Nr. 296. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Jufertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Geschäftsvertheilung der Gerichte = Donnerstag, den 19. Dezember 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. müht war, die Strafgerichte in bestimmter Art zusammen-[ kann um so weniger die Annahme des Vorschlags zusehen. Deshalb ist nicht ohne Widerstand von manchen empfehlen, als der Ober- Landesgerichts- Präsident diese KenntSeiten in das Gerichtsverfassungs- Gesetz die Anordnung niß nicht oder nur zum theil erlangt. Dazu kommt, daß aufgenommen worden, daß die Vertheilung der Geschäfte die Motive der Regierungsvorlage die Zivilgerichtsbarkeit innerhalb eines Gerichts durch das Präsidium des Land- nicht berücksichtigen, sondern im Interesse der Strafrechtsgerichts bezw. Ober- Landesgerichts oder Reichsgerichts er- pflege die Aenderung befürworten. Daß in diesent Interesse folge und daß das Präsidium aus dem Präsidenten des gerade eine Kontrolle durch den Ober- Landesgerichts Präfi Gerichts und( beim Landgericht) der Direktoren und des denten wünschenswerth ist, bezweifeln wir. Andere Faktoren, ältesten Richters besteht. z. B. die Anwaltschaft und die Presse pflegen hier besser orientirt zu sein, wenn wir auch wissen, daß keine Aussicht vorhanden ist, diesen einen Einfluß auf die Geschäftsvertheilung zu geben. Großbritannien in der Novelle zur Strafprozeß- Ordnung. Dem Reichstage ist ein neuer Gesetzentwurf betreffend Abänderung des Gerichtsverfassungs- Gesetzes und der Strafprozeß- Ordnung zugegangen. Wie unseren Lesern erinner lich, hatte die Reichsregierung im vorigen Jahre dem Reichstage bereits einen Gesezentwurf betr. die Abänderung Wir können nun diese Vorschrift auch nicht als die dieser beiden Gesetze vorgelegt, der in der Presse und im beste Lösung der Frage bezeichnen. Namentlich bei den Reichstage eine wenig günstige Aufnahme fand. Der Entwurf kleineren Gerichten beschränkt sich das Präsidium hiernach auf blieb in der Kommissionsberathung ftecken; die Kommission hatte wenige Personen. Die Thatsache ferner, daß die Austellung der aber schon eine Anzahl erheblicher Abänderungen nicht blos des Direktoren in der Macht der Justizverwaltung liegt, sowie Entwurfs, sondern auch der Gesetze selbst in Punkten be- daß der Einfluß des Präsidenten bei den Berathungen schlossen, auf welche der Entwurf nicht eingegangen war. des Präsidii jedenfalls von crheblichen Einfluß ist und und die Vereinigten Staaten. Soweit wir übersehen können, hat der neue Entwurf endlich daß die Abstimmung mündlich vor sich geht oder in einzelnen Bestimmungen die im Vorjahre allseitig geltend wenigstens vor sich gehen kann, lassen zweifellos die Eine bedenkliche Wendung nimmt der Zwist wegen der gemachten Bedenken berücksichtigt, aber nur in einzelnen Möglichkeit zu, daß diese Geschäftsvertheilung durch Venezuela und der britischen Kolonie Guyana. Da Grenzregulirung zwischen dem südamerikanischen Staate Bestimmungen. Im ganzen bleibt auch von diesem nenen Entwurf Unabhängigkeit und Zweckmäßigkeit Rechnung tragen wird. England sich auf ein Schiedsgericht nicht einlassen will, gegenüber zu sagen, daß nach ihm die Einführung der Be In letzterer Beziehung weisen wir blos darauf hin, daß droht Präsident Cleveland, die Monroe- Doktrin rufung und der Entschädigung unschuldig Verurtheilter, an größeren Gerichten nur der Direktor der betreffenden Monroe- Doktrin, wollen wir zum Verständniß der nachgegen England zur Anwendung zu bringen. Die die in der vorgeschlagenen Form durchaus nicht allen Kammer über seine Beisiger sich äußern kann, während die Monroe- Doktrin, wollen wir zum Verständniß der nachWünschen der öffentlichen Meinung entspricht, mit Opfern anderen Direktoren über deren Tüchtigkeit oder Untüchtig- folgenden Depesche vorausschicken, ist ausgesprochen in einer au den ohnedies schon schwachen Garantien erkauft werden feit gar kein Urtheil haben und vermuthlich der subjektiven im Jahre 1823 vom Präsidenten Monroe erlassenen Ersoll, die unsere gegenwärtige Strafprozeß- Ordnung und das Ansicht des Direktors werden anschließen müssen. flärung gegen die Einmischung europäischer Mächte in Gerichtsverfassungs- Gesetz im Interesse der Angeklagten und Der vorjährige Entwurf wollte nun selbst diese schwache amerikanische Streitigkeiten( damals vorzugsweise auf die zur Wahrung der Unabhängigkeit der Gerichte eingeführt Garantie der Unabhängigkeit der Richter beseitigen und die Heilige Allianz gemünzt) und gegen die Ausdehnung haben. Dies gilt insbesondere von der Vertheilung der Vertheilung der Geschäfte der Landes- Justizverwaltung zu- europäischer Kolonien auf dem amerikanischen Kontinent. Die letzte wichtige Attion der Vereinigten Staaten auf weifen. Die ziemlich einmüthige Verurtheilung dieses Die Frage der Vertheilung der Geschäfte an den Ge- Vorschlags hat jedoch zur Folge gehabt, daß erfreulicher- grund der Monroe- Doktrin bestand in der Hinausrichten insbesondere innerhalb eines Gerichts ist von jeher weise der neue Entwurf hiervon absicht und die Bestimmung Lomplimentirung der Franzosen aus Merito. Aus Washington wird nun telegraphirt: Gegenstand eifrigster Diskussion gewesen. Die Wichtigkeit der Geschäftsvertheilung dem Präsidium beläßt. Dafür wird nun telegraphirt: dieses Moments springt in die Augen, wenn wir bedenken, bringt aber die neue Vorlage eine anderweite Aenderung. Botschaft über die Venezuelafrage, der die AutPräsident Cleveland sandte heute an den Kongreß eine daß es z. B. am Landgericht I Berlin neun Strafkammern Es soll nämlich der vom Präsidium festgestellte Geschäfts- wort Lord Salisbury's auf die Note der amerikanischen Regiegiebt und daß nicht blos die Sozialdemokratie behauptet, plan sofort dem Präsidenten des Ober- Landesgerichts vor- rung beigegeben war. Präsident Cleveland sagt in der Botfür das Schicksal des Angeklagten sei es von großer Be- gelegt werden, der binnen zwei Wochen Einspruch einlegen schaft, Lord Salisbury erhebe dagegen Einspruch, daß die deutung, welcher Vorsitzender die Hauptverhandlung zu leiten kann. Auf diesen Einspruch hat das Präsidium des Ober- amerikanische Regierung in der vorliegenden Frage der Monroehabe. Ideale, wie wir und manche echt demokratische Landesgerichts zu entscheiden, ob es dem Einspruch statt Doktrin eine neue und befremdende Auslegung gebe, einer Parteien sie sich vorstellen, die Wahl der Richter durch das geben will. Dottrin, welche im allgemeinen auf den Stand der Dinge, in Bolt hat auch in den 70er Jahren, als das jetzige Gerichts- Wir erblicken in diesem Vorschlage ein Projekt, das welchem wir heutigen Tages leben und im besonderen auf die verfassungs- Gesetz berathen wurde, selbstverständlich keine wir nur bekämpfen können. Bei der kleinen Anzahl von seiner Botschaft hieran geknüpften Grörterung bezeichnet unanwendbar sei. In der in Annahme gefunden. Ober- Landesgerichts- Präsidenten ist einerseits eine Auslese Präsident Cleveland die Auslegung der Monroe- Doktrin Die Anstellung der Richter erfolgt durch die Landes- bei der Besetzung dieser Stelle durch die Verwaltung durch Amerifa als stichhaltig und gesund, als wichtig für die Justizverwaltung. Daß deshalb unter Umständen die zu leicht möglich, und dann ist es sicher bedenklich, die Sicherheit der Nation, wesentlich für die Erhaltung ihrer freien politische Stellung eines Assessors darauf einwirken kann, ohnedies starfe Machtstellung dieser hohen Beamten noch Einrichtungen und dazu bestimmt, in jeder Entwickelungsstufe wann, wo und wie er angestellt wird, ist schon Jahrzehnte durch Einräumung weiterer Befugnisse zu verstärken. Wir des nationalen Lebens Anwendung zu finden. Diese Doktrin hindurch auch von anderer als sozialdemokratischer Seite sehen auch nicht ein, wieso der Präsident des Ober- Landes- tönne nicht veralten. Sodann stellt Präsident Gleveland die Be behauptet worden. Dennoch ist bei dem Erlaß der Reichs- gerichts und dessen Präsidium besser soll beurtheilen können hauptung auf, daß die Doktrin vollkommen auf den Fall auJustizgesetze eine anderweite Einrichtung für die Anstellung als das Landgerichts- Präsidium, wer von den Mitgliedern Grenz ausdehnung von einem Gebiete Besiz wendbar sei, wo eine europäische Macht durch eine nicht zu ermöglichen gewesen. des Landgerichts für bestimmte Geschäfte sich eignet. Geschäfte. zu Dagegen ist in betracht gezogen worden, daß namentlich Die ziemlich beschränkte Kenntniß über die Leistungen ergreifen suche, das einer Republik auf be amerikanischen Festlande gehöre. Nach Ausdrucke des Bedauerns darüber, daß England Schlichtung Der Angelegenheit durch Schiedsspruch in Preußen in den 60er Jahren zur Zeit der Fehde der Richter, welche die Ober- Landesgerichte durch ihre dem zwischen Regierung und den Liberalen die Regierung be- Thätigkeit als Berufungsgericht in Zivilsachen erhalten, die 11 Clotilde. Nach einer Pause klopfte es abermals, diesmal hatte ( Nachdruck verboten.) er es deutlich gehört, er rief: Serein!" Hanne, das Dienstmädchen trat ein. Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. Georgine kannte den Charakter des Majors zu genan. Er war sehr empfindlich, reizbar, und die geringste Beleidigung verletzte ihn tief. Georgine hatte in den Mienen des Majors gelesen: er war beleidigt. Seine Verwandten durfte niemand verdächtigen. Man durfte ihm nichts abzwingen wollen, ihm nicht das Verdienst, ein freiwilliger Wohlthäter zu sein, nehmen. Seine gute Laune war verscherzt. Wie Georgine daran dachte, daß dies für immer möglich wäre, durchzuckte sie es n Hier, Herr Major, ist ein Glas warmes Wasser," sagte sie und stellte das Glas auf einen Tisch, der neben dem Toilettenspiegl stand. „ Das ist schön. Ich danken Ihnen. Haben Sie einen Augenblick Zeit?" fragte der Major, erst jetzt vom Schreiben aufblickend. Gewiß, Herr Major." Dann warten Sie bis ich diesen Brief vollendet, Sie fönnen ihn dann mitnehmen und ihn sobald als möglich in den Briefkasten stecken." Thun Sie es ja, wenn es Ihnen geboten wird. Mancher schon, der es versäumte zuzugreifen, hat dies später bitter bereut." " " E3 kostet nur zu viel Geld." So. Wer ist denn der Glückliche, der ein so propperes Mädchen heimführen will?" " Unser Hausdiener." " Der Friedrich?" " Ja. Er ist jetzt als Bogenglätter, eigentlich Satiniver angestellt, und wir denken später hier den Hausmannsposten zu übernehmen." " Nun, da könnt Ihr ja getrost heirathen." " Wir sind auch schon dabei, tüchtig zu sparen." So. " Seine Güte und Freigebigkeit grenzte fast an Verschwendung, wenn man ihn selbst walten ließ; verlangte„ Sehr gern, Herr Major." Hanne suchte jede Gelegen man aber etwas von ihm, oder wollte ihm vorschreiben zu heit auf, dem Major hilfreich zu sein, denn er gab sehr Adresse an Signor Balavi" noch unterstreichend und dann Also hier ist der Brief, sagte der Major, die geben, dann wurde er aufsässig, geizig und hart. gute Trinkgelder und suchte jede Gefälligkeit reichlich aus- Adresse ablöschend. Und hier er griff in seine Raffette da Sie zugleichen. beide beim Sparen sind, nehmen Sie diese Sparbüchse, er zeigte ihr ein Perlmutterportemonnaie, und da ich zu Ihrer Hochzeit wohl nicht kommen kann, so nehmen Sie auch von mir eine Beisteuer zu Ihrem SparPfennig." Er legte zwei Goldstücke in das Portemonnaie und überreichte es der sprachlos dastehenden Hanne. " " Ich habe nur noch das Kouvert fertigzumachen." wie ein Stich. Sie sagte sich selbst mir wird es heute" Soll ich auch das Licht anstecken zum siegeln?" fragte nicht gelingen, Geld von ihm zu erlangen, denn er weiß, Hanne sehr dienstbereit. daß ich es für meinen Mann, den er nicht leiden kann, Meinetwegen. Sie schreiben wohl auch und siegeln erbitte. Und gerade mein Mann braucht es heute so nöthig. gewiß Liebesbriefe!" bemerkte der Major, den Briefbogen Und gerade heute ist die Gelegenheit günstig. Soll diese haltend und den Brief an seine Schwester dazu legend. Quelle für immer versiegen, nun so fließe sie noch ein Ach nein." Endlich faßte sie sich und sagte voll Rührung und letztes Mal reichlich. Georginen's Auge blißte unheimlich Brennt es bei Ihnen nicht?" Freude: Herr Major, wie sind Sie gut!" Sie faßte nach auf. Ihr Entschluß schien gefaßt, doch zuvor mußte sie doch, jetzt fängt es an zu brennen, hier ist das der Haud des Majors, er reichte sie ihr frendig und Hanne stammelte:„ Ich danke Jhuen!" Hanne erwarten, um sie zu entfernen. Georgine ging hinaus. Warum blieb aber Hanne so lange im Zimmer des Majors? Weshalb hatte sie das Glas Wasser nicht blos abgegeben? Woher kam ihr längeres Verweilen? Wir versehen uns zurück zu dem Momente, wo der Major sich hinfeßte, um an Palavi zu schreiben. Klopfte es nicht an seiner Thür? Nein, er hatte sich verhört. Licht." " Ich meine in Ihrem Herzen." " Ach ja, also Sie wissen es auch schon?" brachte Hanne verschämt hervor. " Ich wüßte es schon? Nein. Daß die Verliebten doch immer denken, die ganze Welt wisse um ihr Glück." Nun, daß Sie verliebt sind, sehe ich Ihnen jetzt an." " Ich soll sogar heirathen." Eine ihrer Thränen rollte auf des Majors Hand. Freuen Sie sich und heirathen Sie. Wenn Sie ver heirathet sind, werden Sie glücklich! Doch nun besorgen Sie meinen Brief. Sagen Sie, ich lasse mich als frank entschuldigen." Hanne warf ihm noch einen freudestrahlenden dankbaren Blick zu, wischte sich die Augen und ging. blehne, bemerkt Präsident Cleveland, es bleibe nichts noch zurück. Der " Man wird sich früher oder später davon überzeugen, welche begonnen hat, wird trotz aller Polizei- Hindernisse übrig, als die gegebene Lage anzunehmen und entsprechend daß gegen die Sozialdemokratie mit jurinischen oder sozial eine imposante sein. zu handeln. Der Streit habe ein Stadium erreicht, welches es politischen Waffen allein nicht erfolgreich zu kämpfen, sondern Nicht alle Verschwörer sind übrigens schweigsam. den Vereinigten Staaten zur Pflicht mache, Schritte zu ergreifen, daß wirkliches Krieg führen unvermeidlich ist. um festzustellen, was die wirkliche Grenze zwischen Venezuela und sozialdemokratischen Gefahr gegenüber befinden sich Staat und Einer, den wir am Karlchen- Miesnick- Stil und der Britisch- Guyana ist. Der Präsident schlägt daher vor, daß der Gesellschaft im Zustande der Nothwehr und diese hat hohlen Ruhmredigkeit erkennen, schreibt sich und seinen Kongreß eine entsprechende Summe für die Koften einer Kommiffion selbst in unserm jetzigen Strafgesetze einen weiten Spiel- Mitvers chwörern in der Leipziger Zeitung" geräuschvolle Er beklagt, daß die kurzsichtige Welt das bewillige, welche die erforderliche Untersuchung vornehmen raum. Wer in der Nothwehr zur Waffe greift, kann nicht Reklame. und mit möglichst geringem Verzug über die Angelegenheit Bericht fragen, ob seine Handlung ein Aft der Gerechtigkeit ist; fein wichtigste Ereigniß der letzten Wochen"-nämlich den erstatten solle. Wenn dieser Bericht erfolgt sein wird, fährt die Bedürfniß und sein Recht ist eben, sich zu vertheidigen. Man sächsischen Landtags- Vorstoß gegen das Landtags- Wahlrecht Botschaft fort, wird es die Pflicht der Vereinigten Staaten sein, hat uns oft vorgeworfen, daß wir zur Ueberwindung der nicht hinreichend gewürdigt habe, und fährt fort: mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln sich, a Is Sozialdemokratie kein anderes Mittel wüßten als Blut und Allgemach dämmert wohl hie und da einem Blatte einem vorsätzlichen Angriff auf ihre Rechte Eisen. Ja, wissen denn unsere Gegner ein anderes, das Erfolg auch bereits eine Ahnung davon, daß der sächsische Vorund Interessen, der Aneignung irgend verspricht? Dann würde es doch ihre Pflicht und Schuldigkeit gang nicht ohne Rückwirkung auf das Reich welcher Landstrecken durch Großbritannien zu sein, es öffentlich mitzutheilen. Bisher warten wir vergebens bleiben werde. Auch im Reichstage liegt ja ein Antrag auf Aus. Während alles auf widersehen, welche wie nach vorgenommener Unter- darauf dehnung des allgemeinen Wahlrechts vor. suchung als von Rechts wegen Venezuela gehörig er= Und wenn die Sozialdemokratie durch neue Beschränkung dieses unheilvollen Wahlsystems drängt, und jeder fennen mögen. Ich bin mir wohl der vollen Verantwortlich Maßregeln nach Art des Sozialistengesezes Tag von der Unfruchtbarkeit der parlamentarischen Arbeit unter keit bewußt, welche ich übernehme, indem ich diese Vorschläge zur Verzweiflung" getrieben würde und zu der Herrschaft dieses Wahlrechtes neue Proben ablegt, ist den mache und ftelle mir flar alle etwaigen Ronsequenzen einem gewaltsamen Angriff auf Staat und Herren Radikalen des Reichstags, genau wie den sozialdemokra vor Augen. Obwohl anzuerkennen ist, daß es ein schmerzlicher Gesellschaft sich hinreißen ließe, so wären zwar fischen Abgeordneten Sachsens, das allgemeine Wahlrecht noch Gedanke ist, die zwei großen englisch sprechenden Völker sich als die Opfer der Abwehr dieses Angriffes sicher nicht allgemein genug; es soll durch Herabsehung des Wahlandere denn als freundschaftliche Rivalen auf dem Wege des lich zu bedauern, aber wenn danach die Sozial- mündigkeitsalters noch weiter verallgemeinert werden. Wie wäre Fortschrittes und des Friedens vorzustellen, so ist doch kein Un- de motratie an der Ausführbarkeit ihrer Uto es, wenn auch im Reich stage dieser Stoß mit einem glück demjenigen gleich, welches aus unthätiger Unterwerfung pien schließlich verzweifelte, so würde das Gegenstoß beantwortet würde? Wäre er vorläufig auch unter Unbill und Ungerechtigkeit hervorgeht, nämlich dem Ber doch nur ein Vortheil für das Deutsche Reich erfolglos, so tönnte er als fräftiges, die Gewiffen schärfendes lufte der nationalen Ehre." sein und jedes Ausnahmegesek, das zu dieser Entwicklung bei Bekenntniß und als verheißungsvoller Anfang, aus den jetzigen Die Sprache klingt drohend genug. Doch muß man tragen fönnte, wäre damit allein schon gerechtfertigt. Wirren herauszukommen, doch gewiß nur nüßen. Als wir diesen erwägen, daß Amerika vor einer Präsidentenwahl steht. Schließlich erklärt das Drakel noch, die Sozialdemo- Ge danten den ganzen Sommer burch variirten, - was es schon ift er außerhalb Sachfens unbeachtet geblieben, weil dort die Da pflegen die amtlichen Rundgebungen besonders schwung- fratie sei zu positivem Schaffen unfähig" Ordnungsparteien viel zu sehr mit ihren eigenen Zwistigkeiten zu voll auszufallen. Es wird denn auch weiter berichtet, die öfters verkündet hat. demokratischen Mitglieder des Kongresses( die Parteigenossen Auch der Plan, uns vor die Mündungen der thun hatten, als an solche Kleinigkeiten, wie die Wahlrechtsreform Als die zu Cleveland's) hätten einmüthig die Botschaft gebilligt, die Achtmillimeter zu treiben, ist nicht neu. republikanischen Mitglieder hielten mit ihrem Urtheil meist alte Raketenkiste noch Reichskanzler war, hatte sie schon noch aus allgemeinen Wahlen hervorgehen zu hatte Recht der Abgeordneten, etwa ein Biertet, auch fünftig diesen menschenfreundlichen Plan- vermuthlich um ihre lassen, die übrigen drei Viertel bagegen nach Der Senat überwies die Botschaft des Präsidenten Fähigkeit zu positivem Schaffen" zu beweisen. Der Plan dem Grundsatze der Berufs- und Interessen= an die Kommission für auswärtige Angelegenheiten. In gelang aber nicht die Sozialdemokratie erfüllte nicht den gliederung zu wählen. Doch um das materielle handelt es der amerikanischen Presse wird meist Cleveland's Auftreten Wunsch ihres besten Agitators und dieser ist eine alte fich jetzt nicht. Der nächste Zweck ist, daß der Stein ins Beifall gezollt. Raketentiste geworden, die erfreulicherweise uns dann und Rollen tommt. Sachsen ist in inneren Fragen Einem Telegramm aus New York zufolge hat die wann Stoff zum Lachen giebt- und das Lachen ist ja so oft der Pionier des Reiches gewesen, hoffen wir, daß es es auch diesmal sein wird. irische National Allianz ein Manifest erlassen, gesund. Der Artikel, auf welchen verwiesen wird, wurde seinerin welchem sie den Vereinigten Staaten im Falle eines Ueber die neueste Sozialistenheze in Deutschland zeit im Vorwärts" ausführlich besprochen. Es war unter Krieges mit England die Dienste von 100 000(!) Soldaten schreibt die„ New- Yorker Volkszeitung": den schamlosen Angriffen auf das allgemeine Wahlrecht anbietet. War schon wenig Grund vorhanden, von der an einer der schamlosesten. Die Mahnung, welche der Skribent So weit ist es indeß glücklicherweise noch nicht. Die geblich selbstmörderischen Tendenz innerhalb der Sozialdemokratie dem Reichstage giebt, wird nicht befolgt werden- die Vernunft wird wohl in beiden Nationen die Oberhand ge- deren Spaltung" und Auflösung zu erhoffen, so haben die Majorität des Reichstags ist für diese Umsturzbestrebungen winnen und den Ausbruch eines Krieges wegen einer neuesten Berfolgungen vollends nicht die geringste Aussicht, der Männer des„ weißen Schreckens" noch nicht reif, bazu beitragen, das geringe Maß wirklich vorhandener Noch in der gestrigen Nummer haben wir die Frage des Disharmonie in einzelnen separaten Fragen für die nächste Zeit näheren behandelt und haben es für heute nur mit dem ganz aus der Welt zu schaffen. Soweit sich übersehen läßt, Attentat der sächsischen Ordnungsparteiler zu thun. Es ist Die Times" sagt, es sei unmöglich, den Ernst der zwischen handelt es sich thatsächlich nur um einen Versuch der Anwendung so brutal, daß fogar ein Blatt wie die Dresdener NachEngland und Amerika entstandenen Schwierigkeiten sich zu ver- des preußischen Vereinsgesetzes auf gewisse Formen der sozial- richten" den geplanten Ordnungs Staatsstreich mißbilligt. hehlen. Die England zugemutheten Ronzessionen feien solcher demokratischen Partei Organisation, welche dem Buchstaben Begreifen die Attentäter denn nicht, daß zwischen dem Art, daß feine sich selbst achtende Nation sich ihnen unterwerfen jenes Gesetzes angeblich widersprechen sollen. Ein solches Bor- sächsischen Volke und mittelalterlichen Leibeigenen ein könnte. Die Monroe- Doktrin sei niemals als internationales gehen ist der Sozialdemokratie durchaus nichts Neues mehr. ist? Glauben sie, daß das sächsische Gesetz anerkannt worden. Der Vorschlag Cleveland's sei das er- E3 wurde schon vor dem Erlaß des 1878er Ausnahmegesetzes in Unterschied staunlichste, was seit Napoleon's Tagen jemals in Friedenszeiten Breußen bewerkielligt gegen die damaligen sozialistischen Or- Volt sich ruhig entmündigen läßt? Begreifen sie nicht, geleistet worden sei. Vieles sei angesichts der herannahenden ganisationen. Wenn jetzt wirklich Verstöße gegen das Vereins- daß, wenn sich auch eine Majorität findet, knechtisch und Präsidentenwahl verzeihlich; viel Zeit fönne vergehen, ehe die gesetz nachweisbar sein sollten, was noch nicht einmal ficher furzsichtig genug, einen solchen Schlag zu führen, das Volk von Cleveland empfohlene Kommission eingesetzt werde, ist, dann wissen also unsere Genossen aus den 70er Jahren sich mit Ingrimm gegen ein System erheben muß, von dem und der Bericht der Kommission werde vielleicht nicht her, wie sie sich zu verhalten haben, um sich dem Geseze formell es zu politischer Unmündigkeit verurtheilt wird? Und vor dem Uebergang der Exekutive in andere Hände anzupassen und gleichzeitig die Maßregelungen mit dem näm- glauben sie, daß der Zorn über solche Gewaltmaßregeln vorgelegt werden; was aber auch immer geschehen lichen überraschenden Erfolge agitatorisch auszunußen! möge, England müsse fest und ruhig auf seinen Rechten als unab- Man kann deshalb unseren Genossen in Deutschland zu nicht eine mächtige Bewegung hervorrufen wird, der keine hängiger Staat bestehen und, wenn nöthig, die geeigneten Maß den jüngsten Verfolgungen nur Glückwünschen Regierung auf die Dauer widerstehen kann? regeln zur Sicherung dieser Rechte treffen. Auch die liberale und zwar umso mehr, als es ihnen auch sonst nicht schaden " Daily News" schreibt, Cleveland's Botschaft sei aggressiv und tann, wenn sie aus ihrer etwas allzu optimistischen Hoffnung brohend, werde aber vermuthlich nicht ernsthaft sein. Es sei auf eine leichte und rapide Weiterentwickelung der Dinge zu unwahrscheinlich, daß Lord Salisbury sich den Vorschlägen erneuten Kraftanstrengungen emporgerüttelt werden. Cleveland's füge. Der konservative" Standard" erklärt, Cleve land's Haltung sei widerfinnig; die einzige Antwort der Eng länder darauf sei, wir lehnen es ab, uns selbst zu erniedrigen, oder eine Entscheidung der Exekutive der Vereinigten Staaten anzunehmen in einer Angelegenheit, die außerhalb ihrer Jurisdiktion liegt." = = Garaus solchen Lappalie verhindern. Vorläufig wurden allerdings ihren Zweck, der sozialistischen Bewegung den machen zu erfüllen. Sie werden im Gegentheil nur aber die Fahne wird vermuthlich entrollt auch in England durch die Cleveland'sche Botschaft heftige Gegenreden hervorgerufen. Aus den telegraphisch mit getheilten Preßstimmen theilen wir mit: " Politische Uebersicht. Berlin, 18. Dezember. Nichts gelernt und nichts vergessen. Die Kreuz Zeitung" ist glücklich zu der Entdeckung vorgedrungen, daß die Junker im Reichstag bei der Budgetdebatte eine ruhm volle Rolle gespielt haben. Das Bindterblatt hat sich auf die gleiche Höhe zeitgeschichtlicher Erkenntniß empor geschwungen, und findet, daß der Reichskanzler mit seinem famosen Bitat Liebknecht und die ganze Sozialdemokratie moralisch todtgeschlagen hat. Und das Pindter- Drakel, die alte Raketenkifte, der es mit dem moralischen Todtschlag nicht genug ist, läßt sich also vernehmen: Wie ihr langes Verweilen aufgefallen war und gedeutet wurde, haben wir schon erfahren. Es erübrigt nur hinzuzufügen, daß Hanne von der Besorgung des Briefes bald zurückkam, und von Georgine ins Verhör genommen wurde. Hanne