Nr. 297. " Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mf. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächite Numiner müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramme- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Blut und Eisen. Freitag, den 20. Dezember 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: = = " find überall in den vorkulturlichen Zustand zurückgefallen| männische Politiker von irgend Namen und Gewicht bezeugt ist, und in der nackten Gewalt seine letzte Rettung sucht, haben, gewaltsame gewaltsame Revolutionen von uuten herauf Als dieser Tage der deutsche Kaiser den Fürsten Bismarck so wird auch der politische Zickzackkurs mag er noch nur dadurch zu vermeiden sind, daß allen Staatsbesuchte, da hoben die Herren Junker den Kopf sehr hoch, den so nervös, noch so unregelmäßig hin- und her angehörigen in gleichem Maße die Möglichkeit geboten wird, sie bis dahin trübfelig gehängt hatten, und jubelten laut im pendeln, doch mit Gewalt zur Gewalt hingedrängt. ihre Wünsche und Forderungen geseglich zu verwirkReichstag. Es wird Ueberraschungen für Euch geben!" Caprivi, der Idealist, der etwas von einer staatsmännischen lichen. Und dies geschieht durch das Wahlrecht. Wer riefen sie höhnend einigen Oppositionskollegen im Wandel- Ader hatte, suchte den Zickzackkurs seinem Verhängniß zu die gesetzliche, friedliche Fortentwicklung will, muß für das allgang zu. entreißen. Der Idealist mußte den realen Thatsachen das gemeine Wahlrecht sein. Und wer das allgemeine Wahlrecht Nun Ueberraschungen" kann es in Deutschland Feld räumen. Und der Zickzackkurs steht glücklich im zerstören will, der erstrebt gleichviel ob er sich dessen nicht geben. Der Zickzackkurs besteht aus Ueberraschungen. Zeichen der Blut und Eisenpolitik. Halb zog es ihn, klar bewußt ist oder nicht die gewaltsame Revo Er würde nur überraschen, wenn er nicht überraschte. halb saut er hin" und wird leider noch gesehen und lution die Revolution von oben und von unten. Thäte er das, was nach gewöhnlicher Berechnung zu auch gefühlt. Die Logik der Thatsachen muß sich erfüllen. Wenn wir die Worte des Bismarck'schen Blut- und erivarten ist, dann wäre er nicht der Zickzackkurs. Er ist So wenig sich unsere Junker durch Scharfblick Eisen- Testaments betrachten, so fällt der Schleier von so unberechenbar wie das Aprilwetter oder die Nerven auszeichnen, so haben sie von den Hunden und Pferden den Vorkommnissen der jüngsten Zeit und wir haben einer Frau und endigt jede Handlung, jede Bewegung anders ihrer Lieblingsgesellschaft doch einen scharfen den Schlüssel zu dem Vorstoß der sächsischen Ordnungsals sie begonnen ward. Riechsinn erworben. Sie besitzen eine sehr feine ritter, die sich ja selber rühmen, den weniger hellen" ReUnser Gallus Rorrespondent schrieb neulich: in Frant- Nase für das politische Wetter, so weit es mit aktionären des übrigen Deutschland die Wege zu weisen. reich ist blos das Provisorische vou Dauer. Mehr dem Zickzackkurse zusammenhängt; und sind die Hoff- Die ärgften Umstürzler, die Maulwürfe der„ blutigen oder weniger gilt bas von allen tapitalistischen nungen derer, die an die Macht- Rückkehr des Fürsten Bis. Revolution", das sind die Gegner des allgemeinen StimmStaaten, mit Ausnahme von England, welches das Glück ge- marck glauben, auch thöricht, so haben die Junker doch rechts, die jetzt mit der Verschlechterung des sächsischen habt hat, sich fefte und wenigstens bis jetzt- allgemein Grund zu jubeln: denn zwar nicht die Person, aber das Landtags- Wahlrechts den Anfang gemacht haben. anerkannte Grundlagen des politischen Lebens zu schaffen. System Bismarck: die Blut und Eisenpolitit sans phrase Die Verschwörnug gegen das allgemeine Wahlrecht und Die übrigen Staaten kommen aus dem Provisorischen nicht glaubt wieder zur Herrschaft gegründete Aussicht zu haben. Das Attentat auf das sächsische Landtags- Wahlrecht sind die heraus der Wechsel ist das einzig Beständige das Gestern veröffentlichten wir das politische Testament methodische Vorbereitung der Revolutio 11. Heute weiß nie, was das Morgen bescheeren wird. Fürst des Fürsten Bismarck, das dieser Tage die Hamburger Das arbeitende Volk Deutschlands durchschaut die Absichten Bismarck, der nach napoleonischem Muster in Deutschland Nachr." veröffentlichten. Es ist sein altes Programm. Die und Pläne seiner Feinde. Es wird seine Rechte vers mit Blut und Eisen, mit List und Gewalt feste Zustände", moralischen und intellektuellen Faktoren hat er allezeit vertheidigend und den Blut- und Eisen Revolutionären, mit das heißt einen orientalisch russischen Absolutismus errichten achtet, soweit sie nicht Hilfsmittel des Systems sind. Das ihrem Oberverschwörer Bismarck an der Spize, die ges wollte, scheiterte an den Verhältnissen, die ihm ein Programm ist sehr einfach. Der Staat ist für die Junker bührende Abfertigung ertheilen und das Spiel ver Schnippchen schlugen, und wurde, da das persönliche ba; das übrige Bolt hat für das Wohl der Junker eiteln. Regiment ihm naturgemäß nur so lange zufallen konnte, zu arbeiten. Wer das nicht will, der gehört Er als sein Hausmeierthum vom Monarchen geduldet wurde, nicht in den Staat. feine hat politischen Türkische Buffände. fraft seiner eigenen Regierungsmarinen vom Gipfel seiner Rechte und wird über den Haufen geschossen, wenn Macht herabgestürzt in das lebendige Grab des Sachsen- er sich auflehnt." Und fintemalen das Todtschießen nicht lassen sich leichter sichere Informationen erhalten, als über die waldes. blos das einfachste, sondern auch das billigste Rezept ist, so Borgänge in der Türkei. Nicht bloß die strenge türkische Zelegramm Aber die Form des persönlichen Regiments ist treibt alles diesem Ziele zu. zensur und die Unbekanntschaft der türkischen Behörden mit dem nach Bismarck's Sturz nicht dauerhafter geworden. Im Es gilt also, die Sozialdemokratie in die richtine Schuße des Briefgeheimnisses sind hieran schuld, sondern auch Gegentheil, die fortschreitende Zersehung der kapitalistischen Stellung für das Rezept zu bringen. Der Alt und Groß das Intereffe Rußlands und Englands, über die Zustände im Welt, auf die es sich stützt und die es stüßen will, bedingt meister der Blut- und Eiseupolitik weiß auch hierfür Rath. türkischen Reiche in ihrem Sinne gefärbte Berichte zu verbreiten. auch ein vermehrtes Schwanken des persönlichen Regiments. Die Sozialdemokraten, die so„ umstürzlerisch" sind, auf dem Daher muß ein Zeugniß, das von anscheinend ganz uninteressirter Wenn der Zickzackkurs in Deutschland, theils aus persönlichen Boden des Gesetzes zu kämpfen, sollen zur Verzweiflung Seite fomit, als besonders wichtig verzeichnet werden. Der Köln. Gründen, theils infolge unserer rückständigen politischen Ent- gebracht", durch Herausforderungen, Maßregelungen, Ber- Beitung" geht von einem Kaufmann, der Armenien seit vielen wickelung, zu auffallend scharfem Ausdruck gelangt ist, so ist erfolgungen jeder Art in die gewünschte Position, d. h. vor Jahren kannte und bereifte, folgender hochinteressanter Bericht aus Samsun( in der fleinasiatischen Provinz Trapezunt) zu: darum doch kein spezifisch deutsches Gewächs, sondern ein Ableger die Mündungen der Achtmillimeter- Feuersprizen getrieben aus Samsun( in der Kleinasiatischen Proving Trapezunt) zu: Geschäftliche Verhältnisse riefen mich anfangs November nach des internationalen 3idzadturies, der ein werden. Siwas. Schon tamen von allen Seiten Nachrichten über Kind ist des modernen Kapitalismus. Der Zickzackfurs.mit Nun hat es in den letzten Monaten an Herausforde- me geleien weiter im Innern, und ich beeilte mich, einen feinem frank- und krampshaften Herumtaften, Herumschlagen, rungen nicht gefehlt. Und wird nicht dem Werk jetzt die Augenblick früher aus dieser so ungemüthlich gewordenen Gegend Pläne machen, Bläne fallen lassen mit seinem Hin- und Krone aufgesetzt durch den Feldzug gegen das Allgemeine wegzukommen. In Diarbekir, einer bedeutenden Stadt an Herpendeln zwischen den verschiedensten Entschlüssen ist nur Wahlrecht, der nach jahrelangem Geplänkel soeben Tigris, war ein großer Theil der Christen niederdas Abbild und der Ausfluß des Kapitalismus, der durch den Vorstoß der sächsischen Ordnungsparteien im gemacht und zuletzt die Stadt verbrannt worden. In Malatia, 40 Stunden südwestlich von Siwas, waren den Glauben an sich verloren hat und in seiner Angst nach Ernste eröffnet worden ist? jedem Strohhalm greift, der sich ihm darbietet. Um die Tragweite dieses Attentats zu begreifen, bie meisten Christen männlichen Geschlechts im Alter, von über fünfzehn Jahren abgeschlachtet worden Und wie der internationale Rapitalismus außer wo haben wir ins Auge zu fassen, daß, wie der gesunde Kurdenhorden verwüsteten einstweilen die armenifchen durch staatsmännische Traditionen ihm Schranken gesezt Menschenverstand uns lehrt und wie sämmtliche staats- Dörfer an den Grenzen der Provinz, und die Zahl der Opfer, 12 Clotilde.( Nachdruck verboten.) ihn vernichten. Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. " 1 = Selbst über die Verhältnisse in Rußland, China und Japan am Lieber Freund, wie soll es Dir besser werden, wenn Du nicht das Bett zum ruhen benuzest. Du bist krank, Du hast Fieber und willst reisen. Hast Du einen Wunsch? Kann ich Dich durch etwas erquicken?" triumphiren! Das durfte ihm nicht gelingen, jest mußte sie Doch gebot ihr die Klugheit, zur Ruhe zurückzukehren. Sie mußte zur List greifen, und auch diese konnte nur durch Besonnenheit durchgeführt werden, wenn ihr Vorsatz geWas war das? Klang das nicht wie Einpacken? Er lingen sollte. Und sie wollte ihn ausführen, das gelobte erschloß jetzt seinen Koffer und legte etwas hinein, was wie sie jetzt. Ihre Eitelkeit war zu schwer beleidigt. Geld flirrte? Die Habsucht krümmte ihr die Finger- sie Alle Vernunftsgründe hätten sie nicht abbringen können, flopste an die Thür. Kein Herein. Sie pochte nochmals, sie hatte sich im blinden Wahn so tief in den unauslösch- wie fast racheschuaubend. Kein Gehör. Es schien, als lichsten Haß hineingeredet, daß sie selbst dann, wenn man habe er den Nachtriegel vorgeschoben. ihr gesagt, sie werde dann todt neben ihr Opfer hinsinken, # Deine zärtliche Rede erquickt mich schon, den längst ersehnten, heißesten Wunsch hast Du mir erfüllt durch das aber" süße Du „ Aber?" versetzte seelenvoll Georgine, Du willst fort, ich sehe?" " Ja, Georgine, wir müssen scheiden." „ Scheiden?" wiederholte sie und ein Krampf schien fie Wie? Der Major wagte es, ihren Ruf zu überhören? die That doch vollbringen würde, so lechzte sie nach Rache. zu durchzucken.„ Ach ja!" sagte sie, das ist ja nun einmal Das sollte er bereuen. Ihr Blut tochte. Daß er sie einst Aber flug, vorsichtig, ruhig. um hochfliegende Pläne und sichere Hoffnungen betrogen, Sie überlegte, indem sie ihr Haar vor dem Spiegel hatte sie ihn büßen lassen. Wie er dereinst mit ihr, so ordnete. Sie schmückte daffelbe noch mit einem blizenden hatte sie später mit ihm gespielt, indem sie das Diadem, welches der Major immer so gern gesehen. Da Netz ihrer bestrickenden Liebenswürdigkeit und An- tam ihr ein Gedanke. Sie hatte jetzt gefunden, was ihr muth über ihn geworfen und ihn barin vernicht nur die Thür, sondern auch die Pforte des Herzens lacht hatte. Daß dieses Spiel jetzt ganz aufhören beim Major öffnen sollte. follte, er sich ihrer vollen Rache entziehen könnte, das hatte Sie wollte einen anderen Ton anschlagen, einen Ton, sie nicht in Berechnung gezogen. Er ließ sie nicht ein, weil der ihm bis in die Tiefe der Seele klingen sollte. Was sie er fürchtete, sie könne das Ersuchen, was er ihrem Manne ihm versagt, wollte sie ihm nun gewähren: das trauliche abgeschlagen, wiederholen, und er es erfüllen müssen. Der„ Du". reiche Mann wußte, sie war in Noth, darum wollte er ab- Sie flopfte unsanft laut: John! lieber John! ich bin reifen. es!" rief sie, ich höre Du bist krant, o so öffne Deiner Das empörte sie. Daß er sie arm sehen, zum zibeiten Georgine." Male demüthigen könnte, steigerte ihren Haß zur blinden Wuth, sie wäre jetzt fähig gewesen, die furchtbarste That auszuführen. Es dauerte zwar noch einige für Georgine qualvolle Sekunden aber das hatte der Major noch nicht gehört er öffnete. Triumphirend darüber, einen Mann besiegt zu haben, trat Georgine freudeftrahlend ein. " Einst hatte sie geschworen, ser dürfte nicht froh werden fein Lebelang, sie wollte sich an ihn tetten, ihn quälen bis aufs Blut, zur Strafe, weil er die Verlobung gelöst. Diese Du harter Mann," sagte sie, den Major sanft am Rache batte sie genossen. Arme fassend und auf das Chaiselongue ziehend, jetzt wo ich Jetzt wollte er sie zum zweiten Male dem Glende durch hingebende Pflege meine einstige, noch unerloschene preisgeben, wollte fort, wohl in der Ferne über sie Neigung Dir bethätigen töunte, läßt Du mich fanm vor? mein 2008, immer wieder von Dir geschieden zu sein. Wenn Du mich hoch erfreut hast, dann betrübft Du mich um so tiefer durch dies Wort." Sie legte ihre rechte Hand auf seine Hand, den linken Arm stützte sie unter's Kinn und sah vor sich hin. Ihr Busen wogte. Der Major fühlte ihre warme Hand auf der seinen erglühen. Er blickte unverwandt auf die üppige Büste. Wie hingegossen lehnte nachlässig das schöne Weib am Kopfende der Chaiselongue, der volle runde Arm stüßte das feingeschnittene Gesicht, das zu trauern schien. Es war ein seltsam Bild, diese Beiden stumm nebeneinander. Die Blicke des Majors wurden immer feuriger. Es ging ihm nahe, daß seine schöne Nachbarin trauerte, sein Scheiden berührte sie schmerzlich, weil sie ihu liebte. Sein Herz wurde erwärmt von Mitleid und die alte, halberstickte Neigung fing an neu zu brennen in ihrer ganzen früheren Gluth. Georgine blickte talt und starr vor sich hin. Georgine," brach der Major das Schweigen, Du bist betrübt, fehlt Dir etwas?" Die Kräfte, die in der Türkei zufällig oder planvoll zu tage treten, sind viel elementarerer Art als die im Westen, sobald es sich um einschneidende Neuerungen handelt. Im Westen entwickelt sich eine gewaltige Zeitungsfehde, in Versammlungen wird ungeheuer viel getrunken und geredet; in der Türkei giebt es sofort blutige Köpfe. Politische Nebersicht. Berlin, 19. Dezember. Um's Vaterland, um die Menschheit verdient Die Kölner Verhandlungen haben schon jetzt ein Ergebnis gehabt, daß man den Urhebern der Enthüllungen nur dankbar fein fann, ganz gleich, welcher Partei sie angehören mögen. Sie haben sich um das Vaterland, um die Menschheit verdient Wer die Wahrgemacht. Und sie figen auf der Anklagebank. heit sagt, der muß statt der Arme Flügel haben, sagt der Dichter. Es ist traurig, daß man hier zu Lande nur zu oft in Gefahr fommt, wenn man die Wahrheit sagt. Wer ist denn gleich in der Lage, einen Prozeß wie den Maria. berger oder den Brauweiler durchzufechten? Es erfordert viel Beit, viel Umsicht, viel Geld, und der Angeklagte fann immer noch froh sein, wenn er freigesprochen wird, da seine Gewährsmänner in diesem oder jenem Punkte geirrt haben, oder, wenn sie nicht gerirrt haben, doch außer stande sein tönnen, den gerichtlichen Beweis der Wahrheit zu führen! die unter den Streichen dieser Barbaren fielen, wird wohl nie siwan ist ein Türke dabei getödtet worden. Beide Städte ermittelt werden können, beträgt aber jedenfalls viele sind ebenfalls geplündert worden. In Samsun angekommen, Tausende. Am 13. November wollte ich die Rückreise nach fand ich sämmtliche Geschäfte der Armenier geschlossen, man erSamsun antreten und traf tags vorher gerade meine Vorberei- wartete auch hier Tag für Tag die schlimmsten Greignisse, aber tungen, als in nächster Nähe Schüsse fielen; zugleich stürmte mein ein auf der Rhede liegendes russisches Kriegsschiff scheint dem Saugwirth herein, laut schreiend, daß die Türken begonnen hätten, türkischen Pöbel zu imponiren, und so bleibt er einstweilen tubig. gemacht haben sich die Leute, die den Brauweiler die Christen zu morden. Ein Blick durchs Fenster zeigte mir Alles Erlebte liegt nun hinter mir wie ein müfter Traum. Ich Prozeß herbeigeführt haben, so urtheilt nicht ein Sozialeine ungeheure Bewegung unter der Bevölkerung; alles rannte verließ ein Land, das ich seit vielen Jahren bereift habe, das ich demokrat über die sozialdemokratischen Redakteure, sondern in wilder Haft den Häusern zu. Hinter diesem Menschen blühend fannte und das mir stets den Eindruck einer großen ein bürgerliches Blatt, die Bossische Zeitung", indem sie schwarm kam eine Schaar Softas mit Knütteln, Messern und Zukunft machte, in der gräßlichsten Anarchie, in Trümmern, in schreibt: Revolvern bewaffnet, ferner bewaffnete Soldaten, die Blut und Elend. jeden Armenier niederhieben, der nicht Zeit fand, Wir wollen an diesen interessanten Bericht noch einiges sich in sein Haus zu flüchten. Der Anblick dieser Megelei war aus einem Trapezunter Briefe der Kölnischen Beitung" anscheußlich. In der Straße vor meinem Fenster lagen schon fügen: mehrere Leichen, meist mit 3erfchmettertem Schädel, aber es sollte noch weit schlimmer kommen. An diesem ersten Tage mag die Zahl der Opfer 150 bis 200 betragen haben; sie war nicht größer, weil die Türken sich bald daran machten, die armenischen Bazare zu plündern. Am nächsten morgen lag eine unheimliche Schwüle über der Stadt. Die Straßen waren verödet, manchmal fielen Die Gemeßel sind nie und nimmer zu entschuldigen; es ist einige Schüsse, dann hörte man wieder keinen Laut. Nach aber nicht überflüssig, daran zu erinnern, daß zu einer Beit, da mittags füllte sich die Stadt mit Bauern aus der Umgebung; religiöse Verfolgungssucht im westlichen Europa Religionsfriege, Türken, Kurden und Echirwanen durchzogen die Straßen mit Judens und Herenverbrennungen herausbeschworen und unter dem Mordwaffen aller Art, finsteren Blickes, lüstern nach leichter Beichen des Kreuzes Greuel jeder Art verübt wurden, das Reich Beute und durftig nach Christenblut. Es wäre ein leichtes ge der Sultane ein wahrer Hort religiöfer Freiheit gewesen ist... Ta sieht man doch, daß die vaterlandslose Rotte hin wesen, diesen Elementen den Einlaß in die Stadt zu wehren, ein Wenn heute die religiöse Duldung der Bekenner des Propheten und wieder noch dem Waterlande den Dienst leisten kann, ganzes Regiment Linientruppen liegt in Siwas, aber niemand geschwunden zu sein scheint, wenn Taufende hingeschlachtet wurden die Wahrheit an's Licht zu bringen. Das ist doch auch rührte sich. Am Donnerstag früh weckte mich ein lebhaftes und andere Tausende besorgt der Zukunft entgegenfehen, so ist was. Und was für Wahrheiten! Welche furcht: Schießen, die Megelei ging von neuem los, nur in verstärktem, im Grunde nicht so sehr religiöse Berfolgungswuth die Ursache, bare Kritik der Zustände in den Arbeitshäusern scheußlichstem Maßstabe. Man drang in die Häuser der Armenier, als politische Besorgniß. Das Schicksal bat dem osmanischen Reiche riß diese heraus und schlachtete sie vor deren Thüren kaltblütig nach einer Zeit des Glanzes den allmäligen Niedergang ebenso liegt darin, daß ein armer Teufel durch Brandstiftung sich -ins Zuchthaus zu retten sucht. ab. Auf andere, die fliehen wollten, begann ein wahres Kessel auferlegt, wie die Geschichte es uns für andere Reiche bewiesen aus dem Arbeitshause treiben. Nieder mit dem Christenhund", tödtet den Giaur", bat. Es mag eine Wiedergeburt geben, aber die Mittel sind noch Daß Insassen von Arbeitshäusern Berbrechen begehen schrie man von allen Seiten, bis das arme Opfer unter den nicht gefunden. So bebt das Reich in seinen Grundvesten infolge namentlich Brandstiftungen einzig in der Absicht, aus Knütteln des fanatisirten Pöbel3 zusammenbrach. Biele der Stöße an feinen Grenzen. Ueberall find die dank der türkischen der Hölle des Arbeitshauses in das Zuchthaus mit seiner Todte wurden zulegt noch vollständig ver- Duldung in Glauben und Sprache erhaltenen chriftlichen Völker des harten Disziplin zu kommen, ist übrigens eine altbekannte stümmelt. Was man in den Häusern fand, wurde geplündert Reiches in Bewegung; der Fortschritt, der außerhalb des Reiches die Um Sonnabend schritt, nachdem der französische und der ameri- Staatsgrenzen fast bedeutungslos gemacht hat, will seine Wellen Thatsache. Namentlich in Sachsen sind derartige Fälle tanische Konsul nach Konstantinopel Vorstellungen erhoben über die Grenzen in das türkische Reich werfen, und der be- öfter vorgekommen und haben seit 20 Jahren von seiten der hatten, das Militär ein und fäuberte die Stadt von den schauliche Demanly sieht sich einem Wettbewerb im eigenen Sozialdemokraten zu lebhaften Protesten in der Presse blutgierigen Mordbanden. Während diefer Megelei find lande gegenüber, den er siegreich zu beſtehen nicht hoffen un im Landtag geführt. Und auch nicht ganz vergebens. 1500 Armenier getödtet, ihre Läden und Waaren, darf. Was Wunder, daß nun sich ein mit Besorgniß Köller's Geist ist uns geblieben, obgleich der edele selbst die Mehrzahl ihrer Häuser geplündert gemischter Haß und verwüstet worden, so daß im Laufe des Winters Bahn erobert, um einer Abbröckelung, einer Berbröckelung Ritter selbst gegangen ist. Und so hat denn Köller's noch viele aus Elend zu grunde gehen werden. Von Türken des Reiches der Khalifen auf seine Weise zu begegnen. Geist fortwirkend nach dem Köllerstreich eine Reckenthat sollen nur sieben Mann todt sein, und ungeachtet dessen wird... Heute rüstet die Türkei zu einem Krieg auf Tod und ergeugt, die den gegen die sozialdemokratischen Vereine auch hier die türkische Regierung behaupten, daß der Kampf durch Leben. Die Redisdivisionen sind um die Halbmondfahnen ver- Berlins ausgeführen Streich im kleineren Maßstabe gegens die Armenier veranlaßt worden sei. Es drängte mich, aus diefer sammelt, die reisigen, unbändigen Bergvölker sind in Wehr und über den Freidenfer Vereinen wiederholt. Gegen den verfluchten Stadt wegzukommen, aber das aus Siwas vertriebene Waffen unterwegs- gegen wen? Gegen alle und jeden, die inner hiesigen Buchhändler Rubenow war die Briefsperre verhängt Raubgesindel war nach den armenischen Dörfern der Umgegend halb und außerhalb des Reiches nicht den Glauben des Propheten worden. Auf eine Beschwerde erhielt der Geschädigte von gezogen, die Straßen waren unsicher, und aus diesem Grunde bekennen. Alle diese sind Gegner, das fühlt man instinktmäßig, der Staatsanwaltschaft eine Abschrift folgenden Beschlusses verweigerte mir die türkische Regierung die Abreise. Bis zum ob auch Deutsche der türkischen Wehrkraft einen Aufschwung 25. mußte ich noch warten; da endlich wurden mir vier gegeben haben, ob auch unbetheiligte Mächte die Türkei vor des Amtsgerichts zugestellt: Bapties als Bedeckung zur Verfügung gestellt. Ich trat sofort einem Berfall schüßen wollen. Die Einigkeit, die wohl über Tokat und Amasia die Rückreise nach Samsun an. Von nur bis zu einem nicht sehr entfernten Punkte des beSiwas bis Tofat lagen der Landstraße entlang wohl schrittenen Weges " gegen alles nicht nicht Muselmanische die Das Ende eines solchen Kampfes wird trotz aller hervor ragenden Tugenden des türkischen Soldaten, des muselmanischen Kämpfers, nicht zweifelhaft sein. Aber welche ungebeure Menge von politischen Plänen bringt ein solches Ende mit sich Europas Staatstunst und Einigkeit sind der Aufgabe, dann ein Aufeinanderplagen der Sieger untereinander zu verhindern, schwerlich gewachsen. = Die an die Buchhandlung von Rubenow hierselbst und Rubenow persönlich eingehenden Briefe und Postsendungen aller Art, sowie die erweislich von dort abgehenden Postsendungen gerichtlich mit Beschlag zu belegen. Abtheilung 126. In Erwägung, daß die in Sachen wider Rubenow verhängt gewesene Briefsperre den dringenden Verdacht ergeben hat, daß in unter den europäischen Mächten verschiedenen Städten des Deutschen Reiches und des Auslandes über 200 Leichen von Armeniern, die sich flüchten herrscht, hat auch die Geschlossenheit der Muselmanen, die sich Vereine zur Förderung des sogenannten wollten, und an manchen fraßen die wilden Hunde Belebung aller ihrer Sondergefühle zur Folge, und wer Freidenter Bundes, also politische Vereine, Die vielen armenischen Dörfer längs der Straße waren weiß, in wie furzer Zeit die grüne Fahne des Propheten, der die den Staat interessirende Einrichtungen behandeln, gebildet rauchende Trümmerhaufen, die Bevölkerung Sandschal- i- scherif, das Zeichen des Kampfes für den Glauben haben und unter einander zu gemeinsamen Zwecken, nämlich zur war theils todt, theils in die Gebirge ge entfaltet wird. Förderung ihrer Tendenzen in Verbindung getreten sind(§ 8b flüchtet, wo ein begonnener harter Winter schlimm unter Vereinsgesetz) und daß Rubenow diese Verbindung vermittelt, ihnen aufräumen wird. Die Stadt Tokat entging dem gleichen namentlich dadurch, daß er ihre Zeitungsorgane und sonstigen Schicksal nur durch das menschlichere Verhalten des dort Drucksachen vertreibt, wird in Gemäßheit des§ 99 ff. Str.