Titelblatt und weitere Seiten fehlen Titelblatt und weitere Seiten fehlen Titelblatt und weitere Seiten fehlen Titelblatt und weitere Seiten fehlen Dis Rr. 505 45. Jahrgang is rt, 10 ent 11. 011 1. Beilage des Vorwärts Die Freundschaften des Primaners. Protokolle unter starker geistiger Einwirkung der Kriminalbeamten. Effen, 24. Oftober. Im Verlauf der gestrigen Berhandlungen wurden mehrere 3eugen vernommen, die über bestimmte Neigungen Husmanns in einem für den Angeklagten nicht sehr günstigen Sinne aussagen. Zu dem Borfall in der Jugendherberge in Anber nach wurde der frühere Mitschüler Husmanns, der Student Frizz Rappen, vernommen, der den Angeklagten erheblich be= lastet. Daube habe ihm am nächsten Morgen ganz verstört erzählt, daß sich Husmann in der Nacht unsittlich an ihm vergangen habe, so daß Daube gedroht habe, den Fall dem aufsichtsführenden Lehrer zu melden. Daube habe den Beugen damals gebeten, ihm gegen den fießen Kerl" zu helfen. Bors.: Angeklagter, jagt der 3euge uns hier die Unwahrheit? Angefl: Nein, das glaube ich nicht, ich meine, daß Daube den Zeugen belogen hat, denn Daube faß schon nach einer Stunde neben mir im Wagen. Der hierzu ver nommene Oberstudiendirektor Bause erklärt, ihm sei in dieser fraglichen Nacht nichts aufgefallen, obgleich er in demselben Raum und sehr wenig geschlafen habe. Am nächsten Morgen fei Daube mit Husmann und einigen anderen Kameraden schon sehr zeitig zum Rhein gegangen. Der Angeklagte und Daube hätten fogar im Rhein ein Wettschwimmen veranstaltet. Der zu diesem Thema vernommene Oberprimaner M. bestritt auf das Ent schiedenste, daß wie Daube es einmal erzählt hat Husmann zu ihm anormale Beziehungen unterhalten habe. Ein Fräulein Helene Krenz aus Glabbed betonte, daß Daube ihr erzählt habe, Husmann sei homosexuell Er, Daube, habe bei einer Eifeltour in Andernach Husmann und einen Schüler M. überrascht. Ein Fräulein Hilde Menger aus Gladbec sagte aus, daß die Borgänge während der Eifelfour Stadtgespräch" gewesen seien. Sie habe von ihrem Bruder, einem Gymnafiaften, davon erfahren. Der hierzu vernommene Oberprimaner Menger will seine Kenntnis von Matthes erfahren haben, der ebenfalls von dem„ Stadtgespräch gehört hat, daß Husmann ein anormaler Mensch sei. Nach einer furzen Pause wurden dann noch einige Beugen Dernommen, bie über bas Berhältnis Husmanns zu Daube Auskunft gaben. Der Student Neuberg bezeichnete die Freundschaft als sehr wegfelvoll Nach seiner Ansicht habe Husmann als der Starrköpfigere meist die Differenzen heraufbeschworen. Auf die Frage, ob Husmann fich nicht gern mit Jungen abgegeben habe, die ein mädchenhaftes Aeußere hatten, antwortete der Zeuge verneinend, berichtete aber, daß Husmann ihn in der Quarta einmal un sittlich berührt habe. Husmann replizierte empört, daß in den unteren Klaffen der artige Dämlichkeiten allgemein üblich gewesen seien, der Zeuge aber habe noch bis zum Abiturium sich von dieser Jugendtranfheit nicht freimachen können. Borf.: Sie waren doch mit Daube sehr eng befreundet? Hat Husmann nicht versucht, Sie zu entzweien? Beuge: Ja, ich hatte den Einbrud, daß Husmann Daube allein als Freund haben wolle. Die Studenten Labs und Brettschneider dagegen befundeten, daß ihnen Wahrnehmungen, wie sie Neuberg gemacht hat, nicht aufgefallen seien. Der Student Henmo Koebele, an den Husmann einige Rasfiber geschickt hat, wird vom Borfizenden besonders ernst zur Wahrheit ermahnt. Der Zeuge tennt Husmann seit 1925 aus dem Bibelkreis, bestreitet aber entschieden, daß der Angeklagte ihm jemals zu nahe getreten sei. Der Oberprimaner Rudi Schoeller, der mit Hus mann befreundet war, hatte von dem Angeflagten einen Brief am 11. April 1926 erhalten, in dem Husmann ihm in überschwenglicher Beise seine Freundschaft versichert, nachdem vorher die Kameradschaft einen Bruch erlitten hatte. Er fragte in dem Brief, ob Schoeller sein Freund( im Brief mit einigen Ausrufungs. 10] Soldat Suhren. Roman von Georg von der Bring. Copyright 1927 by J. M. Spaeth Verlag, Berlin. Am nächsten Tage sagte der Hauptmann zu uns, mer bei Verwandten wohnen tönne, der solle vortreten. Es war starter Plazmangel, trotzdem alle Wirtschaften belegt waren. Ich trat mit mehreren vor und gab irgend eine Adresse an. Da ich noch feine lebung im Lügen hatte, fiel es mir schwer. Es mußte aber sein, denn es war nun einmal nichts zu erreichen, außer hintenherum. Es fonnte leicht heraustommen, daß meine Angaben nicht stimmten, und so war mir feineswegs wohl zumute, als ich vor der Front stand und dem Feldwebel meine Erflärung machte. Die Erlaubnis, außerhalb zu wohnen, wurde mir gemährt. Wie aber, wenn man bei Alarm nach mir an die angegebene Adreffe schickte, und fein Musketier Suhren war da? I Donnerstag 25. Oftober 1928 halten habe, mächtig über Daubegeschimpft habe, u. a. habe er ihm erzählt, daß Daube sich in Essen mit Straßenmädchen abgegeben habe. Bors.: In Ihrem Protokoll steht: ,, Wenn Husmann in Aufregung gerät, bekommt er regelrechte Butanfälle." 