Albendausgabe 190 Rr. 486 B 241 45. Jahrgang Böchentlich 85 31 manati 3,60 m. Im voraus zahlbar, Boftbezug 4,32 m. einschl. Bestellgeld, Auslandsabonne ment 6,-. pro Monat. * Der„ Bormärts erscheint medhentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, bie Abenbausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend, Illustrierte Beilagen„ Boll und Zeit" und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Biffen"," Frauen ftimme". Technit"," Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts Vorwärts Berliner Bolksblatt Sonnabend 13. Oftober 1928 10 Pfennig Die et nipalttge Nonpareillezetle 80 Pfennig. Reflamezeile 5.- Reichs mart. ,, Kleine Anzeigen" das fettge.. drudte Bort 25 Pfennig( zuläffig amet. fettgedruckte Borte), jedes weitere Bort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Bort 15 Pfennig, jedes weitere Ban 10 Pfennig. Borte über 15 Buchstaben adhlen für zwei Borte. Arbeitsmartt Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen annahme im Hauptgeschäft Linden.. ftraße 3, wochentägl. von 8 bis 17 Uhr. Bentralorgan der Sozialdemokratischen Bartei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Donboff 292-297. Telegramm- dz.: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Bostichedkonto: Berlin 87 586. Bankkonto: Ban! der Arbeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Depositentasie Lindenstr. 8 Zeppelin auf guter Fahrt. a dildhood a Auf dem Wege nach den Bermuda- Inseln. Das Zeppelin- Luftschiff sett seine Fahrt über den Dzean, nachdem es gestern abend die Azoren passiert hat, mit guter Fahrt fort. Die Windverhältnisse auf der Route des Zeppelin sind am Sonnabend früh so günstig, daß das Luftschiff gute Fortschritte macht. Zeit. weise wird eine Stundengeschwindigkeit von 140 bis 150 Kilometern erreicht, so daß alle Ausficht besteht, daß Graf Zeppelin" die Einbuße an Zeit zu Beginn der großen Fahrt zum großen Teil wieder aufholen dürfte. In Bermuda ist das Barometer ge. stiegen. Bei nordöstlichen Winden von etwa 20 Stunden. filometern ist die Wetterlage günstig. Der Himmel ist nur wenig bewölft. PP In der Mitte des Ozeans. Man nimmt in Friedrichshafen an, daß das Luftschiff bis zum heutigen Morgen feit Madeira etwa 1600 Rilometer zurüdgelegt hat. Im kommenden Abschnitt des Atlantischen Ozeans, den das Luftschiff zu durchqueren hat, rechnet man hier mit zeitweiligen Gegenwinden. Man rechnet ferner damit, daß das Schiff iegt in den 30. bis 50, Breitengrad meftlicher Länge gelangt, wo sich feine Dampferroute befindet, sa daß Funkverbindung des Luftschiffes mit Dampfern vorläufig feltener zu erwarten ist. Die Betterlage in den Bereinigten Staaten ift augenblicklich fo, daß das Schiff wahrscheinlich gegenüber seinem jeßigen schnellen Fahrtempo furz vor der Ostküste der Bereinigten Staaten ein Tiefpon Nordisland antrifft, dem es nach Süden wird ausmeichen müssen. Man befürchtet, daß der Graf Zeppelin" dann eine schwierige Einfahrt nach Amerika hat, und hält es hier für unwahrscheinlich, daß das Schiff tatsächlich, wie die Funkmeldung eines französischen Dampfers bejagt, schon jetzt 1000 Kilometer vor den Bermudas ist. Man nimmt vielmehr an, daß eine Berwechslung vorliegt. Der Funkstation der Werft mar es heute nacht wieder möglich, das Luftfchiff bis in die frühen Morgenstunden hinein zu hören; fie fonnte aber teine Positionsmeldungen von Bord erhalten, da die Funkstation des Graf Zeppelin" andauernd äußerst start von Bord aus in Anspruch genommen wird. " Sonntag in New York? Die drahtlose Station Chatham der amerikanischen RadioMarine Corporation hat einen Funtspruch des„ Graf Zeppelin" aufgefangen, nach dem das Luftschiff mit einer Geschwindigkeit von 85 Meilen und unter sehr günstigen Bedingungen direkten Kurs auf die Bermula- Ins In dommen hot Die Mit lung weiter:„ Wenn das günftige Wetter anhält, hoffen wir in Cafehurst am Sonntag mittag einzutreffen." " Heute: Berlin im Licht. € a Oben links: Das Schauspielhaus. Die New Dorfer Meteorologen sind über den Zeitpunft, an dem der Graf Zeppelin" eintreffen dürfte, verschiedener Meinung. Einige Sachverständige weisen darauf hin, daß möglicherweise starter Gegenwind in der Nähe der amerikanischen Küste den Fing verlangsamen tönnte, so daß die Landung erst am Sonntag abend zu erwarten wäre. Der Hilfssekretär des amerikanischen Marmeamts, Warner, gab befannt, daß Zivilflugzeuge während des Anflugs und der Bandung des Graf Zeppelin" das Gebiet der Marineflugstation Lakehurst nicht überfliegen dürfen. Barner erflärte meiter, das Publikum werde zur Besichtigung des Luftschiffes nach Mög lichteit zugelassen werden, doch dürfe die Besichtigung in teiner Weise die Sicherheit des Luftschiffes gefährden. Dies bleibe die erste Bedingung für die Besichtigung. Schwierige Funkverständigung. " Wie aus Friedrichshafen verlautet beruht die falsche Auffaffung über ein Bersagen der Funfanlage des Graf Seppelin auf der Tatsache, daß alle Meldungen, die vom Luftschiff für die Presse ausgefandt wurden, verschlüsselt und durch irgendeinen unerklärlichen Jrrtum nicht entschlüffelt werden konnten, so daß man nur auf Nachrichten bzw. Standortmeldungen von Schiffen usw angewiesen war, die das Luftschiff gesehen hatten. Die Werftstation fannte zeitweilig aus den gleichen Gründen ebenfalls nicht den Standort des Luftschiffes. Das Geeflugreferat der Deutschen Seewarte gibt um 2 Uhr früh folgenden Bericht über die Wetterlage auf dem Atlantit aus: Während über der östlichen Hälfte vom nordatlantischen Dzean das Hochdrudgebiet im Raume zwischen den Azoren, den Ranarijchen Inseln und der Iberischen Halbinsel mehr und mehr be timmend wird, breitet sich über der wefflichen Hälfte fiefer Luftdruc ( Forthegung auf der 2. Seite.) BILL श्र Unten links: Turm der Stadthalle. Oben rechts: Das Rathaus. Unten rechts: Preußischer Landtag. Die Berliner Lichtmaske. Was man vom 13.- 16. Oktober zu sehen kriegt. Berlin muß eine dunkle Stadt sein, wenn sie am Abend der Generalprobe eines Lichtfestes nicht heller aussieht, als es gestern der Fall war. Das Programm, das für die Berliner Lichttage vom 13. bis 16. Oftober ausgearbeitet worden ist, sieht allerdings ein Lichtmeer vor. Aber es ist nicht alles so geworden, wie es sich die Veranstalter gedacht hatten. Das sogenannte lichttechnische Können" zeigte sich gestern nur in sehr beschränktem Maße. Einige von den Gebäuden, bie man mit mehreren tausend Kerzen anftrahlte", vermittelten nur knapp einen Einbrud non dem, was in den nächsten Tagen zu erwarten sein wird. Da ist der leuchtende Engel auf der Siegesäule und die Ruppel des Reichs. tages: das goldige Tempelchen auf der Kuppel bligt über dem Tiergarten auf, die Milchglasbedachung darunter phosphoresziert. Da ist der Siegeswagen auf dem Brandenburger Tor. Seine Rückseite, wenn man vom Tiergarten fommt, bildet eine dunkle Eilhouette, aber von den Linden gesehen, erstrahlt seine prächtige Heute technische Bellage. Generalstreik in Lodz. Bericht 2. Seite. grüne Patina. Die grüne Patina überhaupt ist es, bie im Lichte der tausend Scheinwerfer den schönsten Zauber hervorbringt. Das wirkt besonders bei der Hedwigskirche hinter dem Opernhaus, bei den Türmen auf dem Gendarmenmarkt, bei dem grünen Hut des Schlosses. Bielerlei an Bauten strömt dann noch leuchtend in den dunklen Himmel. Das Rathaus, das Stadt. haus, der Dom, die Museen und vor allem auch der feltfant schöne Turm der Petrifirche. Aber wenn man ganz ehrlich sein will, wirkt das alles doch ein wenig wie fauter 3auber. Da sind nebenan die dunklen Straßen mit einer fo abgerundtiefen Finsternis erfüllt, daß man im Gegensatz zu der Helle in den belebteren Straßen von förmlichen Grabesfchauern überfallen wird. Da blinzelt hier und da eine trübe Laterne, die tatsächlich eires Attestes zu bedürfen scheint, daß sie im Jahre 1928 in der Lichtstadt Berlin mit Gas oder Elektrizität ernährt wird. Einige dieser traurigen Flammen verfümmern hinter dem Gitter eines unsäglich trüben Glases. Sie ſizen wie in einem Gefängnis und geben faum einen Lichtschimmer von sich. Das Ganze wird wie eine Maste wirken, die auf ein häßliches und dunkles Gesicht gestülpt ist. Man prophezeit, daß es heute besser sein wird, daß allenthalben auch in den Privathäusern das Licht aufflammen wird. Es gilt, sich zu trösten mit den Parade. Straßen in der Weltstadt, mobei Tauenzienstraße, Kurfürften damm, Friedrich und Leipziger Straße besonders impofant ab schneiden. Das lebende und bunte Element ftellen hier allerdings die großen Geschäfte. Nur in der Leipziger Straße wandelt man unter einem fozusagen städtischen Baldachin von Glühlampen. In der Tauenienstraße wickelt sich über den Kronen der Bäume ein breites Bidzadband ab, das reflametechnisch ausgenutzt ist und in seiner Höhe von einer Unzahl großer Luftballons, die goldig un Nachtbunkel schwimmen, förmlich gehalten wird. Das große Lichtfest, der eigentliche Volkstag. diefer leuchtenden Weltstadtsinfonie soll der Sonntag sein. Es gibt 18,15 Uhr einen Auto lichttorfo mit bem Start an der Avus Nordschleife. Der Weg führt über den Kaiserdamm, den Bittenberg play, Großer Stern, Brandenburger Tor, durch die Friedrichstadt nach der Belle AllianceStraße und endet am Kaifertorio in Tempelhof. Ein historischer Wagenzug beginnt 17.30 Uhr im Luftgarten und führt über Spandauer Straße, Friedrichstraße ebenfalls na bem Kaisertorio auf das Tempelhofer Festgelände. Um 19 Uhr beginnt der große Licht rummel auf dem Flughafengelände. Das Programm fieht por: 19,00 bis 19,45 Uhr: Angriffsübung der Berliner Feuerwehr auf die mestlichen Hallen des Flughafens; 1945 bis 20.15 Uhr: Borbeifahrt des historischen Wagenzuges und des Auto- Lichttorfos, AutoLichtquabrille; 20,15 bis 20,45 Uhr: Alfred Bram fchildert„ Berlin Don nben"; 20,45 fis 21.15 Uhr: großes Höhenfeuermert; ab 21,15 11hr: Bublifumsrundflüge über der Stadt 75 000 Rinber. lampions merden verschenkt! Generalftreif in Lodz! Montag Beginn des großen Kampfes Warschau. 13. Ottober. Bei der gestrigen Besprechung der Lodzer Gewerkschaften ift der erwartete Generalftreitbeschluß zur Unterffüßung der Lohnbewegung der Tertilarbeiter gefaßt morden. Det Generalstreif in Lodz und Umgebung wird am Montag, 15. Oftober, einsetzen. Gestern wurden in Lodz zahlreiche Arbeiterversammlungen abgehalten, in denen eine Entschließung angenommen wurde, in der die Haltung der Textilindustriellen als eine unerhörte Provokation gebrandmarkt wurde. Weiter wird erflärt, daß der Regierungsvorschlag einer Cohnerhöhung von 5 Prozent ungenügend sei. Der Kampf müsse weitergeführt werden bis zur vollkommenen Berwirklichung der Forderungen. Neue Gesetzesarbeit. Allerlei Borbereitungen. In den Reichsrefforts bearbeitet man, mie der Soz. BreffeDienst" hört, eine Fülle von neuem gefeggeberischen Material 3m Reichswirtschaftsministerium erwägt man die Ermeiterung der Kartell. und Monopolgefeggebung. Budem ist eine Handwerksnovelle in Borbereitung. Im Reichs. ministerium des Innern wird an einer Abänderung des Staats. angehörigfeitsgefeges vom Jahre 1913 gearbeitet, ble eine Reichsangehörigteit an Stelle von Staatsangehörigfelt porsieht und der deutschen Frau nach ihrer Berheiratung die deutsche Reichs angehörigtelt sichert. Neben der Wahlreform und einem Aus führungsgefeß zum§ 48 der Reichsverfaffung befindet sich ein Reichs. bemahrungsgeset, ein Tubertulofegefeß und ein Reichsapothekengejez in Borbereitung. Auch ein Reichsgesch über die Lehrerbildung und ein Reichsberufsschulgesez merden eifrig gefördert. Im Reichsjustizministerium wird an einer Reform des Attienrechts gearbeitet, ferner an einem Entwurf, der die Freizügigkeit der Rechtsanwälte vorsieht. Für Richter, Berwaltungsbeamte und Anmälte ift ein neuer Ausbildungsgang geplant. norbereitenben gefeggeberischen Gebieten. Eine ganze Reihe gefek Auch die übrigen Refforts entfalten eine lebhafte Tätigkeit auf geberischer Maßnahmen befindet sich noch im Stadium der ersten Borarbeit und wird erst im Baufe des Winters greifbare Gestalt annehmen. Für 250 RM. as foftet eine fommunistische Rundfunfrede? Bor einigen Tagen teilten wir mit, daß in dem angeblich für Kommunisten gesperrten Berliner Rundfunt in den legten ennaten programmäßig angesetzte Borträge gehalten haben: Der Schriftleiter der Roten Fahne" Slang( Sampel), ber Schrift. leiter der Welt am Abend" Emil Rabold, die tommunistische Stadtverordnete Marg. Hoffmanu Gminner, der Mitarbeiter ber ,, Roten Fahne und„ Welt am Abend, der Kommunist Egon Erwin Kisch usw. Die jonit ip lebhafte Kommunistenpreffe hat zu dieser Feststellung bisher nur verlegen geschwiegen. Erst recht hat sie unsere Frage nach den Honoraren der Herrschaften nicht beantwortet. Darum wollen wir denn mitteilen, daß die Herren Slang ( Hampel) und Emil Rabold für je 250( zweihundertundfünfzig) Reichsmart ihre Halbstundenrebe im Runbfunt gehalten haben. Sie haben den schnöden Mammon nicht etwa entrüstet zurückgewiesen, fondern für das Vergnügen, im bürgerlich- reaktionären" Rundfunt reden zu dürfen, begeistert pro Mann zweieinhalb Hundertmartscheine eingesteckt. Was natürlich die Blätter, an denen die beiden Herren mitarbeiten, nicht gehindert hat, über das weit geringere Rebe honorar, das Genoffe Bolfgang Schwarz für seinen Bortrag erhalten sollte, mit flammender sittlicher Entrüftung her= zuziehen. Offenbar proletarijche" Empörung der Hochbezahlten über geschäftsfchädigende Lohnrüderei. Amtsdeutsch aus Mosfau. Eine amtliche Erklärung in der heutigen Ausgabe ber Roien Jahne" beginnt, so: ... Die Rechten in der Partei benutzen den Hamburger Fall Meiner offen liquibaiprifchen Offenfine gegen die artet und die Romintern 2. Die verföhnlicheren Elemente in der Partei zeigen urch thr Berhalten zum Beschluß des ERAS.