Morgenausgabe Nr. 511.mn< a«> gf> 4S.Iahrgang Gonniag 28. Oktober 1928 Groß-Serlin 15 Pf. Auswärts 20 Pf. Wöchentlich 85 Pf.* monatlich 8,60 9t Im voraus zahlbar. Postbezug 4.32 M. einschl. Bestellgeld. Auslandsabonne- ment 6.-- M. pro Monat. Die e i a f p a l t t g> Ronp-ireillezeS« 40 Pfennig. Reklamezeile 5.— Reichs» mark.„5Ueine Anzeigen� das iettge» druckte Wort?S Pfennig(zulässig zwe� »ett�ehruckte Worte), jedes weitere Wort >2 Pfennig. Stellengesuche das erste Wort 15 Pfennig, jedes weitere Wort lü Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Zeile 60 Pfennig. FamMenanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anz-igon. annähme im Hauptgeschäft Linden» üraße 2. wochentägl. von 8Vz bis 17 Uhr, D«r.Vorwärts� erschei««ochentäg» lich zweimal. Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„Der Abend". Illustrierte Beilagen.Volt und Zeit" und.Kinderfreund". Ferner „Unterhaltung und Wisien",„Frauen» stimme".„Technik".„Blick in die BüchenveU" und„Iugeud-Vorwärts" Nevliner Voltsblatt Jentralovsan der Sozialdemokratischen Vavtei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstraße 3 Fernsprech«?? Dönhoff 292—297. Telegramni-Ädr.: Sozialdemokrat Berlin Postfcheikkonto: Berlin S7LSS.— Bankkomo: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. SS. Dlikonio-Gefellschast, Deposttenkaffe Lindenftr. S Vorwärts-Verlag G.m.b.H Eine Woche lang hat die Partei Werbearbeit geleistet. In treuer Aufopferung haben viele zehntausend Parteimitglieder ihre kärglich- Freizeit geopfert, um den Gleichgültigen und �bfeitsstehenden klarzumachen, daß unsere Sache ihre Sache. unser Kampf i h r Kampf, unser Sieg i h r Sieg ist. Der heutige Sonntag soll die Erfolge der Woche krönen. Er bildet das Ende der Werbewoche, aber nicht das Ende unserer Werbetätigkeit. Denn was wir in der Werbewoche getan haben, ist ja nichts Wesensanderes und Fremdes, sondern nur in verstärktem Maße das gleiche, was ein über- zeugter Sozialdemokrat das ganze Jahr über tut: für die �achz des Proletariats zu arbeiten. Sachliche Arbeit und Agitation sind für den Sozialdemo- kroten keine getrennten Dinge. Ohne Aufklärung der Massen ist die Sozialdemokratie nicht imstande, erfolgreiche Tätig- k-it für die Arbeiterschaft zu leisten. Aber umgekehrt wäre auch ohne die erfolgreiche Tätigkeit langer Jahrzehnte die eifrigste Agitation fruchtlos. Unsere Werbetätigkeit geht nicht darauf aus, den Massen �rillantfeuerwerk vorzumachen. Sensationelle Reklametricks "lägen dem und jenem imponieren, aber ebensowenig, wie "n geschäftlichen Leben verdorbene Waren durch Sensations- Reklame umgesetzt werden können, lassen sich falsch« politische Ansichten durch gesteigerte Agitation erfolgreich durchsetzen. Dafür ist der klägliche Ausgangs des kommunistischen Volksbegehrens ein untrüglicher Beweis gewesen. An markt- Ichreierischer Reklame, an Aufpuloerung aller Instinkte haben die Moskaujünger wahrlich nicht fehlen lassen. Bis zur Groteske hat sich die kommunistische Sensationsmacherei ge- tigert, bis zu W i l d w e st k u n st stü cke n und Karl �ay'schen Abenteuern. Was hat diese Reklame genützt? Drei �age lang sind die„Helden" Stadtgespräch gewesen, und �otzdem... Trotzdem war der blamabelste Mißerfolg, die kläglichste Pleite das Endergebnis. Wohl hat der Eensationsstreich bewirkt, daß das Publi- stim— je nach Veranlagung— darüber gespottet, gelacht oder sich entrüstet hat. Aber kaum einen Wähler hat der Reklame-Knalleffekt über die Heuchelei der ganzen Ber- anstallung hinweggetäuscht, kaum einem vergessen lassen, daß die kommunistischen Friedensschwärmer für Rußland begeisterte Anhänger von Panzerkreuzern, Giftgas und Frauen- und Kinderbewaffnung sind. Gewiß, ohne Propagandatätigkeit setzt sich im heutigen Leben auch das Gute, ja selbst das Beste nicht durch. Deshalb treiben auch wir Sozialdemokraten Propaganda für unsere Sache. Aber unsere Werbetätigkeit fußt auf unserer Leistung. Rur Unwissenheit oder Berranntheit kann ernst- Haft diese Leistung leugnen. Jeder Vergleich zwischen dem Proletariat von 1928 und dem Proletariat, das L a s s a l l e, Bebel und Wilhelm Liebknecht bei der Gründung der Sozialdemokratie vorfanden, lehrt den Erfolg, zeigt den Fortschritt. Dabei meinen wir nicht allein die materielle Lage, nicht allein die ungeheure Zunahme politischer Rechte und politischer Macht. Nein, die ganze geistige Einstellung, das Streben, die Fähigkeiten, die Kenntnisse, der Stolz und das Selbstbewußtsein der Arbeiterschaft,— sie haben sich gehoben, sind zu stolzer Höhe gewachsen unter dem veredelnden Einfluß einer imposanten und geschlossenen Massenbewegung. Die Arbeiter sind andere geworden durch die erzieherische Arbeit der Sozialdemokratie. Wenn man uns fragt: wo liegen eure Erfolge?— so können wir auf eine Arbeiterschaft verweisen, die sich aus der geistigen Abhängigkeit von den herrschenden Klassen gelöst hat, die sich einen großen Teil ihrer Kulturbedürfnisse wie ihrer materiellen Bedürfnisse, die sich ihr Brot wie ihr Theater selber schafft. Längst vollzieht sich der Aufstieg der Arbeiterklasse nicht mehr auf einem einzelnen Gebiet, in der Polstik allein: die Arbeiterbewegung hat ebensoviel Kampf- Plätze wie es Betätigungsfelder des geistigen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens überhaupt gibt. Sie ringt um die Recht« der Arbettenden im Reich, in den Ländern, in den Verbänden der kommunalen Selbstverwaltung. Sie vertritt die Arbeiter- J schaft in den mannigfaltigen Zweigen der sozialen Selbst- und Staatshilfe. Sie bringt sozialen Geist in Spruch- und Schlich- tungskammern, in Arbeitsgerichte, in die Organe der sozialen Versicherung, der Kriegsopferfürsorge und unzähliges mehr. Sie kämpft in Gewerkschaften für die Interessen der Arbeit- nehmer, in Genossenschaften für die Interessen der Per- braucher, sie schafft in ihrer Eigenproduktion vorbildliche Be- triebsstätten, im genossenschaftlichen Wohnungsbau menschen- würdige Behausungen. Sie strebt durch Aufbauschule und Begabtenaufstieg nach Bildungsmöglichkeit auch für den Un- bemittelten, sie baut den kunsthungrigen Massen Theater und Ausstellungen. Die stolze Devise hanseatischer Kaufleute:„Mein Feld— die Welt" kann die sozialdemokratische Arbeiterbewegung mit weit größerem Recht für sich in Anspruch nehmen. Es gibt kein Gebiet menschlicher Betätigung mehr, das ihr Einfluß nicht zu durchdringen und zu erobern beginnt. Rüde Schimpfereien und Verrätergeschrei hysterischer Fanatiker vermögen die Masse nicht in dem Gefühl vom Werden und Wachsen dieser großen Umschichtung zu er- schüttern. Hier liegt unsere Stärke, hier unsere Unbesiegbar- keit. Die Tatsache, daß das große Aufsteigen des Proletariats unter Führung der Sozialdemokratie sich täglich und stund- lich vor aller Augen vollzieht, bewahrt der Sozialdemokratie das Vertrauen der Massen. Wenn wir werben wollen— wir brauchen letzten Endes nur jeder mitzuarbeiten, an unserem Platz der Entwicklung ein Stück weiter zu helfen. Deswegen kann unsere Werbearbeit nicht mit dem Ab- lauf einer Woche enden. Denn unsere Werbearbeit ist das tägliche Schaffen und Bauen, das Denken und Sichabmühen mit dem Leitstern:„Zum Wohle des arbeitenden Volkes." Diese Arbeit kennt keine Unterbrechung und kein Ende. Das Ziel der Werb-woche aber war und ist: zu den Scharen Mit- kämpfender und Mitarbeitender neue Scharen zu gewinnen, um dann— mit diesen vereint— weiter zu kämpfen und weiter zu werben. Neue Beamte im neuen Staat. Die llmwandtung im Vefdea. Die deutsche A« publik kann demnächst aus einen zecha jährig«« Bestand zurückblicken. Ihr Weg war nicht immer gradlinig, führt« nicht wimer noch oben und entsprach nicht immer unseren Wünschen Aber die Sozialdemokratie ist in jedem Stadium der Entwicklung bemüht gewesen, aufbauend und ausgestaltend zu wirke«. Unser Kamps um den Staat mußte sich vielfach auch gegen eine kouscroatio« und reaktionär gesinnte Beamtenfchosl rrchte«, die nicht erkennen wollte, daß wir JÖ18«ine staaispolitischc Umstellung«rfohreu haben. Aber es geht auch hier vorwärts. In der Republikaniiierung der Verwaltung ist es vorwärts gegangen. Da» Hot mit erfreulicher Deutlichkeit i» diesen Tagen auch die Bundestagung des Deutschen Beamtenbundes gezeigt. Im Zeichen von Schworz-Rot-Gold haben dort bekannte Führer unserer Partei ihre Auffassung über da» Beruf«- bomntenwm und di« heutige Beamtenschaft zum Ausdruck gebracht. Im Mittelpunkt der Beratungen stand eine große öffentliche Kund- gebung, in der Genosse Dr. David den Aufgabenkreis und die besonderen Pflichten des Beamten im Bolksstaoate aus- zeigt«. Dvotd leitet« aus seiner eingehenden Kenntnis des kaiser- lichen Ovngteitsstaotes(ein Urteil über den Werr einer zuverlässigen Beamtenschaft und untersuchte mit größter Sachkunde das Problem des Berufsbeamtentums. Nachdem er die Gegensätze zwischen den Aufsassungen im früheren Bundesstaat der Fürsten und denen des heuUgen Lolksstaates dargelegt hatte, kenn- zchchnet« er diesen Unterschied auf Grund des Inhalts der früheren Verfassung und der neuen Verfassung von Weimar, wobei er be- iorcher, die grundlegend« Leränderung de- ganzen Verhältnisses der llieichsregierung zürn Reichstag« würdigte.„Ein höhere, Kultur- iöoal ist es, das unserem Volke mit der Wejmarer Berfassiing auf- gestellt ist. Ein höheres politisches Recht, eine höhere politische Pflicht, eine höher posttische Ehr« wird durch sie jedem einzelnen gegeben. Der Beamte aber soll als Staatsbürger und Mensch wie jeder andere teilhoben." Unter Zugrundelegung des Artikels 130 der Reichsoerfassuivg zeigte der Bortragende im ein- zelnen di« Pflichten und Rechte, die dem einzelnen Beamten aus der von ihm gekennzeichnete» Stellung zum Staate erwachsen. Unsere Republik muß«in sozialer V o l k s st a a t werden. Rur nach dem Maße dieser Lerwirklichung kann er auch„der breiten Masse der Beamten erst die volle gleichberechtigt« Anteilnahme an den höchsten Errungenschaften der nationalen und d«r Menschheit- lichen Killtur geben. Die Mitarbeit an der vollen Aer. wirklichung des noch der Vollendung harrenden Staatsideals »erlecht auch dem Berufe der Beamten im Bolksstaot erst die höchste sittliche Weihe." Die Aufnahme, die Davids tnappe und treffende Formulierung hei den 4M Delegierten der Beamten fand, war ein erfreuliche» Zeichen für die wachsend« Verbundenheit der Beamtenschaft mit der Republik. Das kam mich stark zum Ausdruck bei der Begrüßung,- anspräche Severings, der im Auftrags d-r Reichsregierung bei der Tagung erschienen war. Ihm stimmte die Versammlung besonders lebhast zu, als er in aller Ofsenheir von denen sprach, die noch nicht den Weg zur Republik gefunden haben, und besonders von den Organisationen, die„den Haß gegen di« Republik aus ihre Fahnen schreiben". Mit Recht hat Severing wich die Tatsach« unterstrichen, daß gerade die Beamten neben den Arbeitern die Anschläge der Put, schiften abgewehrt und die Republik dadurch gesichert haben. Wenn der inner« Anschluß bei manchen oon ihnen sich auch nur lang- sam und widerstrebend vollzog, so zeigen doch di« groß«, Beamten. verbände von heute ein durchaus republikanisch«» Gesicht. Und wenn uyter den rund vierhundert Delegierten zum Bundestag des Deutschen Beomtenbunde-, der immer noch kein« Gewerkschaft im Sinne der freien Gewerkschasten sein will, fichübereiu Biertel der Gesamtzahl als Sozialdemokraten bekenne», so ist auch das ein weiteres Zeichen dafür, daß es mit der Repubstkani- sierung der Beamtenschaft vorwärts geht! Warum denn lügen? Die„Rote Fahne" hat sich in ihrer Berzweiflung aus di« Taktik de» Ableugnens verlegt, nur leugnet sie zuviel. Wir haben ihr« Mitgliederzahl der KPD. von 1927 wiedcrge- geben: 124 729 Mitglieder, ebenso die Zahl der Leser der kommunistischen Presse im ganzen Reich einichticßlich Berlin»: 280 000 Leser. Die„Rote Fahne" schreit: Freie Erfindung! Ab«- mit Ber- laub, di« Zahlen sind dem Tätigkeitsbericht der Exeku- tiv« der kommunistischen International«(Ekki) an den«. Weltkongreß entnommen. E» ist verslucht unvorsichtig von der»Roten Fahne", Angaben eine» Dokument» ihrer höchften Porgesetzten als»freie Erfindung" zu bezeichnen! Wieder zwei t Di* kommunistischen Goschostsjührer der Sturtganer Omverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes Sickert und Gönnerwe m sind aus der KPD. ausgetreten. Die Berlpgen- heit der kommunistischen Politik hat sie angeekelt. Ein eitler Kommunist. Gr will seine Aeier. Köln, 27. Oktober.(Eigenbericht.) Au» Saarbrücken wird gemeldet, daß dort der Führer der soar- ländischen Kommunisten, Philipp Reinhardt, einen Tag vor der Berbüßung seiner Strafe aus dem Gefängnis entlassen lverden sollte. Er protestiert« jedoch dagegen, weil die Kommunistisch« Partei noch nicht die Vorbereitungen zu seinen, CEmpsang getroffen Hab«. Der eingebildete Kommunist wurde aber trotz seines Protestes an die Luft gesetzt. Daraufhin nahm er da, Telephon in Anspruch, damit die von ihm gewünschten Feierlichkeiten aus dem Bahnhoj Völklingen und beim Einzug in seinen Wohnort Dudweiler doch noch rechtzeitig zustandetommeu konnten. Tenos Kreunde. Räch Sscherich die Hogenbcrgpartei. Im Reichetag ist ein Antrag der Deutschnationalen eingegangen, der die Relchsrcgierung aufjordert, zu veranlafic», daß, entgegen der Absicht des Rcicheinncnministers, auch in den Aoushast des kommenden Etatsjahrcs bei dem entsprechenden Kapitel für Zwecke der Technischen Rothils« ein Betrag in der bisherigen Höhe eingestellt werde. Nach Escherich die chugcn- bergpartei An ihren Freunden kann man di« Technische Nothilf« «tanaU Severins über die Reichsreform. �Die Gewalt der Vernunst."— Preußen und das Reich. Est, Mitglied der Redaktion de»„Vorwärts" hatte mit de« Reichsinneowimstcr Genossen Karl Severing eine Uaierrcdung über die Ergebnisse der iehten Reichs- resormkonserenz. Frage: Betrachten Sie das Ergebnis der jüngsten Beratung über die Reichsreform als einen Fortschritt, oder ist oon den ein- gesetzten Ausschüssen keine Förderung der Reformbcstrcbungen zu erwarten? Antwort: D!« Beurteilung der Arbeiten der Länderkonserenz ist in der Press« ein« ganz verschiedenartige. Ei» Test der Oefsent- keit erwartet von den beiden eingesetzten Ausschüssen in rech, kurzer Zeit fertige Pläne, ein anderer erblickt in der Einsetzung dieser Unterausschüsse ein« nutzlos« Verschleppung der Ber- Handlungen. Ich möchte mich mi, keiner dieser beiden Aufsossunge» identifizieren. Es läßt sich nicht leugnen, daß die in den letzten Jahren gepflogenen Erörterungen über die Reichsreforni manches Mißverständnis beseitigt und die streikenden Gruppen einander nähergebracht habe». Während die Sozialdemokratische Partei vom Jahre 1919 an den dezentralisierten Einheitsstaat gefordert und eine entsprechende Formulierung auch in das cheidel- berger Aktionsprogramm aufgenommen hat und außer ihr von den bürgerlichen Parteien nur die Demokratische Partei für den Ein- heitsstaat eintrat, standen, von geringen zeitlichen Schwankungen abgesehen, alle anderen Parteien im Lager der sogenannten Födera- listen. Darin ist nun schon ein merklicher Wandel eingetreten. Der Führer der Bayerischen Volksparlei z. B. ist im Jahr« 1928 und 1924 im Reichstag mit Anträgen hervorgetreten, die ein« Z u- rückjch raubung der Zuständigkeiten des Reiches zugunsten der Länder aus wichtigen Berwoltungsgebieten forderten. Bor einigen Wochen ober hat cherr Leicht an seine Partelsreunde di« Mahnung gerichtet, sich gegenüber notwendigen Reformen zur Vereinfachung der Verwaltung nicht verknöchert zu zeigen. Und während Minister Stresemonn im Jahre 1023 als Reichskanzler geneigt schien, den bayerischen Forderungen Konzessionen zu machen, steht jetzt die Deutsch« Volkspartei nahezu einmütig auf dem Standpunkt, daß eine durchgreifende Reichsreform geboten ist. Eine umgekehrte Entwicklung hat die Zentrumsparie! des Preußischen Land- tags insofern genommen, als sie mit den beiden anderen Koalitionsparteien 1919 einem Ausgehen Preußen, im Reich da» Wort redete, später aber oon der Idee de» Einheitsstaates sehr deutlich abgerückt ist. Erst in den letzten Wochen ist in dieser ablehnenden Holding wieder ein Umschwung zugunsten der Reichsreiorm«ingetreten. Diese Strömungen in den Parteien spiegeln sich in dem Ausschuß der Länderkonserenz nicht wider. Aber die Arbeiten der Länder- konserenz und ihrer Organe sowie die Materialsommlung ihrer Berichterstatter haben die Unholtbarkeit de» jetzigen Zustande» so überzeugend nachgewiesen, daß sie aus di« Oelsentlichkeit und aus die politischen Parteien»ich» ohne Wirkung bleiben werden, und dies« Wirkung kann nur in einer Ausdehnung und Stärkung der Front der Freunde de» Einheitsstaates bestehen. Anderersaüs>st es oersrüht. oon den Arbeiten der eingesetzten Unterausschüsse schon fertige Borschlöge zur Durchführung der Reichsreform zu erwarten. Trotz der versöhnlichen Derhandlungsiormen, die die letzte Konferenz auszeichneten, sind d>« sachlichen Gegensätze noch sehr groß. E» darf auch nicht verschwiegen werden, daß auch gewisie Prestigefragen noch immer ein« Rolle spielen. Die Zusam- mensetzung der Auischüfse, die etwa zur Halft« aus Vertretern de» Reichs und zur Hälfte aus Londeroertretern bestehen, läßt einst, weilen nur unzulänglich« Konpromißvorschläg« er- warten, die bestenfalls eine ideelle Annäherung ausdrücken, ober noch keine materielle Uebereinftimmung ergeben werden. Wenn in den Erörterungen des Ausschusses wiederholt vom Dualismus zwischen Preußen und dem Reich gesprochen ist. so ist es im Ausschuß selbst der Dualismus zwischen Reich und San- d e r n. der es heute noch verhindert oder zum mindesten erschwert. einen einheitlichen Borschlag und fertige Pläne zum Umbau des Reiches vorzunehmen. Immerhin ist zu erwarten, daß die Aus- jchüfsc die Möglichkeiten der Lösung konkreter ins Auge fasten und den zuständigen Stellen die Wege zur Reform deutlicher als bisher begutachten werden. Frage: Welches sind di« Stellen, welche Sie als die zuständigen bezeichnen? Antwort: In de? Hauptfache di« Regierungen und B o t k s- Vertretungen des Reichs und Preußens. Di« Länderkonserenz und ihre Unterausschüsse sind ja doch nur Gutachterausschüste. Die Initiative für dir Gesetzgcbungsvorschläge muß bei dem Reich und den Ländern bleiben, wenn nicht eine ganz bedenkliche Stoottprari- eingeführt und der Lusiastung von„den Regierungen ohne Führung" neue Nahrung gegeben werden soll. Zu einer parlamentarischen Behandlung sind die Resormsragen aber noch nicht reis. Selbst wenn man die sogenannte„Vergewaltigung" der Länder vermeiden will— und die Reichsregicrung möchte auch selbst den Anschein vermeiden—, so können doch gewiste Aenderungen der verfassungsmäßigen Bestimmungen nur vom Reichstag, allerdings yuch nur mit der vorgeschriebenen Zweidrittelmehrheit, durchgesührt werden. Die ist ober heute noch nicht einmal bei Teillösungen gewährleistet. Ich bin aber überzeugt, daß neben den Arbeiten der Unterausschüsse die aächsiea zwei Fahre deutscher Ziaauzmisere und die Vorbereitungen zum endgültigen Finanzausgleich uns ein gutes Stück auf dem Wege einer wirklichen Reform vorwärtstreiben werden.„Und folgst dg nicht willig, so brauch' ich Gewalt"— nämlich die Gewalt der Bernunft, die un» lehren wird, daß wir uns in den Zeiten der Einschränkung kultureller und sozialer Ausgaben den Luxus von Doppeloerwaltungen und Ueber- Verwaltungen nicht leisten können. Frage: Wo liegen nach Ihrer Ausfastung die größten Schwierigkeiten? Antwort: Die größte Schwierigkeit liegt darin, im Norden Denschlands den neuen Typ der Länder zu finden, die Preußen ablösen sollen. Hier bietet nicht die territoriale Abgrenzung, sondern die Verteilung der Anständigkeit den Angelpunkt der Zlufgabe. Preußen kann unmöglich seiner Zerschlagung zustimmen, ohne die Garantien zu schassen, daß die neuen Länder oder das Reich die bisherigen festen Bande, die nicht nur Preußen, sondern auch das Reich zusammengehallen haben, ungeschmälert bestehen bleibe». Preußen aber kann auch in keine Regelung willigen, die daraus hinausläuft, im Süden alles beim Alten zu belassen und nur au» den preußischen Provinzen Reichsländer zu machen. Eine derartige Regelung führe nicht zum Einheilsftaat, sondern zur Schwächung und Auslösung des Reichs. Wenn Preußen die Machtmittel aufgibt, die heute in seiner Zentralisation liegen, kann das nur auf dem Wege der Uebertragung auf das R e! ch geschehen. Und selbst wenn man davon ausgeht, daß Geschichte und geographische Lage der süddeutschen Länder eine gewi.sse Difscre, Gerung gcstollen. so muß grundsätzlich doch daran festgehalten werden, daß von der Neu- Verteilung der Zuständigkeiten auch die süddeutschen Länder ncchk oon vornherein ausgenommen werden könnten. Frage: Hot die Frage des Anschlusses kleinerer Länder ap benachbarte Gebiete keine Erönerung eriokren? Antwort. Dir Erörterung dieser Frage ist schon auf der Län- derkonlersn.z im Januar zu einem gew'fien Abschluß insofern ge- bracht worden, als damals schon die Reichsregierunq unter dem Rtichskonzler Marx ihre Dienste zur Herbeiführung entsprechender Vereinbarungen zur Verjügung stellte und eine Stell« in der Reichsregierung in Aussicht nahm, die in enger Fühlungnahme mit den Ländern anregend und vermittelnd tätig sein sollte..Von der neuen Regierung ist im Juni d. I. da» Reichsministerium de« Innern al» diese Stelle bezeichnet worden, und parallel mit den Arbeiten der Unterausschüsse wird das Reichsministerium de? Innern im Sinne dieses Zlltftrages tätig sein. Frage: Hat die Frage des Anschlusses Oesterreichs in den Verhandlungen eine Rolle gespielt? Antwort: Ich glaube,«s gibt keinen Konsereuzieilnehmcr, der nicht auch Oesterreich beim Umbau des Reichsgebäudes sofort m>l «inbeziehen würde. Aber abgesehen davon, daß die Instruktionen an die Länderkonserenz und ihre Unterausschüsse eine Einbeziehung dieses Fragenkomplexes nicht zulassen, wäre es nach den Ersahrun-' gen der letzten Monate auch polllisch nicht gerade zweckmäßig, in einem offiziösen Organ Wünlche zu diskutieren, die«lnstweilen dock keine Erfüllung finden können. Der deutschöstcrreichische Anschluß kam,, wie die Ding« heute siegen, praktisch am besten dadurch d«' trieben werden, daß wir in der Angleichung pon Vermal- tungsgehicten nicht bei der Justiz stehen bleiben. Hugenberg-Kahenjammer. f>4« Siahlhelmvottsbegehren wird vertaqt. Wie der Demokratische Zc,tungsdi«nst erfährt, hat bereits am nächsten Tag nach der Wahl Hilgenbergs zum deutsch- nationalen Parteiführer eine Unterredung zwischen i h m und dem Führer des Stahlhelms Franz Seldt« stattgefunden. Gegenstand dieser Unterredung war dag Stahlhelmoolksbegehren. Da die Deutschnationale Volksoartei die einzige Partei ist, die sich in dieser Frage mit dem Stahlhelm verbunden hat, so war eine Vereinbarung über Art und Zeitpunkt des Volksbeaehrens notwen- dig. Diese Vereinbarung ist jetzt zustande gekommen, und sie geht, wie verlautet, dahin, daß der Stahlhelm sein Volks- begehren vorerst einmal für zwei Monate zu- rückstellt, und daß die Deutschnationale Bolkspartei auf die Formulierung des Volksbegehrens entscheidenden Einfluß erhalten soll. Es ist zu verstehen, daß der neue Führer der Deutschnationolen, Herr Hugenberg, auf Vertagung drängte, denn er wünscht als erst« Führertat nicht einen katastrophalen Mißerfolg einzuheimsen. Hugenberg erobert den Stahlhelm. Der„Jungbeutsche" leill mit'„Seit einiger Zeit verleg, der Stahlhelm das Gewicht seiner polllischen Tätigkeit immer mehr nach Berlin. Der erste Bundessühver, Franz Seldt«, wohnt in Magdeburg. Dort ist auch da» Bundesamt, während der zweite Bundesführer, Theodor Düsterberg, in Hall« wohnt. Seit längerer Zeit ist aber die politisch« Abteilung dcs Dundceamtes, die von Dr. Brauweiler geleitet wird, noch Berlin übergesiedelt, ebenso die Schnstleitung der Bundeszeitschrisl „Der Stahlhelm"(Dr. Frosch). In Berlin arbeitet ferner vom Bundesamt noch Hauptmann a. D. Au» s« l d. Nun sind zwei neue Männer in diese Berliner Abteiluug der Stahlhelmleitung«ingetrete», und zwar Dr. Eduard Stabiler sowie Major a. D. Wagner, der bisher in Danzig wirkt«. Di« ganzen Berliner Bureau» sind nun anscheinend unter Major Wagner zu- samm«ng«soßt worden, der also neben dem ersten Bundes- kanzler, General Ezellritz-Magdeburg, als«ine Art zweiter Bundes- kanzler in Derlin stingiert. Major a. D. Wagner ist auz feiner Donziger Tätigkeit als ein besonderer Freund und Anhänger der alldeutschen Mich-, tu n g(Hugenberg, Bang. Elaß, Klawitter usw.) der Deutschnat!»