-Pr.-O. stationirten Generals Mustafa Bascha;- er beschützte die Stadt beschloffen: durch das ihm unterstellte Militär. In der Nähe von Amafia wurden wieder Leichen am Wege sichtbar, hier fab ich eine ohne Kopf, die schon beinahe ganz von Hunden und Schakalen abgenagt war. Auch hier waren Dor einer Woche Heute nun werden die Reformen als allein seligmachendes 150 Menschen das Opfer eines fanatisirten Mittel ausgerufen. Das türkische Reich aber frankt an dem Pöbels geworden, und ohne das heldenmüthige Benehmen Bazillus des Fortschritts, den der Staatstörper nicht verarbeiten des Gouverneurs Bekir Pascha wäre es hier wohl nicht tann, wenn er seine Lebensweise nicht ändert. beffer gegangen als in Siwas. Jm dichtesten Gewühle... Das Räthsel, den christlichen Völkern an den Grenzen schützte er die Christen, und wenig hätte gefehlt, daß er selber des Reiches eine größere Freiheit zu geben, als sie die Brüder dafür getödtet worden wäre. Zwanzig Gewehrläufe warenjenseits der Grenzen genießen, gleichzeitig aber den muselmanischen schon auf das Kommando eines Difiziers auf ihn gerichtet, mit Kraftkern des Reiches vor Ueberflutung durch diese Völker zu dem Rufe, er beschützt die Giaurs, er ist selbst ein Giaur! bewahren, ihn auf dieselbe Höhe der Regsamkeit und Arbeitslust nieder mit ihm!" Nur der Schnelligkeit seines Pferdes hatte er zu heben, ist schwer löslich. Aber die Nothwendigkeit ist an die sein Leben zu danken. Acht Stunden von Amasia liegt die Türkei herangetreten, und Noth bricht Eisen. Bricht sie es nicht, blühende Stadt Merfiwan von etwa 20 000 Einwohnern. Zu io stehen wir vor Ereignissen, die an Bedeutung alle gleich gleicher Zeit wie in Amasia fand auch dort ein GemeyeI statt, seitigen überragen müssen und die schwerlich zum endgültigen nur mit dem Unterschiede, daß dort an 300 Armenier ums Vortheil des türkischen Reiches führen werden. Leben tamen. Weder in Amasia noch in MerAch für Seelenschmerz und Liebeskummer haft Du doch teine Mittel." Mittel genug. Hier ist das Verzeichniß und hier meine Apotheke," sagte der Major, indem er einen Kasten von dem ihm zur Seite stehenden Tische nahm, und ihn Georgine vorhielt. Georgine veränderte ihre Stellung, legte ihren Kopf an die Schulter des Majors, schmiegte sich nahe zu ihm und ließ sich die Titel der Fläschchen erklären. ihren Rath legte er sich zu Bette, beglückt, doch bis zum Umsinken erschöpft. Er fühlte, jetzt dürfte er nicht reifen. Der geringfügigste Umstand, der nachtheilig auf seine Gesundheit eingewirkt hätte, mußte dieser den bedenklichsten Stoß geben und ihn aufs Krantenlager werfen. Er ahnte nicht, daß er sich bereits selbst vergiftet hatte dadurch, daß er nach und nach den ganzen Inhalt des Fläschens eingenommen. Ein Fieberschauer durchschüttelte ihn, es war ihm daher " Sieh hier," sagte der Major, dies sind Tinkturen sehr willkommen, daß Georgine ihm ein Glas warmen für Kopf- und Halsweh. Diese für Magen- und Brust- Punsch aus Bett brachte, ohne den, wie sie wußte, der leiden, hier ist Karmelbittern und hier Meliſsengeist, und Wajor nicht einschlafen konnte. dieses Fläschchen enthält Arsenik. Georgine merkte sich genau die Stelle, wo das Fläschchen mit Arsenit" stand; es war das fünfte in der Dritten Reihe. " Sieh, ob er starf genug ist," sagte sie. Hatte sie den Bunsch absichtlich schwach hergestellt oder wollte der Major sich doppelt erwärmen, furz er bat sie: " Gieße doch noch etwas Essenz aus meiner Flasche dort hinzu." " Für das Scheiden hilft doch keines," sagte sie dann. Schmerzt Dich das wirklich?" Georgine ging mit dem Glase aus der Schlafftube in " John! John! Wenn Du mich verlassen fannst und die Wohnstube, entkorkte die Essenzflasche, nahm dann aus willst, dann laß uns"- hier sprang fie auf, stellte die der durcheinandergerüttelten Apotheke, ohne zu merken, daß Apotheke gleichgiltig bei Seite fröhlich scheiden. sie, Melliffengeist" ergriff, das fünfte Fläschchen, goß seinen Laß uns noch einmal traulich plaudern, wie einst Inhalt in das Glas und schüttete Essenz hinzu. Das in jenen Stunden, die unsere glücklichsten waren. Doch Fläschchen steckte sie zu sich. zuvor ruhe Dich aus, oder nimm erst wie immer Dein So, nun wird er wohl stark genug sein," sagte fie, Frühstück ein, dann schlafe, ich wecke Dich, Du reisest dann als sie beständig mit dem Löffel im Glase rührend, ihm ab und" hier umschlang sie seinen Hals mit beiden dasselbe zurückbrachte. Armen. ,, kommst dann doch wieder zu Deiner Georgine." Der Major, vom Fieberfrost geplagt, leerte das Glas Der Major fühlte ihre wallende Brust, ihr heißer in einem Zuge. Athem streifte seine Wangen, er umfaßte ihren schönen Leib. Georgine zuckte zusammen. Um ibre Erregung zu vers Ueberwältigt und betäubt von solchem nie erlangten bergen, nahm sie ihm schnell das Glas ab, und feste es, Sinnenrausche, rief er:" Georgine, Du bezwingst mich mit sich umkehrend, auf einen etwas abseitsstehenden Tisch. magischer Gewalt, ja, ich bleibe da, ich will ruhn und Dann warf sie sich auf den Major, faßte seinen Kopf frühstücken." mit beiden Händen und flüsterte ihm zu: Wie freue ich mich, daß Du hier bleibst." Der Major fand diese stürmische Freude aus mehr als einem Grunde erklärlich. Berlin, den 4. November 1895. gez. von Podewils. Die Sperre ist auf ein Gesuch des Herrn Rubenow hin bereits aufgehoben worden mit der Begründung, daß genügendes Material, um Herrn R. des Vergehens gegen den§ 8 des Vereinsgefeßes zu überführen, bereits vorhanden sei. Somit haben wir demnächst einen Prozeß gegen Rubenow und Genossen zu erwarten. Wenn man aber gar schon die Freidenker- Vereine, die das Gebiet der eigentlichen Politik gar nicht berühren, gegen den § 8 des Vereinsgesetzes verstoßen haben sollen, wird es dann erst den politischen Vereinen anderer Parteien ergehen, die niemals ein Hehl daraus gemacht haben, mit wie ihre vollen Lippen auf den seinen gefühlt. Sie liebte ihn. Er lächelte still vergnügt. " Georgine!" hauchte er in beseligter Zufriedenheit. " Nun schlafe und träume von mir, sagte diese. Sie that, als wenn sie im Fortgehen noch aufräumte, legte Decken und Schoner zurecht. In Wahrheit nahm sie aber eine Decke und warf ste über einen aus dem Koffer entnommenen Gegenstand. Dann öffnete fie die Thür, faßte mit der Decke zugleich die Handhabe der Kassette, und verschwand mit einer fühnen Wendung hinter der Thür. Dort streckte sie den Kopf nochmals zurück, um nachzusehen, ob der Major sie beobachtet. Er lag ruhig in den Kissen vergraben und hatte nicht bemerkt, was hinter dem Kopfende seines Bettes vorgegangen. Georgine schloß die Thür und sagte zu sich selbst: Jetzt bin ich gerächt!" Da hörte sie Männertritte. Der erste Schreck nach ihrer vermeintlichen bösen That war ein furchtbarer. Sie brach zusammen. Mit Mühe erreichte sie das Sopha. Mit ihrem Leibe wollte sie den Zeugen ihrer Uuthat - schon verbergen, sie warf sich über ihn zu spät ihr Maun. wurde die Thür geöffnet und herein trat Sie athmete auf. Brambach sah sein Weib noch nie in einer so jämmerlichen Stellung und Verfassung. Ein Blick genügte ihm um zu wissen, daß etwas Außerordentliches geschehen sein mußte. " Hast Du?"- fragte er halblaut. Sie nichte. Dann gab sie ihm die Kassette. Sein Blick flammte auf. Um mich zu retten, thatst Du" Brambach sprach nicht aus, er umhalste sein Weib, faßte dann ihren Arm, trug die halb Ohnmächtige mehr als daß sie ging, sammt dem Raube in das Schlafa zimmer. Dort half er ihr beim Enttleiden und brachte sie zu Bett. Es wäre aufgefallen, wenn Georgine bei Ankunft des Königs nicht anwesend gewesen wäre. Sie mußte daher alles aufbieten, um wieder erholt und ruhig zu ers scheinen. Georgine entwand sich schnell seinen Armen und sagte: " Ich eile in die Küche, indessen ruhe aus." Sie ging. Der Major war überglücklich und fühlte sich aller Leiden wie enthoben. Er schob dies auf sein gutes Heil-" Georgine, Du liebst mich! Du sollst an mich denken, mittel, und da er Georginen gegenüber jetzt recht ge- denn ich werde Deiner gedenken. O sprich es aus, daß Du kräftigt und stattlich aussehen wollte, fo nahm mich liebst. er nochmals von den Wundertropfen ein. Wie er Hier hast Du die Antwort", und sie drückte ihm einen schrat er, als dabei das Fläschchen leer geworden. glühenden, langen Kuß auf den herbsten und letzten- Brambach erbrach die Rassette. Er traute seinen Augen Mergerlich darüber stieß er an den Apothekenkasten, daß die dann deckte sie ihn zärtlich zu und sagte: Jeßt erbole Dich, faum, als er die große Summe überschaute. Einige Scheine Gläser aneinanderklirrten, nnd warf das Fläschchen unsanft in zwei Stunden wecke ich Dich, dann frühstücken und steckte er zu sich. Darauf packte er alles schnell in ein unauf den Boden, daß es unter den Sekretär rollte. Aus plaudern wir zusammen. scheinbares Packet und legte dies in den Kleidersekretär seiner feiner glücklichen Stimmung konnte ihn jetzt nichts bringen. Der Major blickte verklärt und überglücklich auf Frau. Die Raffette verbarg er in seinem Bett. Da flingelte Er hatte sein Lebensziel erreicht, Georginen gefüßt. Auf Georgine. Sein lang gehegter Wunsch war erfüllt, er hattel es. Ein neuer Schreck! ( Fortsetzung folgt.) einander in Verbindung zu treten! Oder gar dem Bunds der Landwirthe! Oder sollten etwa diese Vereine" anders behandelt werden? Zur Köllerkrisis schreibt heute das Leiborgan des gefallenen Ministers: " Der flare Sachverhalt ist der: als Herr v. Köller sein Entlaffungsgesuch eingereicht hatte, find Versuche gemacht worden, ihn zum Bleiben zu bewegen. Diesen Versuchen gegen über hat Herr v. Köller erklärt, auf seinem Entlassungsgesuch der Hand. Die Geschichte wird auch über diese Episode ihr beharren zu müssen. Der Grund des Beharrens liegt klar auf Urtheil fällen. Wir sind überzeugt, daß dieses Urtheil dem unseren entsprechen wird: victor discessit( als Sieger trat er ab.) Wie sie über diejenigen Herren, die außer Herrn v. Köller eine Rolle in dem Drama gespielt haben, urtheilen wird, lassen wir lieber unerörtert." So sehr die zweite Hälfte der vorstehenden Bemerkungen von lächerlicher Ueberhebung zeugt, so richtig ist, auch nach unferen Informationen, die erste Hälfte. Der Kaiser soll Herrn v. Köller sehr ungern die Entlassung bewilligt haben und seine baldige Wiederbeschäftigung im Staatsdienste in Aussicht genommen haben. Die Fehlgriffe, die auf Herrn v. Köller seit seiner Entlassung zurückgeführt werden, dürften freilich seiner Weiterverwendung als Minister nicht förderlich sein. über die Kautionen der bei der Militär: und der MarineDeutsches Reich. über Einrichtungen zum Schuße des Lebens und der Gesundheit -Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung der Arbeiter, über Lohnzahlungen, Lohnabzüge, Arbeitsbücher(!), dem Berichte über den Entwurf einer Verordnung wegen Ab- Arbeitsordnungen, Konventionalstrafen u. bergi. Belgien. änderung der Verordnung vom 16. August 1876 Brüssel, 18. Dezember. Repräsentantenkammer. verwaltung angestellten Beamten und dem Antrag betreffend die Im Verlaufe der heutigen Sigung fam es zwischen dem Vergütung der Branntweinsteuern bei der Ausfuhr von sozialistischen Abgeordneten Defnet und dent flüssigen alkoholhaltigen Parfümerien sowie von alkoholhaltigen Kriegsminister General Brasfibe zu einem heftigen WortKopf, Bahn- und Mundwassern seine Zustimmung ertheilt. wechſel, infolge dessen beide sich ihre Zeugen ſandlen. Durch die Die Mittheilung betreffend die Ergebnisse einer Stichproben- Bemühungen derselben wurde die Angelegenheit zum friedlichen genommen. Die Vorlage betreffend den Entwurf eines Ein- Ausgleich gebracht. Erhebung über Verhältnisse im Handwerk wurde zur Kenntniß führungsgesetzes zum bürgerlichen Gesetzbuch( im Druck befindlich) und der Antrag des Königreichs Sachsen betreffend die Befreiung London, 19. Dezember.( B. H.) Nach hier eingetroffenen der mit Pensionsberechtigung angestellten firchlichen Unterbeamten New- Yorter Meldungen ist die anti- englische Stimmung in ganz bei den römisch- katholischen Kirchen der Grblande des Königreichs Nordamerika im Wachsen begriffen. Sachsen von der Invaliditäts- und Altersversicherung wurden dem IV. Ausschusse überwiesen. -HOO " England. Lichfield( Staffordshire), 19. Dezember. Infolge einer Petition um Ungiltigkeitserklärung der Parlamentswahl für - 3ur Revision des Handelsgesetzbuches Lichfield wegen Bestechung der Wähler erklärte der Richter heute erfährt die„ Köln. 3tg.", daß die seit einigen Wochen unter Zu- das liberale Parlamentsmitglied H. Julford seines Sizes für ziehung zahlreicher Autoritäten aus der Justiz- und Handelswelt verlustig. In England haben die Gerichte über die Giltigkeit im Reichs- Juftizamt stattgehabten Berathungen über die Revision der Wahlen zu entscheiden. des Handelsgesetzbuchs gestern beendet wurden und zu einem Italien. sehr befriedigenden Ergebniß geführt haben. Hiermit seien aber Der - Die Sozialisten und die informatorischen Erhebungen noch nicht beendet. Es sollen Krieg in insbesondere noch Vertreter landwirthschaftlicher Berufstreise die Abessynien. Genosse Andrea Costa hat im Namen der Vorschläge des Reichs- Justizamts beurtheilen. Sozialistischen Partei in der Kammer bei Gelegenheit der Disa Die alte Raketenkiste möchte die Regierung" und die staatserhaltenden" Parteien für ein neues Sozialisten- Zur Handwerks Gefeßgebung bringt die tussion über die Ereignisse in Afrita folgende Rede gehalten: Wir die wir gegen die afrikanische Politik gestimmt haben, gesetz„ scharf machen". Um aber auch nur diese Parteien Norddeutsche Allgemeine Zeitung" folgende augenscheinlich feit der alte Depretis zitternd und weinend uns die traurige zur Einmüthigkeit zu bringen, müßten dieselben erst zu ein- offiziöse Mittheilung: Wie die Nationalliberale Korrefp." wissen will, soll der Nachricht der Niederlage von Dogali mittheilte, haben nicht mehr ander Vertrauen haben, daß der verbündete Sozialisten im Handelsministerium in der Ausarbeitung begriffene Gefeß- nöthig, uns gegen die afrikanische Politik zu erklären. Wir beklagen tödter nicht seinen eigenen Bundesgenossen selbst hinterrücks entwurf über die Organisation des Handwerks bereits so weit die afrikanische Politik als Italiener, wir beklagen sie als Menschen." anfalle. Die Erfahrung von 1878 ist nun nicht sehr ver- fertig gestellt fein, daß er die Zustimmung des Staats- Er sendet noch einen Gruß den Gefallenen, allen Gefallenen, trauenerweckend. Das Sozialistengesetz war damals auch minifteriums vorausgesetzt unmittelbar nach der Weihnachts- den Italienern, die muthig gekämpft haben, den Schoanern, nur eine Maste für die Echutzöllnerei, und pause dem Bundesrathe zugehen könne. Daß in gedachtem welche die Ehre ihres Landes vertheidigten. Wir alle sind Brüder, fagte er wenn ich die Illusion gegenwärtig würde es unvermeidlich mit sich bringen bereits früher gemeldet, daß jedoch der von der„ N. 2. K." be- hätte, meine Kollegen überzeugen zu können, so würde ich lager, Ministerium ein solcher Entwurf in Vorbereitung ist, haben wir müssen: die Annahme des Antrages Rauit, Kaniz, die Aufhebung des zeichnete Termin der Fertigstellung eingehalten werden wird, daß man in Afrika weder die Ehre der Fahne, noch das Bürgerdie Koalitionsrechts, daß wir aufrecht erhält, uns zur PrügelBeseitigung darf nach Lage der Sache unseres Wissens als zweifelhaftstrafe hergeben. Und das Baterland? Geht Ihr vielleicht der Freizügigkeit, ganz enorme neue Ausgaben für das gelten." dorthin, um es zu erhalten? Während hier der Heer und die Marine, die Schaffung einer Schlachtflotte, Begnadigung wegen Duellvergehen 3. Staatsbürger nicht mehr Staatsbürger, sondern ein schändlichen die Erhöhung des Militärpräsenzstandes u. s. w., und in Wegen Herausforderung des Amtsrichters Handtmann in Ausnahmegesehen Unterworfener ist, und während Maconnen dem Verbindung hiermit die Auflage neuer Zölle und indirekter Bentschen zum 3 weikampf war der Amtsrichter Wollen: Tofelli die militärischen Ehren erweist, straft man hier die Stenern. Für alle diese Forderungen zusammen würde sich haupt in Bentschen von der Meserizer Straftammer zu drei Kämpfer des freien Gedankens. aber kaum eine Reichstagsmehrheit finden. Ist es ja nur Monaten und der Distriktskommissar von Anderten wegen Kartellnoch die Furcht vor der Sozialdemokratie, welche die tragens zu drei Tagen Festungshaft verurtheilt worden. Wollen bürgerlichen Parteien an der gegenseitigen Berfleischung haupt hatte seine Strafe bereits angetreten. Jezt ist ihm, wie hindert. der Abendpost" mitgetheilt wird, der Rest derselben und Herrn Pindter's Geheimniß. Als wir gestern in der von Anderten die gesammte Strafe im Gnadenwege er lassen worden. ,, Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" zwei ganze Spalten mit dem Versuch gefüllt sahen, das unglückliche, VaterlandsBandarbeiter Glend in Dft el bien. Die VoltsTofigkeits- Bitat des Herrn Reichskanzlers zu entschuldigen, zählung hat in dem masurischen Theile Ostpreußens mit besonderen ba standen wir vor einem Räthsel, Hintennach ist uns Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Ein Zähler in der Gegend von Lyck giebt über das, was er in den Landarbeiterwohnungen aber eingefallen, daß Bindter der Xte nicht sowohl den gesehen, ber tonservativen„ Ostpreußischen Zeitung" eine Herrn Reichskanzler als sich selber vertheidigen wollte, denn sehr anschauliche Schilderung: er war es, der das Unglücks Bitat entdeckte und am ,, Die Temperatur in den Wohnungen der Justleute Nom, 19. Dezember. Ein General der italienischen Armee Donnerstag in der ,, Norddeutschen" schon einige Stunden und Käthner giebt der von draußen nur wenig erklärte einem Journalisten, die italienischen Truppen fönnten früher veröffentlichte, als der Herr nach, weil die Leute fast gar kein Brennmaterial besigen angesichts der gegenwärtigen Lage in der eryträischen Provinz Reichskanzler es im Reichstag vorlas. Daß und bei der diesjährigen miserablen Ernte besonders schlecht nicht daran denken, die Offensive zu ergreifen, wenn ihnen nicht er dem„ neuen Herrn" ein Sprenggeschoß gab, das na ch barum bestellt sind. Nun kommt freilich dazu, daß unser Masur Verstärkungen von mindestens 30 000 Mann zunach hele vel fiber seinen Magen Burch Spiritus gehen würden. Dieselben müßten sich einen Weg durch die hinten losging- dafür wird dieser ihm wohl den Kopf erwärmt, als seinen Ofen durch Torf und Holz, und da ist es Feinde bahnen, um zu den von den Schoanern eingeschloffenen gründlich gewaschen haben. Darum die Schmerzen und der( zwei Spalten) lange Schmerzensschrei. -W faßten: Zwischen jenen Barbaren und Euch, wen soll man nun vor ziehen? Das Vaterland wiederhole ich, welches Vaterland vertheidigt Ihr in Afrika? Das Vaterland der Vertreter der niederträchtigen Interessen und der Bauten. Ihr erhebt zum Jhealismus die Rache der armen Gefallenen, um die Frage der Moral zu ersticken! Alle sind wir für das Vaterland, aber nicht für das Vaterland der Banten, nicht für das Vaterland einer Klaffe, welche schon ihren historischen Himmel gebildet hat. Der Dolmetsch der Rufe, welche aus dem Lande und aus den Werkstätten tommen, protestire ich gegen eine verderbenbringende und verbrecherische Politik und erkläre, daß ich weder einen Mann noch einen Pfennig bewilligen werde. Niemals!" Soldaten zu gelangen. Ministern Spanien. tein Wunder, wenn die älteren Leute eines Haushalts schon lieber gar nicht aus dem Bette friechen, sondern sich tagsüber daselbst zu erwärmen suchen, was ihnen auch freilich meistens mcht ge lingt. Manchmal birgt solch' eisig falter Raum nicht einmal 8ur tubanischen Frage schreibt die„ Berliner Sonderbare Schwärmer sind die Herren Konservativen, einen Tisch oder Stuhl und nun, armer Volkszähler, erfülle Morgen- Beitung": Nachdem die spanische Ministertrise mit den die uns zurufen, wir sollten doch die Hammerstein- Briefe Deine Pflicht! Der Leser in der Stadt muß nicht etwa denken, gemeldeten Ernennungen ihren Abschluß gefunden, dürften sofort veröffentlichen. Abgesehen von dem bischen Komödien- daß hier der Zähler so wie dort einfach die Zählbriefe abgiebt wichtige Entschließungen in betreff Ruba's nicht mehr lange auf spiel denn wenn die Herren dächten, daß wir ihren und sie dann wieder ausgefüllt einsammelt. Das geschieht hier fich warten lassen. Der letzte Ministerrath hat sich vermuthlich Wunsch erfüllen würden, wagten sie nicht zu piepsen nur sehr vereinzelt. Er ist darauf angewiesen, sie an Ort und damit und insbesondere mit der Martinez Campos Frage bes halten die Herren Rufer uns doch für gar zu gutmüthig. Stelle unter den erschwerendsten Umständen, wie schon erwähnt schäftigt. Dertleine" Marschall hatte unter den demissionirten entschiedene Gegner, speziell der bisherige Ist ein Guillotine- Meffer nicht gefährlicher, wenn es in der oft ohne Tisch und Stuhl, auszufüllen; das wäre aber Luft hängt, als wenn es auf dem Boden liegt? Und ist auch noch nicht das schlimmste, wenn die Angaben von unserer Arbeitsminister Bosch, dessen Name mit der Mißwirthschaft in polnischen Bevölkerung richtig gemacht werden fönnten! Doch der Madrider Gemeinde- Verwaltung für alle Zeit verknüpft die Strafe nicht um so größer, je länger das Guillotinen hier weiß eine alte Frau ihren Geburtstag nicht, dort ist ein bleiben wird, hatte sich heftig gegen die Politik Martinez Meffer fallbereit hängt? Pudel sind nie trauriger, als wenn mann im Zweifel, wie viel Kinder er befizt, ja ein Bähler Campos' auf Kuba ausgesprochen. Ob das rekonstruirte Kabinet ihnen eine Tracht Brügel bevorsteht, und nie vergnügter, traf sogar eine junge Frau an, die nicht einmal wußte, an dieser Politik gegenüber eine minder ablehnende Haltung be als wenn sie überstanden ist. welchem Tage ihr anscheinend zwei Monate altes Kind wahren werde, als es bisher der Fall gewesen, steht dahin. Der geboren war." Marschall befürwortet bekanntlich die Bewilligung von Reformen Der Fall Liebknecht scheint immer weitere Kreise zu So siebt es in den Hütten der Hinterfassen unserer ostelbischen im Sinne einer nicht zu engherzig bemessenen Selbstverwaltung. ziehen. Wie bekannt, schwebt bereits ein Verfahren gegen Grundbesiger aus, die da verlangen, daß ihnen in die unergründ- In Madrid will man jedoch nichts davon hören, bevor den verantwortlichen Redakteur des„ Hannover'schen Volks- lichen Taschen neue Liebesgaben hineingefüllt werden. nicht ein namhafter Waffenerfolg davongetragen worden. Ein willen", Genossen Thielhorn, weil in seiner Zeitung im solcher scheint nun nach den letzten Nachrichten derzeit kaum Leipzig, 19. Dezember.