( Artikel im Rämpfer", Stellungnahme ber engeren B. Halle), baß sie totichlich das Biquidatorentum in ihrem parteifeind chen Kampfe unterstügen." Das Zentralfomitee der KPD. trägt sich mit der Abficht, ein Donetschbureau einzurichten, das den deutschen Arbeitern das Mostar Kaubermelich übersehen foll. 60 80 00 50 40 20 20 70 Montreal 60 www 50 32 40 30 20 20 ATLANTISCHER OCEA New York- Lakehurst Washington Bermudas 10 0 10 London Berti 50 10 60 50 40 20 Der Zeppelin- Flug. aus. ( Fortlegung von der 1. Geite.) Das Liefdrudgebiet öftlich von Neu fundland weift in seiner Umgebung ftärfere Temperaturgegensäge auf. Ueber Labrador hinmeg findet ein Zuftrom falter Luftmassen statt, während zwischen 35 und 40 Grad Bestlänge warme Luftmaffen dem Tief zuftromen. Aus diesen Temperaturgegensägen hat das Liefdrudgebiet neuerdings Energie gewonnen und fich vertieft. Die Schiffsmeldungen vom Nachmittag und Abend des Freitag zeigen daher über der westlichen Hälfte vom Atlantischen Ozean bis ungefähr 36 Grad Nordbrelie westliche Winde und vielfach wieder Regen. Erst im Raume zwischen den Bermudas und der amerikanischen Ostküste breitet sich wieder ein Hochdruckgebiet mit heiterem Wetter aus, Für bie Dft tufte ber Bereinigten Staaten wird jeboch bald ein Tiefbrud gebiet maßgebend jein, das zwischen der Hudson- Bai 1- b bem unteren Lorenz- Strom in Entwicklung be griffen ist und das füdoftmärts porfiößt. Paris Friedrichshafen Marseille Ro Barcelona Azoren Valencia Lissabon Madeira Gibraltar Tanger Canarische J Wendekreis des Krebses 20098 80 70 60 50 40 30 20 10 O'.Greenwich 4 Der Amerikaflug des Graf Zeppelin". 20 Das Bad des fleinen Mannes. Späte Reue bei den Deutschnationalen. Bei ber Behandlung des großen Bohrungsprojettes, bas der fozialdemokratische Stadtrat Czeminsti der Berliner Stadtverorb netenversammlung eingereicht hatte, das dann endlich auch gegen die Stimmen der Deutschnationalen, bei Stimmenthaltung der Rom munisten angenommen wurde, hatte der deutschnationale Bertreter Dr. Steiniger erflärt, daß er und seine Freunde der Meinung seien, daß der Arbeiter keine Badeeinrichtung in seiner Wohnung benötige. Es hat jetzt den Anschein, als ob andere Deutschnationale diese Erklärung bedauern, daß sie begriffen haben, wie sehr eine folche Aeußerung geeignet ist, die Arbeiterfreundlichteit" der Deutschnationalen ins rechte Licht zu sehen. In der Bezirksversammlung des Kreises Tiergarten hatte nämlich die sozialdemokratische Frattion einen Antrag eingebracht, in dem der Magiftrat ersucht wird, an gesichts der herrschenden Wohnungsnot seinen ganzen Einfluß auf zubieten, um hen Wohnungsbau zu fördern. Dabei bestritten bie deutschnationalen Bezirksverordneten, daß sich ihre Graftion gegen bie Rotmendigteit pon Babezimmern in Kleinstwohnungen ausge sprochen hätten. Wir registrieren diese Erklärung und betrachten sie als ein raumütiges Geständnis. In der Bezirksversammlung murde der Etat perab ichiedet. Als besonders dringlich wurde die Anforderung für ein Berwaltungsgebäude bezeichnet, da die Dienststellen bes Begirts noch immer in zahlreichen städtischen und privaten Gebäuden untergebracht sind und jebes Jahr erhebliche Kosten für UmBüge entstehen. Ferner murhe der Bau des Ambulatoriumshauses im Krankenhaus Moabit als vordringlich bezeichnet, da besonders die Geschlechtstrantenfürsorge in ganz unzureichenden Räumen untergebracht ist. Ferner fallen nach Möglichkeit in den Boltsschulen Rinoanlagen eingebaut merben. Unfer Antrag, in Ermägungen barGeldte fabriziert Ozon... und ringt mit Düfterberg ums Rommando. Halle, 13. Oftober.( Eigenbericht.) Am Sonntag will der Stahlhelm, Landesverband Mitteldeutsch Stafetten, Reitermasteraden, Fahnenaufmärsche und ähnliches ge land, in Halle einen Stahlheim- Sporttag" veranstalten. Es sind plant Gestern chend fand eine Art Borfeier flatt, bei der Bundesführer Selbte, der Magdeburger Seliermafferjabrilant, die große Rebe gehalten hat. Heute, Sonnabend, mollen fich angeblich 1000 Stahlhelmer zu ernster bell" perjammeln. Die Sensation für Mittelbeutschland besteht darin, baß die an biefen Lagen hier nereinigten Seldte und Obert Dusterberg feit einiger Zeit geschmorene Gegner find, die sich schon gegenseitig mit bjegung bedroht und ihre Gefolgschaften zu Absehungsanträgen neranlaßt haben, In Berfolg diefer Altion hat Selhte nor acht Tagen in Frankfurt a. M. den Herra Theador Düfterberg mit Bezug auf seinen Fürstenwalder Haßgefang einen Unterführer genannt, dessen Ausführungen teine programmatifche Bedeu tung zutomme. Düfterberg hat adt Tage lang Rache geschmoren. Gestern abend hat Gelote, um den zweiten Bundesführer wieder zu verföhnen, den bei Bledpufit und Bautenschlag versammelten Stahlhelmern verfündet, daß zwischen ihm und Düsterberg„ volles Einvernehmen und befte persönliche Freundschaft" herrsche. Natürlich hat Herrn Seldte das niemand geglaubt. Der Clou der Rebe des Stahlheimbundesführers war jedoch das Bekenntnis, daß die Bundesführung selbstverständlich davon überzeugt fei, daß das von ihr angestrebte Boltsbegehren nicht zum Ziele führe. So versicherte Selbte, der Stahlheim habe nur die Absicht, die BoltsSo perficherte Seldte, der Stahlheim habe nur die Absicht, die Boltsbewegung als„ Dzon auf die Augen der National. blinden", soll heißen als Heizpropaganda für nationalistische Ziele, wirten zu laffen. Dieses Geständnis Seldtes ist der beste Beweis dafür, daß die Stahlheimführung, seitdem sich Düfterberas hafenfreuglerische Lendenzen in diefer Organisation immer mehr durchlegen, im Irr garten einer von ihr selbst nicht mehr verstandenen Bolitif einher toumelt. Kommunisten überfallen Sozialisten. Grumbach in Kolmer schwer mishandelt. Baris, 12. Oftaber.( Eigenbericht.) Der sozialistische Abgeordnete Grumbad murbe geftern in eier Wahlverfammlung in Stolmar von Kommunisten und Autonomiften übel misbandelt. Grumbach wurde non feinen AnSobald er auf der greifern fiberhaupt nicht zu Borte gelaffen. Tribüne erschien, stürzte fich eine Anzahl halbwüchfiger junger Leute auf ihn und suchte ihn zu mürgen. Sie mißhandelten ihn derart schwer, daß Grumbach für lange Seit ohnmachtig wurde. Auch der Redakteur Kappler, non der Straßburger Zeitung France de l'eft", wurde ich mer mishandelt. Er erhielt einige Schläge mit Stuhlbeinen und bergleichen. über einzutreten, ob und miemeit private Küchen burch städtische Küchen und Diätfüchen erlegt werden fönnen, wurde von den bürger lichen Parteien abgelehnt. Der Gesamtetat wurde gegen die Stimmen der Kommunisten angenommen. ** In der Bezirksversammlung Steglik gab Bezirksverordneter Lier( Soz.) den Bericht über die Beratungen im Haushaltsausschuß. Der neue Etat wurde hier gegen die Stimmen der Kom= munist en augenommen. Die Deutschnationalen benutzten die Diskussion, um Wahlreden zum Fenster hinaus zu halten, da sie immer noch der Meinung find, die Stegliger Bürgerschaft auf ihrer Seite zu haben. Der Antrag auf 3uweifung von Woh nungen an Eingelperfonen, verbunden mit einer ab fprechenden Kritif des Berliner Bahnungsbauprogramms, gab den foglaldematratifchen Bertretern Gelegenheit, diese Ausführungen als bas zu femzeichnen, mas fie find, bemagogische Manöver zur Irres führung der Deffentlichkeit. Die Frage der Umwandlung des Stage fizer Basserturmes in ein Krematorium wurde als noch nicht distulabel bezeichnet, folange bie Berliner Krematorien in der Lage find, die Anforderungen zu beden. Ein Antrag, laut Beschluß der Stadtverordnetenverfammlung, die Bedürfnisanstalten in eigene Regie zu übernehmen, um den Bärterinnen eine tarifmäßige Entlohnung zu sichern, serfiel ber Ablehnung. Unsere Genoffen tennzeichneten das Berhalten des Magistrats, der den gleichen im Vorjahre angenommenen Beschluß nicht ausgeführt hatte und ihn auch diesmal mit Hilfe der rechten Barteten Jabotierte Auch wurde von der sozialdemokratischen Frattion scharfe Krifit an dem Ueberstinden unpefen bei der Fuhrpartnerwaltung geübt. Die Prager Einsturzkatastrophen. Brag. 13. Oftober. Zu dem großen Bauunglüd mird noch gemelbet, daß Automobil. trafioren am Freitag mei große Betonblöde vom Unglüdsplat meise ein Mangel von Beton bestätigt. Die Blöde werben für die Gerichtstommiffion zurüdbehalten. An der Brud ftelle find fauft. bis auf die Straße zogen. In diesen Blöden wird bezeichnerder Gerichtsfommission zurüdbehalten. An der Bruchstelle find fauft. Große Stiefelsteine zu sehen. Neben diesen Betonfehlern erwiesen fich auch die Gilenarmaturen als äußerst mangelhaft. Längs des Pfeifers befanden sich nur acht Minne Eisenstabe. Bei dem zweiten Slog, ber gleidfalls eine Bruhstelle aufmeift, fehlt die sogenannte Querarmatur überhaupt. Bisher wurden insgesamt 39 Zote geborgen. Heute früh wurde das Militär nach viertägiger anstrengen der Arbeit zurückgezogen. Die meiteren Bergungs- und Aufräumungsarbeiten übernimmt die Baufirma felbft mit Unterstützung des Stadtbauamtes, der Feuerwehr und der Rettungsgesellschaft. Schießerei in Neukölln. 3n einem Cofal in der Steinmesffraße zu Reutölin tam es heute vormittag zu einer schweren Schießerei Mehrere Gäste gerieten aus nach unbekannten Gründen in einen Streit, der in eine Schlägerei ausartete. Einer der Be teiligten, der 34jährige Arbeiter Hermann Schirley aus der Grenzallee zog plötzlich eine Mehrlabepiftole hervor und jeuerte bret Schüsse auf feine Widersacher ab. Während zwet Schüsse ihr Ziel verfehlten, wurde der 24jährige Arbeiter Augu Schwedt aus der Weiseftraße von der dritten Kugel in den opf getroffen. Der Revolnerschüße ergriff daraufhin die lucht, wurde aber von mehreren Gäften, die seine Verfolgung aufgenommen hatten, bald eingeholt und derart mit Stubibeinen bearbeitet, baß er schwerverlegt zu Boden sant. Das alarmierte Weberfallkommando fchaffte Shirlen als Bolizeigefangenen ins Staatsfranfenhaus in der Scharnhorststraße, wo er sehr beden fitch banteberliagi. సిరి Die Waffernot am Bayerischen Platz. Beute abend behoben! Die Direktion der Berliner Städtischen Bafferwerte Attien gefellschaft teilt mit, daß entsprechend der Zusage des Oberbürger meisters ber Anschliß der vom Baffermangel betroffenen ciwa 20 Grundstüde am Bayerischen Blaz an die städtische Hochbrudzone bis heute abend durchgeführt und daß damit der Baffermangel behoben sein wird Wetterbericht der öffentlichen Westerdienftitelle Berlin und Um gegend.( Rocher. nerb.) Relimelle helter und sehr fühl, norwiegen froden, nerbreitete Machttrölte. Für Deutschland: 3m Norbolten noch etwas unbeständig, fonft zeitweile heiter mit zahlreichen Nacht frösten, überall fehr fühl. Die gestrigen Erstaufführungen. Giaais7 m, Gewic n 3,20 Zentner, üas arbeitende Berlin wird den 2! Oktober zum Bekenntnis ihres Willens machen: Unser du Zukunft notz alledem! Einzeichnungen durchaus unzureichend ist. ICO 000 Unter- schrillen sind vollzogen und 800000 müssen wir in Berlin bis zum 16. Oktober ausbringen." Wir müssen diesen Tatbestand leider noch ein wenig ergänzen. Bei den Reichs tags wählen am 20. Mai 1028 sind in Berlin 630 000 tommunisttsche Stimmen abgegeben worden. Wenn sich bis gestern nur 176 000 Wähler eingezeichnet haben, so bedeutet das, daß die kommunistische Partelleitung von ihren ecgeuen Lnha ngern im Stich gelassen worden ijtt lost drei Viertel der kcnnmunWschen Wähler wollen von der kommu- ntstischot Aktton nichts wissen. Man kann den Lammer der kommunistischen Partaifühiumg begreif«». E» geht bei ihr jetzt nicht mehr darum, ob ein« politisch« silttton gelungen ist od« nicht, sie spielen jetzt mn K opf. Krage» und Posten. Dos Ekti ist wieder im Land! Fließet aus dem Aug'. 0» Tränen. All mein Hoff«», all mein Sehnen. Meines Lebens schönster Traum Hängt an diesem Apfelbaum. Wo ist der neue Wilhelm Busch, der dos Klagegafchrei der bolschewistischen Mutter Balte in Börse faßt? MttereS aus Bitterfeld. Der kommunistische.Klassenkampf" von Halle bringt Ergebnisse »us Halle und Umgebung bis«mMießlich Donnerstag. Danach varen in Halle selbst mit 5162 Eintragungen 16 Proz. der kommu- siistische« Wählerstimmen vom SO. Mai d. 2.. erreicht. In Weißen- ials betrug die gleiche BerhAtniszahl aber nur Illch Prcfc„ in Wittenberg 8 Proz. In Bitterfeld hatten sich VI Personen eingetragen, abgegeben waren 2532 komwunistische Stimmen. Wacht— 3,4 Proz. Ruuxendsrf auf Welle 0,5. Theater in der iLühotostraße. Ludwig Manfred Lommel, der durch i«n« Runxendorfer Tzenen den Hörer» de? Berliner Rundfunks ainijfbeCamtt ist, zeigt sich jeflt aus dar Bühne im Theater in der Lüyowstroße. -Nunxenvorf auf Welle 0,5" heißt die Posse von August ?i« i d h a rt. bit man um Lmrencl herumgedichtet hat. Das Werk 'si eine unaufdringlich« Nichtigkeit: und das ist gut so. Es bietet Rommel die Möglichkeit, sich ungehemmt zu eittsallan. Wenn er ivbel Tirch manchmal in Flachheit oersällt: man locht aus Leibes- kräften. Dies« prochwoll«, verwandlungsfähige Komiker aim sien die Zuschauer in jodem Akt mehr. Man fragt nicht nach Hairdlung, sticht»ach Zusammenhangen: man freut sich, sobald er auf der diihne steht: als Paul und Pauli»« Neugebauer, als Baron Rülps stvy jknüllrich, als Kellner oder als Hotelgast. Da Lommel auch als Aegifleur dieses Bühnenabends zu fungieren scheint, so sei ihm der 'tat gegeben, einige billige Witzgarnietungen seiner Roll« mll ener- stscher Faust zu streichen Die Übrigen Darsteller ergänzen den nett und angenehm. Karl H« l l m« r stellt das blöde Fat- I ststum Heriniann mit foowl Hmnor dar, daß er sich als Komiker i stchMg»»den Lakmsl behauptet Tee.