeweiht war und zu seinem Gelingen beigetrag« hat. Dagegen durfte l» der mißbräuchlichen Benutzung de« Rundfunk» uk» solchen kein erhebliche» Delikt zu erbkicken sein. Allenfalls kömmt hier da» Uebertretungsdelikt des»groben Unfug«"(| 360 Ziffer 11 StGB.) in Frage. Sa kritische Tag in Senlsch-Oesteneich. Der Schutzbund bereits in Wiener-Reustodi. Der Geesthachier Zusammenstoß. «tu, Reichsbannermiiglied als zweit« Todesopfer. Hawburg.«. Oktober. v«i.Hamburger Echo" zufolge ist gestern abend im Serge- d'«W Srankenhau» da»»eich,baaner»t«glt«d Tischler Friedrich Veter den am vergangenen Sonntag bei den Geest. hachkar Vahlnwruhen erlittenen verletz» ageu erleg«. Kommunisten überfallen Arbeiter. Smnmiknüppelangriff auf ein« Versammlung. Prag. 6. Oktober.(Eigenbericht.) A» Sonnabend sollt» l« der westböhmischen Stadt Asch nah« der bayerischen Grenze ein« von den Sozialdemokrale» einberufene Gemeinde-Vählerversammtuag tagen. Surz v« Beginn der Der- «nstaltung drangen Kommunisten mit Gummiknüppeln in den Saal und begannen eine Schlacht, in deren verlaus mehrere Sozialisten schwer verwnndet nnd viel« leicht verletzt wurden. Sur durch die Sesonaenheil der sozialdemakratisthen Ordner konnte ein größeres Blutbad verhindert werden. Der Kampf dauert« iVj Stunden. Auf Verlangen der Polizei traf schließlich Gendarmerie mil aufgepflanztem Bajonett ein. Sie schloß die Versammlung, ohne daß sie überhaupt begonnen werden konnte. Al» dl« Kommunisten versuchten, den Kamps ans der Straße sartzasehen, sperrte die Gendarmerie die Straße ab. Die Orden in Krankreich. Vi« Linke gegen die Rückgabe der NirchenKut«r. Pari», 6. Oktober.(Eigenbericht.) Die Linksparteien schen«n sich etwas von dem ersten Schrecken über ihr« Ueberrumpelung durch die geplante Rückgabe der Kirchen gut er und die Wiederzulossung der religiösen Orden noch Frankreich erholt zu haben. Die bürgerlich« Linkspresse klingt heute von Kampfrufe» gegen die Regierung wieder. Die»volonte" schreibt. Poincarä Hobe mit diesem Antrage die Radikaien»mit der Nase aies die Verantwortung gestoßen, die sie durch eine bedingungs- los« Unterstützung der reaktionären Politik der nationalen Einheit tragen müsse". Er Hab« den Linksparteien das Losungswort für ihre Einigung gegeben. Selbst die sanft«»Er« Norrvelle" ruft heute zum Entscheidung-tamps aus: Es gelt«, die Erbschaft de» Laiziemu«. ja die Er b s cha it der Groß en Revolution selbst zu ver- tetdigeu und die Ossenstoe der Jesuiten abzuichlagen. Alle Führer der Linken müßten jetzt sofort ihr» Kampfstellungen einnehmen. Roch Bukarest zurückgekehrt Ist Prinz Nikolaus. Er wurde am Tnhnhoj von der Königinwitwe, den Ministerpräsidenten, Re- glerungsmugiiederu und andeven PerjonUchteiteu begrüßt. Der heutige Sonntag ist für Deutschösterreich ein krsti- scher Tag erster Ordnung. Der Ausmarsch steirisch-ländlicher Heimatwchren, in dl« Unternehmerterror auch Arbeiter preßt und die vielleicht nicht bewaffnet in dem Ijauptort des roten Industriegebiets von Niederösterreich aufmarschierten, deren erheblicher Besitz an bayerisch»« Orgeschwaffen aller Art aber unbestritten ist. muß a!»«in« schwär« Herausforderung der Arbeu«rschast betrachtet werden, um so mehr, al« zu Anfang dieser Aufzug als Borspiel des Marsches auf Wien zur Niederzwinguna der Opposition gegen den Abbau de» Mieterschutz«» im Parlament ausgegeben worden ist. Di« Ansetzung eines Gegenaufmarsches der Arbeiter für den gleichen Tag zur Abwehr des Faschismus und zum Schutz der verfassungsgemähen Demokratie und der Errungen- schaften de» Proletariat» war die impulsive Antwort, die für das Nachbarland des italienischen Faschismus und der ungarischen Reaktionsherrschaft schon sehr begreiflich Ist. Inzwischen ist, nach langem Hin und Her und schließlich nach gegenseitiger Milderung der Kampfparolen und-maß- nahmen jene Vereinbarung zustande gekommen, die von 6000 Soldaten, 500 Gendarmen, Tausenden Echutzbündlern und der Wiener-Reustädter Gemeindepolizei geschützt— Zu- sammenstöße zwischen den 18000 Heimwehrlern und den Zehnlausenden Arbeitern des Industriegebiet» verhindern JotL Daneben gibt es aber noch kleinere Menasn offizieller Hatentreuzler und Kommunisten, die beide auf Zusammen- stöße auegehen. Wenn auch die Wiener Arbeiter von der Partei aufgefordert worden sind, nicht nach Wiener-Neustadt zu fahren, wodurch Hunderttausende dem»Schlacht- feld", das hoffentlich diesen Charakter nicht annehmen wird. fernbleiben werden, so ist doch auch nicht zu verkennen, daß gerade die unglaublich höhnisch« Art, in der Bundeskanzler S« i p« l eben im Nationalrat den Abrüstung««»?- schlag der Sozialdemokratie beantwortet hat, in den Ar- blitern den Glauben befestigt haben muß. daß diese Staats- ftwalt der„keinen Milde" mit den faschistischen Gegnern er Arbeiterschaft sympathisiert... Läuft aber heute alle» friedlich ab, so ist Deutschösterreich damit nahe genug an der lauernden Gefahr des Burgerkriegs vorbeigekommen, um der Notwendigkeit jener inneren Abrüstung end- lich Rechnung zu tragen, die die Sozialdemokratie schon 1923 v o r der Errichtung ihrer Äbwehrormee, des Republikanischen Schutzbundes, gegenüber dem wachsenden Heimwehrtreiben gefordert und seither wiederholt angeboten hat— wofür sie immer das Rein der Gegner, Meist noch mit höhnischen Worten, geerntet hat. OaS rote WieiterOtoufladt. Wien, 6.* Oktober.(Eigenbericht.) Wiener-Renstabt ist seit Freitag mit roten Fahne« förmlich übersät. Alle Arbeiterviertel find beflaggt; auch i» dem bürgerlichen Teil der Stadt wehe« diele rote Fahne«»eben der rotweißroten Staatsfahne. Selbst der Plah, auf dem die Heimwehr die Feldmefle abhalten wird, ist dou toten Fahnen eingesäumt. Der Sonn tag wird im Zeichen der roten Fahne« stehen. Dir Hänser in den für die Heimwehr bestimmten Auf' »arschftraßen find mit roten Plakaten beklebt. Darin heißt es n. a.:„Der Arbeitertag ist ei« Bekenntnis zum Sozialismus nad zur Re- pnbltt. Nieder mit htm Faschthmnäk" In den obersteierischen Schwefterstädten L e o b e« nnd Donawih, wo dt« Alpine Montangesellschaft dt« Arbeiter zum Eintritt in die Heimwehr zwinge« will, werde« am Sonntag 1 5 VVl» nniformiert« Schutz« b ü» d l« r an» Oberfteiermart nnd Graz aufmarschieren- Mit ihnen werden die Arbeitermaffen de»»bersteierischeu Industriegebiete» gegen de« Terror der hake�renzieri- sehen Bergwerk»» nnd Hütteningenieure demonstrier«»- Ununterbrochen kommen Sonderzüge mit Echutzbündlern all, dl« mit wachsendem Jubel begrüßt werden. Auf dem Platz vor dew Bahnhof und auf den Straßen, di« zum Flugplatz führen, dränge« sich di« Menjchenmasscn und bereiten den Schutzbunds«rmo- tionen leidenschaftlich« Ovationen. Der Schutzbund marschiert, Arbeiterlieder singend, die Schutzdundtapellen spielen die Marseillaise und andere Märsche, über den Ring am Arbeiterhciw vorbei. Die Stimmung in der Stadt ist zuversichtlich. Die lächerlichen Rüstungen de» Heere»mtnlfler», der den wiener- Reusiädlera mit btacheldrahi und Moschinengewehreu bange zu machen»ersucht hat. haben unendlich« Heiterkeit bei der ganzen Bevölkerung hervorgerufen. Als der Schutzbund an dem abgesperrten Teil' vorbeimarschierte, sagte ein dort stehender Offizier der Wehrmacht zu seinem Nach- barn:„Teufel, sind das v i e l e!" Die ganze Stadt steht im Zeiche» des Arbellertages. Es macht den stärksten Eindruck, daß d i« Sozialdemokraten schon am Borabend de» Sonnt-l! die ganze Stadt beherrschen und den Schutzbund empfangen, während die Heim'wehrbündler verstohlen und bei Nacht an- kommen werden. Abrüstungsberatungen. Wien, 6. Oktober. Di« erste, vom Bundeskanzler Skipel— wie er selbst sagte, nM formell— einberufene Konferenz der Parteiführer zur Beratung einer inneren Abrüstung wird nach einer Meldung der Mlttogs' dlätstr am 12. O k t o b e r tu Anwesenheit dt» Blzekanzle« und de» JuftizmiMster, beginnen. Zum Kn'egsanleihebeirug. Sin« Erklärung des Reich Sfinanzministeriums. Zu den verschiedenen Gerüchten über Unterlast ützgtn bat Unter- suchungsöehörden bei der Berfolgung von AnleihedetrügerN teilt dos Reichssinanzministerium folgende» mit: In einem auswärtigen Blatt« werden unter de« Titel»Die Wahrheit über den Stinnes-Skandal" Mitteilungen aus Pari»»er- äffentticht. Darin wird die Behauptung aufgestellt, daß di« von Pari« aus velfuchten Betrügereien mit Altbesitz von Reich»- oMcihe bereit» im Jahre 1926 au» Wien den zuständigen deutschen Amtsstellen angezeigt worden seien. Da» ist nicht richtig. Der Sachverhalt ist vielmehr der, daß in dem betreffenden Jähre von Wien au» zwar Mitteilungen über versuchte oder auegeführte Be- trügereien dieser Art gemacht wurden. Die Angelegenheit ist damals sofort der Kriminalpolizei zur Nochprüfung und Aufklärung übergeben worden. Ferner ist die Person, von der die Anzeige ausging, zweimal auf Kosten des Reichs nach Berlin gerufen worden. Die von der Kriminalpolizei in Perbindung mit dem Gewährsmann ver» suchten Aufklärungen konnten indes kein Zugreifen gegen de- stimmte Personen ermöglichen, weil alle Angaben außer- ordentlich unbestimmt gehalten waren. Im Sommer 1927 erhielten dann die zuständigen Stellen von anderer Seite Mitteilungen über ähnliche»ersuche in F r a n k r e i ch. Erst durch diese Mitteilungen gelang es, bestimmt« Fälle aufzulecken. Es fei nochmals festgestellt, daß tatsächliche Schädigungen des Reichs bislang nur» n ganz g e- ringem Umfange ermittelt sind(Zuteilung von etwa 123 000 Reichsmark nominal Auslosungescheinen, von denen inzwischen über die Hälfte wieder zurückgezogen ist). Die schon früher begonnene systematisch« Nachprüfung wird mit allem Nachdruck fortgesetzt. Schacht bestätigt. Der Reichspräsident hat auf Grund der einstimmig erfolgten Wiederwahl durch den Gcneralrat der Reichsbank den bisherigen Präsidenten des Reichsbonkdirektorium» Dr. Hjalmar Schacht in feinem Amt bestätigt. Spitzel hinter Macdonald. Ein Geheimdokument der englischen Polizei veröffentlicht. c.ndon. 6. Oktober.(Eigenbericht.) Die neue Zeiischrisi des berüchtigten Horatio Bottvmletz .Goan BluuT veröffentlicht den angeblichen Text eines vertraulichen Berichtes über Ramsay Macdonold, den die polt tische Polizei im Jahre 1921 dem damaligen britischen Innenminister Unterbreitet hat. Aus biesem Geheimbericht geht hervor, baß der damalige Führer der britischen Unabhängigen Arbeiterpartei und spätere Ministerpräsident Großbritanniens in den Jahren 1916 bi» 1921' ständig von Polizeispitzeln be-gltitet und be- o buchtet war, die nicht nur über seine politische Tätigkeit im Inland Bericht erstatteten, sondern auch Macdonalds Internationale soziali» stische Betätigung im Ausländ während der ersten Nachkrtegsjahre verfolgten. Wiewohl In diesen Dokumenten krampfhaft der Versuch gemocht würde, aus Aeußerungen Macdonold» in der zweiten Hälste de» Jahre» 1917 und der ersten Hälfte des Jahre» 1918 Sympathien lür den Bolschewismus nachzuweisen, schließt der Geheundericht doch mit der Feststellung, die Borgänge des Jahre» 1920 und m besonder« die inner« Auseinandersetzungen in der britisch« Unabhängigen Arbeiterpartei hätten den Bf »tti» erbrächt, dcß Maedonald„nicht al» Nolfchewist dea-ach"' werben" könne. Maedonald sei aktiv und erfelgretch gegen d>< Kommunisten in seiner eigenen Partei aufgetreten und«• sei hauptsächlich seiner Führung zu verdanken, wenn di« britische Unab hänglge Arbeiterpartei sich nicht der Dritten Internationale angt1 schlössen habe.___ Avenol reist nach Aanking. llm die chinesische Raiionalregiernng zu besänstige«. Genf. 6. Oktober.(Telunion), In Verfolg der zwischen dem GeneralsekretarUt de« Völkerbundes und der chinesischen Delegation während der Septembertagung staU- gefundenen Verhandlungen wird nunmehr, wie Offiziell mitgt- teilt wird, der stellvertretende Generalsekretär d** Völkerbünde« Avenol zu einem Besuch der Nonkiny-R«?'" rung nachEhina reisen. Die Reise soll bereit« in der nächst«'' Zell erfolgen. Don selten des Sekretariat» wird hierzu erklärt, dos die Reise des stellvertretenden Generalsekretäre im Rohmen b" üblichen Besuche der Generalsekretäre de, Völkerbünde» bei den ccf schledenen Regierungen stattsindet, um die Beziehungen zwischen dc� Mitgliedsstaaten de» Völkerbundes und dem Generolsekretariat enfl� zu gestalten. Es kann jedoch angenommen werden, daß die Reil' des stellvertretenden Generalsekretäre des Völkerbundes ln erst«' Linie dazu dient, dle Mißstimmung der Nantinger Regierung anläßlich der Ablehnung der Wahl Ehinas in den Bälkerbundsr� zu beseitigen. Die Reise hürfte serner dem Zweck dienen. e>>� engere Zusammenarbeit zwischen llhlna und dem Völker- bund zu sichern. Bekanntlich bestand bereite seit einiger Zeit maßgebenden völterbund»kreisen die ernste Befürchtung, daß � Ablehnung der Wahl China« in den Völkerbundsrat für die Zulun! die Beziehungen Chinas zum Völkerbund ernstlich gesährd«� könnte. E« dürfte sich somit bei dieser Reis« vor allen Dingr" darum handeln, daß von selten der Großmächte, vor allen Ding� Englands und Frankreichs, gegenwärtig der versuch unternomN'-'. wird, die Nanking-Regierung enger an die Politik der evropäisär Großmöchte zu binden, ver Besuch des stellvertretenden Genera- setretär« de» Völkerbünde» dürfte den formellen Anlaß für � Wetterführung der in Genf bereits aufgenommenen Verhandlung«- mit China bilden.__ kein Platz für Slatzlhelml Die südwestdeutsche Gruppe Siahltzelms plante am Sonntag im Hofe de« Heidelberger Schloß eine Kundgebung, in der u. a. auch S-üdte sprechen sollte. D? Badisch, F-nanzmInisterlum, dem da« Heidelberger Schtoft vero»'' tungsmäßig uniersteht, hat mit Rücksicht auf die außenpolitische Lok und aus die diplomatsschen Verhandlungen, die wegen der Räumung?, frage im Gange sind, die Etohlhelmtundgebung im Schlaßhai f boten. „Die heimliche Ehe." Oper am p ah der Republik. In einer lebendigen, musikalisch sauberen Aufführung s"? gestern Damenico Cimarvsas altberühmte komische Oper ,.D' heimliche Ehe' lad hasten Leifall. Bericht folgt. IL 9- ± Beilage des Vorwärts Sonntag. I. Oktober 192» !Wyy-y-� Waren in den ersten schweren Ztachtriegsjahren nicht recht viele von uns schon mal bereit, den Staub Europas von den Schuhen Su schütteln? Mußte nicht die Welt überall bunter und besser sein. als hier, wo uns das täglich gleiche, graue Elend umgab? Einem v>-er dem anderen giütfte es dann wirtlich: Alles wurde vertouit. Alles Geld wurde zusammengekratzt und dann fort, übers Meer. Aber van manchem ist nie wieder eine Nachricht gekommen, von anderen nur Briese mit schlimmen Klagen. Ein gut Teil der Eni- täuschungen wäre ihnen erspart geblieben, wenn sie sich besser unter- richtet hätten. Und dos ist ihnen heute verhältnismäßig leicht ge- ™acht: In den gemeinnützigen Auswandererbera- tungs st eilen rönnen sie sich über jedes beliebige europäische und außereuropäische Land insormieren. May wird ihnen sogar eine �eleitkarte an vertrauenswürdige Persönlichkeiten in ihrer veuen chennat mitgeben, man wird ihre Berträg« prüfen, man wird 'hnen sagen, welch« Papiere sie brauchen. Sie brauchen nur zu schreiben oder selbst hinzugehen. Bielleicht die Türkei, vielleicht Abessinien! Königtn-Augusto-Straße 19— in den bescheidenen Räumen einer chinterhauswohnung— ist die Auswandercrberatuogsstelle unter- gebracht. Aber welche Fülle von Schickiaim wird hier täglich vor �cm beratenden Herrn ausgebreitet, wieviel Illusionen werden hier degrabeii! Gerade fragt ein Herr mit dem Typ eine» ehemaligen Ofsizier» Vach den Auswondervngsmöglichkciten für Ehlna, eventuell für Küd- «srika. Er hat nach dem Kriege schon olles mögliche versucht und angesehen, und im Gespräch stellt sich heraus, daß er bis 1926 m den südamerikanischen Ländern lebte. Noch Ehina ist«ine Auswon- derung nur ratsam, wenn man mit festem Vertrag für eine Firma 'n der Tasche herübergehl. In Südafrika sind die Chancen für ein« Ansiedlung gut, ober nur. wenn man mindestens über— SO.QOQ Mark Kapital verfügen kann.. also mchts für arme Leute! Als zweiter kommt ein junger Kaufmann. Er hat einen Vertrag von ciner deutschen Firma noch den Kanarischen Inseln, den will er hier MH.Muual überpimfxn fojien. Alles ist in Ordnung, bis aus einige 'KleiniMeiteu. Ihiii'wironvch o'h Tsierfbftrtt über diedortigön Lebensverhältnisse ausgehändigt. Dami konrint ein interessanter Fall: Ein junger Elektrotechniker. der nur einfach angibt, er wolle„in den Orienf. Do das ein etwas weiter Begriff ist, wird er um etwas geiiau« Erklärung gebeten. Ja, er hätte ig zuerst an die Türkei gedacht. In Angara wurde doch jetzt sicher viel gebaut. Aber da muß der Berater Waiser in seinen Wein S'eßen: Es ist erst kürzlich ein Gesetz herausgekommen, das auch »usländlschen Firmen oerbietet, mehr als 10 vroz. ausländischen Personal» zu beschästigen. Also sind die Aussichten für jeden, der »hn« Vertrag rübergeht, ziemlich trübe. Na, den,, hätte er gedacht, vielleicht Abesiiuien. Cr muß sich belehren lasten, daß körperliche Arbeit in diesem tropischen Lande iür Europäer kaum möglich ist, und daß dj« Kultur Abcisinieiis vorläufig noch nicht nach deutschen Elektrotechnikern schreit. Auf die Frage noch seinen Mitteln ant- wartete er, daß er 1600 Mark zur Verfügung hätte. Warum er damit ntcht nach Südamerika ginge? Denn: 600 Mark koste die Ueberiahrt, mit 1000 Mark könne man dort schon«in Vierteljahr lang leben, und ein Elektrotechniker, der auch etwas schlostern und einen Motor in Ordnung bringen könne, sei in Südamerika eine durchaus geschätzte Arbeitekrost. Dazu hat der junge Mann»och einen Bekannten in Buenos Aires! Ja, aber— er Hab« ein Glas- auce: und die Bereinigten Staaten haben danim die Einwilligung zur Einwanderung so lange hingezögert, daß sogar seine Bürgschoits- «rklärung. die ihm ein Verwandter geschickt Iiobe,. versallen sei. Schließlich«riebe er hier dieselben Dinge, und er wolle nun mal schon nächste Woche weg. Ein Anruf bei dem argentinstchcn Konsulat ergibt die Auskunft: Der junge Mann brauche nur eine Bescheinigung des Kreisarztes, daß er in seiner Erwcrbsfähigkeit nicht beschränkt sei— dann stehe seiner Einwanderung nichts im Wege. Und hajmungssreudia entfernt sich der junge Elektrotechniker— das Attest wird er vom Kreisarzt schon bekommen... und wem, es nicht Abessinien ist, Argentinien Hot ja auch sein« Borzüge! Höchst aufgeregt kommt ein großer Mann, der sicher die Vierzig längst überschritten hat, herein. Kurz erklärt er, mau brauche ihm weder zu-, noch abzuraten. Er wisse, was er wolle, und vor allen Dingen wolle er Deutschland und Europa den Rücken kehren. Hier würden die Verhältnisse nie besser. Er sei Diplomkaustnonn. ober hier ließe man die tüchtigsten Leute verhungern, sie seien„zu alt"— und ein deutschnatioaaler Lump habe ihn um 60 000 Mark betrogen. ohne daß er sich Genugtuung verschafscn könne! Er habe die Nase voll, gehe«och Kanada! Äichig sucht ihm der ouskunitgebend? Leiter klarzumachen, daß auch in Kanada eigentlich keine Nachtrage nach älteren Diplomkaufleuten bestünde.„Das weiß ich ollein«, Herr, das brauchen Sie mir nicht zu sagen. Mir ist olles egal! Und wenn ich rnelii« letzten paar tausend Mark da aussrcsten soll und dann doch verrecke, dann will ich doch wenigstens verrecken, wie es mir paßt!" Mit dem Mann« ist nicht zu reden: n«n muß ihn ziehen lasten. Und vielleicht wäre mit seinem kleinen Kapital wirklich anderweitig noch eine Existenz auszubauen... Schließlich erscheint ein Werkzeugmacher, der Aussicht hat, mit einem Bertroq noch Brasil, eu zu gehe«:„Ich.will gar nicht ou> Abenteuerlust ruber! Aber hier wird man Immer wieder arbeitslos. Ich will mal ein paar Jahre in Arbeit stehen und will, ein bißchen sparen... und ich kenne die Bcrhaltnisie drüben nicht. Als Lohn- drücker will ich nicht rüberziehcn..." Gen, nimmt er guten Rat, und es wird vereinlxirt, daß er den Vertrag unter allen Umständen nocbmals mit der Auswanderung sberatiingsstcllc durchsprechen wird, damit er vor allen Tücken und Fallen gesichert ist. So gehen und kommen die Menschen an jedem Vormittag. Fast immer sind es an zehn Besucher, die hier über die verschiedenste» Fragen Aufklärung suchen. Ausklärung ist wahrhoitig nötig! Wie mancher hat sich die Zulasiung zur Wroomerikanischen Quote zum Beispiel schon dadurch verdorben, daß er auf dem Fragebogen angab,«ine Stellung in Amerika fest in Aussicht zu haben! Manchmal Hai er es vielleicht nur getan, um darzulegen, daß keine Gefahr bestände, er könne dein neuen Lande zur Lost fallen. Dann wurde er trotz ollerbester Papier« von der Einwanderuag ausgeschlossen: Denn Amerika ver bietet das Vorausengagement ausländischer Arbeitskräste... Oder wie manche Familie ist durch da» Angebot„sreie Uebersahrt" in jahrelange Schuldknechtschast geraten, gezwungen, in einer Arbeits- stelle ousziihorren, die die Hölle war. Denn die Uebersahr! sollte „abgearbeitet" werden, und das und der Zwang, alles bei dem Unter- nehmer zu kaufen, vielleicht sogar die Auszahlung in irgend einem „Geldersatz" machte dann die Auswanderer für Jahre zu Sklaven. Besonders Südamerika war Jahre hindiirch das Dorado gewissen- loser?lg«»t«n. und«in ständiger Ueberoxichungsdicistt ist notig. um dies«.Herrschasten auszuschalten. So setzte 1921. gerade, als Süd' omerika selbst eine schwere Wirtschaftsknie durchmachte, eine wahre Mastenouswa�crung von vadensern ,mb wüttembergerv ein.» Es war typisch, mit welchen Illusionen diese Leute auszogen: Arzi und Lehrer und Handwerker, immer mehrer« Familien, wollten sich da auf einer Kolonistenstellc siedeln, die norinalerweis« gerade für die Erhaltung einer Familie ausreicht. Natürlich halt«,, sie sich.zum doppelten Preise von einem gerissenen Agenten ein Land ohne Ver- bindungen und Absatzmöglichkeiten ausschwindeln lasten, und sie dachten sich die Arbeit auf einer Urwoldparzelle anscheinend nicht viel schwerer, als im heimstchen Traubengarten. Gleich sollten vier Stein- Häuser für die sechs Familien gebaut werden! Wenn sie sich doch zuerst einmal die Bilder der Beratungsstelle angesehen hätten: Wi- die Neuangekommene Siedlersamilie in de» ersten Wochen unter Dächern von Polmenblättrrn haust, und wie 20 Jahre voll schwerer Arbeit dazu gehören, bis aus der Parzelle wirNich ein nettes, kleines Häuschen steht! Und wenn sie mal die„Magenprobe" aiwettellt hätten: vier Wochen long läglich von Bohnen und zähem Fleisch Zv leben! Dam, l>ätten sie nicht nach wenigen Monaten mittellos in, fremden Land gestanden... Gemeinnützige Auswandcrerberatungsftellen: Berlin lProvinzial-Berwallung), W 10, Köiiigin Auguste Str. 10 1: Bielesel» iVTA.i, Zastrowlir. 29; Brem,» iTemscbc Koloniat-Gelellschaft u 90, Marstnsttr. 14 II: Btrtl««s»rt* TO (Teutfchc Kolonial.Geselljchatt und D.». I.s. Nalbenaupla» Hall«». S. (-itaM. Arb.-Zlmt), Talzgrofenstr. 2; Hamburg(E.V.), AVE Tlr 40/47 m fial» l-Deutsch« Kolonial-Gnellichoil» A.>. Unter Fetlenbeiiiien 10: Bänia«. »«e, i. P,..E. B.) Kreisbau-. Kmügslr. SS: ft 31(Institut für SuSland-kund-). Frndrnh-Earl eotr. iä; TOiiuche»<«aver. Landes Sied —- von heute ob keine 4. Klaffe. Am 6. Oktober Mitternacht»— oder genauer am 7 Ok- tob« 0.00 Uhr— tri»« de« der Deutschen Reichsbahn der neue T«is in Kraft, mit dem die Einführung de, Zwei- klasteasystem, verbunden ist. E, gibt alfo nur noch eine Polster, und ein« holzklafs«. und doneben in einigen Schnellzügen ein« cuxnsklaste<1.«laste). Die Reichsbahn läßt ab 7. Oktober Personenzüge(ohne Zuschlag). Eil- züge(mit Eilzug, uschlog) und Schnellzüge(mit Schnellzug. Zuschlag) verkehre«. Zuerst kommt der Reisend«, der die Reichsbahn benutzt, mit dem neuen System bei Lösung der Fahrkait« in Berührung. Da zum Teil noch die alten Fahrkartenmuster auige- braucht, werden,-- ist es.-ougebrachi, am Fahrkartenschalter seine Wünsche genau vorzubringen und auch daraus zu achten, ob man die richtigen Karten erhalten hat. Di« grauen I.-Klossekarten gelten ebenso wie die braunen Z.-Klassetarten für die neue Holzklasse; für Eilzüge, die jetzt auch zuschlagpflichtig werden, muß eine Zuschlagkarte gelöst werden, wen» man nicht gleich eine Eilzugkarte, kenntlich am rote» Querstrich von links oben nach rechts unten, erhält. Die bisherigen„beschlennigten Personenzüge"(KL-Züge) werden zum Teil als Eilzüge gefahren, dann sind sie in den Fahrplänen durch die Bezeichnung ,12" bei der Zngnummer Und durch selten Druck der Stunden- z i f s e r» kenntlich, der größere Teil(70 Prozent) dagegen wird Der Fall 5arcier. liJj Vv« Tristan Bernard. (Einzig berechtigte plebersehaog von Dt. Eollin.) „Um so reisen zu können, ist es auch bequemer, frei zu lein." meinte sie. Dann stockte die Unterhaltung. Herr Galoin begann wieder zu lesen, aber er schien zer- streut zu sein, denn er legte plötzlich die Zeitung hin und stellte mir über den Fall, der uns beschäftigte, einige Fragen. Die Tatsache, daß die Leiche nicht wiedergefunden worden war interessierte ihn augenscheinlich sehr. Er erkundigte sich äuch eingehend über Larciers Uniform, die man im Garten gefunden hatte. Dann griff er von neuem nach der Zeitung. „Warum stellen Sie diese Fragen?" rief Blanche, die wirklich von einer ein wenig störenden Indiskretion war. ..„Um Bescheid zu wissen." erklärte Herr Galoin kurz und wchelte. um die Trockenheit seiner Antwort zu mildern. ,„Ich frage mich." sagte ich zu ihm„weshalb La«, er. der nicht engufch konnte, nach London und nicht nach Belgien gegangen ist. Macht Sie das nicht stutzig? ,„Nein," sagte Herr Galoin.„Ick denke in diesem Augen- blick nicht an Larcier. ich will Marteau wiederfinden. Man wuß nicht zwei Dinge auf einmal machen wollen. „Dürste ich Ihnen einige Fragen stellen? ..Aber bitte sehr, bitte sehr!" erwiderte er.„Das stört wich in keiner Weise. Mein Beruf ist es ja. zu fragen, und '? wäre sehr merkwürdig, wenn ich mit meinen Antworten Zogern würde, da gäbe ich ja ein schlechtes Beispiel. „Nun, ich möchte wisien. ob Sie irgendeinen Anhalts- winkt haben, um diesen Marteau in London wiederzufinden. 2as scheint mir schrecklich schwierig. Ich weiß wohl, daß es Rotels gibt, die vorzugsweise von Franzosen aufgesucht wer- °en. aber wenn dieser Marteau englisch kann, was sehr Wahrscheinlich ist. und er auf Anordnung Larciers den Nach- wrschungen entgehen will, so ist er bestimmt in einem rein °"glischen Hotel angestiegen, in dem gewöhnlich keine Fran? Wien verkehren, und sür das sich die französische Polizei nicht besonders interessiert..." ..Halten Sie es denn für absolut sicher, daß Maneau w England ist?" „Das werden wir sehen," erwiderte Herr Galoin aus- weichend. Er schien einige Fingerzeige zu haben, denn wenn dem nicht so gewesen war, so würde er es mir mitteilen. Allmählich fing ich an, ihn kennen zu lernen. Ich sagte mir, daß er wohl in diesem Ntoment«inen neuen Einsall überlegte, den er nicht aussprechen wollte, damit der Glaube an diese Idee nicht von mir erschüttert werde. Wir hörten auf. von dem Fall Larcier zu sprechen. Ich setzte mich neben Blanche, und wir unterhielten uns vertrau- lich ganz leise. Von Zeit zu Zeit warfen wir Herrn Galbin einen verstohlenen Blick zu. Wir fühlten uns beide geniert. Es lag etwas Unausgesprochenes zwischen uns, und solange wir allein gewesen waren, hatte es uns nicht gestört. Aber jetzt, seitdem das prüfende Auge Herrn Galoins auf unserer Freundschaft ruhte, waren wir befangen. 