Morgenausgabe Nr. 532 ~A 222 ��-�ahrgang WSchentNch SS Pf, monatNch S.S0V. tm voraus zahlbar. Postbezug 4.32 M. •infthL Bestellgeld. Auslondsabonne» mem C.— TL pro Monat. Tn»Conuirts* erscheint Wochentag» lich zweimal. Sonntags und Montag, einmal, die Lbendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel �Der »benb-, Illustrierte Beilagen wSo1f und Zeit" und �Kinderfreund". Ferner �Unterhaltuna und Wifsen�..Frauen. summe-..Technrt"..Blick in die Bücherwelt" und.Iugend-Borwörts' BerUner Volksblatt Viensiag 15. November 1928 Groß-Äerlin 10 Pf. Auswärts 15 pf. Die e t n s p a ltt g e Nonpr.retllezeil« 60 Pfennig. ReNamezeile Reichs» mart.„Kleine Anzeigen� das lettoe» druckte Wort 2b Pfennig tsuläffig zwe� fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche da» erste Dort 15 Pfennig, jede» weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmartt Zeile SV Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen. annahm» im Hauptgeschäft Linden» ltraße 3. wochentägl. von S'/z bis 17 Uhr. Zsntsawvgan der sozialdemokratischen Oavtei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68. Lindenstraße 3 Rtrnftiteifrti: Tönhosi 292—297. Telegramm-Adr.: So;taldemokral Bcrli» Vorwäris-Verlag G.m.b.H. Postscheckkonto: Berlin 57 53k— Bankkonto: Bank der Arbetler, Angestellten und Beamien Wallstr. Kö. Dittonto-Gelellschast. Deposttenkasi« Lindenstr. S Reichstag und �uhrkampf. Kür Arbeiterrecht— trotz Arbeiisgen'cht! Die gestrige Reichstagsdebatte stand unter dem Eindruck des richterlichen Streichs von Duisburg. Der Amts- stsrichtsrat Kögel hat den Unternehmern recht gegeben, vor der Vertretung des deutschen Volkes aber saßen sie gestern auf der Anklagebank. Der Herr Amtsgerichtsrat Kögel in D u i s b u r g— die Unternehmer mußten offenbar, warum sie sich mit ihrer �eststellungsklage ausgerechnet an das Arbeitsgericht in Duis- barg wandten— hat in erster Instanz entschieden, daß der Schiedsspruch, den der Reichsarbeitsminister für die nord- westliche Eisenindustrie verbindlich erklärt hat, rechts- " n g ül t i g sei. Aber es handelt sich hier gar ni6)t im wesentlichen um �ne Rechtsfrage, sondern in erster Linie um eine Frage der Staatsautorität, in zweiter Linie um eine w i r t- > ch a f t l i ch e Frage, und erst in letzter Linie um eine Rechtsfrage. Handelte es sich um eine Rechtsfrage, dann brauchten die Unternehmer— darauf hat der Reichs- �beitsministcr gestern im Reichstag bereits hingewiesen— nicht zu einer Aussperrung zu greifen. Dann konnten die Unternehmer in aller Ruhe an die Arbeitsgerichte appellieren. Weshalb sperrten die Unternehmer ihre Arbeiter aus? -waren in einigen Betrieben die Arbeiter in den Streik �treten, so daß eine sogenannte Sympathieaussperrung am Rlatze war? Bestand überhaupt zwischen Unternehmern und Arbeitern ein Tarifkonslikt? Weder das eine, noch das nndere. Es lgq einzig ein Sebiedsfpruch vor, den der R�ichsarbeitsminister kraft der ihm übertragenen Vollmachten für verbindlich erklärt hatte. Damit war die Lohnbewegung � für die Gewerkschaften erledigt. Wenn die Unternehmer trotzdem ihre Betriebe stillegten, 213 Mo Arbeiter auf die Straße warfen, und darüber hinaus w der Folge Zebntausendc, ja vielleicht Hunderttausende von Arbeitern zum Feiern verurteilen, so geschah dies, weil die Unternehmer eine von langer Hand vorbereitete Offen- live gegen das Schlichtungswesen unternehmen wollten. Diese Offensive richtet sich darüber Jjimms gegen : den Reichsarbeitsminister, gegen die qesamte Institution des Rzichzy�hx�gnrinisteriums, dessen Wirksamkeit gerade in wesen Tagen anläßlich des zehnjährigen Jubiläums gefeiert worden ist. Es ist ja bekannt, daß die Scharfmacher im Unternehmer- wgsr seit Iahren die Beseitigung des Reichs- nrbeits Ministeriums fordern als dos Ministerium, das den sozialen Gehalt der Republik verkörpert. Diese ganze Richtung paßt den Scharfmachern im ilntsrnehmcrloger nicht. Die Staatsgewalt, die v o m V o l k e ° u s g e h t, ist den Heißwornen im Unternehmerlaaer in der Seele verhaßt. Sie- wollen wieder wie ehedem r r im Haufe sein und die Löhne zahlen und die Arbeitsbedingun- !wn durchführen, die sie— für die Arbeiter und nicht für ' sich s�bst � fstr �t halten. Deshalb haben sie jetzt, statt den Rechtsweg zu beschreiten, den Weg der Gewalt gewählt. Hätte es sich für die Unternehmer nur darum gehandelt, die Arbeitsgerichte entscheiden zu lassen, ob der von dem Landesgerichtsdirektor Dr Iötten gefällte Schiedsspruch auch lurist'isch hieb- und stichfest ist. dann konnten sie schlimmstenfalls die seitherigen Lohnbedingungen autrecht- Ehalten und es den Gewerkschaften überlassen, den Klage- weg zu beschreiten. Gerade weil die Unternehmer der Schwer- wdustrie nicht diesen'Weg gewählt haben— ganz Clbgewhen davon, daß sie ja rechtlich verpflichtet waren, den Schieds- ipruch erfüllen, vorbehaltlich ber Nachorüfung der Hechts- Gültigkeit durch die Gerichte—, gerade das be weift, daß es sich für die Unternehmer hier n i ch t um eine Rechtsfrage, und politischen Folgen stillgelegt worden ist, um zu ent- scheiden, ob ein Tarifvertrag rechtsgültig besteht oder nicht. Auch der wirtschaftlich e Einwand, ob die Unternehmer in der Lage sind, die mehr als bescheidenen Lohnerhöhungen, die der Schiedsspruch bringt, zu tragen, kann nicht ernst ge- nommen werden. Die B e r l u st e, die die Unternehmer durch die Stillegung ihrer Betriebe— gleichgültig, wie das Rechtsverfahren ausgeht— heute bereits erlitten haben, sind unvergleichlich größer, als die Lohnerhöhung für die ganze Dauer des Tarifvertrages ausmacht. Wenn die Unternehmer selbst die bescheidenen Lohnerhöhungen nicht zu tragen in der Lage wären, so hätten sie das Angebot der Gewerkschaften annehmen müssen, das darauf- hinauslief, vor einer endgültigen Festsetzung über die Lohnforderungen der Arbeiter die Gestehungskosten einer Nachprüfung zu unterziehen. Die Unternehmer haben das rundweg a b- gelehnt. Bis heute haben sie es versäumt, durch Offenlegung ihrer Gestehungskosten den Nachweis zu erbringen, daß sie wirt- schaftlich nicht in der Lage sind, die Löhnerhöhung zu tragen. Die Zahlen, die der Abgeordnete Stegerwald gestern in seiner Rede im Reichstag vorbrachte, zeigen unwiderleglich, daß für die Schwerindustrie die Lohnerhöhung überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Nein! Wer einen derartigen Kampf entfesselt, der muß sich, wie der Reichsarbeitsminister hervorhob, über die K o n- f e q u e n z e n und die M i t t e l dieses Kampfes bewußt sein. Es ist deshalb auch, nur jnatürlich, daß hie Schw.erindustriellen im Reichstag, von den Kommunisten abgesehen, keine vorbe- haltlosen Bewunderer bei ihrem Kampf gegen das Schlich- tungswesen und gegen die demokratische Staatsgewalt finden. Die Diktatoren von ganz rechts und ganz links sind sich einig darüber, daß die demokratische und soziale Republik bis aufs Messer bekämpft werden muß. Nun wohlan! Da die Schwerindustriellen diesen Kampf heraufbeschworen, der Staatsautorität den Fehdehandschuh hingeworfen haben, muß dieser Kampf auch vom Staate mit allen Mitteln durchgefochten werden, wenn er nicht zugunsten der Scharfmacher im Unternehmerloger abdanken will. Ge- nosse Wissell hat am Schluß seiner Rede darauf hingewiesen, daß die Regierung zu den vorliegenden Anträgen noch keine Stellung genommen habe, daß er aber persönlich der Mei- nung ist, daß das Reich den Gemeinden die Möglichkeit geben müsse, die Ausgesperrten zu unterstützen. Ein anderer Weg als die Unterstützung der Ausgesperrten ist auch gar nicht möglich. Wollte man von Staats wegen die Ausgesperrten im Stich lassen, so würde dos bedeuten, daß der Staat sich der Willkürherrschaft der Schwerindustriellen unterwirft und es den Arbeitern überläßt, der verletzten Staatsautorität Gel- tung zu verschaffen. Die Folgen einer derartigen Stellung- nähme wären ganz unabsehbar. Der Staat darf vor den Schwerindustriellen nicht kapitulieren. # Der R e i chsta g Hot gestern seine Tagung nach der Sommer- pause wieder ausgenommen. Stehen sonst aus der Tagesordnung der ersten Sitzung meist nur Gegenstände geringeren Interesses, so beginnt diese Tagung sofort»nter größter Spannung im Hause, das dicht gestillt ist. Die Sitzung eröffnet Präsident Cöbc mit einem Willkommen an die Mitglieder. Er teilt den Mandats'zuwachs der Sozialdemokrat!- scheu Partei auf Grund der Nachprüfung des Wahlergebnisses in Ostpreußen mit, wodurch Penosie Falkenberg in den Reichstag eingetreten ist. Zur Geschäsisordnung beantragt Abg. Arick(Bölk.), ein Telegramm des Reichstags AN den Ratianalrat in Wien zu senden, worin der Anschlußwille betont wird. Das Haus lehnt es ab, diesen Antrag aus die Tagesordnung zu stellen. Es folgt nun die Aussperrungsdebatte. Hierzu liegen außer dem Gesetzentwurf der Sozialdemokraten Gesetz- entwürfe des Abg. Stegerwald(Z.) auf Rechtswirtsamkei»»er- bindlich erklärter Schiedssprüche. Nicht aiisschiebende Kraft und Ge- bührensreiheil des Einspruchsversohrens, Streik, und Aussperrung»- verbot noch der Verbindlichteilserklärung sowie einige Interpellationen der Kommunisten vor. Als erster Redner spricht Neichsarbeiisminister Wissel: An meiner Darlegung ändert nichts die Tatsache, daß— wie ich vor drei Biertelstunden erfahren habe— dos Arbeitsgericht Duisburg dem Antrag des Arbeitgeberverbondes statt- gegeben(Lebhaste Hört-Härt-Rnse links)), d. h. die Verbindlichkeits- erklärung des Schiedsspruchs für rechtsungüllfg erklärt hat. Eine nähere mündliche Begründung hat der Vorsitzende des Arbeits- gerichts heute nicht gegeben. Damit ist allerdings die Rechtsfrage nicht endgültig entschieden.(Sehr wahr! links.) Wie die Sache liegt, muß nian mit Sicherheit eine Anrufung des Reichs- Attaniikdampfer im Sinken'. SSV Menschenleben in Gefahr. Schwerindustriellen den Vortritt haben soll. . Die Unternehmer wollten durch die Stillegung ihrer Be- 'Nebe vor aller Welt demonstrieren, daß nicht der Staat, .'ändern s i e allein es in Händen haben, ob der Wirt- �chostsfrieden aufrechterhalten wird oder nicht, ob ein Tarif- Nertrag bestehen soll oder nicht, ob und unter welchen Be- �sngungen die Arbeiter beschäftigt werden sollen oder zum feiern gezwungen werden. Das allein ist der Sinn und der jürei? des Krieges, den die Unternehmer mit der Aussperrung eln Staate erNart haben. . Von niemandem kann es auch nur irgendwie ernsthaft R Erwägung gezogen werden, daß die nordwestliche Eisen- uldustric mit all den sich daraus ergebenden mirtfchastlichen New Bork, 12. November. Ter Tampfer Vestria, der mit 21V Mann B e- satznng und 140 Passagleren an Bord von New Bork nach Barbados und den Häfen Süd- amerikaS unterwegs war, kam in etwa 300 Meilen Knt- sernung von Hampton-Roads in schwere Seenot. Das Schiff geriet in der Nacht zum Sonntag in einen Sturm, in dessen Berlauf die schlecht gestaute Ladung ins Rutschen kam. Der Dampfer hat ein großes Leck und ist im Sinken begriffen. Nach den letzten Mel- düngen von Bord lag er bereits so sehr nach Steuerbord über, daß das Deck auf dieser Seite unter Wasser kam. Es herrscht ziemlich starker Seegang. Der Dampfer hat dringende Hilferufe an alle in der Nähe befindlichen Schisse gerichtet. Die Besatzung hat bereits einen Teil der Rettungsboote zu Wasser gelasien. Kommen die Hilfsschiffe zu spät? Re« Vork, 12. November. Passaglere und Mannschaft des verunglückten Dampfers Deftrio, die sich, wie gemeldet, um 1 Uhr mittags amen- kanifcher Zeit in die Boote begeben und dos Schiff seinem Schicksal überlasten mußten, sind entgegen den Erwartungen, die man hier auf Grund der uon de» verschiedenen Dampfern ein- treffenden Meldungen hegte, noch von keinem der zu Hilfe eilenden Fahrzeuge aufgenommen worden. Das Wetter in der Nähe der Unglücksstelle hat sich anscheinend in einem solchen Grade verschlechtert, daß die Hilssschiffe Schmie- rigteilen beim Vorwärtskommen finden. Der Dampfer„Santa Barbara" meldet, daß er die Schiff- brüchigen nicht vor 7 Uhr abends erreichen zu können glaubt. Der Marinekutter„D a o i s" glaubt wenigstens um 5 Uhr nachmittags amerikanischer Zeit«intrefsen zu können. Der Lloyddampser „Berlin" versucht ebensalls unter Aufgebot seiner ganzen Ma- schinenkraft die Schiffbrüchigen zu erreichen. Sollte es keinem der Dampfer möglich sein, vor Einbruch der Dunkelheit in Sicht der Boote zu kommen, so würde das eine große Erschwerung des Retwngswerkes bedeuten, da die Rettungs- boote durch das- rauhe Wetter auseinandergetrieben werden dürften. Die Eigentümerin des Dampfers„Bestria", die Lamport- H o l t- L i n i c teilt mit, daß sich der japanische Konsul in Buenos Aires in Boye an B o r d des verunglückten Schiffes besand. Unter den Passagieren befinden sich viele Frauen und mehrer« kleine Kinder. Wir ergänzend gemeldet wird, handelt es sich bei dein in Seenot befindlichen Dampfer um ein b r i t i j ch e s S ch i f f, dqs von N e w VorknochRiodcIaneiro unterwegs ist und 6 2 N e l s e n d e er st er Klasse, 13 Reisende zweiter und<5 dritter Klasse außer der Besatzung a» Bord hat. arbeitsgerichts annehme», so daß die Rechtslage also nach ipie vor ungeklärt ist. Der Minister schildert nun die bekannte Entwicklung der Lolfn- Verhandlungen und der Schlichtung in der Nordwestlichen Eisen- und Stahlindustrie. Er hebt dabei hervor, daß die Schlicht ungs- Verhandlungen durch die Kündigung der Unternehmer unter starten Druck gestellt waren und daß der Schlichter sich wiederholt bemüht hat, die Kündigung um zwei bis drei Wochen hinauszu- schieben, um diesen Druck auf die Verhandlungen zu beseitigen. Da- hätte keinerlei Prestigeoerlnst der Unternehmer bedeutet, aber die Bemühungen des Schlichters hatten keinen Erfolg. Ebensowenig 'seine Anregung, die Arbeitszeitfrage auegleichsweise in du Verhandlungen«inzubeziehen, um neuen Erschütterungen' vorzn- beugen. -Der. Minister fährt fort: Die Verbindlichkeitscrklärung durch imch war. bcidem Parteien ani 3l. Oktober gegen 3 Uhr nachmittags bekannt, also noch vor Ablauf des Tarifs, der nunmehr durch einen neuen Tarifvertrag ersetzt war. � Es wäre genügend Zeit gewesen, die Entlassung der ZlZ000 ZUelallarbeiler zu vermeiden, sie ist aber erfolgt. Die Daten, t. Oktober letzte Parteiverhandlungen, 15. Oktober Bestellung des Schlichters, 22. Oktober bis 26. Oktober Rachverhand- lungen, 29. Oktober Ablauf der Ertlärungsfrist, Zl>. bis 31. Oktober .Rachverhandlungen und 31. Oktober vormittags Verbindlichkeit:' srklärung schließen aus, daß dem Schlichter oder dem Arbeitsministerium vorwürfe über zu spätes Eingreifen gemacht werde» könnten oder daß die Zeit nicht richtig ausgenuht worden wäre. lZustimmung links und im Zentrum.) Bor Beendigung der Partei- -Verhandlungen konnte von einem Schlichtungsverfahren nicht die Rede sein, schon damit nicht durch behördliches Eingreifen«ine Eini- czungsmöglichkeit zerstört werde. Bei den Nachverhandlungen Hobe ich mich überzeugen müssen, daß eine Annäherung der gegenseitigen Ausfassungen nicht erzielt werden' konnte. Auch eine noch oussühr- lichcre Begründung meines Spruches hätte die Unternehmer nicht geneigter gemacht, ihn anzunehmen. Ach bin mir darüber klar, daß durch den Spruch die Werke nicht unerheblich belastet werden, aber ich konnte auch nicht übersehen, daß in anderen Bezirken der Metallindustrie die Löhne und Verdienste der Arbeiter günstiger find als in der Nordwestlichen Gruppe, und zwar sogar noch nach Durchführung des jetzigen Schiedsspruchs. i-Hört, hört!) Diese günstigeren Löhne sind zum Teil frei vereinbart worden, und die„K ö l n i f ch e Zeitung" hat meinen Spruch als annehmbar bezeichnet. Es dürste bei manchen an der Aussperrung beteiligten Unternehmern auch eine gewisse Neigung zur Annahme bestanden haben. Ob die Kündigung durch Aushang am schwarzen Brelt .rechtsgültig ist, will ich nicht erörtern. Wenn sie es aber ist, so be- steht doch kein Streit darüber, daß sie auf Anregung des'Arbeitgeber- Verbandes zum Zweck des Arbeitskampfes erfolgt ist, un> bei Eintritt eines tariflofrn Zustandes ani 1. November die Aus- fperrung durchzuführen. Daß dies der Zweck der Kündigung war, ergibt sich schon daraus, daß von feiten der Arbeitgeber, obwohl die gesamte Belegschaft entlassen werden fällte, Stillegungs- anschreiben an die Demobilmachungsbehörde, wie dies in der Verordnung vom 20. November 1918 vorgeschrieben ist. nicht er- f o.l g t sind. Die Entlassung auf Grund der Kündigung konnte nur effRgen, ipenii am 1. November /ej» tgrisloser Zustaird eintrat. A n d e r it f a l( s hätte die Entlafstmg-eine Ler l e-tz u n g : der' Friedenspflicht des Tarifvertrages dargestellt. Ein . solcher torislofer Zustand ist»ach meiner Meinung nicht« i n g e- treten, an den am 31. Oktober abgelaufenen Tarif schloß sich viel- mehr ein neuer Tar isoertrag an durch den für verbindlich erklärte» Schiedsspruch.(Sehr wahr! Nnks�) War dieser Schiedsspruch rechtsgültig zustand« ge- kommen, so stellte die auf Grund der ftündignng erfolgte Entlassung einen Bruch des neuen Tariftier« träges dar(Sehr wahr? links und im Zentrum) um deswillen, weil die Durchführung dieses neuen Ber- träges dadurch unmöglich gemacht wurde. Ach bin also der Auffassung, daß der Arbeitgeberverband ber- Pflichtet war. seine Mitglieder zu veranlassen, die . ausgesprochene Kündigung zurüstzunehmen in den» . Augenblick, als ihm das Zustandekommen des neuen Tarifvertrages bekannt geworden ist. i Das ist, wie ich schon sagte, am 81. Oktober gewesen und zwar um 3 Uhr nachmittags durch eine telegrüphische Mitteilung, also so recht- zeitig, daß die Entlassung unterbleiben konnte.- Der Arbeit- g eb e roe r b a n d gab jedoch in diesem Zeitpunkt seinen Mitgliedern die ausdrückliche Anweisung, den Dingen freien Laus zu lassen, d. h. der am 13. Oktober ausgesprochenen Kündigung mit 2lb- kauf der letzten Schicht am 31. Oktober die Entlassung folgen zu lassen. Eine solche Stellung kann nur dahin gedeutet werden, daß die- Arbeitgeber den Schiedsspruch nicht al» rechtsverbindlich betrachten.. Der Arbeitgcberoerbond begründe! sein Vorgehen mit der Be- l>auptung, daß der Schiedsspruch aus verschiedenen Gründen rechtsunwirksam sei. Selbst wenn das richtig wäre, wäre die Aussperrung der 213 000 nicht erforderlich gewesen, sondern der mit der Aussperrung verfolgte Zweck � wäre Mich ohne Aussperrung aus dem gesetzlich vorgeschriebenen Wege möglich gewesen. Map hätte hie wirlschajtliche Klagbarkeit der neuen Regelung sür jedes einzelne Werk in der Praxis erproben können, und wenn wirklich ein AJerk geglaubt hätte, die Lost nicht mehr tragen zu können,. so hätte es die Stillegung gemäß der Stillegungs- Verordnung durch Anzeige bei' der De Mobilmachung s- be Hörde in die Wege leiten können. Weil das nicht geschehen ist, bat'ja.auch die'cheitcste Oeffentlichkeit gegen das Verhalten der 'Arbeitgeber so entschieden Stellung genommen. Der Minister beschäftigt sich dann mit den bekannten Einwen- düngen des Arbeitgeberverbandes gegen die R c ch t s g ü l t.i g k e i t ' de« Schiedsspruchs. Der formale Einwand, daß ein Schiedsspruch nicht . nur mit der Stimme des vorfitzenden Schlichters ge- fällt werden könne, ist in der Schlichtungsordnung . nicht begründet und in der Praxi» bisher weder er- hoben noch berückfichtigt worden. Ebensowenig berechtigt ist der Einwand,-daß die Im Schiedsspruch vorgesehene Zulage von 2 Pfennig pro Stund« für die Akkvrdarbeiter dem Mantelvertrag widerspreche: solche Zulagen find ' Wieb erHoll sogar mit Zustimmung der Arbeitgeber unter der Geltung de« gleichen Nlanteloertrags sestgeseh» worden. Da trotz der- Perbindlichkestserklärung die Aussperrung erfolgt - ist und der Arbeitgeberverband behauptet, dazu durch Ungültigkeit des Tarifvertrags berechtigt zu sein, habe ich mich um möglichst be- schleunigt« Klärung der Rechtsfrage demüht,- Der Berhandluugstag ist väm 23.