( Eig. Ber.) Wie schon telegraphisch in Aussicht zu stehen, denn die Aufständischen gewinnen entBericht über die Parteitagsrede Liebknecht's die inkriminirte gemeldet, fanden am Mittwoch, den 18. Dezember im Pantheon- schieben an Terrain, zersprengen, größeren Zusammenstößen gea Stelle, wenn auch nicht wörtlich, wiedergegeben war. Jetzt Leipzig und im Felsenfeller Plagwitz von 1000 bezw. 2500 Ber- fchickt ausweichend, fleinere feindliche Haufen, sprengen Eisenbahnfahndet die Staatsanwaltschaft in Hannover aber auch noch fonen besuchte Bersammlungen statt, die folgende Proteftrefolu- brücken, verhindern die Ernte- Arbeiten und stecken die Zucker nach dem Verfasser des fraglichen Berichts. Gestern hatte tionen nach den Referaten der Genoffen K. Pinkau und Dr. plantagen in Brand. Die Hoffnung auf Unterdrückung des Aufhier in Moabit bereits der Berichterstatter Heinrich Bruno Schoenlant gegen die beabsichtigte Berfch Iech teftandes mit Waffengewalt schwindet denn auch immer mehr und Guttmann dieserhalb eine richterliche Bernehmung. Fung des sächsischen Landtagswahlrechtes es wäre wünschenswerth, wenn die Madrider Regierung anstatt an die Abberufung des Marschalls zu denken, was die Lage nur Wegen Majestätsbeleidigung, angeblich begangen Die am 18. Dezember tagende Volksversammlung erklärt sich verschlimmern könnte, endlich die Reformfrage für Kuba mit allem in der Generalversammlung des sozialdemokratischen Wahl mit den Ausführungen des Referenten einverstanden. Ernst in Erwägung ziehen würde. erbebt entschiedenen Protest gegen ben von vereins Nürnberg Altdorf am 4. November, war gegen Sie den Das Madrider Blatt„ Heraldo" versichert, daß Marschall Genossen Breder Anklage erhoben. Der Angeschuldigte reaktionären Parteien des Landtags unternommenen Versuch, Campos darauf bestehe, seine Entlassung als Gouverneur von ist nunmehr durch Beschluß der Straflammer außer Ber- dem sächsischen Volke noch eines der wenigen, noch unangetastet Stuba au nehmen; doch entbehrt die Meldung der Bestätigung. gebliebenen Voltsrechte: das geheime, gleiche und direkte folgung gefeßt. Landtags Wahlrecht zu entreißen und durch Einführung preußischen Dreitlassen Wahlsystems mit Der Zwist wegen der Venezuela- Grenze spinnt des offener des elendesten aller Wahlsysteme. bie sich weiter fort. Die Repräsentantenkammer der Vereinigten Abstimmung, Stimmen der besitlosen arbeitenden Masse durch die türkischen Staatsmänner neben den inneren Wirnissen und Staaten nahm nach den vorliegenden Depeschen einstimmig einer begünstigten besitzenden Minderheit zu erdrücken. äußeren Verwicklungen. Die Ottomanbank hat ihre Vorschüsse den Gefeßentwurf an, durch welchen der Präsident er Gie erkennt in diesem Versuche den Ausdruck des Hasses gegen an die Staatstaffe eingestellt, so daß es die größte Sorge der mächtigt wird, eine Kommission zur Grenzfeststellung das geltende Reichstags- Wahlrecht und des Strebens, in der Minister ist, für die großen gegenwärtig außerordentlichen Bea in Venezuela zu ernennen, und bewilligte 100 000 Dollars rücksichtslosen Ausbeutung des Volkes durch keine sozialdemo- dürfnisse Geld zu beschaffen. zur Deckung der Kosten für diese Kommission. Die fratische Kritik gestört zu werden, und erklärt es daher für die Konstantinopel, 19. Dezember. Der Generalgouverneut Kommission des Senats für auswärtige Angelegen Pflicht eines jeden Parteigenossen, mit aller Kraft die Voltsrechte von Kreta, Karatheodory Pascha, hat, um etwaige Fortschritte heiten wird während der Weihnachtsferien weiter zu wahren und für die Durchführung des allgemeiren, gleichen, der Bewegung auf der Insel zu verhindern, eine Vermehrung tagen, um be geheimen und direkten Wahlrechts für alle Reichsangehörigen der gegenwärtigen, aus 15 Bataillonen bestehenden Garnison um über die venezuela'sche Frage zu rathen. Die Republikaner und Demokraten haben im vom vollendeten 20. Lebensjahre an bei allen Wahlen und Ab- 10 Bataillone verlangt; vorläufig sind dem Generalgouverneur Verein beschlossen, das Vorgehen der Regierung zu unterstimmungen einzutreten. Sie spricht zu der sozialdemokratischen 4 Bataillone bewilligt worden. unter- Vandtagsfraktion das Vertrauen aus, daß sie dem reaktionären Für die Meldung von einer angeblichen Bewegung in stützen. Ansturm entgegen auch ferner unerschüttert die Voltsinteressen Albanien liegt keine Bestätigung vor. Dagegen wird aus Ottawa gemeldet: Die kanadische vertreten und durch fachgemäße Anträge die Befreiungsbestrebungen Ein Frade an den Marineminister verfügt, daß die ThurmPresse zollt der Haltung Salisbury's in der Venezual- der Sozialdemokratie auf den verschiedenen Gebieten zum Ausschiffe Osmanie"." Azizie" und zwei Torpedoboote neben den frage Beifall. Den Ansprüchen des Präsidenten Cleve- druck bringen werde. Die Leiter der heutigen Versammlung Stationsschiffen antern sollen. Die Indienststellung der Schiffe land müsse Widerstand geleistet werden. Die Regierung von werden beauftragt, diefe Resolution an das Präsidium des hat begonnen. Kanada müsse die Frage der Landesvertheidigung sächsischen Landtags abzusenden. ernstlich erwägen, damit man gegen einen Einbruch ge rüftet sei. 0 S Desterreich. Türkei. - Die Finanznoth ist die schwerste Sorge der Amerika. Ruba. New Orleans, 18. Dezember. Das Bezirksgericht hat in - Revision der Gewerbe- Ordnung. Die heute zwei Prozessen gegen die Regierung entschieden und ausgesprochen, In England verursacht die Haltung des ameridem Abgeordnetenhause vorgelegte Gewerbenovelle behält den daß das Buckerprämien Gefeß verfassungsmäßig tanischen Gesandten lebhafte Genugthuung, der, Befähigungsnachweis für handwerksmäßiges fei. Infolge dieser Urtheile werden wahrscheinlich Ansprüche obwohl er dem gestrigen Wochenempfang im Auswärtigen Gewerbe bei, lebnt jedoch die Ausdehnung dieses auf Buderprämien im Betrage von mehr als 11 Millionen Amte nicht beiwohnte, abends bei einem öffentlichen Gastmahle Nachweises auf die Inhaber fabritmäßiger Unter Dollars erhoben werden. nach Hinweis auf die Blutsverwandtschaft zwischen Eng- nehmungen sowie auf Handelstreibende bei land und Amerika sagte, er könne nicht glauben, daß letteren mit Rücksicht auf die Nothwendigkeit thunlichst freier Bewegung des Handels a b. Auf genossenschaftlichem Havannah, 18. Dezember. Marimo Gomez steht mit 6000 etwas geschehen könnte, was eine Spaltung zwischen den Gebiete wird die Einrichtung von volkswirthschaftlichen humani. Mann Aufständischen an der Grenze der Provinz Matanzas und Nationen, die so viele gemeinsame Interessen hätten, er- tären Anstalten durch materielle Betheiligung der Genoffens schickt sich an, in dieselbe einzufallen und die dortigen Pflan zeugen würde. schaften gefordert. Die Novelle verfolgt die Vervollständigung zungen zu zerstören. Die Schaaren der Aufständischen brachten Eine solche vernünftige Sprache wird hoffentlich Del der Arbeiterschußgefeßgebung durch Verschärfung der Vorschriften neuerdings wieder einige Eisenbahnzüge zur Entgleisung und auf die erregten Wasser gießen. zum Schuße der Arbeiter, insbesondere bei den Bestimmungen steckten mehrere Ortschaften und Pflanzungen in Brand. Afrika. " Die Zustände in Deutsch Ostafrita hat eine englische Dame, Miß Balfour, in Augenschein genommen. Sie schreibt über die Hafenstadt Dar- es- Salaam: Die Stadt ist als das Werk von drei Jahren eine bemerkenswerthe Schöpfung. Sie fieht jedoch mehr wie ein deutscher Badeort als sonst etwas aus. In den europäischen Viertel bemerkt man kaum etwas von Handel oder geschäftlichem Treiben. Unwillkürlich drängt sich einem der Vergleich mit Buluwayo( englischer Kolonialort im Innern Afrikas) auf, wo freilich nur einige Lehmhütten, einige eiferne Dächer zu finden, die Beamten in Hemdsärmeln umberLaufen, aber allgemeine Geschäftigkeit und Raftlosigkeit herrscht, wo die Arbeit überwiegt und Neußerlichkeiten unbekannt sind. In Dar- es- Salaam hat man dagegen große Gebäude, feste Straßen, funstvolle Gärten, Offiziere in fleckenlosen Uniformen, Zusammenschlagen mit den Hacken und tiefe Verbeugungen, aber sonst nichts... Der Gerichtshof in freier Luft in Dar- es Salaam war gesteckt voll Angeklagter, und wir konnten nicht bemerken, daß irgend einer freigelassen wurde. Die große Anzahl der Gefangenen überraschte mich jeden Tag mehr. Ueberall, wohin man sich wandte, begegnete man Gruppen von sechs und acht zuweilen Frauen die am Halse zusammengefettet waren und von einem schwarzen Polizisten oder Soldaten getrieben wurden." Diese Schilderung deutscher Kultur im schwarzen Erdtheil trägt das Gepräge der Wahrheit. So muß es aussehen und hergehen, wo preußisch- deutsche Assessoren, Offiziere und Unteroffiziere mit gewohnter Schneidigkeit zivilisiren. Partei- Nachrichten. Gewerkschaftliches. belegt. Arbeitgeber, welche Arbeiter im Widerstreit mit diesen| Schließung seines Geschäftes gewärtigen. Nun standen aber die Vorschriften beschäftigen, werden mit einer Zusatzstrafe von 5 Kr. Osterfeiertage unmittelbar vor der Thür, an denen Schröder ein bestraft für jeden so beschäftigten Arbeiter. Im Wiederholungs- Geschäft zu machen hoffte. In dieser Nothlage wandte sich falle tann die Zulagebuße bis auf 10 Kr. für jeden der er- Schröder an den Amtsvorsteher sowohl wie an den Angeklagten. wähnten. Arbeiter steigen. Die Zustimmung der betreffenden Ar- Letterer machte ihm Vorwürfe darüber, daß er sich an den beiter befreit nicht von der Buße. Amtsvorsteher gewandt habe und ließ durchblicken, daß er die Sache § 4. Dieses Gesetz soll in allen Bäckereien und Kon- all ein machen und ein Auge zudrücken könne. Am 13. April, am ditoreien an einem allen Arbeitern zugänglichen Platze auf- Osterbeiligabend, traf der Angeklagte mit dem Restaurateur gehängt werden. Kühnel in einem Lokal zusammen, er ließ Schröder rufen und Folgen Einführungsbestimmungen 2c. flüsterte alsdann dem Kühnel zu, wenn Schröder 20 M. springen laffe, werde er für die Feiertage unbehelligt bleiben. Kühnel bes stellte dies an Schröder, dieser hatte aber kein Geld bei sich. weshalb ihm der Angeklagte eine Stunde Frist gab, sonst werde er die Bude" schließen lassen. Schröder hatte aber gar nicht so viel Geld in seinem Besiz, trotzdem ließ ihn der Herr Sekretär nachmittags in mehrere Kneipen kommen und machte energische Anspielungen auf die Provision, immer mit der Schließung der Bude" im Hintergrunde. Schröder aber hatte nichts, er konnte nichts geben und mußte sich auf alles gefaßt machen. Am nächsten Morgen traf aber die Konzession ein und Sperling, der sich unterdeffen wohl seines gewagten Spieles bewußt geworden war, brachte ihm dieselbe persönlich, wozu er gar nicht verpflichtet war. Die Sache kam im Gastwirthsverein zur Sprache und gelangte Schließlich zur Kenntniß des Amtsvorstehers, der den Mann sofort entließ. Der Gerichtshof hielt nun zwar für erwiesen, daß der Angeklagte gar nicht die Macht besaß, seine Drohung bezüglich der Schließung des Lokals auszuführen, es genüge aber, daß der Bedrohte sich in dem Glauben befand, der Ans geklagte habe die Macht, ihm Schaden zuzufügen. Die Handlung an sich sei eine schwere und lasse auf einen schlechten Charakter schließen, doch sei der Angeklagte noch unbescholten und deshalb laute das Urtheil auf 14 Tage Gefängniß. An die Gewerkschaften Berlins und Umgegend. Das schöne Weihnachtsfest naht heran, und hunderte von stellenlosen Mitgliedern suchen unsern to stenlosen Arbeitsnach weis Jüdenstr. 36 auf. Wir richten an die verehrlichen VergnügungsFestkomitee's 2c. Das Ersuchen, darauf zu achten, daß die in den betreffenden Festlokalen thätigen Arbeitskräfte organifirt find. Die Arbeitsscheine liegen bei den Wirthen am Buffet aus. Die Arbeitstommission der organisirten Gast wirthsgehilfen. Der Ausstand der Zurichter in der E. Meyer'schen Lederfabrik in Berlin dauert bereits die fünfte Woche. Die Hoffnung auf Erledigung dieser Angelegenheit noch vor den Weihnachtsfeiertagen hat sich nicht erfüllt, obwohl die Arbeit drängt. Allem Anschein nach liegt die Sache so, daß Herr Meyer sich schwer dazu entschließen kann, selbst zu kommen, trotzdem es ihm lieber wäre, wenn der Streit überhaupt nicht bestünde. Die Zahl der Ausständigen beträgt gegenwärtig noch 75, wovon die meisten verheirathet. Alle, ohne Ausnahme find entschlossen Preußisches Versammlungsrecht. In Jüterbogt wurde auszaharren, bis eine Einigung zu gunsten der Betheiligten zu am 1. September eine öffentliche Volksversammlung vom über- stande gekommen ist. Lohnkommission der Leder. wachenden Beamten aufgelöst, weil der Einberufer ein Bureau arbeiter Berlins. war noch nicht gewählt seinem Wunsche, die Frauen Bei den Gewerbegerichts- Wahlen in Oldenburg habe hinauszuweisen, nicht nachkam. Der Jüterbogter Landrath lehnte die vereinigten Gewerkschaften einen glänzenden Sieger auf erhobene Beschwerde ein Einschreiten gegen den Beamten ab, rungen. Mit 160 und 161 Stimmen haben ihre Kandidaten gegen da er auf grund des§ 8 des Vereinsgesetzes zu seinem Vorgehen befugt gewesen sei. Die fönigliche Regierung in Potsdam die Hirsch- Duncker'schen gesiegt, trotzdem diesen die Streifbrecher vom letzten Buchdruckerstreit zu Hilfe geeilt waren. gab dem weiter Beschwerdeführenden am 6. d. M. die Antwort: Der fönigliche Regierungs- Präsident. 1. 2089, 11. = Der schweizerische Uhrenarbeiter Verband schlug als Nachfolger Schwiguebel's den Genossen Reimann, Redakteur der Solidarité horlogère", zum Adjunkten des Arbeiterfekretariats vor., " Begen Beleidigung des Pastors Ilgner in Friedens est bei Meserih in der Provinz Posen waren seinerzeit der tantor Friedrich Wiedemann aus Friedenshorst, der Lehrer Oskar Scholz aus Rogsten bei Bentschen und der Redakteur der Preuß. Lehrer- 3tg.", früherer Lehrer Karl aake aus Spandau von der ersten Straffammer des Landgerichts II verurtheilt worden und zwar Wiedemann zu 100 Mart Geld= ftrafe, Scholz zu drei Wochen Gefängniß und Laafe Der Verband der Nahrungsmittelarbeiter Oesterreichs Zu 150 Mart Geldstrafe. Pfarrer Igner hat am Potsdam, den 29. November 1895. hat beschlossen, den zweiten Verbandstag am 5. Januar 1896 in Sonntag, den 28. Oktober vorigen Jahres, zu einer Zeit, Ihre Beschwerde vom 12. September d. J. fann ich nicht Wien abzuhalten. Der Verband umfaßt vorläufig die Branchen als die Wahl des Abg. von Unruhe- Bomst in Frage stand, für begründet erachten. Mit Rücksicht auf die Zusammen- der Bäcker, Fleischhauer, Konsumbediensteten, Müller und Zucker- eine Predigt gehalten, welche einen politischen Charakter trug. febung der Versammlung aus Mitgliedern des„ Allge. bäcker, sämmtlich in Wien. Aus den Provinzen gehören dem Anknüpfend an das Evangelium vom Zinsgroschen trat er für meinen Arbeitervereius" und des sozialdemokratischen" Wahl- selben blos die Bäcker in Karlsbad, Laibach und Salzburg an. eine gerechte Bertheilung der Steuern ein und griff die polivereins" und in anbetracht des Gegenstandes der Bericht. Nach dem Vorschlag der czech is chen Müller soll ein Kontischen Parteien an, welche für die Simultanschulen und gegen erstattung in der Versammlung über die Kreis- Parteifonferenz greß der Lebensmittelarbeiter zu Ostern 1896 ein- die geistliche Schulaufsicht wirken. Er sprach von den Gotteshat der überwachende Beamte mit recht angenommen, daß es berufen werden, der sich mit den Fragen des Arbeiterschutzes und lästerern und denen, die die geistliche Schulaufsicht aus der Schufe sich um eine zwecks Umgehung der geseglichen Bestimmungen der Taktik der Organisation befassen soll. Das wichtigste Kampf- heraushaben wollen, von den Simultanschulen, in denen Evanangesetzte Vereinsversammlung gehandelt hat. Den Bescheide ziel der Nahrungsmittelarbeiter bildet die Erringung der Sonn- gelische und Katholische nebeneinander lehren sollen und dadurch des Herrn Landraths vom 6. September d. J. tann ich daher tagsruhe. verhindert werden, ihren Glauben voll zu bekennen, und nur auftimmen. betonte die Nothwendigkeit der geistlichen Schulaufsicht, denn wenn der Wächter nicht da ist, sind die Schafe verloren". Der Kantor Wiedemann, der in diesen Aeußerungen Angriffe auf die Lehrer erblickte, notirte sich auf dem Kirchenchor fofort die martantesten Stellen und sein Kollege bestätigte ihm, daß auch er die Aeußerungen des Pastors und Schulinspektors ebenso auf Pastor Flgner, um Aufklärung von ihm zu erbitten, und fie gefaßt habe. Beide gingen deshalb nach dem Gottesdienste zum erhielten den Bescheid, daß der Herr Pastor sie beide gar nicht gemeint, sondern nur im allgemeinen gesprochen habe. Bei einer fleinen Lehrerversammlung, in welcher es sich darum handelte, ob die Geistlichen Ehrenmitglieder der Lehrervereine werden Parteiversammlungen. In Ralt fand am 3. d. M. eine follen, brachte Wiedemann den Borfall als Gegengrund zur Barteiversammlung für den Landkreis Köln statt. Der vom Das Muster eines Majestätsbeleidigungsprozesses be- Sprache, der anwesende Lehrer Schols nöthigte ihm seine AufBertrauensmann Genossen Kurth erstattete Jahresbericht um schäftigte gestern die neunte Straffammer am Landgericht I. Der zeichnungen ab und behandelte den Vorgang in einem von der faßte ein größeres Gebiet der Thätigkeit, als die im Arbeiter Brobbel war von seinem Kameraden Schulz einer Preuß. Lehrer- Beitung" veröffentlichten Artikel unter dem Titel vorigen Jahre erfolgte Abrechnung. Die Ungiltigkeitserklärung Majeftätsbeleidigung besichtigt und deshalb angeklagt worden. Schulhaus und Pfarrhaus". Pastor Jlgner, der sich dadurch be der Reichstagswahl für Köln Stadt auf grund der zu Unrecht Er bestritt mit aller Entschiedenheit jede Schuld und gab an, leidigt fühlte, stellte den Strafantrag und die erste Strafkammer Diesem Wahlkreise zugetheilten eingemeindeten Vororte bedingte daß die Anzeige nichts sei, als ein frivoler Racheaft. Der des Landgerichts I erkannte am 14. Mai wie oben angegeben. Auf die Einschließung dieser Orte in die Partei- Organisation des Denunziant sei mit ihm verfeindet, und dem dürfe man nicht eingelegte Revision hob das Reichsgericht das erste Landkreises. Dadurch wurde die Einwohnerzahl dieses Wahl- trauen, denn der schrecke selbst davor nicht zurück, unter seinem Ertenntniß auf und verwies die Sache an das Landtreises um ca. 100 000 Seelen vermehrt. Die Einnahmen be- Gide die Unwahrheit zu sagen; er habe auch bereits eine lange gericht I. Bei der gestrigen Verhandlung vor der IX. Straftrugen 1511,83 M., die Ausgaben 1241,90 M. Gewählt wurde Reihe von Vorstrafen erlitten. Der Zeuge wollte dies unter fammer legte Pastor Ilgner sein Manuskript vor, um zu be als Vertrauensmann Genosse Kurth. Die Beschliffe des Bres- seinem Eide in Abrede stellen, mußte dann aber zugeben, daß er weifen, daß er in den fraglichen Stellen seiner Predigt gar nicht lauer Parteitages wurden von der Versammlung in einer Refo- einmal mit einem Jahr Gefängniß bestraft sei. Da er dabei die Lehrer im Auge gehabt habe. Wiedemann und der zweite lution gebilligt. blieb, daß dies seine einzige Strafe sei, und da der Angeklagte Friedenshorster Lehrer blieben dabei, daß sie die Worte des unter Bezugnahme auf bestimmte Daten glaubhaft versicherte, Geistlichen als gegen die Lehrer gerichtet aufgefaßt hätten, daß der Zeuge bereits vielfach bestraft sei, mußte die Verhand lung vertagt werden. brochen. Der Regierungs- Präsident. Graf Hue de Grais." Dazu ist zu bemerken, daß zwar vor Jahren in Jüterbogt ein„ Algemeiner Arbeiterverein" bestanden hat, dann aber auf- In Genf ist ein Streit der Möbeltischler ausgegelöst und polizeilich abgemeldet ist; später wurde ein Sozialdemokratischer Wahlverein" geschaffen. Es ist deshalb auch nicht ersichtlich, warum der Regierungspräsident auf einmal zur Philadelphia ausgebrochen. Alle Linien find bis auf die Ein Ausstand der Pferdeeisenbahn- Angestellten ist in Motivirung eines Versammlungsverbotes diesen Allgemeinen einer Gesellschaft, wo es nicht zum Streit tam, außer Betrieb. Arbeiterverein" aus dem Aftenstaube wieder ausleben läßt. Die Jüterbogter Genossen wollen in dieser Angelegenheit Angeblich sollen die Streikenden 300 Wagen zertrümmert haben. weitere Schritte unternehmen. Gerichts- Beitung. " In Hagen i. W. erstatte der Vertrauensmann in einer Parteiversammlung am 15. d. M. Bericht über Einnahme und gaben aber zu, später überzeugt worden zu sein, daß diese Ausgabe seit dem 16. Dezember 1894. Die Einnahme betrug Auffassung eine irrthümliche war. Der Staatsanwalt beantragte 483,31 M., die Ausgabe 285,20 M., Ueberschuß 198,11 M. Alš Vertrauensmann wurde Genosse Sprave wiedergewählt. Die auch für viele Arbeitervereinigungen überaus gegen Wiedemann selbst die Freisprechung, gegen Schola da. In Wolfenbüttel ergab die Abrechnung des Ver- Sinne des§ 360 Biffer 9 des Strafgesetzbuches für das Deutsche Neumann der Ansicht, daß die vom Pastor Jigner gewichtige Frage, wann ein Verein als Versicherungsanstalt im gegen 200 m., gegen Laate 100 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof war mit den Rechtsanwälten Schönborn, Dr. Sello und trauensmannes eine Einnahme von 134,84 M. und eine Ausgabe Reich anzusehen ist, beschäftigte neuerdings wiederholt das brauchte Wortstellung immerhin geeignet war, jener allerdings von 134,44 Wt. Als Vertrauensmann wurde Genosse Mell mit Kammergericht. In einem Falle hatten sich mehrere Leute mit als irrthümlich nachgewiesenen Auffassung Vorschub zu leisten großer Majorität wiedergewählt. gleichen landwirthschaftlichen Interessen zu dem Zwecke zusammen- und daß den Angeklagten der Schutz des§ 198 zugebilligt nenes sozialdemokratisches Blatt wird feit gethan, etwaige, außerhalb des Willens des einzelnen liegende 15. Dezember in Ungarn herausgegeben. Es erscheint vier- Verluste an Vieh 2c. gemeinsam zu tragen. Einen Rechtsanspruch werden müsse. Der Gerichtshof erkannte deshalb auf fostenlose Freisprechung der drei Angeklagten. zehntäglich in Preßburg und trägt den Titel Weft auf die eventuellen Unterstüßungen räumte diese Gemeinschaft ungarische Arbeiter 3eitung". Die neue Beitung, ihren Mitgliedern jedoch nicht ein. Vom zuständigen Landgericht der wir besten Erfolg wünschen, ist Eigenthum der Partei jenes waren die Herren verurtheilt worden, weil sie ohne die erforder: Depeschen und lehte Nachrichten. Bezirks und wird von Vidor Sidi herausgegeben und liche staatliche Genehmigung eine Versicherungsanstalt errichtet redigirt. Gedruckt wird sie in Budapest in der von Arbeitern hatten, die bestimmt gewesen sei, gegen Zahlung eines Einkaufsgegründeten Gutenberg- Druckerei, da weder in Preßburg noch in geldes oder gegen Leistung von Geldbeiträgen beim Eintritt den benachbarten Provinzorten ein Buchdruckereibefizer die Her- gewisser Bedingungen oder Fristen Zahlungen an Kapital oder stellung des Arbeiterblattes übernehmen wollte. Natürlich werden Rente zu leisten".(§ 360 g.) Der Revision der Verurtheilten trat die Arbeiter Preßburgs nun auch ihre anderen Drucksachen in Budapest herstellen lassen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " 0 infizirt waren. = Berlin, 19. Dezember.( B. H.) Der Minister für Landwirthschaft zc. hat angeordnet, daß die Einfuhr von Schweinen Einfuhr von frischem Schweinefleisch dänischen Ursprungs sofort aus Dänemark in die vorhandenen Seequarantänen sowie die verboten wird und nur bis zum 21. d. m. verladene Sendungen in der öffentlichen Verhandlung vor dem Straffenat des Kammer noch zu den bisherigen Bedingungen zugelassen werden dürfen. gerichts der bei diesem beschäftigte Ober- Staatsanwalt entgegen, Diese Maßregel wurde getroffen, nachdem in der Seequarantäneobwohl die Revision nach der Praxis des Kammergerichts ohne Wegen der Aeußerung: Das ist ein Streit weiteres hätte für begründet erklärt werden müssen. Das Kammer- Anstalt in Rostock feuchentrante Schweine ermittelt worden brecher", die Genosse Langenstein in Plauen i. B. mit gericht hatte nämlich bisher immer entschieden: Bum Begriff waren, welche zweifellos schon vor der Verladung in Dänemark bezug auf einen in seinem Lokal verkehrenden Maurer gethan einer Versicherungsanstalt gehöre, daß den Versicherten aus ihrem Frankfurt a. M., 19. Dezember.