13. Blanche hatte noch nie eine Seereise gemacht und freute sich darauf. London kenenzulernen. Das Wetter war fehr schön, und alles kündet« eine angenehme Ueberfahrt an. Wir nahmen auf der Brücke auf den Liegestühlen Platz. während Herr Galoin auf und ab ging und feine Pfeife rauchte.„ „Seine Blicke gehen beobachtend nach rechts und lmks, sagte Blanche zu mir. „Nein." erwiderte ich,„er sieht nichts Bestimmtes an. Er hält sich als Inspektor vom Sicherheitsdienst durchaus nicht für verpflichtet, den Winden zu lauschen und durch über- flüssige Anstrengungen seine Kräfte zu vergeuden. Auf dem Schiff kann er keine Beweise sammeln. Er ruht sich eben ganz einfach aus." Ich sah. daß meine blonde Freundin auf ihrer roman- tischen Idee beharrte, daß der Detektiv immer auf der Lauer lag.-... Herr Galoin ängstigte sie und amüsierte sie gleichzeitig. Die Reise von Foltestone nach London verging ohne Zwischenfall. Nachdem Herr Galoin auf dem Bahnhof Charing Croß noch gesagt hatte, daß er sich zum Abendessen mit uns in dem von ihm angegebenen Hotel treffen würde, trennten wir uns von ihm. Das erst kürzlich gebaute französische Hotel befand sich in einer kleinen Straße am Leicester-Square. Blanche machte große Augen, als wir im Auto durch die Straßen Londons fuhren. Es machte mir Freude, wie sie so erstaunt und entzückt neben mir saß, und ich mar auch glücklich, wieder allein mit ihr zu sein. Es schien mir, daß wir die zwischen uns bestehende Bertrautheit, die Herr Galoin durch feine Gegenwart gestört hatte, wiederfanden. Wir gaben unser Gepäck im Hotel ab und machten bis zum Abendbrot einen Spaziergang in Coventrystreet und Piccadilly. Abends trafen wir uns mit Herrn Galoin. Er schien guter Laune, aber etwas aufgeregt. Er erklärte mir, daß er sich immer in einer solchen Stimmung befände, wenn er eine Spur verfolge. Da Blanche von der Reise sehr müde war, zog sie sich fast gleich nach dem Abendbrot zurück, und Herr Galoin und ich gingen noch auf die Straße. Wir dehnten unseren Spazier- gang bis Leicester-Square aus und gingen drei- oder vier- mal um den Platz herum. Herr Galoin erzählte mir von London, das er sehr gern hatte. „Leider habe ich es mir nie richtig ansehen können. Meine Tätigkeit nahm mich immer zu sehr in Anspruch, und dabei würde es mir so viel Spaß machen, in London herum- zubummeln." Ich wagte ihn nicht über die Schritte, die er in unserer Angelegenbeit unternommen hatte, zu fragen, aber er kani von selbst darauf zurück. „Seit unserer Ankunft in London bis zum Abendbrot, also drei Stunden, Hobe ich schon eine Menge Leute ge- sprachen." Er fuhr fort:„Ich kann mich nicht mehr erinnern ob an der Tür des Gärtchens in dem Hause in Toul«ine Klingel gewesen ist. Die Scharniere und die Angeln links sehe ich noch vor mir, ober ich weiß nicht, ob sich oberhalb der Tür eine kleine eiserne Schell« befand, die beim Oeffnen läutete. Ich sah ihn verblüfft an. „Kennen Sie denn den Garten in Toul?" „Ja." erwiderte er.„Ich bin vorgestern hingefahren. Deshalb konnten wir erft heut« reisen. Ich wußte nicht, wie die Untersuchung dort geführt worden ist... aber es ist alles oberflächlich geschehen, recht oberflächlich. Man ist überhaupt nicht bis auf den Boden gegangen, wo eine Kiste mit wicht'«- gen alten Papieren stand. Ich habe daraus die Bekannten des alten Bonnel in London feststellen können und gesehen, daß er in Beziehung zu einem gewissen Hilbert steht, der Sachwalter in London ist." (Fortjegung folgt.) nt» gewöhnlich«. Pischlagfrei« Personenzüg« mit de« bi-hertg-n Fahrgeschwindigkeiten beibehalten. In diesem Fall« sind sie uichl mehr in den Äursbikhern durch da» Zeichen«Lp" vor der Aug- «vmmer gekennzeichnet, man erkennt sie jedoch leicht daran, doch sie gegenüber den airdaren Personenzügen weniger Unterwegs- ausenthaltc haben. Bei der Z u s a m m e n st.e.l l u n g der Züge w«rden noch Möglichkeit ssir die.hohllassc die Abteilwagen Z. Klasse verwendet werden, während die bisherigen Wagen 4. Klasse mit freiem Aaimi vor ollem im Marktverkehr Verwendung finden sollen. Die Eilzüge werden-rr wie auch bisher— aus vterqchsigen Wag e n 2. und 3. Klasse zusammengestellt werden, die einen besonders ruhigen Laus gewährleiste». In den Schnellzügen wird sich wenig ändern. Die 1. Klasse bleibt nur in den Schlaf- wagen, den?TD-, FD. Zügen und einigen besonders wichtigen Zügen des internationalen Verkehrs. Die t.-Klasse-Abteüc der O- Züge waren auch bisher schon so eingerichtet, dost sie gelegentlich als 2.-Klosse. stellte sich am 13. Juli l927 auf den Standpunkt, daß.über die Beibehaltung der monarchifchen Hoheitszeichen am Regierungsgebäud« in Potsdam schon früher(£ Utscheid umg getrosten sei. Danach fft nichts mehr zu »eranlassm." Di« Republikanische Beschwerdestelle gab sich damit nicht zufrieden, sondern unterbreitet« diesen Vorfall dem Minister de» Innern, indem besonders auf di» Klag« der republikanischen Bevölkerung Potsdams hingewiesen wurdg. Nunmehr hat der Minister vom 5. September d. I. entschieden, daß hie m o n a r ch i» schen Hoheitszeichen am Regierungsgebästi»« in Potsdam zu beseitige» sind. Dunkelhaft im M-trvpol. Gestern abend kam es im M e t r o p o l- T h e a t e r bei der Anssührung ddn Lehars„F r i e d e r i ch e" nach Schluß des zweiten Astes zu einem Z w i s ch e n s a kl, der schlimme Folgen hätte haben können. Das Haus war voll beseßt, aber«in Teil des Publikunis mar bereits in die Wandelgänge gegangen, als plötzlich die B«- 1 eu ch t u n g s a n l o g e, vermutlich wegen Kurzschlusses, versagte. Das ganze Haus war in völliges Dunkel gehüllt. auch die Notbeleuchtung funktionierte nicht. Es kam glücklicherweise zu keiner Panik, das Publikum trug die Sache mit Humor. Nach fünf Minute» funktionierte die Notbeleuchtung erst wieder, während die übrige Beleuchtungsanlage noch nicht in Ordnung gebracht werden konnte. Oer Gatte Treiber freigesprochen. „Möglicherweise sei Krau Treiber Opfer eines Ltnsalls geworden." I» dem Gatteumordprozcst Treiber in Dresden wurde gestern abend das Urteil gefällt- Der An» geklagte wurde freigesprochen. In der Begründung des Urteils wird erklärt, das Schwur- geeicht sei zu der Ueberzengnng gekommen, daß Frau Treiber möglicherweise das Opfer eines Unfalls geworden sein kau». Ter Staatsanwalt hatte den Beweis der Schuld Treibers durch die drückende« Indizien für erbracht gehalten und die Todesstrafe beantragt. Treiber wurde sofort ans der Saft entlassen. Dresden. 6. Ostober.(Eigenbericht.) Di« letzte Sitzung am Sonnabend pormillog. voll dramatischer Spannungen, bildet« vielleicht den Höhepuost des Prozeß«». Das Versahren gegen Treiber war bereits einmal eingestellt und kam plötzlich von neuem ins Rollen. Nu« erfuhr man, wieso es geschehen rannte. Hermann Hoyer, der Bruder der Aonc- m a r i«, befand sich im Frühjahr 1923 in einex Lungenhellanstolt in der Gejellschost des Handlungsgehilfen Träger. Er freundete sich mit diesem an und erzählte ihm von seiner Schwester. Zehn Wochen lang bildet« deren Schicksal den Hauptgesprächsstoss der beiden. Hoycr sprach voll Hotz und Ingrimm von der Annemarie, die als Braut eines reichen Mannes nun auf hohem Pferde sitz«, von ihrem kranke» Bruder nichts wissen wolle und ihm abweisende Briese schreibe. Ihr Bräutigam Treiber sei früher verheiratet gewesen, seine Frau sei tödlich abgestürzt und er, Hoyer, befinde sich im Besitz von Briefen, die sich auf den Unglücksfall beziehen und die er von seiner Schwester zur Aufbewahrung erhalten habe. Treiber habe versucht, von seiner Frau loszukommen und hatte«» sich 10 909 Mark kosten lassen, um in Oesterreich ein« Scheidung zu erreichen! dann habe er wochenlang sich seiner Frau gegenüber sehr liebevoll gezeigt, si« in Sicherheit eingelullt und hinterher aus d«r Bergtour den Todessturz herbeigeführt. Als sein« Schwester im September 1926 unmittelbar nach dem Unfall mtt der Frau Treiber Oer Tod aus der Straße. Mehr Oisziplia im Berliner Großstadtverkehr. Zm Gesundheitshau» kr«u,b«rg sAm llr- bau 10/11), wo vor 14 Tagen die Ausstellung„Erste Hilf« und eebcasretlung"«röftnei ward«, begann am Frettag die Relhc der Vorträge über einlge Hauptsragen der Uafallbekämpsung. vr. Z o e l. Letter der ständigen sozial- hygienischen Ausstellung im GesundheUvhaus. wie» in ein- leitenden Worten auf den Zweck de» Gesundhettshaujes hin. da»«ine Stätte der Belehrung sein und mit den hier oc» anstalleteu Ausstellungen wie»in mahnende» Gewissen wirken will. Dann sprach Dx. W«Inert über t*«„Tod auf d«r Straße", aus den Erfahrungen schöpfend, die er als Arzt auf seinem Arbeitsgebiet der Unfaklhettung gesammelt hat- Im großstädtische» Verkehrswesen sind heut«, tagte er. die Unfälle so hättsig, daß man, von Hous« weggehend, sich in Gefahren begibt, Mi« früher«twa bei einer Reise nach Rußland. Der Segen. den die Technik uns bringt, kann bei Mangel an Aufmerksamkeit zum Unsegen werden. Längst eignet sich die Straße nicht mehr zum Spazierengehen, aber auch den Berufstätigen, der über die Strotze geht, bedrohen schwere Gefahren. Di« Gefährdung der Schwächlichen und Kränklichen ist so groß, daß man fast für sie ein schutzheischendes Kennzeichen vorschlagen möchte, wie es für die Blinden bereits ein- geführt ist. Auch hie Gesunden und Kräftigen sind au den Unfällen in erheblicher Zahl beteiligt. Wie oft führt eigene Schuld die Ge- fahr herbei, durch Unkenntnis, durch Lässigkeit, ja durch Leichtsinn! Weinest erörtert« einzelne Unfall- und Todes- arte». Er riet dringend, auch bei anscheinend leichten Unfällen so- sost ein«» Arzt zu befragen oder«in Krankenhau» auszusuchen. Es kommt zum Beispiel hei gering scheinenden Schädelverletzungen nlchr selten vor, daß Bluterguß in» Gehirn zum Tode sühst. Zur Abwehr der Unsallgesahven kann man natürlich nicht für jeden, der die Straße betritt, einen Wächter aufstellen. Wir müssen uns zur Achtsamkeit erziehen, durch die wir selber uns schütze». Aber wir müssen auch Rücksicht üben gegen ander«, die wir nicht in Gefahr bringen dürfen. Die arg« Disziplinlosigkeit tm Perkehr,«esen, die man noch j» weiten Kreisen der Bevölkerung immer wieder beobachten kann, muß aufhören. Dr. Weinest unterstützte fein« Ausführungen durch lehrrekchc Lichtbilder nach Zeichnungen, die größtenteils auch in der Aus- stellung zu sehen sind. Den Besuch der Ausstellung„Erste Hilf« und Lebensrsttung", die an Wochentagen- von 4 bis 9 llhr Und an Sonntagen von 10 his 2 Uhr zu unentgeltlichem Eintritt geöffnet ist, saN« niemand versäumen. Graf Joseph Kwilcrki geftorbr«. Aus Posen kommt die Nachricht, daß aus Wroblewo der Majoratsherr Graf Joseph K w i l e ck i gestorben ist. Sein Tod ruft die Erinnerung an«inen Prozeß wach, der in der Vorkriegszeit das größte Zkussehen erregte. Die Mutter de» setzt Lerstorbenen. Gattin des Inhabers eines Majorates, das nur an die männ- lichen Agnaten weitergmg. wollte, als sie annähernd 60 Jahre alt war,«inen Sohn geboren haben. Die Nebenlinie, die. bis dieser Sohn in Erscheinung trat, Haupte rbberechligt war. zieh die Gräfin der Kindcsuaterschiebung, und es kam zu«in«n Standalprozeß, m dessen Verlauf Intlmitäten. die man sonst streng geheim hält, ans Licht gezerrt wurden. Die Gräfin wurde freigesprochen, der klein« Ioseph wurde anerkannt Jetzt ist er als Majoratsherr gestorben. Er ward nur SI Iah« alt Zeppelinpassagiere für Amerika. Orei Oollarmillionäre. Das Luftschiff„Graf Zeppeün" wird auaeobkckllch in Friedrichs- HÄon mit Brenngasen aeinlu. Der Bormt ist noch dadurch oerstärkt worden, daß der Luslichisibau bei einer Fabrik in Augsburg Er- oimzungsmengen bestellt hat. Di« Umäirdenmgsarbeiten an de" Aufenthaltsiäumen der Besatzung stich noch nicht abgeschlossen- Dr. Eckener hat bereit« d»e nächste Werkstättensahrt für Montag angesetzt Sie wird wahrscheinlich nachmittag stattfinden und hat den Zweck, vor allen Dingen die Peibmgsoersuch« zu Ende zu führen. Für M i t t w a ch ist dos Schffs dann klar für di« Amerikasah rt Für die Montagsfahst hat sich der preußische Innenminister Genosse Grzesinsti angemeldet Wie hier v«r- lautet ist es möglich, daß er als Vertreter des Reichsrats an der Amerika fahrt teilnlmmt Man rechnet machungen bestehen mtt dem Textillnduststellen vr. Rodest R e t n« r aus Weehawten bei New Aork, der sich augenblicklich in Heidelberg aufhält, und dem Privatier Frederik Ailfillan. der ebenfalls Amerikaner ist und in Luzern lebt Ob der bekannte Millionär W. B. Leeds mitsähst, ist noch fraglich, weil«r krank ist: vor- läufig wird sein Platz sedensalls offen gehatten. Auch Graf Branden- slein-Zeppelin, der Schwiegersohn de» Grafen Zeppelin, wird ort der Amerikafahst teilnehmen._ Selbstanschluß:„Obsrspree"»„Grünau". InderNachtzum 14. Oktober wirb die neu« Fernsprech- Vermittlungsstelle für Selbftan schlußbetrieb Oberspree eröffnet. Ihr werden diejenigen Teilnehmer der alten vornüttlungsstelle Ober- schöneweide zugeteilt die in Berlin-Daums chuleneveg. Berlin- Johannisthal uns Berlin-Niederschönetveide wohnen. In derselben Nacht wirb auch die Fernsprechvermittlungsstelle Grünau unter Beibehaltung ihres Nomens vom Handbetrieb aus den Selbst' anschluhbetrieb umgestellt Die Teilnehmer von Obersprck und Grünau werden in der Lage sein, durch Drehen der Nummern- scheibe ihres Apparats alle anderen Selbftanschwßteilnehmer unmittelbar zu wählen. Sie erreichen einen Teilnehmer, der an eink Vermittlungsstelle ohne Selbstanschluhbetrieb angeschlossen ist, durlb Wählen des Rufzeichens der in Frage kommenden Vermittlungsstelle und.durch Ansage der Nummer an die sich meldend« Beamtin. noch Dresden zuruckgekehst sei. fei sie immer wieder zur Post ge» gangen voll unruhiger Erwartung des Telegramms, das laut Der- «inbarung eintreffen sollte. Ob Träger selbst oder ab jemand anders, dem er all das wettere erzählt hat die Staatsanwaltschaft alarmieste, mag dahingestellt bleiben. Jedenfalls verfehlt diese Erzählung, mtt vielen Einzelheiten gespickt, bei der große» Eicherhett, mit der der Zeuge sie vorträgt m-A ihren Eindruck aus das Gericht Mtt Spannung wird die Aussage der Annemarie Hoyer entgegengenommen, die ober weniger utteressant ist, als man hätte annehmen können. Im entscheidenden Punkt zeugt sie zugunsten des Angeklagten, von ihrem Ler weigerungsrecht als Verlobte Treibers macht sie keinen Gebrauch. Sie bestreitet mtt aller Entschieden- bett, daß je bei Lebenszett der Frau Treiber von einer Scheidung die Rede gewesen sei. Im übrigen ersähst man von ihr, wie sie Treiber im Jahre 1925 kennen gelernt hat, mtt ihr Spaziergänge unternahm, si« unterstützt«, als sie stellungslos würbe, wie er dann, vierzehn Tage nach dem Tode der Frau, bei derselben Wirtin Zimmer mietete, bei der sie wohnte. Als sie am 16. September zurückkehrte und von Treiber keinen posllogernden Brief vorfand, rief sie ihn durch einen Crkennungspfiff aus der Wohnung heraus. Unangemeldet habe sie gemahnt, well die Krimi nalunterfuchung im Gange gewesen sei. Nach wetteren Zeugenvernehmungen erklärten die medizinischen Sachverständigen Dr. Opp« und Dr. Ha da im. daß die blauen Flecken im Gesicht der Toten einfach Totenfleckc gewesen wären. Die Beweisaufnahme war erschöpft Nach einer anderthalb- stündigen Paus««rgrift der Staatsanwalt das Wost zu seinem Plädoyer. Er scheidest in aller Ausführlichkeit die vorliegenden Indizien und hält die Anklag« aus Word aufrecht Di« Detteidiger gehen chrersett» Judiz aus Indiz durch und versuchen den Nachweis zu erbringen, daß Treiber aus Grund des vorliegenden Materials nicht veru stellt werden könne. Das Gericht fällte dann nach längerer Beratung da« frei» sprechend« Urteil. MM» Qrsurot Inlett Köperstout VIsuIvIcl Inlett Echt türkisch»rot Echt türkisch rot ni«„rniaa Ftd.r. ,'«*•"Ol tOiklsch-rof»!! IndirilhrM. licht-, luft- o. wacoh- 8 SVartar,, mit gem. Ententeiiam achl,«. welch. chinu. Cntenleden WumJ Graue Federn 95 n Weiße Federn» 2.30 WeiBeHalbdaunen5.60i Sdilelßfedern Oberbetten 7.40 Unterbetten 6.20 Kissen 2.69 Bett-Inlette in allen Falben. OröBte Auswahl. 28.75 22.95 8.70 35.65 29.00 10.75 mit ohlnosrschM irilCtl Haibdaun«* 42.75 36.70 14.60 InettsrrJ�; »W-Mi, a reiche. Srscheinen wrrd gebeten und Fnaktionärtatte mitbringe». s m ...,| S. Kreil Friedrichsdain Mittwoch, 10. Oktober, Iti'H Ubr. B«,lrksversamm. Iura!m Gtaotverr.rdnetenntzungssaal de- Rathaus'«. Einla£.tarlen ab w/i lior beim Gen. Fischer, Eingang Spandauer Strafte. Regen Besuch erwarwt die Fraktion. «. Preis Kreutberg. Zlommunale«ommlssse». Donnerstag, U. Ottober. Iii Uhr. im Gesunbbeitsbau,. Arn Urban, Borirag der Genossen Dr. Frans Mener und Slailotji Dr. Bejach. Anschlieftend Besichtigung der Unfall. ousit�Huna. � Itrei. Ebarlottenbuta. Die jungen P-rteigenoffen Ebarwtienburgr ttefsen » Uhr, im Jugendheim, Rossnenstt. 4. Botttag. Aus. MiO Uhr, erweiterte Vorstands. ssch jeden Montag, ll-rnche. 7. Ktcl» kharlottenbnrg. Am Dienstag, sstzung. Rathau». Zimmer l._....._ 9 Seei.«ilmersdors. Dienstag. 9. Oktober, 20 Uhr. bei e-chraaun. Sahen. wllerndamm?, Sitzung des engeren Äreisvorstande» mit dem gesamten Vi-dunasaueichuft.. 1«. Kreis Renkkll». Kreisfunktioniroersarnmiuna am Riontag. S. Oktober, Ivid Uhr. in der Aula der Snaben.MittelschuIe, Donaustr. 119. Referat de» Genossen Dr. Paul Hertz. M. d. R.. über„Finangpolitische Probleme der Gegenwart".. u. Kreis Treptow. Montag, 8. ONober, um 30 Uhr in RiederschSneweidr. Berliner Sit. SS, Kreisnorstandssstzunq mit den Abteilungsleitcrn. 19.«reia Köpeniö. Dienstag. 9. Oktober, 1«� Uhr.»tchtige Krelsssestand«. sshnng, Köpenick. Schloftstr. 971, mit sämtlichen Bbteiinngoleitern. Bis Dienstag mtissen die Genossen, die während des Sozialistengesetze» fllr die Partei tätig roaren, gemeldet werden.._.. 17. Krci, Lichtenbeeg. Montag. 8. Oktober. 18 Uhr. Funklionarsttzu», l« Arbeii-amt, Schreiberbauer Strafte. 19. Kreis Pnnka». Montag. 8. Oltober. 19U, Übe, bei»eyer. luelische» Zelt. Pankow. Breite«te. 14, Krei-delegieerennerl-mmlnng. 2*. Kreis Reinickendoef. Montag. 8. Oktober, 19 Uhr, im großen Sitzung». (aal bes Rathauses ,u Wittenau. Sitzung de, erweiterten Kreisvorstande». Heule. Sonnlag. 7. Oktober: 39. Abi. 14 Ahe I»»tittner, ZeflsSIen,«chwedtee Sie. O, B-nnrr. weihe, oeebnnde» mit«inee ckdenng der Paeteijnbilnee. Asse»enrNinne« und Senoffen find mit ihre»«ng, hieige» herzlich« eingeladen. 91.«dt. Renköll». Ausflug nach Selchow. IteffpunK: mittags, IKj Uhr. Kleinbahnhoi Hermannswnfte. In Selchow««meinsamer Umzug mit dem Reichsbanner.,.... 93. Abt. Renk»»». Sie Mitglieder der Abteilung«erden«rsuchi.«ch techl zahlreich an der Internaiionalen Kundgebung der TAI. im stödtllche« Soalbau, Bergstrafte, heute oormittag 11 Uhr, zu beteiligen.-- Sienstag, ». Ottober, A Uhr, bei Wolti. Kaiser.Friedrich.Str. 17», Ecke Rosegger. strafte. Adteilungs.Funttionärsstzung. bei der kein Funktionär fehlen dari. Die Bezirksillhrcr laden ein.. 139. Abt. Reinickendori-Ost. Dir Parteigenossen werden gebeten, ihre Kinder zu dem UNI 15M Uhr stätfrndenden Lichtbildervortrag»Peter Soll (Baracke, Lindauer Strafte) zu schicken. Eintritt 10 Pf. de« Reu. 17. Abt. 1».«it. 1».«dt. 24. Abt. Morgen. Monkag. S. Oktober: 1. Abt. 19(4 Udr bei Spiegel, Ackerstr. 1, wichtige Funktionarsttzung. 7. Abt. istu: Uhr bei Bärwalde, Schleaelstr. 9, Funktionärsstzung mit Elternbeiräten. Bvrtrag:„Die weltliche Schule. Referrni Rektor mann. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. 14. Abt. 20 Uhr bei Lapritzen, Putbusser Str. 11, Funktionärsstzung. Ii. Abt. 19(4 Uhr bei Obligo, Slralsunder Str. 11, Sitzung sämtlicher Funktionäre mit den Betrtedsvertrauensleuten. 19. Abt. Igth Uhr bei Karl Kinzel, Uledomftr. 22, Funktionärsstzung. 19'� Uhr bei Dose, Nordhasen«, Funktionärsstzung. 19r.j Uhr bei Müller, Uferstr. 12, Funitionärsstzung. 1S(: Uhr bei Schrepel, Grünthaler Strafte. Funktionärsstzung. . 20 Ubr bei Pose, Koloniestr. ist, Funktionärsstzung. 91. Abt. 19(4 Uhr in der Äekchöktssteve, Utrechter Str 21, Funktionärsstzung. 22. Abt. 19(4 Uhr bei Boß, Bniwerpener Str. 0, Funktionärsstzung 24. Abt. Pünktlich 20 Übt wichtige Funktirnärssftung bei Rösner, Immanuel. kirchstr. 24. Alle Fnntiionäre müssen erscheinen. 28. Abt. I9>4 Ubr bei Büttner. Schwedter Str. 28, Funktivnärsitzung. Er» fcheinen dringend erforderlich. 89. Abt. 19 Uhr bei Pohst, Lnchener Strafte, Ecke Siargarder Strafte, Funk» tionärsstzung. Z2. Abt. Die Kinder der Genossen beteiligen ssch restlos an der Einäscherung des aus der Kinderfreundegrupve„Paul Singer" verstorbenen Kindes de« Genossen Böckcr. Treffpunkt der Kinder um 10 Ii Uhr Küstriner Platz, an der Normaluhr. Einäscherung um llth Ubr im Krematorium Gerichtstrafte. Sie Genossen werden gebeten, ssch ebenfalls rege daran zu beteiligen. Treffpunkt wie bei den Kindern. 89. Abt. 19(4 Uhr in der Juristischen Sprechftunbc. Lindenstr. Z. wichtige Funktionärsstzung. 41. Abt. 20 Uhr im Lokal Lipfcrt. Marirnborfer Str.«i. Sitzung sämtlicher »nktionnre. Wichtige Tagesordnung. 19(4 Uhr bei Wiersdorf, Urbanstr. 8, Funktionärsstzung. Sämtliche Zeder Bezirk 42. Abt. M Bezirke müssen vertreten fein. 48. Abt. 19(4 Uhr bei Bruhn, Gräfestr. 49, Funktionärsstzung. muß vertreten sein. 44. Abt. 19(- Uhr bei Ewald. Skalitzer Str. 13«, Funktionärs, t-ung 4«. Abt. 19(4 Ubr bei Prstschkc. Reichenberger Äraße. Ecke Rotiborftrafte, Sitzung sämtlicher Funktionäre. Maierialousgabe. 49. Abi. KtV, Uhr bei Eichhol,, Euorpstr. 3g, Funktionärsitzung. Alle Ge. nassen müssen«ollzohlig erscheinen. 47. Abt. 19(4 Uhr bei Krause, Mariannenvlatz 22, wichtige Funktionärsstzung. Alle Bezirke müssen erlchwnen. Ehnrloiteubnrg..82. Abt. 20 Udr bei Bade. Kaiseitin,Augusta,Allee Z2, Funktionärsstzung.— 55. Abt. 20 Uhr bei Lux, Huttenstr. 38. Abteiturigsvor. standssstzung. W. Abt. Nen'ölln. 19(4 Uhr bei Teich. Knesebeckstr. IstS. Fuiikttonärsstzung. 14l. Abt. Rosentbal und Zliedeeschönhanlen.Weft. 19,4 Uhr bei Frische. Nieder. strafte, Funktionärsstzung. Erscheinen ist Pflicht. Dievekag. 9. Oktober: 8. Funktionärsstzung. 8 Uhr Funktionärversammlung bei Rickert, Steinmetzstr. 3«, ....—— ifii—— er me ■nejH jiti MU8 vertreten lern. 27. Abt. 19(4 Uhr bei Ree», Sonnenburge: Str. l, wichtige Funktionärsstzung. 8. Abt. 18. Abt. 1». Abt. 28. Abt 19(4 llhr bei Sandow, Flensburaer Str. 8, Funktionärsstzung. 19(4 Uhr bei Deicheri, Lübecker Str.'~" M «4- hei« M�M�Wtzuno» tri mutz»ertreten sein. 19(4 Uhr bei Grunwaldt, Kameruner Str. 19, itndet umständehalber näi'"...- r-——- die Funklionärsstzung stall. Erscheinen unbedingt erforderlich. Jeder Be 81. Abt. 19(4 Uhr bei Soldschmidt. Stolpische Str. 8«. wichtige Funktionär. 42. sitzun«. Abt. 19'4 Uhr bei Sehaak, Willibald-Alerir______, W betteewohlfahrt. Bortraq:„Gcsanaenenfürsorge und soziale Gerichtsbilfe". Uhr bei Kulka, Lauen burger Str. 39. Abteilung», 19>4 Uhr bei Sebaak, Willibald.Aleris.Sirafte st. Sitzung sie Gern der Ar. 99. Abt. Wilmersdorf. 20___________ Versammlung. Bortrag:„Ardeiterdank und Sozialismus". Reierrnl Gen. Klingelhäfer. Erscheinen aller Genossinnen und Genossen erbeten. 9». Abt. Tempelhof. 20 Uhr Zahlabrnd für den 2. und st Bezirk im Lokal Pomniering, Berliner Steage, Ecke Blttoriastrofte. Bortrag:.Etatsbera» tung". Referent Otto Buraemeisser. 94. Abt. Renköll». 19(4 Uhe bei Schröder, Steinmetzstr. 52. Funktionärfitzun«. Erscheinen unbedingte Pflicht. III. Abt. Brhnrbaes. 30 Uhr bei Seimann. Waltersborker Str. 100. Vorstands. sstzung. 4M. Abt. Reinickenborf vst 30 Uhr pünktlich in her Lindower Strafte wichtige Funktionärsstzung. Erscheinen unbedingt erforderlich. 187.«dt. Reinickendoei.West. 30 Uhr im Bolkshau», Schorn weberstr. III, wichtige Funktionärsstzung. Mittwoch, l0. Oktober: 198. Abt. Alpenick. Sie Bezirksfvhrer werden gebeten, bestimmt zu den Zahl» adenden am Mittwoch einzuladen. 189. Abt. Reinickendoef.vft. Sie Bezirksführer werbe» dringend gebeten, be. stimmt zu den gahlabenden am Mittwoch einzuladen. a 99. Abt. Beitz.Bncko«. Bezirk«eoft.sieblunq. Achtung, Gehan.Rendnn.»A. dowee Allee. Alle»eueingezooenea venossinneu und Gen offen melden ssch de, Aenokb. Siedlung. Frih.Reuiee Alee 14. II Te.- weltliche Schule! Anmeldnngeu bzw. Ummelbunge» find fotoet»n folgenden Stelle»»or. ,»nehmen. Kirchmoier. Fritz-Renter.AIee U. pte.: Lemke" � Antzeedem leben Sonireertni '» Vre Halle am Huieisc», Fr Lininqftr. it. no» 17— 28 llhr in der Schnlenskunitstele, Neuter AIrr 49. 5rauenveranstalwngen. Achtvng, Gcnosfl»»««? Wir weisen noch einmal darauf hin, daß der Bezirlefrauento� nicht am 7., sondern am 14. Oktober, vormittags 1» Uhr. im ehemallgen Serrenhaus. Leipziger Str. stattfindet. 13.«rei- Temvelbof. Montag.?. Oktober. Uhr. bei Mendorf. Marien- dorr. Chaussee str. 13,??unktionärinnenstkung. Alle Abteilungen müssen vertreten sein. Mcntag, 8. Oktober, 18 Uhr, Dknktionärinnmsthung bei RichneU«, Deckstr. 38. 2?repven. 41.?bt. Montag. 8. Oktober, 13% Uhr, bei Adam, GLrlitzer,en. 128s«br.«anlsdorf.Süd. Dienstag. 3. Oktober. 13»4.Uhr, im.ISge�beim" sirauenabend. Vortrag der Genossin Helene Michaelis über:„Die fftcku JJL-. tn der Crtrrrbiarbett.4' VollZähliges Erscheinen wird erlvartet. Ä Montag. 8. Oktober. 23 Ubr, bei Poblmann. Langhans-. Ecke Goetgestraße, Bortrag, des Genossen Wilbelm Miethke, Uber:„Das Eoziallstengeseb." Alle Genossinnen, besonders die grauen der Genossen, sind diesem Bortrag herzlich eingeladen. IZSs Abt. regel..�rete Scholl��. Montag. 8. Oktober. 20 Ubr. im Schölte». krug. Bortrag der Genossin Margarete Schenkalowsky über:„Eheeeform.� Keine Genossin darf feblen! Gäste können mit eingefübrt werden. Bezirksausschuh für Arbeiterwohlfahrt. 1. Krei» Mitte. Die Abteilungsleiterinnon der Ardeiterwohliahrt lreiiett sich Dienstoo, 9. Oktober, um 19 Uhr, vor dem Einuanq der Ausstellten« -Beeutsfrouen— Hausfrauen"'" Ä"'''°~" 2. Kreis Tierpaetr». in den GeiamtrSuwen des Foolog. Garten». Freita«. 12. Oktober, 1944 Uhr. im..Rationalhvf". Büldwlir. 