Morgenausgabe 45.Jahrgang frt Nr. 557 05 A 282 cen. gent ach als feit mg, urg ind ier LIS em Seft mer als 11 Böchentlich 85 t, monalfid 3,60 DR. im poraus zahlbar. Boftbezug 4.32 einfl. Bestellgeld. Auslandsabonne ent 6,- R. pro Monat. * Der Borwärts erscheint wochentag lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, bie Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend, Illustrierte Beilagen Boll und Zeit" und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Wissen". Frauen Stimme". Technif". Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts Vorwärts Berliner Boltsblatt Sonntag 25. November 1928 Groß- Berlin 15 Pf. Auswärts 20 Pf. Die etnipaltige Nonpareillezeile 40 Pfennig. Reflamezeile 5.- Reichs mart. Aleine Anzeigen das lettge brudte Bort 25 Pfennig zuläffig zme fettgedruckte Borte), jebes weitere Bort 12 Bfennig. Steuengesuche das erste Bort 15 Bfennig, jedes meitere Wort 10 Pfennig. Borte über 15 Buchstaben gählen für zwei Worte. Arbeitsmartt Reile 60 Pfennig. 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In der Berufungsverhandlung der Feststellungs: flage in der nordwestlichen Gruppe vor dem hiesigen Arbeitsgericht verkündete der Vorsitzende, Oberlandesgerichtsrat Dr. Kramer nach etwa zweistün diger Beratung des Gerichts folgendes Urteil: Auf die Berufung der Beklagten wird das Urteil bom 12. November dahin abgeändert: Die Klage wird abgewiesen und der Kläger verurteilt, die Kosten zu tragen. Der Wert des Objektes wird auf eine Million Mark festgesetzt. Die Unternehmer legen Revision ein. Düsseldorf. 24. November.( TU.) Nachdem das Landesarbeitsgericht Duisburg in der Berufungsinstanz zuungunsten des Arbeitgeberverban des Nordwest entschieden hat, wird, wie die Tele graphen Union erfährt, von dieser Seite das Reichsarbeitsgericht angerufen werden. Von Arbeitgeberseite wird erneut betont, daß es sich für den Arbeitgeberverband Nordwest in dem gegenwärtigen Streit nicht um einen rechtlichen, sondern in der Hauptsache um einen wirtschaftlichen Kampf handle, der durch den Ausgana des Redutsitreites nur unwesentlich beeinflußt werde. # Unbeschadet des Ausganges der Berufungsverhand. lung vor dem Duisburger Landesarbeitsgericht werden entsprechend der Vereinbarung vom lekten Dienstag die Verhandlungen beim Düsseldorfer Ne sierungspräsidenten zur Beilegung des Eisen ftreites voraussichtlich am Montag fortgeführt werden. Eine amtliche Einladung des Regierungspräsidenten liegt allerdings zurzeit noch bei feiner der Parteien vor. # Selten ist ein Urteil von größerer Bedeutung gefällt worden, als gestern das Urteil des Landesarbeitsgerichtes Duisburg, das in zweiter Instanz den sogenannten Rechts ftandpunkt der Unternehmer meggefegt hat! Die Entscheidung, daß der Schiedsspruch rechtmäßig gefällt und die Berbind lichkeitserklärung zu Recht ausgesprochen worden ist, gibt ben Ausgesperrten einen rechtlichen Anspruch auf die in diesem Schiedsspruch vorgesehenen Lohnfäge. Die gemerfschaftlich organisierten Arbeiter waren mit den Sägen diefes Schiebsspruches nicht zufrieden. Sie haben sich jedoch dem Recht gefügt. Die Unternehmer wollten ihnen diese Lohnfäße verweigern. Sie haben die Arbeiter wegen ihres Festhaltens am Recht auf die Straße geworfen. In menigen Tagen sind es vier Wochen, daß die Unternehmer 230 000 Arbeiter auf das Pflaster geworfen haben! Die Unternehmer haben geglaubt, die Arbeiter burch den Druck des Hungers in die Knie zwingen und von ihren Rechtsansprüchen abbringen zu können. Sie haben bei den Düsseldorfer Berhandlungen den Berfuch unternommen, troß des für verbindlich erklärten Schieds: pruches von den Arbeitern eine Vereinbarung zu erreichen, bie beträchtlich hinter dem Schiedsspruch zurückblieb. Nach dem Urteil von Duisburg werden bei kommenden Berhandlungen die Vertreter der Gewerkschaften mit Recht die Frage aufwerfen tönnen; wozu noch die Aussperrung? Die Fortsegung der Aussperrung würde deutlicher als alles andere zeigen, daß es den Unternehmern um einen Rampf nicht um das Recht, sondern gegen das Recht geht! Aber vielleicht besteht im Unternehmerlager die Absicht, die Aussperrung mit der Begründung fortzulegen, daß zunächst das Urteil der legten Instanz, des Reichsarbeitsgerichts, abgemartet werden müsse, vielleicht haben die Führer der Scharfmacher troß der Reichsunterstügung noch eine Hoff nung, daß fie bis dahin die Arbeiter flein friegen tönnten frog der Rechtsgültigkeit des Schiebsfpruches. Der 3pnis mus, mit dem die Aussperrung vorbereitet und durchgeführt prben ist, steigert sich vielleicht auch noch zu dieser letzten Brutalitait Die Scharfmacher stehen nach diesem Urteil vor der Entscheidung. Ihr Kampf war von vornherein ein Kampf Sie wollten die Machtprobe, gegen den Staat. gleichpiel, ob der Schiedsspruch für verbindlich erklärt merden würde oder nicht. Sie wollten auf das Recht pfeifen und die Faust zeigen den Arbeitern wie dem den Arbeitern wie dem Staate. Sie haben zunächst die Rebellion gegen den Staat als eine Rechtsfrage mastiert. Aber noch ehe eine Entscheidung der ersten Instanz gefallen war, fonnie man in der Bresse der Unternehmer mit großer Deutlichkeit lesen, daß es fich für die Unternehmer weniger um eine Rechtsfrage handle als um die Proflamierung eines Notwehrrechtes der Wirtschaft gegen den Staat. Man hat sich von Anfang an alle Möglichkeiten offen gelaffen, um auch nach einem Unterliegen in der Rechtsfrage den Kampf fortsetzen zu können. Die im Anschluß an das Urteil ver: breitete Meldung der Telegraphen- Union scheint andeuten 3 mollen, daß sich die Unternehmer nun auf dies Notwehr recht der Wirtschaft gegen den Staat zurückziehen wollen. Notwehrrecht der Wirtschaft gegen den Staat, profíamiert von den Scharfmachern an der Ruhr, das heißt: Proflamierung des Rechtes zur grenzenlofen Ausbeutung, selbst gegen die Gefeße des Staates, das bedeutet die Proffamierung des Grundjages, daß die Geseze bes Staates nur für die Besiglosen da sind, während die Befizenden ihre Willkür den Besitzlojen aufzwingen dürfen. Notwehrrecht gegen den Staat: Man fann das, was sich hinter dieser Formel verbirgt, auch deutlicher sagen: Recht auf Revolution! Es ist ein Staatsstreich, mas die Führer der Scharfmacher an der Ruhr durchführen wollien. Sie wollten mit dieser Aussperrung das Schlichtungsrecht zerbrechen. Sie wollten die Tatsache aus der Welt schaffen, daß der Lohn des Arbeiters heute zu einem guten Teil ein politischer Lohn ist. Sie fämpfen gegen den sozialen Inhalt der Demokratie. Sie wollen sie denaturieren. Sie wollen es auf eine Kraftprobe zwischen dem anwachsenden politischen und sozialistischen Bewußtsein der Arbeiterschaft und der wirtschaftlichen Vormachistellung der Führer der großen Konzerne ankommen lassen. Das Notwehrrecht der Wirt fchaft gegen den Staat, das fie proklamieren, bedeutet in Wahrheit einen Versuch, die mahre Verfassung Deutschlands von heute zugunsten der Unternehmer abzuändern. Haben die Scharfmacher an der Ruhr wirklich gehofft, daß zwölf von ihnen auf die Dauer sich als stärker erweisen fönnten als das deutsche Bolt mit seiner demokratischen Verfaffung? Wenn die Unternehmer sich mit der Absicht tragen follten, ihren Kampf fortzuführen, unabhängig von der Entscheidung der Rechtsfrage, so beschwören sie eine grundfäßliche Entscheidung herauf. Dann wird die Forderung, daß der Staat dem Angriff auf das Recht mit den schärfsten Mitteln entgegentreten muß, allgemein werden. Die Unternehmer werden sich darüber keiner Täuschung hingeben, daß heute schon in breitesten Volksfreisen der Gedanke gebilligt wird, daß wirtschaftliche Unternehmungen, die in solchem Maße mit dem Wohl und Wehe des Bolkes und der Wirtschaft verbunden sind, nicht der Willkür einiger Weniger ausgeliefert sein dürfen. Wenn sie die Aussperrung fortjeßen wollen, dann müssen sie damit rechnen, daß diese Einsicht zu gesetzgeberischen Taten drängt! Die Begründung des Urteils. Zur Begründung des Urteils macht der Vorsitzende, Oberlandes gerichtsrat Dr. Kramer, folgendes geitend: Das Gericht ist zu der Auffassung gekommen, daß sich Baragraph 21 Abfaz 4 und 5 im Rahmen der Schlichtungsverordnung vom 30. Oktober halten. Da teine Einigung zwischen den Parteien zustande lam, wurde der Schlichterkammer ein neuer Spruch auf erlegt. Es wurde ferner festgestellt, daß bei der Fällung des Schiedsspruches bei dem Kollegium das Mehrheitsprinzip erforder. lich ist. Aus diesem Grunde fonnte der Kläger mit seiner Behaup. tung, daß der Schiedsspruch deshalb ungültig sei, weil er nur mit der Stimme des Borfigenden abgegeben sei, teinen Erfolg haben. Es ist weiter zu beachten, daß der Spruch, ben der Bor ligende der Schlichterfammer vertünbet, unan tast bar ist. Dieser Staatsatt tann nicht mit der Begründung des fehlerhaften Zustandekommens des Schiedespruches aus der Welt geschafft werden. Es könnte höchstens geltend gemacht werden, daß die Schlichterkammer nicht richtig zusammengesetzt war. Der Vorsitzende erklärt, weiter, die Tatsache, daß ein Tarifvertrag an sich noch bestehe, schließe nicht aus, daß Interesse bestehen fönnte, eine neue Vereinbarung zu treffen. Das in solchen Fällen der Staat nun gezwungen wäre, nicht einzugreifen und sich nicht zur Verfügung zu stellen, würde ja eine Ohnmacht des Staates bedeuten. Der vorliegende Streitfall zeigt, wie notwendig das Schlichtungsverfahren sei und daß das Bestehen einer Gesamtvereinbarung nicht das Schlichtungsverfahren im Sinne des Gesetzes verhindert. Gerade die staatlichen Schlichtungsstellen haben die Aufgabe, einen bestehenden Tarifvertrag abzu ändern, um eine flarere Fassung zu erhalten. Das Gericht hat weiter die Frage des Einbruchs in den Rah mentarif geprüft und gelangt zu der Auffassung, daß bezüglich des Affordlohnes ein Einbruch vorliegt, und zwar aus dem Grunde, weil Baragraph 9 Artikel 2 ausdrücklich bestimmt, daß der Berdienst geregelt ist. Es liegt somit ein Einbruch vor nach dem ganzen Inhalt bes Paragraphen, der feststellt, daß bei weiteren Bulagen eine tarifliche Aenderung stattfindet. Reparation- Koalition. Die Notwendigkeiten der Außen- und Innenpolitit. rung und den Regierungen der früheren Alliierten ist nun Der Meinungsaustausch zwischen der deutschen Regiesoweit gefördert, daß mit einer baldigen Bildung des Sachverständigenausschusses und mit der Aufnahme seiner Arbeiten zu Beginn des neuen Jahres gerechnet wer den kann. Die Aufgabe des Sachverständigenausschusses wird sein, die Fähigkeit Deutschlands zur Zahlung von Reparationen festzustellen und Vorschläge zu machen, wie die Zahlungen endgültig geregelt werden sollen. Ganz unabhängig da von bestehen die Auffassungen der ausländischen Regierungen über ihren Finanzbedarf und über ihr Recht, die nötigen Summen von Deutschland einzutreiben. Ein Sachverständigenausschuß, der unvoreingenommen an seine Arbeiten herantritt, kann dies nicht tun mit dem Vorjah, die Leistungsfähigkeit der zu prüfenden Wirtschaft in einer bestimmten Höhe zu bestätigen. Er darf nicht handeln wie die Militärärzte während des Krieges, die eine bestimmte Anzahl von Leuten auszumustern hatten und die darum befehlsmäßig Kriegsfrüppel und Kranke für friegsdienstfähig erklärten. Daß er auch nicht in den entgegengejezten Fehler verfallen darf, ist ebenso selbstverständlich. Man darf in Deutschland von den unabhängigen Sachverständigen keine Gefälligkeiten erwarten. Man darf sich auch nichts versprechen von einem Bersuch, durch Schwarzmalerei ihr Urteil zu beeinflussen. Die im Ausland vielfach bestehenden, geradezu phantastischen Borstellun gen von der Leistungsfähigkeit Deutschlands können nur durch ganz nüchterne Tatsachenfeststellungen bekämpft wer den, nicht aber durch eine Art von Stimmungsmache, wie sie von der sog.„ nationalen Opposition" aus angeblich nationalen Gründen beliebt wird. Die Sachverständigen können weder vollstreckbare Richtsprüche fällen noch rechtswirksame Abkommen schließen. Gie fönnen nur Urteile abgeben und Vorschläge machen, die für die Regierungen, nicht verbindlich sind. Die Entscheidung über die materielle Auswirkung wird erst in den Berhandlungen fallen, die nachher die Regierungen untereinander zu führen haben werden. Es besteht feine Möglichkeit, Deutschland zur Anzwingen, nahme einer Lösung zu die über Das Londoner Abkommen von 1924, über die sogenannte Dames- Regelung, irgendwie hinausgeht. Deutschland soll endgültige Berpflichtungen übernehmen und unter Umftänden auf die Transferbestimmungen, die feine Währung schüßen, verzichten. Jede deutsche Regierung und jede Reichs tagsmehrheit ist verpflichtet, vor der endgültigen Entschei dung fehr forgfältig zu überlegen, ob die vorgeschlagenen Menderungen im Berhältnis zu dem bestehenden Zustand vorteilhaft sind oder nicht. Das einzige, was heute schon feststeht, ist, daß die Nationalisten aller Länder nach getroffenem Abkommen ihren Regierungen schändlichen Verrat an den nationalen Interessen norwerfen werden. Das wird getragen merden müssen, wie zumal die deutsche Außenpolitik bisher alles Berratsgeschret der Unentmegten sehr gut ertragen hat. Es ist tein Zufall, daß die Verhandlungen über die endgültige Regelung der Reparationsfrage nach dem großen Wahlfieg der deutschen Sozialdemokratte im Mai d. 3. in Gang gebracht worden sind. Durch ihn hat die Politik der Berständigung auf dem Boden wirtschaftficher Vernunft einen neuen starken Antrieb erfahren. Die Sozialdemokratie, die Bertreterin der breiten arbeitenden Maffen, die meitaus stärkste Partei der Republik, fann und will nicht fehlen, mo über außenpolitische Schidials fragen des ganzen Bolles entschieden wird. Sie wird an den Berhandlungen führend beteiligt sein durch den sozial demokratischen Reichsfangler und den sozialdemokratischen Reichsfinanzminister, denen sich der Dollsparteiliche Außenminister als dritter im Bunde zugefellen wird. Es sind also vor allem die Notwendigkeiten der Außen politif, die zwei so weit voneinander verschiedene Parteien mie die Sozialdemokratie und die Deutsche Volkspartei zu gemeinsamer Arbeit zusammenführen. Kommt es zur Bildung der Großen Koalition, so wird die Uebereinstimmung über wichtige nächste Aufgaben der Außenpolitik die stärkste Grundlage für sie abgeben. So ist es wiederum tein Zufall, daß auf der legten Tagung des volksparteilichen Zentralvorstandes der Außen minister und wiedergewählte Parteivorsigende, Herr Stresemann, am lebhaftesten für die Große Koalition eintrat. Er meiß. doß er für die tommenden sehr schmeren Berhandlungen eine breite Barlamentsmehrheit braucht, die ohne die Sozialbenintratte niát zu haben ist. Nun tönnte die Sozialpemotratie freilich, wie das schon in früheren Zeiten geschehen ist, eine mittelparteiliche Re gierung wegen ihrer Außenpolitit stützen, ohne durch Be teiligung an ihr einen Teil der Verantwortung figibar mitzuübernehmen. Die Sozialdemokratie ist aber nicht ge millt, einer Mittelregierung Hilfsstellung zu leisten und zu gleich auf jede direkte Einflußnahme auf die Politik des Reiches zu verzichten. Die Koalitionspolitif hat in der Sozialdemokratie Anhänger und Gegner. Richtiger gefagt, die Meinungen über Umstände und Bedingungen der Roalitionspolitik find vers schieben. denn die Koalition um jeden Preis hat ebenso wenig Anhänger mie die Opposition um jeden Preis. Aber gibt es darüber auch Meinungsverschiedenheiten, so herrscht boch annähernd vollkommene lebereinstimmung darüber, daß das Tolerieren und Unterstützen einer Regierung ohne Sozialdemokraten das dürftigste aller politischen Aushilfs mittel ist und bei der gegenwärtigen Stärke der Partei gar nicht in Betracht tommt. 2 Deutsche Volkspartei toalitionsbereit. Das Resultat der Sitzung des Zentralausschusses. Der 3entralporsand der Boltsportet hielt ant Freitag und Sonnabend feine Tagung ab. In einem Vortrag über Organisationsfragen bebauerte Staatsfetretär Remptes, baß ber Boltspartei in der Reichshauptstadt ein Barteiblatt fehle. Darauf berichtete Außenminifler Dr. Stresemann über die politische Lage. Er wotes die Auffassung, daß man der Sozialdemotatie in der Reichsregierung allein die Verantwortung übertaffen folle, mit Entschiedenheit zurüd, ba eine derartige folierung zu nisten führen müsse. Die Kritik am parlamentarischen Syftem bürfe einer Radifalisierung dieser Partet und einer Stärkung der Kommu nicht zu sinnlosen Vorschlägen führen. Das gelte besonders für die Frage der Stärkung ber Stellung des Reidsprafi. benten. Man werde aus dem Amt des Reichspräsidenten stets das machen fönnen, was die Bersönlichkeit des Reichspräsidenten aus dieser Stellung selbst made. Die Auseinanderiehung mit dem Stahlheim habe nichts zu tun mit seiner Stellung zu diesen Fragen, sondern sie ist wegen jener Stahlhelm- Botschaften erfolgt, in denen er? lärt wird, daß der Stahlhelm den bestehenden Staat baffe. Die Bolkspartei fordere ein anderes Wahlrecht unter Aufrechterhaltung des Verhältniswahlrechts, aber unter Bertleine rung der Wahltreise. Wir erftreben programmatisch den Einbeitsstaat. Beiter fet die Boltsvartei einmütig in der Auffassung, daß eine Mitarbeit der Partei auch an der preußischen Regierung erwünscht ist. Die Frage werde augenblicklich überschattet durch die Auseinandersekungen über den eventuellen Abschluß einer Vereinbarung zwischen Preußen und der Kurie, eine Frage, zu der man Stellung nehmen müsse unter dem Gesichtspunkt der Partei, die auf dem Boden religiöser Duldsamkeit stehe und einen vernünftigen Ausgleich zwischen ben Intereffen des Staates und der fatholischen Mitbürger erstrebt, aber tatholischen Stirde auch auf die e pangelifche Bandestire die finngemäße Anwendung einer folchen Bereinbarung mit ber perfange. In bezug auf die außenpolitische Lage verwies Strele mann auf die Erklärungen, die er im Reichstag abgegeben habe.. Ms Rebner der Landtagsfraktion bestätigte ba. Stenbel, daß die Bondtagsfraktion einmütig die große Soalition müniche, menn sie zu tragbaren Bedingungen zu haben fet. 99 Es folgte eine Diskussion, in beren Verlauf Dr. Jänede Hannover ertlärte, bas bisherige Schlichtungsfystem fei nicht aufrechtzuerhalten. Große Beunruhigung habe ber im Reichsfinanzminifterium aufgetauchte Plan einer 25prezentigen Erbfchaftssteuer erregt. Major a 3. a Gilfe führt als Berbindungsmann bes " Stahlhelm" aus: Es ist zuzugeben, daß im Stahlhelm eine Reihe von Sachen vorgekommen find, die nicht gedeckt werden fönnen. Es wird unsere Aufgabe sein, dies in Ordnung zu bringen. Abg. Dr. Kriege erklärte, er babe den Austritt der Partei aus der preußischen Regierung vor zwei Jahren für einen Fehler gehalten. Darauf wurde einstimmig eine Entschließung zur Außenpolitit angenommen, in der es heißt: Wir befennen ändigung über die Schuldenregelung, au den Abmachungen von uns zu der Bolitif, die zum Abbruch des Ruhtlampjes, zu der Ber Locarno, dem Eintritt in den Böfferbund und zur Unterzeichnung Spricht. Herr Strejemann hat von einer zu schließenden Berbes Relloga- Baties geführt hot nunftehe gesprochen. Auch wir tönnen die zu bildende Roalition nicht anders auffassen, wobei mir uns nachbrüdlich als Anhänger einer leichteren& ösbar? eit auch der politischen Ehen befennen. Die notwendige Dauer der Ge meinschaft wird aber am besten dann zu erzielen sein. wenn mon sich über die vorhandenen, auf verschiedenen Klaffeninteresjen beruhenden Gegensäge auf beiden Seiten voll tommer flar ift. Solche Gegenfäße bestehen zunächst nicht auf dem Gebiet der Außenpolitit, auch nicht auf dem ber Kultur. politit, zu der die legte volksparteiliche Tagung eine beach fensmerte Resolution angenommen hat fie bestehen dafür in starfem Maße auf dem Gebiete der Wirtschafts, Sozial- und Steuerpolitit. Wenn die Sozialdemofratie trop diefer Gegenfäße foalitionsbereit ist, so nur des halb, weil es bei dem gegebenen Kräfteverhältnis der Par teien teine Kombination gibt, aus der sie mehr für die Erfüllung ihrer grundsäglichen Forderungen erhoffen kann. Sie hat feinen Grund zu verschweigen, daß sie auf jenen Gebieten als unbequeme Mahnerin wirfen will, und daß au ihnen die Meinungsgegenfäße oft hart aneinanderstoßen merden. Bir sind in die Regierung gegangen und sind unter Umständen bereit, auch in die Koalition zu gehen, um für Die arbeitenden und notleidenden Massen des Boifes zu erreichen was irgend zu erreichen ist. Um zu glauben, wir täten es zu dem 3med, Arbeiterinteressen an die Trustbourgeoisie zu verraten", muß man schon ein Rommunist sein. " Das Ergebnis unserer Werbemo che hat bewiesen, baß der Beffimismus jener Genoffey unberechtigt war, bie ba meinten. unfere Beteiligung an der Reichsregierung müsse zu einem Bersiegen unserer Werbekraft führen. Zugegeben, Saß jede Koalitionspolitit in gewiffem Sinne ein Wagnis ift- wir lönnen schon auch etwas wagen: wir sind dazu Hart genug! London und das deutsche Memorandum Keine Schwierigkeiten ersichtlich. Condon, 24. November. Bie Reuter erfährt, hat die vorläufige Prüfung des gestern dem Schaßfanzler übergebenen deutschen Memorandums zur Reparationsfrage allgemein den Eindrud herporgerufen, daß das Memorandum teinerlei Schwierigteiten ergibt und daß jeht der Beg frei sein dürfte, um zwischen den intereffierten Mächten eine Vereinbarung über die Antwort auf die ursprüngliche beutiche. Note herbeizuführen. Ruhige Auffaffung in Paris. Paris, 24. November.( Eigenbericht.) Die von den Pariser Blättern aufgestellte Behauptung, daß Deutschland die Forderungen der Alltierten in der Reparationsfrage in Bausch und Bogen ablehne und eine Berständigung in Frage gefiellt fei, ist völlig aus der Buft gegriffen und wird auch an hiesiger zuständiger Stelle feines pegs geteilt. Der beste Beweis hierfür liegt in dem limstand, daß bie Berhandlungen ungestört weiter gehen. Zwischen den beteiligten Regierungen findet zurzeit ein Meinungsaustausch über die Faffung einer Einladung an bie Bereinigten Staa. ten zur Teilnahme an der Sachverständigenkonferenz statt. Der Temps" schreibt am Sonnabendabend, es sei augen scheinlich, daß die deutsche Auffaffung der französischen, englischen. belgijdjen unb italienischen entgegenstünde. Man habe npch niemals einen Schuldner gefehen, der von vornherein mit feinen A findlichtett unserer Kreditlage festgestellt worden sei. Auf die Aust perrung ging Dr. Curtius birelt nicht ein. Er erflärte aber, baß bei der gesamten Konjunkturlage eine allgemeine 2ohnbewegung ein Unglüd, ihr ngangbringen eine Schädigung der Gesamtwirtschaft bedeute. Er habe das Recht, so zu sprechen, weil er in der Vergangenheit den Wiederaufbau der Arbeits- und Rauffraft der Maffen und die Anteilnahme der Arbeiter am ftergen den Ertrag der Wirtschaft für notwendig gehalten und unterstüt Arbeit, immer wieder erneute Bufanimenführung der zu deren Ber habe. Entspannung der Gegenjase amifchen Rapital und tretung organisierten Kräfte und Berbände jei eine unabmelsliche Pflicht der wirtschaftspolitischen Führung. Ein wertvolles Instru ment zu diesem 3wed erblide er in dem Reichswirtschaftsrat. Dar über hinaus habe er den Wert und Nußen der Gemeinschafts arbeit mit den Gemer tjhaften in zahllosen Fällen er tannt und benutzt. Wenn die freien Gemertschaften Wirtschafts demokratie propagierten, so möchten in unserer Wirtschaftsstruktur manche demokratischen Elemente steden, man werde auch die gefunde Tendenz betonter wirtschaftspolitischer Einstellung nicht verfennen dürfen Im ganzen aber sei Wirtschaftsbemotratte", wie sie von dem Vertreter der Gewerkschaften Raphtali entwickelt werbe, teine geeignete Blattform zur Berständigung und auch in zahlreichen Einzelforderungen unausführbar. Abg. Graf Kanik, der ehemalige deutschnationale Ernährungs minister, erklärte, die verständigen Landwirte hätten es fatt, der Deutschnationalen Partei weiter nachzulaufen, die ihnen immer nut unerfüllbare Versprechungen gemacht habe, und die fich immer wie der in die Opposition drängen und damit von einer aftiven Hilfe für ihre Parteimitglieder ausschließen lasse. In den Kreisen der Land wirtschaft jei noch reicher Boben für die Deutsche Boltspartei.( Leb after Beifall.) Die wirtschaftspolitische Entschließung forde er umfassendes Es folgt die einstimmige Annahme zweier Entschließungen: Agrarprogramm, meitreichenden Shuz des mittelständischen Ge merbes gegen Auffasgung jomie auf allen Wirtschaftsgebieten größt mögliche Erleichterung brüdenber Angaben und Lasten, Pflege ber Kapitalbildung und planmäßige Förderung der Spartätigkeit. Es heißt in ihr zum Schluß: Wir erstreben den Ausgleich der Intereffen und insbesondere die Entspammung der Gegensaze zwischen Kapitel und Arbeit. Mir find zu weitgehender Berständigung bereit, feheit aber in dem unflaren Schlagwort von der Wirtschaftsdemokratic nicht die geeignete Blattform. Wehr denn je erscheint uns heute die Betonung der verantwortungsbemuhlen Bejönlichkeit in Staat und Wirtschaft notmendig. Phrasen, so bleibt an tatsächlichen Forderungen übrig: Die to m Entfleidet man die Entschließung zur Sozialpolitit ihrer mende Arbeitsfuggefesgebung muß den leinen und mittleren Betrieben genügend Bewegungsfreiheit und Anpassungs möglichfeit geben; die unerläßliche Reform der Sozialner Richtung potwärts getrieben warden, insbesondere musß die Bagatell fierung auß in der von der Reichstagsfrattion gewiejeren ihädenvergütung zugunsten persönlicher Selbftineranturortung ein geidräntt werden. Die Deutsche Bolfspartei befämpft ine Lonpolitit, die ohne Rüdsicht auf ben Ertrag der Wirtschaft das einzige Ziel in einer Erhöhung der Löhne sieht. Die Deutsche Boltspartel nerlangt eine enderung des Salto in der Tarifpolitif die freie Vereinbarung von Solleftin verträgen. gegenüber ber bisherigen Schlichtungspraris in den Bordergrund ju den Die Deuliche Boltepartei verlangt, daf Reich und Staat nicht parteilla in Wirtjáaftstämple eingreifen und dadurch die Staatsauforität erichüttern.(!) Zur Rontorbatsfrage wurde einstimmig eine Ent fchließung angenommen, die den Ausführungen Stresemanns eni Der Sentralporstand nahm hierauf ein Refarat des Wirtschaftstungsmefens. Alle Bestrebungen müffen darauf hinausgehen, ministers Dr. Curtius entgegen, in bem er mitteilte, baß im gegenwärtigen Reichstabinett schon bei der Beratung der Regie tungsertlärung übereinstimmende Auffaffung über das Nachlaffen der Konjunthir und barous folgende nermehrte Arbeitsinfigfeit, über die schmachen Stellan unferer Wirtschaftsstraftur und über die Emp. Gläubigern über bie Sahlung feiner Schußen einig gemelen fel. Benn dem so mare, jo mare es nicht notwendig, eine Sachver ständigenkonferenz zur Auffindung einer für alle annehmbaren Formel zusammenzurufen. Man tönne fich fogar fragen, ob es note mendig fei, in dieser Weise schon von vornherein die Grundlagen des ganzen Problems zu diskutieren, da doch die Parteien von vornherein geneigt schienen, ihren eigenen Standpuntt ver treten. Andererseits sei dies natürlich logisch, und wenn jeder feine Auffassung flar präzifiere, so feien zum mindesten teine Ueberraschungen zu befürchten. Regierungsfrise in Bayern? trise zu tommen, deren Auswirkungen noch nicht zu übersehen " herein ber Rahmen für den Solabbau und die ihm norausge gangenen Beratungen im Reichswirtschaftsrat fehr eng gezogen waren waren die handelspolitisch vermeribaren und umstrittenen in buftriellen Barengruppen, fowie die Agrarzölle blieben von der Nachprüfung ausgeschaltet so werden von den 3offenfungen die für die industriellen Produktionstoften, für das Breisnipeau und die Lebenshaltung der Maffen entscheidenben Bo fitinnen taum betroffen, sondern zumeist nur Waren non wirtschaftlich untergeordneter Bedeutung. Immerhin enthält die Ronelle, auf die wir nach Borliegen bes Gejaßestegtes noch ausführlich eingehen werden, für eine Reihe michtiger Industriedemitalien, die trog ber vielbeteuerten freihändlerischen Einstellung der deutschen chemischen Industrie bis her auf sehr hohem Niveau gehalten wurden, Abichläge; besgleichen find für eine Anzahl non Zegtil- und Metallimaren, beren zeit in den Zugusverordnungen wie in der einen Solfnopelle Bollfäge durch teilweise mehrfache Erhöhungen in der Nachkriegs übermäßig überhöht waren, Herablegungen morgesehen. Die Folgen des Steuervereinheitlichungsgesehes. München, 24. Nopember.