en int hen Se Albendausgabe öl Nr. 546 eiß net B 272 45.Jahrgang ger tif : tt len 475 men le girt er der jes Bu ohl aten M es iber 100 ud ben lern treit Spe ein ter idte ird efer iche eine ürfe Det Ber ein ief riter det aljo ein eber echyt tben The chen sird pert Böchentlich 85, monelli) 8,60 R im voraus zahlbar, Boftbezug 4,32 m. einschl. Bestellgeld, Auslandsabonne ment 6- M. pro Monat. * Der Borwärts eridheint mochentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, bie Abenbausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend", Illustrierte Beilagen Bolf und Zeit" und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Biffen", Frauen Stimme"," Technit"," Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts Vorwürts Berliner Boltsblatt Sonnabend 17. November 1928 10 Pfennig Dte etnipalttge Ronparetezelle 80 Pfennig. Retlamezeile 5.- Reichs mart. Kleine Anzeigen" das fettge brudte Bort 25 Pfennig( zuläffig zmet fettgedruckte Borte), jedes weitere Bort 12 Pfennig. Stellengesuche das erste Bort 15 Bfennig, jedes weitere Bort 10 Pfennig. Borte über 15 Buchstaben sählen für zwei Borte. Arbeitsmartt Seile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Beile 40 Pfennig. Anzeigen annahme im Hauptgeschäft Linden Straße 3, wochentägl. von 8 bis 1711hr. Bentralorgan der Sozialdemokratischen Bartei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Donhoff 292-297 Telegramm- Adr.: Coztaldemokrat Berlin Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Boftschedkonto: Berlin 37 536. Bankkonto: Banf der Arbeiter, Angestellten und Beamten Ballstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasse Lindenstr. 3 Geld für die Ausgesperrten! Das Reich stellt Mittel zur Verfügung. Jm Sozialpolitischen Ausschuß des Reichstags wurde heute mittag folgender Antrag angenommen: Der Reichstag wolle beschließen: die Reichsregierung zu ermächtigen, zur Abstellung der Notstände die im rheinisch- westfälischen Industriegebiete durch Ausfperrungen entffanden find, nach näherer Bereinbarung mit Preußen Miffel zur Verfügung zu stellen, um den in dem genannten Gebiet gelegenen Gemeinden( Gemeindeverbänden) in Gemeinfchaft mit Preußen eine ausreichende Erfüllung der ihnen obliegenden Fürsorgepflicht zu ermöglichen. Der Antrag wurde mit 16 Stimmen der Sozial. de demokraten und des Zentrums angenommen. Bei der Gegenprobe enthielten sich die übrigen Parteien und fügten sich auf diese Weise dem Be schlusse bis auf die Kommunisten, die gegen ihn nals stimmten. Ta zubor alle anderen Anträge mit mech. felnden Mehrheiten der Ablehnung berfallen waren, war ber jetzt angenommene Antrag der einzige, der übrig geblieben war. Indem die Kommunisten gegen ihn stimmten, haben sie überhaupt gegen jede zur Ber. fügung stellung von Reichsmitteln für die ung Ausgesperrten gestimmt! ers ber bis bet hre Ber Anträge zur Unterstütung der Ausgesperrten über das Reich hatten sowohl die Sozialdemokraten wie auch das Zentrum und die Kommunisten gestellt. Besonders der sozialdemokratische Antrag hatte gefordert, edah die Ausgesperrten nach den Säten der Arbeitslosen bersicherung zu entschädigen seien und daß die not. den wendigen Summen dafür bei den Unternehmern ein. getrieben werden sollten. Ueber die Anträge war nun eine Woche verhandelt worden, ohne daß es zu einer Einigung gekommen wäre. So tam es, daß bei der nicht mehr hinauszuschiebenden Entscheidung alle frühe. ren Anträge der Parteien abgelehnt wurden. Jedoch gelang es, im Ietten Augenblick die schwerwiegende brinzipielle Entscheidung zu erzielen, daß das Reich die zur Unterstütung der Ausgesperrten notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen hat. beit nte Hern mit re Der Det ine gen un ftal Richtlinien, nach denen die Auszahlung durch die iGemeinden zu erfolgen hat, werden in kürzester Frist von der preußischen Staatsregierung herausgegeben werden, wobei der Innenminister Genosse Grzesinski und der Wohlfahrtsminister Sirtsiefer, der bekanntlich den christlichen Gewerkschaften entstammt, federführend find. An die Stelle der bisherigen sporadischen und uneinheit lichen Unterstützung soll eine einheitliche und weitherzige Regelung treten. ige The Det Ar alle ein Tr Opel mä Bu te a hol Sfe ale er Die Sozialdemokratische Partei gibt von dem, was fie in ihrem Antrag im einzelnen gefordert hat, nichts auf. Besonders hält sie daran fest, daß bei der Auszah Lung der Unterstügungen die gewerkschaftlich organisierten. Arbeiter ebenso wie die nicht organisierten berücksichtigt werden müssen. Eine den Trennung wäre. abgesehen davon, daß sie höchst ungerecht wäre schon aus verwaltungstechnischen Grün gar nicht durchzuführen. Ebenso hält die Sozialdemokratische Partei daran fest, daß die Zeche von benen bezahlt werden muß, die sie gemacht haben, daß die Unternehmer den Schaden wieder gutzumachen haben, den sie durch ihren Rechtsbruch anrichteten. Für den Augenblick handelte die Sozialdemokratische Partei nach dem Grundjak, daß doppelt gibt, wer schnell Ribt, daß die Ausgesperrten von interessanten Debatten und langwierigen Verhandlungen nichts haben, sondern daß ihnen nur durch die Tat geholfen werden kann. Es ist vorauszusehen, daß der Reichstag heute nachmittag den Beschluß des Sozialpolitischen Ausschusses mit sehr großer Mehrheit bestätigen wird. ( Siehe auch 2 Seite.) श्री. Radio im Eisenbahnzug. Die ungarischen Staatsbahnen haben eine zeitgemäße Einrichtung getroffen. In den Wagen und Wartesälen werden Radiokopfhörer vermietet. Die Empfangsstationen befinden sich in besonderen Abteilen der fahrenden Züge. Dort ist auch eine Sendemöglichkeit für Schallplattenkonzerte vorhanden, wenn einmal die Uebermittlung der Veranstaltungen der großen Rundfunksender aus atmosphärischen Gründen erschwert wird. Oben links: Sendestation für Schallplattenkonzerte im fahrenden Zuge. Oben rechts: Im Wartesaal III. Klasse. Die Kampflage an der Ruhr. Auch Bergarbeiter ausgesperrt. Düsseldorf, 17. November.( Eigenbericht.) Heute sind zum ersten Male Vertreter der Gewerf. schaften und der Unternehmer zu direkten Verhandlungen unter Leitung des Regierungspräsidenten Bergemann Es soll über eine Zwischen zusammengetreten. lösung verhandelt werden, die die Wiederaufnahme der Arbeit ermöglicht, ohne daß der Rechtsstreit um die Gültigkeit des Schiedsspruchs dadurch berührt würde. Gegen das Duisburger Urteil. Keine Sprungrevision. Bochum, 17. November.( Eigenbericht.) Der Beschluß der Metallarbeiterverbände, Berufung gegen das Duisburger Urteil einzulegen, wird in Gewerkschaftstreifen wie folgt begründet: Der Tatbestand des Duisburger Urteils ist objektiv falsch. Das Urteil enthält Feſtſtellungen von Tat. lachen, bie niemals vorgelegen haben. Gunterläßt Es Es bebarf mohl teiner Hervorhebung, daß sowohl die gerichtliche Aufnahme von Tatsachen wie auch die Unterlassung der Protofollierung von Behauptungen beider Seiten zum Nachteil der Gemertschaften erfolgte. Nach langwierigen Besprechungen find die verantwortlichen gewerkschaftlichen Stellen zu dem Ergebnis gekommen, von dem Rechtsmittel der Sprungrevision feinen Gebrauch zu machen, Das Martyrium eines Knaben. Orkan über Westeuropa. Berichte 2. Seite. sondern mit der Berufung an das Landesarbeits. gericht Duisburg zu gehen. Entscheidend hierfür war die Tatsache, daß das arbeitsrichterliche Urteil berartig mit Fehlern und unflarheiten behaftet ist, daß die Gewerkschaften das Risiko nicht übernehmen können, die Tatsachenfestellungen dieses Urteils zur Grundlage einer Revision zu machen. Der Entschluß, Berufung einzulegen, ermöglicht es den Gemertfchaften, in zweiter Instanz den gesamten Sachverhalt noch einmal Dorzutragen und darauf zu dringen, daß im Landesarbeitsgericht nicht wieder wie beim Arbeitsgericht ein Tatbestand aufgenommen wird, der Unrichtigkeiten enthält. Die linken Gewerkschaftsfreunde. Beil über bie Berhandlungen des Regierungspräsidenten in Düsseldorf nichts gesagt werden kann, bevor etwas zu fagen ist, flürzt sich das Blatt der Weltrevolution", das sich einstweilen auf die Revolutionierung" der einfachsten proletarischen Anstands- und Solidaritätsbegriffe beschränkt, auf Auslaffungen bürgerlicher Blätter. Aus deren Andeutungen und Auffassungen macht sich die Rote Fahne" einen Bopanz zurecht, schlägt darauf los und fläfft: ,, Aber die Hüttenbarone, die so die Gewerkschaftsführer vor fich auf den Knien rutschen sehen, hoffen, aus den erbännlichen reformistischen Kreaturen noch mehr herausholen zu können." Bedarf der JAH.- Brei zur„ Revolutionierung der Aus gesperrten solcher Bürze? Brrr! 1100 Bergarbeiter mit ausgesperrt! Wiffen a. d. Sieg, 17, November.