- nolen bekannt. Au den führenden ostelbischen Kreisen der Deutsch- nationalen Volkepartei und den Ausschüssen, die sich danüv gruppieren, hat er enge Beziehungen, obwohl er selbst wenig in der Oesfenilichkeit hervortrat." vr. Cremer gegen Hugenberg. Der volksparteiliche Rcichstagsobgeordnet« Dr. Cremet schreibt im„Börsen�ourier": „Was die Partei durch Hugenberg an einheitlicher Zusammen- fsssung ihre» Willens für das Programm Hugenberg» gewinnen kann, wird sie in ihrer Anziehungskraft aus weit� Schichten, di« ihr bisher zu folgen gewohnt waren, ver' l i« r« n. Ihr« Stellung im Parlament ober wird zwangsläufiß in eine stark« Isolierung hineingedrängt, indem sie ihr' Bündnissähigkeit für die übrigen bürgerlichen Parteien bewußt auf» Spiel setzt. E» hgndelt sich also um ein großes Experiment, das die gon?' weitere innenpolitische Entwicklung auss tiefst« berührt. Mißlingt es, so wird die deutschnational« Richtung in ihrem Einfluß aus d'« Entwicklung der Dinge stark zurückgedrängt, gelingt es, so bleibt s'' dennoch eine Minderheit, di« auch mit so künstlichen Mitteln. e» das viel erwähnte Volksbegehren doistellt, nicht zu einer Mehrheit zu werten vermag, und daher immer wieder in Dersuchu''� geraten muß. aus neben der Verfassung herlaufe� den Wegen sich den inahgebenden Einfluß zu verschassen. Vi« französisch« Aegicrung dementiert, daß sie die Absicht h>� die jranzö fische Gesandtschaft in München aufzuheben. ?Ir.» 45. Jahrgang Sonntag, 26. Oktober-l92S ver verein Kopierender Künstler Verlw» zeigt im Venen Schöoeberger Rathaus seine zweit« Ausstellung, die sich aus unvergleichlich höherem Viveau bewegt al» die vorjährige. Datz Kopien trotz des Tempos und der Einstellung unserer Zeil ein Interesse beanspruchen dürfen, hat die Vereinigung unter ihrem rührigen Leiter Georg Löwel erwiesen, was in vergangenen Zahr- Hunderten aus dem Geist innigster vertiesung in oft klösterlicher Abgeschiedenheit die suchende Seele befreite, findet in dieser Schau ebenso beredie Wiedergabe wie die breit und dekorativ geschaffenen Werke des großen Flamen Rubens, die durch gut erfaßte wieder- gaben von Vanschke und Löwel vertreten sind. Eine geradezu her- vorragende Leistung ist die Kopie des Van Dyk Ritters aus Dresden von Fritz holtermann.— Liebevolles Studium spricht au» einer Reihe von kleineren holländischen, flämischen und niederländischen Kopien von priem, Kellner. Arnolds. Kaiser, weinert, Hildesheimer u. a. Angenehm fällt auch noch dl« Spitzenklöpplerin von ver wer aus Paris auf. die von Frieda Fränkel kopiert wurde. Den Höhepunkt der Ausstellung aber bietet unstreitig die veschickung der Deutschen Gesellschaft für rationelle Malversahren: Adolf Wille Seim-Gesellschast. München, die in fast ausnahmslos erstklassigen Arbeiten den Werdegang der ollen Bilder in klarer. lehrreicher Form zur Vorführung bringt. Alles in allem bielet diese nicht zu große Schau die Möglichkeit, hervorragend« Kunstwerke auch fremder Galerien in guten wiedergaben kennenzulernen. * Di« für Massenherstellung geeigneten künftleri- schen Reproduktionsmittel waren noch um 1800 sehr bescheiden: als Napoleon die Schöße der eroberten Gebiet« in Paris oereinigt hatte, erschien eine Aerösfentlichung in Umrißzeichnungen, für die natürlich die Vorlagen in Linearmanier hergestellt werden mußten. Holzschnitte, Kupferstiche, Farbstiche waren Kunstwerke an sich: die Nachkommen der Sammler jener Zeit haben„klotzig" ver- dient. Die Kunst des Kopieren«. Test die Lithographie stellte billigere Reproduktionen her, die oud) künstlerische Äns orderungen befriedigen. Aber die wirklichen Folsimilcreproduktionen der Kunstwerke sind Kinder der neuen und neuesten Zeit. Man wird daher begreifen, daß wohlhabende Leute, die für Gemälde alter Meister schwärmen,«s sich einen ganz hübschen Aaßen Geld kosten ließen, um K op i e n für ihr �eim herstellen zu lasten. Wenn dann der.Geheim bde Rath" in seinem Bieder» meier-Zjmmer seine Blicke über die Lieblinge: Tizian, Murillo, Correggio, Deronese usw. schwcisen ließ, fühlte er den fmuch des Südens zu sich herüber wehen, und feine Gedanken sc!. neigten in Erinnerungen an die Landstriche, wo ,Iie Zitronen blühen" Es waren— und sind auch heute— nickst die schlechtesten Kunstkenner, die für gut« Kopien als Abnehmer in Frage kommen; bekannt ist, daß der Kunstscmmler Graf Schock zohlreick� Kopien noch den alten Italienern von Lenbach, M a r e e s. Schwarzer. A. Wolf und anderen besaß, die durch die Kunst de- Kopisten selbst Woisterwerkc darstellen. Ander« Sammlungen haben geringere künstlerische Anforderungen an die Kopien ge- stellt: in A l t e n b u r g wurden für das Museum viele Nachschop» sunqen bei nickst sehr ausgezeichneten Malern bestellt, so daß dies« Art der Kunst-, oder— wohl richtiger— Kunstler.Unterswtzung sich nicht bewährt hat. Daß in früheren Jahrhunderten, in denen dl« Begriffe vom künstlerischen Eigentum noch nicht so scharf umgrenzt waren, wie jetzt, die Maler nichis daran fanden, entweder selbst ihre Werk« zu kopieren oder dies« Arbeit durch ihre Schüler ausführen zu lassen, zeugen manch« Streitsragen, wie die Behauptung, daß die in Dresden befindlich« sjolbeinscheMadonna des Bürgermeisters Meyer nur«ine Kopie noch dem in Darmstadt befindlichen Bilde sei. Iu solchen Fällen, wo der Künstler sich selbst wiederholt. spricht man„vor nehmer weise" von einer„Replik"— aber es ist im Grunde doch nur eine Kopie von elwa» bereits Vorhandenem. In jenen Zeiten bat den ,F>ofmalern" auch wohl die Ausgab« ob- gelegen, die Porträts der Prinzessinnen, die von den politisch be- rechnenden Eltern verschachert werden sollten, zu kopieren, damit diese Ebenbilder dem fernen Bewerber einen Begriff von der Schön- heit des Opferlammes gäben. Diese Vorgänger der heutigen Photographien(„werden zurückgesandt— Diskretion Ehrensache", wie es bei den modernen Fernheiralen heißt) sind wohl sehr oft nicht retourniert worden, daher staminen die unbestimmbaren Por- träts, die«ine moderne Muscnmsleitung in die Rümpel- k a m m e r»erweist. Aber auch Statuen und ander« Bild- hauerar bciten lverden wiederholt— bei den alten Krieger- denkmälern hat man dos schaudernd erlebt—, aber es gibt auf diesem Gebiet ebenfalls manches Gute. Ein für Berlin sehr nahes und wegen der Person des Bestellers wie des Künstlers sehr bekannt gewordenes Beispiel liogt in Tegel vor: dir Grabstätte der Familie von Humboldt im Schloßpark wird von einer Reproduktion der .Hoffnung" gekrönt, deren Original, ein« Arbeit des berühmten Dänen Thorwaldfcn, das Inner« des Schößchens ziert. Da« Kopieren als Beruf. Da nach wie vor Kopien verlangt werden, gibt es in allen Kunst- instituten Kopisten, männliche wie weibliche. Venedig, Florenz, Rom, Paris, Berlin sind Mittelpunkte— in ihnen sind ge- nügend 5lräfte vorhanden, um alle Wünsche zu erstillen. Seltener wirk» es jetzt vorkommen, daß ein Mäzen einen Kopisten umher- schickt: die Erleichterung des Verkehrs gestattet persönliche Fühlung- nähme an allen Orten.' Daß derjenige, der kopieren will, sich zunächst vor der M u se u m s l« i t u n g als Künstler ausweisen muß, ist ein« selbstverständliche Forderung: in Berlin ist man weitherzig und verlangt eher Proben zu sehen als den Nachweis einer a ka d e m i- scheu Ausbildung. Stellt sich später heraus, daß der Neuling über ein zu schwaches Können verfügt, so wird seinem Ehrgeize doch bald«in Ende gemacht. Auch befolgt die Berliner Leitung den ver- ständigen Grundsah, daß sie dchn Neuling gewisse besonder» populäre und deshalb immer von neuem kopierte Bilder nicht gleich frcigibi. Ist für ein solches Bild ein gewisses Niveau in der Wiedergabe fest- gelegt, so würde es eine Minderung des Ansehens der Kopisten be- deuten, wenn plötzlich eine schwächere Kopie auftauchte. Um dem Publikum die Inaugenscheinnahme eines berühmten Bildes nicht zu«rschrveren, gestattet man auch nickst die Ansammluitg mehrerer Staffeleien: weiter werden sür jaden Saal je»ach der Größe nur drei oder zwei Kopisten gleichzeitig zuqelajse». Die Zeiten. da womöglich noch die Mutter oder Tante zum Schutz der jugendliche» Kopisten sich, mit dem Strickstrumpf in der Hand, neben der Staffelei aufpflanzte, sind natürlich längst vorbei. Sprechlustig werden im allgemeinen die arbeitenden Kopisten nicht sein: Auch für sie bedeutet Zeit Geld, und da sie nur an den ersten vier Tagen der Woche tätig sein dürfen, pflegt der Eifer groß zu sein. Daß sie l>ie„wohlmeinenden" Bemerkungen vorübergehender Besucher, die witzig sein sollen, in Wahrheit aber taktlos sind, nicht berühre», wird jeder, der eine Ahnung vom kiinstlerisck)«» Schassen hat, begreifen. Der Lohn der Arbeit. Wie ist nun der Lohn für diese Arbeit, sür deren Be- tätigung immerhin schon ein gewisser Betrag als Kosten für die malerische Ausbildung aufgewendet worden ist? Der Museums- leitung sind«in paar Mark für die Ausstellung einer Jahres- karte zu entrichten, aber Leinwand und Farben erfordern schon «in« größere Summe. Ein Keilrahmen und die Leimvand für ein Gemälde von etwa 8 X IL Meter kosten wohl 150 M., sür Forben sind 30 bi»<0 M. anszuwenden: der Betrag für das Leben während der drei oder vier Monate, die nun die Fertigstellung der Kopie eines so großen Bildes erfordert, hängt natürlich von den Ansprüchen ab, kann aber wohl mit ISO M, pro Monat beziffert werden. Ist nun der Preis«**, 1000 Mark, den man schon als..an- siänWg" bezeichnen kann. so. daß große Reichtümer angesammelt werden können? Die Antwort dürfte schnxrlich auf„ja" lauten. Gerade iu unserer Zeit, wo die Steigerung aller Kosten der Leben- Haltung so groß geworden ist, hat der Künstler, der frei Schassende ebenso wie der Kopierende, muer der Ungunst der Verhält nisse zu leiden: nur kleine Schichten können Bilder kaufen, die Höchswerdionenden aller Berufe. Klein« Kopien kann man schon für70bisI00M. erstehen: die Ausgabe für den Rahmen kommt oft dem Erwerber teurer zu stehen als das Bild selbst. Ein weit»er- breiteter Irrtum ist es, wenn geraubt wird, daß die Kopien kleiner in den Maßen zu halten wären als die.Original«: so überragenH aui wird die Kopie wohl nie sein, daß sie das Original ii v e r t x g m p i t. Und die modern« Kunstwissenschaft würde etwaige Kuckuckseier schnell ausmerzen.'''--' Das Feld der Berliner Kopisten ist dosKaiser-Friedrich-Museum. Man findet unter ihnen Veteranen des Beruss, die schon seit einem Menschenalter tätig sind. Die Gesamtzahl ist aus etwa 100 zu schätzen: sie hol sich gegen die vorkricgszeii nickst wesentlich erhöh«. Für die Alten die starben oder die sich vom Beruf zurückziehen, treten neue Kräfte ein— und so wird es immer sein, so lange der Absatz des Geschaffenen einigermaßen sicher ist. Die guten Jahre für die Berliner Kopisten w.rren die der I n f l a t i o n s z'e i t: das Ausland versorgt« sich und zahlte mit Devisen, die mit den Mil- liarden zu Billionen wurden. Die Zahl der Kopien, die jetzt in Jahresfrist hinausgehen, beträgt an 300—400— ein« stattliche Ziffer. die auch den wirtschaftlichen Wert dieses Beriiies, der sich so recht im Verborgenen betätigt, vor Augen führt. Es ist daher nicht verwunderlich, daß die Kopisten sich vor Jahresfrist in einem.,D« r- Soldat Suhren. ZKoman von(Neorg von der 33r!»g. Copyright lO/T by J. M. Spaeth Verlag, Berlin. Dies„Rekruten" wurmt uns, wir sitzen in dem trockenen gelben Sand und haben die Absicht, ihm eine Handvoll ms Gesicht zu werfen. Langsam zieht sich der Etsenbolz auf emen Prellblock zurück und verkündet, in der erhobenen Hand den Löffel'' „An die Front werdet ihr heute noch kommen Retruten! Ych rate euch gut, bindet euch die Hosen zu. Das ist das Aller- Neueste, soeben verlautbart." Welch unflätiger Mensch! Er schleudert von weitem Schmähungen auf' uns. Pabst will ihn herschleppen, aber Albermg sagt. � � cin a(tcr Krieger und kann uns Manches sagen. Komm her, Eisen, rote Hyäne, kriegst Kuß. Plötzlich heißt es: Essenholen! Essenbolz rennt m der Richtung auf den Bahnhof davon, und es erschallt allgemeines Gerassel mit den Kochgeschirren. Später als wir wieder an der Böschung sitzen und in unsere Erbe'nsuppe vertieft sind, gcht in der Änaer vorbei. Wir recken hinter ihm die Halse. Leutnant mit einem federnden Gang und langen Beinen. die in bestechend schönen Ledergamaschen stecken. Nach dem Essen wird angetreten. Der langbeimge Leut- nant ist wieder da und teilt uns mit. �"™ vaanietührer ist. Ferner sagt er, daß die Kompagnie m einer halben Stunde aufbrechen wird, um noch einen kurzen Marsch zu wachen. Nicht so übel, denken wir. Es beginnt bereits zu dammern. als®'r® gung setzen. Der Leutnant hockt auf einem Bai�rnwagen. der vorausfährt und den Weg zeigt. Es wird mcht viel ge- sprechen denn Tornister sind s�wer- Wir haben allzuviel scheinbar notwendige Sachen aus der Heimat m tg � Nammen, zuviel Wäsche, zuviel Wolheug �ch �ch-r Es war unter den Rekruten Mode, an Buchern entweder den Faust oder Zarathustra auf dem ducken zu trägem Ich fast* Mich für Zarathuftra entsch.«dem Auch er beschwert m,ch jetzt. Es ist ein warmer Aprilabend, eine feuchte Luft steht still über der Straße. Aus den dicken regenvollen Wolken sickert das Dunkel, schwarze Waldstücke sitzen verschwommen auf den Hügeln. Die Sraße hebt und senkt sich. Ich, der ich im dritten Zuge marschiere, sehe den Wagen an der Spitze nur noch selten. Merkwürdig, daß man nicht schießen hört! Doch ist es immerhin ein aufregendes Gefühl, zu wissen, daß wir die Dämmerung erwartet haben, um nicht von feindlichen Fliegern gesehen zu werden. Hört man nicht droben über der dicken fifchförmigen Wolke das singende Geräusch von Pro- pellern?— Rekrut, es ist der Frühling, welcher in allen Weiten summt. Wir geraten sehr in Schweiß, sind aber guten Muts. Pfeiffer neben mir schnauft durch die Nase und geht ge- krümmt unter seinem Tornister, ein kaltes Stück Zigarette an der Unterlippe. Wir ziehen durch Dörfer, wo in der Dunkelheit vor den Scheunen Soldaten lehnen. Einige von uns treffen Bekannte unter ihnen, diese gehen eine Strecke mit uns, und es werden Worte gewechselt. Ich beachte sie nicht, meine ganze Aufmerksamkeit ist auf den schweren Tornister gerichtet. Dazu habe ich viel zu dicke Unterwäsche an und bin entsetzlich naß vom Schweiß. Einige murren: dos erfreut mein Herz, denn es sagt mir, daß ich nicht der einzige bin, der unter dem schweren Gepäck stöhnt. Nein, ich bin gewiß nicht der schwächste Sol- dat. das will ich beweisen. Der Leutnant wird in dieser Nacht zum erstenmal von uns mit Schmähworten bedacht, denn er läßt uns drei Stunden fortlaufen, ohne einen Halt einzu- legen.„Je cher ihr da seid, desto eher kommt ihr ins Quar- tier", nickt er von seinem Wagen herunter gegen die Spitze der Kompagnie. Hier geht Lurtjebam, seine Brille ist be- schlagen von Nässe, aber er schreitet unbekümmert drauflos. Auch seine Gedanken drehen sich um den Tornister, der ihm auf dem runden Magistratsbeamtenrücken hockt. Nur ganz nebenbei denkt er einmal entzückt: Ein Quartier werden wir haben mit einem Lustgarten und einem Zwinger für die Hyänen— er kommt einige Zeit später, wieder vom Tor- nister abschweifend, erneut auf das Quartier mit den Hyänen, erinnert sich sodann an den roten Eisenbolz und— freut sich, feststellen zu können, daß dieser die neuesten Nachrichten an hachdieselben Hyänen zu übermitteln angewiesen werden würde!— So sind Lurtjebams Tornisterabschweisträume. Die dritte Marschstunde endigt: es ist pechfinstcr ge- worden, und die Kolonne hat sich plötzlich aufgelöst. Ich sehe mich mitten in einer andern Kompagnie, die uns folgte, und komme zum Entschluß, nicht weiter zu gehen. Eigentlich ist kein Entschluß dazu nötig, denn die Beine bleiben mir stehen. und mein Hinterteil wünscht, die Erde zu berühren, was süß und warm sein muß. Als aber jemand ruft, daß wir da sind. und ich links an der Straße eine hohe Parkmauer erkennen kann, gehe ich langsam weiter und gelange fast als letzter in ein Dorf, wo Lichter sich hin und her bewegen. Mein Mut ist mächtig gewachsen, aber ich habe nicht mehr die Kraft. nach den Kameraden zu suchen, und biege aufs Geratewohl in eine Tür, wo Licht flackert. Es ist ein leerer Pferdestall. sechs oder acht fremde Soldaten sind schon drin und machen sich für die Nacht fertig. Gleich an der Tür breite ich meine Zeltbahn auf dem Ziegelsteinboden aus und lege mich im Mantel darauf. Im Einschlafen scheint mir noch, daß die andern aus einer Luke an der Decke Stroh herunterwerfen. Es sind alte Soldaten, ich bewundere ihren Spürsinn. Bei diesem Gedanken übermannt mich ein traumloser Schlaf. In der kalten Frühe werde ich wach, mein Rücken ist steif, und ich gehe hinaus in die helle Straße, Unter einer großen Kastanie, der unter der sischförmigen Wolke gestern nacht sehr schöne Blätter entsprossen sind, iäuft ein Brunnen in einen runden Trog. Dort waschen sich schon Soldaten von meiner Kompanie. Einige haben die Oberkörper entblößt und seifen sich lange und mit-Genuß. Die Ströme von Wasser, die rings auf den Boden spritzen, sind unermeßlich. Es ist. als ob die Enten ihr Bad nehmen. Ich finde Pfeiffer, wir rauchen eine Zigarette und sehen zu. Es weht eine herrliche Luft, und wir haben die Hände in den Manteltaschen, Pfeiffer hängt ein Strohhalm an der Mütze. Keiner spricht ein Wort, und nur das Geplansche unter der Kastanie ertönt. Nach einer Weil« kommt der Eisenbalz, das Handtuch unterm Arm und kopiert einen Offizier: „Morsen, Rekruten!" Da umfaßt ihn einer der Halbnackten, Pabst, der Ringel- lockige, und stülpt ihm den roten Kopf ob er will oder nicht, in den Brunnentrog. Es gibt einen erstklassigen Spaß. Die Augen blitzen in dem hübschen seifigen Gesicht des Pabst, der den Zappelnden noch immer ein wenig prusten läßt. Danach ging auch ich mich waschen. Max Pfeiffer nicht, (Fortsetzung folgt.) ein b«t kopierenden SLnstier Berlind znsammenge� schlösse« haben. Di« Absicht, für die Arbeiten neue Abfatzquellen zu ichaffen, hat den Verein dazu«eführt, Ausstellungen zu ver- anstälten. » Der R« i f e st r o m führt alljährlich Millionen von Menschen von ihrer cheimat fort, führt 5)undcrttausendc von ihnen in die großen StÄZte und die berühmten Bildersammlungen. Und wie es so geht; das eine Bild fesselt aus irgendeinem Gruitdc das Interesse ... vieSsfcht, daß es Erinnerungen weckt an BorgZnge, die nur der Eingeweihte, der zur Familie Gehörige, erkennt. Stach Monaten vielleicht, wen» es gilt ein G e s ch e» k zu machen, taucht der Ge- danke an diese« Bild wieder auf— die schwarze Reproduktion ist zu monoton,«ine farbige ist nicht vorhanden. Da erinnert man sich de« Kopisten, der vor dem Bilde saß... So entstehen Beziehungen zwischen Bild und Maler und Bewerber, und der Kreislauf des ge- schäftlichen Lebens ist geschlossen. Ver sagen die Sachverständigen? Sine unsichere Wleineidsbeschuldigung,- 3)ie leisten Seugen. Aach dem Schluß der Beweisaufnahme im Essener ZNord- prozeß. trat eine kurze Pause ein. da das Gericht in dieser Zeit dazu Stellung nehmen wollte, ob entsprechend dem Wunsch des Sachverständigen wüller-heß die Presse während der Gutachten ausgeschlossen bleiben solle oder nicht. Als dann da« Gericht im Saal erschien, gab es wieder Aus- regnng. Staatsanwalt Roscabaum erhob sich plötzlich und erbat das wort zu folgender Erklärung: Der Zeuge, Ober- primaner Sappe», ist soeben bei mir gewesen und hat mir gesagt, daß der Zeuge Tleuberl gestern bei der Schilderung, wie er einmal nacht» mit husmano im Walde spazieren gegangen ist und dabei plShllch furchtbare Angst bekommen hat. die Unwahrheit gesagt hat. Der Zeuge Sappen hat von dem hier ebenfalls vernommenen Zeugen Lehmann eine ganz andere Darstellung diese, Bor- solle» erhalten. Bors.: Dann bitte ich den Zeugen Kappen vorzurufen. Als der Zeug« an den Richiertisch trat, fragt« ihn der Borsitzends, was er von diesem Vorfall wisse. Zeuge Oberprimaner Kappen: Lehmann hat mir hier im Gericht erzählt, daß Neubert, als er vernommen wurde, den Vorfall ganz anders dargestellt habe, als er es seinerzeit Lehmann erzählt habe. Danach hat nämlich Aeubert vor husmann plötzlich fürchterliche Angst bekommen und hat in der Tasche sein wcfser ausgemacht, cherr Vorsitzender, ich muß außer- dem noch Folgende» sagen: Die meisten Schüler hoben hier unter ihrem Eid mit der Sprache zurückgeholten. Sie haben hier den Dingen eine ganz andere Darstellung gegeben, als sie das früher getan haben. Ich würde diese schweren Beschuldigungen gegen meine Mitschüler hier nicht vorgebracht haben, wenn man nicht gegen mich und meine Familie so häßliche Angrisse gemacht hätte.(Minuten- lang« Bewegung im ganzen Saal.) Hierauf teilt« der Borsitzende den Gerichtsbeschluß über den Ausschluß der Oefsentlichkeit wahrend der Gutachten der Sachverständigen mit. daß das Interesse des Schutzes der heranwachsenden Jugend überwiege, und daß deshalb die Oeffentlichleit ausge- schlössen werden müsse. Um jedoch der Press« Gelegen- heit zu geben, die Urteilsfindung ganz zu verstehen, wurde den anwesenden Zeitungsvertretern gestattet, während des zweiten Teils der Gutachten im Saal zu bleiben. Nach Wiedereröffnung der teil- weisen Oesfentlichteit durch di« Zulassung der Presse, nahmen dann die Gutachter das Wort, um psychologisch zu der Tat Stellung zu nehmen und die seelischen bzw. körperlichen Eigenschaften des Angeklagten zu erklären. Bei der Vernehmung des ersten Sachver- ständigen, Professor Hübner-Vonn, ereignete sich der im Gerichts- saal nicht häufige Fall, daß der Vorsitzende gegen die Ausführungen des Sachverständigen Stellung nehmen mußte, und daß der Gutachter, ohne seinen Bortrag beendet zu haben, schließlich von dem zweiten Sachverständigen, Professor Müller-cheß, abgelöst wurde. Professor Hübner sührte aus: Wenn wir den vorliegenden Fall oerstehen wollen, müsien wir uns mit der Persönlichkeit ijusmanns beschäftigen. Er ist ein verschlossener Mensch, der in prekären Situationen eine ungewöhnliche Ruhe zeigt. Er hat die Neigung, sich in ge- wtfsem Sinne mit minderwertigen Elementen anzufreunden, ohne zu erkennen, daß die Beziehungen zu solchen Elementen nur Schaden bringen können. Der Angeklagte, den di« Zeugen als einen Menschen mit zwei Seelen geschildert haben, besitzt eine Neigung zur Oberflächlichkeit, während«r auf der anderen Seit« auch tiefer Neigungen und Empfindungen fähig ist. Intel- lettuell ist er den meisten seiner Mitschüler weit über- legen gewesen, auf der anderen Seit« zeigt sein Stil in den Briefen doch starte Zeichen von Minderwertigkeit. Alkohol übt auf den Angeklagten keine krankhaften Erscheinungen aus. Aus diesem Grunde war auch die Alkoholprobe überflüssig. Wenn man bei dem Angeklagten den Begrisf Sadismus wisienschafllich fassen will, so kann ich nur sagen, daß mit Bestimmtheit sadistische Neigungen bei Husmann nicht festgestellt sind. Ausfällig ist allerdings der Bor- fall, der sich am Lochersee(auf der Rhönfahrt) mit Daube abge- spiell hat, und bei welchem sich eine starke Veränderung des Ge- sichts van Husmann bemerkbor gemacht hat. Alles das reicht nicht aus, um nachzuweisen, daß Husmann ein Sadist ist. Das Katzen- töten hat sich als«ine ziemlich harmlose Handlung herausgestellt. Wenn die Zeugen über den Begriff Homosexualität widersprechende Aussagen gemacht haben, so liegt das in ihrer jugendlichen Uner- fahrenheit und Unkenntnis der Materie. Verdächtig bei Husmann ist jedoch der Dorfall mit Daube, der sich im Jahre 1S2S abgespielt hat. Vors.