34 ng Morgenausgabe Nr. 519 A 263 ample 45.Jahrgang Böchentlich 85 Pf., monatlich 3,60 DR. m noraus zahlbar, Bostbezug 4,32 einschl. Bestellgeld, Auslandsabonne o ment 6,- pro Monat, * Der„ Bormärts erscheint wochentag Pa lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin polldorado Vorwärts und im Handel mit dem Titel„ Der id nis ins Abend, Illustrierte Beigen Bolto und Zeit" und„ Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Wissen", Frauen. ftimme". Technit", Blid in biet Bücherwelt" und Jugend- Borwärts" dai jus al Sf- 12 356 16 Berliner Boltsblatt Freitag 2. November 1928Groß- Berlin 10 Pf. Auswärts 15 Pf. Die etnipaltige Ronpareillezetle 80 Pfennig. Reflamezeile- Reichs mart. Aleine Anzeigen" bas jettge. brudte Bort 25 Pfennig( zulässig zme Fettgedruckte sorte), jebes weitere Bort 12 Pfennig. Steuengesuche das erste Bort 15 Pfennig, jedes weitere Bort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Arbeitsmarkt Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen annahme im Hauptgeschäft Linden Straße 3, wochentagl, von 8%, bis 17 Uhr, Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-297. Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts- Verlag G.m. b. H. Bostschedkonto: Berlin 37536. Bankkonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstr. 3 ch 5 sik n rt b 65 aus eren 6 1 Das Recht des Angeschuldigten Eine Lehre des Prozesses Husmann. Von Otto Landsberg. Die Bemerkungen, zu denen mir der Fall Husmann Beranlassung gibt, richten sich so wenig gegen die Anklage mie gegen das Urteil. Die in der Boruntersuchung ermittelten Indizien begründeten den hinreichenden Berdacht der Täterschaft und damit die Erhebung der Anklage. Sie reichten aber zur Berurteilung nicht aus, und deshalb war die Freisprechung des Angeklagten geboten. Ist Husmann unschuldig, so hat er Anspruch auf das weitgehendste Mitgefühl wegen der Leiden, die ihm das Verfahren und im besonderen die Untersuchungshaft bereitet hat, in noch höherem Maße megen der Konsequenzen, die das Fortbestehen des Verdachtes während seines ganzen Lebens für ihn haben wird, wenn nicht der wirkliche Täter noch ermittelt wird. Indessen, so bedauerlich namentlich die Fortwirkung einer nicht zu Recht erhobenen Anklage für alle Beziehungen des nur wegen Mangels an Beweisen Freigesprochenen und in Wirklichkeit Unschuldigen ist, selbst die größte Vollkommenheit staatlicher Einrichtungen wird solche Dinge nicht verhindern können. Wir Sozialdemokraten sind von einer Ueberschägung des Bertes von Gesetzen weit entfernt, und haben daher der Neigung stets widerstanden, jeden zutage tretenden Mißstand zum Ausgangspunkt einer gefeßgeberischen Aktion zu machen. Wenn mich die Erfahrungen des Prozesses Husmann zu dem Hinweis auf die Notwendigkeit einer ende rung der Strafprozeßordnung veranlaffen, so liegt hierin feine Infonsequenz. Denn die unhaltbarkeit der jenigen Bestimmungen dieses Gesetzes, deren Reformbedürftigkeit ich betonen will, ist von uns längst erkannt, und der Brozeß Husmann liefert nur einen neuen Beweis für die Richtigkeit einer These, die wir stets verfochten haben. Der§ 127 der Strafprozeßordnung bestimmt, daß die Polizei und Sicherheitsbeamten zur por Iäufigen Festnahme befugt sind, wenn die Vorouslegungen eines Haftbefehls vorliegen( d. h. menn dringender Tat- und Flucht oder Berdunkelungsverdacht besteht), und wenn Gefahr im Berzug obwaltet. Der§ 128 fügt hinzu, daß der Festgenommene, sofern er nicht wieder in Freiheit gesezt wird, dem zuständigen Amtsrichter unders züglich vorzuführen ist, der ihn spätestens am Tage nach der Vorführung zu vernehmen hat. Diese Bestimmungen bejagen klar, daß die Polizeibehörde, die einen ihr verdächtig Erscheinenden festgenommen hat, ihn spätestens am Lage danach dem Richter zu übergeben hat. Denn welchen Bert hätte die die persönliche Freiheit schützende Gegung einer furzen Frist, innerhalb deren der Richter den ihm Borgeführten zu hören hat, um über seine Verhaftung oder Entlassung entscheiden zu können, wenn die Polizei behörde in der Lage märe, die wohltätige Gesetzesbestimmung durch eine Verlängerung der vorläufigen Verwahrung des Festgenommenen illusorisch zu machen! Indessen die in der Zeit des Obrigteitsstaates entstandene Bragis gewährt der Polizeibehörde das Recht, die Ueber lieferung des Festgenommenen an das Gericht so lange hinauszuschieben, als sie glaubt, die Sache zweds Herbei schaffung von Material in der Hand behalten zu müssen. Diese Uebung hat dazu geführt, daß die Polizeibehörde in Gladbeck ta gelang den festgenommenen Husmann in ihrem Gefängnis behalten und ihn und die Zeugen vernommen hat. Es ist ohne weiteres zuzugeben, daß es Beamte der Kriminalpolizei gibt, die sich bei der Erledigung der ihnen zugewiesenen Aufgabe der größten Sachlichkeit be fleißigen und erhebliche Geschicklichkeit an den Tag legen. Aber abgesehen davon, daß der Gladbecker Polizeikommissar zu diesen Männern offenbar nicht gehört, ist die Gefahr, daß bernehmende Polizeibeamte die, ihnen gezogenen Grenzen überschreiten, unleugbar fehr groß. Sie find Mitglieder der jenigen Behörde, die über die öffentliche Sicherheit zu machen te hat und die es nicht nur als Berufspflicht, sondern auch als mm 3.21 Ehrenfache betrachtet. zur Ahndung eines Einbruchs in die Rechtsordnung beizutragen. Das aus diesem Grunde er Glärliche tute an der Aufflatung eines Rapitalberbrechens verleitet sie leicht zur Ueberschäzung des Gewichtes ihnen belastend erscheinender Momente, und veranLlaßt fie, nicht nur, was ihr gutes Recht und ihre Pflicht ist, Ford weiteren zur Ueberführung geeigneten Tatsachen zu nach forschen, sondern auch Umstände, die zu ihrer Ueberzeugung von der Schuld des Festgenommenen nicht paffen, in einer Form darzustellen, die sie für die spätere Antiage verwertbar machen soll. So erklärt es sich, daß immer und immer wieder aft jugendliche Zeugen, denen in der Hauptverhandlung gegen Husmann ihre polizeiliche Aussage vorgehalten wurde, vor Gericht aussagten, das Protokoll gebe nicht ihre Bekundung, sondern die Auffassung wieder, die der vernehmende Kommiffar gehabt habe. So erklärt es sich auch, daß nach der polizeilichen Niederschrift zum Beispiel der Gärtner Kowalski he bei seiner ersten Bernehmung gesagt haben soll, der Pflegepater Husmanns, Rettor Kleiböhmer, hobe ihm den Ort im Garten bezeichnet, an dem das zur Tat benugte Meffer vermutlich liegen werde und wo demnächst auch tatsächlich ein 47 he en se Jan R ashid he ijod shasthen Der Kampf um das Tarifrecht. Unternehmer gegen Staatsautorität.- Politische Ausnutzungsversuche. Der Kampf in der Eisenindustrie ist ein Kampf gegen die Staatsautorität- trotz aller gegenteiligen Beteuerungen aus dem Unternehmerlager. Er richtet sich gegen die Regierung mie gegen das Schlichtungswesen. Die Hugenberg- Breffe bemüht sich, diese Auflehnung zu politischen Sprengversuchen auszunutzen. Die Tatsache, daß der Reichsarbeitsminister und allein der Reichsarbeitsminister für die Berbindlichkeitserklärung zuständig ist, wird von ihr gebraucht, um einen Konflikt im Reichs fabinett" zu fonftruieren. Von einem solchen Konflikt ist ebensowenig die Rede wie von einer ,, Mehrheit im Kabinett gegen die Verbindlichkeitserklärung". Diese Unternehmerzwecklüge zeigt die politische Tendenz des Angriffes der Unternehmer. Am Donnerstagabend fanden im ganzen Aussperrungsgebiet Hunderte von Belegschaftsversammlungen statt. die durchweg einen ruhigen Verlauf nahmen. Die Gewerkschaften haben ihre Mitglieder angewiesen, unter allen Umständen Ansammlungen auf den Straßen, die zu einem Eingreifen der Polizeibehörden unlaß geben könnten, zu vermeiden. Bei dem Metallarbeiterverband find zahlreiche Sympathie telegramme aus Holland, England, Frankreich, Polen, der Tschechoslowakei und Desterreich eingegangen, in denen den Aus gesperrten wird. moralische und materielle Unterstützung zugesichert. Boraussichtlich wird sich auch die Gewerkschafts. internationale mit der Aussperrungssituation im rheinischwestfälischen Industriegebiet befaffen. Das internationale Gemertfchaftsbureau hat die zuständigen deutschen Gewerkschaftsinstanzen um ausführliche Berichterstattung ersucht. Gleichzeitig mit der Aussperrung haben die Arbeitgeber verbände dem Reichsarbeitsminister eine Dentfchrift übereicht, in der sie eine Reform des Schlichtungswesens auf gesetzgeberischem Wege fordern. Diese Denkschrift wendet sich in der Hauptfache gegen die Verbindlichkeitserflärung von Schiedssprüchen, sie will ferner dem Die Aussperrung und der Ruhrbergbau Arbeitsministerium die Entscheidung über die Berbindlich feitserflärung entziehen und sie einer zentralen Reichsschiedsstelle übertragen, deren Borfizender für einen längeren Zeitraum ernannt werden soll. Die Arbeitnehmer lehnen diese Reformpläne" der Unternehmer entschieden ab, Die Stellung der Gewerkschaften. Zagung des Metallarbeiterverbandes in Essen. Effen, 1. November.( Eigenbericht.) Am Donnerstagabend frat die große Reviertonferenz der Geschäftsführer des Deutschen Metallarbeiterverbandes im Gewerkschaftshaus in Effen in die Beratung über die sich aus der Durchführung der Aussperrungsaktion ergebenden Maßnahmen Bezirksleiter Wolf- Effen gab einen Situationsbericht. Nach eingehender Aussprache wurde beschlossen, entgegen der kommunistischen Parole Notstandsarbeiten nicht zu verweigern, zumal nach den vorliegenden Berichten die Ortsleitungen der Werksdirektionen die Notstandsarbeiten auf ein Mindestmaßz beschränken. Weitere Beschlüsse von wesentlicher Bedeutung konnten angesichts der ungeklärten Sachlage nicht gefaßt werden. Am Freitag werden die gewerkschaftlichen Zentralin stanzen in Berlin zu der Rechtslage Stellung nehmen. Zur Besprechung werden bekannte Arbeitsrechtler hinzugezogen werden. Das Borstandsmitglied des Deutschen Metallarbeiterverbandes Toft hat sich von Effen nach Berlin begeben, um bei diesen wichtigen Besprechungen über die Sachlage zu referieren. Der Deutsche Metallarbeiterverband wird unmittelbar nach klärung der Rechtslage entscheidende Beschlüsse zur Durchführung des Arbeitskampfes faffen. Auch die Frage der Zahlung der Arbeitslosenunterstühungen durch die kommunen bedarf noch der Klärung. Die Gewerkschaften haben dem Vorsitzenden der Reichsanstalt für Arbeitslosenunterftützung, Sirup, Bericht erstattet.did dru Meffer gefunden worden ist, und habe hinzugefügt:„ Suchen Sie nur an dieser Stelle, es ist besser, daß ein Fremder das Meffer findet.md E Rowalsti, ber ein ehrenhafter Mann ist, fann diese Befundung nicht wohl gemacht haben, da sie unwahr gewesen wäre. Kleiböhmer hat die ihm in den Mund gelegte Aeuße rung auf das Bestimmteste eiblich bestritten. Der Borgang ermöglicht einen Einblid in das Innere des Polizeikom misfars. Für ihn stand die Schuld Husmanns fest. Folglich mußten auch seine Ungehörigen zum mindeſten der Begrünſtigung verdächtig ſein. Eine eigentümliche Logik! Und was soll man dazu sagen, daß der Bolizeikommissar während der Bernehmung Husmanns diesem höhnisch zugerufen hat: Karlchen, jegt gilt es, Sühne zu leiften für Helmuts Blut!" Oder was endlich dazu, daß er Zeugen fälschlich erklärt hat, Husmann habe ein volles Geständnis abgelegt, was mit Notwendigkeit dazu führte, daß nunmehr den jungen Menschen, aus deren Reihen fich die Zeugen hauptsächlich refrutieren, jedes in der Bergangenheit liegende Ergebnis mit Husmann, das sie bisher für harmlos gehalten hatten, als belastend erschien! Die bevorstehende Reform der Strafprozeßordnung muß zu einer Klarstellung des Sinnes des§ 128 des Gefeßes führen, damit fünftighin jeder polizeilich Festgenommene spätestens am Tage danach seinem Richter zugeführt wird. aid no todo el muni bid Feierschichten" für die Bergarbeiter. Bochum, 1. November.( Eigenbericht.) Die Vertreter des Ruhrbergbaues haben sich in mehreren Sihungen mit den durch die Stillegung der Eisenindustrie für den Steinkohlenbergbau notwendig gewordenen Maßnahmen beschäftigt. Fast alle waren der Auffassung, daß der Kampf in der Metallindustrie Nordwest voraussichtlich einige Wochen dauern wird. Zunächst werden infolge der Abfahstodung auf allen Schächten umfangreiche Feierfchichten eingelegt. Bei längerer Dauer der Aussperrung werden die Schachtanlagen, deren Förderung in stärkerem Maße zur Berfokung dient, ganz still gelegt werden. Keine Arbeitslosenunterstützung! Bochum, 1. November.( Eigenbericht.) Bom Arbeitsamt Effen wird mitgeteilt:„ Ausgesperrte fönnen nach den gesetzlichen Bestimmungen während der Aussperrung Arbeitslosen- oder Krisenunterstützung nicht erhalten. Die aus den Betrieben der Eisen- und Stahlindustrie ausgesperrten Arbeiter brauchen sich daher nicht beim Arbeitsamt zu melden. Diejenigen Arbeiter, die etwa nach Beendigung der Aussperrung nicht wieder eingestellt werden sollten, erfahren dadurch, daß sie sich während der Aussperrung nicht beim Arbeitsamt meldeten, feine Benachfeiligung in Hinsicht auf einen etwaigen späteren Unterſtüßungs anspruch. Sie werden in diesem Falle vielmehr so behandelt, als wenn sie sich sofort beim Arbeitsamt gemeldet hätten." Chriftliche Gewerkschaften fordern Arbeitslosenunterstützung. Duisburg, 1. November. Die heute hier zusammengetretene Delegiertenner sammlung des christlichen Metallarbeiterver bandes hat eine Erklärung beschlossen, in der in scharfer Weise gegen die Tatsache Stellung genommen wird, daß trok der Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches die Arbeitgeberverbände Nun ist zuzugeben, daß sich auch gelehrte Richter finden, die bei dem Versuch der Aufklärung ftrafbarer Handlungen unfachlich verfahren. Deshalb muß die zweite Forderung aufgestellt werden, daß der Beschuldigte von Anbeginn der Untersuchung an sich des Beistandes eines Berteidigers bedienen darf, der ein Recht auf Anwesenheit. bei jedem Att der Beweisaufnahme hat, und daß dem Ber= dächtigen, der einen Anwalt nicht gewählt hat, ein solcher von Amts wegen zu bestellen ist. Im französischen Recht ist dieſes Bostulat bereits verwirklicht. Der Brozeß Husmann beweist aufs neue die Notwendigkeit der Nachahmung des französischen Beispiels. Gerade im Namen der Rechtssicherheit müssen diese Gesetzesänderungen erstrebt werden. Ich sage noch einmal: Ich weiß nicht, ob Husmann unschuldig ist. Ist er es aber, so ist nicht zu verkennen, daß dem wahren Täter. nichts so nüßlich gewesen ist, wie die Aufhäufung scheinbar beweiskräftiger Indizien, die auf der unsachgemäßen Vornahme der polizeilichen Ermittlungen beruhte. Je mehr sich der Ring der Momente schloß, die die Schuld Husmanns darzutun schienen, um so mehr wurden etwaige Spuren verwischt, die auf einen anderen als Täter hinwiesen. Das Intereffe des Beschuldigten und das der Allgemeinheit erheischen in gleichem Maße einen Ausbau der Rechte des ersteren im Borverfahren und in der Boruntersuchung. die Aussperrung beschlossen haben. Die Gewerkschaften müßten es ablehnen, die Arbeitslosenunter st ützung für ihr« Mitglieder aus ihre Kassen zu übernehmen. Di« Arbeits- losennerficherung kpnne nicht Teil« der Versicherten ausschließen, wenn sie ihre Beiträge ordnungsgemäß gezahlt haben. D'e Ein- tragungen in die Listen der Arbeitslosenämter müßten sofort auf- genommen werden. Das Rechtsverfahren. Der Standpunkt der Unternehmer, daß der Schiedsspruch nicht zu Recht bestehe, wird vor dem Arbeitsgericht nachgeprüft werden. Da» Arbeitsgericht entscheidet darüber in der Besetzung von einem Vorsitzenden, zwei Arbeitgeberbeisitzern und zwei Arbeit- nehwerbeisitzern. Das Verfahren vor dem Arbeitsgericht gestattet im Interesse der Beschleunigung der endgültigen Entscheidung die Sprungrevision zum Reichsarbeitsgericht,- wenn der R e i ch s a r b e i t s m i n i st e r die sofortige Entscheidung des Rechtsstreits durch das Reichsarbeitsgericht im Interesse der Allge- mainheit für notwendig erklärt. Das Reichsarbeitsgericht entscheidet in folgender Besetzung: ein richterlicher Lorsitzender, zwei richterliche Beisitzer, je ein Beisitzer der Arbeitnehmer und Arbeit- geber. Ueber die Methode der Unternehmer, die Aussperrung als Kampf um eine Rechtsfrag« zu maskieren, schreibt die„Frank- furter Zeitung"': „Wenn die Arbeitgeber, was ihr Recht ist, mit einer Fest- stellungsklage die Rechtsgültigkeit des Schiedsspruches anfechten «ollen, dann fragt man sich, warum sie nicht unter Verwahrung gegen die Rechtsgültigkeit des Schiedsspruches wenigstens vorläufig einmal die aufgezwungenen Bedin- gungeN akzeptierten, um so schnell wie möglich ihre Un° gültigteitserllürung durch das Reichsarbeitsgericht zu erwirken. Die öffentliche Meinung wird nichtleichtbegreifen, warum zur Verfolgung des Prozesies gleichzeitig die Aus- sperrung notwendig sein soll, wenn die Kampfziele der Arbeitgeber wirklich nicht weiterreichen, als sie selbst angeben." Es ist anzunehmen, daß auch die Gewerkschaften dos Arbeitsgericht anrufen, um die Erstattung der Streikunterstützungen zu verlangen. Es liegt dafür ein Präzedenz- fall vor: als einmal im Thüringen die Gewerkschaften trotz der Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches weiterstreikten. wurden sie zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt und mußten Hunderttausend« zahlen! Die Begründung der Berbindlichkeitserklärung. Der Schlichter schlägt mit Wirkung vom 1. November 1928 ein« Lohnerhöhung vor, die die einzelnen Werke je nach ihrer Lage verschieden trifft. Im ganzen gesehen ist die Belastung noch tragbar und nach Lage der gesamten Verhältnisse nicht zu vermeiden. Die vorgeschlagene Regelung entspricht also bei gerechter Abwägung der Interessen beider Teile der Billigkeit. Da eine Vereinbarung unter den Parteien über«inen Lohntarifvertrag für die Zeit vom 1. No- vember 19L8 ab trotz aller Bemühungen nicht herbeigeführt werden tonnte, der Eintritt eines tarisoertragslosen Zustandes mit den sich daraus ergebenden Arbeitskämpfen aber wirtschaftlich und sozial nicht erträglich wäre, mußte die Verbindlichkeitsertlärung des Schiedsspruches ausgesprochen werden. Diese Möglichkeit ist im gegebenen Fall dem Reichsarbeitsminister durch die V o r s ch r i f t« n des Artikels I A 6 der Schlichtungsverordnung vom 30. Oktober 1.923 gegeben. Es war noch zu prüfen, ob der Schiedsspruch vom 27. Ottober 1928 rechtlich geeignet ist, durch Derbindlichkestserklärung zum Tarifverträge zu werden. Die Prüfung hat ergeben, daß recht- liche Bedenken Nichtbestehen. Insbesondere sind die von der Arbeitgeberseite in den der Verbindlichteitserklärung vorausgehenden Verhandlungen in dieser Beziehung gemachten Einwendungen nicht begründet. Falls der Schiedsspruch, wie von der Arbeitgeberseite angegeben, mit der Stimme des Vorsitzenden der Schlichtungskammer allein erlassen sein sollte, so war dies nach der geltenden gesetzlichen Rege- lung zulässig. Di« Vorschrift des Z 2 1 A b s a tz S S a tz 4 der Aussührungsoerordnung zur Schlichtungsoerordnung vom 29. De- zember 1923 läßt diese Möglichkeit ausdrücklich zu. Die damit in der Ausführungsoerordnung gegebene und seit Jahren unbeanstandet angewandte Regelung wird durch die Vorschrift de» Arti- kels III§ 1 der Schlichtungsverordnung gedeckt, nach der der Reichsarbeitsminister all« zur Durchführung dieser— nur die Grundsätze des Schlichtungsverfahrens enthaltenden— Verordnung erforderlichen Ausführungsbestimmungen, also auch die Vorschriften über da» Verfahren im einzelnen, zu erlassen hat. Der Schiedsspruch ändert auch nicht die Bestimmungen des zurzeit ungekündigt geltenden Rahmentarifvertrgges vom 16. Mai 1927 ab, so daß die Frage, ob eine solche Aenderung, wie durch Vereinbarung der Parteien, so auch durch einen für verbind- lich erklärten Schiedsspruch erfolgen kann, nicht geprüft zu werden braucht. Abschnitt IX des Rahmentarifvertrages bestimmt lediglich. daß die„Akkorde" so anzusetzen sind, daß der Durchschnittsarbeiter bei gesteigerter Leistung unter nonnalen Betriebsverhältnissen zehn vom Hundert über den Tariflohn hinaus verdienen kann, und gibt im übrigen nähere Bestimmungen über das Verfahren hierzu. Er gibt also nur Richtlinien über die Berechnung der Akkorde auf der Grundlage des Stundenlohnes, schließt aber die Gewährung fester Zulagen an die Akkord- arb«it«r nicht aus.. Schon durch den Schiedssbruch vom 15. Dezember 1927 in Verbindung mit den Vereinbarungen vom 19. Dezember 1927 und vom 24. Januar 1928 sind in einem Lohn- abkommen den Aktordorbeitern wie in dem vorliegenden Schied»- sprich feste Zulagen gegeben bzw. frühere Zulagen dieser Art er- höht worden. Die Parteien haben damals durch eine Protokollnotiz selbst zu ertenn«n gegeben, daß sie in einem solchen Verfahren nur ein» Äusführung de» Abschnittes IX des Rahmenvertrages, nicht sein« Abänderung sehen. Der Reichsarbeitsminister Wissel!. Znflationsfchreck soll helfen. Mit den plumpesten Mitteln sucht die„Deutsche Allge- m«in« Zeitung", ein Schwerindustrieblatt, von dem bedauer- licherweise immer noch Fäden zum Reichswirtschaft»- Ministerium hinübergehen, den Schwerindustriellen Dienste zu leisten. Die Folgen der Verbindlichteitserklärung„für Volt und Staat" werden mit folgenden Worten schreckhaft an die Wand gemalt: „Mtt Entsetzen erinnern sich die wirtschaftlich schwächeren Masien der deutschen Bevölkerung an die berüchtigte, immer rascher werdend« Umdrehung der Preis- und Lohnschroube vor wenigen Jahren: Auf Lohnförderungen folgten Preiserhöhungen, die sich dann wieder auf andere Wirtschaftszweige auswirkten, dort wieder Lohnerhöhungen hervorriefen usw., bis zum Zusammenbruch der Wirtschaft und der Währung." Wer das im Zusammenhang mit dem Eisenkampf schreibt, ist eittaMdrr sträflich dumm oder will Brunnen vergiften. Der Schied»- Großwahltag in England. Erneuerung der Gemeindeveriretungen. covdon. 