H i пе It, ft is 16 Morgenausgabe Rr. 487 A 247 45.Jahrgang Bent 851, monafidh 3,60 R Im voraus zahlbar, Boftbezug 4.32 einschl. Bestellgelb, Auslandsabonne ment 6,- pro Monate * Der Borwärts erscheint mochentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die bendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abenb", Illuftrierte Beilagen Bolf und Zeit" und Kinderfreund. Ferner Unterhaltung und Wissen"," Frauen ftimme". Technit, Blid in bie Bücherwelt" und Jugend- Borwärts C Vorwärts Berliner Boltsblatt Sonntag 14. Oftober 1928 Groß- Berlin 15 Pf. Auswärts 20 Pf. Die etnipaltige Monpareillezeite 80 Pfennig. Reflamezeile 5.- Reichss mart. Kleine Anzeigen das ettges druckte Bort 25 Pfennig( zuläffig zwe Tettgebrudte sorte), jedes weitere Bort 12 Pfennig. Steñengesuche das erste Bort 15 Pfennig, jebes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Arbeitsmarte Beile 60 Pfennig. Famillenanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen. annahme im Hauptgeschäft Lindens Straße 3, wochentägi, von 81%, bis 17 Uhr, Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Berlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Vorwärts- Verlag G.m.b.H. Fernsprecher: Donboff 292-297. Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin Her zu uns! An alle Sozialisten, Gewerkschafter und Republikaner Berlins! Am 21. Oktober jährt sich der Tag, an dem vor 50 Jahren| Ueber 1000 Jahre Gefängnis wurden über Arbeiter verhängt, die aufsteigende Sozialdemokratische Partei, wie auch die Ge- die trotz aller Derfolgungen sich mutig zur Sozialdemokratiwerkschaften durch das Gefeß gegen die gemein- schen Partei und zur Gewerkschaft bekannten. Allein in gefährlichen Bestrebungen der Sozialdemo- Berlin mußten 300 Arbeiter Haus und Familie verlassen und kratie" verboten wurden. Bismarck erzwang mit allen viele von ihnen haben ihre Angehörigen nie wieder gesehen. Mitteln die Derabschiedung des Gesetzes im Reichstag und war Trotz aller Verfolgungen arbeiteten die„ Geächteten" für die jomit als Reichskanzler der Testamentvollstrecker des berüch sozialistische Idee, und als das Gesetz 1890 fiel, war die tigten Staatsanwalts Tessendorf, der schon am 16. März 1875 Sozialdemokratie mächtiger als zuvor. Hatten schon die Berliner Richtern zugerufen hatte: Reichstagswahlen während des Sozialistengefehes den Beweis erbracht, daß mit dem Ausnahmegesetz die Sozialdemokratie nicht zu erschlagen war, so brachte die Wahl 1893 mit 1786 700 Stimmen und 44 sozialdemokratischen Abgeordneten dem deutschen Bürgertum den Beweis des unaufhaltsamen Aufstiegs der Arbeiterbewegung. Don Wahl zu Wahl entwickelte sie sich mächtiger und auch die Gewerkschaften nahmen an Einfluß und Stärke zu. " Zerstören wir die sozialistische Organisation, und es existiert feine sozialistische Partei mehr." Die sozialdemokratischen Stimmen waren von 102 000 im Jahre 1871 auf 352 000 im Jahre 1874, und drei Jahre später auf fast eine halbe million gestiegen. Auch die Gewerkschaften hatten einen starken Mitgliederzuwachs in diesen Jahren zu verzeichnen. Die Bedrohung ihrer Machtstellung abzuwehren, war Junkertum und Bourgeoisie jedes Mittel recht, auch das der Knebelung und Entrechtung des arbeitenden Boltes. Eine beispiellose Hege hatte lange vor der Reichstagsdebatte eingefeht. Aufrufe an die Unternehmer, keine sozialdemokratischen Arbeiter zu beschäftigen, Aufforderungen an die Regierung, durch Gesez alle sozialdemokratischen Führer auszuweisen, hatten den Boden gut vorbereitet. Die deutsche Sozialdemokratie mard geächtet, verfolgt, ihre Anhänger beschimpft und mishandelt. Jeder Dersuch der Arbeiterschaft, ihre Lage zu verbessern, mard mit Hilfe der Polizei unterdrückt. So wurden all denen schwere Opfer auferlegt, die trotz alledem der sozialistischen Jdee und den Gewerkschaften die Treue wahrten, die voller Unbeugsamkeit und Entschlossenheit den Kampf aufnahmen gegen Polizeiwillkür und Unternehmerdruck. In den Jahren von 1878 bis 1888 wurden 106 politische Organisationen, 17 Zentral- und 78 Lofalgewerkschaften aufgelöst. 3m Sturmschrift der Entwicklung dieser fünfzig Jahre, insbesondere feit Beendigung des großen Bölfermordens, fonnte die mächtig erftartte Arbeiterbewegung auf politischem, wirtschaft lichem und fulturellem Gebiete viele ihrer For: derungen in die Tat umsetzen. Die fünfzigjährige Wiederkehr des Tages, der bestimmt war, die sozialistische Arbeiterbewegung auszurotten, soll mehr sein, als nur ein Gedenktag. An diesem Tage erheben Partei und Gewerkschaften erneut ihre Forderungen im Interesse der Arbeiterschaft. Partei und Gewerkschaften werden nicht eher ruhen und raften, bis das große 3iel erreicht ist, daß allen Menschen eine sorgenfreie Existenz gesichert ist! Jm Andenken an die Deteranen der Arbeiterbewegung geloben wir, alle Lauheit und 3agheit aus unseren Reihen zu verbannen, und mit der Kühnheit und Entschlossenheit unserer großen Dorkämpfer und Lehrer an die Gegenwartsaufgaben heranzutreten. Bostichedkonto: Berlin 37 586. Bankkonto: Bant der Arbeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Depofitentaffe Lindenstr. 8 Labour und Wehrfrage. Ein Beitrag zur deutschen Programmdebatte. Von Commander J. M. Kenworthy, Mitglied des Unterhauses Mit großem Bergnügen ergreife ich die Gelegenheit, den Lesern des Vorwärts" eine Darstellung der Politik der britischen Arbeiterpartei gegenüber den Problemen der bewaffneten Macht zu geben. Ich glaube, hierfür durch eine zehnjährige Abgeordnetentätigkeit im Unterhaus, durch meine Wahl in die beratende Außenpolitische Kommission" der Britischen„ Völkerbundliga" als Vertreter der Labour Party, Arbeiterpartei, durch meine Entsendung in die Exekutive der und durch meine Stellung als Vorsitzender der Londoner Friedensgesellschaft legitimiert zu sein. Das Ideal der britischen Arbeiterbewegung ist vollständige Abrüstung, wobei lediglich die Polizeitruppe auszunehmen ist. Dies ist unser letztes Ziel. Wir müssen jedoch die öffentliche Meinung in unserem eigenen Lande und in anderen Ländern berücksichtigen und der Tatsache Rechnung tragen, daß die Mehrheit der britischen Nation im gegenwärtigen Augenblicke weder eine Bollabrüstung, noch ein Borangehen Großbritanniens mit der Abrüstung wünscht, solange Frankreich, Italien, Amerika, Japan und andere Länder einen ungeheuren militärischen Apparat aufrechterhalten. Eine Reihe der einflußreichsten Mitglieder der Labour Barin steht persönlich auf dem Standpunkt, daß die anderen Mächte freiwillig nachfolgen werden, falls Großbritannien oder irgend eine andere Großmacht die Initiative in der Abrüstung ergreifen würde; aber wir fönnten in der Regierung einen folchen Schritt nicht eher unternehmen, als die öffentliche Meinung hierfür reif geworden ist. Wir fönnen deshalb meder als regierende Partei, noch in der Opposition en bloc gegen die Etats für das Landheer, die Luftfahrtruppe und die Flotte stimmen. Ein Teil der in den Budgets der Wehrmacht geforderten Gummen dient fogenannten, nichtmilitärischen Zwecken, wie Pensionszahlungen, Aufrechterhaltung von Lazaretten, der Meeresforschung durch die Flotte und, insbesondere in überseeischen Ländern, der Erfüllung von Aufgaben, die praktisch auf polizeiliche Dienstleistungen hinauslaufen und von seiten der Armee durchgeführt werden. Selbst bei einer ganz radikalen Abrüstung würden dergleichen Aufgaben unverändert aufrechterhalten werden müssen; eine Ablehnung aller Flottenund sonstigen militärischen Etatsforderungen ist unter diesen Umständen nicht Gegenstand der praktischen Politik. Trotzdem stehen wir auf dem Standpunkt, daß unsere gegenwärtigen Militärausgaben zu hoch sind, selbst angesichts der in anderen Ländern existierenden Rüstungen; wir fordern deshalb eine ganz erhebliche Berminderung unseres Budgets für die bewaffnete Macht schon für die sobald wir Gelegenheit haben werden, wieder eine Regierung der Arbeiterpartei zu bilden. Um diesen Willen zu befunden, beteiligen sich alle Sozialisten, Gewerkschafter nächste Zukunft und sind entschloffen, diese zu verwirklichen, und Republikaner Berlins an der großen Kundgebung im Lustgarten am Sonntag, dem 21. Oktober, mittags 1 hr. Die Politit der Arbeiterpartei, soweit es sich um ausmärtige Angelegenheiten, Friedenssicherung und Abrüstung handelt, wurde erst unlängst wieder von dem Führer unserer Bartei Ramsey Macdonald umrissen. Es handelt sich um die dreifache Aufgabe der Schiedsgerichtsbarteit, Sicherheit und Abrüstung, die alle drei innerlich verknüpft sind und fich wechselseitig bedingen. Wir fordern die Beilegung fämtlicher Streitfälle durch SchiedsWerdet Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei und der Gewerkschaffen! gerichtsbarkeit zwischen den Nationen. Wir anerkennen aber Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Bezirksverband Berlin. Künstler. Gibt Poincaré nach? Die umstrittenen Budgetparagraphen sollen fallen gelassen and id 111.9 tet gen The A nit LITE ung fer Ber D be pp end Whe bet Cabo alle werden. Paris, 13. Oftober( Eigenbericht). Der Kampf um die Zulaffung von Kongregationen in Frankreich und die teilweise Rückerstattung des Eigentums der katholischen Kirche scheint, wenn man einigen Stimmen der Linkspresse, wie des Soir" und des Deuvre", Glauben schenten soll, nun doch dahin entschieden zu werden, daß Poincaré die betreffenden Artikel des Finanzgefeßes fallen leffen wird, wenn die Einheit des Kabinetts badurch ernstlich gefährdet werden sollte. Der Quotidien nimmt von dem bereits deutlich bemertbaren Rückzug der Rechts. presse Notiz und schreibt, die Rechte habe also vergeblich die Regierung in dieser Frage engagieren wollen. Heute fei fie gezwungen, ihren Bosten zu verlassen und in dem ersten Kampf, den sie der Trennungsgesetzgebung geliefert habe, fich für besiegt zu ertlären. Endgültige Entscheidungen sind erst von dem für Dienstag angelegten Ministerrat zu erwarten. Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund. Ortsausschuß Berlin. Siegle. Beppelin in guter Fahrt. Kurs auf Lakehurst. Das Luftschiff Graf Zeppelin", das sich jest etwa auf halber Strecke feines Ozeanfluges mit Kurs auf die Bermudas- Insel befindet, hat eine leichte Beschädigung der linken Stabilisie rungsfläche erlitten. Die vorläufigen Aus. besserungen sind durchgeführt und das Schiff steuert in guter Fahrt auf Lakehurst zu. An Bord ist alles wohl. Zu Beunruhigungen liegt kein Anlaß vor. Die Geschwindigkeit des Luftschiffes, die infolge der Beschädigungen vorübergehend auf etwa 80 Kilo meter in der Stunde gefunken war, hat sich wieder erheblich gesteigert. ( Weiteres fiehe Beilage.) auch die Tatsache, daß einige Bölker nervös sind, von Furcht beherrscht werden und deshalb das Gefühl der Sicherheit benötigen. Wir sind deshalb gewillt, alle Nationen, die sich dem Prinzipe der Schiedsgerichtsbarkeit unterwerfen, bei ihrer Verteidigung gegen einen Angreifer zu schützen, der fich weigert, den Streitfall durch Schiedsgericht oder mittels anderer friedlicher Mittel beizulegen. Dies entspricht, wie man bemerkt haben wird, dem Kern der einschlägigen Bölferbundsbestimmungen. Unsere Berpflichtungen werden jedoch erst dann in Kraft treten, wenn alle Rüstungen bis auf das niedrigste Ausmaß herabgesezt sind, das sich mit den Notwendigkeiten der Böllerbundseretution und mit unserer inneren Sicherheit vereinbaren läßt. Das bringt uns offensichtlich zu dem gegenwärtig begrabenen Genfer Protokoll" zurück, das von der Arbeiter regierung während ihrer furzen Lebensdauer ausgearbeitet worden ist. " Was die Rüstung zur See betrifft, so sind wir der Auffassung, daß der weiter Bau von Schlachtschiffen, Schlachtfreuzern und anderen Linienschiffen auf Grund eines intera nationalen Abkommens eingestellt werden soll; der Unterseebootkrieg muß illegal erklärt und alle bestehenden Unterseeboote müffen zerstört werden. Schwieriger ist eine flare Stellungnahme hinsichtlich der Luftwaffe, besteht hier doch die Möglichkeit einer Um wandlung privater und fommerzieller Flugzeuge in Kriegsmaschinen. Unser Borschlag zur Lösung dieser Schwierigkeit geht dahin, eine unter internationale Kontrolle stehende mtenutoftfife tommttjteae Sust-Tkansportss-sellschast zu gründen. Dies stellt, wie wir glauben, sowohl was allgemeine Leistungsfähigkeit, als auch was die Sicherung des Friedens anbelangt, einen durchaus praktisch durchführbaren Plan dar. Zu Land sind wir ausgesprochene und entschiedene Gegner der allgemeinen Wehrpflicht, sowohl für unser eigenes Land, als auch für andere Länder und wir werden alle verfügbare Energie einsetzen, um die allgemeine Dienst- Pflicht überall in gleicher Weist abzuschaffen, wie dies in Deutschland auf Grund des Friedensvertrages geschehen ist. Allgemein gesprochen, ist es jedoch unsere Auffassung. daß Rüstungen ein Symptom, nicht aber die Ursache der Krankheit, darstellen, die sich in der Kriegsgefahr und in den Kriegsbefürchtungen äußert. Man schaffe Sicherheit und gegenseitiges Vertrauen zwischen den Nationen und es wird nicht lange dauern, bis die Steuerzahler gegen Ausgaben für t«. Oktober 1878. Vi« sozialdemokratisch« Parieipreff« veröffentlicht folgende llandgebung: an die Parteigenossen!' Sie guflösung der organtfierten Partei wird nach deu voraussichtlich zur Snaahm« gelangenden vestimmungea da»„E« fetze»" gegen die Sozialdemokratie unausbleiblich fein und zur Vermeidung von weitläufigkette« nicht erst die Lchlksiung durch die Behörde abgewartet»erden.£s wird also in «enjgen lagen keine organisiert« Eesamtpartet mit einer einheit- lichen Leitung mehr bestehen, vamit tritt die Bewegung in ein ««s Stadium, llknn die Press« geknebelt sein wtrd und Versammlungen ins Bereich der Sage gehöre« wer- de»— dann ist nur dt« persönlich« Propaganda der Anhänger des Sozialismuo übrig, um demselben bei der Blasse des Volkes in Bluse und buntem Kock weiter» Verbreitung zu geben? Aber diese Art der Propaganda ist ein» mächtige, da sie von Idealengetragen wird, deren llraft lediglich schon durch die Entwicklung der gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse «m log zu lag zunimmt. Worilos kuschen! Verteidigung gegen Skki-Vriefe verbotet»? Der Chefredakteur des kommunistischen„Kämpfer1' in Chemnitz hat in einer Besprechung des Ekki-Briefes gewagt. für die gerüffelte Zentrale für mildernde Umstände zu plädieren: sie habe geglaubt, zum besten der rommunistifchen Borrei zu handeln. Der Mann hat es gewagt, eine Meinung zu sagen, statt wortlos zu tuschen. Dafür fliegt er. Die Bezirks» keitung des KPD. hat gegen ihn folgenden Beschlutz gesaßt: „Lw.Kämpfer" vom g. Oktober wurde von dem Chefredakteur dem Beschluß des Etki in der Thälmann-Angelegeuhell ohne Wisse» der Bezirksleitung ein Kommentar beigefügt. Das Sekretariat deckt nicht diesen Kommentar und mißbilligt die Handlung des Chefredakteurs als einen Versuch, die Parteigenossen. fchast des Bezirks Erzgebirge-Dogtland zugunsten der politi- jchen Gegner in dar Partei zu beeinflussen. Dieser Kommentar entspricht der persönlichen Auffassung des obengenannten Redokteurs, widerspricht aber dem Beschluß de« Etti und bedeutet praktisch eine Unterstützung der politi» schen Gegner in der Partei, die in einer unerhörten Weise nie bedauerlichen Vorgänge in Hamburg zu einem Angrist auf die Darteimehrheit benutzen. Das Sekretariat beschließt, der Bezirksleitung vorzuschlagen. Maßnahmen zu argreifen, damit derartige Uabergriff« «nes Redakteurs sich nicht iviederholen. Sekretär der KPD. Erzgebirga-Bogtland.1 Nicht einmal eine wehleidige Verteidigung ist aeftottst! Das Opfer der eigenen Meinung muß stumm, ergeben, mit Hundedemut gebracht werden. Es bleibt den sogenannten Führern nur das bitter« Wort: Hundesindwirjadochl Symptome. Frankfurt a. JH.. 18. Oktober.(Eigenbericht.) Vi» Freitagabend waren iu die Cinzeichmmgsliste für das tom- wuutftifche Volksbegehren 7200 Namen eingetragen gegen rund ?0er Bezirksuerband Zwickau der Deutschen Dolkspallei he« d a u« r t di« Stellungnahme der Reichstags- und Landiagssraltis» gegen das Volksbegehren des Stahlhelms. Wir können nicht anerkenn««. daß die polllstche Bllästgung de« Stahlhelms es den volksparteilichen Allgeordneten unmöglich macht, weiterhin im Stahlhelm ZU verbleiben. Wir wünschen im Geaenteü weitestgehende Unterstützung d«.s Stähl- helmvoltsbegehrens wie der gesamten Stahl- Helmardelt.* Die Deutsche Bolkspartei ln Sachsen billigt also die Haßkund- gedungen gegen die Verfassung und die Aktion des Stahlhelms gegen dl« Reichsverfassung. Die Deutsche Bolkspartei ist in Sachsen. Re- gierungdpartoi!___ was hu nicht willst, daß man dir tu... Der kommunistisch« Kandidat für den Posten des nordamerikanstchen Vizepräsidenten. Benjamin G i t l o w, ist auf geheimnisvolle Weste oerschwun- den uNd in Phoenix(Arizona) nicht eing- trösten, wo er ein« Wahlred« holten sollte. Die Polizeibehörden glauben, daß er von K u k l u x k o n e r n entführt worden ist. Saranowirst in Ostpolen ist vielen deutsche« KrlegeteUiudmvn wohlbekannt: sein Rom« besagt—„Schafstädt*. Man will es jetzt P i l s u d s k nennen. Bor fünfzig Jahren. Die Partei löst sich auf.— Die Arbeit geht wettert Ttr. 487* 45. Jahrgang 1. Ssisage des Vorwärts Gonniag. 44. Okiober 4928 3>as leuchtende ffierlin 3)ie Jjiclüermaslte und eine knappe Jllumimert— die Stadt ist illuminiert— die Bürgerschaft hat illuminiert— ein Ueberfchwang der Gefühle sollte sich in der Licht- fülle ausdrücken: die Nad)t zum Tage machen— was könnte sinnvoll«? sein, um einem„geliebten Fürsten" seine Verehrung auszu- drücken? S o wenigstens sah das Zeitalter des mehr oder weniger brutalen Despotismus die leuchtende vi a s t« an, die sich dann und wann die Stadt vorband: eine gewisser- mähen befohlene Huldigung, der sich die meisten seufzend unterzogen. Und das ging bis in die neuest« Zeit so. Wer sich noch der„Illumination zu Kaiser» Geburtstag" erinnert, der weih, doh nur die öffentlichen Ge- l-äude in gleichem Maße durch- hielten, während die Bürgerschaft >nit den Lichtern an den Fenstern immer sparsamer wurde...„Nur die„Hoflieferanten" haben illuminiert"— im geheimen gingen diese Wort« van Mund zu Mund— öffentlich redete man von der glänz- vollen Illumination. Oie ganz alte Zeit. Früher zählt« das Volk(Plebs!) ja nicht, wenn Bezishungen zum „angestammten Herrscherhause" zum Ausdruck gebracht werden sollten. Di« Herrschenden, die auf dem Standpunkt Ludwigs XIV. standen: der Staat bin � ich— zahlten aus dem vom Volk erpreßten Staatsschah die kosten für die Beleuchtung und Aenerwerkerei: beide flammen- und funkenspeiend« Erscheinungen hingen eng zusammen, und das dritte Element im Bunde war der Knall der'Büchsen, das Echo der„Freudenschüffe". Bon dem Prunk, de» diese Serenissimus-Zeit, etwa im 18. Jahrhundert, entfaltet«, gibt unser Bild vom Jahre 1742 ein« gut« Vorstellung. Der«iherordent- liche russisch« Gesandt« Graf v. Ezernichcu bot den Berlinern eine Beleuchtung seine, Hauses zur Feier der Krönung„Ihrer Siussischcn Kaiserlichen MofestSt Elisabeth Petrowno". Man kann sich vorstellen, -ftifTilter Ausbau dieser vön Küvstlerhand entworfrncn Dekoration und l*,» Leuchten der vielen Flammen einen schönen Batzen Geld per- schlang. Laß unter dem Volk jener Zeit bis zur französischen Reoolu- tion und speziell in Berlin noch weit über diese hinaus, bis zur Ex- plosion des Dolksumvillens im Jahre 1848 der servile Bewunderung vlles. was nach Hosseftlichkeit und Schougepränge aussah, gong und gäbe war. lehren die kritischen Worte über die Trauer unter den ..Kodettenmüttern" und„Kadettenschwestern", die noch 1848 von demokratisch denkenden Schilderern der Berliner Zustände»er- ösfentlicht wurden. Die Feuerwerksrevolution 4885. Ein gewisses Berliner Publikum hott« schon in den dreißiger Jahren, in den Zeiten der schändlichen Verfolgung der wahren Patrioten, die Verehrung des Königs Friedrich Wilhelm Ill„ des „Gerechten", in seiner Art betrieben:„Geburtstagsfeier am 3. August mit allerlei Lustbarkeiten und Feuerwerk, wobei es Sitte geworden war, des Abends auf den Straßen mit Schießen Lärm zu machen. Das Ueberhandnehmen dieser patriotischen Gepflogenheiten führt« dazu, daß die Polizei 1835 mit Gendarmen gegen die Unruhestlsler vorging, aber sie erreichte ihren Zweck nicht. Widerstand wurde Illuminiertes Palais in Berlin 1742. geleistet, und„tagelang herrschte— so schreibt Stadtarchivar Claus- witz weiter— die ärgste Unsicherheit in den Straßen. Das Militär mußte einschreiten, und noch noch dem 5. August konnte nur durch Militärpatrouillen die Ruhe aufrechterhalten werden". Dieser Kra- keel ist als unpolitische Feuerwerksrevolution in die Annalen der Geschichte eingetragen worden. Die spätere GaSperwde. Im Jahre 1826 war Berlin mit Dos beschenkt worden— die attiL Oalsbnzel und das Stearinlicht kamen allmählich in Vergessen- hell; das Petroleumlicht erschien erst in den fünfziger Jahren, gewann doNtr allerdings bald die Oberhand. Als 184V Friedrich Wilhelm Tri. gestorben war. hoffte das preußische Volk und mit ihm ganz Deutsch- land aus eine größere Freiheit. Nur zu schnell wurde man ent- täuscht, und bald stellte man den„hochseligen" über den„redseligen" Herrscher. Aber znnächst wurde der Wechsel festlich begangen: am 21. September 1810 war Einholung m Berlin.