Albendausgabe Tir. 508 B 253 45. Jahrgang Böchentlich 85 31. monatlich 8,60 R. im voraus zahlbar, Boftbezug 4,32 m, einschl. Bestellgeld, Auslandsabonne ment 6,- m. pro Monat. * Der Bormärts erscheint mochentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend", Illuftrierte Beilagen Boit und Zeit und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Wissen", Frauen. ftimme". Technit"," Blid in die Bücherwelt und Jugend- Borwärts Vorwärts Berliner Boltsblatt Freitag 26. Oftober 1928 10 Pfennig Die eintalttge Ronpareillezetle 80 Bfennig. Reklamezeile 5.- Reichs mart. Kleine Anzeigen" das fettge. druckte Wort 25 Pfennig( zulässig zmet fettgebrudte Borte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengefuche das erste Wort 15 Pfennig, jedes weitere Bort 10 Pfennig. Borte über 15 Buchstaben adhlen für zwei Borte. Arbeitsmartt Seile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen annahme im Hauptgeschäft Linden. Straße 3, wochentägl. von 8 bis 17 Ulbr Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin S 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Donhoff 292-297. Telegramm- Adr.: Eoztaldemokrat Berlin Vorwärts: Berlag G. m. b. H. Bostschedkonto: Berlin 37 536. Banktonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstr. 8 217 圳 ch ig 75 501 ad idy en Katastrophe des Simplonexpreß Zusammenstoß in Rumänien.- 50 Tote und Verletzte. Der von Butoreft tommende Simplon expreß ist heute nacht um 2 Uhr auf dem Bahnhof Recea, Zeppelin- Empfang in Staaken acht Kilometer von Glafina entfernt, mit einem Schnellzug zusammengestoßen. Die Züge prallten so heftig aufeinander, daß ein Schlafwagen des Simplonexpreß vollkommen zerstört wurde, ferner zwei Personen. wagen, ein Gepäckwagen und der Postwagen des Schnellzuges. 50 Personen wurden getötet beziehungs. weise verletzt. 25 Verwundete wurden in das Krankenhaus von Slatina übergeführt. Es ist noch unbekannt, wer sich unter den Opfern befindet. Nähere Nachrichten über die Katastrophe, die an Furcht| Expreß, der gerade hier sehr schwieriges gebirgiges Gebarkeit alle Eisenbahnzusammenstöße der letzten Zeit zu über treffen scheint, stehen zurzeit noch aus. Der Unglücksort liegt in Rumänien auf der Strecke nach Bufarest. Es handelt sich um den Paris- Simplon- Orient lände zu passieren hat. Die Abgeschloffenheit der Gegend scheint der Grund zu sein, weshalb erst jezt Nachrichten von dem Unglück, das sich bereits in der Nacht zum Freitag ereignete, hierher gelangen. Die Primaner sollen offen reden und die Preffe muß den Gaal verlaffen.. Effen, 26. Ottober. Auch an heutigen zehnten Bezhandlungsfag ist die Deffent lichkeit ausgeflossen. Etwa 70 3eugen find erschienen, die vernommen werden sollen. Um dieje Riesenarbeit zu bewältigen, will das Gericht„ Ueberstunden" einlegen, da man bis Sonnabend abend die Beweisaufnahme abgefchloffen haben will. Bevor die Vernehmung der Schüler und Studenten begann, gab Erster Staatsanwalt Schneider folgende Erklärung. ab: Einige Zeugen hier, Brimaner und Studenten, haben gestern während einer Straßenbahnfahrt erklärt, sie würden nicht mit der vollen Wahrheit herausrücken, solange die Vertreter der Bresse im Saal sind. Ich benenne hierfür den Straßenbahnschaffner Goethe als Zeugen und bitte das Gericht, ents sprechendes zu veranlassen. Der Vorsigende ließ daraufhin den Zeugen Matthes aufrufen und hielt ihm die Erklärung des Staatsanwalts vor. 3euge Matthes: Es ist möglich, daß eine solche Aeußerung von uns getan morden ist. Ich fühle mich im übrigen durch die An wesenheit der Pressevertreter nicht geniert und habe auch die volle Wahrheit angegeben. Bors: Dann 1ffen Sie gefälligst solche Redereien wie gestern in der Straßen bahn. Sie scheinen sich der Folgen solcher und ähnlicher Erzühlungen nicht bewußt zu sein. Matthes wurde dann über den Chrakter und die Einstellung Husmanns vernommen. Vorf.: Sie haben im Anschluß an die Eifelfahrt ihren. Mitschülern erklärt, daß der Angeklagte pervers jei. Wie kamen Sie dazu? 3euge: Ich habe des damels so hingeredet, weil es Stadtgespräch war. Irgend welche Anhaltspunkte hatte ich für diese Behauptung nicht. " famen Sie denn überhaupt dazu, solche Marie zu gebrauchen? 3euge: Beil wir den Kranz- Prozeß perfolgt hatten und dort auf solche Dinge gestoßen maren. R.-A. Ruschen: Bußten denn in der Prima viele Schüler, was ,, pervers" und homosexuell" bedeutete? 3euge: Einige wohl, mir waren die Begriffe damals noch restlos unflar. P Prof. Müller Heß: Es wäre für uns als Gutachter von großer Wichtigkeit, wenn wir von den Zeugen einmal offen und rückhaltlos erfahren könnten, wie weit ihnen damals die Begriffe Perversität“ und„ Homosexuellität“ überhaupt flar maren. 3ch habe den Eindruck, daß die Zeugen sich hier schämen, Aussagen zu machen. Die Presse müßte das Opfer bringen, für einige 3eit den Saal zu verlassen, damit diese jungen Zeugen uns einmal ganz offen fagen, was sie damals von allen diesen Dingen eigentlich mußten. Der Borsigende bat hierauf die Pressevertreter, den Saal zu verlassen, um den Primanern und Studenten Gelegenheit zu geben, den Sachverständigen auf die diesbezüglichen Fragen zu antworten. 888 Auf dem Staafener Flugplatz geht ein neuer Antermast seiner Bollendung entgegen. An diesem Antermaft soll, Graf Seppelin anlegen, wenn er nach seiner Rückkehr aus Amerita in Staaten landen sollte. Die Landbundhelden von Kyritz. Herr von Jena will für alles verantwortlich sein. yrit, 26. Oftober. Der heutige vierte Berhandlungstag im Kyritzer Prozeß begann mit einer Erflärung des Rechtsanwalts Bloch, die folgenden Inhalt hatte: Dem folgenden Zeugen Oberprimaner Rudi Schoeller legte„ Die als Rädelsführer angeklagten Herren, insbesondere der Oberstaatsanwalt folgende Frage vor: Jst nid, unter den die Herren Cordes, v. Jena und Staffehl legen Wert darauf, daß geSchülern schon vor dem Prozeß eine Abrede getroffen worden, daß wiffe Erklärungen, die sie in der gestrigen Sitzung abgegeben haben man über gewisse Vorgänge in der Prima nicht mit der vollen Wahr- und die der Deffentlichkeit und dem Gericht nicht in völliger klarheit herausrüden wolle? Zeuge: Davon ist mir nichts bewußt.heit zugegangen sind, hiermit in folgender Form wiederholt werden: Der Zeuge befundete dann weiter, daß Husmann den Daube immer Die genannten Herren, insbesondere Herr v. Jena als Borsitzender schlechtgemacht habe. In der nun folgenden Reihe der Leumunds- des Landbundes Offpriegnitz, übernehmen die volle Verantwortung zeugen sagte der Oberprimaner Riesemer aus, daß zwischen Daube dafür, daß die Landbundleitung alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt hat, um der Demonstration einen ruhigen Berlauf und Husmann Ende 1927 zu sichern. Sollte danach ein Straftatbestand gegen die Landbundleitung noch als vorliegend gefunden werden, so sieht Herr von Jena sich als den in erster Linie Verantwortlichen an" ein gewisses Rivalitätsverhältnis bestanden habe. Der Zeuge hat Husmann niemals für anormal gehalten. Der Student Rahmann bezeichnete Daube und Husmann als gute Klassentameraden, deren Freundschaft jedoch stark schwankte. Husmann sein ein Rauhbein und Rohling gewesen. Anormalitäten seien ihm bei Husmann nicht aufgefallen. Staatsanwalt Rosenbaum: Bar Husmann homosexuell? 3euge: Nein. Staatsanwalt Rosenbaum: Mir fällt auf, Herr Zeuge, daß Sie die Polizei bei Ihrer ersten Bernehmung gebeten haben, Ihre Aussage nicht zu protokollieren. Aus welchem Grunde geschah denn das? Zeuge: Weil ich mir über den Wert oder Unwert meiner Aussage damals ganz unflar war. Die Sache ist doch so gewesen, Herr Staatsanwalt, daß wir als Schüler von diefen seguellen Dingen sprachen, ohne Kenntnis davon zu haben. Mir warfen mit Worten wie pervers" und" homosexuell herum, ohne der Bedeutung dieser Begriffe bewußt zu sein. Borf.: Wie Dann wurde in der Beweis aufnahme fortgefahren und als nächster Zeuge der Verwaltungsdirektor des Stiftes Heiligen Grabe", Major a. D. von Kriegsheim, vernommen. Er betonte, daß ihn die ersten Vorfälle vor dem Finanzamt veranlaßt hätten, Herrn v. Jena, der noch im Landratsamt war, herbeizuholen. Als er, Kriegsheim, zum Finanzamt zurüdtam, sah er gerade, wie ein Wenn Hermine reist! Die Textilbarone rebellieren. Berichte 2. Seite. Schupobeamter von mehreren Landbündlern bedrängt wurde. Ich ging auf die Leute zu und sagte:„ Laßt doch den Mann in Frieden." Darauf wurde ich von meinen eigenen Leuten beschimpft. Nach ver geblichen Versuchen konnte ich dann bis zu Herrn Major Cordes vordringen und ihm zurufen:„ Wir müssen unbedingt weiter," was mir auch Major Cordes zusagte. Der Abmarsch der ersten Trupps, der sich zum Katasteramt in Bewegung setzte, vollzog sich nur zögernd, und ein großer Teil der übrigen blieb am Finanzamt stehen. Der Oberwachtmeister sagt aus. Dann wurde in die sehr wichtige Vernehmung des Schupoober wachtmeisters Preußer eingetreten, der bekanntlich eine besondere Rolle bei den Borgängen gespielt hat. Der Beamte, der Offiziers. anwärter ist und das Goldene Sportabzeichen trägt, bekundete zunächst, wie ihm schon bei der Polizeiverwaltung Kyrig von einem Obersekretär gesagt worden sei, diesmal werde die Landbunds demonstration nicht ganz einfach gehen, denn die Stimmung sei sehr gereizt. Dann schilderte er die Entwidlung im Finanzamt, wo er schließlich auf Anforderung des Oberleutnants Dymke durch Leutnant Poed den Befehl erhielt, mit 10 Mann die Sperrfette der Landjäger zu verstärken. Als mir herausfamen, herrschte für einen Moment Ruhe, aber im nächsten Augenblick sette ein großes Geschimpfe und Geschrei cin: Was wollt ihr hier, wir sind doch feine Kommunisten, macht, daß ihr nach Berlin zurückommt. Wir wurden in der Sperrfette hart bedrängt, besonders hat sich der Angeklagte Kleine von Anfang an sehr wenig fein gegen uns benommen. Als Leutnant Poed die Maschinenpistolen fertigmachen ließ, gab ich auch folgerichtig den Befehl: Pistolen frei", weil wir uns im Ernstfall nicht anders helfen konnten. Mit unseren turzen Gummiknüppeln hätten wir gegen die dicken Eichenstöcke " 44 der Demonftranten both nights onsrichten finnen. Rame helte ich den Befehl gegeben, da rief Kleine und ein anderer neben uns Stehender: ,, Du Lump, du Judenjunge, du Brillenkönig, du willst hier schießen?" Die Textilbarone rebellieren. Getränkte Massenausfperrer. 3 G ange 1914. en f Bithe er qu urjer Und nun begannen sie systematisch, auf mich einzudringen. Oberleutnant Dymte versuchte Kleine zu beruhigen, aber er schrie in Am Donnerstag hielten die Textilindustriellen Striegsrat in Legtilarbeiter am Niederrhein drohten und darüber einem fort:„ Der Judenlümmel da muß verschwinden." Daß Kleine Berlin, nachdem sie den jüngsten Kampf zur Lohnkürzung und hinaus mit der Generalaussperrung der gesamten mich selbst geschlagen hat, fann ich nicht behaupten, schließlich mußte dauerndem Lohndruck verloren haben. Als Ergebnis ihrer Be- deutschen Tegtilarbeiterschaft, diesen Herren steht es ich mich auf dienstlichen Befehl Dymtes in das Finanzamt zurück- ratungen hat die überaus zahlreich besuchte außerordentliche Ver besonders gut an, gegen den Machtspruch des staatlichen Schlichters. lüme begeben, worauf auch Pned später zurück mußte, und dann mußten treterversammlung des Arbeitgeberverbandes der deutschen Tertil, zu, protestieren". wir unsere Beamten vor dem immer größer werdenden Andrang industrie einstimmig folgende Entschließung gefaßt: bis zum Fuß der Treppe zurücknehmen. Major Cordes sagte noch, wie ich selbst hörte:„ Wir gehen nicht weg, bis die Schupo verschwunden ist." Er schaute auch sehr überlegen über die Menge mit einem Gefichtsausdruck, als wollte er sagen:„ Wir werden es schon schaffen." Als die Deputation zum Leiter des Finanzamtes hineinging, fagte Major Cordes ungefähr dem Sinne nach zu den anderen:„ Jetzt gehen die Herren hinein, macht mal ein bißchen Krach, damit die da drinnen merken, daß wir hier sind." " Der Zeuge schilderte dann weiter den Abmarsch der Schupo zum Katasteramt, wobei fie plößlich durch einen Landjäger zurü beordert wurden, weil das Finanzamt nicht mehr zu halten sei. ,, llnterwegs, jo erflärte Breußer, sprachen wir noch mit mehreren Landwirten, die uns fagten: Nein, Herr Wachtmeister, darauf waren wir nicht gefaßt. Wir sind anständige friedliche Bürger, das machen wir nicht mit. Wir gehen jetzt nach Hause." Als wir zum Finanzamt zurüdfamen, waren noch etwa 1500 Mann da. Wer weggehen wollte, hätte meiner Meinung nach ohne weiteres gehen fönnen. Zunächst schien unser geschloffener Abmarsch Eindruck zu machen, denn man hörte vereinzelt den Ruf: 100 Ob die beabsichtigte Lohnkürzung den Arbeitern eine Bera i äl Durch Machtspruch des Schlichters für die Rhein befferung ihrer Lage gebracht hätte oder ob die Lohnerhöhung lande sind die für den Dürener und München- Gladbacher Textil um 4% Proz. bzw. 5 Broz. eine Verbesserung bedeutet, darüber industriebegiif gefällten Schiedssprüche auf Antrag der Arbeitnehmer dürfte kaum ein Zweifel bestehen. Es sei denn, das Unternehmertum i für verbindlich erklärt worden, Dadurch sind der Textilindustrie der Textilindustrie bringe in seiner Feststellung, daß die Lohndieser Bezirke neue Lohnbelastungen aufgezwungen, zulage den Arbeitern feine Verbesserung ihrer die in ihrer Answirkung mit Sicherheit zu einer weiteren Verschlechte- age bringen werde, die Absicht zum Ausdruc, einen rung der Wirtschaftslage führen und deshalb den Arbeitern keine indirekten Lohndruck in den einzelnen Betrieben zu insze- Und Berbesserung ihrer Lage bringen werden. Die Entscheidung des Schlichters dient auch nicht dem Birtfchaftsfrieden; denn schon verkündet die Arbeitnehmerschaft in ihrer Presse, daß sie der Kampf um