( B. H.) Der„ Frankf. haben sollte, war er vom Schöffengericht wegen Uebertretung des Gintritt in die Anstalt beim Eintritt gewiffer festgelegter Be Beitung" wird aus London telegraphirt: Alle Nachrichten aus § 153 der Gewerbe- Ordnung zu einer Woche Gefängniß dingungen Rechtsansprüche auf Entschädigung erwachsen. Amerita melden, daß die Botschaft Cleveland's dort große Erverurtheilt worden. Auf eingelegte Berufung entschied das Land- e chtsansprüche standen aber den erwähnten Landwirthen gericht am 11. Dezember, daß die vom Schöffengericht dem An- auf die fraglichen Unterstüßungen nicht zu. Der Herr Ober- regung hervorgerufen hat und daß deren Inhalt überall gebilligt wird. Von den leitenden New Yorker Blättern hält nur die geflagten beigemessene Handlungsweise die Thatbestandsmerkmale Staatsanwalt glaubte großen Werth auf ein Urtheil demokratische World" die Botschaft für einen schwerwiegenden des§ 158 selbst dann nicht enthalte, wenn die inkriminirte des Ober- Landesgerichts in Königsberg legen zu müssen, Fehler und die Ausführung derselben für verfehlt. Das Blatt Aeußerung wirklich gefallen sei. Langenstein wurde deshalb von das thatfächlich im Gegensah zur Praxis des Kammer bestreitet, daß die Ausdehnung des englischen Besizes in Venezuela Strafe und Kosten freigesprochen. gerichts ausgesprochen hat, die Einräumung von RechtsEine Protestversammlung gegen das Attentat ansprüchen fei nicht ein durchaus nothwendiges Merk- den freien Institutionen in Amerika widerspreche und bezweifelt, durchaus nothwendiges Mert daß Amerita in diesem Falle die Sympathien der zivilisirten auf das sächsische Landtagswahlrecht in Döhlen wurde mal der Versicherungsanstalt. Der Strassenat des Welt finde. polizeilich aufgelöst, als der Referent ungefähr mit seinem Bor: Rammergerichts blieb seiner bisherigen Judifatur treu und hob trag zu Ende war. Dieser Versammlungsschluß war außer das Urtheil des Vorderrichters unter Freisprechung des An ordentlich wirksam und trug viel zur Erhöhung der guten Stim- geflagten auf.- Uebrigens steht das Ober- Werwaltungsgericht in Berlin hinsichtlich der Auslegung des Begriffs Versicherungsmung der 800 Theilnehmer bei. anstalt", wie ihn§ 360 des Strafgesetzbuches gebraucht, auf dem Boden des Kammergerichts. Hätte der Ober- Staatsanwalt Er folg gehabt mit feinen Bemühungen, dann wäre feine Gewert: chair mehr im stande, ihren Mitgliedern für die Reise und die haben und sich deren Kontrolle zu unterwerfen. Bei der Arbeitslosigkeit zc. Unterstübungen zu versprechen und gewähren, ohne die Genehmigung der Staatsbehörde dazu zu Soziale Uebersicht. Die däntfchen Sozialdemokraten haben dem Folkething zeit in Bäckereien und Konditoreien zugehen lassen, einen Gefeßentwurf über die Einschränkung der Arbeitsder folgende Bestimmungen enthält: § 1. Alles Backen von Brot und Kuchen in Bäckereien Konditoreien ist verboten an den Sonntagen von morgens 6hr bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr. Ausgenommen ist das Trocknen von Schiffsbrot, Anfeuerung der Defen, Anrichtung des Sauerteiges und des Weißbrotes, die auch innerhalb dieser Zeit erfolgen fönnen. London, 19. Dezember.( B. H.) Lord Salisbury wird, wie der Daily Graphic" meldet, bevor er die Botschaft des Präsidenten Cleveland beantwortet, mit mehreren europäischen Kabineten diese Frage besprechen. Standard" meint, der Präsident Cleveland habe durch seine Botschaft ein förmliches Verbrechen begangen. Er beschwöre durch die ungeziemende Sprache einen Bruderkrieg herauf, der in seinen Folgen uns absehbar sein dürfte. London, 19. Dezember.( B. H.) Unterrichtete Kreise glauben, daß es der Regierung fehr schwer fein wird, den Frieden zu erhalten, wenn Nordamerika wirklich eine Kommission zur Unters Hinter den Koulissen des Amtsbureans. Wegen versuchung der Grenze nach Venezuela entfenden sollte. Von den suchter Erpressung hatte sich heute der frühere Privatsekretär des Kolonialbehörden werden in Guayana vorerst energische Schritte Amtsvorstehers in Weißensee, jeziger Korrespondent Paul Sper zur Wahrung der Interessen gethan. ling vor der ersten Straftammer am Landgericht II zu vers Sofia, 19. Dezember.( B. H.) In der Sobranje erklärte antworten. Im April d. J. erregte es gewiffes Aufsehen, daß der Ministerpräsident Stoilow, daß der Erbprinz Boris am der Privatsekretär des Amtsvorstehers plöglich entlassen wurde, 3. Januar orthodox getauft werden soll. Die Sobranje wird § 2. Ferner sind von dieser Bestimmung ausgenommen die weil er Provisionen für die Beschleunigung von Schant- Kon- am 28. Dezember geschlossen. Sonntage vor Weihnachten, ebenso Fastnachtssonntag, erster geffionen verlangt haben sollte. Es fonnte dem Beschuldigten Washington, 19. Dezember.( B. H.) Von allen Seiten Weihnachts, erster Oster- und erster Pfingstfeiertag. Dafür soll allerdings nur ein Fall nachgewiesen werden, aber diefer eine gehen dem Präsidenten Cleveland beglückwünschende Telegramme die Arbeit ruhen den ganzen Fastnachtsmontag, den zweiten Fall, der gestern das Gericht beschäftigte, war recht bezu. Die Mitglieder des Kongresses fanden sich gestern einzeln Weihnachts, Osters und Pfingstfeiertag. zeichnend. Der Schankwirth Schröder betrieb ein Schankgeschäft beim Präsidenten ein, um diesem ihren persönlichen Dank für § 3. Die Uebertretung dieses Gesetzes, die als öffentliche vorläufig auf die Konzession seines Vorgängers. Dies war nicht fein energisches Eintreten in der englisch venezuelanischen Frage Polizeifache behandelt wird, wird mit Strafen von 10-200 Kr. zuläffig und Schröder mußte zu jeder Stunde die amtliche auszusprechen. Verantwortlicher Redakteur: Kris Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilageu 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 297. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 19, Dez, nachmittags 5 Uhr. Freitag, den 20. Dezember 1895. 12. Jahrg. schusse überwiesen, der eventuelle Vorschläge für die definitive lich vielen und langen Stehens Krampfadern mit ihren oft so Gestaltung vom 1. Oftober' n. J. ab zu machen hat. schiveren Folgen bekommen. Als wichtigste Gegenmaßregel gegen Auch die Vermehrung der Revierinspektionen diese vielen Erkrankungen wird möglichste Einschränkung der der städtischen Gasanstalten von 12 auf 16 wird nach Arbeitszeit, Berbesserung der Luft in den Arbeitsräumen und die dem Magistratsantrage genehmigt. Gelegenheit empfohlen, daß die Seher sich möglichst oft, nament Bom Bezirksausschuß ist der Auffassung der Versammlung, daß Der Magistrat legt der Versammlung wiederum den seinerzeit lich aber vor dem Frühstück und Vesper die Hände waschen Die Stundung der Krankenhausgebühren nicht als Armenunter zwischen der Stadt Berlin und den Testamentsvollstreckern des tönnen. Suchen fich die Arbeiter, die unter solchen und ähnlichen fützung anzusehen sei, nicht beigetreten worden. Die Versammlung verstorbenen Geheimen Kommerzienraths Gerson von Bleich- Bedingungen Mehrwerth erzeugen müssen, eine Aufbesserung beschließt, an das Ober- Verwaltungsgericht zu appelliren. röder über die Errichtung einer milden Stiftung zur ihrer Lebenslage zu erkämpfen, so erscheint, gemäß dem Geiste Zur Verhandlung kommt zunächst der Bericht des Wahl- Heilung und Pflege brusttranter Personen des Buttkamer'schen Wortes, daß hinter jedem Streit die Hydra prüfungs- Ausschusses über die Wahl des Expedienten Jacobey abgeschloffenen Vertrag zur Genehmigung vor, nachdem die der Revolution stecke, stramm die Polizei des Staates der Sozialzum Stadtverordneten in der 3. Abtheilung des Wahlbezirks Gesund Testamentsexekutoren erklärt hätten, auf eine Modifikation des reform auf dem Plaze, um„ Ausschreitungen" zu verhüten, und die brunnen. Gegen diese Wahl ist im Laufe der vorigen Sigung Vertragsentwurfs anf feinen Fall eingehen zu können, auch widersetzlichen Unternehmer, sowie deren Streifbrecher vor„ Beaus der Mitte der Versammlung ein Protest erhoben worden, der ferner die Erklärung abgegeben hätten, daß sie sich nur noch drohungen" zu schützen. Außerdem sieht der Staat der Sozialdie Qualifitation des Gewählten, der Hausbesitzer sein muß, deshalb bis zum Schluß des Jahres an das Anerbieten gebunden er reform mit Argusaugen darauf, ob die Organisationen der für ungenügend erklärt, weil Jacoben angeblich blos als Eigenthümer achteten und event. selbständig mit der Verwirklichung der Arbeiter sich auch nicht in den Fallstricken des Vereinsgesetzes einer Baustelle zu einem Fünfzigstel eingetragen ist. Aus Stiftung vorgehen würden. verschlingen. Es versteht sich, daß sich solche behördliche Maß dem Referat des Stadtv. Cassel ergiebt sich, daß einmal nach Stadtv. Sa ch 3 I beantragt die Ablehnung der Vorlage, regeln unter dem Jubel aller Gutgesinnten vollziehen. So hat der Städte Ordnung der ungetheilte Besitz eines Hauses nicht er will aber gleichzeitig die Bereitwilligkeit zu neuen Verhandlungen die Arbeiterschaft aller Orten zu kämpfen, wenn sie versucht, forderlich sei, auch kein Grund zu der Annahme vorliege, daß die aussprechen. Die Versammlung habe schon im Mai d. J. absolut die in dem Bericht angedeuteten nothwendigen hygienischen und betr. Eigenthumsübertragung nicht ernst gemeint sei. Das Wahl- abgelehnt, diese den Lungenkranken zugedachte Heilanstalt in sozialen Maßregeln durchzuführen. Dafür lebt sie auch, wie bureau habe zudem irrthümlich zuerst die Auskunft dahin Verbindung mit einem Krankenhaus in Berlin selbst zu setzen, gesagt, im Staate der Sozialreform, den sie man lache nicht gegeben, daß es sich um eine Baustelle handle; vielmehr sei das und dabei müsse es bleiben, wenn auf diese Weise auch lieben foll! Grundstück schon bebaut und auch am 1. September 1895 bereits der Stadt die Million entgehe.( Lebhafte Zustimmung.) be out. Stadtv. Esmann wundert sich, daß ein Protokoll über die nach der Erhebung des Einspruchs stattgehabte Verhandlung des Ausschusses nicht vorliegt und findet hierin eine schwere Ver lehung der Geschäftsordnung. fteffen. an Stadtrath Straßmann: Die Magistratskommissarien haben streng im Anschluß an die Vorschläge der Krankenhaus Deputation mit den Testamentsvollstreckern verhandelt und dabei sind jene Erklärungen abgegeben worden. Die Anbahnung neuer Verhandlungen ist absolut nublos. = Herr Dr. Benno Wille schreibt uns: Durch falsche Nachrichten in der Presse ist vielfach die Auficht erweckt worden, der Konflikt der Freireligiösen Gemeinde mit dem Kultusministerium und Provinzial- Schulfollegium habe eine für mich überraschend günstige Wendung genommen und sich sozusagen in Vorsteher Langerhans: Die Geschäftsordnung ist nicht Stadtv. Virchow steht der Frage, ob durch solche An- Wohlgefallen aufgelöst. Dagegen stelle ich fest, daß die Unterverletzt. Ein nochmaliger Bericht hätte nur erstattet werden stalten wirkliche Seilung von Lungenkrankheiten in großem richtsbehörde ihren früheren Standpunkt noch jetzt bewahrt, daß das Gesammt- Ministerium auf meine Beschwerde noch nicht können, wenn von außen her noch ein Protest eingegangen wäre. Umfange zu erreichen sein werde, skeptisch gegenüber. Er geantwortet hat, und daß von meinen Strafen nichts nach: Stadtv. Horwiz: Die betreffenden Fragen sind schon vor- warnt daher vor zu hochgespannten Erwartungen und Hoff- gelassen worden ist. Nur eine unwesentliche Neuerung ist einher im Ausschuß erschöpfend verhandelt worden. Nach dem Gin- nungen, indem er auch auf das Schicksal des Tuberkulins verMan überlasse getreten. spruch in voriger Sihung habe ich als Vorsitzender lediglich weist. die Sache doch den Herren nöthig gehabt, den Referenten für die Angelegenheit zu be- Testamentsvollstreckern; mögen sie zeigen, was fie tönnen! von 30, eine von 20 und eine von 10 Tagen. Daß diese Strafen Bis jetzt sind drei Strafen über mich verhängt worden, eine ( Allgemeine Zustimmung.) Der Gemeinde würde aus einer der Stadtv. Singer: Man tönnte höchstens zweifelhaft sein, artigen Einrichtung eine Aufgabe erwachsen, der sie sehr bald im Busammenhange abgebüßt werden sollen, war nicht ob der Vorsitzende des Ausschusses oder, was mir forretter scheint, hoffnungslos gegenüberstehen würde, so lange der Stand der verordnet worden. Als ich nun am Ende der ersten Strafe an unser Vorsteher den Referenten zu ernennen hatte; die Behand wissenschaftlichen Erkenntniß der Krankheit noch der heutige sei. Ersuchen, die weitere Bestrafung nicht unmittelbar an gelangt war, richtete ich an das Provinzial- Schulkollegium das Iung der Frage selbst ist durchaus ordnungsgemäß erfolgt. Die Stadtv. Meyer spricht ebenfalls für bloße Ablehnung. Die erste anzuschließen. Ich führte den gewichtigen Grund an, Frage des antheiligen Befizes wäre richtiger in der vorigen Die Sprache der Testamentsexekutoren der Stadt gegenüber in das Ober- Verwaltungsgericht habe zwar erklärt, ihm stehe nicht Sigung verhandelt worden, wo uns das Ausschußprotokoll vorlag; dieser Sache sei höchst unschicklich.( Sehr richtig!) damals ist es aber nicht beliebt worden. Die heutige An- Stadtv. Singer: Ich bedauere, daß der Magistrat uns in 8, über die Maßnahmen des Provinzial- Schulfollegiums zu entregung giebt mir willkommene Gelegenheit auszusprechen, die Zwangslage bringt, die Vorlage ablehnen zu müssen; viel scheiden, es wolle jedoch die Frage seiner Zuständigkeit noch einmal, in einer mündlichen Verhandlung Anfang Januar, daß in der That eine Einmischung der Versammlung bezüglich richtiger wäre gewesen, wenn er uns die Verhandlungen zur prüfen; dabei könne es vielleicht die Verfügungen des der finanziellen Tragweite eines Antheils einem Kenntnißnahme mitgetheilt und sich mit uns darin geeinigt Provinzial- Schulkollegiums für ungerechtfertigt befinden. Hauſe in der Geschäftsordnung oder Städte- Ordnung durchaus hätte, die Verhandlungen abzubrechen. Von der Million darf Unterrichtsbehörde hat nun meinem Ersuchen nachgegeben, nicht vorgeschrieben ist. Die Widersinnigkeit der Bestimmung man sich nicht verblüffen lassen. Wieviel Millionen muß die also eine Pause in der Vollstreckung meiner Strafen eindes§ 16 der Städte- Ordnung kann man nicht drastischer zur Stadt nachher aus ihrem Säckel dazu geben!( Sehr richtig!) treten laffen, was nicht mehr als recht und billig ist. Daß Erscheinung bringen, als durch solche minime Antheile, die gleich Eine Seilanstalt für Lungenkrankte kann nicht für eine Million die Behörde dabei nicht gerade entgegenkommend gewesen ist, wohl absolut unanfechtbar sind.( Sehr richtig!) Nicht besser erbaut und Von einer Million erhalten werden. Den sondern eher mit einem gewissen Widerstreben sich zu der Ge kann die Nothwendigkeit der Beseitigung solcher außer Gebrauch Busayantrag des Stadtverordneten Sachs bitte ich abzu gekommenen Vorschriften dargethan werden, als durch der lehnen. Wir werden in der Bürgerschaft Verständniß dafür nehmigung verstanden hat, dürfte aus folgenden Umständen hervorgehen. Meine Kollegin, Fräulein Ida Altmann, artige ins Komische eine Million zurückweisen, die uns gezogene winzige Betheiligungen. finden, daß wir Wie die Dinge Dinge liegen, liegen, hat die Versammlung nicht unter Bedingungen angeboten ist, die der Würde der Stadt nicht die in derselben Angelegenheit wie ich, auf administrativen wird, Wege bestraft unterlassen das geringste Recht, etwa mit Herrn Esmann zu erklären, daß entsprechen.( Zustimmung.) Herr Virchow hat in sehr lehr den Wunsch um Aufschub der Bestrafung geltend zu machen, zufällig unr der Besitz eines in bestimmten Zahlen ausgedrückten Werth reicher und überzeugender Weise nachgewiesen, daß übermäßige muß im Berliner Polizeigefängniß bleiben, obwohl, was für den objekts den Hausbesitzer macht. Mit demselben Rechte tönnte Hoffnungen an die Sache nicht zu knüpfen sind, aber die Bürger einen recht ist, für den andern billig sein sollte." dann der Ausschluß der Besizer von mit Hypothefen überlasteten schaft würde schon außerordentlich befriedigt sein, wenn es gelänge, Häusern gefordert werden, und die Fälle derart würden gar wenn auch nicht völlige Heilung, so doch durch angemessene nicht wenig fein( Seiterkeit); wir würden dann manchen Behandlung und Pflege eine Verlängerung des Lebens der bekannten Herrn von seiner Thätigkeit hier ausschließen Lungenschwindfüchtigen und eine Kräftigung ihrer Arbeitsfähig. müssen. Nun handelt e3 fich hier um eine irrthüm- feit zu erreichen. Der Standpunkt Virchow's deckt sich nicht liche Erklärung des amtlichen Wahlbureaus; die Auf ganz mit den bürgerlichen Pflichten einer Gemeinde. Es ist der tlärung habe ich durch eine Mittheilung an den Magistrats große Vortheil des Krankenkassen Gesetzes und des Kassendezernenten herbeigeführt. Das betreffende Grundstück ist teine swanges, daß auch die minder Bemittelten, die Ar Baustelle an einer unbenannten Straße des Plans, sondern ein beiter gezwungen find, bereits in den Stadien feit dem 1. September bezogenes, jetzt von 109 Leuten bewohntes der Erkrankung ärztliche Hilfe zu suchen und früher Haus Lychenerstraße 132/133. Wir haben doch ein Recht auf als vordem auch ihrer theilhaftig werden. Unter diesem richtige Mittheilungen des Bureaus. Nachdem die Möglich Gesichtspunkt gewinnt der Gedanke solcher Heilaustalten noch feit in Sicht gefommen ist, daß auf grund irriger Berichte derart tiefere Bedeutung. Herr Virchow sieht die Sache mit dem Auge einzelne Witbürger dadurch geschädigt werden können, daß man des pathologischen Anatomen an; für uns aber ist es doch die ihnen einen Verstoß gegen die Städte- Ordnung imputirt, hätte Aufgabe, die schreckliche Seuche nach Kräften einzudämmen. der Magistrat das Wahlbureau doch entsprechend zu instruiren. Man sollte daher nicht ohne weiteres der Idee entgegentreten, Borsteher Langerhans: In der vorigen Sigung fonnte daß event. auch von Stadtwegen mit der Gründung solcher über die Frage nicht verhandelt werden. Auch war ich nicht Anstalten vorgegangen werde, für die sich vielleicht ein Theil des zur Bestellung des Referenten ermächtigt, vielmehr lag dies nach Grunewaldes weit beffer eignen würde, als für die Kesseltreiben der Geschäftsordnung dem Ausschußvorsitzenden ob. bei den jetzt dort abgehaltenen Treibjagden. Stadtrath Bohm giebt zu, daß ein kleines Versehen vor gekommen ist, hält aber dafür, daß ein Schade daraus sich nicht ergeben hat, da er sofort, nachdem ihm der richtige Sachverhalt bekannt geworden, Nemedur geschaffen habe. B Stadtrath Straßmann: Der Magistrat konnte gar nicht anders, als der Versammlung die Vorlage nochmals unterbreiten, da über sie noch gar fein Beschluß gefaßt war. Stadtv. Lade wig: Dann fonnte der Magistrat auch die Stadtv. Esmann geht nunmehr auf den Fall selbst noch Vorlage einfach zurückziehen. ausführlich ein, bestreitet, daß ein Baustellenbesitzer ein Hausbesitzer Stadtv. Sa ch 3 I zieht seine Resolution, soweit sie die sei und fündigt an, daß er in ähnlichen Fällen stets wieder Ein- Bereitwilligkeit zu neuen Verhandlungen ausspricht, zurück. spruch erheben werde. Befremdet hat ihn, daß der Ausschuß( Beifall) über diese wichtige Frage schweigend hinweggegangen ist. Habe man Stadtv. Virchow entgegnet dem Stadtv. Singer, daß er früber in der Auslegung der Städte- Ordnung Fehler gemacht, so lediglich vor übertriebenen Hoffnungen warne, die an solche von erwachse daraus kein Anspruch für die Zukunft. Den Einspruch der Stadt betriebene Anstalten geknüpft werden würden. Unheilgegen die Wahl von Jacobey zieht Redner zurück. bar sei die Schwindsucht in den ersten Stadien nicht; was man aber Stadtv. Horwit nimmt hiernach Anlaß, die bezügliche auf diesem Gebiete von Stadt wegen erzielt habe, sei durch Bestimmung des§ 16 der Städte- Ordnung als eine völlig wider gewiffe Präventive, Kinderheilstätten, Pflege des Turnens, sinnig gewordenes zu bezeichnen. Heute werde der Antheil Badens, Schwimmens und dergl. erzielt worden. In unserem von 1/50 angefochten, während. zwei andere, im November zu Norden habe jedenfalls eine solche Anstalt die Vermuthung Stadtverordneten wiedergewählte Männer nur je 1/400 besigen, eines großen Seileffekts nicht für sich. ohne daß gegen ihre Wahl Einspruch erhoben worden wäre. Damit wird der Gegenstand verlassen. Die Vorlage wird darauf unter der Heiterkeit der Versamm lung einstimmig abgelehnt. ( Schluß 8 Uhr.) Lokales. aber hat, Gegen die Schulverfäumnisse in den Gemeindeschulen wird, seit in der Schuldeputation Bürgermeister Kirschner den Vorsitz führt, wieder einmal schärfer vorgegangen. Daß die be stehenden Strafbestimmungen möglichst streng angewendet würden, ist in den letzten Jahren wiederholt fehr lebhaft von der bürger lichen Preffe gefordert worden. Ihr Wunsch ist nunmehr erfüllt. Tie Erwartung, daß die Schulverfäumnisse dadurch vermindert werden, ist freilich nur für diejenigen Fälle berechtigt, in denen Kinder von ihren Eltern ohne zwingenden Anlaß aus der Schule zurückbehalten werden. Dagegen wird gegen die Schulver fäumniffe, die auf Noth der Eltern zurückzuführen sind, teine noch so strenge Handhabung der Strasbestimmungen etwas ausrichten. Gegen die Schulversäumnisse ist man wiederholt schärfer vorgegangen, 8. 28. 1869 und 1875. Aber sind sie dadurch un möglich gemacht worden? Sie sind allerdings gegenwärtig viel geringer als zu Anfang der 70er Jahre, aber andererseits doch wieder erheblich höher als um die Mitte der 80er Jahre. Jni Jahre 1893 wurden noch über 7000 Strafmandate verfügt, von denen jedoch hinterher die Mehrzahl wieder aufgehoben werden mußte. Künftig will man mit dem Erlaß der Schulstrasen weniger schnell bei der Hand sein. Wird dabei auch immer mit Sicherheit entschieden werden können, ob es sich um be. gründete oder unbegründete Versäumniß handelt? Daß unbegründete Versäumnisse auf irgend eine Weise verhindert werden müssen, ist ganz selbstverständlich. Aber die Zunahme der Schulversäumnisse ist nicht eine Folge wachsender Gleichs giltigkeit der Arbeiterklasse gegen die Schule, gerade die Arbeiterklasse hat das größte Interesse daran, daß der proletarischen Jugend das bischen Bildung, das ihr die herrschende Klasse gönnt, möglichst unverkürzt zu theil wird, sondern eine Folge der wachsenden Noth, die viele Eltern zwingt, ihre Kinder zum Mithelfen in der Wirthschaft oder bei der Erwerbsthätigkeit zu Hause zu behalten. Wenn man sich auch hierin eine Besserung" von der Verhängung zahlreicher Strafen verspricht, so paßt das vollkommen hinein in das jetzt wieder recht in Blüthe stehende System, den Nothstand mit Polizei. maßregeln zu beseitigen". " # Vom Wirken der Polizei im Hause des Anarchisten Wiesemann und dem Erfolg dieses Wirkens berichtet die VoltsBeitung":" 3ur Haussuchung bei Wiesemann wird uns mitgetheilt, daß dieselbe seitens der Polizei erfolgte, nachdem der Sohn des Herrn Wiesemann schon längere Zeit polizeilich beobachtet worden war. Der sechzehnjährige junge Mann, der einer elektro technischen Fabrit als Arbeitsbursche versuchte auch, elektrische Apparate herzustellen. So soll Ain 10. Dezember hat die Deputation für die Wasserwerke ihren Bericht über die Untersuchung wegen der Verun reinigung des von den Tegeler Werfen am 14. und 15. November cr. gelieferten Leitungswassers erstattet. Es geht daraus hervor, daß die Verunreinigung durch besondere Die Volksversammlung im fünften Reichstags- WahlUmstände herbeigeführt ist, welche nach der Auffassung der freise, welche, wie gestern gemeldet, nicht abgehalten werden Deputation die Güte der ganzen Anlage nicht in Frage konnte, findet nunmehr bestimmt am Vormittage des dritten in stellen können. Die bei der Untersuchung vorgenommene Weihnachtstags statt. Näheres wird am Sonntag im Inferaten- beschäftigt war, trieb allerhand elektrische Spielereien und Entleerung der Saugekammern und Sauge- Rohrleitungen führte theil bekannt gegeben. . und so 3 er in der Wohnung des Vaters einen sogenannten Alarmapparat zur Entdeckung der Fäulnißerreger. In beiden fanden sich große leber die Krankheits- und Sterblichkeits- Verhältnisse Mengen zum theil abgestorbener fleiner Seemuscheln; sie haben der Buchdrucker giebt eine eingehende Statistit nach dem angebracht haben. Die Polizei soll von den getreuen Nachbarn in der Hauptsache die Kalamität herbeigeführt, indem ein Theil 37 Jahre umfassenden Krankenkassenmaterial der Berliner Buch auf den jungen Wiesemann aufmerksam gemacht worden sein, des betreffenden, mit Bakterien außerordentlich stark durch- drucker sehr beachtenswerthe Ausschlüsse. Danach ist die Lebens: worauf in der Wohnung und in der Werkstatt gehaussucht wurde. setzten Wassers aus Anlaß der Vornahme von Maschinen- dauer der hiesigen Buchdrucker erheblich kürzer als diejenige der sich auch auf die Kellerräume, die Wiesemann inne hat. Einige Die Haussuchung wurde gründlich vorgenommen und erstreckte reinigungs Anstalten auf die Filter in die übrigen männlichen Bevölkerung Berlins und nähert sich die Sterb: - wurden von der Polizei gefunden und da der junge Wiesemann Um der Wiederholung solcher Kalamitäten vorzubeugen, hält die Hierbei haben 49 pCt. der Todesfälle in der Schwindsucht ihre ürfache. über den Erwerb der Sachen keine genügende Auskunft geben Leitung nach Charlottenburg Westend bezw. Berlin gelangte. lichkeitsgiffer bedenklich der so ungünstigen der Solinger Schleifer. Gegenstände, die zur Herstellung von elektrischen Apparaten dienen, Deputation für nothwendig, Einrichtungen zu treffen, welche die Die Häufigkeit dieser Krankheit aber ist nicht auf die Körper fonnte, wurde er in Haft genommen. Den größten Schaden von Enticerung und Reinigung der Saugekammern und Sauge- tonstitution noch auf die Lebenshaltung zurückzuführen, sondern der Haussuchung hat der Vater des Burschen. Wiesemann ist rohrleitungen in bestimmten Intervallen gestatten. liegt in den Arbeitsbedingungen. Die AthmungsNach einer kurzen Bemerkung des Stadtv. Dinse, der die organe der Setzer befinden sich infolge des eingeathmeten aus der Gerson'schen Werkstelle, in der er schon seit Jahren be. vorgekommenen Fehler für eutschuldbar erklärt, wird die Bu- feinen Bleiftaubes zumeist im Zustande einer chronischen schäftigt war, entlassen worden." schrift des Magiftrats zur Kenntniß genommen. Reizung, und zwar wird der feine Bleistaub außer beim Athmen Schmock. Der Prozeß Sanfe ist natürlich ein wahres Der Ankauf der Grundstücke Fischerstr. 