„Beleuchtung der Stadl abends— schreibt Dörnhagen von Ense— nicht sonderlich glänzend: kein Turm erleuchtet, die meisten öffentlichen Gebäude nicht, ausgenommen das Brandenburger Tor." Wenig« Wochen später wurde in Berlin gehuldigt: es war ein regnerischer Oktobertag: „Die Beleuchtung der Stadt ist sehr reich, das Theater, das Zeug- haus, die Akademie sehr schön— der Regen aber löscht die Lampen zum Teil aus." Dann kam jener denkwürdige Tag, wo das Volk aus eigenen, das Licht anzündete, weil es wähnte, der Freiheit eine Gasse gebohnl zu haben. Wir wollen wieder Varnhagen das Wort geben:„Z« der Nacht vom lg. zum 20. März 1845 war Berlin beleuchtei und hallte von Freudenrufen und Freudenschüssen ob des errungenen Volks. sieges. Den Ueberwundenen war dies natürlich ein Greuel. I» der Näh« des Schlosses war der Jubel am lautesten, zur Berzweif- lung der Schloßbewohner." Und nun folgte eine charakteristische Episode: der König bittet um Einstellung des Schießens wegen der Nerven der Königin. Ihm ward die Antwort: Die Königin habe das mörderische Schießen der Truppen recht gut vertragen: sie möge auch das harmlose Freudenschießen des Volkes ruhig hinnehmen... x Diese Erinnerungen an das alte und das ältere Berlin erscheinen zu den Tagen, da das moderne Berlin sich anschickt, mit den Mittel» der neuen Technik eine Lichtflut über Berlin auszugießen. Ei» Zeichen des Friedens, der Freiheit, der Arbeit— ein Symbol der geistigen Größe der„Lichtstadt" Berlin! Ein llleer von£icht Wassenandrang In den Stertiner XicMslrafien. Berlin strahlt! Es strahlt im buchstäblichen Sinn« de« Wortes, d. h., wenn man die Höhlen des Dunkels, des Elend« und der menschlichen Not nicht sehen will, die kein Schimmer der tausend kerzigen Sonnenspender berührt. Die Deranstaller können nllt ihren, Erfolg, der ja in erster Linie der Fremdenverkehrswerbung gilt, in hohem Maß« zufrieden sein. Sie haben auch die Berliner Massen in Bewegung gebracht: sie haben sie aus den dunklen Straßen in das offene Meer des Lichtes gezogen, das durch die Hauptadern der Großstadt in ungebrochenen Strömen flutet. Solche Menschenmengen hat man in Berlin bei ähnlichen Gelegen- heilen wohl niemals gesehen. Das schob und drängte sich in unge- hemmter Folg«. Kein Fußbreit ließ sich nach freiem Enneffen passieren, man wurde in der endlosen Kette weitergeschoven. Di« Flut der Lichthungrigen zog vor allem den.Licht- bauten" entgegen: Unter den Linden, Nollendorsplatz und Graßer Stern. Dann kamen die großen Verkehrsstraßen mit den geniein- schasllichen Ausschmückungen der Geschäftswelt. Die T a in e n t z i c n-- ft r a ß e mit den beleuchteten Ballons und den angestrahlten Reklametransparenten, die L e i p z i g e r S t r a ß e mit ihrem Licht- baldachin und das Freiluftkino auf dem Sprcewaldplätz o», Görlitzer Bahnhof. Nicht weniger bildeten die angestrahlten Gebäude Berlins, etwa 5v an Zahl, den stärksten Anziehungspunkt, besonders das Reichstagsgebäude, das Brandenburger Tor, dos Schloß, dessen Apothekenflügel romantisch in der Lichtfint strahlt, dos Ratbaus und Stadthaus, das zarte Filigran des Pctrikirchturms, das schöne vor, Licht umflossene Kreuzbergdenkmal. Illuminierte Straßenbahnwagen der Linien 177, 73. 99, 87 und 187 fuhren durch die Stadt, in deren Straßen die Ladeninhaber und Warenhäuser durch zum Teil sehr effektvolle Schaufensterbeleuchtungen und Dekorationen im Rahme» eines Wettbewerbes zu der recht erfreulichen Gesamtwirkung der 1) Soldat Suhren Z�oraau von Georg von der Vring Copyright 1927 hy J. M. Spaeth Verlag, Berlin. D«» Kasernenhof« winterlicher Blumenstrauß. Von Westen nach Osten erstreckt sich die breite, rote Front der Kaserne, davor liegt, ein schwarzes Quadrat, der Exerzierplatz. Ebenfalls genau westöstlich wie die Kasernen» front, die Gesichter ihr zugewandt, stehen acht Rekruten in Linie angetreten, das Gewehr bei Fuß. Es erklingt das Kommando:'..Tuchfühlung Sieben dieser Rekruten beginnen sofort hastig mit den Stiefeln zu scharren und mit dem rechten Ellbogen vor und rückwärts zu flattern, sie möchten das Tuch des rechten Nach- barn streifen: der achte aber, jener Mann am rechten Flügel, Musketier Lurtjebom, bewegt sich nicht, weil er keinen rechten Nachbarn hat. außer dem Winterwind, der von rechts über den Kosernenplatz bläst, und seinem Gewehr, dessen eisiger Lauf ihm den Daumen beißt. Der Gefreite geht hinter die Front, um die Tuchfühlung �Pfeltter hatte natürlich nicht die richtige Tuchfühlung, Pfeiffer war auch nicht vorschriftsmäßig angezogen, denn sein Koppel soß nicht im Haken: Pfeiffer war auch nicht al,- gebürstet— Pfeiffer ist nie etwas. Endlich ist Tuchfühlung da. Der Unteroffizier kom» mandiert:„Richt— euch!" Die Köpfe von sieben Rekruten fliegen w««n Se« ge- zogen nach rechts.......... Pfeiffer klappt«ach. die Mechanik ist«cht m Ordnung, und es wird wiederholt. Indessen: Pfeiffer klappt ober- mals nach. Der Unteroffizier ist auf ihn nicht bös«,« tut nur so: auch kann er nicht alles bis ws unendliche Wiederhofen lassen, denn der Krieg wartet nicht. Auch der Vizefeldwebel wartet nicht— olle fühlen ihn in dem roten Tor des Kasernen- Hofes stehen, noch fern und Nein, aber schon ungeduldig. Der Unteroffizier und der Gefreite machen verzweifelt hastige Schritt«. Der erster« übersteht also Pfeiffers Nach klappen,«st an da» rechten Flügel und fpüht unter gurtjebams Vrille hm- durch die Front hinunter. Vierzehn Stiefel scharren, sieben Gewehrkolben pendeln vor und zurück: die Augen aber suchen einzig Lurtjebams obersten Rockknopf zu erfassen. Der Gefreite stopft Pfcisters Halsbinde in den Kragen und knotet, leise zischend die Vänder von Alberings Brustschoner zu einer Schleife.■- Der Unteroffizier am rechten Flügel schreit: „Klees zurück!— Noch mehr!— Noch mehr!— Meyer folgen!— Suhren zurück!— Der ganze linke Flügel raus?— Hahn raus!— Folgen!— Folgen!—" Der Feldwebel, fühlen wir, setzt sich in Bewegung.— Der Gefreste berichtigt, indem er mit der Stiefelspitze gegen einige Hocken klopft.— der Unteroffizier schreit, klagt beinahe: „Raus!— Raus doch!—* In diesem Tumult steht nur einer bewegungslos, steil wie ein Mast, an dem die Korporalschaft als Flagge rauscht — Lurtjebam, der Flügelmann: er beobachtet durch seine vor- zügliche Brille die Fensterreihen der roten Kaserne: hinter einer Scheibe steht ein Weib mit einer Schnapsflasche... Lurtjebam ist trotz seiner Länge kein schöner Flügelmann, denn er hat den Rücken eines Pwgistratsbeamten: über seinem Herzen wölbt sich keine Soldatenbrust, aber— über seinem Herzen wölbt sich«in zauberhafter Himmel mit Sternen aus Niespuloer und erner Mondsichel wie das leidenschaftlichste Fragezeichen. „Augen gerade— die Sieben mucksen nicht mehr,— „aus! Die Augen— links!" Alle Acht schmeißen ihre Augen nach links ins Zfel. in den kleinen, runden Feldwebel. Der Gestelle ist vor den rechten Flügel gesprungen und hat ebenfalls die Augen „links" genommen. Der Unteroffizier meldet dem Feldwebel die 10. Korporalschaft. Der Feldwebel ist jetzt Trumpf. Cr kommt langsam vor der Front her und ermahnt uns, ihn mst den Augen zu verfolgen- Er ermahnt jedesmal— es scheint, daß es uns immer noch nicht lückenlos gelingt. Musketier Meysr gibt sich so gefesselte Mühe, daß ihm seine Kinnmuskeln zu zittern begmnen. Der FeSnvebel ist zufrieden, er bestehst dem Unteroffizier: „Lassen Sie rühren!" Sodann macht er den Dienst bekannt, und wir hören ihn sagen:„ „Lassen Sie die Leute Handschuhe anziehen!"— Em angenehmes Wort,, wenn es durch die eisige Ianuarluft er- klingt. Der Feldwebel war Knecht bei einem Bauern, hat Finger wie mittelgroße rote Rüben und verschmäht Handschuhe— wenn der Feldwebelleutnant es nicht steht. Seine langen, blonden Schnurbartenden nnd sein langes nachschleppendes Schwert stechen ins Weite, doch sein Körper ist geschlossen und rund wie eine übergroße blau? Rübe. Lurtjebam hat für ihn den Namen Rosenhald erdacht, mit welchem Recht, ist mir nicht klar— ich habe nicht die Fähigkeit, aus Steckrüben Rosen zu ziehen! Rosenhold!— Oh, Rosenhold ist der Mittelpunkt des Kafernenvlotzes, auf dem eben außer der unsrigen noch neun Korporalschaften mit Ladeübungen beginnen. Die Messing- Patronen klirren zu Boden, die Gewehrschlösser klappern... Rosenhold ist der Mittelpunkt eines Kreises, wir aber sind der Umfang: und wie der Umfang nie zum Mittelpunkt ge- langen kann, so können wir nie zu Rasenhold gelangen, um seine Rübenhände zu tätscheln. Und die Unteroffiziere und Gefreiten sind-- da erweist sich schon die Fehlerhaftig- kell meines Vergleichs, und ich lasse gern die Finger davon, zumal gerufen wird: „Musketier Suhren zu Herrn Feldwebelleutnant!" Denn Suhren— das bin ich. Es gab eine Zeit, wo ich mir auf meinen Namen etwas einbildete, obwohl er säuerlich klingt. Das ist vorbei. denn jetzt klingt er wie Essig mit Pfeffer, weil ich doch ein Rekrut geworden bin. Es geschah ohne mein Zutun, ohne meinen Wunsch— ich wurde eingezogen. Wenn es nur nicht überall so stark riechen würde in dieser Kaserne! Es riecht, es stinkt nach Schweiß, Karbol, Urin und Gemüsesuppen, die im Keller in Riesentöpfen gurgeln: sodann nach diesen uralten verbeulten Blechkannen. tn denen Kaffee geholt wird: nach Menschen, die ewig Kom nnßbrot mit Honig essen; nach Lederfett: und— Montag- morgens besonders— nach dem, was die Bezechten in di? Papierkörbe gekotzt haben. Alles zusammen ergibt einen Geruch, de« Gott nicht geschaffen hat. Ueberall ist er, dieser Gestank, und du kannst ihm nicht entfliehen. Er bläst durch die zugig« Gänge, über die Treppen, steht in den Sälen nnd strömt aus dem Spind. In der Kaserne stinkt der Teufel.— Mein Name ist Suhren, und der Herr Feldweb elleut- nant hat mich zu sich befohlen. Er steht in einer Eck« des Platze« neben einem Papierkorb,«nch hier ist der Gestank, trotz des saufenden Winde«. 1 G»rq«tz»mg folgt.) erften Berliner Lichtveranstaltung beltrugen. Cine besondere Attraktion, der viel Beachtung geschenkt wurde, war auch ber Motorbootlichttorso, ber an der Schlesischen Brüde startete und über Rottbuffer Brüde, Hallesches Tor, Potsdamer Brüde zur Tiergartenschleuse führte. Ab 7 Uhr fanden auch Rundfahrten für Zeppelin leicht beschädigt. das Publikum statt, an denen sich hauptsächlich die in Berlin weilen An der Backbord- Tragfläche. den Fremden in Maffen beteiligten. Am heutigen Sonntag findet ein Autolightforfo non der Abus aus burch die Stadt bis zum Kaiserforso in Tempel hof und ein historischer Bagenzug vom Luftgarten aus ftatt. Den Mittelpunkt bilden das Lichtfest in Lempelhof mit einer Angriffsübung der Feuerwehr auf die westlichen Hallen des Flug. hafens, mit der Borbeifahrt des Wagenzuges und des Autoforios und mit einem großen Feuerwerk als Abschluß. " Im Rahmen der Beranstaltung Berlin im Licht" wurde ferner im Märkischen Mufeum eine Sonderausstellung Die Beleuchtung in after Zeit" eröffnet. Die interessante Ausstellung ist im Görigfaal und einem Borraum aufgebaut und gibt einen feffeinden Ueberblick über die Entwicklung des Beleuchtungswesens nom Rienspan bis zur Glühbirne und vom Feuerstahl bis zum Streichholz. In zahlreichen Schränken und Nischen sind Beleuch kungsartikel aus dem Altertum bis zur Neuzeit zur Schau gestellt. Besondere Gruppen behandeln die Herstellung der Kerze, die Straßenbeleuchtung und die Illumination in alter Beit. An der Ausstellung find neben öffentlichen und privaten Sammlungen in Berlin( Nationalgalerie, Museum für Bolfskunft, Berkehrs- und Baumuseum u. a.) auch eine Reihe auswärtiger Museen, so daß Germanische Museum in Nürnberg, das Hamburgische für Kunst und Gewerbe, das Stadtmuseum Carolino Augufteum in Salzburg und andere beteiligt. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 20 Uhr bis Mitte November geöffnet. Die Schaufenster. Der Schaufensterwettbewerb, ber im Rahmen der Rellamemoche Berlin im Sicht" veranstaltet wird, bringt eine Reihe ausgezeichneter, tünstlerischer Rompofitionen. Bon vornherein überwiegt die Ausstattung der Konfettions- und Barenhäuser, benn mit Stoffen ist am leichtesten eine starke Wirkung zu erzielen. Ueberall herrscht die Tendenz, durch einfache Mittel das Interesse des Publikums zu erregen. So beforiert Grünfeld am Surfürstendamm eine Reihe von Fenstern mit weißer Stunftseide, Damast und Spigen in Form geometrischer Figuren, die von hinten durchleuchtet werden und die den einfachen, flaren Flächen des Hauses entsprechen, so fellen Leifer, Corbs, Wertheim und Kersten Tutteur die Fenster auf eine einzige Farbe ein. Das Kaufhaus des Westens zeigt ein Fenster mit bedrudtem Samt, das auf eine helle Grundfarbe abgeftimmt ift, während Maaßen in der Leipziger Straße die Gegen überstellung von Schwarz und Weiß bevorzugt, und Michels gibt einem feiner Fenster ben Farbenafford Schwarzrotgold. Ganz einheitlich behandelt Wertheim fechs Venster in der Leipziger Straße, benen er als Hintergrund eine Muschelbeforation verleiht. Aus der Bülle ber Fenster ist noch das von Hillbrich zu erwähnen, bas ben Rathausturm in Marzipan vor einer filbern- schwarzen Folie zeigt. Borortzug überfährt ein Auto. Die drei Jnfaffen getötet. Gine fchwere Auto? atastrophe ereignete fich gestern nachmittag in Eichwalde bel Grünau. Ein mit drei perfonen befehtes privatauto wurde beim Ueberqueren der Borortgleise Berlin Königswusterhaufen von dem Personenzug 3223 erfaßt, etwa 200 meter mifgefchleift und völlig gerfrümmert Führer und beide Jafaffen find auf der Stelle getötet worden. Die Ausbesserung ist bereits durchgeführt. Das Marineamt in Washington empfing einen Funk fpruch vom Luftschiff von 17.45 Uhr deutscher Zeit, to nach der Graf Zeppelin" an der Backborb.Trag fläche beschäbigt ist und die Reparaturen im Gange find. Ein weiterer Funkspruch besagt aber bereits, daß die vorläufigen Ausbesserungen durchgeführt sind und die im ersten Funkspruch vorsichtshalber angeforderte Begleitung von Dampfern nicht mehr nötig ft. Das Schiff steuert in direttem Kurs auf Lakehurst. In dem ersten Funkspruch, mit dem der ,, Graf Zeppe in die Beschädigung seiner Backbordflosse an das Marineamt mitteilte, berichtet er außerdem, daß die Ge schwindigkeit auf 50 Meilen vermindert sei. Als Stand vrt wurde der 33. Grad nördlicher Breite und der 45. westlicher Länge angegeben. Das Wetter sei rauh. Die Luftschiffleitung bat, daß in der Nähe befindliche Dampfer feinem Kurs folgen möchten. In dem zweiten Funtspruch teilte ,, Graf Zeppelin" mit, daß er bereits wieder Fortschritte mache und daß die vorläufigen Aus befferungen durchgeführt seien, so daß das Luftschiff zu diesem Zeitpunkt Dampferhilfe nicht mehr brauche. Unabhängig davon hat aber das amerikanische Marineamt alle leichten Kreuzer in Hampton Roads und alle Zerstörer in Charleston angewiesen, sofort auszu laufen, um dem Luftschiff Hilfe zu leisten, falls sie nötig fein sollte. Kein Grund zur Besorgnis. " In einer telephonischen Unterredung ertlärte Dr. Dürr, her Konstrutieur des Luftschiffes, baß die günstigen Nachrichten von Bord des Schiffes im weiteren Verlauf der Fahrt ihre Bestätigung gefunden haben. Es sei damit zu rechnen, baß ber Graf Beppelin" am morgigen Sonntag abend bereits in Latehurst eintreffe alfo noch früher als während eines früheren Stadiums der Fahrt angenommen wurde. Un Bord sei alles wohl, das Schiff fahre jegt burch Hochbruckgebiet und habe damit fürs erste die Unbill ber Bitterung überwunden. Wenn es bei feinem jeßigen Rurs wieder Rüdenmind befomme, fo fei burdhaus mit ber möglichteit Der Johannisthaler Standal Dr. Friedrich Greiff festgenommen. Die Untersuchung über die Borfälle bei den Chemischen Werten Johannisthal Gmbh, in der Roederstraße find in ein neues Stadium getreten. Der feit 1926 bort angestellte Geschäftsführer Dr. Friedrich Greiff aus Westend ist am Sonnabend von der Kriminalpolizei festgenommen worden. Dr. Greiff war schon zor einigen Tagen von Kriminalfom. miffar Dr. Bartsch gehört, dann aber nach Auslieferung feines Auslandspasses wieder entlaffen worben. Inzwischen mar foniel neues Material an ben Tag gekommen, daß bie Striminal polizei sich veranlaßt fah, den Geschäftsführer festzunehmen und ihn megen pollenbeter Urtundenfällung und Betruges fowie wegen perfuchten Rantursverbrechens dem Untersuchungsridter vorzuführen, um jo mehr, als ein Fluchtverdagt sich bei seinen weitverzweigten Auslands. beziehungen verstärkt hatte. Die Chemischen Werte in Johannisthal stehen mit der Mansfeldschen metallhanbels 2. G. in Geschäftsverbindung. Dr. Greiff. hat nun Briefbogen der Aktiengesellschaft auszufertigen und durch gefälschte Unterschriften ber Direttoren und einiger Angestellten den Anfhein der Echtheit zu geben. Die Anweisungen gingen dem Banthaus Gilde. meister u Co. zu, das Dr. Greiff die Beträge in bar aus. händigte und gleichzeitig die Kunden in London und New Dort, für bie sie angeblich bestimmt waren, verständigte. Die Zwischen zeit, die stets mehrere Tage betrug, benugte Dr. Greiff, um mit dem erhaltenen Gelbe zu arbeiten. Rüdte ber Ablauf der Frist heran und war das Geld verbraucht, so stellte er eine neue Anweisung aus, um den Betrag zur Decfung nach dem Auslande ju fabeln. Rurz nach 15 Uhr näherte fich dem Bahnübergang bei der Bube 12 ein mit drei Personen besegter Kraftwagen. Die Schrante war geöffnet, und der Führer des Autos war im Begriff, die Gleise zu überqueren. In diesem Augenblick braufte der Borbenußt, um 3ahlungsanweisungen über große Summen orizug 3223 heran. Nam erfolgte ein furdytbarer Zusammenprall. Das Auto wurde buchstäblich breitgebrüdt. Der Lotomotiv führer, ber die Gefahr zu spät erfannt hatte, zog fofort alle Bremsen, doch fonnte er den Bug infolge der Geschwindigkeit erst nach etwa 200 Metern Fahrt zum Stehen bringen. Die Auto. trümmer wurden die ganze Strede mitgefchleift. Bahnpersonal und bie alarmierte Schmödmizer Feuerwehr, bie nach furzer Zeit an der Unglüdsstätte eintraf, nahmen die Aufräumungsarbeiten vor. Alle drei Männer konnten nur noch als Leichen schwer verstümmelt geborgen werden. Nach ben polizeilichen Ermittlungen find die Loten der 70jährige Maurer Ferdinand Gartichte, der 24jährige Rrafimagenführer Otto Bullei und der 25jährige Arbeiter Repud; fie wohnen sämtlich in Wernsdorf. Der greife Maurer Gartichte, der zusammen mit Repud auf inem Reubau am Bahnhof Eichwalde beschäftigt war, hatte bei ber Arbeit einen Unfall erlitten, der seine fofortige lleberführung in bas Wusterhausener Krantenhaus als notwendig er. fcheinen ließ. Buffei stellte sich mit seinem Auto zur Verfügung und wollte den Berunglüdten abtransportieren. Neben dem Berlegten nahm noch der junge Kollege Repud Blaz, Beim Baffieren des Bahnüberganges, dessen Schranten nicht geflossen maren, trug fich dann das Unglüd zu. Die Bernehmung des Schranfenwärters, ing ber einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte, ergab: Um 15 Uhr näherte fich dem Bahnübergang der um diese Zeit fällige Güter zug, und der Beamte ließ die Schranken geschlossen, da jeden Augenblick der aus Berlin tommende Zug heranfommen mußte. Da rief thm, nach seinen Angaben, der Begleiter des Verunglückten Maurers zu, daß sie einen Berlegten im Wagen hätten, der auf schnellstem Wege ins Krantenhaus müsse. Man bat, aus diefem Grunde die Schrante zu öffnen, zumal der Zug ja noch gar nicht in Sicht sei. Daraufhin öffnete der Bahnwärter die Schranke. Der Wagen fuhr jedoch schwer an, und als er faum das erste Gleis erreicht hatte, brauste der Zug heran. Ein Zurüd gab es nicht mehr, und das Unglüd mar geschehen Der Betrug tam burch einen 3 ufall ans Licht. Bei Eingang der Bantbenachrichtigung war einmal fein Rabel bes Dr. Greiff vorhanden und der Stunde wandte sich nun an die Metallhandels. 2.