AbendausgaVe Nr. 492 � 244 4S.Zahrgang «Sch-nMch 85Hffc«o«sMch MWL tm voraus zahlbai. Postde-.ug 4LZ 3Ä. «tnldjl Bestellgeld. Tuslondsabonn»» wem 6.— M- pro Monat. D« BonvSrts� erscheint«ochentSK» �ich zweimal. Eoumog» und Mr.ntag» einmal, die Ddendausgaben für Ber.ln onb im Handel mit dem Titel.Der Abend". Illustrierte Beilagen„Volk «nd Zeit" und JT�erfreuno*'. Fcrne» «Unterhaltung und Dissen"...Frauen» ftmme-..Technik"..Blick in die Büchenvelt" und.Ougend'vorwän»" Mittwoch 12. Oftober 1928 10 Pfennig Sic»«»»»»IUI« 9t»npanlIIes e s ch l> m m es um die einzigartige„Wassenpartei" steht, die es wagie, «In Volksbegehren gegen die Sozialdemokratie einzuleiten und nun einen so mederschmelternden Volksentscheid gegen sich selbst erzielt hat New Yorker Zeppelin-Zieber. Empfang ver Besatzung im Rathaus. Die Besatzung de» �Lras Zeppelin" mit De.(Ecken« on der Spitz« wurde gestern lw Zlew-Porker Rothau» durch de« stellvertretenden Bürgermeister MeSee offiziell empfange». Die Empfangsfeierlichkeiten begannen mir der Einholung der Zeppelinbefotzung von der Bahnstation der New Port gegemiber- liegenden Stadl Jersey Elty. Von dort fuhren die deutschen Gaste aus dem städtischen Empsangsboot„Wacom" durch den Nein- Porter Hafen nach Batten) Part, der Südspitze Manhattan». Wäh» rend der Fahrt ließen die Schisse im Hasen ihre Sirenen ertönen, und über der..Moaom" kreiste ein« große Zahl von Flugzeugen. Von Battery Park au» wurde in Automobilen den Broadway entlang die Fahrt nach der City Hall angetreten, die sich zu einem wahren Triumphzug gestaltete. Aus dem Broadway und in den Seitenstraßen staute sich eine unübersehbare Menge, die Fenster und Dächer der Wolkenkratzer waren dicht von Menschen besetzt, die Tücher schwenkten und tausende von Papierschlangen auf die Straßen nlsderslaltern ließen. Im Rathaus wurden die Deut-. fchen von dem stellvertretenden Bürgermeister McKee begrüßt. McKee hleß die unerschrockene Besatzung des„Graf Zeppelin" im Namen der Stadt willkommen und pries die Leistung de? Lust- schiffs und setner Führer mtt beredten Worten. Zum Schluß� er- klärte MeKee. daß die Bürger New Jork» glücklich und erfreut über das wohlbehaltene Eintreffen des„Graf Zeppelin" selen und sich stolz fühlten, einer solchen Heldenhaftigkett ihren Tribut zollen zu dürfen. Aus die Begrüßungsansprache McKee, antwortete Dr. E ck e n« r in englischer Sprach«. Er erklärte, daß er sich zu Beginn der Fahrt darüber klar gewesen sei. daß das Luftschiff schlechte» Wetter haben werde und ein schwer« Probe werde bestehen müssen. Das Wetter fei denn auch schlecht gewesen und man habe«inen großen Umweg machen müssen, aber er glaube, daß das Lustschiss die Probe gut bestanden habe. Die Beschädigung de» Lustschiffe». Nach einer Meldung der Associated Preß aus Lakehurst hatte man die erste günstige Gelegenheit zur Untersuchung de» Sturm- schaden» des„Graf Zeppelin". Hierbei zeigte es sich, in welch drama« tisch« Lage sich die 60 Personen besanden. dl» die raschen, Helden- mutigen Ausbesserungen vorgenommen wurden. Der Sturm hatte offenbar durch ein zerbrochenes kleines Fenster zum Unterteil der Backbordflosse Zugang gewonnen. Er Halle ein Stück Stoff ob- gcrlffen was ein Loch im Ausmaß vou etwa 15 zu 734 Meter verursachte. Es mußt« zunächst eine primitive Methode zur Bornahme vorläufiger Ausbesserungen angewandt werden. Mlk Bettdecken wurde die Oessnung, durch die der IVIud Zugaug In da» Schiff»- innere gefunden hätte, zugestopft Nach den Äusbesserungsarbeiien blieb d« Unterteil der Flosse unbedeckt An der Berblndungsftelle der Flosse mit dem Schiffskörper verblieb ein« Oefsnung. Von den Betten wurden acht Decken genommen, zusammengenäht und damit ein« provisorische Wand errichtet Bei dem Anblick der Wunde an der Schlsseseite wird Nur. weshalb die Geschwindigkeit seit dem Unfall sich verlangsamte, nnd es zeigt stch. wie umsichtig dl« Schiffsleitung gehandelt hat Die Marinemannschasten setzten heut« Leitern an den Zeppelin, um die endgültigen Ausbesserungen vorzunehmen. » Dr. E ck e n e r plant vor der Rückkehr, die in etwa 10 Tagen erfolgen soll die Städte Pittsburg, Akron, Detroit und wenn möglich auch noch Chicago zu besuchen. Kapitän Lehmann hat über die Auesichien der Rückfahrt geäußert daß man bei günstigem Wind damit rechnen könne, die heimreise in drei Tagen durchzuführen. Aus welche Ursachen dt« Beschädigung der Stablli- sterungsslofle zurückzuführen sei, werde sich erst nach eingehender Untersuchung feststellen lassen. Gute Verzekchtn! Sielnöttde M tql tverzah ftfon"or er W'•'■'* Am 21. Oktober begimtt die Werbereo'-: let So"' tischen Partei. Die B y euch« Gciiossm Heien bereit tl.u t Generalprobe abgehalten und mit der Werbung schon stll.hel-- gönnen. Das Ergebnis war der Gewinn von 221 neuen Mitgliedern. Das ist für das Nein« Bayreuth, wo im Mai dieses Jahre» 8412 sozialdemokratische Stiinmen abgegeben wurden, ein« sehr beträchtliche Zahl. Das Ziel der Werbung in Bayreuth ist. die M'tgliederzahl aus 2000— rund 25 Proz. der Wählerzahl— zu steigern. Wenn es überall so geht wie in Bayreuth, dann wird die Werbewoche ein großer Erfolg werden! Eine Hanswmstiade. Churchill tritt der Vauarbeitergewer.fchast bei. Der konservativ« Dchatzkanzler Mnstmt Thurchill ist ein Rami mclfcuher Verdionste irnd mit mannigfaltigen Talenten. Ab« wechselnd liberal und konservativ, je nachdem der Wind weht, übe» Zcugler Freihändler und Schutzzöllner zugleich, Journalist, Soldat «"s Posston am Kriegspielen, ist sein Ruhm im Herzen der briti. Ichen Nation doch am tiessten in der Mannigfaltigkeit der Hüte begründet, mit denen bekleidet er bei öffentlichen Funktionen zu erscheinen pflegt kürzlich hat Winston ein« neu« Feder auf seinen letzten Hut gestecht und sich der staunende» Oefsentlichkett in zahlreichen gut g«, Mllten Photographien als ZNaura beim Vau eines GortanhSuschens in Kent aufnehmen lassen. Er iietz bei dieser Eelegenhoit yournalislen gegenüber durchblicken, daß «r. durch keinerlei gewerkschoftlich-zunstlerisch« Bindungen gehemmt. wit Ziegel und Mörtel schneller zum Ziele gelang« als der pro- Nfionclie Bauarbeiter. Thurchill hatte seine Rechnung ohne den Wirt gemacht Der �kretär des Bereinigten Bauarbeiterverbandes, James F. Tan«, packt« dixsx einzigartige Gelegenheit, ein neues Gewerk» ichaftsmitglted zu gewinnen, beim Schöpfe und richtete an den Amateurmaurer und Kabinettsminifter Seiner Majestät einen �-ef, dessen Ironie Churchill nicht ganz entgangen fein dürft«. Er schrieb: .Es ist üblich, daß Personen, die ein Gewerb« oder einen Perus erwählen, der einschlägioen Gewerkschast beitreten: sollten Sie sich auch in Hinkunst als Maurer zu betätigen wünschen. Io würde ich in aller Ergebenheit anregen, dem Bereinigten Bauarbeiterverband alz Mitglied anzugehören. Jeder! gut« Arbeiter scbließl sich aus dem Wunsche heraus, die Tradition eines ehrbaren Gewerbes, wie es dasjenige der Maurer ist, hoch« zuhält.», eine», Verbände an. Ich werds mich freuen, bei Ihnen vorzusprechen und Sic als Mitglied meiner Gewerkschaft ein.zu« trogen." Im weiteren Verlauft d-r mit dftlem Briefe«mgeleiteten Karre- spondenz belehrte der Sekretär des Verbandes den Kollegen Chur- Die andere Seite. Ein neuer Dramatiker. Weisenborns Ll-Voot-Tragödie in der Volksbühne. Wo»«ellen irlrck ein S&etuchvr der Städt eehen Oper in Chor- toüenburg aiuieu, do$ hinter dem großen Sau dieaea 00 Jahre mlie MMusrtu-a«teilt chill, daß ein wächenllicher Beitrag von S Penc« ihn im Fa l l e etn«s Streiks berechtigen werde,«ine Unterstützung von einem Pfund Sterling pro Woche zu beziehen urd daß er überdies im Fall« der Erwerbslosigkeit aus ein« Arbettslosenunter« stützung aus der Verbandskasse Anspruch habe. Dft Korrespondenz nahm nunmehr, dem Temperament des Schotzkanzlers entsprechend,«inen einigermaßen hitzigen Charakter an. Winston Churchill erklärt«, sich unter keinen Um st an- den gewerkschaftlichen Einschränkungen bezüglich d« Arbeitstempos und d« Anzahl der zu beiorderichen Ziegel Unterwerfen zu wollen und erhob überdies dagegen Einspruch, daß �urn jhn, verbieten wolle, mit Nichtorganisierten Elementen zu- slUnmenzuarbeiten. . Der Sekretär des Lerbandes vermochte den Schatzkanzler dahin Zu belehren, daß solche züns tierische Einschränkungen lediglich in der Phantasie konservativer Agitatoren beständen "nd in den Stowten der Gewerkschaft nichts zu finden fei. wo» Thür chill oerhindern werde, mft Nichtorganisierten Kollegen zu. sunnnenzuarbeiten. Damit waren Churchills Einwände erledigt und d«r Schatzkanzler unter zeichnete nunmehr das Deilriklsformulae, sich damit den Satzungen des Verbandes unterwerfend. Er wurde dann feierlich in.d>« Zunft aufgenommen. In Gnrerkschaftstreisen fragt man sich nunmehr einigermaßen desorgt, ob sich Herr Churchill auch zur Zahlung der politischen Peit:agsleistung. dl« der Mitgliedschaft In derArbeiter- p ortet gleichkommt, bereitsinden wird. Dom kranken Ludendorff! Wenigstens er selber verherrl cht sich. In Düsseldorf ist ein Denkmal für die Gefallenen de« Füsilier« e�gimeuts Nr. 29 errichtet worden, dem Ludendoiff vor dam Krieg angehört hat. Es sollt« teshalb mit dem Denkmal etn« Ehrung für �udendorsf verbunden ftln. Da aber die Tendenz des Monuments Pozisistisch gedeutet wird, hat Ludendvrff mft folgendem entrüsteten schreiben abgelehnt: .Das Denkmal siew«in« deraittge Verhöhnung der Helden des Weltkrieges und der gefallenen Helden meines Ne> giments dar, daß ich mrinca guten deutschen Namen von«eltgeschichlsschem Slang Sicht mft diesem Denkmal dadurch in Zusammenhang gebracht sehen will, daß er auf der Stirnward d» Untrbaues, auf dem dft viehischen Rohllnge ll'gen. angebracht wird/' Diß Lur«rcorfs durch