Morgenausgabe Jreftog «M."" «Schnitllch«PI.«>>»a«ch Z/v». � �l�Ms M/ M W W W �, AllsWätts �5 Z)f. wi»or-u- z-hldar. Poftd-zug 02
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A,i-eig-n» m-lk"''IT'-?'i?'1 Öij B�Bw 8 w wN M»MM SB( ÄD�BS Ä|gX BB* annahm« im Hauptgeschäft timden» BucherweU und.Iugend-ZZorwart»' B�B�BM BB B BB B B ftrabe Z. wachen, ägl. oon»-/,«» N Uhr» Äentvalovgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstraße 3'Tt<\r*t\Aria''Tt*ridSSi SR m ft Postschrckkomo: B-rli»S75ZK.- B-mkkonto: Bant der«rbeitrr.«ngestelltrn v«rnsprech«r: Dönhoff SS2— LS? Delegraonn.Adr.: Sozfaldemokra« verli» �?v»UPU»«v-�?er»Ug Z�?» NI. 0» und Beamten W-llftr. KS. Ditlonto-Gesellschaft. Depositenkafle Lindenstr Z Zehn Jahre Republik. Von?au1 I-öde. Wenn eine Revolution die gewaltsame Sprengung po- litischer Fesseln durch ein kraftvolles, frecheitsdurstiges Volk bedeutet, dann sind die Ereignisse des November 1918 nur schwer unter diesem geschichtlichen Begriff einzustellen. Nicht der Elan und das Zielbewußtsein der„Reoolutonäre", son- dern die absolute Kraft- und Wider st andslosig- keit der alten Gewalten ist das kennzeichnende Merkmal der politischen Umwandlung vor zehn Iahren. Das Steuer fiel den alten Herrschern aus der Hand, es lag auf der Straße. Jeder, der sich danach bückte, konnte es auf- heben— die bisherigen Steuerleute jedenfalls hätten ihn am wenigsten daran gehindert. Es gab vom ersten Auf- tauchen der Nachricht an, daß v o n K i e l aus eine Soldaten- Meuterei sich durchs Land bewege, kaum einen Menschen, der gewillt war, dieser Bewegung mit Gewalt entgegen- Zutreten, oder der den Versuch gemacht hätte, einen solchen Willen in die Tat umzusetzen. Nicht in Berlin und nicht in München, nicht in Breslau oder in Königsberg, in Leipzig oder in Köln— auch nicht in dem Großen Hauptquartier, darüber hat sich ja der gesprächige ehemalige Kronprinz Friedrich Wilhelm in seinen Memoiren am heftigsten be- klagt. Er selber hat es zwar auch nicht unternommen, an den Stufen des Thrones zu sterben, sondern die Reise nach Holland vorgezogen, aber daß G r o e n e r und H i n d e n- bürg nicht den Anstoß zu einem solchen Verteidigungs- versuch gaben, hat er den beiden in seinen Erinne- rungen schwer angekreidet. Sie waren doch verpflichtet, ihre Autorität und ihr Leben für König und Thron in die Schanze zu schlagen, auch wenn er selbst darauf verzichtete. Aber gerade< daß weit und breit sich niemand bereit fand, diesen Schutz von Thron und König zu unternehmen, beleuchtete den Charakter der merkwürdigen„Revolution". In dem Augenblick, als die künstlichen, die militärischen, ge- richtlichen und politischen Stützen auch nur einen Augen- blick oersagt hatten, war im ganzen Reiche keine einzige frei- willige, keine moralische Stütze mehr vorhanden. Solche hatten weder Bismarck noch Wilhelm II. in ihrem Reiche erzogen. Zwang und Gewalt waren die Religion, die ihr stolzes Gebäude trug, die„Liebe des freien Mannes" wurde zwar im Liede besungen, in Wirklichkest aber wurde darauf gepfiffen. Diese Kraftlosigkeit des alten, die Zermürbung des Volkes, die vierjährigen Entbehrungen und Aderlasse nahmen der Umwälzung den revolutionären Schwsng, und wenn auch ein Tag der inneren Freude alle überkam, die nun Säe& und Zwangsherrschaft überwunden fühlten, an hell- lodernder Begeisterung hinderte schon die Erinnerung an die Opfer des Krieges, an die Niederlage des Heeres, an die Unsicherheit der kommenden Friedensbedingungen. Diese sorgenvollen Spuren seiner Geburtsstunde hat der neue Staat lange getragen, und da sich die politische Spannung nicht in eine gewaltige Befreiungsaktion entlud und ent- laden konnte, mußte er die Krankheitsfieber durch, die Jahre schleppen. Gewiß, auch die dritte Revolution in Frankreich ist nach einer militärischen Niederlage im September 1870 geboren, aber wo hätte jemals in der Weltgeschichte ein neues Regiment solche Trümmerhaufen vorgefunden, wie das beut- sche Volk im November 1918! Zwei Millionen Tote, Mil- lionen von Witwen und Waisen, hunderttausende von In- validen, zehn Millionen zunächst Arbeitslose, ein ausgehun- gertes, enttäuschtes, verbittertes Volk! Hätten planmäßige Staatsumwälzer die Geschichte nach chrem Willen formen können, so hätten sie diese Aufräumearbeit, den Friedens- schluß nach dem Kriege, den Dank der Soldaten für gute Be- Handlung, die Sorge für die 10 Millionen Heimkehrer, gern noch den Verantwortlichen des alten Regimentes überlasten — die Abrechnung wäre heftiger ausgefallen, wenn das Riesenheer der Entlastenen Gelegenheit zu einer Atempause gehabt hätte. Aber es blieb keine Wahl, der Zusammenbruch kann ebensowenig wie die Revolution an einem bestimmten Datum„gemacht" werden, und Zwangs- läufig bleibt auch deshalb das meiste, was diesem Zusammenbruch folgt. Jnnerpolitisch brachte die Umwälzung des Jahres 1918 in Deutschland alles, was ein freies Volk verlangen kann. Für ökonomische Umwälzungen aber war der Boden zu schwach, es fehlten dazu alle Voraussetzungen und alle Mittel. Sie hätte noch einmal Hunderttausende von Menschenleben hingeopfert zu den Millionen, die schon den Entbehrungen des Krieges und der wirtschaftlichen Aussaugung zum Opfer gefallen waren. Politisch trat die Republik an die Stelle der Monarchie, die Verantwortlichkeit der Regierung an die Stelle des Gottesgnadentums, das freieste Wahlrecht zu allen Körperschaften an Stelle von Klassen- und Zensusrechten, das Frauenwahlrecht und Herabsetzung des Wahlalters. also eine völlige Umwälzung aller politischen Einflüsse. Oekonomisch war e» zunächst nötig, die knappe Nah- rungsdecke aufs allernotwendigste zu erweitern und die Kriegswirtschaft in die Friedenswirtschaft umzustellen, das Zehnmillionenheer der Entlassenen wieder in die Wirtschaft einzureihen. Es braucht nicht erinnert zu werden, wie oft blinde Gewalten im Innern und von außen den Wiederauf- bau zu hindern suchten. Kapp-Putsch, Minister- morde. Ruhreinbruch, Inflation sind die ein- zelnen Etappen der politischen und ökonomischen Rückschläge, ie das Aufbauwert der jungen Republik unterbrachen. Llber ejn siischer zeigt» tmc das h-fiffchf den zehn Iahren republikanischer Verfassung trotz aller Rück- schlage erreicht hat. Die Versuche der Zertrümmerung des Deutschen Reiches sind abgewiesen, dieEinheitdesReichesist nicht mehr bedroht, im Gegenteil, sie wird viel enger gezogen werden. Die Periode, in der Deutschland als verfemte Nation zweiten Ranges auf der Anklagebank saß, ist abgeschlossen, wir haben uns die Achtung und Gleichberechtigung im Kreise der Völker zurückerobert. Durch Inflation. Deflation, Rationalisierung und Arbeitslosigkeit hat sich die deutsche Wirtschaft durchge- rungen und bei allen Schwierigkeiten einen zweifellosen Auf- stieg unternommen, der nie mehr ins Auge fällt, als wenn wir das äußere Bild unserer Städte und Fabriken am An- fang des Jahres 1919 mit dem Ende des Jahres 1928 ver- gleichen. In gigantischen Leistungen und bewunderter Ar- beitskraft hat das zerrüttete Volk sich wieder fest au� die eigenen Füße gestellt. Auch wirtschaftlich und sozial formt sich langsam eine neue Welt. Die Zahl der öffentlichen Betriebe wächst von Jahr zu Jahr, in den gemischtwirtschaft- lichen Werken wird die Hand der Allgemeinheit immer stärker fühlbar, die genossenschaftliche Selbsthilfe der Bürger tritt neben die staatliche Gewalt. Im Arbeitsrecht und Betriebs- recht, in der Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, im Kinder- und Mutterschutz, in der Förderung der Begabten werden neue soziale Gesichtspunkte herrschend, und mit dem/ Ein- dringen von Sozialdemokraten in die Vertretung der G«- meinden und Städte, der Kreise und Provinzen nimmt diese Tendenz ihren stetigen Fortgang. Das ist es, wogegen die Haßbotschaften der Verteidiger des alten sich richten, das ist es, weshalb das Schwer- kapital in diesen Tagen sich aufbäumt, nämlich, daß der von den Arbeitern mitbeeinflußte Staat ihre Herrenrechte beschneidet, die Alleinherrschaft über die Produktionsmittel einschränkt und in die Anordnungen jenes Eigentums von Fabriken, Gruben und Hütten eingreift, das für sie als heilige Privatsache gilt. Auf diesem Gebiete liegen die Kämpfe, die in der deutschen Republik im zweiten Jahrzehnt ihres Bestehens ausgefochten werden müssen, nachdem die Kriegs» folgen zum Teil überwunden und die alte Kampfstellung zwischen Kapitalisten und Arbeitern wieder hergestellt ist— wie die Aussperrung im Westen zeigt unter ent- scheidender Mitwirkung gerade der Kapitalisten. Zu der politischen Umwandlung von 1918 die ökonomische zu fügen, die das Ereignis des Jahres 1918 für die Arbeiterklasse erst zu einer wirklichen Umwälzung, nämlich zur Ersetzung der herrschenden, privatkapitalistischen Tendenzen durch soziale und sozialistische führt, das ist die Aufgabe, deren Bewälti- gung vor der neuen Generation liegt, die jetzt au» de» Ariegsjahreu heranwächst. Frauen/ Volk/ Sozialdemokratie Von Marie Zuchacz. Steht nicht beim Nahen der Nooembertage in jedem Jahre die Herbstzeit von 1918 vor uns? Was vierjährige Kriegsgreuel, vierjährige, immer frisch aufgerissene Trauer um blühendes hingemordetes Menschenleben bedeuten— wir wissen es noch. Vier Jahre hindurch verstümmelte Menschen- törper zu sehen, im Geist die Schmerzen der Verwundeten und der Angehörigen mitzufühlen, reißt und zerrt an den Nerven, man meint das Lachen und Frohsein nie mehr im Leben wiederbekommen zu können. Und vier Jahre Hunger, den Wucher der aus dem Sumpfboden der Zeit heraus- schießenden menschlichen Parasiten erdulden zu müssen, ging das nicht über die Kraft? Und dann bei Hunger und Eni- behrung diese Hergabe von körperlichen Kräften! Denken die Frauen daran? Hungernde Kinder, der Haushalt un- gepflegt, Ersatz der Haushaltungsgegenständs. Wäsche, Kleider, Schuh unmöglich, Anstehen nach dem für die Er- nährung unzureichenden geringen Quantum an Lebens- Mitteln. Sonntags auf das Land hinausfahren, um irgend- einen Zusatz gegen wichtige Dinge, die man selbst brauchen konnte, nur um nicht zu verhungern, einzutauschen. In Angst vor dem Gendarmen sich mir Kartoffelsäcken dayinzuschleppen, bei Tag- und Nachtarbeit(fast jeder Frauenschutz war auf- gehoben) in der Kriegsindustrie arbeiten zu müssen— o grauenvolles Schicksal! Vier Jahre lang und darüber! Das war das Volk,'das waren feine Männer, feine Frauen, die das ertrugen. In Preußen ein Dreiklasfenmahlrecht. Im Reichstag das demokratische Männerwahlrecht durch das per- fönliche Regiment verfälscht. Und militärischer Machtwille glaubte selbst bei der Gestaltung der innerpolitischen Ver- Hältnisse herrschen zu können! » Hat es jemals ein so einheitlich fühlendes deursches Volk gegeben, wie das von 1918? Diese große allgewaltige F r i e- d e n s s e h n s u ch t, die damals alle beseelte, ist in diesem Zusammenhang wohl nie vorher oder nachher gefunden wor- den. Und noch eine andere Vorstellung stand groß�und gebieterisch da, gewachsen in vier furchtbaren Iahren der Ohn- macht, des Schmerzes, des Elendes und Hungers: das darf nie wieder über uns hereinbrechen, wir sind das Volt, w i r müssen bestimmen über unser Geschick. über Krieg und Frieden. Da war sie, die demokratische For- derung, jeder dachte es für sich, viele sprachen es unterein- nnder aus. Was Jahrzehnte hindurch von Mutigen in die Welt hinausgerufen und immer nur von einem Teil auf- genommen wurde, jetzt war es plötzlich Allgemeingut ge- worden. Man horchte auf, als am 1. Oktober Wilhelm II. in seinem Abschiedsschreiben an den Reichskanzler Graf Hsrtling sagte:„Ich wünsche, daß das deutsche Volk wirksamer als bisher an den Bestimmungen der Geschicke des Vaterlandes mitarbeitet." Als die Oktoberregierung mit Teilnahme der Sozial- demokraten gebildet wurde, für Preußen die Umwandlung des Wahlrechts versprochen wurde, als in der Regierungserklärung ausgesprochen wurde, daß der Kanzler sich auf die Mehrheit des Reichstages stütze und dieser Zustand auch nie mehr zurückrevidiert werden würde, da wurde das alles wie eine längsterwartete Selbstverständlichkeit hingenommen. ' Die angesammelten Spannungen lösten sich nicht. Hinter der rasenden Entwicklung dieser Tage stand als leuchtendes Fanal die Friedenshofsnung. Die Begriffe Friede, Brot und Frei- hell waren zum lebendigen Zusammenklingen gekommen. * Voltsrecht schließt Frauenrecht ein. Das hat 1918 die Ottober/Nooember-Entwicklung gezeigt. Am 18. Oktober erließ der Borstand der Sozialdemokratischen Partei einen Aufruf: An Deutschlands Männer und Frauen!— Deutschland ist auf dem Wege vom Obrigkeitsstaat zum Bolksstaat.— Die Reglcrung, der Sozialdemokraten angehören, muß eine Regierung des Friedens sein.— Um das entsetzliche Morden zu beenden, hat die neue Regierung einen Waffenstillstand angeboten und sich bereiterklärt zu einem Frieden des Rechtes und der Völkerversöhnung. Wir sind auf dem Wege zur Demokratie. Die Zukunft gehört der Völkerversöhnung, der Demokratie und dem Sozialismus. Und die Frauen? Ueberwog das Gefühl: ,,U n d ich bin nichts als ein gefesselt Weib" noch immer so stark in ihnen, daß sie in dieser Entwicklungsstunde nicht einmal ihr Staatsbürgerrecht verlangten? O doch, die Frauen, die schon seit Jahren Gleichberechtigung gefordert hatten, sie gaben dem Denken und Fühlen breiter Frauen- massen auch jetzt in Wort und Schrift Ausdruck. Aber daß uns der Frieden doch näher lag, als das Wahlrecht, dessen Wichtigkeit ich damit nicht verkleinere, wer verstand das nicht? Die Berliner Genossinnen veröffentlichten am 28. Ok- tober einen Aufruf: Die Frauen und der Friede, in dem sie sagten, daß die Arbeiterschaft heute zum großen Teil von Frauen repräsentiert würde. Sie hätten einen ungeheuren Teil der Kriegslasten getragen, sie hatten es durch ihre Ar- beit überhaupt erst möglich gemacht, das Wirtschaftsleben aufrecht zu erhalten und den Krieg zu führen. Und sie wür- den es nicht als eine Ehrlosigkeit betrachten, wenn das beut- sche Volt nach vier Jahren heldenmütigen Kampfes jetzt offen und frei erklärt:„Wir find besiegt." Sie würden es aber nie und nimmer verstehen, wenn um des Schemas willen noch mehr kostbares Blut vergossen werden sollte.