(unterbrechend): Abgespielt haben soll. Tacho.: Aus diesem Vorfall erklärt sich das süßliche Wesen Husmanns, seine femininen Neigungen und das Nachlassen seines Interesses für Mädchen. Das Verhalten zu Daube ist so zu erklären, daß sexuell bestimmt etwas vorgekommen ist, daß Daube sich losmachen wollte und daß Husmann ihn losgelassen hat. Rechtsanwalt Ruschen(aufspringend): Herr Sachverständiger, gegen diese Art Ihres Gutachtens muß ich in entschiedenster Weise Stellung nehmen. Sie habest hier nicht ein Plädoyer zu halten. sondern Sie haben Ihre wissenschaftlich« Ansicht kundzutun. Vors.: Herr Sachverständiger, Sie können doch Ihre Ausführungen nicht in einer so bestimmten Form machen: wie Sie das hier bei uns getan haben. Sie stellen all die Dinge als bewiesen« Tatsachen hin, die doch überhaupt erst einmal bewiesen werden jollen. S a ch o.: Das Ganze ist doch nur ein Erklärungsversuch aus Mangel an Tatsachen. Bezüglich der Homosexualität möchte ich sagen: Le- wiesen ist nicht» Sichere», aber es bestehen starke Verdachtsmomente. Als der Sachverständige sich nun zu der Frage äußern wollte, ob ein Lustmord vorliegt oder nicht, erhob sich Professor Müller-Heß und gab die Erklärung ab, es fei ungeheuer schwer, sich über dieses Gebiet zu äußern und nahm anstatt seines Mitgutachters, Professor Hübner, da» Wort: Nachgewiesen ist in dieser Verhandlung nichts, soweit es unser Arbeitsgebiet betrifft. Aber es sind doch Momente bei dem Af�eklagten vorhanden, die über den Rahmen der normalen Sexualität hinausgehen und an Homo- sexualität erinnern könnten. Wenn man nun fragt, ob di« Tat aus dem Milieu der ganzen Klaffe heraus entstanden ist, ob das Motiv in dem Niveau der Prima wurzelt, so sind wir über- zeugt, daß das nicht der Fall ist. Wir meinen vielmehr, daß der Mord, wenn Husmann ihn verübt haben sollte, au» seiner Person heraus entsprungen sein müßte. Ueberall bei Jugendlichen gibt es drei Gruppen: die eine Gruppe lehnt von innen heraus all« Schurke- reien ab, die zweite Gruppe zeigt sexuelle Neugierde, lehnt ober nach Vollendung der Pubertät Anormalien ab, di« dritte Gruppe hat ihre Freud« an der Zote. Leute aus der dritten Gruppe verseuchen ihre Umgebung ebenso auf dem Schulhof eines Gymnasiums wie ihre Arbeitskollegen auf dem Fabrikhof. Es handelle sich hier um ganz normale Entgleisungen im Pubertät saller. Damit waren die Gutachten der Sachverständigen abgeschlossen. Der Vorsitzende richtete nochmals einen Appell an die Geschworenen, sich nicht be- «influssen zu lasten. Dann wurde noch der Zeuge Lehmann kurz vernommen, da. wie oben berichtet, der Zeuge Kappen seine Mitschüler der falschen Aussage bezichtigt hatte. Vors.: Zeuge Lehmann, hat der Student Neubert mit Ihnen einmal den Borfall gesprochen, der sich nachts im Anschluß an«in« Kneipe in einem Woldchen abge» spielt hat? Zeug« Lehmann: Neubert erzählte mir, er sei mit Husmann spazieren gegangen, und habe in dem Wäldchen Angst bekommen. Er habe deshalb in die Tasche gefaßt und sein Taschen- meffer umklammert. Darauf wurde der Zeuge N e u b e r t noch einmal vernommen Vors.: Was haben Sie über diesen Vor- fall, über den wir Sie ja schon gestern vernommen haben, zu Leh- mann gesagt? Zeuge: Dasselbe, was ich gestern dem Herrn Staatsanwalt bekundet habe. Vors.: Haben Sie davon ge- sprachen, daß Sie das Taschenmesser mit der Faust umklammert hatten, um für alle Fälle gerüstet zu sein? Zeuge: Ich erkläre nochmals, ich Hab« keine Angst vor Husmann ge» habt, sonst wäre ich doch nicht mit Husmann Arm in Arm weiter- gegangen. Damit war die Sitzung beendet. Der Vorsitzende schloß formell die Beweisaufnahme noch nicht ab, sondern will da« erst am Dienstag vormittag vor den Plädoyers tun, da immer noch die Möglichkeit besteht, daß neue Beweisanträg« gestellt werden. �oche oder Eifersucht? Essen, 27. Oktober.(Eigenbericht.) Als der Berichterstatter nach Schluß der Verhandlung den Vor- sitzenden aufsuchte und sein Bedauern darüber aussprach, daß auch die Press« ausgeschlossen wurde, meinte Dr. Anger, daß er selbst die zusammenfassende Darstellung des Gutachtens gegeben hätte, wenn er gewußt hätte, daß die Sachverständigen es in so ungeschickter Weise tun würden. Der Vorsitzend« machte bei dieser Gelegenheit zwei bedeutsame Ergänzungen über das Gutachten. So sagt« er, daß die Sachverständigen erklärt hätten, daß der Angeklagt«, so» fern or der Täter sein sollte, die Tat sowohl mit Ueberlegung als auch im Zustande des Affekt, ausgeführt haben känne. Als Motiv käme Räch« oder Eifersucht in Betracht. Der Vorsitzende erzählt« ferner, daß der Staatsanwalt an die Sachver- ständigen die Frage gerichtet habe, ob die Bildung, Erziehung und gute Häuslichkeit nicht dagegen sprächen, daß Husmann di« Tat de- gangen haben könne, worauf die Sachverständigen erklärten, die Tat siegt außerhalb der Moral. Es verlautet, daß die Staatsan- waltschaft von der Mordanklage zurückgetreten und sich lediglich auf die Totschlagsantlag« beschränken wolle. Jedenfalls hat da» Gutachten der Sachverständigen die Position der Staatsanwalt- schuft gestärkt. Nun kann sie sich darauf berufen, daß die Tat im Bereiche der psychologischen Möglichkeiten de« Angeklagten siegt. Die allgemeine Ansicht ist, daß Husmann freigesprochen werden müsse. Allerdings nicht wegen seiner erwiesenen Ilm schuld, wie er dies in einem aus dem Gefängnis geschmuggelten Kassiber erhofft, sondern aus Mangel an Beweisen. Husmann hat in einem anderen Brief« geschrieben, daß er sich unter keinen Um- ständen mst einem derartigen Freffpruch begnügen würde. Boykott gegen Zeuge«. Oic Methoden der Kyritzer landbiiudler. Im weiteren Verlauf der Verhandlung im Kyritzer Land- bundprozeß wurde.zunächst«ine ganze Reche von Zeugen vernommen, deren Aussagen nichts mefertüich Neues ergaben. Ms dann der Landwirt M e n n i ck e ans Drchmen vernommen werden sollte, trat der Zeuge, ein älterer Mann, vor und erklärt": Ich möchte vorher etwas sagen. Ich bin am Mittwochabend nach Hause gefahren, da begegnet« ich dem Vertrauensmann vom Land- bund, der mich ansprach und mir sagte:.Sie haben sich als frei- williger Zeuge gegen den Landbund gemeldet, wenn Sie als Land- wirt gegen den Landbund als Zeuge aussagen, dann sind Si« sür Drehmen erledigt.(Lravoruse und Lehr richtig! aus den Anklage- bänken, worauf der Vorsitzende dieses Benehmen der Angeklagten scharf rügt.) Sie sind ein ganz schlechter Mensch. Mit Ihnen wer- den wir keine Gemeinschaft mehr haben, auch nicht mehr bei den Milchfahrten.* So ist es. so erklärte der Zeuge, nun auch ge- kommen. Seit gestern wird meine Mllch nicht mehr mstgenom- wen. Ich siehe vor dem Ruin. Im Einverständnis mit den Prozeßbeteiligten wurde auf den Zeugen verzichtet. Zum Schluß der Dormillagesitzung wurde der Kreis» leite r des Landbundes Henkel vernommen. Er erklärte. daß er schon tagelang vorher gehört habe. da» Finanzamt in Kyrikz soll in Klumpen geschlagen werden. Pflichtgemäß habe er sich auch zu der Demonstration begeben, um sestzustellen, wer alles von den Geschäftsleuten teilnehmen werde. Er bestätigt« die bisherigen Schilderungen von den Vor- gängen am Finanzamt, und zwar hat«r dies« Zwischenfälle von dem gegenüberliegenden Garten der Aufbauschule aus beobachtet. Ms die Pistolen sersiggemacht wurden. Hab« er zu seinem Rachbor gesagt: Wen» geschossen wird, dann fallen wir hier in den Spring- brunnen hinter uns und stellen uns tot. Ich habe 3000 Landwirt- und 300 Gewerbetreibende als Teilnehmer der Demonstration gezählt. Die Reden auf dem Marktplatz habe ib als aufreizend empfunden. Herr Staffehl war reichlich derb, aber wir nehmen Herrn Staffehl nicht allzu ernst. Ms ich leine Rede härte, dacht« ich mir: Mein lieber Staffehl. wer hat dir denn das aufgeschrieben? Die Rachmittagssitzunq brachte zunächst die Vernehmung des Pollzeiwachtmessters Müller, der bei den Ausschreitungen im Finanzamt durch einen oder zwei Stockhieb« verwundet worden ist. Der Beamte hol«ine klaffende Wunde an der Rase und am Wund davongetragen. Das Nasenbein wurde ihm etwas eingedrücti, ein Zahn ausgeschlagen und das Blut ipritzi« aus Ras« und Muni- Müller lag zunächst 4 bis S Tage im Krankenhaus.Kqritz und war dann noch 14 Tag« in arztlicher Behandlung in Potsdam. Vor f.: Haben Sie den Man» erkannt, dar Si« geschlagen hat? Zeuge: Ich befand mich einer ganzen Gruppe gegenüber, die all« die Stöcke drohend erhoben hatten. Zunächst wurde ich am rechten Arm gepackt, ich wehrte den Betreffenden mit meinem Gummiknüppel ab und gleich darauf erhielt ich eine» H>« b b« r den Kops, ja daß ich besinnungslos zusammenstürzte. Di« Wachtmeister Kalpe und Schmers« erkennen zwar den Angeklagten Kleine als den Hauptschreier und als den später Verhafteten wisder. können jedoch auch nicht sogen, ob dieser Angeklagt« den Wacht- mcister Müller zu Boden geschlagen hat. JedenMs habe Kleine, der auch dauernd von der Menge umringt worden(ei. seiner• Derhafiung erheblichen Widerstand entgegengesetzt, wn auch der Verhastete Dierke. Die Sitzung schloß mit der Bernehmun« de» Steueramtmonne Göhr», die nichts Weiemstches erbrachte. Darauf wurde die Ver- Handlung auf MontagfrM) 0 Uhr vertagt. Die Einstellungen bei der Schupo. Man schreibt uns: Die Polizeischule Brandenburg stellt in diesen Tagen wieder etwa 450 Polizei an wärtev ein. Das Einberufungsschreiben besagt, daß sie eingestellt werden, wenn die nach ihrem Eintveffen vorzunehmende abschließende pol-- zeiärMiche Untersuchung und die noch nicht abgeschlosssusn amtlichen Erhebungen die Einstellung nicht ausschließen. Man hat nun 600 bereits untersucht« und schriftlich und mündlich geprüfte Bewerber kommen lasten, di« auf di« Einberufung hin ihre Stellungen ausgegeben haben. 25 Proz. von ihnen müssen nun wieder g«hen, zum Teil sehr wert, d«m es sind Bewerber au» allen preußischen Provinzen darunter. Da es in dem Ein- bemftmgsfchreiben nur heißt, daß bei Richteinstellung das Fahr geld 4. Klasse ersetzt werden.kann*, und daß kein Anspruch auf Ersatz für den Verlust einer Arbeitsstelle her- zuleiten ist. so bedeutet es ein große» Risiko, der Ein- berufung Folge zu lessten. Sollte es der Polizei nicht möglich fem — etwa durch eine zweite ärzlliche Untersuchung der Bewerber in ihren Pottzerbezirken— dies Risiko wenigstens zu ver- kleinern? In Brandenburg werden die Einstellungen auch nicht immer streng nach dem Attest gehandhabt, denn«in Mitglied eine» bürgerlichen Sportvereins kann sich schon nach der Voruntersuchung zu 00 Proz. als eingestellt betrachten, während z. B. Mitglieder dos Reichsbanners schon unter di« Lupe gcnounnm werden. Ist es in den anderen Polizeischulen ebenso? Die erste Taubenausstellung. Der Bezirk Norden des Verbandes der Tauben- Züchter Groß-Berlins und der Provinz Brandenburg kann für sich den Ruhm in Anspruch nehmen, die erste Taubenausstellung dieser Saison zu veranstalten. Und so stehen im Saalbau Fri e d- r i ch s h a i n 955 Tauben, die fast durchweg Hausbodenbewohner im Berliner Norden sind. Man steht vornehmlich Berliner Lange. Ber- liner Kurze, Schönheitsbrieser, Möwehen und Kröpfer. Es ist also sowohl die Nutz- wie die Sportrichtung vertreten. Man bemerkt bei einem sehr guten Durchschnitt auffallende Prachtexemplare in Farbe, Stand und Figur. Alle Tier«, selbst die. welche noch nicht ganz mit der Mauser durch sind und infalgedessen chre volle Schönheit nicht haben, sind die lebenden Beweise einer durchaus verständigen, sorgfältigen Tierhaltung. Und die kleinen Züchter können stolz aus chre Tiere sein, zumal viel« Exemplare der Selbstzucht entstammen- Warnung— Pelzkäufer! Die nurktschreicriscben Angebote, die von Nlchtfachleuten täglich mit {rollen Reklame-Unkosten veröffentlicht werden, um gutgläubige Käufer anrnlocken, wirken irrelOhrend. Nichtfachleute stellen meist einen Kürschner im Hause ein und be- reichnen ihre Waren aus eigener Kürschnerei, um vorzutäuschen, daß man bei einem Fachmann kauft In Wirklichkeit beziehen dieselben zum größten Teil auf das primitivste fertiggestellte Waren(die nur einen äußerlichen Anblick veileihen) und zu enormen Preisen vei kauft werden. Das Endresultat dieser Käufer ist bittere Enttäuschung. Daher das allgemeine Milltranen beim Pelzkaul. Ilm flas vcrlrancn wicflciUcrziisteiicB gebe ich als wirklicher Kürschnermeister und langjähriger Qualitätsfachmann folgende lückenlose schriit- liehe Garantie. 1. Sämtliche Pelze sind ausnahmslos in eigener Werkstatt unter persönlicher Mitwirkung hergestellt 2. Allerbeste Innen verar beitung, die von den Laien äußerlich nicht zu erkennen ist Patzer die RaBer- ItaHiaKcH des Pelzes. 3- Größtenteils vom ungegerb en Fell bis zur vollständigen Fertigstellung ohne jeden Zwischenhandel. BittediePablikation aufzubewahren und auch anderweitig darauf aufmerksam zu machen, da efeselbe wegen Ko- stenenparnls nur einmal erscheint. Ich weise darauf hin, daß Sie bei mir hunderte Pelzmäntel.vom einfachsten bis zum edelsten Pelzwerk, nach neuesten Modellen und wunderbarster Innenausstattung zu billigen und festen Preisen am Lager finden Hunderte Füchse in allen Modefarben- -kunkacupee, sowie größte Auswahl in PeW besützen I allen Farben und Fellarten. 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Der Zusammenbruch einer Anzahl von deutschen Metallfirmen lcnti die Aufmerksamkeit auf die grundlerzenden Veränderungen, die auf den internationalen Metallinärkten seit dem Krieg und insbe- sondere in der letzten Zeit eingetreten sind. Die Zusammenbrüche von deutschen Metallhändlern sind die unmittelbare Folge der Auf- blähung des Metallhandels während der Inflationszeit, als deren Zahl von etwa 130 vor dem Kriege auf 300 gestiegen ist. Auch jetzt beträgt die Zahl der deutschen Metallgrotzhändler etrva 180. Eine zweite, der den Metallhandel noch mehr benachteiligende Entwicklung der Nachkriegszeit ist die direkte Belieferung der Grotzvcrbraucher durch die Produzenten. Endlich führt die K a r t e l l i« r u n g der Metallproduktion zur Ausschal- tung des Zwischenhandels. Das kupferkarlcll als Weltmonopol. Das chauptkupferland der Welt find die Vereinigten Staate», die in ihre» gewaltigen Kupferbergwerken 53,4 Proz. aller Kupfererze fördern und 58,9 Proz. der Kupferprotuktion der Welt liefern. Das übrige Amerika(Chile, Peru, Kanada und Mexiko) liefert etwa 20,2 Proz. Europas Anteil beträgt nur !>.l Proz.(darunter Deutschland 3,2 Pro;.), Japan liefert 4,5 Pro;., Afrika 7,3 Pro;. Neben der amerikanischen Produktion gewinnt die afrikanische im belgischen Kongo, die Kupferge- winnung in den„Kr.langa"-Vergwerken. eine stets lvachscnde Be- deutung. Die Weltproduttion an Kupfer war 1926 um rund 50 Proz. höher als vor dem Krieg, im laufenden Jahr wird sie an- gesichts der außerordentlichen Steigerung des Ver- brauch? um etwa 80 Proz. großer sein. Die Ausdehnung des Clcktrizitätcnetzes wie der Zlufschwung der Automobilindustrie haben den Kupfervcrbrauch der Welt außerordentlich gesteigert. Im Jahre 1925 betrug der Gesamtkonsnm Europas 662 000 Tonnen, das ist kaum mehr als vor dem Krieg(044 200 Tonnen), der der Ver- einigten Staaten dagegen 772 090 Tonnen, das ist mehr als das Doppelte. Im laufenden Jahre ist der europäische 'Anteil sehr gewachsen, der deutsche gegenüber dem Vorjahr um etwa 17 Proz., der rn'sische»in 150 Proz. Deshalb in der letzten Zeit ein zeitweiliger Mangel an Vorräten, der erst kürzlich durch eine entsprechende Erweiterung der Produktion wieder ausgeglichen wurde. Die Preis« für Kupfer waren in der Nachkriegszeit trotz des steigenden Verbrauchs gedrückt, weil die Produktion rascher noch als der Verbranch stieg. Vor zwei Iahren wurde nun ein i n t e r- nationales K» p f e r k a r t e l l gegründet unter Führung der nmerikanischen Produzenten, die allerdings nur in bezug ans ihre Ausfuhr sich kartellmäßig gebunden lzaben, weil Kartelle für die Belieferung des amerikanischen Innenmarktes dort gesetzwidrig sind. Da aber der europäische Kontinent als Kupferlieferant für Amerika nicht in Frage kommt, so reicht der Beitritt des amerikanischen Küpiererports aus, um den Bestand des Kartells zu sichern. In dem Kartell sind heute 94 Proz. der Kupferproduktion der Welt zusammengefaßt, d. h. das internationale Kupserkartcll ist ein W e l t m o n o p o l. Doch hat das Knpferkartell die. Preise nicht in dem Umfang gesteigert, als man dies von einem Weltmonopol eigen?-' ei wartet chatte. IM ersten Jahr seines Bestandes hat der damals noch mächtige englische K u p f e r h a n d e l die preissteigernden Bestrebungen des Küpferkartells durchkreuzt. Erst im chcrbst des vergangenen Jahres gelang es dein Kartell, die Knpfcrvorräte der Londoner Metallbörse aufzukaufen und die Macht des Kupferhandels zu brechen. Seitdem beherrfckst es das Feld vollkommen. Gegen willkürliche P r c i s ft e i g e r u n g e n des Kar- tells wirkten einmal die Ausdehnung der belgifch-afrikanifchen Knpferproduktion, zum anderen die Konkurrenz des Aluminiums Auch zum Winter gcoß» y€us~nxahl. oesle Qualiteitan. hilligjäa IfceaUe!! 5'Fmiag-STOFFE Molkenmarkt Ns14 und anderer Metalle. Dos Kupferkartell ist ein Preis- und kein Pro- duktionskartell und kann eine Produttionseinschränkung nicht an- ordnen. So können die belgischen Bergwerke ihre Produktion steigern und innerhalb des internationalen Kupferkartells die Politik mäßiger Preise vertreten. Diesen Wünschen muß das Kartell nach- geben, wenn es von der afrikanischen Industrie nicht gesprengt und in einen Konkurrenzkampf mit dieser hineingezogen werden will. Schwierige Kartellbildung für Zink und für Blei. Für Zink ist die Loge insofern anders als beim Kupfer, als bei diesem»eben Amerika als chauchlieserant auch die e u r o p ä i- schen Länder über eine namhafte Zinkerzfördernng und-ver- hüttung verfügen. Von der Zinkoerhüttung haben die Bereinigten Staaten 45,5 Proz.(vor dem Krieg 31 Proz.), Europa aber 44 Proz., darunter Belgien 15,4 Proz., Polen 10,1 Proz., Frankreich 6 Pro;., Deutschland 5,5 Proz. Außerdem sind die mexikanische, kanadische und australische Zinkerzerzeugung für die Jinkwirtschoft von er- heblicher Bedeutung. Das amerikanische Kapital ist in die europäische Zinkproduktion eingedrungen, dadurch, daß die chorriman-Gruppe, Besitzerin eines der größten Metalltrusts der Bereinigten Staaten, des Ana- conda-Trufts, der etwa 20 Proz. der amerikanischen Zinkproduktion liefert, die ostoberschlesische Giesche-Gesellschaft er- worden hat. In der Tat hat sich danach die polnische Zink- industric unter charrimans Einfluß bereit erklärt, eine Vereinbarung mit der belgischen zu treffen. Es wurde vorläufig ein statistisches Bureau in Brüssel errichtet, dem sich auch die deutschen und anHeren kontinentalen Produzenten angeschlossen haben. Das Zinkkartell Hot also Ehancen. Inzwischen hat Englands größter Zinkproduzent(Zinc Cor- poration) seine grundsüßliche Bereitwilligkeit zum Anschluß erklärt: trotzdem bleibt die Gründung eines wirksamen internationalen Zink- kartells nach ungewiß, zumal die Lage noch weiter verwickelt wird durch das Hinzukommen einer neuen Frage, des Aufkommens des elektrolytischen Verfahrens. Durch elektrolytisches Aerfahren wird Feinzink mit hohem Reinheitsgrad hergestellt, das dem Rohzink stark überlegen ist. Deshalb eine stets steigende Nach- frage nach Feinzink, das aber gegenwärtig in größerem Umfang fast nur in den Vereinigten Staaten gewonnen wird. Doch steht auch ein großer Teil der europäischen Zinkhüttenindnstrie im Begriff, auf die Herstellung von Feinzink überzugehen: Daraus entstehen Gegensätze. Die vorgeschlagene Lösung, den Preis von Feinzink stets in einem entsprechenden Abstand vom Rohzint zu halten(eine Min- destspanne von zwei engl. Pfund Sterling über dem Rohzintpreis), scheint die Intcrcsien der Feinzinkerzeuger aber nicht zu befriedigen. Aehnlich wie für Z'nk ist die Lage für Blei, mit dem Unter- schied, daß die Bieiproduktion noch mehr zersplittert und daher die Möglichkeit einer Kartellgründung noch schwieriger ist. In der Blei- Produktion trat«ine ähnliche Verschiebung wie beim Kupfer ein: Außerordentliche Steigerung des Weltverbrauchs infolge der ver- mehrten Verwendung von Blei für Elektrisizierungszweckc, in der Kabel- und Automobilindustrie sowie Baugewerbe: andererseits ein« Steigerung der Produktion, die noch größer ist als die Zunahme des Wcltverbrauchs. Die Woltproduktion betrug 1926 1,6 Millionen Tonne» gegenüber 1,2 Millionen vor dem Krieg. Davon entfallen auf Amerika(Bereinigte Staaten, Mexiko und Kanada) 61 Proz., 9,5 Proz. auf Australien, 24 Proz. auf verschiedene europäische Länder(darunter Deutschland mit 4,7 Pro;, der Welterzeugung). Während aber die amerikanische Produktion sich seit dem Krieg von 40 auf 61 Proz. erhöhte, ging der Anteil Europas sehr erheblich zurück. Der Verbrauch der Bereinigten Staaten stieg in den letzten zehn Jahren um etwa 50 Proz. Der größte Bleitrust der Welt, der amerikanische Guggenheim-Trust, hat.zwar wiederholt, um«inen Preis. rückgang zu verhindern, die Bleierzeugung eingeschränkt. Doch reich- tcn die Maßnahmen eines einzigen Großtrusts dazu nickst aus. Die Preise stehen gegenwärtig auf etwa 20 Pfund pro Tonn« gegenüber 12 bis 15 Pfund vor dem Kriege: eine Preisentwicklung, die den Bleiproduzenten nicht günstig genug erscheint. Von englischer Seite wurde nun die kürzliche Londoner Bleikonserenz angeregt, der erste Versuch für die Gründung eines internationalen Blei- kartells. Borläufig denkt man nur an die Errichtung eines inter- nationalen Bureaus, ähnlich wie das Brüsseler Statistische Amt für Zink. Ausskleg und Biedergang in der Zianherrschafi. Ganz eigenartig ist die Entwicklung in der Zinnproduktion und im Zinnverbrauch. Dieses Metall wird nicht wie die anderen iir den Vereinigten Staaten gewonnen, sondern zum allergrößten Teil auf den malayischen Inseln und in Holländisch-Indien, wo die Pro, duktion mit 70 Proz. der Welterzeugung aus englischem und hollän- dischem Kapital erfolgt. Daneben bringt Bchivien etwa 22 Pro.;. der Weltproduktion. Der größte Verbraucher sind die Vereinigten: Staaten, die 60 Proz. der Zinnproduktton aufnehmen. In der Nachkriegszeit war nun der Verbrauch stets de? Produktton vorangeeilt, deshalb eine ungehetire Steigerung der Zinnpreise. In diesem Jahre ist plötzlich eine Wendung eingetreten: Die Weltproduktion stieg infolge der Ausbeutung neuer Zinnvor. kommen, dagegen sank der Verbrauch durch die Verwendung von Ersatzmitteln an Stelle des unerschwinglich teuer gewordenen Zinns. Die Preise fielen von April bis September von 240 Pfund die Tonne auf 209 Pfund. Verschärst wurde die Lage der Zinnproduzenten durch den Kampf der Bereinigten Staaten gegen die Rohstoffmonopole, der auch gegen die im Grunde monopolistisch vertriebene Zinnprodnktion gerichtet ist. Es wurde dort die Er- richtung einer Einkaussgesellschafr mit staatlicher Unterstützung in Aussicht genommen, um den Einkaus von Zinn in einer Hand zu vereinigen. Auch war der große englisch-holländische Zinnkonzern gezwungen, um Amerika zu beschw'ckstigcn, amerikanisches Kapital heranzuziehen und diesem einen Anteil an den bolivchnischcn Zinn- vorkommen zu sichern. Der Westhandel an Zinn, besten Mittelpunkt bisher die Londoner Metallbörse war, wird aber dieser künstig zum Teil verloren gehen: im größten Verbrmicherland, den Bereinigten Staate», wird dem- nächst ein Terminhandel für Zinn durchgeführt. Damit geht wieder ein Stück Wirtschoftsmacht von der allen Welt auf die neue. Als größte Produzenten und größte Perbraucher der Welt, zu denen ste seit dem Kriege geworden sind, schickt sich das Industrie- und Handels- kapital der Vereinigten Staaten an, Europa auch auf diesem Gc- biet abhängig zu machen. A. H. Kartellenquete des Völkerbundes. Das Wirtschaftskomitee des Völkerbundes hat eine Enquete über die Industriekartelle beschlossen. Jedes Komiteemirzlied soll die verschiedenen �Seiten dieses Problems in seinem eigenen Lande ein- schließlich der rechtlichen Regelung des Kortellwesens untersuchen. Im Wirtschaftsknmitee sind alle Staaten vertreten, in deren Wirt- schastsleben die Kartelle eine Rolle spielen. Lexikon der Sozialbehörden. Das von uns am Freitag be» sprochene Nachschlagewerk über die..Organe der Sozialpolitik von Hartrodt und Preller umfaßt 1920 Seiten und ist im Verlag Reimer Hobbing-Berlin erschienen. SalzdelsurlH-konzern erhöht sein Kapiial um 23.5 Millionen. Aus dem Salzdetsurch-Westerregelu-Aschersleben-Koitzern wird ge- meldet, daß Salzdetfurth das Kapital von 16 auf 28, Wefterregeln von 16,7 auf 22 und Aschersleben von 15,8 auf 22 Millionen erhöhen soll. Das Konzernkapilai, das Dividende verlangt, steigt damit von 48 auf 72 Millionen. Als Grund wird der Ausbau der Werke auf chemischem Gebiet angegeben. Das mag auch beabsichtigt sein. Mau will aber auch die großen K a l i g e w i» n c unauffälliger machen, indem man die Kapilalbasis verbreilert und damit den Dividendensatz niedrig hält. Den Aktionären wird zugleich ein Kursgeschenk von vielen Millionen gemacht. Das dient dem gleichen Zweck. Bau ö-ry, die Kali laufen und Belegschaften, die die Gcwimic erarbeiten, sollen darauf achten. Dividenden im Schcuerkonzern. Die jetzt von der Preußenkaste, der RentenbonkkreditanstaU, der Großeinkaussgesellichast deutscher Konsumvereine und der Düngerindustric behenichle Mühlenvereinigung A.-G. des Scheuerkonzerns verteilt für die wichtigsten Mühlen beachtliche Dividenden. Für das erste Halbjahr 1928— der Gc- schastsfckstuß wurde auf Ende Juni verlegt— verteilt die Wittener Walzenmühle A.-G. die Jahresdioidende von 8 Proz., die Syberberg A.-G.-Köln-Mülheim 8 Proz., die Mühlenwerke Kiesekamp A.-G.-Münslrr 5 Proz., während die Krefcldcr Mühlenwerke A.