1. November.(Eigenbericht.) Zu ganz England waren am Donverstag Gemeinde- wählen, während in den Proviazstädtea alljährlich ein Drittel der lokalen Parlamente neu gewählt wird, erfolgt« in Groß-London selbst die alle drei Jahre fällige Gesamt Neuwahl der Gemeind«- Vertretung, von der Wahl war aus der Straße so gut wie gar nichts zu bemerken. Lediglich Auto» mi« Wohlplakaten zum Schleppen von Wähler« zelglea, daß die Wähler zu einer wichtigen Entscheidung aufgerusen waren. Die sogenannte Munizipol-Resorm- parle!, wie sich die konservativen im kommunalen Wahlkamps nennen, halte in den frühen Morgenstunden eine letzte größer« Propaganda für ihr« Ziele unternommen and an etwa eine Million Wähler karten mit der bezeichnenden Auffchrtf».Rettet London vor dem Sozialismus!" zur Verteilung gebrocht. In den 60 größeren Städten und Gemeinden war» über 1600 Kandidaten anfgeflelll, davon SSS Arbeiterparleller, 460 Sonser- valive und 202 Liberal«. Der Rest besteh» au» sogenannte« An- abhängigen. Die Arbeiterpartei Haft» bei diesen Wahlen groß« Fortschritt« zu erzielen und in einer Reihe von Städten erstmalig die M e h r h e i l zu erobern. Die Kommunislea habe« teil» ofti- zielle, teil» als Arbeitslosenverlreter maskierte Kandidaten aus- gestellt._ Als sie das Gaargebiei verramschten. Wilson wollte zuerst nicht... London. 1. November.(Eigenbericht.) Am Donnerstag erfolgte gleichzeitig in London und New Pork die Deröfsentlichung der beiden Schlußbänd« der„Intimen Auszeichnungen des Obersten House". Dem ge- bührt besonder« Beachtung, da der letzt« Band«in« Unmenge bisher unbekannten Materials über die inneren Vorgänge während her Pariser Friedenskonferenz von 1919 bringt, wo Houl« als Vertrauensmann des Präsidenten Wil- son vor und nach der Ankunft Wilsons in Europa«ine bedeutende Rolle gespielt hat. In Deutschland verdient ein bisher unbekannter Dorfall, der sich aus da» S a a r g« b i e t dezieht, besondere» Interesie: Wes schien bereits erledigt zu sein, als die Franzosen die Frage des Saar- gebiete? aufrollten. Wilson stellte abwehrend fest, der Gegen- stand sei erst nach dem Waffenstillstand in die Dis- kussion geworden worden, worauf Elemcnceau antwortete, der Präsident sene sich durch feine Opposition.dem Vorwurf der Deutsche nfreundlichkeit" au». Wilson fragte hierauf Elemenceau. ob das bedeute, daß Frankreich sich weigern werde. mit Amerika gemeinsame Sache zu machen, falls es nicht erhalte. was«s wünsche.„Wünschen Sie, abreise?", fuhr Wilson wörtlich wortet«:.Ich wünsche nicht, daß denke, das selbst zu besargen," bäudc verließ._ daß ich in diesem Falle sofort fort, worauf Elemenceau ont- Sie heimkehren, aber ich ge- worauf Elemenceau das Ge- Parker Gilberi wieder in Paris. Schwierigkeiten auf Frankreichs Se te. Der Reparotionsagent Parker Gilbert ist am Donnerstag in Paris eingetroffen, um die dort in den vergangenen Wochen mit Poincarö geführten Verhandlungen über die Zulammenfstzung der Expertenkommission und deren Aufgaben fortzusetzen. Von französischer Seite werdcn hinsichtlich der Zlisommensetzung der Kommission nach gewisle Schwierigkeiten gemocht. Wöhrend die deutsche Regierung unabhängige Sachverständige wünscht, drängt Frankreich für seinen Teil auf Sachverständige, die an be- stimmt« Richtlinien gebunden sind. spruch vom Dezember war so gefällt worden, daß eine Eisenpreis- crhöhung nicht zu erfolgen brauchte: da» entsprach auch der Aus- sossung des Reichswirtschastsminiftenum«. wenn vielleicht auch nicht der der„DAZ." Sie erfolgte dennoch. Die heutigen Erläse der Eisenindustrie sind so, daß eine Eisenpreiserhöhung zwar von den Unternehmern gewünscht werden mag— da» geschieht auf olle Fälle—, daß sie aber keinesfalls im Verhältnis zu Selbstkosten und Erlösen im ganzen ersorderlich ist. Wa» in Deutschland die Eisenpreise wirklich in die Höhe treibt, das ist die monopolistisch« Organisation der Eisenindustrie und nicht zuletzt die Nachgiebigkeit der Kartellüberwachung gegenüber den Eisenverbänden. Man kann diese preistreibend« Monopolpolitit mit inslatorischen Wirkungen in Zusammenhang bringen: das kann man aus Dummheit. Wer aber weiß, wie die „DAZ.", daß bei stabiler Währung niemals ein« Lohnbewegung allein, daß nur monopolistische Kartellherrschost die Preisbildung im Inland nach oben verursacht und dann doch von Inslations- gefahren spricht, handelt bewußt als öffentlicher Brunnenvergifter. Erklärung des Metallarbetterverbandes. vochum, den 1. November 1928. Der Deutsch« Metallarbeiterverb« nd veröffentlicht«ine E r- tlärung, in der es heißt: „Der Kampf de» Unternehmertum» des Westen» gegen Gewerkschaften. Tarifrecht und Staat»autorität hat begonnen. Die Arbeitgeber haben trotz DerbindlicherklSrung des Reichsarbeitsminifters die Au sfperrung durchgeführt. Die Betriebe find leer, die Hochöfen godämpft, der Pulsschlag der Eisen- und Stahlindustrie hat ausgefetzt. 230 000 Arbeiter liegen auf der Straße und sind ihrer Arbeitsstellen beraubt. Eine Million Men- f ch e n find durch das rücksichtslose Vorgehen der Arbeitgeber vor ein« schwere Zukunft gestelll. Mit abwegigen Ausreden versuchen nun die Arbeitgeber die Aussperrungsaktion zu be- gründen. Sie behaupten, daß der Schiedsspruch rechts- ungültig sei, weil er nur vom Schlichter gefällt worden sei und nicht von einer Kammermehrheit. Noch(j 21 der Schlichtungsverordnung vom 23. Oktober 1923 ist für das Zustandekommen de» Schiedsspruches einfache Stimmenmehrheit genügend. Gelingt diese nicht, so entscheidet die Stimme des Vor- sitzenden. Allein diese gesetzliche Bestimmung ist unabdingbar und gilt auch für die Arbeitgeber. Der zweite Einwand der Arbeitgeber, daß der Schiedsspruch ungesetzlich sei, weil er ein« Aenderung de» noch gellenden Rah- m e n t a r i s e» vorseh«, ist ebenfalls hinfällig. Ziffer 9 de» Rahmentarises für die Eisen- und Stahlindustrie bestimmt die Akkord- und Prämienregelung, d. h. es ist dort vertraglich fest- gelegt, daß Akkorde und Prämien für das einzelne Stück oder die Tonn« oder die Gruppenakkord« werklich geregelt werden sollen. Reben di«Iem Rohmentaris läuft unabhängig davon der Lohn- oertrag. Der Grundlohn für den Schlosier, Dreher(Fach- arbeiter) ist laut Vertrag vom Jahre 1924 festgelegt. Zu diesem Grundlohn kommen dann die vertragsmäßig festgelegten Zulagen. die mit der Akkord- und Prämienregelung nicht» zu tun hoben. Zusammensaffend betrachtet, muß seder Außen- stehende anerkennen, daß hier von einer Arbeitgebergruppe ein Spiel getrieben wird, da» bisher in der Geschichte, solange das Schlichtungswesen besteht, noch nicht dagewesen ist. Es ist offen- sichtlich: der Kampf der Unternehmer geht gegen den Tarffoertrag, gegen da, Schlichtungswesen und gegen die Staotvautorilät. Da» Vorgehen der Unternehmer kommt einem Stgat» st reich gleich. Kamps bis zum letzten! Die Haltung der christlichen Sewerkschasten. Der„Deutsch«", da» Organ der christlichen Gewerkschaften, schreibt: „Dieses Attentat gegen Regierung. Schlich. tungswesen und Gewerkschaften ist in seinen Folgen unabsehbar. Ohne gleich den Untergang der deutschen WItlschast herausbeschwören zu wollen, muß man sich doch darüber klar sein, daß wir in einer der ernstesten und gefährlichsten Situationen stehen, die wir in dem letzten Jahrzehnt erlebt haben. E» gehört schon die ganze ungehemmte Herrscherwilltür der Arbeitgeber und eine beispiellose Rücksicht»- und Verantwortungslosigkeit dazu, um diese explosible.Loge zu schassen. Oberstes Gesetz ist bei der Nordwestgruppe letztlich der privat« Profit. Für die Renlabilität der Wirffchost wird g« k ä m p i t, sagt«in« Erklärung der Arbeitgeber. Die„Deutsche Bergwerkszeitung" unterstreicht diesen Satz vor ollen anderen. Es sagt ihr da» Wichtigste. Auch uns. Rur lesen wlr: Für die Rentabilität des privaten Kapital». Dafür kämpfen die Arbeitgeber, und was ihnen dabei hinderlich ist, wird mit be- kämpft, selbst ein Staat, der wagt sozial zu sein. Die Arbeiter wissen nun, wie sie daran sind. Auch den letzten Unorganisierten sind nun dt« Augen geöffnet.< Widerstand bi» znm letzten, aber wirklich bt» zum letzten, muß die Parole sein."_ Hugenberg-Erinnerung. Gr war für die Besetzung des Ruhrgebiets. In den Dezembertogen des Jahres 1919 stand die deuffche Re- s gierung wiederum in schwierigen Verhandlungen mit der Entente, und in einer der deutschen Regierung zugegangenen Not« kündigt« die Entente an, daß. falls Deutschland bestimmte Bedingungen nicht! übernehmen würde, die früheren Gegner weitere militärische Maß- l nahmen ergreifen würden. Diese militärischen Maßnahmen tonnten] nach den Pressemeldungen der Entente schließlich nur in der Be-, setzung weiterer deutscher Gebiet« bestehen. In diesem Augenblick hat es ein Abgeordneter der Deutschnotionalen Dolkspartei fertig-- gebracht, mit dem Gedanken der Gebietsbesetzung zu spielen Dieser j Adgeordneie war der jetzige deutschnotionale Führer 1 Hugenberg. Reichsfinanzminister Erzberger hatte damals in der Ratio. nalversammlung dos Gesetz über dos Reichsnotopfer vorgelegt. I Gegen dieses Gesetz wandte sich im Auftrag der deutschnotionalen Reichstagssraktion Dr. Hugenberg. In einer beispiellosen dema- 1 gogischen Rede sprach er u. a. auch von einer korrupten äffen t- l i ch e n B e r w a l t u n g, die sich bei längerer Fortdauer der heu- I tigcn Wirtschaft überall in Deutschland entwickeln würde, und er j schloß dann, indem er ausführte, daß das Gesetz über das Reichs- notopfer ein Verkauf deutscher Arbeitskräfte in fremdländische l Sklaverei sei. Wönlich sagte Hugenberg:„Wenn doch einmal Schritt für Schritt da» deutsche Volk an die Kette internationaler Wirtschafte- sklaverei gelegt werdcn soll, dann mag e» lieber offen und ehrlich! geschehen, als hinterherum. Dann lassen Sie den Feind— es wird mir schwer, Ihnen das vor aller Welt zuzurufen— doch lieber gleich das Ruhrgebiet besetzen." Aus Grund dieser unerhörten Ausführungen enfftand in der Nationalversammlung ein riesiger Tumult. Aus Kreisen des Zen- trums wurde dem Abgeordneten Hugenberg zugerufen:„Dos wollen Sie ja!" Die Erregung steigerte sich so. daß der Abgeordnete Hünen-, berg nicht weitersprechen konnte. Vizepräsident Haußmann sprach sein Bedauern darüber aus, daß diese Wendung gebraucht worden sei, und der R e I ch s f i n a n z m i n i st e r Erzberger gab dann, als er dos Wort erhielt,»amen» der Regierung dem tiefsten Schmerz und dem Bedauern darüber Ausdruck, daß eine solche Aeußerung in der Nationalver- sammlung überhaupt fallen konnte.„Den Schaden. der sich sür die Gesamtheit unseres Volkes aus einer solchen Aeußc- rung ergibt," so fügte Erzberger hinzu,„trögt allein derjenia'. der diese schwerwiegenden Sätze in dieser schweren Stunde unseres Volkes gesprochen hat" Panzerkreuzer A und Reichsetat. In einigen Blättern wird mitgeteilt, daß die zweit« Rat- für den Panzerkreuzerbau in den Reich»»tat für 1929 ein- gestellt worden ist. Diese Nachricht ist falsch. Di« zweit« Rate sür den Panzerkreuzerbau ist lediglich in dem R e s. r« n t e n« n t- wurf de» Reichswehrministeriums enthalten. Weder das Reichs- finanzminiiterium, noch das Reichskabinett haben sich bisher mit dieser Position beschäftigt. Angesichts der Stellung der sozial- demokratischen Reichstagssraktion und der baldigen Entscheidung de» Reichstage- über den Weiterbau de, Panzerkreuzers ist auch nicht anzunehmen, daß das Kabinett vorher zur Bewilligung det zwettsn Rote des Panzerkreuzers Stellung nimmt. ?!r. 519» 46. Jahrgang*�,1 Freitag 2. November �92S isidimwi Ein kurzer Besuch in dem neuen Jugendheim im Polizeipräsidium genügt, um sich zu überzeugen, mie oiel besser die jungen Menschen es hier haben als im früheren Polizeizewahrsam. Dort ein einziger Raum im Parterre- Sischoh mit übereinandergestellten Betten, gleichzeitig Tagesraum, Mangelnde Beaufsichtigung und unzureichend« Beschästigungsmög» lichkeiten. hier helle freundliche Räume. Empsangsraum für Neu- onkömmlinge, ein Arbeitszimmer des cheimoater», wo er sich un- pestört mit den jungen Leuten unterhalten kann, ein gemütlicher Ausenthaltsraum mit runden Tischen und bequemen Stühlen, der gleichzeitig als Speiferamn dient, und drei Schlafräume. Di« un» geniigende Luftzufuhr, die durch die niedrige Decke bedingt ist, soll durch Luftfauger wettgemocht werden. Etwa 30 jung« M e n- s eb« n können hier Ausnahme finden. Seit dem 16. Januar sind �0 Schutzhäftlinge durch da» Jugendheim gegangen. ES ist besser geworden? _ Dieses Jugendheim im Polizeipräsidium war der sehnlichste Wunsch der langjährigen Leiterin der Wohlsahrtsstelle am Polizei- Präsidium. Fräulein Dittmer. Wie diese Dienststelle, so unter» sieht auch das cheim dem Magistrat Berlin und speziell der Stadt- rätin Frau W e y l. Hierher kommen alle jungen Leute, die. ob- dachlos ausgegriffen, sich über ihre Person nicht ausweisen können, oder auch solche, die in Schutzhaft genommen werden müssen, bis ilc Zu ihren Eltern zurückbefördert oder sonst wo untergebracht werden können. Auch entlaufene Fürsorgezöglinge sinden Ine- Ausnahme. Die Türen sind verschlossen, die Fenster vergittert. -u�sgorig gibt es nicht. Die Freiheitsberaubung ist da» was die jungen Menschen hier schmerzlich empfinden. Sonst Wird ihnen der Aufenthalt so angenehm wie möglich gemacht. �bre Freizeit füllen sie teilweise durch häusliche Arbeit aus—• t"» Räume werden peinlich sauber gehalten—, teil» durch Basteln oder Tesellschastsspiele und Lektüre. Außer dem Heim vater, der jeden seiner Jungen verständnisvoll behandelt, sind noch zwei weitere Erzieher mit der Betreuung der Schutzhästling« beschäftigt. Ohne Aufsicht befinden sie sich keinen Augenblick. Don 11 bis 1 Uhr ist Unterrichtsstunde: die Nacht verbringt der Er- öieher im Heim. Schwierige Fälle. Die Aufenthaltsdauer schwankt zwischen fünf Tagen 'md zwei Wochen. So schnell wie früher geht die Benachrichtigung oer Eltern nicht mehr vor sich, denn die Wohlsahrtsstelle hat nicht mehr die Möglichkeit, sich des Funkspruches zu bedienen. Es gibt auch Fälle, die ziemliche Schwierigkeiten bereiten: besonders wenn es nicht gelingt, den Jugendlichen ohne weiteres seiner Anlage gemäß unterzubringen. Andere Fälle sind wieder leichter zu lösen. Da sind z. B. zwei Jungen, denen ihr gesamtes Geld g e- stöhlen wurde. Der eine ist ein gebürtiger Schlesier. In Heidel- berg hatte er Stellung in einem Bureau, seine Ferien beWoß er in Berlin zu oerbringen. Er nahm sein ganzes erspartes Geld, etwa 300 M. mit, logierte sich In einem Hotel in der Königgrätzer Straße ein und besichtigte nun Berlin. Eine Woche war er be» reits hier, als ihm das Unglück passierte: im Lunapark stahl man ihm 2ö0 M. und sämtliche Papiere. So blieb ihm nichts übrig, als im Asyl sür Obdachlose Unterkunft zu suchen. Gleich allen Jugendlichen wurde auch er hier dem Fürsorger zugeführt, und so kam er in das Jugendheim. Ein äußerst ordentlich aus- sehender Junge. Der andere Fall wirkt durch die Person des jungen Menschen mehr komisch als tragisch. Der Achtzehnjährige ist Bahnhofszeitungshändler in Oppeln: wenn er so die Züge an sich vorbeisahren sah, dachte er immer daran, doch selbst einmal nach Berlin zu gehen. Also faßte er eines Tages Mut. nahm feine KS M. Ersparnisse an sich und fuhr nach Berlin. Die große Stadt war für den Burschen aus Oppeln doch etwas zu geräuschvoll und bewegt. Zwei Tage hielt er es aus. dann packte ihn Heimweh und so machte er sich auf dem Heimweg. Als er an der Kasse die Bahnkarte 4. Klaffe bezahlen wollte, fehlt« ihm seine Brieftasche..Ich wußte doch nicht, daß sie in Berlin so klauen," meint er über das ganze Gesicht lachend und alles lachte mit. Der verliert nie seiden guten Humor! Einige ander« Fälle sind schwieriger. Ein siebzehnjähriger Bäckerlehrking, Schlesier. der in Berlin Verwandt« hat, wird von seinem Lehrhcrrn systematisch geprügelt. Schließlich kann er es doch nicht mehr ertrogen, er schwingt sich auf''n Rad und fährt nach Stralsund, Obdachlos, wird er von der Polizei aufgegriffen und nach Berlin zurückbefördert. Der Lehrherr ist wohl bereit, ihn wieder aufzunehmen: er verspricht, ihn auch nicht mehr zu prügeln. Der Junge sagt:„Er tut's doch," und will nicht zu ihm.zurück. Zu den Verwandten'kann er auch nicht. Also muß eine neu« Lehrstelle gesucht werden. Weshalb er nach Stralsund ausgerückt ist? Hätte er sich nicht besser über seinen Lehrherrn irgendwo beklagen sollen? Das habe er nicht gewußt! Ein Sechzehneinhalbjähnger aus Halle. Cr entnahm seiner Spar- büchse 4S M., packte seine sieben Sachen und sein Rad dazu und kam nach Berlin. Die erste Nacht oerbrachte er am Bahnhof Zoo:«in Herr nahm ihn mit. Er behauptete, daß dieser„Herr" ihm sein Rad, sein Geld und seine Papiere abgenommen habe. Di« nächst« Nacht oerbrachte er im Asyl sür Obdachlose, und von dort aus wurde er dem Jugendheim zugeführt. Ein siebzehnjähriger Leipziger, zwei Jahre Chemigraphie- lehrling, dann Page, ist bereits viermal von Haus« ausgerückt: er versteht sich mit seinen Eltern nicht. Der Hausvater lobt ihn sehr. Der Junge macht tatsächlich einen guten Eindruck. Er ist bereit zu arbeiten. Nach Hause will er aber unter keinen Umständen. Er kann es den Eltern nicht verzeihen, daß sie feine beiden Brüder vorziehen und ihm keinen Pfennig Taschengeld geben.— Ein Berliner ist hier schon zum zweiten Mal«. Er ist von seiner Arbeitsstelle ausgerückt, hat sich herumgetrieben und wurde in völlig verwahrlostem' Zustande wieder eingeliefert. Ein Ober- schlesier hat das Elternhaus verlassen, weil er sich mit seinem kleinen Bruder nicht vertragen tonnte. Ost birgt sich so hinter dem auf den ersten Blick harmlos aussehenden Fall eine schwere Iugendtragödie... Di« Jungen haben nichts Gedrücktes an sich, sprechen offen und frei. Es gibt viele, die nach Derlassen des Heimes es immer wieder an den Sonntagen aussuchen. Es ist der einzige Ort, wo sie sich zu Hause fühlen, es war nicht selten der erst« Ort, wo sie Menschen fanden, die ihren kleinen und großen Nöten Der- ständnis entgegenbrachten. Das ist für einen Menschen stete die Hauptsache. Die Leiterin der Wohlsahrtsstelle, Fräulein Dittmer. erzählt, daß sie hoffenttich bald ein eigene» großes städtische» Wonderheim für 300 Jugendliche zur Der- fügung habe, an Stell« des Heimes im Polizeipräsidium und der vielen anderen, die der privaten Wohlfahrt gehören. Die Eiv bauung des Wanderheimes ist vom Magistrat Berlin bereits be- schloffen. Die Kredite dazu werden bewilligt werden, aber wo ist das erforderliche Terrain zu finden? Daran hapert es.., Llrteil im 2. Spntweber-prozeß. Gefängnis für Hermann und Heinrich Weber. In dem großen Spritlschietierproseb gegen den Apotheker- Ruben-Konzern, in dem die Brüder Hermann und Heinrich Weber die Roll« der Hauptang«elagt«n spielen, i* der Apotheker Rüben selbst seit Dezember 1924 ins Ausland gestüchtet ist, wurde gestern das Urteil gefällt. Di« Werte Groß« Strafkammer hat aus den beiden Spritweberprozessen ein Gesa mt- urteil gefällt und Hermann Weber zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren Gefängnis wegen Betruges gegenüber der Rsichs-Monopol- Verwaltung verurteilt. Auf die Strafe wurden ein Jahr sechs Moneiu und sieben Tage für erlittene Untersuchungshaft angerechnet. Di« gegen Hermann Weber in dem zweiten Spritschisberprvzeß vom Schöffengericht derhSngte Geldstrafe von 60000 M. wurde aufrecht erhalten. Gegen Heinrich Weber wurde aus eine Gesamtstrafe von 11 wonaten Gefängnis erkannt und hierauf wurden acht Monat«. Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht. Femer wurde die ver-• hängte Geldstrafe von 20 000 M. durch die in dieser Sache erlitten« Untersuchungshaft für verbüßt erklärt. Die Haftbefehle gegen Hermann und Heinrich Weber wurden aufgehoben, da bei der jetzt noch zu verbüßenden Reststrafe ein Fluchwerdacht nicht mehr besteht. Di« in erster Instanz verurteilten drei Zollbeamten wurden auf Koften der Staatskasse freigesprochen. Bei dem freigesprochenen Zollbeamten Ender» wurden der Staatskasse auch die ihm«ntston- denen notwendigen Auslagen einschließlich der Derteidigungskvsten auferlegt. .'folgende Wärmehallen werden vom 1. November d. I. bi» 31. Mörz 1929 für die bedürftigen Einwohner des Bezirks Reinicken- dorf eingerichtet: in Reimckendors. Lindouer Straße. Baracke 1. und Scharnweberstraße, Sportplatz: in Tegel. Hauptstr. 16. Di« Wärmehallen sind werktäglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet. 'i 17] Soldat Suhren. �Xornan vvu Ocorg von der Q5clttg. Copyright 1927 by J. M. Sp»eth Verlag, Berlin. Mein Auftrag ging dahin, eine Liste zu«ntwerfen. auf kr olles Material verzeichnet sein sollte, das wir zum Aus» lälen der Schloßwände benötigen würden. Dieses sollte dann gleich angefordert werden. �. Das war schnell gemacht. Ich hatte mit dem vernunftlgen �meraden auf unserm Billard eine Konserenz. in der die fertiggestellt wurde. Sie ward sauber abgeschrieben nd umfaßte einige 40 Punkte, als da find Farben, Pinsel, Teer Fensterscheiben, Kitt u. a. m. Noch an demselben ,kttd gab man sie uns unterzeichnet und mit den Urlaubs- heinen zusammen zurück. Außer dem Vernünftigen sollte 0ch ein Maurer mitgehen und schleppen helfen. In der Frühe des nächsten Tages sind wir Drei auf dem »ege nach Druyöre. Die Sonne scheint warm auf un er« euien, als wir in einer Linie auf der Straße dahenschrelten, "beschwert, die Brotbeutel am Koppel. Wir sind noch nie '"gewesen aus dem Dorfbereich und sozusagen losgelassen der Leine. Wir gehen auf«igen« Faust, ich habe«ine orte in der Tasche, und wir greifen mächtig au«. Bruysr« .A einer halben Stunde erreicht. Es liegt noch ganz -rschlafen da. nur die Schornsteine rauchen. Aus«wem »ebaude. an dem.Lawine" steht, tritt ein Soldat w d«r nterhofe. gähnt sich blind und schlürft in«ne Nische. Wir aunen, wie mächtig schön und lang die Straße ist. An ihrem £d« hält ein Auto. Als wir vorbeigehen, oll« drei im "chen Schritt, erscheinen aus einem hübschen Landhaus« ffiziere in Iagdanzügen. Sie besteigen da« Auto» wir �ußen. und sie fahren ab. Eine Stunde zu früh kommen wir zum Bahnhof, der °n allen Seiten betrachtet wird. Danach setzen wir un» aus e Stufen des Eingangs neben einen Soldaten, der dort bei wen, Gepäck liegt. Es ist«in älterer Mann mit aewem kstcht und traurigen Augen. Er erzählt, daß er auf Urlaub chrt. Da beneiben wir chn; aber al» wir hören, daß dies erster Urlaub nach zwanzig Monaten Frontzeit ist, wer» �rJS JeHr aufgeregt. Der Maurer versichert, daß jeder oldat das Recht habe, jährlich einmal auf Urlaub zu »aunen, Aber der Urlauber sagt gleichgültig: „Nach zwanzig Monaten zum erstenmal." „Du wirst nicht aufgepaßt haben," sagt der Vernünftige. „Sie haben dich bemogelt. Mann," schilt ihn der Maurer, aber der Urlauber schüttelt müde den Kopf: „Hat olles feine Richtigkeit. Bin heute schon seit zwei Uhr auf den Beinen— ob die Saubahn überhaupt fahren wird?" „Gewiß fährt sie," sagt der Vernünftige unwillig,„die wird schon fahren, wenn du nur aufpaßt. Sieh nur zu, daß das Ding nicht entgleist oder dir über die Beine gondelt nach deinen zwanzig Monaten." Der Urlauber murmelle mit derselben Ergebenheit: „Meinetwegen." Er hat den harten Helm als Kopfunterlage und blickt mit seinem stillen gelben Gesicht in die große Sonne, die über einem Schuppen schwebt. „Meinetwegen", wiederholt er und lächelt ein wenig. Seine tiefliegenden Augen lächeln wie zwei Pfützen bei Tau- weiter. Vielleicht denkt er daran, ob seine kleinen Kinder ihn wohl wiedererkennen werden. Die Feldbahn kommt an, sie ist zwar gestopft voll Sol- baten, aber wenn die Beine noch unterkommen, so ist für den Oberkörper Platz in der Luft. Es gelingt, auch der Urlauber wird heraufgezogen und der Tornister außen an den Wagen gehängt. Sein Gesicht ist eine Stunde lang sehr nahe vor dem meinen. Es schwankt mit der Bewegung des Zuge«. Den verwahrlosten Bart durchquert eine breite Bahn von Kautabakspeichel wie ein gelber Weg, der durch Unterholz führt. Wir fahren durch Wiesen an Pappeln entlang, Zweige schlagen gegen unsere Helme und dicke Käfer. Einmal aber wage ich es, nach oben in die Augen des Urlaubers zu sehen. Und ich sehe die Augen eines Menschen, der lebendig be- graben gewesen ist, Augen— verwüstet von Entsetzen, un» endlichem Wachen und Schmutz, gelbgrün mit trüben, braunen Sternen, die verschwommen in die Wiesenlandschast gerichtet sind. Ich möchte seine Hand nehmen. Sie liegt am Riemen des Tornisters. Fährt er auf Urlaub noch zwanzig Monaten Verwilderung?— Oh, er begreift es noch nicht. Dort liegt eine fremde Stadt auf einem Hügel, es ist Laün. Wir sehen durch den kohlschwarzen Ro/ich zwei Türme und nähern uns. Der Urlauber wird dort in einen andern Zug steigen. Seine trüben Augen blicken auf die Doppel-> türme da oben, er findet sich nicht in der Welt zurecht. Der I Zug aber wird schon den richtigen Weg nehmen, der ihn in seine kleine, von Freude aufgeregte Familie führt. » Wir müssen mit unserm Auftrag zu einem Pionierpark, der in einem Dorfe hinter Laün sein soll. Aber das hat Zeit. Ich schlage vor, zunächst die Stadt zu besehen. Den beiden ist es recht, doch der Vernünftige trennt sich bald von uns, um sich photographieren zu lassen. Ich trete mit dem Maurer in eine Wirtschast, wir haben beide Durst. Aber es sitzen da lauter Franzosen, die bei un- serm Eintritt verstummen. Die dicke Wirtin bringt Apfel- wein, sie riecht nach irgend etwas schrecklich schön. Ein paar Minuten verstreichen. Die große Hand meines Kameraden schiebt das halbleere Glas fort. Wir gehen hinaus und werd«n von einem Major angesprochen, der einen roten Vollbart hat. Er fragt uns, wohin wir gehen und ist sehr freundlich. „Wir wollen uns das Bauwerk anschauen, Herr Major," sagt der Maurer und sieht unaussprechlich blank aus den Augen, „Gut, mein Sohn, seht es euch mal an— und grüßt mir eure Kompanie, ihr Sandhasen." So gehen wir weiter und ersteigen die obere Stadt. Es gehen dort so wundervolle Damen spazieren, mit Hälsen, die wie gedrechselt aussehen und gelb wie frifchgeschnittenes Erlenholz. Der Maurer reckt seinen braunen Hals, der mit einem blitzblonden Haarflaum bedeckt ist, nach ihnen, denkt wie ich, ballt die Faust und murmelt: „Verdammt!" % Wir sitzen auf den heißen Steinen und die Front der Kathedrale hebt sich vor uns empor. Der Platz, der uns vpn ihr trennt, ist leer. Das grünliche Paar der Doppeltürme steht gegen einen dunkelblauen Himmel, kein« Wolle weht vorüber, und nur das Geräusch von Tauben ertönt, welche kreisen. Wir nehmen den Brotbeutel vor. Unser« Kiefer mahlen da« Kommißbrot, und unser Blick klettert an der Kathedrale auf und ab.„Schon all", sagt der Maurer,„aber schön! Sieh mal die Tiere da oben. Steinern� Tiere stehen zwischen den Pfeilern, sehen in die Lust hinein. Ein« Kuh— mein Gott! Ein Pferd! Auch ein Hirsch! Und alles aus Stein! Kunstvoll ist das. Warum hat man es wohl gebaut?" „Es ist eben eine Kirche," sage ich. „Gut. Aber die Tiere— warum?" � „Sie gehören dahin, wo sie stehen." ..._______________. So rtjetzWg jo lgh) Der Lehrplan für die ,, aufgestockte" Bolksschule| Die von der Schuldeputation der Stadt Berlin durch Beröffent lichung einer Dentschrift des Stadtschulrats Genossen Nydahl bekanntgegebene Absicht, die Volksschule Berlins durch Hin. zufügung eines 9. und eines 10. Schuljahres zu erweitern, hat sehr bald zu Erörterungen der Lehrplanfrage geführt. Der Berliner Lehrerverband hat bereits den Entwurf eines Lehrplans für die oberen Klassen der aufgestockten" Bolksschule vorgelegt und bemüht fich, für diese Vorschläge zu werden. In der ,, Arbeitsgemeinschaft fozialdemokratischer Leh rer und Lehrerinnen" unterzog Reichstagsabgeordneter Stadtrat Genosse Dr. Löwenste in den Entwurf einer eingehenden Kritik, und er begründete dann die Forderungen der Arbeitsgemeinschaft. Löwenstein bejahte den Gedanken, die Volksschule zu erweitern, und hob Nydahls Berdienst hervor, auf die hoffentlich bald tommende Durchführung hingearbeitet zu haben. Der vom Lehrer verband vorgelegte Lehrplan läuft im wesentlichen auf eine verkürzte Mittelschule hinaus, die aus dem 9. und dem 10. Schuljahr unter Hinzunahme des 8. Schuljahres entsteht. Sie ist so etwas wie eine mittlere Aufbauschule. Bedenklich ist, daß sie nach dem Lehrplan des Lehrerverbandes eine in nller Form von der Boltsschule getrennte Schule würde. Zum Teil ist für sie der Mittelschullehrplan einfach abgeschrieben worden, und wahrscheinlich würde man auch hauptsächlich Mittelschullehrer in sie hinübernehmen. Man muß diesen Lehrplan grundsäglich ablehnen, meil er grundsätzlich falsch eingestellt ist und nicht von der Psychologie der Jugendlichen ausgeht. Löwenstein sieht die pädagogische Aufgabe des 9. und des 10. Boltsschuljahres darin, die seelischen Spannungen zu überwinden, die bei den Jugendlichen in der Zeit förperlicher Reifung auftreten. Die Ausdehnung der Schulzeit um zwei Jahre über die heutige Schulpflichtgrenze hinaus hat auch wirtschaftlich die willkommene Wirkung, daß die Jugendlichen nicht zu zeitig in die Produktion hineingezogen werden, wo sie nur zu leicht als ein die Lohnpolitik der Arbeiterklasse gefährdendes Element wirken. Infolge der für Jugendliche oft schon nach Abschlußz ihrer Lehrlingszeit eintretenden Notmendigkeit, sich wegen Arbeits mangels auf einen anderen Beruf umzustellen, muß eine elastische Gestaltung der Ausbildung gefordert werden. Auf diese Notwendigfeit nimmt der vom Lehrerverband empfohlene Lehrplan für die legten Jahre der erweiterten Bolksschule teine Rücksicht. Für das 9. u. das 10. Boltsschuljahr ist ein Lehrplan nötig, der dem Wesen dieses Alters entspricht und die Erfordernisse unserer 3eit berüdsichtigt. Ueberall muß vom lebendigen Interesse des Kindes aus. gegangen werden, bei der Vermittlung elementarer Kenntnis non Lieren und Pflanzen, bei der Einführung in Sprache und Literatur, bei der Pflege des Ausdrucks eigenen Dentens, bei der Förderung eigener Werktätigkeit und eigenen fünstlerischen Schaf fens. Die Selbstverwaltung der Schulkinder muß sich auch auf die Gestaltung des Arbeitsplans erstrecken. Für besondere Be gabungen muß weiter Spielraum gelassen werden, für sprach liche, mathematische, naturwissenschaftliche, technische, fünstlerische Begabungen. Solchen Kindern könnte noch der Uebergang auf höhere Schulen ermöglicht werden. Auch die Berechtigung des Anschlusses an höhere Handelsschulen muß gewährt werden. Beim Abgang von der erweiterten Volksschule nach Erreichung ihres Zieles muß der Weg zu entsprechenden Berufen frei sein. In der Aussprache, die sich an den Vortrag fnüpfte, erhob sich feine Stimme für den Lehrplan des Lehrerverbandes. Ein Vertreter der Gewerkschaften forderte Ausdehnung der Pflichtfchulzeit bis zum 16. Lebensjahre, sonst werde die geplante Ermeiterung der Volksjdyule wirtungs- und wertlos bleiben. Im Schlußwort hob Genoffe 2ömenstein hervor, daß für die Kinder des 9. und des 10. Volksschuljahres selbstverständlich öffentliche Geldbeihilfen gegeben werden müſſer Prügelnde Polizeibeamte. Am 2. Februar berichtete der Bormärts" von einem fast unglaublichen Roheitsaft zweier Berliner Polizeibeamten. Am 29. Januar durchfuhr der Buchdruder D. auf seinem Rade die Dranienstraße. Auf seinem Gepädständer faß ein Freind von ihm. An der Ede Brandenburgstraße riefen ihn Polizeibeamte an, meil er ohne Laterne fuhr. Che noch D. sein Rad zum Halten bringen Tonnte, riß ihn der eine Beamte vom Rade, so daß er hinschlug. Mit einem Polizeigriff versuchte der Beamte D. zu packen und zur Bache mitzunehmen. D., der noch etwas benommen war, folgte dieser Aufforderung nicht sogleich. Mit ihrem Gummikuppel schlugen darauf die Beamten auf den am Boden Liegenden ein und schleiften ihn die Etraße entlang. Dadurch warden D. die Kleider vom Leibe gerissen. Erst als er besinnungslos auf der Straße lag und das Publikum mit Empörung gegen die brutalen Beamten Stellung nahm, schafften sie D. mit einem Auto zur Wache. Der Berliner Polizeipräsident hatte nach Erscheinen des„ Bormärts" Artifels eine Untersuchung eingeleitet. Um den Sachverhalt gerichtlich zu flären, wurde D. wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt unter Anklage gestellt. Widerstand wurde darin gesehen, day D. der Aufforderung der Beamten, mit zur Bache zu gehen, nicht schnell genug Folge leistete. D. behauptete bei der am Dienstag vor dem Amtsgericht Mitte durchgeführten Berhandlung, daß er von dem Sturz fo benommen mar, daß er sich nicht sofort erheben fonnte. Fünf Zeugen bestätigten die Aussagen des Angeklagten. Nach den Zeugenaussagen sollen die Beamten noch, als der Angeklagte pollkommen requngslos ohne Besinnung auf der Straße lag, auf ihn eingeschlagen haben, Der Staatsanwalt beantragte selbst Freispruch. Das Gericht schloß sich dem Antrage an. Rechtsanwalt Kallmann, der den Angeklagten vertrat, betonte in feinem Plädoyer, daß hoffentlich die Verhandlung dem Berliner Polizeipräsidenten Beranlojjung geben wird, gegen derartige Rohlinge in der Beamtenfchaft scharf vorzugehen. Das Bublifum, das heute Bertrauen zur Bolizei hat und sich verständigen Anordnungen gern fügt, fann verlangen, daß prügelnde Beamte nicht geduldet werden. Die A. Universität“. Bon Behörden sollten wir erwarten dürfen, daß zuerst bei ihnen die durch Gesez festgelegte neue Staatsform nor ungemollter Herabjegung geschügt mird, indem man alle an die frühere Monarchie erinnernden Inschriften usw. beseitigt. Wie langjam in unserer Republik die Erfüllung dieser Forderung einer Selbstverständlichkeit sich vollzieht, ist im Vorwärts" oft und immer wieder an vielen Beispielen gezeigt worden. Heute müssen wir öffentlich feftnageln, daß in unserer nun schon zehn Jahre alten Republik eine derartige Reliquie aus der monarchischen Zeit auch der Universität Berlin noch erhalten geblieben ist. In der mittleren Flurhalle des Universitätsgebäudes hängt für die Universitätsbibliothet ein Bestellzettelfasten an weithin sichtbarer Stelle. An ihm prangt groß und deutlich noch jetzt die Inschrift R. Universitäts, Bibliothet". Das R." ist Abkürzung des Wortes Königlich", die Universität mird also in ihrem eigenen Hause noch als eine, fönigliche" bezeichnet. Ohne viel Mühe und Kosten wäre es längst möglich gewesen, dieses A." zu beseitigen. Hat sich niemand gefunden, der das anzuordnen für nötig hielt? Wer mag für diesen Skandal, der keinem aufmerk famen Auge entgehen fain, verantwortlich sein? An ihm werden die Schwarzweißroten unter der Studentenschaft ihre tägliche Freude gehabt haben. Bird's nun bald zu erwarten fein, daß diese gewiß ungemollte- Berhöhnung der Republik aufhört? Spazierftod vertauscht. Um 30. Ottober ist in der Juristischen Sprechstunde des Bormärts ein neuer Spazierstod mit einem alten vertauscht worden. Umtausch in der Juristischen Sprechstunde oder Echöneberg, Kolonie Burenland, Friedrich- Ebert- Straße 72, bei Spang Salemeti, erbeten, Die Metallindustrie in Berlin. Es ist auch ohne zahlenmäßige Belege hinlänglich bekannt, daß für das Berliner Wirtschaftsgebiet die Industrie der Me= talle von ganz hervorragender Bedeutung ist. Recht interessant ist es darum auch, ihren Anteil an der gesamten Eisen- und Metallindustrie des Reiches tennen zu lernen. Diese Anteilzahlen werden in Berliner Wirtschaftsberichte" 1928 nach den Ergebnissen der Betriebszählung von 1925 dargestellt. Daraus ergibt sich, daß Berlin mit 401 284 Beschäftigten an der Gesamtbelegs schaft der deutschen Eisen- und Metallindustrie mit 12 Broz. beteiligt ist. Unter den Hauptstandorten der eisen- und metallverarbeitenden Industrien Deutschlands nimmt Berlin die zweite Stelle ein, unmittelbar auf die Rheinprovinz folgend, die 17 Proz. der im Eisen- und Metallgewerbe beschäftigten Personen umfaßt. Dicht hinter Berlin folgen das Land Sachsen mit 10,8 Broz. und die Provinz Westfalen mit 10,4 Proz. der Gesamtbelegschaft im Reich. In weitem Abstande kommen dann erst Bürttemberg mit 5,3 Broz., Baden mit 4,4 Proz. und Nordbayern und die Provinz Sachsen mit je 4,3 Pro3. Daß als Hauptstandorte für die eisen und metall schaffende Industrie in erster Linie die tohlenreichen Gebiete von Rheinland und Westfalen in Betracht kommen, ergibt sich aus der Natur der Sache. Auf diese beiden Provinzen entfallen 33 Broz. bzw. 23,3 Broz. der Beschäftigten bei der Eisen- und Metallgewinnung, während in den Berliner Betrieben dieser Art mit rund 8500 Beschäftigten nur 2,6 Proz. der Gesamtbelegschaft im Reich tätig sind. Aehnlich bei den kombinierten Betrieben, in denen neben der Metallgewinnung auch ihre Berarbeitung be| trieben wird. Hier steht Westfalen mit 40,6 Proz. an der Spike, die Rheinproving folgt mit 25,5 Proz., während auf Berlin 17 609 Beschäftigte, 5,5 Broz. entfallen. Schon bedeutender ist Berlins Anteil an der Herstellung von Eisen, Stahl- und Metallwaren. Hier bleiben die Berliner Werte mit 63 363 Beschäftigten oder 7,4 Broz. nur noch hinter der Rheinproving( 16,09 Broz.), Land Sachsen( 11,9 Proz.), Westfalen ( 9,9 Proz.) zurüd. Noch bedeutungsvoller ist die Reichshauptstadt für den Ma chinen, Apparate und Fahrzeugbau mit nahezu 112 000, zumeist in Großbetrieben beschäftigten Personen, die 9 Proz. der gesamten menschlichen Arbeitskräfte dieses Industrie ant britter zweiges im Reich ausmachen, steht Berlin Stelle. Weitaus an der Spize aller erscheint aber Berlin als Hauptsiz der elettrotechnischen, feinmechanischen und optischen Industrie. Diese Industriezweige beschäftigen in der Reichshauptstadt 199 724 Personen oder 33,4 Proz ihrer Gesamtbelegschaft im Reich. Berlin läßt damit die übrigen Industriegebiete weit hinter sich. Die Rheinproving, die an zweiter Stelle steht, zählt nur 9,4 Broz., weiterhin verfügen Württemberg über 8,9 Proz., das Land Sachsen über 7,9 Proz, Nordbayern über 5,1 Proz., Hessen- Nassau über 4 Proz. der sämtlichen in den In duſtriezweigen beschäftigten Bersonen des Reiches. Vor allem ift es die elektrotechnische Industrie, die in Berlin mit weltbekannter Riesenwerfen und mit rund zwei Fünfteln ihrer Gesamtbelegschaft fonzentriert ist. NACH ZEHN JAHREN! Wachtommandos bei der Kommandantur Berlin zur Laft gelegt REVOLUTIONSFEIER AM FREITAG/ O. NOVEMBER/ IM SPORTPALAST/ POTSDAMER STRASSE 72 Eintrittskarten 50 Pfennig Anfang 19 Uhr Orchester: Einzug der Gäste PROGRAMM: Einmarsch und Aufstellung d. Fahnengruppen( Jugend, Rote Falken, Sportgruppen) Egmont- Ouvertüre. Chöre mit Begleitung des Orchesters: Das heilige Feuer Sprechchor: 9 Ballade., Habt ihr vergessen" . Chor mit Begleitung des Orchesters: Das Erntelied( Dehmel) 95 REDE( verstärkt durch Lautsprecher): Wagner Beethoven 9 Uthmann Klabund Fried 472 000 Marf aus der Kasse der Wirtschaftsabteilung des mird, ist noch nicht abgeschlossen. Während sich das Verfahren bis ger nur gegen Oberzahlmeister Martin und Boitschat richtete, sind die Ermittlungen nunmehr auch noc) auf zwei weitere Beamte aus gedehnt worden. Martin hat gegen diese die Beschuldigung erhoben daß fie von seinen ,, Entnahmen" aus der Kaffe gewußt hätten und sich von ihm auch hätten Beträge geben lassen. „ Die Hausbefizer verhungern." 3u diefer in der Nummer 517 des Bormärts" stehenden Roti bittet uns die Bereinigung der freien Haus- und Grundbefizer um folgende Klarstellung: Führende politische Persönlichkeiten der Rechtsparteien halten ab und zu eine Heers hau der auf ihrem Boden stehenden Haus und Grundbesizer ab. Dafür zeigen sich die rechtseingestellter Hausbefizer um Ludendorff insofern dankbar, als sie einen Teil der Wahlkosten dieser republiffeindlichen Bar teien tragen. Mitglieder der auf unserem Boden stehenden Hausbesitzer haben mit dieser Kundgebung nichts ge mein und meisen die Angriffe dieser Herren auf Republik, Be hörden und Mieterschaft entrüstet zurück. Die zuständige Wirk Verfassung stehenden Haus- und Grundbefizer i mur unser Verband, Geschäftsstelle: S. 68, Friedrichstr. 216. Auf dem Postscheckamt bestohlen. Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden" fchaftsvertretung für alle auf dem Boden der Weimare Wilhelm Dittmann, M. d. R. Orchester: Vorspiel zu Kampf und Sieg Chor mit Begleitung des Orchesters: Tord Foleson Sprechchor: • Der 9. November 1918-1928 • Knöchel Uthmann Rothenfelder Gemeinsamer Gesang mit Begleitung des Orchesters: Die Internationale: Daygeter Eintrittskarten sind bei allen Bezirksführern und Abteilungskassierern sowie im Bezirkssekretariat zu haben. AN DER ABENDKASSE FINDET EIN KARTENVERKAUF NICHT STATT Menschenfalle auf Gee! Die verroftete, Maria Pinango". Bor dem Hamburger Seeamt fand vor furzem die Berhandlung über den Untergang des 2654 Tonnen großen Hamburger Dampfers Maria Binango" statt, der am 2. Oktober auf der Fahrt von Havanna nach einem italienischen Hafen sant. In der Berhandlung stellte sich heraus, daß das Schijf, bereits 38 Jahre auf dem Budel hatte, und daß der Kapitän furz vor der Katastrophe infolge schwerer Kesselschäden den Dampfer ohne Maschinenfraft hatte treiben laffen müssen. In Bermuda murde eine Reparatur vorgenommen, die die Lage nicht besserte. Kurz nach der Wiederausfahrt stellten sich die Schäden in noch größerem Maße wieder ein, so daß große Wassermengen in das Schiffsinnere drangen. Die Besatzung forderte, daß das Schiff zurückkehrte, die Schiffsführung beharrte jedoch auf Grund der Betterlage darauf, daß meitergefahren werde. Am 25. September war das Schiff voll Waffer gelaufen; ein zu Hilfe gerufener englischer Dampfer nahm die Mannschaft an Bord. Bei dem Versuch, das wrade Schiff in den Hafen zu schleppen, rissen die Verbindungstrossen. Am 2. Oftober. perfant die Maria Binango" in den Wellen. Der von der Mannschaft ausgesprochene Verdacht, daß man das alte Schiff wegen der hohen Versicherung absichtlich habe versinken lassen wollen, wurde durch die Seeamtsverhandlung nicht bestätigt. Eine Schuld des Kapitäns wurde für nicht vorliegend erachtet. " Kleintier Ausstellung. Im großen Saal bei Irmer in Treptom veranstaltet der Kleintierfachausschuß des Bezirksverbandes Neukölln Treptom E. B. eine sehr schön aufgezogene Aus stellung, die prächtige Zuchtergebnisse zeigt. So sieht man u. a. cin weißes Riefentaninchen, dem von den Richtern 97 Punkte zuerfannt wurden. Eine Haubenente, die schönen gefäumten Goldwyandotten und die hochbeinigen, schwarzen Langicham Syühner beweisen, daß die Vereinsmitglieder fich auch mit recht schwierig zu ziehenden Tieren abmühen. Aeußerst interessant find auch die rotgejattelten, meißen, englischen 3 wergtämpfer, die sehr hochgestellt sind und im Garten fich nicht unangenehm bemerk bar machen, weil sie nicht gleich alles rausfragen. Unter der Menge der Tauben unbedingt auffallen müssen jedem Besucher die schwarzen uhnfheden, denn wir haben mir einen Züchter in Berlin, der diefer Rasse seine Sorgfalt zuwendet. Doch fieht man ebenfo unter den bekanntesten Arten, ganz gleich, ob es sich um Hühner, Buten, Kaninchen, Gänse oder Tauben handelt, mahre Bracht eremplare, und die Kleingärtner können zufrieden sein mit ihrer erfolgreichen Arbeit. Haftentlassung des Oberzahlmeisters Martin. Der wegen großer Unterschlagungen bei der Kommandan= tur Berlin in Untersuchungshaft genommene Oberzahl meister Martin wurde gestern nachmittag wegen Haftunfähigkeit aus dem Untersuchungsgefängnis entlassen. Auf Antrag feines Rechtsanwalts wurde Martin im Lazarett des Unterfuchungsgefängnisses von einer Reihe von Aerzten, darunter den bekannten Urologen Dr. Delsner und Oberarzt Dr. Kleiber, einer genauen Untersuchung unterzogen. Uebereinstimmend famen die Fachärzte zu dem Gutachten, daß eine Lebensgefahr be. ft ehe und daß Martin sofort in eine Spezialflinit übergeführt und wahrscheinlich auch fofort operiert werden müsse. Daraufhin hat der Untersuchungsrichter, Landgerichtsrat Schlome, mit Zustimmung des Oberstaatsanwalts Teglaff den Haftbefehl gegen Martin wegen Haftunfähigkeit aufgehoben. Martin wurde noch am Nachmittag in einem Krantenwagen abtransportiert. Die Boruntersuchung gegen Oberzahlmeister Martin, dem die Inteciglagung nog an Ein räuberischer Taschendiebstahl verurfacht gestern auf dem Postsche damt in der Dorotheenstraß große Aufregung. Ein Raffenbote der Portland- 3ementfabrit hai 800 Mart erhoben. Er tat fie in eine Tasche, die er an einen Riemen über die Schulter gehängt trug. Während er noch einem Bult etwas schrieb, fühlte er plöglich einen starten Rud a feiner Tasche. Er drehte sich um und fah noch, wie ein Man bereits davon lief und ein zweiter ihm folgen wollte. Unte Hilferufen pacte er diesen und hielt ihn feft. Der erste hatte ihm die Tasche aufgerissen und war mit dem Gelde verschwun den. Der Ertappte murde festgestellt als ein 32 Jahre alter Arthu Wannashemiti, der erst vor einigen Tagen aus Bolen hier hergekommen ist. Er behauptet, daß er auf der Durchreise nad Frankreich sei, um dort Grubenarbeiter zu merden. Mit dem Raub will er nichts zu tun haben. Kriminalbeamte der Taschendiebes ftreife, die zufällig auf dem Bostschecamt waren, hatten vorhe bereits gesehen, daß die beiden sich unterhielten, während Wan nafchewski den Flüchtigen gar nicht kennen will. Der mit der Gelde Entkommene ist noch nicht ermittelt. Grubenunglück in Sowjetrußland. 45 Bergleute verschüttet! Mostau, 1. November. In den Goldgruben von Sretenft erfolgte ein Schachteinftur bei dem 45 Grubenarbeiter verschüttet wurden. Zwei vo ihnen wurden getötet, zwei lebensgefährlich verleht. Dentscher Matrose in Italien getötet. " Ungetrunkene Matrosen des des deutschen Glomandampfer Genua" sind im Hafen Civitavecchia mit der italienischen Sol wache in Streit geraten; dabei wurde der Matrose Wilhel Frahm erschossen. Der Dampfer jetzt in den nächsten Tage feine Reise nach Neapel fort. Drei verhaftete deutsche Matrofe bleiben in Haft zur Verfügung der Staatsanwaltschaft. Bom Laftanto totgefahren. Vor dem Hause Helmholtzstraße 34 in Charlottenbur murde gestern abend der 66jährige Arbeiter Nikolaus M I y tomig überfahren und schwer verletzt. M. starb auf dem Wege z aus der Waldstraße 32 zu Moabit von einem Last aut nächsten Rettungsmache, Menschenquälerei in der Stadtbahn. Man schreibt uns aus Lesertreisen: Wie die Reichsbahn fü die Bequemlichkeit der Reisenden forgt, dafür folgendes Beispie Am Mittwoch, dem 24. Oktober, wird der Stadtbahnzug, b 16,16 Uhr den Bahnhof Friedrichstraße in Richtung Ertne perläßt, nur als Halbzug gefahren, trotzdem in all de Tagen vorher ein Vollzug immer vollbesezt ist. Man kann sich da Gedränge auf jeder Station der Innenstadt vorstellen. Um 4 haben im Zentrum zahlreiche Fabriken Geschäftsschluß und währen dieser und der nachfolgenden Zeit sind gerade die Züge nach Erkne am stärksten in Anspruch genommen. Die Fahrdienstleiter auf alle Stationen hatten von der anscheinend plöglich eingetretenen end rung feine Ahnung und haben sich teilweise in recht unhöfliche Worten Luft gemacht, wenn das Bublitum von ihnen Auskunft pe langte. Für Reisende mit Hunden und Gepäck mar nämlich te Abteil da, so daß diefe zurück bleiben mußten. Nicht um de Schimpfens willen, sondern die Menschenquälerei, die durch sold unverständliche Maßnahmen hervorgerufen wird, zwingt mich diesen Zeilen. Und die gehört bestimmt nicht zu den Aufgaben de Reichsbahn. Die Kuhmilch gerinnt im Magen des Säuglings zu groben Klumpen, die viel schwerer zu ver dauen sind als die feinen Floden, die sich aus ber Muttermilch bilden. Wenn Sie ber Ruhmilch einen Zusatz von Rufete" geben, fo tritt auch bei dieser eine feinflodige Ge rinnung ein, gleichzeitig wird der Nährwert der Milch erhöht, und 3hr Kind bleibt vor Berbauungsbeschwerden bewahrt. 9 f r e A a ta 31 e f it 11 fi P 20 h Bi it Le Se te n δι ht 6 HER2 11 ite, 609 ins nd nit der alen a Dezu Die trie ter als Den gen Froz igen eiter Berg Liber In ift ten haft des eleg ger bie aus ben und Roti Ber alten aus Iten Ceil ar Sen ge Be Birk re rif 5. acht aß hatt in en fa Ran Inter ihm 11 1 rthu hier nad aub ebes orher Ban den er. tur DO pfer Boll el Cage rofe bur 887 サイ ZZZZZ STADT BEILAGE DES Wie helfen wir den Gestrauchelten? Gefängnis nur als letzte Mahnung. Straffälligenfürsorge als fozialpädagogisches Problem, so lautete bas Thema der eineinhalbtägigen Tagung, die die Berliner Gefangenen fürsorge in den Räumen des Schöneberger Rathauses veranstaltete.. Durch die Krebs, sprach aus reichen Erfahrungen, die er als Direktor des thüringischen Zuchthauses Untermaßfeld gemacht hatte, über die vielumstrittene Frage: Sind Straffällige erzieherisch zu beeinflussen?" Seine Ausführungen waren eine fa ft uneingeschräntte Bejahung dieser Frage. Die überaus reiche Beteiligung von Behörden, öffentlichen und freien Wohlfahrtsorganisationen, sowie weiter Kreise der Bevölke Er zeigte, daß die Rückfälligkeit vieler Bestrafter nicht auf diese rung, die sich freiwillig in den Dienst der Nächstenhilfe stellt, bewies selbst zurüdfalle, sondern auf das System des Strafvollzuges. Das Gefängnis mit seiner autoritativen Erziehung wenn überdas starke Interesse der Deffentlichkeit. Und doch ist das tragi haupt eine solche stattfindet sche Schidial des Strafgefangenen noch längst nicht so Gefangenen und vernichtet somit jegliche Initiative. unterdrückt jede Willensregung des ins öffentliche Bewußtsein getreten, daß man wirksam Abhilfe Selbstverwaltung, wie er sie in seinem Zuchthause im weischaffte. So führte auch der Berliner Strafvollzugspräsident Dr. Finkelnburg in seinen einleitenden Worten aus: Bir testen Maße durchführte, erkannte man, daß der„ Berbrecher" über haben einen Kampf gegen die unsinnigen wider genau dieselben Fähigkeiten verfügt mie jeder andere Mensch auch. Den nerziehbaren" gibt es nicht, wohl fann vom stände zu führen, die die Gesellschaft dem Bestraften leistet und Schwererziehbaren gesprochen werden. Boraussetzung für den erdie nichts als eine Torheit und ein großes Unrechtziehlichen Strafvollzug ist jedoch das Fallen der Gefängnismauern. find. Der bestrafte Mensch ist heute feine Einzel nur in ift eine freiheitliche Erziehung möglich. Der Arbeit muß erscheinung mehr und das Strafregister gibt keinen Maßstab der größte Bert beigemessen werden, fann doch an ihr erst Erfür die moralische Qualifikation eines Menschen. Als erster Redner sprach der Breslauer Universitätsprofessor ziehung anknüpfen. Tütenfleben, Mattenflechten und sonst übliche Dr. Wegner über das Verhältnis des modernen Strafe Gefängnisarbeiten degradieren den Menschen nur und können ihn von dem Wert produktiver Arbeit nicht überzeugen. Sie find faum rechts zur heutigen Sozialpädagogit. Er zeigte mit Deutlichkeit die noch ungelösten Widersprüche des gegenwärtigen vielmehr als die berechtigte Tretmühle. Die Arbeitsnerhältnisse Systems der Freiheitsstrafen gegenüber den modernen Forderungen müssen auch in der Bezahlung dem freien Leben angepast merdes Strafrechts, das Erziehung zum Inhalt der Strafe erhebt. ben, wie überhaupt sich das Leben in der Anstalt dem des freien Denn die Freiheitsstrafe in der üblichen Form ist eine leberlieferung Lebens anpassen muß. Man erzieht sonst wohl gute Gefangene, aber feine selbständigen Menschen. Das allermichtigste ist, den Geaus der Zeit, wo Rache, Vergeltung und Sühne der Sinn der Strafe waren. Wir wissen heute, daß diese Maßnahmen meder die fangenen Achtung und Vertrauen entgegenzubringen. Die Brief= Gesellschaft vor Rechtsbrechern schützt noch den Rechtsbrecher selbst tontrolle beispielsweise ist das typischste Zeichen, wie stark der in die Lage setzt, ein legitimes Leben zu führen. Erziehung zum Gefangene mißachtet wird. Krebs weist an vielen Beispielen nach, wie unrecht die Gegner des modernen Strafvollzuges haben, wenn tätigen Mitglied der Gesellschaft sezen mir heute an Stelle der bisher fie meinen, Zucht und Ordnung würden durch diesen freiheitlichen zur Abschreckung gebräuchlichen Gefängnisstrafe. Das bedingt als erstes, daß die starren Formen des Strafvollzuges Bollzug gefährdet. Es ist im Gegenteil selbst bei größeren Spafallen müssen. Das Gefängnis muß immer legte Ma Biergängen ohne Bewachung fein Gefangener entwichen. Solange wir jedoch keinen einheitlichen Strafvollzug nach der von Krebs ernahme sein und darf, genau wie im Jugendstrafrecht, erst angewendet werden, wenn Schutzaufsicht, Geldstrafen usw. versagen. Die probten Form haben, werden wir von den Erziehungsbestrebungen furze Freiheitsstrafe ist ein Unsinn, denn sie nützt dem Täter nichts taum etwas verspüren. Die Forderung nach einer grundund schadet ihm nur. Um ihn wirksam zu fördern, muß die Strafe, läglichen Aenderung muß gerade jezt, wo Entwürfe zum einer Reichsstrafvollzugsordnung dem mie in anderen Ländern, auf unbestimmte Zeit festgelegt und der Reichsstrafgesetzbuch und Gefangene freigelassen werden, sobald man glaubt, daß er die nötige Reichsrat vorliegen, besonders erhoben werden. Reife hat. Dabei kommt es natürlich darauf an, daß Erzieher den Strafvollzug durchführen. Da der Strafvollzug zurzeit nur pädagogisch ungefchultes Bersonal hat, müßte sonst diese Forderung die größten Bedenken hervorrufen. Der jetzige Direktor des Erziehungsheimes Lindenhof, Genosse Fünfzig Jahre Kampf! 21s ausgezeichneter Werbeabend gestaltete sich ein von dem Berbeausschuß der SPD. des Bezirks Friedrichshain einberufene Bersammlung. Referent mar Genoffe Bürgermeister Mielit. Er begann mit einem historischen Rückblick und zeichnete in anschaulicher Weise ein leuchtendes Bild von der fegensreichen Lätigkeit der SPD. in der Verwaltung der Stadt Berlin. Er stellte hierbei, die Vorteile, welche die kommunalen Betriebe für die große Masse des Boltes haben, der Ausbeutung durch das private Kapital gegenüber. Die SPD. fordert die Ueberführung der für eine So. zialisierung reifen Betriebe in die öffentliche Hand. Schließlich streifte der Referent noch die Steuerfozialkulturpolitik der SPD. and zeigte an Hand von Beispielen, daß unsere Partei auch an der Linderung und Abstellung der Wohnungsnot wegweisend beteiligt jei. Die fachlichen, mit gutem Material belegten Ausführunen fanden den stärksten Beifall der Versammelten. An der Aussprache beteiligten sich die Genossen R. Müller, Stadtrat Rosin und die Genossin E. Brünnert. Vorsitzender M. Krause schloß die Bersammlung mit einem Hoch auf die SPD. als einzige Arbeitnehmerpartei, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Diese Berbeversamm lung hat der Partei etwa 40 neue Mitglieder gebracht. Sehr guten Besuch wies die Jubilarfeier der 116. 2 b teilung auf, die die Abteilungsleitung am Sonntag, 28. Ottober im Lokal von Albrecht, Lichtenberg, arrangiert hatte. Genoffe Georg Schulz rief in seiner Ansprache die mühe und opfer volle Arbeit der Genoffinnen und Genossen zu Beginn der Bemegung in Erinnerung, die sich die jüngere Generation stets vor Augen halten müsse. Erfreulich sei, daß unsere Abteilung Der dritte Vortrag, von Stadtrat Muthesius gehalten, galt ausschließlich den Fragen der Entlassenenfürsorge. Seine Ausführungen über die Notlage der Entlassenen zeigte, wie wenig die Sozialpädagogik verrichten fann, wenn ihr nicht eine großzügige Sozialpolitik vorangeht. 5. LATTIAN JY RK VORWARTS Aus den Bezirken. Berliner Wohnungen, die verfallen. 1. Bezirk Mitte. Die Bezirksversammlung Mitte mußte sich in drei Sigungen mit bem Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1929 beschäftigen. Wie in den Borjahren, gelang es unseren Genossen, auf dem Gebiete des Bohnungsbaues, der Wohlfahrtspflege und Jugendwohlfahrt verschiedene Einrichtungen und Verbesserungen zu schaffen. Auf dem Gebiet des Wohnungsbaues und der Erhaltung des Wohnraumes bemängelte Genoffe Dobrohlam bas Verhalten der verschiedenen Hauseigentümer, die wohl die hohen Mieten für die Wohmungen einstecken, aber die Wohnungen derartig verfallen lassen, daß die vom Wohnungsamt zugewiesenen Wohnungssuchenden die Mietung ablehnen. Auf diesem Wege gehen dem Wohnungsmartt eine große Anzahl Wohnungen verloren. Wenn diese Wohnungen freigegeben werden, vermietet sie der Hauswirt gegen teure Mieten an Nicht wohnberechtigte bzw. an Personen, die in der Lage find, die Wohnung auf eigene Kosten herrichten zu lassen. Die Zu stände im Wohlfahrtsamt, die zur Verärgerung in den Kreisen der Wohlfahrtskommissionen und der Unterstützungsbezieher geführt haben, wurden von den Gen. Bremel und Tieme de geschildert. Bürgermeister Genosse Schneider versprach Abhilfe und teilte die beabsichtigten organisatorischen Aenderungen mit. Genosse Brandel brachte einen Artikel aus der„ Roten Fahne" gegen die Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene, nach welchem einem Schwertriegsbeschädigten jegliche Hilfe versagt wurde, zur Sprache. Stadtrat Genosse Friedländer als Dezernent konnte durch Atten nachweisen, daß in diesem Fall ausreichende Unterstügung und Fürsorge gewährt murde. Es kommt eben nur darauf an, Sozialdemokraten zu beschimpfen und zu verleumden. Um der Bevölkerung im öftlichen Teil des Bezirksamts eine ähnliche Einrichtung wie den Arfona platz zu schaffen, wurde die Her= richtung eines Sandspielplates am Michaelfirchplatz und eines Blanschbeckens im Köllnischen Park gefordert und beschlossen. Weiter wurde die Einrichtung von Kindergärten und Kinderhorten, Säuglings- und Jugendheimen sowie die Errichtung einer Waldschule und eines Landſchulheimes gefordert. Einen heftigen Kampf führten die Mittelstandsretter gegen die Schuhreparaturwerkstatt beim Wohlfahrtsamt. Ihre Abneigung gegen die Republik brachten die Deutschnationalen und Kommunisten gemeinsam bei der Bewilligung der Mittel für die Verfassungsfeier zum Ausdruck. Es entspann sich eine lebhafte Debatte. Genosse Thomas vertrat den Standpunkt unserer Fraktion und versuchte den Kommunisten flar zu machen, daß gerade durch derartige Schulfeiern auf öffentlichen Plätzen den Kindern der Gegensatz zum früheren Regierungsinstem zu verstehen gegeben werden kann. Unpolitische" Filme. 7. Bezirk Charlottenburg. 13 Beteranen der Partei aufweisen tänne, darunter eine Ge noffin, Betty Krieg, die zum Teil bis über 30 Jahre der Partei treu gedient haben. Von den Jubilaren, die zur Ehrung eine Er innerungsnabel erhielten, erhoffte er meitere Mitarbeit für die Bartei. Berbunden mit dem Dank für die Ehrung gaben einige Beteranen Erinnerungen ernsten und heiteren Inhalts ausstimmung der Versammlung. Es murde auf Antrag des Bezirksfrüherer Zeit der Bewegung zum besten. Für Humor sorgten dann neben der Stimmungsfapelle mit ihrem vielseitigen Stapellmeister Albrecht vor allen Dingen unser unverwüstlicher Genosse Friz Griepe. Aus der im großen und ganzen harmonisch verlaufenen legten Bezirksversammlung sind folgende Dinge mert, die Deffentlichkeit zu beschäftigen. Die Vorlage über die Bewilligung von Mitteln für Einrichtung des Jugendheimes Westend fand die einmütige Zuverordneten Kazenstein( Soz.) über den Rahmen der Vorlage hinaus beschlossen, auch für die Zukunft noch weitere Mittel für Jugendheime im Bezirk einzustellen. Der Umwandlung des Waldgeländes in der Jungfernheide nördlich des Hohenzollern- Kanals und Eine machtvolle Frauenmerbeveranstaltung des östlich des Tegeler Weges in einen Volkspark wurde zugestimmt. 6. Kreises am 25. Oktober, die den Festsaal von Rabe, Fichtestraße, Die Vorlage mit den Ausschußanträgen fordert unter anderem, daß die Verkehrsverhältnisse nach der Jungfernheide bis auf den legten Platz füllte, wurde durch ein Repolutionslied der Kinderfreunde wirkunsvoll eingeleitet. Nach dem ersten Teil perbessert werden sollen, so daß die Straßenbahn im nächsten Frühjahr dort benutzt werden fann; ferner soll dafür Sorge getragen des fesselnden Films„ Die Mutter" entwarf Genoffin Wurm ein merden, daß die Dauerkleingärten möglichst dort erhalten werden, Bild von dem Schicksalsweg unserer Parteigenofsinnen zur Zeit des Sozialistengefeges. Sie zeigte, wie auch noch unter den Hemmungen bzw. falls technische Schwierigkeiten vorliegen, den KleingartenBei der Berichtdes Vereinsgefeges die Frauen mit unsäglichem Opfermut Pionier- befizern anderweitig Dauerland zuzuweisen. arbeit für ihre Mitschwestern geleistet haben, die heute durch die Sozialdemokratie zur staatsbürgerlichen Freiheit gelangt find. Schließlich fand die Gegenwartsarbeit eine eingehende Würdigung, insbesondere auch die internationale Frauenfongresse, die Bölkerverständigung und Friedensgedanken in wertvollster Weise fördern helfen. Mit der Aufforderung, den Vorfämpferinnen nachzueifern und in die Partei einzutreten, schloß die Referentin ihre mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Die begeisterte Stimmung der Versammlung fand in dem Refrain des dann folgenden Sprechchors der Kinderfreunde„ Wir marschieren" beredten Ausdrud. Mit der Vorführung des zweiten Teils des Films und dem Gesang der Internationale schloß die erfolgreiche Beranstaltung. -Was ist Togal? 