( I.) Auf den Gruben der Bereinigten Stahlwerte sind qm Donnerstag im Berfolg des Ruhrkonflikts die Aussperrungen vorgenommen worden. Im Grubentonzern der Bereinigten Stahlmerte im Siegerland sind noch zwei Gruben voll in Be trieb, all« andere« liegen still. Ss werden nur noch die ollernotwendigsten Unterhol tungsorbeiten ausgeführt. Schwer in Mitleidenschaft gezogen ist der ZtBstereibstrieb der.Alten Hütte', auf der 18 Oefen stillgelegt werden. Eine Anzahl Oefen hat man in Betrieb erhalten, um die Rohspatversorgung für die „Alfred-Hütte' sicherzustellen. Die Zahl der mit dem gestrigen Tage ausgesperrten Arbeiter betrögt insgesamt 1100 Mann. Die Arbeitslosenziffer ist da- durch im Kreise Altenkirchen stark gestiegen. Reichstag und Aussperrung. Die heulige Reichstagssihung begann um 1 Ahr. Als erster Punkt stand auf der Tagesordnung die Veralung der zur Aussperrung geslelllen Anträge. Der Reichstagspräsident Lobe schlug vor. die Redezeit der einzelnen Parteien auf eine Viertelstunde zu beschränken, da ja über die Anträge schon drei Tage in dieser Woche geredet worden sei und endlich Beschluß gefaßt werden müßte. Die Kommunisten verlangten jedoch unter fürchterlichem Geschrei für jede Partei eine Redezeit von einer halben Stunde. Zurufe der Sozialdemokraten: Von euren Reden werden st« nicht satt. Erst al» der Präsident an die tobende Kommunlstenschar die 5 rag« stellte, ob sie denn jeden Beschluß verhindern wolle, hörte der Lärm auf. Segen die Stimmen der Kommunisten beschloß der Reichstag nach Lobes Vorschlag eine Redezeit von einer Viertelstunde. Dann nahm der Berichterstatter Dr. Pfeffer(Up.) das Wort. Kaffandra Volkspariei. Das Sprachrohr der Deutschen Dolkspartei, die„Nationalliberale Korrespondenz', macht sich in ihrer heutigen Ausgab« zum Anwalt der Scharsmacher. Sie droht mit Rücktritt der volkspariei- l i ch e n M i n i st e r für den Fall, daß das Reich zur Unterstützung der Ausgesperrten etwas tun würde. Wärttich heißt es: „Die Sozialdemokraten und das Zentrum sind zwar davon abgekommen, ihre ursprünglichen Pläne weiter zu verfolgen, die dahin gingen, daß das Reich direkt durch Zahlung der Arbeits- losenunterstützung an die Ausgesperrten alle finanziellen Lasten abnimmt und sie in den Stand setzt, aus Kosten des Reiches ihren Kampf weiter zu führen. Die Gemeinden sollen ein- springen, aber im Endeffekt ist das schließlich dasselbe. Sollten Zentrum und Sozialdemokralen mit ihren Anträgen tat- sächlich durchdringen und die Regierung gezwungen werden, solch« Pläne auszuführen, dann gäbe es für die Deutsche Volksparlei wohl kaum ein Möglichkeit, sich an der Koalition zu beteiligen. Wir glauben darüber unterrichtet zu fein, daß Reichswirtschast»- mimster Dr. Eurtius genau fodenkt wiedie Partei und wohl die ganz« deutsch« Wirtschaft, und es an Mahnungen und Warnungen, an rechtzeitigen Hinweisen aus den Ernst der Lage nicht hat sohlen lassen. Die Ausführung solch radikaler Pläne würde«in« völlige Berschiobung des Kamps- seldes und ein Bruch der b»stehenden Rechtsord- n u n g fein. Die Folgen für die deutsch« Wirtschast wären un- übersehbar, denn es gibt keinen einzigen deutschen Wirtschafts- zweig, der in der Lage wäre, den Kamps mit den Reichssinanzen, wenn diese direkt oder indirekt den Streikenden oder Aus- gesperrten zur Verfügung gestellt würden, aufnehmen könnte. Etwas anderes ist es natürlich, wenn die Gemeinden mit ihren Mitteln auf dem Wege der Erwerbslosensllrsorge Rot lindern, wo sie gelindert werden muß, und das Reich nach- träglich in gewisser Weise hilft, wenn die Gemeinden un- vermögend sind. Selbstverständlich aber ist es in jedem Falle, daß die Gc w e r k s ch a f t e n aus ihren eigenen Mitteln den Per- pflichtungen nachkommen, die sie ihren streitenden oder ausgesperrten Mitgliedern gegenüber haben. Davon können sie aus Kosten des Reiches nicht entbunden werden.' Der„unmögliche Vorstoß' des Sozialpolitischen Ausschusses ist nach der„Nationall. Korr.' deshalb besonders bedauerlich, weil er schwebende Einigungsverhandlungen nur erschwere. Da» ist so klug gerodet, wie die Behauptung vom„Bruch des Recht»'. Wer bei dieser Aussperrung das Recht gebrochen hat, darüber ist sich die Oesfentlichkoit vollkommen einig, auch wenn man im Scharf- macherwinkel darüber greint. Das Martyrium eines Knaben. Wie im finstersten Mittelalter. Zuviel Mild«? Seltsame Anweisung eines Oberstaatsanwalts. Im alten Obrigkeitsstaat galt es als Ausgabe der Staatsanwalt- ichaft, für möglich st hohe Strafen zu sorgen. Diese verallete Auffassung scheint noch immer herumzuspuken. Anders läßt sich der nachstehende Erlaß nicht erklären, den der Oberstaatsanwalt bei dem Landgericht Landsberg a. W. an die ihm unter- stellten Anwälte versendet Hot: Landsberg a. W.. 8. November litÄ. Es ist hier beobachtet worden, daß in verschiedenen Fällen von dem Herrn Amtsanwaltsvertreter Freisprechung bean- tragt war, in denen das Gericht trotzdem zur Aburteilung kam. In manchen dieser Fälle mußte die Sache sogar in die Berufung sin stanz gebracht werden, weil das Urteil erster Instanz zu milde erschien. Es ist auch vorgekommen, daß trotz- dem für den Herrn Sitzungsvertreter ein Vermerk in den Handakten sich befand, der das zu beantragende Straßmaß und die Art der Strafe betraf, vondiefem Vermerk ohne ersichtlichen Grund abgewichen wurde. Um derartige Unstimmigkeiten für die Zukunft zu vermeiden, ortme ich yiennit an, daß der Antrag auf Freisprechung jedesmal Ü? den yandakten zu begründen ist, und daß vor allem, wenn von Amveisungen in den Handakten abgewichen wird, dieses mit ausführlicher Begründung in den Handakten zu recht- fertigen ist. Auf Verfahren, die aus Grund von polizeilichen Strafbefehlen eingeleitet werden, findet diese Anweisung kein« Anwendung. gez. C« r l a ch. Diese Anweisung des Oberstoatsanwolls verstößt gegen den Seist der Strafprozeßordnung. Nach dieser soll da» Ergebni» der mündlichen hauplverhandlung. nicht der Ynhalt der Akten für die Urtefl»sällung— und selbstverständlich auch für die Ant.räg« des Staats- oder Amtsonwalt» maßgebend sein. Trotzdem oerlangt der Oberstaatsanwall, daß sich die Anklagevertreter nach einem vor der Hauptoerhandlung aus Grund bloßer Aktenkenntnis gemachten„Vermerk' bei ihren Strafanträgcn zu richten hätten! Dann aber spricht aus dem Erlaß jene unseelig« geistige Einstellung, als ob es eine„Schande', eine..Niederlage' des Staatsanwalts sei, wenn das Gericht strenger urteilt, als er es beantragt hat. Dabei steht sogar in der StPO. ausdrücklich, daß die Staatsanwaltschaft nicht nur das B e» sondern auch das Eni- l a st u n g s m a t e r i a l für den Angeklagten herbeischaffen soll, ein« Vonchrist, von der die Praxis leider wenig Gebrauch macht. Wenn die Gerichte zu scharf urteilen, so ist e» Sache der ' mat»on«altschaft, mit ihren Anträgen dagegen anzukämpfen, Ein schauerliches Bild menschlicher Roheit enthüllte heut««ine Gerichtsverhandlung vor dem Schöffengericht Tempelhos. Angeklagt waren die Ellern des jetzt Itjähvigen Jungen. Jahrelang hat der Vater ihn in der unmenschlichsten Weise mißhandelt.„Er hat den Gehorsam verweigert, er hat nicht pariert, dieser Lümmel:' sagt der Vater vor dem Gericht. Geradezu bewunderungswürdig erschien im Gegensatz zu diesen haßerfüllten Ausbrüchen des Vaters die Ruhe, mit der der Zunge selbst über sein Martyrium berichtet. Nur einmal zitterte seine Stimme, als er schilderte, wie seine Mutter immer dazwischen trat, wenn der Bater es zu arg ge- trieben hatte, wie sie dann selbst eins mit der Reitpeitsche abbekam. Der Vater St., von Beruf Fleischermeister, aus Oberschlesien ge- bürtig, hotte in Mahlow ein Grundstück gepachtet, das er selbst bearbeitete. Mag sein, daß er im Leben schwere Schicksalsschlög« erlllten hat, die seine Nerven heruntergebracht haben. So lebte er einige Zeit mit seiner ganzen Familie— außer dem Jungen hotte er noch sine drei Jahr« jüngere Tochter— in einer Lehmgrub« 8 mal 8 Meter breit und 1,7S Meter tief, die er sich selbst ausge- schachtet hatte. Seine Familie hatte unter seinem Verhalten zu leiden. Sein Nachbar Kuhlmann kam einmal dazu, wie er seinen Jungen minutenlang mit einem Stock bearbeitete. Er faßte ihn da- bei von unten, schleudert« ihn mit aller Wucht auf das Sofa, ein anderes Mal hatte der Vater seinen Sohn etwa eine Stunde lang an einen Baum gebunden. auch sein« Frau nannte er nicht ander» al».Miststück' und ähnlich. den Jungen nannte er nie beim Namen, entweder bezeichnete er ihn als.Aas' oder er pfiff, wen er ihn herbei hoben wollt«. Ein anderer Zeuge wurde eines Tages von der Mutter herbeigerufen, damit er den Dater veranlasse, mit dem Schlagen des Jungen auf- zuhören. Er hatte sich mit seinem Sohne eingeschlossen, ihn an die Bank gebunden und bearbeitete ihn mit den Fäusten. Die Mutter, die im allgemeinen bestreitet, den Jungen mißhandelt zu haben, will ihm nur hin und wieder Backpfeifen erteili haben und einmal mit einer Latte auf ihn losgegangen sein, bestätigt, daß dem Doter beim Schlagen auf den Rücken des Jungen mehr al» einmal die Stöcke zerbrochen sind, ihn auch mit den Fänsten bearbsiiet zu haben. Ging sie da- zwischen, so bekam auch sie etwas ab. Der Nsährige Junge, der sich augenblicklich in der Potsdamer Anstall befindet, ein blasses. aufgewecktes Dürfchchen, macht von seinem Recht der Zeugnisver- Weigerung keinen Gebrauch. Seine Aussagen machen den Eindruck vollster Wahrheit und sind für den Vater sehr belastend. Prügel erhielt er etwa zweimal in der Woche, und zwar f ü r jede Kleinigkeit. Zum Beispiel, wenn er nicht rechtzeitig vom Spielen nach Hause kam: lief er davon, weil er keine Haue kriegen wollt«, so sagte der Dater lsinter ihm her mit der Reitpeitsche in der Hand. Die ledernen Riemen der Klopfpeitsch« sind durch die Schläge, di« er mit ihr erhielt, abgerissen worden. Als noch einige übrig blieben. vernichtet« der Junge selbst das Marterinstrument. Zumeist erhielt er Schläge mit Fäusten. Es war dem Bater gleichgültig, wohin er traf. Ab und zu schüttelte der Bater ihn derart hin und her, daß er mit dem Kops gegen die Wand stieß. Der Jung« gibt zu, manchmal seinen eigenen Willen gehabl zu haben. Als er es schließlich vor Schlägen nicht mehr aushalten konnte, lief er einfach aus dem Haufe, um nicht wieder gehauen zu werden. So war er einmal acht Tage von Hause fort. Schließlich stellte er sich selbst bei der Polizei und bat. ihn nicht nach Hause zii bringen. Er muhte aber trotzdem zurück. Die? Wochen später ging das Prügeln von neuem los. Da entlief er ein zweites Mal. Die Mutter wurde von dem Jungen in jeder Weise entlastet. Der Staatsanwalt nannte die Zustände einfach mittelalterlich und be- antragt« gegen den Voter-ein Jahr Gefängnis und für die Mutter Freispruch. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu fe ch s Mo- naten Gefängnis unter Anrechnung von drei Wochen Unter- suchungshaft und sprach seine Frau frei. Orkan über Westeuropa. Wales schwer heimgesucht.