I t F పాట 1, e 1, f 142 nen.br.n エルッ nt, e's ggt r= m ав es ur rd en de. ch. 3. D ng, alt. hr. Der. m, 1112 Ize. ter. icht, ber. tin. dee Morgenausgabe Nr. 477 A 242 45.Jahrgang Böchentlich 85 31., monatlich 3,60 TR. im voraus zahlbar, Boftbezug 4,32. einschl. Bestellgelb, Auslandsabonne ment 6,-. pro Monat * Der Borwärts" ericheint mochentäg. lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend". Illuftrierte Beilagen Bol und Zeit“ und„ Rinderfreund". Ferner Unterhaltung und Billen", Frauen. Stimme". Technit"," Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts" Vorwärts Berliner Boltsblatt Dienstag 9. Oftober 1928 Groß- Berlin 10 Pt. Auswärts 15 Pf. Die rintpaltige Ronpareillezetle 80 Pfennig. Reflame eile 3- Reichs mart. Aleine Anzeigen das ettge brudte Bort 25 Pfennig( zuläffig zwe fettgedruckte Borte), jedes weitere Bort 12 Bfennig. Steñengefuche das erste Wort 15 Bfennig, jedes weitere Bort 10 Pfennig. 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Der Berdacht richtete sich auf den kommuniffen Matin, der verhaftet ist. durch den Wald ging. Die Polizei forschte nach, wo Matin fich in der Mordnacht aufhielt und stellte fest, daß er zwei Stunden von dem Bauernhof, auf dem er als Knecht diente, verschwunden war. Diese zwei Stunden können genügt haben, um den Weg zu Soofis Haus zurückzulegen. Ein sozialdemokratischer Erfolg. R. M. Wiener- Neustadt, 8. Oktober. In Wien herrschte am Sonnabend Kriegspsychose. Seit Neustadt ausmarschiert, der Republikanische Schutzbund bezog, Tagen waren Formationen des Bundesheeres nach Wienerfeldmarschmäßig bepadt, seine Quartiere zur Bereitschaft. Wilde Gerüchte schwirrten umher, von niemand geglaubt und doch weiterfolportiert. Die bürgerliche Sensationspresse hatte fnallige, balkendice Ueberschriften, die Stimmung in der Stadt glich durchaus jener zu Kriegsausbruch. Makin hatte bereits vor zwei Jahren versucht, ihn zu erschießen. Sozialistischer Wahlsieg in Frankreich. ruhigter, sachlichster Arbeit: das Zentralbureau des In dem gleichen Pernauer Kreise, in dem Soofi wirkte und ermordet wurde, fand auch der sozialdemokratische Abg. Nanen jon vor zwei Jahren den Tod durch eine Kugel. Sooji sprach damals den Verdacht aus, daß der Abgeordnete von matin ermordet worden sei. Bald darauf wurde auf Soofi, als er nachts einen Waldweg ging, aus dem Dunkel geschossen; der Schuß ging jedoch feht. Dieser Fall spielt jeht in der Untersuchung von Soofis Tod eine Rolle. Malin gibt zu, daß er in jener Nacht im Walde den Schuß abgegeben habe, behauptet aber, er habe um feiner Sicherheit willen gefeuert, und nur die vermuteten Räuber erfchreden wollen. Es jei ihm nicht bekannt gewesen, daß Soofi Die Kommunisten verlieren einen Abgeordneten. In dem aufgeregten Durcheinander gab es eine Stätte Republikanischen Schuhbundes. Es war verblüffend zu sehen, mit welcher heiteren Ruhe die Führer des Schutzbundes, Nationalrat Deutsch und Heinz ihre Im Departement Indre in Mittelfrankreich fand am Sonntag Dispofitionen gaben, den Journalisten aus Belgien, Skan eine Nachwahl statt. Diese war notwendig geworden, weil der im dinavien und der Tschechoslowakei die politische Lage erklärGrunde sofort von seiner Partei zur Mandatsniederlegung gebes Arbeitertages in Wiener- Neustadt ankündigten. Alle Mai d. 3. dort gewählte Kommunist Aurin aus irgendeinem ten und wie bestimmt sie den friedlichen Ausgang zwungen worden war. Die Nachwahl brachte den Sieg des Vorbereitungen für alle Möglichkeiten waren eben seit langem jozialistischen Kandidaten héliès, des früheren Abgeordneten des Wahlkreises, über den Kommunisten. Die Kommunisten haben das Disziplin des vortrefflich geschulten Schußbundes und der in allen Einzelheiten getroffen, und da mit der eisernen nach von ihren 14 Mandaten bereits eins eingebüßt, während die aufmarschierenden Arbeiterschaft absolut gerechnet werden Sozialisten nunmehr 102 Mann start sind: fonnte, waren blutige Zwischenfälle ausgeschlossen. Biele von den ausländischen Bresseleuten warfen zweifelnd die Frage auf, ob es nicht zweckmäßiger gewesen wäre, im Bewußtsein der eigenen Kraft von der Veranstaltung der Arbeiterschaft gleichzeitig mit dem Heimwehraufmarsch abzusehen. Der Tag von Wiener Neustadt. Dankesfundgebung der Sozialdemokratie. Wien, 8. Ottober.( Eigenbericht.) Der Parteivorstand hat eine Danteskundgebung an die 2nhänger der Sozialdemokratie erlassen, in der festgestellt wird, daß der 7. Oftober, den die Faschisten zu einem Tag der Bedrohung der Arbeiterklasse machen wollten, zu einem Tag des Triumphes der Arbeiterklasse geworden ist: " In Leoben ein gewaltiger Ausmarsch mitten im Reich der Alpinen Montangesellschaft, in ganz Deutschösterreich Bereitschaft des Schutzbundes, in Wiener- Neustadt aber der gewaltige Arbeitertag. Ein paar tausend Heimwehrleute sind durch Wiener Neustadt marschiert unter einem Meer von roten Fahnen, vor dem Volk verstedt hinter einem Riesenaufgebot von Militär und Gendarmerie. Die Regierung hat beinahe das ganze Bundesheer mobilisiert, um ein paar tausend Heimwehrleute vor dem Born des Boltes zu schüßen. Wie ganz anders war unser Aufmarsch: unvergleichlich in seiner Größe, seiner Masse, seiner Begeisterung, vor allem auch seiner Disziplin. Die Arbeiterschaft des Viertels unter dem Wienerwald hat bewiesen, daß in ihrer Heimat fein Blaß ist für faschistische Butschgelüfte. Sie hat gezeigt, daß fie den Frieden im Lande wünscht, jedoch entschlossen ist, jeden Vorstoß der Kapitalisten abzuwehren. Sie hat gezeigt, daß sich die Landsknechte des Faschismus im roten Wiener- Neustadt nicht anders bewegen fönnen als versteckt hinter einem Riesenaufgebot von Militär und Gendarmerie." Die Kundgebung schließt: ,, Dant allein, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben, Dant vor allem unseren Schutzbündlern, Danf unseren Arbeitersportlern, unseren Eisenbahnern, Dank der Gesamtheit unserer Vertrauensmänner. De ster= reich wird fein Italien werden. Der Faschismus wird uns nicht niederzwingen; die Arbeiterklasse wird siegen. Nieder mit dem Faschismus! Es lebe die Freiheit! Es lebe die Sozialdemokratic!" Steidle als Marxistentöter. stempeln. Wir führen feinen Rampf gegen die Arbeiter, wir befämpfen auch nicht den Sozialismus als Gesellschafts- und Wirt schaftsauffassung, wohl aber führen wir einen erbitterten Krieg mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln gegen den klassentämpferischen Margismus, den wir als nationales Unglück unseres deutschen Boltes ansehen, weil er auf wissenschaftlichen Lügen aufgebaut ist. Auf terroristische Methoden kann nur mit gleicher Münze geantwortet werden." Der Aufmarsch in Leoben. Leoben, 8. Oftober. Bei der Waffenkontrolle auf den Bahnhöfen von Wiener Neustadt wurde beim Schuzbund nichts, bei den Heimwehren zwei Revolver und vier Hirschfänger beschlagnahmt. An dem Obersteierischen Schutzbundtreffen nahmen rund 5000 Schubündler und etwa 14000 Parteiange hörige teil. Die Beranstaltung verlief in vollkommener Ordnung und wurde in feiner Weise gestört. Lockspizzelei der Faschisten. Garibaldis unwürdiger Gohn auf Belgien losgelaffen. Brüffel, 8. Oktober.( Eigenbericht.) Der berüchtigte italienische Cockspitel Oberst Ricciotti Garibaldi, der infolge feiner Rolle als Cockspikel und Denunziant bei der katalonischen Verschwörung Macia und Genoffen ausgewiesen wurde, befindet sich in Brüffel. Nach seiner Ausweijung aus Frankreich machte Garibaldi einen erfolglofen Versuch, sich in England niederzulaffen und wanderte darauf nach Kuba aus. Es ist jedoch bekanntgeworden, daß er vor einigen Monaten wieder Wiener- Neustadt, 8. Oktober. nach Italien zurückkehrte. Seine Anwesenheit in Brüffel steht verBei der Kundgebung der Heimwehr hielt der Bundesführer mutlich in Berbindung mit den von Muffolinis Söldlingen in Belgien Dr. Steidle eine Rede, in der es u. a. heißt: Dieser Tag ist tein angezettelten angeblichen antifaschistischen Berich wooür. Endpuntt, sondern mur eine erfreuliche Etappe in unserem Berungen". Er fungiert ohne Zweifel als italienischer Polizeispiel. freiungstampf, den wir, die Vertreter der vaterländisch denkenden Bevölkerung, führen für die Befreiung des Staates, für die Befreiung der einzelnen Bevölkerungsschichten von der Be= drückung durch eine übermütig gewordene politische Machtgruppe. Diejer Tag bedeutet, daß das erstemal feit zehn Jahren in diesem Staat dem roten Geßlerhut die Reverenz verweigert wurde, daß dem Hochmut der Marristenführer ein fester Wille gegenüberstand, dem margistische Wünsche nicht Befehl waren. Dies ist ein erfreuliches Anzeichen der beginnenden Genesung gegenüber den Erscheinungen der Krankheit unseres öffentlichen Lebens, die sich darin zeigte, daß unser Marsch nach Wiener Neustadt überhaupt zum Gegenstand einer derartigen Auseinanderseßung werden fonnte, wie fie in einem wahrhaft demokratischen Staate nicht denk bar wäre. Diese Krantheit unseres staatsbürgerlichen Lebens zu heilen, hat sich unser Berband zur Aufgabe gefeßt. Der Tag von Biener Neustadt soll auf diesem Wege der Genesung einen Bende pureft bedeuten. Man möchte uns mir allzugern zu Friedensstörern Bombenanschlag in Britisch: Indien. Ahnungslose Reisende die Opfer. London, 8. Oftober( Eigenbericht). Aus Bomban wird gemeldet, daß bei Manmad im Regierungsbezirk Bombay ein Bombenattentat gegen den Bombayexpreß verübt worden ist. Ein Wagen und Teile des Wagens wurden schwer beschädigt; drei Passagiere der dritten klasse wurden getötet, acht andere verlegt. Es wird angenommen, daß das Attentat gegen das indische Mitglied des Staatsrates Sir Santaran air gerichtet war, der von den Attentätern fälschlich im Juge vermutet wurde. Sir Sanfaran Nair ist Mitglied der Berfaffungs. tommiffion und hat den Bontott der Kommiffion, den ein Teil der Indischen Bevölkerung forbert, auf das ihärfe verurteilt Eine Unterhaltung später in Wiener Neustadt selbst mit den dortigen Partei- und Gewerkschaftsführern, ein Blick auf die begeisterten Arbeitermassen belehrte wohl alle Zweifler, daß die Wiener Genossen so und nur so richtig gehandelt hatten. Wiener- Neustadt ist rot, hat eine fozialdemokratische Gemeindeverwaltung und fast durchweg sozia listische Arbeiterbevölkerung. Diese Arbeiter sind stolz auf die sozialistische Tradition ihrer Stadt. Selbstbewußt erinnern sie die Fremden daran, daß es hier schon 1869 unter schärfstem Habsburger- Regime Märtyrer der Arbeiterbewegung gab, daß hier die Wiege der Sozialdemokratie des Viertels unter dem Wiener Wald stand, daß 1870- ihre Führer Hochverratsprozesse erdulden mußten, daß bis zum Kriege, ja bis heute hier ein rotes Elitekader stünde. Hier haben die Industrieproletarier in Waffen- und Munitionsfabriken zur Kriegszeit gearbeitet und gelitten; jetzt empfinden sie jede hafentreuzlerische Kriegsspielerei als unerträgliche Provokas tion. Hätte die Wiener Führung nicht die Parole der Gegendemonstration ausgegeben, dann wären die Wiener- Neustädter Arbeiter verbittert gegen die eigene Partei, aufs tieffte empört gegen die Heimwehrleute, Zeugen der reaktionären Demonstration auf ,, ihrem" Hauptplatz gewesen, und der die Stimmung der Massen gesehen hat, weiß, daß es dann bestimmt zu schweren Zusammenstößen gekommen wäre, die ebenso bestimmt der Partei geschadet hätten. " So aber hatten die 50000 Arbeiter, die aus dent ganzen Viertel zusammengeströmt waren, nicht nur das befreiende Gefühl, der Herausforderung wirksam begegnet zu sein, und die Stadt behauptet zu haben. Die Heimwehrleute, Hahnenschwänzler", wie sie der Volksmund nennt, zogen mittags aus der roten Stadt ab, die mit um so größerer Begeisterung die Arbeiter empfing. Der reaktionäre Aufmarsch, der ursprünglich als Vorspiel eines Marsches auf Wien" angefündigt, später, als die Gegenbewegung einsetzte, in eine Werbeaktion umgetauft worden war, blieb ein unter Gendarmerieschuß stehendes Theater ohne Publikum, mit viel Beifall der Darsteller für sich selbst. Darüber konnten auch die aufgeregten Reden der Regisseure nicht hinwegtäuschen. Wer diese Reden unvoreingenommen hörte, mußte erschüttert fein von dem völligen Gedankenmangel der österreichischen Heimwehrbewegung. Sie hat mit dem italienischen Faschis mus und der Stahlhelm bewegung gemeinsam. militante Reaktion zu sein. Ihr fehlt aber nicht nur der imperialistische, expansive Zug und der Heros" des italienischen Faschismus, sondern auch die Revancheideologie, die Parlamentsfeindlichkeit und der aggressive Monarchismus des deutschen Stahlhelms. Alle diese Tendenzen wären für eine Bewegung des kleinen Desterreich, das noch mehr republikanischen Anschauungsunterricht ge= nossen hat als Deutschland, für einen Verband, der in den Ländern der Christlichsozialen Partei sehr nahesteht, völlig unmöglich. Was daher nur übrigbleiben kann an eigenem Gedankeninhalt, ist überaus fläglich: Ein überhißtes ,, Heimat"-Bewußtjein ohne begriffliche Faßbarkeit, rüder Antisemitismus und der Rest bleibt negative Sozialistenfeindschaft. Es ist er ftaunlich, mit wie wenig Verstand eine bürgerliche Militärbewegung entfacht und regiert werden kann! Dabei ist es unverkennbar, daß diese österreichischen Heimwehren, die militärtechnisch ausgezeichnet geschult find, eine nicht zu unterschäßende Truppe im Sinne faschistischer Reaktion darstellen. Die Industrieherren des steirischen Oberlandes pressen Arbeiter in diese Formationen, die sozial- politische ein gutes Instrument des Kapitalismus darstellen, durch alle Mittel wirtschaftlichen Zwanges, Bäuernsöhne und' kleinstädtische Intellektuelle kommen aus eigenem Antrieb und nicht zuletzt österreichische und bayerische Of f i- ziersk reise. Man kann überhaupt den Gedanken nicht loswerden, daß diese Kriegsspielbewegung, die dem Wesen des österreichischen Menschen eigentlich fremd ist, von außen her geschürt wird. Die Tiroler Schugbundleute wissen das sehr genau, daß aus Bayern nicht nur Waffen der Orgesch- leute herübergeschmuggelt werden, sondern daß auch maßgebende Drahtzieher, wie Hauptmann P a b st und viele andere Offiziere, die man in Wiener-Neustodt an der Spitze marschieren sah, Export des deutschen Faschismus sind. Diese Kreise, die unter schwarzweißroten Hakenkreuz- sahnen und einer zügellosen Hetzpropaganda den inner- polstischen Kampf in Oesterreich aufs äußerste steigern, tragen die Hauptschuld an dem exzessiven Charakter der Heimschutzbewegung, die durch den Marsch nach Wiener- Neustadt nunmehr stark aggressive Formen angenommen hat.. Die österreichische Sozialdemokratie hat sich zum Kampfe gestellt, hat auch ihre physische Kraft imponierend gezeigt und hat moralisch gesiegt. Schon in den letzten Wochen sind unter dem Eindruck der intransigenten Haltung des Bürgerblockkanzlers S e i p e l massenhaft städtische Intellektuelle, von den Gewaltmethoden der Rechten ab- gestoßen, der Sozialdemokratie beigetreten. Umgekehrt sind Kreise der Banken und Bankiers, die bisher die Heimwehr- beweglmg geldlich stark unterstützten, unter dem Eindruck des wüsten Antisemitismus der Leute um Steidle weiter nach links abgewandert. In der Arbeiterschaft herrscht Genugtuung und gesteigerte Agitationskraft. Die Kom- iministen, die sich von Wiener-Neustadt Wasser auf ihre Mühlen versprachen, haben kläglich abgeschnitten und ihre, an sich in Oesterreich recht geringe Schar dem Fluch der Lächer- lichkeit preisgegeben. Die Bilanz von Wiener-Neustadt ist für Oesterreichs Sozialdemokratie ausgezeichnet. Die Kopie von Köpenick. Was sagen die Arbeiter? Ts wäre— nach unserer Unterrichtung— falsch anzunehmen, daß man in der Kommunistischen Partei über den Streich vom Sonnabend restlos entzückt ist. Bielmehr gibt es sogar auch dort Leute, die einsehen, daß derartige Laus- bubengeschichten mit stark kriminellem Beigeschmack zwar ge- eignet sind, einem oberflächlichen Publikum Vergnügen zu bereiten, aber einer Partei, die immer noch vorgibt, e r n st e Ziele zu verfolgen, nicht würdig sind. Der Hauptmann von Köpenick hat seine Sache noch viel besser gemacht, aber damit noch keineswegs eine Eignung zum Politiker erwiesen, und die französischen Royalisten oder der amerikanische Luklux-Klan haben es mit gelegentlicher Anwendung ahnlicher Methoden auch auf keinen grünen Zweig gebracht. Ähpn gar für die Arbeiterschaft ist das Leben viel zu ernst, als daß sie an einer solchen Sorte von„Humor" Gefallen finden könnte. Es ist durchaus kennzeichnend, daß gerade ein erheblicher -T«l der bürg er li chen Press« die Angelegenheit von der sensationellen und der humsristischen Seite nimmt, weit man sv' Äem Geschmack seines. Publikums am besten entgegen- kommt. In der Arbeiterschaft hat man viel mehr Gefühl dafür, daß es ein roher und verbrecherischer Streich ist, wenn man einen politischen Gegner unter listigen Vorwänden in ein Auto lockt, ihn verschleppt und stundenlang mit vorgehaltenen Revolvern bedroht. Vielleicht wäre auch in den heiter gestimmten Redaktionen etwas mehr Verständnis für diese Seite der Angelegenheit vorhanden, wenn einmal eines ihrer Mitglieder in eine ähnliche Lage geriete. Aber vielleicht steckt in dem Verhalten der erwähnten bürgerlichen Blätter auch ein gutes Stück Klasseninstintt Di» sogenannte„Köpenick tobe am Rundfunk" war eben« i n Spaß für die Bourgeosie. Der Kommunismus hat längst aufgehört, eine Gefahr zu sein, darum kann man sein« Possen mit sattem Behagen genießen, und ein bißchen Re- oowertnacken nimmt man ihm auch nicht übel, da es sich ja— selbstverständlich!— nur gegen So z i a l d e m o- traten richtet. Daß der Landtagsabgeordnete Schulz- Neukölln gegen nnferen Kollegen Victor Schiff Strafantrag qestellk bat, haben wir schon mitgetellt. Gestern noch war in der kommunistischen Presse zu lesen, der„Vorwärts" schreie nach der.Masienjustiz". So kann es für uns nur eine Genugtuung sein, wenn der Landtagsabgeordnet« Schulz 24 Stunden— nein. 25 Stunden— nachdem er selbst das Strafgesetz übertreten, den Gang zur„Klassenjustiz" antritt, weil ihm feine Brille zerschlagen worden ist. Die Arbeiter aber werden verstehen, daß die Handlungs- weise Schiffs nur eine Folge des Banditenstreichs am Tage zuvor war, der gegen einen seiner Kollegen verübt wurde, und es wird ihnen gewiß besser gefallen, wenn sich in der Redak- Hon des„Vorwärts"«inerfürdenander enschlägt, al« wenn man sich— wie das bei den Kommunisten längst üblich ist—«ntereinander prügelt. Sine Gegenüberstellung. ©enorK Wolfgan g Echwarz wurde gestern abend aus dos Polizeipräsidium gebeten, wo eine Konfrontierung mit dem Re- dakteur der„Welt am Abend", Heller, stattfand. Es ergab sich, daß sich Schwarz und Heller von früher her kannten, daß also Heller nicht t* dem Kommunistenauto, das Schwarz entführte, gesessen haben konnte. Aus die Frage, ob Heller im Bcgleitouto gesessen hätte, erwiderte«r mit einem entschiedenen„R e i n" und wies auf de» Bericht hin, den er über sein« Beschästigung am Sonnabend abend im Theater in seiner Zeitung gegeben hätte. Im übrigen habe er erst von dritter Seit« von der Angelegenheit«rsahren. End« der Sommerzeit in Englaad. In England wird in der Rocht vom Sonnabend zum Sonntag die Sommerzeit ihr Ende finden, llm 3 Uhr nachte werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt werden. Nach Meldungen aue Wellington bat das Repräsentant-»- Haus von Neuseeland die Sommerzeiworläge angenommen, auf Grund der die Uhren um eine halbe Stunde vorgestellt werbe». Oberst o. D. wedgwood, das bekannte Mitglied der Arbeiter- Partei im britischen Unterhaus, wird Mitte Oktober in Berlin über die Eindrücke noa seiner Palästinarech! sprechen. Zurück zur Sozialdemokratie! Gin kommunistischer Vertrauensmann wendet sich von der Wildwestparkel ab. Der Führer der Kommunistischen Partei in E o ch st e d t im Kreise Quedlinburg, der hauptamtlich dort angestellte B ü r g e r m e i st e r i! n g e r. Hot an den Bezirksvorstand der Sozialdemokratischen Partei folgenden Brief geschrieben: Iii, Jahre Z920 nach dem Kapp-Putsch trat ich, mit dem Aus- gang desselben nicht zusrieden, zur Kommunistischen Partei über. Ich hatte damals die feste Ucberzeugung, daß durch die VerHand- lungen zwischen USP. und KPD., die in Moskau gesühri wurden, eine ollumfassende Internationale der Hand- und Kopsarbeiter ge- bildet werden konnte. Die Verhandlungen und der damalige so- genannte Vereinigungsparteitag in Halle führten zu dem Schlüsse, daß Moskau sein« eigenen Wege ging. An Partei- disziplin gewShiU, arbeitete ich. trotz manch bitterer Erfahrung, als Funktionär in der Kommunistischen Partei. Die Entwicklung der Verhältnisse und die wechselnden Parolen der Kommunistischen Partei lösten in mir Zweifel ander RichtigkeitderPolitik der Kommunistischen Partei aus. Die alles niederziehende Kampfeswelse der Sommunlstlschen Parlei, die Verhöhnung politisch Andersdenkender, die zu Gewoll- lalen icregeleileler Arbeiier führten, wie es die Vorgänge anläßlich des Gewerkschafiskongresse, in Hamburg, die Prügeleien und Schießereien in Geesthacht zeigen, haben mich auf»«iefste erschüllerl. Hinzu kam die Doppelzüngigkeit zum Zwecke der sogenann- ten„Entlarvung" der großen Sozialdemokratie(wie die kommu- nistischcn Führer selbst sagen), um für die Staatspolitik in Moskau bessere Geschäfte zu machen. Alle diese Taisachen bewegen mich, au» der kommunistischen Partei Deutschland« auszutreten. Ich kehre zurück zur Sozialdemokratie, weil diese die große Arbeiterpartei und dte einflußreichste pollllsche Kampforganisalion de» deutschen Prolelariats ist. Sic zu stärken und in ihr für den erfolgreichen Klassenkampf der Arbeiterschaft zu wirken, ist die Aufgabe jede» Proletariers, der die Wiederherstellung der Einheit der sozialistischen Arbeitorlzewegung will. Ich fordere all« politisch ehrlich denkenden Arbeiter in der Kommunistischen Partei auf, mit mir den Schritt zu tun. zurück- zukehren zur einzigen allumfassenden Arbeiter- parte!, der Sozialdemokratie. Mit sozialistischen Grüßen gez. Unger. Alois Unger ist, wie die„Magdeburger Volksstimme" hervorhebt, nicht irgendein einfaches Parteimitglied der Kommunistischen Partei gewesen. Die kommunistische Bezirksleitung hatte ihn vor etwa einem Jahre der kommunistischen Ortsgruppe in Cochftedt al» Bürger- meister empfohlen. Unger wurde damals von fünf Kommunisten und einem Sozialdemokraten gegen die Bür- gerlichcn gewählt. Die kommunistische Bezirksleitung war auf diese Wahl sehr stolz, und in der„Tribüne", dem Magde- burger Kommunistenblatt, wurde der Sieg der kommunisti- schen Fraktion triumphierend verkündet. Unger bekleidete vor Antritt seiner Bürgermeisterstelle eine Reihe von hervorragenden Aernter», in der Kommunistischen Partei. Er war Bezirkskassierer des Bezirks Magdeburg-Anhalt der KPD-, Akquisiteur der Magdeburger „Tribüne", unbesoldeter Stadtrat in Magde- b u r fl, und er ist heute noch Provinzialausschußmitglied der Provinz Sachsen. Trohki redet. Beißende Kritik am Stalinismuel. Trotzki veröffentlicht in der„Fahne des Kommunlsmus". dem Organ des Lenin-Bundes. Bemerkungen über den 6. Weltkongreß der Komintern, die eine beißende Kritik am Kurs der Stalin und Bucharin bedeuten. In diesen Be- merkungen heißt es: „Ungeachtet des Zustrom» von neuen kolonialen und über- Haupt überseeisch«» Elementen, ungeachtet der frischen Strömungen, dl« in den Reden und Vorschlägen vieler Delegierten zum Dorschein kamen, war der allgemein« Geist der Leitung de» Kongresses und seiner Beschlüsse der Geist des Eklektizismus und de» Epigonentums." ..Genau so ist von Bucharin die Frage de» Kampfes gegen die Sozialdemokratie gestellt worden.„W ir haben schon vieles gelernt, aber gegen die Sozialdemokratie zu kämpfen, haben wir noch nicht gelernt." .„Wenn aber das Programm der Uebergangssorderungen nicht gegeben ist, so ist der Kampf um die Macht in die weiteste Ferne gerückt worden. Als eine der wichtigste» Ausgaben der t'üropäischtn. k a m m Uni st.l.s che n Sektionen ist der . Kampf für die chinoslsche Revolution bezeichnet worden. Aber in C h ün a ist jetzt keine Revolution, sondern da gibt es eine Konterrevolution. Wann in China die Revolution wieder auflebt— ist unbekannt. Die Perspektive auf die Revolution in Europa selbst ist praktisch ganz gestrichen." vor fünfzig Jahren. va» Schandgesetz vor dem Reichstag.— vismarck ver- leumdet die Sozialdemokratie.— Die Arbeitslosigkeit kommt von der Sozialdemokratie. 9. Oktober 1878. Der Ketch'stag begann die zweit« Beratung de, Eesetze, gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie. Nachdem der K b g. Lonnemann sich heftig gegen Bismarck ge- wandt hatte, dem er vorwarf, daß die Stimmung gegen die Sozialdemokratie künstlich gemacht sei und daß«, kein« größere klusreizung zum Blafsenhaß gäbe al, diese» Gesetz, ergriff Vismarck da, wort: „Ich Hab« schon bei der ersten Lesung gesagt, daß ich keiner Bestrebung zur Verbesserung der Lag« der arbeitenden Blassen absolut feind bin. wir haben solch« Bestrebungen in allen Jahr- Hunderten gehabt, aber niemal, ist der Gedanke, da, Eigentum dabei anzutasten, dab«j vorgekommen. Es handelt sich hier um ein positives vorgehen gegenüber einem n«satto«n. Sobald mir von den Sozialdemokraten ein durchführbarer Vorschlag in dieser Hinsicht gemacht wird, so bin ich auch heut« noch wi« vor IS Jahren zur Staatshilf« bereit, wir befinden uns ober lediglich im Stadium der Untergrabung der Autorität, im Stadium der llegation. Haben Sie irgendein Programm ausgestellt, wi« Sie den notleidenden Blassen Helsen wollen? Sie haben ewig nur gesagt, wirsindunzusrieden.