erzählte ihr in ihrer Unschuld und Freude alles mit großer Ausführlichkeit und zeigte ihr Geschenk. Georgine hörte zu, ohne ein Wort dazu zu sagen. Sie Georgine hörte zu, ohne ein Wort dazu zu sagen. Sie schien abwesend. In ihrem Geiste baute sich aus den eben gehörten Umständen und Begebenheiten ein Plan auf. Wo das amerikanische Bruderorgan„ die allzu optimistische Hoffnung" gesehen hat, das ist uns allerdings ein Räthsel. Den Glückwunsch nehmen wir aber an. 0 " werden. Für eins find wir den Verschwörern dankbar: fie haben ihr wahres Gesicht enthüllt! Und sie haben verrathen, daß der Vorstoß" nicht blos Sachsen gilt, sondern dem ganzen deutschen Reich. Es handelt sich also nicht um eine lokale Frage ganz Deutschland ist betheiligt. Und das ganze deutsche Volt hat die sächsischen Brüder in ihrem Kampf gegen die reaktionären Umfturzparteien zu unterstützen! Ein Wunder. Vor einigen Monaten wurde uns hochoffiziös und feierlich die Hinrichtung durch Todtschweigen Die orientalische Frage hat sich jetzt in soweit geangekündigt: Der Reichs- Anzeiger" so lautete die klärt, daß die Stellung der Mächte zu einander ziemlich furchtbare Botschaft wird den Vorwärts" nicht mehr genau zu übersehen ist. Das sogenannte„ Europäische nennen. Wir wußten nicht, sollten wir uns todt lachen Konzert", von dem Lord Salisbury vor 6 Wochen sprach, oder todt grämen. Drei Monate lang hat der Reichs- war in Wirklichkeit ein heftiger Kampf zwischen der Anzeiger" Wort gehalten heute nennt er uns wieder. russischen und englischen Diplomatie - ein Kampf, bei dem Offenbar gönnt er uns nicht das Gold seines Schweigens die übrigen Mächte nur den Chor bildeten. In dieser und will als heimlicher Doppelwährungsmann uns mit dem diplomatischen Schlacht- das wird von der ministerentwertheten Silber seiner Rede abstrafen. Oder sollte der freundlichen„ Saturday Review" unumwunden zugegeben, tragikomische Systemwechsel" mit Köller's Abgang zu- ist die englische Diplomatie unterlegen. Said Bascha, sammenhängen? " den Bot der frühere Großvezir, den die Engländer persönlich für Zwar nicht tapfer, aber sehr charakteristisch für sich gewonnen hatten, konnte sich nicht am Ruder unsere Zustände, wie sie sich unterm Septemberkurs gestaltet behaupten er wurde durch die Russengestürzt und suchte, da er für haben, sind die Worte, mit welchen das freisinnige Dort- schafter Nelidoff munder Tageblatt" die Mittheilung begleitet, daß der sein Leben fürchtete, in der englischen Gesandtschaft eine Redakteur Stoffer von der demokratischen Düsseldorfer Zuflucht. Wir hatten diesen sensationellen Zwischenfall also von Anfang an ganz richtig beurtheilt. Bürgerzeitung" 311 neun Monaten Gefängniß wegen Lord Salisbury ist für die Niederlage der Engländer Majestätsbeleidigung verurtheilt worden ist. Das Blatt nicht verantwortlich zu machen. Die Konservativen unter schreibt: Wir haben keine Lust, uns auf ähnliche Weise den Ge- Lord Beaconsfield hatten in Konstantinopel nach dem letzten schäftsbetrieb stören zu lassen; also, da heutzutage kein Mensch russisch- türkischen Krieg den russischen Einfluß vollständig mehr weiß, was er fagen darf, oder was Beleidigung ist, werden ausgelöscht. Herr Gladstone aber, der bigotte Heiden- und wir vorsichtig sein. Unsere Leser werden entschuldigen, wenn Türkenfeind, hatte, sobald er wieder an die Regierung wir aus diesem Grunde die Erwähnung des regierenden deutschen fam, nichts eiligeres zu thun, als die Türfen vor Kaisers unterlassen." den Kopf zu stoßen und den Russen allen erdenk Ein Glück, daß nicht alle freisinnigen Blätter so ängstlichen Vorschub zu leisten. Lord Rosebery suchte lich sind und die meisten von ihnen doch den Muth zwar die Fehler seines Chefs", des großen alten haben, wenigstens den Hofbericht" noch abzudrucken. Mannes", wieder gut zu machen, allein es fehlte ihm Ein echter Schmok. Die„ Braunschweigische Landes- an der nöthigen Energie er schob den Karren noch mehr zeitung", jenes nationalliberale Blatt, welches sich während in den Morast, und als Lord Salisbury aus Ruder tam, des Breslauer Kongreffes die gemeine Verleumdung gegen fand er die Situation völlig verfahren. Umsonst versuchte unseren Genossen Fischer geleistet hat, richtet jetzt, angesichts er durch stürmisches Drängen die Türken zu den Reformen der Abrechnung über die für die Effener Verurtheilten ein- 3u zwingen, die sie dem russischen Einfluß entzogen hätten - er erzielte die umgekehrte Wirkung und trieb den Sultan gegangenen Gelder, die Aufforderung an die Behörden, diefelben möchten sich um die Art der Verwendung derselben ganz in die Arme der Russen. Die„ Saturday Review" erhebt gegen die Russen unGeorgine trat wieder in das Zimmer vor die Thür der ein wenig kümmern". Der Braunschweiger Volksfreund" verhüllt die Anklage, daß sie den jüngsten Aufstand in Stube, die der Major bewohnte. Sie war allein im Hause. bemerkt zu dieser nationalliberalen Schofelei: Ihr Herz klopfte hörbar. Warum zögerte sie anzuklopfen?" Das ist Schmot, wie er leibt und lebt. Geine muffige Seele Konstantinopel, ebenso wie den ähnlichen von 1876 in Szene Bäumte sich ihr Gewissen auf gegen das, was sie vor wittert bei dem Solidaritätsgefühl des deutschen Proletariats gesezt hätten, um einen Kriegsgrund zu haben wie 1876. hatte? War ihr plötzlich der Muth gesunken oder abhanden mit den Effener Verurtheilten nur das Geschäft", und er gekommen? Sie trat vor den Spiegel. Wie? Ihr sollte denuairt an die Polizei, um die unglücklichen Familienes nicht gelingen den Major, der durch Hanne schon gehörigen der Opfer der Klassenjustiz auch noch ins Armenaus zu bringen." milder gestimmt war, ganz umzustimmen und zu ge winnen? Sie schickte Hanne in die entlegene Gärtnerei Künzel's und befahl ihr:" Besorge ein Bouquet, laß es binden, warte darauf und bring es gleich mit. Sage auch dem Gärtner Künzel, das Bouquet solle dem Könige übergeben werden. Für Hanne tonnte jetzt nichts gelegener fommen, als ein Ausgang. Sie braunte vor Begierde, ihrem Friedrich, den sie jetzt nicht hatte finden können, die Neuigkeit mitzutheilen und ihm die Hochzeitsbeisteuer zu zeigen. Sie ging daher eilig fort. 7. " Die fächsischen Umstürzler, welche das LandtagsFür den Augenblick ist Ruhe, allein beide Theile bes reiten sich zur Entscheidung durch die Waffen vor. Die Russen haben in den Militärdistrikten von Kiew und Odessa 200 000 Mann stehen und die russische Schwarze- MeerFlotte wird in aller Haft auf den Kriegsfuß gebracht. Im Sie übte wieder vor dem Spiegel das so bestricke be, Wahlrecht zerstören und das sächsische Volk mundtodt Frühjahr kann also der Tanz losgehen. Und Deutschland? Die politische Weisheit, die freundliche Lächeln ein, mit dem sie oft sein Entzücken machen wollen, lieben es natürlich nicht, daß von ihrem Bismarck das„ bischen Herzegowina" in den Mund gab, zur hellen Liebesgluth augefacht hatte. Sie hatte lichtscheuen Treiben viel geredet wird und beobachten eine Der Rest ist Dunkelheit und Ueberwurf und Haube abgelegt und stand wieder da in der merkwürdige Schweigsamkeit. Sie hoffen durch diese Taktik herrscht noch immer, Fülle der Reize, die so siegreich immer gewirkt. Noch ein- das Bolt einzuschläfern, so daß, wenn der Schlag fällt, Schweigen. In dieser mal sollten sie ihr dienen, die Sehnsucht eines Verliebten tein ernsthafter Widerstand möglich ist. Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozeffe. der zur glühenden Leidenschaft zu entflammen. Sie lauschte Hoffnung aber täuschen sich die Herren Verschwörer. Gegen den bisherigen Vertrauensmann an seiner Thür. ( Fortsetzung folgt.) Die sächsischen Arbeiter sind wach und die Protestbewegung, Brauer, Albin Graichen, fand am 12. Dez. Vers D handlung vor dem Landgericht Zittau statt. Der Staatsanwalt abgegebenen Stimmen gewählt. Amtsrichter Schlutius.Bernkastel| siveren Pflege des Unterrichts, namentlich des beantragte nach Feststellung der persönlichen Verhältnisse des( 3entr.) erhielt 2 und Pfarrer Hachenberg- Holtenbach( Rp.) eine Religionsunterrichts, gefunden werden!" Angeklagten Ausschluß der Deffentlichkeit, welchem Antrage der Stimme. Gerichtshof sofort entsprach. Nach 2 Stunden wurde der " * * Deutsches Reich. tommen. = Frankreich. Dresden, 17. Dezember. Eig. Bericht.( Sächsischer LandParis, 15. Dezember.( Eig. Bericht.) Die Sozialiste n Zutritt wieder gestattet. Halb zwölf Uhr verkündete der Vor- tag.) Die sozialdemokratische Fraktion brachte in der heutigen figende: Die Verhandlung wird vertagt auf Freitag, den 20. Sigung der zweiten Kammer eine Interpellation ein, die und das Budget. Vom Trarieur'schen Gesezsich das Verbot von zwei Volks- Versamm entwurf. 3ur Affaire Arton. Wie den Lesern bereits d. M. Als Zeuge wird noch der Wirth vom„ Deutschen Krug" tungen wendet, in denen der Abg. Geyer am 14. und 15. De- bekannt sein dürfte, hat die Kammer das Gesammtbudget für geladen. Weitere Zeugen vorzuladen, bleibt dem Staatsanzember über Die fartellparteilichen Angriffe 1896 mit 449 gegen 58 Stimmen votirt. Che jedoch die Abwalt vorbehalten." Gleich darauf wurde Graichen abgeführt, auf das Landtags- Wahlrecht" referiren sollte. Diese Stimmung erfolgte, hatte Genoffe Vaillant das Wort ergriffen, feine anwesende Frau konnte ihm nur einen stummen Gruß Versammlungen sollten in Gesau bei Glauchau und in um die Gründe anzugeben, warum die Sozialisten dieses Budget senden, mit ihm zu sprechen, wurde nicht erlaubt. In der Hohenstein Ernstthal stattfinden. Das Verbot ebensowenig votiren können, wie sie die früheren votirt haben. heutigen Verhandlung wurden 5 Zeugen vernommen. wurde von der Amtshauptmannschaft zu Glauchau Er führte dabei im wesentlichen aus: Welches immer die ReDas Landgericht Baußen hatte am 27. August den ausgesprochen und stüßt sich auf§ 5 des Vereins gierung und wie fortgeschritten sie auch sei, so sei sie unter den Maurer Ernst Bläsche wegen Beleidigung des Königs und Versammlungsgesetzes, nach welchem Versammlungen, gegenwärtigen Verhältnissen doch nichts anderes als die Agentin von Sachsen und des Kaisers zu einer Gesammtstrafe von deren 3wed es ist, Gesezesübertretungen oder der kapitalistischen Klasse, deren politische und gesellschaftliche 9 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Revision unfittliche Handlungen zu begehen, dazu auf Privilegien aufrecht zu erhalten sie zum Zwecke hat. So lange nun die Regierung der Ausdruck der kapitalistischen und reatdes Angeklagten wurde vom Reichsgericht verworfen. verboten find." Gine wahre Perle des" Juwels"- wie tionären Ordnung, ihr Budget somit blos die mehr oder minder zufordern oder doch dazu geneigt au machen, Wegen Majestätsbeleidigung in drei Fällen war vom der Minister des Innern das Gesez genannt hat dieser getreue Uebersetzung eines Zustandes der Dinge ist, den die Landgerichte Halberstadt am 21. August der Tischler Paragraph! Sozialisten beseitigen und durch das Regime der thatsächlichen Paul Konstantin Foltis zu einer längeren Ge- Wahrscheinlich sieht es die Amtshauptmannschaft als eine Gleichheit und Solidarität der sozialistischen Republit ersetzen fängnißftrafe verurtheilt worden. Bemerkenswerth ist, daß unfittliche Handlung an, wenn die betreffenden Versammlungen wollen; so lange die Regierung nicht diese Umgestaltung die Delikte bereits im Jahre 1893 begangen, aber erst in gegen das elendeste aller Wahlsysteme", wie es die Kartell zum Zwecke haben wird, müssen und werden die Sozialisten gegen diesem Jahre angezeigt worden sind. Auf die Revision brüder für die Landtagswahl wünschen, protestirt hätten. Das Budget stimmen. Hiermit ſei aber durchaus nicht gefagt, des Angeklagten hob das Reichsgericht das Urtheil und wie leicht ließe sich das„ elendeste aller Wahlsysteme" im daß die Sozialisten nicht inzwischen alle möglichen Verbesserungen in der Hauptsache auf und verwies die Sache an das Landtage durchdrücken, denkt man, wenn die Sozialdemokratie zu erreichen bestrebt sein werden. So haben sie bisher und verhindert wird, in öffentlichen Versammlungen die heimtückischen werden auch fürderhin Reformen, betreffend den Schutz der Landgericht zurück. Streiche der Reaktion zu kennzeichnen! Arbeit, die Emanzipation der Arbeiter, die Entwickelung der Die Interpellation wird am 18. d. M. zur Verhandlung individuellen und öffentlichen Freiheit sowie den Ausbau der republikanischen Institutionen vorschlagen. Ueberdies hatten sie -Der Zuckersteuer Entwurf erfreut sich be- Weiter brachten die Sozialdemokraten einen Antrag ein, auch Ersparnisse: Die Abschaffung des Kultusbudgets, die Begeisterter Zustimmung der Zuckerfabrikanten. Ohne Ausnahme feit und unentgeltliche Berabreichung der Lehr- postens beim Vatikan, mit einem Worte Maßnahmen verlangt, geisterter Zustimmung der Zuckerfabrikanten. Ohne Ausnahme der die Aufhebung des Schulgeldes, Ginheitlich feitigung der Geheimfonds, die Aufhebung des Gesandtschaftshaben dieselben dem Gefeßentwurfe in feinen Grundzügen zu bücher fordert. gestimmt oder wenigstens, wie der Ostdeutsche Verein, das VorDiese Maßnahmen gehen der Regierung, die Nothlage der deutschen Zuckerindustrie der ersten Kammer. Bemerkenswerth ist eine Erklärung des Finanzministers in Einrichtungen beschleunigen helfen sollen. Seit der Etatsdebatte in der wurden jedoch zurückgewiesen, was allein schon ihr Verhalten rechtdurch ein neues Steuergesetz zu mildern, mit Genugthuung zweiten Rammer hätten sich die Finanzverhältnisse verändert, fertigen würde. Dazu komme aber noch, daß sie einen neuen Zustand begrüßt. Dagegen ist die Stimmung der Konsumenten, also der Masse mehr zu erwarten. Man merke: bie Gtatsdebatte in der zweiten Verwaltungsrechnung einer Regierung sei, die das Mandat hat, es wären ein paar Millionen Mark Ueberschüsse der Dinge wollen und daß das Budget nichts anderes als die des Volkes, dem Entwurfe gegenüber durchaus ablehnend. Dies Kammer fand vor einem Monat statt. Ein merkwürdiges Er- den gegenwärtigen Zustand der Dinge aufrecht zu er= geht schon aus den Debatten des bayerischen Landtages hervor geht schon aus den Debatten des bayerischen Landtages hervorgebniß und aus der Thatsache, daß die badische Regierung sich scheut, gebniß der guten und weisen Finanzpolitit" der sächsischen Re- halten und den Herrschaftsantritt des Sozialismus zu verhindern. und aus der Thatsache, daß die badische Regierung sich scheut, gierung. Und da will man noch von einer„ unberechtigten Ohne auf die Regierungsunterschiede zu achten, die das Wesen ihre Stellung über den Zuckersteuer Entwurf im Landtage zu Kritik" reden, wenn die sozialdemokratischen Abgeordneten eine der Dinge nicht ändern, werden er und seine Freunde darum präzisiren. Ein dahingehender Wunsch wurde in einer Interpellation der demokratischen Fraktion in der Kammer ausge- gesündere Finanzpolitik für den fächsischen Staats- gegen das Budget stimmen. Das ist denn auch geschehen. Haushalt fordern. Der Abg. Stolle. Gefau zapfte bereits bei Ministerpräsident Bourgeois hat sich jüngst in Be sprochen. der gestrigen Debatte über Eisenbahn- Bauten den Finanzminister gleitung des Justizministers Ricard und Arbeitsministers Etwas für die Innungsfreunde. Um die in dieser Frage an, der auch zugab, daß ein paar Millionen" Guyot- Deffaigne in die Senatskommission begeben, welcher der Rechte einer Zwangsinnung zu genießen, empfahl der Kauf mehr herausspringen, als ursprünglich angenommen war. Die famose Trarieur'sche Gefeßentwurf betreffend das mann J., welcher in Kiel eine Schlächterei erworben hatte und Erklärung für seinen Ferthum wird er später geben müssen. Koalitionsrecht der Eisenbahn- und Arsenal. als solcher feine Lehrlinge halten durfte, seinem Geschäftsarbeiter zur Berathung überwiesen war, und gab ihr zu verführer D. die Ablegung der Meisterprüfung. Die Junungsmeister München, 17. Dezember.( Eigener Bericht.) Die Berathung stehen, daß es der gegenwärtigen Regierung durchaus nicht nach nahmen den Pseudomeister D. auch in ihre Junung auf, doch des gestern bereits telegraphirten Antrages unserer Genossen den Lorbeeren ihrer Borgänger gelüfte und der Entwurf darum hatte D. von dieser Ehrenbezeugung nur wenig Nußen, da sein betr. Aufhebung der Frachtfreiheit des Hofes ad acta zu legen fei. Dieser wiederholt im Vorwärts" besprochene Chef inzwischen das Geschäft wieder verkauft hatte. Gine vor auf den bayerischen Staats- Eisenbahnen sette Entwurf, der alle Theilnehmer an einem Eisenbahn- oder dem Gewerbegericht erledigte Lohnforderung deckte vorstehendes eine recht animirte Debatte ab. Genosse Fr. Jos. Ehrhart Arsenalarbeiter Streit mit einer mehrmonatlichen und die. Verhältniß auf und dürfte in Deutschland nicht vereinzelt führt in seiner Begründung an, daß eine Notiz der gewiß Führer oder Urheber" mit einer mehrjährigen Gefängnißstrafe dastehen ein Zeichen, welchen Werth die Innungen haben, da sie monarchischen Neuesten Nachrichten" vom 26. Movember die belegt, wurde seinerzeit werden ja bei allen gegen die Arbeiter dem Kapital in irgend einer Form doch unterliegen. Anregung zu dem vorliegenden Antrag gegeben habe. begangenen oder im Schilde geführten Schurkereien der Ausbenter-Antisemiten und Konservative. Die„ Anti. Alle möglichen Artikel und Materialien des Hofes werden frachtfrei flaffe stets höhere Interessen" vorgeschützt der befördert. Wenn man auf die Postfreiheit exemplifizire, so sei Ausfluß reinsten patriotischen Gefühle bezeichnet. semitische Korrespondenz" macht in einem Streit mit der Kreuz das eine sonderbare Beweisführung; mit demselben Rechte könne Es handelte sich dabei ganz einfach um die„ Sicherung Zeitung" die Konservativen darauf aufmerksam, daß die von einer Hofbräu- Freiheit oder Weingut Freiheit geredet der nationalen Bertheidigung." Kein Wunder darum, daß die Wahlkreise feiner Partei fo leicht für die werden. In anderen monarchischen Staaten, wie Preußen, tapitalistische Presse von diesem Schritte der Regierung nichts Antisemiten zu erobern sind, als die der Konservativen". Gehr richtig! Die Konservativen haben den England, Desterreich, bestehe diese Einrichtung nicht, und von weniger als erbaut ist und nun diefelben elenden Gründe Antisemiten so wacker vorgearbeitet mit ihrem Tivoli- Programm, dem Rechtsgefühl der Parteien erwarte er, daß ste für den Pardon!" höheren Interessen" neuerdings für den TrarieuxAntrag stimmen. Der Minister des Aeußeren und des fönigl. fchen Entwurf ins Feld führt. So meint der" Temps", daß die daß es den Leuten von der schärferen Tonart in der agrarischen Hauses, v. Grailsheim, fühlt sich bemüßigt, den Antrag darauf Mitglieder der Regierung die Frage nicht gründlich geprüft Demagogie ein leichtes sein wird, die älteren aber ungeschickteren zurückzuführen, daß die Partei, die ihn eingebracht, darauf ausgehe, haben dürften, da ihnen sonst sicherlich eine Gefahr in die Augen Brüder auszustechen. die Krone ihrer monarchischen Attribute zu entkleiden und das gesprungen wäre, die von allen kompetenten Männern erkannt - Gine sonderbare Druckfehler Berichti. Staatsoberhaupt zum Privatmann zu machen". Er appellirt an und angekündigt worden sei. Es genüge nämlich, den Text der gung'" findet sich in den Drucksachen des Reichstages. In die monarchischen Gefühle des Hauses. Dr. Razinger Gesetze zu lesen, um sich zu überzeugen, daß es absolut kein dem Autrage Nr. 29 der Drucksachen fallen die Namen:( Bbd.) kennt die diesbezüglichen Mißstände an, er stimme für den Mittel giebt, um in Friedenszeiten einen Streit der Eisenbahn" Graf v. Schlieffen- Schlieffenberg, Frhr. 3orn Antrag, ohne daß er antimonarchisch sei. Geiger( 3) meint, Arbeiter zu verhindern. Und welcher unparteiische Geist könnte v. But a ch" fort, dagegen tritt diesem Antrage die Unterschrift es handle sich um einen Eingriff in die Prärogative der Strone, es bestreiten, daß dies vom Gesichtspunkte der Mobilifirung und des Mitgliedes des Reichstages Scherre" hinzu." Ge handelt was dem Hofe nicht ausdrücklich verboten durch die Verfassung, folglich der Landesvertheidigung eine ständige und höchst ernste sich hierbei um Unterschriften zu dem erneut eingebrachten An- das sei ihm erlaubt. Ferner sprechen gegen den Antrag Gefahr sei? Ist es nicht augenscheinlich, daß eine Nation, trage Ranih und da hatte es Aufsehen erregt, daß der Name Günther( freif.) und Wiesner( Demokrat!). Genosse gierig, uns mit Krieg zu überziehen, nur die Gelegenheit eines Zorn v. Bulach darunter stand, da dieser Herr seit einiger Zeit Grillenberger fonstatirt, daß der Minister nicht als Streits zu erfassen brauchte den fie im Nothfalle durch ge= Unterstaatssekretär in Elsaß- Lothringen ist. Dann verlautete, er Verkehrsminister, sondern als Minister des tgl. Hauses gesprochen. heime Emiffäre zu provoziren versuchen würde um uns gefei gar nicht um seine Zustimmung angegangen worden; und Er habe hier keine Motive zu untersuchen, sondern den Antrag wissermaßen in ihrer Gewalt zu haben, da die Schnelligkeit der jetzt diese Druckfehler- Berichtigung! Nun sind ja die sonder materiell zn würdigen, da es sich darum handle, Ersparnisse zu Mobilisirung fatalerweise einen entschiedenen Einfluß auf den Nun, wer bei solch' barsten Druckfehler möglich, aber daß ein Setzer aus dem einen machen resp. die Einnahmen der Bahnen zu vermehren. Die Ausgang des Feldzuges haben muß?" noch so schlecht geschriebenen Namen„ Scherre" die beiden langen Ausführungen des Zentrumsredners zeigten, daß die strenger Beweisführung noch immer nicht die Frankreich be betitelten Doppelnamen herausbuchstabiren sollte, das geht denn Juristen es verstehen, die klarsten Dinge git ver drohenden Gefahren sieht, von denen es nur zu wundern ist, daß doch über Gutenberg's schwarze Kunst. Da muß doch irgend wirren und den Rechtszustand gerade auf den Kopf sie nicht schon längst hereingebrochen sind, oder wer gar wähnt, jemand die Namen unberechtigterweise in das Manuskript hinein zu stellen. Der Minister hätte unter allen Umständen genau daß der Entwurf Trarieur, dieses Leib- Advokaten der Südbahngeschrieben haben. nach Ziffern angeben müssen, wie viel der durch die Fahr gesellschaft, nur bestimmt ist, den großen Rompagnien zu dienen und Frachtfreiheit des Hofes für die Eisenbahnverwaltung ent- und ihnen die Arbeiter ganz und gar zu überliefern, der muß stehende Ausfall beträgt. Was der Minister vorbrachte, tomme rein im Einverständniß mit den ausländischen Regierungen für den Steuerzahler durchaus nicht in betracht. Nach einer handeln. Und in solchem Lichte betrachtet, grenzt das Vorgehen Replit des Ministers, der den Gegnern dieses, antimonarchischen Bourgeois scharf an Hochverrath. Wie wäre es, wenn Herr Antrages" bewegt dankt, wird die Abstimmung vorgenommen. Hébrard, der politische Leiter des Temps", in seiner Eigenschaft Sie ergiebt die Ablehnung des Antrages mit allen gegen als Senator eine derartige Anklage formulirte? die Stimmen unserer Genossen und des Abg. Dr. Razinger. " M " Ein Antrag auf Entfernung Stöcker's aus dem konservativen Parteivorstande soll von dem Elfer- Ausschuß der Partei nun wirklich beantragt werden, so wird der Schlef. 