( Eigenbericht.) Auf Grund der Annahme des Steuerpereinheit lichungsgefeges im Reichsrat und später wohl auch im Reichs: tag broht es in Bayern zu einer teilweisen RegierungsMan wird im ganzen gesehen, den 3ollabban, als eine find. Finanzminister Dr. Somesale hat in feiner Statsrede in Korrektur des deutschen Zalltarifs unter Beseitigung der wirtschaft der vorigen Woche erflärt, daß nach seiner Auffassung mit der lidh feinesfalls mehr zu rechtfertigenden Ueberhöhungen zu betrach Annahme des Steuerpereinheitlichungsgefeges her letzte Rest von ten haben. Auch diese, gemiß night tief eingreifende no Finanzhoheit und von steuerlicher Selbständigkeit der Bänder bewendige Revision ift den protektionistischen Interessenten, die in her feitigt würde. Da Dr. Schmelzle als der eigentliche Erfinder und Bürgerblofregierung Obermasser botten, noch zu meit gegange Treiber des weißblauen Föderalismus in feiner heutigen Spiel Die 3ollfenfung it fo lange mie möglich verschleppt worden art angesehen merden muß, murde seine Erklärung im Landtag affären die Deuidnationalen meiter am Ruder geblieben, jo vare gemein dahin gedeutet, daß er bei einer positiven Berabschiedung des Steuervereinheitlichungsgefeßes fein Amt als banerischer Finananinifter niederlegen werde. Diefe Deutung wird nunmehr von dem führenden Drgan der Bayerischen Volkspartei, bem Bayerischen Kurier", als burchaus richtig bestätigt. In dem Kommentar des Blattes zu den Reichsratsbeschlüffen wird außerdem auf das lebhaftefte bebauert, daß sich bei den Ab ſtimmungen feine Einhelligkeit der Auffassungen der süddeutschen Länder erreichen ließ. Mit ter Annahme des Gesezes im Reidys tag fei zu rechnen, allerdings habe sich das Zentrum noch nicht feft gelegt, in welcher Richtung es sich entscheiden werde. Db die bayerische Regierung schon nach Erledigung des Geleges im Reichstag oder erst nachdem die angenommenen Steuergefeße fich in einer für die Länder ungünftigen Beise auszuwirken be gonnen haben, an den Staatsgerichtshof wenden wird, steht im Augenblid noch nicht feft.. Eine Zollfenfungsaktion. Bon grundsätzlicher Bedeutung. Die Bolfenkung erblidt nunmehr, anderthalb Jahre, nachdem der Reichswirtschaftsminister diese Attion angefündigt und einge leitet bat. bas Licht der Welt. Der Gefeßentwurf zur Ausführung der Beschlüsse der. Weltwirtschaftskonferens wird in Kürze, nachbem ihm vorgeftern der Reichsrat zugeftimit hot, an den Reichstag zur Berabschiedung gelangen... In der Ronelle find für 141. Bofitionen des deutschen Soltarifs Herabjegungen vorgesehen. Da durch die alte Regierung van porn 11 f C 9 m g g 3 3 al δε 2 er 21 3 75 hi Ic to bi fe tr 111 es id Σ die Novelle mahl in den Whenschränken des Wirtschaftsministeriums notiftändig begraben morben. Es liegt uns fern, hie wirtschaftlicht Tragweite ber jest norgenommenen 3o0jentung zu überschäzen immerhin ift durch sie eine Abfehr non dem bisherigen 3ollowi rüftungsinitem vallzogen, und durch diese Renifion im tleinen et Ic ben die großen Arbeiten für den endgültigen Zolltarif mesentlich ſt erleichtert. fernationale Ronvention zur Abschaffung der Ein n Der Gelegentwurf enthält ferner noch hie allgemeine in Ausfuhrverbote und die Sondervereinbarung über die Ausfuhr no Häuten und Fällen, sowie Knochen. Diese Konventionen müssen von den Barlamenten der beteiligten Staaten genehmigt werden und sollen dann nach Ratififation durch die achtzehn beteiligten Staaten am 1. Ottober 1929 bain 1. Januar 1930 Wirffamfeit et langen. Raum Einigung mit Calonder, schon nere polnijoe Schitanet Am deutichen Enzeum und Mäbengymnasium in Rottorik die Borstandswahl des Elternrats rigt bestätigt und dieler gleid zeitig aufgelöst worden. Sämtliche weiteren Sigungen b Elternrates werden für ungefeglich erflärt und Strafverfolgun angebrobt. Einige Anträge für die Minderheitsschule, bie im a geftellt und von einer Frau unterschrieben worden waren, find fir ungültig erflört worden! bundfers 3 et min außenminister ist Profeifor Ballobum Die neue fetiche Regierung unter der Leitung des Bauer faßt außer dieser Bartei nach Angehörige ber Mationalen Bauer partei, der Deutschen Frattion, der Jungianamirte und der lett gallischen Demokraten. he m ge De dr R B Ttr. 557* 45. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Sonniag. 15. Aovember 1925 Wir Toten, mir loten sind größere Heere SN» ihr aus der Erde, als ihr aus dem Meerel Wir pflügen das Aeld mii geduldigen Taten. Ihr schwinget die Sicheln and schneidet die Saaten, Und was wir vollendet und was wir beginnen. Das füllt noch dort oben die rauschenden Bronnen. Und all unser Lieben und hassen and hadern. Dos klopft noch dort oben in sterblichen Adern, Und was wir an gültigen Sähen gefunden, Dran bleibt aller irdische Wandel gebunden, Und unsere Tön«. Gebilde. Gedichte Erkämpfen den Lorbeer im strahlenden Lichte, Wir suchen noch immer die menschlichen Ziele— Drum ehret und opfert! Denn unser sind viele! A. S- M« y e r. wachsen— hunderte von Morgen, ganze Rittergüter bereiten sich aut die Ausgabe vor. der MosestSt des Todes zu dienen. Wie anders der alle städtische Friedhof, out den jetzt die vier-, sünlstöckigen Häuser bliScn. und der längst volldesetzt ist! Freilich, die großen Männer des Voltes, die Führer in dem Vesreiungskampf des Prnlc- tariats wird man auf chnen nicht suchen dürfen— sie schlummern in der Erde der großen Masiensriedhöfe und monchan unter den j wegen personlicher Trauer Gekommenen wird es an dt« Plätze ziehen, wo ein Wilhelm Liebknecht, ein Singer, ein Auer ihre Ruhestätte fanden. Aber die schönen Worte Konrad Ferdinand Meyers in seinem Spruch aus die Toten sprechen auch von denen, deren„Töne, Gebilde, Gedichte" den Lorbeer erkämpfen. .Helden des Geistes. Verkündcr der Kunst— auch sie gehören zu den Lieblingen des Volkes. Millionen von Menschen pilgern heute dort hinaus, wo groß» Friedhöfe jahrein, jahraus die Toten aufnehmen. Falls die Familien nicht zu der kleinen Schar gehören, die noch über Plötze in altüber- koiumenen Erbbegradnisien verfügen, finden die Verstorbene» kein« Unterkunft mehr aus den im Stadtgebiet befindlichen Kirchhöfen—. selbst in kleinen Stödten und auf Dörfern, wo von allersber um die Kirche ein graßer Begröbnisplog sich hinzog, Hot man sich gc- 'Nötigt gesehen, neu« Unterkunstsstellen für jene zu schaffen, deren irdisch« Laufbahn ihr Ende erreicht Hot. Stätten des Friedens. Die neue Zeit, die mit den, Siegeszuq der Technik hereinbrach. bat Jahrzehnte hindurch auch die Industrialisierung des Gräber' schmmks auf dem Gewisse«: D«r Reichtum des Verstorbenen kam .Nicht mehr, wie einst im alten Rom, durch prunkvoll», in Fest« aus- artend« Begröbnisfeierlichkeiien zum Ausdruck, sondern in dem für dir Nachwelt sichtbaren Kunsterzeugnis, de» über dem Grabe sich tthob. Nur war es meist Fabrikware, jener übermalten Photographie ähnlich, die in Offizier- und Beamtenkastnos der wilhelminischen Epoche ungenierten Eingoß fand. Das jetzige Künstler- geichlecht Hot gegen, diese„polierten Steinungetüme" solange Sturm gelauseiu daß nunmehr von einsichtigen Fnedhofsbebörden«in leiser Zwang ausgeübt werden dari, um P r o tz e n h a s i t g k e t t fern- .öu h o l t.« n. Grobschmuck und Tlaturgestolwug sollen auseinander abgestimmt sein— das alte lhohgrabmal, wie es die Dörfer auf den Gräbern aus dem 15. Iahrbuniert zeigen, und der rauhe Stein, der unsere städtischen Vorfahren zu den künstlerisch so reizvollen Epstophen verwandten, sind wieder zu Ehren gekommen. Ställen de, Friedens sollen e» sein, nicht Beslamehallen. aus denen Unser« Lieben ihre letzte Ruhe ii lüden. Waldsriedhrfe. ilrneichaine sind entstanden, die voll sind vom Zauber sanst verklärter Trauer. Die Ausmaß« dieser neuen Degröbnisplätze sind ins Unermeßlich« ge- Wo Dichter und Schauspieler ruhen... Umrauscht von dem geschäftigen L-eben'dcr Millionem'todt dehnen sich an der Velle-Alliance-Stroß« die Kirchhöfe der Zerusalemer-, Neuen, und Dreifalligkellsgemeinde aus. Hier findet sich das älteste Schauspielerdenkmal Berlins, dem Andenken des berühmten Fleck gewidmet. Als Mitglied der Döbbelinschen Gesellschaft war er nach Berlin gekommen: bald wurde er Regisseur und dann Teilhaber an der Direktion der zum Nationalchcater erhobenen Bichn«. Er starb 1801; z» seinen Glanzrollen zählten Lear, Shylock, Götz«. vi Aus der Inschrift des erneuerten Denkmals fei zitiert: „Dem harisinnigen Aller, dem bespotteten Sonderling, dem höfischen Schmeichier-Volk hielt er treu den Spiegel vor und die Toren erröteten. Der Leidenschaften Flamme, des Hochsinns Adel, der Tugend Göttergestalt prägte er mit des Genies Schwünge staunenden Hörern ins Herz und das Lasier bebte." Erneuerung fand auch d.,s 1822 von 24 Freunden gesetzt« Denkmal für E. l. iL hoffmonn, den genialen"Schriftsteller, der von der Cbamissos einsames Grab. U i K ; !' m Vi! l ! • AvI I W I th i, ."Ä"t � 1 Das Grab des Gespenster-Ho ff mann. setzsgen Generation wieder hoch in Ehren geHallen wird. Der von einer„Grabdenkmolfabrik" geliefert« neu« Stein trögt die all«, nun allerdings nicht mehr ganz possende Inschrift: „C. T. W. Hofsmami gcb. zu Königsberg 24. Januar 177S, gest. zu Berlin den. 22. Juni 1822, als Kainmcrgcrichtsrat, au?- gezeichnet im Amte, als Dichter, als Tonkünstler, als Maler. Ge- widmet von feinen Freunden." Eine dem Volke noch immer teure Gestalt, Adalbert von Ehamisjo ist ebenfalls hier bestattet— neben ihm ruht seine kurz vor ihm verstorbene Gattin. Zwei berühmte Tote aus der Zeit der Freiheitskriege sind Aug. Wllh. Zsfloud. gest. 22. September 1814, und Friederike llnzelmauv, spätere Bcthmann. gest. 16. August 1812. die einst von de» Berlinern vergötterte Tragödin. Jsslond Hot sich als Direktor des National- theoters, später als Generaldirektor aller königlichen Schauspiele. Verdienste um das Berliner Theaterlebsn in schwerer Zeit erworben. Die Bethmonn glänzte sowohl in tragischen Rollen, wie in der Dar- siellung koketter Weltdamen. Ihr zur Seite ruht ihr zweiter Sohn M! I«Jl» Soldat Surren. iXotnan oon©tptg Don bct Ä ring. Copz-riglit K«27 by J. dl. Spaetb Vsrlaf, Berlin. Noch kurzem Ueberlegen beschließen wir. das tote Pferd hier auf seiner Straßeninsel einzugraben, fassen die Spaten und umzeichnen dicht hinter seinem Rücken eine zwei Meter lange Grube. Eine Weile arbeiten wir schweigend und kommen gut vorwärts. Danach entdeckt Hohn, daß Albering bestimmt seinen Spaten hat, und es gibt«inen Zank. „Ich sehe sehr gut. daß der Griff auf deinem Spaten fest ist," sagt de- Schuster feindselig und hält in der Arbeit inne. Er schlägt mit der Hand aus den Griff seines Spatens. um zu zeigen, daß der wackelt, und da Albering schweigend weitergräbt, gerät er in Wut:„Dieser ist kaputt— du weißt es ganz gut. du Hund! Gib mir meinen wieder, los!" Nun richtet sich auch mein Kamerad auf. sieht Hahn scharf an und sagt:„Bin ich dein Hund. Hcchn?— Dein Teckel? Dein Schäferhund? Dein Bernhardiner?— Dos kann nur durch Zweikampf geschlichtet werden. Fechter- stellung!" � �-.. Dem Hahn schwillt die Zornader. Den gegen ihn er- hobenen Spaten ober wehrt er leicht m,t semer«chusterhand ab und näselt verächtlich:„Die schönen Worte der«chul- Meister, die alles wissen. In dieser stolzen Kompanie muß Man sich verschiedenes gefallen lassen, die Spaten werden geklaut „Ihr alle,'hr alle! deklamiert Albering, indem er gegen Hahn vorrückt. „Vergesset des DakerÜmds Traurige Notwehr. Verbissen im Zweikomps. Nicht schont ihr der Glieder So nötige Bereitschaft.' Dies heitere Zitat des Mimen Steinbera bringt eine einzigartige Wirk �g hervo" Hahn wirdplötzl� blaurot m, Gesicht, er trampelt mit den Füßen, seine Schellfischaugen drücken olles und nichts aus. Dazu fallt ihm noch die Muße vom Schopf, der sich borstig hebt. Er.st e.n wirklicher Hahn gibt ocker keinen Laut von sich- Er brauchte aus niemand Rücksicht zu nehmen, aber er k a n n einfach nuht krähen. .„Halt die Mütze fest, er platzt." mnrmeli wem Kamerad. Drd wir machen uns wieder an die Arbeit. Aber er platzt nicht und kräht nicht, sondern beruhigt sich sehr rasch, als er sieht, daß wir ihn nicht weiter beachten. Daß er sich beim Graben sehr anstrengt, kann nicht behauptet werden. Es liegt am wackeligen Spaten» Nach einer Weile beugt sich der Schuster über den Kaps des Pferdes und zieht aus dem einen schwarzen Ohr einen Zettel. „Da haben wir etwas gefunden, Suhren." sagt er freundlich und. gibt ihn mir. Aus dem Zettel stehen die mii Bleistift gekritzelten Worte: Dies ist der Müsch aus Nohra»,«in getreues Pferd, grabet ihn ein.— Hahn fordert den Zettel zurück, er will ihn sich ausheben. Auch er sammelt Andenken an den Krieg. Der Müsch aus Nohra» hat freilich davon nichts, aber sein Fahrer mag beruhigt sein, das gewünschte Grab vertieft sich. Alle drei arbeiten wir emsig bls mittag, auch Hahn, trotz seines wackelnden Spatengrifts. Schreibstube und Feldküche haben sich unfern in einem Birkenwäldchen niedergelassen: wir gehen zum Essen hin- über. Da wir wieder zur Straßeninsel zurückwaten, fällt mir ein Buch ein. dos von Franz Hofftnonn ist. Wenn ich als Zunge meine Vokabeln gelernt hatte, las Tante Marie mir aus diesem Buche vor. Auf ihrem Tisch lag eine Deck«. die aus lauter Holzstäbchen bestand und aufgerollt werden konnte. Immer sah ich beim Zuhören auf dt« abwechselnd Selb und braun belegten Holzstäb-, und sie schienen mir einen erbstlichen Rohrwald nachzumalen. Denn immer war in diesem Buche von Rohrau die Rede. Rohrau war ein Dorf, wo ein Knabe aufwuchs, der gern Pferde in die Schwemm? ritt. Der Kleine hieß Joseph Haydn. Noch lieber freilich machte er Musik; sie hatten eine Zither, und er spielte darauf, wenn die Pferde in den abendkühlen Groswiesen von Rohrau wieherten. Wir graben und graben. Aus der Richtung des Ge- schützdonners. der von Stunde zu Stunde anschwillt, kommt auf der Schlammstraße daher ein einzelner Mann, dessen unsicherer Gang uns auffällt. Da er bei uns stehen bleibt, erkenne ich ihn als den Maurer, mit dem ich im Mai in LaOn gewesen bin. Cr ist lustig, und in einem seiner Knopf- löcher hängt der begehrte Zettel mit dem roten Strich(»er- mundet und transportfähig). „Seid ihr auch von der stolzen Vierten, Kameraden?" ruft er.„Sagt mal, wann geht die nächste Bahn von hier wetz?" „Wissen wir nicht," antwortet man,„bist du verwundet?" »Das soll wohl sein!" lacht er.„Und zwar eine, die bis nach Deutschland reicht. Ich gehe jetzt heim." Unsere Straßeninsel hat sich im Laufe des Tages- ! getrocknet, und so setzt sich der Maurer auf ein Weilchen bei uns nieder. „Stinkt er nicht, der Gaul?" fragt er. nachdem er sich eine bequeme Lage ausgesucht hat.„Von dem Gestank habe ich nämlich genug, da vorn stinkt es wie die Pest." „Liegen da auch so viele Pferde?" fragt Hahn. „Pferde? Nee, Pferde nicht, aber Menschen." Er holt eine kleine angebissene Steckrübe aus seinem Brotbeutel und beginnt zu knabbern. Albering, der ihn von allen Seiten betrachtet hat, sagt:„Du hast wohl«inen Schuß ins Maul gekriegt— sonst sehe ich kein Loch an dir." „Nicht?" bläst der Maurer und spuckt einen Mund voll Zerkautes ins Pferdegrab.„Dann guck dir mal meine Stiesel an." Wirklich, jeder Sticselschaft hat zwei winzige Schuß- löcher, die Kugel ist also rein-rarts-rcin-raus gegangen. Da- mit ist der Maurer Ist Kilometer gelaufen. Er memt ober: „Da laufe ich noch weiter mit, wenn's nach Fjause geht." Wir sind ganz seiner Meinung und fahren eine Weil« mit der Arbeit fort. Hahn verstreut die ausgeworfene Erde in die nächsten Wasserlöcher. Albering fragt: Und wieviel Russen host du kalt gemacht, seit du von unserer Kampimi« fort bist?" „Weiß nicht, habe keinen gesehen, hatte aus einmal die Geschichte da weg und ging ob.— Aber sagt mal, wird nicht bald so«ine Bahn ankommen?" Da ich mich umsehe, wird im Norden über den Wälder- rücken«in weißer Qualm sichtbar, der sich verstärkt. Es ist ein Zug. Der Verwundete stellt sich vorsichtig auf die Beine und läuft in Richtung zur Station davon, die Steckrübe in der Hand. Wir machen keine Paule, würden ober gern mit- rennen, mitsprmgen, mithüpfen, mstschweben ins Loch des großen Feiertages. Trübselig und mit neidischen Gedanken an den Maurer sehen wir den Zug herankommen und halten. Es stehen Gs- schütze darauf, die mit Tuchbahnen ülterzogen sind. Wieder gibt's nahezu einen Zank, denn Hahn will schon auf diese Entfernung von mehreren hundert Metern erkenne» könne«. daß es die Oldenburger Artillerie ist. Niemand widerstreitet ihm, trotzdem es offenbarer Unsinn ist, denn die Olden- burger Artillerie ist längst vorn. Hohn kann wohl Gedanken lesen, er fragt argwöhnisch:„Denkt ihr. daß die Oldenburger schon vorn sind?— Das ist falsch, sie sind nicht vorn. Meinst du es. Albering?" Albering meint es, er läßt sich verleiten, zu sag«»:„Ich höre es am Knall" (Forssetztm? folgt.) ! ■ i : > " 1 V . 1■.,?: t r r.'■ V! i Friebrich Bubwig Ungelmann, ber Bahnbrecher für die deutsche Salz fchnißlunst murde An das ältere. Berlin erinnert auch das denkmalgeschmückte Grab Sarl Helmerdings. Er war ein Repräsentant jener glüdlidjen Zeit, da die Frage, we die neue Posse im Ballnertheater eingeschlagen habe, alle fontigen Ereigniffe in den Hintergrund drüdte. Is gebildeter Haustnet, Aftienbudifer",„ Registratar auf Reifen" lebt er in der Berliner Theatergeschichte fort. Undece Bühnenfünftler, die hier dat legten Schlaf tun, find Theodor Döring, Carl Berndal und Frau Feleb- Blumauer, einst gefeierte Stügen des föniglichen Schauspielhauses, die durch ihr Darstellertalent den fürchterlichen dramatischen sinn, der sich auf der von Hülsen geleiteten Musterbühne" bremachte, einigermaßen erträglich er fcheinen ließen. Georg Enga's, der ausgezeichnete Komifer, tag: schon in die neue Zeit hinein. 99 " Den Uebergang zu den Bertretern der Muff mag die Schwester Felix Mendelssohn- Bartholdy machen, die kunstsinnige Fanny Hensel: Gedanken gehen und Lieder hrauf zum Himmelreich" lautet pin mit Noten verfehener Vers auf dem Grabstein. Der medienreiche Bruder Felix Mendelssohn- Bartholdy ruht ihr zur einen Seite, zu der anderen, der Gatte. Frau Anna Sachfe- Hofmeister, gest 1904, Theodor Reichmann, geft 1903, Frau von Boggenhuber, geft. 1888, Theodor Krolop, der Gemahl der legtgenannten, wer Don ben älteren Berliner Musikfreunden hätte diese Namen nicht in guter Erinnerung. Bie die Boggenhuber gelegentlich der Berliner Erstaufführung von„ Tristan und Molde"( 1876) Bagners damals noch heftig umfämpfte Kunst zum Siege führte, so hat auch Reich mann große Berdienste um den Meister. Er war 1882 zur Mitwirtung bei den Parsifalaufführungen nach Benreuth geladen und riß durch seinen„ Amfortas" den Komponisten und das Publikum zu stürmischen Beifallsäußerungen hin. Den Namen Bagn er treffen wir noch einmal hier an, auf dem Dentstein, der das Grab Carl Taufigs, gest. 1871, des genialen Blanisten und Schülers Franz Liszts, schmidt. Das von Richard Wagner verfaßte Gedicht lautet: Reif fein zum Sterben, Des Lebens zögernd sprießende Frucht Früh reif sie erwerben In Lenzes jäh erblühender Flucht, War es dein Loos, war es tein Wagen, Wir müssen dein Loos mie dein Wagen beflagen. Roch viele andere Größen der Kunst und Wissenschaft shlummern hier: Stimmungsvolle Denkmäler, Urnen, Säulen aus Sandstein, reicher deforativer Schmuck von Buften, Genien, durch die leise Melancholie der Verwitterung von den zulegt zugefügten modernen Grabsteinen sich abhebend, versezen den Besucher in jene romantisch meihenolle Stimmung, die uns eine meitere Berszeite Konrad Ferdinand Meners andeutet: Darum ehrt und opfert! Denn unser sind viele!" Die Tragödie des 73jährigen. Schüsse im Gerichtssaal. Die Berhandlung des Landgerichts I durchbrachen am 18. Auguft fünf Revolverschüsse. Der Läter mar ein 73jähriger, weißhaariger, Die Millionengeschäfte Damms. Ein Opfer dunkler Kreditvermittler? Seine während die Untersuchung der merkwürdigen Millionen-| wird, in die Rete eines ganzen Bermittlertonfor geschliste des Regierungsrats Damm vom Berband tiums geraten sein, unter dem sich Ramen von anerkannt schlechtem der öffentlichen Feuerversicherungsanftallen durch die vom minlerium eingefekten Kontrolliuftanzen mit allem Nach brud ihren Fortgang nimmt, werden immer weitere Einzelhelfen diefer neuesten Standalaffäre befannt, aus denen fich gewiffe Schlüffe hinsichtlich der Motive des Regierungsrats Damm bei seinen Finanzoperationen ziehen laffen. Zunächst wird in eingeweihten Bank- und Finanzkreisen der Einwand, daß es mit den Geistest räften des suspendierten Berbandadirektors nicht ganz in Ordnung fet, erheblich in Zweifel gezogen. Bon allen Seiten wird bestätigt, haß Damm fich bei den Berhandlungen mit den Interessenten durchaus vernünftig, iar und fachlich benommen und sich über die zur Rede stehende Materie sehr gut orientiert gezeigt habe. Meistens führte er die Berhandlungen selbst, wiederholt erschien aber zu den Konferenzen auch einer feiner Beauftragten, und zwar ein anderer leiten ber. Beamter bes Berbandes. Im übrigen wirb Damm, der Jung gefelle ist und in den 50er Jahren steht, das Zeugnis ausgestellt, daß er selbst durchaus bescheiben aufgetreten fet und feinen großen Aufmand getrieben habe. Es hat aber ben Anschein, als ob er seinen Aufsichtsinstanzen unter allen Umständen greifbare Erfolge seiner Geschäftsführung vorweisen und auf der anderen Selte auch die er heblichen Mehrkosten einbringen wollte, die der Bau des überaus prachvollen Berbandshauses in Dahlem gegenüber dem ursprüng lichen Boranschlag verschlungen hatte. Bei diesen Bestrebungen fall nuun ber Berbandsdirektor, mie non gutunterrichteter Seite versichert der ba Ge Der me ich fog Ruf befinden. Diese Bermittler, mit deren Tätigkeit man sich in diesem Zusammenhang wohl noch mehr zu beschäftigen haben wird, dürften Damm zu feinen unbegreiflichen Millionentransattionen ver anlaßt und ihm dabei tesenverdienste für den Berband it Aussicht gestellt haben, was natürlich gleichzeitig auch recht erhebliche Provisionen für diese Mittelmänner bedeutete. Tatsache ist jeden do falls, daß der Regierungsrat felbft unternehmungsluftige Bontkreist das immer wieder mit neuen Projekten überraschte. fo u. a. mit dem Blan, ganz Deutschland mit einem neuen Leinsamen nach dem foge nannten Linusit- Berfahren zu versorgen, zu welchem Zwede Dam andauernde Zusammenarbeit mit jenem Vermittlertonfortium hat die Hilfe der Reichstrcbitanstalt in Anspruch nehmen mollte jedenfalls dazu geführt, daß einige Bantiers den unternehmungs rftigen Verbandsdirektor ganz unzweideutig vor Geschäftsbeziehun gen mit jenen dunklen Elementen gewarnt haben, worauf Dam quch versichert haben soll, daß er sich mit diesen Leuten nicht ein laffen werde. Im übrigen bemühen fich unseres Biffens hinter der Wissens Kulissen einflußreiche Persönlichkeiten, barunter ein Staats minister a. D., um den Berband zur Anerkennung fetner Berpflich tungen zu peranlassen und damit Schädigungen der in diefe Trans attionen vermidfelten Interessenten zu verhindern, um jo mehr, als anbernfalls umfangreiche Schadensersagprozesse brahen. Der Leid tragende bei den Finanzoperationen Damms wird, da taum alle diele Geld afte ohne Berlust abzuwidein find, lediglich der Ber band der öffentlichen Feuerversicherungsanstal | ten sein. 1 nicht wieder hinein, als das Gericht eine einfimeilige Berfügung| taten an. Die Namen der anderen Beleitigten mollen sie nicht erties. Anläßlich eines Termins in dieser Angelegenheit durchbrachen fennen. Nach dem Verhör wurden die llebeltäter ihren Eltern nun die Schüsse die feierliche Handlung bes Gerichts: der 73jährige wieder zugeführt. Schneidermeister tonnte nicht mehr an sich halten. Das Gericht verurteilte den 73jährigen Schneidermeister für die fünf Schüffe, die nicht trafen, unter Anrechnung der Untersuchungs haft, zu einem Jahr sechs Monaten und einer Woche Gefängnis. Paulchen, die liebe Unschuld. Er pfiff, und alle, alle famen. Trotz seiner Jugend mar der 13 Jahre alte Paul G. schon ein Bekannter der Kriminalpolizei. Als er ganze 11 Jahre zählte, begann der Knirps Diebereien auf odenmärfien, mo er den Frauen, die auf ihn nie den geringsten Berdacht hatten, die Portemonnaies aus den Taschen stahl. Man brachte den Schlingel in einer Anstalt unter; er enimich aber nach furzer Zeit wieder und trieb seine Streiche nach wie var. Es tam vor, daß er, wenn man ihn wieder einmal armischte, nicht meniger als 20 ge= Kohlene Bortemonnaies bet fich hatte, eine ansehnliche Leistung für sein Aliter. Jezt sahen ihn wieder Beamte der Taschendiebstreife auf dem Wochenmarkt in der Brenzlauer Straße, wo er, gewandt wie ein Aal, zwischen den kaufenden Frauen umherglitt und nach Beute ausspähte. Als die Beamten ihn greifen wollten, gerieten die Frauen, die Baulchen ja nicht fennen, in große Erregung und protestierten gegen die Abführung des unschuldigen Kindes". Als er später wieder in eine Anstalt gebracht werden Herbstfeier des Reichsbanners. Der Drtsperein Kreuzberg bes Reichsbanner Schwarz Rot Gold hatte gestern abend zu einer Herbit feier in den Clou gelaben. Auch diese Veranstaltung mar, mie bie im Borjahre, wieber außerordentlich start befucht. Um ben fünft lerischen Teil zu bestreiten, hatten sich der Männerchor Fichte Georginia" unter Wilhelm Knöchel und das Republitanische Sinfonie orchester unter Willi Kuhn in den Dienst der guten Sache gestellt! Kamen im ersten Teil die Mufiter zu ihrem Recht, so bestritten die Arbeiterfänger den zweiten. Beide fanden ein bankbares Bublikum. Nach den Darbietungen ging unter Beifallsfundgebun gen der Fahneneinmarsch vor sich. Im Zuge selbst wurden vielc Banner der Partei mitgeführt. Kamerad Weißbach begrüßte als Ortsvereinsvorsigender die Festgemeinde. Die eigentl de Feftrabe hielt Genoffe Philipp Scheidemann mit stürmischem Berfall begrüßt, erinnerte er an den unglüdseligen Ausgang des Krieges und an die Friedensbitte der Militärs. Die Staatsmaschine geriet ins Stoden. Wilhelm II. entflah nach Holland, während Luben darf sich in Schweben ein möbliertes Zimmer mietete. Die Ar beiterschaft ergriff die Regierungsgemalt, wie zuvor in Defterreich und Rußland. Herricht in Deutschland und Desterreich die Demo tratie, jo menden die neuen Machthaber in Rußland dieselben Mittel gegen unbequeme Gegner an, wie es einst das zariftische Rußland tat. Scheidemann streifte dann die ungeheure Schulden folib aussehender Schneidermeister, das Ziel der Schüsse ein in den beften Jahren stehender Dreher. Ihm war nichts passiert, der schießluftige Schneidermeister erhielt aber einen tüchtigen Schlag mit dem Spazierfted über den Schädel Die Berhandlung ging meiter, der Schneidermeister tam nach Moabit. Weshalb hatte er geschossen? Das versuchte jetzt das Landgericht I aufzuflären. Ohne großen Erfolg. Jedenfalls war es tein alltäglicher all nicht alltäglich durch das Alter des Angeklagten, durch den Ort der Handlung und durch eine Anzahl verschiedener anderer Umstände. Bor 26 Jahren hatte der jetzt dreiundsiebzigjährige Mann eine follte und der begleitende Beamte mit ihm aus dem Portal des last, mit der Deutschland kurz nach dem Zusammenbruch belastet Siebenundzwanzigjährige geheiratet. Er habe es schlecht getroffen, jagt er; glaubt man thr, so hatte sie es schlecht getroffen Sie habe fich weber um Kinder noch um haushalt gefümmert, um so mehr eber um fremde Männer. Bon diesen müssen auch unbedingt zwei von den drei Kindern stammen. Und je weiter, desto schlimmer tourbe es, je älter er wurde, desto mehr Prügel erhielt er, und an diesen Egetutionen beteiligte fich fchließlich auch fein er wachsener Sohn. Er war aber nur ein schmacher Mann; wollte er fort von der Frau, so meinte fie, er meinte mit ihr und blieb. So ging es 24 Jahre Dann plagte ihm die Geduld, und er reichte bie Scheidungsflage ein Drei verjährie Fälle des Ehe bruchs fonnten der Frau nachgewiesen werden. Die Ehe wurde Beschieben wegen Berrüttung. Troßdem blieben die Eheleute gufammen. Wegen der Wohnungsnot, sagt die Frau, und sie sagt noch verschiedenes anderes; z. B. daß nicht der Mann, sondern fie bie Schläge erhalten habe, und daß nicht sie, sondern er den jchlechten Charatter befäße, und schließlich behauptet sie noch, daß er es felbft gewefen fei, der ihr die anderen Männer gegönnt habe. Ja nicht bloß gegönnt, denn der Dreher, dem die Schüsse im Bandgericht gegolten haben, und der seinen Stod an dem Schädel des Schneidermeisters versucht hat, erklärte por Gericht, der Ehemann habe ihm einmal gefagt: Besorgen Sie einmal meiner Frau einen trammen Mann! Eigentlich lebten sie nun friedlicher als var ber Scheibung, erklärt bie Frau Mis der gefchiedene Chemann eines Tages in Abwesenheit der geschiedenen Ehefrau, um die Wohnung au renovieren, einen Teil der Möbel fortschaffte, warf sie ihn mit Hilfe ihres Sohnes aus der Wohnung und ließ ihn selbst dann Wer Präsidiums trat, stieß Baulchen einen gellenden Pfiff aus und wie aus dem Erdboden gewachsen standen drei andere Knirpse da, die einen Tumult in Szene fetzen und ihren Freund befreien mollten. Es gelang, diesen Streich zu verhindern. Der Junge hielt sich nie bei seinen Eltern auf, sondern schlief in einem Eisenbahntunnel am Gesundbrunnen. Ein Borkommnis beweist, daß man es mit einem gefährlichen Burschen zu tun hat. Eine Frau, bei der er vorsprach, fah zu ihrem Schrecken einen schweren Hammer bei ihm, der zur Ausbesserung von Radioanlagen sicher nicht dienen sollte. Als die Frau Miene madhte, um Hilfe zu rufen, weil sie einen Raubüberfall fürchtete, ergriff der Junge die Flucht und entfam. Die Köpenicker Friedhofsichänder ermittelt. wurde. Qie anderen Derbrochen haben. Nicht alles in der Republi Wir müssen das gut machen, was ist so, wie es sein sall: die Form ist gut, der Inhalt mangelhaft. Die Demokratie gibt unseren Gegnern die Meinungsfreiheit bis zur äußersten Grenze und liefert ihnen gewissermaßen die Möglich feit, den demokratischen Staat in müstefter Weise zu beschimpfen Während das Reich tief daniederlag, wurde das Reichsbanner ge gründet. Dieser großen Tat verdanken wir die Sicherung der Republik. Zum Schluß seiner Ausführungen mies Scheidemann auf den ungeheuren Ruhrkampf hin, wo menige Männer ver auf den ungeheuren Ruhrkampf hin, wo wenige Männer ver suchen, das Heer der Arbeitenden dem Hunger preiszugeben, um es gefügig zu machen. Mehr denn je heißt es daher: Augen und Dhren im Intereffe der Republik offen zu halten. Begeistert ftimmten bic Massen in den Hochruf auf die Republit ein Die Beilegung des Hakenkreuglers. Den Bemühungen der Kriminalpolizei ist es gestern gelungen, 3 bei Schüler zu ermitteln, die an dem Steinbombardement auf die Grabmale des jüdischen Friedhofes in der Malchomer Straße in openid teilgenommen hatten. Bon einer Köpenider Einwohnerin waren die Burschen, mie mir bereits mitteilten, bei ihrem Zerstörungsmert benbachtet morden. Gestern meldete sich ein weiterer Zeuge, ber eine ziemlich genaue Beschreiütemener beigesezt worden. Das Leichenbegängnis, bas bie bung der Täter geben fonnte. Auf Grund dieser Writteilungen tam die Polizei auf die Spur der jugendlichen Bandalen. Bisher wurden zwei von ihnen, ein 13 und ein 15jähriger Schüler, festgenommen. Nach anfänglichem Leugnen gaben beide ihre Misse Auf dem Friedhof am Tempelhofer eg in Schöne berg ist gestern der im Landmehrtanal ertruntene Nationalsoziali Anhänger Hitlers zu einer politischen Aktion benutzen wollten, if ohne ernstere 3wischenfälle verlaufen. Während de Transports der Leiche von der Hannoverschen Straße zum Friedh versuchten nationalsozialistische Trupps, sich entgegen dem Verbot des praktisch schenkt, schenkt doppelt! Fertige Betten Ueberlaken Wäsche- Kupons Metall- Bettstelle Weißlack- Möbel Guter Linon, mit handgezogenen 7.95 in Geschenkkartons Hohlsäumen, ca. 150x250. 