ten che gli mm it hlt. he Der Cran Der e B fein lohn OU und erfe fo The Straß Jede s- 2 ipft Beha rats nge gefe etrie wird igte igt Bru S nte nne gef en ft mü sunt Bu pen Abendausgabe Nr. 550 B 274 45. Jahrgang Böchentlich 85 B1, monatfic 3,60. im voraus zahlbar. Bostbezug 4,32 m. tnicht Bestellgeld, Auslandsabonne ment 6.-M. pro Monat * Der Borwarts" erscheint mochentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend", Illustrierte Beilagen Bolt und Zeit" und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Biffen"," Frauen Stimme". Technik". Blid in die Bücherwelt und Jugend- Borwärts Vorwärts Berliner Boltsblatt Dienstag 20. November 1928 Ste 10 Pfennig tttg Nonparetegele 80 Bfennig. Retiamezeile Reichs mart. Kleine Anzeigen" bas fettge brudte ori 23 Bfennig zuläffig set fettgebrucie Borte), jebes weitere Bort 12 Bfennig Stellengefuche das erfte Wort 15 Biennig, jedes meitere Bort 10 Bfennig. Borte übet 15 Buchstaben adblen für zwei Borte. Arbelismert Seile 60 Pfennig. Famillenanzeigen für Abonnenten Zelte 40 Biennig. Anzeigen annahme im Hauptgeschäft Linden Straße 3, wobentagl. von 8 bis 1711 Bentralorgan der Sozialdemokratischen Bartei Deutschlands Redaktion und Berlag: Berlin S 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher Donhoff 292-297 Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Boftiched? onto: Berlin 37 536. Banffonto: Bank der Arbeiter, angeftellten und Beamten Wallstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Tepofitenfafie indeniz S Deutschland im Weltkonzert. Außenpolitische Aussprache im Reichstag. 3m Reidstag, der schon um 11 1hr zusammengetreten ist, wurde heute zunächst der übliche tommunistische Mißtrauensantrag gegen Außenminister Stresemann eingebracht. Erster Redner ist Abg. Münzenberg( Komm.), der ausgiebig über Genfer Mißerfolge der Reichsregierung jubelt und alle politischen Parteien Frankreichs, mit Ausnahme der fomniunistischen, als Anhänger der Rhein landbesetzung bezeichnet. Ebenso gescheitert sei die Abrüstungspolitik des Völkerbundes. Trotz. Rückschläge wird die Blockbildung England- Frankreich- Deutschland angestrebt, die fanfte Kritik Strefe manns an dem englisch- französischen Bündnis zeigt. mie tief man in die englische Politik verstrickt ist. Der Völkerbund hat es gegeben, der Bölkerbund hat es genommen, der Name des Völkerbundes jei ftalt gelobt.( Beifall bei den Kommunisten.). Man will den Anschluß erans Deutschlands an den antirussischen Blod möglichst teuer verkaufen. sjuge Ueber die Rußlandpolitit hat Stresemann fein Wort gesprochen. Das ch. 3 st bezeichnend für die proenglische antirussische deutsche AußenRez Politit. Der Redner versucht, dies durch verschiedene Beispiele zu beweisen. d. mer No Orga bu egung frb innb och t. mber in d M Abg. Rheinbaben( D. Bp.): Wir begrüßen der wiedergenesenen Außenminister und stimmen seinen Ausführungen vollkommen zu. Die Forderungen Bestarps teilt das ganze Haus. Aber wir beuch mühen uns, die Loge Deutschlands flar zu sehen und. die erfü! 1. baren Forderungen verwegzunehmen. Das müssen wir alle gefe meinjam tun, um sie durchzusehen. Dazu ist aber erforderlich, daß fre Lösung auch den anderen Mächten Vorteile bringe. Der deutsche Biederaufstieg, wenn er auch tiefe Schattenseiten hat, ist nur unter der Locarnopolitik möglich. Sie zu verlassen wäre die größte Dummheit. Bei der gestrigen Rede von. Dr. Kaas gedachte ich des Liedes: chlich Ein bißchen Lieb' und ein bißchen Treu."( 3uruf: Und ein bißie when Falschheit ist auch dabei.) Nein, weiter will ich nicht zitieren. Merkwürdig ist es aber, daß das Zentrum sich jetzt von Locarno distanzieren will. Ueber der Locarnopolitik laffen wir das freundhaftliche Berhältnis zu Rußland nicht außer Betracht trotz der Nervosität drüben und der Grobheiten der Moskauer Presse Nach weiteren Betrachtungen über die Regierungspolitik in g, be luftimmendem Sinne schließt der volksparteiliche Redner mit der nd u Erklärung, daß eine Lösung der Reparationsfrage nur mit freiwilliger 3ustimmung Deutschlands möglich sei und nicht über die Leistungsfähigkeit Deutschlands hinaus gehen dürfe. Poincaré aber hat oftmals deutsche Wiederaufbau arbeit in den zerstörten Gebieten abgelehnt. Die französische Genegbaltpolitit hat die deutsche Bermögenssubstanz um it, illiarden verringert, dazu die deutschen Vorleistungen. Gegenrechnung ist bedeutend; und bei der Endlösung darf die von der Alleinschuld Deutschlands keine Rolle mehr spielen. Nach Rheinbaben ergriff das Wort nber. er of band 11, m.b. 29. bem slag, ordgennes: b. 18. Die Lüge Abg. Dr. Breiffcheid( Soz.): Ich will nicht dem Borredner auf seiner Odyssee durch die ußenpolitik folgen, sondern mich auf die wichtigsten Fragen fen. des Augenblids beschränken, worüber in dieser Debatte kaum Neues beigebracht worden ist. Seit drei Jahren sind die außenPolitischen Debatten im wesentlichen die gleichen geblieben. Der Unterschied war nur, daß die Deutschnationalen, je nachdem fie Gig Regierungspartei oder Opposition waren, bald die fanfte Violine bald die Trompete gespielt haben. Unsere Partei hat ihre AußenPolitik und deren Ton nicht geändert. Rejet erli Wir Str. Jugen Su tic att enbru tim b jang Ti Str. 3 ( Der Redner spricht bei Schluß des Blattes weiter.) Neues Rathaus für Wedding. Bürgermeister Leids Ansprache bei der Grundsteinlegung. Der Berwaltungsbezirk Wedding wird in absehbarer Zeit das notwendige eigene Berwaltungsgebäude erhalten. Im Juni d. I. stimmte die Stadtverordnetenversammlung zu, und gestern fonnte auf der Bauſtätte, Ecke Müller- und Limburger Straße, der Grundstein gelegt werden. Fahnen der Stadt Berlin und der deutschen Republik wehten über dem Festplay. An der und der deutschen Republik wehten über dem Festplay. An der Feier nahmen teil Mitglieder des Bezirksamts, an ihrer Spize Bürgermeister Genosse Leid, Mitglieder der Bezirksversammlung mit ihrem Vorsteher Stadtverordneten Genossen Brolat, Vertreter der Beamten, der Angestellten, der Arbeiter, vom Magistrat der Stadtbaurat Genosse Wagner, von früheren Magistratsmitgliedern der hochbetagte Stadtälteste Genosse Hinze. In seiner Weiherede ging Bürgermeister Leid von der Entstehung der Großgemeinde Berlin aus, die uns eine zentralisierung brachte, aber für einen Teil der kommunalen Aufgaben zu einer Dezentralisierung in Verwaltungsbezirken nötigte. Erst in diesem neuen Berlin habe der Grundsaz„ Das Wohl der Bevölke rung ist höchstes Gefeß" mehr und mehr zur Geltung tommen fönnen. Vor dem Kriege, in der Zeit des Dreiflassenwahl rechts, herrichten Geldsackvertreter im Rathaus und die Arbeiterbezirke wurden wie Stieffinder behandelt. Nach dem Kriege ist das anders geworden, tant der Arbeit, die von den Bezirkstörperschaften der Arbeiterbezirke geleistet wird. Genosse Leid zählte sprechend, nun für Frankreich das Recht in Anspruch nimmt, daß auch Frankreich feine These mit unverhüllter Deutlichkeit zur Geltung bringen dürfe. Stresemann habe klar bewiesen, daß die lyrische Periode von Locarno vorbei sei und daß man sich nun in realen Berhandlungen vergleichen müsse. Die Oppositions| blätter, das ,, Echo de Paris" an der Spitze, verlangen schon, daß zichten soll, da die Differenzen zwischen der deutschen und der franzöfifchen These ftoch zu groß seien. Frankreich auf den Beginn der Sachverständigenberatungen verParis begrüßt Stresemanns Offenheit. zichten soll, da die Differenzen zwischen der deutschen und der franRechtsoppofition gegen Verhandlungen. Paris, 20. November.( Eigenbericht.) Die Pariser Presse überschüttet heute Stresemann für seine eftrige Reichstagsrede mit den höchsten Lobsprüchen. Selbst lelltee Tatsache, daß Stresemann sich dem vom sozialdemokratischen ardweichskanzler Müller in Genf vertretenen Standpunkt zu eigen wacht, wird in Paris als Zeichen des Taktes und größter innenPolitischer Geschicklichkeit angesehen. Aber man merkt doch zu beut , daß alle französischen Höflichkeiten für Stresemann nur ta ffche Manöver find. Der Petit Parifien" spricht dies auch Lotal nutlich genug aus, er dem Beispiel Stresemanns entEd telhäfer rrder cane wenn Niederlage des Landbundes. Bei den Agrarwahlen in Mecklenburg. Bei den Wahlen zur Landwirtschaftskammer für Mecklenburg- Schwerin hat der Landbund eine vernichtende niederlage erlitten. Der Bauernverein, der der Deutfchen Bolkspartei und den Demokraten nahe steht und für den die mittleren und kleineren Bauern in großen Massen ihre Stimmen abgaben, erzielte ein vielfaches mehr an Stimmen wie auf, was im Bezirk Wedding bereits zum Wohl der Bevölkerung geleistet worden ist. Ohne Bezirksverwaltungen werte man nicht auskommen. Herrschsucht und Bevormundung dürfen in der städtischen Verwalning teinen Play finden. Leid schloß mit dem Wunsche, daß der Bau ohne Schaden für Gesundheit oder Leben der dabei beschäftigten Arbeiter ausgeführt werde. Dieses Haus möge eine Zierde des Weddings werden, nicht nur im Aeußeren, sendern auch durch eine Verwaltung, die Verständnis für die Bevölkerung des Bezirks hat. Stadtrat Genosse Bod verlas die Urkunde, die in den Grundstein eingeschlossen wurde. Beigefügt wurden nach altem Brauch auch Pläne des Baues und des Bezirks, jetzt geltende Münzen, mehrere Zeitungen vom 18. November, darunter der„ Borwärts. Vertreter des Bezirksamts( Leid), der Bezirksversammlung( Brolat), des Magistrats( Wagner), der Bauleitung, der Bauarbeiter, der Beamtenkammer, des Betriebsrats taten die üblichen Hammerschläge, begleitet von Hammersprüchen. Des Bürgermeisters Spruch lautete: Ausdauer und 3ähigkeit führen zum 3i el". Ein Bort, das auch von der gesamten tommunalen Arbeit der Sozialdemokratie gesagt werden darf! Brolats Schlußansprache wies darauf hin, daß diefes werdende Haus ein Sinnbild der arbeitsamen Bevölkerung des Bezirks sei. Liedervorträge des Freidenfer- Quartetts umrahmten die Feier. der Landbund. Dadurch ist der Landbund in MecklenburgSchwerin jelbst als Vertretung des landwirtschaftlichen Unternehmer tums in der Landwirtschaftskammer faft bis zur Bedeutungslosigkeit herabgefunfen. Unter den Arbeitnehmerliften hat die sozialdemokratische außerordentlich gut abgeschnitten, Wie in allen ländlichen Bezirken, hat auch in Mecklenburg der Landbund eine sogenannte christliche Landarbeiterbewegung gelber Tendenz zu inszenieren versucht. Sie hat bei den Wahlen zur Landwirtschaftskammer eine Niederlage erlitten. In Rostock find 16[ 03ialdemokratische Arbeitnehmer gewählt, während die gelbe Arbeiterorganisation nicht ein Mandat erhält, in Schwerin ist das Verhältnis der sozialdemokratischen zu den landbündlerischen Arbeitervertretern vier zu eins! Stockende Ruhrverhandlungen. Liebestragödie in Stettin. Berichte 2. Seite. Moskauer Prügelfommandos. Ueberfall auf Reichsbannerleute. Hamburg, 20. November.( Eigenbericht.) Am Montagabend war eine fleine Reichsbannerabteilung in dor Turnhalle einer Hamburger Schule versammelt. Als die Reichsbannerleute die Turnhalle verließen, fanden sie beide Aus. gänge der Schule befest, und zwar burch etwa 40 Rom. munisten. Die Reichsbannerleute waren kaum auf die Straße getreten, da fielen Schüsse von der Seite der Kommunisten. Außerdem fielen die Kommunisten mit Schlagringen, Reffern, Gummitnüppeln und Iotfchlägern über die Reichsbannerleute her. Sechs Reichsbannerleute sind 3. T. erheblich verlegt worden. Hugenberg verurteilt. Wichtige Entscheidung des Reichsarbeitsgerichts. Darf der Arbeitgeber angebliche Verfehlungen seines Arbeit nehmers im Abgangszeugnis vermerken? Mit dieser für die geJamie Arbeiter und Angestelltenschaft wichtigen Frage beschäftigte sich das Reichsarbeitsgericht. Es tam zu ihrer grund fäßlichen Berneinung. Der Gegenstand der Entscheidung war folgender: Stockende Ruhrverhandlungen. Fortsetzung erst am 24. November. Düsseldorf, 20. November. Nachdem der Termin vor dem Landesarbeitsgericht in Duisburg am 24. November ansteht, sind beide Warteten übereingekommen, die weiteren Verhandlungen bis zur Entscheidung des Landesarbeitsgerichts auszusehen, zumal durch den Feiertag( Buß tag) ohnehin zwei Arbeitstage verloren gehen. Beide Parteien legen jedoch Wert darauf, die Ver. handlungen nachdem fortzusehen. Bochum, 20. November.