den Sli.Mitf von Sollten In liegen» der Stellung schwer gcreftt wird, r«rs'> l.en rrlr In Erinnerung an t-cn g. November 1S?Z. Ueber den Geshmack ist nicht zu streiten. �ir kennen das Düsftttorfer Denkmal nicht und wissen nicht, ob«» üns gefallen würde. Aber sicher kann dt« Geschmocklossgkeft des Denkmols nicht so groß sein wie die Selbstbeweihräucherung eines Cannes, der sich selber huldvollst einen Namen von.wcllgoschicht. lichem Klang" zuerkennt U-Boot S. 4 macht klar zur Ausfahrt Bevor die Blaujacken an Bord gehen, singen sie noch Blues, tanzen sse noch Step. Das Gegröle der Iungskchle» und der Mondhimmel und das nahe Seerauscheu und das Klatsche» des Sternenbanners ani hohen Mast und der schmale Steingrog aus der Mole, also der Kontrast zwischen unendlicher Oed« und Matrosenhumor. dos ergibt die Stimmung. Aus der Steinmauer, vor der jlatlern. den Fahne steht der U-Lootsposten. Bier von den blauen Jungen reden vom U-Dootsdienst Sie sind schon Seebären, verstehen Plaft- dütsch. haben Kommiß in den Knochen. Do fetzt ihnen de? Taucher den Floh ins Ohr: Ihr braven Kerls, ihr seid ja Menschenschlacht- vieh, nur Mordmaschinen für den kommenden Krieg. Habt ihr den allen Krieg nicht mehr im Gedächtnis? Ich Hab' die Leichen aus dem allen Krieg vom Meeresgrund heraufgeholl. Das war scheuß. lich und doch Kinderspiel un Vergleich zu dem. was noch sein wird. Denkt doch, was sein wird: Giftgaekrieg! Nicht zehn Millionen Tote, sondern zehnmal mehr. Kerls, Kameraden, macht das nicht mftl Meutert! Di« vier werden bange, sie überlegen. Di« Kommando pfeife ruft Die vier gehen doch an Bord. Sie schleichen zwar, da der Wurm der Ahnung in chne» wühlt, sie springen trotzdem in das Eisengefängnis des Bootes zurück. Auch der Posten vor der Fahne geht Er läßt Tft. sein Weib, das ihm warmen Kaffee und Ziga- retten und warmes Bett für all« Ewigkeft verspricht, im Stiche und desertiert nicht Da« Weib heult Unheil siegt in der Lust Der Meerwind ist zu spüren wie Leichenwind. Der Taucher wütet: U-Boot-Matrosen aus dem Wassergrund, war alles wie weiße Aale, mft Aas gestopft, zum Aas bestimmt. 5. 4 dampft aus. Di« Ahnung des Werbcs und de» Tauchers sah das Richtig«. Das Boot wird von einem Wächterschiff gerammt 35 Meter Stur, in die Tieft. Eingesperrt. 50 Mann sofort ersoffen und erstickt Nur sechs bleiben übrig,«in Leutnant und fünf Mann. Die gleichen. die desertieren wollten. Sie sind in einer luftdichten Ko-nmer gefangen. vorläufig gegen das Wasser geschützt Ist aber die Lust in dem Loch erst ausgebraucht, dann Gnade ihnen. Zweiter Akt vi» Luft ist verbraucht. Die Taucher können nicht Helsen. Sturm hindert sie. Sechs Mann in der Falle. Der erste ist bald erstickt, der zweit« wird wahnsinnig und von den Kamerode» erschossen, damft er die Ueberlebenden mft seiner Tollheft nicht an» steckt. Der drifte wird wie ein« Fliege erschlagen, ist schon zu schwach. Kaum wird er augetippt, sinkt er um. Der Leutnant er- stickt, der fünft« krepiert Im TodeedeQrmm kollert der Letzt« auf die Planken, deliriert alles durcheinander. Choral„Cin feste Burg ist unser Goft", die Internationale——. Der erste Akt der U-Bootstragödie hat Sinn und Bewegung. Ein junger, doch starker Dichter hat gebaut. Er läßt die Leute trocken reden, darum gerade macht es Eindruck. Der Sterbeakt steht still«. Er bringt nur Zustondsschilderung, ousgeklügelle, psychologisch und psychiatrisch erfaßt« Schreckensizenen, immer stimmt aber die Tendenz. Mehr will der Dichter nicht Er verspricht eine Reportage durch Schilderung. Nichts soll verschwiegen, nichts hinzugesetzt werden. Reportage durch Theater, das ist seine Kunstlehre. Im ersten Akt gestaltet er gegen seinen Willen viel mehr und Besseres. Ini zweften Akt wird er selber durch sein« Aesthetik erwürgt Leo R e u ß, der Zlushllseregisseur, ist kein origineller Regisseur. Er schoblonisiert, was schon Piecator nach den Russen erfunden und später selber schoblonisiert hat Er läßt von Leo Lama einen lehrreichen und sehr bunten Toucherfilm schreiben, den Kurt Oertel dreht«. Ouvertüre des Films Ist«in« Kinobtlderreihe. die den Rüstungsschwindel verdammt Zwölf Pressehyänen flitzen schmierend über die Leinewand. Sie treten körperlich an, um den Prolog zur U-Bootskatastrophe des zweiten Aktes zu singen. Ihr Couplet ist keß, und es macht die Leute im Theater so zollig. wie es nötig ist. Der Sensationsspektakel wird außerdem noch ins Parkeft hinuntergetragen, damit die Zeitungs- piratsn und ihr gemeingefährlicher Anhang nach Noten(von Wolf- gang Zeller) durckigepeitscht werden. All diese Tendenz ist höchst bekömmlich Was gesagt wird, ist mehr als richtig. Es trommelt ms Gewissen. Günter Wessenborns Talent stammt aus dem Ernst und dem Aufruhr im ersten Akt auch aus der Gestaltungskraft.„Dem Lehen diene das Werk", sagt der Dichter sehr einfach Er�dient dem Leben wirklich. Das wurde ihm durch freundlichen Beifall bestätigt. Heinrich George spielt den stärksten der Matrosen, außer- ordentlich innig, beteiligt an jedem Wort, die Tendenz, die er hinaus- schreft, ist nicht mir die Propaganda eines Komödianten. Einzig« Frau in der U-Bootstragödie ist Agnes Straub. Sie ist das Weib dieses armen, erstickten Helden. Sft will, daß«r deftrtiert Eft redet wirklich tragisch tn dieser U-Bootstragödie. Sie war seit langem nicht mehr so dijzipliniert und eingesangen durch ein« schöne, ganz auf Gefühl und Dolkstümlichkeft gestellte Noll«. Max Hochdorf. Ein harmloser Schwant. »Skandal um Olly" im Trianon-Theater. Heinrich Ilgen st eins Schwank„Skandal um Olly" ist harmloser, als der Titel erhoffen läßt Der Skandal erhebt sich um«in uneheliches Kind, um«in Wesen also, dessen unbefleckte Daseinsberechtigung die Nepublik sonderbarerweise noch nicht durch- gesetzt hat, und um die Studienräti» Olly, die sich ganz afsen zu der illegitimen Frucht einer Wailiebe bekennt Sie posaunt das mftür- sich« Ereignis mft Wollust in all, Welt hinaus und verabsäumt auch nicht, Efternrat und Minister von dem Vorkommnis zu uifter- richteit Ihr- Verlobter, der Siudiendirektor, und ihr Pflegevater. ein sehr geheimrätlicher Staatsbeamter, sind entrüstet Aber nicht lang«. Olly findet«inen Dreh, durch den dl« empörtesten Schreier zugeben müssen, daß st« selbst nicht zu knapp Dreck am Stecken hoben. Dos uneheliche Kind hat nämlich der gestrenge Studien- direktor vor vier Jahren im Mai mit einer ganz anderen Waid verursacht Olly selbst steht als rein« Jungfrau da. Das alles hat sie nur angerichtet, um die blödsinnige Unduldsamkeit der Zell- genossen anzuprangern. So etwas ist bei Schwankdichtern aller Richtungen seft Jahrzehnten eine Fundgrube für die ulkigen Situationen, von denen nach allem Brauch der Schwank lebt Bei Aufführungen in der Provinz hat sich erwiesen, wie aktuell das Thema immer noch ist. Don allen Seiten hat es Protest« gehagell von Leuten, die moralischer sind als wir. Der Dialog des Schwonks fließt munter und witzig dahin, aber die sechs Bilder sind mnständllch angelegt Noch dem ersten wissen wir schon, wie e» weiter geht, und wir pochen aufs Ende. Dos Publikum amüsiert sich köstlich. Di« Kritik verlangt mehr als Amüsement des Publikums. Ilgenstctns Olly droht nur mll innerlicher Freiheit der Anschauung, aber st« ist„rein" geblieben, um dies albern« Wort zu gebrauchen. Wir warten aus den Schwankdichter, der den Mift findet,«in« ganze Olly zu bringen, die all« Konsequenzen freiheitlicher Gesinnung aus sich nimmt Erika Gläßner. die Schauspielerin, dl« die Kunst aufge- bracht hat. die Wort« ohne Aussprach« der Konsonanten durch die Ras« zu quetschen, lebt sich wie immer in bockfifchunartigen Mo- nieren aus. Das Register der Künstlerin kennen wir bereit». Wir Höften gern ein« Olly, aber nicht ein« übliche Erika Gläßner gesehen. Ernst Deiner. „Das Spiel mit der Liebe." prtmaS'palafi. fynn) Liedtke tft hier recht in feinem Clement: er kann hoheitsvoll und herablassend— als angeblicher Graf—- den Liedhaber mimen. Denn tn Wirklichkeit ist er Detektiv, der eine Inter- nationale Hochstoplerw einsangen soll, die als Marchesa reiche Männer kapert. Au» dem Spiel, das er mft der schönen Marchesa treibt, wird indes Ernst Di« reich« Amerikanerin, dt, von Harry abgelehnt wird, oerwandcll sich dank ihrer Aehnlichkeft in die Mar- chesa, dt« sie sortzuschieben weiß, und spielt deren Roll« welter. Auch der Detektiv spiell sein« Roll« wefter. obwohl er längst weiß, mit wem er es zu tun hat Die doppell« Komödie, die sogar bis zur Verhaftung der Ameritanertn getrieben wird, führt zu hübschen wenn auch nicht genug gestrafften und gesteigerten Zwischenfällen, und schließlich zum erlöfenden Kuß. Harry ist besiegt Hilda Rosch ist dies« Hochstaplerin und amariran girl(der unangenehme» Art) in einer Person: st« nützt ihr« Sp'.elmöglichkeften. nur al» Dam« van Well Ist sie nicht leicht und frei genug. Viktor I a» s o n, der selber einen Hochstapler sehr charakteristisch gibt, hat für ein nettes Milieu gesorgt, er fährt auch Kurt Defpermann sdäm'ich s hüchtern) und Iwa W a r f a als scheidt'"?-luftiges Eh-paar ins Feuer.