> Sonderveraustaltung der, �Volksbühne" Alfred Beierle liest Jack tondon. Der erste Rezitationsabend dieses Winter, sah den Bürger- so al des Rathauses bis auf den letzten Platz befaytt Alfred Bsierle las ans den Büchern Ja ck Londons. Ein Lebensbild, vom Borleser selbst vermittell, lleß den großen Ab-n. teurer in aller Welt Gefilden vor der Zuhörerschaft leibhaftig«r- stehen. Bier Jahrzehnte nur avi dieser West!— ein kurzes Leben, und doch eins von denen, deren Fülle andere trickst in Jahrhunderten «reichen. Nach der Ekscheiramg. die Beierl« beschwor, die Selbst- «nthüllung des Dichters: Aue den„Abenteuern des Schienen- stränge»", die Geschche von der Konsequent belogenen Frau". In diesem Fün Bekenntnis" betitelten Kapitel mehr al« dos reuelose Eingeständnis«wer kräftigen Labenslüge. gelogen für»in kräftige» Abendbrot und für die hungrige Seele eines todkranken Menschen. Der Dichter sagt hier, wer er Ist, wie er ist. wie ihn das Leben— das blanke„reale Leben'— dicksten gelehrt hat. Nämlich das ge- stalten, was wir wissen wallen, weil wir's entbehren, weil wir's nicht selbst erringen können in unscrer Hilflosigkeit, die uns an die große, einzige Wahrheit nicht heranläßt. Jack London hat sie— für uns— erobert! Mit heißem Blut und klaren Augen. Daher der Feueratein seiner Abenteuer, durch die der Herzschlag des Re- bellen hörbar ist. Denn was ist das fast lapidar geschriebene Sa- pitel„Von der Polizei geschnappt" anderes al» ein wohlgezielt«: Prankenschlag in das Gesickst brutaler Justiz? Und dos Gesicht, da? Alfred Beicrle aus feinen eigenen Zügen gestaltet«, mahnt« an die Richter im eigenen Land«. Aus der Urtiefe einer krafwollsn Stimm« wucht?t? Zorn und Wut— ftroblt« der zarte Lichtschein imendsich-r Güte— weiitte das herzzerreißend« Lispeln eines Sterbenden empor. Selbst der Natur eines Jack London nahe, gs- staltete Alfred Beierle die Novelle-Das weiße Schweigen".zu einem Erlebnis, das packle und erschütterte. Der Dank durchbrach den Bann der Ergriffenheit wie ein Sturm. A.?. Gchuberi-Keier der Werktätigen. Konzerf des Männerchors Kchte-Georflinia. Schubert gehört unter das Volk. Wen» feierliche Sänger ihn im eleganten Konzertsaal oor einem Publikum in Abendtoilette» singen und aufführen, so sehll seinen Werken eigentlich das beste: die mitschwingende Atmosphäre. Schubert lebte, liebte und litt als ein Kind aus dem Volke, lind seine Werk» werden darum immer. vom ersten bis zun: letzten Ton. dem einfachen Menschen— saiern er nur eine Spur von musikalischem Empfinden hat— zu Herzen sprechen. Li« Schudert.Keier eines Gesangosreüw ist darum mehr als die Berbeugunz vor«»«m Großen anläßlich irgendeiner Jahr- zehntseiar: sie ist warmer, herzlicher Donk für sein unsterbliches Werk. Der Männerchor Ficht«. Georginio hatte im Saalbau Friedrichshain feine Getreuen versammelt, die zahlreich, wenn auch leider nicht so zahlreich, wie man es gewöhnlich hier erlebt, erschienen waren. Die Schubert- Feier befriedigt« die höchsten Erwartungen. Chorgesänge wurden abgelöst von Dar- bietungcn des Kammersängsrs R o b e r t H« l l und Klavieroorträgen der Hamburger Pianisten Friede! und Hans Hermanns. Di« Hörer spendeten reichen Beifall. P 'Im Beethvpensaol brachten Marya Freund und Marth« Morhange modern« französische Musik zum Bortrag. D«r Abend gab den Eindruck einer ausgeglichenen Kultur. Dos gilt von den beiden Musikerinnen wie von den Werten, die si« zum Dortrag brachten. Marya Freund besitzt eine Stimm«, der sie durch vollkommene Schulung alle Ausdrncksmöglichketten abgewinnen kann. March« Morlinge zeigte sich al» talentierte, im Technischen virtuose Pianistin. Die moderne französische Musik, die sie brachten, bewegte sich in den impressionistischen Bahnen von Debussy und Ravel, wirkt« auf uns Heutige also sehr melodiös und ausgeglichen— wenigstens gemessen an der modernsten deutschen Musik. T«. Erstaufführungen der TBotbe. Sonntag. Städtische Oper: „Der Protagonist",„Der Zar läßt sich photogrophieren".— Montag. Rose- Theater: �ver Verschwender".— Dienstag. Theater am Aülowplatz:„l'-Boat 5 4". Trianon-Thsater: „Skandal im Bett". Schloß park- Theater:„Drei arm« klein« Mädels".— Freitag, Stootsoper Unter den Linden:„Maskenball". Kleines Theater:„Der Oicktopf". — Sonnabend. Theater im Polmenhaus:„Bibi".— Sountag. Theater in der Königgrätzer Straß«: „Friedell-Mattnee"(mittags UV» Uhr). vi« veutsche Sv»sigea»«ivlchatt eröflnet am 14., 11 U6r, im chrea KaJitfUunaSräumcn im Schloß ibr« dic4säbrig« AerbKauSstelluua. Sie entbäl! voi zuqSwebe Beii« van S-rbner KSnIUeru Dt« Werk« sind zum gröLten Teil in Ausstellungen bisher noch nlcht gezeigt worden. Für die lanjmiittau« Georgl-tireutzderg. die«m Sonntag, dein 14.. 1t>l, Uhr. von der Volikbübn« m, drein Kau« am Bütowplatz ver- anstauet wird, find Karlen in brichränkter Anzahl noch erdäl'lich. RilgUed« der volttbüdne rableu blr Karten mit Lo4be,echttgung I SO. Nichtmitgltader 2 Mk Fe«» Plätze stehen Ist- t. 3 und 2 Rk. zur«ersllgung. Ateie Gewerkschalt»sag«d verNu Der Literarisch« Abend findet hente in der Stadt balle. Olotterjtrcche. nicht im Siirgersaal de» Rat- baule« statt. Günther»ei,eado:ir. deNen Drama„l7-«oot 84* iAmerikanische Traaödle der cchs Matrosen von 8 4> am 16, lS>/x Uhr, t» der BollSdühne. Thealer am SlUowplatz zur Uraussühnmg gelangt, ist in ZNrtin «iagetroff«» und maat au den letzten Prob« teil. Warum das Land fich entvölfert. Landarbeitermißhandlungen in Ostpreußen. Welchen Umfang die Mihhandlung von Landarbei.[ Obwohl dieses Abkommen zunächst für die Reichs- und tern amimmt, beweist die Tatsache, daß dem Verbandsvorstand preußischen Staatsangestellten Geltung haben miro, des Deutsden Landarbeiterverbandes jetzt aus dem Kreise so ist doch anzunehmen, daß diesem Beispiel die anderen Länder Heiligenbeil in Ostpreußen nicht weniger als pier Fälle und Kommunen folgen werden. Aber nicht nur öffentliche Körper gemeldet werden. schaften, sondern audy private Unternhmungen fönnen jederzeit ohne Schaffung neuer Verwaltungsorgane in ähnlicher Weise die Altersnersorgung ihres Personals sicherstellen. An dem Zustandekommen des Abkommens sind die im As A Bund zusammengeschlossenen Organisationen beteiligt. Welche Schwierigkeiten es zu überwinden galt, geht daraus hervor, daß die Verhandlungen bis auf das Jahr 1925 zurückgreifen. = Der Hofgänger Rudolf H. wurde von dem Inspektor Tem mer Klein- Rodersdorf mißhandelt und aus der Arbeit gejagt. Die Papiere sowie der Restlohn wurden ihm furzerhand einbehalten. Erst nach mehrmaligem Schreiben des Deutschen Landarbeiterverbandes wurden ihm Lohn und Papiere ausgehändigt. Ebenso erging es dem Hofgänger Ernst W., der bei der Guts: permaltung indenau beschäftigt wurde. Besizer ist der Vorfißende der Deutschnationalen Boltspartei von Restorff. Ernst 2. murde von dem Inspektor Rauschnic mißhandelt, weil er bei der Arbeit gesprochen hatte. Auf Beschwerde des Deutschen Lanbarbeiterverbandes bei Herrn von Restorff erwiderte dieser, daß. nicht entlassen, sondern nach Hause geschickt worden set. Ein ganz besonders schlagfertiger Sherr scheint der Inspektor Bingel aus Radau zu sein. Als eines Tages die beiden uns verheirateten Gespannführer sich beim Holzfahren dadurch versäumt hatten, daß fie infolge des schlechten Weges mehrmals umlaten mußten, fuhr er zusammen mit dem Sohn der Besitzerin den Gefpannführern entgegen, ließ diese vom Wagen steigen und prü gelte sie durch Aber nicht nur au Männern läßt diefer Herr feine Wut aus, sondern er scheut sich auch richt, Frauen zu mißhandeln. So machte er einer Frau L. Bormurje, daß sie fich von dem früheren Verwalter des Grundstücs habe überreden lassen, nicht mehr in Arbeit zu gehen. Als Frau L. dieses bestritt, schrie er sie an:„ Sie verlogenes Beib!" Als diese ihm darauf antwortete, daß, wenn sie ein verlogenes Weib sei, er ein verlogener Kerl wäre, fie! er über sie her und verprügelte sie, und zwar in Gegenwart der Besitzerin Frau Hinz. Als ein Arbeiter dazwischen gehen wollte, um der Frau beizustehen, rief ihn Frau Hinz zurüd mit den Worten:„ Es geht Sie gar nichts an, Sie haben sich hier nicht reinzumischen." Die landwirtschaftlichen Unternehmer und ihre Organijali ven haben die bisherigen Berichte des Deutschen Landarbeiterverbandes über Landarbeiternißhandlungen immer mit der Bemerkung. abge. tan, daß es sich um„ Einzelfälle" handle und daß man nicht verallgemeinern pürje. Nun, bei den vorstehenden Angaben handelt es fich um vier Fälle, die sich in einem Kreise abgespielt haben. Sind auch das noch Einzelfälle? Das soziale Reichsfinanzministerium. Im Reichsfinanzministerium wurde por einigen Tagen mit den am Reichsangestelltentarifvertrag beteiligten Angestelltenorganisationen ein blommen über eine zusäßliche Alters Hinterbliebenenversorgung der Reichsangestellten unter zeichnet. und Nach dem Inhalt dieses Abkommens sollen den berufsunfähigen Angestellten oder deren Hinterbliebenen Zuschüsse zu den gesezlichen Ruhegeldern oder Hinterbliebenenrenten gewährt werden. Die Zusatzversorgung der Angestellten erfolgt im Rahmen der Angestelltenversicherung. Das Abkommen tritt mit dem 1. November in Kraft. Es het gegenüber den Werkspensionskassen und anderen Einrichtungen den Borteil, daß die Freizügigkeit des erfaßten Personenkreises in feiner Weise beeinträchtigt wird. Für den zusatzversicherten Angestellten werden entsprechend höhere Beträge an die Angestelltenversicherung abgeführt. Rentenberechnung wird nach den reichsgesetzlichen Bestim mungen vorgenommen. Die eingezahlten Beiträge bleiben damit den zusatzversicherten Angestellten auch bei seinem Aus= scheiden aus dem Reichsdienst in voller Höhe gewährleistet. Die Theater der Woche. Bom 14. bis 22. Oktober. Bolfsbühne. Theater am Bülowplatz: 14., 15., 18., 20., 21. Der lebende Leichnam. 16., 17., 19., 22. 11.- Boot S. 4. Theater am Schiffbauerdamm: Die Dreigroschenoper. Thalla- Theater: Schneider Wibbels Auferstehung. Staatstheater. Staatsoper Unter den Linden: 14. Carmen. 15. Boheme. 16. Aegyptische Helena. 17. Macht des Schicksals. 18. Zigeuner baron. 19. Mastenball. 20. Meistersinger. 21. Sauberflöte. 22. Barbier. von Sevilla. Staatsoper am Play der Republik: 14. und 17. Heimliche Ehe. Geschichte vom Soldaten. 16. Der 15. und 20. Dedipus Rer. Mantel. Schwester Angelita. Gianni Schicchi. 18. Symphoniefonzert. 19. Salome. 21. Fidelio. 22. Luisa Miller. Städtische Oper Charlottenburg: 14. und 16. Der Protagonist. Der Bar läßt sich photographieren. 15. Geschlossene Borstellung. 17. Die Hochzeit des Figaro. 18. und 22. Der Corregidor. 19. Don Carlos. 20. Don Pasquale. 21. Lohengrin. Staatstheater am Gendarmenmarkt: 14., 16., 17., 20., 21. Egmont. 15. Was jede Frau weiß. 18., 22. Staltutta, 4. Mai. 19. Weh dem, der ligt. Staatstheater Charlottenburg: 14., 16., 17., 20., 21. Ein besserer Herr. 12., 22. Hinterhauslegende. 18. Gas. 19. Die Weber. Theater mit festem Spielplan: 9 Deutsches Theater: Artisten. Kammerspiele: Ehen werden im Himmel geschlossen. Die Komödie: Eltern und Kinder, Theater am Rollendorfplatz: Schwarzwaldmädel. Theater i. d. Königgräger Straße: Der rote General. Komödienhaus: Hotuspofus. Großes Schauspielhaus: Casanova. Theater des Westens: Gastspiel Mostauer jüdisches atademisches Theater. Komische Oper: Tausend nackte Frauen. Deufiches Künffler. theater: Die Herzogin von Chikago. Luffiplethaus: Arm mie eine Kirchenmuts.Ceffing- Theater: Herr Lamberthier. Theater in der Behrenstraße: Maho Trianon- Theater: Die ungefügte Eva. Theater in der Kommandantenstraße: Spiel im Schloß. Metropol- Theater: Friederike. Renaissance- Theater: Ton in des Töpfers Hand. Walhalla- Theater: Wer ist der Mörder? Theater in der Lühowstraße: Runzendorf auf Welle 0,5 Casino- Theater: Stöpsel. Rose- Theater: Der Vershmender. Theater im Admiralspalaft: Schön und Schick. Wintergarten: Barieté, Scala: Internationales Varieté. Reichshallen- Theater: Stettiner Sänger. Theater am Koffbuffer Tor: Elite- Sänger. Theater im Palmenhaus: Ab 20. Bibi. Theater mit wechselndem Spielplan. Kleines Theater: Bis 18. Müllers. 26 19. Der Dickkopf. Schloßpark- Theater Steglih: Bis 15. Polnische Wirtschaft. 26 16. Drei arme fleine Mädels. Nachmittagsvorstellungen. Bolfsbühne. Theater am Bülowplah: 14., 21. Was ihr wollt. Thalia- Theater: 14., 21. Schneider Wibbels Auferstehung. KomödienTheater am Nollendorfplatz: 14., 21. Die Fledermaus. haus: 14. Mein Bater hat recht gehabt. Großes Schauspielhaus: 14., 21. Cajanova.- Komische Oper: 14., 21. Taufend nadie Frauen. Cuftfpielhaus: 21. Jugendfreunde. Trianon- Theater: 14., 20., 21. Froschkönig.- Walhalla- Theater: 14, 21. Barieté Attraktionen. 17., 20. Der Froschfönig. Roje- Theater: 20., 21. Rotkäppchen. Schloßpart- Theater Steglih: 14. Bolnische Wirt schaft. Theater in der Cühowstraße: 14., 21. Tintenteufelchen. Theater im Admiralspalast: 14., 21. Schön und Schick. garten: 14., 20., 21. Varieté. Scala: 14., 20., 21. Internationales Varieté. Reichshallen- Theater: 14., 21. Stettiner Sänger. Staatstheater Theater am Kottbuffer Tor: 14., 21. Elite- Sänger. Charlottenburg: 14., 17., 20., 21. Die Weber. FUNK UNDWinterAM ABEND Sonnabend, 13. Oktober. Berlin. 16.00 San.