( Eigenbericht.) In einer Unterredung teilte Regierungspräsident Berge. mann- Düsseldorf mit, daß, entgegen anderslautenden Gerüchten, die Bermittlungsverhandlungen feineswegs abgeriffen oder gar gescheitert felen. Die Hoffnung auf eine Einigung der Parteien gebe er trotz aller bestehenden Schwlerigfeiten nicht auf. Ueber den Zeitpunkt der Anberaumung neuer Berhandlungen lasse sich, im Augenblid nach Lage der Dinge nichts fagen; er stehe mit beiden Parteien in Fühlung. Wenn irgend möglich, werde er versuchen, die Partelen noch heute zusammenzubringen, da der morgige Buß- und Bettag für neue Berhandlungen nicht in Frage komme und angesichts der sich von Tag zu Tag immer verhängnisvoller auswirkenden Folgen des Arbeitskampfes alles daran gejetzt werden müffe, um die durch Bermittlungspausen entEin Kraftwagenführer war seit 1924 im Scheri Berlag in Berlin beschäftigt. Wegen eines Diebstahlsverdachtes wurde ihm gefündigt. Der Kläger erhob Klage auf Erteilung eines Zeugnisses, das sich auch auf die Führung und Leistung erstrecken sollte. Am 5. April 1927 stand Termin vor dem Arbeitsgericht an. Der Termin verlief ohne Entscheidung und zwar im Hinblick darauf, daß gegen den Kläger auf Anzeige der Beflagten ein Ermittlungsverftehenden Zeitverluste aufs möglichste einzuschränken. fahren wegen Diebstahls schmebte. Am 6. Mai 1927 erhielt der läger ein Zeugnis, das den Zusag enhielt, der Kläger fei entlaffen, da gegen ihn der Berdacht des Diebstahls vorläge. In dieser Zeit erhielt der Verlag eine Zustellung der Staatsanwaltschaft, daß sich die Schuld des Chauffeurs an dem Diebstahl nicht nach weisen lasse. Der Kläger behauptet, daß es ihm möglich gewesen wäre, andere Arbeit zu finden, wenn in dem Zeugnis nicht der ..Verdacht des Diebstahls" aufgeführt wäre. Angesichts dieses Zu fates habe er erst im November 1927 eine andere Stellung gefunden, nachdem die Firma im Laufe des vorliegenden Rechtsstreites das Zeugnis abgeändert hat. Der Kläger verlangt mehrere Monate Lohnzahlung. Das Arbeitsgericht sowie auch das Landesarbeitsgericht ertannfen nach Klageantrag. Aus den Entschei dungsgründen ist folgendes zu entnehmen: Die Beklagte habe den Beweis dafür, daß der Kläger sich des Diebstahls schuldig gemacht habe, nicht führen fönnen. bloße Mutmaßungen und möglichteiten ist in dem Zeugnis über die Führung fein Raum. Bielmehr muß sich jeder Arbeitgeber jagen, daß jeber andere Arbeitgeber die Folgen daraus zieht und solche Arbeitnehmer mit solchen Beug niffen nicht einstellt. Es darf nicht als eine Forderung guter Sitten im Geschäftsverkehr bezeichnet werden, daß ein bestehender Berdacht gegen den vielleicht Unschuldigen in einem Zeugnis vermerkt werden müßte. Es ergibt sich, daß die Ausstellung des Zeugnisses mit dem von der Beflagten gewählten Inhalt vertragsmibrig war, und daß diese Bertragswidrigkeit ursächlich für die Entstehung des Schadens war, ohne daß diefer Schaden auch auf ein mitwirkendes Verschulden bes Alägers beruht. Für solche Schäden hat der Arbeitgeber aufzu tommen. wertschaftsvertreter deutlich zum Ausdrud gebracht. Weiter wünschen beide Parteien, daß der Rechtsstreit und die Gültigkeit des Schiedsspruches vom 16. Oftober bis zur legten Instanz durchgeführt wird. Der Termin für die zweite Instanz ist vom Landesarbeitsgericht in Duisburg auf der 24. November angelegt. Dami wird das Reichsarbeits gericht in Leipzig zu entscheiden haben. Da bies perihiedene Wochen dauern fann, muß man münschen, daß die Arbeit schon vorher aufgenommen wird, damit nicht noch viel mehr Betriebe megen Rohstoffmangel stillgelegt merben brauchen. Die Frage ist nun, unter welchen Bedingungen die Arbeiter wieder in die Betriebe zurüdfehren sollen. Darüber gehen, wie leicht verständlich, die Meinungen meit auseinander. Die Gewerkschaften wollen, um ja fein Hindernis für die Wiederaufnahme zu bilden, daß unter dem bis zum 31. Oftober in Kraft gewesenen Tarifvertrag die Arbeit wieder aufgenommen wird. Dann aber soll vom Tage der Ent scheidung des Reichsarbeitsgerichts der neue Schiebsspruch bie Grundlage der Bezahlung sein. Sollte aber das Urteil des Reichs arbeitsgerichts zu ungunsten der Arbeiter ausfallen, dann sollen neue Berhandlungen geführt werden, bis zu deren Abschluß der alte Tarif weiter gelten soll. Den Kern der Vorschläge der Ge werkschaften bilder also: Anerkennung des verbindlich erklärten Schiedsspruches. Das aber ist es, was die Unternehmer nicht wollen Begreiflicherweise mache fich bei den Partelen der Munich Sie wünschen, daß für die Wiederaufnahme der Arbeit ein Abgeltend, die am Sonnabend anftehende Verhandlung des Landes- tommen getroffen wird, das auch über den verbindlich erfiärten arbeitsgerichts Duisburg über die Berufungsklage der drei Metall- Schiedsspruch hinaus gilt, für eine möglichst lange Zeit. Dies würde arbeiterverbände gegen das Urteil des Duisburger Arbeitsgerichtes nichts anderes bedeuten, daß, ganz gleich wie die Entscheidung des hinsichtlich der Rechtsgültigkeit des Schiedsipruches abzuwarten. Falls Reichsarbeitsgerichts ausfällt, der Schiedsspruch durch die jetzt dieser Wunsch die Berhandlungstaffit der Parteien beefufluffen zu treffende Bereinbarung, also mit dem Einverständnis der Ge sollte, so würden wertvolle Verhandlungstage verloren gehen. wertschaften selbst, außer Kraft tommt oder nur für ein paar Tage in Kraft bleibt. Für das jetzt für die Wiederaufnahme der Arbeit zu treffende Abfommen wollen die Unternehmer, wie man leicht erraten fann, mit den 2ohnsägen möglichst weit Don denen des Schiedsspruches herabfomme it. Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision der Firma Scherl Sugenberg. Das Reichsarbeitsgeridt bermarf aber die Rev vision und schloß fich vollinhaltlich der Entscheidung der Borinftanz an. Ohne jeben Grund habe die Betlagte den Susah im Zeugnis gemacht, daß Stläger bes Diebstahls verbächtig ist, obwohl die vollige Unschuld festgestellt murbe. Solche Ber merte gehören nicht in das 3eugnis und sind den Arbeitern in ihrem Fortkommen hinderlich. Aus welchem Giund ein Arbeitnehmer entlassen wird, darf in einem Zeugnis nicht vermerkt werden. Dieses habe auch die Beklagte beachten müffen. Sie mar deshalb zu verurteilen, dem Kläger den vollen Lohnausfall zu zahlen. Auch hat sie die Koften des Rechtsstreits zu tragen. Luftfahrt und Politit. Letztes Angebot der Unternehmer. Beratung der Führer der Metallarbeiter. Düsseldorf, 20. November.( Eigenbericht.) 3n einer Geschäftsführertonferenz des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes in Düffeldorf berichteten das Vorstands mitglied Reichel und der Bezirksleiter Wolf( Effen) über die Vermittlungsverhandlungen. Die Konferenz nahm von dem Angebot der Arbeitgebervertreter Kenntnis and frat in eine eingehende Aussprache über die Lage ein, die nach allgemeiner Auffaffung bisher feine wesentlichen Menderungen gegenüber der vor der Bermittlungsaktion des Düffeldorfer Regierungspräsidenten bestandenen Situation aufweise. Eine Aussprache über die deutschen Luftfahrtprobleme. Die Erkenntnis, daß die deutsche Luftfahrt politit in der nächsten Zeit im Hinblick auf die tommenden Etatsberatungen mehr oder weniger fritischen Betrachtungen und Erörterungen unterworfen sein wird, veranlaßte den Republikanischen Reichsbund, zu einem Ausspracheabend über diese Probleme eine Einladung ergehen zu lassen, der am Montag weite Kreise Der deutschen Luftfahrt Folge geleistet hatten. Unter den Gästen befand sich auch der am Sonntag von seinem Oftafienflug zurüdgefehrte Hünefeld. Wie verlaufet, muß der den Gewerkschaften vorliegende Borschlag der Arbeitgeber als endgültiges lettes Angebot der Arbeitgeberfeife bezeichnet werden. Der Gang der Verhandlungen. Düffeldorf, 19. November. Die C und f Elebie Dunja Boche berm Diefes find furz die beiden Streitpunkte, um die gerungen wird. Der Grund, den die Unternehmervertreter für ihre Stellung vor geben, ift in der Hauptfache der alte, nämlich„ bte Untrag barfeit" der in dem Schiedsspruch angesetzten Lohnerhöhungen. Dabet bleiben fie, obwohl die Mehrausgabe von einem ganzen Jahre nicht mehr loftet als der durch die Aussperrung verursachte Probuktionsausfall von ein paar Tagen. Es tann sich bei den In dustriellen, wie schon oft dargelegt worden ist, auch gar nicht um die Lohnerhöhung im Grunde handeln, sondern nur darum, den Schiedsspruch zu beseitigen Diele Oberund S aus d but Opelhafen entbel trojje im m nicht 1 und, wenn möglich, mit der Zustimmung der Gewerkschaften. Daraus erhoffen sie, und das mit allem Recht, einen Schlag gegen die Schlichter mie gegen das Schlichtungsmejen überhaupt zu tun, der sich bei späteren Schiedssprüchen sehr vor teilhaft für die Unternehmersache auswirten wird. Ueber die wirkliche Absicht ber Unternehmer find fich natürlich die Geverfichaften tor. Sie find, um nicht ben Schein einas Ddiums quffonumen zu faffen, daß fie an der Bieberaufnahme der Arbeit und der dadurch noch ärgeren Berrüttung bes deutschen Wirtschaftslebens schuldig feien, noch einen Schrift meiterzugehen be u hereit, aber die Bohnjake bes verbindlig ertiärten Schiedsiprushes dürfen nicht beeinträgtigt wer den. Dieser Schritt der Gemertschaften besteht darin, daß sie mit der Berfützung der Laufzeit des Schiedsspruches einverstanden sind. Welches die endgültige Entscheidung der Unter nehmer zu den Vorschlägen der Gewerkschaften ist, wird mohl morgen jachpe Jender uns f amter brann Bon gut unterrichteter Seite wird uns geschrieben: Seit acht Tagen find in Düffelhorf die Berhandlungen zwischen den Ber tretern ber brei Metalarbeiterverbände und denen des Arbeitgeber verbandes der nordwestlichen Gruppe im Gange. Der Regierungs präsident Bergemann hatte bie beiden Bertretungen zuerst getrennt voneinander geladen, um beider Bedingungen für eine Berhandlungsgrundlage zu finden. Nachdem dies mehrere Male geschehen, wurden am Sonnabend beibe Bertretungen an einen Tisch gebracht. Das gleiche geschah auch heute wieder. Während am Sonnabend die Berhandlungen fich bis fast hinaus. 3u einer Berständigung ist es indeffen nicht ge. zur Mitternacht hinzogen, dauerten sie gestern bis über den Mittag schon offenfundig werden, da auch sie erst mit ihren Unterhändlern Blant fommen. Die Parteien gingen heute nachmittag ouseinander mit der Verabredung, daß jede Seite sich über die Vorschläge der Gegenseite mit ihren Mandatgebern ins Einvernehmen sehen und dann das Ergebnis dem Regierungspräsidenten übergeben soll. Db die Ergebnisse der Art sind, daß es zu einer Verständigung tommt, läßt sich nicht fagen. Als Referent zu dem Thema„ Luftfahrt und Politit sprach Hauptmann a. D. Meyer. In der ausgedehnten Diskussion sprach auch Hünefeld, der unter Hinweis auf seinen Ostafienflug mit der Europa" die vom Referenten aufgeworfene Frage der Subventionierung von Bionierflügen entschieden verneinte. Sobald amtliche Stellen hinter einem derartigen Unternehmen ständen, sei es aus gefchlossen, mit derartigen Flügen im Auslande politisch zu wirfen, während sein Empfang in Japan bewiesen habe, daß diefer Flug als sportliche Tat einen außenpolitischen Erfolg für Deutschland bedeute. In allen diesen Dingen müsse jedenfalls die Barteipolitif völlig ausschalten, müffen die privaten Interessen hinter denen des Baterlandes zurücktreten. Und so fenne auch er, der nun einmal den Rechtsparteien angehöre, feine Parteipolitif, sobald er die Schwelle des Vaterlandes überschreite.( Lebhafter Beifall.) Nach Schluß der Rede fam es noch zu einem Ileinen Zwischenfall, als ein Versammlungsteilnehmer privatim von Herrn v. Hünefeld Aufklärung darüber verlangte, ob er tat sächlich mit der schwarzweißroten Flagge über den Dzean gefahren sei. Hünefeld erwiderte sehr erregt, daß diefe von gewiffer Seite verbreitete Nachricht eine infame Lüge" fei. Die„ Bremen" habe auf ihrem Amerifafiuge die vorschrifts mäßige Handelsflagge mit der Gösch geführt. Liebestragödie in Stettin. Gelbstmordversuch eines jungen Paares. Stettin, 20. November.