-'a«f*d«n ltz. November und dann auf heute vorverlegt worden. Ich werde, auch weiter um größer« Beschleunigung des Verfahrens bemüht sein. Fall» eine der Parteien die sogenannte Sprung» reviston gegen da» heute ergangene Urteil eiulezzen will, bin ich bereit, gemäß ß 76 de» Arbeitsgerichts» gesetzes die sofortige Entscheidung durch da» Reichs» arbeitsgericht im Anterefie der Allgemeinhest für not» wendig zu erklären, und ich werde alsdann auch daö Reichsarbeitsgericht bitten, den Termin so kurz wie möglich anzusetzen. Eine erneute Vermittlung kann für die Reichsregie» rung bis zur Klärung der Rechtsfrage nicht in Betracht kommen. Ich. stehe nach wie vor auf dem Standpunkt, daß durch den sür verbindlich erklärten Schiedsspruch«in rechtsgültiger Tarisoertrag zustand« gekommen ist. Cr ist natürlich zu erfüllen. Ich kann nicht die Hand dazu bieten,-daß der Tarifvertrag wegen einer von mir für. unrecht- mäßig gehaltene» Kampfhandlung der«inen Seite abgeändert wird. Ich halte es auch jetzt noch für möglich, den Zustand herbeizu-' führen, der durch die Verbindlichkeitsertlärung herbeigeführt werden sollte, daß nämlich in den Werken der Arbeitgeberorganisa- tioneü weiter gearbeitet und die strittige Rechtsfrage aus dem arbeitsgerichtlichcn Wege entschieden wird. Ein« unrechtmäßige Belastung der Arbeitgeber kann auf dies« Weise nicht herbeigeiührt werden. Von der deutschen Wirtschaft aber würde durch die Beschreitung.dieses Weges e.we schwere Bedrängnis genommen werden. Wenn sich die Arbeitgeber such jetzt noch nicht zur Wiedereröffnung der Betriebe entschließe« können, dann müssen sie sich der Verantwortung für diese Unterlassung, die durch die tatsächliche« rechtlichen Verhältnisse nicht gerechtfertigt ist. bewußt sei». (Sehr wahr! link».) Au dieser Meinung weiß ich mich einig mit der großen Mehrheit der deutschen . cessentlichkeit.(Sehr wahr! linkö.) Wer einen so schweren Komps beginnt, muh sich der Kons«- q uenzen dieses Kampfes und feiner Kampfmittel bewußi sein, er muß wissen, daß die Auswirkungen diese» Kampfes in keinem Verhältnis zu dem erstrebten Erfolge stehen können, daß die ver- luste, die die Industrie in der Zwischeazeit durch die Stillegung und durch die Kosten der wiederingangsehung der Betriebe erleidet, weit größer sein müssen, als die etwaigen Ersparnisse. Wer einen solchen Kamps führt, muß wissen, daß die K o h l e n w e r k e, die mit der Eisenindustrie aufs engste zusammenhängen, Feierschichten einlegen müssen, daß der E i s e n h a nd« l aufs schwerste betroffen wird, daß das Keschästsleben der Städte in empfindlichster Weise beeinträchtigt wird, daß vor allem die Gemeinden in schwere finanzielle Nöte gebracht werden, aus denen sie doch nur durch Steuerlcistungen wieder befreit werden könnten und daß diese Steuerleistungen sehr erheblich und vielfach ausschließlich von den- selben Betrieben tzetragen werde» müssen, die ihre Arbeiter ausgesperrt haben: der muh sich auch die erheblichen innen politl- s che n Folgen dieses Kampfes klar machen, die die Beruhigung des. Industriegebietes,«ine der wichtigsten- Errungenschaften der Stobilisierungsjahre, wieder in ihr Gegenteil zurückschlagen lassen. (Ruf bei den Komm.)': Daß Ihnen(zu den Komm.) das nicht an- genehm sein würde, bedarf keines Warles. Wir waren uns von vornherein klar, daß, wer solchen Kampf deginnt, kein Kampfmittel anwenden darf, das nach einem Ausspruch des Geheimrats H u g» n- b e r g unsere Mrtfchajl, im• Wettbewerb am Geldmarkt aufs schwerste gefährdet. Solche Kampsmittel bringen auch der deutschen Arbeiterschaft sthweren Schoden. Die eigenen Interessen aber müssen Die Parteien h Abg. Florin(Komm.) begründet die Interpellation seiner Fraktion, in der am Schluß gesmgt wirb:„Will die Reichsregierung ihren arbeiterfeindlichen Kurs, Verlängerung der Arbeitszeit durch ihr« Schiedssprüche, J.reführung der Arbeiterschaft und Verschleppung der gesetzlichen Regelung dieser Frage trotz der wachsen- den Empörung der arbeitenden Massen weiter fortsetzen? Ist die Rcichsregierung bereit, unverzüglich zu dem kommunistischen Gesetz- «ntwurf auf sofortige Durchführung der achtstündigen Arbeitszeit vor dem Reichstage Stellung zu nehmen?" Der Redner erklärt, bei der Aucsperrung handle es. sich nicht nm eine Rechtsfrage, sondern um eine politische M a ch t f r a g e. Die Unternehmer wollten mit ihren Kampfmaßnahmen die Arbeiterbewegung niederschlagen und' für sich noch mehr als bisher die politische Macht ge- Winnen. Der Redner wendet sich dann gegen das Schlichtungswesen und gegen die Taktik der freien Gewcrkschaslen. Diese Taktik sei dazu bestimmt, die Arbeiter im Abwehrkompf gegen die Unter- »ehmer zu lähmen. Die Politik des Zentrums und der So- zi a l-a e m o k ra t« n in den Gewcrkschafden genüge' aber den Unternehmern nicht mehr als Garantie für das Wnkstoerhalten der Arbeiter. Darum hätten sie jetzt den Generalang risf unter- Nammen. Die Arbeiter im Ruhrgebiet werden sich jetzt nicht mehr von Straßendemvnstrationen zurückhallen lasten, sondern unter k o m m u n i st i s ch« vFührung sich zum akti v.en K.a m p f stallen. Di« Kommunisten richten an olle Arbeiter die Aüfsorderung, aus Tarife und Schiedssprüche zu pfeifen und im Massen st reik die reformistische Gewerkschafts- taktik z« durchbrechen. Abg. Stegerwald(Zir) führt zur Begründung feines Gesetzentwurfs aus: Der' gewaltige Kampf im Ruhrgebiet gveist in die gesamteuropäischen Wittschafts- bezichungen tief ein. Der Kampf hat mit einer. Rechts- oerletzung der Arbeitgeber begonnen, va, henle gefällte Urteil hat nicht mehr Kraft al» der Spruch des Reichemrbeit». mlnisters, und diesen darf nicht die ein« Partei für unmaßgebend erklären, um ihn nicht zu befolgen. Mit jolchen Methoden läßt sich «in Staatswesen nicht.ausbauen: was diesen Unternehmern recht ist, wäre schließlich auch den Kommunisten billig. Kommunisten gibt es ader'mchr als Stahtwerksbesitzer. Was'ist' der wahre Hintergrund dieses Kampfes'? Tie Behanptung. baß die Unternehmer das gesamte Schlichtungstvesen angreifen wollen, findet ihre Stütze in der bekanntgewordenen Tatsache, daß die Unter- nehmer am Beginn diese».Fahret«inen Kampffond» von SV Millionen Mark gegen da» Schlichtungswesen gegründet haben.(Hört, hört?) Es ist aber auch erklärt worden, man kämpfe für die Erhallung der Rentabilltat der Betrieb«: durch die Aussperrung werden die Werke viel stärker belastet als durch die geringe und unbe- — wieder nach einem Ausspruch des Geheünrals flügitirGMN — hinter die der Allgemeinheit gestellt werden. Verantwortung heißt hier Vermeidung eine» unnötigen Kampfes.(Sehr richtig! links.) Man Hai aber den Wgg eines unnötigen Kampfes beschriite», der, wie der Oberbürgermeister von Dortmund sagte» in der Arbeirer- ichofl das Gefühl hol entstehen lasten, sie sei einem ungerechten vlachljpruch zum Opfer gesallen. Dieses getränkte Rcchtsbewuß:- sein erklärt die ungeheure Erregung, die über das bei Lohnkämpfen üblich« Maß hinausgeht. Der Zweck der Arbeitgeber hälle ohne- Beunruhigung des Wirtschaftslebens erreicht werden� können. Die Arbeitgeber haben mir erklärt, daß nur die ernst« Sorge �um die dauernde Ausrechterhaltung der Betriebe sie zwjng«. den-schiads- spruch als untragbar abzulehnen. Ich habe an tzjeser Erklärung nicht den geringsten Zweifel, aber es werden in der Oeffentlichkeit den Arbeitgebern auch ganz ungeheuerliche Motive untergeschoben. So sagt in der„Kölnischen Zeitung" ein Landgerichtsdirektor, der Kampf der Arbeitgeber gehe nicht nur um die Lohnhöhe, sondern auch um die Aendpruag des Schlichlungsversahren» selbst. Die Worte„Zlenderung des Schlich iungSwesens" sind gesperrt gedruckt. Die„Kölnische Zeitung" legt dagegen keine Verwahrung-ein, dieser Satz muß also ihrer Aus» faffung entsprechen.(Zwischenruf rechts.) Aawohl, ein Preußischer Landgerichtsdirektor unter- schiebt den Arbeitgebern Motiv«, die. wen» sie wahr wäre», allerdings die Regierung vor die ernste Frage stellen müßten, ob nicht«in gesetzliches Eingreifen notwendig wäre— dann aber ein Eingreifen nicht in das Schlichtungswesen, sondern ganz anderer Art. Aber ich kann nicht gloubeir, daß die Untornetjtncr um einer Acnderung des Schlichtungswesens willen, phne daß st« vorher den Weg über die Reichs t'ogsfroktionen verstichr hä'llen. Hunderttausende aus die Straße wersen würden. Offenbar hat jener Artikelschreiber in Uebereilung von Dingen gesprochen. denen er ganz fern steht.(Zuruf links: Er hat doch selbst schon Schlichtungsverfahren geleitet!) Jedenfalls tragen solche Bebaup- tungen große Erbitterung in die Oeffentlichkeit. Was kann nun für die Ausgesperrten geschehen? Nach§ 94 des Arbeitslofenverstcheruny-.'gesetzes kann bei Arbeits- kümpsen diese Unterstützung nicht gezahlt werden Der Vorstand der Reichsanstall hc-t di« Aussperrung als solch« anerkannt, oorbehalllich der letzten-Entscheidung des Spi uchsenots beim Reichsversichcruugs- amt. Die Rcichsregierung hat zu den Anträgen auf Aus- .Zahlung der Arbeitslofenunterftützimg n o ch N i ch t Stellung nehmen können. Ich persönlich möchte warnen vor der Tendenz, die Folgen solcher Aussperrungen auf divArbeits- l o s e n v« r s i ch« r u n g zu legen: So lang« kein anderer Weg sichtbar ist. haben die Gemeinden die gesetzliche Pflicht zur Hilfe. Um da-?- de« Gemeinde« zu ermöglichen, will die Rcich�rrgir rung sich mit der preußische» Regierung in Verbindung setzen, um nach Maßgabe des Bedarfs mitzuhelfen. Die Staatsgewalt Hai alles getan, was sie.tun konnte, um disie.r Kamps zu vermeiden. Nachdem er ausgebrochen war, habe ick» alles gel cm, um eine schnelle Klärung der Rechtklage zu ermöglichen ustd Wiößlich. glaube ich Ihnen auch den Weg gewiesen, zu Haren. auf dem.der Kampf ohne weiter« schwer«« Schädigungen der Bolkr- onrtschast beendet werden kann.(Lebhafter Beitoll links und'im Zentrum.) iben das Wort. streitbar läng st notwendige Lohnerhöhung. Dos rheintsch-weftfälische Reoier steht mit den Löhnen der Estenotbeisrr' erheblich zurück hinter anderen Eisenindustriegebieten Deutschlands. Dabei bedeutet der Lohn in der Großestenindustrie durchwcg weniger als 5 Proz. der Gestehungskosten im Gegen- satz etwa zum Kohle nbengbau. Der Schiedsspruch wirkt sich mit 6.5 bis 6.75 Prvz. des Umsatzes aus, also nicht mehr al» di« Umsatz- steuer.«nd das heträgt auf den Zentner Stahl dnrch- schnittlich 6,5 Pfennig! Dagegen ist die Spanne zwischen Lager- und Verkaufspreis vor kurzem um 12 Mark pro Tonne erhöht worden! lLebhajtee Hört, hört!: Zuruf der Kommunisten: Sogen Sie das Ihrew. Parteigenossen Klöckner!) Er hat seine eigenen Werke un Siegener Land irnd ist an diesem Kamps gor nicht beteiligt.- Wir wissen. alleGings. daß in Frankreich, Belgien, Polen und der I Tschechoslowakei die Löhne niedriger sind als in. der deutschen eisen- schassenden Jndusirio. aber trotzdem stt das Vorgehen der Ruhr- arbeitgeber unberechtigt und verderblich. Die Ruhr- eifenarbellcr haben jahrelang 12 Stunden und noch länger om höllischen Feuer gearbeitet, als es galt, Deutschland wieder hock- zubringen. 25 Jahr« später als in England ist 1927! die Achsttündenschicht der Hüttenarbeiter wieder eingesührt roorden. Und da hatten di« Unternehmer nach all der Opserwilligkcjt der Arbeiter nicht» Bessere» zu tun. als einen kampffond, von 50 Millionen gegen die Arbeiter zu schassen! Das Schlichtungswesen ist viel bestellten, aber wenn es trnst wird, schrecken doch alle Verantwortungsdewußten vor feiner An- tastung zurück.- Noch aus Johre- hinaus ist unsere. Wirtschaft- be- droht und ihr« Zukunft nicht zu übersehen, das Schl.ichtungs- wefen darum unentbehrlich. Jede verfehlte. Anwendung des. Privatbesitzes an den Produktionsmitteln. führt zur Radckoli- sierung. der unteim gleichen Wahlrecht die politische Aktion aus dem Fuße- folgt. Auch wir würden eigene S ch l i ch t u n g s' st« l l c n der Arbeitgeber und Arbeitnehmer dem Sichverlassen auf den staatlichen.Schlichter vorziehen, oder so weil sind wir noch nicht. Wir wollen, die freie Friedens- und-V-rstaudigungsbereit' schaft fördern. Wlr müsten dem slnallichev hoheiteatt der Verbind- lichkeiteerklärung eines; Schiedsspruches bedingungslosen Befpekl »«rschafsen. wobei die Anrufung der Arbeitsgerichte offen bleibt.; Dcesein Ziel sollen unsere-. Anträge dienen, Wenn.die.citorgigei>> Be rh an dl ung en b eim Regierungspräsidenten v�'n Dü s s« l d o r f nicht zum Ziele jähren, muß. die- Reiche' regterung alles tun. damit der-Komps rasch beendet wird und.si h Nicht weiter so hinschleppt wie bisher, zumal er sich dabei standi-Zl austehnt.(Zustimmung und Beifall) Auf Vorschlag de» Proftdenten Lob« oertagt da» Hau» d� Weiterberatung um 6 Uhr abends auf Dienstag nachmittag 2 Uhr- Nächster Redner auf der Liste ist Abg. Brande»(Saz.). tfr. 531 ♦ 45. Jahrgang ± Beilage des Vorwärts OienSiag. 43. TlovemSer 492S &reie Ufer am freien Wasser. Wie es in WirhlichkcU aussieht! Im Landtag rourb« der sszialdemakratischc Urantrog txdondclt, der die Freigabe der Seeuser im Interesse der Allgemeinheit iardert. hierbei zeigten sich die bürgerlichen Vertreter wieder einmal als Feinde der Dnlksgewinschast. Nur die Demokraten stimmten für den ersten Teil des Antrages, der die Schasfung von Ufcrpromenaden befürwortet. Für den zweiten Teil, der das Gesetz zur Erhaltung de, Baumbestandes zum Schutz der Seeuser zur Anwendung bringen will, stimmten nur Sozialdemokraten und Kommunisten. Trotzdem muh der Kampf um freie Uier energisch weitergeführt werden. Wir zeigen im nachfolgenden eine Reihe von Falle» besonders ge- föhrdeter Userränder, wobei wir betonen, daß diese kleine Blüten- lese gröhtenteils aus öffentlich angekündigten Inseraten der bürger- lichen Tageszeitungen— die dem Jnferatcngeschäst wegen stch gern Über dos unleidliche Thema ousfchweigen— entnommen ist, Die Arbeitsgemeinschaft für Forstschutz und Naturkunde wandte sich in einem Schreiben an das Bezirksamt Köpenick, indem sie ausführt, doh am D ä m e r i tz s« e von einem Sportverein bei Stesse nwinkel ein Ufergelände erworben wurde, wodurch«in seit langer 3eit beliebter Uferweg für die Allgemeinheit eingeschränkt wird. Es stehen bereits Drahtzäune, die den oberen und unteren Uierweg einfach absperren. Die Elternbeiräte von Erkner und chessenwinkel hoben protestiert, da ein« beliebte Bodestell«, die schwemme, ebenfalls der allgemeinen Benutzung entzogen werden soll. Di- Erhaltung dieses'mit altem Baumbestand versehenen Userstreifens ist dringend onzustreben. Luxusbad lledersee. Die Inserate der Schrobsdorsf- Gesellschaft kündigen an: ».Wochenendsitz der ersten Kreise aus Bürgertum, Gewerbe und chandel."„Idyllische Birkcnwoldparzrllen/'„Großzügige behörd- Uch« Mitarbeit." Kolonie Sarrow-Slranb am Scharmühelsee. Am Westufer ist ein 300 Morgen großes Gelände in etwa löOO Parzellen aufgeteilt worden und zwar auf waldreichem Gelände. Angeboten wurden Wald- und Wafserparzellcn. Ein Uferweg ist nicht vorgesehen. Seebad Senzig im Krüpelsee. Da» der Schrobsdorsf-Gesellschafl gehörende Gelände Hot am See ein« Breit« van l,7 Kilometer. Uferprantenadc ist vorgesehen. Lm Jnseratentert heißt es:„Großartiger sozialer Ausbau unter Mit- Wirkung der Behörden unseren sozialen(!) Richtlinie» entsprechend." Der Tiefe See bei Prieros-Dubrow. „Riviera der Mark."—„Waldparzellen."—„Echte Wasser- iUundslücke."—„Die Umgebung des Ticfensees ist ein wahres Woradics für Erholungssuchende, ein einzigartig naturschönes Idyll. Kiefern-, Birken- und Erlenbestond umsäumt die sonst ansteigenden Eeenitser, die trockenen, festen Baugrund haben." Die Interessengemeinschaft der Grundstücksbesitzer Priero» schrieb dazu folgendes:„Nachdem im vorige» Jahre der preußische Staat die Wälder der chofkgmmer übernommen hat, welch letzter« wohl itiemols daran gedacht Hot. irgend etwas von den Forsten zu ver- kaufen, beginnt' der preußische Staat mit dem Verkauf von G r u n d st ü ck e i» um den D u b r o w. In den letzten Tagen (Mai) ist ein Terrain van etwa drei Morgen abgeholzt worden und dort soll gebaut werden. Es handelt sich um Stücke, die an� die Gemarkung Prierosbrück angrenzen und zwar um Wasserstücke." Rum Rittergut Teupih am Teupiher See. Aus einer Ankündigung:„Das Rittergut Tcupitz parzelliert die .v-.» Gutsbczirk Teupitz gehörigen, im T-upitzer See gelegenen herrlichen Inseln Egesdorser Horst und Schweriner Horst, low,« die Halbinsel Koblgraben und den Baümgraben hinter der Teupitzer Kirche. Der vom Rcichswochcnendbund(?) ausgestellt- Parzellierungs- Plan weift nur Wo ss c r g r u n d st ii ck e ohne Userprome- ,i a de aus. In Anbetracht des Ilmstandcs, daß die Siedlungs- tcrrains Naturdenkmäler darstellen, wie sie in ihrer«igen- ortigen Schönheit nicht wieder zu sinden sind, können nur Siedler in Frage kommen, die bereit sind, an einer Schöpfung mitzuhelfen, die dieses herrliche Naturidyll nicht verkitscht." Also Naturdenkmäler als Siedlungslerrain! Grofi-Glienicker See bei Kladow. _„Seeparzellen ohne Uferweg."—„... am Graß-Glienicker See, 5 Minuten vom Naturschutzgebiet Sakrower Sc« im märkischen Interlaken."—„... bezaubernder See und Waldeinsamkeit." Seebad Zltt-Töplitz am Großen Zernsee bei Potsdam. „... der höchste Berg auf der Südseite der Insel Töplitzer Werder wird parzelliert."—„Waldgrundstncke mit herrlichem Baumbestand." � Baumrciche Wald- und Wasscrparzellen bietet die Norddeutsch« Siedlungsgesellschaft an und zwar bei Verli»-Köpenick, Strausberg, Wcndisch-Buchholz, Werneuchen. Ant V ö tz e r s« e werden Hochwoldporzellen angeboten. Sieben Minuten vom Bahnhof Lehnitz werden an der Havel gelegene Parzellen von F. Bartschat angeboten. See- bad Bindow bei Königswu st erhausen.„Wasserparzellen ohne Uferstraße."—„Bootsanlegestellen." Die schamlos offene Form der Ankündigungen beweist, daß der Ausverkauf der märkischen Nalurschönheiten bereits begonnen Hot.