-S., bie sofort der Sache auf den Grund ging. Bisher hat man 60 gefälschte Anweisungen gefunden, die bereits in den Verkehr gebracht worden find. Eine Anweisung war bereits ausgefüllt, aber noch nicht ausgegeben. Ein weiteres betrügerisches Ma növer, bas Dr. Greif zum Bormurf gemacht wird, bestand barin, baß er der Metallhandels-.- G. poripiegelte, baß er günstig große Kupfermengen eintaufen fönne. Man überwies ihm bas Geld, das er für andere 3wede verbrauchte, während er vor. täuschte, daß der Rauf erlebigt und alles in Ordnung lei. Wie wir von der Justizpressestelle erfahren, ist der vor etwa einem Monat in Wien verhaftete tschechoslowakische Finanzmann Bela Groß, der nach Berlin ausgeliefert worden war, am gestrigen Sonnabend mittag aus der Haft entlassen worden. Die amtliche Stelle vermochte jedoch nicht anzugeben, ob der Unterfuchungsrichter von Bela Groß eine Raution verlangt hat. Die Stadtverordneten haben in dieser Woche zwei Sigun gen, eine außerordentliche am Dienstag um 18 Uhr und die ordentliche am Donnerstag um 16% Uhr. einer weiteren Geschwindigkeitssteigerung 3 rechnen. Dr. Dürr erklärte ferner: Es liegt fein Grund zur Bes unruhigung vor. In der Tat ist die Stabilisierungsfläche auch bereits wieder inflandgefeßt. Man könne nämlich von innen an die Bespannung herankommen, indem man über die Konstruktionsteils geht, und fann die abgeschlagene Bespannung wieder befestigen. Sollte fie fich nicht an den Konstruktionsteilen gelöst haben, fanbern zerrissen sein, so fann man ebenso gut die zerriffenen Teile wieder aneinander befestigen Ueber die Ursache des Defefts erklärte Dr. Dürr schließlich noch, daß die Stabilisierungsflächen sehr start beaut sprucht würden, wenn das Schiff scharfe Veränderungen in der Höhenlage vornimmt, also schnell steigt oder heruntergeht. Dadurch entsteht in der Flosse erheblicher Unterdrud, und es ist durchaus möglich, daß das zerreißen auch mit hierauf zurückzuführen ist In Bermuda am Sonntag erwartet. Das Luftschiff tommt nunmehr in ein Gebiet, bas bon Dampfern nur wenig befahren wird. Die bort verfehrenden Schiffe haben entweder eine sehr schwache oder gar teine Funtanlage au Bord. Es wird faum möglich sein, daß das Luftschiff auf diesem Teil der Fahrt funfentelegraphische Berbindung erhalten fann. Die 3one erftredt fich zwischen dem 35. und 40. Breitengrad. Man barf sich also nicht wundern, wenn man in den nächsten Stun. den nichts mehr über das Schiffhören wird. Nach der Betterlage dürfte Graf Zeppelin" diretien Kurs auf die BermudaJnfeln nehmen, die es bis Sonntag früh 5 Uhr amerikanischer Zeit ( 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit) erreicht haben wird. Voraussetzung dafür ist jedoch, daß auch die weitere Fahrt glatt von ftatten geht und teine Gegenwinde eine Kutsänderung notwendig machen. Die Möglichkeit hierfür besteht infofern, als das nordamerikanische Hoch augenblicklich langsam nach Osten abzieht, und einem zurzeit noch im Entstehen begriffenen Tiefdrudgebiet Blak machte, bessen Ans läufer fich bis zur Fahrtroute des Luftschiffes hinziehen. Sollten die hierdurch hervorgerufenen starten Gegenwinde bas Schiff fo behindern, daß es nur sehr schmer vorwärts tommt, so wird man fich entschließen müssen, nochmals beizudrehen und eine der süb. liden amerikanischen Küstenstationen anzufliegen. Borläufig jeboch liegt hierzu noch fein Anlaß vor. Eisenbahnfatastrophen in England. 10 Zote, 71 Berlehte. Bel Cherfield in Gloucestershire fieß am Sonn bend ein Personenzug mit einem Güterzug zufammen. Neun Per fonen wurden getötet und 21 verlegt Bel den Bergungs arbellen( pielten sich Schredensisenen ab; 3mei Wagen des Berfonenzuges gingen in Flammen auf In einem Tunnel in der Nähe von Glasgow stieß ein Berfonenzug mit einem Leerzug zusammen, wobei ein Mann ge tötet unb etma 50 Personen zum Teil ihmer perlegt murben Im Tunnel herrschte mährend des Zusammenstoßes pollige Dunkelheit Der bei der Ratastrophe Geistete war wenige Stunden vorher getraut morben und befand sich auf der hochzeitsreise. Seine Frau hat bei dem Unglüd fo fhmere Berlegungen erlitten, baß ihr ein Bein abgenommen werden mußte. Auch ein zweites Hochzeitspaar ift( hmer per legt worden. Beide Ratastrophen werden auf bichten Nebel zurüdgeführt. Gasunglück in Oberschöneweide. Gestern nachmittag wurden in ihrer Wohnung in der Simensstraße 6 in Oberschönemeide der C0jährige Wilhelm mahitom und feine 49jährige Frau Marie durch as per giftet leblos aufgefunden. Die von der Feuerwehr angestellten Wieberbelebungsversuche waren nur bei dem Mann von Erfolg. Er wurde in bebentlichem Zustande in das Elisabeth Hospital übergeführt. Die Leide der Frau murde zum Waldfriedhof in Oberschönemeibe gebracht. Nach den bisherigen Ermittlungen scheint has Chepaar Dpier eines Inglüdsfalles geworden zu sein. Freispruch im Neuköllner Postprozek. Nach viertägiger Berhandlung wurde vom Schöffengericht Neil föln das Urteil in dem Prozeß gegen bie Neuköllner Holzfirma Schröder und vier ihrer Angestellten, fomie gegen neun oft. beamte von verschiedenen Bostanstalten Groß- Berlins gefällt. Die Antlage lautete bekanntlich auf Betrug, Beihilfe bazu, und bei den Beamten auf paſſive Bestehung. Es handelte sich um Holzlieferun gen, die von der Firma Schröder im Jahre 1926/27 auf dem Submissionswege erfolgt und bei denen nach der Anzeige eines ents laffenen Rutschers namens Reez, der sich jetzt ebenfalls unter den Angeklagten befand, verschiebene Unregelmäß gleiten vorgefommen waren. Die Beweisaufnahme, zu der mehr als breißig Beugen geladen waren, ergab, daß die beklagte Firma nur in drei Fällen zu wenig Holz geliefert hatte. Es ließ sich aber nicht nachweisen, daß fie auch schlechtes Holz Dertauft hatte. Der Staatsanwalt erflärte, daß jämtliche neun Bostbeamten unschuldig seien. Die übrigen Angeklagten wurten zu Geldstrafen von 600 bis 50 m, verurteilt, während das Gericht gemäß dem Antrage des Staats. anwalts bei den Postbeamten auf Freisprechung ertannte. Eröffnung der Glasausstellung verlegt! Infolge plöglich eine getretener technischer Schwierigkeiten im Aufbau ist die Eröffnung der Glasausstellung der Arbeitsgemeinschaft für deutsche Handwerisfultur in den Bereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Bettstellen- Ausnahmetage Mit Zugtedermatratze, well oder schwarz, 80x185 Mit Zugfedermatratze, 26 mm Bügel, mit Messingkugeln im Kopf- und Fu tell, weiß oder schwarz, 90x190 S 13.75 17.50 Mit Zugleder matratze, 33 mm geschl. Stahlrohr, mit schöner vierkantigerMessing verzierung, we.ß od, schwarz, SOX180 24.50 Kinder- MetallBettstelle mit Zugfedermotratre, 16.73 eine Salte abklappbar, 70x140 ettfedernGustav Fabrik Seit 1886. Lustig Messing- Bettstelle Wilmersdorfer Str. Ki Bogenform, mit Zug- 48.federmatratze..... an der Bismarck- Str. Prinzen- Str. ECKE Sebastian- Str. Zu ledern Anzug, zu Jeder Gelegenheit braucht der Herr, der etwas auf sich hält, einen passenden Schuh Fßr den Abend der«degantc Leckschuh Für kalte«# nasses Weiter schwarz und bi aun Boxeall, m. echf.Weiterrand, besond. kr8filge Böden Für kaltes, nasses Wetter den schwarzen Stiefel mit ediler Zwlsthen- Ämft, NsrN�THarlottenbnrz, Hardenberfistr. SÄ. eftenfa»U Ms SonhercmsstelltlNl!»Di« neue S.üdje" der Architeklectoereüuqmta»Der Rinn" von Moidog, den IS. Ottober, auf Sonnabend, den 2. November, üetSegt worden. Aus Lnserenienfaug. Kommunistische Methoden.— Irregeführte GeschästSleute. Einer Reihe von Berliner Gewerkschaften ginge» dieser Tage Echreibeo von Geschöststeuten zu, die zu«i»er besonderen Werbe- tätigkeil für ihre Geschäfte ousforderlon auf Grund eines Abkam- mens, das sie mit der»Welt ad Abend", dem kommunistischen Mittagsblatt, getroffen haben. Ein Abzahlungsgeschäft für Mdbel und Konfektion schreibt übereinstimmend an die verschiedenen Ge. werkschaften: Sehr geehrter Herr! Ihre geschätzt« Adresse Herrn Stadtrat Christ verdankend. gestalte ich mir, Ihnen solgendes zu un-terbreiten: Auf Deranlassunq des Stadtrates habe ich mich«ritschlosseii, versuchswe se im Bezugsquellennachweis der„Well am Abend" zu inserieren. Da ich natürlich nur laufend in solchen Blättern inserieren kann, die mir auch tatsächlich einen Ersvlg bringen, so mühte ich die Insertionen wieder einstellen, falls der Erfolg aus- bleibt. Ich gestatte mir hierdurch, die«rgebea« Bitte an-sie zu richten, in Ihrem Verbände dahin zu wirken, daß Ihre Mitglieder soweii als möglich Ihren Bedarf bei mir decken. Sie können die» mit einem ruhigen Gewissen tun, da mein Geschäft eigs der ältesten Abzahwngegelchäst« Berlins ist und gerade in Ar- beilelkreisen lehr bekannt ist... Ich gebe mich der angenehmen Hofsnung hin, doh Ihre Empfehlungen viel dazu, beitragen werden, dah ich ein dauernder Inserent in der»Welt am Abend" bleiben werde. Indem ich Ihnen im Voraus für Ihre Bemühungen bestens danke, zeichne ich hochachtungsvoll Ilnlerschrifl. Ganz ähnliche schreiben liegen vor von einem Blumengeschäft und von einem Lotteriekollektenr. Es liegt also auf der Hand, daß diesen Geschöstsleulen die ganz falsche Angabe gemacht worden ist. da» kommuniftisch« Organ sei mit den Gewerkschasten besonders verbunden. Einig« der angegangenen Gewerkschofisvorständ« haben den betresscnden Firmen reinen Wein über das wirkliche ZZerhältnis elngeschenkft So schrieb der Baugewerksbund dem Möbelgeschäft: .Auf Ihre Auschrist vom 22. September d. I teilen wir Ihnen mit, iah uns Herr Stadtrat Christ vollkommen uu- bekannt ist. Wir sind weder willens, noch in der Lage. Ihr« Firma in unseren Mitgliederkreisen zu empsehlen, well Sie in der.Welt am Abend" inserieren. Uns oerbinden mit der »Dell am Abend" nicht die g« r i n g st e n Beziehungen." Und der Aentralverband der Hotel-, Restaurant, und Cafe» angestellte» schreibt noch deutlicher: Ihr« Offerte, vom?S. September an den Unterzeichneten gerichtet, dessen Abrefse Sie durch Herrn Stadtrat Christ er- hielten, haben wir erhalten. Dir können Ihrem Wunsche nicht «achkomwen. da-Zhr« Inserate in der un» feindlich gegenüber- stehenden»well am Abend" uns dazu keinerlei tkranlalhnai geben. Das Berliner sZnblikationsargan unsere» verbände» ist der.Vorwärts". Wir haben also kein Interesse daran, daß Sie dauernder Inserent der»Welt am Abend" bleiben. Sie scheinen in dieser Beziehung falsch informiert zu sein, oder aber mit de» Nomen des Unter-e'ck'iieten wurde Mißbrruch getrieben. Di« in hiesem Fall« beirosfenen Geschäftsleute sind demnach üb« den wahren Tatbestand aufgeklärt. Wie viel« ander« sich aber durch pie schwindelhosle» Dersprschungen-der kommunistischen Agen» ten sich habe» hereinlege» lasse», werden sie kau» zugeben. Gegen die Krankenhausnot. Zu Verliu lst dt« Zahl der verfügbaren krauten- hau«betten n o ,» rei chend. wenn die Erkrankungen sich ungewöhnlich wehren. Um auf eine in den Wivterwoualen etwa eintretende Wehrbeauspruchung der Krankenhäuser ge- rüstet zu sein, will der vlagistral sechsvarackeaznseZZLel- tenausflellen. wodurch die vetlenzahl um 132 gesteigert würde. Da der Spttzeubedorf des Winters meist bald wieder nachläßl, will man sich mit diese» Baracken behelseu, die nicht dauernd belegt wer. den, sonderu nur sür Notfälle bereit stehen. Die Barocken solle» im Anschluß an Krankenhäuser aufgeslelli und als zu ihnen gehörig be- triebe» werden. Zür dir geplanten sechs Baracken ist gegenüber dem Schüueberger Krankenhaus eln Grundstück in der Canovastraße ausersehen. Die Koste« des Baue» und der Einrichtung sind auf 234000 M. verouschlagt. Oer moderne Mensch. Dr. W y n« ck« n hatte es sich zur Aufgabe gestellt, über dos Thema„Der moderne Mensch" zu sprechen. E« wag sehr anmaßend sein, über ein Thema zu sprechen, was jeder anders umreißt, wovon jeder«in« ander« Vorstellung hat. Wynecken ging von der Tatsache aus, daß wir außer dem neuzeitlichen Menschen, der etwa seit der Beendung des Mittelalters desteht, seit ungefähr zehn bi» zwanzig Iahren auch«inen modernen Menschen haben. Als Beweis führt« er die Leränderung im Gefühlsleben und im Geschmack an. Cr be- schöftigte sich daraus eingehend mit den Erlebnissen die diese grund- legend« Wandlung hervorgerufen haben: Krieg und R« v o l u- t i o n. Durch beides ist«ine große Desillusionierung eingetreten. An Stell« der verschwundenen Ideal« sind noch leine neuen getreten. Ja, der Mensch ist bescheidener geworden, er fürchtet sich vor neuen Täuschungen und verkriecht sich hinter eine Sachlichkeit, die nichts für bestehend hält, außer dem Relativismus. Di« starke 2lus schal- tung de» persönlichen Ledens hat die Bedeutung des Körper» und feine Entwicklung begünstigt. Aus dieser Ernüchterung kann man zwei Schlüsse ziehen, entweder, der Mensch unterwirst sich der Wirk- lichtest, er wird dos Resultat der technischen Entwicklung, oder dies« neu« Sachlichleit wird das Bekenntnis zu einem neuen Lebensgesühl, das wahrhailiaer ist als das vergangene. So kann au» dem modernen Menschen der kommende Mensch werden. Diese» neue Bekenntnis kann nur von einer jungen Klasse kommen: vom auf» steigenden Proletariat. In ihr muh der Gedanke lebendig sein, durch eine große Sauberkeit, den Menschen zur Schaffung von großem anzufeuern. Der Mensch ist da» Maß der Dinge: in der Derwirllichung diese» Satze» liegt die große Aufgab« des modernen sachlichen Menschen. Dr. Wynecken kennzeichnete die erste Auffassung von den neuen Aufgaben als die amerikanische, die zweite als die europäisch«. Er schloß mit dem Wunsch«, daß es eine Verbindung zwischen beiden Austastungen geben möge, da das höchste Gut des Menschen doch der Mensch sei Die Stadthall« in der Äosterstraße war dicht besetzt. nicht nur von jungen Menschen, auch viele Weißköpse sah man. Zirftis Krone in Berlin. In den ersten Nachmittag-stunde» des gestrige» Sonnabend« boten das Tempelhofer Feld und die angrenzeichen Straßen- züae et» bunt bewegtes Blld Eine stattliche Kavalkade au» kostümierten Reiter» und Reiterinnen auf allem möglichen Getier, Herren und Damen im Reitdreß auf edlen Vollblütern, der feurige Csikos(ungarischer Pferdehirts im leinenen buntbebänderten Kostimm der Pusta, braun« Hindu söhne. Araber, Inder auf Kamelen und Elefanten, römische Gladiatoren, lorbeergeschmückt in prächtiger Tuuta auf ihrem Triumphwagen, dazwischen Rusienpferde. Aelrra, Stiere. Woflerbüsfel nebst vielen andere» vierbeinigen Eroten. Ein Ausschnitt aus der Manege des Zirkus Krone, der sich am gestriqen Abend den Berliner» ouss neue präsentiert. Unter großem Hallo wand sich der Zug mit Musik durch die nächsthelegenen Straßen. Dichte Mengen von Passanten bildeten Spalier, die Jugend. leuch- tenden Auges und fröhlichster Siimmung, spaziert« selbstverständlich nebenher und wer da nicht Platz feub, der schloß sich am Zugende an. 240 Wagen in drei Sonderzügen, enthaltend Personal, Der« und Zstkusmaterial. rollten vor zwei Tagen am Güterbahnhof in Tempelhos an. In achtzehnstündiger Arbeit erstand das Zirkuszelt mit einer sogenannten»Rennbahn" statt der üblichen Manege. Die Manegen werden se nach Bedarf eingebaut Ueber 000 Menschen und ebensoviel Tiere sind mit dem Transport eingetroffen. » Am Abend stieg die Eröffnungsnorsteslunztz Do? nollbesetzten Zuschauerbänken wickelt« sich ein riesiges Programm ob. da? alles enthielt, was ein moderner Zirkus an Artisten. Pscrde» und Tierhresturen zeigen muß. Es wird später Gelegenheit sein, darauf zurückzukommen.__ Sportpark Tempelhofer Feld. Von dem Sportpark Tempelhofer Feld, der am Rande des Tempelhofer Feldes auf Neuköllner Gebiet angelegt wirb, sind zwei der geplanten drei Abschnitte jetzt jo weit fertig, daß sie heute eröffnet werden können. In dreijähriger Arbeit ist hier eine Grünanlage entstanden, die der Jugend zur Spiel- undSportpslege und zugleich den Alten zur Erholung d enen soll. Bei ein«? unter Führung des Stadtrat» Genossen Schneider-Neukölln vorgenommenen Besichtigung, zu der am gestri- gen Sonnabend«in Kreis von Männern und Frauen aus der Ver. waltung der Stadt Berlin und des Bezirks Neukölln eingeladen worden war, fand da» auf ehemals dürrer Sandstäche geschaffene Werk allgemeinen Beifall. Der Sportpark wird, wenn er einmal in allen Testen fertig ist, von der Hasenheide sich an der Oberstraße entlang südwärts IfiOO Nieter weit bis in die Nähe der RIngbahcr erstrecken und von der Oderstraße westwärts bis zum Flugplatzgelände 300 Meter Breitenausdehnung haben, so daß sein F l ä ch« n i n- halt 480 000 Quadratmeter(gleich 48 Hektar) beträgt. Fertig ist da» Mittelstück von der Herfurthstraße bis zum Grünen Weg, das eine Reih« von Spiet- und Sportplätzen enthält. Großenteils fertig ist auch das südlich anschließende Stück, auf dem nur die große Kampfbahn noch des Ausbaues bedarf. Wenn die Mittel hergegeben werden, soll auch das nördlich anschließende Stück, auf dem ein Schwimm-, Luft- und Smmendad entstehen wird, in An- griff genommen weichen. Die fertigen Abschnitt« des Sportparks werden heut« um 14 Uhr mit einer Einweihungsfeier eröffnet, zu der jeder aus der Bevölkerung unentgeltlich Zutritt hat. Der Zugang zum Sportpark liegt gegenüber der Lemestroßc. Genosse Paul Lüger, Vorsteher des Arbeltsamts Friedrichshain, Ist im Alter von S8 Jahre» gestorben. Der Verstorbene war nicht nur eln eifriges und treues Mitglied der Partei, er Hot vor allem in seiner gewerkschaftlichen Organisation, wo er wiederholt auf ver- ontwortungsvollem Posten stand, hervorragend« Dienste geleistet. Sein« zahlreichen Freund« und Genossen werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren. Die Einäscherung findet Montag abend 7 Uhr im Krematorium Gerichtstraße statt. Verantwortlich kgr Politik: Dr. Carl chean; Wirtschatt: G. NliicgrldSfcr; I'ewsrkschaftsbrwcsunz. isrfrd'.®»Io!n: ffeiiDeton: Dr. Zoh» Sikitlowvv: Lokal«» ao:> Sonftiotä; atzt» tnrftöbt: änjttafrr: St. stocke. cSniilich ln Perllil. Verla.': Porwärts-Perlaa E m d ch.. Berlin Druck: Porwarto-Kuwdruckeret und Verlonsanltolt Paul Lina», n So Berlin SV«8 Lind'"i«rnii-& Sias»< Beilage». ,«Ca i» die BScherwell"..Unt«rl>olt>n>a und Weg«»« WERTHEIM Großer Verkauf d. Leipziger Str.( Versand- Abt.) Rosenthaler Str. Moritzplatz Bier abl Königstr. stushahhh st on- dodis asdodis sibli Trikotagen u. Strümpfe Billige Preise Damen- Trikotagen Hemdhose Windel 90 Pf. form Hemdhose Beinansatz 135 Unterziehschlüpfer 125 ( ratio B fein Schlupfbeinkleid 275 Kunstseide, mit Futter Schlupfbeinkleid 325 Kunstseide, gute Qualität Trikotweste Kunstseide, mit warmem Futter Wollwaren für Damen Bettjäckchen one 390 Wolle Umhängetuch 790 reine Wolle, mit Kunstseide Weste reine Wolle, Pullover Strickjacke reine Wolle 1950 einfarbig farbig gestreift Wolle m. Kunst525 390 seide gemustert, 490 Winterqualität Herren- Trikotagen Normalhemd wollgemischt 265 Normalhemd 310 echt Mako Normalhemd 450 wollgemischt, weiche Qualität Trikothemd mit gemustertem Einsatz 290 Beinkleid weiß, ute 245 Beinkleid mit angewebt 3M Futter Beinkleid wollgemischt 475 kräftige Qualit., besonders weich Unterjacke weiß, gute 225 Qualität ☐ woll- 275 gemischt Unterjacke Garnitur Jacke und Beinkleid Pullover gemustert. 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Damenstrümpfe Damenstrümpfe Silber275 Goldstempel 350 Kunstselde Seidenflor, moderne Farben 95 pt. ... 145 165 195 275 Bemberg- Adler- Seide( künstl. Wasched.) stempel 245 Ausstellung ,, Samt u. Seide" ( Natur- u. Kunstseide) Unter Mitwirkung des Vereins Deutscher Seidenwebereien u. des Verbandes Deutscher Samt- u. Plüschfabrikanten Krefeld. Webstühle für Seidenstoffe und Seidenbänder im Betrieb. anlines andinize 2- indol stadig and sidna fd je 価値 の Te id in fte in he BRATTE 88885 Geipel gegen innere Abrüstung. Er will Arbeiterzipang als Boraussetzung! Wien. 13. Ottobor.