4 Togal Tabletten sind ein hervorragendes Mittel gegen Rheuma, Gicht, Ischias, Grippe, Nerven und Kopfschmerz, Erkältungskrankheiten! Schädigen Sie sich nicht durch minderwertige Mittel! Laut notarieller Bestätigung anerkennen über 500 Aerzte, darunter viele bedeutende Professoren, die gute Wirkung des Togal. Fragen Sie Ihren Arzt. In allen Apotheken. Preis Mt. 1.40. 0,46 Chin. 12,6 Lith. 74,3 Acid. acet. sal. ad 100 Amyl. via utt e zu m fi fpie be Ertne I de h da 11 hren Erfne alle lend Fliche t pe O fei n de fold ch n de ES IST EIN DORNBUSCH EIN EIN VW AAA 9 KRAGEN DER IHNEN FREUDE MACHT! WWW 價 DORNBUSCH KRAGEN Llnsere kommunale Arbeit in Berlin Wie anderswo unsere Genoffen darüber urieileu. erstattuna wurd« auch erwähnt, daß in dem varllegenden Prosekt der Wunsch der sazialdemotratischen Fraktion, boldmöglichst«inen Urnenhain in Charlottenburg zu errichten, zurzeit nicht verwirklicht werden konnte, daß da, Bezirksamt jedoch zugesagt habe, dieser Angelegenheit seine Aufmerksamkeit zu schenken. Ein A n t r a g d e r sozialdemokratischen Fraktion über die Propaganda des Charlottenburger Berein» für pädagogisches Filmwesen in den Schulen wurde zur Prüfung überwiesen. Bon Eltern, die sich die Filme angesehen haben, wurde der sozialdemokratischen Fraktion be- richtet, daß Film« wie„Weltkrieg' l. und ll. Teil,„Der alte Früz' und.Königin Luise' gespielt werden. Nach Auffassung gewisser Bezirksverordneter sollen diese Film«„unpolitisch' sein. Sie werden von ihnen als«in hervorragendes„Bildungsmittel bezeichnet.(Don ihrem Standpunkt haben die Leute ganz recht. Sie dürfen sich aber nicht beklagen, wenn wir ganz anderer Meinung find und dement« sprechend vorgehen werden!) Eine Anfrage der sozialdemokralischen Fraktion, die sich mit den Grünflächen und Waldwegen des Bezirks beschäftigt und über die Gerüchte Auskunft wünscht, nach denen b«> stimmte Teile des Grunewalds für Spekulationszwecks freigegeben werden sollen, wird vom Bezirksamt in der nächsten Sitzung beant- wartet werden. Eine andere Anfrage der sozialdemokratischen Frat- tion beschäftigt sich mit der R a u ch b« l ä st i g u n g durch die Firma Kopp u. Co, KaiseriwAugusta-Allee. Die Schule der Zukunft! CHn vorbildliches Scholhaus wird in Tievkölln gebaut. Die im„Borwärt«' bereits mehrmals erwähnt, soll in Neu- kölln, am Dammweg, ein« Einheitsschule errichtet werden, die in baulicher und fchultechnischer Beziehung einzig- artig in Deutschland sein wird. Bevor aber mit dem eigentlichen Bau begonnen wurde, hat man zunächst eine Versuchsklasse eingerichtet, um die während de» Lernbetriobs sich etwa noch«rae- benden Mängel beim Neubau ausmerzen zu können. Dies« Versuchsklasse ist nun fertiggestellt und tagtäglich ziehen Schüler und Schülerinnen hinaus, um dort zu arbeiten. Inmitten von Lauben- kolonien macht der Flachbau schon von außen mit seinen bis fast an das Dach reichenden Fenstern und dem viereckigen, turmahnlichen, von allen vier Seiten mit Fenstern verschencn Aufbau einen an- ziehenden Eindruck. Durch ein« Glastür kommen wir in den breiten Korridor. Jede Eck« ist belichtet. Das mach: das große, mehrere Meter breit« und hohe Fenster. Es ist versenkbar und dient so zu gleicher Aeit für Aufuhr frischer Lust. Bom Korridor führt wieder ein« Glastür ins Klassenzimmer. einem fast quadratischen Raum. Keine Bänke, kein Katheder, kein Podium, die Wahrzeichen der alten Schul«, wie wir sie kennen gelernt haben, sonhern Tische, Stühle mit bequemer Nückenlehn«, yocker. Alles zweckmäßig dem Arbeitsprozeß der Schule und dem Alter der Schüler angepaßt. Einzigartig ist die Beleuchtung de» in freundlichen Farben gehaltenen Zimmer». Ein mächtiges, zusammenschiebbares Fenster, die Korridor- tür und die Einwirkung der Lichtstrahlen durch den von vier Seiten mit Fenstern versehenen Aufbau, geben eine L i ch t f ü l l«, die man ol» geradezu idsal bezeichnen muß. An der Südseite sind an den oberen Fenstern Lamellen angebracht, um den Lichteinfall zu regu- lieren. In jeder Eck« und in der Mitte sind Deckenlampen, die auch bei künstlichem Licht«in eimvaichsreies Arbeiten ermöglichen. Sämtlich« Instrumente und Utensilien, die die Gruppe zum Unter» rickt braucht, sind im Klassenzimmer in Wandschränken unter» gebracht. Ein Projektionsapparat ist so eingebaut, daß er sofort in Tätigkeit treten kann. Durch schwarze Dorhänac kann da» Zimmer in 1H Minuten verdunkelt werden. Damit die Schüler auch bei Lichtbildsorführungen gleichzeitig arbeiten können, sind Tisch- lampen angebracht. Dem Klosienzimmer nach Osten vorgelagert und durch Schiebetür verbunden ist eine nach drei Seiten offene Vorhalle, wohin bei günstigem Wetter der Unterrich: verlegt wenden kann. Bei einer Besichtigung durch die sozialdemokratische Bezirks- oerordnetenfrattion und des erweiterten Krei»vorstände, gaben die Bäter des Projekte», die Genossen Stadtbaurot Tau, Stadtrat Dr. L ö w« n st« i n und Studiendirektor K a r s« n noch einig« interessant« Erläuterungen über den in nächster Zeit zu beginnenden Gesamkbau und den schultechnischen Betrieb. Demnach sollen die sogen, cheim. räum« verschwinden und dafür Fachräume erstehen, so daß die Schüler je nach dem Stundenplan immer einen anderen Arbeit»- räum beziehen. Damit ober die Fühlung mit dem eigentlichen Gruppenleiter nicht verloren geht, sondern recht innig wird, sollen alle arbeitssochlichen und persönlichen Angelegenheiten der Schüler jeden Tag vor Beginn des Unterrichts erledigt werden,. Als Kleiderablage sind verschlteßbar« Bo/-rn mit ver- schließbaren Schränken oersehen. Sie sollen am Ein- und Ausgang der Klassenzimmer errichtet werden. Auch besondere Speise- räume sind geplant. Die Baderäume werden so hergerittztet, daß zum Beispiel in den Brausebädern die Schüler gleich nach dem Auskleiden in«inen Rundgang kommen, wo sie selbsttätig, zunächst mit warmem, dann immer kälter werdenden Wasser abgebraust und auf dem Mckwege zu ihren Auskleideräumen durch Helßkun getrocknet werden. Im Schwimmbad ähnlich. Bon den Zellen geht es durch«In«„Regen an läge' ins Bassin, von dort durch den „Trockenraum' wieder zurück zum Ankleiden. Mutter braucht nicht mehr um ihr Handtuch zu bangen. Nach menschlichem Ermessen dürste die Art dieser Schul« im Haupi-pnnzip wohl für die nächsten Jahre als vorbildlich tzelten. Zu wünschen war« nur, daß bald für recht viel« Kinder derartig« Schul. beim« geschaffen werden könnten. Neukölln mit seinen vielen ver- hauten Schulkasernen wartet schon lang« aus den Moment, wo die Einheitsschule fertig Ist. Wenn die städtischen Körperschaften dos Wert fördern und mit dem Bau bald begonnen wird, kann Im Früh- jähr 1930 der Schukbetrieb eröffnet werden. Arndt. Zu früh ins Erwerbsleben? Lei der im Ottob«r vorgenommenen Schulentlassung hat sich wiederum gezeigt, daß viele der zur Schulentlasiung gekommenen Kinder physisch ungeeignet sind, irgendeinen Beruf zu er- greifen. Im Bezirk Treptow wurden von den Schulärzten von 22S Knaben 86— 38,2 Proz. und von 198 Mädchen 63— 32,8 Proz. für berufsunsähig erklärt und für eine besondere Kräftigung in einem Heim auf dem Land« vorgeschlagen. Man darf wohl an» nehmen, daß auch ein großer Teil der übrigen Kinder, die nicht für die Verschickung von den Schulärzten ausdrücklich vorgeschlagen worden sind, die für die Ausübung irgendeiner Erwerbsarbeit nötige körperliche Reife nicht besitzt. Es zeigt sich hierbei wiederum, daß der Abschluß der Schulzeit für die Arbeiterkinder und der Zeitpunkt d«s Hineinstohens in das Erwerbsleben willkürlich ohne Erfüllung der notwendigen physischen Boraussetzungen vor sich geht. Man dars schlechthin all« Kinder, die mit dem 11. Lebensjahr einen Berus ergreifen, physisch für völlig unvorbereitet halten, und e« wäre in der Tot erforderlich, ein« Lösung dieser Frag« durch das von den Gewerkschaften gefordert« Berufsausbildungsgesetz schnell- sten» herbeizusühren. 1« geh»«»wM* KeimMtl. ttu««ntah der lojithrtgen OUMrtrtii de« »ro«Iu«#n»faatä oeienttolff» die»«t r««»» f,alt t»» s o, i« l h, m». krattsq«, Arbeiter.«ln«,ft«lli«n und B««mten d««m»«. «iv'-emt t r« v t>> I? am Sennwg. d«m i. November. JO Uhr, I« S,»hen Tihunatsaal« de, Raihause« Tiep>-w, Reue«ruzall-««,«ln« ernst» Atierstund». Bllrzrimcister»runom wird«in,«nsprech» Uder:.10 Jahr» Deutsch« RepudliN hait.'N.«m dtt Aeierstund,»irttn mit: Ni«,li»de- der»tätlichen Hochschul, ftje Musik und de« Mann.rchoe Harmonie" Rirt-rschiinewelde-Zohanniethel. Eintritt Ist srel. In der Berliner Stadtverwaltung arbeitet die So» ziald«mokratie fest nun klt Jahrzehnten mit. Bon Anfang an hat sie im Rathau», obwohl sie damals zunächst nur mit iünf Vertretern einziehen tonnt«, anregend und vorwärts- treibend gewirkt. Diekes von dem, was in Berlin in den letzten Jahrzehnten erreicht wurde, ist der Sozialdemokratie zu danken. Das meiste tonnte nur in mühevoller Arbeit und zähem Kampf gegen den longsam nachlassenden Widerstand der bürger- lichen Mehrheit durchgeietzt werden. Spät erst reiste dt« Frucht au» der Saat, me schon im Beginn unserer Arbeit ausgestreut worden war. Rur zwei Beispiele seien hier erwähnt. Was heute Berlin an neueren Fürsorgeeinrichtungen für Kinder hat, ist hervorgegangen ans Anregungen, die unsere Genosien im Rathaus gaben. Daß die Stadt Berlin heute die Derkehrsunternehmen in der Hand hat, ist die Ver- «irtlichung eines Gedankens, der zu den allerersten Forderungen der Sozialdemokraten in der Kommunalverwaltung gehörte. Seit der Umwälzung von 1918 ist im Berliner Rathau» d i e stärkst« Partei dl« Soziald«mokrattt. Die aus Agi- totionswirtung berechneten Quertreibereien der Kommunisten haben der sozialdemokratischen Fraktion die Arbeit erschwert. Aber sie haben nicht zu hindern o«rmocht, daß ost in wichtigen Fragen unsere Genosien ihren entscheidenden Einfluß geltend machen konnten. Wir Berlin«? hatten, wa» erreicht wurde, heut« schon für etwas S« l bstv« rst ä n dli che s. Bei der in Berlin abgehaltenen diesjährigen Tagung d«» Kommunalpolitt- schen Reichsausschuise» unserer Partei(der„Vorwärts' hat darüber berichtet) wurde den Tagungsteilnehmern Gelegenheit gegeben, einige der kommunalen oder genossenschaft- lichen Leistungen Berlin» kennen zu lernen. Au» den Urteilen, die in der Parteipresie darüber veröffentlicht worden sind, wollen wir hier einige» wiedergeben. In den„Mitteilungen für Gemeindevertreter', Herauwgeben vom Bezirksvorstand der SPD. Leipzig, lesen wir:„Alle standen unter dem Eindruck, daß unsere Berliner Genosien Vorbildliches haben schaffen helfen, und daß sich Berlin auch vor Wien nicht zu verstecken braucht.' Das„Sozialdemokratische Gemeindeblatt' des Bezirkes Chemnitz schreibt:„Für viele Teilnehmer bildeten dies« Besichtigungen eine gewisse Ueberraschung und zwar insofern, als es manchem Genossen bisher unbekannt gewesen sein dürste, welch imvonierende Leistungen Berlin aus tommu- nalem Gebiet aufweisen kann, Leistungen, mit denen sich unsere Berliner Genossen hinter anderen kommunalpolitisch führenden Städten, von denen in den letzten Iahren immer die Rede war. keineswegs zu verstecken brauchen.... Die Berliner tun recht daran, diese ihre vorbildlichen Leistungen der Oessentlich- keit zu zeigen und nicht länger eine zwar bescheidene, aber unzwsck- mäßige Zurückhaltung zu üoen.' Ueber Wien, da» den deutschen Gemeinden ost als Borbild genannt wird, sagt derselbe Artikel: „Die rot« Stadl Wien ist«in ganz besonderes Anschauungsobjekt, well es gleichzeitig zeigt, was die Sozialdemokratie kommunalpolitisch schafft, wenn sie nicht nur die for- male absolute Mehrheit im Parlament, sondern darüber hinaus noch steuerpolitische Freiheiten besitzt, die zwar da» rote„Land' Wien, aber keine der deutschen Gemeinden mit kommunalen Arbeilermehrheiten aufweist.' Und die„Sächsische Gemeinde-Zeitung' in Dresden urteilt über die Leistungen der Gnoßgemelnde Berlin: ,Lhr« Einrichtungen aus dem Gebiet des Verkehrswesens, des Wohnungswesens, der Wohlfahrt und der Fürsorge zeigen ein Riesenmaß harter Arbeit, beweisen sozialen Willen und zähen, alle Hindernisse überwindenden soziallsti- schen G e m e i n sch a f t s g e d a n t e n. Die Stadt hat sich Ihren großen Besitz an Werken, Betrieben und Gütern erhalten und trotz der Inflation verhindert, daß städtisches Eigentum dem privaten Kapital ausgeliefert wurden. Die kommunale Arbeit der Sozial» demokrati« Berlins, die trotz einer teilweis« verhängnisvollen Reichs- und einer keineswegs immer günstigen Landespolitik ge- leistet wurde, ist eine Großtat, zu der sich die gesamte deutsche Sozialdemokratie stolz bekennen kann.' ----!-------------- J---- 1— J-- J---------- verantwortlich für Politik: Dr. fiatt Sdjcr; Dirtschakt:». tHIigritifeti Llw-rkschaktobeweauno: Rttekt. Cfttorai Feuilleton:»«. Job»«chik-r»«»: Lokale» and Sonst.ar«: itri«««rktädt: An,«iaen: Ck.®l»4«i sämtlich in verlin. Lerlaa: vorwart«. Verlag D m b. H.. Verlin. Druck: vorwärt». vuchdruckrrei und vrrloasanstait Paul Sinarr u(Fa.. Derlin Sffi«8. Lindrnskrak« 1 vier,» 3»eilagen..Etadtkeilage» aak.Uaterhaltu»« aak Visse»». OM MnM» xmii 's' fV y iotfS? �Morgens- �JTiäags-Äben ds immer sieht man den Berlin er mit einer Zeitung, die ebensowenig aus seinem Leben fortzudenken ist, wie die gewohnte d&settidtmo Berlins meistgerauchte 44 Ciga rette Die Reichsfinanzen im September.o Mehrausgabe von 141,2 Millionen. 3m ordentlichen Haushalt haben nach der vom Reichs finanzministerium veröffentlichten Uebersicht die Einnahmen im Monat September 639 und die Ausgaben 780,2 Millionen betragen, so daß die Mehrausgabe im letzten Monat 141,2 Millionen beträgt. In den ersten sechs Monaten des laufenden Etatjahres, also von April bis September, stehen 4808 Millionen Einrahmen Ausgaben in Höhe von 4588,6 Millionen gegenüber, so daß eine Mehreinnahme von 219,4 millionen verbleibt. Im außer. ordentlichen Haushalt stehen 65,5 Millionen Einnahmen Ausgaben in Höhe von 179,8 Millionen gegenüber, so daß die Mehrausgabe 114,2 Millionen beträgt. Unter Einrechnung des Bestandvortrages aus dem Vorjahr im ordentlichen Haushalt von 647,1 Millionen und des Defizits aus dem Vorjahre im außerordentlichen Haushalt von 430,3 Millionen ergibt sich mithin am 30. September ein Bestand von 322 Millionen in beiden Haushalten. Der Stand der schwebenden Schuld hat sich bis zum 30. September gegenüber Ende August um 70 quf 370,5 Millonen erhöht. Die Verschlechterung der Reichsfinanzen in den beiden legten Monaten tommt nicht überraschend, da in diesen Endmonaten des zeiten Quartals die Einnahmen sich regelmäßig ver. ringern. Bevor nicht die Ergebnisse des laufenden Monats, also des ersten Monats im dritten Quartal des laufenden Rechnungsjahres, befannt sind, läßt sich die Entwicklung der Reichsfinanzen noch nicht beurteilen. Frankreichs Krisengefahr beigelegt? Die Radikalen angeblich mit der Kompromißformel einagel berstanden. Die Aussperrung. W naglut ea Schieds Mar spruch Die Schwerindustrie stößt zum Angriff vor! Aegypten unter der Diftatur. Agrarreform oder Bauernfang? Paris, 1. November.( Eigenbericht.) Die Rompromißformet, mit der das französische Kabinett den Streit um die Durchbrechung der Laiengefeßgebung beilegen zu fönnen hofft, ist vorläufig noch recht gebrechlicher Natur. Herriot hat sich nicht nur eine entscheidende Antwort vorbehalten, sondern er hat auch das Recht verlangt, persönlich seinen Standpunti auf dem radikalen Parteitag in Angers rechtfertigen zu dürfen. Damit wäre also diesem Parteitag das letzte Wort in der Affäre überlassen. Nun muß aber festgestellt werden, daß die radikale Sairo, im Oftober.( Eigenbericht.) Bresse sich heute im großen und ganzen mit dem angekündigten Kompromiß durch auszufrieden erflärt. Es sollen nur sieben in nicht au ferner Nachbarschaft von einer Dittatur. Das Par. Das augenblicklich in Aegypten gängige Regierungssystem steht genau bestimmte, namentlich aufgeführte Missionsgesellschaften wieder in Frankreich zugelaffen werden und auch sie dürfen feine Mutter. Iament ist vertagt, die Meinungsfreiheit zwar nicht unterdrückt, aber start beschränft. Beitungsverbote erhäuſer, ſondern nur Filialen einrichten. Ueber alle anderen folgen nur in besonderen Fällen. Der Grund dafür ist darin zu Zulassungsanträge soll das Parlament im Rahmen eines besonderen Gefeßentwurfes entscheiden. Sachlich wäre damit jeder Willkür die suchen, daß die Breffe fich aus Furcht vor behördlichen Schikanen Tür verriegelt, aber es ist noch die Frage zu lösen, ob nun das fehr vorfieht und selbst die Blätter des radikalen Flügels des Wafds Rabinett für seinen Kompromistegt var der Rammer die Ber- auf Behenspißen gehen. Inzwischen gibt sich die Regierung alle trauensfrage stellen will. Der große Offiziofus im„ Echo de Mühe, den Befähigungsnachweis zu erbringen, daß sie im Gegen Paris" behauptet, daß dies in der Tat beabsichtigt sei. Da aber die faz zum parlamentarisch kontrollierten Regime eine Regierung Paris" behauptet, daß dies in der Tat beabsichtigt sei. Da aber die ber Taten ist und im Gegensatz zur Mißwirtschaft der Bolks Regierung fich bisher schon damit abgefunden hat, daß das Barlament die beiden strittigen Artikel 70 und 71 überhaupt aus dem vertretung pofitive Arbeit leistet. An Projekten und Berfpre Finanzgesetz herausnehmen könnte, scheint diese Behauptung nicht In bas verschlampte Bewässerungssystem soll endlich DrbFinanzgesetz herausnehmen tönnte, scheint diese Behauptung nichtungen fehlt es nicht. Die Berwaltung soll reformiert werden. nung tommen, vor allem soll jedoch die Bauernschaft die Wohltaten der starten Hand zu spüren bekommen. fehr wahrscheinlich. Die Rechtsoppofition in der KPR. Bor Repressivmaßnahmen der Parteileitung? Mostau, 31. Ottober. In Zentralrußland und der Ukraine scheint allmählich ber ganze Parteiapparat auf die Beine gebracht zu werden um die Kampfmaßnahmen der Parteileitung gegen die Rechtsströmung" vor den Barteimaffen zu rechtfertigen. Aus Mos. fau und Chartow, aus Kiew und Odessa und zahlreichen anderen Industrieſtädten berichtet die Sowjetpreffe über Plenar fizungen der einzelnen Bezirkskomitees der Partei, Konferenzen bon Parteifunktionären und Bersammlungen der Mitglieder der Parteizellen, die alle einmütig in ihren Resolutionen die„ offen opportunistischen Rechtstendenzen" als die zurzeit größte Gefahr für die KP. der Sowjetunion darstellen. Es ist das erstemal in der an inneren Kämpfen nun schon ziemlich reichen Geschichte der Partei, daß die Parteileitung es mit einer Gegenströmung zu tun hat, die eine der in Mostau gefaßten Resolution ausdrücklich als bürgerlich demokratisch" bezeichnen zu müssen glaubt. Diese„ Opportunisten“ und„ Demokraten" in der KB. verurteilen nicht nur mehr oder weniger deutlich den von der Parteidottrin geforderten Klassenkampf im Dorf, sondern sie scheuen auch nicht davor zurück, die auf dem 15. Parteifongreß beschlossene Abdroffe lung der großbäuerlichen Wirtschaften dem Niedergang der Landwirtschaft überhaupt gleichzufezen. Das jüngste Experiment mit den Sowjetlandgütern und Kollektivwirt. schaften gibt man in diesen Kreisen von vornherein verloren und bedauert es, daß die großen von der Sowjetregierung darauf ver wendeten Geldmittel nicht den einzelnen Bauernwirtschaften im Intereffe einer wirklichen hebung der Getreibepro duktion zugeführt wurden. Da die Rechtsoppofition bekanntlich zugleich an der Industrialisierungspolitit und am Außenhandelsmonopol rüttelt, wird der Kampf gegen die in zahlreichen durch ihre Einheitlichkeit die gemeinsame Infpirationsquelle verratenden Entschließungen der lokalen Parteiorgani: fationen nunmehr zur Hauptaufgabe der Arbeiterklasse erklärt. In her Moskauer Organisation( die bekanntlich schon eine Reueerflärung" abgegeben hat) find in diesem Zusammenhang schon mehrere Barteifunktionäre ihres Amtes enthoben worden. Das Organ des Mostauer Parteifomitees, die die Rabotschaja Mostwa", soll nunmehr„ teorganisiert werden, ein Beschluß, der die seinerzeitige Mundtotmachung der Troßfi- Oppofition burch Neubesetzung der Redaktionsposten in der„ Leningradskaja Brawda" in Erinnerung ruft. Immer neue Feindseligkeiten Citauens. Der Verein„ Bolts. bücherei" in Hendefrug veranstaltet schon seit Jahren im Winterhalb jahr Borträge bildenden Charakters. Heute ist aum ersten Male fechs deutschen Künstlern, die an einem Schubertabend mitwirten follten, die Einreisegenehmigung vom Gouverneur des Memelgebiets perweigert worden. Will man in Berlin gelegentlich wieder litauische Staatsfunktionäre einladen? Gegen die kommunistische