87, Fortsetzung der Arbeitsgemeinschaft. Bortrag der Genossin Thea Sirschfeld Uber:»Sir Zusammenarbeit de» Arbeitsministeriums mit dem Wohlfobrtsmtnisterlum." Um zahlreiche Beteiligung wird uebete». Alle in der Arbeilerwohltahrt tätigen GenoMnnen und Genossen find de- sonder» eingeladen. 4. Krei, Pre», inner Vre«. Monlng, 9. Ottober,«efichttgang tn niutupe- cniebanimanftai« K» n r, d» h« h e. Zrestnnntt: 18.1» Uht Do Strohe(Bezirtnamtj. Für Rachgügler»m IS Uhr Konrabohöhe 7. Krei, Ehnrlottendorp. Freitag, 12. Ottober, 19(4 Uhr. Bortrag de» Genossen Schwarz kReichsdnnd der Kriegsbeschädigten) über:..Die Stellung bor öffentlichen zue freien Wohlfahrtspflege." Der Bersommlanqsort Mittwoch im..Vorwärts" bekanntgegeben. «ir» Arbeitsgemeiufchafl der Sinderfreuade. «'»».«erttn. Acht»»«!«» Feettag. 12. vktotee. teetie» ssch nie Fell. teUnehmer zue Fortietzung der«»»spräche über da» Lager.— A««ttt»sch. 17. Oktober, Selsrrsttzun«. Bericht von der Reichokonfeee»,»nb Anstpenche über die ffiinterarbett.— Ort»nb Seit der Snlammenkünfte«te»»och belnnnt- gegeben. Gruppe Südost. Rontaa, 8. Oktober, Fahrt nach den Gaseuer Berne». Treffpunkt früh 8(4 Uhr, SorUtzer Bhf. Mitzubringen ist: Secke, Sftnapt und 49« Grdsser die Auswahl Löffel unkr»i» Stealik Treffen int Keim Alkrecht ftr.<7, Dienöta«. 0. Oktaber,»an 17 bis>9 lllir. 90. Are,, Neinickendarf Alle Srlfcr de« tlreiles treffe» sich Mantan. 9. Ok- tader. Ulir. in Rei»ii Ubr: Basteln im linnenkneim Wilbelmsour.— Soirnnbeitk: tlinkervailversainfiilu»« der Jung» saitcn und Roten Talken nachm.!7 Ilbr. tteei» Ebarlattenburft. Montag. S. L'kiaber, 20 Ubr. Elternnersammlung im »cim, Rosinenllr. i. I. Änssorochc' 2. ttassenangeleqenbeitc»: ll. Pcrfchiedencs. Wir bitten alle Eltern und Ritglieder der itinderfreundc.»iinttlim t» er- scheinen.- Eiriippenabende: Iungsalkc» Dienstag 17 bis 19 Ubr: Rote Talt-M Rittwach 17.90 bis 19»! Ubr. Ailken Dienstag unk Treitag von 1Z bis 17 Ubr. iSemetnlome Abende der Jung» unk Roten Talke» Sonnabend oon 19 bis 19.20 Ubr. Zungsozialisten. Sruppc Ch«rlottenbnr«,. Montag. 8. Ottober. 20 Ul)r. im �ugendbeim. Roünenstr.-i. At'Ätvrache über die drei letzten Borträge.— Gruppe Wilmer«. dnrf. Montag, 8. Oktober. 3) Ubr, im Jugendheim. Wilhelmsaue l Ä.�'iarr'st l-'e Arbeitsgemeinschaft. Gäste Villkommen.— Gruppe Weitzeasee. Montag, 8. Ok- tober, 2t) Uhr, im Iugendheini, Parkstr. 88, Vortrag:„Wirtschaftsdemokratie.- Geburtslage, Zubiläen usw. 09. Abt. beute. Sonntag, begeben unsere«Senassei, Triebrich Stäche und Trau. Triekenstr. 23, kos Test der Silbernen Kochjleit. Wir»ratulieeen bert» lichb. Wir baffen, sie noch recht lang bei bester Sefundbeit in unseren Reiben »u finden. 97. Abt. Kalensee. Unser« beiden Ritglieder Rartba unk Rar A» t» n, Elchtnmp. Läechenwea It. begeben beute da« Test der Silbernen Sachreit. Die beerlichften tbiiiltwilnsche' Rige e» ibnen nach recht lange vergönnt sein, mit un, siir die Partei zu wirken. 79. Abt. Schanebera. Unlere« Senalse» Anqnft Rawminger und seiner Eattln die derrlichsien OälSitrrünsch« znr Sildaeueu Kachzeit. 0»»nalsc Ram- minger ist seit»ielc» Tab'«» ei» tüchtiger Rittampfer in der Partei. Unsere beste« Wünsdie gelten dem Jubelpaar. Wochenprograirnn des Berliner Rundfunks. Sterbetafel i>er Groß- Berliner parte«- Organisation 8onnts«. 7. tllitobei»: 8..?.?: 5tlmdeii.?Ic>ckeii8picI der pot�d�mer(Zsrnisontzirebe-?: �lnrec�nkeier. lv: �eberlraeung uus der alten Aurohp'ilc Koiscrdamm: Eröffnung der Inter- nationalen I.nftfahrta'ussrellunff. 11.15: Uchertr;fZ«jng aas dem Plenarsaal des ehemaligen Herrenhauses: feier des SOjähritzch Bestehens der Humboldt-Hochschule, 12.10: Konzert: 14: Die Abenteuer des Kapitün Funk, Für den Landwirt. OrRelkonzcrt 1": Teemusik. 1«: Zwischen Flbc und Weichsel. 10J0: Weltwirtschaftliche Zeitfragen- 20; Uebertragung Mannorsaal Zoo: Muslkfest des Bundes deutschet Komponisten. 22.30: Tanzmusik. 24; Huldigung für Franz Lehar anläßlich seines 25jährigen Komponisicn-iubiläums. Montag. 8. Oktober: 15.30: Der Sternhimmel im Monat Oktober. 16: Max Slevogt, der Zauberer. lti.30: Novellen. 17; Alte Musik. 18.10: Berlin im Licht. 18 30: Englisch för Anfänger. 11: Bilder auS#der deutschen Vergangenheit. 20.10: Ucbcrtragung aus dem Großen Schauspielhaus:..Casanova" von Johann Strauß. Dienstag, 9. Oktober: 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 16: Stunde mit Büchern. 16.30: Konzert- 17; Teemusik. 18.30; Technische Wochenplauderei. IV: Die Macht der Suggestion. 11.30: Die Prinzipien der modernen Physik. 20: Abenduntcr- haltung. 21: Musik der Gegenwart. 21.45; Maßstäbe des Wirtschaftslebens.' iMittwoch, 10. Oktober: 15.30; Frau und Kind'in der Ocffciitlichkeit, 16: Rheumatismus als Volkskrankheit. 16.30; Jugendbühne. 19: Rundschau für Blumen- und Gartenfreunde. 19.30: Sozialpolitische Umschau. 20: Abendunterhaltung. 21.30; Vortrag. Danach Tanzmusik.......•- Donnerstag. Ii. Oktober: 12.30; Die.-Viertelstunde für den Landwirt. 15.30: Arabische Dicht- und Theaterkunst der Gegenwart. 16: Das Fußballspiel als Frziehungsfaktor- 16 30: Franziska von Rcventlow und die München er BohSme. 17: Konzert. 18.30; Oute und schlechte Beleuchtung. 19; Mineralische Rohwaren. 19.30: Deutsche Aufgaben in der Welthandelsluftfahrt. 20: Sendespiele: Zauberoper von A. Lortzing. Danach Tanzmusik. „Undinc", romantisch« 30. Abt. Unsere Genossin Marie Meiner. Lychener Straße 132, ist ver. stürben. Ehre ihrem Andenken! Einäscherung am Dienstag, 0. Oktober, 16 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. Wir bitten um rege Beteiligung. 125. Abt. Weißensee. Unser Genosse Gustav S ch l e g e 1 ist am 1. Oktober verstorben. Ehre seinem Andenken! Einäscherung am Montag, 8. Oktober. H'v Uhr, im Krematorium, Gerichtstraße. Zahlreiche Beteiligung erwartet der Borstand. � Briefkasten der Redaktion. st 13. Pslichisonbiidungsslhule nicht, aber zur Weilerbilkuug in seinem Beruf wäre Schulbesuch j», empschle». ZSetlrrberichl der ossrntiichen wrtleldirnslsleUr Berlin und Umgegend. lNnchdruck ueiboleu.» Teils beiter, teils ivolli». tagsüber etwas lüblcr als bisbci. t!cichlc ivcüliche Winde.— Für veutfchland: �»i Südwesten einzeiue Ziegeiisälle, fonit vorwiegend trocken. Z5id- und Olldeulschiand weilerhin bciler. Rüsten Sie für den Winter! Reimien Sie vor dem langen Wintersäckaf Jbren Server nochmal» van allen Schlacke» und Unreiuigkeiten. und Tie werden die Aniechtang der lanaen Biiutermonaie bester übcrsteden. Srkkltnngdzustüude, die böse» Tolgeu nakkalle» Wetter«, können sich nicht in einem Nörvrr seltsetzen. der wider» ftand«sibi» ist. Rebme» Tic eine Aeitlang de» echten.Neichel» Wacholder- Srtrakt«larke Redic»'. Er stärkt die Sonstitntivu.kratt. bewirkt iebbasteren Stastwechsel. steigert die Aktivität der Libentsiinktioneu und bilst viele Nrankbriie» durch Andscheidung von schädliche» Ablagerungen und Säure» aq« dem vlntc Verbindern. Echt nur IN O r i a i u a liü l l UN g i n mit.Rarke Piedica". In Drvaerien und Avatbeken erdiltlich, sonst «ei OTTO REICHEL. BERLIN 43. iO.. EISEN BAHN. STRASSE 4. „Giebt" von Anton Wiidqans cignot. sich insofern für die Ilel'erlr�aung diiräf Rundfunk, nls die sichtbare» Bühncnvorgängc unwesentlich sind und alles auf den Dialog gestellt ist. Wenn beispielsweise iin letzten Akt die beiden Gatten mit schöner Ausdauer Berse sprechen, so wirkt diese Hebung auf der Bichne langweilig, da ab- solut nichts geschieht. Stärker ist dagegen der Eindruck im Rund- funk. Aber auf die Eignung für die Uebertragiing allein kommt es nicht an. Entscheidend bleibt, ob dos Drama dem modernen Menschen noch etwas gibt und das ist kaum der Fall, trotzdem erst zehn Jahre nach seiner Entstehung»ergangen sind. Man durch- schaut heute die geschwollene Rhetorik und die Sudermännisch ei«- gante Deklamation. Die Leute reden nur um den Kern der Sache herum. Am besten ist noch immer die reine Unterhaltung. Aisred Braun inszeniert-„Liebe" ganz mrs das realistische Drama hin mit tiefe» Gedankenpausen, Seufzern und ahnungsschwercn Betonungen. Mehr Strassnng wäre besser gewesen. Di« Worte brauchen nicht immer gedehnt gesprochen zu werden. Lina Lossen ist stark im Gefühl, vornehm und gütig Jlka Brüning, sehr kam- plizicrt reizbar und nervös Lothar M ü th e I. Leopold Lehmann macht in seinem Vortrag:„Wo werden Deutschlands Staatsoerträge aufbewahrt?" die Milleilung, di« Archive werden in nächster Zeit Dokumeitte veröffentlichen, aiis denen hervorgeht, datz die deutsche Wirtfchtisl in keiner Beziehung aus den Krieg vorbereitet war. F. S. Freitag. 1?. Oktober: 15 30: Die Fhe als Kampf«nd Schicksal- 16: Merkwürdigkeiten in der Tierwelt. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.30; Italienisch. 19: Die Binnenschiff- fehrt. 19.30: Neue Fntwicklungstendenzen in Wirtschaft and Gesellschaft. 20: Konzert. 20.30: Dialoge der Weltliteratur. Sonnabend. 13. Oktober: 16: Medizinisch-hygienische Plauderei» 16.30; Heiteres aus dem„Stiefkind der Grazien". 17; Unterhaltungsmusik. 18.30: Was moB der Laie von der Rcichsversicherungsordnung wissen? 19; Aus der Röstkammer der Gewerkschaften. 19.30: Friedensträume und Kricgswirkiichkcit. 20: Abcnduntcrhaltang, 21; Arthur Rimbaud. 21.30: Im Zukunftsland des Ostens. Danach Tanzmusik. Königswusterhausen. Sonntag. 7. Oktober: Ab 8 53: Uebertragung aus Berlin- 18: Buddha und Konfuzius. 18.30: Heilige Stätten der Menschheit. 19; Albert Schweitzer- 19.30: Die Schriften des Para- zelsus. Ab 20: Uebertragung aus Berlin, Montag, 8. Oktober: 16: Französisch(kulturkundlich-literarischc Stunde). 16.30: Der deutsche Bauernkrieg. 17: Uebertragung aus Berlin. 18; Drei erfolgreiche Bücher: Sanzara, Ponten. Werfe!. 18.30: Englisch für Anfänger- 18.55: Wissenschaftliche und wirtschaftliche Fragen des Saatcriwescns. 19.20; Wcrkmcisterlchrgans für Facharbeiter. Ab 20.10; Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 9. Oktober: 16; Wie kann die Mädchenschule das Elternhaus in ihre Arbeit hineinziehen, 16.30: Das deutsche Vaterlandsgefuhl und sein Ausdruck in der Dichtung. 17; Uebertragung aus Leipzig. 18: Dichterstunde. 18 30: Französisch für Anfänger. 18.55; Aus der Welt der nordischen Völker. Ab 20; Uebertragung aus Berlin. Mittwoch. 10. Oktober: 16; Wie kann die Mädchenschule das Elternhaus in ihre Arbeit hineinziehen. 16.30; Der Naturforscher und AerztckongreB in Hamburg. 17; Uebertragung äus Hamburg- 18; Reichsbankzinsfuß und Konjunktur. 18.30: Französisch für Fortgeschrittene- 18.55: Werkmcistcrlchrgang für Facharbeiter. 19.20: Einführung in das Verstehen von Musik. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Donnerstast. 11. Oktober: 16; Berufsberatung. 16.36; Was muß jeder Staatsbürger von der Staatsverwaltung wissen? 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Die wohlerworbenen Rechte. der Beamten. 18.30; Spanisch für Fortgeschrittene. 18J55: Herbstbchaudlung von Wiesen und Weiden. 19.20: Der Kaufmann und die Banken. 20-30: Der Tag eines Landrates. 21; Die deutschen Stämme. Ab 22; Uebertragung aus Berlin, Freitag. 12. Oktober: 16; Freie Kinderarbeit und ihre Bedeutung für die Erziehung zur KfassenJ gemeinschaft. 16.30: Einführung in das Verständnis des Dramas. 17: Uebcr- tragnng aus Leipzig. 18: Der deutsche Weinbau. 18.30: Englisch für Fortgeschrittene» 18.55; Werkmcistcrlchrgang für Facharbeiter. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte. Ab 20: Uebertragung aus Berlin, Sonnabend. 13. Oktober: 16: Aus dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht. 16.30; Die Net J regelung der Umzugs- und Reise kosten frage der Reichsbeamten. 17: Uebertragung aus Hamburg. 18: Die Demokratie des Alltäglichen. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Der Weg zu Bruckner. 19.20: Kunstlied und moderao Dichtung- 19.45: Uebertragung aus Leipzig. Ab 21: Uebertragung aus Berlin. ■S5« beseitigt Üblen Mundgeruch u. V* n lOrOaOnT HMch gefärbten Zahnbelog OiU unt die belle IfeppMcwolie. 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Renneberg, die mächtigen Basaltkegel. ragen wie Rorposten des Westerwald«» auf der Höhe, von Notscheid sieht man weit hinein in den Westerwald, zur Rechte» immer wieder das Rohbacher Häuptchen, weiter nordwärt» den Bertenaus? Kops. In ein paar Schritten ist man dann in Lettelschlotz. einem sauberen idyllisch gelegenen Dorf. Zwischen Saat«» und Wäldern geht's dann hinaus zum Hauptflecken des westlichen Westerwaldes. zum alten turkölnischen Asbach. Hoch weht über die Lande an der einstigen Opserstätte der„Äsen", der Germanengötter, die Lau- rentiustirche. ein schwerer romanischer Turm. Der Naturfreund bereut auch nicht eine Streife bis in den äutzerften Norden des Kreises, bis zur Hohen Stratze. der Köln-Frankfurter Landftratz« zwischen Uckerath und Kircheip, wo anno 1796 der blutig« Endkampf Zwischen Kaiserlichen und Franzosen auf roter Heide gejochten ward. Schön ist«in« Wanderung durch die Wälder, das einsame Mahr- �al hinab, wo hin und wieder ein« Mühle klappert, ein Forsthaus «inlt. bis hinab zu dem köstlichen Kloster Ehrenstein. Durch das "öere Niedtal. über Peterslahr, Burglahr und Oberlahr, alte«igen- artige Dörfer, bringt uns die Bahn ins Holzbachtal. in die Ober« Drofschaft Reuwied, ins Dierdorf«: Land. Dieser muntere fleißige Holzbach, der so flink ans den Tiefen de, Märkerwaldes hervorkommt, ist eine der schönsten Wanderungen bes Westerwaldes. Da ragt der Bergfried der Ruine Reichen- stein trugig auf dem Felsen, einst der Sitz der Herren von Reichen. stein, der Mittelpunkt einer kleinen reichsgröflichen Herrschaft. Da ist der Puderbach so betriebsam tätig, der Kaufplatz der weiten Um- llebung. Da rühmt sich Raubach einer 700iährigen Vergangenheit. Aber du mutzt auch seitwärts streifen, in die stillen Täler noch Nieder» Wormbach, die Wiesenmulden hinans. an fleihigen Mühlen vorbei, wanderst dann bis zum uralten Marktplatz Steine!, wo die mächtigen Eichen noch immer reges Marktgetriebe beschatten, streifst mit den 'Li lückerinnen in die„Worbelsheck". bis in die Sutzerfte Nordostecke de» Kreises Neuwied pilgerst dann de» Dreiserboch hinab, von Ober» dreis. wo dir eine zierliche Barockkirche gefällt, durch ein freund- stches Wiefentol. das dir klappernde Mühlen und die sauberen Dorsch«» Dendert. Hilgert. Woldert. Niederdreis zeigt. Em Ab». üecher nach Kurtscheid mit seiner Fernsicht, dann sind wir im Luft- knrort Rangsdorf. Hier hat man olles, was man will. Stille Wanderungen in den rauschenden Wäldern, eine prächtige Herbstsicht, die Ruh« und wohltuende Schönheit einer herrlichen Natur. Schwere Bluttat iu Schlesien. Em Sellermeister niedergefchoffev. Ed» schwer«,» Aerbreche» wurde in eauban verübt und bald danach entdeckt. Zu setner Vnhnnng Am Stärkt 10 wurde der Scttenn eistet Hieronymus hanak erschossen ausgefunden. Der T Z t e r ist«in etwa Z5 bis 4V Jahr« alter Wann von 'tarkem Wuchs und mit blondem Schnurrbart. Er trug eine« aus- gewaschenen Manchefteran�ug und eine Klappmütze und hatte«ine» starken Hondstock bei sich. Zeugen hatten ihn gesehen, als er das Geschäft dez Meister» betrat. Die Tat ist mit«nem Sleiakalüier- tevvlver ausgeführt worden. Der Mörder brach mit einer Kohlen» 'cha u sel. die er im Laden fand,«inen Schrank aus und entwendet« "us ihm«in« Kassette mit dreißig Mark. Mitteilungen über das Auftreten dieses Mannes nimmt für Berlin die Mordinspektion A im Polizeipräsidium entgegen. Million«« geerbt! Au» Teterow(Freistaat Mecklenburg-Schwerin) meldet man? «an dem Gute Rothspalk bei Langhagen wird berichtet, daß 'in dort arbeitende» Schnitter ehepaor au» Amerika die Räch- kicht erhalten hat, daß»» die riesig« Srbschast»»»?! Millin» "an Goldmark gemacht habe. Der inzwischen verswrben« Bruder de» Schnitters, der vor vielen Jahren nach Amerika aus» llewaudsrt und dort reich geworden war, hat sein Dermöge» dem Druder in Rothspalk vermacht. .......—■■■■.......... Heute Eröffnung der„Ila". Di« mSla". die Inlrrnallonal« Lustsahrtousstelluag. wird heut« vormittag um 10 Uhr«öffnet. Gester» fand ein« varbesichllgung durch di« Dress« statt. Direktor Dr. Schick begrüßte die Erschieoeueo. Den Ansprachen der Herren Dr. hvth und Direktor Merkel folgte «in Rundgang durch die eindrucksvolle Schau. Erster Rundgang. Den Besucher grützen beim Betreten der Halle 1 in einem Ehr«nhos zur Rechten und zur Linken Büsten der Luftfahrtpioniere Lilienthal und Zepvelin. Dahinter breitet sich in klarer harmonischer Gliederung die Schau der deutschen Flug- zeug«. Motor,» und Zubehör liefernden Werk«. Zunächst findet man im Mittelschiss der Halle als ersten Stand eine Ausstellung mehrerer Flugmowrenfirmen. Dann folgen die Stände der Flugzeugwerke. Man hat wegen der zrotzeu Ei darauf verzichten müssen, i» der Mittelpromenad« vorzusehen. Es. rechten Teste dieser großen Ausstellungsstände je ein Wandelgang vorbei. Dem Besucher bietet sich in geschlossener Form die vor- schiedensten Typen der Leicht-, Klein- und Sportslug, zeug«. Der nächst« Stand zeigt ausgesprochene Sport und Ber- kehrssiuyzeuge. hier herrschen Albatros. Dornier. Rohrbach und Junker», die ihr« Großmaschinen ausgestellt haben. Umrahmt wird diese arohe Schau der betriebssertigen Flugzeuge durch Aus- stellungen der Ausrüstungen uno Zubehör liefernden Firmen. Di« Halle I gibt demnach ein geschlossenes und Übersicht- liche» Bild von dem gegenwärtigen Stand der deutschen Luftfahrt, Industrie. Im Erdgeschoß der danebenliegenden, noch größeren halle II gibt sich da» Ausland «in Stelldichein. Nicht weniger als 1# Staaten sind nertreten. 2üe englische Industrie zeigt neben den typen. Motoren, lust- und was heute so beliebten liiftgekühlten bei denen die luftgekühlten Zylinder hintereinander angeordnet sind. Im Brennpunkt des Interesse» der Flugzeugkonstrukteure dürfte das havikland Moth Flugzeug, da» mit automatischen Spaltflügeln ausgerüstet ist, stehen. Auf dem Stand wird «in Modell gezeigt, welches die Wirkungsweise dieser Spaltflügel auch Laien verständlich macht. Aber auch Frankreich. Italien und die Tschechoslowakei bringen zahlreiche neue Flugmowrenkonstruktionen: Italien den erst kurzlich fertig- gestellten lOOO-k'Si.Fiatmotor. Rußland zeigt neben sehr sauber ausgejührten und konstruktiv nicht uninteressanten Flugzeuge» den ersten brauchbaren Motorschlitten d«r Welt. ber. auf drei Suse« rnhwid. wie der Rumpf«in«» Seinen Perkehrsflug. zeugs aussieht. Der Bartrteb erfolgt mittel» einer Luftschraube, di« durch eine» luftgekühlten kleinen Flugzeugmotor angetrieben wird. Aber auch Belgien. Holland, die Sefcweiz, USA. die nordischen Staaten. Griechenland und S p o n' e n u. a. sind repräsentativ vertreten. Das Ausland bc- schränkt sich nickt nur daraus, komplette Flugzeuge oder Motoren zu zeigen, auch Orgo n iso t i« o s m i t tel, Versuchsein- r i ch t u n g« n usw. sind ausgestellt. Auf dem einzigen deutschen Stand im Erdgeschoß dieser Halle hat� die Deutsch« Verkehrsonstost für L u s t s a h r t ein fö•• Vnz___ s.;_____■___ r___" r.. Geschichte de, Oufifahrwesens. Neben einer historischen Gruppe, die u. o. die ältesten Modelle van Lilienthal, Wright usw. zeigt, legen die verschiedensten Forschungs- inftstute: Göstinaen. Acuhen. Breslau. Berlin, m gesonderten Abtei- lungen dar. welche Wege die missenschastlichc Erkenntnis bis heute gegangen ist. Die Bedeutung des Lustbildwesens für die Herstellung von Landkarten wird veranschaulicht durch Ausstellungen zahlreicher Institute, die auf dem Gebiet seit Jahren erfolgreich arbeiten. Auf d.>n zwischen den h a l l e n I I und l 1 1 liegenden Freigelände haben Beleuchtungssirmezi Anlagen sür die Bodcnorgoni- Kation und Kenntlichmachung von Flughäsen errichtet. Wie der Straßenbau für de» Aulomobüoerkebr eine Notwendigkeit ersten Ranges geworden ist, so bedeuten die Befeuerung der Flughäfen und Kenntlichmachung der Strecke» das A und O sür den Nochtsluq. verkehr. Die Halle III enthält enthält dl« Schau des gesamt«» Duftverkehrs. ..r** i„ VIJ J V.U Ii iiujC j i vim �ighäfen, ferner Stände von Industriefirman, die Instrumente für die Aerologie und Meteorologie liefern, auch Schemwerfer, Tank- anlagen. Rauchösen usw. find vertrete». Den Abschluß bildet die Auestellung der Deutschen Lufthansa, die ein oll- •«meines Bild ihrer Gesamtorpanksation mit den entsprechenden Erläuterungen entrolle» wird. Die letzt« Halle IV. dos alte Haus der Funkindustrie, ist zur I l a- F e st h o ll e umgewandelt, die in besonders würdigem architektonischen Rahmen sür die großen reprä- sentaliven Veranstaltungen der Schau in ihrem Erdgeschoß eine Sonderschau ..»uuft und Humor la der Lustfahrl- bringt und während der ganze» Dauer der Ausstellung durch„IIa- Feste im Funkhaus' dem Ausstellungsbesucher eine angenehme Er- holungsmöglichkeit sichert. Eafino-Iheak«: Stöpsel. Die Odyssee vom lebensfrohen Pro- »inzonkelchen. der. fern der traute» Gattin, in die ringgeschmückten. parfümgeschwängerten Krallen des ewig-geldhungrigen Amüsier- weibchen» gerat, ist nicht gerade neu. Trotzdem üben die oft er, probten komischen Situationen immer wieder ihre Wirkung auf da» Zwerchfell aus. Der fröhlich« Schwant aus der Feder von und Dach, der seine Erstausführung oor einigen Jahren w» Neue» Theater am Zoo mit Thielscher in der Hauptrolle, erlebte. .zahlreichen, beftgelaunten Ewald gister mimte de» ovo»< feiert am Rosenthaler Tor oor emem Publikum seine iröhlicho Auferstehung. Stöpsel, mst trautes Ehe, und nicht zuletzt le gefährlich« Circ« Ossy(Frida Waller) sorgten dafür, daß die Locher aus ihre Rechnung kamen. Etwas weniger auf der Bühne mär« ja manchmal mehr gewesen, aber schließlich_ der Effekt ent. scheidet, vorher lies ein kurzer artistischer Teil, in dem gut getanzt und nett bayerisch geblödelt wurde. Plahkonzerl tu der Großsiedlung. Am Sonntag, dem 7. Oktober (heute), findet vom Reichsbanner in der Großsiedlung Fischtalgrund in Zehlendorf«in Werbeumzug mit anschließendem Pias kvnzert statt. Der Zug beginnt um 2 Uhr am Bahnhos Zehlendoi Mist« und trifft um etwa 2Vb Uhr in der Siedlung«in. •(WW araeer- : mar � � VcloDflnc-Klcld bester Qualität, mit dreifachen breiten völlig berumgehenden Volants. Aermel u. Volants sind ringsum mit reichen Kurbelstickerei- Motiven in verschiedenen Tönungen versiert Das K'eid macht e oen sehr aparten Eindruck, der dem modern. Empfinden Rechnung trugt Es kostet, in allea Größen n vielen Farben vorrätig. oruca. oer SS? Für die Ucbergan�axelt «ehr praktisches ui d kleidsames Wollkleid aus feinem Elp«, offen u. geschlossen zu tragen, mit eleg. Cräpe Georgette- Auf lag« a-Kragm a. Manschetten, apart. Per im uter- knopfieiste, bestepptera Gürtel mit fescher Schnalle. Im Vorderteil des Bockes sablreicbe tief eingelegte Falten. Das dezente, gescbmack- to le Kleid ist für schlanke u-aueb I stärksten Damen. Zierde. Inall.Größ. i modernen Färb ezente. gescuniacs- b für d.• BaB— su eine Jröß.n. 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In der ��rLndung wird der Gruppe vorgehalten, daß sie nach wie vor '*»nationalistischen Abirrungen� des aus der Sowsetukrain« ver- ANisn Nationalkommunisten Schumstyj unterstütz« und sich '"wirftUs auch mit der tnternationalen Trotzkistischen Opposition in Verbindung gesetzt habe. Die westukroinilchen '/>>ll>naltommunist«n haben ein in Deutschland erscheinendes "'-kcmmunistijche, Blatt zur Darlegung ihres Standpunktes und Kritik an den Zuständen in der Sowjetukrotn« benutzt. Den '�sstrungsgelöbniflen' der Gruppe Wassyltiw will die Ko- '")>ern keinen Glauben schenken, solang« diese Gruppe als ein« Wisch, Sonderorganisation fortbesteht und di« Kommunistiich» "ttei Polen, bekämpft. Sowohl die genannt« natianalkommunistische Wpp«. wie auch ihr« Gegenspieler Mostauer dbservvnz bezeichnen ™«l«..d i« KP. der Westukrain«. Zu den Nationalkommuniste» °-°rt fast der ganze alt« Partei vorstand der KP. der Westukrain» der Zeit vor deren Spaltung. Hugenbergs l'�I.-Berichiersiaiiung. � der Wirtschaftspartei wird parteiofsiziell mitgeteilt: �Jn �.�«ich�mgschutzsttzung der Wirtschaftspartei, di« im Preußischen Der Weg zur Siaaisvereinfachung. Württemberg, Badea und Hessrrv für die Aufhebung von Ucntlavea. Karlsruhe.<5. Oktober. » von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, haben sich die Wesregicrungen von Württemberg, Baden und ch e s s t N » den letzten Wochen über die Fragt der Aufhebung der Enklaven, . nlaven und Kondormnate auf dem Wege freier Vereinbarung Angehend verständigt, daß die Innenministerien der drei Länder ?" der Ausnahme von Verhandlungen beaustragt wurden. Dies« �haMungen werden sich mit dem Auetauschvvn Gebiet«» ;''«n zu beschäftigen hoben. Es handelt sich u. o. um dir htsstsche � abi Wimpfen mit drei in Baden gelegenen Höfen und um � Zu Württemberg gehörig« Burgfeste Hohentwiet bei Singen. 'Wieweit es möglich ist. bei den demnächst beginnenden Aerhand- �Sen von Vertretern der drei Länder zu einer Verständigung zu ""Mn, iägt gch zurzeit noch nicht übersehen. Jedenfalls ist �>ch ,'.c �«ffasfÜNg zuständiger Kreise di« grundsätzlich» Ued�r» "stimmung in dieser Frag« bei den Regierungen der drei Wnitten Länder bereit» als wesenillcher Fortschritt auf dem Ge« ' der Staatsvereinsachung anzusehen. ZenirumSiagung. b«r Reichsparteivorstand de« Zentrum« hielt am nachmittag unter dem Vorsitz von Reichskanzler a. D. 4*l ein« Sitzung ab, die in der Hauptsache der Erörterung inner» euA � Tkage» gewidmet war. 5n den Verhandlungen nahmen Vertreter au« Preußen teil. u. a. die lviinistar Steiger und d«r Abg. Heß und einig« ander« Mitglieder der Preußi- vVntrunisiratlinn. Beschlüsse«urdeu nicht gesaßt. Di« Uu»> � ist aus Sonntag früh oertagt worden h dar Ctiigatp** kdöl« a»ä btt WiwtschwftK. paxttL löscht» (i-r*H tagt, wurde aus Antrag dreier rheinischer Wahlkreis« und Wahttreise« Hesten-Nass� die Ortsgrapp« Köln wegen �4ug,widrig,n Verhaltens au» der Partei ausge- Valien. Damit ist auch der Landtogsabgeordnete Dr. Klamt. der �tantwortliche Leitung der Ortsgruppe Köln hat, ausgeschlosien.' Verreichlichung der Justiz. Eine Forderung des preußischen RichlervereiuS. Stettin. 6. Oktober. heutig« Vertreterversammlung de« Preußischen �.�«rverein« trat d«m Jahresbericht de» Vorsitzenden, Land» jiyßWWttsr Dr. Pracht. Berlin, uneingeschränkt bei. Dieser de» �besonder, die Notwendigkeit der Mitwirkung aller volkst-U« !,[, 1 kommenden Reform als Voraussetzung einer«irklichen h. �Verbundenheit d«« Richters mit allen Volksgenossen. Der V«r> tr'09 sprach sich mit großer Mehrheit für verreichlichung Justiz aus.