8tg." in einer Buschrift von konservativer Seite bestätigt. Der Antrag würde wohl demnächst von kompetenter Stelle veröffentlicht werden. " vom alten Schacht nur 1500 Meter ent " 3 " " als der Die Panamistenbande, die so lange als Arton, unauffindbar" Eine Lehrerin in Aschersleben war aus dem war, sich ganz schweigsam verhielt, wirbelt gegenwärtig nicht nte wegen ihrer Verheirathung entlassen worden. Sie-Württembergischer Landtag. Ein Nachtrag wenig politischen Staub auf, um die Auslieferung dieses erhob gegen die Gemeinde Aschersleben beim Landgericht Klage. zum Finanzgefeß betreffend Erschließung eines neuen Stein von den französischen Gerichten wegen Fälschung und Betrug zu Das Landgericht fällte ein der Klägerin günstiges Urtheil. Das Dienstagsizung, und werden zu obigem Zwecke 1 500 000 m. Der Figaro" hat sich sogar soweit verstiegen, einen aus dem Das falz Bergwerts bildete u. a. die Tagesordnung der 10 Jahren Zuchthaus verurtheilten Gentleman" zu verhindern. Oberlandesgericht zu Naumburg a. S. hat jetzt die gegen das landgerichtliche Urtheil eingelegte Berufung zurück verlangt. Da eine Wiederherstellung des alten überschwemmten Holloway- Gefängniß gerichteten Brief Arton's zu veröffentlichen, gewiesen. Das Erkenntniß des Ober- Landesgerichts enthält Bergwerks Friedrichshall nicht mehr möglich ist, so sollte in der in welchem dieser den Juſtizminiſter Ricard aufchuldigt, daß er folgende für die Rechtsstellung der Lehrerinnen Nähe deffelben ein neues Bergwerf in Betrieb gefeßt werden, ihm Anträge machen ließ, die in seinem Besize befindlichen wichtige Ausführungen: und soll für dasselbe, nach Ansicht der Sachverständigen, Papiere in einem gewissen Momente und unter gewissen BeKlägerin ist von der zuständigen Behörde an der höheren obwohl es dingungen" der Regierung auszuliefern! Wie viel muß doch Töchterschule in Aschersleben, einer öffentlichen Lehranstalt, fernt ist, feine Gefahr bestehen. Die Kommission beantragt, diese Bande von der Auslieferung Arton's zu fürchten haben, um definitiv als Lehrerin angestellt worden. Hiermit hat Klägerin obige Summe aus Mitteln der Grundstocks Verwaltung zu diesen Lumpen gegen Ricard auszuspielen, dessen strenge Rechtdie Rechte und Pflichten eines Staatsdieners erhalten. Das genehmigen. Anläßlich der Debatte ersuchte der Abg. Gröber lichkeit über jeden Verdacht erhaben steht, und der darum auch Staatsdienerverhältniß ist nun nicht, namentlich nicht bezüglich die Regierung, sie möge dafür sorgen, daß die Arbeiter besser der Erste war, den Panamisten an den Kragen zu faffen. feiner Entstehung und Beendigung als ein privatrechtliches bezahlt werden; im benachbarten Salzwerk Heilbronn werden den -Aus der französischen Ferienkolonie. Gine Vertragsverhältniß aufzufassen; dasselbe ist vielmehr wesentlich Häuern mindestens 4 M. bezahlt, während dieselben in dem staatstaatsrechtlicher Natur. Mit dem Augenblice ihrer definitiven lichen Friedrichshall nur ca. 3,20 m. erhalten. Auf diesen ganz unglaubliche Rohheit wird aus Rambouillet, südwestlich von Der Herr Bergraths- Paris, berichtet. Dort schlug ein Lieutenant einen jungen Anstellung hat Klägerin auf grund des Staatsdienstverhältnisses gerechtfertigten Wunsch hatte aber das Recht auf die ihr zugesicherten Amtseinfünfte als ein wohl- Direktor Dr. von Bauer weiter nichts zu thun, als mit Soldaten vor versammelter Mannschaft mehrmals erworbenes erlangt. Dieses Recht fann ihr nicht einfeitig ent- gan gleichgiltigen, ja die Arbeiterschaft geradezu be- mit der Reitpeitsche über Rücken, Gesicht und Hände. Bus zogen werden, sondern nur durch freiwillige Auflösung des leidigenden Worten zu antworten; er meinte, die Arbeiter fällig kam der Hauptmann in diesem Augenblick zum Dienst und Dienstverhältnisses oder infolge einer rechtskräftigen richterlichen scheinen die Löhne nicht für zu niedrig zu halten, sonst gingen sie bestrafte den unmenschlichen Lieutenant vor der Front mit-a ch t Allein der Korpskommandant, dem diese Berurtheilung zu einer den Verlust des Amts nach sich ziehenden nach Heilbronn; die Häuer würden in Friedrichshall mit 3,50 M. Strafe, oder im Wege des Disziplinarverfahrens. Sieraus bezahlt und dies erscheine ihm ein schöner Verdienst. Angelegenheit gemeldet werden wußte, fand die Strafe zu mlide folgt aber, daß die Entlassung der Klägerin und die damit( Es ist nur schade, daß dieser Herr sich nicht mit diesem schönen Ver- und erhöhte sie auf sechzig Tage Festungshaft. verbundene Entziehung des Gehaltes, insofern sie vom Magistrat dienst begnügen muß). Nach ganz kurzer Debatte wird der Antrag der Paris, 17. Dezember. Die Nachricht von der Verhaftung zu Aschersleben und der königlichen Regierung zu Magdeburg Kommission: Erschließung eines neuen Steinfalz- Bergwerks ein- des Advokaten Royère, ehemaligen Sachwalter Arton's, bes ausgesprochen ist, der Rechtswirksamkeit entbehrt. Die definitive immig angenommen. Wie verlautet, soll am Donnerstag, den stätigt sich nicht. Austellung der Klägerin charakterisirt sich als eine lebens- 19. Dezember, der Landtag vertagt werden. längliche. Eine Bestimmung, wie sie§ 6 der gedachten Pensionsund Gehaltsordnung enthält, vermag das Recht der Klägerin nicht zu beeinflussen. Es erübrigt sich demnach ein Eingehen darauf, ob und welche Gehalts- und Pensionsordnung zur Beit der Anstellung der Klägerin in Geltung war. Nach alledem war die Beklagte bezw. die königl. Regierung zu Magde burg nicht befugt, die Klägerin aus ihrem Schulamte zu ent: laffen. Die Klägerin hat daher Anspruch auf Weiterzahlung des Gehaltes. Desterreich. Tag en Arrest. Italien. Rom, 16. Dezember.( Eig. Bericht.) Die Mißerfolgt Wozu der Religionsunterricht gut ist! des Ministeriums Crispi mehren sich, auch abgesehen Gelegentlich eines dem österreichischen Reichsrath vorliegenden von der Niederlage der italienischen Kolonialtruppen in AbeffyGeſetzentwurfes betreffend Einführung von Berginspektoren für nien, welche sich übrigens jetzt als noch beträchtlicher herausden Montanbetrieb des Landes hielt der Abg. Rupelwieser, stellt, als die ersten offiziellen Angaben annehmen ließen. NachReftor der Bergakademie in Leoben, seines Zeichens sonst noch dem schon einige Mitglieder des Minifteriums im Senat gegne Ober- Bergrath und erwählter Vertreter der Leobner Handels- rische Abstimmungen davongetragen hatten und der Kriegsfammer ein Mitglied der Linken, der sogenannten Liberalen, minifter, vom Ministerpräsidenten nicht unterstützt, es nur der eine denkwürdige Rede, aus welcher wir einen Baffus wieder äußersten Linten zu verdanken hatte, wenn er, wenn auch in ein Bernkastel, 18. Dezember. Bei der heutigen Erfahwahl geben müssen, der genug sagt, um uns den Horizont jener geschränkter Weise, seine Einführung des Territorialsystems bei für das preußische Abgeordnetenhaus im Wahlbezirk Bern liberalen Wirthschaftspolitik und Arbeiterfreundlichkeit herrlich der Rekrutirung in der Kammer zur Annahme bringen konnte, tastel- Wittlich( 2. Trier) wurde Gustav Biesenbach zu martiren. Er meinte nämlich:" Eine Remedur gegen hat die Verhandlung des Giolitti'schen Dokumentenprozesses dem ( Bentr.) aus Rheinbreitbach, Kreis Neuwied, mit 204 von 207 Unfälle im Bergbaubetriebe tönne in der intens Ministerium Grispi einen Schlag beigebracht, der nicht zu ver winden sein wird. Giolitti wies in einer verzüglichen, von der von Handwerkerkammern beziehen, ebenso sind bereits weiterer Maschinen bevorsteht und versichern wir Sie des Kammer mit großer Aufmerksamkeit angehörten Rede nach, daß zahlreiche Petitionen zu den Entwürfen betr. die Bekämpfung des gleichen Entgegenkommens von unserer Seite, sollte derselbe Dieser Prozeß gegen ihn vom Ministerium Crispi in völlig ten- untauteren Wettbewerbes und betr. die Börsen oder ein ähnlicher Fall bei Ihnen eintreten. Denziöser Weise angeftrengt worden ist und daß man denselben reform eingegangen. Auch zum bürgerlichen Gesch Hochachtend Eichbaum& Co. insbesondere durch Versetzung der zuständigen Richter und durch buch und zur Novelle zum Genossenschaftsgesetz liegt Substituirung anderer derart vorbereitet hatte, daß man auf eine Reihe von Abänderungsvorschlägen aus den verschiedensten Diesem Schreiben ist eine Liste beigefügt, welche die Namen eine Voruntersuchung rechnen konnte. Die in dieser Beziehung Berufskreisen vor. Von allgemeinem Interesse sind sodann noch von 80 Schuharbeitern enthält mit dem Zusatze, wo jeder von von Giolitti in der Kammer erhobenen Anschuldigungen die zahlreichen, seit einigen Jahren regelmäßig wiederkehrenden ihnen geboren ist. Bei Gelegenheit der Einführung neuer wurden von dem Juſtizminister des Ministeriums Crispi, Herrn Gesuche um Aufhebung des Impfgesetes bezw. Beseitigung Maschinen wollen die Fabrikanten die in Mainz mit einen Calenda, nicht nur nicht widerlegt, sondern zum theil geradezu be- des Impf zwanges, die Petitionen zur Währungsfrage Durchschnittslohn von 18 M. wöchentlich noch verhältnismäßig stätigt; dieser Minister sagte nämlich ganz offen, man habe doch und solche wegen Abänderung der Bestimmungen über die Sonn- ziemlich hochstehenden Löhne herabsehen, um einen ähnlichen mit der Einleitung dieses gegen Giolitti gerichteten Prozesses tagsruhe, die letzteren vornehmlich von Gastwirthen und Lohntiefstand zu erreichen, wie er theilweise schon sehr lange in nicht einen Oberstaatsanwalt betrauen können, der unter dem Tabak- und Zigarrenhändlern ausgehend. Auch die öfter er den meisten übrigen Gegenden Deutschlands, im Norden und Ministerium Giolitti angestellt worden sei! Die einem Angriff wähnten Petitionen, welche die Prostitution und die Ab- besonders im Osten, heimisch ist. Seit die durch amerikanische auf die Integrität des Richterstandes gleich kommende Aeußerung änderung des§ 180 des Straf- Gefeßbuchs( Kuppelei) betreffen, Spekulanten herbeigeführte ganz allgemeine Steigerung der des Justizministers brachte die ministerielle Majorität und ins liegen wieder vor. Zu erwähnen sind noch die Petitionen gegen Lederpreise die Schuhwaarenproduktion belastet, liegt es natürlich) besondere die Ministerkollegen Galenda's in die äußerste Ver- den Hausirhandel und die von vielen landwirthschaftlichen im Kapitalisteninteresse der Fabrikanten, die ohnehin jämmerlegenheit; die Kammerfizung mußte wegen der Aufregung der Vereinen überreichten wegen Einführung eines 3olles auflichen Löhne der Schuhmacher aufs alleräußerste zu beschneiden Abgeordneten auf einige Zeit unterbrochen werden und die Ab- Molle und Lumpen. Eine Reihe im Reichs- und Staats- und an stelle der menschlichen Arbeit noch mehr als geordneten drängten sich um Giolitti, um ihn zu dem Erfolge, dienst beschäftigter Petenten bittet um unbeschränkte Belassung bisher Maschinenarbeit einzuführen. Auch suchen sie auf den ihm der Justizminister verschafft hatte, zu beglückwünschen. der Militärpension. Ferner überreichte Abg. Dr. Barth eine Lederpreisermäßigung dadurch hinzuwirken, daß sie Die meist aus ministeriellen Abgeordneten bestehende Kommission eine große Zahl von Petitionen, die durchweg von Damen vorläufig ihre Produktion soviel als nur möglich einhatte beantragt, den Prozeß an die Gerichte zurück zu verweisen, aus den verschiedensten Theilen Deutschlands unterzeichnet sind schränken. So ist fast in allen deutschen Schuhfabriken die Arbeite obwohl die oberste Appellinstanz bereits die Infompetenz der und um Beseitigung der dem weiblichen Geschlechte durch die zeit um 1-2 Stunden herabgesetzt worden, so daß z. B. statt Gerichte und die Kompetenz des Senats ausgesprochen hatte. Vereinsgefeße der deutschen Bundesstaaten auferlegten Be- einer 11-12stündigen Arbeitsdauer jezt höchstens 8-9 Stunden Dieser Antrag wurde durch den Gang der Kammerverhandlung schränkungen bitten. lang gearbeitet wird. Auf diese Weise kommen die Schuhmacher völlig bei Seite geworfen. Die Ministeriellen mußten sich damit In der Budgetkommission sind die Hauptreferate mit Hilfe der rasendraschen Entwickelung des Großbetriebs in begnügen, daß es ihnen gelang, eine weitere Untersuchung der wie folgt vertheilt worden: Militäretat, Ordinarium: Abg. ihrem Industriezweige dem achtstündigen Normalarbeitstage ganzen Angelegenheit durch die Kammer und den Senat, wie sie v. Podbielski( konf.) und Schädler( 3.); Extraordinarium: immer näher. Freilich wird für sie dieser Vortheil durch die die Opposition verlangt hatte, mit schwacher Majorität ab- Gröber( 3.) und v. Massow( fons.); Marine: Frißen( 3.) und allerärgfte Lohnreduktion und die immer weiter um sich greifende zuweifen und über die ganze Frage, da fein Anlaß zu einer v. Leipziger( konf.); Post und Telegraphie: Bürklin( natl.) und Arbeitslosigkeit allzu theuer erkauft. Im übrigen möchten wir Anrufung des Senats vorliege, die einfache Tagesordnung zu be- Lingens( 8.); Reichs- Eisenbahnen: Dr. Hammacher( natl.) und die Herren Amtsanwälte welche überall Unklagen gegen die schließen. Wäre dies nicht gelungen, so hätten sich die Ankläger Ehni( deutsche Vp.); Auswärtiges und Kolonien; Prinz Aren- Arbeiter, wegen der Warnung:" Zuzug ist fern zu halten", Am Tage berg( 3.) und Bürklin( natl.); Pensionsfonds und allgemeine inszeniren, auch auf das vorstehende Birkular aufmerksam machen. nach dieser Verhandlung hatte sich die Kammer mit einem für Finanzverwaltung: Frhr. v. Gültlingen( freit.) und Dr. Müller- Hier liegt ein Boykott gegen die Arbeiter in gröbster Form vor, das Ministerium gleichfalls beschämenden Vorkommniß in der Sagan( freis. Vp.). wie steht es nun in diesem Falle mit dem groben UnfugMilitärverwaltung zu beschäftigen. Es waren nämlich sehr starke Bosten ausländischen Getreides, das sich als verdorben er paragraphen? wvies, von der Militärverwaltung zu unverhältnißmäßig hohem Preise angekauft, inländische bessere Angebote aber abgelehnt worden. Der Kriegsminister, den man persönlich nicht verantwortlich machen wille, mußte eine Untersuchung über die dem Vorgange zu grunde liegende Korruption in der Militärverwaltung zusichern. Giolitti's leicht in Angeflagte verwandeln können. liberalen Fraktion ausgeschieden sei. Nun in der Partei DrehFreiherr v. Sehl läßt dementiren, daß er aus der national scheibe ist also noch Platz für den Kanigianer Heyl. Der prenßische Landtag soll angeblich zum 15. Januar kommenden Jahres einberufen werden. Partei- Nachrichten. Gewerkschaftliches. Cämmillige Mittheilungen von Organisationen, vor allemt foldje über Ausstände oder Aussperrungen, müssen flets den Stempel der betreffenden Organisation tragen. In Berlin haben auf dem Bau Potsdamerstr. 121, der von der Attien- Gesellschaft für Bauausführungen( Genthinerstraße) ausgeführt wird, am Mittwoch 35 Mann wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Gie fordern 55 Pf. Stundenlohn anstatt des bisherigen Lohnes von 50 Pf. Fünf Kollegen erklärten sich nicht mit solidarisch, davon haben drei ihren Wohnsiz außerhalb Berlins. Der Ausbruch Des Streits scheint durch das Auftreten des Poliers Klaus beschleunigt worden zu sein; dieser hat nämlich, wie uns mitgetheilt wird, den einmüthig an ihn herangetretenen Arbeitern erklärt: Wer nicht arbeitet, der macht sofort, daß er vom Bau Die Interpellation der Sozialisten. Die sozialistische parlamentarische Gruppe, zufammengesetzt aus: Aus Halle a. S. wird uns berichtet: Am 17. Dezember, Andrea Costa, Agnini, Berenini, Caselli, Ferri, Prampolini und dem Tage vor der Stichwahl, hielt zu den Stadtverordneten Salsi, hat der Kammer die folgende Interpellation unterbreitet: Wahlen Genosse Theodor Mehner einen zündenden Vortrag. Die Unterzeichneten fragen bei der Regierung an, ob, an- Die Versammlung nahm einen in jeder Beziehung befriedigenden gesichts der ganz tranrigen Finanzverhältnisse des Staates Verlauf. Die Wahl selbst brachte uns einen schönen Erfolg. und der noch viel traurigeren ökonomischen Verhältnisse des Unser Kandidat Albrecht, der Vertrauensmann des Wahl italienischen Volkes, welches weitere Laften nicht mehr freises Halle, wurde mit 559 Stimmen gegen 547 Stimmen der ertragen fönne, die Regierung in der Fortsetzung der ver- vereinigten Gegner zum Stadtverordneten gewählt. Gegenüber hängnißvollen afrikanischen Politik verharren zu müssen glaube. dem Ergebniß der Hauptwahl hat Albrecht's Stimmenzahl um 20 Millionen Lire( 16 Millionen Mart) hat die 158 zugenommen, während die Gegner nur 10 Stimmen Zuwachs Achtung, Schuhmacher! Nächsten Sonntag Vor. Budgetkommission mit allen gegen eine Stimme für die afrikanische batten. In der Hauptwahl wurde der Genosse Krüger in das Expedition bewilligt. Salle'sche Stadthaus gewählt. Zwei Hechte im Karpfenteich!-mittag um 8 Uhr wird eine Flugblatt- Vertheilung Das Resultat ist für unsere Partei um so bedeutungs- vorgenommen; die Kollegen werden ersucht, sich zum Zwecke der voller, als unsere Gegner, vor allem die Unternehmer und Betheiligung recht zahlreich in folgenden Lokalen einzufinden: einzelne Beamte, alle Mittel anwendeten, um den Sieg der„ Rotte" im 3entrum bei Bohnenstengel, Seydelfir. 16, Keller; im zu verhindern. Südosten bei Köhn, Naunynstr. 86; im Süden bei Hertel, Lindenftr. 115; im Südwesten bei Werner, Bülowstraße 59. Ferner theilen wir den Kollegen mit, daß alle für die Agitationstommission bestimmten Briefe und Sendungen an C. Rott, Spanien. Madrid, 18. Dezember. Der Kolonialminister theilt mil, daß seine Mittel zur Fortsetzung des Krieges auf Kuba beinahe erschöpft sind. Er beantragt deshalb, eine Anleihe bei der spanischen Bank zu machen, fommt. Die sozialdemokratische Partei in Baden erläßt einen Aufruf an die Genossen im Lande, überall Bersammlungen abzuhalten mit der Deputirte und Senatoren der Opposition famen überein, die und direkte Wahlrecht mit Proportionalvertretung zum badischen Cotheniusstr. 19, zu richten sind. Die Agitationskommiffion. Wiedereröffnung der Kortes zu verlangen. Rammer zur Folge haben. Vermuthlich dürfte diese Forderung die Auflösung der Resolutionen vorgelegt und unter Angabe der Zahl der ZuTürkei. " Bierbrauerstreif. In der Widmaier'schen Bierbrauerei in Vaihingen bei Stuttgart haben sämmtliche Bierbrauer die Arbeit niedergelegt, weil die Firma ihre vertragsmäßigen Verpflichtungen wiederholt nicht innegehalten hat. Landtag". In allen diesen Versammlungen sollen entsprechende stimmenden an den badischen Landtag gesandt werden. Serbien. Genosse Huth, früher Redakteur der„ Thür. Tribüne", hat Ans Basel wird uns geschrieben: Zum zweiten Male ist Belgrad, 18. Dezember. Der Deputirte Somic interpellirte die Redaktion der Brandenburger Zeitung" übernommen; aus in der gefirigen Stupschtinasihung den Minister des Innern der Verlagsfirma ist Genosse Ferdinand Ewald ausgeschieden den Buchdruckern in Bafel der Neunstundentag vorenthalten darüber, welche Vorkehrungen er zu treffen gedente, um dem und an seiner Stelle der Restaurateur Bruno Rau eingetreten. worden. Wie im Mai dieses Jahres so auch diesen Herbst war Blutvergießen bei Klavowa Einhalt zu thun. Dort wurde, um Gemeindewahlen in Bern.( Eig. Ber.) Bei den kürzlich nach langen Verhandlungen der beiderseitigen Kommissionen das Endresultat: Ablehnung der 9stündigen Arbeitszeit. Beide Male den Rücktritt des Gemeinderaths zu erzwingen, das Gemeinde- in Bern vorgenommenen Gemeindewahlen wurde das boten die Unternehmer die 91/2 ftündige Arbeitszeit ohne Pausen haus umzingelt. 300 Bürger vertheidigten dasselbe. sozialdemokratische Mitglied des Magistrats wiedergewählt und während der Arbeitszeit und beide Male lehnte die Gehilfenschaft neu je ein Freifinniger und Konservativer. Von 22 neugewählten dies Angebot als zu gering ab. Diesmal ist es den Unternehmern Konstantinopel, 17. Dezember. Aus amtlicher türki- Stadtverordneten sind 7 Sozialdemokraten, darunter Dr. scher Duelle verlautet: Die Aufständischen von Zeitun haben Wassilieff. Ferner 9 Freisinnige und 6 Konservative. Der gelungen, Uneinigkeit in die Reihen der Gehilfen zu bringen; ein aggressives Vorgehen ist der Gehilfenschaft deshalb zur Zeit neun von Muselmanen bewohnte Ortschaften in der Nähe von Proporz", zum ersten Male angewendet, hat sich bewährt. nicht möglich. Zeitun, darunter den Hauptort Enderin geplündert und in Das Eindringen die der Sozialdemokratie in Der Streit der Handschuhmacher Prags soll, wie Bei den Brand gesteckt. Von der muselmanischen Bevölkerung wurden dänischen Kommunalvertretungen. vor einigen Herold's Bureau meldet, beendet sein. Die Arbeiter hätten 266 Personen, darunter 7 Frauen getödtet und ungefähr Tagen vorgenommenen Kommunalwahlen für die Kopen die ihnen von den Fabrikanten angebotene Lohnerhöhung an100 Personen beiderlei Geschlechts verwundet. Die Zahl hagener Vorstadt Gemeinde Sundbyern wurden 5 Sozialder in den oben erwähnten Ortschaften eingeäscherten demokraten gewählt. Dazu kommen in diesem Kommunalrathe Die Goldkettenarbeiter Budapests stehen, wie uns eine Häuser beträgt gegen 57. 63 wurde festgestellt, daß noch 2 linksliberale Vertreter, die seinerzeit das sozialistische Die Aufständischen große Grausamkeiten gegen Frauen Programm mit unterschrieben haben. Somit find 7 von Privatdepesche meldet, im Streit und ersuchen namentlich die verübten und Kinder vor den Augen der Eltern ermordeten oder den 11 Kommunalraths Mitgliedern Anhänger der Demo- Pforzheimer und Hanauer Kollegen um Bethätigung der sie tödteten, nachdem sie ihnen die Augen mit Pulver verbrannt fratie, das heißt, diese hat in der Gemeindevertretung Solidarität. Die Ausständigen fordern achtstündige Arbeitszeit, die erste Gemeinde in Anerkennung der Arbeitsvermittlung durch den Fachverein; acht Zwei Gendarmen wurden Es ist dies lebendig verbrannt; die Majorität. der Kommandant der Gendarmerie von Marasch wurde mit drei Däne m'art, aber weitere Vorstädte von Kopenhagen werden Gulden Minimallohn; doppelte Bezahlung für Ueberstunden. Gendarmen seiner Begleitung getödtet, ein anderer schwer verletzt bald folgen. Aus Glasgow wird telegraphirt: Der Oberrichter Lord Lieutenant Hassan Agba und dessen Frau wurden ermordet, nach1888 hatten die Sozialdemokraten in Taarnby mit Sundbyer James, Präsident der kürzlich abgehaltenen gemeinschaftlichen dem man vorher vor ihren Augen ihre drei kleinen Kinder um-( damals ein Wahlbezirt) 170-220 Stimmen und die Rechte siegte Konferenz der Delegirten der Unternehmer und der Schiffe= gebracht hatte. Gin Gendarmerie- Sergeant und ein Korporal mit 267-327 Stimmen, die Liberalen hatten 43-115 Stimmen. arbeiter, macht die Mittheilung, daß jezt ein Wiederzusammender türkischen Armee wurden von den Insurgenten auf der Brücke 1894 hatte die Sozialdemokratie sich mit dem„ Handelsverein" zutreten der Kommission zu feinem Resultate führen könne. Man von Enderin gleichfalls niedergemacht. Außer den erwähnten sammengethan Damals erhielt die Rechte 444-495 Stimmen, werde sie daher später einberufen, wenn die Aussichten auf Greuelthaten haben sich die Aufständischen noch anderer Mord- die Sozialdemokraten 971-1044 Stimmen. Zwei Kandidaten, Beilegung des Zwistes günstiger sind. Der Ausstand dauert thaten, Graujamkeiten und Plünderungen in Zeitun und anderen auf welche sich die Parteien vereinigt hatten, erhielten 1467 bis deshalb fort, ohne daß weitere Vermittlungsversuche gemacht 1484 Stimmen. Orten schuldig gemacht. Todtenliste der Partei. In Ludwigshafen starb hatten. Konstantinopel, 18. Dezember. Im Hauran ist es in • 0 der letzten Zeit zu wiederholten Zusammenstößen zwifchen Peter Schreiber, ein stiller aber sehr eifriger Parteigenosse. Polizeiliches, Gerichtliches: c. den mit den Tscherkessen verbundenen Beduinen und den Drusen bei Maschaja und Hasbaja gekommen, wobei auf beiden Der nach Ilmenau auf den 15. Dezember einberufene Seiten zahlreiche Personen getödtet und verwundet wurden. Die Parteitag der Genossen des Wahlkreises Schwarzburg Truppen, deren Hauptaufgabe es ist, die beginnende Theilnahme Rudolstadt ist vom Landrathsamte verboten worden. der Stämme ani Libanon und Antilibanon an den Unruhen zu verhindern, mischten sich in den Kampf nicht ein; dieselben haben ihre eigenen Operationen gegen Hauran verschoben. Die Stimmung auf Kreta ist infolge einiger durch die Thätigkeit des Revolutionskomitees in Apokorono hervorgerufenen Reibungen erregt. Der Kampf bei Brisal auf Kreta dauerte vom frühen Morgen bis Mitternacht. An demselben nahmen 2500 Türfen und 1200 Ghriften theil. Die letzteren verloren, da sie sich verschanzt hatten, nur wenige Mann, während die Türken 196 Todte und Verwundete, unter ihnen ein Oberst, hatten. Gin Theil der Gendarmerie hatte für die Christen Partei genommen. Die Türfen zogen sich angeblich fluchtähnlich zurück und ließen fast sämmtliche Waffen zurück. Japan. Die Emanzipation europäischen Martte macht weitere Fortschritte. Jm französischen Marineministerium ist, wie La petite République" mittheilt, die Nach richt eingegangen, daß die japanische Regierung alle mit europäischen Fabriten eingegangenen Verbindungen gelöst habe und jetzt mit der Prüfung eines neuen unterseeischen Torpedobootes beschäftigt sei, welches vollständig in Japan hergestellt sei. Parlamentarisches. Soziale teberlicht. Wieder eine schwarze Lifte. Die Schuhfabrik von Eichbaum u. Co. in Mainz hat soeben ein streng vertrauliches Birkular an sämmtliche deutsche Schuhfabriken erlassen, welches folgenden Worilaut hat: Eichbaum u. Co. Schuhfabrik. P. P. Mainz. genommen. werden. Depeschen und lehte Nachrichten. Leipzig, 18. Dezember.( Privat- Telegramm.) In zwei gut besuchten Versammlungen( Pantheon und Felsenkeller) wurden nach den Referaten von Schönlant und Pintau Protest refolutionen gefaßt gegen die Verschlechterung des LandtagsWahlrechts. Wien, 18. Dezember.( B. H.) Bei einer Reparatur an einem Brunnen in dem Vororte Döbling wurden 5 Arbeiter durch den Einsturz des Brunnens verschüttet. Drei Arbeiter wurden gerettet, die beiden anderen werden voraussichtlich bis zur Beendigung der Rettungsarbeiten nicht mehr am Leben fein. Brüssel, 18. Dezember.( B. S.) Während der heutigen Debatte über das Armeebudget ereignete sich ein heftiger ZwischenWie Ihnen durch die Presse bekannt sein wird, droht fall zwischen dem sozialistischen Abgeordneten Defult und dem der Ausbruch eines Streits oder einer ordnungsmäßigen Kriegsminister. Defult erklärte dem General:„ Ihre Arbeitsniederlegung in größerem Maßstabe in unserer Fabrit, Armee taugt nichts. Sie sind ein Spielzeug der katholischen angeblich weil eine Lohnreduktion bei Anschaffung amerikanischer Mehrheit." Darauf erwiderte der Kriegsminister: Sie sind ein Maschinen den Verdienst der Arbeiter schmälere. In Wirklich- frecher Mensch; Sie werden mir außerhalb der Kammer Rede teit verdienen die Leute durch die bedeutend erhöhte Pro- stehen." Am Schluffe der heutigen Sigung protestirte der Kriegsduktionsfähigkeit selbst bei einer Verminderung des Lohnfahes minister entrüstet gegen die gestrige Rede Vandervelde's, welcher mehr als früher, und es handelt sich mehr darum, den gesagt hatte, der Tag sei nahe, wo die Soldaten die Waffen Gehässigkeiten, die bei dieser Gelegenheit zum Austrag gebracht gegen die Bourgeoisie gebrauchen würden. werden sollen, sowie dem bekannten Widerstreben gegen Ein- Rom, 18. Dezember.( B. H.) Hier wird die Meldung der führung jeder neuen Maschine entgegenzutreten. Am besten Italia Militare", daß Ras Makonnen an den General Baratieri werden die Verhältnisse dadurch illustrirt, daß die einen Parlamentär wegen Unterhandlung über die Friedens Zwicker glauben, einen von ihnen ausgearbeiteten Lohn: bedingungen gesandt hat, mit großem Mißtrauen aufgenommen. tarif für die Stepperei durchsezen zu tönnen. Dieselben Denn andererseits heißt es, daß König Menelik bald an der Leute, die im vorigen Jahre den Streit inszenirten, marschiren Spize von 100 000 ann stehen werde und daß daher die auch diesmal an der Spize. Friedensverhandlungen sehr leicht eine neue Kriegslist Menelik's darstellen könnten. Unter diesen Umständen wenden wir uns an Ihre Kol legialität mit dem höft. Ersuchen, feinen der auf einliegender Lifte verzeichneten Arbeiter annehmen zu wollen und zwar in den ersten 3 Monaten, da in dieser Zeit die Einführung London, 18. Dezember. Die amtliche London Gazette" veröffentlicht eine fönigliche Bekanntmachung, welche das Parlament auf den 11. Februar 1896 einberuft. leber 2000 Petitionen sind nach dem soeben aus gegebenen Verzeichnisse beim Reichstage eingegangen, unter benen eine große Anzahl Sammelpetitionen, also von vielen Betenten gemeinsam unterzeichnet sind. Besonders groß ist die Zahl der Petitionen, welche fh auf das Gesetz über die Errichtung Verantwortlicher Redakteur: Frių Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilageu 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 296. Bur Krankenversicherung. 