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Wenn die Fahrpreise autb um einige Mark tewanfen, je nach dem Punkt, den man zu seinem Ausenthalt wählt, so kann man doch folgende Durchschnittswerte für Krisen ob Berlin nach irgend einem schon ziemlich tief in der Schweiz vrieaenen Winterkurort in Kalkulation setzen: 2. Klasse zirka SO M., 3. Klasse zirka 55 M. Da die neuen Liegewagen Z. Klasse recht kut. sauber und zweckmäßig eingerichtet sind, ist es vorteiihaster, 3. Klasse Schlafwagen als 2. Klasse Kupeeplatz zu fahren. Die Ichiveizerischen Hoteliers wissen allen Ansprüchen gerecht zu werden. 8ür jede, auch die bescheiden« Börse, findet sich Unterkunft. An Plätzen, die nicht gerade ausgesprochen« Weltkurorte sind,� wird wan in Hotelpensionen schon für 8 bis 10 M. wohnen können. Pie Fahrtdauer schwankt je nach dem Ziele, das man sich erwählt h:t zwischen 19 und 22 Stunden, so daß man, um sich nicht allzu- ichr zu strapazieren, gut daran tut, einen Schlafwagenplatz zu n-n. D'esrr kostet m der Z. Klasse 7.15 M. Mit einem weile- reu Vorurteil sollte man aufräumen. Man glaubt noch immer, die Schweiz käme lediglich für Leute in Frage, die irgendeinen Sport ausüben, die zum mindesten Ski oder Schlittschuh lausen können. Auch dos ist ein Irrtum. Die in Frage komnienden Orte liegen sämtlich inmitten der erhabensten Bergwelt und überall werden Spazierwege passierbar erhalten, von Engelberg aus z. B. noch den Wasserfällen, von St. Moritz nach Alp Giop und nach Alpirto, von wo aus man den prächtigsten Blick über das Ober« Engadin und die Majestäten der Bernina-Gruppe genießt. Auch bie Seilbahnen sind vielfach auch den Winter über in Betrieb. Bei Demneidung von Luxusausgaben, ohne sich� jedoch Zwang oufzuerlegen, wird man für einen etwa vierzehntägipen Aufent- holt in einem Schweizer Winterkurort mit 300 bis 400 M., Bahnfahrt Inbegriffen, rechnen können. Dafür tauscht man die fast ab- lalute Gewähr guten, sonnigen Winterwetters ein. Bei längerem Aerwellen verbilligt man sich den Durchschnitt noch mehr, da sich alsdann die Kosten für die Hin- und Rückreise auf länger« Zeit ver- l-ilen. �ckiVlirzwal�wnier. Wo sich ln der Südwestecke des Deutschen Reiche» das massig« Nittelgebirge des Schworzwaldes in einer Länge von ISO Kilometer und einer Breite von 70 Kilometer hinzieht, ist seit den neunziger Ä-hrcn das Schneereich, das alljährlich Winterjportler von nah und fern anzieht In ollen Teilen de- Schwarzwaldes finden sich bekannt« Dintersportplätze und Winterkurort« zwischen ZOO und l 5 0 0 M e t« r n. Ueberall haben sich Zentren des wintersportlichen Leben, gebildet, um die sich ein Kranz zahlreicher kleinerer Orte schmiegt Mit der Zunahme des Winterjportbetriebes in Deutschland haben sich auch die llnterkunftsverhälmisse erheblich verbessert. Die Stalselung der Häuser nach Qualität läßt eine Preisgesta?tung in ollen Preislagen zu. Die Anhänger der weißen Zunft, denen die »——— Geheimnisse des Schneefchuhsportes längst vertraut sind, finden ln den wintersportlichen Beranstoltunaen ein reges Betätigungsfeld. Da- neben kommt jedoch auch der Anfänger und Neuling zu seinem Recht. Wer nur als Kurgast kommt— und diese Klasse von Gästen nimmt von Jahr zu Jahr zu— wird durch das sportliche Leben in keiner Weise In seiner Bewegungsfreiheit beengt. Auch für ihn ist Sorge getragen, an geschützten Stellen Luft- und Sonnenturen zu machen und die Einsamkeit der Gebirgswelt auf Spaziergängen zu genießen. Die Verschiedenheit der Regionen der Gebirgswelt und die intensive Sonnenbestrahlung begünstigen in Verbindung mit dem milden Klima auch in heilwirksamer Hinsicht den Winteraufenthalt im Schwarz. wald.__ Die„er aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Leibi, Trubam, Eperl, Thoma usw. Man sollte vor diesen Ankauf war« nen, wenn auch zunächst alles sehr gut aussieht. Zroeisrilo, sind es vortreffliche deutsche Werke, die man erhalten würde. Aber dies« Meister sind sämtlich schon ausgiebig und in bester Qualität in der Nationalgalerie vertreten. Die Stadt Berlin würde damit als« eine Art zweiter Nativnalgolerie aufmachen. Dafür sind 3 Mil» lionen ober zu viel. Wir brauchen kein städtisches Ka»» kurrenzunternehmcn gegen staatliche Mus«»». Gegenwärtig hat die Stadt einen Fonds von 30 000 M.<1 Pvoz. jener Ankaufssumme) für Berliner Künstler zur Verfügung, mn ihnen, in möglichst vielen und klrinchen Sümmchen, zu Helsen. Da« ist gar nichts, es ist ein beleidigendes Almosen. Will und kann man für 3 Millionen Kunstwerke ankaufen, so wende man sie bei den Lebenden an. Es gibt genügend vortreffliche Künstler in Der- sin und in Deutschland, deren Arbeiten abzukaufen eine groß« Tat und ein gute» Geschäft ist. Treibt die Stadt Berlin Kim st Politik. so sammle st« zu einer Galerie der Lebenden, für die der Staat kein oder zuwenig Geld Hot. Aus der Partei. „Roboknik" in eigener Druckerei. Unterm Zarismus, aber auch unter der kaiserlich deutschen Besetzung wurde das polnisch-sozio- listische Zentralorgan„Robotnik"(Der Arbeiter), dessen Leiter so- lang« der vor kurzem verstorbene Genosse Perl war, illegal gedruckt. So wurden klein« Druckereien in Wilna, Lodz, Warschau, Riga und Kiew unterhalten. Am längsten wurde der„Robotnik" in Warschau, Foksalstroß«, gedruckt. Doch auch dies«„Bude" stöberten die zaristischen Schergen auf. Noch dem Wiederersteh«» Polens pachtet« der„Robotnik" eine Druckerei, die der Direksion der Staat«- druckereien gehört«. Wiederholt war das Erscheinen des„Nobotnik" infolg« der Schwierigkeiten, die die Regierungen dem Verlag« de- reiteten, gefährdet. Dabei wurden für die Benutzung der Einrich- tungen und Maschinen, die höchstens 100 000 bis 120 000 Zloty wert waren, 24 000 Zlöty jährlich Pacht gezahlt. Trotzdem mußt« es sich der Verlag anhören, daß er von der Gnade der Direktion der Staats- druckereien, also den jeweiligen Regierungen, abhängig sei. Es ist noch gar nicht so lange her, als das Plljudsti-Organ, der„Glos Prawdy", forderte, daß dem..Robotnik' die Pacht gekündigt werde. Unter solchen Bedingungen erschien der„Robotnik" SM Jahre. Nun ist es ihm gelungen, in der Wareckastraßs eine eigene Druckerei und Setzerei zu errichten. B l ü ck a u j zu Prcben, wie diese hier- das mu6 doch Husik sein für jede krau, die gern modern und schick aussehen möchte(und wer möchte da» nicht?) In diesem Kleider-Verkauf größten Stils, der am Moniag* d. 26. ds. beginnt, befindet sich sicherlich euch da» Kldd. das Sie für sich crtrSumt haben Sehen Sie zu. dafi c» Ihnen kein anderer wegschnappt.- Oraniemtr.40 Chauneettr.11 3 Köntatrafie 33 A« Oranlaaptats Mta»tcttlnar bahafeo« AmSaMitsof AlueecUfalatt , Parteinachrichten Einsendungen für diese Nubrik sind Berlin GB 68, Lindenstraße 3. für Groß- Berlin stets an das Bezirkssekretariat 2. Hof, 2 Trep. rechts, zu richten. 1. Recis Mitte. Dienstag, 27. November, Gigung der Stadt- und Bezirks. verordnetenfraktion, 20 Uhr, int Sigungszimmer des Bezirksamts Mitte, Klosterstr. 68. 2. Kreis Tiergarten. Dienstag, 27. November, 19% Uhr ,. erweiterte Kreisvorstandssigung bei Kriger, Butligste. 10. Die Geschäftsleitung trifft sich bereits um 19 Uhr ebenda. 4. Kreis Brenzlauer Berg. Dienstg, 27. November, 20 Uhr, Sigung des erweiterten Areisvorstandes bei Klug, Danziger Str. 71. 5. Kreis Friedrichshain. Achtung, Mitglieder! Montag, 26. November, 19½ Uhr. in Schmitts Gefelifchaftshaus, Fruchtstr. 36a, Eltern- und Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Vortrag: Die Eltern und die Kinderfreundebewegung." Referent Genosse Weinberger. Disfuffion. Erscheinen aller Eltern und Mitglieder erwünscht. Atung! Kreisvorstand und Abteilungsleiter! Dienstag, 27. November, findet die Kreisvorstandssigung in den Comeniusfälen, Memeler Straße 67, statt. pünktlich 19 Uhr. 7. Kreis Charlottenburg. Bezirksverordnetenfrattion mit fämtlichen Bürger. deputierten Montag, 26. November, 19% Uhr pinktlich, Rathaus CharTattenburg, Gigungszimmer 1. Dienstag, 27. Nov., 19 Uhr, ermeiterte Areisporflandsiigung im Zimmer 1 des Rathauses. Montag, 26. November, 20 ihr, werten die jungen Parteigenossen zu dem Vortrag des Genossen Mar König über Finanzen der Stadt" nach dem Jugendheim Rosinenstr. 4 gebeten. " 9. Areis Wilmersdorf. Die Wanderratten veranstalten Dienstag, 27. No. vember, 20 Uhr, in der Neuen Welt, Hasenheide, einen Seiteren. Abend" mit dem Programım: Rattengift. Karten zu 60 Pf. find zu haben beim Obmann des Bildungsausschusses, Genossen Michel, Aachener Str. 41. 11, Kreis Schöneberg. Der legte Bortragsabend des Dr. Denede findet trog der Kreismitgliederversammlung um 19% Uhr bei Will, Martin- LutherGtraße 69, statt am Montag. 26. November. 11. Rreis Schöneberg. Montag, 26. November, 20 Uhr, Areismit glieberversammlung in ber Schulanla geurigstr. 57 neben der Feuer. wache. Vortrag: Die politische Lage. Referent Ciegfried Aufhäuser, M. b. N. Mitgliedsbuch dient als Ausweis. Türkontrolle stellt die 78. Abteilung. Alle Genoffinnen und Genoffen müssen erscheinen. 12. Areis Ctealik, Lankmik, Lichterfelbe. Montag, 26. November, 19% Uhr, Fraktionsfigung im Rathaus Steglig. 14. Reis Reutölln. Areisfunktionärversammlung am Tonnerstag, 29. 910. nember, 19% hz, im großen Goale des Lofals Bergschloßhöhe, Raris, gartenstraße. Tagesordnung:„ Groß- Berliner Berkehrsprobleme." Referent Stadtrat Genosse Reuter. 15. Rreis Treptow. Mittwoch, 28. Rovember, um 19 Uhr, in BaumIchulenweg, bei Genossen Borgmann, Vortragsabend: Berfassung und Berwaltungsorganisation der Stadt Berlin." Referent Bürgermeister Genosse Grunow. Alle in der Kommune amtlich und ehrenamtlich tätigen Mit, glieder sowie alle Parteifunktionäre sind hiermit eingeladen. Mitgliedsbuch ist mitzubringen. 16. Areis. Kreisvorstandssigung am Mittwoch, 28. November, 19% Uhr, in Köpenid, an der bekannten Stelle. 17. Kreis Lichtenberg. Montag, 26. November, 20 Uhr, Sikung des Bildungsausschusses in der Bibliothek, Weidfelstr. 28. Alle Abteilungen müſen vertreten fein. 18. Arcis Weißenfee. Montag, 26. Stovember, 19 Uhr, Rathaus, Kleiner Gigungsfaal, Fraktionsfitung. Das Erscheinen der Mitglieder der Grundftildsbeputation ist unbedingt notwendig. 19. Kreis Bankow. Montag, 26. Stovember, 18% Uhr, Gigung der Bezirks. verordnetenfraftion mit Bürgerdeputierten im Rathaus Pankow, Zimmer 17. Morgen, Monteg. 26. November. 27. Abt. 19% Uhr bei Zeuge, Milaftr. 5, wichtige Funktionärsigung. 29. Abt. 20 Uhr Funktionärfizung bei Burg, Prenzlauer Allee 189. Die Beairtsführer werden gebeten, zu den Zahlabenden am Mittwoch einzuladen. 33. Abt. Heute Abrechnung der Wanderraten- Karten mit dem Rassierer. Bücherkreis- Treueprämien abholen. Es sind noch immer nicht sämtliche Treueprämien bestellt worden. 45. st. Die Funktionärißung fällt aus. Die Mitgliederversammlung findet am 29. November bestimmt statt. Näheres folgt. Es wird gebefen, zur Witgliederversammlung durch Handzettel einzulaben. 78. Abt. Schöneberg. Alle Mitglieder beteiligen fich en der Kreisverfemm fung am Montag, 26. November, in der Aula der Feurigsaule, Feurigftraße. Abteilungsversammlung am Mittwoch, 28. Ronember, fält aus. Die Funktionäre treffen sich Donnerstag, 29. November, bei König, Bring Georg- Straße. 86. Ast. Marienborf. Montag, 26. November, 19% Uhr, Funktionärsgung bei Mienbori, Chauffeestr. 19. Leipziger Str.97 30- Uhren Juwelen- Belmonte Königstraße 30 Sliberwaren. Größte Auswahl. Hochste Qualität. Billigste Preise. Goldwaren 35. Abi. Rentöln. Es find umgehend die Mitgliederlisten und Fragebogen der bei der Rommune beschäftigten Arbeiter, Angestellten und Beamten beim Genoffen Arilger, Prinz- Handjern- Str. 54, abzuholen. Eift sehr! 124a. Abt. Mahlsdorf.Süd, 20 Uhr ausnahmsweise Funktionärsigung bei Draber, Uhlandstr. 18. Dienstag, 27. November. 8. Abt. 20 Uhr gemeinsame Sigung des Borstandes und der Zeitungstommiffion bei Ridert, Steinmenftr. 6a. 16. Abt. 19½ Uhr bei Krüger, Suffitenstr. 34 Ede Scheringstraße, Mitglieder. versammlung. Vortrag:„ Der Haushalt der Stadt Berlin." Referent Ge= noffe Numland. Erscheinen dringend erforderlich. 81. Abt. Friebenau. 20 Uhr Mitgliederversammlung der Konsumgenossenschafter bei Klabe, Prinz- Sandjern- Ĕtr. 60-61. Bollzähliges Crscheinen der Genossenschafter dringend erforderlich. 85. Abt. Tempelhof. 20 Uhr Mitgliederversammlung im Restaurant Pinger, Dorfstr. 50. Genosse Stelling, Mitglied des Parteivorstandes, referiert über„ Die Aufgaben der Partei auf dem nächsten Reichsparteitag." Die Bezirksführer werden gebeten, einzuladen. 108. Abt. Röpenid. 19% Uhr Vorstandssigung mit den Bezirksführern an der bekannten Stelle. Die Bibliothet, Schloßstr. 27 I, ist wieder eröffnet. Ausgabe der Bücher findet statt Montags und Freitags von 19 bis 20 Uhr. Mittwoch, 28. November. 32. Abt. Die Bezirksführer werden gebeten, bestimmt zur Abteilungsversamm. Iung einzuladen. 34. Abt. Die Bezirksführer werben gebeten, bestimmt zur Bersammlung einzuladen. 136. st. Seinidendorf.Oft. Die Bezirksführer laden zur Abteilungsversammnlung bestimmt ein. 7. Abt. Doranzeige! Bergnügter Abend am Gonnabend, 1. Dezember, in den Kolibri- Festsälen, Gartenstr. 6. Einlaßtarten 80 3f. bei den Bezirksführern. Mittwoch, 28. November, Mitgliederversammlung in den Solibri- Festfälen. Mitgliedsbücher mitbringen. 34. 916t. Boranzeige! Gonnabend, 1. Dezember, in ben Comenius- Sälen, Memeler Sir. 67, Unterhaltungsabend. Lichtbildervortrag des Genofen Krämer. Anschließend gemütliches Beifammensein und Tanz. Alle Ge. noffinnen und Genossen, Freunde und Bekannte find bazu herzlichst ein celaben.. 57. Abt. Charlottenburg. Boranzeige! Genntag, 2. Dezember, 18 Uhr, Ron zert- und Filmabend zur Ehrung berjenigen Genoffen, bie 25 Jahre und larges ber Partei angehören, in genken Bortragsfaal, Berliner Str. 137. Mitwirkende: Streichquertett unter Führung von Anita Matens- Rocamora, Etadtverordneter Sans Bonwob, Nebe, und Genoffe Wehner. Rum Schluß: Panzerkreuzet Botertin"( unverkürztes Original). Untoftenbeitrag 75 Pf. Garderobe frei. Säfte herzlichst willfommen. Eintrittsarten bei ben Funktionären der Abteilung. Frauenveranstaltungen. 2. Kreis Tiergartes. Montag, 26. November, 19% Uhr, bei Genste, RirchStraße 13, Kreisfrauenabend. Vortrag der Genoffin Minna Todenhagen über Bohlfahrtsfragen in der Kommune." Alle Genoffinnen find herzlich eingeladen. Gäste miltommen. Die Funktionärinnen treffen sich 1 Stunde rorber im gleichen. Lokal. 7. Kreis Charlottenburg. Montag, 3. Dezember, 1914 Uhr, im Jugendheim ofinenstr. 4, Portrag der Genoffin Mathilde Wurm, Md. R., über„ Die Stellung der Frau in der Wirtschaft". Um rege Propaganda für diesen Abend wird gebeten. 8. Szcis Cranbau. Dienstag, 27. November, 19% Uhr, im Lokal„ Jäger. häuschen", Lynarstr. 2, Kreisfrauenabend. Vortrag der Genoffin Mathilde Wurm, M. b. R., über„ Die Stellung der Frau in der heutigen Wirtfchaft". Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Frauenveranstaltungen am Montag, 26. Nov., 19% Uhr: 5. Abt. Im Rosenthaler Sof, Rosenthaler Str. 11/12, Vortrag des Genossen Dr. Mofes, M. d. R., über Bevölkerungspolitik". Alle Genoffinnen müssen erfdjeinen. 6. Abt. Bei Dobrohlcm, Ewineminder Str. 11, Bortrag des Genossen Liljeberg über Die Lage im Ruhrkampf". Reine Genoffin barf fehlen. 8. Abt. Bei Ridert, Steinmesstr. 36a, Vortrag der Genoffin Dr. Elisabeth Echilder. Thema:„ Das rote Wien". Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 9. Abt. Alle Genoffinnen beteiligen fich Montag, 26. November, 19% Uhr, am Kreisfrauenabend bei Genste, Ritchftr. 13. 14. Abt. Jm Swineminder Gefellschaftshaus, Eminemünder Str. 42, Vortrag des Gerollen Georg Raible über Desterreichische Studien und Lehren". Alle Genossinnen sind eingeladen. Gäfte willkommen. 15. Abt. Bei Aurtowsti, Feldstr. 3, Frauenabenb. Thema:„ Lachendes Alt. und Neu- Berlin". Bortragender Genosse Sosemann. Gäste herzlich will tommen. 17. 5t. Bei Neunkirch, Triftstr. 49. Bortrag des Genossen Bigel über Reben und Arbeit der Thüringer Waldbewohner". Um rege Beteiligung wird gebeten. 18. Sfbt. Bei Gorget, Uferstr. 12, Bortrag der Genofin Selene Schmit, M. 6. 2., über Die Arbeit der Frau im Parlameni". Reine Genoffin darf fehlen. 22. Ast. Bei Radzey, Brüsseler Str. 42, Bortrag ber Genoffin Cena Kreffe fiber„ Die Frau im politischen Leben". Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Bur Zufriedenheit Schwedenmantel, Cheviot, marengo, gute Verarbeitung, elgene Fabrikation 78.Wintermäntel von 29.- en M 7.50 Guter Wollhut mcderne Farm. werden Sie im Jonass- Haus bedient Teilzahlung Anzahlung und 4 Monatsraten, bei Käufen über 100 Mark 1/4 Anzahlung und 5 Monatsraten. Bei Barzahlung 3% Rabatt Damen- Konfektion Damen- Hüte Pelze Herren- Konfektion Herren- Hüte Kinder- Konfektion Schuhwaren Pullover Strickwesten Kleiderstoffe, Mantelstoffe, Herrenstoffe Leib- u. 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Um recht rege Beteiligung wird gebeten. Die Arbeiterjugend hat ebenfalls ihre Mitwirkung zugefagt. 27. bt. 20 Uhr pünktlich bei Reeß, Connenburger Str. 1, Diskussionsabend, Um Erscheinen aller Genossinnen wird gebeten. 30. Abt. Bei Pohft, Stargarder Ccte Enchener Str. 105, Vortrag der Genossin Edentalowfli über„ Chereform". Gäste herzlich willkommen. 32. Abt. Bei Aromphardt, Paul- Einger- Str. 49, Frauenabend. Besprechung der Weihnachtsveranstaltung. 34. Abt. Jm Lotal Guberer Str. 19, Vortrag der Genoffin Jabczynski über Auf einer Studienreise durch Finnland". 35. Abt. Bei Otto, Rigaer Str. 85, Bortrag des Genossen Hermann Lempert über Behn Jahre deutsche Republik". Alle Genosfinnen find herzlich willkommen. 36. Abt. Bei Busch, Tilsiter Str. 27, Bortrag der Genoffin Gertrud Sanna, M. b. 2., über Die Stellung der Frau in Wirtschaft und Gesellschaft". Reine Genoffin darf fehlen. 37. Abt. Atung, Genoffinnen! Unser Frauenabenb findet umftändehalber erst am Montag, 3. Dezember, statt. Nähere Mitteilung erfolgt noch. 38. Abt. Bei Bartusch, Friedenstr. 88, Bortrag des Genossen Siemann. 40. Abt. Bei Böttcher, Hagelberger Str. 8, Fortrag der Geroffin Sife Theiß über„ Seguelle Erziehung". Um rege Beteiligung wird gebeten. 42. Abt. Bei Höhle, Bergmannstr. 69, Vortrag des Genossen Felix Fechenbach über„ Wie die Heimarbeiter leben und arbeiten". Alle Genoffinnen müssen an diesem bend erscheinen. Gäste tönnen mit eingeführt werden. 43. Abt. Bei Wolf, Graefeftr. 26, Tortrag des Genofen Wilhelm Miethfe über Der Kampf um die Schule vom Autoritäts- zum Gemeinschaftsgedanken". 44. Abt. Unser Frauenabend finbet diesmal ausnahmsweise gemeinsam mit bem der 48. Abteilung am Montag, 26. November, 19% Uhr, im Aleran briner", Alexandrinenstr. 37a, statt. Vortrag des Genossen Bittor Engel hardt über„ Die Geschichte des Sozialismus". Um den Befuch aller Ge noffinnen wird gebeten. Gäste willkommen. 46. Abt. Bei Abam, Görliger Ede Lübbener Straße, Vortrag des Genoffen Otto Most, Architekt, über Die SPD. und das Wohnungsbauprogramm". 48. Abt. Im Aleranbriner". Alexandrinenstr. 37a, Bortrag des Genoffen Biltor Engelhardt über: Die Geschichte des Gozialismus." Reine Genoffin darf fehlen. Charlottenburg. 51. Abt. Bei Schellbach, Rönigin- Elisabeth- Str. 6, Bortrag der Genoffin Räthe Rern über: Die Frau der neuen Generation." noffinnen find herzlichst eingeladen. Alle GeNeukölln. 89. Abt. Bei Gromed, Sanderstr. 10. Bortrag der Genoffin Margarete Hartig über:„ Die fogiale Stellung der Frau im Spiegel der Literatur. Alle Genoffinnen find herzlich eingeladen. 91. Abt. Achtung, Genoffinnen! Der Frauenabend findet umständehalber nicht am Montag, dem 26., fonbern erit am Freitag, dem 30. November, statt. Vortrag des Genoffen Ad. Soffmann. Thema:" Bibelstunde." Lokal Lübbecke, Fontane Ede Rarlsgarten ftraße. 92. Ast. Bei Gauter, Harzer Str. 88, Vortrag bes Genoffen Sans Wonwod über: Sozialistische Kulturpolitik." Um reae Beteiligung wird ge beten. 94. Abt. Achtung, Genoffinnen! Der Frauenabend findet erft am Donnerstag, dem 29, November, statt. Nähere Mitteilung erfolgt am Dienstag. 95. Abt. Bei Grieger, Lessingstr. 9, Bortrag der Genoffin Dora Fabian über: Aus der Geschichte der proletarischen Frauenbewegung. Alle Genoffinnen, speziell die Frauen der Genossen, sind zu diesem Bor trage eingeladen. 96. Abt. Bei Lohan, Wipperftr. 17/18, Jad- London Abend." Vortragender Genoffe Artur Reichardt. Um rege Beteiligung wird gebeten. 97. Abt. Bei Kukky, Sermann. Ede Leinestraße, Bortrag des Genoffen Hans Ramm über: Die Mode im Wandel der Jahrhunderte." Reine Genoffin darf fehlen. 98. Abt. Eei Teich, Anesebecstr. 135, Frauen ahend. Thema: Seiteres aus der schönen Literatur." Vortragender Ge noffe Henry Reiff. Gäfte herzlich willkommen. 1 99. Abt. Brig. Im Jugendheim, Chauffeeftr. 48, Bortrag der Genoffin Erna Büfing. Thema: Inpen aus der Türkei." 101. Abt. Treptow. Bei Jante, Riefholaftr. 21, Bortrag des Genoffen Frik Neumann. Um rege Beteiligung wird gebeten. 101. Abt. Ricberschöneweibe. In der Brückenklaufe", Brüdenstr. 15, Bortrag ber Genoffin Sertha Gotthelf über: Bohnungskultur." Reine Genoffi darf fehlen. 119. Abt. Lichtenberg. Im Lokal Bark vorm. Mene, Möllendorff- Ede Ritter gutstraße, Bortrag der Genoffin Elfe Echeibenhuber. Thema:" Chereform." Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Amol hilft BOY BOTZ Hvolsv BOTZOW MALZBIER ghallow Low MALZBIER MUSIKINSTRUMENTE KATALOG GRATIS. RATENZAHLUNGEN Direkter SPRECHAPPARATE Bezug ab Fabrik bezw Spez Vers Geschäft DEUTSCHE QUALITATS ARBEIT HARMONIKAS MEINEL& HEROLD, KLINGENTHAL N° 47 20000 DANKSCHREIBEN BESTAUNTE NIEDRIGE PREISE bei Rheuma, Ischias, Herenschuß, Nerven u Erkältungsschmerzen. Karmelitergefft mot it in allen Apotheken u. Drogerien hältlich. Bekanntmachung! Auf Grund der Artikel 2 und 4 dez Zweiten Berordnung und der Artikel II und IV der Dritten Berordnung über die Aufwertung der Ansprüche aus Pfandbriefen und Schuldverschreibungen lardfchaftlicher Krebitanstalten, von Stadtfchaften, Pfandbriefämtern usw. pont 16. Rovember 1926( Gefeßfammlung S. 301) bzw. vom 22. März 1928( Gefegsammlung S. 40) wird folgendes be tanntgemacht: Das Berliner Pfandbrief- Amt fündigt mit Zustimmung des Ministeriums fülr Bolkswohlfahrt als Aufsichtsbehörde und des Ausschusses die von ihm vom 1. Ja nuar 1920 an ausgegebenen Neuen Ber Tiner Pfandbriefe gegen Sahlung von 25 v. H. des Goldmarkbetrages dieser Pfandbriefe zum 28. Februar 1929 auf. Die Goldmartwerte diefer Neuen Ber liner Blandbriefe find folgende: Pfandbriefe mit Ausstellungsdatum vont 1. Januar 1920 1. Januar 1921 1. Januar 1922 1. Januar 1923 7,75 v. H. • 4,31 D. H. 0,846 D. H. 0,00358 p. 5. ihres Nennbetrages. Sie find unter Sugrundelegung der ge mäß§§ 17 und 26 bl. 2 der Ersten Berordnung über die Aufwertung der Anspritche aus Pfandbriefen und Schuldverschreibungen landschaftlicher Kredit anstalten, von Stadtschaften, Pfand briefämiern usw. vom 10. Dezember 1925( Gefetfammlung Geite 169) von bet Aufsichtsbehörde festgesetzten Etichtage für die einzelnen Sahrgänge einheitlich berechnet worden. Die gekündigten Pfandbriefe find spä testens bis zum 28. Februar 1929 im unte Tauffähigen Bustande einzuliefern: a) beim Berliner Pfandbrief- Amt, B. 9. Eichhornstraße 5, b) bei der Berliner Stadtschafts- Bant A.-G., W. 9, Eichhornstraße 5, wo auch die erforderlichen Formulare erhältlich find. Einer Einlieferung der Rins und Zinserneuerungsscheine be darf es nicht. Für die Umrechnung bes Goldmark betrages der fälligen Rapitalbeträge in Reichsmart wird der 10. Februar 1929 festgefeßt. Für jede zur Einlösung der gekündigten Pfandbriefe ober Schuldner fchreibungen zu zahlende Goldmark ist cine Neidemark zu entrichten, sofern fich bei der Umrechnung für das Rilo gramm Feingold ela Breis von nicht mehr als 2830 9. und nicht weniger' als 2760 9. ergibt. Erfolgt die Einlieferung nicht innerhalb eines Monats nach dem fällig. Eeitstage,( o wird der auf die nicht eine gereichten Biandbriefe entfallende Anteil fa Reichematt hinterlegt, sofern nicht innerhalb der Frist der Antrag auf Ein leitung eines Aufgebotsverfahrens oder auf Boblungssperre, nachgewiesen ist. Berlin, im Roventber 1923. Das Berliner Blandbrief- Umt. J. B.: Drenet. Ahrensfelde 60 Pt. an, Vertr. tagl. Bhis.- Pestaurant Bitner" Ahrensfelde- Friedhof Biesenthal m6) Pf. an, Vertr Sonntag Hotel Wonneberg" Fredersdorf am so Pf an, Vertreter Sonntag Hotel Zu den drei Linden" Julius Rieger. Berlin C 25 Prenzlarer Straße 32 120. 261. Friebeidsfelbe. Bet Rottle, Capriol. Ede Brinzenallee, Bortrag ber Genoffin Sedwig Wachenheim, M. d. 2, über: Die Lehren des Ruhrtampfes." Gäste fönnen miteingeführt werden. 124. Abt. Mahlsdorf. Bei Anders, Bahnhofstraße. Bortrag der Genoffin Marie Aunert, M. d. R., über:„ Die Frau im Parlament." Um rege Beteiligung wird gebeten. 132. Abt. Blankenburg. Bei Klug, Dorfstraße, Bortrag der Genossin Frida Gocksch über: Erziehung zum Sozialismus in Familie und Schule." Alle Genoffinnen müssen erscheinen. Gäste herzlich willkommen. 137. Abt. Reinidendorf- Best. Im Volkshaus, Scharnweberstr. 114, Bortrag der Genossin Elvira Krüger. Thema:„ Die Arbeit der Frau in unserer Bartei." Um zahlreiche Peteiligung wird gebeten. Auch die Mitglieder der SAJ. find zu diesem Vortrage herzlich eingeladen. Gäfte können ebenfalls mitgebracht werden. 139., 139a. und 140. Abt. Tegel, Tegel- Freie Scholle, Bozfiqwalbe und Echulzendorf- Heiligensee. Gemeinsamer Frauenabend am Montag, dem 26. November, 19% Uhr, im Alien Arug", Tegel, Hauptstr. 14, Bortrag des Genossen Dr. med. Georg Löwenstein über:„ Cheberatung Berrrbungsfragen"( mit Lichtbildern). Alle Funktionärinnen müffen einladen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Gäste herzlich willkommen. 