Agitation sind jetzt in verschiebenen Staaten neue Bolizeiattionen im Gange. In Brag wurde in ber Boruntersuchung wegen Geheimbündelei eingeleitet. In Barschau hat man schon jetzt gegen 50 Kommunisten verhaftet, weil man Störung der Nationalfeier am 11. November befürchtet. In Man Dittator ernannt haben; er soll zunächst den kommunistischen Widerstand in den Provinzen Schansi und Honan brechen. rium jogar 36 000 Febban zur Verteilung gebracht, aber das Experiment tann als gescheitert angesehen werden. Durch den Bettbewerb sind die Preise fünstlich in die Höhe geschraubt worden und die Reflettanten waren genötigt, so hohe Preise dafür zu bieten, daß sie nachher außerstande waren, die zur Auszahlung nötigen Beträge aus dem Boden herauszuwirtschaften. Die Außen. stände für den auf 1 Million angesetzten Boden belaufen sich heute noch auf 870 000 Pfund ohne die Zinsen. Gegen bie fäumigen Bahler schwebt eine Unzahl von Prozessen, ohne daß die Regierung imftande ist, sie zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu zwingen. Wahrscheinlich wird das Acerbauministerium genötigt sein, bie Fristen für die Raten beträchtlich zu verlängern. Die Regierung bat versprochen, sich in dem neuen Fall die Erfahrungen dieser verdingungen zu gewähren, da fie gewillt ist, ein nationales Werk fehlten Attion zunuze zu machen und den Bauern beffere Bezur Berbefferung der Lage der Fellachen zu tun. Daneben verheißt die neue Regierung, deren treibende Kraft Der Ministerpräsident Mohammed Mahmud ist zu diesem Rönig Fuad felbst ist, eine Verwaltungsreform, hebung des 3mede mit einigen seiner Kollegen zum Bolte herabgestiegen. Er Handels und der Industrie, Beschleunigung der Arbeiterschußgefeßhat in Tanta, einem ber Bollwerte ber zaghlulistischen Partei, Dor gebung und noch anderes mehr. Nach den Erklärungen der ägnpBertretern der Bauernschaft ein allgemeines Regierungsprogrammtischen Staatsmänner ist eine wahre Nilflut von Berbesserungen m Anzuge, die Aegypten nach der Beseitigung des verhaßten Parla sowie ein besonderes Bauernprogramm entwickelt. Danach soll noch ments zu einer neuen unerhörten Blüte führen soll. So perheißungsin diesem Winter mit dem voll auch die Programme der neuen Männer flingen, die in Wirklichteit teilweise die alten in veränderter politischer Verbrämung Bau von Bewässerungsanlagen begonnen werben, die pro Jahr den Anbau von 20 000 Feddan Reis ermöglichen, während 1½ Millionen Fedban Dedland so schnell als möglich der Kultur erschlossen werden sollen. Ferner soll eine Lebensnotwendigkeit für die ägyptischen Bauern endlich dafür gesorgt werden, daß fie genügend Trinkwasser erhalten und nicht mehr dazu verurteilt sind, das mit Würmern verfeuchte Nilwasser zu trinten. Den Clou des Agrarprogramms der Regierung bildet die Berteilung von 2900 Feddan Boden aus Regierungsdomänen im Bezirt von Fayoum an die fleinen Besitzer. Der Regierungspreffe zufolge herrscht unter den Fellachen eitel Freude und Entzücken über diese Tat des neuen Stabinetts. Wie sich diese Maßnahme in der Praxis auswirten wird, bleibt ab zuwarten. Ein Fall ähnlicher Art ist bis jetzt noch feineswegs vielversprechend verlaufen. Im Jahre 1913 hatte das Aderbauministe10210 Der Schweizer Nationalrat. Starte Personalveränderung. 2 Bern, 1. November. find, über die Erfüllung dieser Bersprechungen hegt das Land ohne Unterschied der Partei starte 3 weifel. Auch das parlamentsloje Kabinett Biwer Bascha, bas 1924 durch Baghlul Bascha abgelöst wurde, hat versucht, einen ähnlichen Kurs zu steuern wie das Kabinett Mohammed Mahmud. Es hat sich auch als Ministerium der inneren Gesundung aufgespielt und ist dabei fläglich im Sande des alten ägyptischen Schlendrians steden geblieben. Es müßte mit einem Bunder zugehen, wenn das gegenwärtige Kabinett ein anderes Schicksal erleben sollte. Die Erneuerung Aegyptens von oben her wird niemals tommen, mag die Regierung ganz oder halb parlamentarisch, halb oder ganz absolutistisch frisiert sein. Erst wenn die Bauernschaft politisch und tulturell imftande ist, die Politik des Millandes aktiv zu beeinfluffen, wird die Zeit fommen, wo über die Erneuerung Aegyptens und seine politische Befreiung ernsthaft geredet werden wird. Der indische Bruderkrieg. 3mmer wieder Glaubensschlachten. Madras, 1. November. 19 Abgeordnete des alten Nationalrates haben bei der Neuwahl Infolge des Widerstandes von Mohammedanern gegen die Ernicht mehr fandidiert, und zwar 18 Bürgerliche und 1 Kommunist. richtung eines in butempels in der Nähe einer Dorf. 23 Nationalräte sind jetzt durchgefallen, und zwar 15 bürgerliche und quelle tam es in Raliabachayan zu heftigen Zusammenstößen 8 Sozialdemokraten, darunter Barteipräsident Reinzwischen Hindus und Mohammedanern, die ihren Höhepunkt erhardt. Diese 42 Nationalräte wurden ersetzt durch 12 Radikale, reichten, als behauptet wurde, baß der Tempel durch Be werfen 1 Liberalkonservativen, 14 Katholischkonservative, darunter den mit Schmus entheiligt worden sei. Drei Mohammedaner und 1896 geborenen jüngsten Nationalrat Germanier, 6 Bauern zwei Hindus wurden getötet und viele andere verlegt. Die parteiler und 9 Sozialdemokraten. Berhältnismäßig start Bolizei mußte verstärkt werden. Sie nahm 14 Hindus, und einen hat sich die katholischkonservative Fraktion erneuert, und zwar um Mohammedaner gefangen. faft ein Drittel, während die Erneuerung bei den Radikalen, Bauern parteilern und Sozialdemokraten rund ein Fünftel und bei den Liberalkonservativen ein Siebentel beträgt. Die Kommunisten und die sozialpolitische Gruppe haben nur Verluste und feine Gewinne zu verzeichnen. Sie sind zwei bzw. drei Mann start. Hungerelend in Nordwestchina. Keine Regierungshilfe! sin Peting, 1. november. Konflikt um Fischereigebiete. Marseille, 31. Oktober.( Eigenbericht.) Ein Dampfer der französischen Rüftenpolizei entdeckte drei italienische Fischerboote, die in ben französischen Gewässern fischten. Der Dampfer nahm jogleich die Berfolgung der Boote auf. Zwei von ihnen konnten gefapert und in den Hafen ein gebracht werden. Das dritte entfam. Blutige Zusammenftöße in Aegypten hat es bei einem Besuch Der Hunger in der Provinz Schanji greift um fich. Nach des ehemaligen Ministerpräsidenten Mustapha Bascha in Manjurah amtlichen Angaben befinden fich 400 000 Personen im Hunger- gegeben. Die Polizei wurde mit Steinen beworfen. Es gelang ihr geblet. 3ajolge Mangels an Geldmitteln ist die Re- enblich, die Menge zu zerstreuen. Achtzehn Polizisten und gierung nicht in der Lage, dem Hungergebiet Hilfe zu drei manifeftanten wurden verlegt, zwölf festgenommen. befürchtet den Ausbruch der Pe ft. In einigen Städten verfuchten Bauern die Läden zu plündern; sie wurden von der Polizei zurüdgebrängt. Der in New York gebildete Hilfsausfchuß veröffentlicht einen Aufruf, in dem es heißt, daß zur Hilfeleistung mindestens zehn Millionen Dollar notwendig feien. Die ungarische Regierung hat dem Budapester Berichterstatter der Boffischen Zeitung, Bruno Heilig, mit der Begründung ausgewiesen, daß er unwahre Meibungen über die Budapeſter Stubentenausschreitungen nach Berlin weitergegeben habe. Die„ Boffische Zeitung stellt fest, daß ihr Berichterstatter über die Borgänge bei den Budapester Studentemuruhen durchaus objektiv berichtet hat. WERTHEIMic Leipziger Str. Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Preise für Freitag und Sonnabend, soweit Vorrat. Fleisch, Fische, Geflügel, Obst und Gemüse werden nicht zugesandt. Frisches Fleisch Pfund 0.80 Rinderkamm u. Brust.. Querrippe Pid. 0.75 Liesen Pfd. 1.00 Schmorfleisch u. Roastbeef, m. Knoch. 1.00 Schmorfleisch ohne Knochen.. Pfund 1.25 Gulasch Pfd. 0.80 Gehacktes Pid. 0.75 Kalbskamm u. Brust... Pfund 0.68 Kalbsnierenbraten...... Pfund 0.80 Kalbskeule ganz und gefeilt. Pfund 0.90 Schweinebauch u. Rücken mit Bellage 1.03 Schweinekamm u. Blatt m. Bellg., Pfd. 1.10 Schweineschinken mit Bellage, Pid. 1.15 Hammel- Vorderfleisch Kabler Speer u. Kamm Schweinekotelett Kalbsschnitzel Pfund 0.98 Pfund 1.15 Pjund 1.30 Pfund 2.00 Prima Gefrierfleisch Gefrierfibischen Suppenfleisch Pfund 0.65 Rinderkamm u. Brust... Pfund 0.70 Kuh- Euter Backartikel Pfund 0.30 1.10 1.20 1.30 100430 Olympia- Mehl 5- Pfund- Beutel. 1:10 1.20 1.30 Olympia- Mehl 2- Plund- Beutel Rauhreif- Mehl 5- Piund- Beutel, Auszug- Mehl 20,22,24et. Kartoffelmehl Ptd. 22 Pt. Maispuder Pfund 28 Pt. Weizenpuder Pid. 40 Pt. Mandeln 50PL 54 Pt. 1.30 Sultaninen 38, 54, 68 PL Rosinen Pfund 55, 68 PL Korinthen Pfd, 68, 80PL Plund 60PL Kokosnuß Mandelio süß u. bitler, Pfd. 2.30 3.10 Zitronat Pfund 70 Pt. Pfund 1.40 Fische Dorsche ausgeweid, 13p. Hornaale, Plund 14pt. Bratschollenpid. 12, 28. Goldbarse oh.Kopt, 24 P1. Schellfische Pfund 28 PL Kabeljau IohneKopt, gz. Fische 30PL Fischfilet Pfund 36, 48PL Steinbutten Pfd. 48, 70Pf. Zander getroren, Plund Pfund v. 68 Pt. an Grüne Heringe 5 Piund teinste schwedische Karpfen lebende, Pfund v. Hechte lebende, Ptund v. Obst 95 Pf. 88 Pl. an 95 Pf. an Kochbirnen Pund 15 PL große, Grumbkower Pid. 20 PL. Butterbirnen Clair- 24 Pl geau's Abteilung Frische Blumen, Leipziger Straße an Holländische Blumenzwiebeln Tulpen Stuck 5P. 7P. 10 PL. Krokus.... 10 sm 65P Narzissen Stuck 8Pf. 10P. Szilla... 10 Stick 75 Pf. Hyazinthen 25, 45, 65 PT. Hyazinthenglas Stk. 20 PL. Geflügel u. Wild Suppenhühner frisch gesch!., Pfd, 88, 98 Pf. 1.20 1.35 Braigänse Pfund 1.00 an Puten. Pfund 1.15 an Enten Fellgänse Pfund 1.10 an Plund 1.15 an Gänse Wartebruch. Pfund 1.20 an 1.20 an Hasen gestreift, ausgeworf., Pfd. 1.05 an Reh, Hirsch u. Wildschwein billigst Wurstwaren Rof- u.Dampfwurst 1.10 Landleberwurst Pid.1.20 Westf. Mettwurst. 1.35 Mortadella Pfund 1.35 Mettwurst Braunschw.1.45 Art, Plund Jagdwurst Pfund 1.45 Schinkenpolnische 1.55 Filetwurst. Pfund 1.55 Landmellw. pomim. 1.55 Pfund Leberwurst feine, Pid. 1.80 Eb- u. Kochäpfel 18p. Käse u. Firoler Edelrot Pid. 22 Pt. Goldparmänen Pf. 30 Pr. Amerikaneräpfel 35 pt. Kalif. Tafeläpfel 45pt. Kiste ca. 42 Pid. brutto 15 M Bananen Pfund 35 Pt. Kranzfeigen Pfund 28Pt. Kranzeigen Pfund 28PL. Frische Ananas Ptund 68 Pf. u. 78 P, Gemüse Rahmkäse voillett. Teewurst Pfund 1.80 Zervelat u. Salami holsteinische, Piund 1.80 Westf. Plockwurst 2.00 mager Speck fett 1.38 1.45 Schinkenspeck Ptd. 1.85 Nußschinken ca. 2 Pfd. schwer, Pfd, 2.00 Königstr., Rosenthaler str., Moriizal: Blut- o. Leberwurst Hallesche, Piund 75 Pl. Bierwurst... Pfund 1.70 Fette Stück 20 Pf. Allg. Limburger halblett. Pid. 56 Pt. vollfelt Ptd. 1.05 Edamer halbtett Pfd. 85 Pt. vollfett.. Ptd. 1.18 Holländer halbfeft Pfd, 85P. vollfett.. Ptd. 1,18 Steinbuscher halbfeft Pfd. 78 Pf. vollfett I., Pid. 1.10 Schweizer dan., dreiviertelfett Pid. 98 Pt, bayr.. volifett 1.48 · Blockköse, ohne Rinde: Piund von Tilsiter halbfett, Pid. 88pf. Schweizer fett, Pid. 1.18 Margarine Ptd. 52, 58Pt. nila Nur beste Tafelbutter Pfund 2.16 Konserven 1 Dose Karotten geschnitten 0.42 Spinat 0.48 Haushalt- Gemüse...... 0.73 .. 0.88 Leipziger Allerlei..... Gemischtes Gemüse mittelfein.. 1.12 Jge. Brech- u. Schnittbohnen 0.60 Junge Brechbohnen I..... 0.75 Prinzeßbohnen( Haricots verts) 2.05 Jge. Erbsen mittel- 0.78 fein Spargel( Bruch) stark 2.85 Pflaumen mit Stein 0.65 Apfelmus 5 Dose 3.50 extra fein sehr feln 1.50 ( Stangen) 3.20 ohne Stein 0.82 0.70 extra stark 8 Schelben • Mirabellen, Ananas Hawall 1.05 Saure Kirschen mit Stein.... 1.10 Reineclauden 1.25 Brieslinge in Tomaten...... 0.50 Portug. Olsardinen 0.35 0.42 0.75 Brat- u. Bismarckheringe, L.- Dose Hering in Gelee, Rollmops 85 Pl. Konfitüre, Eimer ii) id bean and 1 Pflaumen 0.30, Aprikosen 1.10, Orange, Johannisb. 1.15, Erdb. 1.30, Kirsch 1.35 ohne Glas Wein Preise für Flasche id us giroschy Tarragona Rot kräftig, süf .... 1.00 1927 Gleiszeller Kirchberg angenehm. Tischw. 1.10 1927 Grünstadler Röth suffiger Pfälzer Kokosfett Pfd.- Tafel 62 PL. Qualitäten: 1 do Dänische Buffer Prd. 2.30 Möhren gewasch. Pfundonio Räucherwaren johin si Weißkohl dan, Wirsingkohl hell. Rotkohl holländ. 8PL. Pl. Backpulver s Beutel 30P. Vanillinzucker 520P Blumenkohl Kopty. 15p Konfitüren drim ... Feltbücklinge 34 u. 40 Pt. Flundern. Pid. 48Pt. Schellfische Pfund 48 P. Kieler Bücklinge 50PL de in Keks- Desserl- Mischung......... Pfund 1.40 ... Pfund 1.40 Krem- Sortiment 4 Tafeln à 100 Gramm in Cellophan 90Pf. Olympia- Vollmilch- Schokolade Milchkaramell.Ptd.45 P. Olympia- Kakao Pie. 1M 2 Tafeln à 100 Gramm 75 Pf. Sellerie Pfund 18pf. Schwarzwurzeln 36 pt. 36pt Winterkartoffeln Zentner von 3.25 an Zusendung in Groß- Berlin Sackpfand 50PI. per Zeniner 50PL. Autschlag, 3015 Kaffee Konsum- Misch. Pid. 2.40 Haushalt- Misch. ,, 2.60 Sonder- Misch. Pid. 3.00 Seelachs in Stücken 52 PL Rolbars in Stucken 52P Sprotten. Pfund 60PL Sprotten.. Pfund 60PL Spickaale Pfd. Bund von 38 PL. von 2.65 frisch gebrannt, eigene Rösterel 1927. Wellener Riesling milder Tischmosel 140 1924 Chât. Reignac milder Bordeauxtischwein 1926 Niersteiner Berg fruchtiger Rheinhesse 1926 Dhroner Sängerei sehr pikanter Mosel 180 feiner Tafelsekt( Hausmarke) 1921 Médoc guter Bordeaux Spezial- Cuvée Flaschengarung, m. Steuer u. Flasche 4.00 Deutscher Weinbrand Qualitätsbr.( Hausmarke) 3.70 59.3 besonders empfehlenswerte, saftige 1921 er Naturgewächse 1921 Kreuznacher Bittenfeld west. Dr.Kranz Olympia-Misch.Pt. 3.40 1921 Brauneberger Riesling pik. Dinermosel Globus- Misch. Pra. 3.801921 Niersteiner Domtal( violette Kapsel) Residenz- Misch. ,, 4.20 Wein und Spirituosen vom Faß 225 ZIEHUNG 17. UND 18. DEZEMBER ni oilp aid Arbeiter Wohlfahrt Danksagung. Für die Teilnahme bei der Be erdigung meines lieben Mannes Franz Ehmke preche ich allen Verwandien, Gäſten und Barteigenossen meinen innigften Dant aus. Ww. Jnhanna Emke. Kinder Eisu- Beiten, benen, Stahlmatratzen, günstig an Priv. Rat.2049 fr.| Bisenmöbeliaorz Suhi( Thür.) Gesunden Schlaf kräftige Nerven varschafft bei längerer Kur Baldravin W. Z. 342681/ Man achte auf den ges. gesch. Names Zu haben is Apothekee and Drogetics, Hersteller: Otto Stumpt A.-G. Chemnitz. WeihnachtbLose Teilzahlung 50. PE gnuisthothiping DOPPELLOSE 1.- RM. PORTO UND LISTE 30 Pfg. EXTRA 138506 GEWINNE UND 2 PRAMIEN IM GESAMTWERTE VON RM. do Elegante Damen- und Herrengarderobe und Maß fertig nach Niedrigste Preise! Maß- Schneiderei Julius Fabian Große Frankiurier Straße 37.( Kein Laden, sur II. Etage) 500000 Schöneberg, Hauptstraße 158, 1. HOCHSTGEWINN AUF EIN DOPPELLOS IM WERTE VON RM. 70000 HOCHSTGEWINN AUF EIN EINZELLOS IM WERTE VON RM. 35000 2 HAUPTGEWINNE IM WERTE VON JE RM. 25000 2 HAUPTGEWINNE IM WERTE VON JE RM. 15000 U. S. W. au. S. w. Glücksbriefe mit 10 Losen 5 nm. mit 20 Losen 10 RM. Sämtliche Gewinne werden auf Wunsch mit 90 Prozent ausgezahlt.a Lose sind zu haben in allen Verkaufsstellen der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend, den Warenhäusern der Firma A. Wertheim, den Filialen der Singer- Nähmaschinen- Aktiengesellschaft, den Vorwärtsspeditionen, den Zahlstellen der Volksbühne und den Lotteriekollekteuren der Firma A. Molling sid Achtung! Achtung! Wir hören heute von dem neuen individuellen Kreditsystem, welches jedem Käufer, auch bei bescheidenem Einkommen, die Möglichkeit gibt, sich mit einer modernen, zeitgemäßen Wohnungseinrichtung zu versehen und trotzdem seinem Aeußeren ein entsprechend elegantes Ansehen zu verleihen. Dieses System hat sich als eine wirtschaftliche Notwendigkeit erwiesen, und alle Interessenten, welche noch nicht Gelegenheit hatten, es kennenzulernen, sollten sich schnellstens mit ihm vertraut machen. Sein Grundsatz: schicht Wir sagen nicht:„ Das müssen Sie zahlen" Wir fragen: Was können Sie zahlen?" findet ungeteilten Beifall. 9 Kompl. Speise-, Schlaf-, Herrenzimmer u. Küchen Herren- und Damengarderober sowie Textilwaren 4 Auf Wiedersprechen bei E. Kümmel Neue Promenade 21 b. H. Beachten Sie uns. Ausstellungsfenster Hackescher Markt 5 neben Aschinger. m Wie für Sie geschaffen ist unser eigenes Verkaufs- System Trotzdem wir Ihnen einen slisting mehrmonatlichen Kredit gewähren, zahlen Sie bei uns keine höheren Preise als in anderen Geschäften, wo Sie nur geg. Barzahlung kauf. können Verzinsung oder Vergütung für den bewilligten Kredit verlangen wir nicht Sie kaufen bei uns mithin zu tatsächlichen Barzahlungspreisen Gekaufte Waren werden nach erfolgter Anzahlung ausgehändigt Ulster die neuesten Modelle 98-82-72.65.- 3850 Paletotsschwarz und 92-78.- 62.- 45.- 2950 marengo....... Rockpaletots die große Mode Anzüge moderne Abend- Anzüge, Trenchcoats, and Irelhige Formen 110.- 98-75-57.- 32Gummi- u. Lodenmäntel, LodenJoppen Windiacken und Hösen 1Frack- und Smoking- Anzüge Erdmann& Co. rane 45 Beachten Sie unsere Schaufenster! Oranienstraße 48 ( Nähe Moritzplatz) Warum bevorzugt der Kenner C560 Simonsbrot? well as alle Bestandteile des Korns In leicht verdaulicher Form, vor allem auch die Nährsalze( Kalk, Elsen usw.) und die wichtigen Vitamine enthält. Ein vorzügliches Vorbeugungsmittel gegen ola Darmträgheit( ärztlich empfohlen). sid Auch In Päckchen( 0,10) erhältlich in Butter- und Feinkostgeschäften Berlins und der Vororte. Wittler Brot Fabriken Aut Teilzahlung Elegante Herren. Moden fertig und nach Mal garantiert für tadellosen Sitz und Verarbeitung. Nur Qualitätswar zu konkurrenzlo billigen Preiser erhalten Sie nur in der Maßschneidere J.Kurzberg Oranienstraße 160 un Chausseestraße 1 Eingang Elsasser Straße Kein Waren Kredithaus. Aeltestes Spezialgeschäft US. in 903 1 fal PS ire lo en el rg und 1 Kield aus Tricot char meuse, mit Biesenstepperel und an gekraustem Rockvorderteil 1650 Mantel sus wollenem Veloursstoff, halb gefüttert, m. Nutriapelaimitat.- Besatz Leipziger Strasse 2950 章 Wohlfeile Wocks Wir bringen in dieser Woche wohlfeile Waren, aus fast allen Abteilungen, die sich durch ihre Preiswürdigkeit schon jetzt zum Einkauf für das Weihnachtsfest ganz besonders eignen. Trikotagen Damen- Unterziehschlüpfer eind Damen- Hemdhosen mit Bandträgern, Windelform, weiss and farbig.. mit angerauhtem Futter, viele zarte Frb. 75,95pt Windel- 95 Pt. 145 farbigele 145 195 295 Damen- Schlüpfer Kuttede mangerantem 275 345 Herren- Hemden mit Doppelbrust, gute wollhaltige Qua- 345 Damen- Schlüpfer mit angerantem Futter, Farbsortiment Vorderschluss.... Vorderschluss.. m. modern. Herren- Hosen mit Ueberschlag, gute wollhaltige Qualität... Herren- Jacken mit Aermel, gate wollbaltige Qualität, 245 Herren- Trikot- Oberhemden den 195 295 Herren- Garnituren Jacke und Beinkleid, fein- 430 590 Echt ägyptisch Mako Herren- Jacke 293 Herren- Hose 345 Herren- Hemd395 halb offen strasse* Kottbuser Damm ********* farbig Kleiderstoffe Papillon- Schotten 145 reine Wolle, diverse Stellungen.... Meter Hauskleiderstoff in solidem Geschmack............. Meter Karos reine Wolle, ca. 100 cm breit, neue Stellungen, Meter Travers der moderne Wollstoff.... Sportflanell Meter reine Wolle, kariert und gestreift, Meter 165 185 245 285 Woll- Crêped. Chine 29⁰ in vielen Farben. Rips- Popeline Meter reine Wolle, ca. 130 cm breit, gute Kleiderware, moderne Farben.... ... Meter Duvetine Travers mit Kunstselde, für Jumperkleider, Meter im engl. 365 4.⁹⁰ G4 Mantelstoff deck, 560 Wolle Veloutine Seide eleg. Kleiderware, moderne Farben, Meter Ottomane mit angerauhter Abseite, ca.140 cm breit, schwere Mantelware, Meter Mantelstoffwebe, mit Abseite, ca. 140 cm breit....... Meter mit Doppelbrust... Strumpfwaren 45 kunst- 195 .. Paar Damen- Strümpfe reinwollene Unterziehstrümpfe, Mako, 95 Damen- Strümpfe Seidenfior oder Mako, farbig und Damen- Strümpfe 1. Paar schwarz... reine Wolle, original- englisch oder künstliche Waschseide ,, Hertie- Extra", derQualitäts- Herbststrumpf, aus extra stark. Seidenflor. Paar Damen- Strümpfe Seide", Sohle, farbig und schwarz....... strickt, .Paar Paar 250 95 50PL. Damen- Strümpfe Bertie- Seidet, feine künstliche Damen- Strümpfe reine Wolle, Kaschmir, mit nahtloser 295 Herren- Socken Baumwolle, glatt oder gemustert... Paar eide plattier..... Herren- Socken Seidenfior, einfarbig, oder reine Wolle, ge- 95p. Herren- Socken elegante Fantasiesocken, mit künstlicher 145 Herren- Socken glatt oder gemustert.. Herren- Stutzen Kinder- Gamaschen 95 125 145 Baumwollstoffe Sportflanell für Sporthemden und Blusen..Meter 52RL Velours Barchent 68. für Hauskleider... Façonné .Meter Kunstselde mit Baumwolle, in vielen Farben, Meter Pt. 88.PL Pyjamaflanell 95PL Indanthren... .... Meter Travers der moderne Kleiderstoff..... .... Meter Pulloverstoff neue Muster. Elderflanell zweiseitig... Popeline für Oberhemden Welliné ca. 140 cm breit... 