— Und die Künstlerin und Mutter KätheKollwitz rief dem Dichter Richard Dehmel, der laut verkündete, daß er sich, um einen Schmachfrieden zu verhindern wieder zum zweitenmal freiwillig an die Front zurückgemeldet habe, zu: „Es ist genug gestorben! Keiner darf mehr fallen! Ich be- rufe mich gegen Richard Dehmel auf einen Größeren. Er sagte: Saatfruchte sollen nicht vermählen werden." « Die Kronen stürzten, die Revolution war da, heraus- gewachsen aus Hunger und Krieg, die Sozialdemokratie sprang ein für das Volk und für den Frieden. Sie warf den ganzen großen Fonds des Vertrauens, der sich in Jahrzehnten im arbeitenden Volk für sie angesammelt hatte, mit in die Wagschale der Geschichte und setzte ihn aufs Spiel— denn schwer, unsäglich schwer war die Aufgabe! Seche Sozialdemokraten gaben in diesen Stunden den Frauen das Wahlrecht. Ja. wir Frauen haben Geschichte erlebt. Haben wir es nun auch gelernt, die Geschichte zu beeinflussen und die Verhält- nisse zu formen, soweit das dem Menschenwillen überhaupt möglich ist? Zehn Jahre Demokratie, zehn Jahre volles Staatsbürger- recht für Männer und Frauen, vor uns� aber der schwere Kampf der Arbeiter gegen das Kapital. Im Westen ist dieser Kampf in grausamen Formen eröffnet. Wie wichtig die Ka- meradschaft der Frau in solchem Kampf ist, lehrt' die Ge- schichte der Sozialdemokratie. Kameradschaftliche Anteil- nahm« der Frauen, der Mütter aber kann sich auf die Dauer nur stützen und erhalten bei voller bewußter Einsicht in das Wesen des Kampfes, in die Zusammenhänge des politischen und wirtschaftlichen Lebens. Möge die Demokratie, möge das Staatsbürgerrecht uns Frauen auch weiter ein guter Lehrmeister sein! Die Unternehmer sotten bezahlen! Sozialdemokraitscher Lniiiaiivgesetzeniwurf zum Eifenkonfliti. Der Borstand der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion hat sich gestern mit der Aussperrung in der Eisenindustrie beschäftigt. Er hat folgenden Initiatiogesetzent- wurf zur Unterstützung zu Unrecht ausgesperrter Arbeiter eingebracht: tz l. Arbeitslose, deren Arbeitslosigkeit durch«in« inländische Aussperrung verursacht ist. welche zur Ab- änderung oder Beseitigung eines freiwillig geschlossenen Tarifvertrages oder eines für verbindlich erklärten Schiedsspruches vorgenommen wird, erhalte««ine lk n t e r st ii h n n g nach Maßgabe der 88 102 bis 10S ohne Rücksicht auf ihre Anwartschaft— deS Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom l«. Juli ISS?(Reichsgesetzblatt l S. 22). Gin für verbindlich erklärter Schiedsspruch gilt alS rechtswirksam im Sinne dieseS Gesetzes ohne Rück» jicht auf schwebende Rechtsstreitigkeiten. 8 L. Tie Mittel siir die Auszahlung der Unter- ftiitzungen, dir gemäß 8 l zu zahlen sind, sind vom Reich der Ncichaanstalt für Arbeitsvermittlung unb Arbeitslosenversicherung zur Verfügung zu stelle«. 8 3, Diejenigen Arbeitgeber» die an der Aus- sperrung unter der Voraussetzung deS§ 1 beteiligt sind. sind dem Reich zum G r s a tz der aus Grund dieses Ge- setzeS zur Verfügung gestellten Mittel verpflichtet. jeder einzelne in der Höhe der Beträge, die aus Reichs- mittel« als Unterstützungen an die von ihm entlassenen Arbeiter ausgezahlt werden. Die vom Meichsfiuaaz- minister unter Ausschluß deS Rechtsweges festgesetzten Beträge werden nach den Borschristen über die Bei- treibung Sfsentlicher Abgaben beigetrieben. 8 4. DieseS Gesetz erhält rückwirkende straft vom 18. Oktober 1«28. Sollte sich die Lage durch die Schuld der Unternehmer weiter verschärfen, so behält sich die sozialdemokratisch« Reichstagsfraktion weitergehend« Anträge und Maßnahmen vor. Der Vorstand der sozialdemokratischen Reichstagsfrak» tion tritt am Montag. 10 Uhr, die Reichstagsfraktion 12 Uhr zusammen. Als Redner für die Debatte über den Eisen- konflitt ist Genosse Brandes, der Vorsitzende des Deut- fchen Metallarbeiter-Verbandes, bestimmt worden. Rebellion. Seotfchnationale Arbeiter gegen Hugenberg. Der deutschnational« Arbeiterbund, Landeeoerbandsgrupp« Niedcrrhein, rebelliert gegen seine Herren und den Seist Hugenbergs. Er hat folgende Entlchlicßung zur Eisebkonflitt gefaßt. „Daß trotz der Verbindlichkeitserklärung dies«, Schieds. spruches mehr als 200 000 Metallarbeiter ausgesperrt worden sind, müssen die Vertrauensmänner des Deutschnationalen Ar- beiterbunde, am Riederrhein als einen Gewaltakt ansehen. der das erst in junger Entwicklung stehend« deutsch« Arbeitsrecht in seinen Grundlagen zu erschüttern geeignet ist. Di« gegen geltende« Recht vorgenommen« wild« Auesperrung läßt«ine Wahrscheinlichkeit für die Annahme gewinnen, daß die Stillegung der Eisenwerk« xin« verschleierte Nachahmung amerika- nischer Natlonalisieningsmethoden darstellt, nämlich die Jahres- praduttian so zusammenzudrängen, daß jährlich einig« Wochen adar gar Monat« B-triebsstMegungen erfolgen kknnen. Abgesehen davon, daß das im gegenwärtig«« Falle in Form einer Aus- sperrung geschieht, die die Zahlung der staatlichen Arbeitslosen- Unterstützung in Zweifel zieht, ist damit auch eine Demoralisierung de» Volkslebens verbunden, die nicht wieder gutzumachende Schäden Herporrufen kann." Die Erbitterung über den brutalen Gervaststreich der Unternehmer Hot selbst die deueschnatianaien Arbeiter ersaßt, so daß sie gegen Hugenlierg aufbegehren So waren sie! OerLanuschauer bringt sich zum S.November in Erinnerung Herr von Oldenburg-Ianuschau. einst Reichstagsabgeord- neter und Kammerherr Wilhelm II. hat sich von Herbert Eulenberg beleidigt gefühlt. Eulenberg hat in seinem Hohenzollern-Buch geschrieben: „Der Reichstag galt dem Kaiser als eine ßuasselbude. Dia- Aeußerung eines ostelbischen Rüpels, der Kaiser könne diesen Volks- z stall jeden Tag von einem Leutnant und zehn Mann i schlichen lassen, war ihm ganz aus der Seele gesprochen." Nicht durch die Wiedergabe seines Wortes vom Leutnant und den zehn Mann, die eine offene Aufforderung zum Hochverrat enthielten, hat sich dieser echte Junker be- leidigt gesuhlt, sondern durch den Ausdruck„Rüpel". Er hat gestern eine Verurteilung Eulenbergs zu 200 M. Geldstrafe. wegen formaler Beleidigung erzielt. Herr von Oldenburg-Ianuschau bringt sich am z zehnten Jahrestag der deutschen Revolution in Erinnerung, j damit das deutsche Volk in seiner Person das alte System mir � seinem Iunkerhochmut und seiner Borniertheit erkenne, als ein Träger dieses Systems, der wie alle die Interessen des Lölkes in schwerster Zeit um seiner Privatinteressen willen mit Füßen trat. Herr von Oldenburg-Ianuschau ist der Wann, der am 12. April 191S, unier dem furchtbarsten Druck der englischen Blockade, an den Minister des Innern von Löbell den folgenden Brief schrieb:� „Liebste Exzellenz Fritz! In» Begriff, nach Polen auf meinen Posten zurückzukehren, danke ich Gott, die Schererei mit den Gütern und der Zivi!ve?pzol- tung los zu sein.— Es ist auf dem Lande jetzt tatsächlich unert wg- iich mit den täglich wechselnden Verordnungen. Ich bestelle 500 Morgen überhaupt nicht, uvd so macheu es viele. Well die Unsicherheit der Ernte und der Bestimmungen zu groß ist. Die Sache mü den Kartossein ist jetzt einigermaßen vernünjtig. von den Schweinen wird die Halste in der Pökeltonne verfaulen. Die Erbitterung aus dem Lande ist sehr groß und wird sich noch dem Kriege entladen. Dazu kommt, daß das Dcrtrauen zu der Obersten Heeresleitung in allen Kreisen immer mehr schwindet. Der Mann, der in der Zeit der tiefsten Hungersnot 500 Morgen Land überhaupt nicht bestellte, mußte sich.am 22. Juni 1922 im Reichstag unter betretenem Schweigen seiner deutschnationalen Freunde den Vorwurf des L a n- desverrats machen lassen. Jetzt klagt er wegen des Wortes„Rüpel", durch das er seine Ehre ramponiert iühit. Herr von Oldenburg-Ianuschau hofft heute noch auf den Leutnant mit den zehn Mann. Im oahrc 1926 sprach er in Riesenburg: „Wir müssen stark bleiben und den Kampi gegen diese Parlamente weilersühren. Ich weiß, daß der alt« Gcneralseldmarsch-:ü, wenn es an der Zeit ist, die Kandare jchärier anziehen wird. Der Mann des alten Systems, dem die Rechte des Reichstags unter dem alten System schon zu weit gingen. der damals putschen wollte und heute noch putschen will für den kaiserlichen Absolutismus dos ist der Iainischauer. Er ist die Personifizierung des schändlichen Systems, das heute vor zehn Jahren gestürzt wurde. Das Reichsbanner ehri die Republik! Feier auf dem Gendarmemnarkt. Das Reichsbanner Schwarz-Rpt�Sald. Gau Berlin. Branden- bürg, beging dt« zehnte Wiederkehr des S. November gestern abend durch«ine Ader aus dem Geadarwenmarkt. D>- kund- gebuag zählt zu deu größten und meistbesuchtesteu Veranstaltung?!' des Berliner Reichsbanners fest seinem Bestehen: Der große Pwh war übersüLl. Reichstagsabgeordneter Genosse Künstler für die Sozialdemokratie. Professor Bernhard sür die Deutsche Demo- krotssche Partei und Berlagsdireklor Dr. S ch r« i u e r für das Zen- trum würdigten die Aufbauarbeit der republikanischen Parteien. Den genauen Bericht sindeu unsere Leser in der ersten Beilage. „Gharakierlich geharnischt." Oberstleutnant a. O Niemonn meldet sich. Im Organ der preußischen Junker, der.Fkreuz-Zeitung" betet der Oberstleutnant a. D. Alfred R i e m a n n den Katechismus zähneknirschender Wut über den 9. November unter dem üblichen Aufwand von Schimpfworten herunter. Am Schlüsse seines Sermons fleht er dann:..Möge aus der Gewisseneprüsung des heutigen Tages«ine neue Schar charakterlich gehör- nischter Männer erstehen." Oberstleutnant a. D. Alfred Niemann hat's nötig.<£r persönlich gehörte nämlich zu jener Schar„charakterlich geharnischter" Männer Wilhelms ii„ denen der Entschluß, ihren Monarchen noch Holland gehen zu lassen, leichter gesallen ist, als der Heldentod im Kampfe gegen die Revolution!_ Die Aussenversteigerung. Sine Erklärung des preußischen Zusti, Ministeriums. Dem Amtlichen Preußischen Pressedienst wird aus dem p.-eußi- scheu Justizministerium mitgeteilt: Di« einstweiligen Aerfsigungen, die vom Kammergericht und vom Landgericht si. Berlin, hinsichtlich einer Anzahl van Kunstgegenständen erlösten worden stnd. dl« van dem Kunst» und Auktivnkhaus L« p«« im Auftrage der russischen Handelsvertretung versteigert werden sollten. sind Entscheidungen gemäß den ZK 635 ss. der Reichszivilprazeß- ordnung In einem vorläufigen Verfahren, da? nur dazu dienen soll, Gegenstände, über deren Eigentum Streit zwischen zw«! Parteien herrscht, für den nochsolgenden Hauptprozeß s i ch e r z u st e l l e N. Die Frag«, welch« von den Parteien Eigentümerin ist. wird durch eine derartige einstweilige Verfügung noch nicht e n t. schieden. Di« Frag«, wem die sichergestellte Sache demnächst zu- zusprechen ist. bleibt vielmehr dem sich anschließenden Haupt- p r o z e ß vorbehalten. Nur diese Bedeutung haben die Be- schlstsse des Kammergericht, und des Landgerichts ll. Berlin. Calles, der am j. Dezember obtrelend« Präsident der Bunde,- repudlik Mexiko, soll dann Staaivbahnpräs,d«nt axTbtn. Ilr. 531 ♦ 45. Jahrgang ± Beilage des Vorwärts Freitag. 9. November 192S Mä gebührend«, Platz errungen zu Hab«,, jubelt dem„35 e f r e f t r', dem Fürsten zu. Oer treubrüchige Kürst. Die Erinnerung an dle lkovembertag« de» Jahre» tSlS gibt veranlassung, zurückzublicken in die Geschichte der revo- lutionäreu Bewegungen, die in der Vergangenheil Berlin erregten und bewegten. va ist eine» der seltsamsten Ereignist« der Geschichte der Bürgerkrieg, der sich in Beriin unter wechselnden Bündnisten um die Blittedes IS. Zahrhuudert» zwischen tandesherren, Patriziern und dem damaligen untersten Stande, den Handwerkern, abrollte. Oie Schuld der Patrizier. Friadrich von Zliurnberg, der erste regierende hohettzoller in der Mark Brandenburg, der Ulö in Konstanz van Sigismund, dem letzten deutschen König au» dem Haus« Luxembug und t?rb«n der Mark, mit Brandenburg belehnt worden war und sich l4Z7, des langen.Hader» müde, in die Einsamkeit der Eodolzburg zurückzog, übergab sein Land dem vierundzworyigjährigeu Sohne Friedrich, der später der„Eiserne"' genannt wurde. Der selbstbewußte neu« Herr wollte dos Werk seines Baters, der, weniger freilich aus ideellen, den« au» materiellen Seweggruitde« heraus. die Raubritter befehdet hatte, dadurch fortsetzen, daß er auch die Städte unter die herrschafl seine» Hauses bracht« und ihr« Selbst' Verwaltung vernichtete. Die mächtigst« und freiest« Stadt ferne» Kurfürstentum» war Berlin, und gegen Verlin richtete sich seine Feindschaft, wandle sich sein haß. Dem jungen Fürsten kam bei seinen Bestrebungen ein Umstand zugute, den der gerissen«, skrupel- lese Mann wohl erkannte und ohne Rücksicht betrügerisch au»-- nutzte. In Berlin herrschte die Aristokratie der Stadt, saßen im Rate die Patrizier, die hochmütig herabblickteo aus den dritte» Stand, die Jünst« der Handwerker. Erbitterung war wach, die Anmaßung der Mächtigen trieb die unteren, politisch schlecht geschulten Schichten förmlich in die Arm« des Fürsten, der da kam mit Versprechungen, die zu halten er sich ni�- in o l s ernsthaft vorgenommen hatte. Das volksfeindlich« Regime der Berliner und Köllner Aristokraten führt 1442 zur Revolution des Proletariats, der Handwerker, gegen die stödtische Obrigkeit. Den Aufruhrern scheint bester