«, muß anders werden. In Frankreich und anderen Ländern strebt jeder Arbeiter danach, bis zum SS. Jahre soviel zu erwerben, daß er im Alter kein« Not leide, bei uns ist der Arbeiter damit nicht zufrieden,«r will Bankier,«r will Millionär werden. Dieser Unzufriedenheit entsprang auch da, Hödelsche Attentat, und ich sreue mich, daß durch Hinrichtung de» Attentäter» wieder einmal«in abschreckende» Beispiel geliefert worden ist. Solange der Sozialismus«in so abschreckendes Seußer« hat wie jetzt, wird sich das vertrauen im Verkehr und Wandel nicht wieder einbürgern, und ,, liegt daher im Interesse der Arbeiter selber, sich vom Sozialismus loszusagen, denn dann können die gelchäst.lich-n Verhältnisse besser«erden und der inner« Frieden zurückkehren. Ich seh« in dem Treiben der sozialdemokratischen vereine das Motiv für die schlimme Lag« unserer wirtschaftlichen Zustönde. Dies« verein« fördern die Arbeitslosigkeit. Nun denk« man doch an den Zirkel der verbrechen, Ul sich daran» ent- wickeln und in Mordversuche» an einem Monarchen gepseln, der sein ganze» langes, tatenreiches Leben mit Hintansetzung seines Lebens und seiner Bron« an das Wohl seine» Volke» gesetzt hat. va will man kein« Gefahr sehen und die vedürsnissrag« leugnen? wer die sozialdemokratisch» Press« in den letzten Jahren ver. folgt hat, der mußt« ja die vraadstistung. de« Mord, de» «öuig»»»rd zwischen de» Zeilen herauslese»!" Der Bericht V a r g a» ist ein« vorsichtig abwägend« Servierung von Material unter dem Gesichtswinkel de»„Sozialismus in einem Lande", ober so. daß er die volle Verantwortung für dies« Theorie nicht tragen muß. Varga ist theoretisch zu sehr geschult, um nickt die ganze UnHaltbarkeit der Theorie„Sozialismus in einem Lande" zu verstehen. Als ich im Frühjahr 1926 i« Berlin war. Hot mir Varga in Gegenwart von Lalenstt und Kreftinski folgendes wörtlich gesagt: „C s ve rst e ht s i ch, da ß d i e s e T h e o r i« f a l sch ist, aber sie gibt dem russischen Arbeiter eine Perspektive und unterstützt selnen Geist. Wenn der nisstsc?)« Arbeiter so weit in seiner Entwick- lnng wäre, um sich an der internationalen Perspektive zu begeistern, so brauchten wir nicht die Theorie de»„Sozialismns in einen« Lände".„ZNik einem Work eine Pastorenlüg«. aber es ist die Rettung." Das Bild der Komintern ist hier in wenigen Strichen von einem Kenner gezeichnet. Pastorenlügen für unaufgeklärte Arbeiter— das ist der allein echte bolschewistische Marxismus!___ Kommunistische Registrierte." Oder:«vi» man Werbeerfolge zustopdedichtet. Bure kein Wißverständnis! Es handelt sich nicht um jene weib- lich« Wesen, denen Registrierung und Kontrollieruug seit Jahresfrist durch die Republik aufgehoben worden ist. Sondern um«in neue» kommunistisches Erfolglystem. Aber lassen wir die Wildwest-Portei selber reden, hören wir die„Rote Fahne", die in zweispaltiger Auf- machung über«in Teilergebnis des Agitations-Sonntages vom 30. September aus 8 Berliner Verwaltungsbezirken stolz berichtet: Es wurden drei neu« Abonnenten. 33 neue Parteimitglieder gewonnen und 791 Sumpathi- ii e r« n d« registriert Erfolg über Erfolg! Drei ganze Abonnenten in 8 Berliner Verwaltungsbezirken. Beinah« ein Drittel-Abonnent pro Verwol- tungsbezirk! Und gar 33 neue Mitglieder, weit über 4(nomlich 4M) pro Verwaltungsbezirk! Aber«er beachtet die lächerlichen Zahlen. Der Bericht setzt sich stolz fort:„791 Sympathisierend« registriert." Wer sind die Sympathisierenden? Dos find die von den Agitatoren Besuchten, die sich geweigert haben, der KPD. beizutreten oder die„Rote Fahne" zu abonnieren und die diese Weigerung(um den lästigen Besticher loszuwerden) mit irgendeiner wohlwollenden Redensart begleitet haben! Zum Trost hat man sie al» Sympathisierende registriert, das tostet nichts und macht sich schön aus dem geduldigen Papier. So heilt die KPD. ihre klassenden Wunden am Orgonisationstörper durch„Sympathie". Veparaiionsatten gestshlen. Anklage in Panel erhoben. Paris, 8. Oktober. Der Untersuchungsrichter in der Angelegenheit der Entwendung von Schriftstücken der Reparotionekommission durch einen früheren französischen Beamten der Kommission und eine Stenotypistin hat gegen beide Anklagen wegen Diebstahls und Hehlerei erhoben. Bei dem einen Schriftstück handelt es sich noch.Havos um einen Brief Poincares an den französischen Delegierten der Repa- rationskommission Senator Ehapsal. bei dem anderen um dce Kopie eines Brief«» von Tor die u betreffend die Beschäftigung von Arbeitern im Hafen von Düntirchen. Friedens- oder Baaditensreund«? Di« D e u t i ch c Friedens- g«s«llschaft des hloß om Sonntag gegen eine starke Opposition abermals, für da» kommunistisch« Dolkebegehren einzutreten. Daß der kommunistische Boreditenstreick) die Mehrheit ntchk von diesen« Beschluß abhielt, kennzeichnet die Instinktlosigkeit dieser Himmel- blauen Illusionspolitiker, die wohl dem Ausland gegenüber für völlige Waslenlosigkest eintreten, ober dem politischen Grgn«r vor- gehalten« Pistolen als..schiuidjgez Husarenstückchen" beschmumeln. Gegen dos Volksbegehren sprach Chesredakteur K ü st e r. �«Inen zweiten Sprecher der Minderheit, Arbcttersckretär Johann Fisch«, ließ man nicht zu Worte kommen. Für das Volksbegehren trat hauptsächlich Helmutv. Gerlack» ein. Dos erklärt d«n Mißersola der Sache. Nämlich alle Bewegnngen. an denen H. v. Gerlach sich bisher beteiligt hat(christlichsoziale. nationatsoziate, demokratische Vereinigung usw.), sind mit großer Regetmäßlgkeit wegen Mangels o>: Beteiligung eingeschlafen.... Der japanische Afientäter Okomura, der das Attentat gegen den M nisterpriisidenten verübt hat, ist.zu fünf Jahren Zucht« hau» verurteilt wanden. . Fr. 477. 45. Jahrgang Dienstag. 9. Okiober 492« Der weinende Die gestrig« Verhandlung im vergmonn-prozeh nahm einen sensationellen Verlauf. Man sah aus der Anklagebank einen S t a at s- onwallschaslsrat. der als Angeklagter vernommen wurde und von einem Augenblick in den andern in Tränen ausbrach. Zu wulonsällen«einend schrie er aus:..Ich habe an vergmann geglaubt. Ich bin ein ehrlicher Mensch, Ich stamme au» einer Theo- logen-Jamilie!" Dann wieder sagle er. aufgeregt die Fäuste ballend: Der Herr Oberstaatsanwalt weih eben alle» bester." Der einst so Gewaltige, der in Moabit so manchen scharfen Strasantrag gestellt hatte, bot gestern einen kläglichen Anblick. Das war kein Staals- onwalt. der mit juristischer Genauigkeit da» verbrechen der anderen beurteilt«. Da» war ein zusammengebrochener kleiner Mensch, der immer wieder sagte:„3d> habe es nicht gewollt, ich habe es nicht gewollt!" Aber es bleiben die SS JJroj., aber es bleiben die pro- Visionen, es bleiben die Empfehlungsschreiben, die schemafisch ausgestellt wurden. Es steht schlecht um den Staatsanwalts chastsrat. • Bei der Vernehmung der Angeklagten unterzog zunächst Amts- gerichfsra» Dr. W a r t e n b e r g« r den Angeklagten Warichauer einem eingehenden Verhör über den Werl der von ihm an Berg- mann gelieierten Teppiche im Vergleich zu den an ihn ge- zahlten Betragen. Es kam dabei zu einem scharfen Zusanimenstoh zwischen Rechtsanwalt Dr. Georg Löwenthal und dem Vor- sitzenden. Der Verteidiger protestierte, daß Bergmann gewisser- maßen als Hauptzeuge gegen Warschauer austreten dürfe, so daß dieser kaum einen«atz zir Ende sprechen könne. Vor f.: Die Vernehmung der Angeklagten ist>m e i n e Sache. R.-A. Dr. Georg L ö w e n t h a l: Und die Verteidigung Warschauers ist meine Sache. V o r's.(zu Bergmanns: Ist Warschauer bekannt gewesen. daß es mit den Lagerscheinen eine faule Sache sei? Angekl. Bergmann: Davon hat er genau so gemuht wie alle anderen. Vors.: Jetzt komme ich zu einem besonderen Punkt. Ich möchte dem Angeklagten Warschauer und den Eheleuten Wustrow den dringenden Rat geben, im eigenen Interesse die Wahrheit ein- .zugestehen. Ich Hobe ausgerechnet, daß der Gesamtbetrag der Teppiche, die Warschauer an Bergmann verkaust Kot. 248 23? M. beträgt. Da steckt etwas im Hintergründe. Ich rate also, sogen Sie. was los ist, damit ich es Ihnen nicht sagen muß. Die Ange- Ilagten schweigen. Anscheinend ist Bergmann da selbst deschwindelt worden. sGrohe Bewegung.) Angekl. Warschauer: Die Preise auf den Lombardscheinen sind ja nicht maßgebend. Ich habe blanko unterschrieben und weiß nicht, was nachher ausgefüllt worden ist. Wenn ich dreißig Perserbrücken lieferte, unterschrieb ich sechs Lagerscheine. Siaotsonwolts chastsrat Schumacher: Aber auch der Wert der Lagerscheine deckt sich nicht mit den geleisteten Zahlun- gen. Vors.: Dos wäre also«in Schwindel von Ur- sprung an. Airgekl. Jrau Wustrow: Das ist immer so gemacht worden..Herr Bergmann wußte unbedingt davon. Der Bücherrevisor Brandt stellte fest, daß mit Warschauer 94 A b- schlüsse gemacht worden sind. Der Vorsitzende rief sodann den Angeklagten Staatsavwallschaslsrat Dr. Zacoby uzuf. Vor f.: Sie haben den Wunsch ausgesprochen, sich aus- führlich zu der Anklage gegen Sie zu äußern. Ich kann das nicht unterbinden, aber ich muß Sie dringend ersuchen, nicht in ein Plädoyer zu versollen, sonst muß ich Ihnen das Wort abschneiden. R.-A. Dr. Pin dar: Ehe der Angeklagt« noch ein Wort gesagt Hot. wird er mit W o r t a b s ch n e i d e n bedroht. Es muß ihm doch vergönnt sein, ausführlich zu schildern, wie er in diese verteuselt« Situation gekommen. Vors.: Aber nur nackte T a r s a ch e n. R.-A. Dr.' P i n d a r: Soweit das möglich ist. Vors.: Jedenfalls werde ich leine Schlußfolgerungen hier zulassen. Angekl. Staatsanivaltslhaftsrat Dr. I a c o b y: Ich Hobe schon zu Ansang des Prozesses jede Schuld entschieden in Ab- l e de g e st, l t t.(Mit lauter erregter Stimme.) Ich bestreite das auch jetzt. Ich habe nichts von dem Betriebe gewußt, und erst von all dem aus Zeitungen, durch die Voruntersuchung und im Der Fall£amcr. 17] Von Trkstall Ber»ard. lEivAtg bsrrchtigte Tlebersetzuag von i?!. Evlli».) „Sie nehmen also an. daß Larcier auch unter den Pa° pieren, die er mitgenommen hat, die Adresse dieses Hilbert entdeckt und sich an ihn gewandt hat?" Herr Galoin antwortete nicht. Er machte nur eine aus- weichende Geste, deren Bedeutung ich nicht begriff, und über die ich etwas erstaunt war. Denn es schien mir. daß er mit großer Sicherheit die geheimnisvolle Spur, die er hier ge- sunden hatte, verfolgte. „Es ist zu dumm." fuhr er fort,„daß Hilbert nicht mehr unter der Adresse zu finden ist. die auf den alten Briefen in der Kiste stand. Sie sind sehr alt. Sie lieaen zehn oder zwölf Jahre zurück. Seitdem ist Hilbert wahrscheinlich zwei- mal umgezogen. Ich weiß nicht genau, wo er sich aufhält, aber ich weiß, daß er lebt und in London wohnt. Die Adresse auf den Papieren in Toul war eine kleine Straße bei Ludgate-Hill. Ich war heut« nachmittag da. Hilbert ist schon seit langer Zeit von dort verzogen, und zuerst habe ich niemand gefunden, der sich seiner überhaupt noch erinnerte. Erst nach einer Weile, nachdem ich ganz zufällig an eine Tür im zweiten Stockwerk geklovft hatte, entdeckte ich einen alten Versicherungsbeamten, der sich Hilberts erinnerte, jedoch mir seine Adresse nicht angeben konnte, sondern nur einen Tabak- bändler der Fleetstreet nannte, dessen Kunde und Freund Hilbert einst gewesen war. Ich begab mich nach der Fleet- street... Dieser Tabakhändler hatte sein Gxschast verkauft. Sein Nachfolger hatte keine Ahnung, wo er wohnte, aber gab mir die Adresse einer anderen Person an� welche weiß, wo der Tabakhändler augenblicklich wellt. Sie sehen, zu unserem Beruf gehört Geduld. Diesen anderen Mann kann ich heute abend nicht mehr treffen, aber morgen früh, und so hoff« ich dettn. den Tabakhändlet im Laufe des morgigen Tages auszukundschaften. Ich denke, dieser Tabakhandler wird mir die Adresse Hllberts ver'chaffen können, und habe ich erst einmal Hilbert, so werde ich sicherlich auch... na. dann werden wir nicht weit von der Lösung sein. „Aber glauben Sie," unterbrach ich ihn,„daß Larcier noch in Lonov« isitT" Staatsanwalt. Handlung im Bergmann-prozeß. vollen Umfange erst durch die Hauptverhandlung Kenntnis erhalten. Von einem gewollten und bewußten Zusammenwirken mit Bergmann kann keine Rede sein. Ich war wie jeder andere Sunde getäuscht, hintergangen und betrogen worden. Ich hoffe, noch in der Lage sein zu können, dem Gericht das zu beweisen. Vors.: Also bitte schön. Angekl. Dr. I a c o b y: Zunächst möchte ich dartegen, wie ich l927 mit Bergmann wieder zusammengekommen bin. Dazu ist eine kleine Vorgeschichte nötig. Im November l926 hotte ich den falschen Asiessor G u t h durch Major Hinße kennengelernt, und beide haben meine. Gut- Willigkeit ausgenutzt. Ich habe mich beschwoieln lassen, eine Bürg- s ch a f t für den Bruder Hintzes zu übernehmen. Durch Rechts- anmalt Gostsch erfuhr ich dann, daß Guth kein richtiger Assessor ist. Ich bat Gotisch brieflich, den salschen Assessor, zu entlarven und verhaften zu lassen. Mit Golisch Hobe ich mich dann auch über Major Hintze unterhalten. Er sagte mir, daß ihm Hintze verdächtig sei, denn er sei gor kein aktiver Major, sondern Verwaltungsbeamter gewesen. Er schmücke sich nur mit dem Mojortstel. Die Bürgschaft hotte ich in der Annahm« übernommen, daß es sich um einen richtigen Major handele und daß dieser nötigenfalls einspringen werde. Später fragte mich Gracger, der gleich mir einem Klub angehörte, nach einem Paul Berg- mann. Ick) verneinte zuerst, diesen zu kennen, da mir nur aus der Inflationszeit ein Bankier S a l l y Bergmann bekannt war. Nach der Personenbeschreibung erkannte ich aber, daß es sich um den gleichen Bergmann handelte. In dessen Lombardgeschäst sollte etwas nicht in Ordnung sein. Graeger meinte aber, daß er, Graeger, gegen seinen Auslraggebcr, Herrn Rösch, Bedenken hätte: denn er nehme an, daß man sich unrechtmäßig in den Besitz des Bcrgmon nschen Geschäfts setzen wollte. Er hätte den Eindruck, man wolle Bergmann erpressen. Dann meldete sich bei mir Rechtsanwalt Iolenberg, der mir die gleiche Affäre erzählt«. Bergmann kam zu dieser Unter- redung hin.zu, und seine Angaben stimmten mit den übrigen Mit- teilungen überein. Ich riet zu einer Strafanzeige, da di« Leute ihn sonst sicher weiter erpressen würden, wenn er einnial Geld gegeben hätte. Do Bergmann mein früherer Bankier war und ich gerode 2000 M. Pfandbriefe vo-n meiner Schwester in Händen hätte, fragte ich Bergmann, ob er nicht für diese Pfandbriefe eine Verwendungsmöglichkeit habe. Bergmann erklärte darauf,«r habe einen Vertrauensmann an der Börse, de» er fragen würde, ob er vielleicht auch für mich spekulieren würde. Ich war in solchen Dingen blutiger Laie, da ich nie ein Per- mögen besessen hatte, und freute mich nun, einen Sachverstän- d i g e n zur Teste zu haben, der mir gute B ö r s e n t i p» geben könnte. Im Lause der Spekulationen mochte mir nun ein Tage» Bergmann den Vorschlag, Aktien in seinem Betriebe anzulegen. Bei dieser Gelegenheit sprach er davon, daß Gros Schwerin ihm eine halbe Million übergeben hätte. Da sagt« ich mir. daß Bergmann doch eine kolossale Kreditfähigkeit besäße. Ferner erzählte mir Bergmann, daß sehr viele Personen über ihn Auskunst erteilten. Darunter befände sich der Oberregierungsrat S.ennewald, den er seit zehn Jahren kenne. In einer gesell- schosttichen Zusommenkunft lernte ich dann Sennewald kennen, der aus mich den allerbe st enEi ndruck machte. In seiner Gegen- wart stellte uns Bergmann seinen Betrieb in solcher Form dar, daß er aus ganz reeller Basis aufgebaut.zu fein schien. Er erzählte, daß er wegen des große» Umfanges des Geschäfts mit fremden Mitteln arbeiten müßle, daß er den Geldgebern Lager- scheine zur Sicherheit übergebe, und daß er«inen kolossalen Verdienst erziele, der es ihm ermögliche, ruhig den Dorlehns- gebern die Hälft« des Gewinns auszuzahlen und vier Prozent Zinsen pro Monat zu gewähren. Nach alledem erschien es mir ganz ousgejchlossen, daß irgend etwas Unreelles in dem Betriebe vor sich ging. Wenn Leute mit solchen klingenden Namen sich an dem Betriebe beteiligt hatten, glaubte ich mit Recht, daß sie sich vorher über den Ge- schästsbetrieb genau unterrichtet und die Bücher geprüft Herr Galoin machte wieder seine ausweichende Geste. Das tat er jedesmal, wenn ich von Larcier sprach, und er schien ganz vergessen zu haben, daß wir eigentlich Larcier suchten. Ich sagt« mir: Das ist ein Mann, der keine überflüssigen Schwierigkeiten macht. Zuerst will er Marteau fassen, und hat er diesen, so findet er Larcier. „Margen werde ich eine Menge zu tun haben." fuhr Herr Galoin fort.„Sie können die Zeit benutzen, um sich mit Frau Chiron London genauer anzusehen... Sie ist eine reizende Dame!" Wußte Herr Galoin wohl, welche Beziehungen zwischen Blanche Cheron und mir bestanden? Wußte er Bescheid über Blanches und Larcier Verhältnis? Schweigend schritten wir einige Augenblicke nebenein- ander her, und ich fragte mich unterdessen, ob ich meinen Ge- fährten über diesen Punkt aufklären sollte. So erzählte ich ihm denn, wie Blanche und ich durch unseren gemeinsamen Wunsch, Larcier wiederzufinden, uns einander genähert hatten, und welche innige Liebe Blanche mit meinem armen Freund verband. Schweigend hörte mir Herr Galoin zu: dann sagte er: „Diese Dame liebte also Ihren Freund sehr?" „Ich glaube, ja." erwiderte ich. „Ach," sagte er nachdenklich. Dann fügte er hinzu:„Aber sie müßte sich schon immer an den Gedanken gewöhnen, daß es zweifellos mit den früheren Beziehungen zwischen ihr und Larcier vorbei ist." „Ich weiß nicht, ob Blanche nicht trotz Larciers Ver- brechen sehr nachsichtig über ihn urteilen wird..." .La," erwiderte Herr Galoin noch immer geheimnisvoll. „Aber wenn wir die Hypothese aufftellen, daß sie gezwungen sein würde, Larcier nicht mehr wiederzusehen, so ist es besser. sie vielleicht jetzt schon an diesen Gedanken zu gewöhnen und ihr klarzumachn, daß ein anderer sie trösten wird. Man muß ihr das auf sehr nette Weise beibringen, und ohne daß sie es merkt, muß man sie an den Gedanken einer Trennung ge- wähnen..." Ich begriff nicht recht, was der Beamte meinte, und ich fragte mich, ob in feinen Worten nicht ein« gewiss« Ironie läge, nachdem er die fast zärtliche Vertrautheit, di« zwischen Blanch«»od mir herrschte, bewerkt hatte, und ob er damit hätte». Für mich ornien Teufel bedeuteten 409 000 M. doch cimcs Kolassnles. Mit erstickter Stimme: Ich hotte unbezrenzl«» Der- trauen zu ihm. Das war mein Fehler, denn deshalb bin ich jetzt als Betrüger anoeklogt. Dr. I a c o b y ging dann zu seiner Auskunftserteilung über und äußerte dazu: Die Anklage nimmt sölschlick an, daß ich zuerst unentgeltlich Auskunft erteilt habe. Ich will aber die Wahr-•! heit sogen, auch wenn die Behörde das gegen mich anders aus- legt. Bergmann hatte mir gesagt, die fortlanfende juristische Be- ratuitg könnte damit abgegolten werden, daß mir von den aus Grund meiner Au-tünste eingehenden Gelder eine Provision gezahlt werde. Ich möchte keine Bedenken haben, denn ander« machten es auch so. Ich habe zugestimmt, weil Geheiinrat Sennewald es auch tat und weil ich glaubt«, daß es sich nur um kleine Summen handeln würde. Vors.: Wie kannten Sie aber in der Auskuntt sagen, daß Bergmann Eigen kapital besitze? Angekl.: von kaufmännischen Dingen hotte ich keine Ahnung. Bei uns zu Hause wurde»au Geschästssachen nie gesprachen. Die Provision habe ich nur als einen Zohtungsmadus für die juristisch« Beratung betrachtet. IchZhabe geglaubt, Bergmann walle nnr arme» Teusel«inen kleine» Nebenverdienst ve>-- schassen. Ich rechnete auch nur mit 300 bis 400 Mark monatlich. Vors.: Im Jahre 1927 haben Sie von Bergniann 6 00 0 M. be- zogen. Wo ist das Geld hingekommen? Sie sind mit dein Motorrad verunglückt. Haben Sie sich das Rad davon ang'- ichafst? Angekl.: Der Unfall war sehr schwer und kostete mich 3000 M. Vors.: Wo sind die anderen 3000 M. geblieben? A»- geklagter: Es ist alles für die» o t w e n d i g st e n B e d ü r i nisse di'aufgsgangen. sSehr erregt.) Ich bin mir«iignal im Theater gewesen und das nach doz» mit einer Freikarte. Oberstadt: anwolt Binder hielt dem Angeklagten Dr. Iacoby dann vor, daß bei ihm im Jahre 1924 eine Anzeige gegen Bergniann ein- gegangen war und daß er sich trotzden, nicht gescheut habe, in demselben Verfahren eine V e r t e i d i g u. n g s s ch r i s t für Bergniann gegen Entgeld von ZOO M. anzlisertigen. Angekl. Dr. I mc o b y: Die Verteidigungsschrift betraf eine ganz andere Sache. Von der ersten Anzeige weiß ich nur noch, daß das Versahr«» eingestellt worden ist. Wenn Sie ober, Herr Oberstaatsanwalt, alles besser wissen, dann ka>m ich Ihnen nichts erzählen. Sie waren doch da-nals nicht dabei. Ol'erstaotsanwalt B�n der: Es hande.t sich unl dr- ]tlbt Angelegenheit, denn beide Sachen waren verbunden worden, so daß es eine Erniittlungssach« war. Ich erheb« gegen Staat:-: amvaltfchoftsrat Dr. Iacoby den Vorwurf, daß er in derselben Untersuchungssache. in der er. Dr. Zacobn. als Staatsanwalt amtlich die Anzeige entgegengenommen Halle. gegen Entgelt für den beschuldigten Bergmann eine verteidi. gungsschrist gemocht ha«. Amtsgerichtsrat Dr. Wartenberger kam dann nochniais i auf die Spekulationsgeschäste des Angeklagten Dr. Iacoby mst Balsam.zurück, und es entwickelte sich hierbei eine sonderbore Erominatton des Angeklagten über seine Börsenkeiintniis«. Vor st: Mit den Kursgeschästen tonnten Sie dach die 2000 M. aus einmal verlieren. Wezhalb hoben Sie nicht T e r ni i» g e s ch a s t e ge- macht? Angekl.: Termingeschäfte? Was ist dos? V o r st; Hoben Sie nie etwas von Diss«ren.zgeichästen gehört? Angekl.: Nein. Vors.: Damit beschäftigt sich doch auch das Handelsgesetzbuch. Staatsanwaltschostsrat Dr. I o c o b y: Ach, vom Handelsgesetzbuch weiß ich nicht viel. Vors.: Sie nnisien doch aber früher damit auch einmal etwas zu tun gehabt haben! Haben Sie nie etwas von Medio- und Ultimoliquidationen gehört? Angekl.: Nein. Vors. Lesen Sie denn keine Zeitungen? Augeklogiec Dr. Iacoby: Das wohl, aber ich habe nur feine Gedanken dar- über gemacht. Da muß den Leuten wohl etwas ausgezahlt werden. Vorst: Manchmal auch nicht. lHeiterkeit.) Angekl.: Von Börsensachen hatte ich keine Ahnung. Vors.: Herr Bergmann. Sie verstellen doch jedensalls etwas von Börsengeschösten? Haben Sie da nicht Dr. Iacoby von den Kurssp.'kulationen abgeraten'': Angekl. Bergmann: Wenn Balsam redete, ivar gegen ihn nicht anszukoinmen. Er erzählte imr immer, daß man Millionen an der Börse verdiene» könnte und ich habe ihm ebenso wie Dr. Iacoby Generalvollmacht gegeben. Weiterhin äußert« sich Dr. Iacoby nochmals zu der Aus' kunfterteilung. Bergmann habe ihm gesagt: Sie können ruhig Auskunft erteile», denn ander« Personen machen es anch, so Geheim- rat Sennewold. Angeklagter Bergmann: Da muh ich einen nicht sagen wollte, daß sie bereits den Trost, von dem er sprach, gefunden hatte. Wir schwiegen beide. Ich war etwas müde, und wir gingen ins Hotel zurück. 14. Am nächsten Tag, als ich aufstand, war Herr Galo'.n schon fortgegangen. Er hatte mir ein paar Zeilen hinter- lassen, in denen er mir mitteilte, daß er wahrscheinlich erst abends wiederkehren würde. Ich fand Blanche in der Hotel- diele und erzählte ihr, was der Inspektor mir über seine Reise nach Toul und seine Forschungen in London milge- teilt hatte. Blanche hörte mir gespannt zu, endlich hatte sie einen Detektiv kennengelernt, wie er ihr immer vorgeschwebt hatte. Bon jenem Teil der Unterhaltung, der sie persönlich anging. erzählte ich ihr aber nichts. Es ist wohl verständlich, daß es mir peinlich war. mit ihr darüber zu sprechen. Wir gingen zusammen aus und besuchten den Zoolo- gischen Garten. Unendliches Wohlbehagen ergriff mich, so im gleichen Schritt neben Blanche zu gehen. Ging sie ein wenig langsamer, so hatte ich einen Vorwand, um sanft ihren Arm zu nehmen und näher an sie heranzugehen. . Ich wollte nicht daran denken, was geschehen würde. wenn wir Larcier träfen: ich wollte mir nicht vorstellen, daß ich Blanche einmal würde verlassen müssen und nicht mehr jede Stunde des Tages mit ihr verbringen tonnte, wie es seit unserer Reise der Fall war. Als wir durch«ine einsame Allee nebeneinander hergingen, blickte ich sie an. Sie sah auf. Unsere Blicke begegneten sich. Es war wie ein physi- scher Kontakt. Geniert, fast verletzt sahen wir aneinander vorbei und gingen schweigend dahin. Bald kamen wir an eine Wendung der Allee, wo einige Spaziergänger auf- tauchten. Es war eine Erleichterung und eine Enttäuschung zugleich, nicht mehr ollein zu sein, ober ich fühlte sehr gut und sie mußte es auch empfinden, daß bei der nächsten Ge- legenheit diese Befangenheit noch größer werden würde. Wir verließen jetzt den Zoologischen Garten und nahmen ein Auto. Aber wenn wir auch allein waren, so war es doch keine völlige Abgeschiedenheit, denn wir fuhren an- dauernd an Leuten vorbei, und unser Wagen war offen. Wir ließen in der Regentstreet halten und stiegen aus, um die Läden zu betrachten: Blanche blieb vor jedem ein-« ptmt» gefegM stehe».