__ Liberale Wahlzuversichi. Sine Rede Lloyd Seorgrs. London, ii. Oktober. lvh d Georg» hielt am Sonnabendnachmittag auf einer �llmverjammlung der Jahreskonserenz der L i d» r a l» n in Wal«« !,'/t«d«. Di« Liberaltn seien, so betonte er. stet» ein« groß« Iii» t im britischen Staatsleben gewesen und würden««bleiben. WMen von Männern und grauen vertrautea dem Üibirolismu». kj"" dl« nächsten Wahlen wieder«ine konservativ« Mehrheit sollten, würde das groß« stskalifch« System, daß da« Land t|5 Voßtr Schwierigkeit«» zu großen Leistungen befähigt Hab«. 'irfn �eden. da der Konservativ« Parteitag in Uannouth au»- ,J/ch«in»n solchen Beschluß gefaßt Hab«. Die von den Kon- lj."ven angestrebte Ausdehnung der Schutzzölle bedeute Cr- �Ung der Preis«. Der üiberalismus sei dl« Hoffnung de» J*3 und«in Bollwerk gegen bi< Protektion aaf der Und den S o z I a l i« m u« auf der anderen Seit«. Sireikverbot in Ehiua. Streikkomitees verhastet. Peking.«. Oktober. Regierung hat ein« Verordnung erlassen, wonach Streiks � Nuf weitere» verboten werden. Auf Grund dieser �dfumg sind die Streikkomitee» der Postbeamten und der See- ' 4» r h a s t e t worden. \?l«cdoaold hol eine volitisch« Reise durch Europa nttgrtrrten. �Nner Begleitung befindet sich der Arbeiterobgeordnet« Sir Mosley mit seiner grau, einer Tochter Lord Eurzaa». St« zzzM Mittwoch:»ver Zeppelin trenzt« über Ooorn.� Donnerstag:„Wir erhalten unsere Meldung aufrecht, daß der Zeppelin inderRühevon Doon: vorÜberfloz.� Freitag:.Unsere Meldung traf za. Mit starten Ferngläsern tonnte der Zeppelin von Ooora au« gesehen verdenk Sonnabend:»Trotz aller Dementi«!- Orr Zeppelin Hot, wie wir meloeten, Holland überflogen und somit auch Ooorn, da« in Hollaad liegt!" Beamte und Oer beutschuatiouale Amuestieautrag vor dem Laudiag— Vertagung auf den 5. Vovember. Als Redner der sazsaSomasraiffcheii Flatttlm ßprach k» der gestrigen Landtagssitzung b« dam deutschnational«, Urantrag datr. Beamtenam»« stieruNg Genosse Kukkner. Gr führte im weiteren Verlaus seiner Rede aus: Der alt« Staat ist alle» ander« als«in Hort der Gerechtig keit gewesen. Der olles da« stillschweigend geduldet hat. hat da» letzt« matalische Recht verwirkt, sich über UnldMdsamkeit zu be- schwerem Di» Herren von rechts scheine««in» M«ezessen: daß di« Volksbeauftragtsn nach der Revolution e« den Beamten frei« gestellt haben, den Abschied zu nehmen, wann sie dt« Tätig» keit in der Republik nicht mit ihrem Gewissen»«rainbaren tonnten. Es hat Beamte gegeben, di, gegangen sind, aber es war« mt wenig«, und ich stell« fest, daß es die ehelichen waren. Wer nur um materieller VorteSe willen geblieben ist, ist«in Gesinnung». Heuchler, und es ist bezeichnend, daß sich fetzt die veutschnotionalen mit ihrem Antrag für solch« Laut« einsetzen. Dabei handelt«« sich um Leute, die die Republik in unslÄizster Waise beschimp» fen und nachher.nicht einmal den Mut ausbrecht«», zu ihren Worten zu stehen. Sie sind dann entweder beteunken gewesen oder sie nehmen, wie es vorgekommen ist, den Schutz dt» K 81. also ihre Unzurechnungsfähigkeit, m Anspruch.(Hört, hört! bei den Soz.) wo ist eigenkltch der Terror der Republik? Herr Lukassowttz von den Deutschnationalen stützt sich aas den einzigen Fall de» R«ktor»Lohn«tamp. Nach Aussasiung de« Herrn Lutosiowitz ist dieser Mann im Unterricht.etwa» zu national"' gewesen. In Wirklichkeit hat er durch unglaublich« Verunglimpfung den verstar» denen Reichspräsidenten Edert und dessen Frau herabzuziehen ver- sucht. Cr hat sich nicht gescheut, die im Volte umgehenden Rafft»« witze aus den früheren Reicheprästdenten und dessen Familie zu übertragen. Und solch« Leu«, nehmen dt« Deutfchnattonalen in Schutz! Dagegen mied der Rettor H«rrmaun au, Breslau, der Borsttzenin de» dortigen Reichsbanners, von den Reaktionären verfemt, weil da« Bresiauer Reichsbanner deschlosien hatte, sich nicht an dem öffentlichen Empfang de» Reichspräsidenten Hindm- bürg zu beteiligen. Dabei ist«in« Parallel» zwischen dem Fall Bahnekamp mW dam Fall des Rektor, Herrmann abiolut unzu» lässig. Da» Reichsbanner hat als private Organisation«inen prioa» »en Beschluß gefaßt. Herr Bohnekomp aber hat al, Amtsperson gehandelt. Man möge uns übrigen» tnüleilcn, wie oft her S t a h l« Helm sich an Empfängen für den verstorbenen Reichspräsidenten E b« rt beteiligt hat.(Sehr wahr! bei den Soz.) Sicher ist da» gellende Disziplinargesetz resormbedärftlg. Ata di« Dralschnationalen Übten wiederholt ObftrakNoa. al» wir e» «rbefiern. d. h. die Oefsenllichkeit der Derhandt.ag herstelle» wolllra. Aber auch die Notwendigkeit der Reform dam, uns nicht dazu bringen, die Ausfälle des Herrn Lukasiowitz gegen den Obersten Disziostnarhos niitzuenochen. Ich stelle fest, daß die Ausführungen des Herrn Lukasiowitz gegen dies« Instanz mit d« ungeheuerlichste Beschimpfung waren, die van der Parlomentstribüne herab gegen den Richter st and erhoben tnurt*. Dabei ist der Borsitzende fsir Disziplinarsachen der Richter Herr Kammergericht«» Präsident T> g g e«, der weder Demokrat noch Ldziaidernokrat ist. Die Angegriffenen mögen sich mit diesen Anwlirfen setdst auvein- andersetzen. Sie werden selbst den Unterschied zwischen diesen Aus- fällen und unserer sachlichen und gerechtm Kritik an der preußisch«» strafen töchw'lich gaitng, so daß gar kel vorliegt. Wenn für unglaublich« Beschimpfungen der Republik Lsill M. Geldstraf« oder Strafversetzung ausgesprochen««»den ist. so Wiste» wir Nicht, was es da noch zu mildern gibt. wir misten nur eines, daß wir von jedem Beami«, dan schuld: gen Respekt vor der Republik»erlangen. Wir lehnen deshalb die Amnistierungsanträge ad. E, ist kein Schaden, sondern nur«in Vorteil für die Republik, wenn si« Be- omte los wird, die ihrer ganzen inneren Einstellung nach nur Heuchler fein können.(Lebhafter Beifall.)- Äbg Steuer(Dnai): SejinnungsheuchlerundStre- facr nach materiellen Vorteilen sind die neuen Beamten der R-publik: ich erinnere nur an den Fall L e t n e r t, den Fall Scheide» mann und die D a r m a t- Affäre.(Lachen links.) Die Republik soll e» offen aussprechen, wenn fle nur Beamte van der Gesinnung der herrschenden Parteien hoben will. Aber dann zähle» wir auch kein« Steuern mehr.(Zuruf link«: Sowieso nicht!) Abg. Kasper(Komm.): Di« Diszlpvnorgerichisborkeit gegen Monarchisten ist viel zu mild«. Dia Republik wird sich Nah selbst umbringen, wenn si« weiter so nachsichtig gegen di» alte» Rmktirmär« ist.(Sehr wahr! links.) Abg. Rkeyer-Hersovd(D. Vp.): Mit ihren Reden haben die Deutschnationalen den Beamten schlecht geinenk. Auch die Sozialdemokraten hoben ganz Nor ausgesprochen, baß sie keine Geflnauageschnüfselei treiben wolle» und die Meinung,. s reihest der Beamten achten. Auf der anderen Seil« schuldet der Beamte dem Staat Treu« und der Oesseallicht eil«ine gewisse Rücksicht.(Sehr wahr! links.) Ob es Fäll« gibt, in denen Gnade Platz greifen muh, bitten wir im Ausschuß zu prüfen. Abg. Barteld Hannover(Dem.): Herr Lukasiowitz, besten ganze Politik dem Zweck seiner persönlichen Beförderung dient, ist dar Letzte, der Leute wie den Rektor Hermann angreifen dürft«. Abg. Menz(Wirtsch.-P.): Bio Mitglied dc» Oberste» viszipN. »arhos« protesiier« ich leidenschaftlich gegen die Behauptung des Abg. Lukasiowitz. daß wir in parteipolitische« Auftrag Urteil« sällea. Abg. Kuba(RatsazO spricht sich für den Antrag der Deutsch- nationalen aus und pokemiflert ausschließlich gegen die Demokraten. Daniii schließt die Aussprach«. Der Antrag der Deutschnati»- nolen wird dem V e a in t en a u s s ch u ß überwiesen. Der Vorschlag des Präsidenten, jetzt zu vertagen, wirb abzelehn/. E« folgt di« Beratung der Auefchußanträg« betreffend di« Zechensttllegungen im Ruhrgedlet. Die Beratung de» Antrages über Stillegung der Zeche.Unser Fritz" ist in, Aus- schnfi vertagt worden. Der tommunsttifche Antrag über Stillegung dar Zeche„Rhein t* wird noch dem Ausschußantrag für erledigt erklärt, weil die Belegschaft injmischen von anderen Zechenan logen übernommen worden ist.. Da» Hau» stimmt dem Antrag de« Anssäiusies für Handel und Bewerbe zu. Nunmehr-wird ein Antrag auf Vertagung angenommen. Ein Antrag der Kommunisten, dos Hmis bereits am k?. Oktober wieder ZUsarnmenzuberusen, Um über die Kvnkvrdatcverhandtungen z» spreche», wird infolg« BeschlußunsiihiIkeit des Hauses nicht entschieden. Di« nächst« Sitzung ist daher, gemäß dem Beschluß ve« «eltestenrates, am 5. Rapember. erweiterte Abteilung fUr Klelnmttbel und elelctr. Artikel Hcrreniiwmerkr one Meseing, blank, für S Lampen m. Glasscholen, O OQO wie Abbildung ÜlLmm Herrenzimmerkrone Messing, brOniert, 3fl. 2250 T Bei meinen Preisen fffr Beteochfurgs- körper sind Glühlampen nicht berechnet Bei Bestellung eleklr. Artikel wird»m Angabe derVoH- störke gebeten Wohnzimmerkrone Metsing, blank, für S und 2 Lampen, 75 an Seiden- CQOO schirm mk Uchtechützer w WOBB Heizsonn« »•rillekelt mü ZnleHufifl 925 Mt» Zuleitung Bügefiampe Messing, blank oder braun, mit Seidenschirm 750 Nachttischlampe Metall, mit Seidenschirm �90 u. Hohnfassung Holztischlampe In K ö n st I e rf a rben 265 HAUSFRAUE N! 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Wir verlieren in ihm einen aufrichtigen Rollegen und einen pflichtbewußten Mitarbeiter. 8ein Andenken werden wir mit dem Gefühl des Dankes für seine Irene ehren. DI« OaschSHslaitung dar BauhOtt« Barlin d. m.b.H. Die Beisetzung fin det am Dienstag, dem 9. Oktober, nachm. um 8 Uhr, auf dem Gemeindefnedhof Tempelhof, Gennaniastraße 69, statt. Danksagung. Fflr die unserem lieben Vater, Schwieger- und GroBvater Gustav Winkelsesser a-'S Anlaß seines Ablebens durch Teilnahme und ehrendes Gedenken bewiesene letzte Ehre tagen wir allen Verwandten, f reunden und Bekannten, der Direktion der Engelhardt-Brauerei. den Vorständen und Kollegen der Vereinigung der Gast- und Schankwirte GroB-Berlin 1871—1904, der Progcno, der Zentral- Kranken- und Sterbekaste der Deutschen Wagenbauer, des Volks- feuerbestattungsvereins V. V. a. G„ der Kommunistischen Partei, den Fahnen- und Kranz-Deputationen, insbesondere dem Herrn Redner iür die ehrenden Worte des Nachrufs sowie dem Uthmann- Chor unseren herzlichsten Dank. Die Beisetzung findet am Montag, dem S. Oktober 1928, nach- mittaga 2 Uhr, auf dem Friedhof Gerichtstrafte statt. In Trauer Die Hinterbliebenen. Am Freitag, dem 5. Oktober, starb infolge Schlaganfalles unser lieber Kollege Herr Atcfciteld Adolf Vlldhadcn im 47. Lebensjahr. Er ist u s plötzlich und unerwartet entrissen. Sein Andenken werden vir stets in Ehren halten. In aufitchtiger Teilnahme. Die Arbeiter schaff der Bauhfilte Berlin G. m. b. H. Am Freitag, dem S. Oktober, starb plötzlich und unerwartet unser lieber Kollege Herr Anhitekl Adoll Wildhadcn im 47. Lebensjahr. Ein guter Kollege und treuer Verfechter unserer Gesinnung. Sein Andenken stets In Ehren I Die Angestellt eniefaaft der Banhfitte Berlin G. m. b. H. Nach langem, schwerem Leiden, aber trotz- de" unerwartet, verschied am 8. Oktober-928 an Herzschlag mein inniggeliebter, treu orgender Mann, mein lieber, herzensguter Vater, der Maschinenbauer Albert Siödker im 73. Lebe isjahre. In tiefer Trauer; Marie Stftcker. geb. Taube, und Sohn Walter Die Beisetzung finde« am Mittwoch, dem 10. Oktober, nachm. 4 Uhr, auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde, Pappe-Allee 16, statt ßlnmettspenilcn«eeeee««»«»»sssss eber Art irren pcenmert Paul GoIIctz. uoem.»in knn Mariannen strafte Z, fiele Zlauitynlteahe Amt OTdtntrl. 10303 Unserem Heben Senoffen Paul Pinner und Fran i zu ihrer Slideehachzeit die b«t|lid|ffan aiOtfmBnfa«! 123-130 Abteilung, Pankow. »»93;»»*«• eeeeee« xC€C@C«S« ss e»AMSSSBi Unfetm Heben AbtcisungsIeUet Max Anton u. seiner treuen Lebe isge ährtW zur»Uberhochzel«. dir hrrzllchra(BieKtmäalA* Die Genossinnen und ücnossi11 der 67. Abf. IQrunewald)»L ssssr»» Vata.warum bekommi oenn ivraua� so viel Besuch- n«L Jj 7:: 1= Die wollen sich das schöne Schlafzimmer anseff was die jetzt sogul von Oriha gekauft haben, u dab«' mit 2 Jahren Kredit! Dntia lElsasserSfr.37a Brunnenstr.S� oafaa OranignburgBr Ter« bbab JowaiiäBfUite■ fr. 475• 45. Jahrgang 3 Beilage des Vorwärts Gonntag, 7. Oktober 4978 Llm die Zukunft der Luftfahrt. Ikarus Sachsenberg und sein Programm.- Privatisierung der Fettaugen auf der Lufifahrtsuppe. , heute ist in Berlin die Internationale Luftsahrtausstellung �öfsnct worden, die zum erstenmal seit IS Iahren wieder in Deutschland stattfindet. Sie findet sicher das lebendige Interesse "'cht nur der Fachleute und Jnteresienten, sondern auch der � r«> t« st e„ Massen des Volles. Es ist nun dos Schicksal Volksmassen, gerade beim Lustsahrtwesen, daß es Steuern und Subventionen zahlen darf, im übrigen aber sich nur platonisch über di« Lustsohrt sreuen und von unten zusehen darf, sogar wenn °us Staatskosten auf diese Weise Großindustrielle und Groß. fmcnziers ihre Geschäft« gegen das Volk schneller und erfolgreicher dachen können als sonst. Dennoch werden der Luftfahrt, dem Jahr- Zusende alten Traum der Menschheit, auch finanzielle Opfer gern Erbracht, denn die gegenwärtige Generation, di« die Opfer bringt, lebt in der choffimng. daß wir doch«inst all« fliegen werden, wes- halb«s heute auch etwas kosten darf. In der deutschen Lustfahrt war und ist immer nwnches faul Ke Wesen. Privatkapitalistisch« und politische �onderinteressenten, die Einfluß m der Luftfahrt hatten, hielten ein lebendiges Mißtrauen gegen die Männer und Instanzen die auch heute die Luftfahrt in Deutschland betreuen. Es �ird hart um die Beseitigung der Schäden gekämpft, und der ..Vorworts- hat in diesem Kampfe bisher oft genug seinen Mann 'i«h-n müssen. Aber seit Wochen und Monaten werden von ge- wissen Kreisen im Parlament und außerhalb unter Ausnutzung �iler sich bielenden Gelegenheiten für die zukünftige Gestaltung Luftfahrt Pläne verfolgt, die eine grundlegende Umwälzung der bisherigen Organisation der Luftfahrt zum Ziele haben und die ietzilich daraus hinauslaufen, die jährlichen 50 Millionen Opfer des Volles zur Pfleg« der Luftfahrt noch beträchtlich zu vermehren, und alles, was in der Luftfahrt einmal rentabel werden könnte, äun, Nutzen privatkapitalistischer Sonderinteressen zu privatisieren. Dos deutsche Volt soll um die in der Zukunft möglicherweise einmal stinkende„ Früchte des Luftfahrtwesens betrogen werden, di« auf Iüt das Volt der heute noch so mageren Suppe des Luftfahrt- 'nesens sich nielleicht einmal sindenden Fettaugen sollen, und zwar wit neuen finanziellen Opfern der Steuerzahler privatisiert werden °uf alle Zeiten. Der Mami, der im Mittelpunkt dieser Bewegung steht, um den sich die Privatinteressenten gruppieren, der Mann, der hinler den Kulissen der Parlamente und Regierungen seit Wochen �n im stillen gearbeitet hat. um die Durchführung seiner Pläne "tizitbereiten, ist Herr Sachsenberg. Wer ist Herr Gachsenberg? Was will sein Programm? , Herr Sachsenberg ist trotz seiner Eigenschaft al» Reichstags- tistglied der weitesten Oefsemlichkeit' bisher unbekannt. Aus dem Ttiichztmjrhaildbuch ergibt sich aber, daß Herr Sachsenberg mit Vornamen Gotthard heißt, Verwaltungskausmann in Berlin ist(er �hört zum Bureau der Firma der Iunkerz-Flugzeugwerke in 1914 bis l919 Seeoffizier war, zuletzt Kommandeur des fAorinejagdgeschwoders Flandern- und des„Kampfgeschwaders Oachferchet0-, mit dem Orden k'our le dlerite und anderen Orden, >n de» Iahren l9S0 bis 1921 Gründer und Leiter der Ostdeutschen Land Werkstätten S. m. b. H.. di«„ehemaligen Heeres- �gehörigen im Osten den Uebergang in die �strgerllch�n Berus« erleichterte- und seit 1921 Mit- orbester von Profesior Junkers bei der Organisation der deutschen "od internationalen Luftfahrt ist. Sein Platz als Reichstogsobgsord- "tier ist bei der Reichspartei des deutsche» Mittelstandes(Wirtschafts- tilrtei). Angesichts dieser Daten ist es nicht allzu verwunderlich. die Leser des„Vorwärts- � in unserer gestrigen Spätausgab« w dem von uns veröffentlichten Gcheinioertrag zwischen Sowjet- '. chland■ und der Reichswehr unter dem Namen S i g s f e l d t '�rrn Sachsenberg ebenfalls begegneten. � Dieser Herr Sachsenberg. dessen Bureau am Pariser Platz als Filiale d e r W i r t s ch a s t s p a r t e i anzuspredien ist, will jetzt leine Lujtsahrtplänc zur öffentlichen Diskussion stellen, und wir Und in der Lage, die Diskussion über die Sachsenbergschen Pläne zu «offnen. In einem sehr umfangreichen Artikel, der demnächst wohl In fassen in Deutschland verbreitet werden wird, beginnt Herr Sachsen- Mit einen, Luftsahrtwunsch für den Gefetzgeber und mit einer 'u*>rs«» Kritik des bisherigen Lusifohrtwejens in Deutschland. Pazifistischer Biedermann— Gegen Lufthansa. ... Der Gesetzgeber, das heißt Staat und Volk In Deutschland, «"Mte viel mehr als heute für die Luftfahrt tun. weil angesichts für die Luftfahrt lächerlich gewordene» Entfernungen zwischen Völkern verniinstigerweise die Zioilfliegerei nicht mehr mili- �'stischen und kriegerischen Zwecken zu dienen brauchte. So beginnt Kampfflieger a. D.. Herr Sachsenberg, seine Diskussion als i�Zisistischer Biedermann und nwn horcht auf. Zwischen Volk bzw. den Parlamenten und den mit der Luftfahrt in «Üschland betrauten Stellen, ans deren Urteil der Gesetzgeber an- -«tiefen sei. bestehe eine Vertrauenskrise, und diese Der- «vuenstrise habe letzlich in de» Verhältnissen bei der Deutschen .>Uslhansa ft.-G. ihre Ursache. Die crwarlele höher- Wirtschaft- '�/keil der Ver.'ehrssliegerei sei bei der Lufthansa A.-G. aus« Flieden. Das gelle auch für die Auslandsbestäiigung der Luft- !?Nsa. während sich bei der erhalten gebliebene» Verbindung von Forschung und Fabrikation mit dein praktischen Verkehr(ö. h. bei Bunkers) die Entwicklung günstig gestaltet habe. Das„Monopol- Deutschen Lufthansa A.-G sei eine Douereinrichtung. dem die �sttschastiichkeit aus Jahr« hinaus verjagt sei. Aug diesen, � uopai ergebe sich aber«in unberechtigter Vorspruug öffentlichen Hand vor jeder Konkurrenz. Man 2�cht wieder auf und hört die leisen Schritte privatkapitalistischer Interessen. � Di« gebunden« Wirtschaft der Lufthansa von 19SS habe den ��ugtnnnenkilometer um AX) Proz. höher subventionieren müsien, . �«s die svei« Luftfahrt noch 1925 vermocht« Man ist»er« Ändert, und man erinnert sich, daß di« heut« in der Deutschen �sthansa A.-G. vereinigten beiden Gesellschaften 1925 nach Staats- riefen, well sie entweder schon bankerott waren oder»nmirtel- r vor dcm Banker»» jwndcn. Nach diesem Präludium stellt Herr Sachsenberg fest, daß ein neues Programm für die ganze Luftfahrt notwendig sei. Di« Voraussetzungen dieses neuen Programms werden von Herrn Sachsenberg zwar sehr dürstig entwickelt, aber was ent- wickelt wird, enthüllt mit prachtvoller Klarheit die Ziele des Herrn Sachsenberg. Domänen de» Privatkapital». Das eigentliche Gebiet des Flugzeuges, wo es als Verkehrs- mittel jedem anderen Verkehrsmittel überlegen sei, liege in unent- wickelten Gebieten, liege da, wo Karawanentransporte und Trägertransporte überflüssig gemacht werden könnten und wo Eisenbahnen entweder überhaupt nicht gebaut«er- den oder erst im Ausbau begriffen sind. Dort sei das Flugzeug das beste und billigste Verkehrsmittel, auch wo auf großen Strecken der Zeitgewinn für die Beteiligten einen großen Geldaufwand recht- fertige. Im transozeanischen und tronskontinen- talen Verkehr lägen die Derhältnisie ähnlich. Für jede zu- künftige Luftfahrt müsse auf die unendlichen hier liegenden Möglich. leiten, die zugleich für den Luftverkehr eine rentable Einnahme- quelle erster Ordnung eröffnen, das Hauptgewicht gelegt werden. In der Eröffnung dieser großen und jungfräulichen Möglich- leiten lieg« auch eine sehr große Hoffnung für die deutsche Handelsbilanz. Um viele Millionen lasse sich die deutsche Handelsbilanz durch den Export von deutschem Luftfahrtgerät ver- bessern, wenn auf diesem Wege bewußt der Export gefördert würde, statt der Pflege eines unnatürlichen und ungesunden Inlandsmarktes wie bisher. Wo deutsche Flugzeuge fliegen, sei außerdem«ine nach- weisbare Steigerung des übrigen Exportes deutscher Waren zu bemerken. Dann ober entwickelt Herr Sachsenberg dos große Mittel und die einfach großen Prinzipien, auf denen das Luftprogramm der Zukunft nach seiner Meinung aufzubauen wäre.'Dieses große Mittel ist ein Mittel der Wirtschafts, und Handelspolitik. Auf zehn Jahre hinaus soll her Staat zur Absatzfieigeruag der deutschen Flugzeugindustrie im Ausland Export- pramien gewähren. Statt der bisherigen Auftragsverteilung durch behördliche Stellen an die deutsche Flugzeugindustrie nach Maßgabe des in- ländischen Bedarfs, für die der Staat zur Entwicklung der Industrie und des Flugzeugwesens jährlich große Summen zur Verfügung stellt, soll die deutsche Flugzeugindustrie mit der Ausschließung neuer Auslandsmärkte durch ein, staqlliches Exportprämiensystem entwickelt werden. Es sollen für sämtliche deutschen Flugzeugwerk« nach der vorhandenen Leistungsfähigkeit, dem gegenwärtigen Produktions- stand und einem fünfjährigen Durchschnitt der durchgeführten Ex- parle unter Berücksichtigung der Selbstkosten und der ausländischen Tätigkeit die Gesamtsumme der. erforderlichen Staatsprämien fest- gestellt und verteilt werdet,. Wenn die jährlich zur Dersügung stehenden Mittel nicht verbraucht werden, so soll der Ueberschuß den staatlichen Exportprämiensands de» nächsten Jahres entsprechend oergröbern. Kein« der beteiligten Firmen soll ober pro Jahr mehr als ein Sechstel der gesamten vorgesehenen Summe erhalten. Das Prinzip, auf dem die nach diesem Exportprämiensystem zur Ent- Wicklung der Luftfahrt der Zukunft aufgebaut werden soll, ist das Prinzip der freien Initiative und des freien Wettbewerb» der Privat- Wirtschaft. Herr Sachsenberg ist nicht der Meinung, daß es sich bei diesem Erportprämiensystem, das ein reines Suboentionssystcm darstellt, um eine Durchbrechung des Prinzips der freien Wirtschaft handle. Di« Luftfahrt, besonders die transtontinentale und transozeanische. gehört nach Sachsenbergs Meinung der privaten Initiative und der Privatwirtschaft, denn die Zwangsfürsorge und Subvention des Staates, Staatstontrolle und Staatsgängelung zerstörten alle günstigen Bedingungen, die in der Luftfahrt der Zukunft liegen. Daß es sich bei dem Prämiensystem um reine Subventionen handelt, ficht Herr Sachsenberg nicht an. Selbst überzeugte Anhänger der freien Wirtschast glauben, so sagt er,„doß in diesem Fall« die Bereitstellung von Geldern zur Ankurbelung eines wichtigen In- dustriezweiges durchaus nicht gegen den Sinn der freien Wirtschaft verstößt, weil hier nur„Werte lombardiert- werden, di« nach der Ueberzeugung der Gesetzgeber die Luftfahrt- industrie in hohem Maße zu erbringen verspricht-....„Der Ein- wand, daß durch die Hergabe von Mitteln für solche Zwecke ein Präzedenzfall(!!) im Sinne der Durchlöcherung der freien Wirt- schaft(!!) geschassen würde, fällt glso fort.- Es ist kläglich, zu welch armseligen Mitteln Herr Sachsenberg hier greisen muß, um für seinen eindeutig klaren Wunsch, der Privatwirtschaft auf Kosten des Staates und des Balles mit seinen, Präiniensystem einen klingenden Dienst zu leisten, die erforderliche Theorie zu schassen. Herr Sachsenberg saßt aber dann sein Programm zusammen: Der mittel- und westeiiropäische Linienverkehr solle ouch in der Zu- tunst mehr oder weniger staatliches Juieresseiigediel bleiben, und die Begründung fügt er auch sosori hinzu: Hier handelt es sich aus lange Zeit um unrentable Unternehmungen. Wir begreifen diese Art von Bescheidenheit. Darüber hinaus aber soll die ganze Welt- lustfahrt dem freien Spiel privatwirtschastlicher Kräfte über- lassen werden, und der Staat hat hier durch seine politischen Mittel dem freien Spiel der Privatwirtschaft nur die erforderliche frei- Bahn zu verschaffen. Der ganze tran skontinentale Ver- kehr auf großen Strecken im gesamten Ausland über Mitteleuropa hinaus soll privatisiert werden und privat bleiben. Dasselbe gilt für den T r a n s o z e a n v e r k« h r, bei dem der Anspruch der Großreedereien aus alleinige Beherrschung gegenüber einer Beteili- gung des Staates nach Sachsenberg nur zu berechtigt ist. Bielerlel, was Herr Sachsenberg noch versolgt und was er anderen Stellen gegenüber enthüllt hat. um ihre Mithilf« zu ge- wiiinen. wird in dem von ihm verössentlichten Program,» vorforz- licherweise nicht onsgesprvchen. Es ist ouch nicht zweckmäßig, von diesen weiteren Absichten zu sprechen, denn da er im Parlwnevt für die Durchsetzung seiner Pläne eine breite Basis braucht, müßte eine weitergehende Offenherzigkeit dep Plänen gefährlich werden. Die Gefahren des Programms. Wir holten es heute nur für notwendig, die Oeffentlichkeit über diese Pläne zur zukünftigen Gestaltung in der Lustfahrt i n K e n n t- nis zu setzen. Wir halten es nicht für nötig, die Pläne heute zu Ende zu diskutieren. Aber auf einige wesentliche Folgen dieser Pläne wollen wir schon heute hinweisen. Dos Programm Sachsenbergs ist ein Programm zur Nutz- barmachung von Steuergeldern, ausschließlich im Dienste des Privatkapitals, insbesondere der deut- schen Flugzeugindustrie und der Großreedereien. Was den Kern des Programms anbelangt, die Einführung de» Exportprämien- fystems, so handelt es sich dabei ausschließlich um ein Programm für die Flugzeug- und Motorenindustrie, insbesondere um ein Ent- Wicklungsprogramm für Junkers, dessen Verdienste und Leistung?- fähigkeit wir nicht bestreiten. Es ist das Wesen des vorgeschlagenen Exportprämiensystems, daß es im Laufe der nächsten Jahr« den Iunkerswerken allein Nutzen bringen kann. Nur die Iunkerswerke haben heute einen nemienswerten Export ins Ausland. Die übrigen Werke würden bei der Gewährung der Ex- portprämien zum größten Teile ausfallen, weil sie wenig oder nicht exportteren. Im zweiten Jahre des longsristigen Exportprämien- systems müßte sich der Anteil der Iunkerswerke, da die nichtver- teilten Summen übertragen werden, notwendig erhöhen, und in der Folge müßte dos ganze System, da mit den Prämien die Kon- kurrenzfähigkeit wächst, zu einer weitgehenden Monopolisierung des Exports zugunsten derjenigen Firma führen, die zuerst und am stärksten im Geschäft ist. Herr Sachsenberg schätzt die für jedes Flugzeuggerät zu ge- während« Exportprämie auf 39— 35 Proz. des Per- kaufspreifes. Dos sind sicher etwa 59 Proz. der Selbstkosten. Da diese 39 bzw. 59 Proz. von den deutschen Steuerzahlern auf- gebrvcht werden müsien, ergäbe sich die Folg«, doß der deutsche Steuerzahler dem taufenden Ausland bzw. den privateu Verkehrsunternehmungen im Ausland die Fluggerate zum gröjzteu Teil schenken müszte. Wenn Privatunternehmungen den transtontinentale» und den transozeanischen Verkehr organisieren, so kann das nur durch Der- träge mit Interessenten(Post) und durch Pertröge mit den betref- senden Staaten geschehen. Nicht die mindeste Garantie besteht da- für, daß diese Verträge wirtschaftlich abgeschloffen werden, und«r» außenpolitischen Gründen kann jeden Tag dem Deutschen Reich und damit dem Steuerzahler begreiflich gemacht werden, daß sie für Verlustverträge im Interesse des deutschen Ansehens im Ausland« haften müsien. Gerade di« bisherige Auslandslätigkeit privater deutscher Unternehmungen, abgesehen von denen der Deutschen Lufthansa, läßt das erwarten. Die deutsche Flugzeugindustrie selbst wird durch da» System Sachsenberg» noch unvergleichlich viel mehr als bisher dazu ver- führt, sich übermäßig auszudehnen und die Voraus- setzungen, die heute zur Subvention führen, noch zu verschärfen. Wir wollen die Frage heute nicht entscheiden, w i e der tran?