-G. den Gewinn von rund 5000 M. für dos neue Jahr vorträgt. Tischwäsche- Sonderverkauf, Gelegenheiisongebofs und fehlerhafte Stücke ganz besonder 3 billig./ Webstühle im Betrieb. Eine Schau- vom Faden bis zum gedeckten Tisch. 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Brett' I; miSmmSL Variete, Tanz, Stimmung) Müh�Jh>natnjsJP|�Jhf Mm WM Montag, d. 29. Oktober mmm I JtiffiutKlar« 153-1» Am Lehnte er Pietz Brabent 1505-06 Rennen z> Karlshorst Soantag, den 28. Oktober, nachmittags I2V, Uhr Jagdrennen der DreflSlulgen pfänderversteigerung. Sil in ben Monden Somsar- fftbenat, AHhä 10»»ersegitn Pidnder tommen, (««nt sie»ickt erneuert worden sind, vorn «aaw«. kern 5.«oornLbrr 1«M, 0 Übt vorm. ab, Zägerftz. 64, tut Sertttigtrung, und gtnac: am S. Seiwmhrr nur ssahr- läder, Nah- und Kchreihtnofdunen, Svrech» uud Thotoantarate, Bilder betanutrr Meister. Bopnelgläfet und sonstig« Degen- stände der Opitf-, ab 6. Novomder folgen jUeidrr und PeUwert; etwa ad 9. Ra- nembez folgt MSstiie nv.; etwa ad 13. No- oetnbez folgt»•tumtlen, Gold», Silber-. stristallsaSen. Uhren ui«. eatH-M«. fttU5licM5TRUPdeMTe M�I/LLvc, «ATEM?�MI.LrrTüeN vlpel�ken K«?ZU»1 db Fabrik bezw.§ue2.1/eriJ]|iJ€bdfi deutsche>1 QUALITATS" -ARBEIT SPR6CH APPARATE Wochantau 7,»'» Sooniaa 1. 7, »t» m-PILAST 8 3 Bub. 9771 ffoehentags tii�ts Sonntag 5ww GLORIA- PAHIT UI der GedSchtnink. Bina. 90 35, 8555 hotkeBUgs 7t ms Sonnabend«nd !onotag5D,7>5J>i kBMOHIKAS MElNELeHEROLO, KUHGEMtHAim snöoo oamscH/tetaetti täSTiunre pteOfMee JLÄ Auch Du musst die Weltschau, am Kaiserdamm gesehen haben! SonaeM. u»o Stnw»g obds. H Uhr| j AwttretMi von f Paula Busch alsLöwen-Amazooe Cla orstn Retterin im Lowookth« Eiien Sie-Kar nseh bis 31. Okt. «Pcrlea| mit Bntno Kaai wer | AfiZi-.'iffL: l>aa s�iraattoneHe] mpliz. n- Procrramm: Sonntags 2 Voist,, 3 und 8 Uhr j Nachmittag» din garzn Vir- 1 stsiluno zu halben Prsiasnl StiKWUnn Subfine Frscin CassRGva- Bellett lieb) f. Fsrbes 9 Uhr vorm. bis 10 Uhr abds. Eintritt 1.50, Jgdl. 0.75 Mk. LetzterTag! rOflFÖSSTENDAUN Kurfürntcndamm 26 Bismarek 6179 WMlltnflQtTlftgil* tOQKtJO 5i\71 imtiortAuiiinmHiiHiKUiiimi ÜFA-PAmiON am Nollteiidorfpl. 5468 Hsü. 8376 VeehARtaqs urd S�ntagSiSTis.tis ÜBinerticbtspleie un Pottdancr Platz Nollendori 2095-96 Nochentags 7, 1 ■onnabend«nd Sooctag 5, 7, i iitinnHiininimiiiuiiuainiti TCBMSEUSSE Eck« StrometraCe Haaaa 4883 Nnckeatags 7, t Sonntag 8, 7, S •■iMIMMUlli IINIII ÄLEKANDERPL. AJezaaderstr. 46-48 Kttpferiraben 4936 WochöBlayfc 7. 9 aoio'Ag 5. 7. S Eck« BStrowstr. Köm�stadt 5564 Voetaeotagt 7. 9 Sann tag S. 7,» imittiiiiititKHiiiirtiKimnMii ■/.,• M.".'t:-> TitcMoftloat Bior 75 Pf«. Moeca!.2°> Mk. Eintritt IrnL i Cr-t» �eiaoridamrri«.-, Drückst In der Ilci-FesfhCLlle ab 7 Uhr abends Jur Ausstellungsbesucher freier Eintritt): bmm Hs-ffötthisäs-fibmä mit Bali Mä VarisÜ Gastspiel des sensationellen„Alkazar"• Programms— Pariertos konferiert l Nicht- A asstellangsbetncher zahlan ftr die Teilnahme am Jla-Ahschiedsabeitd f.— Mk.(Eingmt: Haas der Pantindestrie) KÖKIGSTADT SckSobAllaa 10-11 Nordeo 8067 Nsenanlags 7, 8 Seantag 5 7, 3 itefMiwniU'iiniiriminisHMii WEIMBbBGSWES Vainbergav. 16-18 Marda* 1865 Wocnenlags 7, 9 Sonntag 8, 7, S SBSSBRSfc! Am Aotoopiatz V«s»O»a«« 319 «oshintag* i, 8 Seaatad 5. 7, 8 tsaWCdma-täniBiit) t Die fersdnenr Marek Vi ""uSSttST" Boiorss 4sl Ha Die role Tflnzerln vonftosKan nimi i mntnn miuesmwsii i n-p-koub m Kartells iltari Geiieimnisie des Orients tBtndl dadsn bdrW IlHnniiiiilllltllNUillUHIinwR Hirn Piei H�ute in«Ilm V«r- st�llumrea p« rsön- 11 eh anwesend Seine stfirksle Walle mitiMiMiiiitnuTSTfiii onä Pstads« ■s Filmiie'deo Intnäl. tuheu tetrTI tmituHiswHWsiiisiism'Hiinii iuiy Jojt/ Willj fritst nie Carmen von S5. PaaR Aui der Bühee: l}«r tn-te Ta.iJlftea Pat misinsiimitwiiiiiUNiniiMi «1 Helflelüert ial der Lihae: iial tra fil«: bitiuni- «a u ndteib«! ligtüDL tliCB loMtl Poia Kegrl Das z*cUe Leben tiiniiuiuiiKUiiiinim Die Belize nnsi Ihr Narr BOltnannchao Reialoti&ss- Hocüzsil BOhr.onschai; m- Beieelberü Lei der Bidet „Zanberan ilfliB" litsadi. iib itmlti i.tiiui dctiuiiittiiiiiiintiHiiininiii f 031 ftji ntr s/suc� ej". der?» iTfinliot St« Ft SQ aui der polier SUtinennchau :.üBtfiALLÜfAWÖ(HIN%CHÄU 1 Kreitisch der verschämten Arme«. Dreimal wöchemlich sitzen 17 Personen, zumeist ganz all« Zainen von SO aufwärts, an dem grossen Eßtisch eines Prioochauses, "> dem die Gastgeberin präsidiert und lassen es sich wohlschmecken. -Venn gute Reden sie begleiten, dann fließt die Arbeit munter fort" tonn man hier mit Schiller sagen. Denn eine lebhaste Konversation. -to sich hauptsächlich aus gastronomischem Gebiet bewegte, würzte Mahlzeit.„Ach, Kohlrüben mit Schweinebauch esse ich doch zu Sirn," llingl es begeistert aus dem Munde eines überzarten, allen Meuchens in einem altmodischen lila Tuchkleid, das gewiß schon weit �er«in Jahrzehnt die Freude und der Stolz seiner Besitzerin ist. »m Hals sitzt ein feines Spitzenkrögelchen, mit einer winzig tleinen WIdenen Nadel zusammengehalten. Jede läßt vergangene Bilder aus %er Küchenpraxis neu erstehen, ein temperamentvolles Durchein- °nder von Stimmen und Meinungen, alles„kocht". „Bitte, nehmen Sie doch noch, es ist noch draußen." nötigt die uausfrou ihre Gäste immer wieder. Ihr« besonderen Lieblinge sind '>ets die neu Hinzugekommenen.„Sie sind anfänglich kaum satt iu kriegen." erzähll sie später.„Zwei-, dreimal lasse ich sie ihren Keller füllen, solange, bis der arme, vernachlässigte Magen von selbst �Ichcidener wird."„Alle meine Bekannten sagen, wie wohl ich jetzt "umsehe," berichtet freudestrahlend die ein« und die andere meint gar werde schon säst zu dick". Eine von Sorgen recht unbeschwert« Tesellslhast, müßte man meinen, wenn man sie so sprechen hört. nbsr bei näherem Hinsehen, da sitzt in all den versorgten, vergrämten Gesichtern, tief eingesressen, stilles Leid. Wer find sie und wie tommen sie hierher? Kleinrentner und Pensionär« sind �zumeist. Viele Frauen, viele aus Rußland vertriebene Deutsche. Manche leben noch in ihren großen, schönen Wohnungen, aber sie �ben nichts zu csien, denn ihr bißchen Einnahme reicht ja kaum zur �iiele. Sie machen Heimarbeiten, sie vermieten, aber dos geht �ks so sehr schlecht, denn sie sind alt und gebrechlich. Da ist eine �te von 82 Jahren, die mit ihrer älljährigen Tochter lebt. Die Achter ist Konzertsängerin, jetzt muß sie für sich und fremde Leute �werfte Hausarbeit verrichten, sie kann keinen Ton am Klavier �ihr spielen, die Hände sind zu hart und spröde geworden und durch "nc böse Erkältung hat auch ihre Stimme gelitten. Eine Sechztg- Ihrige fährt fast täglich nach Britz, um dort sür ein paar Pfennige 'iov-erunterricht zu erteilen. All diese so sehr Hilfsbedürftigen �irden durch das Rote Kreuz, oder durch die städtische Wohlfahrt Überwiesen: aber selten oder nie erscheinen sie dort als Bittsteller, ändern in den meisten Fällen ist es der Arzt, der dies veranlaßt, �nn er eines Schwächeonsalles wegen zu ihnen gerufen wird und k>ne Diagnose„Hunger" lautet. Dreimal in der Woche dürfen sie hier sattessen, iti einem freundlichen, warmen Zimmer, unter eunblichen Menschen. Und die anderen Tage?„Da eisen sie wohl tochis," meint die Gastgeberin. Di« Baerwald-Küchen— die hier geschilderte ist ein« «lvon— unterhalten bis jetzt 6 Freitische, in nächster Zeit kommt �ch einer hinzu. Alle sind sie in Wohnungen Verarmter unter- �bracht, die auf. der einen Seite durch Ueberlossung chrer Räume �bst den Wohltäter spielen, während man ihnen auf der anderen durch freies Css«, für sich und ihtc Angehörigen auf diskret« 'ist mit dem Allernötigsten beisteht. Warum ist Wild so teuer? Städtische Au? hörten zweifeln möchte. Der Mogistrat Berlin resp. die ihm unter- stellte Morkthallenverwaltung verteuert die Lebensmittel. die nach Berlin kommen. Oberbürgermeister Böß, von dem man erzähll, daß er, ein zweller Harun ol Raschid, nachts durch die Zcntralmarkthalle manchmal wandert, er sollte sich pan Fachleuten belehren lasten, welch« Praktiken dort ausgezogen wurden. Di? Stadt hat fünf oder sechs Händlern dos Privileg ge» geben. Auktionen zu veranstalten, d. h. Höchstpreise zu erzielen. Oesfenlliche Auktionen wirken in jedem Fall. Volkswirt- schaftlich betrachtet, zerstörend, aus dem Gebiet des Lebensmittel- Marktes wirken sie direkt unsittlich. Es kann nie und nimmer der Sinn einer städtischen Markthalle sein, Lebens- mittel zu verteuern und Hoch st preise zu erzielen, die Ver- broucher müßten doch den Herren viel näher stehen! Aber nur von den durch Höchstpreis« erziellen hohen Provisionen können die enormen Mieten sür die Halle ausgebracht werden, und darum das Privileg für die städtischen Berkausoermittler G. m. b. H.. darum das Anlocken der War« nach Berlin mft den hohen Preisen. Ver- sucht der private Händler auf dem Lande Will» einzukaufen, so holt man ihm den amtlich notierten Höch st preis entgegen, er ist gezwungen, diesen Preis zu zahlen, der leider gar nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Sogar mif die Auslandseiirfuhr von Wild wirkt sich diese falsche Preisnotterung au». Es muß dabei bemerkt werden, daß die Verkmifsvermittler G. m. b. H. in der Markthalle nicht einmal 29 Proz. des Berliner Umsatzes versteigern. die Wildhändler decken den Bedarf direkt. Man kann mit Recht schließen, daß die Zufuhr an Wild«in« noch größere sein würde, wenn die Auktionen nicht stattfänden, denn der zentrale Berliner Markt müßte dann doch am meisten beschickt werden. Notiert der Versteigerer sür seine sechs Rehe, die er auf die Tafel bringt, einen hohen Preis,«eil ein Reftourateur durchaus die Rchrücken für feine Gäste braucht, so ist doch damit nicht gesagt, daß die private Händler- schost ihre War« für diesen Preis absetzen kann. Erreicht jedoch der städtische Versteigerer keinen Preis, so bricht er die Auktion a b. die Ware wandert zurück in die Kühlhallc. Also noch unten wird kein Preis nottert. 10 Proz. Provision, Lagergeld, Rollgeld und andere Spesen verteuern übrigens den offiziellen Apparat so selir, daß der Produzent zu bedauern ist, der sich durch die erziellen Höchstpreise bestechen läßt und den Verkaufsvermittlern die Ware zum Versteigern überläßt. Als am 1. Oktober in Preußen die Hasenjagd begann, hatten die Händler Gelegenheit, Hasen zum Preise von 5,29 bis 5,59 M. pro Stück einzukaufen, weil noch kein Höchstpreis notiert war. ver am 5. Oktober einsetzende amtliche Bericht nannte jedoch für seine drei Stangen Hasen 8 M. pro Stück: im Nu war die günstige Einkaufs- gelegenheit verschwunden. Zurzeit sollen die Händler berells dem Jagdpächter 9 bis 9,59 M. für den Hasen bezahlen. Man sollte an- nehmen, daß eine solch« Institution mit den übelsten Praktiken des Auktionshondels nicht eine Stunde länger bestehen dürfte, wenn der Skandal ruchbar geworden ist. Geräuschlose Flugmotore. Di« norwegische Firma„Aero Motor Silencer". Oslo, führt« durch ihren Direktor Aage Hartmann in Berlin«in« neue Er- findung vor, die einen Schalldämpfer für Flugzeug- molaren vorstellt. Die Erfindung erziel: eine Schalldämpfung unter Ausnutzung der Saug- und Kühlwirkung der vor- beiströmenden Luft, ohne irgendwelche Herabsetzung der Motor- leistung. Dies wird dadurch erreicht, daß der äußeren Hüll« des Schalldämpfers hinten ein« Form gegeben wird, die derart von der Stromliniensorm abweicht, daß bei den in Frage kommenden relativen Gefchwindigtriten Zonen mit verdünnter bzw. wirbelnder Luft gebildet werden, in welch« die Auslaßöff- nungen für die Auspuffgase verlegt sind. Die verdünnt« Luft dringt auch in großem Maße weit in den Schalldämpfer hinein. Gleichzeitig ist die innere Konstruktion des Schalldämpfers derart »usgehildet. daß die Auspufigase, ehe sie an die Auslaßöff Hungen gelangen, dazu gezwungen sind, in einer verhältnismäßig dünnen Schicht längs der Innenfläche der äußeren Hülle zu strömen, so daß sie einer wirksamen.Kühlwirkung ausgesetzt werden. Bei den Vorführungen auft dem Tempelhoser Feld schien sich die Ein- richtung zu bewähren- Auf jeden Fall koimte man' feststellen: daß die fast unerträglich brausenden Geräusche der Propeller sich nur noch schwach bemerkbar mochten. .Öliger Aktivposten, denn ivas nützt eine reiche Ernte, wenn die nrtosfeli, bald zu saulen beginnen oder sonst krank sind. Daß die .pölknrtofsel stcb vorteilbaft von der schlechten Frühkartosfel unter- >-ni) nie«eptembersonne T' dem Artikel über die Kartoisel, der hier anläßlich der Aus- °?nng„Ernährung" verö'femlicht wurde, ist gesagt worden, daß N» Kartofkelbau nicht geöankenlos verfahren werden darf, sondern, die Wissenschaft hier Gesetze ausgestellt hc.t. die wohl zu be» �sen sind. Dos alt« Sprichwort von dem, der die dicksten Kar» steln hat, ist veraltet_ Unsere Genossin Adel« Schrcibcr llricger wurde iin gestrigen �bend" als.greise Führerin" bezeichnet. Das war natürlich nur ?N Uebertragungssehler. Auf Adele Schreiber-Krieger wird erfreu- �erweise noch lange nicht dos Prädikat„grei'e.zutreffen. Rcvolutiou in der Küche. Man glaubt sich in eine Vorstellung vom Wintergarten versetzt »>> sehen: ein Zauberer im weißen Kittel, den man eher sür einen Arzt als für«inen Erfinder und Koch halten sollt«, steht vor«inen» kleinen wcißlackierten Ofen. Mttten in seinein gelehrten Vortrag über gesundheitsgemäßo Küche, über die Kostbarkeit des Estens an sich, klapvt er ob und zu die Ofentür« auf und zieht köstliche Dinge daraus hervor: gebratenes Geflügel. Schweinebraten, Rinderfilets und ander« schön« Ding«. Aber das Wunderbar« daran ist, daß«r diese Speisen vor unseren Augen in den Ojen geschoben hat, daß wir mit der Uhr in der Hand standen und min selbst als Laien bc- greifen, daß hier sich«in chenris仫 Vorgang des Kochprozestes voll- zieht, der nocb nie da war.„Fette sind Gifte für den Menschen!", „Koche ohne Wasser!" sagt der gelehrte Profestor am Ofen. Da ichen wir. wie er die rolurn Fleischstücke in Schnitzelscheiben zer- kleinert und sie auf vernickelter Platte ohne jede Zutaten in den Ofen schiebt. Schon nach wenigen Minuten ist auf der sauberen Platte der Braten tischfertig, ist von solcher Zartheit und von Wohl- qestj)mack, wie es noch dem alten Bratversahren nie erreicht weroen kann. Das Fleisch schmorte im eigenen Söst, e» Hot die Würz« und den eigenen Duft, den wir eigentlich sonst nur in der KLchenlujt riechen, aber selten schmecken. Sogar das Volumen hat sich nichr geändert, das Fleisch hat dieselbe Größe und dasselbe Gewicht be- halten. So bereitet der Mann in seinem Wunderoien in der Pots- damer Straße Gemüse, Braten, Kuchen. Nichts geht durch den� Hitze- prozeß an werwollen Bitaminen, Nährfal.zen usw. bei den Speisen verloren. Das tägliche Eisenbahnunglück ... Ultd der tägliche Neubaueinflurz. Gestern vormittag stieß auf dem Kölner Hauptbahnhof der von Jünkerath konimcnde Personenzug 595 aus den nach Hamburg bereitstehenden L-D-Zug 212. Der Zug hatte nur noch geringe Geschwindigkeit. Bei dem Zusammen- stoß erlitten fünf Reisende,«in Schaffner, zwei An- gestellte der Mitropa und«ine Dienst frau leichte B r f- l e tz u n g e n. Der Sachschaden ist unbedeutend. Die Ursache d?s Unfalls ist noch nicht geklärt.-- � In(Eich bei Luxemburg stürzte, wahrfäieinlich infolge Baujehlers, ein taum vollendeter Neubau unter großem Getöse zusammen und begrub zwei Arbeiter unter den Trüm- m e r n, während die anderen sich noch in letzter Minute retten konnten. Ein Arbeiter wurde lebcncgeföhrlich verletzt, ein anderer leichter. Künf Arbeiter bei einer Explosion getötet. wie aus Montreal berichtet wird, find fünf in einem Steinbruch beschäsllgt« Arbeiter bei einer vnnamitexplosion i n Sl ticke gerissen worden. Dl« Häuser in der Näh« des Stein- bruches wurden beschädigt und verschieden« kleinere Drücken zerstört V»anl«ertllch kvr Polüik: 9t. C*rt WIrtschsU:®. aiitigelftäfeis ScnJttffc&afUScmcqunfl! Rttebt. ftcutBetan;®t. Z»l>n Lokales "«»||-----.....-- unk» Cetlaosauftolt Paul Ging« u(To.. Berlin 6® 68. Lindenftraß« S. aad Sonstiges, itritz tlarltädt! Bn�eiqcn: 30).(SUife. täintüch in Berlin. Brrlaa: Borwarts-Bcetag® m b. 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Entsprechend dieser «Vsehsung befaßt« sich das Wirtschaftstomit«e mit der Prüfung " vorhandenen Unterlagen, die durch Berichte der haupljächlich in kommenden Länder zu vervollständigen waren. Daß der Völkerbund nrit dem Kohlenproblem heißes Eisen an» ■fe, ging schon aus den Auseinandersetzu ngen im beratenden Wirt- ustsausschuß hervor und wurde besonder» deutlich wahrend der �jährigen Herbsttagung der Völkerbundversammlung. Man wird 0IH in der Annahme nicht fehlgehen, daß die nunmehr sortgesührt« Stative zur Regelung eines Wirtschaftszweige», der wohl wie »in anderer unter der Desorganisation seiner Produktion und �ver Absatzgebiete zu leiden hat. nicht zuletzt auch dem ständigen �äng«n des Internationalen Bergarb«it«rv«r» »ndez zuzuschreiben ist. Dem Verlangen der Bergarbeiterintcr- Wionole, zu den künstigen Kohlenberatungen des Völkerbundes hin- �üogen zu werden, ist bisher noch nicht in offizieller Weise ent- 'wchen worden. Indessen hat der Vorsitzende de» Wirtschofts« �>ite«», Gerruys, zu erkennen gegsben, daß er bereit ist,«inen zu suchen, um den Vertretern der bergbaulichen Arbeitnehmer �Möglichkeit der Mitwirkung zu eröffnen. Am tom- Montag werden Vertreter der Bcrgarbeiterinternatioimle � nach Gens begeben, um mit dem Präsidium des Wirkschasts- Mees, dem auch Staatssekretär Trendelenburg angehört, Uber Frage zu verhandeln. I Ln welcher Form ein« derartig« Mitbeteiligung der Bergarbeiter Ziehen kann, wird von der Gestaltung jenes Kohlenaus- �Usf«, abhängen, den da» Wirtschaftskomitee dieser Tage auf toinh der bisherigen Aussprache gebildet hat- In diesem Unter- "fchuß werden die wichtigsten interessierten Länder: Deutschland, santreich. England. Belgien, Polen und Italien vertreten sein. f:ne wirkliche Förderung der Lösungsaussichten ist freilich nur zu harten, wenn bereits in einem frühen Stadium der Beratungen �rtreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer i t e i l i g t werden, mit dem Ziel«, di« Einberufung einer Welt» °l>l«ntonferen,j für 1ll2S, für die die diesjährige Völker- �ndlagung di« Mittel bereitgestellt hat. so weit vorzubereiten, daß * Konferenz den Verwirklichungsreisen Entwurf zu einem i n t« r» �tio'nalen Uebereintvmmen beschließen kann. Di« Schwierigkeiten, die auf diesem Wege liegen, werden von Beteiligten anerkannt. E» dürfte sich jedoch auch die lieber- �»ung imprer mehr verbreitet haben, daß man die Lösung der �«rnaticuiulen Kohlensrag« keineswegs lediglich der privaten Jnitia- überlasten kann, und daß eine rein Privatwirtschaft- �e. Regelung nicht in der. Lage sein wird, die �stehenden Komplikationen zu überwinden. Da» Elsten des Völkerbundes wird also mehr sein wüsten als nur«ine Mragshikße WU Zustandetomnn'N eines privaten internationalen �hiet�prlells etwa nach dem Muster des Stahlpaktes. Da» w i r t- �nstif.ch« Mitbestimmungsrecht d« r»« r ga r b« i t«r in irgendivelchen Formen m einem künftigen, unter der Auto- des»olkerbundes abgefchlostenen«olchinpakt ebenso oeremkert j�Uden. wie entsprechende Schutzbestimmungen für die I. irb ra u cher. Aur Klärung dieser unabdingbaren Vorems �U>rgen einer wirklich heilsamen Kohleverstandigung bedarf es 1°°� her Mitwirkung der Unternehmer- und Ar ''iter Vertreter, während den Regierungsdelegierren mehr ** Ausgleich der auseinandergehenden Meinungen und Interessen �»gen' sollte. � v Wenn es den Verhandlungen der Bergarbeitevinternationale mit Präsidium des Wirtschostskomllees am nächsten Montag gelingt, Dölkerbundsbcratungen über die Kohlenfrage gleich aus dos zu bringen, das zu einer befriedigenden Lösung hinführt, so �rden langwierige bureaukratische und diplomatische Erwägungen. R bestenfalls nur dicke Memoranden, in jedem Falle aber bedauar- Ai Verzögerungen zur Folge haben können, vermieden wer»««. "ht die Wistenschaft von der»ergbauwirtschast. sondern di« p r o k° �! che Wirts chaftsbetängung der Sohlenindustriellen fall durch die !sbeit«n des Völkerbundes befruchtet werden. Dazu ist gewiß �'ffenschast natwendig. notwendiger aber ist die entschlossene Be- > g u n z. nicht bloß die platonische Bekundung, des V er- "üdi gu ng» willen» im internationalen Kahlenbergbau Dr. G. Serger, Bochum. Die Räumung der zweiien Zone. Mir Anfang 1929 angelundigt. Pari». 2?. Oktober. sEigenberichl.) Sie Meldung de,„Soj. Pressedienst', wonach die Räumung der �iten Zone des Rheinlandes vor dem lv. Zanuar ,gZS Barkel«erden darf, wird in pariser zuständigen Kreisen im tynllichcn bestätigt. Allerdings erfährt man. daß über das 'tum noch kein endgültiger Beschluß vorliege, wenn S der RSumungstermIn nicht--llzu weit von der Jahreswende �lerut liegen dürste, vi« Vorbereitung zur Räumung sind �«Nsall» bereits seit Woche» im Sauge. Der Ober- ?chmandicrendc der Rheinarmce»st schon Ansang September nach �>» berufen worden, um sich mit dem Senerolstab über die Ver- �»ng der sreiwcrdcnden Truppen zu einigen. E» soll ein Teil � Besatzung aus der zweiten Zone direkt noch Frankreich ab- Nportiert werden, während der«est bei der Rheinarmee bleiben ?ks'e. Frankreich ichdat gewillt ,u sein, die erwartete große die In der Räumung der zweiten«Heinlandzone besteh«, in allzu langer Zeit zu vollziehen. Mexiko amneflieri nicht. potsthführer bleiben ausgewiesen. Mexiko-City. Z7. Oktober.(Eigenbericht.) Do, Parlament lehnte den Gesetzentwurf der Antireeleccionisten- �tei aus Amnestie aller Teilnehmer früherer Aufstände und �«ilung der Rückkehrerlairbnis an all« aus Mexiko ausgewiesenen .»Ichisten«instimmig ab. Dos Gesetz sollte vor allem die �tkehr De!a 5) u e r t a S, des IM wegen Beteiligung an dem die Regierung gerichteten Putsch auegewiesenen Expräsidenten, s�Sglichen. In reaktionären Zirkeln wird De fa Huerta als zu- Präsidentschaftskandidot genaunt. Der Kappisi in China. »Fürchterlich, wie unsere Soldaten verloddcrt sind, wir brauchen e»nen Heeresreorganisator." »Als bewährte Stühe der ollpreußischen Armee wollen Sie, Herr Oberst, wieder Zucht und Ord« aung in unsere Armee bringen!" »Achrg!— Stillje— stann!"—»Famos- er schafft eS." »Druff, Kerls? Verhaftet die Regierung!"-»Ver« flixt- ein Kappist? Er kann auch hier das putsche» nicht lassen!" Schweres Straßenbahnunglück. 2 Tote, 3 Schwer- und viele Leichtverletzte. Vi» St raßenbah«Unglück, das» von außer« ordentlich schweren Folgen begleitet war, ereignete sich gestern abenb an der Ecke der M ü l l« r» und Trift- st r a st e im Norden Berlins. Zwei Fahrgäste wurden getötet, drei andere erlitten schwere. 22 weitere Personen leichte Verletzungen. Ter Zusammenstoß ge- schah mitten ans der Strastenkreuzung.' vi« Straßen- bahnwagc« der Linie 2 8E, der in Michtung Tegel fuhr und voll beseht war. wurde von einem Lastauto fettlich gerammt. Ter Zusammenstoß erfolgt« Mit so großer Gewalt, daß die vordere Plattform, ans dar etwa LR Fahrgaste standen, völlig abgerifse» wurde. Ter übrigen Fahrgäste im Innern de» Wagens be- mächtigte sich eine Panik. Vllcs drängte dem Ausgang zu. Tabei erlitten mehrere Frauen erhebliche cLuet- fchungen. Von einem„Borwiirts"-Leser war das Uu- glück vom Wohnungsfenster aus bemerkt worden. Er alarmierte sofort die Feuerwehr, die mit mehreren Zügen an der Unfallstelle eintraf. Auch das Städti- fche Rettungsamt war unter Leitung feines Tirek- tors Tr. Franck auf den Alarm mit vier Krankenwagen an die Unfallstelle geeilt. Insgesamt haben 27 Personen Verletzungen«rlsttcn. 