„Rette sich, wer kann!" lautet die Parole der Staats-, gemeindlichen und privaten Grund- ftücksbesttzer, denn wenn sie ihr Geld in der Tasche haben, mögen Gesetze über Gesetze gemacht werden, die den Naturschutz betreffen. Aber waruni soll nian schließlich dem Privatkapitat Vorwürfe machon, wenn staatliche Behörden dasselbe tun? Der Forstfiskus Hot es dach totsächlich fertigbckommen, im Obcrspreewald Kahlschlage vorzunehmen: die bei Fricdrichshagen im ehemaligen Daiiermoldgelönd« befindliche forstfiskalische Waldsläche wartet eben- falls der Bebauung. Der Forstfiskus will doch auch sein Gcschästchen machen. Was bedeutet ihm„Volkswohl" und ähnliche Sentiments. Eine große W a l d v c r w ü st u n g droht der« t o l p c r Heide zwischen Stolpe und Hennigsdorf. Ein großes Woldgebict bc- absichtigt man niederzuschlagen, um aus diesem Gebiet lOOO Stohl- häuser zu errichten. Es wird allerdings nicht verroten, wer darin wohnen soll. Der Magistrat Berlin beabsichtigt, das Gebiet westlich der Havel der Bebauung zu erichließen. Hiergegen ist gewiß nichts «inzuwenden, noch zumal am Westufer Strandwege erstehen sollen. Gefährdet ist der Waldzipfel zwischen Kladow, Sakrow und Sakrower See. Hier muß Vorsorge getroffen werden, daß ein Woldteil erholten bleibt, der unterhalb bzw. südlich eine Linie zeigt, die vom Nordzipfel Sakrower See in Richtung Pfaueninsel gezogen wird. Hoffen wir, daß bei der Nächstbold erfolgenden Verabschiedung des preußischen Naturschutzgesetzes im Landtage, das seit acht Iahren auf seine Erledigung wartet, dieier hier aufgezeigten Verschleuderung von Naturgut Einholt geboten wird! Schließlich mutz der besitzlose Men'ch doch auch etwas besitzen, was er sein Eigen nennen kann. und sei es auch nur der Blick auf einen See.� Wir meinen, daß dies« Ufer und Wälder an unseren märkischen Seen jedermann nls unveräußerliches Recht zustehen. Oer Vairf an die Alten? Ergreifend und erhebend war die Feier für die P a r te jij u b i- la r e d e r 9 7. Abteilung Neukölln, die am letzten Sonntag in Beckers GcseUschaftshaus in Britz versammelt waren. Drei- undzwanzig Genossen, die 25 bis 40 Jahre der Partei in ollen Nöten und Kämpfen die Treue gehalten, galt die Ehrung. An Stelle des leider verhinderten Landtagsabgeordneten Genossen Adolph Hofsmann hotte Genosse Emil Barth die Festrede über- noinmcn. Der Redner verglich die Pioniere des Sozialisnius niit dem einsamen Wüstenwanderer, der unerschrocken seinen Weg zieht. So haben unsere Iubilare, trotz Maßregelung, monatclanger Arbeits- losigkeit, Entbehrungen, Denunziationen unbeirrt für die großen Ideen des Sozialismus gestritten. Es war nicht umsonst! Heute hoben wir den sozialen Staat, in dem die soziale Gesetzgebung weiter ausgebaut wird. Genosse Barth erinnert an den Ruhrkonflikt: dort, wo früher jedes Aufbäumen der Arbeiterschaft im Blut erstickt wurde, stehen heute Hunderttausende zusammen, und die Regierungen des Reiches und Preußens, nicht wie früher auf seit«» der Ausbeuter, sondern bei der Arbeiterschaft. Sind das nicht zwei Welten? In warm empfundenen Worten gedenkt er der L« b e n s k a m e r a- dinnen der Iubilare und mahnt er die Jugend, den Alten nachzueifern, damit dieser Staat bald ganz unser werde. Genosse Landtag-abgeordneter A u g u st H c i t m a n n dankte im Namen der Iubilare für die vortresslichen Worte Barths und gelobte weiter zu kämpfen Seite an Seite mit den Jungen. Machtvoll erscholl dann, aus Hunderten van Kehlen gesungen, die Internationale. Die Feier wurde würdig umrahmt van Darbietungen des Ebert-Manz-Ouar- tetts, des Berliner Illktrios und des Reichsbannermujikkarps Neukölln. Festesftinmiung hielt noch lange jung und alt beisammen. Oos Llnglückshaus bleibt geräumt. Auch der Verkehr wird noch umgeleitet. Die Wiederaufräumungs- und Diederher. stellungsarbeiten an dem Hause Köpenicker Straße 105/106, wo durch den Wass«rrohrbruch am Sonntag nach- mittag die F u n d a m e n t e zu einem beträchtlichen Teil zerstört worden waren, haben auch am gestrigen Nachmittag noch g«ratime Zeit in Anspruch genommen. Nachdem die Löcher in den Fundamenten mit Beton zugeschüttet und festgestampft worden waren, hat man die Fassade des Hauses vom Bürgercstig her mit dicken Balken a b- gestützt, um die Gefahr des Einsturzes zu beseitigen. Dos Haus konnte aber noch nicht wieder sür die Bewohner sreigegeben werden, da man vorsichtigerweise noch einige Tage abwarten will, bis sich die bobelfsmäßigen Betonfundantente gefestigt haben. Auch will man erst sehen, ob sich die Risse im Mauerwerk noch weiter vergrößern. Um das Haus vor Erschütterungen zu bewahren, bleibt auch die Sperrung des Verkehrs noch für die nächsten Tage aufrechterhalten. Inzwischen sind die defekten Gas- und Wasserrohre wieder ausgebessert worden, so daß wenigstens die Versorgung der umliegenden Häuser nicht mehr ge. stör! ist. Aus dein st ä d t i s ch e n N a ch r i ch t e n a in t erfahren wir über die Aufräumungsarbeiten des beschädigten Hauses noch weitere Einzelheit«»: Die Möglichkeit eines Uebcrgreisens des Einsturzes auf die vordere Frontmauer des Hauses erschien nicht ausgeschlossen, jedoch zeigte sich bald, daß die Z w i s ch e n f u n d a m e n tm a u« r n in den Keilern, die stehen geblieben sind, tragfähig genug waren, um das Haus zu halten, so daß mit Sicherheit gesagt werden kann, daß eine E>» st ti r z g c i a h r nicht mehr besteht. Dos Vorderhans ist aber für die Benutzung und für den Verkehr ge- sperrt worden. Mit Hilfe der beim Bahnhof Jannowigbrücke arbeitenden Mannschaften der Untergrundbahn wurde gestern abend etwa uin 10 Uhr damit begonnen, die sreijchwebende vordere Funda- nienlniaucr des Hanfes durch ein« B e t o u s ch ll t t u n g a b z u- sangen. Ein Teil dieser Schüttung ist zurzeit fertiggestellt, der noch verbteibende Teil wird im Laufe des'Nachmittags fertig werden. Nach etttw zwei Tagen, nachdem der Beton abgebunden ha», also fest geworden ist, kann mit den Untersangungsarbeiten des Hauses begonnen werden. Di« A u f r ä u in u n g s a r b« i t e n auf der Straße werden inzwischen gefördert. Eine sichtbar« Ur- iache für den Rohrbruch läßt sich zurzeit nicht i e st st e l l e n. Bei dein Rohrbruch, der vor kurzein an einer etwa Z00 Meter weiter entfernten Stelle eintrat, erga>' die Untersuchung, daß das M n- t e r i o l des Rohres, welches vor etwa 70 Jahren verlegt worden ist, absolut einwandfrei ist. Als Grund kann oarläufig daher nur angeiiannnen werden, daß iniolg« der A u s l o ck e r u n g des Straße nkörpers durch größere Bauarbeiten der perschiedenften Art, die an dieser Stelle vorgenommen werden, und der durch die schweren Lastsnhrwerte heroorgcruseneii schweren Cr- schütterungcn das Rohr z» Bruch gekommen ist. Die B r u ch st- l l e liegt an der Unterseite des R o h r e s, wo asfenbar ein großes Stück herausgeplatzt ist. Das infolgedessen nach unten austretende Wasser hat die U n t e r s p ii l u n g der F u n d a m e n t in a u e r n des Hauses herbeigesllhit. Walter Rathenau und sein Werk. Darüber spricht heute, SO Uhr. in der Liga der Mr.>j scheu reckt« Gras Harry Keßler im Reichsivirtschaftsrcit, Bellevuestr. 15. Gäste willkommen. Unkasienbeitrag. Soldat Suhren. 2�.0 man von Veorg von der 2)ring. Copyright 1927 hy J. M. Spaeth Verlag. Beilin. Der Abmarsch erfalai und die Aufforderung jum Singen. Nach Singen steht uns nicht der Sinn. Brause vernichtet den letzten Widerstand, indem er umkehren läßt und uns eine halbe Stunde lang erneut in die uuol ftotzt. Wir sind ein arm kleines Brettchen im Strudel des Sonneytalfuns. Wir singen— singen unserer Würde das Srablied. Ws- Kinder, die-in schlechtgelerntes Gedicht aufsagen, singen wir und kehren singend heim zum Caloorienberge. * Man sitzt auf dem Boden im Stroh, und es wird schwei- Send gegessen. Albering aber, der die. Kl-, der ausgeworfen bat und im Mantel dasitzt, aus dem fein nackter Bauch her- norscheint, gibt die ollgemein« Stimmung wt-dcr mit dem Dort: Am �Nachmittag werden Kantinen besucht, vorzüglich die Vayernkantine. Ich gehe am Soldatenh-'m vorbei und trete ein. Es ist fast leer, scheint aber über den Mittag sehr voll gewesen zu sein, denn auf all den zahlre,chen stehen ungereinigte Biergläser. Ich spül« eins aus, lasse es füllen und setze mich damit ans Fenster. Draußen liegt die hübsche, rosafarbene Maine mn ihrem blauen Schieferdach. Auf der Stemtreppe'ch den Stadt- kommondonten. einen alten, grauhaarigen vfs'z>«r. Er hr megt sich am Stock auf der obersten Stufe h'N"nd her und sioßt im Scherz noch seinem chund, emem kleinen we tzen Budel. der wie eine zusammengeknüllte Zeitung d« Stufen aus und ob rutscht... � Das Bier ist gut. denke ,ch und fange an emen Bnef an Lisa zu schreiben. Ich sch'Ider«'hr d.e Stadt, den Kom- Mandanten am Stock und seinen kleinen drollig H• Plötzlich kommt Pabst von der Straße herein heiter und jung, eine weiße Margucritc in der Hand. Er stellt s ch Weinen Tisch und fragt: � ÄXrnf"»o w »iÄTzch..»m 5»--1°. gibt es eine Menge.— Hast du die beiden nicht in der Bayernkantine gesehen?" „War nicht dort." „Warst nicht dort? 5)ast was versäumt. Sie geben da ein Konzert, haben eine Teufelsgeige gebaut heute nachmittag. Da war Betrieb. Vor einer Stunde ging ich weg, die beiden zu suchen, denn das muß man gesehen haben. Eisenbolz streicht hie Teufclsgeige: auch eine Ziehharmonika haben sie. Geh hin. ich will indessen Lurtjebam suchen, er bläst so gut aus dem Kamm. Wedersehen!" Nachdem meine vier Seiten voll sind, gehe ich fort, finde am Fluß«ine Sternblume und lege sie in den Brief, den ich auf die Poststube trage. Aus deren Fenster lehnt ein Soldat. Aha, es ist der vernünftige Kamerad von Chärät. Er ruft mich herein. „Habe mich verbessert," erzählt er.„bin jetzt hier. Gib deinen Brief nur her, werde ihn sogleich besorgen. Es geht zwar eigentlich heute kein« Post mehr ab, aber der Leutnant will noch ein Telegramm forthoben, da kann ich ihn mit- geben. Verlaß dich darauf." Wir zwei liegen im Fenster und mein Ellbogen berührt den seinen Sein Aermel sieht viel sauberer aus als meiner. Plötzlich fällt mir der heutige Morgen ein, und ich geh« fort. ..Bleibe dach." sogt er/„ich mache uns sogleich ein Spiegelei, habe einen Spirituskocher. Hob« mir auch ein« Extramütze gekauft, du sollst sie sehen." Auf der Treppe, die wie geleckt aussieht, drehe ich mich um und frage: „Dichtest du auch da oben in deinem Salon?" „Freut mich, menn es dir gefallen hat." Mit einem Fluck» verlasse ich das Haus, bleibe aber auf der Straße erneut stehen. Wenn der Vernünftige mir grollt, gibt er meinen Brief vielleicht heute nicht mehr mit. Ich" ruf«: „Auf Wiedersehen! und laß dir dein Spiegelei gut schmecken! Denk auch an den Brief." „Wird alle? in Ordnung gebrocht", antwortet er vom Fenster aus und macht eine Verbeugung über die andere. Ist er verrückt? denke ich. Nein, er ist nicht verrückt. denn gegenüber zeigt sich soeben eine Französin am Fenster. welche lächelt und einen Doaelkäsig hin und her schwingt. Wenn der Bernünftige verrückt wäre, würde er sich doch nicht verbengen. Es handelte sich nur nach um die Geige. Klees sträubt« sich bis zum äußersten, als er aber sah, daß einige bereits die Zähne zeigten, gab er sie her. Danach war alles in Ord- nung und es konnte begonnen werden. Heute findet ein Tanz statt auf dem Boden der Müllerei. Dieser Boden ist recht geeignet für Tanzlustbarkeiten. Er besteht aus zwei Teilen, einem ganz großen, in den man über die Treppe zuerst gelangt, und einem kleineren neben- an. An den Wänden der beiden Räume ist Stroh aufgehäuft, auf dem unsere Tornister liegen und wo wir schlafen. Meine Korporalschaft hat im kleineren Rainne ihr Quartier. Ich trete zu Klees, der trübsinnig an der Wand liegt, die Finger in seinen Musikantenhaaren und die zweite Hand in der Tasche, wo sie wahrscheinlich einen Packen Briese umfaßt. „Fidel, Klees, es gibt ein Tänzchen!" „Laß mich zufrieden." „Du wirft benötigt. Wirst doch deine Geige nicht von einem anderen spielen lassen?" „Doch, er hat sie hergegeben," sagt Lurtjebam und be- netzt seinen Blasekainm mit Speichel,„da gibt? kein« Re- klamationen. Las, Kameraden, das Fest der Lieb« beginnt." „Ohne Weiber", höhnt Albering. Jetzt kommt Eisenbolz mit einem Sack voll Zeug— Röcke, Blusen, Schürzen, Hüte. Er sagt: „Halien die Werber gelacht! Ich habe jeder ein Paket Kunsthonig als Leihgebühr ausgehändigt.— Recht so, Kameroden?— Zustimmung. Hauptkerl, der Eisen! „Und, wohlverstanden, jeder einen Süßen", fügt er stolz hinzu. „Ei jarses", machen einige Neider. „Bitte," beteuert Eisen,„es waren lauter nette, runde Mädch-n." „Aber daß sie dich küßten, Hyäne!" ekelt sich Albering. „ei jarses!" „Schiefnasiger Eisbär!" „Ei jorjes—" Albering kann sich nicht benchtgen über das Pech der armen Mädchen. Aber hallo! Sind das nicht auch wirkliche Mädchen, die hier stehen?— Allgemeines Staunen hebt an. Die Kleider der Französinnen stehen uns gut. Auch Suhren ist ein Mäd- chen. in dunkelblauem Rock, roter Bluse und schwarzem Strohhut, an dem eine Rose baumelt, und Albering bittet mich nm den ersten Tanz. (Fortsetze, folgt-) -'•'r Als er eine Llhr ticken hörte. Die Ausrede des Einbrechers. Ten« vorqeitiqe Neugier ist den,„Geleeitsarbeiter" Wil- keim Elvert zmn Verhängnis geworden. Er ist ein vielsoch vor- bestrafter Eiirbre-Her, der bereits i n seinem 15. Lebensjahr init den Gefängnissen Bekanntschaft gemacht hat. Im legten Sonnner arbeitete er bei dein Ilmtau des Eden-liotels und be- mihde eines Nachts die dadurch gewomren« Kenntins der Oertlich- feiten, um an dem Leitergerüst hochzukletterin. Durch eine offene Balkontür stieg er in ein Zimmer ein, in dem em holländischer Bankier mit seiner Ehefrau fest im Schlaf lag. Auf dem Nachttisch lagen eine Perlenkette, Ringe und anderer Schmuck. Der ungebetene Gast nahm die Sachen an sich und rrat in eine Ecke. Er zündete ein Streichholz an. um sich erst ein- mal zu vergewissern, ob die Sachen auch echt seien. Dadurch wurde die Bonkiersfrau aufgeweckt»ich rief fofart laut um chilf«. Der Einbrecher flüchtete, wurde aber aus einem Bersteck aus dem Bau- platz hervorgehalt. Man fand die Beute noch in seiner Tasche. Der Angeklagte wollte dem Gericht erzählen, daß er in der Nacht seinen Schlüssel vergessen hatte und sich im thotel«ine Schiosstätte gesucht hatte. Als er in das Zimmer geriet, habe er aus dem Nachttisch eine Uhr t i ck e r. hören und sei dadurch ,zii einem Gelegenheits- dieb geworden. Das Schöffengericht Mitte hatte ober eine aridere Auffassung von dem„Gelegenheitsdiebstohl". Ewert wurde wegen Einbruchsdiebstohls im Rückfalle zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt.__ Königs Znseralengeschast. Ein Streit um die Provision. Der abgesägte kommunistische Parteikassierer Artur König ist wieder einmal von einem Angestellten seines Jnseratengeschäsis beim Arbeitsgericht»erklagt»ordert. Der Kläger war Oberreisen- der bei König. Er sardert 2l>s>st M. rückständige Provi- s i a n. Einen kleineren Teil der Forderung erkennt König an. Den größten Teil ober will er i,icht bezohien. Er berust sich auf den Anstellungsvertrag, der besagt, daß der Reisend« mit seiner Provision für die B e z o h l u n g der von ihm gebrachten Aufträge haftet. Das heißt, in ollen Fällen, wo die Inserenten nicht zahlen, erhält der Reisende kein« Provision. Um solche Fäll« soll es sich bei den eingeklagten Be- trägen handeln. Alles faule Kunden, von denen König selbst, trotz gerichtlicher Klage, kein Geld bekommen konnte. Man wundert sich über die große Zahl der faulen Kunden. Der Vertreter König» sucht das zu erklären: dieReiscndenvcrsprechen den Kunden das Blaue vom chimmel.um A u s t r ä g e z u bekommen, und rocim die Kunden nachher sehen, daß die ihnen gemachten Zusicherungen nicht erfüllt werden, dann zahlen sie nicht. Dagegen wehrt sich der Kläger. Er sagt, er habe reell gearbeitet, ober viele Kunden hätten deshalb nicht be- zahlt, weil die Inseratenbeilagen, für die sie Auf- träge erteilt hotten, entweder gar nicht erschienen oder n i ch t d« u Zeitungen beigelegt seien, die den Kutv- den angegeben wurden. Der Kläger hat auch Zweifel darüber, ob die Angaben, die ihn' König über nichtbe.zahlte Aiisträge mochte, den Tatsache» entsprechen. Er Hot deshalb Königs Karcha- lhek einsehen wollen und sich aus sein gesetzliches Recht berufen. Aber König habe die Einsichtnahme verweigert und gesagt: „�ier mache ich die Gesetze, wenn du etwas willst, kannst du mich verklagen." Infolge dieses Auftritts hohe König den Kläger entlasten. Ob und wie weit die Forderungen des Kläger» durch das Gc- riche oner könnt werden, soll in einem späteren Termin entichiod-vn werden. Geide, pelze, Teppiche. Reiche Deute Ver Herren Langfinger. Ein dreister Diebstahl ist in die Geichästsräume der �eidenengrosfirma Baehring, Dctte und Lewondowski in der M o r k g r a f e n>t r a ß e In Berlin verübt worden. Die Diebs verschafften sich zunächst Eingang in eine über den Geschäsls- räumen liegende leerstehende Wohnung, durchbohrte» mit Sauerstoff» aeblösen den Fußboden und kletterten an einer mitgebrachten Stahs- iester in das Erdgeschoß hinab. In n:ehrstünd!ger Arbeit packten sie die teuersten Stoffe«n Ballen uno t-ocke und entführien das Diebesgut in einer Autodroschke. Der Wert der geraubten Sachen beträgt annähernd 7 tz o V 0 Morl. Der Chauffeur der Droschke ist inzwischen ermittelt worden: er will von den Dingen mchl? mehr wissen.— Sä)oufenstereinbrecher, die es auf Pelzwarcn abgesehen hoben und oft mit einem Auto oorsahren, l)abeil in der Nacht.zum Sonntag dem K» r f ü r st e n d a m m wieder einen Besuch gemacht. An dem Laden von Salboch in dem Haus« 2I<1 »ummernu sie.ins Schede und angeiten von der Zlusl);* für dOOTOarf Pelze und Brücken, dazu eine sehr wertvolle Tischdecke und Silbersachcn, die mit zur Dekoration dienten, heraus. Die chouptstück« sind ein Doincn-Nerzmantel und ein Persianer. Besonder« Vorliebe scheinen die Teppichdiebc neuerdings für die Zehlendorfer Villen zu haben. Erst vor einigen Tazjen wurde dort in der Jhnestraße ein großer Diebstahl verübt. In der Nacht zum Montag kam wieder eine Kolonne durch die Gärten und über die Zäune nach einem Grundstück in der Prinz-chandjery-Straße, verschaffte sich Einlaß und packte in aller Ruhe 12 echte Teppiche zusammen. Ais sie merkten, daß der Hausherr wach geworden war und noch dem Uebersall- kommando telephanierte, verschwanden sie schleunigst. Sechs Teppiche, darunter ein« im Wert von IVWIP Marl, nahmen sie mit: die anderen mußten sie zurücklasfcn. Eine Sonderkagunq der Land- und Llcmgcmeinden siudef am Dcanerstag, dein 15. November, 13 Uhr, im Landtag(Saal 6) statt. Nach dieser Tagung finden die Fraktionssitzungen der sozioldcmvkrati'' tag statt. Berlin als Gutsbesitzer. Was soll in Zukunst mit den städtischen Abwässern geschehen? l ch« n Teilnehmer ani Landgemeinde- Di« Stadt Berlin ist eine der größten Eigentümerinnen landwirt- schoftlich nutzbaren Grundbesitzes. Nicht weniger als 38 Haupt- guter und 22 Nebengüter mit einer Gesamtfläche von rund 110 000 Morgen(2 7 5 00 Hektar) befinden sich zurzeit im Besitze der Stadt Berlin. Bon diesem Grundbesitz sind 11 Haupt- und 9 Neben guter mit insgesamt 31 500 Morgen, durch Beschlüsse der städtischen Körperschaften, an 9 Großpöchter auf fe I8Iohreoerpochtet, während der größere Teil der Güter mit 75 000 Margen von der Berliner S t a b t g ü t e r G. m. b. H. s e l b st bewirtschaftet wird. Diese rein städtische Güterbetriebs- Gesellschaft verwaltet und betreut im Austrage und nach näheren Anweisungen der städtischen Körperschaften den gesamten Güter- besitz einschließlich der verpachteten Güter. Bei letzteren handelt es sich hauptsächlich um die Kontrolle über Einhaltung der Pachtverträge und der darin von den Großpächtern eingegangenen Verpflichtungen hinsichtlich der Erhaltung der Substanz. An Zugvieh sind auf den Gütern 900 Pferde- und Maultiere vorhanden, rund 2100 Milchkühe. 