Abendausgabe 7lr. 572 B 255 45. Jahrgang WSchentSch 85«onaSch 8�0 HL tm voraus zahlda�. Postbezug3 M.) und entsprechende Weihnachtshtlfe ausgestellt hatte, zogen die Versammlungsteilnehmer vor das Rothaus. Ueber hundert funge Burschen und Mädchen, meistens unter zwanzig Iahren, gelang es, in dos Gebäude einzudringen, nachdem die Polizei zurückgezogen worden war. Sie drängten die Aufsichtsbeamten beiseite, drückten die Türen zur Tribüne ein, beschimpften von dort aus die Stadt- verordneten und stimmten die Internationole an. Dem neuen sozial- demokratischen Stadtverordnetenvorsteher Haupt blieb nichts übrig, als die Sitzung zu unterbrechen. Als das Ueberfall- kommando der Schutzpolizei erschien und die Tribünen räumte, ver- teilten sich die Demonstranten auf die Rothausgänge, wo sie weiter randalierten und sangen. Erst noch geraumer Zeit gelang es der Polizei, sie aus dem Rathaus zu entfernen, so daß die Sitzung wieder ausgenommen werden konnte. Angesichts der in der Erwerbs- losenversammlnng gefaßten Beschlüsse ist mit weiteren Ruhestörungen zu rechnen. Die gelähmte Greisin. Schauergeschichte aus Berlin SO. Unter sehr schweren veschuldigungen ist der 56 Jahre alte frühere Sendarm Karl S a d o w s k y aus der tübbener Straße lZ von der Kriminalpolizei vorläusig festgenommen worden. Das haus gehört der 62 Jahre alten Frau Jenny Goldschmidl, der Witwe des früheren freisinnigen Landtagsabgeordneten und Stadtverordneten Karl Sold- s ch w i d i. Die betagte Frau leidet so schwer an Rheuma- tismus, daß sie seit Jahren an den Rollstuhl geseslell ist. Im Jahre ll)2? lernte sie Sadowsky kennen, als er eine Ver- sicherungeprämie bei ihr einzog. Sie kam mit ihm ins Gespräch und klagte, daß sie infolge ihres Leidens die Hausgeschäfte nicht ge. nügend wahrnehmen könne und daß sie mit ihrem Untermieter nicht zufrieden sei. Sadowsky bot ihr seine Hilfe an und trat bald darauf an die Stell« des bisherigen Untermieters. Im Jahre 1323 schloß Frau Goldschmidt zugunsten Sadowskys einen Erb- vertrag ab. Was sich seitdem alles abgespielt hat, bedarf noch der Klärung. Im Juli d. I. trat Frau Goldschmidt von dem Erb- vertrag zurück. Das scheint, die Veranlassung zu fortgesetzten Streitigkeiten gegeben zu haben. Schon im Sommer 1924 soll er sich unter falschen Vorspiegelungen BlantounterschriU«» der Frau verschafft haben, um sie angeblich zur Regelung von Miet- streitigkeitcn zu benutzen. In Wirklichkeit soll er sie zu e i d e S- stattlichen Versicherungen zu seinen Gunsten ver- wendet haben. Sadowsky wird ferner schwerer Diebstahl zur Last gelegt, weil er einen Schrank erbrochen und dar- aus Wertpapiere sich angeeignet haben soll. Das Leiden der Witwe soll er ausgenutzt haben, um sie der Freiheit zu b e> rauben. Das würde um so schwerer wiegen, als dem Mann« weiter vorgeworfen wird, der Kranken ständig nur einen ungeheizten Raum zur �Verfügung gestellt und sie durch Hin- und Herstoßen mit dem Rollstuhl körperlich mißhandelt zu haben. Ein- und ausgehende Briese soll er ständig kontrolliert und zum Teil ver- nicht« t haben, wenn sie zugunsten der Frau lauteten. Ms Letzte« wird er beschuldigt, dem im November d. I. vom zuständigen Amts- gericht bestellten Pfleger den Zutritt zur Wohnung verboten zu haben. Der Pfleger und der Rechtsanwalt der Witwe erstatteten jetzt Anzeige. Da es sich um sehr schwer« Beschuldigungen handelt, so wurde, nachdem die Anzeige gestern beim Kriminalkommissar vom Dienst eingegangen war, Sadowsky von Kriminalbeamten, die ihn auf der Straße trafen, vorläufig fe st genommen und im Gewahr» sam des Polizeipräsidiums untergebracht. Er wird im Lauf« des heutigen Tages über all« Beschuldigungen eingehend verhört und dann dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden. Der Ehemann der alten Dam« war Redakteur«ines Hirsch- Dunckerschen Verbandsorgans. Daß er In dieser Eigenschaft große Reichtümer erwerben konnte, ist zu bezweifeln. Deshalb erscheinen di«se Meldungen zunächst noch etwas märchenhaft. Die Sexualnot im Strafvollzug. Ist dieses Problem überhaupt lösbar? Gtraßenbahnunglück im Südwesten. Sieben Fahrgäste leicht verletzt. Am halleschen Tor ereignete sich henle früh ein ich, oerer Zusammenstoß zwischen zwei Straßen- bahnzstgen der Linie 1 und 64. Sieben Fahr- gaste erlitten dabel leichte verlehungen. Der Triebwagen der Linie 64 fuhr mitten auf der Straßen- kreuzung Hallesches T o r— D i t s ch i n« r Straße aus den vollbesetzten Anhängewagen der Linie 1 mit großer Heftigkeit seit. lich auf. Der Anhänger wurde aus den Schienen ge- warfen und die Fahrgäste, über die ein Hagel von Glassplittern niederging, wurden zum größten Teil von ihren Sitzen geschleudert. Beide Fahrzeuge wiesen erhebliche Beschädigun- gen auf. Sieben Fahrgäste hatten Verletzungen er- litten, die sich zum Glück als nicht gefährlich herausstellten. Meh- rere der Verunglückten erhielten auf der nahegelegenen Rettung«. stelle in der Gitschtner Straße die erste Hils«: sie tonnten nach An- ligung von Notverbänden in ihre Wohnungen entlassen werden. Durch den Vorfall entstand eine Verkehrs st örung von! fast halbstündiger Dauer, die sich bei dem starken Frühverkehr sehr unangenehm auswirkte und zu großen Stockungen führte. Eine Arbeiterkolonne der Straßenbahn, die mit einem Geräte- wagen alarmiert worden war, nahm die Aufräumung»- und Eingleisuygsarbeiten vor. Die Schuld.froge konnte '-.'y nicht einwandfrei geklärt werden, ist aber vermutlich auf ein erlagen der Bremse zurückzuführen. Auf Einladung der zentralen Gesangenensürsorge für die Provinz Brandenburg sprach gestern im Zugenieurhaus Oberjustizrat Dr. Genh, der vor kurzem aus Siel in das Justizministerium berufen wurde, über das aktuelle Problem der Sexualnol in den Gefängnissen. Gerade dieses Problem ist in der letzten Zeit zum Gegenstand leidenschafllicher Kritik gemacht worden. Dem Strafvollzug wurde Grausamkeit vorgeworfen: er zwinge die Gefangenen zur unnatür- lichen Befriedigung, und gerade die kräftigsten und jugendlichen Menschen hätten am meisten zu leiden: männliche Prostitution. Homosexualität, Ersatzhandlung schlimmster Art seien die Folgen. Nicht weniger als die Männer hätten die Frauen der Gefangenen zu leiden, zahllos« Ehen gingen zugrunde. Die Besuche im Ge- fängnis brächten leine Entspannung. Solange das sexuelle Problein nicht gelöst sei, könne von einem modernen Strafvollzug keine Rede sein. Der einzige Ausweg wäre die öftere Gewährung eines Urlaubs. An dieser Kritik knüpfte Oberjustizrat Dr. Gentz an. Er fragt: Was ist wahr und was ist lleberlreibung? Hundert Prozent der Gefangenen greifen in den Gefängnissen zu sexuellen Ersatzhandlungen. Das weiß jeder Gcfängnisarzt, jeder Geistliche, jeder Lehrer und Anstaltsbeamter. Sexuell« Exzesse jeglicher Art blühen in jedem Gefängnis, am schlimmsten in der Gemeinschastshaft. Di« Ursachen hierzu sind teilweise Haft- fremder Natur, tellweise hasteigener. Di« Menschen, die in das Gefängnis kommen, leben größtentells schon in der Freiheit in Ver- Hältnissen, die biologisch und soziologisch für die Sexualität äußerst schädlich sind. Sie führen zu einem hemmungslosen Ausleben des Geschlechtstriebes. Hinzu kommt, daß das Gefängnis etwa 56 bis 60 Proz. Psychopathen birgt. Diesen haftfremden Ursachen gesteigerter Sexualität gesellen sich die h a f t e i g c n e n Ursachen. Jedes Zusammenleben von Männern schafft eine sexuelle Atmo- sphäre. Di« Raturwidrigkeit der Situation wird aber im Gefängnis durch die seelische Leere, die unbefriedigende Arbeit, die schlaflosen Stunden während des langen Eingeschlosienseins in der Zelle, durch das eindrucksarme Leben, das dem Phantasieüberschuß aus sexueller Triebhastigkeit Vorschub leistet, und durch das Mindestmaß an Ver- antwortung verschärft. Das Fehlen selbst des Existenzminimuyis an Freude und Genuß führt zur Mißlaunig�eit, der der Gefangene durch sexuelle Lustgewinnung abzuhelfen sucht. Wie ist dem Uebel abzuhelfen? Vollständig verfehlt ist es, hier mit Geboten und Verboten zu tominen, etwa an die Einsicht der Gefangenen zu appellieren oder mit den kleinlichen Mitteln noch strengerer Isolierung, Ein- schränkung weiblicher Besuche, Fernhaltung erotischer Literatur oder Abbildungen, verschärfter Aufsicht Abhilfe schassen zu wollen. Ernst zu nehmen sind die Vorschläge, die sich mit dem Gefangenen- urlaub und mit dem öfteren weiblichen Besuch befasien. Der Urlaub für Gefangene stößt aber auf eine ganze Reihe von Schwierigkeiten. Einmol käme er in erster Linie für die Der- heirateten in Betracht: zum anderen müßte er in kurzen Zwischen- räumen gestattet werden: dadurch würde aber der Hastzwcck ge- fährdet sein. Urlaub erhielten schließlich nur die wenigen Gesänge- nen der oberen Stusen. So bringt der Urlaub keine Lösung des sexuellen Problems im Strafvollzug. So bleibt nur die eine Möglichkeit: die Lösung in der Reform des Strafvollzugs selbst zu suchen. Die geistige Oed« des Gefangenseins einem lebendigen Gemeinschaftsleben Plag zu machen. Den Minderwertigkeitsgefühlen des Gefangenen durch die Art der Speisen, durch die Kleidung und Tageseinteilung dürste nicht Vorschub geleistet werden. Die Arbeit hat lustbetont zu sein, sportliche Betätigung. Körperpflege, gesunde Kost sollten Bcdin- gungen schaffen, die ein Eindämmen des Triebes möglich machen. Ein geistiges Ausfüllen der beschäftigungslosen Zeit, die Ermöglichung einer geistigen Produktivität