22 von .ihnen konnten nach Anlegung von Nowerbänden im Virchom- Krankenhaus und auf der Rettungsstelle in der Lindowcr Straße wieder entlassen werden. Die übrigen mußten mit schwere» kopfoorletzuoge« und kuochenbrücheu im Buchow-Krankenhaus verbleiben. Zwei der Schwerverletzten, dsr Angestellte Werner Löhme aus der Stuttgarter Straße tv und der Monteur Emil Freier. Bineiaplatz 7, starben kurz nach ihrer Ausoahmc. Das Besindcn der anderen drei Schwerverlegten gibt gleichfalls zu Besorgnnisien Anlaß. Die Schuldfrage konnte noch nicht einwandfrei geklärt werden. Mehrere Augenzeugen sagten aus, daß die Schuld den Führer des Geschäftsautos treffe, der In einem vorschriftswidrig schnellen Tempo die Straßenkreuzung noch vor der herannaheizden Straßeistiohn nehmen wollt«. Nach den polizeilichen Ermittlungen soll der Führer des Autos betrunken gewesen sein. Die Schulen habe« zu flagge«! Antwort auf eine deutschnationale Anfrage. In einer deutschnationalen Anfrage wurde mit einem Hinweis auf die Entscheidung des Stoatsgcrichtshofes Beschwerde darüber geführt, daß die Komnomalaiisstchtsbehörden trotzdem eine Be- floggung der Schulgebäude in den Reichsfarben verlangt«». Wie der Amlliche Preußische Pressedienst aus Grund der Antwort de» preußischen Kultusministers mitteilt, ist in dem Runderlah vom 27. Juli 1928 ebenso wie in Erlassen früherer Jahre zum Ausdruck gebracht, daß die Beflaggung der Schulgebäude als ein« Kund- gebung der Schule nach außen und für die Schüler(wie j«de Schulfeier. Ausschmückung usw.) Angelegenheit der inneren Schulverwaltung und unabhängig davon ist, wem das Ge- bäiide g e h a r t. Die Rechtsbeständigkeit dieser.Ausfasiung und der ihr entsprechenden Anordnungen, für die in dem§ 18 der Reglerungsinstruktionen vom 13. Oktober 1817 eine unbestritten« Grundlage gegeben ist, wird durch die Entscheidung des Staats- gerlchtshofs nicht berührt._ 3fl Rumänien ein Kuliurfiaat? Der KaffationShof hat es zu beweisen. Am 31. Oktober soll der Lassationshof Bukarest über das Schicksal des früheren kommunistischen Abgeordneten Boris S t e s a n o w entscheiden. Dieser war noch achtmaliger Vertagung seines Prozesses schließkich, nachdem er nicht weniger als zwei- einhalb Jahr«, noch dazu unter schrecklichsten Drangsalierungen in Untersuchungshaft gesessen hatte, von einem rumänisch«! Kriegsgericht wegen angeblichen Komplottes gegen den Staat zu acht Iahren Zwangsarbeit ver- urteilt worden. In der Kassationsoerhandlung vom 24. Ottober mußte sogar der Generalstaatsamvall anerkennen, daß die Be- strafung nicht begründet wäre. Hoffenllich sieht auch der Tannhäuser. SiäWische Oper. Wogners Tonnhäuser, szenisch von Grund aus erneuert und in einer musikalisch wundervollen Ausführung, reißt dag Premieren- Publikum der Städtischen Oper zu begeistertem Beifall hin, der Bruno Walter mit den Hauptdarstellern immer wieder an die Rampe ruft. Bericht folgt.». P. Kassationshof ein, daß das Urteil zu Unrecht ergangen ist. Es ist wahrlich höchste Zeit, daß Stefanow, der nun schon zwciein- halb Jahre völlig grundlos in Haft sitzt, endlich seine Freiheit wieder erlangt! Friede ohne Kanonen. Kanada— Vereinigte Staaten. pari». 27. Oktober. Der kanadische Gesandte in Paris, Philip Bey. hielt als Gast des amerikanischen Klubs«in« Red«, worin er die guten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada unterstrich. Der Fried« zwischen diesen beiden Ländern sei zustandegekommen, ob- wohl an den Grenzen kein« Armeen, keine Befestigungen und keine Kanonen unterhalten würden:' sonder» lediglich aus Grund des gegenseitigen Bertrauens. Sämtliche Meinung»» Verschiedenheiten würden durch Schiedssprüche gelöst. Noch seiner Ansicht könne der Weltfrieden nur dann gesichert werden, wenn zwischen England. Frankreich und den Vereinigten Stnt?n dasselbe herzliche Einvernehmen herrsche wie zwischen den Ver» einigten Staaten und Kanada. Wenn diese drei Länder sich eines Tagte nicht«ehr verstehen sollten, wäre das Leben nicht mehr wert, gelebt zu werden. Nachdem der Aerztekamwerausschuß neu gewählt worden ist, ist der Äerztliche Ehrengerichtshos neu gebildet worden. Für die Dauer der Amtszeit des Ausschusses sind die Acrztc Sanitötsrat Dr. Richard Schässer in Berlin-Schöneberg und Sonitätsrat Dr. Albert Aschoff in Berlin, zu den Stellvertretern die Aerzte Sanitatsrat Dr. Otto Heusler und Dr. Alfred Witkowski in Berlin zu Mitgliedern des Ehrengerichtshofes ernannt worden. Gegen die Witwe des ermordete» Stefan Raditsch sind auf Grund des Pressegesetzes vier Beleidigungsklagen er- Hoden worden und zwar wegen der in kroatischen Bauern blättern veröfsentlichten Briefe dar Frau Raditsch an den Völkerbund und den Pariser Advokaten T o r r e s. Unter den Klägern ist der Palast minister Iantowitsch. Epp und die.Rote Fahne'. Die verantwortliche Schriftleiterin der„Roten Fahne', Irmgard Rasch, ist am IS. Juni d. I. vom Amtsgericht München wegen Beleidigung des nationalsozialistischen Reichstazsabgeordneten Epp zu 5tz0ö M. Geldstrafe verurteilt worden. Das Blatt hatte den General unter chinweis auf die blutigen Vorgänge bei der Niederwerfung der Münchener Räte- republik im Jahre 1919 einen„A r b e i t e r s chl ä ch te r" genannt. Die von der„Roten Fahne' gegen das Urteil eingelegte Berufung wurde am Freitag vom Landgericht München kostensällig verworfen mit der Begründung, daß das erstinstanzliche Urteil ohnehin sehr mild« gewesen fei. DAMENKLEIDUNG Taghemd mit SlicL-Motiv u.-AnKJtz Damenhandschuhe 1 Led.-Nachohm.»schlon- 1 genhautart. Manschet!. 95 Damenschirm 12 tlg.,«chwarze oder farbige Haibseide; dr für Herren: mit Futteral 65 Taschentücher je 3 Stück 70 p. Damentücher wc iß m.Hohls.od.indanthr. Kante, mit Hohls, od. mit farb.Häkeikanten Herrentücherweiß\ je 3 Stück m.Hohls.od.m.indan-' Q g thren Kanten u.Hohls. 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Bald nach der Ein- zgiktzung dieser Kommission wurde die Forderung auf Errich- Mg eines ständigen Reichsarbeitsamtes laut. Es vergingen noch viele Jahre bis zur Erfüllung dieser Forderung. im Jahre 1917 wurden die Angelegenheiten der Wirt- Zgichafts. und Sozialpolitik demReichsamtdesJnnern �genommen und einem besonderen Äeichswirtschafts- übertragen. Am 4. Oktober 1918 erfolgte dann die ■�Nlchtung eines R e i ch s a r b e i t s a m t e s. dem zunächst sozialpolitischen Angelegenheiten und zwei Monate später �ch die Fragen des Wohnungs- und Siedlungswesens über- 'ragen wurden. Im März 1919 erhielt dann das Reichs- 'rbeitsamt den Namen Reichsarbeitsmini st erium. 30 Kein Ministerium war seit dem Umsturz so sehr dem »euer der öffentlichen Kritik ausgesetzt wie das Reichsarbeits- ""nisterium. denn es hat die undankbare Aufgabe, im Kampf Zl Aschen Kapital und Arbeit die Rolle eines M i t t l e r s und �.Schlichters zu spielen, und niemand kann bekanntlich i?ei Herren dienen. Auch der Reichsarbeitsminister kann 71"'cht die ihm durch die politischen und wirtschaftlichen Macht- 50|% verkennen, daß gerade durch die Konzentration der °italpolitischen Arbeit in einem Mnisterium mancher Schritt �Nvärts getan wurde. Aber die Erinnerung an eine schlechtere Vergangenheit °nn nicht über die Schmerzen der Gegenwart hinweghelfen. 0>e Arbeiterschaft weiß: das Ideal liegt nicht in der Ver- Mgenheit. es liegt in der Zukunft. Sobald aber der Blick > die Zukunft gerichtet wird, erscheint jede noch so große "kungenschast wieder klein und selbstverständlich. Die Arbeiterschaft weiß, daß das Arbeitsmmisterium noch nicht ein Arbeiter Ministerium ist: dennoch darf sie verlangen, daß künftighin im Reichsarbeitsministerium mit verzehnfachter Energie der Schutz der Arbeitskraft auf allen Gebieten der Wirtschaft ausgebaut wird. Denn dazu ist das Arbcitsminifterium geschaffen worden. Festbegründet in der Profitwirtschaft der kapitalistischen Produktion, dreimal gesichert durch Kartelle, Syndikate und Trusts ist die Existenz des Unternehmertums. Allen Zufällen der Konjunktur, der technischen Entwicklung und der Profitsucht ist die Arbeiter- schaft preisgegeben. Hier muß neben der politischen und gewerkschaftlichen Selbsthilfe das Reichsarbeitsministerium eingreifen. Im Mittelpunkt der Wirtschaft steht der schaffende Mensch. Ihn zu schützen ist die schöne Aufgabe des Reichs- arbeitsministeriums. » Zum zehnjährigen Bestehen des Reichsarbeitsministeriums findet am Dienstag, dem 30. d. M., vormittags 11 Uhr, im Festsaal des Reichsarbeitsministeriums, Berlin NW 40, Jnvalidenftraße 48/49, eine Feier statt. Aus demselben Anlaß entstand auch die E rinne- rungsschrift des Ministeriums„Deutsche Sozial- Politik 1918 bis 1928", die in den nächsten Tagen bei E. S. Mittler u. Sohn, Berlin, erscheint. Reichsarbeitsminister Wissel selbst wird die Festrede hallen. Nach ihm werden sprechen: Reichskanzler Müller, Reichstagspräsident L ö b«, preußischer Minister für Dotkswohlfahrt Hirt siefer zugleich als Bertreter des Reichsrats, Präsident des Vorläufigen Reichs- wirtschaftsrats v. Siemens, und stellvertretender Direktor des Internationalen Arbeitsamt H. B. Butler. Ein Schluß- wort des Reichsarbeitsministers wird diesen Teil des Festaktes, der auch durch Rundfunk übertragen werden soll, beenden. Danach werden die Gäste des Reichsarbeitsministers unter sachkundiger Leitung durch die Ausstellung des Ministerialgebäudes„Die Arbeits- gebiete des Reichsarbeitsministeriums"' geführt werden. Am darauffolgenden Mittwoch, dem 31. d. M., vormittags 11 Uhr, wird eine Besichtigung des Deutschen Arbeitsschutzmuseums (der früheren Ständigen Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt). Char- lottenburg, Fraunhoferstrahe 11/12, stattfinden, zu welcher ebenfalls der Reichsarbeitsminister eingeladen hat. Hierbei hondell es sich um ein« Gedenkfeier zum fünfundiwonzigjährigen Bestehen dieses Mu- seums. Der Staatssekretär des Reichsarbeitsministeriums. Dr G e i b, wird in einer Ansprache auf die Geschichte des Museums eingehen und damit zugleich einen geschichtlichen Rückblick über die deutsche Sozialpolitik während der letzten fünfundzwanzig Jahre geben. 400000 Texiitproleten im Kampf. vie Llnternehme? kündigen die Lohntarife. klfcfe Textil-Arbeitgederverbände top« est. und Ost-Sachsen haben die Kündigung ' dort bestehenden Lohntarife ausgesprochen. Für � beiden Tarifbezirke kommen etwa 40V 000 Textil- �beiter und-arbeiterinnen in Frage. ■ Die Löhn« der Textilarbeiter in Sachsen sind die niedrigsten ' 9o nz Deutschland. Aus der Kündigung könnte also der Schluß �°gen werden, daß die Unternehmer selbst eine Aufbesserung ? Löhne für dringend notwendig erachten. Es wird aber keinen ?°nsch«n geben, der ernsthaft ein« so optimistsche Meinung hegt. ?mn die Textilunternehmer«inen Lohntarif kündigen, so tun sie � nur deshalb, weil ihnen die elenden Löhne noch nicht elend g sind. Aber natürlich sind es die„Marxisten", die den �Isinkampf führen._ ä ver Konflikt in der Schwerindustrie. Solidarität der Angestellten. . 2m Lohnionflikt der Metallindustrie Nordwest ,'Urde von gewerkschaftlicher Seite folgender AppellandieAn- �stellten gerichtet: � ..Nicht nur aus idcellen, sondern aus Gründen der Selbst- �Haltung sind alle Angestellten zur unbedingten Sol,- k i t ä t gegenüber den mit Aussperrung bedrohten Arbeitern ver- ächtet. Kein Angestellter darf während der Aussperrung oder des �eikz irgendwelche Arbeit verrichten, die normalerweis« von Ar- ausgeführt wird. Kein Angestellter ist verpflichtet, deswegen. ru weil die Arbeiter streiken oder ausgesperrt sind, Arbeit zu verrichten, für die er nicht angestellt ist. Die Weigerung, solche ihm zugemuteten Arbellen auszuführen, fit kein rechtlicher Grund zur frfitlofen Ent- laffung. Kein aussichtsführender Angestellter kann gezwungen werden, mtt fachlich ungeeigneten Streikbrechern- an Stelle der streikenden oder ausgesperrten Arbeiter zu arbcllen, insbesondere dann nicht, wenn dadurch Gefundhell und Leben von Menschen gefährdet werden können. Sobald die Arbeiter unter Führung ihrer Gewerkschaften in den Kampf getreten sind, ist für die Angestellten der Kampf genaufozu werten, als ob es»in von de» Angestelltangewerk. schasten geletteter Kampf der Angestellten wäre. Genau so ist gegenüber den Streikenden Solidarllät zu üben. Das gilt in diesem Falle nicht nur für die freigewerkschaftlich organisierten Angestellten, sondern, da die Arbellergewertschasten aller drei Richtungen im Kampfe stehen, unbedingt für alle organisierten Angestellten, die auch dafür Sorg« zu tragen haben, daß die Nichtorganisierten von Streikbrecherarbell abgehalten werden. Zusammenbruch. Eine Niederlage mehr der KPD. h a m b ur g. 27. Oktober. Die Hamburger Polizeibehörde meldet: Nach einer Erklärung. die heute von führenden Persönlichkeiten der KPD. bei der Polizei angegeben wurde, sieht die KPD. ihre Streik- bewegung Im Hasen est» beendet an. » Thälmann triumphiert auf der ganzen Linie: er hat Ar- bester wieder in eine neue Niederlage hineinmanövriert. Dann gehen die Führer der KPD. zur Polizei und sagen: „Wir waschen unsere Hände in Unschuld. Mögen die terra- rtsierten und verhafteten Arbeiter sehen, wo sie bleiben. Für uns sind sie erledigt." Es wird Zeit, daß auch die KPD. für die Arbeiter erledigt wird. Verhandlungen in der Seesthiffahri. Noch keine Einigung. Hamburg, 27. Oktober. Zur Beilegung der Heuerstreitigkell in der deutschen Seeschiff» sahrt fanden am Freitag in Hamburg Berhandlungen unter Bor« sitz des voni Reichsarbellsminister hierzu bestellten Schlichters für die Nordmark, Dr. S t e n z e l, statt. Nach zehnstündiger Verhandlung wurde die Sitzung nachts 1 Uhr auf Sonnabend morgen 19 Uhr vertagt, da auch in einer von Arbellgeber- und Arbeitnehmer- feite unter Borsltz des Schlichters gebildeten Vertrauenskommisflon keine Einigung zu erzielen war. Es soll heute nochmals versucht werden, im Vergleichswege eine Einigung herbeizu» führen. Sollte dies nicht gelingen, so wird ein« Schlichter- kammer gebildet werden, die einen Schiedsspruch abgeben wird. Günstige Finanzlage der Reichsanstali. Nur Bayern braucht Zuschüsse. Die Reichsanftalt für Arbellsvermittlung und Lrbellslosenver- sicherung legt ihr« Rechnungsergebmsi« für den Monat August 1928 vor. In diesem Monat waren fast 74 Millionen Mark an Bei- trägen zur Arbeitslosenversicherung eingegangen, wozu noch etwa 3 Millionen sonstig« Einnahmen traten, so daß sich die Gesamt- einnahmen der Reichsanstalt im Monat August 1928 auf etwa 77 Millionen Mark betiefen. Dem standen im gleichen Mo- not etwa 35 Millionen Mark an Gesamtausgaben gegenüber, so daß der rechnerische Ueberschuß etwa 22 Millionen Mark betrug. Dadurch war der N 0 t st 0 ck der Reichsanstall Ende August auf über 84 Millionen Mark angewachsen. Der einzige der 13 Landesarbeitsamtsbezirke, der über seine Beitragseinnahmen hinaus Zuschüsse aus dem Reichsausgleich erforderte, war Bayern. Sämtliche übrigen 12 Landssarbeits- amtsbezirke hatten Ueberschüsse. Seit Bestehen der Arbeitslosen» versichersing(1. Oktober 1927) erforderte das Landesarbeitsamt Bayern bisher aus R e i ch s m i t t e l n, d. h. an Zuschüssen über die selbst«inzenommenen Beiträge hinaus, über 2 3 Mit» lionen Mark, während in der gleichen Zeit die Londesarbeits- ämter Rheinland und Westfalen, also die beiden Hauptindustrie- Zentren Deutschlands, den gleichen Betrag als UebersctMß hatten, d. h. mehr vereinnahmten, als sie an Unterstützungen usw. veraus- gabt haben. Bayern fit afio auch hier ein Kostgänger des Reiches. Di« bayerische Bevölkerung hat, wie sich an dem Beispiel der Ar- beitsloserwersicherung deutlich zeigt, nicht Nachteile, sondern große Dorteile bei einer Durchführung der Berwaltungsreform. Trotz- dert» wird die bayerische Regierung die bayerische Bevölkerung gegen die DerwÄtungsreform aufzuputschen versuchen. Im Gowjetparadies. Wie ausländische Arbeiter behandelt werden. Wie trotz aller Vorsicht Arbeiter, die für«ine Firma ins Aus» land fahren, hinters Licht geführt werden, beweist uns folgende Zuschrift, deren Richtigkeit uns durch Unterlagen einwandfrei nachgewiesen worden ist. Im September 1927 wurden wir zwölf Mann(Poliere. Ma- schinenmeister, Schmiedemeister, Maschinisten. Zementierer, Eisen- bieger usw.) von der Aktiengesellschaft für Bauaus- sührungen in Berlin, für Arbeiten in Südrußlond eingestellt. Schon bei unserer Einstellung wurden uns unwahr« Angaben über die dortigen Lohnverhältnisse gemacht. was wir natürlich erst feststellten, als wir an unserer Arbeitsstelle in Südrußland eingetroffen waren. Erst nachdem wir uns a n d i e örtliche Gewerkschaftskommission der russischen Bauarbeiter gewandt hatten, erhielten wir den uns zu» stehenden Lohn. Vom November 1927 bis Februar 1928 mußten wir zwei Schichten, also täglich 16 Stunden hinterein. ander arbeiten. Die uns laut Tarif zustehende prozentuale Ueberstundenzulage wurde nicht gezahlt. Unsere wieder- Hollen Forderungen auf Zahlung diese» Zuschlages wuroe mit allerlei Ausreden beantwortet: es müsse erst die Einwilligung von Moskau da sein usw. Da die russischen Arbeiter im Akkord arbeiten, wir aber im Wochenlohn standen, wurde uns eine Prämie versprochen. An Stelle dieser Prämie gab man uns nach fünf Monaten einen zweiwöchigen Urlaub noch Berlin. Als wir nach Rußland zurückkehrten, fingen die Verhandlung«« WeftUnsetAL es Itiea* Alle haben ihre Ursache in einer Veränderung und Verlagerung im Knochenbau des Fusses.— Schmerzen auf der Sohle(gerade an dieser Stelle) ftn* der beste Beweis einer beginnenden Fusserkrankung.— Hühneraugen, Hornhaut, Ballen oder gekrümmte Zehen sind Anzeichen Torhandener Fussübel, die bei Anwendung der richtigen Mittel mit Leichtigkeit zu bekämpfen sind. 'Ä? r. Scholl's Toe-Flex «et pekrütumte Zehen Kemde,«teilt MuskeltatlgkeK wieder her /�(JO 1 bnelttst die Lnache der A lenblldung.......... Frei« M. bat se«en dl« Tcrschiedenea Futaleiden besondere Mittel und BebelSc. Sie gewSbren sofort Erleichterung und geben den Fussen Ihre alte Leistungsfähigkeit wieder lurück. K.ostenlose Fussuntersuchung u. Beratung durch unsere erfahrenen Fussspezialisten. ..... nr ör. Scholl's Fuss- Stützen y&den la 66 TcrsdilefL Typen hergestellt. haben«rstund«n wieder an. v«rdci� aber von der Von» leitunA in di« Länge gezogen. Wegen der Feier des J. Mai und de« Himmeiiohrtstoge» wurde von der Howjctregierunz angeordnet. am Sonntag, dem Zg. April, zu arbeiten, wofür ein Aufschlag von lOV Proz. gezahlt werden sollte. Unfer� Ingenieur. Herr«rau». aber bezahlte uns Deutschen weder den Sonntag, noch den Aufschlag. Unser« Forderung nach Äezohluno der anderen Ueberstunden de- antwortete er dqmit. daß wir hier nicht dem deutschen Tarifvertrag, sondern dem russischen Gesetz unter- stehen. Die von uns angerusene KonslikUommission des russischen Bouorbeitervcrbandos verurteilte Herrn Kraus, nach dem russischen Gesetz für die ersten beiden Ueberstunden an jedem Tage dO Proz. und für die übrigen ltP Proz. Zuschlag zu zahlen. Während Herr Kraus»ach unserer Forderung an jede» von uns Ä) bis llv Rubel zu zahle» gehabt hätte, mufzte er jetzt 15 0 bis 33 0 Rubel zahlen. Er fand aber wieder einen Ausweg und zog uns von der Summ« einfach die im März bezahllen zwei Urlaubswochen o b. Di« abermals von uns angerusene Gewerkschaft konnte kein« Entscheidung treffen, weis Herr Krau» zu keinem Termin erschien. Man schob uns daraui nach Deutschland ah. wo wir jetzt unser Recht beim Arbeitsgericht suchen. Por unserem Abschub nach Deutschland spielt« man u»k aber »och einen ganz hinterhältigen Streich. Man zeigte un» die Quittungen, die wir für die Ueberstundennachzahlung unter- schrieben hatten, und ans denen jetzt der Nachsatz stand:„Aus wettere Ansprüche an die Firma oerzicht« ich"' Wir haben Zeugen dafür, Hotz dieser Satz erst nach unserer Unterschrift hinzugesetzt worden ist. für ihr» Mitfll ieder zu fchasfM. Start« informierte dann über di» Rächte tmb Pflichten der Mitglieder der Kasse. An der Diskussion gaben di« Redner bc» aus einen ihrer Freude AuÄnruck. dah es endlich gelungen fei. das Werk zu vollenden. In seinem Schluhwori rech- nete Ddetter mit dem kammumsttschen Redner gründlich ab Gin« einstimmig angenommen« Entschließung begrüßt die Schaffung der Kasse und spricht der Gewerkschaft ihre Anerkennung daiür aus. Vorbedingung für die Erreichung der noch notwendigen Derbeiie- rungen sei, haß jeder noch Unorganisiert« in Reichs- oder Staats betriebe» Lefchäsligt« Mitglied des Verbandes der Gemeinde- und Staatsorbeiter wird. Gewerkfchastsjubiläum. Streit im Karioffelgroßhandel. Die Arbeitnehmer des Kariajfelgrobhandels habe» am Sonn- oben» die Arbeit«ingestellt. Seit dem Zahre 1923 besteht In Wejer Branche kein Lohn- und Manteltartf. 70 bis 80 Stunden Wochenarbeitszeit ist dt« Regel. Die vom Deutschen Der- kehrsbund nachgesuchte Verhandluna um Abschluß eines Lohn- und Panteltarises wurde von den Arb/lgebern nicht beantwortet. Do« heim Schlichtungsausschuß Groß-Berli» beantragt« Verfahren wurde aus Wunsch der Arbeitgeber ausgesetzt, weil die Perhandtungs- kvmmisston der Arbeitgeber versprach, binnen acht Tagen«ine Der- Handlung herbeizuführen, in der all« Wünsche der Arbeitnehmer durch Tarisvertrog geregelt werden sollten. Dieses Versprechen der Vorstandsmitglieder wurde nicht eingelöst und dem Deutschen Verkehrebund mitgeteilt, daß die Arbeitgeber angeblich „einmütig' den Abschluß«ineeVertragee ablehnen. da noch ihrer Meinung der größte Teil der Arbeiter keinen Tarif- vertrag wünscht. Di« Arbeiter, Suticher und Chauffeure sind gut organisiert und Hoden auf diese Provokation den Unternehmern die unter diesen Umständen richtige und„auch einmütige" Antwort gegeben Die im Äreik stehenden Arbeiter«rsiichen di« Berliner Arbeitersctnrst Solidarität z« Sbenk Ruhelohnkasse her Reichs- und Staatsarbeiter lieber das endgültig« Zustandekommen der Ruhelohnkasien für di« Reichs- und Stooisarbefter referierte am 24. Oktober m einer überfüllten Versammlung in den Äermamafeftsäien Stetter vom Hcmptoorstand�der Gemeinde- und«taatsorbeiter. D«r AUfermt ichilderte die Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, um endlich zum Z:«!« zu kommen. Wenn a«tch nicht alle Hoffnungen, insbeion- Der Zentralverdond der Hotel-, Restaurant, und Cafä'Ang« st«Ilten hatte anläßlich seines 3 0 j ä h- rigen Bestehens zu Freitag abend zwei ösfentliche Berjamm- lungen emderufen, und zwar di« Kellner und Köche nach dem „Rosenthaler Hof" und das männlich« und weibliche Hilfspersonal sowie da« Etagenpersonal noch dem.Hackescheu Hos". Die Referenten Stadtrat a. D- Hugo P o« t s ch und Verbands- oorsitzendsr Rudolf Ströhlinger konnten als Mitbegründer des Verbandes namentlich Pen jüngeren Kolleginnen und Kollegen aus eigener Erfahrung vox Augen hasten, welch« Wandlungen in de» Lohn- und Urdestsbedingungen Platz gegriffen haben. Und wenn auch die heutigen Verhältnisse durchaus noch nicht befrie- digend sind, so sind doch di» durch di« Organisation erziellen Er- rungenschaften nur meßbar an de» Zuständen, wie sie vor 90 und mehr Jahren vorherrschend waren. Der Zentroloerband. der heut« rund 30 000 Mitglieder zähst, hat namentlich unter den weibliche» Berufsan» gehörigen»och ein«»och Zehntaufenden zäh- leyde Reservearmee zu>ewi»n«n. Dtesem Ziel gilt die Werbearbeit des Verbandes. Die beiden Versammlungen nähme» einen würdige» Verlauf. Einigung im Braugewerbe. Köln.??. vttob-r.(VgenbeeMi Di« kürzlich von uns gemeldeten Lohntlisserenzen in der® kirchener Brauerei und Mälzerei find beigelegt. Es gelang, iür d Arbefterschoft eine Erhöhung des Stundenlohnes um 20 Pfcon zu erreiche»._, Jr. T SotT Llm die Löhne der Kellereiorbeiter. Di« am Sonnabend geführten Verhandlungen vor dem Schlichter über di« Beilegung des Lohnstreites in der Berliner Wein- und Likörhronche sind ergebnislos verlaufen. Die Unternehmer ließen sich nicht herbei, noch irgend welch« Zugeständnisse über den von Kellereiardeitern abgelehnten Schiedsspruch hinaus zu machen, sondern verlangten»om Schlichter di« Verbindlichkeit»- ertlärung dceses Spruches. Der Schlichtsr behiest sich big zum Dienstag nächster Woche die Entscheidung vor. Wenn«in« Verbind- lichkeitserklärung nicht erfolgt, wird am Mittwoch und Donnerstag in den Betrieben eine Urabstimmung über Streik oder Arbeil vorgenommen. Das Lokal, in dem die Auszählung der Stimmzettel fwttfindet, wird den Funktionären dann noch durch ihre zuständigen ürgonifationen bekanntgegeben werden. Oes Streit mit de« Charlottenburger Wasserwerken der« per allen Sollegen, erfüllt seien, so sei es doch den Gewerklchas- lii, noch heißem Kämpft gelungen, di« Ruhelohnkasfe.wswrch« zu bringen und damit ein Werk von großer sozialkullureller Bedeutung Ueher den Lohn- und MantAtansstneft bei den Ebariostenburaer Wasserwerken ist am Miftwoch por hem Schlichtungsau»» schuß verhandelt worden. Eine Einigung ist zwischen den Parteien nicht zustande gekommen, da hi« Bertreler der Wasserwerke auf di« Forderung nach Gleichsrellnng der Arbeiter mit den städtischen Arbeftern nicht eingingen. Wegen der vorgerückten Zelt und der sehr umfangreichen Materie kam die Schlictstungskammer noch zu keinem Schiedsspruch. Di« Sonuneeberatungen«erden a in 5. November fortgesetzt.- Zm Aachen- Stolbergrr Zndustrieoebiet haben die Me tai> arbeitergewerkschaften den Lohntaris getündls� Von der Kündigung werden auch die Spiegelglasdetnebe und« Glaswerk« betroffen. Di« Glasarbeiterverbände haben sich der W digung angeschlossen._ j Die Leamlenrälcwahlev bei der Deutschen Reichsbahngesellj-b->e brachten, soweit sich bis jetzt das Abstimmungsergebnis nberset vorläßt. dem Einhettsverband neue Erfolg«. Ln«i< ganzen Anzahl von Bezirken war es den, Einhestsverband nu. einen erheblich«« Stimmenzuwachs b« den WaP herauszuholen. So gelang es dem Einhestsverband, im Beztf Dresden seine»Zijmmsn�ahl vcm 1483S aus 162�5 zu varc Demgegenüber entsielen aus di« Lisi« der Gegner insgesamt � 13 233 Stimmen. Dabei stehen die Resustat« von 30 Dieirsissevi noch aus. Recht gut schmst der Einheitsverbond auch in den � zirken Erfurt. Königsberg. Augsburg. Rürnb«' '»cd Regensburg ad. Das endgültig« R-sustat der Leamtt' rätewahlen wird erst nach«tnm 14 Togen vorliege«. »e»«,ilck«li»>»»t»rl»m»itg»» Wwül tt«-Utwv»» Moeta». d-m«. O!u>b»r, I»st Lb-.