— Zur Schluß«tr« klein« Frcge: Gibt es kein« anderen spiel-oüitfg. n Milieus al» die leer« Well der Nichtstuer und Abenteurer? r „Adam und Eva." Kso-Pav llon Nollendorfplatz. In dm stillen Frieden einer kleinstädtischen Verlobung platzt plötzlich da» Unglück hlnein, denn die kesse Zofe der gnädigen Frau Konsul oersteht es, den tapsigen Gärtner der blondbezopften, holden Marie, die>» demselben Hause Dienstmädhen ist aus kurze Zell— e? handell sich nur um eine Nacht— abspenstig zu machen. Beinah« steht der Zuschauer vor einer tmgischen Verwicklung, wenn nicht der Himmel den Retter in Gestuft des Sohnes der Frau Konsul senden würde, der selbstverständlich die männerverführend« junge Dame aus der Metropole kennt und deshalb Andeutungen macht, daß ein Verschiomden angebracht wäre. Nach einige» gro- testen Intermezzi ist die Verlobung wieder eingerenkt während sich die andere mit einem neu erworbenen Kavalier im Speise- wagen tröstet. Ein« harmlos« Geschichte, die Alfred Schirokauer und Schänzel erfunden haben und die Rudolf B i e b r o ch anspruchslos und mit künstlerischer Zurückhaltung inszeniert Ein wenig schcmatisch in der äußeen Aufmachung der Personen(die Kesse ist schwarz, die Keusche dagegen blond:«in wenig übertrieben in der Kostümierung: das Kleid der Keuschen ist selbst tn einer Kleinstadt rnrrnö glich), bildet dieser Film trotzdem ein« durchaus befriedigende Leistung, eine Art gelungener Milieustudie. Die einzelnen Szenen sind da die Hand- lung nicht allzu reichlich flieht, weft auogesponnen, doch da? schadet nichts, weil die Schauspieler tatsächlich viel au» ihren Roll«, machen. Schänzel als Gärtner vergißt da« üblich« Schema, er spiell einen Menschen, etwas begriffsstutzig, schwer, ungelenk und von stockender Freundlichkeit. Er ist durch und durch Meinstädter, und Elgo Temary und Balcry Boothby sind ebenfalls echt, wirke» nicht wie verkleidete Schauspielerinnen. F. S. vühnevchr«»». AI« nöchlle Tchausvleler-Nachtdorstellung gelangt im Toeoter de« Selten», moigen. DonnerSiag. nnchij 11'/, Übe, zugunsten der ivübnengtnossmschalt.Die Nach! auf dem alten Markt" tn der Darstellung de» Moskauer M.»lad etn. Theater» zur Sufsühruag. „OieselisameNachi derHelgaWangen." Titanlo«pa?ast. Der Däne Holger Madsen kommt aus Kopenhagen, der Stadt wo man höchste Ansprüche an den Film stellt. Und Holger Madsen. der Regisseur, arbellet erfreulicherweise nicht für das Publikum, das letzte Modefchöpsungen im Film sehen will oder in» Lichtspieltheater geht, um sein« LangeroaU« totzuschlugen. Er möchte seinen Fflmen seelischen Inhalt verleihen, er steht tn arbeit»- ernster, innerer Beziehung zu seinen Werken. Dennoch Ist Ihm diesmal kein großer Treffer gelungen, well er die Geschlh!« der Helga Wangen, die in unglücklicher Ehe mft einem Amisgerichtsrat lebt und den Weg zu ihrem unschuldig des Mordes verdächtigten Iugendzetlabten fin-det, zu weltschmerzlich und zu zerfasert erzähll. Ein iimnerwährendes Unterbrechen dar Handlung ist aus dl« Dauer kein Spannungsmonrent. und allzu viel Innigkeit grenzt leicht an Kitsch. Der Kameramann Alfred Hansen wußte sehr wohl, daß für Lee Porryo schmales Gesichtchen die weich« Photographie sehr vorteilhaft ist, doch tft Lee Parry nicht dramatisch. Auf seden Fall hat sie ihre Leistung in Regine nicht im«ntserntesten«rreiht H. D Kahle, ihr Partner, ist nur Amtsgenchtsrat und gar kein Mensch, wähurnd Franz Lederer als jugendlicher Liebhaber osfenbar nach Vorbildern spiell und zu wenig frei ist. Gustav Rickelt hingegen gibt einen prachtvollen Landarzt t b. Sensallovelle Gemäldeversicigerri nq In A tu sie dam. In Amsteo. --m kam Dienstag sie berühmt« Gemäldesammlung des Büger- icister» Sir, eines Zeiigerossen Rembrandts, zur öffentlichen Aer- steig« runa. Von den SS Gemälden erster holländischer Meister und zehn Sftchen und Radierungen von Rembrandt haben manche sehr hohe Preise«rziell. Ein holländisches Interieur von Pieter de Hoogh wurde von der Rembrandt-Vcreinigung für dos Amsterdamer Risksntisseum für 140 000 Gulden erstanden Ein kleines Bild von Ion Sieen, eine Austermsseri». erziefte 1Ö0 000 Gulden. Eine Landschaft von Hobbeman 360 000 Gulden. Viele der Bilder wer. den tu» Aus laich gehen. / Der Gladbecker Schülermordprozeß Hellmuth Daube ein neuniehniähn'tr P. maner wurde am 2? Märe d. Js. nach dem Absch easab md de' Aoiturienren von Glad eck aut bestialisch, Art erstäche. Karl fiusmann ein Mitschüler des ermordeten Djub\ seht im i erd, den nr�usamen Mord veräit u haben, bt hat Daubt auf dem'ie mwe e bejea t. Vor dem Schwurgericht in Essen wird Jetzt dieser Kriminaltall verhandelt. vierzehn Tage dauern. Der Prozeß soll Wahlen bei der Reichsbahn. Reichsbahn und Christliche gegen die Beamten. Am 21. und 22. Oktober ISN finden bei der Reichsbahn bis Neuwahlen zu den Beamte»röten statt, die aus die Dauer von zwei Jahren gewählt werden. Zu den Beamtenräten wählen die Beamten und die in, Beamtcndrenst ständig oder über- wiegeich verwendeten Lohnempfänger lchilfsbeamtcn und Anwärter). Die Reichsbahn hat es durch den systematischen Abbau der Beamten st«llen seit 1025 verstanden, die Zahl der Beamte» ständig zu verringern, während die Zahl der im st ä n d i g e n Beamtendienst verwendeten Lohnempfänger, der sogenannten Hilfsbeamten, immer mehr anwächst. So werden zurzeit neben rund 31000Ü Beamten bereits über 81000 Lohnempfänger im Be- tyitendienst verwendet. _ Diese Hilfsbean.ten gelten zwar als Anwärter für eine Le- amtenstelle. Aber die. Reichsbahn-Gesellschast hat ihnen durch die einschneidend« Reduzierung der Beamtenstellcn fest Jahren die Mög- lichtet genommen, in die ihrer Dienstleistung entsprechende Beamtcnstclle einzurücken. Dieser Zustand wird auch auf viele Jahre hinaus fortbestehen, und zn>ar in Auswirkung des sogenannten „Stcllenprogramms". Dieses Stcllenprogramm sieht bei den meisten Laufbahnen der unteren und mittleren Gruppen weit weniger Beamtenstellen vor, als in Wirklichkeit D i« n st p o st« n vorhanden sind. Das Stellenprogramm verfolgt ferner das Ziel, von 100 Beamtcndienstposten nur noch 75 mit Beamten zu besetzen, die übrigen 25 mit Lohnempfängern. Die Reichsbahn würde so durch Abbau von unten das Be- amtenverhältnis im Betriebe- und Derkehrsdienst weitestgehend«in- schränken, und zwar auf Kosten der Arbeiter, die als Beamtennachwuchs für diese Dienstzweige hauptsächlich in Betracht kommen. Aber auch die Aufrückungsmöglichkeiten der noch vorhandenen Beamten werden durch den systematischen Abbau der Beförderungsstellen schwer beeinträchtigt, so daß es bei der Reichsbahn gang und gäbe ist, daß Beamte jahrelang den Dienst einer höheren Gruppe versehen müssen, ohne die entsprechende B e- Zahlung erhalten zu können. Diese Methoden der Reichsbahn haben einen Antrieb erfahren durch die Angrisse der ch r i st l i ch e n Gewerkschaftsrichtung unter Führung Stegerwalds gegen das Beamtcnverhältnis bei Eisen- bahn, Post und Kommune. Es ist bezeichnend, daß die Eisenbahner- organisationen der Stegerwaldschen Gewerkschaftsrichtung— näm> lich die Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner einschließlich bayerischen und württembergischen Eisenbahnerverband und Geteb— jetzt im Beamtenrätewahlkampf die Beamten von dieser Tatsache dadurch abzulenken oersuchen, daß sie eine ganz maßlose und dema- gogische Hetze gegen die Sozialdemokratie betreiben. Dabei steht fest, daß gerade die christlichen Eisenbahnerführer im Reichstag für die Verschlechterungen der neuen Be- soldungsordnung mitverantwortlich zu machen sind, während Ber- besserungeantröge der Sozialdemokratie von ihnen nieder» g e st i m m t wurden, Der E i n h e i t s v« r b a n d d e r E i s« n b a h n e r Deutsch- lands hatte mit Rücksicht auf die in der Reichsbahnhauptvcrwaltung erörterten Pläne am 5. Oktober d. I seinen B e amtenausschuß zu einer dringenden Sitzung einberufen uich über die Maßnahmen beraten, die gegen diese Absichten der Reichsbahn ergriffen werden sollen. In einem Artikel:„Wir rufen zur Abwehr!" wendet sich der EinheitsvStdcMd' iti feiner Beamtenzeitschkifi Rr. 42 mit der dringenden Mahnung an die Beamten und Hilfsbeamten, diesen Plänen der Reichsbahn-Gesellschaft inst einer einheitlichen und geschlossenen Abwehrbewegung entgegenzutreten. Es bedarf keiner be- sonderen Begründung, daß in dem schweren Ringen der Eisenbahner um ihre Rechte die B e a m t e n r ä t e eine hervorragend« Rolle spielen. In kaum einer Situation hat sich so deutlich gezeigt, daß Beamte und Arbeiter aus gemeinsamem Interesse gezwungen sind, den Kampf gegen ihre reaktionäre Verwaltung gemeinsam zu führen. Scheintod einer Greisin. Hart an der Gefahr vorbei, lebendig begraben zu werden. Duisburg, 17. Oktober. Am Sonnabend abend wurde die in diesem Jahre 98 Jahre alt gewordene Witwe Lantus plötzlich unwohl und mußte sich niederlegen. Bald darauf wurde ihr Körper starr. Die Angehörigen glaubten, die Frau sei gestorben. Tags darauf wurde, ohne daß der Arzt die Todesursache festgestellt haste, ein Sarg beschafft und ein Beerdigungsinstitut benachrichtigt. Al» man die Fra« einsargen wollte, bemerkte man,»aß die vermeintliche TotenochmitdenFüßenzuckte. Der hinzugerufene Arzt stellte Starrkrampf fest, aus dem die Frau bis zur Stunde noch nicht erwacht ist_ Sturz aus dem Zirkushimmel. Ein französischer Artist scfwer ver eh'. Zirkus Busch, der gestern ein neue- Vorprogramm zeigte, ho'te seinen schwarzen Tag. Zum erstenmal sollte der„Magnetstern a m Zirkushimmel", eine Pariser Senlation, oorgesührt werden. Die Nummer besteht darin, daß ein Artist mit dem Kops nach unten aus einem Cinrad eine hoch oben an dcr Zirkuskl-ppel angebrachte S' eibe umkreist, während gleichzeitige n zweiter A tift der von ihm mst den Hörden oder den Zähne» geholten wird, allerlei Hebungen ausführt. Die Durchführ' N wurde beim drit.en Trick durch einen bösen Unfall unter- brachen. Mitten in der Vorführung blieb das Rad plähsich sich» i r.d war von dem A listen weder vor- noch rückwärts zu b w c.'