Abendausgabe Ttr. 568 |Ü 283 45. Jahrgang WSchenÄch SS Vf. monaMch SM WL hr oorauf zohlbat. Postbezug 4L? VL tinidjL Bestellgeld. Auslandsadona»» mcm Qi— M. pro ÜKonol. Der„Botwdrtf* erscheint«ochentSg» Lich zweimal. Gonntog» und Montag» ""*" gaben für Brrlta einmal, die Lbendau! und im Handel mit iem Titel.Der Abend-. Illustrierte Beilagen.Doli und Zeit- und.Ämderfreunö-. Ferner »Unterhaltung und Wissen-..Frauen« stimme-..Technik-.Blick in die Bücherwelt- und.Jugend-Dorwärts� Berliner SoUsblatt Jentvalorgan der GozialdemoKratisGen Partei Beuttwkands Sonnabend 1. Dezember 1928 10 Pfennig Die«tnffolttge Donpareivezeik» 80 Pfenmg. NekiamezeUe Reich». mart„Kleine Anzeigen" da» senge. druckte WoN 28 Pfennig(zulässig zwei fettgedruckte Wone). jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengesuche da» erste Won 15 Pfennig., jede» wettere WoN 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstade» zählen für zwei Worte. Arbeit»martt Zeile 60 Pfennig. Familienanzetgen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen« annahm» im Hauptgeschäft Linde»« ftrcfteSk wochentägl. von 8 /, bi» 17 Ulm. Nevaktion und Verlag: Berlin SD 68. Lindenslratze 3 fttrnfpitAn' Do» doli W— SN telepaana-att.: eeitolbemoftat Oerlt» Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Postlcheckkonio! Berlin S75S6— Banffcnto: Bank der Srderier. SogelleUiea unl Beamten Wallstr. KS Tttkonto-GeieUIchalt Tevvsitenkafi» iitndenltr L Geverinas Aktion. Kampf um den Regierungsvorfchtag.— Vor der Mvierkonferenz. Las Verhalten der bürgerliche» Presse ohne llnterschied der Partei zeigt, daß die freien dieser Zelt niemand in dem Zimmer anwesend. Schwerer Unfall auf einem Güterbahnhof. Auf dem Schlesischen Güterbahnhof ereignete stch heute früh um �6 Uhr«in schwerer Unfall. Der 25jährige Schlosser Paul Sch. aus der Glogauer Straße wurde in einer Welch« dicht am Zollspeicher in einer großen Blutlach« bewußtlos ausgefunden. Dem Unglücklichen waren beide Beine oberhalb des Knie» abgefahren. Lei der sofort eingeleimten Untersuchung. wurden an einem Personenwagen, der zu einer Rangierabteilung gehörte, starke Blutspuren entdockt. Wahrscheinlich hat Sch. beim Ueberschreiten der Gleise den heranrollenden Wagen übersehen und sst überfahren worden.' Schulschiff„Pommern" unier Siegel. Bis sich bef Eigentümer meldet. pari». I. Dezember, Wie au« St. Mal» gemeldet wird, ist da» deutsche S ch u t s ch i f f„Pommern" von d«r Marineverwaltung über- nommen worden, bis sich der Eigentümer meldet. Gendarmerie ist zur Uebsrwachung an Bord geschickt wvrden Di« Zollverwaltung hat das Schiff unter Siegel gelegt Falls die„Pommern" nicht innerhalb eines Jahr«» und eine» Tages von dem Besitzer reNamtart wird, gehl da» Schiff in da» Eigentum der Fischer über, die es geborgen haben. Beilage Sonnabend, 1. Dezember 1928. SpHUipnt) St�laulfaäe-da KrtoöW» Bubikopf und Malgesicht. Auch ein Ausgleich. Wir lebet» im Geist des Zeitsporens. Sogar die Parlamente beschränken die Redezeit, der Rundfunk Zwingt die Vortragenden, in 20 Minuten ihr Thema zu erledigen. Vielleicht erleben wir noch die Selbsthilfe von Fest, und Dolksversannnlungen gegen allzu ausgiebige Dauerrsden. Auch die Abkür�zungsworte, wie„Aboag", .*Üa",„Ekki" usw. gehören schließlich zu der großen Allrationali- srerung, deren innerer, wenn auch noch nicht erreichter Zweck ia nur fem kann, mehr freie Zeit bei gleicher oder sogar ver- größerter Produktion zu schaffen. Der Siegeszug des Bubikopfes vom vereinzelten Attribut zur allgeminen Frauentracht ist in der Hauptsache und in seinem Dauererfolg der gewaltigen Zeitersparnis geschuldet, die er gegen das Frisieren des langen Haares bedeutet. Aber es scheint melsach, als sollte die am Kämmen und Frisieren ««sparte Zeit ganz auf die G e s i ch t s b e m a l u n g draufgehen. Täuschen wir uns nicht: es sind keineswegs nur bourgeoife Frauen und Mädchen, die nur in voller Kriegsbemalung das Haus verlassen und schon längst ist die Schminkerei nicht mehr das Monopol der Balltoilette— und jener, die von ihrem Wsibtum leben. So wenig wir verallgemeinern oder gar sittenrichtern wallen— konstatieren wir einfach in nüchterner Sachlichkeit, was ist. fängst fingt der Berliner zu dem noch gar nicht alten Trink, Schlager: „Schmink, schmink, Schwesterlein schmink, sonst bist du bleich wie der Tod. Schmink, schmink. Schwesterlein schmink, dann bist du Hübsch rot. Nimm auch vom Puder ein halbes Pfund, dann siehst du aus wie gesund.* Ob noch die frische Farbe der Jugend da ist. ob sie sich in allere ?. Schallschwingungen und Schallwellen. 2. Töne und Klänge(erläuternde Bilder und Vortragsauszag folgen in Heft 49 der..Sendung"). 20.00 Konzert. Oktett F-Dor op. 166 für gwef Violinen. Vlole. Vlollncell. KontrebaB. Klarinette, Horn nnd Fagott, von Franz Schubert. Adagio; Aliegro—• Andante un poco mosso— Scheren(Allegro vivace)— Andante mit Variationen— Mennetto(Allegro)— Andante mollo: Allegro (Kammermusiker ans Mitgliedern des Berliner Philharmonischen Orchesters; Henry Holst und Gilbert Dack, Violine; Reinhard Wolf, Viola: Prof. Nivolai Grandan. ViolonceU; Sinus Wilhelm, Kontrabaß; Alfred Birkner, Klarinette; Oscar Schumann. Horn nnd Oscar Rothensteiner, Fagott.) « ro Marek Web« spielt, AnsthlieBend: Uebertragung von Berlin. Sonntag;, 5. Deramb«!. Berlin. 11-30 Ueberlrtgung aus dem QroBen SchanspiefheaS. Frenz Lehär. Dirigent: Richard Tauber. M.OO Hans W, Priwfn: Motse-Korsus. Unterricht fdr Anfänger(IV). ld.30— 15.35 Für den Landwirt. 13 30..Madonnen". Dichtungen von Alice Flieget.(Gelesen von der Verfasserin.) 1600 Lothsr Brleger; Meisterwerke als Spiegel der Vofkskullur. VI, Qalns. boroogb nnd England. 16-30 Weibnachtslieder. Helene Lachmunskl-Scheul, Sopran. Am Flügel: Hein- rieh Steiner. WuchlJceBad; KachaBitiags-lMterhaUunj, Die neue Schrift in derTürkei. Die Türkei Hot setzt eine neue Schrift: die sogenannten fränkischen Buchstaben. Die bisher gebrauchte türkisch-arabische Schrift war für den Türken schwer.zu erlernen: der jahrelang im Orient lebende, die Landessprache perfekt beherychende Fremde kann sie äußerst selten lesen und schreiben. Eine Schrift ohne jedwede Dokale, ist die alte türkische Schrift schwer für den Schriftkundigen selbst lesbar. Der Name Hassan, ein Männervorname, wurde HSSN geschrieben— es muhte geraten werden, welche Vokale fehlten� Jetzt ist die Schrift völlig der Bolksaussprache angepaßt worden, es soll so geschrieben wie gesprochen wer- den. Interessant ist es, daß in das neue Alphabefh deutsche Ilmlaute, wie ö und ü, und auch das„u" ohne Umlaut aussprechbar, ausgenommen worden sind. Die türkische Regierung veifpricht sich von der Schristresonn die Heftung und Erleichterung der Wwicklung mdu- strieller und handelswirtschaftlicher Ge> schäfte, eine schnellere und leichtere Ein» sührung der westlichen Zivilisation. Bei der außergewöhnlich hohen Zahl der Analphabeten bestand bisher die Gewohnheit, in den Eafehäufern sich von einem Lesekundigen die Zei- lung vorlesen zu lassen. Das türkisch« Familienleben lieh es bisher nicht zu, Freunde de» Hausherrn im Beisem der Frauen zu empfangen und zu bewir- ten. Infolgedessen entwickelle sich die Sitte, tagsüber und in den Nachmittags- stunden im Easehaus seines Wohn- bezirks mit seinen Freunden, Rachbarn sich zu treffen. Kaffee zu trinken. Zigaretten zu rauchen und sich zu unterhalten. Und hier gruppier- ten sich dann die Männer in einem Kreise um den Lesekundigen, um aus der Zeitung die sie interessierenden Neuigkeiten— lautlos— hinzunehmen. Nur ab und zu unterbrach ein„Allah, Allah!" der Bewunderung oder des Erstaunens di« Borlesung. Hat ein Türke— und die Analphabeten gehen bis in die reich- sten VoUslchichten hinaus— schriftliche Arbeiten, wie Brief«. Ein- gaben an Behörden»der dergleichen zu erledigen, und er ist der Schriftsprach« unkundig, so begibt er sich auf die Plätze vor dsn Gerichten, Rathäusern und Moscheen. � Hier sitzen auf der Straße an kleinen Tischchen die Schreiber, die nach Diktat oder nach gewünsch- tem Inhalt gegen entsprechende, vorher ausgehandelte Gebühren des ochreibun kundigen Wünsche befriedigen. Interessant ist es, diefem. Schreiber zuzuschauen. Den Tisch benutzt er selten als Unterlage, umständlich gewichtig nimmt er das Schreibpapier in die linke Hand und schreibt in dieser Stellung von rechts nach links das ihm Auf- gegebene. Ist er fertig, liest er laut vor; sich selbst an den von ihm benutzten bildreichen Ausdrücken freuend und um durch sein lmites «AjK-l/n aM ilj»./' AaÄJtuy» Jw.L. U-; J# y.-U Vorlesen gleichzeitig Reklame für seinen„schönen" Stil zu machen. Die Unterschrift ersetzt der Schreibunkundige durch die Beidrückung seines Petschaft. Eine kleine Metallplatte mit eingeätztem Namen und besonderem Schnörkel zum Unterschied gegen gleichnamige an- dere, führt jener dauernd bei sich. Di« vollzogene Petschaftsbei- drückung entspricht der gesetzlichen Vorschrift einer rechtsverbind- lichen Unterschrift. Allmählich erfolgt die Durchführung der Schriftreform. In allen Städten sind bereits unentgeltliche Schrsibkurse zunächst für die Beamten angesetzt worden, auch in Berlin wird jetzt das gesamte Botschastspersonal lernen müssen. Unter der Leitung Galib bey von der türkischen Botschaft, Bruder des türkischen Parlaments, Präsidenten, wird dies« Berliner Schul« eröffnet werden. W. A. WAS DER TAG BRINGT. Unter die Lokomotive geweht. Der furchtbare Sturm der vorigen Woche«rursachte in Frank- reich auf eigenartige Weise den Tod eines jungen Mädchens. Die Ist Jahre alte Ennlie Bothereau bejand sich inst einem Fahrrade an einer Kreuzung der Ehaujjee mit dem Eisenbahngleis, als der Sturm sie in das Getriebe der Lokomoti« weht«, ohne daß der Lokomotivführer, der vom Sturm ebenfalls geblendet wurde, etwas davon bemerkte. Erst auf der nächsten Eisenbahnstation fand man im Gestänge der Lokomotive den gräßlich verstümmelten Körper des Mädchens und Teste des Fahrrades. Der Fluch der Filmreklame. 3m„Dasti) Expreß" nimmt G. A. Atkinfon scharf Stellung gegen die Filmreklame, die nur noch mit dem„Sechswörter-Diktio- när" arbeite, weil eben ihre einzigen Eigenschastsworie nur noch sind:„ungeheuerlich, wunderbar, spannendst, wuchtig, verblüffend, kolosial". Aber auch dies« Superlative genügten nicht mehr, und nun suchten die Filmschauspieler und-spielerinnen nach neuen. keineswegs zu billigenden Methoden, sich der Welt immer wieder vor Augen zu führen. In Wirklichkeit mache sich das Publikum aus solcher Art Reklame nichts, durch die im übrigen die Pro- duktionskosten ungeheuer verteuert würden. Bei einem amerikanischen ,Lolossal"silin rechne man mit einer Ausgabe von 2 Millionen Dollar, dazu käme aber mindestens noch ein« halb« Million für Rcklamekoften! Nicht die Reklame als solche, aber alles, was dahinter steckt: ein Heer von Angestellten, Direktoren usw., die nur IS. 00 Dr. Wilhelm Unverzagt. Direktor heim Mnseum für Völkerkunde:..Die neuen Ausgrabungen beim Burgwall von Lossow bei Frankfurt a. d. O. 19.30 Fritz Heymann: Einführung zu der Uebertragung..Die Entführung aus dem Serail" ens der Städtischen Oper, Charlottenburg, am 3. Dezember. 30.00 Abend Unterhaltung. Mitwirkende; Käte König. Sopran; Männergesongs- qoarteU.„Die Abels": Eduard May. Flügel: Ml* Rostock. Zither. 21.00 Advent L a) M. Prätorlos; Hosianna; b) Plerlnlgl da Palestriua: Otter» torlum für den I. Advents-Sonntag(Ad te Icvavl anlmatn meani: Zu dir habe ich meine Seele erhoben): c) O. Fr. Händel: Tochter Zlon, freue dich, nach der Melodie aus dem Oratorium„Judas Maccabäus": d) Job. Seb. Bach: Zwei Choräle ans dem Wethnacbts-Oratorlum: Wie soll Ich dich empfangen: Brich an, dn schönes Morgenlicht(Berliner Funk-Cchor). — 2. a) St. Wangert: Weihnachtszeit im deutschen Volkslehen; b) Th. Storm: Knecht Rupprecbt(gelesen von Prof, Ferdinand Oregori).