Bundesgenoste der Fürst zu fein. Sie rufen Fn�innch II. zur Hilfe, die In« der Stadt werden dem anrückenden Markgrafen geöffnet, er reitet mit seiner schwer bewaffneten Mannschaft ei», er stürzt den arsttakratischen Rot, und cm neuer Rat aus den führenden Zünften wird eingesetzt. Der Handwerker, berauscht durch das Gefühl, den ihm Friedrich II. hat nicht einen Augenblick daran gedacht, das „schändliche", seine Fürstenehre berührend« Bündnis mit der Unter- fchicht, mit der.Hefe des Volkes", ehrlich durchzuführen und «inzuhalten. Auch er hatte den echt fürstlichen Instinkt seines Nachfahren Friodrich Wilhelm IV. vom„L udergeruch der R e- volutiou". Es liegt dem Kurfürsten nur daran, die mächtigen Patrizier zu stürzen und selbst die Herrschaft über Berlin, über Kölln und damit über alle Städte seines Landes zu gewinnen. Sehr bald oerhaodelt er heimlich mit dea gestürzten Patriziern, sehr bald ist er-» satt, mit dem von ihm«ingeietziei, Bürgermeister von Berlin, dem gewöhnlichen Schuster August Lölcker, zusammen- zuarbeiten. Die Patrizier lassen es sich angelegen fein, um die alte Macht über das gemeine Volk wiederzuerlanaen, den, Fürsten gegenüber Verbeugungen und immer neue Rückzüge zu machen. Schon 1443 kann der Fürst das Gesetz erlassen, dag keiner das Recht habe, ein städtisches Ami. das ihm übertrage» werde, zu verweigern. So ernennt denn Friedrich der Eiserne wortbrüchig plötzlich nicht Tischler, Schuster, Schneider und Werkzeugmacher, mit denen ziK Iarnrnen er die herrschait über Berlin und Kölln gewonnen holte, andern Angehörige der ge stürzten Patrizier» f o m i l i« n.zu Rotsmämiern der Stadt. Das Proletariat des Mittelalters hat auf Fürstengunst getraut. Es hat fchkgesttzt, es ist vom zweiten hohenzollern betrogen worden. Beginnender Absolutismus. Der Sieg des Fürsten vom Jahre 1443 bedeutet den Beginn des dynastischen Absolutismu», der. Jahrhundert« später, in F r i e d- r i ch Wilhelm I. und dem sogenannten„Alten Fritz" sein« betomUeften Vertreter in der Geschichte Brandenburg-Preuhen» auf- weist. Sicher, 1443 war der Kurfürst Friedrich noch n i ch l am Ziel. Am 31- Juli wa er mit feierlichem Prunke und glänzendemerrn getreu und gewärtig zu sein,«einen Schaden zu wenden. Seinem Frommen zu werben und in keiner Sache wider Seine Gnade und Herrschafl zu sein." «! In den revolutionären Kämpfen, die Berlin um die Mitte des 13. Jcchrhunderts in ständiger Bewegung erhielten, hatte die junge Dynastie hohengollern gesiegt. Für fünf Jahrhunderte hatte sie ihre absolutistisch«, im«, er trotz schöner Leitsätze o o l k s f e i n h- licht Macht stabilisiert. Erst der November 1918 ließ den Bcr- liner Bären den aus ihm hockenden Adler der Tzohei�ollern herunter- werfen.,. Da« Gedenken an die Jahre um 14S0 herum zeigt gerade i» diesen Tagen, wie schlecht unsere Borsahren beraten waren, als sie sich aus F ü r st e n o e r s p r e ch u n g e n und Fürsten- g u n st verließe». H. 6. 231 Soldat Surren. iXoiuan von Georg von der Bring. lZopyrigbt 1927 by J. M. Spaeth Verlag, Berlin. Alberina sagt:.Laß sie doch rüberjumpen" Ich versichere ihnen zum zweiten Male und so laut ich kann:„Entwürfe für ein Bild in der Kantine!" Aber den Generalstabsoffizieren wird es scheinbar nicht klar, was wir machen. Sie zucken die Achseln und verschwin- den im Wald. „Wenn sie nun über die Zugbrücke kommen?" be- fürchte ich. „Bastion TV ist unbesteigbar. Achtung! Aus zum dritten Gang!" Der Kampf entbrennt aufs neue. Wir rollen am Boden und steminen uns dagegen, auf den Rücken geworfen zu werden. Wir machen atmend Pause, lieber uns schwebt ein Sperber, welcher wie eine Katze schreit und abstreicht. Weiter! Ich knie, und Albering drückt mich machtig nach hinten. Ich kann den Fuß nicht nachziehen, welcher schmerzt, lasse vom Widerstand ob, worauf mich mein Gegner hart auf den festgeklemmten Fuß drückt. Ich schreie und werde ge- warfen. „Da liegst du." sagt Albering und steht auf. „Ich bin kaputt." sage ich, bleibe liegen und unterzuche meinen Fuß. Er schmerzt erbärmlich. Ich kann wohl auf- stehen, aber hinke auf einem Bein herum. Es ist eine Sehnenzerrung auf dem Fußrücken. Albering massiert den Fuß, ober es wird nicht bester. Später hinke ich dt« weiter hinunter und krieche aufs Birkenbett. Albering ho.i einen nastsn Lappen und macht Umschläge. Am andern Morgen ist es das gleiche, und>ch»in ge- zwungen. mich krank zu melden. Steinberg, der Santtats- Unteroffizier, kommt hereingerannt wie auf eine Buhne und schreit:„Was machen Sie, Sichren?" (Fr ist Schauspieler am Schillertheater und übt sich über- oll in seinem Berufe. „Ringkampf machen diese Menschen? Soldaten vor dem Feind machen Ringkampf! Es geht euch zu gut. übermütiges Gelichter! Bor Kraft nicht wisset ihr euch zu raten! Der klein« Jude ist mir dankbar, ich habe chm«m« Mchnung von der Batterie gemacht. Es muß auch wohl fo fein, und ich höre seine Ausrufe gern an, weil es eine Uebung für ihn ist. trinke da ein Glas Bier vom bayerischen. Geht da ein Mann her. sagt:„Sichren ist hin. er� fleht Ihre Hilfe!' Ich eile, zu kommen! Was finde ich, ihr Elenden?— Zeige den Fuß. Eine Zerrung der Sehne, hm. Verstaucht— und was nun?" Sein schwarzer Blick rollt vorwurfsvoll über mein Gesicht. „Ich kann vor Schmerz nicht auftreten," sage ich leise. „Bor Schmerz nicht auftreten, gewiß, so seid ihr. Buden! Fort ins Revier—" Er rennt in die Tür mit großen Schritten und schreit ins Freie:„Bulei und Rulei hierher! Die Bahre gebracht! Eilt euch, ihr Trägen!" Alsbald treten Bulei und Rulei mit der Bahne auf, und ich laste mich nieder. Es ist spaßig: man schnallt mich fest und trägt mich fort. Ueber die Hochfläche geht es wie nichts. Dann aber erfolgt der Abstieg ins Dorf Ehs aus 4,5 Quadratmeter. zu verkleinern. Diese Herabsetzung—.zurzeit werden Küchen von 19 und noch mehr Quadratmeter gebaut— würde pro Wohnung ein« Ersparnis von rund.5 99 M. bringen. Bei der Berliner Jahresproduktion an Wohnungen würde eine' Gesamt- ersparnis von 12,-5 Millionen Mark erzielt werden können. Die gezeigten Küchen sind zum großen Teil bereits in Siedlungshäuser § OST IIIKI-©©MIBISilSClHI- ilM DlHIKliM WVE>Z NÄCKIT 8 Steule abend l v o r t r ä g e, die Sonnabends stälislndeii, eingeteilt) denen am dorsiissolgendeii Sonntaguormittag eine Kursusarbeitsgen, einschast folgt, die eine Verliesung des Gehörten durchnimmt. Am 3. und 4. November nahmen diese Vorträge ihre» Ansang. Die Kursusleitung fühlt sich verpflichtet, allen Frcidenkergenossen, die den proletarischen Klassenkampi durch iUcontrootflitf«It Politik: Pr. finrt©ciitt; Wirtschaft:®.»U»gcl»»s««i Gcwcrtschaft-bcwkgung: Rt. Cgiorn; tzruilleton:». K. Döscher: Lotale» and SonNiaes: grin Dacgibt;«njeipen: Ct.®U<«: sämtlich in Berlin. Perlag! Porwärls-Periag G m b. ö.. Berlin. Druck: PorwÄrts.Luckchruck«rr» inib Berlaasanttalt Paul Singer u Co.. Berlin SW KL. Lindenltrab« ä. Hierzu Z Beilagen..Stadtbeilage' und»Unterlialtua, and«ig-»'. Jeder CONTI N ENI AL-Reifen hat ein so großes Plus in sich, daß sein Kilometerpreis überhaupt keine Rolle mehr spielt. den freigeistigen Kamps erjolgreich unterstützen wollen, unbeschadet des ersten Vortrages— der Referent wiederholt außerdem ist jeder Eiuzelvortrag ein abgeschlossenes Thema—, die folgenden Vor- träge zur Wahrnehmung zu empsehlen: sie. sinden statt: Am 19.. 17. und 24. November, 19>j Ilhr, in der Aula des Sophien-Ll>zeums» Wcinmeisterftr. 16/17. Die Kursusarbeitsgemeinschast am 11., 18. und 25. November im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes de» Verbandes, Gneisenaustr. 41. Dortselbst sind noch Teilnehmerkarten zu erhalten. Für die Mitglieder des Verbandes sind die Vorträge völlig kostenlos._, I 1 DiePresej «tmepfeew- Eln�treeei* Sf»ioöm«rk* Bereibilly�Oorspiel in allen unseren o|LielleaPerlie Kandidatur Thomas von vornherein ganz auesichtslos war. Dcr Kommunist Fast er«rhicll nur 100 000 Stimmen. Doch Arbeiterumzug in Innsbruck. Der zum zehnjährigen Vc stand de, Republik geplant« jozioldemokrotische Umzug in Innsbruck ist wie de r freigegeben worden, da eine Regelung erzielt worden ist. die eine Störung der Ausstevung der Bundesiruppen für die osslzielle Feier iowic einen Zusammenstoß mit dem Heimwchr- funzug ausgeschlossen erscheinen läßt, Paris, 8. November.(Eigenbericht 1 Aus den Beratungen des Präsidenten der Republik D o u- m e r g u e ist der Retter aus der Regierungskrise noch nicht ent- sprungen. Das ist nur zu begreiflich. Die Politiker, die der bürger- lichen Mit!« und der Rechten angehören, schwören noch immer aus- schließlich aus P o i n c o r c. Die S o z i a l i st e u dagegen, die am Donnerstag vier an der Zahl, im Clysee voripnachen, nämlich Bincent-Auriol, Renaudel. Paul Faur« und P e i r o t« s ließen keinen Zweifel darüber, daß die„Nationale Einheil mit oder ohne Poincore nicht mehr zum Leben zu erwecke»- sei. sondern daß nur noch eine Mehr. heil mit dem Schwergewicht nach link» in. Frage kommen könnt«. Zu enwiihnen ist noch, daß der Präsi- dent der Republik am Donnerstag auch noch eine halbstündige Unterredung mit dem Gouverneur der Bank von Frankreich über die Währung»- und Finanzlage Frankreichs hatte. Aussichtsreicher als die Parade der Politiker bei Doumergne' find unbedingt die Verhandlungen, die fest Mittwoch m der Kammer um die Bildung einer republikanischen Konzen- t r a t i o n geführt werden. Als Führer einer derartigen Kon- zentration koiirmen in erster Linie B r i a n d und T a r d i e u in Frage: außerdem werden auch C l« m« n t« l und der General- resident von Marokko Steeg genannt. Auriol und das Koalitionsproblem. pari». 8. November. Vincent Auriol erklörke beim verlassen de» Elysee dem hava»- Berichterstatter zufolge: Unsere Partei wird jede Reform- und Forlschrittepollllk unter st üheo. wir sind der Ansicht, daß dies« Politik«ine in sich zusammenhängen de Mehrheit voraussetzt. Um diese Mehrheit zu erhallen, muß man wissen, au» welchen Elementen sie zusammengesetzt werden wird, und ab die Sozialiften dazugehören werden. Das wird abhongeo ovo der wohl der Ministerpräsident««, die der Präsident der Republik, und von der Wahl der Minister, die der Ministerpräsident lrissl, und endlich vom Programm der Regierung. Als Journalisten ihn fragten, ob Sozialisten eventuell in die Regierung eintreten würden, antwortete Vincent Auriol: Das wird von der Wahl des Minlsterprästdenlen abhängen, aber ich glaube nicht, daß dieser Fall diesmal eintreten wird. Die Radikalen wehren sich. Paris, 8. November.(Eigenbericht.) Die radikale K a m in« r f r a k t i o n hat am Donnerstag abend eine Entschließung angenommen, m der zunächst{«st« gestellt wird, daß der Parteitag in Angerg durchaus der Tradition oller Parteien gefolgt sei und nur von seinem guten Rechte zup freien Mcinungeäußerung und Entjclzlicßung Gebrauch gemacht hal>e. um das Programm dcr Partei festzulegen. Angesichts dtcsee Tatsache sei«? ein unquolisizierboreo Borgehen, wenn die Gruppe Marin unter dem Schiitze der nationalen Union ein« wild« chetzkawpogn« gegen die Radikalen lo»loIse. Da» sei ein Manöver derpoliiischenErpressung und der Zwietracht. da? auf da? entschiedenst« verurteilt werden müste. Die' Gruppe Marin enthüll« damit nur ihre wahre Absicht: die..Nationale Einig- kcit" al? Masse gegen jeden Fortschritt, gegen die Republik und die Dcmokraiie zu mißbrauchen. Sozia'istische Kammerfraktion einstimmig für Boncour. Di« sozialistische K a m m c r f r a k t i o n hat heut« einen Bericht Paul Boncours über die Arbeiten der letzten Völker- bundsversammlung entgegengenommen. Sein« Ausführungen wiir» den«in st immig gebilligt. Gegen einen Antrag, dem sran- zösischen Völkenbundsdelegierteu die Glückwünsche der Fraktion auezusprechen, wandt« sich Viuceick Auriol mit dem Hinweis, daß die Annahme eines derartige» Antrages da�u führen würde, die sazialistische Porlamentssraktion mit dem ständigen Verwaltungs- ausschuß der Partei in Schwierigkeiien zu bringen. Da trotz- den, her betresfcnd« Antrag aufrechterl>alten wurde, vertagte sich die Jrcfttion, um am Nachmittag Beschluß zu fassen. Erweiterung der Llnfatlverslcherung. Die Regierungsvorlage vor dem Sozialpolitischen Ausschuß Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichstages be- schäftigte sich am Donnerstag mit der Vorlog« zur Erweiterung der Unfallversicherung. Es handelt sich um d>» Au»« dehnung der Verficherung auf«">« Rech« von Deirieben. deren Arbeitnehmer bcsonder» gefährdet stich, wie Feuerwehren, Kranken- Häuser, Keil- und Pfiegeanstallen, Theater. Kinos. Laboratoriums usw.: auch die Lebensretter sollen in den Genuß der Unfallversiche- ruirg kommen. Im allgemeinen erstreckt sich der erweiterte Schuß der Unsallversicherung nur auf da» technisch« Personal, nicht aus das Bureau-»ich Verwoltungspersonal. Bei den Schauspiel- Unternehmungen pich Kapellmeister, Musiker und sonstige» künstle- risches Personal, dessen Iahresarbeiteverdienst 8400 M. übersteigt. nicht einbezogen. Das gleich« gilt für Aerzte und Medizinolprakti- tauten In den Krankenhäusern, soweit cs sich nicht um Aerztc In den Loboraioriei» und Räntgenonstalten handelt. Die Schmesiern von Diatoniisenhäusern, vom Roten Kreuz, und Ordensschwestern sind wir dann von der Aeisicherung besreit, wenn sie«ine lebenslänglich« oder eine der reichsgesehliche» Unfallversicherung entsprechend« Ber- sargung haben. Die vielfachen Zl u« n a h m e b e st i m m u n g e n der Vorlage wurden in der Aussprache scharf kritisiert. Weiterbteawng Freitag.