.u Die Situation war für sie beiden Künstler äußerst kritisch. M» breitete schließlich e-ncn Teppich als Sprungtuch aus, in den sich der Artist hineinfallen ließ. Der Aufprall war so Heft", daß der Körper den dünnen Teppich durchschlug und der Artist bej-nnungslos zusammenbrach. Ein Arzt or�nue seine Uebersährung in die Unit* sitäteklinik an. Wie später bekar.ni- gegeben wurde, soll der Verunglückte mit einer leichten Gehirn- erschütterung darangekommen sein und die Absicht hab.n, in einigen Tagen wieder aufzutreten. Hoffentlich wird dann sur besiere Schutzmittel gesorgt, denn es fehlte nicht nur— clllerdings aus Wunsch ber beiden Artisten � ein Schlitznetz, auch die Seile, die ein schnelles Absteigen ennögli-ft hä.ten, funktionierten nicht._ Hauseinsturz auch in London. Zwei Tote.- Schwerverletzte. Am Dien: tag abend ist an einem der verkehrsreichsten Punkte LorrdoKs ein altes zweistöckiges Gebäude zusammen- gestürzt. Unter den I ümmern wuideo 12 Personen be- graben. Zwei konnten vor noch als Toke geborgen we.dea. während die übrigen Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Wetterbericht der öffentlichen Wellerdienststelle VerNa und Umgegend.(Nachdr. verb.) Meist bevölkt mit leichtem Temperatur- anstieg, leichten Niederschlägen.— Für Deutschland: Auch im Osten und Süden des Reiches llebcrgang zu mildem und zu Niederschläge» neigendem Wetter._ Mittwoch, 17. Oktober. Berlin- IS-flO CUf?beÄ VprUunenn:.Clesetrl'er Slernhimmc im Herbst I» Uhr .rde und Weltenram Jü Uhr »ei üiniluS lüestinu Volksglaube und »Vissenschait . beater des Westen Moskauer f&d. akad. Thealer Täg ich>,. Uhr D.e Haehlanf den allen Harb Msdi» Theater Norden 12 310 Vorverkauf auch im Pavillon d Reinha'dbühnen, Ku(Orstendamm, Ecke UhlandstraSe Bismarck 448 u 449. SU. Ende nach 10'/, Zum 156. Male; Artisten '«i» Ma* Reinhard; Kammerspiele Norden 12310 i'l, U. Ende nach 10 .ibee v�rdea in Komfidie vonWaltei Hasenclever Jle Komödie Bismarck 2414/7316 SV« Ende 11 h, Uhr Eltern und Kinder Komödie von Bemard Shaw Bis. Künstler- Th 8 Uhr: Ote Dcrzostln von Cäicaso Jp t. m tnmtiutLi a.i .vssiag-rueaiui S'/j Uhr Mb. Bauermaar., Loci.' Mannhelm Jen lambertbier" Drama von Louis Vemeuii. I aeitDDOi-Ioeatk' h Zdglid)»>/.«hr MeSerike Franz Lehar dirigiert Ml>t Sors» Mord Zauber HUhe SBitma» Befpcmumn Arn starbt» Dirgelmann ®ota Rex Bitabttrs. Raifer-Sip Sit Aast« ist de» gaunert Tag geökluet. Telephon Zentru rn 378 u. 9393 »»/.Uhr Lz5iKDIiiB47DK«v»' Lolhrlrn-er»traSe 37. Wen! Wen! Stöpsel Qua all erstbasslgir bunter Teil. EUr unsere Leser Gutschein Iflr■— i Hers Fauteuii nur 1.15 Sessei IA5 M. Sonstige Preise- Parkett u. Rang 1X80 M. RenaissanceaTheater S'« Heule WEteliimiii von Theodore Dreiser.— Deutsch von Paul E�er. Regie: Gust. Härtung Voiksbfihne Tbeitu in Blllovpliti 8 Uhr: D-Boot 8.4 malla-Theater »resdener Str. 72-7 6 Uhr SehnelderVibbels inferstehunq Hendels. GniltciinkL Ivtivskj-Bilioiii fu-Konieeritg, täglich 8'/. Uhr Kam odtenhaa- Täglich 8'', Uhi Hokuspohns mit Cnri eotz Theater am Nollsndorfplati Täglich 8i/, Uh; Schwarzwald- mädel! Trianon-Th. Täglich 8.Uhr Skandal umOlly E ne schwankhafte Begebenheil i 6Bil- dern von Ilgenstein. Erika OMasner, Haina tallnar Th. im Sdlifibmniiinm Täglich 8 L'hr Jle Drel-GrosdieD- Paulsen, Valetti, Ander, Qerron, SchaufuB, Kühl, Lenja. a; Nirla 1141 1.211 >.ustspielbaas Täglich PI, l hr Arm wie eine Klrdienmaus 1 1. Thfiiin.J. Im«««. t 41IIw.»ihm"'' KleiDes TDeater Täglich 8'/, Uhr Mai Adalbert in MüBlers Hermine Stcrlee. La oda« Slklar mmi ..SchOn and sdüdi" kl. n Ualnltßalasi Tlglidi 8>/, Uhr Rr Ii 08»- Theator ir.ffjitfpTUr il.Il! 8 /, Uhr: Vtrsckv�r Theater In der Stadl KtBanlutmU. S) Dönh. 919. 8',. Uhr Defflnldst 1 509. Hai Spiel im Schloß trctM na fun Um. �egle Eugen Roben 14e-Sanqer mit Volkspreise: I UO k. 2 00 Legen 2,5 scam 8 Uhr 6 3. Barbarossa 9266 Original Tbcrcmin-Tiia, Musik aus der Luft, Powers Rlesen-Tani-Eletaalca vom New rork-Hlpsodrom und das groOe Variete-Programm Kelchshallen-iheate« Abends|»| Sonnt nchm.QQ SAeiitner sanier , Du vn.'intlle Dttidu Progt. I rtadim. ß Jlbi Pral»«olles Prosr. ftpQAnrtpf*« wirksam sinddit uesunuers» Kleinen An„jeei in der aesamt-Aaftan Killt».« das Vorwärts und uoudam ODlIIKl UÜDbai-oreli'i; Varlet«-Stimmung, Tanz! Anfanr 8 I hr, S nn'a-s 5'/. Uhr OroBes Scnauspieltieus 3 Uhr CASANOVA SUht mit Michael Bohnen Regie; Charell 31'. Sonntag N'aehmlltagTorttlg. äil JJJuhuMsjJjrsurüjn�jjMi�for� (Beilage Mittwoch, 17. Oktober 1928. SprÄblmd |*/|T ff J(ßp rfmX Jugendliche Rechtsbrecher. Sollen wir strafen oder helfen? r. l. F a n f z« h n Jahre alt, vollendeter Mord in einem volle, versuchter Mord im anderen Falle. Zehn Jahre Gefängnis. Umwelt: Vater ist Gütermakler. Der Vorbejiyer eines Nauses behält sich dos Wohnrecht in einer Wohnung des Hauses ®or- Er wird zur Lost. Der Vater bestimmt den Jungen, den Hofbesitzer zu erschießen. 2- Techzehn Jahre alt. vollendeter Mord. Fünfzehn vohrc Gefängnis. Umwelt: Arbeitslos! Leidenschaitlicher Zigarettenroucher. ?5 Mark schuldet er auf Zigaretten. Weiterer Kredit wird versagt. |fr leiht sich eine Pistole, tritt vor die Geschäftsinhaberin:..Borgst »u mir Zigaretten?"—..Nein!"— Zwei Schüsse krachen. Di« '"au ist tot. Wegen Mordes lS Jahre ins Jugendgefängnis— vas wird dort? 3. Sechzehn G e s ch w i ft e r. zehn leben. Lerliner Prole- iarrierverhättnisse. Ernsthast« und gute Menschen, die die WoH- "ungs. und sozialen Verhältnisse erdrücken. Früh ist E. Zeug« "an Dingen, über die man in..guter Gesellschaft" nicht spricht und "'k in solchem Milieu doch täglich« Ereignisse sind. Er sieht mit � Jahren, wie seine gleichaltrige Nichte der entbindenden Schwester die Nobelschnur löst. Er ist ein starker und wilder Junge, der fleißig arbeitet, den ober jugendlicher Tatendrang in die Fremde läh«. zzej Neu-Ruppin sind er und ein älterer Kamerad völlig Mittellos, sie wolle» Mundraub begehen, werden aber gestört. Sie Zeigen dann vier Stunden später ein. Beim Oefsnen der Kommode dären sie in einem Bett, in dem sie niemand vermuteten,«in Köcheln. Sie werfen das Deckbett um. eine Frau von 84 Jahren 'Ü getötet! In Angst und Verwirrung knebeln und binden si«� die •tote, die Tat ist gräßlich— und war doch nicht gewollt!„Wohnsinn der Seele war es gewesen, wo» uns trieb zur Tat, geistesgestört >m Menschenwesen: denn wir hatten keinen Gott, der uns hellen tot. �um mußten wir gehen den Weg, den wir uns selbst gezeichnet -• was fragst du?— Gemacht! Bis helfend Menschenarbeit dich and mich werden reißen zum hellen, lichten, schönen Tag. Und ist der Tag da. so laß dich nicht gelüsten, wieder hinabzusteigen in den Sumpf, aus dem du kamst. Wirf alles Schlechte von dir ab, und dann wirst du und ich auch leben deinen heiteren, zufriedenen Tag!" So schrettet der Junge unter„Tag und Nacht". Er ist setzt einer der zuverlässigsten, fleißigsten und strebsamsten Gefangenen. die ich kenne, der ernsthaft mit sich ringt und aus seinem Grund- sehler Wildheit herausmöchte! 4. Siebzehn Jahre, schwere Urkundenfälschung und Be- trug. Drei Jahre Gefängnis. _ Er schreibt:„Ich hatte eine sonnige Jugend am Gestade des atheins. Meine EUern lebten in gutbürgerlichen Verhättnisien und tagten auf meine gediegene Erziehung Wert. Ich bin phantasiebegabt und zeichnerisch befähigt, in meinem Wesen sehr sensitiv, und darin �irgt mein Unglück! An der Seite eines willensstarten Jugend- freundes unterlag ich der Schieberperiode der Inflationszeit. Syste- taaiisch und rastiniert angelegte Fälschungen erlaubten noble Pasiio. Nen— und brachten mich aus Jahre ins Gefängnis! Dies war aar ei» Heim der Hoffnung! In der Einsamkeit der Zelle fand ich guten Anlagen in mir wieder, ich fand mich selbst: zwar bin sch noch krank, aber diese Krankheit ist keine dauernde mehr, sie äußert sich in Anfällen, die immer seltener werden." 5. H o s s ä n g e r l Tanzmusik. Zwei Mann trinken einen �tcr Korn m>t Rum und Zucker. Der Begleiter fragt auf dem Heimweg am Wege stehende Personen nach seiner Mütze und reizt durch seinen Ion. Rempeleien. Ein sunger Mann bricht öusommen. Messerstich in der rechten Halsseite.„Es kann sein, es kann auch nicht sein! Ich tonn mich auf nichts erinnern!" An seiner Messerkling« wird Menschenblut sestgestellt. Er kannte den Erstochenen nicht und bedauert ausrichtig, daß ohne Grund ein Menschenleben vernichtet ist!— Teufel A l t o h o l l Wo ist die Geduld? Die Ursachen, die zu den Derbrechen führten, fanden In unserer Zeit eine besondere Begünstigung durch den Krieg, durch das Fehlen des Vaters in dieser Notzeit, durch die Inflation und durch die größte Not der Gegenwart: die Wohnungsoerhält- nisse. Vater, Mutter, drei Söhne über 20 und ein« Tochter über 18 Jahre„bewohnen" eine Stube, sie bewohnen, sie schlafen darin, sie kochen darin, sie essen darin, sie machen alles darin, l«de Scham sinkt, weil die Notwendigkeit, den Körper zu reinigen, sie sinken lassen muß. All« sind arbeitslos bis auf die Tochter, für all« sind zwei Betten vorhanden. 80 Zentimeter breit, dicht beieinanher stehend. Wohin führen die Träume jugendlicher und in der Eni- wicklung stehender Menschen bei solchen Zuständen? Haben wir ein gutes Recht, diese Menschen wegen Blutschande zu vernichten? Di« Verantwortung müssen die tragen, die solche Zustände verant- warten und die Menschen so leiden lassen, denn sie leiden nicht nur körperlich, sie leiden seelisch! kkino— Verbrecken? Daß das Kino das Derbrechen eines Jugendlichen bewirkte, vermag ich aus meiner Erfahrung nicht zu sagen. Es ist auch nicht so sehr das Verlangen nach Sensation und das Streben, für geplante Verbrechen ein Vorbild zu erhallen, als die große Wohnungsmisere, die die Menschen ins Kino treibt. Wer in das Wohnungselend hineinschaut, dem ist es einleuchtend, daß die Menschen sich in der Flut des Lichtes und in der guten Ausstattung d«r Kinos wie er- löst vorkommen, und wenn sie, denen das Leben nichts gab, wie Menschen begrüßt, empfangen und an ihre Plätze begleitet werden, dann ist es mir begreislich. daß dos in jeder Menschenseel« vor« Händen« Streben nach Anerkennung sie häufig veranlaßt, dahin zu gehen, wo nian sie beachtet und wo sie im Lichte sind. L ö st die Wohnungsfrage, so löst ihr damit zu einem erheblichen Teil die Kinosrage und vielleicht die der jugendlichen Verwahrlosung!