- Rat Dr. Paul Prank: Medizinisch- hygienische Plauderei. 16.30 Heiteres aus dem„, Stiefkind der Grazlen"( gelesen von Paul Morgan). 17.00 Unterhaltungsmusik der Kapelle Gebrüder Steiner. 18-30 Vortragsreihe: Aus der Praxis der Sozialversicherung. Arbeiter- Sekretär Paul Zippel: Was muß der Lale von der Reichsversicherungsordnung wissen? 19.00 Willy Hahn: Ars der Rüstkammer der Gewerkschaften. 19.30 Wolfgang Schwarz: Probleme der Friedenssicherung. II. Friedensträume und Kriegswirklichkeit. 20.00 Abendunterhaltung. Dirlgeat: Bruno Seidler- Winkler. 21.00 Arthur Rimbaud. 1. Einleitende Worte: Paul Zech. 2. Rezitationen( Uebertragungen vos Pauf Zech): Walter Franck. 21.30 Kurt Lublaski: Im Zukunftiand des Ostens"( Das Erwachen Sibiriens). Anschließend bis 00.30 Tanz- Musik.( Kapelle Dalos Béla). Königswusterbausen. 16.00 Dr. Lebede: Aus dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht: Ver anstaltungen der Kunstabteilung. 16.30 Reg.- Rat Dr. Meynen: Die Neuregelung der Umzugs- und Reisekosten frage der Reichsbeamten. 17.00 Uebertragung des Nachmittagskonzerts Hamburg. 18.00 Heinrich Bachmann: Die Demokratie des Alltäglichen. 18.30 Gertrud van Eyseren, Cesar Mario Alfieri: Spanisch für Anfänger. 18.55 Musikdirektor Ohrmann: Der Weg zu Bruckner( II). 19.20 Dr. Eberhard Prenßner: Kunstfied and moderne Dichtung( II). 19.45 Uebertragung von Leipzig. Ab 21.30 Uebertragung von Berlin. Sonntag, 14. Oktober. Berlin 08:35 Uebertragung des Stundenglockenspiels der Potsdamer Garnisonkirche. 09.00 Morgeufeier. 11.00 Eröffnungsfeier der Herbst- Ausstellung der Deutschen Kunstgemeinschaft. 11.30 Blasorchester- Konzert, Leltung: Kapellmeister Karl Woltschach. 14.00 Märchen( gelesen von Gertrud Nube). 13.00 Prof. Dr. Amsel: Wege zur Fortbildung in der Kurzschrift. 15.30-16.25 Für den Landwirt. 16.30 Tanztee- Musik, ausgeführt von der Kapelle Gerhard Hoffmann. 19.00 Dr. Max Hochdorf: Meister der Diplomatie. II.: Metternich. 19.30 Kurt Großinana, Sekretär der Deutschen Liga für Menschenrechte: Menschen ofie Heimat. 20.00 Abendunterhaltung. Mitwirkende: Richard Hutter, Walter Jankhuhn. 21.00 Sinfonie Nr 8 F- Dur von L. van Beethoven. Allegro vivace e con brio Allegretto scherzando Tempo di menuctio 4 Allegro vivace.( Berliner Funk- Orchester. Dirigent: Generalmusikdirektor Dr. Julias Kopsch.) 21.30 Hans Hyan: Können Tiere lachen? Anschließend: Tanzmusik( Kapelle Marek Weber). Königswusterhausen. 08.55, 09.00, 11.00, 11.30, 14100; 13.00, 13.30, 15.43, 16.30 Uebertragungen vo Berlin 18.00 Prof. Bertholet: Die großen Religionsstifter:( II.) Moses. 18.30 Erna Arnhold: Heilige Stätten der Menschheit( II). 19.00 Erzählung von Luise von François:„ Das Jubiläum"( gelesen von Isa Oberländer). 19.30 Geh. Rat Prof. Dr. Sievers: Max Slevogt. Ab 20.00 Uebertragung von Berlin. Bolt und Zeit", unfere illustrierte Bochenschrift, und .Der Kinderfreund" liegen der heutigen Bostauflage bei. Berantwortlich für die Redaktion: Eugen Brager, Berlin; Anzeigen: Th. Glode Berlin. Berlag: Borwärts Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts Bud druckerei und Berlagsanstalt Baul Ginger& Co., Berlin SW 68, Lindenstraße& Siezzu 1 Beilage. DAS BUCH FÜR IHRE FRAU finden Sie unter den prachtvollen Auswahlbänden der Büchergilde Gutenberg, Berlin SW 61, Dreibundstraße 5 Theater, Lichtspiele usw. Sonnab., d. 13.10. Staats- Oper Unter d. Linden A.-V. 106 20 Uhr Aegyptische Helena Staats- Oper Am Pl.d. Republ. R.-S. 160 20 Uhr Sonnab., d. 13.10. Städtische Quer Bismarckstr. Turnus III 19 Uhr PiqueDame Staatl. Schauspielh. Am Gendarmenmarkt A.-V. 174 20 Uhr Deutsches Theater Norden 12310 Vorverkauf auch im Pavillon d. Reinhardbühnen, Kurfürstendammi, Ecke Uhlandstraße Bismarck 448 u. 449. SU. Ende nach 10% Zum 132. Mate: Artisten tagie Max Reinhardt Kammerspiele Norden 12310 8 U. Ende nach 10 Ehen werden im Himmel geschlossen! Komödie vonWalter Hasenclever Fidelio Egmont Die Komödie Staatl. Schiller- Theater, Charitbg. 15% Uhr: Die Weber. 20 Uhr: Ein besserer Herr. Winter Garten Tägi. 8 Uhr Das vollständig neue Oktobarprogramm mit allerersten Internationalen Variete Kunstkräften.. Sonnabend und Sonntag ie 2 Vorstellungen 3.30 und 8 Uhr 3.30 kleine Preise Rauchen gestattet Bismarck 2414/7516 Metropol- Theater Telephon: Zentrum 378 u. 9393 Täglich 8 Uhr Friederike Franz Lehar birigtert! Käthe Dorsch Richard Tauber 4 Hilde Wörner Bespermann Arnstaedt Diegelmann Dora Reg Limburg Raiser- Tip Die Raffe ist den ganzen Tag geöffnet. 8% Ende 11 Uhr 8 Uhr CASINO THEATER 81 Uh Eltern und Kinder Komödie yon Bernard Shaw Barowsky- Bühnen fa. Königgrátz... Täglich 8 Uhr Lotbringer Straße 37. Neu! Neu! Stöpsel Dazu ein erstklassiger bunter Teil. Für unsere Leser Gutschein für 1-4 Pers Fauteuil nur 1.15 M., Sesse: 1.65 M. Ber rote General Sonstige Preise Parkett U. Rano 0.80 M. Koraódienhaus Täglich 8, Uh Hokuspokus mit Cart Götz R ose- Theater Gr.frankfurter St.132 4 Uhr: „ Rotkäppchen“ Uh7: Theater a. KottbusserTor Kottbusser Str. 6 Tel.. Moritzpl. 16077 Täglich 8 Ubr, auch Sonntags nachm. 3 Uhr( ermäß. Preise) Elite Sänger mit ,, Silberne..Putti Hochzeit u. einem toll. Lebensbild Schwank Pech- Schulze. Volkspreise: 100 b. 200 M., Logen 2,5 Volksblihne Theater am Bülowplatz 8 Uhr: Der lebende Leichnam Theater am Schiffbauerdamm 8 Uhr Die Drei- GroschenOper Thalia- Theater 8 Uhr Schneider Wibbels Auferstehung Staatl. Schiller- Th. 8 Uhr En besserer Herr Th. in der Lutzowstr. Kurf. 9209. Täglich 8, Uhr L. M. Lommel in Bunxendori auf Welle 0,5" Sonntag 4 Uhr Kindervorstellung Tintenteufelchen Marchen mit Musik und Bailett Th. am Schiffbauerdamm Täglich& Uni Die Brei- Groschen Oper Paulsen, Valetti, Ander, Gerron, Schaufuß, Kühl, Lenja Telephon: Nordea 1141.281 Komische Oper 84 James- Klein- Revue: Tausend nackte Frauen!! Die gr. Revoe der Freien Liebe" Sonntag 3, Uher Vollständige Vorstellung I zu kleinen Preisen Parkett nor 4,50 Mk. SCALA 8 Uhr B 5. Barbarossa 9256 Original Theremin- Trio, Musik aus der Luft, Powers Riesen- Tanz- Elefanten vom New York- Hippodrom und das große Varleté- Programm. Sonnabends u. Sonntags Je 2 Vorstellungen 3.30 u. 8 Uhr.- 3.30 zu ermäßigt. Preisen das ganze Progiamm. Alwin Neuß in der ame ikanisch. Sensation: Wer ist der Mörder? Walhalla Theater! Parkett 50 Pfg.! PürJugendliche verboten: Volksbühne Renaissance- Theater Kleines Theater Theater am Bülowplatz 18 Uhr Der lebende Leichnam Thalla- Theater 8 Heute 8 Ton in des Töpfers Hand Tragödie einer Familie v. Theodore Dreiser. Täglich 8 Uhr: in Max Adalbert Müllers Deutsch von Paul Eger. Hermine Sterlee Regie: Gust. Hartung. Landa, Siklaf Sesder Sr. 72-7 Planetarium am Zoo HALLER- REVUE Trianon- Th. Schneider Wibbelsering. Joachimsthaler Straß Auferstehung Henckels, Grodtczinski. Sallenburg- Bühnen Dts. Künstler- Th. 8 Uhr: Die Herzogin von Chicago Oper. von Emmerich Kaimea Lessing- Theater 8 Uhr Alb. Bassermann. Lucie Mannheim Noll. 1578 16 Uhr. Der Sternhimmel im Herbst 18 Uhr Erde und Weltenraum. 20 Uhr: Der Einfluß d. Gestirne ( Volksglaube und Wissenschaft). Lustspielhaus Täglich 81 Chr Herr Lamberthier Arm wie eine Drama von Louis Verneuil.. Kirchenmaus . v. Theltman, 1. iemans Theater des Westens uller, Nation Berisch Moskauer jüd. akad. Theater Täg ich Uhr Die Nacht auf dem alten Markt Theater in der Stadt Kommandantenstr. 57 Dönh. 919. Allabendl. 84 Uhr Theater am u. Stg. nac m. 3 U. Hollendorfplatz Spiel im Schloß Täglich 8 Uhr Anekdote von Franz Molnar, Regie Eugen Rober Schwarzwald- Agnes Esterhazy, Arthur mädel! Sonntag 14 Uhr: Schröder, Lichs, fesen- allot, Thiem, Roth Berlins bil igstes Theater 8 Uhr ., Schön and Die ungekante schldk" Th. im Admiralspalast Täglich 8 Uhr. Sonntag 2 vorstellungen 3 Uhr. 8% Uhr. Machmittags die ganze Vorstella. za halben Preisen Eva Operette in 3 Akten Originalbesetzung Sonnabd. u. Sonnt 4 Uhr Froschkönis Kindervorstellung mit Gesang u. Tan Rundfunk höre balbe Preise Keichshailen- theater Abends Sonnt. nchm. 3 Stettiner Sänger a Das wundervolle Oktober Progr. Nachm. halbe Praise, volles Prog Donboidrett' Varieté- Stimmung, Tanz Anfang& Uhr. Sannars 5 Uhr Großes Schauspielnaus t 3 Uhr CASANOVA Uh b mit Michael Bohnen. Regie: Charel bi 3 U. Sonntag Nachmittagvorstig. 30 zu halben Preis. Ungekürzte Vorst Tewersior Platz Berliner K- TTI Sechs Mark Fledermaus. Billigster Platz Eine Mark Neukölln. ft gi 28314 et Lahnstr. 74/ 75R föelfage Sonnabend« 13. Okiober 192Ä. LivÄbmd StinlnnignU» An l£iVasA Pariser Rummelplatz Mitten auf dem Platz Denfert-Rochereau im Süden von Paris steht das Denkmol der Verteidigung von Velfort, 1870/71, ein ge- waltiger bronzener Löwe, der auf einem umfangreichen Steinsockel ruht. Viele hundert elektrische Glühbirnen, die an Schnüren zwischen Flaggenmasten hängen, und bunte Blumentransparente leuchten hier Abend für Abend auf und beleuchten grell den Löwen, der in seiner ©■©'©'öL—__,,, rc.rmis- Jeder Wurf gewinnt— nicht ehernen Ruhe fast unheimlich von der fröhlich-bewegten Umgebung absticht. Denn rings um den Platz und den breiten Boulevard St Jacques hinunter drängt sich Schaubude an Schaubude, Karussells und Luftschoukel. umlagert von einer sröhlichen Menge, die sich hier vom späten Nachmittag bi» nach Mitternacht amüsieren will. Di«„Fetes d« Lion du Belsort* dauern zwei Wochen. Eine Zusammenballung von Attraktionen aller Art, die zum Teil mit einem raffinierten Mechanismus arbeiten. Da gibt es z. B einen kleinen Autorennplatz, auf dem«:n Dutzend kleiner Autos durch Äektriichen Kontakt mit mittelmäßiger Geschwindigkeit sich fortbewegen. Leute, die noch nie ei» Auto gesteuert haben, sind ganz versessen daraus, ihr Fahrzeug durch die Kurven zu bringen. Natürlich gibt es alle Augenblicks markerschütternd« Zusommenslöhe, gegen die dos Auto auf ollen Seiten durch eiserne Schutzstangen gesichert ist Ein Musikautomat liefert zu dem Krach die passende Begleitung— Arien aus„JRigoIeho" und„Troubadour". Daneben dreht sich ein Ricfenkarussell. Prächtig geschnitzte Kühe mit goldenen chörnern und Hängenden Zungen jagen in Reihen zu je vier, aus- -und- absteigend, vorüber.. Oft sitzen drei Personen auf einer Kuh, zwei auf dem Rücken und eine zwischen den chörner». Auch hier eine ohrenbetäubende Musik, die das Arbeiten des elektrischen Motors übertönt. „F o o t b a l l" ist die nächst« granck attraction. In kreisrunden Wägelchen, die sich auf kaum sichtbaren Rädchen nach ollen Seiten bewegen können, sitzen die Teilnehmer, die sich tatsächlich als Fuß- bäll« fühlen können, denn kaum haben sie in den Wägelchen Platz genommen, als schon eine Scheibe in der Mitte des Raumes zu rotieren beginnt An dieser Scheibe sind drei solcher Wägelchen mittels Ketten befestigt und beginnen alsbald chr tolles Spiel, das durch breite Wulste aus Hartgummi am unteren Rand eines jeden „Fußballs" gemildert wird. Sie prallen mit den übrigen„Fuß- bällen" zusammen, schleudern sie weit hinaus auf die Bahn, von wo sie durch die schiefe Ebene wieder zum Zentrum herabrollen und aufs neu« zusammenstoßen. Aber auch die übrigen Schaubuden, die nicht mit diesem kompli- zierten technischen Auswand arbeiten, erfreuen sich einer guten Be- sucherzaht Da sitzen hinter einem Tisch ein« Reche g r o t,e s k e r Gesellen. Wüste Gesichter mit den seltsamsten Nasen wsnden sich alle Augenblick nach rechts und nach links. In den Händen holten sie Drohttüten, in die man Bälle wirft. Trifft man in die Tüte, so rollt der Lall weiter in einen rotierenden Behälter, wo er erst einen bestimmten Platz erreichen muß. Sieben Bälle stehen dem Spieler zur Verfügung, die Gewinne bestehen aus Geschirr und Porzellanwaren. Außerordentlich groß ist die Zahl der Glücksräder, bei denen man mit geringem Einsatz l bis 4 Kilogramm Zucker ge- Winnen kann. Nicht selten muß der glückliche Gewinner«in Ein- kaussnctz zu Hilse nehmen, um seinen Zucker nach Hause zu bringen. Vor einem Raubtierzelt tanzt ein« Negerin einen Bauchtanz und wickelt sich dabei ein« Riesenschlange um den Leib. Vor einer anderen Bude, in der es einen Riesenpolypen geben soll, hockt ein ■fftoss i/n ■'/Z-S Unter dem Ldwon von Beifort Das„Fußball''- Spiel. Aesfchcn und halt liebevoll ein Meerschweinchen in de» Armen. Für die Kinder sind die gut ausgestatteten Karussells dos große Erlebnis. Da können sie in einer richtigen Lokomotive fahren, aus der es heftig raucht, Windmühlen, Feuerwchrwagcn, Motorräder, Autos, Flugzeuge(fast ist dos Pferd verschwunden) drehen sich im Kreil« und rufen immer neues Entzücken hervor. Kurz vor Mitternacht erreicht das Fest seinen Höhepunkt. Die Straße zwischen den Schaubuden ist so gedrängt voll, daß es nur ruckweise vorwärts geht. Klein« Indochinefen in blauer Uniform schlüpfen geschickt durch die sich stauende Menge. Marokkaner im Fez, dunkelhäutige Senegalneger ragen um Kopfeslänge aus der Umgebung heraus. Es gibt auch schon einige Betnurkenc. Mit heiser geschrienen Stimmen preisen die Verkäufer noch einmal ihre Herrlichkeiten an. Die Luit ist rauchig»nd erfüllt vom Geruch frisch gebackencr Wafieln. Die Luftschaukeln schwingen sc hoch, daß stc mit den Spitzen in das Zelidach Löcher reißen. Vor den Schießbuden knallt es fast ununterbrochen. Zwischen Irren- anftalt und dem Gefängnis de la Sani!