9 Donnerstag, den 19. Dezember 1895. = " = = 12. Jahrg. um Bekannt ist, daß die Zunftgenossen noch nicht den zehnten Jahres Entschädigung von 10 000 Mart bezog, sich von der Genossenschafts Versammlung Theil der Handwerker Deutschlands repräsentiren und die meisten diese ruhig Innungen eine faum nennenswerthe Mitgliederzahl aufweisen. weitere 5000 Mark erhöhen ließ. Infolge unserer VerDie in Berlin bestehenden Ort3 Krankenkassen der So z. B. führt der bei Köbner u. Ko. in Altona erschienene öffentlichung veranstalte das Reichs Versicherungsamt eine Barbiere, Dachdecker, Posamentiere, Schuh- Jahresbericht des föniglichen Kommerzkollegiums zu Altona für Umfrage nach den Bezügen, welche den Genossenschaftsmacher, Weber, Ronditoren, Gastwirthe, 1893 folgendes an: Schneider, Tischler und Schmiede haben an den Reichstag eine Petition gerichtet, worin um Aufhebung der§§ 64 bis 73 des Krankenversicherungs: Gesezes ersucht wird. Diese Paragraphen sezen die rechtliche Stellung der Betriebs-( Fabrik-), Bau- und Innungs- Krantentassen fest. ersparen. " Von den 314 schleswig- Holsteinischen Junungen umfassen nur 9 mehr als 100 Mitglieder, 26 50 bis 100 Mitglieder, 201 10 bis 50 Mitglieder 78 blos 10 und weniger, davon 22 6 und weniger Mitglieder. " Tokales. = Die Berliner Gastwirthe- Junung, welche wohl dazu berufen schien, durch ihre Begründung den Innungen überhaupt Sen Stempel der Lächerlichkeit aufzudrücken( Ausspruch eines Ober- Den Parteigenossen des fünften Wahlkreises zur Nach meisters einer der größten Innungen Berlins), denn ein Gastricht, daß die für heute Abend angefeßte Volf3. wirthsmeister oder Gefelle waren bisher noch unbekannte Ge- versammlung, welche u. a. die Wahl eines Vertrauensstalten, umfaßte 1893 von den in Berlin steuerpflichtigen manns vornehmen sollte, Umstände halber nicht stattfindet. gastwirthschaftlichen 6000 Betrieben volle 300 in Berlin wohnende Mitglieder. Vorsitzenden in Form von Entschädigungen seitens der Genossenschaften zufließen. Wie wir vernehmen, soll nun jetzt ein Bescheid des Reichs- Versicherungsamtes an Herrn Bandke ergangen sein, durch den ihm untersagt wird, 15 000 M. zu nehmen init der Eröffnung, daß das Amt 5000 M. für eine genügende Entschädigung halte. Da jedoch Herr Bandke schon längere Zeit 10 000 m. erhalten hat, soll er, wie wir ebenfalls hören, aufgefordert worden sein, sich über die Umstände zu äußern, welche eventuell geeignet seien, diese Höhe der Entschädigung ausnahmsleber das Sanatorium Gütergos veröffentlicht die Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Berlin den ersten Jahresbericht. Eröffnet wurde die Anstalt mit 19 Patienten, bis Ende August die volle Belegsziffer 92 zu erreichen. Auf je deren Zahl zuerst langsam anstieg, um in den Monaten Juni einen Patienten entfielen etwa 101 Verpflegungstage. Von den Das dürfte denn doch wohl der Gipfel der Komik sein, wenn derartige, aus 4 bis 6 Mitgliedern bestehende Jnnungen sich mit Die genannten Orts Krankenkassen begründen ihr Gesuch hoher obrigkeitlicher Genehmigung und Protektion als Vertreter wie folgt: des Handwerks aufspielen. Seitdem die Jnnungs- Krankenkassen in das System der Gleich wie die Innungs- Krantentassen geweise zu rechtfertigen. Zwangskassen eingereiht worden sind, bringen sie infolge der hören auch die Betriebs= oder Fabrit- Krantenihnen durch die Novelle vom 10. April 1892 zugesprochenen tassen nicht in den Rahmen einer einheit Gerechtsame je länger je mehr Unzuträglichkeiten, lich geregelten Krankenversicherung, indem Streit und Mißverständnisse in die Reihen der Versie in gleicher Weise das System der Ort 3 ficherungspflichtigen und verwirren die Geschäftsführung der mit Krantentassen stören und schädigen, und so hat ihnen in Berührung kommenden Ortskrankenkassen völlig, in auch mit Jug und Recht außer vielen anderen Kassen die ordentdem sie durch das Hin- und Hergehen der Verliche Hauptversammlung der freien Vereinigung sächsischer Ortsficherten zwischen Ortstrantentasse und In Krantentassen zu Freiberg am 24. Juni dieses Jahres dem aufgenommenten Patienten waren 93 ungelernte Arbeiter, von nungs- Krantentasse eine glatte Geschäfts- Vorort zur Erwägung und Berichterstattung überwiesen den das stärkste Kontingent, es folgen Maler mit 7, Maurer den übrigbleibenden Handwerkern stellten Tischler mit 30 sührung überhaupt zur Unmöglichkeit machen Antrag: und Gürtler mit je 6, Kellner und Schlosser mit je 5. und so den sichtbaren Segen der Krankenversicherung mehr Gine Petition an den Bundesrath und Reichstag zu Von den Patienten standen 3 im Alter unter 20 Jahren, und mehr wieder in Frage stellen. Wesentlich ver richten, in welcher verlangt wird, daß jetzt oder bei einer 38 zwischen 20 und 30, 58 zwischen 30 und 40, 74 zwischen 40 schärft wird dies durch die von vielen Innungs- Krankenkassen Aenderung des Krankenversicherungs Gesetzes die Betriebsin maßlosester Weise betriebenen Agitationen Krankenkassen und die Innungs- Krankenkassen als der Idee und 50, 59 zwischen 50 und 60 und 17 zwischen 60 und 70. zum Zwecke der 203reißung der Mitglieder der Arbeiterversicherung widersprechend und als indirekt die Die 208 verheiratheten, verwittweten, geschiedenen, und von den ihren bisherigen Orts Krantentassen, Drts- Krankenkassen schädigend, nicht mehr zu gestatten sind." Ehefrauen getrennt lebenden Patienten hatten 358 unmündige Kinder zu erhalten. Eine große Zahl der Familienangehörigen welche einzig und allein unter Verschweigung der thatsächlichen( Arb. Versorg. v. 12. 8. 95. Seite 385/86.) Absichten dazu dienen, der trotz aller tünstlichen Versuche mißIndem sich die Vertreter der unterzeichneten Drts- Kranken- von Patienten erhielt für die Dauer des Aufenthaltes der Pfleg glückten Wiederbelebung des Innungsgeistes zur Hilfe zu faffen Berlins, welchen je eine Innungs- Krankenkasse gegenübersteht. Diese Einrichtung hat sich nach jeder Richtung hin als segenslinge in der Anstalt eine Unterstüßung von 4-8 M. wöchentlich. kommen. Hierdurch werden viele Handwerker und Ge- dieser Petition im vollen Umfange anschließen, glauben dieselben werbetreibende unbewußte und unbeabsichtigte Mithelfer troß der augenblicklich scheinbaren Erfolglosigkeit, ihrer Pflicht reich erwiesen, besonders wohlthätig hat ihr psychischer Einfluß auf den Heilerfolg eingewirkt. Die Ver der jedem vorurtheilsfreien Kenner Der Verhältnisse den von ihnen vertretenen Kassen gegenüber nicht besser genügen recht unsympathischen Junungsbestrebungen, indem sie, verlockt durch zu können, als wenn sie beantragen, die Paragraphen 64 bis 73 daß der Arbeiter nicht erst bei völliger Erwerbsunfähigkeit waltung legt mit ein großes Gewicht darauf, die sich billiger anbietende Jnnungs- Krankenkasse, Innungs: des Krankenversicherungs- Gesetzes außer Geltung zu sehen", um in das Sanatorium aufgenommen werde, sondern schon bei einem mitglieder werden; doch müssen sie nur zu bald erfahren, daß dadurch die vom Gesetzgeber unzweifelhaft beabsichtigte Einheit weniger fortgeschrittenen Stadium der Krankheit, denn nur dann in das Sanatorium aufgenommen werde, sondern schon bei einem fie verhältnißmäßig in einem Jahre mehr Beiträge als bezüglich der Zwangsversicherung der Arbeiter wieder herzustellen Innungsmeister zur Innung selbst zu zahlen haben, als sie in und somit zum Segen der Allgemeinheit den Orts- Krankenkassen dürften einigermaßen sichere Erfolge durch die Anstaltspflege zu erreichen sein. Von den 200 Entlassenen waren 88 geheilt, langen Jahren durch die etwas geringeren Krankenkassen- Beiträge das ihnen ursprünglich überwiesene Terrain zu säubern von dort 74 gebessert, 36 ungeheilt und 2 verstorben. Erwerbsfähig waren nicht hingehörigen Auswüchsen." 165, erwerbsunfähig 33. Die Ausgaben beliefen sich für die Zumi Zwecke der Beweisführung sei hier nur ein Beispiel Kranken pro Tag und Kopf auf 3,78 M. Ganz unheilbare don vielen angeführt: Leiden, wie gewisse Krebserkrankungen, Rückenmarkserkrankungen, gewisse Formen der Lungenschwindsucht, bleiben von der Dagegen erscheinen als als am Anstaltspflege ausgeschlossen. meisten für die Aufnahme geeignet diejenigen Krankheiten, welche an und für sich nicht unheilbar, durch mangelnde Pflege, durch längere Dauer, durch ungenügende Behandlung leicht in einen sogenannten„ chronischen" Zustand übergehen, schließlich Wir machen alle in Schöneberg beschäftigten Arbeiter unheilbar werden und den Betroffenen vor der Zeit invalide Dieser geradezu winzige Umfang der Innung, darauf aufmerksam, daß die Arbeitnehmer- Beijißer des Gewerbe- machen. Als solche Krankheiten gelten chronische Gelent- und deren Mitglieder fich durch die ihnen gewährten Vorrechte aus gerichts in Schöneberg eine Auskunftsstelle für gewerbe- Magenleiden, Bruftfellentzündungen, Luströhrenkatarrhe, große § 100 der Gewerbe- Ordnung ihre Innungseinrichtungen zu 2/3 gerichtliche Angelegenheiten errichtet haben, in der Schwächezustände nach akuten inneren Krankheiten oder nach fostenloser Rath ertheilt und die Anfertigung von Klagen Operationen, leichtere Erkrankungen im Nervensystem. den außerhalb der Innung stehenden Wir brauchen wohl kaum hervorzuheben, daß es nicht reine Gastwirthen in wenig nobler Weile bezahlen resp. erhalten lassen, übernommen wird. Dieselbe befindet sich bei W. Bäumler, Menschenfreundlichkeit war, welche die Alters- und Invaliditätsbrachte die Jnnung auf den Gedanken, zur Vermehrung ihrer Hauptstr. 30, Hof parterre. Mitgliederzahl eine Jnnungs- Krankenkasse zu gründen unter der Die sechsstufige Volksschule baben in Berlin manche Versicherungsanstalt Berlin zur Gründung des Sanatoriums vernach Lage der Sache völlig unwahren Vorspiegelung, einzig und Gemeindeschul- Stektoren in eine siebenstufige umgewandelt, indem anlaßte, sondern die Einsicht, daß die Vorbeugung von schlimmen allein den Interessen des Gastwirthsstandes zu dienen, denn die sie aus den fortgeschritteneren Kindern der ersten Klasse eine Erkrankungen der Arbeiter einfach im Interesse der BerufsErsparung eines Innungsmeisters durch seine Zugehörigkeit besondere Oberklasse bildeten. Dadurch wird wenigstens zum genossenschaften liegt, die dadurch an Rente sparen. Es kennzur billigeren Innungs- Krankenfasse betrug pro Angestellten je theil der Uebelstand vermieden, daß gerade die Fleißigsten und zeichnet die sozialpolitische Einsichtslosigkeit maßgebender Kreise, nach der Klasse 1 bis 2 Pfennige pro Woche; die Beiträge Begabtesten, nachdem sie die erste Klasse bereits mit dem daß selbst die Erkenntniß dieser Wahrheit in unserer Bourgeoisie zur Innung überhaupt jedoch pro erstes Jahr 42 Mart, vollendeten elften Lebensjahre erreicht haben, der Gefahr aus nur verhältnißmäßig felten anzutreffen ist. in den folgenden Jahren je 22 M., sodaß ein Gastwirth 40-80 Jahre gesetzt werden, sich hinterher noch gründlich zu verbummeln, Als die Berliner Droschkenbefizer- Genossenschaft ins Meister bei der Innungs- Krankenkasse sein müßte, um nur den wenn sie ihre drei letzten Schuljahre in ein und derselben Leben gerufen wurde, da fragte sich mancher verwundert, was Betrag feiner Jnnungsbeiträge für das erste Jahr zu ersparen. Silaffe absigen müssen. Diese Oberklassen werden gegenüber diese Genossenschaft wohl für einen Zweck haben tönne? Die Thatsächlich wirst er aber das erste Jahr, wenn er 1 bis 3 Ar- der Forderung, die Berliner Gemeindeschule aus einer sechs Klarsehenden wußten allerdings sofort, daß der Hauptzweck dieser beitnehmer beschäftigt, trok seiner Zugehörigkeit zur billigen flufigen zu einer achtstufigen zu machen, gern als ein vorläufig Genossenschaft sein werde, die Kutscher niederzuhalten. Und daß Innungs- Krankenkasse 36 bis 41 M. zum Fenster hinaus und ausreichender Erfah bezeichnet. Ihre Zahl ist aber leider so diese Ansicht richtig ist, hat sehr klar und deutlich ein Fall erbekommt noch als Zugabe, daß er von allen seinen nicht zur gering, daß sie dem vorhandenen Bedürfniß unmöglich genügen wiesen, welcher neuerdings sich zugetragen hat. Die TarameterJunung gehörigen Geschäftsgenossen als eine komische Figur be- fönnen, abgesehen davon, daß die ganze Einrichtung, selbst wenn Rutscher eines hiesigen größeren Fuhrgeschäfts, welche offene sie an allen Gemeindeschulen bestände, nur ein ganz armseliger Noth- Wagen fahren, fleflten an den Fuhrherrn das gewiß nicht uns So oder ähnlich liegen die Verhältnisse bei allen Innungs- behelf für die geforderte achtstufige Schule bleibt. Eine Oberklasse billige Verlangen, ihnen in anbetracht des Umstandes, daß sie bei Krankenkassen, und die erwarteten Befugnisse derfelben, welche hatte im Sommersemester 1895 von 209 Berliner Gemeindeschulen nur 1 Mark Lohn und 25 pCt. der Einnahme täglich nicht so viel zu ihnen die Novelle eingeräumt, dienen, wie schon bemerkt, Dazit, 22, darunter 15 für Knaben und 8 für Mädchen.( Hier muß ein verdienen stande seien, wie sie zum dürftigsten Unfrieden zu stiften und die Versicherungspflichtigen zu schä- Fehler in den Zahlenangaben vorliegen. Anm. d. M.) Bei den Lebensunterhalt brauchen, eine tägliche Zohnzulage von Davon Doch digen, denn dadurch, daß wie zum Beispiel bei der hier an- Grundsätzen, nach denen an den Berliner Gemeindeschulen bei der 50 Pfennigen zu gewähren. gezogenen Gastwirthe Junung der Gesammtheit der Ver- Bildung neuer Klassen verfahren wird, darf man annehmen, daß Fuhrherr nichts wissen und lehnte die Forderung seiner ficherten ein geringer Theil der leistungsfähigeren Elemente auch zur Bildung von Oberklassen nur da geschritten wird, stutscher ab. Die Folge war, daß nicht nur diese Kutscher, sondern entzogen wird, wird selbstverständlich der große bei den Orts wo fo viele Fortgeschrittenen vorhanden sind, daß die sämmtliche in dem fraglichen Fuhrgeschäfte thätigen Kutscher die voll" wird. Wo weniger vorhanden Arbeit einstellten. Ein solches solidarisches Handeln hatte der Krankenkassen verbleibende Theil der Mitglieder geschädigt, indem Klasse hinreichend da müssen dann die Die Verwaltungskosten wegen der durch die Innung herbei- find, fleißigen und befähigten Fuhrherr augenscheinlich nicht erivartet, denn er zeigte sich nun= geführten Mehrarbeiten nicht ermäßigt, die thatsächlichen Ein Kinder nach wie vor ihre drei Jahre in der ersten Stlasse absigen. mehr entgegenkommend und bereits nach 24 Stunden wurde eine nahmen der Kaffe aber erheblich geschmälert werden; denn es Anders wäre es auch schwer zu erklären, daß bisher nur 22 Ginigung erzielt, auf grund welcher die Arbeit wieder aufgenommen bedarf keines besonderen Beweises, weil es für jeden Fachmann Oberklassen errichtet worden sind. Dem vorhandenen Bedürfniß wurde. Interessant ist, daß der Fuhrherr zur Regelung der Anals selbstverständlich gilt, daß eine Kasse von 20 000 Mitgliedern kann diese Bahl, wie gesagt, ummöglich genügen; oder es wäre gelegenheit sich acht Tage Zeit vorbehielt, da, wie er erklärte, durch den in dieser Weise geschehenen Abgang ein trauriges Zeugniß von der Leistungsfähigkeit der Berliner aus eigener Machtvollkommenheit er seinen Rutschern keine Lohnvon etwa 3000 Mitgliedern nicht die geringste Ersparniß Gemeindeschule, wenn nur eine so geringe Zahl von Kindern die zulage gewähren könne, indem er sonst als Mitglied der Genossenvon Verwaltungs- und sonstigen Stoften aufweisen tann, die Aufnahme in eine Oberklasse verdiente. schaft 500 M. Strafe zu zahlen habe. Aus dieser Erklärung erverbleibenden 17 000 somit die sonst von 20 000 Mitgliedern hellt der löbliche Zweck der Droschkenbesitzer Vereinigung zur Genüge. trachtet wird. A " im wollte der Die Weihnachts Gratifikationen fallen in den hiesigen aufgebrachten Verwaltungskosten, Arzt- Honorare u. f. w. aufzu- Geschäften von Jahr zu Jahr färglicher aus. Nicht nur kleine, bringen haben. Auch sei hier noch bemerkt, daß die Kaffen auch gut fundirte große industrielle Geschäfte und Bureaus haben Eine Reihe Geschäftsinhaber fann es immer noch nicht mitglieder in vielen Fällen durch den Wechsel der Beschäftigung die Gepflogenheit angenommen, die Gratifikationen immer mehr verschmerzen, daß die Polizei zum vorigen Sonntag nicht größere bei Innungsmeistern und bei Nichtinnungsmeistern recht empfindlich geschädigt werden durch die verschiedene Dauer der Unter- zu beschneiden oder gar gänzlich in Wegfall kommen zu lassen. Ausbeutungsfreiheit gewährt hat. In der„ Voffischen Zeitung" stübungen, sowie auch des Rechtes der Uebernahme eines In den meisten Fällen, in denen eine Gratifikation noch gegeben rühmt sich einer dieser Herren, daß er sein Personal bereits von wird, kann von einem Geschenk im Sinne des Wortes überhaupt 12 Uhr mittags an beschäftigt habe, trotzdem die Läden erst um Vorstandsamtes oft beraubt werden, da ihnen ein solches in nicht die Rede sein. Schon ausgangs November hört die regel- 1 Uhr geöffnet werden durften. So werden es wohl viele Unterden meisten Fällen erst nach einjähriger Mitgliedschaft zusteht." mäßige Arbeitszeit auf; es wird oft bis tief in die Nacht hinein nehmer gemacht haben. Die Arbeiter und Angestellten sind einer In der Petition wird im weiteren aus dem 1892/ 93ermäßige gearbeitet, so daß bis Weihnachten hundert und mehr Ueber- luhestunde beraubt worden und die Unternehmer zetern über Verwaltungsbericht des Berliner Magistrats folgende Ansicht der stunden geleistet werden, für die eine eigentliche Vergütung nicht die Polizeiverordnung vom letzten Sonnabend, die so spät Gewerbe- Deputation zitirt: Auch feitens der hier bestehenden erfolgt. Giebt der Chef eine Weihnachts- Gratifikation, so hat er publizirt wurde, daß viele gar nicht von ihr erfahren haben. Innungen trat nicht zum Vortheil der bereits damit nichts weiter gethan, als die Ueberstunden schlecht bezahlt; Ob Unternehmer und Behörden nicht schließlich der Thatsache bestehenden Orts Krankenkassen und der Gegiebt er nichts, so hat er die Arbeitskraft seiner Leute in un Rechnung tragen werden, daß der Hauptfaktor, das Publikum fammtorganisation- mehrfach das Bestreben zu tage, erhörter Weise ausgenugt. Ganz gerissene Geschäftsleute be- überhaupt wenig von der Offenhaltung der Geschäfte an den ihrerseits durch Errichtung eines Nebenstatuts für den Umfang folgen den Koup, ihre Angestellten bis zum letzten Augen Sonntagen vor Weihnachten wissen will? der Innung die Krankenversicherung der von Jnnungsmeistern blick in Spannung zu halten, 11111 ihre Arbeitslust beschäftigten Personen zu regeln. Die Gründe für diese im nicht erlahmen zu lassen. Diese Armen haugen und Blüthen. Ganz besonders bezeichnend ist folgendes Beispiel: Das Kommissionär Unwesen treibt oft gar sonderbare Interesse des Gedeihens der Orts- Krankenkassen bedauerlichen Erscheinungen näher zu untersuchen, möchte, da die- bangen dann in schwebender Pein". bis sie in der letzten Minute, Blüthen. Ganz besonders bezeichnend ist folgendes Beispiel: Der Kellner M. wurde eines Tages vom Oberfellier des womöglich beim Wünschen froher Feiertage" aus allen felben hauptsächlich politischer Natur sein dürften, hier nicht am Himmeln gerissen werden. Die meisten Arbeiter und Angestellten Hauses" in der Straße Unter den Linden engagirt. Er glaubte, Restaurateurs D., des Inhabers eines bekannten„ renommirten Plaze sein." würden auf ein Weihnachtsgeschenk ja gern verzichten, wenn sie die Stellung fofort antreten zu können, mußte aber zu ſeinem Zum Schluß der Petition heißt es: ein auskömmliches Gehalt bezögen. So aber werden jämmerSämmtliche Orts- Kranten tassen Deutschliche Gehälter gezahlt, deren Höhe selbst der Chef anderen Leuten Erstaunen hören, daß er sich erst von einem Herrn Maier, lands find einig in der Verurtheilung der nicht zu nennenwagt, während er mit einem Iumpigen Chauſſeeftr. 8, einen Zettel ausstellen lassen müsse, ohne den ihn Junungs- Krankenkassen und halten den Reichs-„ Weihnachtsgeschenk", das ein solches noch garnicht mal ist, der Chef nicht beschäftigen würde. Dem Kellner war darum zu tagsbeschluß, welcher diesen bisher nur fümmer: allerorten renommirt. lich vegetirenden Kassen eine feste Basis = thun, in einem fogenannten besseren Restaurant zu arbeiten, er suchte deshalb Herrn Maier auf. Dieser verabfolgte ihm den gegeben, für einen der unheil vollsten auf Ehrenamtliche Vorsitzende von Berufsgenossenschaften. bewußten Zettel, Engagementsschein genannt, jedoch erst, nachdem Gebiete der fozialpolitischen Gesetz- Unter dieser Spizmarke veröffentlichte der Vorwärts" vor dem er einen Vorschuß von zehn Mark erhalten hatte, denn der gebung, welcher der großen Allgemeinheit im mehreren Monaten einen Artikel, in dem die gesetzwidrige hohe Schein sollte zwanzig Mark kosten. Der so Geschröpfte mußte Interesse einer nicht zu dem intelligenten Besoldung mancher Berufsgenossenschafts Borsigenden fritisch sich zur Abzahlung des Restes verpflichten. Thatsachen wie die Theile der Bevölkerung zu zählenden verbeleuchtet wurde. Als besonders charakteristisch führten wir an, berichtete kommen öfter in den Verhandlungen des Gewerbeschwindenden Minderheit empfindlichen Schaden daß Herr Bandke von der Tiefbau- Berufsgenossenschaft, der als gerichts zur Sprache, ohne daß dieses etwas daran ändern könnte. chrenamtlicher Vorsitzender derselben bereits die gebracht hat und noch bringt. folossale Die derzeit einzige Möglichkeit, solcher Ausbeutung, vorzubeugen, S " um iegt bei den betheiligten Arbeitern selbst. Nur wenn die große Frau Riedel am Mittwoch Vormittag um 9 Uhr sich zum Rassenarzt felben Körper angehört haben, wenn man ferner berücksichtigt, daß Masse der noch fernstehenden sich den vorhandenen Berufs- Dr. Bamberger, Schlesischestr. 7, begab, die beiden ältesten Kinder der Schädel nicht der eines Menschen, der Oberschenkelknochen organisationen anschließt, welche auf dem Boden des Klaffen- aber in der Schule waren, entfernte Riedel die Kinder Alfred aber menschlicher Art ist, wenn man endlich in betracht zieht, daß ein tampfes stehen, läßt sich baldige und gründliche Abhilfe auch in und Anna aus der Wohnung und verschloß sein Zimmer. Dann zufälliges Busammentreffen eines unbekannten Affenschädels und dieser Beziehung erwarten. hat er wie sich später ergab, den in der Wiege schlafenden kleinen menschlicher Reste in der Lagerung der Funde ausgeschlossen erscheint, Haussuchung. Bei dem aus der anarchistisch- unabhängigen Albert herausgenommen und am Kopfende seiner eigenen Bett- fo ergiebt sich der Schluß, daß hier die Reste eines Geschöpfes Bewegung bekannten Schneider Wiesemann ist der Bolts- tg." ſtelle mit einer Schnur erhängt. Gleich darauf hat er sich vorliegen, welches ein Mittelding zwischen Mensch und Affe zufolge in letzter Zeit mehrfach gehaussucht worden. Auch auf und das andere Ende die leinene Schürze seiner Frau den Hals gelegt gewesen ist. In der Diskussion steйte fich Prof. Nehring im Der Arbeitsstätte des Betreffenden wurden Nachforschungen ge- Als die Frau nach kaum einer halben Stunde heimkehrte und( Basel) erkennt gleichfalls die Bedeutung der Dubois'schen Dars oben am Kleiderschrank befestigt. wesentlichen auf den Standpunkt des Dr. Dubois. Prof. Colman halten. Sein erwachsener Sohn, der in einer elektro- technischen feinen Ginlaß finden konnte, ließ sie die Thür von einem stellung an, glaubt aber auf grund der Schaffhausener Fabrik beschäftigt ist, wurde verhaftet. Schloffer öffnen, betrat mit einer Nachbarin Frau Böttcher die Skeletfunde an einen mehr pygmäenhaften Urmenschen und Eine antisemitische Preßfehde. Ueber die trostlosen zu Wohnung und fand Mann und Kind als Leichen vor. Das ist der Ansicht, daß eher ein fleinerer Affe als Uebergangs stände in der Druckerei des antisemitischen Volksrecht" hatte ein Kind hat Riedel wahrscheinlich deshalb mit in den stadium in betracht zu ziehen sei. Professor Virchow macht hiesiges Blatt einen Bericht gebracht. Der Leiter des Boltsrecht", Tod genommen, um der Frau eine Sorge abzunehmen. nach wie vor Bedenken gegenüber den Dubois'schen Theorien, Gastwirth Bodeck, erfuhr, daß sein früherer Redakteur Joseph Die beiden anderen hatte er hinausgewiesen, weil sie die er im übrigen als diskutabel und interessant anerkennt, Cerny die Indiskretionen in die Welt gefeyt hatte. Wuth- ihn in der Ausführung seines Vorhabens hätten stören geltend. Er führte den Nachweis, daß der Dubois'sche Schädel entbrannt begab sich Bodeck, der„ Berliner Zeitung" zufolge, am fönnen. Die Polizei ließ die beiden Leichen gegen Mittag nach auf das allergenaueste mit einem vergrößerten Gibbonschädel Dienstag früh nach der Wohnung des Missethäters in der Char- dem Schauhause bringen. Die Lage der hinterbliebenen Familie übereinstimmt; es liege tein Anlaß vor, den Schädel nicht für Tottenstraße und hatte das große Glück, Herrn C. anzutreffen. ist um so beklagenswerther, als ihr jegliche Mittel fehlen und ein einen wirklichen Affenschädel zu halten. Ueber den Oberschenkels Als Cerny leugnete, den Artikel geschrieben zu haben, bemerkte weiterer Zuwachs in Aussicht steht. knochen hat sich Virchow schon früher dahin ausgesprochen, daß ihm Bodeck: Wenn Sie ties ableugnen, dann sind Sie in dieser zwar menschlichen Ursprungs zu sein scheine, wohl aber meinen Augen ein elender 2..p!" Cerny erklärte nunmehr, auch einem Affen angehört haben tönne. das sei eine gemeine Beschuldigung, er solle später mit seinem Rartellträger verhandeln. Herr Boded hatte aber danach kein Verlangen, zog eine Reitpeitsche hervor und bearbeitete damit Gerny so lange, bis dieser unter einem Tische die nöthige Deckung gefunden hatte. Nachdem sich der wüthende Mann des deutschen Volksrechts entfernt hatte, begab sich der übel zu deutschen Volksrechts entfernt hatte, begab sich der übel zugerichtete Redakteur zur Polizeiwache, um gegen seinen Verfolger Anzeige zu erstatten. Somit wird diese Sache wohl noch ein gerichtliches Nachspiel haben. Welch' eine wuchtige Anklage bildet der furchtbare Vorfall gegen die heutigen Zustände. Gerichts- Beifung. 