140a. Abt. Wittenan. 20 Uhr im Lokal Richard Schulz, Am Nordbahnhof, Frauenabend. Referent Gen. Böthlow über: Das neue Wien." Frauenveranstaltungen am Dienstag, 27. nov., 19% Uhr: 23. Abt. Bei Rönig, Otavifir. 37, Bortrag des Genoffen Dr. Mar Schütte über: Der Rampf um die Todesstrafe." Alle Genofsinnen haben die Bflicht, fich an diesem Vortrag zu Beteiligen und Gäfte mitzubringen. 43. Abt. 20 Uhr bei Brüschke, Reichenberger Str. 98, Vortrag der Genoffin Luise Kähler, M. d. 2., über: Wirtschaftsfragen." Alle Genoffinnen find herzlich eingeladen. Gäste willkommen. 47. Abt. In der Schule Waldemarstr. 77 Frauenabend. Bericht der Genossin Hanna Kühn vom Bezirksfrauentag. Charlottenburg. 53. Abt. 20 Uhr bei Steininger, Suttenstr. 34, Seiterer Abend" unter Mitwirkung der Arbeiterjugend. 56. Abt. Bei Liersch). Rantstr. 62, Bortrag des Genossen Arthur Rachom über: Gozialistische Gefinnungspflege in der Familie." Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 102. Abt. Baumschulen weg. Bei Haß, Baumschulenstr. 72, Vortrag des Genossen Dr. Franz Baluga über: Berufskrankheiten und deren rechtzeitige Verhitung." Alle Genoffinnen find herzlich eingeladen. 107. Abt. Altalienide- Faltenberg. Bei Robian, Röpenider. Ede Grünauer Straße, Vortrag des Genoffen Dr. Wagner über: Die Frau im Rechtsstaat." 111. Abt. Bohusdorf. Bei Heimann, Waltersdorfer Str. 100, Borirag der Genoffin Dr. Elifabeth Schilder über: Das rote Wien." Um zahlreiche Peteiligung wird gebeten. Frauenveranstaltungen am Mittwoch, 28. nov., 19% Uhr: 1. Abt. Bei Spiegel, Aderstr. 1( am Koppenplak), Bortrag der Genossin Ellen Beidler über: Die Lehren des Ruhrkampfes." Um zahlreiches Erfcheinen wird gebeten. 79. Abt. Schönebera. 20 Uhr bei Groß, Gedanstr. 17, Bortrag der Genoffin Räthe Kern über: Wandlungen der Wirtschaft und ihr Einfluß auf die Stellung der Frau." Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Frauenveranstaltung am Donnerstag, 29. November. 109. Abt. Fricbrichshagen. 20 Uhr bei Schola, Friedrichstraße 81, Bortrag der Genoffin Sertha Gotthelf über: Rationalisierung des Saushalts." Alle Genoffinnen find herzlich eingeladen. Arbeiterwohlfahrt. Achtung, Genosfinnen! Bei der bisher verhältnismäßig geringen Abrechnung der Lotterielose muß angenommen werden, daß der Abfas ftodt. Es wird daher dringend gebeten, bei mangelnder Abfagfähigkeit Lose zurückzubringen, da anderweitig große, im Erfolg gesicherte Anforderungen vorliegen. 2. Kreis Tiergarten. Montag, den 26. November, pünktlich 18 Uhr, Bei Trümper, Flensburger Straße, wichtige Gigung der Funktionäre und Helfer der Arbeiterwohlfahrt. Alle Genossen und Genoffinnen müssen unbedingt erscheinen. 3. Kreis Webbing. Gonntag, den 25. November, um 10 Uhr vormittags, Besichtigung des Städt. Obdachs, Fröbelstr. 15. Treffpunkt 9% Uhr vor dem Eingang. Alle interessierten Genossen und Genossinnen find eingeladen. Dienstag, den 27. November, um 19% Uhr, in der Schulaula, Grünthaler Str. 5, Sozialpolitischer Filurvortrag. Brogramm fiche Bekannte mechung des Bezirksausschusses. Die Abteilungen merden gebeten, noch besonders einzuladen. Donnerstag, den 29. November, um 20 Uhr, Arbeitsgemeinschaftsabend sämtlicher Selfer bei Gorgak, früher Lotal Müller, Uferftr. 12. 1. Fortfegung des Referates über Fürsorgepflichtverordnung des Genossen Hartwig.. 2. Besprechung wichtiger Fälle 3. Berfchiedenes. Areis Wilmersdorf. Dienstag, den 27. November, um 19% Uhr, bei Schramm, Sohenzollerndamm 2, Versammlung aller in der Wohlfahrt tätigen Genossen und Genoffinnen. Thema: Arbeitslosenversicherung unter Berüd fichtigung der Notftandsfiltforge. Referent Genosse, Weigel. Es wird gebeten, gleichzeitig Lotterielofe abzurechnen. 10. Kreis Rehlendorf. Mittwoch, den 28. November, um 19 Uhr, bei Midien, Rehlendorf, Botsdamer Str. 25, Zusammenkunft aweds Gründung eines Orisaussouffes der Arbeiterwohlfahrt. Alle Bezirksverordneten der GBD., Bürgerdeputierten der kommunalen Wohlfahrt, Leiter und Frauenvertrete rinnen des Kreifes und der drei Abteilungen, fowie freiwilligen Selfer der Arbeiterwohlfahrt find hierzu eingeladen. 13. Kreis Tempelhof. Freitag, den 30. November, 19% Uhr, im Gikungszimmer 1, Dorfftr. 42, Gigung der Selfer und Selferinnen der Arbeiterwohlfahrt. Referat der Genoffin Todenhagen über: Jugendgerichtsgefek und Jugendgerichtshilfe." Alle Genossen und Genoffinnen müffen erscheinen. Gäfte willkommen. Jungjozialistische Vereinigung. Der politische Informationsabend findet am Freitag, 30. November, Ge19% Uhr, in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, statt. noffe Dr. Franz Reumann spricht fiber Das Schlichtungswesen als politischer Faftor". Jede Gruppe entfendet Bertreter. Die intereffierten Parteigenossen, Mitglieder der Vereinigung sozialdemokratischer Studierender und der EA3. find willkommen. Gruppe Charlotteuungs Reber Die Fineten ber habt Tettek Genoffe Mar Rönig( früherer Stadttämmerer) einen Distuffionsvortrag am Montag, 26. November, 20 Uhr, im Jugendheim Charlottenburg, Rosinenstr. 41. Bereinigung fozialdemokratischer Studierender. Im Bund", Albrechtftr. 11, 2 Treppen, finden statt: Montag, 26. Novemberg, 20 Uhr: Juristisches Eeminar über Rechtsformen der deutschen gemeinnötigen Betriebe". Dienstag, 27. November, 20 Uhr: Ausspracheabend der Sektion Universität. Dr. E. Fränkel spricht über„ Der Faschismus als soziound 29. November, 20 Uhr: Werbebezirk Oberspace: Beginn bes Bilbungsturfus Cinflhrung in hie fozialistische Gedankenwelt" im Seim Baumschulenweg, Ernftstr. 16. Sozialistische Schülergemeinschaft Schöneberg: Bortrag: Die Aufgaben bez Schüler an den höheren Schulen". Alle Schulen bez westlichen Gruppen und die parteigenössischen Lehrer find eingeladen. Sozialistische Schülergemeinschaft Reukölln: Am Mittwoch, 28. November, findet der Heimabend von 19 bis 21 Uhr int Gesangsaal des Kaiser- Friedrich Realgymnasiums statt. Thema:„ Einführung in die Geopolitit." Referent Genoffin Diefmann. Wirtschaftspolitische Arbeitsgemeinschaft. Thema:" Maistheorie Freitas, Vorträge, Bereine und Versammlungen. 30. November, 20 Uhr: Tagespolitische Arbeitsgemeinschaft. Dipl.- Kfm. Genosse Herbert Blad spricht über den Ruhrkampf. Sonnabend, 1. Dezember, 19 Uhr: Seimabend der VSG. Die Zentralftelle für studentische Völkerbundsarbeit wird in der Hochschule öffentliche Vorträge veranstalten, deren Besuch unseren Mitgliedern bringend empfohlen wird: Am 28. November spricht Genosse Breitscheid über„ Außenpolitische Fragen". Kinderfreunde Groß- Berlin. Conntag, 25. November, 16 Uhr, im Gewerkschaftshaus gemütliches Beisammensein aller Helfer. Connabend und Sonntag. 1. und 2. Dezember, Wochenendfahrt und Rursus in Rübersbozi. Genaue Abfahrtzeiten werden noch bekanntgegeben. Das Zeltlagerbuch ist da. Eorgt für schnellen Absaz. Ausgabe am Freitag. Dann ebenfalls Ausgabe der neuen Helfer" und„ Soziali. ftischen Erziehung" Areis Friedrichshain: Montag, 26. November, 19% Uhr, Kreiselternver. fammlung in Schmidts Festfälen, Fruchtstr. 32. Erscheinen aller Eltern und Selfer ist Pflicht. Die Kreishelfertigung am Dienstag fällt aus und wird auf Freitag, 30. November, verlegt. Beginn pünktlich 20 Uhr im Heim Diestel menerstraße. Erscheinen allez Helfer notwendig, da wichtige Tagesordnung. Kreis Reutölin: Montag, 26. November, um 20 Uhr, Susammenkunft der Elternobleute und Gruppenleiter in der Barade Ganghoferstraße. Mittwoch, 28. November, von 17 bis 18 Uhr, ebendaselbst. Dienstag, 27. November, 19.30 Uhr, Neue Welt, Hasenheide RATTENGIFT Ein heiterer Abend der Wanderratten Politische Satire Wohnungsamt Sturm in Potsdam Darsteller: Charlotte Arno, Friedel Hall, Ari Vater, Theo Maret Eintrittspre's 60 Pf. Karten bei den Parteifunktionären, Zigarrengeschäft Horsch, Engelafer 24-25, Verband der graph. Hilfsarbeiter, Ritterstr. 1, in den Vorwärts"-Speditionen und im Bureau des Bezirksausschusses für sozialistische Bildungsarbeit, Berlin, Lindenstr. 3, 2. Hot II, Zimmer Rreis Mitte: Die Gigung der Faltenräte und der Fallenhelfer findet heute um 12 Uhr im Heim Tiedstraße ftatt. Alle Sung- und Rote- Falten- Räte und -Helfer müssen teilnehmen. Die morgige Helfertigung fällt aus. Am Donners tag, 29. November, Fortjehung ds Helferturfus im Seim Elifabethkirchstraße. Teilnahme aller Junghelfer ist sehr erwünscht: Die Rursusteilnehmer befeiligen fich am 1. und 2. Dezember an der Helferfahrt von Groß- Berlin. Hallesches Ter: Am Montag, 26. November, lommen alle Rote Falten, Jungfalten und Küken zum Uebungsabend von 5 bis 7 Uhr nach dem Heim. Geburtstage, Jubiläen usw. 91. Abt. Rentönn. Genosse Richard Blechschmidt, Sermannstr. 22, ift heute 25 Jahre Parteimitglied. Wir wünschen dem treuen Rämpfer noch Jange Jahre treues Birken für den Sozialismus. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation G 93. Abt. Renton. Dienstag 20. November, verstarb die Mutter unseres Bezirksführers Genoffin Emma Faber, Richardstr. 38, im Alter von 54 Jahren. Ehre ihrem Andenken! Die Einäscherung findet Dienstag, 27. November, 19 Uhr, im Krematorium Baumschulenweg statt. Rege Beteiligung erwartet der Abteilungsvorstand. SAJ Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Ginsenbungen für diese Rubri! nur an bas Jugendfefretariat Berlin SW 68. Lindenfirase 3 Referenten und Jugendbeiräte ber G83. Montag, 26. November, 19% Uhr, im Breußischen Landtag, Prinz- Albrecht- Straße, wichtige Zusammenkunft. Ge none Ollenhauer spricht über Neue Wege unserer Erziehungsarbeit". Banberleitertonferenz Mittwoch, 28. November, 19% Uhr, int Jugendheim Lindenstr. 4. Genosse Aug. Albrecht spricht über Die Bedeutung des Bonderns für unsere Bewegung". Eintritt nur gegen Borzeigung des Mitgliebsbuches. Zusammenkunft der Sozialistischen Schülergemeinschaften ber GAS. Donners tag, 29. November, 19 Uhr, im Fraktionsfigungsfaal des Breußischen Land tages, Bring- fbrecht- Straße. Referent Dr. Kurt Löwenstein. Thema:„ Die Aufgaben der sozialistischen Schülergemeinschaften." Mitgliedsbuch mitbringen. Heute, Sonntag, 25. Nov.: Schönhauser Borstadt: 11% Uhr Ronrad"-Probe, Etolpische Str. 11. 19 Uhr treffen fich die Musiter, Spieler und der Sprechchor in der Turnhalle. Heimabend fällt aus. Steglig: Besuch des Friedhofes in Friedrichsfelbe. Treffpunkt 13 Uhr am Rathaus, Webbing: Alle Genossen, die zur Boltsbühne fahren, treffen fich um 14 Uhr Müller., Ede Triftstraße( Omnibus 24). Gesundbrunnen II: Treffpunkt zur Flugblattverbreitung 10 Uhr beim Genoffen Dietrich, Prinzenallee 46a. Neukölln VII: Besichtigung bez Gasanstalt ift auf Januar serschoben, Berbebezirt Echöneberg: 17 Uhr Sprechcorprobe im Jugendheim Hauptftraße 15. 19 Uhr im Jugendheim Lichtbildervortrag: Schreden des Krieges". Werbebezirt Reutöln: 19 Uhr Heimabend im Heim Kanner Straße. Ausgestaltung durch Abt. II. Sozialistische Schülergemeinschaft Neukölln: Alle Mitarbeiter am Brogramm treffen fich 9% Uhr zur Besprechung desselben Bergstr. 15. Erscheinen ist Pflicht. Morgen, Montag, 19% Uhr: Dez Singkreis übt pünktlich 19% Uhr im Seim Lindenstr. 4. * Schönhauser Borftabt: Hein Connenburger Str. 20: Unfere Gruppen. zeitung". Faltplas 1: Der fommende Giftgastrieg". Referent Dr. Bußmann. Frankfurter Biertel: Heim Litauer Str. 18: Kampf dem Alkohol und Nikotin". Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". 09 Gefäftsstelle: Berlin G 14, Sebaftianftr. 37/38, Sof 2 Tz. Barlow: Sonntag, 25. November, 9½ Uhr, Sportler zum Training bei Meß. Montag, 26. November. Wedding: Ram. Adolf Morgen. stern, Tegeler Str. 15, ist verstorben. Einäfcherung um 17 Uhr im Arema torium Gerichtstraße. Rege Beteiligung erwünscht. Charlottenburg. Ramerad schaft Rathaus: 20 Uhr im Edenpalast, Raiser- Friedrich- Str. 24, Ramerabschaftsversammlung. Bortrag Kam. Erdmannsdörfer: Unechte und echte Baterlands Tiebe". Dienstag, 27. November. Friedrichshain: Jugend- und Schussportler. versammlung 20 Uhr in Schmidts Gesellschaftshaus, Fruchtstr. 36a. Filmvor trag. Steglit( Rameradschaft): 20 Uhr Gaalschus in der Schulaula des Gymna fiums Seesestraße. Pflichtveranstaltung. Marineabteilung: 20 Uhr im Boots. haus Tegel, Uferftr. 1.„ Geezeichen und Winken." Cpandau: 20 Uhr Mitglieder. Dersammlung mit Damen im Bittoria- Eaal, Grunewald ftr. 9. Lichtbildervor. trag: Berfassungsfeier Frankfurt a. M." Kreuzberg: Mittwoch, 28. Novem ber, Antreten zur Rundgebung 19 Uhr Bhf. Tempelhof. Steglig( Ortsverein): Eonnabend, 1. Dezember, republikanische Rundgebung, verbunden mit gemit. lichem Beisammensein( Tang). Karten zu 60 Pf. bei Ram. Trénel, Arndtftraße 12 III. Arbeiter- Radio- Bund Deutschlands, e. V., Bezirksgruppe Berlin. Gruppe Rottbuffer Zor: Lokal Singe, Sebastianstr. 1. Werbeschau mit Demonstrations vorträgen: Bom einfachsten zum hochwertigsten Gerät des Arbeiter- RadioFreundes" Conntag, 25. November( Totensonntag), Eröffnung 10 Uhr. Große Bastelschau, Vorträge, Kulturvortrag des Genossen Wilhelm Hoffmann:„ Die Bedeutung des Radio für das Proletariat!" Arbeiter- Esperanto- Punk Gruppe Rerben: Mittwoch, 19% bis 21% Uhr, Jugendheim Lorginastraße. Gruppe Neukölln: Mittwoch, 20 bis 22 Uhr, Rütli. Echule. Grappe Dsten: Donnerstag, 20 bis 22 Uhr, Jugendheim Am Ostbahnhof 17.. Gruppe Zentrum: Freitag, 20 bis 22 Uhr, Schule Gipsstr. 28a. Uebungsabende verbunden mit Vorträgen. Berliner Gesellschaft für Biyologie und Charakteriolonie. Donnerstag, 29, November, 20 Uhr, Rurfürstendamm 45, Vortrag Dr. Paul Seelig üher Jugendliche Sochistapler". Anmeldung von Gästen an Herrn Geh. Sanitäts. tat Dr. Albert Mou, Berlin. 15. Kurfürstendamm 45. erbeten. Deutscher Arbeiter- Abstinenten- Bund, Ortsgruppe Berlin. Es spricht am Montag, 26. November, 19% Uhr, im Gewerkschaftshaus, Berlin ED. 16, Engelufer 24, die Genoffin Hildegard Wegscheider über Internationale Bekämpfung der Paufchgifte"( Morphium, Rotain. Opium usw.). Gäste willfommen. Theater und Rabarettverein„ Dihello" 1924. Montag, 20 Uhr, Anhalt. straße 12, Restaurant. Société de Conversation Française. Montag 20.30 Uhr, Café Burkhardt Belle- Alliance- Platz 4. Gäste willkommen. Arbeiterwohlfahrt- Weihnachtslotterie. Der„ Bezirksausschus für Arbeiterwahlfahrt" veranstaltete im Bezirk Kreuz berg zugunsten feiner Weihnachtslotterie einen Film- und Bortragsabend, an dem das Schicksal der Strafgefangenen und Etrafentlaffenen behandelt wurde. Margarete Merrbach sprach zur Einleitung des Abends, empfunden und er lebt, Teile aus der Ballade von dem Zuchthaus zu Reading" von Oscar Wilde und erweckte das Mitgefühl der Zuhörer für das Los der Gefangenen. In ein fachen, warmen Worten, aus denen eine tiefe Erfahrung und Menschenkennt. nis sprach, warb Regierungsrat Krebs um Verständnis für die Strafgefangenen und Strafentlassenen. Der Film Die Ausgestoßenen", Regie Martin Berger, brachte in padender Weise erschütternd das Leben dieser Aermsten. Main Delfchaft als Mutter und Hans Stülme als Cohn wird, wer sie fah, fo bald nicht vergessen. Der Abend wird in anderen Bezirken wiederholt mit folgendem Programm: 1. Rezitation, Margarete Merrbach: Aus der Ballade aus dem Zugthaus ( Oscar Wilde). 2. Ansprache, Regierunasrat Krebs: Tas 20s der Straf. entlassenen". 3. Die Ausgestoßenen"( Martin- Berger- Film). b Bezirk Bankow: Mittwoch, 28. November, 19% Uhr pünktlich, Ronzerthaus Lindner, Breite Straße. Bezir! Köpenid: Montag, 3. Dezember, 19% Uhr, Etadttheater am Wilhelm. plat Bezirk Mitte: Donnerstag, 13. Dezember, 19% Uhr pünktlich, im Lehrer Dereinshaus. Aleranderplay. Bezirk Rentöln: Freitag, 7. Dezember, 1914 Uhr pünktlich. Städt. Licht fpielhaus, Bergstraße. Außerdem find folgende Beranstaltungen vorgesehen: Bezirk Webbing: Dienstag, 27. November, 19% Uhr pünktlich, Schuĭaula Grünthaler Straße. 1. Rezitationen, Margarete Merrbach: Die Kommenden" ( M. Beutler). Der Armeleutekinder Loblied auf den Winter"( Gerrit Snarr). Rinder vor einem Armenspeisehaus"( Ernst Stadler). 2. Anforache, Stabt. rätin Alara Wenl: Die Stadt Berlin für ihre Kinder". 3. Filme aus. det Jugendfürsorge der Stadt Berlin: Das Leben auf der Insel Scharfenberg" ( Landschulheim der Stadt Berlin). Berliner Ferienspiele. Ein Tag im Land erziehungsheim der Stadt Berlin Struveshof". 4. Musikalische Darbietungen der Arbeiterjugend Wedding. Beairt Tiergarten: Donnerstag, 6. Dezember, 19% Uhr pinktlich, Bazen. hofer Brauerei, Turmstr. 25. 1. Rezitationen, Margarete Merrbach: Die Rommenden"( M. Beutler).„ Der Arbeitsmann"( Richard Dehmel). Die befreite Arbeit( Mar Barthel). 2. Ansprache, Regierungsrätin Hedwig Wachen. heim, M. d. 2.: Was ist, was will die Arbeiterwohlfahrt?" 3. Die Heime und Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt( Arbeiterwohlfahrts- Film). Ein. trittspreis 25 Bf., für Inhaber eines Loses der Arbeiterwohlfahrts- Weih nachtslotteric" frei. Briefkasten der Redaktion. M. S. 94. 1. 8meifelhaft. Stach unserer Ansicht ja. 2. Ja.- R. J. Bis zum 1. Juli 1928. Machen Sie die Kirchensteuerbehörde auf Ihren Austritt aufmerksam und beantragen Sie Befreiung von der Kirchensteuerpflicht vom 1. Juli d. 3. ab.- 8. B., Stralan. War verheiratet. Welterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend ( Nachdr. verb.). Wechselnd bewölft mit einzelnen Regenschauern, frische westliche Winde, wenig geänderte Temperaturen. Für Deutschland: Int Süden noch trübe, im Norden und Dsten unbeständig mit einzelnen Regenschauern, besonders an der Küste Windabnahme. 1 DER GEIST des Herstellers LEBT IN SEINEM FABRIKAT Auch in scheinbaren Nebensachlichkeiten offenbart sich die Sorgfall am Werk, jedoch soll die Verpackung nicht auf Kosten des Inhalts gehen. 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Es bleibe nicht unerwähnt, daß bef der Trauerfeier selbst der Pfarrer sich in seiner Rede die unverschämte, oft widerlegte Behauptung zu eigen machte, Rütemener sei feinem Unfall erlegen, fondern ermordet worden. Neue Diphterieerfranfungen. Wie alljährlich um diese Zeit naßfalter Witterung, haben auch in diesem Jahre wieder die Erfrantungen an Diphthe. rie in Berlin zugenommen. Der Berlauf der Krantheit ist aber in den meisten der bisher befanntgemordenen Ertrantungs| fälle günstig, so daß zunächst von einer ungewöhnlich großen Diphtheriegefahr nicht gesprochen werden fann Trozdem hat man bei der 180. Gemeindeschule( Hannoversche Straße), in der zehn Kinder an Diphtherie erkrankt sind, mit bantenswerter Be schleunigung bie Bor fichtsmaßregel der Schulfchließung angeordnet, um eine Beiterverbreitung möglichst zu verhüten. Die Anordnung ist auch getroffen worden mit Rüdficht auf die unter ben Eltern entstandene Beunruhigung, die ja begreiflich ist. Das Gerücht, daß es sich schon um eine regelrechte Diphtherieepidemie handle, ist erfreulicherweise unzutreffend 88 Drei Bogelausstellungen. Für den Züchter ist ber Stüblid am Jahresschluß unbedingte Rotmenbigleit. Darum herricht alljährlich Ende Nopember und An fang Dezember eine mahre Hochfurt in Bogelausstellungen. Die Internationale Taubenschau, die in ben Meffehollen Neue Beit Hafenbeide stattfindet, ist bis größte Taubenzufammenfunft, die Berlin bisher erlebt hat. Unter ben 7000 Tieren ist natürlich alles vertreten, was man fich mur münschen fann. Die Bezeichnung international ist für diese Aus Stellung zu Recht gemählt, denn es find importierte Tiere, das Stüd zu 2000 Mart, vertreten, doch feine aus England zur Aus stellung geldidten Tauben, weil einem folchen Borhaben die in Ausstellerfreisen sehr bedauerte Quarantänesperre entgegensteht. Man sieht auf der Schau Römer aus Sachfen von ungeahnter Größe und Schmere. Ferner sind für die Bewohner Berlins, deren Mugen vornehmlich auf fleinere Tauben, auf die Hausbodenbewohner eingestellt sind, die von der Landwirtschaftskammer anerkannten Rugraffen: Straßer, Roburger Lerchen und Lurtauben, interessant. Ebenso sieht man Huhnscheden, die der Großstädter glattmeg für Hühner anspreden wird. Bemerkenswert sind auch die Lahore Zauben, bie als Futtertiere für Schlangen ufm. mit einem Zier. transport aus Indien tamen. Als Direttor Hec biefe feltene Laubenraffe fah, machte er Züchter auf sie aufmerksam, die sie jetzt mit gutem Erfolge hier in Deutschland ziehen. Canaria, der älteste Berliner Verein für Liebhaber und Büchter des Kanarienvogels, stellt im Deutschen Vereins. haus, Landsberger Straße 89, aus, und zmar 37 Stol fettionen zu 4 Bögeln. Alle Vögel find auf Gefang gezogen, fogar Dier fchneeweiße, die reine Sänger find. Das sind die erften weißen Ranarien( die der Farbe ihres Feberkleides gemäß doch eigentlich in die Farbllaffe gehören), die es wagen durften, fich mit den Sängern in Wettstreit einzulassen. Die dunklen Vögel sind noch Spahen haben mill, versucht man oft alles, um die Tiere möglichst hell zu ziehen Der Berein Ranartenzüchter und Bogel. freunde hat seine Schau im Petersburger Hof, Beters burger Straße 57. Er zeigt 18 Rollettionen zu 4 Vögeln in Der Gelbzuchtflasie, 6 Kollektionen zu 4 Bögeln in der allgemeinen Klaffe und 18 Rollettionen in der Selbstzucht- Damentlasse. Diese Sondereinrichtung des Vereins ist nämlich in hohem Maße geeignet, auch die Frauen der Züchter für die Liebhaberei ihrer Männer au geminnen. Nächtlicher Ueberfall am Görliger Bahnhof. Rotten von jugendlichen Herumtreibern haben schon mieberholt hie Umgebung des Görliger Bahnhofes zur Nachtzeit unsicher gemacht. Die Burschen ungern dort auf den Straßen unsicher gemacht. Die Burschen hungern dort auf den Straßen umher und rempeln Beute, die einsam des Weges gehen, um Bigarren, Bigaretten, Geld für Schnaps und dergleichen an. Die Bolizei hat schon öfter aufgeräumt und lebeltäter festgenommen, es finden sich aber immer wieder neue zusammen. In der Nacht zum Sonnabend zwischen 1 und 2 Uhr fielen etwa zehn mann an ber Ede ber Glogauer und Biener Straße über einen Budbruder Heinrich St. aus der Mariannenstraße her and suchten ihm die Attentasche mit Gemalt zu entreißen. Der Angegriffene fegte sich zur Mehr, und als der Rotte von anderer Seite Gefahr brohte, stob sie auseinander und darfámand. St. rettete seine Attentasche, die 200 m. enthielt, trug aber mehrere bluten be opfperlegungen bapon. Reichsbannermann als Lebensretter. Um Maybachufer stürzte gestern nachmittag gegen 14 Uhr ein achtjähriger Schüler beim Spielen von ber Uferbofhung in den Stanal Der Junge war bereits untergegangen, als der Reichs: bannermann Rurt Schöpf aus der Sanderstraße 5 in Neukölln, der sich auf dem Wege zu feiner Arbeitsstelle befand, die Unfallstelle passierte. Kurz entschlossen sprang Schöpf in voller Kleidung ins Wasser. Erst nach mehrmaligem Tauchen gelang es dem Retter, den Jungen zu erfassen und an Land zu bringen. Die inzwischen herbeigerufene Feuerwehr stellte wieder. belebungsverfuche an, die nach einiger Zeit von Erfolg waren. Der mutige Lebensretter, der ziemlich erschöpft war, wurde von einem Herrenjahrer in einem Privatauto in feine Wohnung gebracht. Die Stadtverordneten haben ihre nächste Sigung am Don nerstag um 16% Uhr. Kleingartenbewegung marschiert! Eine Plans, Modell- und Bildschau. " Nicht immer find der Kleingartenbemegung, diefem Stieftind| Kleingärten zugute tamen. Die Hoffnung auf eine ausgiebige der Großstädte, die Stimmungen fo günstig, wie sie gestern bei der Flachbebauung habe sich nicht erfüllt, hier bilden die Kleingärten Eröffnung einer sehr bemerkenswerten Ausstellung zutage eine vorteilhafte Ergänzung. Stadtrat Genolle zeminski über. traten. Im großen Gaal des Zentralinstituts für Erziehung und brachte als Vertreter der Stadt Berlin deren Grüße. Die gesamte Unterricht, Botsdamer Straße 120, hat der Reichsverband Kleingartenfläche in Groß- Berlin beträgt 52 130 000 Quadratmeter. der Kleingartenvereine eine Plan-, Modell- und Bild- 506 000 Berliner Bewohner nehmen an diesen Gärten teil. Die schau der Kleingärten in Deutschland zusammengestellt und was Stabt hat bereits 2063 Heftar Band für 85 000 Dauergärten bereit. dort an Tabellen, Bildern, Modellen und städtebaulichen Plänen zu gestellt, die auf einen Zeitraum von 10 Jahren verpachtet werden. fehen ist, sollte jedem ehrlichen Kommunalpolitiker zu denken geben. Der Sachbearbeiter des Kleingartenmefens im Wohlfahrtsministe Reftor Forster aus Frankfurt a. M. begrüßte als erster Borfizen. rium Oberregierungsrat Dr. Bauty mies ebenfalls auf die Kultur ber des Verbandes die zahlreich erschienenen Gäste, im Gros Ber. merte des städtischen Kleingartens hin, ohne hen eine Wohlfahrtstreter bes Berliner Magistrats und auswärtiger Stadtbehörben jo politif gar nicht mehr austammen fömitte. Er betonte, daß ein mie Bertreter der Reichs- und Staatsbehörden, Sozialreformer u. a. Erfag für die Rasernierung geschaffen werden müßte, ba statistisch Er führte aus, daß die Kleingartenbemegung an einem Wendepunkt erredmet jede Großstadtfamilie in der 3. Generation aussticbt. Noch angelangt sei, daß sie nunmehr in der städtebaulichen Entmid ung babe aber teine Stadt die Forderungen der Kleingärtner ganz er als selbständiger faftor auftrete und Erfaz für den durch die Miet- füllt. Den Gegnern der Kleingartenbewegung sei gesagt, daß die taferne zurüdgebrängten Hausgarten bieten müsse. Aber auch zuweisung eines Gartens fein Brivileg einzelner Familien sei. die ernährungs mirtighaftliche Bedeutung fei mährend fondern daß es sich um eine große allgemeine foziale Bewegung des Krieges hervorgetreten, mo die Baubentolonisten bas blaffe Ge- handelt; er dante dem Reichsverband, der as verstanden habe, die fpenft des Hungers bannien. Die Forderung der Ausgestaltung ber polfsgesundheitlich eminent michtige bee in bie Röpfe aller Ver Kolonien nach Schönheitsprinzipien, tie fogenannten Dauergarten, antwortlichen zu hämmern. die als öffentliche Barfanlagen anerkannt werden sollen, stößt hei ber bekannten Geldknappheit unserer Städte immer noch auf Schmie rigkeiten, vom Kleingärtner sind die Koften unmöglich zu tragen Anerfanni fei bereits von den Städten die große Aufgabe, die die Laubenfolonien erfüllen, fpeziell auf dem Gebiete der Gesundheits pflege, graße Ersparnisse in erhöhten Aufwendungen der fozia en Fürsorge Minister Sirtsiefer, der die Ausstellung eröffnete, unterstrich diese Ausführungen unb mies darauf hin, daß bas Reichs wirtschaftsministerium und das preußische Wohlfahrtsministerum bie Sleingartenbewegung nach jeder Hinsicht unterstützen. Insbe sondere das Wohlfahrtsministerium habe die Bedeutung auf dem Gebiete der Gesundheitspflege, der Jugendpflege und ber Wohnungsfürsorge erfannt. Sonne, Licht, bessere Ernährung mit Obst und Gemüse seien die Fattoren, die dem Großstadtbewohner durch die Sturmflut über Sylt. Gefahr für die Bewohner. Auf Sylt tt bei Westfüdwestwind und Windstarte 12 überall fchwerer Schaden angerichtet worden. Die Dörfer Morfum und Archsum find durch die Fluten völlig von der Julel abge trennt. Das Westerländer Rettungsboot ist auf Hilferufe nach diesen Ortschaften unterwegs. Aus 15 Häusern in Morfum mußten die Bewohner flüchten, da das Wasser in die Häufer drang. Im Orte bildeten fich abgefchloffene Jufeln. Aus Muntmarich wird berichtet, daß der Auffernfischdampfer Gelbstern" an den Strand geworfen. murde. Die Flut reicht bis zum Hotel Munt. marsch heran. Jo Wenningstedt find große Slippabbruche zu ver. selchnen. Der Bahndamm nach Hörnum ist gebrochen. Die Fluten gehen bis Südwesterland. Ju& eltum steht das Wasser hoch am ftellen Ufer. Der Uchfuhr- Frühzug blieb am geftrigen Sonnabend auf dem Hindenbyrgdamm steden, da er nicht gegen den Sturm anfam. Erst nach Eintreffen einer Hilfemaschine fonnte der Jug feine Fahrt mit ganz geringer Geschwindigkeit fortsetzen. Der Südteil der Insel ist ein einziges Meer, das teilweise bis zum Bahndamm reicht. Jn Keifum wurde der eiserne Schornftein der Friesenhalle umgeweht und durchschlug das Dach. Bei Cist fiel, wie berichtet wird, der Kran ins Wasser. Die Brüde wurde weggefpült. Da der Sturm nach Nordwest zu drehen scheint, wächst die Gefahr noch In Hamburg erreichte der Sturm eine Stärke von 7 bis 8, in Böen jogar 8 bis 10. Der Baiserstand der Elbe ist wieder ge. maltig gestiegen. Im Hafen find nennenswerte Schäden nicht entstanden, doch ist das Wasser der Unterelbe so start aufgemühlt, baß ber Kleinnertehr mit Schwierigkeiten zu fämpfen hat. Auch an der Schleswig- Holsteinischen Westküste wurde überall großer Schaben an gerichtet. Der Dampferverkehr von Husum nach den Inseln ist unterbrochen. Die Husumer Fischerbaote, die sich zum Heringsfang auf See befanden, tonnien unter Pellworm Schuß fuchen. Auf der Hallig Bangeneß ist das Baffer in zwei Häuser eingebungen. Da die Sturmflut auch hier zurüdgeht, besteht für bie Halligbemohner zunächst teine Gefahr mehr. Westerland/ Sylt, 24 November. Halbinsel Ellenbogen von der Mufferinfel getrennt Gemalfige Durch einen 100 Meter breiten Flutstrom ist bei Buhne 33 die Wassermassen überfluteten den Bahadamm, der zum Ellenbogen Leuchtfeuer führt, beim alten Rettungshaus und riffen alles mit Eine tiefe Bucht breitet sich bis zum Bestleuchtfeuer durs. Die Jafaffen des Offleuchtfeuers fonnten den Cenchtturm nicht verlassen. Am Hörnummer Bahnbanum wurden fünf Bruchstellen festgestellt, durch die gewaltige Maffermassen eindringen, die die Ländereien und den Süden der Stadt unter Wasser fezen. In Süd- Westerland ragen die Häuser wie Jufeln aus dem Wasser heraus. Ueberall ift großer Schaden angerichtet worden. Straßenbahnunfall in der Köpenicker Straße. In der Köpenider Straße ereignete fich gestern abend um 18 Uhr ein Berkehrsunfall. Ein Straßenbahnwagen der Linie 6 stieß vor dem Grundstück Köpenider Straße 12-14 mit einem Lastenzug zusammen. Dabei murde die Straßenbahn aus den Schienen geworfen. Fünf Fahrgäste und zwei Mitfahrer des Die Ausstellung selbst bringt ein reiches Material aus Städten wie lel, Frankfurt a. M., Hamburg, Effen, Stoln, Leipzig u. a., Die aufzeigen tönnen. daß dort die Bemegung träftiger marschiert als in Berlin. Meist handelt es sich um Bidne, Anfrisse und Bhotos, ble die Unlage nou Kolonien darstellen. Es darf jedoch nicht zu bemerten vergessen merben, baß es meist Zuschuß oder gar non den Städten felbst hergestellte Gärten find. Berlin besigt außer der einen Anlage auf den Rehbergen nur„ Richtlinien", mit benen bie eingärtner nichts beginnen tönnen, wenu ihnen das Gelb fehlt. So ermächst bei dieser Kalamität der Bewegung die Gefahr, baß zu guter Retzt nicht der teine Mann ber Ruznießer der Gärten wird, sondern ein Besigstand, dem man auf billige Art ein Geschenk macht. Baftenzuges erlitten Berlegungen. Die Berunglückten fonnten nach Anlegung von Rotverbänden sämtlich ihre Wohnungen aufsuchen. Durch den Borfall entstand eine empfindliche Berkehrsstörung von nahezu halbstündiger Dauer. Neue jüdische Mufit. Die Berliner stomistische Bereinigung veranstaltete m Schwechtensaal ein Konzert, das u a. Erstaufführungen( bei den meisten wird es wohl dabei bleiben) von Krein, Achron und Weprik brachte Die tonstruierte Musik diefer Neuschöpfungen blieb ohne tiefere Wirkung Bezeichnenderweise hatten alte hebräische Melodien aus dem oftjüdischen Ghetto in ihrer schlichten Einfachheit den stärksten Erfolg. Hier fonnte man übrigens eine deutliche Aehnlichkeit mit Melodien, die im Granomify- Theater( Nacht auf dem alten Marff) verwendet worden find, fonstatieren. Alice Jacob Loewenson mar eine gute Begleiterin auf dem Alanter. In Bev Riajanzem lernte man einen Bariton von beträchtlichem Können fennen. Um jo pein licher wirfte neben ihnen beiden die Sängerin Rahel Kaufmann, die jüdische Mufit gab es bis vor furzem noch nicht, was vorhanden war, selbst diesem beifallsfreudigen Bublifum nicht genügte. Wirklich war starf von dem Geschmack der Gastpölker durchsetzt. Die Musik eines Bolles tann nicht in einem Jahrzehnt entstehen, das, was man im Schwechtenjaal zu hören befam, wird noch manche Phase der Entwicklung zu durchlaufen haben. ..Rathte gegen Steintopf Zu unserem im Bormärts" nom 23. M. gebrachten Prozeßbericht bittet uns der Deutsche Beamtenbund um folgende Richtigstellung. Herr Dr. Rathke tann nicht als Bertreter des Deutschen Beamtenbundes onbeißt nicht„ Die deutsche Beamtenforrespondenz", fondern„ Die gesprochen werden. Die von ihm berausgegebene Korrespondenz allgemeine Beamtenforrespondenz". Der Deutsche Beamtenbund hat mit dem Borfall Rathfe- Steintopf nicht das geringste zu tun. Gegen die erneuten völkischen Friedhofsschändungen veranstal eine Rundgebung am Dienstag, dem 27. b. M., abends 8 Uhr, in tet der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten( Ortsgruppe Berlin) der Stadthalle, Klosterstr. Es sprechen u. a. Landtagsabgeordneter Kuttner, M.