3euge: Das habe ich nicht gesagt, fondern der Polizeifommiffar. Bors.: Hat nicht Husmann einmal gesagt, daß er Daube etwas zu Leide tun wolle. 3euge: Nein, er hat nur gesagt, Daube müsse mal eine breibung erhalten. Hier wurde die Verhandlung geschlossen und auf Donners tag früh 9 Uhr vertagt. Die unsterblichen Kronen." Ein Schriffwechiel. 3 ehemalige Kaserne des 2. Garderegiments zu Fuß aus der friderizianischen Zeit, burch die Revolution aus dem Besiz des preußischen Militärfiskus in die Verfügung der Reichsverwaltung übergegangen wor, die Worte ,, Kaserne des 2. Garderegiments zu Fuß" am Giebel des Gebäudes beseitigt, aber das darüber angebrachte Wappenbild„ aus Gründen der Tradition" belassen und sogar nei aufgefrischt wurde. Um den Vorstellungen der Republikanischen Beschwerdestelle entgegenzukommen, sind unten am Haupteingang des Gebäudes vier Dienstschilder der verschiedenen Reichsbehörden angebracht worden, die in diesem Hause wohnen. Viermal tritt also der schwarzrotgoldene Adler der Republik dem Beschauer entgegen. zeichen versehen) werden wolle. Husmann erflärte hierzu, daß er die Freundschaft mit Schoeller gelöst habe, weil dieser, der eine Klasse tiefer saß, ihm zu aufdringlich gewesen sei. Als er dann aber figen geblieben sei und Schoeller sein Klassenfamerad wurde, habe er die Spannung beseitigt und ein erträgliches Berhältnis zwischen sich und dem Zeugen schaffen wollen. Der 3euge bestätigte, daß bei einer Ferienjahrt nach Bentheim im Jahre 1924 Husmann ihm einmal zunahe getreten fei. Bors.: In Ihrem Protokoll steht, Sie hätten gesagt:„ Als wir auf der Wiese lagen, bemerkte ich schon, daß Husmann etwas im Schilde führte und daß er von homoseṛuell Zu unserem Bericht über die unsterblichen Kronen" sprach." 3euge: Die Worte hat mir der Kriminalkommissar Bau- an Gebäuden und Brücken erfahren wir, daß, nachdem das Gemann in den Mund gelegt. Ich habe sie später miderrufen. Angebäude der früheren Kaserne Karlstraße Ecke Friedrichstraße, die lagter: Ich glaube, daß der Zeuge bei seiner Darstellung mich mit Daube verwechselt. Borf.: Herr Zeuge, es berührt merk. würdig, daß Sie von diesem Zunahetreten bei ihren früheren Ber: nehmungen nie etwas gesagt haben. Hat Husmann Ihnen abgeraten, sich mit Mädchen abzugeben. Zeuge: Jawohl. Der Student Les Borsch, ein Mitschüler Husmanns, gab an, daß der Angeklagte fich öfter über Daube recht abfällig ausgesprochen hat. Bors: Wie stand Husmann zu den Mädchen? Zeuge: Er fagte, daß er sich aus Mädchen nichts mache. Der Student Hans Emme, rich, der Husmann flüchtig tennt, befundete, daß beim Kommers in Buer er bei dem Berhältnis zwischen Husmann und Daube nichts Auffälliges gesehen habe. Er habe auch gehört, daß Husmann dafür war, mit einem Auto nach Hause zu fahren. Der folgende Beuge, Student Rudolph Grosse Bley, schilderte Husmann als einen liebenswürdigen Kameraden. Borf.: In Ihrem Protokoll steht doch, daß Husmann, wenn er angetrunken war, sich wie ein Fetischist gebärdet hätte. Haben Sie Beobachtungen solcher Art gemacht? 3euge: Nein, aber er war zu liebenswürdig, dann gingen doch auch Gerüchte, daß er anormal war. R.-A. Ruschen: In Ihrem Protokoll steht: Wenn Husmann sich in normalem Zustand schon so benimmt, dann fann ich mir denken, daß er angetrunken wie ein mildes Tier handelt. Ich nehme an, daß er im Affeft die Tat mohl begangen haben könne. Das ist meine Gefühlsund verstandesmäßige Ansicht." Wie tamen Sie zu der Ansicht, Herr Beuge? 3euge: Ich stand während der ganzen Bernehmung unter der sehr starken geistigen Einwirkung des Herrn Rriminaltommiffars Klingelbeller. Ich hatte auch so den Eindrud befommen, als hätte Husmann die Tat schon ganz eingestanden.( Große Bewegung.) " W Weber Helmut Daube gab dann Friedhelm Schleipe, Untersetundaner, an, daß dieser immer mit einer Schlägermüze durch die Schultenkolonie gegangen sei. Borf.: Haben Sie ihn nicht gefragt, warum er das tue? 3euge: Ja, Helmut sagte, er müsse sich sehr vorsehen, da er in der Schultenkolonie gewisse Feinde habe, und daß er sicher nicht mehr lange lehen werde. Bori: Bie tam er denn darauf? 3euge: Ich weiß auch nicht. Etwas fünf Wochen vor seinem Tode hat Helmut sich noch einmal geäußert, daß er bald sterben werde. Dann folgte die Bernehmung des Unterprimaners Willy Schmidt, der ebenfalls Rasfiber von dem Angelagten erhalten hat. Hus mann, so erklärte der Zeuge, fchrieb mir einmal in seiner tiefmitfühlenden Art, daß er sich mit Daube durch eigene Schuld entzweit habe und er werde sich das Leben nehmen und die Schuld mit eigenem Blut fühnen, wenn die Sache sich nicht wieder einrenfe. Der Zeuge beteuerte, daß Husmann ihm gegenüber die Grenzen allgemeiner Männerfreundschaft nie überschritten habe. Ob dieser Brief vor oder nach der Andernacher Affäre geschrieben worden ist, tonnte der Zeuge nicht mehr angeben. Der 15jährige Lehrling Helmuth Sondermann, der im Juli 1927 mit Husmann im Lazarett gelegen habe, befundete, daß Husmann, der sich sehr viel mit ihm untereine