( Eigenbericht.) In der Parteiführerbesprechung über die innere brüstung hat ber Bundesfangler am Freitag ziemlich unverblijmt bas Bluf geben des Kampfes der Sozialdemokraten gegen den Abbau des Mieterschutzes und die Schaffung des sogenannten Antiterrorgejeges, des Gejeges, das die Chriftlichsozialen zum Schutz der Gelben gegen die Gewerkschaften eingebracht haben, als Vorausjegung aufgestellt. Danach ist wenig Aussicht für einen Erfolg der Besprechungen. Die Sozialdemokraten hatten zunädyt verlangt, daß die Verhandlung unterbrochen werbe, damit fie die Borschläge des Bundestanglers der Partei und den Gewerkschaften vorlegen tönnen. Die Arbeiter Zeitung schreibt darüber:„ Die Sozialdemokratie hat vor dem ganzen Bolte ben Beweis erbracht, baß sie das Lanb den Weg zur Berhütung des gefährlichex Bett rüftens, das im Bürgerkrieg zu enben droht, zu führen bereit ist. Sie hat den Beweis erbracht, daß nicht sie für die weiteren Ereignisse verantwortlich ist. Unser Borschlag ist ab= gelehnt morden. Affo gibt es nur noch eins: Da die Gegner nicht abrüsten wollen, müssen wir wachsam sein und uns start und abwehrberett halten. Dr. Seipel will seine Heimwehren nicht anrühren. Unsere Antwort heißt: Es lebe der Schuh bund! Als Illustration für das Berlangen des Bundeskanzlers nach dem Antiterrorgeseh hat die Alpine Montangesellschaft in Donawiz in ben legten Tagen zwanzig Arbeiter entlassen, bie fich weigerten, ben Heimwehren beizutreten! Gie mill, mie sie ankündigt, bis Ende des Monats gegen 300 Arbeiter entlaffen, wahrscheinlich wieder solche, die nicht der Heimwehr beitreten wollen. Der Kattowitzer Prozeß. Die angeklagten Deutschen verurteilt! H Gattowig, 13. Oktober. Unter der Anklage, durch Erteilung ungünstiger Auskünfte über Polen, die die Zuzugserlaubnis nach Deutschland wünschten, an das Deutsche Generalfonfulat, den polnischen Staat geschädigt zu haben die Schuldbeweise waren durch Spigeldiebstahl be schafft worden, hat das kattomizer Gericht verurteilt Fräulein Ernst- Königshütte zu einem Jahr zwei Monaten Jeffung. Magazinverwalter Ganzter- Schmientochlowitz zu wei Jahren Feftung, Privatbeamter Thomas in Mys lowit zu 1½ Jahren Feftung und zwei weitere Angeklagte 3u je% Jahr Festung, zwei wurden freigesprochen, zwei Verurteilte erhielten Bewährungsfrist. Sämtlichen Angeflagten wird die Unterjuchungshaft angerechnet. Gegen das Urteil wird Revision eingelegt. Alle deutschen Blätter Oftoberfchlefiens wurden wegen ihrer Prozeßtrifit befchlagnahmt. Der vornehme Attaché bleibt unbestraft Behe, wenn es ein fleiner Beamter gewesen wäre? Baris, 13. Oftober.( Eigenbericht) Berlin im Licht. W 213 Er: 3um Donner, heut ift aber die Margarine hart!" Gie:, Gott, Männe, Du ftreichft ja unsere Zlluminations terze aufs Brot!" Und wie illuminieren Sie?" # 3ch?- 3ch hab' Gonne im Herzen яза MI Ranu- jetzt wird einem wohl schon die Beleuchtung gratis in die Wohnung gebracht?" HABEKING. 283 Und wann wird dieses Berlin einmal im Licht sein? Straßenschlacht in Sofia. Mazedonier beschießen sich- und töten andere. Sofia, 13. Otfober.( Eigenbericht.) Opfer der Blutaftion ist wahrscheinlich weit größer als bei der ersten Panit festzustellen wee Die Ursache des Blut Der Diebstahl des geheimen Rundschreibens der französischen ben in Sofia lebenden Mazedoniern verschiedener Richtungen entwidelte fich auf einer der fchen Regierung über bas englisch- franzöfifche Marineabtommen und Hauptstraßen eine echte keret, die sich zu einer för m feine Beröffentlichung burch die Heart- Breffe fit nun endgültig fichen Strahenschlacht enswoudje. Die polizeilichen Belgrad, 13. Dftober aufgetlärt Hearst erhielt das Dotument burch Bermittlung Grmittlungen berichten vou 2 2oten, unter denen einer Die 23 reme" bringt auffehenerregende Einzelheiten über den eines ftändigen Informators beim Quai d'Orfan, eines französi ein zufälliger Bassant war. Außerdem wurden 7 mehr geheimen Bürgerkrieg, ber in der letzten Zeit zwischen der Anschen en Journalisten namens Deleplanque. Diefer Journalist, der aber weniger schwer Verwundete festgestellt. Die tai hängern bar beiban Sagar bes mazedonischen revolutionären inftändigen Beziehungen zur Breffeftelle das Auswärtigen Amtes stand, hatte sich das Bertrauen und die Freundschaft eines Attachés fachliche Ziffer ist wahrscheinlich noch höher. Die Rondtees geführt wird. Das Blatt erfährt, daß vor einigen Tagen meisten der Verletzten waren gleichfalls zufällig Boe der bekannte Komitatsdiführer Boimode, ein Anhänger von in Breſſebureau zu gewinnen gewußt. Dieser Attaché de Noblet übergehende; unter ihnen befindet sich auch der tür Mihailon, von den Anhängern des ermordeten Brotogeroff bet hat Deleplanque das Dokument zur Information gegeben. Etiche Militärattaché. Der Angriff galt dem Bepritsch angefallen und durch mehrere Revolverschiffe Deleplanque, der auch für die amerikanische Heart Agentur arbeitete, früheren Woiewoden und Gegner des Mazebonierführerschmer verlegt wurde. Daraufhin habe. Mihailow eine große Berit mit Horan näher, bekannt gewesen. Bei einem gemeinsamen Michaeloff, Bezo Zraifom, der bei dem Angriff fammlung feiner Anhänger einberufen, in der Gffen hat er seinem amerikanischen Stoflegen die von Roblet erhaltenen Schriftftüde gezeigt, die sich Horan zur Durchsicht schwer berlebt wurde. Angreifer war eine Bande bou 7 Anhängern Michaeloffs, von denen 6 während der mitgeben ließ, wobei er ehrenmortit persierte, fe nicht zu veröffentlichen Trosdem find sie am nächsten Tage nacht verhaftet wurden. Alle waren bis an die Zähne im„ Nem Vort American" erschienen. Ob Horan aus eigenem nichter bewaffnet. Die poliset blodierte fofort bas Stadtviertel des Tatortes und nahm über 50 Ber trieb aber auf Beranlassung Hearsts bie Beröffentlichung vorge nommen hat, ist noch nicht geflärt. its Deleplanque die Berfonen feft. Die Bresse fordert schnelle und entscheibende offentlichung bekannt murbe, hat er Horan bittere Borwürfe ge macht. Auf der Bolizei hat Horan bei seiner Bernehmung alles ingestanden und seine Stomplicen perraien. Dele planque bagegen hatte jebe Aussage verweigert, bis Noblet selbst ein Geftandnis ablegte. Deleplanque erflärte, er habe Horan als regelmäßiger Informator gebient, und hierfür 700 Franten wöchentlich erhalten. Diese ngabe erscheint glaubwürdiger als diejenige Sorans, daß Deleplanque ihm die Schriftstüde gegen 10 000 Dollar angeboten habe. Horan hat seinen Informator por der Polizei nicht nur verraten, sondern ihn noch beschuldigt, eft e dhungsgelder gefordert zu haben. NZ behördliche Maßnahmen gegen bie mazeboutsche Morb epidemie nub bezeichnet bie Borfälle als eine Probe fation schwerster Art in Serzen Softas. Die Zahl der 300 Bauern mit Ruten gezüchtigt. Blihlicht aus dem dunfelffen Sowjetrußland. Es ist schon turz berichtet worden; im Botchen- Gebiet find 300 Bauern mit Ruten gezüchtigt worden. Bor mehr als amei Monaten las man darüber nur andeutungsweise in bar Sowjetpresse. Auf der Konferenz der Sowjetredakteure schilderte aber Mo fotom den unerhörten Fall in aller Ausführlichkeit; es sei scher 5. Dttober bringt meitere Einzelheiten: menar man nicht müßte, baß alles wahr fel, meint fie, fo tönnte man glauben, die Weißgardisten hätten im Auslande eine ihrer üblichen gemeinen Gerüchte in ble Welt gefeßt Simon- Kommiffion unter Polizeischutz. baran zu glauben, fagte er. Die kommunistische Jugendprawda nom Antibritische Demonstration verhindert. Condon, 13. Oftober.( Eigenbericht.) Die Simon Rommiffion traf am Freitag in Boona tin, ohne daß fich die bei ihrem erften Eintreffen in Indien er folgten englandfeindlichen Demonstrationen der Bontottbefürworter wiederholen tonnten. Umfangreide biper. ungsmaßnahmen der Polizei verhinderten die antibritischen Demonftranten unter Führung Rehrus bis zur Station vorzubrin Sen. Die Kommiffion wurde burch den Bürgermeister begrüßt, der der Hoffnung Ausdrud derlieb, baß es gelingen werde, ihre große ufgabe zu löfen Sir John Simon wiederholte in seiner Antwort as turz vor feiner breise aus England gegebene Bersprechen, ß die Stommiffion als Freund des indifchen Boltes bie ihr Seftellie Aufgabe lojen molle.. " 20jo 300 Bauern find mit Ruten gezüchtigt morben und zwar mit Biffen des Dorfrats, auf Grund eines schriftlich niebergelegten Beschlusses, 12 Kilometer entfernt von dem Sig der Sentralbehörben. Das Botalblatt vom 11. Jull schildert die Süchtigung folgendermaßen: Um 4 Uhr morgens fand die Züchtigung vor der Schule statt. Später fegte man sie vor dem Feuerwehrbepot fort. Der größte Teil tam freiwillig in demütiger Saltung und bot schweigend seinen Rüden bar. Man schlug auf perschlebene Art. Einer, deffen Bater von den Beißen erschossen wurde, mußte nach der Züchtigung drei Tage lang liegen. Eine Frau heulte burch das ganze Dorf, man prügelte 14 bis 15jährige Knaben, fast Kinder. Die sich nicht an Ort und Stelle befanden, wurden herbeigeschafft, damit auch sie gezüchtigt werden konnten. Dann tam man plöglich darauf, daß man ja den Beschluß nicht fchriftlich niebergelegt hatte. Wenn jemand fich weigerte, ihn In einer Kleinen Anfrage im Preußischen Landtag hatte die unterschreiben, so ging man zu ihm ins Haus, holte ihn heraus und zialdemokratische Landtagsfraktion berichttanöse Beüber schitanöse Beführte ihn ins Feuerwehrdepot. Manche leiffeten Widerstand, bie andlung der Polizeianwärter auf der Bolizeischule einen mit einem Beil, andere mit einem Gewehr." Brandenburg a. d. Havel burch den Polizeihauptmachtheifter Bauer Klage geführt. Wie der preußische Innenminister in Beantwortung der Anfrage feststellt, entspricht die Schilderung der einen Anfrage leider den Tatsachen. Polizeihauptwachinafter Bauer jei nach Untersuchung der Borfalle fofort bestraft und erfest morben. Gegen eine Bieberholung solcher oder ähnlicher Bortommniffe fei Borforge getroffen. In Wirksame Kritit. Unter welchem Borwand war die Züchtigung beschlossen worden? Aus einem ganz nichtigen Anlaß: die Zäune, die verhindern sollten, daß das Bieh auf das Feld ginge, waren nicht in Ordnung. Und so beschloß ein häufchen Bauern bie Büchtigung: die Bauern des einen Dorfes süchtigten die Bauern des anderen Dorfes; und dann umgefahrt. Im Dorfe Buborwal, das bet 193 Höfen 1000 Einwohner befigt, wurden 150 gezüchtigt; und es bauerte sämtliche Anhänger des Generals Profogeroff zum Tode verurteilt worden feien. Bor amei Tagen sei minmehr ber Befeht zur Durchführung dieser Indesurteile erlassen worden. Auch der geftrige Straßentampf in Sofia fei auf diesen Beschluß zurückzuführen. Die Gofinter Bolizei hat, um ein schredliches Blutbad in ben Straßen von Sofia zu verhindern, bie Anhänger Brotogeroffs auf geforbert, innerhalb 48 Ghinden Sofia su Derlaffen. eine geraume Beile, bis dieser unglaubliche Borfall in die Deffend lichkeit brang. Jegt verlangt die kommunistische Jugendpramda die Erschleßung ber Hauptschuldigen. Sie schlägt Warm und nennt verschiedene Tatfachen, die die Zustände in diesem dunkelsten Sowjetrußland schlag cichlartig beleuchten. Rur 4% Prog, die lefen und ichreiben verstehen, dafür aber in jedem Haufe selbst gebrannter Schnaps! Die Dorfarinut ist aus ben Ronfumgenaffenschaften ausgeschloffen, die armen Bauern werben mit höheren Stenern belegt als bie reichen. Es tamen Jälle por, n jene gezwungen waren, Haus und Bieh zu verkaufen. Die wenigen Kommunisten find terrorifiert, im übrigen geben fie fich bem Trunte hin und steden unter einer Decke mit den Stulafen. Mis wahren Grund für die Züchtigungen geben die offiziösen Sowjetorgane den Wunsch der Kulaken an, die Dorfarmut nieber. zuhalten und unter feinen Umständen eine Neueinteilung bes Bandes auzulaffen: felt 46 Jahren hat eine Neueinteilung nicht stattgefunden. Die Bauern verlangten fie aber. Ste wurden in ihrer Forderung immer dringlicher und fo hätten die Stulaten beschlossen, bie Be wohner ber bret nebeneinander liegenden Dörfer durch die Büchtigung einzufchüchtern. Allerdings follen felbft die wohlhabenden Bauern nicht verschont worden sein. Auch sie hätten ihre Prügel erhalten. Jezt befindet sich die gesamte Sowjetöffentlichkeit in hellstem Aufruhr. Eine Untersuchungstommiffion an Ort und Stelle prüft in aller Ausführlichkeit den Borfall. Sieben, tulaten" find verhaftet. Gin Monftreprozeß steht bevor. Wie gesagt, die fommunistische Jugendprawda fordert die Todesstrafe für die Schuldigen. Die sweftija" berichtet aber, daß im Streise schemst non neuem zwanzig Bauern gezüchtigt worden feien. Der Urheber dieser 3üchtigung ist, wie die Bramba" flagt, bis heute noch nicht verhaftet. " Der Flaggenzwischenfall in Zweibrüden. Die Staatsanwaltschaft fat im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung eine Belohnung von som franzöfifchen Offisterstafino heruntergeholt haben. Bisher wurde als einzige Beugin die Frau eines Laternenanzünders ermittelt, die während der Nacht zwet Männer mit ber abgerissenen sahne davoníaufen fah. 2000 Mark für die Ermittlung der Leute ausgelegt, die ble Trifoforé IN DER LICHTWOCHE: LEUCHTENDE BEISPIELE: NIEDRIGE PREISE WOLLSTOFFE Sonderangebot: Sonderangebot: Crêpe- Schotten 135 Wollkrepp reine Wolle Sonderangebot: Duvetine- travers 295 Wolle mit Kunstseide Sonderangebot: einfarbig, reine Wolle, ca. 100 cm Sonderangebot: 295 Kaschgar Veloutine 540 Wolle mit Seide, ca. 100 cm Sonderangebot: SEIDE Façonné Kunstside, Mantelfutter, ca.70 cm SAMT Waschsamt Farbenauswahl, ca. 70 cm Lindener Köpersamt für schwarz und farbig, for 850 DEIN TISCH Kleider u. Mäntel, ca. 90 cm tr 175 für 165 gekopert, in großer 190 NOCH CH 3 TAG in A Reinseid. 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Diese lösen jedoch ihre Gonbergruppe nicht auf. Am 1. November tritt der Parteitag in Sonowice zusammen. Parteinachrichten Biniendungen für diese Rubrik find Berlin 68. gindeustraße 3. für Groß: Berlin ftets an bas Bezirkssekretariat 2. Sof. 2 Trep. rechts. au richten Bezirksfrauentag heute, Conntag, 14. Oftober, 10 Uhr, im Gigungsfaal bes ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Str. 3. 1. Die Agitation von Januar bis September 1928. Berichterstatterin Genoffin Minna odenhagen. 2. Bortrag der Genoffin Mathilde Burnt, M. d. R., über Die abgleitende Sonjunttur und ihre Auswirkung auf die Frau ine Beruf". 8. Diskussion. 4. Berschiedenes. Zutritt haben nur Ge. noffinnen mit Dandaten oder Gafttarten. Wir bitten die Genossinnen, bie im Besitz einer Gaftkartes find, recht pünktlich zu erscheinen. 1. Kreis mitte. Montag, 15. Oftober, bei Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11, Gigung des engeren Kreisvorstandes. Um 19% Uhr ebenbort Sigung des erweiterten Kreisvorstandes. Die Abteilungen 1-7 werben gebeten, mit thren Bannern am Tienstag, 16. Oftober, 18% Uhr, an der Einäscherung unferes verstorbenen Genossen Friz Bilfe teilzunehmen. Elternbeiräte! Wichtige Sigung am Dienstag, 16. Oktober, 19% Uhr, bei Spiegel, Aderfttaße 1. Jebe Schule muß vertreten fein. 2. Areis Tiergarten. Sigung der Geschäftsleitung mit dem Festfomitee für den 21. Oftober um 20 Uhr bei Krüger, Butligftr. 10, am Montag, bem 13. Ottober. Achtung, Rursusteilnehmer! Der Rurfus des Rreisbildungsausschusses über: Kultur- und Sittengeschichte des Proletariats", Leiter: Dr. Henningsen, nimmt seinen Anfang Donnerstag, 18. Oktober, 19½ Uhr, im Lokal Berger, Jagowftraße Ede Levehowstraße. Kreis Friedrichshain. Montag, 15. Oktober, 19% Uhr, in ben Comenius. jälen, Memeler Str. 67, Rreisvorstandssihung mit sämtlichen AbteilungsTeitern. Jede Abteilung muß vertreten fein. 7. Rreis Charolottenburg. Montag, 15. Oftober, 19% Uhr pinktlich im Bimmer 1 bes Rathauses Gigung der Bezirksverordnetenfraktion mit sämt lichen Bürgerdeputierten. 3. Kreis Wilmersbert. Mittwoch, 17. Oftober, 20 Uhr, bei Schramm, Sohen. zollerndamm 2, Cigung bes engeren Kreisvorstandes. Die Freie Turner schaft Wilmersdorf beginnt einen Tenniseinführungskursus, einen Gnn naftilfurfus file Mädchen und Frauen und eine Männer Altersriege. Melhungen beim Genossen Chanm, Augustaftr. 6( Uhland 6954) oder Dienstag pan 20. bis 22 Uhr in der unteren Turnhalle ber Gemeindeschule, Gieseler. ftraße. 11. Areis Schöneberg. Montag, 15. Oktober 20 Uhr, bei Will. Martin- LutherStraße 69, beginnt der Vortragsturfus des Genossen Dr. Bege über: ,, m. perialismus und Solonialpolitit". Untoftenbeitrag 1,25 9. für fünf Abenbe. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet. 12. Kreis Steglig- Lantwik- Lichterfelte. Montag, 13. Oliober, 19% Uhr, Streis vorstandssigung an bekannter Stelle. 13. Kreis Tempelhof. Dienstag, 16. Ctober, 1914 Uhr, bei Niendorf, Mariendorf, Chauffeeftr. 19, Kreisvorstandssitung. 14. Areis Neukölln. Montag, 15. Oftober, 191 Uhr, im Rathaus, Sikung ber Bezirksverordnetenfraktion. Freie Schulgesellschaft. Schule Bittbrodt: Rütlistraße: Montag, 13. Oktober, 19% Uhr. Mitaliederversammlung. Er scheinen aller Genofien unbedingt( notwendig. Eltern, welche Rinder an diefer Schule haben, sind als Gäste willkommen. 15. Kreis Treptow: Dienstag, 16. Oktober, 19 Uhr, int Rathaus Treptow, Bimmer 77, Gigung der Bezirksverordnetenfralfion. Mittwoch, 17. Otto. ber, 10% Uhr, in Baumschulenmeg bei Borgmann Kreisfunttionärverfammlung. Funktionärtarte und Mitgliedsbuch ist vorzuzeigen. 19. Kreis Pantow. Montag, 15. Oktober, 18 Uhr, Frattionssigung mit den Burgerdeputierten im Rathaus Bankow, Zimmer 17. Heute, Sonntag, 14. Oftaber: 12. Apt Achtung, Mitglieder und Begirtsführer! Die Gintrittskarten zur Gabentfeier am 21. Oftober find fofort vom Genaffen Wenzel, telefitz. 29, Quergeb, I, abzuholen. Einzelfarten ebenfalls an diefer Stelle von 17 bis 19_UH.. 24. Abt. Die Gruppenführer werden gebeten, die Eintrittstarten zur Revo. Tutionsfeier im Sportpalast vom Abteilungstoffierer abzuholen. Morgen, Montag, 15. Oftober: . At Uhr wichtige Funktionärtigung bei Burg, Prenzlauer' Vee 189. Jeber Beziel muß unbebingt vertreten fein. 77. Abt. Schöneberg. 19% Uhr bei Schmidt, Grunewaldstr. 16. Vorstands. finung 8. Abt. Mariendorf. 19% Uhr bei Niendorf, Chauffecftr. 19, Funktionär. figung. GUTER RAT SIND SIE NERVÖS? Sie finden Aufklärung und Rat gegen Ihr Lelden in dem interessanten und reich illustrierten Buch" Guter Rat". Es enthält außerdem Beschreibung vieler anderer Krankheiten und Leiden, mit Angabe der dagegen anzuwendenden Spezialmittel. Sie erhalten dieses Buch in IhrerDrog. umsonst. Deselbst auch Baldrament", die Medizin zur Beruhigung u. Stärkung der Nerven. Fl. M 1.50 u. 2.50. Wo nicht erhältl, durch Otto Reichel Berlin 43 Elsenbahnstr. 4. 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Referent Abolf Abter. De Mitglieder müssen wegen ber bevoz Stehenden Werbewoche pünktlich unb vollzählig erscheinen. Sympathi fterende find herzlichst eingeladen. 137. Abt. Reinidendorf- West. 19% Uhr im Bolfshaus, Scharnweberstr. 114, Mitgliederversammlung. Bortrag: Das Wehrproblem und die Sozialdemo tratie." Referent Hans Bauer. Alle Mitglieber müssen erscheinen. 32. Abt. Donnerstag, 18. Oftober: 19 Uhr Abteilungsvorstandsßigung bei Rromphardt, Paul- Singer Straße 49. In dieser Sigung milffen bestimmt die Bertreter der SAJ. und der Kinderfreunde anwesend fein. Pünktliches Erscheinen ist Bflicht. Anschließenb um 2014 Uhr wichtige Funktionärßigung. Am 3. November findet die Besichtigung ber Borwärts- Buchdruckerei statt. Treffpunkt 16% Uhr Lindenstr. 3. Die Genoffen werden gebeten, sich diesen Tag frei. zuhalten. Frauenveranstaltungen: 17. Kreis Lichtenberg. Mittwoch, den 17. Oktober, 20 Uhr, bei Albrecht, Borhagener Ede Neue Pahnhofftr., Bortrag des Genoffen Bürgermeister Dr. Giggel über: Rommunalpolitische Gegenwartsaufgaben". Alle Ge noffinnen, besonders die Frauen der Genoffen und Sympathifierende find au diefem Vortrage eingeladen. Frauenveranstaltungen Montag, 15. Oftober, 19% Uhr: 3. Abt. Achtung, Genoffinnen! Der Frauenabend findet diesmal erst am 22. Ditober ftatt. Nähere Mitteilung erfolgt noch. 28. Abt. Bei Jaenide, Sagenauer Str. 5, Frauenabend. Bortrag des Ge noffen Dr. Brie über: Das beutfche Bolfslied"( mit Erläuterungen am Alavier). Anschließend gemütliches Beifammensein.( Ruchen bitte mit bringen.) Um rege Beteiligung wird gebeten. 31. t. 20 Uhr bei Goldschmidt, Stolpische Str. 36, Bartrag ber Genoisin Helene Schmik. M. d. L., über: Die neuen Aufgaben bes Landtages." Alle Genossinnen find herzlich eingeladen. Gäfte willfommen. 39. Abt. 20 Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Sad LondonAbend. Vortragenber Genoffe Arthur Reichardt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten, Gäfte willtommen. 40. Abt. Bei Böttcher, Sagelberger Str. 93, Bortrag des Genoffen Sans Wonmod über: Erziehung einft unb fekt." Gäfte herzlich willkommen 48. Abt. 3m Alerandriner, erandrinenftr. 37a, Bortrag des Genossen Dr. Mar Schütte über: Erlebnisse unter dem Sozialistengefes." Reine Ge noffin barf fehlen. 58. Abt. Charlottenburg. Sm Lokal Stein, Paffauer Str. 35, Bortrag: Lachen. des Alt und Reu- Berlin." Bortragender Genoffe Sosemann. Um aahlreiche Beteiligung wird gebeten. Gäste willfammen. 82. Abt. Steglik. 20 Uhr im Südenber Sof, Steglis- Güdende, Lichterfelber Str. 1 Ede Stephanstraße, Vortrag der Genoffin Selene Michaelis über: Sosialistische Gesinnungspflege in ber Familie." Alle Genoffinnen werden aufgefordert, an diesem Abend ihre Freunde und Bekannten mitzubringen. 85. Abt. Tempelhof. Der Frauenabend im Oktober fällt sugunsten des Streisfrauenabends aus. 104. Abt. Rieberschöneweide. Jn der Brüdentlaufe", Brüdenstr. 