37/38 für Zwecke der dem Körper auch mittels der Hände beim Effen, Trinken Futter für die Sensationspresse; in langen Leitartikeln Feuerwehr wird zu dem ermäßigten Preise von 395 000 n. und Stauchen zugeführt. Seltener, als gewöhnlich angenommen wird die unappetitliche Affäre breit getreten. Es versteht ( vorher hatte die Eigenthümerin 50 000 m. mehr verlangt) be- wird, find die eigentlichen Bleikrankheiten. Dagegen fich, daß der Fall namentlich das Kleine Journal" schlossen. werden eine Reihe Reihe Rheumatismusfälle, sowie Nerven. mächtig anregt; man weiß ja, welche Damen es sind, Der Magistratsvorschlag, betr. die anderweite Drund Magenleiden anscheinend durch Bleivergiftung verursacht. die zu den treuesten Abonnentinnen des Blättchens zählen. ganisation der Webeschule wird einstweilen genehmigt, Säufig treten auch Augenerkrankungen und Verminderung der Da diesen aus der bekannten Affäre eine besondere Leibspeise tas neue Programm aber auf Antrag Schwalbe einem Aus-' Sehkraft ein, während zahlreiche Seher infolge des außergewöhn- bereitet werden muß, so hat der Chef, Herr Rechtsanwalt Dr. # 1 Leipziger, höchftselber sich entschlossen, die Feder zu einent fent- p sationellen" Leitartikel zu ergreifen. Er setzt sich an den Schreibtisch, vergist auf eine Stunde feine ritterlichen Händel und brütet nach langem, aber fruchtbarem Federkauen sich die folgende töftliche Stilprobe über das Verhältniß des Steinthal zur Sante zurecht: hängen! als auch im Stil. und das filberne vor Die ,, Deutsche Tageszeitung", das Organ nothleidender Landwirthe, hat in der letzten Abendausgabe ganz still den Titel Unparteiisches Voltsblatt", den sie sich neben verschiedenen anderen Devisen zugelegt hatte, verschwinden lassen. Offenbar befürchtet die Leitung des Agrarterblattes, daß ein Staatsanwalt mit Hilfe des dolus eventualis gegen fie eine Anflage wegen Vorspiegelung falscher Thatsachen erheben könnte. 11 Elektrische Bahn Berlin Charlottenburg. Wie die lich weggefallen und für die Lohnarbeiter gilt der bisherige Connfag. Charlottenb. Btg." erfährt, darf der Widerstand der physikalisch- Der Kollege 3immick, der wegen Aufbeckung der Schäden in technischen Reichsanstalt gegen die Einführung des elettrischen der Leyow'schen Fabrit entlassen worden ist, wurde von der Betriebes auf der Berlin- Charlottenburger Pferdebahn als über Generalversammlung als gemaßregelt anerkannt und ihm die Unterstübung des Vereins zugesichert. Nach einem feurigen wunden betrachtet werden. Tage mit ihr durch die Straßen zu gehen, wohl auch, wenn mit der Miethe im Rückstande geblieben war, die Thür zur sei, daß dort die Bodenmacher bis 6 Uhr, die Umbaumacher, Um. Oder sie fam gar selbst und zwang ihn, am hellen berichtet, daß der Verwalter einem Einwohner, der zwei Monate anzuschließen, theilte Kollege Drabnick mit, daß er von einem Aus dem Hause Naunynstraße 8 hatten wir dieser Tage Appell an die Lexow'schen Kollegen, sich fest an die Organisation Nieber'schen Kollegen einen Brief erhalten habe, worin mitgetheilt er seine Uniform Wohnung verschlossen hatte. Von der Wirthin des Hauses wird leimer des preußischen Offiziers Portepée und Frontenmacher bis 7 Uhr, die Fertigmacher Scham verging, von der Verworfenen geden Miether, der nie zu Hause anzutreffen gewesen sei, über- arbeiten. Die Nacht vor dem Bußtag hätten die Zusammensetzer uns zu diesem Fall berichtigt, daß die Maßregel erfolgt sei, um bis 8 Uhr und die Zusammenfeger bis 9 und 10 Uhr abends streift zu werden. Das vor Scham vergehende filberne Portepée haupt zu Gesicht zu bekommen; eine ſechsmalige schriftliche durchgearbeitet. Den streifenden Sattlern und Weißgerbern Mahnung sei ohne Antwort Der des preußischen Offiziers Karlchen Mießnic, laß' Dich im übrigen jeßt wieder in seiner Wohnung; der Umstand, das wurden je 30 M. bewilligt. Die Abrechnung vom Stiftungsfest Neu aufgenommen wurden Das Unglück ist eine Eigenschaft, sowohl in Ghrenhändeln" er frank gewesen, fei weder der Hauswirthin und noch sonst 20 Kollegen. Die Kollegen werden ersucht, sich nebst ihren Jemandem im Hause bekannt geworden. Familien zahlreich beim Weihnachtsvergnügen einzufinden, das Die Unfitte, von in der Fahrt befindlichen Pferdebahn am 28. Dezember in Cohn's Festfälen abgehalten werden wird. Wagen abzuspringen, hat am Mittwoch Nachmittag dem Schüler Der Verband der Möbelpolirer hielt am 16. Dezember Georg Klauke, einem Sohne des Bureaudieners Klauke von der Aus dem von Schulz geAkademie der Künste am Cantianplatz, schweres Unheil gebracht. seine Generalversammlung ab. Der junge Klauke fuhr gegen 5½ Uhr über die Museumsbrücke gebenen Borstandsbericht ist hervorzuheben: Die streikenden und sprang von der hinteren Plattform ab, bevor der Wagen Sattler wurden mit 50 M., die Wittwe eines verstorbenen Vers zum Stehen gekommen war. Dabei stel er hin, wurde am linken bandskollegen mit 15 M. unterstützt; die Abrechnung vom Fuße überfahren und so schwer verlegt, daß seine Mutter ihn Stiftungsfeft ergab 115 M. Ueberschuß, das gesellige Bei Die Volkszählung in der Umgegend Berlins. In in ein Krankenhaus bringen mußte. sammensein am Todtensonntag wegen gänzlicher Theilnahmlofig Hohen Neuendorf bei Oranienburg sind bei der legten Volfsfeit der Kollegen dagegen ein Defizit von 15 M. Auf Antrag zählung die Zählbriefe nicht, wie vorgeschrieben, an die einzelnen Lebendig verbrannt ist am Mittwoch Vormittag das des Borstandes wurden von der Liste derjenigen früheren MitHaushaltungen zur Ausfüllung vertheilt, sondern sämmtlich im 84 Jahre alte Töchterchen Margarethe des Fuhrherrn Holzen- glieder, die dem Verband Geld schuldig sind, einige Namen geDas Kind war längere Zeit ftrichen. Eine lange Debatte rief der Antrag Suitner's Schulzimmer unter Beihilfe der schreibfertigen Jugend ausgefüllt burg aus der Ackerstr. 125. § 7 des Statuts wie folgt zu ändern: Bei worden. Manche Haushaltungsvorstände haben daher, wenn bei der Großmutter in der Brunnenstraße gewesen und erst hervor, ein Einschreibegeld 25 Pf. Aufnahme find zwei Tagen zu den Eltern zurückgekommen. An der vor überhaupt, so nur hinterher erfahren, daß eine Volkszählung mindestens drei Wochenbeiträge. zu zahlen. Dic stattgefunden hat. Daß auf solche Weise keine Genauigkeit Mittwoch Vormittag, während der Abwesenheit des Mannes, und welche sich zum wiederholten Male, ohne ents erzielt werden konnte, und daß namentlich vorübergehend Ab- war die Frau genöthigt, auf furze Zeit ihre Wohnung jenigen, wesende aufgenommen, vorübergehend Anwesende aber nicht zu verlassen. Sie wollte aus der Nachbarschaft durch den Fern schuldbaren Grund zum Austritt gehabt zu haben, aufnehmen berücksichtigt worden sind, ist fast selbstverständlich. Die ganze sprecher einen Thierarzt zu einem franken Pferde rufen. Die laffen, haben ein Einschreibegeld von 2 M. zu entrichten. Der Geschichte erscheint faum glaublich, da sie aber das amtliche fleine Margarethe und ein Mädchen von zwei Jahren ließ sie wöchentliche Beitrag beträgt 10 Pf. und 10 Pf Extrasteuer. Niederbarnimer Kreisblatt selbst erzählt, so wird sie wohl in der Stube zurück. Als Frau Holzenburg nach einer Viertel- Suitner will dadurch diejenigen Kollegen treffen, die sich nur wahr sein! stunde zurückkehrte, war ein entfeßliches Unglück gefchehen. Das ausnehmen lassen, wenn sie arbeitslos sind, und wenn sie dann Kleidchen der Margarethe hatte an einem Kachelofen Feuer Arbeit bekommen haben, nicht mehr weiter zahlen, bei der Vom öffentlichen Arbeitsnachweis." Die Gewerbe gefangen und war in Brand gerathen. Das Kind lag als Leiche nächsten Gelegenheit aber dasselbe Spiel wiederholen, obwohl die Deputation des Magistrats hat die von den Vorständen sämmt- am Boden; es war am ganzen Leibe gebraten. Das kleinere Mitgliedschaft von seiten des Verbandes so leicht wie licher Berliner Jnnungen gestellten Anträge auf Errichtung eines Mädchen war unversehrt geblieben. Auch war fein weiterer möglich gemacht ist, denn die Mitglieder haben bei städtischen Arbeitsnachweises abgelehnt, dagegen den hiesigen Brand entstanden. Nur an der Stelle, wo die Leiche lag, hatte Arbeitslosigkeit oder Krankheit feine Beiträge zu Zentralverein für Arbeitsnachweis durch Gewährung eines der Teppich einen kleinen Brandfleck. richten. Die Versammlung stimmte dem Antrage mit dem Busak zu, daß der abgeänderte Paragraph am 1. Januar 1896 zu den Kosten seiner räumlichen Erweiterung in die Lage gesetzt, Am von " entgrößeren jährlichen Beitrages sowie eines einmaligen Zuschusses in„ Einbrecherscherz" wird im Nordosten Berlins leb. in traft tritt. Auf Antrag des Telegirten zur Gewerkschaftsder wichtigen Aufgabe der Vermittelung von Arbeitsgelegenheit haft besprochen. Der in Jobannisthal wohnende Buchhalter fommission wurden den streikenden Weißgerbern der Meier'schen erfolgreich nachzugehen." Db der Zentralverein das erforder- Berg befand sich am Dienstag Abend mit seiner Frau bei seinen Fabrit 30 M. bewilligt. Bur Diskussion stand dann folgenden liche Vertrauen in der Arbeiterschaft hat, erscheint, wie wir in der Landsbergerstraße wohnenden Schwiegereltern, als dort Antrag R. Weber's: Den Verbandstaffirer anzuweisen, schon öfter dargelegt haben, recht fraglich. gegen 9 Uhr die Glocke gezogen wurde. B. ging selbst hinaus, mit ber Generalfommiffion der Gewerks Von der Berolina. Die„ Frau Bürgermeisterin" hat um die Thür zu öffnen, fah aber keinen Menschen; statt dessenschaften Deutschlands die noch restirenden Marken stand an der Wand gelehnt eine Thürfüllung, auf welcher sich abzurechnen und die Beziehungen mit derselben zu der Volkswiß das Standbild der Berolina bereits getauft; das Wohnungsschild des Buchhalters befand. B. eilte erschreckt brechen, und zwar in Erwägung: Da die General jedenfalls mit Rücksicht auf die den Brusttheil des Schuppenpanzers in seine Wohnung und entdeckte, daß dort ein Einbruch verübt kommission den Lokalorganisationen jede Existenzberechtigung ab zierende Amtsfette und Medaille, das Amtszeichen städtischer worden war. Den Dieben waren Gold. und Silbersachen, spricht, demzufolge eine Vertretung der Lofalorganisationen auf Würdenträger. Die ausgestreckte Linke gab den stets spöttelnden Schmuckgegenstände und etwas baares Geld in die Hände ge- dem nächsten Gewerkschafte kongreß nicht möglich ist, haben wir Berlinern Anlaß zu mancherlei Betrachtungen. Während die fallen. Mehrzahl auf die Erklärung verfiel, die Berolina" strecke die auch keine ferneren Verpflichtungen der Generalkommission gegenHand nach neuen Steuern aus, meinte ein Arbeitsloser mit Polizeibericht. Am 17. d. M. nachmittags wurde in einer über." Die Debatte ergab, daß die Versammlung mit dem Ans grimmigem Spott: Sie weise den Besuchern der benachbarten Lederfabrik in der Prinzen- Allee ein Arbeitsbursche von einer tragsteller vollständig einverstanden war. Es wurde von den Wärmehalle den Weg nach der„ Palme", dem städtischen Asyl. Maschinenwelle erfaßt und mehrere Male um sie herum Rednern erklärt, daß die Lokalorganisationen zwar mitthaten, Die Hofverwaltung gegen die Polizeiverwaltung. In namentlich mehrfache Knochenbrüche an geschleudert. Er erlitt außer einigen anderen Verlegungen d. h. in diesem Falle mitbezahlen, aber nicht mitrathen sollten, also beiden Beinen. von den Gewertschaftskongressen als Organisationen nicht anerkannt. ber, Bolts Zeitung" finden wir solgenden schweren Fall behandelt: Am 18. b. M. platzte früh gegen 5 Uhr am Wasserthorplay würden, was aufs entschiedenste verurtheilt wurde. Die An Für den Sicherheitsdienst bei dem Kaiser werden ein Hauptrohr der Wasserleitung. In den in der Nähe befindlid en nahme des Antrages erfolgte einstimmig. Der Vorsitzende mache immer, sobald der kaiserliche Hofhalt sich im Neuen Palais befindet, Straßen liefen die Keller voll Wasser, zu dessen Bewältigung die dann darauf aufmerksam, daß die Kontrollkarten, wahrheits1 Kriminalwachtmeister und 4 Schuyleute von der Potsdamer Schuß- Feuerwehr eingreisen mußte. Auf dem Grundstück Skaligerstr. 1 gemäß ausgefüllt, am Schlusse des Jahres abzugeben find. Bum mannschaft abkommandirt, welche dort in Zivilkleidung Dienſt thun hürzte die Hofpflasterung, wahrscheinlich infolge von Unter- Schluß wurde um guten Besuch der öffentlichen Bersan the In früheren Jahren wurden diese Beamten mit 3 M. Diäten spülung, auf größerer Fläche zusammen. Vormittags erhängte der Möbelpolirer ersucht, die am 27. Dezember, vormittags 10 Uhr, pro Tag, welche die Hofverwaltung zahlte, bedacht. Die Hof- ein in der Cuvryſtraße wohnhafter Arbeiter seinen vier- bei Wilte, Andreasstr. 26, den Bericht über die eingegangenen verwaltung erkennt aber jetzt eine Verpflichtung zur Zahlung dieser Diäten nicht mehr an, da sie der Ansicht ist, daß der Staat für jährigen Sohn und sich selbst. Ein Kaufmann erschoß Fragebogen und einen Vortrag über das Thema„ Lohn- oder Weiter wurde auf den sich in seiner Wohnung in der Händelstraße. die persönliche Sicherheit des Kaisers zu sorgen und deshalb auch ohnung eines Fuhrherrn in sich in seiner Wohnung in der Händelstraße. In der Akkordarbeit" entgegennehmen soll. der Ackerstraße verbrannte Maskenball aufmerksam gemacht, der zum 25. Januar bei Nieft, die Beamten zu bezahlen habe. Es hat dieserhalb eine Konferenz beffen drei Jahre alte Tochter, welche mit ihrer 1/2 Jahre Weberstr. 17, arrangirt werden wird. der Chefs der betheiligten Behörden stattgefunden. Die Polizei- alten Schwester allein zu Hause gelassen worden war und behörde und die königliche Regierung in Potsdam haben angeb wahrscheinlich mit den Kleidern dem geheizten Ofen zu nahe ge lich dafür keine Mittel zur Verfügung, weshalb der Minister kommen ist. Nachmittags fiel auf der Eisernen Brücke ein schaffen. Nach Köller's Abgang ist die Angelegenheit wieder ins lich hin, daß ihm der linke Fuß überfahren und schwer verletzt des Innern von Köller übernommen hatte, die Mittel zu be: Knabe beim Abspringen von einem Pferdebahnwagen so unglück Stocken gerathen. Im Laufe des Tages fanden sieben unbedeutende In dem Nachlaß einer sehr bejahrten Wittwe, die vor Brände statt. Bei einem derselben auf dem Grundstücke Große einigen Tagen verstorben und welche fortwährend bei den Be- Frankfurterstr. 51, wo ein Blumenladen ausbrannte, wurde ein hörden wegen Erlaß von Steuern vorstellig wurde, hat man, Dienstmädchen auf dem Hausboden durch den Qualm betäubt, hiefigen Blättern zufolge, in tursfähigen Papieren ein Vermögen im übrigen aber nicht weiter beschädigt. von weit über 350 000 M. gefunden. Aus den hinterlassenen Witterungsübersicht vom 19. Dezember 1895. Papieren der Verstorbenen soll hervorgehen, daß sie seit zirka 30 Jahren ihr Vermögen nicht besteuert hatte und sogar aus einer Stiftung Unterstüßungen angenommen hat. Von diesem bedeutenden Vermögen will nicht einmal der Sohn der Ver wurde. storbenen Kenntniß gehabt haben. Der Steuerfistus will zirka Stationen. 50 000 M. Hinterzogene Steuer aus dem Nachlaß vorweg haben. Der Ochse fiegt. Uns wird berichtet: Die Vorführung des dressirten Reitochsen im Zirkus Busch ist polizeilich erlaubt! Nachdem sich das Polizeipräsidium durch zwei sachverständige Beamte davon überzeugt hatte, daß die Dressur des Reitochfen Hamburg Berlin durch den Spanier Fassi eine so vorzügliche ist, daß die Ministerialverfügung, betreffend die Vorführung" wilder" Thiere, nicht zutaifft, und daß eine Gefahr für das Publikum ausgeschlossen München erscheint, hat der Polizeipräsident Herr von Windheim das türzHaparanda. lich erlassene Berbot aufgehoben. Der Reitochse wird daher am Petersburg Freitag Abend zum ersten Male vorgeführt werden. Cork Aberdeen.. Paris. Die zu drei Jahren Gefängniß verurtheilte Elife Sante will, wie ein hiesiges Blatt mieldet, um ihre Begnadigung ein tommen. Wien. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1) 224242BB Wetter bedeckt Nebel Temperatur nach Celsius ( 5° C. 4° R.) 2020212 Swinemünde 765 761 AND 761 NO bedeckt Wiesbaden 756 NO bedeckt 752 bedeckt 759 GS0 Nebel 769 Still Nebel 759 762 755 OND © halb bedeckt 1 bedeckt NNO 3 bedeckt -1 | སཿ ཆཌ Wetter- Prognose für Freitag, 20. Dezember 1895. Einen abweisenden Bescheid hat wieder die Eisenbahn. Vorwiegend trübes Wetter mit Schneefällen und mäßigen Direktion Berlin auf ein Gesuch ertheilt, auf der Wannseebahn bis frischen füdöslichen Winden; Temperatur wenig verändert. den nachmittags um 3 Uhr 40 Minuten ab Berlin mitten im Berliner Wetterbureau. 10- Minutenverkehr ausgelassenen Zug in den Fahrplan wieder einzufügen. In gleicher Weise hat die Direktion es abgelehnt, auf der Wannseebahn ab Berlin 11 Uhr 50 Minuten abends noch einen Zug abzulassen, weil sie nicht zugeben kann, daß die Zeit von 11 Uhr 30 Minuten bis 12 Uhr 20 Minuten, also 50 Minuten, eine zu lange sei und die Einschiebung eines neuen Buges erfordere. Durch Selbstmord hat am Mittwoch der Kaufmann und Vizekonsul von Ecuador Paul Heymann aus der Händelstraße geendet. Bahlungsschwierigkeiten, aus denen er feinen Ausweg mehr sah, veranlaßten den erst 33 Jahre alten Mann zum Revolver zu greifen. Heymann hinterläßt eine Frau und vier Kinder. Versammlungen. In der Versammlung der Organisation der chirurgischen Branche, die fürzlich bei Gründel abgehalten wurde, beschloß den Antrag zu sehen, daß die Beiträge auf 20 Pf. erhöht werden man, auf die Tagesordnung der nächsten Generalversammlung sollen. Mit dem Arrangement des im März vor sich gehenden Stiftungsfestes wurden die Kollegen Fendius, Bennad Petad, Sattler, Mertens und Seemann betraut. Lebhaft tabelte man die Nachlässigkeit und Schlaffheit einer großen Anzahl von Kollegen. daß Versammlung am 15. Dezember nach einem beifällig auf Die Buchdrucker Nigdorfs beschlossen in ihrer öffentlichen ftimmig Trupke gewählt. Aus der Diskussion über diese genommenen Vortrage des Herrn Schulz den Anschluß an das Gewerkschaftstartell. Zum Delegirten wurde ein Angelegenheit sei erwähnt, daß die Betheiligung am Gewerkschaftskartell noch mit dem Hinweise anempfohlen wurde, man werde mit Hilfe dieser Körperschaft einen Druck auf die Rixdorfer Druckereien ausüben können, wo der Tarif nicht oder mangel haft bezahlt wird; ferner würde erreicht werden, die Gewerkschaften 2c. ihren Bedarf an Drucksachen nur dort decken, wo die Lohn- und sonstigen Arbeitsbedingungen der organisirten Buchdrucker anerkannt sind. Zum Schluß wurde auf die nüßlichen Bestrebungen des Rigdorfer Vereins für Buchdrucker aufmerksam gemacht und zu zahlreichem Beitritt ein geladen. Meldungen werden entgegengenommen bei Kull, Prinz Handjernstraße 46, I., und bei Barth, Druckerei des Rigdorfer Tageblatts". An die öffentliche Versammlung schloß fich eine Sigung des genannten Vereins. Arbeiter- Bildungsschule. Unterricht Donnerstag: Südostschule, Waldemarstr. 14: Dutich. Nordschule, Müllerstr. 179 a: Deffentliche Gefundheitspflege. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume find zur Beruhung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr an geöffnet. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Verfigender Ad. Neumann, Basewalferfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr Donnerkag. Abends 9 bis 11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder.- Gesangv. Freundschaft I, Brunnensir. 143 bei Fischer. Vorwärts II, Schönhauser Allee 28 Dorf= bet Kelle. Frühlingslufi, Bülowstraße 59 bei Werner. glöcklein, Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Klingenberg. Baget nicht, Steglig, Schloßftr. 66a, Zur Börse. Borar, Manteuffelstr. 9 bet Nowact. Harmonie I, Tempelhof, Dorfftr. 18 b. Gerth.- Steinfeger Sängerchor, Ruftanien- Allee 28 bei Fiebiger.- FIöter'scher Gefan ga verein, Koppenstr. 47 bei Wilhelm Lorenz. Sängerchor Berliner sürschner, Weinfir. 11 bei Feindt. Arbeiter- Gesangverein Oranien= burger Vorstadt, Aderstr. 123 bet Martens. Ost- und 32 Westpreußischer Männer Gefangverein, Blumenstraße bei Reich Arbeiter: Gefangverein Morgenroth IV, Köpenick, bei Echulz, Schönlinderfiraße 9. Arion II, Arfonaplag 2 bei Echermann. Butunft HII, Belten i. d. M., Wilhelinstr. 19 im Hotel W. Grunow. Liedes Echo, Reichenbergerstr. 118 bei stöppen. Tren und Fest, Pallisadenstr. 62 bei Retser.- Gerstenähre( Brauer), Blumenstr. 38 bei Wiedemann. Arbettergesangv. Bineta, Kastanien- Allee 11 bei Auguftin. Ipeniöslein, Bergstraße 60 bei Hilgenfeld. Gesangv. Oberon, ale Jatobar. 68 bet Dieffenbach.- Alpenrose, Forsterftr. 22 b. Tilgner. Edelweiß III, Wollinerstr. 62.- Morgenroth 1, Rummelsburg, TürrGefangverein Borwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39,„ Bigschmidtstr.33 bei Fechner.- Gesangv. Morgengrauen, Neue Friedrichir. 44 bei Röllig. Gefango. yra II, Charlottenburg, Wallstr. 102 bei maschesti. marcshöhe".. Arbeiter- Gesangverein Spandau in Spandau, bet Radtke, Neumeisterftr. 5.- Glasarbeiter, Köpenid, Rofenftr. 101 bei Troppens. Gesangverein Gesangv. Feldblume, Gtaligerfir. 117 bei Breitenfeld. ängerlust, Werder a. H., Kugelweg. Edelweiß III, Wollinerstr. 62, aurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bei Foge. Summers cher Gesangverein", Langestr. 65 bei Dwezarect. Freyheitstlänge III, Luckenwalde, Jüterbogtstraße bei W. Size. Eintracht I, Nieder Schönweide, Grünauerstraße bei Stretter. Frethettsgloden, Wörtherfir. 39 bei Buchholz Gleichheit 2, Kremmen, Berlinerstr. 289, Neft. S. Urad. Kreuz Oranienstr. 51( Oranienballen) bei Helfer. fraße 44 hei Lütte. or beerzweig, Lorgingstr. 2 bet Blicks. ,, et. urba n", Naunyn berger Sarmonie, Admiralftr. 18c bet Wlöhring.