« gelegen, scheint dieser Boulevard St. Jacques vor Ausgelassenheit zu zittern. Aber nur noch wenige Minuten, denn die Stunde, da die zahlreichen..Blauen" vor den Schaubuden auftauchen und an den Schluß erinnern, ist gekommen. Rosch verläuft sich die Menge, denn morgen abend geht der Rummel von neuem los. Tiere sehen Dich an, Von Paul Eipper, In seinem in diesen Tagen erscheinenden Luch„Tiere en Dich an" brinot Paul Eipper eine lang« Folge von Tiergeschichten, eine Reihe von Beobachtungen, wie sie nur wenigen zu machen vergönnt ist, das unverkünftelte Bekennt. ms c>nee Menschen, dem die Tiere Kameraden geworden sind und Freunde. Mit Erlaubnis des Berlag«? Dietrich Reimer it. Ernst Bobsen, Berlin, bringen wir im folgenden eine kleine Aus- wohl. Verliebte Leoparden. Die Leoparden haben einen Baum in ihrem Käfig der sich hzch oben fast horizontal gabelt. Und dort verbringen sie ihre Zeit, oll« drei. Es sind junge, jshr graziöse Kotzeniiere, federnd in ihren Be- viegungen und sehr elegant im Sprung. Der eine liegt lang aus- gestreckt oben in der Gabelung. Die beiden anderen hocken links und rechts an den beiden Enden der Aeste. Sie bewachen den Schlaf ihres Kameraden. Oder sind es zwei Freier, die um die Gunst einer öungsrau werben? Jetzt versucht der eine Leopard, über die Schlascnde hinwegzu- klettern. Mit äußerster Borsicht tastet«r sich aus dem dünnen Ast« vor; aber sein Gegenüber beobachtet ihn schars. Der long herunter- hängende Schwanz zittert Ist es Eifersucht? Der Unternehmungslustig« geht auf seinen Platz zurück und stellt Ueberlegungen an. Jetzt kommt ihm ein Gedanke Er be- ginnt, ganz zart den Rücken der Schlafenden zu lecken, mit rauher Zunge.zu bürsten, und hat auch einen schnellen Erfolg. Die Schön« «rwocht, räkelt den Leib, dreht sich um. Schon reiben die beiden Kopf« aneinander. Aber sie haben ihre Rechnung oh« de» Dritte» gemacht» der knurrend dazwischenfährt. Der begünstigte Freier fnucht zurück, er- hebt sich und zeigt die Zähne. Das Fräutein in der Mitte wird nervös: ihre Bordertotze haut mit mächtigem Hieb— den bislang Begünstigten ins fauchende Gesicht, ein-, zweimal. Klagend schnellt dieser zur Erde und verkriecht sich im Hinter- grund. Der andere aber bleibt oben auf dem Baum: er hat gesiegt und gewonnen. Löwenkinder. Selten, daß«in« Löwenmuttcr bei der» Kleinen gelösten wird: Hündinnen find zuverlässiger und haben wahrscheinlich auch mehr Geduld. Denn— das scheint mir zweifelsfrei— junge Löwen entwickeln sich gar schnell zu Quälgeistern von ganz besonderer Stärke. In einer Wandermenageri« erlebte ich, wie zwei Löwenkinder unablässig von beiden Seiten ihre Mutter ansprangt!» und die knurrende Alte immer wieder in den herabhängenden Schweif bissen. Eine Weile lieh es sich die Löwin gefallen, unter deutlichen Schmerzgrimosien. Dann stellte sie die Rute horizontal, so daß die hochspringenden Kinder das Spielzeug nicht mehr erhaschen konnten. Aber lange dauerte das nicht. Die Jungen warteten geduldig, bis die Rute müd nach unten sank und stürzten sich von neuem auf ihr« Beute Da ging die Löwin zwei Schritte rückwärts, streckte den Schwanz wieder geradeaus und— siehe da— nun berührte bi« Spitze den Holzoerschlag, legte sich in einer leichten Kurve aufwärts und fand so Stütze und Halt. Alles Aufwörtsspringen, die Kletterverfuche an der Bohlenwand halsen den Klcinen nichts:„die Trauben waren ihnen sauer geworden"! Serade diese Löwin ober bot wenige Tag« nachher«inen rührende» Beweis von Mullerlisb«. 21« kleineu gelbe» Bursche» waren abgesperrt, damit die AU« endlich ungestört fresien konnu Aber auch setzt kam sie nicht zur Ruhe. Die Kinder langwellten sich. und statt zu schnurren, weinten sie. Fauchend ging die Löwin an der trennenden Verschalung entlang, kratzte mit den Vorderpfoten und war sichtbar unglücklich. Die Kleinen miauten Immer mehr, da fand die Löwin Hilfe und Rat: hinten am Käfig Nofste die Ircnnungswand ein wenig: das Muttertier stellte sich mit dem Rücken dagegen und schob ihren Schweif hinüber zu den Jungen, die alsbald darauf losstürzten und mit der zuckenden Rute ihre vergnügten Spiele trieben. Muntere Giraffenspiele. Den Winter über war die dunkelhäutige, nun mehr als vier Meter hohe- Betty vom Merubcrg durch eine Bretterwand vom lichten Giraffenpörchen„Hans und Annsliese" abgetrennt. Als aber die ersten warnien Frühlingstage kamen, öffnete sich das Tor für die linke und die rechte Seite, und im Sonnenlicht begegneten sich plötzlich die ortverwandten Drei. Was geschah? Der Giraffenjüngling, der gestern noch mit allen Zeichen der Zärllichkeit feiner anmutigen Gespielin den Hof gemacht hatte, wurde schon in der ersten Stunde wankelmütig. Buhlerisch stand er neben der großen Weinblattgiroffe, die über einen Meter höher ist als er und leckte und koste mit weichen Lippen ihren Rückenkamm. Betty. die Riesin, ließ sich diese Annäherung eine Weile gefallen, ja si« rankte ihren langen Hals kosend um den des kleinen Hans. Geradeso waren gestern im warmen Stall Hans und Anneliese nebeneinander gelehnt, und im Ileberschwang seiner Gefühle hatte der Jüngling von Zeit zu Zeit den Kaps rückwärts gebogen und so lange lüstern verdreht, bis seine weiche Muffel an die Lippen der Kameradin reichte. Jetzt aber stand sie schmählich verlassen in der Sonne und zitterte, so daß die feine Netzzeichnung ihres Fells sich nickartig zusammenzog. Das kam natürlich von der trotz aller Sonn« kühlen Atmosphäre: aber für uns Menschen lag überdies auch ein seelischer Ausdruck in jenen Bewegungen der Haut. Hans steigerte bald die Bekundungen seiner Liebe zu Betty. Er trieb die schwere, große Girasfin vor sich her und jagte sie, bis das Tier mit seltsam wiegenden Spründen durch das Gelände floh. Man muß es dem junge» Bullen lassen, er verstand seine Manöver: immer wieder preßte er die soviel größere Beule in einen Winkel, warf den langen Hals zurück und stieß ihr seinen Kopf zärtlich in die Weich- teile. Dos muß bei Giraffen von besonderem Reiz sein und ein sinniges Liebesspiel: jedenfalls erschauerte Betty dabei bis In die Fußgelenke. Aber dann zog sie mit schwersälligen Sprüngen davon. wobei zur Verlegung des Gleichgewichts der lange Hals pendelnd auf und nieder schwang wie ein Boot, das auf den Wellen toipft. Als die wilde Jagd dicht an ihrem Wedel vorüber taste, verlor die kleine Anneliese ihr« Lethargie. Plötzlich mutig geworben, nahm sie den Kampf d«r Rivalität auf und schmiß di« Beine, so gut es bei ihrer.„Kürze" eben ging: ja sie drängte sich mitten zwischen di« unbekümmert Balzenden.. Das war ein phantastisches Schaustück! Wie besessen hüpften, wiegten, slahen die drei Tiere umeinander herum, Kolosse von 4'}, 3 und 2H Meter Scheitelhöhe, ballten sich zu einem Klumpen, daß man oft herzklopsend sürchtete, eines davon mit gebrochenem Bein zu Boden sinken zu sehen und zagen dann wieder in langen Fluchten hintereiimnder- her. Hans vergaß die kühle Ileberlcgiing. Bald lostet« er die Zwergin, bald wipplc seiiie Zärtlichkeit gegen die dunkle Große aus dem Süden Afrikas, lind die Sonne meinte es gut mir diesem Liebesspiel: unverändert floß warmer Glanz über die braun und gelb gefleckten Tierleiber. Eine Wache später war Witterungsnmschiag eingetreten: im Inimrköiig stellte jene Wand aus Bohlen wieder die reinliche Trennung her. Links davon ging Betty unruhig durcl» ihre Ein- somkeit: rechts aber bot sich der Anblick einer zärtlichen Idylle. Im Strohbett saßen die beiden hellen Giraffen vom Rudolfse«: aus ihren Körpern, die in ruhigen Atemzügen leise sich bewegten, wuchsen wie Wunderblumen aus einem Wafierrricnsec die langen Hälse auf» und ihre schmalen, feinen Köpfe schmiegten sich eng aneinander. Woh!bel)agen leuchteic aus milden Augensternen, und wenn der Hans ein wenig Heu vom Boden griff, knabberte die Airaffin sanft dön Leckerbissen von den Lippen des Wiedergewonnenen. Eä schnappt das Krokodil. Wände aus Glas umfriede» einen Riesenraum. In heißer Lust wiegen sich Bananen- und Gummiböiime: eine Bainbusbrücke führt über die Flußbank, wo im Sande Panzeeiechsen schlafen: der Avi- xator mit dem breiten Kopf, der Brillenkoiman und das Krokodil vom Nil. Einige Kaninchen werden in die Krokodilgrube gefetzt. Keine Ahnung warnt sie vor Gefahr: das«ine Tier hüpft über die Nos« des Alligators und klettert dem jaulen Burschen munter auf den Kopf. Das ist wohl auch für die Geduld eines Krokodils zuviel: der Schläfer«rwacht, schiebt sich rückwärts ins Wasser und schwimmt davon. Solange der Rücken herausragt, bleibt das Kaninchen ruhig sitzen: bann verläßt es seine Insel und schwimmt ans Land. Dort aber rasselt ein mittelgroßes ägyptisches Krokodil, rvißt die ge- waliigen Kiefer aus, klappt und schnappt das Tier,— vorbei! Weil nun Lkrokodile weder Zunge noch Speicheldrüse haben, müssen sie ins Wasser, um ihre Nahrung hinab zu würgen. Das tut auch dieses Nilkrokodil, spült mit einem Schütteln seines Kopses das tote Karnickel und knackt entzwei, was vor 30 Sekunden noch lustig am Leben war. In der Natur gibt es kein Mitleid. Oen Schlangen zum Kraß. Drei Pythons liegen, zu großen Tellern eingerollt, ohne Be- wequna im verglasten Käsigrund und rühren sich auch nicht, als ein Wärter die Kläpptür öffnet, um«in strammes Ferkel von etwa 25 Pfund Gewicht in den Käfig zu setzen. Jetzt wird die erste Legende zerstört: das Märchen vom Zauber» bann der Schlangen. Unser rosa Schwein springt lustig umher, be- schnuppert die Wände, scheuert seinen Rücken am Klctterbaum der Reptilien und kümmert sich so weiisg um die Schlangen, wie diese dos Ferkclchen beachten. Ja, dos Tier pufft mit seiner Rüflel- schnauze an den Knäuel, so daß eine Schlange jäh den breiten Kopf hochnimmt und ein wenig zischt. Erschrocken hüpft der kleicke Dicke dann zwei Schritte zurück, und das Reptil zieht den Kopf wieder ein. Vielleicht ist das Schwein zu groß? Ein kleineres wird dazu getan. Jetzt toben die beiden vierbeinigen Burschen, daß di« Kiesel- steine fliegen. Sie beißen sich, schießen Kobolz und beachten gar nicht, daß die sieben Meter lang« Netzschiange züngelnd vorwärts- kriecht. Dos Schicksal naht, denke ich schaudernd. Die Ferkel aber b«- schnuppern sich, und die Schlange geht wieder nach Hause. Vielleicht hat sie Appetit auf Kaninchen? Ein weißes und ein geslscktcs Tier werden hereingesetzt und fühlen sich so wohl im heißen Schlangen- räum, daß sie sogleich dem Fortpflanzungsgeschäft obliegen, dicht neben den Reptilien.— E» war nichts mit der Fütterung. Ein Rennfahrar-Roman von Andre Reuze. öbersetzl von F. A. Angermayer Copyright byBüdwgilda'� Outenborg, Berti» Die große ,, Tour de France" Jährt die„Giranten der Landstraße", die berühmtesten Rennfahrer der romanischen Länder, durch die schönsten Teile Frankreichs. Der Sportschriftsteller Ravenelle und der Maler Maingur begleiten sie im Auto. Viele Teilnehmer sind schon zwückgcblieben, die Anstreneungen des großen Rennens waren zu groß für sie. Aoer auch die Spitzengruppe Lockert sich zusehends. Die einzelnen Stalle", die Vertretungen der eroßen Fahr- radtabriken, setzen ihre ganze Kraft ein, um den Sieg in den einzelnen Etappen und im Oesamtrennen davonzutragen. Aber mit Energie und sportlichem Kannen allein ist es nicht getan. Man muß den Gefahren entgegtntreten, die überall auf einen lauern. Es sind nicht nur hägel, dir. von der Konkurrenz auf den Weg gestreut werden; auch der Alkohol sotl die gegnerischen Champions mürbe machen, und schließlich wird auch noch die Liebe, oder was steh dahinter verbirgt, als HiaderungsmJ.ttel eingesetzt. (15. Fortsetzung.) Sc Bazec hofft« nicht«nmal nnchr auf die oerftcdU Unter» stutzung seiner eigenen Stallgenosien. Cr mußte, daß ihn Dordist und Mirrales beneideten und vor allem ihr« eigene Position zu verbessern suchen würden. Auch sein Stellge riosis Crausse, der am Anfang sehr vom Pech verfolgt war, würde alles daransetzen, um auszuholen. Uebrigens gab ja Rissin selbst offen zu. daß jetzt nur noch Vorbist die chofjnung des ,.Rioo"-Ltelles war. Dieser starte Velgier war in blendender Form und hatte nur elf Minuten Rück. stand. Schließlich wußte auch keiner besier al» L« Bozec selbst, daß der Italiener Lanzone vom„Avanti'-Stall keineswegs von Blanc- Meenil gekauft war. wie es Risstn hinausposaunte, sondern ganz im Gegenteil von Rissin selbst, um Le Bozec bis in die Nähe von Brest zu ziehen. Lanzone würde fetzt nur noch für Vorbist oder Mirrales tahwn, das stand fest. Mühetes, die chande oben am Lenker, fuhr der ttein« Chevillard dahin. Auch Dampier rollt« neben Argentero ohne jede Anstrengung. Mit unglaublicher Leichtigkeit kurbelte Blane-Mesnil hinter ihnen, und sogar Gambardella, dessen ganze» Bein nur eine einzige Bandage war. flitzte mit den Norderleuten. Ei« durcheilten Chzteoulin, Kervenguy und Ouilmen. Der Tag brach an. Das Feld rollt« an zahlreichen Wehwogen vorbei, die Kälber und Schwein« geladen hatten. Alle Kutscher grüßten die Fahrer, und wenn sie die Strohhüte abnahmen, fiat» terten die Santtbänder im Wind. Weißbehoulbte Frauen lächelten und winkten: vor den Wirtshäusern stand«« junge Burschen und riefen: „Bravo, Le Vozeel... Fahr zu!...'* „Das mußte ausnützen, Mensch!4" rief nun Majotte Le Bozec zu.