15, Bortzag der Genoffin Margarete Sartig über:" Die Frau im Spiegel ber Literatur" ( mit Leseproben). Gäfte herzlich willkommen. Frauenveranstaltungen Dienstag, 16. Oftober, 19% Uhr: 9. Abt. 20 Uhr bel Hübner, Wilsnader Str. 34. Bortrag des Genoffen Dr. Gotthard über: Das Recht des unehelichen Rindes." Ale Genoffinnen find hierzu herzlich eingelaben. Gäfte mitommen. Um 19 Uhr Eikung der Funktionärinnen im gleichen Lotal. Reine Genoffin barf fehlen. 19. Abt. Pei Benpe, Kolonieftr. 147, Bortrag des Genoffen Ad. Soffmann über: Eine politische Bibelstunde." Die Genoffinnen werden gebeten, pinktlich zu erscheinen. Genossen und eingeführte Gäfte find willkommen. 20. Abt. Bei Wende, Rolonieftc. 147, Genoffe uid. Soffmann foricht über: Eine politische Bibelstunde." Gäste wilkommen. 23. Abt. Bei König, Otapiitr. 37, Bortrag des Genossen, Georg Raible über: Das Gosialifiengeseh." Alle Genoffinnen find heralidh eingeladen. 45. Abt. Bei Brüschte, Reichenberger Str. 98. Vortrag der Genoffin Else Scheibenhuber Dringenbe Aufgaben ber Gefenabung. Reine Genoffin darf fehlen Gäfte ebenfalls wiltommen. 55. Abt. Charlottenburg. 3m Lotal Reimer, Wilmersdorfer Str. 21, Bortrag der Genoffin Eichenberg über: Die Frau als Schöffe." Erscheinen fenticher Genofiinnen ist Bflicht. 108. Abt. Rapenid. Sm einen Saal des Stadttheaters. Wilhelmplak, Bartrag her Genoffin Life Rähler, R. b. 2., über: Das Sozialistengefeh." Ale Genoffinnen, befonders die Frauen, ber Genoffen, find zu diesem Borirag eingeladen.. 128./130. t. Baufom. 20 Uhr bei Mees, Lindenpromenade Ede Berliner Straße, Bortrag der Genoffin Michaelis über: Die Erziehung aum Sozialismus." Gäfte, willkommen. Frauenveranstaltungen Mittwoch, 17: Ottober, 19% Uhr: 1. Abt. Bei Spiegel, Aderitz. 1( am Stoppenplak), Bortrag des Genoffent Seing Barthel. Nähere Mitteilung fiehe Mittwoch- Borwärts". Um rege Beteiligung wird gebeten. 24. Abt. Bei Krause, Greifswalder Str. 50 Ede Naftenburger Str.. Bortrag der Genoffin Agnes Fahrenwald über: Erlebnisse unter dem Sozialistengejen." Um zahlreiche Peteiligung wird gebeten. Gäste herzlich willkommen. 77. Abt. Schöneberg. Bei Jürgens, Barbaroffaftr. 5a, Bortrag des Genoffen Felir Fedenbach über: Wie die Spielwaren- Heimarbeiter leben arbeiten. Um vollzähliges und pintilidies Ericheinen wird gebeten. 79. Abt. Schöneberg. Bei Groß. Sedanstr. 17, Bortrag des Genossen Dr. Mar Schütte über: Bor 50 Jahren. Erlebnisse unter dem Sosialistengesek." Reine Genoffin darf fehlen. Gäfte können mit eingeführt werden. und Sonntag, 14. Oftober 1928 86. bt. Marienbozf. Dei Niendorf, Martendorf, Chauffeeftr. 19, Borttag der Genoffin Räthe Kern über: Die Frau der neuen Generation." Gäste herzlich willfommen. 93. vt. Reulöln. Mittwoch, den 17. Oftober, Besichtigung des Großkraftwerkes Alingenberg. Treffpunkt 10 Uhr vormittags Raiser Friedrich Ede Saaleftr. 111. Abt. Lohnsdorf. Bei Senmann, Baltersborfer Str. 100, Bortrag des Genoffen Wilhelm Mieshte über:„ Das Sozialistengefek." Rege Beteiligung wird erwartet. Gäste fönnen mit eingeführt werden. 138. Abt. Hermsdorf. Achtung, Genoffinnen! Unfer Frauenabend muß unt ftänbehalber auf Mittwoch, ben 24. Oktober, verlegt werden. Frauenveranstaltungen Donnerstag, 18. Oftober, 19% Uhr: 141. Abteilung Rosenthal 19% Uhr bei Eiling, Edelweißftr. 5, Bortrag der Genoffin Dora fabian über: Saushalt und Wirtschaftspolitik." Um rege Beteiligung wird gebeten. Frauenveranstaltungen Freitag, 19, Oftober, 19% Uhr: 7. Abt. 20 Uhr in Cornis eftfälen, Gartenftr. 6, Bericht vom Beairfs frauentag, anfchließend gemütliches Beisammensein. Borttagende Genoffin Eichenberg. 110. Abt. Grünau. 19% Uhr bei Werner, Röpenider Str. 123. Bortrag bes Genoffen Sans Ramm über: Sausfrauenforgen und Wirtschaftspoliti Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt. 2. Areis Ziergarten. Achtung. Genoffinnen! Die Pesichtigung des Waifenhauses in der Alten Jakobftr. fand nicht am Sonnabend statt, fondern geht erit am Dienstag, dem 16. Oktober, vor fich. Treffpunkt 14% Uhr vor dem Eingang des Waisenhauses. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Freitag, den 19, Oktober, 19% Uhr im Rationalhof, Bülowftr. 37, Fort fegung der Vortragsreihe. Genoffe Dr. Stebr fpricht über: Das Arbeits. gerichtsgesek. Alle Genoffinnen find hierzu eingelaben. Gäste willtommen. 20. Kreis Reinidendorf. Freitag, den 19. Oftober, 19½ Uhr, im Rimmer 17 des Rathauses Reinidendorf- Oft, Sauptstraße, Bortrag des Magistrats. rats Müller. Thema: Die Aufgaben des Bormunds." Um zahlreiche Be teiligung wird gebeten. Jungjozialisten. Gruppe Beißenfee. Montag, 15. Ottober, 19% Uhr, im Jugendheim, Bart. Straße 86, Bortrag: Regierung Sermann Miller und bie Bolitit des gen trums." Gruppe Wilmersbort. Montag, 13. Oktober, 20 Uhr, im Jugend heim, Wilhelmsaue 123, Morgiftische Arbeitsgemeinschaft. Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde: Graß- Berlin. Die Selferßigung om Mittwoch, 17. Difober, pünktlich 20 Uhr, fiubet im Berliner Rathaus, Bimmer 109, ftatt. Kreis Tempelhof. Moutag, 15. Oktober, Helfernigung mit dem Kreis Kreuzberg im Jugendheim Germaniaftr. 6-7 in Tempelhof, Eingang Gößstraße, unt 19% Uhr. Steglth. Dienstag, 16. Oftober, son 17 bis 19 Uhr, Treffen im Heim, Albrechtste. 47. Kreis Webbing: Am Donnerstag, 18. Oktober, 20 Uhr, beginnt unser Helfer Eurfus. Frau Dr. Abam unterrichtet über Soziale Bygiene". Anmeldungen auch von anderen Kreifen am ersten Abend. Gruppe Schillerpar! hält ihren Turne und Spielabent vom Mittwod), 17. Ottober, in der neuen Turnhalle, Lütticher Str. 4, ab. Gruppe Lespolbplay: Der Turn- und Spielabend iff auf Mittwoch verlegt und findet in der Turnhalle Utrechter Straße ftatt. Treffpunkt am Mitwoch, 17. Ottober, 17% Uhr, am Mercedes- Balast. Sonntags ist bas Jugendheim Schönstedtstr. 1, Lebigenheint, von 13-18 Uht geöffnet. Ant 14. Oktober hat Gruppe Gesundbrunnen die Leitung. Ant 21. Oktober bleibt das Seint geschlossen, well wir uns an ber Demonstration beteiligen, Kreis Tiergarten, Jung- und Rote Fallen: Dienstag, 16. Ottober, DBR 17-10 Uhr im Seim Walbenferfte. 20 Tanz- und Sing- Sang- Abend. Rüten: Mittwoch, 17. Oftober, non 17-19 Uhr im Seim Waldenserstr. 20 Märchenabend. Geburtstage, Jubiläen usw. 68. bt. Balenfee. Unferem Genoffen Josef Rille, Sektoritz. 12, an feinear 70. Geburtstage die herzlichfien Glüdwünsche. Wir hoffen, ihn noch recht lange bei bester Gesundheit als tätigen Genossen in unseren Reihen zu finden. 69. Abt. Wilmersdorf. Unser treuer, tätiger Genosse Seinrich Bienede, Begnerfir. 1-2, feiert am Montag, 15. Ottober, feinen 60. Geburtstag. Wie gratulieren ihm schon heute herzlichst und wünschen ihm noch ein recht gefundes und forgenfreies Leben. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation O 3. Abt. Unfer alter treuer Botkämpfer Frig Wilte ist am 11. Oftober ver storben. Wir werben ihn nie vergessen. Einäfcherung am Dienstag, 16. Okto ber, 18 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße Starte Beteiligung erwartet der Borstand. 54. bl. Charlottenburg. Unsere Genoffin Anna Sildebrandt, Cauerstr. 29, ist am Sonnabend, 13 Ottober, nerstorben. Ehre ihrem Andenken. Cinäiche rung am Dienstag, 16. Oktober, 17% Uhr, im Krematorium Bilmersdorf. Bir bitten wir um recht rege Beteiligung. 103. bt. Oberschönemeibe. Ani 10. Oftober perftarb nach fewerem Reiben unser langjähriger Genoffe und Abteilungstaffierer Otto Schillanet. Chre seinem An henten. Ginäfcherung am Montag, 15. Dober, 17% 2hr. in Rrematoriunt Baumschulenweg.. Abmarsch der Abteilung unt 17 Uhr inftlich vom Marktplay. Auch zum Winter..... geoße Auswahl. beste Qualitäten. billigste Preise!! Freitae STOFFE Molkenmarkt N: 14 Gesunde Kinder zerreissen viel Schuhe und Strümpfe. Seit Jahrzehnten führen wir Kinder- Schuhe und Strümpfe als besondere Spezialität. 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R.-S. 161 20 Uhr Die beimliche Ehe photographieren Staafi. Schanspielh. Am Gendarmenmarkt A.-V. 175 20 Uhr Egmont Staatl. Schiller- Theater. Charltbg. 15%, Uhr: Die Weber. 20 Uhr: Ein besserer Herr. SCALA 8 Uhr B5. Barbarossa 9256 Original Theremin- Trio, Musik aus der Luft, Powers Riesen- Tanz- Elefanten vom New York- Hippodrom und das große Varieté- Programm. Sonnabends u. Sonntags Je 2 Vorstellungen 6.30 u. 8 Dhr. 3.30 zu ermäßig. Preisen das ganze Programm. Großes Schauspielhaus SUhr CASANOVA 8 Uhr mit Michael Bohnen. Regie: Charell 30. Sonntag Nachmittagvorstig. 3U zu halben Preis. Ungekürzte Vorst. Volksbillane Theater am Bülowplatz 3 Uhr Was Ihr wollt 8 Uhr Der lebende Leichnam Theater am Schiffbanerdam 3 Uhr Der Held das Westerlandes 8 Uhr Die Drei- Groschen Oper Thalia- Theater 3 und& br Schneider Wichels Auferstehus chontage Jazzsünger Staaf. Schiller- Th Sonntan 5, 7, 9 Jugendi. haben Zutritt FRIEDRICHSHAIN LOOPING THE LOOP Ecke BötzowBLY. 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Preis 250 M. 5, Preis. 100 M. 6.- 20, Pr. je 50 M. und andere Trostpreise erhalten diejenigen Personen, welche eine Auswahl von Schaufenstern treffen, die sich mit dem Urteil der Jury deckt. Die am Wettbewerb beteiligten Schaufenster tragen ein Abzeichen in verschledener Farbe mit Nummer. Die Farben bezelehnen verschiedene Bezirke. For mulare für die Einsendung sind in allen Geschäften erhältlich, deren Fenster die Abzeichen tragen hand. BEDINGUNGEN: Auswahl von 8 Schaufenstern- Angabe der Nummers auf vorgeschriebenem Formular Einsendung bis 16. Oktober. Bel gleichen Lösungen wird bevorzugt, wer Firmen aus verschiedenen Bezirken angegeben hat; Im übrigen entscheidet das Los.( Farben der Bezirke: Zentrum grau, Nordwesten rot, Qsten blau, Süden gelb, Westen grün.) Die Einsender untes werfen sich unter Ausschluß des Rechtsweges der Entscheidung der Arbeitsgemeinschaft Berlin Im Licht belm Verein Berliner Kaufleute u. Industrieller, W 62, Kielganstr. t RICHTLINIEN: Künstlerische und werbende Dekoration, unsichtbare Lichtquelle in ausreichender Stärke, keine Widerspiegelung. JURY: Frau Dr. Daniel- Joachim, Alfred Donath, Rudi Fold, Dr. Fechter, Ernst Growald. Hans Gugenheim, Ernst Hölscher, Willy Kircher, Dr. August Koppel, Dr. Krentz, Dr. Ka nowski, Heinrich Lingenfelser, Hans Luckhardt, Fr. Mensler, Frau Charlotte MühsamWerther, Leo Nachtlicht, Ernst Oppler, Dr. Max Osborn, Dr. Pariser, Dr.- Ing. Ferdinand Putnoky, Dr.Redslob, Albort Reimann, Paul Schaefer, Hermann Schröter, Frauv, Stephani Hahn. Dr. Paul Strauss, Erwin Summerer, Dr, Tiburtius, Kurt H. Tischer, W, Wagner ( Ausschneiden und einsenden) Genaue Adresse des Einsenders; Stimmzettel 29 Hr. Nr. Nr. Name: Nr.. Nr.. Wohnung:. Nr. Nr. Denisches Theater Kleines Theater Norden 12310 Vorverkauf auch im Pavillon d. Reinhardbühnen, Täglich 8 Uhr Max Adalbert 11 Ku fürstendamm Mollers Ecke Uhlandstraße Bismarck 448 u. 449. Hermine Sterlee, 8U Ende nach 10% Zum 135. Males Landa, Siklar Artisten Trianon- Th. tegie Max Reinhardt 8 Uhr Kammerspiele Die ungekitte Norden 12310 Eva Originalbesetzung 8 U. Ende nach 10 Operette in 3 Akten Ehen werden in sonnabd. Sonntg. Himmel geschlossen. Uhr Komödie von Walter Kindervorstellung Froschkönig Hasenclever mit Gesang u Tanz Die Komödie Rundfunkhörer Bismarck 2414/7516 8 Ende 11%, Uhr halbe Preise Eltern und HALLER- REVUEL Kinder Komödie von Bernard Shaw Lustspielhaus Täglich 8 Lhr Arm wie eine Kirchenmans E. v. Thallman, J. Rieges, R. Miller, Mattoni. Berisch Schön and schick" Th, im Admiralspalast Täglich 81 Uhr 2 Heute Jounger Vorstellungen 3 Uhr.82/ 4 Uhr, Hadhmittags die ganze Verstella. zu haben Preisen REVALLER CIRCUS 8% Theater im Admiralspa, ast Schön und Schick Parkett 3, 4, 5 M. Sonntags Vorstellun en 3u. 87, Uhr 2 Nehm.d.nanze Theatera.KottbusserTor Kottbusser Str.6 Tel.: Moritzpl. 16077 Täglich 8 Uhr, auch Sonntags nachm. 3 Uhr( ermäß. 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Nachdem die ftreifenden Tegtilarbeiter den Borschlag der Regierung, fich an Stelle der geforderten Cohnerhöhung von 20 Proz. mit einer solchen von 5 Proz. zufrieden zu geben, als völlig undiskutabel zurüdgewiefen haben, haben die Industriellen in demagogischer Weise ihrerseits den Vorschlag angenommen, die Cohnerhöhung jedoch zynischerweise von dem Abschluß eines Lohnvertrages bis zum 1. Juli 1929 abhängig gemacht, was angesichts der fortgesetzten Teuerung eine vollkommen unmögliche Bedingung darstellt. Den Tertilarbeitern blieb fomit nichts anderes übrig, als fich mit der Bitte um Unterstützung an die übrigen Arbeiterverbände Ju wenden. Diese beschlossen nun, ab Montag früh den Generalsfreit in Cody und im Codzer Bezirk zu proflamieren, und zwar werden an diesem Tage fämtliche privaten und amflichen Betriebe und Bureaus sowie die Elektrizitäts- und Gasanftalten als auch die Kranfenfassen ftillgelegt werden. Lediglich in den Hofpitälern werden die Pfleger belaffen. Sollte diefer Streit die Industriellen zum Aufgeben ihrer bisherigen Halfung nicht veranlassen, so wird der Generalftreit auf ganz polen ausgedehnt werden. Entsprechende Berhandlungen wereon bereits in der Warschauer Zentralverbandskommiffion geführt. Die völlig unnachgiebige Haltung der Industriellen, denen der Streif angesichts der ungünftigen Konjunktur nicht unwillkommen ist, lift den Streit immer mehr den Charakter eines Codouts annehmen. Die Erregung unter der Arbeiferschaft ist sehr groß In Lodz ist es gestern zu mehreren Zusammenstößen zwischen leinen Gruppen Streitender, die unter tommunistischem Einfluß Straßendemonftrationen veranstalteten, gefommen. Die om muniften haben sämtliche verfügbaren Sejmabgeordneten und Agita foren in Cody tonzentriert und versuchen, dem Streit eine politifge Wendung zu geben, was' hnen bisher aber airgends gelungen ist und nur zur Folge hatte, daß Lei den Zusammenffößen mit der Polizei mehrere Arbeiler verleht wurden. Barum ftreifen die Textilarbeiter? • in der fombinierten Baumwollindustrie 1.099 3loty in Gold reinen Baumwollindustrie. 1.190 tombinierten Wollindustrie 1.314 reinen Wollindustrie. 996 4 " " ( 131oty: Im Durchschnitt sind das also weniger als 100 31oty 48 Pfennig) monatlicher Berdienst. Ein Bergleich des staatlichen Statistischen Amtes zeigt, daß die Real löhne in der Textilindustrie im Laufe der letzten drei Jahre um 7,6 bis 18 Pro3. gefunten find. Die Forderung einer 25prozentigen Lohnerhöhung ist daher durchaus berechtigt. Ganz besonders schlecht ist die Frauenarbeit in der Textilindustrie bezahlt. Eine Spinnerin oder Beberin erhält im besten Hall taum über 2 m. pro Tag, bei Nachtarbeit fast alle Fabriken in Lodz arbeiten in drei Schichten. das Verbot der Nachtarbeit für Frauen und Kinder scheint für die polnischen Textilindustriellen nicht zu egiftieren nur wenige Prozent mehr. Entschließt sich einmal ein Arbeits inspettor, die größeren Betriebe zu revidieren, so wird ihm der Zutritt zu den Arbeitsräumen verweigert In einer Großfabrit in Lodz wurde bei Erscheinen einer ministeriellen Rontrollfommission das Zeichen des Feueralarms gegeben, alle Säle waren im Nu leer- und die Kommission hatte bann gut zu inspektieren. Der gegenwärtige Streit der Textilarbeiter ist nicht nur aus ökonomischen Gründen ausgebrochen. Die Arbeiter haben auch allem wird bie Anerkennung der Fabritbelegierten eine Reihe von sozialen Forderungen aufgestellt. Bor verlangt. Bisher war es nämlich so, daß die zu Delegierten gemählten Arbeiter nicht nur nicht anerkannt wurden, sondern regel mäßig wegen irgendwelchen formellen Berfehlungen einfach entlaffen murben Die Industriellen haben einen Borschlag der Regierung, ben Konflikt auf der Basis einer 5prozentigen Erhöhung beizulegen, der für die Arbeiter übrigens undistutabel mar, völlig ignoriert und Berharren nach wie vor auf dem Standpunkt der volligen Innachgiebigteit Die Tertilarbeiter sind entschlossen, den Kampf diesmal mit allen Mitteln und bis zum äußersten zu führen und find der Unterstügung der übrigen Arbeiterverbände und Gemert90dfchaften ficher Th. L. Warschau, 12. Oktober. Der gegenwärtige polnische Textilarbeiterstreit ist der größte fich geht. Nahezu 140000 Arbeiter, die in den Textilfabriken it Lodz, Bielig, Bialystot, 3giers. 3nrardom, Kalisch, Pabianice beschäftigt find, haben vor einer Woche die Arbeit niedergelegt, da die Industriellen ihren wirtschaftlichen und sozialen Forderungen gegenüber eine völlig ablehnende Haltung eingenommen haben Dabei hat fogar der Ministerpräsident Bartel felbft in einer Breffeunterredung erklärt, daß die Arbeiterlöhne in her Zertil induftrie nicht anders als hungerlohne bezeichnet werden fönnen. In der Tat werben die Tertilarbeiter in Bolen am schlechte. ffen bezahlt. Für den achtstündigen Arbeitstag erhalten: Beber etima 3,60 M., Spinner etwa 3,95 m., Hofarbeiter etwa 2 M. Dbwohl die Lebensmittel in Polen im allgemeinen billiger find als in Deutschland, reichen die vorstehenden Löhne felbstverständlich nicht im entferntesten zur Bestreitung auch nur des bescheidensten Arbeiterhaushalts ans, Hungerlöhne im wahrsten Sinne des Wortes! Dabei ist zu bemerken, daß obige Zähne vertraglich festgesetzt find. Aber nicht weniger als 80 Broz der polnischen Zertilarbeiter verbienen noch weniger und erreichen fomit nicht einmal das amtlich ermittelte Existenzminimum. Das Durchschnittseinkommen eines polnischen Textilarbeiters beträgt, berechnet auf Grund des mehr als 50 000 Arbeiter umfassenden Materials, Sonntag, 14. Oftober 1928 ganisationsverhältnisses ber Kraftbroschtenführer nicht möglich, die aufgestellten Forderungen im Kampf durchzusetzen. In der legten Beit hat sich aber das Intereffe der Fahrer gehoben, und vor allem ist das Organisationsverhältnis bedeutend besser geworden. Der Berkehrsbund hat die Frage von neuem aufgegriffen. Er berief die Hauptfunktionäre der Kraftbroschtenführer am Freitag zusammen, um mit ihnen über die Einleitung einer neuen Lohnbeweging zu beraten. Nach einem furzen Situationsbericht des Sektionsleiters Genossen Heyl über bie Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Fahrer und einer eingehenden und überaus fachlichen Diskussion beschlossen die Funktionäre einstim mig, den Unternehmern neue Lohnforderungen zu unterbreiten. Die Forderungen lehnen sich an die Larife an, die der Berkehrsbund bereits in anderen Städten für die Kraftdroschtenführer abgeschlossen hat. Die Funktionäre gaben aber auch der Erwartung Ausdruck, daß sich nun endlich die der Organisation noch Fernstehen den dem Berkehrsbund anschließen, damit im Berliner Kraftbroschtengewerbe die gleichen Lohnverhältniffe geschaffen werden tönnen, wie sie in anderen Städten teilweise schon seit vielen Jahren bestehen. Reichstagung der Rechtsanwaltsangestellten. Die im Zentralverband der Angestellten vereinigten Rechtsanwalts und Notariatsangestellten halten am 14. Ottober 1928 in Hannover ihre Reichskonferenz ab. Die Anwalts- und Notariatsangestellten gehören zu den Arbeitnehmergruppen, beren Rechtsverhältnisse am unbefriedigendsten geregelt find. Nur wenige und zum größten Teil unzeitgemäß gewordene gesetzliche Bestimmungen finden auf ihre Dienstverhältnisse Anwendung. Das Betriebsrätegefeß tommt für sie nicht in Betracht, weil die Anwalts- und Notariatsbureaus regelmäßig 3mergbetriebe find. Auch die Tarifbiefe Angestellten erlangt, weil die überwiegende Mehrheit der Un gefeßgebung hat mir eine verhältnismäßig geringe Bedeutung für wälte zu den leidenschaftlichsten Gegnern des Tarif. pertragsgedantens gehört. e Der Deutsche Anwaltverein ist in dieser Bewegung gegen Abschluß von Tarifverträgen für Anwaltsangeftellte führend. In neuester Zeit ist diese Spikenorganisation der Rechtsanwälte sogar zu einem Angriff auf ben achtstundentag übergegangen. Obwohl fie fich nur als reine„ Standesorgani fation" betrachtet und es ablehnt, als Arbeitgeberverband bezeichnet zu werden, fordert sie vom Reichstag die Beseitigung des Achtſtundentages für die Rechtsanwalts- und Notariatsangestellten. Der gewerkschaftliche Kampf um eine Verbesserung der Arbeitsund Gehaltsbedingungen ist darum in faum einer Arbeitnehmergruppe dringender; aber er ist auch gegen feine Arbeitgeberschicht schwieriger als gegen die deutschen Rechtsanwälte. Die Kommunist en versuchen, wie immer, im trüben zu fischen und den Streit zu politischen Zmeden auszuschlachten. Es ist hervorzuheben und zeugt von der Aufgeflärtheit der polnischen Die Tagung in Hannover wird die Wege weisen, auf denen eine Arbetter, daß diese Versuche nirgends Erfolg hatten und über. Berbefferung der wirtschaftlichen Lage der Anwaltsangestellten erall flöglich versagten. Die Führung des Streits ruht fest in hen reicht merden fann. Die großen Biderstände werden nur überHänden der sozialistischen Gewerkschaften, die beschloffen haben, fich munden werden, wenn die Angestellten einmütig auf der freigemertan die Textilarbeiterinternationale mit der Bitte um materielle Hilfe schaftlichen Grundlage des Zentralverbandes der Ange31 menben. Diefe ist um so dringender geboten, als auf ber einen menden. Diese ist um so dringender geboten, als auf der einen Seite die Arbeiter teinerlei Ersparnisse besigen und fich die Lohnellten für ihre rechtlichen und wirtschaftlichen Forderungen erhöhung tatsächlich erhungern müssen und andererseits die Romanu fämpfen. nisten über bedeutende Beträge man spricht von 30 000 Dollar perfügen. Lohnbewegung der Kraftdroschfenführer. Einheitstage und Löhne. Aussperrung in Bremen. Die Direktion der Jutespinneret und Weberei in Bremen hat ihre 1600 2rbeiter und Arbeiterinnen ausgesperrt Der Grund zur Aussperrung ist die Forderung der Arbeiterschaft auf Abschluß eines Manteltarifs und Erhöhung ontaubat- ubiele Der Berkehrsbund bemüht sich schon seit einem halben Jahre, der Löhne. In den Berhandlungen konnte eine Einigung über beide für die Berliner Kraftbroschfenführer eine Aufbesserung der Forderungen nicht erzielt werden. völlig unzulänglichen Löhne durchzusehen. Im April hatte die Organisation den Unternehmern die Lohnforderungen der Fahrer unterbreitet, über die es aber trog langwieriger Berhandlungen an AfA- Funktionäre der Metallindustrie! teiner Berständigung fam. stal oladigan, Der Kampf um die Einführung der Einheitstage spielte damals bei den Verhandlungen eine entscheidende Rolle. Die Unter nehmer ertlärten, daß zunächst die Tarenfrage erledigt fein müffe, bevor sie den Kraftdroschfenfahrern höhere Löhne bewilligen fönnten. Trotzdem die Organisationsvertreter gegenteiliger Ansicht maren, mar es infolge der Intereffelosigkeit und des schlechten Dr. band Berliner Metallindustrieller ben Schiedsspruch über den neuen Auf Grund zahlreicher Anfragen teilen wir mit, daß der Bere Manteltarifvertrag abgelehnt hat. Entsprechend unserem Antrage auf Berbindlichkeitserklärung erfolgten nunmehr am Mittwoch, dem 17. Oktober 1928, die Verhandlungen beim Schlichter. Sobald ein Resultat vorliegt, erfolgen weitere Nachrichten. 