1/45 Uhr im Hause Große Frankfurterstr. 51 statt, die im AugenEine furchtbare Gasexplosion fand gestern Nachmittag Feuersäule, die bei der Explosion aus dem Schaufenster schlug, blick einen Laden in Brand gesezt. Eine mehrere Meter hohe und die heftige Detonation, die mehrere Straßen weit gehört sollte sich der Kaufmann Reinhold Schwarz schuldig gemacht, Der Portohinterziehung durch einen Soldatenbrief wurde, veranlaßte das bei dem Geschäft vorübergehende Publikum, haben. Er hatte einem Soldaten ein Werk liber den deutsch die Feuerwehr zu alarmiren. Die Feuerwehr wurde nach einer französischen Krieg geliefert und als er keine Bezahlung erhielt, halben Stunde Herr des Brandes. Wie heftig die Explosion ge- eine Zahlungsaufforderung an den Käufer geschickt. Diese sandte wesen ist, ist daraus zu ersehen, daß die Gasröhren wie Streich- Schwarz unter der Bezeichnung„ Soldatenbrief, eigene Ange Für Ordnung, Religion und Sitte! Ein Pistolenduell hölzer zerbrochen und auf den Bürgersteig geworfen wurden. Legenheit des Empfängers" unfrantirt ab. Der Soldat ver soll der„ Nordd. Aug. 3tg." zufolge gestern Morgen im Grune Gin im Hause wohnender Arzt leistete den Verunglückten die weigerte die Annahme des Briefes und zur Ermittelung des Abwald zwischen einem Baron v. G. und einem Referendar 2., erste ärztliche Hilfe. fenders wurde nun die Eröffnung des Schreibens von der Post welcher sich besuchsweise bei seinen hier wohnenden Eltern aufhält, stattgefunden haben. Baron v. G. foll leicht verlegt worden mittag in der Königstraße der Hausdiener Hartung eines hiesigen mandat Ein Opfer des Weihnachtstrubels wurde geflern Nach vorgenommen. Die Folge war, daß Schwarz ein Straf über 56 M. wegen Portohinterziehung erhielt, fein, während der Referendar 2. mit einer Kugel in der Brust Spielivaaren- Geschäfts, welcher Waaren au Privatkunden abzu- weil Sendungen für Soldaten, die ein rein ge= tödtlich verwundet zu Boden gesunken sein soll. Nur weiter so! tragen hatte. H. versuchte vor dem Rathhause den Fahrdamm werbliche 3 Interesse oder ein ausschließliche 3 InterNahrungsmittel Kontrolle. Im November wurden in der Königstraße zu überschreiten, glitt aus und fiel so unglücklich esse des Absenders enthalten, nach der Kabinetsordre vom Berlin 394 Proben von Nahrungs- und Genußmitteln amtlich vor einem Geschäftswagen zu Boden, daß die Räder desselben 28. Januar 1868 von der Portofreiheit ausgeschlossen sind und untersucht, von denen 45 beanstandet wurden. Bemerkenswerth über Brust und Unterschenkel des Unglücklichen hinweggingen ift, daß Butter wieder mehr verfälscht wird, was wohl mit der S. erlitt so schwere Verlegungen, daß er nach der Charitee geSteigerung der Butterpreise zusammenhängt. Eine Probe sterili bracht werden mußte. Den Stutscher trifft an dem Vorfall keine firter Milch erwies sich als aus gewäfferter Milch hergestellt. Schuld. Unter den Kaffeefurrogaten war eine Probe angeblicher Malzgerfte lediglich gebrannter Roggen, mit Abfällen verschiedener Art, Sedanstraße der Tischler D. Erhebliche geschäftliche Verluste Erhängt hat sich gestern Nachmittag in Weißensee in der Wickensamen, Hafer, Gerste verunreinigt. haben den Handwerker, der Frau und vier Kinder hinterläßt, in den Tod getrieben. Von der Universität. Ein Antrag des sozialwissenschaft. lichen Studentenvereins ging bekanntlich dahin, daß Hospitantinnen Einsam gestorben ist vor einigen Tagen der 78 jährige der Universität ganz analog auch als Abonnenten der Lesehalle Almosenempfänger Wilhelm Braun in seiner Wohnung am ( nicht als wahlfähige Mitglieder) zugelaffen werden möchten. Salle'schen Ufer 11. Der Greis bewohnte allein eine Stube im Im Direktorium der Lesehalle wurde der Antrag mit 3 gegen Keller. Mitbewohnern des Hauses, namentlich dem Pförtner, fiel 1 Stimme angenommen. Jetzt wird die Sache an den Rektor es auf, daß der Alte sich in der letzten Zeit Tage lang nicht Geh. Rath Wagner gehen mit dem Ersuchen um Einberufung mehr hatte sehen lassen. Als der Pförtner auf wiederholtes einer gemeinschaftlichen Sizung des aus Professoren bestehenden Klopfen an die Thür keine Antwort erhielt, ließ er die Polizei Kuratoriums und des Direktoriums der Lesehalle. benachrichtigen, die die Wohnung gewaltsam öffnete. Man fand den Greis im Bette liegend als Leiche auf! hier ein derartiger Fall vorliegen follte. Schwarz beantragte richterliche Entscheidung und erwirkte auch beim Schöffengericht feine Freisprechung. Hiergegen legte jedoch die Staatsanwalt schaft Berufung ein. In der Verhandlung der Berufungs Absendung des Briefes bei dem Poſtbirektor Engelbrecht Straffammer gab der Angeklagte an, daß er sich vor der erkundigt habe, ob ein derartiges Schreiben als" Soldatenbrief" befördert werden könne, und daß er darauf eine bejahende Antwort erhalten habe. Der Postdirektor bestätigte zwar, daß er mit dem Angeklagten über ähnliche Sachen ge iprochen habe, er wisse aber nicht mehr genau den Inhalt des Briefes. Der Gerichtshof verwarf die Berufung der Staatsanwaltschaft, indem er sein Urtheil dahin fällte, an dem Mahn briefe habe sicherlich auch der Soldat ein reges Interesse gehabt. Derselbe wurde in dem Schreiben aufgefordert, seine Schuld zu begleichen, um sich vor Weiterungen zu schüßen. Diese würden bei dem Soldaten aber in einer Disziplinarstrafe bestanden habe. Es läge daher kein ausschließliches Interesse des Absenders vor und dieser müsse daher freigesprochen werden. Wegen Beleidigung zweier Bahnbeamten hatte sich Frau Dr. Sogliani vor der 138. Abtheilung des Schöffengerichts zu verantworten. Die Dame wollte eines Tages die Stadtbahn vom Bahnhofe Bellevue aus benußen, sie trat an den Billetschaffner Miegel heran und reichte ihm zwei Billets gelöst hatte, zum Durchlochen Eine merkwürdige Bedingung stellt die Direktion der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft denjenigen Betenten, welche um Errichtung bestimmter Verkehrslinien eintommen. geführt, das Dienstag Abend in der siebenten Stunde durch den Auf vorsätzliche Brandstiftung wird ein Feuer zurück. Siefige Vereine hatten an die Direktion der Gesellschaft ein Ge- rothen Schein am Himmel die Bewohner von Berlin N. in Be such gerichtet wegen Schaffung einer Pferdebahnverbindung von wegung brachte. Auf freiem Felde, östlich von der Schönhauser dem äußeren Nordosten nach dem Osten und erhielten von der Allee, brannten um diese Zeit drei große Strohschober, in denen Pferdebahn- Direktion eine zusagende Antwort, doch wurde die oft Obdachlose zu nächtigen pflegten. Die aus Berlin, Pankow Erfüllung dieses Wunsches nur für den Fall versprochen, wenn und Weißensee herbeigeeilten Wehren beschränkten sich auf 2. Klasse, die sie eben der Gesellschaft der in vier Jahren ablaufende Vertrag mit dem eine Beobachtung des Feuers, da an eine Löschung nicht mehr zu hin. Da zu gleicher Zeit ein Herr den Durchgang Magistrat um 40 Jahre verlängert werde. Seitens der Ver- denken war. zum Bahnsteig begehrte, so glaubte der Beamte, daß eine wurde es natürlich mit Entschiedenheit abgelehnt, die Geder Dame gehöre und daß das zweite schäfte der Pferdebahn- Gesellschaft zu unterstützen, man wird sich Polizeibericht. In der Nacht zum 17. d. M. fiel ein in diefer zu Billet für diesen gelten solle. Raum hatte er aber beide vielmehr gedulden, bis der Magiftrat die Pferdebahnen über- der Chauſſeeſtraße wohnender Buchdrucker die Treppe hinunter Fahrkarten durchlocht, als die Frau anfing, ihm Vorwürfe dese nommen und alsdann mit den berechtigten Wünschen nach und starb auf der Stelle infolge eines Schädelbruches. Am Verkehrsaufbefferungen wieder hervortreten. wegen zu machen. Das zweite Billet habe für sie zur Rückfahrt gelten sollen, sie habe daffelbe irrthümlich hingereicht; der Be boch nur. Der Schaffner wies die Angeklagte höflich an, sich amte hätte doch erst fragen sollen, was das zweite Billet zu be. deuten habe, ehe er es durchlochte, denn ein Billet brauche sie an den Stationsvorsteher zu wenden, der den Schaden wieder Schaffner, dem sie die ganze Schuld an dem Irrthum zuschob, gut machen würde. Die erregte Dame aber verlangte, daß der die Sache mit dem Stationsvorsteher regeln sollte, und als dieser nun meinte, daß er seinen Platz nicht verlassen dürfe, begann die Dame ihn mit einer ganzen Reihe von Schimpfworten zu belegen, die sämmtlich dem Thierreiche entstammten und von denen Affe, Esel, Rindvieh" die hauptsächlichsten waren. Bei der Feststellung der Personalien der Frau Dr. Sogliani durch den Stationsdiätar Kratau mußte sich auch dieser ge= fallen lassen, mit den gleichen Thiernamen benannt zu werden. Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagte 100 M., der Gerichtshof erkannte auf 70 M. Geldstrafe. mehr gehen, geben dem Publikum, das von der Betriebs Die Uhren der Uraniasäulen, welche seit gestern nicht einstellung vielfach noch nichts erfahren hat, zu mancherlei Frr thümern Anlaß. Man sollte die Uhren, die hoffentlich bald wieder in Gang gesetzt werden, für die Zeit ihres Stillstandes überkleben. 17. d. M. morgens gerieth in der Großen Frankfurterstraße ein Knabe unter die Räder eines Schlächterwagens und erlitt so Müllkutscher fand auf seinem Wagen die Leiche eines neugeborenen schwere innere Verlegungen, daß er bald darauf starb.- Gin Kindes, die vermuthlich in den Müllkasten eines Hauses in der Potsdamerstraße geworfen worden war. Im Landwehrkanal, am Thiergarten- Ufer, wurde mittags die Leiche einer Frau angeschwemmt. Witterungsübersicht vom 18. Dezember 1895. Stationen. Eine große Ueberschwemmung hat am Mittwoch früh der Bruch eines Hauptrohres der Wasserleitung im Südosten der Stadt hervorgerufen. Ueber die neue Wasserthorbrücke, die die Gitschiner, Brißer und Staligerstraße mit einander verbindet, führen vier Wasserrohre im Durchmesser von 20 Zentimeter, die nach der Mitte des Wasserthorplages zu zusammenlaufen und hier in ein 70 Zentimeter im Durchmesser haltendes Hauptrohr einmünden. Dieses Hauptrohr, das im Zuge der Brizerstraße liegt, ist gestern Morgen um 41/2 Uhr geplant. Das Wasser stieg in einem mächtigen Strahl 5 Meter hoch empor und ergoß sich in die Swinemünde angrenzenden Straßen. Im Augenblick waren die Brizerstraße Hamburg bis zur Admiralstraße, die Staligerstraße von Nr. 1 bis 4 und Berlin das Elisabeth- Ufer bis zum Urbanhafen am Rottbuser Ufer über- Wiesbaden schwemmt. Die ersten, die das Unglück wahrnahmen, waren die München Gesellen des Bäckermeisters Richter aus der Stalizerstraße 1, Wien die noch arbeiteten. Sie alarmirten die ganze Nachbarschaft Haparanda. durch Hilferufe. Die Kellerbewohner der überschwemmten Petersburg Straßen flüchteten, nur nothdürftig bekleidet, aus ihren Cort Behausungen und waren froh, daß sie mit dem Leben Aberdeen. davonkamen. An die Rettung irgend welcher Sachen war nicht Paris. zu denken. Am meisten gelitten hat das Haus Staligerstr. 1, das um 7 Uhr durch die Polizei gesperrt wurde. Es wird fort während beobachtet, da man Senkungen des Mauerwerks befürchtet. Es sind große Mengen von Waaren verdorben, die in Kellern lagerten. Die Feuerwehr sucht mit zwei Dampffpriten die Gefahr zu bannen. B Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Q 762 761 761 758 757 760 764 SM 771 SSW 754 761 . 753 DND OND DGD Windstärke (-) 20322220322 Wetter halb bedeckt Nebel Temperatur nach Gelfius ( 50.4° R.) T -2 1 bedeckt bedeckt 1 bedeckt Nebel -8 -0 bedeckt bedeckt halb bedeckt -15 5 bedeckt wolfenlos 5 0 Wetter- Prognose für Donnerstag, 19. Dezember 1895. Etwas tälteres, zeitweise aufklärendes, vorwiegend nebliges Wetter mit schwachen öftlichen Winden; keine oder unerhebliche Berliner Wetterbureau. Niederschläge. Vierhundert Unteroffiziere und Mannschaften der Garde sind von der Post für den Weihnachtsverkehr eingestellt worden. Die Leute erhalten 3 M. für jeden Arbeitstag. Arbeitslose link Zivilisten scheint es zur Weihnachtszeit nicht zur genüge zu geben, oder welche Gründe liegen sonst vor, trotz des Elends Soldaten einzustellen? " Ein bedauerliches Unglück wurde am Vormittage des 16. September d. J. durch ein Schlächterfuhrwert veranlaßt, welches durch den Schlächtergesellen Otto Klint geführt wurde. Unter der Anklage der fahrlässigen Tödtung stand dieser vor der vierten Straffammer des Landgerichts I. Der Angeklagte war bei dem Schlächtermeister Friz Hergt in Lichtenberg als Geselle beschäftigt, hatte aber auch als Kutscher zu fungiren. An dem erwähnten Morgen fam er mit dem mit Fleisch beladenen Fuhrwert seines Meisters die Grimmstraße entlang gefahren, als ein alter Herr, der 69jährige Kanzleirath a. D. Boneß, der von einem Besuch seiner Verwandten kam, den Fahrdamm überschritt. Der alte Herr ging infolge eines früher erlittenen Beinbruchs so langsam, daß er mindestens 2 Minuten zur Ueberschreitung des Dammes gebrauchte; die Straße war von anderen Fuhrwerken vollständig leer, sodaß der Angeklagte den alten Mann schon lange vorher bemerken mußte und Gelegenheit genug hatte, demselben aus zuweichen. Trotzdem erfolgte ein Zusammenstoß, der Kanzleirath wurde durch das Pferd zu Boden geriffen and fiel mit dem Gesicht Nasenwurzel zu erblicken war, trat doch schon nach 2 Stunden auf den Asphalt. Wiewohl nur eine geringe Verwundung an der der Tod des Verlegten ein. Die Obduktion ließ keinen Zweifel, daß der Unfall die Schuld an dem Tode trug; durch die Erschütterung war ein Blutgefäß gesprungen und hatte seinen Inhalt in das Gehirn ergossen, wodurch eine Art Schlagfluß erzeugt wurde. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten, auf dessen Unvorsichtigkeit das Unglück lediglich zurück. zuführen war, nur sechs Wochen Gefängniß, der Gerichtshof hielt diese Strafe jedoch für zu gering und erkannte auf sechs Monate Gefängniß. siger Tageblatt" aus Freiberg meldet, wurde der Blockwärter Furchtbare Strafe für ein Versehen. Wie das Leips 28olf, welcher durch falsche Weichenstellung das Deberaner Eisenbahnunglück herbeigeführt hatte, von der 2. Strafkammer des Landgerichts Freiberg zu 5 Jahren und 1 Monat Gefängniß Run und Wissenschaft. Mit dem sogenannten Affenmenschen, dem missing schäftigte sich am Sonnabend die Berliner Anthropologische Gefehlenden Bindeglied zwischen Mensch und Affe besellschaft auf grund der Funde des holländischen Arztes Dubois in Java. Dubois legte seine vielumstrittenen Fundstücke, die aus Ein Mord und Selbstmord, der am Mittwoch begangen einer versteinerten, tiefbraunen, ziemlich flachen Schädeldecke, wurde, zieht wieder einmal die Hülle von dem grauenhaften einem Oberschenkelknochen, der anscheinend pathologische Gebilde Elend, in welchem tausende und abertausende Proletarier in der zeigt, und zwei Backzähnen bestehen und die man bisher nur aus flitterglänzenden Reichshauptstadt ein Leben führen müssen, das Abbildungen fannte, felber vor und suchte in fesselndem Vortrage als ein Hohn auf alles, was Kultur genannt wird, bezeichnet nachzuweisen, daß es sich hier wirklich um das missing link", das werden muß. gesuchte Zwitterwesen zwischen Mensch und Affe, das bisher noch Der 43 Jahre alte Arbeiter Valentin Niedel hat seinen fehlende Glied in der Entwickelung des Affen zum Menschen jüngsten Sohn und dann sich selbst gestern Morgen handle. Die einzelnen Stücke sind 15 Meter von einander entRiedel bewohnte mit seiner fernt aufgefunden worden, durch Anschwemmungen an ihren neun Uhr umgebracht. drei Jahre jüngeren Ehefrau und fünf Kindern, Jda, Platz gekommen; er ist überzeugt, daß sie einem Körper anMartha, Alfred, Anna und Albert im Alter von gehören. Seine Argumentation ist im wesentlichen folgende: Bei 11, 8, 5 und 4 Jahren und 14 Monaten im vierten Stock fämmtlichen Steletstücken könnte man im Zweifel sein, ob sie des Quergebäudes Cuvryftr. 46 eine Stube und Küche. Riedel von einem Menschen oder von einem großen, menschenähnlichen verurtheilt. hat während der 11 Jahre seiner Ehe oft getränkelt aber troß- Affen stammen. Der Schädel ist als der einer großen, bisher dem seine Familie ernährt. In den letzten anderthalb Wochen unbekannten Affenart sowohl von ihm selbst wie von Autori- Eine gemeinsame Neberraschung wurde sämmtlichen in mußte er infolge eines Luftröhrenkatarrhs zu Bette liegen und täten, wie Virchow, erkannt worden. Aus der Lage des Groß- Kiel erscheinenden Tageszeitungen durch eine polizeiliche Vorauch sein jüngster Sohn Albert hatte an einer Lungenentzündung hirns schließt nun Dubois, daß der vorliegende Schädel der eines ladung zur Vernehmung zu theil, um sich über ein gleichlautendes, Daniedergelegen, war aber auf dem Wege der Wiedergenesung. aufrecht gehenden Lebewesens gewesen sei. Die Zähne zeigen vor einigen Wochen aufgenommenes Juferat zu verantworten. Die Familie war während des Krankenlagers des Mannes auf ein eine Form, welche sich an die menschlichen Backzähne anlehnt. In demselben war nämlich die Vollendung des Umbaues eines Krankengeldes von 8,10 Mart wöchentlich angewiesen. Dieses Den Oberschenkelknochen könnte man zunächst für den eines Geschäftshauses mit den Worten Es ist vollbracht" an gerade zum Berhungern reichende Einkommen in Verbindung Menschen halten. Ein Affe, der einen Schädel von der Kapazität gekündigt, was bei einigen Gläubigen derart Mergerniß erregt mit der Krankheit haben in dem Manne den Entschluß reifen des vorgefundenen hätte, müßte denn auch einen viermal größeren hat, daß der Geschäftsinhaber auch vor den Kadi zitirt wurde. lassen, sich das Leben zu nehmen. Er hat öfter seiner Frau gegen Oberschenkel haben. Wenn man nun von der von feiner Seite Man darf neugierig sein, was die Gesetzesauslegung hier zu über geäußert, daß die Aerzte ihm ja doch nicht helfen könnten. Als bestrittenen Annahme ausgeht, daß beide Reste ursprünglich dem- Werke bringt. um " im Vermischtes. Was ist Ordunng? Auf diese Frage giebt ein Einsender ,, St. Galler Stadt- Anzeiger", nebenbei bemerkt ein bürgerlichdemokratisches Blatt, wobei man freilich die Schweizer Demokratie im Auge behalten muß und nicht etwa an unsere After- Demokratie denken darf, folgende Antwort: Ordnung ist: Knaben im Alter von 2, 3 und 5 Jahren umgebracht und sich dann selbst das Leben genommen. " Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von Das wegen Beleidigung des Amtsrichters Würmeling] Hinrichtung. Der 31jährige Viehwärter Johann Kupiek in Jaroschin auf 6 Monate Gefängniß lautende Urtheil gegen aus Nolda, Kreis Namslau, der am 12. Juli vom Delser den Wäschefabrikanten Alex Stein ist vom Reichsgericht ver- Schwurgericht wegen Mordes zum Tode verurtheilt worden war, worfen und in die erste Justanz zurückverwiesen worden. Stein wurde der„ Boff. 3tg." zufolge Mittwoch früh durch Scharfrichter hatte den Amtsrichter Würmeling in einer Eingabe an den Reindel- Magdeburg hingerichtet. Um eine Dienstmagd, mit der 6-7 Uhr, statt. Justizminister einen Meineidigen genannt und gebeten, wegen er ein Liebesverhältniß unterhielt, heirathen zu können, hatte Zur Unterstütung der Familien der im Effener dieser Aeußerung zwecks Beweises zur Verantwortung gezogen Kupietz am 11. Mai 1895 seine Ehefrau in einen Teich geworfen, Meineids- Prozeß Verurtheilten sind von Ernst Schubert zu werden, wobei ihm alsdann obige Strafe zudiktirt wurde. wo sie ertrant. in Berlin 81,70 M., als Ueberschuß der Matinee des MännerWegen Beleidigung durch die Presse wurde Genosse Mordthat einer Geisteskranken. In Dietrichsdorf bei Karl Lorenz am 22. August 1895 vom Landgericht Königs- Jablonowo hat die Frau des Käthners Johann Farchmin, die chors„ Sankt Urban", an Wolfgang Wunderlich in berg zu 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. Lorenz ist ver- im Laufe des vergangenen Sommers wegen Geisteskrankheit in Bochum eingesandt worden, was dieser hiermit dankend antwortlicher Redakteur der Königsberger Voltstribüne", in der Frrenanstalt zu Schweh untergebracht, vor einigen Monaten quittiren läßt. deren Nr. 196 vom 23. März eine Korrespondenz aus Tilsit von dort aber wieder entlassen war, heute Mittag ihre drei abgedruckt war, die eine Schilderung einer Heldenthat der Sie in der Sprechstunde gelegentlich vor.-F. 5. Ja, Sie H. 2. 35. Verjährung scheint nicht vorzuliegen; sprechen Tilsiter Polizeibehörde" enthält. Lorenz erklärte, er sei an jenem tönnen aber interveniren. A. S. 110, F. R. 97, J. J. 100, Tage frank gewesen, zu seinem Vertreter habe er den Annonzensammler Erdmann bestimmt, der den Artikel erst einem Rechts- Jufolge eines Durchbruches von Wasser ertranken sechs G. F. Frauen können Rückerstattung der Hälfte der auf grund anwalt vorgelegt und nach Korrektur durch jenen in Satz ge- Bergleute, welche gerade mit der Bohrung eines neuen Schachtes des Klebegefeges von ihnen geleisteten Beiträge verlangen, wenn bis zur Heirath mindestens 235 Marken für sie geklebt waren. geben habe, also gewissenhaft verfahren sei. Das Gericht er- beschäftigt waren, in der Kohlengrube Dungannon in Jrland. Der Antrag muß innerhalb 3 Monaten nach Abschluß der Ehe flärte, die Präfnmtion des§ 20 des Preßgesetzes greife hier Durch einen Schuß ans einem Dienftgewehr wurde ein gestellt werden. Der Antrag ist bei derjenigen Versicherungsplat, da der Nachweis dafür fehle, daß Lorenz so frant gewesen Mann der 11. Kompagnie des Rudolstädter Infanterieregiments anstalt anzubringen, an welche zulegt Beiträge entrichtet wurden. sei, daß er die Redaktionsgeschäfte nicht habe versehen können. Urtheil auf und verwies die Sache an die Borinstanz zurück, minder erhebliche Berlebthießen gehabt und bei der nachherigen holt ausführlich,.. Das Reichsgericht bob auf die Revision des Angeklagten das getödtet, während gleichzeitig mehrere andere Füsiliere mehr oder Das Nähere und die Fälle, in welchen sonst Rückerstattung von Verlegungen davontrugen. Die Kompagnie Klebebeiträgen verlangt werden kann, ist von uns wiederda das Gericht von der Einrede des Angeklagten gar keine Kennt- Revision der Gewehre wurde vergessen, die fragliche Unglücks- 3. Beilage des" Borwärts" vom 29. September 1895 dargelegt. 3. B. unter„ Soziale Rechtspflege" in der niß genommen habe. waffe nachzusehen, welche am Abend beim Gewehrreinigen sich- A. B. 50. 1. Ja. 2. Nein, der Schlafbursche, dessen Sachen auf unaufgeklärte Weise entlud. Der Korporalschaftsführer, fo- in seiner Abwesenheit wegen einer Schuld seines Vermiethers wie der Schießunteroffizier sollen in Untersuchungsarrest abge mitgepfändet sind, muß schleunigst Interventionstlage erheben.G. T. 100. Da Jhr Sohn älter als 7 Jahre ist, so haftet nur führt worden sein. er, nicht Sie für von ihm dem Fenster zugefügten Schaden. Ausbruch der Klanenfenche in Hamburg. Die„ Ham G. W. Ein Gesez, das jeden Kaufmann allgemein verpflichtet, burgische Börsenhalle" meldet: In der Quarantäneanstalt wurde in bestimmten Fristen seinen Kunden seine Rechnung zu überbei Thieren, welche aus dem Dampfer Esbjerg" dahin ge- senden, besteht nicht. Wohl aber legt Art. 4 des Wuchergesetzes bracht worden waren, die Mauls und Klauenseuche beobachtet. jedem, der aus dem Betriebe von Geld- oder Kreditgeschäften ein Der Ausbruch der Seuche erfolgte acht Tage nach der Gewerbe macht, die Pflicht auf, die Rechnung des Geschäftsjahres Landung der Thiere, also zwölf Tage nach ihrer Einschiffung für jeden, der ein Geschäft der bezeichneten Art mit ihm ab in Dänemark. Jufolgedessen erachten die Thierärzte auf geschlossen hat und daraus sein Schuldner geworden ist, abzugrund des Krankheitsbildes die Einschleppung der Seuche ausschließen und dem Schuldner binnen drei Monaten nach Dänemark für ausgeschlossen. Vielmehr wird angenommen, daß Schluß des Jahres einen schriftlichen Auszug mitzutheilen, die Ansteckung hier erfolgte, da schon in den letzten 14 Tagen der das Ergebniß der Rechnung und die Art, wie das zu drei Malen unter hier angetriebenen Rindern die Krankheit Resultat erwachsen ist, erkennen läßt. R. Sch. Nein. festgestellt wurde. Der ganze Bestand von 275 Rindern, der G. B. WilczG. K. 25, Rummelsburg 100: Nein. fich in der Quarantäne- Anfialt befand, wurde sofort auf poli- burg. 1. Falls im Wochenlohn gearbeitet ist, ist der Lohn für zeiliche Anordnung hin geschlachtet und die Anstalt aufs sorg die Woche, also nicht für bestimmte Tage oder Stunden zu fältigste desinfizirt. zahlen. Für Feiertage, die in die Woche fallen, ist vom Wochenlohn daher nichts abzuziehen. Indessen schwankt die Praxis der Gerichte. 2. Kündigung seitens des Arbeitgebers und des Arbeiters ist, falls nichts anderes vereinbart ift, jeden Eag ( nicht nur am Lohntage) zulässig. R. 1. Täglich. 2. Nein. 3. Es dürfen für Beiträge zur Altersrenten- und InvaliditätsVersicherung nur die auf die beiden letzten Lohnzahlungsperioden entfallenden Beiträge) abgezogen werden. Der betreffende soll die Kaffe verklagen.- O. B. Schwerin. B. W. 111. 