— 3. a) F. Mendelssobn-Bairtholdy: Im Advent; b) Job. Brehms: Choral lind Fuge: Es ist das Heil uns kommen her: a) Q. Falke: Weihnächte- Sperlinge: b) O. Ernst: Weihnachtseplstel(gelesen von Prof. Ferd. Gregor!).— 5. a) Q. Schreck: Einzugsszene ans der Advents-Motette: b) H. Kaminskl: Drei Choräle: O Jesnlein süß: Die liehe Sonne; Ihr Gestirn, Ihr hohen Lüfte(Berliner Funk-Chor; Leitung: Maximilian Afbrecht). AnschlieSend bis 00.30: Tanzmusik(Fred-Bird-Tanzorchesler), Königswusterbausei. 08.55, 09.00, 11.30. M-30. 14«. 14.55, 15.30, 16.00, 16.30 Uebertragung von Berlin. AnschlieSend: Nechmltlagsunterhaltung von Berlin. 1.3.45— 14.15 Bild funk versuche. IS.tü Dr. Knrt Zatck: Nobelpreisträger 19J8(I); Bergson. 18.30 Prof. Dr. Waller A. Bercndsohn: Nobelpreisträger 19JS(II): Sigrid Undsm.— 19.60 Dr. Siegfried Mauermann: Adalbert Mafltöwsky zum 70. Geburtstag. 19-30 Prof. Dr. Robert Saitschick: Stunde des Alters: Reif sein ist alles. Ab 10.00 Uebertragung von Berlin. von der Arbeit leben, einen Superlativ der Superlative zu erfinden. Die durchlchnststiche Lebensdauer eines Filmes könne man mst drei Jahren ansetzen, das bedeute also, daß der Film in einen: Jahre mindestens 3(1 Prvz. Verzinsung jährlich einbringen müsse! Würde die Filmreklame auf ein vernünftiges Maß gebracht, wären auch die Produktionskosten bedeutend geringer. Operation gelungen— Patient tot! Es war allerdings im wahrsten Worte«ine Pferdekur: der sich das Pferd Rabelais unterworfen hatte: Es kam zu Professor Waronofs und wurde mich allen Regeln feiner Kunst verjüngt. Denn Rabelais hatte bereits das für Pferde immerhin achtbare Alter von 28 Jahren erreicht. Rabelais war trotz seines echt fron» zöstjchen Namens in England geboren und haste in seinen jungen Jahren manches berühmte' Rennen gewonnen, auch unter den Nach- kommen von Rabelais befanden sich vorzügliche Rennpferde. Man war darum bemüht, das Vollblut noch tatenträftig zu erholten. Di« Operation gelong, doch erkältete sich Robelais, und was Woranoffs Kür nicht vollbracht hatte, brachte eine leichte Erkältung zuwege: Rabelais starb! Die Puderquaste im Oerichtssaal. Daß weibliche Rechtsanwälte die Puderquaste im Gerichtssaal nicht benutzen' dürfen, ist durch«ine formelle Verwarnung fest- gestellt worden, die der Vorsitzende einer Pariser Kammer einer jungen Advokatin erteilt hat und die dann durch einen offiziellen Verweis von dem Vorsitzenden der Amvaltskomnner verschärst wurde.„Mademoiselle," sagte der Vorsitzende, ich bedaure, Sie darauf aufmerksam machen zu müssen, daß Ihr �Benehmen nicht der Würde des Ortes entspricht, an dem Sie sich befinden, und dem Amt. das Sie ausüben. Wir haben des öfteren beobachtet, daß Sie aus Ihrer Tasche einen Spiegel und eine Puderquaste ziehen. um sich damst zu pudern. Wir bitten Sie, dieses in Zukunft zu Unterlasten, damst wir nicht genötigt sind, strengere Maßregein gegen Si« zu ergreifen." Dieses Vorgehen hat unter den 12» weib» lichen Rechtsanwälten in Paris große Erregung hervorgerufen. Brüderliches Zwiegespräch. Em Berliner:... und ibahaupt: Uns kann keena! Ein Wiener: Uns— könnans alle! Verschiedenheit. Der Schäfer ninmit die Viehscher«, Der Sportler sucht die Skifähre. rfb«. Der Himmel ist eine nützliche Sache! Der Kranke hatte eine schwere Krists glücklich überstanden. Der Arzt kam und sagte: „Na also. Aber Ich will Ihnen was sagen: Ihre Genesung danken Sie dem Himmel!" Der Patient darauf: "„Wirklich. Herr Doktor, wirklich? Da brauche ich also Ihr« Rechnung nicht zu bezahlen, nicht wahr?" (Aus dem„Wahren Jacob*.) ßOMAN vw EDGAR WALLTACE DEUTSCHE OBERTRAOEfM INS (13. Fortsetzung.) „Nun," sagte sie, als sie neben ihm im Wagen saß und die Picadilly entlangfuhr.„Wie gefalle ich Ihnen?" Jim konnte sich nicht satt an ihr sehen. „Sie sehen ganz wunderbor schön aus," sagte er hingerissen. Er saß steif neben ihr im Wagen und wagt« nicht, sich zu be» wegen. Sie war für ihn der Inbegriff olles Glücke», dl« Erfüllung seiner letzten Träum«. v ,Lch Hab« fast Angst vor Ihnen, Eunice." Sie locht« silberhell. „Aber Jim. sprechen Sie doch nicht so," entgegnete sie und legte ihren Arm ln den seinen. Aber trotzdem«mpfand fie eine gewisse Genugtuung, daß sie einen so großen Eindruck aus ihn gemacht hatte. ,Lch muß Sie sehr viel fragen." sagte sie, als si« in einer Ecke des großen Speisesaales im Ritz-Earlton-i)otel Platz genommen hatten,.�yaben S,« meinen Brief bekommen? Es war eigentlich nicht richtig von mir und ich glaube, ich war etwas verrückt, daß ich Ihnen die Schokolade geschickt Hab«. Sicherlich war«g Mr. Groot gegenüber unrecht, aber Ihr Verdacht hat mich angesteckt, Jim. Ich werde bald ein« nervöse alte Jungfer werden!" Er lachte liebenswürdig. „Ich habe mich sehr über Ihren Brief gefreut. Di« Schokolade—* er zögerte. „Nun?" „Ich würde Mr. Groat an Ihrer Stelle sagen, daß sie ganz vorzüglich sei," meinte er lächelnd. „Da« habe ich schon getan. Aber Lügen sind mir verhaßt, selbst»venn es sich um nebensächliche Ding« handelt." „Wenn er Ihnen die nächst« Bonbonniere schenkt, müssen Sic mir drei oder oi«r Stück Schokolade schicken." Sie war bestürzt und sah ihn schnell an. „Ist doch etwas darin entdeckt worden?" Ihre Frage war ihm sehr unangenehm. Er wollt« und konnte ihr nicht sagen, was der Chemiker ihm mitgeteilt hatte. Auf der anderen Seit« wollte er sie auch nicht nutzlos einer Gefahr aus- fetzen. Er mußte also irgendwas erfinden, wurde oerlegen und bracht« nur lahm« Entschuldigungen hervor, die sie nicht über- zeugt«». Sie erkannte genau, daß er ihr nicht alles sagen wollte, aber sie war verständig genug, nicht in ihn zu dringen. Mßerdem brannte sie zu fehr darauf, ihm von ihren Crlebnisien zu erzählen und ihn nach seiner Meinung über das Zeichen der blauen chand zu fragen. „Das klingt sa ganz geheimnisvoll." meinte Jim, als sie ihm alles erzählt hatte. Aber sein Ton war«rnst.„Es ist schwer, derartige Dinge in unserer nüchternen Zeit zu erklären. Aber eins ist sicher. Dies« merkwürdig« Frau verbiitbet irgendeine Absicht damit. Auch daß der Abdruck der Hand blau ist, hat eine be- sonder« Bedeutung. Aber scheinbar hat Digby Groat das noch nicht erkannt. Aber jetzt wollen wir einmal von uns selbft sprechen." jagt« er lächelnd, und legte seine Hand einen Augenblick auf die ihre. Sie machte keinen Versuch, sie fortzuz!eh«n. bis der Kellner erschien. Und dann entfernte sie sie nur langsam, und er merkte, daß sie es nur widerwillig tat. „Ich werde noch einen Monat bei Mrs. Groat bleiben, und wenn es dann keine weitere Arbeit dort für mich gibt, gehe ich zu tx-rn photographischen Geschäft zurück— wenn man mich dort wiederhaben will" „Ich weiß jemand, der Sie noch vftl dringlicher haben möchte als der Photogroph. jemand, dessen Herz schmerzt, wenn er Si« fortgehen sieht." Si« fühlte, wie ihr Herz heftig schlug und ihre Hände zitterten. „Wer ist denn dieser Jemand?" fragte sie leise. .Lemand, der Si« nicht«her um Ihr« Hand bitten will, bi» er Ihnen eine gesicherte Stellung im Leben anbieten kawr. Jemand, der den Boden verehrt, auf dem Sie wandeln, jemand, der überall Teppiche vor Ihnen ausbreiten und Ihnen ein schöneres Heim geben möchte als die kleine dürstige Wohnung, die neben dem Eisenbahngeleise liegt." Lange Zeit sprach sie nichts, und er glaubte, er hatte sie beleidigt. Sie wurde blaß und wieder rot und ihr zarter Busen hob und senkt« sich schneller als gewöhnlich. .Lim." sagt« sie nach einer Weil«, ohne ihn anzusehen,„ich würde mich selbft in einer ganz schlichten einfachen Wohnung wohl fühlen, und ich würde gerne auch die Eisenbahnschienen in Kauf nehnwn!" Sie wandte ihm ihr Gesicht zu. und er sah. daß Tränen In ihren Augen schimmerten. „Wenn Sic sich nicht mehr in acht nehmen, Jim Steele." sagt« sie mit einem leisen Anflug von Spott,„dann mache ich Ihnen noch einen Hetrotsmrtrag!" „Gestatten Sie, daß ich mir«ine Zigarette anzünde?" ent- gegnete Jim heiser nach einer P«is«. Als sie nickte, entzündete er ein Streichholz, aber feine Hand zitterte. Sie wunderte sich, warum er so ruhig wurde und kaum noch sprach. Sie konnte nicht wissen, daß das große Glück, das ihm so plötzlich widerfuhr, sein Herz ganz erfüllte und ihn beinahe betäubt«. Auf der Heimfahrt wünscht« si«. daß er sie in dem Dunkel des Wagens in seine Arm« geschlossen hätte. Wie gerne hält« fie an seiner Brust geruht! Sie sehnte sich danach, sein« brennenden Küsse auf ihren Lippen und Augen zu fühlen. Wenn er sie jetzt gebeten hätte, mit ihm davonzulaufen, oder die größte Torheit zu begehen, hätte sie ihm freudig ihre Zustimmung gegeben, denn ihre Liebe zu ihm wuchs immer mehr und wie«in großer, reißender Strom und die innere Glut mußte zum Ausbruch kommen. Es gab keine Ver- nunft, kein« Schranken und keine Grenzen mehr für sie. Aber er saß ruhig an ihrer Seit«, hielt nur Ihre Hand in ber seinen und träumte von einer goldenen Zukunft. „Gute Nacht, Jim." Ihre Stimme klang kühl unb ein wenig enttäuscht, als sie ihre Handschuhe anzog und ihn, dann die Hand RAVEN DRO gab. Sie standen vor der großen, breiten Treppe von Mr. Groats Haus. „Gute Nacht," sagt« er leise und mit zitternder Stimm« und küßte ihr die Hand. Sie wäre beinahe in Tränen ausgebrochen, als sie in ihr Zimmer ging und die Tür hinter sich schloß. Lange schaut« sie forschend in den Spiegel, dann schüttelt« si« den Kopf. „Ich wünschte, er wäre nicht so gut— oder in mancher Be« ziehung«in größerer Held." IS. Jim fuhr zu seiner Wohnung und war so in rosig« Träum« versunken, daß er jenseits von Zeit und Raum war. Es schien ihm, als ob er eben erst«ingesttegen sei. als der Wogen plötzlich mit einem Ruck vor seiner Haustür hielt. Cr hätte selbst dann noch weiter geträumt, wenn ihn der Chauffeur nicht etwas unwirsch daran erinnert hätte, daß er noch nicht bezahlt war. Dos brachte ihn wieder auf die Erde zurück. Als er gerade aufschließen wollte, öffnet« sich die Tür und eine Dame, die von Kops bis zu Fuß in schwarz gekleidet war, ging an ihm vorüber. Sie eilte zu einem Auto, das einige Schritt« von der Haustür entfernt hielt. Wer mochte sie nur sein? Verwundert schaute er hinter ihr her. Aber er hatte sie bald wieder vergessen, denn der Zauber der Erinnerung an all da», was er soeben durchlebt hatte, war noch zu mächtig. Eine Stunde lang saß er in seinem großen Armsessel, schaute träumend ins Leere und rief sich jede Kleinigkeit, die er am Abend erlebt hatte, ins Gedächtnis zurück. Er war selig und konnte kaum glauben, daß dieses Wesen wirklich ihm gehören sollte. Mit einem tiefen Seufzer erhob er sich. Er hatte nur ein kleines Einkommen und mußte sehen, es bedeutend zu steigern, bevcr er diese schöne Frau bitten durfte, fein Los zu teilen. Er schaute gleichgültig auf den Tisch. Am Nachmittag hatte er alles aufnotiert, was sich auf den Fall bezog. Das Buch lag auch noch dort, aber— Er hätte darauf schwören können, daß er es offen hott« liegen lassen, denn er hatte«in gutes Gedächtnis für klein« Nebenumstände. Er erkannte jetzt auch, daß das Buch nicht nur geschlossen war, sondern auch an einer anderen Stelle lag. orDCH zJCürgcn min eine zmiiwin� rau 513 ujm, orc ffen VriX macht« und dl« Wohnung reinigte. Sie hatte keine» Schlüssel, und er ließ sie selbst her«». Gewöhnlich kam st«, wenn et dabei war. sich selbst das Frühstück zu bereiten, was ein« besondere Liedhaber« von ihm war. Er öffnete dos Buch und wäre fast aufgesprungen. Zwischen den Seiten an der Stelle, wo er aufgehört hatte, zu schreiben, lag ein merkwürdiger Schlüssel. Es war ein kleiner Zettel mtt der Aufschrift„D. G.'s Hauptschlüssel" daran gebunden. Es war kein