für die G�- sangenen hätte für die Sublimieruug des Triebes zu sorgen. Dos alles setzt natürlich das Vorhandensein einer genügenden Anzahl Erzieher und Gesängnissürsorger voraus, die mit den Gefangenen ein« Lebensgemeinschaft bilden. Nur in solch einer Atmosphäre könnten die Folgen des naturwidrigen Abschlusses der Menschen von der Außenwelt auf ein Mindestmaß herabgemindert werden. In der Diskussion befürworteten u. a. Oberjustizrat Lemkes und Regierungsrat Krebs äußeist warm de» Ge- fangenemirlaub. Letzterer war der Ansicht, daß der Kreis der Ge- fangenen, die für einen derartigen Urlaub in Betracht kämen, allmählich so weit als möglich gesteckt werde» müsse. Ini übrigen sprach er der Selb st Verwaltung der Gefangen em und der Ungleichung des Geföngnislebens an das Leben des Menschen in der Freiheit das Wort. Das Schöpferische in den Gefangenen müsse geweckt werden. Dkkdurch würde er befähigt werden, seinen Geschlechtstrieb zu sublimieven. " n n Diktator Augenberg. U--J Oer Kommunist:„Bei dem kann ich noch Llnierricht im Bausschmeißen nehmen!" Nachtlager im Hausflur. Die Geschichte der Lumpensrau am Schönhauser Tor. Der Hof des Hause» Linien st rahe �6 gleicht einem Mülleimer im Riescnformot. Gerümpcl, Schutt, Papier, Fragmente von Elnrichtungsgegenständen, einsam« Topfdeckel, Papier in Säcken ge- schichtet bergen sich da zu gigantischen Massen. Dies wüste Chaos bildete den Hausrat der 7Zjährigen Frau Z i l k e, die jähre- lang im Hause eine Kellerwohnung innehatte und jetzt wegen Miete- schulden vom Hauswirt an die Luft gesetzt wurde. Das war wahrhaftig kein leichtes Stück Arbeit, diese Exmittie- rung, denn die Lumpen füllt«» Stube und Küche bis hoch ob«n an die Decke. In all diesem verwesten Zeug hauste die Alle jahrein, jahraus, all das jchleppte sie sich von der Straße zusammen und verkaufte e» wieder, davon bestritt sie Ihr bißchen Lebensunterhalt. Ganz zeitig morgens glitt sie schon zwischen den Beständen d«r Markt- halle umher und sammelte dort Obst-, Gemüse- und andere Ab- fälle, das war ihr« Nahrung. Aber niemal» bettelte sie, nahm keinerlei sonstige Almosen an und wollte weder vom Wohl- sahrtsamt noch von sonst welchen sürsorgenden Stellen etwas wissen. Sie lebte mitten in ihrem Schmutz und in ihren Lumpen, selbst so «in armes, altes menschliches Lumpenbündelchen, und fühlte sich scheinbar ganz wohl dabei; die Hausbewohner schildern die Alte al» ein« recht resolute, absolut nicht etwa verzweifelte Person, die sich gegen oll« ihre Feinde siegreich behauptete. Sie hat Angehörige, erwachsene Kind«r, aber die wollen alle von ihr nichts wissen, wahrscheinlich auch sie nicht« von ihnen. Der eine Sohn ist ein Tunichtgut, der alles Geld, das er verdient, durchbringt. Er hat ein Pferd und fährt damit kleine Fuhren; Bleibe hat er keine, er "'chläft im Stall bei feinem Pferd. Grob ist«r und roh. und wenn die alie Muttsr ihm Vorhaltungen macht, dann sckilägt er sie. Jetzt hat er nicht einmal die Miete für den Pierdestall bezahlt, und nun muhte die Alte mit ihren paar armseligen Pfennigen herhalten. Dadurch kam sie selbst in Bedrängnis, für doppelte Miete reichen Ihre mageren Einkünfte denn doch nicht. So konme der Hauswirt jetzt die Alte, die ihm mit all ihrem Gerumpel und Schmutz natürlich längst ein Dorn im Zluge war, heraussetzen. Und schnell begann man die Reinigung des Zlugiasftalles. E in« ganze Fuhre Müll wurde bereitsabgefahren, jetzt liegt aber noch einmal soviel auf dem Hofe, und man hat der Alten, die noch alle» Brauchbar« verkaufen will, einen Tag Räumungsfrist ge» geben. Run schläft sie seit zwei Togen im Haus» f l u r. Ihre Betten> hat sie tagsüber bei einer Nachbarin, und spät nachts, wenn sie von ihren Rundgängen heimkommt, baut sie sich ihre armseliges Lager zurecht. Früh morgens ist sie dann schon wieder auf„Tour". In ein Asyl gehen, nein, das tut sie nicht. Den Beamten vom Gesundheiteamt und vom Wohlfahrtsamt rief sie entgegen:„Hab ich denn was gestohlen oder Hab ich sonst was angestellt, daß ihr mich wegschaffen wallt?" Sie zittert um ihr bißchen Freiheit, sie ver. langt nicht», sie nimmt nichts, aber man soll sie zufrieden lassen. Sie hängt an niemandem, nur an ihren alten Sachen, und ist tod- unglücklich, daß man sie herausschält« aus all dem Schutt und Schmutz, aus ihrer Welt des Vergangenen und Abgestorbenen. Die Explosion in der Landsberger Allee War der Wassertopf in Ordnung? Di« Deweisaufnahme über das Cxplosionsienglück in der Landsberger Allee befaßte sich mit der Feststellung, od der Wasser» topf, der das Ausströmen des Gases verhindern sollte, tatsächlich bis zum Rande vorschriftsmäßig gefüllt war. U. a. bekundete de? Zeuge Hubrick, der in der Rohrnetzkolonne von Bilak mit- gearbeitet hatte, daß er sich am Tag« vor der Explosion selbst davon überzeugt habe,„daß d e r T o p f st o n d", d. h. daß es nicht nach Gas gerochen Hab«. An dem bctressenden Tage sei der Topf Noch-» mal» richtig gefüllt worden, so daß da« Wasser überlief. Der Zeuge• oersicherte dem Vorsitzenden, daß er das mif feinen Eid nehmen. könne, denn er erinnere sich noch, daß er in dem auf der Erde stehenden abgelaufenen Wasier mit den Stieseln herumtappte. Ms dann der Vertreter der Gescllschast, der das Haus gehört und die die Ammoniakanlage eingerichtet hotte, Dr. T h i n i u s ver- nomnien werden sollte, widersprach R.-A. Dr. Steinitz dessen Vereidigung, da nicht sestständ«, ob es sich um eine Gas- oder Ammoniakexplosion gehandelt habe, so daß der Verdmlst der Täterschaft in Fmge käme. Der Zeuge wurde später unter allseitiger Zustimmung dennoch vereidigt. Er erklärte, daß die Kühlanlage durch Fachleute überHoll worden sei und als vollkommen intakt zu betrachten war. Mii offenem Licht durste die Anlage nicht. betreten.werden, dafür sei ein Schalter für slektrisches Licht und, falls dieses versage» sollte, eine große Taschenlampe vorh.md�i gewesen. Fabrikbrand in Nein'ckendorf. Die Feuerwehr wurde heute vormittag gegen Ivlf) Uhr nach der Provinz st raßc 77/7S zu Reinickendorf gerufen. Im Dochgeschoß der Beleuchtungskörpersabrik von Srcge- mann u. Bach war Feuer entstanden, da» auf den D o ch st u h l übergriff. Nach einstündiger Lölchtätlgkcit konnte der Bravd niedergekämpft werden. Da» Feuer ist wahrscheinlich durch U e b<- r- h i tz u n g eine» Schornsteins, der durch eine Balkenlage führt, ent- .standen. Um lt Uhr rückten die Wehren nnter Zurücklassung einer Brandwache wieder ab. Der Betrieb erleidet keine Siörttna. Die Ruhrerkrankvngen in Herzberge gehen nach einer Mittei- lung des Hauptgesundheitramtes zurück. Gestern sind nur fünf ganz leichte Krankheiissälle hinzugekommen Alle angeordnern j Schutzmaßnahmen werken mit äußerster Energie luv'■' fi.'" n- j von Hai sich der StgdiMedlz nalra«, der«st'-mehreren Aerzl..es i Hauptgesundheitsamtes die Anstalt besuchte, persönlich überzeugt. b er Halbfaschismus in Polen. Die Regierung kümmer« sich nicht vm Sejmbeschlüsse. Warschau. 4. Dezember.(Eigenbericht.) der Jnnenminrsler Staladowski erst vor einigen Tagen l einer öffenUichen Sejm-Sitzung bekanntgab, dah die Regierung �ür sein Ressort bestimmten, vom Tejm jedoch gestrichenen p&'te ihm dennoch zur Verfügung g« st eilt Hab«, dechl« Abgeordnete Chond�nski in der gestrigen Kommissionssitzung F« weitere krasse selbstherrliche Handlung der Regierung auf. pjes Mal handelt es sich um die Gewährung von Krediten für ? �eihs doni Sejm beschlossener Investierungen. Dem Mini- �sium für öffentliche Arbeiten wurde auf ein Schreiben, dos sich P die Sejmbejchlüsse berief, vom Finanzministerium geantwortet. 3 diese Betröge nicht ausgezahlt werden können, weil der Sejm detrefsenden Beschlüsse gegen der» Willen der Re- «rung angenommen habe. Wie die hiesige Presse zu berichten weih, wird Reichs- Nster o. D. Dr Hermes am heutigen Dienstag in Warschau ein- ssssen. Die Besprechungen mit Twordowski über die Grundlage �küiistigen Handelr-oertragsverhondlungen würden sofort beginnen r. fich in erster Linie um die Frage der polnischen Schweine- Wchr nach Deutschland drehen. Kürstengalanterie/ Volksgesiiiung. Aufstand in Afghanistan. Amanuliah kämpft gegen Vie Reformgegner. König Amanulloh hat beschlossen, einen afghanischen Minister die ausständischen Stämme zu entsenden, um mit diesen Friedens- �Handlungen einzuleiten. Der afghanische Minister hat«ine erste Wmmenkunft mit dem Führer des Aufständischenstammes, Schin- gehabt. Die afghanische Regierung verlangt, dah die Aus- 3>e.r IHaler Oraf von Maldtreulh vlg wir gestern schon gemeldet haben, 73 jährig gestorben. r ndisihen sich ihr sofort unterwerfen. Fall» da« afghanische "natum von den Stämmen abgelehnt werde, werde die Regierung » Zwangen sein, mit sämtlichen. Mahnahmen gegen die Aufständischen .Zugehen. Die Airtwort auf da» Ultimatum erwartet die Regie- MS 48 Stunden. König A m o n u l l a h leitet selbst die mili- rächen Operationen gegen die Aufständijchen. Die Hoffnung aus I* friedliche Beilegung der Streitigkeiten zwischen der afghanischen k�flierung und den aufständischen Stämmen ist sehr schwach. kj, Sommerresidenz des Königs Amanullah ist von Aufstän- rwn in Brand gesteckt worden. Strömt herbei, ihr Völkerscharen! Das Schweineglück der Kommunisten. ®'c0 über Sieg wird der„Roten Fahne" gemeldet. C» geht r! Riesenschritten vorwärts. Bor allem im Ruhrgebiet drängen k2 die Massen, um nur ja nicht den Anschluß an die Partei der �ellreooiution* zu verlieren. Hören wir beispielsweise, wie es > �derhausen am Montag zugegangen ist: I»Parteilose traten zur KPD. jiber. Christliche I �kiter erzählten offen, daß sie ihre Zeitung zum Fenster hin- I �-werfen und die Verbandsbücher zerreißen münden. Ratio. ,"sozialistische Arbeiter erklärten den Betrug ihrer Partei Ii J'b versicherten, sich der KPD. anschließen zu wollen. Viele �PD.