- ozeanisch- und transtontinentale Verkehr zu organisieren ist. Wo ober ist di« Legitimation, mit der die Privatwirtschaft die BeHerr- schung dieses Verkehrs verlangt, wenn der Staat, wie es bisher gestehen ist, allem die Mittel dazu hergegeben hat. um die ersten Ansätze dieses Verkehrs zu entwickeln und wenn vom Staat in der Zukunft verlangt wird, daß er noch größere Mittel als bisher dem transozeanischen und dem transkontinentalen Verkehr zur Ver- fügung stellen soll. Der Plan Sachsenbergs ist In ollen seinen Teilen ein Raub- zug auf die Taschen des Volkes für privatkapitalistische Sonder- interessen. Volkswirtschaftlich ist der Plan unvernünftig und obzu- lehnen. Der Würde des Staates und des Volkes wird etwas zugemutet, was di« schärfste Bekämpfung verdient. Das heutige System der deutschen Luftfahrt ist gewiß weit davon entfernt, ideal zu sein. Aber die von den Steuerzahlern bisher gebrachten und in der Zukunft zu bringenden Opfer, die vom Volk verknüpften be- rechtigten Hoffnungen sind ein zu kostbares Gut, als doß sie nur die Unterlage sein dürften für Profitspekulatione». die die deutsche Flugzeugindustrie zu einem Lombordl)aus macht, von dem die deutschen Steuerzahler annehmen sollen, daß sie Ihre Einlagen hoch- verzinslich einmal wiedererhalten werden. Die neuen Giädteanleihen. Die kommunale Verschuldung im zweiten Vierteljahr 4928. Der Deutsche Städtetag verösfentlicht soeben die Ergeb- ntsie der Erhebung über die städtischen Schulden in deutschen Koni- mimen über 25900 Einwohner im zweiten Vierteljahr 1925. An neuen Anleihekrediten imirden in diesem Vierteljahr ins- gesamt 499,5 Mill. Mark ausgenommen, davon 315,1 MIU. In- l a n d s anleihen und 142,4 Mill! A u s l a n d s anleihen. Von dem iniändischen Neu Zugang entfällt der stärkste Anteil, nämlich 27,5 Proz. auf den Wohnungsbau. Auch der Anteil für S t r a ß« n b a u l e ii mit 12,4 Proz. und für G r u n de r we r b mit rund 11 Proz. war ziemlich erheblich. Der Rest wurde für Schulbauten, Krankenhäuser und Wohlfahrtsanstalteii aufgebraucht. Ein« sehr bedauerliche Feslslelliing ist, daß bei den Ausländsanleihen der Wohnungsbau immer noch fast völlig leer ausgeht und nur zu 9.1 Proz. an den Anleiheerlösen beteiligt ist. In erster Linie ist bei den Auslandsanleihen, wie dies auch schon früher der Fall war, die Elektrlzitätsversor- g u n g mit 58,2 Proz. bedacht worden. Auch die V e r k« h r s unter. nehmungen haben mit 24,1 Proz. einen hohen Anteil. Die kurz« fristigen Kredit« beliefen sich am 39. Juni auf b98,2 Mill. und hielten sich damit auf der gleichen Höh« wie am End« des ersten Pierteljahres, da tue Abgänge durch Tilgung durch fast gleich hohe Dtauatftnhncn fo pa nrne ausgeglüht« wurde» Glänzende Entwicklung des Giahltmsts N«r Llm'.atz im letzten Quartal auf 366 Mil. gediegen. Der ietzt serössentlicht« Quarwlsbericht des rheinisch-o»stfälilchcn Stahlt ruft» sBekelmgte Stahlwerke A.-G� Düsleldörf» für das letzte Vierteljahr des Geschäftsjahres 1927/28 bestätigt in vollem Umfange die immer noch günstrge Lage der d?utsch»n Großeisenindustrie.' 3n dem vom Juli bis Seplember lausenden Quartal st r« g die Kohlenförderung gegenüber dem vorhergehenden Quartal von 6,2 auf 6,6 Millionen Tonnen, di«-K olsproduktion iA,i 2>Z aus 2,<8 Millionen Tonnen, die R o h« i s en leistun'g d«r Hochöfen blieb mit IM Millionen Tannen stabil, und. die R o h st a h lj Produktion de? Stahlwerk« stieg von 1.61 auf 1,63 Millionen Tonne». Noch günstiger entwickelten stch die Umsätze in inoßem letzten Werteljahr. Es betrug der Umsatz an Fremde im m«g«sa-u ij-mo» Znla»d 1. Quartal lVit.-Dez. 37)... 362 Mill. 260.3 Mill. 2. Quartal(Ian.-März 28). 360„ 245,4„ 3. Quartal tÄprll-Iuni 28).. 340 215,6„ 4, Quartal lIuli-Sept. 28).. 368„?3l,7„ Dl« Umsähe der letzten drei Monate übertreffen also mit ZbZ Millionen Mark noch die Monate ans der Hochkonjunktur gegen End« des Zahre». Bemerkenswert ist ferner, daß der Jnlandsabfatz in den letzten zwei Monaten Zwar um fast 30 Millionen geringer ist als im ersten Quartal, dafür aber der G« j a m t a b I a tz um 6 Millionen hoher. Dies« Zahlen zeigen, daß die glänzend« Aus- landskonjunktur nicht nur den Ausfall bei dem inländischen Eisen- abfatz ausgeglichen, fondern darüber hinaus noch einen ganz bedeutenden Mehrabfatz(bei steigenden Preisen) der Groß- eifenindustr« herbeiführt«. Trotz der bedeutenden Steigerung der Produktion und Umsatz- zissern im letzten Bierteljahr ist die Zahl der Belegschaften um mehr al» 4500 Mann auf 172 595 zurückgegangen, während sich die Zahl der Angestellten um 136 auf 15 394 verringerte. Seit Ansang des Jahres hat sich ine Belegschaft um rund 10 000 Mann vermin- d« r t, so daß sich bei einem Bergleich mit der Produktion und den Umsätzen eine ganz bedeutend« Leistungssteigerung ergibt. Die Lag« des Stahltrusts ist richtunggebend für die deutsche Äroßeifeninduftrie. denn in diesem Unternehmen sind, von einigen großen Außenseitern abgesehen, die stärksten deutsch«. Eisen- und Stahlwerke zusmmnengcsaht. Es liegt aber zu der Annahm« gar�kein Anlaß vor. daß es den Außenseitertynzernen, wie Krupp, Hoesch und Klöckner. schlechter geht. Wenn es. aber noch eines Beweises.bedorft«, daß die. K ritt ker der Grotzeisenindustrie mit ihrem Hinweis auf wachsende Erlöse der Stahlwerk« aus dem Auslandsgeschäft recht behalten hoben, so gibt ihn dieser Bericht des Stahltrusts. Die lärmende Aktion, die die Eifenmognaten wegen der Lohnford«- rungen ihrer Belegschaften in Szene gesetzt haben, entbehrt also jeder Grundlage. Das Schicksal von Oeimelsberg.« Wie gemeldet wird, hat die preußische Staatsregierung' lle- schlössen, den von der Zech« Lohann Deimelsberg"(Konzern Adler A.-G- für Bergbau) angeforderten Staatskredit abzulehnen. so daß die Zeche nunmehr stillgelegt werden wird. Die„Dossische Zeitung' meldet dazu aus Essen, die Koiizernosr waltung habe sich zu allem bereit erklärt, was et»« genügende Rentabilität hei Gewährung des Kredit» gesichert hätte, unter anderem zur Streichung der.Konzernfchnkde«, Kapitoladschreibimg und eventuell Wieder- «rhöhung des Koplials. Dies« Dinge waren der Oessentlichkeü bisher nicht bekannt. Hat der preußische Handelsminister bei seiner Entscheidung darauf Rück- ficht genommen?_ Oer Arbeiismarti in Brandenburg. � Lahreszeitliche Befferonq. Di« Gesonüarbeitsmarktloge im Bereich des Landesarbestsawies Brandenburg hat in der Berickstswoche(24. bis 29. September 1928) weiter ein« günstig« Entwicklung genommen, da die Auf. nahmefähigkeit der Landwirtschasi, auch für städtische Arbeitskrästc. unvermindert anhielt und damit ig verschiedenen Bezirken nicht un- erhebliche Entlastung, insbesondere in der Berufsgruppc der un- gelernte» Arbeiter herbeigeführt werden konnte. Als Folge davon ist ein»veiterer Rückgang in der Zahl der Unterstützungsempfänger eingetreten.„- Es muß ober erneut betont werden, daß dies« Neigung zur Besserung nur atz«in vorübergehender Zustand, als ein« im Monat September meist aufflackernd« soh oeszeitliche Belebung angesehen werden darf, die in ihr Gegenteil umschlagen.wird, sowie die Jahreszeit weiter fortschreitet. Neben dem guten Dctchösttgungs- stand« in der Landwirtschaft arbeitete auch dos Baugewerbe bisher noch voll: es ist hier jedoch in Kürze mit»vesentlichen Eni- l a ff u n g e n zu rechnen, da«in großer Teil der Bauten seiner Fertigstellung entgegengeht. Luch die M« t a l l i n d u st r i« hat, soweit sie mit dem Baugewerbe zusammenhängt, in der Berichts- woche noch günstig« Beschästigungsmöglichkeiten geboten: in ollen anderen Ziveigen waren allerdings die Berschlechteningserscheinungen unverkennbar, insbesondere flaut« der Geschäftsgang in der Ma- schinen- und in der Fahrzeugindustri« weiter merklich ab.. Die Gesamtzahl der Unterstützung beziehenden Per- s o n e n betrug in der Berichtswochc 88 896(92 867), davon«nt- sielen 60 144(62 787) aus männlich« und 2« 752<30 080) aus weib- lich« Hauptunterstützungsempsänger. Unterstützung aus der A r- beitslosenversicherung bezogen 51 489(54 104) männliche und 26 368(27 662) weiblich«, zusammen 77 85?(81766) Personen. Krisenunterstützung erhielten 8653(8683) mängliche und 2384(2418) weiblich«, zusammen II 039(11 101) Personen. Di« Gesamtzahl der Unterstützung»«, npsänger ist demnach um weitere 4,2 7 Proz. zurückgegangen. Vom Kerngaskampf. Di« Südwestdeutsche Gas A.-G.. in der sich bisher die Srädte Frankfurt a. M.(mit Ossenbach) und Mannheim zur Entwicklung der kommunalen Ferngasoersorgung in Süddeutschland vereinigt hatten. wird um ein wichtiges Glied erweitert. Wie aus Karlsruhe gemeldet wird, ist auch die Stadt Karlsruhe Lktlonär der Südwest- deutschen Gas A.-G. geworden. Mit Stuttgart wird über den Anschluß verhandelt. Dieser Positionserfolg der kommunalen Fern- gasfront ist im öffentlichen Interesi« sehr zu begrüßen. Sozialisiische Arbeiterjugend Groß-Serliv Der Großhandelsindex. Die aus den Stichtag des 3. Oktober berechnete Großhaadelsrichizahl de» Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche um 0.4 Pryz. aus 140,4 gestiegen. Im Monatsdurchschnitt September ist die Gesamtrichtzahl gegen- über dem Bormonat um 1,1 Proz. aus 139,9 zurückgegangen. «mfenemifl» fto diese Jindri,«.?» twe Zvg-iir-etnleNec Pente«35 M. r'tnbfnftroöe 5 «»litNchee Iosormaitees-b-vd. Morgen. Montag. IN! großen SiwIng�--l »«Z Beetrieamie« areiizjbeeg,?)otiflirafr« 11. n-r. oudr u.-er. ..Wirtschaftsdemokratie".?eginn ld'-s unc.,.. Freie Sott-liftisS.e L»-hlck>->c. Narien für.Taz soiialiftevgkictz am«cm» abend, dem 20. Ot.obcr. lOV. Uhr. tm«roßcn£aoI de« chmaligrn Herren-- Heu K«, Leimiger cttatK, sind im Zugendseirrtariat erhältlich. «rbeit-sem-lnichalt Ldraham. tillorgen. Minlag.»i der e-chul- S»«- iiraße I,.. heule. Sonnlag. 7. Oktober: Friedeichsiel de! Trefspenli u>- WrrbebcUrl-veransialiuirg, l»c: Uhr Ssahn- hos Lichienbero. Friedrichsseide.— Sd-se-rth-l-e S-rstadi: chafilhrungsabead lb Uhr im Seim Tiulstr. IS.— Nicdcrschznrweidei. S Uhr Prode im Heim Nieder. schSncmeide.. Fallplah. II!»refspiinkt zur Interiiatioiialel! öieoi!«. Ugr. FallpM» sNote Eckel t- MlBhisjer Poestadt: Heimabend. HchSasließet iZirage.. 1�. Uhr.— Cteattft: Tresfvunlt zur»undseidumg i» Temtzelhpt: lS'4 Uhr Bah»?-. Sildende.— ÄriN: Fiiteriiollsrale r.undgebung IM �oall-au Deigstrag,.'<* Nachmittag Zrenouiitt 13H Uhr Bahnhof Hermannslrahe.—«ardssl: �■ tresseq ur.s zur Internationalen Feier 8?� Uhr Schönhauser Allee, Sae � o.- ziger Sliahc iZlormaluhrl..— Etchterselde! Sresspunlt zuin Tcoivelhoter Zugcnd tag 1» Uhr Händeivlatz.— zchl-rdors i und Iii Tr-iwnn!t zum Bczirksiug'nd lag in Tcmr.'lhos'Uhr Bahnhof zehkerdors.Mitt«.— Tempelhos ur» Moricodorsi Sämtliche«ciivgen trcsscn Um zur Internationalen Nundgebuo» in Tempelkos-Marsendors, pünktlich UVH Uhr. Bahnhof Tempelhof. K« tri Einlaii Krti'lsht. Kegian Ü Uhr. Eintritt 20 Bf. Parteigenollen. unterftBfl Mi iltnna. Am SochmU! ttag beteiligen wir uns an c« rseriv unki 13:4 Uhr Sahnhos Neukölln. Irans- Saalbau Bcrgsir. . untersiäZI der Werbe- RenlöR»! ßntrrnationale Lundgebung io> . � W..... W W cht unsere Seransiaiinno. Am Nachmittag kuiidg-dung-in Warbxdoich. Stfffnui patente und Fadaen mitbeinchn., Weebedeziri Schöneherg! Beteiliotiiig an her Inierpaispiiasen»unbgebung des Werh-hezirks Teluimkanal. Zrestpunkt 1« l'hr Röhlen,. Site Hanplftra«'. Werbe bezirk Prcn, lauer Berg: Ave Srnossen.tresfen sich zur internale. nalcn Feier um g-ß Uhr Schönhauser Allee.$rfe Bonziger Stroh. sNsrwZ- uhrl.?s zvlrd erwartet, bah die Genossinnen und Genoslen resi.'»« ttfoeinm. Transparent« und Fahnen müssen mitaebracht werden. »erbebrziet Lichtenberg! Im Seim Sauffsiraße, lllia Uhr. Vertrag!' Internationali".>„. Werbe bezirk Tiltawkanak:„Internationale Rundp.'in.'nc" in Teitipeld«- Aariendorf,. Zreffpunki aller Genosse» ltZs Uhr Bahnhof Tempelhos. Bf monftration— o.undaebung- Filmoornihrungen. ÖS wird u. a. der Bot-' Miiitdsilni gezeigt. Alle Groß. Berliner Genossen sind eingeladen. nssch Woeschauer Viertel„S. js.i Werde seiee. lll'h Uhr in der Aula der 208. Gcmeindcschül«, Frankfurter Allee 07. Bro'og— vegrllßunqs. fr «— Musskrdrträac— Rezitationen— Volkstänze— Lieber zur p; '>iel— Chor der Jugend. red« Werbcbczirk Äedding! �Internat�onälc Äevue. 10 Uhe Alhambra Lichtldicle, Mllller-, Eike Seesiraße. Gintritt<0 Vi. Parteigenossen ssnd c. Eingeladen. Anschließend Demonstration zum Brunnrnpla«. WWW�iÄ Morgen, Montag. 8. Oktoher. Igf- Uhr: Die«ioakeei, übt pllnltlich 12% Uhr im Heim Lindenssraße i,». J Tr» Moabit 1: Heim Walde rsrerstr. 21. Sinfillirungoabend.— Falkplali l>3 ""' he und Mädel in der SAP- � W»W...»WWW_______. Iimmet Z. Sinkllhungeaben». sharlotlenbueg Vorb: Heim Olbrrssiraße. Slädi. Spselplah. Vortrag!' Ur-Verliner".— Zohanniothal: Heim Nathans Johannisthal. Lese» und$*• ziiatiousabend.— Neuköllo VU Jti" Ringbahnhof- Ztaisi»Fr!»brsch.Straß' Schul« Sonnenburger Straß« 20. Vortrag!„Bursche — Franlsurter Viertel: Heim Litauer Straße 18, Iir —«harlotteubueg.Rorb: Heim Slberostraßr. Städt.< ?eit »us »an ■BpH Uhr«.u,------.„.�WWWWWWW ieit innehalten!—. rempelhos.Rarienboef!-Treffpunkt»um pol" .. �....rmationoabend des Bezirks Groß.Berlln IS Uhr Bahnhof T»mpe>- — Zebleodors I und Ii! Mitglicderoerfammlung bei niemer. Sarlsir.>2. vir Trcfspunkt zur Flugblatloerdreituna 18 Übt ch-Straße.— Britz: Die Fliigdlätter sind in d« beim Gen. Jturt Laihofs. Miningstraß«. 50, oh' ningstraß« -Tresfpunki»um hps. Werbebrzirk WnköB»: Fut Flugblaitoerbrcitung treffen sich die Adieilungk» k« Uhr. Abt. I und vlll, Reuterpiatz: II, Oiathans Berlin!« wl« lolgh um WWWMWWWMW�W�WW.. Straße! Ill, Schillerpromenad«, Ecke Cte>nm,tzstraße: IV, Heim Schicriesir l V, Ruhardplaß: vi. Bahnhos Faiser-Friedrich-Slraße: VN, Laiser.Friedr ö' Reasglimnosinm: Britz I, BatKans ilhausseestraße:«ritz II, Bufchkrug.?o- Ersch«ln«ii aller Mitglieder ist Pflicht. Werbrdezirl Schönedrrg! Uebungsabend fllr die Berbefeiec im Heim Haupt' ' Werbe bezirk Teliowkaual! AU« Mitwirkenden Zur Repoluiiousseier treffe» sich zur Prob, pllnkilich 19)3 Uhr im Heim Lonkwltz. Schulstr. Alle tlbrigen. Genossen gehe» ZNI» politischen Informationsabend d«» Bezirk« Groß-Berliii. Werbebezirl Weddii-a, Alle älteren Genassinnen und Genossen tressen sich '...... 8"" sahen». der Aula d<« «bezirk Weddlna, 19 Uhr Bahnhof Dcddin W erbe bezirk Ritt« dding zum politischen Insormaiionsabend '! Am Dienstag, 9. Oktober, jindei in inmeillerliraße IS— N, nicht irieinssraß«. Uhr statt. Ansprach«— Wustk— Film. Sophien.Lnzeums. Weinmeisterstraße IS— l7, nickt Sieinstraße, eine Werbe f-ier pstnkilich 1914 Uhr statt. 51_ IP■ I. genösse» und Freunde unserer Beweaunq sind herzlich«inaeladen. — n 30 Vf. sind an her klaff« zu haben, erwerbslos« frech im. Alle & ictci' rten im Jonais- Maus! TeilzahlurtQ Ä tinzublm o. 4 Monalsrolea, bei Käufen über iOO Mark 'k tfazablung u. 5 Monalsralen. 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An- l cn ei.- iiierr.eier.er O.eiprasi�-siten von Branden- burz und der Grenzmark, der Reg:erungspräW>«nten von Frank- tun(Ober) und Potsdam; das Landesarbeitsawt Brandenburg durch den Präsidenten Brühl, die prruhischgn Landgemeinden burch den Generalsekretär Staudke. die Reichszentrole für »Notdienst, die Arbeiterbank und nicht zuletzt die zahlreichen be- gründeten Verbände und Organisationen sowie die wirtschaftlichen «elri.be der Arbeiterbewegung. Lberregierungsrat G a e d c begrüßte im Raven des Oberpräsi- denken von Brandenburg-Berlin und im Austzra» der übrigen Be- Horden den Kongreß. Im Namen de« Bundesvorstandes des ADGB. uberbrachte Ernst Schulze die besten Wünsche. Don den, Bezirks- voistanü des AiA-Bundes nahm Fla tau das Wort. Von der Ar- beüerbank und den übrigen Wirtschast-unternehimyig-n der Arbeiter- beweaung sprach der Genosse Bachem. � Den Geschäftsbericht gab der B iiblekretär Genos'e «ullmerhaus. Ausgehend von der wirtschastlichen Entwicklung und bcu Auswirkungen rer Rationalisierung sleltte Red«r cen W.eder- uusbau der gewerkschaftlichen Bewegu,g im Be.>irt Acilin-Brandenburg-Grenzmark fest. Waren 1925 insgrsamt 96 Orts- uur-schüsse vorhanden, so sind es jetzt deren 126. Dugch die Grenz- walk sind 14 Ortsausschüsse zu dem Bezirk gestoßen. Am 1. Ok- t°ber 192S hotten die Ortsausschüsse der Provinz 1Z0 00V Mitglieder "nd Berlin rund 294 060. Ende 1927 waren in der Provinz 155 000 »nb in B rlin 3?6000 Mitalieder vorbanden. Nicht einbearifien in diesen Ziffern sind die Mitglieder in kleinen Orten und in der Land. Wirtschaft. Jetzt können im Gesamlbezlrk rund 600 000 Miiglleder tzo zählt werden. Demgegenüber fallen die anderen Gewerkschofts. t'chtungen kaum ins Gewicht. Die Gemerkschasten der christlichen und Hirsch-Dunckerschen Richtung dürsten rund 20000 Mtglieder 'ohlen. Vom Bundesvorstand ist die Anstellung von Rechts» ! ch" tz s« k r« t ä r e n in den Bezirken in Aussicht�genomm-n. Für hiesigen Bezirk wurde beantragt, zunächst in Schneidemühl iur di« Grenzmark einen Sekretär zu wählen. Der Bezirksiekretör berichtet« sodann über die organisa torisch« Verankerung der sozialpolitischen Ge- '« tz e. Nach dem Inkrafttreten desArbeitsaerichtsgesetzes War es notwendig, einen Einteilungsplan festzusetzen. Bor allem galt dos Arbeitsgericht Berlin über den Bereich der Landgerichie I, II uud I(i auszudehnen. Trotz hartnäckigem Widerstreben der Unter- Achmer ist dies gelungen. Des scrneren wurden zwei Landes- u t b e i t s g e r i ch t c mit dem Sitze in Berlin und Frankfurt svder) errichtet. Für die Grenzmark ist das Londcsarbeitsgericht "t E ch n e i d e m ü h l errichtet worden. Insgesamt sind 2 6 A r- , k i t s g c r i ch t e im B e,z i r k vorhanden. Bon 861"Arbeitnehmer- I�P�H-erhidt der ADGB. 636- und der AM-Buud. 106 Beisitzer. Wsgcsaml 642. Bon den drei Londesarbeirsgerichten mit 88 Ar- �iinehiqcrbeisitzirn«rhiekten die beiden freigewerkschastlichen �pitzenorganisalionen zusammen 66. � Das. Jahr 1928 steht unter dem Einfluß der sozialen sohlen. Bezüglich der Gewerbeaufsicht ist die Der- �ichljchnng in Aussicht genommen. Es ist«in unhaltbarer Zustand, daß von den 30 im Bezirk befindlichen Gewerbeanssichts umtern bisher nur 9 aus der Arbeiterschaft hervorgegannene G« Werbekontrolleure angestellt wurden. Wie stark die Zersplitterung in der Sozialversicherung 'th mag daraus hervorgehen, daß im Bezirk 6l0 Kranken- ' Q 1 1 e n vorhanden find. Davon sind 143 Ortskrankenkassen, 43 j-flnuiiankentafien, 318 B�triebstronkenkassen und 106 Jnnungs- �onkenkasien. Von den zu wählenden Ausschußmitgliedern Krankenkassen erhielten wir die weitaus größte Mehrheit. Bei oen hieraus sich ergebenden Borstondswahlen erhielten wir 998 Sitze und die Gegner 188. Die Wablen zu den Landcsoersiche- �"ngsan st alten ergaben für uns in Berlin 10 Vertreter und � Eiclloerlreter. bei der Lon�esversichcrungsanstalt Brandenburg u Vertreter und 19 Stellvertreter und in der Grenzmark 6 Vertreter und tz Stellve'-treter. Bei allen drei Anstalten mußten sich die Christen und chirsch-Dunkerschen mit'zwei Vertretern und 6 Stell- u�tretern begnügen. Gegen die Wahl der Landbundarbeitnehmer Wurde Protest erhoben. Bon den 336 Beisitzern zu den in der Vrovinz bestehenden 63 Bersicherungsämtern erhielten wir 310 und We anderen Gewerkschastsrichtungen 26. Di« Wahlen zu den vier vorhandenen Oberoersichcrungsämtern sind in Berlin Und Potsdam vollzogen In Potsdam haben wir sämtliche 20 Ver- L�itr erhalten und in Berlin 97 von 105. Auch die Wahlen zu den Verufsgenossenschasten sind für die freien Gewerkschaften LUt ausgelausen. � Das Gesetz über die Arbeitsvermittlung und �ubeitslosenversicherung machte den organisatorischen Aufbau des Landesarbeitsamts notwendig. Hier traten schirfe sS-gensätze zwischen den Arbeitgeberoerbänden und den Gewert- tchosten zutage. Die Abgrenzung der Arbeitsämter be- 'füete ebensalls große Schwierigkeiten. Es war nicht leicht, hier "nc günstig« Lösung zu finden. Neben dem Landesarbeitsamt Wurden 3 3 Arbeitsämter und eine Zweigstelle für die Grenz- dsork errichtet. Bon den insgesamt zu den Berwaltungsausschüssen "fj Arbeitsämter zu stellenden 364 Personen erhielten die gegne- 0|*en Gcmerfittv-ften 63. Wir konnten von den 33 Arbeitsämtern mit den erste ü Vorsitzenden und 16 mit den zweiten Vorsitzenden en Außerdem sino 6 Vorsitzende und 5 Stellvertreter uns "Mitzu.__________,_______ �tietzehende Personen; 4 Vorsitzende und 6 Stellvertreter sind Be- ovite und 4 Vorsitzende und 7 Srellvertreter gelten als Unternehmer- Uert'"!«!-. Das ist ein sehr gutes Resultat. Vollmerhaus mochte dann sehr interessante Ausführungen Uber vi« wirtschastlichen Unternehmungen Arbeiterbewegung. Di« Konserenz Ende des vorigen Jahres uno daraus entstandene Buch haben grob« Beachtung gefunden. Aus Gebiete der W o h n u n g s w i r t s ch a f t wurde erkleckliches Leistet Die Leistungen der„Gehog* stehen einzig da Eine gut« Entwicklung hat der Märkische Wohnungsbau J- m. b. f). genommen. Dies« Organisation�, die mit den schwierigen i�khälbniss«n in der Provinz rechnen mußte, wird zum Jahresschluß �78 Wohnungen mit einem Dauwerl von 16 Millionen Mark fertig- kUsiellt haben. Das sind Enolye die auch der kühnst« Ootimist nicht ahnen vermochte. Der Bczirkssckretär ging dann auf die Bau- Uuttenorgonisation ein und betonte namentlich die sehr jN« Entwicklung der Konsumvereine. Die Arbeiterbank, das �'ndcar-Fahrradwerk, die Berlagsgesellschost des ADGB. Urden ebensalls l> bend erwähnt. Zum Schluß ging Lollmcrhaus auf die geleistete B i l d u n g s- arbeit im Bezirk«in. In der Berliner Gewerkschofts- schule und den vom Bezirkssekretariot veranstalteten Kursen sind Tausend« von Funktionären herangebildet worden. Daneben lies«» zahlreiche Bestrebungen, die in der Mossenschulung ihren Ausdruck fanden. Die Bildungsarbeit soll in der nächsten Zeit in verstärktem Maße fortgesetzt werden. Sehr gute Fortschritte sind auch in der Jugendbewegung zu verzeichnen. Die Anstellung des Ge- nosien W ö l l n e r hat sich gerade auf diesem Gebiete gut aus- gewirkt. Aus dem Kassenbericht, der von Vollmerhaus gegeben wurde, ging hervor, daß die Geldmittel von den Riesenousgaben des Bezirkssekretariats restlos verschlungen wurden. Aus diesem Grunde hat der Bezirksausschuß den Antrag ans Beitragserhöhung gestellt. Dieser Antrag ist zurückgestellt. In der Aussprach« bringt Wolter- Nowawes Beschwerden über die mangelnde und einseitig« Tätigkeit der Gewerbeaussicht Pots- doms vor. Daraufhin wurde die Konferenz auf Sonntag vertagt. Verlin im Lichi. Die Angesteliten im Dunkel. Man sollte erwarten, daß, wenn eine Deransialtung unter der Devise„Berlin im Licht" vor sich geht, auch diejenigen nicht vergessen werden, die durch Hergabe ihrer Arbeitskrast den Unternehmern erst die Möglichkeit geben, ihr Unternehmen ,n einer bestechenden L'chtslllle zu zeigen. Jedoch weit gefehlt.