( Eigenbericht.) Die Schwierigkeit der Berständigung frog der tagelangen Berhandlung besteht in folgendem: Beide Parteien wünschen die möglichst balbige Bieber aufnahme der Arbeit, insbesondere haben dies die GeKriminalpolizei brachte die Schwerverletzten in das Städtische Strankenhaus, da der Zustand besorgniserregend ist. Die bisherigen nachforschungen haben ergeben, daß das Motiv der Tat wahr scheinlich Ciebeskummer ist. In einem Gastzimmer eines Stettiner Hotels spielte sich heute morgen eine blutige Liebestragödie ab. Dort per fuchten sich ber etwa 30jährige Raufmann Utecht aus Berlin und seine Geliebte, die ebenfalls aus Berlin stammt, das Leben zu nehmen, indem sie fich Schüsse in die Herzgegend beibrachten. Das Zimmer hatte bas Baar am Abend vorher gemietet. Die jofort nach Entdeckung der Tat alarmierte Stettiner Jetzt sind sie alle satt! Graf von der Schulenburg verteilt Raiserbilder. Etwa eine Stunde von Eberswalde entfernt fiegt eine Reihe märkischer Dörfer, Berlen ländlicher Abgeschloffenheit. In den Dörfern Trampe und Grünthal befinden sich Güter, die einem Grafen von der Schulenburg gehören. Ich habe diese Fa milie in besonders gutem Gedächtnis, weil einer dieser gestrengen Herren die Ehre hatte, mein Regimentsfommandeur zu sein. beraten. Die Unterhandler der Gemerffchaften unter richten togtäglich ihre Funktionäre von dem Gang der Dinge. Bei diesen Beratungen hat sich volles Einverständnis ergeben. Das Bertrauen der Funktionäre zu ihren Berhandlungsführern ist volltnmmen. Und da die Funktionäre ihrerseits die Mitglieder ständig von dem Gange der Dinge unter richten, läßt das Verhältnis zwischen Leitung und Mitgliederstammt nichts zu wünschen übrig. Es hat schmerlich eine Bewegung gegeben. mo das Einvernehmen der fämpfenden Mitgliedschaft dermaßen gut iſt. Die Schulenburgs unterscheiden sich wenig voneinander, foweit ihre Tradition in Frage kommt. Besagter Herr von der Schulenburg beschäftigt auf seinem Gut in Trampe viele Leute, die um Gutsdienst alt, grau und frumm geworden sind. Eines Toges nun läßt der Graf von der Schulenburg alle alten Leute auf Erntewagen verfrachten, und hüh!, luftig geht es los nach Grünthai. Der Herbst ist nicht gerade geeignet zu einem solchen Ausflug für alte Männer und Frauen; aber es sidern allerlei Gerüchte durch von einer freubigen leberraschung, die der Graf von der Schulenburg feinen treuen Arbeitern und Arbeiterinnen bereiten will. Endlich ist Grünthal erreicht. Graf von der Schulenburg läßt feine Getreuen um sich versammeln und hält nun eine falbungsvolle Ansprache, wie sie Tagelöhner und Tagelöhnerinnen immer zu hören bekommen, weil Worte billiger sind als Taten. Nachdem die Rede geendet, geht erwartungsvolles Geraune durch die Reihen ber alten Leutchen; fie reiben sich schon die Hände. Denn irgendeiner hat verraten, daß es mun ein Gefchent gebe. metter nach ihrem Heimatdorf Trampe fahren, we fle Bunder über Wunder von der Mildherzigkeit und väterlichen Güte ihres Wer's nicht glaubt, zahlt einen Gutsherrn berichten fonnten. Und tatsächlich: es gibt ein Geschen!! Und zwar ein Gefchenf, wie es sich feiner von ihnen hätte träumen lassen: Ein Bild des Eglaisers Wilhelm in voller Gala!, Und da brachen die alten Leute in begeisterte Hurras aus und ließen sich, gefäftigt für acht Tage, wieder durch das falte Serbft Taler! Und wer da behauptet, daß einige Dorfbewohner zustimmend Beifall genidt und gemurmelt hätten:„ Dat füht na em ut!" dürfte nidyt schlecht unterrichtet sein.... Emil Rath. Eine Neunjährige erfrunken. Somr ' n bis In der städtischen Badeanstalt Reutölin. Wie erst jet betannt wird, ist am 9. november ble neunjährige Schülerin Charlotte Rüter beim Baden in der Städtischen Reutöllner Badeanstalt, Ganghojer Straße, ertrunken. Das Mädchen, das des Schwimmens unfundig war, begab sich mit einer Mitschülerin am 9. November in die Babe anstalt. Die Kinder gingen gemeinsam ins Waffer; nach einiger Zeit wurde Charlotte Küter von ihrer Freundin, die sich eine Zeitlang in Abteil für Schwimmer aufgehalten hatte, vermißt. Das Mädchen machte dem Bademeister sofort von dem Berschwinden ihrer Freundin Mitteilung. Das Baffin wurde sofort abgesucht und man fand nach einiger Zeit ben leblojen Körper des vermißten Kindes im Rid schwimmerbaffin, das an dieser Stelle 1,20 Meter tief ist. Wie die Untersuchung ergab, hat das Mädchen einen Herzschlag erlitter und ist bei dem starken Getümmel im Wasser unbemerkt unter gegangen. werp Schr bem fahr mill bas bimu Prof. Franz Stuhlmann, der Direktor des Hamburgischen Welt wirtschaftsarchios, ist im Alter von 65 Jahren in Hamburg ge ftorben. 1888 unternahm Stuhlmann eine zoologische Forschungs reise nach Deutsch- Ostafrika. Er nahm auch an der Expedition Emin Baschas teil. Die Ergebnisse dieser Reise legte er in seinem Wert Mit Emin Bascha ins Herz von Afrika" nieder. Nach 20jähriger ein erfolgreicher Tätigkeit als Rolonialpionier und Wissenschaftler in Afrika fehrte Stuhlmann nach Deutschland zurüd, mp er 1908 mi der Leitung des Kolonialinftituts in Hamburg betraut wurde. Seit 1921 mar er Direktor des Hamburgischen Beltwirtschaftsardins, Jerez jeine gejd men 15 It It Y= の EX it 17 TH E 311 Te EES en er es er nb fte le in 21 Dig eit Den Din ad bie ten Fers eft ge 85 min Sert ger in mit Seit 1. e t bas e 5 t Beilage Dienstag, 20 November 1928. Ausfahrt der ,, Berlin" Eine Studienexpedition nach Afrika und Indien. " Vor einigen Wochen verließ die Dr. Franz- StoedtnerExpedition mit dem Hochseekutter Berlin", Hamburg, um an der Westküste von Afrika und Indien über Land, Sitten und Gebräuche neues Photomaterial zu sammeln. Der Schriftsteller Megerle von Mühfeld, der die Erpedition begleitet, gibt uns über die ersten Eindrücke der Reise folgenden Bericht: So, wie die fieben Schwalben auf dem Telegraphendraht saßen and sehnsüchtig auf den Wetterbericht warteten, genau so saßen wir Eleben auf dem Expeditionsschiff Berlin" und nichten uns guten Wind. Was war nicht alles in den letzten Bochen vorangegangen: eine schier unmenschliche Arbeit hatten wir erwältigt. Nun waren wir dabei, die Dugende von Kisten. die uns ele Firmen freundlicherweise gespendet hatten, zu verstauen, das Ober- und Unterdeď zu seeklaren, doch immer wieder stehen Fäffer no Risten im Bege, obwohl schon zehn Tage seit unserer Abfahrt aus dem Westhafen von Berlin vergangen sind. Im schönen Hamburg hatten wir uns länger aufgehalten als mir wollten, denn unser Opel- Motor mußte überholt werden. Dann ging es nach dem Kohlenhafen, Volendam, Hafenbild. um dort zu kompenfieren, was nicht einer gewissen Tragikomit entbehrte. Man stelle fich vor, daß das Schiff an einer langen StahlDie Leuchtbojen beginnen zu funkeln, Duzende von Lichtern glimmen in den Abend, bald rot und grün werdend verraten sie, daß turhaven vor uns liegt. Unser Zollbeamter hat unterdessen weiter gegessen. Zwischendurch erzählt er von seiner bösen Frau. Dem Cifer nach zu urteilen, wie er sich über den Schokoladenpudding stürzte, würde er uns am liebsten nach Marseille begleiten, doch als er einmal ans Oberded tommt und unser Monteur Müller ihm aus Bersehen die Ankerfette auf den Fuß legt, eilt unser 3ollmensch in die Messe zurüd und philosophiert: Tut Seefahrt not?" Unter uns sieben Schwalben befindet sich auch eine Frau, die Gattin des Kapitäns. Natürlich ist sie in Hosen, momentan zerbricht Das Fischerstädtchen Birdaard. sie das Geschirr und sich den Kopf, wie man die Kombüse von den zwei Schlafplätzen trennen fönne. Der Gefaßteste von uns scheint Wilke, unser Moses, zu sein. Er fizt am Reeling und schlachtet Kartoffeln. Nach den Abfällen zu urteilen, scheint er in Gedanken in der Ackerstraße zu sein. Endlich liegt die Berlin" im Amerikahafen vor Anfer, wenn wir nicht lieber umgekehrt sagen wollen, daß der Anfer vor der Berlin" liegt. Mit Stolz fönnen wir sagen, daß fie das " troffe vertaut ist und bald nach Steuer- und Backbord fährt, dann Franz Josef Furtwängler: im wilden Kreis herumschießt wie ein toll gewordener Röter, der nicht von der Leine fann, dazwischen das obe Gemecker des Kompaßachverständigen, der in seinem fächsischen Platt Anweisungen gibt, die unserem Kapitän bereits die Schwere seiner Aufgabe voraus. Jenden. Endlich stimmt der Kompaß. Die Erbsenjuppe, die ich für uns tochen sollte, ist angebrannt. Der Zoll hat uns zur liebenswürdigen Begleitung einen Be mten nach. Rurhaven mitgegeben, der sich ungeachtet der perbrannten Suppe auf das Effen stürzt. Die Trillerpfeife ertönt, die Bertauung wird eingezogen, Elbe abwärts, Kurs Kuthaven.. Schulau, Blantenese ziehen vorbei, Passagierschiffe tommen entgegen. Von der kommandobrüde beaugt man uns. Ja, fick mal, det is die„ Berlin", n bisfen fleen. Dafür fahren wir auch nicht nach Hull oder Ant werpen, nein, wir wollen meit nach dem Süden. Bootsmann Amsterdam, Groene Burgwal. Schwarzbach wirft sich am Steuer in die Brust. ich tue dasselbe mit bem Rest ber nicht genoffenen Suppe. Segel werden gelegt, nun fahren wir wie der Deubel mit Zeug und Motor, Kapitän Stoediner will noch vor Abend in Kurhanen einlaufen. Breit wird die Elbe, faftige Grün der Ufer behnt sich, aus den verstreuten Dörfern bimmeln die Glocken zum Besper. Die erste Bache trinit Kaffee mit wenig peffimistischen Gedanken über Kornfrant. Stadeler, unferer Filmoperateur, sieht mich, den Koch, lange an. Als er endlich leine Price von mit reißt, weiß ich, daß er mir ewige feindschaft geschworen hat. Das fann gut werden, dente ich, verschwinde in meine Stombuje und toche teils aus But, teils aus Berlegenheit einen Shotalabenpubbing em Der Abend Spatausgabe des = Vorwärts fleinste Schiff hier im Hafen ist, wenn wir nicht Nußschale fagen wollen. Wir fönnen die Neugierde der am Pier stehenden Passanten verstehen. Denn der Hochseefutter der Dr. Franz StoedtnerExpedition hat eine Länge von 16 Meter, Breite 5 Meter und einen Tiefgang von 1,90 Meter. Ein Schmuckaften, gerade gut für den 3wed, wissenschaftliche Sujets für Schulen und Universitäten auf zunehmen. Das Ultraphon übermittelt uns eine heitere Weise. Gläser flirren gegen den nächtlichen Himmel, unsere Gedanken verweilen im schönen Berlin, wir trinten auf das Wohl unseres Protektors, des Herrn Oberbürgermeisters Böß, Kapitän Stoedtner hält eine Anjprache, und zum Schluß erklärt er: Morgen vier Uhr seeflar." Nachdem wir unsere Manneszucht und Disziplin zusammengerissen haben, spricht der Bootsmann: ,, Dann brauchen wir ja gar nicht mehr schlafen zu gehen." Beiboot ausschwingen." So schudkeln wir im Beiboot gegen Kurhaven. " Im Laufe des Vormittags passieren mir die Feuerschiffe: Helgoland wächst Steuerbord, sonnendurchflutet aus der Nordfee. Wir haben Kurs auf Bortum, das letzte Stück deutsches Land. Feuerschiff ,, Elbe I" wird hinter uns fleiner und verschwindet im Dunst, der Himmel überzieht sich, Regenböen fegen über das Dec. Der Kapitän schmunzelt und denkt an die guten Aussichten, die uns des Nachts erwarten. Die Gläser. flirren wieder, diesmal ist's aber der Seegang. Die erste Nachtmache zieht auf, ich bin dabei, meine Rochtöpfe festzubinden. Moses steckt die Neese aus dem skylight und fagt refigniert: ,, Seefahrt tut not!" Das ist Tempo. Biel Arbeit stedt in einem einfachen Streichholz Die Bäume müffen gefällt, geschält und zerschnitten werden. Erst in mehreren Arbeitsgängen entsteht überhaupt die Gestalt des zufünftigen Streichhölzchens. Durch ein Tauchverfahren erhalten sie das 3ünd. töpfchen. Die schlechten Hölzer werden teils durch Handarbeit, teils maschinell aussortiert. Dann tommt das Verpacken in die Schachteln, die ebenfalls in mehreren Arbeitsgängen her gestellt wurden, und endlich das Zusammenstellen der Schachtein in größere Gebinde, wie sie im Handel erhältlich sind. Also ein langer, mühevoller und zeitraubender Weg! In Amerifa hat die Streichholzindustrie neuerdings eine Maschine in den Dienst gestellt, die die Herstellungsdauer des Streichholzes wesentlich abkürzt. Diefe einen Maschine zerteilt innerhalb einer Stunde Baumstamm zu Streich hölzern, versieht sie mit Zündföpfen, bedruckt sie auf zwei Seiten mit Reflameschriften und ver padt fie in Schachteln und dieje wieder in größere Behälter, die nun fertig zum Versand sind. Vom Baumstanim zum versand- und verfaufsfertigen Streichholz in einer Stunde! Das ist Tempo! Lajpat Rai. Zum Tode des großen indischen Führers. In diesen Tagen äschern die Flammen des Scheiterhaufens auf den Treppenstufen am Ufer des Ganges den entfeelten Körper des indischen politischen Führers Lala Lajpat Rai, der im After von 63 Jahren den Verwundungen erlag, die er bei einer Polizei attade auf die demonstrierende Bevölkerung von Lahore in Nord indien erlitt. Nach Gandhi und C. R. Das der bedeutendste unter den heutigen indischen Politikern, stand Lajpat auch im Kampfe gegen die Täuschungs- und Berschleppungsmanöver des unter dem Namen„ Simon Rommission" bekannten Studienausschusses zur Reform der indischen Scheinverfaffung an der Spiße und starb als eines der Opfer dieses Kampfes. 