-Funktionäre sind deprimiert und sagen, daß sie lesen Verrat nicht für möglich gehalten hätten. Sie geben auch .ll. daß sie kein Vertrauen zu Severing hoben. Alle: in allem wrscht eine sehr gute Stimmung." Kunststück, da soll keine gute Stimmung herrschen, wo vor und ThSlmanns Zorn die Feinde Moskaus dahinsterben 6 die kranken Fliegen! Aber wird dieses Schweineglück der Kommunisten noch lange J?, lten? Ach, wir denken an Schillers schöne Gedicht vom Dchhkrates: Noch keinen sah ich fröhlich enden, auf den mit immer vollen Häpden die Götter ihre Gaben streu'n. i Strömt also herbei, ihr Bölterscharen, bevor die„sehr guk« lomung" vorüber ist!( Der Arbeitsplan des Reichstags. Der Ael testen rat des Reichstags hat am Montag folgen- �®ffchäftspfcn festgelegt: Am Dienstag soll die Aussprache Über Rot der Landwirtschaft zu End« geführt werden. Vom ttwoch ah werden mit Rücksicht auf den Zentrumsparteitqa in n Plenarsitzungen nicht abgehalten werden; sie beginnen wieder � Dienstag, dem 11. Dezember. Erledigt werden kn dann die zweiten und dritten Lesungen des Gesetzes über die Dehnung der Unfalloersicherung und des Gesetze» über hie Ar- �ivsensürsorge für die Saisonarbeiter sowie die erste Lesung des chiwgeetats für«928 zusammen mit dem Personaketat '.,>l2 Lesung des Etats für 1929 kann vor Weih- «ehr stattfinden, da der Etat noch nicht an dfn Reichs- Von Paul Gutmann. Der Besucher der preußischen Königsschlösser kann bei aufmerk- samer Betrachtung allerhand zu sehen bekommen, wa» im privaten Kunstbetrieb vormals und heute von den Wächtern der Tugend als Schund und Schmutz beanstandet worden wäre. Aus der Stadtschloßrompe zu Potsdam stehen Kandelaber, deren figürliche Darstellung jener Treppe im Volksmund die Bezeichnung„die un- anständige" eingebracht hat. Man bezeichnet derartige bildnerische Szenen als„galant", und wer durch die fürstlichen Privatränme oder auch nur durch den Garten von Sanssouci wandelt, darf zahlwse galante Bilder und Marmorgruppen ohne Zensurverbot genießen. Sie sind die swmmen künstlerischen Zeugen— soweit von Kunst dabei die Rede sein kann— einer Lebensweise, der wir heute nicht mehr den Nimbus erhabener Größe verleihen können. Im Gegenteil, sie künden unter der Maske tändelnder Lebensfreude von Gewalt, Ausbeutung und rohester Genußjucht. In dem neu erschienenen Werk:„Das galant« Berlin" (Berlagsanstolt Hermann Klemm) schildert Hans Oftwald in fesselnder Weise die Entwicklung der Hauplstadt in erotischer Hin- ficht, von jener Fürstengalanterie bis zur freien Menschlichkeit einer in Luft und Licht durch Sport und Wandern gestählten Jugend. Diese Entwicklungsgeschichte ist eine wertvolle Ergänzung zur po- liiischen. Sie zeigt, wo die wahren Quellen der Voltskraft zu finden sind. Roch immer ergötzt sich der tugendhafte Bürger an den Lastern seiner ehemaligen Fürsten, die gewissermaßen befugt waren, die Sünden der Untertanen auf sich zu nehmen und diese somit vom Uebel zu erlösen. Welch angenehmes Gruseln befällt ihn angesichts des Palazzo Barberini, der übrigens eine auf Bürgerhäusern aufgeklebte Fassade ist. bei den zahllosen, mehr oder minder nackten und wollüstigen Darstellungen seiner Bewohnerin. Er weiß nicht, daß jene schöne Tänzerin durch einen unverschämten Gewaltakt im Stil jener Zeit durch Häscher gewaltsam geraubt und durch nomhafte Geldbeträge gefügig gemacht worden ist. Denkt der Bürger etwa daran, daß die Geliebten der Kurfürsten und Kö° nige zum großen Teil verheiratete Frauen waren, wie die schöne Gießerin Anna Sydow, die Gräfin Wartenberg, die berüchtigte Lichtenau, die von ihren Männern durch Gewalt oder Geldgeschenke genommen wurden? Daß keinerlei moralische Bedenken die Fürsten von ihren kostspieligen sinnlichen Vergnügungen abhalten tonnten, weder Rücksicht auf die Familie noch auf das Wohl der Untertanen, ja, daß sogar die Bigamie, ein Verbrechen beim Bürger, ihnen von einer gefügig gemachten Geistlichkeit sanktioniert worden ist. Jene Zeiten des Barock und Rokoko, die uns durch den Niederschlag �iner gefälligen Kunst so verführerisch erscheinen, waren die Zeiten der schamlosesten Ausbeutung und Unterdrückung. Das Buch von Ostwald führt uns von jenem Zeitalter, wo die Erotik scheinbar nur eine Domäne der Fürsten und hohen Herren gewesen ist, der Bürger nur das Kanonenfutter, den Steuer- zahler und die Bettgenossinnen der hochadligen Don Juans zu liefern hatte, über das sentimental verlogene Biedermeier iii die bürgerliche Dunstatmosphäre des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Hier ist alle Grazie, die den fürstlichen Lastern noch ein gefälliges Aussehen verlieh, verlorengegangen. Das kapitalistische Zeitalter verrät sich auch im Erotischen durch ein Gemisch von Heuchelei und Brutalität. Der Sohn aus gutem Haus« vergnügt sich mit be- zahlten Proletarierinnen in jener zynischen Weise, die zahlreichen naturalistischen Dramen und Romanen ihren Inhalt gab, die im Gegensatz von Hinterhaus und Vorderhaus zum Ausdruck kam. Die Kellnerinnenkneipe mit ihrem ordinären Betrieb, das bezahlle Verhältnis, dos man in guter Gesellschaft verleugnet, dominiert. Noch ist die heuchlerische Schranke zwischen den Geschlechtern nicht niedergerissen, noch herrscht das Verbot über das Natürliche, dos seiner Würde beraubt ist. Erst zu Beginn des 29. Jahrhunderts wird die. Natur in ihre Rechte wieder eingesetzt, und zwar vom Volke selbst. War es nicht ein revolutionärer Akt, als die ersten Pioniere beider Geschlechter an die See- und Flußufer zogen und sich dort in aller natürlichen Freiheit ohne Scheu vor einander dem Genuß von Luft und Wasser Hingaben. Don da an beginnt die Natürlichkeit, die wir heute als selbstverständlich empfinden, die Männer und Frauen, ebenso wie in der Arbeit, in Sportbetätigung, im Naturgenuß, im Vergnügen zu Kameraden macht. Von hier geht eine Erotik aus, die nicht in I halber Enthüllung schwelgt, sondern in der Nacktheit die Göttlich- keit verehrt. Zeichner wie Baluschek und Zille haben diesen Drang des Volkes aus gewohntem Elend zu einer noch oftmals von groß- städtischer Häßlichkeit überschatteten Natur gezeigt. In zahlreichen charakteristischen Bildbeilagen verfolgt Hans Ostwald diesen Zug der Berliner Galanterie von der Kurfürstenzeit bis zur Gegenwart und liefert so eine Sittengeschichte, die ebenso amüsant wie be- lehre»rd ist und infolge ihrer sozialen Einstellung besonders Besch- tung verdient. Eine priesterin der Tanzkunst. . Mary Wigmann im Vach«Saal. Mary Wigman ist die Priesterin ihrer Kunst. Der Tanz reißt sie in eine Ekstase hinein, die nicht mehr aus chr Henaus zu tanzen scheint, sondern die mit ihr tanzt, in der die Tänzerin in Tanz- gebärde aufgelöst wird. Man kann nicht sagen, daß ihr Tanz ohne Sinnenfreude sei. Aber er ist es in einer erhabenen, dem Alltag fernen Art. Sie zeigt« im Boch-Saal ein« Tanzfolge„Visionen". In sechs tänzerischen Gestalten kommt sie auf die Bühne. Sie nennt nur eine davon„Traumgestalt": aber man erlebt bei allen traumhaft- tänzerische« Geschehen. Als„zeremonielle Gestalt" erscheint die Wigman zuerst, ge- bannt in den Rhythmus strenger Gesten, steif, fremd, aber ohne eine Andeutung von Karikatur. E» geht wie leises Mitleid hei- schend von diesen kleinen, freiheitfernen Bewegungen aus. G«- steigert wird dies Erlebnis von dem folgenden, von der„Traum- gestalt", die in rotgoldener Gebundenheit dasteht. Streng rhyth- mische Schläge werden von einer trageirden Melodie abgelöst, in der tragende, sehnsüchtige Gebärden ausflackern. Der Kampf geht hin und her. Harte, hetzende Rhythmen peitschen die Gestalt in einen bachantischen Tanz—, wieder erklingt die Melodie. Der Taumel bricht ab. In müdes, unerfülltes Verlangen versinkt der Tanz, versinkt die Gestalt. Zuletzt tanzen nur noch der ausragende Arm und die Hand, die erst jäh mit der Melodie zur Ruhe kommt. Diese' zweite Gestalt ist wohl die künstlerisch stärkste. Am meisten umjubelt wurde der„Herentanz", eine technisch virtuose, im Ausdruck unheimliche Darbietung. Das unerhörte Zu- jammengehen von Klang und Gebärde steigert diesen Tanz ins Gespenstisch-Visionäre. Zuerst wird die Gestalt von den Tönen be- wegt, dann scheint sie die— unsichtbaren Töne aus dem Raum erst herauszureißen. Die Rassel- und Klappergeräusche im„Toten- tanz" der Wigman wgrden einst so ausgelöst. In den beiden letzten Tänzen„Erscheinung" und„Raum- gestalt" formen weite, flatternde Stoffbahnen die Linien des Tanzes nach. Im zweiten Teil sah man drei Tänze aus der„Spanischen Suite". Sehr schöne Darbietungen, die ober nicht an die Größe der Visionen heranreichten. Einzelne Bewegungen von zauber- hafter Vollkommenheit. Ein leichter Schwung, ein verlorenes Heben der Arme, zarte Schritte bei ganz ruhigem Körper, konnten van entzückender, zalrtester Heiterkeit sprechen. Aber dann gab«s Motiv«, die dem spanischen Volkstanz entnommen waren, und mit denen der Zuschauer die Vorstellung einer temperamentvollen, sinn- lichen Herausforderung verbindet. Diese primitive