2f2- Metallfartell. Günther, Jäger, Lange. A paubleinsa dewer A selor obol han Odens plori 01219 10178 bau ms1810 ns A UnnisDI SCHOLZENDER BERLAHELIS bei Alis SITTAL b Moderne Winter- Ulster und- Paletots braun and grau, mit feinem 39.-| Winterpaletot home. Samtragen. 45.Ulster Ueberkare... Ulster zweireih. Form schwarz Eskimo. 65.-, 55.marengo Cheviot, vorzügl. Paßform. 90.- 75.marengo und schwarz Chem. kariert. Abseite, Rickes, 48.- Winterpaletot ang auf Satinella. 60. Rückengurt, in verschied. 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Oftober, it im Berliner Luft. garten eine Demonftration, die ber Erinnerung an den damaligen proletarischen Abwehrkampf gemibmet fein soll. Diese Demonstration foll zugleich auch durch ihre machinolle Gestaltung zeigen, daß der feste Wille zur Erhaltung und zum Ausbau der freien Gemertschaften fortbesteht. In einem Augenblid, in dem es gilt, für die Freiheit und die weitere organisatorische Kraftentfaltung der freien Gewerkschaften öffentlich zu demonstrieren, dürfen auch die Berliner AfA- Kollegin nen und follegen nicht fehlen. Bir fordern sie deshalb hiermit auf, fich nollzählig an der Demonstration zu beteiligen. Allgemeiner freier Angestelltenbund, Drisfartell Berlin. Flatau Petersdorff. Speditionsangestellte vorm Schlichtungsausschuß. Dem Antrage des Zentralverbandes der Angestellten entsprechend werben am Donnerstag, dem 18. Oftober, pormittags 10 Uhr, die Berhandlungen nor bem Schlichtungsausschuß Groß- Berlin bezüglich des Gehalts und Manteltarifvertrages der Speditionsangestellten erfolgen. Den Beschlüssen der im 302. organisierten Bertrauens leuten entsprechend wird am Berhandlungstage eine öffentliche Bersammlung aller Speditionsangestellten Berlins zu der Lage Stellung nehmen. Die Versammlung findet um 20 Uhr( 8 Uhr abends) im Balais des Zentrums, Rosenthaler Straße 36( Nähe Hadescher Marti), Hait, Die Angestellten im Berliner Speditionsgewerbe werden aufgefor. bert, für einen guten Befuch der Berfammlung au forgen. 8. Sozialhygienische Bedeutung der Sozialversicherung. Яrautentaffen, Inna Liben, Unfallversicherung( unter Berüchichtigung des Anslandes). 4. Besprechung altueller fozialpolitischer Tagesfragen an hand von Gelegentwürfen, geitungs berichten um. Lehrfaal: Seminarfaal bes$ ngienischen Inftituts der Unt verfität, Dorotheenftr. 28. Denticher Metallarbeiter- Berband Wirtschaftsschule in Dürrenberg! Der Vorstand veranstaltet in der Zeit vom 5. bis 24. november 1928 einen Kurfus für Kollegen aus der Fahrradnaben- und Kugellager- Jaduftrie. Auf Berlin entfallen vier Teilnehmer. Kollegen, welche beabsichtigen, an diesem Kurjus teilzunehmen, müffen ihre felbfigelchriebenen Bewerbungen bis zum 15. Oftober 1928 einschließlich bei der Ortsverwaltung einreichen. Aus der Be werbung muß hervorgehen: & V. Grunbfragen der Wirtschaftsthestie unb Birtschaftspalttit.( Sonber feminaz für die Abfolventen der ftaatlichen und gemertschaftlichen Arbeiter bildungsinstitute.) 2eiter: Dr. Ernst N Biting, Direktor ber Staatlichen Fachschule für Wirtschaft und Berwaltung, Berlin. Beginn: Dienstag, 16. Oftober 1928, 19 Uhr. Bam Rapitalismus ber freien Ronkurrens zum organisierten Monopoltapitalismus heißt fchlagwortartig die Entwidlung, bis bie tapitalistische Wirtschaft in unserer Seit nahm. Unter dem Gesichtspunkt biefer Entwicklung und her burch fie beznorgerufenen Beränderungen unferer Wirtschaft erfahren die Grundfragen der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitit ihre spezifische Färbung. Die Unmöglichkeit einer Trennung von Wirt fchaftstheorie und Birtschaftspolitik wird hierbei zugleich beutlich. Die Steue rung der Wirtschaft: 1. in her Marttwirtschaft, 2. in ber Blanwirtschaft. Ronkurrenz und Monopol. Die bisherige Mitgliedschaftsdauer im Deuffchen MetallarbeiterDie Entwicklungsphasen bes Rapitalismus. Lapitalismus. Der Prozeß ber Durch staatlichung. Der Prozeß der Ru- Berband, Tätigkeit im Verbande und in der Arbeiterbewegung. fammenballung. Der Berfoll ber Unternehmerfunktion und die Selbstaufhebung gegenwärtige Funktion im Deutschen Metallarbeiter- Verband oder des Eigentums, Die Lebensdauer des Rapitalismus. Wirtschaftsdemo- als Betriebsrat usw., ob verheiratet, Alter des Bewerbers, ob und fratie und Cozialisierung. Behrraum für Seminare I und III: Sophien- Lyzeum, Bein. inwieweit bisher bereits an kurjen teilgenommen und sonstige meiſterſtraße 16/17, für die Seminare II und V: Berliner Gemert- weddienliche Angaben Die Bewerber müffen geiftig regfam und aufnahmefähig fein schaftsschule, Engelufer 24/25, 2. Hof, 1 Ir. rechts, und für Semi- und follen in der Regel das 45. Lebensjahr nicht überf written haben. nar IV: Seminarfaal des Hygienischen Instituts der Universität, Weitere Informationen tönnen mündlich im Zimmer 4 des Dorotheenstraße 28a. Berbandshaajes eingeholt werden. SPD. Fraktion im Bezirksamt Beißenfee. Morgen, Montag, 19% Uhr, im Reftaurant von Gallas, Behberftr. 132, Berfammlung aller beim Bezirksamt beschäftigten Arbeiter, Angestellten und Be amten. 1. Arbeitslofenversicherungsgefet unb bie Neugestaltung ber Arbeitsämter. Referent Stadtrat Fabiunte. 2. Werbemoche. 3. Ber fatebenes. Barteis und Gewerkschaftsmitgliedsbuch legitimiert. Der Fraktionsnorstaub. Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Bezirk 6, Kreuzberg. Freitag, 19. Ottober, 19 Uhr, in der Schulaula, Berlin ED., Dieffenbachstr. 60, Bet fammlung aller in Besir! wohnenhen Mitglieber. Die Bezirksleitung e martet, baß mit Rüdficht auf die Tagesordnung bie Berfammlung zahlreic but is Ausmeis dient bas Mitgliebsbue, bas am Cingang vor. zulegen ift. 3. A: Gierharbt. Achtung, Affarbmaurer! Morgen, Montag, 17 Uhr, in ben Refiden Feftfälen, Landsberger Str. 31, Bersammlung der Affordmaurer des Deutschen Baugemertsbundes, Baugewerffaaft Berlin, mit äußerst wichtiger Tages srðuung. Es in Pflicht aller Affordmourer, an biefer Berfammlung bestimmt Geminare der Berliner Gewerkschaftsschule. und aunttiin teilsunehmen. Mitgliedsbuch ist am Saaleingang vorzuzeigen, Aus dem Behrplan der Berliner Gewerffchaftsschule geben mir nachstehend die Seminare befannt. Für die Beteiligung tommen folche Genossen und Genoffinnen in Frage, die in einer Arbeits gruppe auf dem im Seminar zu behandelnden Lehrgebiet bereits smit Erfolg mitgearbeitet haben. Genoffen und Genoffinnen ohne cine derartige Vorbildung fönnen ihre Anmeldung in einer der Behrberatungssprechstunden( Montags und Freitags von 16 bis 19 Uhr, Engelufer 24/25, 3immer 6) beantragen, wobei sie Aus. funft über ihren bisherigen Bildungsgang geben müffen. S. I. Arbeitsrechtliches Seminar. Leiter: Minifterialtat Fris Sir. bed. Beginn: Dienstag, 16. Oltober 1928, 17 Uhr. Gegenwärtige Probleme des Arbeitsrechts unb ber Arbeitsgerichtsbarkeit, mit befonberer Berüdfichtigung der Spruchpraris bes Reichsarbeitsgerichts. 8. I. Rationalotonomisches Seminar II. Beiter: Mer Bottriget. Beginn: Freitag, 13. Oftober 1928, 19 1hr Costologie bes beutfchen Beamten. tums. Die geopolitische Struttur Deutschlands. Breußen, der Oberstaat, Defterreich, ber Tonauftaat. Staat und Ration. Das Latholische, bas pro teftantifde, has humanitär- liberale, bas fosialistische Aulturibeat. Die Strut tur und Sheologie ber politifchen Barteien. Der Aufbau von Familie, Gruppe, Staat und Staatenbünden 5. III. Rationalätausmilches Seminar 1. Seiter: Or, Dslar 6tillid. Beginn: Donnerstag, 18, Olinber 1928, 18 Uhr. Besprechung innerbeutscher, nollswirtschaftlicher Einrichtungen und Erscheinungen, bie mit ber modernen Arbeiterbemegung aufammenhängen, fie färbern aber hemmen auf der Grunb Tage bez frither behandelten Bitfchaftstheorie, fo bie gelben Berbanbe unb thre Sheblagie, bie Arbeiterbanten, die Ronfumfinansierung burd neue Rrebite fnfteme, Ronjumtuzinstitute und Sonjunturforschung, Snbergiffern, bie Bet rufung bez bentfchen Subuftrie unb thre Folgen für bierbeiterlaffe, bie Ratipualifierung, fpeste bie fließarbeit u. a 8. IV. Cralelhygienifdes Seminar. Zeiter: Dr. Norbert gry. Be gian: Donnerstag, 25. Dtinber 1928, 19% hr. 1. Eugeni unb Raffenbagiene ohne basfelbe tein Rufritt Die Fachgruppenleitung. Gewerkschaft Deutscher Ballslehrer, Bron.- Berb. Berlin. Morgen, Montag. 19% Uhr, im Simmer 68 bes Berliner Rathauses, nächte Mitgliederversamm Lung. L. Situationsbericht. 2. Anträge zum Berbanbstag. 3. Wahl der Delegierten. Drtsansschuß Berlin bes 1968., Unterausschuh Tempelhof. Morgen, Montag, um 17 Uhr, Bersammlung ber Betriebsratsmitglieber und Fun Honäre der freien Gemertfchaften bes 18. Berwaltungsbezirts im total non Binger, Tempelhof, Dorfftr. 52. Bortrag über Schlichtung und Fechtfnrechung" Referent Oberregierungsrat Joachim vom Reichsarbeitsminifterium. zähliges Erscheinen dringend erwünscht. Mitgliedsbuch legitimiert. Boll Achtung! Bauauflager Achfunn! Minwoch, den 17. Offober, nachm Dienstag, den 18. Ottobet, abends ftraße 83 85 5 2he, im Rosenthaler Sof Rofenthaler Straße 11/12 2 Uhr, im Verbandshaus, Cinien- Versammlung Branchenversammlung wandten Berufe. der Chirurgiemechanik und, verB Tagesordnung: L Bericht von ben Rahmentari Berhandlungen. 2. angelegenheiten. Stellungnahme dazu& Branchen # 06 der Bauanschläger. Brandenangelegenheiten. 2 Distuffion Segesordnung: 1. Berbands- und Dhne Mitgliebsbud tein 8utritt. Mitgliedsbud legitimiert. Das Erscheinen aller Rollegen ist Pflicht. In Anbetracht her wichtigen Tages ordnung werben bie Rollegen ersucht, um 4% Uhr anwesend sein. Die Bertrauensperionen müssen restlos bis Berjammlung zu bejuhen Werte Kollegen! Am Freitag, dem 26. Offobee, im Achtung! Bananfchläger Achtung Saale ber Brauerei Friedrichshain 2 Bfition 31 ber nmertrag besiterer Künstlerabend der Branche! Tarifs muß der Arbeitsraum in der Reit Eintrittstarten müffen fofort abgerechnet Dom 15. Ottober 1928 bis 1. April 1929 merben, unverfanjte umgehend zurüd, ba mit verglaften Fenstern verfehen werden anderweitig starte Nachfrage. Der Anschläger tft verpflichtet, bie bazu gehörigen renfter anzuschlagen und zu befeftigen. Ebenfalls ist ber Arbeitgeber verpflichtet, Jn in ber norangegebenen Beit bafür zu forgen. bag ter Arbeitsraum gehetzt werden tann. Das Brennmaterial muß der Arbeitgeber liefern. Die Beftimming trifft nur zugu Freie Gewerkschafts- Jugend Groß- Berlin beim Anschlagen von Fenstern. Seute, Sonntag, folgende Beranstaltungen: Rorbireis: Beflotigung des Arbeiterfugmuſeums, Charlottenburg, Fraunhoferstraße. Treffen Achtung! Sauptgruppe 5 Achtung! um 10% Uhr not dem Mufeum. Sübtreis: Rreisagitation. Noth mettreis: Um 18 The im Sugenbheim des Metallarbeiterverbandes, Linien. Dienstag, 16. Ottober, abbs. 7, be, fraße 83-85. Die FGS. lebi Morgen, Montag, folgende Beranstaltungen: im Barterrefaal bes VerbandsRusammenkunft her Mäbchen um 19 Uhr im Jugendheim bes DMB., 2inten hauses, Cinienftr. 83/85 0 traße 83-85, 11. Portal, 3 Treppen. Die Genofin bele Schreiber referiert Gruppen- Vollversammlung über Führerinnen her Frauenbewegung. Beißensee: Beltstangturfus in ber Turnhalle Viktoriusstraße( Bumpitation). Juaendaruppe des Zentralverbandes der Angestellten Sente, Canntag Barkmeft: Jugendheim Lehrter Str. 18-19. Bottrag entl, mit Richtbilbern: England, Sanb und Leute." Referent Frig Beigelt. Beginn piinfilio 19 Uhr. Morgen, Moning, Urban Sugen heim Sobrecht, Gde Camberstraße. Bazirag: us sistemitis geben und Berte. Referent Seminfti. Warben: Sugenbheim Raftantenallee 81 Boz trag: Berufsausbildung," Referentin Gertrud Dör, Charlattenburg: Jugenb heim Fafinen ft. Seimabend. Tempelhof: Sugenbbeim ber Soule Ger maniaftr.& Seat find mir aber Inftig Seimabenb. Hoffnung= Bekleidungs- Jndustrie G. m. b. H. 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Durch die Romantit stiller Gaffen, die Scheffels Träumerseele noch mit Bildern der Bergangenheit füllen fonnte, tuten heute die Reiseautos moderner Europabummler, donnern über die hölzerne Rheinbrüde mit ihren 350 Jahren eine Beteranin ihrer Zunft und verschwinden in der Schweiz drüben. Auf der rheinumfpülten Terraffe Bum goldenen Knopf", mo es bie töftlichen Salme gibt, figen internationale Gäste und freiben dem schönen, mittelalterli hen Stadtbild, Gallusturm, Münster, Brüde, einen Stern an, ehe die nächste Programmnnummer Rheinfall" tommt. Am grünen Bergsee, Tannenbunkel, aber hausen unsere deutschen Wandervögel, nadibeinig, zahlreich mie Müdenschwärme, Sonne im Herzen, Scheffel auf den Lippen! Außer seiner romantischen historischen Schönheit, hat Scheffels Jugendstadt aber auch für unsere neue Zeit noch eine besondere Bedeutung erhalten. Man geht einer Thermalquelle zu Leibe, die längst vorhanden, für Kurwede aber zu schwächlich war und nunmehr durch Neubohrung in der Tiefe abgefangen werden soll. Die Arbeiten, die bereits längere Seit im Gange find, versprechen viel Erfolg. Gleichzeitig ist durch Erwerb des bisher als Brivatbesig unverkäuflichen Schloffes Schönau ber werdenden Kurstadt eine bedeutende Erweiterung gesichert. Schwer wird uns der Abschied von der heiteren Atmosphäre der fleinen Stadt. Rebenhänge, bunte Wälder, Sonne auf jugendlich flutendem Strom; überall, mo Rheinluft weht, schwingt das Leben in besonderem Rhythmus. Nach heißen Spätsommertagen fam dann die erste Herbstfrische, die in den engen Felstälern des Schwarzwaldes eine wahre Erholung bietet. Einer der großartigsten Wege ins Quellgebiet der Donau, jeder Schritt Scheffelland, führt durchs milde Wutachtal und den Zugang vom Rheintal vermittelt die merkwürdigste Bahn des ganzjen Schwarzwaldes, die Randenbahn. Eine Strede von 9% Kilometer Luftlinie mußte auf 26% Rilometer ausgebaut werden, um die Höhendifferenz von 230 Metern mit mur 1 Broz. Steigung zu nehmen. Daraus ergaben sich die mannigfachsten Berrentungen" der Linie, Schleife nach Schleife, Brüden, einfache Tunnels, Kehrtummels, fogar ein Spiraltunnel, der erfte in Deutschland: cine Gotthardbahn im fleinen. Hier in den malerischem, tief einsamen Gründen fuchte Scheffels Bhantafie versteckte Menschenpfade. Vorträge, Vereine und Versammlungen. 冬 Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefäftstelle: Berlin 6 14, Sebaftianftr. 37/38, Sof 2 Tr. Mitte: Der Ramerab Fris Wife ift perftorben. Einäscherung Diens tag, 16. Oftober, 18 Uhr. Der gesamte Ortsverein tritt mit fämt. lichen Fahnen 18 Uhr Krematorium Gerichtstraße an. Sonntag, 14. Ditober, Prenzlauer Berg: Abfahrt 12.35 Uhr Bhf. Gesundbrunnen nach Belten. Pflicht neranstaltung. Montag, 15, Oftober. Reufälln- Brig, 1. Rameradschaft: 20 Uhr Berfammlung in ber Rottbuffer Klauje, Rottbusser Damm 90. Bortrag. 2. Ramerabschaft, 1. Sug: 20 Uhr Bersammlung bei Schabeito, Weichselftr. Chlorodont beseitigt üblen Mundgeruch u. AИ häglich gefärbten 3ahnbelag Bortrag des Ram. Behre: Berlin als Hafen Stadt". Dienstag, 16, Dltober. Brenzlauer Berg. Rameradschaft Sumannplag: 20 Uhr Versammlung bei Bohft, Stargarder Str. 19. Bortrag des Ram. Dr. Joachim liber Rechtsschukfragen". Friedrichshain, Kameradschaft Stralau: 20 Uhr Bersammlung bei Triebel, Stralauer Allee, Ede Hohenloheftraße. Bortrag. Arcusberg: Turnhalle Onei fenauftr. 7 von 19-22 Uhr Sportabend( 3b3itfu); ebenso jeben weiteren Dienstag. Bichtenberg: 19% Uhr Bersammlung bes Tambourforps bei Berner, Wilhelmstraße. Erscheinen aller Spielleute Pflicht. Ohne Instrumente, Bantom, Jungbanner: Antreten 1934 Uhr Marktplak Bankow, Breite Straße. Wintersport- Abt.: 21 Uhr Schwinnen in Bellenbad Lunapart. Gegen Borzeigung der Mitgliedstarte ermäßigter Eintrittspreis 50 Bf. Mittwoch, 17. Dktober. Wintersport- Abt.: 20 Uhr Bertragsabend im Bürgerfaal des Berliner Rathauses, Königstraße. Filmporführung und Referat des Reichsjugend. Freie Sozialistische Hochschule Sonnabend, den 20. Oktober, 19%, Uhr, im Sitzungssaa! des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Str. 3 Vortrag des Genossen Paul Kampffmeyer: Das Sozialistengesetz. Eintrittskarten 50 Pfennig an der Abendkasse sowie an folgenden Stellen: Bureau des Bezirksbildungsausschusses, Lindenstr. 3, 2. Hof links, 2 Treppen; Arbeiter- Jugend Groß- Berlin, Lindenstr. 3, 2. Hof links, 2 Treppen; Buchhandlung J. H. W. Dietz, Lindenstr. 2; Verband der graphischen Hilfsarbeiter, Ritterstraße Ecke Luisenufer; Zigarrengeschäft Horsch, Engelufer 24/25; AfA- Ortskartell, Engelufer 24/25, Gewerkschaftshaus; Verlag des Bildungsverbandes der deutschen Buchdrucker, Dreibundstr. 5; Verlagsgesellschaft des ADGB., Abt Sortiment, Inselstr, 6a; Zentralverband der Angestellten, Ortskartell, Belle- Alliance- Str. 7; Bank der Arbeiter, Anges ellten und Be amten, Wallstr. 65; Deutscher Holzarbeiter- Verband, Am Köllnischen Park 2, Leiters Ram. Pope, Magdeburg. Eintritt feel. e Rameraden nebst Ange hörige herzlich wiltammen. Wilmersdorf: 20 Uhr Borstandstigung bei Begener, offteinische Straße. Jungbanner: 20 Uhr Bersammlung bei Somann, Ubland. ftraße 114. Brenzlauer Berg, Ramerabfchaft Arasmalber Blag: Dienstag, 16 Ottober, 20 Uhr, Bollversammlung bei Baronien, Basteurfte, 6.- Rentälln Bris, Jungbanner: Dienstag, 16, Oktober, 20 Uhr, Bersammlung der Schuß Sportler bei Balewski, Bobdinstr. 57. Gründung einer Sandballmannschaft. Sozialwissenschaftliche Bereinigung. Montag, 15, Ottober, 19% Uhr, fpeight Genoffe Georg Engelbert Graf im Rofenthaler Sof, Rofenthaler Str. 11-12, Barterrefaal, über„ Die imperialistischen Hintergründe des Rellogg Battes". Gäste willkommen. Der Sunge Chor. Der nächste Nebungsabend findet am Donnerstag 18. Oktober, ftatt( Beinmeisterstraße). Sozialdemokratische Arbeiterorganisation Boale- gion. Conntag, 14. Dtober, heim Gemeindehaus, Roſenſtr. 2-4, anläßlich der 6. Pardestanferen große öffentliche Rundgebung Gs mezben fpredjen: Colonel 3. Wedgewood London, Dr. Ostar Cohn, S. Naphtali, Rubalchow u. a. Plens Brieffaften der Redaktion. 6. R. 100, Geschäftsstelle Freie Turnerschaft Berlin, Lichtenberger Str. 3. 20. 10. Benden Sie fich bitte an ben Sauptausschuß file rbeiterwohl fahrt, Berlin S. 61, Belle- Alliance- Blas 7-88. 6. 2 Fragen Sie bitte beim 8b in Leipzig, Feligftr. 