(Fortsetzung folgt.); i. I Srrtmn von Gtaatsamvaltschaftsrat Dr. Zacoby richttsstelle«. Zch ü-af ihn im Hotel Bristol und erzählte ihm. daß ick von Rechtsanwalt Golisch käme, der auch für mein« Firma Auskunft erteil« und ? Proz. Provision bekomme. Darauf sagt« Dr. Iacoby: Was der kann, kann ich auch. Ich möchte auch Geld oerdicn.m. Angeklagter Dr.? a c a b g: Das ist möglich. Der Hauptsicherheitsfaktor war aber Gehelmrat Sennewald für mich. Rechtsanwalt Dr. S. F e- b l o w i c z:.Hat Dr. Iacobq nicht gesagt: Es macht ful) doch besser, wenn ein aktiver Staatsanwalt Auskunst erteilt, als ein Rechtsanwalt Vors.: Och werde mir überlegen, ob ich morgen diese Frage zulasse. Die Vernehmung des Angeklagten Jacobn wurde darauf abgebrochen, die Verhandlmrg wurde auf Dienstag früh oertagt.____ Ooppelmord und Selbstmord. Eine Mutter ertränN ihre Kinder und sich selbst. Eine schreckliche Beobachtung machte am Sonnabend im Morgengrauen ein Arbeiter in Spandau. Als er gegen b Ahr nach der Lehrter Brücke zu ging, die über die Havel führt, sah er aus einiger Entfernung, wie eine Frau sich am Geländer mit zwei kleinen Kindern zu schassen machte. plöhlich ergriss sie eins der Kleinen nach dem anderen und warf beide in das Wasser hinab. Gleich daraus sprang sie ihnen nach. Der Mann hatte sich bemüht, einzugreifen, konnte aber nicht mehr dazu kommen. Er Hot ein Holzbein und so war es ihm nicht möglich, noch zur rechten Zeit hinzulaufen, um dos Unheil zu v«r. hindern. On der Dämmerung sah er auch von den drei Personen nur so wenig, daß er nicht eine einzige boschreiben kann. Weil im Lause des Sonntags niemmrd als oermißt gemeldet wurde, dachte man immerhin an die Möglichkeit, daß der Arbeiter sich in seiner Beobachtung getäuscht habe. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergabxn jedoch, daß er richtig gesehen haben muß. On der Nähe der Brücke liegen einige Kähne. Ein Schiffer bekundet nun, daß er zu der angegebenen Zeit ein wiederholtes Aufschlagen auf das Wasser gehört habe. Das habe ihn veranlaßt, einmal hin- auszusehen, lieber dem Wasser nahm er nichts.mehr wahr, auch auf der Wasierfläche war nichts zu sehen. Wohl aber sah er eine Reihe oerlausender Kreise, wie sie vom Einschlagen eines schweren Gegenstandes in dos Mass« entstehen. Ob die Frau mit ihren Kindern in Spandau selbst gewohnt hat oder ob sie mit ihnen von außerhalb hergekommen ist, läßt sich noch nicht sagen. Ein« Leiche ist noch nicht gesunden. Mitteilungen zur Aufklärung nehmen die Kriminalinspcktion Spandau und die Vernüßtenzentrale des Berliner Polizeipräsidiums entgegen. Kommunistische Hausbesihermethoden. Sozialdemokratische Mieter auf die Straße geworfen. Di« Kommunisten sind unter die Haiisb«sijjer gegangen. Unter fführung de« Stadtverordneten Kraußpaul haben sie alle Vorstands- Posten des Siedlervereins„Die kinderreiche Familie" besetzt und regieren nun. Zunächst versuchten sie die privaten Hausbesitzer in dem Gebrauch des Kündigungsparagrophen 1« übertreffen. Wer nicht für Jirautzpoul war, flog. Serien- » c! s wurden die Sozialdemokraten gekündigt. Die einzige Leistung der Kommunisten war: Sie verbrauchten für die Verwaltung einer SiedlimgsgefeMchaft mit 123 Mitgliedern In einem 2000 0?DiQrf an Verwaltungssosten. Die fiommu« nisten haben bei der letzten Wohnungsbauvorlagc des Magistrats die Mietpreise kritisiert. Sie verlangten, daß eine 2-Zimmer-Wohnunz nur-tö M. Miete kostet. Unter ihrer Führung baut„Die kinderreiche Familie" Zweizimmerwohnungen, die ÜS Mark kosten werden. Theorie und Praris beim Kommunismus. Am Sonnabend veranstaltete nun die Sozialdemokratische Partei für diese Siedlungsmitglieder eine Versammlung, in der zum Ausdruck kam, daß der größte Teil oer Siedlungsmitglieder mit der Leitung der Gesellschaft nicht einverstanden ist. Da die Kommunisten schon fürchten, daß sich nicht noch einmal eine Mehr- heit für Krautzpaul und Genossen findet, wollen sie die Wahl hin. ausschieben. Die Versammlung hat eindeutig gegen diese Versuche Stellung genommen. Für die Aufsichtsbehörden wäre es an der Zeit, einmal die Geschäftsführung dieser Ge- s«l l s ch a s t zu untersuchen. Mit der Siedlungsgesellschaft „Die kinderreich« Familie" wollten die Kommunisten den von den Gewe.rkschoften gegründeten Gesellschaften Konkurrenz machen. Mit großem Tamtam haben sie angefangen und nach einem Oahr haben st««rn« Siedluirgsgesellschaft dicht vor den Znsammen- bruch gebracht. Die hartherzige Reichsbahn. Kein Verständnis für die Schwerkriegsbeschädigscn. Dom Reichsbund der Kriegsbeschädigten wird un» geschrieben: Sämillche Kviegsbeschlldligtenorganisationen hatten sich bei der Reichsbahnhauptoerwaltunq und beim Reichs oerkehrsrninifterium da-- iur verwandt, daß die Schwerkriegsbeschädigten auch nach der Ein- iührung der einheitlichen Holzklass« mindestens in der bisherigen Weis« befördert werden. Verlangt war, daß die Beschädigten, die nach dem amtlichen Ausweis der Fürsorgestellen sitzen müssen, in der Polsterklasse gegen Zahlung des Fohrpreises für die Holzklaffe Platz nehmen dürfen und im übrigen in der Holzklasie wie bisher.zu ermäßigten Preisen befördert werden. Das Reichsarbeitsministerium hatte sich seinerzeit auch mit der Reichs bahnhauptverwaltung in Verbindung gefetzt und gebeten, die bisherigen Erleichterungen bei» zubehalben. Di« Reichsbahnhauptoerwaltung hat jedoch alle Anträge abgelehnt. Sie hat schon in den letzten Jahren wiederholt versucht, die für die Kriegsbeschädigten erlassenen besonderen Dorschristen zu beseitige,,. Sie glaubt offenbar, daß nunmehr die beste Gelegenheit sei, um ihren schon lange gehegten Plan, gegen den sich auch wiederholt der Reichstag gewandt hat, Zeppelins Werkstättenfahrt. Schwierige Landung.— Mittwoch Siari nach Amerika. Das Lustschlff«Graf Zeppelin" stieg am Montag 13,33 Uhr zu einer letzten werkskätteufahrt ans und vollendete die Fahrt glücklich ohne Zwischenfälle nm 15,03 Uhr. An Bord waren im ganze« 50 Personen. Dr. Eckener und Kapitän Lange nahmen an der Fahr» nicht teil, sondern blieben beob- achtend zurück. Die Landung vollzog sich unter einigen Schwierigkeilen, ging dann aber glücklich vonstakten. Der„Gros Zeppelin" kreuzte während seiner t�stündigen Fahrt fast dauernd über dem Bodenseegebiet, so daß man dauernd beobachten konnte, wie die Motoren in wechselnden Kombi- Nationen noch, einmal ausprobiert wurden, bis das Schiff schließlich mit allen fünf Maschinen auf volle Fahrt lies. Bei dem schönen Herbstwotter bot das Schiff gegen den Himmel einen wundervollen Anblick. Für die letzte Stunde der Fahrt entschwand es dann den Blicken, bis es gegen 17,30 Uhr wieder über Friedrichs- Hafen erschien und anzeigte, daß es zu landen beabsichtig«. Onfolge widriger Umstände wurde allerdings die Landung über eine halbe Stunde hingezogen. Der erste Landungs- v e r su ch mißglückte, weil dos Luftschiff in zu schneller Fahrt und noch zu großer Höh« über dem Landungsplatz erschien und nicht mehr in der Lage war, so tief zu gehen, daß die Halletau« geworfen werden konnten. Ein zweiter Landungsoersuch wurde durch das plötzliche Auftreten eines südwestlichen Windes vereitelt, der das Schiff nach Osten drehte, so daß«s gezwungen war. nochmals eine Schleife über dam Bodesfee zul ziehen, um dann zum dritten Landungsversuch über dem Werstgelände zu erscheinen. Hierbei zeigten sich wieder insofern die großen Mängel des Landungsplatzes, als es nur mit äußerst« Bor, ficht und den größten Schwierigkesten gelang, das Schiff, das von Osten her sich langsam auf den Landungsplatz senkt«, mst den Heck nach Norden zu drehen, da es nur auf diese Weis« durch das West- tor in die Halle gebracht werden kann. Ueber das Ergebnis der Werkstättenfahrt am Won- tag ist man in den Kreisen der Werftlestung wie auch der Teilnehmer in jeder Weise zufrieden. Die angestellten Funkpeiloer- suche sind in jeder Weise gelungen und bei den Geschwindigkeits- Messungen wurde ein« Höchstgeschwindigkeit von 123- Stunden-Kilometern bei fünf Motoren«rziell. Auf Befragen erklärt« Dr. Eckener. daß er am Dienstag mittag, sobald das Ergebnis der Wetterkarte festgestellt sei. je nach der Wetterlag« endgültigdenTermiufürdeuStart zur Amerikafahrt festsetzen werde. Nach dem Ergebnis d« am Montag nachmittag vorliegenden Wetterkarte ist da» Detter auf dem Atlantik zurzeit sehr schlecht. Ueber Irland und dem Kanal liegt«in schweres Tief. Dr. Eckener hofft jedoch nach wie vor, am Mittwoch morgen zu dem großen Flug st a r t e n zu können. durch.zuführen. Zunächst hat also der amtliche Ausweis der Schwerkriegsbeschädigten leider keinen an- deren Zweck mehr, als daß die S ch w e r k ri e g s b«° schädigten in den besonderen Abteilen gegen Zah- lung des vollen Fahrpreises Platz nehmen dürfen. Ueber die Frage einer Fahrpreisermäßigung soll nach Mitteilung der Roichsbahnhauptverwaltung d« Tarifkommission entschei- den. Diese wird aber wahrscheinlich einig« Monat« auf ihr« Eni- scheidung warten lassen._ Vergiftungen im Dresdener Ratskeller. Eine Name bereits gestorben.— 40 Personen erkrankt. Seit fünf Tagen sind die Besucher des Dresdener Ratskellers, der nicht nur von der Bevölkerung. sondern auch von den Fremden stark bevorzugt Wied, nach dem lSeuutz von Speisen erheblich erkrankt, ohne daß es zunächst gelang, sestznftelle«. wo die Quelle der Infektionen zu suchen war. Bis seht konnten durch die NZesundheitsbehörde« 4N Personen ermittelt wer- de«, deren Zustand so ernst war. daß sie in die klrankenhauser gebracht werden mußte», während nach Ansicht der Sachverständigen zweifellos noch zahl- reiche Kranke in den Privathänsern vnd in de« Hotels liegen. Schon die bakteriologische Untersuchung bei den ersten gemeldeten Erkrankungen ergab, daß die Patienten im Dann den Parotyphusbazillus aufwiesen. Durch Befragen konnte festgestellt werden, daß alle Kronken die Weinabteilung des Dresdener Ratskellers besucht hatten. Man forschte hier nach, weil man zunächst der Ansicht war, daß vielleicht in dem verwendeten Fleisch sich die gefährlichen Keim« befunden hätten. Tatsächlich konnten bei einigen Speiseresten auch Typhusbazillen entdeckt werden, während ander« Proben absolut keimfrei waren. Onfolge- besten rechneten die Aerzte von vornherein, daß unter dem Küchen- personal sich ein Bazillenträger befinden müsse, der durch Beruh- rung die Speisen infizier«. Das gesamte Personal wurde deshalb nniersncht und bei einem Hilfskoch M. stallte man den Bazillus U fest, ohne daß der Betroffene schwere Krankheitserscheinungen aus- wie». Di« Dresdener Sanitätsbehörden haben bis jetzt<0 tkrankheits- fälle festgestellt, doch dürste, wie gesagt, damit die Liste der Betroi- fenen noch nicht abgeschlossen sein. Ein« aus Hamburg zugereifte Dame ist on den Folgen de« Paratyphus bereit» gestorben. während ander« Fälle zma� ernst find, ober doch nicht als hoff- n u n g» l o s anzusehen sein dürften. Auf Anordnung der Ge. sundheitspolizei ist der Wirtschostsbetrieb des Ratsweinkellers vor- sichtsholber bis auf weiteres geschlossen worden. Wie der Presse in einer Besprechung mitgeteilt wurde, sollen die Wirtschaitsanlogen de« Ratskeller« in bester Ordnung gefunden worden sein. Dagegen bestätigt es sich, daß die Erkrankungen an Paratyphus von einem als Bazillenträger ermittelten Küchenangestellten ausgegangen sind, der seit etwa zwei Jahren im Ratskeller beschäftigt war. Sieben Toie bei einem Erdrutsch. Zwanzig»salienische Erdarbeiter verschüttet. Rom. 8. Oktober. Bei Neapel wurden zwanzig Erdarbeiter, die beim Bau der Straße Areneüa Capella der Cangiani beschäftigt waren. von einem Erdrutsch oerschüttet. Erst noch schwierigen Rettungsarbeiten gelang es der Feuerwehr, einen Teil der Bcr- unglückten zu retten. Sieben Arbeiter konnten nur als Leichen und drei weitere mit schweren Verletzungen geborgen werden. Schweres Branduuglück in Amerika. 49 Gefangene im Strafgefängnis von Ohio verbrannt. London. 8. Oktober. Nach Meldungen aus New Dorf sind infolge ein«? Brandes im Schlafsaal des staatliche» Strafgefäugnisses von Ohio 10 Gefangene verbrannt. Da» Feuer brach plötzlich nachts aus und verbreitet« sich mit großer Schnelligkeit, wodurch eine große Verwirrung entstand und zahlreich« Gefangene zu ent- fliehen versuchten. In dem Schlafsaal waren 28 Gefangen« unter- gebracht. Außer den Berbrannten haben acht wettere Ge- fangen« so schwere Brandwunden erlitten, daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. Alkoholmassenvergistungen m Rew(fort iO Personen gestorben, 50 schwer erkrankt. Roch dem Genüsse von Bohaltohol. der, wie«on glaubt, au» karlofselv oder Mol» hergestellt war. find in einem volkreichen Stadtteil im Osten von Rem gork zehn Per. souen gestorben und fünfzig so schwer erkronkt, daß fie ins Krankenhaus eingeliefert werde««vßtev. Autounglück bei pima. Sechs Arbeiterradfahrerinnen verlebt. Am Montag früh ereignete sich unweit Krietzschwitz bei Pirna ein folgenschweres Autounglück. Ein Auto, mit dem sechs Teilnehmerinnen an dem Stistungsfest der Ortsgruppe des Arbeiter. radfahrervereins zu Langenhennersdorf nach Krietzschwitz zurück- kehrten, überholt« in einer Kurve einen mst etwa 70 Kilometer Stundengeschwindigkeit voranssahrende» Kraftwagen! Dabei geriet es auf ein Feld, mo das Auto sich überschlug und ungefähr 20 Meter vom Wege entfernt völlig zertrümmert liegen blieb. Sämtliche Onsassen und der Wagenführer wurden verletzt und mußten nach dem Pirnaer Stadtkranlenhau, übergeführt werden. Lebensgefahr besteht jedoch bei keinem der Verunglückten. Schwerer Raubüberfall in Darmstabt. Ein schwerer Raubüdersall wurde am Mvntagnwrgen auf den Hau»- und Dermögensoerwatter de« ehemaligen Großherzog» vpn Hessen, den Grafen Hardenberg, in seiner Wohnung im Reuen Palais in Dormstadt verübt. Hardenberg hatte sich mit mehreren Bekannte« bis spät in die Nacht im Hotel»Zur Traube" ausgehalten Lei seiner Rückkehr fand er die Wohnung ordnungsgemäß verschlossen Als er in seinem Schlafzimmer das Licht einschalten wollt«, erhielt er zwei wuch- tigeSchlägeaufdenKopf. Er geriet mit seinen Angreifern. ohne st« in der Dunlelhett zu erkennen, in«in Handgemenge, in dessen Verlaus er blutüberströmt zusammenbrach. Di« Räuber nahmen ihrem am Boden siegenden Opfer die Brieftasche«nt 90 TO. Bargeld ob, bemächtigten sich de» Schlüsselbunde» de» Grafen und öffneten den Kassenschrank, ohne jedoch etwas zu rauben. Dann verschwanden sie. Hardenberg schleppt« sich trotz seiner schweren Verletzungen zum Polizeiamt, wo er den Vorfall berichtete. Es handelt sich vermutlich um zwei Verbrecher, die sich wich den Feststellungen der Polizei schon in den frühen Abendstunden in die Wohnung Hardenbergs eingeschlichen und dort auf seine Rückkehr gewartet hatten._ Eisenbahnunglück in Rumänien. Auf der Station Jlie Ztadu bei Adjud sind zwei Güterzüge zusammengestoßen. Drei Eisenbahnbeamte sind tot, etwa 20 verletzt. Die Äeleucttte Dein Heim besser!. Au den nvtwendigeo Annehmlichkeiten der Wohnung gehört«5. daß sie ausreichend vnd gut belenchtet ist Nirgend» darf aber do< Licht blenden. Ol««letti Ischen Lomoen müssen stet« von lichtssreuenden Umhüllungen aus SUK oder Stoff umgeben sein, oder e« müssen OSram-Opal-Lampen oerwendet werden. Auskunft über dt« richtige Verwendung des «lektrtschea Lichtes«rbolien Sie bei den LXram- Verkaufsstellen, dem Elektrizitätswerk und sonstigen Eiektrolackgeschäfien. Rr. 477 45. Jahrgang Parteinachrichten Einsendungen für diese Rubrik find Berlin B68, Lindenstraße 2 2. Beilage des Vorwärts für Groß- Berlin ftets an bas Bezirkssekretariat 2. Bot. 2 Trep. rechts, au richten. 3. Kreis Bebbing. Dienstag, 9. Oktober, 19 Uhr, Sigung des erweiterten Kreisvorstandes bei Wende, Rolonieftr. 15. 5. Kreis Friedrichshain. Mittwoch, 10. Ottober, 16% Uhr, Bezirksversammlung im Rathaus, Stadtverordnetenfigungssaal. Einlaßtarten ab 16 Uhr beim Genoffen Fischer, Spandauer Straße. Regen Besuch erwartet die Fraktion. 11. Rreis Schöneberg. Mittwoch, 10. Oftober, 17 Uhr, Fraktionsfigung mit den Bürgerdeputierten im 8immer 144 des Neuen Rathauses. 13. Areis Tempelhof. Der Kursus der Genoffin Dr. Dora Fabian über: Brat. tisde sozialistische Wirtschaftspolitik und Stellung der modernen Industrie. arbeiter im Staat" beginnt am 16. Oftober, 19% Uhr, und findet statt jeden Dienstag im Lnzeum, Tempelhof, Germaniaftr. 4, Eingang Berburgftraße, Jugendheim. 18. Areis Beißensee. Mittwoch, 10. Oktober, 20 Uhr, im Wirtshaus zum Pferdewartt, Schönstraße, Kreismitgliederversammlung. Bortrag: Behrproblem und Sozialdemokratie." Referent Mag Senbemann. e Genosfinnen und Genoffen müssen bestimmt und wollzählig erscheinen. Heute, Dienstag, 9. Oktober. 8. Abt. Achtung! Die heutige Funktionärfizung findet nicht bei Ridert, fonbern bei Scheffler, Bülowstr. 58, ftatt. 11. Abt. 19% Uhr bei Hagedorn, Jagowftr. 24 Ede Alt.Moabit, wichtige Funktionärfizung. Erscheinen sämtlicher Funktionäre unbedingt erforderlich. 27. Abt. Die Funktionärsigung fällt heute Dienstag wegen der Kreisvorstands. fizung aus. Dafür Mittwoch, 10. Ottober, um 18½ Uhr bei Reez, Sonnenburger Str. 1. 69. Abt. Wilmersdorf. 20 Uhr im Lotal Rulfa, Lauenburger Str. 20, Mit. gliederversammlung. Vortrag: Arbeiterbant und Sozialismus." Referent Genoffe Alingelhöfer. Alle Genossinnen und Genossen werden um voll. zähliges Erscheinen gebeten. 98. Abt. Reutölln. 19% Uhr bei Teich, Anefebedste. 135, Funktionärßigung. 101. Abt. Treptow. 19% Uhr beim Genossen Plaz, Bartstr. 2, Sigung des Bil. dungsausschusses. Bollzähliges und pünktliches Erscheinen wird erwartet. 136. Abt. Reinidendorf- Ost. 20 Uhr pünktlich in der Lindauer Straße, wichtige Funktionärsizung. Erscheinen jeden Funktionärs unbedingt erforderlich. Mitgliederversammlungen und Zahlabende. Morgen, Mittwoch, 10. Oktober. 1. Abt. 19% Uhr im Sadeschen Hof, Rosenthaler Str. 40/41, Bortrag:„ Bolitische Satire". Referent Robert Reller. 2. Abt. 20 Uhr bei Ohngemach, Rommandantenftr. 88, Bortrag: Was ist erreicht und was erstreben wir?" Referent Ernst Oberilber. 3. Abt. 19% Uhr im Gaal I des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24/25, Bortrag: Deutschland und der Böllerbund". Referent Otto Bach. 4. Ab 19% Uhr bei Stommel, Neue Friedrichstr. 1, Bortrag: Unter dem Sozialistengefeg". Referentin Marie Runert, M. d. R. 5. Abt. 19% Uhr im Rosenthaler Sof, Rosenthaler Str. 11/12, Boriveg: Reichsbanner und Sozialdemokratie". Referent Adolf Abter. 6. Abt. 19 Uhr bei Büttner, Schwedter Str. 23, Vortrag: Das Kranken. taffenmefen". Referent Helmut Lehmann( vom Hauptverband Deutscher Krankenkassen). 7. Abt. 19 Uhr Sahlabenbe bei Rube, Streliger Str. 55. Döll, Bergstr. 71. Bärwalde, Schlegelfir, 8, Bortrag des Stadtverordneten Genossen Thomas. Beirau, Bflugftr. 1. Naufer, Bonenstr. 19. 8. Abt. 20 Uhr Sahlabende bei Alose, Lügomufer 16. Bortnag: Behrpofitir". Referent Michael Sirschberg. Mener, Lühowstr. 7, Bortrag:„ Einheitsstaat". Referent Genosse Dr. Adler. Leuschner, Elsholaftr. 5, Bortrag: Politische Lage." Referent Franz von Butilamer. Ridert, Steinmegstr. 36a, Bor trag:„ Genf." Referent Genoffe Strathmann. Geiler, Steinmegftr. 29, Bor. trag des Genossen Soppel. 9. Abt. 19% Uhr Artushof, Berleberger Str. 9, Bertrag: Alaffenjuftig". Referent Felig Fechenbach. Wir bitten um recht rege Beteiligung. 16. Abt. 19 Uhr bei Genste, Kirchstr. 13, Bortrag: Unter dem Sozialisten. gefet". Referent Hermann Wäger. 11. bt. 19 Uhr bei Berger, Levegomftr. 21, Bortrag: Neuzeitliche Birt schaftsprobleme". Referent Dr. Otto Suhr. Dienstag, 9. Oftober 1928 12. Abt. 19% Uhr bei Nachtigall, Beußelftr. 32, Bertrag:„ Warum Werbe.| 87. Abt. 19% Uhr Sahlabende: 1. Besirt: Septe, Eberinfte. 7. 2., 3. Bezirk: woche?" Referent Albert Faltenberg, M. d. R. 13. Abt. 19% Uhr im Bazenhofer, Blauer Saal, Turmftr. 25, Bortrag: Defter. reichs Berfall vor zehn Jahren". Referent Dr. Richard Mischler. 14. Abt. 19% Uhr Zahlabende bei Gottschalt, Putbusser Str. 24. Start, Butbuffer Str. 14. Rallies, Graunstr. 41. Bortrag. 15. Abt. 19½ Uhr Zahlabende bei Both, Binetaplas 7. Rurkowski, Feldstr. 3. Wichtige Tagesordnung. 16. Abt. 19 Uhr Sahlabende. Bei Döhling, Brunnenstr. 79, und Leuschner, Aderstr. 110 17. Abt. 19% Uhr Sahlabende bei Loeffat, Tegeler Str. 50. Neuenkirch, Trift. Straße 63. 18. Abt. 19 Uhr Bahlabende bei Gachfe, Lindower Str. 26; Schabe, Rösliner Straße 9; Schmidt, Kolberger Str. 24; Lotal, Böttgerstraße Ede Bankstraße, und Müller, Uferftr. 12. 19. Abt. 19% Uhr Zahlabende. Bezirke 805, 806: Grunert, Pantstr. 59. 807/810: Schrepel, Grünthaler Str. 13. 811: Brodzinfti, Grünthaler Str. 6. 812: Schulz, Stettiner Str. 52. 813 und 819: Gottschalt, Grünthaler Str. 14. 814 und 818: Schuchardt, Chriftianiaftr. 116. 820: Grünberg, Brinzenallec 57. 20. Abt. 19% Uhr Zahlabende bei Boutte, Schulstraße; Pose, Rolonieftr. 15; Tilgner, Rolonieftr. 7. Referenten die Genoffen Ziegler, Poltersdorf und Wazlafsezer. 21. 6. 19 Uhr Bahlabende. Böhm, Magstr. 8. Referent Genoffe Rohde. Damme, Schulstr. 24. Borirag: Sozialversicherung" Referent Dr. Lewin. Silmann, Nazarethkirchstr. 41, Vortrag: Rommunalpolitit". Referent Ge. noffe Rreienbrink. Hofmann, Bring- Eugen- Str. 7. Sappes Nachf., Mar. ftraße 5 Kroll, Utrechter Str. 21. Bortrag: Das Arbeitslosenversicherungs. gefeg". Referent Bernhard Klein. Scholz, Adolfstr. 12. Bortrag: Wirt fchaftsdemokratie". Referent Reinhold Babst. Schrepel, Antonftr. 8. Boigt, Dubenarder Str. 6, Bortrag des Genoffen Paul Ruble. 22. Abt. 19 Uhr Zahlabende bei Radzan, Brüsseler Str. 43. Referent Willi Graeber. Bartsch, Fehmarnstr. 1. Referent Franz Janke. Serms, Müllerftraße 26. Referent Paul Fabian. 23. Abt. 19% Uhr Sahlabende in den bekannten Lokalen. 24. Abt. 19 Uhr Zahlabende. 1. Gruppe: Rösner, Jmmanuelkirchstr. 25. 1a. Gruppe: Ulmer, Christburger Straße Ede Winsstraße. Bortrag: Die politische Lage". Referent Arno Echolz. 2. Gruppe: Bogel, Jablonstiftr. 9. Bortrag: Jugend und Partei". Referent Alfred Gottlieb. 3. Gruppe: Schulz, Carmen- Sylva- Str. 51 Ede Sosemannstraße. 25. t. 19% Uhr Bahlabende bei Baronsti, Pasteurftr. 6. Rösler, Golbaper Straße 9. Räftner, Elbinger Str. 34. Gruppe Berneuchener Schloß verteilt sich bei Rösler und Räftner. 26. Abt. 19% Uhr bei Beinlich. Weißenburger Str. 1, Bortrag: Unter dem Sozialistengefe". Referent Robert Fendel. 27. Abt. 19% Uhr Bahlabende bei 8euge, Milaftr. 5. Rees, Sonnenburger Straße 1. Mehlberg, Gandystr. 6. Woohsmann, Gleimftr. 10. Glanz, Kopenhagener Str. 37. Vortrag des Genoffen Willy Rühne. 28. Abt. 19 Uhr Bahlabende bei Maas, Brenzlauer Alee 292. Bartelt, Wörther Str. 19. Wegener, Wörther Str. 36. Jänede, Sagenauer Str. 5. Meyer, Rechenberg, Choriner Str. 49. Sundel, Kaftanienallee 29/30. Oberberger Str. 39. 29. Abt. 19% Uhr im Altersheim, Danziger Str. 62, Bortrag:„ Unter bem Gozialistengefeg". Referent Bernhard Reilger. 30. Abt. 19% Uhr Bahlabende. Bezirke 90/91: Bohft, Stargarder Straße Ede Enchener Straße. Bezirke 92-94: Schröter, Papeplallee 34. Bezirk 97: Schmidt, Pappelallee 80. Bezirk 98-99: Soffmann, Enchener Str. 8. Bezirk. 114-120: Mahnkopf, Carmen- Sylva- Str. 123. Bezirk 121-123: Geitler, RanJowstr. 10. Bezirk 124 und 124a: Riebergall, Carmen.Sylva- Str. 22. 31. Abt. 19 Uhr Rahlabende bei Meißner, Schivelbeiner Str. 34; Goldschmidt, Stolpische Str. 36; Schwarz, Bornholmer Str. 9. 32. Abt. Rahlabende um 1915 Uhr in folgenden Lokalen: Gruppe Rluge bei Schmidtfe, Krautstr. 44 Eingang Baul- Singer- Straße. Die Funktionäre treffen fich um 19 Uhr zu einer wichtigen Besprechung. Bortrag über: Bersicherungswefen." Referent Genoffe Baul Jubrian. Gruppe Meister bei Sermann Tesch, Martusstr. 86. Bortrag über: Arbeitslosenversiche rung. Referent Geneffe Lepře. Gruppe Buchmann bei Drescher, Stralauer Plas 5. Gruppe Tröder bei kleinig, Breslauer Str. 25. Gruppe Wartmann Am Oftbahnhof 18 bei Sorstmann. Gruppe Schumann bei Atomphardt, Baul- Singer- Str. 49. 33. Abt. 19% Uhr Rablabenbe bei Abraham, Simon.Dach- Str. 24: Bertalla, Sohenlobeſtr. 3. und Soffmann, Stralauer Afee 17. Die Bezirtsführer und ihre Selfer beginnen bestimmt mit der Sammlung von Abreffen zur Geminnung neuer Parteigenoffen burch das illustrierte Werbeblatt und neuer Bormärts"-Lefer. Ablieferung ber Adreffen, die den Vorwärts" erhalten follen bis 18. Oftober an den Abteilungsleiter. 34. bt. 19% Uhr Schlabenbe: Comeniusfäle, Memeler Str. 67. Referent Genoffe Konizer. Lokal Fedtke, Warschauer Str. 24 Ede Ropernitusstraße. Referentin Genoffin Dinger. Lokal Cabiner Str. 10. Referentin Genoffin Boeksch. In allen Sablabenden Thema: Berufsberatung." 35. Abt. 19½ Uhr Rahlabende bei Bombe, Boigifte, 25; Otto, Rigaer Str. 85; Borkowsti, Schreinerstraße; Schule Samariterſtr. 20. In allen Zahlabenden Borträge. 38. Serasch, Matternftr. 10. 4., 5., 6. Bezirk: Raschte, Matternftr. 14. bt. 19% Uhr Rahlabende. Bezirke 153 bis 160, 183 bis 189E und 195 in den bekannten Lokalen.( Merkzettel im Buch beachten.) In allen Rahlabenden Borträge und Bekanntgabe wichtiger Parteinachrichten. Rein Genoffe barf fehlen. Beairt 189a bei Rosenberg, Langenbedste. 1. Bortrag: Fürforgeerziehung und wir." Referent Otto Fenfelau. Bezirk 159 bei Strauß, Balisadenftr. 71. Bortrag der Genoffin Elvira Krüger. 39. Abt. 19% Uhr bei Treulieb, Wilhelmftr. 114. Bortrag: Unsere Bartei Aur Abrüftungsfrage." Referent Dr. Norbert Marr. Rablmorgen früh 5 Uhr in Lokal Rum Mohren", Jerufalemer Str. 9. Bortrag:" Sumor im Alaffenlampi." Referent Sanns S. Kamm. 40. Abt. 19% Uhr Tivoli, Lichterfelder Str. 11. Bortrag: Die neueften Vorgänge auf dem Gebiete der inneren und äußeren Bolitit." Referent Dr. Julius Moses, M. d. R. Sympathifierende find eingeladen. 