- Brezelschluß Ein Naubmord, der auch die hiesige Kriminalpolizei beschäftigt, ist in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch an dem instrumenten- Arbeiter, die am 16. Dezember im Helfer'schen In der gutbesuchten Generalversammlung der MusikChauffeegeld Ginnehmer Hein in Staffelde bei Tantow verübt Lofale, Dranienstraße, abgehalten wurde, nahm man die Ersay. worden. Der Raubmörder, der entkommen ist und sich möglicher wahl des Vorstands vor. Aus der Wahl gingen hervor: als weise nach Berlin gewandt hat, hat sein Opfer erschossen und erster Kassirer Mammitsch, als zweiter Vorsitzender Beuck, Bund der geselligen Arbeitervereins Berlins und Umgegend fich dann der Kasse bemächtigt, mit der er entflohen ist. als zweiter Schriftführer Stolp, als Beisitzer Jakob und alle Buschriften den Bund betreffend find zu richten an: Gent, Im Charlottenburger Betriebe der Firma Siemens als Revisoren Koch und Kleinlein. Wegen vorgerückter Dresdenerfir. 107/108, 1. Stfl. IV. Donnerstag: Rauchtlub Brüderlichteit, Pücklerstr. 49 bei Schuhmacher. Gefelliger Klub der alter u. Halske hat sich am Donnerstag Morgen gegen 11 Uhr ein Beit vertagte man die Erfahwahlen der Kommiffionen bis zur Moabiter, Stephanſtr. 53 bet Gräf. Es entspann sich dann eine Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Suchsdorf entjeglicher Borfall ereignet. Vier Arbeiter, die einen Refsel nächsten Generalversammlung. reinigen sollten, hatten sich in das Innere desselben begeben. längere Debatte über die Mechanikfabrit von Zerow. Nach- scher Wannerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungs funde bei Brüning, Rosenthalerfir. 12.- Gefangverein Jugendfreuden Während die Leute drinnen arbeiteten, wurde durch irgend ein dem die Arbeiter von Langer u. Co. die Hauptforderungen Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bet Wernau, Rofenthalerstraße 57.Tele- u. Diskutirklube. Donnerstag. Dietgen, abends 8% uhr Versehen ein Ventil geöffnet; der in den Kessel einströmende durchgesezt hatten, begann es sich auch in der Fabrik des Herrn bei Schröder, Wiesenstr. 39. ganz Neue Beit, abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, be Dampf verbrühte die Arbeiter so furchtbar, daß sie in ein Kommerzienrath Leyom zu regen, und es sind denn auch dort Gieshoit. Süd- Ost, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Krankenhaus gebracht werden mußten. Einer von ihnen soll erfreuliche Errungenschaften gemacht worden. So ist die Arbeitszeit Ede. Klub der Freunde bei Gnadt, Buttbuferftraße 82. von 1012 auf 912 Stunden reduzirt worden, die Strafgelber sind ganz- ostalift tier sefer und Distuttettub, abends 8% Uhr. lebensgefährlich verlegt sein. Restaurant Zubeil. bei Seidel, Gerichtsstr. 19. 1 Reichenbergerftr. 157, Gigung. August Getb, abends 9 Uhr im| 19 Minuten gewesen, diesmal aber gelang es dem Sieger beide wäre eine Klage leider aussichtslos. R. Schmidt. Lese- und Diskutirflub Reimer, abends 8 Uhr, Mr. W. C. C. Woodford sogar 158 Stunden und 48 Minuten 1. Der Frau steht das Recht nicht zu. 2. Dafür giebt es keinen Lese- und Diskutirklub Friedrich Engels. Jeden Donnerstag, abends 8% Uhr, bei Ferd. Kießel, Weißenburgerstr. 58. wach zu bleiben. Am zweiten und dritten Tage machten zwar Weg. Jos. S. H. Bresl. War in der Revisionsrechtferti Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Donnerstags die Neuglein des eigenartigen Sportsman" oftmals Miene, zu- gung schon vor Eingang Ihres Briefes ausführlich dargelegt. Rollegia, bei Böcker, Naunynstr. 78. Soffmann. Mehr Licht, weißensee, Elsaßstr. 16 bei Straßburger. korea, Borndorferstr. 17 bet zufallen, dann hatte er sich jedoch an das Wachen anscheinend W. S. Sind die Erben einig, so können sie ohne Anrufung Wahrer Fatob, Simeonftr. 23 bei Flick. gewöhnt, denn er hielt den Rest der 65/8 Tage in leiblicher Laune des Gerichts die Erbschaftstheilung vornehmen. G. F. 5. Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bei Münsberg, Louisenufer 52. und„ Kondition" aus. Nach Beendigung des Experimentes unter: Nein, es tann nur Ihre Mutter auf Zahlung des Kaufgeldes Rauchklub Kernfpige, Abends 9 Uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorfer: suchte ein Arzt Herrn W. C. C. Woodford und stellte fest, daß klagen. straße 8. Rauchflub Pfeifendeckel, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, C. 2. 12. Weder der Ehemann, noch die Ehefrau Langestr. 24. Rauchtlub Felfenfest bet S. Schmidt, Köpenickerstr. 171. beinahe" der Verstand des Wettwachers gelitten hätte. Diese haften in Ihrem Fall. Die Ehefrau fann sich ohne GenehmiStatflub Grand Schwarz, abends von 9 bis 11 Uhr bei E. Stein, Chriftburgerstr. 46. X. Ja. Sportsmen" würden gute Streikbrecher abgeben, wenn die gung des Ehemanns nicht wechselmäßig verpflichten. Rauchtlub Brüderlichkeit, 9-11 Uhr abends, lrbeiter im Berliner Transportgewerbe einmal die Verbet Tauchert, Waldemarstr. 16. V. Wer aus der Landeskirche austreten will, theilt dies Verein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unter- fürzung ihrer täglichen Arbeitszeit von 18-20 Stunden an- dem Amtsgericht seines Wohnorts mit. Dann wird vom Amts. richt und Uebungsstunde für Echüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9. streben sollten. Arends'scher Stenographen Verein Apollobund", Sendelstr. 30, abends 9 Uhr, Unterricht und Uebung in der ganz vereinfachten Arends'schen Stenographie. Le Cercle de Conversation Française se rassemble tout les eudis soir à 9 h. dans son local, Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Vermischtes. Schiffsunglück. Boesmann's Telegraphisches Bureau" in Bremen meldet aus Southampton vom Donnerstag: Der Dampfer Les Norddeutschen Aloyd"" Spree", von New- York nach Bremen unterwegs, mit 350 Personen an Bord, gerieth bei der Insel Wight im Warren- Ledge auf Grund. Bei Eintreten der Fluth wird der Dampfer wieder flott gemacht werden; seine Lage ist ungefährlich, er wird keinerlei Schaden nehmen. D Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine 8abl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet von jetzt ab am Montag Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. H. 3. Wir besitzen jetzt die Schrift. Das uns freundlichst übermittelte Exemplar steht daher zu Ihrer Verfügung. Wollen Sie es in einer Abendstunde abholen oder uns Ihre Adresse mit theilen. Wir wollen gelegentlich unser Urtheil über dieselbe mittheilen. Von der Buchhandlung des Vorwärts" können Sie alle Bücher, also auch das genannte beziehen. " gericht innerhalb 4-6 Wochen Termin anberaumt. In dem Termin ist der Austritt zu Protokoll zu erklären. Einer anderen Religionsgemeinschaft braucht man nicht beizutreten. Kirchensteuern sind bis Ende des auf den Austritt folgenden Jahres zu zahlen. Der Geistliche hat mit dem Verfahren nichts zu thun. An Kosten sind nur baare Auslagen( Porto, Schreibgebühr) zu erheben. Wer aber eine Bescheinigung über den erfolgten Austritt haben will, hat seit dem 1. Oktober 1895 noch 3,50 M. zu zahlen. Die Fragen über den Austritt aus der Landeskirche find wiederholt ausführlich in etwa 80 Zeilen umfassenden Antworten ertheilt. Derartige lange Antworten lassen sich nicht wiederholen. Schneide sich solche Antworten aus, wen die Sache interessirt. G. A. 1. Sie müssen persönlich erscheinen, können aber Verlegung des Termins beantragen und in dem späteren Termin die Erklärungen Ihrer Ehefrau genehmigen. Schrauder. Leider Vom See Unfall der Spree" wird weiter von Newport Ad. Lau. Persönliche Rücksprache ist nothwendig. sind nicht alle städtischen Betriebe nach dem Unfallgesez unfallauf der Insel Wight berichtet: Bei Eintritt der Fluth fand Leischke. Es scheint der Magistrat zu haften. Sprechen Sie versicherungspflichtig. Sie wollen in der juristischen Sprechein vergeblicher Versuch statt, die die Spree" flottzumachen. mit den betreffenden Akten gelegentlich in der juristischen Sprechstunde mit den betreffenden Papieren vorsprechen, um zu sehen, Das Schiff tann jetzt erst mit der nächsten Fluth um stunde vor. Pappel- Allee. Für voreheliche Schulden Ihrer welcher Weg am besten eingeschlagen werden kann. 2. 2. Ja. Mitternacht loskommen. Die" Spree" liegt innerhalb der Frau haften Sie nicht. Sprechen Sie gelegentlich in der M. M. P. Ihre Braut soll sich schleunigst an das VorNeedles. Als der Unfall erfolgte, war der Dampfer unter juristischen Sprechstunde vor. H. G. Lamstedt. Soweit ermundschaftsgericht( Amtsgericht) wenden. J. W. 30. Wenn Führung des Lootfen. Zwei Dampfer sind zur Zeit mit der sichtlich, kommt das Geld der Gemeinde zu, nicht den einzelnen Sie auf Meyer's Konversationslexikon durch Unterschreiben eines Uebernahme der Passagiere und Postfachen von der" Spree" Mitgliedern derselben. Ajay. Im Raum eines Brieffastens Abzahlungszettels abonnirt haben, so sind Sie auf den Schwindel beschäftigt. Das Wetter ist schön, die See verhältnißmäßig das gesammte Recht über Religions-, Rede-, Vereins- und Preß hineingefallen, vor dem wir wiederholt gewarnt haben. Das ruhig. freiheit und die Naturalisationsgesetze in der Schweiz und in viele Geld ist für Sie so gut wie weggeworfen. Ob eine DarKlanensenche. Auf der Insel Nordstrand wurde bei zwanzig England darzulegen, ist unmöglich. Beide Länder gewähren legung der an Betrug streifenden Ueberredungstünfte jene3 Stück Vieh, darunter jütischen Ochsen, die Maul- und Klauen- mehr Rechte nach dieser Richtung hin als Deutschland, dessen Reisenden eine Abweisung der Klage herbeiführen wird, ist sehr feuche amilich festgestellt. Der Landrath verfügte die Sperre der fämmtliche Gesezesbestimmungen auf diesem Gebiete fich mit den zweifelhaft. 3wei Wettende, 100. Die Lehrterstr. 3 beInsel. furzen Säßen zusammenfassen lassen: Religions, Rede, findliche Anstalt heißt: Königliche Strafanstalt. Sie ist ein Ein Wettwachen fand anfangs Dezember in San Francisko Vereins- und Preßfreiheit ist Staatsbürgerrecht. Wer von Zuchthaus, kein Gefängniß. Im Volksmunde heißt die statt, in welchem ein neuer Reford" aufgestellt wurde. Bisher diesem Rechte Gebrauch macht, fann bestraft werden. Anstalt Bellengefängniß, weil es die erste größere Strafanstalt war die höchste Leistung auf diesem Gebiete 144 Stunden und C. W. Sie sind nicht verpflichtet. Karl Wolf. Gegen Preußens ist, in der das System der Einzelzellen durchgeführt ist. " 3. Festgeschenken empfiehlt die Buchhandlung des„ Vorwärts“ den Genoffen die Parteiliteratur. Buch der Jugend. Bon Emma Adler, Prachtband: 2 Mr. Buch der Freiheit. Von Karl Henckell. Prachtband: 5 Mt. Lichtstrahlen der Poesie. Von M. Kegel. Prachtband: 3,50 Mt. Sozialistisches Bilderbuch Leipziger Hochverra thsprozeß.| Lassalle's Reden und Schriften. für 1896. Elegant geb. 75 f. Geschichte des Sozialismus. I. Theil: V. Plato bis z. d. Wiedertäufern. II. Theil: V. Th. Moore b. z. franz. Revol. In Leinen à 4,50, Halbfranz à 5,50 Mt. Eleganter Leinenband 5 Mr. Prachtband( Halbfranz) 5,50 M. Die Frau und der Sozialismus. Bon A. Bebel. Jubiläums- Ausgabe: geb. 2,50 Mt. 3 Bände in Leinen 11,50 Mt. 3 Bände in Halbfranz 14,50 Mt. Volks- Fremdwörterbuch. Von W. Liebknecht, Elegant geb. 8,20 Mt. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 20. Dezember. Opernhaus. Der Ring des NibeNational- Theater. Urania Große Frankfurterstraße 132. Anstalt für volksthümliche Direktion: Max Samst. Volksvorstellung zu bedeutend mäßigten Preisen. Der Hüttenbefizer. er Schauspiel in 5 Aften v. Georg Ohnet. Regie: May Sam ft. Morgen: Dieselbe Vorstellung. lungen: Borabend: Das Reingold. Central- Theater. Schauspielhaus. Eine Befehrung. Monsieur Balanceur. Rezept gegen Schwiegermütter. Deutsches Theater. Der Misanthrop. Das hohe Lied. Berliner Theater. Töchter. Alte Jakobstr. 30. Emil Thomas a. G. Zum 106. Male: Safemann's Eine tolle Nacht. Lesing Theater. Gräfin Frizi. Henes Theater. Le Cid. Schiller Theater. Das Glas Wasser. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: Jn doppelter Befehrung. Adolph Ernst- Theater. Frau Lohengrin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Atten von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. 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Adolph Ernst- Theater. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang der Freitag wegen Vorbereitung zur Novität: Keine Vorstellung. Sonnabend, Sen 21. Dezember. Zum ersten Male: Frau Lohengrin. Schwant mit Gesang in Atten von Chivot Roussel und van Loo. Deutsch von Ed. Jacobson und M. Mann städt. Der Billet- Vorverkauffindet von heute ab statt. Am 1. und 2. Feiertag, nachm. 3 Uhr, bei halben Raffenpreisen: Der kleine Lord. Vorstellung 8 Uhr. Passage- Panopticum. 42 Mädchen andern Ende der Welt ( Samoa). Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Noch nie dagewesener Erfolg der 3 Damen, Original- Ternés 1 Herr, Sensations Luftfetten- Akrobaten. Gertiny- Trio 1 Dame, 2 Herren, fliegende Hochturner, fangen sich mit Füßen an Füßen. Goldamseln. Gebr. Gray. Raponét. Waschinsky. Elrado. Vanoni. Cati. Marzella. Bartholdi. Hasson. 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Die Beerdigung findet am Freitag, den 20. d. M., nachmittags um 2 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Schöne berger Kirchhofs in der Marstraße statt. 83/13 Der Vorstand des Vereins der Bau- Auschläger Berlins und Umgegend. Herren- Hüte 1,25 M. Mustersachen, elegante Façons, ver. tauft die Fabrit im Komptoir Roppen straße 56. * Geöffnet bis abends 9, auch Sonntags, W. Pahr, Arbeitsanzüge Brunnene. 112 Hirschfleisch, Bid. 80 und 40 Bf., Pfd. 30 vom Blatt 50, Reule 70. Blutfrische Hasen 2,75 M., gespickt 3,25. Oderbruch Gänse, Pfd. 50-55 f. Wild- u. Geflügel- Keller 87. Dresdenerstr. 87. A. Ritschl, Gingang vom Flur. Cohn's Hosenfabrik, 3. Pallifadeuftr. 3, arbeitet aus Resten u. verkauft zu sehr billigen Preisen Jungens- Jacken und Joppen sowie Herren- Anzüge u. Paletots nach Maaß. 36632* Aquarium mit Ständer, Stein und Sprinbr. 12 M. Gitschinerstr. 62, Groß. Besonderer Umstände halber ist ein großer Parquettsaal, 500 Pers. fass., am 30. Dezember 95 u. a. Sonntag, den 5. 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Sonntag, den 22. Dezember, vorm. 10 Uhr, 14 in ,, Cohn's Fest- Sälen", Benthstraße Nr. 21/22: Mitglieder- Versammlung. Tages Debuung: 1. Vortrag über: Pflichten und Rechte der Vereinsmitglieder". 2. Bereinsangelegenheiten und Gewerkschaftliches. Kameraden! Da in der vorigen Mitgliederversammlung der Vortrag zurückgestellt werden mußte, so bitten wir, recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Jeder Zimmerer hat Butritt. 257/19 Der Vorstand. Verein d. Einseher( Tischler) Berl. n. Umg. Ordentliche General- Versammlung Sonntag, den 22. Dez., vorm. 11 Uhr, Neue Friedrichstr. 44. Zages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes über die Thätigkeit desselben und Wahl eines neuen Vorstandes und der Revisoren. 2. Abrechnung des Stiftungsfestes. 3. Verschiedenes. 4. Fragelasten. 59/7 NB. Der Arbeitsnachweis findet Wochentags abends v. 8-9 1hr und Sonntags vorm. von 11-12 Uhr statt. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung sämmtl. Droschkenkutscher Berlins und Umgegend am Freitag, den 20. Dezember er., abends 9 Uhr, in ,, Keller's Festfälen", Koppenstr. 29. Zages Ordnung: 52/3 1. Die Lohnfrage im Tarameter- Betriebe resp. das Resultat der Unterhandlungen mit den Fuhrherren und weitere Beschlußfassung. 2. Diskussion. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, hauptsächlich derjenigen, die Tayameter fahren, in dieser Versammlung pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer: H. Schreiber, Stephanstr. 61/62. Achtung! Matinée! „ T. Keller's Fest- Säle" Koppenstraße 29. Mittwoch, den 25. Dezember ( 1. Weihnachts- Feiertag) Grosse Matinée arrangirt von den Gesangvereinen Alpenglocke, Deutsche Eiche, Frisch nuf, Kornblume, Loreley und Vorwärts III( M. d. A.-.- B.), unter Leitung ihres Dirigenten Herrn F. Patschan, unter gütiger Mitwirkung des Pianisten Herrn Zielke, sowie einmaliges Gastspiel der musikalischexzentrischen Klowns Harry und William und der Mundharmonika- Duettisten Herren Röder und Uhlig, sowie eines Künstler Quintetts der Freien Verrinigung der Zivil- Berufsmusiker. U. a. gelangen zur Aufführung: Bannerlied" von Sahm. Der Wald im Frühling" von Röhr. Anfang präz. 12 hr. Programm 30 Pf. Billets sind bei allen Mitgliedern zu haben. -W " = 1851b Verein 3. Wahrung d. Interessen d. Maurer Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 11. Jannar 1896: Grosser Wiener Masken- Ball Fin Elysium, Landsberger Allee Nr. 40-41. Anfang 8 Uhr abends. Entree 50 r. Hierzu sind alle Freunde und Gönner des Vereins freundlichst eingeladen. Billets find bei folgenden Herren zu haben: Carl Knöpchen, Tilsiter= straße 16, p.; Otto Mecke, Büschingstr. 8, v. 3 Tr.; A. Matude, Barnimstr. 35, v. 3 Tr.; Carl Bittner, Swinemünderstr. 49. Hof p.; W. Pfister, Friedrichs felderstr. 9, v. 4 Tr. bei Horn; H. Zöllner, Alte Schönhauserstr. 48/44, 5.4 Tr.; H. Westphal, Oberbergerstr. 10 bei Mette; Cerl Pfeil, Arndtstr. 11; Fr. Kater, Moabit, Lübeckerstr. 36, Aug. 4 Tr. Außerdem sind in den be= fannten Zahlstellen des Vereins und in allen mit Plakaten belegten Handlungen Billets zu haben. 129| 10 Der Vorstand. Arbeiter, Parteigenossen! Die ausgesperrten Schuhmacher Burgs haben hier eine Verkaufsstelle errichtet und führen nur gute und reelle Waare zu billigsten Preisen. 32021 Allerbilligte Preise. 18486 validenstraße Nr. 112, Ecke Chauffeestraße, Kaiser Wilhelmstraße 18 M, Wir bitten die Genossen, uns durch reichliche Einkäufe zu unteritügen. R. Buske( Seefeld) 2. Ging. Grenadierſtraße 33 Burger Genoffenschafts- Schuhfabrik. Grosse u. kleine Säle, mehrere Vereinszimmer, Kegelbahnen, Billard.[ 33212* Teppiche Bettvorleger Läuferstoffe von 3,50 bis 100 Mt. von 1,25 bis 19 M. von 35 Pf. bis 3 M. von 1,50 bis 6 M. 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Er habe den Aus Köln wird uns über den Fortgang der Verhandlungen nicht für Mißhandlungen gehalten. Verth.: Daun bean Mann frank gemeldet, derselbe sei aber nicht im Lazareth aufgenommen tm Prozeß Hofrichter vom 18. Dezember berichtet: trage ich, dem Szaplewski dieselbe Frage vorzulegen. Der worden. Direktor Schellmann habe verlangt, daß die Beamten, Auf Antrag des Vertreters der Nebenlläger, Rechtsanwalt Staatsanwalt widerspricht diesem Antrage.- Der Gerichtshof che fie des Sonntags zur Kirche geführt wurden, 3/4 Stunden Gammersbach, wird zunächst der hiesige Polizei- Arzt, Dr. Wolff, beschließt: den Antrag des Vertheidigers abzulehnen, da es für lang in strengster Kälte auf dem Hofe stehen. vernommen. Dieser deponirt: Er habe in seiner Eigenschaft als das Gericht nicht zweifelhaft ist, daß Szaplewsti sich der Miß- Schellmann bemertt: Die evangelischen Beamten mußten des Polizei- Arzt diejenigen Personen zu untersuchen, die nach Brauweiler handlung schuldig gemacht habe. Sonntags warten, bis der katholische Gottesdienst zu Ende war. geschickt werden sollen. Schwache, franke, insbesondere lungenkranke Ein weiterer Beuge ist der frühere Hilfs aufseher Er selbst hatte ebenfalls des Sonntags unter der Kälte auf dem Personen und auch Schwangere werden nach Brauweiler nicht gesandt. Seller: Er habe wohl gehört, daß in Brauweiler mehrfach ge- Hofe zu leiden, da er sich bei diesem Versammeln zum gemeinEr habe die Leute, die aus Brauweiler kommen, vielfach gesehen schlagen worden sei, gesehen habe er es nicht. Die Aufseher Schaftlichen Kirchengang nicht ausschloß. Bei schlechtem Wetter und sei stets erstaunt gewesen über das gute Aussehen der Schiefer und Schellenbach haben, wie er gehört, einen Häusling habe er aber die Beamten ins Haus, treten lassen. Leute, die dort zweifellos nicht gedarbt haben. Leute, die aus einmal mißhandelt, als letterer aus dem Abort fam. Er sei Der folgende Zeuge, Bürstenfabrikant Abler der Sommerfrische tommen, sehen vielfach nicht so im Lazareth stationirt gewesen und habe dort einmal einen Fuß- fundet: Er lasse in Brauweiler arbeiten. Pollit sei ameri gut aus, als die aus Brauweiler kommenden. Ber- flog gesehen; wem dieser Fußklotz angeschnallt war, wisse er nicht Zeitungskorrespondent, sondern Agent einer heidiger: Herr Doktor, Sie sagen, lungentrante Personen nicht. Er selbst habe niemals einen Häusling geschlagen, blos fanischen Fabrik. Dieser habe vor Gericht in London die Un würden nach Brauweiler nicht gesandt. Nun befagen die einmal habe er einem widerspenstigen Häusling in der Cachotte wahrheit gesagt. Auf Befragen des Vertheidigers, ob es Obduktionsprotokolle und Herr Direktor Schellmann hat es auch die Zwangsjacke angelegt. Vertheidiger: War bei diesem wahrheitsliebend sei, daß er( 3euge) seine Fabrik zun rekundet: Die meisten Brauweiler Häuslinge Anlegen der Zwangsjacke der Arzt zugegen 3euge: Nein. Verkauf angeboten habe, obwohl er eine solche nicht be= sterben an Zuberkulose! Dr. Wolff: Selbst- Der Zeuge deponirt im weiteren auf Befragen: Gin Häusling site, antwortet der 3euge: Er befize jedenfalls ein Patent veiständlich können nur derartige Lungenkranke von der Ver- wurde als Simulant ins Lazareth gebracht. Der Mann und seine Fabrik habe er in Brauweiler.( Große schickung nach Brauweiler ausgeschlossen werden, bei denen diese a sechs Tage nichts. Der Arzt meinte: der Mann ver- allgemeine Heiterkeit.) Silberarbeiter Heinrich 3: Er sei stelle sich nur, er ordnete an, daß der Mann in die früher Lazarethgehilfe in Brauweiler gewesen. Es sei einmal Es wird hierauf die Aussage des kommissarisch vernommenen a cho tte gesperrt werde. Der Häusling habe, als er ein Häusling ins Lazareth gebracht worden, der schon 44jährigen Tagelöhners Auweiler verlesen. Danach hat dieser ins Lazareth kam, sehr heftig aus Mund und Nase auf dem Transport gestorben sei. Dieser war an refundet: Er fei im Brauweiler Arbeitshause gewesen. Direktor geblutet. Aufseher Effer habe sich später geäußert, daß er den Füßen mit einem Kloß gefesselt. Meister VerSchellmann habe ihm einmal 5 Tage Arrest diftirt. Er habe ein Seil ins Wasser getaucht und damit dem aus dem Lazareth it eegen habe der Leiche diesen klog abgemeißelt. infolge dessen bemerkt, daß er dann lieber 6 Wochen Arrest haben in die Cachotte gebrachten Häusling einige tüchtige Hiebe Auf Antrag des Vertheidigers wird noch ein Schwurgerichtswolle. Direktor Schellmann habe seine Personalakten nachgesehen übergezogen habe. Ein Landarmer, namens Lipfe, der in Erkenntniß verlesen, laut welchem ein ehemaliger Brauweiler und alsdann gesagt: Gut, dann erhalten Sie 6 Wochen Arrest, das Lazareth gebracht wurde, habe sich in demselben Häusling deshalb wegen vorsätzlicher Brandstiftung zu 31/2 Jahren Sie bleiben also bis zu Ihrer Entlassung im Arrest. Er sei nun erhängt. Zuchthaus verurtheilt worden ist, weil er geäußert hat: er in Arrest gebracht worden. Einige Tage darauf sei er von dem Auf- Direktor Schellmann: Auweiler sei ein selten frecher habe die Brandstiftung begangen, um nicht wieder nach Brauscher Tappert aus seiner Arrestzelle in den Flur geführt, von diesem Mensch gewesen, der alles zerschlug, die Beamten beschimpfte weiler zu kommen. mit dem Kopf niedergedrückt worden und nun habe er, und bedrohte. Er wurde deshalb mit Cachotte bestraft und da während er von Tappert festgehalten wurde, 12 Hiebe mit er auch dort furchtbar ungeberdig war, so wurde er zu ihm zum einem Rohrstock erhalten. Er gebe zu, daß er gegen Rapport vorgeführt. In seiner Gegenwart benahm sich Auweiler Die Verhandlung wird gegen 43/4 Uhr nachmittags von' dem einige Aufseher frech gewesen sei. Ob Direktor Schellmann den ungemein frech, schimpfte und drohte. Er Schellmann sagte Präsidenten, Landgerichtsdirektor Reichensperger mit folgenden Befehl zu dieser Prozedur gegeben habe, wisse er nicht.