1865 wurde Lajpat geboren in Lahore, der Hauptstadt des Fünfstromlandes( Pandschab), dem nordwestlichen Aufmarsch gelände der arischen und mohammedanischen Bölkerströme, die im Laufe der Jahrhunderte Indien bevölferten. Dort, an der Wiege althinduistischer Stultur, besuchte er eine jener Arya Samaj" Schulen, deren Ziel es ist, die alte Hindureligion und Kultur in ihrer Reinheit wieder herzustellen, die Schladen des Aberglaubens und der Mißbräuche von ihr zu entfernen und sie den sozialen Notwendigkeiten dieses Jahrhunderts gemäß zu gestalten. Mert mürdig, mie groß under den Wiedererwedern altindischer Kultur merte im modernen Indien die Zahl der Nichtbrahmanen ist. Auch Bajpat Rai gehörte zu jener brahmanischen Oberschicht, die sich bis por furzem als der eigentliche Träger hinduistischer Kultur und Bildung betrachten konnte. Zum Lebensberufe wählte Lajpat erst die Rechtsweisheit und muurde Anwalt; praffiziert hat er niemals. Bald ging er zur Politit über und beteiligte sich besonders auch an den Volkskämpfen, welche durch die Zerschlagung der bengalischen Bolfseinheit infolge eng lischer Berwaltungsmaßnahmen 1905 und in den folgenden Jahren entfacht wurden. In feiner Heimat, im Bandschab, leitete er die Aufruhrbewegung zur Berweigerung der Tribute des Landvoltes in den Jahren der Mißernte. Bald toftete er auch das grauenhafte Schicksal der politischen Verbannten in Birma, dem britisch- indischen Sibirien. Zu Beginn des Weltkrieges wurde er des Landes ver. miesen, weil er mit Mut und Energie auftrat, um zu verhindern, daß auch indisches Blut und Gut geopfert werde im Kampje gegen Deutschland. Er lebte von 1914 bis 1917 in den Bereinigten Staaten. Eine junge Amerikanerin, die dort seine Sekretärin mar, gehört heute zu den tüchtigsten Kämpferinnen um Indiens Freiheit In dem Scheinparlament, das Indien nach dem Kriege gewährt wurde, gehörte Lajpat erst zu der Kompromißpartei, die bereit war, mit England bedingungsweise zusammenzuarbeiten. Der Kampf gegen die Simon- Kommission führte ihn später zu den entschiedeneren Swarajiften. Auch auf dem jährlichen„ Nationalfongreß der indifchen Freiheitsbewegung war Lajpat stets eine bedeutende, weit hin fichtbare Figur. Seine starte Betonung der hinduistischen Religionsintereffen gegenüber den Mohammedanern brachte ihn zeitweise in ziemlich scharfen Gegensatz zu Mahatma Gandhi, ber, ein befferer Realpolitiker als die Welt der Außenstehenden gemeinhin annimmt, von irgendeiner Hervorhebung religiöser Sonder intereffen unter den im Freiheitstampje stehenden Landesbewohnern wichts wiffen will. Lajpat gehörte zu den wenigen glänzenden politischen Rednern, die das im Parlamentarismus völlig traditionslose Indien besitzt. Eine Rede von ihm in Hindostanisch zu hören, war geradezu ein fünstlerischer Genuß und auf jeder Parlaments- und Kongreßtagung stets ein Ereignis Ein Gentlemen" im guten Sinne, nicht nur unter die Epidermis, sondern bis auf den Grund seiner vo en Inder feele, war ,, Lala- dschi" von größter Höflichkeit und evenswürdig feit. Ich werde nie vergessen wie der barfüßige, in eine weiße Toga gehüllte fleine Hindu, aus dessen braungelben Augen eine stechende Intelligenz blizte, uns in feinem Fraktionszimmer im Delhi- Parlament empfing und uns mit entgegenkommender Bereit. milliteit über die politische Tagesfragen Aufschluß gab. So sehr er auch beschäftigt sein mochte: immer fand er Zeit, dem Besucher einen Dienst zu erweisen und Lajpat mar pielbeschäftigt und ein ungewöhnlich fruchtbarer Arbeiter. Neben feiner parlamentarischen und rednerischen Tätigkeit leitete er das in englischer Sprache erscheinende Wochenblatt The People" und die Tageszeitung ,, Bande mataram" in indischer Sprache. Außerdem hat er uns eine Reihe mertvoller Bücher hinterlassen, darunter eines über die Bereinigten Staaten, eins über Japan, die anderen über Fragen der indischen Politik( Was England Indien schuldet",„ Indiens politischer Lehrer", Brobleme der indischen Schulbildung"). Sein legtes, foeben erschienenes 500 Seiten starkes Wert Des unglüdliche Indien", ist eine umfassende Antwort auf das Machwert von Mano ,, Mutter Indien", das mit einer Kollektion von Zoten aus den Offizierstafinos von Madras und Kaltutta und oberflächlichen Redensarten über indische Einrichtungen uns vorgaufelt, vargibt, die Wesenszüge der ehrwürdigen Mutter Indien gezeichnet zu haben. 22 Aber Lajpat Rai begriff auch bald die Bedeutung der sozialen Frage und des jozialen Kampfes in seinem Lande im Zusammenhang mit dem antiimperialistischen Freiheitstampf. Er wirfte mit bei der Entstehung des indischen Gewerkschaftebundes und führte den Vorsiz auf der ersten Tagung dieser Organisation. In Baris war er 1927 während des Kongresses des Internationalen GemertSchaftsbundes anwesend und begrüßte dort Leipart Jouhaug und andere Führer der europäischen Arbeiterbewegung. Mit einer an dem vorsichtigen Hindupolitifer ungewohnten Schärfe wandte er sich gegen die sogenannte„ Public Safety Bill", mit der die englische Regierung in Indien fich fürzlich unter dem Vorwande der Befämpfung des Bolschewismus" Bollmacht zur rücksichtslofen und untrollierten Berfolgungen des politischen und sozialen Freiheits tampjes verschaffen wollte. Indien vielleicht zum großen Teil die Niederlage dieses Versuches zur Schaffung eines neuen und verschärften Terrorisierungsgefeßes. Mit Lajpat Rais Lode hat ein arbeitsreiches Leben vorzeitigen Abschluß gefunden. Auch die junge Gewerkschaftsbewegung Indiens verliert in ihm einen wertvollen Kampfgenossen, Freund und Berater. Aber die fodernden Flammen, die mun seine Gebetne ver. zehren, werden den Maut der indischen Jugend entzünden. In diesem Sinne wird die Seelenmanderung des alten Hinduglaubens zu einer muek, sartigen Bahrheit Seinem fraftvollen Stampfe dankt Die Blatio Hand ROMAN VON EDGAR WALLACE INS DEUTSCHE OBERTRAGEN ( 4. Fortfegung.) Und der Gebante, daß sie ihn nicht wiedersehen sollte ,, 2lber ich will ihn sehen, ich muß ihn sehen," sagte sie zu sich selbst, als das Auto vor dem imposanten Portal ihrer neuen Wohnung am Grosvenor Square hielt. Sie war etwas bestürzt, als sie die große Schar der Diener fah, die herauskamen, um ihr behilflich zu sein. Aber es tat ihr doch gut zu sehen, wie man sich um sie bemühte. ,, Mrs. Groat möchte Sie sehen, mein Fräulein," sagte ein düster dreinschauender Mann. Sie wurde in einen fleinen Raum auf der Rückseite des Hauses gebracht, der ihr dürftig möbliert erschien, obwohl ihn Mrs. Groat schon für luguriös ausgestattet hielt. Die alte Frau lehnte jebe Ausgabe für Dekorationen oder schöne Möbel ab. Nur die Furcht vor ihrem Sohn hielt sie davon ab, sich über jeden kleinen Betrag aufzuregen, der für sie ausgegeben wurde. Eunice war enttäuscht über ihre Unterhaltung mit der Frau. Sie hatte Mrs. Groot nur in bein photographischen Atelier in vornehmer Stleidung gefehen und nun faß eine alte, dürftig gefleidete Frau mit machsgelbem Geficht nor thr, die sie mit feindlichen Bliden musterte. Sie find also bie junge Dame, die meine Gefretärin merden fall?" fragte sie vorwurfspoll. Haben Sie schon Ihr Zimmer grieben?" Moch nicht, Mrs. Groat." h hoffe, daß es Ihnen hier gefallen mird," jagte Mrs. Groat mit einer Stimme, die vermuten ließ, daß fie am liebsten bas Gegenteil gefagt hätte. ,, ann tann ich mit meiner Tätigkeit beginnen?" fragte Eunice, die sich in dieser Umgebung durchaus nicht wohlfühlte. ,, Sie können jederzeit beginnen," erwiderte die alte Frau schnell und fah fie argwöhnisch von der Seite an. Sie sind sehr schön, fagte sie mürrisch und Eunice errötete, denn das Kompliment erschien thr fast wie eine Beleidigung. Das wird wohl auch der Grund sein," jagte Mrs. Groat abwesend. Wofür denn?" fragte Eunice liebenswürdig. Sie hatte den Einbrud, daß diese Frau geiftesfchwach war und hatte schon alle Bust an der neuen Stellung verloren. ,, Das hat nichts hiermit zu tun." sagte die alte Frau und entließ fie mit einem Kopfniden. Das Bimmer, in das sie jetzt geführt wurde, erschien ihr über alle Maßen schön und sie mar zuerst sprachlos über all diesen Lurus. Sind Sie auch sicher, daß ich hier wohnen foll?" fragte sie ungläubig. Jawohl, mein Fräulein," sagte die Haushälterin und fah bas Tähden fonderbar an Zber das ist boch eigentlich zu prährig und schon für mich!" Der Raum wäre felbft in einem Sdloß aufgefallen. Die Bände waren mit Brokatfeide überzogen, und die Möbel waren sehr foftbar. Ein französisches Bett, das in der reichsten Weise geschnitzt und vergoldet war, lub zur Ruhe ein. Ein großer Baldachin aus prächtiger Selde mar darüber angebracht. Draußen sah sie einen Balkon, der mit farbenprächtigen Blumen geziert mar. Sie stand auf einem biden, bunkelblauen Teppich, mit dem der ganze Raum ausgeschlagen mar, und schaute staunend auf biele Bracht. Aber das ist doch gar nicht möglich, daß ich hier wohnen soll," fagte sie wieder. ,, Doch, mein Fräulein. Sehen Sie, das ist Ihr Badezimmer. Bir haben hier bei jebem Schlafzimmer ein besonderes Bab. Mr. Groet hat das ganze Haus umgebaut, als er es faufte Eunice öffnete eins ber bis auf den Boden gehenden Fenster und trat auf den fleinen Balfon hinaus, der sich bis zu einer vieredigen Beranda hinzog, die über der Eingangshalle des Hauses errichtet war. Man fonnte fie von dem Bodeft der Treppe aus erreichen. Eunice fah Mrs. Groat an diesem Tage nicht wieder. 20s sie nach ihr fragte, erfuhr sie, daß die alte Dame fidh mit bösen. Kopf. Johmerzen zurückgezogen hatte. Much Digby Groat begegnete fie nicht und fie aß ihre erste Mahlzeit ganz allein. Mr. Groat ist noch nicht vom Land zurückgefehrt," erklärte Jackson, der sie bei Tisch bediente. Oft alles nach Ihrem Wunsch, mein Fräulein?" Jamohl, ich bante." Gie empfand wenig Sympathie für diesen Mann. Nicht daß er es an Respekt ihr gegenüber hatte fehlen lassen, oder baß er plump vertraulich gewesen wäre aber es lag etwas Anmaßendes in seinem Benehmen. Sie war froh, als sie ihre Mahlzeit beenbet batte und ging enttäuscht in ihr Zimmer. Sie hätte Mrs. Groat gerne noch so vieles gefragt, vor allem, wann fie ausgehen tonnte. Ste schaltete das Licht aus, öffnete das große Fenster und trat hinaus, um den fühlen, duftenden Abend zu genießen. Die letzten Schimmer des Abendrotes färbten die Wolfenränder. Der Blaz unten war schon durch elektrische Lampen erleuchtet und ein endloser Strom von Automobilen fuhr unter ihrem Fenster vorbei, denn Grosvenor Square war die Hauptverbindung zwischen Orford Street und Piccadilly. Die Nacht brach allmählich herein und der gestirnte Himmel wölbte sich über ihr. Die Dächer und Türme der großen Stabt hoben fich wundervoll von dem magischen Licht des Firmamentes ab. Die majestätische Einsamkeit und Schönheit der Nacht bezauberte Eunice so, daß ihr fast der Atem verging. Aber nicht bas märchenhafte Licht der Sterne, nicht das melodiose Rauschen der Bäume ließ ihr Blut aufwallen, sondern das Bewußtsein, daß es noch einen Menschen in der Welt gab, der zu ihr gehörte. Irgendwo in dieser großen, dunklen Stadt lebte ein Mann, der jegzt vielleicht an fie dachte. Sie sah sein Gesicht ganz deutlich vor sich, feine lieben Augen, sie glaubte den festen Druck seiner starten Hand zu spüren. Mit einem Seufzer schloß sie das Fenster wieder und zog die schweren, seidenen Vorhänge zu. Fünf Minuten später lag sie in tiefem Schlummer, Wie lange fie geschlafen haben modhte, mußte sie nicht, aber ihrer Meinung mad, mußten es Stunden gemesen sein. Der leb hafte Berkehr auf der Straße war allmählich verstummt und has RAVI RAVENDRO fummende Geräusch der Großstadt war verflungen, nur hin und wieder hörte fie eine Automobilhupe. Der Raum lag im Dunllen, aber sie war davon überzeugt, daß jemand im Zimmer war! Sie feßte fich aufrecht im Bett, ein falter Edhauer überlief ste. Es war jemand hier! Sie taftete mit der Hand nach der elektrischen