— Noch immer haben die Einzelhandelsangestellten die denkbar schlechtesten Arbeitsbedingungen. Noch immer bleiben die Gehälter der Ange- stellten weit hinter denienigen anderer Gruppen zurück. Noch immer wird im Einzelhandel die weiblich« Arbeitskraft bei gleicher Arbeits- leistuag um 17 Proz. niedriger bewertet. Wenn also schon der Berliner Einzelhandel im Licht gezeigt wer- den soll, so muß dafür Sorge getragen werden, daß auch L i ch t a u f hie Arbeitsverhältnisse der Zehntausend« von Einzel- handelsangestellten fällt. Es muß der Oeffentlichkeit gezeigt werden, unter wi« ungünstigen Bedingungen d>« Einzelhandelsangestellten heut« ihren Lebensunterhalt erwerben müssen. Erst vor kurzer Zeit hat man den halben freien Nachmittag beseitigt. Noch immer gehen die Bestrebungen der Unternehmer dahin,«inen erheblichen Teil der Arbeitszeit der Einzelhandelsangestellten zur „Arbeits be reit schaft" zu stempeln, um damit die an sich schon limge Arbeitszeit zu verlängern. Di« Einzelhandelsangeftellten werde« durch den Zentral. verband der Angestellten in einer öffentlichen Kundgebung am Dienstag ihre Forderungen zum Lichtfest der Oeffentlichkeit und dem Käuserpublikum unterbreiten. Llnstimmigkeiten bei den Arbeitsämtern. Bureaukratische llebergriffe. Die Organisation der Reichsonstalt für Akbeltsoermütlung und Arbeitslosenversicherung ist noch nicht restlos dukehgesghrt- Die Vorsitzenden der neuen Arbeitsämter traten ihren Dienst in der Mehr. zahl am 1. Oktober an, in einige» Landesarbeitsbezirken werden sie ihn voraussichtlich erst am 1. November antreten. Die Berwaltungs- ousschiisse haben noch keine Gelegenheit gehabt, an die Erledigung ihrer Aufgaben heranzugehen, und schon scheinen Kräfte am Werke zu sein, die vom grünen Tisch her in die Praxis einer systematisch durchgeführten Arlieitsmarktpolittk eingreifen wollen. Es sind uns Erlasse von Londesarbeitsämtern bekannt, die die Angestellten, die am l. Oktober aus dem Gemeindedienst zu ihnen übertraten, sofort mit einer Abbau. drohung begrüß?». Das Landesarbeitsamt Hessen schrieb: „Insbesondere wird auch mit einer wesentlichen Herabsetzung des Peronals aus Grund der Neuorganiotion der Arbeitsämter gerechnet. Demzufolge sind für den Rest des Haushaltsjahres (bis zum 3l. März 1929) von dein Vorstand der Reichsanstalt etwa nur vier Fünftel der bisherigen Kosten für persönliche Aus- gaben zur Verfügung gestellt worden." Aus dem Landesarbeitsamt Niedersachsen wird uns be- könnt, daß eine gleiche Abbaudrohung bis zu einem Drittel des beschäftigten Personals ausgesprochen ist. Niemand wird sich dagegen wehren, daß die auch von Arbeitnehmern auf- gebrachten Beiträge von der Reichsanstalt in sparsamster Weise oer- wendet werden. Jeder Kenner der Arbeitsvermittlung weih aber. daß es auf diese Weise nicht«eht. Die Praxis hat erwiesen, daß g u t ausgebaut« Arbeitsämter einen Hoch st st and von Vermittlungen ausweisen, solche mit geringerem Personal einen Höchststand vß» Unter st ützungsempsängern. Schemotisch die Mittel zu kürzen, ohne daß die neuernannten Bor- sitzenden zunächst einen Ueberblick über die Organisation ihrer Aemter gewinnen können, ohne daß die Berwaltungsausschüffe ihre gesetz- lichen Rechte und Pflichten ausüben können, erinnert stark an bureaukratische Methoden der Berwaltungsbehörden und läßt den Schluß zu, daß hier die Bureautratie versucht, die Macht, die ihr zum Teil durch die Einsetzung von SÄbstverwaltungskörperschosten genommen worden ist, wieder zu erringen. In gleicher Linie liegen übrigens auch uns bekanntgewordene Bersuche, den mit den Angestelltenverbänden abgeschlosienen Tarif. vertrag nicht zu erfüllen und den Angestellten ihre er- worbenen Rechte vorzuenthalten Wie wir hierzu vom Zentralverband der Ange stell» ten erfahren, bot dieser bereits dafür gesorgt, daß dem bei Arbeits- ämtern beschäftigten Personal zunächst die Möglichkeit der örtlichen Interessenvertretung sofort geschaffen wird, dadurch, daß die neuen Vorsitzenden zur Bestellung von Wahlvorständen zur Errichtung von Betriebsräten angewiesen sind. Darüber hinaus teilt uns der Zen- traloerband der Angestellten mit, daß auch über Fragen der Ein- gruppiernng, der Errichtung einer Schiedsstelle sowie über die Alters- und Hinterbliebenenversorgung der Angestellten der Arbeitsämter in der ersten Oktobsrhälst« verhandelt wird. Die Buchdrucker zum Gewerkschaftskongreß. Entsch edene Stellungnahme gegen die Kommunisten. In der stark besuchten Generalversammlung der Berliner Buchdrucker am Donnerstag im Gewerkschastshaus berichtet« der Gauvorsitzend« Braun über das letzt« Quartal und über den ß�rn�i'fsk-foikieikrmnivk tw fSnmbura. bietem sRicri�Iiahr UJQrcn 15000 erhöbt. Nicht eingerechnet ist dabei die stark ausgebaute LehrlingsabteUung. Aus Grund eines Beschlusses des Internationalen Gewerkschofts- bundes wird jetzt eine A r b e i t s z e i t st a t i st i k durchgesührt. Seit der Einführung der Lehrlingsordnung Hot sich das Arbeits- gebiet durch Beteiligung an den Fachausschüssen wesentlich erweitert. In der Frage des Lohn- und Monteltorijs soll zu ge- gebener Zeit durch die Derbatrdsinstanzen«ine befriedigende Lösung herbeizuführen versucht werden. Broun führte dann aus, daß der Hamburger Gewerk-- schastskongreß einen Verlauf genommen habe, auf den die Arbeiterschast stolz sein könne. Der Kongreß habe nicht nur Arbeit für die Gegenwart geleistet, sondern auch Wege für die Zukunft gezeigt. Die Hostnung aus weitere Stärkung der freien G e w« r k s cho s t en. die jetzt bereits wieder etwa 4 600 000 Mit- glieder in Deutschland zählen, sei daher gerechtfertigt. Ganz ent- schieden wandte sich der Redner gegen das terroristisch« Vorgehen der Kommunisten bei den gewerkschosilichen Veranstaltungen der letzten Zeit und gegen die lügenhaft« B e- richter stattung der kommunistischen Presse. An die Berichte schloß sich eine rege Aussprache. Während von den Rednern der Amsterdamer Gewerkschaftsrichtung die Aus- führungen Brauns unterstrichen wurden, suchten die K o m m u- nisten ihr« Handlungen in«in einigermaßen günstiges Liht.zu rücken. Sie fanden damit den stärksten Widerspruch fast der gan.zen Versammlung. Ein« Entschließung, die die Beschlüsse des Kongresses billigt und die Ausschreitungen der Kommunisten auss schärfste ver- urteilt, wurde gegen einige Stimmen angenommen. Schwerindustriette als„preis"fechrsten Unter- richtsabend im Kurs direkt emzujinden und sich dort beim Ber- trauensmann anzumelden. Der Hörerbeitrog beträgt für ie zehn Abende 2 M., Arbeitslose unentgeltlich, Jugendliche l M. Die mit C bezeichnete Kurse finden im Sophien- Lyzeum. Weinmeister- straße 16/17, die mit 8O bezeichneten im Leibni,,- Gymnasium, Mariannenplatz, statt.____ Oeffentliche Kundgebung der Angestellten de« Berliner Einzelhandels »m Dienst««, be» 9. Oltode». 19»; Uhr. tm»«ten««»I be»»»fikersile. »«Iser.Wilhelm.Str»»« 81,»de,:.Beeli» im Licht-, Lichts,« be»«i»,clh»»b«l». Besio»»»fl»tag« bee«»gestellte», tt« spreche»:£«»•»»ttsnadt, Frieda Licht, Rnbsls Bartel.«»gestellte be» Etx�lhaxbel« erscheint i»»«sie»,»»s bah'» Licht»xrb« im«ixitelh-nd'I Schlich» euch ,»saxi«e» zum geminsamen»omps. Tretet ei» i» be« isentralnerdanb bee Angestellte«! Oriegrxrp» Srsh-Berlio. Beeli»«». II,«ele.Allienee.Stmhe 7— tt. vaudelegierle. Betriebsräte de» hoch». Selon- unl Tiesbaugewerbes., R-ege».»-»tag, 17 Uhr, im Semeeisch-stsha»«, Sraßer Saat. Ba,- belegteeteaversammlung mit folge« be» T»«e»oib»»xg: Baabelegiert«»xb Bau- Smerksbnrb. z»«»betnaidt ber Widtigleit ber Taqc»rb«ung werbe» bi« olleae» Daub, legierte» xab Betriebsräte eelncht. bestimmt xnb pünktlich«a eefchei««». Zeb« Baustelle nuh verteeteo sei». Der Deeeixsoorstanb. Beedanb be««erneinb*.»ab SUattarfeitri, Filiale«uft.Beilia. 15.«e. jlrk. Dienstag, 9. Oktober. 18h> Uhr. Johannisthal. Sternbomm 4. num Sin. iiedler, Bellrlemitgliedervcrsommlxno, Bericht xom Berbandstag. Berbanbs- angelegenheite« und Berschiedenes. I. äl.: Sithl. �rete Gewertswafis-Jugend Groß-Berlin Heute. Lonntag. folgende Beran staltungen: Rortckrei»«nd Nordwest' kreio: Vochenendkurfue im Volkshaus«alkberge. � vstlreio: Um lS Uhr im Jugendheim Litbkenbers. �iinrherstraße. Eröffnung der Winter- saison. GiUkrei«: Um 18� UKr im Jugendheim des Veutswen Berkebro- Kundes. Engelufcr 24— 25,)kufgong B, ptr. Einfilbrung in die Wintersoison. Was wird werden?— Achtung, vorauzekge! Sonnabend- 18. Oktober. IS? Uyr „Literarischer Abend" im Vurgersaal des 9'athausts, Königftraße. Alfred Weierle lieft:„Die Eefchiäzte von den sieben Gehenkten" von Leonid Andrelew. Karten»um Preise von 80 Pf. sind in den Ortsvcrwaltnngen der Verbinde, in den Zugendgruppen und in der �reigewerksebaftlichen Zugondzentrale. Engel- ufer 24— 2S. Zimmer 7s. 1 Ärp., au haben.— Morgen, Montag, folgende Ber- anstaltnngen: Rordtrei«: Breiömddck)enwcrbung.— Rordkreis: Besichtigung des Gewerkschaft sh«?-ses. Treffpunkt tPV.- Uhr im 2. Löf. Engelufer 24—25.— Weißen fee: Po'.kstans.Uebuugsadend in der Turnhalle Pistoriusftraße(Pump. ftation). H —— und doch gibt es noch ein•Mitlei, a dhren leidenden $üßen xu helfen, wenn auch alle Ihre blsheiiaen Versuche mit sogen.„PlattfuB- einlagen" vergeblich waren. 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SO/ TAgllcht lO bis 7 Uhr/ Eintritt 1,— Ri«* SM« MlnMa-Mal Wirlschüstsschule in Siimnberg! V«r vorstand neranstallzl In der Zell vom 5. bl» 24. November 1328 einen Surju« für Sollegen an» der AaHrrc dnoben- und Sugel" lager-Zndnstrte. Unf Berlin entfallen vier Teilnehmer. Sollegen, welche beabstchligen, an diesem Snr|a» teilzunehmen. müssen ihr« selbstgeschriebenen vewerbnngen bl» zum 15. Oktober 1328 einschliehlich bei der Ort»verwalwng einreichen. Nu» der 2t- Werbung muh hervorgehen: vi« bisherige Mitgliedschastsbaver Im venkschea Metallarbeiter" Verband. Tüligkelt im Verbände and in der Aidetterbewegunz. gegen ivdriig« JnnkUon Im Veutscheu Meiallarbeiter- verband oder al» Betriebsrat asm., ab verhrirateL Alter de» vewerber». ob vad inwieweit bisher dereit» an Sarsen teilgenommen und sonstig� zweckdienlich« Angaben Die Bewerber müssen geistig regsam und aafnahmesShig\dn und sollen in der Regel da» 45. Lebeassahr nicht übers h rillen habesweitere Znsormationen können mündlich im Zimmer 4 de» Verbandshauses eiageholt werden. Sammlung arbei»losen n d e> wkrbsunsShigeu Mitglieder uns« es Verbandes. Die schwere»rls«,«en der die JRe. tallindustri- im Sorlobtc merklich»u spüren bfiam, ist 1b tu» ersten Lallte bca z.chrcs weseittilch Mrückgeangen i jedpch niachen sid? allerlei»Anielchen be. merkoar, als od dieser unerträglich« Zuftan» ftch wiederholen sollte, ii(ft alfo noch nicht vorausjüfehea, ob dl«. jeniot». die da» Glüet yaden. Im Pro. dllütronovrovb eingereiht»u fein, noch am Schlui!« de» Joe, res ui Äifjaitiqurs stechen toetten: m ist mit Best mmlheik Kt erwarten, hog wir«m SC, Inst de» Ächre»»in» or„st«rc Anäahl Ardeit*. tos» diichon müssen Dirscn unalidtlichen Vvkern— unfe- Mitgliedern— I»i,nst-h?B, ist abzustoßen, um den arheitolosen Mit- diesem?l»ust-hr>> PsTIcht eine» sehen ornnnlieetee» beltee». und deshalb ergeht auch In ' r Ztns«n die rbeit stehenden Mitglieder, wie In den Borjahren ihr Teil daeu beizutragen, um den orbeil»- losen Mitgliedern unsere» Bcrbande» ein« Beihnachtinnterstüstteng gewähren zu rdnneu. Sur Durch Mtruxg dieser-Absicht hat die Verwaltung Sondernrorfen zu 50 Ys. und 1 AM. heeausgegeben, die ab l. Oktober tS?� im Verdandidau», Linienstraße 85—85, Varterresaal, Schalter 1, aegen Vorlegung de» Mitglied». buche» und der!?unttlonärlarte erhält- llch stnd. Bei fof»r|!g«r Vezohlnna der extnnmm-nen Marke» wird kein Zlu» weis perlangt. Ebenso find diese Sonhermarken bei den Lai'Skafsierrrn unsere»«erbgnbe» lestt ad bt, auf wettere« greiloq, bl» 15 Uhr und an den übrigen Gock-cn, tage» b'e t« IlHr geäffnet. Die Marken zu 50 Vi. stnd iür untere weiblichen nrd jugendlichen Kolleginnen und Kallegen und die Mark?» ,» I NM. für unsere winulichcn Sollegen dcfttmmL Sa III Pflieftt cur» luden mir. qUedca. mlnaufeuna eine Moct««a entnehmen; dabei enleft norova- gefuhl dast d'ejeulouu NoUugun. dl« ,u den dufter berohlfun Berufen»•- Hören. larbrerr Marsen etit-ehme«. Unterstützung sollen all, M'tglieder big SckSW wirklich zur Sawmlung hufitHtutii � ob at nicht selbst tu oU Lage veriA werben kann. Hlecvon Gebrauch ;!Z niüssen. Vir erwarten, daß der Nus der qanisatiov nicht ungehört bleibt daß sich die SimHianät«"»i««» ,®4' bände» mit oller»ratl tzofit elaleste» werden, daß st» auch nicht ein etaizifE' Mitglied bei der Sammlung ansschlle»'- dgtn'l der Ertrag der Sammlung maS' l-chst groß wird, um eine nennen«pecn llnterstützungstuinin« eil»Händigen»» kSnnen. Bar gefaneke«lukalfterre verra» da»«ardaemortan mir» ohne!«»» «bfirelchung ffle l>«taaltangara|n> restlos unseren JJtMgUabem J» gefOHrt.• e* wird ferner gebeten, daß-infafsterf« betrage oder«rdßere Teilbefrage jofo»- an dg» Dumm adgeifefert werden V>F Endadreednnng inust fpcklestcn» a» 1». Baienetaar 19M erfolgt fein, d-w» zu übersehen ist, welcher Betrag an die Unferstflstnngsemnsiwger auogege»«» werden sann. Aus zur proletarischen Solibaritif! vlenafug. dem 9. oriadee. noch?' «>/, Ahe. In de»»«»ulaula. Jta»««« strafte i W Versammlung � sümtNcher In der®lüt) strumpf' Industrie beschäftigten ftolieglnne* und Sollegen. Tageeordnung: L 1 den Labnverbandwngen In der©WF flrnmp-Industrie Z. Verschiedene« Die Wlchfigfest der Zage-ordnung 0? lordert das St scheinen oller Urdenermn? und ArdeUer, auch der HelmardeUerimi«» de» Verband«« erhallen, d sechs Woche» Ritglird>,. bände» und in der Woche asm 17. 61* esten» unsere» Ver. 22. Dezember Itzt» erweebelo» stutz: ebenso diejenigen Mitglieder, die in der gleiche» fielt»ebelt»n-fäh°g tM tgf�eder der Inoalldenkalse) ober tranl find. stolleglnnen nn» S-llegen al, V«. trieNrät«, Vertrauenilente Hub alle aa- deren isnnktionäre nnsercr vrganifatlonl Setzt Euch mit aller grast dalür ein, daß da» Wert pe»l»t»rilaupterpediticin des..Vorwärts' I BETTFEDERN ketne Ro.war«, sondero haltbar, gründlich gereinigt und fewaiebeo, daher garanller, keimfrei Ruptfedern...... Weiß. Rupf oder Schleiß Daunen........ 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Diese Art der„Volts- büdung". die stark an innere Mission erinnert, ist noch nicht erloscheiu «niere Formen der Volksbiwungsschularbeit unter der Erbschaft � Namens„Volkshochschule", den sie mit den Einrichtungen jener �t leider teilen. Die Abneigung mancher Kreise gegen die Volks- Hochschulen gilt zum großen Teil zunächst dem Namen, der wenig Erfreuliche Erinnerungen weckt. � Die parteipolitisch und gewerkschaftlich organisierte Arbeiter- Zieht es vor. die von den Arbeiterorganisationen geschossenen Bildungseinrichtungen zu benuyen und auch die Arbeiterführer suchen zum Teil den Volkshochschulen mit gemischten Gefühlen gegen- Hpf. Es märe zu wünschen, boft niemand ein Urteil über„die Volkshochschule" abgibt, sondern nur von Fall zu Fall über eine bestimmte Volkshochschule, die er genau unter die Lupe genommen •M. Das gilt vor allem für den arbeitenden Menschen, für den diese Einrichtungen geschaffen sind. Voltshochschulen, unter deren Se- Ü'chcrn die proletarischen Elemente nicht überwiegen, haben ihren viweck verfehlt. Es beruht auf einem Irrtum, wen« ein Sozialist erklärt, er Zche„lieber" In eines der Bildungsinstitute seiner Crganiiation. Es gibt hier nämlich keine eigentliche Wahl. Eine richtige Volkshoch- lchule ist kein Konkurrenzunternehmen der Partei-, Betriebsräte- Bder Gewerkschastsschulen. Sie ist und leistet völlig anderes— sie Met jene Bildungsarbeit, die nicht in unmittelbarem Zusammen- ?ang mit der politischen und wirtschaftlichen Arbeiterbewegung steht, daher von der Arbeiterbewegung aus vielen Gründen, darunter auch ans finanziellen, nicht erfüllt werden kann. Die Volkshochschule Groß-Berlin hat wenigstens ihre Aufgabe "nmer so aufgefaßt, daß sie unter keinen Umständen in den Wir- Mgskreis z. B. der Betriebsräteschule usw. hinübergreift. Es ist zweiler Irrtum zu glauben, Volkshochschulen seien Sammel- Zecken der Parteilosen und der politisch Verärgerten. Dazu können Me höchstens werden, wenn die organisierte'Arbeiterschaft sich nicht fügend um sie bekümmert. Es ist ein dritter Irrtum zu glauben, Vollshochschujarbeit lähme das politische und wirtschaftliche Schassens- »nd Kampfinteresse des Arbeiters. Als eine aus össentlichen Mitteln tmterhallene Einrichtung>nuh sie natürlich partei-neutral sein', die Parteigesinnung des Menschen läßt sie unberührt. Aber sie ist weit Bbtfernt von Gesinnungslosigkeit und ebenso weit davon entfernt, politische oder gewerkschaftliche Regsamkeit als eine Angelegenheit Zveiten Ranges zu betrachten. � Meiner Ucberzeugung und meiner Erfahrimg nach kann die Mitarbeit an einer Volkshochschule sogar die Aktivität des arbeiten- Bon Menschen in seinen Organisationen fördern und durch die Aus- Weitung des Gesichtskreises den Wert der Persönlichkeit innerhalb Arbeiterbewegung mehren. Die Frage ist endlich immer nur: wie arbeitet eine Volkshochschule? Setzt sie ihren Hörern mehr oder minder geistreiche„Ueberblicke" über gewisse Wisiensgebiete vor— oder stellt sie den Menschen mitten in die eittscheidenden Fragestellungen hinein'} Füttert sie ihn mit„allgemeiner Bildung", d. h. mit einem Wissen um tausend Dinge, die an sich ganz interessant sein mögen, für den Arbeitsmenschen aber ein Flitterkram bleiben, den er in seinem Werktag nicht brauchen kann und mit dem er im Grunde nichts anzufangen weiß(das wäre Vcrspießerung!)— oder setzt sie an den Punkten ein, an denen sich Lebensnot und Denk- intercsse des Arbeiters konzentrieren, zwingt sie ihn— nöttgenfalls — die Auge» auszumachen, seine Lage klar und nüchtern zu sehen und zu durchdenken? Endlich: treibt sie in der Klassenfrage und Kiassenkampssrage eine Politik der Beschönigung und Verschleierung. träumt sie von der Versöhnung der Gegensäge bei Ausrechicrhallung der ökonomischen Ordnung wie sie ist— oder begreift sie, daß Klassen». gegensätze mit Bildungsarbeit nicht beseitigt werden können und darum auch nicht verhüllt werden dürfen? Wenn eine Bolkshoch- schule in allen diesen Dingen von der alten Ideologie sozialpolitischer Bildungsquacksalberei deutlich abrückt, dann ist sie, wenn auch nickt ein Werkzeug in den Händen der organisierten Arbeiterschaft, so doch eine Einrichtung, von der jeder organisierte Arbeiter Förderung erfahren kann. Ob eine bestimmte Volkshochschule sür chn in Betracht kommt oder nicht, wird der einzelne nicht immer entscheiden könne». Wenn aber die organisierte Arbeiterschaft durch bewährte Führer an der Leitung der Voltshochschule beteiligt ist— dos ist z. B. in der Volkshochschule Groß-Beriln der Fall—, dann ist damit die Gewähr gegeben, die der Sozialist fordern muß. Der eben erschienene L e h r p l a n der Volkshochschule Groß- Berlin(unentgeltlich zu haben bei I. H. W. Dietz— Buchhandlung Vorwärts) enthält die Ankündigung von rund 100 Kursen innerhalb Groß-Berlin. Die nachstehenden Kurse seien besonders hervor- gehoben: Boge»: Bsrujsersolg und Berusserlebnis.— woldt: Der Industriearbeiter heute und morgen.— Geiger: Das Proletariat in der Dichtung.— Raphael: Die dialektische Methode dn Heget. Marx und Lenin. Raphael: Kommunismus und Anarchismus.— Schering: Technik und Gesellschaft.—(Boldberg; Das deutsche soziale Drama.— Ausländer: Die deutsche revolutionäre Bewegung An- sang des l«. Jahrhunderts.— Löwenstein: Sexualpädagogik.— fierflen: Die Geschichte der sozialen Bewegungen.— Duncker: Die Gesellschastspsychologie unter besonderer Berücksichtigung proletarischer Lebensbedingungen.— Berger: Kunst und Wirklichkeit.— Bahner: Das wirischaftliche Gesicht unserer Zeit.— Goldberg: Der soziale Roman in Amerika.— Bittel: Die Konsumgenosienschaften. — Weißcnberger: Rhythmische Schulung für Arbettsmenschen.— Helene Raihan: Der Kroßstadtmensch und sein Verhältnis zum Buch. Theodor Geiger, .. Geschäftsführer der Voltshochschule Groß-Berlin Lehrer gegen Bilöungsaufgaben. 5. Sezirk— Fnedrichshain. ., Das die Deutschnationalen sich überall dort gegen die Er- Füllung der wichtigsten Bildungsaufgaben wen- j!en, wo sie nicht von vornherein übeiragenden Einfluß auf ihre Gestaltung ausüben können, bewies die Fortsetzung der Haus- uoltsdebatten im Bezirk Friedrichshai». Unser« Araktion hatte bei der Beratung des Etats für die Volksbüchereien �5 Einstellung von 100 000 M. für die gründliche Aus- lUllung und Reorganisierung der Volksbüche- Bei« n in dem sehr schlecht dastehend«» Proletarierbezirk des Ber- unor Ostens beantragt, dem auch die Mehrheit uneingeschränkt zu- Uimmte. Der deutjchnationale Schuldirektor Zemke sühtte nch veranlaßt, mit besonderer Energie nickst nur gegen diesen Antrag hetzen, sondern sogar zu beantragen, in der vorliegenden Bedarfs- Übersicht nach die Summe von 75 000 M. um 4 4 0 0 0 M. z u sürzen. Er begründete das vor allem mtt dem Hinweis daraus, swtz aus Veranlassung unserer Genossen seiner, zeit eine starke Sich- mit Ausmerzung der ganzen kitschigen Kriegs- �schichten und Hohenzoller Ii Verherrlichungen vorgenommen war. In der Deputation hatten selbst die deutsch- �tionalcn Vertreter sich nicht gegen dies« Siebung zu sträuben ge- Es ist weiterhin selbstverständlich, daß Herr Zencke den "Küher königlichen" Bibliotheken ein besonderes Loblied sang. �uch dem Etat für Voltsbilduugsveranstaltungen stimmte die deutsch- "Qtionülc Fraktion nicht zu. Bei der I u g e n dw o h l s a h r t Wondie sich Frau Schild, gleichfalls«ine dsutichnativnale Lehre- M g-egen die Vermebrung der städtischen Kinder- ?brte, da hier von„christlicher Sette" genügend getan werde. existiert im Bezirk Friedrichshain kein einziger städti- ' N« r Hort. Der Deutschi, ationale Fuhrmann wetterte gegen �e Wohnungszwangswirtschaft, wobei einige Ausfäll« ßegen den sozialistischen Dezernenten des Wohnungsamtes nicht zu Mgeslen sind.'Stadtrat Genosse Rosin nahm Äelegenhott, dabei ?bs einig« besondere Vorfälle im Wirkungskreis dieses Herrn hinzu- Weisen. Außerdem veranlaß ie ihn eine Anfrage unserer Genossen einer Stellungnahme gegen einig« Notizen der "�elt a m Abend" und der„Roten Fahne". Dort war "«hauptet, er habe ohn« Grund eine Frau Hinausgewielen und ihr Ertlich erklärt auf Vorhaltungen, seinetwegen könne sie sich an die r®el! am Abend" wenden. Eine verlesene Zeugenaussage«rwies. ?tz derartige Ausdrücke Überhaupt nicht gefallen sind, und daß jene Vwu sich_ trotzdem eine Besprechung stattfand— gewaltsam "U tritt zum Stadt ratszimmer erzwang. Sie wurde in oller Ruhe hinmis.gewiesen und ihr der behördliche Weg angedeutet. Mher hm sich die erst vor einigen Monaten Zugezogene lediglich M einem Gesuch an den Reichspräsidenten gewandt. Di« Kommu- Men fühlten sich auch sonst wieder mehrfach veranlaßt, gegen unser« »Zossen zu Hetzen und zu provozieren. Als Genosic Stadtrat ?lodt in aller Ruh« auseinandersetzt«, daß man in Jugendheimen B?Ne unsachliche Verhetzungspolitik gegen Andersdenkende dulden Mi»« und solch« Gruppen ausgeschlossen würden, warf man ihm Mlchenhaftigkeit und Rüpelei vor. Im Tumult ging die Ber- wirnlung auseinander. Am Mittwoch kamen endlich auch die Haushaltsdebat- B«n im Bezirk Friedrichshain- zum Abschluß. Vorher talö Rolkreuzlag! E£2 »oataelMckkOMto■■Hin 134 OM Rotaa Kran«ea Barth». versuchten die Konununislen noch in einer die Taij'ochcrr entstellenden Erklärung die Schuld am tumultuarischen Abschluß der letzten Bezirksversammlung unseren Genossen, und insbesondere dem Stadtrat Genossen Klodt, zuzuschieben. Genosse Bürgermeister Mi«- l i tz stell!« die Angelegenheit wesentlich anders dar. Er betonte auch, daß die sozialistischen Bezirksamtsmitglieder jahrelang unsach- Ii che Angriffe über sich ergehen lassen mußten. Di« KPD. dürfe sich deshalb nicht wundem, wenn nun auch einmal recht offen geredet werde Genosse B üch n e r unterstrich diese Feststellungen und wies die Darflellung der Kommunisten, nach der die Soztawemokraten alz die Störenfriede bezeichnet wurden, entschieden zurück. Angrisse der Kommunisten aus den Bürgermeister Genossen Mielitz führten wieder zu einem Tumult und Unterbrechung. Währenddem suchten kommunistische Stadt- und Bezirksver- ordnete die stark besetzte Tribüne aufzuputschen, was aber gänzlich fehlschlug. Zur Bedarssüdersicht selbst beantragte Genosse Büchner Ln-b I oe- Annahm e nach den Beschlüsien des Haushaltsausschusses, da genug geredel fei. Die unehrlich« Stellung der Komnmnisten wurde durch einen privaten Ausspruch des kom- tnunisttschen Redners zum Jugendwohljahrtsetat. Bezirtsoerordne- ten Osten, gegenüber dem Stadttat Genossen Klodt charakterisiert: „Das, was ich sagen werde, richtet sich nicht gegen Ihre Person, aber ich habe den Auftrag, politisch zu rede n." Eine lendenlahme Erklärung dieses Herrn bekräftigte mir die Darstellung des Genossen Klodt. Bei der Abstimmung über den Antrag Büchner offenbarte sich wiederum die Einheitsfront zwischen äußerster Rechten und äußerster Linken. Mit 29 gegen 26 Stimmen wurde die Ledarssüder« ficht nach den Leschtüssen des Haushalt saus- schusses angenommen. Im Rahmen der weiteren Tages- ordnung fand dce Vorlage auf Errichtung einer Lehr- und Schausammlung im Krankenhaus Friedrichshain Annahme. Ein Dringlichkeitsantrag gab den Kommunisten Bennt- lassung, die Verhältnisse in der Berliner Arbeiter- spartbewegung in völlig verdrehter Fonn aufzurollen und erneut Angriffe gegen das Veztrksantt zu richten. Genosse John verwies auf die Dorps tichtung der Kommunisten zur Befolgung der Moskauer Parolen. Alles wurde Mittel zum Zweck im Interesse der Kammunistischen Partei. So auch ihre Wirksamkeit m der Ar- beitersportbewegung. Im Vordergrund stand die Be- kämpfung der Sozialdemokratie. Bei der Abstimmung vergaßen die Kommunisten, für ihren eigenen Antrag zu stimmen. Er oersiel der Ablehnung. Verkehrsfallen im Norden! 