3, an. Moabit,$. B. Eine Eiszeit hat man fich vorzustellen als eine vollständige Bergletscherung, wobei ein weites Gebiet gans vom Eife behedt ist, wie gegenmärtig etwa bas nnere Grönlands. Solche Bereifungen bat es in verschiebenen Gebieten der Erbe zu verschiedenen Beiten gegeben. Natürlich geht die zunehmende Bereifung mit zunehmender Abtilhlung parallel, die au auf den gesamten Blanzenwuchs Einfluß übt, welcher bei der völligen Bereifung eines Gebietes unmöglich ist. In folchem villig vereisten Gebiet ift auch Tier- und Menschenleben unmöglich. Dod ist niemals die ganze Erbe pereift gewesen, wie fa auch gegenwärtig an den Küften Grönlands Pflanzen muchs gedeiht und Menschen und Tiere ihr Leben friften. Ueber die Ursachen solcher dauernden Abkühlungen, die au Ber find Meinungen der Forscher durchaus ungeklärt und einander widersprechend. Die Meinung, daß eine Bereifung gebirgsbilbend gewirkt hat infolge Zusammen. Sonntag, 14. Oftober 1928 fiebens von Erdmassen durch Eisfchellen, ist gans irrig; die gebirgsbildenden Kräfte find mannigfacher Art gemefen, wie auch die Gebirge felbft fehr petschiedenartig find. Aber bie Bereifung fonnte nie gebirgsbildend wirken. $. 2. Sie müssen entweder wieber bie Echlichtungsstelle anrufen oder ben Klagemeg befchreiten,. D. 1., 2. und 3. 3a. 4. Rein. 5. Jit unerheblich. Dttom 46, 1. und 2. Rein. 3. Nur wenn eine Erlaubnis vorliegt. 9. 3, Norden. Das Gesez ist am 1. Ottober in Araft getreten. Die LohnSteuer ist wie bisher zu berechnen, nur tritt an Stelle des Abschlags von 15 Bros, ein folcher von 25 Bros., höchstens jedoch 3 M. monatlich unb 0,75 M. wöchentlich. Ba. G. 1. Cine Erstattung von Beiträgen lommt nicht mehr in Frage, 2. Die Aufbewahrung empfiehlt sich in jedem Falle... 1863. 1. Etwa 500 bis 600 M. 2, Darlehensforderungen verjähren innerhalb 30 Jahre. Alter 28. 1. Durch die Annahme an Rindesstatt erlangt das Rind die rechtTiche Stellung eines ehelichen Rindes des Annehmenben, insbesondere bas Erbund Pflichtteilrecht gegenüber dem Tegteren. 2. Richt bekannt... 52. 1. Ja. 2. Nein... 100. 1. ein. 2. Es muß Klage beim Amtsgericht erhoben werden. 8. S. 41. 1. Mein. Die Umlegung des Waffergeldes tann nur für denjenigen Mietzahlungsabschnitt vorgenotimen werden, in dem dic Kürzung des Sunbentfages( 3 Broz.) erfolgt ift. 2. 34. 3. Lohnsteuer tommt nicht in Frage, da der Lohn ben steuerfreien Betrag nicht übersteigt, Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin, und Umgegend ( Nachdrud verboten.) Beitweise obeiternd und porwiegend troden, auch am Tage sehr fühl Für Derland: 3m Norooften noch meist start bewölkt mit etwas Regen, im übrigen Reiche Beruhigung des Betters, überall sehr fühl Etatheimausstellung. Das Neuzeitige Roufbaus verfolas heute nicht ben. 3wed, Das gute neuzeitige Kaufhaus verfolgt heute nicht den 3wed, bem Massengeschmad des Käuferpublitums allein Rechnung zu tragen, es will auch erzieherisch auf die Geschmacksbildung seiner Runden wirken, weil in dieser Erziehung zum Schönen jedenfalls eine starke werbende Idee. The feet to leben mir von dem Kauf haus R. Israel eine ber nettesten Ausstellungen veranstaltet, die vorbildlich für unsere Wohnkulturbewegung genannt werden tann. Eine 2½immerwohnung wird gezeigt, oder beffer gelogt, es wird gezeigt, wie man bei vorhandenem Raum sich zweieinhalb oder drei Bimmer einbauen fann. Es foll hier durchaus auf Ber billigung ngewirkt werden, was aber das Brattische und den guten Gefchmad nicht au turz fommen läßt. Durchweg murbe bas System der vorgebauten Schränke" angewendet. Der Raum über den Soränten fann als Band verkleidet werden und bildet so Reservechränke für allerlei Bedarf, es entsteht dadurch eine recht intime Wirtung. So hat man Arbeitszimmer und CBzimmer in einem tombiniert, es braucht nur das eine oder andere Möbel aufgeklappt zu werden, um den gewünschten 3med hervortreten zu lassen. Dasfelbe ist beim Schlafzimmer der Fall, wo die Betten hinter einem Balousiefchrant verschwinden, die Wasch- und Frifiertoilette ebenfalls hinter Türen; das Damenzimmer in schönster Wirkung ist sodann vorhanden. Diese Mechanit der Wohnpraris hat viel für fich, besonders auch im Hinblick auf die pielen praktischen Küchen opparate und Anordnungen: Blättbrett, Waschtisch, Küchenschrant usw., was die Arbeit der Hausfrau ungemein pereinfacht. Man fann nur wünschen, daß viele geplagte Frauen von dieser foften, lofen Ausstellung lernen mögen. Die beftens belanate, felt vielen Jahren in Berlin bestehende, ben meiste Rundfunkteilnehmern wohlbefannte Rabio- Zentrale, Aleg v. Brohasta G. m. b. S Berlin N. 58, Gleimfte. 20, hat faeben einen neuen, fast 400 Seiten ftarten Satalog mit einer Menge von Auftlärungsartiteln, Tabellen und sonstigem Informationsmaterial herausgebracht, welcher bei feiner Ausführlichkeit und ousgezeichneten Wiedergabe als modernftes, umfaffendites Rundfuntbuch" an gesprochen werden fann. Der Ratalog foftet 05 f. Berfand erfolgt gegen Boreinfendung des Betrages zuzüglich 30 Bf. Borto( Rachnahmelieferung 30 Bi teurer). Bei einer aufhöhe von 20 M. wird der für den Katalog bezahlte Betrag zurücvergiftet. eifungen geführt haben und vielleicht wieber führen werden, und die Del Juwelen- Belmonte k 30- Uhren Einladung zur kostenlosen Fuß- Untersuchung Mehr als die Hälfte aller Menschen sind, vielfach ohne es zu wissen, fubleidend. Das ist auch kein Wunder, denn die Füße müssen die ganze Last des schweren Körpers tragen und dazu sind sie auf die Dauer zu schwach. 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Oktober, abends 11 Uhr, verschied nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein guter Mann, unser lieber Vater, der Gastwirt Fritz Wilke im 78. Lebensjahre Luise Wilke, geb. Walpuski Im Namen seiner Kinder, Enkelkinder und Urenkel: Trudi Nätebus, geb. Wilke Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 16. d. Mts. um 18, Uhr im Krematorium Gerichtstr. 37 statt. SINGER NAHMASCHINE SINGER Kennen Sie schon den SINGER WAHMASCHINE SINGER Motor und das SINGER MAR 130 SINGER Nählicht? plist ... HERBST.WINTER BilBix2 9197 по? one asb 10 FUR 55550 der kräftige Doppelsohlen. Stiefel oder der Stiefel mit TackGarantiesohlen( Jahr Garantie) 2 Der Genosse Fritz Wilke ist nach einem beispiellosen, arbeitsreichen Leben fü die Partei am 11.Oktober verstorben. Ein Menschenalter war er für uns als Stadt- und Bezirksverordneter mit seltener Pflichterfüllung tätig. Er bleibt uns über seinen Tod hinaus ein Vorbild. Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 16. Oktober, 18%, Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. . Der Kreisvorstand u. die Bezirksverordneten- Fraktion Berlin- Mitte Am 11. Oktober wurde uns durch Schlaganfall unser lieber Kollege Paul Rüger mitten aus einem reichen Arbeitsfeld entrissen. Durch unser langjähriges Zusammenarbeiten haben wir ihn als Kollegen wie auch als Vorgesetzten hoch schätzen gelernt. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Kollegenschaft vom Arbeitsamt Friedrichshain. In der Nacht zum Sonnabend, um 5%, Uhr, erlöste der Tod meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwieger- und Großmutter: Anna Hildebrandt geb. Schmidt von ihrem langen, schweren Leiden. Tieftrauernd: Felix Hildebrandt, Max Jaehner, Georg Vasel und Familien. Charlottenburg, Cauerstraße 29. Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 16. Oktober, 17, Uhr, im Krematorium Wilmersdorf statt. Danksagung. Für die meinem lieben, unvergeßlichen Manne Adolf Wildhagen bei seinem Heimgang durch die rege Teilnahme und zahlreichen Kranzspenden bewiesene Liebe und Verenrung sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten, der Geschäftsleitung, Angestellten- und Arbeiterschaft der Bauhütte, insbesondere Herrn Geschäftsleiter Schüßler für die ehrenden Worte am Grabe des Verstorbenen meinen herzlichsten Dank. B.rlin- Tempelhof, im Oktober 1928. Alma Wildhagen. Porzellan auch bis zu 12 Monatsraten Raddatz& Co. Berlin, Leipziger Str. 122-123. Der SINGER Motor erspart das Treten Das Ab SINGER Nählicht schont die Augen Größte Arbeitsleistung Dauerhaft* Einfach Geringer Stromverbrauch An jeder Nähmaschine anzubringen Singer Nähmaschinen Aktiengesellschaft SINGER LÄDEN ÜBERALL Unser alter Bortämpfer und Parteiveteran Fritz Wilke Sebastianstr. 39, ist am 11. Oktober feinen schweren Leiben erle en. Mit ihm ist wieder einer der Alten bahingegangen, die mit vorbildlicher Treue ber Partei und dem Proletariat dienten. Wir werden seiner nie pergeffen! Die 3. Abteilung. Die Einäscherung findet am Diens. tag, dem 16. Ottober, um 18 Uhr im Krematorium: Gerichtstr. 37 statt. Am 11. Ottober verstarb plöglich unser langjähriger Parteigenoffe Paul Rüger Die Einäfcherung findet am Mon tag, dem 15. Ottober 1928, 17 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt. 8ahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand der 121. Abteilung Karlshorst, Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold Kameradsch. Karlshorst Am 11. Oktober verstarb Kamerad Paul Rüger Einäicherung Montag den 15 Or tober, 19 Uhr, im Krematorium Ge richtstraße. 8ahlreiche Beteiligung erwünscht. Freitag morgen 7 Uhr entschlief plöglich und unerwartet im 46. Lebensjahre mein innigftgeliebter Mann, unser guter Ontel und Schwager, der Gastwirt Heinrich Stefhan Sm Namen ber Sinferbliebenen in tiefer Trauer Augufte Stefhan, geb. Sarnoth Berlin- Treptow, 12 Oktober 1928. Die Beerdigung findet am Diens tag, 16. Oftober, 13 Uhr, non der Fried hofstapelle Baumschulenweg aus ftatt Am Mittwoch, dem 10. Oftober, ver. starb nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser herzensguter Bater, der Kupferschmied Otto Schilhanneck Die trauernde Witwe Hedwig Schilhanned, geb. Heinze, nebft Rinbern Die Einäscherung findet am Montag. dem 15 Ottober, nachm. 126 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg statt. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todesanzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Presser Albert Studt geb. 8. Geptember 1869, am 9. Oktober gestorben ift. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, dem 15 Oktober, 15 Uhr, von der Leichenhalle des St.- Andreas- Rirchhofes in Neu- Wilhelmsberg aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Am Freitag, dem 12. Ottober starb nach langem schweren geduldig er tragenem Leiben meine inniggeliebte Frau, unsere herzensgute und treu forgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Emma Löbnitz geb. Barth im sollendeten 60. Lebensjahre. In tiefer Trauer, Louis Löbnitz, Rinder und Enkeltinder. Die Einäfcherung findet Dienstag, dem 16. Oftober um 19 Uhr im Kre matorium Baumschulenweg statt Danksagung, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und Baters Albert Stöcker fagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten, besonders feinen Rol legen und der Ortsverwaltung bes Deutschen Metallarbeiter Berbandes unjeren herzlichsten Dant Marie Stöcker und Sohn. MÖBEL auf Kredit Romplette 8immereinrichtungen, Küchen und Einzelmöbel in allen Holzarten, auch poliert, liefert ficheren Käufern auch ohne Anzahlung alte Berliner Möbelfabrit. Niedrige Monatsraten. Gefl. 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Am 12. September 1848«rNärte sich Ludwig Kossuth. Mitglied des Repräsentantenhauses, zum Diktator und ries die Hon- veds zu den Waffen. Ungarn sollt««in vom österreichischen Kaiser- tum unabhängiges Reich bilden.— Am 27. September wurde der königlich« Kommissär. Feldmarschalleutnant Graf Samberg, von der erregt«» Volksmenge auf der Ofen und Pest verbindenden Kettenbrück« erschlagen. Damit war da- Zeichen zum Aufstand in ganz Ungarn gegeben. Am 3. Oktober unterzeichnete Frrmz l. zu Schönbrunn«in Reskript, welches in scharfer Weise gegen die Vorgänge in Ungarn Stellung nahm und gleichzeitig die Auflösung des Reichstages an- ordnet«. Der Bonus von Kroatien, Baron Iellachich, wurde zum königlichen Kommissar«rnannt. alle in Ungarn. Siebenbürgen und den Nebenländern stehenden Truppen und bewaffneten Körper» schosten seinem Befehl unterstellt. Als am 6 Oktober 1848 die in Wie« garnisonierenden Regt- urenter Marschorder nach Ungarn erhielten, brach die Revoluticn in der Residenz aus. Italienische Grenadiere des Regiment» Eecco- pierj verweigerten als erste den Abtransport. Am nächsten Morgen sollten die deutschen Grenadiere abrücken: sie widersetzten sich cben- soll» und zertrümmerten in den Kasernen Geschirr« und Möbel. Kürassier« und Dragoner nahmen die Grenadiere in die Mitte und zwangen sie, den Marsch zum Nordbahnhof anzutreten. Daraufhin wurde in den Nationalgardebezirken, in Gaudenzdors. Gumpendorf und Wieden Alarm geschlagen.. Sech, Kompagnien Akademiker nebst großen Massen von Nationalgarden. Arbeitern und sensen bewasfneten Bauern besetzten den Eisenbahndamm. Das dort stehende Bataillon deutscher Grenadiere vereinigte sich, 1l>20 Manu stark, mit der Nationalgard« und akademischen Legion. Als der General Breda da» Regiment Nassau vortreten ließ und kaum das Kommando: Feuer! erteilt hatte, stürzt« er von der gutgezieltea Gewehrkugel eines Grenadier» getrossen. vom Pferd«. Da» Militär mußt« sich zurückziehen und schließlich, vom Boll besiegt. Wie» ver- lassen. Berlin« Demokraten sandten am 18. Oktober 1848 folgende« Schreiben an die Wiener: «Brüder! Ihr habt den ehrlosen Verrat der despotischen Partei. der an euch und dem edlen Boll« der Ungar» verübt wurde, blutig gerächt. Wir bewundern den Aufschwung eurer glorreichen Revo- lutiou und mit Herz und Hand stehen wir zu euch. Noch ist die Nachricht eures letzten Sieges nicht zu uns herübergekommen. Aber wir, die demokratische Bürgerwehr von Berlin, machen eure Sache zu der unserigen. Bürger und Kämpfer von Wie»! Wir werde» e» nicht dulden. daß unsere Kamarilla der eurigen Soldaten schickt, wir werden un» zum Schutze eurer Freiheit erheben, wenn ihr siegt, und wir werden euch rächen, wenn ihr ein Unglück haben solltet. Euer Bei« spiel soll un» nicht verloren sei». Wien und Berlin gemeinsam werden die deutsche Freiheit sichern und die deutsche Ehre retten: zählt auf uns! Mit herzlichem Gruß zeichnet der demo- kratssche Bürgerwehrverein zu Berlind Nach der Formulierung de» demokratischen Elub» waren Zweck und Ziel der revolutionären Bewegung: „Wien soll Zentrum der ostdeutschen, Berlin aber Mittelpunkt der norddeutschen Republik werden.' Nachdem ein am 13. Oktober 1848 van der Linken der Frank- furter Rationalversammlung gestellter Antrag„dem konstituierenden Reichstag und der heldenmütigen demokratischen Beoöllerung Wiens j die Anerkennung ihrer Verdienste um das Vaterland' anszasprechen. von der„fauleu und gesinnungslose» Majorität' nicht anerkannt worden war, wandte sich die„ehrenhafte Minorität' mit einer un- mittelbaren Adresse„an das heldenmütige Volk von Wien': Am 17. Oktober wurde in der Sitzung des Wiener Reichstages berichtet, daß eine Deputation der Frankfurter Linken eingetroffen sei, um die Sympathien der Nationalversammlung mit Wien und seinem Reichstage auszudrücken. Die Abordnung bestand aus den Mitgliedern Robert Blum, Julius Fröbel, Moritz Hartmann und Albert Trampusch und nahm in der Folge an allen Reichstags- fitzungen beschließend teil. Nach Besiegung der Revolutionäre, die sich au» allen Kreisen der Bevölkerung, aus Arbeitern. Bauern, Studenten, Angehörigen des Bürgerstandes und der Intelligenz zusammensetzten, herrschte das Militär mit brutaler Willkür. Ein Mitkämpfer aus den Larri- kaden. der Proger Verleger und Zeitungsherausgeber Sebastian Lochner. schreibt in seinen Erinnerungen:.Li« Gefangennahme der Larrikadenverteidiger hätte für das Militär zuviel Umstände ge- macht, daher wurden alle, die man bewaffnet fand, größtenteils entweder niedergestochen oder niedergeschossen! Es ist kaum anzunehmen, daß bei den velogerungen Wiens im Jahre 152S unter Soliman II. und im Jahr« 1683 unter dem Troßvezier Kara Mustapha. die Türken unsere zivilisierten kaiserlich«« Truppen über» troffen haben.' Standrechtliche Erschießungen. Plünderungen und Brand- stistungcn durch die kroatischen„Desreier' der Hauptstadt unter den Feldmorschällen Baron Iellachich und Fürst Windischgraetz waren an der Tagesordnung und erstickten jeden Protest mit eiserner Ge- walt. Am 4. November wurden Blum und Fröbel verhastet. Ein Offizier mit acht Mann erschien im Gasthofe der Abgeordneten Und führte die beiden ins Stabsstockhaus. Hier verblieben sie bis zum 8. November. Am Nachmittag dieses Tages verfaßten beide einen Protest, den sie durch einen Boten an Windischgraetz ins Haupt- quartier sandten. Zwei Stunden später wurde Blum ins Verhör geführt und sah seinen Gefährten nicht mehr wieder. Am 9. Novem- der um 7 Uhr morgens verkündete man ihm das Todesurteil: eine Stunde später wurde Robert Blum in der Brigittenau erschossr.-i. Fröbel wurde am 10. November zum Verhör geführt. Zu seiner Verteidigung erwähnte er unter anderem, daß er«ine Bro- schüre„Oesterreich, Deutschland und Europa' geschrieben habe, in welcher er für ei» Bestehen des österreichischen Staateukomplexes km dauernden verbände mit Deutschland eingetreten sei. Der Vorsitzende des Kriegsgerichts bezeichnete diesen Umstand als sehr wichtig und nahm von der Schrift, welch« sich unter den Papieren des er- schössen«» Blum vorfand, Kenntnis. Am 11. November wurde Fröbel zum Tod« durch den Strang verurteilt, jedoch— begnadigt und in Legleitung eines Polizeikommissar» aus der Stadt entferm und bis an die sächsische Grenze befördert. Ani 10. November wurden Eduard Jelowicki aus Hubnik, am 11. November Eduard Preßlern. Edler von Sternau aus Wien. am 14. November Ignaz Porsch, Dr. der Rechten aus Widdin in Böhmen, am 13. November Johann Horvoih aus Sagy in Ungarn zum Tode verurteilt und erschossen. Am 16. November wurde der militärische Oberkommandant, der Verteidiger Wiens, Wenzel Messen- hauser, Schriftsteller aus Plößnitz in Michren,„zum Tode durch den Strang condemnirt', das Urteil aber durch Erschießen im Stadtgraben durch Pulver und Blei vollzogen, wobei Messenhauser todesmutig. und im Bewußtsein für die edle Sache der Freiheit zu sterben, mit lauter Stimme selbst.Leuerl' kommandierte. Damit senkt« sich der Vorhang hinter dem blutigen Drama der ersten großdeutschen Revolution. Die schwa rzrolgoldenen Farben der Empörer mußten wieder für Jahrzehnte dem schwarzgelben Banner der Reaktion und Militärherrschaft auf dem Stephansdome Platz machen. Dr. Fritz Lochn« r. Licht. Don Zritz Müller- parienkirchea. Der berühmte Gast hatte den Shylock gespielt. Da» Theater war aus. In dem heimeligen rollichtgedämpften Weinstübchen gegenüber dem Theater sollte eine klein« Nachfeier stattfinden. Die nicht geruht hatten, bis der gefeierte Gast auch in chrer Stadt seinen bewunderten Syhlock gab. waren da versammelt. Noch durchtränkt von der Gewalt des Spiels und schon wieder erwartungsvoll: Wird er das im Gehrock halten, was er auf der Bühne im Talar ver- sprach? Die Zeit verrann. Der Gast ließ warten. „Ja, ja.' sagte der Justizrat lächelnd,„muh das Abschminken braucht seine Zeit.' „Sie irren.' sagte der Kritiker,„er schminkt sich nie, ich weiß *s von dem Intendanten.' „Unsinn, er ist noch jung und der Shylock heute abend war ein «tter. bärtiger Mann.' „Ja. der Bart war alle», was er vom Theater sieh. Di« Lhylackzüge gab er. die brauchte er nicht von Schminttopfs Gnaden.' Der Ton des Kritikers klang etwas schroff. Eine Pause trat ein. „Merkwürdig,' sagte der Architekt langsam,.mne mich sein Gesicht erinnert hat.' „Woran?' „Woran?' wiederholte der Architekt gedaukenvoll.„Ich weiß nicht, meine Herren, ob Sie die ein« stumm« Szene auch so er- griffen hat...' „Sie meinen, wie der Shylock neben der flackernden Kerze auf ber Riallobrücke sah und auf einer Schiefertafel rechnete?' sagte ber Kritiker schnell. .La. dos eben mein' ich,' sagte der Architekt erfreut. „Das Kritzeln ging einem durch und durch, nicht wahr?' „Ich weiß nicht— mir hat es der Blick angetan, mit dem er Zwischen zwei gekritzelten Zahlen aufsah.' „Der Blick? Ja, jetzt weiß ich, der war ordentlich vergnügt. 