1200 Jungvieh einschließlich Färsen, über 3 000 Schweine und 2200 Schafe. Täglich werden aus den selbstbewirtschafteten Gütern je nach der Jahreszeit und der Zahl der Kühe 2 500 0 bis 3 2000 Liter Milch gemolken, welche dem zur Gütergcjellschost gehörenden Milchwirtschastsbetrieb in Wcißensee zugeiührt wird. Bon hier geht die Milch nach einer technisch und hygienisch wüster- gültigen Bebondlung(Entkeimung und Tieskühlungf nach den städtischen Ansiaiten, als Flaschen- und Bechermilch an die Schulen und an Mllchböndler. Auf den Gütern der Stadt werden dauernd etwa 1800 Ar- b« i t s k r ä f t e beschäftigt und während der Saison außerdem noch rund 700 Schnitter meist deutscher Herkunit. Die Lohn- und Arbeit»bedingungen sind mit dem Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter geregelt. Die Entlohnung besteht in Bar- und Naturallohn, sogenanntem Deputat. Dieses besteht ous freier Wohnung. Garten- und Feldlond, Brotgetreide, Futterkorn. Kar- toffeln, Holz, Briketts, Heu, Stroh und Vollmilch für die Familie. Wahrend der Erntezeit gibt es eine tägliche Erntezulag«. Gegenüber den Privatgütern, die außer anderem auch geringer« Löhne zahlen, erhalten die Arbeiter der städtischen Gürer einen Krankenlohn z» schuhvontzOPro z. deslarislohnes bis zu 26 Wochen und auch jährlich einen Urlaub. Die ruhegeld- berechtigten Arbeiter genießen außerdem weitgehendsten Kündigungs- schütz. Mit der Errichtung non Sportplätzen, von Bädern und Brausen für die auf den einzelnen Gütern Beschäftigren ist ebenfalls begonnen worden. Die Aufgabe der Güter. Die meisten Güter sind hauptsächlich zu dem Zweck« erworben, die Abwässer, die durch die Entwäsfeningsanlegen au» der Stadt hinoiisgeleitet werden, oufzunehmen, zu reinigen und zu klaren, damit dann das Wasier ohne Nachteile den Flußläufen Berlins wieder zugeführt werden kann. Um diese Säuberung vorzunehmen, müssen Ländereien für die Ausnahme der Abwässer hergerichtet werden, d. h. dos Nawrland muß zum Zwecke der Berieselung in V) bis Morgen kleine Stücke zergliedert und jedes derartige Stück mit Kanälen und Wällen umgeben werden. Do nun durch dos Wachstum der Stadt feit Jahrzehnten benutztes Rieselgelände mebr und mehr der Bebauung überlassen werden muß, und auf der anderen Seite der Wasierverbrauch ununterbrochen steigt— im letzten Jahre waren die non den Rieselfeldern aufzunehmenden Wasser- mengen fast zweimal so groß wie der Große Müggelsee—, so müssen immer neue Güter gekauft und dem Rieselnetz otigeschlosien«erden. Denn die Rieselfelder müssen imstande sein, jede Menge Wasser. das durch die Druckrohre den Rieselfeldern zugepumpt wird, aufzu- nehmen und zu klären. Es ist natürlich Ausgabe der städtischen Körperschaften und ins- besondere der sür die korrekte Entwässerung zuständigen Entwosse- rungsabteilung der Tiefbauverwaltung, rechtzeitig Vorsorge da- für.zu treffen, daß auch in Zukunft bei weiterer Zunahme de» Wasserverbrauchs die Reinigung der Abwässer garantiert ist. Wenn es nottut, auch auf anderen Wegen und mit anderen Mitteln als bisher. In dieser Richtung werden in Berlin seit kurzem Versuche auf dem städtischen Gute Waßmannsdorf angestellt. 2)ic_ Tendenz. geht dahin, an Stelle der vielen auf den einzelnen Rieselflächen vor- hanbenen kleinen Klärbecken, einige wenige in verschiedene Kammern eingeteilte große Klärbecken zu errichten, um in denselben nach dem sogenannten Belebt-Schlgmmnerfabren die Abwässer s o zu reinigen, daß es von diesen großen Klärbecken, ohne wie bisher auf die Felder geleitet zu werden, direkt den Flußläusen zugeführt werden kann. Die Rachteile des Relebt-Schlammverfahrens. So begrüßenswert dieses vereinfachte und moderne Reinigung»- verfahren auch sein mag, bat es doch auch Nachteil«. Denn es läßt die in den Abwässern vorhandenen äußerst wertvollen Dungstofs« so gut wie völlig unverwsrtet, im Gegensatz zum Rieselbetrieb. Hier werden große Flächen Land in denkbar bester Weise laufend ge- düngt, während bei dem Belebt-Schlammoerfahren keine Felder zur Berieselung benöt'gt werden. Das ist ein großes volkswirtschaftliches Minus Die Folge wird fein, daß dann die bisherige umfangreiche Erzeugung vor allein von Frifcbaemüsk für die Bevölkerung und die Berfvrgurig von über 13 000 Milchkühen in und um Berlin mit dem geernteten Gros der Rieselfelder in Frag« gestellt würde. Berlum- den damit wäre auch die Gefährdung der Existenz von über 9000 Gemüsebauern, Molkern usw., die als Kleinpächter der etwa 10 000 Rieselstück« vorhanden sind. Darüber hinaus würde auch die Wirt- schafllichkeii der städtischen Gütergesellschast stark in Mitleidenschast gezogen, da ja deren Betriebe zum großen Teil ebenfalls suf Riefelbetrieb aufgetaut und eingestellt sind. Bei der Beirachtnng des neuen Klärverfahrens stößt man auf weitere Bedenken. Bisher sind die ftädtiicben Körperschaften sehr oft der Auffosiung der sozialdemokratischen Stodwerordnetenfraktwn gefolgt und haben nach Kräften den Besitz der Stadt vermehrt durch Kauf von Gütern— in den meisten Fällen zum Zwecke tünstiger Berieselung. Auf diese Weise ist wertvoller Grund und Boden in die Hände der Allgemeinheit gelangt. Dadurch wurde es erreicht, daß altes und verbrauck'tes Rieielland mehr und mehr Berwendung fand für Siedlungszwecke, als Dauerkleingärten, zu Freiflächen und ähnlichem mehr. Diese an und sür sich wünschenswerte Bodenpolitik würde durch die generelle Einsühnmg der neuen Reinigungs- methoden der Abwässer ebenfalls stark beeinflußt werden, da ja dann neue Güter zu Riesel zwecken nicht mehr benötigt würden. So sehr der Fortschritt auf dem Gebiete der Entwässerung zu begrüßen ist, so erscheint es notwendig, rechtzeitig die Bedenken und Nachteile hervorzuheben, die das neue Verfahren im Gefolge hol- Man wird gut tun, gerade hierüber die volkswirtschastsichen, landwirtschaftlichen und bodenpolitischen Gesichtspunkte nicht achtlos bei» feit« zu legen. Richard Krille, Stadtverordneter. Wie das Reich betrogen wird. Riesen-Epritschmuggelpkozeß in Hamburg. Arn Montag begami vor der Stvafabtoitung wnte-r Vorsitz des Amtsgerichtsdinektors Dr. Boeger ein umfangreicher Spritschenuggel- prozeß. Die Anklage richtet sich gegen 5 6 Personen, die namentlich in den Icchren 1921/25 llO 000 Liter F e i n s p r i t. 73 000 Liter R u m und 5000 Liter Arrak im Gesamt- werte von 1 230000 M. vom Hambiivger Freihafen in dos Ausland gofchinuggelt haben. An Zollgebühren würben dabei 278 000, an Monapolausgleich 750 000 M. hinterzogen. Der er- rechnete Ersatzwert an Waren belauft sich auf 720 000 M. Die Hauptongeklogtan sind die Gebrüder Friedrich und Gustav B e r g« r. die berde noch Amerika geflüchtet find. An dem Schmuggel waren seiner Spritlieferonten. Makler. Schiffer, Ouortierleute, Gastwirte und Destilla- teure, sowie«ine Reihe von Zollbeamten bedsiligt. Bier Schweden, die es durch geschickte Manöver verstanden hatten, die Untersuchungsbehörden lange Zeit hindurch zu täuschen und den Sachverhalt z« verwirren, sind ebenfalls stüchttg. Man rechnet mit einer sechswöchigen Dauer der Hauptverl>ondlung. Schwarzweißroi bei den Verzückten. Die Weißenberger schwörend Im.Grafen Hoditz" zu Potsdam, dem Verlammlungslotal der Weißeirb erg. Sekte, fand Soimfagmlttag nach der Andacht die Weih« eines Banners statt und gleichzeirig die Trauung eines Pols- deiner Feuerwehrmannes, der der Weißenberg-Sekt« angehört. Der groß« Saal stand unier dem Zeichen von Schwarzweißrot. Unter den zahlreichen Leuten hatten sich auch Reichswehrsol- baten vom Regiment 9, Potsdam, eingefunden. Drei Weißen- berg-Brüder mit großen fchwor.zweißroten Schärpen und Schleifen trugen das Banner in den Saal, das von einem Welßenberg-Bruder im Talar geweiht wurde. Dann wurde das Brautpaar getraut, und wieder spielten sich peinliche Szenen ob. Fünf Frauen gerieten in Et st ose, sprangen in Berzückung oiif, stießen Schreie au» und die zahlreich mitgebrachten Kinder fingen an z-u «einen. Es wurde dos..Bannerlied" gesungen. Bei dem letzten Vers mußte sich die Gemeinde erheben und die Hand zum Schwur hochhalten. Dieser Vers lautet:.Gott zum Gruße Schwarzweißrot/ Wir schwören dir aufs neue,/ Fürs Leben auch nach irdischem Tod/ Unwondeltare Treue." Gegen den Alkoholmißbrauch. Eine Ausstellung zur Belehrung über seine Gefahren. Den Alkoholmißbrauch billigt wol>l kein Mensch, auch nicht der Freund des Alkohols. Nur darüber, was hier als Miß- brauch gelten soll, gehen die Meinungen auseinander. Die einen predigen Mäßigkeit, deren Gven.ze aber nicht ganz leicht zu bestimmen ist. Die anderen sehen in jedem Genuß von Alkohol einen Mißbrauch, einen ersten Schritt ous dem Wege zur Unmäßig» keii— und fordern daher nöllig« Culhallfamkeit. Ist die Stellung- nähme zum Alkohol eine Angeleflenliest mebr de» Wissens als des Wollens, mehr der Einsicht als der Eharokteranlagc? An die Einsicht wendet sich eine Ausstellung über d»n A l k o h o l i s m u s, die vom Bezirksamt Charlotten, b u r g Pisammen mit dem„Deutschen Derein gegen den Alkohstis- mus" ivronstaltet wird. Sie will auf die Gefahren Hinweis«,, die vom Alkohol drohen, aus die Schwächunq der Gesundheit, die Minderung der Arbeiissähigkeit, die Beeinträchtigung der Erwerbs- tätigkeit, auch auf die Störung de» Familienlebens, die körperliche und geistige Schödigima der Nochkonnnenfchost, aus die Mehrung der Kosten öffentlicher Fürsorge, die Zunahme der Lasten für da» Volksganze. Bei der Eröffnungsfeier am Montag sprachen ütar die Notwendigkeit der Bekämpfung des A'ckohaiismus Prof. Dr. Oettinger als Vertreter des Bezirksamts und der Gesundheit»- nerwaltung des Bezirks, Prof. Gonfer als Vertreter des„Deutschen Vereins gegen den Alkoholismus", Fräulein Anna von Gierke als Vertreterin der freien Wahlfahrtepflege. Oettinger be- tonte, daß Abhilfe nicht von Zwangsmaßnahmen, sondern von dem aus Erkenntnis kommenden frejen Entschluß zu erwarten sei. Mit dieler auf Belehrung abzielenden Ausstellung wolle man sich nicht nur an die Erwachsenen weirden(an denen oft. sck�rzte er, Hopsen und Malz verloren sei), sondern auch auf di e Jugend wirken. An den Lorinittagen soll die Aus- stellung von Schulkindern besucht wecden, die klassenweise unter Beleuchte Dein Heim besser! Ja de» melkw ßanrtostungtn ist ein» Nckhmoschlll« oorhonden- oder soff Immer ohne besondere Leuchte. Sine Levchft mit efaer Otrom>?kähslchk-Lampe macht aber ble Näharbeit leichter. Sorgen Ei« also dafür, baß Sie auch an ha Nähmaschine elettrssche« Licht haben. LXraw.Nähllcht-Lampev sind to allen Zachgeschästen erhästsich, Führung»on Lehrern unb Lehrerinnen fommcn. Die Nachmittag« eröfn«n Erwachsenen vorbehalten sein. Di« Ausstellung ist im Charlottenburger Rathaus n?«« Straße 72/73) untergebracht.€ic kann bis 2 6. N c, e m b c r on den Werktagen von 13— 20 Uhr, on Sonn- und > eiertagen von 11— 20 Uhr besichtigt werden. Der Zutritt ist un- entgeltlich. Die lehten Zeugen. Zum Prozeß gegen Reichsbahnoberrat Schulze. Der Prozeß gegen Reichsbahnoberrat Schulze nähert sich jetzt � cm Ende. In der gestrigen Sitzung konnten dieletztenZeugen ncrnommen werden. Bon dem Staatsanwalt Dr. ch e r r m a n n s ist aus dieser Verhandlung ein sympathischer Zug zu melden, wie man Nm bei Staatsanwälten selten seststellen kann. Er sagte nämlich: -Älch hatte im Grunde Mitgefühl mit Reichsbohnoberrat Schulze. "ber den nur günstige Auskünste vorlogen." Man muß ollen armen schachern, die nach einem ehrenvollen Vorleben einmal gestrauchelt l'nd, so gütige und menschliche Staatsanwälte wünschen. Der Zeuge Ga�eltzner erklärt zunächst ausdrücklich, daß olle Zuwendungen on Schulze Im Interesse der Firma Reisert erfolgt tt'en. Als weiterer Zeuge wurde Reichsbahndirektor tt'lljer vernommen. Zu chm kam der Angeklagte und erzählte mm, daß gegen ihn ein Verfahren wegen Bestechung eingeleitet war. c suchte sich zu rechtfertigen und bot den Zeugen, diese Darstellung Reichsbahnpräsident Hammer weiterzugeben. Vors.:„Ist der Zerr Präsident mit irgendeiner Aeußeruna für den Angeklagten eingetreten?" Zeuge:..Nein." Sachverständiger Ministerialrat " D. Lindermayer erklärte sodann dem Vorsitzenden, daß e» �Ofällig erscheinen könnte, daß noch dem Austrog vom Februar . keine weiteren Aufträge mehr erfolgt seien. Das hotte ober 'einen Grund darin, daß ein neuer Bewerber ausgetreten war. der �ügerschalen nach wirtschaftlichen Grundsätzen herstellen wollte. Die mrma Reisert erhob Patenteinspruch. Im Interesse des Wetl. bewerbes hielt die Reichsbahn weitere Bestellungen in der Schwebe. "ls dann die Einigung der Jnteressentengruppen erfolgt war, hatte Mfolge des Einspruchs des Reparationskomwissars die Geldknappheit bei der Reichsbahn eingesetzt, und alle Bestellungen mußten aus- hören. Vors.:„Es stich doch aber noch 6000 M. Lizenzgebühren liezohll morden?" So ch verst.:„Der Auftrag im Februar 1927 be- 'rüg 420 000 M. Der Angeklagte hätte also sogar 8400 M. erhalten müssen." R.-A. Dr. Frey:„Sind dem Zeugen, Reichsbahndirektor '''lljer, nicht Namen prominenter Reichsbahnbeam- fen bekannt, bei denen Lizenzen bewilligt wurden, ohne daß dabei >ur die Reichsbahn die Lizenzsrist ousbedungen wurde?" Zeuge ni lljer:„Nein." Sa ch v e r st. Lindermayer:„Es gibt nur wenige Ausnahmen." R.-A. Dr. Frey:„Worum gehörte Herr Schulze "cht zu den bevorzugten Personen?" Sachverft.:„Jene Fälle fifhen auf die Vorkriegszeit zurück. Aus unserer Zeit gibt es keine -lusnahmen." Weiter wurde Kriminalsekretär Gentz vernommen, und es kam dabei zu einer lebhosten Auseinandersetzung über die Art der Der- uehmilng de» Angeklagten durch den Staatsanwalt. Zeuge Hot dos Protokoll niedergeschrieben uich erinnert sich äenau, daß sofort ein scharfer Unterschied zwischen Li- 'V�Zgebühren und Geschenken gemacht worden sei. Herr Zchulze habe zugegeben, die Geschenke nur in seiner Unentschlossen- "eil angenommen zu hoben. Er sagte, es seien ihm die Geschenke ""n Gaeltzner aufgedrängt worden, und er habe stch in seiner Gut- Mütigkeit derselben nicht erwehren können. R.-A. Dr. Frey:„Die Götze Voruntersuchung und die Anklage krankt daran, daß nirgends 9clagt wird, mit welcher Amtshandlung die Geschenke in Verbindung Gebracht«erden." Staatsanwaltschaftsrat Herrmanns: �as wird in der Anklageschrift an zwei Stellen ausdrücklich gesagt: "m die Lagcrschalen bcslellungsreis zn machen. Dos fiel in da« Arbeitsgebiet des Angeklagten." R.-A. Dr. Frey: ,/Vas Verfahren mird doch zunächst auf ein falsches Gleis geraten. Au» den Akten Gch! nicht hervor, daß dem Angeschuldigten vorgehalten worden sei. Zbh er Geschenke sür Amishandlungen angenommen habe." ' o a t s a n w. Dr. Herrmann»:„Äos war doch selbstverständ- !rn mü> er war auch darauf vorbereitet. Ich l)atle im Grunde -R. qcfühl mit Reichsba hnoberrat Schulze, über nur günstige Auskünfte vorlagen." R.-A. Dr. Frey: "Jetzt meitz man also endlich, daß die Swatsonwaltschaft an der ersten Anklage festhält. S t a a t s a n w.:„Dieser Standpunkt ist nie "erlassen morden." � Die Verhandlung wird dann auf Donnerstag vertagt. an diesem Tage fallen die Sachverständigen gehört werden, und r» wird dann im?lnfchluß daran mit den Plädoyers begonnen werden._ 52 Oollarmittionare mehr. Die Zunahme eines Zahres in ll.S.A. Washington. 12. November. „ Al» Beispiel für den zun«hn«inden Wohlstand der vereinigten Staaten wird die Tatsache hervorgehoben, daß die Zahl derjeniqen Personen, die«in steuerpflichtige? Einkommen von einer frillion Dollar und darüber im Jahre 1927 angaben. AZ beträgt. Diel« Ziffer ist die höchste bisber verzeichnete Zahl � Millionäre in den vereinigten Staaten. Sie bedeutet gegenüber IM Jahr« 1926 cmc Zunahme von 52. Dagegen ist die Zahl der Ankommen vvn fünf Millionen und darüber von 14 im Jahre >*26 auf 10 im Jahre 1927 gefallen. 25 Lahre Frauenabende. _ Im Jahre der Jubiläumsfeiern konnte der immer rührige e i s Tiergarten ein besonderes rieft begehen: die �5. Wiederkehr des Gründungstages der Frauenabteilung. Welch verändertes Bild damals, im Anschluß on die Landtagswahlcn von >903. Leseabende im Hinteren Raum eines Lokals, kaum zehn rirauen aus ganz Berlin: heute ein übersüllter Saal. Einige der Genossinnen, die damals von den Blauen gejagt wurden, sind an- wesend. Durch den Saal klingt es:..Weißt du noch. und„damals war dos so",„so. ich habe den Aussatz über das Erfurter Pro- Gramm noch". Niemand konnte die 25jährige Arbeit für den«o. ötalismus bester würdigen, als der damalige Leiter der �.efeavende, ?enost« Kurt Heinig. M.d.R. Die Probleme sind m der Zwischenzeit anders geschichtet morden, und die praktischen r.o- '"ngen sehen manchmal anders aus. als man sie geplant hotte. *knch bei verschiedenen Ansichten kommt es immer nur am ik sozialistische Gesinnung an, und die hat bei de» ,rra>ien nie ge- !«hlt. Die Leseabend« haben Klarheit in der Aussossung von Pro- blemen geschaffen und die Kameraschastlichkeit, die Einigkeit im Kampf gefördert. Genosse Heinig schloß mit dem Wunsche, daß die Genossinnen weiter Baustein um Baustein für die Sache des So- ziolismns beitragen mögen. Der Unterhaltlingsteil wurde von der Arbeiterjugend und dem gemischten Ehor Norden ausgeführt und fand ehrlichen Beifall. Frieöhofsfchandungen und kein Ende. Auf dem israelitrschen Friedhof in Harburg bei Homburg hoben mehrere halbwüchsige Burschen zahlreiche Grabsteine umgeworfen und ander« Verwüstungen angerichtet. Di« Täter konnten noch nicht ermittelt werden.— Von Schändungen jüdischer Friedhöse hat man vor dem Krieg niemals etwas gehört. Sie sind das Ergebnis jener maßlosen Rassenhetze, die non den H a k e n k r e u z g r u p p e n immer noch u n g« st r a f t ge- triebe» wird und in ihrer Häufung dem deutschen Ansehen im Ausland unberechenbaren Schader» tun. Ein„naktonaler" Schwindler gefaßt. Auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin wurde der 26 Jahre alte srühere Rechnuno?