— Leichtsinn, Not. sexuelle Bedrängnis. Unklughell der Ellern. Der- führung, Wohnungszuständ«. und jeder zeigt«in Problem! Und wenn wir die Fälle und die Menschen, die darin verstrickt sind, sehon und kennen lernen, haben wir dann«in Recht zu sagen: Der- brecher? Kranker sollt ihr sogen, aber nicht Schuft! Tor sollt ihr sagen, aber nicht Sünder!" « Die vorstehenden kurzen Streiflichter stammen au» dem beim Verlag Hensel u. Co.. Berlin, erschienenen Büchlein des Boes- lauer Strasanstaltslehrers Fritz Klei st:„3m Jugendgefängnis." Dieses Büchlein enthält neben der Fülle praktisch- pädagogischer Anregungen viele Hinweise aus unseren modernen Strafvollzug am Jugendlichen, wie er gedacht ist und hier und dort auch schon gehandhabt wird. Es besteht gerade auf diesem Gebiet« in unserem Volke eine erschreckende Unkenntnis, die die Bürger eines Dolksstaates nicht haben dürsten. Das Büchlein kann mit Recht Anspruch daraus erheben, nicht nur für Erzieher in engem Sinne, sondern für alle, die irgendwie mit Erziehung zu tun haben lEltern, Parteiorganisationen usw.), geschrieben zu sein. Insbesondere fühlt man heraus, daß es herrlich wäre, wenn die gesamt« rechts- brechend« Jugend im„Heim der Hoffnung" überall solche Berater wie den Verfasser diess Büchleins zur Verfügung hätte. G. B. Die Flucht aus dem Seminar. Von Georg Uhlig. Es gab einmal eine Zeit, in der es nicht üblich war, es in den �kitungen zu schreiben, wenn ein Schüler durchbrannte. Wenn das !?°ute anders ist, so mit einem guten Grund. Die neue Zeit hat ach nun einmal vorgenommen, in alles Elend und Unglück hinein- iuieuchten. Und hat entdeckt, daß unter der bunten Schülermütze gerüttelt Maß von stillem Dulden steckt. Und sie sieht nicht ein, °ah sie diesem Martyrium gegenüber anders handeln soll als dem 'onstigen Elend dieser Erde. Also: durchgebrannte Schüler hat es ollerorten und zu o&en Reiten gegeben. Und ich rechne mich in aller Bescheidenheit "Uch zu ihnen. Dax kam und verlief so: Ich war damals noch nicht ganz 17 Jahre all und war I n t e r- "atszögltng in einem kleinen Londseminar. Daß ich zu den �sten Schülern gehört hätte, kann ich kaum behaupten. Meine �hrer waren«her vom Gegenteil überzeugt. Außer Musik und �aßball interessiert« mich so gut wie gar nichts. Für Schüler. �Ommheiten dagegen hatte ich recht viel übrig. Der halbjährige Linsurenspiegel war denn auch danach. Und ich mußte Ende vebruar nnt allen Möglichkeiten rechnen. Gehnsuckt nack der Gönne. Das Wetter war vorzüglich. Die Sckmeeschmelze lag hinter "Oa. Und draußen v-ar jene eigenartige Wärme, deren man den ganzen Winter entwöhnt ist. Ich weiß nicht, ob es die ultravioletten die ultraroten Strahlen sind, die einen jungen Mensche» außer Fassung bringen können, so daß er von einer Art Sonnensucht herfallen wird. Sind dann die Bindungen an die Schule so schwach, der Jüngling sich wenig gehemmt, ja eher noch getrieben suhlt. o?Nn ist es wahrlich bald geschehen: der Rucksack ist gepackt, und 'Utes Mittags passiert er mit dem harmlosesten Gesicht der Well zur 2'wohnten Freistund« die Tore der Anstalt. Wenige Wochen vor mir war ein atterer Schüler losgewandert "ad nach dem Süden gezogen. Er sollte, wie sich die Schüler �zahitsn. bis nach Ungarn gekommen sein. Ob da« stimmt, weiß ich �t. Ich»ahm meinen Weg nach dem Nord««. 2««olkn Zügen genoß ich die nie gekonnte Romantik der fahrenden Schüler. Noch drei Stunden war die Freizett zwar herum. Do ich aber eben so viele Stunden von der Schule weg war, hgtte es ja sowieso keinen Zweck umzukehren, obwohl ich immerhin Hunger spürt« und außerdem auch nur zwei Mark mitgenommen hatte. Aber ich wollt, mir unterwegs Geld verdienen. Noten hatte ich mitgenommen, „Dollarprinzessin" und„Fideler Bauer" waren damals aktuell. So setzte ich mich in der ersten Kneipe hin und spielt« wild draus lo«. Zwischendurch spielte ich auch klassische Musik, so lange, bis mir der Wirt sagte, ich solle nun aufhören, weil die Gemeinderatesitzung be- ginne. So ging ich wieder los, ohne etwas verdient zu haben. Im Gegenteil hotte mich die Tasse Kasse« sogar noch fünfzehn Pfennig gekostet. Inzwischen war es dunkel geworden. Ueber mir stand der Komet 1010a und der Mond. Hinter mir die Straß« nach s.... und da» Seminar und so manches Schöne, was ich dort immerhin zurückgelassen hatte. Da« Her, sinkt in die Hosen. Bor mir aber lag«in dichter Wald, der nach meiner pri. mittoen Karte mindestens zehn Kllometer maß. Daß mir das Herz bis in die Hosen sank, ist wohl natürlich. Und ich beriet allen Ernste», ob es nicht besser sei---. Aber schon der Gedanke an dos Gelächter der Klossenbrüder hindert« mich am Westerdenken. N-*«,, ich muhte hindurch, und we«" es mich da- �»ben gekostet hätte. Hätte ich allerdings geahnt, was ich«rst nach'vielen Iahren bei einer Begegnung mit einem der Seminorbrüder erfuhr, dann wäre ich o elleicht dach umgekehrt. Es soll nämlich In derselben Nacht in besagrem Wold«, allerdings an weit entfernter Stelle, ein Raub- Überfall passiert sein. Einen Augenblick nur hatte die Polizei auch nach mir geforscht. Da Ich ober weder Vollbart noch Revolver be- saß. kam ich nicht in Frage. Wenn ein siebzehnjähriger Bursche dos erstemal in seinem Leben mutterseelenallein bei Nacht durch einen höchst dunklen Wald spaziert, so wird da« sicherlich heut« im Zettalter der aufgeklärten Jugend- b«wegung als belanglos angesehen. Damals galt es als Leistung, dt« Anspruch auf Respekt hatte. Als ich mich nach wenlgen Minuten ans Dunkel gewöhnt hau«, ging's ganz gut. Ich wurde sogar weidlich frech, psifs, seng und brüllte draus los, um vor den liieren des Waldes(Kaninchen u.>o Igel in der Hauptsache) Eindruck zu machen. Und schließlich wai ,v damals die Angst, in die Hände des Scminardirektors zu fallen. viel berechttgter. Wilde Tiere, die es nicht gab. Räuber und Ge- spenster hätten sich sicher meiner erbarmt. In die Hände der „Pauker" zurückzufallen, erschien mir in dieser Stunde noch als Senklicher. Müsse und Hunaria. Als alle Bäume, Sträucher, Hexen und der Dollmond, wahr- scheinlich auch der am Himmel stehend« Komet 1010a von meiner Stimme genug hatten, entließen sie mich unbcschäd gt aus dem Walde. Allerdings war ich nunmehr müde und hungrig. Ich hatte gehört, daß die Bauern der Gegend gastfreundlich seien und es sich in Scheunen gut nächtigen läßt. Aber überall, wo ich anpochte, stellte man so dumme Fragen an mich, woher ich käme und jo weiter. Und da ich mir keine rechte Antwort überlegt hatte, fragte mich der Bauer nach meinen Papieren. Papiere? Ja, so etwa» kannte der Ausreißer nicht. Bestenfalls hätte ich ja meinen Schülerauswsis und eine unbezahll« Bücherrechnung vor- weisen können. Aber damit wäre mein« erst« Fahrt wohl zu Ende gewesen. So zog ich wetter. Bis ich an die Dahnstation M.... kam. Hier setzte ich mich in den Wartesaal, aß und trank, bis die übrig. gebliebenen Groschen zu End« waren. Was nun? Wieder ins Seminar«jröck. Ich ging an den Fahrkartenschalter und vertraute mich dem gut- mutigen Beamten an. Der halte ein Einsehen. Er gab mir einen . Fahrschein 4. Klasse zurück nach G...„ wogegen ich ihm meine Lriestasch« aus Leder hinterlegen mußte. Ich nehme an, daß er sie noch lange hat benutzen können, denn ich hatte sie erst zu Weih- nachten geschenkt bekommen. Im Seminar empfing mich der Hausmeister mtt der Mit- teilung, daß er schon aus mich gewartet habe. Es war Inzwischen schon zwei Uhr nachts geworden. Am nächsten Morgen stand der Direktor vor meinem Bett ! und sagt«, ich sei bis zum Sonnabend vom Unterricht befreit, dürste ! aber das Gebäude nicht verlassen. Er sagte noch verschiedenes andere, worauf Ich aber nicht geachtet habe; denn ich muhte>mm«r auf seine Hand achten, deren Größe und Schwere mir noch von ' früheren Gelegenheiten her bekannt war. Er hielt sie hinterm Rücken fest. Der Mann befaß Selbstbeherrschung. Am Sonnabend kamen mein Dater und mein Bruder. Nachdem ich von ihm zwei Ohrfeigen bekommen hatte, meldete mich mein Boter vom Seminar ab. In der Eisenbahn las Ich mtt Der- wunderung in meinem Zeugnis, daß sich meine Leistungen in den letzten Monaten wesentlich gehoben hätten und ich aller Voraussicht noch versetzt worden wäre. Daraushin riskierte ich es aus einem anderen Kasten. �ii» kampfbewegter Zell. Adolph«Hoffmanns Erzäh'ungcn". Ein halbes Jahrhundert ist vergangen, fett Bismarcks Schand- gesetz üb«r die deutsche Arbeiterschaft verhängt wurde. Zwölf lange Jahre lastete es aus dem Proletariat. Wieviele sind noch am Leben, die diese Zeit mit Dewußtsetn erlitten haben? Und wieviele unter diesen sind imstande, das, was sie damals erlebt haben, der Nach- wett zu überliesern? An wertvollen wissenschaftlichen Büchern, die jene Zett behandeln, fehlt es nicht. Wohl aber an solchen, die Selbst- gesehenes und Selbstempfundenes der großen Masse, und vor allem der Jugend, in lebendiger Form zu vermitteln wissen. Diese Lücke füllen Adolph �joffmanns Erzählungen" aus. In leb- haftem, fesselndem Plauderton entrollen sie ein Bild jener Jahr«, die man das Heldenzeitolter der deutschen Sozialdemokratie genannt hat. Sie geben Geschichte in Anekdoten, Charakterbilder, persönlich« Erlebnisse und Abenteuer, meist in humoristischer Form, immer aber mtt dem tiefernsten Unterton der Empörung eines leidenschaftlichen alten Kämpen, dem die Erinnerung an jene Zeit des Elends und der Entrechtung noch heute die Galle ins Blut treibt. Kaum ein Buch ist wie dieses geeignet, die Nachgeborenen aufzupeitschen zum Kamps gegen jene Mächte, die, anrennend von rechts und links, auch heute noch die deutsch« Arbeiterschaft mit kapitalistischer oder bolschewisti- scher Versklavung bedrohen. Einen Teil der Kapitel dieses Buches kennen die„Vorwärts"- Leser bereits. Die Geschichten vom„Hlmmelstischler", von der „Palme", von der„Scklacht«im Grauen Kloster" und andere leben in ihrer Erinnerung. Vieles aber ist neu dazu gekommen und das ganz« gibt sich im Zusammenhang runder und einprägsamer. Kein besseres Geschenkbnch zum Weihnachtssest wüßten wir als diesem unterhaltende, belehrende und propagandistisch wirkungsvolle Werkchen, das, im Selbstverlag des Verfasser»(0. 