- Es deshalb zu dem Oberaufseher Schmitz: Es wird nichts Worten eröffnet: Wie wohl in fast allen derartigen Prozessen, erscheint danach als Zeuge Ausseher Tappert: Direktor Schell- weiter übrig bleiben, als dem Mann ein Paar so tritt auch in dem gegenwärtigen der Unfug zu tage, daß dem mann habe den Beamten oftmals eingeschärft, die Häuslinge überzuziehen." Er hielt diese Züchtigung für eine Vor- Vorsitzenden anonyme Briese zugehen. Ich will blos bemerken, nicht zu schlagen, ihnen ordentlich zu essen zu geben, sie gut zu beugungsmaßregel, denn er habe auch die Pflicht, daß sowohl für die Sache als auch für den Ausgang derselben behandeln und auch die Arbeitssale gut zu heizen. Eines Tages Erzessen vorzubeugen. Szaplewski, der hierauf noch nichts ungeeigneter ist, als derartige anonyme Schreiben. von dem Oberaufseher Schmit den Auftrag er mals vernommen wird, belundet: Ein Häusling sei Es wird alsdann Landesrath Forster( Düsseldorf) als halten, den Häusling Auweiler aus der Arrestzelle zu einmal in der Gachotte detinirt gewesen. Der Mann Zeuge vernommen. Dieser befundet: Er sei von der Brauweiler führen, da dieser Hiebe bekommen müsse. Er habe den Auweiler sei augenscheinlich geistestrant gewesen, denn er habe Anstalt durch die Exaktheit ihrer ganzen Einrichtung, sowie durch auf den Flur geführt, ihm den Kopf niedergedrückt, ihn fest Tag und Nacht geschrieen, so daß man es bis im Dorfe die Großartigkeit des Betriebes geradezu überrascht gewesen. gehalten und nun haeb Oberaufseher Schmit dem Auweiler mit hören konnte und habe seinen eigenen Koth ge- Direktor Schellmann habe mehrere Aufseher wegen Mißeinem Rohrstock zwölf Hiebe verfekt.- Präs.: Wissen Sie, geffen.- Präf.: Sind Sie der Meinung, daß Herr Direktor handlung von Häuslingen bestraft. Die beiden Aufseher Machner weshalb Oberaufseher Schmit den Mann schlug?-Schellmann davon Kenntniß hatte?- 3euge: Das glaube und Eichstädt wurden wegen Mißhandlung von Häuslingen der 3euge: Nein. Präs.: Wußte Herr Direktor Schellmann ich wohl, Direktor Schellmann besucht fast täglich alle Staatsanwaltschaft angezeigt, vom Landgericht zu Köln jedoch von dieser Mißhandlung?- 3euge: Das weiß ich nicht. Arrestzellen. Im Lazareth feien außerdem seiner Meinung nach freigesprochen, infolge eingelegter Revision aber vom LandPräs. Was war das für ein Rohrstock, mit dem Schmitz den verschiedene Geiste stranke gewesen, die jedoch nicht ent- gericht zu Düsseldorf verurtheilt. Der Vertheidiger hebt Mann schlug? 3euge: Gin Rohrstock, der zum Kleider- lassen wurden, der Arzt erklärte sie für Simulanten. hervor, daß Direktor Schellinann in einem Schreiben an das ausklopfen benutzt wurde. Präs. Ist nicht in den Arrest- Direktor Schellmann bemerkt: Sobald Häuslinge Spuren Landes- Direktorium ausgedrückt habe: er habe geglaubt, die Aufzellen auch ein Gummischlauch?-- 3euge: Nur eine von Geistesgestörtheit zeigen, werden fie ins Lazareth gebracht feher würden freigesprochen werden. Er( Vertheidiger) 12 Zentimeter dünne Gummischnur. Präs. Was geschieht und wenn der Anstaltsarzt die Geisteskrankheit festgestellt habe, hebe dies deshalb hervor, um zu beweisen, daß Direktor mit dieser Gummischnur?-3enge: Das weiß ich nicht.- werde bei der königlichen Regierung die Ueberführung des Schellmann, wenn er auch fueng gegen seine Beamten sei, Präs. Sind sonst noch Weißhandlungen vorgekommen? Kranten in eine Irrenanstalt beantragt; derartige Unterhand fo doch, wenn es fich um Mißhandlung von Häus 3euge: Nein, nur ganz junge Leute sind noch geschlagen lungen nehmen jedoch oftmals viel Zeit in Anspruch. lingen handle, den Aufsehern gegenüber nachsichtig war. worden. Präs.: Haben Sie diese jungen Leute geschlagen? Es wird hierauf Geh. Regierungsrath Dr. Krone( Berlin) Auf ferneres Befragen bemerkt der 3enge: Er habe den kom3euge: Jawohl, im Auftrage des Oberaufsehers. vom Ministerium des Innern als Zeuge und Sachverständiger missarisch vernommenen Arbeitsinspektor Schäfer einmal vers Pras.: Wie viel Mal haben Sie jugendliche Häuslinge ge- vernommen. Dieser äußert sich etwa folgendermaßen: Ich habe am nommen. Dieser habe zunächst bekundet, daß in Brauweiler schlagen? Zeuge: Ein oder zwei Mal. Präs.: Wie 25. Oktober d. J. im Auftrage des Herrn Ministers des Innern, die Zwangsjacke und die Handeisen angewendet wurden. alt waren die Jungen? 3euge: 12 bis 14 Jahre. in Gemeinschaft mit dem Herrn Ober- Regierungsrath Brandt zweite Mal sagte jedoch Schäfer: Er müsse bei seiner ersten VerPräs.: Wußten Sie, was die Knaben verbrochen hatten? vom Ministerium des Innern und unter Führung des Herrn nehmung mißverstanden worden sein. Die Zwangsjacke sei Zeuge: Nein. Präs. In welcher Weise wurden die Knaben Landesdirektors Geh. Ober- Regierungsraths Dr. Klein, des Herrn während seiner Amtszeit in Brauweiler niemals angewendet geschlagen? In derselben Weise wie Nuweiler. Verth.: Bei Berth.: Landesraths Brandis und des Herrn Direktors Schellmann die worden, wohl aber die Hand- und Fußschellen. Hielten Sie sich zu solchen Midhandlungen berechtigt? Provinzial- Arbeitsanstalt zu Brauiveiler besichtigt. Ich bemerke dieser Gelegenheit möchte ich an den Herrn Staatsanwalt die Zeuge: Ich habe nur den Befehl meines direkten Vorgesetzten zunächst, daß ich die größte Sauberkeit und Ordnung fand. Die Frage richten, wie es kam, daß Herrn Direktor Schellmann ausgeführt. Werth.: Ist Ihnen bekannt, daß Sie Befehle Schlaf- und Arbeitsräume waren gut gelüftet, diese Mäume haben jede einzelne Zeugen aussage in Abschrift zugestellt worden ist? Ihrer Borgesetzten nur ausführen dürfen, die nicht strafbar einen Raum von je 10 Rubikmeter. Ich gewann aber auch den Staatsanwalt: Ich weiß nicht, ob die Frage des Herrn sind? Auf Anregung des Staatsanwalts macht der Prä- Eindruck, daß sowohl der Landesdirektor und ebenso der Vertheidigers eine Kritik von Maßnahmen der Staatsanwaltschaft fident den Zeugen wiederholt aufmerksam, daß er die Antwort dezernirende Landesrath eine ganz besondere Fürsorge den bezweckt. Wenn dies der Fall sein sollte, dann enthalte ich mich verweigern könne, wenn er glaube, sich einer strafrechtlichen jugendlichen Häuslingen zu theil werden ließ. Ich ge- jeder Auskunft. Verth.: Ich bin entfernt, an den MaßVerfolgung auszusetzen. Der 3euge bemerkt aber: Er habe wann nicht den Eindruck, daß die Häuslinge schlecht oder auch nahmen der Staatsanwaltschaft Kritik zu üben. Ich wünsche geglaubt, daß er den Befehl seines Vorgesetzten aus nur barsch behandelt werden. Auch die Arrestzellen, die 21 bis nur Ausschluß, aus welchem Grunde Herrn Direktor Schellmann, zuführen habe. Verth. Herr Direktor Schellmann hat 28 Rubikmeter Raum haben und sämmtlich mit guten Heizein- der doch selbst in dem gegenwärtigen Prozeß Zeuge ist, alle wiederholt untersagt, die Häuslinge zu schlagen. Haben Sie sich richtungen versehen find, tragen den gesundheitlichen Anforderungen Beugenaussagen in Abschrift sofort mitgetheilt wurden. Wäre infolge dessen nicht verpflichtet gefühlt, von der von dem Ober- Rechnung. Wir ließen uns auch verschiedene Arrestzellen auf das nicht geschehen, dann könnten verschiedene Zeugen hier auf aufseher Schmitz verübten Mißhandlung dem Herrn Direktor fchließen. Ein Mann in der Arreftzelle beschwerte sich sogleich Widersprüche aufmerksam gemacht werden. Staats. Mittheilung zu machen? 3euge: Ich war der Meinung, bei Herrn Direktor Schellmann über ihm zugefügtes Unrecht. anwalt: Nach der Erklärung des Herrn Vertheidigers, er daß der Oberaufseher Herrn Direktor Schellmann vorher davon Letterer versprach, die Angelegenheit zu untersuchen. Ich gewann wolle an den Maßnahmen der Staatsanwaltschaft teine Kritik Mittheilung gemacht hat. Der folgende Beuge ist Ober- also die Ueberzeugung, daß die Anstalt sehr gut geleitet wird üben, will ich bemerken, daß infolge des inkrimi auffeher Schmih. Dieser bekundet auf Befragen des und daß in einer Weise für die Anstalt Aufwendungen gemacht nirten Artikels die Staatsanwaltschaft bemüht war, bezüglich der Präsidenten: Er wisse, daß das Schlagen der Häus- werden, wie dies vielleicht der Staat nicht thun würde. Sowohl erwähnten Strafthaten ein Ermittelungsverfahren einzuleiten. linge nur gestattet sei, wenn die Ausseher thätlich an die Anstaltsleitung, als auch die Provinzial- Verwaltung sind Wir waren daher genöthigt, Herrn Direktor Schellinann über gegriffen werden. Aus diesen Gründen habe er einige Male bemüht, die Anstalt zu einer Muster austalt zu machen. verschiedene Dinge zu fragen und ihn zu informiren. Es ist Büchtigungen vorgenommen.- Präs.: Nun sollen Sie Dieselbe Fürsorge, die Herr Direktor Schellmann den Häus- Herrn Direktor Schellmann der Vorwurf gemacht worden, daß auch einmal den Häusling Auweiler geschlagen haben? lingen gegenüber an den Tag legt, beobachtet er auch den er nichts that, um strafbare Handlungen nachträglich zur An3euge: Auweiler war wiederholt furchtbar frech, tobte, Beamten gegenüber. Bu tadeln wäre blos die Größe der Anzeige zu bringen. Ich bemerke jedoch, daß Direktor Schellmann, beschimpfte und bedrohte die Beamten, sodaß ich ihm zum Rap- ftalt. Es ist bei einer Anstalt von 1000 Köpfen einem dem die Strafregister und die polizeiliche Hilfe nicht so zu ge= port vor den Herrn Direktor führen ließ. Da er auch dort Direktor faum möglich, alles zu übersehen. Ich würde bote stand wie der Staatsanwaltschaft, er mithin die Namen wieder sehr frech war, so sagte Herr Direktor zu mir: Sie es für richtiger finden, wenn die Anstalt getheilt wäre. der Häuslinge nicht fannte, also garnicht in der Lage war, Anmüssen doch dem Manne ein Paar überziehen. Präs.: Geschah diese Revision unvermuthet? Geb. zeige zu machen. Werth.: Ich würde es doch für korrekter Ich ließ deshalb den Auweiler von dem Aufseher Tappert aus Rath Dr. Krone: Nein, ich muß aber bemerken, daß dieses gefunden haben, wenn die Zengenaussagen dem Herrn Vertreter der Zelle holen. Letzterer drückte den Häusling mit dem Kopfe unvermuthet" im allgemeinen überschätzt wird. Es des Herrn Direktors Schellmann und nicht ihm selbst mitgetheilt nieder, hielt ihn fest und ich versette ihm auf war selbstverständlich nothwendig, daß das Ministerium von worden wären. Staatsanw.: Das ist doch aber vollständig den Hintertheil feines Körpers zwölf Siebel der beabsichtigten Revision dem Oberpräsidenten und dieser dem gleichgiltig. Landesrath Klausner befundet im weiteren auf mit einem Rohrstock. Ich sagte dann zu dem Häusling: Landesdirektor Mittheilung machte. Dadurch war die Revision Befragen: Der Landesdirektor habe wohl in vielen Dingen blos Nun, Auweiler, werden Sie wohl nicht mehr so frech sein. 2 bis 3 Tage früher bekannt. Allein ein Fachkundiger merkt seine Unterschrift zu geben, die Personalfachen bearbeite jedoch Präs. Haben Sie sonst noch erwachsene Häuslinge geschlagen sofort, ob etwas für den Revidenten zurecht gemacht ist.-Auf der Herr Landesdirektor selbst. Auf ferneres Befragen bemerkt oder schlagen laffen?- 3euge: Nein. Verth.: Haben Befragen des Vertheidigers bemerkt der Sachverständige: Für Landesrath Klausner: Die Arbeitsanstalt habe im EtatsSie jugendliche Häuslinge geschlagen?- 3euge: Jawohl. die Disziplinarmittel fei das Reglement maßgedend. Ob eine jahre 1894/95 einen Zuschuß von 82 959 M. von der Provinz Präs. Wie viel Mal haben Sie wohl jugendliche Häus- Strafe zu hart ist, könne ein Außenstehender schwer beurtheilen. erhalten, es waren das etwa 18 400. weniger als im Tinge geschlagen? 3euge: Etwa fünf bis sechs Mal. Die 3wangsjacke und der Bastanzug seien auch in Vorjahre. Die Brauweiler Anstalt habe durch Vermehrung der Bras Womit schlugen Sie?- 3euge: Bunächst mit einer staatlichen Strafanstalten zulässige Strafmittel. Bei dieser Betriebe, wie Einrichtung einer Druckerei, Dütenfabrik u. 1. 1. Gummischnur, später mit einem Rohrstock. Präs.: Weshalb Gelegenheit müsse er bemerken, es sei ein Irrthum, daß größere Einnahmen, andererseits aber auch weniger Ausvertauschten Sie den Rohrstock mit der Gummischnur? die Mundbinde noch in staatlichen Anstalten an gaben gehabt. Ein Landarmer, namens Lipken, habe ab Zeuge: Weil der Direktor anordnete, die Gummischnur nicht gewandt werde. Auf Befragen des Vertheidigers, ob in fichtlich vielfach sein Bett verunreinigt, und zwar augenschein mehr zu verwenden. Präs.: Wußte Herr Direktor Arbeitsanstalten, die dem Dezernat des Ministeriums unterstehen, lich, um den Aufseher zu ärgern. Er wurde deshalb sowohl Schellmann von den Mißhandlungen der wegen Frechheit oder Widerspenstigkeit die Prügelstrafe zulässig von den Häuslingen und auch einmal von dem Wärter Saal jugendlichen Häuslinge?- 3euge: Ich züchtigte sei, bemerkt der Sachverständige: Das Ministerium habe über angeblich sehr heftig gezüchtigt. Sipten habe sich Die jugendlichen Häuslinge nur in direktem Auf einige Arbeitshäuser nur die Oberaufsicht, er könne also hierüber darauf am Fensterkreuz seiner Belle mittels trage des Herrn Direktor Schellmann.-feinen Aufschluß geben. Jedenfalls sei die Prügelstrafe nur in feines Halstuches erhängt. Er( Zeuge) habe einen Präsident: Aus welchem Grunde wurden die jugend- Zuchthäusern unter gewissen Umständen gestattet, in den Ge- Häusling, der bei dem Selbstmord zugegen war, lichen Häuslinge geschlagen? Beuge: Weil sie frech fängnissen dagegen ausdrücklich verboten. Wenn ein gefragt, weshalb er nicht verhütet habe, daß sich der waren, in ihrer Isolirzelle alles zerbrachen u. f. w. Angetl.: Gefängnißbeamter dennoch einen Gefangenen schlage, so habe der Mann erhängte. Der Häusling habe ihm die frivole Antwort Bis zu welchem Lebensalter werden die Häuslinge als jugend- Beamte selbstverständlich die Folgen zu tragen. gegeben: der Mann kann mit seinem Leben liche behandelt? 3euge: Bis zum 19. oder 20. Lebens Es erscheint alsdann als Zeuge der frühere Hilfsausseher machen, was er will. Der Aufseher Saal wurde der er Auf Antrag des Vertheidigers wird konstatirt, daß Enscheid: Viele Häuslinge feien nicht im stande gewesen, wähnten Züchtigung wegen von der Zentralstelle zu 20 Mart gegen den Beugen ein Strafverfahren wegen Miß das Pensum in Brauweiler zu bewältigen. Ein Häusling habe Geldstrafe verurtheilt. handlung gefchwebt, dasselbe aber eingestellt worden sei, einmal geäußert: Er wolle lieber lebendig in die Anatomie Es erscheint hierauf als Zeuge der frühere Arbeitsinspektor weil angenommen wurde, daß der Zeuge bezw. Angeschuldigte nach Bonn geschafft werden, als noch länger in Brauweiler Schäfer: Er habe einmal gehört, daß Direktor Schellmann nicht das Bewußtsein der Strafbarkeit gehabt habe. Rechts- bleiben. Die Häuslinge müssen dort in falten, d. h. ungenügend bezüglich des ihm vorgeführten Häuslings Ausweiler fagte: Dem aun alt Gammersbach: War der Zeuge sich bewußt, daß geheizten Räumen arbeiten. Ein 48jähriger Häusling, der als Mann müssen ein Paar fibergezogen werden." Schlagen babe die von ihm vorgenommenen Büchtigungen Mißhandlungen Rehrmann beschäftigt wurde, sei, weil er die ihm zugewiesene er persönlich niemals gesehen. Die Zwangsjacke sei gegen Wider. jahre. = Das fpenftige nicht angewandt worden, wohl aber wurden bei Arbeits- wiesen und beantragte Freisprechung. Das Gericht 16. die Rückstände bedungener Zinsen, der Mieths- und Ptgelier, verweigerung die Handeisen angelegt. Andere Strafmittel waren bedauerte, daß kein gesetzlicher Maßstab für Numerirung und Pensionen, Besoldungen, Alimenten, Renten sowie die Rückdie Cachotte und Kostentziehung. Wegen Nichterfüllung des Bezeichnung der Rollen bestehe und sprach die Ange- stände von Abgaben, die infolge einer vom Staat verliehenen Benfums wurden gewöhnlich drei Tage Arrest mit kost- tlagten frei.- An diesem, allerdings ungeheuerlich klingen- Berechtigung an Privatpersonen zu entrichten sind, wie Wegeentziehung, bisweilen auch ohne Kostentziehung verhängt. Den Urtheile ist rühmend hervorzuheben, daß es den thatsäch- und Brückengelder; 7. die Forderungen auf Erstattung aus Er habe auch einmal einen Maultorb gesehen. Die Kor- lichen wirthschaftlichen Verhältnissen vollkommen ent- gelegter Prozeßgelder von dem dazu verpflichteten Gegner; 8. die rigendin Kranen fei ungemein frech gewesen; er hatte die Ueber- fpricht. Es giebt eben eine durchaus ehrliche Forderung auf Gerichtskosten und Steuern. Der Gläubiger zeugung gewonnen, daß die Kranen geistes gestört sei. Das tapitalistische Unredlichkeit und die muß so ver- unterbricht die Verjährung, wenn er bis spätestens am Arbeitspensum sei nicht zu hoch gewesen. Fleißige und langt es das wirthschaftliche System- auch geschützt werden! 31. Dezember 1895 seinem Schuldner einen Zahlungsbefehl oder gesunde Leute konnten das Arbeitspensum sehr gut bewältigen. eine Klage zu stellen läßt. Forderungen aus Darlehen und Auf Befragen des Direktors Schellmann bestätigt der Zeuge, daß Ueber die preußische Gewerbe Jnspektion und Reffel auf Zahlung für Waaren, die für den Gewerbebetrieb des wenn Schellmann sich überzeugt hatte, daß ein Häusling das revision schreibt die" Soziale Praxis": Benfum nicht leisten könne, dasselbe heruntergefeht worden Empfängers geliefert sind, verjähren erst in 30 Jahren. fei.- Staatsanwalt: Ist Ihnen genau bekannt, daß bei Arbeitsverweigerung die Handeisen angelegt wurden, die Leute konnten doch alsdann nicht arbeiten? Beuge: Ich kann mit voller Bestimmtheit befunden, daß Arbeitsver weigernden die Handeifen angelegt wurden. Diese Häuslinge sollten gar nicht arbeiten. Direktor Schellmann: Er müsse bemerken, daß die Anlegung von Handeisen nur als Vorsichtsmaßregel angewendet wurde. Es geschah dies lediglich um einen Erzeß zu verhüten. Wertheidiger: Wie fommt es, Herr Direktor Schellmann, daß Sie bis jetzt das Anlegen von Sandeisen bestritten Schellmann: Es ist mir nicht erinnerlich, daß ich das bestritten habe. Rechtsanwalt Gammersbach: Meines Wissens nach ist Herr Direktor Schellmann darüber noch gar nicht gefragt worden. Bertheidiger: Doch ist Dies geschehen; Herr Direttor Schellmann hat dies aber bisher ebenso bestritten, wie, daß auf seine Anordnung Häuslinge geschlagen wurden. haben? -LOO -O - Schellmann: Auch danach bin ich bis jetzt nicht gefragt worden. Landesrath Brandts befundet: Alle von dem Direktor Schellmann über die Häuslinge verhängten Strafen werden, nebst den Ursachen der Bestrafungen, genau gebucht und dem Landesdirektorium vorgelegt. Lehteres habe gegen diese Strafen nie mals etwas zu erinnern gehabt. Auf Antrag des Vertheidigers wird dem Landesrath Klausner aufgegeben: Ersterem die Akten in dem Falle Lipken zuzustellen. Ein weiterer Beuge ist der Hausirer Klee: Er fei zunächst als Korrigend, später als Landarmer in Brauweiler gewesen. Er habe als LandBeuge: Nein. Präsident: bei den zuständigen Stellen in Preußen in diesem Jahre amt. Von gewöhnlich gut informirter Seite erfahren wir, daß Die Fälle, in denen Unternehmer ihren Arbeitern zwar liche Grörterungen darüber stattgefunden haben, ob nach den die Krankenkassen- Beiträge in Abzug bringen, diese Gelder aber für 1894 bie Verbindung zwischen Kesselrevision und Gewerbe- häufiger. letzten Berichten der preußischen Gewerbe Aufsichts Beamten dann in eigenem Nußen vermen en, werden in letzter Zeit immer Gestern wurde der Malermeister Franz Inspektion aufrecht zu erhalten ist. Der Inhalt der Berhand- Wensch aus Charlottenburg dieserhalb vor der 1. Straflungen soll als Amtsgeheimniß behandelt werden, obgleich doch fammer des Landgerichts II zur Verantwortung gezogen und die Deffentlichkeit und die praktische Sozialpolitik ein hervor zwar beträgt die Summe, um welche die Raffe geschädigt ist, 20,30 M. Der Angeklagte giebt zu, bei zwei von seinen Arbeitern ragendes Interesse an diesem Inhalte bat." Eine halbamtliche Notiz in der Berliner Korrespondenz" die Abzüge vorgenommen, aber nicht an die Krankenkasse abhat übrigens schon verrathen, daß an eine Trennung der Kessel geliefert zu haben, zwei anderen Arbeitern, nämlich feinem revision von der Gewerbe- Inspektion von der Regierung nicht Vater und feinem Bruder, habe er Abzüge überhaupt nicht gegedacht werde, da man es nicht dahin kommen lassen dürfe, macht. Die betreffenden Gelder habe er für sich verbraucht, da auf dem er sich in großer Noth befunden habe. Das Urtheil lautete daß es dem Staate an Beamten fehlt, die Gebiete des Dampskesselwesens an Kenntniffen und Er- auf 20 M. Geldstrafe. fahrungen auf der Revisionsvereine ständen; dahin würde es aber fommen, gleicher Linie mit den Ingenieuren wenn der Staat auf die Dampsteffel- Ueberwachung ganz verzichten wollte." lösen. " GNO Versammlungen. Gegen diese Ansicht der Regierung betont die„ Soziale Ueber die Revision des Handels- Gesetzbuches und ihre Praxis" mit recht, daß die Berbindung der Kesselrevision mit der Bedeutung für die Handlungsgehilfen hielt Rechtsanwalt Gewerbeaufsicht immer wieder die vorwiegend technische Heine einen lehrreichen Vortrag in der Freien Vers Qualifikation der Inspektoren bestimmt und die Anstellung von einigung der Kaufleute. Der Redner führte aus, Aerzten, Sozialpolitikern und Arbeitern als Aufsichtsbeamten daß zwar in Verbindung mit der Berathung des bürgerverhindert, die Frage also nur vertagt, statt sie endlich zu lichen Gesetzbuches auch eine Revision des Handels Gesetzbuches in Aussicht genommen wäre, daß aber von den Arbeiten hierzu noch nichts bekannt sei, und daß er deshalb auf den Entwurf Risiko der Arbeit. Bis zum Oktober waren bei der Polizei: des bürgerlichen Gesetzbuches eingehen wolle, soweit derselbe die bebörde in Duisburg 1046 Betriebsunfälle angemeldet, die mit Handelsangestellten betreffe. An dem Entwurfe sei zu loben, Verlegung oder Tödtung von Personen verbunden waren. daß es das erste Gesetzbuch wäre, das in verständlichem Teutsch des Juhalts müffe man aber Bau- Unglücke. Beachtenswerthe Einblicke in[ bas leicht abgefaßt fei; bezüglich armer einmal den Direktor Schellmann um Urlaub ersucht. finnige Treiben fapitalistischer Bau- Unternehmer gewährt ein sagen, daß es dem Geift der Zeit nicht Rechnung trage, Der Direktor habe ihn deshalb so furchtbar Artikel des in Budapest erscheinenden gestoßen, daß er drei Steinmeßen", denn die Urheber des Entwurfes ständen dem wirklichen Zage nicht schlucken Wolfsleben fern. So sei beispielsweise das Vereinsrecht founte. Er sei infolge dessen zum Anstaltsarzt gegangen, diefer aus dem wir folgendes wiedergeben: habe ihn aber hinaus gejagt. Einige Zeit darauf habe er möglichst furzer Zeit hergestellt werden; das babei verwendete dem vor 100 Jahren eingeführten und auf die kleinbürgerlichen Der Ronkurrenzkampf bringt mit sich, daß die Bauten in ungünstiger gestaltet als nach heute geltendem Recht. Gegenüber einen Ausschlag am Bein gehabt. Er fei wiederum zum Gerüstholz muß 15, auch oft 20 Neubauten dienen. Die Lange und kleinbäuerlichen Verhältnisse jener Zeit zugeschnittenen Arzt gegangen, lekterer habe ihn aber auch diesmal dännen find morsch durch das Stehen in der Erde. Man Preußischen Allgemeinen Landrecht ſtelle der Entwurf des bürgerhinausgejagt. entlaffen waren, haben Sie sich alsdann über Direktor Schell- benn dadurch würden dieselben zu kurz werden, und man tönnte thums dar. Wie nun im wirthschaftlichen und viel mehr noch im mann beschwert? Wußten Sie, daß Ihnen das Beschwerderecht zustand? sie bei dem vierten oder fünften Bau infolge der Kürze nicht geistigen Leben der Gegenwart bereits die Anfäße der zukünftigen Sie find doch mehrfach in Brauweiler gewesen?- Beuge: zukaufen. Dasselbe ist bei Streben der Fall, auch diese werden das bürgerliche Gesetzbuch solche Ansätze neuer Rechtsnormen mehr verwenden und die Baumeister wären gezwungen, neue an- Gesellschaft enthalten seien, so sollte man auch erwarten, daß Wir werden in Brauweiler bumm gehalten. ftets bünner und schwächer, aber fie müssen nach Ansicht der zeige; das sei aber nicht der Fall. Reduer geht auf den AbWenn die Herren aus Düsseldorf kamen, war das Effen Baumeister noch bei dem einen Bau halten und dann noch bei schnitt, der von den Verträgen handelt, ein und führt aus, daß beffer, souft war es schlecht.