Stehlampe und hätte beinahe einen Schredensschrei ausgestoßen, denn sie berührte eine Hand, eine falte, fleine Hand, die auf dem Nachttisch lag. Einen Augenblid war fie vor Entsetzen gelähmt. Dann wurde die Hand plötzlich zurückgezogen, fie hörte das Rauschen des Borhanges und fah einen Augenblic lang den Schatten einer Gestalt am Fenster. Sie zitterte am ganzen Körper, aber dann raffte fie fich zusammen, sprang aus dem Bett und drehte das Licht an. Das Zimmer war leer, aber das große Fenster war nur an gelehnt. Und dann entdeckte fie auf dem einen Tisch am Bett eine graue Karte. Dit zitternden Fingern hob sie sie auf und las: Jemand, der Sie liebt, bittet Sie bringend, um Ihrer Sicher heit und Ihres Rufes willen dieses Haus sobald als möglich zu perlaffen." Eine teine blaue Hand bildete die Unterschrift. Sie ließ die Karte auf die Bettdecke fallen, starrte eine Weile darauf, dann schlüpfte fie in ihren Morgenrod, bloß ihre Tür auf und trat in den Gang hinaus. Sie war vollständig außer sich vor Schreden und wußte tam, mas fie tat, als sie die Treppe hinunter eilte. Sie mußte jemand finden, irgend ein lebendes Wesen, etwas Di Wirkliches, an das sie sich halten fonte. Aber das Haus tag tiefem Schweigen. Die große Lampe in der Halle leuchtete und Eunice sah eine altmodische Uhr stehen. Das fam ihr schmach zum Bemußtsein, als sie das feierliche Tiden hörte. Es mar drei Uhr Aber vielleicht war doch noch jemand im Hause wach Ihre Ge danken wirbelten durcheinander, und sie eilte den Gang hinunter, bis sie zu einer Tür tam, die sie für den Zugang zu den Dienst Sp botenräumen hielt. Sie öffnete fie und fam in einen einsamen Korridor, der nur durch ein Licht am äußersten Ende schwas erhellt war. Eine weiße Tür schloß ihn ab. Sie versuchte, fie 3 öffnen, aber fie fand feinen Griff oder Drüder. Es war überhaupt eine merkwürdige Zure, benn sie war nicht aus Holz, sondern aus geflochtenem Rohr gefertigt. Sie stand entsetzt still, denn sie hörte einen langgezogenen Schmerzensschrei aus dem Raum hinter der Türe. Er war o fürchterlich, so gräßlich, daß ihr das Blut zu Eis erstarrte. Sie wandte sich um und floh zurück durch die Gänge, die Halle, zur Haustür. Mit zitternden Händen drehte sie den Schlüffel um, bas Schloß Schnappte und die Tür flog auf. Sie schwankte auf die brette Treppe hinaus. Auf der obersten Stufe faß ein Mann. Er drehte sich um, als sich die Zür öffnete, und in dem Licht, das aus der alle drang, erfannte sie ihn. Es war Jim Steele! 5. Erscheinung. Einen Augenblid lang ftanden sie sich schweigend Sim sprang auf und starrte verwundert auf diese unerman gegenüber. Eunice war starr vor Schrecken und Ueberraschung. ,, Jim Mr. Steele!" sagte sie atemlos Im nächsten Augenblic war er neben ihr und legte den Arm um ihre Schultern. heiser. Was ist geschehen?" fragte er schnell. Seine Stimme flang Sie zitterte und verbarg ihr Gesicht an seiner Brust.„ Ach, es tft fredlich, ganz schrecklich!" flüsterte sie. ,, Darf ich fragen, mas bies alles zu bedeuten hat?" fragte jemand leise. Eunice drehte sich um. Ein Mann stand in der offenen Tür. Im ersten Augenblid erfannte sie ihn nicht. Selbft 3im, der doch Digby Groat schon oft aus der Rähe gefehen hatte, mußte nicht, mer es mar, denn er wor ht einen langen, weißen Mantel gehüllt, der bis auf die Füße reichte. Gine meiße Kappe mar fo eng über seinen Kopf gezogen daß die Haare vollständig bebedt maren. Weiße Gummibänder hielten feine Vermel nach oben und seine Hände stedten in braunen Gummihandschuhen, ( Fortfegung folgt.) Rätsel- Ecke des ,, Abend". Er ändert die Sache. Im Rheinland liegt eine bekannte Stadi, Die piele große Fabriken hat. Stellt er sich diefer Stadt voran, Mildes Berstehen sehen wir dann, Ein Mitleid, das mit Fleiß daran benti, Bie es anderer Schicksale zum Guten lenfi. FUNK UND-ab. AM ABEND Dienstag, 20. November. Berlin. 16.00 Stunde mit Büchern. 16.30 Unterhaltungsmusik der Kapelle Gebr. Steiner. Zahlenrätsel. 1 2 3 4 5 6 7 3 3 8 9 10 11 9 12 10 Moderne Art der Beförde 2 1 10 7 11 9 3 7 14 9 10 492391 59739 6 9 10 2 5 11 9 10 71475 37649 39719 89 449 10 9 10 7 6 10 9 7 3 11 10 9 7 5 91 91749 12 7 10 5 9 10 7 9 59 rung. Weibl Borname. Feinstes Sieb. Der Geist des Bösen. Reinigungsmittel, Bollsstamm der alten Ger manen. Reines Raubtier. Baum Handwertszeug Bermanbter. Männl. Borname Ralter Stieberiching. Spielzeug Das Auserlefene. Betreibepflanze. Sagenhafte Gestalt. Die erfte wagerechte Seile lautet ebenso wie die erfte sentredie 18.30 Hans Hirschstein, Dozent an der Handels- Hochschule Berlin:„ Mine.( ch ist ein Buchstabe). raliche Rohwaren ihr Einfluß auf das Werden der Völker und der Gewerbe." IV.: Nutzmetalle. 19.00 C. Z. Klötzel: Orientalische Hauptstädte." VIII.: Dehli- Simla. 19.30 Prof. Dr. W. Liepmann: Bedeutung und Ziele der Frauenkende." V.: Ziele und Wege. 20.00 Selma Lagerlöt.( Zum 70. Geburtstag.). 1. Einleitende Worte: Dr. Lutz Weltmann. 2. a) Das Mädchen vom Moorhoi( gelesen von Edith Müthel). 21.00 Silbenrätsel. ab a, a, art, an, aus, be, be, di, do, bolf, e, e, ed, Fig, gat, ge, gen, heim, beim, i, t, ja, ta, fa, land, lands, le, li, fi, mi, mi, mis, mit, nau, ne, ne, ni, ni, nim, no, no, nor, o, ra, re, re, ret, ro, rod, ru, fa, far, fag, fau, fchöpf, fe, fon, te, te, tha, the, tich, um, per, Herrnstadt- Oettingen); b) Das Mädchen aus Dalarne( gelesen von Lothar meh, 3e. Vorstehende Silben find so zu Wörtern zu verbinden, das Franz Schubert: Quintett C- Dur, op. 163 Allegro ma пов troppo Adagio Scherzo( Presto) Allegretto( Havemann- Quartett Prof. Gustav Havemann, L. Violine; Hans Michaelis, 2. Violine; Hans Mahike, Viola; Adolf Steiner, Cello. Unter Mitwirkung von Ernst Silbermann, Cello). 21.30 Experimental- Vortrag mit lebenden Tieren vor dem Mikrophon: Walter Bernhard Sachs: Tierstimmen des Waldes." Königswusterhausen. 16.00 Direktor Erich Pabst: Das dramatische Leben klassischer Bühnenwerke( III.). 16.30 Uebertragung des Nachmittagskonzertes Leipzig. 17.30 Hans Philipp Weitz: Der Rundfunk, seine Aufgaben, Ziele und MögBichkeiten( III.). 18.00 Dr. Karl Würzburger: Selma Lagerlöf zum 70. Geburtstag. 18.30 Lektor Claude Grander, Gertrud van Exseren: Französisch für Anfänger, 18.33 Dr. Otto Everling: Die Bedeutung einer gesunden deutschen Mittelschicht( I.). 19.20 Geh. Rat Prof. Dr. Erich Brandenburg: Von Bismarck bis zum Weltkriege( III.). 20.00 Dr. Pritz Künkel: Die praktische Bedeutung der neuzeitlichen Charakterlehre( II.). 20.30 Lola Kreutzberg: Meine Filmexpedition in Britisch- Indien. Ab 21.00 Uebertragung von Berlin. Mittwoch, 21. November. Berlin. 13.45 Morse- Kursus, Hans W. Priwin: Unterricht für Anfänger( II.). 14.00..Graramophon"-Platten..Die Stimme seines Herra". 14.15 Uebertragung aus dem Großen Schauspielhaus, Städtekampf im Kunstturnen Berlin- Hamburg- Leipzig: Reckturnen und Pferdesprünge.( Ansager des sportlichen Teils: Pressewart Seidet.) 16.30 Martin Orabert: Gottsucher- Lieder op. 53. Text von Gustav Schüler. Anschließend: Nachmittagskonzert der Kapelle Emil Róosz. 1. O. Martini: Andantino. 2. C. Saint- Saëns: Totentanz. 3. D. Popper: Andacht. 4. S. Rachmaninow: Prélude.- 5. E. Grieg: Aeses Tod aus der Peer- Gynt- Suite. 6. G. Meyerbeer: Fantasie aus der Oper„ Der 7. Chr. Sinding: Andante religioso." 8. M. Mussorgsky: Eine Träne. 9. R. Schumann: Abendlied. 19.00 Im Luftschiff Graf Zeppelin" über dem Atlantik. Eindrücke von der Fahrt, geschildert von Ministerialdirektor Brandenburg, Bordfunker Walter Duncke, Zeichnet Theo Matelko. Prophet". 27.80 Uebertragung aus dem Großen Schauspielhaus: Der Mann. den Gott sching Ein Hörbild VON Franz Rothenfelder. Musik VOR Theo Mackeben. Regio: Alfred Braun. Mitwirkende: Fritz Kortner, Walter Frank, Lothar Mithel Albert Florath. Der Sprechchor für proletarische Peierstunden. Der Sprechchor der Volksbühne. Berliner Punk- Chor, Berliner Funk Orchester. Dirigenten: Bruno Seidler- Winkler, Theo Mackeben. Maximilian Albrecht. Königswusterhausen. 08.55, 09.00, 13.45, 14.15, 16.30 und anschließend: Uebertragung von Berlin. 18.00 Prof. Dr. Robert Saitschick: Von der Weisheit des Evangeliums. 19.00 Dr. Konrad Dürre: Ein Unglück kommt selten allein( vom Gesetz der Serie). 20.00 Uebertragung von Berlin. fich folgende Bedeutungen ergeben: 1. Baffe, 2. weibl Borname. 3. Salzwerf, 4 griechischer Sagenheld, 5. Better Mohammeds, 6. Sehnsucht nach Bergangenem, 7. Schloßruine am Rhein, 8. Bater fand eines griechischen Sagenhelden, 9. fagenhafte Eroberin von Berflen und Afrita, 10. fatholischer Lobgefang, 11. österr. Dichtet, 12. Kranfheit, 13. Nebenfluß der Weichsel, 14. Lebewesen, 15. Spiel, 16. Einsiedler, 17. Gemüfepflanze, 18. italienischer Komponist 19. Meer, 20. männl. Borname, 21. italienischer Maler, 22. griechische Göttin, 23. Singftimme, 24. Bogelbauer, 25. Erholungshaus, 26. altteftamentl. Berfon, 27. Rebenfluß der Donau, 28. berühmter Jäger. Die Anfangsbuchstaben, von oben nach unten, und die Endbuchstaben, von unten nach oben, ergeben eine Bauernregel ( ch und dein Buchstabe). Die fehlende Mittelfibe. a, an, ard, bal, e, fi, frau, hai, hin, i, in, fen, tor, le, me na, pa, pan, pen, pro, ren, fa, zent, zit us vorstehenden 24 Silben find 12 dreifilbige Wörter zu bilden mit gleicher zu er günzenber Mittelfilbe. Bie heißt die Silbe und wie heißen die Wörter? -ab. Defizit- Aufgabe. Slus den Silben an, ber, en, feft, fin, bun, but, ja, la, fing Loh, lohn, ma, milch, raum, fie, fän, stein, turm, zeig find zehnt breifilbige Wörter mit gleicher zu ergänzender Mittelfilbe bilden. Wie heißen die Mörter und die Silbe? ( Auflösung der Rätsel nächsten Sonnabend.) hl. Auflösungen der Rätsel aus voriger Nummer. Kreuzworträtsel Bagerecht: Wagerecht: 1. Sanduhr; 6. So; 7. Job; 9. Defer; 12. ehern; 13. ma; 14. ob; 15. Binde; 20. Sau 21. Epos; 22. Ulm; 28. i; 24. Hut; 25. Reh: 26. Leer, 27. Hort. Seufrecht: 1. fo; 2. Aloe; 3. Dasein; 4. Hirn; 5. Ro; 6. Schwin fucht; 8. Diebsgeficht; 10. eh; 11. er; 16. 3gel; 17. Dame; 18. Rafauer; 19. Foltern. Silbenrätsel: 1. Dadh; 2. Eboli; 3. Maximum; 4. Mini mum; 5. Ebene; 6 Ramur; 7. Segel; 8. Chianti; 9 Elife; 10. Na bob; 11. Jrene; 12. Seiler; 13. Tatra; 14. Emanuel; 15. Jby? us: 16. Rarbe; 17. Mussolini; 18. Effen; 19 Rote; 20 Colon: 21. Chor gelang: 22. Reige; 23. Opal. gefang: 22. Reige; 23. Opal. Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel."( G. E. Lessing.) Kammrätsel: 1. Republit; 2. Ddyffeus; 3. Talisman: 4 Nürnberg. Querleiste: Revolution. Berwandlungsaufgabe: Maus; Haus; Haß; Haft: Hart; Harz; Herz; Herr. apfelrätsel:„ Arbeit ist des Blutes Balsam, Arbeit ist Der Lugend Quell."( Gottfried Herber.) ath Gr eff hir mo 341 D 19 HI La da ba зе In ith et R ti R E 1 D 12 111 11 n e Vom Werden eines Sportphänomens. better for the ben uns tanti già et Cosiettes mus bes Nurmi, der finnische Wunderläufer, will Professional werden!