20. Bezirk- Reinickendorf. Die Bezirksverfanmnttung vom 26. September beschäftigte sich mit dem Haushaltsplan für das Jahr 1929. Der Bürgermeister wies darauf hin. daß di« Anforderungen de» Bezirk» ansteigen mußten. weil die Einwohnerzahl seit seiner Bildung um 40 Proz. zugenommen hat. Unsere Fraktion erklärte, daß sie dem Haushallsplan in der vorgelegten Form zustimme, wenn er auch nicht voll be- friedige. Unser Redner wies darauf hin. daß die Straßenbefesti- gungen mehr den heutigen Verkehsverhöltnisien angepaßt werden müßten. Eine Notwendigkeit ist die direkte Verbindung mit Ck>ar- lottenburg. Die Verkehrssallen an der Humboldt- Ecke Berliner Straße und an der Kopenbagener Ecke Hauptstraße müßten unbe- dingt beseitigt werden. Wir wünschen eine bessere Straßen- beleuchtung und-bessere Reinigung der Nebenstraßen. Der Bau des Lyzeums in Reinikkendorf muß beschleunigt werden, damit die jetzt besetzten Klassen sür die Volksschule frei werden. Die Ein- richtung einer Schulzahnklinik wird von uns begrüßt. Wir fordern mehr Badegelegenheiten für Zteinick endvrs»»d Borsigwalde und die Freigabe des Sportplatzes in Wittenau. Für die Anlegung des Freibades am Tegeler See hallen wir Saat- winkel als die geeignetste Stelle. Die Bürgerlichen erklärten, daß sie dem Haushaltsplan zustimmten. Die Kommunisten aber lehnten ihn ab. weil er Nicht klassenkämpferisch genug sei. Nachdem von uns auf den Widerstand von rechts und links im Wohnungsbau hin- gewiesen wurde und der Bezirksbürgermeister erklärt hatte, daß die früheren Einzelgemeinden nicht soviel erreicht hätten, nahm die Bezirksversammüing den Haushaltsplan an. Oie Rechtsmittel in der Krankenversicherung. Wie in allen Verwaltungen bleibt«s auch bei den Kranken» kosten nicht aus, daß Streitigkeiten mit dem Publikum entstehen, sei es nun, daß ein Arbeitgeber glaubt, bei der Beitrags- berechnung ungerecht behandelt worden zu sein, sei es, daß Versicherte der Ucberzeugung sind, ihnen zustehende Leistungen nicht erhalten zu hoben. Das Gesetz, das hier in Betracht kommt, die Reick�versiche- rungsordnung, hat zur Schlichtung solcher Streitigkeiten einen be- sonderen Rechtsweg vorgesehen, der sich gegenüber dem vor den ordentlichen Gerichten durch weitgehende Mitwirkung der Beteiligten. Arbeitgeber und Versicherten, ausgezeichnet. Bei allen Strettigketten empjiehll es sich natürlich in erster Linie, mit de r Kassenverwaltung oder dem K o s s e n o o r st a n d in Verbindung zu treten. Meist wird sich schon hier die Angelegenheit zur Zlifriedenyeit aufklären. Bleibt dieser Weg erfolglos, weil beide Teile im Recht zu sein glauben, dann ist als erste Instanz das Ver- sicherungsam! anzurufen, das bei den unteren Verwaltungsbehörden gebildet ist. Sehnlich zusammengesetzt wie die Arbeitsgerichte— ein beamteter Vorsitzender und je ein Beisitzer aus dem Kreise der Arbeitgeber und Versicherten— entscheidet es den Streit, ohne daß den Rechtsuchenden irgendwelche besonderen Kosten entstehen. Jede Partei kann vor dem Versicherungsami, ebenso wie vor den höheren Verslcherungsbehärden, ihre Sache selbst vertreten, doch kann sie sich auch durch andere Personen vertreten lasten. Rechtsanwälte sind zugelassen, werden aber nur selten in Anspruch ge- nommen. Hedrigens ist eine persönliche Anwesenheit nicht un- bedingt ersordeiitch: es tonn auch mich Lage der Akten entschieden werden. Das Verfahren ist also denkbar oereirijacht. Wer mit der Entscheidung des Versicherungsamts nicht zusrieden ist, kann dagegen Berufung an dos Obervers icher ung samt einlegen, das bei der höheren Verwaltungsbehörde(Regierungspräsident) errichtet ist. Auch das Oberversicherüngsomt steht mit den in Frage kommen- den Kreisen in enger Verbindung, da auch seine Beisitzer den Arbeit- geber- und Versichertengruppen entnommen sind. Seine Eni- j cheidungen sind in gewissen Fragen endgültig, wenn es sich nämlich handelt um di« Höhe des Kranken-, Haus- oder Sterbegeldes, um Unter st ützungsiälle, in denen der Kranke überhaupt nicht oder weniger als acht Docken arbeitsunfähig war, bei W o ch e n- und F a ni i l i e n h i l j e, bei A b s i n d u u ae n ober Koste n de» Verfahrens. Dem unterliegenden Teil kann eine Gebühr, die nieist sehr gering ist. auserlegt werden. Wer der Ansicht ist, daß das Verfahren vor dem Oberoersicherungsamt an wesentlichen Mängeln gelitten hat. oder daß das Oberversiche- rungsam t in seinem Urteil gegen den klaren Inhalt der Akten ver- stoßen hat, kann nach Revision an dos R e i ch s v e r s i ch e r u» g S- amt in Bertin einlegen. Das Reichsversicherungsamt entscheidet endgültig, seine grundsätzlichen Enlscheidunge» sind sür die unteren Lersicherunasbehörden bindend. Wenn noch keine grundsätzlickie Entscheidung in einer Sache ergangen ist. die von besonderer Wichtigkeit stt, kann auch das Oberversicherungsamt von sich aus das Reichsversicherungsaiitt direkt anrufen, ohne selbst zu entscheiden. Dieser Fall kommt ziemlich häufig vor, so daß es wohl möglich ist, daß schon in zweiter Instanz eine Sache an das Reichs« versicherungsamt gelangt. Berliner pfandleiher gegen Bergmann. Di« Berliner Pfandleiher wollen nicht mit dem Lombardschieber Bergmanii in einen Tops getan werden. Sie wehren sich Sie appellieren an die Press«. Bergmann, der beileibe nicht mit einer Pfandleihe verglichen werden wollte, der sich großspurig.Lombardgeschöst" nannte, einen Staats- an wall als Referenz hatte und auch sonst hohe Protektionen besaß, dieser Berga ktini hatte selbstverständlich das Rezept gefunden, die Leute eftizuseiftn. ohne daß«in« scharf« Kontrolle durch die Behor, den erfolgt. Die Behörden haben sich durch den Ausdruck „Lombardgeschäft" düpieren lasten und übersahen, daß der Begriff des Lombards nur Hilss- oder Nebengeschäfie des Bankwesens betrifft. Schon 191? haben sich die Pfandleihen den Behörden gegenüber gegen die unsaubere Konkurrenzder Lombardgeschäfte gewehrt und schon damals auf die un- glaublichen Mißstände hingewiesen. Da die Lombardgeschöste Stauf- mannsware jeder Art beliehen, auch solche obskurster Herdrnft, hätten sie unbedingt in die sehr einschnürenden und von der Polizei täglich konttollierten Bestimmungen des Pfandleihgewerbev falle« müsten, di« Betrügereien hätten nicht geschehen können. Wie sich aus einer Besprechung der Pfand.leiher mit Presse- oerttetern ergab, führen die ersteren selbst seit Jahren«inen erbittet- t«n Kamps gegen Schädling« in ihrem Gewerbe. Dieser Kamps ist entstanden, weil wild« Pfandleihen und Lombardgeschöste mtt ihren unkontrollierten Geschäften die Kundschaft mit großen Versprechun- gen anlocken, währeich die konzessioniert« Psondleihe als Bank des „kleinen Mannes" gar nicht mehr in der Loge ist, mtt auskömm- lichem ffieropn zu arbeiten. Direktor Bunge von der Staatlichen Pfandkammcr bestätigte in allein die Ausführunzen der anwefen- den Psandleiher. Wie arg es mtt diesen für die Regulierung der Darlehnsbedürfnisse ärmerer Lolkskreise so notwendigen Pfand- leihen bestellt ist. erhellt die Mitteilung dieses Beamten, daß P s ä n- der bis 20 M. Verlustgeschäfte für die staatlich« Psondleihe stich. Dies« kleinen Psandobjekte aber betragen über k>0 Proz. oller Pfandgesuche. Die berechtigten Forderunzen der Psandleiher heischen Beachtung durch die Handelsammer und die Polizeibehörden. Auch zum Winter gBoßm yfamruaAl. oeeim Qualitäten. hillig tia TieeUe!! S-Rs»« STOFFE * Mo/kenmarkt NsW Die„Hochschule der Liebe". Eine Abhandlung über Dinge, die viele auch ohne Literatur zu begreifen pflegen, führte den Schriftleiter einer Wochenschrist. Edgar Schulz, in Moabit vor den Staatsanwalt. Gleichzeitig galt als gra- viercndes Materiol gegen den Angeklagten ein von dem Genannten versasttes 5iandbüchlein Hochschule für Liebeskultur", dem die frag- lich« Stelle entnommen war. Der Staatsanwalt hatte mit feiner Anklage keine glückliche Hand: doch kann man darüber streiten, ob es die richtig« Form ist, die der Angeklagte und fein Verleger in dieser mit vielen Nuditäten geschmückten Zeitschrift gewählt haben, auf ksärend und erzieherisch in der Sexualnot dieser Zeit zu wirken. Die Oberprüfstell« für Schund- und Schmutzschriften verneint« es, das mild« gestimmt« Gericht attestierte dem Angeklagten die Sauberkeit. Wir haben keinen Grund, für diese Art von Lite- ratur, die wir als höchst überflüssig erachten, einzutreten. Bor allen Dingen halten wir es für durchaus abwegig, wenn eine Reihe Wissenschaftler der Zerrüttung von Ehen dadurch begegnen wollen daß sie eine schul- oder lehnnäßige Unterweisung veranschaulichen. Kämpfen bekannt« Sexüalforscher gegen das höchst überflüssige Schund- und Schmutzgesetz, so wärmen sich wiederum andere ihre Suppe daran. Während der Staatsanwall für jeden Fall der ver- schiedenen Unterweisungen 1000 Mark Geldstrafe diktierte, was immerhin ein erkleckliches Sümmchen ausgemacht hätte, sprach das Gericht den Angeklagten frei. Jubiläumsfeier für Ar«» Nadel« Die Berliner Zionistisch« Vereinigung veranstattet« anläßlich des 30. Geburtstages Arno Rädels ein« Feier in der Loge in der Kleiststraß«, um den Lyriker, Dramatiker, Maler und Kom- pomsten auch al» Juden zu würdigen. Der Bortrog Kerrs im Rundfunk über Rodel den Mystiker wurde leider nicht übertragen. statt dessen sprachen Dr. Hildesheimer und Felix Stößin- ger über Nadel als Mensch und Dichter. Der vielseitige Künstler hat sein« eigene Art. Ding« zu sehen. Schicksale zu leben, zu leide» und zu überwinden, alles Schaffen geht bei ihm von derselben Welt- -uffchammg. die an» tief religiöse ist, aus. Von den vorgetragenen Werken wirkten deswegen auch die am unmittelbarsten, die sich mit jüdischen Dmgen befchöftigten. Auf musikalischem Gebiete hat Arno Nadel bahnbrechendes geleistet. Um den jüdischen Gesang steht es ja bekanntlich sehr schlecht, es gibt eigentlich nur synagogale Ge- sänge. Die Volkslieder sind in der Zeit des Ghettos stark von dem Geschmack der Gastoölker(meist slawische) beeinflußt worden. Um die Erhaltung der vorhandenen Gesänge hat sich Nadel große Ver- dienste erworben. Die ausführenden Musiker waren ersten Ranges, die Rezitation der Gedichte wäre bei Gra nach freilich besser aufgehoben gewesen. Der anwesende Jubilar mußte sich oft bei einen, begeisterten Publikum bedanken. Eine Kleingärtnerfeier. Am letzten Sonntag hatte der B c z i r k s- verband der Kleingärtner des IS. Bezirks feine Mitglieder noch der neu errichteten Kleingarten-Kolonie„E r p e t a l" bei Hirschgorten gerufen. Bon der Erkenntnis ausgehend, daß die Äleingartenbewegung noch immer in der Oeffentlichkeit um ihre An- erkennung ringen muh, zeigte hier die Einweihung des Bezirks- aefchäftszimmers, von welchem Ernst diese Pioniere einer großen Kulwrbcwegung erfaßt sind. Juwelen- Belmonte Sllherwarco- GröBte Auswahl. Höchste Qu. Leipziger Str. 97 IIA» wam KönigstraBe 30'UlllBVI hste Qualität Billigste Preise, aoldwaren Aus der Partei. Gedenkt des Schandgesetzes! Eine F e st f ch r i f t z u m 21. Oktober, die der Parteiverlag I. H. W. Dietz Nachf., Berlin, hcrausgebrachl hat, liegt jetzt vor. Auf 16 Seiten hat der bekannte Genosse Kampffmeyer histo- rische Denkwürdigkeiten in Wort und Schrift verewigt. Abdrucke zahlreicher zum Teil noch unbekannter Dokumente und viele Bilder hervorragender Kämpser der damaligen Zeit geben der auch technisch bestens ausgestaiteten Gedenknummer das Gepräge. In besonderen Kapiteln wird weiter die damals als„Geheimorganisation" be- stehende sozialdemokratische Bewegung geschildert. Es ist zu wünschen, daß recht viele Exemplare dieser eindrucksvollen Gedenk- schrift in den weitesten Kreisen, vor allem unter der heranwachsenden Generation Verbreitung finden. Preis 23 Pf. Karl Sperka, einer der Senioren der württembergischen Sozial demokratie, vollendete am 6. Oktober in geistiger und körperlicher Frische sein 75. Lebensjahr. Er ist in Breslau geboren, nahm vor nunmehr 43 Jahren seinen Wohnsitz in Württemberg. Hier hat der junge Handschuhmacher unter dem damals geltenden Ausnahme- gesetz sich trefflich in der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung be- ioöhrt. Das Vertrauen der Genossen berief ihn bald an die Spitze der Landesorganisation, die er viele Jahre leitete. Im Jahre 1001 wurde er in den Stuttgarter Gemeinderat gewählt, dem er 22 Jahre lang angehörte. 1903 wurde er im Wahlkreis Maulbronn in den Reichstag und 1012 auch in den württembergischen Landtag gewählt. Der Krieg hat die von ihm errichtete und namentlich an das Ausland vertaufende Handfchuhfabrik und damit auch feine Existenz zerstört. Aber die Anerkennung der Parteigenossen für seine jähr- zehntelange aufopfernde Arbeit, die aus der württembergischen Parteigeschichte gar nicht wegzudenken ist, hat ihm geholfen, über die schweren Jahre hinwegzukommen. Wir wünschen ihm noch einen schönen und erfreulichen Lebensabend. Vorträge, Dereine und Versammlungen. Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold". fficfdjöMs(teile: Berlin S 14, Eebastianste. 37/38, Lot 2 St. «i-tersport-bteiliing. Mittwoch. 17. Ottoder. 20 Uhr, Vortrags. abend im Bürgersaol des Berliner Siathaufcs. Königstroßc. Filmvorführung und Referat des Reichsjugendleiters, Kameraden Baue, Magd«. burq. Eintritt frei. Alle Kameraden nebft Angehörigen herzlich willlommen. — Sonntag. 7. Oktober. Mitte. 10 Uhr, 3. Kameradschaft Seneralappell bei Schilling, Rungcftraftc 30. Aktive Kameraden Bundeskleidung. Schöneweib«. Zohannisthal. Iungdanner. Sportplatz Blcntcrwald, Banmschulenweg. Ab. morsch bsh Uhr Oberfchöneweidc. Königsplatz. Pankow. lOVj Uhr. Iungkame- raden. antreten Nordend, Kaltcftellc der 48. Nachzllgler, Schildow. Echlltz.'ihaus. Adlershof(Sportgruppe). 0 Uhr Handdalltrainina, Sportplatz Birkenallee.— Rontag, 8. Oktober. Mitte. Iungdanner. 20 Uhr Jugendheim. Tieckstrah«. Bortrag:„Schmutz und Schund". Beschlußfassung über die Turnsport. und Sandbalifrage Kreuzberg. Jugend I. 20 Uhr Heimabend im Jugendheim, Bord. straße 11. Zimmer 5. Jugend IN. 30 Uhr Versammlung im Jugendheim, Wrangelstraße 12«. Sharlottenburg. Kameradschaft Rathaus. 20 Uhr Berfamm- lung im Edenpalafi. Adlershof fSportgruppe). 19>4 Uhr Jugendheim. Röhn. straße, wichtige Besprechung.— Dienstag,«. Oktober. Prenzlover Berg. Boll- ver/ommlung der Jnngmannsd-ost im Altersheim, Danjiger Straße l>2, um 20 Uhr. 20 Uhr sämtliche Radfahrer 3» wichtiger Besprechung im Altersheim. Kreutberg, lg- 22 Uhr Sportabend fZiu-Jitsu), Turnhalle,«neisenaustr. 7. Wilmrrsdors. 20 Uhr Versammlung im Biktoriagarten, Wilhelmsaue. Vortrag des Kameraden Erdmannsdörfcr. Pankow, lg'; Uhr antreten der Jung. kameraden Marktplatz. Brcitestraße. Winleesportabteilung. 21 Uhr Schwimmen im Wellenbad Lunaport. Segen Vorzeigung der Mitgliedskarte ermäßigter Preis, ZO Pf. Marinc-Abteilung. 20 Uhr Blinken, Winken im Bootshaus Tegel, Uferstraße 1. Sanitätsabteilung, Der Sanitätskursus des Kreises Süden de- ginnt Dienstag, g. Oktober, 20 Uhr, bei Hinze, Sebastianstraße l. Gleich. zeitig Aufnahme neuer Kameraden zur Teilnahme. Krenzberg. Dienstag. 9. Ok» t»h«r, Jugend II, 20 Uhr. Versammlung bei Krepp, Planufer 73. Schöneberg. Friedenau. Sonnabend, 13. Ottober, 3. Herbstsest in den Sprchernsälcn. Karte» »um Preise pon X M. sind bei den Funktionären und in der Geschäftsstelle zu haben. Reich, band der Kriegsbeschädigten, Ortsgruppe Westen Bezirk so ersann»» sung sowie Lichtbüderuortrag am Dienstag. 9. Oktober, 20 Uhr, im Zahn» ärztchaus, Vülowstraßc 104.., Freie Hochschule Berlin, S. V. Am kommenden Donnerstag beginnt Prof. F r i e b c n t h a! um IS Uhr, Jnsclstraßc 2, seine Bortragsreihe:„Rasten, Völker, Kulturkreisr" mit Lichtbildern, um 20>,-: Uhr folgt der Kursus„Volks- Iport und Selundheitsqqmnastik für Berufstätige".(Dr. Schulte mit ncrschicdc- neu Dozenten.) Ferner beginnen Donnerstags und Freitags zahlreiche Sprach- kurse und Fachkurfc. Alles RLHcrc im Vorlesungsverzeichnis, das kostenlos in den Buchhandlungen, in den Kaufhäusern Wcrtheim und Tietz, Kaufhaus des Westens und im Hauptburcau Gcorgcnftroßc 40a zu haben ist. Verband der Reichsdeutsche» au» Rußland c. B. Montag, 13. Oktober, lg>4 Uhr. Schubert-Konzertsäle. Bülowstraße 10t(am Rollendortplatz), monai- liche Mitgliederversammlung. Gäste, Geschädigte aus Rußland, stnd willkommen) .Kosmo-sreunde", Raturwisscuschaftlichc Arbeitsgemeinschaft Groß-Berlin, S. 39, Mllllcnhofsftraße 0. Dienstag. 9. Oktober, 20 Uhr, im..Rosenthaler Hos" Rosenthaler Straße 11—12, Lichtbildervortrag des Herrn Lbcrbegrats Ertel Über:„Entstehung. Vorkommen, Gewinnung und Bcrwendung des Steinsalzes". Eintitt frei. Gäste willkommen. Modenschau der Deutschen Modenindustrie. Anläßlich der Houptvevsammlung des Bereins Deutschek Zeitungsoerleger veranswllet« der Reichsverband der deutsche» Mode-Jndustrie im Hotel K a i s e r h o f für den weiblichen Teil der Gäste eine Modenschau. Dies« Bcranstaltung, an der sich eine ganze Reihe führender Modehäuser Berlins wie Gerson, Drocoll, Prager- Housdorfs usw. beteiligten, stellte gleichsam eine Revanche für die Aufmerksamkeit dar, die die gesamte deutsche Presse der Mode in ihrer Eigenschaft als wichtiger wirtschaftlicher und kultureller Faktor entgegenbringt.— Die vorgeführten Neuheiten wurden von dem überaus zahlreich erschienenen Publikum mit viel Beisall aus- genominen und mit freudiger Genugtuung stellte man fest, daß die Mode der„ewigen" Backfische— wenigstens für die kommende Saison— vom Schauplatz oerschwand, um einem individuelleren, dezemen, also damenhafteren Modebild Platz zu machen. Die Kleiderlänge weist wieder normale Maße aus, di« bevorzugt« Farbe— besonders für den Abend— ist schwarz, die Verarbeitung der Kleider und Mäntel vornehm und schlicht. Aus daß der fröhliche Uebcrmut aber nicht ganz zu Grab« getrogen werde, klemmt sich, wer den absoluten Drang hierzu verspürt, einen ausgewachsenen Leopardenbaby-Ersai; zwischen den Ann. Eme iutrressontr Ausstellung„Sammct und Seide" fRaiur- und Kunst- seide) veranstaltet die Firma Wertheim in ihrem Hause Leipziger Straße unter Mitwirkung des Vereins Deutscher Eeidenwedereien und des Verbandes T'eut' icher Sammet- und PIllsch-ssobrikanten. Neben den hochwertigen deutschen, reinseidenen Stoffen, deren Herstellung auf Webstühlen gezeigt wird, ist ai-cd die beliebte Kunstseide, ihrer Bedeutung entsprechend, vertreten. Man findet die fließenden schmiegsamen Stoffe und s?ertigfabrikate der Firma Bem-berst und unter anderem von den Vereinigten Glanzstosfabriken ein neues Fabrikat Zelta, aus dem hervorragend schöne Hcrrenkrawatten hergestellt sind. Ver- bunden hiermit ist ein großer Verkauf von Kleider- und Seidenstoffen in allen vier Geschäften der Firma. Für-Auslage kommen die letzten Neuheiten in tiner Auswahl wie sie kaum noch übertroffen werden kann. Bei den bekannten billigen Preisen� während dieser Verkäufe fällt es keiner Dame schwer, den richtigen Stoff für ihren Winterbedarf zu wählen. Der Werdegang de« Halbmoud-Teppichs. Im Jahre 1880 gründete deo Webermeister Karl Wilhelm Koch zusammen mit einem Berufskollegen tc Kock eine Teppichfabrik in Oelsnitz im Vogtland. Das von ihnen hergestellte Fa« brlkat wurde mit dem Warenzeichen eines Halbmondes versehen und diese Marke ist eine der bedeutendsten geworden, die in der ganzen Welt ihr-Abi'a?- gebiet hat. Ursprünglich mit 30-Arbeitern in ganz bescheidenem Nahmen und mit ganz geringen Mitteln gegründet, ist dieses Werk zur größten Tepp, cd'> webere» der Welt geworden, das beute etwa 3000 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Der Halbmond-Teppich ist ein Fabrikat, das an Güte und Schön'- heit den Erzeugnissen der ganzen Welt überlegen ist. Eine übersichtliche Aus- stell unq der Salbmond-Teppiche der Firma Koch u. te Kock, Oelsnitz und deren Fabrikat, onsgang veranstaltet die Firma Teppich-Burfch, Berlin<7, Spandancr l Straße 32, in ihren Schaufenstern, wo in übersichtlicher Form dargestellt wird, wie ein Teppich entsteht. Es wird das-Nohmaterial in allen Phasen des I Werdegangs gezeigt, ferner die Technik erläutert, wie dieser begehrte Teppick entsteht. Die Firma Teppich-Bursch, Berlin C., Spandauer Straße 32, als größte Abnehmerin dieses bedeutenden Teppichwerkes Koch u te Kock in Oels- nitz. bittet um Beachtung ihrer Ausstellung, die jedem interessant und lehrreich sein wird. Bei Eintritt der»alten Jahreszeit ist es im Saushalt und Geschäftsraum wichtig, festzustellen, ob für die richtige Heizung Vorsorge getroffen ist Die alte Svezialfabrik Semmler u. Blender« A.-G., 6. 14, Dresdener Straße 98 bis 100, Moritzplatz 9913—9940, liefert Oefen in jeder-Art, Größe und Ausführnna zu billigsten Preisen.-Ameritanische. Irische, Ead�, Daucrbrand und unterdält ein sehr großes Lager. Mit mehreren Laktautos und eigenem Fuhrpark werden me Waren nach allen Bororten expediert. Lieferung auch gegen Teilzahlung. HALLE I STAND 120 Gouniag 7. Oktober t92S Unterhaltung unö Wissen Beilage des Vorwärts Das Meer des armen Mannes. La» v-fider«ofztottnqi. berechtigte Ltbertragung.n fluchte, verspürte er in seiner Brust schneidenden �pnerz. Er blieb an der Donau steh««. Eine«eine Schisssstation wg vor ihm. Er bestaunt« die winzig«, Dampfer, die blaugekleideten Matrosen und dos schläfrig«, unlätig« Lebe» de» Wassers. Ein« W°che schlenderte er so dahin und gafft« herum. Endlich sprach er 'k trauriger Miene zur Mutter: .-Hch habe mich auf«in Schiff verdingt...»«»»rücken. 'chläger..- Die Nachbarn höhnten grinsend: -Du bist also Matrose geworden. Peters* . Peter sprach kein Dort: er biß sich nur aus die Sippe und chke an, Meer. .„..Da» Meer*— flüstert« er. allein geblieben, vor stch hin. 'ostelnd. ungläubig, leise. Er wollte sagen: »Das Leben...* I � Peter dacht, von nm» ab nur noch selten ans M«r. Sein« ?rme kräftigten sich, er wurde auch etwas dicker und war ein pünkt. lch«r. zuverlässiger Schiffsangestellter de» Lakaldampfer».»is- I�ilen ergötzt« er sich noch an dem perlenden, welligen Wasser. ?°na aber vergaß er alles. Ein roter Vollbart rahmt« fein feiste« Besicht ein. und er war am glücklichsten, wenn er w ein« Schenk« ""kehren und sich erbärmlich betrinken tonnte. Hm Lause der Hahr« kam er aus die Steuerbrücke. Aber sein �ben blieb ebenso eintönig, wie es vorher gewesen Er steuert« einem Ufer zum anderen. Und schrie au» voller Kehle tu» Mcsstnqrohr: »Recht,... sink»... vvrwstrt»!-.* 5. . Ein Jahr vorging nach dem anderen. Auf den Frühling folgte � Sommer, auf de» Sommer der Herbst. Zur Herbstzest ist die Rote Schwäne kommen geflogen? Australiens Gegeuwari und Zukunst. Da schwimmt sie, die große schöne Insel— in der unendlichen blauen Südsee: die große Insel, ein eigener Kontinent: Australien! Australien! Man könnte dieses sagen: Australien, auf der blauen See wirkt es wie eine Pflanzensamilse der hellen Wasserrosen. Das Geblatt, die einzelnen Bundesstaaten: Mittel-Austrätien, Rord-Australien. Weft-Austratien, Süd- Australien, Pittoria, Reusüd wales und Queensland. Blatt um Blatt ein Eigenes, und doch zusammen ein« große Familie: Gelbständige Staaten, geeint zum vertrSglichen Bunde! Austtakien: farbiger Kontinent in der goldenen Sonne eine» glück- liehen Südens, schwimmend auf azurblauer See— eine Seerasenpflanze, die auch ihre Blüten hat. Weiß leuchten die Seerosenblüten Australiens: dos sind die Wüsten, die großen weißgelben Sand- wüsten— unfruchtbar, und könnten doch fruchtbar sein,«enn der Mensch--. Doch davon später. Um Blatt und Blüte Australiens schwirren Insekten. Libellen und Brummer, Mücken und Falter. Do find die großen Städte des Südostens: Brisbane. Sydney. Melbourne, Adelaide Brummer am Rande der Sserosenblätter sind dies« Massenfiedelungen der Menschen: sie nagen Australien an. legen ihre guten und ihr« bösen Eier in das Geader de» Blattnetzes, sie machen Australien brandig. Hört ihr nicht Schillers Friedrich?.Die Welt ist vollkommen über- oll, wo der Mensch nicht hinkommt— mit seiner Qual.* Aber andererseits auch: Der Mensch veredelt die wild« Rose Ratur. Der Mensch schafft neues Leben— wo Wüste ist: soll Garte««erden. Doch wiederum: davon später. Australien, schöne Insel mit eigener Flora und eigener Fauna. Rur der Mensch ist Uniform, wie überall: der Mensch, in seinem Guten und Bösen, seinem Reinen und seinem Schmutz, der Mensch in seiner Ehrlichkeit und in seiner Riedertracht. in seiner Wahrheit und seiner Lüge, der Mensch in seiner Schöpferkraft und in seiner schmarotzenden Trägheit. Ueberall in der Well gleicht fich der Mensch in seiner Zweihell: Licht und Schallen. Feuer und Qualm. Auch im glückliche»«ustratie» ist der Mensch überoll. Nicht s» die Tierwell. Nicht so die Pflanzenwelt. Schwarze Schwäne fliege» in doppeltem Keik durch die funken- sprühende Tropenlust des nördlichen Australiens. An de« Berg- hänge« Oft-Australien» rauscht der Seewind in den sünfzig Met« hohen Gummibäumen, m den Eukalypten. Und Biktorios schnörkelig gegliederte Akazienbänm« lassen ihr« blauen, ihr« rosa- farbigen und ihre golden« Blütent rauben de» buntesten Fallen, eine honigreich« Wonne sein. In West-Australie» springt durch da« mannshohe Spinifex. durch das Stachelgras—. der Dingo, der zahnschars« wilde Stcppenhund. An den Salzsee« Mlltel-Austxoliens patscht durch das handbreite Schllfgras-- das kuriose Schnabeltier. «in Säugetier mit einem Entenfchnabel. Und im südaustralischen Busch tanzt da» Känguruh,»nt dem Strauß. Schlange» schweselsarbene Eidechsen sonnen stch aus de« bronzenen Fels- platten von Queensland: W> Grad Hitze. Im Palmbaum der Kimberleyberge lärmen d-e rotgeschopfte» Kakadu». Und wenn die Sterne chre goldenen Augen über Australien öffnen, dann saust der Flederhund mll dem fliegenden Eichhorn um die Wette: Ziel: das Goldene Kreuz am hohen Zenit? Australien. Drei große Nahrungsmöglichkeiten für den Wen- scheu: Wolle und Gold und Weizen. Biellousendköpsige. grauwovige Schassherden grasen über die Steppen, vom schwarzen Buschmann behütet, von Ureingeborenen Australiens. Und i» West-Australien ratter» die Minenanlagen Tag und Nacht— durchwühle« de» Sand, zermahlen da» Gestein der Ranges: der Gebirge— aus der Such« nach dem gleißenden Metoll. das die Well der Menschen be- herrscht: gierig auf Gold! West-Austtalien. das Land des Goldes. Fünfmal so groß als Deutschland— und nicht mehr Einwohner als wie die«ine Stadt Dortmund, rund 350000. Die Hälft« dieser Einwohner bevölkert die Hauptstadt Perth, die mit geradlinigen Straßen am schäumende» Schwanenfluß liegt. Die Hasenstadt von PerÜj ist gremankl«. Hier atmet die See ihren brausenden Weltenrhythmus gegen di« granitenen Hafenmolen. Und die Schnelldampfer von Bombay und Suez nehmen das im Innern de» Landes geschürft« Gold in ihren Safes mit nach London. Hohei. die Goldminen in den Hochsteppe» West-Lustraliens. Biel« hundert Schürfstellen— bis in die großen Wüsten hinein. Fünfzigtausend Menschen stehen im Dienst« des britischen Minen- kapitale Gold! Gold! Da« ist die große Parole. Der einzelne Digger, der Goldgräber— der aus eigene Faust sein gut Glück versucht, der ist eine Seltenhell geworden. Er kann gegen die Schürfmaschine nicht mehr konkurrieren. Die Moschin« durchwühlt deo Sand, sie wäscht aus Sand und zermahlenem Felsgestein das blinkeblanke Gold heraus. Und wir sünszigtausend Arbeiter der westaustralischen Goldminen: wir find nur Glieder der großen Londoner Schürfmaschinen. Lohnarbeiter sind wir— Sklaven des Großkopitals. Sklaven? Bielleicht? Aber vieles haben wir dem Minenkapitak abgetrotzt. Sklaven— nur für acht Stunden des Tages. Der Achtstundentag ist hier Gesetz! Jeder Arbeiter der Goldminen trägt an seinem breitrandigen Diggerhute die rote Fasanenseder der sozialistischen Idee. Viele Nationen haben die Goldminen an sich herangezogen: hier arbeiten Bnlcn, Inder, Perser. Türken, Balkaner, Ungarn, Deutsche, Italiener, Griechen— und selbst abenteuerlustige Pank««: friedlich nebeneinander! Uns. bindet die Idee der Völkergemeinschaft— der Sazialismus, und unsere Gcmeinschaftssprache ist Englisch. Digger-Englisch Gold-. gräbersprache. Roh und rauh. Eigen in vielen Ausdrücken— wie die Arbeit, das Entbehren, die Freude und der rcgenlafe Himmel sie formte. Jede Sprache wuchs noch aus Arbeitsbedingungen he«: aus. Die Not und die Landschaft formte die Sprachen. Wilde« Voll find wir, immer gierig auf Frauen. Aber in» gibt es hier im Golddi strikt Frauen? Wir tanzen mit den Staub wölken des Steppenwindes. Unsere Musik ist der Wiistensturrn durch die eisernen Echürstürmc unserer Minen. In Coolqardie gibt es wohl Frauen, für Gold zu kaufen— und in Perih und in Adelaide und in Melbourne gibt es Frauen. Wir sparen ein Jahr long— dann gehen wir mit unserem Golde die Frauen suchen. Was wir in einem Jahr« ersparten— das zerschlagen wir in«kr Wochen: Dam! Whisky her— und Jazzmusik, Mädels! herbei zum wirbelnden Reigen. Dann auch den Würfelbecher her. Und Wein und Zigarren. Und Rosen— es lebe da« junge Leben— nächsten Monat find wir wieder Sklaven auf der Mine! So sind viele von uns— nicht alle. Wir verdiene« auf der Mine täglich zwei Pfund Sterking. Das Leben tostet täglich ein Pfund— britisch Geld: gleich 20 MarlV Ein Pfund können wir täglich sparen. Mancher häuft das auf— einige Jahre lang— dann fährt er in seine Heimat— na, und so wester! Er wird Spießer. In unseren Freistunden treiben wir Sport: Bor«», Ringen, Laufen, Springen. Athletik— schwere und leichte! Die Stemmeisen sind unsere Mädchen— und mit Boxhandschuhen verteilen wir liebliche Küsse. So sind wir Diggers! lieber uns hin wandern die schwarzen Schwäne— obendrauf sitze» unsere Herzen: wir fahre» zu de» Frauen in den voltreichen Stödten. Die träumen mm unserer Wildheit. Ich sagte: Wir wäre» Sklaven des Minenüopitols. Svmnst. Insofern, als unsere Arbeit ungern ist. Gold ist kein Korn. Gold riß noch immer Wunden auf. In der Seele und am Körper. Gier und Krieg! Wenn wir frei wären— wenn wir Digger« über das Minen- kapital verfügen könnten, dann würden wir die Wüsten urbar mgchen.. Tini iTiiiitofliillstfc fn«wtzM. m zöge»— noch weniger dem Schöpfergeist des Menschen. Wüstes sollen Gärten werden. Ans Werk? Die große llmwandlnug geh? vor sich. Wir.zapfen den Erdball an. Wir schlage» Bahrtöcher bis auf zehntausend Meter Tiefe— da heraus spritzt Feuer und Gas. die Urgewallen des Erdinnern. Wir bändige« die. wir zähme,: die— wir lassen sie tanzen in neueren Maschinen. Mlllioue» von Pferden a» Kraft. Große Rohre gebaut— bis an die See hin! Das Wasser der See an die Wüsten gepumpt. Das Wasser wird hier zuerst gereinigt— entsalzt, das Salz wird chemisch gebunden »nd gehärtet, wir formen stahlseste Solzsteine— daraus baue» wir uns neue glitzernde Städte, welche Pracht— alles blitzt wie Krtstast— welche Lust, in solchen blanken Lichrstäbte» zu wohnen. Nun dos gereinigte Seewasser zur Bewässerung der Wüsten. Dk Wüste ist schon keine Wüste mehr, sie ward ein Garten. Alles wächst— Reis, Weizen, Mais. Modernste Maschinen pflüge». säen und ernten. Der Mensch gibt den Geist— die Maschine tut da» Werk, vnd unsere Kinder werden Sonneukinder sein, frei geboren in glitzernden Sai.zsteinstädten— frei ihr Herz, frei ihr Geist. Sport, Wissen, Liebe— Schönheit, Freude, Frohsinn. Das werden sein die großen Ersieher des sozialen Zeitalters. Alle» möglich, wenn wir d!