( Heiterkeit im Zuhörerraum.) einem u. f. w., so geht es fort, bis das Unglück gefchehen ist. Der Entwurf des bürgerlichen Gesetzbuches auf dem Grundfah Der Zeuge befundet im weiteren: Er habe einmal in früher& ist dies die reine Profitwuth. Das ganze Bauwesen in der vollständigen Vertragsfreiheit beruhe und die Morgenstunde im Biehstall einen Besen gesucht. Als er ihn gefunden hatte, wurde dieser ihm von dem Ausseher Korte aus unserer Stadt ist mit Proletarierblut übertüncht. Ist schon die durch die wirthschaftlichen Verhältnisse geschaffene Zwangslage, der Hand geriffen und er damit heftig geschlagen. ganze Bauart ein Schwindel, so sollte man doch nicht glauben, daß worin der Vertragschließende fich häufig befindet, unberücksichtigt Praf.: Was veranlaßte den Aufseher, Sie zu schlagen? man so mit Menschenleben umgehen darf. Es wird nichts untersucht. laffe. Als einen Fortschritt gegenüber den jetzt geltenden Bes -Beuge: Das weiß ich nicht.- Beuge bekundet und konstatirt schließlich die Fahrlässigkeit, welche sich ber be- gesehene vollständige Formfreiheit des Vertrages, Geschieht ein Unglück, nun, dann kommt endlich die Kommission stimmungen bezeichnet er die im bürgerlichen Gesetzbuch vornoch: Er habe einmal, als er auf Außenarbeit war, gesehen, aussichtigende Polier zu schulden kommen ließ. Was geschieht wonach auch mündliche Verträge giltig sind, während bisher wie Aufseher Tappert einen jungen Häusling, weil dieser nicht aber dann? I'm strengsten Falle wird der Polier verhaftet, Werträge über 150 Mark schriftlich abgefchloffen werden arbeiten wollte, heftig mit einem Stock geschlagen habe. nach einer kurzen Zeit wieder auf freien Fuß gelaffen und der mußten. Nur müßte, da beim Abschluß mündlicher Verträge Eine andere Mißhandlung habe er nicht wahrgenommen. Direktor Schellmann bestreitet, den Zeugen gegeflagt wird, das gilt mit mehr oder weniger Ginschränkungen Rücktritt vom Vertrage leichter ſein, wie bisher. Redner Schlendrian geht weiter." Was hier von Budapest gesagt und eine Uebereilung eher als bei schriftlichen vorkommen könne, der stoßen zu haben.- Häusling Meyer: Er sei das fünfte auch von dem Bauwesen in Deutschland: Dem Profit zu bespricht nun die Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuches Mal in Brauweiler, er habe, als er wiederum als Obdachloser liebe wird rücksichtslos gehaftet, und wenn dann einmal ein über den Arbeitsvertrag, welche in 16 Paragraphen niedergelegt aufgegriffen und der Landespolizeibehörde überwiesen wurde, ge- furchtbares Unglück, wie neulich in München, die Gesellschaft sind. Danach bleibt für die Handlungsgehilfen die sechswöchent beten, ihn wieder nach Brauweiler zu schicken, da er dort mit der Arbeit bereits vertraut sei. Er fönne das Pensum in Brau auffchreckt nun, es sind ja nicht die Unternehmer, die hier liche Kündigung an den Quartalstagen, wie sie das Handels. gesetzbuch bestimmt, bestehen. Während es bisher zweifelhaft weiler sehr gut bewältigen und sei auch im übrigen ganz zuwar, ob ein Handelsangestellter, der aus einem der im frieden. Er habe niemals etwas von Mißhandlungen anderer Gesetz vorgeschriebenen Gründe seine Stellung ohne Kündigung Häuslinge wahrgenommen.- Möbelfabrikant Füllen bekundet: verließ, den Lohn für die Zeit bis zum Ablauf der Die freien Arbeiter leisten gewöhnlich ein Drittel mehr als die Kündigungsfrist zu beanspruchen habe, bestimmt das bürgerliche Häuslinge in Brauweiler. Gesetzbuch, daß in solchen Fällen der Lohn zu zahlen ist. Nach dem Handelsgesetz hat ein Angestellter, wenn er infolge " Die Krisis, welche seit vielen Jahren unsere Industrien eines unverschuldeten Unglücks die Arbeit unterbrechen muß, Ane bedrückt, vergrößert sich jetzt durch die neue Steuer und spruch auf Lohn bis zur Dauer von sechs Wochen. Nach dem durch die erhöhten Lasten an die Ricchezza mobile" bis zu bürgerlichen Gesetzbuch ist dagegen bei unverschuldeter unerheb dem Grade, daß unsere Gesellschaft nicht mehr ihre Rechnung licher Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses( hierzu feien auch darin findet, die eigenen Etablissements in Betrieb zu erhalten, militärische Uebungen zu rechnen) der Lohn fortzuzahlen. Diese weshalb sie die Schließung derselben vom 28. cr. ab beschlossen Bestimmungen könnten jedoch durch Privatvertrag auf bat. Diese Nachricht soll dem gesammten Personal und den gehoben werden. Sache der Handlungsgehilfen Arbeitern als Kündigung dienen, damit sie sich anderswo Arbeit ei es nun, durch ihre Organisation dahin verschaffen können. Ligurische Baumwoll- Spinnerei. Der Direktoru wirken, daß die für fie günstigen Bes dingungen nicht auf dem Wege privater Ver. Es handelt sich um 800 Arbeiter in Teglia, 500 der Spiunerei abredungen aus der Welt geschafft würden. Ein von Larvego in Campomorone, 600 von Masone, 1250 von Barezze, ganz leiser Hauch des modernen sozialen Gedankens wehe im§ 558, 500 der Spinnerei von Maffa, 500 von Serravalle, 300 von ber dem Geschäftsinhaber die Pflicht auferlegt, die Arbeitsräume Fagnane Olona und um die Arbeiter sämmtlicher Privat- und Geräthe in einem solchen Zustand zu erhalten, daß Leben und Etabliffements, die für Rechnung der Baumwoll Spinnerei in Gesundheit der Angestellten nicht gefährdet werde. Es sei jedoch sehr Genua, in Roffiglione und in Campoligure arbeiten. Befragt, wahrscheinlich, daß diese Vorschrift durch die Mehrheit des worin die Steuererhöhung bestände, die die Schließung veranlaffe, Reichstages beseitigt werde. Redner ist der Meinung, daß das erhielt man die Antwort, daß eine zehnfache Steuererhöhung von bürgerliche Gesetzbuch nicht so lange in fraft bleiben wird, als der Ricchezza mobile" projektirt fei. das Allgemeine Landrecht galt. Da es der heutigen Zeit nicht angepaßt sei, würde es bald geändert werden müssen, um schließlich mit dem Untergang der gegenwärtigen Gesellschaft sein Ende zu erreichen. Die Verhandlung wird danach gegen 81/2 Uhr abends auf morgen( Donnerstag) vormittags 9 Uhr vertagt. -O ihre Knochen ristiren. Ans Genus. Den Arbeitern der Baumwoll- Spinnerei von Teglia wurde eine schmerzliche Ueberraschung bereitet. Als die Arbeiter dieser Tage im Begriffe waren, das Etablissement zu betreten, fanden sie an der Thür eine Bekanntmachung folgenden Inhalts angeschlagen: Boziale Uebersicht. Krankenkaffenwesen. Vom preußischen Handelsminifterium ift der Ziegler'schen Kranken- und Sterbetaffe zu Brandenburg a. H.( E. H.), der Maurer- Kranken- Unterstüßungskasse für Gaarden, Riel, Ellerbek und Neumühlen( E. H.) in Gaarden, der Krankenund Sterbekaffe der Schreinergesellen( E. H.) in Frankfurt a. M., der Kranken Unterstüßungstasse zur Bruderliebe in Bischofsheim G. B. Figari." ( E. H.) und dem Kranken Unterstützungs- Verein für Niendorf, genannt„ Gintracht"( E. H.) die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Kranken- Versicherungsgesetzes genügen. Kapitalistische Unreblichkeit. In der kapitalistischen Ent wickelung der Völker giebt es eine ganz bestimmte Epoche, wo ihre Industrie und ihr Handel zu unreblichen Mitteln im großen Stile greift, um sich einer mächtigeren Konkurrenz gegenüber zu halten. England hat diese Epoche im wesentlichen bereits über- Die Ricchezza mobile" ist eine Art Einkommensteuer, die wunden, Deutschland steckt noch mitten in ihr; charakteristisch ist von dem Grirage des beweglichen Kapitals und des Gewerbes dafür der Verfuch, durch die Gesetzgebung den unlauteren Wett- erhoben wird. Die hierfür angestellten Beamten beziehen außer bewerb" eindämmen zu wollen. Ein vortreffliches Beispiel für ihrem festen Gehalt noch gemiffe Prozente con den Steuerdie geschäftsmäßige, gebräuchliche" tapitalistische Unredlichkeit eingängen. lieferte neulich eine Straffammer- Verhandlung in Elberfeld. Angeklagt war eine Bamberger Firma wegen Betruges. Sie hatte an ein Elberfelder Posamentiergeschäft Seide in verschiebener Dicke geliefert, deren Röllchen nicht das darauf au gegebene Maaß von 50 Yards enthielten. " Gerichts- Beifung. In der Diskussion wurde wenig über den Inhalt des Vors trages, eingehend aber über die Art, wie die Vereinigung am zweckmäßigsten ihre Agitation zu betreiben hätte, gesprochen. Der Vorsitzende verlas zum Schluß ein Schreiben, das er im Namen der Freien Vereinigung der Kaufleute an den Reichsfanzler zu senden gedenkt, und worin der Ayutation einzelner Großkaufleute für Offenhaltung der Geschäfte bis 7 Uhr an den Sonntagen vor den hohen Festen entgegengetreten und ausgeführt wird, daß für die besagte Offenhaltung an Sonntagabenden kein Bedürfniß vorhanden sei. Welche Forderungen verjähren mit Ablauf diefes Mehrere Dugend Zeugen und einige Sachverständige waren Jahres? In Berlin und im größten Gebiet Preußens( ins nun geladen um festzustellen, ob diese geschäftliche Täuschung besondere in den Provinzen Brandenburg, Pommern, Oft- und des Käufers zulässig sei. Der Vertheidiger entfaltete Westpreußen, Pofen, Schlesien, Sachsen, Westfalen, Hohenzollern, einen ganz außerordentlichen Gifer zur Bertheidigung des Schleswig- Holstein und Frankfurt a. M.) verjähren mit dem charakteristischen Ehrlichkeitsprinzips, daß niemand das Maaß 31. Dezember 1895: Die im Jahre 1893 entstandenen Forde In der öffentlichen Lithographenversammlung am dem Kunden zu liefern brauche, das er verkaufe und sich be- rungen der Fabrikunternehmer, Kaufleute, Krämer, Künstler und 10. Dezember befprach Kettner die im lithographischen Gewerbe zahlen laffe. Bon allen Seiten, selbst aus der Schweiz hatten Handwerker für Waaren und Arbeiten, sowie der Apotheker für herrschenden Mißstände. Als solche nannte er niedrige Be die Angeklagten Interessenten, die es auch so machen, als Beugen Arzneimittel, jedoch mit Ausnahme solcher Forderungen, zahlung und inbumane Behandlung der Arbeiter. Nur bei und Sachverständige geladen, welche bekundeten, daß das welche in bezug auf den Gewerbebetrieb des Em Ginigteit der Kollegen, durch gemeinsames, folidares Vorauf den Röllchen stehende Längenmaaß eine pfängers entstanden sind; die Forderungen der Fabrik- gehen auf dem Boden der Organisation sei Besserung zu falfche Angabe ist. Ja, man war in der Vertretung der unternehmer, Kaufleute, Krämer, Künstler und Handwerker schaffen. Die Siege, die bei Lohndifferenzen in letzter Zeit von den Unredlichkeit so frei, sich auf den Betrug zu berufen, der viel wegen der an ihre Arbeiter gegebenen Vorschüsse, der Schul- und Kollegen errungen wurden, feien lediglich der Organisation fach im Garnhandel vorkommt. Da erhält derjenige, der Erziehungsanstalten aller Art für Unterricht, Erziehung und zu verdanken. Man möge den sogenannten Künstlerftolz fallen 100 Gramm Strickgarn im Laden verlangt, in der Regel bei weitem Unterhalt, der Lehrer für Honorar, der Fabrikarbeiter, lassen, denn dem Kapitalismus gegenüber sei jedermann Arbeiter, feine 100 Gramm, sondern viel weniger, wurde behauptet. Gesellen und Handarbeiter wegen des rückgleichviel welchem Beruf er angehört. Wären die Lithographen Die vielen Beugen befundeten, daß es allgemein bis in die ständigen Lohnes, der Fuhrleute und Schiffer wegen des jezt, wo der Geschäftsgang verhältnißmäßig gut fei, beffer orga Schweiz hinein, und dort erst recht, Regel fei, daß die Nollen Fuhrlohnes und Frachtgeldes fowie ihrer Auslagen, der Gast- nifirt, so tönnten sie einen großen Schritt vorwärts fommen. nicht 50 Yards Seide enthielten, wenn diese Angabe auch auf und Speisewirthe für Wohnung und Beköstigung. Die Lithographen möchten daber endlich die alte Gleichgiltigkeit jeber Stolle stebe. Da die Angeklagten nur gethan, Ferner verjähren mit Ablauf des 31. Dezember 1895 die im gegenüber dem Gewertschaftswesen abschütteln und sich der Organis was von den Fabrikanten vielfach geschehe, Jahre 1891 entstandenen Forderungen 1. der Kirchen, Geistlichen fation anschließen. In der Diskussion vertraten sämmtliche Redner tönne man nicht von Betrug reben. Jeder Fabri- und Kirchenbeamten wegen Gebühren für kirchliche Handlungen, den Standpunkt Kettner's. Schrader empfahl auch eine Organis tant tönne das machen wie er wolle; die Grossisten 2. der Kommiffare von öffentlichen Behörden, der Anwälte, fation der Privat- Lithographen und griff dann die Privats wüßten, daß die Maaßangaben falsch Notare und Medizinalpersonen( mit Ausnahme der Apotheker), Lithographen von Frommholz an, was von Kettner zurücks feien, об e 3 bie Detailisten und Laien Auktions- Rommiffare, Makler und überhaupt aller derjenigen gewiefen wurde. Die Versammlung nahm hierauf einstimmig wüßten, darauf fomme nichts an, meinte der Personen, welche zur Besorgung bestimmter Geschäfte öffentlich eine Resolution an, worin sie sich mit dem Referenten einvers Vertheidiger. Die Staatsanwaltschaft bielt bestellt oder zugelassen sind oder sonst aus der Uebernahme ftanden und Mann für Mann der bestehenden gegenüber den zahlreichen Mitschuldigen der einzelner Arten von Aufträgen ein Gewerbe machen, 3. der Organisation, dem Verein der graphischen Arbeiter und Arbeite Angeklagten, die auch dem weitverbreiteten Haus und Wirthschafts Offizianten, 4. der Handlung 3 rinnen Deutschlands beizutreten versprach. Nach dem dann durch Mißbrauch ber unrichtigen Maaßangaben gehilfen und des Gesindes an Lohn, Gehalt oder Schüssel gegebenen Bericht über den Unterffügungsfonds der huldigen, den Dolus des Betrugs nicht für er anderen Bezügen; 5. der Lehrherren wegen des Lehrgeldes, Lithographen Berlins betrug dieser Fonds 1021,88 m. Die = erflärte " Schiffsbau. Eingelaufene Druckschriften. Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthfiraße 3). Die Nr. 61 hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Selbstbezähmung. Der Lockout im Frauen und Kinderarbeit in Frankreich. Einiges von Georg Büchner. Parteinachrichten. Mißbrauch der großen Zahlen". Gutswithschaft in einem Menschenalter. Wie man uns behandelt. Todtenliste. Bermischtes.- Literarisches. Neue Revue". Die Wochenschrift für Politit, Wissenschaft, Kunst und öffentliches Leben„ Neue Revue" veröffentlicht in Heft Nr. 51( 6. Jahrgang) Entwickelung einer fächsischen Versammlung beschloß, die 250 M., die seinerzeit vom Fachverein der Lithographen für die Broschüre„ Zur Lehrlingsfrage" Der Sozialdemokrat, Zentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Bartei bewilligt worden sind, dem Unterstützungsfonds zuzurechnen. Dieser hat infolge dessen jetzt 1271,88 M. Bestand. Der Kassirer erhielt einstimmig Decharge und man bewilligte ihm 34 Mart Mankogeld. Ueber den Fonds entspann sich eine lebhafte Debatte. Einige Redner wollten ihn der Kaffe der Organisation einverleibt wissen, die Mehrzahl sprach sich dagegen aus; schließlich wurde mit schwacher Mehrheit folgende Resolution angenommen: 1. Die Sammlungen zum Unterstützungsfonds der Lithographen Berlins find bis auf weiteres zu schließen. 2. Der Unterstügungsfonds bleibt vorläufig ausschließliches Eigenthum der Lithographen Berlins. 3. Die Lithographen Berlins beauftragen ihre Kommission, den Fonds in dem bisherigen Sinne weiter zu verwalten." Bu Revisoren wurden P. Günther, M. Mackott und G. Schrader gewählt. Die Erörterung von WerkstattAngelegenheiten durch zwei Redner füllte den übrigen Theil des Abends aus. Nachdem Schöps noch ersucht hatte, das heute gehörte zu beherzigen und sich mehr dem Verein der graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands anzuschließen, wurde die Versammlung geschlossen. vom 18. Dezember 1895 folgende Auffäße: Jahn. Der Unfallversicherung unterliegen feineswegs alle Gewerbebetriebe. Es sind im wesentlichen dem Unfallgefeß nur unterstellt: Bergwerke, Salinen, Steinbrüche, Aufbereitungs anstalten, Gräbereien, Fabriken im Sinne des Unfallgesetes, Hüttenwerke und die meisten Arbeiten, die auf Bauten ausgeführt werden. Sehr gleichartige Betriebe find theils versicherungs pflichtig, theils nicht, z. B. ist der Betrieb der Tischler, Schlosser, Glaser, Maler, Klempner, falls er auf Bauten ausgeführt wird, versicherungspflichtig, der Werkstättenbetrieb in denselben Dr. Emil Poſtelberg: Strafrechtliche Reformen; Dr. Max Zetterbaum: Berufsarten jedoch nur, wenn er fabrikmäßig( im Sinne des Jüdische Parteien in Galizien; Das hohe Haus, parlamentarische Köpfe Unfallversicherungs- Gesetzes) betrieben wird oder wenn er lediga Josef Freiherr v. Dipault, Dr. Bittor Ruß, Pfarrer Leo Paftor); Erich lich einen Nebenbetrieb der Bautischlerei, der Bauschlosserei zc. Schlattjer: Björnson's neueftes Drama; Jakob Fischer: Musikalisches Gehör und Mufit; G. v. Gejerstam: Berbrannte Stätten; miniaturbilder darstellt. Dem mit Recht von Ihnen beklagten und von uns aus der Zeit. häufig hervorgehobenen Mißstande, daß gefahrbringende Betriebe Von der Wiener Wochenschrift ,, Die Zeit ist soeben das 63. Heft erschienen. wie die Glasreinigung in Großstädten nicht versicherungspflichtig Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Graf Taaffe und der sind, nationale Friede. Vom Reichsraths Abgeordneten Dr. Karel Kramár. läßt sich nur durch endliche Erfüllung der alten Unfallbeseitigen, hinreichende Die Privatdozenten in Preußen. Bon daß Der internationale Wirth- Forderung --schaftsverkehr und seine Bilanz. Von Dr. Hugo Bach. Wien und Berlin. verficherung auf alle gewerblichen Betriebe ausgedehnt wird. ( Finanzieller Brief aus Deutschland.) Bon S. v. H. Ueber foziale und -Sandstraße 16. Die Geschworenenbank wird in der folgenund Raffenhygiene. Bon Prof. Hueppe. Die Propheten in ihrer ursprünglichen Form. Von Prof. W. Jerusalem. Die Prometheis des den Weise gebildet: Es werden die Namen sämmtlicher geGâr Péladan. Von Maurice Beaubourg. Der alte Fontane und sein ladener Geschworenen es müssen mindestens 24 geladen sein jüngstes Wert. Von Franz Servaes. Die Woche. Bücher. Revue der Revuen. Ein Fragment. Von Wilhelm Weigand. Staatssozialismus und Anarchismus. Von Benj. R. Zuder, übersetzt von G. Schum m. Berlin, Berlag von Back. Bettelei, Sandstreicherei und Armenpflege. Bon Landsberg. Berlag von Schwann in Düsseldorf. 0 1 Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. eine in eine Urne gelegt. Dann wird ein Name gezogen und aufgerufen. Die Staatsanwaltschaft und sodann der Angeklagte Die hiesige Filiale des Allgemeinen deutschen Tapezireroder dessen Vertheidiger erklären dann durch die Worte ange Vereins erörterte in ihrer Versammlung am 11. Dezember die nommen" oder„ abgelehnt" die Annahme oder Ablehnung. Organfrage. Einleitend theilte Aubert mit, daß der Vorstand Gründe für die Ablehnung dürfen nicht angeführt werden. Es auf Anfuchen verschiedener Filialen beschlossen hat, wieder ein tönnen insgesammt soviel Geschworene abgelehnt werden, als cigenes Rorrespondenzblatt einzuführen und schilderte dabei Namen über 12 sich in der Urne befinden. Die eine Hälfte steht die Ursachen, die feinerzeit dazu geführt haben, die der Staatsanwaltschaft, die andere dem Angeklagten zu. Ist die " Tapesirer- Zeitung" eingehen zu lassen und das jetzige Organ Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( awei Buchstaben oder eine Babl) Gesammtzahl der möglichen Ablehnungen eine ungerade, so ge= einzuführen. An der Debatte betheiligten sich Friedmeier, bührt dem Angeklagten eine Ablehnung mehr. Befinden sich also der davor warnte, sich in gegenwärtiger Zeit in neue UnterDie juristische Sprechstunde findet von jest ab am Montag in der Urne 26 Namen, so steht jedem Theil die Ablehnung von nehmungen einzulaffen. Moßkopf, der die finanzielle Seite Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. 7, befinden in der Urne sich 29 Namen, so steht dem Angeklagten der Angelegenheit mehr ins Auge nahm, Sander, der die G. W. Beides. Ansicht vertrat, ein eigenes Blatt tönne uns in Beziehung ist der Sohn der Rechtsanwalt Sanz Blum in Leipzig das Recht auf Ablehnung von 9, der Staatsanwaltschaft von 8 Wien erschossenen Mitgliedes der 1848 in zu. K. 100. An das Amtsgericht. auf Fachliches mehr bieten als das jetzige Organ, und Frankfurt a. M. zusammengetretenen deutschen NationalM. zusammengetretenen deutschen National V. V. Es besteht eine gesetzliche Vorschrift, die es hindert, Engel, der der Meinung war, daß ein eigenes versammlung, Robert Blum's. daß ein Metzger nur mit Lehrlingen arbeitet, nicht; der Lehr Drgan im Interesse der Fortentwickelung der Organisation ent- Fortschritt". Brief erhalten. Diskretion selbstverständlingsausbeuterei steht die Thür leider sperrangelweit offen. schieden vortheilhafter wäre. Die Abstimmung ergab Ablehnung lich. Ich verreise Sonnabend auf einige Wochen. 37a, A. B. 10, 5. R. 100, 3866: Ja. 100. 1. Sie des Antrags auf Einführung eines eigenen Organs. Be chert Reichenbach i. V. Beantragen Sie Bestrafung bei der können Beugniß abzulegen verweigern. 2. Ihre Mutter kann die theilte dann folgendes mit: In einer Werkstatt bekamen zwei Staatsanwaltschaft. N. W. 1. und 2. Das wechselseitige Klage zurücknehmen und thut gut, von diesem Recht Gebrauch Kollegen eine Arbeit für den Akkordsah von 80 M. übertragen. Testament muß, um Giltigkeit zu haben, von beiden Eheleuten zu machen. 3. Ein Testament wird geöffnet, sobald ein Erbe Nachdem sie einige Zeit daran gearbeitet hatten, merften sie, auf dem Amtsgericht niedergelegt werden. 3. Uns unbekannt. unter Nachweis des Todes und Ueberreichung des Rekognitionsdaß sie mit diesem Lohusah nicht zurechtkommen tönnten, 4. Eine Art Behmgericht. F. L. Widerspruch wäre nuglos fcheins es beantragt.- 100( Miethsvertrag). Nein.-N. D. und verlangten nun einen Zuschlag. Dieser wurde ihnen aber Wer in seinem Laden, ohne Konzession zum Ausschant zu befißen, 1. Ift gleichbedeutend. 2. Nein. F. H. Im Jahre 1923. nur in so geringer Höhe bewilligt, daß fie die Arbeit nieder- altoholhaltige Getränke trinken läßt, macht sich bei der bestehenden Jean. 1. Derartige Fragen werden nicht beantwortet. 2. Nein. legten. Die anderen Kollegen unterstüßten die beiden insofern, Rechtsprechung strafbar. A. S. 100. 1. Die Arbeitszeit für P. S. 54. 1. Nein. 2. Ist zu nichts verpflichtet. als fie erklärten, die angefangene Arbeit der beiden Kollegen junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren darf in Fabriten zehn S. S. 76. 1. Ja. 2. Soweit ersichtlich, ja. B. W. 500, unter feiner Bedingung zu dem festgesetzten Affordsatz fertig zu Stunden täglich nicht übersteigen. Die Arbeitsstunden müssen 2 Wettende, B. V. 49. Ja. N. 100.. Ob die machen. Die Arbeit mußte nun im Lohn gemacht werden, der zwischen 5/2 Uhr morgens und 81/2 Uhr abends liegen. 2. Bu Braut Mutter oder Jungfer, geht dem Standesbeamten nichts den verlangten Zuschlag bei weitem überstieg. Die Inhaber der widerhandlungen sind mit Geldstrafe bis zu 2000 Mart, im an. Manche Geistliche fümmern sich darum, indeß kirchliche Einbetreffenden Werkstatt hätten also flüger gehandelt, wenn sie den Unvermögensfall mit Gefängnißftrafe mit Gefängnißstraße bis zu sechs Mo- feguung ist entbehrlich. Eine giltige Ehe wird in Deutschland verlangten Zuschlag bewilligten. Am Schluß der Versammlung naten bedroht. Die Verjährungsfrist für dies Bergehen nur durch den Standesbeamten geschlossen. legte der bisherige Schriftführer sein Amt nieder. beträgt brei Jahre. 3. Bei ber Staatsanwaltschaft. 1. Nein. 2. Ja. 3. Mein.-H. M. 12. 1. und 2. Leider ja " Ich habe meine Thätigkeit wieder Vortheilhafteste Bezugsquelle. aufgenommen. 1827b Dr. med. Böhm, prakt. Arzt, Spezialarzt für Naturheilverfahren, SW. Schützenstr. 56 II. Tel.-A. I Nr.4667. Seine anerkannt vorzüglichen Mehlsorten, per Pfund von 10 bis 18 Pf., sowie alle Backzuthaten billigst, empfiehlt P. Herrguth, Müllerstr. 180, Wedding- Platz, 38912* gegenüber der Post. Rohtabak. Grösste Auswahl! Billigste Preise Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. Heinrich Franck, Mar 63. Passende Weihnachtsgeschenke. Fritz Wilke, Uhren- und Goldwaaren- Fabrik von Silber- und Alfenidewaaren- Lager Reinhold Wankel, Brunnenstrasse 163 zwischen Anklamer- und Invalidenstr. Brillanten und Farbsteine. Ringe. Armbänder, Broches, Ohrringe Ketten in Gold( nach Nr. 185, Brunnenstraße Nr. 185. Grösste Auswahl! Brunnen- Strasse 14.! Appetit anredend Verdauung befördern Hurrah!! Alle Neune feinster Liqueur pro Flasche 1,50 M. Ueberall zu haben. 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