| Diese Nachricht lenkt wieder einmal die Aufmerksamkeit auf dieses Sportphänomen. Der Name ,, Nurmt" wird immer in der Leicht. athletit bestehen bleiben als ein Programm, ein unumstößlicher Grundsatz. Sein Laufstil, seine Zähigkeit und nicht zuletzt seine effettine Leistung waren vorher nie gefannt und riffen immer wieder hin. Für Nurmi gab es nie ein: Hast nach Rekorden; wann er mollte,[ ptelte er mit ihnen, ohne dabei den Anschein von Ermüdung zu ermeden. Höhepunkte seiner beispiellosen Laufbahn sind die Olympiade 1924 und die Amerifareife, besser gefagt: Amerifaheze 1925. Sein Gegner war nicht der andere Läufer; sein Gegner mar nur die Zeit, die er, mit einer Stoppuhr am Arm, während des Loufs fontrollierte. Seine Leistungsgrenze schien unbestimmbar, da er ja selten hart fämpfen mußte. Die Amerikaner ruhten nicht eher, bis sie ihn drüben batten, um sich selbst von seinem einzigartigen Lauffönnen zu überzeugen, da sie doch leichte 3meifel über die erzielten Zeiten nicht unterdrücken fonnten. Ihre besten Könner boten sie gegen ihn auf, und doch hat er sie alle in bestechender Weise niedergerungen. Als erfter startete gegen ihn ber amerikanische Nurmi", der fleine 3oe Ray, achtfacher Meister. Der Startschuß knallt: Anfangs führt Nurmi. Die Holzbahn des dichtgefüllten Madison Square Garden in New Dorf dröhnt unter den stampfenden Schritten. Runde für Runde, das hellblaue finnische Hemd an der Spitze, geht es dem Ende zu. Da- cin Rud bei der Läufern, ein Aufschrei der Massen, und der fleine Ran ist mit raumgreifenden Schritten an Nurmi vorbei. Bald find es acht Meter, die die Führenden trennen. Doch Nurmis fioische Ruhe weicht nicht. Sein Schritt bleibt der. felbe, und in der letzten Runde geht er, als ob es gar nicht anders fein tönne, sicher an seinem Rivalen vorbei, zerreißt das Zielband, und mährend der Funt seinen Sieg in die Welt trägt und das Bublifum ihn mit Beifall überschütten mill, verschwindet er still im Umkleideraum. Noch am gleichen Abend schichte man gegen ihn hen zweitbesten Streckenläufer der Welt, seinen in New Dorf unfäffigen Landsmann Ritola. Diefer rechnet mit einer Ermüdung Rurmis und zieht vom Start meg, in scharfem Tempo los, doch dicht bleibt Nurmi mie jein Schatten bei ihm, um wenige Runden nor Schluß an ihm vorbeizugehen und überlegen in neuer Reford. zeit zu gewinnen. Dies alles innerhalb 1½ Stunden. Amerita war verblüfft. Und so fiegt er weiter in inapp 3mei Wochen in fünf Wettkämpfen auf den verschiebensten Streden, gegen jchärffte Ronkurrens, jedesmal mit einem neuen Beltreford. Das war selbst für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten" etwas Fabelhaftes. Hier stand wirklich ein Wesen, das förperliche Leiftungen nach Wunsch verbessern fonnte. Hat denn die LeistungsHandball Städtespie! Brandenburg- Berlín. In Brandenburg, auf dem Platz der Brandenburger Turner, fehen sich am Bußtag zum erstenmal die Mannschaften von Berlin und Brandenburg gegenüber. In der Berliner Mannschaft ist eine Aus der bisDollständige Neueinteilung vorgenommen morden. herigen Mannschaft find nur Torwächter, Linker und Mittelläufer, Mittel und Rechtsaußenftiirmer übriggeblieben. Die neuen Spieler find erprobte Handbeller und werden in Brandenburg ihren Mann ftehen. Am Donnerstag, hein 22. Rovember, findet der Börsenabenh um 19 Uhr im Holzarbeiterverbandshaus, Rungestr. 30, statt. Bericht vom 18. November. Groß- Berlin- Friedenau veranstaltete auf dem Blag in der Offen bacher Straße einen Werbespieltag. Groß- Berlin- Kanuabteilung schichte die erste Mannschaft des Rudervereins Borwärts etwas reich. lich hoch mit 14: 0( 7: 0) nach Hause. Die Ruderer gaben sich viel Mühe, aber die Ranuverteidigung war zu starf. Bei den Ramuleuten war das Innentrip am schußfreudigsten. Die Freie Kanu- Union fähigkeit dieses Mannes teine Grenzen? fragte man sich. Wo liegi das Geheimnis feines Erfolges? Diese Erklärung findet man weniger in bestimmten Trainingsmethoden als vielmehr in der Natur seiner Heimat selbst. Hartes Leben un ,, Land der 1000 Seen", wie man Finnland oft nennt, lange Läufe und die Märsche der Militärzeit, rauhes Klima und zweckmäßige Roft haben dort oben im Norden ein Geschlecht herangebildet, dessen Körper zu ungeahnten Dauerleistungen gestählt sind. Interessant ist seine Jugend. Immer wollte er gern mit den Großen seines Heimatborfes bei den öffentlichen Wettbewerben sich messen, aber man ließ ihn nicht, weil er zu schwächlich aussah und fein Mensch ihm etmas zutraute. Da macht er sich im stillen selbst daran und läuft täglich 1, 2 und 3 Stunden, ohne müde zu werden. Sein heißersehntes Ziel, am öffentlichen Wettkampf teilzunehmen, erreicht er erst, ais er zum Militär eingezogen wird. Dort veranstaltet man alljährlich weite Geländeläufe mit voller Kleidung und schwerem Gepäd. Also Nurmi geht mit ehrgeizigem Wollen zum erstenmai an den Start. Verschiedene machen sich über den Mut des auffallend schwächlich aussehenden Burschen luftig. Jetzt sind die Läufer abgelaffen. Die Menge steht da und wartet ihrer Rüdtunft. Alles ist gespannt auf den diesmaligen Sieger. Da, gänzlich unerwartet, 15 Minuten früher als die bisher beste Zeit, erscheint der erste Läufer. Es ist Nurmi, der mit leichtem, federndem Schritt den Sportplag betritt und das Zielband, mit seinem befannt mysteriösen Lächeln auf dem Geficht, zerreißt. Bon diesem Augenblic an begann fein Aufstieg, der dann in Paris Weltgeltung erreichte. Nurmis Leistung ist nicht das Ergebnis eines reforbfüchtigen, durch Vereinsstreben getriebenen Menschen, nein, fie basiert in einem ganzen Bolkscharafter. Er ist ein auf breitem Massensport ge mordener Kampfcharakter. Sein Training liegt in feiner Lebensweise. Mäßig im Genuß bei härtester Arbeit, leichte förperliche Borbereitung, viel heiße Bäder und träftige Maffagen, das sind die Boraussetzungen der Nurmischen Erfolge. Unerreicht wie sein sympathifches, geheimnisvolles, allen Finnen eigenes Besen, seine Bescheidenheit felbst bei größten Triumphen, werden ftets die Präzision feines Laufes, die Grazie feines Stils und der Rhythmus seiner Bewegungen bleiben. Die Telegraphen- Union meldet: Nurmi, das finnische Laufmunder, wird nun doch Professional. Er befindet sich bereits auf der Reise nach. Amerifa, wo er für Ter Ridard starten wird. Ricard hat Nurmi für seinen Bertrag 10 000 Dollar gezahlt und wird ihm für jeden Start außerdem noch einige tausend Dollar zahlen. fammenkunft aller bundestreuen Fußballspieler im Bezirk statt. Es gilt einen bundestreuen Fußballverein zu gründen. Reger Besuch aus den Vereinen rund um den„ Erer" wird erwartet. Nächste Fußballbörse am 28. November bei Engel, Swinemünder Straße, um 20 Uhr. Und nochmal: Friedenspreis! Wem geziemt er? 3u ber Frage der von einem norwegischen Sportblatt angeregten Berleihung des Nobellriebenspreises an bas internatio. nale Olympiafomitee schreibt uns der Arbeiter Turn- und Sportbunb: Die 38ee, bie einem Sport zugrunde liegt, tann bem Friedens gebanken förderlich sein darum der Sozialismus der moralisch immer berechtigte Anmärter auf Robelfriedenspreis! Der Boxabend im Sportpalast. Zehn schwere Leute im Ring. 3u dem Kampf Behn Schwergewichte", der am 23. November im Sportpalast stattfindet, steht nun das Programm fest. Die fünf Kämpfe sind wie folgt besetzt: Schönrath( Krefeld) gegen Bischoff( Duisburg), Dr. Bach( Heidelberg) gegen K. Walter( Berlin), Rosemann( Hannover) gegen Carter( Amerika), Rudi Wagener( Duisburg) gegen G. Spalla( Italien), H. Müller( Köln) gegen Crosley( England). Der Waldlauf in Köpenick. Am Bußtag, varmittags 10 Uhr, findei auf dem Eicheplay in Köpenick der Herbstwaldlauf des 1. Bezirks und der GroßBerliner Arbeitersportvereine statt. 3um ersten Male tritt die Berliner Arbeitersportvereine statt. Leichtathletit nach der Spaltung auf den Plan und ladet alle Bundesgenoffinnen und genoffen zur Teilnahme ein. Es gilt nicht nur für Leichtathletik, sondern auch für Eiche"-Köpenic tatkräftig zu werben. zu werben. Für die Wettkämpfer sind folgende Konkurrenzen ausgeschrieben worden: Männer: 5000, 3000 2000 und 3000 Meter für Jahrgang 1897 und älter. Jugend, 3000 Meter, Jahrgang 1910/1911, und 2000 Meter für 1912/1914. Frauen: 1000 Meter. Alle Strecken sind für Einzelund Mannschaftslauf ausgeschrieben und bieten somit die Voraus. fegung für eine Massenbeteiligung. Meldeschluß: 20. November. Nachmeldungen bis eine halbe Stunde vor dem Start. Meldun gen on Erich Zippert, Berlin- Rummelsburg, Mozartstr. 7. Freie Arbeiter- Schach- Vereinigung. Nachdem unter diesen Namen sich alle bundestreuen Arbetters Schachspieler Groß- Berlins zusammengeschlossen haben, ist nach zweie monatigem Spielbetrieb ein guter Fortschritt zu verzeichnen. In Lichtenberg fand Dienstag unter starfer Beteiligung die Gründung einer Abteilung statt und am Mittwoch trat die vor zwei Jahren aus dem Verein ausgetretene Abteilung Friedrichshain unserer Bereinigung bei. Sie spielte bis jetzt unter den Namen Freier Schachverein 26". Alle Arbeiter und Schachspieler, die gewillt sind, Mitglied des Deutschen Arbeiter- Schach- Bundes zu werden, bietet fidy in folgenden Abteilungen und Bereinen Gelegenheit: Webbing: Dienstags bei Sernes, Müllerstr. 26. Mitte: Freitags bel Rurzrod, Sionstirchplay 5. Friedrichshain: Montags und Mit wochs bei Albrecht, Straßmannstr. 42. 2ichtenberg: Dienstags bet Schuler, Wühlischstr. 36. Treptow: Donnerstags Elfen, Ecke Beermannstraße. Rreuzberg: Donnerstags bei Krepp, Blanufer 75-76. Schöne berg: Dienstags bei Geibel, Gustav- Müller- Plaz 1. Westend: Donners tags Charlottenburg, Sophie- Charlotte- Gir. 88. Siemensstadt: Donnerstags bei Seffe, Giemensstr. 34. Grünau- Faltenberg; Donnerstags im Gemeinschaftshaus, Gutshof Faltenberg. Neugründungen finden in nädyster Zeit statt in Weißen fee, Prenzlauer Berg, Spandau und Adlershof. Alle zuschriften an G. B. Berwinjti, 59, Planujer 91, oder an die Kreisleitung K. Franke, Reinickendorf- Ost, Schillerpromenade 61. Am Bußtag um 14 1hr findet die erste Schachveranstaltung bei Ewald, Staliger Straße 126, statt. Eintritt frei. Bon auswärtigen Bundesvereinen find eingeladen und haben zugejagt: Sudenwalde, 3offen, Romames, Bernau, Kottbus. Betttämpje, Simultanspiel, Bligfurnier. Um 13 Uhr müffen die Abteilungen mit Spielmaterial zur Stelle sein. Am 2. Dezember beginnen die Ab. Der Sport els Ueberbrüder aller Bölfergegensäje bas iftteilungsweltfämpfe eine schon nicht mehr neue Mar, benn sie ist schon in vielen Baria tionen ber hoffenden Menschheit serviert worden. Wir sind der Meinung, daß hier eine gewiffe Jagd nach Geldmitteln die Triebfeber zu dieser Breffenotiz ist und mir glauben nicht, daß das als sehr ob jeftin geschäzte Nobelpreiskomitee auf diesen Breffefeldzug hineinfällt. Amsterdam soll beweisführender Ausdruck der VölkerverbrüderungsFreie Turnerschaft Groß- Berlin ET.G.B Werbefest 21. Nov. Bußtag Städt. Turnhalle Prinzenstr. 70a( Nähe Moritzplatz) Hallenöffnun] 14.30. Beginn Punkt 15 Uhr. Unkostenbeitrag 50 Pfg. Musikturnen Neuzeitliche Gymnastik Fonnte fich fehr gut ber Ranuabteilung der Charlottenburger Schwim mer gegenüber halten. Trogdem die Charlottenburger überlegen waren, verloren die Kanufahrer nur mit 3: 2( 2: 1). Bei den CharInftenburgern verhalf die gute Fangficherheit zum Siege. Erst in der zweiten Halbzeit tam Kanu- Union etwas auf. Groß- Berlin. Norden 1 holte sich die Punkte von Drewiß mit 11: 1( 7: 0). Die Drewiger spielten zum Schluß etwas luftins. Fürstenwalde- Jugend und Brandenburg- Sportfer- Jugend trennten fich 2: 0( 1: 0). Groß Berlin- Norden 1 zweite Männer führte bis zur Bause mit 1: 0, der Jungmädchen, Frauen, Jugendlichen u. Männer mußte aber doch Groß- Berlin- Friedenau II den Sieg mit 2: 0 überlaffen. Die gleichen Frauenmannschaften zeigten ein technisch nicht hochstehendes Spiel Norden, die nur neun Spielerinnen zur Stelle hatte, war trobem noch überlegen und gewann in der zweiten Halbzeit mit 1: 0. Den Friedenauer Mädels fehlt noch viel Regel tenntnis. In beiden Mannschaften war das Zuspiel etwas planlos. Hatte der Regen schon das Frauenspiel beeinträchtigt, so setzte er bei dem Spiel der ersten Mannschaft so stark ein, daß das Spiel nach 15 Minuten Spielzeit abgebrochen wurde. In der fünften Minute konnte der Halbrechte durch Nachfausten das einzige Tor für Norden buchen. ARBEITER FUSSBALL Resultate vom 18. November. Der aufgeweichte Boden ließ ein einwandfreies Spiel nicht zu, so sind auch die zum Teil sehr hohen Resultate erklärlich. Ein Teil ter angejezten Spiele mußte abgefagt werden. Ueberraschend tommt die Niederlage, die Luckenwalde I von Starom betam. Mit 5: 4 blieben die Karomer tnappe Sieger. Lichtenberg I trat gegen Weißensee mit reichlichem Erfaz an. Nach dem die Lichtenberger bereits mit 3: 1 in Führung lagen und zwei Elfmeter nicht verwandeln fonnten, gelang den Weißenseern nicht nur der Ausgleich, sondern furz vor Schluß auch noch der Siegestreffer. Allerdings wurde nur zweimal eine halbe Stunde gespielt. Die zweite Mannschaft Lichtenbergs[ pielte gegen Neukölln 2 unb verlor 3: 7 Aug hier lag Lichtenberg bis zur Bause mit 2: 1 porn. Das energischere Spiel der Neuköllner brachte dann das hohe Re fultat zustande. Die 1. Mannschaft Neuköllns holte fich von Luden waide II die reichlich hohe 1: 8 Niederlage. Luckenwalde III fonnte feinem Ortsrivalen Hertha 1911 mit 5: 0 die Punkte abnehmen. Woltersdorf 2 gegen Luckenwalde 1 20: 2. Luckenwalde V 2 gegen Luckenwalde II 23: 2 Karom 2 gegen Bader- Briz 10.8. Wegen des Städtespiels besteht für Luckenwalde als 12 Uhr Spielverbor. Bundestreue Fußballer im Beziet Prenzlauer Berg! Freitag, 23. Ronember, 20 Uhr, findet hei Mehlberg. Goudyftr. 