- Tote und Verletzte. Da» orkanartige Unwetter, da» wie gemeldet, den Schiffsverkehr im Kanal zum beluahe völligen Stilliegen brachte, hat im ganze« Gebiet der englijchea Znseln große Verwüstungen an- gerichtet. Die von ollen Seilea einlausenden erste« Berichte sprechen berell» vom Einsturz ganzer hänser, von mehreren Toten und zahlreichen Verletzten, lleberall sind die Straßen mit den Trümmern herabgestürzter Schornsteine und zer- schmellerter Fensterscheiben bedeckt. Der Dampfer ans der Strecke Ealai»— Dover, der sonst für die Saaalfahrl etwa anderthalb Stunden benötigt, traf gestern in Dover mit ziemlich dreistündiger Verspätung ein. Er halte auf seiner Fahrt mit haushohen wogen auf» schwerste zu kämpfen.— 3m Hosen von vembridge(Znjel Wighl) sind elf Fischerboole gesunken, obwohl sie fest vertäut waren. Die Schäden des über Südengland und Wales hinweg- gegangenen schweren Sturmes sind bedeutend größer, als noch gestern abend angenommen wurde. Insgesamt wurden sieben Personen getötet und zahlreiche verletzt. Die Verbindungen mit 80 Städten sind entweder ganz oder teilweise unter- Krochen. Aus verschiedenen Eisenbahnlinien mußte wegen der aus der Strecke liegenden entwurzellen Bäume und anderen Hinder- Nissen der Verkehr zeltweis« unterbrochen werden. Zn Wale» sind eine Anzahl Häuser zusammengestürzt. Z0 Personen sind obdachtlos. In den Fischerhäfen der Insel Wight sind insgesamt elf Fischer- boote von ihren Verankerungen losgerissen worden und gesunken. Der Londoner Telephon- und Telegraphendienst hat wieder sehr schwer gelitten, da 218 Fernlinicn ganz gestört sind. Auch Im drahttosen Dienst mit dem Kontinent sind oußerordenttiib« Störungen zu verzeichnen. Das Observatorium in Kew verzeichnete eine Windstärke von 82 Stundenmeilen, während in den bergigen Distrikten aus Wales der Sturm ein« Stärke von über 120 Meilen erreicht habe. Auch über Krautreich. lieber ganz Frankreich wütete auch am Freitag heftiger Sturm. Auf dem Eiffelturm wurde eine Windgeschwindigkeit von 33-Se- künden- Meter gemessen. In Pari» stürzten mehrere Schornstein« ein. Dabei wurde ein Kraftfahrzeug durch herabstürzende Trümmer zerstört. Ein Garagenneubau wurde durch Einsturz des Gerüstes völlig zertrümmert. Ein Arbeiter erlitt Verletzungen. Auch ein Fabrikneubau ist eingestürzt. Ein angrenzendes Haus wurde gleichfalls schwer beschädigt. Besonders stark wütete der Sturm an der Küste. Der Kanalverkehr zwischen Boulogve und Folkestone mnhle am Freilag abend gänzlich eingestellt werden. Auch di« internationalen Lustverkehrsverbivdungen von Paris aus sind unterbrochen. * Auch in Hamburg stellte sich gestern«in schwerer West- südweststurm ein. der die Fluten der Elb« bis auf den Grund aufwühlte. Die Böen erreichten eine Stärk« von etwa 8 bis 10 Grad. Der Berkehr mit kleinen Fahrzeugen konnte im Hafen kaum aufrechterhalten werden. Das Wasser stieg bis auf 14 Fuß und richtete in den tiefer gelegenen Stadtteilen am Hafen durch Ueberschwemmungen große Schäden an. Bei dem im Kuhwärder Vorhafen liegenden norwegischen Dampfer Annavore brachen die Dertauttossen, wodurch das Schiff schräg ins Fahrwasser kam und ein Verkehrshindernis bildet. Verschiedene in See ge- gangen« Dampfer muhten infolge des Unwetters zurückkehren und liegen bei Cuxhaven vor Anker. Im Stadtgebiet wurden Bäume entwurzelt und auf die Straße geschleudert. Von einigen Dächern stürzten Schornsteine. Auch wurden zahlreiche Fenster eingedrückt. Soweit bekannt ist, sind Personen nicht verunglückt. Dic Gewalt des Sturmes hat in den Morgenstunden nachgelösten. nicht durch Verschärfung ihrer Anträge diese Praxis zu decken! � Gerade im Gerichtsbezirk Landsberg mit seinen teilweise noch ganz „stahlhelmisch" zusammengesetzten Schössen- und Geschworenen- danken wgre eine vernünftig« Praxis der Anklngebchörden durch- aus am Platze. Selbstmord nach derHitterversammlung Sin mysteriöser Fall. heute früh wurde der ZZjährlge Kaufmann Hans Sütermeyer aus der Augsburger Str. 74 als L e i ch e aus dem Landwehrtanal gezogen. Kurz nach ö Uhr hört« ein Pollzeibeamter, der sich am Schöne- berger Ufer auf einem Patrouillengang befand, unweit Blumeshof laute Hilferufe, die vom Wasser her kamen. Der Beamte eilte hinzu, konnte aber an der Stelle, wo die Hilferufe ertönt waren, in der Dunkelheit nichts erkennen. Er alarmierte sofort die Feuer- wehr, die das Wasser absuchte. Schon noch kurzer Zeit stießen die Feuerwehrbeamten aus eine männliche Lech«. In den Taschen des Toten, der eine Hitleruniform trug. fand man zunächst nur einen Ausweis auf den Namen Kütermeyer. Im Laufe des Vormittags konnte denn auch die Wohnung des Selbstmörder» festgestellt werden. Wie weiter ermittelt wurde, hatte K. gestern abend an der Hitterversawmlnng im Sportpalast tellg»- nommcn. Die Gründe, die den Mann in den Tod getrieben haben, sind noch unbekannt. « Der Tod des Nationalsozialisten erinnert an einen tragische» Fall, der vor einem Jahre die Gemüter bewegt«: Am 7. R o v e m- b« r 192 7, dem Jubiläumstage der Sowjetunion, sangen in einer Arbsiterwohnung in Köpenick drei junge Menschen, keiner van ihnen älter als 24 Jahre, die alt» Volks- weise:„Weh, daß wir scheiden müssen!', um sich dann, einer nach dem anderen, eine Kugel durch den Kops zu jagen. Sie holten ihre tzanz« kärgliche Freizeit der Kommunistischen Port-i gc- widmet, sie hotten noch an, Morgen an der Demonstration zum Feierwg der Sowjets im Lustgarten teilgenommen. Alle drei waren makellose Menschen, sdrlich.' Fanatiker, strebsame, bildungs. und qeltungshungrige Proletarier, denen plötzlich aber die Schuppen von den Augen sielen, die sich jählings jagen mußten:„Du hast der falschen Fahne geschworen!' Gestern ging ein Anhänger Hitlers den gleichen Weg. Roch weiß man die Ursache des Todes nicht genau, doch man ahnt sie. Das Geständnis des Lübarser Mörde7S. Der Word in Lübars hat jetzt jeine volle Aufklärung gesunden. Der gestern auf einem Dauerngut In Dlllfledt bei Altona verhaltet« Kuhmelker Alois Paul Becker aus Hammer st eln Kreis Schlochou hat die Wordtat an dem Zljährigen Malergesellen M i ch a l z i k nach anfänglichem Leugnen zugegeben. Becker hatte.zunächst versucht, sich damit herauszureden, daß er die Papiere des Toten, die bei ihn, gefunden wurden, von einem Unbekannten gekauft habe. Der Versuch, sein Allbi nachzuweisen, mißlang aber völlig, so daß die Polizei keinerlei Zweifel mehr hatte, den gesuchten Raubmörder vor sich zu haben. Unter sicherer Be- deckunq wurde er noch gestern nachmittag nach Berlin übergeführt und sofort in den Gewahrsam des Polizeipräsidiums gebracht. Schweres Vauunglück in Aromberg. Vier At bester verschüttet. V rornberg, 17. November. Gestern ereignete sich hier ein schwere« Vauunglück. Beim Verlegen einer Kabelleitung stürzte die Frontwauer eines einstöckigen haulss in der Bahnhosstraßr ein und verschütlele vier Arbeiter, von denen einer bereits gestorben ist. Ein anderer wurde mit einem schweren Beinbruch in» Krau kenhau» geschafft Söf« ! do- i der »sses. »verdruck gel für vom a u e die >b«n. hielt ohin her, «fgaben der Großgemeinde. Berlin und die Sozialdemokratie. einer sehr gut besuchten Kreismitgliederoersammlung, die ' 3- Kreis der Partei(Wedding) am Freitag abend im Patzenhofer- "iauront in der Chausseestraße veranstaltete, sprach Stadtverord- �noorsteher Genosse Haß über die Aufgaben der Sozialdemokratie der Gemeinde. Er begann mit einem Hinweis aus die im nächsten W stattfindenden Gemeindewahlen, die aller Voraussicht nach der �Zialdemokratie neue Erfolge bringen werden. Die arbeitende toölkerung muß schon jetzt auf die Bedeutung dieser Wahlen auf- ttkjlun gemacht werden, well gerade in der Kommune—. deren "Jüaben außerordentlich vielfältig sind— nicht selten Beschlüsse von tragendster Bedeutung gefaßt werden müssen. Gegenwärtig besteht im Berliner Rathaus ein« Linksmehrheit, ' I>ch aus 73 Sozialdemokraten und 43 Kommunisten zusammen- � Leider ist eine wirkliche Ausnutzung dieser Mehrheit durch Verhalten der Kommunisten sehr oft nicht möglich, so daß für ' Partei eine Koalition mit den bürgerlichen Mittelparteien nicht w Ztir zwingenden Notwendigkeit wird, wodurch sie sich zu tchen unerwünschten Zugeständnisien an dies« Parteien bereit- |®W muß. Genosse Haß wandte sich dann den Aukunftsaufgaben �»-Berlins zu und gab bei dieser Gelegenheit seiner Meinung den Charakter der Einheitsgemeind« Ausdruck. ef*'n« zu strasfe Zentralisation haben dürfte, damit � Leben in den Bezirken nicht erstickt wird. Zu fordern sei mit s>ttem Nachdruck eine von Reich und Staat vollständigunab- ongige Selbstverwaltung Groß- Berlins. 5m "««n Darlauf seiner Ausführungen erklärt« er, daß der Ein- t» ft a a t mit seiner Regelung dar direkten Beziehungen zwischen "ch und Gemeinden die ideale Lösung sei. Eine wesentlich« - Vau! Jfirsch 'eußiteher Ministerpräsident a. D. und Bürgermeister von P/tmand, feiert heute seinen 60. Geburtstag. Er ist am 17. �"nber 1868 in Prem lau geboren, studierte in Berlin Medizin onn�' 5eit ksso als sozialdemokratischer Schriftsteller tätig. 'J0 war er Stadtverordneter, 1908 preußischer Landtags- geordneter. Vom November 1918 bis März 1920 Ministerium von Preußen. Seit 1925 wirkt Hirsch, der Ehrendoktor Berliner Universität ist, als Bürgermeister in Dortmund. --«guna uno uoriyu* u.;.»---- u-- �---- ahre alter wohnungsloser Rusie AntonJwanow festgestellt � de? Abteilung I A des Polizeipräsidiums vorgeführt. Was ? ZU dem merkwürdigen Streich veranlaßt-, hat er noch nicht �«at Das Ende der Rachitis. Okderung auf finanzpolitischem Gebiet sei die gerechtere Vertei- "•tg bei dem interkommunalen Lastenausgleich der Städte. Zu der �'Zubringenden Summen von 36 Millionen Mark gibt Berlin allein 'der z? Millionen, während sich andere große Städte mit einem achcrljch geringen Bruchteil— Frankfurt a. M. steuert z. B. nur � M. bei!