___ Vereinigung Waldeck-preußen. Der Leichsrat stimmte, wie es die vcrsasjung verlangt, dem Gesetz-ntwurs über die Vereinigung von waldeck mit Preußen zu. Die Vereinigung soll vom I.April Igzg ab geschehen. Der Entwurs des Reichsgesetze» ist vom R?ichcminister des Innern nunmehr drin Reichstag vorgelegt worden. Die Zahl der deutsckieo Länder vermindert sich von IS aus 17. Preußen erhält durch die hwzulegnng de» woldeckischen Gebiet» einen Zuwachs von 1055 Quadratkilometer mit ungefähr 56 000 Einwohner». Die Gesamtstimmenzahl der Länder Im Reichsrat vermindert sieh um 2 Stimmen. Es füllt nicht nur die dem Lande Wolbeck zustehende, bisher in der überwiegenden Rlehrzahl der Fälle von Preußen geführte Stimme weg. sondern auch Preußen selbst muß eine eigene Stimme abgeben, weil es sonst nach wegsoll der woldeckischen Stimme über mehr als zwei Fünftel aller Reichs- rokssklmmev verfügen würde, was nach Art. kl der Reichsverfaslung unzulässig ist. Noch Abzug dieser beiden Stimmen wird dir Gesaml- slimmenzahl im Relchsral 66 betrogt n, wovon 26 auf Preußen enl- fallen. Antonomistenmandaie annultieri. Heftige Debatte in der französischen Kammer. Ja der Poriser Rammee kam es gestern abend zu einer außor- ordenilich bewegten Debatte über die geforderte Ungültigkeils. «rklärnng der Mandate Ricklins und Rosse». Gegen Schluß wurde Ricklin da? wart erteilt, um sich gegen schwere Anklagen zu verteidigen. Die Debatte endete damit, daß der Ausschuszanicaq, der die Mandate kassiert, mit 220 gegen 39 Stimmen— also bei etwa 230 Slimmenthaltungen?— angenommen wurde. Kuustnachrichten Mau ritz Stiller, Schweden» gios-ier Filmregisseur, ist in Stockholm nach langem Krankenlager im 45. Lebensjahr gestorben. Opernsänger M o t t i a B a t t i st i n i ist in Call« Boecarv (Ubbruzzen) einem Herzleiden erlegen. Er war über 70 Jahre alt. Die Arage der Rcichsresorm. In Ausführung des Peschlusses. durm den der VerfailuNgetlusschiiß der Läuderkonserenz am 24. Ol- tober zwei Unteroukschüste eingesetzt hol. sind, diese vom Reich:- minister de? Innern zur Konstituierung und Festsetzung de? Ar- bkitkprogramms aus Sonnabend, den 10. Ronember. nach Berlin berujen. WERTHEIM Leipziger Str. Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Preise für Freitag und Sonnabend, soweit Vorrat Fleisch, Fische, Geflügel, Obst und Gemüse werden nicht zugesandt. Abteil. Frische Blumen aar Leipziger Sir» Tulpen... siuck Spi. IOpi. Balkontannen smck 35, A5n Narzissen s.ucu 8p.. IOpi. Kakteen relchhi",igeS§ruÄ 35� Hyazinthen stock 45, 65 Hyazinthengläser 20, 24 pc *r. S frisches �ieistzh Kalbskamm u. Brust... Pfund Kalbsnierenbraten..... Pfund Kalbskeule ganz und geteilt. Pfund Schweinebauch u. ROcken mit Beilage Schweinekamm u. bioh m. Beug., p(d. Schweineschinken...... ptund Kalller Speer u. Kamm....... Pfund Hammel'Vorderfleisch p�nd Gehacktes Pfd. 0.75 Gulasch pm. Querrippe pfd. 0.75 Liesen Pfd. Rinderkamm u. Brust... Pfund SChmOrfleiSCh u. Roastbeef, m. Knodu SChmOrfleiSCh ohne Knochen Pfund 0.70 0.80 0.90 1.00 1.10 1.15 1.15 0.98 0.80 0.95 0.80 1.00 1.25 Schweinekotelett... ptund i.30 Kalbsschnitzel........ piund 2.20 Pr>ma Gefrierfleisch Suppenfleisch.......... Pfund 0.65 Rinderkamm u. Brust. Pfund 0.70 Kuh>Euter Pfd. 0.30 Herzen Pfd. 0.65 Ohat (Wuraiwoaratt Amoreltenbirnen 18pf. Paslorenbirnen pti 20pi. Lukasbirnen �r°na 35 pi. Musäpfel.. piund 18 Pf. Kanläpfel 25pi. Goldparmänenpfd.35pf. Ämerikaneräpfel 35 pl i Kranzfeigen Pfund 28 pt. Ananas Pfund 75 u. 85 pt. la Tafeläpfel Rosmarin, Champagner Rott, WiDtercelvillcn' 3 Ptund 95 Pf. e.««�brnllo 11.50 Rol- u.DampfwursI 1.10 LandleberwurslPfd.1.20 SülzWUrsl... Pfund 1.20 Jagdwurst Pfund 1.45 Sdiinkenpolnisdie 1.45 Filelwursl Pfund 1.55 Landmetlwursl Pfd. 1.55 Leberwurst feine. Pfd. 1.80 Pökelfleisch gekocht 1.80 Zervelal u. Salami holsteinische, Ptund'•O'J Speck feit 1.45 mpfder1.55 Schinkenspeck pm 1.80 Nußschinken, oc ca. 2 Pfd. schwer, Ptd.• Könl�tr.. Ro�nthalff vtr. Okiritzoi.-. Berl. Mettwurst Pfd. 1.20 Bierwurst... Pfund 1.60 Teewurst. Pfund 1.70 tfCaae u. Setnüae Möhren gewasch, f pj"nd Camembert vollletl, rund u. Halbn-.oid, Schachlei 26 Pf. Schweizer»wde u. Camembert vo"rel6 Porhonen 78pf. Allg. Limburger haibiett Pia. 56 Pf. voiiieii Pia. 1.05 Steinbuscher haibfeii... Pia. 78 PC voiifeii Pia. 1.10 Ramadou halblell... SWck I8Pf. vollfetf. Pfd. 85 PI. Fdamer baibien...... Pfd. 85 Pi. vouiett Pia. 1.18 Holländer haibfeii..... Pia. 85 Pf. voiitett Pia. 1.18 Weißkohl ddn.| g Schweizer diln.,drelvieitclfetl Pfd. 98 PI. �pjnd'vön 1-48 Pf. Müiactt ff Uchte«.{Sacßcbat Wirsingkohl ml Rotkohl hollHnd. Blumenkohl Kopiv. 15pi. Sellerie... piund 18pl Rosenkohl piund 25 Pf. Schwarzwurzeln 36pf. . Pfund 1.15 Tilsiter voiifeii i............... Blockkase, ohne Rinder Tilsiter halbfett Pfd.{j8pi. Schweizer'«fett. Pfd. 1.18 fische Goldbars Ohne Kopf........ Pfund 0.24 Schellfische............ mund 0.24 Bratschollen i-f»-. d-aud,«. Pfund 0.28 Kabeljau pIund 0.30 0.38 Fischtilet.............. Pf«"«» 0.58 Seflujet u»(tßitd Suppenhühner ,rilch 0.98 an Bratgänse........ p!und von 1»00 an FettgänSe........ Pfund von 1.10 an Wartebrucher Gänse. Pfund 1.28 an PUten PId. 1.15 POUletS Pfund 1.48 an Wildrsgout........ pfun Stein Äpfelmus..... 0.72 Birnen halbe Frucht 1.02 Mirabellen. 1.05 Ananas H»iii,>Sciieiieii1.05 Erdbeeren..... 1.45 Aprikosen-Pulp. 3-kg Dose 4.50 Olsardinen portuiislsche 3 4z, 7 5 PI. Heringe--Ä 0.62 Fetlbücklinge32u. 40i*i. Sprollen. Pfund 45 pl Bundaale•. Buna 36 pi. Kieler Bücklinge 48PL Schell|ische Pwna 42Pf. Seelachs �A?�?fd.65PL /«#*_• Preise tOr Flasche fJiJem ohne G|0, ...... 1.00 San Antonio spanlsdier Rolweln 1927 Wöllsteiner aUMger Phelnhesse....... 1.10 1927 Edenkobener anspiechender Pfalzweln... 1.25 Gold-Malaga leinsu», kr»!iig........... 1.40 4 ausgewählte, gute Tisdiweinsorfen: 1926 Niersteiner kernig, Ito» »ird t 'erzeid I«ubi Xbern ketrien I D »ertrai bestehl �ordn ISchlo dieser "ohne bicltm r>gene utngct stehen Spezial-Mischung Bohnenkaffee 67Pf. 40%1.10 / Konfitüre,'/, Eimer Pflaumen 90pl Aprikosen 1.10 Erdbeer 1.30 Johannisbeeren, Orange 1.15 Kirschen 1.35 Bienenhonig.,.'«-kg-oias 1.25 i-kg-oiaa 2.25 1927 Mandeler Rosengarten bium.Nahewcin .......!' 1921 M�doC suler, roter Bordeaux...... f 1 1927 Nitleler Leiterchen Riesling PM�r j 150 1 923 Beaujolais-Fleurie falliger Burgunder j 1924 Chäl. Clarke lelnsuoer. welfl. Bordeaux J 1927 Oberemmeler Rosenberg �gf�dukÄ 2.10 Johannisbeerwein extraleln. relnfSnlg. V. FaB, Ur. 90 PL Larragona suu, krilfiig. vqm Faß........Ufer 1.25 Muskateller sehr SÜß und wgrzlg, vom Faß Liier 1.60 °Hne mflar 2 bitfes man des 3 2 12. 3 S'gen mm KIEINEANZEifiEN MtsWMUPI. Fitt�draltoWfrtfSKI. 'ulhsig 2 Isttjulniditi Jlarttl.— ShllBijesudiJ Iis I Worl(hHudniitt) l S PI-, edis»sitare Wen 1J PI. Worta mit nedr als IS Sudislaitn liblaa (Ii zwai Wcrta. Aniaig«, laldta für dii alilstal! Dnner dtstinunl siad.nSsser bissaSlastam 4V, Ubr aadunittags ia der Haapt-Euiedilion des Virwärts, liadenstrate 3 abgegetan«erdaa.Dleselbt ishaoebnifagsaoniiMrgans S' i'llhr bis naebm. S Ubr ununterbrrdian redfinei. Verkäufe Lanhparzellen, Quadratmeter nur 9fi Pfennig, kleine Anzahlung, inanat- lich SO/--. Orania-Industrie-�esellschaft, Oranienburg, Berlinerstrage öS. Bekleidungsstücke. WäSrtye.usy. LlidHaus äSotigpIafi 58.-1. Cetfauf naii I Rasaltcc.Sarbcrobe, teils auf Seide.> Jackett-.!?rack>. 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November die Aussperrung durchgeführt und damit einen offensichtlichen Tarif- ruch begangen haben, sich ganz erheblich zugunsten der Arbeiter «gestellt Hot" Sie verharren aber troßdem bei ihrer Ansicht und �euen sich nicht einmal, eine Feststellungstlage beim Arbeitsgericht u Duisburg anhängig zu machen, um den Beweis erbringen zu sollen, daß der Schiedsspruch formell und materiell ungesetzlich ist. I Ein hoffnungsloses Beginnen. Es soll der endgültigen Stel- »ungnahme der drei Metallarlieitervcrbände hier nicht vorgegriffen Verden: außerdem Hot ja auch bereits der Allgemeine Deutsche Ge- sutrkschostsbund in einem redst treffenden Artikel die UnHaltbarkeit �r Behauptungen der Arbeitgeber dargelegt. Seit fünf Zahren «itd die Praxis, wie sie im Schiedsverfahren am 26.' Oktober zu �zeichnen war, in tausendfacher Ausführung ohne Widerstand geübt und ausgerechnet bei diesem Schiedsspruch kommt der Arbeit- »eberverband Nordwest zu der Behauptung, daß der Schlichter allein leinen Schiedsspruch fällen kann. Der zweite Einwand, daß der Schiedsspruch den Rahmen- Ertrag oerletzt, ist noch weniger haltbar. Seit dem 18. Januar 1924 bestehr zwischen den Organisationen und dem Arbeitgebcrverband -llordwest ein Lohnvertrag, in dem der Grundlohn des Facharbeiters i»chlosser, Dreher) auf 50 Pf. pro Stunde festgelegt wurde. Dieser Grundlohn besteht heute noch. Bei den nachfolgenden "»hnerhöhungen einschl. des letzten Schiedsspruches wurden zu diesem Grundlohn die festen Zulagen jeweils erhöht, damit, auf eigenen Wunsch der Arbeitgeber, die Akkorde nicht immer wieder umgerechnet werden brauchten. Zwischen dem Zeitpunkt seit Bc- liehen des gültigen Lohnabkommens wurde der Rahmenvertrag zweimal geändert. ohne daß auch jemals seitens der Arbeitgeber irgendwelche Be- unstandungen erfolgt sind. Die mit den Tarifverträgen Nordwest Vertrauten betrachten dieses Vorgehe» der Unternehmer als«in Täuschungs- «onöoer. ein Verlegenheitsprodukt. um dem peinlichen Vorwurf des Tarifvertragsbruch» öffentlich entgegenzuwirken. Die Metallarbeiterorganisationen sehen den Verhandlungen am 1Z. November beim Arbeitsgericht in Duisburg zuversichtlich ent- liegen. /• Die Pressemeldung» daß die Wetallarbeiterorganisytionen bereits 'ine Schadenersatzklage gegen den Arbestgcberverband eingereicht haben, ist ebenfalls unrichtig. Diese und ähnliche Fragen sind Meiteren Verhandlungen vorbehalten. ' Der Kamps erfordert ungeheure Opfer. Den U n o r g a n i- !i«rten wird es eine bittere Lehre sein, zumal es die Gewcrk- ichaften seit Jahren an Mahnungen nicht fehlen ließen, sich und ihr« Familien vor kommenden Kämpfen zu sichern. Die o r g a n i- sierte Arbeiterschaft sieht dem weiteren Fort- Sang des Kampfes mit voller Zuversicht entgegen. Ausländische Veurieilung der Aussperrung. Este». 8. November. In einer stark überfüllten Persammlung des Christlichen Metall- arbeiterverbande» sprach heut« mittag dos Mitglied des Jnternalio- Nalen Arbeitsamtes, ch eueler. über die ausländische Beurteilung d«, Nordwestkonflikts. Er sagte, die Tatsache der Lohnerhohnngs- forderung interessiere das Ausland weniger, dagegen beobachte es mit gespannter Aufmerksamkcit die Form dieses Kompfes. Ii, den letzten Jahren sei in mehreren ausländischen Staaten verhandelt und beraten worden über den Ausbau des inter- nationalen Schlichtungswesens für Arbeitszeit- und Lohnkonflikte und innner wieder habe man die Blicke auf dos Mutterland der Sozialpolitik, auf Deutschland, gerichtet, weil man von Deutschland aus diesem Gebiet eine vorbildliche Lösung erwartet habe. Dieses Vertrauen in Deutschland sei durch die Form, in der die Arbeitgeber den Konflikt entfessM hätten, und durch die Art, wie sie den Kampf gegen die staatlichen Schlichtlings- einrichtungen führten, schwer erschüttert worden. Es sei demgegenüber Pflicht der Arbeiter, durch eine musterhafte Führung des Kampfes die aus- ländijchen Sympathien für Deutschland zurückzugewinnen und zu verstärken. Der Leiter der Versammlung erklärte, daß wegen der ungeklärten Rechtslage der Konflikt sich noch Wochen hinziehen könne. Die Ge- werkschaften würden eventuell dazu übergehen müssen, ihre Unter- stützung an die Ausgesperrten als Darlehen zu betrachten, um der Möglichkeit zu begegnen, daß diese Ulsterstützungen auf Leistungen der Wohlfahrtsämter angerechnet würden. Beiratssitzung des Metallarbeiterverbandes. Der Beirat des Deutschen Metallarbeiterverboirdes tritt heute, Freitag, in Stuttgart zusammen, um zu der Gesomtlage Stellung zu nehmen.» Gegen Ttotsianösarbeiten durch Angestellte. Esten, 8. November.(Eigenbericht.) Der Deutsch national« chandlungsgehilsenoer- band hat beschlossen, gegen die N o t sta nd»a rb e i t e n, zu denen die Angestellten von den Werken veranlaßt werden, aktiv einzugreifen. Entscheidung des Duisburger Arbeitsamts. Keine Unterstützung bei Aussperrung. Duisburg, 8. November. Der Spruchausfchuß des Duisburger Arbeitsamtes beschäftigte sich heute mit der Klage eines ausgesperrten Metall- arbeiters auf Auszahlung von Erwerbslosen- Unterstützung. Der Kläger machte geltend, daß es sich bei der Maßnahme der Arbeitgeber um eine Etillegung von Be- trieben handele, die den arbeitslos gewoxdenen Pplegschasts- Mitgliedern Anspruch aus E r we r b sl ose nu ntc,l stütz u n g gebe. Nach längerer Beratung entschied der Spruchausfchuß auf Ab- l e h n u n g des Antrages, da es sich nicht um eine Stillegung, sondern u in e i n e A u s s p- r r u n g handele. Die Voraussetzungen der Stillegungsoerordimng vom 8. November 1920 in der Fassung vom 15. Oktober 1923 seien nicht gegeben. Die Begründung verweist noch auf den Bericht des. Reichs- tagsausschusfes für soziale Angelegenheiten, wonach ein Antrag der Reichstagsabgeordneten Teusch und Genossen:„Ar- beiislose, deren Arbeitslosigkeit durch Aussperrung verursacht ist, die unter Bruch des Tarifvertrages vorgenommen ist, erhalten Arbeitslosenunterstützung" abgelehnt worden sei. Das spräche für die Absidst der Gesetzgeber. Arbeitslosenunterstützung bei Aussperrungen nicht zu zahlen. Da gegen diese Entscheidung Einspruch eingelegt wurde, wird sich die Spruchkammer in Düsseldorf noch mit der An- gelegenheit beschästigen._.>_ Kommunale Unterstützung beantragt. Bochum, 8. November.(Eigenbericht.) Die sozialdemokratische Fraktion der Essener Stadtverordnete!'