„Wer weiß, wie lang du Vi« gelbe Jacke noch anhost, dann is deine Popularität zum Teufel!4" Gelächter rauschte aus den Reihen der Fahrer. „Verfluchter Kerl, wo er bloß immer die Witze hernmnnt?44 sogt« einer. Rur Loboureur schwieg. Cr richtet« sich auf, schwang beide Arme kreisend durch die Lust und stützte dann die Fäuste gegen die chüften. „Ich kann dir nicht beistimmen, Majotte. Weil Le Bozec eine Dummheit gemacht hat, braucht ihn noch lange keiner lächerlich zu machen. Er ist Kasse. Dich jedenfalls hat er noch innner hinter sich gelassen." „Kunststück! Menschenskind, wenn der erst soviel Defekte hat wie ich... Uebrigen» geht dich das gar nischt anV „Man muß jedem Kollegen Gerechtigkeit angsdsihen lassen!4" „Ja, ja! Ich kenn« dein Leitwotw: Loyal sein ist alles!... Du annüsierst müh wirklich. Wenn ich Zeit hätte, ich ob» steigen und lachen.. Trotzdem wird's aber bald Tränen in der Marine geben, meüt Lieber. Wenn du genau wissen willst, was ich von Le Bozec halte, sage ich dir'»: Cr ist erledigt.44 Laboureur fand es unter seiner Würde zu antworten und fuhr zur Spitz», um mit L« Bozec zu sprechen. „Fühlst dich nickst ganz wohl, was?... Aushalten, Mensch, aushalten!... Und wenn du heute zehn Minuten verlierst, macht nichts. In Le Sables wirst du dich ausschlafen, und dann geht die Post ob, und du holst alles wieder auf, verstanden?... Laß dir bloß nicht den Kopf verdrehen und dich entmutigen." „Wenn du wüßtest, was ich schon alle» ausgehalten Hab«." seufzte der frühere Matrose, glücklich, einen Bertrauten gefunden zu haben. „Da» macht nichts! All« anderen kriegen auch ihre„Made", nur keine Angst, und vielleicht fühlst du dich gerade an dem Tage frisch wie junger Spinat. Allerdings, eines jag' ich dir laß dir die Ge» schichte zur Lehr« dienen, wenn du einmal ein Klassefahrer werden willst." „Od ich will!" seufzte Le Bozec. „Dann ist's gut. Ich habe dich seit dem Start beobachtet, du kannst radfahren, du bist wirklich Vollblut, verstehst du, wenn du aber wieder Dummheiten machst und dich bejäufft, ist's aus, dann bürstet dich der kleinste Krebs ab! Je mehr Klasse einer ist. desto mehr hast er aus!" ,.Na, dann muß ich aber ganz große Klasse sein!" Das Feld fuhr eben durch Quirn perl«> von einer tausendkopfigen Meng«, die!-rb in der Nue d« la Tour d'Auoergn« und auf der Jsolebrücke staute ungeduldig erwartet. Laute Bravo» erschollen, dl« Fohrer rosten weiter nach Kerdaniel. Ein Auto hatte jetzt Panne Da bemächtigte sich aller Fahrer. die ihre Geschwindigkeit verlangsamten, kindische Freud«. Sie ge- bürdeten sich wie Knaben In den großen Ferlen. Der Wogen gehörte nämlich Raoenelle und Mainguy. Di« beiden standen zigarettenrauchend am Weg und Kotten di« Hände in den Taschen Baust, der Chauffeur, verschwand bis zu den Schultern Himer der Mvtorhmebe. „...'s kommt»«der mal dran." lacht« Crousse.„Em Glück. daß nicht nur wir Fahrer Pech haben." „Mistkerze!" brummte Baust und breitet« sein Werkzeug aus einem Flanellappen vor sich aus. „Menschenskind. w>« kann man überhaupt Kerzen gebrauchen?" sagte Mosotte mitleidig.„Nimm doch in Zukunft elektrische» Licht." Tampicr sagte, mit der.Hand grüßend: „Seht mal zu. daß ihr wieder da seid, wenn wir den Aubisgue- berg rauf klettern!... Das ist sehenswert!" „Fährt eigentlich Pouilladoux noch?" rief Stavnell«. .La wohl, feit gestern abend mit der Cisenbohn! Der erwartet uns lieber direkt m Paris" Schon waren sie vorbei, und ihr Lachen verebbte. Di« Begleit- wagen sausten hinterber und verschlangen mit ihrem Benzingeruch den frischen Duft der blühenden Felder. „Alle in bester Stimmung?" sogt« Momguy. „Bis auf La Bozec. der den Kopf hängen läßt,.haben Sie bemerkt, wie eifrig Rissin um ihn herum ist?... Mir scheint, der «tgentlich« Kampf dürste bald beginnen!" „Berfluchter Kerzendreck!" schimpfte Baust und zwickte die Kitpferdrähte durch. „Nur Zeit lassen, lieber Banst! Mr holen fte noch rechtzeitig ein!" In kleinen Gruppen kamen ab und zu Cinzelsahrer vorbei. „Wissen Sie, wo» wir eigentlich jetzt, wo wir Gelegenheit dazu haben, tun sollten?... Statt gleich wieder nach vorn« zu den Kanonen.zu sausen, sollten wir erst einmal eine Zeitlang die Einzel- fahrer verfolgen." „Gute f&ee!" erwiderte der Moler.„Auch mich interessieren diese armen Burschen." „Na gut, dann wollen wir erst«ranal konstatieren, wer als sogenannte„rote Laterne" am Schluß des Rennens liegt." Fahrt durch den Süden Frankreichs. „Na, wer denn?" „Sekunde," jagte der Journalist und suchte in der ,Fiadwelt'. „Momentan ist de: Letzte in der Kesamtweriung Nummer 22fl, namens Artiir Elapisjon aus Vaaugency. Er liegt mit drei Stunden und siebemmdzwanztg Wnuten Hinter Le Bozec." „Und fährt dennoch weiter!... Fabelhaft!" „23ix werden ihn nachher einmal fragen. Seit einigen Jahren bekommt nämlich der Letzt« einer Etappe von mitfürenden Seelen «ine Prämie von.zwanzig Franken. Das soll den armen Teufel gleichsam trösten..." „llta. endlich!" rief Baust und oerstaute fem Werkzeug wieder im Wag««. „In Layanne seh' ich mal die ganze Karr« ordentlich nach, damit wir nicht in den Pyrenäen steckenbleiben..." In einem kleinen Landwirtshcuis warteten sie, bei frischem »rot. Käse, guter Putter und schümvendew Apfelwein aus den Letzten. Kinder, standen neugierig herum und sahen ihnen beim Essen zu. Der Lumpensammler", der ganz am Schluß des Rennen? fährt um im Not' alle gestürzte tader ermattete Fahrer aufzunehmen. war noch nicht oorüberoekomman, doch der lange und vielfarbige Rosenkranz der Cinzelsahrer schien abgehaspelt zu sein. Baust fuhr nun der Karawane rasch noch. Als sie die fliehende Silhouette eines Fahrers entdeckten, holten sie ihn ein und begleiteten ihn. Da Rcwenelle nicht jeden einzelnen tannte, las er erst die Rückennummer und warf dann«inen Blick in seine Zeitung. „2lh4� V � p getan durch diese einfache und vrattische 3b*c, ein Rad mit»M. Äalken zu 0�-�cri. als der Ersmder der modernen Befestigungen Rösselsprung. Maupasson! Gleichungsrätsel: Kattun— Tunnel+ Nelson— Stütz + Zeder— Sonne-ft Nebel— Ader+ Ana— Nabel— 0. Silbenrätsel: 1. Agamemnon; 2. Laban: 3. Campten' schirm: 4. Elbe: 5. Rienzi, 6. Aeffin: 7. Davos; 8. Eremit: 9. R»' gufa: 10. Sommer, 11. Tabak: 12. Ellipse: 13. Herder: 14 Erda 15 Natter: 16 Siam: 17. Taube: 18. Zr-.s: 19. Lützow: 20. Lorclei! 21. W:esek. 22. Enkel.— Alle Räder stehe» still, wenn mein stärket Arm es will. Ausjchniiträtsel: Verderbnis, Lorelei, Handlaterne Eßtisch, veriicheruna, Jochen, Bittschrift, Schulter, Venedig, Schient Periskop Luik;ufuhr, Asche. Eiffelturm, Schabernack/ zechfrob Ranke. Reims. Lachest».— Der Lord läßt sich entschuldigen,«' ist zu Schift nach Frankreich. Figuienrätsel: 1— 2 Handel: 1-t- 4 Hantel; 1+ 5 staf na: 3+ 3 Mandel: 3* 1 Mantel; 3+ 6 Mangel: 3+ 5 Mann« 5+ 2 Nadel. 5+6 Nagel. D! e fehlende Mlttelsilbe: tri; Vitrine: Natrium: Attribut; Nutria; Vitriol. Latrine: Patriarch; Bolkstribu» tat: Petrikaii' Matrikel Nr. 4SS 45. lAhrgang Sonnabend, 13. Oktober I92S Ein Jahr Beilage ,Tedinik' Vor tlnem ftoljr, om 7. Oitabtr 1927, erschien hk erste Nummer der technischen Beiloge unseres Blattes. Sie kam anfänglich alle n-erzehn Tage heraus und erscheint seit dem Februar d. I. fast f'crs wöchentlich. Die Vellage hat versucht, technisch« Probleme in allgsnwiuoei'ständlicher Farm zu behonielu. Die technisch« Vellage einer Tageszeitung darf unter keinen Umständen mll einer flach- zcitschrist konkurrieren»ollen. Sie mich sich von Formeln und Bs- rechnungen frei machen, sie muh unter Umstanden Dings, die der Fachmann mit einem einzig«» Ausdruck klar kennzeichnet, ausführ. lich beschreiben, sie darf keinerlei Kenntnisse beim Leser voraussetzen, wenn sie ihren Zweck, den grotzten Teil der Leserschaft zu gewinnen, erfüllen will. Wenn man den vorliegenden Band der technischen Beilage unseres Blatics durchblättert, so tritt dieses Streben, sich an«inen mög- lich st großen Kreis derLeserschast zu wenden, chn technisch zu interessieren, scharf, klar umrissen hervor. Man kamt die Aussätze In einzelne Gruppen zusammenfassen und dadurch den Beweis für d!« eben aufgestellte Behauptung lisfern. Ein großer Teil der Aufsätze befaßt« sich mit der Technik im hausholt, einem Gebiet, das in erster Linie in das Reich der Frau gehört. Das geschah mit voller Absicht, da gerade immer wieder unser« Leserin. n«n erklären, daß sie on der Technik uninteressiert seien, well si«„zu wenig davon verständen". Es wurden.nacheinander folgend« Themen behandelt:„Die Frau und die Technik" setzt« sich g undsätzlich mit der Stellung der Frau zur Technik auseinander. Tm Anschluß daran wurde«ine Beilage dem Thema„Kind und Technik" gewidmet. Weiter« Aufsätze beschäftigten sich mit der Frauenarbeit in der Technik, mit der Ausstellung„heim und Technik" und weitere kleinere Aufsätze waren'ebenfalls dem Thema �heim und Technik" gewidmet. Eine Reihe von Aussätzen Mchäfligt« sich damit, das Verhältnis des Arbeiters zum Betriebe aufzuzeigen. So wurde u. a. in einem ausführlichen Artikel das Wesen der Betriebsunfälle und die dagegen notwendigen Der- hütungsmaßnahmen besprochen, di« durch das laufende Band auch in die deutsche Industrie hineingetrogen« Entseelung der Ar« b e i t und ihre Folgen auf die seelische Einstellung des Arbeiters wurden ebenfalls eingehend behandelt. Im Anschluß on die große Bergwertskatastrophe auf der Zeche Ewald, die zwölf Arbeiisrn das Leben kostete und sechsunddreißig Schwerverletzte iorderte, brachte die„Technik" einen sehr eingehenden Aufsatz über d'z Fangvorrichtungen bei Förderkörben. Sie schilderte unter der Ueberschrist„De« Bergmanns Höllenfahrt" die schweren Mängel, die auf diesem Gebiet auch heute noch auf deutschen Zechen zu finden sind und wies auf di« vorliegenden technischen Derbesso» rimgen hin. In gewisiem Zusammenhange hiermit stand auch der Aussatz, der sich mit der Gewinnung der Ruhrkohle be- faßt«. Für die technisch« Beilage einer Tageszeitung ist ganz selbst- verständlich, daß sie nach Möglichkeit auch die großen technische» Aiuskellungen behandelt. Aus die Münchener Ausstellung.Heim und Technik" wurde schon hingewiesen. Di« Werkstoffschau, die Tunkauestellung, die Bureauausstellung und jetzt auch die Beron. sstltung„Berlin im Licht" haben auch in der„Technik" ihren Niederschlag gefunden. Leider gestattet der im Verhältnis zum vor- liegenden Stoff recht begrenzt« Raum stets nur eine Auswahl aus den an einer solchen Ausstellung beteiligten Gebieten. Wir leben in der Zeit des Verkehrs. So ist es denn nicht ver- wunderlich, daß Flug, Funk. Auto und Eisenbahn in der technischen Beilage des„Vorwärts" verhältnismäßig starke Beachtung fanden. Es wurde über d!« Entwicklung des Motorflugzeuges, über die neue» Hochseeflugboote, über da» Problem de« Vogekslugs und die Entwicklung de« Lenkluftschisfe« und andere Flugprobleme berichtet. D!» Errichtung des Deutsch« londsender», di« Fortschritt« auf dem Gebiet« der Bild» telegraphi«, des Fernsehens und anbete funktechnisch« Einzelheiten wurden dem Leser übermittelt. Folgende Artikel be« sck ast'gten sich mit dem A u t o m o b i l w e s e n: Die große Um- stellung der Ford-Vetriebe, die Geschichte des Autos, das Auto in Amerika und im Zusammenhang damit ein Gang durch die Lindcar werte, die das Auto des kleinen Mannes, das Fahrrad, bauen. Auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens wurde vor allem der Kohlenstaublokomotive als einer wesentlichen Neu«. rung Beachtung geschenkt. Die Chemie ist heute einer der wichtigsten Zweige der Technik geworden. Soweit es de? immer wieder als zu knapp empfundene Raum der technischen Beilage zuließ, wurden auch auf diesem Gebiete eine Anzahl der wesentkichsien Neuerungen behandelt. Ein« lehr große Anzahl von Artikeln beschäftigte sich mit der Geschichte der Technik. Es sei wir an die Erfindung der Schiffsschraube, an die Technik der Urzeit, an die Wiedergab« alter, historisch ge° wordenen Kranbauten, an das Jubiläum der Glashütter Uhren» induftri« und die Geschichte des Meters erinnert. Da im Berliner Telcphonwesen die Umstellung auf den automatischen Betrieb in ständiger Folge durchgeführt wird, wurde«in» Beilage ausschließ- l'ch dem telephonischen Selbstanschluß gewidmet. SHisfbau und Dosserbau wurden durch d!« Aufsätze ,D i e y« s s« l» der Ozeanriesen", die Anleitung yrat Bau eines Paddel» b ootes, die Beschreibung der größten und kleinsten Schleuse Europas, sowie durch die außerordentlich inter- essanten Stauwerksbauten am Nil berücksichtigt. Und über rein technische Dinge hinaus wurden auch einige Beilagen dem Zusammenhang der Technik mit Luvst und llitcralur gewidmet. Zum Jahrestag des Kriegsbsgiirns wurde durch einen entsprechenden Artikel der Mißbrauch der Technik im Dienst« sinnloser Zerstörung gekennzeichnet. Schon diese Aufzählung zeigt, wie außerordentlich vielsertig die Arbeit der technischen Beilage während ihres e'njährigen Bestehens war. Zahlreiche Zuschriften zeigten, daß die Redaktion be! der Be» Handlung technischer Fragen das Derständnis der Leser gefunden hat. S!« richtet jetzt, am einjährigen Geburtstag der Beilage, an alle Leser die Bitte, Wünsche, Anregungen und Urteile mcht nur im Kreise der Genossinnen und Genossen zu äußern, sondern sie so- nie! als möglich auch der Redaktion selbst mitzuteilen. Nur durch die innige Verbundenheit mit denjenigen, für die diese Arbeit hier geleistet wird, kann sie dauernd erfolgreich bleiben. Wir danken alle» denen, die durch ihr« Anregung und ihr Interesi« die Arbeiten der technisch«? Redaktion gefördert haben. Sie all« haben wesentlich zum Gelingen des ganzen beigetragen. Redaktion der«Technik". 