Erotik liegt der Wigman völlig fern. Sie will sie auch gar nicht in dies« Gesten hineinbringen. Doch unwillkürlich sucht sie der Zuschauer in den bekannten, wenn auch streng stilisierten Bewegungen, und bleibt irgendwie unbefriedigt. Man muß vielleicht diese Tänze öfter sehen, wenn man ihren Stil ungestört auf stch wirken lassen soll. _ Tes. „Oer Kampf ums Matierhorn." Ufa-Palast am Zoo. Die Bezwingung des Matterhorns, die 18SS dem Eng- länder Whymper gelang, ist ein« der vielen heroischen Epi- soden, die die Geschichte der Alpenerschließung im 19. Jahr- hundert erfüllen. Arnold F a n ck hat den Vorgang rekonstruiert und durch»ine spannende Fabel zu steigern versucht. Aber der Liebhaber der Natur hätte auf diese Notizen, die den Bergführer Earrel gegen Whymper aufhetzt und ihn bald zum Mörder an ihm hätte werden lassen, um Earrels schöner Frau willen, gern verzichtet. Der Kampf um den Berg ist so spannungsgesättigt, reich an Zwischenfällen und grandios in seinem Triumph, daß der Eifersuchtskompf um die Frau daneben verblaßt. Die einzigartige Form des schönsten oller Berge hat Whymper hypnotisiert, immer wieder lockt ihn dieses stolze, vis dahin unnahbare Feksmassiv. Zuerst versucht er'» allein, verunglückt dabei, daim zusammen mit Carrel— ohne Erfolg. Nach Jahren nimmt er den Kamps auss neu« auf, gleichzeitig mit Earrel, der«ine andere Gruppe führt — und diesmal gelingt es. Freilich seine Begleiter stürzen ab, und er kommt in den Verdacht, sie geopsert zu haben, um sich zu retten. Carrel stellt Whympers Ehre wieder her; ihre Freund- schalt Mdd Treue hat alle Gefahren siegreich überstanden. Bon- oard und Malasomma, in den Aufnahme» unterstützt durch Sepp Allgaier und W. Winter stein, wissen uns unerhört zu spannen und zu fesseln in diesem aufregenden Ringen mit d«m Berg. Durch fabelhafte Einstellungen erleben wir all« Einzelheiten der Kletterarbeit mit. Die ganze Technik der Dergbezwingung wird vor uns ausgebreitet, alles wirkt echt. Luis T r e n k e r ist der schlichte Führer, eine Vollnotur, kraftvoll, gewandt und menschlich sympathisch. Whymper wird von Peter V o ß treffend charakterisiert. Unter den Darstellern der Eingeborenen treten hervor Max Lagler al» JMrigant und Paul Gr atz in einer ulkigen Charge. Marcello Alban! bezaubert al» Frau des Bergsührer», die zwischen den Männern steht, durch ihre Schönheit, hat aber einen Stich ins Theatralische. ld. „Oer präsideni." Primus-Palast. Eine südamerikanische Miniaturrepublik mit allen Filmeigen- schaften dieser schönen Ländchen, wie Korruption, Ueberfälle und stille Freude an Revolten. Dazu noch der Glanz einer romoMisch verklärten Liebe. Aber dann tauchen wieder vernünftig« Gedanken auf, etwa, nur ein Mensch aus dem Volk kann die Leiden der Kleinen, Getretenen mitfühlen, sie lindern, Besserung schaffen. Wie gesagt, dies ist auch«ine Melodie des Films, allerdings keine führende, nur eine Stimme im Orchester. Pete Tore, der arme Bauer, wird Präsident, wie man nur in einem farbenfreudige», handlungsträchtigen Film Präsident wer- den kann. Bis zu diesem Punkt ist das Geschehen,— einem Roman Ludwig von Wohls entnommen— klar gestaltet, wenn auch rech: unwahrscheinlich. Doch dann siegt nur noch die Liebeskantilene. dann verwirrt sich alles. Der pslichttreue Präsident, der seinem Lande tot- sächlich hilft, will zurücktreten, weil seine Frau ihn nicht liebt. Romantische Flucht und romantisches, glückliches End?. Das Ganze bleibt unbefriedigend, stillos. Righellis Regie schwankt zwischen großer Oper und Aden- teurersibn. Zuerst das Abenteuer, darauf die Oper, am Ansang Einfälle, witzig zugespitzte Printen, das Ende ist dagegen nur noch Schema, an dem auch M o s j o u k i n scheitert. Dieser verleiht d«n Bauern Pepe Tor« eine verspielte, leicht beschwingte Grazie. Mosjou- kin tändelt mit seiner Rolle, zeigt seine Eleganz, sein« turnerische Sicherheit, ist heiter humoristisch und wird nach Erlangung der Präsidentenwüide langweilig. Aber immer hat man bei ihm den Eindruck, er bleibt ein darstellerisch hochbegabter Opernsänger Italienischer Schule. F. S. Presse und Kritik. Der Reichsverbond der Deutschen Presse, Be- zirksverband Berlin, veranstaltete am Montag einen Vortragsabend. in dem das Thema behandelt wurde: Presse und Kritik. Das erste Referat hielt Fritz Engel über die Ausgaben des Theater-Kritikers. Dr. Max O s b o r n behandelte die bildend« Kunst und die Presse. Die Fragen der Musikkritik erörterte Professor H. I. Moser. Itever Leiter de» Museum» ISr devssche valtikvuN tu verlin. Sil» Nach. teiger de» wegen Erreichung der Altei«grenze auSicheidenden Professor» Brunner ist Dr Conrad Habm. der mebrere Iabre Neserent beim Reich«. kunftwart im Rcichsministei iiim de» Jnn-rn war und dui ch Srezialarbeilen ou' dem Gebiet« der Voltskunstiorichimg Scivoraetrelen ist. zum üeiter der staatlichen Sammlung sür deulschc Volkskunst ernannt worden. Vi« tvalerle Malthiesrn veranstaltet in der Zeit vom 2. bi« 23. De zember in ibren Räumen. Bellevuestrahe 14. eine Ausstellung von Plastiken und Zeichnungen de» Schweizer Bildbauer« Fritz Cnif. Die Slu«stellung ist Wertlag« von 10—6 Uhr und Sonntag» von ll—2 Uhr geöffnet. 3m Lassee IrledriS-lNuieum kErdgelchoh Saal 9) ist ein« Sonder- auZslcllung.Persisch« Keramik" eröffnet. Zn der SiaaMchen kiuvstbibliolhek, Prinz-Albrecht-Str. 7a. findet vom >—31. Tejimber eine Ausslelluiig: Da« neue ruflifche Kinder buch stall. Sie ist wochentäglich von 10 bi» 22 Uhr bei freiem Eintrir geöffnet. Das Erdbeben in Südamerika, ijäfi&QMSO ur ro: — �Consfi :=l/y fucon' -v>— —- Haßtäö T-7JS0000Q� -- 3cb_ ■57 0 m TOP Die Starte des Crdbebengebietes. Schiffbruch auf der Oder. Oas Ende einer Europafahrt. Drs Ellropareise des Berliner Kunstmalers Herbert Merze- n i ch auf seinem Segelkreuzer.E o a" erfuhr im Kreise B r iey eine unliebsame Unterbrechung. Er war mit seinem 7Vj Meter langen und 2,40 Meter breiten Fahrzeug, das einen Motor von sechs Pferdestärken besitzt und über 30 Quadratmeter Segelfläche verfügt, am 14. Juli d. I. von Berlin über Havel und Elbe nach Hamburg und von da nach London gefahren. Von dort ging die Reise nach Rotterdam und den Rhein aufwärts bis zum Main und durch diesen und den Ludwigskanal in die Donau und diese abwärt» bis Belgrad. Dort mutzte die Reise wegen heftiger Ost- stürme unterbrochen werden. Die Fahrt ging wiederum aufwärts bis Kowno, wo das Fahrzeug verladen und nach Kofel-Odsr- Hafen befördert wurde. Nun ging die Fahrt die Oder abwärts, um durch den Oder-Spreekanal und die Spree nach Berlin zurückzu- lßllch auf Santiago, die Manfristadt von Chile, kehren. Im Koppen-Schönauer Kanal geriet das Fahrzeug infolge heftigen Südwestwindes auf die steinige Kanalböschung. Hierdurch wurde eine Bodenplanke eingedrückt, und das Boot begann zu sinken. Mannschaften der Oder-Strombauverwoltung eilten zu Hilse und brachten da» Boot noch notdürftig« Dichtung des Lecks noch Brieg, wo es am Staatlichen Bauhafen am Mühlendamm festmachte. Noch Ausbesserung des Schadens wird die Fahrt nach Berlin fortgesetzt. Dfoferseff der Schutzpolizei. Di« 3. Bereitschaft Nord der Berliner Schutz pollz«? Haft letzten Sonnabend zu einem Wintervergnügen im Kristallpal« der Müllerstratzc eingeladen. Der reich mit schwarzrotgoll Fahnen und einem riesengrotzen Reichsadler ausgeschmückte war fast zu klein, um all die Gäste der Schupo auszunehmen. beiden Beomtenorganisationen und das Reichsbanner hatten gationen.zum Fest entsandt. Von den Offizieren der Bereit waren nur zwei Herren, Oberst Schmidt-Halven und He mann Reuter, der Einladung gefolgt. Hauptmann Reuter grützte die Festgästc und gab seiner Freude darüber Ausdruck, die Bevölkerung des Weddings so.zahlreich zum Fest erschi« war. Der Polizeibeamte steht im Dienst der Oeffentlichkeit. er Helfer der Bevölkerung und ein treuer Diener der Republik Bei Tanz und guten Darbietungen verlief dann das ausgezcich Fest in voller Harmonie._ Di< Wieder eine Friedhofsschändung. .V Der Zentraloerein deutsch« Staatsbürg« jüdischen Glavi erfährt aus Eppingen in Boden, datz dorr zum 68. Male Schändung eines jüdischen Friedhofes gescyehen ist. I Gendarmerie Hot von den Fuhspuren der Tater Abdrücke hergl Bisher sind die Täter noch nicht ermittelt. liebet Sozialdemokralle und pazifismn» findet morgen■ wach, pünktlich 20 Uhr, im Reichswirifchastsrat, Bellevuestr. 15, 10. Ausbau-Abend der Freund« der Sozialistischen Monatshefte' Referent: Karl M o y r(ehem. Generolstabsoffizier). Dem Re WWW Aci WWWWWWWWMW folgt eine Aussprache zwischen Rednern verschiedener politi Parteien, für die bisher vorgemerkt sind: Willi Brüninghaus, Cohen-Reutz. Joseph Ersing. Paul Levi, Artur Mahraun, Her» Schützinger. Wolfgang«chwarz, Gerhort Seger. gern In. durd gewl blick lich eine Wetterbericht d« öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und (Nachdr. verb.) Nur zeitweise etwas aufklarend, sonst z> Üch trübe und neblig bei wemg veränderten Temperaturen. Für Deutschland: Im Süden und Südosten noch einzelne lr Niederschläge, sonst wenig Aendcrung. .Vi« Zustände au»er hondetshoch chul« Herst».« Die Sertiirt soztaldemokrattscher Studierender an der Handelshochschule f veranstaltet am Mittwoch, dem S. Dezember. 20 llhr. im.Bund'. 5' Albrechtstrah« 11. eme öffentliche Studenten kund gebung mit dem Th« »Die Zustände an der Handeltdochschule Berlin.' Eintritt ist stet. Verantwortlich für dir Redaktien: Guar» Prager. Berlin: Anzeigen: Id. S Berlin. Verlag: Verwarte Verlag G m. i> K., Berlin. Drua: Vorwiir!