41. Abt. Um 20 Uhr Rahlabende in folgenden Lokalen: 1. Gruppe Lokal Elbrand, Lantwiker Str. 5. Bortrag:„ Partei und Regierungsbildung." Referent Genoffe Betnared. 2. Gruppe Lotal Beinhof, Belle- AllianceStraße 74a, 8. Gruppe Lotal Bramann, Fidicinstr. 16. Bortrag: Klaffenfampf in Theorie und Braris." Referent Genoffe Red. 4. Gruppe Lokal Schuster, Chamissoplaz 4. Vortrag:„ Massensflaverei im Altertum". Referent Genoffe Steinide. 5. und 6. Gruppe Lotal Luke, Bergmannstr. 93. Bortrag: Berlin, wie es war und wurde." Referent Genosse Robinson. 7. und 8. Gruppe Lokal Schult, Mariendorfer Str. 5. Bortrag:" Wohnungsfragen im Rezirk Areuaberg." Referent Genoffe Grün. 42. Abt. 19% Uhr Rahlabende: Höhlte, Bergmannstr. 69; Geehaat, BillibaldAleris- Str. 5: Bogler, Mittenwalder Str. 16; Wiersdorff, Urbanftr. 6; Braun, Baerwaldstr. 11; Buhr, Blücherstr. 38. 43. Abt. 19% Uhr Rahlabende. Bezirke 123, 124 und 130: Reim Urbanstr. 29. 125: Chrift, Fichteftr. 24. 126, 127: Bruhn, Graefeftr. 41. 128, 129: Frankenhaufer, Jahnstr. 15. 131: Bolter, Böchftr. 48. 132: Rrepp, Blanufer 74/75. 133: Mendler, Dieffenbachstr. 54, 134: Wolf, Graefeftr. 26. 135, 136: Bogt, Boppstr. 8. 187, 188: Alofe, Böchftr. 34. 44. Abt. 19% Uhr in der Schule Mariannenftr. 46. Bortrag: Abrüstung?" Referent Kurt Großmann. 45. Abt. 19 Uhr Rahlabende bei Wienziers, Reichenberger Str. 104. Referent Genoffe Fischer: Der Gewerkschaftstongreß in Samburg": Matschenz, Forster Str. 9. Vortrag: Der Krantentassentag in Breslau." Referent Genoffe Siewert; Sommer, Wiener Str. 27. Bortvag des Genoffent Wilhelm Lewinsti; Minnig, Laufiger Str. 44. Bortrag: Die Justiz." Referent Dr. Ernst Leffmann. 46. Abt. 19½ Uhr bei Burckhardt, Görliger Str. 52, Mitgliederversammlung. Vortrag. Referent wird in der Mittwoch- Morgenausgabe bekanntgegeben. Diskussion. Barteiangelegenheiten. Alle Mitglieder müssen erscheinen. 47. Abt. 19% Uhr 8ahlabende. Stadtbezirke 82, 83: Timpe, Naunynftr. 60. 97: Lier, Naunnnstr. 9. 98 bis 100: Giedentopf, Mustaner Str. 35. Bor trag: Gelbfterlebtes in Südwestafrita." Referent Genoffe Wienftädt. 101 bis 105: Lehmann, Mustauer Str. 1. 48. Abt. 19% Uhr in Gliefings Feftfälen, Waffertorftr. 68. Bortrag: Das Arbeitsrecht." Referent Billn Rogge. Charlottenburg. 51. Abt. 19 Uhr Rahlabende. 1. Gruppe: Schellbach, Rönigin Elisabeth- Str. 6. Referent Rektor Schmider: Unsere Stellung aur modernen Schule." 2. Gruppe: Lotal Sophie- Charlotte Str. 88, 8ahlabend mit Vortrag. 3. Gruppe: Lokal Dörre, Dandelmannfte. 18, Rahlabend mit Vortrag, 52. Abt. 20 Uhr bei Reis, Raiferin- Augusta- Allee 81. Bortrag: Unter dem Gozialistengefeh." Referent Emil Barth. 53. Abt. 19% Uhr Rablabende bei Schweitert, Erasmusftr. 2; Lur, Suttenftr. 26, und Steininger, Huttenstr. 34. Wegen Borarbeiten zur Werbewoche vollzähliges Erscheinen aller Genoffinnen und Genoffen Parteipflicht. 54. Abt. 19% Uhr Rahlabende. 5. Gruppe: Lokal Selmholzftr. 11. Bortrag des Begirlsverordneten Midler. 6., 7. Gruppe: Jugendheim, Rosinenstr. 4. Bortrag: Rommunale Angelegenheiten. Referent Bezirksverordneter Caarlinski. 55. Abt. 20 Uhr bei Reimer, Wilmersdorfer Str. 21. Bortrag: Wirtschaftsdemokratie." Referent Reichswirtschaftsminister a. D. 56. Abt. Robert Schmidt, M. d. R. Aussprache. Parteiangelegenheiten. 19% Uhr Rahlabende. 1. und 3. Gruppe: Lierfch. Rantstr. 62. Bortrag: Reichswehr und Sozialdemokratie." Referent Genoffe König. 2. Gruppe: Jostowiat, Solgendorffstr. 20. 57. Abt. 19% Uhr Bahlabenbe. 1. Gruppe: Arndt, Rantftr. 51. Bortrag: Die Jugend und der Sozialismus." Referent Genoffe G. Saller. 2. Gruppe: Thunad, Wielandftr. 4. Bortrag des Genoffen Frik Weigel. Gebrauchen wir eine Wehrmacht?" 58. bt. 19% Uhr im Rantehaus, Ranteftr. 4, porn 4 Tr., Bortrag: Unsere Rommunalpolitit." Referent Dr. Siegfried Kawerau, Abrechnung nom 3. Quartal. 60. Abt. Svanbau. Wilhelmstadt. 20 Uhr Rotel Rönig, Bichelsdorfer Str. 88, Bortrag: Unter dem Sozialistengefeh." Referent Wilhelm Mietble. 62. Abt. Spanbou- Siemensftabt. 20 Uhr bei Marfandt, Seibetrug. Mitgliederversammlung. Bortrag und Thema werden in der Mittwoch- Morgenausgabe bekanntgegeben. 67. Abt. Grunewald. 20 Uhr im Bahnhofsrestaurant Wurzbacher, Bortrag: " Bolizei und Arbeiterschaft." Referent Ernst Hildebrandt. Achtung! Die YP4 Typ 4, die neue, außerge wöhnliche 4 Pf. Zigarette ist das Ergebnis des ständig steigenden Umsatzes in Greiling- Zigaretten und der Einführung von immer besseren Arbeits. methoden. Ausgesuchte Xanthi- Samsun- Tabake sind zu einer ganz her. vorragenden Mischung vereint worden. Von Be5 19 14 28 40 11 11 201 GREILING 4 GREILING TYPA deutung ist, daß diese Marke auch mit dem neuen, gesetzl. gesch. Edelweiss- Mundstück geliefert wird, das bisher nur den GreilingZigaretten der höheren Preislage vorbehalten war.KeinerZigarettenFabrik in Deutschland ist es möglich, diese Zigarette nachzuahmen. GREILING Bezirksführer und der Vorftand Treffen fich bereits um 19 Uhr im gleichen Lokal. 68. Abt. Salenfee. 20 Uhr bei Sandmann, Westfälische Str. 42, Bortrag des Genoffen Wilhelm Tietgens. Wilmersdorf. 70. Abt. 20 Uhr Rahlabend bei Kroiß, Solfteinische Str. 60. Vortrag des Genossen War Steinhöfel. Alle Mitglieder müssen erscheinen. 71. Abt. 20 Uhr bei Lau Hildegardstraße 14, Bortrag:„ Gozialiftengeset und die Werbewoche." Referent Heinz Many. 72. Abt. 20 Uhr bei Sengebusch, Barziner Ede Laubacher Str. Rahlabend. Thema:" Aus Bebels und Liebknechts Reben." Allgemeine Aussprache. Parteiangelegen heiten. 73. Abt. Echmargendorf. 20 Uhr im Deutschen Haus, Breite Str. 34. Vortrag Die politische Lage." Referent Ernst Fald. 74. Abt. Zehlendorf. 20 Uhr zahlabend für die Siedlung im Café Brumm, Riemeister, Ede Schlieffenstraße. Wir bitten um vollzähliges Erscheinen. 75. Abt. Wannsee. 20 Uhr im Reichsadler, Königstraße, Bortrag:" Erreich bares und Nichterreichbares in der Koalition." Referent Rechtsanwalt Dr. Frig Goldschmidt. 76. Abt. Dahlem. 20 Uhr bei Schilling, am Untergrundbahnhof Dahlem- Dorf, Mitgliederversammlung. Bortrag: Die Erziehungsbewegung der Arbeiter. fchaft und ihre Aufgaben." Referent Rurt Luce. Schöneberg. 77. Abt. 19% Uhr Zahlabende. 1. Bezirk: Milde, Nollendorfstr. 16. Vortrag: Sozialist und Wohlfahrtspflege." Referent Dr. Frizz Schloß. Vortrag: 2. Bezirk: Jürgens, Barbarossaftr. 5a. Die politische Lage." Referent Georg Wendt, M. J. R. 3. Bezirk: Zeugner, Grunewaldstr. 36. 4. Bezirk: Will, Martin- Luther- Str. 69. Vortrag:" Panzerkreuzer und Boltsentscheid." Referent Dr. Hermann Schützinger. 78. Abt. 1912 Uhr Bahlabende. 1. Bezirk: Wandite, Bahnstr. 25. Vortrag:„ Erinnerungen eines alten Sozialisten." Referent Genosse Peterson. 2. Bezirk: Rüllmer, Hauptstr. 8. Vortrag: Der Stand der Gozialversicherung." Referent Genosse Möhle. 3. Bezirk: König, Feurigftr. 51. Wichtige Organisationsangelegenheiten. 4. Bezirt: Rosenthal, Ebersfir. 66. Wichtige Organifationsangelegenheiten. 79. Abt. 19% Uhr Zahlabende. 1. Bezirk: Arndt, Bauzener Str. 10. 2. Bezirk: Grunow, Geßlerstr. 13. 3. Bezirk: Nitsch, Siegfriedstr. 9. 4. bis 6. Bezirk: Groß, Sedanstr. 17. 7. Bezirk: Podszus, Sachsendamm 40. 8. Bezirk: Siedlung Lindenhof im Ledigenheim. És tommen sehr wichtige politische und Abteilungsangelegenheiten zur Sprache, so daß Erscheinen aller Mitglieder erforderlich ist. 80. Abt. 19% Uhr im Helmholz- Gymnasium, Rubensstraße. Vortrag:„ Unter dem Sozialistengeset." Referent Dr. Mar Schütte, 81. Abt. Friebenau. 20 Uhr im Gesellschaftszimmer des Rathauses Friedenau, Am Lauterplay, Bortrag: Rommunalpolitit". Referent Bürgermeister Dr. Ostromsti. Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist Pflicht. 83. bt. Lichterfelbe. 20 Uhr bei Schmidt, Hindenburgdamm, Ede Roonftraße, Bortrag: Industriearbeit im tapitalistischen und sozialistischen Staat." Referent Dr. Albert Stein. Alle Genossen aus Lichterfelbe- Dft treffen fich zum Zahlabend um 20 Uhr beim Genossen Baul Kraft, Heinersdorfer Straße 17. Bortrag des Genoffen Karl Knöner. 84. Abt. Lantwig. 20 Uhr bei Lehmann, Raiser- Wilhelm- Str. 29-31, Vortrag: Gefangenenfürsorge." Referent Otto Strobel. 85. Abt. Tempelhof. 19% Uhr Zahlabende, 1. Bezirk: Lotal Diegner, Boruffia straße 71. Bortrag: Angestellte und Arbeiter int Gewerkschaftstampf." Referent Redakteur Steiner. 3. und 4. Bezirk: Lokal zur Linde", Werder, Ede Friedrich- Rarl- Straße. Bortrag: Bor 50 Jahren." Referent Mag Bottlizer. 6. Bezirk: Lokal Lange, Ringbahnstr. 4. Vortrag:„ Kommu naler Großwahltag." Referentin Helene Schmig, M. d. L. 7. Bezirk: Lokal Happeldt, Germania, Ede Gottlieb- Dundel- Straße. Vortrag des Genossen Stadtrat Ewald. 86. Abt. Marienborf. 20 Uhr Zahlabende. 1., 2. und 7. Bezirk: Neumener, Schöneberger, Ede Raiserstraße. Vortrag: Die sozialistischen Forderun gen der Arbeiterschaft an den neuen Reichstag." Referentin Dora Fabian. 3. bis 6. Bezirk: Niendorf, Chauffeeftr. 19. Bortrag des Genossen Erich Suhn. 8. bis 10. Bezirk: Schrader, Friedenstr. 6. Vortrag: Wirtschaftspolitit." Referent Dr. von Ungern- Sternberg. Neukölln. 89. Abt. 19% Uhr zahlabende. 1. bis 4. Bezirk: Grommed, Sanderstraße 10. 5., 7., 8. Beairt: Wilte, Reuterstr. 47. Referentin Anna Bormann. 6., 11., 12. Bezirk: Brandt, Pflügerstr. 20. Referent Stabtrat Radite. 9., 10., 18., 19. Bezirk: Fischer. Sobrechtstr. 64. 90. Abt. 20 Uhr Mitgliederversammlungen in folgenden Sotalen: 13. Bezirk bei Rüdiger, Lohmühlenstr. 36. 15. und 26. Bezirk bei Jahn, Fuldastr. 45. 16. und 25. Bezirk bei Schönfisch, Weichfelftr. 15. 17. und 24. Bezirk bei Lehmann, Tellftr. 8. Referent G. Jsmer. 22. Bezirk bei Tiege, Mainzer Straße 4. 28, und 36. Bezirk bei Schabeiko, Weichselstr. 5. 34. und 43. Bezirt bei Kleistner, Flughafenstr. 7. Referent Stadtrat Reuter. 35. Bezirk im Jdeal- Rafino, Weichselstr. 8. 91. Abt. 19% Uhr Zahlabende in allen Bezirken. Bezirk 20, 21 und 39: Köster, Karlsgarten. Straße 4. 40. Bezirk: Liddede, Karlsgartenstr. 12. 50. Bezirk: Flug hafen", Mahlower Str. 10. 37. und 42. Bezirk: Stahmann, Flughafenstraße. 48. Bezirk: Balewski, Bodoinstraße. 38., 41. und 49. Bezirk: Palm, Mainzer Straße. Jeder Genoffe ift verpflichtet, zu erscheinen. 92. Abt. 19% Uhr Zahlabende. Bezirke 14, 29, 30 bei Gauper, Harzer Straße 81. Borirag. Bezirke 27, 28 bei Sielora, Echandauer Ctr. 1. Bortrag: Cozialdemokratische Kommunalpolitik." Referent Genosse Turhs. Bezirke 32, 33 bei Rönig, Wildenbruch, Ede Weserstraße. Bortrag. Begirle 31, 44, 45, 55 bei Bolff, Raiser- Friedrich- Str. 173. Boriraq: Bartei und Behrproblem." Referent Alfred Flatan. Bezirke 46, 47, 59 bei Simon, Bertelsdorfer Str. 10. Bortrag. Bezirke 72, 73 bei Schent, Rosenftraße 24. Bortrag. In allen Zahlabenden außerdem wichtige Mitteilun gen, deshalb Erscheinen aller Genoffinnen und Genossen dringend erforderTich. 93. Abt. 191 Uhr Sahlabende. 56., 58., 81. und 85. Bezirk: Zimmermann, Treptower Str. 10. Bortrag: Mohnungspolitit." eferentin Margarete Schenkalowity. 57. Bezirk: Gauer, frither Regler, Treptower Ctr. 91. Thema und Referent merden im Zahlabend bekannt gegeben. 83. und 83. Bezirk: Soritsch, Echudoma-, Ede Böhmische Straße. Bortrag: Unter dem Sozialistengeseh." Meferent Hanns H. Ramm. 82. und 97, Bezirk: Amelungfen, Ecale-, de Schwarzaffraße. Bortrag: Rommunalpolitische Streifzüge durch Neukölln." Referentin Bezirksverordnete Barthel. 95. und 100. Bezirk: Brikkow. Richard, Ecke Schöneweider Straße. Bortrag: Von der Brivatwirtschaft zur Gemeinwirtfchaft." Referent Stadtrat Reinhard. 96. und 99. Bezirk: Rönig, Ranner, Ede Elsterstraße. 98. Bezirk: Giedlung im Bärwinkel. Referent Sermann Sarnisch, M. d. L. Thema wird noch bekanntgegeben, 94. Abt. 1916 Uhr Rahlabende. 51., 68., 76. Bezirk: Lokal Schröder, Steinmetzftraße 52. 52. Bezirk: Schröder, Selchower Ctr. 6. 64., 65., 66., 67., 77., 78. Bezirk: Lokal Günther, Schillerpromenade 11. 96. Abt. 19% Uhr bei Zillmer, Nogatstr. 56. Bortrag des Genoffen Dr. Kurt Löwenstein, M. d. R. Thema: Wehretat und Sozialdemokratie." 97. Abt. 19% Uhr Bahlabende. Bezirke 79, 89 und 92: Rugli, Leineftr. 1. Vortrag: Rommunales." Referent Genoffe Händel. Bezirk 90/91: Helmle, Warthestr. 48. Bortrag: Der Weg zum Einheitsstaat." Referent Dr. Serbert Weichmann. Bezirke 104 bis 106: Krüger, Emfer Str. 85-86, Ede Reißestraße. Bortrag des Genossen Billn Großmann. Thema wird in der Versammlung bekanntgegeben. 98. Abt. 19 Uhr bei Teich, Rnesebecstr. 135, Mitgliederversammlung. 99. Abt. Brig- Budow. 19% Uhr Zahlabende. Bezirk Groß- Siedlung: Lokal Buschkrug, Rudower Etr. 49. Bortrag: Wehrfragen und SozialdemoVerwaltungsstelle Berlin. Todesanzelge. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Rollege, der Dreher Albert Stöcker geb. 25. Mai 1856, am 5. Oftober geftorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mitt woch, dem 10. Ottober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle bes Friedhofes der Freireligiöseit Gemeinde, Pappelallee 16, aus statt. Die Ortsverwaltung. Verkäufe 1884. 4 fratie." Referent Dr. Carl Mierendorff. 1. Bezirk: 2otal Linden part, Chauffeeftr. 18. 2. und 4. Bezirk: Lotal Rohlschmidt, Rudower Str. 66. Vortrag:" Wohnungswirtschaft." Referent Genosse Groß. 3., 5., 6. Bezirk: Lokal Gutschmidt, Bürgerstr. 48-49. Bortrag: Unter dem Cozialisten gefeg." Referent Franz Aogle, M. d. R. 101. bt. Treptow. 19 Uhr zahlabende. 1., 2. Bezirk: Stephan, Graegstr. 1. Vortrag: Unter dem Sozialistengesez." Referent Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee. 3./5. Bezirk: Dettinger, Riefholz-, Ede Elsenstraße. Vortrag: Unter dem Cozialistengeseg." Referent Artur Rachow. 102. Abt. Baumschulenweg. 19 Uhr bei Borgmann, Riefholz-, Ede Baumschulenstraße, Vortrag: Sozialdemokratie und bas Wohnungsbauprogramm. Referent Stadtrat Czeminski. Alle Mitglieder müssen erscheinen. Gäste sind einzuladen. 103. Abt. Oberschöneweibe. 19% Uhr im Rühlen Grund", Siemensstr. 1, Bortrag: Sozialdemokratie und kommunistische Taktik." Referent Rari Wermuth. Mitteilungen. 104. bt. Rieberschöneweide. 19% Uhr in der Brücken- Rlause, Brüdenstr. 13, Bortrag: Parteifrife, wo liegen die Fehlerquellen?" Referent Erich Steuer. 165. Abt. Ablershof. 19 Uhr im Lokal Lehnaut, Gedanstr. 3, Vortrag: Die Gewerkschaft, ihr Wesen und ihre Entstehung." Referent Dr. Krotoschiner. 106. Abt. Johannisthal. 19% Uhr im Lotal Botha( nicht bei Schreiber), Stuben. rauchstraße, Vortrag: Unter dem Sozialistengeses." Referent Willy Schneider. 107. Abt. Alt- Glienice- Faltenberg. 20 Uhr im Lokal Bobian, Alt- Glienice, Grünauer, Bortrag: Ede Röpenider Straße, Mitgliederversammlung. Kommunalpolitisches." Referentin Stadtverordnete Dr. Räthe Frankenthal. Alle Genossinnen und Genossen müssen erscheinen. 108. Abt. Röpenid. 19% Uhr Zahlabende. Dammvorstadt: Schulz, Bahnhofstraße 34. Röllnische Alt- und Riegvorstadt: Lietsche, Dorotheenstr. 1. Borstadt: Stippekohl, Schönerlinder Str. 5. In allen Zahlabenden Stellungnahme zur Werbewoche. Die Bezirksführer werden gebeten, einzulaben. 109. Abt. Friedrichshagen. 19% Uhr bei Scholz, Friedrichstr. 81, Vortrag: ,, Unter dem Sozialisten geseg." Referentin Gertrud Hanna, M. d. L. AusSprache über die Werbeveranstaltung. 110. Abt. Grünan. 20 Uhr bei Werner, Röpenicker Straße, Zahlabend. Vortrag und Referent werden in der Mittwochmorgenausgabe bekanntgegeben. 111. Abt. Bohnsdorf. 20 Uhr Sahlabend bei Heimann, Waltersdorfer Str. 100. Wichtige Tagesordnung. Bollzähliges Erscheinen dringend notwendig. Lichtenberg. 114. Abt. 19% Uhr bei Schentte, Rroffener Str. 14, Vortrag: Die politische Lage." Referent Dr. Gregor Bienstod. 115. Abt. 191 Uhr Zahlabende. 1. Gruppe bei Heinrich Stöber, Jungstr. 28. 2. Gruppe: Lohann, Jung-, Ede Oberstraße. 3. Gruppe: Radtke, Müggel-, Ede Scharnweberstraße. 4. Gruppe: Seiple, Kronprinzenstr. 47. Wichtige Mitteilungen. Bollzähliges Erscheinen erwünscht. 116. Abt. 19% Uhr bei Albrecht, Boghagener Str. 62, Bortrag:„ Die Parteien zur Wohnungsfrage." Referent Architekt Otto Most. 117. Abt. 19% Uhr in der Schule Lidstr. 60, Bortrag: Wirtschaftsdemokratie." Referent Hans Rögler. 118. Abt. 19 Uhr Abteilungszahlabend bei Tempel, Gudrunstr. 7. Feier der 50. Bieberkehr bes Sozialistengejeges. Ansprache: Artur Richter. Gefang des Ebert- Manz- Quartetts. Alle Genoffinnen und Genoffen müssen erscheinen. Gäste find eingeladen. 119. Abt. 1912 Uhr im Gesangsaal des Cäcilien- Enzeums, Rathausstr. 8, Vortrag: Wehrproblem und Sozialis mus." Referent Hans Bauer. Wegen der wichtigen Tagesordnung müssen sämtliche Mitglieder erscheinen. Pünktliches Erscheinen notwendig. 121. Abt. Rarlshorst. 20 Uhr im Deutschen Saus, Stolzenfelsstraße, Bortrag: Räumung, Reparation, Abrüstungssabotage, Wehrproblem." Referent Redakteur Wolfgang Schwarz. 122. Abt. Biesborf. 20 Uhr bei Porath, Marzahner Str. 31, Vortrag: Unter dem Sozialistengefeh." Referentin Luise Rähler, M. d. L. 123. Ale bt. Raulsdorf. 20 Uhr bei Escherisch, Alt- Raulsdorf, Ede Dorfstraße, Vortrag:„ Unter dem Cozialistengeses." Referent Robert Breuer. Genossinnen und Genossen müssen erscheinen. Gäste willkommen. 124. Abt. Wahlsdorf. Alle Genosfinnen und Genossen beteiligen fich an der 50- Jahr- Feier der Abteilung Raulsdorf- Mahlsdorf bei Escherisch in Rauls dorf. Gemeinsamer Treffpunkt für Mahlsdorf 19 Uhr am Bahnhof in Wahlsdorf. Rege Beteiligung wird erwartet. Die Zahlabende fallen aus. 127. Abt. Hohenschönhausen. 19% Uhr im Berliner Hof, Berliner Str. 93, Rahlabend. Wichtige Tagesordnung. Jedes Mitglied muß wegen der Werbewoche erscheinen. Die Bezirksführer laden besonders die Richtleser des„ Borwärts" ein. 128./130. Abt. Bankow. 19% Uhr Zahlabende. 1. Bezirk: Lofal Road, Raiser. Friedrich- Str. 53. Bortrag: Agrarpolitische Fragen." Referent Hermann Krüger. 2. Bezirk: Lokal Gayweizerhütte, Maximilianstr. 11a. Bortrag: Bazifismus in der Republif." Referent Jofef Ernst. 2a Bezirk: Lokal Mühlened, Mühlen- Ece Brennerstraße. Bortrag: Unsere Werbearbeit." Referent Gerhard Kramer. 3. Bezirk: Dreier, Riffingenstr. 4. Bortrag: ,, Berufsberatung." Referent Genoffe Echarfstedt. 4., 5. Bezirk: Lotal Wulf, Grunow- Ede Schulstraße. Bortrag: Bolitische und wirtschaftliche Streiflichter." Referent Georg Maberhola, M. d. 2. 6. Bezirk: Lotal Neumann, Mendelstr. 17, Bortrag: Arzneimittelwucher und Broletariat." Referent Apotheker Alfred Herlig. 7. Bezirk: Sängerheim, Florastr. 93. Referent Josef Mühlmann. 8. Bezirk: Lofal Forsthaus, Bollantstr. 115, Bortrag: Die Jugend und wir." Referent Wilhelm Gern. 9. Bezirk: Lokal Suth, Wollantstr. 31. Bortrag: 140. Abt. Borkowalde. 19% Uhr im Rotal Boitschach, Ernfftr. 1, Bortrag: Bartei und Gewerkschaften in den Donau- Staaten." Referent Wilhelm Schulz. Barteiangelegenheiten. Pünktliche und zahlreiche Beteiligung der Mitglieder wird erwartet. Vorwärts"-Leser und Sympathisierende find freundlichst eingeladen. 140a. Abt. Wittenau. 20 Uhr im Lokal Schulz, Am Nordbahnhof, Borttag: ..Sozialdemokratie und Wehrfrage." Referent Stadtverordneter Hans Boywod. 141. Abt. Rosenthal und Niederschönhausen- West. 20 Uhr gemeinsamer Rahl abend im Lokal Eiling, Edelweiß- Ede Kronprinzenstraße. Bortrag: Die Mieterbewegung in Deutschland." Referent Stadtverordneter Robert Rohde. Die Bezirksführer laden ein. Sämtliche Mitglieder müssen erscheinen. 143. Abt. Waidmannsluft. 20 Uhr im Lokal Schmischke, Waidmannftr. 4 Mitgliederversammlung. Vortrag: Abrüstung, Bazifismus und Sozia lismus." Referent Eduard Bachert, M. d. L. Gäste sind willkommen. Frauenveranstaltungen. Achtung! Kreis- und Abteilungsleiterinnen für Agitation und der Arbeiterwohlfahrt. Wir bitten, zu den Führungen durch die Ausstellung Berufsfrauen Hausfrauen" fich pünktlich um 18% Uhr am Eingang des Zoologischen Gartens gegenüber dem Bahnhof 800 einzufinden. 11. Areis Schöneberg. Die Abteilungsleiterinnen für Agitation und der Ar beiterwohlfahrt treffen sich Donnerstag, 11. Oktober, um 18% Uhr pünktlich, vor dem Eingang des Zoologischen Gartens gegenüber dem Bahnhof am 800 zur Besichtigung der Ausstellung Berufsfrauen Hausfrauen". 136. Abt. Reinidendorf- Ost. Donnerstag, 11. Oftober, 20 Uhr, in der Barade Lindauer Straße Funktionärinnenfißung. Wichtige Besprechungen. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Donnerstag, 11. Oktober, 19 Uhr, im Bezirksamt, Danziger Str. 64, Versammlung aller Helferinnen und Helfer, zu der auch alle Fürsorgerinnen und Fürsorger eingeladen find. Um pünktliches Er. scheinen wird dringend gebeten. Thema:" Busammenarbeit der Arbeiter wohlfahrt mit dem Jugendamt." Jungsozialisten. Die Mitglieder des Arbeitsausschusses treffen sich zur Gigung um 18 Uhr im Bund, Albrechtstr. 11. Wichtige Tagesordnung! Gruppe Reinickendorf. Heute, Dienstag, 20 Uhr, im Jugendheim, Seidel Gruppe ftraße, Mitgliederversammlung. Erscheinen aller Genossen ist Pflicht. Lichtenberg. Heute, Dienstag, 20 Uhr, in der Bibliothek, Weichselstr. 28, Bor trag: Probleme der Wiener Arbeiterschaft." Referentin Dr. Schilder. " Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Rreis Kreuzberg. Mittwoch, 10. Oktober, 20 Uhr, Kreishelfertigung im Jugendheim Nordstr. 11. Kreis Reukölln. 20 Uhr im Parteibureau, Redarftr. 3, Vorstandssigung. * Tempelhof, Marienborf, Marienfelde, Lichtenrabe. Die Vorstände der Ar beitersportvereine des 13. Bezirks, die die Beschlüsse der Zentralkommission und der Bundestage in ihren Verein durchgeführt haben und bem neuen Kartell an geschlossen sind, werden zu einer Vorbesprechung am Dienstag, 9. Oktober, 19 Uhr, im Lotal von Primus, Tempelhof, Werderstraße Ede Friedrich- Karl Straße, eingeladen. Ausweis von der Zentraltommiffion für Arbeitersport und Rörperpflege ist vorzuzeigen. J. A.: Ziedrich. Geburtstage, Jubiläen usw. 19. Abt. Unferem bewährten Rampfgefährten Rigarb Meffert, Christianiastr. 10, zu seinem 25jährigen Barteijubiläum bie herzlichsten Glück. wünsche. Wir hoffen, ihn noch recht lange in unseren Reihen zu finden. 25. Abt. Unser Genoffe Berthold Streitner, Tralehner Str. 15, begeht heute seinen 60. Geburtstag. Wir wünschen, daß es ihm vergönnt sein möge, alle ihm übertragenen ehrenamtlichen Tätigkeiten und Parteifunttionen noch recht lange ausüben zu können. 47. Abt. Unserem Genossen Robert Bahr und seiner Fran die herze lichsten Glüdwünsche zur Silberhochzeit. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation . 85. Abt. Tempelhof. Unser Genosse Adolf Wildhagen ist am Frei tag an den Folgen eines Schlaganfalles verschieden. Ehre seinem Andenken! Beifegung am Dienstag, 9. Ottober, 15 Uhr, auf dem Gemeindefriedhof in Tempelhof, Germaniaftr. 59. Wir bitten um rege Beteiligung. Politit, Gozialrecht und Sozialversicherung." Vorträge, Vereine und Versammlungen. Referent Genosse. Nonnenmacher. Seinersdorf. 20 Uhr pünktlich Rahlabend Lotal Tiniusftr. 60 bei Raddah. Wegen der wichtigen Tagesordnung müffen alle Mitglieder erscheinen. Die Rarten zum Herbstvergnügen am 13. Oftober find am Mittwoch, 10. Ottober, abzurechnen. Die Genoffen des Kreises werden gebeten, an lekterer Beranstaltung recht rege teilaunehmen. 131. Abt. Rieberschönhausen. 20 Uhr im Lotal Wilhelmshof, Raifer- WilhelmStraße 64, Bortrag: Jugendfragen." Referent Otto Lamm. 132. Abt. Blantenburg. 20 Uhr bei Alug, Dorfftr: 2,-Mitgliederversammlung. Bortrag: Unter dem Sozialistengefek." Referent Georg Stieglik. 134. Abt. Buch. 20 Uhr im Lokal Göpfert, Am Bahnhof, Bortrag: Unter dem Gozialistengesek." Referent Mar Felgenträbe. 133. Abt. Buchholz. 20 Uhr bei Roffad, Hauptstr. 71, Rahlabend. Sämtliche Mitglieder mitisen anwesend fein. 136. Abt. Reinidenborf- Dft. 19% Uhr Rahlabende. 1. Bezirk: Lokal Remnik, Graf- Roedern- Allee. 2. bis 6. Beairt, 10. und 11. Beairt: Rochaus, Residenz straße 156, Bortrag:„ Das Wehrproblem." Referent Rechtsanwalt Dr. Siegmund Rallmann. 7. bis 9. Bezirk: Steinbach, Schillerpromenade 49. 12. bis 14. Pezirk. Spindler, Sansa- Ede Geeftraße. 15. und 16. Bezirk: Neumann, Banfower Allee Ede Provinzftraße. 17. bis 21. Bezirk: Brüdner, Provinzste. Die Bezirksführer haben zu diesen Zahlabenden einauladen. 137. Abt. Reinidendorf- Beft. 19% Uhr im Boltshaus, Scharnweberftr. 114, Bortrag: Kommunales." Referent Dr. Richard Treitel." 138. Abt. Hermsdorf. Die Mitgliederversammlung muß um 8 Tage verschoben werden. Einladung erfolgt noch. 139. Abt. Zegel. 19% Uhr im Lokal Alter Krug in Tegel, Sauptstr. 14. Bor. trag: Erinnerungen vor 50 Jahren." Referent Adolph Soffmann, M. b. L. Rachdem gemütliches Betsammensein. Pünktliches und zahlreiches Er. scheinen ist Pflicht. Reichsbanner„ Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin G 14, Sebastianftr. 37/38, Hof 2 T. Kreuzberg: Dienstag, 9. Oftober, Jugend II, 20 Uhr Versammlung bei Krepp, Blanufer 75. Donnerstag, 11. Oftober. Brenzlauer Berg: Bersammlungen um 20 Uhr: Kameradschaft Balkan bei Bogel, Jabloni firaße 9. Kameradschaft Rönigstor bei Rösner, Immanuellitchstr. 25. Kamerada fchaft Senefelderplas bei Bittner, Echwedter Str. 23. Kameradschaft Faife bet Zeuge, Milastr. 3. Charlottenburg: 20 Uhr üben alle Turner und Sportler in Schiller- Realgymnasium, Schillerstr. 