17, Koppenftr. fl, 2 Treppen) erschienen, zum Preise von? Mark für das gebundene Exemplar in jeder Buchhandlung erhältlich ist. Wer weiß das? Ein Fliegenpaar, dessen Nachkommenschaft am Leben Reibt.. würde sich in«in«m Zeitraum von S'H Monaten, also noch nicht einmal in einem halben Jahr, ungefähr so vermehren: 1 Generation 2 Fliegen 2.. 120„ Z. 7 200, 4.. 432 000 5.. 25 920 000. ft.. 1555 200 000 7.„ 03 312 000 000 8.„ 5 508 720 000 000 9. 335 923 200 000 000 * Die größte Kaffeeplantag« der Well befindet sich im Siaat« Sao Paula in Brasilien. Sie ist 135 000 Hektar groß und mtt über 8 Millionen Kafseebäumen bess-.rzt. ir Di« Zett, die dos Blut braucht, um einmal die ganze Bahn des Kreislaufes zu durchströmen, beträgt beim Menschen Sekunde» oder TT Herzzusammenziehungen. Ein Rennfahrar-Roman von Andre Reuze. übersetzt von F. A. Angermayer Die„Toaf de Franef at in vollem(ja nee. Die be- ' ühmtesten Kenn fahr er Frankreichs, Italiens und Spaniens sind an dem großen Rennen, das tutgs um Frankreich lührt, beteiligt. Eine E'appe nach der anderen wird zurückgelegt. Oer Sponberich' erstatter Ravenelle und der Maler Mainguy begleiten die„Meute" im Auto. Himer den Rennfahrern kommen die Touristen, die aus Liebe zum Sport die Tour mitmachen. Es ist ein harter Kampf, bei dem nicht nur die E nergie und die K ruft den Ausschlag gebt n, sondern deru ach beeinflußt wird von den Ko krrenzmanövern der großen Fahrradfabriken. Das Kapital hat seine �Ställe" an den Start geschickt, und nun versucht man, sich mit den unlautersten Mitteln den Sieg streitig zu machen. (18. Zartsetzung.) Lola staunte über dt« neuen Einrücke, und j« mehr sie sah. desto mehr schloß sie sich von Ravcnell« ab. Doch als sie nachts nach Samtes rollten, nahm sie den Hut ab und küßt« ihn mit katzen- haft«r Wollust. Manchmal nahm si« seinen Kopf in beide Hände und bog den Leib zurück, um ihn besser ansehen zu können. „Mein Junge!" flüsterte sie. Als sie im Hotel angekommen waren, kleidet« sie sich sofort und ohne die mindest« Befangenheit aus. Sie hott« hohe, schlank« Beine und Kinderbrüste. Im Bett streckt« sie beide Arme nach ihm OTUS. Er preßte sie an sich und berauscht« sich am Dust ihres jungen Körpers. „Bubi, lioast du mich auch?' fragte sie. „Aber natürlich!" Doch er dacht«? „Zauberhaft schön Ist das Mädchen, aber dumm... so dmnm...' Hinter Blay hatte die lange Karawane Samtes durchfahren. Hier strömte die Girond« in ooller Breite dahin Als di« Fahrer die große Eisenbrücke oon Saint. Andre überquerten, sahen sie unter den möchtigen Pfeilern wie kleine Bogel im Käsig aus. Di« mittagwimmelnd«n Straßen von Bordeaux wurden durchrast. Jetzt brannte die Sonne erbarmungslos auf die endlosen Land- stroßen nieder, die sich zwischen den unermeßlichen Sandslächan der „Landes" hinzogen. Jeder Begleüwagen wirbelt« neu, Staubwolken auf. An jedem Ziehbrunnen machten die Fahrer halt, um zu trinken. Die Bauern hatten wasiergesüllte Bottich« an den Straßenrand gestellt, deren lauwarmer Inhalt aber den Durst nitf» zu löschen vermochte. Erousje hotte einen mächtigen Strohhut ausgesetzt, und viele andere hatten frische Kohlblotter unter die Mützen gelegt. Die Tonnen vergossen harzen« Tränen, unh die zerrissenen Korkeichen bluteten aus ollen Aderiu Ab und zu fuhr ein Maultier. gespann vorbei, oder man begegnete sonnverbrannten Männorn. die klein« baskische Mützen aufhallen und frischgezäumt« Ochsen vor sich hertrieden Das Feld war weit auseinondergerisisn. und die Fahrer rollten langsam im Gänsemarsch dahin. Am Ende des Feldes hatten schon viele„Touristen" aufgegeben. Seit vierzehn Stunden saßen die Fahrer im Sallel. unter sengender Sonne, und manchmal schlug einer, vom Schlaf übermannt, einen breiten Zickzack» bogen im Sand beschreibend, aus die Erde. Dann sah er seine Maschine nach, trank einen Schluck und fuhr wieder weiter. Lola, di« schon sehr müde war. Heß sich vom Wagen einwiegen. Manchmal grüßte ihre Muller, d!« im Wagen der belgischen Journalisten saß, freundlich mit der Hand herüber. Mittag!" sagte Raparelle.„Beeilen wir uns, nach Hostens zu kommen, dort gibt es wenigstens«in gutes Mittagbrot." Langsam, um keinen unnötigen Staub aufzuwirbeln, überholten sie das Feld. Di« Fahrer lächelten ihnen trotz ihrer Müdigkeit zu. „Bestellen Sie sünszig Gedecke!" rief Ma solle. BianoMesml schien durch das gelbe Trikot verjüngt zu fein. während Le Bozec. der wieder sein altes.Moa'-Trikot trug, förm- lich gealtert erschien. Am frischesten war noch der Neger Samba« Takorä. dem die Hitze nichts anHolle, und der lustig an der Spitz« de» Feldes kurbelte. Laboureur warf Lola einen Blick zu, schüttelte den Kopf und rief: .Linder, macht bloß keine Dummheiten!" Ganz Hosteys wartete auf der Straße. Ravenelle ging in das Wirtshaus, das er jedes Jahr während der Rundfahrt besucht«. Hier, in dem großen, ländlichen Saal mU den weißen Kalkwänden und den Holzbänken, fühlte er sich wohl. Di« eifrige Wirtin trug im Eiltempo duftende Tomatensuppe aus und stellte vor jeden Gast«inen Krug Rotwein. „Hier ißt man am besten während der ganzen Rundfahrt," sagte Ravenelle. An einem Nebentisch beendeten Rissin und Manodion ihr Mahl Vertrauter Lärm erwachte auf der einsamen Dorfstraße!„SU kommen... Sie kommen!" Man rief und klatschte Beifall. Der Lärm wuchs bis zum Orkan. Plötzlich riß jemand die Gasthaustür auf. und in ihrem Rahmen stand«in hinkender Fahrer, der fein zerbrochenes Rad schleppte. Es war L« Bozec. Sein Gesicht blutete. „Wann geht ein Zug nach Bayonne?" fragte er, „Was?" schrie Rissin und sprang aus. „Ich gebe auf!" sagte Le Bozec und setzte sich hin. „Ach, du bist gestürzt, mern Junge? Na, das ist ja halb so schlimm. Du bekommst eine neue Maschine, und der Fall ist er- ledigt. Das ist doch noch lange kein Grund, um aufzugeben!" �Rachen Sie, was Sie wollen."«rwidene Le Bozec und schüttelte den Kops wie ein Tanzbär,„ich Hab« genug, verstanden?" „Aber, mein kleiner Voes. das ist doch Wahnsinn! Hör' doch auf deinen Manager, der ersahrener ist als du. Schön, du hast das gelbe Trikot wieder hergeben müsieo und liegst jetzt stall an erster an sechster Stell« Da» darf dich aber doch um's Himmels willen nicht snllnullgen! Was sind denn schon zwöls Minuten Rückstand vor den Pyrenäen? Nicht» ist das. verstehst du, gar nichts!.. Ito- holst du mit L�chtigkeu wieder-Uts." „Nichte ho!» ich mehr aus, ich bin fertig!" .Uno du glaubst, die Fabrik zahlt du taujend Fronken Monats» gage. auch im Wmtrr wenn du nichts zu tun hast, damit du wegen der paar Schrammen da im grüßten Straßenrennen der Well«in- fach aufgibst? Das kann«ch dir sagen, mein Junge wenn du jetzt aussteigst sind'n Zukunft unsere Kassen für dich geschlasien! Dafür stehe ich dir gut'" „Ich habe meinen Bertrag!" „Darauf wird gepsifseul" „Dann verrlage ich euch." .Laha, geh doch, wenn du's wagst! Lauf doch zum Richter, du Dummkopf!.. Glaubst du vielleicht, daß du kleiner Habemcht» gegen eine so groß� Fabrik überhaupt auskommst?... Der Prozeß kann sich fünf Jahre hinschleppen, und du krepierst inzwischen! Ich habe schon ganz andere und stärkere als du geduckt, verstehst du mich?" „Schweinehund!" „Mein Verehrter," mischte sich Manadian drein,„ich muß Sie doch sehr billen,«inen höflicheren Ton anzuschlagen!" Der Fohrer tat«inen Schrill aus ihn zu: „Schweinshund!" wiederholte er und ballte di« Fäuste. Der Kommissär zögerte einen Augenblick, sagt« aber dann, da er Raoenelle bemerkte, der sich fleißig Notizen macht«: Vto Brausebad aus der Selterwaesertlascbe. „Sie werden wegen Beleidigung einer offiziellen Persönlichkeit bestraft werden. L« Bozec! Verlassen Sie sich daraus, dies« Straß: wird gepfeffert sein!" .Ist das dein letztes Wort?" fragte Nisiin. der sich eben zum Gehen anschickt«.„Bleibst du wirklich hier?" Ohne zu antworten nahm der Breton« an einem Tffch Platz. „Natürlich." jagt« er dann leise,„ich hätte mich in Brest nicht belaufen sollen... trotzdem aber trink' ich jetzt ein Glas!" An der Tür stand schon ein Häuflein Neugieriger, und bald hieß es im ganzen Dorf: .Le Bozec. der gestern noch erster war. hat das Rennen auf- gegeben." In der Rsparaturwertstatt, deren Wände unter Rallameplataten buchstäblich verschwanden, halten di« Mechaniker all« Hände voll zu tun. Jeder wollte etwas oon ihnen haben. Man zupft« sie von SopyrigKt by BäcKergilde � Gutenberg, Berüi» ollen Seiten an den Aermeln. brüllte sie an, schimpfte oder b« Ueberall lag Werkzeug herum. Ersatzstücke bedeckten Bretter u> Tische, Flaschen, Rahmen und Räder standen in buntem Dun einander beisammen, und über allem lag der Geruch von Benz» Gummi und Oel. Um Gabelbrüche zu vermeiden, die man nur schwierig i*1 bergen kannte und die der Reklame Abbruch toten, gestollet«'■ neuer Paragraph der Rennbestimmungen, daß dt« Fahrer> Bayonne und Straßburg di« Maschinen wechseln dursten. W waren oll« hier in der Werkstatt, um ihre neuen Räder, mit den" sie die Pyrenäen überllellern sollten, in Augenschein zu nehmen. „Sog' mal, Totaoe, machst du Witze?... Du ziehst mit) Royalreisen auf?" sagt« Tampier. Tataoe, im blauen Mechanikerkittsl, lacht«, zeigt« seine schwarz« Hände, fuhr sich damit durch die niederhängenden Haarsträhnen u> sagte dann im unverfälschten Pariser Vorstadtdialekt: „Mensch, dir wackelt wohl die Zitrone, was?... Fährst>! für„BrUlant" oder nich?... Hab'n die Brillanträder Royalr«!