Zeichen einer blauen Hand hinzugefügt, aber er kannte die Handschrift wieder, es war dieselbe wie«ms der grauen Karte, die Eunice damals gefunden hatte. Di« Dame in Schwarz war in seiner Wohnung gewesen und hatte ihm die Möglichkeit gegeben, Digby Groat» Haus zu betreten! Jim stand starr vor Staunen! IS. Eunice wachte am nächsten Morgen ein wenig nnzusrieden auf. Aber erst als sie ganz wach war. sich im Bett ausrecht setzte und den feinen Tee trank, den ihr das Mädchen gebracht hatte, kam ihr zum Bewußtsein, warum sie in dieser Gemütsoerfasiung war, und sie lachte über sich selbst. „Eunice Weldon," sagte sie zu sich und schüttelte vorwurfsvoll den Kopf,„du bist ein kühnes, junges Mädchenk Weil der beste junge Mann, den es überhaupt in der Well gibt,.zu anständig, zu rücksichtsvoll oder zu furchtsam war, dich zu küssen, bist du dir'« und enttäuscht! Außerdem war es unverzeihlich, einem Mann so weit entgegenzukommen und ihm beinahe selbst einen Antrag zu machen! Das war nicht das Benehmen einer Dame Du darfst dich in Zukunft nie wieder so wegwerfen. Du hättest dich damit z». frieden geben und warten müssen, bis er den schönen Teppich vor deinen Füßen entrollte und dich in sein Haus führte und hättest nichts von der kleinen Wohnung in der Nähe der Eisenbahnschienen sagen dürfen! Aber ich glaube nicht, daß er in Zimmern mit nacktem Fußboden wohnt, Eunice, sie werden schon mit hübschen Teppichen bedeckt sein. An den Wänden werden Erinnerungszeichen aus dem Feldzuge hänge», und sicherlich sst die Aussicht von der Wohnung sehr hübsch, wenn nicht gerade die Züge vorbeirasseln. Und das wäre ja auch gleichgültig. Du hättest nicht Zeit, aus dem Fenster zu schauen, du hättest immer etwas.zu tun. Du könntest feine Wäsche ausbessern, seine Strümpfe stopfen und— aber nun ist es genug, Eunice Weldon. Jetzt mußt du ausstehen!" Und schnell schlüpfte sie aus dem Bett. Als Digby Groat den Gang entlang schritt, hörte er ihre fröh- liche, hell« Stimme, als sie im Bade sang. Er lächelle. Die reise Schönheit dieses Mädchens hatte ihn ganz gefangengenommen, sie erschien ihm nicht nur wünschenswert, sie erschien ihm notwendig! Er wollte sie zuerst zu seinem Spielzeug machen, aber nun sollte sie die Zierde seines Hauses werden. Er lachte vergnügt bei diesem Gedanken. Ein Schmuck! Etwas, was ihn in den Augen seiner Mitmenschen in einem neuen Licht erscheinen lassen würde! Selbst der Umstand, daß er si« heiraten mußte, war mir«in kleines Opfer, wenn er dadurch dieses Juwel an sich fesseln konnte. Jackson sah, wie er lächelnd die Treppe herunterkam. „Es sst wieder ein Karton Schokolade abgegeben worden," sagte er leise, als ob er wüßte, daß dies ein unliebsames Geheimnis sei. „Werfen Sie die Schachtel in den Aschentasten! Oder geben Si« das Ding meiner Mutter!" sagte Digby gleichgüktig. Jackson starrte ihn erstaunt an.(Forssetzung folgt.) (6 Rätsel-Ecke des„Abend MiftHiiiiiiiiuiiiiuuuiuiHiniuniimiiiiiuiiiiHumiiiuiiiuiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiHiHinwiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiHiimiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiuiiuiiuuuiuiiiiiHuniii Kreuzworträtsel. T in -11 12 13 114 Wagerecht: 1. Jtal. Staatsmann, 3. Tages.zeit. 5. bibl. Frauenname, 6. ital. Stadt, 7. Auszeichnung, 9. verstorbener deutscher Bergarbeitersührer, 19. Fürwort. 11. ehemaliger amerikanischer Präsident. IS. deutschet Dichter.— Senkrecht: 1. Badeort, 2. Fluß m Thüringen, 3. Fisch, 4. Stadt in Sachsen, 6. Wild, 8. Teil eine» Schisse», 12. bekannte deutsche Industriegesellschast, 13. Fluß m Rußland, 14. Elend. X Silbenrätsel. Aus den Silben a o at be bund chel di drai dtü e ei ei el erz fal fi ha ham Haus hen I iff ig ir is ka kar tat kra land Ii ma mu» na nas nc ne ner neu in nie nis no o raut ras rauh reif ri ri rung sa schild se sen sen si si so» sto ta ter tie Um tü tü tysch un wag wied sind 2S Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten, und deren Endbuchstaben, von unten nach oben gelesen, ein Zitat von Ibsen ergeben(ch=- ein Buchstabe). Die Wörter bedeuten: 1. gefälschter Gegenstand: 2. Natur- erelgnis: 3. weiblicher Vorname: 4. Nebenfluß des Ob: s. alt- griechischer Ort in Kleinasien: S. Baumfrucht: 7. Sohn Abrahams: 8. Gefäß: 9. Parlament: 19. Tochter des Tantalus: 11. Entwässerung des Bodens: 12. Komponist: 13. Herrschost der Besten: 14. wirt- schaftliche Vereinigung: IS. Polarforscher: 16. Haustier: 17. Metall: 18. Unwissender: 19. Hupzeichen: 20. Lebensweise: 21. Gewürz: 22. lebenswichtiges Organ am Hals«: 23. Halbinsel: 24. Schriftsteller: 25. Stadt im Rheinland.— ek— Abzählrätsel. dies gen kei der ei ver fchim ner vä ne ges mer tr« ter des set ei t« glück se nim ner feig' doch re mer neu zu ihr well ei en rück müßt ge nijj zeit ja zu stal ei her es sam ten nig ein bricht men könnt müßt a der hal ihr ihr ber mar ten zu sein.— Vorstehende Silben sind durch eine zu ermittelnde Zahl abzuzählen, aneinander gereiht ergeben dieselben einen Ausspruch Bebel», ek. Gchieberätsel. Bader, Ullrich. Lübbrlng, Hilserdlng, Ebert, Seoering, Künstler, Moses, Stücklen, Schulz, Rosenjeld, Simon, Bender.— Vorstehende Nomen der'Abgeordneten schiebe man seittich so, bis eine senkrechte Reihe den Namen eines weiteren bekannten sozialdemokratischen Abgeordneten ergibt. llmstellrätsel. Die Buchstaben der Wörter Oslo, Robe, Ganze, Nein. Nah, Abel, Linse, Eisen, Atem, Ruhen, Essen sind so umzustellen, daß neue Wörter entstehen, deren Anfangsbuchstaben ein Ziel ergeben. nach dem das Prvlewriat strebt.—«k— Unerreichbar. Mit„i" ist's niemals zu erlangen, Es leuchtet am Himmel.— Mit „e* ist's vergangen Mühlenbretträtsel. aaaaaaaaaaaaaoa b b b b c c c d d«ee eeeeeeeee hh iii k l l l l l l l m m m m m m m nnnnn oooooo p rrrrrr»es tttt uuuu u u u— Wagerecht! 1— 2 Frei« Hansastabt; 2—3 Schlangenart: 4—5 Freude: 5—6 unnützer Kram: 7—9 Körperteil: 19—12 Tischlergerät: 13—15 Unterwelt: 16—18 engl. Feenkönigin: 19—20 Wohnstätte: 20—21 Salzwasser: 22—23 Stadt In Süditalien: 23—24 rechter Nebenfluß der Aar« in der Schweiz.— Senkrecht: 1— 10 Sitte: 10— 22 aus der Soge bekonnte Stadt an der Weser: 4—11 Blätter: 11—19 Komponist: 7—16 Bergweide: 2—8 Rechls- anwalt: 17—23 Singvogel: 9—18 Pöbel; 6—14 Teil de, Schisses: 14—21 Teil des Beines: 3— 15 niederländischer Maler: 15—24 Krieger.— Dlagonal von den 4 äußeren Ecken: 1—7 weibl. Vorname; 3— 9 Stadt südlich von Warschau: 22—16 fl. Prophet: 24— 18 Ort beim Rittli. (Auflösung der Rätsel nächsten Mittwoch.) Auflösung der Rätsel aus voriger Nummer. Kreuzworträtsel. Wagerecht:!. Gramm. 4. Vasco, 7. Ode. 5, David. 9. Torte, 10. Riefe, 11. Tiara, 12. Lee, 13. Natal. 16. Rolle. 19. Licht. 22. Samos, 25. Rat. 26. Narbe, 27. Inder. 28. Dumas. 29. Maria, 30. Sam, 31. Nonne, 32. Erdal.— Senkrecht: Gudrun, 2. Advent. 3. Modell, 4. Vetter, 5. Strahl. 6. Oreade, 14. Ali, 15. och, 17. Oda, 18. Leo, 19. London, 20. Carmen, 21. Tresse, 22. Stimme, 23. Madrid, 24. Serail. Er und sie: Die Fliege— der Flieger. Besuchskartenrätsel: Bratkartoffeln. Nr. 56« 45. jahrgang Sonnabend 1. Dezember 1928 Im Kampf mit dem Meere, Die Trockenlegung der Zuidersee./ Ein Werk, das drei Generationen fordert! Unsere Bilder zeigen die Arbeiten, die zur Vollendung des Abschluß ieiches ausgeführt werdtn, der die Nordsee von der jetzigen Zuidersee trennen soll. Der Damm fährt von der Provinz Nordholland über die Insel Wieringen nach der Piovinz Frieslaad. Der Ozean ist in Aufruhr, Deiche brechen, nie sind die Ge- fahren des Meeres anschaulicher, Entsetzen einflößender, als in den Togen, da die Stürme über die Wogen brausen. Die holländische Küste besteht zum großen Teil aus Deichen, die das tieser als der Meeresspiegel liegende, sruchttragende Land schützen sollen, chol- land ist zum Teil dem Meere abgerungen und muß immer wieder neu der andrängenden Gewalt der Wogen entrissen werden. Unserem Jahrhundert aber blieb es vorbehalten, an die Verwirklichung eines Glanes heranzugehen, der geradezu faustisch anmutet: die Trocken- legung der Zuidersee. Holland braucht Land, Holland geht aus auf friedlich« Eroberung. Schon im 17. Jahrhundert tauchte dort der ?lan auf. die für die Schiffahrt unangenehme Zuidersee durch Trockenlcqung zu beseitigen. Dieses Jahrhundert, auf so vielen Gebieten die Blütezeit Hollands, sah bereits in der ersten Hälfte die Trocken- lkgung der großen Seen in Nord- Holland, wie die Beemster 1612, die Purmer 1622, die Schermer 1662 usw. Leeghwater, der Mühlen- bouer von De R i j p, gab im Jahre 1641 sein so bekannt gewordenes Haarlemer-Meer-Büchlein heraus, worin er die Idee aussprach, diesen damals ungefähr 17 600 Hektar großen See mit Hilfe von 160 Windmühlen trocken zu legen. Um 1667 erschien von der Hand von Hendric S t e v i n ein Buch„Wis- constich Filofophisch Bedrljs". worin «r den Plan entwickelt, wie er es uuch ungefähr ausdrückt, die G e» valt der Nordsee aus d'en Bereinigten Niederlan- den zu vertreiben, und zwar, indem sämtliche Seemündungen Zwischen den Inseln abgedämmt und der alte bis zu den Inseln reichend« �eedamm vollständig wiederherge» stellt und mit der friesischen Küste verbunden würde. Der auf diese Weise entstan» den« Plan ist seitdem in der Haupt- sach« beibehalten. Es wurde mit dem Bau eines Abschlußdeiches be» gönnen, von Nordholland über Wie» ringen noch der friesischen Küste bei Biaam und dann im abgeschlos- lenen Weg die Eindämmung von ungefähr vier Poldern. Die Umgrenzungen dieser Polder wurde so gewählt, daß erstens die übriggebliebene Wasserfläche groß ge- nug war. für den Abfluß der Bssel, zweitens die tiefen Rinnen oußerhalb der Bedeichungen blieben und dritten» soviel wie mög- stch fetter Tonboden und so wenig wie möglich Sandboden ein- gepoldert wurde. Begünstigt werden diese Bauten durch eine im Zuidersee gewonnene Lehmmoss«, die nach aus der Eiszeit stammen soll und daher wetterfester ist als Zement. Die Dorteile dieses g'Nialen Planes waren zweifach: Zunächst wurde die bcbaubar« �derfläch« Hollands bedeutend vergrößert, auch bemerkt man schon heute die Besserung der Wasserwirtschaft in den Kanälen, in den um den Zuidersee liegenden Gebieten. Dann aber wird da« Heer 1>er Arbeitslosen bei den ungeheuren Bauten herangezogen(bis stßt sind in den verschiedenen Werken etwa 40 000 Arbeiter be- sthäftigt), dadurch hat die Arbeitslosigkeit beinahe di« Ziffer des Bvrkriegsstandes erreicht. Aus allen Teilen des Landes, auch viele Deutsche, Ingenieure und Spezialarbeiter sind durch ihre �otkraft mit dem gigantischen Werk verbunden. Medemblick, das neben Wieringen sich jetzt anschickt, eine Großstadt zu werden, ist durch die Sirenen der Baggerschleppboote ?us seinem jahrhundertelangen Schlaf geweckt. Groß« Faschinen- flochtereien arbeiten an den Geweben, die aus Holz und Bast her- liestcllt werden. Bon dort werden die Faschinen mittels Motor- �vrkassen zur ersten Gewinnung des Bodens geschleppt. Wie kleine Duseln nehmen sich diese stabilen Holzgeflechte au», die nun mit Zement und Steinen gefüllt werden, um so den ersten Kamps mit dem nasien Element aufnehmen zu können. Zentimcterwejse wird Erde gewonnen. Schritt um Schritt kämpft diese tausendköpfig« Blenschenschar mit ihren Ingenieuren, gleich einer großen Armee, Ergen die unerbittliche See. Sie haben das beste Ziel» Neuland zu schaffen, vor sich Das Werk dieser Menschen flößt Achtung ein, denn sie vollbringen ein» Tat für di« späteren Generationen. Durch die Freundlichkeit der Direktion der Zuidersee- Werke u>urde es der Leitung des Expeditionsschiffes„Berlin" gestattet, Hulnahmen zu machen. Ein Flugzeug entführte mich und als unter uns der Zuidersee log, verstand ich, daß man diese Trocken- stgung erst richtig aus der Bogelperspektiv« beurteilen kann. Der ?st>Ichlußdamm stößt wie ein langer Finger von Wieringen in di« Hillen Fluten. In weiten Flächen erkennt man die Anfangsstadien ifr Trockenlegung, der Gürtel der Untiefen umzäunt hell« weiße mächen, Sandbänke türmen sich um di« Bagger, die wie auf dem ?uck«n liegend« Elefanten anmuten: dazwischen wimmeln di« Menschen wie Ameisen, Inselgruppen heben sich aus den Wasier� "Uten, teilweis« sind sie bewohnt, stabile Wohnhäuser, Baracken, juststhendurch grüne Flächen, ein Zeichen, daß das Neuland der Mutter Erde zurückgewonnen wurde. Wir überfliegen den Ab- chlußheich, der ein« Länge von 30 Kilometer bekommen soll. Mein "«benswllrdiger Führer erklärte mir:„Wenn diese Inselgruppen Untereinander verbunden sind, haben wir an der südlichen Ober- 'loche 360000 Hektar, wovon ungefähr 232000 Hektar trocken ge- werden, dos heißt, daß Holland beinahe um 14 Praz. größer 5«rben wird. Ach meine Frage, wie lange sich die endgültige stelluna hinziehen wird, erklärt« mir der Ingenieur:»Das werden wir alle nicht mehr erleben. 