- führ« Fritz Diesenbach sestgenominen, der unter der Maske eines streng nationalen Mannes.zahlrcicki« adlige Familien um Beträge von 5 bis 20 M. geprell und mnmnq- reiche Diebstähl« verübt Hot. Er erzählte jedesmal von einer Auto- oder Motorrad po rme und gab an, daß ihm dos Geld ,zu Reparaturzwecken ousgeganizen fei. Der Wettschwindler Arthur Seil wurde»on der Strafkammer de» Landgerichts Berlin in der Berufungsinstanz zu 2 Iahren 6 Monaten Gefängnis unter Aufhebung des Hasthefehls verurteilt. Der Schwindler wollte«in angeblich tvtficheres Wettsystem erfunden haben. Einen Film- und vorkragsabcud veranstaltet der Bezirksaus schuß für Arbetterwohlfohrt. Bezirk Kreuzberg, mit packendem Pro gramm am Donnerstag, dem 15. November, 19,30 Uhr(pünktlich), bei Rabe, Fichtestr. 29. 1. Nezitation, Margarete Merrboch: Aus der„Ballade aus dem Zuchthaus"(Oskar Wilde). 2. Ansprache, Regierungsrat Krebs:„Das Los der Stroientlastenen". 3.„Die Ausgestoßenen"(MartinBerger-Film). Eintrittspreis 25 Pfennig. Für Inhaber eines Loses der Arbeiterwohlfahrt- Weihnachtslotterie" frei. Eintrittskarten und Lotterielos« zu haben an der Abendkaste. Freie Soziasislische Hochschule. Am kommenden Sonn- abend, dem 17. November 1928, 19Z4 Uhr, spricht im ehemaligen Herrenhaus, Leipziger Str. 3, die Genossin Prof. Anna Siemsen über das Thema:.Selbsterziehung der Jugend". Karten zum Preise von 50 Pf. sind an der Abendkaste und an folgenden Stellen zu haben: Bureau des Bezirks- bildungsausschustes, Lindenstr. 3, 2. Hof links, 2 Treppen: Arbeiter- Jugend Groß-Berlin, Lindenstr. 3, 2. Hof links, 2 Trcpepn: Buch- Handlung Dietz. Lindenstr. 2: Bank der Arbeiter. Angestellten und Beamten, Wallstr. 65. und in den anderen bekannten Stellen. parieinachrichten��fürGroß-Berlin »wseadimgo» fflr diese N»dril find «erli» SSM, eiabrafttaftt 2. stets ca da« S(|lt{s1cfma7ial e.H»s. Z Zre». recht».«■ eichte» 7.*T»i« Cftaxlattcniata. ftreita«, 16. Sorna firc. Sikung d» Seite htt Arbliterwodlfalirt tun 70 Ufte im Satdou« Qiarlottenburj, Berliner Str.. ©idunfuviümnet 2. Auch die parleigendslischen Wolilfabrtsvsleaer sind bier- «u eingeladen. Genosse Iudrian vom Londc«ardeitzamt lpricht über da» Arb«it»losenaersschcrung»g«te. Bollzödligeo Erscheinen der Genossen wird erw-rtn. Ii. Sttit SteaNsi. Achtnnz. besser nnd besserinnen der Trdciterwoblfabrt! ssreitoo. 16. November. SO Mir. im Roiduus SttUlik(jikuno. Bortrna: „Die Aukgabe» der Eozialen C-crichtshilfe." Nefrrent wirb noch bekannt. gegeben. Auch die varirigenijsiiichcn WobttobrlovNegrr werben erbeten, tu erscheine«, gadlreiche Beteiligung erwünscht. heute. Dienstag, lZ. Ilovember. 7.«dt. Einla klarte»»um.Bergniiutrn«b-nb" am I. Dejemdee in Gorni, ssestlSIrn finb in ber Mitgliederversammlung xa entnehme».— IVn Mr wichtige ssunltionärssbung bei Börwald«. Schlcgelftr. 6. Di« Brtriebovertrauensleute ssnb»ingeladen. «.«bt. 20 Mr bei Wiersdorfs, llrbanltr. 6, ssvnltionörsshuna. Di« Abend st und« am Sonnabend brachte die Uebertragung eine, ernsten Konzerts Man durfte daher wenigstens für den Sonntagabend eine heiter« Unterhaltungsstunde er- warten. Statt dessen gab es ernste Rezitationen, dann Schubert- Lieder, schließlich Berliner Reportage, gesprochen von Fred Hil- dendrand. Das ist gewiß keine schlecht« Programmzusammen- stellung, aber ein großer Teil der Wachenendhörer kam dabei wahrscheinlich nicht auf seine Kosten. Sonnabend- und Sonn- t a g a b e n d sollten grundsätzlich auf Bolkstümlichkeit ein- g« st« l l t bleiben. Diese» Programm war in seiner ganzen Zusammenstellung viel zu schwer. Die Darbietungen von Claudius und Hesse wurden von Johanna Hose r�und Theodor� Laos schlicht und warm gesprochen. Emmy v. Stetten sang die Schubert- Lieder mit etwas kühlem, aber wunderbar schönem Sopran. Fred H i l d e n b r o n d ist ein Reporter, der mit dem 5) erzen erlebt, was er mit der Feder festhält. Seine Momentbilder wirken auch dann stark, wenn sie keine besonderen aufregenden Ereignisse festhalten. wenn sie nur schlichte?I f n a h m e n aus dem Alltagsleben sind.— Lola Kreutzberg gab unter dem vielversprechenden Titel„Al? Gast des Maharadscha von Mysure" nur farblose Beschreibungen bildhaft erlebter Vorgänge. In der Novellenstunde am Montag las Hans Sochacze- wer aus seinem Roman„Das Liebespaar". Die tausend unwäg- baren Kleinigkeiten, die auf den Seelen Liebender lasten können, sind hier eingesangen. Das. was Sochaezewer hier sogt, war weder groß noch erhaben in Stöfs und Schilderung. Es erschüttert« durch seine Einsachheit. Zum zehnjährigen Amtsiubiläum des preußi- schen M i n i st« r p räf id« n t en Otto Braun hielt Ministe- rialrot Dr. Fritz Eorsing eine Gedenkrede.— Aus Bernhard Shaws„Zurück zu Methusalem" erhielten die Funkhörcr am Abend eine Kostprobe. Zwischen Bruchstücken au« Shaws Vor- rede zu dem Dramenzyklus»nd dem sehr wirkunasvoll arrangierten Hörspiel war ganz sinnlos eine halbe Stunde Unterhaltungsmusik eingeschaltet. Weshalb bot man sie nicht vor der ganzen Beranstal- tyng oder im Anschluß an sie? Tes. 66. Bt-t. Wilmersdorf. 50 Uhr Mitglied er« ersmnmlun? dei Shitfo. Soven« dxrger Str. 20: Borlrug:»Wo? lehrt uno die Auosoerrung im Rulit. gediei?" Referent Mox Lendrmonn Alle Genossinnen und Genossen werden UM voCUäHIigco ssrfehcinen gebeten. 137 Abt.»cinidroborf.fflfli 10'j Mir im„Bolksliaus", Clhornwcberstr. 114, ssunktionSrsshung. Erscheinen ist Pflicht. Mitgliederversammlungen und Zahlabende Morgen, Mittwoch. l4. November. 1. Abt. HM Uhr im �»ckeschen Sok". Nosenthalcr Str. 40)41. Vortrag: ..Sonialdemotrati« lind Wehrvroblem." Referent Hans Beuer. 2. Abt. 20 Uhr bei Ohngcmach. oommandantenstr. 68, Vortrag der Genossin Elvira Krüger:„Die Grschichtc der rolen ssrhne." z. Abt. lOih Uhr im Saal 1 des Dcw,rlschaf!oI>ausc->, Engelufer 24l2Z. Bor- trag:„Varlei und Eenosscnschoftowesen." Referent Genosse Schudarth. 4. Abt. ID'.-j Uhr bei Stommel. Neue ssriedrichstr. I. Vortrag:„Wo» lehrt un« die Aussperrung im Ruhrgebiet?" Referent Mar Hendomoim. 5. Abt. I9i3 Uhr im„Rosenthalcr Los", Rosrnlhvlcr Sir. 11-12. Vortrag: „SPD. und Wohmmgosragcn." Referent Archilett Otto Mass. 6. Abt. 10)h Mr bei Büttner. Echwcdter Str. 13, Vortrog:„Wo bleiben die Eteuergeldcr Berlin»?" Rescrent Dr. Siegfried Weinberg. 7.«bt. I0H Uhr Zahlabend» bei Döll. Vergslr. 71— Brirav. Pflugslr. 1 lVortrag:„Politische Togeofragen". Referent Gerhard Kromcrl— Ranler, Bviienltr. 10_ Kärwaldc. Schlegelstr. 8—«übe. Streliher Str. 56(Vortrag:„Dir weltliche Schule". Referent Rrlior Gustav BSbirfel. *.«dt 19H Uhr Zahlodcnde: bei Sloft Lllhvivufer 15(Vortrag:„Wirt. schattslage und Vvlitil". R-ttrentin Gertrud Ei»fclderl— Mrver. Lilhom. sirafe 7(Bortrag:„StahIhkln>voIl!.begehren", Acsrrrnt Ziegirrungsrot Dillinger)— Leulchncr, Eleholzstr. 5(Bortrag:„Der Wir(ichaslsiam( t an der Ruhr". Referent Michael Kirschdrrg)— Seiler, Eteinmetistr. 20 (Vortrag:„Die politisch« Lage". Referent Genosse Strothman»)— R'ckcrt, Eteinmehstr. 66»(Bortrag:„Von den jlonlervatipen bt» on Kugenberg", Referent Sein» Manul. 6. Abt. lOlh Uhr im Sola!.Artushof". Perlcberger Etr. 20. Bortrog: „Sodialdemolralie Und Wehretot." Referent ssranz po» Puttlamer. Gäste und„Vorwarts".Leser sind herglichst eingeladen. 1». Abt. 30 Uhr bei Genske. Nirchstr. 10. Bortraa:„Wo, lehrt UN» dir Aus» fperrung i»> Rubrgebiet?" Referent Karl Weiner. M. d. L. 11. Abt. ISZH Mr bei Bergrr. Levehowftr. 21, Ecke tzagowstrafie, Vortrag: �ttasseniuNI,." Referent ssellr ssechenbach. 12. Abt. Iltzh Uhr bei Nachtigall, Beusselstr. 62, Vortrag:„Äommunolpolitil." Referent Earl Bublig. 1». Abt. Achtung! Di« Mitgliederversammlung findet umständehalber die». mal am ssreitaq, 16. Rpvember. im„Badenhofer". Turmltr. 35. Blauer Saal, statt. 16. Abt. XOH Uhr tzabladende bei Both. Binetavlafi 7. und«urlowHi. sscld» ftraße 6. 16. Abt ISM Uhr tzahlabend« bet Dähling. Bruunenstr. 70. und Leuschner, Ackerstr. 110. Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist Pflicht. 17. Abt. lg>h Uhr Zahlende hei Loeff,t. Tegeler Str. 50, Neunkirch. Trift» itrahe 4». und Schreiber. Triftfir. 86. 16. Abt. lOtt. Uhr Zah labend« in den bekannten Lakaien. 1».«dt. 10ZH Uhr Zahlabende. Bcgirk 805«0«: Grunent. Panfstr. 50— 807 bi» 810: Schrepel. Griintholer Str. 16— 8U: Brvdtialki. Grllnthaier Strasse 6— 812: Schul:. Stettiner Str. 52— 813 und 819; Goltschal k, Grilntbolet Str. 14— 814-818; Schuchardt. Ehriftianiastr. 116— 820: Grünberg, Prinzenalle« 57. 2». Abt 1»� Uhr Zahladeird in den bekannte Lokale». 21. Abt. gahlalbende 19ff Uhr in folgenden Lokal««: Bilbw. Marstr. 18 (Referent Bernhard Oleini— Brvssu», Reinickendorfer Str. 66. Ecke Oudenarder Sirasse(Referent Paul Suhl«)— Damme, Schulstr. 24— öopoe» Nackt.. Marstr. 5(Referent Robert Kendcll— Kilnrann. No»a. rethkirchstr. 4l(Referent Sari ittlnge)— Lvffmarn. Prinz�rugeu�tr. 7— Zkroll, Ulrechter Str. 21— Schriepclt, Antonstr. 8(Referent Dr. Grün- waldt)- SchoU. Adoltstr. 12. 22. AU. Igfh Uhr tzahlabend» bei Radiiag. Brüsseler Str. 46— Bartsch. tzehmarntlr. 1— Sctm», Müllerstr. 26— Tagesordnung: Neugliederung »— r, Abteilungen. Alle Mitglieder müssen pünktlich erscheinen. 2». Abt. 194- Uhr Zahlabende in folg. Lokal.: Lewaudowski. Seestr. 104, Grüne» mald, Kameruner Str. 16— Sutschow. Tran»oaolstr. 24— Tieh«. Barfg»» stvass« 0(Bortrag:„Berliner Wohnungabauvrogramm". Referent Genosse Bruno ftrouse)— Mollnau, Müllerstr. 62a(Vortrag:„Staatliche Arbeiter» bildung", Referent Genosse Külencr)—«öirig. Otapistr. 37(Vortraq: „6o«"tt«mof raiische� Nulturpolitik". Referent. Genosse Alcronder Stein». > 7 tthr Zahlabend«. I. Gruppe: Rösner: Imnranuclkirchstr. 2ö (Dort rag:„Die Stellung der tzugend gur Parte!", Referent tzugendenosse Schwarz)— 1»-Gruppe: Ulmer, Winostrasse. Ecke Edristburger Strasse—. 2. Gruppe: Vogel. Iadlonskistr. 9— 3. Gritppe: Schulz. i5aru>en,r:nlvo. Strasse. Ecke Sofemonnftrass«(Vortrog:.Unser Weg zum Sozialismu»", Referent Wilhelm Mielhke). 25. Abt ISM Uhr.Zah ladende bei Barvnskl, Pasteurstr. 6— Rösler. Goidaper Strasse ü, und Kästner, Elbinger Etr. 24— Thema:„Arbeiter und Konsum» »enpsseuschaf»." 26. Abt 10'h Uhr bei Beinssch, We.Issenhurger Str. 1. Vortrag:„Die Be» dcutung der Konsumgenossenschaft in der Arheiterbewegung." 27. Abt. 19Va Uhr.Zahlabende dei.Zeuge, Milastr. 5— Reeh. Eonnentnirger Strasse 1— Mehlberq, Gaüdgstr. 6— Booßmaun, Sleimstr. 10— Glanz, Koncnhagener Str. 67. 26. Abt lOih Uhr Zahlabend« bei Maass, Prenzlauer Allee 262— Wegned, Wärther Str. 36— ISneck«. Kagenauer Str. 5— Rechenherq, Elioriner Stesse 49— Meper. Oderberger Str. 60— Zundel, kastanicnavee 20/Zl> lVortrag:„Da» Cerualleben in der Ehe". Referent Genosse Schiemann: bitte, tzrauen mitbringen!!— Bartdel. Wärlber Str. l0(Vortrag:„Rrisg. r.nd rücke in Schweden und Mnnland". Referent Willi Nirdorf). 2». Abt. 108h Uhr im Altersheim, Danziger Str. 62. Vortrao:„Wirffchaft»- und sozialpolitisch« ZZorderungen on den Reichstag. Referent Theodor Kossur.— Achtung! Die Funktionäre treffen sich um 18 Uhr im gleichen Lokal zu«rner kurzen Besprechung. Die Korten von der Repolurionsfeier sind abzurechnen. 6». Abt Igih II fit Zahlabende. Bezirk 90/91: Pobst, Lvchencr Str. 103. Ecke Stargorder Strasse— 92—94: Schröter. Pappelallee 34— 07: Schmidt, Poppelollk- 80— 98—99 Hoffmann. Lnchcnrr Str. 8— 114— 120; Mahn. köpf. Sarmen-Svloa-Str. 126— 121—123: Seiller. Kanzowstr. 10— 124 und 124»: Ricbergall. Earmen�vlva-Str. 22. >1. Abt. 101» Uhr Kohlahende bei Doldschmidt. Swlplfche Etr. 36— Meissner. Schivelbeiner Str. 64— Cchwarss. Zornholmer Str. 9— Referenten: Willige. Both und Bartbel. 22. Abt. Kahlabend« in folgenden Lokalen: Gruppe Schxmonn be! Kromphardt, Vaul-Singer-Str. 49(Wahl de« Griwvenleiier»: Referat:.Satirische» ou» dem Kohenzollernbause": Beziekofübrer laden ein)— Grnvve Kluge bei Schmidtk«. Krautftr. 44. Ewgang Paul-Singer-Sirasse lRrferat:„Arznei. Wucher und Proleiariat". Referent Apotheke? Genosse Serlissl— Gruppe d Troder dei Kletniss. Breslguer Str. 7.5 sReferat:...konfordol". Referentin Genosssn Li»beth Kübner-Riedger, Stadtverordnete)— Gruppe Meister bei Rippert. Markuostr. 66(Referat:„Demolratie al» Beesaffung-ideal". Referent Genosse Lepke)— Gruppe Buchmann dei Drefchee. Stralauer Plass 5— Gruppe Wartmonn bei Sorstmann. Am Osthohnhof 18. ZZ. Abt 193h Uhr Zahlohend« bei Otto. Rjgoer Str. 85(Vortrag:„Austro- Marrismu» und proletarische Politik", Referent Adolf Loul— Bombe, Boigtstr. 75 sBortrag:„Partei und Presse", Referent Robert Breuer)— Schul«. Eamariterstr. 30(Referent Bruno Zheekl.— Achtung! Die Gruppe BorkawtN tagt von ie.sst ob bei Guezkowski. Schrernerstr. 38(Vortrag: „Kvinmunolpolittk". Referentin Stadtperordnete Martha Koppe). 36 Abt. 19V: Uhr Kahlabend». I. Gruppe: Rusch. Tilllter Str. 27— 2. Gruppe: tzrante, korndorfer Stesse. Ecke Lowestrassv— 6.»nd 4. Gruppe: Witt- schuss. Petersburger Str. Z(Bortrag:„Gsfangenenfürforge". Reterentiu. Genosssn Schröter). 87. Abt lfl',4 Uhr Kohlabende. 1. Bezirk: Kerfe. Eberivstr. 7— 2. und 6. Bezirk: Iervsch, Ebertnstr. 10— 4.. 5. und 6. Bezirk: R Oschle. Motternstr. 14. 68. Abt 19>? Uhr Kahlabend« Bezirk« 186. 18». 186. 187 bei tz-ekel. Sächst- Stesse 14(Vortrag:„Der Kirchenkrieg in Meriko". Referent Genosse Rothl— Bezirk 188 und 195: Spaeth. Georgenkirchstr. 66 lVortrag:„Wobl sahrtsvklege und Kugend fürsorg«". Referent Otto iäenselau)— Bezirk 189 bei Eteuss. PnIIsadenstr. 71(Vortrag:„Wirtschaftsfragen", Referent Genosse Mordno)— Bezirk 184 bei Bilder. Weberstr. 42(Vortrag:„Die ElektrizitStsoerlorgung von Berlin", Referent: Stadtrat Rudolf Schlich- tlng)— Bezirk 189»: Rosenberg. Langenbeckftr. 1(Vortrag:„Arbeiterspoet und Sozialdemokratie". Referent Adolf Bucki— Achtung! Bezirk t89b bei Weber. Wilbelm-Eiolzc-Etr. l6(Vortrag:„Lohntheorie und Arbcitstamps". Referent Genosse Wermutb).— Für die übrigen Bezirke in den bekannten Lokalen. Die Bezirksführer leisten auf den Kahladenden ü-ao»to.Zahlungcir kür die Reihnachkofeier. 69. Abt 19Vj Uhr bei Treulieb, Wilhelmltr. 114(Vprteg:„Der Dawesplan". Referent Genosse Dr. Rapmund. 69, Abt. ,K>>hl»orgen früh um 6 Übe Im Lokal„Zum Mohren",. tzernfnlemer Stesse 9(Vorteog:„Srnndsrngen der dentschcn Anssenpolitll", Referent Engelbert Graf). 46. Abt. Die Abteilungsoersommlung am Mittwoch fällt aus und findet aal Donnerstag. 15 Rooember. statt 41. Abt. Um 20 Uhr, Kahlabend in folgrnden Lokalen: 2. Gruppe: bei Elbrand. Lankwissstr. 5— 2. Gruppe: Lokal Veinbofk. Belle-Allianee-Ete. 74»— 6 Gruppe: Lokal Schuster. Chamissovl 4(Lorirag des Genossen Bet? nareckl— 4. Gruppe: Lokal: Vramnnn. tzidicinftr. 16(Vortrag de« Genossen Grün Uber„WohnungspolitikH— ä. und 6. Grupp»: Lokal Luhe. Bergmannstr. 96(Vortrag dee Genossen Eichbera über„Verkehrs- polilik"!— 7. und 8. Gruppe: Lalol Schult. Marienborfer Str. 5(Vor- trag de» Genossen Stadtrat Dittmer über„Politik und fflitlfchoft"). SALAMANDER PUSSARZT-STISFEL DAS BESTE REZEPT PUR R EMPFINDLICHE FÜSSE DIE WAHRZEICHEN DER ECHTEN SALAMANDER-STIEFEL SIND DIE felNÖEPtÄÖTE SCHÜTZMAJ�E UND OLE P8EJS4BUPPE AUF OED SÜHii -V iL®L Ar MtttBtn&e t* hm Bdömdtn te!oT«u lÄH IThc Äablabfiibft in den bekannten Lokalen. 4L Abt. U Übt. W: Uhr in der SÄuIoula, Marionnenstr. 47. LilbtbiTdrnsortroq: �Der So�ialixmv� in der Kurikohir." Referent Friedrich Wendel. fy. Abt. 20 Uhr Zoblabende. Gruppe Äritger: bei Minnig. Lauster Str. 44 (Dorlrag:. Sn�iol'Deme'kroi'ie". Referent Genosse Walter)— Gruppe Hohlstein: bei Pensti, Ratibar-. Ecfe Diener Straße(Vortrag: Englische Reiseeindritcke". Referent Genosse Dlbreckt)— Gruppe Rüden: bei Mat- scken�. Hörster Str. 0(Vortrag:„Partei und Wirtschaft". Refernt Genosse Zippe)— Gruppe Hoch: bei Dien�iers. Reichensseracr Str.?04 t Vortrag: -Die Wirtschaftsunternehmungen der organisierten Arbeiterschaft", Referent Genosse Hildebrondt). 4L Abt. J9U Uhr bei Birrkharbt. Gitrliber Str. 52. Vortrag des Genossen Arthur Rachow. Diskussion. Parteionqelegenheiten. 47. Abt. Uhr Zahlohende. Bezirk �2 und 83: Timpe. Raunnnstr. 60. IW: Lier. Raunnnstr. 9. Vortrag:„Erlebnisse in Sit dve st- Afrika. Referent: Genosse Dainnstädt. V— 100: Siedentopf, Muskauer Str. 35. Vortrag:„Wege zum Sozialismus". Referent: Genosse Keif. 101—105: Lehmann. Muskauer Straß'' I. Vortrag:...stommunole Schulpolitik". Referent: Dr. Erich Witte. 4L Abt. IoU Uhr bei Gliesinq. Voffertorstr. KS. Bortrag:..Berlin, wie es war und wurde." Referent Stadtverordneter Paul Robinson. AHarlotteuburg n. und 97.?e:ir7 bei Amelungen. Calessraße Ecke Schudomassroße. Bunter Abend, veranstaltet von Mitgliedern der Sozialistischen Arbeiter- juaend'. Rezitation. Lieder zur Laute und Vortrag eines Genossen der - cn. v________ v.______..-v X.- itCH-N; m X-* öÄI.:„Die Bedeutung der Klnderfreundebewegung und der SAI. in der lrbeiterdewegung". 83., 54. und 85. Bezirk bei.storitsch. Böh- irlottevburg. 31. Abt. 1914 Uhr Zahlobende: 1. Gruppe: �ahlabend mit Vortrag bei Schellbackt. Königin'Elisabeth-Straße 5.?. u. 3. Gruppe: Zablabend mit Vortrag Uber: ,.Die Wirtschaftslage der Arbeiterschaf:". >?ef. Bruno Groppler tm Lokal Sophie-Sharlotte.Stroge 88. Erscheinen aller Genossen ist Pflicht.— 32. Abt. ZO Uhr bei Reis. Kaiserin.Augusta- Allee 81. Vortrag:..Wirtschaftsdemokratie". Ref. Hans.Kögler. 53. Abt. 10'4 Uhr Zablabende: 1., 2. Bezirk: Schweikert, Erasmusstr. 2. 3., 4. Be- zirk: Lux. Huttenstr. 26. 5., 6. Dezirk: Steininger, Huttenstr. 26. 7. und Plötzenfeer Bezirk beteiligen sich an den obigen j�ahlabenden.— 54. Abt. 19'4 Uhr Zohlabende: 5., 7. Gruppe: Jugendheim, Rosinenstr. 4. Ref. Lstto Schmidt. 5. Gruppe: Müller, ssranklinftr. A». Ref. Siegfried Ezortinski.— 55. Abt. 20 Uhr bei Reimer. Wilmersdorfer Str. 51, Bor- trag:„Theorie und Praxis des Klassenkampfes". Ref. Dr. Walter Swrm. Parteiangelegenbeiten.— 56. Abt. 30 Uhr Zahlabende: 5., 3. Bezirk: Liersch, Kontftr. 85.?. Gruppe: Ioskowiock. Holßendorffstr. 20. Die die Broschüren über das Kassierer müssen die Revolutionskarten und die______ W Sozialistengeser abrechnen. 57. Abt. 20 Uhr Zablodende: 1. Gruppe? Arndt, Kantstr. 51, Borirog:„Wirtsöxrftspolitik und Demokratie". Ref. Genosse Wolfsherg. 2. Gruppe: Thunack, Wielandstr. 4, Dortrag:„Ge- brauchen mir eine Wehrmacht?" Gäste willkommen.— 58. Abt. 20 Uhr im Rankebaus. Rankestr. 4 vorn 4 Dr.. Vortrog:„Ein politischer Ausflug" '~-mu* Ä � �-....-- (Deutfchland�rankreich). Ref. Adolf Abter. Bericht von der Verbetpoche.. n. Abt. Spandau Altstadt. 20 Uhr im Türkischen Zelt, Moltkestraß«. Ecke Bismarcksiraße, Vortrag:„Von der Monarchie zur Republik". Ref. August Niemann. DZ. Abt. Gi�meusstadt. 30 Uhr bei Marfandt. Nonnendannn.Allee, Vortrag: ,.Soz ialdemokrat ifche Kommunalpolitik". Ref. Hans Turß. D7. Abt. Gruuaoald. 30 Uhr im Babnhofsrestaurant Wurzbacher, Mitglieder- modernen Arbeiterbeweguno/. �. milche Straße 43/44, Vortrag des Gen. Richard Gunther: �Klassenkampt oder neuer Revisionismus". 93. und 100. Bezirk bei Varnstädt. Richard--, Ecke Kannerfjraße.%. und 99. Bezirk bei König, Kann er.. Ecke Elfter- siroße, Vortrog des Gen. Klaußner über„Der Kampf der Unternehmer gegen den Staat". 