« oder hat sie vielleicht deine Schwester?" „Das ist mir völlig piepe! Ich hindere mein« Fabrrk nicht. den Royalreisen große Reklame zu machen, ober rch will UalieniW Reisen haben, weil sie bester sind!", „Welcher Dussel hat mir denn einen Cigognesallel gegeben. schrie mm Mafottc.„Mein Neiner Hinterer braucht für die B-rt 'n Sweetsaltel, verstanden?" „Bergangnes Jahr bist du für„Riva" gefahren und hat« 'nen Sweetsallel! Nu fährst« für„Opal" und kriegst'nen Cigogiw „Da» is mir ganz gleich, Mensch! Ich will mein' Sweet Wied« hab'n!" Trotz des wogenden Stimmgewirrs hörte man deutlich nev Pedale saufen, Ketten knrrfchen, Haken vibrieren und Mulled fchlüssel kreischen. Gegen die verstaubten alten Räder, die das Renn� von Paris bis Bayonne hinter fich hallen, sahen di« neuen Maschin« mit ihren himmelblau, grün oder rot lackierten Rahmen, den gell« Felgen, den roten Reifen und den glänzenden Nickelteilen wie ßuju gegenständ« aus. In einer Eck« faß Mainguy auf einem Kenzins« und macht« Skizzen. „Als ich heut früh über den Stadtplatz ging." sagt« Chevilb» zu Raoenelle..chab ich die preie gekrönte Schönheit aus Nantes n® Rissin in vertraulichstem Geplauder gesehen." ..Ich bin nicht eifersüchtig. Im übrigen gehen wir ohn«h° wieder auseinander.", ..Nehmen Sie sie nich bis Luchon mit?" „Nein, sie will mV der Königimnuller m Bayonne bleib«« Rebenbai: hie kürzesten Späße sind immer die schönstem.. D* Mädel ist trotz allem«in sehr netter Kerl und hat mir viel Freut« gemacht. Hai Ihnen Ihre Ieanine wieder geschrieben?" „Im Kontrollcafä fand ich zwei Briese von ihr vor. Sie ß«" äf mich. Herr Raoenelle." sagte Chevillard ganz aufgelöst vor Freut» „Wenn ich wieder in Poris bin, Hab' ich wenigstens einen Marsch der mich gern hat. Ich bin im Armenhaus erzogen und Hobe bis keine Seele um mich gehabt." .„Hat sie Ihnen ihr Bild geschickt?" „Roch nicht'... Ich Hab' sie zmar schon zweimal darum beten! Bielleicht krieg' ich'» erst, wenn ich mal'ne Etappe gewinn«!' „No. gestern hätte es ja beinahe geklappt!" „Trotzdem wird mich Argentero immer wieder im Spurt ab dürft«»."(Fortsetzung folgt.) Rätsel-Ecke des„Abend", A MNUttlUIltNIttIttMlMIIMloisttMiINMllNUNMIMIUNIttUM Spiro en- Kreuzworträtsel. Die Wörter gehen von links nach rechts und von oben nach unten von jeder Rummer bis zur gegenüberliegenden abschließen- den Linie. fangsbuchstaben von oben nach unten und deren Endbuchstaben 0«' unten nach oben gelesen ein Zitat von Lessing ergeben,(ch---«ü Buchstabe.) Die Wärter bedeuten: 1. Gcsteinsart; 2. Derbreche«! S. Universitätsstadt in Spanien: Hejlswunsch: S. Wiederh«� stellung: 6 Mus«: 7. körperliche Züchtigung, 8. Zineeinkamme«! 9. Kanton in der Schweiz; 10. Mut; 11. Bcstattungsgebäuv«! 1?. Metall. � K. Kopfwechlelrätsel. ilr, Aehr« Alle, Han«, Heu. Ktnd, Sagen. Segen. Wagen Jede» Wart ist durch Veränderung des ersten Buchstaben in«'' andere» zu verwandeln. Die gefundenen Buchstaben nennen, richöl geordnet, ein Weichtier.. e. Fü'lrätsel. Di« Buchstaben d. e.«, e. e.« e, e. e. g. a. e. h, i, k, I. m. m. n,* n, n, r, r, r, r,»,»,« fetze man!> in die leeren Felder, daß die w« gerechten Reiben nennen: l He� mittel. 2.Läuteoorrichtung, �©toi' tm Rheinland. 4.WeltstSdter. b-O«' Erst«. 6. Pelz.— ab.- Wo g» re H>% Schwur. 3 N iget: er. 8. Teil de« Kouiuss: 6 Verwandte: 8 männi cher Name. 0 Frouenfigur her griechischen Sage, 11 europäischer Staat. 1k australisch« Insel.— Senkrecht 1 Persönlicher Fürwort; 2. Bergzug in Lraunschwclg: i Schwimmvogel; 5. Werkzeug, 7 Nagetiere: 8. deutsche Stadt; 10 Stadt in Indien; IJ. Stadt>n Hollaiu» Silbenrätsel. Aue den Silben aar ba bruch ca ein eu ser gau gen hieb t«it kr, la ma man rni e« po pe ta re ren ri ru so(au je top te ttn ter t» tut um um sind 12 Wärter zu bilden, deren Sit» lLuflölung der Rätsel nächsten Sonnabend) Auflösungen der Rätsel aus voriger Rummer. Lattenrä'fel; „Becherrand und Lippen. Zwei Korallenklipper.. Wo auch die gescheitern Schisser gerne Leitern" Fr. Rückert:.Lwei Mäch««-" Da» Wunderdtnoi Rad Radi. Radio. Rösselsprung: .Da» Alter ist«in heikelig Hau» Und sängt bald an zu wanken. Dem»'nen gehen die Haar« au». Dem andsrn>»« Gedanken." Volkshumor tooer??). Zahlenrätsel. 1. lornadogewolten. 2. Oder 3 Rege"! 4 Neger. 5. Anton. 6. Dragoner; i Orden. 8 Hatte. S Erd«; 10 Wange. U. Altona; 12. Loua; 1ö Tante; 14. CnalanSi 13. Norden. Wie war es damals? Die Knebelung der Aibcitcndiaft unter dem Sdiandgeteiz. Arbcitersportler, auf zur Kundgebung am Sonntag! Alz km Frühjahr 1878«in gewisser Hödel ein tmÄliches Attentat den alten Wilhelm 1. verübt hatte, richteten die lurnlshror der Alark Brandenburg das nachstehende schleimige Glückwunschschreiben an den Monarchen: �Allerduichlauchtiaiter, arostmöchtiaster Kaiser! Allergnädigster Kaiser. König und Herrl Wenn wir. die MeruntertSnigst Unter- - Zeichneten, es wogen. Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät auch unsererseits die tiesgefühltesten Glückwünsche zu Allerhöchst Derer wunderbaren ReUimg darzubringen, so sprechen wir im Sinn« und Namen der gesamten turnenden Augend und Männer. w«lt der Mark Brandenburg, die chrem Kaiserlichen Herrn, dem Allerhöchsten Gönner mtb Beförderer jener Kunst, welche Euer Majestät noch jüngst als einen wichtigen Teil der Erziehung zu bezeichnen geruhten, unveränderlich treu ergeben ist. Verehren wir in Circr Majestät doch nicht nur d«n Ewiger des«rosten deutschen Baterlandes, sondern auch das leuchtende Dorbild der bis m das hohe Greisenalter bewahrten lugendlichen Frische und mönnlick-en Kraft. Möge Euer Majestät, unser Wlergnädigster Landesherr, in gleicher Frische und Kraft dem Baterland« noch recht long« erhallen bleiben!_ On tiefer Ehrfurcht verharren Euer Saiserlichen und König- l'chen Majestät olleruntertänlgste Turnlehrer und Turnverein« der Mark Brandenburg usw." Das Attentat der Hödel und Nobillng. zweier verkommener Subjekt«, dl« nie etwa, mit der Sozialdemokratie zu tun gehabt hatten, benutzt« bekanntlich Bismarck dazu, dem nach dem Bausch der Griiodersahr« ernüchterten Bürgertum da» Sozialistengesetz aufzuzwingen. Zlls dann bald daraus das Schandgesetz unter Dach und Fach war. Nest der»arsitzend« der Deutschen Turnerschast. der ehemalige Freischärler von 18«>ch die Träger der Stander und Wimpel der Ruderer und Segler. Auf dem Borwärtshof ist die Aufstellung de« historischen Festzuges, an dem sich d>« sozialdemokratisch denlend« und handelnd« Arbeiterfportlerschast mit ihrer Fahnendelegation beteiligen soll. Kartell für ArbeUersport und Körperpflege Berlin.-. B. Der Geschästsführende Ausschuß. J. L.: Oehlschläger. Sundestreue Arbeiter- Schwimmvereine und.Schwimmabletluv- geu Groß-Verllus! Anläßlich des S0>ährigen Gedenktages des Sozialistengesetze» beteiligen sich alle unser« Vereine und Mitglieder an den Veranstaltungen der Sozialdemokratischen Partei. Fahnen- und Wimpelträger siehe oben, vi« übrigen Mitglieder der Berein« treffen sich In den Bezirken bzw. Kreisen al, besonder, Sportler- gruppen. Nähere Bekanntmachungen des Kartelloerbandes bzw. der Kartellbezirke sind zu beachten. Die Spartenleftung der Schwimmer. I. A.: Max Schul». Di- Spartgenossen de, Kreise, Treptow tresfen sich am 21. Oltober um 11 Uhr Vörlltzer Dahnhof. Kein verein darf fehlen. g. Dewald. Freie Faltbootfahrer Groß-BerNn. Alle MUglieder beteiNge« sich an der Demonstration im Lustgarten. Treffpunkt 11,1» Uhr Brunnenplatz. Paddel und Wimpel daran sind mitzubringen. v!e Konrcnlrnlfon im Arbeitersport. Der erste Turnabend des neuen Bezirks Pankow der Freien Turnerschast Sroß-Berlin war ein guter Austakt für den be- ginnenden Ausbau eines neuen Bundesverein» im 19. Bezirk; 63 Hebende stellten sich der technkscken Leitung. Bei Gymnastik, Turnen und Spiele wurde den ICO Gästen gezeigt, daß hier ein« Stätte ge- schaffen worden ist, wo sich jede Arbeiterin und jeher Arbeiter nach des Tages Mühen im Kresse Gleichgesinnter neuen Mut und neu« Kraft aneignen können, um hen Kampf im täglichen Leben besser be- stehen zu können. Zwölf Neuausnahmen am erste» Ab.'nd sind als Erfolg zu buchen. Anmeldungen für Kinder sind sofort abzugeben, da auch für dies« Turnabende eingerichtet werden sollen. Anmeldungen für oll« Abt»'lv,:zen werden i« den regelmäßigen IIebung»stund-n entgegen. genommen. Di« Frauen und jungen Mädchen turnen Monrag» von 20 di» 22 Uhr. Di« Männer und die Jugend Freitags von 20 bis 22 Uhr in der neuen Hall« der Mütesschul«. Eingang GSrschftraß« (Fernheizwerk). Nachdem de? Arbeiter-Turn- und Sportverein ,�k a u l s» borf-Süd" in einer Mitgliederversammlung am 8. Oktober beschloß, Mitglied des alten, aufgelösten Kartells zu bleiben und sich damit außerhalb des Arbeiter-Turn- und Sport- Kindes stellt«, erging an die bundestreuen Mitglieder sowie an die arbeiterfreundllch« Bevölkerung«ine Einladung zu einer Grün- dungsoersammlung. die am Sonnabend tagt«. In dieser sehr gut besuchten Versammlung wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, sich als Bezirk Kaulsdorf-Süd der Freien Turner- schaft Groß-Berlin anzuschließen. Die Turnstunden finden Montcg» und Donnerstag» in der Zell van 20 bi« 22 Uhr in der vorzüglich eingerichteten Turnhall« der neuen Schul« in der Ulmenftraße statt. Anschriften sind zu richten an Paul Wenzel, Berlin-Kaulsdorf-Vüd, Eichenstroß« 9. Arbcltcr�Wasscrballspiclc. Et» recht erfoeulich«« Ergebnis gaben die Meldungen zu den in den Wintermonaten zum Austrog kommenden Wasserball- Serienspielen der Arbeiter schwimm«?. 