80 Jahre wird sie mindestens dauern." Als ich wieder festen Boden unter mir hatte, ließ ich nnr erzählen, daß dieses Gelände vor knapp zwei Jahren noch eine Woffersläche war. Wochenende Sonnabend! Die Angestellte» der Zuidersee- Werk« besuchen die Stadt, um Einkäufe zu machen. In Gruppen durchziehen sie die Hauptstraße. Die Stadt mutet an, als sei sie nur von Männern bewohnt. Abends sitzen sie in dem einzigen Kaffeehaus und im Kino, lachend und schwatzend, eine kurze Aus- spannung nach dem schweren Kampf mit Sturm und Wellen, den sie Tag um Tag führen. Im Kino gibt es amerikanische Cowboy- films, die trotz ihrer zweifelhaften Sensationen locken. Um 12 Uhr --- � �'. Seine Länge beträgt 30 km. 25 mächtige Schleusen, die der Schiffahrt und unter Ausnutzung von Ebbe und Flut auch der Entwässerung dienen sollen, werden diesen Damm unterbrechen. Der Damm selbst soll auch dem Eisenbahnverkehr dienen. Pollzelstunde. Dazu Tanzverbot. Beide bewirken, daß die Stadt mit ihren verschwiegenen Kanälen ruhig und besonnen dem Zeit- alter der Technik entgegen geht.... M. v. M ü h l f e l d. Lageplan zur Trockenlegung der Zuidersee. Bücher der Technik. Dr. Max Naphtali: Die Kohle und ihre Wandlungen. Ber- lag: Ullstein, Berlin. Band 95 der. Sammlung„Wege zum Wissen". 137 Seiten. Zahlreiche Abbildungen im Text. Preis 85 Pf. Auf kleinem Raum wird erstaunlich viel über die Kohle, ihre Entstehung, ihre Eigenschaften und die Möglichkeiten ihrer Berwer- tung gesagt. Der Leser lernt den Kohlenstoff kennen als den Allerweltkörper. Wer nach dem Durcharbeiten dieses Buches«in unscheinbares, schwarzes oder braunes Stückchen Kohle betrachtet, wird in ihm das Symbol unseres Zeitalters sehen können, dessen Kultur und Technik so innig mit dem Dasein der Kohle ver- wachsen ist. FeUx Link«: Das Raketen- Wellraumjchifs. Wanderung zum Mond und anderen Planeten. Berlag: Hamburger Duchdruckerei und Berlagsanstalt Auer u. Co., Hamburg 36. 100 Seiten und viele Abbildungen. Preis geheftet 1H0 M. Dieses kleine haiülliche und sehr populär geschriebene Buch unseres Mitarbeiters Felix Linke führt ein in technische Zukunfts- träume. Die Raketenfahrt ist ja in unseren Tagen aktuell ge- worden. Sie ist durch die Arbeiten von Oberth, v. Hoest, Valier, Opel. Sander. Goddard, v. Hohmann und anderen zu einer An- gelegenheit geworden, die von der Theorie aus di« ersten zag- haften Schritte in die Praxis hinaus gewagt hat. Wenn auch die Fahrt in den Wellenraum noch lange Zeit hinaus unmöglich fein wird, so ist es immer so gewesen, daß das zukünftige Ziel wenigstens in Gedanken erreicht würde. Linkes Arbeit zeigt, wie weit die theoretische Vorbereitung gediehen ist. Er zeigt aber auch, trotz seines großen und wahrscheinlich auch berechtigten Op- timismus, die großen Schwierigkeiten der Weltraumfahrt. Ein aktuelles, lesenswertes Buch. Licht und Beleuchtung. Lichttechnische Fragen unter Berück- sichtigung der Bedürfnisse der Architektur. Herausgegeben von Wilhelm Lötz unter Mitwirkung von E. R. Haberfeld, G. Laue. Ernst May, Walter Rietzler. H. K. Risse. Verlag: Hermann Reckendorf G. m. b. H., Berlin W. 35. 79 Seiten. Zahlreiche Wlder auf Kunstdruckpapier. Preis 6,— M. Das Buch erschien zur Berliner Lichtwoch«. Es ist dazu bessimmt, die Kenntnis über zweck- mäßige Beleuchtung und zweck- mäßige Form der Leuchten zu per- breiten. Diplomingenieur G. L a u e erläutert die Grundlage u der Lichttechnik. Er behandelt zu- nächst die Lichtquellen und ihren Nutzeffekt, zeigt, wie Lichtquellen zu beurteilen sind und schildert vor ollem, welche praktischen Anforde- rungen an eine richtige Beleuch» tungsanlage zu stellen sind. Im An» schluß hieran zieht er die sich dar- aus ergebenden Schlußfolgenmgen. Wilhelm Lötz schreibt sehr an- ziehend über die Formung der Leuchten. Cr begründet die Zierformen früherer Leuchten und tritt dann mit Recht sehr energisch für die Zweckform bei modernen Ieuch- ten ein. Er bekämpft alles Man?- rierie, jeden überflüssigen Ballast Die Bilderouswahl am Schluß des Buches zeigt, wie sehr er niit seinen Ansichten auf dem richtigen Wege ist. Ueber Licht und Archi- t« k t u r schreibt Dr. Walter R i e tz l e r:„Ein wahrer Taumel des Lichtes, dem kein erträumter Glanz aus allen Märchen gleich- kommt, wird die Großstadt der Zukunft erhellen." In dieser Großstadt wird sich das Bauwerk selbst in den Dienst des Lichtes stellen, während früher ihm das Licht nur bescheidene Dienste zu leisten vermochte. Endlich sind nicht weniger als drei Bei- träge der Werbung durch Licht gewidmet. S t o d t b a u- rat May(Frankfurt am Main) behandelt Städtsbau und Lichtreklame, Eugen R. Haberfeld die Lichtwer- bung und ihre Technik und Werbeorganisator Hans Kurt Rose Werbung durch Licht. Entsprechend dem Textteil ist der Dilderteil gestollet, der ollein 79 Seiten einnimmt. Der erste Teil bringt die verschiedensten Leuchten, der zweite Teil ist der Innenbeleuchtung, der drille der Reklamebeleuchtung gewidmet. Das Werk ist gerade durch seine Beschränkung auf das Wesentliche zu einer übersichtlichen, einheitlichen Arbeit geworden. Hermann Aoardung: Das Problem der Befahrung des Weltenraums— der Ratetenmotor. Verlag: Richard Karl Schmidt und Co., Berlin SW. 62. 188 Seiten. 100 zum Teil farbige Ab- bildungen. Diplomingenieur Hermann Noordung hat sein Werk, dos dos gleiche Thema wie dos von Ingenieur Ielix Linke behaillielt, wesentlich umfangreicher gestaltet. Er geht auf Einzelprobleme ein, die in dem anderen Wert nur gestreist wurden. Die beigegebenen Bilder sind sehr sauber und anschaulich gezeichnet. Aber das Wesentliche Ist, daß auch hier ein Techniker sich für die Lösbarkeit des schwierigen Problems einsetzt. Es kommt zunächst gar nicht darauf an, ob die theoretischen Ueberlegungen durch den Versuch bewiesen werden. Die Hauptsache ist, daß diese Ding« überhaupt emsthaft technisch durchdacht werden, so daß Grundlagen für di« Praxis entstehen. Alle diese Bücher trogen dazu bei, die Kenntnisse über das schier Unmögliche und Utopische in alle Volkskreisc zu tragen und so für das groß« Werk zu werben. Noordung» Schrift wild dabei in der vordersten Reihe stehen. Diph-Ing. h. Stoß: Die Technik der Weltvcrpsleguug- Verlag Dieck u. Co., Stuttgart. Mit 15 Brldern. Preis gel,. 2,50 Mark, geh. 1.80 Mark. Dieses Buch behandelt in anziehender Weise aus engem Raum die vielgestallige und komplizierte Technik der Wellverpflegung, in einer Art, di« das Lesen zur Freude macht. Wir sind heute ge- wöhnt, daß uns Nahrungsmillel aus ollen Wellteilen geliefert werden. Dos ist zur Alltäglichkeit geworden. Wie sehr aber die Technik dazu beigetragen hat. dieses große Wunder zu verwirk- lichen, zeigt das Studium dieses Luches. Dipl.-Ii»g. Stutz be handelt die Grundlagen der Welloerpflegung, er geht«in auf die Fövder- und Berkehrsmittal. die Kühlung, landwirtschaftliche Maschinen und schildeet das interessante Gebiet der Verpackungstechnik. Dann erfahren wir näheres über die Behandlung der einzelnen Nahrungsmillel. Schließlich geht der Verfasser auf di« Zukunft»- möglichkellen der Weltverpflegung ein und rundet so da» Bild der gewaltigen Arbeit, die zur Ernährung»a» Millionen Erdbewohnern nötig ist (Die Lücher sind durch die Buchhandlung I. H. W. Dietz, Berlin SW. 68, Lindenstr. 2, zu beziehen.) «1 Sport und Spiel Wie wir unser erstes Zelt bauten! Ein Belt gehört heute unbedingt zum Wassersport. Aber] früher gab es solche Dinger noch nicht, und ich glaube, mir waren die ersten in unserem„ Club", die sich eins zulegten. Zum richtigen großen Belt reichten die Moneten nicht, daher bestellten wir uns bei einer Planfabrik ein großes, langes Stück Segeltuch, das auf der ersten Ferienfahrt benutzt werden sollte. Wie gesagt, vom Zeltbau hatten wir feine Ahnung, und solche, die fig und fertig zum Aufstellen sind, gabs entweder noch nicht oder sie waren riesig teuer. In einem Walde wurde also gebaut. Die vier Ruder wurden freuzweise zusammengebunden, zwischen beiden ein Strid gezogen, an Bäumen befestigt und darüber die Zeltbahn geworfen. Hinten und vorn war das Zelt natürlich offen. Schließlich gab es auch da Rat. Die offenen Stellen wurden mit Decken zugemacht. Nach langem Bemühen waren wir endlich fertig, und wir legten uns zur Ruhe". Aber dazu sollte es vorläufig nicht fommen. Der Wind sang sein Liedchen und in den Bäumen und Sträuchern fnacte es an allen Eden und Enden, Moos und Gras schienen lebendig zu werden, überall raschelte und rumorte es. Dazu tiefschwarze Nacht unheimlich. An ein Einschlafen war nicht zu denken. Außerdem mußte ich auf etwas Hartem liegen, und als ich endlich nachfah, lag unter meiner Dede ein mächtiger Rienappef; die feinen Leute fagen Tannenzapfen dazu. Nach einer Weile mußte ich wieder aufstehen, meine Füße waren eistalt. Als ich nach der Ursache forschte, entdeckte ich, daß sie außerhalb des Zeltes im Freien lagen. Kein Wunder. Dann dösten wir weiter. Aber anscheinend sollten wir diese Nacht überhaupt keine Ruhe finden. Bir hörten Stimmen, die langsam näher und näher famen. Bange Minuten verstrichen, alles lauschte gespannt, wir lagen auf der Lauer: Es sollte nur jemand wagen! Jeder suchte in dem dunklen Zelt nach einem harten Gegenstand. Ich ergriff eine Flasche, der andere bewaffnete fich mit dem Bootshafen und der Dritte griff gar zum Taschenmesser. Die Spannung stieg aufs höchste. Plötzlich gab es einen Meinen Schrei, dann ein Rud, einen Bums und unser mühselig aus Stangen, Decken und Striden zusammengebautes 3elt brach in sich zusammen, alle Mann unter sich begrabend. Damit hatten wir allerdings nicht gerechnet; so ein gemeiner Ueberfall. Endlich hatten wir uns aus dem Gewirr von Decken, Kissen, Stangen, Strippen, Taschen, Jacken und Mänteln herausgekrabbelt und vor uns stand( so entsetzt wie wir) ein Liebespaar, Worte der Entschuldigung stammelnd. Liebe macht bekanntlich blind, nur so -Die Radsaison. Bundesamateure im Sportpalast. in Frankfurt. - 6 Tage Dem Gau Berlin des BDR. war auch bei seiner zweiten Beranstaltung im Sportpalast ein schöner Publitumserfolg beschieden. Nach einem starf umstrittenen Malfahren, das Gröming vor Negd und Hallon gewann, erfolgte der Start zu einem 3 wei stundenMannschaftsrennen, das einen recht interessanten Verlauf nahm. Eine Jagd furz vor der dritten Wertung brachte die entscheidende Wendung. Den Mannschaften Lehmann- Wissel, Elpel Hoffmann, F. Engelmann- Graffunder und Benninghoff- Schnitzler gelang es dabei, das Feld zu sprengen. Während der sechsten Wertung ereignete sich ein Maffensturz, bei dem jedoch nur der Däne Gerwin schwerer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Berliner Lehmann