weitere Lohnerhöhungen in der Textilindustrie zum ersten ihr geeignet erscheinenden Beit punkt" fortseßen werde. Die Vertreterversammlung erhebt einmütig Protest gegen die der Wirtschaftslage in feiner Weise Rechnung tragende Entschei dung der Schlichtungsinstanzen. Sie erflärt erneut ihre ein mütige Entschlossenheit, sich auch weiterhin mit aller Entschiedenheit gegen jeben Bersuch zur Wehr zu setzen, die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Textilindustrie durch neue Lohn. belastungen noch weiter zu verschlechtern." Die Herrschaften, die strupellos ihre mirtschaftliche machtstellung mißbrauen, um die schlechten Löhne, die in der Tertilindustrie gezahlt werden, noch weiter herunterzudrücken, die rücksichtslos zur Aussperrung von 45 000 Arbeitnehmern überDa kommen die grünen Hunde ja wieder." Nachdem Oberleutnant Dymte vergeblich die Menge zum zurückgehen aufgefordert hatte, befahl der Landrat die Räumung der Straße und wir erhielten Anweisung, eventuell den Gummitnüppel zu gebrauchen. Wieder schimpfte vor allem Kleine, nannte uns ,, Schweinehund" usw., so daß mir der Landrat befahl, den Mann festzustellen. Als ich auf Kleine zuging, nahm er den Knotenstod mit beiden Händen vor die Brust und versuchte, mich abzuwehren, wobei ihn seine Kameraden umringten. Ich sagte mir schließlich, die ganze Sache wäre nicht wert, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen, denn es waren ja auch Unbeteiligte dabei und an den Fenstern der gegenüberliegenden Schule lagen die Kinder, deshalb ging ich wieder zurück. Inzwischen hatten alle Demonstranten die Stöcke hochgehoben und plöglich sah ich, wie kleine seinen Stod nahm und dabei auf Wachtmeister Müller einschlug, der jofort zusammenbrach. Da ich meinen Knüppel im Handgemenge verloren hatte, riß ich dem zusammengebrochenen Müller den Gummifnüppel aus der Hand und setzte hinter Kleine her, der inzwischen in der Menge verschwunden war. Gegenüber den fortwährenden Bedrohungen und Beschimpfungen wie Rozjunge, geh meg oder du triegst eine geplättet", mußte ich mich mit erhobener Bistale, die aber noch gesichert war, mir die Angreifer vom Leibe halten. Erst nach vieler Mühe gelang es uns, Kleine, der heftigen Widerstand leistete, in den Garten zu bringen, doch konnten wir ihm den Stock nicht eher megnehmen, bis ich ihm mit dem Gummi fnüppel über die linke Hand geschlagen hatte. Er rief dann auch dauernd: Kameraden, wollt Ihr das dulden? Kommt her und haut den Judenlümmel über den Kopf!" Ich wurde dann auch weiterhin beschimpft und mit dem Stock bedroht." Das Möbelgeschäft von Halle. Wenn Hermine reift. gingen, als ein Teil derselben sich gegen den Lohnabbau von 12% Proz. mehrte, die mit der Ausfperrung aller Und Du? Hast Du schon den vonoärts» mit meiner Spätausgabe. Der ſobend bestellt? Bist die ehem Mitglied der Jozialdem Parki? nieren. Aus der Selbstverständlichkeit, daß die Tertilarbeiterschaft um weitere Rohnerhöhungen tämpfen wird, können die Proteffler um so weniger Kapital jhlagen, als die Feststellung dieser Selbstverständlichkeit noiwendig wurde, um die durch die Aus sperrung erregte Arbeiterschaft mit dem Schiedsspruch auszu föhnen, der hinter ihren Forderungen blieb. Außerdem ist die Anfündigung des Rampfes um weitere Lohn. erhöhungen reichlich mettgemacht durch die glaubwürdige Ber. ficherung der Textil herren, auch weiterhin incinmütiger Entschlossenheit", mit aller Entschiedenheit", jeden Versuch einer weiteren Lahnerhöhung mit Massenausfperrungen zu be gegnen. Benn die Herren von Wirtschaftsfrieden reden, dann meinen sie die Aufrechterhaltung niedriger Löhne, die sie durch Maisenaussperrungen zu erzwingen suchen, des Wirtschaftsfriedens" millen. Aber sie haben eine Schlacht verloren und dürfen nun protestieren. Die Tertilarbeiterschaft weiß, woran sie ist und wird alles daran feyen, die Reihen ihrer Organisation zu schließen. ermüdlichen und selbst in schwerer Krankheit nicht erlahmenden Agitators, Organisators und parlamentarischen Vertreters. Ein Leben lang hat er für die Arbeiterklasse und ihre großen Biele gekämpft und dieses Leben frühzeitig in unermüdlicher Arbeit verbraucht. Das Reichsbanner Schwarz- Roi- Gold" hatte eine Ehrena abordnung an das Grab geschickt. Unter den Liedern der Arbeiters fänger fielen die Schollen auf den Sarg und die Kränze häufient sich über der letzten Ruhestätte Heinrich Hüttmanns. großen Umrissen ein Bild von dem Aufstieg der Sozialdemokratie entwarf. Der Redner erinnerte an die großen Organisatoren der Partei, Lassalle und Bebel, und an die unter dem Druck der Vera folgungen herbeigeführte Einigung beider Parteien auf dem Gothaer Parteitag. Eine schwere Zeit brach an: Gefängnis und wirtschaft. licher Ruin bedrohten jeden, der sich zur Sozialdemokratie bekannte. ödels und Nobilings Attentate haljen Bismard, im Reichstag das Sozialistengesetz durchzubringen. 3wölf Jahre hindurch wurde mit unerhörtem Idealismus gearbeitet. 1890 fiel das Gesetz. Durch die Leidenszeit des Krieges, durch die Stürme der Revolution, durch die Rotzeit der Inflation ließ sie sieghaft ihre Banner wehen. Einig und in sich geschlossen stellt sie die Macht dar, an der alle Angriffe, die sich gegen die Republik wenden, zerschellen. Es gilt, die Jugend int neuen Geist zur neuen Stact zu erziehen und den Herzen der Arbeiterjugend das leuchtende Beispiel der Vorfämpfer unserer Freiheit lebendig zu erhalten. Die Zuhörer gaben ihrer Zustimmung durch lauten Beifall Ausdruck. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied Brüder zur Sonne, zur Freiheit" fand die eindrucksvolle Kundgebung ihr Ende. " Der Beamte im Volksstaat. Bundestag des DBB. marie greife wird Πιάνιτ pajfn friedl Bir mafin onde Senft leit Dann Berfo Spri batte Bum baru und bern Nach der vor allem beamtenpolitisch so bedeutsamen Rede des Reichsinnenministers Severing, über die im Abend" bereits berichtet, richtete u. a. auch der preußische Finanzminister öptera Aschoff einige herzliche Begrüßungsmorte an die Delegierten, in denen er das Bestreben der preußischen Staatsregierung zum Ausdruck brachte, mit den Beamten zum Wohle des gesamten deutschen Voltes zusammen arbeiten zu wollen. Oberregierungsrat Donau als Berliner Vertreter des Internationalen Arbeitsamts versicherte in seiner furzen Ansprache, daß auch in dieser inter nationalen Arbeitsorganisation die Beamtenfragen nicht als neben sächlich behandelt werden. Reichsminister a. D. Dr. David sprach Bolts staat". Um das Wesen des Volksstaates flarzustellen, zog dann als erster Hauptredner über das Thema„ Der Beamte im er einen Vergleich zwischen dem früheren und dem jezigen Regierungssystem, wobei er besonders die grundlegende Beränderung des Berhältnisses der Reichsregierung zum Reichstag würdigte. Seine Ausführungen endeten mit der Feststellung, daß bis zum wirklich sezialen Volksstaat noch ein Stück Beges sei und daß die Verwirtlichung diefes Ideals nur durch die Mitarbeit der Berufsbeamten zu Halle, 26. Oktober.( Eigenbericht.) Seit einigen Wochen hält sich Frau Hermine Hohen zollern im Bezirt Halle auf. Frau Hermine besigt zwar nicht Sie Schönheit, dafür aber den Ehrgeiz der verflossenen Kaiserin Eugenie von Frankreich, das treibende Element der monarchischen Restauration zu sein. D5 der Aufenthalt der politisch sehr regsamen Frau mit dem Stahlhelmsporttag in Halle zusammenhängt, fann mit Sicherheit nicht festgestellt werden. Es sind aber nicht so sehr Die zarten Blütenträume der monarchischen Resta u= ration in den Köpfen Hermines und ihrer angeheirateten Sprößlinge, sondern vielmehr folgende Tatsachen, die uns im besonderen intereffieren. Vor einigen Tagen traf, mie unserem Halle schen Parteiorgan, dem„ Bolksblatt", aus den Kreisen der Eisenbahndirektion zuverlässig mitgeteilt wird, Frau Hermine in einem ihr von der Eisenbahnverwaltung zur Verfügung gestellten Salon. wagen in Halle ein. Damit sie nicht in Verlegenheit täme, mit gewöhnlichen Sterblichen auf den Bahnsteigen in Berührung zu geraten, wurde der Salonwagen so rangiert, daß die aussteigende 3u einer wuchtigen Kundgebung für die Sozialdemokratie geHohenzollerndame direkten Zutritt zum Verwaltungsgebäude hatte. staltete sich auch die Veranstaltung der Wilmersdorfer Parteistaltete sich auch die Veranstaltung der Wilmersdorfer Bartei Im Berwaltungsgebäude waren für sie zwei sogenannte Für ste nabteilungen, deren Demonstration mit einem Plazkonzert auf bem zimmer reserviert. Da nach der Auffassung der leitenden Herren Hohenzollernplaß eröffnet wurde. Biele Hunderte begleiteten dann der Berwaltung die Einrichtung dieser Zimmer dem hohen Rang" den von einem Tambourforps des Reichsbanners geführten Demondes Gastes nicht angemessen war, hatte man sich rechtzeitig mit strationszug, in dem zahlreiche Transparente mitgeführt wurden, einem großen Halleschen Möbelhaus in Verbindung gesetzt und die an das Solidaritätsgefühl der Arbeiterschaft appeilierten und dieses beauftragt, zum Preise von 3000 m. Ersatzstücke zum Zusanımenschluß in der Sozialdemokratie aufforderten. Im zu liefern. Der Möbelfirma wurde erklärt, daß die 3000 m., weil für diese Ausgabe kein Geld vorgesehen, im Augenblick nicht füffig seien, und daß vor dem 1. Mai 1929 nicht gezahlt wer den könne. Die Firma ging auf die Zahlungsbedingungen ein und stellte die beiden Fürstenzimmer im gewünschten Glanze her. Sie war schon auf das Angebot vorbereitet, da einige Wochen früher ein gräflicher Gastgeber Hermines aus den Mansfelder Landen ebenfalls Fürstenmöbel in demselben Geschäft bestellt hatte. Die verschiedensten Eisenbahndirektionen haben in Bunkto besonderer Auszeichnung von Mitgliedern ehemaliger Herrscherhäuser in den legten Jahren schon das Menschenmögliche geleistet. Und der Hallesche Bahnhof ist nicht zuletzt durch das Verhalten einiger seiner Beamten gegenüber Domela hinreihend bekannt geworden. Was sich die Eisenbahndirektion Halle jedoch im Falle der Frau Hermine Hohenzollern jetzt geleistet hat, dürfte alles bisher Dagemejene übersteigen und die Frage berechtigt erscheinen laffent, mas der Reichsnerfehrsminister zu tun gedenkt, um eine derartige Spets talelwirtschaft, die sich möglicherweise an unbeobachteten Stellen in Deutschland täglich wiederholt, in Zukunft zu verhindern. * erreichen ist. nip trägt Den Abschluß der Kundgebung bildete ein Referat des Obers verwaltungsgerichtsrats Dr. von Dulßig über„ Die Probleme der Verwaltungsreform im Reich und in den Län dern". Der Referent wandte sich gegen den mechanischen und zohlenmäßigen Beamtenabbau ohne Abbau der Behörden, wodurch nur eine Berteuerung und Verschlechterung der Bermaltung herbei. geführt werde. Das Ziel der Verwaltungsreform muß das Aufgehen de ganzen von Inflaven und Cytlaven bereinigten Länder oder ihrer Provinzen im Reich als Reichsprovinzen sein. Dazu ist aber nötig, daß die Länder gleichmäßig durchorganisiert werden, und deshalb muß in Preußen der Dualismus in der Mittelinstanz, Regierungen und Oberpräsidenten beseitigt werden. Zur Reichsreform gehört aber auch, daß das Beamtenrecht im Wege der Grundjaggefeggebung einheitlich durch das ganze Reich gestaltet wird. Der Redner forderte zum Schluß die baldige Vorlage der Ent mürfe eines Beamtenvertretungsgejeges, einer Dienststrafordnung und eines Unfallfürsorgegejeges und verlangt, daß diese Gelezze einen freiheitlichen und sozialen Geift atmen. Feuerschein der Fackeln glühte das rote Tuch der Fahnen, während der Rhythmus alter Kampflieder die Herzen mit freudigem Stolz über die Geschlossenheit der Partei erfüllte. Nach fast einstündigem Marsch hielten die Teilnehmer ihren Einzug im Biktoriagarten. Der große Saal war schon vor Beginn der Kundgebung bis auf den legten Platz gefüllt. In einer packenden Ansprache zeigte Reichsnach tagsabgeordneter Litte den Weg der Sozialdemokratie, die der Befreiung aus den ehernen Fesseln des Sozialistengesetzeseinen unaufhaltsamen Siegeszug angetreten hat. Sie ist die Hoff nung der werktätigen Bevölkerung, die unter den Fahnen der SPD. für den Ausbau der Republik zu einem sozialen Boltsstaat fämpft. Die Zuhörerschaft beantwortete die Ausführungen des Referenten mit stürmischem Beifall. Hüttmanns letzter Gang. Dem unermüdlichen Agitator und Organisator. Frankfurt a. M., 26. Oftober.( Eigenbericht.) Auf dem Frankfurter Hauptfriedhof wurde am Donnerstag Heinrich Hüttmann beigesetzt. Die große Trauerhalle des Haupt Heidgers viertes Todesopfer. thre Ber nun Gi te 3m Our batt en ner fieg lich Die Der Und Ste Köln am Donnerstag vormittag schwerverletzte PolizeioserwachtDer bei der Belagerung des Raubmörders Johann Heidger in meister und Offiziersanwärter Maiboom ist seinen Berlegungen. erlegen. Das Schuldkonto der Gebrüder Heidger hat sich damit auf vier Todesopfer( ein Kaffenbote und drei Polizeibeamte) erhöht. Die roten plafate, 1000 M. Belohnung für Ermittlung des Lübarfer Mörders. Die Persönlichkeit des auf der Chaussee bei Lübars ermordeten, Mannes ist trotz aller Bemühungen noch nicht festge= stellt. Im Laufe des heutigen Tages merden an den Säulen die bekannten Anschläge erscheinen, auf denen dem Bublifum eine Reihe von Fragen vorgelegt werden. Es heißt darin u. a.; Wer fann Angaben machen über die Persönlichkeit des Toten? Wer hat am Dienstag abend oder in der Nacht zum Mittwod) in jener Gegend nerdächtige Beobachtungen gemacht? Wo find blutbeffedte Steiber gesehen oder zum Kauf angeboten worden? Für Mitteilungen aus dem Publikum, die streng verirqulid) behandelt werden, ist. wie schon gejagt, eine Belohnung von 1000 m. Den Alten zur Ehr- den Jungen zurLehr friedhofes fonnte die Zahl all derer nicht faſſen, die als Bertreter ausgefegt. Sie werden bei der Mordkommiſſion Braschwiß- Zapfe Der Erinnerung an die Zeit des Sozialisten gefeges mar eine Rundgebung gewidmet, die gestern abend in Nieder ichönhausen im überfüllten Saal des Restaurants Sanssouci" stattfand. Rezitationen und Musikvorträge des Liebermann- Trios gaben der Feierstunde den tünstlerischen Rahmen. Im Mittelpunkt des Abends stand der Bortrag August Niemanns, der in und Abgesandte der Sozialdemokratischen Partei, der Gemertfchaften und der republikanischen Verbände herbeigeeilt waren und die ihren Führer und Freund betrauerten. Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Dittmann rief seinem Landsmann und langjährigen Rampfgenoffen tiefempiun dene Worte des Dantes und der Freundschaft als Abschied zu. Noch einmal entstand das lebendige Bild Heinrich Hüttmanns, des unter tab Du 23i idge inh wer lim สิน bie gan geb 307 itar In gut im 3immer 83 des Polizeipräsidiums entgegengenommen. Erfant hingegen ist jegt der junge Mann, der sich in der Jelben Gegend am Schirngraben erschossen hat. Es ist ein 22 Jahre alter Handlungsgehilfe Horst Biglahn aus Rafted. der von dort seit dem 23. Oftober verschwunden war. Ein Freund von ihm hatte ihn in Rostock als permißt gemeldet. Biglahn hatte ihm gegenüber schon Selbstmordgebanten geäußert. ใน S D 1 Weltkrieg im kleinen. Friedliche Leute und mißverstandene Anordnungen. Es gibt feine schönere Barellele zum Weltfrieg als die Bor inge in Anrig. Es ist im Prinzip alles genan fa zugegangen wie 914. Da haben mir zunächst einmel die fchmeiternde Fanfare, en friegerischen Weckruf, den Appell an die Machtentfaltung. Die lümerante Rofigmalerei. Run wollen wir sie dreschen!" sagte Silhelm 1914. Müller 11., ein Gutsbefizer aus der Briegnig, hat hähnlich vernehmen lassen. Die Welt muß zittern," hat auf dem Marktplatz von Kyritz hervorgedonnert.„ Wir werden jer Ziel erreichen!" Das Echo aus der Menge blieb nicht aus, ir gehen lo e!" jubelte es ihm entgegen. Sie gingen los. Sechstaufend an der Zahl. Das Kampfziel Bar gegeben. Aber ach, das Finanzamt dachte, wider alles Erarten der junterlichen Streitscheren, nicht daran, zu fapitulieren. Und nun begann ein nedisches Gesellschaftsspiel. Es heißt Anreifer und Berteidiger, ist aus dem Krieg hinlänglich bekannt und bird folgendermaßen gespielt: Bemaffnete Leute nähern sich fried lichen Leuten. Die friedlichen Leute bekommen Angst und be baffnen sich auch. Die bewaffneten Leute befommen vor den friedlichen Leuten Angst, die sich bewaffnet haben, und sagen: Bir find friedliche 2eute! Warum habt ihr euch be baffnet? Und norsichtshelber warten sie nicht die Antwort ab, ondern werfen dem Gegner für alle Fälle erst einmal ein paar Bensterscheiben ein. Bübne und Film. Romeo und Julia. Reinhardt 3nfzenierung im Berliner Theater. Bon dem gestrigen Abend im Berliner Theater hatte man Außergewöhnliches erwartet: die Bergner in einer neuen Shakespeare- Rolle, als Julia im berühmtesten Liebesspiel der Weltliteratur und ein neuer Romeo, Franz Lederer, dessen Auftreten heiß umstritten war. Ein interessiertes Bublifum war auf ein Ereignis gespannt. Wenn der Vorhang aufgeht, weiten sich die Herzen. Ein groß artiges Bühnenbild nimmt die Zuschauer gefangen. Auf der Bühne iſt ein Bau in der Bracht der Renaissance errichtet. Aus meiter Berspektive ist munternoll berechnet, die Sonne malt Lichtfleckte in Tiefe führen strahlenförmig drei Straßen in den Bordergrund. Die die Straßen. Wir sehen in eine prächtige Stabt, aus Steinen gefügt, die Sllufion ist vollkommen. Hier wohnen die feindlichen Familien, in der mittleren Straße steht der Palast der Montague, in einer feitlichen das ber Capuleti. Technische Einrichtungen fehlen der Bühne des Berliner Theaters. Die Grundfarm der Szene ändert sich den ganzen Abend nicht. Gin Gitter, eine Bant, ein par Gebüsche, Borhänge, die die Straßen mündungen abschließen oder herabgelassene Kronleuchter ändern den Das schönste ist dann die Frage der Berantwortlich. Stadtplaß zu einem Festsaal, zu einem Schlafgemach, zu einer eit. Sm Sriege wurde das so gehandhabi: Klappt bie Sache, Klosterzelle ab. Was der Schöpfer des Bühnenbildes Ernst Schütte Dann heimst der Führer die Ehren ein, flappt sie nicht, so wird ein hier geschaffen hat, ist eindrucksvoll und haftet im Gedächtnis. Berfagen der untergeordneten Organe ofs vorliegend erachtet. Bas Sprig anbelangt, jo hat dort leider die Masse perjagt. Die Führer Mat Reinhardt die Mittel der Bühne beherrscht. Ein Streit Die erste Hälfte des Trauerspiels beweist von neuem, wie sicher Batten ihr deutlich genug zugerufen: Gewalt geht vor Recht! Auf entsteht zwischen einigen wenigen Anhängern ter verfeindeten Bum Ratasteramt! Aber leider haben die unbisziplinierten Bauern Familien. Auf den Lärm stürzen aus den Häusern aufgeregte darunter nicht verstanden, daß es nun genug jei der Demolierungen Menschen, Balkone und Eftraden jüllen sich, das Getümmel wächst und daß man sich nun fortwenden solle pom Kriegsschauplas, son- zum Aufruhr an. Auch das Bild vom Ball im Haus der Capuletti dern sie haben jene besänftigenden Borte im Sinne eines neuen otmet festliches Leben. In den Massenszenen bleibt Max Reinhardt niporns misdeutet. Der Fall liegt also flar genug: Die Masse unübertrefflicher Meister. Daneben einige ffeine feinzijelierte trägt feine Verantwortung, tenn fie befolgte nur die Anordnungen Episoden, Kostbarkeiten der Regie- und Darstellungskunft. Die Rolle der Amme verziert Ida Wüst mit tausend Lichtern des blühenden Humors: eine gesprächige, eitle Alte mit einem tomischen Anflug von Schlampigteit. Josef Danegger, ein Peter von unerschütterlichem Gleichmut und stolzierender Würde. major r. Cordes Fray v. Klitzing ihrer Führer, und die Führer fragen selbstverständlich auch teine Berantwortung, denn fie fönnen nichts dafür, wenn ihre Anord. hungen mißperftanden merden. Der fostbarste Moment des Abends ist die erste Begegnung zwischen Romeo und Julia. Bortlos stehen die Liebenden einander gegenüber, verzagt im gegenseitigen Anblick verjunten. Dann füßt er sie behutsam, und Julia mendet mit unvergeßlich feligem Lächeln den Kopf. Elisabeth Bergner ist das Märchen der Bühne, ein leibhaftiges Bunder von Zartheit und Anmut. In die Zeile: art einen Augenblic, ich fomm gleich mieder" zaubert sie nameniose Süßigkeit. Kaum erhebt sie ihre Stimme und erzielt doch mit einem Zögern des Worts, mit einem Augenaufschlag, mit einer hilflojen Handbewegung bezaubernde Wirkungen. Kein Romen fann schöner zu ihr passen als Franz Lederer. Er ist der jugendlichste Romeo, der je auf der Bühne gestanden hat. Der offene Ausdrud seines Jungengesichts gewinnt ihm im Augenblick die Herzen. Sein ungebändigstes wildes Draufgängertum, fein fröhliches Lachen, fein tiefer Schmerz find natürliche und unbesiegliche Jugend. Im zweiten Teil, in dem das Komödiantische des Werfes nicht mehr vorherrscht, machen sich leider allzu viele Längen bemerkbar. Mar Reinhardt ist es nicht gelungen, die Zeitlosigkeit des Trauer [ piels zu beweisen. Wir leben heute nicht mehr in der Zeit romantischen leberschwangs. Die Regie hätte hier mehr Tempo geminnen müssen. Ein Fehlgriff ist der Choros, den Reinhardt ver die einzelnen Atte schaltet. Maria Solveg bemüht sich frampfhaft, schalthaft zu sein und fofettiert unerträglich mit dem Partett. So fommt es, daß am Schluß der lang ausgedehnten Borstellung der Beifall nur zögernd einfegt. Dann aber, als die Träger des Abends, die Bergner, Lederer und Reinhardt, auf der Bühne er iheinen, schwillt der Applous zu nie gehörter Begeisterung an. Spät senkt sich der eiserne Borhang, aber auch dann ruft die Schar, die das Theater nicht perlassen will, ihren Romes und ihre Julia Bor die Rampe. Ernst Degner. Moderne Piraten. Alhambra. Film. C Einfälle und termt für den ganzen Film feine Beschränkung der Möglichkeiten. Ein Extralob verdienen die Photographen Ewald Daub und Gotthard Wolf. Bei der Premiere geriet das Publikum in fieberbe Aufregung und viele Damen fächelten sich mit dem Programmi Kühlung zu. 17 Der geheime Kurier. Mozarisaal. Genaro Righelli als Regisseur des c. b. Heimwehs" und der Bohème" entfaltet sich in dieser neuen Schöpfung als ein MeyerRestaurationszeit Schwarz und Rot", der die Enge und Kleinheit beer des Films. Stendhals Roman aus der französischen der nachnapoleonischen Generation und im Gegenjas dazu den Er. obererbrang des ehrgeizigen, vor nichts zurückschredenden Jesuiten. göglings Sorel schildern wollte, dient ihm als Gelegenheit, eine Reihe vor Bravourarien, Duetten und Ensembles einzulegen. Er Orchesters. Was liegt daran, ob die psychologische Tiefe und die hot den ganzen Schmiß, das Brio und Furiose eines italienischen geistige Höhe des Romans unentdeckt bleiben. Bewegung, Tempo ist alles. Rajende Ritte, Berfolgungen, ein Duell, ein mild gewor denes Drchesterstück( von Becce prachtvoll komponiert), eine bemegte Gerichtsszene, die zum politischen Forum wird, Bolkstumulic, Barrikadenschlacht und zum Schluß Befreiung des wegen Mordes inrer der Februarrevolution in den Armen seiner geliebten Mathilde. verurteilten Eorel! Dann stirbt er als eine Art politischer Mär( Im Brogrammheit scheint er gerettet zu werden. Happy end für Amerita?) Man muß es dem Regisseur laffen, er hat viele Farben auf seiner Balette. Das Milieu von 1830 ist im Bürger. mie in Adelshause gut getroffen und voller Stimmungsreize. In der Handlung gibt es teine toten Stellen. Drei Frauen find im Spiel; die 2lbenteuer einer politischen Verschwörung, der Sturz des Helden furz vor dem Ziel, seine Nache an der ersten Geliebten, die ihn verraten hat, Gefangenschaft, Galgen und Triumph Stala treibender Spannung! melch eine Iman Mosjutin ist der Sorel, verschlossen, beherrscht, ein Romantiker der Idee und ein Mann der Kraft, glänzend als Fechter und Reiter, verwegen und tollfühn und immer siegreich bei den Frauen.. Lil D a goper, die die Bürgermeistersfrau darstellt, und ignes eterjent als Tochter des Marquis sind die ebenso schönen wie leidenschaftlichen Mitspielerinnen. Auch die übrigen Darsteller, die wesentlich der Milieuzeichnung dienen, find alle auf der Höhe. D. Die„ Gie: Stadt". Frauenarbeit in den Bereinigten Staaten. Detroit heißt im Boltamund She- city", die„ Sie- Stadt". Hier hat sich das Bild des häuslichen Lebens von Grund auf geändert: in sehr vielen Familien besorgt der Mann die Wirtschaft und die Frau geht in de Ford- Fabrit. Bei dieser Arbeit verdient sie pro Stunde 20 bis 30 Cents weniger als ein Mann. Deshalb merden immer mehr Männer entlassen, immer zahlreicher Frauen eingestellt. Es ist nicht selten, daß man den Mann fündigt, um nachher seine eigene Frau an seinen Platz zu stellen. Er veranlaßt fogar die Frau selber, sich um diese Stelle zu bewerben. Dem nimmt sie diese nicht, so erhält sie eine andere Frau. Luise Diehl fáilderte diese ungesunde soziale Entwicklung Amerifas in einem Bortrag, den sie in ter Kunstausstellung„ Der Sturm" hielt leider in der Woche um 11 lihr vormittags, also für die meisten Menschen zu einer sehr ungünstigen Stunde. Sie hat Amerika bereist und die Arbeitsverhältnisse studiert. Die berufstätige Frau ist in den Bereinigten Staaten durchaus nicht so günstig gestellt, wie man es in Deutschland im allgemeinen annimmt. Ihr Wocherverdienst schmantt zwischen 8 bis 20 Dollar. Our 10 der 42 Staa ten haben den Achtstundentag. In den meisten Staaten ist 10% und 11stündige Arbeitszeit gefeßlich festgelegt, in einigen fehlt noch jebe gesetzliche Regelung der Frauenarbeit. Aehnlich mangelhaft find die Beschränkungen der Nachtarbeit für die Frauen. Leider nergi tete bie Bortragende barauf, auf die gesundheitlichen und fozialen Schäden näher einzugehen, die durch diese Frauenausbeutung, die besonders in den Ditstaaten getrieben wird, entstehen. Statt beffen schilderte sie im zweiten Teil ihrer Ausführungen eingehend den Tageslauf einer amerikanischen berufstätigen Frau, mie mir ihn bereits aus unzähligen Berichten fennen. Tes. llebrigens ist ja auch alles ganz anders gemesen, als es sam Staatsaumalt dargestellt wird. Erstens find überhaupt eine Steine gegen das Finanzamt geworfen worden. Hier verschwinden fogar große Dzeandampfer. Sie werden Smertens find sie erst geworfen worden, als die Polizei einfach ab Boiler entwendet, um Baffentransporte für eine im ouf friedliche Demonstranten mit blanker Waffe einhieb. Drittens Erblühen begriffene Banditenrepublik gang hinten im Stillen Ozean batten fich die angeklagten Bauern längst pani Finanzamt 3 bemerfstelligen. Und ein englischer Regierungstommifiar, son enifernt, als es zu den Tumusten tam. Sollten sie dennach Jod Trevor mit artigen Manieren und wohlerzogenem Lächeln perurteilt werken, so werden sie in Treue fest sich meiter um ihre ausgestattet, flärt schlicht und einfach den mysteriösen Vorgang auf, fiegreichen Führer foaren. Sie werden eine Revision des richter. Bummen mit einigen en Monumentoffimt arbeiten. Sie Sonderveranstaltung der„ Boltsbühne ,, 34jammen Filmschauspielern, die gerade an den Auflichen Schmadjurteils zu erzielen suchen, und auch fernerhin wird nahmen zu einem exotischen Schiffe bie große 3bee, für bie sie streiten, in ihnen brennen: Die bee stranden dazu und prächtige Taifune gehen in Szene, waschechte der Austreibung aller Finanzbeamten aus Kyritz und Umgegend und die Errichtung einer Gesellschaftsordnung mit dem Privileg der Steuerbefreiung für alle ortsansässigen Agrarier. Kuhbier. H. R. Wenn die Ortschaft nicht Kuhbier hieße, fie müßte so genannt werden. Dieses treudeutsche Dörflein, das die wildesten und tabiatesten Mannen zur Syrizer Demonstration entfandte. Ruhbier... mer den Namen ausspricht, dem zieht es wie Duft von prima Stalldünger und Muff von fliegendurdyfummten