6, eine Zu Buggi Mud und unfere Jugend lautet das Thema eines Don der Abteilung Norden des Touristenvereins Die Naturfreunde" veranstalteten Abends. Neben dem bekannten urtomischen Dar fteller Buggi Mud wirft ein gutes Instrumentalorchester mit. Bum Schluß bringt die Jugendgruppe ein sehr lustiges Schmökerspiel Diefer heitere Abend findet Sonnabend, 1. Dezember, in der Auic Aule der Schliemannsdyule, Gleinstraße 49, statt. Einlaß 19.15 Uhr Beginn 19.45 Uhr. Karten a 50 Pf. find im Vorverkauf erhältlic im Lokal Blessin, Stargarder Straße 3: Zigarrenhandlung Sauer Schivelbeiner Str. 26; bei Wilhelm Geißler, Kopenhagener Str. 3 und bei den Mitgliedern der Abteilung Norden. Die Noturfreund der Abteilung Norden bitten alle Genossen und Freunde um reg Unterstützung durch recht zahlreichen Besuch. Wege und Ziele des Arbeitersportes. Das Referat von Star Schred, des Borfizenden des Reichstagsausschusses zur Förderun der Leibesübungen auf dem Bundestag des Arbeiter- Turn unl Sportbundes, ift diefer Tage, durch weitere Einfügungen, vertieft als Broschüre in der Schriftensammlung des Arbeiter Turn- uni Sportbundes erschienen. Schred tommt in seinem Referat zu de Schlußfolgerung, daß es Aufgabe des Arbeitersports sei, durch Spor und Spiel die Arbeiter förperlich zu stärken, das Gemütsleben idee gewesen sein? Ist damit vielleicht das Fußballwettipie! Deutschläutern und so den sozialen Menschen als Voraussetzung für di land- Uruguay gemeint, oder ist damit vielleicht die Umänderung tommende sozialistische Gesellschaft gestalten zu helfen. die Beflaggung des Oranjehotels in Zandvoort von Schwarzrotgold in Schwarzweißrot durch die deutschen Ruderer gemeint? Oder ähnliche Borgänge in St. Morig! Oder sollen wir erinnern an Stellungnahmen bürgerlicher Berbände, worin man ein Inverbindungtreten mit ehemaligen Feindbundstaaten ablehnte. Das ist nicht mal lange her. Wo geht es denn„ nationaler" zu als bei den bürgerlichen Olympiaden, und dieser Rationalismus foll volfer perbrüdernd wirten? Bundesreue Vereine teilen mit: Arbeiter- Schüßenbund, Bezirk Berlin. Abt. Mitte eröffnet Dienstag, 20, 9 vember, 19 Uhr, feinen regelmäßigen Sport- und Schießabens. Anschrift wege Teilnahme fowie Nenaufnahmen an Sermann Men, Beinmeisterstr. 13, S 2 T., und Otto Koch, Blumenstr. 18, Sof part. Abt. Friedrichshain: B ginn der Sport und Echießabende nächste Woche. Anschrift: Ernst Dece Ebertofte. 48. Neuaufnahmen sowie Auskunft über weitere Uebungsstätten di Rleine Bamburger Str. 24-25 1; für den Gay Berlin- Brandenburg der Gai neuen Ortsgruppe erledigt der Ortsgruppenleiter Ernst Schaefer, Berlin N. 2 leiter Ernst Eacmerom, Berlin NO. 18, Landsberger Str. 90,$ of 4 Tr. Freie Schwimmer Groß- Berlin. Gruppe Neukölln: Dienstag, 20. Novembe 20 Uhr, Uebungsftunde der Gruppe im Stadtbad Ganghoferstraße. Bukta Frauenabteilung: 8 Uhr Schlesischer Bahnhof( Glashalle). Rinderabteilum Heimabend im Jugendheim Steinmesstraße, 18 Uhr.. Gruppe Sichtenbez Dienstag, 20. 9ovember, 20 Uhr, Uebungsstunde im Stadtbad Appobie Treffpunkt Bahnh Bußtag, 21, November, Männerabteilung, Frauenabteilung: Treffpunkt mie Gruppe Re ummelsburg 7½ Uhr. Gruppe Friedrichshain: Dienstag, 20. November, 20 Uhr, Beteil gung am Kreisbaden im Stadtbab Friedrichshain. Bußtag: Treffpunkt d Altersriege um 8 Uhr Briegener Bahnhof. ftraße. föln. Touristenverein Die Naturfreunbe", Rentrale Wien. Drisgruppe Berli Mittwoch, 21. November( Bußtag), im Vortragssaal des Bezirteamts Aren berg, Bordstr. 11, Lichtbildervortrag: Marhaftig, mir trauen den Standinaniern doch etwas gesunderen Menschenverstand zu, wenn sie sich die Geschichte der an Amsterdam beteiligten Berbände etwas genauer ansehen. Wenn zum Beispiel die deutschen bürgerlichen Verbände in dem berühmten Torgauer Brief von 1926 dem deutschen Wehrminister erflärten, daß die Sportler eine freiwillige Kerntruppe darstellen, die durch keinen Friedensvertrag verboten fei, so kann das Nobeltomitee daraus schon etwas Schlüsse auf die Friedensförderung" des bürgerlichen Sportes ziehen und erkennen, wie man sich die Bölkerverbrüderung vorstellt. Betrachtet man in Oslo wirklich den Sport als selbständig wirkenden Friedensfaktor, dann tame nur der internationale Arbeitersport als ernsthafter Faktor in Frage. Warum? Weil er im sozialistischen Sinne wirken will und weil nicht der Nationalismus, sondern der Sozialismus einzig und allein dem Abend. der Bölterverbrüderung Friedensgebanten, dienen fann und bisher gedient hat. So hat der Arbeiter- Turn und Sportbund schon 1922 Franzosen, Belgier, Engländer, Italiener, Tschechen, Finnen, Schweizer und Desterreicher in beachtenswerter Bahl bei seinem ersten Bundesfeit begrüßt. Demonstrativ für den Frieden und für die Bölkerverbrüderung wurde da gewirkt und nicht auf nationale Höchstleistungen gesehen. In Leipzig marschierten 100 000 in diesem Sinne auf. In Amsterdam? Das erste Arbelter- Olympia in Frankfurt a. M. jah 1925 inter nationale Maffen aufmarschieren unter der Devise Nie wieber Krieg". hat man davon in Amsterdam etwas Aehnliches gesehen? Der Sport allein ist auch gar nicht imstande, die Friedensbewegung zu ftigen, und im Streit der Böller wird der Sport doch gegen die Böffer angewandt, wie der Weltkrieg ums gelehrt hat. Am Wegesrand"( Referent Geno Krämer). Erpressionistische Landschaftsbilder aus der Provinz Brandenbur Beginn 19 Uhr. Einlaßkarten zu 50 Bf. an der Abendkasse. Abt. Friebrich hain: Dienstag, 20. November, 20 Uhr, Ebertyfir. 12: Diskufflonsabend. Abt. Friebenen: Dienstag, 20. November, 20 Uhr. Offenbacher Str. 5a: Bunt Abt. Norden: Dienstag, 20. November, 20 Uhr, Connenburg Straße 20: Jugenbabenb. Abt. Webbing: Dienstag, 20. November, 20 UF Turiner, Ede Geeftraße: Das Schachspiel. Faltboot- bt.: Dienstag, 20. N nember. 20 Uhr, Johannisftr. 15; Gelbstbau- und Ausrüstungsfragen", 247 Treptew: Dienstag, 20. 9ovember, 20 Uhr, Elsenstr. 3: Gesangsabend. Ast. Pantow: Dienstag, 20, November, 20 Uhr, Görfchftr. 14: Jugend u Cequalnot". bt, Brenzlauer Berg: Donnerstag, 22. 9ovember, 20 21 Christburger Str. 14: Portrag Abt. Gesundbrunnen: Donnerstag, 22, 9 Dember, 20 Uhr. Tant, Ede Wiefenstraße: Seimabend. Jugendaeupr Dienstag, 20. November, 20 Uhr, Lobigenheim Schönstebtftraße: Ton Misbr bis Rermatt". Sbt. Slerparten: Donnerstag, 22. November, 20 Uhr, Lehri Straße 17-18: Unterhaltungsabend. St. Cübmeft: Tonnerstag, 22. Move: ber, 20 Uhr. Dordstr. 11, fällt aus.- Abt. Spandau: Donnerstag, 22. Moor Abt. Schöneberg: Donnerstag, 22. 9 nember, 20 1hr, Sauptstr. 152 TV. und Wintersport". Naturw'enfa ber, 20 Uhr. Lindenufer 1: Lefeabend. liche Abt.: Mittwoch, 21. November( Buktas), Führung durch Alt- Berlin. Tre punkt 10 Uhr Maifenbride. Gäfte mitommen. Donnerstag, 22 Novemb 20 Uhr, Johannisstr. 15. Lichtbildervortrag: Quer durch die Schweiz Zouristen Berein Die Naturfreunde", Gruppe Brenzlauer Berg. Fal Bugtog nach Meißnershof. Treffpunkt 9 Uhr Gesundbrunnen( Sau singang). So war es vor zehn Jahren! Wie eilig es die Offiziere damals hatten. Wenn man so um den 9. November herum die Blätter der Rechtsparteien. durchlas, so fonnte man stainen über die Unnerfrorenheit, mit der über die Geschehnisse vor zehn Jahren hinweggegangen wurde. Geschichtsfälschung, wie noch in feiner Zeitepoche, wurde betrieben. Schamlos beschuldigten die Feiglinge von damals die wirtlichen Retter Deutschlands und hingen ihnen ihre Sünden an. Viel zu wenig finden sich nun ehemalige Kriegsteilnehmer, um mit Tatsachen unter Namensnennung diefen Heuchlern von heute die Maste vom Gesicht zu reißen und ihnen ihr schlotterndes Bild vom November 1918 entgegenzuhalten. Dazu bietet auch der Osten ein dankbares Feld. In Grajewo wars. Em polnisches Landstädtchen, mir eine Stunde zu Fuß, von der deutschen Grenze entfernt, auf der Bahnlinie nach Lyd. Zwei Kompagnien eines Landsturmbataillons lagen da oben und hatten die letzten beiden Jahre den Krieg beinah vergessen. Der Dienst war nicht schwer. Es wurde ein bißchen Soldat gespielt, darauf geachtet; daß im Winter genügend Brennholz da war, Lebensmittelpafete nach Deutschland gepackt, die Bahnstrecken bewacht, und sonst eben auf Droning gehalten". Doch der 9. November fam auch zu uns, das heißt erst am 11. November. Bis dahin war Nachrichten und Postsperre. Aber da brachten uns Königsberger Blätter die Bahrheit. Bir glaubten zu träumen. Der Gebante, daß erst mal Schluß mit allem fei, mar erit imfaßbar. Jeder wird sich noch dieser Stimmung erinnern fönnen. Unser Bataillen bestand zum größten Teil aus ElsaßLothringern. Deren Barole war natürlich sofort: Nig wie heim!" Aber uns anderen erwuchs ein eigentümliches Gefühl der Ver: antwortung. Die Frage: Was nun?" murde groß und inhaltsschmer. Der unbedeutendste Landsturmmann, bisher still seine Bache schiebend, befann sich wieder auf sich selbst, wurde Mensch, schüttelte langjam die Lähmung ab. " Doch die Offiziere? Statt mit einem Bort die Ruhe zu behalten, das Chaos zu vermeiden, glaubten fie fojort die wildesten Gerüchte. Auf die Kompagnieschreibstube, wo ich arbeitete, tommt unjer Rompagnieführer gestürzt: Haben Sie schon gehört, in Barjojau haben sie 200 Difizieren die Hälfe abgeschnitten!" Catrinenparple!" sage ich und versuche dem Herrn das Unmög Latrinenparole!" sage ich und versuche dem Herrn das Unmögliche der Nachricht flar zu machen. ( denn daran lagen wir), damit das ganze große Soldatenheer, was hinter uns lag, geordnet durchfäme. Aber, was antwortet er mir? Run, was werden wir machen, wir müssen paden, paden müssen mir!" Und diesen Sah werde ich nie vergessen. Go lauteten alle Nach richten, die wir damals erhielten. Alles parte... Die Offiziere hatten es eilig, wegzulaufen. Josef Ulbrich. Deutsche Sprache schwere Sprache. Uebersehungen find selten gut. Das ist aber feine Entschuldigung für schlechte. Wenn sich derart schlechte Ueberlegung an einen großen Stoff wagt und diesen lächerlich macht, ist es Schändung. Madeleine Marg, die befannte französische Epikerin, beschrieb ihre Reise ins Rote Rußland", sehr interessant, sehr überschmenglich. Es ist eins fener Bücher, die man des Inhalts wegen lesen sollte; menn Bositives mit Negativem schwülstig verschwägt ist, mertt man's schon und wird nicht Schaden. leiden. Die Ueberfegung hat aber aus dem Buch etwas gemacht, was ebenso lächerlich grotest mie peinlich ist. Da gibt es Stellen, die aus Bigblättern sein fönnten:( die Fabritarbeiterin) eine Benus mit einem von eingetrodnetem Schmieröl starrenden Halse, deren Bufen aber, soweit das unter der langen gelblichen Schürze zu sehen ist, die reinen und vollen Formen weiblicher Anmut be wahrt hat. ätherischen, schlanken Erscheinung zum Ausdrud fommendes, sie . fährt eine Frau dazwischen, deren in ihrer verzehrendes Feuer in den Falten eines fafbigelben Rittels leot und webt.. ,, Bei diesen Worten bohrten sich ihre beiden, von einem zarten bläulichen Ring umgebenen, in ihren vorwurfsvollen Anflagebliden ganz grün schillernden Augen, unmittelbar in die meinen ein, ohne auch nur mit der Wimper zu zuden, wie sie das sonst so gerne tun." ,, Von der Tür der nahen Werkstatt blicke ich in ein Gemühl auf und niedergehender Gestalten, ein erlefenes Material, die rußgeschwärzten Borfämpferinnen für Menschenrecht, die unter ihren Röden Gott weiß welche meffianische Zeichen bergen: das Blut, die duntele Berheißung und das Salz der Erde." ,, Nein, ich träume nicht:... diefer ewig lange Schienenstrang, der sich so in den fernen nebeligen Horizont wie eine gebogene Haarnadel in das Lodengewirr einer Frau, einzubohren scheint: ja, das ist es, das ist Rußland! Es fann fein anderes Land sein!" Wir wollen es den Lesern überlassen, diese schönen Bilder zu bemizeln aber wir verbitten es uns, daß den„ rußgeschwärzten Borfämpferinnen für Menschenrecht" derart unter die Röcke geguckt wird! Gerda Weyl. Extratour einer Gewerkschaft. Aus folchen Sittationen nuißten ja die so viel geschmähten Goldatenräte entstehen, weil die Offiziere fopflos murs den. Wir famen aber in Grajemo zu feiner Soldatenratsbildung. Die Ereignisse überstürzten sich. Ich ersuchte unseren Kompagnie führer übrigens nur ein Leutnant, der uns die letzten Wochen zugeteilt war, suerst zum Major zu gehen und ihn zu veranlassen, über die Grenze zu gehen, zu seiner eigenen Sicherheit. Denn der war auch bei den Bolen mehr als unbeliebt. Bald ist der Leutnant wieder zurück und berichtet nur, daß der Major schon weg ist. Nun hatten wir im. Bataillon einen äußerst beliebten und geachteten älteren Leutnant J. Ich stürze gleich ans Telephon und mache den anderen Kompagnien tes Bataillons befem, deß wir hier beschlosseit haben, Leutnant. zum Bataillons- forderlichen Bestimmungen für größere Gewerkschaftskämpfe, bet tommandeur zu ernennen, pas aud gleich alfeffig zustimmend be antwortet wurde. Auch Leutnant F. nahm an. Ich glaubte der Ordonnanz am beiten zu dienen, wenn ich zur neuen Gewalt" die Hälfte alie Gewalf" mit hinübernahmi. Unseren bisherigeit Stompagnieführer fragte ich nun: Bas machen wir?" Ich denke, er wird jagen, wir besetzen den Bahnhof PROGRAMM für die Zeit vom 20. bis 22. November BTL Potsdamer Straße 38 Geschlecht in Fesseln mit Marv Johrson. W. Dieterle Budag Kassenöffg. 