>« iitinuhnbexl Sckmrnv-dulft. ,44; ,»» Stampf t>« Setitt Stgia di««mdttletetiei,. lodung und Mitglied»dut Ugitimicti. märi veni ich« hab< tung stell« "on lang dar. lozio «»tuug. R-,ift>»t«4-0»! findtt�in��chucidcr« H»tF. glofterftr. 7S. eck» Rönlgflregi,«in» Innunlung aBt» fojl«Ibcm»tralifd)»n P«imt»n. bnjtfl»Bt Arn Man Olldbtt. famntlung oH«t s»,!aldcm»tia!is»»n»«omttn. Nngctl«! de» äHagiftrot»«»Hin(fcntcalpmBoUuna) statt. 1. Vorlraa des Seuossc» Stadtrat Reuter liber..?>» K«>n.inwiltfchaft".< vidliülnn.— Uit, WWW»«»c- (ni und Nrb«itet Ta-zc-»rt>nu!»s: br Ober„Di« Sntwickluns de« K-rlckiieH«!!«-. Zahlreich» B«- teilt»»«»'-r-oiinlcht."buch'di'»'»«ppss-'n M» l»«'« ÄpewachlWW�WW�WWWW�W��W ______.�iSer«nd-''f>nd Vlna/laden,""®« g»»kti»»»»«»st«»». «»wng.«eeamn*.««st-ab»! äSpiM» IS li� un R-Itaura»' 9uB. Utremtit Str.»l, Dfrlpnunlumj«B« Sbck.-wrdff«". To«'»' eehnunst ßtefsn»» de« Kenest»» g>»»inann öbar.Vplips't»?rod>s"- d«e Ses«n>»art." Frei» Zl»»lpq>S>«..Zphlreeche��V-l��rin�!�� «cht»»». OPO..F»»i»lae»«iU«!»'.«»«tag J8U Mir »ellschl!ig«r. Adelbertsti. 21, Sugerst duchtig' ffvfemmlting der SP?.' SobrifotS»»«. DoBjiihstge« ckrsch«in-n ist u»d,d>ngt nztw-ntu; _ ch»»»0«r»e»ll>-u.-,. »Areie Gewerkfchasts-Luaenö Groß,Be» »telch Ute, �pn aendiieini Seilte digend» Beranstyltiiita'N nst», Pnrksti~ des Socplerie: Um _ InaendHeim ffiiifionfet, Pnrkstr.», Dartrag:.Unser« Arbeit t» � und Biit". T- viilrei»! Um 13 Uhr im Zuaendh»im Diestelmeger Vortrag:„Bürgerliche und proleiarlsche Dichtung'.— Rervreeftrnet«: I fahrt nach Brieselang. Tressen um 3 Uhr Bhs.«ullltzsteage.-r r tag, itlaenix Veranstaltung: vsttrei»»ud Nr«,» Oberlar««! V�cht?gur.« �____ W wsiltiflpiegj SlÄf«l f/ÄlSÄanÄÄ"»'« stch l#H Uhr. tag, iaiaend« Veranstaltung: Ofttrei»»ad Strri» Oberl»»«« Hauses d'r Berliner»»wernchaften mit einem«Inieitenden Piusen dgryppe des ZentralverbandeS der UnsestelV Nasse Heute, 4 Zuge»»», «»nntaa, I» Uhr.©cfeBiat« Abend»«»»miete««»»tr»B animitun�. Zwg M uarv WWM-. Sschbach.— Strrdea: Jugendheim StofiontetioÖee f9. Vortrag:.Der AdB�T, � seine Einrichtungen." Zlosemari, Sckrath.— remp-lh»l: Jugendheim ca' h We.TOUXBiafrt. 4—'S. Heimat"»S.-»hartpttenbn«: Jug-ndheim Rpstoengs. VortrgU:.Modern« Retlame."»eferint Heins«an». Zial«, aint> Mi iL vr SH BS- iin guter Hat! Die Weveen sind gut JHe Preüe find bOUf Die Bediemwg 'L Anzahlung und 4 Monatsraten, UUUmfmmmrtKHmrV *!» Anzahlung und 5 Monatsraten» Damen-Konfelrtimm Hmrrmn-KonSe ktian Kind*r-Kanfcklinn DamenHüU Hemn-HäUc Scfciüeavjren Petze Pttflkrow | Kieideraioffe, MetüeUtoffe, HeTrenzioffe| ietb- u. 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Frauen..... watcMjni�P�nilJ� fr. 511* 45. Iahrg-zng 4. Beilage des Vorwärts Sonntag, 23. Oktober 492S .-vi .» .1 Ii» & ch lim B -ff |4 B# Sl» » el Tschechisches Staatsjubiläum. fr>m Habsburgischen Königreich zur selbständigen Republik. Voll Rllöolk Ilivvz?, I'rllx. Die Tschechoslowakische Republik, die am 28. Oktober dieses Jahres die Feier ihres zehnjährigen Bestandes begeht, wäre als selbständiger Staat nicht ins Leben gerufen worden, '»«nn nicht seit Jahrzehnten im ganzen tschechischen Volke der !che Wille gewesen wäre, sich im geeigneten Momente vom habsburgerreiche loszulösen. Die größten Gegner chabsburgs ■»oren stets die un bemittelt en Schichten der Bevölke- wng. die Arbeiter, Kleinbauern, Handwerker, Lehrer, Schrift- Heller. Der Geist des Kampfes gegen die Monarchie ging »vn diesen kleiyen Leuten aus, während die Bourgeoisie Klange unschlliss-g und teilweise auch habsburgerfreundlich var. Die tschechischen Legionäre waren zu Sl) Proz. IvZialistische Arbeiter. £ Als der We l t k r! e g ausbrach, flammte im ganzen &'Ichechischen Volke eine stille Empörung auf und der �ch«chische Soldat ging in den Krieg nur mit dem größten Widerwillen. Der Weltkrieg war für das tschechische Volk ktwas, was es gar nichts anging und an dem es sich nur dem Zwange gehorchend beteiligte. Dem damaligen Führer der �«alistenpartei, Professor Masaryk und oem sozialistisch Jksinnten Professor B e n e s ch gelang es, ins Ausland zu �Mmen und dort für die tschechischen Bestrebungen zu wirken. sozialdemokratische Arbeiter in Prag, Pilsen und Mährisch- Wrau waren die ersten, welche gegen den Krieg und gegen Habsburg öffentlich demonstrierten und schon im Mai 1917, »iso noch zur Zeit der scheinbaren großen Siege der Mittel- »sachte, in den Straßen Prags die Gründung eines unab- Wingigen tschechischen Staates laut verlangten. Zwei Wochen »er dieser Demonstration der Metallorbeiter wurde ein Moni- 3f?st der tschechischen Schriftsteller an die ziemlich lauen »chechischen bürgerlichen Abgeordneten veröffentlicht, in sfflchem diese aufgefordert wurden, entweder die Forderungen »«s tschechischen Volkes energisch zu wahren oder ihre Man- y»ate niederzulegen. Bald darauf wurde die Verfolgung ver- fc schärft und es folgten Internierungen von Tschechen «'» elenden Barackenlagern. Verurteilungen zur langjährigen il Kerkerhaft und zum Tode. Am Dreikönigstage(K. Januar) � versammelten sich in Prag die tschechischen Reichsrats- iSW»nd Landtagsabgeordneten und der Schriftführer des parla- Wentarischen Tschechischen Verbandes, der verstorbene Ge- sttt»osse Tufar verlas eine Erklärung, in welcher die Forde- — wng nach staatlicher Selbständigkeit und Vereinigung der fV Schechen mit den Slowaken ausgedrückt wurde. Diese Er- aärung versprach auch den nationalen Minderhesten im 'lchechifchen Staate die Zuerkennung voller und gleicher natio- .*»°ler Recht«. Eine große Erregung bemächtigte sich der ge- »ff samten tschechischen Oeffentlichkeit. als der österreichische Außenminister C z e r n i n eine Rede in Wien hiest. in welcher � iLomt einem„armen, elenden Masaryk" sprach. Bald folgte W'Mntwort darauf. Am 13. April 1918 versammelten sich s» Prag fast alle tschechischen Abgeordneten, Männer der Wissenschaft, Kunst, Literatur und des Wirtschaftslebens, so- Vertreter der Arbeiterschaft. Der bedeutende tschechische 5?Manschriststeller Alois Jirüsek verlas einen vom m"ührer der Sozialdemokratie, Genossen Dr. S o u k u p, ver- W laßten Schwur, durch welchen der feste Wille des ganzen Jg �echischen Volkes bekundet wurde, in dem Kampfe für die tätliche Selbständigkeit auszuharren... Anfang September 1918 wurde in Prag ein Soziallst,. sch«r Rat. bestehend aus Vertretern der Sozialdemokratie und »«r Partei der tschechischen Rechtssozialisten(der sogenannten Nationalsozialisten) gegründet. Die Lebensmittelnot wurde beseitigt üblen Mundgeruch a. V# niOrOGOni häßlich gefärbten Zahnbelog immer größer, der Wucher wuchs täglich, in Wien und an anderen Orten des Reiches kam es zu zahlreichen Streits der Arbeiterschaft. Der Krieg ging seinem Ende zu und niemand zweifelte mehr daran, daß die allernächste Zeit die Unab- hängigkeit der Tschechen und Slowaken bringen werde. Es bestand bereits ein Nationalausschuß, der sich mit den Vor- arbeilen für den künftigen tschechischen Staat befaßte. Die tschechische Bourgeoisie war sich jedoch nicht ganz klar, welche Form der tschechische Staat haben soll, ob eine republi- kanische oder monarchische. Die einen aus dem bürgerlichen Lager wollten einen englischen Prinzen, die anderen einen russischen Großfürsten, von denen ja bereits so viele„arbcits- los" waren, zum König haben. Der einflußreichste tschechische bürgerliche Politiker, der von der Wiener Regierung zum Tode verurteilte und amnestierte Dr. Kra marsch, war verlrUHüllssSivki l Sozialisflsdie BilflanäsarüeU Berlin Llndcnstrft�e 3. Tel. DSnhoff 50»». Arbeiterbildungsschule Zentrale Korse LindenstraBe 3, 2. Ho, II, Zimmer Ii, 19l/j wir Montag, 29. Oktober,» Ernst Fraenkel:„Staats- und Vermtitungslelire" Dienstag. 30. Oktober, M a* Im II i an La n ge:„Ocfchlchte und Theorie der Arbeiterbeweeimg" Donnerstag, i November. Dr. A. Halasi;„Wirtschatl in der Oegenwart" Freitag, 2. Novembc, Prof. Anna Sicmsen:„Das Heidelberger Programm'. Sämtliche Kurse dauern 20 Abende. Das Hörgeld beträgt fOr den Kursus »Mark, die in zwei Raten gezahlt werden können. Anmeldungen im Bureau und in den Kursusabenden.— Die Bibliothek der Arbeiterbildungsschule ist jeden Dienstag und Freitag von IT1'« bis 19V. Uhr geöffnet, entschiedener Monarchist. Beide sozialistische Parteien sahen, welche Gefahr dem künftigen tschechischen Staatswesen droht und deshalb beschloß der Sozialistische Rat einen eintägigen Generalstreik für den 14. Oktober zu proklamieren, an welchem nicht nur gegen die Ausfuhr von Lebensmitteln und Kohle protestiert werden, sondern auch die Republik verkündet wer- den sollte. Die Führer der Bourgeoisie waren ganz entsetzt darüber, daß die Arbeiter selbst, ohne Einverständnis des Nationalausschusies, die künftige Staatsfonn zu bestimmen sich erkühnten und daß sie außer dem Manifest, in. welchem sie sich bereits für Bürger einer freien Tschechoslowakischen Republik erklärten, einen zweiten Aufruf an die d e u t- s ch e Arbeiterschaft Herausgaben, in dem sie den deutschen Genossen das Selbstbestimmungsrecht zuerkannten und sie zur Mitarbeit aufforderten. Roch heute nennen die bürgerlichen Blätter den 14. Oktober den„Tag der Schande" und werfen den Sozialdemokraten und Nationalsozialisten vor, daß sie an diesem Tage einen tschechischen„Sowjetstaat" gründen wollten. Die Geburtsstunde der Tschechoslowakischen Republik ist trotz aller Abneigung der Bürgerlichen für diesen Tag eigentlich der 14. Oktober 1918, der Tag der tschechischen Arbeiterrevolte, und nur das mutige Borgehen der Arbeiterschaft an diesem Tage hat den ruhigen Umsturz, welcher nach zwei Wochen kam, ermöglicht. Der G e n e r a l st r e i k. am 14. Oktober 1S18 wurde so- wohl in Prag als auch in den anderen Städten ganz durchgeführt und alle Fabriken ruhten. Die Proklamation. in der von der Republik die Rede war. wurde ver- lesen, trotzdem die österreichischen Behörden einem jeden, der dies tun würde, mit sofortiger Verhaftung drohten. Das Militärkommando ließ am 14. Oktober Prag durch ungarische Soldaten mit Maschinengewehren besetzen und die Straßen der Stadt glichen einem Heeresloger. Unter diesen Umständen konnten die Versammlungen nur in den Vor- orten stattfinden und die Führer hielten die Arbeiterschaft selbst davon ob. in das Zentrum Prags zu ziehen, da sie sonst vom Militär massakriert worden wären. Der General- streit hotte zur Folge, daß die Ausfuhr aufhörte, und die Eisenbahner wachten selbst darüber, daß kein Waggan mit Lebensmitteln oder Kohle die Grenzen Böhmens oder Mährens verließ. Auch wagten es die bürgerlichen Parteien feit diesem Tage nicht, nach einer tschechoslowakischen Monarchie zu rufen. Am 14. Oktober 1918 teilte Benesch den Ententestaaten die Errichtung einer provisorischen tschecho- slowakischenRe gierung mit dem Sitze in Paris mit. Masaryk war Ministerpräsident und gleichzeitig Finanz- minister, Benesch Außenminister und gleichzeitig Minister des Innern, S t e f a n y k Kriegsminister. Diese provisorische Regierung wurde van den Ententemächten sofort anerkannt. Nach zwei Tagen, am 16. Oktober, versprach Kaiser Karl in einem Manifest an die Völker Oesterreichs die Umgestaltung der österreichischen Hälfte der Monarchie in einen Bundes- stoat, worüber in Prag nur gelacht wurde. Am 18. Ottober legte Masaryk in Washington dem Präsidenten Wilson eine Deklaration vor, in welcher unter Ablehnung des Habs- burgischen Planes einer Föderalisierung Oesterreichs die A b- setzung der Habsburgischen Dynastie durch die tschechoslowakische Nation ausgesprochen wurde. So kam der 28. Ottober 1918, der Tag, an welchem Oesterreich durch das separate Friedensangebot des Außenministers Andrassy kapitulierte. Große Volksmassen sammelten sich in den Straßen Prags an, jauchzten und jubeUen. Oesterreichische Doppeladler wurden von den Mauern heruntergeholt und in der Moldau ertränkt, Sol- daten und Offiziere rissen ihre kaiserlichen Abzeichen ab und steckten sich Kokarden in den Nationalfarben an. Zuerst nahm der Nationolausschuß die Kriegsgetreideanstalt in Besitz, um die Lebensmittel zu sichern, sodann die Statthalterei und die Landesverwaltungskommission. Der Tag verlief ohne jede Störung, ohne Angriffe auf die deutsche Bevölkerung und ohne Blutvergießen. Das Militäraufgebot, welches den Alt- städter Ring vom Volke säubern sollte, zog nach telephonischer Intervention sofort ab. Am Abend wurde das erste Gesetz plakatiert. Es verkündete, daß der Tschechoslowakische Stoat ins Leben getreten ist. Auch in den anderen Städten Böhmens und Mährens vollzoa sich der Umsturz in aller Ruhe und Ordnung. Als erster diplomatischer Der- tretcr erschien in den Räumen des Nationalausschusies der Konsul des Deutschen Reiches, G c b s a t t e l, welcher zur Selbständigkeit des Staates gratulierte und den würdi- gen Verlauf der Manifestation lobte. Der kommandierende österreichische General wagte zwar noch zwei Tagen den Ver- such. Prag durch Maffenaewalt für Habsburg zurückzu- erobern, doch sein Putschplan scheiterte jämmerlich. Die jetzige bürgerliche Regierung feiert das Staats- jubiläum mit einer gewissen Verlegenheit. Sie kann sich mit den freiheitlichen und sozialen Ideen, welche vor zehn Iahren die Staotsgründung beeinflußten, durchaus nicht identifi- zieren, um so mehr, als der klerikale Minister Schromek als Stellvertreter des schwererkrankten Ministerpräsidenten Sckiwehla derzeit Rcg!crungs6)cf ist. Die sozialdemokratische Arbeiterschaft erwägt aber bei dem Staatsjubiläum, wieviele von den Grundsätzen des Herbstes 1918 unverwirklicht ge- blieben sind. Sie rüstet sich bereits, diese Regierung in den am 2. Dezember d. I. stattfindenden Wahlen in die. Landes- und Bczirksvertretungen zu schlagen. Der Sozialismus ist, wie alle Ergänzangswahken In die Gemeindevertretungen in letzter Zeit gezeigt haben, in der Tschechoslowakei auf dem Vormarsche. Eine bürgerliche und dabei noch reaktionäre Regierung, wie die jetzige, widerspricht ganz dem demokratischen und hussitischen Geiste des tschechischen Volkes und die Tschechoslowakische Republik kann nur im Sinne der Ideen regiert werden, welche bei der Staatsgründung vor zehn Iahren maßgebend waren und für welche auch die tschechischen Legionäre zu kämpfen glaubten: im Sinne der Ideen des Sozialismus. Juwelen-Belmonte kö'Ä�S Silber waren« Größte Auswahl. Höchste Qualität. Billigste Preise. Qo'.dwarca •Uhren Aus der Partei. von der Znkernationale. Einer der beiden bisherigen Vertreier üünenmtks in der Erekutioc, M o d s e n, ist ouz Altersrücksichten zurückgetreten und Hot zugleich seine Stelle als Borsilzendcr des dänischen Gewerijchnstsbundes niedergelegt. An seine Stelle tritt Mlh. N y g a a r d, der neue Vorsitzende des Geinerkschastsbundez. Sein Stellvertreter ist Syin-i I a c c> b s c n, Vizevorsitzcnder des Gewerkscl�astsbundes.>Stauning bleibt weiter Mtglied der Exekutive, sein Stellvertreter ist der Parteisekretär Alsinq An» d e r s e n. eii»I«»dui>q»» silr diese Shibtil sind Berlin<90«8. Lindenitratze 3, partemachrichten für Groß»Berlin Net» an da» VeztrtFsekret-rtat 2. Kok, 2 Ire», recht». M eicht»». t. jtrei, Zvitir. Keutc, Sonntag. 28. Oltobl«. im groß«» Saal de» W Geincrischastsbansc», Tngclufer 2425, Tchlnßfeier der Werbooiuiie m(In fang IS Uhr. Einlas! J7 Uhr.«intrilt 50 Ps. einschl. Stattet und c~»od iant. ikcstredtter Dr. Zolin, Wale». M. d.?. Alle Settolkttttett NZ und Genosse», Snmpathisierettdc nnd.Porwirt»".L«I-r lind hergxhft eittgelade». 1.«reis Prett,lotter Berg, v-rtrig-ttalgonen ttttd Getto sse», Inrnetitttten ttttd Tttroer. die ott der Grilndung einer Ttttttttdtailttttg, ttttch fni«ivder, ■ in der Röhe SraiseMalder Straße nnd Prenigauer«le» ei» Znteresse babctt, werde» zn einer Besprrchnna nw Mittwoch. 31. Vitober. IS' z Uhr, nach dem mteiodeiw D»n,!ger Str.«2 eingeladen,»itglirdebn» od« .BanBärin'-Qntttutta legitimiert. 7. fttci» Eharlottrttbttiq. Dicnntog, SO. Oktober. IVrj JÄt, erweiterta«rei»- ooHmnbsßÄung im,«immer 1 de, Rnthause».— Di« jungen Parteigenossen GbarlnlteitdutB, treffen sich jeden Montag im ZuaenMietm Äolineustr. 4. 20 Udr.»nt freien Auslorgcha.,., d. Acei« Wilmersdors. Dienstag. 30. Oktober. 20 Uhr, bei Schrannn, Koben- gollerndomm Z, Eihnng des engere»«rrisvorstonds, tl. fixti» SchSneberg.' Montag. 29. Oktober. 30 Uhr. S. Bortrogsabend he» "" 13 und ftolBninlnoIitä* bei Will. Genossen Dr. Denecke über:«Zmverinlismus Martin.Lutder.Str.«9. Wie bitten um reg« Peteilignny.— Mittwoch. Zt. Oktober, 18 Uhr. ssrnktion»sihung mit den Dürgerdevutlrrten im neuen Ratchous.«immer 144. 12.«reis Steglitz. Rontag. 2». Oktober. t»'/4 Uhr. i» Lokal«chnU, Steglitz. Biribnschvr. SO. versawmlnng all« varteigenösiischen Beamten, rage». ordnnng: Vertrag:»So,ialiewokrolie nnd Staatsverwaltung.' ssroie An». spräche, Referent Genosse Dr.«erwnnn Schützing«. Snwpoibisierendr Gösse lönnen eingeführt werde». Der Kenmtanwerbeatchschnß. 12.«rei» Steglttz.Lanlwitz�ichterseld». Dienetag, Z0. Ottober,«nrfn» de« Genosse» Dr. Gregor Birnstock öder:.«orl Rarr' ökonomische Lehre».' 20 Uhr im Lesesaal in Stodtbücheiei Seunewatdsir. 2. Körgebilhr 2 M- Arbeitelose Genosse» frei. Die Genosse»»reedc» dri»ge»d nnsgesordert in«sche irren. 14. jtrei» Reniölln. Arbeitarbildnogischnl-. Di« Bortragsreihe.Bürgerliche Und soglakissisch« WirtsKastsoolitii, Lebr« Dr. Mendelsahn. beginnt am Dienetag. 30. Oktober, llNH ilhr. in der MSdchenmIttelschule. Donanssr. 127. Um rege Beteiligung wird ersucht. 20.«rek» Reinickendorf. Svzlaldemokrotische Gltarrrbeir-tel Donnerstag. l. November, Sitzung der Elternbeiräte um ltzVi Uhr i» kleinen Sitznng». laal de, Rathonse» Wittenon. Tagesordnung:.Die kchnipolitil de» 30. Bezirk». Reserent Stadtrat Kenle. Dieknssson. verschiedene». Unsere Bezieissrnttipn sowie die sozial, sijschen Ledrer de» Bezirk»»rrden hiermit eingeladen. Mitgliedsbuch legitimiert. heute. Sonulog. den 28. Oktober. 21.»bt. Acht»»st. vezirlsführrrl! Wichtig«, Materinl sofort abhole» non der Geschästaitelle. lltrechtcr Str. 2l. Morgen, ZNonlag. den 29. Oktober. 34.«bt. jou Uhr Sitzung de» Abteilungevorllanie» bei Dötschert. RSbee»- dorker Str. A. 42.?bt. Abr«chm:ng bei Köhlte. Bergmannlir. 89. 77. Abt. Schöneberg. 20 llhr bei Jürgen«. Barbarossasto. Sa. SgtfWnMtfcnBtz. Alle, BezirksiiUirer müssen»rsSieinen- 88.«bt. Wariendots. 20 Uhr Sitzung de««btoilungaoorssande, mit den De» zirkokührern bei Niendorf. Chaussee str. iS. 90.«bt. Neniilln. Ab 18 Uhr Ausgabe der Sanizettel an die Degirkeführer Hai Güth. Danauftr. 7. 103.«ht. Olttrschöneweid«. 30 Uhr Bei Winklet, wichtige stunktionärsitznng. Mnhlsdoes. 20 Ilhr wichtige syunktionärsstzung bei Anier». Bah»» 124.«bt._____ hoiitratze 37 Dienstag, den 30. Oktober. 41. Abt. isvs Ilhr bei Bader. Iiiterboger Str. 7, Abteilunaeoersammlnng. Bortrag:..Irbeiierjuaenh und Partei." Referent Georg Seim». Außerdem Bortttig:.Die Bilhunsseaudgnben der Partei." Rcforont ÄnM Reck. Di« Bezirfssührer werden fiszichi, einzuladen.-. 57. Abt. Shulnttcnbutg. 30 Uhr stunktionarsstzung im.Goethe-Eck". Goeth«. straße 84, 134.«dt. Buch. 20 Uhr bei Söpsert, Am Bahnhof, ZorftandÄitznng mit samt- lichen Zunftionären. Mittwoch, den Zt. Oktober. 78.«bt. Schoneberg. Die Vezirkssllhrrr laden beMmmt ein zur Witglieb«. nersammlung bei Roseuthal, Ebersstr. 88. 4t».«dt. Lichtanberg. 30 Uhr im Lokal Sepp. RäderÜr. 80. Abteilung,- Versammlung. Bortrag:.Erinnerungen aus dem EozialiNeugesetz." Referent Dr. Mar Schütte.-i18 Ilhr am Soaleingang der Stadtholle zu haben. Do, strauensvtretartat. -wjÄvckAM 2. llrci, Tiergarten. Zliontog, 29. Oktober, ISVi llhr. bei ft rüget, Putlitz. strotze 10, tircissrauenobend. Bortrag de« Genossen ffrih Äols siber ,Rul» tuiausgaden der tlommune". llm rechte rege BcieiligiUng wird gebeten. Eine Stunde vorher lfunkliontl rinnen sitzung im gleichen Lokal. Alle Ab. teilungen müssen nertrelen sein. >l. kirei, Schönederg. Montag, 29. Oktober, eine Stunde vor Beginn de« lliirsu, bei Will. Marti»-Luther-Sir, 89, Besprechung der stunttio. närinnen im gleichen Lokal. 20. llrei, Neinickendots. Heute, Sonntag, 28. Oktober« Besschtigung d«, G«- siindheit«ha-iseo Kreuzberg mit Zührupg. Trrffnunib 9 Uhr Bolkshano, Scharnmeoerslr, 114, und für Rachiugler 10 llhr oor dem Eingang de, Gelundheilihousc,. Uebavstrutze. Inieressserte(eenossmnrn und Genosse» anderer Ilbieilitiigrn könnvn sich her ksithrung anschlietzen.— Mittwoch, 31. Oktober. 20 Uhr, Zunttionärinneusitzung(Agitation und Arbeiter» wohlfahrtt in Remickendorf-Ose, Sauptsir. 48, Verwaltung, gebäude, tzimmer 80. Jede Abteilung mutz oertreten lein. Der„Vorwärts" isi das Blait der Kopf- und Handarbeiter! Abonniert den„Vorwärts"! Ich oiioimicre den.Vorwärts"(uitb die Zlbend- aiufiahe iiir Berlin.Der Abend") mit de» illustrierten Bei- lagen„Volk und Zeil" und.Kindorsreund", iowi« den Bei- lagen„iinlerhaliung und Wissen".„Frauenstimine",„Declinik", „Blick in die Bllcherwelt" und„Iugend-Borwärts" in Gro�- AraueaveranfialkBvg«» am Montag. 29. Oktober. idH Uhr: Slusfüllen und einsenden an den Verlag des„Dorwäris". Berlin SW. 6$, Lindcnsiroße 3. (.«bt. Bei Dahhrolaw, Smntamünder Str. 11. Bortrag de« Genossen Sunfwiann.über:„Wir Frauen und unserer Sinder Zukunft", keine Ge. nosstn darf sehten. 8.«bt. Bei Rickert, Sleinmetzstr. 38», Vortrag der Genossin Mathilde Wurm. M. d. R. Über»Vor zehn Iahren". Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 18.«bt. Bei Obligo, Stralsunder Str. Zl. Inck-London. Abend. Boriragender tbenosse Artur Reiöiarit. Zille Genossinnen sind herzlich eingeladen. 17.«bt. Bei Neuentirch. Trift slr. 49, Vortrag der iKenossin Else Schribeu. huber über:.Erziehung zum Friedenswillen", keine Genossin darf schien. Ghiic willkommen. II. Abt. Bei Müller. Ilsersto. 13. Vortrag der Genossin Herta Gotthels über .Wohnungokultur". Alle Genosftnnea sind zu diesem Bortragc herzlicki eingeladen. LZ.«dt. Bei Bartsch. Fehmarn. Ecke Fohrenttratze, Bortrag de, Genossen Ad. Hosimavn. Thema:»Eine politische Bibelstunde". Um rege Beteili. aung wird gebeten. Ouifle find berzlich willlommen, 25.«bt. Achtung, Genossinnen! Umsiandrhalber kann unser Frauenabend am Montag, dem 20. Oktober, nicht ssattsinden. Weitere Nachrichten folgen in den nächsten Tagen. 27. Abt. 20 Ilhr pünktlich bei Reetz, Sonnenburger Str. 1. 1. Einführung der neuen Frauenabend leiteri». 2. Vortrog be, Genossen kühne:»Die Frau unter dem Sozialistengesetz und heute", keine Genossin darf fehlen. 30. Adt. Bei Pohft, Siargarder Ecke Lvchener Str. 105. Bortrog de, tbenoffen Wilhei« Miethkc über.Das Sozialistengesetz", llm zahlreiche DeietTIguug wird gebeten. 32. Ab». Bei kromphardt, Paul.Einqer.Sir. 4S. Bortrag der Genafstn Elmra Krüger. Tbema:.Der Kampf um die weltlich« Schule". Alle Genofstttnen sind zu diesem Bortroge eingeladen. Gäste können mit eingeführt werden. 34. Abt. Im Lokal Gubener Str. IS, Bortrag der«ennsstn Dr. Käthe Frankenlhal Über»Gesund he itopflcge in der ZamUic". Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 37.«bt. Bei Irrasch. Ebertv- Ecke Ztochbannstratze. Bortrag de, Genossen Otto Most über»Die SPD. unb da, Wohnungsbauprogramm". Um zahl» reiche« und�pünktliches Erscheinen wirb gebeten. 38.«bt. Bei Bartusch. Friedenstr. 8«, Bortrag des Genossen Wuschick Über »Da, Sozialistengesetz". Alle Genossinnen sind zu diesem Bortrage ein- gelada». 42. Abt. Bei Hishlle.»ergmannssr.«?, Bortrag der Genossin Minna Toben. Hagen Über»Dar Sinn der sozialistischen Frauenbewegung". Um zahl. reiches Erscheinen wirb gebeten. 44.«bt. Bei Ewald. Slolittct Str. 128, Dortrag de« Genossen Adolf Abtor übet»Da, Sozialistengesetz". Alle Genossinnen müssen erscheinen. Gäste willkommen. Ehnrlottandnrg. iL«bt. Bei Schellbach, Königin. Elisaheth.Str. 8. Bortrag der Genossin Schenkalowsk»»Sil» Brauns Leben und Wirken". Kein« Genossin da es fehlen. Gäste willkommen,— 58.«bt Bei Liersch, Kantstr. 82, � Vortrag de« Genossen König Über»Die Arbeit der Frau in der Gemeinde". Die Genossinnen werden gebeten, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. l— 57.«dt.