— begnügen können. Ein erfolgreiches Mittel zur Ortung des Haushalts ist die weitere Ausdehnung der 'antlichen Wirtschaft, gegen die sich der Reichsbant- "Mdent Dr. S ch o ch t— als Anwalt des sich bedroht fühlenden 'Watkapitalismus— durch Verhinderung von Auslandsanleihen 's Temeinden gewandt hat. Eingehend beschäftigte sich der Referent dem Wohnungsbauproblem, das durch fortgesetzten zusätzlichen �"hnungsbou von kleineren Wohnungen, die auch für den Arbeller 'sichvinglich sind, gelöst werden müsse. Auf diesem Gebiet findet i!" Sozialdemokratie ihre vornehmste Ausgabe. Gelegentlich seiner Führungen über die neugeschaffene„Berliner Verkehrs. 'w.-. des größten Verkehrsunternehmens Euro- f®*. wies der Referent auf die Notwendigkeit von großen Durch- suchen in der Innenstadt hin. in der die Gefahr einer völligen �"kihrsoerftopfung besteht. Nach weiteren Ausführungen über die wlwendigkeit von Schulneubauten— Berlin hat bei seiner stetig ..®chs«Nden Bevölkerung einen Neubedorf von fünf Schulen jähr- -L» betonte der Redner am Schluß seines Vortrages den«nt- »/'''denen republikanischen Kurs, den die Stadt Berlin bei ihrer �''ionalpolitit einschlägt. Dienst an der Gemeinde sei Dienst an der ta.. theit. Das Ziel ist die Gemeinwirtschaft, ihr« Form eine sich �verwaltende Gemeinde, die die Grundlage eines freien Staates abstellt. . mit außerordentlich starkem Beifall ausgenommenen Vor- ichloß sich eine längere Aussprach« an. Verlust bei der Städtischen Oper. ?4Z SM Mark Defizit, Der Magistra! legt jetzt den Stadtverordneten die Bilanz der Mischen Opern-Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 1027 vor. �"'aus ergibt sich, daß das dritte Scfchöstsjahr der Stadttschen . über die bewilligten städtischen Zuschüsse mit einem Verlust von �'�1�3 M. abgefchlosien hat. Da dl« Mehrausgaben durch Not- �"digkeiten des Gpielbetriebes zwangsläufig bedingt und Ein- Hungen gegen die Geschäftsführung nicht zu erheben waren, hat �Magistrat dm, Abschluß zugestimmt ,md gleichzeitig den er- Richen Nachtragszufchuß als Haushaltsüberschreitung bewilligt. ' Stadtverordnetenversammlung wird um die diesbezügliche Zu- �nung gebeten.___ �tvanow wollte den«,Vrand in Kasan� löschen! F Ein seltsames Zerftörungswerk versuch,- gestern abend ein �"derling bei den Konkordia-Lichtspielen in der Andreasstr. 64- � läuft gegenwärtig der Film..BrandinKason. Wahrend � letzten Borstellung schlich er sich in den Vorführungsraum, und um U% Uhr der Film abgerollt war. versuchte er. ihn ,.,5 Uebergießen mit Wasser zu vernichten. Angestellt« über- Jchten ihn hei seinem Unternehmen und hielten ihn mit einer �eckschußpistole in Schach. Der Geschäftsführer überwältigte den �ringlmg und übergab ihn der Polizei. Er wurde als-m ''Vahr.*'"—' Di« Fortschritt« der medizinischen Wissenschaft erfolgen nur lang- sam und in bedächtigem Tempo. Die Erkenntnis der bei einer Krankheit vor sich gehenden Prozesi« schließt noch nicht die Mög- lichkeit«in. diese Krankheit nun auch heilen zu können. Das Wesen der Rachitis, die auch englische Krankheit genannt wird, ist bereits seit Jahren bekannt, ober erst in letzter Zeit hat man Mittel und Wege zu ihrer Heilung gesunden, so daß die Rachitis heute unter die im Aussterben begriffenen Krankheiten gerechnet werden kann. Die mglische Krankheit gehört zu den sogenannten Amtaminosen, d. h. jenen Mangelkrankheiten, die durch das Fehlen der Vitamin« entstehen. Es gibt verschiedene Arten von Vitaminen, deren Fehlen jeweils verschieden« Krankheitsbilder bestimmter Art hervorruft. Hierher gehören u. a. der Skorbut und die Möller-Barlowsch« Krankheit der Säuglinge. Zur Entstehung von Rachitis kommt es, wenn das Vitamin fehlt, das von der medizinischen Wissenschaft als E). Vitamin bezeichnet wird. Dieses antirachitische Vitamin kommt hauptsächlich in frischen Gemüsen, Obst und roher Milch vor. Durch längeres Kochen wird es zerstört. Der Vitammgehalt der ange- gebenen Nahrungsmittel ist großen Schwankungen unterworfen, die von den Jahreszeiten und den Witterungsverhältnisien abhängig sind. Man kann erfahrungsgemäß feststellen, daß die in einer sonnen- annen Zeit herangewachsenen und geernteten Früchte und Gemüse fall völlig vitaminfrei sind. Roch und nach kam man dann zu der Erkenntnis, die heute vielfach und exakt experimentell bewiesen ist, daß die Sonnenbestrahlung die Entstehung der Vitamine in den pflanzlichen Nahrungsmitteln begünstigt, und zwar der Teil des Sonnenlichts, den man als ultraviolette Strahlen zu bezeichnen pflegt. Dasselbe Resultat wie durch die Zufuhr der Vitamin« mit den Nahrungsmitteln erzielt man durM die direkte Sonnenbestrahlung des menschlichen Körpers. Um nickst von den Launen der Witterung abhängig zu fein, hat man einen Quarzbrenner konstruiert, der ultraviolettes Licht aussendet. Mit der Einführung dieser künst- lichen Höhensonnenbestrahlung war in der Bekämpfung der Rachitis «in großer Fortschritt gemacht. Dieses Heilverfahren ist auch ver> hältnismäßig billig: immerhin müssen die Kinder regelmäßig zur Bestrahlung in das Krankenhaus oder zu dem Arzt in die Sprech- stunde gebracht werden, und erfahrungsgemäß wird das von den Eltern bei längerer Kurdauer oft vernachlässigt: auch ist stets An- steckstngsgefah» vorhanden, wenn viele Kinder, noch dazu kranke Kinder, in einem Raum zusammengebracht werden. Man kam daher auf den Gedanken, die von Huldschinsky ein- geführt« Aorperbestrahlung der Kinder durch die Bestrahlung der Nahrungsmittel zu ersetzen, womit man«in« Anreicherung der Vitamine in den Nahrungsmitteln zu erzielen hoffte. Diese Me- thode erwies sich als sehr fruchtbar. Besonders rationell erschien die Verobfolgung von bestrahlter Milch, die von dem Amerikaner Heß eingeführt wurde. Dieses Verfahren hatte jedoch den großen Nachteil, daß die bestrahlte Milch sehr schlecht schmeckte und roch, so daß sie von den Kindern nur mit Widerwillen aufgenommen wurde. Der deutsch« Biologe Scholl ließ es sich angelegen sein, dos Milch- bestrahlungsverfahren zu verbessern. Wenn nämlich die ultravio- lette Bestrahlung mit dem Quarzbrenner in einer Kohlensäureatmo- sphäre unter strengstem Sauerstofsobschluß vorgenommen wird, so bleibt der natürlich« gute Geschmack der Milch erhalten, well die Zersetzung des Sauerstoffes die Quelle des schlechten Geschmacks und des üblen Geruchs abgibt. Dies« Frischmilchbestrohlung wurde von Professor Scheer in der Frankfurter Unitersttätskinderklinik mit gutem Erfolg an rachitischen Kindern ausgewertet. Das Heilverfahren ist nicht kostspielig, es tostet nur wenig mehr als die übliche Kinder nahrung: im allgemeinen wird die Milch nur um 16 bis 15 Pf. pro Liter verteuert. Der in der Milch verbleibende Rest von Kohlen- säure verleiht ihr«inen besonders frischen Geschmack, wie er z. B. bei guten Ouellwässern an der Quelle selbst anzutreffen ist. Ein kurzes Aufkochen zerstört die bei der Bestrahlung entstehenden anti- rachitischen Vitamin« nicht, so daß die bestrahlte Milch auch posteuri- flert bzw. sterilisiert werden kann. Nicht nur zur Behandlung bereits entstandener Rachitis emp- stehlt sich die Derabfolgung dieser Höhensonnenmilch, sondern be- sonders zur Vorbeugung. Zu diesem Zweck genügt es, eine Milch- Mischung zu verabfolgen, die 30 bis 35 Proz. Bestrohlungsmilch enthält. Di« Rachitis war früher ein« ausgesprochene Proletarierkrank- heit: sehr oft wurde sie überhaupt nicht oder nur nachlässig behan- delt, so daß schwere Rückgratverkrümmungen, O-Beine usw. die Folge waren: die in ihrer Widerstandskrast geschädigten Kinder er- lagen dann häufig den Infektionskrankheiten, besonders Masern, Grippe und Lungenentzündung. Dank den Fortschritten der medi- zinischen Wissenschaft sieht man schwere Rachitissormen immer sellener. Die Erfolg«, die bereits mit der Verabfolgung der Höhen- sonnenmilch erzielt sind, lassen hoffen, daß die englische Krankheit recht bald nicht nur aus den Häusern der Reichen, sondern auch aus den minderbegüterten Schichten gänzlich verschwunden sein wird. Dr. E. Sch. Die vollkommen Luryfreie. Als„Allgemeine unabhängige Ausstellung" hat die Jury freie eine zweite völlig gereinigt« Auslage ihrer Herbstausstellung am Lehrter Bahnhof ausgetan. Es ist kall geworden, geheizt kann nicht werden, und man darf auch sonst nicht ganz von einem begeisternden Aufenthalt sprechen. Doch sollten sich eifrige Kunstfreunde, wie wir alle sind, den Eindruck nicht entgehen lassen, da er vermutlich den Vorzug der Einmaligkeit für sich haben wird. Jeder Künstler durfte so viel einsenden, wie auf 2 Meter Wand- breite Platz halle, die Bildhauer je nach Größe eine bis fünf Skulp- turen. Gehängt wurde nicht, d. h. die Zweimeterstreifen wurden numeriert und verlost. Weiter ist das Prinzip absoluter Juryfreiheit nun nicht mehr zu treiben. Erfreulich ist der Anblick nicht, und auch für die Künstler kaum ermunternd. Es ist eine Art„Sachlichkeit" herausgekommen, die mit dem Stimmen der Instrumente vor der Ouvertüre dos absolut Planlose, das Mauzende, nicht aber die warme Empfindung einer Vorfreud« gemein hat. Die Widerhoarigen widersprechen sich nicht einmal, weil es still bleibt vor sinnlosem Getöse. So viel Gerechtigkeit, so viel Aus- gleich zwischen Himmel und Hölle bringt den Betrachter auf den Gefrierpunkt der Interesselosigkeit. Das Schaukeln zwischen zerren- den Widersprüchen wirkt wie eine Flugzeugfahrt zwischen lauter Wirbelböen: ganz benommen verläßt der Gast das Fahrzeug. Im Hinsterben notierte er noch einige Namen, die angenehm aufleuchteten, neue Namen, versteht sich: Theo Hölscher, be- gabter Landschafter, Ernst Kossols sympathisch liebe Fried- fertigkeit, gute Stilleben von Elisabeth Hampte, und von Nikolaus Braun« phantasievolle Farbigkeiten, und denkt, daß in Gisela W ö r l e eine bemerkenswerte Karikaturiflln steckt. Eine wirtliche Entdeckung aber scheint Walter Eck zu sein: Maler von jener wilden und absolut sicheren Ursprünglichkell, dem keine Zukunft prophezeit zu werden braucht, weil er schon ein ganzer und gegenwärtiger Kerl ist. Dieses unzweideutige Malgenie(das ein bißchen an die ersten Anfänge von Otto Dix in Dresden anno 1912 erinnert) mit seiner herrlichen Frische und Sicherheit soll unseren Kvnstsallm? Kunst, eitschriftrn und Kunstliebbahern ans Herz gelegt fem?