Wissel fuhren schließlich einen ganz überlegenen Sieg gegen das Breslauer Paar Elpel- Hoffmann heraus. A Im Beisein von etwa 5000 Zuschauern nahm am Freitag Abend das 2. Frankfurter Sechstage Rennen seinen Anfang. In der ersten Stunde wurden 42 600 Kilometer durchfahren. Von den 10 Spurts der ersten Wertung gewannen Straßen- Weltmeister Ronsse zwei, Ehmer, Marczinsky, Rieger, Schuler, Remold, Rausch, Göbel und Degraeve je einen. Gegen 1 Uhr nachts gab es den ersten größeren Borstoß, bei dem die Paare Christmann- Klaß und Schäfer- Remold überrundet wurden. Kaum war das Feld zur Ruhe gekommen, da stieß der Belgier Charlier vor, und da fein Landsmann Duray schnell zur Stelle war, fonnten die Belgier fich bald mit Rundenvorsprung an die Spige des Klaffe. ments fegen. Damit gaben sich die stärkeren Paare aber nicht zufrieden. Im Nu war wieder die schönste Jagd im Gange, die fich über etwa 10 Minuten erstreckte. Charlier Duran büßten ihren Vorsprung wieder ein. Nur drei Paare tonnten fich den davonstürmenden Rheinländern Rausch Hürtgen anschließen, alle anderen wurden ein bzw. zweimal überrundet. Der Stand des Rennens: Ehmer- Kroschel 33 Puntte, Rieger- Richli 21, Rausch- Hürtgen 20, Charlier- Duran 8, Choury- Fabre 3; eine Runde zurüd: Dorn- Maczinsky 35, Schorn Göbel 52, Ronffe- Degraeve 22, Steger- Schuler 11, Boffi- Bestetti 8, Louet- Junge 1; drei Runden zurück: Schäfer- Remold 18, Christ mann- Klaß 15 Punkte. Der holländische Rennfahrer Piet van Kempen und der Belgier César Débaets haben ihre Verträge mit Willie Spencer gelöft und bereits die Rückreise nach Europa angetreten. Allerdings wird sich, ihnen hier vorerst feine Möglichkeit zur Betätigung bieten, denn nach den Bestimmungen der UCI. find sie wegen Teilnahme an wilden" Beranstaltungen disqualifiziert und dürfen somit in teinem der Union Cycliste Internationale angeschlossenen Lande ftarten. Tennis im ATSB. Das sich start entwickelnde Tennisfpiel im Arbeiter- Turn und Sportbund hat noch teine fefte Organisationsform gefunden. Der Bundesspielausschuß für Handballspiele erfannte in seiner legten Sigung die Notwendigkeit an, die Tennisspielbewegung zu organi fiesex. Er ist dafür, daß ein Bundesausschuß für Tennis eingesetzt wird, der die technischen und organisatorischen Belange der im AISB. noch jungen Bewegung bearbeitet. Dieser Beschluß wird der im nächsten Jahre stattfindenden Spielertagung zur Annahme empfohlen merden. Der schon bestehende Bundesregelberatungsaus: schuß für Tennis ist vor einigen Tagen zusammengetreten und hat fonnten wir uns erflären, daß es in seiner Blindheit gegen die Haltetaue, die aus Bindfaden bestanden, gestoßen war und den stolzen Bau zum Einsturz gebracht hatte. An die Nacht, die erste in einem Zelt, werde ich mein Lebtag denken. Später ließen wir die fehlenden Dreiede einbauen, fauften Bflöde oder Heringe, wie man dazu sagt, und das Zelt mar in fünf Minuten aufgebaut. Damals tam gerade der bekannte Erlaß des Berliner Polizei, präsidenten v. Jagom„ Ich warne Neugierige" heraus. Zwischen Marienluft und Krampenburg, hart am Wege, bauten mir eines Sonntags unfer 3elt auf, das einzige, weit und breit. Für die vorübergehenden Spaziergänger etwas Neues, die verächtlich von Zigeunern sprachen. Da es im Freten noch zu ungemütlich war, frochen wir alle Mann ins Belt, befestigten draußen aber ein Bappichild mit dem inzwischen zum geflügelten Wort gewordenen: Ich warne Neugierige." Jetzt fam der Hauptspaß. Ein Baar Stiefel stopften wir mit Lappen und Strümpfen aus, 30gen ein Paar mit Deden ausgestopfte Hosen darüber und legten alles so, daß man annehmen fonnte, der Zeltbewohner hätte es sich sehr gemütlich gemacht, gude aber mit den Beinen aus dem Belt heraus. Der Vollständigkeit halber stellten wir daneben ein Baar Pantoffeln fleinen Formats. Es dauerte auch gar nicht lange, und die Vorübergehenden blieben stehen. Wir drinnen waren mäuschenstill. Die Neugierigen famen immer näher. Durch ein Kleines Loch im Belt tonnten wir alles, was draußen vorging, über fehen. Bis ganz dicht ans Belt waren sie schon gekommen, und wir fonnten folgendes hören:" Das ist ja unerhört!" schimpfte eine. Eine andere: Empörend, so ein Frauenzimmer und eine dritte:„ Ja, ja, diese Ruderer, das sind schon die Richtigen" und die vierte, die feifte ganz besonders. Sie hatte einen hohen Kragen am Kleide, der ihr fast bis an die Ohren reichte; sie war sicherlich, aus Potsdam oder Umgegend. Daß sich dazu ein deutsches Mädchen findet, man müßte gleich den Gendarmen benachrichtigen." Sprach's, und fort war sie, ohne wiederzukommen. Wir frümmten uns inzwischen und fonnten faum das Lachen unterdrücken. Schließlich riß einem der Zuschauer" die Geduld; er zog die 3elt bahnen auseinander. Aber ehe er mußte, mas geschah, hatte er ein Glas Wasser im Gesicht. Mit wenigen Handgriffen riffen wir das Zelt vollends auseinander und lachten die Astlochguder aus vollem Halse aus. Ja, ja, die Ruderer. Paulchen, in umfangreicher Arbeit Organisationsbestimmungen für die Tennis Spieler geschaffen. Des weiteren hat er ein neues Spielregelwerf und Spielvorschriften für Turniere und andere Wettspiele herausgebracht, die den Kreisspielleitern zur Begutachtung vorliegen. Werfährt mit Fahren er Natur unde... Morgen, Sonntag, fährt die Abteilung Mitte nach dem Kloster Lehnin. Im Anschluß daran findet eine Wanderung in die schöne Umgegend statt. Abfahrt ab Potsdamer Fernbahnhof 8.09 Uhr mit Rückfahrkarte nach Groß- Kreuz. Treffpunkt daselbst am Bahnhof. Gäste herzlich willkommen. Wie alljährlich, so veranstaltet der Touristenverein„ Die Naturfreunde" Reisebureau auch im kommenden Jahre eine Anzahl Ferienfahrten und Gesellschaftsreisen in die Mittelgebirge, in das Hochgebirge und an die Nord- und Ostsee. Im folgenden foll schon jetzt furz der Plan der nächstjährigen Fahrten mitgeteilt werden: Es geht nach Mecklenburg, Böhmische Schweiz, Rügen, Schwäbische Alb, Schwarzwald, Thüringen, nach der Insel Bornholm, an den Rhein, in die Sächsische Schweiz, ins Fichtelgebirge, den Bayerischen Wald, Donaufahrt, Prag, Dresden, Bremen, Hamburg, Helgoland, Sonderzug nach Kufstein und München. Besonders sei auf die an den Weihnachtsfeiertagen statt findenden Gesellschaftsfahrten hingewiesen, zu denen sich noch Teilnehmer melden fönnen im Reisebureau des Touristenvereins Die Naturfreunde", Berlin N., Johannisstraße 15. Domgörgen- Jacovacci perfekt. Nach Beseitigung aller Schwierigkeiten ist mun der Kampf um die Europameisterschaft im Mittelgewicht zwischen den beiden Bewerbern Hein Domgörgen und Leone Jaco vacci( Jad Walker) endgültig gesichert. Das Treffen wird am 16. Dezember im Ring des Mailänder Sportpalastes zur Durchführung gebracht, voraussichtlich mit einem deutsch- italienischen Rahmenprogramm. Jacovacci wurde zwar fürzlich in Manchester von dem sehr guten englischen Neger Len Johnson geschlagen, doch ist er trotz dem noch immer ein äußerst gefährlicher Gegner für unseren Meister, der sich am 9. Dezember in Frankfurt a. M. in einem Rampf mit dem Belgier einer lehten öffentlichen Probe unterziehen wird. Starker Schneefall in der Schweiz. Nachdem vergangene Woche die Natureisbahnen in St. Mori und Davos dem öffentlichen Betrieb übergeben merden fonnten, hat nun auch starter Schneefall eingesetzt. Aus fast allen Winterfurorten der Schweiz mird trodener Neufchnee von über einem Meter Höhe gemeldet. Tief verschneit laden die fanften Hänge zum Stilauf ein. Engelberg meldet am Donnerstag in der Talfohle 1,10 Meter und am Trübfee 2,10 Meter Schneehöhe, dabei dauert der Schneefall fortgesetzt an. An der Herstellung der Bob. bahnen wird mit Hochdrud gearbeitet, fie dürften zu Beginn der nächsten Woche freigegeben werden. Die Eishockeysaison wird am 2. Dezember eröffnet. 3m Walhalla- Theater Weinbergsweg finden vom 1. Dezember ab Schaubortämpfe statt. Es werden sich zwei deutsche Meister im Ring befinden. Die Beransta'tung steht unter dem Protektorat des Verbandes der deutschen Fauftkämpfer, Was der Kritiker sagt! Jugendpflege! Daß Rindfleisch mit Pflaumen ein schönes Ge richt ist, wissen wir von Fritz Reuter. Es ist nur ein Hafen dabei: man muß es auch friegen. In der Jugendpflege mancher Vere einigungen ist es anders; dort zeigt man nur das schöne Gericht Geld. auf dem Papier, und man bekommt Bei uns zulande treibt jede Organisation Jugendpflege, ob sie nun völkisch putschistisch oder mostomitisch- umstürzlerisch ist. Roßbach- Jugend, Bismard- Jugend, Landbundjugend, Jungwerwolf, Jungstahlhelm, Jungfturm alles Feinde der gegenwärtigen Staatsform, dazu ihre Antipoden von links, machen in Jugendpflege. Diese Pflege besteht darin, der Jugend Republik und Demokratie gründlich zu perefeln. Dafür erhalten sie von der Republif Jugendpflegemittel denn die Republik ist tolerant und steht über den Parteien. Wenn sie nicht nur eines Tages unter die Räder fommt bei solcher Ueberparteilichkeit! Berweigerte Reisepässe. Der Deutschen Sportbehörde für Athletit wird der Amateurismus ihrer Refordmänner zu bunt Berschiedene dieser Größen, darunter der lange Pelzer, hatten wieder schöne Einladungen aus fernen Ländern im warmen Süden unseres Erdballs erhalten, um dort ihre Sportferien zu verleben und nebenbei ein wenig zu sporteln, und damit den Herren Kollegen jener egoti schen Länder Gelegenheit zu geben, ihren Ruhmesschild neu auf zupolieren. Dazu hat mun bejagte Behörde ihre Zustimmung nicht gegeben. Na, da wird der Antrag noch einige Male wieder holt, und dann fällt die Behörde noch rechtzeitig um. Dieses anfängliche Sichzieren und Sträuben nimmt doch nun bald niemand mehr ernst. Wozu also die Zeitvergeudung? " Krifiklos. In Frankreich soll ein Sportminister" eingesetzt worden sein; es ist nur eine Stelle im Innenministerium geschaffent worden, wie sie bei uns zu einem halben Dugend bestehen. Frant reich soll sehr, sehr sportfreudig sein und reiche Mittel dafür auf wenden. Das Gegenteil ist richtig. Die aufgewendeten Mittel sind geradezu kläglich und werden zu neun Zehntel noch zum 3wede der militärischen Jugendpflege verbraucht. Wo soll Frant reich auch noch Geld für diese 3mede hernehmen, wenn ein Biertel feines Budgets der Militarismus verschlingt! Was ist ein Amateur? Ein Amateur ist ein Mann, der feine 3eit zum Arbeiten hat, weil er sich zum Vergnügen der Sportplazbesucher und zur Ehre seines Vereins dauernd trainieren muß. Wenn der Amateur auch feine Zeit zum Arbeiten hat, fo muß er doch gut zu leben haben, muß immer gut angezogen fein und Geld, piel Geld zum Reisen haben, z. B. bis nach Japan Australien und wenn es sein Verband will auch bis zum Nordpol. Er darf sich für diese Reisen nur die Auslagen" be zahlen lassen, muß aber von seinen Spesen möglichst noch etwas in die Bereinskasse tun. Da sich der Amateur auch nicht der Zuhältere schuldig machen darf, so bleibt ihm kein anderer Ausweg, als zum Betrüger zu werden. Da er aber in unverschuldeter Notlage handelt so ist sein Vergehen glücklicherweise straflos. Ist er des ewigen Be trügens müde, dann wird er zum Professional, oder et läßt sich von einem Kapitalisten einen Sportladen aufmachen, mi dem er aber in der Regel bald pleite geht. Dresden als Bäderstadt. Dresden befigt gegenwärtig 4 städtische Schwimmhelle 13 Flirßbäder, 1 Schwimmstadion und 2 Sommerschwimmbäder. Die Elb und Sommerbäder wurden in diesem Jahre von 419 925 Ber sonen besucht, davon maren 198 585 Kinder. Das Schmimmstadion brachte es auf eine Gesamtbesucherzahl von 243 056, während das städtische Schwimmbad mit zwei Schwimmhallen in diesem Jahr durchschnittlich 2700 Badegäste täglich jah. Während der Sommer zeit entwickelte sich an der Elbe ein ausgedehntes Freibadeleben Hunderttausende bevölkerten