«chtunn, Genosstnnen! Unser. Frauenabend findet diesma im Lokal„Goethesshck"2 Goethestr, 82, statt. Bortrag be» Genossen Kermonn Lempert über �iommunalpolitisch« Forderungen— Wohnungobau". Alle Genosstnnen haben die Pflicht, zum Frauenadelib zu kommen. Gälte können mit«inaesührt»erden, Neukölln. 89. Abb Bei Gromeck. Sanderstr, 10, Vortrag des Genossen Paul Iudrlan über»Die Auswirkung bvr Kollpolitik im Arbeiterhaushalt". Um rege Beteiligiing wird gebeten.— 92.«bt. Bei Wolf, Kaiser.Friedrich. Straß« 173 Eck« Rosegger Straße. Vortrag über»Da, Sozialistengesetz". Referent Genosse Hermann Harnisch. Alle Genossinnen sind herzlich em- geladen. Gäste willkommen,— 08. AbL Bei Grieger. Lesssngstr. 9. Bor- 'rag der Genossin Käthe Kern über»SausHalt und Wirtschaftspolitik". Um zalilreiches Erscheinen wird gebeten. Säfte herzlich willkommen.--»8.«bt. Bei Lohan, Wipperstr. 17/18, Bortrog des Genossen Dr. Wolter Domke über ..Marxismus". Keine Genossin darf sehten.—»7.«bt. Bei Kutzki, Her» mann- Ecke Ceinestratze. Vortrag de, Genossen Hans Wohwod über„Sozia. tistjsche Kulturpolitik". Um recht zahlreI6>e« Erscheinen Wieb gebeten,— 98.«bt. Bei Teich, Knefebeckstr. 188, Bortrag be« Genossen Löwrnstrin Über »Hngiene der Ehe im Arbeiterhaushalt". Um zahlreiche» und pünktliches Erscheinen wird gebeten, Gäste können mit eingeführt werden, 09.«bt, Britz. Im Jugendheim, Rathaus, Ehausseestr. 48, Vortrag der Genossin Erna Kresse Über»Die Frau im politischen Leben". Alle Ge- nossinven sind eingeladen, 1«L«bi. Treptow Bei Zanke. Kiekbolzstr. 21, Vortrag der Genossin Luise Köbler. M, d. L. über.Heut und vor 50 Iahren". Außerdem spricht Ge- pgssin Luise Arndt Über»Die Wohlknbrtsorbeit im 18. Be»irk". Alle®«. »ossinneg sind herzlich einaeloden. Gäste find ebenfalls willkommen. III.«bt. Lichtenberg. Bei Barg, vorm, Mvge. Möllendors. Ecke Ritterqiitftraße, Vortrag des Genossen Georg Roible Uber„Oeskerreichtsche Studien und Lehren. llm zahlreiche« Erscheinen wird gebeten. 132. Abt. Blankcttbneg, Bei Klug. Dorfstratze. Bortrag de« Genossen San, Komm Über„Die Mob« im Wandel der Jahrhunderte". Um rege Beteili. gung wird gebeten. 138.«bt. Rcinükendors.Osi. Unsere Genossin Berta Walter. Amendesttt. 4, isi oerstorhen. Die Beerdigung findet Dienstag. 30. Oktober. Hl* Uhr. avi dem Städtischen Frieidhos Reinickendors.Ost statt. Wer sich nicht ander Besichtigung beteiligt, wird gebeten, bei der Beerdigung anwesend zu sein. im.«bt. Tegel, Zm Jugendheim. Dohnhosstr, 45, Hos, parterre. Frauenabend Bortrag de» Genpssen Alfred Henke, M. t. R.. ltder j! 218. Gäste sind hierzu willkommen, «bt. 140, Wittenau. Im Lokal SGute(am Datznbofi Vortrag bor Genossin Helene Michael!» über.Soz-alistssche Gestnnungvvflege in der Familie". Alle Genossinnen sind herzlich eingeladen. Zrauellveremstottukgen an, Dienslag. 30. Oktober. 19>- llhr: 85.«bt, Eharlottanbnrg. 20 Uhr bei Eteininger. Hutten sir. 34- Vortrag der Genossin Herta Solthelf über.�eimkiilwr". Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 73.«bt. Schwvrgettdors. 20 Uhr im Deutschen Hau». Breite Str. 33/84. Vortrag de, Genossen Kamm Über»Berliner Humor", Alle Genossinnen sind»u diesem Vortrage herzlich eingeladen. Gäste willkommen. »l.«bt. Renkölln. Achtung, Genosstnnen! Unser Frauenabend findet dies mal nicht am Montag, dem 29, Ottobee, sondern am Dienstag, dem 30. Oktober. 1»H llhr. bei Lüddecke, Karlsgarten. Ecke Fontonestratze. statt. Genossin Dr. Wegscheider spricht«der»Sepielle Erziehung". Alle Genossinnen sind herzlich eingeladen. Jrauenveranslaltungea am Mittwoch. 3k. Oktober. i9X llhr: Renkblln.«3.«bt. Zm Jugendheim Böhmische Steatze, Bonteag der Genossin Wurm. St d. R.. Über»Di, Frau im Kamps in den letzten zehn Iahren". Um zahlreiche« Erscheinen wird gebeten,—>4.«bt. Bei Günther, Eänllervromenade ll. Bortrag de« Genossen Felle Jeckenbach über �sm Lande der Puppen und Spielwaren— Wie die Heimarbeiter leben und arbeiten". Ilm zahlreiche» Erscheinen wird gelitten. Gäste willkommen. 422.«bt. Biegdots. Bei Pororh, Marzahner Str. 31, Frauenabend. Referent wird im UUitwoch.„Vorwärts" bekanntgegeben. vezirksausschuh für llrbeiterwohlfahrt. 9. Kreis Wilmersdorf. Montag, 20. Oktober, 20 Uhr. bei Kiilka. Lmrenburger Straße 20, Aussprache übet die Arbeit in den Kommissionen. Erscheinen aller Kommilsionsmitglieder ist Pflicht. «nefaeget, Fürsorgerinnen, kreisle iter sab kreisleiterinnen. P Dienstag. 30. Oktober. ISii Uhr. im Hackeschen Hof, Rosentdaler W Straße 40/41. Bortrag m>n Dr. Künkel Kerausgeder der Zeitschrift für 3 ß Indipidualplncholozie):.siiel und Methoden der Jndioidualpsttchologie." � � Gaste willkommen. gnrlv»„Einsührnng in die«atinle Geeichivhtise." Referent Genosse Krebs, Direktor de» Lindenhofes. Genossen und Genossinnen können noch tellnedmen. da die kreise 4. 7. 8.». u, 45. 48 und 18 von ihrem Delegationsrecht keinen Gebranch gemacht haben. Der nächste Abend findet am Freitag, dem 2. No- ueinber. I» Zimmer 83 de, Berliner Rothause», Eingang Spandauer Straße, l. Stock, statt. lS.»rei«. Alle Helfer der Arbeiterwohlfahrt des 10. kreise« finden sich»n einer wichtigen Sitzung am 81. Oktober 102« bei Wener. Türk. Zelt, Pantow, Breite Straße 14, 20 Uhr, ein. Um vollzählige» Erscheinen wird gebeten. Vereinigung sozialdemokratischer Juristen. ---UJ.j.tZ.M-M k K- I KN--U t! i"5 IR Vorteggsabend am Montag, dem 23. Oktober, loi� Übe, im Saal 8 de, Landtagegebäudes. Tagesordnung: Vortrag des Oderregieeungsrat» �" o über:.Die Organisation de» Aebeitvleben» in be» Genossen Dr. Joachim Svwiet-Univv." Ter Borsttind. I. A.: Rüben. Jungsoziolistea. Gmippe Eha'lottanbneg. Montng. 20. Oktober. 20 Uhr, Bortrag:»Die Wohnungsvolitik der Stadt Berlin." Referent Stadtrat Albert Korlitz. Jugend- heim Rosinenstr. 4. 1 tr.— Gruppe Wilmeredarf. Montag. 20. Oktober, im Jugendheim Wilhelm»oue 123, Marristische Arbeitogemeinschast. Gäste will- kommen.— Gruppe Lichtenberg. Der Gruppenabend am Dienstag mutz dies- mal auslolleg. da der Raum vom Bezieksamt gebraucht wird. Arbeitsgemeinschaft der Sinderfreunde: Gruppe Wilmersdorf. Unsere Gruppen treffen sich im Zngenbbitm Bil- helmsane 123 Inngialken am Dienstag, l»1-: Uhr. Rata Falken am Freitag, 181? Uhr. »rrlv Friedrichshai«. Dienstag. 30. Oktober. 20 Uhr. im Heus Diestel- meverstratze. kreisheliersitzung. Fortsetzung der Auzsnrach« über unsere Winter» arbeit. Erscheinen aller Heller und Elternodltute erforderlich, Gruppe Südost. Bon morgen, Montag, ob tagen wir nicht mehr wie bisher im Jugendheim Britzer Straße, sondern in der Qcmle Görlitzer Str. 81, und »war jeden Montag und Mittwoch von 18 bis 18 Uhr. Jeden Freitag von I7ttz bi» 1» Ilhr im Jugendheim Reichenberger Str. 88. krvt« Mitte. Montag, 29, Oktober. 20 Udr. im Heim Zehdenicker Str. 25, Fortsetzung der Gruppenleiterdelprechung. Tieeaartan. Zi-Ng. nnd Linie FvUrn am Dienstag. 30. Oktober, Mitglieder- persamsung im Heim Walbenlorstratze. Küken am Mittwoch. Zl, Oktober. Bast«lgbe»d im Heim Waldenlerstrgtze, Keei» Reinickendvei-Ost. Montag, 29. Oktober, 20 Uhr,«Meilungshelfer» sitznng bei Rich. Findeisen. Herbststr. 20. Sekkttttzikage. Znbffltea«fm. 34.«bi. Eherlotsen du rg. Unterem Genossen Wilhei»—, Gattin zur morgigen Silberhochzeit schon heute die herzlichstem der Abteilung. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisatioo/ 13.«bt. Am 24. Oktober verstarb unerwartet unser alter Genosse. Gastwirt Roman Adamszewski. WilhelmÄiavener Str. 8. Ehre sewom denken. Einäscherung am Montag, 20. Oktober, 30 Ubr. im* Gerichtstratze. Wir bitten um reg« Beteiligung.,.. 48.«bt. Genosse Arthur«lein. Martin�pitz-Stratze. ist oer1 Die Einäscherung sendet am 20. Oktober, 17 llhr. im KrematortU» Sei straße stait, 21. Abi. Unsere Servinn Anna Hausse. Liedenwalder Str. 8. ist Ehre ihrem Andenken. Einäscherung am Montag. 20. Oktober. 19 Uhr, Krematorium Gerichtfrratze Wir bette» vm rege Beteiligung. 38. Abi. Unser Genosse Paul Bebnend, Barnimsir. 44. est am 25. nerstoeben. Ehre teinem Aeedenten. Einäscherung am Dienstag. 30. 48 Uhr. im Krematorium Serechtsträtze. Wir bitten um reg« Beteilig Außerdem ist unser Genosse Foon» Edmke. Neue Königsir, 88, am 25. verstorben. Ehr« seinem Andenken. Beerdigung am Dienstag. 30. O! 1I'„ Uhr. auf dem Georgen-Friedhof. Llm kirnigst-r. Wir bitten«benfal «0? Beieiligemg�, perftard nach kurzem Krankenlager nnfer Ge»« 1�1! »7.«bt.«V.------------------_ Franz Hoppe, Oderstr 3. Ehre seinem Andenken! Die Einasch»> findet gm Dienstag, 30. Oktober, 18 Uhr, im Krematorium Baumfchu» weg ltart. 124. Abt. M-blsdorf Siid. Unsere ireve Genossin«erfrub Ludwig ist� 24. Oktobor nach längerer Krankheit verstorben. Ehre ihrem Andenken, 7 Sscherung am Montag. 29. Oktober. 15 Ilhr, im Krematorium«aumlätzst weg. Wir bitten um rege Beteiligung. Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Serlst > da« ZagettMekreteeiM, Einsendungen für diese Rutrss em __ Berfta S7V 88. Tindevstrode, Eine am letzten Gnnntog stehen gelossene Genppenlohne ist i» Zugendsi» tariat abzuholen. kos«! dkft» dörs«, linde ünß< &Wli du st linq, »stre v-nti scher Zoloematiovoabeod morgen. Montag, im Srotzr» Sitzungssaal de» Bezirksamte» ltreuzberg, Borcklte. ll. Genossin Tom Sendet, M. d. R.. spricht üder»Koizentmiton de« deutschen Zndusteie". Witgliebsbuch mitbringen. «rb>eit«a»«esns' 2 Tr., Zimmer 8. poriunrhmen..»,.». «rbeitogemesnschaft Abraham morgen. Montog, Schule Alte Zarobstr. tzkpri Heute. Sonntag. 2L Oktober:"ra Lichterseide: Treffpunkt 8 Uhr Botanischer«garten. Fährt Born-M� Rosetttdaler Borftodt: Treffpunkt l5»j llhr Rotenthal« Platz.— Lichte«»' Rord: Helm Guntersir. 44: Lichtbilder von unseren Fahrte". Wetchedezlri Schönederg: W«rbebez>rksheimat«ttd v» Heim Haupn» 19ii Uhr. Ilnterhalttina. Sprechchorprobe zur Revolutiott�eler.__. Werkebezirk Ritte: Der Sprtchchor trifft sich Ith Uhr Semrrlschaftsbck Evgelufrr. Morgen. Montag. i9X llhr: Der Singkrei» übt pünktlich 13% Uhr im Heim Lindenstr. 4._' Falkplatz TT; Seim Schul« Sonnenduroer Str. 20:»1 Jahr Abteilung st° Issah: platz II".— Schönhauser Vorstadt- Trefspunlt zum politischen Fnsormoti» jj. abend 13 Uhr Bhs. Nrrdring.— Frnolsnrter viertel: Heim Litauer StD „Bebel, Litt«»".— Reichenberger viertel: Heim Britzer Str. 27— 80: Fi tionärsttzung.— Eharloitenburg.Nord: Heim Oldersstratze lStädt, Spvriw« Läns-Aoeud.— Zohanninthal: Heim Rathaus Johannisthal:.Wie stellt 9® Zugrttd zum Imperial,:,wu»I"—«rnowalder Platz: Hei« Danziger Str., „Aus Bebel» Lehen",— lempelhof nnd Reriendoes: Treffpunkt zum polttck» Information«de od de« Beiirls Groß. Berlin 1881 Uhr Bhs, Tempelhol, Wer de bezirk Reniölln: Im Heim Lahnstrotze lleden fsto den Sprechchor Revoluflrm�oter. Zcber Genosse mutz erfchrtnen,__ � Bcrdedezirk Osten: Die Kreiswitgliedervarfommluuq fäll! au». Sämto Genossen beteiligen sich am poliiifchen Inf»rmatü>n»ab«nb. Porckstr. u. sitzlt, �rrr sichre »ew SSbweft nnd Süden 4 Ubr B~--- 1»'4 Uhr Belle-Allianr.. Partei. Nachzügler kommen Vorträge, Vereine und Versammlungen G Reichsbanner„Schwarz-Rot-Gold' Geschäft, stell,: Berlin S 14, S-bastianstr. 37/». Hof- Lichtenberg lOrtsrerein): Eonnlag, 28. Oktober.« gesamte Iugendkameradschaft pünmich 9 Udr auf dem Friedrichstelde, Pflichtveranstallung. Ad 15 Uhr gemütliäns Keisatnotelt�. tetto de» Tamdourlorps mit Angehörigen im Bereinshelm, Sportplatz Frieds. � tzss», felde. Gäste willkommen,—«nntag, 2». Oktobor, Tiergartau: D Schleswiger User Vorbesprechung für Kameraden, dm am Ziu-Iitsu-Kpsi � i0» teilnehmen wollen, Fried eich, hoiu: 19' u Uhr Versammlung>n den Cnütt' Sälen, Memeler Strotz«. Gäsle willkommen. Dtenatog, 38. Oktober. berg. Friedenau: 20 Ilhr Ml:aliederversam«lung bei Warth, Ron» Ecke Hochkircktstroße. Wichtige Tagesordnung, Keenzbeng: 19 Ilhr«b: hei krepp. Planuter 75. Reuke0a,7.r:n: l�gfcherung de,»«eftoedene,.~. roden Frau.» Hoppe 18 Ubr Baumichulenweg. Rege Beteiltoung erwute"« Bitteuan litomeradlchast): 20 llhr Versammlung bei Schulz, Wittenau. t ftratze SS. Erscheinen Pflicht.«arine-Ubt.»4 Ilhr im«ootohau. T« Uferitr. l. Navigation, Svmpatz.— Rittwach, 31. Otto bor. Stentsi-. 20 Uhr erweiterte Borftandssitzung bei Brulchke, Rolchenderger Str, l>3, e} Rattdori trotze, Zehlendarf: 30 Uhr Versammlung ÜB Btreinshei«. Botst» Straße 3, krei, Süden, Sanitettsadtoilung: 30 Uhr»ollversammlung Böhm, Alexandrinenstr. 39. Vortrag. 3 iitm«, ichre 'lv "silchi fftofi ■llliei chhm ♦inc( sprich «sie f •obkt «Üb, Mnz •rsti dlobl $.>». t.zr. zzr«.». w»i-*.'■»» k,* abend mit Damen. Vortrag der Landtogso da»ordneten De. Gertrud klN uns zum Abendbrot erwartet. Aber wir enttäuschen den Haus- ?ttrn, weil man die Batterie feiner seinsten Sorten, die er auf- läßt, nicht genug würdigt. Er kredenzt einen köstlichen Pfalz- nach dem andeen. Bach Mitternacht geht es an die Heimfahrt. Dos schlafende Land scheint schneewaiß w> Licht der Scheineverser. all», ist wie oon einer *M»n Schneeschicht bezogen. Diese Nachtsahrt durch die romantische (UJ�olz war mit das schönste an unserer Weinreise. Unten aus ned- '««en Wiesen scheinen Erlkönigs Töchter zu schweben, vom Mond �rchleuchtet reckt sich«ine Ruine auf den Berg, verfallen« Pracht, Ällustrotion zur pfälzischen Historie. Um 4 Uhr morgen, sind wleder in Saarbrücken. Es dämmert gerade und die unermüd- "chen««rke der Saorindustrie speien ihre rvtfunkelnden Eternen- t>9t* über die Dächer. Ii» S 9*/ iU 4 itf t t «; fni K - p 0--» ä!«! r.- 14* uli 9t> jsäll Das Internationale Schachturnier. 5* her gestern gespielten vorletzten Rund« des Interna rwnalen .�ochturniers mochte Eapablanko gegen R. Tartakower remis. Z*, Partien Rubi«rstein Marschall und Rimzowrrjch-Ren wurde» •""ts. Montag wird die letzte Runde gespielt. Eröffnung der Arbeiterbildungsschule. � Seit einer Reihe von Iahren hatte die Berliner Arbeiter- �!ü>„naz.,ch-lle. die älteste Bildungseinrichtung der Berliner Ar- ÄUvWschaft. kein zentrales Heim, in dem die wichtigsten Kurse der t A schule ahgehaUen«oerden konnten. Sie mußt« sich deshalb darauf -ur schränken, in den einzelnen Berliner Kreisen Kurse zu organi- '".'T p«r«n und sie durch«ine.zenlroi« Leitung mileinander in Eintlong ... f bringen. Jetzt ist dank den Bemühungen de»«erliner Bezirks- wjl'"rstandes die oochanden« Lücke ausgefüllt worden. In den Nti�iumen de» Dezirtsoorstandes ist jetzt eine Schule >o\i' jNgerichtn worden, in der, zunächst an vier Abenden m der "" Loche. Arbeitzgemeinschaften über die wichtimien prägen der 5°lstik und Wirtschaft abgehalten werden. Am Freitag abend fand g* Eräffnung der Schule statt. Nachdem Genosse S ck- n k. der 5«kretSr he« Bezirkebildung-au-schusle-.' die Anwesenden begrutzl Ltte. ergriff Genosse K ii n st l« r das Wort, um.m Nmnen des .�•ürksiKirsiaubes die Aufgaben der neu eröffneten Tchule ,zu �Hieren. Er schloß mit der Aufforderung«m d«e HSrer, chr Listen zu«rtiefen und zu systematisieren,»m sich m.t oerstortter �«ft in den Dienst der«rbeiterbemegung zu ste�m Dann begann "J8 Letterin der ersten Arbeitsgemecnschast. Genossin Dr. Anna �»�iemse«, ihre Arbeit, bei der sie sosort die lebhastest« Aus. A�-rksamkeit und Beteiligung der and. Wunsch«,»tt 2r neuen Bildu-wsstätte den Ersob» den sie nn Jnteres� der "trtiefung der«ertiner Arbeiterbewegung verlnem. n tm *. h ja' jV » din . 3» hw ndtBfttn«»che d-Si»»»« i««er S,tbeMt�>»a",»chui« b.t«och- ;• i'ntultn«urt», bb» M-ar ow Mont-g!*«. �° �'. UN« r.t»»«Ituns»l«»rt-i»Wf-g.Dr« a r>»>' l i an 8«»««- '�'lchichte unb Thtorit her Arhtit»lbt««gBng; Soiintt»!»«.»r. 0. bolafi 1*�«ichsch-st iB der«cgenmort*. �ärntTtcht«utt« �"fS" � Uhr im SthrrwNB. Linbenftr. 9, i. ,5?'''st1'/ •' den Surf,, nxcötn im«esirWilhurtssietteJonat odtr btl«tflitm fcc» Rurfus J« Schul.«ngt»»mm.B Au»»um Rurkug � �mstu S�d«. Pi»sr«Bim kr, BN B«ch n»« Anzahl T'llBthmtr»ugelafftB wer»»B. � Di, PholoaussteUung»er phologemeinschafl im Taunstenverem '.'vie Naturfreunde". Buchgewerbewal. Dreibund, raß«.>. st b s �November ISA verlängert,««ffnei: SonMag» bis l1 Uhr. Werktags von 9 bis 20 Uhr(ob 1. November ins 18 Uhr). «'»tritt jrei._ Uetunge« über piqch«!»z>htz, o»a fsziat« ,z>>l«mme»häBq« werden u«!er Ättunq sei Siaduck»! und.Hm.jorgn>:zt-s Dr. Iool uiw?»«u S. Wronslu auch in dielen. Winter wieder dom Archiv tür WobstahrtSV ilcge in leinen Moiimei,. �lottwefl) trade 4, veranstaltet. Die Hebungen iuibti» regel.nätzig Nittwochl von IS bis Igst, Uhr statt. Beginn lRittivoch, dar i4. Novembers Schintz Mittwoch, den IS. Dezember 1928. Zeiltreimen qebübr: lNk. ä. Tbernrn Soz'aldilnhologische Betrachtungen über Beraala g ung. Müieu und Schicksal.— Psvchvpolboiogische Tvpen: Zchwachsinnige. G«»slrskranke, Kilt- ftichttge, Sernell-Atnarnl«, Zteurotitcr, LebeuSmühe. Annrelomigen an das Archw sür WvhIsabrtSpfleze, Berlin W. Sö, fflottwellstr. 4. 2»;!.: Kurfürst 6G1I. Zirkus fitaae lplel! bis 31. Oktober, tei großen Andrangs wegen und aus allgemeinen Wlwich wird dos Gastspiel de« Zirka« tKr.one um-Inen log verlängert. Dewzusolge finden am Mltwoch. dem llt. Oktober, noch- mal« zwei Vvrstelwngen statt und zwar unbcdmgt die beiden letzten nach« mittags?Nbr groß« Fremden, und Famillenvorftellung»yd abcHids 8 Uhr die große Dank- und Abschiedsvorstellung. Sport. Renne« zu Sirausberg am Sonnabend, dem'27. Oktober. l. Nenne». L Suterpe sFranzke,.'J. Marrion sBismarl), 3. Perse- oeranlia(CoIH). Toto: 34: 10. Platz: 13, 1Z, 18: 10. Forner fiefe«: Kcldbwmc, Legende, Altena», Du, Alibi. S. Rennen. 1. Versuchs mal(Lewicki). Z. Sonechillic sHouser,. 3. Graphit sPismark). Toto: 517: 10. Platz: 6«. 30. IZ: 110. Ferner Besen: F.iemersheü», Fairb. Frustra, SataoaS, Gtaffelstein,-Schar-Daqh, Osterdingen. Filanda. Steinhäger, Türkin. & Rennen. 1. Primas lSchwikowSlst. 2. Bonbonniere(Glmpl), 3. Forlroi«(Mefa). Toto: 27: 10. Pia»: 18, ZI. 123: 10. /Ferner liefen: Kamer, Balaton, Kömgskrone, Polonaise. Gladiator. Trixt, Dudelmonn. Tlllergirl. Rosenherzog. «.Rennen. 1. Mhron(v EckertSbera,, S. Raule(a. Borcke), 3. Dinmerichlaa fHr. H. Schmidt). Toto: 52: iO. Platz: 16, 12, 23: 10. Ferner liefen; Parti«, Zauberflöte. Rain«, Diamant, LIchiktr»l/l. 5. Rennen. 1. Lriuo« ok Tbals(Edler), 2. Oetaria(Kutultcl), S. Hazord(Ziandow). Toto: 21 ü: 10. Platz: 38, 43, 30: 10. Ferner ieien: Sennerin, Silberbatzcn, Vasko, Blercurius, Venezianerw, Escorial, IGrand Rmlfieur. Pers, Graziella. Godwina. Heliade. 6. Renne n. 1. AllerweltSmädek(Grabsch), 2. Paradenia(SöBIfe), 3. Grifttlchrn(ffitnjel). Toto: 39: 10. Platz: 16. 18. 15,: 10. Ferner tiefen: Bulgarien. Rorgenrot. Damals. Potiphar. Lieblos. 7. Rennen. 1. Lindwurm l.Hngneniu), 2. Ztntril,(Lehmifch). 3. Heidjer kVoltz). Toto: 56: 10. Platz: 25, 4., 26: 10. Ferner liefen: Elotbllde, Arndt, Quo»ackis. Leichte.Isabell. Moros. Edsir von Lorch, Florian, Walada. Hing Pong, Katastrophal, Fenja, Isländer. Briefkasten der Redaktion. a. R. 4. Oöerregierunqssekrelär— 6. S. IW. 9tfin.— B. II.®i» Iaii:csatdcii»v-rdicof»grlB»l betrug bis zuui l. Stwber I»?7 27M M. und van da ab beträgt sie 9600 M.-«. N. Z6. Wenben Sie sich a» das StaBdee. ami. Es müssen beigeben»: Wirde» die Geburt, urtunbcn sawie»VN Ihreaz Nräuiigam ri» CHpfaHiglettwcugni», Das lrtzlrre wird von den,?ustiz. minisierittm ausqestcllt.— G. Zll. IS». Wen» Sic das Teftament seldit!>r. schrirbe», mit Ort und 7aium verstlun and unierichricbe» haben, sv ist rs rechtsgültig. Der Unterschrist Ihrer Frau bedarf diel«» Trstament nickt. Ein« SeheBstvürbigleit Berlin, sind die Riesevläger im Deutsch«» Tcvp:i>u Haus Emst Lefevre s. m. b. K., seit 46 Jahren nur Oranienftr. lös, Roge Morigplotz. Sämtliche.hrrbstnruheiten in Gardinen. I-opiche», Mäbelstolseu und D-Ilen allcr Arten sind zu auhcrvrdcntlich billigen Preisen zu erstehen, und wir» be! Bedarf ein Besuch den betannten Teppichhouse« dringend empfohlen. Einer großen Beliedfheit ertrenen sich die virtschaftowochen— da» ist ein großer Bertau, von Glas. Porzellan. Hans» und Wirtschasisarlileln aller Zlrt welche die Finna«ertheim mehrere Male im Jahre in ihren vier Seschöst-n veranstaltet. Ju diesen Wlrischastswochen werden monatelang porher die um, sasscndstrn Erntäuic gemacht, es erfolgen groß« Eintaufsreifen in ganz Deutsch. land, um die für diese« Berkaus geeigneten Artikel zu den günfiigliru Preisen zum Beitauf stellen ZU künnen. Alle Hausfrauen, die notwendige Er. ncnerungen in ihrem Haushalt vorzunehmen haben, oder wer Ausstattungen reckt günstig kaufen will, versäume nicht, diesen Verkauf in der kommenden Woche zu besi:ck>en. Es dieket sich wieder eine selten günstig« Gelegenheit zu« dilligeis Sauf. Zkremdsprachlge Siensgea,»!«. Ren« Lehrgänge in englischer und franzästscher Slenogrophie lauf Wunsch auch ander« Sprachen> veranstolkct am Donnerrtao. dem L November 1926, 19 Ute. der Surzschritt Berei» Stolzc-Schren zu Berlin E. B. in seiner Geschäftsstelle Berlinch für Anfänger. 10: Cedankee Ober den Rundionk, 19-39: Die Zukunt den Rundiunks. 30; Da» erste deutsche Rudfunk-Programm renn 39. okßober 1923. An- schHesioid fe-rteorimt. Den» est TanminiiHc. Oiesstas. 30. Oktober: U: feler de» xehniUnae» Bulaliaus da» SetehaarbanaachuauiiM.� U-*: Die VierUIttuade tür des Landwirt. I8J0: Nene Wog» da» tsiHetaarkea- »mnmefn, 16: Stunde mit Büchera. 16 30: Llateehalfnngsmnalk. 19.39: vtlenralixhe ttanplatfldte. 19: Mlneraftache Rohnrare». I9J0: Dte Vörpcrllche Cigaana der fraa. 30: Ahendanterhaltunt. 20 4.3; Dialoge der �eltHteratur. 3 MO: Anf dem Weg ruf neuen Schale. Mittwoch. 31. Oktober; I&30; Frmi and Kiod in der Otffenilichkeit. 16: Wa» der Chemiker bei der SchAnheitspflcae mitzureden hat. 16.39:.legendddbne. 17; Orgelkonzert. 13.30: Mentcblidic Schwicben. 19: Städte ond Länder zur Veicburcioem. 30: Sendespiele:..Die Trojaner in Karthago". Lyrische Oichtons sson Berlior Danach TaRzmnstk. Donnerstax. l. November: UJO: Die Viertel&niBde t#r den Landwirt. ISJO: AasChadsfluge. 16: Meisterwerke al» Spiegel der Volksknltnr. 16.3»: Konzert.>7 Jh;„Die Sage „Mi t öem Mikrophon durch Berliner Berptiü. g u» gssi ö t t e n" würbe tium am Abend geführt. Das war«» einesteils lustip«, teils aufregende, teils aber auch recht' langweilige Angelepenheiten. Was hat der Höver davon, zu erfahren, daß auf einer Buhne Tänze rinnen im Schetttwerferlicht sich bevxgen oder daß in einer Manege Clowns das Publikum amüsieren k Die Auf- regunst über kühne Artistentricks und Rauütierakte erlettte man dagegen, fern der Bimtheit des Bühnenbildes, ernsthafter, otembeklem- inender mit als der Zuschauer. Alt« Revueerlebniss« nusi der Haller- Revue belustigten die Hörer durch die Schilderungen Alfred Brauus und die Schlagermusik lötest vergangener Zeilen. Die Beranstal- ttmg war in flottem Tempo inszeniert.— Oskar Bau m las am Nachmittag aus seinem Roman„Drei Frauen und ich". Drei Frauen, die Freundin, die Sängerin, die müttettich mitleidige Kellnerin treten in das Leben eines Blinden. Mit parkender Kraft ist feine Stellung zur Umwelt gejchildert, fein« fchiwerzlich« Hilf. lasigkeit in ihr, seine gualerrde Sehnsucht, sehen zu können. Seine Welt ist erfüllt, erlauscht. Der Raman sührt in ein Leben ein. das dem Sehender, sonst fremd bleibt. Die Seltsamkeit idiescr nur in Formen und Tonen deutlichen Weit packt« und erfchurleri«. Tes. von Su Julian doni OMifreim", 19.30; WirtschaftRgeographJe ad» Volkawinen- schah. 19; fl»ea and Stahl in alter nnd neuer Zelt. 13.39; Bilder aas der dentsehan Veraangenheit. 30: Dntfrhaltnngsmnsilt. J0J9: Das Lied von der Erde. 31.30; Der Journalist spricht. AnachlieBend Tanzmusik. Freitag, 2. November: 13.39: Komödien und Trartdie« der Ehe. 16: Dar Park im Mtrbsi. 16.30: Unterhaltnngvnusik. 18.30: Italienischer Vorltaf- 19: DI« mazedonisch« Pres« al» Kern de» Balkanproblem».>9.39: Nene Cntvicklnngstesdenzen ia Wirt. »cbaft und Gesellschaft. 20: Ahendrmtarhaltnnt. 21: Die internationale Rege- wog der Arbeiterfragen. 21.30: Stretchquartett, Sonnabend, 3. November: 13.45: Ueberwindet de» Herbstes 16.30: Heitere Repiiabrnie». 17: Uater- haltungsrnusik. 18-30: Die Psychopathie ia der dentsehen Jngead. 10: Krieg und PrUde m Kapitalismus. 19.30: TitUa, das Tor da» SOdens. 30; Sende- »pieke:„Seeschlacht". Tragödie von G Oering. Danach Tanzmusik Könisswusterhausen. Sonatas, 28. Oktober: Xb S.33; Uebertragunc ans Berlin. Ii: Die(rolen Religioasetitter. 1AJ9-: Heilige Stitteu der Menschhalt. 19: Vom Zander der Südsac. Ab 20? Utber- tracant au» Berlia. Montag, 29. Oktober: 16: Berufsberatung. 16 30: Einiilhrwig in die moderne Musik. 17: Lieber. tragung aas Berlin. 18: Peter Rosegger 18J0: Eacliack fOt AnlOaget. I8h5: Aufstellung de» Pattereiats. Ab 19; Ueberlragnog aus Berlin. Dienstag. 30. Oktober: 16: Ein Beitrag zum Lebens- und Bernisprahlen der Laadjogwid. 16.39: Die volks- und privaiwirischailUcbe Bedeutang des Spsraas. 