26. Schöneberg- Friedenau: Sonnabend, 13, Oktober, Serbstfest in den Spichernfälen. Karten zum Preise von 1 M. find bei den Funktionären und in der Geschäftsstelle zu haben. Tempelhof: Mitte woch, 10. Oktober, 20 Uhr, Jungmannschaft Bersammlung bei Ma- Li, Chauffec straße 305. Thema:" Reichsbanner und Jugend." Männerchor Fichte- Georginia, Leitung Wilhelm Knöchel. Ronzert ang 12. Oftober, 20 Uhr, im Ecalbau Friedrichshain, als Schubert- Gedenkfeier. Mitwirkung: Friedel und Hans Hermanns, Hamburg, an zwei Klavieren, Ronzertfänger Roland Hell, Tenor. Karten zu 1 M. einschl. Tegten auch an ber Abendkasse. Longfellow English Debating Club, Bülowstr 104( Schubert- Saal) Mittwoch, abends 8 Uhr, Mrs. Alice Behrend: Something about English Painters. Berlin 0. 17 Autofahrschule Sanke Gr. Frankfurter Str. 16 Tel.: Königstadt 6366. Kurse jeder Art. Fahrräder, erstklassige Markenräder. Teilzahlung. Fahrradhaus Centrum, Linienstraße neunzehn. Nähmaschinen Kaufgesuche Eintritt jederzeit. Unterricht Möbeltrebit. Bei Kleiner Anzahlung| Möbel- Schrager, Berlin N., Rastanien- 2intpianos, Aberaus preiswert, Biano. 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Bist du es '"ktiich, Herzensfreund?" Der Schaffner wurde verlegen, zupfte ohne sichtbare Notwendig- "t seine Geldtasche zurecht und sagte: ..Gleich, Onkel... ich will nur die Fahrkarten ausgeben." „Gut! Mach nur," sagt« der Onkel vergnügt.„Ich wart« schon." Timofey Wassilfewitsch lachte und erklärte den Mitreisenden: 'bas ist nämlich mein leiblicher Neffe Sergoja Wlassow. Der Sohn eines Bruders Peter... Sieben Jahre Hab ich ihn nicht gefehn, Hundefohn." Bergnügt blickte Timofey Wassilfewitsch auf seinen Neffen und *1 ihm zu: „Zwei Tage Hab ich dich schon gesucht. Serjoga, Herzensfreund. jpo ganze Stadt Hab ich abgesucht. Und du steckst hier! Schaffner bist •. Man hat mir deine Adresse gegeben. In der Rasnotschinny- �ohe. Dort Hab ich dich nicht gefunden. Ausgezogen ist er, sagt "Jon mir. Wo ist er denn hingezogen, frag ich, bitte sagen Sie es ich bin nämlich sein leiblicher Verwandter. Wir wissen es "hi. sagen sie... Und du steckst hier, bist wohl Schaffner, wie? '�ia, Schaffner," erwiderte der Neffe leise. Die Mitreisenden betrachteten den Verwandten neugierig. Der �nkel lochte glücklich und sah liebevoll auf seinen Neffen, ober der Jksse war sichtlich verlegen, da er sich bei der Ausübung seiner "lenstpsticht befand, und muhte nicht, was er sogen sollte und wie sich dem Onkel gegenüber benehmen sollte. „So. so," sagte der Onkel wieder,„also Schaffner bist du. Bei '"r Elektrischen?" „Jawohl, Schaffner...* ...Nu sag mal, welch ein Zufall. Und ich setz mich in die Elektrische, schau hin— ja, was ist denn dos? Mir kommt die Person des Schaffners so bekannt vor. Du bist es also. Ach du Eiliger Bimbam. Was für ein Zufall. Nein, da bin ich froh..." Der Schaffner trat von einem Fuß auf den anderen und sagte plötzlich: „Onkel, Sie müssen zahlen... Eine Fahrkarte lösen... Dohren Sie weit?..." Der Onkel lachte glücklich und Nopfte auf die Tasche des Schaffners. „Ich hätte bezahlt! Bei Gott! War ich in eine andere Nummer Wiegen, ich hätte bezahlt und damit basta. Ich hätte geblecht. Al du heiliger Bimbam!... Ja, ich fahr also bis zum Bahnhof, �kjvga, Herzensfreund."" „Zwei-Haltestellen," sagte der Schaffner und sah niedergeschlagen Seite. „Nein, wie meinst du denn das?" fragte Timofey Wassil- witsch erstaunt.„Du meinst doch nicht etwa im Ernst?" .„Sie müssen bezahlen, Onkel." sagte der Schaffner leise.„Zwei loltestellen... Es ist keinesfalls gestattet, umsonst ohne Billett � fahren." � Timofey Wassilfewitsch zog gekränkt die Lippen ein und sah den offen strafend an. „Und das vom leiblichen Onkel? Den Onkel willst du be- kouben?" Der Schafiner sah unruhig durchs Fenster. �„Du willst mich wohl ausplündern?" sagte der Onkel zornig. •"Sieben Jahre ist es her, daß ich dich Hundsfott nicht gesehen habe, 'W da kommst du und verlangst von mir Geld für die Fahrt. Vom 'Glichen Onkel! Brauchst nicht mit den Händen zu fuchteln. Wenn � auch mein leiblicher Verwandter bist, vor deinen Händen habe !"> noch lange keine Angst. Fuchtele nicht, mach keinen Wind vor 0" Passagieren." Timofey Wassilfewitsch drehte das Geldstück in der Hand herum "ä steckte es wieder in die Tasche. .„Was soll denn das heißen, Brüder?" sagte Timofey Wassil- nvitsch zum Publikum gewandt.„Bom leiblichen Onkel... Zwei Nationen, sagt er... Ah?" „Sie müssen zahlen." sagte der Nesse dem Weinen nahe. „„Aergern Sie sich doch nicht, Genosse Onkel. Darum daß diese 'ektrische nicht mir gehört. Das ist eine staatliche Elektrische. Sie Wärt dem Volk." „Dem Volk." sagte der Onkel,„das geht mich nichts an. Du übtest vor deinem leiblichen Onkel Respekt haben. Stecken Sie nur Ar schwer verdientes Geld ein, Onkel, so müßtest du zu mir sagen! Rohren Sie in Gottes Namen und lassen Sie es sich wohl bekommen. �Ovon wird deine Elektrische auch nicht auseinanderfallen. Neu- ''?> da bin ich mit der Eisenbahn gefahren. Der Schaffner, das war /W einmal ein Verwandter, der hat sogar gesogt. Timofey Wassil- �stsch, machen Sie sich doch keine Umstände. Setzen Sie sich nur. ließ mich fahren... Da» war kein Verwandter... Bloß ein �ndsmann von mir. Und du verlangst vom leiblichen Onkel?... � denke nicht daran." . Der Schaffner wischte sich mit dem Aermel den Schweiß von tr Stirn und läutete plötzlich ab. �„Steigen Sie ob, Genosse Onkel," sagte der Nesse in offiziellem <(Ut , Als Timofey Wafsiljewitsch sah, daß die Sache ernst zu werden ogonn, zog er sein Geldstück heraus, steckte e, aber sogleich �eder ein. I„Nein," sagte er.„ich kann nicht. So einem Notzbuben kann � nicht bezahlen. Lieber steig ich ans." Timofey Wassiljewitsch erhob sich feierlich und mit empörter /Nene von seinem Platz und begab sich zum Ausgang. Dann wandte sich noch einmal um. v„Den Onkel... den leiblichen Onkel hinauszusetzen," sagte f�Nofey Wassiljewitsch zornig.„Warte nur. ich werde dich Lausbub lehren... An die Wand stellen muß man dich dafür... Ich •"f'e auch meine Beziehungen." v Timofey Wassiljewitsch warf noch einen vernichtenden Blick auf W Neffen und verließ die Elektrische. t»« de» Zynische« «la»W•«ptcO Ein Streik, der �3?Zahre dauerte Weitab vom Welwerkehr liegt im Inntal, kurz nachdem der Fluß die Berg« verlassen Hot. die Stadt Wasserburg. Ihre ersten Ansänge reichen wohl in die Römerzeit zurück, da dieses Gebiet der Provinz Noricum angehörte und das Inntal eine Houptader des römischen Handels nach Germanien hinein bildete. Wasserburg liegt aus einer fast als Insel zu bezeichnenden Landzunge, die von der dort sehr breiten und rasch strömenden Inn umflossen wird und daher im Mittelalter als starke Festung uneinnehmbar war. Eine feste Burg überragt trotzig die Stadt, deren alte Kirchen und flache mehrstöckige Häuser mit ihren lauschigen Arkadengängen ein Stück echten unverfälschten Mittelalters in Oberbayern darstellt. Im Mittelalter ging fast der gesamte Handel von Venedig über die Alpen durch das Inntal über Salzburg, Kufstein und Wasser- bürg nach der Donau und zu den alten Handelsstädten Süddeutsch- lands. Dazu kamen wiederholt kaiserliche Kriegsvöller auf den Zügen von und nach Italien. Damals standen Handel und Gewerbe der alten Innstadt Wasserburg in höchster Blüte. Allein 43 Weinstuben und viel« Gasthäuser sorgten im Jahre 14K4 schon für die Bewirtung der damals zahlreich durchreisenden Fremden. Sehr stark war selbst- verständlich auch das Metzger» und Bäckerhondwerk vertreten und die Meister verdienten schweres Geld. Dagegen wurden die Bäcker- gesellen schlecht entlohnt. Die Knechte der einzelnen Handwerk« und vor allem die Bäcker- und Metzgergesellen hatten sich schon früh zu Gewerkschaften, die man damals Zechen nannte, vereinigt. Zunächst dienten diese Zechen der Handwerksknecht« fast nur religiösen Dingen, aber schon bald setzten sie sich immer mehr für die sozialen und Wirtschaft- lichen Forderungen der Gesellen ein. Wiederholt führte das zu Zwistigkeiten mit den Innungen und den Rotsbehörden der ein- zelnen Städte. Den ersten regelrechten Streit der Bäcker- knechte im Mittelalter erlebte aber die aste Innstadt Wasserburg. Dort forderte die Zeche der Bäckerknecht« im Jahre 1471 angesichts der hohen Einnahmen ihrer Brotherren«ine wesentliche Erhöhung des Lohnes. Als dies« Forderung abgelehnt wurde, legten die Bäckerknecht« geschlossen die Arbeit nieder und hielten in ihrem Gewerkschaftshause, der sogenannten Bäckzeche, Proteswersamm- lungen ab. Vergeblich suchte der Rot zu schlichten. Da schließ- lich Mangel an Brot«intrat, so mußten die Stadtväter die Einstellung von Arbeitswilligen und Hilfskräften durch«inen besonderen Erlaß erlauben. Ein« Beschwerde der Bäckerknecht« beim Herzog von Bayern hals nichts. Im Gegen« teil wurden mehrer« Knecht« sogar zu Wasserburg in den Turm geworfen und schließlich wurden alle aus der Stadt gewiesen. Zirili mm # Eine Schkangengeschichte von E. Wittich. „Zirili" war nur eine harmlose Ringelnatter, die einem allen Zigeuner gehörte. Aber, ein ungewöhnlich«?, über einen Meter langes schöne« Exemplar»nd gar kluges Tier. Der Zigeuner, welcher ein großer Tierfreund war und besondere Freude an Tieren hatte zumal an den unschädlichen Ringelnattern, für deren Schonung er bei jeder Gelegenheit eintrat—, pflegte und zog sie«inst auf. Das Tier war so zahm, daß es bei schönem Wetter morgens vom. Halteplatz der Wagen aus auf Nahrungssneh« in die Felder, Gärten»nd Wiese» ausging und abends zunückkehrte. Im Wagen war oberhalb des Ofens ein kleiner Käfig mit dem Heft für die Schlange angebracht, und von da aus führt« ein dicker Baumaft zum Boden, den die Schlang« beim Weggehen und bei der Heinireise als Treppe benutzte. Frühmorgens ringelte sie sich hinab und wartete so lange, bis man sie hinaus ließ oder bis jemand zufällig die Tür öffnet«, welch günstigen Augenblick sie sofort benutzte, um hinauszuschlüpfen. „Zirili" war das Lieblingstier der ganzen Gesellschast und gab viel Stoff zur Unterhaltung. Willig folgt« sie jedem auf Wort und Pfiff, aber eine geradezu rührende Anhänglichkeit bekundete sie gegen chren Herren. Diesem war sie treu ergeben. Das treu« Tier los ihm sozusagen jeden Wunsch von den Augen ob und folgte ihm auf den leisesten Pfiff und Wink. Mit ihm wäre sie bis ans End« der Welt gegangen. Ging der Zigeuner irgend- wohin, wo er„Zirili" wie sonst nicht mitnehmen konnte» so nahmen beide erst herzlich Abschied, nicht ohne ein Küßchen von ihrer Seite. War er aber genötigt, einige Tag« abwesend zu sein, so war das sonst munter« Tier wie umgewandelt, lag traurig und trübselig in seinem H«fi und ließ sich weder hören noch sehen. Bei der Rückkehr seines geliebten Herrn ober gebärdet« es sich wie närrisch, gab seiner Freude über das Wiederschen durch allerlei tolle Bewegungen Ausdruck und richtete sich blitzschnell mit dem halben Oberkörper kerzengerade in die Höhe, wobei es freudig aufgeregt einen pfeifen- den Ton hören ließ. Der Besitzer pflegte„Zirili" zuiveilen auch gern in Wirtschaften zu zeigen. Gewöhnlich hatte er sie dann zum großen Erstaunen der Gäste durch die weiten Knopflöcher seiner Iägerjopp« gezogen, so daß das lebhaft« Köpfchen mit dem rostlos bewegten Zünglein wie «ine riesig« Krowattennadel oben am Halle herausschaute. Oder er hatte sie in einer eigens dazu auf der Innenseite der Joppe onge- brachten Tasche versteckt und setzte sich ruhig an den Gasttisch. Da kam dann auf einmal das züngelnde und zischende Köpfchen unter der Joppe hervor und die klugen Aeuglcin suchten den Weg zum— Bierglas des Herrn, denn„Zirili" hott««ine große Vorliebe für Alkohol. In zierlichen Zügen genehmigt« sie sich dann auch einen Trunk. Wie rissen die unwissenden Landleute die Augen auf ob der zahmen Schlange, die sie natürlich für giftig hielten. Aber sehr mit Unrecht, wie sie sich jetzt überzeugen konnten! Hatte„Zirili" ihren Durst gelöscht, dann ringelt« sie sich am Körper ihres Herrn empor und bedankte sich jedesmal durch«inen Süß. Zum großen Ergötzen selbst der Bauern, die ihr« Gesichter zu einem freudigen Grinsen verzogen und von nun an das Aug« Tierchen mit Interesse be- trachteten. Dar so der Pflicht der Dantbarkell genügt, so schlang sich die Natter um den Hals ihres Besitzers und legte das Köpfchen an dessen Wange, denn dos war ihre Lieblingsstellung— Und war doch nur«ine Schlange, eines der minderen Tiere, denen so viele Menschen jede» Seelenleben absprechen! Dieser Zu st and einer Bäcker innung ohne Bäckergesellen wurde erst im Jahre 1607 beendet. Damals kam eine Anzähl von Bäckerknechten und verlangte aus Grund alter Reichsgerechtsame ihrer Zunst Wiedereinstellung in die Be- triebe. Aber nochmals kam es zu Zwistigkeiten, wobei es zum Teil offenbar recht hitzig zuging. Heißt es doch in einem Rats- Protokoll vom 10. September 1607 unter anderem: „Anheut dato seien obermalen drei Bäckerknecht vor Rat er- schienen und ein Handwerk fordern lassen und dermassen bezechter Weis(das konnten also die Bayern schon dazumal: D. Red.), so spöttisch an ein Handwerk gesetzt und mit ehrenrührigen Worten angetast, welches ihnen wohl nit allein zu verweisen, sondern an VerHaft zu nehmen würdig gewesen wäre: Dieweil man aber aus ihren Reden soviel befunden, daß ein Handwerk der Böcken mit einem ehrsamen Rat untreulich umgangen und dieses Handels recht« Ursache sei, also soll ihrer zu Austrag dieses Handels mit gebührlicher Straf nit vergessen, sondern eins zum andern, was sich zu diesem oerlosen, gemessen werden, sintemalen man Unge- horsam und Trotz und Uebermut befindet. Letztlich haben sich die Bäckenknechte selbst gutwillig anerboten, ein neues General neben den Böcken anzubringen. Dieweil sie aber solches aus ihrem Säckel nit tun können, wollen sie verwilligen, daß auf der Bäckenknecht Haus zu Beförderung aufgenommen und einziger Weif wiederum zu der Lad gelegt werde. Deswegen ihnen nochmals eine Inter- Zession an ihr« Durchlaucht den Herzog von Bayern zugesagt worden." Schließlich zogen die Bäckenknechte eine alte, kaiserliche Ur- künde zu Hilfe, die früher ihrem Führer, dem Bäckenknecht Hanns Eggolff, feierlich überreicht worden war und den Knechten besondere Rechte und Freiheiten überall im Reiche zuerkannte. Dieser Hanns Eggolff muß übrigens ein sehr streitbarer Kriegsmann ge- wefen fein. In vielen Kämpfen und vor allem in der Schlacht bei Mühldorf zeichnete er sich sich durch hervorragende Tapferkeit aus. Die alle Zunftfahna der Böcken im Museum des Rathauses zu Wasserburg zeigt heute noch das Bild des Bäckenknechte? Hanns Eggolff im Harnisch mit dem Stadtbanner. Nach Eingriff des Hrrzogs wurde schließlich am 10. Oktober 1606 der Zwist zwischen den Meistern und den Bäckerknechten durch einen Schiedsspruch des Rats der Stadt Wasserburg beigelegt. Nicht weniger als 137 Jahre hatte dieser Streik gedauert. Es war wohl der erste und längste Streik im Bäckergewerbc. Interessant ist es auch, daß von feiten dcr Ar- beitgebcr und Behörden auch damals schon durch wahllose Heran- ziehung ungelernter Arbeitswilliger als Streikbrecher eine reget- rechte technische Nochilse zum Nachteil der Arbeitnehmer einge- setzt wurde. P- ftreye. Neues vom heiligen Mistkäfer. Der Mistkäfer ist von den Aegyptern als heiliges Tier verehrt worden, wie noch die zahlreichen Starabäen zeigen, die man in den Gräbern gefunden. Die Aegpter glaubten, der Käfer rolle seine Pille von Osten nach Westen, den Laus der Sonne nachahmend, uicki grabe sie dann ein, um seinen Schatz nach einiger Zeit wieder herauszuholen und im heiligen Nil zu versenken. Wenn auch dieser fromme Glauben der Nilbewohner seit langem aufgegeben ist, so wußte man doch kaum etwas von seinen Gewohnheit«!', bis der große französische Jnsektensorscher Fabre den überaus verwickelten Lebensbedingungen dieses Tieres nachging. Doch auch dem„Virgil der Insekten" sind noch manche Mißverständnisse vorgekommen, und erst jetzt hat Professor v. Lengerken gemeinsam mit N. Heymons das Leben dieses' Sonderlings in allen Einzelheiten klargestellt, worüber er in der Leipziger„Illustrierten Zeitung" berichtet. Bisher schrieb man dem Pillendreher ausgebildetere soziale Instinkte zu, als er tatsächlich besitzt. Man glaubte, daß ein Käser» paar sich gegenseitig darin unterstütze, die aus dem Mist geknetete Futierkugel gemeinsam wegzurollen. Eine solche gemeinsame Arbeit kommt aber nicht vor. Jedes Weibchen und jedes Männchen besitzt die Fähigleit, völlig selbständig die Futterpille zu formen, weg. zurollen und einzugraben. Wenn sich ein Genosse dem Käfer bei seiner Arbeit zugesellt, dann tut er es nicht in der Absicht, ihm zu helfen, sondern um ihm die Pille zu stehlen. Ist nun der recht- mäßige Besitzer der Kugel ein Männchen und der Räuber vom gleichen Geschlecht, so kommt es nach einer kurzen Ertennungsszene zu einem heftigen Kampf, bei dem zunächst jedes der beiden Tiere die Pille für sich in Sicherheit zu bringen sucht. Solche Szenen hat man falsch gedeutet und geglaubt, es handle sich dabei um gemein- same Arbeit eines Pärchens. Auch das Kneten der Kugel besorgt jedes Tier allein. Wird das Männchen bei seinem Backgeschäst von einem anderen Käfer gestört und erkennt es in dem Neuankömmling ein Weibchen, so duldet es dieses, ist der Störenfried aber ein Männchen, dann kommt es zu einem heftigen Ringkampf. Bleibt das Weibchen da, so geht jeder der beiden Käfer an die Arbeit, ohne sich um den anderen zu kümmern, und der kräftigere besorgt das Geschäft des Abrollens. Dies ist in der Regel das Männchen, und das Weibchen folgt dann in zwei bis drei Zentimeter Entser- nung, mit den Fühlern die Geruchsfpur witternd. Hat das Mann- chen einen geeigneten Platz zum Eingraben der Kugel gefunden. so läßt sich das Weibchen, das unterdessen die Pille erstiegen hat, mit eingraben oder folgt der Kugel in die Erde durch das Loch. das das Männchen anlegt. Den Erdgang unter der Oberfläche fertigt das Männchen ebenfalls allein. Unter der Erde fressen beide an dem Nahrungsvorrat, bis sie wieder ans Tageslicht kommen, und kümmern sich nicht umeinander. Dos Weibchen knetet unter der Erde aus besonders geeignetem Mist, am liebsten aus Schofmist, die Brutbirne und stellt diese Birne — ohne Hilfe des Männchens— senkrecht in einer unterirdischen Kammer aus, nicht wogerccht, wie man bisher glaubte. In dem spitzen Teil der Birne befindet sich«n Hohlraum, die Eikommer, an deren Decke das große Ei geklebt wird. Die ausgeschlüpfte Larve gräbt sich dann in den dickeren Teil der Birne hinein, wobei sie dauernd frißt und wächst. Je größer die Larve wird, desto um- fangreicher wird auch die Höhlung, die zugleich Wohn- und Schlaf» räum darstellt. Die ganz dünn gewordenen Wände dieses Wohn- zimmers werden dann zur Puppsnwiege, und noch im gleichen Jahre schlüpft der junge Käfer aus, der die Wand des Gefängnisses durch- bricht, um dann selbst zu fresse» und wieder eine PUte zu drehen. Theater, Lichtspiele usw. metropol- Theater Dienstag, d.9.10. Staats- Oper Unter d. Linden. A.-V. 103 19 Uhr D enstag, d.9.10. Städtische Oper Bismarckstr. Turnus III 20 Uhr Trouba- Tiefland dour Staats- Oper Am Pl.d. Republ. R.-S. 162 20 Uhr Staatl. Schauspielh. Am Gendarmenmarkt A.-V. 170 20 Uhr Cardillac Kalkutta, 4. Mai Staatl. Schiller- Theater, Charltby. 20 Uhr GAS SCALA 8 Uhr B 5. Barbarossa 9256 Original Theremin- Trio, Musik aus der Luft, Powers Riesen- Tanz- Elefanten vom New York- Hippodrom und das große Varieté- Programm. Großes Schauspielhaus 8 Uhr CASANOVA 8 Uhr mit Michael Bohnen. Regie: Charell 3 U. 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Raden, Hagenbecks MeisterDompteur zu Pferd unter Bestien Zum Schluß: Revue- Sensations- Schaust. ,, Perlen gestohlen" Täglich 8 Uhr Friederike Franz Lehar dirigiert Käthe Derich als Frieberite Brion und Richard Sauber 4 als Johann Wolfgang Goethe Silbe Börner Bespermann Arnstaedt Diegelmann Dora Reg Limburg Kaiser- Tiz Borverkauf für die ersten 14 Borftellungen. Theater a.KottbusserTor Kottbusser Str. 6 Tel.: Moritzpl. 16077 Täglich 8 Uhr, auch Sonntags nachm. 3 Uhr( ermäß. Preise) Elite Sänger mit CO ,, Silberne ,.Put ti" Hochzeit" u. einem toll. Lebensbild Schwank Volksbühne Kammerspiele Volksbühne Norden 12310 Theater am Bülowplatz 8, U. Ende 10 Uhr Theater am Bülowplatz 8 Uhr: Der lebende Leichnam Theater am Schiffbauerdamm 8 Uhr 8 Uhr Letzte 3 Vorstellungen! Der lebende Oktobertag Schauspiel von Leichnam Georg Kaiser Thalia- Theater Freitag, 12, 7%, Uhr Dresdener Str. 72-73 Schneider Wibbels Auferstebung Uraufführung ..Eben werden im Die Drei- Groschen- Himmel geschlossen Oper Thalia- Theater Die Komödie 8 Uhr Bismarck 2414/7516 Schneider Wibbels 8 Ende 11%, Uhr Eltern und Auferstehung Staatl. Schiller- Th. 8 Uhr GAS Staatsoper am Platz der Republik 8 Uhr Cardillac Th. am Schiffbauerdamm Täglich 8 Uhr Volkspreise: 1.00 b. 200 M., Logen 2,50 Die Drei- GroschenTheater des Westens Trianon- Th. Moskauer jud. akad. Theater Heute 8 Uhr Premiere Die Nacht auf dem alten Markt Renaissance- Theater 8 Heute 81 Ton in des Töpfers Hand Tragödie einer Familie v. Theodore Deutsch von Paul Eger. Regie: Gust. Hartung. Dreiser. Reichshallen Theater Abends Sonnt. nchm. Barzowsky- Bubnen Th. Königgrätz. St. räglich 8, Uhr: Der rote General. Stettiner Sänger Das wondervolle Oktober- Progr.! Kachm. halbe Preise, volles Progr. 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Regie: Max Reinhardt Ende nach 10%, Uhr d.. Philharm. Orch. Dirig. Prof. J.Prüwer Th. in der Lutzowstr HALLER- REVUE Schön und schick" Th. im Admiralspalast Täglich 8 Uhr. Grotrian- SteinwegSaal, Bellevuestr. 14 Donnerstag, 11. Okt. 1928, abends 8 Uhr Kammermusikabend z. Gedächtnis Emil Bohnkes Kart. zu 3, 2, 1 M. an Pech- Schulze Artisten der Kasse d. Saa'es Regia Max Reinhardt Bellevuestraße 14. Probenummer gratis! erhalten Sie auf Verlangen von der URANI& Sie ist die einzige proletarische natur- und gesellschaftswissenschaftliche Zeitschrift. Ihre schmucken, bildreichen Monatshefte und ihre wertvollen Buchbelgaben bieten Dir grundlegendes Wissen von der Natur und der menschlichen Gesellschaft.- Am 1. OKTOBER beginnt der 5. Jahrgang RM. 1.60 RM. 2.25 Vierteljährlich 3 Hefte u. 1 Buchbelgabe kosten Ausgabe A( Buchbeig. broschlert). Ausgabe B( Buchbeig. Leinenband) Ausgabe C( Buchbeig. a. b. Papier in G'lein. geb, RM, 8.00 Preisausschreiben bis 1. November 1928 Bar- u. 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Lommel in Runxendori auf Welle 0,5" Excelsior- Bad hip us Bonse das Hotel Excelsior NEU ERÖFFNET Direkter Zugang von den Hotelzimmern Für Passanten Eingang in der Anhaltstraße Herren- und Damen- Bäder Der euten elem er f nd ihr ele ei riegse iten der fo erdien tis n onftru s Ge ubfa bird a pred materia Gen Soonb ugnif es täg Farben alien Fa on 1 Ber eine St on Borzell errich berlan nd r Nach dem heutigen Stande der medizinischen Wissenschaft unter Anwendung aller Mittel der Technik und Kunst mit jedem denkbaren Komfort erbaut Russisch römische( Heißluft. Dampf. Hallen) Bäder, Kohlensäure, Sauerstoff, Sol. u. Sdovefelbäder, elektrische Licht a. Pollbäder, Vierzellen bäder, Hochfrequenzbehandlung, moderne Paraffintherapie, Schaumbäder, Fango- Packungen, Diathermie. Duschen aller Art, Höhensonne, Solluxlampen Modernes Röntgen Kabinett Raum- und Kabinen Inhalatorium Erfrisdungs. u. Ruheräume/ Herren- u. Damen- Eriscure Manikure/ Kosmetik Pedikure. " Fachärztliche Leitung: Dr. med. Hubertus Blumberg Fachorst für Röntgen., Licht, Elektro Hydrotherapte Theater am Gertrude Berliner Nollendorfplatz Shubby Lonar Täglich 8%, Uhr Karl Platen Ernst Hofmann u. a. Lustspielhaus Täglich 84 Uhr Arm wie eine Kirchenmaus E. v. Thellman, J. Riemann, R.Müller, Mattoni. Berisch. Wospetsi man gut u. billig? Nur Groß- Berlin Alexanderplatz. Schwarzwaldmådel! cfonders wirksam sind die KLEINEN ANZEIGEN in der Gesamtauflage des Vorwärts und trotzdem !! billig!! Bekanntmachung! Die in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 1927 versetzten Pfänder sind versteigert worden. Ueberschüsse sind bis zum&. Oktober 1929 abzuheben. Staatliches Leihamt. Unserem lieben Genoffen Paul Schmidt • Dr. med. Hedwig Mendelsson Fachärztin für Beut. und Frauenleiden bie herzlichsten Glückwünsche zum 75. Geburtstag. 124. Abteilung, Mahlsdorf Sasa Kohlen Herde Brat Backofen Gaskocher bis zu 18 Monats Raten Raddatz& Co Berlin Leipziger Str. 122-125 Kapitän- Kantabak 15 PL. Kapitan- Kopenhagener... 20 P Die Marke der Feinschmecker in den meisten Geschäften käuflich Carl Röcker, Berlin NO. Lichtenberger Str. 22. Kgst. 386) Deutscher Metallarbeiter- Verband Achtung! Betriebsräte Achtun bet NO- Dair D etern usi Die Betriebsräte- Zeitschrift Nr. 20 erschienen und kann gegen Borzeigung Begitimationstarte des Betriebsrats Droger mannes in unserem Bureau, Zimmer 5 ober nach 4 Uhr im Simmer& entgege genommen werden. eine Die kit ge richie thori nbere Donnerstag, 11. Oftober, abends 7 2hr, in der Löwen- Brauerel Bab- Ede Hochstraße Versammlung aller Widler, Bidlerinnen, Joliere und Joliererinnen. Tagesordnung: 1. Tarifverträge und Arbeitsrecht. 2 Distuffion 2 Be fchiebenes. Begen ber Bichtigkeit der Tagesordnung ift bas Erscheinen aller Rolleginnen und Rollegen bringende Pflicht. Die Ortsverwaltung Deutsche Verkehrs- Kredit- Bank Aktiengesellschaft Berlin Aktiva. 1. Kasse, fremde Geldsorten und Guthaben bei Noten- und Abrechnungsbanken 2. Guthaben bei Banken und Bankiers. 3. Effekten 4. Wechsel 5. Inventar 6. Schuldner: gedeckte 43 461 357,03 ungedeckte 16 360 247,29 7. Grundstücke Debet 1. Handlungsunkosten- Konto 2. Reingewinn. Bilanz zum 30. Juni 1928 1. Aktienkapital 12 033 548,62 2. Ordentliche Rücklage. 