• F. Sch." Die Aelier vlatett« für die Ehorvereinigungcn. Als Ersatz der früheren..Koiscr-Kette" bat das Preußische Wohlsabrtsministerium ein- Zeller-Plokett« gestiftet, die jeßt an die dafür in Be-rockit kommenden Bereinigungen zur Verteilung gelangt Die Plakette wird in dreisacher Ausfertigung oerliehen, und zwar in Bronze für das 50jöhriff«, in Silber für das 7Sjährige und In Gold für dos lMjährige Vereinsjublläum. Die Plakette zeigt ein Profilbild Carl Friedrich Zelters, darunter die Inschrift:„Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung.— Für Verdienste um die Förderung des Chorgesangs und die Pflege des deutschen Volksliedes." Die Plakette, die erst setzt in den vereinigten Staatsschulen fertiggestellt worden ist. tonnte on 350 Bereine in Bronze, an 150 in Silber und an 21 in Gold verteilt werden. Das verfahren gegen Hegemann wegen seiner Schrift„Der ae- rettete Chnftus" ist eingestellt. Di« Untersuchung, die der Staats- onwalt in Potsdam aus Grund einer Anzeig« geaen das Buch«in- geleitet hotte,>st negattv verlaufen. Der Gotteslästerungsvarograph hat diesmal versagt, ober besteht vorläufig leider weiter. Sive»ruoo.MlIe.Sed«vts«I«r veranstaltet die VolkSbütme am Lutztag, abend» 8 Ubr. in der Aula de» Kgmnallum» zum Krauen Kloster. D Ibelm Tpohr dZI! die Kedachlnisrede. Ernst Kin r« pal fang ie le fei ten so so ta re ti tra xi sind 23 Wörter w bilden, denen Aiffanas- und Endbuchstaben, vön oben nach unten gelesen, ein Zitat aus „Ratban der Weife" ergeben.— Die Wörter baben folqcmde Bedeutung: 1. Bedeckung eine? Godäudss: 2. Figur aus Don Carlos: 3. Das Meiste: 4- Da? Mindeste: 5. Fläche: 6. Statt in Belgien: 7. Schifssbestondteil: 8. Italienischer Wein: 9. Weiblicher Vorname: 10. Indischer Rai her; 11. Weiblicher Dornanie; 12.-Handwerker: 13. Ungarischer Gebirgszug: 14. Männlich er Bornaine: 15. Zllt- «rischischsr Sang«: 16. Rost einer Wunde; 17. Em Diktater: 18. Steht in der Rhemprooinz: 19. Musik, zeichen: 20. Weis« im alten Grieche-ckanid: 21. Musikalische Darbietung: z», Eft, Rest; 23. Halbebeistein,(ch ist ein Buchstabe.) ,d. Kammrätsel. Die Buchstaben m nebenstehender Figur find so zu ordnen, daß di» senkrechten Reihen Wörter folgender Bedeutung ergeben: 1 Staotsforw, 2 Griechischer Sazenhcld. 3 angeblich glückbringender Gegenstand, 4. Stadt in Bayern" Die Ouerleffte nennt ein Synonym für Staatsumwälzung. hL Auflösungen 6er Rätsel aus voriger Nummer. Kreuzworträtsel. Wagerecht: 1. Wotan: 4. Sicht: 7. Germane: 10. Lei: 11. Zar; 12. Nun: 13. CEbro; 14. Akte: 15. Ari- adne: 16. Affe; 17. Alte; 19. Ruf; 22. Ill: 23. Engodin: 26. Sache: 27. Latte.— Senkrecht: 1. Well«: 2. Ade; 3. Nerz: 4. Saar: 5. Inn: 6. Tenne: 7. Giraffe; 8. Malakka; 9. Enkelin: 16. Artus: 18. Elise: 20. Egg«: 21. Idol: 24. Nah; 25. Ida, Silbenkreuz: 1. ma; 2. gen: 3.«; 4. d«: 5. ga: 6. la: 7. rie; 8. fe; 9. bei 10. f«n; 11. bo; 12- ra.— Mama: Magen: Mad«: Malaga: Mari«: Genre; Regen: Rede: Rego: Rebe: Degen: (Borna: Gagen; Gab«; Gala: Gase: Gabe; Garagen: Lama; Lagen: Lade; Lab«: Lodoga: Lora: Riegen: Rief«: Rieb«: Segen; Serie: Bega: Beta: Besen: sengen: Senje; Dogen: Dose; Dora: Dorado: Roma; Rade: Rasen. Silbenrätsel: 1. Lerche: 2, Aida: 3. Siebengebirge: 4. Sense: 5. Eislauf; 6. Reidenburg; 7. Wiesel; 8. Iguainodon: 9. Ranküne: 10. llrsela; 11. Nadel; 12. Siegen: 13. Armabergl 14. Urbino; 15. Sortiment: 16. Epoche; 17. Interloken: 18. Nekrolog: 19. Aron; 20. Narbada: 21. Debatte; 22. Ephraim: 23. Rhön- gebirge: 24. Spahis: 25. Riege; 26. Esra: 27. Nahum; 28, Gnädig«: 29. Einsiedler: 30, Nogat; 31. Wiedel: 32, Emma.— Lasten wir uns oiiseincmdersprengen, werben sie uns den Brotkorb höher hängen. Zohlenrätfel: Revolartten: Ellern; Dotieren� Olive: Lorelei; Union: Trier; Irene; Orion: Niniv«, Besuchskartenrätsel: Redakteur, der Zicker ist sicher! Berflossene, besuchte wahrend des Krieges ein Wilhelm. Lazarett. „Was meinst du, mein Sohn, über dl« Aussichten unsere» Sieges?" fragt« Majestät«in«, protestantischen Berwundeten.„Unter der glorreiche» Führung Eurer Majestät und mit Hilf« unsere» topferen Heeres w-rden wir bestimmt den Sieg gewinnen?" „Vrao gesprochen," sagte der Kaiser,„Und du, mein Sohn'" Diesmal antwortete ein Tot holst,„Wenn wir fleißig zu dem Leister der Heerschanen beten, Majestät, wird uns dar Sieg«w-tz sein!" „Auch gut gejprochen. mhn Sohn!— Und wa» meinst du?" fragt« er«inen Dritten. Es war ein Jude. Dieser kratzte sich ver- legen hinter iten Ohren. Dann meinte er tneuherzig: „Wissen Sc, das mit dem Sieg fft eine miehe Sache. Ich würde Majestät empfehlen, mindestens di« Proomz Brandenburg auf Ihr« Frau überschmib« zu lägest" V Nr. 54« 45. Jahrgang Sonnabend 17. November 192S S Wander im Glas. Das Glas= Chamäleon./ Glas als starrer Körper./ Schwingende Moleküle. vom 15. bis 17. November fand in Berlin die Glo,- technische Tagung der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft in den Räumen de» Zngeaieurhause» statt. Sie war mit einer Schau«Wägen und Mischen" verbunden. Wir verösfentlichen au» Anlah der Tagung den folgenden Artikel, der über lnter- v essante Eigenschaften de» Glases berichtet. Die Redaktion. Das technische Glas vergleicht man mit Recht in seinem Ver- ballen mit einer Legierung. Sind beide nicht eutettisch zusammen- � setzt, d. h. das Gefüge nicht harmonisch ausgebaut, so finden Um- lagerungen statt, Ausscheidungen, die den Charakter, die Beschasfen- Heit wesentlich verändern. Di« uns durch Ausgrabungen erhaltenen lvunderoollen Zinn-Kupferbronzen der klassischen Antike sind eutektisch« Legierungen, die mit Blei übersättigten Bleibronzen der alten Römer zur Zeit des Imperiums waren nicht eutektifch, wurden bald unansehnlich und verfielen rasch dem nagenden Zahn der Zeit. sehnliches beobachten wir bei Gläsern der Antike. Das Studium Legierungen und Glasflüsse bedingte die großartig« Entwicklung unserer modernen Metalltechnii und der Glasindustrie. Wie de- heutungsooll die Zusammensetzung des Glase» 'st. zeigt eine intcresiante Dberflächenerscheiimng, die man wohl als �laschamäleon bezeichnen kann. Wissenschaftlich findet sie ihre Er- tlärung in den Farben dünner Blättchen, optischen Inter- ferenzerscheinungen(d. h. Erscheinungen, die beim Ueberlagern von Lichtwellen auftreten), die dadurch bedingt sind, daß ein Gang- unterschied der Lichtstrahlen entsteht, weil ein Teil der auf die Blättchen fallenden Strahlen von der oberen, ein Teil uon der unteren Fläch« zurückgeworfen wird. Entsprechend der Dicke der Blättchen löschen sich Lichtstrahlen bestimmter Wellenläng« B�ensaitig aus, z. B. die grünen Strahlen, wenn der Gangunter- schied anderthalb Wellenlängen beträgt. Die längeren roten Wellen Verden dann nur etwa um eine, die kurzen violetten Wellen aber um zwei Wellenlängen verzögert. Die aus farblosem Glas ge- bildeten Blättchen erscheinen dem Auge jetzt purpurrot, nämlich im Lichte der roten und violetten Strahlen.— Farbe ist Licht! Die �ilhj�g dünner. tSlättchen an der Oberfläche von Gläsern ist die 8ulge einer Zersetzung. Wir beobachten die durch dünne Blättchen bedingte Farbenpracht sehr oft an Stallfenstern, die aus gewöhn- lichem Glase bestehen. Das aus dem Stalldung sich entwickelnd« Ammoniak greift die Oberfläche des nicht eutektischen Glases an, löst Kieselsäure, den Hauptböstandteil jeden Glases aus der Oberfläche heraus, und es kommt infolge chemischer Umsetzungen zur Bildung ber kristallischen Blättchen, die eine wundervolle, farbenprächtige Lnterferenzerscheinung bedingen können, wie wir sie an schillernden Seifenblasen wahrnehmen. Lasten wir stark angreifende. Kiesel- säur« lösende Chemikalien, z. B. Aetzalkalien, auf Glas einwirken. s° können wir die prächtige optische Jnterferenzerscheinung in kurzer künstlich erzeugen, wie ein geschickter Junge prächtig schillernde Seifenblasen. Man benutzt In der Praxis die künstliche Zerstörung der Glasoberfläche. laßt dünne Blättchen entstehen, um Farbwirkungen von berückender Pracht hervorzuzaubern, so z. B. indem man farbiges Ueberfangglas »um Teil abschleift und dann die dünnen Blättchen sich bilden läßt. Dir sehen gewöhnlich im Glas den starren, festen Körper und mahnen, daß er in seiner Zusammensetzung unveränderlich sei. Die wundervoll rote Farbe des Goldrubin tritt nicht nach dem Schmelzen bes Gemenges, also im flüssigen Glas auf, sondern bei weit niedri- Serer Temperatur, die schon einen starren Zustand des Glases be- b'ngt. Das Anlaufen des R u b i n g l a s e s, das die prächttge Färbung verursacht, ist keine Entglasung im gewöhnlichen Sinne, sie beweist aber die Reaktionssähigkeit schwingender Moleküle im starren Körper. Die Schönheit des Rubinglase» 'st abhängig von der Ausbildung und der Zahl der Goldkeimzentren, bie von den Lichtwellen getroffen werden. In der Farbtönung ist sie bedingt durch die Größe der Soldkolloide und liegt zwischen rosa "nd violett. Im rosagefärbten Rubin beträgt die Teilchengröße «twa K Milliontel Millimeter, im hochroten 10 bis t? Milliontel Millimeter, im violettroten 23 bis 32 Mit- liontcl Millimeter, im