17: Uebartraaan; »US Leipzig. 18: Aktuelle Romassloffe. 18.30; Pranzösisch für Anfänger. 18.33: Der Werdegang der deutschen Wirtschaft. 29: Uebertragueg ans Berlin. 21 40: Der deutsche Osten. Mittwoch, 31. Oktober: 16: Preie Kinderarbeit ond ihre Bedemuag für die Eriiehnng zer Klasse». aemeinschaft I6J0: Was nruB Jeder Staatsbürger voa der Suatsvcrvaltung wissen? 17: Ueberiragung aus Hamburg. 18: Der Volkswirtaehastsfank der Deutsche» Welle. 18.30: Praaxösiscll iür Forfgesehritteae.>8.33; Werl. meislerlehrgang für Pacharbcllar- 19.20; James Ceolc zum JdO, Oebvrtliag. Ab 20: L'cbertraguag aas Berlin. Donnerstag, 1. November: 16: Berufsberatung. 16.30; Uebertrapnig aas Berlin 17.30: BrenaeHda Rechtsfragen. 18: Einfüfarug in das Versiandms des Drama». 1(130: Spanisch tür Porfgeschfiuene. 18.88; Verwendungsmöglichkeiten der deutsche» Erste. 19.29; Kartothek»od Statistik im Dienst der kanfmUnnische» Uaternehmang. Ab 29: L'ebertraguag aus Berlin. Freitag, 2. November: 16; Berufsberaionc- 16.30: Uebenragung aus Leipzig. 17�0: Die weit* und volkswirtschaftliehe Bedeutung der deutsche« Spielwarenuidustrie. 18: Der unbekannte Schubert. ISJO: Englisch für Portgeschritfeae. 1838: Werk- meisterlehrgang für Pacharbeiter.>9311; Wissenschaftljcher Vortrat für Aarfie. 20: Uebertragiuit aus Berlin. 21: Die internationale Regelung dar Arbeiterfrage. Ab 21.30: Uebenragung aus Berlin. Sonnabend, 3. November: 16: Ans dem Zentralinstitul für Erziehung and Unterricht. I6J0; Heber- tragung aus Hamburg 17.39: Die Aufgaben der in den Gemeinden tätigen Beamten. 18; Streifzug durch die moderne GroBsiadt. 18.30: Spanisch füc An- ünger. 18.33: Zum Habsrtnstagc. Ah 29; Ueberlragung aus Berlin. Was Jede Frau und Mutter wünscht-- Für Oeia* Kjndar: Geld für die Ausbildung in «oem BenaE.« den de ee in oNtm farkigeo können I Und Geld, Mb Deine Tochter reichficb■■nutetteo; «md Mittel Kr die Jahre Deines Allen, die Da mit Deinen Gatten aorgeak» verleben möchtest. AB(fiese Wünsche können sieh erfüllen(selbst dann, wexta einst eis widriges Geschick Esch orter wart et den Ernährer raubt): indem Dein Gatte sich gaaüysod hoch versichert Ein trenig jeden Monat von Venfiansl ssrfickgelegt- and die schafft Dssna» Kiadräa» Dir aalbat and Gattes Versichre� dein Leber i < :hr� eine sichre Zukunft! tm ilaiM M» —— und doch$iht•« noch ein•Mittot,— dhfer» leidenden fiFüßen xu helfen, wenn auch alle Ihre bisheriaen Versuche mit sogen.„Plattfuft- einlagen" vergeblich waren. 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Otto der, 3 Uhr, in Ewald» verein, hau». SkoNtzer Stroh« 126 Lehrlingsversammlung aller Graveur- u. Ziseleurlehrllnge. Tagesordnung: t. Vortrag de» »ollegen B. Runge. Z Berufsfragen. .t. Verschiedenes. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Spielplan unserer KnItnrobeeUnng. In der Wach» oam ZS. Oktbr. bt»4.Ro»br: I. Hans Sachs, der Meister van RSrnberg. 2. Technische? orkehru»gen beiA rbeitee- Unfällen und erste Hilfe bei Ver- legungen. z. Humoreske. Zu der Weche aom 5. Ms 11. R»»«Mder: 1. Der große Sprung. t. Arbeiten Kriegsblinder in der Industrie. Z. Humoreske. In der«och« vom II. bi» IS.«onember: 1. Da 5 schwarze Geschlecht. 2. Abbruch oonStsenbeton'Undainrnten mit Etoßbohrmaschinrn. Z. Humoreske. In der«och» oom l». dt» 25. Rovrmder: l. Metropolis. 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Et hat keener jegrienl! And Sekt i» jefloflen. Zijaretten: nur Marke, Die Krampsader-Lene war duhn wie ne harte! And fall war'o wa alle. Seen Nuckernder Wanst. And de Za�z hat jespiell. und denn wurde jetanzt. Der Eenbeenige dort nahm die Sricke bei'n Schastc, ober ick hatt''n Weib— Mensch!— Mensch!! Die war schnofte! Det Detolljeleeh roch recn dämi-mongdehne— Der Subito pp— ffft— und die Seene, die Verne--" »Och Mensch laß mir penn'— hier wird bald jeräuml. Ick ha' jrad soo scheco-- von v Hering jetröumt.. Willibald S r a i n. Schwalbe. Zigeunergeschi'chte an« llngam von Alexander von Sacher-Masoch Im.Grünen Hahn' schlug der Mnd, der von der Steppe kern ein Fenster zu. Er fegt« ein paar wurmstichige Schindeln von den Dächern des herrenhofcs der Frencit. Dann entstand Schweigen Ein grauer Himmel lag über der großen Tieseben«, und im Westen rauschte das schmutzig-gelbe Wasser der Theis aus und sprang wild gegen den Fährdamm. Schwalbe aber tag im Maisseld de» Herrn von Freneik aus dem Rücken und schnarchte so laut und unbetümmert wie«in richti- ger Gros, der daheim in seinem Hause in einem Nett au» echtem holz der Ruh« pflegt, vbschon Schwalbe nur in einer Rill« de» Maisfeldes zwischen mannshohen Kukuruzstauden lag, in denen der Wind geheimnisvoll rauschte. Manchmal, an Tagen der Wctterwende, wenn die kugelrunden Kreuzknäufe der fernen Türme in Dunst verschwanden, der Sturm von den Karpathen her zu blasen begann und der Steppensand . seinen feinen singenden Tanz anhob, dann wogten die Maisselder und brausten, als ritte ein Heer trommelnder hoiducken über sie hin Schwalbe aber, der Zigeuner, träumte von einem großen neuer im Zeltdorf seines Ururgroßoaters, der ein großer Haupt- l>ng gewesen war und«m Freund Michael Bobik». des Betjarcn. Und Schwalbe träumte von einem fetten Spanferkel, da« am Spieße . über der Glut soeben braun und knusprig gebraten war,«nd streckte die Hand aus, um es zu effen. Aber wie er den Braten schon fast erreicht hatte, sprang da» gare Ferkel vom Feuer und rannte vor ihm her, so daß er es nicht erreichen konnte, immer zwei Schrrtter voraus. Der Spieß steckte auch jetzt noch im Ferkel. Schwalbe stolperte, fiel hin und—«wachte. Um diese Zeit fielen auch gerade die ersten Regentropfen vom Himmel. Schwalbe nahm den Gcigensock aus den Rücken, reinigt« seine Augen mit dem Hemdsärmel und watschelte auf den nackten Sohlen die Anhöhe hinaus. Er trat in den..Grünen Fisch' und krümmte den Rücken vor Maische Igel, dem W'rt:.Küß' die Hand. liebes Väterchen,' und mit dem Daumen rückwärts deutend sagte er noch,.es regnet.' Igels flinke Aeuglein hatten in Schwalbe sofort Benif, Zah- lungsnnfähigkeit und den Geigenjock festgestellt. Da es aber Sonnabend war, warf er ihn nicht gleich zur Türe hinaus— er dachte dabei an etwa zu erwartende Gäste und an billige Musik—, sondern nickte gütig mit denk Kops: .Warum soll es nicht regnen? Freilich regnet es.. Damit war diese Zwiesprache beendet, und Schwalbe verzog sich in einen Wirbel des Gaftraumes, holte die Geige hervor, prüfte. putzt«, stimmte an ihr herum, sprach zu ihr wie zu Seinesgleichen unb blinzelte von Zeit zu Zeit listig zur Küche hinüber, schnuppernd und werbend, wo» nicht zu oerwundern war, weil sein Magen er- heblich knurrte. * Später stand Schwalbe unter der flackernden Oetlampe der Schenke und spielt«. Während de» Spiele» veränderte sich sein Gesicht, seine Haltung, er schien.zu wachsen, sein haar flatterte in der Zugluft des Raumes hin und her. seine Augen blitzten. Sein pockennarbiges Zigeunergesicht war jetzt von einer wilden, zwingen- den Schönheit. Er war der h«rr, nach dessen Takt die herzen der tanzenden Burschen und Mägde schlugen. Er war der Herr der Tränen und des Lachens. Und Schwalb« wußte das. Sei'nc Macht war groß. Einmal begegnete er«kl» halbwüchsiger R*re einem Bären. Es war das auf den Hängen des Tarka: er durchstreifte in jenen Tagen— damals schon heim- und vaterlos— das südliche Ungar». Schwalbe war feige wie alle seine Stanunesgenosien, feige— wie eben nur ein Zigeuner feige sein kann, und das Herz nitschtc ihm mit einem Mal« bis in die Fußsohlen hinab. Der Bär war keine fünf Schritte vor ihm und brummte, das Schwalbe der durchlächerte alt« halb- zylinder vom Kopfe siel, weil feine haare plötzlich so zu Berge standen, wie die Borsten eine? Stath-lschweines. So erzählte er es später im Dorf«. Aber flugs griff er nach dem Geigensack, klemmte die Fiedel unters Kinn und begann zu spielen. Alle Angst war im Nu»er- flogen. Und nach geraumer Weile saß der Bär auf den hinterpsoten und wiegte sich langsam im Takte hin und her. Der Bär war w'e ein Vudelhündchen geworden, zahm und freundlich.. Als Schwalbe um Mitternacht müde und zerschlagen ans Igels Schenke trat, stand der Mond rund am Himmel und viel« Sterne. Die Pappeln vor dem Gutshofe Frenciks rauschten. Schwalbe be- kreuzigte sich nvr dem runden Mond, spuckte der Sicherheit halber Die kommende Sechstagewoche. Von J{. Francä. Die katholische Kirche ließ bei dem Völkerbund in Genf folgendes erklären: Sie bereite der Verlegung der Kirchenfcstc keine Schwierigkeiten. Sie sei an dos mosaische Gesetz der Siebentogewoche nicht gebunden. Und schließlich, sie setze einer Reform des Kalender» keine Schwierig- leiten entgegen: im besonderen sei sie bereit, von der„Beweglichkeit' des Osterfestes abzugehen. In Gens gibt e» nämlich«in« Kolenderkommission des Völker- bundcs, deren Ausgabe es ist, den Kalender und die Arbeitseinteilung den neuen Bedürfnissen des arbeitenden Menschen anzupassen. Tatsache ist, daß wir uns all« überarbeiten. Di« uns ollen zur Genüge bekannten neuen Arbeitsmethoden pumpen jede Krost aus, und jeder von uns verläßt heikle sein« Arbeitsstätte, sei es Drehbank oder Schreibtisch, fast immer an der Grenze der Erschöpfung. Da» ist unbiologisch. Ermüdung ist für Körper und Geist das Signal, aufzuhören, aber wer könnte im rasenden Wettbewerb heute bestehen, wenn er Weiterarbeit ver- weigert, weil er sich ermüdet fühlt. Man versucht allerlei Korrekwrmittel. Das große Kapitel: Richtige Erholung handelt von ihnen. Aber trotz aller Mittel greift die Uebermüdung, der Erschöpfungszusammenbruch aller„Arbeiter', körperlich wie geistig immer mehr um sich. Man frage nur in den Krankenkassen, bei den Aerzten nach. Wer in der Industrie tätig ist, od«r im Handel, auch die wirtschaftenden Frauen, nicht weniger ihr Gesinde, da» hauspersonal, sie alle sind Sklaven einer über- langen täglichen Arbeitszeit. Für sie gilt, praktisch genommen, zunächst der Achtstundentag nicht. Und selbst mit ihm weisen die Ennüdungskurven, wie sie die Beiriebswisienschast jetzt überall prüft, erschreckliche Formen gegen das Wochenende zu auf. Wegen dem unzweckmäßigen Verhalten am Sonntag ist der Montag im allgemeinen ein schlechter Arbeitstag: dafür steht der Dienstag aus voller höhe. Aber mm sinkt die Kurv« der Leistungen bei allen Bernsen in erschreckender Weise. Einen Tiefstand erreicht d«r Freitognachmittag und vor allem der Sonnabend. Die nüchtern« Linie sagt unwiderleglich: ihr müßt früher aushören mit der Arbeit. Prüfe sich ied«r selbst darauf, wie schwer ihm Freitag nachmittag das Arbeiten fällt und vor allem, wie unerträglich der Sonnabend- nachmittag ist, wenn— nicht früher Feierabend gemacht wird. Deshalb hat sich schon im Handwerk de» Mittelalter« der Brauch des frühen Sonnobendarbeitsschlusies«ingeführt, ebenso in der Werk- statt- und Bureaupraris der Gegenwart. Man folgte dem bis- logischen Weltgeseß. ohne sich besten ganz klar bewußt zu sein. In Amerika beginnt man jetzt, im Sommer den ganzen Sonn- abend freizugeben, in England und bei uns ist feit Jahren der Noch- mittag dieses Tages frei.„Weck-end' ist eine Verbeugung vor dem Biologischen. Da» alles hat es allmählich klar gemacht, daß für die heutige Arbeitsintensität die Woche zu lang ist. Das hallen unsere Nerven auf die Dauer nicht aus, sechs Tage ununterbrochen zu' arbeilen. Deshalb hat man seit tstll) in unserem Reichstag bereits sechsmal den Antrag gestellt, die deutsche Arbeitswoche zu kürzen. Man hat beraten, geprüft und in den Kommissionen ein Bergräbnis erster Klasse veranstaltet. Die Macht der Tradition. ist bisher zu groß. Nun hat unabhängig von uns der Völkerbund sich der gleiäieii Notwendigkeit nicht entziehen können. Immerhin habe» dort die Kirchen, die ja die stärksten Hüter der Traditionen sind, alle ins- gesamt die Erklärung abgegeben, sie sträubten sich gegen diese arbeits- biologische Notwendigkeit nicht mehr. Darüber müssen wir uns freuen. Nun schistt das Boot auch im Völkerbund im gefährlichen Fahr- waster der Kommissionen und kommt seit Jahren nicht vorwärts. Immerhin steht am meisten folgender Vorschlag zur Diskussion: Biologisch richtig wäre es für den Menschen von heute, eine Sechs- lagewoche einzuführen. Diese erlaubt es, die bisherigen 300 Arbeitstage im Jahr beizubehalten, wenn man acht der bisherige» Wochen» feiertage auf Sonntage verschiebte» anderen Flüchtigen gesunden, der sich völlig zusammengesunken in einen Winkel gedrückt und vor Hunger gewimmert habe. Er habe den Mann oiifzunchlen gesucht u,ü> in seine Bude hinanfgeschleppt, das letzte Brot mit ihm geteilt und ihm den Rest einer Weiuslasche eingeflößt.'Als der Mann wieder so leidlich zu Kräften gekommen und Böcklin als seinen Lebensretter pries, ergab sich das Wunderbare, daß Böcklin schon einmal sein Retter gewesen: er hatte im Herbst 1847 den kraftlos Versinkenden! aus den Wellen des Genfer Sees gezogen und ihn mit vieler Mühe wieder zum Leben geweckt. Böcklin schwieg. Gottsried Keller sah ihn fragend an, als er, wartete er eine Forlsetznng. Endlich sagte Böcklin, daß in ihm, ja oft or sich dieses Erlebnisses erinner«, nicht etwa das Gefühl einer Freude aufsteige, daß er zweimal einem Menschen das Leben habe retten können, sondern so etwas wie ein Grauen, daß dies.u: Mensch eines Tages ihm noch ein drittes Mal in den Weg lretcn und noch einmal«in neues Leben von ihm fordern könnte. Ihn, sei immer, als steck« hinter dieser Geschichte so etwas wie ein tiefes und unheinckiches Geheimnis. Gottfried Keller zog schiveigend große Rauchwolken au, seiner Zigarre. Dann sagi« er:„Das ist «ine richtige Geschichte ohne Point«. Und die haben immer etwas Unheimliches, weil ihnen der Kopf fehlt. Es ist einem, als wenn einem am hellen lichten Tage«in Gespenst onf der Promeimlie begegnet.' Dam, saßen die zwei, tranken und rauchten, aber sie sprachen kein Wort mehr. V».. Das russische Rochenburg. Nowgorod, die erste russische Republik.— Der Jets, der dem Torturen trohte.— Cine Jrou kämpf sczsn Zwan de« Schreck- lichen.— vas Dorado der Jorscher. Wenn einmal die Schranken gefallen sein werden, die Rußland heute immer ncch von dem Westen trennen, wird das ungeheure Reich ein Dorodo für Historiker und Archäologen werden. Eines der unbekanntesten und in historischer Hinficht ergiebigsten Gebiete ist das Gouvernement von Nowgorod Di« uralte Stadt Now- gorod— nicht zu verwechseln mit dem durch seine Sommermesse berühmten Nischni-Nowgorod an der Wolga— liegt, vier Stunden Eisenbohnfahrt von Leningrad entfernt, im Nordwesten Ruhlands am Wolchowfluh. In uralter Zeit hatte die Freistadt Nowgorod die erste republikanische Verfassung der rassischen Geschichte. Die Handelsstadt Nowgorod bestand schon zu der Zeit, als die nor- mannifchen Eroberer nach Rußland zogen. Die Stadt Pflegte im frühen Mittelalter rege Handelsbeziehungen nicht nur mit den Hansestädlen, deren Abgesandte dort gern gesehene Gäste waren, Niedern auch mit Genua und Venedig. Die Nowgoroder Roh- waren, Holz, Häute, leer und Talg, wurden auf dem Wasserweg ohne Umladung über den Ladogasee und die Newa als Derbindungs fluß nach dem Finnischen Meerbusen und von dort an die Ostsee Häsen verschifft. Sämtlich« Regierung sfragen wurden von der Volksversammlung, an der sämtliche männlich« Einwohner teil- nehmen durften, durch Abstimmung gelöst. Die Freistadt kannte kein Oberhaupt. In der Kriegszeit wurde, gleichfalls durch Volks- adstimmung, ein Heersührer erwählt. Die Bürger wurden durch das Läuten einer Riesenglock« zur Versammlung geladen, die heute nach im Turm der Nowgoroder Kathedrale hängt. Die Glocke wurde, je nach der besonderen Gelegenheit, aus«ine besondere Art gelautet. Di« Nowgoroder waren wegen ihrer Tapferkeit bekannt. Als zu Airfang de» 13. Jahrhunderts unzählige tartarifche Horden unter der Führung des Khans Vatuij Ruhland überfluteten, konnten sie wegen des tapferen Widerstandes der Nowgoroder Heevschoren nicht bis nach Nowgorod vordringen; die Stadt entging deshalb dem Schicksal, mehrere Jahrhunderte lang unter mongolischem Joch zu schmachten, während das ganze übrig« Rußland bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts von Tartgren besetzt blieb, was die ruflst'che Kultur nachhaltig beeinflußte und jekie Mischung von asiatischer Wildheit und slawischer Passwität bilden hals, die man heute das Geheimnis der russischen Seele nennt. Di« Rowzoroder unternahmen Eroberungszüge in den hohen Norden und gründeten an den entlegensten Punkten der Eismeerküste Kolonien. Als Iwan der Schrecklich« das Tartarenioch abschüttelt«, und Rußland sich zu einem mvskowitischen Zarenreich entwickelte, trotzten die Raw- gprober immer noch dem blutigen Zaren. An der Spitze der Aus- rührer, die Iwan den Schrecklichen als Oberhaupt der ehemals freien Republik Groh-Rowgorod nicht anerkennen wollten, stand «in« Frau namens Marfa, die die Rcwgoroder Bürger um sich vereinigt«. Iwan der Schrecklich« zog mit feinem Heer« gegen Nowgorod ins Feld und zwang die Stadt zur Kapitulation. Die Anführer des Ausstandes wurden gebunden und von der Brück« in den Wolchowfluß geworfen; Marfa wurde lebenslänglich in«in Kloster eingesperrt. Die ehemals freie Stadt mußt« sich dem Willen de» �iren beugen. Diese wechselvoll« Vergangenheit der Stadt ist im großen Nowgoroder Museum, das über 13 000 historische Gegenstände und Dokumente von größtem Wert enthält, festgehalten. In fotr Stadt berührt sich heute uralte Vergangenheit mit modernster G«g«l>wart. Don ganz besonderem Reiz ist ein Blick über den Wolchow. dessen Ufer sich in der weiten Fern«-verlieren und eine unendliche Traurigkeit ausdrücken. Es stnd wahrhaft präraffaelitifche Farben in dieser melancholischen und zugleich bezaubernden Landschaft. Neben dem Kreml, der alten Fest«, liegt die berühmte Kathedrale der heiligen Sophie, deren Heiligenbilder«in« Sehenswürdigkeit eisten Ranges bedeuten. Unweit der ehrwürdigen Kathedrale stehen die Gebäude, die den Sieg der Oktoberrevolution verewigen sollen— dos Schloß der Arbeit und«in kommunistischer Klub. Inmitten der Stadt liegt das neuerrichtete Stadion. Das frühere Rußland kannte wenig Sport; heute wird überall Fußball und Golf gespielt. Am Ufer des Wolchow. wo früher ein Denkmal der Zarin Katharina der Großen stand, befindet sich ein Standbild von Karl Marx. In Nowgorod gibt es serner einen Aeroklub und ein Flug- museum. In der Umgebung von Nowgorod kann man die wert- vollsten historischen Funde machen. Man braucht nur die Erde ein wenig aufzuwühlen, um Krüge, Geschirr und Waffenreste in Mengen zu finden. Ein schwedischer Archäologe, der vor kurzem Nowgorod besucht hat, erklärte, daß eine entsprechend« Propaganda «inen starken Reiseverkehr nach Nowgorod lenken könne. Nowgorod sei berufen, ein russisches Rothenburg zu«erden. Di« Stecht besitzt außer dem historischen Museum noch«in überaus sehenswertes „Museum der Revolution". Dort befindet sich«in von dem be- kannten Bischof der Zarenzeit. Dater Arsei�us. gemaltes Bild. Das Bild stellt Stolypin und andere Minister um den Zaren gruppiert dar. Im Hintergrund sieht man Terroristen mit blutigen Messern in den Händen, unter ihnen Leo Tolstoi, als Anführer der Revo- lutian! Di« Stadt zählt mehrere kulturelle Derein«, darunter den „Klub des roten Sterns", der die Aufgabe hat, den Alkoholismus unter der Bevölkerung zu bekämpfen. Di« Nowgoroder sind nämlich feit uralter Zeit als Freund« eines guten Tropfens bekannt. Nach der Statistik haben die Nowgoroder im Juni dieses Jahres die für russische Begriif« ungeheure Summe von 73 000 Rubeln für alkoholische Getränke ausgegeben. Aerger. Von Haffe Zetterström. Ich will nicht geärgert werden. Es bekonrmt mir nicht. Und auch keinem anderen. Es ist bedeutend angenehmer, selber zu ärgern. In erster Linie soll ntan fröhlich und gut sein, wenn man ißt. Sonst wird die Verdauung gestört. Wen man mittags noch Hause kommt und wüiteiid sst und seine Familie schon am Tisch sitzen sieht, dann soll man so freundlich sagen wie man kann: .Wollt ihr nicht so gut sein und einen Augenblick warten, bis meine Wut verflogen sst?" Dann geht man allein in ein Zimmer, setzt sich auf ei.ien Stuhl und wartet«if die BeruhiAtng. Es hat keinen Zweck, sie bescksseunigen zu wollen. Davon wird es bloß schlimmer. Wenn der Anfall vorüber ist, dann geht man hinein und ißt mit seiner Familie, die voller Gift und Galle ist, weil sie mit dem Essen hat warten müssen. Kein Mensch wird so wütetid wie der- jenige, der kein Esten bekommt, wenn er Hunger hat. Di« Hungri- gen sind es, die die Revolutionen machen. Und die Satten, die sie unterdrücken. Mark Twain hat mal gesagt: „Wenn man wütend wird, soll man bis hundert zählen. Hilst das nicht, so flu ho man." Ich habe beides versucht, und ich habe mehr Vertrauen zum Zählen; aber es kann passieren, daß die Zahl achsst ellig wlrd, M* alles vorüber ist. Der Amerikaner Horace Fletcher erzählt in seinem Buch„Men- ticulture", wie et sih den Zorn abgewöhnt hat. Er dacht« eine» Tages: .Da die Japaner diesen seelischen Fehler abgelegt haben, muß ich es auch können." Er begab sich auf eine weite Reise, und alle Aergernisse, die er früher mit Schaffnern, Kellnern, Portiers und Zollbeamten ge- habt hatte, waren vollständig verschwunden. � Eines Tages versäumte er einen Zug, weil ein Hotel porki er die Zeit vertrödelt hatte. Der arme Portier dachte, als er den Zug abfahren sah: .Jetzt wird es wohl einen anständigen Anschnauzer geben!" Aber Fletcher sagt« nur: .Reden wir nicht davon! Es fahren ja mehr Züge, ih kann ebenso gut morgen fahren." Fletchcrs Leben hat eine neue Richtung bekommen, denn et verlor ollen Zorn.' Er wurde froh und glücklich, ohne die guten Eigenschaften seines Charakters zu verlieren. Ich habe mehrmals oersucht, nach Fletcher» Rezept zu leben. Es sst mir noch nicht gelungen. Ich werde immer wütend. Wütend über Kleinigkeiten. Mensch, ärgere dich nicht! ist gesagt worden. Do» sst sehr wahr und richtig, solange es sich um den kleinen Zorn handelt, den all« täglichen. Den großen Zorn aber über die Losheit der Weit wollen wir uns nicht nehmen lassen. Er gehört ebenso zu unsere» Rechten wie zu unseren Pflichten.(Berechtigte Uebersetzung.) Oer Wiederaufbau einer historischen Stadi. Die Amerikaner, die ja in allem das Größte haben müssen, errichten jetzt ein Freiluftmuseum in einem Umfang, wie es bisher noch nicht dagewesen ist. Die ganze Stadt Williams- bürg wird wieder so hergestellt werden, wie sie vor den Tagen der fronzössschen Revolution war. Williamsburg, eine der ältesten Städten in den Vereinigten Staaten, wurde im Jahre 1607 von John Smith und einer Anzahl englischer Kavaliere gegründet, die hier die erste dauernde englische Siedlung in Amerika schusen. Während des achtzehnten Jahrhunderts war Williamsburg die Hauptstadt von Virginia. Auf dem„Kapital" wurde zuerst der Plan für die Unab- hängigkeitserklämng entworfen; noch Williamsburg kehrte Wafhing- ton an der Spitze seiner Truppen noch der Uebcrgabe der Briten bei Porktown zurück. Im Jahre 1780 wurde der Sitz der Regierung nach Richmond verlegt, und seit dieser Zeit hat das historische Städt- chcn einen Dornröschenschlaf gehalten; nur wenig« neue Bauten entstanden, und so eignet« sich der idyllisch in dichtem Grün gelegene Ort besonders zu einer Wiederherstellung im alten Sfil. Es sind mehr als 2 3 Millionen Mark zusammengebracht, von denen der größer« Teil von dein jüngeren Rockeseller gestiftet wurde. Viel« der Hauptgebäude müssen ganz neu aufgebaut werden; bei anderen sind nur Beränderungen notwendig, und ein« Anzahl ist vollständig erhalten. Zunächst aber müssen einmal die schlechten modernen Gebäude, mögen es nun Kirchen, Krankenhäuser oder Läden sein, von der reizenden Hauptstraße entfernt werden. Eine Kirche wird einfach abgehoben und in einer Seitenstraße wieder aufgestellt; andere Bauten werden nach Bororten abtransportiert: viele ober werden auch völlig abgerissen, und die Besitzer erhalte» statt dessen einen historischen Bau, für den sie außerdem noch ent- schädigt werden. Der ganze Wiederaufbau soll innerhalb von 30 Jahren vollendet sein. Crepe-de-Chine in allen Farben...... Crepe-de-Chine reine Seide. p aa in allen Farben.......... 630 3*wU reine Seide, bedruckt Wollrips Kasha-Bi Damen-Mantelstoffe Kasha-Bordüre 4.90 140 an___ neue engl. Muster....... 13 50, 9.50 f■/ U Velour-Barchent moderne Musler...... 1.35, 1.10, 0.95 UiOU Morgenrock-Flausch» einfarbig und gemusieri....... 335 I■/ 9 | Morgenrock-Flausch.«.. Reine Wolle Morgenrock-Flausch... 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