& 2, Frau Katharina von Kardorff Dheumb. Brebiger Dr. Start Rofenthal Aus Antaß der Friedhofschandungen in Ropenid hat der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten auf die Erlangung der Täter eine Belohnung von 500 m ausgefeßt Der Volfschot Often veranstaltet heute, am Zotensonn tag, um 6 Uhr nachm, unter Beitung seines Dirigenten With Knöchel und unter Minirtung des Ronzertmeisters Ric. Bambinon Dom Berliner Sinfonieorchester in den Brachtsbilen des Dftens, Frankfurter ee 48, fein biesjähriges Herbstfonzert Bon Wilhelm Knöchel tommt das Wert Heilige Freiheit zur Uraufführung. Orisauss uß für Jugendpflege Neutöln. Seute, Sonntag, 8 Ubr: Filmabend im städt fchen Saal, Bergstr. 147. Bur Aufführung gelangt: Zur Chronik von Grieshuus" nach Theodor Storm. Dazu reichhaltiges Beiprogramm. Jugendliche 30 Pi., Ciwachsene 50%. Eintritt. Starten find an der Kaffe zu haben. Jm Unzeigenteil befindet sich beute eine amtliche Bekanntmachung über ablen zur Eifchlerinnung Berlin. Berantwortlich für Politit: Dr. Curt Gener: Wirtschaft: 6. Klingelhöfer; Gemertschaftsbewegung: Mr. Catorn: Feuilleton: R. S. Döscher; Lolales and Sonstiges: Frip Karstadt: Anzeigen: 35. Glode: fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag Gm b S., Berlin Drud: Borwärts- Buchdruderet und Berlansanstalt Baul Cinder n Go.. Beclin 58 68. Lindenstraße 3 Bieran 4 Beilagen, Blid in die Bücherwelt", laichaltung und Biffen unbrauenftimme. Vollstümliche Wohn vom 26-30 New han Yuts in der letzten Noche Dis Monals besondron Raufgelegenheiden Composé- u. 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Frühstücksservice f.2 Personen 4 Telle 1.75 5 Teile 2.25 Kaffeeservice 9 Telle, 1.6 Pers. 4.50 bis 5.75 Kaffeeservice 30 Teile £ 12 Person. 24.00 bis 30.00 Tafelservice 27 Teile, f. 12 Pers. 95.00 115.00 Bleikristall Sonnenschliff" Kompotteller Kristallschliff„ Sonne Jardiniere 26 cm. ..1.55 Schale 22 cm Bowle mit Teller Körbchen Bonbonniere Zuckerstreuer Blumenvase 14 cm Kristallvase farbig.. Porzellar, dekoriert Tafelservice 23 Telle, für 6 Pers. 45.00 Tafelservice 77 Teile, für 12 Pers. 125.00 bis 175.00 Frühstückservice 5 Teile, ir 2 Personen 6.25 9Teile, tür Kaffeeservice 6 Pers. 11.75 30 Teile, Kaffeeservice 12 Pers. Frühstücks- Gedeck 33.00 Tasse mit Teller, dek. Gedecke 1.75 Obstteller Früchte- Dekor 0.95 2.75 16.50 8.75 48.00 1.95 1.95 1.95 2.25 2.95 Preẞglasservice Parsifal Kompotteller 15 cm Kuchenteller 31 cm Schalen rund • Butter- u. Käseglocke Jardiniere aut hohem Stiel tarbig Likörgläser big sortiert Für Restaurateure: 35 Pf. Bierbecher Viktoria 18 pt. Liter, Stück Pf. Likörschale Kiel... 28 pf. Sektschalen, Rotweingläser Römer usw, jedes Glas und Steingut Waschgarnituren mli Gold 9,50 bis 12.75 Fahrikst Villeroy& Bock 8.50 bis 11.50 Wasserkrüge mit klein Fehleru 0.55 bis 2.95 Salatschüsseln Satz Satz 6 Stück 1.10 7 Stück 1.60 Tafelgeschirr farbig 23 Telle, für 6 Personen 9.75 Küchengarnitur 22 Telle 9.50 Kaffeemaschinen Bunziau, blau 2.50 braun 4.50 Streifen Kaffee- u. Teegeschirr blan Fond, Villeroy& Boch Schalentasse.... 0.32 0 1.95 Kaffeekannen 0.55 bis 1.95 Teekannen. Zuckerdose 1.75 2.95 •• 2.75 4.25 vou 2.10 Marmeladendose Butterdose Teller 20 cm ... 1.50 .. 0.90 660 jede Größe 35 Pf. Glaswaren Jardiniere gepresst, 24 cat 0.90 Vase gepresst, 20 cm.... 0.75 Käseglocke m. Teller... 0.55 Bierbecher Strahlen... 0.25 Garnitur Hermann", Leichischliff .... 0.38 Likōrglas. Portweinglas...... 0.42 Rotweinglas. ... 0.48 Rheinweinglas..... 0.48 Römer. Sektglas ... 0.58 .... 0.65 Bier- u. Teebecher..0.35 Sektglas..... 0.85 0.32 Bier- u. Teebecher..0.50 dem mun DAE Bi Par 0.60 Garnitur Erika", graviert Likörglas.. ... 0.55 duftr Portweinglas...... 0.58 Rub Rotweinglas....... 0.65 der Rheinweinglas..... 0.65 DON Römer. ... 0.75 bitt zu el 2.00 125 met unio die ichat Entr iq Ernt und ſtaat men Die 1 praf Murd Und ftärt mert afa i Wirtschafts- Artikel Küchen weiß lackiert, mit Linoleum, Schrank 120 cm, m. Anrichte, 7 Teile, v. Rundöten eiserne 17.50 140M 17.50 bis 24.75 Oeten emailliert 72.50 bis 103M Cade- Dauerbrand- 85 M bis 118 M 118 M Emaille Schmortopfef.Gas 0.60.1.45 Brotbüchsen farbig 7.50 3.50 Ring Schmortöpfe 1.05 b. 2.15 mit Ring Kasserollen. Gas 0.45 b. 1.15 Kasserollent 0.75 b. 1.35 Wasserkonsol m.Maß, weiß 0.90 Wassereimer well, 28 cm 0.95 Toilette- Eimer..2.25 4.75 Kasserollen Scheuergarnitur Sand, Selfe, Soda, wein 1.45 Runde Schüssel 35 cm 1,35 Schüsseln flach 0.30 b. 1.95 weiß Kehrschaufel..... 0.45 Waschschüsseln 0,95 b 1.65 Küchenheizrohr emailliert 2.65 Aluminium mit Ho zsilel, unbord. 1.15 b. 2.00 Wasserkessel mit Ho zgriff schwere Qualität 2.65 b 5.00 od. Holzs!. Pfannen en 1.20 b.3.00 Maschinentöpte L00 b. 2.30 Milchkannen.... 1.90 2.10 Speisezimmerkronen mod., versilbert Schirm 85 cm 0 75M versch. Muster Schirm 70 cm 2750 Herrenzimmerkronen in verschiedenen Formen von Marmorschale Schlafzimmer imitlerle beleuchtung Nachttischlampe Bügellampe Holzwaren Besenschrank... 33.00 Küchenstuhl roh.... 2.35 Kinderstuhl rob.. 1,65 Besenschrank Gardinenspanner zusammenlegbar, L. Karton 6.90 Servierbretter 0.85 bis 3.90 Putz- und Wichskasten 0.90 Besteckkästen 1.35 bis 1.65 .. 0.65 0000 .Handtuchhalter Küchengarnitur 4tellig 0.90 Frühstücksbrettchen Kaffeemühlen 2.35 bis 3.50 4 Stück, gebündelt 0.45 Wandmühle geschm.Werk 3.85 Küchenleinen 10 u. 20 Meter 0.20 0.40 Wäscheleinen Aloe 2.25 ble 3.75 Leinenwickler. 0.70 0.85 Wäscheklammern, per Schock 0.30 0.40 Waschbretter starke Zinkeinlage 0.90 1.30 Aermelbretter bezogen 1.10 1.40 Plättbretterbezog. 4.90 6.25 m.Einteilung Nagelkasten Schiebed. 0.70 Borsienwaren Roßhaarbesen 2.00 bis 3.50 Roßhaarhandfeger 1.10.2.35 Schrubber 0.25 bis 1.10 Eisenwaren Personenwage m.Spiegel 17.50 Flurgarderobe 8.75 bis 12.50 Tellerwage emaill.Zifferbl. 2,25 Mandelmühle...... 0.85 Messerputzmaschinen mit Lederstreifen Waschfässer 9 Mb 19.50 Zink bis bis 0.85 Zink- Zober 11.75 23M Wannen verzinkt 2M bl. 3.50 Fabrikat Model 18.00 22.50 2 Gasplätten mit Erhitzer 8.25 9.25 oval bis Petroleumöfen 12.75 b. 22.50 Waschtöpfe 2.70 bu 5M Petroleumöfen 12.75 b. 22.50 Heizsonnen elektr., ... 1.40 mit Zuleitung 10.50 12.00 Heizrohr schwarz. Briketträger... 1.90 2.15 Aschenschaufel von 0.50 an Ofenvorsetzer 0.90 bis 2.25 Gaskocher 6.75 bis 16.50 Gasbratöfen weiß emailliert 42.00 45.00 Gasherde weiß email. 95.00 105.00 Teilzahlung für Gasabnehmer der Berliner Städtischen Gaswerke Kachelöfen transportable farbig 95.00 bis 145.00 Stahlwaren Eẞbestecke 0.85 bis 1.90 Obstmesser 6 Stck. 1. Karton 4.75 5.00 Geflügelscheren 1.75 bis 1.90 Stahlscheren von 0.25 an Tortenheber m 0.90 1.25 Prima Alpaka Bestecke Kaffeelöffel. ..0.20 EBlöffel Eẞbesteck 1750 9.75 7.50 pach den Bedingungen der Bewar Auch Teilzahlung für Groß- Berliner Siromabnehmer mit Bürstenträger 1.10 1.25 Bürste Möbelbürsten 0.50 bis 1.10 Teppichbesen 1.35 2.35 Parkettbohner. 4.75 5.25 Teppichkehrer 8.75 b. 14.25 Karton . 0.45 0.95 Suppenschöpfer.... 190 Alpaka versilb. Bestecke Autiage 20 Gr. Kaffeelöffel. 0.55 Eẞlöffel... 0.95 Eẞbestecke.. 2.35 vernick. verzinkt Nickelwaren Brotkorb Mess. vernick. 3.00 Gebäckkasten weiß Steingut, mit Nickeleinfassung 3.75 Krümelschaufel 2.75 Teebecher Messing vernick.0.90 Kaffeekannenuntersatz 0.85 Tortenplatte mod. Dekore 2.25 Kakaokannen Mess, vernick. Deckel 2.25 3.25 Zigarettenkasten mit Glas Glas, mit Messingdeckel 0.90 Tabletts Messing vernickelt u. Messing biank 1.10 1.45 1.90 bis Blechwaren Leibwärmer... 0.65 0.80 Wärmflaschen... 1.30 2.10 Universalsiebe 0.50 bis 1.10 Springformen 0.80 1.00 Reibeisen... 0.25 0.35 Tabletts..... 0.15 bis 0.45 Passiermaschine.... 4.90 Kaffee- o. Zuckerdose 0.35 Briefkästen... 0.50 0.80 Kakesbüchsen 0.45 bis 1.45 Brotbüchsen lackiert 2.85 3.90 Brotkörbe... 0.80 1.10 und fügu jahre den und nur meit Rec 108 Eni Die befä im g und gep bejá Irot Stal bölli glau Geri Di 1.35 1. A 3117 aufg Nati rul fein Bari Alumin.- u. 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Stalin erklärt«: .Im lausenden Jahre betrugen die Kapitalanlagen in der Im Mtrie 1850 Millionen Rubel, was«!ue Zunahm« um 336 MPionen �ube? gegenüber dem Lorjahre bedeutet. Das rasche Tempo �«r Entwi cklung der Industrie des Landes wird »an den äußeren und inneren Verhältnissen dar Sowjetunion »'kiiert. Ilm einen endgültigen Sieg des Sozialismus '/U««-reichen, müssen die tavrtalistischen Länder technisch �«5 wirtschaftlich eingeholt und überflügelt '»erben. Außerdem kann man die Unabhängigkeit der Sowjet- upion nicht sichern, wenn kein« hinreichend« industriell« Basis für Verteidigung vorhanden ist. Der Wiederaufbau der Landwirt- 'chatt auf einer neuen technischen Basis ist lediglich bei einer raschen Entwicklung der Industrie in der Sowjetimio» möglich. Zur Beschleunigung der E n t w i ck l u n g der Landwirt- 'chgft und besonders der Getreidewirtschaft ist die Steigerung der TtntecrtrSge, die Erweiterung der Anbauflächen für arme Bauern und mittelbäuerliche Einzelwirtschasten. ein weiterer Ausbau der tätlichen Landipirtschoftsbetrlebe und der Kollektivwirtschaften not- ■»endig. Die jüngste Steigerung der G e t r e i d e p r e i se. �■e praktisch« Durchführung der revolutionären Gesetzgebung, die praktisch« Unterstützung Heiner und mittlerer Lauernwirtschosten �»rch de» vorherigen Ankauf des Ernteertrages und sichere Maßnahmen werden der BauernsSsoft«inen beträchtlich k'ärferen Antrieb geben. Für den vorherigen Ankauf von Ernten ■»erden diesmal 366 Millionen Rubel, also um 166 Millionen mehr uls im Vorjahre, bereitgestellt: für staatlich« Landwirtschaftsbetriebe und für Kollektivwirtschaften werden 180 Millionen Rubel zur Per- �ugung gehalten, das sind 75 Millionen Rubel mehr als nn Bor- iuhr«. Zur Berminderung des Warenmangels muß Industriezweigen, die oerschieden« landwirtschaftliche Maschinen, und Gerät« sowie muh andere Waren erzeugen, die augenblicklich "ur in unzureichenden Mengen vorhanden sind, ein Antrieb zu ihrer ■»eiteren Entsalwng gegeben werden. Zur iunerport etlichen Lage erklärte Stall», die ■�«chtsopposition werde, wenn sie stegev sollte. d«n ideo- lygischen Zusammenbruch per Partei und die Tntsesselung kapitalistischer Element« bedeuten. �«e Opposition von rechts wie von sink?«miß, so erklärt Stölln. bekämpft werden. Der Kamps gegen d!« Opposition von rechts muß NN gegenwärtigen Stadium einen ideologischen Eharokter trogen und organisatorisch« Maßnahmen müssen eine unter- Reordnet« Rolle spielen, solange die Rechte die Partei. Beschlüsse loyal durchführt uich nicht, wie früher die Anhänger Trotzlis. eine Froktionstätigkeft entfallen. Zum Schluß erklärte Stalin, daß im Politischen Bureau der Kommunistischen Porte! völlige Einstimmigkeit herrsch«. Er schloß mit den Worten:.Ich «laude, daß diese Tatsache von gewisser Bedeutung ist angesichts der Gerüchte, die von Gegnern unserer Partei verbreitet morden." Die Mmderheiienmißhandlung in polen Ein Regienmgsauschlag vom Sejm abgelehnt. Warschau. 24. Oktober. In der Frage der Grundbuchauslassung von Erb,!nzpä6>t«rn u.«. Ansiedlergruppen wünschte tsi« Regierung ein Amendement tum Gesetz dvrchzubringen. ton: welchen, nur solche aus der rirsstschen Zell stammende Lorschristen gegen die Auslassung ausgehoben werden sollen, die gegen Angehörige der polnischen Lotion gerichtet sind. Damit würde die Benachteiligung der w e, ß. russischen, jüdischen und deutschen Ansiedler geblieben lein. Der Sejm lehnte das Amendement ab. Ministerpräsident Portal hat Rückoerweijung an die Kommission durchgesetzt. Lieber kein Geld als für arme alte Inden? Wie die.Deutsche Rundschau" meldet, hinterließ eine im Jahre 1921 w'Pannsyloanien verstorben« Frau Lena Eohen ihrer Heimatstadt Bromberg ihr gesamtes den Wert von 106 606 Dollar übersteigendes Vermögen nebst ihrer Gemäldegalerie mit der Bestimmung, daß die Zinsen armen alten Juden der Stadt zugute kommen sollten. Das Testament kam 1922 nach Bromberg. Der Magistrot lehnte damals in geheimer Sitzung, offenbar aus antisemitischen Gründen, die Annahme der Erbschaft mit der. u n w a h r e n Begründung ob. daß es in Vromberg keine armen allen Juden gebe! Die Stichhaltigkeit dieser Behauptung kann schon durch das Bestehen eines jüdischen Altersheims W Bromberg widerlegt werdcir Auf Betreiben interessierter Kreise wurde nun in allerjüngster Zeit das Angebot dieser Erbschaft dem Magistrat nochmals vorgelegt. Wie die JD. R." erfährt, beabsichtigt die polnische Mehrheit des Gemeinderats, die Annahme der Erbschaft abermals auszuschlagen. Das deutsche Blatt hofft, daß die Siadtoerordnetenversamm- lung noch in letzter Stunde die WIedarholung dieses Schildbür« gerstreichs verhindert, da sich aus der Angelegenheit ein in- ternationaler Skandal entwickeln tonne. Das Blatt bezweifelt, daß dt«'führenden amerlkanischen Finanzleute unter denen es sehr- viele Juden gibt, die antisemitischen Gründe«inev polnischen Stadtverwaltung gelten lassen werden, wenn es sich darum Handell. Polen ein« Anleihe zu geben. Grundlagen eines dauernden Friedens. Ein Vortrag des Grafen Aibert Stpponyi. Aus Einladung des Komitees für interimüonalc Aussprache hiell Graf Albert Apponyi, dar 83iährige Vertreter Ungarns beim Völkerbund und einstiger Sprecher Ungarns auf der Friedenskonfe- ronz von Trianon, im Plenarsaal des Reichstags einen Vortrog über die„Grundlagen eines dauernden Friedens". Die 4) o a g c r Konferenz von 1899 und 1967, so führte er aus, brachten nur eine Erleichterung des schiedsgerichtlichen Versohrens. nicht aber ein obligatorisches Schiedegericht, mü; der neue Kodex für die Kriegsführung bedeutete nur«Inen kleinen Fortschritt für die Ueberwindung der früheren anarchischen Zustände. Der Völkerbund trug bei seiner Gründung 1919 das Zeichen seines Ursprungs, ein Institut der Sieger- mocht« zu sein. Auch bei Rechtsstreitigteiten ist der Völkerbunds- rat zwar anzurufen, aber er gibt nul: Empfehlungen, und es fehlt diesem rein polltischen Institut das erst« Erfordernis für jede juditatorijche Tätigkeit: die unbedingte Objektivität. Aus dem Bewußtsein dieser Unzulänglichkeit heraus kam es 1924 zu Gensi zu der denkwürdigen Schassung fc<3 Genfer Protokolls, das zwar nicht Gesetz wurde, aber zum ersten Male die klare Zieljetzung gab: Kriege sind ein für allemal zu verhüten. Mit dieser Tat war die vollständige Ausschaltung des Krieges aus der Arbeit dar intcr- nationalen Politik nicht mehr wegzudenken. Mit sympathischem naturburschcnhaftem. Zugriff kam dann der Amerikaner Kellogg mit seinem Kriegsächtungspakt. in dem er mit einem Worte sagte: Wir wollen keinen Krieg mehr. Aberjiab er die Lösung, wie denn anders Konslikte, die an Leben oder Sterben einer Nation greisen, gelöst werden sollen'? Die bisherige 2lrb«U des Völkerbundes sucht noch Mitteln, ausgebrochene Konslikte zu schlichten, aber sie fand kein Mittel, Konflikten vorzubeugen. Dys entspricht der inneren Struktur des Bundes. Ist der bestehend« internationale R e cht szu stand falsch, so wird die Aufrechterhallung dieses Zustandes durch ein internationales Prozessualrecht zum U n r c ch t. Die richterliche'Autorität leidet, weil Form und ö aHall im Widerspruch stellen. Mit Recht und Unrecht wird Fangball gespielt. Denn bisher stellte jeglicher Krieg keinen Abschluß, sondern nur«inen Punkt in einem unendlichen sehlsrhaften Kreislauf dar, bei dem das einzig Stellge der Totentanz ist. Im Frieden muß bestehendes Un> recht geändert werden. Aber man ho, das Gefühl, daß die Leitenden des Dölkerbuitdes nicht de« Frieden an sich, sonder««or diese« Friede« erHollen wollen. Die Friedensverträg« von 1919 sind schon deshalb unooll- kommen, weil sie unter Zwang abgeschlossen wurden. Gewiß, sie verpflichten juristisch, denn dys internationale Recht kennt dir Ungültigkeit der Unterschrift wegen unüberwindlichen Zwanges nicht. Recht aber muß ethisch begründet sein, und deshalb wurde Locorno begrüßt, weil hier alle Partner freiwillig unter- zeichneten. Grundlage jeder sittlichen Politik sind die drei ewigen Be- griff«: Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit. Friedenl Hamburger Kinauzseuaior tritt zurück. Auf Wunsch seiner Fratt-on. Hamburg, 24. November. tEigenbericht.) Der Präses der hamburgischen Finanz v-e r w a l- t u n g, der demokratische Senator Karl Cohn, hat seinen Rücktritt aus dem Hamburgischen Senat erklärt. Dieser Rücktritt ist aus Wunsch der demokratische« Frytttv» der Hamburger Bürgerschaft erfolgt. Die demokratische Bürger- schaftsfraktion begründet ihren Wunsch mft her Erfüllung der Koalitionsabmachungen, noch denen Senator Cohn, der bisher als Vollsenatpr tätig war, als halbamtlicher Senator gelten sossc. Da diese Veränderung in der Senatsstelwng nur über einen Rüchtriit möglich ist, ist Senator Cohn gebeten worden, sein Amt zur Per- fügung zu stellen. Die wahre U r s a ch« dieses Rücktritts liegt allerdings wohl in der'Absicht der demokratischen Fraktion,«ine personell« Deranderung in ihr« Senatsfraftion harbeizüsühren. Es wird angenommen, haß als Nachfolger für Senator Cohn der bis- herige demokratische Fraktionsvorsitzevde und Chefredakteur Kurt Plate» als halb amtlicher Senator i« den Senat eintreten wird. U«b«v dio Nachfolge in der Leitung der hamburgsschen Finanzverwaltun» ist noch nichts bekannt. Kilmkneg in Württemberg. Das Gtuttgarier Polizeipräsidium maßt sich Kilmzeufur an. Stuttgart, 24. November.(Eigenbericht.) Di« württembergisch« Regierung scheint sich immer«och ntcht damit abfinden zu wallen, daß die F i l m z« n s y r setzt ihrer Au ständigkeit entzogen und ein« Reichsanqelegenheft geworden ist. Wenigstens versucht das Stuttgarter Polizeipräsidium immer wieder die Aufführungen von Filmen, die von der Reichs- silMstelle zugelassen sind. In Württemberg zu hinteiZvelben. So war «s seinerzeit beim..Patemkin�-Film, und so ist«s jetzt wieder bei dem Film„Dokument« von Schanghai", der vor kurzem in Berlin zum ersten Mal« vorgeführt und nan der Reichszensur- stelle sogar als Lehr- und Kulturfilm jiic Illgendliche zugelassen wurde. Der Volkefilmverband plante nun die«rst« Vorführung des Films am Sonntag in Stuttgart im Saal des staatlichen Kunst- gebäudes. Im letzten Augenblick Hot nun das Stachsrentamt, in dessen Verwaltung dieses Gebäude steht, dem Volksfilmverbanl» den Saal entzogen, und zwar mft der ausdrückliche« Begründung. es handele sich bei diesem Film um«uze stark tendenziös« Bor- sühnmg, so daß das Polizeipräsidium die Vorführung überhaupt für höchst uncrwüirscht und jedenfalls die Vorführung m einem staat- lichen Gebäude für ganz untragbar erkläre. Es wird hier mft dürren Worten.zugegeben, daß das Stuttgart« Polizeipräsidium, also«in« der einflußreichsten Stellen der württembergischen Jnnenverwaltung. auf Schleichwegen da?.zu».» reichen versucht, wozu es auf direktem Wege nicht berechtigt ist. Es bedient sich hierbei des Mittels der Soalabtreiberei, da? vor Jahr- .zehnten im Kampf der Behörden gegen mißliebige Parteien zur Anwendung kam. das man oder längst überwunden zu haben glaubte. Praktisch erreicht das PolizeiprSsidiüm damit natürfich nichts, denn die Aiifftihrung wird jetzt tn einem anderen Saale stattsinden. Selbstverständlich wird dies« illoyal« Ber- waltungsmcthode ein Nachspiel im württembergischen Landtage haben. Nach dem Urteil von Duisburg. Die.Mote Fahne" hat gestern morgen bereits ihr Urteil über den Spruch des LanÄesarboftsgenchts gefällt. Hiar ist es: .cheute tagt das Landesarbeitsgericht, das in zweiter Instanz den„Rechtsstreit" um Wissells Schiedespruch entscheiden soll. Die Gewerkschaftsführer und Sozialdemokraten versuchen abermals, den Kampfwillen der Arbeiterschaft zu töten und ihre Front zu brechen, indem sie hemmungsloses Vertrauen in die.Objektivität" des bürgerliche n Arbeitsge- r l ch t s, dieses willenlosen Organs des kapitalistischen Klossenstaate», predigen. Di« KPD. sagt als einzige Partei in Deutsch- land den kämpfenden Arbeitern die Wahrheit, per kapitalistische Staat ist da? käufliche Werkzeug der brutalsten Schars- macher. Sein Arbeitsgericht ist das bezahlt« Organ der Hüttenbarons. Die Gewerkschaftsführer sind die bewußten Be trüger der ausgesperrten und ausgehungerten Metallarbeiter." l 1 I DER WEIHNACHTS: JSRAEL VERKAUF BEGINNT WOLLSTOFFE Wollmusseline 135 vielfarb. aparte Druckmust. Velours- travers mit Kunstseide Rips- Popeline reine Wolle, neue Farben, gezwirnte Qual., ca. 130 cm 295 360 Pyjama- Flanell 95 Indanthren, fesche Muster, Flurgarderobe Messing wie Abbildung 100 80 cm brt. 875 cm brt.775 Satztisch wie Abbildung bestehend aus 3 Tischen, Eiche gebeizt 2900 Bücherschrank wie Abbildung Eiche, hell, mittel od. dunkel gebeizt, Hähe 168, Br. 85, Tiefe 83 6250 SEIDENSTOFFE Crêpe de Chine reine Seide, erprobt. 