purpurroten 38 Milliontel Millimeter. Die Entstehung der prächtigen Rubinfärbung ist nicht erklärlich, wenn bas Glas eine starre unveränderliche Mäste ist. Bekannt ist die Er- ichainung, daß lange Zeit gelagertes Glas gegen schroffen Temperatur- Wechsel und gegen Stoß viel.empfindlicher ist als solches, das vor B'cht langer Zeit aus der Glashütte kam, wenn es keine eutektifche Bad besonders günstige Zusammensetzung von Haus ausweist. Es die Folge einer Kristallisation in der Glasmasse, die man als Entglasung bezeichnen muß. Röhren als solchen! Glase lassen sich nicht mehr in der Flamme biegen, das Glas springt, selbst wenn °s in die nur wenig heiße Flamme gebracht wird. Glas Ist keine unveränderlich« starre Moste, in ihm finden Umsetzungen statt. Reaktionen, die mir— verglichen mit denen in flüssiger Lösung be- Endlichen Stoffen— lanasam verlausen. Dieses beweist auch die Dirkung der chemisch wirksamen Lichtstrahlen des Spektrums. Unter 'hrem Einfluß treten Färbungen aui. die nicht durch Oxydation der vberstäch« eine Erklärung finden, denn dicFarbedurchdringt bte Masse des Glases, ist also keine Oberflächenerscheinung. Pfculichweiße, französisches Tafelglas färbte sich nach ewiähriger Belichtung gelbüch. broulichgcllz-s belgisches Fensterglas dunkel- purpurn.' Die Erscheinung dürfte wohl auf ähnliche Ursachen zurückzuführen sein wie bei dem Goldrubin; es entstehen in der Masse Farbkörperchen, d. h. Verbindungen, die bestimmte Strahlen zurück- Werfen, jeder Körper erscheint ja w dem Lichte der von ihm zurück. Sie Soll» gelöst haltenden Dla-flüst« bleibe« aus gewöhnliche Art gekühtt farblos, ihre wundervolle Amethyst- sarbe gewinnen sie erst, wenn man das schon erstarrte Glas nochmals erhitzt oder es im ungekühsten Zustande der Einwirkung des Lichtes aussetzt. Die Fluoreszenz kupferhaMger Gläser unter dem Einfluß der Röntgenstrahlen ist«in wetteres Beispiel fiir die Beweglichkeit der Teilchen im starren Körper. Ein« violett« Ver- särbung an sich farbloser, manganhaltiger Gläser durch Röntgen- strahlen läßt auf die Wandlungen im festen Körper„Glas" schließen. Manganoxyd färbt farbloses an sich violett, trotzdem können de- ttächtlich« Mengen dieses Elementes haltende Gläser farblos sein. Die Autoklinik Auf der internationalen Automobilausstcllung. Auf der internationalen Auiomobilausstellung hat der Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung (AWF.) in Verbindung mit dem Reichsverband des Kraftfahrzeug- Handels und-gewerbes cme neuzeitige Reparaturwerkstatt für Auwmobile ausgestellt. In dieser Sonderschau wird auch eine Broschüre, die die neuzeitigc Reparaturwerkstatt, ihre Aufgaben, Anlage und Einrichtung, Arbeits- s ü h r u n g und Betrieb behandelt und außerdem üben die Werbund und über Rechtsfragen Auskunst gibt. Es ist sehr zu begrüßen, daß in dieser Schrift der Dienst am Kunden vorangestellt wird, daß eine klare Abgrenzung der Arbeitsgebiete der einzelnen Reparaturwerkstätten, je nach ihrer techiüfchen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vorgenommen wird. Mit Rücksicht auf die großen Gefahren, die«in ungenügend reparierter Kraftwagen für den Verkehr mit sich bringt, wird bei Verzeichnis der Einrichtungsgegenstände für die Muster- Reparatur-Werkstatt. I.Schwere Drehbank; 2. Leichte Drehbank; 3. Fräsmaschine; 4. Shapingmaschine; S. Säulenbohrmaschine (bis 30 mm); 6. Schnellbohrmaschine(bis 10 mm); 7. Schleifstein; 8. Behälter für gebrauchte Putzwolle; 9. Behälter für neue Putzwolle; 10. Werkbank mit Schraubstock; 11. Montagebock; l2.Prä/becken für Luftschläuche; 13. Werkbank mit Schraubstock; 14. Fahrbarer, verstellbarer Montagebock; IS. Montagebühne; 16. Fahrbarer Portalkran; 17. Fahrbarer Ablegetisch; 18. Ablegeregale; 19. Automatischer Waschapparat; 20. In Reparatur befindlicher Wagen; 21. Schmiedefeuer; 22. Amboß; 23. Lochplatte; 24. Werkbank mit Schraubstock; 25. Richtplatte; 26. Hydraulische Presse; 27. Wasser- und Oelbecken; 28. Doppelter Schmirgelbock; 29. Regal für Stangenmaterial; 30. Bügelsäge; 31. Fahrbarer Schweißapparat; 32. Fahrbare Luftpumpe; 33. Gestell für Ladeumfor mer bzw. Gleichrichter und für zu ladende Batterien; 34. Elektriker-Werkbank m. Schraubstock; 3S. Kleiderspinde; 36. Waschbecken; 37. Regal für Ersatzteile und Werkzeuge; 38. Tisch; 39. Schemel; 40. Schreibtisch; 41. Schrank; 42. Stuhl; 43. Tisch. der Abgrenzung des Arbeitsumfanges dieser Reparaturwerkstätten das Gebiet der von ihnen zu vermeidenden Arbetten vorangestellt. Schweißarbeiten sollen z. B. nur ausgeführt werden, wenn ein Spezialfacharbeiter voll beschäftigt werden kann, so daß man die hierzu erforderlichen teuren Einrichtungen schnell amortisieren kann. Arbeiten, die sich aus diesem Gebiet aus Sicherhetts- oder wirtschaftlichen Gründen von selbst verbieten, sollten den Speziol- sabriken überlassen bleiben. Es wird weiter auf die Gefahr der Selbstherstellung bestimmter Konstruktionsteile hingewiesen, sür die Material von besonderer Festigkeit verwandt werden muß, das auch besondere, aus genauester Materialkenntnis beruhende Arbettsoerfahren evsordert. Weiterhin ist abzulehnen da» Ausschleifen von Zylrnderbohrungen, das Nach- schleifen unrund gewordener oder.gefressener'" Kurbelwellen. Di« Reparatur elektrischer Zubehör» teile, das Warmvulkanisieren und größere Karos» seriereparoturen. Auch die Vornahme von Konstrukttons» önderunyen soll sich die Reparaturwerkstatt in jedem Falle sehr genau überlegen. Der AWF. empfiehlt als wirtschaitlich zu leistende Arbetten den Abschleppdienst bei Unglücksfällen, die Vor- nähme leichter E inze l r e p a ra tu r e n, allgemeine Ueberholung eines Wagens zur Abstellung leichter Mängel sowie die laufende Wagenüberwachung. Im Anschluß Hieron wird dann die Anordnung der Maschinen in der Werkstatt, die in dem von uns wiedergegebenen Bild dargestellt wird, behandelt. Es werden die notwendigen Moschinen, Geräte und Werkzeuge beschrieben und im wetteren für dt« Be- triebsführung ausgezeichnete Ratschläge gegeben. Die Schrift ist bei dem Beutb-Derlag E. m. b. H, Berlin S. 14, unter der Bestell- «SL- 238«a«chatten. W. 5DL Dem Lichte ausgesetzt, ändern sie aber im Lause der Zeit ihr Au»- sehen: sie werden rot, violett und endlich sogar dunkelviolett. Dieser Vorgang ist ohne ein« tiefgreifend« Umlagerung der Mangansilikote nicht zu erklären. Spuren Eisen enthaltende Gläser zeigen«inen Stich ins Grünliche. Die grünliche Färbung kann durch Zusatz einer geringen Menge Ntckeloxyd beseitigt werden infolge Bildung einer„Weiß" erzeugenden Komplementsarbe. Fügen wir dem Glas kein Entfärbungsmittel wie Nickeloxyd hinzu und setzen es den Röntgenstrahlen aus, so färbt es sich braun. Aehnliche Verfärbungen, die auf chemische Borgänge im starren Glas« deuten, beobachten wir vielfach. In der Natur herrscht da» Gesetz der Bewegung, die uns starr erscheinenden Moleküle schwingen Im steten Tanz. vereinen sich unter dem Einfluß de« Lichtes und der Wärme mit anderen, um mit ihnen gemeinsam weiter zu schwingen. Im klingenden Pokal lösen die Schwingungen der Moleküle den Klang aus. Das im Klang schwingende Glas läßt uns die Be» weglichkeit der Moleküle und die durch die Zusammensetzung be- dingte Verschiedenheit der Bewegungen, das Entstehen der Klang- forde ahnen. Bald klingt es hell wie ein Silberglöckchen, bald tief und voll— bald aber ist es nur ein nicht».achhallender, nachzitternder Ton ohne Schönheit und Klangfarbe. Das ordinäre Glas, das Kalknatro»isilitat, klingt nicht— tief und voll dagegen der schwere Kristallpokal, hell wie das Läuten eines Silberglöckchens der dünn- wandige aus edlem Glos geschliflen« Kelch. Dr. Hugo Küh l- Wie ein Fahrplan entsteht. Jedes Jahr zweimal gibt die Reichsbahn ein Kursbuch heraus, das ein« Unsumme von Einzelheiten enthält, Fahrpläne. die verschiedensten Zuggattungen, Anschlußmögllch- keilen, die schnellsten Verbindungen usw. Das Kurs- buch entsteht aus einer Unsumme von Einzelarbeiten, es muß Züge anderer Länder unserem Verkehr anpasien und umgekehrt, es ist jedenfalls ein ungeheuer fein durchorganisiertes Werk. Und trotzdem wird längst nicht auf alles Rücksicht genonunen. noch innner»Nieder- holen sich gleiche Klagen»vie vor Jahrzehnten, die Reichsbahn- direktton läßt si« nach wie vor unberücksichtigt. Doch hier soll mtr dos rein Technische, die Aufstellung der Fahrpläne, behandelt n>erde»». Der Weg, der hier eingeschlagen wird, ist ziemlich eikyach und übersichtlich, ttvtzdem eignet er sich »richt für die Oeffentlichkett, deim dann würde ein Kursbuch aus TonfendeiOoon graphischen Blättern entstehen, aus denen nur schwer ein Zusamlnenhang Herzuletten wäre. Rur aus diesem Grtmd? überträgt man diese graphischen Pläne auf die Seiten des Kurs- buches. Bei der Aufstellung der Fahrplä»»« lvird einfach von einem Achsenkreuz ausgegangen, auf dessen einer Achse, der senk- rechten, die Zeitairgaben aufgetrogen sind, aus der wagerechten die Kilometeranzahl. Aus diesen beiden Funktionen ergibt sich dann die Linie des Zuges. Aus der anliegenden Skizze ist ersichtlich, daß der Zug a. 20 Kilometer in 60 Minuten zurücklegt, der Zug b in 30 Minuten 40 Kilometer. Schon hieraus ersieht man, daß man aus der Steilheit der Geroden auf die Geschwindigkeit des Zuges schließen kann. Zug c hält bei Kilometer 20 und hat dort 20 Mrmuen Aufenthalt, danach fährt er mit gleicher Geschrvindigkett iveiter. Rein theoretisch wären dies« graphischen Fahrpläne praktischer, da der Reifend« auf den ersten Bück den schnellsten wie auch den langsamsten, d. h. den billigsten Zug herausfindet und sofort sieht. *3 iO J* kjmuwXJL Uk* ob er auch an einer bestimmten Station hält. Jetzt besteht oder die Schwierigkeit in der Auffindurrg der Anschlüsse. Jeder Anschluß- zug fährt auf einer