5 Uhr, Anfg 6 Uhr Rheinstraße 14 Geschlecht in Fesseln mit Mary Johnson, W. Dieterle Buß ag Kassenöffg.5 Uhr, Anfg.6 Uhr Odeon, Potsdamer Str. 75 Sein letzter Befehl mit Emil Jannings Während in den Sagungen der einzelnen freien, d. h. dem Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund angeschloffenen Gewerkschaften die Unterstützung der Mitglieder im Falle des Streiks oder der Aussperrung festgesezt ist, enthält das Bundesstatut die erforderlichen Bestimmungen für größere Gewerkschaftstämpfe, bei denen eine Unterstügung der im Sampie stehenden Gewerkschaft durch bie übrigen Bundesgewerkschaften erforderlich ist. Es ist selbste verständlich, daß nicht nur die Zentralvorstände der einzelnen Berbände an die Sagungen des ADGB. gebunden sind, auch ihre Ortsverwaltungen müssen sich danach richten. Als Grundsay gilt, daß jede Gewerkschaft ihre Rämpfe felber führt und die erforderlichen Mittel dazu aufbringt. Erst dann, wenn die betreffende Gewerkschaft, in unserem Falle der Deutsche Metallarbeiterverband, die Bundeshilfe in Anspruch nimmt, tritt die Ges Jamtheit der Gewerkschaften ein. Wird die Bundeshilfe gewährt, so entrichten die angeschlossenen Gewerkschaften einen ihrer Mitgliederzahl entsprechenden Hilfs= beitrag, der möchentlich an die Bundestaffe einzusenden ist..." Bis jetzt hat der Metallarbeiterverband, seine ausgesperrten Mitglieder aus eigenen Mitteln unterstützt, und er kann und wird, falls es sich als notwendig erweisen sollte, dies noch wochenlang tun. Keine Gewerkschaft hat das Recht, dem Metallarbeiterperband vorzugreifen, zu Geldsammlungen aufzufordern, solange der Verband es nicht für angezeigt hält und solange die Leitung des ADGB. nicht dazu aufgefordert hat. Im Falle eines Streits fann selbst wohlgemeinter Uebereifer bei der Einleitung von Geldsammlungen die Sache der Streifenden ungemein schädigen. Für jedes Gewerkschaftsmitglied gilt also, in jedem Falle abzuwarten, bis der Bundesvorstand des ADGB. bzw. der Verbandsvorstand die Erhebung von Hilfsbeiträgen anordnet. Keine örtliche Gewerkschaft, auch nicht die Berliner Zahlstelle des Tabatarbeiterverbandes, hat das Recht, in einer Mitgliederversammlung Geldjanimlungen zu beschließen in einem Kampfe, der wie der Rhein- Ruhr- Kampf Sache der gesamten Gewerkschaften ist. Dennoch hat diese Gewerkschaft in der Mitgliederversammlung am 16. November beschlossen, ,, daß alle organisierten Kollegen am Lohntag einen Stundenlohn auf die Liste der JAH, zeichnen" follen. Eine politische Partei fann Geldfammlungen einleiten, die sie für notwendig hält. Und jedes Gewerkschaftsmitglied, das dieser Partei angehört oder mit ihr sympathisiert, fann sich für seine Person an solchen Sammlungen beteiligen. Als Gewertschaft ber hat eine Mitgliederversammlung weder eigenmächtig in den Kampf einer anderen Gewerkschaft einzugreifen, erst recht nicht zu be schließen, eine durch und durch gewerkschaftsfeind. lich Partei in ihrer offenfundigen Quertreiberet ziell zu unterstützen. gegen die im Rampfe ftehende Gemertschaft finan= Friedhofsverkehr am Bußtag. Zur Bewältigung des starten Friedhofsver. fehrs nach und von Stahnsdorf werden wie die Reichs. bahndirektion Berlin mitteilt am Bußtag, dem 21. November, fehr halbstündlich Gonderzüge zwischen Char. und am Lotensonntag, dem 25. November, bei starkem Ber lottenburg und Stahnsdorf Reichsbahn und zurück perfehren. Der erste Sonderzug fährt ab Bahnhof Charlottenburg 8,58 Uhr, und zurück ab Stahnsdorf- Reichsbahn 9,23 Uhr; die meiteren Züge verkehren dann jeweils 28 bzw. 58 und zurüd 23 bzw. 53 Minuten nach jeder vollen Stunde bis zum letzten Ruge ab Außerdem wird für die beiden Tage der Bugverkehr auf der Charlottenburg 18,28 Uhr und ab Stahnsdorf- Reichsbahn 18,53 Uhr. sprechend verstärft werden. Stadt- und Ringbahn dem zu erwartenden Andrang entDie Straßenbahn läßt am Bußtag auf alien nach den Friedhöfen führenden Linien Einfaßzüge verkehren, außerdem wird die Zahl der Anhängewagen verstärkt. Die Aboag wird gleichfalls die Zahl ihrer Wagen verstärken. Zu den Außenfriedhöfen sollen in Abständen von 5 bis 7 Minuten folgende Linien fahren: 32 Bahnhof StegliẞMarienfelde( Luther friedhof), 31 Spandau- Staaten( Sta ahof in den Riffeln). fener Friedhof), 34 Spandau, Pichelsdorfer Straße( Fried Spaltung führt zur Spaltung. Die Alte Sozialdemokratische Partei"( ASPD.) hielt einen Parteitag" ab. Man erfuhr, daß Nidisch drei Tage vor dem Barteitag ausgetreten ist und daß ber Rest der Berliner Ortsgruppe namens Winnig wegen scharfer Oppositionsstellung ein Erscheinen zum Barteifage abgelehnt hat. Kind, glaube nie, du bist zu flein du fannst stets noch gespalten fein." tm ein De lid ein un At un fti Bi Red Berni Dan per ein mi 98 Met Füh bepo mun men For tiere Deb der Jah Br auß bred nun die Red dem bas tum einn nati der ber biff gab unt Mü nüg bien für die Zeit vom 20. bis 22. November er d zu d haft legt zial Badstraße 35/36 Soldatenleben.. das heißt lustig sein Die Abenteuer des Lord Lister Große Bühnenschau Bußtag: Geschlecht in Fesseln Die von der Straße leben jogo mei Rid gem in gro Aus Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und UmTage troden und zeitweise heiter. gegend.( Nachdr. verb.) K..hlere Nacht, morgens eimas nebelig, am Für Deutschland: Auch in Mittel und Ostdeutschland Befferung des Wetters. KINO TAFEL Steglitz 6.30, 9 U. Urania- Theater Fm Kosmos- Lichtspiele Bühne Wrangelstr. 11( 1 Min. v. d. Köp. Brücke) Lichtenberg, Lückstraße 70-73 Die Frau auf der Feiter Der Mann m. d. eisergen Paust Titania- Palast Beginn: Woch. 7. 9 Uhr Sonnt. 3, 5, 7 u. 9 Uhr Steglitz. Schloßstr. 5, Ecke Gutsmuthsst. Ein Mädel und ihre drei Clowns Bühne: Kaßner, 50 Min. Illusion Bußtag: Der Katzensteg Lichterfelde- West Hi- Li Hindenburgdamm 58a Der Schechspieler Ein Mädel vom Zirkus Einschließlich Bußtag Südwesten Bußtag Kassenöffg. 5 Uhr, Anfg.5 Uhr il- Palast Kammersäle Turmstraße 12 Heimkehr, 10 Akte mit Lars Hanson, G. Fröhlich Bußtag Kassenöffg. 5 Uhr, Anfg.6 Uhr Alexanderstraße 39-40 ( Passage) Revolutionshochzeit mit Diomira Jacobini, G. Ekman Bustag Kassenöffg. 5 Uhr, Anfg.6 Uhr Charlottenburg Schlüter- Theater Teltower Str. 1-4. W. 6, Sbd. 5, Stg. 4 U. Zuflucht mit Henny Porten Süden Th. am Moritzplatz Beginn: W. 5. 6.30. 9 Uhr, Stg. ab 4 Uhr. Der große Fritz- Lang- Film Kriemhilds Rache ( Nibelungen II. Teii) Jugendliche haben Zutritt Tempelhof Tivoli- Lichtspiele chiüterstr. 17 W. 7. 9.15, Stg. ab 4U. Tempelhof, Berliner Str. 97 Sein letzter Befehl mit Emil Jannings Der erste Kuß mit Werner Pitschau Bußtag: Seln letzter Befehl Schöneberg Anfang: W. 6.30, 8.45 U., S. 4. 6.30. 3.45 U. Die Heilige und ihr Narr Bußtag Anfang 6 Uhr Die Heilige und ihr Narr Jugendliche haben Zutritt Südosten Bußtag ab 6 Uhr Der Student ven Prag Neukölln Primus- Palast Hermannplatz Heut spielt der Straus ( Der Walzerkönig Auf der Bühne: Abwege mit Brigitte Helm Monty der Wüstling Bühnenschau Bußtag: Feme Moderne Lichtspiele Wilhelmstraße 78-79 Der Katzensteg Sein Hund Bußtag ab 6 Uhr Schwarzer Adler Frankfurter Allee 99 Norden Alhambra Müllerstraße, Ecke Seestraße Razzia Beiprogramm und Bühnenschau Bußtag: Die Heilige und ihr Narr LSP Lichtspiele am Senefelderplatz Ein Prack- ein Claque- ein Mädel Kleine Affären große Leute bußtag 10 Tage. die die Welt erschüttern Metro- Palast Ernest und Yvonne, das mondane Woch. 5, ca. 7 u 8,45, Stg. 3. ca. 3, 7u.& 45 U. Chausseestraße 30 Tänzerpaar Bußtag Alraune mit Brig. Helm Beginn 6, 7,55, 9,15 Uhr Passage Lichtspiele Neukölln, Bergstraße 151-152 Revolutions hochzeit Bühnenschau Bußtag, Anfang 6 Uhr Revolutionshochzeit D. kleine Sklavin m Gr. Mosheim Belprogramm, tir. Bühnenschau Bußtag: Goldrausch mit Chaplin Pharus- Lichtspiele Viktoria Lichtbild- Th. Müllerstr. 142 Frankfurter Allee 48 Woch. 5, ca. 7 u.8,45, Stg 3, ca. 5,7 u. 8,45 U. Wech. 5, ca. 7 u. 8.45, Stg. 3, ca. 5,7u.8,45 U Sein letzer Befehl mit Emil Jannings Bühnenschau Bubtag. Anfang 6 Uhr Sein letzter Befehl Osten Germania- Palast Frankfurter Allee 314 Die Verschwörer Berlins schönste Revue Alles für euch Bußtag La Bohème mit Lilian Gish Beginn der ersten Vorstellungen: Revolutionshochzeit Bühnenschau Bußtag. Anfang 6 Uhr Revolutionshochzeit Friedrichsfelde Kino Busch Beginn täglich 5, 7, 9 Uhr Alt- Friedrichsfelde 3, Ecke Rosenf. Str. Du sollst nicht ehebrechen mit A. v. Schlettow( auch Bußtag) Matrosenliebchen m. Lya de Patil Bühnenschau Nordosten Wochent ab 6 Uhr, Sonnt ab 3 Uhr, Elysium" lhambra Beg W. 6.30% Filmeck Beginn W.: 5.30 Uhr Luna- Filmpalast S. ab 3 Uhr höneberg, Hauptstr. 73 Stephan 150 Des gr. Erfolges wegen verlängert Der geheime Kurier. mit Iwan Mesjakin Große Bühnenschau Bußtag: Der geheime Kurier itania( uta Schöneberg Ufa uptstraße 43 6.30, 9, S. 3.13, 5, 7, 9C Meine offizielle Frau D. lotzten Tage v. San Franzisko Budtag ab 6 Uhr: Chicago S.: 3 Uhr Skalitzer Straße, am Görlitzer Bahnhof Gr. Frankf. Str. 121 Dienstag: Liebe im Kubstall Bühnenschau Mittwoch bis Sonntag: Revolutionshechzeit Luisen- Theater Reichenberger Straße 34 Ribo. der Rächer Sundige Jugend Bühnenschau Bußtag: Geschlecht in Fesseln Intern. Bühne Der Weg allen Fleisches m. E.Jannings( auch Bußtag 6 Uhr) Die Frau m. d. Peitsche( Senorita) Concordia- Palast Andreasstraße 64 Harald Lloyds llebe Schwieger. mama Brand in Kasan Bühnenschau Bu tag: Der Katzensteg Prenzlauer Allee 56 Geschlecht in Pesseln Bühne: deut geht's los( verlängert) Bußtag: Geschlecht in Fesseln Chang Weißensee Schloßpark flin- Stine Beriner Allee 205-210 Geschlecht in Pesseln mit W. Dieterle Der Schrecken von London Bühnenschau Bußtag: Geschlecht in Fesseln Das gottlose Mädchen Auch Bußtag, Beginn 6- Uhr Gesundbrunnen ,, Alhambra" Badstraße Seine stärkste Waffe mit Harry Piel Bühnenschau Bußtag: Leben und Laufbahn einer Filmkünstlerin mit Henny Porten Der Fall Crinquebille Ballschmieder- Lichtsp. Badstraße 16 Dienstag: Heut spielt der Straus D.e Mädchenfarm mit Tom Mix Bußtag Stacheldraht mit Pola Negri D. Leibeigenen m. Heinr. George Donnerstag: Die Verschwörer Der Todesritt bei Bellizona Bühnenschau Humboldt- Theater Badstraße 19 Adam u. Evs m. Reinh. Schünzel Große Bühnenschau Bußtag: Geschlecht in Fesseln Die ven der Straße leben Kristall- Palast Prinzenallee 1Alt- Heidelberg Bühnenschau Bußtag: Alrauue. Brigitte Helm Der Fall Crinquebille. Bühnel PROGRAMM Marienbad- Palast Rialto" Film u. Bühne Reinickendorfer Str. 14( am Wedding) Zuflucht mit Henny Porten Belprogramm und Bühnen schau Bußtag: Zuflucht Nordwesten Welt- Kino Alt- Moabit 99 Geschlecht in Fesseln Gutes Belprogramm Bußtag: Geschlecht in Fesseln Pankow Palast- Theater Breite Str. 21 a Bußtag: Lill'an Gish Beg. 6.30. 9 U. D.r scharlachrote Buchstabe Große Bühnenscnau Tivoli, Pankow Berliner Straße 27 Brand in Kasan Bühne: Mandolinen- Chor( Fink), 40 Mann Niederschönhausen Film- Palast Blankenburger Str 4 Heimkehr( auch Bußtag) Als Dreijähriger durch Afrika Jugendliche haben Zutritt Reinickendorf- Ost Bürgergarten- Lichtsp. Hauptstr. 51 u. Lindauer Straße. Beg. 6.30 Geschlecht in Fesseln Rasputins Liebesabenteuer Reinickendorf- West Ala- Filmpalast Scharnweberstr. 67-68 Heimliche Ene Achtung Brennstoff Bühnenschau Bußtag: Ledige Mütter reb auß C tag prä laffe Ern fchl Ste pro Neu eröffnet! ito min fid faid folg