45 Mannschaften haben ihre Teilnahme zugesagt. Es sst das«in Zeichen dafür, daß die Spaltungsarbeft der Kommunisten sich aus sportlichem Ge- biete bei den Schwimmern überhaupt nicht ausgewirkt hat. Ueber- dies haben sich die sportlichen Kräfte der Ausgeschlossenen den bundes- treuen Bereinen zugewandt. Bei den»Freien Schwimmern Groß- Berlin" und JJellae-Berlln" tritt das besonder» in Erscheinung. Di« Mannschaft des letzteren fetzt sich aus Spielern der ausgeschlosse- nen Vereine.Dorwärts" und„Norden" zusammen. In der A- Klaffe sind e» 6 Mannschaften, die bereit» früher in derselben Klasse gespielt haben. Sie fetzt sich zusammen au» den Freien Schwimmern Sroß-Berlin. Neukölln uüd Lichtenberg, Nep« tun-Weißenfe«, Berliner Echwimmunion, Freiheit und Hella». Dem Bundesmeister Nepwn-Weißense« wirb man schwer zu schassen machen. Für die Männer der S-Klasse gaben 22 Mannschaften ihre Meldungen ab. Di« Spiel« werden in vier Gruppen zur Durch. führung gebracht. Gruppe A: Freie Schwimmer Groß-Berlin, Sie- m«n-stobt und Neukölln. Frei« Schwimmer Charlottenburg und verlin 12.»erliner Schwimmunion und Hellos-Berlin. Gruppe ö setzt sich zusammen aus: Neptun. Weißenfee. Freiheit. FaUenfe«. Spandau und Freie Schwimmer Groß-Berlin, Lichtenberg. Gruppe L: Friebrichshagen. Rathenow, Brandenburg, Lücken- walde und Freie Schwimmer Groß-Berlin. Friedrichshagen. Gruppe T>: Frei« Schwimmer Sroß-Berlin. Neukölln 2. Siemens- stadt 2. Lichtenberg 2. Freie Schwimmer Eharlottenburg 2. Freie Schwimmer Berlin 12 und 2 und Berliner Schwimmunion 2. Di« Jugendklosse besteht aus: Grupp« A: Hella«, Stell» 1,. Frei« Schwimmer Sroß-Berlin. Lichtenberg 1. Frei« Schwimm«! Eharlottenburg 1. Berlin 12. 1. Spandau und Berlin»? Schwmununion. Gruppe Ü: Deißenfee, Hellas 2. Frei« Shwimmar Groß Berlin Neukölln. Lichtenberg Z und Siemensstak. Gruppe C- Freie Turnerschast Groß-Berlin. Falkense«, Branden bürg. Potsdam, Frei« Schwimmer Eharlottenburg 2 und Frei» Schwimm« Groß. Berl'n Lichtenberg 3. vi«« r st« n Spie!« beginnen bereits bj dieser Woche. Am 17. Oktober trifft Weißens«« auf Frei« Schwimm« Spandau in Spandau. Am 22. Oktober spielt FLGrB. Lichtend«« 1 gegen Freiheft Klasse S in der vdesberger Straße. Eharlottenburg 2 spielt am 22. gegen Union 2 in Eharlottenburg, Krumme Straße. In der Jugendklasse ist da» erste Spiel am 23. Oktober in Neukölln. Di» Gegner find Hellas 2 und Freie Schwimmer Groß-Berlin- Neukölln. Spiekergebmsse und wefterc Spielfestfetzungen werden jeweils im „Abend" bekanntgegeben: wir ersuchen alle Mannschaften um ständige Beachtung des„Abend". Es half alles nichts! Berlins Sportpalast unter dem Hammer. Dos Schicksal des Berliner Sportpalastes erfüllt sich. Nachdem schon vor einiger Zeil Zwangsverwaltung eingesetzt worden ist, ge- langt der Sportpalast nun am 2«. Oktober zur Zwang»- Versteigerung. Mü dem Aufhören der Direktion Orchmann- Ticard. die dem Sportpalast zu s-iner großen Zeil verhols, har-'e dort der Pleitegeier, der nun das ihm verfallene Objekt vollkommen verschlungen hat. Da für di« Weiterführung des Sportpalastes als Stätte des Sports ein neuerlicher Umbau notwendig wäre, ist kaum zu erwarten, daß sich noch einmal jemand findet, der den Sport- palast in feiner bisherigen Form weiterführt. Man muh sich daher mft dem Gedanken vertraut machen, daß di« für Hallen-Sportbetrieb geeignetste Stätte in Berlin mft dem 26. Oltober verschwindet. Kölner Sechstagerennen. Die neue Wintersaison hat kaum begonnen und schon steht das erste Sechstog«. Rennen vor der Tür. In der Zeit vom 2. bis A November wird in der neuen Rheinlandhalle in Köln die erste 144-Stundenfahrt über die Bretter rollen. Die vorbereitenden Arbeften sind in vollem Gange, auch die ersten Fohrerverpslichtungen werden bekannt. Al» Teilnehmer gelten bisher: Fronkcnstein- Buschenhagen, Rütt-Mouton, Rausch-Hiirigcn, Oszmella-Schorn und die Belgier Goossens-Stockelynck. Dieners neue Pläne. Nach der Wiederaufnahme seine» Trainings hofft der ehemalige deutsch« Schwergewichtsmeister Franz Diener unter der Leitung seine» neuen Trainer» Paul Samson-Körner feinen ersten Kampf im Monat November bestreiten zu können. Al». Gegner ist der ousgc. zeichnete Engländer Gipjy Daniels in Aussicht genommen, dem es in Frankfurt a. M. betannttich gelang, Max Schmeling in der ersten Runde überraschend zu schlagen. Allerdings kommt ein« Be- gegnung Diener—Daniele für Frankfurt a. M., wie verschiedentlich gemeldet wurde, nicht in Frage, vielmehr will der Exmeister mit dem englischen Zigeuner nur in Berlin kämpfen. Entsprechende Per- Handlungen sind bereits in die Wege geleitet worden. Der Sp�tausschuß des Verbandes Deutscher Faust- kä m p f« r faßte in feiner am Montag in Berlin abgehaltenen Sitzung den Beschluß, daß der Herausfvrderungskampf um die deutsche Halbschwergewichtsmeisterschost zwischen dem Tftelhafter Max Schmeling und dem Kölner Hein Müller als erster Kampf Schmelings nach der bis zum 8. Dezember d. I. von der Internationalen Box-Union befristeten Europameisterschaft. spätestens jedoch bi» zum 8. Januar 1929 auszutragen ist. Gleichzeitig wurde Kenntnis davon genommen, daß der früher« deutsch« Wettergewichtsmesster Satt Sa hm- Hamburg sich von feinem bisherigen Manager Sabrt Mahir auf gütlichem Wege getrennt hat, Di« vor einiger Zeil erfolgte Disqualifikation von Sahm wurde aufgehoben, der Rest der Strafe in«in« Geld- büße von 100 M. umgewandelt. Wer spielt Fußball in Neukölln? Alle bunbestreuen Arbefter-Fußballe? Neukölln» treffen sich Sonnabend. 20. Oktober. 20 Uhr. im Lokal von Kömg. Neukölln. Weserstraße Sö, Ecke Wildenbruchstraße nah« Kaiser-Friedrich�traße zu einer Aerjammlung. in der die Neugründung einer Freien Spiel- Vereinigung Neukölln vorgenommen werden soll. Interessenten, di« den Fußballsport erlernen möchten, sind willkommen. Einberufer: Willy Zier, Neukölln, Weferstraße 53. Die Freien Schwimmer Gro�-Berlin laden ein. JDU Freien Schwimmer Groß-Berlin veranstalten am Sonn- tag. 4. November. 15 Uhr. im Stadtbad Neukölln. Ganghofer. straße, ein große» S ch w i m m f e st. Neben den bundestreuen Ber- liner Bereinen wirken Arbeiterichwimmer au» Görlitz, Mann» h«im und Leipzig mit. Da, nächste Programm de, Siändigen Boxringe». Der Kampf- tag am nächsten Freitag in der Neuen Welt bringt erneut ein internationales Programm. Der vorzüglich Australier SidTurner kämpft mit Pömsch, der gegen O u t r i v e in hervorragender Weife abschnitt, der Elsässer F röhner wurde mit dem Dortmunder Schemmann gepaart. Waster Funke hat in d«-ni Belgier Dubug«inen vielversprechenden Gegner gefundett, und der polnisch« Weltergewichtsmelster Ran mißt sich mit dem harten Dres- den«? Richter. Arbeilsgemcinschast der sozialistischen Jugendorganisationen Llchienberg». Ais Einführungsvartrag der Volkshochschule und zur Einweihung des neuen Jugendheims, Gunthcrstroße 41,' spricht heute. Mittwoch, 20 Uhr, Dr. Nägler in einem Lichtbildervortrag über „Die Stickstofs- und die Kallindustrie", danach Rezitationen, Gesang, Musikvorträg«. Der Eintritt ist frei. Die Vorsitzenden der einzelnen Organisationen kommen«ine Stunde früher zusammen. Der Bad« abend für unsere Mitglieder ist jeden Donnerslag im Volksbad Hubertusstroß«. Mitgliedsbuch vorzeigen. Folgend« Organisationen sind angeschlossen: Sozialistische Arbeiter-Iugend. Klnderfrcunde, Jungsozialisten. Reichsbanner, ZdA.-Jugend. Freie Gewerkschasts Jugend, Freie Turnerschast Groß-Berlin, Freie Schwimmer Groß Berlin-Ostring und Lichtenberg. Tennis Rot. Naturfreund-, Soli- darität Friedrichsfelde. Kreisfrauenauslchuß Im Arbeihrr-Iurv- und Sportbunb! Dienstag, 22. Oktober, findet im Lokal von Krüger. Bettin. Putlitz- straße 10. eine wichtige Besprechung der Frauenfunklionäre des 1, Kreises statt. Sämtliche Frauenfunktionäre des 1. Kreises und der bundestreuen Vereine sind hiermit eingeladen. Bundesmitglieds buch sowie Lereinsausweis find Legitimation Beginn pünktlich 8 Uhr. i.A.:M. Tietz. Turn- und Kportvereip«Eiche Köpenick. Alle bundestrcue» Mitglieder bleiben der von dem Kommunisten John einberufenen Versammlung am 17. Oktober in der Dorotheen-Gchule fern, »rtte Schwkn-er«»ch.Berli». Kmnit-u�chliGsiSun,»Htt»e4,*i. W»»Vr, jö Uhr. C.raitkritotichai;», �&nt*>v Rculcl«, Zugsnp- «Melluns; loilta»;„(Sjuftchuaa de» BkUtt«", Zug-nt>heim»»tafit», Linn. *00, tl. Olitbtx. Utbungsftundc her?ngcnk und Siadtc Stohtbo»©oitg- dvlrrstroSe Sffionfoa, 22. vklobe», 1# Uhr. Uebunasstunte für Urmaüjffnc «h-'»da'ifneiaa, So. Ottober, 20 Uhr.— Scurpc Licht«nb«rq: Urbunqoswnde Stobt'ab Vdrahienstrohe ssreitoz, ti). Oktober. 20 Ittt: b-ezlelchcn or.üj tfrei. f«a. 2«. Oktober.— 9ot»ot l-nth; irf-Hain! Uekiungsstunb« Im Stadt!»» SchMtng.'hrüik« itiiiiag. 19. Oifoter. 20 Uhr, Alt-r»ri»ac: Pepen de. Besuch» des Sportmuseum» Sonntag, 2L. Oktober, find Schritt« zincck- ilettoguna he» Tage« unternommen. Welte« Nachricht folgt.—«rnppe Utiun4oOur.bc CHabiiab Rabelantstraßc Mittwoch, U. Clmbtt, 19 Uhr, � dkfchäfa-Jln&igßr t (Bezirk füden-Wefien. Maschinenfabrik Oskar Völkel, Berlin SW 68 Alte Jakobsir. 129- Tel. Donhoff 189 empfiehlt sich(R. 42 �zurAusftlhnmg�onPatentmundl� Ist mit den Augen etwas los rAuqeroirari! fct. fnA. Hax Trusch prüft kostenlos Staatlich geprOfter Optiker-Meister Berlin. Dresdener Stra Strebe 131 (Kottbusser Tor) Ich garantiere für völlige Zufriedenheit. Bin Lieferant für alle Krankenkassen. EleKiiisdic Anlagen I Zimiiitr 53.-, 2 Zimn�r 65.-. 3 ZIniinu 83.-, 4 Ziramtr 166.- M. einschl Küche. 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