225 155 222,84 3. Delkredere Passiva. C 4000 000, 1 400 000.ufge atürl 1.500 000, menge hab 3 878 822,93 Rücklage für Frachtstundungen 100 270 782,25 4. Beamten- Unterstützungsfonds 20 000,-5. Gläubiger. 6. Uebergangsposten und noch einzulösende 59 821 604,32 Schecks 500 000,-7. Gewinn- und Verlustrechnung 401 679 980,96 Gewinn- und Verlustrechnung 2410 868,98 1. Vortrag 1926/27 3. Zinsen- Konto 1 370 344-2. Frachtstundungs- Konto 3 781 212.98 4. Provisions- Konto 300 000, 377 257 365,3 15 852 271.62 gu 1 370 344. Chr 401 679 980,9 882 546 Etant Die Generalversammlung vom 6. Oktober 1928 genehmigte vorstehende Bilanz sowie die Gewinn- und Verluste rechnung und beschloß, für das Geschäftsiahr 1927/23 eine Dividende von 12% auszuschütten. Die fälligen Gewinn anteile gelangen auf Gewinnanteilscheine Nr. 5 außer an der Kasse unserer Hauptniederlassung in Berlin und an den Kassen unserer sämtlichen Zweigniederlassungen noch bei folgenden Banken ab heute zur Einlösung: S. Bleichröder, Berlin. Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, München. Bayerische Vereinsbank, München. ady. am 191 676, ocht Kredit. 2 260 429,2 446 560.8 3 781 212,9 Straf Enter Rechts uf d ich 31 iner alfige 31 Behot lame Betfa Deutsche Bank, Berlin. Direction der Disconto- Gesellschaft, Berlin. Dresdner Bank, Berlin. Mendelssohn& Co., Berlin. Commerz- und Privat- Bank Aktiengesellschaft, Berlin. Darmstädter- u. Nationalbank Kommanditges. a. Akt., Berlin. Reichs- Kredit- Gesellschaft Aktiengesellschaft, Berlin. Deutsche Verkehrs Kredit- Bank Aktiengesellschaft Der Vorstand: Prerauer, v. Schaewen, Schlesinger. Berlin, den 6. Oktober 1923. Hag bietet wahren Seuss! glor Hay ich geistig ( 842) [ 297] Gerne nehme ich Gelegenhelf, zu( 972) betonen, daß ich den Kaffee Hag als das bekömmlichste Getränk für geistig Schaffende erkannt habe. Troß seiner Unschädlichkeit, die durch Husmerzung des Coffeins erreicht ist, stelle ich nach Genuß von Kaffee Hag geistige Anregung fest, die durch das Bewußtsein der Un schädlichkeit doppelt erfreulich ist. Kaffee Hag bedeutet keine Erwürgung dessen, was den Kaffee zum Kaffee macht, viel. mehr sind des Kaffees gute Eigenschaften Doller entwickelt, wenn sie der Gefahr entschält sind. Ernst Welk [ 963] Berelts selt 2 Jahren trinke ich zum Frühstück, Nadimittags- Kaffee und als Пlachtfrank coffeinfreien Kaffee Hag. Selt Jahren nlerenfeldend, kann ich Kaffee Hag bestens empfehlen, well sich meine Nervosität vollständig gelegt hat. F. Bolz. anregend Hegerhöll die Arbeitskraft Lebenslist.... ( 960) Ich kann Hay bestens empfohlen [[ 842] Selt einem Jahr trinken wir nur noch Kaffee Hag, well wir gefunden haben, daß er mit seinem Geschmack und Broma das Dollendetsie ist, was man auf dem Kaffeemarkt finden kann. Zudem können wir jedermann bestätigen, daß Kaffes Hag wirklich Herz und Nerven schont und elnen ruhigen Schlaf gewährt. Kaffee Hag erhöht die Arbeitskraft und Lebenslust, darum blelben wir sein ständiger Eb nehmer und werden ihn auch weiter empfehlen. H. Krahenbühl- Jost. [ 836] Habe den Kaffee Hag bei meinen Bekannten und Freunden warm empfohlen und werde es bei jeder Gelegenheit wieder tun, denn Kaffee Hag bietet für jedermann, ob Jung oder Alt, einen wahren Genuß. dank seines kräftigen Broma und seiner Unschädlichkeit. Hans Hauser. Aus dem Archiv der Kaffee Sandels- Aktiengesellschaft, Bremen Bang Die 9 Erma 2 Schle mart Sald Otto tatte einer rape Broße Cell pfu eine oblid Unter Refre Blado Must Setro Dem Leu inzo mant PL Pf. ter ich 0. 57 band ang! 20 日 ts.Ob Ster 5 gegen Die Defen von Belten. Keramische Ausstellung. gelaufen fet, und er der anfurrenz, Me in Gestalt non dret Traftätchenpertreibern erschienen, Blah machen müfje! Rinnemann entfleuchte. Zum Abschied verteilte er aber noch gratis den ,, Reidysboten", das Blättchen der evangelischen Pastoren. Armer Ninne mann! Auch dich hat der Teufel in seinen Krallen der Teufel der Reaktion! intislost Bäterchen hat sie verlaffen." Ein Emigrantenlager am Ruffenfriedhof. Draußen in Zegel, unweit des Strafgefängnisjes, führt ein einfam gelegener Feldweg zum alten Russenfriedhof. 400 Tote liegen ba; unter anderen der General Suchomlinom, der in größter Armut starb, jener Student, der vor einigen Jahren das Attentat auf Miljutom verübte und dabei ums Leben fam und viele andere. Große, Kleine, Bekannte und Unbekannte. SPOP Die Ausfallstraße der westlichen Bororte. Der Ausbau der ehemaligen Chauffee BerlinPotsdam zu einem den jezigen Bedürfnissen entsprechenden Ver fehrsmeg ist zum Teil schon durchgeführt. Es handelt sich um die Umgestaltung der Strede zwischen Schöneberg und Sehlendorf, die sich aus Hauptstraße( Schöneberg), Rheinftraße, Schloßstraße, Straße Unter den Eichen, Berliner Straße, Botsdamer Straße( Behlendorf) zusammenlegt. In Zehlendorf er fordert die Berbreiterung der Berliner Straße und der Botsdamer Straße zwischen Winfriedstraße und Alsenstraße den Anfauf Don Straßenland. Die Anlieger fordern aber Preise, die dem Magiftrat faft durchgängig zu hoch sind. Bei 28 Straßenlandpar Bellen foll jeßt die Enteignung beantragt werden. Die Kameradschaft Zehlendorf des Reichsbanners unter Leitung der Kameraden Otto Müller hatte am vergangenen Sonntag zu einem Demonstrationszug aufgerufen, dem besonders aus Schöne berg, Steglitz, Lichterfelde und Charlottenburg Folge geleistet mar. Ein stattlicher zug mit zwei Mufitchören, Trommlern und Pfeifern und zahlreichen Bannern Fahnen und Wimpeln bewegte sich durch die Straßen des Bororts hinaus zur neuen Großsiedlung am Fischtal. Hier war die Aufnahme besonders herzlich. Bahlreiche Häuser hatten geflaggt. Angesichts einer zahlreichen Menschenmenge hielt Kamerad Küter eine wirtungsvolle Ansprache, der ein etwa zwei Stunden dauerndes Blazkonzert folgte. Die Beranstaltung hinterließ den denkbar günstigsten Eindrud. Der moderne, handliche Rachelofen hat sich in zahlreichen Neuuten fein Recht neben der Zentralheizung erftritten und schon aus em Grunde müßte der Berliner der Jahrhundertfeter feramischen Industrie in dem nahen Belten ihrer Ausstellung Intereffe entgegenbringen. Aber über le eine prattische Seite hinaus verdient das, was seit dem iegsende in Belten erstrebt mird, allseitige Förderung, da es fich zusammenfaffende Propaganda für Fayencen und Kunsttera len aus märkischem Ton handelt, die jetzt vielfach noch der falschem Namen im Handel zu finden sind. Die Seele dieser bienstvollen Bewegung ist der Leiter des reichhaltigen tis museums, Rantor i. R., Geride, der sich sowohl um die onftruttion des rationellen Rachelofens als auch um die Hebung Geschmad's in dieser Tonindustrie verdient gemacht hat. Die ubfangenden bemalten Drnamente find verschwunden, der Dien Aber diefer Friedhof ist nicht das allein für die Toten. Da bird auf Füße gestellt und von der Band abgerückt, der Heizraum mitten zwischen den Gräbern steht eine Barade, die russische Kriegsprechend der Eigenart des zur Verfügung stehenden Heiz- beschädigte beherbergt. Große, stolze Herren der faiserlichen Armee erials geformt. Was die fünstlerische Gestaltungstraft der märki einftmals und jegt? Ein Mann tommt gerade die Gräberreihen Tonfünftler betrifft, so zeigt die jetzige Ausstellung so viel entlang. Ohne Kragen, das Geficht, inpisch flawisch, non milben hönheit und Formen und Farben, daß sie mit den besten Er- Bartstoppeln bespidt und fegt ein wenig das welfe Boub von den sniffen der deutschen Kunstferamit wetteifert. Alle Gegenstände Gräbern. Cin Friedhofsarbeiter? Rein, aber ein ehe täglichen Gebrauchs, von den Ofenfacheln in ausgewählten maliger Dffizier der Weißen Armee. Mißtrauisch gleiten seine rben und fünstlerischer Berzierung an bis zu den Schalen und Augen an mir herab. In jebem Fremben mittern fie Unheil, ellen des Eßtisches, find in überreicher Fülle von den Künstlern Spigel, Berrat; piele, die meisten find geflohen und haben alle Babrifen in Betten, Marmig und Rheinsberg, und Brüden hinter sich abgebrochen. Das Interview mit dem Mann felbständig arbeitenden Bildhauern,& T. will nicht recht vonstatten gehen. Wopon er lebt? Er schüttelt ben Berlin, ausgestellt. Neben solchen praktischen Arbeiten erfreuen Kopf. Scheinbar nicht von der Hände Arbeit. Das mit dem Besen ine Runstschöpfungen unsere Augen, namentlich hat die Darstellung scheint Mache gewesen zu sein, vielleicht vermutete er in dem Be on Lieren eine Bollendung erreicht, die an die edlen dänischen sucher ein mildtätig Herz. Den Besen hat er sofort wieder beiseite Porzellane erinnern. Feine Bastellfarben, matte zarte Glajuren gelegt. In der Barade haust ein General, ein Oberst, Difiziere trichen vor; die Bemalung bestrebt fich eher nain als geziert oder um. Am Ende des Friedhofes, durch einen Wiesenweg getrennt, berlaben zu mirfen. Außer der Ausstellung liefert das intereffante liegt das im Jahre 1890 erbaute Alexander- Heim. Der Bau meist Retter umgefommen wäre. noch Spuren einftiger Schönheit auf, doch ist er verwahrloft, zerfallen, Untraut muchert üppig aus Schutt und Unrat. Auch hier Die Stadtverordneten haben ihre nächste Sigung am Don mohnen Emigranten. 2te, Junge, Staufleute, Grundbefizer, Bronerstag um 16% llhr. fefforen, alles Leute, die einft in Glanz und Reichtum ein üppiges Dasein führten. Hier hausen sie, zusammengepfercht in engen Stuben, verbittert, mit dem Schidfal habernd, das sie aus ihrer Bahn geworfen. Einige verdienen sich etwas durch Heimarbeit, die meisten aber vegetieren so dahin. Früher gab es Spenden, aber die Zeiten sind vorüber. Ber fümmert sich noch um dies häuflein Gestrandeter, die ihr unglück zum Teil selbst verschuldet haben. reichhaltige Drtsmuseum soviel Bemerkenswertes, daß die -Minuten- Fahrt nach Belten sich lohnt. Schulz Neukölln sollte sprechen. Aber der Gaal war nicht gefüllt. Der Führer des Autobanditenstreichs von Sonnabend, der etern in einer Bersammlung eines jogenannten Rünstlermunistische Landtagsabgeordnete Schulz Neutölln, sollte eit ng bersiufies für das Boltsbegehren" sprechen. Troj Ber Anfündigung des Helden vom Rundfunt" war selbst der ine Saal in der Klosterstraße nicht annähernd gefüllt. Ränge und ganze Reihen waren leer. Schulz, der sich erst gestern früh hinter seine Immunität versteden fann, war nicht ichienen. An seiner Stelle benahm sich ein Maler Nagel un hörig, der unvermeidliche Erich Weinert rezitierte. Die nderen angefündigten Größen" maren nicht erschienen. ends tel" iere rträge 4086bnung n und ang. lin 000, 000.-> 000, 000, 365,3 344. 980,9 429,0 560.8 chr Menschen im Schaufenster." Reflame, die alle Erwartungen" übertraf. Der Borwärts brachte vor kurzem einen Artikel über Menschen im Schaufenster". Wir geben im folgenden eine Berufungsverhandlung wieder, die eine derartige Reklame zum Gegenstand hat. Der Berlin will Haus Schönow faufen. Eine gefährliche Fahrt. Santander, 8. Dftober. Der Deutsche Paul Müller, der mit einem Boot den Ozean überqueren will, geriet drei Meilen von der spanischen Stiffte entfernt infolge des hohen Seegangs in Lebensgefahr. Ein Motorboot eilte ihm zu Hilfe und es gelang mit großer Anstrengung, ihm ein Tou zuzuwerfen und ihn an die Küfte zu schleppen. Müller ertiärte, daß er in höchster Gefahr schwebte und ohne den Heldenmut ber SEJ Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin infendungen für biefe Rubrit nur an bas Jugenbfefretariat Berfin SW 68, Lindenftraße 3 Heute, Dienstag, 19% Uhr. 2nischer Vert: Treffpunkt 18% Uhr Strausberger Blas. Bebbing ( R. g.): Schule Lütticher Str. 4: Gefchichte der Sozialistischen Jugend- Inter nationale". Fallplay 1: Schule Sonnenburger Str. 20: Bolitisch fatitischer Abend.- Sumannplag: Seim Cantianstraße, am Sportplas Cinfame Bappel": Tanlor- Gnftem". Rorboften: Heim Danziger Str. 62: Bursche und Möbel Börther Plak: Schule Raftonien. in ber proletarischen Sugendbewegung". Zur Mehrung der eigenen Krankenhäuser mill die Stadt Berlin ellee 83: Schule und Elternhaus. Sasenheide: Generalprobe aur Jugend. das Grundstid Haus Schönow in Zehlendorf antaufen. Bis zum feter. Schöneberg I: Seim Sauptstr. 15: Berufserlebnisse". Schöne Striege bestand bort eine private Nervenheilanstalt und in der beza TI/ III: Seim Sauptstr. 15: Brobe zum Elternabend. Balensee: Schule Joachim Friedrich- Straße: Aussprache über den Wochenendturfus.<<- bar. Kriegszeit wurden die Gebäude als Lazarett benugt. Später erlottenburg: Heim Rosinenftr. 4: Ludwig- Thomas- Abend. Steglite Seim marb eine Angestelltenorganisation das 5% Settar große Albrechtftr. 47: Mitgliedernersammlung. Brig: Beim Rathaus, Chauffer. Grundstüc samt den Anftaltsgebäuden. Jetzt soll der ganze Be ftraße 48: Betrachtungen über den Weltkrieg". Brig. Großfieblung: e Genoffen, die jest augezogen find, treffeu fi am 12. b. m., 1815 Uhr, im fig zum Preise von 14 millionen mart an die Stadt Berlin pertauft merden. Der Magiftrat mill auf Seim Rathaus, Chouffeeftr. 48, oder geben ihre Abreffe beim Genoffen Ruri Grabe, Gebag- Siedlung, Liningitz, 67, ab. Reutölla 1: Seim Canber, Ede Sobredyt ftraße: Arieg bas ihm gemachte Angebot eingehen und erfucht die Stadtnerord Reulalla 11: Seim Steinmegitr. 114: Arbeitsver Die Gebäude enthalten hältniffe und Birthdcftsorganisation in Comjetzußland". Zuftimmung. Rentals III: netennerfammlung um Seim Flughafenftr. 68; fere Rechte und Pflichten der Polizei gegenüber" 170 3immer und zmei Säle, dazt die erforderlichen Neben und Reulons V: Seim Renner, Ede Böhmische Straße: Weftriftung" Wirtschaftsräume. Die Anstalt soll als Krantenbaus für innerlig krante und Rernentrante eingeri htet werden. Sie wird mit 250 Kranten belegt werden können. D. . Neu fölls V: Schule Sersbergplas, Bimmer 5: Berfaffungsfragen". Reutils VU: Renfan VIII: Schule Rütlistraße: Lichtbildervortrag: Raritatur des 20. Jahr Realg mnafium Kaiſer- Friedrich- Straße:„ Bie 10 hunderts" Bohnsdorf: Achtung, die Seimabende finden nur noch Mittmods ftatt. Rieberschönhausen: Seimabend fällt aus, Bantom III: Heim GörschEinführungsabende. Benneuplas: Schule Bant, Ede Wiefenstraße. Batenburger Str. 2. Bebbing- Norb: Beim See, Reinidenborf- Dft: Seim Lindauer Straße, Barade 1. ftraße 15. Major v. Tichudi gestorben! Montag morgen starb plötzlich in Major v. Tichudi gestorben! Montag morgen starb plötzlich in ftraße 14: Mitgliederperfammlung. einem Berliner Sanatorium der Bizepräsident des Deutschen AeroTschudi, infolge Rippenfellent flubs, major p. unbung und Herzschwäche. Er hatte vor einigen Tagen das Sanatorium aufgesucht, um sich einer Operation zu unterziehen, verschied aber ganz plöglich noch vor der Operation. Major v. Tschudi stand im 67. Lebensjahr. Er war geschäftsführendes Mitglied des Deutschen Luftrates, Bizepräsident des Deutschen Aeroflubs, zweiter Borfizender des Deutschen Luftfahrtverbandes und Bertreter Deutschlands in der Federation Aeronautique Internationale. Eine Firma in Hamburg hatte in ihrem Schaufenster ein Bett ufgestellt, in dem ein junges Mädchen lag. Diese Reflame mar atürlich derart wirtungsvoll", daß bald eine große Menschenmenge vor dem Schaufenster Aufstellung nahm. Als der Geschäfts haber N. von Polizeibeamten aufgefordert wurde, diese Reflame 271.6 zustellen, da durch die angesammelte Menschenmenge der Vergestört merde, tam n der polizeilichen Aufforderung nicht ad). Auf Grund der Hamburgischen Straßenordnung wurde n. am Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Diese Entscheidung 676 N. durch Revision beim Oberlandesgericht an und vertrat den 546tandpunft, daß ihm die Bolizeibeamten nicht verbieten tönnten, feinem Schaufenster Retiame zu machen. 212, Straffenat des Oberlandesgerichts in Hamburg mies aber luse Revifion des Angeklagten als unbegründet zurüd und führte anderem aus, die Berurteilung des Angeflagten sei ohne Reisirrtum erfolgt. Es sei angenommen worden, daß bie er Fast das gesamte Sonntagsprogramm fett fich aus bnte Reflame geeignet gewesen sei, eine große Menschenmenge Hebertragungen zusammen. 3mei Eröffnungen, einmal Orgelportrag der Straße anzuloden und den Berkehr auf der Straße erheb- und zwei Stonzerte leichteren Charafters berichten von der aktuellen zu beeinträchtigen. Die Reflame fand in einem Schaufenster on Tätigkeit des Berliner Genders, Mittags spielt Bernard Cité mit einer Kapelle im Großen Schauspielhaus allerlei Jazzartifel pon alfiger Beise gestört. Eine Genehmigung der Polizeibehörde habe in dem die Saxophone absolut die Situation beherrschen mie in der recht belebten Straße statt und habe den Verkehr in unzu- Opernouvertüren bis zu Tangos und Trotts. Es ist tein Orchester, Kapelle Barnabas von Géczy, deren Teemufit aus dem Esplanade am Nachmittag übertragen wird, Etté legt auch Wert auf den Klang winn dea enter iner zur Funkwinkel. Beranstaltung dieser ungewöhnlichen Retlame nicht einSchott; aud) habe er die Anordnungen der Polizeibeamten, die Relame einzustellen, nicht beachtet. Die Berurteilung des An der Streicher. Trotzdem das Orchester mur über drei Geigen verfügt, Betlagten erscheine gerechtfertigt, wenn sich auch der Bor- tritt ihr Lon manchmal völlig in den Bordergund. Wie die meisten ng im Reflame fei aber geeignet gewesen, den Berkehr auf der Straße stören. Der Mann hatte eben einen Reflameerfolg, der alle Erwartungen" weit übertraf. Der Meister als Heiliger. der ang. Abends wird das Musikfest deutscher Komponisten aus orchester und Jazz. Sehr sicher der Rhythmus und sehr ausgeglichen dem Marmorjaal am 300 übertragen. Es handelt sich hier nur um Unterhaltungsmufif bei allen beteiligten Herren. Nette, schmiegsame Melodien mit irgendeiner originellen Bendung und mit anspruchsTofer aber gediegener Orchestrierung. Nebenbei sei hier das Sonntags programm des Hamburger Senders erwähnt, das am Abend ein Als am Sonntag nachmittag, punkt 15 Uhr, der Himmel feine schönes Konzert aus Opern mit Orchester und Solisten bringt. Barum Sleuien öffnete und die im ustgarten Luftmanbelnden folgt Berlin nicht diesem Beispiel? bang, rudeleise die schüßende Wandelhalle der National lerie aufzufuden da war für den braven Rohrlegermeister Duo Minnemann die Stunde gekommen. Es handelte sich um die pon einer nachsichtigen Polizei gefattete Stunde, innerhalb beren es Herrn Ninnemann erlaubt mar, einen Geift über das deutsche Bolt auszugießen. Wie gesagt, der Stape Am Montag abend wird zum Entzüden der meisten Berliner Rundfunfhörer endlich einmal Cafanopa" aus dem großen Schauspielhaus übertragen. Man weiß, daß fich seit langem Michael Bohnen auf den flüsternden Barriton Jad Smith stilisiert, aber die Großaufnahmen mit und ohne Brille auf allen Litfaßsäulen der Stadt zeigen an, daß Flüstern oder Brillen bei der Popularität eines Sängers überhaupt teine Rolle spielt. Doch abgesehen davon ist zu erwähnen: Ob eine Oper oder Operette für die Uebertragung geeignet ist, fpielt teine Rolle weiter, die Reflame für das Stüd entscheibet alles. Man tennt Erich Charell als einen Broße Guß, der vom Himmel tam, trieb menigstens einen fleinen Rohrlegermeister aus dem Berliner Norden hatte Glüd: Der Teil des deutschen Boltes in seine Nähe, so daß es für die Ber pfung des Themas: Bas fehlt bem deutschen Boite?" in visueller Hinsicht bezaubernden Regiffeur, er stellt Bilder non einen günftigeren Augenblid gab. cinem phantastischen Märchenglang, er läßt das Zeitalter einer Maria Theresia im Szenenbild neu erstehen, aber wo bleibt dazu die illustrierende Musif, mo bleibt dazu der illustrierende Tert? Ages, mas Charell ist, ist auf das Auge gestellt, aber die Bearbeiter haben nicht die Fähigkeit, die. Straußichen Melodien bilbwirtsam zu ge Erst sang Herr Minnemann, der im grauen Baletot und einem ichten 3mider auf der Nase von feinem anderen Bürger zu nbericheiben war, ein zehn Strophen langes Lied. Immer mit dem Refrain: Fröhlich sein, fröhlich sein, alle Tage Sonnenscheint ftalten. Man fann gegen das Dreimöblerhaus fagen, was man mill, bleib mit deiner Gnade nicht mitgesungen hatten und mit aber hier werden Schubertsche Melodien organisch dem Geschehen einverleibt. Doch mo bleibt biele Uebung in Casanova? Es ist ab einem Anfchnauzer, der alle traf, die das darauffolgende Lied Musnahme einer zahnlosen Großmutter durften fich wirklich alle bantensmert, daß die Berliner Funfftunde sämtliche Neuein troffen fühlen, hielt Herr Rinnemann feine Rapuzinerprebigt. ftubierungen der Berliner Dpern und Operetten Bühnen dem Hörer. Seufelsertenntnis". Außer dem Herrn Ninnemann, dem glid gestellt ist, die ihre Melodie aus dem gesamten Bert eines Johann ten Menschen auf der Belt", feien alle Mitbürger einer biverfen Strauß zufamunenfucht, fällt in fich zufammen, menn man fie im Dem deutschen Bolte fehle nichts als„ Battesertenntnis und Anzahl von Leufeln verfallen. In dem Augenblid, als Herr Rinne Mann die Teufel einzeln vorstellen mollte, trat ein Schupomann in heinung um zu erflären, daß Herrn Ninnemanns Shinde ab publitum überträgt. Doch eine Operette, bie ganz auf das Bisuelle wp Rundfunk hört. Hellmuth Jaras Jarekli schildert aus Anlaß des 60. Geburtstages von Mar Slevogt Bert und Leben des Künsters. Er geht nicht auf differenzierte Bubanalysen ein, sondern er schildert in faren und einfachen Worten Leben und Technik des Meisters. Gesundbrunnen 1: Schule Ede Tyriner Straße. Tegel: Heim BahnhofWerbebezirk Mitte: Soulaula Beinmeisterstr. 16-17, Werbefeier mit besonderem Brogramm. Barteigenoffen und Freunde unserer Be megung find herzlicht eingeladen. Karten zum Preise von 30 Pf. find am Saaleingang erhältlich. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend. ( Radbrud berboten.) Reine mefentliche Uenderung. Für Deutschland: Auch im Süben Bewölkungszunahme Rm Norben weiterhin wolfig und mild, mit berbreiteten, aber nur leichten Regenfällen. 3m Balhalla- Theater findet ab heute, Dienstag, ein fenfationelles Gait fpiel pin Reus ftatt, ber zum ersten Male in feinent auffehenterregenden Stetch Bez ist der Mörder" auftritt. 3 gestrichene Esslöffel gemahlener Kathreiner reichen für 6 große Kaffeetassen! Das Pfundpaket ergibt also mehr als 100 Tassen und kostet 55 Pfg, also wirklich nicht zuviel für Kathreiner, der gut schmeckt und so gesund für Sie ist! 7522 schriftliche Gutachten deutscher Ärzte empfehlen ihn/ Deutschland und Desterreich. Die wirtschaftliche Seite des Anschlußproblems. Die Anschlußbereitschaft hüben und drüben, wie sie sich in der legten Zeit immer wieder in schönen Kundgebungen manifeftiert, verzichtet vielfach auf ihr stärfftes Argument, auf eine flare Darlegung der wirtschaftlichen Folgen und eventuellen Borteile des 3ufammenschlusses. Die österreichische Wirtschaft mußte sich, auf Grund des Dittats der Siegermächte, seit 1918 auf ihr neues, feines Gebiet u m ft ellen. Nach Jahren schwerster Arbeitslosigkeit, gefährlicher Wirtschaftsfrisen, ist man heute so weit, daß man zwar in ziemlich schlechten Berhältnissen lebt, aber doch nur einen einigermaßen regulierten Mangel leidet. Der Anschluß, für die österreichische Wirtschaft heute teine geringere Notwendigkeit als vor zehn Jahren, ift jetzt, da Desterreich schon selbständige Beziehungen zu anderen Staaten unterhält, technisch schwieriger zu bewerkstelligen, cls zur Zeit, da es sich nicht um einen neuorganisierten Wirtschafts förper, sondern um einen noch blutenden, losgeriffenen Teil eines anderen gehandelt hatte, der sich einem neuen, fremden Wirtschaftsförper leichter hätte einfügen lassen. Im Die wirtschaftlichen Berhältnisse Desterreichs seien hier furz bargelegt. Desterreich ist zu einem großen Teil unbebaubares Gebirgsland, das nur zur Viehwirtschaft taugt. Nur ein Biertel des Gebietes ist Aderland, nahezu die Hälfte ist bewaldet. Inland fonnten im Jahre 1927 nur 56 Proz des Weizen bedarfs, der Gesamtbedarfan Roggen und 65 Broz des Zuderbedarfes gedeckt werden. Troß dieses großen Bedarfs und trotz der hohen Getreide- und Mehlzölle geht es der österreichischen Landwirtschaft keineswegs gut; es fehlt ihr an modernen Maschinen, es wird an vielen Orten noch ganz unrationell gearbeitet. Der empfindliche Kapitalmangel macht die notwendigen Reformen und Investionen unmöglich. Durch den Reichtum an Wäldern bildet die hochentwickelte österreichische Holzindustrie voll beschäftigten Industrien gehört aus dem nämlichen Grunde die einen der wenigen tioposten der Handelsbilanz. Zu den wenigen Bapierindustrie. Zu den Borteilen des gebirgigen Charafters zählen die großen Möglichkeiten der Berwertung von afferträften zur billigen Gewinnung elektrischer Kraft. Doch leidet der Ausbau dieser Wasserträfte ebenfalls an Rapital mangel und an der geringen Berwertungsmöglichkeit. Reine Industriegebiete sind nur die Stadt Bien und ihre nächste Umgebung, das südliche Niederösterreich und die Steier mart. In der Obersteiermark werden Eisenerze gewonnen; ihre Ausbeutung liegt in den Händen einer einzigen Gesellschaft, der mit dem Ruhrstahltrust verbundenen Alpinen Montan. gesellschaft, die sie auch zum großen Teil felbft verhüttet. Dieses Erzvorkommen ist der Lebensnerv einer nicht unbeträcht lichen, start spezialisierten metallverarbeitenden In dustrie. Desterreich hot Baggon- und Lokomotivfabriken, Automobilindustrie, es erzeugt landwirtschaftliche Maschinen, Sensen usw., doch bleiben alle diese Fabrikationszweige start auf den Erport angewiesen. Bien selbst erzeugt allerlei& uruswaren, Lebergalanterie waren, funstgewerbliche Gegen stände ufm, Bädergewerbe mir zögernd in der Brotpreisherabfe Konsumgenossenschaft Berlin sich anschloß. Die Konj genossenschaft war führend, sie wirkte preist Man lierend und hat damit ihren Mitgliedern, darüber hinaus auch der Gesamtbevölkerung Berlins Erleichterungen Preise für das wichtigste Nahrungsmittel verschafft. Um ngen as Bolt Die in unserem Auffah enthaltenen Feststellungen haben Bevölkeru Wirtschaft von katastrophalen Folgen begleitet sein. Aber einmal Mißfallen des Berliner Bädergewerbes ausgelöst. In einem Erge hat ja auch Deutschland Zölle, die sich sehen lassen fönnen. So atmigen Aufsatz der„ Bäder und Konditor- Tageszeitung" dann find manche Schranten praktisch schon gefallen. Die öfter- liches Ankündigungsblatt deutscher Böckerinnungen„ Germania Stabt tha reichische Eisenindustrie ist Mitglied der internationalen 4. Oftober( Nr. 288) mird versucht, die Zuverlässigkeit der Em Sch Robstahlgemeinschaft und mit der deutschen fartelliert. lungen des Statistischen Amtes der Stadt Berlin in Frage zu Bundesfü Einige metallverarbeitende Industrien haben mit entsprechenden Mit welcher rührenden Unbeholfenheit man dabei zu Werte der deutschen Industrien Territorialschutzablommen getroffen. Die zeigt folgender Satz:„ Es muß hervorgehoben werden, daß der n 13, österreichische und die deutsche Schwerindustrie stehen heute liche Brotpreis feine Allgemeingültigkeit hat, sondern einen mit schon zum größten Teil unter gemeinsamer Oberleitung. Durchschnitt darstellt." Und das soll eine Widerlegung sein! Gonden a So neben der Eisenindustrie die elektrotechnische, die chemische und verständlich find die amtlichen Ziffern Durchschnittspreise, moie Beni zum Teil auch die Kraftfahrzeugindustrie. In der letzten Zeit deutet, daß manche Bäder noch höhere Preise genommen aufer h fanden Berhandlungen zwischen deutschen und österreichischen In- Wichtig und bemerkenswert ist, daß in dem Artikel trotz aller duftrieverbänden statt, die auf die Beseitigung der übrigen Schwie und Aber das Zugeständnis gemacht werden muß: Es mag rigleiten zielten. Starfe Gegenfäße bestehen noch in der Maschinen-, Spanne bleiben zwischen den Preisen der Konsumgenossenschaft Textil- und in einem Teil der Automobilindustrie. Ein Streitpunkt braucher. Von der Berliner Bäderinnung wird dies burdagen. 