Birtsstuben durch die Nasenlöcher. Der Name bringt alle agrari ichen Belange, alle ländlichen Hochziele auf die fürzeste Formel, Kuhbier Das ist nicht nur ein Orisname, das ist ein Lebens inhalt, Tagsüber Ruh und abends Bier. Ruhmilch" würde weit weniger bedeuten. Denn die Milch produziert man mohl, aber nur, m fie gegen das genügende Quantum Brauereiprodukt umtauschen du tönnen. Rub und Bier, das gehört auf dem Dorf zusammen bie Schwertgeffire und Bogenprall, mie Eiegerfrenz und Sonne Sans. Die Ruh bebeutet: fchlichte ländliche Borstellungswelt, Schollen gebundenheit, Heimatgefühl, Haus und Herd, Beib und Rind Das Bier: deutsche Mannestraft, patriotische Gefühlsmalung, Männerzorn por Finanzamtern, Kriegerverein, Treue zum angetammten Herrscherhaus. Kuhbier das ist der Inbegriff des ländlichen Idealismus, der Jmmerfeltedruff- Begeisterung, der strammen Haltung vor Ritter gutsbesizern, die zugleich Difizier der Reserve find. Ruh und Bier, das ist ein Leben, dessen geistige Höhepunkte Rubichwoof und Freibier find. it Gott für Ruhschwoof und Freibier! Ein breifach donnernb och dem Dorje Kuhbier und allen Kubbierschluckern! Jonathan, Bolt und Zeit", unfere illustrierte Wochenschrift, und Der Kinderfreund" liegen der heutigen Bostauflage bei. Banditen huschen über die Leinwand, hin und wieder droht fast eine tragische Vermicklung ben leichten abenteuerlichen Sinn der Handlung zu trüben, bis über dem glücklich vereinigten Baar die Linse abgeblendet wird. Manjred Roa, gefegnet mit luftigen Einfällen, hat diese hübsche und nicht gerade originelle Idee Maria Langens und B. E. Lüthges in anständigem Tempo inszeniert. Er perfifliert Filmaufnahmen, das Pseudohjeldentum gewisser Stars, die halsbrecherische Taten mimen und sogar Angst vor dem Wasser haben, er amüsiert fid) über die ganze Begeisterung am Abenteuerlichen und arbeitet dabei sehr anständig und sorgfältig, und so ist mit Hilfe guter Darsteller wie Marietta Millner. Corry Bell, Siegfried Arno und Jack Mylong Münz etwas entstanden, was in Deutschland zu den Ausnahmeerscheinungen gehört, nämlich ein unterhaltender, gut pointierter und amüsanter Spielfilm. Seine stärkste Baffe. U. Z. Kurfürstendamm. ―t. Es ergeht den Harry Biel- Filmen pie den Indianergeschichten; man schilt nicht zu Unrecht über fie, deffenungeachtet aber haben sie die treueste Anhängerschaft, die man fich denken lann. Diesmal besteht Harry, der Qllerweltsterl, mal wieder die aufreibendsten Kämpfe mit Berbrechern Emer steht gegen Sieben, aber dieser eine siegt, denn er ist ja Harrn Biel. Unter Baffer und in der Luft wird der Kampf geführt und auf der Erde find alle Handlangerdienste zu leisten. Doch von der Verbrecherjagd, felbft technischen Errungenschaften nur vorhanden, um bem guten Harry wenn sie noch so gefahrpoll sich anläßt und dabei durch landschaftlich reizvolle Gegenden führt, fann der Film allein nicht leben; es muß etwas für's Herz in ihm sein Und dieses Etwas ist Bera Smiterlöw blond und schlank und filmgeeigneter als sonst. Harry Piel ist als eigener Regisseur ein Mann reiflicher Ueberlegung. Er mußt für sich die allerlegte Chance aus, hat sprühende | Heiterer Abend mit Refi Langer. Auf diesem zweiten Rezitationsabend, auf dem( im überfüllten Bürgersaal des Rathauses) Refi 2anger weder„ rezitierte" nod) qus heiteren Dichtungen„ las", sondern gleich mit einem höllischen Geplauder loslegte, wurde das Podium zum Brettl genacht und das Bublifum in eine Laune versetzt, die man sonst mur in zünftigen Kabaretts für teures Geld ergattern tann. Hin gelümmelt neben dem schwarzen Flügel, aus dem Dr. Stefan Weisel die selbsttoponierten Melodien holte, war Resi Langer fie fich in die Glazen aller Rahllöpfigen verbiß. 10 Minuten lang ihr eigener Conférencier, in welcher Eigenschaft Und das und elles, was Refi sozusagen aus den Glazen entwickelte, nur wegen Wilhelm Buschs Haarbeuteleien, aus denen die Wilhelm Busch blindlings lebende Resi föstliche Stücke zupfie. Hier, wie in den unvermeitlichen Vor- und Nachreden( die man sich übrigens viel länger wünschte) ristierte sie eine fesse Lippe. Und im Knopflach die verstohlene Träne", burd deren Silberglanz die Welt der Unterdrückten fichtbar murbe: Freunds„ Goleere" und das„ Mastenlied morien ihre huntfen Schatten durch diese helle Stunde. Zum Schluß Chriftion Morgenstern und wieder Bilhelm Busch und fürmisch geforderte Bugabe als allerleistes Ende- ein Bänkelfängerlied. Hier gestaltete fich Refi Langers Ureigenstes: bas Bro teste. Ein Abend voll üppigster Heiterfeit und rauschendem Dant. A.7. Der Meineteiche Männerchor Berlin 1960( Chormeinier B. A. Joseph) perquarletts von Paul Rembt. Gintrittstarten zu 1 M. an der Raffe. anstaltet am Sonntag. neghmittags 4 lb. in der Staatlichen Hochschule für Mufit, Fasanenftr. 1, ein Stonzert unter Mitwirkung bes albborn Rafael Schermann, ber befannie Blochographologe hält am 9. Rovember, abends& 11br, im Bachfaal einen Stdibilder- Bortrag über das Thema„ Liebe und Verbrechen in der Handschrift". Freie Hodfdule Berlin. Weber moderne französische Literatur hält der Shriffteller Claude Grander, Montag 8 1hr abends, in ber Reibniz ber realisule, Chillerstr. 135, in französischer Sprache einen Vortrag. 301 Offfeewasser nach Berlin. Die wafferarme Spree soll aufgefüllt werden. Die zunehmende Schwierigkeit, die Wafferführung| behalten. Jetzt aber wurde sie seiner überdrüffig. Er war eben der Spree auf der notwendigen Höhe zu halten, zu alt. Es tam eine Zeit des schlechten Geschäftsganges. Mehrere ist schon seit längerer Zeit von der preußischen Staatsregierung und Arbeiter mußten aussehen. Auch K. befand sich unter ihnen. Um in neuerdings auch von der Berliner Stadtverwaltung als ein auf die den Genuß der Erwerbslosenunterstützung zu femmen, ließ sich K. im Einverständnis mit der Firma seine Papiere, das heißt, seine for: Dauer bedenklicher Uebelstand empfunden worden. In der Mitte melle Entlassung geben. Dabei wurde ihm aber von der Gedes vorigen Jahrhunderts war in der Spree der Mindestbetrag der schäftsleitung versichert, sobald wieder Arbeit für ihn vorhanden fommerlichen Wasserführung noch 15 kubikmeter je Sefunde, in sei, werde er wieder eingestellt. diesem Jahrhundert aber ist er in den besonders trockenen Jahren 1904 und 1911 schon auf 8 Kubikmeter je Sefunde heruntergegangen, und jetzt stellt er sich auf nicht mehr als 11 kubikmeter je Sekunde. Aus dieser Berminderung der Wafferführung erklärt sich die Verschmuhung der Spree, diein den Sommermonaten so arg geworden ist, daß die Flußbadeanstalten ihren Betrieb einstellen mußten. Verhängnisvoll ist der Wassermangel auch den Waldungen um Berlin, die geradezu von dem Schicksal der Berkümmerung bedroht find. Die Regierung hat Abhilfemaßnahmen schon vor dem Kriege erwogen und in erster Linie an die Anlegung von Staubecken im Dberspreelauf gedacht, aber in den Kreisen der Berliner Stadtvermaltung hat dieser Vorschlag bisher nicht viel Gegenliebe gefunden. Jetzt bringt der Berliner Stadtbaurat Hahn einen anderen Plan, ber eine Auffüllung der Spree durch Ostseewasser porsicht. Das erscheint abenteuerlich, aber eine Denkschrift des Stadt: baurats Hahn weist die Ausführbarkeit nach. Das Zuschußwasser für Die Spree soll aus der für die Schiffahrt nicht mehr benutzten West= Dder bei hohen saaten entnommen werden, die von dort aus ohne nennenswertes Gefälle mit dem Stettiner Haff und badurch mit der Ostsee in Verbindung steht. Jede erforderliche Wassermenge sei dort verfügbar, meint Stadtbaurat Hahn, benn bei größerer Wasserentnahme fönne das geringe Spiegelgefälle sich umkehren und das Wasser aus dem unerschöpflichen Borrat des Haffs nach der Schöpfstelle zurückfließen. Zur Förderung des Waffers nach Berlin soll bei NiederFinom ein großes Pumpwerk angelegt werden, das aus der WestOder das Wasser in den„ ohenzollernfanal" pumpt. Durch ihn fließt das Wasser bis zur Staustufe des Kanals bei Lehnitz, und es fällt dort in die Havel, die mit dem Tegeler See in Verbindung steht. Aus diesem wird das Wasser durch ein Bumpwerk in den künftigen Nordkanal geleitet, der nördlich Don Berlin geplant ist. Er führt hinüber zur Spree oberhalb Berlins, und durch ihn fließt das Wasser bei Köpenic an der Wuhlemündung in die Spree hinein. Hier kann dann das ursprünglich der Oder und mittelbar der Ostsee entnommene Wasser zur Durchspülung der Spree im Gebiet Berlins spreeabmärts fließen. Die Kosten des ganzen Projektes werden auf 54 Mil= lionen Mart geschätzt, movon aber allein 50 Millionen auf den Mordkanal entfallen, den Berlin ohnedies zur Aufschließung des nördlichen Industriegebietes anlegen will und muß. Der alte Arbeiter. Durch Aussehen" um fein Einspruchsrecht gebracht. Der 62jährige Arbeiter K. war seit 20 Jahren in der Satinieranſtalt von Franz Grimm beschäftigt. Sein Fach muß er verstanden haben, denn sonst hätte ihn die Firma nicht so lange Theater, Lichtspiele usw. metropol- Theater Freitag, d. 26.10. Staats- Oper Unter d. Linden A.-V. 119 20 Uhr Wozzek Staats- Oper Am Pl.d. Republ. R.-S. 176 20 Uhr Freitag, d. 26.10. Städtische Oper Bismarckstr. Turnus I 20 Uhr Cavalleria rusticana Der Feuervogel Staatl. Schauspielh. Am Gendarmenmarkt A.-V. 185 20 Uhr Louis Luisa Miller Ferdinand Staatl. Schiller- Theater, Charltbg. 20 Uhr Ein besserer Herr. SCALA 8 Uhr B 5. Barbarossa 9256 Original Theremin- Trio, Musik aus der Luft, Powers Riesen- Tanz- Elefanten vom New York- Hippodrom und das große Varieté- Programm. Sonnabends u. Sonntags je 2 Vorstellungen 3.30 u. 8 Uhr. 3.30 zu ermäßigt. Preisen das ganze Programm. Großes Schauspielhaus 8 CASANOVA mit Michael Bohnen. Regie: Charell. Sonntag 3 U.: Nachmittags- Vorstell z. halb. Preis.( ungekürzte Vorstel!.) Theatera.Kottbusserfor Kottbusser Str.6 Tel.: Moritzpl. 16077 Täglich 8 Uhr, auch Sonntags nachm. 3 Uhr( ermäß. Preise) Elite Sänger mit 100 Silberne Hochzeit u. Lebensbild ,, Putti" einem toll. Schwank Volkspreise: 1.00 b. 200 M., Logen 2,50 Täglich 8 Uhr Friederife Musik von Franz Lehar Käthe Dorsch Richard Tauber 4 Hilde Börner Bespermann Arnstaedt Diegelmanu Dora Reg Limburg Raiser- Tig Die Kasse ist den ganzen Zag geöffnet. Telephon: Zentrum 378 u. 9393 Für 50 Pfennige 14 große Varieté- Attraktionen Heute abend 8 Uhr! Walhalla- Theater! Weinbergsweg 20 Monate vergingen. K. mußte fich mit der knappen Erwerbs lofenunterstützung behelfen. Eo oft er während dieser Zeit im Betriebe aufragte, erhielt er die Antwort, man habe noch keine Arbeit für ihn. Doch der Direktor und der Betriebsleiter versicherten immer aufs neue, er fönne auf seine Wiedereinstellung rechnen. Andere Arbeiter, die an Jahren und auch en Beschäftigungsdauer erheblich jünger waren wie K., waren fängst wieder in Arbeit und an K.'s Play hatte man einen Kollegen aus einer anderen Abteilung gestellt. Für K. selbst aber blieb das Fabriitor geschlossen. Nun merkte er, daß er dauernd zum alten Eisen ge= morfen war und fragte bei seiner Gewerkschaft, dem Buchbinderverband, an, was er tun solle. Der Verband ersuchte die Firma, megen der Entlassung K.'s mit einem Verbandsvertreter zu verhandeln. Die Firma schickte das Schreiben zurück mit der hoch mütigen Bemerkung, fie fönne erst an Verhandlungen denken, wenn der Berband sie nicht darum ersuche, sondern bitte. Der Verband sah sich nicht veranlaßt, dem Unternehmerdünfel entgegen zukommen. Es tam also zu einer Klage des Arbeiters R. beim Arbeitsgericht. Begründung, durch das„ Aussehen“ und das wiederholte Bersprechen Er forderte von der Firma 1306 M. Schadenersatz mit der auf Beiterbeschäftigung habe ihn die Firma abfichtlich hingehalten, damit die Einspruchsfrist gegen die Entlassung verstreiche und eine 71 Albrecht Thaer, Der Begründer der rationellen Landwirtschaft in Deutschland der am 26. Oktober 1828 in Möglin( Oder bruch) gestorben ist. Volksbühne Die Komödiel Bismarck 2414/7516 Theater am Bülowplatz 8 Ende 11 Uhr 8 Uhr U- Boot S.4 Theater am Schiffbauerdamm 8 Uhr Eltern und Kinder Komödie von Bernard Shaw Kleines Theater Die Drei- Groschen- Täglich 8 Uhr. Oper Max Adalbert in Thalia- Theater Der Dickkopf 8.Uhr: Schneider Wibbels Auferstehung Staatl. Schiller- Th. 8. Uhr Ein besserer Herr Staatsoper am Platz der Republik 8 Uhr Luisa Miller Deutsches Theater Norden 12 310 Vorverkauf auch im Pavillon d. Sandrock, Landa, Sterler, Sikla. HALLER- REVUE ,, Schön und schick" Th. im Admiralspalast Täglich 81 Uhr. Sonntag Vorstellungen 3 Uhr a. 6 Obr. Machmittags die ganze Varstellg. zu halben Preisen Saltanbara- Bühnen Dts. Künstler- Th. 8 Uhr: Reinhardtbühnen, Die Herzogin Kurfürstendamm, Ecke Uhlandstraße von Chicago Bismarck 448 u. 449. Oper. von Emmerich Kalman 8 Uhr, Ende gegen 11 KRONE Die Verbredier Europas größter Circus direkt am U- Bahnh. Flughafen Nur noch 5 Tage Unwiderruflich Dur noch bis 30. Oktober. Täglich 8 Uhr. Sonnabend u. Sonntag 2 Vorstellungen 3 und 8 Uhr. Nachmittags Kinder bis 12 Jahre haibe Preise. Circensische Spitzenleistungen in der ovalen Riesen- Rennbahn Nur Sitzplätze von 1 M. an. Vorverkauf: Wertheim, K. d. W., Warenhäuser Tietz, Circuskassen. Tierschau: 500 exotische Tiere. v. 10-7 U. geöffn. Fütterung 11 U. Schauspiel von FerdinandBruckner Lessing- Theater 81% Uhr Alb. Bassermann, Lucie Mannheim Klage aus§ 84 BRG. unmöglich gemacht werde. Hätte er recht zeitig Einspruch einlegen fönnen, dann wäre ihm vorausfichtlic ein Schadenersaz in der geforderten Höhe vom Gericht zugesproder morden. Nach eingehender Prüfung des Sachverhalts tam das Gericht z der auch von den beiden Beisigern ausgesprochenen Ansicht, daß die Fr Firma ohne Zweifel moralisch verpflichtet sei, den Kläger wieder einzustellen oder sich auf eine angemessene