anderen Strecke, es müßte ein« andere graphisch« Darstellung nachgeschlagen werden. Bei den ungeheuer zahlreichen Anschlüssen wäre ein Zurechtfinden sehr erschwert. Ebenso hindernd aus die Uedersichtlichkett wirkt die rasche Zugfolge auf Haupt- strecken: es ergibt sich«in derart dichtes, sich kreuzende, und über- schireidendes Liniengewirr, gegen dos ein Schnittnrusterbvgen sehr übersichtlich wäre. Aus all diesen Grüirden überträgt nran diese graphischen Darstellungen in Tabellensorm, und deren vollendetste Ausgestaltung auf die knappest« Form ist«den da» Kinnsnich. so «t« wir«» heut» kennen. Bi. Das Motorrad auf der Ausstellung. Morgen Sonntag wird die Internationale Auto-| feine Neuerscheinung, er wurde schon seit Jahren von mehreren mobilausstellung am Kaiserdamm geschlossen. Wir wollen Konstrukteuren versucht, man ist aber immer wieder davon abjozusagen in legter Stunde noch einen Ueberblick über die Ab= gekommen. Als einziger hat sich hier der Rahmen der Neanderteilung Motorräder der Ausstellung geben, die für unsere Maschine bis auf den heutigen Tag behauptet. Den Breßstahl= Leser ganz besonderes Interesse haben wird. rahmen sehen wir übrigens auch beim neuen Opel- Motorrad. Zwei weitere bedeutende Firmen sind hier mit neuen Stahlblechrahmen erschienen, Wanderer bei der 500- Rubikzentimeter-, BMW. bei der 750- Kubitzentimeter- Maschine. Die Verbesserung und weitere Durchbildung des Motor= rades baut sich in erster Linie auf den bisherigen Erfahrungen auf. Soweit es sich um den Motor selbst handelt, steht noch immer die Frage Zwei- oder Biertakt zur Diskussion. Sie haben beide ihre Borzüge, aber auch ihre Schattenseiten. Mit wenigen Ausnahmen ist der Zweit after vorwiegend nur bei den leichteren Ausführungen zu finden. Ganz allgemein überwiegt heute der Einzylindermotor( gleich ob Zwei- oder Viertaft) und zwar vornehmlich in senkrecht stehender Anordnung. Hinsichtlich der Kühlung hat sich die Luftkühlung auch weiterhin mit gutem Erfolge behauptet. Wasserkühlung verwendet man da und dort bei Rennmotoren, während sie ferienmäßig in Tourenmaschinen lediglich von Arco( alle Modelle), DKW.( 500 Kubitzentimeter) und in das Böhme- Leichttraftrad eingebaut wird. Der vor menigen Jahren als„ einzig richtig" erkannte Motor getriebeblod hat wesentlich mehr Anhänger nicht bekommen; die getrennte Getriebeaufhängung ist ebenfalls noch sehr oft anzutreffen. Als Kraftübertragungsorgan hat sich ganz und gar die Kette durchgesetzt. Aber auch der Kardanantrieb steht heute nicht mehr vereinzelt da. Es ist bekannt, daß BMW. mit ihm sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Auf der Ausstellung sehen mir bei der neuen 500 Stubitzentimeter Wanderer und bei der fleinen 200 Stubitzentimeter Stock, daß zwei weitere Firmen zum Kardanantrieb übergegangen find. Wesentliche Beachtung haben die Konstrukteure der weiteren Ausgestaltung der Motorrad rahmen gewidmet. Der einst vom Fahrrad her übernommene Stahlrohrrahmen beherrscht auch noch weiter das Feld. Eine ganz neuartige Rahmenkonstruktion weist die neue 300 Kubitzentimeter Zündapp auf. Hier wird der Rahmen aus geschmiedeten DoppelT- Trägern gebildet, die an ihren Stoßstellen miteinander verschraubt sind. Der Stahlblechrahmen ist an sich durchaus| Die Wasserballspiele im Lunapark. Die Fortsetzung der Arbeiter Wasserball- Serienspiele im Lunaparkbad findet morgen, Sonntag, statt. Der Bundesmeister Weißensee trifft auf eine der stärksten Mannschaften, die Freien Schwimmer Groß- Berlin, Gruppe Neukölln. Die Neuföllner waren in der Sommerferie auf dem zweiten Platz hinter Weißensee, es dürfte sich ein gutes Spiel entwickeln. Als zweites Spiel findet die Begegnung von Freie Schwimmer Groß- Berlin Lichtenberg und Hellas statt. Hier fämpfen neue Mannschaften, die hart um die Buntte ringen werden. In Hellas dürfte der Sieger ftecken. In der Männer- B- Klasse trifft Hellas II auf Freie Schwimmer Groß- Berlin- Siemensstadt. Siemensstadt dürfte man den Vorzug geben. Aus der Brovinz weilen Rathenow und Luden= walde hier, die sich im ersten Spiel gegenüberstehen. Auch sie werden zeigen, daß, obwohl sie feine Trainingsmöglichkeiten im Winter haben, sie wenig von ihrer Spielstärte eingebüßt haben. Die Frauen zeigen einen ihrer bewährten Kunstreigen, der immer viel Beachtung gefunden hat. Ein Bushballspiel der Frauen wird wieder eine heitere Note in die Veranstaltung tragen. Zum Schluß wieder allgemeines Kürbaden in den Wellen des Bades. Der Eintrittspreis beträgt 14 Mart. Die Beranstaltung beginnt pünktlich um 20 Uhr. Karten nur an der Kasse. Boxkämpfe. Die Rämpfe im ständigen Bogring Neue Welt" zu Berlin waren diesmal herzlich belangioje Angelegenheiten, von der Weltergewichtsausscheidung zwischen Richter Dresden und Mattheus- Hamburg angefangen. Beide trennten sich unentschieden. Der Leipziger Bönisch, der immer schlechter wird, hatte Glück, daß man den Kampf gegen den Belgier Heuseband unentschieden gab. Dessen Landsmann Stevens schlug den Dortmunder Boja flar nach Buntten. Eine rühmliche Ausnahme machte der Belgier Desmeth, der in seinem Rampf gegen Lauer- Saarbrücken alle Regeln der Bortunst demonstrierte und unter startem Beifall haushoch nach Punkten gewann. In den beiden Qualifikationskämpfen siegte Bleemte- Berlin über Rautenberg- Neukölln nach Bunkten, GajomHalle und Koslowski- Berlin trennten sich unentschieden. In der Rheinlandhalle in Köln schlug der ehemalige Amateureuropameister Hein Müller den alten Hans Breitensträter nach Buntten. Handball Handballspiele am 18. November. FTGB.- Süden fährt nach Brandenburg zur 2. Abteilung. Nomawes spielt in Hennigsdorf, während Velten Luckenwalde gegenübersteht. Die Sieger stellen hier die Gäste. FTGB.- Rosenthal empfängt um 12 Uhr in Rosenthal, Hauptstraße, Mausdorf und hat die besseren Aussichten. In der zweiten Gruppe spielt Tegel gegen Eberswalde um 15 Uhr in Tegel, Graf- Roedern- Straße. Hier stehen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber. FTGB. Often müßte unbedingt Moabit ohne Buntte nach Hause schicken, das Spiel ist um 15 Uhr in Hohenschönhausen, Sommerstraße. In Brandenburg spielen die 1. Abteilung und FTGB.Süden II. In Kaulsdorf, Köpenicker Straße, spielt Kaulsdorf gegen Moabit II um 15 Uhr. In der 3. Gruppe spielen Potsdam gegen Ertner um 15 Uhr in Potsdam, Wilmersdorf gegen Fürstenwalde um 11 Uhr in Wilmersdorf, Fehrbelliner Platz, Hennigsdorf II gegen FTGB.- Nordring I in Hennigsdorf und Mahlsdorf I gegen Moabit II um 15. Uhr in Mahlsdorf. In der 4. Gruppe fährt Grunewald- Eichkamp nach Rathenow. FTGB.- Südosten spielt gegen FLGB.- Baumschulenweg um 14 Uhr auf dem Raulsdorfer Blog. In der 1. Frauengruppe. fahren die Mannschaften FTGB.Süden und Nowames mit ihren Männermannschaften mit. Tegel spielt gegen Belten um 14.40 Uhr in Tegel, Graf- Roedern- Korjo. In der 2. Gruppe empfängt auf dem Fehrbelliner Play FIGB. Reutölin um 10 Uhr. Die technisch Besseren sind die Wilmersdorfer. FIGB- Rosenthal I hat um 11 Uhr in Rosenthal, Hauptstraße, FIGB. Bedding II zum Gegner. Luckenwalde hat Moabit als Gaſt. In Friedenau, Offenbacher Straße 5a, veranstaltet der Bezirk Friedenau der FTGB. einen Werbespieltag. Es finden Sexien und Börsenspiele ftatt: TGB. Ranubezirk gegen Ruder perein Vorwärts um 9 Uhr; Freie Kanu- Union gegen Freie Besonders start sind auf der Ausstellung steuer- und führerscheinfreie Maschinen bis zu 200 Rubitzentimeter Hubvolumen vertreten. Bei einigen alten Maschinen hat man sich diejem Hubvolumen angepaßt, so bei DRW., Wanderer, Royal Ensueld und Buch. Andere wieder haben ganz neue Modelle geschaffen, unter denen vor allen Dingen NS1., Viktoria, Walter, Württembergia, Zündapp, Triumph, Schüttof( erstmals mit einem 3meitafter), Schliha, Stoß, UT., Mammut hervorzuheben sind. Berschiedentlich sind auch Maschinen mit 400 Kubitzentimeter 3ylin derinhalt entstanden, so bei Triumph, DKW., NSU., UI. und 3ündapp. In der 500er Klaffe sprechen vor allen Dingen die neueren Modelle von D.- Rad, Imperia, Ardie, Diamant, Standard, Bürttembergia neben den schon befannien von BMW., Ernst- Mag, Schüttoff u. a. an. An stärkeren Maschinen sehen wir 600- Rubikzentimeter Victoria, 750- Kubitzentimeter- Standard, Wanderer, Bmw., die 600- Kubilzentimeter- Tornar, eine 800- Kubitzentimeter( V- Anordmung)-EBS. u. a. Dann die vielen ausländischen Maschinen, die durch meg sorgfältigste Durchbildung aufweisen und mit die besten Konstruktionen, die man überhaupt fennt, darstellen, so die englischen Maschinen AIS., New- Imperial, Royal- Enfield, Triumph, die Schweizer Motosacoche, die belgischen FR., Sarolea und Gillet sowie die amerikanischen Harley- Davidson, Henderson und Super X. Einige von diesen warten mit allerneuesten Modellen auf. Hinsichtlich der Preisbildung ist bei den in- und aus: ländischen Maschinen beinahe nirgends ein wesentlicher Preisabstrich ländischen Maschinen beinahe nirgends ein wesentlicher Preisabstrich mahrnehmbar. Schwimmer Charlottenburg mm 10.10 Uhr; Fürstenwalde- Jugend gegen Brandenburg- Sportler um um 12% Uhr; FTGB.