höchst zivile Weckuhr von dem Aussehen einer Runtel rübe. Rein Unteroffizier ruft: zum Dienst! sondern Frau Bott öffnet mit Segenswünschen die Haustür, worauf ich langsam wie ein alter Soldat über die Straße gehe und mich vor all den verstopften oder leeren Bonbonautomaten in die 10. Korporalschaft hineindrücke. Es wechselt Ererzieren mit Ausmärschen und Scharf fchießen. Der Gewehrkolben liegt mir in der Hand wie der Eubogen einer wirtlichen Braut. Und wenn nach einem Ausmarsch die benagelten Stiefel meine Fußsohle drücken, so ist es nur, als spiele ein unterirdischer Jemand ein bißchen Klavier darauf. Freund Peter Lommt und findet mich verändert. Er nimmt eine Hauslehrerſtelle an irgendwo im Süden und reift ab. Wir sind in Alarmbereitschaft, können jeden Augenblid an die Front befördert werden. Inzwischen wird egerziert, und ein Tag verstreicht, und eine Nacht kommt, und ein neuer Tag feimt am Himmel, wo tausend Sterne verblaffen. Musketier Suhren flirrt in die Knie, der Rolben seines Gewehres dröhnt auf dem Waldboden. Musketier Suhren Bielt, fetzt ab, mirft die Messinghülse heraus. Anstatt sie aufIch mietete, um sicher zu sein, teinen Alarm zu versäumen, ein Zimmer gegenüber von„ Odeon". Einige Tage päter ging ich auf die Schreibstube, um zu melden, mein Dntel habe mich nicht unterbringen fönnen, und meine zuheben, horcht er. Adresse sei daher soundso. Man nahm Notiz davon, und so mar alles im reinen. Niemand hatte Zeit, das naive Spiel des Musketier Suhren zu bemerken. In Ein Knaden ertönt im Wald. Ift es ein Reh, das über die Anemonen dahinhuscht? Der Fall der Weidendammer Brüde ist von der Republikanischen Beschwerdestelle dem Magistrat der Stadt Berlin am 13. Januar 1928 unterbreitet und am 27. Juli 1928 angemahnt worden. Der Magistrat hat am 10. Oftober 1928 durch die Tief= baudeputation folgende Antwort erteilt: ,, Bei aller Würdigung der Bestrebungen zur Hebung des Ansehens und zur Festigung der Republit fönnen wir die Form des Geländers auf der Weidendammer Brücke nicht als besonderen Mißstand ansehen. Die eingebauten Adler sind hier nicht als Hoheitszeichen zu betrachten, sondern lediglich als eine fünstlerische Ausgestaltung des Gitters, die dem Geschmacke der früheren Zeit entsprach. Wollte man diese Adler beseitigen, dann müßten folgerichtig ähnliche Dinge an sehr vielen anderen Stellen entfernt werden, was sich meistens aus architektonischen Gründen verbietet. Abgesehen davon sind die Kosten für eine durchgreifende Aenderung, nämlich die Beseitigung der Adlerfelder und den Einbau von Normalfeldern, mit zirfa 6000 Mart so hoch, dah diese Ausgabe fich bei der gespannten Finanzlage der Stadt nicht rechtfertigen läßt. gez. Böß." Darauf hat man dem Bürgermeister geantwortet, daß man selbst= verständlich eine Ausgabe von 6000 Marf der Stadt nicht zumute, aber bäte, wenigstens die Kaisertronen entfernen zu laffen, was ohne große Mittel bewerkstelligt werden kann. Ein Bescheid fehlt noch. Sodann behandelten wir das Gebäude Lindenstraße 14, in dem sich noch heute das evangelische Konsistorium der Marl Brandenburg befindet. Diese Kirchenbehörde gibt der Repu blitanischen Beschwerdestelle feine Antwort, so daß bereits 1923 die Bissenschaft. Kunst und Boltsbildung, angerufen merden mußte. Der ftaatliche Aufsichtsbehörde, nämlich der Preußische Minifter für damalige Minister es war der Volfsparteiler Boelig teilte der Beschwerdestelle mit, daß er nicht daran denke, an dem Gebäude Lindenstraße 14 auch nur das geringste ändern zu lassen. Arbeiterbildungsschule. Folgende Kule beginnen in dieser Woche: Freitag, ben 26. Dtober, abends 7%, Uhr, Lindenstr. 3. 2. of 2 Sr., Rosinenftr. 4, Simon Stabenstein: „ Einführung in den Marrismus"; immer 11. Brof. Anna Siemfen: Das Heidelberger Brogramm". Donnerstag, den 25. Oftober, Butligstr. 10, bei Strüner. Dr. Bennigsen: Kultur und Sittengeschichte des Proletariats"; Schule Tilsiter Str. 4, Safob Mayer: Kulturgeschichte Europos": Jugendheim Charlottenburg. Reinidendorf, Boltsbaus, Scharnweberfir., Dr. Schlesinger:„ Befchichte des Sozialismus"; Berlin N, Rohannisstr. 14/15. Dr. M. Lange:„ Einführung in den Margismus". Freitag, den 26. Ottober, Bezirksamt, Danziner Straße 64, Rimmer 311, Dr. Gregor Bienstod: Theorie und Praris des Klaffenlampfes; Köbenid, Schloßstr. 