- Versammlung hat für die außerordentliche Stadtverordneten- Versammlung am Sonnabend folgenden Antrag eingereicht: „Wir beantragen die Einrichtung vckn Volksküchen in allen Stadtteilen, Ausbau der Schulspeijui�cn, Belieferung der Ausgesperrten mit Kohle, Kartofseln und sonstigen Lebens- mittel» sowie Winlerkleidung. Gas und Elektrizität sind während der Dauer der Aussperrung auf Kosten des Wohlfahrtsmntes zu liefern. Die Abdeckung der erforderlichen Mittel hat durch entsprechende Erhöhung der Gewerbesteuer und Lohnsummen« stcuer insbesondere der Betriebe der Schwerindustrie zu erfolgen." Es ist anzunehmen, daß die sozialdemokratischen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlungen in den übrigen Städten des Aus- fperruirgsgebiete» diesem Beispiel folgen werden. Kinöerspeisung in Duisburg. Duisburg, 8. November. Die Stadtverwaltung beabsichtigt, wie mitgeteilt wird, in nächster Zeit in den Volksschulen die Speisung der Kinder der ausgesperrten Arbeiter einzurichten. Bisher verabreichte die Stadtverwaltung täglich 9000 Portionen an bedürftig« Schulkinder, doch wurden in den letzten Togen bereits bis zu 11000 Personen gespeist. Kinder, deren Bäter noch in Arbeit stehen, sollen während der Durchführung der neu vor. gesehenen Maßnahmen von der Schulspeisung ausgeschlossen werden. Dadurch will mm erreichen, den Kindern der ousqeschlostenen Ar- beiter größere Portionen verabfolgen zu können. Aussperrungsfolgen. » Düsteidorf, 8. November. Die Finna Capito u. Klein in Benrath, die nicht Mitglied des Arbeitgeberverbandes ist� und die ohne Betriebseinschräukung or- bettet, dürste in absehbarer Zeit mit Schwierigkeiten im Bezug der Rohstoffe zu rechnen haben. Als Vorbeugungsmaßnahme hat die Verwckltunq der gesamten Belegschaft von 600 Mann gekündigt. Sollte jedoch eine Einigung im Lohn- kanslikt der nordwestlichen Gruppe durchgeseihnt werden, würde diese Maßnahme rückgängig gemacht werden. Aachen. 8. November. Infolge der Aussperrung in der Arbeitgebergruppe Nordwest und wegen des voraussichtlichen Stockens der Rohstoff- zufuhr hat sich der Eschweiler Bergwerksverein gezwungen ge- sehen, sür seine Hüttenabteilung die Stillegung zum 1. Dr. zeinber 1928 zu beantragen. Die Berwaltung erklärt hierzu, daß es sich nur um eine Sicherheitsmaßnahme handele, die zurückgezogen werden würde, sobald der Rohstosfbezug wieder ge« sichert sei. Elberfeld. 8. November. Aus Wülfrath. Kreis Mettmann, wird gemeldet, daß in- folge der durch den Eisenkonstikt hervorgerufene» Absatz» stockung in der dortigen Kalkindustrie weitere Betriebseinschränkungen vorgenommen wurden. Ebenso wird die Beleg- schast des dortigen Betriebes der Vereinigten Stahlwerke, für den nur wenig Aufträge vorliegen, aussetzen müssen. Forderungen der sächsischen Texiilarbeiier. In der sächsischen Textilindustrie sind vom Deutschen Textilarbe.iter-Verbänd in der Lohnfrage im wesentlichen folgende Forderungen angemeldet worden: sür die männlichen Arbeiter eine Erhöhung von 10 P f. und für die weiblichen eine solche von 8 Pf. pro Stunde, ferner entsprechend« Erhöhung der Löhne der Jugendlichen, der Zuschläge und der übrigen Lohnsätze, sowie Beibehaltung der außertariflichen Zuschläge. Für die Lausitze? Tuchindustrie wurden die Zeichen Forderungen erhoben; darüber hinaus wurde für die ausgesprochenen Zeitlöhner eine Erhöhung des Zuschlages von 5 auf 10 Proz. ge- sordert und schließlich noch eine vufrundung der Bruchzahlen bei der Lohnberechnung. Verhandlungen sind bis jetzt weder für Sachsen noch sür die Lausitz angesetzt worden. WoreiHE vom 9.— IQ. 11. dertaq6 Maka-Finub-Slnimpf.. 1.10 Duatn- UBterxidutrampe, relnr. Wolle...... I 75 Wudlield. Dauer», rumpl 1.9 f Deag'.M bergarast. I-Wabl>.«5 Belli volla. DanciutriuDpt l aranilert l. Wahl...«•.** namenatnampl-SpeaUl".___ Damen- UdupenfeB' «chuh. SotSUlges Modell, �90 amerikanischer Absatr.* Dam. brauner Span- 090 genschuh mit Laufabsalz O p«. Dcmb-rg* Damcaalrumpl„PraeW, Seide mit Hör,,>--•••5 D.iurn strumpf„Faptaalc Seide mit Wolle...»• 3>J5 Herren-Grbrauduwstken.•.•5 Hciren-WoIUoeken. aar IM ub 1490 lc■. K» bes,e1450 Herrensilefel, RahmenarbcU. Damen echt Boxkalf- 1�90 Tmtt.. 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Es sei eine Steigerung um insgesamt IS, 2 Proz. zu verzeichnen, so daß der Mitgliederbestand am Ende der Berichts- perwdc 13 069, unter Einschluß der Jugendlichen und Hospitanten sogar 14 199 gegenüber 11 344 am I. Oktober 1927 betrage. Dieser Erfolg sei zweifellos nicht nur auf die eifrige Werbearbeit unseper Ortsoerwaltungen, sondern in erster Linie, aus den über- zeugenden Anschauungsunterricht der Unternehmer, wie er durch die Aussperrungsmoßnahme der Industriellen im Ruhrgebiet gekennzeichnet würde, zurückzuführen. Günther schildert sodann die Auswirkungen der neuen sozialpolitischen und arbeits- rechtlichen Gesetzgebung innerhalb des Gaubezirkes. Auf dem Gebiet des Tarifwesens seien fast überall Fort- schritte zu verzeichnen, die sich in prozentualen Erhöhungen der Gehaltssätze und in Lerbesserungen der sonstigen Arbeitsbedingungen auswirken. Allerdings dürfe die Gehaltsentwicklung nicht nur noch prozentualen Erhöhungen beurteilt, vielmehr müsse» die absoluten Zahlen kritisch betrachtet werden. Diese aber lasten erkennen, daß die Bezahlung der technischen Angestellten längst noch nicht in einem gesunden Verhältnis zu den von ihnen verlangten Arbeitsleistung steh«. Iw Anschluß an den Geschäftsbericht wurde eine E n t s ch l i c- ßung angenommen, die den ausgesperrten Industriearbeitern im Ruhrgebiet die Sympathie und Solidarität der organi- perlen Techniker zusichert. Der Bericht des Gauvorsitzenden Lemnitz behandelt neben verwaltungstechnischen Fragen personelle Veränderungen im Gauvorstand und in der Gauverwaltung. Die gegebenen Berichte werden einer gingehenden, geistig außerordentlich hochstehenden Aus- spracht unterzogen, die die volle U e b e r e i n st i in m u n g der Mitglieder mit den gewerkschaftlichen Maßnahmen des Bundes im allgemeinen und des Gauvorstandes im besonderen erkennen ließ. Otto Schweitzer behandelte dann in' einem Bortrag das Thema:„Wirtschostspolitische Aufgaben der Arbeitnehmer". Nach einem weiteren Vortrog des Gauoorsitzenden Lemnitz über ..Werbearbeit", in dem der Vortragende die anzuwendenden Methoden., in, der notwendigen Propagandatätlgkeit ausführlich schildert, wurden noch eine Anzahl interne Organisationssragen behandelt., Der Gauleiter, Genosse Günther, wurde vom Gautag ein- stimmig bestätigt.___ Bauarbeiter und Achtstundentag. ' Vor den Delegierten der Berliner Generaloersammlung des Baugewertsbundes sprach am Dienstag im Gewerkschastehaus der Bundesoorsitzeiche Genosse Bernhard. Er zog zunächst einen Vergleich zwischen der Stellung der deutschen Gewerkschaften im und.zum Staat in der Vorkriegszeit und ihrer heutigen Stellung. die«me noch viel einflußreichere sein könnt«, wenn nicht noch so viel«.Millionen Werktätige außerhalb ihrer Reihen stünden. Es sei' völlig abwegig, aus diesen unvollkommenen Staat ,zu schimpfen, der in seiner Derfastung alle Möglichkeiten biete, ihn vollkommen und zu einem wirklich sozialen Staat zu machen. Eine der Haupt- aufgaben' der Gewerkschaften sei es, als mitbestimmenide Faktoren in die Verwaltung des Staates zu gelangen, da es meist viel leichter sei, Gesetze zu machen, als sie zur Geltung zu bringen. Aus dieser Erkenntnis heraus hat sich auch denHomburger Gewer kfchasts- kongreß auf den Bo-den den Wie tfchaj.t's dem nk ra t k'e gesteht. Der Referent kam dann eingehend aus d?n.Reichstorift>utrog für daz'Baugewerbe zu sprechen, der am 31. März 1929 abläuft. Soviel stehe schon setzt.fest, daß nicht nur die Bauarbeiterorgauisationen, fondern auch/ die Unternehmer eine ganze Reihe von Äbänderungs- Vorschlägen' machen werden, und daß keine der beiden Parteien imstande sein werde, alle ihre Forderungen restlos durchzusetzen. Es.'würden beben vielen anderen Forderungen vor ollem d i e aufgestellt werden, daß der Urlaub besser geregelt und die Rechte der Betriebsvortrttting erweitert werden. Wenn schließlich auch in manchen Fragen'wie bisher immer Kainproiniste geschlossen werden sollt«!?, so irtüssc ober schon heute erklärt werden, daß es für den Baugüvezksbund in der Frage der achtstündigen Arbeits- zeit kein Kompromiß geben kann. Mt der Auffordennig an die Delegierten, alle Kräfte für die beoorstebenden Auseinandersetzungen mit den Bauunternehmern zu mobilisieren, schloß Genosse Bernhard seine Ausführungen, die, abgesehen von einigen„grundsätzlichen" Kritikern, die Zu- stimmung' aller Delegierten fanden. In völliger Uebereinstimmung mit samtlichen Delegierten stellte Genosse D r ü g e m ü l l e r zum Schluß noch fest, daß die Berliner Bauarbeiter nicht nur mit ihrem Herzen bei den Ausgesperrten in Rhcinlond-Weft- f a l e n, sondern zu jeder Stunde bereit sind, sie auch finanziell zu unterstützen.__ Die Jugend im Buchdruckgewerbe. Äm Mittwoch abend gehörte der groß« Saal des Berliner Ge- rnerkschaftshauses den-Jüngern der schwarzen Kunst. Der Verein der Berliner Buchdrucker und Schriftgfeßcr bereitete den jungen Gehilfen und Lehrlingen im Rahmen einer Festversammlung einige frohe Stunden, die.zugleich aber auch der Vorbereitung sür den nunmehr beginnenden Kampf ums Dasein dienten..In einer kurzen Anspiache wies der 2. Gauoorsitzsnde Genosse A l b r e cht darauf hin, welche schweren Kämpfe notwendig waren, um nicht nur sür die Gehilsenichast einigermaßen zufriedenstellende Lohn- und Ar- beitsverhältniste zli schaffen, fondern um vor allem auch die Lehr- oerhältnisse oüf den heutigen Stand zu bringen. Seine herzlichen Worte. klangen aus in der Aufforderung, von nun an Seit« an Seite mit den' älteren Berufskollegen dafür zu kämpfen, daß das einmal' Geschaffen« nicht bloß erhalten, sondern ständig verbestert werde. Die musikalischen Darbietungen, die von Mitgliedern des Orchesters der Städtischen Oper in Charlottenburg, vom Buch. druckergesangvereln„TUpographia" und vom„Typo-Qu'artett" zu Gehör gebracht wurden, fanden begeisterten Beifall. & SPD.-Metallarbciter de» 13. DMV.-Bezlrl»! Montag, 12. Novem. 6»t, 17 Uh«, im La tat Volkshaus Reinickcndors.West, Sckarnwederstr. 114, Fraktansversammlung. Erscheinen aller iScnossen ist Pflicht. Der«orstaizd. SPD..Metallarbeiter! Dienstag. 13. November, IS Uhr, wichtige 'rakt'.onsverlammlung in den Lophien-Sälen, Eophienstr. 17—18. ' iriti. und> Verbandobuch legitimiert. Ohne diese Legitimation kein lutcitt. � Der Arattiousoorstaad. »Freie Gewerkfchafis-Iugend Groß-Berlin heute, Freitag. ISzh Uhr, tagen die Gruppen: Rordriag: Jugendheim Lichtbildervortrag:»Die FGI. in Wort .......„U.. Echul« Ecnnenburger Etr. 20..___________________ und Bild."— Zermanoplatz: Zugrndbeim Eanderstr. II, Ecke Hobrecht ftraße. Vortrag:..Die Stellung des Jugendlichen in der Gesellschaft."— steppelinplatz: Iugerrdheim Turiner., Ecke Seestrahe. Vortrag:»Die Revolution lgI8 und ihre Wirlungen."— Das Zugendselretariad ist heute von 17— IS Uhr gcilfsnet.— Achtung, Zngendlurle! Heute. Freitag, Anmeltesckrluß. Die Mel- dünge» müssen intbalten: Name. Vorname, Wohnung, Beruf, Verbandszugc- Hörigkeit, Vcrbandsnummcr und Alter. §Iuaendqrupve des Zentralverbandes der Angestellten Heute. Freitao. finden folgende Veranstaltungen statt: Panlow-Rieder- schönhausen: Jugendheim Görsibstr. 11 ltzimmer 3). Vortrag:»Gemein» schaft." Referent Friedrich Weiaelt.— Sberspre«: Jugendheim Laufener Strohe. Bortrag mit Lich:bildern:»Unser Reichsjugcndtag in Frankfurt a. M." Refe. rent Georg Heilbrunn. sDa» Buch vom„Reichsjugendtag" zum Vrcisc von 1 M. ist heute zu haben.)— Südwest: Fugendheim Belle-Alliance-Str. 7—10. Vortrag:„Bub und Mädel." Rcfersntin Martha EchuItzc.Frenhel.—»ipenlck: Jugendheim Grünauer Str. 3, Zimmer 2. Heimbefprechung, anschließend Sing. und Spielabcnd._ Aus der Partei. Im Sowjeikerker gestorben ist der georgische Sozjalistenführer Ebralidz« im Alter von 65 Jahren, von denen er sehr viele in den Kerkern der russischen Fremdherrschast verbrocht hat: nur trugen sie früher den zarischen Doppeladler— jetzt Hammer und Sichel. linfendvagan für diel« Rubrik find Berli»«««. Llndeustr-b« 3. Parteinach richten für Groß-Berlin stet» an da»«-ztrksletretartoz Z. Hak. 1 Trep. recht», zu eicht»» Achtung, Abteilungsleiter! Soweit das Ergebnis der Werbewoche«och nicht gemeldet ist, muß die Resullaikarle sofort dem SekretarlaI eingesandt werden. * 4. lkrei» Prenzlauer Berg. Die«rweitertc Krcisvorstandssttzung am Montag, 12. November, findet nicht statt. 7.»rci, Eharlottenbuva.«orauzeioe! Sonntag. 1». N-oemb«,«»such de» Stadt Nauen. Befichtiguug de« Rat- und Nreiahausc». de, Stadtmnseum» und der Stadt, zwei Vorträge über.Semeindepolitik" vom Nrei»»der. ingevicur Genosse» Menn. über„Die Ausgabe» de» Srelfe»"»o» Genosse» «rossen sich am Sonnabend, 10. November, IS Uhr, im Zugendheim Rostnen. straße 4. zwecks Abrechnung und Aussprache.— Di« fnnge» Parteigenosse» «reffen sich jeden Montag im Jugendheim Rofioenstr. 4 am AI Uhr. Bor. trage. Aussprache. 14. itrel« Neukölln. Das Parteiburcau bleibt heut« geschlössen. 17. Drei» Lichtenberg. Zur Teilnahm« an der Revolution«!«!?! im Sport- §:last treffen sich tie Genossen des«reifes um 18 ih Uhr Hochbohnhaf lllowstraße. unter dem Bülombogen. heute. Freitag. 9. November. «s. Abt. Nenlöllu. Wegen der heutigen Revolutionsfeier findet die Funk. tionärüüung erst am Montag. 12. November, statt. 113. Abt. Schmickwift. 20 Uhr Nepolutioae SedenIfeier l» Saf« Lanbhan» Schmöckmih, an der»rück«. Um rege Beteiligung mir» gebet«». II». Abt. Lichtenberg. Die Eenofstnnen und Genossen treffen sich zur Reo«, lutionsfeirr IM Sportpalast um 181j Uhr Hochlahnhof Bülowstraßc. Ein- trittsiarten find mitzubringen. 183. Abt. Sarow. 20 Uhr Revotutionsfeier Im Lokal»Zum Pankgrasen'. Baak. grafenstr. 