die grünen Elbufer. Außerdem wurde die von einigen Naturheilvereinen in der näheren Umgebung Stadt unterhaltenen Naturbäder fleißig in Anspruch genomme Die Stadt läßt gegenwärtig ein hochmodernes Hallen schwimmbad errichten; außerdem sollen demnächst in den ver fchiedensten Vororten Badeanlagen geschaffen werden ,. in Gründungsversammlung der Freien Turnerschaft Friedrichs hagen. Die Freie Turnerschaft Groß- Berlin veranstaltete gestern Friedrichshagen eine Gründungsversammlung. Die Versammlun war ein voller Erfolg für den Verein. Es fanden sich mehr al 100 Personen ein und 55 erflärten fofort ihren Bei tritt. Vertreter des ausgeschloffenen örtlichen Arbeiterturnverein versuchten im trüben zu fifchen, sie stellten sich als die Märinte und die zu Unrecht Verfolgten hin. Ein Erfolg war ihnen nic beschieden. Sie mußten sich im Gegenteil bittere Wahrheiten fage lassen. In der Versammlung murde auch gleich die Vereinsleitur gewählt. Borsigender ist vorläufig Emil Lehmann, Friedrichshage Am Damm 25. Anfragen und Anmeldungen find an diese Adre zu richten. Bundesreue Vereine teilen mit: kommunistliche Berein die Arbeiterschaft izrezuführen, indem er sich auf Blate Der Arbeitersport in Schöneberg. In Schöneberg verfucht der ausgefaloe usw. immer noch als Mitglied des Bundes" bezeichnet. Bir geben deshe nachstehend die Uebungszeiten unseres bunbestreuen Bereins, der b Männer und Jugendliche: Montags und Donnerstags von 20-22 Uhr Tur Ramen Freie Sportvereinigung Schöneberg- Friedenau" weiterführt, belann halle Hohenzollernschule, Belziger Straße. Jungmädchen und Frauen: Dien fags und Freitags von 20-22 Uhr Turnhalle Uhlandschule, Rolonnenstraße. Schüller und Schülerinnen: Montags und Donnerstags von 18-20 Uhr Tur halle Ebetsstraße, obere und untere Salle. Altersturner: Freitags 20-22 1 Babeabend Freitag, 7. Dezember, 19 Uhr, Dennewigstraße. Für sämtliche Turnhalle der Berufsschule, Mühlenstraße. Schwimmabteilung: Näch glieder Conntag vormittag Waldlauf. Ruderverein Borwärts", c. B. Sonntag, 2. Dezember, 15 Uhr, Mitglied versammlung. Bortrag: Snpnose und Suggestion im freigeistigen Sinne Referent A. Ganswicht. Kartell für Arbeitersport unb Rörperpflege Lichtenberg. In der Bera ftaltung des Jugendamtes referiert der Sarteltechniker Otto Mattha am mi woch, 3. Dezember, 20 Uhr, im Jugendheim Gunterstr. 44, in einem Lid bildervortrag über„ Neuzeitliche Gymnastik der Jungmädchen". Eintritt fr Bezirk Friedrichshain. Montag, 3. Dezember, 19% Uhr, bei Grahn, B hagener Str. 114, Rartclligung. Fragebogen mitbringen! Gonnabend, 8. fchäftsstelle melben, zember, Besichtigungsfahrt. Teilnehmer bis zum 3. Dezember schriftlich der Arbeiter- Radfahrer nab Kraftfahrer- Bunk Colibarität, Drtsgr. Ber Hauptportal Schloß, Schloßfreiheit.& bt: Tour wird am Start befan 2. abt.: Sonntag, 2. Dezember, Besuch des Schinkmuseums. Stort 1214 gegeben. Start 13 Uhr Arnimplat. Drisgr. Charlottenburg: Berkehrslo Wilmersdorfer Str. 21, Ede Ranalstraße. 15. Bezir! Ereptow. Geschäftsstelle des Bezirkskartells: Serbert Dewe ED. 36, Riefholaftr. 46. Montag, 3. Desember, 20 Uhr, Sartelligung bei Bo mann, Baumschulenweg, Riefholz, Ede Baumschulenstraße. Alle angeschloffen Organisationen haben unbedingt Bertreter au entfenben. Rartell für Arbeitersport und Rörperpflege, Bezirk Kreuzberg. Die Ratt figung im Bezirksamt, Nordstr. 11, am 3. Dezember, beginnt bereits 18% Uhr, um bie Teilnahme an der Bersammlung des Drtsausschusses au möglichen, in ber ein Portrag von Rurt Biging über Land und Leute Finnland" gehalten wird. Freie Turnerschaft im Bezirk Tempelhof- Marienborf. Die Turngeno bie die Turnfahrt nach Schönwalde mitmachen, treffen fich Connfag f 7 Uhr Tempelhof. Friedrich- Karl, Ede Berliner Straße. TGB., Bezir! Buchholz. Sonnabend. 1. Dezember, 20 1hr, 1. Stiftun feft im Gesellschaftshaus, Berliner Str. 39. Ein norailgliches Programm geboten. Uebungsabende jeden Montag und Donnerstag in der Turnh Berliner Str. 19 von 18-22 Uhr. Neuaufnahmen bortfelb 21 F I 7 I fi FREE QUE 11 13 SODISTAL 1 a 3m 10. Jahre der Republik... Kommunisten und der Zuchthausneubau in Brandenburg. Die ganze Rechtspresse schwimmt in Wonne, weil mit fommu. niftischer Hilfe im Stadtparlament der demokratische Antrag abgelehnt wurde, der an dem neuen Sportstadion die Inschrift anbringen wollte: Erbaut im 10. Jahre der Republik." Nicht zufrieden, der Reaktion die üblichen Handlangerdienste leisten u dürfen, glaubte der kommunistische Redner sich noch etwas ganz befonders Bigiges leisten zu können, indem er meinte, seine Freunde würden beantragen, diese Inschrift an dem Zuchthaus neubau bei Brandenburg anzubringen, der seiner Bollendung ent. gegengeht. Nichts ist so dumm, es findet doch sein Publikum. Kommu nisten und Deutschnationale heulten vor Bonne bei diesen Worten. Bir können die Sache ganz ernst nehinen und erklären, daß wir gegen den fommunistischen Vorschlag gar nichts einzu. wenden haben. Wie steht es nämlich mit dem neuen Zuchthaus bei Branden burg? Jeber, ber über das bloße Bhrafenschwägen hinaus ist und bon der Sache eine Ahnung hat, weiß, daß dieser Neubau der erste feiner Art in Preußen ist. Er wird nämlich so gebaut, daß sich in ihm die Prinzipien eines modernen und humanen Strafpollzuges verwirklichen lassen. Der Neubau wird es ermöglichen, eine Anzahl der aus dem alten Obrigkeitsstaat über nommenen unhygienischen, licht. und luftlofen Marterhöhlen zu chließen und ihren Insassen ein besseres Los zu bereiten. Deshalb haben sich auch alle Anhänger des modernen Strafvollzuges im Breußischen Landtag wärmstens für diesen Neubau eingesetzt. Ja, wir fönnen den kommunistischen und deutschnationalen Ignoranten aus der Stadtverordnetenversammlung noch folgendes mitteilen: Als vor Jahresfrist die Sozialdemokraten be antragten, die für Borarbeiten im Etat eingesetzte Rate von 50 000 Mart auf 200 000 Mart zu erhöhen, unt beschleunigt die Bauarbeiten an dem neuen Zuchthaus beginnen zu können, wurde diefer Antrag im Haushaltsausschuß einstimmig- also mit ben Stimmen der Kommunisten und Deutschnatio. Ralen angenommen! Die Blutschuld von Welzow. Eine amtliche Darstellung. Ueber die Borgänge in Welzow, wo atentreugler eine Arbeiterveranstaltung überfielen und einen Teilnehmer meuchlings erschossen, wurde hier berichtet. Obwohl nach der Gejamtfituation gar tein 3weifel darüber bestehen fonnte, daß die Rationalsozialisten die Angreifer gewesen waren, besaß der Abg. Rube die Dreistigkeit, in einer„ fleinen Anfrage" die Dinge auf den Ropf zu stellen und eine Bestrafung der Beamten zu fordern, welche die Schuldigen festgenommen hatten! Auf diese Anfrage hat jetzt der preußische Innenminister Genosse Grzesinsti folgende Antwort erteilt: " Die Darstellung von den Vorfällen am 21. Dttober 1928 in Belzom, Kreis Spremberg, ist unrichtig. Nach den eingehenden polizeilichen Ermittlungen trifft die Schuld an den bedauerlichen Ereignissen die Mitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, die ohne begründeten Anlaß in das Richtersche Gasthaus bewaffnet eingedrungen und über die dort versammelten Arbeiter hergefallen find. Der Nationalfozialist Schödel hat hierbei blindlings mehrere Schüffe abgegeben und den Arbeiter Scholz födlich verletzt. Bei der Gegenwehr ist der Nationalsozialist Kellermann bermundet worden. Beim Abtransport der wegen der Ausschreitungen Festgenommenen ist der Nationalsozialist Probst bei einem Bordringen der erbitterten Boltsmenge verlegt worden, ohne daß dies ngesichts der starten Erregung der Bevölkerung verbindert werden konnte. Begen der begangenen strafbaren Handlungen schwebt ge ichtliche Boruntersuchung. Die Behauptungen über angebliche Pflichtverlegungen durch Be. amte meise ich als unberechtigt zurüd." Maffenverhaftung von„ Spionen". Aus der Filmwelt. „ Verdun." Ein französischer Kriegsfilm. In diesen Wochen erflingen ferndeutsche Weisen in der Pariser Oper: Deutschland, Deutschland über alles" Ich hatt einen Kameraden" und verschiedene deutsche Armeemärsche. Das ist die Mufit zur Begleitung der deutschen Truppen im Film ,, Berdun", der in fünf besonderen Borstellungen in der Oper aus Anlaß des Gedentens an die zehn Jahre zurückliegende Zeit jegt vorgeführt wird, bevor er in die Kinosäle der Stadt kommt. Léon Poirier hat diesen Film mit Untertitel Bilder aus der Geschichte" geschaffen. Französische und deutsche Schauspieler, fast alle frühere Kriegsteilnehmer, halfen ihm. Auch ein junges Mädchen von der Maas, dessen Name niemand mehr weiß, half, als der Film auf den Schlachtfeldern bei Berdun aufgenommen wurde. Dieser Film ist keine Liebesgeschichte wie ,, Die große Parade er dreht sich nicht um besondere Personen wie Für den Weltfrieden", er bringt authentisch die nachkonstruierten Schlachtenbilder. Die Gewalt"," Die Hölle",„ Das Schidfal", heißen die drei Teile des Films. Er berichtet uns, so heißt es im Textteil, was„ Frantreich für seine Freiheit gelitten hat". Anfang Februar 1916 tam der deutsche Kaiser zum Kronprinzen Wilhelm Furtwängler. Der große Dirigent der Berliner Philharmoniker und des Leipziger Gewandhausorchesters steht mit der Wiener Staatsoper wegen Uebernahme der Direktion in Verhandlungen, die zu einem positiven Resultat zu führen scheinen. es nur aus Mädchenjagden und Landabenteuern beftünde) ausgejp it und die naive Freude der großen amerikanischen Kinder an Prügelszenen und besoffenen Kisten ausgenügt. Aber hinter dieser rauhen Außenseite verbirgt fid) ein gewinnendes Naturburschentum, das alle Sympathien erwedt Dieser Maat, dem ein anderer in allen Säfen bei den Mädchen zuvorkommt, ergibt mit seinem Rivalen, nachdem sie sich gegenseitig gehörig verkeilt und dann gefunden haben, ein Baar, dessen Freundschaft allen Gefahren gewachsen ist. Der Zuschauer fann hier mitfühlen, und selbst wenn ihn alle diese Abenteuer mit den Mädchen und der Polizei talt laffen, hat er Respekt vor diesen beiden Kerlen. Besonders Victor Mc. Laglen wirkt wie aus dem Leben gegriffen Solch urwüchsige Frische, solche Naturhaftigkeit, folche Mischung von Derbheit und Gemüt wird man in unseren Schauspielerfilmen nicht fo bald finden. Robert Armstrong, der treue Gefährte, und Luise Broots, eine tesse Wassernymphe, die ihr Spiel mit beiden Männern treibt, behalten daneben ihr eigenes Gesicht. „ Ein Bandit von Ehre.". Ufa Pavillon, Nollendorfplatz. T. das Publikum hat von der ersten bis zur legten Szene Herzklopfen Eine höchst anstrengende Angelegenheit ist dieser Film, denn um Fred Thomson in der Rolle des Jesse James. Der ist ein gar tapferer Streiter, der in Quantrells Freischar auf seiten der Südarmee fämpft. Doch der Sieg ist auf feiten ber Nordstaaten, und nach dem Bürgerkriege, da haben sich die Richter jedes Gerechtigkeitsgefühl abgewöhnt. Jesse James Mutter ist durch einen beabsichtigten Bombenmurf die Hand abgeriffen, aber diese Tat wird nicht gefühnt, im Gegenteil, Jesse James wird verurteilt. Da stellt er fich außerhalb der Gesellschaft, und Fred Thomson tann mun Bravourtat an Bravourtat reihen. Den Zügel hält er in den Zähnen, und in jeder Hand hält er einen Revolver. So stürmt er im wildesten Galopp durchs Leben, hält Eisenbahnzüge an und überfällt Postkutschen. Dabei ist er Kavalier vom Scheitel bis zur Sohle. Er bringt eine von ihm selbst beraubte Postfutsche es befinden sich doch eine Frau und zwei kleine Kinder in ihr an den Bestimmungsort, und während er, die Zügel zwischen den Zähnen, einen Viererzug lentt, versorgt er zwischendurch einen kleinen Jungen noch mit einer trockenen Windel Na, soviel Schneid bleibt auch nicht unbelohnt. Fred Thomson findet nicht nur in Silberfalfe, feinem prächtigen Pferd, einen treuen Kameraden, Fred Thomson findet auch