1 denen des Bädergewerbes" zugunsten der organisierten nd drei ist der Konkurrenzfampf auf dem Balfan. Die Handelsvertragsverhandlungen der nächsten Zeit werden sich mit legten Beschlüffe erneut bestätigt. Ab Oftober foftet das Berla diesen Broblemen befassen, leider sollen auch beiderseits 3ollerhö: privaten Bädergewerbe je Kilo 43,8 Pf., in der Konsumgenoffen un hungen verlangt werden, die die Schwierigkeiten des Ausgleichs hingegen 39,1 Bf., bei Berücksichtigung der vierprozentigen Umges, s rüdvergütung fogar nur 37,5 f.! Was würde geschehen, wenn Defterreichs Grenzen gegen das deutsche Mutterland fallen würden? Auf den ersten Blid fieht es aus, als würde die Befeiti gung der 3ollschranken wenigstens augenblicklich, für die wieder vermehren müßten.. 9 Zu den Schwierigkeiten gehört auch das niedere 2ohnniveau in Desterreich. Daß es von der Arbeiterschaft ertragen werden kann, ist auf die durch den Mieterschuß gewähr leisteten geringen Mieten zurückzuführen. Diese niederen Löhne tragen für die österreichische Industrie dazu bei, ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarft aufrechtzu erhalten. Der Produktionsapparat ift im ganzen rüdständig, noch wenig rationalisiert, infolgedelfen sind die Produktionskosten, trotz der niederen Löhne, nicht geringer als in Deutschland. Berden die Grenzen gegen Deutschland geöffnet, so wird mehr Rapital nach Desterreich gelenkt, und manche der so überaus notwendigen Investitionen können endlich vorgenommen werden. Groß: schaft und dem Verkehr. Beffere landwirtschaftliche Schulung und zügig ausgebaute Wasserkräfte nußen der Industrie, der LandwirtBeratung fie toftet auch Geld der Ausbau der ländlichen Genossenschaften Lönnte auch der Landwirtschaft zu besseren Methoden und modernen Hilfsmitteln verhelfen. Ertragssteigerung müßte die Folge sein. Auch Desterreichs Fremdenindustrie ist noch ausbaufähig. Herrliche Gebiete harren noch der Erschließung, um später einmal den Wohlstand des Landes zu erhöhen. Der Geminn für das Deutsche Reich wäre die Erwerbung Biens, des Handelszentrums für die Nachfolgeftaaten und für den ganzen Balkan; der deutsche Dsthandel fönnte durch Errichtung von Niederlaffungen deutscher Firmen in Bien erleichtert werden, der deutsche Balkanhandel würde die Schwierigkeiten des Transitver fehrs durch ein fremdes Land loswerden. Auch in Desterreich selbst gibt es, wenn die Grenzen geöffnet werden, neue Abfagmöglich feiten. Nach dem Ausbau der Wasserkräfte bliebe noch immer ein bedeutender Rohlenbedarf zu befriedigen; dieser wird jezt noch zu einem großen Teil in der Tschechoslowakei gededt. Es lohnt sich, über die realen Folgen und Möglich teiten des wirtschaftlichen Anschlusses nachzudenken. Denn alle Anschlußhoffnung bleibt Rebelphilosophie, menn man nicht den Rechenstift zur Hand nimmt. Diese Arbeit mit dem Rechenstift ist feineswegs überflüffig, auch wenn die Ratio. nalisierung der Gehirne der europäischen Staatsleute noch so langsam fortschreitet. Kalipreise und Bauernnot. Eine Zuschrift aus bürgerlichen Wirtschaftskreisen. EI. S. Unerfreuliche Ziffern. Dopp 11 Bah Pertaufes ter Ber reigelaff gruppen nommen Am Der Die Wohnbautätigkeit in den deutschen Städten. Die Uebersicht des Deutschen Städtetages über berg. I Wohnungsbautätigkeit im zweiten Vierteljahr 1928 ift mit Rom und Mittelstädten in diesen drei Monaten 25 761 Wo freulich. Nach dieser Uebersicht wurden in den deutschen Gr ba Bildun In Tation Broßen Der gen neu erstellt, dapon 89,3 Proz. mit Unterstügung öffentlichen Mitteln. Von den neu erstellten Wohnungen nur 35,3 Broz ein bis drei Wohnräume, dagegen 60,7 vier bis sechs Wohnräume und der Rest mehr als sieben Baujahr die so dringende Forderung, überwiegend lei räume. Es ist im hohen Grade bedauerlich, daß auch im laufen wohnungen zu bauen, nicht erfüllt worden ist. lichen Mitteln durchgeführte Neubautätigkeit für die Bekämp Welchen Erfolg die vorwiegend mit Unterstüßung aus ma der Wohnungsnot gehabt hat, läßt sich allgemein schwer beurtei da ja in vielen Städten nicht nur der Mangel an Wohnrau überhaupt, sondern auch der Zustand der vorhandenen Bo gen in baulicher und gesundheitlicher Beziehung für die Beurteil der tatsächlichen Wohnungsnot ausschlaggebend ist. die 2061 ilchen haftsfü 500 Einen gewiffen Maßstab für die Verschärfung Linderung der Wohnungsnot geben die Zahlen der schließungen. Man fann annehmen, daß mindestens 75 Pro Eheschließungen der Zahl der Wohnungsuchenden jungen haltungen gleichgesezt werden tönnen. Berechnungen der friegszeit weisen nach, daß auf 100 Eheschließungen etmo 75 Neubauwohnungen tamen. Dazu standen aber in der Bortni zeit den Wohnungsuchenden immerhin eine beträchtliche Zahl Leerwohnungen zur Verfügung, was zurzeit so gut wie nicht in Betracht kommt. der Mejem lanbes Brebt, Don Hi Don Li handels Brafiber Reichsm Ludwig Ballenti Sandwi tagsprä tages& De 15. Dtt Rach Da nach statistischen Feststellungen von Oftober 1927 bis 1928 das Berhältnis der Neubauwohnungen zu den Eheschließu nur 53 Prog betrug, so besteht immer noch die höchst unerfre 1121 feineswegs mit Tatsache, daß die Neubautätigkeit wünschten und durch neue Haushaltsgründungen bedingten von Wohnungen Schritt hält, von dem Wohnungsmangel der Berheirateten ganz zu schweigen. Hilfe für die Roggenschuldner.per 23 Eine Entschließung des Reichsverbandes. Der Reichsverband der Roggen- und landwirtschaftlichen briefschuldner e. V. hielt am Sonnabend in Berlin eine versammlung ab, in der folgende Entschließung angenommen ,, Die im Kriegervereinshaus versammelten Roggenrenten mollen die Aufmerksamkeit der gesam ner Bartein Entichli er nicht ondern natio ur me enige Zur Frage: Kalipreise und Not in der Landwirtschaft, die mir| Bage der Rafiindustrie mehr als ein Ergebnis der gehobenen chemi- Deffentlichteit auf die Notlage der Roggenren Barteir schon öfters behandelt haben, erhalten wir aus bürgerlichen Wirtschen Produktion und nicht des Staliabjayzes hinzustellen versucht! fchuldner hinlenten, da Zehntausende von Landwirte fchaftstreifen folgende Zuschrift: Die Zuſchrift gibt unserer vielfach ausgesprochenen Anficht von der in höchster Gefahr befinden. Die Unmöglichkeit, die Zinsverp Möglichkeit und Notwendigkeit einer Gentung der Kalipreise erfreutungen zu erfüllen, zwingt diese Landwirte, sofortiges Eingre lich deutlichen Ausdrud. Bann mird unfere Forderung endlich bei den Regierungsstellen Beachtung finden? Warum fdmeigen Dor allem die Berufsvertretungen der Landwirt fchaft noch immer? Sind sie der Industrie so verpflichtet, daß fie fchweigen müssen? Es ist eine unbestrittene Tatsache, daß die Landwirtschaft auf das schwerste zu fämpfen hat. Wenn man mit Geschäftsfreunden, die der Landwirtschaft angehören, geschäftlich oder privat zusammen tommt, jo tann man sich des Eindrucs nicht ermehren, daß die Landwirtschaft seit einigen Jahren einen geradezu verzweifelten Eriftenstampf führt. Selbst sparsame Landwirte sind taum noch in der Lage, den an sie herantretenden Verpflichtungen gerecht zu werden. Um so mehr müßte es doch die Aufgabe der gefeggebenden und regierenden Kreise sein, darüber nachzusinnen und solche Maß nahmen zu treffen, durch welche das Los der Landwirtschaft einigermaßen erleichtert werden tönnte. Deshalb ist es ganz und gar unverständlich, weshalb nicht Schritte unternommen werden, um zunächst diejenigen Rohstoffe, auf welche die Landwirtschaft dringend angewiesen ist und die im Inland hergestellt werden, nach Möglichkeit zu verbilligen. Zu diesen Rohstoffen gehört bekanntermeise in der Hauptsache kali. Wer schafft billiges Brot? Der Konsum führt bei der Brotpreisfenfung. Wir haben fürzlich die mefentlich niedrigeren Brotpreise der Konsumgenossenschaft Berlin den vom Statistischen Ant der Stadt Berlin allwöchentlich ermittelten Durchschnittsbrotpreisen im Berliner Bädergewerbe gegenübergestellt. Inzwischen hat die Konsumgenossenschaft ihre Brotpreise meiter gesentt Der Brotpreisherabjegung vom 3. September folgte eine meitere Gentung am 21. September von 65 Bf. auf 63 Bf. für 1610 Gramm. Die Brofpreisentwidlung dieses Jahres sieht so aus: 1. August. 5. September Artlich ermittelter Roggenbrotpreis je Rilo 48 Bfg. Roggenbrotpreis dez RGB. je Rilo 43,5 Dig. 40,4 40,4 40,4 SP 48 12. 19. 47 " P 46 26. ( nach nicht veröffentlicht 39,1 3. Oftober .43,8 Big. 39,1 Bfg. ( Nach den Beschlüssen der Berliner Bäderinnung.) " Es ist eine befannte Tatsache, daß die Koliindustrie sich in einer überaus glänzenden Berfassung befindet. Ein Blid auf den Börsenfurszettel genügt, um zu ertemmen, daß die Rurfe der Attien und Sture sich seit Jahresfrist vielfach mehr als verdoppelt haben. Die Berichte aus der Kalindustrie lassen einen ungeahnten Aufschwung erkennen, und die Geminne, die alle Berfe erzielen, find so außerordentlich hoch, daß es den Werfen fchwer fällt, fie noch irgendwie zu perstaden, um so mehr, als die in den Borjahren vorgenommenen Abschreibungen ein Ausmaß erreicht hatten, daß neue Abschreibungen fann noch vorgenommen werden können. Beim Salzdetfurth- Konzern zum Beispiel sollen die Ertragsziffern sich in einer solchen Höhe bewegen, daß an der Börse allen Ernstes danon gesprochen wurde, daß, wäh rend der Kurs von 250 Proz. auf jetzt et ma 500 Broz stieg, Das Bädergemerbe ist demnach in der Brotpreisfentung der den Aktionären ein Gesent in der Zuteilung des Bezugs| Konsumgenossenschaft Berlin schließlich gefolgt, allerdings langsamer. von zwei neuen Attien auf jede alte Attie zum Bagatellturs Nach dem„ Berliner Börsen- Courier Nr. 459 hot die Berliner zu 110 Broz gemacht werden soll! Bäderinnung für Anfang Oktober das Gewicht des Brotes etwas von 50 Pf. ein Gewicht von 1140 Gramm haben werde. Das würde bedeuten, daß ab Oftober das Brot im Berliner Bäckergemerbe je Kilo 43,8 Pf. tostet Die Spannung zwischen dem Brotpreis der Konsumgenossenschaft Berlin und dem des Berliner Bäder. gewerbes hat sich also nicht vermindert, sondern erhöht; sie betrug amı 1. August 4,5 Pf.. Anfang Oftober jedoch 4,7 Bi. je kilo. Das eine geht aus der Gegenüberstellung flar hervor, daß das Berliner be errei gege aller amtlichen Stellen zu verlangen, um diese Zinsverpflichtu auf ein erträgliches Maß herabzusetzen. Die gleichen Forderun sind auch für diejenigen Roggenschuldner zu stellen, bei denen die Umwandlung in Goldpfandbriefe vorgenommen worden ist, eine wesentliche Ermäßigung der Zinslast hierdurch zu Den Landwirten, denen die Zwangsversteigerung ihrer Güter oder da, wo sie bereits erfolgt ist, soll die Möglichkeit werden, durch amtliches Eingreifen ihre Scholle zu erhalten fie wieder zurückzuerwerben. Desmegen wird ein Gefeß Beseitigung der Notlage gefordert, die zu öffentlichen Gefahr geworden ist. Der Reichsverband der Rog und landwirtschaftlichen Pfandbriefschuldner e. V. wird alles feßen, dieses Ziel zu erreichen und hofft auf die Einsicht aller gebenden Stellen." ba Dit Lebhafter Betrieb bei Hein, Lehmann u. Co. Das fonstruktions- und Brückenbauunternehmen von Hein, mann u. Co., Berlin, ist im Laufe des Jahres jo gut schäftigt gewejen, daß für 1928 mit einer Erhöhung der im jahr gezahlten Dividende von 6 Broz. gerechnet wird. Berliner Bauunternehmen hat sich im übrigen auch an der von dänischen Regierung ausgeschriebenen Submission auf die le brudung der Ostsee am Kleinen Belt beteiligt und ein gebot eingereicht, das ihr Aussicht auf einen größeren Teilauf bietet. = De betts Bu n au Polnijd Die Id toni haler Arbe ratung Rheinmetall zahlt 6 Proz. Dividende. Der Auffichtsrat Rheinischen Metallwaren- und Maschinenfab 2. G.( Rheinmetall) in Düsseldorf hat beschlossen, der Gener persammlung für das Geschäftsjahr 1927/28 eine Divide Don 6 Proz. vorzuschlagen. Der erzielte Reingewinn trägt einschließlich 0,5 Milf M. Geminnvortrag 1,5 gegen 1,1 Mart im Borjahr. Der Generalversammlung wird gleichzeitig Borschlag gemacht, das Kapital von 12 auf 20 Mill. erhöhen. Gründung der Klangfilm- Gesellschaft. Der b Regel Beratu ber ita Le Des 20 tegen Brüfu fion ü im 3 effung Somm Ei denten Um bie in eng Thom murde Marl Die Gründung Es wäre doch angesichts solcher Berhältnisse eine Pflicht der erhöht; es wird mitgeteilt, daß nunmehr das Brot zum Preise Klangfilm- G. m. b. S. ist jetzt mit einem Rapital von 3 milion Staatsorgane, entschieden in die Prüfung der Frage ein zutreten, ob nicht mit Rücksicht auf die Not der Landwirtschaft eine erhebliche Ermäßigung der Kalipreise vorgenommen werden kann. Dem Bernehmen nach foll bereits beim Kulisyndikat nach dieser Richtung hin sondiert worden sein, doch hat das Syndikat in diplomatisch ausweichender Form geantwortet und die glänzende Util aside Marf vollzogen worden. Gründer sind der Siemens, Son die EG. und der Schallplattentonzern Bolyphon. Das ideale Laxin Abführ- Konfekt die In Schific 15 onju Szeg aus ungen Stahlhelmspielerei in Baden. Mannheim pfeift die heldischen" Geldte Leute aus. Mannheim, 8. Ditober.( Eigenbericht.) Am Sonntag perfuchten 500 uniformderte Stahlhelmleute der aben Bevölkerung von Mannheim etwas vom Frontgeift beizubringen tems Ergebnis maren ein Dugend Berlegte und zahlreihe Berhaf gingen. Der Durchmarsch der Stahlhelmer durch die Straßen der nia) Stadt war von Janernden Bfuirufen begleitet, und die Polizei- mußte. Em Schutze der Stahlhelmer große Bereitschaften aufbieten. Der. zu ft Bundesführer Geldte fündigte in seiner Rede im Nibelungensaal an, erte der Stahlhelm seinen Marsch auf die Nacht angetreten habe... derm 13 November werde die Bundesleitung die zwei Formeln für mit s Boltsbegehren befannigeben, Die übrigen Beranstaltungen be... anden aus Parademarsch, Morgenandacht, Umzügen und Fackelzug. mosie Bevölkerung perhielt sich ablehnend; tnapp ein halbes Duzend en hauser hatten geflaggi. Neben Geldte war auch Brinz Wilhelm, r Doppelgänger von Harry Domela, gekommen. mag Während der Beranstaltung wurden nach Feststellung der Poli schaft 11 Bersonen verletzt, darunter sechs Zivilisten, zmei Stahlheimer ten und drei Polizeibeamte. eft genommen wurden an beiden urdagen 15 Personen, und amar drei Stahlhelmer wegen Bronerlaubten affenbefizes und Körpervers offenung, der Rest Zivilpersonen wegen unerlaubten Waffen, ges, Störperverlegung, groben Unfugs und unerlaubten Zeitungs rtaufes. Sämtliche Festgenommenen wurden nady Beendigung er Beranstaltung und nach Feststellung ihrer Berfonalien wieber reigelassen. Berschiedenen Teilnehmern auswärtiger Stahlhelm gruppen wurden schon bei ihrem Eintreffen die Stöde abge nommen, len. Am Sonntag nachmittag fuhren die Stahlhelmer nah Heidel überberg Die badische Regierung hatte eine gleichzeitige Veranstaltung nicht der Kommunisten verboten. 018 Woh sung 2n ba Internationale Aussprache. 0,7 ildung eines Komitees.. 17 Laufen Lein afte tämpl eurteil Mräum Wohn Erster Sprecher Macdonald. In diesen Tagen hat sich in Berlin ein., o mitee fürinterTationate Aussprache" gebildet, das aus den Führern der oßen politischen Parteien im Reichstag fowie aus den Beriretern er maßgebenden Kreise in Deutschland besteht. Das Komitee hat Absicht, die gegenseitige Orientierung und die Fühlungnahme wischen den deutschen und ausländischen Staatsmännern, Birteron # Don der Brot at o Der neue Der neue fommunistische Kurs. Winnetol மாமாயா பெ Karl May Nieder mit Kart Marg! Es lebe Karl May! Aufgaben der Partei. Eine Rede des Genossen Otto Wels. Auf einem Parteitag des Bezirts Branden Hebergehend zur Regierungsum bildung, betonte der aftsführern, Gelehrten und Schriftstellern zu fördern. Es hat zu burg. Grensmart, der am Sonntag im Landtagsgebäude ab. Rebner, daß die Frage des Austriits der Parteigenoffen aus der Bohem 3med Borträge von führenden Persönlichkeiten des Ausgehalten wurde, bielt ber Borsigende der Bartei. Genoffe Otto Regierung die Gesamtpartei entscheiben wird. Aber um biefe Ent uribes in Aussicht genommen. Das Komitee fetzt sich aus Professor wels, einen Bortrag, über die politische Lage. Genoffe scheidung ist uns nicht bange. Bir miffen, daß bei einer Regierungs. Brebt, Profeffor Albert Einstein, Gerhart Hauptmann, Frau Marie Hindenburg, Prälat Kaas, Reichsminister Koch- Weser, Herrn Wels führt aus: Der a 70 Sortri laht of bis mie ießu mit und Sozialdemokratie dem Busammentritt des Reichstags Handelstammer Franz von Mendelssohn, Generaloberst von Seedt, dentens an das vor 50 Jahren in Kraft gefeßte Sozialistengeleg und zu beteiligen im Interesse des Volkes, im Interesse des Staates. räfident des Reichswirtschaftsrates Karl Friedrich von Siemens, Reichsminister Dr. Stresemann, dem Schogmeister Brofessor Dr. Budwig Stein und dem geschäftsführenden Mitglied Frau Antonina Ballentin zufammen. Die Hinzuziehung entsprechender Bertreter der andwirtschaft und der Gemertidhaffen ist vorgesehen: Reichs. agspräsident Löbe hat für die Vorträge den Blenarjaal des Reichs. lages zur Berfügung gestellt. uns Den ersten Bortrag in dieser Reihe wird am Montag, dem 15. Oftober, der Führer der englischen Labour Barin Ramsay rfreebona Ib halten. der en der 1 Bi 50 in and a pind 401 zum Paul Boncour. Streifobjeft im franzöfifchen Sozialismus. Baris, 8. Oftober.( Eigenbericht.) 32 16 beteiligung nicht sofort alle unsere Blütenträume reifen werden, aber, wir wissen auch ebenso ficher, daß wir die Pflicht haben, in In fozialpolitischer, in fteuertechnischer Hinsicht, in vielen Dingen der Die Politit, die mir zu führen haben, ist flar und eindeutig. Tagespolitik haben wir Erfolge zu verbuchen. Wollen wir darauf verzichten, Bolitik im. Interesse des arbeitenden Boltes ar treiben? Wir haben Bertrauen. Achtung, vor unseren alten Funktionären in der Regierung, wir wissen, daß diese Männer der Partei- teine Schande machen werden. Bir arbeiten, für den Aufstieg des Boltes. der Arbeiterschaft darin erschöpft fich unsere Stellung zur poli tifchen Lage.( Lebhaftes Bravo und Händeklatschen!) In der Diskussion über den Vortrag wurde die Erwartung ausgesprochen, daß der Reichsparteitag zu einer einmütigen Ab lehmung der Rüftungsbestrebungen tomme. Bielleicht habe bie Parteiörstution, then gen Panzerfreuzer, der Partei mehr geschabet als bie 3nauftraggebung des Streuzers an fidh, agte ein Redner. Biel wich get fei Body, die erfoTge unferer Regieringspolitik ben Massen begreiflich zu machen. der Gründung der deutschen Sozialdemokratie läßt auf eine Belt unerhörten Aufstieges der Organisationen ber modernen Arbeiterbewegung zurückblicken. Aus fener Zeit. haben wir die Kraft zurichöpfen, überall das hohe Lieb des Aufstiegs der deutschen Sozialdemokratie zu nerfijnden. 2 das, was zurzeit gegen die Sozialdemokratie, gesprochen utib, gejchrieben wird, wird jich in tür zester Zeit gegen unfere Widersacher felbft wenden. So wie wir im Kampf gegen die Gewalt mit der Idee durchgesetzt haben, jo merden wir auch mit ben Gewaltpolitifern in fonimuni. stischen und nationglistischen Lager fertig merden. Die Erfolgt die man fich von Deutschlands Eintritt in den Böllerbund perfordd in Hidh 18( chnell eingetreten, utestete er hofften. Selbst im Böltetbunde müffen sich eben die Bebanten, die ihm zugrunde liegen, erst durchfegent. In turzer Beit mirb eine internationale Sozialistentonferenz bie Fragen des Völkerbundes, die Fragen der internationalen Bolitif und die Stellung der Sozialisten dazu durchsprechen. Eine Besprechung, die der englische Sozialistenführer Macdonald mit Festlandssozialisten haben wird, soll der Konsoldierung der englischen Arbeiterpartei für die eventuelle kommende Regierungsübernahme dienen. Poincarés Gewaltpolitit iſt abgebogen worden durch die deutsche Sozialdemo tratie in gemeinschaftlicher Arbeit mit den französischen Sozialisten Ueberall erlebten mir die Diskussion über den Rellogg Batt, der, das missen mir wohl, der Ausdrud des Strebens ameri tanischer Wirtschaftsführer ift. Interessant war das Berhalten der Kommunistischen Bartei zu diesem aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus entstandenen Bati. Erst hieß es in allen Tonarien: Nieber mit dem Kellog Batt! Refolutionen, Brotefte hagelten überall, wo fommunistische Parteien bestehen. Aber wenige Beit nachher unterzeichneten Rußlands Wirtschaftspolitifer als erfte Station den Baft, weil sie feine Bedeutung für Rußlandschieben. Die Delegierten fahen darin eine Berzögerung des AnWirtschaft ertannten. Hier fennzeichnete fich wieder einmal die Der Fall Paul Boncour scheint wieder in der Sogia listischen Bartei auf die Tagesordnung kommen zu sollen. Der Barteiverband von Nordfrankreich protestiert in einer scharfen Entschließung gegen die Haltung Baul Boncours in Genf, wo nicht nur gegen die offiziellen Programmforderungen der Bartei, jondern auch gegen die Richtlinie der Sozialistischen Inter Nationale perstoßen habe. Es müsse ihm daher die Erlaubnis ur weiteren Ausübung seines Amtes als Böllerbundsdelegierten nizogen werden. Im Gegensatz dazu spricht der sozialistische Barteinerband non Albi auf& orita Paul Boncour fein volles rien Bertrauen aus für die glänzende Berteidigung des Friedens ernd der Entmaffnung in Genf. enj a mi ent Engr chtun Geru 1 be ift, rreid er gege 3 ba Beschlüsse des Verwaltungsrates. Die Tagung in Warschau beendet. Warschau, 8. Oktober.( Eigenbericht.) Der Berwaltungsrat des Internationalen Ar en bettsamts hielt feine diesjährige Arbeitstagung, die heute abend Endo ging, auf Einladung der polnischen Regierung in Warau ab. Nach einer Anzahl von Begrüßungsreden durch den Ropolnischen Arbeitsminister und anderen Regierungsvertretern wurde Die Tagesordnung der nächsten internationalen Schiffahrts tonferenz festgelegt und das Programm der internatio. halen Arbeitstonferenz von 1930 norberaten. Die rbeitervertreter verlangten für diese Ronferens die BeGatung einer Internationalen Konvention für, gut 11 Di DON in 朗 auft rat Beschränkung der Kinderarbeif. Der deutsche Regierungsvertreter wünschte, die internationale Regeling der Invalidenversicherung möglichst bolb zur eberatung zu ftellen. Cadgültige Beschlüffe darüber werden erst auf nächsten Sigung des Berwaltungsrats gefaßt werden. Lebhaft umstritten wurde die Veranstaltung einer Untersuchung Des Arbeitsamtes über die abr ener Arbeitsbedingungen in der Tertilindustrie, egen Sie sich hie Unternehmergruppen heftig wehrten. Die weitere erüfung diefer Untersuchung wurde zunächst einer Sonderfommis on überwiesen. Auch die Frage der Berhandlungssprache in Internationalen Arbeitsamt, die praktisch bereits durch Zutigung der deutschen gelöst ist, foll formal jest, noch in einer Kommission behandelt werden. 