Entschädigung mit ihn zu vergleichen. Aber dagegen mehrte sich der Inhaber der Firm mit großer Entschiedenheit. Nachdem der Kläger zu seiner Gewert fchaft gegangen und durch diese das Gericht angerufen habe, se eine Einigung ausgeschlossen. Die Firma verlange ein Urteil, nachhe fönne sie immer noch über eine Wiederbeschäftigung des Klägers mi fich reden lassen. Das Urteil wurde gesprochen. Es lautete auf Abweisung der Klage, da bei der Entlassung des Klägers tatsächlich Arbeits mangel geherrscht habe, ein Anspruch aus dem Betriebsrätegese nicht erhoben werden könne und die Versprechungen auf Wieder einstellung nicht rechtsverbindlich seien. Das Geric gab nach der Urteilsverkündung der Erwartung Ausdruck, daß de Inhaber der Firma seine Versicherung, den Kläger bei Bedarf wiede einzustellen, in die Tat umsehen werde, um dadurch eine moralisch Pflicht zu erfüllen. Tarifabschluß der Gilberschmiede. Die im Metallarbeiterverband organisierten Berliner Silber schmiede beschäftigten sich in ihrer Versammlung am Mittwoch in Dresdener Garten mit dem Ergebnis ihrer legten Lohnbewegung die diesmal zu feinem befriedigenden Abschluß gebracht werde fonnte. Die Silberschmiede hatten beschlossen, eine generelle Lohn zulage von 15 Pf. pro Stunde zu fordern und diese Forderung da die Unternehmer nicht in einer Organisation zusammengeschloffer lassen. sind, in allen Betrieben durch die Betriebsräte unterbreiten 3 Die Berhandlungen vor dem Schlichtungsausschuß endeten mi einem Schiedsspruch, der ab 6. Oftober für die gelernten Facharbeiter eine Zulage von 6 Pf. je Stunde und für die übrige Arbeiter und Arbeiterinnen von 5 Pf., 3 Pf. und 2 Pf. vorfieht Die Afford preise werden um 4 Proz. erhöht. Als Mindeft löhne sieht der Schiedsspruch vor: für gelernte Facharbeiter 1,10 m angelernte Arbeiter 95 Pf., Hilfsarbeiter 80 Bf., Handpoliererinne 68 Bf., gelernte Arbeiterinnen 63 Pf., ungelernte Arbeiterinne 58 Pf. und Jugendliche von 14 bis 18 Jahren 32 bis 42 Pf. Da Lohnabkommen gilt bis zum 31. März 1929. Da die Abstimmun gen in den Betrieben nicht die statutarisch notwendige Streifmehr heit ergaben, galt der Schiedsspruch als angenommen. In einigen Betrieben ist es durch nachträgliche Verhandlunge gelungen, für die angelernten Arbeiter die gleiche Zulage zu er wirten, wie sie im Schiedsspruch für die Gelernten vorgesehen if Troß des unbefriedigenden Schiedsspruches hätte nach Anficht de Branchenkommission doch noch ein besserer Abschluß erfolgen fönnen menn nicht in einigen Betrieben taktische Fehler begangen worden wären, vor denen die Branchentommission gewarnt hatte. Wetterbericht der öffentlichen Wefferdienststelle Berlin und Um gegend.( Nachdr. verb.) Uebergang zu start moltigem Wetter mi Regen und niedrigeren Tagestemperaturen. Für Deutschland: In West- und Mitteldeutschland zahlreiche, im Südwesten ftarfe Regenfälle mit Abkühlung, im Osten Uebergang zu wolkigem Wetter Berantwortlich für die Redaktion: Eugen Brager, Berlin: Anzeigen: Th. Glod Berlin, Berlag: Bormärts Berlag G. m. b, S., Berlin. Drud: Bormärts Bud druderei und Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW 68, Lindenstraße Hierzu i Beilage. Berufskleidung für Jedermann in bewährten Qualitäten Richtige Formen- Billigste Preise Bäckerjacken. Bäckerhosen Kochjacken 4.00 2.75 3.75 2.50 8.50, 7.50 6.00 Kochhosen la. Qualität...... 8,50 Barnowsky- Bühnen Th. Königoratz. St. 81/4 Uhr, Ende 10, Th. am Schiffbauerdamm Ferr Lamberthier" Der rote General Täglich 8 Uhr Drama von Die Drei- Groschen- Louis Verneuil. Oper Paulsen, Valetti, Ander, Gerron, Schaufuß, Kühl, Lenja. Telephon: Norden 0141 0.281 Kammerspiele Norden 12310 81 U. Ende nach 10 Ehen werden im Sonntag, 28. 10. vorm. 11% Uhr Matinee Planetarium am Zoo Dr. Egon Friedell Variang. Joachimsthaler Straß Noll. 1578 16 Uhr: Der Sternhimmel im Herbst 18 Uhr: Erde und Weltenraum. 20 Uhr Himmel geschlossen! Der Einfluß d. Gestirne Komödie vonWalter Hasenclever Trianon- Th. Täglich 8, Uhr ( Volksglaube und Wissenschaft) Thalia- Theater Dresdener Str. 72-73 8 Uhr Komodiennau 7 Uhr Zum 1. Male: Die Perlenkomödie von Bruno Frank Stg. nachm. 31/, Uhr Mein Vater hat Recht gehabt Kleine Preise Theater in der Stadi Kommandantenstr. 57 Donh. 919. 84 Uhr Heute zum 500. Mal Henckels. Grodtczinski. Spiel im Schloß Renaissance- Theater Skandal um Olly Schneider Wibbels 8 Heute 8 Ton in des Töpfers Hand von Theodore Dreiser. Deutsch Erika Glässner. Heinz Seliner Sonntag 4 Uhr: Schneeweißchen und Rosenrot von Paul Eger. Regie: Gust. Hartung. Rundfunk hörer halbe Preise Auferstehung R ose- Theater Anekdote von Franz Molnar, Gr.Frankfurlar St.132 Regie Eugen Roberi 8 Uhr Aguas Esterhazy, Aitbar Schroder, Licho, Zesch- Jallot, Thiem, Roth D.Verschwender! r m L U E d I 1 de li fä Ti no ft d M 31 71 g n fi es 311 di 3: Kellnerjacken.. 8.00, 7.75 6.25 Konditorjacken.. 8.00, 7.75 6.25 de Malerjacken . 4.00 2.75 Malerhosen 3.75 2.50 fi Malerkittel.. 5.50, 4.25 Mechanikerkittel. 6.50 Staubmäntel für Damen, farbig 5.90, 4.90, 3.25 Staubmäntel für Damen, weiß. 7.90, 6.30, 3.90 Staubmäntel für Herren, farbig 8.75, 6.50, 4.90 Staubmantel für Herren, weiß, 10.50, 9.00, 7.50 Montör- Anzüge la. Qualität, 11.00, 10.00, 9.00 Berufskombinationen..... 11.50, 10.00 eineweber Berlin C.Köllnifcher Fifchmarkt 4-6 Winter Garten Tägi. 8 Uhr Internat. Varieté Sonnabend und Sonntag je 2 Vorstellungen 3.30 und 8 Ubr 3.30 kleine Preise Rauchen gestattet Komische Oper s James Klein- Revue: Tausend nackte Frauen!! Die große Revue der ,, Freien Liebe" Parkett nur 4,50 Mk. Reichshallen- Theater Sonnt. nchm.3 Theater am Noilendorfplatz Abends[ 8 Täglich 8 Uhr Schwarzwaldmädel! Operette in 3 Akten Sonnabend 24 Uhr Das neugierige Sternlein Sonntag 14 Uhr Die Steffiner Sänger Zum 76. Male: Traumbilder" v. Meysel Dazu das andere wunder volle Oktober- Programm Nadhim. halbe Preise. volles Progr Donhoft- Brett'1: Varieté, Tanz, Stimmung! Anfang Uhr. Sonntags 5 Uhr Fledermaus. 8Uhr CASINO- THEATER BU Th. in der Lutzowstr. Kurf. 9209. Tgl. 8, Sonnt. 4 U. Lothringer Straße 37. Neu! Neu! Stöpsel L. M. Lommel Dazu ein erstklassiger bunter Tell in: Runxendort auf Welle 0,5" Rundiunkhörer halbe Preise Sonnabend 4 Uhr Kindervorstellung Tintenteufelchen Sonntag 12: Matinee Mussolini Lustspielnaus Täglich 8 hr Für unsere Leser Gutschein für 1-4 Pers Fauteuil nur 1.15 M., Sessel 1.65 M Sonstige Preise Parkett u. Rang 0,80 M Theater des Westens Moskauer jüd. skad. Theater Letzte 5 Vorstellg 8 Uhr: Die Nacht auf dem alten Markt Arm wie eine Kirchenmaus . v. Thellman, J. Hiemann. R. Müller, Mattoni. Berisch. S n 1542 dht lich ben الله der hm ma ert fe her mi 11 its fes ber id de de fche ber in ng de hn ng Fer Beilage Freitag, 26. Oktober 1928. Zwischen Baren aren und Drawa im Tal der Der Abend Spalausgabe des Vorwärt oft Wochen dauernde Hatz auf den Bären, der schließlich doch erliegt. Es ist sehr schwer ihn zu finden, und der Jäger, der ihnt allein begegnet, ist erst von dem Augenblick an in Gefahr, wo er den Bären verwundet. Das gereizte und blutende Tier stürzt sich dann cuf den Mann und viele schwere Berlegungen sind dann das Ergebnis des ungleichen Kampfes. Man erzählt viel von diesen gefährlichen Jagden im Tale der Orava, und die Felle der erlegten Tiere sind nicht selten in den Häusern zu sehen. Wie lange es noch dauern wird, bis der letzte Bär auch hier verschwunden ist, ist schwer zu fagen. Eine Kontrolle darüber ist faum möglich, da es in den höchsten Gebieten noch immer genügend Bären gibt, die nie einem Menschen zu Gesicht kommen werden. In den erwähnten Fällen handelt es sich um abgesprengie Tiere. Und mit dem Bären bleibt auch die Stille und Abgeschlossenheit, d. er em T sel erm 21. R Jbr well. ers M 34 mi iten gen eht eft 202 nen ne ☑ Wo die Wiesen und Felder der polnisch- galizischen Tiefebene ren den mit Schönheit gesegneten Hängen der Karpathen gesäumt merden, beginnt wildes Land sich bergwärts zu entwideln. Wildes Land, das in Jahrhunderten schwer der Kultur erschlossen wurde, um dessen Boden ein fleißiger Bauernstamm mühselig ringt. Felsen, Eeine, Geröll, hin und wieder eingestreute knappe Dasen, die nur wenig Feldfrüchte tragen, mächtige Wälder, die aus den schneebedeckten Gipfeln in die Tiefe der Täler steigen. Es sind die von Nordost nach Südwest verlaufenden Täler der hohen und der kleinen Tatra. Bor Fremden, außerhalb der wenigen Touristenstraßen, fast shr völlig gemieden. Einige Bäder mit guten Feilquellen, die heute in der Tiefe der Berge versteckt, allerdings auch nur um ein tümmerliches Dasein fristen, wären als meitere Besonderheit noch zu erwähnen. Da gen cr ift Der hen Den Im mit no: rfe ter odt Budy se 3 Fernab vom Verkehr. Der Fremdenstrom zicht mit der Kaschau- Oderberger Bahn längs der tschechoslowakischen Grenze nach Norden oder Süden, ver liert sich im ungarischen Erzgebirge, oder wendet sich weiter füdlich nach der ungarischen Liefebene. Die Täler vom Kamm des Gebirges streben dieser Bahnlinie entgegen. Wo ein immittelbarer Anschluß nicht möglich ist, verfehren tleine Zweigbahnen bis in die Anfänge der Täler. Hier ist das Gebiet der Orana, eines Gebirgsflüßchens, das vom Kamm in die Tiefe stürzt, sich gewaltfam einen breiten Beg durch Felsgeröll bahnt, langsam zum Fluß wird und fich rofend dem Tiefland zu bewegt. Diese Drava mandert in die Wa a g, Nedar der Tschechoslowatei, die wieder von der Donau aufge= nommen wird. Was da oben in dem Bergiale der Drava vor sich geht, das harte Leben, das sich zwischen den Wäldern abspielt, ist für die europäische Deffentlichkeit nicht weiter interessant. Menschen, die in Einsamkeit geboren sind, leben und sterben in der Einsamkeit, ohne sich um die großen Fragen dieser Welt viel zu fümmern. Es find Slomaten, die nur dann ihr Heimatland verlassen, wenn es fie auch mit dem Kümmerlichsten nicht mehr ernähren fann. Berg menschen, Hirten, Bauern. Mit Holz in die Tiefe. Das Holz, das dieser Fels gebiert, fäumt in ungeheuren Wäldern, die somer zugänglich sind, die Kämme des Gebirgszuges. Um es rugbar verwerten zu können, muß es viele hundert Kilometer zurücklegen, und für diesen Weg bedient man sich des Flüßchens Drava. In den nördlichen Hängen werten die Stämme geschlagen und in die Tiefe, mie es gerade fommt, gerollt, gemorfen, geschleppt, wo fie an den Ufern der Orava zunächst Ruhe finden. Dann beginnt Me schwierige Arbeit des Behauens der Stämme und ihr Zusammen. fügen zu Flößen. Der Flößer steht im Dienst des Mannes, der die Stämme im Walde kaufte. Es ist seine Sache, sie dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden. Wie lange es dauert, hängt von dem Wasser selbst, von der Witterung und von der Geschicklichkeit des Flößers ab. Eines schönen Tages geht es auf die wilde Bergreife. Die Flöße dürfen nicht zu lang sein, da sie sonst die scharfen Kurven in natürlichen Bett des Flusses nicht passieren können. Sie müssen gut zusammengefügt sein, damit sie nicht bei einem unvorhergesehenen Hindernis im Wasser auseinanderspringen. Es ist ein immer währender Kampf mit dem Wasser und mit den Flößen. In Bind und Wetter steht der Mann am primitiven Baumsteuer, er muß jede Eigenart des Gefälles, jede Etromschnelle, jede Kurve auf das GeAm Steuer des Floßes. naueste tennen, um nicht schon nach der ersten Stunde zu scheitern. Das Scheitern ist hier etwas besonderes Schlimmes. Das Floß verstopft die scharfe Biegung des Flusses und ist, wenn nicht genügend Wasser vorhanden, weder vor noch rückwärts zu bringen. Tage lange Arbeit gehört dazu, um es wieder flott zu machen. So lange es das Licht erlaubt, wird der Weg auf dem Wasser fortgefeht. Mit der Dunkelheit wird das Floß dem Ufer zugesteuert und befestigt. Die beiden Leute, die es führen, schlafen ohne Dach und fach ,, in ihre Schafpelze gehüllt, bis der Morgen fie meder auf die Tour fchickt. Dieses Leben ist so unwahrscheinlich hart und entjagungsvoll, daß es nur von Menschen geführt werden kann, die nie etwas anderes gefan haben. In Wind und Wetter geboren, in Sturm und Regen aufgemachsen, die einzige Nahrung ist Brot und Spec. Dazu als Getränk das oft sehr lehmige Wasser des Flusses und Schnaps. Schnaps in solchen Mengen, daß es taum vorstellbar ist. Nach Tagen landet man dann am vorgesehenen Platz und andere Flößer führen das Holz den anderen Fluß, die Waag, entlang, und wieder andere übernehmen es auf der Donau. Bären auf der Flucht. Die Bären, die in diesem wilden Land gar nicht so selten auftreten, sind vertriebene Gefellen. Sie kommen aus den höchsten Gipfelgebieten der Karpathen, wo sie Nahrung und Unterkunft in Höhlen noch heute genügend finden. Die Touristen scheuchten sie cuf. Sobald sie es wagten, etwas tiefer zu steigen, um Nahrung zu fuchen, war es mit ihrer Ruhe vorbei. Der Tourist flüchtete wohl, wenn er das Tier kommen sah, das nicht im entferntesten dachte, ihn anzugreifen. Aber dem Bären selbst war diese menschliche Ge sellschaft in seinem Reich noch unsympathischer. Wenn sich im Sommer der Touristenstrom in gewissen Gegenden allzujehr verstärft hat, wandert der Bär aus. Er zieht meist durch das zer tlüftete Waldgebiet tiefer hinunter, wird aufgescheucht, und setzt seine Wanderung immer weiter fort. So tam er aud) hierher, jah die Flöße treiben, und auf den kleinen Bergmiesen die Schafe weiden, die irgendein fleines Gebirgsdorf für die gute Jahreszeit mit einem Hirte in die Höhe schickt. Da bleiben sie viele Monate, bis der Winter sie wieder in das Dorf zieht. Der Bär ist ausge= hungert, er findet in diesem Land, das seiner Heimat fern liegt, mur tnappe und unzureichende Nahrung. Sein Magen fnurrt, und nachts drängt er sich hungrig um die aufgescheuchte Ferde, um eines der Lämmer