5ch hob« mich gewundert. Mir schien sich dieser Blick nicht in die unerbittlich« Grausamkeit der Rolle zu fügen.' „Was dem Zuschauer grausam dünkt,' fiel der Iuftlzrat ein. „kann für den Handelnden vergnügt sein. Ich weiß es vom Gerichts- saal. Aber wir schweifen ab: Sie wollten uns erzählen, Herr Lau- weister, woran Sie das Shylockfche Riaktogesicht zwischen Laterne und Schiefertafel erinnerte?' „Aber es ist nicht» Lustiges, meine Herren.' „Gleichviel. Leber Baumeister. Sie machen doch sonst kein« Vorrede zu Ihren Baute»— schießen Ei« los.' JS* war einmal ein ganz junger Architekt,' begann der Ange- redete ruhig,.. oder glauben die Herren, daß ich nicht auch«in- Mal jung gewesen bin?' „Ei, ei. Baumeister, nun versuchen Ste's abermals mit einem Echnörkelerkerchen an der Laufront Ihrer Geschichte?' „Gut also, ich will es als eiserne» Gerüst erzählen, Ziegelstein«. Mörtel und Verputz mögt ihr dann selbst nachfüllen. Ich wnrd« in junge» Iahren in die städtische Wohnungsinspektion gewählt. Es war mein erstes öffentliches Amt. Also war ich stolz und eifrig. Ich war jung und hielt auf schnurgerade Erledigung übertragener Aufgaben. Ich meine, bis das sozial« Gewissen in mir lebendig...' ..Eiserne» Gerüst, Herr Baumeister.' unterbrach der Konunerzien- rat mahnend,„keinen Verputz.' „Sie haben recht. Am vormittag besucht« ich im vierten Stock hin großes Zimmer. Darin waren zwei Familien, wohnten, aßen, schliefen. Ein Kreidestrich ging durch. links war Familie 2L, rechts Familie B. Die Väter der Famillen A. und B. waren aus Arbeit, die Mütter kochten, die Kleinen rutschten aus dem Boden herum. Es gab ein« allgemein« Keilerei. Da» Jüngst« der Familie A. hatte ein Stück des trennenden Kreidestriche» ausgewischt. Ein Mit- glied der Familie B. hatte ihn wieder nachgezogen. Wieder macht« das Längste den Finger naß und krähte vor vergnügen. Das vergnügen blieb auch trotz der Keilerei. Die Mütter kochten und kümmerten sich nicht. Ich maß und rechnete, dividierte, schüttelte den Kopf, schrieb den rote« Zettel, daß binnen einem Monat entweder die vorhande« Kopfzahl insowett zu vermindern und so weiter. Als ich über die Treppe herabkletterte, hielt ich mich an» Geländer. Sie verstehen, mein« Herren, da» Gleichgewicht ist eine Sache, die...' „Baumeisterlein.' drohte der Kommerzienrat,„Sie versprochen kein« Sentimentalitäten in da, eiserne Erzählungsgerüst einzubauen.' „Das Gleichgewicht ist eine Sache, die beim Herabsteigen über »ine steile Hühnerstiege schwerer zu bewahren ist als beim Hinauf. steigen. Am Nachmittag desselben Tage» stand noch eine Familie in der Vorstadt unerledigt auf meiner Kontrolliste. Ich konnte fle nicht finden. Endlich stellt» es sich heraus, daß ich schon dreimal an der verwinkelten Kellerwohnung vorbeigelausen war. Ich tappte mich hinein. Der Spätherbstabend war fast hereingesunken. Ich tonnte nichts sehen.„Warum habt ihr kein Licht?'—„Licht ist teuer. Herr.' sagte eine Frauenstimme,„es geht auch so.'— Sie hatte recht, es ging auch so. Ich maß im Tasten Länge und Brette. Die Höhe brauchte ich nicht zu messen, weil meine hochgestreckt« Hand eben anstieß. Und die Höhe meiner ausgestreckten Hand kenn« ich auswendig.„Wieviel Kinder, Frau?'—„Acht.'— ,Lch muß mich überzeugen, bitte.'—.Kommt, Kinder der Herr steht schlecht, weil er das Duster nicht gewöhnt ist... noch der Reihe.' Es waren sieben.„Und der achte. Frau?'—„Weiß nicht.' Dann war ich wieder auf der Straße draußen. Es war ein milder Spätherbst. abend. Gleich dort vorn stand eine Laterne. Ein Bübchen saß darunter mit einer Schiefertafel in der Hand und rechnete. Es war der achte. Er kritzelte Zahlen' „Das Kritzeln aber ging Ihnen durch und durch?' sagt« der Krttiter langsam. „Ich weiß nicht... mir hat es der Blick angetan. mV dem er zwischen zwei gekritzelten Zahlen aufsah.' „Der Blick? Sie wolle» doch nicht sagen, daß.. .„.. daß es Shylock« Blick von heute abend war. als er neben ber flackernden Theaterlatsrne aus der Rialtobrücke saß und auf seiner Schiefertafel stumm gerechnet hat: ja. da» will ich sagen' „Aber... aber dann müßt« dieser Bub ja— ja vergnügt gewesen sein?' „War er auch: vergnügt und all. wie Syhlock» schmintenloser Blick von heute abend. Er war gerade mit einer Aufgabe fertig geworden, der Bub. und sagt«:.La. Herr, ich bin der Jüngste, der achte, und diese Division geht aus. also ist sie richtig und der Lehrer muß mir morgen«ine Eins daraus geben: so, jetzt kommt die letzte, bitte. Herr, gehen Sie mir aus dem Licht.. „Bitte, meine Herren, kommen Sie an das Licht heraus: ich bringe endlich unsere« Leben Gast. Run dafür wollen wir jetzt um so unsachlicher und vergnügter sein, nicht wahr? Aber, was ist das. meine Herren,»»ch Ihre Mienen find von einem— einem ungewohnten Ernst?' Der Intendant bLckte fragend den Halbkreis der aufgesprungenen Herren entlang. Der berühmte junge Gast stand bescheiden abseits.- „Ach,' sagte der Kommerzienrat und schüttest« sich sachte etwas ab, ach, unser Baumeister hat uns da eine gruselige Geschichte er- zähst „Ich finde, daß gruselige Geschichten vor dem Zlbendessen... Herr Intendant, sprechen Sie ein Machtwort.' sagte der Kommerzien- rat. „Das Machtwort hat der Gast,' lächelte der Intendant. „Ich bestehe aus der gruseligen Geschichte,' scherzt« der,„es ist ein« Würz« für das Essen.' „Eigentlich ist sie gar nicht gruselig,' fiel der Iustizrat ein. „sondern nur— wie soll ich sagen— nur soziales Parallelstück zu der Schiefertafelrechnung unseres verehrten Syhlock auf der Riallo- brücke.' Der Schauspieler wurde aufmerksam.„Unser Baumeister,' erläuterte der Justizrat in einem Ton. der lusttg klingen sollte, weiter. „unser Baumeister fand nämLch komischerweise, daß unser be- rühmter Gast heute abend einem kleinen Jungen gleichgesehen habe, der seine Rechenausgaben unter der Laterne abzumachen pflegte, mangels— na mangels anderwettiger ökonomischer Belichtung, nicht wahr, Herr Baumeister?' „Allerdings,' erklärte der Architekt befangen,„es war da» achte Kind einer armen Familie in einer Kellerwohnung, aber ich sehe natürlich ein, daß es heute unseren Gast in keiner Weis« tttter- essteren...' Er hiest ein. seine Augen erwetterte» sich. Er sah de» jungen Schauspieler plötzlich seine Miene wechseln. Sie wurde all, ohne von ihrer FröhLchtest etwa» einzubüßen. Die Arme hoben sich halbhoch, al» hietten sie eine Schiefertafel aus den Knien. Drei Finger machten die Streckbewegung beim Griffelhallen. Ein« Zeige- finger malte Zahlen. Das rote gedämpfte Licht in dem heimlichen Weinstübchen schien erloschen. Ein Herbstabend ging durch das Zimmer. Ein« trübe Gaslaterne am Straßenrand flackerte röllich über die Schiefertafel. Zwischen zwei gekritzeste» Ziffern sah«in Knabengtsicht aus. all und dennoch fröhlich, dennoch zuversichtlich. Ganz lrnit und deutlich schien es jetzt vom Gaste herzukommen: .La, Herr, ich bin der Jüngste, der achte, und diese Diviston geht auf. also ist sie richtig und der Lehrer muß mir morgen eine Eins darauf geben: so jetzt kommt die letzte, bitte Herr, gehen Sie mir au» dem Licht...' Ein Hebel knackte, umstellt« der Schau- spieler die Stimme, das Gesicht: .La, das war damals, ich— machen Sie sich nichts daraus, daß ich's bekenne— ein sonderbarer Zufall— ein entschlüpftes Strählchen Licht aus der Blendlaterne Vergangenheit, nicht» wetter." Der Intendant war etwas betreten. Er hatte da» Gefühl, als »penn er etwas sogen müßte. Etwa» Einrenkende» vielleicht. „Welchen... welchen Weg,' sagte er,„welchen steilen Weg haben Sie da aus der Tief« nehmen müssenl' „Nicht so steil, Herr Intendant— Dorherbestimmung, wenn Sie wollen, denn: wer in die Tiefe will, muß aus der Tiefe kommen.' „Und wer vergnügt und zuversichtlich sein will?' wagte der Architekt gespannt zu fragen. „Muß es sein trotz alledem— LaternenNcht und Rampenlicht und... und..— er sah sich um—„und rot gedämpftes fest- liches Licht gellen da ganz gleich... Wenn's Ihnen also recht ist. mein« Herren, fangen wir jetzt mit dem Essen an— vergnügt und zuoersichtfich.' Es wurde ein froher Abend trotz alledem. Und es war sehr spät, als sich der Kommerzienrat auf dem Nachhausewege an der dritten Straßenseite von dem Architekten und dem Iustizrat trennte, sich noch einmal umwendete und ziemlich erhitzt sagt«:„Und ich wiederhole Ihnen nochmals, meine Herren, dieser Shylock ist der sprechendste Beweis für meine Theorie, daß die Kathedersozi allste» von heute das sogenannt« Elend unter den Gaslaterna, mit ganz verkehrte» Lugen betrachten— Schnickschnack, meine Herren— sentimentale« Gedudel, nichts wetter— nicht auf die Gaslaterne kommt es an. sondern— sondern... Na ja, meine Herren, ich— ich habe e» vergessen— aber der Shylock heute abend— der—- der Shylock hat es auch— gesagt, wenn— wenn ich ihn recht recht verstanden habe.' Nur wenig schwankend, entschwand er hinter einer trüb flackernden Gaslaterne. Die beiden sahen ihm noch. „Wenn er ihn recht verstanden hat.' wiederholt« der Architekt bitter. „Was wallen Sie.' sagte der Iustizrat lächelnd,.cher Man« qt Hauptoktionär bei der hiesigen Beleuchtungsgesellschaft— fünfundzwanzig Prozent Dividende im letzten Jahre— und muß in Sachen Lcuernenlicht doch Bescheid wissen.' Wildnis in Deutschland. Mitten in dem dichtbesiedeltsten Bezirk Deutschlands ist noch ein Rest Wildnis erhallen. Es mag überraschen, wenn man hört. daß es in Deutschland überhaupt noch wild lebende Pferde gibt und daß diese gerade am Rande des rheimsch-westfälischen Industriegebiets ihr Leben fristen. So ganz unberühü von der Zivilisation ist dies« Freihell allerdings nicht mehr, denn jährlich einmal nimmt sich der Mensch dieser Herde wilder Pferd« an. was für diese nicht gerade erfreulich ist. Im Norden von Recklinghausen laust da« Industriegebiet in das Hügel- und Heideland der Haardt aus, an die sich dann dos Denn anschließt, eine Landschaft, die teilweise noch völlig unkultiviertes.Heide- und Morland ist, daneben ober auch weite Wiesenflächcn einschließt, die saftstrotzenden Rasen in natürlicher Unberührt heit tragen. Diese gehören zum Besitz des Herzogs von Croy, und dieser ist es, der hier einer Herde von Wlld- Pferden eine letzte Freistall in der Zivilisation unseres technischen Zellalters gegeben hat. Vielleicht ist es nur eine Laune gewesen oder ein Spleen, aber er ließ jedenfalls hier etwa hundert wilde Shettland-Ponys aussetzen, die nun hier schon durch eine Reihe von Jahrzehnten ihr Leben führen. Und dieses Leben wird olljährlich zu einem großen Schauspiel. Um nämlich die Tiere vor Inzucht und damit einer Degeneration zu bewahren, werden alljährlich die jungen Hengst« eingefangen und durch frisch« Shetlland-Ponys ersetzt. Diese Jagd, zweifellos für Deutschland ein etwas eigenartiges Schauspiel, ist Veranlassung zu einem großen Volksfest, da von überall her die Bevölkerung zusammenströmt, um ihm beizuwohnen. Aber in den letzten Iahren hat der Reiz dieser Sensation auch Fremde angelockt, und die mo- dernen Luxusmitomobile überwiegen bereits die einfachen Bauern- »der Iagdwagen. Ja, man errichtet sogar Tribünen, um den Zu- schauern einen noch besseren Ueberblick zu gewähren. Das Schauspiel, das sich nun bietet, wird nicht von berufs- mäßigen Pferdehtrten, wie etwa den amerikanischen Cowboys, vor- geführt, sondern von der Croyschen Domänenverwaltung werden die stämmigsten Bauernburschen ausgewählt. Vor der Zuschauer- tribüne ist«in« Art Aera erbaut, in welche die Wildplerde durch Treiber von ihren Wiesen hineingetrieben werden. Der Herd« bemächtigt sich eine nervöse Unruhe, und vor allem die Jährlings- Hengste zeigen sich bei diesem Eintreiben schon besonders wlld, als wenn sie ihr Schicksal ahnten. Stuten und Fohlen werden vor der Arena zur Seste getrieben und wieder ihrer Freiheit überlassen. nur die Hengste bleiben schließlich in der Arena übrig, und dies| sind wild« und kraftstrotzende Gesellen, langhaarig, mit langen Mähnen und Schweifen und klugen, schönen Augen. Die herum»| jagenden Tiere sind nervös geworden und keilen mit allen Vieren aus. Solch« Lufthiebe können töten, obwohl der Huf nicht beschlagen ist. Ein riesiger junger Bauer stürzt in die Arena und auf einen Hengst zu,' und nun kann da» wild« Spiel beginnen. Der Hengst pirscht davon, wird verfolgt, entflieht, wird wieder «ingeholt, schlägt aus, und so geht das Spiel weiter und immer wetter, aber schließlich hat er doch plötzlich den Menschen am Halse. Es Handell ssch bei dieser Jagd darum, dem Tier Zügel und Zaum anzulegen, der allerding? zunächst nichts weiter ist als ein einfacher Strick. Der Kampf, der sich hier in seiner wilden Ursprünglichkeit «bspiest, ist nicht so sehr«in Ringen zwischen der hohen Kunst eines geschulten Reiters und der ungebändigten Kraft des Tieres, das noch nie einen Reiter auf seinem Rücken trug und noch nie die menschliche Hand spürte. Es geht vielmehr um die Ueberlegenheit zwischen menschlicher Muskelkraft und der Muskelkraft des Tieres. Um so reizvoller natürlich das Schauspiel für die Zuschauer. Schließlich hat einer der jungen Burschen das Tier erreicht, aber« ist nicht auf seinen Rücken gespmngen, nein, er will es versuchen, den Hengst zu Boden zu zwingen Er hat ihn am Halse gepackt, und ein furchtbares Ringen beginnt. Das Tier macht die tollsten Sprünge, reißt sich los, wirb abermals umklammert, bäumt sich auf, aber endlich gehen doch Mensch und Tier zu Boden. Und nun beginnt ein regelrechter Ringkampf. Bersuckü das Tier, ssch wieder aufzurichten, so oersucht der Bauernburfche, auf seinen Rücken zu gelangen, um mit der Kraft der Schenkel die Flanken zusammen- zudrücken und dein Tier den Atem zu nehmen. Wer nicht lange sitzt er da oben, der Hengst macht einen Katzenbuckel, und schon liegt der Reiter wieder im Grase. So geht es weiter und weiter uncr- bitllich, bis schließlich doch die Widerstandskraft des Dildpferdes nachgelassen hat imd bis schließlich seine Ohnmacht so groß ist. daß «S dem Burschen gelingt, den Strick ins schäumende Maul zu zwingen. Lauter Beifall lohnt den gän, stick erschöpften Sieger. Ost ist es notwendig, daß mehrer« von den Bauernburschen zu Hilfe springen, weil einer allein es nicht schaffen kann, aber schließlich wird ein Hengst nach dem anderen bezwungen, und der erste Weg geht zur Schmiede, wo er durch dos Ausdrücken eines Feucrbrandes zum erstenmal des Menschen Hand zu spüren bekommt. Für dies Spiel sind natürlich auch Preise ausgesetzt, um seinen Reiz zu erhöhen. Und angesichts der Anstrengungen, die notwendig sind. um sie zu erringen, sind sie auch überraschend, hoch. Sa bietet sich alljährlich einmal ein Wildwestschauspiel mitten in Deutschland, und so bleibt trotz aller Zivilisation noch ein Stück ursprünglicher Wildnis erhalten._ Geschlechtswechsel beim Aal. Dos Leben des Flußaals und besonders sein« Fortpflanzung ist lange in Dunkel gehüllt gewesen, und bis zum Jahr« 1874 wußte man noch nicht einmal, wie der männliche Aal beschaffen sei. Damals fand Syrfki, der Letter des Naturkundlichen Museums Trieft, bei einer Untersuchung von kleinen Aalen der dorttgen Küste das männ- liche Geschlechtsorgan, und zahlreiche Untersuchungen, die in der Folge angestellt wurden, ergaben, daß die männlichen Aale nur in den Küstengewäsiern und Flußmündungen zu finden und die Aale in den Flüssen durchweg Weibchen sind, übrigens auch viel größer werden als.die Männchen, die höchstens eine Länge von 42 Zenti- meter erreichen. Die wetteren Forschungen führten dann schließlich zu der Entdeckung des dänischen Forschers Schmidt, daß der Aal, der bekanntlich im Herbst aus unseren Flüssen nach der See wandert, wett im Westen im Atlantischen Ozean laicht, von mo die junge Brut noch den Küsten Europos zurückkehrt und in die Flüsse auf- steigt. Noch nicht all« Vorgänge im Leben des Aale» sind damtt geklärt, sondern manch« sind noch dunkel oder zweifelhaft. Dazu gehört die Frage, ob und unter welchen Umständen der Iungaal sein Geschlecht ändern kann. Ein holländischer Forscher, T«sch, hat es unter- nommen, dieses Rätsel, über dos schon histologische Untersuchungen angestellt worden sind, durch einen praktischen Versuch der Lösung näherzubringen. Er brachte 80 Aale, 20 bis 25 Zentimeter long, die im südwestlichen Teil der Zuidersee gefangen waren, in ein Süß- wasieraguarium. in dem sie mtt toten Garneelen(Krabben) gefüttert wurden. Räch früheren Feststellunge» kommen an dem erwähnten Fangplatz überhaupt keine Aalweibchen vor, indessen wind« der Sicherhett halber ein Teil jener 80 Jungaale gelötet und untersucki, wobei nur männliche Individuen festgestellt wurden, so daß man annehmen darf, daß alle 80 männlich waren. Nach einjährigem Ausenthatt in dem Aquarium wurden 21 Stück untersucht und zeigte» keine Veränderung des charakteristischen Geschlechtsorgans. Aber als noch zwei weiteren Iahren die übriggebliebenen 12 Aale, d>« mittlerweile bis zu 30 und 45 Zentimeter Länge herangewachsen waren, uniersucht wurden, ergab sich die überraschend« Tatsache, daß sie sich sämtlich zu Weibchen entwickelt hatten! Aus diesem Versuch kann man den Schluß ziehen» daß männliche Iungaale durch dauernden Aufenthalt in S ü h wasser ihr Geschlecht wechseln. Zur Kontrolle müßte allerdings beobachtet werden, wie die Tiere sich bei längerem Ausenthatt in Brackwasser- oder Solz- wasscraquarium verhalten. Bleiben sie ihrem Geschlecht dann treu? Die Lösung der Frage ist nicht nur von wissenschaftlicher, sondern wich von wirtschaftlicher Bedeutung. Der Deutsche Fischerei-Verein z. B. unterhält in England eine Anstalt, die im Seveansluß die aus dem Atlantik heimkehrende Aalbrut fängt und an deutsche Binnen- fischer zum Besag ihrer Fischwäsier oerschickt. Andererseits werden in der Unterelbe— mit behovdttcher Genehmigung— untermoisig« Aale gefangen und als sogenannter Satzaal ebenfalls ins Binnen- land versandt, um in Seen und Flüssen ausgesetzt zu werden. L«» stotigt sich dos Ergebnis der holländischen Versuche, so werden also die unterelbischen Satzoale, sowett sie Männchen sind, im Süßwasser sich in Weibchen verwandeln und damtt die Größe der Weibchen erreichen, die, wie gesagt, die der Männchen übertrifft. Unter diesen Umständen könnte der Bezug ausländischer Aolbrut eingeschränkt oder aufgegeben werden zugunsten der Satzaolfischorei in deutschen Flußmündungen. Unserer Küstenfischerei würde damit ein weitere? Feld eröffnet. Es wäre deshalb wünschenswert, wenn die Vers liche sortgesetzt würden und z. L. die preußische Landcsanstall für Fischerei in Berlin-Frisdrichshagen oder die Anstalt in Plön die Frage weiter klären wollte. Dr. S. Herbstlicher Grdgeruch. Der im Herbst frisch umgebrochene Ackerboden strömt einen eigenartigen Geruch aus, der bald an gekochte Kartofselschalen, bald an Heu oder an verwesendes Laub erinnert. Besonders bei Regen- wetter ist der für den Herbst so außerordentlich kennzeichnend« Geruch sehr bemerkbar. Di« Ursache des Dustes ist nun nicht in den Erdschollen selbst zu suchen; v'elmehr beruht der Geruch auf der Tätigkeit bestimmter Bodenbakterien, die die Rest« abgestorbener Pflanzen und Tiere im Boden zersetzen und so deren Substanz wieder dem großen Kreislauf oller Stoffe zuführen. Vor allem sind es zwei Arten, die für den Erdgeruch verantwortlich zu machen sind; der Wissenschaftler bezeichnet sie als Xctinomzvss odoriler und Streptothrix chrervogcna. Die zweite Art lebt besonders Im Waldbodcn und bringt dort den herbstlichen Geruch des Bodens hervor. Di« erste Art bewohnt in kalkweißen Nestern vorwiegend den Ackerboden. Wenn man diese Bakterienarten isoliert züchtet, kann man den Erdgeruch natürlich ebenfalls feststellen, und zwar ist es dazu nicht einmal nötig, die Bakterien auf Erde zu halten. Sie gedechen auch auf anderen Unterlagen, z. B. auf weichem Drot. und geben dennoch den eigenartigen Geruch von sich, der in Wahr- hett also gar kein Erdgeruch, sondern ein Boktgriengeruch ist. Sa manche poettsche Beschreibung von der»herbstlich duftenden Erdscholle" ist also in streng naturwissenschaftlichem Sinne durchaus nicht einwandfrei. & n ■ M' V W Sirflmpfe Damen-Strümpfe 1,60 Damen-Strümpfe Seidenflorventirkt 2.13 3-3 2,25 Damen-Strümpfe 3.« 2,10 Damen-Strümpfe...«.2- 3,90 Damen-Strümpfe pn-... 2..« 1,75 Damen-Strumpfe ks-sttwis-bseide im 2.2$ 2,75 Wollene Kinder- u. 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Käthe Dorith Richard Tauber Silde Wörner Befpermann Arnstaedt Diegelmann Dora Reg Limburg- Raiser- Sit Die Raffe ift den ganzen Tag geöffnet. Theater am Nollendorfplatz Täglich 8 Uhr Schwarzwaldmädel! Sonntag 14 Uhr: Die Fledermaus. Theater in der Stadt Kommandantenstr. 57 Dinh.919. Allabendl. 8 Uhri u. Stg. nac m. 3 U Spiel im Schloß Anekdote von Franz Molnar, Regie Eugen Robert Agees Esterbary, Arthur Schröder, Licha, Tasch- allot, Thiem, Rath 8Uhr CASINO- THEATER Un Berlins bil igstes Theater Lothrin er Straße 37. Neu! Neu! Stöpsel Dazu ein erstklassiger bunter Teil. Für unsere Leser Gutschein für Pers Fauteuil nor 1.15 M., Sessel 1.65 M. Sonstige Preise Parkett u. Rana 0,80 M. Renaissance- Theater 84 Heute 81/ A Morgen zum 25. Male in PremierenBesetzung Ton in des Töpfers Hand von Theodore Dreiser. Deutsch. von Paul Ever. Regie: Gust. Hartung Komische Oper James- Kle.n- Revue: Tausend nackte Frauen!! 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