« drucke«! und Verlagsanftall Paul Singer ch Co., Berlin SB HS. Linden stro »irr,» 1 BeUaa«. 5«t dies, Cell jeeli inchi Ullis fern i»oD dem leri €oij da i ich' nich Se datz sagt Es Kratzer WeniiiaddsverKaut Praklfsdie Weihnadilsgesdienhe in großer Auswahl zu extra billigen Preisen finden Sie in (zlas~, Porzellan«., Kristall«� Nickel«, Leder«, Emaille« und Wirischaftswarcn bei der Firma Mai- aad Emaninarkl lotaana M Spezialgeschäft grötzfen Stils nur Wllmersdorl. Berliner Straße 30-31 Kattee- and Tafelservice, sowie komplette Küchen cinrichtungen in jeder Preislage auch in Ratenzahlungen. Jeder Kiefer erbilt beim Einkauf von 5 Mk. an ein Geschenk Kroße TraurinO-Fabrih verkauft fugenlose Trauring© direkt an Privat© h, 1 Ring.133 gestempelt aar» bis S Mk. lUfjidj graüj, 585 585 585 KM «00 «00 leicht 8.80 mittel U.— schwer 14,80 leicht 16.80 mittel 21-50 schwer 28.— Hermann Wiese, Berlin Ge8 gesehnt«.„ �riQjeriestr. 30 � w. Passaner llr.12 | Garantie- cfiein. 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Herrn annstr. 32 Plllalei Eberswaide, CisenbahnslraSe A neben de Hauptpost- Filiale t ltowswe», PriesterstraSe 57. miiiinniiinnimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimnmiiniiiuiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiinniiiiiuiiiiiiiiiiiiraiiimiiiiimiiiiimuiiiuHiHmiiiiiiuiininiiiiuwiiiniiiiumiinimimniiiiiiiHiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiimiiuHuinnmRiiM Unserem Dank sagen mir Oierdurcß allen unseren Kunden, die trotz der unvermeidlicOen UnbequerrüicOkeiien wäßrend unseres Umbaues,- doeß treu zu uns geßaltenl Dank aueß all den Meistern, Handwerkern und Aibeitern, die dureß ißi gemeinsames emsiges Scßaffen zum JVoßlgelingen des Erweiterungsbaues beigetragen ßaben. Die Eröffnung unseres Erweiterungsbaues gesiallete sieß denn aueß zu einem Ereignis in der winseßaffließen Entwicklung Heuköllns, und wir danken all den Tausenden ßerzlicß für ißien Besucß. Die zaßUosen Glückwünscße, die uns zugingen, ßaben uns außerordentiieß eitreui und geben uns erneui den Beweis, welcß großen Kreis von kaufenden Freunden wir uns im Caufe dei 30 Jaßre in Neukölln erworben ßaben.- Nocßmals besten Dank auf diesem Wege. nich St'ri wirl üutz Geb der ein «ar Füh datz Noch jedo aus fuch stew All« fühl qu.. s'tze, Berlin-Neukölln, Dezember 1923. «rt Nich wöv iedo an. «eis Eni. Cntj von -Veuttättn. Shir A.. Stzi otch, Cch Niel, das «ch. für «äh dSeffage Dienstag, 4. Dezember 1928, DivAiwtib SfiAIauXfoOe Aa IbieäsA Was weiß die Mutter von ihrem Kind? Der Einfluß der nbürgerlichen� Familie auf die Jugend. (Bfeutj Immer wieder wird die Ansicht ausgesprochen, doh die Familie gerade für die Erziehung der heranwachsenden Jugend unentbehrlich fei- Die Blutsverwandtschaft bedinge ein« seelische Nähe, die nicht durch andere Bindungen erzeugt werden könne. Bater und Mutter gewönnen durch ihr inniges Verhältnis zu den Kindern einen Ein- blick in die jugendliche Seele, wie es niemals einem Fremden mög- l>ch sei. So seien also gerade in der Familie die Grundlogen für rinc erzieherische Bceinflusiung gegeben. Nun zeigen wieder einmal die Schülerselbstmorde der letzten politi\5oit und auch der Verlaus des Husmann-Pro.zesies, wie wenig ins,! diese Theorien der Wirklichkeit entsprechen. Hätten die jungen Herl* Selbstmörder einen Freund in den Eltern gefunden, der sich in ihr« seelische Lage eingefühlt hätte, so wäre es aller Voraussicht noch u>cht zum Freitod der Jugendlichen gekonnnen. Der Vater Daubcs wutz im Husnrann-Prozetz bekennen, daß ihm der Sohn soft ganz lös f?rn stand. W«im er etwas über dessen Innenleben erfahren wollte, mutzte er sich an seine Frau wenden. Di« Mutter glaubt«, ereinll recht nahe zu stehen. Sie wurde durch die Gerichts- iuleSr i'erhandlung eines anderen belehrt. Die Offenherzigkeit des n TH« �0t,ne5 hatte ihre Grenzen, und diese Grenzen fingen anscheinend fco an, wo das eigentliche Leben begann, z. B. bei der Liebe. ist. l-rg Mt r. ü lefte n Rl und ZNst Z> uren. ne Id.« »Sri» >»»0* rel»« Man schließt die Augen vor der WirNichkeit. Die Mutter wollte, wie es so häusig Mütter wn, den neun- zehnjährigen Sohn von Liebesbeziehungcn zurückhalten. Wuhte sie uicht, dah bei«nem normal veranlagten jungen Mensche» das Bedürfnis nach Freundschaft und Lieb« so stark ist. fcotz sein« Befriedigung natnrnotwendig ist? Damit soll nicht pe- !ogt sein, dah diese Beziehungen immer sexueller Ratur sein müssen. gibt Menschen, die, besonders in der späten Pubertät, Be- je"s!ct Packung darin finden, wenn sie mit einem geliebten Menschen ge> l< st weinsam nach Vollendung ihres Lebens streben können. Auch ' Tradition und Umwelt spielen bei der erotischen Entwicklung des Jungen Menschen sine Rolle. Keinesfalls ist aber innner die � k oh st ad t j u g e n d frühreif', gerade auf dem Lande setzen die sexuellen Beziehungen in vielen Fällen schon nach der Einsegnung Bibelkränzchen? Die dort vermittelten Scheinwerte haben Husmanns Triebleben, obgleich er, wie es scheint, zu religiöser Schwärmerei neigte, kaum beeinflußt. Es fehlten also dieser armen höheren Schuljugend in dieser Kleinstadt Menschen, die kraft ihres Daseins die Jugend beeinflussen konnten. So sieht man beinahe keine Möglichkeit der Besserung für das Leben dieser Jugend. Jedenfalls müssen die„bürgerliche' Familie und die Schul«, wenn sie selbst die Leitung der Jugend nicht übernehmen können, auf die Bceinflusiung der jugendlichen Lebensgestoltung verzichten. Sie werden sie an die von der Jugend selbst gewählten Erziehungsmächte. wie sie sich in der Kameradschaft, Freundschaft und sonst im Gruppenleben der Jugend verwirklichen, abgeben müsien. Fast möchte man den Rot geben: Nehmt diese jungen Menschen wenigstens von der Schulbank herunter, schickt sie ins Leben hinaus! Dann werden sie noch leichter den Weg finden als in der„bürgerlichen" Familie, in der lebensfremden Schule und im Biüelkränzchen. Slse ttiläebranckt. ■iv.Rjtt in Iis ein. ien --st - 1«.- - in.» - 15- r>.Ä - uJ &! ullei tt aße 9* s 57. m Ucbcr alle diese Probleme scheinen viele �bürgerlichen'" Mütter überhaupt nicht unterrichtet zll sein. Man glaubt häufig in dieser .'bürgerlichen'" Welt, wenn man die Augen vor der Wirklichkeit Erschließt, sei sie nicht vorhanden. Wie könnte sonst eine Mutter versuchen., ihren Sohn von der Liebe zu einem körperlich und gotsiig entwickelten Mädchen zurückzuhalten? Müßte sie sich nicht vlel- �ehr wohl befinden bei dem Gedanken, daß ihr Sohn ein solches Mädchen gefunden hat? Wird nicht gerade durch eine glückliche �öiehung zu dem anderen Geschlecht die Gefahr behoben, daß die Sexualität zum eigenen Geschlecht abgedrängt wird, eine Gefahr, die häusig nicht aus einer Veranlagung heraus entsteht, sondern �eil die Befriodiqung des normalen Trreblebens zu sehr erschwert wurde. Die Zuneigung zum eignen Geschlecht. Die Mütrer wissen vielfach m'chts von seelischen Konflikten. nichts von homosexuellen Vezieliungen unter der Jugend. Der Direktor einer höheren Knabenschule in Norddeutschland, der in Ertlich freundschaftlichen Beziehungen zu seinen Jungen steht, äußerte vor einiger Zeit seine Erfahrungen:„Auf dem sexuellen Gebiet gibt es für meine Oberprimaner nur ein Problem— das öer 5)emioserualität.� Etwas Aehnltches bekannte ein Student, der Gymnasium im Berliner Westen besucht hatte. Dien<>iaK, 4. Dezember. Berlin. 16.00 Stunde mit Büchern. 16..V..Londfn, Liebe zu einer Stadt" von Wolf Zucker. Gelesen vorn Autor. 17.00 Ujiterhcltungsniaslk des Capi toi-Orchesters Schmidt- Boelcke. 19.00 Recbttan�alt Dr. Dr. Frey: Recht ist. Kampf, alte und neue Prozesse. 19.30 Mans�BretJoNv-Sciiu'e, Geographie. Prof. Dr. Georg Wegen er: Die Polarforscbung. IT!.; Die Franklinsnche. 20.00 Abendunterhaltung. Mitwirkende: Dolly Lorenz, Dr. Erich Fortner. Max Kuttner., 31.00 Flöten-Konzert. 1. Joh. Scb. Bach: Sonate Es-Dur Nr. 2 für Flöte und Klavier: Allegro niodcrato Slciliano— Allegro(Prof. Emil Prill und Waldemar v. Vultee).— 2. Joh. Scb. Bach:„Betörte Welt"."Arie aas der Kantate Nr. 94 für eine Altstimme mit obl. Flöte(Allee Weiß und Prof. Emil Prü!; am Flügel: Waldemar v. VuIt�c).— 3. Rob. Hernried: Suite für Flöte ond Klavjer, op. 34a: Capriccio— Ued der Sehnsucht— Tanzstück— Traurige Weise(Prof. Emil Prill und der Komponist)._..* 21.30 Der JoumaJisf spricht... Arn Mikrophon: Hugo Kudsch. .Anschließend: Presseüm schau des Drahtlosen Dienstes» K ö n I g s v n s t e r h a u s e ,. 15.00. Dr. K\vr Prjyct: i.)ie: pädnepgis€hr Provjnz fn der deutschen Dichtung vöfi fferder bis tlttttha�d(!.). 16:30 Uebertragung des Na'chmiftagskoBzertcs Leipzig. IT�V) Georg Förster: Philosophisch-geisteswissenschaftliche Bücherstande. 18.00 Dichterstundc: Mas Brod. 18,30 Lektor Claude Qrander, Gertrad van Eyseren: Französisch für Anfänger. (8-c3 Dr. Elias Honvicz: Die russische Welt(IV.). .19.20 Priv.-Dozent Dr. Paul Günther: Gay Lussac zum 150. Todestag. Ab 30.00 Ucbertr'agung von Berlin. 