zu erreichen. Er macht fich nichts daraus, denn er liebt vor allem die Pflanzenkost, aber in der Not hat er sich daran gewöhnt, auch mit lebendem Getier vorlieb zu nehmen. Wenn mehrere dieser Opfer gefallen sind, werden die Jäger der ganzen Gegend zum Bärentreiben zusammengetrommelf. Es beginnt eine Der Bär sucht Nahrung. fernab von allen Lebensgeräuschen der großen Welt in den Tälern der Tatra. Die großen Wandlungen nach dem Kriege sind hier fast fpurios vorübergegangen. Einst war es ungarisches Land, jetzt ist es slowakisches. Am Leben der Bewohner hat sió) kaum etwas geändert. F. Ka. Wir verbreiten Flugblätter! Wie unterm Sozialistengesetz agitiert wurde. Werbewochen für die Partei sind durchaus nichts neues, wir Sozialisten merben schon so lange für die Partei, wie sie selbst besteht. Schwerer als jetzt war aber die Propaganda unter dem Schandgesch. Vereinszimmer tagte einer der bekannten„ Rauch klubs", unter denen sich zu damaliger Zeit oft genug die parteigenössischen Organi fationen versteckten. Es dauerte nicht gar zu lange und zwei der bekannten Gestalten erschienen in der Gastwirtschaft und verlangten von der allein anwesenden Genossin Zubeil einen Rognat. Dem sozialdemokratischen Wirt hatte eine fürsorgliche Polizeibehörde ten Ausschant von Schnaps und Lifören nicht gestattet, sondern ihm nur die Bierkonzession erteilt. Frau Zubeil war nicht blöde, fie ließ sich durch die Lockspitzeltätigkeit nicht verblüffen, bot vielmehr den Kriminalbeamten, denn um solde handelte es sich,„ Wein oter Sherry" an. Die Biedermänner gingen darauf ein und erhielten einen richtiggehenden zweistöckigen Kognat eingeschenkt. Ohne ein Wort zu sagen, tranten sie einen Schlud; dann ging einer in das Vereinszimmer und löste die angeblich nicht angemeldete Bersammlung des Rauch flubs" auf. Weder die Mitglieder des Rauchklubs noch die Wirtin ließen sich das widerspruchslos gefallen, denn tatsädlich handelte es sich um eine Schifane der Bolizei; Versammlungsleiter und Birtin waren im Besitz der poli zeilichen Anmeldung. Dieser llebergriff der untergeordneten Beamten stieß auf lebhaften Protest, der in seinem Recht befindliche Rauchflub ließ sich die Geschichte durchaus nicht widerspruchslos gefallen, um so mehr, als sich recht bald herausstellte, daß sich die Kriminalbeamten bei ihrem Reviervorsteher nicht erfundigt hatten, ob die Versammlung genehmigt war oder nicht. Ich erinnere mich noch gut einer Flugblattverbreitung, die mir im Südosten Berlins damals es mar Ausgang der 80er Jahre vornahmen und bei der mir, wie so ost, der Polizei wieder mal ein Echnippchen schlagen fonnten. Gerade das letztere war es ja, was uns unsere so schwere und gefahrvolle Arbeit eigentlich versüßte. Unser Vertrouensmann Emil Wiedemann hatte in seiner Woh mung in der Wendenstraße am Görlitzer Bahnhof die Aufbewahrung der Flugblattbündel übernommen. An allen möglichen Stellen der Wohnung hatte er Pakete und Paketden versteckt, um sie bei einer etwaigen Hausjuhung dem Zugriff der Polizei zu entziehen. Es mar abends gegen 10 Uhr, die Häuser wurden gerade geschlossen, als mir uns, fünf Mann hoch, bei Wiedemann einfanden. Bir durften damals nicht so mie heute mit unseren Flugblättern loje über dem Arm oder in Pateten auf die Straße. Wir hatten uns allerlei Gegenden des Körpers und des Anzugs ausgesucht, an denen mir sie unterbrachten. Oft genug tam es vor, daß dieser oder jener mit fraftgeschwellter Brust" die Wohnung verließ, dem anderen war das Ende des Rückens nach seinem Aufenthalt in der Wohnung etwas stärker geworden. Wieder ardere hatten sich von Mutter: in die unteren Partien der Jacken und Baletots Geheimtaschen einnähen lassen, in die man auch so 30 bis 40 Flugblätter versenken fonnte. So waren wir schließlich, ohne unter uns viel Aufhebens zu maden, fertig zum Transport geworden. Daß die Wiedemanniche Wohnung und wir selbst ständig unter polizeilicher Beobachtung standen, wußten mir längst; jedwede Borsicht wurde beobachtet und so schickten wir auch, ehe mir das Haus verließen, einen Spanner hinunter, der nachsehen mußte, ob die Luft rein mar. Es dauerte gar nicht lange und unser Beobachter fam wieder zurück und meldete uns, daß vor der Tür drei als Kriminalbeamte bejojort das Gefährliche der Situation und mit einem Griff faßte er fannte Männer sich postiert hatten. Sie hatten richtig wieder von irgend jemand Nachricht erhalten, daß eine Flugblattverbreitung im Gange war und so versuchten sie, uns mit unseren Flugblättern auf frischer Tat zu ertappen. Wir flettern über die Mauer. Aber das sollte ihnen nicht gelingen. Wiedemann hatte sich schon vorher für diesen Fall einen Schlachtplan zurechtgelegt. Der Hof des Hauses mar vom Nachbarhof durch eine gut mannshohe Mauer getrennt und so facelten wir nicht lange, sondern letterten unter Zuhilfenahme eines auf dem Hof stehenden Handwagens über diese Mauer, ließen uns auf dem Nahbarhof an der Teppich stange hinunter und verließen so die Wiedemannsche Wohnung nach der Wiener Straße zu. Für einen Hausschlüssel hatte Freund Wiedemann schon vorher gesorgt. Wie lange die Kriminalbeamten auf das Wiedererscheinen der Flugblattverbreiter gewartet haben, haben wir nie in Erfahrung bringen fönuen, aber so viel ist sicher, daß die Flugblätter gut und sicher an den rechten Mann gekommen sind. Ein anderes Mal besuchten wir eine fleine Gastwirtschaft in der Naunynstraße, die Fri 3ubeil, der nachmalige Reichstagsabgeordnete des Kreises Teltom- Boestom, betrieb. In dem Kleinen War es Kognak oder Sherry? Inzwischen war Fritz Zubeil auf dem Plan erschienen, er wurde mit wenigen Worten über das Vorgefallene informiert. Der eine der Kriminalbeamte glaubte nim wenigstens mit dem„ Sherry" den Wirt fangen zu fönnen. Sie haben uns ja hier Rognat eingeschenkt und nicht Sherry, wie Ihre Frau sagte," meinte der gute Mann. Die Sherryneigen standen noch auf dem Schanttisch. Frize erkannte beide Gläser, goß den restlichen Inhalt auf die Dielen und fragte die Herren Kriminalbeamten mit der Miene des beleidigten Geschäftsmannes, wie sie beweisen wollten, daß sie Rognat statt ,, Sherry" bekommen hätten. Alles Protestieren half nichts. Frau Zubeil hatte die Kognafflasche bereits versteckt und eine ähnlich aussehende Sherryflasche an deren Stelle gestellt. Fritz Zubeil schlug einen fürchterlichen Krach, sprach von Geschäftsschädigung, falschen Anzeigen usw. und forderte die Beamten auf, ihm soe fort zur Polizeireviermache zu folgen, meil er gegen fie vorgehen wolle. Tatsächlich blieb den beiden auch nichts weiter übrig, als mit Zubeil zusammen den Weg zur Wache anzutreten, von der Frize als Sieger heimkehrte. Der Revierbeamte hatte sich, wenn man es so nennen soll, noch dafür entschuldigt, daß die Beamten so übereifrig gehandelt hätten, denn die Anmeldung der Bersammlung und ihre Genehmigung lagen tatsächlich vor und von einem Bergehen gegen das Schnapsausschantverbot war sonst auf der Revierwache nichts befannt. Dem Reviervorsteher war es jedenfalls nicht möglich, nach dem Geruch, den die beiden Beamten ausströmten, zu entscheiden, ob es. Kognaf oder Sherry mar. Sie hatten offenbar schon andere Lokale inspiziert. Felix Hildebrandt. Ein Rennfahrer-Roman von Andre Reuze. Obersetz) von F. A. Angermayer Copyright byBOchergilde'' Cutenberg, Berlin (26. Fonsktzung.) „Warum gerade in sünfundoierzig Minuten und zwölf Se- künden?" erkundigte sich Mainguy. .La. dos ist die Verordnung, verehrter Herr Mainguy!... Kein Fahrer darf mehr Zeit für die Etappe brauchen als der Sieger, zuzüglich der Hälft«! Verstehen Sie?" Ms Mainguy seinen Kopf schüttelte, blätterte er in dem vor ihm liegenden Verzeichnis und sagt«: „Passen Sie»iwnai gut auf!... Hier ist Draganis Zeit!... Die 283 Kilometer der Etappe Toulon— Vizza fuhr der Sieger Dragoni genau in elf Stunden. 52 Minuten und 8 Sekunden. Die Hälft« dieser Zeit ist 5 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden. Zusammengezählt ergibt das also 17 Stunden, 48 Minuten, 12 Se- künden. Wenn diese Zeit abgelaufen ist, muß die Kontrolle g» schlössen werden!" Herr Grignasse hatte dies alles mit der größten Sekbstoerftänd- lichkeit heruntergeleiert, der arme Maler war ober diesem Wasser« sah an Zahlen nicht gewachsen und ließ sich die ganze Sache von Ziavenclle wiederholen. ,Ln der Rundfahrt ist es nicht ganz so schlimm," fuhr Grig- nasse wieder fort,.da brauchen wenigstens die Fümftelsekunden nicht«ingetragen zu werden, wie bei einem Fliegerrennen»der Bahnrekordfohren..." „Und trotzdem kann nicht jeder Ihren Posten ausfüllen!" „Das will ich meinen!" sagte Grignasse stolz.„Dazu gehört eine ganz spezielle Bcgobmig! Vor allem aber Ehrlichkeit und Aus- douer! Ein amtlicher Zeitnehmer muß unbestechlicher sein als der lieb« Katt!" „Sie haben ja schließlich die Verantwortung für das Gesamtergebnis." „Richtig!.., Sehen Sie, da mar einmat in Villacoublay ein Rennen..." „Dort kommt«in Nachzügler!" rief Raoenelle. Die Lichter der Terrasse beschienen die inüdschwantende Sil- houett» eines Fahrers. Er war vom Kopf bis zum Fuß mit«iner derartig«» Schmußkruste bedeckt, daß man sein Trikot mit der Nummer nicht erkennen konnte. Als er her«intrat, lehnte er das Rod an«inen Tisch und hob grüßend«i>«n Finger an die Schlafen. „Nummer 266. Bestazza Ottamo," oerkündete Herr Grignasse in wichtigem Ton.„Dreiundsechzigster der Etappe m 17 Stunden, 38 Minuten und 3 Sekunden!" „Mir., egal!" sagt« der Fahrer und ließ sich aus einen Stuhl fallen. „Dir ist's egal, so so! Na. aber du könntest dich doch wenigstens beim amtlichen Zeitnehmer entschuldigen, der deinetwegen viel später ins Bett kommt!" sagt« Herr Grignass«. Der Italiener niachte eine nichtssageirde Bewegung und oer. langte zu trinken. Er war offenlichtlich froh, di« Quälerei hinter sich zu haben. ..Bist du nicht der Südfrüchtehändler aus Toulon?" fragt« Raoenelle.„Du wolltest doch schon in der Nähe von Lorient die Karre hinschmeißen?" Die Augen des Fahrers blitzten: „Und doch Hab' ich ausgehalten, was?... Teufel, hatte ich «inen Beifall in Toulon, als ich durchs Ziel ging!... Jetzt Hab' ich die Nase voll.'.. Ich geb' auf!" Der Mann mit der grasgrünen Mütze, der bei den Masseuren stand, drehte sich um. „Du tust unrecht!" sagte er in einem so echten Provenzoler Dialekt, daß man wohl in der ganzen Umgebung vergeblich nach einem echteren gesucht haben würde.„Ich weiß nur da?«ne: ...wen» ich nochmals die Wahl hätte..." „Ach, das ist ja Pouilladoux!" Ravenelle und Mainguy hatten ihn von rückwärts nicht erkannt. Und sein Ausscheiden in Brest log schon so weit zurück und wurde inzwischen van so vielen anderen Eindrücken verdrängt, daß man ihn fast vergessen hatte. „Natürlich Hatto auch ich die Nase voll! Soll man vielleicht Lust haben, sich weiterzuquälen, wem, man in drei Etappen ganze 73 Franken verdient?... Wenn ich aber gewußt hätte, daß Lands- leute von mir in Marseille viertausend Frank«» gesammelt hotten, die si« mir als Ueberraschung bei der Ankunft geben wollten, hätte mich kein Teufel vom Rad gebracht!" „Aber Sie gaben doch wegen Sitzbeschwcrden aus?" fragte ihn Raoenelle. „Jawohl, ich kann ja jetzt noch nicht richtig sitzen!... Trotzdem aber hätte ich für die viertausend Franken das Rennen fortgesetzt, und wenn ich hin geworden wäre..." „Prost, Pouilladoux!" sagte Bestazza.„Ich geb' auf!" „Gerardot kann doch auch nicht mehr sitzen und gibt trotzdem nicht aus!" sagte Pouilladoux. „Meinetwegen! Ich aber geb' auf!" „Das Gesäß von dem armen Gerardot ist nur noch eine einzige Wuilde!" mischt« sich setzt der Masseur Myrtil in das Gespräch. „In Perpignan Hab' ich ihm zwei roh« Kalbsschnitzel in die Renn- Hose«ingenäht, und daraus jährt«r jetzt weiter! Der kann auch jag«», daß er die Schnitzel gut durchgebraten hat!" Dem Maler schien diese Sache so unwahrscheinlich, daß er an «inen Scherz glaub««. Doch der Masseur belehrte ihn eine» Besser«»: „Das ist vollste Wahrheil!... Gerardot ist Dreizehnter im Gesamtergebnis und liegt mit ungefähr zwei Stunden zurück." „1 Stunde, 42 Minuten und 6 Sekunden!" präzisierte Herr Grignasse. „Na. jedenfalls weit genug, um die Nase voll zu haben! Und trotzdem fährt er weiter, obwohl«r doch ganz aussichtslos im Rennen liegt! Tja. das ist eben groß« Klasse!" „Und Crouss«?... Der ist über und über bepflastert," sagt« Foureade.„Zwei Stunden habe ich gestern gebraucht, um das Pflast«? vom Bein herunterzutriegen! Als ich«s rasch abreißen wollt«, sagt« er:„Menschenskind. mach' langsam, sonst sang' ich zu jodeln an und wecke den armen Vorbist aus dem Schlaf auf!" Der Belgier ist nämlich sein Zimmergenosse." „Bei Gombardella ist es genau so!" sagte Myrtil.„Dem springen jeden Tag die Krusten wieder auf, und dann blutet er wie ein gestochener Büffel!" „Willst du dich nicht endlich einmal einschreiben?" fragte Grig, passe den Touristm.„Hast du vielleicht Lust aus«ine Strafe?" „Stvaf«»?.,. Die oeriauf ich selber!... Nicht fo viel wie Sie, aber trotzdem!" Er unterschrieb sich, Isert« sein Glas und»er- schwand. Nach ihm kam Distribue Amadee an, jener Einzelfahrer. der im hellsten Sonnenschein eine Gummipelerine anhatte. „Wieder nial Schwein gehobt, daß die Kontrolle noch nich zu ist!... Mensch. Hab' ich schon Angst gehabt!... Drei Reisenschädcn seit Menton und finster, daß man sich den Schädel einschlagen könitte!.., Macht aber nichts, wenn ich nur übermorgen srüh wieder mitfahren kann!" Ucberrascht blieb Distribue Aniodee, der eben gehen wollte, eine Sekunde stehen, grüßte mit der Hand und ging dann au- dem Lokal. „Entsetzlich!" sagte Mainguy.