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Das Duisburger Berufungsgericht hat das Urteil erster Instanz aufgehoben und den Schiedsspruch für gültig erklärt, Die Unternehmer werden wahrscheinlich Revision einlegen und den Kampf zunächst fortführen. Auf einem Flugblatt, das die Eisenindustriellen jüngst per hidten, prangt in großen Lettern die Ueberschrift:„ Die wirt. haftliche Notwehr der Eisenindustrie." Noch immer versuchen es die Industriellen so darzustellen, als ob der Schiedspruch wirtschaftlich für die Eisenindustrie nicht tragbar wäre und als ob ihr ganzer Kampf nur um der Preisstabilität willen und für das Wohl der Gesamtwirtschaft geführt würde. Die Deffentlichkeit weiß, was sie von diesen Phrasen zu halten hat. Während der Berhand Es ist an dieser Stelle wiederholt dargelegt worden, daß für die eifenfchaffende Industrie die Tragbarkeit des Schiebespruchs chne 3weifel feststeht, daß für die eisenverarbeitende Industrie die Lohnerhöhungen jedenfalls geringfügiger sind als die anstandslos hingenommenen Eisenpreiserhöhungen. lungen hat die Eifenindustrie min bie Behauptung aufgeftelt, daß, im ganzen gesehen, ihre Erlöse fich in den letzten Monaten verringert hatten, und daß sie auch jetzt noch geringer sind als im Frühjahr und im Herbst vorigen Jahres. Herrn Schlenders falsche Erlösrechnung. Er stellt fest, daß die durchschnittlichen Verkaufserlöse des fogenannten A Brodufte- Verbandes( umfassend Halbzeug, Oberbaustoffe und Formeisen) sowie des Stabeisenverbandes im Durchschnitt der Monate Mai bis August 1928 um 3,17 Proz unter den Erlösen vom Oftober 1927 lagen. Die durchschnittlichen Bertaufserlöfe für die vier genannten Produtte, im Oktober 1927= 100 gefeßt, sollen für die Monate Mai bis August dieses Jahres nur einen Erlösinder von 96,83 ergeben haben. Es wird dann weiter hinzugefügt, daß diese ungünstige Entwicklung nicht nur für bergangene Zeit, sondern auch für den gegenwärtigen 3eitpunkt gilt, daß ,, insgesamt heute die Tonne des zum Verfauf gelangenden Balzwertserzeugnisses nicht den gleichen Durch snittserlös erzielt wie vor Jahresfrist". bie Es ist an sich schwierig, solange die Schwerindustrie absichtlich alle absoluten Ziffern oder die Unterlagen zu deren Berechnung der Deffentlichkeit vorenthält, diese Angaben nachzuprüfen. Betrachtet man die Auswahl der untersuchten Produfte näher, fo ergibt sich zunächst, daß sie noch nicht die Hälfte des Gesamt absages umfaffen, und daß ferner in diefem beschränkten Streife die Erlösentwicklung einer Produktgruppe in den untersuchten Monaten durch besondere Umstände fich start rüqläufig ge ftaltete, so daß das ganze Bild ungünstig ausfällt. Durch die Zurückhaltung der Reichsbahn bei ber Bergebung von Aufträgen in der ersten Hälfte des Jahres ver Bewilligung der Tariferhöhung ist der Inlandsabjay an Oberbaustoffen ganz unverhältnismäßig start zurüdgegangen. Während der Inlands. abjak an Oberbaustoffen im Monatsdurchschnitt des Jahres 1927 etwa 125 000 Tonnen ausmachte, ging er in den Monaten Mai bis August 1928 bis auf die Hälfte dieser Menge zurüd, während der Auslandsabjazz zum Ausgleió, gesteigert werden mußte. Der Ausjuhranteil betrug bei den Oberbaustoffen im Ottober 1927 nur 20 Broz. und stieg in den Monaten Mai bis August 1928 auf 41 Broz. des Gesamtabfazes. Bei den anderen Balzwerksprodukten war die Verschiebung vom Inlands. zum Auslandsabjaz viel gering fügiger; fie wurde ferner in einem sehr hohen Maße wettgemacht durch die Steigerung der Ausfuhrpreise, welche für die Oberbaustoffe erst im Herbst dieses Jahres durch Erhöhung der Ausfuhrpreise eintrat. Doch selbst wenn man noch weiter unter: stellt, daß sich bis zum August des Jahres die inländische Preis erhöhung vom mai des Jahres noch nicht ausgewirkt hat damit muß man eventuell rechnen, denn die Eisenindustrie behauptete im Mai des Jahres, daß die Preiserhöhung vom Januar sich bis zu diefem Zeitpunkt noch nicht in den Erlöfen voll ausgewirkt hatte, gelangt man rechnerisch nicht zu einem Absinken, sondern nur etwa einem Gleichbleiben der Erlöse für die vier genannten Produkte. Hierbei muß man freilich noch hinzufügen, daß offenbar die Rüd. bergütungen a 11 die eisenverarbeitende In buftrie unberüdiichtigt blieben, deren Berringerung jedoch auch schon bis August des Jahres bei den A Produkten und Stab eisen insgesamt eine Steigerung der Erlöse bewirkt haben dürfte. Run hat es, wie mir schon oft betont haben, gar keinen 3 weď zu diskutieren über das, was war. Wirkliches Interesse hat die Deffentlichkeit nur an den Erlösen, die die Industrie in dem 3eitpuntt, in dem sie die Lohnerhöhung traf, erBielte. Schon für den Monat September fommt man bei umfaffender Betrachtung der Erlöse aller Produkte zu einem wesentlich anderen Bild. Wenn man annimmt, daß im September die er höhten Inlandspreise schon voll wirksam waren, und daß für den Export auch nur etwa das Preisniveau vom August maßgebend bar, fo fommt man im Gesamtdurchschnitt aller Walzwerksprobufte zu einer durchschnittlichen Erlössteigerung um 5-6 Broz gegenüber Ottober 1927. Auch hierbei find die Avi- Rüdvergütungen noch nicht mitberücksichtigt, da der Anteil des Inlandsabiages für die exportierende Industrie nicht für alle Produkte bekannt ist. Vermutlich dürfte fich durch die erhebliche Abnahme der Rückvergütungen der Steigerungsjah auf mindestens 6-7 Broz erhöhen. Die Behauptung der In dustrie, daß der durchschnittliche Tonnenerlös für die Walzwerks erzeugnisse auch heute noch geringer ist als vor Jahresfrist, steht zu allen Tatsachen und zu den Resultaten, die man bei noch so vorfichtiger Berechnung erhält, in stärksten Widersprud. Und jolange die Industrie nicht durch offene Darlegung ihrer Erlöse das Gegen. teil beweift, muß man annehmen, daß ihre Behauptungen unzu treffend find. Bomstarf rüdgängigen Inlandsabsah. Weltmarktpreissteigerung berührt wurden, ist nicht gestiegen, sondern bedeutend zurückgegangen( Grobblech Export in den ersten drei Quartalen 1927 294 000 Tonnen, in den ersten drei Quartalen 1928 193 000 Tonnen). Der Export an Mittel und Feinblechen ist gleich falls, wenn auch in geringerem Maße, rückläufig. Für Halbzeuge hat sich die Ausfuhr erhöht. Für diese Produkte sind aber auch die Ausfuhrpreise immerhin seit Jahresbeginn bereits um 15 Proz gestiegen. Die abfolut größte Exportsteigerung weist jedoch im laufenden Jahre Stabeisen auf der Export betrug im ersten Bierteljahr 1928 im Monatsdurchschnitt 62 500 Tonnen, im ditten Quartal 1928 83 000 Tonnen, eine Exportsteigerung um fast ein Der Ausfuhrpreis für Stabeisen ist nach den von dem Institut für Konjunkturforschung gegebenen Preistabellen im laufenden Jahr von 98,65 m. per Tonne im Januar diesen Jahres auf 124,35 M. in August diesen Jahres, alfo um mehr als ein Biertel, gestiegen. Die diesjährige Ausfuhrsteigerung erstreckt fich natürlicherweise in erster Reihe gerade auf die Produkte, die von der Weltmarktpreisbefferung am startsten profitieren. Drittel. Bon der Industrie wird immer mieder in bewegten Worten darüber getlagt, daß der inländische Eisenablag so außerordentlich start zurüdgegangen sei. Gie versucht, dies in der genannten offiglöfen Darstellung durch die Angabe zu belegen, daß der Irlands verbrauch an Hauptwalzwertserzeugnissen im Jahre 1927 von rund 974 000 Tonnen auf etwa 823 000 Tonnen zurückgegangen sei. Hierbei handelt es sich freilich um den Berbrauch und nicht um den Ab faz inländischer Erzeugung. Wahrlich ein fleiner Unterschied! Der Rüdgang des Verbrauchs ist nämlich zu einem bedeutenden Teil auf die verringerte Einfuhr zurüdzuführen. Die Ein fuhr an Walzwerfserzeugniffen ist im laufenden Jahre, insbesondere in den legten Monaten, erheblich zurüdgegangen; im September des Jahres war die Einfuhr on Balzwerkserzeugniffen um 60 000 Tonnen geringer als vor Jahresfrist. Der Rüdgang des inländischen Stahlverbrauchs, der sich Ende des Borjahres am Höhepunkt der Konjunktur auf einem Retordniveau hielt, hat also in erster Reihe zu einer Berringerung der Einfuhr geführt und nur in geringem umfange den Eigenabfaz der Werte beeinträdwestdeutschen Schwerindustrie wohl um 5 bis 6 Millionen im tigt. Die von uns gestern veröffentlichte Produktionsstatistik für Oktober zeigt übrigens wieder ein starf erhöhtesinländisches Produktionsniveau. Es ist ferner nicht zutreffend, daß die Inlandsumfäße anteilsmäßig fortdauernb abnehmen und dadurch die Erlös= verhältnisse sich nicht bessern. In den Monaten Mai bis August 1928 bewegte sich der inländische Absahanteil zwischen 65 bis 67 Broz. des Gesamtabfaßes, im September lag er mit 67,7 Broz. höher als in den fünf vergangenen Monaten. Auch die Behauptung der Induftrie, daß die Besserung der Weltmarktpreise ihr deswegen faum zugute kommt, weil nur bei den Produkten mit relativ geringer Preisbesserung die Ausfuhrzunahme erheblich sei, bedarf der Richtigstellung, um so mehr, als auch amtliche Stellen diese irrige Auffassung übernommen haben. So schreibt zum Beispiel das Institut für Konjunkturforschung in seinem vorlegten Wochenbericht: „ Es ist auffallend, daß die Ausfuhrsteigerung gerade bei denjenigen Erzeugnissen am größten war, deren Weltmarktpreise am wenigsten gestiegen sind, so zum Beispiel bei Halbzeug, Grobblechen, Mittel und Feinblechen". Wie steht es in Wirklichkeit, wenn man nicht einzelne Monate des Jahres herausgreift, sondern die vorjährige Erportentwicklung der diesjährigen gegenüberfiett? Die Ausfuhr an Grobblechen, deren Preise nur wenig von der Antwort aus Elbing. Berwaltung veröffentlicht einen traurigen Schichaubericht. Anfang dieser Woche haben wir die Umstände dargelegt, unter tenen die Schichau- Werte nach dem Willen einiger Regierungs stellen, nicht der Sozialdemokratie, eine neue weitreichende Unterftützung des Reiches und Breußens erhalten sollen. Das Kurais rium der Schichau- Werke hat daraufhin an die Preise eine Erflärung verfandt. Dieses Kuratorium ist feine Uebermachungsstelle etwa, fondern eine private Familieneinrichtung zur Verwaltung der Werke, nachdem Herr Carlson, der Mann einer Enfelin des alten Schichau, gestorben war. Wir geben im folgenden das wesentliche der Erklärung wieder. Das Kuratorium stellt fest, daß die Berhältnisse bei Schichau schon 1924 sich fritisch gestaltet haben, nachdem rund 24 Millionen Staats- und Kommunalpapiere während der Inflationszeit zugunsten der öffentlichen Hand" verloren gegangen sind, weitere Millionenverlufte an Vermögen und insbesondere von den 15 in der Bortriegszeit in Rußland investierten Millionen rund 95 Proz. cin gebüßt wurden. Das Jahr 1924 schloß mit einem Gesamtverlust von 4,8 Millionen, die Jahre 1925 und 1926 brachten das Jahr 1924 noch übersteigende Verluste, auch für 1927 und 1928 werden neue bebeutende Berlufte angefündigt. Spätestens bis zum Jahre 1926 waren die zur Aufrechterhaltung des Betriebes in Anspruch genommenen Kredite auf 4 Millionen angewachsen. Am 1. April 1926 waren bis auf einen Rest non 100 000 Mart diese Kredite verbraucht. Damals war binnen längstens drei Monate mit der Stillegung der Werke zu rechnen. Die Stillegung wurde im Juni 1926 durch neue Banffredite in einer Gesamthöhe von 11 Millionen Mark verhindert, für die das Reich und Preußen die Ausfallsbürgschaft übernahmen. Ab Juli 1926 waren also 15 Millionen Kredite zu verzinsen. Die Jahre 1926 und 1927 brachten für die Werften in Elbing und Danzig Schaffsbauaufträge von 28,8 bzw. 19,9 millionen Mart. Es sei aber nicht gelungen, cuch nur einen der großen Neubauten gewinnbringend auszuführen. Berlufte seien im Gegenteil die folge gewesen. Trotzdem sich die Erlöslage für die Eisenindustrie einwandfrei günstig gestaltete, haben die Jndustriellen um des Kampfes gegen das Schlichtungswesen willen die Wirtschaft des Ruhrgebietes lahmgelegt. Durch den Schiedsspruch steigert sich der Lohnaufwand der nord. Jahr. Die Jahreslohnsumme ist von der Ruhr- Schwerindustrie für 1926 mit 250 Millionen Marf ausgewiesen worden, sie dürfte sich jeitdem infolge der weiteren Leistungssteigerung nicht sehr bedeutend erhöht haben, der Schiedsspruch bedeutet für die Schwerindustrie nach eigenen Angaben eine Lohnaufwandsteigerung um 2 bis 3 Broz. Der Produktionsausfall aber, der infolge der Aussperrung schon durch das Stillegen der Betriebe im November entstanden ist, beträgt allein für die Eisenindustrie bereits wohl mindestens 200 Miltionen Mart. Der Schaden für die Schwerindustrie dürfte sich. auch wenn sie umgehend ihren aussichtslosen Kampf liquidiert, auf das Zehn bis 3wanzigfache der Lohnsteigerung belaufen. Das ist kein Kampf für die Sicherstellung der deutschen Wirtschaftskraft" und für den allgemeinen wirtschaftlichen Wiederauftau", sondern ein Kampf, der den mühselig erfolgten Wiederaufftieg aufs schwerste gefährdei, wenn nicht sogar zunichte macht. Mit solchen Methoden schafft man nicht fiabile Berhältnisse", jondern ruiniert die Stabilität der Wirtschaft. Mit solchen nuglofen Riefenverlusten erhöht die Industrie auch ganz gewiß nicht ihre Rentabilität, fie begeht vielmehr aus tein politischen Motiven ein wirtschaftliches Haraliri. teiligt, als fie die Bedingungen mitzuvereinbaren hat, unter denen die gesamten Schichau- Werte in Elbing, Danzig, Billau und Riga non einer zu begründenden neuen Schichau- Gesellschaft zu übernehmen sind. Sämtliche Details dieser Neugründung gehen die derzeitige Bertsleitung nichts an und sind hier um so weniger zu berühren, als es fich um eine ausgesprochen vertrauliche Angelegen heit handelt." Man fann nicht sagen, daß diese dunfle Erklärung das Bertrauen der Deffentlichkeit in die Arbeit und die Absichten der Beteiligten erhöhen tann. Endlich wird festgestellt, daß zur Kontrolle der unter Reichs und Staatsgarantie gewährten Kredite in Berlin ein Finanzaus schuß bestehe, der fortlaufend die ordnungsgemäße Berwendung sämtlicher Gelder zu überwachen hat. Daß Teile öffentlicher Gelder eine unzulässige Verwendung gefunden haben sollen, sei auf das entschiedenste zurückzuweisen. Leider ist die Erklärung der Schichau- Berwaltung in ihrem materiellen Inhalt noch vernichtender als alle Ber mutungen, die die Deffentlichkeit über die Lage der SchichauWerte haben fonnte. Nach der jest gegebenen eigenen Darstellung ift fein 3weifel darüber, daß mit wirtschaftlicher Be gründung vom Reich oder von Preußen meder neue Kredite gewährt noch Streditrisiken über nommen werden fönnen. Es scheint sicher, daß die bisher gewährten Kredite im allerhöchsten Maße gefährdet sind und daß die übernommenen Kreditgarantien sich in voller Höhe gegen Reich und Breußen auswirken werden. Unter wirtschaftlichen Gefichtspunkten würde es daher eine durchaus verfehlte Politik sein, in der Erwartung, die bisherigen Kredite zu retten, neue Kredite zu gewähren. Wir fürchten, daß neuen Kreditgewährungen oder neuen Kreditgarantien nur neue und noch schwerere Verluste folgen können. Eine Tragödie der Politik. Hilfe für„ Stettin in Not", die feine Hilfe ift. Bor etwa acht Zagen haben wir berichtet, daß die Stettiner Stadtverordneten eine Borlage ihres Oberbürgermeisters Adermann auf Abschluß eines Ferngaslieferungsvertrages mit dem Hochofen Eine Auskunft über die Höhe der gegenwärtigen Berschuldung werf Kraft" abgelehnt haben. Die ablehnende Stadtverordnetenwird in den Erklärungen der Verwaltung aus naheliegenden mehrheit bestand aus Sozialdemokraten, Kommunisten und Be Gründen nicht gegeben. Interessant und dunkel zugleich ist folgende amtenparteilern. Wir haben diese Ablehnung begrüßt. Wir haben Bemerkung: ,, Bei der in Aussicht genommenen Sanierungsaftion fie begrüßt, weil wir der ablehnenden Stettiner Mehrheit in den für die Schichau- Werke ist deren derzeitige Zeitung nur insofern bewirtschaftspolitischen Notfragen, die das Steltiner Gebiet angehen, EngelhardtCaramel- Malzbier TELIER ENGELMAROT 303 ein ebenin ficheres Urteil suiranen mie Sem Herza Oberbürger meister Adermann. Audy aus eigenem Urteil halten mir die b lehnung für herechtigt. Das Stettiner Gasmert fann als das modernste in gana Deutschland bezeichnet werden. Es murde erst in den Jahren 1925/26 men erbaut, und feine Kapazität ist so beheutend, boß bei steigendem Gasbedarf im Stettiner Wirtschaftsgebiet taum nennenswerte Rosten für die Ausdehnung erforderlich werben. Die Stadt Stettin hat, in noller Kenntnis ihrer schon damals be stehenden wirtschaftlichen Notlage, die hohen Kosten zur Anlage des Bertes nicht gescheut. Auf der anderen Seite stand die Tatsache, daß die beiden Hochöfen der Hütte Straft", nachdem der fegte och efen in diesem Jahre explodiert war, neu errichtet werden mußten. Das Rifito für die Rentabilisterung der neuen Hochöfen wollte die Kraft" Gesellschaft, unter Ausnutzung der wirtschaftlichen Notlage der Stadt Stettin, auf diese abwälzen. Darum wurde er tlärt, daß die Hochöfen nur dann errichtet werden, Stettiner Arbeiter also nur dann beschäftigt werden, wenn ein zwölfjähriger Saslieferungsvertrag non Stettin abgeschloffen mürde. Die Be gangen diefes Bertrages find für die Stadt ungünstig. Benn man die entgehenden Einnahmen aus der Nebenproduktenverwer: hung, aus der Berteuerung des Kofsbezuges einrechnet, wenn man berücksichtigt, daß die Stadt Stettin selbst noch die Gasleitung ab Mert nach der Stadt legen muß, wenn man den ziemlich hohen Gaspreis in Rechnung feht, so ergeben fich für die Stabt Stettin für die zwölf Jahre des Gaspertrages Berluste, die faum unter zwei Millionen Marf betragen dürften. Für diese zwei Millionen Mart fönnten mehrere Jahre lang die drei bis vierhundert Arbeiter, die auf der Hütte Kraft mehr beschäftigt merden sollen, aus der Stettiner Stadtkasse bezahlt werden. Dieser Art Subvention für die Hütte Kraft" ist bean auch der Vertrag. Nene Giemenserpansion. Erhöhung des Rapitals von 91 auf 100 Millionen. 1 9 3wischen der Siemens und Haiste. G. und ber lettrife Sicht- und Kraftanlagen A. G. Berlin ift eine engere Zusammenarbeit durch Attienaustauf eingeleitet morden. Bertragsgemäß wird Siemens 73 Millionen Mart Aftien non Licht und Kraft gegen 5 Millionen Mart Siemens- Aftien er. halten. Zur Durchführung des Aktienaustausches und pir Starfung ber Betriebsmittel erhöht Licht und Kroft fein Kapital von 18 Mil foment auf 30 Millionen und Siemens fein Kapital non 91 Millionen auf 100 Millionen Mark. Seit der Gründung von Licht und Kraft im Jahre 1897 bestand eine rege Zusammenarbeit mit Siemens und Halste, ba Licht und Straft feinerzeit dis Finanzierungsgesellschaft für Siemens errichtet wurde, als in der Bergebung von städtischen Konzeffionen für den Bau von Kraftwerken und Straßenbahnen Hochkonjunktur herrschte. Die Bedeutung von Bicht und Kraft beruhi auch heute noch im wesentlichen in den deutschen und ausländischen Beteiligungen an Konzessionen und anderen Unternehmungen, wäh rend der eigene Fabrikationsbetrieb nur eine untergeordnete Rolle fpielt. Die Hartnädigkeit der Werftherren führt zu einem Jujammenbrug. Aus Hamburg wird gemeldet, daß bie Schiffswerft und Ma schinenfabrit norm. I anfien u. Schmilinin 2.0. ihre Gläubiger von der Einstellung der Zahlungen benachrichtigt hat. Benn ein Vergleich mit den Gläubigern zu 50 Broz. zustande tommt und die Forderungen außerdem gefundet merben, fei bas Ber! zu balten. Bon der Berwaltung wird erklärt, daß im ersten halbjahr erfolgreich und zufriedenstellend gearbeitet worden ist, im zweiten Halbjahr fei bei der Abrechnung eines großen Bauauf trages ein erheblicher. Berluft entstanden. Die jahreszeitlich an fich Alle diese Gründe gegen den Abschluß des Ferngasvertrages fehr guten Reparaturaufträge hätten durch den Streif das Zustand mußten dem Herrn Oberbürgermeister Adermann non Stettin be. aufgelucht. Es zeigt fich auch hier, boß die Berlufte ber Unter fonnt fein. Sie mußten auch dem Herm preußischen Handelsmini nehmer burch bie Ablehnung eines geringfügigen, gerade het best fter befanat fein, ber in einen Schreihen an hent Ghettiner Ober. Barftarbeitern notwendigen und gereden Lohnerhöhung größer find bürgermeister Die blehrung bes Bertrages hurch bie Giahtreroth. als alle Bortelle, die duró Bohnbrud zu erzielen waren. Die Spart nädigteit der Unternehmer hat alfo quch hier zu einer Einbus ge neten öffentlich bebauert hat. Dennoch ist jetzt die Taifade eingeführt an Beschäftigung und en Einnahmen, bie nermeidbar gemelan treten, daß gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der Sonuniften bie Stettiner Stadtverordneten, nachdem die Be Neues Glauzstoffmert In Sachsen. Die Bereinigte Glanzstoff. cmtermertreter ihre Stellungnahme geändert haben, den Ferngas Fabrifen- 2-6. in Clberfeld errichtet faut tonfettionar in ma Dertrag genehmigt haben. r glauben, beß ber Stettiner Wirtschaftsnot mit diesem Beberg einen modernen Fabritbbau, der bereits zum Teil in Betrieb genommen ist. Es handelt sich um einen Beredelungsbetrieb, ber fchluß der den fhar flesteße Dienst geleiftet motden ift auf das modernste eingerichtet ist, nicht um eine Kunstseidenspinnerei. maren. Deutscher Metallarbeiter- Berband Theater, Lichtspiele usw. Achtung! Jubilare Achtung ichmiede, Bauanschläger, Baismertarbeiter, Ellentonftruffiens. Auto Majhinen, Bau-, Schwarzblechund Serofierieichloijer. Wahlkörper IV. Diejenigen Mitglieber referer Dega milation, ble unserem Berband in diefen Jahr 25 Jahre und länger angehören urb Bon bez Ortsvecpaltung noch teine Roh richt exhalten haben. Bitten pir. fich im Bureau, Bintenfiz. 88/85, 3ftmez 1, 1 S, Sonnchend, ben 1. Desember, noe bel bem Anlegen Balfram su melben mittags 11 hr. te Sigungsfeel bes boules, Cinienffe, 63 85 Barbands haules, Cinienffe. 83/85: Werkzeugmacher, Scharfichleifer, Dienstag, den 22.onember, abends Einrichter, Mechaniker, Uhrmacher, he, im Sigungsiaal bes Berbonds- Oplifer, Gold- und Silberarbeiter. Arbeiterinnen, Gießerei- und Hilfs Konferenz arbeiter, Schleifer, Galnanlleute der meiblichen Netfrauensperionen Gürtler, Drüder, Graveure, 3ije leure, Clefiromonleute, Hilfsmour und Betriebsräte. Zegesordnung: 1. Bortzen si feuce, Jigarettenmaschinenführer Flatbübern ither: Solfstrontheiten". Referentin: Frau Maria Sabann Bezbandsangelegenheiten und Ber ichiebenes. Da es fid) um michtige Fragen handelt. mus teder Beftieb vertreten jein. Die Funktionärinnen Finiten organifiente Releginnen als Gäfte eiufiihren. und Betriebshandwerker. Tagesordnung: 1. Beratung ber nträge zur Georgi Derianimiung am 10. Dezember 1928. 2. Bahl der Delegierten. Sutritt baben muz blejenigen Mitelieber, bie im Berbandsbuch die Berufs bezeichnung haben, iz meie bie Berfomm Mithach, ben 28. Movember, nadm.lungen aufgerufen find. 5 he, im Saal 5 des Gewertidafts boules, Engelnfer 24 25 Branchenversammlung Ohne Mitgliebabudh und Arbeitslofeus farte te in Butritt. Sonntg., d. 28 11, Staats- Oper Unter& Linden A- V. 148 30 Uhr Aegyptisme Helena Staats- Oper Am Pl.d. Republ. A.-V. 79 19% Uhr Sonnig, d.23. 11. Städtische Oper Bismarckstr. Tumus i 19 Why Lohengrin Staatl. Schenspielh. 42 Boodarmenmark A- V. 211 20 Uhr Carmen Gespenster Staatl. Schiller- Theater, Charlthy. 20 Uhr Hinterhanslegende SCALA der Metall- und Revolverdreher Aditangi Kulturabteilung Achtung 8 Uhr fowie dreherinnen. Im Donnerstag, best 20. Dezember, Eagesordnung: 1. Bortzea bes nedum 3 Uhr, fnbet in ben Säumen aferar Theltezieretärs Rollegen Boul 3ippel. gultairabteilung. Zintenfz. 197, eine 2. Disfuffion 3. Branchenangelegenheiten und Bezschiebenes Mitgliebsbuch legitimiert. Märchenvor ftellung Die Bertrauensleute find verpflichtet, filt ble Risher unser Mitglieber ftatt. fitz einen guten Befud Sarge au tragen Riemens hart fehlen. Programm: 1. Beter Ban( amerifenifches Marden). 3 Mehrere Sumorestan. Die Rinbez baben aber nuz bann Butritt, wenn fie ta Begleitung Ermachfener Behlkörperversammlungen eine und menu hisse des Mitglieds ber arbeitslofen Mitglieder. bud bes bei uns organiferien Rolegen Borlegen Der Eintritt felbft it unentgriti. Wahlkörper I. Mittwoch, den 28. Kovember, wormittags 11 Uhr, im. Sigungsfaal bes Becbandshauses, Cinienjte. 83/85: Hobler, Bohrer, Stoßer, Jeäler, Schnittarbeiter, Aylogenichmeißer, Cilen-, Metall. Revolverdreher, Sorujjell- u. Bohr merfsdreher, Rundschleifer, Schrau bendreher u. Automaten- Einrichter. Sa Spielplan, nferez Antarabiellung. Drahtarbeiter, 3n ber Bote nam 26. Moubr. bis 3. Pezbr.: 1. Sultur und Bildnis Wahlkörper II. Donnerstag, den 29. November, vormittags 11 Uhr. im Sigungsfaal bes 3n Berbandshables, Cinienfte. 83 85: Elfenformer, Metallformer, Kerumacher, Bau- u. Werfitatiflempner, Rohrleger, Rohrlegerhelfer, Email- 3x fierer, Widler, Jeilenhaver. Wahlkörper Ill. taltag, den 30. November, mitings 12 2he, im Nebeitslofeniaal bes Berbanoshaufes. Ciuleuffrage 83/85 ( parterre): Industriefchmiede. Reffellchmiede, Kupferschmiede, Wagen und Huf2. Herftellung son tenfem Berei gellan & Sumareste her Boche po 3. bis 9. Desember: 1. Die Borbeftraiten 2. Marttheilen und Märkte Berilns. 3. Sumoreste ber Boche pour 10, hie 16. Dezember: 1. 3m Banbe des fibernen Löper 2 Ent und Berlabung son Erzen und fertiger Metalle 3. Humoreste ber Bode som 17. bis 23. Dezember: 1. Bittariifichrt des Bermeffungsfchiffes Meteor": 9. Berarbeitung des Roheifens an Stahl und Somiebeetien. 3. Humoresie Anfragen wegen Ueberlaffung und Befuch der Abteilung fob telephonisch oder fchrift lich an bte Aulturabteilung( Bureau intenftraße 83/85, gimmer 20) au cichten. Die Detsveemaltung. 85. Barbarossa 9236 Jack Hylton, der unumstrittene Jazz- König Europas, mit seinen 18 Solisten und weitere zum ersten Male in Berlin auftretende internationale Stars. Heute Totensonntag T wie alle Sonntage 3.30 v. 8 Uhr das volie Var elé Programe. Großes Schauspielhaus& CASANOVA mit Michael Behnen. Regie: Charel!. Sonntag 3 Nachmittag- Vorstelig. 2. halb Preisen( ungekürzte Vorst.) REVAILLER 8%. Theater im Admiralspalast Schion chick Parkett 3, 4, 5. M. 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Die Metallindustriellen befonen in dem Sündigung schreiben, daß die durchschnittliche Rentabilität der eifenverarbeitenden Industrie nach den Ergebnissen der amtlichen Stafiffif über die Aktiengesellschaften gegenüber einer Borkriegsziffer von über 9 Proz. schon im Jahre 1926 27 unter ull gefunken und die Konjunktur zurzeit noch im Rüdgang begriffen sei. Aus diesem Grunde sei eine Herabjehung der Löhne geboten. Die Metallindustriellen hätten sich indeffen entschlaffen, zunächst von der Forderung auf Herabjehung der Löhne abzusehen und seien demzufolge bereit, das bis zum 31. Dezember 1928 gülfige Cohnabkommen unverändert zu verlängern. Fortfahrend wird gesagt: .3m Interesse der Feftigung unserer wirtschaftlichen Verhältniffe müssen wir ausschlaggebenden Wert auf eine langfristige Laufdauer des neuen Cohnabkommens legen. Wir haben die an fich notwendige Forderung auf Herabjehung der Löhne zunächst fallen laffen, in der Annahme, daß auch Sie in richtiger Erfenntnis der gegenwätfigen wirtschaftlichen Lage teine Cohnerhöhungen fordern. Sollten wir uns in dieser Annahme getäuscht haben, jo behatten wir uns für die bevorstehenden Tarifverhandlungen ausdrüdlich alles weitere.vot." ± 4 Zur Werstindustrie, zu Hagen- Schwelm, zur mitteldeutschen Metallindustrie kommen nun die hannoverschen Metallindustriellen. Das System ist überall dasselbe. Was sich die hannoverschen Metallindustriellen aber in ihrem Ründigungsschreiben leisten, übersteigt noch die Unverschämtheiten ihrer Kollegen in den anderen Tarifgebieten. Also die Rentabilität ist schon 1926/27 unter RuII" gewesen, befindet sich jetzt noch im Rückgang". Die Unternehmer fetzen seit 1926 unentwegt Geld zu. Nichtsdeftomeniger find fie bereit, die jetzigen Löhne, die eigentlich herabgesezt werden müßten, weiterzuzahlen, aber unter der Boraussetzung, daß ein langfristiger Vertrag abgeschlossen wird. Mit anderen Worten: die Unternehmer feßen Geld zu und wollen nur dann einen Tarifvertrag abschließen, wenn sie die Sicherheit haben, auf mehrere Jahre noch Geld zufezen zu tönnen. Sonst freut fie das Geschäft nicht mehr. In dieser gratesten. Ueberspigung zeigt sich, daß es den Unternehmern gar nicht darauf ankommt, mit ernstzunehmen. Ausdehnung der Unfallversicherung. Auf gewerbliche Berufsfrankheiten. Berlin, 24. Nopember. Der Sozialpolitische Ausschuß des Borläufigen Reid) s mirtfchaftsrats nohm in seiner Sizung am Sonnabend den mündlichen Bericht des Arbeitsausschusses für die Reform der sozialen Bersicherungsgefeße über den Entwurf einer zweiten Verordnung über Ausdehnung, der Unfallversicherung auf gemerbliche Berufsfromtheiten entgegen. Der Unfallversicherung neu, unterstellt werden folgende Berufstranfheiten: Erkrankungen durch Berbindungen des Mangans, Ertranfungen durch Schwefelmasserstoff. Ertranfungen burd) Kohlenoryd, Haut erfrankungen durch Galvanisierungsarbeiten, Hauterkrankungen burch ausländische Holzarten, Erkrankungen der Muskeln, Knochen und Gelenfe durch Arbeiten mit Breßluftwerkzeugen, Ertranfungen Der Atmungsorgane durch Thomas schladenmeh!, Staublungen erfranfungen( Silikose) in Betrieben der Sandsteingewinnung und -berarbeitung, in Metallschleifereien, in Brozellanbetrieben und in Betrieben des Bergbaues, durch Lärm verursachte Taubheit oder an Taubbelt grenzende Schwerhörigteit in Betrieben der Metallbe- und -perarbeitung. Tropenfrankheiten, Malaria, Fledinphus, Storbut der Seeleute, Starertrantungen in Eisenhütten und Metallschinel dereien. Der Sozialpolitische Ausschuß schloß sich dem Borschlage des Arbeitsausschusses, der Berordnung zuzustimmen, mit Mehr. Bon Unternehmerseite im Arbeitsausschuß geftelte und im Hauptausschuß neu eingebrachte Anträge wurden abgelehnt heit an. Konflikt in den Brennabor Werten. Wie Angestellte entlohnt werden. Die Gehalts- und Ar= Bei den Brennabor- Werken in Brandenburg find, wie wir berichteten. 800 Angestellte infolge eines Zarifstreites gekündigt worden. beitsbedingungen der Angestellten sind jo skandalös, daß die breitefte Deffentlichkeit aufgeflärt werden muß. Die Werke ver fertigen nicht nur Automobile, sondern in erster Linie Fahr. rader und Kinderwagen und zählen also zu ihren Ronfumenten auch sehr starf die werftätigen Gdhichten der Bevölkerung. Die Gehaltsverhältnisse sind haarsträubend. Jährige Werkstättenfchreiberin, feit feds Jahren im Betrieb, erhält pro Monat 78 Mart. Selbständige Kontoristen und Lohnbuchhalter, zum Teil weit mehr als zehn Jahre im Betrieb tätig und bis zu 40 Jahren alt, erhalten 115, 118 und 130 Mart. Gehälter von 125 Mart für kaufmännische Angestellte mit technischen Kenntnissen der Betriebsbureaus sind als Normal zustand zu bezeichnen. S + Eine 21= den Argumenien ernsthaft zu verhandeln. Es handelt sich ganz offenbar um eine Entlastungsoffenfine zu gunsten der Ruhrindustriellen, die sich mit ihrem Gewaltstreich gegen das Schlichtungswesen in eine ausweglose Sackgasse verrannt haben. Bon Wirtschafts frieden, von dem die Unternehmer reden, ist nichts mehr zu hören. Kampf auf der ganzen Linie! Damit wollen die Metallindustriellen die feit. Jahresfrist immer wieder angefündigte, absteigende Konjunktur" wohl zu einer aufsteigen den machen. Man scheint im Gesamtverband deutscher Metallindustrieller den Kopf verloren zu haben. Wer mit solchen Mitteln fämpft, der muß verlieren. Schiedsspruch für Hagen- Schwelm. Ab 1. April Lohnerhöhung von 4 Pf. Dortmund, 24 November. Sonntag, 25: Rovember 1928 außerdem noch eine Aißte Zigarren erhalten haben. Kaffee und Suchen, Bratmurst und Kartoffelsalat gab es auch. Daß hierbei auch der Alkohol nicht fehlen darf, versteht sich von selbst. Da die Berwaltung die Bekämpfung des Alkohols fördert, wurden jedem Schießer" 10( zehn) Glas Bier noch verabreicht. Wir hatten weniger Veranlassung von derartigen Spielereien der Reichsbahnverwaltung Kenntnis zu nehmen, menn fie nicht immer über ihre schlechten Finanzverhältniffe Klage führen würde, bei Lahn- und Gebattsforderungen nicht immer darauf hinweisen würde und damit noch die Tarif. erhöhungen begründete. Wir fennen. das Lied und es wird im nächsten Frühjahr erneut in unsere Dhren: flingen: Bir fönnen die Löhne nicht erhöhen, da die Finanzlage dies nicht zuläßt, mir müssen sparen auf allen Gebieten." " Wir find auch für fparfame Wirtschaft, deshalb find wir ber Auffassung, daß dort gespart werden muß, wo man fann. An diesen Spielereien fann alles gespart werden. Beg mit dem Unfug! Die Arbeitszeitfrage in Sachsen- Thüringen. Der Schiedsspruch verbindlich. 