32.45—33.15* Bildiunkvcrsoche. „Stock" disziplin. Eigenartige Zustände bei der Sowjet-Polizei. Eigentlich hätte man doch glauben sollen, dah, wenn irgendwo, so in Sowjetrutzland unter den Polizeibeamten eine freiwillige Disziplin herrscht, und dotz hier die unteren Schupoleute von ihrem Vorgesetzten als Kameraden behandelt werden. Aus einer der letzten Nummern der �Iswestio" erfährt man aber das direkte Gegenteil. Es wird da bittere Klage geführt, daß bei der Polizei, insbesondere innerhalb der Moskauischen, eine„S t o ck"d i s z i p l i n herrscht, zu deutsch gesagt, so etwas wie ein Prügelsyftsm. So gibt es in dem 36. Polizeirevier einen Leiter, den Genossen M e l o- nitschew, der im Lause von sieben Monaten 16? Schupoleute 566 Arrest st rasen zu di kt i e r: hat. Als eines der Sowjetblätter dagegen From mochte, erhob der Leiter der gesamten Moskauer Polizei, Lobanoff, gegen diese Stellungnahme des Blattes Einspruch. Und als dieses und die Gewerk- schaft die Enthebung des arrestfreundlichen Revierleiters von. seinem Posten forderte, erklärte Lobanoff. datz Malanitsches Er> ziehungesystem den Grundsätzen der Arbeiter' und Bauernmiliz in jeder Hinsicht entspreche. Das Beschwerdebureau der Moskauer Arbeiter- und Bauern- inspektion nahm in schärfster Form gegen Malanstschew Stellung. Lobanoff legte aber gegen dos Beschiverdebureau Beschwerde bei dein Kollegium der Arbeiter- und Bauerntnspektion ein. Lobanosss Grundsätze unterscheiden sich nämlich in nichts von denjenigen seines Vorgeletzten: sein Etat für die Gefangenenhaltung seiner Schupo- leute auf den Polizeiwachen beträgt jährlich 86lM M. Es wäre aber sin Irrtum zu glauben, jagt die.Hswestia", daß etwa die Praktiken der Vorgesetzten in bezug auf ihre Untergebenen innerhalb der Polizei nur in Moskau derartige Blüten zeitigen. Auf einer Konferenz erzählte vor kurzem einer der Delegierten. dah der Polizeileiter einer der gröhten Jndustriebezirke seinen Schupobeanüen einsach erklärt habe:„Eure Gewerkschaft ist zu nichts nutze. Ich stelle die Leute ohne Ge- werkfchoft an und werfe sie ohne Gewerk- schaft' raü s." Und wie«'s sagt, so tut er'? auch: Als ein Schupobeamter Reisespesen verlangte, wurde er kurzerhand an» dem Dienst entlasten und ohne Recht auf Wiedereintritt. Im Leningrader Bezirk wurde«in PoNzeibeamter entlasten, weil er auf einer Versammlung der Palizeibeamten über die niedrige Entlohnung sprach. In dem Eni- lossungsbeschliih hieß es: er habe sich erdreistet, bei den Polizei- beainten die Vorstellung zu erwecken, daß sie eine zu nie- drige Entlohnung erhalten. Au all dem bemerkt die„Iswestia" metanchalisch: wenn man den Palizeibeamten wegen der Kritik verfolgt, die er übt. so wird er selbstverständlich auch den Bürger verfolgen, der Kritik übt. Und steckt man die Palizeibeamten wegen jeder Nichtigkeit in Haft, sa wird selbstredend auch der Polizeibeamte den Bürger wegen jeder Kleinigkeit verhasten. Es sei bereits manches geschehen, um die Lebensbedingungen der Polizeibeamten.zu verbessern, nichts sei aber'geschehest/ um die Erziehung» niethoden inner- halb der Palizeibeamten auf eine höhere Stufe zit brtn- gen. um die„S t ock d ,i s z i p l i n* zu beseitigen. Im elften Jahre der Sowjetregierung wäre dos schon an der. Zeit. Also so steht es bei der Sowsetpolizei aus. Es wäre gut, wenn die.Rote Fahne" sich, ein wenig hierum küntmerte. Man stelle sich nur vor, welche Gefahr es bedeuten würde, wenn das Sowjet- bsijpiel in Deutichland Nachahmung finde und. ähnlich« Verhältnisse bei der deutschen Polizei Fuß fohten. Die autoritätslose Schule. Juan diese Aeuherungen nicht verallgemeinetn. So erzählt t1tihr«j> fn der Jugendbewegung, der steine Mitte der Zwan.zjg ist, fcntz er von sexuellen Beziestungen zum eigenen Geschlecht erst lange I'och Astsowierung der Schicke gehört habe. Die schwärmerische Zuneigung zum eigenen Geschlecht gehört sedoch jm bestimmten Lebensalter, besonders in der Pubertät, durch- aus noch zur normalen Lebensäutzerung. Deshalb sind auch Eifer- luchtsausbrüch« auf der Grundlage dieser Lieb« durchaus nicht un- gewöhnlich und widersprechen nicht einem normalen Triebleben. Allerdings schämt man sich jetzt vielfach in der Jugend dieser Ge- stihie aus einem anderen Grunde. Man hält den Beweggrund da- ciu. nämlich das Streben, die ge lebte Person ganz für sich zu be- sitzen, mit der Freiheit der Persönlichkeit nicht vereinbar. lieber alle diese Beziehungen sollten doch gerode die Eltern erwachsener Kinder nachdenken. Wäre die Klarheit darüber bictst Hit Grundlage dafür, daß sie das Vertrauen ihrer Kinder ge- sännen? In der„guten, asten bürgerlichen" Familie glaubt man �och im allgemeinen, genug getan zu haben, wenn man der Jugend Hemmungen setzte. Nicht auf die Hemmungen kommt es aber sondern daraus, der Jugend Wege zu zeigen, Richtungen zu Weisen: diese dürfen aber nicht im Gegensatz zu ihrer natürlichen l-ntwicklung stehen, sondern müssen der Jugend die Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Kräfte geben. Ellern, die das oermögen, müssen von Vorurteilen sein, in freudigem Schassen sich auswirken, von Liebe erfüllt und Lieb« ausströmend. Bler sich eines Lehrers aus seilten.Knabenjahren erinnert, der gar kein Lehrer war, sondern ein? hartgesottener, autoritätswilder Allerdings darf Pauker, und wer an dieser schwarzen Iiigenderinnening. sofern sie Schickt die Jugend ins Eeben dir ans! Auf die Einheitlichkeit des Leben» kommt« an. �sttr von der Ganzheit des Lebens au» kann ich das Bild eines �i.iischen formen. Diese Anschauung mutzte die Eitern bei ihrer Erziehung leiten. Was liegt daran, ob der Junge einmal einen Ederen derb verprügelt hat. ob er einmal gelogen hat, ob er Höf- "ch oder unhöflich ist. Wichtig ist oiestnehr, welch« Bedeutung dies« fielen Einzelheiten für das Wesen de» Menschen besitzen. Aber trnöi nicht durch Summierung der Teile erschlossen, besonders rnchi boj einem Menschen in der Pubertät, dessen Leben an und lür sich widerspruchsvoll ist, da er den Sinn des Lebens erst all- Mählich finden kann. Die Eltern sind also häufig nicht imstande, den jungen Menschen "'f Richtung ihres Leben» zu weifen. Wer kann diese Führerrvlle noch lebt, eine nachträgliche Rache zu nehmen begehrt, der locke sie mit List oder entführe sie mit Gewalt in die Ausbauschule am Koiser-Friedrich, Gymnasium zu Neukölln, die unter Leitung des Nektars Karfen steht und den Geist pädo gogischcr Neuorientierung wohl am intensivsten und Wagnis- freudigsten unter allen städtischen und staatlichen Schulen Deutsch- lands pflegt. Es ftößl für Interessenten praktisch aus keinerlei Schwierigkeiten, am Unterricht teilzunehmen. Zu gewissen Zeiten sind in gewissen Klassen mehr Hospitanten als Schüler vorzufinden und das Bild, das sich diesen Haspitamen bietet, ist neuartig genug. Echan äuherlich ist hier Wesentliches anders als in den normalen Schulen. Dos Katheder, sinnfälliges Wahrzeichen eines Distan- zierungsbeftrebens des Unterrichtenden, ist abgeschafft. Auch di« zweisitzigen Klassenbänk« sind verschwunden. Di« Schüler sitzen an Tischen, die manhmol in Hufeisen- und manchmal in Rechteckform aufgestellt sind, und der Lehrer sitzt mitten unter ihnen und ist, vor allem in den oberen Klassen, aus der Schar der Lernenden gor nicht so leicht herauszufinden. Die Leitung des Unterrichts hat nicht er, sondern ein von der Klasse gewählter Wortführer inn«, der, ganz nach parlamentarischem Brauch, seinen Mitschülern und auch dem Lehrer in der Reihenfolge der Meldungen das Wort erteilt. Der Lehrer ist kein« Respektsperson mehr, tein Souverän: er ist sachlicher Berater. Während des Unterrichts zu sprechen ist hier keine mit Stroforbeiten zu ahndende Todsünde mehr wie zu unserer eigenen Schulzeit: es ist durchaus erlaubt, und in den unteren Klassen wird von dieser Erlaubnis auch ein reichlicher, wenn auch kein übertriebener Gebrauch gemacht. Eines fällt unter allen Umständen vorteilhaft auf? Die Schüler bringen dem Lehrer kein« Spur jener verhaltenen Feindselig» k e i t entgegen, durch die häufig in der Autorität sschule da» Verhältnis van Lernenden zu Unterrichtenden bestimmt ist. Niemand kommt hier auf die Idee, hinter dem Rücken des Lehrers Fratzen zu schn.iden oder ihm hatzvoll« Spitznamen anzuhängen. Der Lehrer ist Kamerad,«n Erster unter Gleichen, und zuweilen spricht man Ihn mit dem oertraulichen Du an. Extemporalia gibt es nicht. In der Regel werden, etwa für di« Deutsch, und Geographie- stunden, am Slnfong des Halbjahres bestimmte Themen an di« Schüler verteilt, die dann«in Referat darüber ausarbeiten, das zur Debätt« gestellt wird. In manchen Klassen existiert eine Wand- zestung. Sie hat ihren Redakteur und vornehmlich werden aktuell« politisch« Problem« auf ihr abgehandell, nicht immer, wie da» nicht ---r tueyrung ihre» Leben» zu weisen. Wer rann oiese xtuyrerrvue> poitnicye vraaieme auf lyr avgeyanoeu, nicht immer, wie oas utazi sibtrnehtnen? Wer hat sie in Gladbeck unternommen? Etwa da» I anders fein kann, mit viel Wissen und Sachverständnis, aber immer mit dem schönen und etsrtgen Ernst junger Menschen, denen ein« Unterhaliitng etwa über den Panzerkreuzer stärkeres Herzensbedürf- nis als die Kiä'ru ng von Toilettef ragen ist. In einigen Klassen werden Jungen und Mädchen gemeinsam unterrichtet. Es bedeutet zweifellos ein gewisses Experi- ment, die beiden Geschlechter im Stadium chrer Pubertät dauernd in eng« räumliche Verührung miteinander zu bringen, aber bislang sind nach keinerlei l>edcnkliche Ersohritngen mit der Koedukation gemacht worden, als deren Voraussetzung allerdings wohl geradezu eine so freie und trnautoritäre Unterrichtsform bezeichnet werden mutz, wie sie hier herrsch: denn die Komplexe, di« unter einem System der