« Kapitakwirtschait umstellen zur Sozio tun n- schoft. Nicht mehr metallenes Gold graben— sondern das Gold de» schöpferischen Geistes in neuere Maschinen einbauet» Das ist e?. was wir Lohnsklaven der Goldminen West-Australiens möchten. 5» diesem Sinne könnten die Wüsten Rose» werden. Blume und Blatt: rote Lotosblüten aus der weiten blauen See. Da kommen rote Schwäne geslogen, ein breisacher Keil Ihr roten Schwäne, tragt unsere Ideen über alle Kontinente der Welt. Sagt allen Arbeitern der Erde, daß sie einig seien—»u» frei vom mordenden Golde zu werden, um gebunden zu sein an Liebe und Schönheit und neuere» Wissen. Der Bund a» dies» Dreie— der ist ein beglückender Bund.- Flieget, sliegel: ihr roten, roten Schwäne! Max Dortu. Donau neblig und kalt. Die Farben find grau, frostig und manch- mal, an Oktoberabenden, besonders müde und opolistevend. Das Leben auf den Schiffen wird lebhaft. Im Kessel singt freundlich das Feuer, flinke Männer befleißigen sich am anderen Ufer der Arbeit, und es ist, als ob stch da» Wasser ins Unendliche dehnte. Auch der Dampfer wird größer. Er träumt vom Meer. Er landet mit ächzenden Tauen, kämpft mit den Wellen, mit den Winden, mit dem Nebel und wühlt polternd die Tiefen auf. Man empfindet auf dem wackeligen Gerüst da« süße Gruseln der Gesahr. An einem solchen Abend trieb sich Peter a» dem Wasser umher. Ein Oktoberabend war's. Kaller Wirst, blle» ihm ins Gesicht, Dieser Wnd kam au» der Fern«, brachte ihm vielleicht vom wetten Meer traurig«, entsagend« Grüße. Peter stand müde aus der Steuerdrücke und ließ den Kops hängen. Er fühlt« wieder das Meer. Der Strom brauste ungeduldig unter ihm. Brückenlampen glitzerten. Da« Schiff heulte schrill, ohrenzerreißend, als ob es von Nebel und Wasser trunken wäre Und an diesem Abend versuchte Peter aber. mals zu träumen. Aber fein Kopf wurde von den Erinnerungen schwer. Di« Augen glänzte« stumpf st, seinem ausgedunsenen Gesicht. Er hustete und seuszt«: aber sei» Seufze» erstarb«««m eigentümlichen, weinerlich«» Gähnen. Er slucht« wütend: ..Zum Kuckuck mit diesem ekligen Wetter!" Grauer Herbstregen begann langsam zu rieseln. Er vereint« User und Wasser, und i» diesem schmutzigen, trüben Dunst oerschwamm en all« Farben: auch die am Schiffsschnabel glimmende Lampe verlöschte. Es war kalt. Nebel sank nieder. Eine heisere, verjvsfen« Stimm« rief barsch: „Boorwärts!" Der.Sternfall" von Denghafi. Bor einiger Zell beobachtete man im Steppengebiet von Benghasi in Tripolis oufistpv Erdbodeu Massen von harztropfenähnlichen kleinen Kügelchen, über deren.Her- kunst man sich durchaus nicht klar werden konnte. Di«„gefallenen Sterne", wie die Araber die Kugeln nennen, waren steinhart Ü»d zeigten, wenn man sie aufhämmert«, gelbe Innenslächen. die a» Bernstein erinnerte», weshalb man ansang« annahm, es könne stch hierbei wirklich um Bernstein handeln. Die durch d«n Forschoo Zanon vorgenommene chemische Untersuchung hat jedoch, wie die „Pharmazeutische Presse" mitteift. zu einem anderen Ergebnis g»-- führt. Man entdeckte nämlich, daß die geheimnisvollen Kugeln sowohl Albumin, als auch Lezithin enthielten und somit aller W«hr-« scbelnlichkeit nach nichts anderes sind, als die Eier irgendeines� kleinen Reptils. Die in der Steppe herrschende Hitze lieh die Eier, nicht faulen, sondern vielmehr so vollständig eintrocknen, daß sie schließlich steinhart wurden und in diesem Zustand- wirklich wie kleine Bernsteinkuqekn aussaden. Auch d-e Taffache, daß man st» Innern der„Sterne" Einschlüsse von Kielelalgen sDiatomeeni fand/ schließt die Annahme, daß es sich um Tiereier handelt, nicht ans, denn die durch den Wind verschleppten Algen konnten ieichl in disi Eier eingedrungen sein, solange sie noch feucht«»st»eich amtm. Die Herzogin. Von Maurice vekobro. llebersetz« von Lilly Hevinny». Die Herzogin von Voyswater hob in ihren» Bourdoir das Höhr- rohr ab und antwortete mit gesenkter Stimn»e: „Hallo! Sind Sie's. Mortimer?" „Nein, wirklich, ich fühle mich heute abend etwas.chlue"— nein, nein, ich werde keinesfalls bei den„idrchidcen� mit Ihnen dinieren— diese ganze kasmopolitische Gesellschaft, die man dort trifft, geht mir auf die Neraen... ich könnte diese Menagerie nichi ertragen... Nein! nein! Nicht einmal mit Ihnen. Sie sind fa viel snobistischer als alle Pairs Großbritcumiens zusammenge nommen. Und Ihre Bosheiten sind nichts als Hachniut! Heute abend sehne ich mich nach unverfälschten Genüssen— Bye, bye, Mortimer!... Auf morgen also, zum Poato im Bois!" Die Herzogin stellte mit lässiger Bewegung den Apparat auf das Tischchen aus Zitronenholz zurück und richtete sich das Strumpf- band vor dem hohen Stehspiegel, während der Zimmerkellner, ohne �ch zu beeilen, leere Gläser auf ein Servierbrett stellte. Die Jungfer �ophnes, der Heryogin von Bayswater. erschien und brachte ein AbejZdkleid und silberne mit An»ethysten besetzte Schuhe. Ihre Gnaden rief den Kellnc» zurück: „Las�b» K'e meinem Chauffeur sagen, daß ich den Wagen heute abend nicht breche." „Sehr wohl. Durchilaucht!" Daphne wandte sich ihrer Zofe zu und wechselte den Büsten- Halter. Und mit der bezaubernden Uchbekümmertheit der Frau, von Welt, die die Dienerschaft des Palaft-Hötels wie Luft behandelt. drehte sie sich nochmals zum Kellner um und befahl: „Außerdem ersuchen Me den Portier, mir für acht Uhr ein gutes Taxi zu bestellen." „Sehr wohl, Durchlaucht." Der Kellner verschwand. Die Jungfer brachte: die Handschuhe, das kleine Perltäschchen, die Puderdose aus Platin und ein winziges Büchlein:„Paris by Night". ..Werden Durchlaucht spät nach Haufe kommen?" „Bielleicht gar nicht, Leonie. Heute abend gehe ich auf Ueber- raschungen aus. Bin ich morgen um zehn Uhr nicht zu Haufe, so rufe die Polizeipräfektur an." „Ja, Durchlaucht..." Daphne fuhr im Lift in die Halle hinunlnr. Unberührt von der stummen Bewunderung zweier Herren im Smoking für ihre blonde Schönheit, schritt sie auf den Portier zu. der dienstbeflissen zur Drehtür stürzte: „Hier ist ein gutes Taxi. Wünschen Duychlaucht ins Theater zu fahren?" „Sagen Sie ihm, er soll in den Iarhin des'Plante? fahren." Daphne bestieg dos Auto. Während sich bei' Chauffeur auf den großen Boulevards zwischen den anderen Wagen, durchwand, beobachtete sie ihn aus der Ecke. Gut geschnittener HOaransatz, breite Schultern, saubere Mütze. Sie beugte sich vor, um besser zu sehen... Schönes Profil und gut rasierte Lippen. Ecke Boulevard Sebastopol klopfte sie ans Fenster- und bedeutete ihm zu halten. Sie ließ das Glas herab und sagte: „Ich habe es mir anders überlegt. Ich fahre nicht in den Jardin des Plantes." „Gut, Madame." „Kennen Sie ein gutes, kleines Restaurant in. der Nahe der äußeren Boulevards? Ich möchte essen." „Die Restaurants in dieser Gegend sind nicht sehr schick." „Das ist mir gerade recht... nur nichts Schickes." „Beim„Onkel Leopold" ißt man ausgezeichnet für zwölf Franken." „Fahren Sie hin. Sie werden mit mir beim„Onkel Leopold" speisen." Der Chauffeur drehte sich hastig um. Daphne verstand seinen Blick. Sie betonte: „Ich sagte: Sie werden mit mir speisen— außer, wenn es Ihnen unangenehm ist..." „Oh! Madame!"... Also— go abcad!" Kurz darauf hielt das Toxi vor dem„Onkel Leopold". Daphne stiegt aus und gab dem Chauffeur einen Wink, ihr zu folgen. Er erhob sich. „Ist es Ihr Ernst, Madame? Sie wünschen wirklich..." „Natürlich, ich lade Sie zum Speisen ein... Kompromittiere ich Sie vielleicht?" „Dann, Madame, erlauben Sie, daß ich meinen Wagen in die Seitengasse dort drüben fahre— wenn ein Schutzmann käme, so wäre ich geliefert." Daphne und ihr Gast nahmen an einem kleinen Tisch Platz. Rechts von ihnen verzehrten zwei Angestellte ihr Mahl, links be- zahlten zwei Statistinnen einer Music-Holl ihre Rechnung, bevor sie sich in die hypergeschwängerte Luft einer Garderobe an ihren Schminktisch begaben. Zwischen den Oliven und den Würstchen war die Unterhaltung etwas ins Stocken geraten. Heimlich betrachteten sich die beiden gegenseitig. Der Chauffeur fragte sich, wer die mit ausgesuchter Eleganz gekleidete reizende kleine Engländerin sein mochte, die sich nicht scheute, einen Proletarier des Bolants an ihren Tisch zu bitten. Auch Daphne suchte ihren Gast zu erforschen. Dieser Chauffeur mst dem angenehmen Gesicht, den stahlgrouen Augen und den schmalen Lippen, der mit einer gewissen Korrektheit aß. gesiel ihr. Etwas Grausames in seinem Blick empfand sie bald als Würze des un- erwarteten Abenteuers. Was sür eine Vergangenheit dieser schöne Bursche hoben mochte? War er mit den Gerichten in Konflikt ge- raten und verdiente jetzt, um seinem Leben eine bessere Richtung zu geben, mit diesem gutgehaltenen lO-LL seinen Unterhalt? Ihr gefiel sein diskretes, zurückhaltendes Benehmen. Er sprach kaum von sich und vermied diskrete Fragen. Zweifellos war fein Leben ein verschlossenes Buch, dessen Seiten er nicht gerne anderen darlegte.„Desto besser," dachte Daphne,„mir macht es Vergnügen, heute abend mit einem Proletarier zu dinieren, der ein schlechtes Gewisien und eine zweiselhaste- Vergangenheit hat. Ich konnte es .nicht besser treffen. Der Gott der Abenteuer hat meine Wünsche erhört." Indessen verzehrten sie plaudernd sehr demokratische Hammel- keulen ä la poulette. Da glaubte Daphne plötzlick) zu spüren, wie das Knie des Chaufseurs das ihrige streifte. Es wurde noch und Nach kühner und preßte immer stärker und immer stärker. Ein käst- licher Schauer überlief Daphncs seidenweiche Haut. Welch himM- lisch? Sensation!... Begehrt zu werden von den, schönen Chauffeur eines Taxi in einem kleinen Restaurant des XVIII. Arrondisiements in Paris! Wenn die Schönen von Mayfair, die bisweilen im Park Lane von wundervoll«n Eskapaden in die geheimnisvollen Bor- pädte träumten, dieses erregende Erlebnis mit ihr teilen könnten, sie würden zweifellos den Preis von tausend Pfund dafür bezahlen. Daphne war eben dabei, zum Dessert einen etwas ranzigen Schweizer Käse, auf einem etwas staubigen Wcinblatt feroiert, mit Max Slevogt. Zu seinem 60. Geburistag am S. Okiober. Slevogt ist Süddeutscher und hat den bisher größeren Teil seines Lebens in Süddeutfchland verbracht: in Landshut an der Isar 1868 geboren, in Würzburg ausgewachsen, von 188Z bis 1899 in München als junger Maler, unter dem Einfluß von Trllbner und Rembrandt sich erziehend, so konnte ihm Berlin zunächst nicht ge- fallen, wohin Liebermann das starke originale Talent sehr gern ge- habt hätte. Er verbrachte eine Zwischenzeit in Frankfurt am Main, bis er sich endlich 1991 zur Uebersicdlung noch Berlin entschloß. Do ist er denn nun allerdings geblieben und so fest eingewur- zeit, daß es niemand einfallen würde, seine künstlerische Bedeutung anders anzuerkennen als in Verbindung und inniger Zusammen« arbeit mit den beiden anderen großen Berliner Sezsssionisten: Liebermann und Corinth. Doch kann man sagen, daß Slevogt die Vollkommenheit seiner Münchener Iugendwerke, die unter dem Ein- fluß Trübners eine dunkle Tonigkeit kultivierten, oder gar die Phantasiekraft seines unter Rembrandtfcher Wirkung gemalten „Verlorenen Sohnes" von 1898 kaum je wieder erreicht hat. Wenn er sich in impressionistische Probleme, etwa gar bei Porträts, ver- lor oder lebensgroße Riesenformate mit Leibern füllte, wurden regelmäßig die Grenzen seiner Begabung offenbar. Welcher Art diese war, hatte sich bei Slevogt schon in sehr stühem Alter erwiesen. Der phantasiebegabte Junge hat vom 7. bis zum 14. Jahr alle Eindrücke seiner Lektüre in ungezählte Zeichnungen umgesetzt. Sie existieren noch heut« und legen ein wunderbares Zeugnis ab für die �Inverlierbarkeit seiner Gabe, in Gestalten zu dichten: einer Gabe, die durch das landesübliche Aka» demiestudium und die Einseitigkeit eines strebsamen Malers, dem nichts erlaubt und Geltung zu besitzen schien, als das handfertige Oelgemälde, fast mit Naturgesetzlichkeit unterdrückt wurde. würde die Tatsache kaum für möglich holten, daß Slevogt erst durch eine Kollektion Böcklinscher Werke 1894 aus seinem braven Mal' Handwerks-Hindämmern gerisien und zu frei erfundenen Schöp1 fungen gestachelt wurde. Wer es ist beinahe verwunderlich, daß er dann noch ein IahrzehM bis zu der Erkenmnis brauchte, sein« Phantasiegestalmngcn von der Bindung an rie Oelmalerei ganz zu trennen und der Zeichnung zu reservieren: verwunderlich nur si1 uns Heutige, denn im Grunde war es damals ein äußerst bedenl' liches Unternehmen, sich der Illustration anzunehmen, die eines ernsthaften Malers beinahe unwürdig erschien. Daß es seit langeiu anders ist und die deutsche Kunst längst wieder einen hohen Rang in den zeichnenden Künsten einnimmt, ist nicht zum wenigsten � Verdienst de« Bahnbrechers Slevogt. Er hatte schon 1898 mit Skizzen und Aquarellen zu„Ali Baba begonnen, aber erst in Berlin, 1908, gelangte dies Unternehmen zut Veröffentlichung. Damit begann die lange, nie wieder abreißen!« Kette von Illustrationsfolgen der mannigfaltigsten Art: Sindva», Lederstrumps, Benoenuto Cellini. Ilias, Corlez, Die Ins«! Wak-Wal, Zauberfstste, Don Giovanni, Faust 2. Teil usw., mit einer grenzen- losen und erstaunlichen Fülle der Gestoltungskunst, die eine go»i« Bibliothek in Bilder setzte. Aber es Handell sich gar nicht um ihrk Quantität. In der geringsten Illustration sür Volksbücher, in dein nebensächlichsten Schnörkel seines Buchschmucks steckt jedesmal d«! ganz« Ausdruckskraft und Ursprünglichkeit seiner Erfindung. Es unmöglich, dieses Werk zu übersehen. Dazu noch dies: es umspannt alle Register von lieblichster Schal'' haftigkell, die Mozarts Musik graziös umrankt, bis zur sinsterc» Unerbittlichkeit des Martertodes. Es bevorzugt leidenschaslliu, da» Wildbewegte, die urwüchsige Dramatik von Katastrophen und das Unwahrscheinlichste märchenhasten Iraumerlebens. Aber eben!»- wenig ist ihm die stille Versenkung in die Idylle fremd und die AN' mut des Kinderlandes. Darum sind Slevogts Illustrationen un besten Sinne volkstümlich, verständlich sür jederinann, zugängliNi dem Liebhaber graphischer Finessen wie dem Kind und dem Mann aus dem Volke. Einen Ueberblick über dieses weite Gebiet wird zu Ehren feines 69. Geburtstages das Berliner Kupferstichkabinett ausstellen: den Ertrag seines Malerdaseins die Akademie. Im Kronprinzeupalai! kann man neben einigen Gemälden vor allem die Neuerwerbung� sehen, die Iusti an Sleoogtschen Aquarellen und Skizze» in jüngst«' Zell zusammengebracht hat Ein« erstaunliche und für alle Teib höchst ehrenvolle Kollektion, oerdienstlich schon darum, weil sie da« Wertvollste mit einem Minimum an Aufwendungen sich verschaf" hat. Die Aquarelle gehären zum Stärksten und Anregendsten, da« Slevogt geschaffen hat: darunter eine Serie, die er sür seinen malte: ebenbürtiges Gegenstück zu dem berühmten Kinderalbun« Menzels. Dann vor ollem, in zwei Sälen aufs anschaulichste au» gebrellet, die kostbaren Entwürfe zur Zauberflöt«. Hier entsprich jeder Skizze, die um die gedruckte Partitur angeordnet ist, die zweib Fasiung, die Slevogt zum Faksimile der Mozartschen Handschnp saus der Staatsbibliochek) zeichnete, und zuletzt die endgültige 9� daktion in Radierung(deren kompletter Zustand infolge einer foi" derbaren Diebstahlsaffäre nur in drei Exemplaren vorhanden istfs Diese drei Varianten Stück um Stück zu betrachten, Fortgang od« Rückschritt der Erfindung und Technik miteinander zu vergleich« gehört zu den vollkommensten Genüssen, die künstlerische Urfchöpfu uns zu gewähren vermag. Man oerrät kein Geheimnis, wenn ma« gesteht, daß die erste Fassung in der Ursprünglichkell und Feurigkest' der Konzeption fast immer die stärkste Erregung auslöst. Dr. P a u l F. S ch m i-d t.; ungeahntem Genuß zu verzehren, da fuhr sie zusammen. Die Hand des Chauffeurs legte sich verstohlen aus ihren nackten Arm. Diese Hand eines Arbeiters, diese Hand eines Mannes mit verdächtiger Vergangenheit brannte sie wie Feuer. Sie richtete sich plötzlich gerade auf und mit Augen, die von einem unnennbaren Rausch wie verwandelt waren, murmelle sie: „Wissen Sie, wessen Haut sie berühren?" „Nein." „Die der Herzogin von Bayswoter." Sie suchte in dem grausamen Blick des Proletariers die Wirkung ihrer Worte zu erhaschen. Ein mutwilliges Lächeln überflog die Züge des Chauffeurs, als er sagte: „Ein Vertrauen ist das andere wert, meine Liebe.... die Hand, die Ihren Arm berührt, gehört dem Prinzen Dimitri, dem Großveller des verstorbenen Zaren... Zweifeln Sie an meinen Worten, so ist hier mein Paß und mein Fahrtausweis, die meine Identität beweisen." Wer die Herzogin von Bayswater warf keinen Blick auf die Papiere, die auf dem Tisch ausgebrellet lagen. Sie hatte sich er- hoben, hochrot und sehr entrüstet, wütend warf sie der Kellnerin einen Hundertfrankenschein hin und erklärte dem Prinzen: „Das war nötig, mir das zu sagen!... Die ganze Poesie des Abends ist mir verdorben!... Sie ckamned Pool!" Und sie stürzte hinaus. Die kleine Kellnerin warf dem Chauffeur einen zärtlichen Blick des Mitgefühls zu. Und während sie die Reste des anrüchigen Schweizer Käses abräumte, bemerkte sie: „Es ist nicht leicht auszukommen mit deiner kleinen Freundin." Mll einer Bewegung, die alle Elemente asiatischen Fatalismus in sich schloß, erhob sich der Prinz-Chaufseur. „Es ist eben eine Frau..." Erholung. Von£o Bachmann-Wagner. Ix sitzt bei einem Glas Bier an einem gedeckten Tisch im Garten des Restaurants und läßt sich die Oktobersonne auf den Rücken scheinen. Wie klug von mir, denkt er, daß ich meinen Urlaub erst im Herbst genommen habe. Der Sommer war ja wirklich nicht viel wert. Die anderen im Bureau werden sich schön ärgern. Mit Absicht haben sie mich als letzten aus die Urlaubsliste gesetzt. Natür- sich, worum soll auch so'n kleiner Schreiber sich erholen. Das hat ja der Herr Direktor viel nötiger, oder der Herr Prokurist, oder der Herr Buchholter und die Schippmonn, die alle Ziege. Was war' sie schon groß, wenn sie nicht die Freundin vom Chef wäre. Ja. die Weiber, die habcn's doch allemal leichter. Ix seufzt und nimmt einen Schluck Bier. Auch schon abgestanden. Wann kriege ich denn nun endlich mein Kotelett!„Herr Ober, wo bleibt mein Kotelett?" Ich bin hier der einzige Gast und werde so wenig rücksichtsvoll bedient. Dabei sollten die sroh sein, daß über- Haupt noch jemand hierher kommt. So richttg warm ist es doch nicht mehr. Wenn die Sonne hinter die Wolken rutscht, friert ma" beinahe. Na endlich. Herr Ober. Ich habe auch schon einen Mord»' Hunger. Mein Gott, ist das Kotelett aber klein. Und so furchtbo« fett. Das kann ich ja gar nicht vertragen. Die Kartoffeln sind gaül glasig. Die haben sie wohl bloß gewärmt. Und der Spargel>!' holzig. Bei zweien fehlen sogar die Köpfe. Do müßte man si�i aber doch beschweren. Da drüben steht der Wirt. Den müßte>ä mir mal ranrusen. Warum kommt er eigentlich nicht selber?& würde sich doch gehören, daß er herkommt und fragt:„Nun, mei* Herr, sind Sie zufrieden?" Na, ich würde ihm eine schöne Antwock geben.• Der könnte sich gratulieren. Wie dick der Kerl ist. Bo« dicken Leuten habe ich immer ein bißchen Angst. Ich glaube, do« sind Minderwertigkellskomplexe. Was der Mensch für einen gut«» Anzug trägt. So einen Anzug könnte ich mir nicht leisten. Natick' sich, bei den Koteletts muß er ja reich werden. Die Gastwirt« werden überhaupt olle reich. Auf unsere Kosten. Und gerade di« Brüder dicht bei Berlin. Die sind am schlimmsten. Warum'f denn in Paris das Essen so billig? Da kriegt man ein ganz«« Diner für eine Mark. Das hat uns der Chef ja selbst erzähll. D«« hat noch Geld gespart auf seiner Reise. Und unsereiner wiri> geneppt. Was wollen denn die Hühner alle an meinem Tisch? Da, ock' derbt euch den Magen an der Kartossel. Wie die jeden Bissen>>" Sande herumwälzen. Ich möchte wissen, wieviel Gramm Gehir� so ein Huhn hat. Es wird wohl sehr wenig sein. Da. habt ihr noA ein Stück. Ulkig, wenn das Häutchen so über das Auge klappt Warum sagt man eigentlich Hühneraugen? Ich entdecke gar kein« Aehnlichkeit. Natürlich, da sängt jetzt ausgerechnet mein Hühnel' auge an zu drücken. Ich hätte mir doch meine alten Schuhe anzieht sollen. Das hat man von der Eitelkeit. Fort, aufdringliches G«' sindcl! Wie komme ich dazu, dem dicken Wirt seine Hühner i* mästen. Ja, zum Teufel, wie komme ich eigentlich dazu? Jetzt ist die Sonne ganz weg, und mein Bier schmeckt abscheN' sich.„Ober, zahlen!" Ja. ja, stimmt schon. Ein Kotelett, ein Bi«' und die Prozente. Wie das gleich verteuert. Und hübsch nach obe» abrunden. Na, es soll mir auf einen Groschen mehr auch nicht a"' kommen. Man ist schon einmal aus der Welt, um ausgenutzt r, werden. Die Skeppenhexen. Mit dem Namen Steppenhexen bezeichne die Botancker verschiedene Pslanzenarten, die sich in den Stepp«' in ganz anderer Weise iortpslanzen als die meisten Pflanzen. D« typische Vertreterin ist Llainago crslica. Bei dieser Art löst nicht die Fruckst oder der Same, um z. B. durch den Wind sok' qciraoen zu werden, sondern die ganze Pslanzc begibt sich aus Wondcrschost. Wehdem nämlich ihre Wurzel abgefault ist, rollt st sich zu einem kugeligen Gebilde zusammen, das dann vom Wi>� über die Steppen getr eben wird und dabei sein« Samen allmählst fallen läßt. Aebnlich verbält sich die wahr« Ierichorose in d«' Steppen und Wüllen Asiens, die iiidairikanische Amaryllidaz« Brunsvigia, deren Fruchtständc ein Spiel der Winde werden, ebcnst' wie die' kugeligen Fruchtständ« der Gramincc Spinifex auf"r tudifchen Dünen. »iMis-Spsr 1 �'M.d. Rtnub.. A-V- 7Z 20 Uhr kontra, r;-M.j. Sonnu-,(1.7. iQ. �ats-Opsf 1■ -'■-•-Linien distnarchsu ■#-•$;» Turnus II 10 Uhr ir-.j Uhr Aefiyptisöe Helena iljjti. SdKiiseis»). i b iraitrwmwar* . A.-V. 168. 20 Uhr Waslede Fmo weiß! Ansöeeske ?ra»z Lehar tlrigiert Käihe JsM oli Aliedcri!« Brur» a»d i'WM Sautet| Ol« Ioh-!U> Bol'canj Soel�« i$111« fSScnn» Sefpemaan I «rnstaedt» Di«gelu»an» j Dar« 3cz Zimbuvg» Zlaijer-Tir| Sorverkaaf jür Hc erften 14 SorBcHua-en. Volksbllhn® Thoaiöu am Büiowplsix B Uhr; PcrlclHygctteftBani Reg!«: Karlheinz Hartia Agnes Straub Heinrich George uiH«s«W»; » Uhr. moskauer lud, ixhed. Theruicr vis Siiiw SesksMiiZL JI'. Rag.iA. üroncwriiiy: Thaatsr wi (ic.'tendsrfflate Täelich 8". Ohr Schwamwld- mädät! Sonmas 3R, Wir: 'Jie Flortennaas, VdiSs�tliiae 'S stei dioäa.ew�s!: 3 t hr; Was Ihr wollt S ürir- Berlsltende Islchaa� tScüEi an SiSitlSaaenkziB 3 Uhr üls Brei-Brsste- Opk SUq W-Mlül-WUttilM. 111 'Wäükr: B5e Weber. Etu bessersr iierr. ®Chp 3 5 Sarbarosaa 9256 JrjMnaI Thcremla-Tiio, Musik aus ? d�r Lu>t, Ricsetvlanz-Efefantca?oni niCj Vork-Hlppodroin J»a das große Varletd-ProTramra '•"•r' 1 1 j- 1 it t n«,; i.n,,, II i;iU 1*41,1 iMMifMf, IM 11! MIHI 144111, »viivsvenaz a. Sonüäaös , Je 2 forsleUaBScn »•30 U S Uhr.- 3.30 zu ermäaijt. ���enda�sn?�5o?tamm. •ä'aaes Scnaus�ieSiiaus iui" CASANOVA»uw •"< Hichzei Bohnen., Heeie: Chareü in t S5!nn"i'VachminaiiVorsiIf. 3 U �zthaihgri Prel-. i'ntrMrzie Vom. [ z'/< The#tcf im ßdmMSspMst] CO "tßhkk Parkett 3« 4, s H.| VopfteUun«n _______ Nctim.d.njmzt Vörstello. tu fchalb�nPrels. A Son n) to fö |3u.aijlüiw�P ,V�CAS1N0 THEATER Lethrin'-er Straße 37« Heot Beul Slöpsel *'ö erslklasslger bonler Teil. FjH?6'6 Usiar üutschein tflrl—»Pers Sons,?'eut�nur l.ll.M,, sessei Uis 3V '""l« Preise; Parke« u. Rane OÄu M. tasjHantijQDflüOi jknesSktolMr-frToaraitta! UKüdjn.iler einzige 0:iüptOBr w PferJ im Ldweakitig. W- Zum Schluß: *«vue.Sen»aH0n«-SdiaU»U nPerien sestohtea" nii« Bi tin- K~stner 'lammsaHOnlil Wnflner .«• 6 ttruISBIIDPai- "ar-hm die ganze Vorst. «U hal ben Preisen I ""t Kinderheiustigungen und Ge- - Schoriltver;eilUit»; '�a�era.Konbü;sserTor �O'isr.er Sir. 6 Tci.. 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Künstler-Tb 8V4 ehr fijßieln Mama Operette von Huso Hirsch usssing-Tneatei 8'/, Uhr Aib. Bassermann, Lucie Mannheim Jsrr LaT.bErloiar" Drama vop Louis Verneuli. ftiEioei laeaigf Täglich 84/, Uhr: U kiiaW ?n s>i* MOilerg Hermltjo Sterlet;, Lands. Slbla r R Tbeater in der Stadl Oirrt ion Eugen Robert Kuauuirkutr. 8) Täglich 8 Uhr: Spiel Im Scfalof) ÜMtdoia r», fr tri 8tl.nr. Regle Eugen Robert *««(! tsJrt. j, hlhr StirMtr, 4. i. Utii, Ib.S- oilht, nititt. Tcaeretcr Plate Sechs Mark Sillid'ter P.aix Eine Mark Hi. in dsr lotzowstr, 8>,, Uhr. Kurt. 9209. tetateAutMhrunpen ggiifl?? weiß alles mit Ferdinand Bonn Ah Freitag. 12. QKL 81', ehr: L. M. Loromel in »Bunxendori *uf Veite O.S" SoDpabend, 13« Oktnbej» Eröffnungsfcior des Berliner Licbtfcites. Beginn der Fcetbeleuchtung und de« Schau• feustdirbelencht ungs-Wettbewerbes; Fröft- nonc der SonderaöseteUnng �Belcurhtiing in■Tter Zeit*' im Märkischen Museum HoDU(a<. 14*. OliLober Besuch der-TU Berlin ISZk�, Ausötelinngs- haüen am Kaiserdarom. 18 Uhr: Auto- Liobtkorvo. 19 Uhr; Lichtfest Tcmpelhof mit Angrlffshbim® der Berliner Fenerrrehv! Vorbeifahrt de« Korsos n. des historischen "Wagensages. Grosses Höbenfeaervtrb. Monfftg, 15, Oktober 18 Uhr: Lichtreklanicfeorvo. 19 n, 91 ühr: Oeffentllchc Festkonzerte. UlenMfng. JB. Oktober: 'Jl Uhr: Offizieller Lichtball hei Kroll zuM Besten der Blinden Berlin«; Bonte Bühne bei Kroll. I PREISAUSSCHREIBEN Wer findet: „Das gute Schaufenster im besten Licht?" Preiefrage Hr das Publik am»an, echiaUsstcr.BeleaohtunBS-WoMbeweVb vom 18. bis 16. OUtobesf 1028. Die Bedingongen werdcp»m nächsten Sonntag in der Tagespress�» hekar.utgegeba». 1. Preis M. Ivos.» I 3. Preis M 250.-| 5. Preis M. 100.- 2. � m 500.-| 4, m. 150.—| Weitere Priiss 4. 50.— HaHSFnH�EJlI Schmück! Eureliäuser durch Illumination de: Fensler! fillSkilRfia''ir<''e U.nchSd'weit dorch die ArhelfagemeiiiM-tiaft..Berlin Im Lt.Tyil' Llehi", Berlin TV. 62. 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