1. Der aus der Kirche Ausgeschiedene ist zur Bahlung von Kirchensteuern vom Schluß des auf die Austrittserklärung folgenden Kalenderjahres ab nicht mehr verpflichtet. zu den Kosten eines vor seinem Austritt beschlossenen Kirchens baues muß der Austretende bis zum Ablauf des zweiten auf die Austrittserklärung folgenden Kalenderjahrs beitragen. An Kosten für den Austritt werden nur baare Auslagen( Porto, Schreibgebühren) berechnet. Verlangt der Austretende aber eine Bescheinigung über erfolgten Austritt aus der Kirche, so muß er zwischen Reichenbach und Ebersbach. Niemand wurde verlegt. gebühr) zahlen. Solche Bescheinigung ist nicht erforderlich. 2. Die Steuerkommission kann alle die Mittel zur Erforschung Der Zug erhielt eine Verspätung von einer Stunde. des Vermögensstandes versuchen, u. a. auch beim Arbeitgeber Schiffsunglück. Aus New- York wird vom Mittwoch be- anfragen. Antworten braucht der Arbeitgeber nicht. Für jedes richtet: Auf dem zur American- Line" gehörenden Dampfer Familienmitglied unter 14 Jahren wird nach§ 18 des EinBis auf die Grundmanern niedergebrannt ist die be- Saint Paul" explodirte heute früh das Hauptdampfrohr. Von fommenstener Gesetzes von dem steuerpflichtigen Einkommen, deutende Hutfabrik von Paul Heimberger in Spremberg. Viele den im Maschinenraum anwesenden 40 Personen wurden 5 ge- sofern dasselbe höchstens 3000 m. beträgt, der Betrag von 50 M. hundert Arbeiter sind brotlos geworden. Der angerichtete tödtet und 6 verwundet. Der„ Saint Paul" fann erst nach mit der Maßgabe in Abzug gebracht, daß bei Vorhandensein von Schaden ist bedeutend und beträgt weit über zweihunderttausend einigen Tagen auslaufen. drei oder mehr Familienmitgliedern dieser Art auf jeden Fall eine Mart. Ermäßigung um eine Stufe stattfindet.- u. 2. 100. Mein 1. daß derjenige, der eine gut bezahlte Stelle besitzt, in geordneten Verhältnissen lebt, trotzdem aber tausende von Franken annettirt, auf freiem Fuße bleibt, während ein Familienvater, der im Winter einen dürren Baumstrunk im Walde holt, um sich eine warme Stube zu machen, von Rechts wegen gebüßt wird; 2. daß sich die Reichthümer in immer weniger Händen anhäufen, während die große Masse immer ärmer wird; 3. daß sich ein kleiner Bruchtheil des Volkes in jeder wünsch baren Weise ausbilden kann, während der Großtheil sich mit mangelhafter Schulbildung begnügen muß; 4. daß man sich für die armen Schwarzen in Afrika in die Schanze schlägt und daheim die weiße Stlaverei in der mannig fachsten Form ruhig bestehen läßt; 5. daß man fich für die Pflege der Thiere begeistert, während mit Kindern gesegnete Eltern belen, Gott möchte mit ihnen" theilen", weil sie ihre Kinder, die Ebenbilder des Schöpfers sein sollten, nicht ernähren und erziehen können; 6. daß man Wehrmänner auf die Gasse stellt und dafür militärfreie Leute engagirt; 7. daß die Mutter, die Erzieherin der Kinder, bis in die tiefe Nacht hinein und den Sonntag hindurch arbeiten muß, um die Familie vor Noth zu schützen, weil der Verdienst des Mannes für den Unterhalt der Familie nicht reicht; 8. daß man den Arbeitern den Brotkorb höher hängt, wenn fie fich für eine bessere Existenz wehren wollen; 9. daß die Arbeiter Steuern, Abgaben und Militärdienst " " Explosion eines deutschen Handelsschiffes. Aus Philadelphia meldet ein Telegramm: Das deutsche Schiff Athene" ist am 15. d. M. beim Kap May explodirt. Wierzehn Mann der Besaßung, einschließlich des Kapitäns, wurden getödtet. Zwei Steuerleute und vier Matrosen wurden gerettet und sind hier an Bord des englischen Dampfers Tasna" angekommen. Dem B. T." zufolge hatte das Schiff auf seiner letzten Fahrt von New- York nach London eine Ladung Naphtha an Bord. Während eines fürchterlichen Sturmes in der Nacht vom Sonntag auf Montag, als das Fahrzeug sich 319 Meilen von Rap May befand, brach Feuer an Bord aus. Der Dampfer Tafna" tam dem finfenden Brack zu Hilfe, rettete die Ueberlebenden und brachte sie an Land. " Ju Paris ist der bekannte Kehlkopf- Arzt Fauvet am 17. Dezember 65 Jahre alt gestorben. Eisenbahnunfall. Ein Laufrad der Maschine des Orient-V Th. B. leisten, aber nichts zur Verwaltung der Gemeinden und des Expreßzuges Wien- Paris entgleiste Dienstag Abend gegen 8 Uhr seit dem 1. Ottober 1895 3,50 M.( einschließlich der Stempel Staates zu sagen haben sollen; 10. daß sich die Arbeiter also hüten möchten, Männer ihres Standes in die Rathssäle zu entfenden, denn ein Recht zu wählen, Lump, haben nur die, die etwas haben. Ein Gegner dieser„ Ordnung". = 31 Festgeschenken empfiehlt die Buchhandlung des„ Vorwärts“ den Genossen die Parteiliteratur. Buch der Jugend. Von Emma Adler, Prachtband: 2 Mt. Buch der Freiheit. Von Karl Henckell. Prachtband: 5 Mt. Lichtstrahlen der Poesie. Von M. Kegel. Prachtband: 3,50 Mt. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, 19. Dezember. Opernhaus. Der Evangelimann. Schauspielhaus, Das Leben ein Traum. Deutsches Theater. Die Jüdin von Toledo. Berliner Theater. Pan Cezar. Neues Theater. Phèdre. Lesning- Theater.' 3 Nullerl. Schiller- Theater. Der Traum ein Leben. Nachmittags 3 Uhr: Die sieben Geislein. Der verwunschene Prinz. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: In doppelter Befehrung. Adolph Ernst- Theater. Frau Lohengrin. Central- Theater. Gine tolle Nacht. Alexanderplat- Theater. Fortunios Lied. Die kleinen Lämmer. National- Theater. Egmont. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Sozialistisches Bilderbuch Leipziger Hochverrathsprozeß.[ Lassalle's Reden und Schriften. für 1896. Elegant geb. 75 Pf. Geschichte des Sozialismus. I. Theil: V. Plato bis z. d. Wiedertäufern. II. Theil: V. Th. Moore b.z. franz. Revol. In Leinen à 4,50, Halbfranz à 5,50 Mt. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Donnerstag, nachm. 3 Uhr: Der verwunschene Prinz. Die heben Grislein. Abends 8 Uhr: Der Traum ein Leben. Eleganter Leinenband 5 Mt. Prachtband( Halbfranz) 5,50 M. Die Frau und der Sozialismus. Bon A. Bebel. Jubiläums- Ausgabe: geb. 2,50 Mt. 3 Bände in Leinen 11,50 Mt. 8 Bände in Halbfranz 14,50 Mt. Bolts- Fremdwörterbug. Von W. Liebknecht, Elegant geb. 3,20 Mt. Adolph Ernst- Theater.| Alexanderplatz- Theater. Donnerstag und Freitag: Wegen Vorbereitung zur Novität: Reine Anfang 8 Uhr. 3um 59. Maie: Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Sonnabend, er. Dezember. Die kleinen Lämmer. Am Landes- Ausstellungspark Zum ersten Male: Frau Lohengrin. Freitag, abends 8 Uhr: Das Glas Schwank mit Gefang in 8 Atten von Waffer. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Emil Thomas a. G. Zum 105. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Akten von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: 8 um 106. Male: Eine tolle Nacht. National- Theater. er Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend mäßigten Preifen. Gastspiel des Herrn Paul Berthold. Egmont. Trauerspiel in 5 Abtheilungen von Wolfgang von Göthe. Regie: Mar Samst. Morgen: Der Hüttenbesitzer. Chivot Roussel und van 200. Deutsch von Ed. Jacobson und W. Mann städt. Am 1. und 2. Feiertag, nachm. 3 Uhr, bei halben Kassenpreisen: Baudeville in 2 Aften von 2. Varney. NGONG Vorher: Fortunios Lied. Operette in 1 Aft von J. Offenbach. Sonntag 4 Uhr: Der Weihnachtsmann. Der kleine Lord. Apollo- Theater Der Billet- Vorverkauffindet von heute ab statt. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Noch nie dagewefener Erfolg der 3 Original- Ternés Damen, B Sensations Luftfetten Akrobaten. Gertiny- Trio 1 Dame, 2 Herren, fliegende Hochturner, fangen sich mit Füßen an Füßen. Goldamseln. Gebr. Gray. Raponét. Waschinsky. Vanoni. Cati. Marzella. Bartholdi. Elrado. Hasson. Sonntags 6 Uhr. Anfang Wochentags 7 Uhr. Entree 30 Pf. bis 1,50 m. Das Theater ist gut geheizt. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. lle Me Duelere und 14 hervorragende Nummern. Kaffeneröffnung Uhr. Anfang der Borstellung 8 Uhr. Passage- Panopticum. 42 Mädchen andern Ende der Welt ( Samoa). ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Castan's Panopticum. !! Neueste Illusion!! Allerseelen. Die syrischen Fechter. Die Sünde. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/48 ( City- Passage). Täglich! Stürmischer Erfolg! Auf Helgoland! Posse mit Gesang in 1 Akt von Reichard u. Schmasow. Mufit von R. Martin. Neu! New! Victor und Magda, 3. Geschw. Plötz. Anf. Wochent. 8, Sonnt. 6 Uhr. Entree 10 Pf., 30 Pi. R.Winkler. W " " Hochf. Kanarienhähne, bei Reimann, 18426 Pappel- Allee 88, Querg. IV. Grosse Wohlthätigkeits- Matinée am 25. Dezember 1895( 1. Weihnachts Feiertag), mittags 12 Uhr, in Kaufmann's Variété, am Bahnhof Alexanderplatz, arrangirt vom Verband der Deutschen Gold- u. Silberarbeiter zum besten hilfsbedürftiger Kollegent. ☐ Grosse Vorstellung. Deur unbeweibten Bndifer in der Pallisadenstraße zu seinem heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. Lieber Adolf halt Dich gut, Bairisch 18466 Bier giebt frischen Muth. N. S. T. B. J. 79/14 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Bahlselle Berlin.) Berliner Gewerkschafts- Kommission. Freitag, den 20. Dezember 1895, abends 812 Uhr, imt ,, Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstraße Nr. 16: Oeffentliche Versammlung der Delegirten. Tages Ordnung: 1. Bericht vom Streit der Weißgerber und Sattler. 2. Berichte der Morgen, Freitag Abend, bei Musiker und Kellner. 3. Berichte der Angelegenheit Maurer u. Dimmick. 4. Wahl von Revisoren. 5. Gewerkschaftliches. Die Delegirten werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. Auftreten des gesammten Künstlerpersonals.- Beginn der Vorstellung 12 Uhr. Billets à 30 Pfg sind bei Firnkranz, Martusstraße 51; Holtkamp, Schöning, Stallschreiberstraße 29: Prinzessinnenſtr. 4; Holöhr, Grünauerstr. 6, sowie beim gesammten Borstand Sizung der Ortsverwaltung. 1839b und an der Kasse zu haben. Achtung! Varteigenossen! 71,28 Brauerei Friedrichshain Freitag, den 27. Dezember( 3. Weihnachts- Feiertag): Grosses Vokal- Konzert, Vokal- Konzert, ausgeführt von den Gesangvereinen Nordwacht", Olympia",„ Norddeutsche Schleife" » Freya 1", ,,, Freundestreue", Glockenvein" und ,, Alpenveilchen" ( M. d. A.-S.-B.) ca. 200 Personen, Dirigent R. Blobel. Auf vielseitigen Wunsch dritte Aufführung von Columbus von Julius Becker. Deflamation, gesprochen von Julius Türk. Nach dem Konzert: Uhr. Ball. Anfang 8% Uhr. Entree 30 Pf. Billets sind bei Rasche, Reichenbergerstr. 160; Nagel, Zigarrengeschäft, am Königsthor; Wernau, Rosenthaler straße 57; Göppner, Fennstr. 1a zu haben. So wird gelacht! über die tollste und pikanteste Burleske Der dicke Edi CoulissenKaiser- Panorama ( Passage). Zum ersten Male: 66/6 Land und Leute von Dahomey. V. Reise nach Konstantinopel u. Athen. Eine Reise 20 Pf. Abonnements nur 1 M. Jede Woche andere Reisen. Für Händler! Neujahrskarken großartige Auswahl, auffallend billige 1838b Geheimnisse reise, in der Kaufmann's Variété- Theater, Königstraße, Kolonnaden. Regisseur Schmus er, Fraenkel, Baron Stechbein, Edi Blum, Mlle. Judic, Frl. Schmidt. Ferner 18 Kapazitäten! W. Noack's Konzert- und Gesellschafts- Säle, Brunnenr. 16. Luxuspapier- Fabrik, Alte Schönhauserstr. 5. Möbel- Ausverkauf la. Blüthenhonig, garantirt reiner Bienenhonig( Schleuder- u. Leckhonig), VerMaurer! I Poſtkolli 9½ Pfd. nur M. 5,- Be Mitgliederversammlung des Zentralverbandes deutscher Maurer fandt franko Nachnahme. Saide scheibenhonig 80 Pf. à Pfd. VerFiliale II Berlin packung frei! 25 Mal prämiirt, viele am Sonntag, den 22. d. 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Der Vorstand. 107/18 Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Heute, Donnerstag, vormittags punkt 10½ 1hr, bei Zubeil, Lindenstraße Nr. 106: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Geschäftsannehmers. 2. Neuwahl. 3. Vereinsangelegen heiten. 4. Verschiedenes und Ausgabe der Geschäfte zu den Feiertagen. Die Versammlung wird statutengemäß pünktlich eröffnet, daher erwartet Der Vorstand. pünktlichen Beſuch 63 6 Ferdinand Ewald's Restaurant Schönleinstr. 6. Schönleinstr. 6. Brauerei Burghalter, Potsdam, gegr. 1736, besonders für Blutarme, Brustkrante, Nach 11 Jahren langer Abwesenheit nach Berlin zurückgekehrt, habe ich Bleichsüchtige, Wöcham 19. d. M. das Restaurant des Herrn Kraatz, Schönleinstr. 6, übererinnen, Refonvales nommen und einpfehle Freunden und Genossen meinen Saal zu Versammlungen zenten e. das leicht und Festlichkeiten; ebenso empfehle zur gefälligen Benutzung 2 Kegelbahnen, bekömmlichste, nahr- franz. Billard c. Warme Speisen zu jeder Tageszeit. ff. 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Kleinte, Sebastianstr. 39, H. 2. Afg. IV Verantwortlicher Redakteur: Frizz Kunert, Schöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Chirurg. Instrumentenmacher, Hannover. Aeltere tüchtige Feinmechaniker Schröder, Schöneberg, werden gesucht von Reiniger, Gebbert Sedanstr. 51, Stfl. 2 Tr. links.[ 1845b& Schall, Erlangen. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 296. nur Geheimnisse eines Arbeitshauses. Donnerstag, den 19. Dezember 1895. V -O 12. Jahrg. Ich dachte, der Brief wird doch nicht abgeschickt. wegung.) Vertheidiger Rechtsanwalt Oestreich: Sind Präs. Haben Sie sich bei dem Direktor Schellmann beim Anlegen der Mundbinde oder infolge des Anlegens beschwert 3eugin: Jawohl. Präs.: Was hat der Ohnmachtsfälle vorgekommen? Beugin: Davon ist mir gefagt? 3eugin: Er sagte, ich müsse die Strafe nichts bekannt. Berth.: Giner Rorrigendin soll nach Ab Der vierte Verhandlungstag vor dem Landgericht Köln am aushalten. Präs.: Ist einmal der Dr. Bodet bei Ihnen nahme der Mundbinde der Schaum vor den Mund 17. Dezember förderte abermals eine geradezu Entfeßen erregende in der Eachotte gewesen? 3eugin: Ein einziges Mal. getreten sein und Sie sollen ihr deshalb ein Glas Fülle von Material über die Zustände in der Anstalt Brauweiler Präs.: Ist sonst einmal jemand bei Ihnen gewesen? Waffer gebracht haben? 3eugin: Das ist möglich. zu Tage; durch die Aussagen einzelner Zeugen wurden That Beugin: Nein, es hat sich niemand um mich ge- Präs.: Kranen, wurde Ihnen, wenn Ihnen die Mundbinde ab.. fachen bekannt, die ein tief beschämendes Licht auf die viel fümmert. Die 3eugin deponirt ferner auf Befragen: genommen wurde, ein Glas Waffer gebracht? Kranen: gerühmte deutsche Kultur werfen. Sie habe etwa zehn Mal den Maultorb anch glaube, manchmal. Es wird hierauf das Strafregister der Der erste Beuge in der Dienstags- Verhandlung ist der gelegt bekommen.( Bewegung im Zuhörerraum.) Auch Kranen verlesen. Danach ist dieselbe vielfach wegen Frechheit, Materialienverwalter Strunt in dem Arbeitshause zu Brau- anderen Korrigendinnen sei in der Cachotte Berreißens der Kleider, Zerschlagen von Gegenständen, unanweiler. Dieser bekundet: Er habe mit dem Werkmeister Wessel der Maulforb angelegt worden. Einer Korrigendin ständigen Benehmens, Arbeitsverweigerung, wegen Verweigerung, oftmals Differenzen gehabt. Wessel habe mehrfach über die Frech: sei in der Neben- Arrestzelle der Maulforb angelegt worden. Die Kirche zu besuchen u. s. w. in Brauweiler mit Gachotte und heit und Faulheit des Epileptikers Schäfer geflagt, der gar nicht Fräulein Medder sagte zu Fräulein Scherf: Legen Sie dieser Kostentziehung bestraft worden. Gegen 1 Uhr mittags wird genug bestraft werden könne". Weffel habe vielfach auf die Häuslinge Person einmal ordentlich den Maulkorb an!" Als die die Verhandlung bis 41/2 Uhr nachmittags vertagt. geschimpft und sie sehr barsch behandelt, so daß es ihn( den Zeugen) Korrigendin weinte, furchtbar schrie und bat, ihr gewundert habe, daß sich nicht mehrere Häuslinge an Weffel ver- den Maulkorb doch nicht anzulegen, fie müffe alsNachmittags Sigung. griffen haben. Geschlagen habe Wessel die Häuslinge nicht. dann sterben, verfette die Medder: Ach was, Gegen 4/2 Uhr nachmittags wird die Verhandlung wieder Direktor Schellmann fei sehr streng aber gerecht. Der 21 jährige durch das Anlegen des Maultorbes ist noch nie- aufgenommen. Der Präsident bemerkt, daß jetzt etwa die Untersuchungsgefangene Jaffte hat sich, wie gestern bereits mit mand gestorben!" Nach einigen Minuten ist die Hälfte der bisher geladenen Zeugen vernommen worden seien.. getheilt, vor dem hiesigen Schwurgericht wegen vorsätzlicher Med der wieder in die Gachotte getommen und Er ersuche die Parteien, sich nach Möglichkeit zu beschränken, Brandstiftung zu verantworten. Er bekundet auf Befragen des rief: Wodtke stehen Sie doch auf. Fräulein Medder damit die Verhandlung nicht allzuweit ausgedehnt wird. E Bräsidenten: Er sei im Juni d. J. nach Brauweiler gekommen. rief mehrere Male, die Korrigendin war aber inzwischen wird alsdann Geh. Medizinalrath Prof. Dr. Pe I mann( Bonn) Die Arbeit, die er dort zu verrichten hatte, sei zu bewältigen ge- gestorben.( Bewegung im Zuhörerraum.) Angeklagter als Sachverständiger vernommen. Dieser bemerkt auf die wesen. Das Effen und auch die Bekleidung sei gut gewesen. of richter: Haben Sie die Beschwerde nicht deshalb unter- Frage des Präsidenten: Die Angelegenheit der Mundbinde ist Mißhandelt sei er in Brauweiler nicht worden, er habe laffen, weil Sie sich fagten, das hat doch keinen 3 wed? mir umsomehr bekannt, da diese Angelegenheit dem Medizinalaber einige Male beobachtet, daß Aufseher andere Beugin: Jawohl. Vertreter der Nebentläger, Rechts: Rollegium der Rheinproving, deffen Mitglied ich bin, vorgelegen hat. Häuslinge gestoßen und geschlagen haben. Er fei anwalt Gammersbach: Wodurch wußten Sie, daß Sie zwei Es ist kein Zweifel, daß die Wodtke infolge Anlegens aus Brauweiler entwichen, um wieder in der Freiheit zu Stunden den Maulkorb anhalten?- 3eugin: Ich habe das der Mundbinde verstorben ist. Allein ich muß es in fein. Präs: Haben Sie gefagt, Sie wollen so beurtheilt. Verth. Hört man in der Cachotte die Abrede stellen, daß die Mundbinde an sich ein gefährliches lieber ins Buchthaus, als nach Brauweiler Anstaltsuhr schlagen? 3eugin: Jawohl. Rechtsanwalt Instrument ist, das geeignet wäre, den Tod herbeizuführen. Das zurück? 3euge: Das habe ich gesagt. Präs. Wie Gammersbach: Von wem wissen Sie, daß Sie blau im geht schon daraus hervor, daß die Mundbinde in vielen anderen tamen Sie zu dieser Bemerkung, Sie wissen doch noch nicht, wie Gesicht waren? 3eugin: Der Maulkorb wurde mir am Anstalten eingeführt war und wohl hunderte, vielleicht tausende es im Zuchthause ist? 3euge schweigt. Präs.: Haben Sonnabend angelegt und als ich des Sonntags zur Kirche von Malen, ohne daß der Tod herbeigeführt wurde, angewendet Sie das von anderen Häuslingen gehört? Beuge: Ja. ging, fagten es mir die anderen Korrigendinnen. Rechts- worden ist. Das ministerielle Verbot ist jedenfalls aus ethischen Auf Befragen des Vertheidigers befundet der Zeuge: Als er die anwalt Gammersbach: Wodurch wissen Sie, daß die ver- Gründen ergangen; es ist auch dabei auf irgend welche Gefähr Brandstiftung beging, sei er in Gefahr gewesen, wieder erstorbene Wodtke b Ia u im Gesicht war?-3eugin: Das hat mir lichkeit nicht hingewiesen worden. Die Todesursache der Wodtke griffen und nach Brauweiler zurückgebracht zu werden, de 3 die Korrigendin Zander gefagt. Vertheidiger: Jch be- ist noch nicht aufgeklärt. Es ist möglich, daß die Mundbinde halb habe er den Schober in Brand gesteckt. antrage, die Bander als Zeugin zu laden. Auf Befragen des zu sehr auf die Nase, vielleicht auch zu sehr Direktor Schellmann bemerkt: Als der Zeuge eingeliefert Präsidenten bemerkt Direktor Schellmann: Er glaube, daß auf den Kehlkopf gedrückt hat. Es ist auch noch eine wurde, sagte er ihm, daß er Gärtner sei, aber die Gärtnerei die Bander gestern ins Lazareth gekommen ist.( eiter andere Todesursache möglich. Ein Professor der Physiologie in nicht ordentlich gelernt habe. Er( Echellmann) habe dem Zeugen teit im 3uhörerraum.)- Präs.: Wenn sich eine solche Bonn, dem ich die Sache erzählte, fagte mir: ich finde die Sache aus gefagt, daß er ihn gründlich in der Gärtnerei werde ausbilden Kundgebung des Publikums noch einmal wiederholen follte, phyfiologischen Gründen für ganz erklärlich. So laffen fich z. B. laffen. dann werde ich den Zuhörerraum räumen und im Jnteresse der Experimente, die man mit allen anderen Hunden vornehmen kann, Werkmeister Faßbender befundet, daß das Arbeitspensum Ordnung niemand mehr hineinlassen.- Es wird hierauf be- niemals mit englischen Bulldoggen machen. Diese Thiere find ost um ein Drittel überschritten werde. Es sei um ein Drittel schlossen: die Zander als Zeugin au laden und auf Antrag des derartig bösartig, daß solche Experimente gewöhnlich den Tod geringer als das übliche Pensum freier Arbeiter. Er tönne über Angeklagten auch je ein Exemplar der in Brauweiler zur An- dieser Thiere herbeiführen. Eine äbuliche Ursache ist bei der Schellmann nicht lagen. Es erscheint alsdann als Zeugin wendung gelangten 3 wangsjaden zur Stelle zu schaffen. Wodtke, die vielleicht ebenfalls nach Anlegung der Mundbinde die 30 jährige Korrigendin Anna Kranen: Sie sei das erste Die folgende Zengin ist die frühere Aufseherin Sauer: Sie sehr erregt war, möglich. Der Umstand, daß in tausenden von Mal 10 Monate in Brauweiler gewesen und sei einige Male habe der Kranen gut zugeredet, diese habe aber ohne jede Ver- Fällen durch das Anlegen der Mundbinde der Tod nicht erfolgt wegen Widerspenstigkeit bestraft worden. Ein zweites Mal sei anlaffung förmliche Wuthanfälle bekommen und in solchen ist, beweist, daß die Mundbinde weder objektiv noch fubjektiv fie zwei Jahre in Brauweiler gewesen. Sie sei mit Nähen be- Fällen alles zerschlagen. Der Arzt sei einige Male zu ihr ein gefährliches Werkzeug ist, das geeignet ist, den Tod herbei. schäftigt gewesen und habe das Pensum gut bewältigen fönnen. gerufen worden, dieser aber habe gesagt:„ was soll ich da zuführen. Wenn ich vor dem Anlegen der Mundbinde gefragt Sie habe täglich an 30 Hemden 120 Knopflöcher und Knöpfe machen, sie giebt mir doch keine Antwort". Wenn es worden wäre, dann hätte ich gejagt: ich finde die Anwendung mit der Hand nähen müssen. Sie sei einmal von der Auf- schließlich mit der Kranen nicht auszuhalten war, sei sie der Mundbinde nicht für schön und es empfiehlt sich überhaupt feherin aufgefordert worden, Staub auf dem Flur zu in die Jfolirzelle gebracht worden. Einmal sei die Kranen von der Anwendung derartiger mittelalterlicher In. wischen. Sie habe jedoch der Aufseherin erwidert, daß sie wegen einer fieberartigen Lungenentzündung ins Lazareth strum ente Abstand zu nehmen, eine Todesgefahr ist jedoch zu nähen brauche. Die Aufseherin habe sie des gekommen. Prä f.: Sie sollen einmal, als eine Korrigendin, ausgeschlossen. Verth.: Ich muß hervorheben, daß die Herren halb Saumensch" geschimpft, sie sech 3 Wochen in die die epileptische Anfälle bekam, gesagt haben: man solle der Kreis physizi Dr. Langgard und Dr. Eschwald und auch das Arrestzelle gesperrt und ihr eine 3 will ich Rorrigendin mit einer Stecknadel in die& usfohlen Dbz gutachten des Medizinalkollegiums fich doch anders jade angezogen, fo daß fie taum Luft bekam. stechen, dann werde man sehen, daß sich die äußern. Der Präsident bemerkt: In der Verhandlung Präs.: Aus welchem Grunde wurde Ihnen die Zwangs Person nur verstelle? Beugin: Davon weiß ich gegen Schellmann und Dr. Bodet wurde von den als Sachjacke oder Zwillichjacke, wie Sie fie nennen, angezogen? nichts. Präs. Sind Sie nicht einmal auf den Gedanken ge- verständigen vernommenen Aerzten befundet: Der Tod der Zeugin: Ich hatte an die Bellenthür geflopft.- Präs.: kommen, daß die Kranen geistig nicht normal fei? Beugin: Wodtke ist wohl durch Erstick en eingetreten, eine Fahrlässigkeit Wie lange mußten Sie die Jacke anhaben? 3eugin: Gewiß, ich sagte mehrfach, die Kranen muß verrückt sein, beim Anlegen der Mundbinde ist jedoch nicht zu fonstatiren geSechs Wochen lang, Tag und Nacht. Die Zeugin sonst sie könnte derartige Dinge nicht machen. Es tam fast täglich wesen. Das Medizinalkollegium hat aber lediglich über den bekundet im weiteren auf Befragen: Sie sei noch mehrfach vor, daß ich ruhig mit ihr redete und kaum war ich zur Thüre Sektionsbefund der Leiche, nicht aber über die Gefährlichkeit der wochenlang in die Arrest selle gesperrt und in die hinaus, da zerbrach sie alles. Präs.: Haben Sie auch ein Mundbinde ein Obergutachten abgegeben. Auf Antrag des 3wangsjade gesteckt worden.. Präf.: Weshalb mal Herrn Dr. Bodet gesagt, daß die Kranen augenscheinlich Staatsanwalts und des Vertreters der Nebenkläger, Rechtsgeschah das? 3eugin: Ich wurde von den Aufseherinnen geistestrant ist? 3eugin: Jawohl, fogar mehrfach. anwalts Gammersbach, wird hierauf das freisprechende Erkennt. immer beschimpft, da wurde ich so aufgeregt, ich Präs.: Was antwortete Dr. Bodet? Zeugin: Derniß gegen Schellmann und Dr. Bodet vom 1. März d. J. in glaube, das ist meine Krankheit. Präs.: Haben Sie sich antwortete nicht 3. Präs.: Haben Sie dasselbe auch seinem ganzen Umfange verlesen. Deshalb einmal vor den Arzt führen lassen? Beugin: Herrn Dir. Echellmann gefagt?-3eugin: Nein.- Schellmann: Nach beendigter Verlesung erscheint als Zeugin die HausJawohl, der fagte, es ist nicht so schlimm. Die Zeugin Haben Sie mir nicht häufig über die große Frechheit der Kranen hälterin Wittwe Kulaz: Sie sei Aufseherin in Brauweiler deponirt im weiteren: Sie sei, als sie zum zweiten Male aus geflagt? 