98. PI. Meter 125 ..Meter für Morgenröcke, Meter ...... Meter Waschseide uni doppeltbreit, für feine Leibwäsche........ Meter Spitzen und Weisswaren Spachtelspitzen ca. 6 bis 8 cm breit.. viele Farben u. Muster, 75 45 cm breit 45PL Meter 45pt 75 60 cm +30 breit 27 Kleiderspitzen ca. 50 cm breit, Meter Garnitur Crepe Georgette, Kragen Bubiform and Fechtmanschetten mit 390 Crêpe- Georgette- Jabotweste mit Plissee, in 590 Kleidergarnitur Kragen und Fechtmanschetten aus Crêpe- 650 teiner, ca. 4 cm breiter Valenciennes- Spitze garniert...... Georgette- Blenden verarbeitet. Crêpe aparte 65 feinen Farben and Farben, ca. 22/120 Damen- Schal Gripe de Chine, reine, de, 2150 150,140 3 15/15060 Damen- Cachenez weiss Crepe de Chine, reine Seide, 90 Alexanderplatz ca. 95x95 cm... HERMANN 水 Frankfurter Allee Wilmersdorfer Strasse * 135 145 185 195 reine Wolle, Kaschmir, ...... Paar ..... Paar reine Wolle, mit gemustertem Rande.. Paar reine Wolle, 4-6 7-8 195 195 Seide u. Samt Satin riche Kunstside m. Baumwolle, hochglänzende Qualität, schöne Farben, ca. 80 cm breit...... Givrine .Meter Kunstselde, neuartiges Crêpegewebe, für Tanzkleider, in grossem Farbsortiment, ca. 80 cm breit.... Rippensamtdruckt, neuart. Muster, schöne Farben, f. Kleider und Morgenröcke, ca. 70 cm breit, Meter Crêpe Lamé in Hellsilber, Stahl, Gold u. farbig, für Kleider u. Besätze, ca. 85 cm breit, Meter Köpersamt ca. 70 cm breit..... in Schwarz and farbig, Me 280 280 seitiges Kunstseidengewebe, mod. Farben, f.Nach-, 295 370 430 Crêpe Liberty mittags- u.Abendkleider, ca.85cm brt., Mtr. Crêpe de Chine aparte Druckmuster, ca. 100cmbreit, Meter Metallbrokat in Schwarz- Silber und Schwarz- Gold, moderne Dessins für Abendkleider, ca. 85 cm breit..... Meter Kunstseide, weichfliessendes Gewebe in modernen Farben, ca. 90 cm breit...... Crêpe Satin Selde mit Metallbrokat Meter mit farbigen Effekten, original- französische Qualität, ca. 85 cm breit... Meter Handschuhe farbig....... 580 750 750 mit 2 Druckknöpfen, farbig.... ,, Hertie", mit 2 Druckknöpf., farbig Damen- Handschuhe Triket, mit 2 Druckknöpfen, 95pt. 143 Damen- Handschuhe Trikot, durchgehend gefüttert, 195 Damen- Handschuhe Lederimitation, Spezialqualität 195 Trikot, durchgehend gefüttert, mit 245 Damen- Handschuhe Ziegenleder, feine weiche Quali- 390 Herren- Handschuhe Trikot, mit 1 Druckknopf, farbig Herren- Handschuhe Druckknopf, farbig Kinder- Handschuhe Trikot od. reine Wolle, gestrickt 95PL tät, mit 2 Druckknöpfen, farbig TIETZ Belle- Alliance- Strasse 4 Andreasstrasse Chausseestrasse BrunnenKleld ans Jerseystoff, mit Tresseneinfase auf Kragen u. Tallie 1250 Mantel aus schwerem Ottomane, ganz ge füttert, mit Pelzkragen und- Manschetten, moderns Rückenpartie 5900 Hemdhose Milanaise, elegante 90 Verarbeitung.... Complet Kunstseide, 490 mit Spitzen.. 275 9,25 Kopfkissenbezüge Linon, mit 3 handgezogenen Hohlsäumen..... Ueberlaken hierzu......... Kopfkissenbezüge Linon, mit Gitterstickereieinsatz....... Ueberlaken hierzu........ 10,75 365 Kopfkissenbezüge Linon, mit 3.95 2 handgezogenen Hohlsäumen u. gestickt. Punkten Ueberlaken hierzu..... .10,50 Damen- Wäsche Hemden mit Stickerei.............. 1,45, 95 Schlüpferteide, 165 Pf. gute Qualität.. Kunstseide, Trägerhemden 185 Schlüpfer 195 mit Spitzengarnierung........ 2,45, mit angerauntem Futter........ Hemdhosen 165 Schlüpfer mit schöner Stickerei......... 2,25, Prinzessröcke 245 reich ausgestattet............ 2,95, BubiNachthemden 295 en, moderne Formen............. 3,90, Flanellpyjama 750 moderne Muster... angerauht, mit kunstseidener Decke 2.95 Unterkleider 295 Kunstseide, reiche Farbenauswahl Unterkleider 875 Milanaise, mit Spitzenansstattung Pyjama farbiger Batist, mit Verschnürung.. Sehr preiswert Barchent.. 6⁹0 Frottierhandtücher Nachtjacken ret 195 50P 95PL Nachthemden Barchant Pf. Mädchen- Stickereihemden........ 90 50PL 50PL. Bubi- Nachthemden für Mädchen, mit tarbiger Weste, 95PL. Knaben- Hemden Schillerform.... Knaben- Nachthemden mit farbigem Paspel, Strickjäckchen oder-Höschen Grosse 1-2 95PL. ..... Stück 50PL Bettwäsche Kissenbezüge Grösse 80 x 80 cm Deckbettbezüge Wäschetuch Grösse 120X200 Wäschetuch 95PL., Linon 135195 39 95 Gr. 180x200 475 590 Linon Dimiti- Garnituren 1 Deckbett, 9751250 1650 Damast- Garnituren Bettücher Bettücher Dowlas gute Qualität.... 2 Kissen...... 1 Deckbett, Klasen 127516502150 2 Kissen.. Nessel 190 Dowlas 275 395 575695 Halbleinen, mit ver- 825 Flanell- Bettücher Schlafdecken 19 Rehbraun. Schlafdetken 625 kamelhaarfarbig oder kariert kamelhaarstärkter Mitte.. 295 225 335 4.25 farbig Jacquard...... kariert 925 kamelhaarfarbig, JacquardBordüre... 4.50 1050 Kopfkissen- Bezüge 143 Koppel- 165265 mit Langette.. Kopfkissenbezüge einsatz Stickereikissen mit Klöppelein- und-ansatz. rot oder rotrosa 275 273 Inlett- Kopfkissen 275 365 425 525 Inlett- Deckbetten 10° 14° 1650 1975 rot oder rotrosa gestreift, ca. 130/200.... Drell- Unterbetten rot oder 1otrosa gestreift, ca. 115/200. 1375 1650 2150 Nachthemd mit Klöppelspitze und Stickerei garniert 195 Hemdhose Kunstseide, mit Spitzen Parade- Kopfkissen mit Gitterstickerei und gestickten Rosen..... Ueberlaken hierzu........ 17.50 Kopfkissenbezüge Linon, gestickt, mit breitem Hohlsa um......... Ueberlaken hierzu......... 7,95 295 1150 265 Parade- Kopfkissen 9.50 Ueberlaken hierzu........ .15,00 mit Leinen- Klöppelspitze.... 03. 8 Hohlsaum- Tischtuch vollweiss gebleicht, Damastmuster, 45 ca. 45( in Grösse bis 5% 690 790 C 8° 141/176 156/326 vorrätig) 126/126 126/161 156/156 Servietten, dazu passend, ca. 36/36, 75 Pf. 03 Kaffeegedeck Tischtuch, 99999994 aaaadaadadáb 77777777777 mit 6 Servietten, im Karton, vollweiss gebleicht, mit 5.90 bunter Kante.......... ca. 190/130 ca. 130/160 690 Küchenhandtuch weiss Drellgewebe, mit roter Kante, ca.46/ 100, abgepasst, gesäumt und gebändert... Leinenwaren Tischtücher ca. 110/110 ca. 130/180 ca. 130/160 ca. 130/225 195 265 325 475 vollweiss gebleicht, gute haltbare Qualität....... Servietten dazu passend, ca. 55/55 58 Pf. Tischtücher Halbleinen- Jacquardgewebe, modernes Blumenmuster ******** ca. 125/130 ca. 125/150 ca. 125/200 90 39° Servietten dazu passend, ca. 55/55 85 PL. Tischtücher ReinleinenDamastmuster, 49° 690 Tischtuch reinleinen Jacquard, schwere ca. 130/135 ca. 130/160 ca. 160,160 ca. 160/230 7.90 950 1275 1950 vollweiss gebleicht, extra schwere Qualität...... Servietten dazu passend, ca. 60/60 1,65( Tischtücher in Grössen bis 160/320 vorrätig) vollweiss gebleicht, Damastmuster, farbig... Kaffeedecke mit farbiger Bordüre, indanthren- 3130/160 4° .ca. 130/130 590 4.⁹⁰ wasch- u. lichtecht, hübsche Blumendessins...... ca. 130/160 ca. 130/130 reinleinen Drellgew., grau- weiss gestr., ca.45/ 100, abgep., ges.u.geb. weiss mit Küchenhandtücherengen.ugeb. 85PL Küchenhandtücher farb.Kante, abgepasst, ges.u.ge 95 Pl. Stubenhandtücher, ass, ca. 52/110, abgep. Wischtücher Beinleinen, grau- rot kariert, ca. 54,54, gesäumt und 50PL gebändert. Drellgewebe, extra gross, 135 Wischtücherot variert, gesäumt, geband, ca. 56/80 schwere reinleinene Qualität, weiss- 95PL. 50/ 75PL haltbare Qualität, bekanntes Streifenmuster....... .... von 50Pt. Rolltücher Rolltücher gutes Halbleinen 95 Pf. an ca. 80/190 245 ca. 80/160 195 ba ca. 130/130 590 745 ca. 130/225 1090 ca. 130/160 Servietten, dazu passend, ca. 60/60 1,25 Mittendecke Weisser Fonds mit dekors, wasch- und lichtecht, ca. 80/80........ hübschen BlumenStubenhandtuch reinleinen Drellgewebe, ca. 48/100, abgepasst, gesäumt und gebändert. € 95PL 95PL Morgenrock Morgenrock aus schwerem Flauschstoff, a. Flauschstoff, m. gesteppt. m. reich. frottéart.0' 50 Atlas- Schalkragen u. 750 Stickerei u. Tasche Acrmelaufschlägen Damen- Handschuhe Damen- Handschuhe Schwedisch imit., Trikot m. feiner Aufmit Manschette... 95P. Taht, Druckknopf. 145 Damen- Handschuhe Damen- Handschuhe Schwedisch imit., m. Umschlagmanschette 45 schwed imit. m.eleg.245 Damen- Handschuhe Herren- Handschuhe Wildleder Imitation, gelb, Glacé, mit modern. 490 mit Wecklich, m. Manschette, farbig.. 345 ****** 1 Druckknopf... Gr. Beuteltasche aus einfarbigem, kräftigem 90 Bügel....... Besuchstasche farbig Krokodil- Mouton, eleg.verarbeitet 450 Leder, mit breitem Besuchstasche Besuchstasche ans farbigem Leder, 450 neue Form, aus echm.Schlaufenverschl. Brieftasche eoht ostindisches Saffianleder mit mehreren Abteilungen. Get 28 tem Leder..... 285 Zigarrenetui 85 ans starkem oileder, 350 mit solidem Bügel.. Wäschestoffe Hemdentuch 42 Dimiti socm breit, ca. 80 cm breit.......... Meter Pf. für Kopfkissen Renforcé 52BL ca. 80 cm breit............. Meter ca.80 cm Makotuch breit, für feine Leibwäsche...... Meter 52. 72 Louisianatuch 52 ca. 80 cm brt., für Kopfkissen, Mtr. Louisianatuch 90 ca. 130 cm brt., für Deckbetten, Mtr. Pf. Pt, Pf. Dimiti 80 für Deckbetten... ..... Meter 130 cm breit, Nessel ungebleicht ca. 140 cm breit...... Lakenstoff Lakenstoff volle Lakenbreite..... HemdenBarchent Schürzen 85. .Meter .Meter 135 85. Meter PI 135 Net58. Meter Berufstittel Berufseittel Nesselstoff Gr. 42-48 295 weiss Linon Gr. 42-48 450 Jumperform 95 Pl. Indanthren oder Waterschürzen 95. Bedienungsschürzen Linon, mit Stickerel Gummiplattenschürzen mit kleinen Schönheitsfehlern.. 145 Waterschürzen Jumperform, mit gebogenem Abschluss......... Zephir- Hauskleider in verschiedenen Grössen.. 295 Dr Taschentücher Damen- Taschentüchereist weiss Batist, mit farb. Häkelkante 195 Damen- Taschentücher waist, mit Hohlsaum and Dtz. im Kart 245 Schweizer Fabrikat.. gesticktem Buchstaben, Crêpe de Chine- Taschentücher weiss, in sich kariert, mit Atlasstreifen. gross, gute haltb. Qualität, 2 Dtz. Stück 95pt Herren- Taschentücher weiss Linon, bunt kar., ca. 43 cm 165 Kinder- Taschentücher entend farbig bestickten Buchstaben... weiss Batist, 12 Dtz. im Karton Handarbeiten Deffentelle 15, 35 Stramintiffen vorgezeichnet..... Wittendecken mit Spitze, verschiedene Ausführungen. Riffenplatte mit Rückwand, vorgezeichnet, musterfertig.. 25 Tischdecken 125 25 225 mit Hohlsaum, vorgezeichnet, ca. 130x160 cm aut Rips mit Seldenglanz....... Stelimt vorgezogen, mit Material, rund oder eckig Kurzwaren Damen- Strumpfhalter Nähkästen leer..... Obergarn 1000 Meter, 4 fach.. Untergarn 1000 Meter.... 95P 95PT. 3.90 190 4° 750 Paar 25pt 125 Rolle 40Pf. 2 Rollen 45pL Pf., mit Füllung Lederwaren, Bijouterien Geldtaschen Herren, u. echt Leder, auch echt Saffian- und Rindleder. Stadtkoffer braun Longrain- Hartplatte mit Patentschloss Strassagraffen moderne Muster...... 1,90 Zigarettenspitzen echt Silber, reich guillochiert. mit Edelbeinmundstück....... 1,45 Original 95. Thermosflaschen 95Pt. 95PL. 95Rt. 95P Orchideenvasensiber 50 innen vergoldet, verschiedene Formen mit 12 Ltr. Inh., m.Alum.- Bech. u. Oberteil aus durchgefärbter Hartplatte. 65 cm gross, 2 Patentschlösser Coupékoffer Armbanduhren Tulasilber, 10 steinig. Zylinderwerk Taschenuhren for Herren, mit Kette....... Küchenuhr 4.90 12.50 285 Ne Dekors 590 8 Tage gehend, verschiedene Dekors Auf jede Uhr 1 Jahr Garantie Tortenheber, Kuchengabeln schneide, Buttermesser, Käse meifer, Zuckerlöffel, Brotgabeln, Kompottlöffel usw. echt Silber, 800 gestempelt.. jedes Stück 75 Parfümerien im Pf. Feine Blumenseife 95. Gummi- Kopfbürsten mit Rei- 95PL 4 grosse Badestücke....... Toiletteseife rein und mild, in Cellophanpackung, verschiedene Grössen...... Packung 95, 85, 75, Kölnisches Wasser hochkonzentriert........... Flasche Haarwasser, sortiert 50 Pf. 40. Birke, Bay Rum, Chypre, grosse Flasche 95pt. Garantie- Zahnbürsten Kopfbürsten Stück 50, 35, mit guten Borsten..Stück 1,90, 1,50, 25 PL. 95 nigungsbürste, fürd. Tasche, St. 50 Pf. grosse Stück 1,20, Handbürsten 25, mit guten 75. 25,75 doppelseitig... St. Nagelbürsten mit guten Borsten....... Stück 60, Garantle- Gummischwamm grosse Form, in bunten Farben, Stck. Taschenkämme elegante Muster...... Stück 85, 50, Frisierkämme in verschied. Grössen, Stück 95, 75, 45PL 50PL. 25PL. 50PL Morgenrock aus Flauschstoff, mit Aplikation 500 690 Morgenrock aus Flauschstoff, mitreicher 75 Stickerei u. langem einfarbigem Schal. 3 Kinder- Taschentücher, weiss Ba- 16 Damen- Taschentücher, tist, mit farbig bestickter Ecke weiss Batist, mit Hohlund Kordelkante, mit 1 Kinder- saum und gestickter 3 Stück im Karton.. 95Pf. Stück im Karton 165 Herren- Taschentücher 3 Damen Taschentücher, weiss weiss Linon, mit Rips- Batist mit farbiger Kordelkanto streifen und gesticktem und reichlich bestickter KreuzBuchstaben, 1/2 Dutzend 245 stichecke 3 Stück im Karton... 95Pt. Taschentuchbehälter, 3 Damen- Taschentücher, weiss BaRipsseide, mit aparter tist, m. reich gestickt. StickereiHandmalerei ecke und 1 Flasche 4711, 3 Stück im Karton. Stück 175 2.90 Alpaka- Zigarettenetul Panzerkollier- Kette, modernes Streifen- Silber, mit Federmuster, in- 85 ringnen vergoldet 28 Moderne Steinkette in schloss.... 75PL Vorsteck- Tanznadel armband verschied. mit Perie, m.Buchstb. Far echt 60 95P. Gold 20 50P Perlchoker, die 00 00 Manschettenknöpfe, Periketto, aparte Halskette Silber, doppelsei- 150 cm lang, jede 95Pt. getig mit Perlmutter, Paar 12 25 Perle knotet..... 175 Filzhut, moderne Glocke mit Bandstepperei, in vielen Farben,( wie Ruta Knaben- Mantel 25 Filzhut, mit Zylindersamt garniert,( wie) Abb.u.in Art W. Abb.575 Filzhut mit Pressmuster, Bandgarnitur u. Einfass, grosse Auswahl, nur neue Formen u. Farben,( wie Abb. u. in Art wie Abb.) 450 aus Mädchen- Kleid, flotte Schlüpferform, ganz gut. Popeline, abknöpfbares gefüttert, marine Röckchen, für ca. 2 Jahre 14 Blue 1g. 975 Jede weitere Gr. 1,25 mehr| Jede weitere Gr. 1,00 mehr 1998% Ein grosses Filzhüte Sortiment nur neue Formen mit Bandgarnierung. 375 Damen- Kleidung Lumberjak mit Kunstseide, lange Aermel u.Kragen 75 Jumper 375 aus Tricot charmeuse ( Kunstseide), in gross. Farbenauswahl reine Wolle, Bordüre 975 Lumberjak 60 Pullover 1475 Wolle mit Kunstseide.. MatrosenKleider für Mädchen, 975 aus gutem Cheviot.... 50 cm lang Jede weitere Grösse 1,00 mehr MatrosenAnzüge für Knaben, a. gut. Meltoncheviot ganz gefütt, für ca. 2 Jahre 975 Jede weitere Grösse 75 Pf. mehr mit Kunstseide, moderne Farben BackfischMäntel 975 aus warmen farbigen Winterstoffen........ BackfischKleiderfarbigen Wollstoffen, flott verarbeitet Berufskleidung Malerkittel oder Schutzmantel, 1975 gute Nesselqualität, mit doppeltem Sattel und Gurt.... Monteuranzüge gute Haustuchqualität....... 295 450 245 Staubmäntel in verschiedenen Farben, gate Passform...... 550 Aerztemäntel Verarbeitung. gute weisse Köperqualität, guter Sitz, saubere 690 Herren- Kleidung Nur Leipziger Strasse Alexanderplatz Frankfurter Allee Belle- Alliance- Strasse Wilmersdorfer Strasse Anzüge in modernen 29⁰⁰ Enter Passform Stolen, und 2900 Paletots atrag, .39,00, Sportanzüge 39⁰⁰ 4 tlg., mit Sport- und langer Hose, gute Strapazierqualitäten, 59,00, Anzüge feste Strapazierqualität, neue Muster, mod. 1- und 2 reihige Form 78,00, Anzüge elegante Verarbeitung, Massersatz, neue Muster, guter Sitz. ..... 118,00 Ulster gate Strapazier qualitäten, 2 reihige Form, 39,00, 5800 98°° Satinellaabfütt., mod. 2 reih. Form, 58,00 Ulster feste Qualitäten, moderne Stoffe, neueste Fassons, elegant verarbeitet.. 78,00, Ulster gate Stoffe, aparte Dessins u. Farben, elegant ausgestattet..... 118,00, Ulster Massersatz, in moderner Ausführung, auf eleganter Kunstseide verarbeitet 50 Hausjacken 1950 $ 3900 5800 9800 13500 gate Wollflauschqualit., neueDess., eleg. Seidenverschnürung, 26,00 1650 Herren- Artikel Oberhemden Perkal, gefütterte Brüst, mit Kragen...... Oberhemden weiss, mit gemustert. Einsatz und Klappmanschetten Popeline. 3" Hosenträger 3.90 Oberhemden durchgehend 690 mit Kragen und Ersatzmanschetten Schlafanzüge für Herren, Flanell, moderne Verarbeitung. 975 75 90 Nachthemden farbig be- 3.90 setzt, mit Kragen oder Geishaform.... Gummi, mit Rolleder... . 95 PL. Herren- Schals Kunstseide, in aparten Mustern 190 290 Stehumlegekragen50PL Selbstbinder 95P. 175 moderne Muster. Modehüte rauhhaarig, in neuen Farben.. Damen- u.Herren Schirme 250 Damen Schirme haltbare Qualität.... Halbseide, 12 teilig, Topform, schwarz 590 490 E ၁၈၁၁ meuse, lange Pullover refine Wolle, Jumper Tricot char schöne Farb., Gr.42-48125 watte, Gr. 42-50.1590 moderne Bordüre, 50 Gürtelform, mitKra- 4 Mädchen Kleld, aus Mädchen- Mantel, aus farbigen reinwoll. Stoffen, englisch gemustert. Stoffen, In gut. Verarbeitung.100 mit Kragen, aus Pelz- 97 ca. 60 cm Jede weitere Gr. 1,00 mehr imitation, ca. 50 cm lg. Jede weitere Gr. 1.25 mehr 75 Atlas- Spangenschuh, Lack- Pumps, mit Silber- Chevr.- Garnitur, geschweiiter Absatz. gute schuh. vornehmer Abend- 145 50 haltbare Qualität, 00 eleg. Herbstmodell 14 Feinfarbiger Trotteur-| Schwarzer Spangenschuh, mit ChevreauHalbschuh in Schuhwaren Spangenschuhe mit Rubbersohle, strapazierfähiger Gebrauchsschuh, Rahmenarbeit.. 1190 Schwarze Herren- Stiefel e Ausführung and 1450 Ueberschuhe mit Kragen, in Schwarz, warm gefüttert........ Passform meliert........ 89º grau und braun 10⁰⁰ für Damen, mit Reissverschluss, die bekannten 1650 Ueberschuhe amerikanischen Gaytees, in Grau und Zimtfarbe reine Wolle und Kamelhaar, Laschenschuhe Marke ,, Hertie"..... Gr. 86-42 Schnallenstiefel 3.50 GT, 63-48 425 Gr. 75 Gr. 25 Gr. 25-303375 für Kinder, Kamelhaar- 225-30 Umschlagschuhe. art........... Grösse 21-24 Kamelhaarart, gute haltbare Qualität. 50 Umschlagschuhe 45° reine Wolle u. Kamelhaar, Marke ,, Hertie", mit Kappe und Fleck ****** 290 ohne 3so Unsere Spezialmarke„ Hertie- Spezial" ohne 90 Kappe u. Fleck HerrenUmschlagschube reine Wolle und KamelGarnitur...... 16 Ormst und Pass- 1250 haar, aus sehr gut. Material hergestellt, mit Kappe u. Fleck 590 form....********* 90 Kleidergarnitur, Schalkragen und Fechtmanschetten aus feinen Valenciennes- Spitzen..... 450 Kleidergarnitur, Kragen| Rips- Bindekragen mit Capuchonform u. Fechtman- moderner Muschelstickerei, schetten aus Valenciennesin vielen Farben Spitzen und Crêpe de 675 Chine verarbeitet.... 95PL. HERMANN TIETZ * Leipziger Strasse Alexanderplatz Frankfurter Allee Belle- Alliance- Strasse Brunnenstrasse Kottbuser Damm Wilmersdorfer Strasse* Andreasstrasse* Chausseestrasse * wig, Raifer Wilhelm- Straße Ede Bittoria ftaße( Rire). Rautereben sen 2tter. felde und Steglig herzlich willkommen. Rüdtehe 12 Uhr. Reufölin- Brig. 9 Uhr Hohenzollernplag antreten zum technischen Dienst. 2. Rameradschaft 17 Uhr Bunter Abend. Großer Eaal, Gaalbau Safenheide( Rliems), Barieté- Borträge, Ball. Eintritt 1 M. Reinidendorf( Ortsverein). 9 Uhr antreten Bahnhof Herms borf( Weftseite). Kreis 8, Bezirk Bernau. 10 Uhr wichtige Bezirksfigung in Berlin, Uferstr. 12.( Rähe Bahnhof Gesundbrunnen). Wassersport- Abt. Sug Havel. Wanderfahrt nach Basdorf, Liepnisfce, Sellfee, Mechesee, Bernau. Treffpuntt 7,50 Uhr Stettiner Borortbahnhof. Fahrgeld 1,45 M. Marine- Abt. 10 Uhr Museum für Meereskunde. Wintersport- Abt. Herbstwanderung nach Tiefenfee. Treffpunkt 8% Uhr Briezener Bahnhof( Echleftscher Bahnhof). Tiergarten, Freitag, 2. November, 1814 Uhr, Einäfcherung der Frau des Sameraden Richter im Krematorium Gerichtstraße 37-38. Kleinkaliberschützenverein Republit e. B., Berlin- Brandenburg. Areuzberg. Donnerstag, 8. November, ab 21 Uhr, Bahnschießen im Gewerkschaftsbaus, Engelufer.. Sonntag, 4. November, 9 Uhr, Uebungsschießen an den Schießständen Friedrichsfelde, Trestowallee, Linie 70. Reutalln- Brig. Gonntag, 4. November, von 9-11 Uhr Schießen, Schüßenhaus Neuföln, Röpenid ( Ortsverein). Sonntag. 4. November, ab 10 Uhr im Sportlotal Wilhelmshof, am Bahnhof Sirichgarten. Reichsbund der Ariegsbeschädigten, Ariegsteilnehmer und Ariegerhinter Fliebenen, Bezirk 16( Südwest). Mitgliederversammlung am 2. November, 20 Uhr, im Restaurant Jägerheim", Noftiz. Ede Arndtstraße. Theater, Lichtspiele usw. rreit g, d. 2. 11. Staats- Sper Unter d. Linden A.-V. 126 20 Uhr Freitag, d. 2. 11. Städtische Oper Bismarckstr. Turnus II 19 Uhr Bohème Freischütz Staats- Oper Am Pl.d. Republ. R.-S. 181 20 Uhr D.e heimliche Che Staatl. Schauspielh. Am iandarmenmarki A.-V. 191 20 Uhr Egmont Staatl. Schiller- Theater, Charitbg. 