99 ffierlm im£icM 66 Born 13. bis Ifv Oktober fiadel in Berlin dne Oichkoer. snflallung unter dem Til-i„Berlin im Licht" stall. Ein« der modernst«, Lcleuchlungsmethoden ist das Flutlicht. Vir geben im folgenden einen Artikel wieder, der den „AEG�Mtldlungsn" entnommen ist und dlefc Veleuchtuvgs. ort eingebend schildert Unter Flutlicht versteht man die Anstvahlung van Gebäude- fafladcn. Denkmälern, Reklameschlldern oder dergleichen mit schein- werferartigen Geräten. Im wesentlichen bandelt ts sich um fenl» ßäd 1: Beleuehtung eimr ti aus front aas mittlerer Entjtrnung{b.s IS m). rechte oder annähernd fenirecha Flächen, die durch Bestrahlur� aus ihr« Umgebung herausgehoben werden sollen. Derartig stark beleuchtete Flächen, dl« abends uwnittel-bar an dunkle Fläche» gvsnzen, lenken naturgemäß die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich und sind besonders gute Werbemittel. Mit der steigenden Nochfrage nach derartigen Anlagen sind auch di« Ansprüche cm die Flutlichtgerate selbst gestiegen. Die Bedingungen, unter denen eine Flutlichtanlage entworfen wird, sind fast in jedem Falle verschieden, so daß die Entwürfe zum n TO«a« Bild 2: Füälichigeräi mit EmaiLUref Lektor. größten T«l einer individuellen Behandlung bedürfen. Es spielen hier nicht, wie z. B. bei der Straßenbeleuchtung, nur rein techmsche Gesichtspunkt« ccne Rolle, wobei errechnete und gemessene Zahle» mahzebend sind, sondern daneben ist es besonders wichtig, von Fall zu Fall die beste Verbindung der gegebenen Hilfsmittel zu finden, damit die Beleuchtung nicht zu einer grell leuchtenden Ro- klame ohn« künstlerisch« Wirkung wird. Ein« weitere Schwierigkeit, die beim Entwurf von Fwtlichionlagen zu berücksichtigen ist, ist die von der Derkehrspoli-ei gestellt« Forderung, daß die Fassa» denbeleuchtung auf den Verkehr nicht störend ein- wirken darf. Trotz der Verschiedenartigkeit der einzelnen Fäll« läßt sich doch ein gewisses Schema festlegen: man kann So» dergruppen nach bestimmten Grundsätzen zusammenfassen, die in ihr« Gesamtheit dem projektierenden Beleuchtungstechniker die Mittel geben, mit denen er«ine Anlage wirkungsvoll ausführe;, kann. Für den ei» f a ch st e n Fall der Anftrahlung, also sür vorwiegend frontale AnstrahUmg senkrecht stehender Fläche« bei an- nähernd horizontal liegenden Scheinwerferachse»(Bild 1) kommen Flutl-ichtgeröte mit E m a ille re f le kt o r verschiedener Größe noch Bild 2 in Frage. Der wirksame?lusstrahbmgsbere!ch Legt etwa bei 90 Grad, das Licht ist weich und ruhig und über flutet gleichmäßig ziemlich große Flächen. Diese Art der Beleuch- tung hat in erster Linie dem ganzen Gebiet den Namen Flutlicht gegeban. Müsse» di« Scheinwerfer aus baulicheu Gründen so dicht an die zu beleuchtende Fläche herangebaut werden, daß normaler- weif« eine fleckige Beleuchtung entstehen würde, so kommen breit- strahlende Spiegelgeräte in Frage, deren Lichwerteilung. wie Bild 4 zeigt, so wirkt, daß euch bei sehr großen Ausstrahliingswinkeln der Rand der zu bekuchtenden Fläche fast ebenso hell erscheint wie die. Mitte. Für Entfernungen über 20 Meter hinaus ist das Licht vo» EmaWeroflektoren oder kreitstrahlenden Spezialgeräten bei den prat- lksch brauchbaren Lompengrößen zu schwach. vKi! die Streuung z» groß ist. Man greift dann zu Spiegels che inwersern nn engeren Sinne, die das Licht viel schärfer konzentrieren und infolge- dessen größere Entfernungen wirksam überbrücken können. Raturzemah wachsen mit zunehmenden Entfernungen auch der Auf- wand an elektrischer Energie und die Anschaffungskosten. Bei hohen Kirchtürmen und ähnlichen Bauwerken kommt es im allgemeine» auf möglichst geringe Streuung an. Auch sür diese Zwecke sind be- sondere Scheinwerfer gebaut. Solleu senkrecht stehend« Fläch«» schräg von oben beleuchtet werden, so wird ein« Ausführungsart gewählt, di« einem Schrägstrahler für Schaufensterbeleiichtunz ent- spricht(Bild 3). Dicht nebeneinander, etwa in der Nähe der Dach- traus« angebrocht(Bild 4), beleuchten diese Schragstrohler eine be- liebig breite Fläche ziemlich gletchmaßig, wobei das Maß der Gleichmäßigkeit sowie die Höhe der durch das Licht erfaßten Fläche abhängig sind von dem müteleren Einfallwinkel, d. h. also von dem sta Bild 3s Zeiß-Schrägstr ahler. seitlichen Abstand der Scheinwerfer und von chrer Neigung gegen di« zu beleuchtende Fläch«. Bei allen Flutlichtanlagen ist es außer- ordentlich wichtig, darauf zu achten, ob die Umgebung dunkel oder hell ist Ein alleinstehendes Gebäude, ei» Mar- mordenkmai innerhalb eines Parkes oder dergleichen wird dmner ein ideales Objekt bieten, während das Anleuchten von Geschästs- Bild 4'. Beleuchtung einer Hausfront schräg von oben mit Zeiß Schrägstrahlern. häufern in einer Eroßstadtstraße wegen der hellen Umgebung außerordentliche Schwierigkeiten verursacht Je größer der Gegen- scitz ist, desto bester ist im allgemeinen die von einem angeleuchteten Gegenstand hervorgentsene Wirkung. So erzeugt ein« mitten im Dunkel der Straßenfront beji.idliche, gut angeleuchtete Fastade einen überraschende» Eindruck. X. Öglodin. Die Maschine im Buchdruck. Eine der zeitraubendsten Arbeiten im Buchdruck besteht darin, de» ungleichen Abdruck einer Form auszugleichen. Diese Tätigkeit kann nur dem mehr oder weniger geschickten Auge des Druckers überlasten werden. Maschinelle Hilfsmittel waren bisher ausge- Mosten. Der Ausgleich schwacher Stell«» geschieht da- durch, daß auf di« Rückseite des ersten Abzugs an den schwachen Stellen Seidenpapier aufgeklebt wird. Dies« Arbeit wird � durch das von Obermaschinenmeister Carl Lingner in Dessau er- sundenr und mit Patenten geschützt« Spritzoerfahren wesentlich ver- «infacht Es ist bereits in Destati, Leipzig und Dresden stark ein- geführt. Ncucrdinas hat es auch eine Drucker«: tn Berlin über» ttommen. In die Arbelterschost ist durch dies« Neuerung«in« be- greiflicb« UnrttH« gebracht: denn si« muß befürchten, daß bei der Einstellung eines Teils der Unternehmer Arbetterentlafsungen in Verbindung mit derartigen Verbestsrungen erfolgen. Bei diesem„S p r i tz n e r s a h r e n" wird durch«ine Pistole au? einer Flasche ein« grün oder rot gefärbte, deztilnhasttge Mast« von salmiakariigem Geruch auf die schwache Stell« des Abzugs ge- spritzt Diese schwache« Stellen find wie bisher schon durch den Drucker votge zeichnet Die Flüssigkeit wird schneckenförmig von außen nach imten aufgetragen. Besonders dünne Stellen werden zweinnil überspritzt Die sö aufgespritzte Schicht Hai die Dicke des Seidenpapiers, so daß also dieselben ausgleichenden Wirkungen erreicht werde» wie bei diejem, wtr daß das umständliche Ausschneiden und Auskleben fortfällt. Zweijellos wird durch diese Verbeijerung ein großer Teck der bisher notwendige» Zttrichtezett erspart werden Man spricht von einer Ersparnis von 25 Proz. Der Er- igte ursprünglich allerdings etwas ganz anderes. Er können. finder beabsi..... wollte nämlich den Aüsglstch der.zu schwachen wie der zu scharfen Stellen überhaupt dem menschlichen Einfluß entziehen und der Mo schine überweisen. Ist dies auch nicht erreicht worden, so kam er das oben dar- Versuche, den DU Diese Stellen werden.zurzeit auf dem ersten Abzug dünner geschabt oder ganz ausgeschnitten. Lingner benutzt hierzu einen Schleisapprat der im wesentlichen aus einem endlosen über die Maschtne laufenden Schmirgelband besteht, unter das der Zurichtebogen geschoben wird. Wir hosten im Interesi« der beteiligten Arbeitnehmer, daß durch di« so ermöglichte Berbrlligung de« Buchdrucks der Umsatz steigt intd dadurch der mit jedem technischen Fortschritt verbundene Mangel ausgeglichen wird. H. W. Wie ich Autofahren lernte. Es stand bei mir feft, ich mußte Autofahren lernen. Zuerst ging es mit Lichtbild zum Kreisarzt, der einem befühlte, behorchte, betlopfte und Kniebeuge verlangte und dann in großer Entfernung nur hingehauchte Worte nachsprechen ließ. Die Augen und das Taft gefühl wurden geprüft, dann muß man in wechselvoller Reihe eine Ilnzahl Farben erkennen, dies wegen etwaiger Farbenblindheit. Das geht so fast eine Biertelstunde lang. Schließlich bekomme ich mein Atteft und bin 15 Mart los. Damit gings in die Fahrschule. Man zahlt wiederum, dies mal 150 Mart( natürlich auf Teilstrede", weil die mehr mit dem Berkehr zusammenhängt!) und nimmt abends mit noch 20 Seit, genossen an schwarzen Bulten Plaz. Auf den Tischen liegen und stehen überall merkwürdige Sachen herum, auch eine Schiefertafel und Schwamm und Kreide fehlen nicht. Die Wände sind mit allerlei ,, Berkehrsregeln" und Modellen behangen. Einige hatten schon ein oder zwei Wochen Unterricht. Da fam die Rede auf die Borderachse und die Lenkung. ,, Woraus besteht die Lenkung?" fragt der Lehrer. Keine Ahnung hab' ich. Aus Lenkrad, Lenkspindel, Lenksäule, Lenkschnecke, Lenkschraube, Lenkstochebel, Lentstange, Spurstange und Spurstangenhebel." Ich bin baff! Und die Borderachse?" Die Borderachse besteht aus einem mit den beiden Achsfedern feft verschraubten Mittelteil, an dessen Enden die Achsschenkel vermittels eines Bolzens seitlich drehbar befestigt sind." Da haste den Salat, dachte ich mir. Und das soll ich bei meinem Alter noch lernen? Und das war doch erst die Lenkung! Dabei stieg der gute Mann von Lehrer von seinem Sockel und erklärte uns an einem halbabmontierten Wagen", der start prähistorisch war, die einzelnen Teile. " Am andern Tage gings richtig auf den Wagen. Habe davon feinen blassen Schimmer und mußgleich fahren" Alles Protesfieren half nichts. Der Lehrer: ,, Mit der linken Hand halten Sie das Steuerrad, mit der rechten bedienen Sie den Schalthebel, die Hand bremse, den Winter und das Signalhorn; mit dem linken Fuß die Kupplung, mit dem rechten den Anlasser, das Acceleratorpedal( zu deutsch: Gashebel) und die Bierradbremse." Ich denke: Wo nehme ich bloß die vielen Beine her? Neben mir der Fahrmeister und hinter mir vier Jünglinge, die neugierig meine Handbewegungen beobachten. Jeßt treten Sie die Kupplung durch, schalten auf den ersten Gang und geben langsam Gas, zugleich laffen Sie die Kupp lung langsam zurück!" jagt der Lehrer. Keine Ahnung! Ich Schaue auf die zahlreichen Uhren, Knöpfe und Hebel am Armaturenbrett, dann trete ich auf die Kupplung und betätige den Schalthebel. Da gabs ein Knirschen und Kreischen und Aechzen, baß der ganze Wagen erzitterte. Herr, was machen Sie denn, Sie hahen ja die Kupplung nicht richtig durchgetreten. Ich trat also nochmals richtig durch, während sich auf der Straße die Neugierigen ansammeln, die teils fchadenfroh, teils mitleidig mein ehrsam Handwerk betrachten. Eingeschaltet hatte ich ja nun bereits, ich trete also heftig auf den Gashebel, gebe im selben Moment die Kupplung frei und mit einem mächtigen Rud schießt der Wagen nach vorn und alle Mann fliegen mit einem Buppdich hinten in die Polster. . Während also der Wagen jezt richtig fährt", hält mir der Fahr meister eine furchtbare Standpaufe. Ob ich denn den Wagen faputt machen wolle... Sie müssen mehr hupen achten Sie auf die Berkehrssignale Sie dürfen nur links überholen fahren Sie doch nicht mitten auf den Damm der von rechts tommende Wagen hat den Vorrang auf Blinde, Taube und Gebrechliche müssen Sie besonders acht geben an Torwegen dürfen Sie nicht halten auf Brücken nicht überholen an Haltestellen nur langsam vorbei fahren; wenn zwischen Ihrem Wagen und dem Fahrdamm nicht mindestens ein Meter Zwischenraum ist, dürfen Sie an den HalteHandball Die Spiele am Sonntag. die bundestreuen denn in Auch der kommende Sonntag sieht Handballer wieder bei einem regen Betrieb, 14 Tagen beginnen die Serienspiele. Friesen- Fürstenwalde 1. Jugend spielt in Fürstenwalde um 14 1hr gegen Groß Berlin- Wedding II, und die 1. Männer um 16 Uhr gegen Freie Turnerschaft Wilmersdorf. In Hohenschönhausen, Sommerstraße, spielen Groß- Berlin- Often 2. Männer gegen Groß- Berlin- Buch holz I um 10 Uhr und Groß- Berlin- Südosten Jugend gegen Sport verein Moabit um 11 Uhr. Groß- Berlin- Süden 1. Männer fährt nach Weißwasser( Lausitz) und wird gegen die dortigen Arbeiter turnvereine zwei Faustballspiele und ein Handbaüfpiel austragen. Groß- Berlin- Norden I besucht Belten, es spielen die 2. Männer mannschaften um 15 Uhr und die 1. Männermannschaften um 16 Uhr. Nowawes empfängt die Freie Sportvereinigung Schöne berg. Hier spielen die Jugendmannschaften um 13 Uhr, die zweiten Mannschaften um 14 1hr, und die 1. Mannschaften um 15 Uhr. In Reinickendorf, Scharnweberstraße, spielen Groß- Berlin- Wedding 1. Frauen gegen Groß- Berlin- Neukölln I um 9 Uhr; 2. Frauen gegen Groß- Berlin- Norden 1 I um 10 Uhr; 2. Männer gegen Groß Berlin- Neukölln II um 11 Uhr; 3. Männer gegen Groß- BerlinSüden II um 14 Uhr, und Groß- Berlin- Wedding 1. Männer gegen Steinfurth um 15 1hr. Weitere Spiele: Männer: Potsdam I gegen Moabit II um 16 Uhr in Potsdam, Luftschiffbafen. Erkner gegen Köpe nid um 13% 11hr in Ertner. Schwimmverein Neptun gegen Groß Berlin- Oberspree um 10 Uhr in Weißensee, Rennbahnstraße. Kaulsdorf gegen Grunewald- Eichtamp um 15 1hr in Raulsdorf, Stöpe nider Straße. Drewig gegen Groß- Berlin- Tempelhof um 15 Uhr in Dremig. Schwimmer Charlottenburg gegen Klausdorf um 15 Uhr im Bolkspart Jungfernheide. Frauen: Freie Sportvereinigung Schöneberg gegen Groß- Betlin- Süden um 10 Uhr in Schöneberg, Dominifusplay. Tegel gegen Hennigsdorf um 14% Uhr in Tegel, Graf- Roedern- Korso. Sportverein Moabit gegen Belten um 15 Uhr auf dem Tiergartensportplag. Am Montag, 15. Oftober, beginnt um 19% Uhr bei Walter, Rungestraße 17, ein Schiedsrichterkursus. Von jeder Mannschaft muß wenigstens ein Mitglied delegiert werden. Gühring schlägt Coty k. o. Boxring Neue Welt". Der gestrige Kampfabend des Ständigen Borringes in der Neuen Belt", Hasenheide, war wieder recht gut besucht. In dem einleitenden Sechsrundenkampf zwischen Friz Kracht Hamburg und Milli Glaser: Berlin zeigten beide Gegner