3eugin: Jawohl. Auf Vorhalt des Ver- gewefen. Wie ihr die Aufseherin Medder erzählt, habe die Brauweiler entlassen war, zum dritten Male vom Amtstheidigers bemerkt die 3eugin, daß ihr von der Mund- Wodike sich beim Anlegen des Maulforbes heftig gesträubt. gericht zu Krefeld wegen Nichtinnehaltung der Kontroll binde nichts bekannt sei. Aufseherin Scherf( die Sie( 3eugin) sei bei der Anlegung des Maulkorbes der Wodtke vorschriften nach Brauweiler geschickt worden, wo sie gestern irrthümlich Scharf genannt wurde) bekundet: Der Stranen nicht zugegen gewesen, habe aber anderen Kor= sich jezt noch befinde. Direktor Schellmann be mußte der Bastanzug angelegt werden, da sie alle anderen rigenden einige Male den Maulkorb angelegt. fundet: Die Kranen sei das schlimmste Frauenzimmer, das in Kleider zerrissen habe. Sie konnte aber in diesem Bastkleide noch Es sei allgemein üblich gewesen, den Maultorb eine Stunde Brauweiler je gewesen sei. Nicht die Aufseherinnen, sondern sie vollständig athmen. Die Beugin bekundet im weiteren auf Be anzulaffen. Gewöhnlich sei nach Abnahme des Maulkorbes den habe unaufhörlich getobt und gefchimpft und täglich gegen die fragen: Sie habe von den Wuthanfällen nicht Herrn Direktor Korrigendinnen Wasser gereicht worden; bisweilen feien auch die Hausordnung gefehlt. Präs: Ich muß Sie ersuchen, Schellmann, sondern nur der Ober- Aufseherin Anzeige erstattet. Korrigendinnen, ohne Wasser zu erhalten, an die das Herr Direktor, waz Ihnen berichtet Präs.: Haben Sie Korrigendinnen die Mundbinde angelegt? Arbeit gegangen. Sie habe mehrfach Korrigendinnen worden und das was Sie selbst wahrgenommen, 3eugin: Das tann fein. Präs.: Besinnen Sie sich, ich durch Anlegen des Maulforbes bestraft, wenn Diese streng auseinanderzuhalten. Schellmann: möchte eine bestimmte Antwort haben. unsittlichen Lebenswandel 3eugin( nach sich gegenseitig ihren früheren Das fann ich schwer auseinanderhalten.( achen im längerem Zögern): Ja, ich habe mehrfach die Mund vorwarfen. Ihr gegenüber habe sich niemals eine RorZuhörerraum.)- Präs.: Die Beugin ist augenscheinlich binde angelegt. Präs.: War Ihnen bekannt, daß das An. rigendin beklagt, daß sie durch das Anlegen der Mundbinde eine sehr aufgeregte Person, haben Sie einmal den Geisteszustand legen der Wundbinde durch Ministerialreftript verboten war? Athenmoth und andere Nachtheile davon getragen habe. Auch derselben untersuchen lassen? Schellmann: Jawohl, 3eugin: Nein. Präs.: Haben sich die Korrigendinnen habe keine derartige Korrigendin jemals verlangt, vor den Arzt Herr Dr. Bodet hat sie untersucht, dieser hält sie aber gegen das Anlegen der Mundbinde gewehrt? 3eugin: geführt zu werden. Auf Befragen des Vertheidigers deponirt auch heute noch nicht für geiftestrant. Schellmann Ginige Male allerdings, gewöhnlich aber nicht. Die Rorrigen die Zeugin noch: Die Medder habe ihr erzählt, die Wodtke habe bekundet des weiteren auf Befragen des Präsidenten: In dinnen wußten, daß sie die Mundbinde do ch anbefamen. sich beim Anlegen der Mundbinde mit Händen und Füßen heftig der Sachotte gebe es weder ein Bett noch ein Kopf- Präf.: Wie lange war die Mundbinde gewöhnlich angelegt? gewehrt. Man habe daher der Wodtke die Hände tissen, noch überhaupt ein Möbelstück. Die Cachotte: 3eugin: Eine Stunde. Präs.: Haben Sie fich, nachdem und Füße gebunden und ihr hierauf die MundInsassen müssen auf dem Fußboden schlafen, be- die Mundbinde angelegt war, um das weitere Schicksal der bes binde angelegt. Die Wodtke habe sich darauf halten ihre Sachen an und wechseln nur die treffenden Personen bekümmert? Beugin: Jawohl, ich zur Erde fallen lassen und sei auch nicht mehr Wäsche. In der Cachotte gebe es nur jeden vierten Tag ging an die Zelle und hörte, ob die Person etwas spreche. aufgestanden. Auf Befragen des Präsidenten und des warme Kost; im übrigen gebe es nur Brot. Die Zwillichjacke Präs.: Wenn die Personen die Mundbinde anhatten, dann Rechtsanwalts Gammersbach bekundet die Zeugin: Sie habe fei feine Zwangsjacke, sondern ein sogenannter Baftanzug. Dieser, tonnten sie doch nicht sprechen? 3eugin: niemals irgendwelche Mißhandlungen in Brauweiler wahr. wurde der Zengin angelegt, da sie ihre Sachen zerrissen hatte. Ich wollte sagen, ich hörte, ob die Bestrafte ein Lebensgenommen. Direktor Schellmann, der ein sehr strenger, aber Präf.: Kranen, ist das richtig, hahen Sie Ihre Sachen zerrissen? eichen von sich gab. Präs.: Wenn Sie die Mund- gerechter Mann sei, habe weder jemals direkt noch indirekt Präs.: binde nun abgenommen hatten, hatten alsdann die Be Befehl zu irgend einer Mißhandlung gegeben. - 3eugin: Ich habe einmal ein Kleid zerrissen. Deshalb wurde Ihnen sechs Wochen lang der Bast straften blaue Flecke oder sonstige törperliche Nachtheile? Es wird nunmehr zur Erörterung des Falles Wernizki anzug angelegt?- Beugin: Jawohl. Präs: 3eugin: Jch habe niemals eine solche Wahrnehmung übergegangen. Es wird als Zeugin die Wittive Wernizki in den Nun soll Ihnen einmal der Maulkorb angelegt worden sein? gemacht. Ich wurde sogar immer von den Bestraften gebeten, Saal gerufen. Diese bekundet auf Befragen des Präsidenten: 3eugin: Jawohl Präs. Wann und wo geschah die Mund binde noch eine Stunde anzulassen. Mein verstorbener Mann war Aufseher in Brauweiler. Ich habe 3eugin: Ich saß in der Cachotte und flopste. Präs.: Das ist nicht glaublich; ich ermahne Sie, Ihre Worte acht Kinder. Der Knabe, von dem gestern die Rede war, war, Präf.: Wie lange hatten Sie den Maulforb an? genau zu prüfen und nicht Dinge zu sagen, die niemand mein Stiefsohn. Als mein Mann auf Außenkommando war, 3engin: 3wei Stunden. Ich war, nachdem mir der glauben tann. Die Zeugin schweigt. Präs. Haben brachte mir einmal mein Stiefsohn ein Stück Kette, das er ge= Maultorb abgenommen war, ganz blau im Gesicht, Sie auch der Wodtke die Mundbinde angelegt? 3eugin: funden haben wollte. Dieses Stück Kette gehörte dem Aufseher hatte heftiges Nasenbluten und Schmerzen im Jawohl, ich und Fräulein Medder. Präf.: Hat sich die Esser, dem angeblich eine goldene Uhr und Kette gestohlen war. Halse. - Präs.: Wurden Sie alsdann aus der Cachotte Wodtke gewehrt? Zeugin: Jawohl, die hat sich sehr Effer beschuldigte meinen Sohn des Diebstahls. Letzterer bestritt entlassen? Präs. War diese blau im Gesicht, als Sie dies aber entschieden. Ich redete meinem Sohne streng ins 3eugin: Nein.- Präs.: Konnten Sie, als gewehrt. Mundbinde abnahmen? der Knabe aber Ihnen der Maulforb angelegt war, schreien oder athmen? ihr die 3eugin: Dessen Gewissen, untersuchte alles ganz genau, 3eugin: Jch fonnte weder schreien noch athmen. erinnere ich mich nicht mehr. Präs.: Haben Sie, blieb dabei, er daß nichts gestohlen habe. Da Esser Präs.: Wer hat Ihnen den Maulkorb angelegt? Beugin: nachdem Sie der Wodtke die Mundbinde angelegt, fich noch um aber dies fortgesetzt behauptete, so vertlagte ich denselben Fräulein Scharf und Fräulein Medder. Präf.: War Direktor diefelbe gefümmert? 3eugin: Jawohl, ich ging zu ihr in beim Schiedsmann. Ich besaß jedoch nicht die nöthigen Echellmann dabei? Beugin: Nein. Präs.: Und was sahen Sie da? 3eugin: Mittel, um die Sache weiter zu verfolgen. Inzwischen spielte Präs. Haben Sie die Zelle. fich darüber beschwert? Präs.: Ist Die Wodtke I ag auf der Erde und machte Handbewegungen, mein Sohn Steigvogel". Letterer flog in den Garten der Baums Zeugin: Nein. nicht einmal ein Herr aus Düsseldorf bei Ihnen in der Gachotte die darauf ifchließen ließen, daß sie bat, fie schule. Mein Sohn ging in den Garten und pflückte sich einige gewesen?-3eugin: Nein.- Präs.: Haben Sie nicht einmal von der Mundbinde zu befreien. Präs. Sie Aepiel ab. Ich habe, als ich davon hörte, den Knaben ge= dem Direktor Schellmann gesagt, Sie wollen sich in Düsseldorf gewährten ihr aber diese Bitte nicht? 3eugin: Nein. züchtigt. Bald darauf wurde ich jedoch zu Herrn Direktor beschweren? Zeugin: Ja, das habe ich gesagt. Herr Präs.: Wer nahm nun der Wodtke schließlich den Maultorb Schellmann gerufen. Dieser sagte zu mir:„ Wenn Sie Ihre Direktor Echellmann bemerfte: Schreiben Sie nur, ich werde den ab? Zeugin: Fräulein Medder und ich. Bräs.: Und Kinder nicht züchtigen können, dann werde ich Ihren Maun entBrief abschicken. als Sie den Maulforb der Wootte abgenommen hatten, war lassen." Ich erschrack furchtbar, denn ich habe eine Präs. Haben Sie nun geschrieben? 3eugin: Nein: Präs.: Weshalb nicht? 3eugin: dieselbe todt? 3eugin: Ja.( Allgemeine Belgroße Familie. Der Direktor sagte zu mir:" Am besten, das -O 11 " unwahr. -" Gerichts- Beifung. = Die Arbeitslosigkeit. Auf dem Arbeitsnachweis der organis aufend Perfonen eintragen laffen, welche Lohn und Brot fuchen; und dies in einer Zeit, in der theilweise noch Außenarbeit erledigt werden kann. In München fand am 17. Dezember eine zahlreich besuchte Arbeitslosenversammlung statt, in der der Nothstandsarbeiten möglichst bald in Angriff genommen würden, Bunsch laut wurde, daß die von der Stadtverwaltung geplanten da in den meisten Familien der Arbeitslosen die Noth bereits da in den meisten Familien der Arbeitslosen die Noth bereits einen hohen Grad erreicht habe. jenes. Versammlungen. Nach Sie chicken den Jungen einmal zu mir. Ich kam diefer Auf- I verurtheilte jedoch den Beklagten im vollen Umfange der Rlage- 1 gepriesen werden; mit folchem Behagen fann eben nur ein forderung nach. Ich glaubte, der Direktor werde den Jungen Anträge. Die Kläger wären im vorliegenden Falle berechtigt fapitalistischer Schmierfinte" über das Unglück feiner arbeitenden vielleicht auf eine halbe Stunde einsperren und war sehr er gewefen, neben ihrem rückständigen Lohne auch noch die betreffen. Mitmenschen spotten, die im Kampfe gegen ein politisch und Itaunt, als ber Junge heftig weinend nach Hause kam und den Entschädigungen zu fordern. wirthschaftlich übermächtiges Unternehmerthum für ihre Klaffentlagte, daß er furchtbar gefchlagen worden sei.- Bräf.: Rlagte der Knabe über Schmerzen? 3euge: Dienstboten der Versicherungspflicht gegen die indifferenten Massen der Bergarbeiter aufzurütteln und in Ober Verwaltungsgericht. Ob und inwieweit genoffen stritten und litten, Aber derartige schadenfrohe Aus brüche roher Klasseninstinkte sind andererseits vortrefflich geeignet, Jawohl, er lagte mehrere Tage über beftige Krankheiten unterliegen, diese Frage hatte am 5. Dezember ihnen das Gefühl für ihre soziale Verantwortlichkeit zu wecken: Schmerzen in den Beinen.- Präs.: Nachtheilige ber 8. Genat des Ober- Verwaltungsgerichts zu entscheiben. Das nur durch die moderne Arbeiterbewegung kann auch ihnen in Folgen hat der Knabe aber nicht davongetragen. 3eugin: Mein. Die Zeugin befundet weiter: Als mein Mann nach Hause Dienstmädchen W., welches bei der Inhaberin einer Milchhandlung ihrer traurigen Lage geholfen werden, dazu bedarf's aber der tam und von dem Vorgefallenen börte, war er furchtbar hain an einem Halsübel behandelt. Für die ersten sechs Wochen Aufklärung und der Solidarität. in Stellung war, wurde längere Zeit im Krankenhause Friedrichs Aufklärung und der Solidarität. aufgebracht, fodaß ich alle Mühe hatte, ihn zu beruhigen. Mein Mann wollte zunächst gerichtliche Schritte erstattete der Dienstboten Abonnementsverein" dem Orts Die Bevölkerungszahl Dentschlands beträgt nach der gegen Direktor Schellmann thun, er fagte aber armenverbande der Stadt Berlin die Kosten der Verpflegung. Berufszählung vom 14. Juni d. J. 51 758 364, darunter 25 405 935 schließlich: der Knabe wird die Schläge vergessen, ich würde Betreffs einer weiteren Auslage von 24,70 m. hielt sich der männliche und 26 352 480 weibliche. Die Bevölkerungszunahme Dagegen, wenn ich gegen Schellmann etwas betrieb der Kaufleute, Sandelsleute und Apotheker zu Berlin", oder durchschnittlich jährlich 10,14 pro Mille. Für das KönigOrtsarmen- Verband an die Ortskrankenkasse für den Gewerbe- seit dem 1. Dezember 1890 hat also betragen 2 829 894 Stöpfe unternähme, sofort meine Stellung verlieren. indem er geltend machte, das Mädchen sei zugleich im Milch reich Preußen allein, über welches schon früher berichtet wurde, Berth.: Klagte Ihr Mann über den Direktor? Beugin: Verth.: Klagte Ihr Mann über den Direktor?-3eugin: Jawohl, sehr häufig. Mein Mann tam bisweilen abends nach bandel ihrer Herrschaft als Gewerbegehilfin thätig gewefen und ergiebt sich eine Bevölkerungszunahme von 10,99 pro Mille, Jawohl, sehr häufig. Mein Mann kam bisweilen abends nach dadurch Mitglied der Kasse geworden. Diese verweigerte die für Bayern von 6,93, Sachsen 15,21, Württemberg 3,74, Baden Hause und weinte vor Wuth über die ihm vom Direktor zu theil gewordene Behandlung. Eines Bahlung, worauf gegen sie beim Bezirksausschuß Klage erhoben 7,31, Seffen 8,46, Mecklenburg- Schwerin 10,51, Sachfen- Weimar Tages erzählte mir mein Mann: Er fei vom Direktor wie ein wurde. Das Gericht vernahm das Mädchen, wie auch den Gatten 8,62, Mecklenburg- Strelit 11,80, Oldenburg 8,98, Braunschweig Tages erzählte mir mein Mann: Er fei vom Direktor wie ein Hund mit einem Ausdruck vor die Thür geworfen, den ich hier der Milchhändlerin. Die Beugin fagte aus, fie habe des morgens 16,71, Meiningen 8,67, Altenburg 9,89, Koburg Gotha 11,50, Hund mit einem Ausdruck vor die Thür geworfen, den ich hier etwa zwei Stunden lang Milch austragen und dann den Anhalt 15,99, Sondershausen 5,98, Rudolstadt 9,11, Waldeck nicht wiederholen fann. Unter anderem hat der Direktor meinen Maun beschimpft, weil er ihm nicht den jüngsten Familien- aden reinigen und die Kannen scheuern, sowie andere vor: 14,41, Reuß ä. 2. 13,28, Reuß j. 2. 16,41, Schaumburg 10,88, zuwachs gemeldet hatte. Mein Mann entschuldigte sich und kommende Arbeiten verrichten müssen. Wenn sie nachmittags Lübeck 17,49, Bremen 13,28, Hamburg 13,70, Elsaß- Lothringen fagte: er habe es unterlassen, da er zur Zeit nicht zu Hause, fertig gewesen sei, wäre sie mit dem Kinde der Frau St., ber 2,43. Gine Abnahme zeigt nur das Fürstenthum Lippe mit sondern auf Rommando war. Bräs. Wie lange ist Ihr Inhaberin des Geschäfts, ausgegangen. Am Abend hätte fie 8,70 pro Mille. Diese Abnahme aber hängt offenbar mit der Der Abwesenheit der Biegelbrenner im Sommer zufammen. Die am Mann todt? 3eugin: Vier Jahre.- Präs.: Moran unter anderem auch die Milchbehälter pußen müffen. ift Ihr Mann gestorben? 3eugin: An Lungenschwindfucht. Beuge St. vermochte im wesentlichen nichts anderes auszusagen. 2. Dezember stattgehabte Volkszählung wird genauere Resultate 3eugin: An Lungenschwindsucht. Es erscheint hierauf der jegt 17 jährige Wernigli, ein Der Bezirksausschuß erkannte darauf, daß die beklagte Kaffe mit ergeben. hübscher, aufgeweckter Bursche als Beuge, Dieser bekundet auf Rücksicht auf die festgestellten Thätigkeiten des Mädchens im GewerbeBefragen des Präsidenten: Der Direktor gab mir zunächst Reftbetrag der Kurkoften mit 24,70 M. zu erstatten. In der firten Arbeiter Magdeburgs haben sich bereits über ein paar Dhrfeigen, fagte mir, daß ich dem Aufseher Effer Revision gegen das Urtheil hob der Bertreter der Stasse besonders Uhr und Kette gestohlen habe, und sperrte mich mehrere Stunden lang in eine buntle Belle. Schließlich wurde ich hervor, daß ein Dienstbote höchftens der Versicherungspflicht von dem Bäckermeister Kulas aus der Belle in ein Bimmer unterliege, wenn feine Thätigkeit in der Hauptfache eine gewerb. von dem Bäckermeister Kulaß aus der Zelle in ein Zimmerliche geführt, dort wurden mir die Hofen angespannt, Kulag legte liche fei und als folche entlohnt werde. Dies sei hier nicht der mich über sein Stuie und schlug mich heftig mit einem Stock. Als barauf hin, daß durch und in ihm nicht Rücksicht genommen ist mich über fein Stuie und schlug mich heftig mit einem Stock. Als Fall gewesen. Schon die Geringfügigkeit des Lohnes dente ich 5 Schläge erhalten hatte, bat ich ben Herrn Direktor um Berzeihung und bat ihn, mich doch nicht weiter schlagen zu auf die gewerblichen Funktionen der W. Das Mädchen, ein laffen. Der Herr Direktor sagte jedoch zu Kulay: Schlagen gewöhnliches Dienstmädchen, hätte unbedeutende gewerb Sie nur weiter! Bäckermeister Kulay, der alsdann als liche Thätigkeiten neben allen übrigen Dienstbotenarbeiten Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung. Bei ausgeübt. Der Milchhandel der Frau St., deren Mann der am 15. Dezember in Zürich abgehaltenen demokratischen Zeuge erscheint, deponirt: Direktor Schellmann habe ihn gesagt, als gewerblicher Arbeiter thätig fei, wäre zu tiein, als daß er Dezemberfeier zur Erinnerung an die große Verfassungsbewegung der Junge habe gestohlen, er folle daher den Jungen einmal züchtigen, da die Mutter dies nicht thue. Er habe daher dem ins Gewicht fallen könnte. Das Ober- Verwaltungsgericht indeffen von 1867 referirte Nationalrath Forrer über die Gefeßentwürfe Jungen etwa 10 Siebe versezt, es tönnen auch einige mehr oder und nicht in so minimaler Weise im Gewerbebetriebe thätig ist, feinen Angaben werden die voraussichtlichen Jahresausgaben der bestätigte die Vorentscheidung. Wenn jemand nicht vorübergehend betr. Kranken- und Unfallversicherung. weniger gewesen sein, gezählt habe er die Siebe nicht. Daß der baß dies überhaupt nicht als Thätigkeit aufzufaffen ist, bann Krankenversicherung 151/2, der Unfallversicherung 93/4, zusammen Knabe nach den ersten 5 Schlägen um Verzeihung gebeten, feifei es für die Beantwortung der Frage der Ver: 25/4 Millionen Franken betragen. Dazu leisten die Arbeiter 61/2, nebenbei eine die Unternehmer 13 und der Bund über 51/2 Millionen. Letterer Eine weitere Beugin ist die Aufsehersfrau Drews: Ihr ficherungspflichtigkeit ohne Bedeutung, ob Mann sei noch jest Aufseher in Brauweiler. Frau Wernisti habe Thätigkeit geübt werde, die zu denjenigen eines Dienst: Beitrag soll aus dem Tabakmonopol gewonnen und, wenn dies boten gehört und zu Ihr gesagt: Sie werde zu dem Direktor gehen und diesen deshalb der Versicherungspflicht nicht vom Volte verworfen, reduzirt werden. Gine Erhöhung der bitten, ihren Ruaben züchtigen zu laffen, fie tonne den Jungen der Milchhändlerin Thätigkeiten ausgeübt, die in feinem Falle unterliegt. Das Mädchen habe nun im Gewerbebetriebe Getreidezölle für diesen Zweck bekämpfte er entschieden. nicht mehr bändigen. Als der Junge die Prügel bekommen als minimale bezeichnet werden könnten, mögen dieselben auch Arbeiterinnenschutz in der Schweiz. Im Kanton Bern hatte, sagte Frau Wernißli zu mir: Ich freue mich, daß der im Verhältniß zu feinen Leistungen als Dienstbote unter ist zum Schuß der Arbeiterinnen vor allzu großer Ausbeutung Direttor meinen Knaben hat züchtigen lassen, wenn ich meine ein Defret erlassen worden, das einen ähnlichen Inhalt hat wie Kinder schlage, dann treten sie nach mir. Jedenfalls unterlägen jene Frau Wernizki: geordneter Natur gewesen sein. Das ist alles nicht wahr, es hat noch feins meiner Kinder nach gewerblichen Thätigkeiten der Versicherungspflicht und hätte das fürzlich erwähnte Solothurnische Gesetz; nur ist es, nach der " Franks. 3tg.", für die Kellnerinnen noch etwas günstiger als mir getreten. barum die Krankenkasse hier einzutreten. Präs.: Ich nehme das zur Ehre Ihrer Kinder an. Frau Drews: Ich sage die Wahrheit, der Junge, den ich am anderen Tage fragte, bejahte dies mit lachender Miene. Frau Wernikki sagte darauf: Es hat ihm nichts geschadet. Frau Wernisti und deren Sohn bestreiten Das Urtheil im Prozeß Sanke, das am Dienstag Abend In der öffentlichen Versammlung der Bau- Anschläger das. Die Beugin Drews verfeßt darauf: Ich sage die in später Stunde gesprochen wurde, ist verhältnißmäßig milde Wahrheit. Ich habe den Wernistischen Kindern oftmals ausgefallen, Die den Geschworenen vorgelegten Fragen lauteten hielt am Sonntag Genosse Jahn einen Vortrag, worin er die Effen gegeben, da sie von ihrer Mutter mit Kostentziehung be- auf mit Ueberlegung ausgeführten Mord, auf Todtschlag und Entwickelung des Kapitalismus schilderte und auseinandersetzte, straft wurden. Direktor Schell mann bemerkt: Der auf fahrlässige Tödtung, fo: vie ferner auf Hilfeleistung zum Ver- wie nothwendig das Entstehen von Organisationen war, durch Junge war fehr nichtsnuhig, da die Mutter ihm alles brechen wider keimendes Leben in vier Fällen; auch wurde die die die Arbeiter ihre Interessen gegenüber dem Unternehmerthum nachfah und der Vater zumeist abkommandirt war. Ich schickte Frage der Bubilligung mildernder Umstände gestellt. Entgegen wahren können und die das Proletariat durch die Förderung des den Bater auf Kommando mit Rücksicht auf seine zahlreiche bem Antrage des Staatsanwalts, welcher die Schuldig Klassenbewußtseins zu der Reife der Anschauung erziehen, daß es Familie, da er dadurch eine größere Einnahme hatte. Ich sagte fprechung wegen vorfäßlichen Mordes bei den Geschwo- dereinst neben der wirthschaftlichen auch die politische Macht er deshalb zu der Frau: Wenn Sie Ihre Kinder nicht züchtigen renen befürwortet hatte, famen diese nur zur Bejahung der obern kann. Der Redner wandte sich noch gegen die namentlich fönnen, dann werde ich Ihren Mann zurückfommen lassen. Ich Frage wegen fahrlässiger Tödtung des Dr. Steinthal in jetziger Zeit besonders schädliche Bersplitterung im Organi habe den Jungen felbst etwa drei Stunden lang in die Cachotte und billigten der Angeklagten wegen dieser That mildernde fationswesen, die leider auch unter den Bauanschlägern vor gesperrt und ihm alsdann einige Hiebe geben laffen. Daß ich Umstände zu. Die zweite Frage wegen Beihilfe zu den Ber- handen sei, und empfahl den Versammelten, nach einer den Mann schlecht behandelt habe, bestreite ich. Ich habe im brechen wider teimendes Leben wurde von den Geschworenen in starken einheitlichen Organisation zu streben. Gegentheil den Mann, der lungentrant war, mit Zuberkulin im vollem Umfange bejaht. Der Staatsanwalt beantragte mit Beifall aufgenommenen Vortrag knüpfte sich eine Lazareth behandeln lassen. hierauf für die fahrlässige Tödtung das höchste Strafmaß von rege Diskussion, in der der Schlosser Wiese feine wie fauer Es wird hierauf in sehr eingehender Weise der frühere Auf- drei Jahren Gefängniß, für die zweite Strafthat gleichfalls Bier angebotenen Produktivorganisationen wieder einmal als das seher, jezige Bauwächter za plewski, der bekanntlich am drei Jahre Gefängniß ein Gesammistrafmaß von geeignetfte Mittel empfahl, um mit der wirthschaftlichen auch die vergangenen Freitag wegen Mißhandlung eines Häuslings zu fünf Jahren Gefängniß. Der Vertheidiger beantragte politische Macht zu erringen. In seiner Entgegnung wies I ah n drei Monaten Gefängniß verurtheilt wurde, vernommen. Dieser eine Gesammtstrafe von zwei Jahren Gefängniß. Der namentlich darauf hin, daß troß der Produktiv- und Konsum bekundet auf Befragen: Die Häuslinge seien in Brauweiler Gerichtshof erkannte insgesammt auf drei Jahre Gegenossenschaften sich der Kapitalismus mit allen seinen Begleiterscheinungen in allen hierbei in Frage kommenden Ländern und auch in Jülich mehrfach mißhandelt worden. Die fängniß. Soft war bisweilen nicht ausreichend; das Arbeits- Die Angeklagte erklärte, sich bei dem Urtheil zu beruhigen; rapide weiter entwickelt habe und mit brutaler Faust das Prole tariat in feinen Bestrebungen niederzuhalten suche, weshalb pensum sehr groß und die Seizung in den Arbeitsfälen der Staatsanwalt gab teine Erklärung ab. nicht immer genügend. Widerspenstige Gefangene wurden Das verhältnismäßig milde Urtheil der Geschworenen dürfte fich schon daraus die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen politischen Organisations Thätigkeit ergebe. in die Cachotte gesperrt. In dieser waren ein Seil und ein wohl in weitesten Kreisen der Bevölkerung mit Befriedigung aufGummischlauch vorhanden. Ob damit geschlagen worden, genommen werden. Wenn je von einer moralischen Mitschuld In gleichem Sinne äußerten sich Bergau, Deutschmann, wiffe er nicht. Er habe selbst mehrfach häuslingen die Zwangsbes Getödteten an seinem unglückseligen Ende die Rede sein Burmeister und Donath, die zugleich die Erwartung aus jade angelegt. Beim Anlegen berselben haben sich die Säus tann, fo in diesem Fall, der zur Evidenz gelehrt hat, daß Leute fprachen, daß hoffentlich im kommenden Jahre die endgiltige Vers linge stets heftig gewehrt. Ein Häusling, namens mit Buhältergesinnung nicht allein in der Hefe der Gesellschaft, einigung der beiden Organisationen der Berliner Bauanschläger Tausend, habe sich einmal trant gemeldet. Er( Beuge) habe sondern ebensowohl in ihren höheren Schichten zu finden sind. erfolgen werde. Herrn Wiese sei es weniger um die Organisation, ihn zu Dr. Bodet geführt. Dieser habe ihn aber für gesund Diesmal hat sich das Urtheil mit anerkennenswerthem Freimuth um die er sich so gut wie gar nicht fümmere, als um feine Produktiv- Genossenschaften zu thun, aus welchem Grunde er übers erflärt. Der Mann mußte weiter arbeiten und sei über die Heuchelgrundsäge der fatten Moral hinweggefeßt. haupt nur die Versammlungen besuche. Wiese selbst mußte nach drei Tagen gestorben. Einen anderen Häusling, nicht nur diese Thatsache zugeben, sondern auch auf eine namens Schumacher, habe er dem Direktor als frant gemeldet. Entgegnung Jahn's erklären, daß Mary recht hat, wenn Der Mann mußte aber trotzdem weiterarbeiten und wurde, er die Entwicklung der politischen und religiösen da er dies nicht fonnte, in die Gachotte gesperrt, wo derselbe auch gestorben ist. Es feien auch Häus- Die kapitalistische Hungerpeitsche. Folgende Jubel. Bustände aus den wirthschaftlichen erklärt. Nachdem der Vorlinge mit Anlegen von Hand- und Fußschellen bestraft bymue singt die Trierische Zeitung" vom 14. Dezember fiende noch darauf hingewiesen hatte, daß im Januar eine öffentliche Versammlung abgehalten wird, um die Vereinigung worden. Es sei richtig, daß Häuslinge geäußert haben: sie dem aufgelösten Bergarbeiter- Verband nach: wären lieber im Zuchthaus als in Brauweiler. Daß es auf dem Gebiete der Industrie kaum verderblichere beider Organisationen zu erreichen, wurde einstimmig eine ResoEin Häusling habe zu diesem Zwecke einmal eine Anzahl Möbel Erscheinungen giebt als Streits, darüber herrscht kein Zweifel. Iution angenommen, worin sich die Versammlung mit den Ausdemolirt. Er selbst sei von dem Direktor Schellmann wegen der Gar mancher Bergmann im Saarrevier kann ein Liedchen davon führungen Jahn's einverstanden erklärte und sich verpflichtete, in geringsten Vergehen bestraft worden. Auf Befehl oder auch nur fingen, denn noch heute kann man die Spuren der frivolen dessen Sinne zu wirken und für weitere Aufklärung unter den mit Wissen des Direktors Schellmann sei dagegen niemals jemand Bergarbeiter- Ausstände vom Jahre 1892 da und dort bemerken. Berufsgenossen zu forgen, anstatt sich durch die utopistischen mißhandelt worden. Auf Befragen des Angell. Hofrichter Mancher, welcher ehemals aus der Grube sein feftes Brot bezog, Ausführungen des Herrn Wiese irreführen zu laffen." giebt der Zeuge zu, daß einmal ein fleiner buckliger Mensch zum ringt noch jetzt vergeblich nach einer neuen Rübenbau nach Jülich kommandirt worden sei, er habe aber gift enz, nachdem er selbst die alte muthwillig verscherzt hatte. den Mann entsprechend beschäftigt. Danach wird gegen 84 Uhr Glücklicherweise sind das aber nur Ausnahmefälle; der Bergabends die Verhandlung auf morgen( Mittwoch) vormittags 9 Uhr direktion ist es zu verdanken, daß das durch die Streits herauf vertagt. beschworene Elend nur noch sehr vereinzelt sich findet und daß von den 31/2 Tausend damals abgelegten Bergleuten alle bis auf eine verschwindend geringe Zahl wieder angelegt sind. Natürlich Boziale Rechtspflege. fann man nicht verlangen, daß der Bergfiskus den Hauptführern durch Wiederanlegen neue Gelegenheit zum Wühlen unter den Gewerbegericht. Gegen die ohnentschädigungs- Arbeitern giebt; ihnen, als deren typischer Vertrete Klage des Kellners F. wandte der bellagte Inhaber eines das Streitgenie Warten gelten tann, ist und Billardsalons ein, daß derselbe mit recht entlassen worden sei, bleibt die Grube verschlossen für immer. Ein weil er durch seine Nachlässigkeit verschuldet habe, daß die Gutes aber hatte der Streit doch, einige rändige Schafe unter Billardbälle gestohlen wurden. Der Kläger bestritt, die Schuld den Angestellten( Steiger u. f. 1.) wurden entlarvt und ihre auf daran zu tragen. Das Gericht erklärte es für unerheblich, ob Füllung ihres Geldbeutels berechnete Manipulationen tamen ans den Kläger wirklich ein Verschulden treffe; eine Nachläffigkeit Tageslicht. Da hieß es denn sofort Abschied nehmen von der im Dienste, wie die behauptete, sei noch kein Grund zur sofortigen Bergmannsjacke und nach einem anderen Berufe greifen, was Entlassung. denn auch fast allen zur unverdienten zu Bier Buchdrucker flagten gegen ihren ehemaligen riedenheit gelungen ist. Noch einige andere geborstener Chef auf Bahlung von je einem rückständigen Wochenlohn Säulen aus der Streifzeit ragen öde und verlassen empor: so and von je einer Lohnentschädigung für 14 Tage. Den besteht noch in Bildstock der Saal, wo der Rechtsschutzverein" Entschädigungsanspruch begründeten sie damit, daß fie der Be feine schlimme Thätigkeit entfaltete, aber heute werden feine tlagte durch die Nichtzahlung des ihnen unbestritten zuftehenden Brandreben mehr darin gehalten, sondern ein biederer und Wochenlohnes gezwungen habe, die Arbeit niederzulegen und während arbeitsamer Wirth verzapft loyales Bier und verkauft loyale Der Kündigungsfrist zu pausiren. Der Beklagte Kurz erkannte die Bigarren. So schwindet der Ruhm der Welt in diesem Falle Restforderung an und machte gegen die Entschädigungsansprüche mit Fug und sehr moralischem Recht." geltend, daß die Kläger ja selbst die Arbeit niedergelegt, also felbft Mit einer folchen Un- genirtheit fann die Hungerpeitsche als dafür gesorgt hätten, daß sie während der 14 Tage nichts ver- das beste Mittel zur Unterdrückung der Arbeiterorganisationen dienten. Die Kammer 8 unter dem Vorsitz des Affeffor Unger nur im Gaarrevier, in der Nachbarschaft des Herrn v. Stumm, und Soziale Webersicht. 