„Da ist«in Mensch, der stunden» . M. v H.. � � WWW�- f � W"';;'Sä? Hart am Hanöta des Abgrundes ging die Faiirt. lang allein durch stockdunkle Nacht rollt, urch was ha« er davon?... Ein einziger hier klatscht« ihm Beifall, ein einziger, nicht einmal zwei... und er scheint sich darüber gefreut zu haben..." „Ein tapferer Junge!" erwiderte Herr Grignasse.„Ich würde mich nicht mundern, wenn er es einmot zu etwas brächte!" Myrtil und Fourcod«, die ihre Parti« Schach beendet hotten, gähnten. Die letzten Gäste waren eben dabei, aufzubrechen. Der Zeitnehmer unterhielt den Maler mit lustigen Anekdoten ans seiner Laufbahn. Plötzlich stand er aus:„12 Uhr, 3 Minuten und 12 Se- künden! Meine Herren, die Kontrolle ist amtlich geschlossen!" Schon räumt« et seine Sachen zusammen, als ein Mann, der sein Rad am Sattel vor sich hcrschob, bleich und jämnierlich abgehetzt in her Tür erschien. „Zu spät!" sagte Herr Grignasse. „Heiliger Himmel!" stieß der Mann hervor.„Ich hob' doch bergab in der Turbie meine Kette gerissen!... Den größten Teil der Streck« Hab' ich zu Fuß geh» müssen!... Ich bin vollkommen tot!... Ich kann doch aber nichts dafür..." „Eine Minute sieben Sekunden.zu spät!" erwiderte ihm Grig- iwsse und zeigte aus das Jisferblatt seiner Uhr. „Ach. wegen dieser einen Minute!" sagte daraus Mainguy zu Grignasse. „Ick) muß Ei« sehr bitten. Herr Mainguy! Ich würde jedes Einmischen Ihrerseits als persönlich« Beleidigung betrachten..." Mit niederhängenden Armen stand der Einzelsahrer Corbaqu« unbeweglich da.-„Heiliger Himmel!" wiederholte er immer wieder. „Aber mach' dir nichts draus!" tröstete ihn Fourcade.„Du hättest ja doch nie im Leben Argevtero im End- spurt auf der Prinzenparkbahn m Paris abgesägt!" „Ist denn das... möglich?... Ich... bin... nicht mehr im... Rennen?" Und über sein Gesicht, das aussah, als hätte er schon im Grab« gelegen, kollerten dicke Tränen und gruben zwei schmutzige Furche». Ieanine halt« Chevillard in die Kontrolle noch Nizza einen langen Brief geschickt. Er wagt« kaum, das längliche blaue Kuvert mit der zierlichen Hand- jchrist zu öffnen. Schließlich ober machte er doch den Umschlag ganz vor- sichtig auf, roch an dem seinen Dust des Briefpapiers und las: „Mein lieber kleiner Jean! Wenn Sie diesen Brief erhalten, hoben Sie bereits eine neoe Etappe hinter sich, ui»d ich werde wieder etwas ruhiger sein, da ich dann weiß, daß Ihnen nicht- zugestoßen ist. Sie können sich nicht vorstellen, mit«elcher Ungeduld ich die Abendblätter mit den Resultaten der Etappen erwarte. Unser ganzer Modesalon ist aus dem Häuschen. Jede von uns hat ihre» besonderen Favoriten. Abends reißen wir im» die Blätter au» der Hand. Wenn ich dann lese:„Eine Spitzengruppe, von Chevillard in schnellstem Tempo geführt, zieht geschlossen durch die Stadt Arles", schlägt mein Herz wie toll! Waruni führt er bloß immer? frage ich mich dann Er gibt sich doch ganz aus und hat im Endspurt keine Kraft mehr. Mir wäre lieber, Sie würden jetzt weniger an der Spitze liegen, dafür aber in Paris als Sieger einziehen. Ach, lieber Jean, es wird«in herrlicher Tag sein.(Fortsetzung folgt.) WAS DER TAG BRINGT. iiiiiiiiiiiinminiittMriwiwimmsMiiiinmtiMinuUliuiiimniNmiluiwifiTmimtiiwtiiitiHiiinuiiimiiiHituiitiHiiiHiiiMiiiiHmtniiininifflMnimiviimiiimnimwiliiiiiiinnBin Was unsere Oroßstadt jungen interessiert. In einem interessanten„Beitrag zur Bestimmung der Inier- esseneinrichiung von Schülern aus Grund von Schülerfrogen" geht Dr. Hans Siebert auf Grund sine» eingehenden Zahlenmaterials der Frage nach der Interessenrichtung der Schüler nach Dabei hat er für Volksschüler festgestellt, daß bei Knaben da» größte Inter- esse für Erdkunde mit 23,9 Proz. vorliegt. Dann folgen Physik und Chemie mit 14,9 Proz., Naturbeschreibung mit 14,3, Deutsch 5,9, Rcl'gion 4,4, Geschichte 2,9, Rechnen und Mathematik 1,7. Turnen und Sport 1,1. Die Ergebnisse stimmen durchweg mit den Ergebnissen sür Schüler an höheren Schulen Lberein. Stenographische Ocrichtsprotokolle. Es ist ein« alle Forderung, daß Gerichtsverhandlungen steno- graphisch festgelegt werden sollen, damit die oberen Instanzen sich über den Gang des Prozesses und dessen Inhalt ein genaues Bild machen können. Welche Bedeutung unter Umständen solche steno- graphischen Protokolle erhalten, zeigte vor kurzem der Fall S l a t c r. Die Verteidigung hatte es gerügt, daß in der ersten Verhandlung bei der Beurteilung der Indizien Slaters Vorleben herangezogen worden sei. Da sämtliche Handlungen des Prozesses durch einen amtlichen Stenographen festgelegt worden waren, so konnte das Berufungsgericht sich davon überzeugen, daß tatsächlich in der Rechtsbelehrung des Richters Slaters Lebens- weife eine Rolle gespielt hatte. Der Münchener Kriminalist von Heutig, der auch an den Rochforschungen de? Falles Iakubowski regen Anteil genommen hat, stellt in Verbindung mit dem Fall Slater von neuem die Forderung aus, daß steno- graphische Protokolle bei besonder» wichtigen und lehrreichen Kriminalfällen geführt werden mögen. Mit Recht hebt er hervor, daß eine wörtlich« Festlegung der Verhandlung aus Wissenschaft» llchen und praktischen Gründen von größter Bedeutung wäre. Das Mädchen mit den drei Müttern. Ein gon; außergewöhnlicher Fall— daß ein Mädchen zum drittenmal„Tochter wird"— spielt in Budapest. Das Mäd- che» ist jetzt 22 Jahre oll. Als ihre Mutter im Jahre 1926 starb. eröffnete sie ihr, daß sie nicht ihre Mutter sei. Sie und ihr Mann hätten sie als kleines Kind adoptiert, ihre wirkliche Mutter Theresa Krometz habe si« in der Not weggegeben Das junge Mäd- che» suchte nun mit Hilse der Zeitungen ihre Mutter. Und siehe da: durch den ungarischen Konsul in Sao-Paulo erhielt sie Noch- richt, daß ihre Mutter dort wohn«. Der Mitteilung waren 200 Dollar zur Uebersahrt nach Brasilien beigelegt. Nach dem Tode der Mutter in Sao Paulo kehrt« das junge Mädchen nach Ungarn zurück. Und fetzt geschah da» Unerwartete: Aus der Tschechostowat-i meldet« sich eine zweite Theresa Krametz und erklärt« sich bereit, den Beweis zu führen, daß si« es gewesen sei, die vor 20 Jahren ihr uneheliches Töchterlein den reichen Leuten obgetteten hatte.— Armes junges Ding! Mag sein, daß si« diesmal ihre wahre Mutter gefunden hoben wird. Des reichen Erbes ihrer „Mutter" aus Sao-Paulo wird sie dann aber verlustig gehen. Das englische Gespensterschiff. Nach deutschem Vorbilde hat sich auch die britische Marine ein drahtlos gelenktes Ziels chifs erbaut, es ist da? alte Schlachtschisf ,.C e n t u r i o n". das eine Wnsieroerdrängiing von 23 000 Tonnen hat und somit das größte Zielschiff der Welt ist. Es folgt ollen drahtlosen Kommandos, die von dem Zerstörer„Shokarl" auf beliebige Entfernung gegeben werden können. Der„Centurion" ist mit Turbinen von insgesamt 27 000 PS. ausgerüstet und wie sein Schwcsterschisf„Zöhringen" unsinkbar. Der Bau dieses Ziel- schiffes, dos bei den letzten Morinemanooern der britischen Flotte verwendet wurde, hat fast 8 Millonen Mark gekostet. Delikater Schlangenbraten. Viele der uns so widerwärtigen Schlangen werden in gewissen Teilen Indiens, vor allein in Bengalen und Asiain, sehr gi ichätzt. Sie dienen victsoch»ichi mir als Haustier«, die sich durch die Vertilgung von allerlei Ungeziefer nützlich machen, sondern auch als gestbraten, die nur bei feierlichen Geiegenheilen. Hochzeiten und dergleichen, aus den Tisch koimnen. Die sür diesen Zweck bestimmten Tiere werden in einem mit einem Deckel oerichlosienen Kord gesperrt und etwa zwei- bis dreimal i» der Woche mit einem lebenden Kücken gefüttert. Man steck! da- unglückliche Tier zu der Schlange in den Korb, wo es seinem Schiesa! nicht ent- gehen kann und von dem Reptil alsbald gepackt und mit ficht- lichem Behagen verschlungen wird. Die Schlange braucht etwa 15 Minuten um den immerhin recht umfangreichen Bissen hinunter zu würgen. Wenn sie infolge Mangels an Bewegung und reich- licher Nahrungsaufnahme den Eingeborenen genügend gemästet er- scheint, wird sie bei passenber Gelegenheit regelrecht geschlachtet und als Fcstbralen zubereitet. Der Herr Bürgermeister brummt... Bürgermeister Bossy Gillis von N e w b u r y p o r t(Vereinigte Staaten) betrieb eine Tankstelle ohne die behördliche Genehmigung. Dafür erhielt er zwei Monate Gefängnis und 543 Dollar Geldstrafe. Da nun eine Stadt nicht ganz ohne Bürgermeister regiert werden kann, hat man dem Strökling die Benutzung des Telephons gestattet und ihm einige andere Erleichterungen gewährt. Die zwei Monate aber muß Gillis abbrummen, und er wird in dieser Zeit sein Amt vom Gesängais au» verjehevl [ L 2 I 3. Mehr Erziehungsarbeit! Ein Kapitel zur Werbewoche der Partei! Bir tönnen es ruhig eingestehen: Ein Teil der in der Arbeiter. portbewegung stehenden Jugend ist der revolutionären Phraseo. logie der Kommunisten erlegen. Das will an sich nicht eben vie! bedeuten, denn diese Jugend findet zum größten Teil den Weg zur ordentlichen Arbeiterbewegung bald zurück. Sie geht ja nicht aus innerer gefestigter Ueberzeugung zu den Kommunisten, sondern läuft nur der radikalen Phraseologie nach, ohne in ein organisatorisches Berhältnis zur KPD. zu kommen. Es ist in erster Linie die strupellose Frechheit der kommunistischen Politit, die der Jugend in einem gewissen Lebensalter imponiert und sie anzieht. Politik, als Rüpelei betrieben, wird auf Leute, die sich in den Rüpeljahren befinden, immer anziehend wirken. Es ist ein fast vergebliches Beginnen, diesen jungen Beuten mit Bernunftgründen zu fommen; mären sie diesen zugänglich, dann könnten sie ja nicht zu den Kommunisten halten. Das Bölk. den hat ja auch nicht die geringsten Kenntnisse von der Geschichte der Arbeiterbewegung; es fennt nicht einmal die Geschichte der Arbeiter sport bewegung. Daran ist gemiß zu einem Teil auch die Schule schuld, die an der für die fommende Generation doch ungemein wichtigen Geschichte der Arbeiterbewegung achtlos por übergeht. Bekäme die Jugend der Volksschule eine sachliche Belehrung darüber, dann würde es um das Wohl des neuen Staates mn der Zukunft beffer bestellt sein. In diesen Tagen des Gedenkens an das Sozialiffengejek müßte die gesamte Schuljugend mit jenem michtigen Abschnitt deutscher Geschichte und mit den Folgen Bismarckscher Innenpolitik bertraut gemacht werden. Es müßten die Fäden aufgezeigt wer den, die zur Politik des letzten Kaisers geführt haben und bis zum Sufammenbruch laufen. Daran anknüpfend müßte dann das Befen des neuen Staates der Jugend flar vor Augen gerückt werden. Für einen solchen Unterricht fehlt freilich jede Tradition, und es fehlen auch die Lehrer. Die letzteren stehen zum großen Teil der Arbeiterbewegung völlig verständnislos gegenüber, ein großer Teil fogar feindlich. Soweit staatsbürgerlicher Unterricht überhaupt erteilt wird, geschicht es in einer Form, die der ArbeiterHandball Spiele am 28. Oktober. Die Arbeiter Handballbewegung des 1. Kreises beginnt am Sonntag die ersten Serienspiele. In der 1. Gruppe spielen in Hennigsdorf um 15% Uhr Vorwärts- Hennigsdorf und Groß Berlin- Rosenthal. Rosenthal wird wohl die Punkte mit nach Hause nehmen. In Nomames, Priesterstraße, treffen sich Nomames und Luckenwalde. Hier hat der Blagverein die besseren Aussichten. Freie Sportvereinigung Schöneberg empfängt in Schöneberg, Dominicusplay. Groß- Berlin- Wedding; hier ist ohne jede Frage der Sieger der Gaftverein. In der 2. Gruppe fährt Tegel nach Dremiz und dürfte nicht viel Arbeit beim Sieg haben. In der Stadt des Kreistages, Brandenburg, stehen sich Brandenburg, 1. Abteilung, 1. Männer, und Groß- Berlin- Wedding, 2. Männer, gegenüber. Groß Berlin- Often fährt nach Eberswalde und Groß- Berlin- Norden 1 spielt gegen Moabit auf dem Platz an der Schönhauser Allee um 15 Uhr. In der 1. Gruppe spielen Potsdam und Wilmersdorf in Potsdam, Luftschiffbafen. Erfner hat um 13% Uhr Eintracht- Mahlsdorf als Gegner. Groß- Berlin- Nordring spielt in Bornstedt. Friesen Fürstenwalde I spielt gegen Groß- Berlin- Wedding III in Fürsten walde. In der 4. Gruppe spielt Groß- Berlin- Wedding IV gegen Grunewald- Eichkamp im Humboldthain um 15 Uhr. Rathenow hat um 15 Uhr Berlin- Oberspree als Gegner. Mahlsdorf II und GroßBerlin- Baumschulenweg I spielen um 10 Uhr in Mahlsdorf. Schöne berg II spielt um 13% Uhr gegen Groß- Berlin- Südosten. Bei den Frauen finden des Frauenfeites der FTGB. wegen mur menig Spiele statt. In der ersten Gruppe spielen Nowames gegen Tegel in Romames. Hier dürfte Nomawes den Sieg behalten, während bei dem Spiel Hennigsdorf gegen Groß- Berlin- Wedding I in Hennigs dorf Wedding den Sieger stellen wird. Diese Spiele beginnen um 14% Uhr. In der 2. Gruppe spielen Schöneberg gegen Moabit in Schöneberg, Dominicusplaß, und Groß- Berlin- Wedding II gegen Groß- Berlin- Rosenthal in Belten um 14,50 Uhr. Die Männerspiele beginnen um 15% Uhr. Von den Jugendmannschaften spielen Romames gegen Groß- Berlin- Wedding I um 10 Uhr, Brandenburg 1. Abteilung gegen Moabit und 2. Abteilung gegen Groß- Berlin- Südost um 14,20 Uhr in Brandenburg; Fürstenwalde I gegen Groß- Berlin Bedding II um 14,20 Uhr in Fürstenwalde und Kegin gegen GroßBerlin- Oftring um 15 Uhr in Kegin. In Gesellschafts [ pielen spielen Groß- Berlin- Bantow gegen Groß- BerlinNorden III um 10 Uhr in Bantow, Andreas- Hofer Platz. In Velten pielen Süden gegen Belten und Norden I gegen Nordring. Die Wasserballspiele Der Arbeiterschwimmer. N In der Gruppe B der Klasse B fand als erstes Spiel im Span bauer Hallenbab ein Treffen zwischen Neptun Weißensee und Freie Schwimmer Spandau statt. Beide Mannschaften beigten ein recht förperliches Spiel, fie müßten ihre Spieltechnik mehr berbolifommnen. Bis Halbzeit lag Spandau mit 1: 0 in Front, in der letzten Spielhälfte tonnte Spandau noch meitere 3 Tore einsenden, mährend Weißensee nur einen Treffer buchen fonnte. ReJultat 4: 1 für Spandau. Im Charlottenburger