3. Redner: Reich»tag«bqeord»«ter Peine,»ach Sympathj. fiercude und.«ormärts'.Leser find mitzubringen. ier am 10. Jahrestag der Revo/ution! eimitglirder. Reichsbanuerkameraden und «sch, Raiserstraß«. ISssitvhr Pvmarfch mit SPD.-Bernau. Gedenkfeier am 10. Sammelpunkt für all« Parteimitglieder. S Republikaner Restauroui Modisch,»ais-rstraße.______ s____ U Musik.zum Maritp.'aß. Redner. Landtagsab«.' Eduard Zochert., Berlin. M Anfchkießeni Fackelzug. Republikanifchc Rsmter und Frauin! Ange- m sschts des'fluchwürdigen' Verhaltens der Zudustriekapttane etil Rhein und Ruhr bekundet ihe �am besten durch wuchtige Anteilnahme an 'M»Hände weg»o» der Republik!" unserer Kundgebung den Willen: Morgen. Sonnabend. 10. November. 1. Abt. ISVi Uhr bei Spiegel, Ack-rftr. 1, wichtige FunZtionärsstzung. 23. Abt. 30 Uhr bei VoronIIi. Pasteurstr. 3, Funktwnärfißung. Letzte wärts".Ouittung ist mitzubringen. Eh-rlottenburg. 32. Abt. 30 Uhr Funktionärsitzung bei Bad«. Aaii-tt Augusta.dllee 33. Erscheinen dringend notwendig.— 54. Abt. 20 Uhrf Casper. Gucrickcstr. l. wichtige Funktionärsitzung. Achtung! Der Vorst»» trifft sich schon um 1»'? Uhr im gleichen Lokal. Erscheinen dringe« eriordcrlich... 83. Abt. Lichtcrseld«. All- Bezirkssührei und sonstigen tätigen Genosten»» Genossinnen tiesfen. sich zur erweiterten Abteilungsvorstazrtssitzung bm ' Genossen Fritz Ouandt, Hiudenburgdamm. Ecke Roonstraßo, um 20 ll.' Wichtige Tagesordnung. Niemand darf fehlen. Nenköll» S4. Abt. ISl» Uhr Funktionärsitzung bei Schröder. Steinmetzstr.» Erscheinen ist Pflicht.-»5. Abt. Ab 18 Uhr holen die«ezirksfüvrer stimmt Material von steil. Prinz-Handiern-Str. 38, ab.— SS.»i 19Vj Uhr wichtige Funktionärsitzung bei Lohann, Wipperstr. 18— 19, 97. Abt. 19 Uhr bei Rohr, Eiegfriebstr. 28— 2S, Funktionärsitzung. 197. Abt. Alt-Glienicke, Faltenberq und Grünau. 20 Uhr Reoolniiaa».G«dest feie« im Gemeiuschaftshau» der Gartenstadt Falkeabrrg. Gesang, Reg tionen. Festred» Franz stüustler, M. d. R. Eintritt frei. Alle Genossst »en und Genosse» sowie Sympathisierende»ad»Boewärt»"-Leier find t"' liebst eingeladen. Lichtenberg. 117. Abt 18 u Uhr orra»staltet die Adteilnag im Lokal � Flußbad«» stöpenicker Ehansse« ei» gesellige, Beisammensein, verbnnSst mit einer Zub'larfeier. Sympathisierend« können von de» Ritgliede* eingeführt werden.— IIS. Abi lS'h Uhr bei Bartz, Möllentorf., Rittergutstroß«. Abteilungsfunktionärfitzung. All« Funktionäre find r«" pflichtet, zu erscheinen., 123., 124. Abt.»anl»dorf.Mobl»bo-s. 20 Uhr im Lokal Snbera, Babnbofffr.'■ Revolution» seier. Mitwirkende: Arbeiter. Geianqverein.Freiheit",? «ebner Stobtoerordneter Franz stäming. Rezitationen«enosse v. stall Nach de» Feier gemütliche, Beisammensein. Reg« BeteUignng wir» C wartet.. 124a Att. Mahl»d«rf.SSd. 20 Uhr Rrvolnt'oaifeirr Im Lakal Hubert,,». S" tritt«infmli-ßlich Steuer»nd Tanz 1 M. Festredner August Niemari Regst« Beteiligung aller«enosstnnea»nd»«Nossen«ft Sympathisiere»,»0 wird erwartet. Sovukag, 11. November. 8. Abt. Besichtigung ber Weltlichen Schule in der«otenburger Str. 2. Foti Verbindung: Straßenbahn 199 ob Noscnthaler Platz. W»7. Abt. Neukölln. 17 Uhr>a Becker, Gesellsckastiha»», Britz.| 0 Ehdnsseestr.»7, Kerbstvcrgvügen, verbunden mit einer Ehrung der Zubi- Z m lar«. Festredner Emil Barth. Einlaßkarte» ,» 1 M. sind»och bei de» Z g Funktionär»»»n habe». All« Senolsinaen an» Genosse» sowie Sym- Z pothisterevde and.v»rwSrtr".L»fe» find eingeladen. 141. Abt. Rosentbal»nd Riederfchönhansea-West. WM Uhr Funktionärsitzuni bei Frische. Nieder., Ecke stronprinzenstraße. Alle Funktionäre werden 9* beten, zu erscheinen. Frauenveranstallungen. 7. strri» Eharlottenburg. Für die Abteilungen 31, 32. 53 und 58 liegen«' den bekannten Stellen: für die Abteilungen 34, 35. 56 und 57 im Fugenf' heim Rofinenstr. 4 ob Sonnabend. IV. November. Flugblätter für d" Frauenveesammlunq am Dienstag. 20. November, zur Verteilung bereit." Di« Abteilungsleiterinnen werden gebeten, die Fragebogen möglichst uM' gehend an bie streisleiterin einzureichen. 11». Abt. Lichtenberg.- Achtung. Genossinnen! Wir treffen uns heute. Freitag 9. November, 19 Uhr, am Bülowbogen, zum Besuch der Revolutionsfe''' im Saortpalast. Au der Feier könncn nur Genossinnen teilnehmen, dt im Besitz einer Eintrittskarte sind, da an der stasse keine starten mehr Z» haben sind. Zungsozialisten. All« Gruppen Veranstaltungen falea heut«. Freitag,». November,»u».«>> beteiligen»n, geschlossen an ber Rrv»lution»feier drr Portci im Spsrtpalo? am l»� Uhr. Gruppe Schönebelg: Treffpunkt heuie. Freitag. 19 Uhr, Bülowbogen. � Gruppe Süden: Sonntag. 11. November. Fahrt nach Neubabelsberg. Treffpun» 9 Uhr Potsdamer Hauptbahnhof.— Gruppe Weddiag.Gelundbrnnneu: Heu" abend betriligen wir uns an der Revolutionsfeier der Partei im Sportpaloli- Treffpunkt mit SAZ. am Bhf. Bülowstraß«, Kochbahn, 1» Uhr. Arbeitsgemeinschaft ber Sinderfreunde: »nei» üreuzberg: Delegierten der Roten Falken- treffen sich heute W 1» Uhr Brandenburg», Ecke vitschiuer Straße. 0 Geburtslage. Znbiläea usw. »1. Abt. Neukölln. Unsere» liebe» Genosse» Paul Schimmel feaalg ,u leinem hentigen 00. Geburt�ag, die herzlichste» Glückwünsche Ii» hossco, ihn bei bester Sesuadheit aoch«echt lang« ia yafuea Reihe» S* > ivben. { Eterbetafet der Groß> Berliner Partei- Organisation� 137. Abt. Nein, cke Udo ri. West. Am 3. November verstarb unsere langjährige Genossin M o r i e Henschi«, Berliner Str. 32. Wir verlieren in ihr eil» immer hilfsbercite Genossin, bie bereit» seit 1909 organisiert war. Ehre ihreoi Andenkens Einäscherung am Sonnabend. 10. November, 14 Uhr, im stremo- torium Scrichtstraß«. Wir bitten um rege Beteiligung. Mol- n. Zeichen- Bedarf LOuergens AlexandcrplQti Neue K8olg»tr.43 Blamesspendeti i rdrr Art iete« vre,»weri Paul Golletz. vorm. Ichui One, MariannenxtraBe 3. Ecke Naunynstraß» Amt Morttzvt. 103 03 Zm vienstzg, äem 6. d. M., 22Ve Uhr, entschlief nach langem, schwerem Leiden pistzllch Und unerwartet mein innigstgeliehter Mann, unser guter, treusorgende, Vater, unser lieber Sohn.Sch wieger- söhn, Schwager und Onkel, der Gastwirt Hugo Meier im 51. Lebensjahre. Dies zeigen hiermit schmerrerfOllt In tiefer Trauer an D|e Hinterbliebenen: Ww. Martha Meier, geb. Grofi, als Ehefrau Kllthe Meier] Erna Meier: als Kinder Hlldecard Meier) Karl Heier und Praa, als Elten Aosnate QroB, geb. Kolleck, als Schwiegermutter Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 10. d. 3L, nachm?>/, Uhr, auf dem Frieohot In Treptow, Neue Krugallee, statt Henkelt Sciieuermftfel pufit alles? OeDtsdiEr Metallarlieiter-VerbaDil Verwaltungsstelle Berlin Todesanzeiga Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Echiosscr Otto kossi geb. 17 Juni 1879, am 5. Ziovember gestarben ist Ehre seinem Andenke»! Di« Einäscherung findet am Freitag, dem 9. Naoemder. 15 V, Uhr. im Kre- matorium Serichtstraße stall. Rege BiieiUgung wird erwartet Via Ocfapctnaltaag. DemsiiiEiitialiaienitt-VeM DV Heute, Freitag, den 9. November, sind unsere Bureau« von 1 Uhr nachmittags (13 Uhr) an geschlossen. Vi« Oel»narn»al«uog. Am Montag, dem 5 November, starb unsere treue Genossin. Frau Msrie E. Henscbke Nein ick«»dorf-Best, Berliner Str. 8? Wir verlieren in ihr ei»» immer hiissdereite Genossin. Ihr Andenleu werden wir tn Ehren halten. Die 187. Abllg., Reiolckendor.-Wes, Einäscherung Sonnabend, nachm. 2 Uhr, stremaiorium Gertchlstraße. mmmmmmmmKmmmmrn Berliner llik-TriO Nwukölln.«JP lahnstr. 74 7S 1 Oanksaruns. Für die ole:en Beweite Herzitcher Tessnabme beim Hinscheiden meines ueden Bater» ttermsnn Knaul >age ich allen Freunden uud-I, tannten dem Reichsbgnner, der SPD. dem Ardeitergesangverein Pankow-Nieder- schänhausen. der Genossenschait Eintracht sowie den Miete: n des Hauses Siudnizstraßc l meinen herzlichsten Dank. Hedwig Dobrowolskl ge» Knaur ais Tochter. TEILNEHMERKARTEN SIND AM EINGANG ZU HAREN Vo�tragskursus bei den Freidenkern! Sonnabend, den 10. November, 19 Va Ühr, Aula Sopbienlyzeum, AVcinmeisterstraße 16-1? REFERENT: UNIVERSITÄTSPROFESSOR DR. J. SCHAXEL, JENA DAS GRUNDWISSEN DER FREIDENKER F Ü R F; ü N K T I O N Ä R E U N E N TBE H R L I C II .;•|V• 40*'— i; Segen Geschastemacher im Ralhans. Richtigstellung demagogischen Geschreis über„Korruption". Je mehr in der Berliner Stadtverwaltung die SozialdemokrotieanEinfluhgewa'nn. desto gehässiger betrieb die bürgerlich« Presse die Verbreitung ihres Märchens von der angeblichen„sozialistischen G ü n st l i n g s w i r t s ch a f t". Testern konnte in der Stadtverordnetenversammlung unser Genosie Dr. Weinberg öfsentlich feststellen, daß selbst der deutschnationale Psarrer Koch, als er noch— bis vor kurzem— Stadtverordneter war, in einer Ausschußsitzung zugeben mußte, er habe sich von der Unwahrheit solches Vorwurfes über« zeügt. Der Magistrat wünschte Bestimmungen, die oerhüten sollen, daß Stadtverordnete mit demjenigen städtischen Derwaltungszweig, zu dem sie als Stadtverordnete in Beziehung stehen, Geschäfte machen können. Gleichzeitig wollte er es Stadtverordneten erschweren, Posten von Beamten oder Angestellten im Dienst« der Stadt zu über- nehmen. Di« Linksmehrheit der Stadtverordnetenversammlung sorgt« dafür, daß Geschäftemachern durch Annahme der gegen sie gerichteten Bestimmungen ein Riegel vorgeschoben wurde. Sie verhinderte aber, daß die beamten« und angestelltenfeindlich« Bestimmung durchdrang. Eine derartige Bestimmung hätte leicht die Wirkung haben können, daß es Beamten und Angestellten verleidet wird, ein Stadtverordneten- Mandat zu übernehmen. « Die Versammlung wandte sich alsbald der Beratung einer Vor- läge des Magistrats zu. die eine„Ergänzung zur Ordnung für die Vertretung der Stad« in Aussichtsräte« und Generalversammlungen von Gesellschaften privaten Rechte»" zum Gegenstand hat. Die aus- schlaggebenden Absätze der Vorlage haben folgenden Wortlaut: „Mitglieder der städtischen Körperschaften und der Bezirks- körperichaften, welche dem Aussichtsrat einer städtischen oder zum Dell städtischen Gesellschast oder der für«inen städtischen Betrieb öder eine städtische Dienststelle gebildeten Deputation(Ausschuß, Verwaltungsrot oder ähnlichen Aufsichtsorganen) angehören. dürfen zu dieser Gesellschaft(Betrieb. Dienststelle) keine g e- schäftlichen Beziehungen ausnehmen oder fortsetzen, die mü einer entgeltlichen Leistung irgendwelcher Art verknüpft sind. Das Bestehen solcher Beziehungen ist dem Magistrat unver- züglich anzuzeigen. Dieser kann Ausnahmen von dem Verbot zu- losten, hat jedoch hiervon der Stadtverordnetenversammlung unver- züglich Kenntnis zu geben. Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung oder einer Be- zlrksversammlüng, ebenso unbesoldete Mitglieder' des Magistrats oder eines Bezirksamtes dürfen, solange sie das Ehrenamt in diesen Körperschaften ausüben, nicht als städtischer Beamter oder Angestellter angestellt oder in dieser Eigenschaft befördert oder zum Mitglied« des Vorstandes oder zum Geichäst». sichrer einer städtischen oder zum Teil städtischen Gesellschast bestellt werden." Für die sozialdemokratische Fraktion beantragte Genosse Dr. Weinberg die Wiederherstellung der vom vorberatenden Ausschuß abgelehnten Vorlage. Für die einzelnen Abschnitte soll nach dem Wunsch unserer Genossen getrennte Abstimmung statt- finden, so daß dann der erste Absatz der Lorlage anzunehmen, der mittlere abzuändern, der letzte aber abzulehnen wäre. Genosse Weinberg hielt den bürgerlichen und besonders den Rechtsparteien vor, daß sie, die doch schon so oft über sozialdemokratische Günslllngswirtschast gezetert hätten, die Vorlage eigentlich mit Freuden annehmen müßten! Aber alles Korruptionsgeschrei sei selbst nach dem Zeugnis eines Psarrers Koch haltloses Gerede gewesen. Die Vorlage enchalte in ihrem ersten Abschnitt ein« alte Forderung der Sozialdemokratie, die aus dem Umwege über diese Vorlag« verwirklicht werden könne. Stadtverordneter Dr. Easpari(D. Vp.) lehntedieganzeVor- l a g c a b. Er meinte, die Stadtverordnetenversammlung kranke gerade daran, daß sich weite Kreise von chandel und Gewerb« von der Mitarbeit in den städtischen Körperschaften zurückgezogen haben. weil sie nicht mehr ein geeignetes Betätigungsfeld sänten. Man könne unmöglich Fabrikbesitzer oder Architekten etwa in die Schul- deputation stecken, wohingegen in den Aufsichtsrälen der städtischen Gesellschaften dann Beamte und Lehrer sitzen. Die Stadtverordneten Lange(Z.) und Michaelis(Dem.) lehnten die Vorlage aus den gleichen oder ähnlichen Gründen ab, ihnen schloß sich der Deutsch. nationale Dethlesfsen an. Der Kommunist Leh trat dem sozialdemo- kratischen Redner bei. In der A b st i m m u n g wurde dann gemäß unseren Anträgen beschlossen. Der mittlere Absatz wurde so abgeändert, daß die An- zeige vom Bestehen geschästlicher Beziehungen nicht dem Magistrat, sondern den Aufsichtsräten, Deputationen usw. zu machen ist. Das kommunistische Verlangen nach Erlaß einer Marktordnung wurde gemäß den Ausschußbeschlüssen besriedigt. Bei der Erledi- gung einer Reihe kleiner Vorlogen gab«ine Vorlage w«gen Bcwilli- gung von zasstv Mark für den Ausbau von Polizeiwachen in Reinickendorf(die in der Stadt gehörenden Häusern zur Miete unter- qebracht werden sollen) dem Kommunisten Lange wieder Gelegenheit zum Krakeclen. Diesmal hatte er entdeckt, daß„die Verteilung der Polizeiwachen in Berlin nach bürgertriegsmäßigen Gesichtspunkten vorgenommen werde". Der Mann erntete— wie immer— Lachen! Gegen den Zlnkauf des Rittergute» Schöneiche zur Erweiterung der Rieselfelder Tasdorf und Münchehofe erhoben die Deutschnationalen Protest, weil ja be- reits ein neues Verfahren zur Beseitigung der Abwässer Berlins in Vorbereitung sei. Stadtbaurat hahn erklärte demgegenüber, daß erstens vom Rittergut Schöneiche bereite eine erheb.liche Anzahl Morgen berieselt werden, daß aber auch das neue Kläroerfahren noch lange nicht verwendungsbereit sei. ImübrigenbraucheBer- lin landwirtschaftlichen Grundbesitz vor den Toren der Stadt nicht nur zur Erzeugung von Gemüsen und Früchten, sondern auch als Wochenendgelände und im weiteren Sinne zur Auflockerung der Großstadt. Trotz dieser für einen ernsthaften Kommunalpolitiker überzeugenden Ausführungen brachte es der deutschnationale Major a. D. v. Zecklin fertig, zu fordern, daß mit dieser„uferlosen Rieselseldpolitik" Schluß gemacht werde. „Wollen wir denn alles Land um Berlin herum versumpfen und verstänk«rn?" fragte Herr v. Iecklin. D«r Fraktionskollege von Herrn v. Iecklin, Stadtverordneter Dr. kliaghardt, forderte dann nochmals die Rückoerweisung des Ankaufs an den Ausschuß.