ein Mädel, das zu ihm hält. Dabei sieht dieser Gentlemanbandit so glänzend aus, daß er fofort das Ideal aller Backfische ist und die mondänen abenteuerluftigen Frauen flugs die feschen Eintänzer vergessen. Der Regisseur Lloyd Ingraham versteht seine Sache aus bem ff. Er hat auch nicht eine Gelegenheit unbenutzt gelaffen, um der ganzen Räuberromantik zur fröhlichen Auferstehung zu verhelfen. In einer kleinen Rolle sieht man Mary Carr, diese wunderbare Mutter, die sich manuftriptgemäß mal wieder bedentlich dumum benehmen muß. Aber die Amerikaner tönnen sich offenbar die Mutterliebe ohne einen gehörigen Schuß Dummheit nicht vor stellen. Der Photograph ist ganz große Klaffe. Der Film fand starten Beifall. Er wäre ja auch ganz nett, menn, fa, menn er nicht eben zur Nachahmung des edlen Banditen anreizen würde. Denn es sdylittert gar leicht ein junger Mensch, filmfelig und mutig wie ein Leinwandcowboy, in irgendeine dumme in deffen Hauptquartier nach Stenay. Kronprinz und Kaiser ziehen Sache und verdirbt sich dann sein Leben. im Film vorüber. Das Publitum fizt schweigend in der Oper und gibt feinen Schrei des Mißfallens von sich. Die Ankunft des Kaisers war das Anzeichen für große Ereignisse. Und so begann am 25. Februar 1916 um 7 Uhr früh die große deutsche Offensive gegen Berbun. Die Toten müßten auferstehen, wenn ein Franzose am Leben bliebe," sagte man sich in den deutschen Schüßengräben vor bem Rampf. Erft nahmen die Deutschen den Wald von Caures, dann rückten fie am 26. Februar gegen das Fort Douaumont an. Immer wieder fehen wir feldgraue Gestalten, oft ohne zu wissen, zu welcher Seite fie gehören. Hier, in der Hölle von Berbun, gibt es teine Gnabe, feine Rettung, tein Ringen nach Luft. Am 3. April fällt Douaumont, und die Deutschen rüden gegen das Fort Baur und gegen das Fort Souville, das letzte, das den Zugang auf Berdun versperrt. Am 16. April erklärt Wilhelm in eigener Berson dem 17. Armeekorps: Noch einen Tag, und wir haben Darmstadt, 1. Dezember.( Eigenbericht.) Thionville, noch acht Tage, und wir sind in Verdun. 1870 mußte Durch die franzöfifche Besagungsbehörde in Mainz sind fünf Baris fallen, damit Frieden werde. In diesem Weltkrieg genügt Arbeiter und zwei Beamte des Reichsvermögensamtes in Mainz der Fall von Verdun, damit die Franzosen um Frieden betteln." egen Spionage und Gefährdung der Sicherheit der französi 250 000 Deutsche mit 1852 Stanonen marschierten in diesen Tagen en Inuppen verhaftet worden. Die Berhaftung hat großes gegen 130 000 Franzosen mit 632 Kanonen. Das Wert dieser Aufsehen erregt. Drei der Verhafteten sind bereits wieber frei. Menschen und dieser Maschinen, die Toten und die Verletzten, es Belaffen worden. Die Hinzuziehung deutscher Behördenvertreter 34 tommt uns endlos, quälend, herzzerreißend hier wieder vor Augen. Den Bernehmungen zweds rascher Klärung des Falles wurde ver. Indes meldet der Draht in die Heimat: Nichts neues an der Peigert. Die Franzosen haben auch die Rechtsbeistände der Ber. Front." hafteten ferngehalten. Nicht einmal ein Vertreter des Roten Kreuzes wurde zugelassen. Die Verhafteten sind von der Außenwelt regel Marfchalls Pétain. Jetzt flatscht das französische Publikum. Und redyt Durch die Franzosen in Mainz. abgeschnitten. Der fächsische Textilschiedsspruch abgelehnt. Und dann sehen wir in Souilly das Hauptquartier des wir sehen den General Mangin, den bereits verstorbenen Retter von Verdun. Am 12. Juli beginnt die große französische Gegen: offenfive. Noch tausend und noch zehntausend Tote! Die Armee des deutschen Kronpringen weicht, und Ende 1916 sind die deutschen Truppen wieder in ihren früheren Stellungen. Verdun hielt stand. Der Berband der Arbeitgeber der fächsischen Tertil. Wir müssen den Franzosen dankbar sein. Denn sie suchen das mbuftrie, Siz Chemniß hat in einer Bersammlung am Freitag menschlich Gute an den deutschen Soldaten hervorzukehren. Ich nachmittag aus wirtschaftlichen Gründen" den Dres dente an alle, die leiden werden," sagt der deutsche Soldat beim Schiedsspruch vom 27. November einstimmig ab bener Gelehnt. Chemnitz, 1. Dezember. Die Volksfürsorge. Veränderungen im Vorstand. Das bisher ehrenamtliche Vorstandsmitglieb, ber Borfizende Des Berbandes ber Maler, Ladierer usw., Otto Streine, ist zum häftsführenden Borstandsmitgliede bestellt worden und Jein Amt am 1. Dezember an. Für den im Juli d. 3. verforbenen Heinrich Kaufmann ist als Genossenschaftsvertreter uge Bäftlein, gefchäftsführendes Borstandsmitglied des Zen alberbandes deutscher Konsumvereine, und für Streine als Sebertschaftspertreter Wilhelm Wolgast, Borsigen. des Zentralverbandes der Zimmerer in den ehrenamt ligen Borstand gewählt worden. 60 von den 80 Pariser Gymnafiaften, die gegen den ReservePfizier Ausbildungsturfus protestiert hatten, haben dem SchulAbschied zu seiner Mutter. Und ganz ähnlich sagt der französische, als er fortzieht: Ich werde mich ohne Haß schlagen". Glücklich, wer aus der Hölle von Berbun zurüdtommt!", sagen sie beide. Alle Worte von Deutschen stehen in diesem Film in deutscher Sprache noch vor der franzöfifchen Ueberseßung. Man sollte diesen Film auch in Deutschland zeigen. Dann foll man ihn in den Kasten tun und in hundert Jahren wieder hervor= holen, damit unser Wahnsinn noch nachträglich offenbar werde. Dann wird die Saat des Friedens aufgegangen fein, bie ber Sämann nach dem Waffenstilstand in den letzten Bildern des Films ausstreut. Kurt Lenz. Blaue Jungs- Blonde Mädels." Zauentzien- Palast. Das Zweischlager- Brogramm tönnte zu interessanten Ber gleichen Anlaß geben. Man sieht eine beutsche Kriminalgroteste aus Nr. 17" und eine amerikanische Matrosengeschichte, die im Driginal den viel besseren Titel führt: Ein Mädchen in Ein Theatersfandal in Hamburg. e. b. Am Freitagabend wurde im Deutschen Schauspielhaus die Aufführung des Brucknerschen Stückes ,, Die Verbrecher, das seit turzer 3eit auf dem Spielplan steht, durch Stinkbomben und Niespulver, Trillerpfeifen und Sirenen zu Beginn des zweiten Attes gestört. Der Krawall dauerte nahezu eine halbe Stunde. Nach Entfernung der Uebeltäter durch herbeigerufene Polizei fonnte das Stüd ohne weitere Störung zu Ende gespielt werden. Nach Schluß der Bor stellung jeßten sich die Tumultszenen auf der Straße vor dem Schauspielhaus fort. Herbeigeholte Polizei nahm 16 Berhaftungen vor. Unter den Berhafteten befindet sich auch das nationalsozialistische Bürgerschaftsmitglied Hüttmann. Berdi- Uraufführung in Halle. Die deutsche Uraufführung der Verdi- Oper ,, Die beiden Foscari" hat das Stadttheater Halle erworben. Herausgeber ber deutschen Ausgabe ist Dr. Rudolf Franz, Leipzig, der bereits die ,, Räuber" von Verdi zu neuem Leben erweckt hat. Der Tert der Oper baut sich auf der gleichnamigen Tragödie von Lord Byron auf. Berbot des Cavell- Films in Polen. Der Kurjer Boznansti" beflagt sich bitter darüber, daß das polnische Innenministerium einer Filmgesellschaft die Borführung des Films, der die berüchtigte Erschießung Miß Cavells im Kriege durch) die Deutschen wegen angeblicher Spionage barstellt, verboten hat. Das Verbot wird, wie das Blatt ausführte, damit begründet, daß man die internationalen Beziehungen nicht verschlechtern wolle. Pirandello als Librettist Mascagnis. homerischen Stoffes von Fausto Maria Martin beschäftigt. Auch Pietro Mascagni ist gegenwärtig mit der Bertonung eines Birandello hat versprochen, für Mascagni ein Libretto zu schreiben, boch ist über den Gegenstand noch nichts bekannt. doch ist über den Gegenstand noch nichts bekannt. Die erste japanische Oper. wird binnen turzem im faiserlichen Opernhause in Tofio zur Ur Die erste japanische Oper im europäischen Sinne des Wortes aufführung gelangen und später, wie verlautet, in der ursprünglichen Belegung in New York gespielt werden. Der Komponist dieser Oper, deren Text ursprünglich in englischer Sprache verfaßt wurde, ist Yamada Kusatu. Stufatu ist, soweit bekannt, der erste Japaner, der sich bei seinen Kompofitionen des in der übrigen Welt gebräuch lichen Notenschlüssels bedient. Gesangsgemeinschaft der Reichejchen Chöre Bolfnung" Spandau, Morgengrauen" Berlin, und reie Eänger" Hermsdorf. Chormeister Eduard Reiche, Hermsdorf, bestehend aus Zugende, Gemischten und Männer choren, veranstalten am 2. Dezember dieses Jahres. nachmittags bon 34, bis 6 Uhr, in der Hochschule für Musik in Charlottenburg ein Konzert ( Schubert zum Gedenken.) Direttor erklärt, man habe sie überrumpelt. Sie hätten ihre Unter. Jedem Hafen. Beide Filme sind dem Gehalt nach einander An Der wesentlichste Teil des Tertes fei von ihnen gar nicht gelesen tums ausgemünzt und aufs spannungsreichste hingearbeitet, in dem mittlung ein finnitörender Fehler ergeben. Die Konzerte ber Brudner ift für den Aufruf lediglich aus Solidaritätsgefühl hergegeben. mert. In dem deutschen wird die falsche Romantit des Verbrecher orben amerikanischen ist die falsche Romantit des Seemannslebens( als ob Berichtigung. n ber gestrigen Stonzertrunbichau bat fich bei ber lieberGemeinde sollten nicht als ein Aftibum der„ Berivirrung", fondern als ein uttivum der Berjüngung" bezeichnet werden. Für zeitgemäße Rücklaufe. Eine Anregung von Eduard Bernstein. Vor einiger Zeit ist im Vorwärts" die Frage der Umbe nennung von Straßen und Pläßen der Reichshauptstadt unter den verschiedensten Gefichtspunkten polemisch erörtert worden. Es hat dabei nicht an Vorschlägen oder Forderungen gefehlt, denen auch der Sozialdemokrat rückhaltlos zustimmen fonnte, doch habe ich zu meiner Ueberraschung eine Forderung vermißt, die mir ganz besonders zeitgemäß erscheint und faum irgendwo ernsthaftem Wider spruch begegnen dürfte. Ich meine die Forderung, dem auf Be treiben Wilhelms II. in Raiser- Franz- Joseph- Plaz umgetauften Blaz vor dem großen Berliner Opernhaus feinen alten Namen Opernhausplaß zurüdzugeben. Ich weiß mich von jeder parteipolitischen Engherzigkeit in diesen Dingen frei, merde mich nicht für die Beseitigung der Benennung von Plägen oder Straßen bloß deshalb ereifern, weil sie bestimmt maren, die Namen mir politisch unsympathischer Persönlichkeiten zu verewigen. Bo geschichtliche Wertungen in Frage fommen, haben die Anforderungen der geschichtlichen Objektivität auf Berücksichtigung Anspruch. Bei der bezeichneten Forderung aber steht eine höhere Anforderung in Frage. Welchen Gedanken verdankte die Ums benennung des alten Opernplages in Kaiser- Franz- Joseph- Plaz ihr Zustandekommen? Handelte es sich um das Andenken einer hervor. ragenden, um Deutschland außergewöhnlich verdienten politischen Persönlichkeit? Niemand wird, niemand kann das behaupten. Franz Joseph hatte sich zur Zeit der Umbenennung nicht einmal um fein eigenes Land Berdienste erworben, die den Schaden aufwogen, den er ihm durch seine verhängnisvoll fehlerhafte dynastische Politik verursacht hatte, und noch weniger Ursache hatte das deutsche Volt, ihm dankbar zu sein. Ohne daß er der Beihilfe Berlins ficher war, hätte Franz Joseph es nie gewagt, seinen Leuten am Ballplatz den Erlaß des brutal herausfordernden Ultimatums an Serbien und die dieses Schandwerk fortsetzende Kriegserflärung an Serbien einzuflüstern, die den Weltkrieg einfeiteten, an dessen Folgen das deutsche flüstern, die den Weltkrieg einleiteten, an dessen Folgen das deutsche Bolf noch Jahrzehnte wird bluten müssen. Wer sich diese Zusammenhänge vergegenwärtigt, wird begreifen, daß es einen der verhängnisvollsten Irrtümer der deutschen Politit perherrlichen hieße, den so interessanten Blaz zwischen dem großen Opernhaus und der Univer sität Berlins noch länger Kaiser- Franz- Joseph- Platz zu nennen. Märkische Landschaften. Einer Anregung der Arbeitsgemeinschaft für Forstschutz und Naturfunde( Arfo), folgend, hat die Deputation für Kunst und Bildung des Bezirksamtes Köpenid in Gemeinschaft mit der Kunstgemeinde Friedrichshagen und der Arjo in der Aula des Gymnasiums in Friedrichshagen eine Kunstausstellung Märkische Landschaft eröffnet, die am Sonntag durch Stadt rat Groß der Deffentlichkeit übergeben wurde. Unter den Ehrengäften fah man Stadtfynditus Lange und Professor Dr. Streder. In seiner Eröffnungsansprache betonte der Stadtrat, daß die Malerei fich gerade heute in schwerer Bedrängnis befinde, da die alten Gönner, Fürsten, Adel, Geistlichkeit und selbst die städtischen Pa trizier faum noch als Käufer in Betracht tommen. Hingegen bemühen fich die Städte, durch Ankauf von Bildwerken die Künstler zu fördern. Ebenso machen die Arbeiter- Kulturorganisationen ernst. hafte Anstrengungen, dem arbeitenden Bolt die Kunst, besonders die Malerei nahe zu bringen. Wenn Kunst allerdings ihre Zeit nicht spiegelt, wenn sie nicht Form und Farbe gewordener Zeitgeist ist, dann wird von ihr nicht viel übrig bleiben. Die Ausstellung meist 131 Nummern auf, zum größten Teil Delgemälde, aber auch viele Aquarelle und Federzeichnungen. Sehr gut sind vertreten Richard Buls( Rahnsdorf) mit zahlreichen Molinen aus Rahnsdorf, Mag Degebrodt( Grünheide), der sich mit besonderem Geschid und Können Motive von der Löcknik und dem Beeßsee aussuchte, Mar Weber mit Aquarellen vom Müggelsee aus Friedrichshagen und Köpenick. Der bekannte Friedrichshagener Paul Mishel zeigt zwei Delbilder: Alt- Rahnsdorf und die Büttberge; Paul Lothar Sonnab., d. 1. 