27 I, Simon Kaßenstein:„ Geschichte der deutschen Sozialdemokratie". Soldat Ferdinand, mit Haaren wie Hobelspäne, fommt und leimt den Tisch. Und Frau Pott hält den Topf. Die Kolonne marschiert zur Kaserne, um neue Sachen zu empfangen. Sie fehrt singend heim und durchquert den Wald. Ich gehe in der linken Rotte. Lisa springt neben mir her, strauchelt im Unterholz und fällt ins Laub. Alle wollen ihr helfen, ich aber bin schon bei ihr, das ist natürlich. Es hat ihr nichts getan, sie springt wieder ouf und lacht. So geht es weiter, und wenn es heißt: abtreten, legt sich husch! thre Hand in meinen Arm. Die Frau Oberst sehen wir ferne wie ein Bildnis. Und ich denke an den betrunkenen Feldwebel, welcher weinend sagte: So sind die meisten Mütter der meisten Töchter! Es werden Stecrüben geholt, und wir essen aus dem Kochgeschirr. Die dumme grüne Glaskugel hat das vollfommene Glüd, zwei rote Schuhe zu spiegeln. Mitten in den Rübenstücken steht steil ein Gerät, halb Löffel, halb Gabel. Du bist der Löffel, ich die Gabel." Und wir essen. Stiefel müssen geschwärzt werden. so wie Tornisterriemen, Patronentaschen und Koppel. Lisa sizt am Boden, hat schwarze Fingerfpigen, schwärzt meine Sachen. Ich fette bermeil das Gewehr ein und gebe den Beilchen frisches Waffer. In dem Wasser schwimmen Fischlein, Die sind glücklicher als ich." Lisa hebt die Augen von den schwarzen Dingen: ,, Glücklicher?" Nimmermehr! - Musketier Suhren hebt die blanke Hülse auf und stedt fie statt in die Patronentasche in den Mund. Ein FeldEs ist eine tolle und herrliche Zeit, wir sind wie im webel schlendert auf dem weichen Boden daher, sieht es und lacht. Musketier Suhren lacht mit der Hülfe zwischen den Fieber und ohne Nachdenken und tanzen einen Tanz in roten Schuhen. Stunden gehen hin sie sind unendlich. Weit Musketier Klees sentt das Gemehr und blidt still vorläufig sind sie und wollen sich faum zu Tagen runden. Schwer märts nach einer Hede. Ein Mädchen mit blaffem Gesicht sind sie wie Granit, aber sie schweben heran wie süße Luft Sie trägt eine blaue Jade und geht langfam hin und mit dem fanften Geräusch von wehenden Haselsträuchern, und her: seine liebe Braut. Jezt trinksit du ihn, Klees, den welche blühen. Sie legen fich mie schwere Schußwälle vor Kelch, von dem du wünschtest, er möge an dir vorübergehen. alles Leiden, das mich irgend getroffen hat. Alle trinten ihn, auch wir sehen ihn an den Mund. Wir fegen ihn feierlich an die Lippen mitten im frühen Frühling, und Anemonen schwimmen auf dem bitteren Trant. Ich wohnte bei Frau Pott, einer Handarbeitslehrerin, und hatte ein hübsches Zimmer, das nun mit meinen Ausrüstungsgegenständen angefüllt war. Auf dem Klavier stand Aer Helm, der nicht mehr geputzt zu werden brauchte, sondern Bähnen. grauen Tuchüberzug steckte. Am Ofen hing das Koppel mit Seitengewehr und Batronentaschen. In der Ede aber lehnte das Gewehr, funkelnagelneu, eine foftbare Erfindung. steht dort. Es hatte eine fechsstellige Nummer. ihre Quersumme ergab Die Bahl 17. Das Gewehr ist die Braut des Soldaten. Ich abergläubisch wie Frau Bott, stehe vor dem Spiegel und mache Griffe mit bem Gewehr, dessen Querfumme 17 beträgt. Das Gemehr über! Gewehr- ab! Es wird ein Bräfentiergriff vor dem Landesherrn gemacht, aber der Spiegel deigt, daß er mäßig ausfällt. Godann folgen Zielübungen durchs Fenster auf Schneeglöckchen. bin Es ist eine Kammer da und ein richtiges Bett, ein Wasch Relchirr aus Steingut und ein Baffereimer im Empirestil. Man lehnt fich aus dem Kammerfenster und begrüßt eine bide grüne Glasfugel, die die fahlen Obstbäume abiniegelt. Der Dienst ist angenehm. Kein Beckruf ertlingt, sondern Wieder ein Knaden im Unterholz! Musketier Suhren wirft seine Hülle aus dem Gewehr. Er steht auf und streift einen dürren Aft. Jemand ist in der Nähe, jemand ist gegen wärtig, der Himmel steht geöffnet. Jemand umhuscht mich leise singend, raftlos und getreu. Ich gehe heim vom Dienst. Lisa steht an der Tür in roten Schuhen. Ste lacht, und wir gehen ins Zimmer. Ich hebe sie auf den Tisch, und der Tisch ist alt und zerbricht. Der im Empireftil. Mein Atem geht, wie er in der Kindheit geIch liege in einem tiefen Schlaf neben dem Wascheimer gangen ist, ruhig in Gott. Ich, der gute Europäer, liege ohne Bewegung und ohne Traum. Ich, der gute Deutsche, wende im Schlaf den Kopf, ein weiches Kiffen an der Schläfe. Das Dunkel umrauscht mich; der Tod umrauscht mich. In einer Nacht ermache ich, und Lisa steht vor meinem Bette. Ich sehe die Sterne in die Kammer scheinen und fühle das zitternde Geflüster an meinem Ohr: Hörst du die Trommel?" ( Fortsetzung folgt.) Ruffisches Invalidenheim. Einen intereffanten Einblick in die soziale Umschichtung der Gesellschaft nach dem Kriege bietet der Besuch im cuffifchen Jnvaliden- und leganderheim in Tegel Bei einer Besichtigung auf Einladung der Arbeitsund Wirtschaftsstelle für Kriegsbeschädigte fah man ein Stüd unverschuldeter Not, in der fich ruffische Emigranten befinden, die den Anschluß an die heutigen Zeitbedingungen nicht gefunden haben. Das Heim hat vor dem Kriege eine Blanzzeit durchgemacht, ois die russische Kirchengemeinde in Berlin Haus und Garten betreute. Ein Friedhof, ber ein Stüd Geschichte der russischen Kolonie erzählen könnte und eine Kirche im russischen Stil sind hier lange Sahrzehnte für die Russen eine Art Heimatboden gewesen. So tom es, baß flüchtige Emigranten und ruffische Kriegsbeschädigte hinter diefen Mauern Schuh suchten, als ihnen die Heimkehr verfperrt mar. Man legt bekanntlich in Rußland anscheinend auch keinen Wert auf ihr Zurüdtommen, ein junger fiebzehnjähriger ruffischer Kriegsfreimilfiger, der es dennoch wagte, murde nach vier Lagen