98. Bezirk Siedlung im Bärwinkel. Steinbockstraße. Vor trog des Gen. Max Techner. M. d. L.. über �Kommunalpolitik".— 94. Abt. 19' � Uhr Zablabende: 31., 68.. 76. Bezirk: Lokal Schröder, Stent- metzstroße 52. Bortrag:„Kommunalpolitik". Ref. Stadtrat Wilhelm Kühne. 52. Bezirk: Lokal Schröder. Selchotper Str. 6. Vortrag:..Siedlungs. und Wohnungswesen". Ref. Regierungsrat Otto Älbrecht. 64., 65., 66.. 6«.. 77.. 78. Bezirk: Sell(früher Günther). Schillerpromevode 11, Dortrag: .......~-----— 95. Abt. .Vobnungspolitil". Referentin Margarete Schenkalotpskn.— 95. Abt. 19'� Uhr Zahlabende: 53. 54.. 60. Bezirk: Keulch. Jäger ftr. 10. Vortrag: „Dos Reparationsproblem". Ref. Ernst Reumann.� 61.. 71. und t\ r f Gr iegerl Lessingft r. 9. Vortrag:„Unsere Wohlfahrt". Ref. G Müller. 62., 63.. 70. Bezirk: Klein. Prinz-Handjery- Straße 34. Vortrag:„Kranfen.- fossenversicheruvg. Ref. Gen. G. Plautz. 69. und 74. Bezirk: Gnftmann, S>inmeßstr. 78. Vortrag:..Partei und Presse". Ref. Arno Scholz. Kern Mitglied darf fehlen. Mitgliedsbuch legitimiert.— 96. Abt. 19'«' Uhr Zablabende: Bezirke 86 und 101: Brandt, Thüringer Str. 3-5, Bortrog: 1«.«V.»«V««rfiatowa W'i ohettd bei Hübel. Germanenstr. 30. Bortrog: ,�hrmacht unb Sa»«'' demokratie". Referent: Erich Kuttner. MdL. Die Tunkdonar« dazu ein. Alle Mitglieder werden um pollzähliges und pünktliches c-- scheinen ersucht.„..,.. 143. Abt. Waidmanvslust.?0 Ubr bei Schmischke. Waidmannftr. 4, Mitgltedtk- Versammlung und Zohlobend. Vortrag des Genossen Lehmann. 116. Arouenvcranstaltungen: . Abt. Die Tunkt'onLr-'nnen laden zum Traue"ab''nd a« Tfeitaa. d�>! 16. Slavember. 20 Uhr. in Gornis Testsolen, Gartenstr. 6. ein. Vortrag de? Genossen Hans Wonwod über:„Sozialiftische Erziebungspolttu. . Abt. Schöneberg. Achtung. Genossinnen! Der Trauenabend findet ntchtw'« am Sonntag im Bortnorts angegeben am Mittwoch, 14. November, sta-t. Nähere Mitteilung erfolgt nach. Am 14. November besuchen olle Gr. nolsinnen die Zahlgbende. � Abt. Grünau. Treitag. 16. November.'20 Uhr. �bec Werner. KopentSee Straße 135. Trauenabend. Bortrag der Genossin Lisa Älbrecht ube�- ..Körperpflege und Gymnastik" mit prakt.schen Vorführungen. Gäste hrrzl'P willkommen'. Nezirksousschuy für Arbeilerwohlfahrt. „Unser? sozialpolitischen Tordcrnngen an den neuen Reichstag". Rne. rentin Dr. Clara Henriqnes. Bezirke 80. 87, 88 bei Lübben, Thomas« ftraße 5. Vortrag:„Einheitsstaat und Derwaltungsreform". R-st. Max ef.-n__ rn< r»"» 1 A9 O.TTm»« CDrtrtrt4»Jr ni? rt rt- Versammlung. 4L Abü Holen see. 30 Uhr bei Sandmann, Westfälische St?. 42, Bortrag: „.Komlnunalpolitik der Sozialdemokratie in jüngster Zeit". Ref. Stadtver� orbneter Hans Woywood. Wtk«er«dors. 79. Abt. 20 Uhr bei Kroihs. Holsteinische Str. 60. Vortrag: ..Des Schlichtungswesen". Ref. Paul Iudr.ian. 71� Abt. 20 Uhr bei Lau. Hildegardftr. 14, Vortrag:..Innenpolitische Streikzüge". Res. Adolf Wufchick.— 72. Abt. 20 Ubr im Lokal Sengebvfch, Worziner Ecke Laubacher Straße. Dort rag:„Wirtschaftsdemokratie und Eigenwirtschaft der Arbeiterbewegung". Ref. Triß Raphtali. Sympathisierende können eingeführt werden. 73. Abt. Hchmorsendors. 19'� Uhr im Deutschen Haus. Brette Str. 84, Vor- trog: �Menschenrechte und Sobkalismns". Ref. Ktirt Großmann. 74. Abt. gchlendorf. Achtung! Der Zohlabend für die Siedlung fällt dies- mal aus. 75. Abt. Wanasee. 20 Uhr im Lokal Reichsadler, KSnigstraße. Mitgliederversammlung. Schoveberg. 77. Abt. 20 Uhr Zablabende: 1. Bezirk: Milbe. Rollendorfstr. 16, Doörag;„Genossenschaftswesen". Ref. Emil Buchholz. 2. Bezirk: Jürgens. Barbarossastr. 5». Bartrag:„Das deutsch-polnifche Problem". Ret. Gen. Ferber. 3. Bezirk: Ze.upner, Grunewaldstr. 36, Vortrag:„Sozialdemokratie und Wehrfrage". Ref. Heinrich Ströhes. 4. Ve.zik: Will. Morttn-LtttHer- Straße 69, Bortrag:„Arbeitnehmer und Arbeitgeber im heutigen Staat". Ref. Genosse Tricke.— 78. Abt. 19!4 Uhr Zahlabende: 1., 2. Bezirk: Gemeinsomer Zahlabend bei WaubtTe. Bahustr. 35. Vortrag:„Strafvollzug früher und beute". Rci. Otto Strobel. 3. Bezirk: König. Prinz-Georg- Straße, um 19'� Ul.x Bortrag:„Der Stand der Reichsnersicherunq". Ref. Genosse Möhle 4. Bezirk' 20 Uhr bei Rosenthal. Ebersstr. 66, Bortrag: ..Einführung in die See.lenforschung"(Holzoptel). Ref. Genosse Kling.» 79. Abt. 29 1 r-aglabende: 1. Dezirk: Arndt. Baußener Str. 10, Bor- trog:„Die Kampfe der Sozialdeutolratie in Gegenwart und Zukunft". Ref. Dr. Theodor Tichauer. 2. Bezirk: Grunom. Geßlersir. 13. Dartrag wie oben. Re.r Gdnord Koibrr1. R? K 9 3 BcitrF« Niti'rh. wie oben. Ref. Eduard Zachert. M. d. L. 3. Dezirk: Rttich, Siegfried ftraße 9, Bortrog:„50 Jahre Sozialdemokratie". Ref. Eduard Petersohn. 4. bis 6. Dezirk: Gf ß. Cedanftr.. 17. Vortrog:..Die Kämpfe der Sozial. d'mc?ra!ie in Geoenwart und Zukunft". Rek. Dr. Alfred Korach. 7. 7e- zirk: Podczus. Sach'endantin 40. Vortrag wie oben. Ref. Kurt K'efcmann. 8 B-zirf: Siedlung Lindenbof im Ledigenheim, Vortrag:„Die Ber- broncherorgon�atlon als Wirtschoftskaktor". Ref. Genosse Paulus.— 89. Abt. inv. Uhr im Helmb.olß-Gymnasinm. Ri'bensftraße. Vortrag:„Wehr- wacht und Soeioldempkrgtie". Ref. Stodtrot Max König. 8?. Abt. Lichterfelde. 20 Uhr bei Schmidt. Hindenburgdamm. Ecke Roonstraße, Vorrrag:.�umor im Klassenkavlpf". Ref. Hanns H. Kamm. Lichteekelde-Dst. Zohlabend um 20 Uhr i»n Lokal Krull, Lankwitzec Straße, Grf" Luisenstraße. 84. Abt. Lonkwib. 20 Uhr bei Lehmann. Kaiser. Wilhelm-Strnße 29/31. Vor- trag de-. Genossen Kurt Hei.iig. MdR. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. 85. Abt. lempelhof.?0 Ubr Zablobend'': 1. Bezirk: Ziegler. Borulstaftr. 79, Bortrag:„Staatsve''fassung". Ret. Genosse Peho�d. 3.. 4 Bezirk:„Zur Linde". Werd-r, Ecke Friedrich Karl-Straße. Vortrag:..Der Etat des Bezirks". Ref. Dtlo Burg.-meister. 6. Bezirk: Lokal Ninqoahnftr. 12. Ref. Genosse Gerlach. 7. Bezirk: Havpeldt, Germar: iaftraße. Ecke Gottlieb- Dunchel-Stroße. Vortrag:„Wehrmacht und Sozialdemokratie". Ref. Gustav Tubs. 86. Abt. Variendorf. 20 Ubr Zahlabende: 1.. 2.. 7. Bezirk: Reumeyer, Scböncberaer Straße, Vortrag:..Sozialoersichenna" 1. Deil(Alterversiche- r-ing). Ref. Genosse Schmidt-Lnchner. 3. bis 6. Bezirk: Niendorf, ebau�eestr. 19. Vortrag:„Msden'e Jugendfürsorge". Ref. Stadtamtmonn Weftphal. 8. bis 10. Bezirk: Schräder, Tnedeustr. C, Vortrag:„Ter 9. on"m her". Ref. Genosse Schräder. 87. Abt. Marienfelde. 20 Uhr Zahlabei d bei Schuster. Kirchftr. 68. ZtentäNn. 89. Abt. 16�4 Ubr Zablabende: 1. bis 4. Bezirk: Gronimecf. Sander. ftraße 10, Vorlrog: �nnen. und außenpolitische Streifzüge". Ref. Dr. Norbert Marx. 3., 7., 8. Bezirk: Wilke, Reuterstr. 47, Vortrag des Ge- "osseu Artur Dormonn. 6, II., 12 Bezirk: Brandt, Ptlügerftraße, Ecke Nonfenstraße. 9., 10., 18.. 19. Bezirk: Tischer. Hobrechtltr. 64, Vortrag: .Sozial- Aufgaben des Bezirksamts". Ref. Stadtrat Radtkr— 90. Abt. 19' j Uhr Mitgliederversommlungen in folgenden Lokalen: 13. Bezirk bei Rüd'ger, Lohmi'hlenftr. 36. Ref. Gen. I-m-'r. 15. und 26. Bezirk h-i Jahn, Tu'döstr 46. Ref. Gen. Graßmann. 16. und 25. Dezirk bei Schönfisch. Weichselftr. 13. Dort rag. 17. und 24. Bezirk bei Lehmann, Dells,'r. 8. Ref. Geiwssin Dr. Leroü 25. und 36. Bezirk bei Sclrabeiko, Weichfekstr. 5. Ref. Gen. Decker. 34. und 43. Bezirk bei Kloistner. Tlughofenstr. 7. Ref. Ge». 7tr. Mendelsohn.£>. Bezirk im Ideolkasino. Weichfekstr. 8. Vortrag. 22. Bezirk: Lonnerstag. 13. N«»e«ber. bei Tietz, Mainzer Str. 4.— fi. Abt. lO'v Uhr im Lokal Bergschloßhöhe. Karlsqartensir. 61�1, Vortrag: ..Wir und dos Wobnunasbouvroqramm". Ref. Stadtrat Franz Ezsminskt. k�eder Genosse, jede Genossin ist verpflickstet. bestimmt zu erscheinen.— Achtung! Die Tunktionärinnen treffen sich cm Mittwoch um 19 Uhr vor h'r Abteilungs-versonunlung im gleichen Lokal zu einer kurzen wichtige'� Besprechung. 92. Abt. Zablabende halten pünktlich 20 Uhr ob: Die Bez'rke 14, 29. 30 bei Julius Gauter. Harzer Str. 88, Vortrag des Gen. Herman" Harnisch. M. d. L.. üb-r..Militarismus und Arbeiterbewegung". Die Be-irke 27, 28 bei S'korra. Schandauer Str. 1, Ecke Elbeftraße. Bor- trag:„Religi. n und Sozialismus". Ref. Willi Wölfs. Die Dezire 32. 32 bei Kör-g. Wildenbrnch-. Erfe We.serstraße. Vortrag des Gen. Reimann, Mitgl. de» Re'chsrats über„Einheitsstaat". Die Bezirke 31, 44. 4ö. 53 bei Wolff, Kajfer-Triedrich. Straße 173, Ecke Roseggerstraße, Vortrag des O�ivT•'TV. i— i.. i NfMir;7ttATif*rt6rlcr.fTrr�" florl öovi.'hri-, ötafctrot, Ubfr.,fflohrraIirtfpfIrcf". Di? Bezirke ,5. 47, 5g bri Eini.n. 3rrt!)ft35orfcr ctr. 10. Veirtroa Sfrmörn fihtin. clohtwh Olift J?r«nltn. und Uju'afftvcrnAftunn". Die Sriirff ——-.—...—- �"> 7?. 73 d'i Schneidkr. Nos�nst?. 7, Vor'rad d???ßi5N>radt. R.rior, iidi'r'.-Äottimuooliwlitik". wfiterce iptfhHflpr SHiUritunflpn mif d?n -nhfobf"iv r<7�ch»in?n«U»rn unbedingt« VIit.—*3. Abt. I«, Ufr Safilgfc'i'dc: 3«., KS. und 51. b« Rimtn.mtomi, Tr«g>. tnmrp Li roß, 1«, Jlnrlrng hr, ibrn. Knitnignn. 3*?. d t.. ührr„Ärtmnu. nolvnlitit". 57. Tlpj' rf hVt(Bdjeufr. Gt ro 01. fu rnor p.. 0(-fnh ühfr innen, und Cü�"nnt>,tjir'tve©fcfi e,. Nef. Kneberi Zltutdn». tbiNmeistee.?e,irke IK, 103 und 104: Sinmer. Soqatftr. 58, Bartrog: . �emokrotiiirrung der Wirtschaft".-Sei Georg Etiegiid. Vestrke 0.3,.04: Urenkel, Echicrkcftraße, Elte Bodestroße.— 07. Abt. 101? llijt bei iliudolvb. öermonnstr. 1.38, Bortrog:..Partei und Behrproblem. Sin. Stadtrat S>r. Kurt LSwcnstein, M. d. R... 0». Abt.«rI8.D»ckow. 1014 Uhr Sahlabende: 1. Benck: Lafol Llndenvork, Gbousseeftr. 10. 2. und 4. Bezirk: Kohlschmidt. Rudower Str.«. Bor. trag:.Wirkschastafroaen der Gegenwart«. 8., 5.,*■ Bezirk: Gutfchmiit, Biirgerstr. 48/40, Bortroa:..Ger Susainmenbruch 1018". Res. Mol Pott. Ilher. 7. Bezirk Groß Siedlung: im Lokal Buschkruq. Rudower Str. 40, Bvrtrog:..Prcbleme internationaler Politik«. Ref. Dofsgong(achworz. Bezirk Buchow: Lokal Dischee. Bochow, Chousseestr. 19, Bortroa:.10 Iohre Republik". Res. Willi Großmonn. Bezirk ReA.Bnchow: Lokal Meokat, Rudover Straf, e, gegenüber dem Sronkenhaus, Bortrag:.r-ie Sozial. demokroti« ein» und icht«. Ref. Gen. Gr.?reund. 181.«dt. Treptow. 1014 Uhr Sahlabende: 1., 2. Bezirk: Stephan,«raeh- ftraße 1, Vortrag:..Wirtschostedemnkratie". Ref. Gen. egqert. Z- 5. Be. zirk: Oettinger, Kiefholz-, Ecke Elsenstroße, Dortrag: �Virtfchsftsdemo- iratie". Ref. Gen. Aiono. Wir bitte» um rege Beteiligung.. 18».»dt. Sanmlchulenweg. 10'- Uhr außerordentliche Mitgliedernersammlunz bei Borginann, Baumschulen., Ecke Siefholzstroßc,«ortrag:„Arbeit». kämpf und Schlichiunaswesen(Ruhrkampf)". Ref. Gen. Mtnistertalrat Tlatow(vom Preußischen Handelsministerium). Die Deztrkssühm laden insbesondere die ne igewonnenen Mitglieder ein.. 183.»dt. Odrrichöneweidr. 10': Uhr S-hlohend«: 1..?. Bezirk: Rnavp«, Weftendstrahe. 3., 4. Bezirk: Winkler. Wilhelmmenhofstraße. Rek. Gen. Gomden. 5.. 8. Bezirk: Smmceich, Wilhelminenhofitraße 84. Borfrao: „Ger Kampf dri Wirtschast um die Staate. macht". Ref. Willn Schneider. 181. Abt. R icd er schön eweide. 20 Uhr im Lokal Bruckenklausr. Brilchenstn. 18, Vortrag:.Unsere sozialpolitischen Forderungen". Ref. Stodtvervrdncter Dilbesm Strieder„ 18.3.«dt. Adleeehas. 20 Uhe im La'el Schmidtbauer, Vismarckstr. 74. Bor. troa de? Genossen Ernst Rüben. ahlreiche Beteiligung wird erwartet. 18«. Abt. Zohonni�tbal. 2v Uhr im Lokal.Sum Eins, edler". Am Sternen. dämm. Vortrao-„Gi- nächsten Autgaben der Varte,. Res. Dr. Iuliu» Moses, M d. R... 188. Abt. Köpenick. lO'j Uhr Zablabende. Alt. und»,e»»«rst-dt: Lietsche, Gorotheenftr 1. Vortrog:„Aktuelle Wirtschaftsfrozen der G-gmwarL. Referent: Genosse Vaarmann. Dowmnorstadt: Schulz. Bahnhofftr. 34. Vor. trag:.Berliner Bau- und Wohnungswesen". Reserent.: Genosse Stratmann. ssöllnitch« ZZorstadt: Slilwekohl. Schonersinder Str. 3. Bortrag:„Gie polt. tisch« Loge". Rcfet-ntin: Anna Nemib. MdR. Gie Bazirksnihree Irden ein. 180. Abt. äriedr>ch«hagen. 20 Uhr im Lvtal Scholz. Friedrichstr. 81. Vortrag: .10 Jahr? Republik". Reserent: Johanne? Stellinz, MdR. Bericht vom Zthteilungsvorstond.„ 118. Abt. Grünau. 20 Uhr bei Werner. Köveiiicher Str. 125. Vortrag:„Gie Eroberuna der politischen Macht. Referent: Erich Steuer. Freunde, Be- kannte. Vorwärtslcser ünd herzlichst tingelodr»..~ III.«bt Bodnedorf. 20 Uhr Zohlabend h-i H-imonn. ZSaltertidorser wir. 1«i. Lichtenbera. 114. Abt. l0i„ Uhe Sahlabende. 1.— 8. Bezirk: Schentke. Erosse II er Str. 14. Voetrag:„Gie Aufgabe» de? neuen Reichstage»". Referent: Ernst Falck. 4. Bezirk: Lokal„S'-m Piopeller", Crossener Ecke Gryphiusstraße.— 118.«bt. 19'; Uhr Zohlabcnde. 1. Gruppe: Stüfitr. Jüngste. 28� Vortrag: .Erinnerungen aus dem SoziaUftenqeseh". Referent: Genosse Elia?. 2. Gruppe: Lohonn..Zi ngstraßc Eck? Oderstraße. 3. Gruppe: Radtke. Müggel- Ecke Scharnweberstraße. 4. Gruppe: Seipke. Kronprinzenstr. f, Vortrag:..Sozialikwus und sseeimanrerlvm". Referent: Genosse Licht.— G»nner»t»g. 1.3. Ronember. 10' t Uhr, i» Saal I br» Geweetschast». � Hanse». Gngelnser 04 28. Versammlung bre soziolistische» FSrsarge. g rinnen und Fürtaroee(und verwandter Berufe). Kr«i»leit»r für Ar. beitermahlsah-t. Taqea-dnnnq: 1. Bartrag:.Wesen und Behandlung der —'".»rferrnt: Sanitätanat Dr. Zu) in» berger. 2.«»»spräche. Plnchapathie» Z. Verfchiedene». Säfte» INowme». Kurs»» zur Siusubruu« in die sazinl» Gerichtrhilse: Dritter Kursuaabendi Die Srmittlunoe» i» d-e sozialen Rechtabilse. Am Freitag. 18. Ranember,»- 18?! Ubr im Simmer 85 de« Berliner»athaufe», Ginaang Spandauer Strah«. Volk»ta»zk» rsu« der Roten Falken. Veginn am Freitag. d»m 18. Rooenroek» in der Turnhasse Müblensteaße zu Schiineherg, Beginn 8 Uhr. Gauer bi» 8 Uhn Gie Roten Fslken /IT 14.?ährige) der Gruppen Wilmersdorf. Eharlotten- bürg. Tiergarten. Echönebera. Tempeshof, Etegliß. Sehlendoef werden erwgrtrt. SannenmenJdlrier und Werbet«« in Zasse»-m Sonnabend, dem 8. un» Sonntag, dem 0. Gezember, veranstaltet von den Raten Falkengruppen d» westlichen Bezirke. Alle Raten Fatkenqeuppen. d'e sich daran beteiligen wolleo» melden die Teilnebmerzabl bi« späteslen» 75. Rovember an Zul. Giederich, Reukelln, Bcrgstr. 2S. Eingeladen ssnd alle. 3fil >3Q ii�t öll 'ab. fun ffÖ) Tlnr 3aij tun. roüj '4: mjg krfj Jungfozialisien. erscheinen. Geburlstage. Jubiläen usw. IIS. Abt. Lichtenberst. Uttseeem liebev. stet»«Tbetififeettbigen Heinrich Srn»m. Dosieftr. 9 19. vi? herzlichsten Hlüchwuvfche zu« 76. S* buLtstas 11«. Abt. 19'. Uhr bei Albreckt. Boxhaaepe? Str. 62. Vortrag:.10 Jahre lik". Referent: Nickctrd Meier.— 117. Abt. 19'? Uhr in der Eckule RepnbliS. WM______»»W«WWW»WWWWM»»�MW Lürfftr. 61. Vortrag..Wie begründe ich den Sozialisnuis". Referent: Stadtrat Carl Wcrmuth. Narteiänaeleqenbeiten. 118. Abt. 19'? Uhr bei Tlnupel. Gudrun sir. 7. Vortrag: ,.Wirts«fxtssfraqen". Referenz W,lli Rogste. 126. Abt. Triedricksfelve. 29 Uhr in Wiehes GeliRfchattshaus. Wilhelmstr. 38. Vortrag:„Die Bedeutung des Bölrerbuickcd". Referent: Otw Bach(vom Internationaletl Arbeitsamt). Achtung, neue« Lokal beachten! 151. Abt. Karlshnrst. 29 Uhr im Deutschen Haus. Stofzenfelsstraße. Vortrag: ..Aufgaben und Bedeutung des Internationalen Arbeitsamtes in Genf'. Referent: Hermann Müller-Lichte iberq. MdR. 122. Abt. Biesdorf. 29 Uhr bei Dorath. Marzahner Str. 31. Vortrag:„Unsere so-ialpolitischen Tordcrnngen an den neuen Reichstag". Referentin: Dora Tttbian. 125. Abt. Seißenfee. 19'.? Uhr im Lokal..Zum Vferbemarkt". Selüinstraße. Vor- trag:..Di? politisch? Lage Palens". Referent: Dr. Siegmund Kallmann. 127. Abt. Hvhenschönbanicn. SO Uhr im Berliner Hof. Berliner Str. 93, Mit- gliedernersammlung. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. 128. und 130. Abt. Pankow. 19'» Uhr Zahlabende. 1. Bezirk: Lokal NoaE, Kaiser-Triedrich.Straße 53, Vortrag:..Sozialvolitische Aufgaben im Land- tag". Neserentin: Helene Schmitz, MdL. 2. Bezirk: Lokal SchweizerHütte, Maxinrilianstr. IIa. 2*. Bezirk: Lokal Mühleneck. Mühlenftraße Eeke Vrennerstraße. Vortrog:„Erinnerunaen aus dem Sozialistengesetz". Rese- rent: Dr. Mar Schürte. 3. Bezirk: Lokal Dreyer. Kissingenstr. 4. 4. und 5. Bezirk: Lokal Wulf. Grnnowstraße Eeke Schulstraße. Bortrag:„Revision des Dam-s-Planes". Referent: Genosse A. Brodoeck. 6. Bezirk: Lokal Neu- mann. Mendelstr. 17. 8. Bezirk: Lokal Torsthous. Wollankstr, 115. Bortraa: „Die Gewerkschaften, ihre Entwicklung und ihr Verhältnis zur Partei". Referent: Magistratsrat Dr. Krotofckiner. 9. Bezirk: Lokal Huth- Wollank- ftraße 31. 2'ortrag:„Partei und Vchwoblem". Referent: Hans Waldurann. 131. Abt. Niedersckönhavfen. 19'', Uhr im Lokal Wilhelmshof, Kaiser-Wilhelm- Straße 64. Vortrag:..Da» Konkordat". Referent: Rektor Richard Schröter. 132. Abt.—""~ Mk m fifl DUM" WM �---- i---— Gs _________________________________________ Konzentration und Prol-tariat". Referent: Salo Koppe. 134, Abt. Vach. 29 Uhr bei Goyfert. am Bahnhof. Vortrag:..Die Tätigkeit und die Aufgaben der Sozialdemokratie im Berliner Ctadtparlament". Refe- rent: Josef MüHlvtanu. 136. Abt. Reinickendorf-Ost. 19'� Uhr Zahlabe-de. 1. Bezirk: Kemnitz. Graf. Rödern-Allee. Referent: Emil Damaschke. 2. h's 6. 10. und 11. Bezirk: Rackhans, Residenzstr. 156. Referent: Genosse Karl Scholz. 7. bis 9. Bezirk: Steinöae!'. Cchillerpromenade 45. Re'�rent: Genosse Triedrich M-ifer. 12. bis 14. Bezirk: Spindler. Hanfastrove. Referent: Genosse Robert Wilsdorf. 15. und 16. Bezirk: Neumann. Pankow« Allee. Referent: Genosse Karl Schwarz. 17. bis 21. Bezirk: Brückner. Praninzsrraße. Referent: Gen. Otto Koch. Die V-vrksführer hohen zum Zohlabend einzuladen. 137. Abt. Nriaickendorf W-st. 19''. Uhr im Volk'-haus Ccharnweberstr. 114, Vortrag:„10?ahre Republik". R-'rrentin: Gertrud Hanna. MdL. 138. Abt. Herwsdorf. 29 Uhr bei Okreut. Berliner Ecke Bahnhofft'-aße.. 1. Vor- trag:..Die Arbeit der Kinderfreunde". Referent: Genosse Flnstets«. 2. Verschiedenes Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation� 33. Abt. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langfähriger Genosse, - Ufr■-• nüi der Gastwirt Otto Kock. Mark«Aafendamm 27, im Älter von 54 Iahren pliss� lich verstürben ist. Ehre seinem Andenken. Einäscherung heute Dienstag- 13. Nonemher. 17'« Ubr, im Krematorium Baumschulenweg. Um recht rege Beteiligung bittet der Borstand.„ 77. Abt. Schöne de rg. Am 19. November verstarb nack langem schweren Leide" unsere treue Genossin Emma Rill. Wartbnrgstr. 42. Die Einäscherung findet am Mittwoch, 14. November. 17 Uhr im Krematorium Wilmersdorf statt. Ui" rege Beteiligung wird gebeten. Ehre ihrem Andenken! V Sozialistische Ardeiterjugend Groß-Serlio Ginseupunaea sie»ie«« sllubrll im e«Ii da« Zrgradseseckackad ?«eNa SW 88. ssiadealleatr 3 Arbeilaaomrinschuft jtätha Seen. Heul«, Gien-öaz, GarckEe. 1l und Arbcit«rjuqknd". F.I H«im Lllttichrr Str. 4. Vortrag: ..D«r 9. SJonfOiher«.— Wrddiag Nard: Krim S««- Eck« Zuri»«r Strahr. Vo" daß sllll der dab nick Ne iche cbei Mi Cch m t sch» cign ,°tz »chg. trag Fvv niitt trag:..Panzerkreuzer u:td Koalition".