12. Staats- Oper Unter d. Linden A.-V. 154 19 Uhr Sonnab., d. 1. 12. Städtische Oper Bismarckstr. 19 Uhr Metropol- Theater Täglich 8, 2hr Tosca Tannhäuser Friederike Staats- Oper Am Pi.d. Republ. R.-S. 211 19% Uhr Staatl. Schauspielh. Am Gendarmenmarkt A.-V. 216 20 Uhr Freischütze Petroleum Inseln Staatl. Schiller- Theater, Charltbg. 20 Uhr Der Londoner verlorene Sohn SCALA 8 Uhr B5 Barbarossa 9256 Amarantira die berühmte spanische Tänzerin Linga Singh mit seinem neuen Jilusions- Akt Carl Schaefers Liliput- Revne u. weitere Internat.Star- Attraktionen Sonnabends und Sonntags je 2 Vorstellungen 30 und 8 Uhr 330 zu ermäßigten Preisen das ganze Programm. Kinderland Ein proletarisches Jahrbuch für die Buben und Mädels des arbeitenden Volkes. An dem Kalender haben auch dieses Mal die Kinder selbst tüchtig mitgearbeitet. Das Kinderland" kostet 1.50 M ark Zu haben in allen Parteibuchhandlungen sowie durch die Botenfrauen des Vorwärts 1929 Es ist now erschienen! Musik von Franz Lebar Käthe Dorsch Richard Tauber Hilde Borner Bespermann Arnstaedt Starnburg Dora Neg Limburg Die Kaffe ist den ganzen Tag geöffnet. Telephon: Zentrum 378 u, 9393 Großes Schauspielhaus 8 CASANOVA mit Michael Bohnen. Regie: Charell. Sonntag 3 U. Nachmittag- Vorstellg. z. halb. Preisen( ungekürzte Vorst.) Komische Oper 84. James- Klein- Revue: Tausend nackte Frauen!! Die große Revue der ., Freien Liebe" Sonntag 3, Uhr Vollständige Vorstellung zu kleinen Preisen Parkett nur 4,50 Mark. 81/ Uhr CASINO- THEATER 81, Uhr Lothringer Straße 37. Der erste deutsche Bahnhof mit Rolltreppe. Sdtische Oper Charloffenburg: 2. Fibelts. 3. Die Entführung aus dem Serail. 4. Elettra. 5. Orpheus und Eurydite. 6. Der Frei schütz. 7. Mondnacht. 8. Tannhäuser. 9. Der Troubabour. 10. Un befannt. Schauspielhaus am Gendarmenmarkt: 2., 5., 7., 8. und 9. Di Betroleuminsel. 3. Die Gespenster. 4., 6. und 10. Egmont. Schiller- Theater: 2, 5., 8., 9. und 10. Der Londoner verlorene Sohn. 3. Flachsmann als Erzieher. 4. und 6. Ein besserer Hert 7. Gas. Theater mit festem Spielplan: Deutsches Theater: Die Verbrecher. Kammerspiele: Che Theate Die Komödie: Olympia. werden im Himmel geschlossen. am Nollendorfplat: Wiener Blut. Großes Schauspielhaus: Cale nova. Theater des Westens: Bitte einsteigen...! Theater i der Behrenstr. 53/54: Alles für die Mama! Komische Oper Tausend nackte Frauen!! Deutsches Künstler- Theater: Die Her zogin von Chicago.- Lustspielhaus: Arm wie eine Kirchenmaus. Die Tribüne Trianon- Theater: Mein Mann fliegt in Paris. I. 9. 3. Theater in der Stadt, Kommandantenstr. 57: Spiel in Schloß. Metropol Theater: Friederife. Kleines Theater: D Didtopf. Walhalla- Theater: Borfämpfe und Barieté.- Roje Theater: Die Ratten. Kafino- Theater: August, die Kanone! Schloßpart Theater Steglitz: Der fröhliche Weinberg. Theat in der Lützowftraße: Rungendorf auf Belle 0,5. Theater in Admiralspalast: Schön und Schid. Wintergarten und Scale Internationales Varieté. Reichshallen- Theater: Stettiner Sänge Theater am Rottbusser Tor: Elite- Sänger. Theater mit wechselndem Spielplan. Theater in der Königgräher Straße: Bis 6. Der Frauenar 26 7. Toboggan. 9., vorm. 11% Uhr: Matinee Georg Kaiser. Komödienhaus: Bis 3. Perlentomödie. Ab 4. Wer sollte es fon fein? Leffing- Theater: Sünden der Jugend. 7. Herr Lamberthie -Renaiffance Theater: Bis 5. Ton in des Töpfers Hand. Ab November in Desterreich. 9., mittags 12 Uhr: Reportage. Nachmittagsvorstellungen. -Deu Bolfsbühne: Theater am Bülowplah: 2., 9. U- Boot S Die Rolltreppe auf dem neuen Berliner Stadtbahnhof„ Ausstellung" verbindet den Bahnsteig der Züge Grunewald- Theater am Schiffbauerdamm: 2., 9. Der Held des Westerlandes Spandau mit dem einen Stock höher gelegenen Bahnsteig Thalia- Theater: 2., 9. Schneider Bibbels Auferstehung. Das neugierige Sternlein. der Ringbahn. Die erste Rolltreppe der Reichsbahn wird iches Theater: 2. Oftobertag. Theater am Nollendorfplah: 2., Theater in der Königgräger Straß am 10. Dezember zu gleicher Zeit mit dem neuen in der 2., 9. Der rote General. Schauspielhaus am Gendarmenmar Nähe des Ausstellungs- und Messegeländes errichteten 2. Die Geschwister. Der zerbrochene Krug. 9. Die Weber. Kom Bahnhof ,, Ausstellung" in Betrieb genommen. dienhaus: 2., 9. Mein Vater hat recht gehabt. Großes Schaufpic haus: 2., 9. Casanova. Theater in der Behrenstraße: 2., 9. Fra Trianon Holle. Komische Oper: 2., 9. Tausend nadte Frauen!! Theater: 2., 8., 9. Knecht Rupprecht. Theater in der Stadt, Kor mandantenstr. 57: 2., 9. Spiel im Schloß. Renaissance- Theate Walhall 5., 8. Dornröschen. 9. Tanzperanstaltung Hans Weidt. Theater: 2., 9. Die verzauberte Torte. Roje- Theater: 8., 9. Afchen Theat bröbel Schloßpark- Theater Steglitz: 8., 9. Frau Holle. in der Lühowstraße: 8. Klein- Hudepad.- Theater im Adriral palaft: 5., 8. Frau Holle. 2., 9. Schön und Schid. Wintergarte und Scala: 2., 8., 9. Internationales Varieté. Reichshalle Theater am Kottbuffer To Theater: 2., 9. Stettiner Sänger. 2., 9. Elite- Sänger. Müller den Uedersee und den Hellsee, gut vertreten ist auch D. Kasper und Gustav Fentohl. Otto Polus bringt Del bilder von der Köpenider Brüde, dem Gosener Graben und der Krummen Lafe. Josef Adam zeigt u. a. sehr sauber gepinjelt Frankfurt an der Ober. Von Fidus sieht man Federzeichnungen und von A. Kurzer die einzige Blaftit, ein Relief Bruno Billes aus jeiner schönsten Friedrichshagener Zeit. Die Ausstellung lohnt den. Besuch durchaus und die Preise, die wir nennen hörten, sind durchmeg so bemessen, daß der Erwerb eines Bildes auch manchem weniger Begüterten möglich sein wird. Theater der Woche. Bom 2. bis 10. Dezember. Bolfsbühne. Theater am Bülowplat: Macbeth. Theater am Schiffbauerdamm: Die Dreigroschenoper. Thalia- Theater: Schneider Wibbels Auferstehung. Staatstheater. Oper Unter den Linden: 2. Der Rosenfavalier. 3. Cavalleria Rusticana. Bajazzi. 4. Madame Butterfly. 5. Boheme. 6. Salome. 7. Der Troubadour. 8. Der Barbier von Sevilla. 9. Die Frau ohne Schatten. 10. Der fingende Teufel. Oper am Platz der Republif: 2. und 6. Diftator. Das geheime Königreich. Schwergewicht. 3. Der Freischüß. 4. und 7. Salome. 5. und 8. Carmen. 9. Don Giovanni. 10. Fidelio. Renaissance- Theater Th. in der Lützowstr. Barnowsky- Bühnen 8% Heute 8 Ton in des Töpfers Hand von Theodore Dreiser. Deutsch von Paul Eger. Regie: Gust. Hartung. Parkett 30 Pf. im Walhalla- Theater- Varieté! Vorverkaut Kurf. 9209. Täglich 8 Uhr Sonntag auch 4 Uhr Th. Königgrätz. St. Täglich 8, Uhr Erstaufführungen der Woche. www Dienstag. Komödienhaus: Wer follte es sonst sein? Freitag. Renaissance Theater: November in Desterrei Theater in der Königgräger Straße: Tobbogan. Sonntag. Renaissance Theater: Barm. 11 Uhr: Repo tage. Montag: Staatsoper unter den Linden: D fingende Teufel. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und U gegend.( Nachdr. verb.) Wechselnd bewölkt und meist troden b menig geänderten Temperaturen. Für Deutschland: Im Besten un Süden regnerisch, im übrigen Deutschland etwas veränderlich, Te peraturen menig geändert. Berantwortlich für die Redaktion: Engen Brager, Berlin: Anzeigen: Th. Glo Berlin. Berlag: Borwärts Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts Bu bruderei und Berlagsanstalt Baul Ginger& Co., Berlin SB 68, Lindenstraße Sierzu 1 Beilage. Es ist** Der Illustrierte Der Frauenarzt sozialdemokratische Hans J. Rehfisch Abreißkalender 1929 L. M. Lommel Schauspiel von in: Komodienhaus Tgl. 8, Ende 101/ Runxendori auf Welle 0.5" Rundfunkhōrer halbe Preise Sonnabend 4 Uhr von Bruno Frank Klein Huckepack. Theater am Perlenkomödie Theater des Westens Täglich 8 Uhr: Nollendorfplatz Letzte 5 Vorstellungen! Täglich 8, Uhr Josephine Baker Volksbühne auch im Pavillon d. Wiener Blut in der neuen Revue Reinhardtbühnen, Oper v. Joh. Strauß Mus. v. Fr.Holländer halbe Preise Theater am Bülowplatz Kurfürstendamm, Sonntag 4 Uhr Rundfunkhörer Ecke Uhlandstraße Das neugierige Bismarck 448 u. 449. Sternlein 8 Uhr: Macbeth Theater am Schiffbauerdamm Deutsches Theater Norden 12310 8 U., Ende nach 108/4 Lustspielhaus Jede Selte bringt Illustrationen Der Kalender kann in jeder Hinsicht als Quelle und Hilfsmittel dienen. Er bringt Zitate aus sozialistischen Werken, eine Fülle von Sentenzen in Poesie u. Prosa. Nahezu 100 Verbände geben hier authentischen Bericht. Der Kalender kostet M ar k 2 Zu haben in allen Parteibuchhandlungen sowie durch die Botenfrauen des Vorwärts. HALLER- REVUE Friedrichstr. 236 Thalla- Theater Täglich 8 Uhr Die Verbrecher Schön und Die Drei- GroschenOper Thalia- Theater 8 Uhr: Schneider Wibbels Auferstehung Staatl. Schiller- Th. 8 Uhr Der Londoner verlorene Sohn Schauspiel von FerdinandBruckner Regie: HeinzHilpert Kammerspiele Norden 12310 81, U. Ende geg. 10 Ehen werden im Himmel geschlossen Komödie von Walter Hasenclever Regie: Forster Larrinaga. Die Komödie Bismarck 2414/7516 Th. am Schiffbauerdamin 8 Uhr, Ende 10% Täglich 8 Uhr„ Olympia" Die Drei- Groschen- von Franz Molnar Oper Paulsen, Valetti, Ander, Gerron, Schaufuß, Kühl. Loovski. Telephen: Norden 1141 0.281 Trianon- Th. Täglich 8, Uhr Mein Mann von A. Landsberger Regie: Forster Larinaga. schick" Th. im Admiralspalast Täglich 81 Uhr Hure 38 Uhr Frau Holle Märchenspiel, kl. Preise vorstellungen Sonntag 3 Ubr a. 8 Uhr. Nachmittags die ganze Vorstellg. zu halben Preisen Bergmann 2922/23 Täglich 8 Uhr Das Zugstück von Berlin Arm wie eine Kirchenmaus Kleines Theater Täglich 814 Uhr Max Adalbert in Der Dickkopf Sandrock, Landa. Sterler, Sikla. Theater Planetarium am Zoo in der Stadt Variang. Joachimsthaler Straß Kommandantenstr. 57 Noll. 1578 Donh. 919. 84 Uhr 16 Uhr: Ueber 300 Mal: Der Sternhimmel 18 Uhr Spiel im Schloß im Winter Anekdote ven Franz Molnar, Erde und Weltenraum. Regie Eugen Robert saltanourg- dunnen Agnes Esterhazy, Paul Marx. 20 Uhr Dis. Künstler- Th. Licho, Lesch- fallof, Thiem. Sonne u.Sterne 8 Uhr Die Herzogin von Chicago Jper. von Emmerich Kaiman Lessing- Theater 8 Uhr Der neue Posse- Schlager! filegt in Paris August, die Kanone! Dazu ein erstklassiger bunter Tell. 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