20 Lhr Ein besserer Herr. SCALA 8 Uhr Jack Hylton, der unumstriftene JazzKönig Europas, mit se nen 16 Solisten Gypsy Rheuma- fé, der weltberühmte internat. Excentrik Tanz- Star und weitere zum ersten Male in Berlin auftretence internationale Stars B5 Barbarossa 9256 Sonnabends n. Sonntags Je 2 Vorstellungen 30 und 8 Uhr. 330 zu ermäßigten Freisen das ganze Programm. Großes Schauspielhaus 8 CASANOVA A mit Michael Bohnen. Regie: Charell Sonntag 3 U.: Nachmittags- Vorsteil z. halb. Preis,( angekürzte Vorstell.) Metropol- Theater Täglich 8, he Volksbühne Theater am Bülowplatz 8 Uhr U- Boot S 4 Theater am Schiffbauerdamm 8 Uhr Die Drei- GroschenOper Thalia- Theater 8 Uhr: Schneider Wibbels Auferstehung Staatl. Schiller- Th. 8 Uhr Ein besserer Herr Staatsoper am Platz der Republik 8 Uhr Die heimliche Ehe Th. am Schiffbauardamm Täglich 8 Uhr Die Brei- GroschenOper Paulsen, Valetti, Ander, Gerron, Schaufuß, Kühl, Lenja. + 12 plat: 12, 19: 10. Ferner Hefen: Dame Wrbeiter Grezants- Bunb, Gruppe Dites. Donnersing 10% The Jugend.|( Bismart). Xofo: 14:10. Ritornell. heim, Am Ostbahnhof 17, Gruppe Sentrum. Freitag Eule Gipsstt. 28a. 5. Rennen. 1. Begonie( Walter Heuer), 2. Armbruster( Schuller) 3. Altenau( Hanser). Toto: 63:10. Blaz: 23, 18, 23:10. Ferner liefens Potiphar, Perseverantia, Dudelmann, Lizzy, Rosa rugosa, Liebestraum. Sport. 9009 Rennen zu Strausberg am Donnerstag, dem 1. November. 1. Rennen. 1. Staffelstein( Bastel), 2. Fenja( Hauser), 3. Sarrara ( Selbig). Toto: 115: 10. Plat: 21, 14. 19:10. Ferner liefen: Steinhäger, Cherry Brandy, Plutarch, Versuchs mal, Diamant, Opponent, Sturm schwalbe. 2. Rennen. 1. Cctava( Kukulies), 2. Berlenfischer( Edler), 3. Doffor ( Schöning). Toto: 51: 10. Plat: 16, 18, 27: 10. Ferner liefen: Earl Heinz, Spala, Vasko, Pieffieben, Maifahrt, Alegander der Große. 3. Rennen. 1. Durst( Bismar), 2. Donnerschlag( Thiel), 3. Rij Kif( v. Edeitsberg). Toto: 30: 10. Blab: 15, 14, 31: 10. Ferner liefen: Felfenrose, Pers, Walus, Venus IV, Zeltes. 4. Rennen. 1. Barfuß( Schniger), 2. Mandarin( Lüder), 3. Boekie + LON CHANEY Lach, Clown lach! mit NILS ASTHER LORETTA YOUNG Metro- Goldwyn MayerFilm der Parufamet Regie: Herbert Brenon Wochentags: 715 915 Sonntag: 515 715 915 PRAU AMET UFA- PALASTAM ZOO Telephon: Horden 1141.281 Vorverk. 12-2 Im Ufapalast, B.5 Barbarossa 9771 u.Wertheim Deutsches Theater Norden 12 310 Vorverkauf auch im Pavillon d. Reinhardtbühnen, Kurfürstendamm, Ecke Uhlandstraße Bismarck 448 u. 449. 8 Uhr, Ende gegen 11 Circus Busch 8 Uhr/ Sonnabend, 3. November/ 8 Uhr Gala- Premiere Die Verbreder Für jeden etwas" Schauspiel von FerdinandBruckner Kammerspiele Norden 12310 81 U. Ende nach 10 „ Ehen werden im Himinel geschlossen!" Komödie von Walter Hasenclever Friederike Die Komödie Musi von Franz Lebar Käthe Dorsch Richard Sauber Hilde Borner Vespermana Arnstaedt 5: acnbury Dora Reg Limburg Kaiser- Tit Die Kaffe ift den ganzen Tag geöffnet. Telephon: Zentrum 378 u. 0393 8% Uhr CASINO- THEATER SUhr Lothringer Straße 37. Neu! New! Stöpsel Bismarck 2414/7516 84 Ende 11 Uhr Eltern und Kinder Komödie von Bernard Shaw HALLER- REVUE! ., Schön und schick" Th. im Admiralspalast Täglich $ 1 Uhr 3 Uhr 0.8 Sonntag Vorstellungen Uhr. Hahmitians die ganze Varstelle. zu halben Preisen Thalia- Theater Dazu ein erstklassiger bunter Teil. Dresdener Str. 72-73 Für unsere Leser Gutschein tur 1-4 Pers Fauteuil nur 1.15 M., Sessel 1.65 M. 8 Uhr Sonstige Preise Parkett u. Rang as A. Schneider Wibbels Komische Oper s James- Klein- Revue: Tausend nackte Frauen!! Die große Revue der ,, Freien Liebe" Parkett nur 4,50 Mk. Winter Garten Tägi.& Uhr Iternal. Varielé Sonnabend und Sonntag je 2 Vorstellungen 3.30 und 8 Uhr 3.30 kleine Preise Rauchen gestattet Auferstehung Henckels, Grodtczinski. Trianon- Th. Täglich 8, Uhr Skandal um Olly Erika Glässner, Heinz Salfner Rundfunk höre halbe Preise Sonnabend und Sonntag 4 Uhr Schneewelßchen und Rosenrot Barnowsky- Bühnen Th. Konig rätz, St. Heute 7 Uhr Zum 1. Male: g اوو Berlins größte Sportrevue in 13 grandiosen Bildern. Parforcejagd über Berg u. Tal Trabrennen auf der Mariendorfer Rennbahn( Original) Das forsche 0.ympiadeballett ausgeführt von 80 Tänzerinnen and 20 Radlerinnen Der Jungbronnen im Lande der Kraft u. Schönheit Unterwassermarsch ausgeführt von 30 Damen erster Berliner Schwimmvereine Vorher das vollkommen neue November- Programm! Sonntags 2 Vorstellungen, 3 and 8 Chr. Nachmittags bei halben Preisen das große circensische Programm. Zum Schluß:., Bär und Schildwach". Theater des Westens Theater a. Kottbusser Tor Heute 7 Uhr: Premiere Bitte einsteigen" Revue in 24 Bildern mit Josephine Baker Musik v. Holländer Saltenbarg- Bubaen Dis. Künstler- Th. 8 Uhr. Die Herzogin von Chicago Oper. von Emmerich Kaiman Lessing- Theater 8 Uhr Alb. Bassermann, Lucie Mannheim Herr Lamberthier" Drama von Louis Verneuil. Theater Kottbusser Str. 6 Tel.: Mpl. 16077 Täglich 8 Uhr, auch Sonntag nachm 3 Uhr ermäß. Preise) Elite- Sänger mit , Dietrich, beherrsche Dich!" Waldeinsamkeit. Stammtisch ,, Hutl'os Volkspreise: Mk 0.50 h. 2.00. Logen 2.50 Reichshallen- Theater Sonnt. nchin. 3 Abends& Stettiner Sänger Neu! Neu! Hamlet im Heringsladen Burleske v. Meysel Nachm. halbe Preise, volles Progr. Donhottoreil': Varieté Konzert- Tanz. Der Frauenarzt in der Stadt LJUERGENS Schauspiel von Hans J. Rehfisch Sta. nachm. 31%, Uhr Kleine Preise Kommandantenstr. 57 Dönh.919. 8 Uhr Ueber 500 Mal: Der rote General Spiel im Schloß Komödienhaus Tgl. 8 Ende 10% Perlenkomödie von Bruno Frank Apekdote von Franz Molmar, Regie Eugen Robert Agnes Esterhazy, Arthur Schröder, Licho, Zesch- Ballet, Thiem, Mars Sonntag Stg nachm 3. nadem.3.Chr kleine Preise UR- TTIO Mein Vater hai tu kleinen Preisen Berliner U Neukölln. Lahnstr.74/ 75 Recht gehabt von 50 Pig. 3 Spiel im Schloss ALEXANDER PLATZ Das Haus der BEETHOVEN BACKHAUS Electrola 6. Rennen. 1. Norge( Grabsch), 2. Katastrophal( Kaiser), 3. Lind wurm( Huguenin). Toto: 205: 10. Plat: 34, 20, 22: 10. Ferner liefen: Nutria, Heidjer, Escorial, Alsterblümchen, Möros. 7. Hennen. 1. Abteilung: 1. † Duelle( Ebert). Zoto: 41: 10 1. Maya( Gehrke). Zoto: 171: 10. Blab: 65: 10 Blag: 26: 10. Blat: 23: 10. Ferner liefen: Sawasch, Osterbingen 8. City( Sicuz). 2. Abteilung: 1. Sturm Patachon, Gaffel, Duena, Pagode, Gollub. braut( Winkler), 2. Grisettchen( Huguenin), 3. Sennerin( Kaiser). Toto 295: 10. Blaz: 35, 14, 17: 10. Ferner liefen: Balant, Zigeunerin Barmenides, Staroste, Benezianerin, Rosenherzog, Grimm, Clothilde. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegen Nachdr. verb.). Stübler und meist troden mit fortgejezter Neigung z Niederschlagen. Für Deutschland: Nur noch im äußersten Dsten mild, in Süden zeitweise heiter, im Norden strichweise Regenfälle. AUS DEM NOVEMBER ELECTROLA PROGRAMM Klemperer dirigiert SALOMES TANZ, Richard Strauss. EJ 276 SCHALJAPIN singł zwei italienische Arien. DA 962 Berühmte Pianisten BACKHAUS, HAMBOURG, PADEREWSKI, ARRAU KABARETT Jack Smith, Austin Egen, The Revellers. NEUE TANZSCHLAGER Paul Whiteman, Marek Weber, Orig. Tango Orchester Beethoven CORIOLAN- OUVERTURE EJ 244 Die vollständige Oper RIGOLETTO, Verdi. Scala- Oper, Mailand. EH 147-161 Grosse Chöre aus PALESTRINA" EH 163-166 Armeemusikinsp. Prof. Hackenberger dirigiert MILITAR- MARSCHE Schlager aus Kalmans neuer Operelle DIE HERZOGIN VON CHICAGO" EG 971-974 Preis der doppelseitigen Platte von Mk.3.75 ane Vorspiel ohne Kaufzwang bei allen Autorisierten Electrola Verkaufsstellen. ELECTROLA GES.M.B.H. BERLIN W.8 LEIPZIGERSTR.25+ W.15 KURFÜRSTENDAMM 35 FRANKFURT+ GOETHESTR.3+ KÖLN HONESTR.105 Renaissance Theater Kleines Theater 8 Heute 84 Ton in des Töpfers Hand von Theodore Dreiser. Deutsch von Paul Eger. Regie: Gust. Hartung. Täglich 8 Uhr Max Adalbert Der Dickkopf in Sandrock, Landa, Sterler. Sikla. Sie müssen wissen! I. Lustspielhaus Täglich 8 Uhr Arm wie eine Kirchenmaus Thelman, J. Riemann, 7. Müller, Mattoni Berisch Theater am Nollendorfpla ose- Theater Täglich 8, U Gr.Frankfurter St. 132 Schwarzwal R 8% Uhr: D.Verschwender Eig. Fabrikation seit 1876 Seelisch- Möbel 24 Monatsraten, zu niedrigsten Kassapreisen + 1% pro Monat auf den Restkaufpreis. II. Neu aufgenommen: Sprechapparate Polyphon, Original- Grammophon( Die Stimme) Brunswick III. seines Herrn) Neueste Modelle Originalpreise 12 Monatsraten Teppiche Neu eröffnete Spezial- Abteilung Nur Reiche Auswahl- Niedrige Preise Landsberger 12 Monatsraten Straße 56 Full Seelisch- Möbel} Neue Königstrasse 43. Alexanderplats) Rigaer Str. 71-73, Landsberger Str. 56 he Rosenthaler Straße 9, L. Etage mädel Operette in 3 Ak Sonntag 14 U Die Fledermau Planetarium am Verläng. Joachimsthaler Noll. 1578 16 Uhr: Der Sternhim im Herbst 18 Uhr Erde und Weltenra 20 Uhr Das Weltall Lichtbild ( Volksglaube Wissenschaf Th. in der Lutzo Kurf. 9209. Tgl.8, Sonnt L. M. Lom in: Runxend auf Welle C, Rundfunkho Babe Preis Sonnabend 4 Klein Hockep KLEIN ANZEIG In der Gesamta des Vorwärts besonders wi and trotzde schr bill Rr. 519* 45. Jahrgang Aus der Partei. 3. Beilage des Vorwärts Joseph Jibihky- Michalewitsch gestorben. Der Allgemeine üdische Arbeiterbund( Bund) in Bolen hat einen seiner beeutendsten Führer, Joseph Jibigky- Mihalemits ver iren; er ist am 30. Oftober im Alter von 52 Jahren in Warschau eftorben. Schon mit 17 Jahren hat er sich der geheimen Arbeiterrganisation feines Heimatsortes Brest- Litowit angeschlossen und die 5 Jahre seitdem war er mit beispielloser Hingebung in den vorder= en Reihen des fämpfenden jüdischen Proletariats tätig. 1898 geet er zum ersten Male in die Klauen der zarischen Ochrana und is zur Märzrevolution 1917 war sein Leben eine ununterbrochene ette von Leiden und Verfolgungen. Etwa zwanzigmal murde er erhaftet, verbrachte insgesamt 8 Jahre in Gefängnisfen nd einige Jahre in sibirischer Berbannung. Für n Jahr Parteiarbeit zahlte er in der Regel 1% Jahre Gefängnis, nb er tat es gern, mit einer Opferfreudigkeit fondergleichen. B In den letzten 10 Jahren war er in Polen tätig. Er war orstandsmitglied des Bund", Redakteur am Warschauer Zentralgan, der Jüdischen Volkszeitung", und erfreute sich in der jüdihen Arbeiterschaft einer ungeheuren Beliebtheit. Ehre feinem ndenken! Jarteinachrichten insendungen für diese Rubrik find erlin 28 68, Lindeustraße 5, für für Groß: Berlin itets an das Bezirksjefretariat 2. Hof, 2 Trep. rechts, zu richten. Achtung, Kassierer! Aus Rücksicht auf den bevorstehenden Parteitag muß die Abchnung des 4. Quartals 1928 allerfpätestens bis zum i. Dezember d. 3. erfolgen. Die Formulare dazu werden deshalb n Kajfierern bereits am 1. Dezember d. 3. zugehen. Es wird ingend gebeten, die Beiträge für Dezember so frühzeitig zu ffieren, daß obiger Termin unter allen Umständen innegehalten erden kann. 3. A.: Alex Pagels. 1. Areis Charlottenburg und Spandan. Juristische Sprechstunde am Gonn abend, 3. November, von 17-18 Uhr, im Jugendheim, Rofinenftr. 4. Gelegenheit zum Kirchenaustritt. 1. Kreis Tempelhof. Sonnabend, 3. November, veranstaltet die Gesangs gemeinschaft: Vollscor Tempelhof- Mariendorf und Männerchor Stealig Friebenau in ber Aula bes Realgymnafiums, Tempelhof, Raiferin- Augusta. Straße 1, Stonzert, Cintritt 1 M. Arbeitslose und Sozialrentner baben freien Gintriit. Die Genoſſinnen und Genossen werden gebeten, fich recht zeblreich zu beteiligen, ba beibe Chöre fich immer in den Dienst der Ar beiterbewegung gestellt haben. Heute, Freitag, 2. November: Abt. Reftierende Berberesultate find umgehend bis spätestens Gonnabend, 3. Sovember, en ben Abteilungsleiter Lifenbarth, Friedeberger Str. 11, abzugeben. Auch Nichterfolge find mitzuteilen. Abt. Die Bezirksführer werden ersucht, die Sammellisten für Weihnachten umgehend vom Genossen Mazomle abzuholen. Att. Steglig. Die Bezirksführer werden ersucht, die Neuanmeldungen an den Kassierer, Genoffen R. Reiche, Schildhornstr. 93, einzusenden. bt. Marienborf. Die Bezirksführer werden gebeten, das Resultat bee Berbewoche bis spätestens Montag, 5. November, dem Genossen Rüter, Torfftr. 2, zu übermitteln. Evtl. Fehlanzeige erstatten. Morgen, Sonnabend, 3. November: Abt. Rentälu. 20 Uhr bei Krüger, Emser Str. 85-86, Romiteeßigung. Abt. Rieberschönhausen, 20 Uhr bei Klindt, Am Friedensplat, wichtige Funktionärsigung. Alle Bezirle müssen vertreten fein. Bezirk Ricin. gärtner Blankenfelbe- Rofenthal. Mitgliederversammlung um 19 Uhr im Zotal Bratvogel, Rorbend, Blantenfelber Straße. Borttag: Bor fünfaig Jahren. Referent: Mag Seydemann. Alle Genossinnen und Genossen find herzlichst eingelaben. Anschließend gemütliches Beisammensein. Frauen mitbringen. 132. Abt. Blankenburg., 20 Uhr bei Klug, Dorfftr. 2, Filmvorführung. Rebner; Landtagsabgeordneter Eduard Bachert. Alle Genoffinnen und Genoffen samie Sympathifterende und Borwärtslefer fiub eingelaben. Achtung, Kreis- und Abteilungsleiterinnen für Agitation! Am Dienstag, 20, November, 19% Uhr, ipricht in einer öffentlichen Frauenversammlung im Großen Gaal der Neuen Welt", Hasenheide, die Genossin Tony Gender, MdR., über: 10 Jahre Frauenwahlrecht". Bir bitten unfere Funktionärinnen, für diesen Abend teine Veranstaltungen vorzusehen. Das Frauensekretariat. Jungfozialisten. Gruppe Süden. Achtung! Heute, Freitag, fällt der Gruppenabend aus. Freitag, 9. November, Beteiligung an der Revolutionsfeier der Partei. Am 16. November beginnt die Arbeitsgemeinschaft Smperialismus". Gruppe Wedding- Gesundbrunnen. Heute, Freitag, 20 Uhr, in Jugendheim, Orthstr. 10, Arbeitsgemeinschaft Lepinfti. Politische Brogramme. Erscheinen aller Mitglieder ift Bflicht. Freunde und Gäste find willkommen. Die Arbeiten sind mitzubringen. ftraße 15, Schwabenlandzimmer, politischer Abend. Gruppe Schöneberg. Heute, Freitag, pünktlich 20 Uhr, im Jugendheim, HauptArbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde: Steglig. Sonntag, 4. November, 18 Uhr, Elternabend der Kinderfreunde im Jugendheim Albrediftr. 47. Wir bitten um recht rege Beteiligung. Jeben Dienstag Treffen im heim. Kreis Zehlendorf, Gruppe Rehlendorf. Seute, Freitag, von 16-18 Uhr, Bufammenkunft der Roten Falten in der Nordschule. Kreishelferßigung um 20 Uhr bei Erna Oste, Leffingftr. 2. Geburtstage, Jubiläen usw. 38. Abt. Am 31. Oktober beging unfer Genosse Stähr, Büschingitr. 13, in feltener Frische seinen 60. Geburtstag. Wir wünschen ihm weiterhin Gesund beit und Erhaltung feiner Arbeitskreft zum Segen von Bartei und Gewerkschaft. 77. Abt. Schöneberg. Unserem langjährigen Funktionär Albert Lazer an läßlich feines 60. Geburtstages die besten Glüdwünsche. Wir hoffen ihn noch recht lange im Jutereffe feiner Familie und der Partei in unseren Reihen als Mittämpfer zu finden. Funkwinkel.z Mahlers Lied von der Erde" wurde künstlerisch und technisch vollendet schön geboten. Die Zusammenwirtung von menschlichen Stimmen und Orchester flang so rein abgetönt, wie man es nur in einem akustisch sehr ausgeglichenen Konzertsaal erlebt. Der Dirigent Jascha Horenstein formie die Sinfonie mit tiefem Berständnis für ihre lebenssehnsüchtige Inbrunft nach. Das Funtorchefter gab alles her, was es an reichem Wohlflang und Ausdrucksfülle beherrscht. Maria v. Basilides und Jacques Urfus fegten sich mit gepflegten, schönen Stimmen und starter Erlebnisfähigkeit für das Wert ein. Eine furze, sachlich gute Einführung ging voran. Man kann für diesen sehr gelungenen Funfabend dankbar sein. Am Nachmittag las Alexander Granach die Sage von St. Julian, dem Gastfreien", die Geschichte eines Menschenlebens, das aus feiner natürlichen Bahn durch einen schrecklichen Zufall ins Mystische umgebogen wird und in Heiligkeit endet. Granach, meisterlich befähigt, Eindrücke des Entsezzens und des Grauens zu gestalten, verfagte bei der Schilderung des beglückenden Wunders, Das große, atemraubende Ereignis, das den Hörer geheimnisvoll paden jollie, schrie er leider mit aller Lungenkraft heraus. " Tes. Freitag, 2. November 1928 Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation 21. Abt. Unfer langjähriger eifriger Genosse Karl Rüder, Bring- Eugen Straße 15, ift im Alter von 63 Jahren verstorben. Ehre seinem Andenken. Eine äfcherung am Sonnabend, 3. November, 18% Uhr, im Krematorium Gericht. straße. Sämtliche Mitglieder treffen sich vorher um 17% Uhr in der Geschäfts. ftelle, Utrechter Str. 21. 35. Abt. Unfere Genoffin Scheurel ist nach langem schmeren Leiben pet. ftorben. Ehre ihrem Andenken. Einäscherung Sonnabend, 3. Rovember, 16% Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. Wir erwarten rege Beteiligung. SES Sozialistische Arbeiterjugend Groß Berlin Cinfendungen für diese Rubrif nur an bas Jugendfefretariat Berlin SB 68, Lindenstraße 3 8 Abteilungstaffierer. Abrechnung und Ausgabe der Arbeiter- Jugend und Jugend voran heute Freitag 17-19 Uhr. Die Bollsbühnentarten für Sonntag, 25. November, find eingetroffen. 1 -1 Mitgliederversammlungen heute, Freitag, 19% Uhr: Arlonaplah: Seim Elisabethkirchstr. 13. Sansa: Heim Bochumer Str. 8b. Moabit 1: Heim Waldenser Str. 21. Moabit II: Heim Lehrter Str. 18-19. Arnswalder Blag: Heim Danziger Str. 62.- Faltplag II: Heim Sonnenburger Str. 20. Helmholzplag: Heim Scherenbergstr. 7. Norboften: Heim Danziger Str. 62. Weißensee: Beim Barfftr. 31. Andreasplak: Heim Brommnftr. 1. Baltenplay: Heim Tilsiter Str. 4-5. Warschauer Biertel R. F.: Seim Litauer Str. 18. Schöneberg 1: Heim Hauptstr. 15, Schönt beng IV, R. F.: Seim Sauptstr. 15. Charlottenburg: Seim Rosinenftr. 4. Mariendorf: Heim Dorfstr. 7. Röpenid: Heim Grünauer Str. 5. Baum fhulenweg: Seim Ernststr. 16. Johannisthal: Heim, Rathaus Johannis thal. Rieberschöneweibe: Heim Berliner Str. 31. Lichtenberg- Mitte: Seim Doffeftr. 22. Sichtenberg- Rord: Seim Gunterfte. 44. Borfigwalbe: Heim Borfigwalde, Conradstraße( Schule). Nieberschönhausen: Seim Blanken burger Str. 70-72. Bankow III: Seim Görschstr. 14. Rosenthaler Borstadt: Heim Zehdenider Str. 25. Löns- Abend. Hohenschönhausen: Seim Freienmalber Str. 5-6. Berbeabend. Was bedeutet die GAZ. dem jungen ProTetarier?" Brig II( Siedlung): Heim, Rathaus Chauffeeftr. 48. Bortrag: Die Sowjetunion ein Arbeiterstaat?"- Bohnsdorf und Fallenberg: Arbeits gemeinschaft. Bortrag:„ Einführung in die sozialistische Gedankenwelt"( I). Werbebezirk Neukölln: Sprechchorprobe im Heim Rannerstraße. Jeder Genoffe muß erscheinen. Morgen, Sonnabend, Werbeumzug durch Brig. Treffpunkt 18 Uhr am Aranoldplay. Rote Fahnen und Transparente mitbringen. Bflichtveranstaltung. Werbebezirk Webbing: Intereffierte ältere Genoffen treffen fich 19% Uhr, Wiesen Ede Pantstraße, zweds Gründung einer älteren Gruppe. Werbebezirk Often: Die Kapelle übt jest jeden Eonnabend im Heim Geßler. ftraße 62. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin G 14, Gebaftianfte. 37/38. Sof 2 St. Freitag, 2. November. Friedrichshain. Ramerabschaft Memet. Ber. fammlung bei Engel, Memeler Str. 12, mit Lichtbildervortrag. Gäfte willkommen. Reinidendorf- West. 20 Uhr Bersammlung im Bereinslotal. Bortrag Ram. Major a. D. Anter, Gäfte willkommen, Bernau. 20 Uhr wichtige Vorstandssigung mit Führern bei Modisch, Kaiferstraße. Webbing( Orig verein). Gonnabend, 3. November, Besichtigung der Vorwärtsbruderei. Treffpunkt 18% Uhr Lindenstr. 3, 1. Sof. Sonntag, 4. Rovember. Steglis( Ortsv.) Zug Lant. wiß veranstaltet für alle Radfahrer eine Schmizeljagd. Treffpunkt 8½ Uhr Sant. Die Freude am Leben wird durch so viele offene und verborgene Gefahren, die Ihre Gesundheit bedrohen, start beeinträchtigt. Bollen Sie sich widerstandsfähiger machen im Rampf gegen alle die schädlichen Einflüsse des Tages, bie Jhr Wohlbefinden stören, dann follten Sie eine Zeitlang ben echten Reichels Wacholder Extratt Marte Mebico", nehmen. Er ftärtt die Konstitutionstraft, bewirtt lebhafteren Stoffwechsel, steigert die Attivität der Lebensfunktionen und hilft viele Krankheiten durch Ausscheiben von Originalfüllungen mit Marte Medico" In Drogerien und Apotheken erhältlich, fchädlichen Ablagerungen und Säuren aus dem Blute verhindern. Echt nur in fonft bei Otto Reichel, Berlin S0., Eisenbahnstraße 4. 24 Si CNSSO in pc D 5 20 da po de ha 6 lif D αν m p fi 0 3 31 10 ha a n bi fo m to di 3 Ottomane- Mantel reine Wolle, auf Futter, reich mit Pelzimit, besetzt. 54.Spielend leicht sind die Zahlungsbedingungen u. winzig klein die Ratenzahlungen beim Einkauf im Maulwurf- Plüschute mantell ganza.Damass. 68.Modern IM OSTEN: JM SODEN: Gr.Frankfurterẞtr.101+ Kottbuserdamm72 Ecke Krautstraße Am Straußberger Pl Ecke Lenauftr. Nähe Hermann- Pl. Prakt. Mantel engl gemast, mit Plüschkragen. 1950 AUF Teil ZAHLUNG Unsere Artikel: Damen Konfektion Herren- Konfektion Kinder- Konfektion Pelzmäntel Leinen- u. Baumwollwaren, Wirk- u. Strickwaren, Bett., Leibund Tischwäsche Teppiche, Gardinen Diwan- u.Tischdecken Steppdecken, Bettfedern, Schuhwaren Herren- Ulster ischön.Karomust gedieg. strapazier fähige Qual. 55, G Gehrock- Paletot eleg.verarbeit, marengo Melt a.Satinella gef. 72.Eleganter Ulster mollig, schwere Qualität, mit Steppsattel 68.D 2 CANCRE ( i g 11