1 art g Lion Onze in die ganze Im Schlußwort betonte Genoffe Wels, baß unsere Stärke die Partes Jchon über größere Streitpunkte als es die Panzerfreuzer frage sei, hinweggebracht habe. Der feste Wille, der Partet zu dienen, sollte nicht nur bei den diskutierenden und tritifierenden Genoffen, sondern auch bei den sozialdemokratischen Regierungsmitgliedern por ausgesetzt werden. Bur benorstehenden Werbewoche teilte Bezirkssefretär Genoffe rüger mit, daß ein gemeinsamer Aufruf von Partei, Gemertidhafts- und Sportorganisationen ergehen wird, der die arbeitende Benöfferung des Bezirks zum Einiritt in die Partei auffordert. Mit Entrüstung nahm der Parteitag Kenntnis von dem Be schluß des Landtages, die Gemeindemahlen zu per fluffles der aufgelösten Gutsbezirfe on die zuständigen Gemeinden, Nachdem Landtagsabgeordneter Freter gebeten haffe, bei den Bahlvorschlägen zu den Gemeindewahlen die Frauen mehr als bis her zu berüdiichtigen, und Landtagsabgeordneter Heil. monn die letzten Borgänge im Preußenparlament besprochen hatte, wurden die vom Zentralvorstand vorgelegten Wahlvorschläge ein Der Reidystagsfraktion zur Berüd fichtigung überwiesen. murde ein Antrag, die Invalidenpltersgrenze von 65 auf 60 Jahre herabzusetzen. Berlogenheit ruffifd- kommunistischer Agitation. Ber da meinte, milf bem Eintritt der Sozialdemokratie in die Regierung werde sofort alles sich im Sinne sozialistischer Auffassung wenden, ist allerdings enttäuscht worden. Aber denen Auffassung menden, ist allerdings enttäuscht worden. Aber denen ist doch wohl zu sagen, daß Regieren tämpfen heißt und daßftimmig genehmigt. es im Rampf Wunden, Schrammen und Narben. gibt 3m politischen Kampf- fragt es sich nur, wer den längeren Atem mit bringt. Merkwürdig, diejenigen der Genoffen, die da glaubten, das Ende der Partei sei gekommen, da unsere Miniſtergenossen den Banzerfreuzer in Auftrag geben, müffen erleben, wie gerade jetzt zahlreiche Ueberfritte prominenter fommunistischer Funktionäre zur Sozialdemokratie erfolgen. Ebenso werden auch die Erfolge unserer Regierungspolitit bei den Waffen nicht ausbleiben. Dabei tönnen wir getrost zugeben, daß mir beispielsweise in der Frage der Berfassungsfeier an dem Widerstand bürgerlicher Barteien vorerst gescheitert sind.. Aber was. schadet es, wenn eine in der Regierung alleinstehende Bartei. einmal mit ihren Anträgen nicht burchtommt? So ist auch bie Tanzertreuzerfrage nicht nach ber Bahl der Kriegsichiste su venticheiben, fondern wir müssen Sie grundfaslich nach bem ehrproblem überhaupt beur teilen, da foll die eingelegte ommiffion Starheit schaffen, bie Bartei mird das Problem ernsthaft prüfen. Zu einer Klarheit zu tommen wird nicht leicht sein, die Einstellung der sozialistischen Parteien in den verschiedenen Länderit ift grundverschieben und so wird der Grundgedanke fein und bleiben: Allgemeine Abrüftung! Im Reichstag wird die Fraktion bei der Etatberatung ben Wehretat auf das Sorgfältigfte prüfen, Einstimmig beschlossen wurde nach Ueberwindung einiger Betreuzers A wird eingestellt!" denten der Unternehmer eine Reise von Albert Thomas nach Ostasien, m die dortigen Regierungen und die Wirtschaft des Fernen Dftens engere Berbindung mit der Genfer Organisation zu bringen. Da Thomas erst im Februar wieder nach Europa zurückkehren wird, burde die nächste Sigung des Verwaltungsrates auf den 11. März, Internationale Arbeitskonferenz auf den 30 Mai angefeßt. Die Schiffahrtstonfereng wird am 10. Oftober 1929 beginmen Zentrumspartei und Regierung. Berhandlungen des Reichsparteivorstandes. Der Bonftand der 3entrumspartei befaßte fich am Sonnabend und Sonntag mit der politischen Lage. An der Debatte beteiligten fich vor allem die Abgeordneten Stegerwald und Birth. Im Mittelpunkt der Auseinandersehungen stand bie Frage, pb es angebracht ift, im Verhältnis zu der gegenwärtigen Regierung feftere Bindungen einzugehen oder nicht. Man entschied fich für die Große Koalition, und zwar unter bestimmten Boraussetzungen, über die im einzelnen noch nichts Näheres verlautet. Lettische Parlamentswahl. Verschiebungen zwischen den Arbeiterparteien. Riga, 8. Oftober. wie das auch vorher bereits im Finanzministerium erfolgen muß. Ich fürchte teine Desavonierung, wenn ich heute sage: der Reichs tag wird sich mit einem Antrage der sozialdemokratischen Fraktion Die Barlamentswahlen am Sonntag find bei großer Wahl. befaffen müffen, der furz und bündig lautet: Der Bau des Banzerbeteiligung ruhig verlaufen. Die Sozialdemokratie hat in den Städten zahlreiche Stimmen an die Kommunisten verloren, dagegen auf dem Lande verhältnismäßig start gewonnen. Die nab. hängigen Sozialisten erlitten. eine vollkommene. Niederlage; auch die Nationalsozialisten" wurden vernichtend geschlagen. Die Demotraten verloren perhältnismäßig piel Stimmen, durch die zahlreich Die Deutsch bürgerlichen auftretenden Splittergruppen. haben in der Stadt Riga drei Mandate errungen, in ganz Lettland merben es voraussichtlich fechs sein, was einen schönen Erfolg beDanebeit muß unser Kampf um die Demokratisierung der Reichswehr fortgesetzt werden. Aber selbst bei einer durch geführten Demokratisierung und Republitanisierung der Reichswehr mitarbeitern in der Regierung verbleibt.( Sehr richtig!) it notwendig, daß die Kontrolle darüber bei den parteigenössischen Kurz streifte Genosse Wels dann das Baltsbegehren der Kommunistischen Partei. Unter Beifall erklärte Wels, daß die Kommunisten nur start sind, menn fie fich auf die Sozialdemokratie ftüßen tönnen. Das muß für die Haltung unserer Genoffen zurzeit des Baltsbegehrens bestimmenb. fein! deutet. Der„ gewerbliche Mittelstand". Und seine sozialpolitische Einstellung. Man schreibt uns: Keinem aufmerksamen Beobachter des wirt schaftlichen und politischen Lebens wird die Tatsache enigangen sein, daß es faum einem zweiten Stande in dem Maße gelungen ist, die Gesetzgebungsfaktoren für die eigenen wirtschaftlichen Interessen so zu gewinnen wie dem sogenannten gewerblichen Mittelstand. Die bürgerlichen Parteien, von den Deutschnationalen bis zu den Demofraten, haben von jeher den Wünschen des Handwarts und Gewerbes Gehör geschenkt und das getan, was ihre auf alle Lager verteilten Vertreter unter dem Deckmantel der Mittelstandspclitif" fordern und flug zu begründen verstanden. Als ein typisches Beispiel aus der sozialen Gesetzgebung der legten Zeit möge nur die im§ 17, III, 3 des Arbeitsgerichtsgesetzes ( AGG.) als zwingende Vorschrift getroffene Einrichtung der Hand= wertsgerichte und die der Innungsschiedsgerichte des§ 111, 2 AGG. erwähnt werden. Es muß den Handwerkervertretern der bürgerlichen Parteien des Reichstages der Neid lassen, daß sie damit etwas erreicht haben, was selbst der Schwerindustrie nicht geglückt ist( Berggewerbegerichte). Der Grundsaz des Arbeitsgerichts geseges, außer den Seemannsämtern, für derer Beibehaltung wohl auch ein erhebliches Interesse der Arbeitnehr er gesprochen hat, mit den Sondergerichten entsprechend dem Zu unserer Zeit nach Vereinfachung und Vereinheitlichung der Rechtspflege aufzuräumen und sie in den Arbeitsgerichtsbehörden aufgehen zu lassen, ist durch das Handwerk durchkreuzt worden. Nun sollte man annehmen, daß der gewerbliche Mittelstand" folches Entgegenkommen zu danken gewillt wäre durch eine positive Mitarbeit am Ausbau unserer Sozialpolitik und vor allem durch Beeinflussung seiner Mitglieder zum Handeln im Sinne der bestehenden Sozialgejezze. Die praktischen Erfahrungen haben leider das Gegenteil gelehrt. Jeder, der einmal Gelegenheit gehabt hat, die Rechtsstreitigkeiten vor den Arbeitsgerichten daraufhin zu prüfen, welchem Lager der Beklagte-( Arbeitgeber als Kläger sind bekannt lich eine Seltenheit) entstammt, wird feststellen müssen, daß das Hauptgros der gewerbliche Mittelstand", Handel, Gewerbe und Handwerk, stellt. Man muß daher notwendig zu dem Schluß gelangen, daß dieses Arbeitgebertum auch am häufigsten Veranlassung zu lagen gibt, also am wenigsten die an und für sich schon bescheidenen, gesetzlich garantierten Rechte der Arbeitnehmer respektiert. Es ist in der Tat erstaunlich, welche Blüten sozialer Denkungs weites mitunter zutage gefördert werden. Lehrlingsmiß handlungen mit schwerer Körperverlegung scheinen manchen biederen Handwerksmeistern als aus§ 127a Gew.D. ,, erlaub"( jedenfalls auf Rat mancher ,, Syndizi" hin), unter Schiedsspruch für den schlesischen Bergbau. Waldenburg, 8. Oktober. er= Um Montagabend um 9 Uhr ist von dem Schlichter für Schlesien, Oberpräsident a. D. Philipp, ein Schiedsspruch gefällt worden. Der Schiedsspruch sieht ab 1. Oktober 1928 eine Erhöhung fämtlicher Tariflöhne um 8 Pro3. vor. Die bisherigen Gedinge- und Leistungszulagen find in absoluter Höhe weiter zu zahlen. Feststehende Stüdaftorde erhöhen sich in dem gleichen prozentualen Berhältnis. Außerdem find für die jugendlichen Arbeiter vom 14. bis zum 21. Lebensjahre besondere Erhöhungen vorgesehen. Ferner ist in dem Schiedsspruch eine weitere Erhöhung für die kofereiarbeiter festgelegt worden. Die Zulage für Arbeiten an nafsen Betriebspunkten und in frodenen Schichten wird verdoppelt. Die Grenze für volljährige Arbeiter war bisher das 24. Lebensjahr; sie ist in dem Schiedsspruch auf das 21. Lebensjahr festgesetzt worden. Das bedeutet, daß der betr. Arbeiter von diesem Zeitpunkt an den Bollarbeiterlohn erhält. Die neuen Löhne sollen bis 30. September 1929 gelten. Erklärungsfrist heute, Dienstag, abend. Die Bergarbeiterverbände werden am Dienstag in Delegierten Konferenzen zu diesem Schiedsspruch Stellung nehmen. Vom Werftarbeiterstreif. tarifliche Entlohnung wird mit der wirtschaftlichen Notlage" begründet( von der man auf den Rennbahnen allerdings wenig merkt) und Einrichtungen wie Betriebsrat oder obmann sind denen, die die Revolution scheinbar verschlafen oder in ihrem Schlupfwinkel zugebracht haben, unbekannt". Dafür sind diese Herrschaften mit wichtigen Gründen" bei fristlosen Entlassungen um so schneller bei der Hand und versuchen durch ihre Vertreter" daher der§ 11 AGG.! mitunter dem Gericht klarzumachen, daß eine Scheibe Burst falsch abschneiden hierzu ein ausreichender Grund sei. In einer Zeit, da das Wort von der„ Vertrauenskrise der Justiz" gern und häufig gebraucht wird, verdient hervorgehoben zu werden, daß unsere Arbeitsgerichtsvorsitzenden im allgemeinen ein das Rechtsempfinden zufriedenstellendes Urteil finden und ihnen Weltfremdheit" nicht anhaftet. Dennoch muß einmal offen ausgesprochen werden, daß der§ 57, II AGG. da nicht mehr ange= bracht ist, wo die Rechtslage einwandfrei zu gunsten des flägerischen Anspruchs neigt. Nicht der Richter ist der befähigste, der den größten Prozentsaz Bergleiche in seiner Kammer aufzuweisen hat, sondern der, welcher sich nicht scheut, den Sozialrückständigen die ganze Strenge des Gesetzes fühlen zu lassen. Gerade die Arbeitsgerichtspraris erscheint uns als ein geeignetes Mittel, die Arbeit geberkreise des gewerblichen Mittelstandes", die sich im Verhältnis zu ihren Arbeitnehmern gern außerhalb der Rechtsord= nung stellen oder den Sinn der sozialen Gesetzgebung nicht erfaffen wollen, dazu zu erziehen, daß sie dem Arbeitnehmer die Stellung im heutigen Erwerbsleben einräumen, um die seine Führer jahrzehntelang erbittert gekämpft haben. Der # Es scheint, daß die wirtschaftliche und politische Re attion sich gerade in den Kreisen auffallend breit macht, die durch Kriegs- und Nachkriegszeit aus dem Stadium bescheidener Handwerksmäßigkeit zum Wohlstand und zur wirtschaftlichen Macht gelangt find auf Kosten der breiten Verbrauchermassen. einzelne Arbeitnehmer kann sich naturgemäß zunächst nur im Wege der Notwehr im weiteren Sinne gedacht vor Ausbeutung schützen. Die gewerkschaftlichen und politischen Organisationen der Arbeiterschaft werden aber gut fun, neben den Magnaten der Großbetriebe auch dem gewerblichen Mittelstand" ihre Aufmerksamkeit zu schenken und ihre Mitglieder anzuhalten, daß die flägliche Existenz der Werftätigen nicht noch durch die nimmersatte Profitgier jenes Mittelstandes" geschmälert wird, der allmählich einsehen lernen muß, daß die Zeit des Herr- im- Hause" und der Auspowerung der Arbeitskräfte bis zum Weißbluten der Geschichte Auspowerung der Arbeitskräfte bis zum Weißbluten der Geschichte angehört. H. K. auf 25 Broz. festgesetzt worden. Als die Gärtnereibefizer sich weigerten, diese Entscheidung anzuerkennen, wurde von den Arbeitnehmern der Klageweg beschritten. Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht Dresden erkannten die Ansprüche der Arbeiter an, da die betreffende Gärtnerei als gewerblicher Betrieb anzusehen sei. Dagegen wurde vom Unternehmerverband Revision eingelegt. Diese ist nun in der Sigung des Reihsarbeitsgerichts am 3. Oktober unter Borsiz seines Präsidenten Degg zurückgewiesen worden. In der Begründung wird betont, daß die meisten Gärtnereien gewerbliche Betriebe feien. Verbandstag der Maler. Urabstimmung über Invalidenunterstützung. Auf dem Stuttgarter Verbandstag der Male sprach im weiteren Verlauf der Verhandlungen Naphtali übe Wirtschaftliche Tagesfragen". Der Strom wirtscha heitlichen Fluß und darum sei es auch nicht möglich, daß eine b licher Entwicklung, betonte Naphtali, vollziehe sich nicht in einem e stimmte Arbeitergruppe Sonderpolitik treibe, um über die allgemei Lohngestaltung hinauszukommen. Der Gesamtrhythmusi Wirtschaftsleben müsse unter allen Umständen beachtet werden. notwendig das sei, sehe man am besten bei dem Problem der Kon junkturbeeinflussung, da Aufstieg und Niedergang in der Regel a Berufe gleichmäßig treffen. Dasselbe gilt für die engen Zusamme hänge zwischen der Sozialpolitik und der allgemeinen Wirtschaft politit, z. B. in den Rationalisierungsfragen. Als wichtigstes aftuelles Problem hob Naphtali die Endre ge lung der Reparationsfrage hervor. Diese Endregelu sei nicht nur für die Steuerfragen, sondern auch für die Problem der inneren Kapitalbildung, für den Kampf um die Lohnhöhe u von größter Bedeutung. Er schätze die Möglichkeit der Entlastun Belastung. Die nächstwichtige aktuelle Frage liege auf ft eue bei einer definitiven Regelung auf etwa ein Fünftel der jetzig politischem Gebiet. Im nächsten Jahre müsse das Rei 300 Millionen Mark mehr aufbringen für die Reparationen. frage sich, wie das steuerpolitisch am besten geschehe. Die Haup steuerreserve liege in der Alkoholbesteuerung, weiter müsse die Haus zinssteuer in gerechter Form stabilisiert und für Bauzwecke verwend werden. Im Zusammenhang mit den Steuerfragen stehe das Br blem der Einfuhr ausländischen Kapitals. Bei der Stellungnahm zu Kartellierung und Trustbildung müsse die Frage des Preisnivea gründlich aufgerollt werden. Die Bertruſtung nehme zu, daru müsse eine Kontrolle ihrer Preisfestsegungen Witwirkung von Vertretern der Gesamtarbeiterschaft stattfinde Ueber den Tageskampf hinaus gelte es, den Kampf gegen das fap talistische System als solches, d. h. gegen die monopolistische herrschung der Produktionsmittel zu führen. Die Gestaltung ein neuen sozialen Ordnung liege im Wege über die Demokrati sierung der Wirtschaft. unte Bo big Der Verbandsvorsitzende Streine behandelte eingehend Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Maler in den Internationale angeschlossenen Ländern. Er stützte sich dabei au die statistischen Erhebungen, die das Internationale Malerfekretari ländern ist die 48- Stunden- Woche tariflich festgelegt. o im verflossenen Jahre gemacht hat. In den wichtigsten Industri herrschend ist im allgemeinen das Stundenlohnsystem; nur in Däne mart besteht ein bis ins einzelne gehende Akkordtariffystem. England, in der Schweiz und in Schweden wird nicht im Atto gearbeitet. In den meisten angeschlossenen Ländern sind Ferie eingeführt an deren Erweiterung zur Zeit gearbeitet wird. 3 Ueber den Entwurf zu einer Invalidenunterstützun sprach Behrens. In der Abstimmung wurde mit 52 gegen Stimmen beschlossen, die Vorlage in ihrer jezigen Gestalt den Mi gliedern zur Urabstimmung zu unterbreiten. Bei der B ratung der Anträge zum Statut wurden die Vorschläge der Vor beratungskommission angenommen. Verbessert wurden die Bestim mungen über die Streitunterstüßung, während die An träge auf Ausbau der Erwerbslosenunterstützung abgelehnt wur den. Das neue Statut tritt am 1. Januar 1929 in Kraft. In einer einstimmig angenommenen Entschließung forder der Verbandstag weitgehende Arbeitslosenfürsorge, vermehrten Ge Diese Entscheidung ist bei dem jahrzehntelangen Streit um die fundheits- und Unfallschutz, Sicherung des Achtstundentages, geje Rechtsverhältnisse in der Gärtnerei von schwerwiegender grundsätzlichen Jugendschutz und tarifliche Regelung der Lehrlingsverhältni licher Bedeutung. Sie dürfte auch die Frage der Unterstellung der Gärtnerei unter die Gesetze über den Arbeitsschutz und die Berufsausbildung entscheidend beeinflussen. Um die Zukunft der Reichsknappschaft. In den Bergbaubezirken herrschte große Besorgnis um die versicherung der Bergleute. Sehr lebhaft wird unter den BergbauZukunft der Knappschaft, der Jahrhunderte alten Sozial angestellten die Frage erörtert, wie der Fehlbetrag, den die Angestelltenpensionstasse aufweist, abgedeckt werden joll. Die Angestelltenverbände Gd2. und Gedag fordern einen starken Rentenabbau. Auch der 3. Kongreß des AfA- Bun des hat zu der Angelegenheit Stellung genommen. Der Vorsitzende des AFA Bundes, Reichstagsabgeordneter Aufhäuser, führte dazu folgendes aus: J Der Streit der Werftarbeiter an der Wasserfante wird voraus fichtlich von längerer Dauer sein. Die Werftarbeiterschaft hat sich bereits auf eine lange Streitdauer eingestellt und ihre Wir haben uns im AfA- Bund und im Bergbauausschuß in Kampffront so fest wie möglich gefchloffen. Streikbrecher den letzten Monaten wiederholt mit den besonderen finanziellen find teine vorhanden. Die Stimmung unter der Arbeiterschaft Schwierigkeiten der Reichsfnappschaft und ihrer Anist gut. Nur die Notstandsarbeiten werden verrichtet. Insgestelltenpensionskasse beschäftigt. Wir wissen, daß die Finanznot gesamt streiten 55000 Arbeiter, davon entfallen auf hamburg 28000 und auf Riel 13000. Die Streifenden halten mit eiserner Entschlossenheit fest an ihren Forderungen: Er höhung des Stundenlohnes von 88 Pf. auf 1 M. und Verkürzung der Arbeitszeit von 52 auf 48 Stunden. Die Kommunisten glaubten den Streik für ihr Volksbegehren ausnüßen zu fönnen. Sie fielen jedoch mit ihrem Versuch, am Streif ihr Barteisüppchen zu tochen, bei den Werftarbeitern glatt ab. Sie hatten zu deutlich durchblicken lassen, daß für sie nicht die wirtschaftlichen und sozialen Belange der Kern des Kampfes find. Im übrigen hat die Thälmann- Bittorf Affäre gerade unter der Werftarbeiterschaft großes Aufsehen erregt und die Kommunisten um jeden Kredit gebracht. Die Scefchiffsarbeiterschaft ist gut organisiert. Organisation läßt sich in ihren Maßnahmen nicht von den Kommunisten beeinflussen. Kommunistisch angetränkelt sind vor allem die Unorganisierten. Darum auch die große Liebe der Kommunisten für diese Elemente, die immer nur ernten wollen, wo sie nicht gefät haben. Für diese Leute spielen die Kommunisten die Sachwalter. Sie fordern, daß die Gewerkschaften auch den Unorganisierten die Streifunterstützung zahlen sollen. Daß damit faktisch die Organisation totgeschlagen würde, ist den großen fommunistischen Gewerkschaftsstrategen natürlich völlig schnuppe, nicht schnuppe aber den Werjarbeitern, die durch ihre Beiträge und ihre Opfer die Organisation aufgebaut haben. Der Gärtner ist kein Bauer. Eine wichtige Entscheidung des Reichsarbeitsgerichts. Die Bestrebungen des Reichsverbandes der deutschen Gartenbaubetriebe, der Organisation der Gärtnereibefizer, ihre Betriebe als nicht gewerbliche" erklärt zu erhalten, um damit ihren Arbeitern das gewerbliche Arbeitsrecht streitig zu machen, haben durch eine grundsätzliche Entscheidung des Reihsarbeitsgerichts eine 2 b. weisung erfahren. 4 Der Unternehmerverband hatte eine Regelung der Ueber stundenbezahlung auf Grund des§ 6a der Arbeitszeitverort nung vom 14. April 1927 abgelehnt, weil die sogenannten „ Gartenbaubetriebe" feine gewerblichen, sondern landwirt. schaftliche Betriebe seien. In der Entscheidung des angerufenen fachrichm Bandesschlichters mar jobann der Ueberstundenzuschlag feineswegs als Schuld der heutigen Selbstverwaltung bezeichnet werden darf, in der die Angestellten und Arbeiter drei Fünftel der Sige haben. Deshalb fordern wir eine Reichshilfe für die Knappschaft. Die Reichshilfe foll in dieser Sonderklasse für den Bergbau, in der die Zahl der Rentner in einem ungünstigen Verhältnis steht zu der Zahl der Beitragszahler, einen Ausgleich schaffen. Es tommt auf die Zahl der Beitragszahler eine zu große 3ahl von Rentnern. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, daß die Finanznot von der Reichstnappschaft nicht verschuldet ist, daß sie vielmehr verschuldet ist durch die Inflation und durch Fehler in der Wirtschaftspolitik, die zum Teil auch die heutigen Schwierigkeiten des Bergbaus erzeugt haben. Wir sind zu dem Resultat gekommen, daß eine Sanierung der Knappschaft sehr wohl verlangt werden kann mit Unterstützung der öffentlichen Mittel. Wir stehen in Verhandlungen mit dem ADGB. und dem Bergarbeiterverband, und ich kann die Zusicherung geben, daß wir ganz beharrlich darauf hinarbeiten werden, mit öffentlichen Mitteln diesen Finanznöten abzuhelfen. Wir sind dazu um so mehr berechtigt, als auch in den Fällen, in denen ein Anspruch auf Hilfe nicht bestanden hat, gewaltige Reichsmittel bereitgestellt worden waren. Wenn man an die bekannte 700- millio nen- Spende für die Ruhrindustrie erinnert, dann muß das Reich verpflichtet sein, die Reichsknappschaft zu sanieren. Die Mittel fönnen sehr wohl aufgebracht werden, wenn eine vernünftige Steuerpolitik getrieben wird, zu der wir gern Vorschläge machen wollen." Tagung der Versicherungsangestellten. Der Zentralverband der Angestellten hatte zum 27. und 28. September seinen Reichsfachausschuß für Versicherungsangestellte nach seinem Erholungsheim Ahlbed zu einer Sigung einberufen. Diese Tagung befaßte sich neben organisatori schen Fragen auch mit der Angelegenheit der internationalen Zusammenarbeit der Versicherungsangestellten. Hierzu lag umfangreiches Material für die Notwendigkeit eines internationalen Zufammerarbeitens der Versicherungsangestellten vor. Es wurde bearüat, daß beim Internationalen Bund der Privatang ftellten in ficherungsangestellten gebildet wurde. Der Reichsfachgruppenleiter Amsterdam eine internationale agruppe der Berfonnte in feinem Geschäftsbericht auf eine erfreuliche Aufwärts. entwidlung der Reichsfachgruppe hinweisen. Der Reichsfachaus fchus nahnt auch eingehend Stellung zum Reichstarifvertrag. Eine Verlegung des Verbandssizes nach Berlin wurde abge lehnt. An Stelle des zur Volksfürsorge übertretenden seitherige Verbandsvorsitzenden Streine wurde der Bezirksleiter Bas München mit allen gegen 3 Stimmen gewählt. Damit war die Arbe des Verbandstages erledigt. Tir B B6 tm einf Der lich ein und Ube und Un Stim Ba Reda Fernip De Gesperrte Gastwirtsbetriebe. Wegen Tarifbruch und Nic benutzung des öffentlichen Arbeitsnachweises werden hierdur der Hotel, Restaurant- und Café- Angestellten gesperrt: Mitte folgende Gastwirtsbetriebe für die Mitglieder des Zentralverbande Konditorei und Café Hennings, Elfaffer Str. 96. Prenzlaue Berg: Großdestillation ,, Bözow- Bier", Inh. Hanımerschlag, Schön hauser Allee Ede Meger Straße. Often, Lichtenberg: 2 gator- Geschäfte: 1. Küstriner Plaz 10, 2. An der Wiener Brüd Bum alten Fritz", Inh. W. Wilfe, Am Hochbahnhof Osthafe Gra Stralauer Alee 48. Restaurationsbetriebe Busch, Inh. Bus haft 1. Frankfurter Allee 268, 2. Frankfurter Allee 299 Ede Samariter Teile straße. Palais des Ostens, Inh. Pfeilstifter, Warschauer Str. 34/35 Böhmisches Brauhaus, Inh. Liebing, Landsberger Allee 11/13 troffe Alte Taverne, Inhaber Schröder, Alt- Stralou. Achtung, AEG.- Brunnenstraße! Am Mittwoch, dem 10. Oktober, 15 Uhr, bei Carus, Boltaftr. 19, wichtige Fraktionsversammlung der SPD. Genossen. Tagesordnung wird in der Bersammlung bekannte gegeben. Erscheinen aller Genossen Pflicht. Der Fraktionsvorstand. Freie Gewerkschafts- Jugend Groß: Berli Ed $ Die feftge lehen beiten der 2 bis 7 burch Heute, Dienstag, 19% Uhr, tagen die Gruppen: Landsberger Bla Gruppenheim Jugendheim Dieftelmenerstr. 5. Bir besuchen die Grup Don Frankfurter Dee. Frankfurter Allee: Städt. Jugendheim Litau in er Straße 18, Rimmer 2. Vortrag: Der Hamburger Gewerffchaftstongreß u feine Berhandlungen." Sumboldt: Gruppenheimt Jugendheim Graun, Biele gefeßes." Lorgingstraße. Lefeabend:„ Ernstes und Heiteres aus der Seit des Cozialisten fahrt Treptow: Gruppenheim Schule Wildenbruchstr. 53-54( Sortzimmer Borttag: Stätten gewerkschaftlicher Bildungsarbeit." Südosten: Jugen artige heim des Verkehrsbundes, Engelufer 24-25, Aufgang B, part. Wir beteilig uns an der Veranstaltung des Berkehrsbundes. Städt. Jugendheim Lindenufer 1. Literarischer Abend:„ Unter dem Sozialisten Fahri Spanbau: Gruppenheim mögli gefeß." Reu- Lichtenberg: Jugendheim Sauff, an der Leffingstraße( Spor plag). Literarischer Abend: Die Rinderarbeit im Epiegel der Zeit." Gafurzu freis: 3m Zimmer 7a der" Jugendzentrale, Engelufer 24-25, 1 r., Kreis also mädchenabend. Bord pro Sewertschaftsbewegung: Friedr. Ekkorn: Feuilleton: Dr. John Schilowski: Lotale erwie Berantwortlich für Politik: Dr. Curt Geyer; Wirtschaft: G. Klingelhöfe Berlag: Borwärts.Berlag G. m. b. S., Berlin. and Sonstiges: Fris Rarstäbt: Anzeigen: Tb. Glode; fämtlich in Berlin Fluge und Berlagsanstalt Baul Ginger Co., Berlin SW 68. Lindenstraße Drud: Borwärts.Buchbruder ichied Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltung und Biffen". Das feine CocosSpeise fett PALMIN Nur echt mit dem Namenszug Drychlinck Stimm das find Luftf bejd 015 Ginm Die fchiffe nauig des fteher haber