herzlich menig, Glaser mußte in der 4. Runde wegen Haltens verwarnt merden. Kracht gewann fnapp nach Punkten. Eine überraschend gute Leiftung bot der in letzter Zeit starf nach vorn gefommene Saarbrüder Otto Lauer. Durch wuchtige Körper und Gefichts treffer zwang er den Franzosen Thouvenin fchon in der ersten | stellen nicht vorbeifahren! Das alles sagt mir der Mann, während ich fahre. Ich habe nur mit einem halben Ohr hingehört. Indessen schiele ich ängstlich in alle Seitenstraßen, die auftauchen und ver schwinden, fehe geradeaus, nach rechts und links, bide auf das Tacho meter, fahre, hupe, fupple, schalte, bremse, halte und fahre wieder, immer abwechselnd. Nach einer halben Etunde, während mir der talte Schweiß aus allen Boren läuft, werde ich endlich abgelöst. Gott sei Dank! Wie soll das einer aushalten. Gleich die erfte Fahrt mitten im didsten Berkehrstrubel. Und abends wieder Schule. In einem interessanten Film wird der Vergaser zerlegt und seine Tätigkeit vorgeführt. Was so ein Bergaser für ein fompliziertes Ding ist. Der Lehrer spricht von dem Schwimmergehäuse und dem Düsengehäuse, der Mischkammer, dem Schwimmer, der Haupt, Neben, Sprize und Bremsluftdüse, sowie der Drosselklappe. Dann geht es weiter. Magnet, Zündung, Berteiler, Motor, Kolben und Differential. Ich lerne und lerne. Drei Wochen lang. Lerne ganze Säße fließend auswendig sprechen, lerne an die hundert Fragen beantworten, die eventuell Gegenstand der Prüfung fein fönnten. Meine Frau muß mich jeden Abend abhören. Nachts träume ich von Lokomotiven, Eisenbahnschranken, Schupo und Pannen, von Außenbadenbremsen, Bremsbadenträgern, Bahn-, Stirn und Scheibenrädern, von Nocken- und Kurbelwellen, Bleuelstangenlagern, von Muttern, Schnecken und Bolzen, alles durchein. ander; fürchterlich, fürchterlich! Sinnesleistung beim Boxen Es ist ein Irrtum zu glauben, daß es beim Faustkampf lediglich auf die Entfaltung der Kräfte anfäme, und daß jeder Borer von vornherein eine qußerordentlich fräftige Muskulatur befizen müßte. Die Einteilung der Gewichtsklaffen weist schon darauf hin, daß von Personen mit verhältnismäßig geringem Gewicht der Bor sport mit Erfolg betrieben werden kann. Vorteilhaft für den Fausts fämpfer find aber lange Arme und Körpergröße, denn die Arme find fowohl Angriffs wie Berteidigungswaffe, durch die der Gegner vom Körper des Kämpfenden entfernt gehalten werden kann, und beim Stoß in schräger Richtung von oben wirft bei entsprechender Körpergröße die Schwere des Armes mit als Trägheitsmoment und erhöht auf diese Weise die Bucht des Stoßes. Der größere Gegner wiederum hat vom fleineren Partner den Stoß auf das Kinn zu fürchten, den sogenannten ,, Kinnhafen", welcher ihn unter Umständen fampfunfähig machen fann. Es tommt also beim Faustkampf nicht allein auf die Körper beschaffenheit und die Entfaltung der Kräfte an, sondern in der Hand des fämpfenden Bogers müssen noch eine Reihe anderer Kräfte fchlummern, die zum überlegenen Siege verhelfen Der Mechanis mus der menschlichen Hand ist denn auch so kompliziert aufgebaut, daß eine Berfeinerung des Kraft- und Muskelfinns in verschiedenen Spielarten möglich ist. Besonders spielt die Schnelligkeit des Bogers eine Rolle. Sie ist im Kampfe im erheblichen Maße abhängig vom Gegner. Im allgemeinen steht bei jedem Menschen die Schnelligkeitsleistung des linken Armes hinter derjenigen des rechten zurüd. Bei seinen Ber suchen über Borschnelligkeit konnte aber det Lehrer Wilhelm Nolte nachweisen, daß die Leistungszahlen der Mehrzahl der untersuchtest Preisborer in den Ergebnissen links und rechts wenig Unterschiede aufwiejen. Er glaubt daraus ableiten zu können, daß der Aus bildung des linken Armes auch beim Bogunterricht gebührende Auf merffamteit geschenkt wird, um ihn auf die Leistungsstufe des rechten Armes zu bringen. Wenn man die verschiedenen Berichte lieft, die berufstätige Borer über ihre eigenen Kämpfe geschrieben haben, fo ist man wieder erstaunt, zu sehen, mit welcher Aufmerksam. feit der Gegner im Ring beobachtet worden ist. Die Sinnes. leistung des Auges muß denn auch beim Faustkämpfer hervorragend ausgebildet sein, um jeden Fehler und jede Blöße des Gegners entdecken zu können und zwar so schnell zu finden und auszunuzen, daß ein Wiedergutmachen des Gegners nicht möglich ist, und daß die eigene Kampfesweise gut angebracht werden kann. Dieser For Eines Tages fahren wir nach außerhalb, um dort das Benden und Rückwärtsfahren zu üben. Unterwegs holen wir drei Radfahrer ein, die, ungeachtet meiner vielen Signale, nebeneinander fahrend und sich gegenseitig an ten Schultern festhaltend, gemütlich die Chaussee entlanggondeln. Als ich sie einholte und sie auf ihre Un gehörigkeit und Fahrlässigkeit aufmerksam mache, bekomme ich die etwas rauhe, aber herzliche Antwort: alt die Fresse!!" Es geht doch merkwürdig zu auf der Welt, dachte ich und fuhr weiter. In drei Wochen war ich so weit, daß ich nachts nicht mehr schlafen konnte und mir vom Arzt ein Schlafmittel verschreiben lassen mußte. Endlich nahte der Tag der Prüfung. Mit einem Schuß Alkohol im Magen fanden wir uns ein. Gegenseitig fragten wir uns ab. Die Säge: Was versteht man unter Schleudern, Schieben, Schwim men des Wagens, und wie verhalten Sie sich dazu?" hatte ich mir besonders eingeprägt. Ebenso:„ Was ist zu tun, wenn durch den Wagen ein Mensch verlegt wurde, und wann braucht der Führer dies nicht zu tun? Worauf zu antworten war: Wenn die Anderung wird nur der gerecht, der eine hochgradige Aufmerksamkeit wesenden eine ernstlich drohende Haftung gegen den Führer einnehmen, muß der Fahrer spätestens am nächsten Tage den Unfall der Polizei melden." Das hielt ich für besonders wichtig. Endlich fam der Gewaltige. Alles flappte! In einer halben Stunde war die theoretische Prüfung vorüber. Jetzt gings auf den Bagen. Ich fuhr los. 30, 40, 45 Kilometer, baarscharf an einem großen Möbel wagen vorbeifligte um die Ecke ohne umzuschalten, so daß mich der Ingenieur ermahnen mußte, mein Tempo zu verlangsamen, und fonnte nach 10 Minuten absteigen. Ich mußte, ich hatte bestanden, Dann durfte man nochinals 15 Mart für die Prüfung und 8 Mart für den Führerschein bezahlen und die Sache war von Amts wegen erledigt. " Lieber Lefer! Wenn du mal auf der Straße ein Auto siehst, das eher zu langsam als zu schnell fährt, das nicht geradeaus, sondern im Bidzad oder von einer Seite auf die andere fährt, wenn sich jemand am Steuer frampfhaft festhält, sich nach allen Seiten ängstlich um blickt und die Lippen zufammentneift, dann ist es ein Lehrwagen einer Autofahrschule! Dann, lieber Leser, weiche ihm aus und nimm Rücksicht auf den armen Menschen im Auto! Paul Franke. Runde bis 9 zu Boden. Der ringerfahrene und sehr harte Thouvenin überstand jedoch schnell die Schwächeperiode, fonnte aber einen Bunktjieg Lauers nicht mehr gefährden. Im Hauptfampf des Abends standen sich Ernst Gühring Stuttgart und Karlo Cotn Italien gegenüber. Das Treffen erfüllte leider die gehegten Er wartungen feineswegs. Mit ihrem noch ziemlich mangelhaften bore rischen Rüstzeug boten die beiden dem Bublifum mehrfach Anlaß zur Heiterkeit. Das Ende fair bereits in der britten Runde. Coin fich fich nach einem nicht einmal gar zu schweren Kinntreffer übrings fanft auf die Bretter gleiten und aus zählen. Nach diefer Leistung Cotys wird es wohl nichts mit seinem Engagement nach der Kölner Rheinlandhalle werden, vielmehr dürfte dat Gühring am 19. Oktober mit Ernst Röſemann durch die Seile lettern. Der Schweizer Meister im Halbschwergewicht Charlie Sträuchi fiegte über Aler aufdy Berlin, der besonders in den ersten drei Runden gute Momente hatte, später aber merflich nach ließ, nach Bunften. Der Sieg des Schweizers war fnapp, aber verdient. Geräte- Wettkampf der FTGB. Morgen, Sonntag. Das Musterriegen- Wetturnen der Freien Turnerschaft Groß Berlin wird zeigen, wie das Geräteturnen vom Einfachen bis zum Schwierigen im modernen Turnbetrieb gepflegt wird. Die allge meinen liebungen werden bemeljen, daß bei richtiger Anwendung und Ronzentration feines Gesichtsfinnes besitzt, gleichzeitig unterstützt non einem guten Gebächtnis. Die Schnelligkeit einzelner Schläge fann fo groß sein, daß eine rechtzeitige Abwehr nicht mehr erfolgen fann, sondern nur eine vielleicht bereits eine geleitete eigene Aktivbewegung möglich ist. Das Gefühl für Abwehr und Angriff muß also auch rein instinktmäßig ausgebildet sein. Der Boger gebraucht für den Kampf nicht nur seine aust, fondern alle Sinness, Gefühls und Ber standesempfindungen, die sein Kopf besitzt: Der Faust tampi erfordert Kopfarbeit. Der Stoß des Borers muß fraftvoll und doch leicht sein. Durch stete Uebung müssen die entsprechenden Bewegungen und ihre Kom binationsmöglichkeiten ausgebildet werden. Die Redensart:„ Der Boger fühlt sich mit den Händen an den Gegner heran" hat ihre Be rechtigung. Die Hand, die Faust, die Finger, diese von 36 Motoren verforgten Kampforgane werden zum lebendigen Werkzeug. Geistes. gegenwart, Konzentration und Begriffsvermögen erfahren eine be trächtliche Förderung. 2ehnlich wie das Kind durch Rechenmaschine und Buchstabenkasten vor Aufgaben gestellt wird, deren Lösung es selbst finden soll, so muß der Faustkämpfer sich von Fall zu Fall auf die Lösung neuer Aufgaben schnell einstellen, deren Bewältigung ihm nur dann möglich ist, wenn er entsprechende geistige Gaben heranbildet. Im Jahre 1925 berichtete bereits eine Zeitschrift von einer Versammlung im Berliner Stadthause, wo Schulfachmänner, vor denen die Vorzüge des Borens für die heutige Jugend in großen 3ügen entwickelt wurden, in voller Einmütigkeit dafür stimmten, daß dem Boren ein größerer Platz im Schulplan einzuräumen sei; es sollte vorläufig in der Hauptsache Wahlfach bleiben. Bei dem Zu standekommen dieses Entschlusses ist sicherlich nicht nur der Gedanke maßgebend gewesen, daß durch die Ausbildung im Boxen die Jugend förperlich kraftvoller wird, sondern, daß auch durch die gesteigerte Anforderung an die Sinnesleistungen der Jugend auf diesem Wege blitzschnelles Denken beigebracht wird, das sie heute mehr denn je im Kampf ums Dasein braucht. Der Faustkampf gehört also mit zu den Leibesübungen, die berufen sind zur Heranbildung geistiger, körperlicher und feelischer Gaben somie zur Förderung der Bolfsgesundheit und Bolkskraft. Dr. M. Grünewald. Leichtathleten. Morgen, Sonntag, 9.30 Uhr, findet im Botal Wegner, Frank furter Allee 236, eine Zusammenkunft der Sportwarte und Borsigenden der Leichtathletifpereine und-abtei lungen statt. Auch sind Einzelmitglieder ausgeschlossener Vereine sowie Vertreter von noch zu gründenden Leichtathletikvereinen, abteilungen oder-riegen zugelassen. Bundesmitgliedschaft legitimiert. Tagesordnung: 1. Situationsbericht über Bund. Kreis und Kartell Groß- Berlin; 2. Stellungnahme zum Kreistag Reorganisationsfragen; 3. Aufbau einer Leichtathletikvereinigung; 4. Beranstaltungen und Berschiedenes. Im Auftrage des freistechnischen Ausschusses. Erich Lippert. Bundestreue Vereine teilen mit: Arbeiter Schwimmverein Sellas". Scute, Connabend, 19 Uhr, Jugend verfammlung im Musifzimmer des Jugendheimes, Bütticher, Ede Eceftraße. .. G.-B. Sportbezirk Ditring". Morgen Wa'dlauftraining in Ropenid Treffpunkt 8 Uhr Eingang Tahnhof Ctra au- Rummelsoura. Jeden Conners tag ron 19-2114 Uhr Sallentraining in der Turnhalle des Realgymnasiums an der Parkave, Mollendorfstraße. Meldungen file Foden und Sandbad- Inter effenten nimmt jederzeit entgegen: Will Tragel, Berlin O. 112, Kronprinzen Straße 27-28. Freie Kanu- Union Groß- Berlin, bt. Ertner, Conntag, 14. Oktober, 15 Uh Flaggenweihe im Bootshaus in Ertner bei Lindemann, Dämerigstraße. Ade Brudervereine find hierzu herzlichst eingelaben. Vormittags findet die geplen Fugsjagd nach dem Elenice statt. Abfahrt des fuafes 9 Uhr, der Meute u 10 Ubr. is Mente dürfen nur gemischte Mannschaften fahren. Sächste Gigung Freitag, 19 Oliober, im Restaurant 3ur Ciche", Caulestraße, Ede Raise Friedrich- Straße. Aufnahme neuer Mitglieder. Anschrift: Wily Forper, Ber fin 9. 38, taraarber Straße 38. des lebungsstoffes auch weniger Geübte vorteilhaft im heutigen Pittenberg: Dienstag, 17 Ottober, 20 Uhr, Uebungsstunde Stadtbad Akvod Turnbetrieb beschäftigt werden fönnen. Das Musterriegenturnen findet statt in der Städtischen Turn halle Brinzen str. 70( unweit Morigplatz) morgen, Sonn. tag, 14. Oftober, 15 Uhr. Hallenöffnung 14,30 Uhr. Unfosten beitrag 0,40 Mart. Alle Bundesmitglieder und Anhänger, die sich hinter die Beschlüsse des Bundesvorstandes des ATSB. stellen, find eingeladen. Freie Semimmer Groß- Berlin, E. B. Gruppe Neufen: Dienstag, 15 O tober. 20 Uhr. Uebungsstunde Stadtbad, Ganghoferstraße, Mittwoch, 17. Ottobe 19 Uhr, Vortrag. Jugendabteilung. Jugendheim Bergstraße 29. Grupp ftraße. Donnerstag, 18. Ottober, 19 Uhr. Liederabend. Jugendabteilung, Jugend heim Sauffftraße. Gruppe Fricbridshain: Mittwoch, 17. Oftober, 20 Uhr Altersriegenversammlung bei Braun, Madaistraße 3. Donnerstag, 18. Oktobe 19 Uhr. Periammluna Svanbobteilung. Jugendheim Eherinstraße. Grupp Siemensstadt: Mittwoch, 17. Oftober, 19 Uhr, Uebungsstunde Stadtbad Rade landstraße. Freie Turnerschaft Groß- Berlin, C. B. Montag, 15. Oftober, 19 h Uebungsstunde flir bie Bezirkstechniker: Turnhalle Boucheſtraße 75, untere Salle G, B. Moabit. Sonntag, Bereinspartie nach Belten und Waldlauf Sennigsdorf. Treffpunkte: 72 Uhr Fahnhof Beuffelstraße und Bahnh Butligstraße, 8 Uhr Miller, Ede Geestraße.