— Nordoste«: Heim Danziper S«e. Vortrag:..Zehn Jahre bürgerliche Republik".— Be'ßensee: Helm Parkst?. 36. Iack-London-Abend.— Hasetcheide: Heim Porckstr. 1l. Borttag:..Revolut'o.ts- Gedenken"(Lichtbilder). � Scho«eb«rq NI: Heim Hauptstr. 15. Tagesvoütisaie Tragen..— Steglitz: Heim Albrechtstr. 47. Vortrag:„Unsere Stelluna Kirche".— Zeblevdorf: Heim Nardschule Botcdamer Stt. Z— 7. Tage apolitische Tragen.— Britz l: Heim Rathaus Ehansseestraße. Vortrag:.Warum kam es zur Revolution?"— Reuköll« I: Heim Sander- Ecke Hobrechtstraße. Vortrat' "l2,» X Ä>*'.•■ f. f*, V 1«� 1*...ä" JO_., Z»I_ T'_ ifT.„ i U. CO.\S\ „Rirdarf.r Wohlorr sammluno".— Rrukölli, II: Krim Brrctslr. 20. V/I'traz: , Richtunaasraarn in Rnßtand".— Rrulöllo V; Hrim Sann.r Eckt VLdoi'sa' Strafte, Varlraa:, Srrurll« Ausklarnno" sli).— Rrulölla VI: 5-'! I". Gchul« tärrjorrqplah. Nuntrr Abrnh.— Zirukiilu VN: Krim Vralaomnollum ssais.r Fri.drich'Straft«. Varlraa:„Fri.rslpnb« h«r V.aalutian. E'tcril und Port«!' arnass.n sind hrrzlichst Willkomm«».—»«ulillo VNI: Krim Schule Viittistraft� Ltsrabrnd:„Dir Eisern« Ferse".— Nirdrrsckönrwr de: Krim Vrrlinrp Sir..31- Llartrog:.�tinderfrrunde und SAF.« sGiskussson). D'-r.Eind�r-rrn-drhrls«' Und rinarsadrn.— Krrwadarf: Keila Vaanstraße VrnaI»tian«.Grdrnkk«irr. Naiuickrodars Ost: Krim Lindaurr Straß:. Daarspalitischr öroar».—>tip«»icke3 Viertel: Krim Wrangelftr. 128. Susamrirnkuns! oller Mitgliedrr zu r'o:r?e> sprechuna»nd Prabe zum Partoiperonvaen. .Waebebeziek Nreuzbera: Senaisen beteiliat euch recht zahlreich aa det" Muäko-dand der proletarischen Muftlsreund«- in der weltlichen Schul« Tiesfer.- bachstroß«. Eintritt sr«i. eaß« 84 Vortrag:„Da, Nantardat. m«r«rtni: yerrot»»naro oojrorrr. 4. Alnni,nh»eg. SS Uhr bei ll"ia. Gorsstt. 2. Mitglied«rv«rsammlunz. ist Pfl'cht aller Mitglieder best-mmt.'» erscheinen. 4. Dvchholz. 20 Uhr hei Vaback. Kauptllr. 71. Vortrag:„Wirtschaftlich« >.30. Abt. Tegel. A Uhr im Alte» Srug. Kauptstr. 14. Mitqiiedernersammlunq. "«:„Kehiproblem und Sozioldetnokroiie". Veseeent: PoNzeiaberft M 3>ar«nag9W>WWW»________. a.?. Gr. Hermann Schüß'nger. All« Eenossinnrn und Genossen werden gebeten, nollzohtig zu erscheinen. 14». Ab«. Barfigwal»;. JO'! Uhr bei T'oitschach. Grnsistt. 1. Vortrag:..-ammu- »ate, aur> drm 20. Verwaltung-beurl". Reserent: Stadtrot Krnk«„ Gi« Mitglieder werden ersucht, nollzablig zu erscheinen. Vor»'ärt»leser und Snmpatbisieeend-'. sint, sreundlichst elnaetaden. I4*i.«W. Witte»an. 20 Uhr Mitgliedernerlommsung im Lokal Schult, am Rordbabnbot. Vortrag:„Wehrp-obiem und Sozio �demokratie". Veserentin: Mari« Vur-ert, Mb-ii-t. Soiuttiche. Genossinnen und Genoffen werden gebeten, bestimmt zu erscheinen. Borträge, Vereine und Versammlungen. W Reichsbanner..Schwarz-Roi-Gold". Geschäftsstelle- Berlin S ll, Sebastianftt. 37 38. Ho'? Z*' GavverftOab. Mittwoch, 14. November. 20 Uhr. Sitzung de? leiter im Hauburrau, Scbafttanstr. 37—38.— Preo-lover B-«l- Jugend. Dienstag. 13. November. 20 Uhr. im Altersheim Dan�ger Straße Rrvalutionsfeier. � Do«»«r»taq. 15. November. Pvevzloner Berg.' V?r.'amn" lungen um 20 Ubr: Kameradschaft Robert Bli.'M bei Klug. Danziqer Str. 7l- Kameradschaft Wörther Platz bei Treuer. Kastanit'.mllee 28. Kamerad'chass Nordkav bei Sachetzki. Schiveibeiner Str. 10. Vortrag. Kameradschaft Königslee bei Rösner. Immauuelkirchftr. 25. Steglitz(Ortsverein). Kameroden, die i'" Tambourkorps mitwirken wollen, werden gebeten, sich beim Kameraden Anaer- müller, Torststr. 46. oder Donnerstags 20 Uhr in der Turnhalle Steglitz' Ringstraße zu melden. Hut, sind Boll ft% "vi �««i «rst boli stell Mo Nchj stell sche 34rich»dn»d der Kriegatxsibödigten. Aeiegateiloehmee»ad chiuterblirbeneN' L'risariippe Westen. Vezirk»per1omlung am Gten»taq. 18. Nooember. 20 UH7> im Sohnarztehaus Bijsowstt. U>4.— Ortrarnpp« Schäueborp. Milgliederper' sainneluna am Gieusitog. IZ. Vonember, 20 Übe, in der Schsaftbrauerei Kaupte strafte 122. Aerliare Gaselschast ifir Akuchalogie uud Ehoralteralagia. Grdent'icht Sitzung Gannersiag, 18. Ztanember. 20 Uhr. Kursjjrsrendamm 4». Kerr Gr. A. Kernte eg:..Da« Stabilitätsprinzin in der moderne» Psncho/ogie«. iPsocho» analnse.?ndinidualvsnchosoaie. Gesta.'tavsnebosogie.l Valntechnischr GesallsGatt»u Varli». Gonner»taa. 18.!-o»emfter. 20 Ubr, IM Grttnen Saal des Meissersoalgebitudes Aöthener Str. 38. Vortrag des Kerr» Ferdinand ff?i'aloi über?„Spanien>-nd die maurische Baukunst" mit zahl' reichen Lichtbildern. Gaste willkommen. welterbencht der SffenNichen Ivcllerdien st stelle Berlin und tlwgenenb- lsstirchdr. nerb.l. Meist bewölkt mit weiterem? emderolnransiieg. Stern' Siegen—.Für Ventschland: Osten wärmer, im Westen wen'0 Zrmperalurvcränderunz, überall stark bewölkt, mit vcrbmleten, ober meiit geringen Ncgenföllen. Mo, lltli sozl «>01 ISöi hieb b»i Au° r«ch -tisl J's ">ss vi lüe vL, NEUE MODELLE ZU SEHEN AUF DER AUTOAUSSTELLU N 6 BERLIN FUNKHMALLE STAND 704 55er äü| Nius Und öie 9*|c BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT MÜNCHEN 13 �UDMWK � WK K MW s- � � K W M m' HWWWP:' FABRIKREPARATURWERKSTATT; BERUIN NW 87, KAISERIN-AUQUSTA* AULEE 98-100 bis, iste Me i�i �li ion "nö erfl sl« *% fj* 2» pie itt. tzt- W ■ B {5 i D« •f«» Hr. cit* tri.\ der ?«/ ich, frt Die Vermittlungsattion. Dergemann über den Sisenlonflitt. Köln, 12. November. Ort tiner Uultmbung eines Vertreters der„Rbeinifchen 'Mtnng" mit dem viisseldorier Regierungspräsidenisn Berge- ?»nn erklärte dieser, dah die Anregung zu dem Versuch, den Äon- ' ch in der Tarifsrage der Rordroestlichen Gruppe der Eisenindustrie �beenden, seiner eigenen Initiative entspringe. Er gehe ' riM davon aus, doh doch auch für den Regierungsbezirk Düsseldors urch den Konflikt die öffentliche Sicherheitsfroge auf- Sftoorferr worden sei. Zwar Hütten sich noch keine Anzeichen von 'nruhen im Bezirk bemerkbar gemacht. Aber bei einer längeren -at�er des Konfliktes sei es nicht ausgefchloisen, daß es zu Stv- ■Wlien der Ruhe lind Ordnung' kommen könne. Der Regierungs- riusident erklärte weiter, daß er glaube, bereits eine Reihe von -Unkten zu haben, von denen aus die Anbahnung einer Einigung �AJlich sei. Die Situation für die Beendigung des Konfliktes halte �.'gerade im gegenwärtigen Augenblick für psychologisch geeignet. <- ts braucht eigentlich nicht besonders betont zu werden. jede B-rmittlungsaktion, wenn sie erfolgreich fein Uu, die O e f f n u n g der Betriebe unter Anerkennung P x r b i n d l i ch k e i t s e r k l g r u n g zur Grundloge ?ben muß. Ein Abhandeln von dem Schiedsspruch kann es ' M geben. Es bleibt notürlicki den Parteien unbenommen, se Rechtsfrage bis zur letzten Instanz durcfizutechten. Em- cheidct die letzte Instanz im Sinne der ersten, dann find �ey neue Tarifverhandlungen airzubohnen. Im entgegen- Netzten Falle bleibt es bei dem durch den verbindlichen Schiedsspruch geschaffenen Tarifvertrag. rk» >»!! ref' trf •öa:; 6?. :ih. i.i� 1*0)0 sfi '&■* ti •ö2*l 0) ftff nile fff tei« .11 lket »epe er.» Zentrumsantrag zur Aussperrung. Ate Zentrumsfraktion des Reichstags bot.zum Konflikt >» der Esten industlie folgenöen Antrag eingabrocht: .'Aer» Roichslog wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, lchvn jeyt durch eigene Omtiolivc Maßnohmen zu treffen, die ge> t!9n« sind,«ine Wiederholung von Auseinander. ! u» g c n. wie si« in der Rordwestgruppe der Eisen- und Stadl- "*»str<> eingetreten sind, bei künftige m Ablauf von Tarifver- �-sen von ähnlicher Bedeuwng vorzubeugen. Hilfsmaßnahmen der Gtadt Düsseldorf. Düsseldorf, 12. November. Um die Hilfsmaßnahmen für die ausgesperrten Metallarbeiter Auszuführen, hat die Stadt löv Erwerbslose zum Ausfüllen der nr-rmulor« und SV Erwerbslose als Ordner eingestellt. Bis heute ""Ung murde rund 4000 Personen die Unterstützung ausgezahlt. Die Llnterstühung der Ausgesperrten in Essen. Essen. 12. November. Di« Stadt Essen wird, wie bereits gemeldet, am Dienstag die .«terstützungsanträge J>cr Ausgesperrten prüfen. Für diesen Zweck '"b 350 bis 400 Beamte notwendig, die in den Räumen von 13 �_oi(s[chul;n arbeiten werden. Man rechnet mit. etwa 23000 Unter Jfowgsantragen für die durch die Aussperrung direkt oder indirekt ■ �nst.en est, In unterrichfrten Greifen schätzt man die der Stadt �chienfcet» Kosten bei vierwöchiger Dauer der Änssp«rung aus Millionen Mark.'"" Kreiiag Panzerschiff-Entscheidung? Ausfall der außenpolitischen Debatte? _ 3m Reichstag sollte nach dem ursprünglichen Programm die Aussperrungsdebatte beendigt und dann die Außen» Plllilik besprochen werden, zu der eine Rede de« wiederhcrge llelsten und im Amte zurückgekehrten Ministers Dr. S t r e fe vs.an n erwartet wurde. Danach, also erst zu Anfang der "ochsten Woche, sollte der sozialdemokratische Antrag auf Ein chillung des Baues der Panzerschiffe zur Beratung und Ent 'cheidung gestellt werden. Inzwischen hoben sich jedoch Bestrebungen geltend ge- "'»cht. die außenpolitische Debatte zunächst ausfallen zu lassen M gleich nach der Aussprache über die Aussperrung "Zscildemokratischen Antrag vorzunehmen. Für diesen den iall Zar« damit zu rechnen,"'daß die Entscheidung über das WOtzerfchiff schon am Freitag dieser Woche fällt. Gegen das Auswärtige Amt. Eine?lede des Prälaten Schreiber. .. Auf dem Parteitag der WeMIischcn Zentrumspartei in Hamm -�lt am Sonntag der Reichstagsabgeordnete Prälot Dr. Schrei» �«r«in« in der er sich mit ausfälliger Schärfe gegen das Auswärtig« Amt wandte. Er sprach von Vorschußlorbeeren, die lresemonn verabreicht worden feien und die nur dann de- '«chtigi gewesen wären, wenn Frankreich die entsprechenden Gegen- e�wngen gemacht hätte. Im Auswärtigen Ami iei d>« k o t h o. .'!che Weltanschauung immer schlecht behandelt worden. �ebesonder« sei nicht zu tragen, daß Außenvertnetungen in K o i t o- tz, Pdsen, Irland und einigen romanischen Ländern ohne �cksich, auf bedeutsam« weltanschaulich« Zulammeichänge besetzt Bälden. „ Sosern aus dieser Kritik di« Forderung herauszulesen ist, daß �rlrctungen.in katholischen Ländern grundsätzlich mit Katholiken besetzen seien, vermögen wir ihr nicht beizustimmen Entscheidend "'uß die persönliche Eignung und nicht die Koniessivn sein. Der Borstoß de»'Abgeordneten Schreiber gegen Siresemann ""d sein Amt Hot im Reichstag einiges Aufsehen erregt, zumal auch le»Gerrnonia* in ihrem Sonntags-Leitartikel ähnliche Töne an- Schlagen hatte. Brauns zehnjähriges Oienstjubiläum. Aeirr im Staatsministerium. Anläßlich der zehnten Wiederkehr des Tages, an dem der preu- Bische Ministerpräsident Dr. Broun in dos Staatsministeriuin '�getreten ist. versammelten sich gestern vormiltog um XU Uhr 6,e Beamten und Angestellten des Staatsministeriums, um>-1? die preußischen Staoisminister und Stootsfekreläre, um ihre Glückwünsche darzubringen. Namens der Reichsregienmg über- landte Reichskanzler Müller dem Ministerpräsidenten Glück- �nfche.««iterhin richtete, der Re'chsrai an den Minister- lWstdettten eine Slückwvnfchodresse Di« sojialdemotrat'jch« Die Mchiungs-pariei. »Was fuchst Du, weifer Diogenes, bei uns in der KpD?� »Hm, ich suche--- Kommunisten.. � poincares Rechtsregierung. Geringe und unsichere Mehrheii. Paris. 12. November.(Eigenbericht.) � Das neue Kabinett Poincare hat nachmiiiags die Regierungserklärung beraten Am Dienstag ist unter dem Vorsitz des Präfidenten der Republik tm Elysee Ministerrat. Damit tritt nach einer Krisenwoche, wie sie Frankreich seit über zwei Jahren nicht gesehen hat, da» normale Leben wieder in seine Rechte; freilich in durchaus veränderter Gestalt. Die große Iniormotionspresse mag sich nach so sehr bemühe». auch diesem Kabinett den St«mp«s der nationalen Einheit oufzu- drücken, sie mag noch so sehr auf den Umsoll zahlreicher Mitglieder der radikalfoziolen Fraktion bei den Abstimmungen rechnen und endlich auf da» numerisch« Uedergewichi des linken Zentrums im Kabinett hinweisen. Der Jubel dor Rechtsblätter und die .Kampfstimmung der entschiedenen Linken bezeichnen den wahren Sachverhalt. Wenn Poinearä sich vorgenommen hat, wie den Franken so auch di« innerpolitische Lage unter dem Zeichen der na- tionolcii Einheit zu stabilisieren, so hat di« vergangen« Woche die U nm o glich te i t dieses Beginnens erwiesen und ihn zur Option gezwungen., Cr hat— darüber kann kein Zweifel bestechen— nach recht» optiert. Di« Gründe dafür, doh«in Politiker wie P o i n c o r ä, der sich stets seiner liberalen Gesinnung ge- rühmt Hot, die Mitarbeit ausgeprägt Konservativer dem Beistand fortschrittlicher Republikaner vorzieht, möge» verschieden sein. Das Entscheidende ist, daß der Ministerpräsident selbst von der de- sonderen Mission zur Führung de» Landes überzeugt scheirst. Die Regierungsmehrheit wird selbst von Optimisten bisher auf höchstens 30 Stimmen geschätzt, darunter 43 Radikoljozial« de» rechten Flügel». Eine geschickte und gut geleitere Opposition v«r- mag danach den Bestand der Regierung durchaus zu gefährden. Ariand gratuliert polen. Erinnert an seinen Deistand. pari». 12. Rovember.(Cigenberichl.) Außenmlnlsler Irland sandte dem polnischen Außenminister Zalesk! zur Zehnsahrseier der Unabhängigkeil polen» ein Glück- wünsch- Telegramm, in dem er u. a, daroul hinweist, daß er bereit» während de» Krieges beim Zaren für die Selbständigkeit polen» eingetreten sei und später bei der pildung der polnischen Arfl- wtlligenormee aus sranzilsiichem Boden mitgewirkt habe. Gegen die Wiederherstellung des Polenstaates haben wir schon als Sozialisten, deren Vorkämpfer sie stets gefordert hohen, nichts.omzuwenden und wünschen dem polnischen Pplk wie jedem anderen materiellen und kulturellen Aufstieo sm eigenen Staat. Wir betonen aber gleichzeitig, daß die Ber berrschung der Minperhsitsvölker— mindestens 12 von 29 MtUionett Bevölkerung— nicht nur den Traditionen des polnischen Freiheitskampfes, sondern auch der volnischen Verfassung aus das Schärfste widerspricht und überdies die schwersten Gefahren für die Zukunft Polens mit sich bringt. Landtagsfraktion überreichte«ine Glückwunschadresse, in der si« mitteilt«, daß si« Professor Georg Kolbe ausgefordert hob«, ein« Büste des Ministerpräsidenten herzustellen. Unter den zahl- reichen weiteren Glückwünschen sind noch hervorzuheben diejenigen de» Auswärtigen Amtes und d.'r bei Preußen beglaubigten Gesandten der deutschen Länder und des Bvtschaster» K rest sn s kr. Auflösung der Kdeitommiffe. Ein sozialdemokratischer Ergänzungsonlraq. Die sozialdemokratische Fraktion hat im Landtag folgenden Urantrag eingebracht: „Die Auslösung der Familiengüter(Familiensidei- lommisse, Erbstammgüler und Lehen) noch der Familiengüter- Verordnung vom 30. Dezember 1920 und der Zwangsauslösungs- verordnung vom 19, November 1920 sollte dem Zweck dienen, durch alsbaldige Schafsung der Berkehrsfreiheit di« wirtschaftliche Leistungssähigkeii dieser Güter zu erhöhen. Dieser Zweck ist nichi erreicht, zum Teil sagar verhindert worden. Dieser Zustand ist insbesondere dadurch eingetreten, daß die Familiengüter erst beim Ucdergang von dem am 1 April 1921 vorhandenen Besitzer auf den zunächst solgeberechtigten Abkömmling in dessen Hand freie» Dermögen werden, in einzelnen Fällen sogar zu noch späterem Zeitpunkt. Ferner ist die wirtschost iiche Bevorzugung de» Familiengulsbefitzers vor den von den Vor- teilen des Fainiliengul» ausgeichloisenen Familienmiiglieder» in den letzten Jahren in krassester, mit dem Rechtsempfinden nickst zu ner- cinbareiider Form in Erscheinung getreten Ein so berufener Sachkenner wie die preußische Landesökonoinierat Dr. A e r e b o e hat in seinem Lehrbuch der„Agrarpolitik�«in ähnliches Urteil abge- geben. Dazu kommt, baß die jetzt geltende Beschränkung der Haftung der Familienfideikommißbesitzer für Schulden, insbesondere für Berpslichiungen aus Dienst-, Miels- und Pachtoenrägen gegen Treu und Glauben und die Sicherheit des Verkehrs verstößl und zu schweren wirtschastlichen Schäden geführt hat. Schließlich ist die Zusammensetzung der Auslösungsämter und des Landesamis einer Abänderung dringend bedürftig, damit neben den juristischen Mitgliedern und den Fideikommißbesitzern jachkundige Vertreter der Volkswirtschaft und des öffentlichen Interesses zur Entscheidung berufen sind. Für die Verhandlungen vor diesen Behörden muh künftighin der Grundsatz der Oessentlichkeü gelten Das Stoatsministerium wird daher ersucht, mit größter Beschleunigung dem Landtag einen Entwurf zur Abänderung der Zwangsauslösung»verordnung über Familiengüter vorzulegen, durch den die vorstehend bezeichneten Mißstände alsbald beieitigt werden." Am Schluß des Antrage» werden destimmt« Abänderungsvorschläg« gemacht. Baldwins Mehrheit. Mißtrauensontrag der Arbeiterpariei abgelehnt. London. 12. November. Im Unterhaus wurde heute der A b ö n d e r u n g s o n t r o g der Arbeiterpartei zur Thronrede, in dem die R« g i e r u n g g s I a de l t wird, weil sie das Problem der Arbeitslosigkeit nicht angemessen behandelt habe, mit 321 gegen 161 Stimmen abgelehnt. Kulaken als Mörder. Reue Sorge der Sowjeipreffe. Moskau, 11. November.(Ojt-Ezpreß.) Di« zunehmend«„Aktivität" der snwjeiseindliche» Großbauern- ichaitz welche von den«owjelblättern mit steigender Besorgnis besprochen wird, zeigt sich in drei politilchen Mordtoten der letzten Toqe. Im Bezirk Linolen»?(wo di« KP. im verslossenen Sommer ein« große„Säuberung" durchführen mußt?) ist W» l k» w, der Vorsitzende des Dorsiowjels von Isdeschkaw. ermordet worden,«in Führer der sogenannten„Mittelbauern", welche die Sowjetregierung gegen die Großbauern auszuspielen sucht. Zwei Großbauern sind als Anftistcr zum Tod« verurteils worden- In Asdanow« im Kreise Ufo. wurde der Sowjetvorsteher Romaschenko«v- mordet, ohne daß es gelungen ist, die Täter zu ermitteln. Do» Opjer de» dritten Wordc» ist der Zeitungskorrrjpondent Bei- t o w s k i, den die Großbauern des Kreises Kanisk beseitigt hoben. Es handelt sich bei diesen und ähnlichen Gewalttaten nicht nur um Racheakte, sondern auch um einen Ausfluß der zunehmenden Er- bitierung im Zusammenhang mit der jetzt beginnenden Wahl- k a in p a g» e. Was die Sowjetblätter besonders beunruhigt, ist die jetzt viel starker zutage tretende Verwegenheit der Großbauern, die die Vermutung nahelegt, doh sie sich zu dieser Wahlkampagne besonders energisch rüste». Die Logd auf Trohttsten. Charkow, 11. November.(Ost-Expreß.) Di« KP.-Kontrollkommission der Ukraine hat in Lrementschug ein« Geheimorgonisation der Linksopposition(Trotzkisten) entdeckt, was mir dadurch möglich wurde, daß ein Mitglied die Organisation oerriet. Die Unteriuchung ergab, daß die Oppositionellen eine völliq ausgebildete Organisaiian mit Kreizkomitee und Z« l l t n besoßer. gegen die Parleileiiting gerichtete Flugblätter verbreiteten und a> den Inseln des Dnjepr geheime Versammlung qbhielten, i denen Abgesandt« der ZontrolleMung der Ltnkspppys-t Informationen und Weisungen erteilten. Die Gewerkschaften zum Urteil. Gprungrevision oder zweite Instanz. Bochum, 12. November.