3 Greiz, 24. November. Nach dreimonatigen Berhandlungen fonnte der Arbeits In dem Lohnstreit in der Metallindustrie Hagen- Schwelm beitstreit zwischen dem Verbande fächsich thüringischer wurde heute unter dem Borfiz des ftellvertretenden Schüchters spruch des Reichsarbeitsministeriums endlich beigelegt werden. Bam Webereien und den Teptilarbeitergemerfschaften durch Schieds: folgender Schiedsspruch gefällt: Das zum 30. November 1928 gekündigte Cohnabkommen wird mit Wirkung vom 1. Dezember 19. November dieses Jahres ab find die sächsisch thüringischen Bebe 1928 ch wieder in Kraft gefeht. 21 b 1. April 1929 erhöht sich der reien berechtigt, über die 48stündige Wochenarbeit hinaus bis zu drei Stunden Mehrarbeit anzuordnen. Weitere Ueberstunden beSpikeniohu dieses Abkommens auf 83 Pfennig. Bon diefem Zeit- dürfen der Zustimmung der geseglichen Betriebsvertretung, die für punft ab ändern sich fämtliche Sähe des Cohnschemas entsprechend den Fall, daß sie verlangt wird, durch eine Entscheidung des für den dem bisher angewandten Schlüssel Ergeben sich bei Erreichung der Betrieb zuständigen Schlichtungsausfcuffes ersetzt werden Lohnjähe. Bruchzahlen eines Biennigs, so werden diefe bis 0.49 nach fann. Die ongeordneten. Ueberstunden find bis zur Entscheidung des unten, bei 0,5 und darüber nach oben abgerundet. Diefe Keurege. Der leberstundenlung bleibt unfündbar bis zum 31. März 1930 und kann von da abzuschlag beträgt 25 Broz. auf den Tariflohn. Das Abkommen mit zweimonatiger Frist erffinalig zum 31. mai 1930 gefündigt uchlag beträgt 25 Broz, auf den Tariflohn. Das Abkommen fann erstmalig am 31. Januar 1930 gekündigt werden. merden. Die Erklärungsfrist der Parteien läuft bis Montag, 26. November, 10 Uhr abenda * Die Unternehmer hatten den Arbeitern zum 30. Nonember gefündigt und noch gestern eine Erklärung neröffentlicht, wonach fie das Angebot der Gewerkschaften, den bisherigen Zarifvertrag bis zum 1. April unverändert zu verlängern, ablehnen. Für sie tomme nur ein lang fristiger Tarifvertrag in Frage ohne jede Lohnerhöhung. Jegt werden die Unternehmer sich zu entscheiden haben, ob sie die Entlastungsoffensive zugunsten der Ruhrindustriellen soweit treiben wollen, um auch bei einer Ver bindlichkeitserklärung auszusperren. Stenotypistinnen, die 130 Silben schreiben, also in allen Branchen und Industriezweigen sehr gesucht werden und in der Regel nicht zu Gehälter über Tarifgehältern arbeiten, beziehen 120 Mart. 200 Mart, selbst für Angestellte, die Jahrzehnte hindurch im Betrieb tätig und verheiratet sind und mehrere unterhaltspflichtige Kinder befigen, gehören zu den Seltenheiten. Die Firma Jammert über die angeblich ungünstige wirt haftliche Lage. Was davon zu halten ist, tann man am besten an Hand einer Notiz im Berfiner Tageblatt" vont 18. Novem ber ersehen, worin die Firma genau das Gegenteil behauptet. Es heißt da: ,, Brennabor: die Ausstellung war ein über Ermarten 2 großer Erfolg. Die von uns getätigten Abschlüsse über treffen mesentlich diejenigen der vorhergehenden Ausstellungen. Wir fönnen zusammenfassend sagen, daß wir mit dem Erfolg der Aus stellung überaus zufrieden sind und wenn die wirtschaft lidhen Berhältnisse in Deutschland einigermaßen normal bleiben, ermarten wir für das fommende Jahr ein großes Geschäft. Es wurden außerdem eine Reihe von wertvollen Auslandsverbindun gen angefnüpft, die größere Bestellungen ergeben." Die. Brennabor- Werte fönnen also sehr mohl menschenwürdige Gehalts- und Arbeitsbedingungen im Rahmen der gefeßlichen Beftimmungen fchaffen. Sie wollen aber nicht alles Zured bei den direkten Berhandlungen hat nichts genügt. Daraufhin haben die Angestellten vor einigen Tagen in einer Betriebsversammlung den Beschluß gefaßt, daß nunmehr die Organisationen mut ollen Mitteln das Schlichtungsverfahren zum Abschluß bringen. Die Antwort der Firma auf diesen Beschluß war die Kün bigung von 800 Angestellten. Es wird nun von dem Ermessen und Berständnis der staatlichen Schlichtungsinstanzen abhängen, damit endlich der Wirtschaftsfriede in den Brennabor Werfen wieder einzieht, d. h. auch die dort vefchäftigten Angestellten menschenwürdige Gehalts- und Arbeits: bedingungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen erhalten. Die Brennabor- Werte aber sollten nicht vergessen, daß ein gutes Geschäft nur bei einer guten Kauftraft der merktätigen Bevölkerung möglich ist. Zu dieser gehören auch die Argestellten der Brennabor: Berke, mit denen die gesamte Arbeiterschaft sich verbunden erte, mit denen die gesamte Arbeiterschaft sich verbunden fühlt. Bahnschuh. Wofür die Reichsbahn Geld hat. Die Bezirksleitung Dresden des Einheitsverbandes der Eisen. bahner schreibt uns: Am 26. Oftober fand in Radebeul wieder eine Schieß übung des Bahnschutes verbunden mit Preisschießen statt, an dem 120 Mann beteiligt waren. Breise von 25 bis 100 Mark follen zur Verteilung gelangt sein. Der beste Schüße foll Schlichtungsausschusses zu leisten. Der Konflikt in Ostfachsen. Mittwoch Einigungsverhandlungen. Zittau L Sa, 24. November. In Sachen des Konflifts in der oftsächsischen Textilindustrie finden die Einigungsverhandlungen vor dem Landesschlichter ant Mittwoch, dem 28. d. M., im sächsischen Arbeitsministerium in Dresden statt. Für die älteren Angestellten. Ein fragwürdiges Hilfsmittel. Amtlich wird gemeldet: Das Reichsarbeitsministerium hat im März d. I. Mittel zur Verfügung gestellt, aus denen Darlehen an arbeitsloje, über 40 Jahre alte Ungestellte gegeben werden fönnen, damit sie sich leichter wirtschaftlich selbständig machen können. Diese Maßnahme fonnte jelbstverständlich das Problem, wie die ältereir arbeitslojen 2ngestellten wieder einer wirtschaftlich wertvollen Tätige felt zugeführt werden, nicht endgültig lösen, sondern nur einem fleinen Teil der betroffenen Berufsangehörigen helfen. Um ihre Auswirkungen zu verstärken, hat der Reichsarbeitsminister daher jetzt meitere erhebliche Mittel bereitgestellt. Die Angestelltenhilfe mird auch weiterhin von der Kreditgemeinschaft gemeinnüßiger Selbsthilfenrganisationen in Berlin N. 24, Monbijouplaẞ 3, im Zusammenwirken mit der Reichsanstalt für Arbeitspermittlung und Arbeitslosenversicherung durchgeführt. Anträge sind wie bisher bei den Landesstellen der Kreditgemeinschaft( Landesmohlfahrts änter) einzureichen. ㄓ Die amtliche Meldung sagt bereits, daß mit dieser Maßnahme das Problem nicht gelost it. Wir erinnern an unsere Kritif, die mir feinerzeit geübt haben und die durch eine Reihe von Zuschriften hestätigt wurde. Vor allem die Bedingungen der Kreditgewährung find derart, daß sie für die meisten Angestellten unerfüllbar sind. Inberührt davon ist die Frage, ob in dem bereits überjeyten Einzelhandel für eine Leistungen noch Lebensraum ift. Gewerkschaftsfragen der Angefiel ten der Arbeitsämter. Der Reichsfachausschuß der Angestellten der Arbeitsämter int 3entralverband der Angestellten mar dieser Tage in Berlin verjammelt. Er beschäftigte sich mit einer Fülle von gewerte fchaftlichen und Berufsfragen ter von ihm pettretenen Gruppen. hierunter seien besonders genannt die Fortentwicklung des Betriebsräterechts, die 21ters= urd Hinter bliebenenversorgung sowie die Frage der fachlichen Fortbildung. Bei dieser Gelegenheit sprach fh auch ber Reichsfachausschuh gegen die Absicht aus, Bolontäre und Bra tifanten in die Arbeitsämter hineinzuziehen, die praktische er fahrungen im Berufsi, Wirtschafts- und sozialen Leben nicht befipen. Die Belchung qualifizierter Posten bei den Arbeitsämtern müsse auf dem Wege des Aufstiegs bemährter und befähigter Angestellten erfolgen. Sehr beunruhigend mar der Bericht der Reichsfachgruppenleitung über die Durchführung Husten Sie, dann schnell 1 Flashe Reichels, Sustentropfen, mehrmals täglich 15-20 Tropfen nehmen. Kinder die Hälfte. In Apotheken und Drogerien erhält fich, aber echt nur mit Marke Medico und der Firma Otto Reichel, Berlin SD ,, Eisenbahnstraße 4. Yenk an die Gesundheit! Wasch mit Persil Persil desinfiziert die Wäsche zuverlässig! te! A bes Tarifperirages. Heberat finb Berstöße Hiergegen feltgu ftellen. Der 3621 mirb es jedoch an der Bertretung der Interessen Jeiner Mitglieber nicht fehlen lassen. Erfreulich mar die Feststellung, daß heute mehr als 50 Proz Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. ber Angestellien der Arbeitsämter freigemertschaftlich organisiert find. Sonntag, 23. November: Der Weg zur Einheitsorganisation der Angestellten der Arbeits. ämter im 362. ist damit beschritten. Der Baugewerfsbund fommt nach Berlin. Einrichtung einer Bundesschule. Der Borstand bes Deutschen Baugemertbunbes hot in der Nähe Berlins, in angidhleuse, ein Grundstüd mit Gebäuben er morben, die zu einer unbesidhule umgebaut werden. Die Webersiedlung des Hauptoorstandes des Deutschen Baugemertsbundes von Hamburg nach Berlin foll bis zum Jahre 1930, b. b. bis zu dem Jahre, in welchem der nächste Bundestag stattfindet, abgeschlossen sein. Das Gebäude, in welchem die Organisationszentrale ihren Siz nehmen mich, flegt in der Nähe bes ormartsgebäudes, Friedrichstraße 5/6. Die Jugend wirbt. Der Gübtreis ber Freien Gemertschaftsjugend neranstaltete am Freitag abend im Bezirksamt Kreuzberg eine Werbefund. gebung, bie ben gleichen regen Zuspruch aufmies, mie bie Beranstaltung des Nordkreises in der vorigen Woche. Auch hier mar ber Sigungsfaal des Bezirksamtes bit befeht von zahlreichest har Gemertschaftsjugend noch fernstehenden Sungen und Mädchen und vielen Eltern. Eine gut eingespielte, aus aunggemertschaftern bestehende a pelle leitete bie Feier ftimmungsvoll ein. Ernfte und heitere Rezitationen, in der Hauptsache non bem Genoffen Bosemann vom Verband ber Gemeindes und Staatsarbeiter zu Gehör gebracht, mechselten mit Baltstänzen und Gesangsvog trägen ab. In einer gündenden Ansprache legte der Jugendgenosse Duller der Erschienenen die Bedeutung der freien Gemertschafs jugend bar. Den nachhaltigsten Eindrud auf alle Teilnehmer machte auch hier bas Sprech- und Bewegungschormert, Fabriten, mit dem die Rundgebung abgeschlossen wurde Selbst die tritisch zur gemertschaftlichen Jugendbemegung eingestellten Eltern dürften auch hier banon überzeugt sein, daß sich ihre Sprößlinge nirgends in besserer Obhut befinden, als in diefer Organisation ber vormärts ftrebenden Arbeiterschaft. Schiedsspruch für den Harzer Erzbergbau. Goslar, 24. Savember. Die Schlichterfamuner hat folgenben Schiedsspruch für den Harzer Erzbergbau gefällt:„ Mit Birkung vom 1. November 1928 ab merden fämtliche Schichtlöhne umn 20 Bf. erhöht. Diese Regelung gilt unLinbbar bis zum 30. September 1929. Die Unternehmer hatten seinerzeit 10 f. Lohnerhöhung an geboten, mährand von den Arbeitnehmerorganisationen 50 Pt. ge fordert maren. Berliner Gewerkschaftsschule. Malauialeshentung ab europa bethelterhaft. Referent Georg Engelbert Grai. Ritimo,& Dezember, 20 Whe, Gaal I hes Gemerschafts hauses, Eugciufer 24-25 Tellnehmerzarten 25 le Särer und Freunde ber Gemertidaftsinle finb eingeladen, Karten annen hur bie Sutinsver tranenstente aber nam Barcon ber Scale entnommen merben. Achtung, Bezirksamt Brenzlauer Berg! Montag, 16% hr, öffent fiche Rundgebung im Bezirksverordnetenfihungsfaal, Danziger Str. 64, für alle beim Bezirksamt bechäftigten Arbeiter, Angestellten und Be amien, Tagesordnung: 1. Borführung des Films 3m Anfang mar bas Bort". 2. Bortrag und Erläuterung bes Films Don Birger meifter Dr. Oftromsti. Zahlreichen Besuch erwartz Die SPD.- Fratties. Zentralverband ber Angestellten, Ortsgruppe Groß- Berlin. Betriebs- und Angestelltenreism'tglieder! Freitag, 7. Dezember, um 19% Uhr, Berjammlung file die im Zentralverband der Angestellten organisierten Betriebs- und Ange ftelltenratsmitglieder im Großen Gaal bes Gewerkschaftshauses, Berlin EO. 16, Engelufer 24-25. Sagesordnung: Die Birtfamteit der Betriebsvertretungen Entlassungsfaius und Arbeitsgerichtsbarkeit." Referenten: 1. Kollege Rari Jotifch, Betriebsratsmitglied bei der AGG. 2. Kollege Hans Gottfurt, Benol mächtigter. Butritt nur mit Mitgliedsbuch und mit dem von uns abgeftempel fan und unterzeichneten Betriebsrätequsmeis des f- Ortsfartells. Beatralnetband ber Angestellten. Fachgruppe Wirtschaftsgenossenschaften: Mitgliebenerfammlung Montag, 20 Uhr, Saal I des Gemerfiaftshauses. Tagesorbuung: 1. Bortrag: Der Kampf zwischen Privatmitifcoft und Genoffen. Ihaft anfragender Dr. Th. Caffan, 2. Wahl der Fachgruppenleitung. Butab. Mitgliederversammlung Metallindustrie Montag, 10% Uhr, Nordischer Sof, Jnnalinenitr. 126 Tagesordnung: 1. Neumahl bes Fachgruppenausschusses. 2. ae haben mit hei hen Gehaltsverhandlungen im Data 1929 au matten Referent anlege Ginther, 3. Berfchiebenes. Verband ber Gemeinde und Staatearbeiter, Filiale Berlin. Be Teilnehmer moribilbungsturfus ühet internationale Brobleme nehmen an ber Berane ftaltungen der Gewerkschaftsschule am 3. Dezember, 20 Ubr, im Saal 1 bes Gemertidaftshquies, Engelufer 24-25, teil. Engelbert Graf( pricht fiber Roloniale Ausbeutung umb europäische Arbeiterschaft". Deutscher Belle'bungsarbeiternerband. Herrenmaßschneider: Dienstag, 27, Rovember, 19% Uhr, Mitgliedernerfammlung in den Arminsälen, Romman banten ftr. 3850. Unjere bevorstehenden Aufgaben in ber Branche" Allgemeiner Dentifer Gemertfchaftshurb, Orisausschus Berlin, Unter aussons Bez el Tempelhof. Montag, 19% Uhr. Lichtbildervortrag über rebs Frankheiten in der Jugendbühne in Berlin- Tempelhof, fricdrim, Wilhelm Straße 72-74 III. Eptiragender Berr Stahtoberfiltforgeorzt Dr. Erbsen. Ein tritt freil Beranstalter Bezirksamt Tempelhof. Wir bitten bie Rollegenfchaft, fich an diefer in aniiärenben Beranstaltung mit ihren Franen zahlreich au beseitigen. Der Dhmenn: Peppermillet 197 8.55: Stundenglockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche. 9: Morganfcior. 11.30 Sinfoniekonzert. 14: Morsekursus 16: Blumenschmuck auf dem Fried17.30: bote. 16.30: Orgelkonzert. 17: Wenn große Menschen sterben." Platten verstorbener Künstler. 19: Der Tod im deutschen Volksglauben. 20: Zum Totensonntag. Montag, 26. November: 18.30: Ist das Altwerden wirklich so schwar? 16: Technische Wochenplandarel. 16.30: Lieder- und Musikvorträge 17.30: Novellen. 18.30: Englisch für Anfänger. 19: Die Revision des Dawes- Planes. 19.25: Die Assoziation der Vorstellungen. 20; Roman Jahrgang 1902". 20.30: Orchesterkonzert. Danach Tanzmusik. Dienstag, 27. November: 12.30: Die Viertelstande für den Landwirt. 15.30; Franz Schubert und Goothes Fanst". 16: Stunde mit Büchern. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.30: Verbrechen and Schicksal 19: 10 Jahre Novembargruppe." 19.30: Das Deatsche Institut für Frauenkunde. 20: Abendunterhaltung. 20.50: Quintett von Brahms. 21.30: Der Journalist spricht.. Mittwoch, 28 November: 16.20s 16.30: Der Arzt als Erzieher to Schule and Hans 16: Die experimentelle sed klinische Erforschung allgemeiner organischer Ersatzprobleme. Jugendbühne 18.30: Die staatlichen Bildungsanstalten in Preußen. 19: Die Polarlarsabung. 19.30: Conrad Ferdinand Meyer zum 30. Todestag. 20: Sendespiele: Die Perlenfischer", Oper von Bizet. Danach Tanzmasik. Donnerstag, 29. November: 12.30: Die Viertelstunde z des Landwirt. 1.30: Gottfried Sempar, ein Vorläufer moderner Bangesinnung 16: Erinnerungen an Giacomo Puccial 16.30: Kinderstabe. 17.30:..Das ewige Abenteuer." 18.30: Verlungungsprobleme im Lichte der neuesten Forschung. 19: Die Speicherung elektrischer Energie. 19.30: Die Mechanik des Himmels. 20: Duo für Violine and Cello. 20.30: Dialoge.der Weltliteratur. Danach Tanzmusik. Funkwinkel. 1 Georg Saifer, der Fünfzigjährige, wirfte bei seiner Geburtstagsfeier im Rundfunt felbft mit Richt, indem er aus feinem Bert las, landern indem er über sein Bert mehr nach über sich felbft- sprach. Das war mindestens nicht ganz gefchift. Dichterisch geformte, ftiliftisch gefchliffene Selbstbiographie ist etwas anderes als ein lojes 3miegespräch mit einem Freunde, wie es zwischen Kaiser und Hermann Kajad geboten wurde. Hier spürte der Hörer zu leicht eine anmaßende Selbstbespiegelung heraus, die selbst bei wohl mollendster Einstellung störend wirtle. Barum ließ man nicht Kajad allein über Georg Salier( prechen, der gemiß manches Wissenswerte über ben Dichter, und sicher sehr viel Rühmenswertes gesagt hätte. Das fentimental heroische Pathos dieser Einführung beeinträchtigte wahrscheinlich für viele Hörer noch den Einbrud der Beseproban aus Die Ubend Raisers Merten, die im Anschluß geboten wurden. unterhaltung brachte ein merkwürdiges Gemisch. Irene de Roiret überzogte mit ihren französischen und englischen Liedern das Niveau bei meltem. Ganz troftlos wirfte ein Fagott- Bortrag hes Liebes ,, D bitt Euch, liebe Böglein" und der zahnlose Flüstergelang Ralph Ermins. Tes. Bekanntmachung. Anfündigung der Wahl der Vertreter zur 3nnungs berfammlung der Tischler 3nnung zu Berlin. Die am 20. Februar 1928 ftattgebobie oder feines Stellvertreters und eines fomie bie am 18. Suni 1928 ohne Borfoudsmitgliedes tragen und soviele Stimmabgabe nollzogene Wahl der Ber Namen enthalten, mie Bertreter au treter ur Jnnungsversammlung der mählen find. Eulez- Jnnung zu Berlin mußten auf Die Wahlvorschläge der Mitglieder Grund des§ 94 der Reichsgewerbeord müssen non mindestens 15 wahlberechtig nung flir ungiltig erflärt werden. ten 3anungsm'tgliedern unterzeichnet Mit ber Borbereitung und Durchfüh fein und fönnen soviele Namen ent rung der erforderlichen Naymahl gemäß halten, wie Bertreter au mählen find. $ 98 der Reichsgemerbenrbuung vom Der Wahlvorschlag des Jnuungsvor Magistrat ber Stabtgemeinde Berlin be- flandes ift fpätestens bis zum 38 Sa auftragt, fege ich hiermit für die Wahl pember 1828, 16 Uhr, und zwar in brei bar Bertreter zur Sumungsversammlung facher. Ausfertigung im Bureau der ber Tischler Janung zu Berlin nach§ 4 Deputation für Sandel und Gewerbe, der genehmigten Wahlorbaung Ter Berlin C. 2, Breite Straße 36, Auf min an gang 4, 3 Treppen, Zimmer 15, tabt infpettor Bloes, singureiden, Behinoriläge der Mitglieder find in breifacher Ausfertigung fpätestens bis um 3. Desember 1935, 16 hr, then. falls dorthin zu richten. Der Wahlvorschlag des Barktonbes liegt ans Die Wahl findei om 17. Dezember 1928 im Berliner Pathaus, C2, Cingang Spanbauer Straße, 1 Steppe, Simmer 55, in ber Seit nou 10 bis 19 Uhr statt. Die Wahl ift geheim und findet na ben Grundfagen der Berhältnismahi ftatt Wahlberechtigt und mählbar find alle diejenigen noiährigen Berfonen, die innerhalb des Jnnungsbezirks a) im Bureau der Tischler- 3nnung zu Berlin vom 4. bis 15. Dezember 1028, merltäallo in ber Seit non 8 bis 15% Uhr, 1. das Tischlergewerbe als ftehendes Ga werbe felbständig betreiben, mit usb) nahme berjenigen, die bas Gamerbe fabrikmäßig betreiben, im Bureau der Deputation für Sqn. del und Gewerbe vom 4. his 15. De sember 1928, wertiäglih in ber Seit non 9 bis 15 Uhr. Wahlvorschläge der Mitglieber liegen 2. neben hem giflerhandment and an bere Gewerbe betreiben, bos Tifoler handmert aber hauptsächlich ausilben, qus: menu fie au 1 und 2 fidh im Befige der a) bürgerlichen Ehrenrechte befinden und nicht butch gerichtliche Annzhnung in ber Bezfligung ither the Bermögen Be fchränkt find Für diejenigen, die mit Sanangsbei trägen micberholt länger als ein halbes Sahr im Ridftande geblieben find, Freie Gewerffaafts- Jugend Groß- Berlin en Bahlrecht und wählbarfelt his Seute, Conntag, folgende Beranstaltungen: Mädchenfurfus 9 Uhr im Jugendheim bes Deutschen Berkehrsbundes, Engelufer 24-25, Aufgang B, parterre links. Die Genoffin Adele Schreiber referiert über Führe rinnen ber Frauenbemegung". Eüblreis: Besichtigung des Botanischen Gartens und der Gemächshäuser. Treffen um 10 Uhr Eingang Unter den Eichen. Jugendvorstellung der Boltsbühne: Beginn 15 Uhr im Theater am Bülowplag. Rordwestkreis: Jugendheim Lehrter Str. 18-19, um 18 Uhr. Streifailge burd) die fächsische Dialettliteratur( Der Geenig u. a.). Ofttreis: Um 18 Uhr im Jugendheim Diestelmagerstr. 4-5. Frohe Laune Sumor beherrschen den Abend. Mufit, Borlesungen, Tanz. und Gefang. Nordkreis: Um 18% Uhr im Jugendheim der Gruppe Weißensee, Partstr. 36, Lichtbildervortrag:" Crim mitidau". Rezitationen, Jugendspiel umrahmen den Abend. Morgen, Montag, folgende Beranstaltung: Weißenfee: Uebungsabend des Bollstanzfreifes in Der Turnhalle Bistoriusstraße. Juaendaruppe des Zentralverbandes der Angestellten Deute, Conntag, finden folgende Beranstaltungen statt: Jugenbaar, ftellung der Boltsbühne, 15% Uhr, im Theater am Billomplag. Buz Aufführung gelangt U- Toot S4" Norbbezirke: Jugendheim Turiner, Ede Geeftraße, ab 18 Uhr. Wir beteiligen uns hier an ben Beranstaltungen bes Jugendamts Webbing. Dftbezirke: Jugndheim Gunterftr. 44, ab 18 Uhr. Bunter Abend. Bestbez zte: Jugendheim Lehrter Str. 18-19, ab 19 1hr. Borirag mit Lightbitbern: Unfer Reichsjugendtag in Frankfurt a. M." Refe rent Georg Seilbrunn. An diesem Abend tann unfer Bud) nom Reichsjugend tag, reich Duftrieri, aum Breise von 1 M. Läuflich ermorben werden. orgen, Montag, finden folgende Beranstaltungen ftatt: Tegel Re'nidenbarfs Sugendheim einiden borf- Oft, Lindauer Straße, Barade, Bunter Theno. Webbing: Jugenbheim Turiner, Ede Seestraße. Fortrag: 3med unb Biel beg b Referent Heinz Mann Sidtenberg: Sugendheim Gunterft 44 Bortrag: Berufsschulfragen." Referent Walter Chabad. Rorben: Sugnbheim Rafta nienallee 81. Torttag: Ein Sag in bez Strafanstalt Blogenfee. Referent Wilhelm Leminfti. Urbon: Sugenbheim Sobrecht, de Canderstraße. Ans foracheabend: Sugendmitglieb und Jugendgruppe." Charlattenburg: Sugendheim Toinenstr. 4. Vortrag: Das Coraliftengefes." Referent Artur Pagom. Tempelhof: Sugendheim Germaniaftr. 46. Bortong: Der Teste 8ar. Referent Dr. Mar Echütte. Bet Gicht- Rheumatismus Herzerkrankungen, Arterienverkelkang, Nervenleiden Stern- Engel- Zee( giftfrei) Aerztlich empfohlen. Ze haben in den Apotheken. Beweismaterial gratis. Fabrik Vegetablischer Heilmittel, Bad Schandan/ Elbe. in Bureau der Tischler- Innung zu Berlin npm 11. bis 1 Degentber 1928, meritäglich in der Seit non 8% his 15% Uhr, b) in Bureau ber Deputation file Sondel und Gewerbe vom 11. bis 15. De sember 1928, werftäglich in ber Zeit Don 9 bis 15 Uht. Die Wahlvorschläge werden nach der aur Entrichtung aller rückständigen Bei- Reihenfolge ihrer Einreichung von dem träge. Wahlleiter mit einer Nummer versehen. Suristische Personen( G. m. b. S., Der Wahlvorschlag des Borstandes etAlt. Gef.) find nicht 3nnungsmitglieder. hält die Nummer 1 Jeder, der das Wahlrecht ausüben Wahlvorschläge, die nicht vorschrifts mill, hat fich auf Berlangen als Bahl- mäßig unterzeichnet oder nicht recht berechtigter auszuweisen, insbesondere zeitig eingereicht sind, oder in denen bie burch Borlage der Jnnungsbeitrags. Namen ber Bewerber nicht in erkenn quittung nachzuweisen, daß Wahlrecht barer Reihenfolge numeriert sind, find und Wählbarkeit nicht ruhen. ungültig. Rur Brüfung der Wahl und Stimm- Rum Wahltaum( Zimmer 55 des Pat. berechtigung dient die Sebellfie, welche hauses am 17. Dezember 1928) haben mit dem folgenden Werktage nach nur die wahlberechtigten Snnungsmit, Tündigung der Bahl im Bublitations alieder Rutritt Tas Aufhalten der organ der Innung oder der Handwerks Wähler im Wahlfofal oder in ben Ru zeitung oder dem Amtsblatt der Stadt aangen an demselben über die Notwen Berlin für die 3nnungsmitelleber aber bigtelt hinaus ift nicht gestattet. Das ein von diesen beauftragtes wahlbares Mahlrecht ist persönlich ausauitben. Der Annungsmitglied zur Einsichinahme im Wähler hat auf einen Bettel die Num Bureau der Tischler Jnnung zu Berlin. mer des Wahlvorimlages au schreiben, Berlin C. 25, Teganberitpake 31, mert den er wählen will, und diesen Rettel täglich in der Reit von 8 bis 1514 Uhr fammaraefaltet den ausliegt Freitag, 30. November: 20: 18.30: Zeltgefühl. 16: Schöpfer seltsamer Geschichten. 16.30: Fred Antoine Angermayer. 17: Unterhaltungsmusik. 18.30: Werner von Siemens. 19: Die fröhliche Schule. 19.25: Die gesellschaftliche Entstebung des Geldes. Abendanterhaltung. 21: Australien als Land des Arbeiters. 21.30; Josef Winckler- Abend. Sonnabend, 1. Dezember: 16: Geister und Dämonen ti dar Operamusik. 16.30: Unterhaltungsmusik. 18.45: Einschränkung und Verzicht auf den Krieg. 18.55: Grundbegriffe, Ge setze und technische Anwendungen der Akustik. 20: Abendunterhaltung. 21: Danach Musik der Gegenwart 21.30: Deutsche Filmarbeit in Hollywood. Tanzmusik. 24:..Jenseits", Ein Spiel von Hasenclever. 20: Deutschlandsender: Oktett von Schubert, 21: Marek Weber spielt. Königswusterhausen. Sonntag, 23. November: Ab 8.85 Uebertragung aus Berlin. 18: Vergessene deutsché Graber. 18.30: Tod und Sterben in der Auffassung des Volkes. 19: Totenfajer. Ab 20: Ueber tragung aus Berlin. Montag, 26 November: 16: Französisch kulturkundlich- literarische Stunde). 16.30:' Uebertragut: aus Berlin. 17.20: Die Geologie Deutschlands. 18: Schubert im Roman und in der Novella. 18.30: Englisch für Anfänger. 18,55: Praktische Winke für die Schwelnézucht und-mast. 19.20: Werkmeisterlehrgang für Facharbeiter. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 27. November: 16: Das dramatische Leben klassischer Bühnenwerke. 16.30: Uebertraguns ans Leipzig. 17.30: Der Rundfunk. seine Aufgaben. Ziele und Möglichkeiten 18: Russische Dichtung. 18.30: Französisch für Anfänger. 18.55: Die Bedet tung einer gesunden deutschen Mittelschicht. 19.20: Von Bismarck bis zum Weltkriege. 20 Die praktische Bedeutung der modernen Charakterlehre. A 20.50: Uebertragung aus Berlin. 22.46: Bildfankversuche des Senders Königs wusterbansen. Mittwoch, 28. November: 16: Heimatpflege und Schale 16.30: Uebertragung ass Hamburg 17.30: Das Problem der langfristigen Industriekredite. 18: Der anbekannte Schubert 18.30 Französisch für Fortgeschrittene. 15: Werkmeisterlehrgang für Fachazbalter. 19.20: Einführung in das Verstehen von Musik. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Donnerstag, 29. November 16: Ueber die neuen Universitätsstatuten. 16.30: Uebertragung aus Berlin 17.30 Das elektrische Fernsehen. 18: Einführung in das Verständnis de Dramas. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Der Nutzen praktischer 19.20: Slavische Volksmusik. 19.45: Der Einfluß des Gartenbauberatung. slavischen Volksliedes auf Deutschland. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. Freitag, 30. November: 16: Aus der Praxis des Gesamtunterrichts auf der Oberstufe. 16.30: Ueber tragung aus Leipzig. 17.30: Moderne Hafenpolitik. 18 Der unbekannte Schu bert. 18.30: Englisch für Fortgeschrittene 18 55: Werkmeisterlehrgang für Facharbeiter. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Aerzte. 20: Uebertraguns aus Berlin. 21: Australien als Land des Arbelters. 21.30: Uebertragung aus Berlin. 22.45: Bildfunkversuche des Senders Königswusterhausen. Sonnabend, 1. Dezember: 16: Aus der pädagogischen Zeitschriftenliteratur. 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Zahn Jahre Deutscher Beamtenbund. 18: In Fabrikkontor und Werkstatt. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.55: Grundbegriffe. Gesetze und technische Anwendungen der Akustik. Ab 20: Uebertragung aus Berlin. belter Samariter Bunde ASB Arbeiter- Samariter- Bund E.V. Kolonne Eerlin. Am Mittwoch, dem 21. d. M., verstarb jah und unerwartet unser Mitglied Adolf Morgenstern Seine Aufrichtigkeit und stilles Wesen war uns allen ein leuchtendes Vorbild. Wir verlieren in dem Dahingegangenen einen der besten Förderer der Samariterbewegung. Wir werden ihm stets ein ehrendes Angedenken bewahren. Der Zentralvorstand. Die Einăscherung findet am Montag, dem 26. November, 17 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße statt Bege Beteiligung wird erwartet. Am 23 November, norm. 9%, Uhr. verschieb nach furzem, fhmerem Beiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwieger und Großmutter Martha Blindow geb Ghabe im 62 Lebensjahre Berlin, ben 23 Stonember 1923 Die trauernden Hinterbliebenen G. Biinbow and inden Die Eindferung findet am Diens tag, bem 27. Sovember, nadmutags 3 Uhr( 151/2), im Rzematorium Baumidulemeg, Riefbolgft 221, ftatt. Am 20. November, norm. 1134 Uhr entschlief janft nach langem fchweren Leiben meine liebe Frau, unsere gute Danksagung. Für die vielen Beweise der Liebe und herzlichen Teilnahme, jomie reichen. Reangspenben beimheimgange unferes lieben unvergeßlichen Entichlafenen Robert Nather ift es uns nicht möglich, jedem einzelnen git banten-r sprechen hierburd allen Berwandten ,. Freunden und Bekannten, ben tetern bes Sauses 8: ethenstraße 87, dem Grundbestyer verein Neulölin und ben treuen Drüderkollegen unseren herzlichsten Dant aus Anna Nather. und Kinder. in es um no St Sto fan gei Hie der Gr 90 feir Sd Fa une erj iter Toe aur He bez ber ichi die auf Lo ger das icho Das Ma heu ein Sd um ung lac Sch legt gen hat hel Be ber gibi ma nifa nu gep Die erit Ber auf lich Ter No Rer mal best Butter, Schwiegermutter, Schwefte Erholungsheim Schwägerin und Tante Emma Faber im 54. Lebensjahre. Jn tiefer Trauer Rudolf Faber und Söhne. Neukölln, Richardstr. 