Bestrafungen und der Appelle an den Ehrgeiz sich ein- stellen winden, sind kaum auszudenken... Es existiert so etwas wie ein Beschwerdebuch für Schüler. Wer etwas auf dem Herzen hat, kann es hier von sich geben. Jeder kann es nachschlagen. Di« O II a stellt den Antrag, bei so schlechtem Wetter, wie es vor einigen Tagen geherrscht habe, den Schitshof zu schliehen. Die U 11 b stellt fest, daß es mit der Toilette.chald nicht mehr zum Aushalten" sei. Di« O I kommt ironisch Sie beantragt, künstig nur„Jünglingen Eintragungen machen zu lassen, die mit der deutschen Grammatik oertraut sind". Die Zensuren werden halbjährlich, aber nur inoffiziell oerteilt. Es wird kein feierliches Fornrular darüber ausgefüllt. Der Lehrer verliest sie und män kann sie sich ausnotieren. Auch«in Sitzenbleiben gibt es im eigent- lichen Sinne nicht. Dafür müsien die Eltern sich aber bei der(übrigens nicht vom Bestehen einer Ausnahmeprüfung abhängig gemachten) Ueberweisung ihrer Kinder an die Schule bindend verpflichten, sie wieder fortzunehmen, wenn nach Auffassung des Lehrerkollegiums ihre Fortschritte ungenügend sind. Gewitz nicht das einzige, aber doch ein wichtiges Kriterium der Tauglichkeit dieses Systems ist der Ausfall der von der obersten Schulbehörde abgenommenen Abschlutzprüfung. Vergangene Ostern haben erstmalig, noch sechsjährigem Bestehen der Schul«, Oberprimaner die Anstalt verlassen, und die Leitung. kann darauf verweisen, dah alle 28 Abiturienten ihr Examen bestanden haben. In manchem scheint eine gewisse Reserve am Platze. E» ist beispielsweise denn doch fraglich, ab, wie ich dos erlebte, die G« f ch i ch t» st u o d« einer Untertertia ausfchlietzlich mit der Erörterung politischer Tagessragen ausgefüllt werden soll. Aber das sind Nebensächlichkeiten und gewitz sind die Sclbsterziehunge. und Kameradschaftsideale, die für die Aufbouschule am Kaiser-Fviedrich- Gymnasium verbindlich sind, geeigneter, den neuen, freieren, natllr- iicheren, vovaussetzungsloseren Menschentyp heranzubilden, auf den e» un» ankommt, als di« auf Kadooerdisziplin und Paukerautorität abgestimmten Schulmethoden. Man» Bauer. COlviA.fS vo« EDGAR WALLTACE INS DEUTSCHE OSE RTC (15. Fortsetzung.) Mr. Septimus Salter antwortete nicht sofort. Er hatte ja eigentlich schon zu viel darüber gesprochen, aber plötzlich besann er sich eine» anderen. Theorien waren keine Tatsachen, und doch konnte er sich nicht verschweigen, daß man der endgültigen Lösung vieler Geheimnisse um ein gutes Stück näherkommen würde, wenn einmal das Verschwinden Lady Marys aufgeklärt war«. „Also bekümmern Sie sich um die Firma Selenger/ sagte er schtteßlich.„Vielleicht finden Sie heraus, daß Ihre Nachforschungen sowohl angestellt wurden, um Lady Mary aufzufinden, als auch die Identität Ihrer jungen Freundin festzustellen. Auf jeden Fall können Sie nichts verderben, wenn Sie sich um die Sache bemühen.' 18. Eunice hört« abends um zwölf Uhr einen Wagen vor dem Hause halten. Sie hatte sich noch nicht zur Ruhe gelegt und trat auf den Dalton hinaus, um zu sehen, wer es war. Sie erkannte Digby Groat, der eben die Treppenstufen zur Hmistür emporstieg. Sie schloß die Türe wieder und zog die Borhäng« vor. Aber sie war noch nicht müde genug, um zu Bett zu gehen, da sie un- vorsichtigerwekse der Versuchung nicht hatte widerstehen können, sich am Nachmittag etwas hinzulegen. Um sich die Zeit zu vertreiben. hatte sie da» letzte Paket Rechnungen auf ihr Zimmer gebracht, das sie unten im Weinkeller in einer Kiste gefunden hatte. Sie hatte die Rechnungen geordnet und eine Liste davon angefertigt. Als sie eben da« letzte Blatt aus der Hand legt« und ein Gummiband um die Papiere wand, hörte sie draußen plötzlich ein Geräusch. Verstohlen und heimlich schlich jemand über den Stein- fußboden des Balkons, sie täuschte sich nicht. Als der geheimnis- volle Besucher früher gekommen war, hatte sie ihn nicht gehört. Schnell drehte sie das Licht aus. trat ans Fenster, zog die Bor- hänge geräuschlos zurück und horchte. Wieder hört« sie Schritte. Sie fürchtete sich nicht im mindesten. Es erregte sie nur die Gewißheit, daß sie«ine wichtige Entdeckung machen würde. Plötz. lich riß sie die Feirstertür auf und ging hinaus. Zuerst konnte sie nichts erkennen, erst al» sich ihr« Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah sie eine Gestalt, die an der Wand lehnte. „Wer ist da?" rief sie. Erst nach einer Weile kam Antwort. ,fS.i tut mir furchtbor leid, daß ich Sie erschreckt habe, Eunice.' Es war Jim Steele. „Ii ml' sagte sie atemlos und ungläubig. Dann packten sie Aerger und Empörung. Es war also immer Jim gewesen und nicht die schwarze Frau! Jim, der seine Verdächtigungen durch diese gemeinen Tricks begründ«n wollt«! Ihre Entrüstung entbehrt« jeder Begründung, aber sie fühlte sich um so mehr, als sie aufs tiefste enttäuscht war. Sie«rinn«rte sich plötzlich daran, wie günstig Jim den Eindringling beurteilt hatte, al» sie ihm davon erzählt«, und welches Erstaunen er ihr vorgeheuchelt hatt«. Also hatte er sie die ganze Zeit zum Besten gehalten! .Ich glaub«, es wäre b«sser. wenn Sie sich j«tzt entfernten,' sagte sie kühl. , Arsten Sie mich Ihnen erklären, Eunice.—* „Es ist keine Erklärung notwendig,' entgegnete sie.„Jim, Sie spielen eine jämmerliche Rolle!' Sie ging in ihr Zimmer zurück. Ihr Herz schlug wild und sie Hütt« weinen können vor Verzweiflung. Jim! Er war der Mann mit der geheimnisvollen blauen Hand! Und er hatte sich über sie lustig gemacht. Wahrscheinlich hatte er auch di« Briefe geschrieben und war damals nachts in ihr Zimmer eingedrungen. Sie stampft« vor Aerger mit dem Fuße auf. Sie haßte ihn, weil er sie hinter- gangen hatte, und sie haßte ihn noch mehr, weil er das Bild zerstört hatt«, das sie in ihrem Herzen anbetet«. Noch nie in ihrem Leben hatte sie sich so elend gefühlt. Si« warf sich aufs Bett und weint«, bis si« vor Erschöpfung einschlief.— „Verdammt!' sagte Jim zu sich selbst, als er das Hau» verließ und in seinen kleinen, unansehnlichen Wagen stieg. „Du verrückter Tölpel!' schimpfte er, als er im schnellsten und gefährlichsten Tempo ein« Ecke nahm und beinahe in ein anderes Auto hineingeraten wäre, da» zufällig auf der falschen Straßenseite fuhr. Aber er schimpft« nicht auf den anderen Chauffeur. Er hätt« sich selbst ohrfeigen mögen, daß er so neligierig und wenig überlegt gleich den Schlüssel versuchen mußte, den«r aus dem Tisch gefunden hatte. Er war nur auf den Balkon gegangen, um die Der» schlüss« der Fenster von Eunice» Zinnner zu prüfen und zu sehen, ob sie auch sicher sei. Er fühlte sich äußerst unglücklich und hätte zu gerne mit«in«m Menschen gesprochen und ihm sein Herz ausgeschüttet, aber es gab niemand, den er kannte, niemand, den er gern genug dazu gehabt hätte— außer Mrs. Fane. Er mußte über diesen Gedanken lächeln und dachte darüber nach, was sie wohl von ihm gehalten hätt«, wenn er sie um diese nächtlich« Stunde in ihrem Schlaf gestört hätte, nur um ihr seinen Kummer anzuvertrauen. Diese, schön«, traurige Frau hatte einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht, und er war erstaunt, wie oft er an sie denken muhte. Al» er Halbweg» zur Baker Street gekommen war, verlang- samt« er di« Geschwinbigkeil und drehte wieder um, denn er hatte sich an di« Firma Selenger erinnert. Um dies« Zell hatte er mit einem Besuch wahrscheinlich mehr Muck al» am Tage. Es war fast zwei Uhr. al» er in der Brad« Street anhielt und ausstieg. Er besann sich darauf, daß der Portier ihm von einem Seiten- aingang erzählt hatte, den nur die Inhaber der Firma benützten, und nach einigem Suchen fand er auch di« Tür. die zu seiner Ueber- raschung unverfchlossen war. Er hörte den gleichmäßigen Schritt «ine» Polizisten, der die Straß« entlongkam, und da er nicht dabei abgefaßt werden wollte, wie er fremde Türen zu nächtlicher Stund« zu öffnen versuchte, ging er schnell hinein und warte«, bi, der Beamte vorüber war. bevor er seine Untersuchungen fortsetzte. Er nahm sein« Taschenlampe, und mft ihrer Hilfe fand er den Weg über den gepflasterten Hof und kam zu einer Tür, di« in dos Gebäude führt«. Sie war oerfchlofsen, wie er zu feinem Aerger RAVEN DRO erkannt«. Aber es mußte noch eine ander« Tür geben, und er begann danach zu suchen. Er sah«ine Reihe Fenster, die sich nach dem Hofe öffneten, aber sie waren olle sorgfältig mit Loden geschlossen, so daß es unmöglich war. festzustellen, ob die dahinterliegenden Räum« erhellt waren. Nachdem er an zwei weiteren Wänden entlanggegongen war, fand er auch di« andere Tür. Er versuchte, sie zu öffnen, und zu seiner nicht geringen Freude gelang es ihm auch Er befand sich nun in einem kurzen, mit Stemfliesen belegten Gang, an dessen Hinterem Ende er eine vergitterte Tür entdeckte. Dicht daneben auf der rechten Seite log eine grüne Tür. Er drückte den Hand- griff herunter, und als er langsam öffnet«, sah er, daß«in helles Licht innen brannte. Er öffnet« weiter und trat ein. Er stand in einem Bureau, in dem sich außer einem Tisch und einem Stuhl keine Möbel befanden. Aber es war nicht das sonder- bare Aussehen des Raumes, das ihn in Erstaunen setzte. Gerade als er eintrat, ging eine Frau, die von Kopf bis zu Fuß schwarz gekleidet war, in«inen zweiten Raum. Sie hörte die Tür gehen, wandle sich schnell um und zog einen Schleier über ihr Gesicht. Aber sie hatte etwas zu lange gezögert, und Jim er- kannte zu seiner größten Verwunderung