— Die Zurückverweisung an den Ausschuß wurde abgelehnt. Dafür erhoben die Rechtser Einspruch gegen die zweite Beratung, so daß also der Ankauf in dieser Sitzung noch nicht beschlosten werden konnte. Di« Demokraten hatten einen Antrag eingebracht, nach dem der Magistrot ersucht wird, bei der Reichsbahn auf«inen Reubau der Monumentenbrück«, auf der mehrfach schwer« Unglücksfälle statt- fanden, zu dringen. Der Antrag wird geschäftsordnungsmäßig be- handelt werden.— In die Schuldeputation für die Bc- zirke 1 bis 6 wurde Genoste Horsch gewählt. „Bauhüstenarbeit." Gemeinnütziger Wohnungsbau gegen Privaikapiial. Die Bauhüttenbewegung kann in diesem Jahr« auf eine acht- jährig« Tätigkeit zurückblicken. In diesen Jahren hat sich die Be- wegung durchgesetzt, Hot einen Teil ihres Aufgabengebiets bereits erfüllt. Die Gewerkschaften wollten mit den Bauhütten die Lebens- Haltung der Arbeit«? heben, und zwar sollten diese Betrieb« auf dem Baumarkt prcisregulierend wirken. Da, wo heut« Bauhütten- betrieb« bestehen, müssen die Privatunternehmer mit dieser neuen Wirtschaftsmacht sehr ernst rechnen. Mit ihr soll die Herbeiführung einer von den Gewerkschaften kontrollierten G e m e i n w i r t- schaft im Baugewerbe erreicht werden. Mit ihr soll endlich einmal der Wohnungsnot energisch zu Leib« gegangen werden. Aufgabe dieler Betriebe ist es, den Kleinwohnungsbau zu fördern. Der Arbeiter ist heute nicht mehr in der Lage, die Mietsätze, die für den bescheidensten Wohnraum vom Privat- kapital gefordert werden, zu bezahlen.' DRrch Ausschaltung der Unternehmergewinne, Benutzung von Krediten, die aus gemein- wirtschaftlichen Instituten kommen und billiger sind, vor allem durch wirtschostliche Betriebssührung soll die Miete im Neubau erschwing- lich gestaltet werden. Der Weg der Bauhütten war steinig. Sie wurden aufs heftigste von den Unternehmern des Baugewerbes bekämpft. Jahrelang sind sie boykottiert worden, lleberall sahen sie sich einer geschlostenen Front des Privatbesitzes gegenüber. In einem reich illustrierten, ausgezeichnet geschriebenen Werk„Bau- hiittenarbeit" haben die Bauhütten der Arbeiterschost ihren Rechen- schaftsbericht vorgelegt und sich mit ihren Gegnern energisch und deutlich auseinandergesetzt. 3 Millionen Stammkapital. Die Bouhüttenbetriebe sind 1920 zusammengeschlossen worden in dem Verband sozialer Baubetriebe, der mit einem Stammkapital von 3 Millionen Mark arbeitet. Hauptzweck der dem Verband angeschlossenen Betriebe ist die Erstellung von Kleinwohnungen und Siedlungen. Privatkapitalist'i scher Ein- fluß ist im Verband ausgeschlossen. Die Gesellschafter sind die deutschen Gewerkschaften. Sie besetzen den Aussichts- rat, kontrollieren die Geschäftsführung. Die 138 angeschlossenen Betriebe haben meist die Form von Gesellschaften mit beschränkter Hastung. Bon diesen 138 sind III Bau Haupt betriebe, deren Haupttätigtest die schlüsselfertige Herstellung von Bauten ist. Di« 27 selbständigen Bau neben betriebe sind Malerei-, Tischlerei-, Töpferei-, Steinmetz-, Glaserei-, Klempnereibetriebe. In allen dem Verband angeschlossenen Bauhütten wurden 1921 während der besten Beschäftigungszest 20 045 und 1927 25 186 Arbeiter beschäftigt. Der Umsatz betrug 1921 41 045 370�7 M. und 1927 103 444 297,11 M. Das ist eine Umsatz st eigerung in sechs Iahren von über 150 Proz.'In der gleichen Zeit ist das Eigentapital mit Reserven und Reingewinne» von 3 678 475,23 M. aus 5 168 613,36 M. gestiegen. Das Stammkapital beträgt jetzt 3 767 070,43 M. Oer Boykott der Baustofflieferanten. Mit allen möglichen Mitteln versuchte das Privatkapital die Entwicklung der sozialen Baubetriebe aufzuhalten. Die privaten Bauunternehmer zwangen die Bau st offliefe- ranten, die Banhüttenbetriebe durch ungünstig« Lieferungsbedingungen zu schädigen Um sich von derartigen Firmen unabhängig zu machen, wurden in einzelnen Bezirken Bau st offproduktiv- betriebe gegründet: 10 Ziegeleien, 5 Sägewerke, 5 Kiesgruben, 4 Zementwarenfabriken, 3 Steinbrüche. 3 Holzbearbeitungsfabriken und 1 Schiefergrube liefern heute den Bauhütten einen großen Teil der benötigten Baustoffmengen. Aber nicht nur die Baustoff- lieferanten, auch die übrige private Wirtschaft stellte sich gegen die sozialen Baubetriebe. Mit Rundschreiben und Pvestemeldungen versuchten sie immer wieder, die Bauhütten bei der Vergebung von Arbeiten auszuschalten. Die Verbände der Bauunternehmer gründeten«inen Ausschuß, der Gelder zum Kampf gegen die Bauhütten sammelte und die Prest« und Behörden auf- hetzte. Die Wal der Unternehmer gegen die Bauhütten wurde um so stärker, je größer diese wunden. Durch den Mitbewerb um die Aufträge der Behörden war die Ringbildung der Unternehmer empfindlich g e st ö r t. Die Konkurrenz drückt die Preise. Das empfanden die Bauunternehmer als sehr hinderlich. Sie verständigten sich untereinander. Nach außen wußten sie stets den Anschein zu erwecken, als stritten sie sich um den Auftrag. Wer ihn erhält, war aber längst ausgemacht. Wer sich bereit erklärte, den anderen Finnen etwas vom Reingewinn abzugeben, dessen An- gebat wurde„g e s ch ü tz t", d. h. niemand durfte ein billigeres An- gebot abgeben. Dies« Ringbildung ist heute gesprengt, wenn die Bauhütte auch ein« Offert« abgibt. Da die Abfindungen an die „Kollegen" dem bauausführerrden Unternehmer«ine nette Summ« kosten, ist er mit diesem Aufschlag nicht mehr konkurrenzfähig. Di? Bauherren mußten sich, wollten sie mitkonkurrieren, entschließen wieder gut durchkalkulicrte Offerten mit möglichst geringen, Aus schlag auf die Selbstkosten abzugeben. Erfosge der Bauhütten im Kampf gegen die Wohnungsnot Die Statistiken über den Wohnungsbedarf haben ergeben, da« weit über 600 000 Wohnungen fehlen, um die größi Rot zu lindern. Seit ihrem Bestehen haben die Bauhütten 50 80� Wohnungen erbaut. Jeder soziale Baubetrieb hat in der Zeit vai 1920 bis 1926 über 300, jeder Privatbetrieb ober nur 4,21 Wohnun gen erbaut. Di« letzten Ziffern zeigen deutlich, daß bei derartige Zersplitterung der größten Bauunternehmer ein rationelles Bauei unmöglich ist. Die Bauhütten waren die ersten Betriebe, die sic größeren Ausgaben zuwandten. Sie sahen eine ernsthafte Be kämpfung der Wohnungsnot nur durch Großbetriebe gcgcber Durch Konzentration der Kräfte hat heute der Verl, an sozialer Baubetriebe leistungsfähig« Gesellschaften. Nach der gc werblichen Betriebszählung arbeiten durchschnittlich in jedem Privai betrieb nur 6,5, bei den Bauhütten aber durchschnittlich 10T Arbeite, In intensiver Arbeit hat der Verband seine Betriebe leistungsfähi gemacht. Heute hat er die modernsten Betriebe, die durch ihre miri schoftliche Betriebsführung gut und billig bauen, die sich in ihre Leistungsfähigkeit mit den größten Privatbetrieben messe» könne, Außer dem reichen Zahlen- und Tatsachenmaterial, dos dur, gute Bilderproduktionen bekräftigt wird, sind in dem Buch i» phot- graphischer Treue unzählige Anerkennungsschreiben veröffentlich Das Buch zeigt der Arbeiterschaft Wesen und Bedeutung der Bai Hütten bewegung und vermittelt t«m Gegner ein Bild von der Kra und Stärke dieses neuen festgefügten Zweiges der Gcmeiuwirischaf Besucht die Eheberatuugsstelle Köpenick. Die Wichtigkeit einer ärztlichen Untersuchung und Beratur vor der Eheschließung wird leider immer noch vertan,, Häufig hängt von der Untersuchung das Glück der Eh und nicht selten dos des ganzen Lebens ab. Zur Erleichterung d> Aufklärung in allen Fragen, die die Ehe betreffen, findet in in täglichen Sprech st unde des Stadtarztes von 8 bis 10 III im Zimmer 23 des Rathauses Cöpenick unentgeltlich eine Eh bcratung statt. Außerdem werden in nächster Zeit über die Eh beratungsstelle verschiedene Vorträge gehalten werden, deren Best, dringend empfohlen wird. ■füp holfes nasses�/bfep: wapme Schuhe, überziehschuhe. doppelsohligeSiiefel cBetsei* M etile äer3sleieubul hevHus! Lm Lustexpreß ab Berlin. Ein herrlicher Herbstmorgen. Di« Sonne steht im Begriff, ihr Tagewerk zu beginnen, als das stolze Schiff in Staaken vom Anker- inast gelöst und für die Rückfahrt nach Friedrichshafen klar gemacht wird. Taufende von Menschen harren in nächster Umgebung des Riefen in Erwartung des imposanten Starts. Es ist kurz vor 7 Uhr. Das Schiff ist ausgewogen und beginnt zu schweben. Ein kurzes Klingelzeichen für die Motorengondeln, die Motore knattern in den Morgen hinein— wir find gestartet. In wenigen Minuten ist eine Höhe von 300 Metern erreicht. Di« Menschen unter uns muten wie Ameisen an. die große Luftschiffhall« wird immer kleiner. Bald ist Staaten unseren Blicken entschwunden. Unser Kurz ist über Dessau auf Hall« gerichtet, dessen Stadt. Verwaltung wie viele andere die Leitung des Luftschiffes immer und immer wieder telegraphisch und schriftlich um einen Besuch gebeten Ivit. Der Weg geht über Täler und Wälder. Ein herrlicher Anblick Wir befinden uns StXZ Meter hoch. Die Flugzeuge auf dem Flug- platz der Iunkerswerke erscheinen in unseren Augen wie groß« Tauben, die zum Gruß des„Graf Zeppelin" aus den Fabriken und Kontoren geeilten Arbeiter und Angestellten sind nur schwer zu erkennen. Eine knappe Stunde später Ist Halle in Sicht. Sirenen »erkünden der schaulustigen Bevölkerung die Ankunft des Schiffes, dos in verhältnismäßig niedriger Höhe die Stadt überquert. Es gibt fast kein flaches Dach, dos nicht mit wagehalsigen Zuschauern dicht besetzt wäre, keine Schule, deren Kinder dem„Graf Zeppelin" nicht ihren Gruß senden. Das gleiche Schaulpiel bietet sich unseren Augen in Gera, wo wir mit drei Böllerschüssen empfangen wurden. Wir hören die Detonation, als ob wir uns in allernächster Röhe des Schußfeldes befänden, sehen in der Ferne die schießlustigen Geraer und machen freudig unser« Späh« über diese bei uns nicht mehr alltägliche Art, einer begeisterten Stimmung Ausdruck zu geben. Das Häufermecr dieser sauberen Stadt ist nur noch schwer sichtbar, als dem Willkommen noch drei Böllerschüsse zum Abschied iolgten. Die Sorge eines Passagiers, daß man uns vor Begeisterung gar noch abschießen könnte, war überstanden. Wir nähern uns dem Bogtlande. Das Schiff stößt auf starke Gegenwinde. Seine anfängliche Stundengeschwindigkeit von l2l> Kilometer wird auf 63 Kilometer herabgemindert. Es pfeift ind zischt durch die Fenster der Pasiagiergondel, Wolkenfetzen ausen vorbei und zeugen von der Windstärke, mit der„Graf Zeppelin" im Kampfe liegt. Das Schiff schaukelt leicht von rechts >ach links und links nach rechts, bis uns der Wettergott hinter Plauen wiederum Sonne und Rückenwind beschert. In schneller 'fahrt nud bei klarer Sicht geht es setzt vorwärt» über Hof, Bayreuth lach Nürnberg. Ueberall das zleichc Bild, ungeheure Menschen- nassen auf den Dächern und in den Straßen. Nürnberg, diese listorische und prächtige Stadt, steuern wir in herrlichstem Sonnen- chein an. Im Zentrum werfen wir einen Fallschirm mit Jost ab, die unseren Freunden in der Heimat von unserer Be- cistcrung über das stolze Schiff Kunde geben soll. Langsam �geht .er Fallschirm zur Erde. Er mahnt den ehrlichen Finder, die Post hnellstens zu befördern. Als Lohn bleibt ihm der Schirm,«cht merikanifche Ware aus Lakehur ft. Inzwischen ist«in sliegcr in rasendem Tempo herangesaust: er ist schneller als das Luftschiff, kreuzt deshalb hin und her und bringt dem„Graf Zeppelin" eine waghalsige Ehrenbezeugung nach der anderen dar. Die Passagiere in der Gondel des Luftschiffes setzen ihre Photos in Tätigkeit und knipsen, bis es nichts mehr zu knipsen gibt. Ein Wunder, wenn es sich gelohnt haben sollte. In Windeseile schwinden unterdessen Täler und Seen, Dörfer und kleine Flecke unter uns dahin: hier und da sehen wir Landwirte und Landarbester die letzten Reste der Ernte abfahren oder die Felder für die Wintersaat bestellen. Bald erkennen wir die Läufe der Donau. Ulm ist in Sicht. Glockengeläute kündet die bevor- stehende Ankunft des Schiffe». Die Uhr zeigt 2: in einer Stunde soll Friedrichshafen erreicht sein. Mit 140 Kilometer Geschwindig- keit sausen wir dahin. In der Ferne werden die ersten schnee- bedeckten, glitzernden Gipfel der Alpen sichtbar. Wenige Minuten später feuchtet uns der Bodensee entgegen, die ersten Umrisse von Friedrichshafen sind erkennbar. Das Ziel ist erreicht. Friedrichshafen hat seinen Zeppelin wieder, auf den jeder Junge, jede» Mütterlein und seder Greis der Baterstadt stolz ist. Als wir eintreffen, befinden wir uns 300 Meter hoch. Die Rufe der zu Hunderten herbeigeströmten begeisterten Schüler dringen an unser Ohr, als kämen sie aus nächster Un>- gebung. Ein kurzer Rundflug über Friedrichshafen und die Lan- dungsmanöoer beginnen. Wir steigen auf 1000 Meter und fliegen mehrere Kilometer über den ruhig daliegenden Bodensee, den Alpen zu. Eine kurze Wendung: dann neigt sich das Schiff mit gesenktem Bug zur