39. Die Ciräicherung findet am Diens tag. 27. November, 19 Uhr, tut Axematorium Baumschulenweg ftatt. 40 Zimmer, Garten, Wald, an der Ostsee, günstig verkäuflich Hertel, Kön ggrätzerstraße 19 Elsu- Beffen, Kinderbenen. Stahlmatratzen, günstig an Priv. Kat.2049 fr. disenmöbelfabris Suh( Thor. Otto Kneller Elbinger Str. 20 Ecke Paul- Heyse- Str. 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Noch ist die Zukunft buustverhüllt— Drum schone mich. Tod. Meao später einst. Tod, Mein Leben verlebt ist, verloht 3v» Werk— wenn da» müde Herz sich«Zgl. wenn die well mir schwelgt.— Dona trage wich fort. Tod. Gerrv Engelte. Einer bläst die Hirtenflöte. Von Virtor Auburtio. Da» fefcl» JSetf Dtrtot«ukuotios. bt» le>t« fa WO»öflOTb». tta f»in»n Sttliften, r.rf&pini uolet ofi'.aoin Eitel mjnatrlp ua Der» lag iÜMl tangm. ZDIochen. wjibur.un»nrnft s'ch nur oiefcur. «1«»in mtlftetlföffrt cdjufittPr, al» folten gut«! B-Obachter, der dir «iiu J.eeoriag« bu'fifäi'.a«acht. Rit CülauBni» ix» Bnlage» bringro®it ncdBeMnk eutigr Drolxir. Sie wahre Geschichte ichrieben werden können: deshalb wird es uns so wtich um» Herz, so oft wir sie singen. Und rückt Bismarck uns nicht näher, wenn wir hären, daß er wenigstens bei Tisch sich so benommen hat wie wir alle? Lob der Langsamkeit. „Sie brauchen sich nicht zu beeilen," sagte ich in Potsdam zu dem Droschkenkutscher,„wir haben Zelt." Der Droschkenkutscher drehte sich aus seinem Sitz um und sah mich an: er war ein alter Mann und lacht« über da» ganze Gesicht: »So etwas," sagte er,„so etwas hat mir in meinem ganzen Leben noch kein Mensch gesagt. Nun fahre ich hier in Potsdam schon vierzig Jahre: aber immer soll es schnell gehen, weil die Herrschaften immer mit dem Zuge von S Uhr 4S Miwften zurück wollen." Es gibt also Herrschasten, die im Potsdamer Park an den Zug »on 5 Uhr i5 Minuten denken: auf den großen schlafenden Terrassen der Orangerie. Aber wa» für Herrschaften gibt es nicht alles! Ich habe zum Vcispiel einmal einen Menschen gesehen, der aß Austern und las dabei d!« Abendzeitung. » Kommende Historiker und Spenglers werden das vielleicht ein» mal erkennen, daß die Not dieses neunzehnten und zwanzigsten Jahr- Hunderts durch die Ueberschätzung der Schnelligkeit zu erklären ist. Di« vierundzwanzig geräumigen Stunden des Tage» genügen uns nicht zur Ablpickiung meist erbärmlicher Geschäfte, und am liebsten möchten wir Zeit stehlen. Als höchstes G>U gilt der Epoche die Eil«, die immer«in Zeichen niedriger und geipinnsüchüger Natur ist. » Von dem Kardinal Saint« Foü: erzählt man diese Auekhote: er erging stch«inst, begleitet van seinen Kaplänen, im Park«, als«in gewaltiger Platzregen niederstürzt«. Die Kapläne rafften Ihre Röcke hoch und stürzten nach einer Säulenhalle, wo sie gesichert waren: von dort riesen sie dem«ardlnal zu:.»Hierher. Eminenz, iaufen Sie, Sie werden ganz naß." Sointe-Foix erwiderte:„Ein Kardinal läuft nie." und er schritt langsam zu der Säulenhalle; nah, aber ein Kardinal. Seien wir Kardinäle. Freunde und Freundinnen, auch wenn da» Geschäft darunter etwas leiden sollte. Geschichte und Gedicht. In der uralten Bibliothek des Grasen Schassgvtsch zu Worin. brunn wird jener berühmte Vertrag ausbewahrt. den die Generals Aallenstein» unterzeichnet haben S!« saßen zu Pilsen beim Fest. mahl und waren des Weines und der Treue voll: und setzten ihre Namen unter das Dokument, in dem sie stch verpfttchteten. dem zweifelhaften Abenteurer überallhin M folgen. Das Schriftstück hängt setzt an der Wand in emer slnsteren Ecke des Saales und ist selbst beim hellen Tageslicht kaum zu erkennen. Der freundliche Herr, der mich führt«, entzündete fem kleines Benzin» scuerzsug und hi�ll ß3 hin; und die v�rdlichensn Äamen d�r.Pelden und Staatsmänner leuchteten auf in ihrem Winkel. ZergCtj» und Jlows Unter, christen sind so. wie Geschäftsleute zu schreiben pflegen, schnell, geradeaus und Punktum. Jsolano hat«In« fein«, schmale Damenhand: er mar der Pondur, der die Dörfer verbrannte und die Menschen lebend ins Feuer Aber�sehr merkwürdig sind die Züge der beide« Pieealomini. Vetavio und Silvio. Die schrieben ihren Namen nicht ganz aus. nur die erste Silbe Pic. dann kommt ein großer stachlicher Schnörkel: wie«in Gestrüpp, hinter dem sich der Name und der Man»««lnr� In dem Dokumente selbst erkennt man bei dem fwckmnden Acht große, politische Worte: denn an diesem Ding h-er hat«ich da» Schicksal de» Reiche« und der Krieg gehangen. Und all das steckt nun iw Dinkel»ud wäre vergesien. hätte nicht der Dichter de» günstige« Tibetische Landschaft. Von Alexandra Davld-Veel. Vtianite ttoeiMletl tmxt£3*1 mt ftba Denobaet mit Usm «in«nÄict Cutopiict, ba fir vornibmbch iet religiSs« Erben dies«» eigenartigen Voile» zu« Gegenstand UiOr goeschungen machte unj» stch al» Einsiedlerin und Pilgerin ganz in die UN« so fremde ffictanlcnmelt einlebte. Al» grau erfmlt sie auch Einblick in Dinge, die dem msjun. lichen gorscher wo dl immer oerschlessen bleiben werden. Dasi sie diese.» Adenteuet alz erste und bisder einzige Suropiierin erfolgreich Durchfahren Innate. oendanlt sie neben ihrer eisernen Energie nur der bemuitderns. werten Selbstentäusternng. mit der sie da» annselige Bettlergrmaad einer t-Ketilchen Pilgerin trug. Ihr Buch.Arjovo. Dir erste Pilger. reise einer weißen ftran nach der.verbotenen ciadf de» Dalai Lama" sgedeftet Ist ZR.,®ait»Ieinen 1« Ml.) ist bei ff. 8. Brockbau» in Lein« ig 8Sid|ieneB. Am Horizont begrenzt« ein« fast gerade verlaufende rötlich« Linie, anscheinend ein schorfer Grat, da» End« de» trostlose« Tale». Es war gar nicht fo weit bis dahin, aber Leute, die ihr« Last auf dem Micken tragen und noch dazu die dünn« Höhenlust atmen müssen, denken anders über Entsernumgen. Aber dt« Hoffnung. bald oben zu sein, belebte uns, und wir versuchten rascher zu gehen. Was uns jedoch beunruhigte, war. daß wir keine«.Latza" auf dem Bergkamm sahen. Di« Tib«t«r verfehlen sonst nie. wemgstens einen auf jeder Paßhöhe zu errichten. Als wir an dem Punkt ankamen. den wir für den höchsten gehalten hatten, wurde uns allerdings dies Rätsel gelöst. Wie soll ich unsere Empfindungen in diesem Augenblick b«- schreiben? Es war eine seltsame Mischung van Bewunderung und Grauen, denn ganz plötzlich standen wir vor einer furchtbaren Landschaft, die im» bis dahin durch die Talwände verborgen ge- blieben war. Wir sahen«ine imendüche Schneefläch«.«in wellenförmiges Hochland, fern zu unserer Linken durch blaugrün« Gletschermauern begrenzt, hinter denen immer wieder neu« Gipfel in ewiger, makelloser Weiße stch erhoben. Zur Rechten öffnete sich ein weites Tal. das in sanften Abhängen allmählich bi» zu den benachbarten Höhen am Horizont anstieg. Vor uns verschwamm ähnlich sanft. ober in breiteren Flächen ein noch und nach stch senkender Abhang in der Ferne. Wir koimten nicht unterscheiden, ab er noch dem Paste oder nach einer anderen Hocheben« führt«. Mit Worten läßt sich ein solcher Eindruck nicht wiedergeben. Jeder Gläubige kann davor nur überwältigt da» Knie beugen, wie vor dem Schleier vor dem Antlitz des Allerheiligsten. Aber nach- dem unsere erste Bewunderung sich gelegt hatte, sahen Pongden und ich einander schweigend an. Warum vuch reden, die Lage war klar genug! Wohin ging unser Weg? Nach rechts«der geradeaus? Beides war gleich möglich, Der Schnee lag so hoch, taß er jede Spur ver. deckte. Es war schon später Nachmittag: verfehlten wir die Straße, so mußten wir die ganz« Nacht auf den vereisten Höhen umher- irren. Und wir kannten Tibet gut genug, um zu misten, mos dos bieß. Wir mußten unweigerlich beim ersten Schritt ins Un- ge miste verunglücken, und jede Kunde von uns ging verloren. Ich sah auf meine Uhr, es war 3 Uhr nachmittags. Wir basten noch ein paar Stunden Tageslicht vor uns, und es gab zum Glück gerode hellen Mondschein. Wir brauchten noch nicht ernstlich besorgt sein: wir durften mir nicht die Straße verfehlen und mußten uns eilen. Ich blickte noch einmal auf das Tal zu unserer Rechten. Dann entschloß ich mich:„Laß uns geradeaus gehen!" und wir wander. len weiter. Ich ward aufgeregt und schritt trotz des immer tiefer liegenden Schnees rasch voran. W.r hatten den Rat der Bauern in Taschi Tse nicht befolgen können und führten wenig Nahrungs- mütal mit. Unser Wirt selbst haste uns nicht viel Tsamba ver- kaufen können, und die Nachbarn hosten für sich selbst tcuon genug. Sie meinten, wir könnten ja von den Dienern des Pönpv Mehl kausen. Um alles Gerede zu vermeiden, hasten wir auch gesagt, daß wr früh am anderen Morgen nach dem Zong gehen würden. taten es aber natürlich nicht. Mein Sack war deshalb ziemlich leicht. Pongden mußte dagegen das Zell mit seinen eisernen Klammern und sonst noch so manches tragen, war also viel schwerer beladen. Ich strebte vorwärts. Mein einziger Gedanke war. die Paß- höhe zu erreichen und zu ermitteln, ob wir auch nicht etwa irre- ginge». So stapfte ich mit angespannter Kraft durch den Schnee. der mir bis zu den Knien ging. Ob der Lama wohl weit zurück war? Ich drehte mich um und sah nach ihm aus. Niemals werde ich den Anblick vergesten! Weit, weit unten, inmitten all der stillen welßen Unendlichkeil schien er nicht größer zu sein als ein langsam emporkriechendes, winziges Infekt. Wie nie zuvor stand ick» unter dem Eindrucke des Mißverhältnistes zwischen der riesigen Gletscher- kette, den vielen endlosen Abhängen dort und hier den zwei kümmerlichen Reisenden, die sich mutterseelenallein in dies seltsam«. phantastisch« Bergland gewagt hellten. Mich ergriff das tiefste Mit- leid bei dem Gedanken, daß mein junger Freund, mein Gefährt« aus schon so mancher abenteuerlichen Reise, hier auf diesem Berg« vielleicht bald den Tod finden könnte:. Es war einfach meine Pflicht, den Paß zu entdecken, es mußte und würde mir gelinge«. Ader für nutzlose Gefühle blieb keine Zeit. Die hereinbreehendr Nacht warf schon ihre Sehasten auf den weißen Schimmer der Lemdschast. Wir Hüsten jetzt schon weit über den Paß hinauf auf dem Abstieg sein müsten. Ich ging mit langen Schritten über das Sehneefeld, sprang auch manchmal mit Hilfe meines langen Stabe»; jedenfalls keim ich vorwärts, wenn ich auch oft kaum wußte, wie. Schließlich unterschied ich eine weiße Erhöhung und aus ihrer Spitze mit Lappen behängte Zweige, alle» mit Schnee bedeckt und mit Eiszapfen garniert. Es war der Latza, die Paßhöhei Ich gab Pongden Zeichen. Er schien mir jetzt noch serner gerückt und noch kleiner geworden zu sein. Erst sah er mich nicht, dann winkt« er mir aber auch mit seinem Stocke zu. Er hatte verstanden, daß wir angekommen waren. . Di« Landschaft war über alle Beschreibung großarttg. Hlutsn lag die ebem durchmessen« Wüstenei. Bor mir fiel das Gebirge schroff ab. Unten in der Tiefe verschwanden schwarze, wellen- förmige Gipfel in der Dunkelheit. Als ich noch wie gebannt um- herblickte, ging der Mond auf. Seine Strahlen berührten die Gletfeher und di« hohen in Schnee gehüllten Bergspitzen, die ganze weiße Eben« und die unbekannten silbernen Täler, die meiner nach warteten. Es war, als habe die Landschaft bei Tage geschlummert und als werde sie nun durch das blau« Licht zum Leben erweckt. so verwandell sah sie aus. Funken sprühten, der Wind trug leise Töne herbei. Gewiß sollte es hier auf der hell erleuchteten weißen Hochebene Spiel und Tanz geben. Belleicht versammellen sich bald die sttymphen der gefrorenen Wasserfälle, die Schneekönigin und die geheimnisvollen Höhlengeister, die Dschins. Oder kamen hier etwa die Riesen mll ihren im kalten Lichte erstrahlenden Helmen ,zn ernster Beratung zusammen? Wenn es ein neugieriger Pilger gewagt hätte, da unbeweglich in einem Versteck das Morgengrauen abzuwarten, wer weiß, was für Geheimnisse ssch ihm enthüllen mochten! Freilich, er hätte die Wunder der Zaubernacht niemals auspleuidern können, die Zunge wäre ihm nur zu bald eingefroren. Die Tibeter rufen ihr„lha gyala" nur bei Tage. Ich fügte mich dem Brauch und sprach nur nach sechs Seiten hin den alten Sanskrit Mantra(Zauberspruch)„Sukham astu sarvajagotumi" (Hell allen Wellen!), Als Fvngden sich dem Latza nahe wußte, hatte er neuen Mut gefaßt. Er kam wieder rascher vorwärts und Hollo mich ein. Wir begonnen den Abstieg. Hier und da fanden wir Spuren eines Pfades, denn der Schnee lag nur an einer Seit« des Berges hoch, und an manchen Stellen schien daher der gelbliche Kiesboden durch Ich konnte keinerlei Beobachtungen anstellen, so weiß ich nicht, wie hoch der Paß war. Ich bin aber nach meinen vielen Gebirg» reisen in Tibet fo gut mit der dortigen Pflanzenwelt und anderen Einzel- heilen vertraut, daß ich es so ziemlich raten kann. Ich hallo mir die Flechten und dergleichen gut angesehen irnd hielt den Paß für höher als den Dokar-la, den ich vor zwei Monaten überschrillen hellte, und auch nach für höher als den Nugu-lo und andere, die in einer Höhe von iMWl bis 5550 Meter liegen. Stoff zu dem Rhythmus seiner Szene geformt. W« ja auch mir de« kommenden Menschen nur vertratst fein werden, wenn sich ein Künstler findet, der es versteht, unsere Not in fünffüßigen Jamben zu verwerten. Der freundliche Führer fragte mich, ob ich es genug angesehen hätte: und als ich bejahte, blies er sein Jeuerzeug aus. Das Benzin ist setzt teuer, und man soll es nicht vergeuden. Oer Tod auf drei Ebenen. Don Krank Crane(New Hork> In Los Angeles starb vor einiger Zell der Wellttneister im Spaghett!-Essen. Er hatte angekündigt, daß er 1200 Pfund Spaghetti im Jahr verzehre. Er hatte mitgeteilt, daß er viermal am Tage Spaghetti esse, und zwar je eine Melle in der Minute. Eine Melle zur ande- ren getan, würde— dessen hatte er sich gerühmt— die Menge Spaghetti, die er olljährlich oerzehrte, achtmal um die Erde ge- reicht haben. Er wurde tot iu seinem Zimmer aufgefunden, umgeben von Spaghetti. Die Doktoren erklärten als Todesursache: akut« Magenschwäche. Er hatte sich mll 53 Iahren zu Tode gegessen. Das war der Tod ruf der einen Eben«— auf niederer Eben«. Auf einer der nächsten Salle der Morgenzeitung war van einem anderen Tod« zu lesen. Ein Farmer im westlichen Texas hatte seine Fron, die gerade Truthühnereier einsammelle, aufschreien gehört. Er war zu ihr hingelaufen— eine Klapperschlange hatte sie gebissen. Der Farmer sog das Gift aus der Wund« seiner Frau und rettete ihr da» Leben. Aber durch«ine offene Stelle an seiner Lipp« war ha» Gift in sein System, getreten. Sein Zustand verschlimmerte sich immer mqhr— am nächsten Tage war er tot. Das war der Tod auf einer anderen Eben«— einer well höhere» Ebene. Der erste Tod war ein Tob auf animalischer Ebene— der zweite war der Tod aus dar Ebene des heroischen Menschen. Auf einer anderen Seite der Morgenzellung tonnte man van einer Art Tod lesen, der sich auf der dritten Eben« vorbereitet. Ein Forscher, der ein Mittel zur Bekämpfung einer Krankheit suchte, war gezwungen, gefährliche Versuche anzustellen. Dabei zog er sich eine Krankheit zu, die ihn nötigte, mehr als ein halbes Hundert Operationen an sich vollziehen zst lassen. Mit nur einem Auge, einem Daumen und einem einzigen Finger kehrte er nach jeder Operation zu seiner gefährlichen Arbell furchtlas zurück, und geht so einem fast sicheren Tode entgegen. Dieser Mann will das Leben derjenigen leichter machen, die er niemals gesehen hat. Cr opfert sich einer Sache, von der er per- sönlich wenig Lohn ernten wird, und ohne von der Gegebenheit angespornt zu sein, daß er für Menschen wirkt, die er liebt oder die ihm sehr nah« stehen. Dieser Mann nähert sich langsam dem Tode auf der höchsten Ebene.(Uebertragen von M. Sovel.) Blätter und Radeln. Wenn man jetzt lue unter einem Baum liegend-u Blätter bettachtet, wird man es wohl als ein vergebliches Bemühen betrachten, sie zu zählen. Und doch ist es von Interesse zu wissen, wieviel Blätter aus einem Baum sein mögen. So hat denn ein Botaniker auegerechnet, daß«ine Buche von 37 Zentimeter Durchmesser 119 000 Blätter hatte. Er hat auch die Oberfläch« dieser Blätter berechnet und herausgefunden, daß Ober- und Unterseite zusammen 283 Ouadratmeter messen. Im Plenterwald er» wachsen« Fichten und Tannen von 40 Zenttmeter Durchmesser können 10 bis 20 Millionen, solche von 60 bis 70 Zentimeter Durchmesser 30 bis 40 Millionen Nadeln tragen. Man berechnete die beider- feittg« Fläche der Nadeln bei einen Fichte mit 4 Millionen Nadeln auf 147 Quadratmeter, bei einer solchen mll 20 Millionen Nadel» auf 702 Quadratmeter, bei einer Tann« mit 20 Millionen Nadeln auf 930 Quadratmeter, bei 59,5 Millionen auf 1825 Quadratmeter. Eine Buchemläche mll 198 Slöinm-m hatte auf den Hektar 23.6 Mil- lernen Blätter und ein« Blattslächc(Oben- und Unterseite) non 5,6 Hektar. Ein öSsähriger Fichtenbestand mll 790 Siämme« je Hektar ergab 4128 Millionen Nadeln mit einer Fläch«- vo» U3 Hektar, also mehr al» dem Zehnfache» der Lestandsfläche. Der Hafe. Bon Alfred Polgar. Der Schneidermeister Seblat brachte Anfang November einen Hafen nach Hause. Füttere ihn gut," fagte er zu seiner Frau ,,, auf daß er sett und start werde und wir zu Weihnachten einen Braten haben." pp. Ob der Schneidermeister.. auf daß" sagte, ist nicht sichergestellt. Aber dem Sinn nach lautete seine Rede so, wie ich sie hier wiedergebe. Frau Sedlak selbst hat sie mir gleich anderen Tages, nachdem der Hase ins Haus gefommen war, berichtet. Frau Sedlak ist die bravste Frau, die jemals für eine fremde Wirtschaft Sorge getragen hat. Sauberteit ohne Fehl wirft ihre geschäftige Hand, und Kleider, Wäsche, Schuh, von ihr betreut, sprächen, wenn sie reden fönnten, gewiß: Mutter" zu ihr. Sie befizt kein Kind. Aber als der Haje tam, da hatte sie eins. Sie erzählte viel von seiner Boffierlichkeit und seiner Zutrau lichkeit, und wie er auf den Pfiff herbeifäme und mit welcher Neu. gierde und mit welchem Interesse er ihr mit den Augen folgte. Und wenn er auch Schmutz und Arbeit verursache, fie trüge diesen fleinen Mühezumachs gern unt des Spaßes willen, den das Tier mit seinen Kapriolen und seiner nimmermüden Spiellujt bereite. Der Hase erhielt eine alte Kiste zur Wohnstatt und Abfälle von Küchenabfällen zur Nahrung. Die Küchenabfälle selbst kommen auf den Sedlatschen Mittagstisch). Und der Hase gedich. Er befam einen Bauch und volle Backen. Frau Sedlak erzählte, ihrem Mann laufe das Wasser im Munde zusammen, so oft er das Tier nur ansehe. Ihr lief es in den Augen zusammen, wenn sie dachte, welchem Schicksal der Hafe entgegenschwoll. Daß er so mächtig Fleisch ansetzte, erfüllte sie wohl mit haus fraulichem Stolz, und daß dem Weihnachtetisch ein Braten gewiß, mar ihr feineswegs eine unangenehme Borstellung. Jedoch Frau Geblat hatte auch ein Herz im Leibe, nicht nur einen Magen; und mas des Magens Hoffnung, murde des Herzens Not. Frau Seblat vermutete, daß auch ihr Mann, obschon er's mit feiner Silbe und feinem Blid verriet, eine heimliche übermaterielle Zuneigung für den Hasen im Innersten berge... aber ich glaube, das redete fie fich nur ein, von dem unbewußten Wunsch getrieben, es möchte der Schneidermeister das Odium der Rührseligkeit auf sich nehmen und den Hasen begnadigen. Der Schneider dachte nicht an derlei. Er setzte das Datum der Schlachtung fest und verpflichtete den Hausmeistersohn, der die große Kriegsmedaille hatte, zur Mezgertat. Von dem Augenblick an, da das Urteil über den Hasen un= widerruflich gefällt war, begann die brave Frau über ihn zu schimpfen. Sie sprach von ihm nur mehr per der Kert. Die ganze Wohnung stinte nach ihn, bei Nacht rumore er in seiner Kifte herum, daß man nicht schlafen könne die Kiste würde fangst dringend als Heizmaterial benötigt und so viel Kohlstrjinte und Gemüsemist gäbe es gar nicht, wie der Kerl auf einen Sit verschlingen, tönne. Am Ende sei fie froh, doß nun bald Weihnachten fäme und der läftige Wohnungsgenosse wieder verschwinde. Auch über den Fleischertrag, den sie sich von dem Kerl verspreche, redete fie, doch mit so fuminervollem Appetit in der Stimme, daß es flor mar, fie übertreibe diese Einschätzung vor fich sich selbst, um mit dem Gewicht des föstlichen Hafenfleisches, ihr Bangen zu unterdrücken. Safio V 335656 खु K B Dem Hasen selbst muß das Dilemma feiner Gebieterin auf| gefallen sein. Oder gab ihm, der nun einmal dahin mußte, ein höherer Lenker, womit er der Frau für bewiesene Sorgfalt und Güte danken könne? Genug, er tat, der Hase, wie in solcher Lage ein psychologisch geschulter Hase auch nicht anders hätte tun können: Er biß Frau Sedlak in den Finger. Freudeftrahlend berichtete fie:„ Er hat mich in den Finger In d Laures Ueber Orient hat man sie zu allen Zeilen als Trauerbaum Fort; be rühmt sind in dieser Beziehung die von zahllosen 3ppressen be schatteten türkischen Kirchhöse auf der asiatischen Seite Kontan tinopels. Eine in China und Japan verbreitete Zyprelienart mit hängenden Zweigen wird dort vielfach auf Begräbnisplägen an gepflanzt. Weil die Zypresse im nördlichen Deutschland in firengen Donh Wintern zugrunde geht, zieht man dort auf Friedhöfen den Lebensbaum( Thuja) vor, der selbst die größte Kälte ohne Nachteil er Ja, Gottlob, nun war unter das Todesurteil, es moralisch trägt. Als 3npresse des Nordens" hat der Wacholder( Machandel ftüßend, die todeswürdige Tat geschoben. Nun war das verpflichbaum), dessen Holz die alten Germanen bei der Verbrennung der Regie Toten sowie bei Opfern verwendeten, seit christlicher Zeit auf Fried tende Freundschaftsband zwischen Frau Sedlaf und dem Hafen von diesem selbst entzweigebiffen. Nun war Appetit auf Hafenbraten: höfen, feinen Platz gehabt. Gerechtigkeit. Sie komme! gebiffen." Sie schluckte trozdem, die Schneidermeistersfrau, als sie von des Hafens Ende erzählte. Sie warf einen scheuen Blick zu der Seite bei der Erzählung, als spüre fie, was das heiße, ein atmendes Wesen, einen unbeschreiblich rätselvollen, kompliziertesten, mit Gefühl, Bewegung, Geficht, Gehör, mit allen heiligen Wunders des Lebens, begabten Organismus zu vernichten, damit er von anderer Befen Mäulern zerfaut und zu Nahrungsbrei eingespeichelt werden 11nd es hing noch wie Schleier trauernder Liebe um das Lächeln, mit dem sie sagte: fchon fett war er". fönne. Ein wenig Fett ist noch in der Speisekammer als Superplus des Das Fell ist zum Trocnen aufgespannt; es hat seinen Bert. Feiertagsbratens. Die Wohnung ftintt nicht mehr nach tierischem Ertrement. Kein nächtliches Rumoren in der Küche ſtört den Schlaf der braven Leute. Aber die alte Kiste ist nicht zu Brennholz zerhackt worden. Sie bleibt Kiste. Denn Herr Sedlaf ist entschlossen, wieder einen Hafen zu erwerben. so auf ihn einstellen, als ob er sie schon gebissen hätte. Und Frau Sedla! wird, vermute ich, sich vom Fled weg seelisch so auf ihn einstellen, als ob er fie schon gebiffen hätte. Seuge" von Alfred Bolgar entnommen.) ( Mit Erlaubnis des Berlages Ernst Rowohlt, Berlin, dem Buche„ Ich bin Trauerbäume. Der Brauch, die Gräber zum Zeichen treuen Gedenkens neben dem vergänglicheren Blumenschmuck mit Bäumen zu bepflanzen, ist feit, undentlichen Zeiten bei allen Völkern, welche die Erdbestattung fannten, geübt worden. Daß man als Gräberschmuck Blumen, namentlich aber Bäume wählte, dürfte auch mit dem uralten Glauben in Zusammenhang stehen, die Seelen der Verstorbenen lebten in ihnen, weiter. Einige Bäume, die die Natur scheinbar als Symbol der Trauer fchuf, find von jeher als Friedhofsschmud bevorzugt worden, allen voran die immergrüne Eibe( Taxus baccata), beren düsteres Kleid für die Stätte des Todes besonders geeignet er. scheint. Da die falte Jahreszeit ihr nichts anhaben fann, ist sie gleichzeitig ein Sinnbild der Vergänglichkeit. Schon im alten Griechenland galt der Baum als Trauerzeiden, man pflanzte ihn dort, wie auch in Rom des klassischen Zeitalters, häufig auf Gräbern all. Von den Alten wurde die Eibe als Baum des Todes in den düstern Schatten der Unterwelt verjeßt. Bei uns, wie in England und Schottland, findet man auf Friedhöfen häufig uralte Giben. Auf dem Begräbnisplay pon Crowhurst in der Grafschaft Surrey steht ein Exemplar, dessen Alter auf 1400 Jahre gefäßt wird. Neben der Eibe ist auch die regungslose, schwarzgrüne 3y preffe namentlich in südlichen Ländern stets ein bekannter Trauerbaum gewesen. Bei den Griechen und Römern war sie den Göttern gemeiht; man legte ihre Zweige auch den Toten in die Särge. Im Go Spiel We sta lite, Th Holla Oper Sonnt Des Tag Der Sch Han 1. Per von To Feuts Im Norden ist die anspruchslose Kiefer oder Föhre( Pinus silvestris) der charakteristische Baum der Heide, namentlich auf Gine fear ländlichen Begräbnisplägen ziemlich häufig vertreten. weite Verbreitung als Friedhofsbaum hat die I anne mit ihren Wie verschiedenen Abarten gefunden. Sie war schon bei den Römer ein Baum des Todes; wie Plinius berichtet, benugte man sie bei Totenfeierlichkeiten, indem man sie als Zeichen eines Trauerfalles vor die Tür stellte und bei Leichenverbrennungen den Scheiter haufen mit ihren Zweigen schmüdte. Als Sinnbald des Todes und der Irauer galt schon den Alten die düstere 111 me oder Rüfter, die Morpheus, dem Gott der Träume, geweiht war. Sehr zahlreich ist die Eiche, der michtigste Baum der nordischen Mythologie, auf unsern Friedhöfen vertreten. Man kann sich den melancholischen Ein esche macht. Zu den Friedhofsbäumen, die mit ihren herabhängen. drud kaum entziehen, den eine über ein Grab gebeugte Trauer den Zweigen zur Bertiefung der schwermütigen Poesie des Dries beis tragen, gehören neben der Esche die Hängebirte und namentlich die Trauerweide, die wegen ihrer modernden Stammstrünfe beim Bolle ehemais als das düstere Sinnbild des Sterbens gall Weil Christus der Legende nach mit Ruten aus ihren Zweigen ge geißelt wurde, hält das Bolt die Weide für einen Unglücsbaum, fie flagt von sich selbst: ,, Wie sein Leben gab der eine allen hin, auf allen Gröbern weine ich um ihn." In alten Volksliedern tommt die Weide häufig als Baum der Trauer vor; Alfred de Musset singt von ihr: Ihr Freunde, ruft der Tod mich ab,- pflanzt auf den Kirchhof eine Weide! So lieb, so traulich hängt herab Ihr bleiches Laub im stillen Leide.- Süß werd' ich ruh'n, wenn ich einst scheide,-Fällt sanft ihr Schatten auf mein Grab." Als Schmud verfallener Gräber findet man auf alten Fried höfen ziemlich oft den Holunder, den heiligen Baum Holdas, dessen Zweige beim germanischen Totenfultus Verwendung fanden und mit dem heute noch mancherlei Aberglauben verknüpft ist. Be fonders zahlreiche große und schöne Exemplare wadfen auf dem berühmten Judenfird hof zu Prag. In neuerer Zeit wird der Holunder nur noch felten auf Friedhöfen angepflanzt. Auch die ernste, herbe Eiche spielt als Trauerbaum nicht mehr die Rolle wie einst. Ein bevorzugter Trauerbaum ist Jahrhunderte hindur die der germanischen Liebesgöttin Frena geweihte 2in de gewesen. Sie war mit dem Leben des deutschen Boltes in Freud und Leid eng verknüpft, und weil man sich bei Lebzeiten in ihrem Schatten fo glücklich gefühlt hatte, empfand man es als tröstlichen Gedanken, nach dem Tode unter einer Linde zu ruhen. So hat z. B. Klopstod unter zwei von den Schwestern seiner frühverstorbenen Gattin Meta gepflanzten Linden auf dem Kirchhof von Ottensen seine letzte Rube statt gefunden. Wie faum ein anderer Baum offenbart die Linde einen lyrischen Charakter, ihr Anblid erhöht beim Besuch eines Fried hofs zweifellos das Gefühl der Wehmut und Trauer, Zahlreiche Dichter haben in ihren Schöpfungen ähnlichen Empfindungen Aus brud verliehen, so z. B. Johann Georg Rafobi in seinem wunder vollen Gedicht ,, Die Linde auf dem Kirchhofe". 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