11 An den Die Zimmerer Berlins beschäftigten sich am Sonntag in einer gut befuchten Versammlung besonders mit dem Sammel wefen. Der Vertrauensmann Fischer berichtete, daß man in der Plazdeputirten- Sigung die Frage des Sammelwesens schr eingehend besprochen habe und zu dem Beschluß gekommen sei, es folle vom 1. Januar 1896 ab in der Weise für den General fonds gesammelt werden, daß an die Platdeputirten Listen ausgegeben werden, worauf die freiwilligen Beiträge zu zeichnen sind. An jedem Montag sollen dann diejenigen, die gezeichnet haben, für den Betrag Marken erhalten. Redner hofft, daß der Fonds eine Höhe erreichen wird, die es gestattet, unter allen Umständen in eine Bewegung einzutreten, um die Arbeitszeit zu verkürzen und Mißstände zu beseitigen. Nach längerer Distusfion, in der verschiedene andere Vorschläge gemacht wurden, beschloß man Marken à 10 Bf. anfertigen zu lassen und Listen auszugeben. Das weitere ist der Platzdeputirten- Versammlung überlassen, die noch vor dem 1. Januar abgehalten wird. Ueber die ausstehenden Listen soll umgehend beim Rassirer R. Myler, Hochstraße 42, oder beim Vertrauensmann Fischer abgerechnet werden, da mit dem 1. Januar das neue Sammelſyſtem in Wirksamkeit tritt. Der bisherige Delegirte zur Gewerkschafte tommission berichtete dann über die Berhandlungen dieser Körperschaft und empfahl den Kameraden, sich mehr für deren Beschlüsse zu intereffiren und an den Bersammlungen der Kommission theilzunehmen. Fischer schlug vor, von der Diskussion über diese Sache wegen der vorgerückten Zeit Abstand zu nehmen; er wünsche, daß eine andere Bersammlung sich eingehend damit beschäf tigt, da sich ein großer Theil der Berliner Zimmerer, auch er selbst, mit den Beschlüssen der Gewerkschaftskommission theilweise nicht einvers Versammlung. Sängerchor Berliner standen erklären könne. As Delegirter wurde dann Lehmann] Mäntelnäherinnen Hand in Hand geben müßten. Schneider| Sympathie. Nachdem die Aufnahme neuer Mitglieder vollzogen, and als Stellvertreter Rotlo gewählt. Im weiteren wurden meister i mer führte aus, die Tariffäße seien in ihrer jeßigen und darauf aufmerksam gemacht war, daß die nächste Versamm besonders die Arbeitsverhältnisse auf der Gewerbe- Ausstellung Höhe zu belaffen; um sie durchzusehen, würden die Arbeiterinnen lung am 6. Januar abgehalten wird, wurde die gut besuchte fritifirt. Die große Zahl von Unglücksfälle, die dort vorkämen, zum Streit genöthigt sein und dann wären die Schneidermeister Versammlung geschlossen. tönnten bedeutend verringert werden, wenn nur einigermaßen gezwungen, an die Konfektionsgeschäfte heranzutreten. Im Verband deutscher Barbiere, Friseure und Verrückenmacher vorschriftsmäßige Rüstungen vorhanden wären. Mit der weiteren drehte sich nun die Debatte um die gemeinschaftliche( Bweigverein Berlin). Donnerstag, den 19. Dezember 1895, 10 Uhr, bei Sonntagsrube nehme man es ebenfalls sehr leicht. Diesen Aufstellung der Tariffäße. Es wurde eine öffentliche Versamm: Röllig, Neue Friedrichstr. 44, Vortrag. Arbeiter- Radfahrerverein. Donnerstag, den 19. Dez, abends 9 Uhr, Sonntag sollen dort hunderte von Arbeitern beschäftigt gewefen lung der Schneidermeister aller Richtungen zum 3. Weihnachtssein. Lehmann gab an, daß gerade bei den fiskalischen feiertag in Vorschlag gebracht und schließlich einem Antrage Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht Donnerstag: Südostschule, And Kirchenbauten bie Sonntagsruhe fortwährend verlegt Lamprecht's zugestimmt, wonach das Bureau der Versammlung Waldemarstr. 14: Deutsch. Nordschule, Müllerstr. 179 a: Deffentliche Gefundheitspflege. Beginn abends 9 Uhr, Echluß 10% Uhr. Die Schulräume verde, und forderte die Kameraden auf, ihren Vertretern beauftragt ist, eine öffentliche Versammlung einzuberufen, in der find zur Benugung der Bibliothet und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials von der Sonntagsentheiligung Mittheilung zu machen, die feiner Vereinigung angehörenden Schneidermeister Vertreter fchon von 8 Uhr an geöffnet. bie dann das weitere veranlaffen würden. Dummer zur gemeinschaftlichen Feststellung der tarifmäßigen Lohnfäße erArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Berfigender Ab. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Wenderungen im Vereinstalender find zu richten maß dem noch vorherrschenden Indifferentismus unter den nennen sollen. Der Jnnung, dem Gewerkverein und dem Verein an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis. Zimmerern die Schuld bei, daß noch so viele Mißstände vor selbständiger Schneidermeister wurde anheim gegeben, jede für 11 ubr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangv. Freundhanden find, und forderte jeden Anwesenden auf, kräftig für die fich Delegirte zu bestimmen, die an den Berathungen theil- a ft I, Brunnen fir. 143 bet Fischer.- 3o rwärts II, Schönhauser Allee 28 bet Kelle. Frühlingsluft, Bülowftraße 59 bet Werner. Dorf= Stärkung der Agitation einzutreten. Nachdem noch vor un- nehmen sollen. glödlein, Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerstr. 40 bet slingenberg. Baget vorsichtigen Aeußerungen, durch die man sich und seine Familie nicht, Stegliz, Schloßstr. 66a, Zur Börse. Borar, Manteuffelstr. 9 bet Steglitz. In der am Dienstag bei Schellhase, Ahornstraße, nowad.-armonie I, Tempelhof, Dorfftr. 18 b. Gerth.- Steinfegerunglücklich machen könne, gewarnt worden war, wurde die Bersammlung mit einem dreimaligen Hoch auf die moderne abgehaltenen Generalversammlung des Arbeiter Bildungssängerchor, Ruftanien- Allee 28 bei Fiebiger.-töter'scher GesangArbeiterbewegung geschlossen. vereins für Friedenau, Steglig und Umgegend verein, koppenstr. 47 bet Wilhelm Lorenz. Kürschner, Weinstr. 11 bei Feindt. Arbeiter- Gefangverein Oranien= wurde Genosse Schneider zum 1. Schriftführer gewählt. Der burger Borstadt, Ackerstr. 123 bet Martens. Kassirer gab hierauf den Kassenbericht und erhielt Decharge. eftpreußischer Männer Gefangverein, Blumenstraße 32 Arbeiter: Gesangverein Morgenroth IV, Dann referirte Schneider über das Gewerkschaftswesen. Er bei Reich. bet Schulz, Schönlinderstraße 9. schilderte in anschaulicher Weise Entstehung, Entwickelung und bei Schermann. 3utunft III, Belten i. b. M., Wilhelinstr. 19 tm Hotet Bweck der gewerkschaftlichen Organisation, setzte die Unterschiede W. Grunow. auseinander, die zwischen den zentral- und den lokalorganisirten eft, Ballifadenfir. 62 bei Reifer. Gerstenähre( Brauer), Blumenstr. 38 Gewerkschaften bestehen, und bedauerte dabei, daß die Debatte bei Biebemann.- Arbeitergesango. Bineta, Kaftanien- Allee 11 bet Augustin. Alpenröslein, Bergstraße 60 bei Hilgenfelb. Gefango. Oberon, über die Frage, welche von beiden Organisationsformen die Alte Jatobfir. 68 bei Dieffenbach. Alpenrose, Forsterftr. 22 b. Tilgner. zweckmäßigite fei, so oft in persönliche Reibereien ausartet. Auch Edelweiß III, Wollinerstr. 62. Morgenroth 1, Rummelsburg, Türrauf den Halberstädter Gewerkschaftskongreß und auf den Aufruf, ontstr.83 bei Fechner.- Gefango. Morgen grauen, Neue Friedrich ſtr. 44 bei Röllig. Gesangv. Lyra II, Charlottenburg, Wallstr. 10a bei Mafchesti. worin die Generalkommiffion den Berliner Gewerkschaftstongreß Gefangverein Borwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, Bisbekannt macht, kam der Redner zu sprechen; er ersuchte die marshöhe". Arbeiter Gefangverein Spanbau in Spandau, bet Radtke, Neumeisterstr. 5.- Glasarbetter, Köpenick, Rofenftr. 101 bet Troppens. Genossen, in ihren Organisationen dahin zu wirken, daß zwischen Gefangy. Feldblume, Staligerfir. 117 bei Breitenfeld. Gesangvereins den Anhängern der beiden Organisationsarten eine Einigung Sangerlust, Werder a. G., Kugelweg. belweiß III, Wolltnerstr. 62, zu stande kommt. Die Diskussion war sehr sachlich und ruhig. Kummerscher Gefangverein" Langefir. 65 bei Owezarec. Restaurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bet Foge. Der Feiertage wegen wird die nächste Versammlung erfreiheitstränge III, Luckenwalde, Jüterbogtstraße bet w. Size. Dienstag, den 7. Januar, abgehalten, und zwar wieder bei orbeerzweig, forgingstr. a bei Blicks. Eintracht I, MieberSchellhase. Echönweide, Grünauerstraße bei Stretfer. ,, St. Urban", Naunynftraße 44 bei Lütte. Freiheitsgloden, Wörtherstr. 39 bet Buchholz. Gletchett 2, Sremmen, Berlinerfir. 289, Reft. St. Uract.- Streuz Drantenftr. 51( Drantenhallen) bet Helfer. In einer öffentlichen Versammlung der auf Holz: und Kohlenplägen beschäftigten Arbeiter und Kutscher hielt am Sonntag Abend Frau Greifenberg einen beifällig auf genommenen Vortrag über die gegenwärtige wirthschaftliche Lage und den Zweck der Organisation. In der Diskussion wurden Stimmen laut, die die Abschaffung des auf den Holz- und Kohlenplätzen meist üblichen Akkordlohnes und Einführung festen Wochenlohnes und geregelter Arbeitszeit forderten. Dann wurde u. a. Mittheilung über Mißstände gemacht, die auf Holz- und Stohlenplägen bestehen. Die Wahl eines Vertrauensmannes fiel auf Ahrendt. Die Vertretung der auf Holz- und Kohlen plägen beschäftigten Arbeiter und der Kutscher in der Gewerkschaftskommission wurde dem Vertreter der Handels- und Transport- Hilfsarbeiter, Schubert, überlaffen. Dieser forderte dann zum Besuche der Versammlung auf, die am 26. Januar in der Frankfurterstraße abgehalten wird, wo Bericht erstattet und die Neuwahl des Delegirten vorgenommen werden soll. Ost- und Köpenick, Arion II, Arkonaplay 1 Liebes& cho, Reichenbergerstr. 118 bei stöppen.- Treu und Sund der geselligen Arbeiterversins Berlins und Umgegend. Alle Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: P Gent, Dresdenerftr. 107/108, 1, Gift. IV. Donnerstag: Rauchklub Brüderlich= teit, Pücklerstr. 49 bet Echuhmacher. Geselliger Klub der alten Moabiter, Stephanftr. 53 bet Gräf Im Allgemeinen Arbeiter und Arbeiterinnenverein In Friedrichsberg sprach am 14. Dezember Genosse hielt am 16. b. M. Genosse Paul Jahn einen beifällig auf- Timm in einer gut besuchten Volksversammlung über das berger Harmonie, Admiralftr. 18c bet Möhring. Brezelschluß genommenen Vortrag über: Soziale Gefeßgebung und Berufs. Thema Hausindustrie, Schwißsystem und Arbeiterschutz". In statiftit. Nach der Diskussion, woran sich mehrere Kollegen be- der Diskussion über den beifällig aufgenommenen Vortrag wurde theiligten, bewilligte die Versammlung den streifenden Beder- lebhaft beklagt, daß die in Friedrichsberg doch so zahlreich verzurichtern der Firma Emanuel Meyer 15 und der gemaßregeltentretenen Schneider und Schneiderinnen sich so wenig am GeKollegin Krügmacher in Adlershof 20 M. wertschaftsleben betheiligen. Dem Wunsche, hierin Wandel zu schaffen, entsprang der Antrag, zur Pflege der gewerkschaftlichen Die Zwischenmeister der Konfektionsbranche wurden in Agitation einen Vertrauensmann für Friedrichsberg zu ernennen. ber öffentlichen Schneiderversammlung, die am 17. Dezember im Nach reger Debatte wurde man sich einig, die Agitation für Englischen Garten tagte, mit dem von der Agitationskommission sämmtliche Gewerkschaften in eine Hand zu legen und bestimmte ausgearbeiteten Tarif für Damentonfettion bekannt für diesen Posten den Genossen Hocke, wohnhaft Friedrichsgemacht. Es waren an die Zwischenmeister ca. 500 Einladungen berg, Jungstraße 47. Alle Anfragen und Zuſchriften gewer ergangen und ein Theil von ihnen hatte dem Rufe erfreulicher- fchaftlicher Art find an diesen zu richten. Mit einem dreifachen weise auch Folge geleistet, betheiligte sich auch durchweg an der Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Versammlung geDistuffion über den Tarif. Nachdem Timm vorausgeschickt schlossen. hatte, daß die in dem Tarif aufgestellten Lohnsäge von In Neu- Hohen- Schönhausen hielt kürzlich Reichstagsden Arbeiterinnen der verschiedenen Konfektionsbranchen vorschlagsweise gemacht seien, verlas er die einzelnen Punkte des Abgeordneter Schumacher in einer Volksversammlung einen Tarifs. Wie wir zum theil schon früher mittheilten, setzt der mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag, worin er auf Zarif in drei Abtheilungen die Löhne für bessere, mittlere und grund zahlreicher Beispiele und zum theil in humoristischer Weise niedere Konfektion feft, trifft Vorsorge für die Berechnung der die Aussichtslosigkeit des Rampfes nachwies, der gegen die SozialDie Versammlung nahm einstimmig demokratie geführt wird. vielen Extra- Arbeiten, die bisher vom größten Theile der eine von Basewaldt beantragte Resolution an, worin sie sich Arbeiterinnen unentgeltlich geleistet werden mußten, schreibt für mit den Ausführungen des Redners vollständig einverstanden er Arbeiten, die beim Afford nicht zu kontrolliren wären, Stunden flärte und sich's zur Pflicht machte, für die Grundsäge der Lohn vor und setzt für Stepperinnen und Stepper, Näherinnen Sozialdemokratie einzutreten. In einer anderen Resolution sprach und Bügler das Minimum der Wochenlöhne fest; ferner hat nach die Versammlung dem Antrage unferer Reichstagsfraktion, der tem Tarif die Lohnzahlung wöchentlich, und zwar Sonnabends die Aufhebung der Gesinde- Ordnungen verlangt, ihre Zu zu gefchehen. In der Diskussion, wobei es sich nur noch um die Höhe der Tariffäße handelte, erklärte Schneider. Stimmung aus. meister Stolzmann, daß die Forderung nach Einführung M Damen. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Suchsdorffunde bei Brüning, Rosenthalerfir. 12.- Gefangverein Jugendfreuben, fch'er Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr UebungsMännerchor. Abends von 9-11 Uhr bet Wernau, Rosenthalerstraße 57. Bfropfenverein Wedding, abends 8 Uhr Sigung beim Restaurateur Bergnügungsverein Alpengrün, abends von off, Gerichtfir. 44. 9-11 Uhr mit Damen bei Vollmann, Beuffelstraße 32.- Gefelliger Verein Frohsinn bei Geife, Swinemünderftr. 20, abends 9 Uhr, Sigung mit Donnerstags 9 Uhr bei Rauſch, Huffitenſtr. 9. Tambourverein Froh- Fret, Uebungsstunde Montags und Geselliger Verein Hertha abends 9 Uhr Sigung Abalbertfir. 61.- Dilettanten- Orchefterverein allegro, uebungsstunde Donnerstags 8% Uhr bei Rautenberg, Oranienftr. 180. Bitherflub Ieichheit, Uebungsfiunden abends 9 Uhr bei Neumann, Lothringerfraße 105. Bitherklub Heimathstlänge 1895. Neue Hochftraße 49( Wedding). Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung bei Gittler, Mariannenstraße 48. Alle 14 Tage abends 8% uhr. Bergnügungs- und Touristentlub Freie Brüder, abends 9 Uhr bei Roll, Adalbertftr. 21. Stattlub Sanfter Heinrich b. S. Brandt, Reichenberger Statflub Güb, abends 8% Uhr, im Lofal von Paul Müller, Statklub Grand Schwarz, abends von 9-11 Uhr bet G. Stein, Chriftburgerstraße 46. Gtattlub Grün Wenzel bei Schmidt, Dalldorferfir. 31.- Schwimmklubecht", abends 9 Uhr, tm Restauran Richter, Mariannenstr. 41. bet Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Beit, abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, abends 8% Uhr, Gieshott. Süd- Ost, bet Tolksdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Gostalift ifcher seie und Distutirtlub, abends 8 Uhr, Ece. Klub der Freunde bet Gnadt, Buttbuferstraße 32. Reichenbergerfir. 157, Sigung. Ruderverein Vorwärts, abends 9 Uhr bei Cohn's( Bur neuen Boſt), Beuthfraße 20. ftraße 122. August Getb, abends 9 Uhr im Restaurant Zubeil. Lese- und Distutirtlub etmer, abends 8½ 11hr, bet Seidel, Gerichtsstr. 19.- Lese- und Diskutirtlub Friedrich Engels. Jeden Donnerstag, abends 8% Uhr, bei Ferd. Kießel, Weißenburgerstr. 53. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Donnerstags Kollegia, bet Böder, Naunynfir. 78. Korea, Borndorferstr. 17 bet Soffmann. Mehr Licht, Weißensee, Elsaßftr. 16 bet Straßburger. Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bet Münsberg, Louifenufer 52. Rauchklub Kernspise, Abends 9 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferftraße 8. Rauchklub Pfeifenbedel, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, angeftr. 24. Rauchtlub Felfenfest bet S. Schmidt, Köpenickerstr. 171. Thriftburgerstr. 46. Stattlub Grand Schwarz, abends von 9 bis 11 Uhr bei G. Stein, Rauchklub Brüderlichkeit, 9-11 Uhr abends, bet Zauchert, Waldemarstr. 16. Verein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unterricht und lebungsfiunde für Schüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9.Arends'scher Stenographen Verein" Apollobund", Seydelstr. 30. abends 9 Uhr, Unterricht und Uebung in der ganz vereinfachten Arends'schen Stenographte. Le Cercle de Conversation Française se rassemble tout les eudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Briefkasten der Redaktion. Schöneberg. In der am 16. Dezember abgehaltenen Mitdes Tarifs wegen der Höhe der Preise an die Geschäftsinhaber glieder- Versammlung des hiesigen Arbeiter- Bildungs: und zwar unter der Bedingung gestellt werden müsse, daß an den vereins wurde vor Eintritt in die Tagesordnung der BerichtPreisen die Meister mit einem Drittel partizipiren sollen; die erstatter Rogge vom Vorsitzenden veranlaßt, das Lokal zu verwahrer Satob, Simeonftr. 28 bet Flick. Einführung von Betriebswerkstätten hielt dieser Redner für un- lassen, weil über die letzte öffentliche Versammlung in gegnerischen denfbar. Lamprecht, Schneidermeister für Mädchensachen, Beitungen entstellte Berichte erschienen wären.( Wir begreifen fympathifirt mit der Bewegung in der Konfektionsbranche, diese Maßnahme, empfehlen aber unseren Parteigenossen, auch Höhe der gestellten Forderungen; den bürgerlichen Berichterstattern, sofern sie sich als solche bedauert jedoch die er erklärt, daß 3. B. von der Firma Nickelsburg legitimiren, die Anwesenheit bei Versammlungen zu gestatten, für ein Jadet, 9 mal mit Soutache verschnürt, nur gleichviel, ob die Berichte in den Zeitungen zutreffend find 90 Pf. Arbeitslohn an den Zwischenmeister gezahlt werde. oder nicht. Red. d.„ V.") Hierauf sprach Dr. L. Arons Schneidermeister Becker hält ein Vorgehen in der Konfektion in zweistündiger Rede über Konsum- und Produktiv Gezum Frühjahr für verkehrt, die geeignetste Beit sei der Herbst; nossenschaften. Er setzte den Unterschied dieser beiden es wäre zu befürchten, daß bei einer Bewegung im Früh Organisationsformen auseinander, führte aus, aus, daß die jahr die Konfektionsgeschäfte in Verlegenheit gerathen würden., Konsumgenossenschaften natürlich feineswegs die Befreiung von Schneidermeister Teischlag erklärt die aufgestellten Lohnfäße der kapitalistischen Wirthschaftsordnung herbeiführen könnten, weil zu hoch, für hinfällig; wünschenswerth sei eine gemein- aber doch in gewiffem Maße die wirthschaftlichen Verhältnisse fame Aufstellung der Preise, woran sich die Innungs- der Arbeiterfamilien zu bessern vermöchten und dadurch das wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( awet Buchstaben oder eine Babl) meister und bie Anhänger der anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. " Freien Vereinigung Solidaritätsgefühl in sonst schwer zugänglichen Kreisen des Profelbständiger Schneidermeister" zu betheiligen hätten. 3 ander letariats weckten und förderten; dagegen habe die Erfahrung Die juristische Sprechstunde findet von jeßt ab am Montag entgegnet, daß Lohusäße, wie sie im Tarif vorgesehen gelehrt, daß die Produttivgenossenschaften der Arbeiter entweder Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt., find, theilweise schon jetzt bezahlt würden, und es zu grunde gehen oder sich binnen kurzem in kapitalistische Nr. 48. Ja. Ruhrort W. Z. Bis zum zurückgelegten nicht angängig sei, diese Löhne herunter zu sehen. Hubeck Betriebe verwandeln. Deshalb müsse von der Begrün- 25. Lebensjahre bedarf der Bräutigam, bis zum zurückgelegten betlagt sich über einen Fall von Lohndrückerei eines Schneider- dung von Produktivgenossenschaften aufs eindringlichste 24. die Braut der Einwilligung des ehelichen Vaters. Bour meifters, der sich angeboten habe, dasselbe Jaquet um 1,20 m. abgerathen werden. Als Beispiel für die Existenzfähigkeit vollendeten 21. Jahre ab kann auf richterliche Ergänzung gegen Filliger zu arbeiten, als er; die Folge sei gewesen, daß jenem der Konsumgenossenschaften führte der Redner neben den den die Einwilligung Verweigernden geklagt werden. M. 59, Meister mehrere Hunderte, ihm aber nur eine ganze kleine An- britischen, denen etwa 3 pet. der Bevölkerung Englands und H. B., Gräfestr., Wienerstr. 86. 1. u. 2. Nein. Robert Bl. zahl zur Anfertigung übergeben worden wäre. Schneidermeister Schottlands angehören, noch den Leipzig- Plagwißer Konfumverein 1. Nein. 2. Vom Gegner. Alter Abonnent. 1. AmtsMüller( vom Hirsch- Duncker'schen Gewerkverein) erkannte an, der 158 Angestellte beschäftige und die stattliche Zahl von gericht. 2. Etwa 20 M. 3. Ja. Das Landgericht. 4. Die an, daß unter den Mäntelnäherinnen großes Glend 8482 Mitgliedern habe. Der Vortrag wurde mit dem größten Orts- Krankenkasse. Die Antwort zu 1-4 trifft für den Fall herrscht, und betonte die Nothwendigkeit, überall dagegen Interesse aufgenommen. In der Diskussion sprachen Knüpfer, zu, daß der Versicherte( Arbeiter) die Klage angestellt hatte. vorzugehen. Er rieth den Schneidermeistern, gegenüber den Kon- Köster, Schubert und Obst. Mit Ausnahme Schubert's Liegt ein Rechtsstreit des Arbeitgebers vor, so läßt sich die Ants fettionsgeschäften geschlossen aufzutreten, wobei sie mit den hegten sie sämmtlich für die Konsumgenossenschaften keine wort nur nach genauerer Mittheilung des Sachverhalts ertheilen. Hackescher Ecke Neue Markt 4. Promenade. J. Brünn Am Stadtbahnhof Börse. Der Weihnachts- Ausverkauf ist eröffnet. Teppiche! Gardinen! Portièren! Steppdecken! Leinenwaaren! Fertige Wäsche! Dar zu aussergewöhnlich billigen Preisen! Janen sen F. Keileder mit Goldmanorex des 4MK Künstl. Zähne Album- und Lederwaaren- Fabrik Möbel, gebrauchte, kauft Burow, 0. 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