in Petersburg erschossen. Deutsche Kameraden her Kriegsbeschädig tenfürsorge nehmen sich hier der Verbannten an. Daß diefe Kameraden Sozialisten find, gereicht ihnen zur besonderen Ehre. Ein jüngerer Kriegsbeschädigter hat ein besonders trauriges Los zu verzeichnen: er derfor einen Fuß als Kriegsgefangener mährend seiner Beschäftigung in einem deutschen Bergmert. Man follte annehmen, daß diesem Armen derselbe Rentenanspruch zu stehen müßte wie einem deutschen Urbeiter, er erhält aber nichts Arbeit darf er auch nicht annehmen. Das Kapitel Arbeit ist für die arbeitswilligen Ruffen überhaupt ein bitteres, in Arbeitsbetrieben fönnen sie nicht unterfommen, so lange es deutsche Arbeitslose gibt. So helfen sich denn die Leute hier, die jungen und alten, indem fie in einer Art Gemeinschaft für einander forgen, Fillig fochen und haushalten. Mit Verchrung fprechen fie von der deutschen Republik, die ihnen als erstrebenswertes Ziel für ihr Vaterland erscheint. Ein alter Korpstommandant macht Pf. Der Mord bei Lübars. Geheimnisvoller Selbstmord in der Nähe der Mordstelle.- Der Ermordete noch unbekannt. Zu derfelben Zeit, als man das kapitalverbrechen an der Chauffee bei Cübars entdefte, murde nach Blankenburg zu in derselben Höhe quer über das Feld hinweg noch ein unbefaanter Mann erschossen aufgefunden. Ein faubenbefizer fah ihn an der Böschung des Schiengrabens fof dollegen. Bei der Ceiche lag eine Liliputpistole, mit der er fich eine Kugel in die rechte Schläfe geschossen hat. Hier liegt ohne 3meifel Selbstmord vor, die Mordkommission unterfucht aber doch, ob diefer Freifob etwa in Berbin. dung mit dem Morde stehen tönnte. Der Tote steht im Anfang der dreißiger Jahre, ift 1,72 Meter groß und schlank und scheint beffer gestellten Kreisen angehört zu haben. An der Leiche des Ermordeten ist bei der näheren Untersuchung noch ein bedeutendes Merkmal gefunden. Als man die Handschuhe chitreifte, fand man, daß am Mittel und Ringfinger bie Spigen fehlen. Nach einer genaueren Untersuchung bes Tatortes durch die Mordkommission und der Leiche des Ermordeten durch den Gerichtsarzt Dr. Weimann scheint sich der blutige Bor. gang fo zugetragen zu haben: Der Ermordete hat auf dem Sommermege zunächst vermutlich mit einem stumpfen Gegenstand einen Schlag vor den Kopf erhalten. Darauf läßt eine Beule auf der Stirn und eine Hautperlegung schließen. Einer der beiden Mörder, augenscheinlich find zmei beteiligt gemesen, hat das zu Jammenbrechende Opfer dann an den Armen gepackt, während ihm der zweite ein Paar Hosenträger um den Hals warf. An den Armen und den Hosenträgern, die an der linten Halsseite einen deutlichen Einbrud hinterließen, haben die Berbrecher dann den unbekannten Mann hinter den Ahornbaum gefchleppt und erst dort ist ihm der Hals durchschnitten morden, nicht mit einem Schnitt, fondern mit mehreren. In Bibars und Bittenau war der Ermordete nach allen bisherigen Feststellungen nicht bekannt. Sein 20 Jahre, fann aber auch noch jünger sein. Merkwürdig ist, daß er Alter murde zunächst mohl überschäßt. Er zählt vielleicht mur auf den Händen braune Wildlederhandschuhe trua. Die Kleidung, soweit sie vorhanden ist, ist nicht gleichmäßig gut Ueber dem Mato hemb teng ber Unbekannte noch ein besseres, fast neues, Trifolinesporthemd mit festen Manschetten. Die Halbschuhe, die ohne Zweifel beim Schleifen des Niedergeschlagenen nach dem Fundort von den Füßen gefallen find, find auch noch beffer erhalten. Die graue braungestreifte Hose zeigt bagegen mehrere Schäden Am tinten Stnie hat fie einen Triangel, ber mit röflichbraunem 3mirn nur oberflächlich zusammengezogen ist. Sie ist also schon älter und abgetragen. An verschiebenen Stellen zeigt fte Spuren von roter Mennige. Eine Spur der Verbrecher ist noch nicht gefimaben. Aus einigen Fährten eines Suchhundes find namentlich mit Rücksicht auf die Bitterungsverhältnisse noch feine Schfüiffe zu stehen. Man rechnet mit der Möglichkeit, baß auch der Ermordete Einbreder treifen angehört haben fann und als unsicherer komplice pon anderen auf die Seite gebracht worden ist. Etwas Bestimmtes läßt fich aber nicht sagen. riffische Abschriften auf einer Schreibmaschine, bie Seite 15 Für Frieden und Völkerverständigung. mehr! Beim Anblid der Sprine veriomand einer Gin internationaler Ausspracheabend der Frauen. Auf dem Internationalen Abend", zu dem der Allgemeine Deutsche Frauen- Verein und andere Frauenverbände, auf die wir bereits hingewiefen batten, auf Dienstagabend in ben Plenariaal des Reichstages eingeladen hatten, sprachen Rednerinnen des ,, Welt bundes für Frauenstimmrecht und staatsbürger fiändigung durch die Frauen“. Eine alte Dame verförpert in ihrer Perfon eine ganze Chronik riffischer Borkriegszeit, sie hat als Kranfenschwester vier ruffische Sriege mitgemacht, darunter den Krimkrieg, auch war sie mit Tolstoi befreundet. Jüngere gefunde Leute haben sich als Chauffeure verdingt. Es ist bennindernswert, wie die Beute in ihrem gemollten Eril sich durchschlagen: es würde und lönnte ihnen besser geben, menn eine tatkräftice Silie sich ihrer annehmen und z. B. die gänzlich verfallene Gärtnerei zur Bewirtschaftung wieder einrichtenliche Frauenarbeit über das Thema:„ Bölkerver mollte. Ein höchft lächerliches Haßpevräge zeigen unsere Kommu riften nenenüber den Bertriebenen. Weil diese früher einmal einen Sifiziersrod getragen haben, plauben sie die Verfehmten heute in jeder Form verfolgen zu dürfen. Und als politisches Manöver fönnte man auch das Vorgehen des russischen Sowjetstaates bezeichnen, der die paar Ruffen hier ihrer Heimstätte berauben wollte. Er mollte das aus freiwilligen Spenden in der Borfriegszeit ge taufte Grundstück der Kirchengemeinde als sein Eigentum beschlag nehmen. Der Prozeß, der sich durch alle Instanzen hinzog, wurde rom Reichsgericht zugunsten der alten Befiber ent fchieden. Rationaler Quart. Die Gorgen der Schühengilde Kronpring Wilhelm. Schauplatz der Handlung ist Karlshorst im Often, auch Klein Boisdam genannt. Dort führt ein Striegerverein ein Dasein, dem berühmten verborgenen Beilchen gleich Die mannhaften Reden, die ihn einft ins Leben riefen, nannien ihn ftolz Schüßengilde ronprinz Wilhelm". Die Mitglieder, darunter ein Polizeimeister, felbständige Handmerfer und tauf männische Angestellte, find natürlich treudeutsch und natio nal. Hatten fie an einem Bergnügen teilzunehmen, so war für diesen wichtigen" 3wed eine Kasse bestimmt, die Aufwandsentschädigungen zahlte, wenn auch nur in bescheidenen Summen. Wie die Borsigende, Frau v. Belfen, einleitend bemerkte, war dieser Abend, zu dem mehrere ausländische Gäste erschienen waren, Bom Dach zu vertreiben. Sum Wassergeben tan es aber nicht nach dem anderen durch eine fleine Dochlute; auf dem Boden wurden die„ Ausflügler" bann von Wärtern in Empfang genommen. Straßenbahnunglück in New Hort. Auf Brooklynbrüde entgleiff- 25 Berletzte. New Bort, 24. Oftober. Ein von Manhattan über die Braoflyubrife nad Brooklyn fahrender Straßenbahnwagen entgleifte in voller Fahri und fuhr gegen das Eisengeländer der Brüde. Unter den Passagieren des Wagens brach eine allgemeine Panit aus. Sämtliche JUNGSOZIALISTISCHE VEREINIGUNG Fenster des Wagens wurden durch den Unprall zerirümmert 25 Personen wurden durch Glassplitter and Quetschungen verletzt. BERLIN Achtuns Am Sonnabend, dem 27. Ok ober, 20 Uhr im Friedrich- Wilhelm- Gymnasium, Kochstr. 13 große Kundgebung Thema: Erziehung der Massen zum Marx'smus. Referentin: Angelika Balabanoff. Zur Deckung der Unkosten werden 20 Pig. Eintr. crb. Ersch.rechi zahlreich. www B Heidger entkommen! Alle Nachforschungen ergebnislos. Köln, 24. Oftober. Die Suche nach dem Ranbmörder Seibg er ist bis zum Abend erfolglos geblieben. Auch die von drei Bereitschaften der Düffel< rath, in dem sich der Gesuchte aufhalten follie, hat nicht zur Entdorfer Bolizei vorgenommene Durchsuchung des Baldes bei Ben dedung Heidgers geführt. Aus, allen Bezirken der Stadt kaufen gesehen haben wollen. Alle doraufhin vorgenommenen Nachfordauernd Nachrichten ein, wonach Leute den gesuchten Raumörder schungen maren ergebnislos. Bundestag des DBB. er Unter außerordentlich starker Beteiligung wurde gestern der Bundestag des Deutschen Beamtenbundes öffnet. In dem Geschäftsbericht fegte sich der Bundesvorsitzende Flügel besonders auseinander mit den Bestrebungen auf 3u fammenschluß aller Beamtenorganisationen. Er fam aud auf die Haltung der Abgeordneten zu sprechen, die Mitglieder des DBB. sind und die, soweit sie der Rechten ange ftimmung in den Beamtenfreifen Anlaß gegeben haben. als Auftaft zu dem für das nächste Jahr in Berlin geplanten internationalen Kongres des obengenannten Bundes Frau Margery Corbett Ashby London über gedacht. find. In 29 von diesen Ländern haben die Frauen bereits in irgend brachte die Grüße der 40 Länder, die dem Berbande angeschloffen einer Form politische Rechte den andern will man folidarisch in ihrem gerechten Kampfe helfen. Den größten Teil ihrer Ausführungen machte die Rednerin in deutscher Sprache, während das Hauptreferat des Abends von Frau Malaterre Sellier Baris in franzöfifcher Sprache gehalten wurde. Davon ausgehend, daß alle sozialen Erfolge durch einen Krieg mit Den Borfißenden dieser nützlichen Bereinigung spielte einmal einem Schlage wieder zerstört werden, stellte Frau ein Kaufmann E. Geschah es nun, daß die Mitglieder an einem Malaierre Sellier den Kampf für den Weltfrieden in den Stiftungsfest teilnahmen, fo erhielten fie zum 3mede ber Re. Mittelpunti ihrer Rede. Noch ist das Wert des Friedens nicht ge präsentation", zu deutsch zum Saufen, einen geringen Be festigt. Noch ist der Bölkerbund nicht das, mas er fein foll. Sie erinnert an die düstere Beit der Ruhrbefagung, in der alle trag; für vier Berfonen gab es gemähnlich 10 Mart. Diese Summe Striegsleidenschaften wieder aufflamunten, aber auch aut die pofihären, durch ihre Haltung in den Barlamenten zur Mis mußte der Aufmandstaffenleiter springen laffen. Das Geld wurde tive Tatoon Locarno