Erde. Auf dem kleinen und für die Zukunft u n m ö g- lichen Landungsplatz wird„Graf Zeppelin" von den Haltemann- schaften in Empfang genqmmen. Zahlreiche Menschen begrüßen ihn. Trotzdem von der Polizei fast keine Spur, so daß Polizei- Präsident Zörgiebel im Eifer seines Berufes scherzend nach der Polizei ruft. Aber es ging auch so. Die geradezu bewundernswerten Landung» manöver der Besatzung waren in einer knappen halben Stunde beendet: eine Viertelstunde später lag das Schiff fest verankert in der Holle. Roch einem neunstündigen Flug hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen. Mit einem herz- lichen Dank für die Besatzung und den abwesenden Führer de» Schiffe» Dr. Eckener verabschiedeten wir uns von den Kapstänen Lehmann und FleMming. Ein unvergeßlicher Abschnitt unseres Lebens war bendet. Ein Vergnügen— das muß zum Schluß gesagt werden—, diese Besatzung, ob Kapitän, Maat oder Monteur, in Aktion zu sehen. Wie ein Herz und«ine Seele beherrschen sie da, Schiff, jeder an feinem Platz'. Einzelne hoben die Strapazen des Ozean- fluges noch nicht überwunden. Abgemagerte und von Ermüdung zeugende Gesichter lallen �ie Anstrengungen der Reise über das große Wasser erkennen und rufen den Eindruck hervor, daß diese Reise nicht nur eine Frage der Qualität des Schiffes, sondern eben- sosehr eine Frage der Qualität des zur Bedienung not- wendigen Menschenmatcrials ist. Wir sind dennoch bei allen Schwierigkelien überzeugt, daß die Zeppeline als Beförde- rungsmittel überlest Ozean«Ine Zukunft haben und für die Flugzeuge vielleicht schon in absehbarer Zeit zu einer K o n k u r- renz werden können. E. A. Aus den Bezirken. Badeanstalt und Fontanefchute. Ii. Bezirk- Schöneberg. In der letzten Bezirtsversommlung teilt« das Bezirksamt mit, iß die Straßenbahn auf dem Viktoria-Luifs-Platz ein eigenes tlaisbett verlege» will. Gleichzeitig schlägt das Bezirksamt die Beseitigung der Lo/rgörten zur Verbreiterung des Fahrdamme« vor. •t einer weiteren Vorlag« wird die Herausnahme eine» Teiles !S als Freifläche ausgewiesen«» Geländes zwischen Haupt-, Müh- n-, Bei.ziger und Eisenacher Straß« verlangt, weil das Gelände :r>-e Errichtung der von de» städtischen Körper schatten bereits -willigten Badeanstalt benötigt wird. Die Vorlag« wurde >ensalls angenommen. Bei der Vottage de» Bezirksamte» wegen s Aufbaues der Uhland-Schule und der Fontane-Echule zu Ober- zeen«rflorten sich die Demokraten gegen den Aufbau der ilhlond- chule, während sie dem Aufbau der Fontane-Schule zustimmten. tiserc Genossen setzten sich gerade für den Aufbau der Uhland- chule.zum Oberlyzaum ein, weil die Schule im ausgesprochenen rbesterpiertel liegt und der Ausbau von allen Seiden seit Jahr id Tag verlangt wird, Für die Bevölkerung Schönebergs ist ichtig, zu wissen, daß endlich mit dem Bau ter Fontane-Schute »d der Badeanstalt begonnen wird. lim die neuen Namen. LZ. Bezirk- Tempethof. In deo Bezttkoversammlung am 31. Ottober standen die troßenumbenennungen im Mittelpunkt des Interesses. c riefen einen Sturm im Wasserglas« hervor. Daß alles, was«in iheitliches Groß>B«rlin fördert, von bestimmter Seite scheel ange- xn wird, ist ja hinreichend bekannt. Und daß es nicht immer ch, ist, bezeichnende und praktische Namen zu finden, sei zu- geben. Hier entwickelte sich doch aber etwas, dem man nur hig zusehen konnte, wenn nian starten Sinn für Humor hatte. Orr Berichtetttatter betonte, daß der Unterausschuß die Bürger- oft durch die Presse, verein«, Schulen, Parteien und sonstig« >rpcrschajten durch Rundschreiben zur Mitarbeit ausgefordert tte. Nichtsdestoweniger hatt, aber im Ortsteil Lichten rode >cn Tag vor der Plenarsitzung eine Protestucriammlung statt- unden, ose da forderte, die alten Nomen zu belassen. In Lichten- >e rächen sich die Sünden der Päter, die für ihr« Straßen»nr lerweusnamen fanden, fe daß der Ortstetl nicht einen umen behalten kann. Der Führer der bürgettichen Fraktion ftc in der Debatte energisch«ich temperamentvoll von seinen htenrader Prrtestlern oi». Der Führer der sozialdemo- k r a t i s ch e n Fraktwn trat für«in« Aenderung der Richtlinien ein, die Fainiliendoppclnamen verbieten. Er wendet sich dann gegen die „Palastrevolution" in Lichtenrade, wo der.�)aus- und Grund- besitz er oerein" in einem Aufruf gegen Straßennmbcnennungen b«- hauptet, für Verkehrsoerbesserungen sei beim Magistrat kein Geld da. Und das«ine Woche nach der Eimveihung der neuen Umgehungsstraße und der neuen Äroßenbahn noch Lichtenrade. Unsere Genossen hotten im Ausschuß durchgesetzt,«ine Bloß- straße und«in/ Paul-Wcber-Straße zu schaffen. Unser« Genossen beantragten ferner,«ine Straße nach unserem früheren Partei- freund, dem späteren Kommunisten Mar Schmidt, zu benennen, da Schmidt«in Leben lang für die Gemeinde gearbeitet habe. Der Vorfchlag fand selbst bei den Kommunisten Anklang, die im übrigen für di« Vorlage uninteressiert nx.ren. Als die SPD. nun noch eine Georg-Ncumann-Straße mit derselben Begründung fordetten und ferner«ine Hollerbachstraße wünschten, oersagten die K o m m u n i st«n ihre Gesolgschost. Für Lichtenrade lehnen wir di« Namen alter Bauernfamilien ob. Di« vorgeschlagene Lindcar- straße wurde mit Hilf« der Demokraten angenommen. Ein zweiter wichtiger Punkt war der weiter« Ausbau des Volkspark«« Martendorf. Es ist der 14. Aenderungs- vorschlug. Aehnlich wie seinerzeit beim En gelb ecken wünscht man kein Bad cm der Straß«. Kommunisten singen das Preußenlied. LS. Bezirk- Köpenick. Die Bezirksversammlung am 31. Ottober konnte nach fast end- losen Debatten die Tagesordnung ihrer beiden vorhcrlaufenden Sitzungen endlich beräumen, nachdem sie durch die kommu- nisttschen Agitationsreden zwecklos belastet war. Praktische Erledigung durch Annahme oder Veontwortung fand die Beschlußfassung betr. Ausbau der Realschule cm der Ftted- richschul« zu Friedrichshagen zur Oberrealschule sowie die Begründung einer Studienratsstelle für dieselbe, die Anfrage iinserer Fraktion betr. Belästigung der Anwohner durch die Nitritsabrik in Köpenick, sowie betr. Verkehrsver. besserungen auf den Abooglinien des Bezirks. Der der— ühmte Antrag der Kommunisten, dos Panzertreuzerverbot b«- treffend, brachte im ganzen Hause«in« Enttäuschung durch die lahme und durch den Bolksmißentscheid hervorgerufen« Begründung seitens einer groß«,, Null der Fraktion. Do» au» lauter Ueberschriften der .Roten Fahne" ziisammengebraute Elaborat de? Geistesannen fand nach treffender sarkastischer" Peitschung durch Genosszn Tolksdorf und Annahme des Antrogss zum Taaesordnungsübergang dl« ihm ae- bührend« Würdigung Einem gleichen Schicksal verfiel«in gleichen Zwecken dienender Antrag der Kommunisten betr. Beflaggung der städtischen Sportplötze. Die Begründung desselben lag dem Sport- demagogen John ob, der damit seine kommunistisch« Sportsuppe in ssBssmsm.. der Bezirksversammlung zu kochen versuchte. In temperamentvoller Weise riß Genosse Tolksdorf den falschen Sportfreunden die Moste vom Gesicht und die verabfolgten Kstebe foßen so kräftig, daß fast die ganze kommunistische Fraktion sich zu Gegenäußerungcn peranloßt sah, wobei die wütende Erregung ihrer Führer, den Konimunisten Rebe, die Beherrschung soweit verließ, daß er laut die alte preußische Nationalhymne anstimmtet„Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben!" Die ganze Bezirksversammlung und das ganze Auditorium quittierte diesen Sologesang mit einem homerischen Gelächter. Ein weiterer Antrag betr. schlechtes Stroßenbahnmaterial im 16. Bezirk seitens der Kommunisten erhielt gleichsalls eine schlechte Note, da die Ausführungen, die der Bürgermeister, Genosse Kohl, dazu zu machen genötigt war, die Uebertreibungen in das richtige Licht brachten: ebenso der Antrag betr. Uebernahme eines Molor- rettungsbootes in stäbtische Regie, wobei Genosse Stadtrot Herbst und Genosse Willens die wahre Bewertung des Antrages, seine Zweckdienlichkeit und praktische Auswertung schlagend demonstrieren konnten.— Alles in allem ein schwarzer Tag in der kommunistischen Fraktion, der selbst ihre besten Rechtsfreunde vor Schluß der Sitzung zum Verlassen Anlaß gab. Sie schämten sich der erlittenen Nieder- lag« ihrer Bundesgenossen und des Fiaskos, dos sie selbst bei der Anfrage betr. Berfassungsseier am 11. August erlitten hatten, denn ihr Reinsall war so groß, daß sie selbst die Besprechung ihres An- träges nichr wagten. Nach 3!chstündiger Dauer war Schluß der Sitzung. Sozialistische Arbeiterjugend Groß-Berlin dtnftneunfl« für Wef» Jtubril nnr a» das Zogen Xetrrtarl«. »afln 6»«. rtabenffrolt J bettle, ffeeiton, ist do» ZuntokfcfwUtio»««schloflco. ztenaluHonsfeict im Sport p-Iost Ijfuif, Sreilo«, 9. Ziooember. Srrff. W Punkt allrr Kruossinne» und venoffen 19 Ul)t Btil«!»-, Crft Potedomrr i- Straße. Soistirn sind mitiuSringcn. Heute, ffreHog, fallen olle nWeiluagoMtfamnlasacp««» Treffpunkte zur Revolutionsfeier im Sportpalaft: Roteuthalee Larftadt: 1S� Rosenthaler Platz. Erscheinen aller Genoss-n iE Pflicht.- Tiergarten: I« Uhr Kleiner Tiergarten.— Lichteubeeg-ziord: 18',» Uhr Pote Ecke.— Lichtenberg-West: 18'., Uhr Porhagener Platz, ikeuer. nielder.— Peutiill, 1 und Vitt; 18 Uhr Penierplatz.— Teopelhol Optz Maeie». darf: 18',, Uhr Phf. Trmpclhof.— Werbe de,»et Panlow: 18' i Uhr Piilhirn. Eckc Perlincr Ltratzc. Margen, Sonnabend. 10. November. Rofeuthaler Poestadt: Treffpunkt zur Besichtigung der Funkanlagen Sauen 19H Uhr Lehrter Bahnhof.— Köpenick« viertel: Einfllhrungsodrnh fflt Schulentlassene 19U Uhr im Beim Wrangesstr. 12«. Werde bezir! Paulo«: A Uhr im Heim Eörfchstr. H, Pjldungoiuisu«:„Ter Weg lum caualtamus". Wrrbctrjirt Prenzlauer Berg: Der IUngerenkursu» föllt«u» und findet wieder am Eonnabend, 17. November, statt. Weebebejirl Keeuzdeeg: Beginn de« Bildungakursu» im Heim Britzer Elratze 27, lOV» Uhr. Thema: Organisationen und Einrichtunsen der Arbeiter für den proletarischen Befrr iu n grkamps-" Sonntag, lt. November. Lichtende«a-Raed: Heim Gunteesir. M, Ig'.j Uhr:„Sehn Jahre Republik".— Schönhauser Vorstadt: jiVn Uhr Heimabend in der Schule Echönslietzer öoint Prenzlauer Berg. Alle anderen Beransiastltngeu iallen au». «eebebozirk Obttwtm ITcicc»?'<. Uhr im Heim Vderfchöneweide, Laufener �traze 2:„Sin Schuliag an der Lbersprce". Anschlietzent Schulvcrfassuvtzz- fcicr. Bersassungsreigen und Bolkatanz. Erscheint pllnktlich. äsamssj M Werbe bezirk Teltowkanal: Treffpunkt !) Bezirksvorstände, Uhr BaUenplo 11 frier zur Igsährigen Wiederkehr von Lankwltzcr Festhalle, Dillgcsstratze, fiai!. Musik, Hesang,"Rezitaiianeu. t'.1 Lichtbilder. Fanfareumarsch, Svrechchor, Revue: Abend, Rocht und: j Morgen. Eintritt frei. Programm 80 Pf. Fohrverbindung: Bahnhof s f 'ahn Linie 9«, Cmnibu» 82. -ffpuukt zur Kranzniederlegung de» h' Platz. Uli Uhe findet eine tbedeni. fJ n Reavlution und Krieg«nde in der"1 Lankwitz. Straßenbahn «eebebozirk Kern, borg: Treffpunkt 8% Uhr Särlitzer Bahnhof. mitbringen.____ Fahnen Vortrage, Vereine und Versammlungen. # Reichsbanner„Schwarz-Rok-Gold". Geschält» N eller Berlin S 14, Eebastiaustr. 87/88. Hol t£r. WInterfpart-Abt.: Freitag, 9, November, 20 Uhr, Ski-Ieockenkursu«. beginn, Turnhalle Steinmetzstr.79, Biltaria. Hochschule.- Sonnobeu!>, Kameeadschost Zoo Ad 18 Uhr i» den tigftr. ILO, Wiuirevergnilgeu. Barträge. Konzert >i»d Tau». Alle Kameraden sind herzlichst eingeladen. Kameradschaft Mahl». darf: 19?i Uhr Saalschutz Waldow-, Eike Treekowstraße.— Sonntag. It. Ro- vembee Ritte: Auomarsch. Antreten Hi Uhr 1. und 8. Kameradschaft Bhi. Börse; 3. und 4. Kameradschaft Rungestr. 30; Ii. Kameradschaft Bist,«irrandee, Vlatz Feiebrich,haln! 7',!: Uhr Antreten mit Tambourkvrp» ohne Tahuen auf den Kameradfchaftssammelplätztn. shahrgelt 1 R. Rilrkkehr 15 Uhr. 8 Uhr treffe» sich die Saudballspieler am Petersburger Platz zum Seriensviel i« Weitzousec. 7« Uhr Antreten der Iungkameradeu und Schutzsportler»llsrrine- Platz. Köpenick:!?ahrt»ach Erkner. Absohrt Bhs. Köpenick 8 Uhr, Bhf. l-ricdrichss>ageu 817? Uhr,«rllnau.Bohnedorf 7.38 Uhr mit Linie 88. Lichten. berg, K-merads-haft Mohlodott: 9», Uhr etra»enboh»haltesie0e.«uomarsch zur Kreisilbung._ Rrtchakartell Republik. Tiergarten: Sonntag, 11. Rovember, ab 10 Uhr, zzhx ftiernec Aletaudeenlatz Ziahnfchsejen imerkschastshöu»,'"Engeiuser,—' Renk�Ze Beih: Sonntags 11. November, von 9—11 Uhr Schtehrn Schütze n Haus Neuttillu. Vetterbettcht der Sffeittilchen Dellerdieostslelle Bettln und llmgrzend «Nachdr. vetb.). Uebergano zu NiedrrschlSgen neigendem Better. lluhl— Jör Deutschland: Irn Nordwesten stercuwels« mistlarenb. ,1m tibrigri Reiche stellenwetse Siegensälle. Neberall kühl. Zu Schubert, IM. Tobeetag am 19. Rovember d. 5. hat die Deutsche «�a„au«uoi>u,»lue«uc:eu,a:a,» mit geotze Zahl Schuber tschee Orchestermert!, viele, au» seinem reichen Liederschatz und au- seine» Instrumentaltouiposiiioneu aus der.«raaimophon''�cha!IvIaUe verewigt� S, handelt sich durchweg UNI elektrische,»ach dem neuesten..Polvsar-.Aufnahmeoerfahren heraestellle Auf. Mhnieu, hei denen ausgezeichnete Ktinstlce und 0rch'st'r mitoewirkt haben. Ein« wunderoelle Darbieluna ist das aui flink doppelleitiivn Plaiwn aufg'. uommene..Iherelleu-Ouinte'tt, von Mitgliedern oe« Leipziger chewanbhaue- Lvartett, ausgeftlhrt. Diese Perle» her Sä�llvlattouliterawr, llter rix i che die ireutsch« WraaimvvhoN'Aktiepg.seiischast ein hiidsäie» Souderverie.chni» heraus. gM-ben Hot, ermöglichen e, ledem, auch im eigenen Heim»in Schllv-rt�edenken zu feiern. stderalb» man nur dem Rachwei, oe, Deutschen Mustkerveebandez. Berlin. Kam. mondontenstr SZ.84 Dönhoff 8271-78. Peschästozeil 9—5 Sonntag» I0-J Ul)t. Auf Wunsch- Pertreterbeluch Schützt Herz und Nerven Eurer Kinder! Gebt ihnen Kaffee Hag