(Eigenbericht.) Die drei Mciallarbeitervcrbände haben am Montag abend in einer gemeinsamen Sihung in Essen zu der Entscheidung des Arbeitsgerichts in Duisburg Stellung genommen. Das Ergebnis der Besprechungen war folgende Mitteilung an die Metall- arbeiler: „Das Arbeitsgericht in Duisburg hat dem Antrag der Arbeitgeber, zu entscheiden, das; der Schiedsspruch vom 26. Oktober rechtsungültig sei, stattgegeben. Die drei Metallarbeiterverbände betrachten dieses Urteil als ein Fehlurteil und werden den Rechtsstreit bis zum Rcichsarbeitsgcrichl durchfechten. Dos Urteil ändert nichts an der gegenwärtigen Loge." Wie wir erfahren, werden die Gewcrkschasten sofort nach Zu- slellung des Urteils zu der Arage, ob gegen die Entscheidung des Duisburger Arbeitsgerichts Berufung beim Landcsarbcitsgericht oder Sprungrcvision(das heigl Ucberspringung des Landes- arbeitsgerichtes als zweite Znstanz) beim Reichsarbcits- g c r i ch t eingelegt werden soll, Slellung nehmen. Nie Rechtslage nach dem Llrteil. Nach wie vor Tarifbruch. Bochum. 12. November.(Eigenbericht.) Der Deutsche Metallarbeiteroerband schreibt zur rechtlichen Lage, wie sie sich noch dem Duisburger Urteil ergibt: Selbstverständlich geht ein Rechtsstreit von so ungeheurer Be- doutung bis in die höchste Instanz. Die Möglichkeit, das Reichs- arbeitsgericht anzurufen/ ist gegeben, da das Arbeitsgericht den Streitwert des Prozesses auf eine Million Mark festgesetzt hat. Damit dürfte auch wohl, was die Höhe des Streitwertes anbetrifft, der größte arbcitsrcchtlichc Prozeß vorliegen, der bisher in Deutschland ausgefochten worden ist.... Die Rechtslage in Nordwest ist zurzeit die, daß sie sich durch das Arbeitsgerichtsurteil nicht geändert hat. Solange dieses Urteil nicht rcchtskrästig ist, muß davon aus- gegange» werden, daß noch immer ein in Ordnung gehen- der Schiedsspruch einer ordnungsgemäßen Schlichtungs- kammer vorliegt. Die Aufrechterhaltung der Aussperrung stellt sich daher weiterhin als Tarifbruch der Unternehmerfeite dar. Die Ltrteilsbildung in Nuisburg. Stand sie schon vorher fest? Das Organ der chriftlillzen Gewerkschaften„Der Deutsche" bemerkt zu dem Urteil des Duisburger Arbeitsgerichtes: „Das Urtest wurde überraschend schnell gefällt, so daß der Eindruck besteht, daß es praktisch schon vorher gebildet mar. Schon vor einigen Tagen ging uns ein« Meldung zu, die besagte, daß sich die Arbeitgeber deshalb an das Duisburger Arbeits- geeicht gewendet hätten, weil sie dort ihre Sache am besten aufgehoben glaubten." Als ffolge des Eisenkonflikts haben die Kalkstcinbrüchc des Kreises Mettmann, die mehrere tausend Arbeiter beschäftigen, beschlossen, sämtlichen Arbeitern zu kündigen. Die notleidenden Zementbarone. Ihr Llebermut muß, gedämpft werden. Die thüringischen Zementbarone, die neben den Eisenbaronen sich als besonders üble Scharfmacher hervortun, waren die ersten, die 1923 den Achtstundentag beseitigten und an Stelle des Drei- das Z w e i s ch i ch l c n s y st e in einführten. Diesen Vorstoß gegen den Achtstundentag haben sie damals mit der„schlechten wirt- schaftlichcn Lage der Zcmentindustrie" begründet. In den letzten Jahren hat sich die Zementindustric aber sehr schnell erholt. Der Prüßing-Konzern, der fast die gesamte thüringische Zementindustrie beherrscht, verteilte bereits für dos Geschäftsjahr 1924 8 Proz. und für die Geschäftsjahre 1925 bis einschließlich 1927 je 12 Vi Proz. Dividende. Diese Dividende konnte ausgezahlt werden nach reichlichenAbschreibungenundRücklagenfürdie ver- schiedencn Fonds. Besonders interessant ist der Geschäftsbericht für 1927. Bei einem Aktienkapital von 4 200 000 Mark in Stammaktien und 11000 Mark i>, Vorzugsaktien wurden 505 996,12 Mark abge- schrieben und 165 140,19 Mark der Sonderrücklage zugeführt. Ein- schließlich Gewinnvortrog aus 1926 in Hohe von 63 032,40 Mark, verblieben noch 647 226,06 Mark Reingewinn, aus dem 12 Proz. Dividende an die Stamm- und 6 Proz. an die Vorzugs- oktionäre gezahlt wurden. Der A u f s i ch t s r a t, der bei dem Prüßing-Konzern aus zahn Personen besteht, erhält sotzungsgemäß neben einer festen Jahres- entschädigung für die„überaus mühevolle" Tätigkeit dieser Herren 7500 Mark für das einfache Slufsichtsrotsmitglied und etwa 10000 Mark für den Vorsitzenden. Wie man sieht, nur ein paar„lumpige" Mark im Vergleich zu den„horrenden Löhnen" der Zementproleten! Kann man es unter diesen Umständen den Ze- mentboronen verdenken, wenn sie sich weigern, Schiedssprüche an- zuerkennen, welche die Löhne der Zementarbeiter etwas verbessern sollen, und wenn sie sich gegen eine Verkürzung der Arbeitszeit sträuben? Wenn die Zementbaronc dem Staat ein Schnippchen zu schlagen glauben, indem sie einfach aus ihrer Organisation austreten, so gibt es ein sehr einfaches Mittel, sie zur Anerkennung des Vertrags zu zwingen: es braucht nur die Allgemei»Verbindlichkeit des Schiedsspruchs ausgesprochen zu werden. Ltm den Reichsiarif der Kmomusiker. Schiedsspruch des Reichsarbeitsministeriums. ««it Jahren schon ist der Deutsche Musikerverband bemüht, die Arbeitsverhältnislse der Kinomusiker reichs- tariflich zu regeln. Die Bemühungen scheiterten bisher immer an dem Widerstand der Organisationen der Kinobesitzer, aber auch daran, daß das Reichsarbeitsministerium in den verflossenen Jahren die Schaffung eines Zwangstarifes ablehnte, weil es die Licht- fpieltheater nicht als lebenswichtige Betriebe ansah. Das Reichsarbeitsministerium hat sein« Auffassung nunmehr geänd« rt und versucht, dem Kollektivgedanken auch bei den Besitzern der deutschen Lichtspieltheater Auerkenming zu verschaffen. Es hatte vor kurzem die Vertreter der verschiedenen Organisationen der Kinobesitzer und die Vertreter des Musikerverbandes zu Ver- Handlungen geladen, die aber nicht zu einer freien Verständigung führten, sondern mit einem Schiedsspruch endeten. Nachdem die Unternehmer mit dem Versuch, sich t a r i f- unfähig zu erklären, Schifsbruch erlitten hatten, stimmten sie die bekannten Jeremiaden an von der„II nrentabilität" der Kinos, den hohen Abgaben usw., um zu beweisen, daß ein Reichs- tarifvertrag für die Musiker dem„notleidenden" Gewerbe den Todes- stoß versetzen würde. Die GegenargumenlF der Gewerkschaftsvertreter veranlahten aber die Schlichtungskammer, einen Schiedsspruch zu fällen, der hinter den Forderungen der Kinomusiker zwar noch w e i t z u r ü ck- bleibt, ihre Arbeitsverhältnisse aber doch wenigstens einigermaßen denen anderer Berufe angleicht. So besagt der Schiedsspruch u. a., daß die tägliche Arbeitszeit einschließlich der Pausen und Proben nicht länger als acht Stunden sein soll und in besonderen Fällen erforderliche Mehrarbeit mit einem Zuschlag von 25 ProZ. vergiitet werden muß. Den Musikern' soll ferner in jeder Woche ein Ruhe- tag gewährt werden. Auch sollen sie je nach ihrer Beschäftigungs- dauer einen Urlaub von vier bis 21 Arbeitstagen erhalten. Die Entlohnung soll in besynderen Orts- oder Bezirkstarifen festgelegt werden. Der Vertrag gist vom 1. Ottober 1928 bis zum 30. September 1929. Wie der Vertreter des Hauptvorstandes des Deutschen Müsiter- Verbandes Genosse S ch l e m e n tz in der gut besuchten öffentlichen Kinomusikeroersammlung am Montagvormittag in den Kammer- sälen berichtete, haben die Kinobesitzerorganisationen diesen Schied? spruch abgelehnt. Ueber die vom Musikervcrband beantragte Verbindlichkeltserltärung finden am Donnerstag im Achtung, SPD.- Metallarbeiter! Heilte, abend* 7(19) Uhr, in den„SophiendUcn', Sophientiraße 17/18: Allgemeine Fraklions-Versammlung WidiHge Tagesordnung.- Partei- u. Verband ibuch mitbringen. Ohne diese Legitimation kein Zutritt. Der Fraktiomvortiand. Reichsarbeitsministerium die Nachverhandlungen statt. An einigen Artikeln aus der Ilnternehnrerprcsfe zeigte der Referent, mit welchen Mitteln die Unternehmer das Reichsarbeitsministerium beeinflussen walle». Nicht nur, daß von ihnen erklärt wird, der Schiedsspruch sei unsozial, gewerbe- und sogar kulturfeindlich, nach dem Beispiel der Schwerindustriellen droht man mit Masse nentlassungen, wenn der Spruch für verbindlich erklärt werden sollte! Schiemcntz gab seiner zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck, daß das Reichsarbeits- Ministerium sich durch dieses Knacken mit dem Reooloerhahn nicht einschüchtern lassen wird, ermahnte aber auch die Musikerschaft, sich endlich von den Vereinchen und„Stnndesvertretungen" loszusagen und sich endlich restlos freigewerkschaftlich zu organisieren, um besser als bisher voran zu kommen. Die Versammlung bekundet« ihr Vertrauen zum Deutschen RtusikerverbanÄ durch die einstimmige Annahme einer Eni- schlicßung, in der die Bestrebungen zur Schaffung eines Reichstarifs anerkannt und die Organisation beauftragt wird, alle gewerkschaft- lichen Kampfmittel zur Erreichimg dieses Zieles einzusetzen. Sowjetrußland und Westeuropa. OaS Ergebnis einer Zinßlandreise. Im Mittelpunkt der Generalversammlung der Berliner Zahl- stelle des Zentralverbandes der Steinarbeite? am Sonntag im Ge- werkschastshaus stand ein Bericht des Genossen P i ch o c t i über seine Elndrückein Rußland. Was dieser Vorsitzende der 3. Arbeiterdelcgotion nach Rußland über die Verhältnisse in dem „einzigen Arbestbrstaat der Welt" berichtete, mag manchem An- Hänger der Moskauer Heilslehr« etwas nachdenklicher gestimmt haben. Besonders was Pichocki über die hundsnüssrablen Löhne vor allem der ungelernten russischen Arbeiter, die W o h n u n g s.v er- h ä l t n i f f e und die ungerechte Behandlung der politischen Gefangenen sagte. Pichocki ist weder ein Schön- noch«in Schwarzfärber. Er an- erkennt die Arbeiten der Regierung in sozialer und kultureller Hinsicht, übt Nachsicht für viel« Mißstände, die naturgemäß erst im Lause der Jahre abgestellt werden können, zerstört ober die II» l u s i o n, daß man die russischen Methoden nach Westeuropa ver- pflanzen könnte, wie es Moskau gern tun möchte. Wir haben über den Dortrag des Genossen Pichocki schon einmal ausführlich berichtet. Damals trat dem Genossen Pichocki der berüchtigte kommunistische agent pravoicatour Bozenhord mit„schlagenden" Beweisen ent- gegen, indem er aus Zwischenrufer mit einer schweren eisernen Ranrpenbeleuchtung warf und dadurch den vorzeitigen Schluß der Versammlung herbeiführte. Die Berliner Steinarbeiter hörten sich diesen Vortrag mit der größten Ruhe an und waren von chm flchkW befriedigt. Stürmischen Beifall zollte die Versammlung seinen ah schließenden Worten, die darin gipfelten, endlich den BniderkaM« gegen die Sozialdeniokralie einzustellen, da schließlich Rußland ä Falle eines Krieges nicht nur die Unterstützung der kommunistisch« sondern auch die der sozialistischen'Arbeiter der ganzen Well braucht Eine Diskussion wurde von den NersommeUen nicht gewünscht. Gegen 12 Stiimnen wurde eine Sympathiccntschließung für« ausgesperrten Eisenarbeiter angenommen in der sich die Berlin* Steinarbeiter bereit erklären, die Ausgesperrten, wenn von da Organisationen der Ruf ergehen sollte, auch finanziell zu»nterstütz« worin sie es ober auch ablehne», irgendwelchen Parolc> 2l u ß e n st e h e n d c r zu folgen. i Den Men zur Ehr', den Zungen zur Lehr'. Zur Jubiläumsfeier des Zentralverbandes der Hoteh ans Restaurant- und Eafeailgeftelltcn in den Gcrmoiliafestsälen ist eine große Anzahl von Jugendlichen geladen worden, den* neben den Jubilaren eine besonder« Ehrung.zuteil wurde. Auläßlili einer besonders angesetzte» Wcrbewochc hatte die Ortsverwaltuas Berlin beschlossen, den in diesen Togen eintretenden Lehrlingen u» siigcndliche» Arbeitern«in Mitgliedsbuch mit vier B: t r a g s m a r k« n als Patengcschenk zu überreich«». Die Zukun wird lehren, wie viel« von den 106 Neuousnahinen. die auf de* Weise gemocht wurden, ein daucrüdcr Gewinn für de» Verband seil werden. Es ist immerhin anzunehmen, daß sich derjenige fest vef bunden fühlt, der in so feierlicher Form in eine Vereinigung auk geiwinmen wird, wie es durch die Ansprache des Berliner Vorsitze» den Fritz Saar geschah und der gleichzeitig die Ehrung dk Alten mit erleben durste. Nicht weniger als 88„alte Herren wurden für länger als 25jährigc Mitgliedschaft olisgezsichiiet.(2* Organisation der weiblichen Angestellten ist bedeutend jüngere* Datums.) An die ältesten 40'Mitglieder, von denen einige de* Verbände seit seiner Gründung angehören, wurde das zweibändijs Werk:„Die Geschichte des Zentralverbairdes" als Ehrengabe au» gehändigt, während diejenigen, die im Jahre 1903 dem Verbal« beigetreten sind, die Ehrenurkunde für 25iährige Mitgliedschaft& hielten._ Lehrlingsausbeutung in der Llniformstickerei Bei der ehemaligen Hoflicfcrontenfirma TröltIchu.Hanse� mann, Oberwasserstr. 13, in Berlin, besteht ein Lehrlingsausbe» tungssystem dos an mitteloltcrliche Zustände erinnert. Jungs Mädchen müsse» ein und einviert cl Jahr lernen uw bekommen von der Firma im ersten Vierteljahr ein« Mos- wöchentlich Kostgeld, steigend pro Vierteljahr um je eil» Mark bis zum Höchstsatz von fünf Mark im letzten Bierth jähr und dann ist das junge Mädchen eine ausgclernte UnisorM ftickerin und sie hat einen Beruf erlernt. Die ausgelerntc Stickerin muß nun im?lkkord arbeite ls- und weil die einzelnen Stückpreise sehr niedrig kalkuliert sind, II kommt ein Durchschnitts st undenverdien st bon etwl ü b c r 4 0 P s. heraus. Der S t i ck e r t a r> f besagt als M i n d e sts lohn für Handstickcrimien 58 Pf. und b e i'A k k o r d 6J� P f., inj zwar gilt dieses für Betriebs- und Heimstickerinucn. Wenn schal die im Betrieb beschäftigten Stickerinnen einen niedrigen Verdicils haben, so ist der Verdienst der H« i m st i ck e r i n n c n bei dies? Firma noch bedeutend niedriger und die Zlusbcutuiig eine nod größere, denn ein Fachausschuh für die Heimarbeit in der Stickcch besteht nicht, was aber sehr notwendig wäre. Leider haben die zuständigen Behörden den Wünschen dtl Arbeitgeber mehr Rechnung getragen als denen der Arbeit» c hin? und die Errichtung eines Fachausschusses abgelehnt. Die zustand i» Gewerbeaufsicht müßte dem Betrieb Tröltsch u. Hanselmann eiui? Beachtung widmen, denn die' im Betrieb beschäftigten Stickerin»«* werden gezwungen. Heimarbeit mitzunehmen, wt» sie sonst zu wenig verdienen würden. SPD.'Me.'allarbcitcr! Dienstaa. 1Z. Ztovnnbrr. 1» IU>r. wickit!«? ssratlionsvcrlommlllna in den«apiiien-Sälen.«öophienftr. 17— lS. und Lerbanbsbuch legitimiert. Ohne diese Legitimation tein Der Frattiousoorstand. f ftrete Gewerkscbasts-Zuaend Grok-Verli« iiifc. Dionstag. W/i Ulir, [UflenWjflm Diestelmeycrstr. '~ce: Iuacndkzeim Litauer Str. ' ÄtiNlN' klpr �oiifTN oivip die Gruppen: Landsberger Vlutf 5. Spiel- und Tanzabend.— Frankfurm ....18, Zimmer 2. Brettspielaoend. trag:„Der Kampf der dauern gegen d> Könige".— Lichtenberg: Zügen dhekf Dossestr. 22, Revolutionsfeicr.— Kumboldt: Jugendheim Graun,(rctc Lortz'nr ftraße, Lichtbildervortrag:..Das Sturmiahr 1848".— Treptow: Gruppenhes Schule Wildenbruchttr. 5g— 54(Hortiimmer). Bortrag:„Vor und nach der M volution 1S18>— Südosten: Iugendbeim des Bcrkehrsbundes. Eugelufer 24—2* Verkehrsbundveranftaltui g. Lichtbildervortrag:„£as rote Wien".— Span das Stadt. Jugendheim Lindenufer 1. Heiterer Abend.— Sudkrei«: Beginn dti Zugendkurses:„Wirtschaftswesen— Wirtfchaftswerden", Zugendheim Britz», Straße 27— 30.— Eprechck'or.?usammen?nnft im aroßcn Saal des Metallarbrtel' Verbandes, Linien str. 83—85, pt.— Volkstanzprvbe im Zugcndheilt Hallesches Tor 3uaendampve des?entralverbande6 der Anaefteklt� >eute, Dienstag, finden folgende Brranstaltungcn statt: Rordwe?' lugendhcim Lehrter Str. IS— 19. Wir lefen aus:„Bub und Miidei". � Potsdam.«»»»»»--: Vollshans„MIWenberggrvttc", Augustastr. IS. Erijffnungp abend. Berantmortlich Ar Politik: Dr. Tnrt Ideyer: Wirtschaft:®. 5llingelhiite> Sewerkschaltsbeivegung: ftr. Etzkorn: Feuilleton:». S. Döscher: Lokalst and Sonstiges: Fritz»arstädt: Anzeigen: ltz. Slocke. fiimtlich in Berlin Verlag: Borwärts-Berlog<5 m d. H.. Berlin Druck: Borwärts-Buckdruckri« und Berlagsanstalt Paul Singer u To Berlin EW Lindcnstratze 5 Hierzu 2 Beilagen und„llnterhaltnng und Wisse»". Wei lielallaryter-TeM Verwaltungsstelle Berlin Todesanzeige Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Schmied llermann Weidner geb 13 Februar 1858 am 9. November 1938 gestorben ist Die Beerdigung findet heute. Dienstag, den 13 November, nachm 3 Uhr, von der Leichenhalle des Ahrenslelder Kirchhofes in Ahrensfelde aus statt. Ferner den Mitgliedern zur Nachricht. daß unser Kollege, der Silber- ardeiter Paul Müller geb. 20. Juli 1865, am 10. November 1928 gestorben ist Die Einäscherung findet am Mitt- wock». dem 14. November, nachmittag» 4 Uhr. im Krematorium Baum- schuienweg. jiiesholzftraße. statt. Ehre ihre« Andenken' Reg« Belriiigung wird erwartet VI« Ottsarerealtune. Eisu-tSfr. Bellen, Stahlmatratzen. tUtlWtlga» Priv. Sit!04!tr. aiMaasaeiiaariM Sani(Tuur., Danksagung Für die vielen Beweise heralicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres treusorgenden Vaters, lieben Sohnes, Schwiegersohnes, Schwagers und Onkels, des Gastwirts Hugo Meier danke ich auf diesem Wege allen Freunden und Bekannten, Kollegen und Kolleginnen. Ww. Martha Meier Am Treptower Park 37. Ich praktiziere Jetzt: BerUn-Neuköiln, HermannstraBe 7—8, am»ermannplatz 8—10; 5'/,— 5V-, Uhr(außer Sonnabend nodunitfag) Zu ollen Kassen zugelassen.- Tel.: F 2 Neukölln S417 Dr.medJtlia Kirschniann praki. Aerztin. Fabrik Scheftian Rosentbaler Str. 56 Speise- von 275.— an Herren- von 278.— an Schlaf- Zimmer von 360.-- an «der Am itier! v re'»wem Paul Golletz. oorm. ohr du« 'larianoenstrs&e 3, Scke Rauminstraße Ami Morinvl. 103 03 Bekanntmachung? Die durch Pensionierung des bisherigst InHaders ireiwcrdcnde Bürgermeister stelle der Stadt Bad-Orb Januar 1929 neu befd* soll Anfang» werden. Wg. Die Wahl erfolgt aus 12 Jahre. Bs soldung. vorbehalllich der Genehmigum wer des Bezirtsausfchufies nach Siuppe I» Ottr der staatlichen Bc>oldung»ordnung.-. Nasse S. 0 e, Bewerbungen mit Lebenslauf, beglaudick heg ten ZeugnisabichriNen, kreisürzilichem Ss iunbhcitsaltest und Licktbild find bis zub � ld Dezember 1928 an den umerzeichnelst fgijs Stadtverordneten-BorsteHer einzureich� s Bevorzugt werden Bewerber, die die tiihiaung für den höheren 2,?rwa!lung- dienst besitzen oder sonst eine hervorragend Luaiifikailon lür die Stelle nrchzuwelsss oermögen Die Stadt Bad-Orb ist«st �.r. ausstrebender Badeon mit großem Frist denverlehr und zählt 50:i0 h O j höhere Schulen find vorhanden Die �. völ erung setzt fich überwiegend aue-st" I deitern und Ä eindauern lulummr» T-' OOS Sladtverordnelenver jammluntz beste hl oblii Äuk cblc der Mehrheit au» Sozialdemotralen Periön-lche Porstellungen M iorderung sind zwecklos Bad-Orb, den 7. November 1928. Anton Drisch Siadlderordneten-Dorsteh« ü »Uf i>«s