und den Eintritt Deutschlands einem Herrn übergeben, ber dann nachher den Zahlmeister machen in den Bölferbund. Die diesjährige Bölkerbundsversammlung mußte. Bertranfen fie mehr, fo mußten fie bas aus ihrer Tasche hatte freilich frühe Mamente. Es war wie eine alfeitige Bertrauens. bezahlen. Hatten sie aber am selben Abend den ihnen zustehenden land schwer und auch für Frankreich nicht von wahrem Rußen ist, trife. Die Rednerin verurteilt die Rheinbelegung, die für Deutsch Aufwandsbetrag nicht erhalten, so hatten sie einen gewissen Anspruch benn Sicherheit erreicht man nicht hur die Belegung barauf, für die einzelne Berfan ungefähr 2,50 Mart zu fordern. Die eines Bandes, sondern nur burch die Startung des Reden waren balb nicht mehr mit der Leitung ihrer Schüzengilde 26lterbundes. In fritischen Augenbliden gilt es tlar zu zufrieden und sie enthoben E. seines Amtes. Sticht genug damit, fehen, aber nicht in übertriebenen Beffiutismus zu nerfallen. Man rannten sie zum Radi und zeigten ihn wegen Unterschlagung an. hat sich in Locarno verständigt und tann von diesem Wege nicht Der Borsigende a. D. follte sich zweimal 2,50 Mart Aufmandsgelb, mehr abgehen. Sache des Boltes ist es, die Regierungen bet einmal 12 Mart und einmal 10 Mart widerrechtlich angeeignet haben, diesem Berke zu stärken. Die letzten Wahlen haben in Deutschland zufammen alfo 27 Mart. Das Amtsgericht Bichtenberg ein startes Fortschreiten der Demofratie gebracht. Es ist nicht ab. war nun dazu berufen, die Angelegenheit, zu der sieben 3eulichen Problemen verfnüpft sind. Aber ob man zu zuftreiten, daß die Friedensprobleme mit wirtschaft. gen aufmarschierten, zu flären. Dort hatte sich E. wegen ihrer Lösung den Friedenswillen einsehen will, darauf tommt es an. Betruges in vier Fällen zu verantworten. Die Bemeisaufnahme Der Friebe ist in diefem Sinne schließlich ein Wert der Erziehung: fiel recht negativ aus. drei Fälle schieben aus, in denen E. nichts die Erziehung aber ift Sache der Frauen. Haben sich Unrechtes nachzuweisen war. In dem letzten Fall hatte sich E. einen früher die Söhne der deutschen und der franzöfifchen Mutter auf Kranz, der für einen Heldengebenttag bestimmt war, vom Verein dem Schlachtfelde gegenüberaeftanden, fo foffen fie in Zukunft im mit 12 Mart bezahlen laffen, ohne das Gelb aber an die Blumen. Kampf für den Frieden miteinander wetteifern. Die Rednerin Ichloß mit dem Wuniche. daß noch der Kongreh in Berlin im nächsten handlung abgeliefert zu haben. Da er aber den Schaden ersetzt hatte, stellte das Gericht in gerechter Bürdigung der Sachlage das Berfahren wegen Geringfügigteit nach§ 153 auf Staatsfoften ein. Wichtig für Entschädigungsgläubiger. Bom Zentralverband der Reichsentschädigungsgläubiger wird uns geschrieben: Jahre den starten Friedenswillen der Frauen zeigen möge. Dann richtete Frau Adele Schreiber Krieger ein paar Worte des Dantes an die Borrednerin. Der Deutiche Reichstag, in beffen Gebäude man die von weither gekommenen Gäste heute empfanne, fei wahrhaft die Stimme des Boffes, da ihn die Frauen mitmählen unh h'e überwiegende Mehrheit diefes Barlaments für so wies darauf hin, daß den Frauen in der Bofitt. neben dem Frieben und Bölfernerſtändiauna ift. Reich sinftizminister von den Rebnerinnen genannten Riel. das er durchaus billige, auch nach andere Aufgaben bleiben. So erinnerte er an die Rechts. reform, hie hemnäcft hem Reichstag vornelent merhen mird und barum. Mentlichfeit in hie elitit zu bringen, und an ber die freren start intereffiert firh. 2uch hier honble es fich bazu seien die Frauen in der Welt berufen. Bier Geiffesfrante auf dem Dach. Den Auslandsdeutschen, Berdrängten und Bertriebenen werden auf Grund des Kriegsschädenschlußgefeßes seit dem 30. März dieses Jahres die Auszahlungen der festgelegten Entschädigungssummen bis zu 20 000 Marf in bar, barüber hinaus durch Ausgabe von Reichs. Schuldbuchforderungen. burch das Reichsentschädigungsamt aus gezahlt. Da mehrere hunderttausend Forderungen zu berüdsichtigen find, wird die endgültige Erledigung mehrere Jahre in Anspruch nehmen. In den Kreisen der Gefchädigten ist vielfach die Meinung perireten, daß das Reichsentfchädigungsamt einer schnelleren Erledigung nicht das genügende Intereffe entgegenbringt. Für alle dürfte es daher von Intereffe fein, zu erfahren, daß Geschädigte, bie fich in bedrängter Rot fage befinden, beschleunigt außer der Reihe abgefertigt werden fönnen. Der Allgemeine Zentralverband der Reichsentschädigungsgläubiger, Reichshauptgeschäftsstelle Berlin, Berlin M 24, Friedrichstraße 129, ist bereit, derartige Anträge durch seine| hinabzutelaen, tamen hie Krarfen nicht nach und so blieb weiter belm Reichsentschädigungsamt zugelassenen Sachbearbeiter in aller fürzester Frist zu erledigen, Die gleiche Organisation marnt weiter vor dem Bertauf eingetragener Schuldbud forderungen mit hohen Berluften. Auch bei Bc leihungsanträgen ist größte Borsicht zu beobachten. In der Städtischen Hellanstalt in Buch spielte fich