Bad spielten aus der D- Gruppe die II. Mannschaften von Freie Schwimmer Charlottenburg und Berliner Schwimm- union. Ein nerteiltes Spiel, das beiden Mannschaften in der ersten Spiel. eit je 4 Tore cinbrachte. Charlottenburg fonnte sich einen Vorsprung sichern, den sie auch bis zum Schluß ausnuten konnten. Refultat: 7: 6 für Charlottenburg. Im Neuköllner Stadtbad trafen fich die Jugendmannschaften der Gruppe B Freie Schwimmer Groß- Berlin Reufölln und Hellas 11. Die Neuköllner baren von Beginn an überlegen, ihre Technik und Ballsicherheit mar ausgeprägter als bei Hellas. Mit dem Resultat von 6: 0 für Reutöln trennten sich beide Mannschaften. Serienspiele im Lunapark. Am tommenden Sonntag, 28. Oftober, merden zum erstenmal efferballspiele im Bellenbad Lunapart- Halensee Durghhhrung gebracht. In der A- Klaffe steigt als erites Spiel bemegung in feiner Hinsicht gerecht wird. Damit schießt dieser Unterricht an dem Ziele vorbei, denn die Arbeiterschaft ist nun einmal der Fels, auf dem der Staat von morgen ruhen muß, wenn er Bestand haben soll Es gibt für den staatsbürgerlichen Unterricht feinen Gegenstand, der wichtiger wäre als Geschichte und Wesen der Arbeiterbewegung. Was die Schule versäumt hat, tann die Arbeiterschaft selbst nur zu einem Bruchteil nachholen, zumal es für sie so schwer ist, die schulentlassene Jugend zu erfassen. Aber manches kann doch noch gutgemacht werden, wenn alle vorhandenen Kräfte dazu angespannt werden. Gerade in diesen Tagen sollten wir unserer Jugend an Beispielen aus der Geschichte der Arbeiterbewegung klar zu machen fuchen: Seht einmal, diese Opfer mußten die Väter bringen, damit der alte Staat, der die kleinsten Regungen der Arbeiterschaft mit brutalen Gemaltmitteln unterdrückte, gestürzt werden konnte. Die Frei heiten, die ihr heute genießt, mußten mit ungeheuren Opfern erfauft werden. Nur diesen Opfern der Alten dankt ihr eure persönliche Freiheit und die Freiheit eurer Bewegung. Aber diese Opfer tonnten nur gebracht werten, meil eure Väter bejeelt waren von der großen heiligen Idee des Sozialismus und Der Demokratie. Ihr Leben hatten sie in den Dienst der ver= folgten Sozialdemokratischen Partei gestellt, einer Partei, die sich aufbaut auf dem Glauben an die Menschheit. Diese Partei hat den neuen Staat geschaffen, ist aber noch in der Minderheit und An euch, Jugend, liegt es, das Wert fortzusehen, euch gehört die fonnte den Staat noch nicht völlig nach ihren Wünschen gestalten. Butunit, wenn ihr den Idealen der Bäter treu bleibt. Wir würden mit solchen Worten gewiß vielen tauben Ohren predigen, aber bei manchem jinigen Sportgenossen doch auch milliges Gehör finden. Und das ist in der Erziehung immer so: nur wenige Samenförner fallen in fruchtbares Land! Treiben wir wieder mehr sozialistische Erziehungsarbeit in unserer Bewegung, wir arbeiten damit im besten Sinne zugleich für die Zukunft der Arbeitersportbewegung! Freiheit Berlin gegen den Bundesmeister Neptun- Weißensee. Die Freiheit- Mannschaft mird sich anstrengen müssen, um gegen den Bundesmeister ein günstiges Resultat herauszuholen. Das zweite Spiel wird die Berliner Schwimm- llnion gegen Hellas zusammenbringen. Union, eine gut eingespielte Mannschaft, wird einem Gegner, der sein Debut im Bunde gibt und äußerst spielstart ist, viel zu schaffen machen. In der B- Klasse Gruppe B stehen die Mannschaften von Faltensee und Neptun- Weißensee gegenüber. Falkensee dürfte der Sieger sein. Als letztes Spiel treten die Mannschaften non Charlottenburg und Berlin XII gegenüber. Beides gut eingespielte Mannschaften, werden sie sich ein beachtliches Spiel bieten. Die Frauen zeigen ein Pushballspiel, das bisher überall gute Aufnahme fand. Der Eintritt zur Veranstaltung kostet 50 Pf. 3mischen den Spielen wird eine Pause eingelegt, in der sich alle Besucher den ,, Meereswellen" anvertrauen können. Was der Sport bringt. Ein falscher, Hindenburg" läufer. In den Münchener Neueste Nachrichten" ist folgendes zu lesen: Kürzlich marschierte ein Mann durch München, der sich den tönenden Namen Hindenburgläufer gab. Abgesandte dieses Franz Dziadek erschienen auch auf unserer Sportredaktion. Später erfuhren wir, daß dieser Sportsmann" unter Hinterlassung einer nicht unbeträchtlichen Hotelrechnung das gastliche München wieder verlassen hatte. Wie wir nun außerdem heute vom Bureau des Reichspräsidenten in Berlin erfahren, hat Dziadek überhaupt teine Ermächtigung vom Reichs präsidenten, sich Hindenburgläufer zu nennen. Hoffentlich ist der Mann gehörig gefeiert worden, so daß er beim Verlassen des Hotels nicht zu schnell laufen mußte! Sein Berliner Sechslagerennen. Die Absicht, in der Zeit vom 14.- 20. November im Sportpalast ein Sechstagerennen zu veranstalten, läßt sich aus technischen Gründen nicht verwirt lichen, dagegen steht eine ungefähr zwei Monate lange Radrenniaison bevor. Ein Konsortium hat vom Zwangsverwalter den Berliner Sportpalast bis zum 27. Dezember gepachtet. Während dieser Zeit werden zahlreiche sportliche Veranstaltungen, wie Bog kämpfe, Hallenfeste, besonders aber Radrennen stattfinden. ersten Radrennen finden am 4. November statt, weitere Renntage find der 11., 17., 25. November, 2. Dezember( Sechsstundenrennen), 8.- 9. Dezember( 25- Stunden- Rennen) sowie 26. Dezember. Die. Zweimal vertagt, nun doch Rütt! Am kommenden Sonntag 15 Uhr findet mun doch noch ein Mannschaftsremmen statt und zwar geht das Rennen über 75 Kilometer mit 15 Wertungsspurts. Am Rennen selbst werden 12 gute Mannschaften teilnehmen, darunter die beiden Berliner Ehmer- Kroschel. Ferner starten noch BehrendDobe, Koch- Longardt und Kühl- Mühlbach. Außer dem 10- Meilens Rennen findet noch ein Verfolgungsrennen der Straßenfahrer Nickel, Buje, Dahms gegen den Zeitungsmeister Georg Schüße, Weyer und Richard Feder statt. Ein Hauptfahren mit drei Vorläufen, ein Hoffnungslauf sowie ein Endlauf vervollständigen das Programm. Zusammenschluß Industrie- Sport. Die vor längerer Zeit erfolgte Umstellung des Automobilklub von Deutsch= land als Reichsorganisation durch Aufnahme sämtlicher Kartell klubs sowie des Deutschen Motorradfahrer- Verbandes erfährt jetzt eine weitere Ausdehnung durch den Beitritt des Reichsver= bandes der Automobil Industrie in den Automobilschichtlichen Entwicklung Rechnung tragend, das alte and freundflub von Deutschland. Damit haben beide Verbände, ihrer geschaftlicher Beziehungen im Interesse der deutschen Wirtschaft, des Verkehrs und des Motorsports noch enger geknüpft jagt man in einer Korrespondenzmeldung, man kann aber auch sagen: Zu sammenschluß von Geschäft und Sport!. Kursus im Schneeschuhlaufen. Zur Förderung des Wintersports veranstaltet das Bezirksamt Köpenick auch in diesem Jahre einen Sti Irodenturjus, und zwar in der Turnhalle Glienicker Straße, Berlin- Köpenid. Die Teilnehmergebühr für den ganzen Kursus, in dem auch im Bedarfsfalle lebungsschmeeschuhe zur Verfügung gestellt werden können, beträgt 4 Mart für Erwachsene und 2 Mart für Jugendliche. Als Abschluß sind Uebungen im Gelände und um Neujahr 1929 eine Kursus nimmt das Bezirks- Jugendamt Köpenick, Rathaus, Zimlebungsfahrt ins Riesengebirge vorgesehen. Anmeldungen zum mer 27, bis zum 27. Oktober d. I. entgegen. Fußball in Pankow. Auch in Pankom besteht jetzt für Sportler, die sich dem ArbeiterTurn- und Sportbund anschließen wollen, Gelegenheit zur Aus übung des Fußballsports. Der Bezirk Pankom der Freien Turnerschaft Groß- Berlin vollzog am vergangenen Mittwoch die Sonntag, 28. Ottober 10 Uhr, auf dem Karower Platz statt, wa Gründung einer Fußballabteilung; das Training findet Interessenten Auskunft erhalten. Anmeldungen tönnen an Tize, Bankow, Westerlandstr. 14, und Böttcher, Pankow, Florastr. 45, außerdem Freitags von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle der Mittelschule, Eingang Görschstraße, abgegeben werden. Freie Turnerschaft Groß- Berlin, Bezirk Baumschulenweg. Gründungsversammlung, Sonnabend, 27. Oktober, 20 Uhr, bei Borgmann, Kiefholz Ecke Baumschulenstraße. Vollzähliges Erscheinen aller interessierten Parteigenossen und Arbeitersportler unbedingt erforderlich. Werfährt mit& Fahren Natunde Weihnachtsreisen in die Böhmische Schweiz, das Riesen- und fergebirge, vom 23. bis 26. Dezember und fergebirge bis 30. Dezember werden vom Touristenverein„ Die Naturfreunde"( Reisebureau) veranstaltet. Prospekte erscheinen in den nächsten Tagen und werden auf Wunsch zugesandt. Anfragen an das Reisebureau, Naturfreunde, N. 24, Johannisstraße 14/15, täglich von 18-20 Uhr, außer Sonnabend. Am Sonntag, 18. November, veranstaltet das Reisebureau des Touristenvereins„ Die Naturfreunde" eine Gesellschaftsfahrt nach Wittenberg( Elbe). Näheres wird noch bekanntgegeben. Bundestreue Vereine teilen mit: Touristenverein" Die Naturfreunde", Zentrale Wien. Abt. Charlottenburg: Freitag, 26. Ottober, 20 Uhr, Eprecsir. 30. Fortrag: Tas Mädel in der Bewegung". Abt. Südost: Freitag, 26. Ottober, 20 Uhr, Brizer Str. 27, Fortrag. Abt. Treptow: Freitag, 26, Oftover, 20 Uhr, elser str. 3. Vortrag: „ Aus der Borzeit der Mark". Abt. Rentölln: Freitag, 26. Oftober, 20 Uhr, Lichtbildervortrag, Canner. Ede Böhmische Straße. Mallust- Gemeinschaft: Freitag, 26, Oktober, 20 Uhr, Johannisstr. 15, anieitung Baume zu malen. Photogemeinschaft: Montag, 29. Oftober, 20 lihr, Ebertnjtr. 12, Aufnahmen bet tünstlichem Licht( Apparate mitbringen). Abt. Briz: Montag, 29. Otiober, 20 Uhr, Chausseestr. 48, Liederabend. Freie Kanu- Union Groß- Berlin. Sigung der Handballabteilung, 31. Oktober, 20% Uhr, bei Wolter, Rungestr. 17. Wanderung: 28. Oktober. Sm Lödnigtal nach dem Marjee, Treffpunkt 7 Uhr Zahnhof Etralau- summelsouts, Bahnsteig E. Schwimmabende: Jeden Tonnerstag 20 Uhr Sallenbad Lichtenberg, Subertusstraße, und jeden Freitag 19 Uhr im Hallenbad Gerichtstraße. Mitgliederversammlung: Gruppe Segel, 1. November, 20 Uhr, bei Grunewald, Kameruner Straße Ede Guincastraße. Gäfte zu allen Beranstaltungen willtommen. Anschriften: Kurt Schünemann, Berlin- Briz, Parchinter Alice 44. Rudernercin Vorwäris", E. B., Oberschöneweide, Wilhelmstrand. Eonntag, 4. November, 17 Uhr, Monatsveriammlung mit anschließendem Vortrag. Ruder Verein Collegia, E. B. Connabend. 27. Oktober, beginnt im Boots. haus des Ruder- Vereins Vorwärts", das Kastenrudern, von 20-22 Uhr. Neit eintretenden Mitgliedern ist dadurch Gelegenheit gegeben, sich schon im Winter auszubilden. Sonntag, 28. Oftober, 1. Abt. 13 Uhr: Eacrow Start: Billowstr. 33. 2. Abt. Arbeiter- Nad- und Kraftfahrerbund Solidarität“, Ortsgruppe Berlin... 8 Uhr. Ueber Summt nach der Elfenquelle an der Briefe. 13 Uhr: Waid. mannslust, Schweizergarten. Start: Dieffenbachstr. 56 bei Rohde. Ortsgruppe Charlottenburg. 13 Uhr: Siel wird am Etart bekanntgegeben. Etart: Galvani traße 13, Birnbaum. Ortsgruppe Berlin- Heinersdorf. Connabend, 27. Oktober, Schönerlinde. Treffpunkt: Bahnhof Buch. Sonntag, 28, Oftober, Schlußfahrt. Fahrt ins Blaue. Start: 13 Uhr, Bereinslokal Raiser- Wilhelm- Straße 12. Gäste willkommen. Anschließend ab 18 Uhr gemütliches Beisammensein im Ber cinslokal. Ortsgruppe Friedrid sfelde. Eonntag, 28. Oktober, 10 Uhr, Uebungs stunde im Gesellschaftshaus, Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 38. Montag, 20. Ot. lober, 20 Uhr, Borstandssigung bei Klose, Lichtenberg, Eitel str. 54. Die Flaggenweihe bei der Freien Kanu- Union. Vorsitzender Schünemann hält die Festrede. FUNK FUNDAM ABEND Freitag, 26. Oktober. Berlin. 16.00 Heinz, Stroh: ,, Vom Kleistpreis." 1.: Wie der Kleistpreis entstand. 16.30 Schubert- Lieder. 3. Nacht und Träume. 5. Nähe des Geliebten.( Willy Schmidt, 1. Im Abendrot. 2. Die Liebe hat gelogen. 4. Du liebst mich nicht. Tenor. Am Flügel: Oscar Wappenschmitt.) Anschließend: Unterhaltungsmusik der Kapelle Emil Roósz. 18.30 Fremdsprachliche Vorträge: Französisch. O. Cofson, professeur de français: ,, D'une langue a l'autre"( II). 19.00 Dr. Herbert Heyde: Vortragsreihe ,, Der Weltverkehr und seine Mittel." IV.: Der Seeverkehr. 19.30 Hans- Bredow- Schule, Betriebswirtschaftslehre. Staatssekretär z. D. Prof. Dr. Julins Hirsch: ,, Nene Entwicklungstendenzen in Wirtschaft und Gesellschaft( III). 20.00 Frank Wedekind( Aus dem Nachlaß). 1. Einleitende Worte: Artur Kahane. 2. a) Meiner Mutter; b) An wen?; c) Der erste Schritt; d) Liebesklänge; e) Der andere; i) Tingeltangel; g) Rückblick.( Gelesen von Tilly Wedekind.) 20,30 Internationaler Programmaustausch. Uebertragung von der Polskie Radio, Warszawa( Warschau): Orchester- Konzert.. Dirigent: Emil Mlynarski. Solistin: Irena Dubiška, Violine. 1. Paul Kletzki: Sinfonietta für Streichorchester, op. 7.. 2. Karl Sczymanowski: Konzert für Violine und Orchester. 3. Mieczyslaw Karlowicz: Stanislaw und Anna Oswiecimow, sinfonische Dichtung. 4. Tadeusz Jarecki: Chimera, safonische Dichtanz.( Philharmonische Orchester.) Königswusterhausen. 16.00 Dr. O. Lange: Werkstoffkunde für die Schule. 16.30 Dr. Joh. Günther: Einführung in das Verständnis des Dramas( IV Arbeitsgemeinschaft. Anschließend Schall 17.00 Uebertragung des Nachmittagskonzerts Leipzig. plattenkonzert. 18.00 Landgerichtsdirektor Dr. Lehmann: Brennende Rechtsfragen: Richter und Dichter 18.30 Stud.- Rat Friebel, Lektor Mann: Englisch für Fortgeschrittene. 18.55 Min.- Rat Horstmann: Werkmeisterlehrgang für Facharbeiter: Mechani und Festigkeitslehre. 20.00 Dr. Karl Würzburger: Deutschland heute( Bücherstunde). 20.30 Staatsminister Dr. Schmidt: Volk und Justiz. Anschließend: Uebertragung von Berlin. 22.30 Uebertragung von München. 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Don Juan, der große Liebhat c Der Schrecken der Posträube mit Tom Mix Stg. 3 U: Jugendvorstlig. T. Mix us BEESSERN