- Norden 1. Männer gegen Dremiz um 11.20 Uhr; Friedenau II gegen Norden I 2. um 13% Uhr; Friedenau- Frauen gegen Norden I um 14.40 Uhr und um 15% Uhr die gleichen 1. Männer. Fenster zu! Taschen zu! Der Generalissimus der Roten Heilsarmee, Herr Münzenberg, hat gegenwärtig gute Ronjunttur. Der Arbeitskampf an der Ruhr gibt den Vorwand für eine großzügig betriebene Sammelaktion. Diese Konjunktur fällt zusammen mit einem starten Geldbedarf der PD., den das jämmerlich zusammengebrochene„ Volksbegehren" verursacht hat. In der gleichen unglücklichen Lage, d. h. im Dalles, befinden sich auch die jüngsten zutreiber der KPD., die ausgeschlossenen Sport: fer. Schon die vielen gerichtlichen Klagen, die sie gegen die bundestreuen Vereine und gegen die Berbände selbst angestrengt haben, erfordern viel Geld. Was liegt da näher, als ebenfalls die Konausgeschlossenen„ Unpolitischen", von heute, Sonnabendmorgen, junktur auszunützen? Die„ Rote Fahne", das Verbandsorgan der bringt denn auch eine Reihe von Sammelaufrufen. Im Lichtenberger Bezirk sollen auf den Höfen die Proleten angebettelt merden unter dem Vorwand, den lieben Unorganisierten an der Ruhr müsse geholfen werden. Wie wäre es, wenn die guten Leute an entsprechend langen Stangen Porträts ihres großen Wittorf und anderer Langfinger mitführen würden? Angesichts der Zustände in der KPD. tann die Parole nur lauten: Fenster zu! Taschen zu! * Die Fenster zu! Die Taschen zu! Der Bettelsack geht um. Sie jammeln für die Sowjetkuh, trara, trara, bum bum! Der Schwager Wittorf hat verjuct ein Heidenfündengeld; die Reeperbahn, die hat's verschludt, das ist der Lauf der Welt, Die Fenster zu! Die Taschen zu! Der Bettelsack geht um. Bas nicht die Reeperbahn nerfchlang, das ging woanders jumm. Drum schreit der Sowjetejel jegt sein langes 3- A- H! Es paukt die Rote Heilsarmee: Trara, bum, bum, trara! Die Fenster zu! Die Taschen zu! Der Bettelsac geht um. Die Bergmann und die Friedemann sind ebenfalls nicht dumm. Bo alles graft auf grüner Flur, da sagen sie nicht nein. Die armen Rumpels an der Ruhr, die müssen es verzeih'n. Werbefest der FTGB. Bußtag in der Prinzenhalle. Alljährlich im November seranstaltet die Freie Turnerschaft Groß- Berlin ein großes allen fest. Die zurzeit größte Turn halle Berlins, die städtische Turnhalle in der Brinzenstraße( dicht om Morigplay) ist der Schauplag dieses Werbefestes. Die gewaltige Ausdehmung der FIGB.( der größte bundestreue Verein im Reiche) macht es in diesem Jahre unmöglich, die gesamte Mitglied jchait gemeinsam aufmarschieren zu laffen. Aus diesem Grunde werden die einzelnen Bezirke mit Sondervorführungen antreten, die alle Gebiete der Leibesübungen streifen. Im bunten Reigen werden Jungmädchen, Frauen-, Männerund Jugendabteilungen zeigen, welche ernsthafte und sorgfame Bflege die Leibesübungen innerhalb der FIGB. erfahren. Es ist un möglich, auch mir einige Puntte des interessanten Brogramms befonders hervorzuheben. Um den zahlreichen Freunden innerhalb der Berliner Arbeiterschaft ein angenehmeres Verweilen während der Borführungen zu gewährleisten, ist für ausreichende Siggelegen heit gesorgt. Wie in den Borjahren, so erwartet die Bereinsleitung auch in diesem Jahr Besuch von auswärtigen Bundesmitgliedern. auch in diesem Jahr Besuch von auswärtigen Bundesmitgliedern. Das Fest beginnt Punkt 15 Uhr, Hallemöffnang 14,30 Uhr. Untoftenbeitrag 50 Bf. Im Anschlars findet im Berliner Gewer ( chaftshaus, Engelufer, eine Jubilarjeier für die Bundes mitglieder der FTGB. statt, die mindestens 25 Jahre dem ATS beitrag zu dieser Feier 25 Pf. angehören. Mitwirkende u. a. das Ebert- Manz- Quartett. Untosten Der neue Spielmannszug. Neuaufbau auf zentraler Grundlage. Durch den Ausschluß aller jener Vereine, die sich den Bundes tagsbeschlüssen und den Anordnungen der Zentralfommission f Arbeitersport und Körperpflege nicht fügen wollten, ist auch die ehemalige Stadtgruppe der Spielmannszüge Groß- Berlins" i Mitleidenschaft gezogen worden. Es gilt nun, diese Scharte ausz megen. Der Anfang hierzu ist auch schon gemacht. Eine zen trale Organisation der Spielleute nach vollständig Spielleute sind dem Aufrufe gefolgt: Zur Unterstützung der Ber neuen Richtlinien ist im Aufbau. Viele der alten bundestreues anstaltungen aller Berliner Bundesvereine den zentrales Spielmannszug Groß Berlin" zu bilden. danke, der der Entstehung dieses Spielmannszuges zugrunde fiegt, ist der, daß keiner der Berliner Bereine um die Schaffung eines eigenen Spielmannszuges, Anschaffung der Instrumente und Lehr personal, sich Sorge und Geldausgaben machen braucht. Hinz tommt, daß die Bereins- Spielmannszüge, den Verhältnissen ent sprechend, nur eine fleine Gruppe bilden können. Der Ge All das soll durch den zentralen Spielmannszug in Wegfall tommen. Trotzdem wird jeder Berein bei seinen Beranstaltunges mit guten Spielleuten in ausreichender Anzahl versehen werden Die Zusammensetzung des„ Spielmannszuges Groß- Berlin" geschich merden folgendermaßen: Jeder Spielmann oder solche, die es möchten, fönnen aufgenommen werden, wenn sie nachweisen, daß fie schon einem Bundesverein angehören oder in einem solchen als Mitglied eintreten wollen. Nichtmitglieder des Arbeiter- Turn- und Sportbundes fönnen auch nicht Mitglieder im Spielmannszug Groß Berlin sein. Annahmen tönnten nur insofern zugestanden werden, daß eine Arbeitsgemeinschaft mit den Spielleuten befreundeter Organisationen geschaffen wird. Damit ist der Grundstein gelegt u einem großen und musiktechnisch wirklich leistungs fähigen Spielmannszug! Der Spielmannszug Groß- Berlin" soll die Sammlung aller jener Spielleute werden, die sich jetzt noch in den Bundesvereinen Groß- Berlins befinden, dann aber auch solcher, die Luft und Liebe zum Trommeln und Flöten haben und dadurch zu Bundesmitgliedern werden möchten. Die notwendigen Instrumente werden nom " Spielmannszug Groß- Berlin" selbst beschafft. Wer jedoch fürs erste ein eigenes Instrument mitbringen fann, soll es tun. Trommeln für die Uebungsstunde sind aber nicht nötig, da auf llebungsplatten mit Uebungsstöcken geschlagen wird. Ein Beitrag wird auch nich erhoben, da ein jeder Spielmann ja in seinem Verein den Ber übt bis auf meiteres jeden Montagabend ab 20 Uhr in den pflichtungen nachzufommen hat. Der Spielmannszug Groß- Berlin ,, Comeniusfälen", Memeler Straße 67, Nähe Bahnhof Warschauer Brücke. Geleitet werden die lebungsstunden durch Ertner, Köpenick, Spandau usw. kommen die alten Spielleute, um den Bundestechniker der Spielleute Eduard Gebhardt- Spandau. 21us einen wirklich guten und leistungsfähigen Spielmannszug an Etelle der alten zugrunde gegangenen Stadtgruppe aufzubauen. Nun noch die Bitte an alle Groß- Berliner Bundesvereine, die noch im Befiz von Instrumenten sind oder Spielleute haben, in dieser Mufitfrage teine Vereinsmeierei zu treiben und ihre Instru mente menigstens vorläufig und ihre Spielleute dem Spiel mannszug Groß- Berlin zur Verfügung zu stellen. Robert Dehlschläger, Obmann der Spielleute des 1. Kreisess Kleiner Sport. Kegelsport. Morgen, Sonntag, findet in der Spandauer Regeb sporthalle, Schönwalder Str. 98, ein Sonderkampf der Sportleiter des Freien Keglerbundes, Bezirt Often, statt. Gleichzeitig wird Interessenten des Kegelsports Gelegenheit gegeben, sich auf der Asphalt und Scherenbahn sportlich zu versuchen. Ein Schaus fampftegeln schließt die interessante Veranstaltung ab. D & fd Ju 13 in fi m u fid 318 g 84 fi Di D DE 93 be ba te Bekommt Berlin in diesem Winter eine Eisbahn? Die Frage interessiert nicht nur die Berliner Eislaufflubs, sondern auch nicht organisierte Schlittschuhläufer. Dem Vernehmen nach soll das Reichsministerium des Innern einen Betrag von 30 000 m. bereit gestellt haben, um eine chemische Kunsteisbahn zu errichten. Dieje Bu Frage wird eine Versammlung des„ Rauhreif" Berliner Wintersport- Club e. V. beschäftigen, die zum Montag, 19. Nopember 20 Uhr, Teltower Straße 1, einberufen ist. Borher laufen drei Filme:„ Eislauf, der elegante Sport"," Die Kunst des Eislaufs", -Sport und Spiel in Eis und Schnee". Intereffenten find herzlich eingeladen. Die bundestreuen Schwimmer des 1. Kreises im A.-T. 1. S.- B halten Sonntag, 18. November, 9 Uhr, im Sigungsfool des Rats hauses zu Neuföün ihren ordentlichen Spartentag ab. Der Tagung geht eine furze Ehrung für die Jubilare mit 25jähriger Bundes mitgliedschaft voraus. An alle bundestreuen Arbeiterschachipieler Charloffenburgs! Die Abteilung Westend" der Freien Arbeiter- Schachvereinigung Groß- Berlin" hat Donnerstag, 22. b.., in ihrem Spiellotal, Charlottenburg, Sophie- Charlotte- Straße 88, eine Schachwerbe veranstaltung, zu der Freunde und Gönner des Schachspiels herzlichst eingeladen sind. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Unter richt für Anfänger wird fostenlos erteilt. Verbandstechnifer- Lehrgang. Im Januar 1929 mird an der Bundesschule in Leipzig ein Technikerkursus für die Verbände det Zentraltommiffion für Arbeitersport und Körperpflege stattfinden. Teilnahmeberechtigt find alle Verbände, die Körperpflege treiben. Der Lehrgang umfaßt allgemein törperbildende Gymnastik und alle gleicher Weije nugbar gemacht werden können. Mit dem Kursus sonstigen technischen Betätigungsgebiete, die für alle Verbände in jollen Aussprochen über technische Angelegenheiten der deutschen Arbeitersportbewegung( Reichsarbeitersporttag usw.) verbunden werden. Das Internationale Bureau der Arbeitersport- Infernationale wird am 24. und 25. Februar 1929 in Wien zu einer Sigung 814 Jammentreten. Der Technische Hauptausschuß der SASI, wird am 23. und 24. Februar 1929 gleichfalls in Wien tagen. fic til [ d 9 SC de De Au Bo Die jan für ta spe lä Fr 21 r run da Hil die Au pfli ört rüd me beb htt fre in der Leichtathletik, wird seit einiger Zeit mit Recht der sports Maffage im Winter! In der Arbeitersportbewegung, besonders lichen Maffage eine erhöhte Bedeutung beigemessen. Auch in Winter ist eine regelmäßige Maffage für jeden Sportler außer ordentlich nüglich. Sie dient während der tampflosen Zeit dazu, die Muskeln weich und geschmeidig zu erhalten. Allerdings muß die des fachgemäße Bearbeitung der Haut, der Muskeln, Sehnen und Ge lente geübt sein. Wer sich thenretisch unterrichten mill, findet in der mariage" reiche Belehrung. Bratti dhen Unterricht erteilen au Arbeiterturnverlag herausgegebenen Schrift:„ Sport Dielen Orten die Kolonnen des Arbeiter Samariter- Bundes. Dom Me feit pre