eftern ein Borfall ab, ber einer gewiffen Stamit nicht entbehrt. acftern ein Borfall ab, ber einer gemiffen Stamit nicht entbehrt. Bier geiftestrante Anftaltsinfaffen batten fich in einem unbewachten Augenblid vereint auf das Dach eines Pavillons begeben, wo fle allerlei Unfua verübten. Der Aufforderung der Wärter und der alarmierten Anftalteleitung, wieder vom Dach nichts übrig, als die Feuerwehr zu alarmieren. Es murde eine Seiter bodgemunden und ble lüchtlinge" mit allen Mitteln der Ueberrebungsfumit erfucht. fich über die Leiter wieder nach unten 11 begeben. Alles blieb jedoch erfofalos. Schließlich mußte eine Schlauchleitung angelegt werden, um die Widerspenstigen Diese Differenzen tamen dann in der Diskussion ziemlich fcharf zum Ausdrud, und zwar in einer Bolemit der Bertreter des und deutschnationalen Abgeordneten Roth. Es gelang Roth nicht, Breußischen Polizeibeamten Berbandes gegen den Bundesdirektor die Vorwürfe zu entfräften, die ihm von Schrader und Moitelfo, den Bertretern der Bolizeibeamten, gemacht murder. Auch ein Ablenkungsmanover Roths, in dem er unferen Genossen Heilmann angriff, fand nicht die erhoffte Resonanz Da der Berband der Breußischen Bolizeibeamten feine Mitglied fchaft im DBB. gefündigt hat, wurde ein Ausschuß eingejezt, um die Differenzen womöglich zu bereinigen. Auf offener Straße erschlagen. spielte sich gestern gegen 19 Uhr ein Borfall von feltener Schred Bor den Haufe Möfernstraße 131, im Südwesten Berlins lichkeit ab. In einem Lotal in der Mödernstraße waren mehrere äfte in Streit geraten, der auf der Straße feine Fortseßung fand. Die Gegner gingen mit Stöden und anderen Schlag instrumenten aufeinander los. Der 48jährige Oberpoſtſchaffner Fris Nehmte aus der Lübecker Straße 43 und der 29jährige Boſt fchaffner Arthur Burifch, die sich auf dem Nachhauseweg be fanden, wollten den Streit schlichten und traten zwischen die Gegner Dabei erhielt Rehmte mit einem Eichenfnüppel von einem noch unbekannten Mann einen so schweren Schlag über den Kopf, bak er rücklings zu Boden stürzte und mit dem Kopl losem Zustande zur nächsten Rettungswache gebracht, wo er fur auf den Bürgersteig aufschlug. Er wurde in befinnungs Beit nach seiner Einlieferung ft a r b. Sein Begleiter wurde gleid falls erheblich verfekt er fonnte jedoch nach Anlegung von Notverbänden in seine Wohnung entlaffen werden. Die Kriminal polizei nahm fofort die Ermittlungen nach dem Täter auf. Alle schwerhörigen Parteigenoffen felen darauf aufmertfam g macht, hab innerhalb der Sozialdemokratischen Bartel die Abtei fung 49 für Schwerhörige besteht. Die Versammlungen finden jeden driften Mittwoch im Monat abends 7% Uhr im Jugendheim Lindenstr. 4, porn 1 Treppe, statt. Jete nähere Austunft erteil Georg Bittfowity. Berlin- Tempelhof, Siadlung Lindenhof, Krumm Straße 20. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienfiflette Berlin und Umge toden, schwache füdliche Winde. ( Nachdr. verb.). Tells woltig, teils beiter, wenig veränderte Temperature unbeständig, sonst mollig bis beiter, troden und mild. Für Deutschland: Im Nordwesten nod Piscavon gibt dem Haar O eine lockere Fülle C& A BRENNINKMEYER WO ICH HINGEH' DA KANNST JETZT AUCH DU HINGEH'N!" 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Lebensjahr unser lieber Kollege, der Schriftsegerinvalide Hugo Hiecke nach schwerem Leiden. Alle, die ihn fannten, werden ihm ein ehrenbes Andenken bewahren. Berlin, den 24. Ottober 1928. Das Personal der Preußischen Druckerei und Verlags- A.- G. Die Beerdigung findet Donnerstag, 25. b. M. nachm. 3 Uhr, auf dem Gemeindefriedhof in Bantom, Bahnhofftraße( nahe Bahnhof Schönholz Reinidendorf), statt. Für die vielen Beweise herzlicher Tetinahme, die mir beim Hin scheiden meines lieben Mannes, des Schloffers Otto Noack zuteil wurden, spreche ich hiermit meinen innigften Dant aus. Besonderen Dank dem Rebner Herrn Bueber, der 102 Abteilung der SPD., dem Gefangverein Oberfpree, den Rolonisten von Little Bopo, dem Zentralverband der Arbeitsinvaliden, für die trostreichen Worte am Garge des Eutschlafenen. Helene Noack. Baumschulenstraße 77. Aulen Freunden, Bekannten und Berwandten, allen Kollegen, Gewerk schafts- und Parteigenoffen sage ich für die Beweise herzlicher Teilnahme bei der Einäscherung meines lieben Mannes, des Formers Verkäufe Bermietung. tionen. Teilzahlung, Nollendorfplatz 7, Rollendorf 1507. Ber taufsleiter Mar Adam, Fahrräder Teilzahlung. Geringe Anzahlung, Ohne Anzahlung in 12 Monatsraten eine Rate, trokdem billig. Nur Quali Teppiche, Diwan, Tisch, Daunendecken, tätsräder, brei Jahre Garantie. Wahr Läuferstoffe, Sprechapparate, bequemite rabbau Bima. derftrake breikta Monatsraten Deutsche Teppich- Ber triebs- Gesellschaft, Kronenstraße Nr. 66/67. Fahrräder, erfitlaffige Martenräder. Geöffnet bis 7 Uhr. Teilzahlung. Fahrradhaus Centrum, Linienstraße neunzehn. Teppiche mit Kleinen Webfehlern. Sonderpreis 2X3 19,- Conderpreis Schleuderpreise! 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