in ihr die unheilbor kranke Frau wieder— Mrs. Fanel 19. „Wer sind Sie und was wünschen Sie?' fragte sie. Er sah, wie sie ihre Hand senkte. „Ach, Mr. Steele,' sagt« sie, als sie ihn erkannt hatte. „Es tut mir leid, daß ich Si« störe,' erwiderte Jim und schloß die Tür hinter sich,„aber ich möchte See dringend sprechen.' .Nehmen Sie bitte Platz. Haben Sie mein— sie zögerte— mein Gesicht gesehen?' Er nickte ernst. »Haben Sie mich erkannt?' Er nickte wieder. „Jawohl, ich kenne Sie— Sie sind Mr». Fane,' sagte er ruhig. Langsam hob sie ihre Hand wieder und nahm den Schleier ab. »Ja, ich bin Mrs. Fane. Sie denken vielleicht, daß ich Sie in hinterhältiger Weise täuschen wollte, aber ich habe meine Gründe — schwerwiegende Gründe— warum ich mich tagsüber nicht sehen laste. Ich wünsche nicht erkannt zu werden als die Frau, die nachts ausgeht.' »Dann waren Sie es, dt« den Schlllstrl in meinem Buch zurück» ließ?' Sie nickte und sah Ihn an. „Ich fürchte, daß ich Ihnen nicht viel mehr sagen kann, weil ich in diesem Augenblick noch nicht darauf vorbereitet bin, weitere Auskünfte zu geben. Es ist überhaupt nicht viel, was ich Ihnen sagen könnte.' Vor wenigen Minuten hatte er noch daran gedacht, wie schön es wäre, ihr seinen ganzen Kummer anvertrauen zu dürfen. Es kam ihm so unwirklich vor, daß er um diese mttternächttiche Stunde nun mit ihr in einem so prosaischen Bureau zusammentraf und mit ihr sprach. Er sah aus ihre zarten, weißen Hände und lächelte. Sie hatte schnell seinen Gedankengang erraten. »Sie dachten eben an die blaue Hand?' IIa. ich dachte daran.' »Vielleicht glauben Sie, daß es reine Schikane ist und daß diese Hand keine Bedeutung hat?' „Merkwürdigerweise denke ich das nicht. Ich vermute hinter diesem Symbol ein« sehr interestantc Geschichte. Aber erzählen Sie mir diese nur, wenn Sie es an der Zeil halten, Mrs. Fane' Sie ging im Raum auf und ab. in tief« Gedanken oersunken. Er wartete gespannt, wie sich dieses feltsame Abenteuer weiter ent- wickeln würde. „Sie sind hierhergekommen, weil Sie aus Südafrika die Nach- richt erhielten, daß ich Nachforschungen nach dem Mädchen ange- stellt habe—, befindet sie sich denn nicht in Gefahr?' „Nein, im Augenblick bin nur ich in Gefahr, weil ich sie über alle Maßen beleidigt habe.' Sie sah ihn scharf an, aber sie fragte nicht nach einer weiteren Erklärung. „Wenn Sie meine Warnungen für bedeutungslos hielten, könnte ich Sie nicht tadeln,' sagt« sie nach einer Paus«.„Aber'ch mußte sie in irgendeiner Weis« verständigen, die einen tiefen Ein- druck aus sie machte.' „Ich kann bei der ganzen Angelegenheit ein« nicht verstehen. Mrs. Fane. Wenn nun Eunice Digby Groat etwas von dieser Warnung gesagt hätte?' »Er weiß davon,' erwiderte sie ruhig. Jim erinnerte sich an das Zeichen der blauen Hand auf der Tür des Laboratoriums. »Aber er kann die tiefere Bedeutung nicht verstehen. Ich wollte nicht, daß Eunice ein Unglück zustoßen sollte.' „Haben Sie einen besonderen Grund, aus dem Sie sie schützen möchten?' Sie schüttelte den Kopf. „Vor einem Monat glaubte ich es noch. Ich vermutete, daß sie jemand wäre, den ich seit langer Zell suchte. Ein Zufall und ein« flüchtige Aehnlichkeit führten mich auf ihre Spur. Aber auch sie war nur ein Schatten, wie alle die anderen, denen ich noch- jagte,' sagte sie mit bitterem Lächeln.„Sie interessierte mich. Ihre Schönheit, ihre Unbefangenheit, ihr kindliches Gemüt und ihr guier Charakter haben tiefen Eindruck auf mich gemacht, obgleich ich jetzt weiß, daß sie nicht die Persönlichkeit ist, die ich suche. Sie scheinen sich ja auch sehr für sie zu interessieren, Mr. Steele?' Si« sah ibn forschend an. „O ja, ich interessiere mich stark für sie.' »Lieben Sie Eunice?'(Fortsetzung folgt.» WAS DER TAG BRINGT. ■NKiRiiiiiiiiininiimHiHminiiiiiiiiiniiimiiniHiiiuiiiiiimniimniuiiuiiiHininuiiflimniiuuiiiiiimiiiimiiiiiiiiiiiiiinmniiinimminiiiuiiiwiiiiiiiiiiinnininmuiuininnimiiiuiainii Die Probe aufs Exempel. Auf dem Zwetschgenmarkt des Bezirksobstbauverbandes Traun- stein in Bayern wurden angeliefert« 800 Körbe ä 20 Pfund Brutto — 160 Zentner Zwetschgen, in drei Qualitäten angeboten, a Pfund 20 Pf., 17,5 Pf. und 15 Pf. Da in dem Bericht des Marktleiters in der„Gartenbauwirtjchaft' leider jehtt, wie die 160 Zentner nach der Qualität sich vertellen, so wollen wir den Durchschnittspreis nehme» — 17,3 Pf. Also 160 Zentner gaben einen Erlös von 2768 M für die Erzeuger. Hätten diese die Zwetschgen an den Handel abgegeben, so hätten sie— immer nach den Mitteilungen des gewiß orientierten Marktleiters— wie vordem 6 bis 7 M. pro Zentner erhalten, d. h. im ganzen höchstens 1120 M. Differenz also zugunsten der Erzeuger 1648'. davon gehen allerdings noch die Spesen für Körb«, Anfuhr, Ber- kaufslettung ab. Nurt die Seit« für» Publikum: Es mußt« für die dem Handel mit 6 bis 7 Pf. pro Pfund eingekauften Zwetschgen an den Handel 25 bis 40 Pf. bezahlen: dabei erhielt es— ebenfalls nach Angab« des Marktleiters—„meist geschüttelt« Ware'. Jetzt hat es für den 20.Pfund.Korb best« Ware(„groß, oollreif, blau- bedusteO—„Brutto für Netto'— 4 M., also pro Pfund wenig mehr als 20 Pf. gezahlt. Da der Handel für solch« Vollreife Ware sicher 40 Pf. genommen hat. so hat dos Publikum das halbe Geld gespart und der Erzeuger das doppelt« Geld erhalten. Während sonst bei drei Personen mit widerstreitenden Interesten meist nur einer lacht, haben hier zwei Personen Grund zum Lachen, und der dritte mag weinen. Zum Schluß noch«in« charakteristische Bemerkung: ,/der Münchener Großhandel war zu dem Markt eingeladen, aber nicht erschienen.' Schutz vor Bakterien. 2er lehrreich« Aufsatz im„Abend' vom 27. November„Obst und Bakterien' gibt«ine Anregung zu weiterer Untersuchung. Zum Beispiel:„Aufschnitt und Batterien',„Gebäck und Bakterien', näm- lid) alles Lebensmittel, di« man vor dem Genuß nicht waschen kann, die aber vom Berkäuser, der gleichzeitig das unsaubere Geld«in- kassiert, mit den Händen verabfolgt werden. Mit denselben Händen, di« alle Augenblick« das schnupfenseucht« Tuch zur Nase führen oder diskret vor den Mund b«>m Husten(mit oder ohne Tuberkeln) gehalten werden. In Oesterreich, der Schweiz, der Tschechoslowakei usw. wird Ausschnitt ausnahmslos mit Gabeln, Gebäck mit ent- sprechenden Zangen oerodreicht. Die hygienischen Vorschriften werden in diesen Ländern streng befolgt. Warum ist das nicht in der Weltstadt Berlin möglich? Worum wartet man verheerende Epide- mien ab, um der Bevölkerung die dann zu spät erfolgenden Ber- Ordnungen zu erteilen? Das Auge des Chefs. Der Leiter eines großen Lebensmittelhaufes in Paris hat die auch von anderen Unternehmern geübte Angewohnheit, in den Gs- Ichäftsstunden. in denen wenig zu tun ist, von Zeit zu Zell seine Angestellten zu inspizieren.„Die Leute müssen immer wissen, daß sie beobachtet werden, sie arbeiten viel besser, wenn das Auge des Chef» auf ihnen ruht,' erklärt« er seinen Freunden. Bor«inigen Tagen wanderte er wieder durch die Geschäftsräume, da bemerkt« er in einer»infamen Ecke«inen jungen Mann, der friedlich an einem Stück trockenen Kuchens knabbert«, zu dessen Verkauf er doch offen- bar bestimmt war, und sich in seiner Beschäftigung auch nicht stören ließ. Wie ein Stoßoogel schoß der Chef auf den Jüngling los. „Wie heißen Sie?' fragt« er,„was verdienen Sie die Woche?'■— „Ich heiße Martin,' antwortete der Gefragte,„und ich oerdiene 60 Franken in der Woche.'—„Gut,' erwiderte der Gewaltige. „Sie werden sich sofort an di« Kasse begeben und dann machen, daß Sie fortkommen. Hier ist Ihr GeHall für eine Woche.' Bei diese» Worten zog der Chef ein Notizbuch aus der Tasche und schrieb eine Slnweifung an den Kassierer au», dem Ueberbringer soior- 60 Franken auszuzahlen. Am nächsten Morgen«rhiell er von demf Hauptkassierer di« Bestätigung, daß ein gewisser Martin«is Gnin» einer Anweisung des Chefs 60 Franken an der Kafle abgehoben habe. In der Lifte des in dem Lebensmittelhaus« beschäftigte» Personal» war der Name Martin trotz allen Suchens aber nicht zu entdecken. Der Uhu als Lokomotivführer. Ein auf der Fahrt von Wolodgo nach Leningrad befindlicher Schnellzug wurde plötzlich zum Halten gebrocht Al» man nach der Ursache forscht«, wurde an der Lokomotive ein riesiger Uhu entdeck! der sich an dem Hahn der Westinghouse-Bremse verkrallt und ibn aufgedreht hatte, so daß Luft entwich und der Zug, der mit einer Stundengeschwindigkeit von 60 Kilometer fuhr, halten muhte. Mit der Eismaschine zum Südpol. Noch nie ist eine Polarexpedifton derartig freigiebig mit alle» Errungenschaften und Annehmlichkeiten der Neuzeit ausgestattci gewesen, wie das Unternehmen des Amerikaners Bqrd, der ii» September von New Park nach der Antarktis ausgefahren ist Ein Borratsschisf für die Expedition ist vor kurzem nach Neuseelanv geschickt worden, dem Sammelpunkt der Teilnehmer In letne» Laderäumen lagen Tobaksvorräte im Gewicht von 20 Zentnern. eine halbe Million Zigaretten, Kissen mit Pfeifen, hundert Pateir Spielkarten. Musikinstrumente, Kisten mit Süßigkeiten und Kau- gummi und ein« Maschine zur Bereitung von Speiseeis. Amerika' schnupft. Während der Gebrauch des Schnupftabaks«n Europa im oll- gemeinen sehr stark zurückgegangen ist. selbst auf dem Land«, wo die Schnupftabakdose eine ständige Begleiterin nicht nur der inän»- lichen, sondern zum großen Teil auch der weiblichen BeoölkerunS war, hat sich die Schnupfsitt« merkwürdigerweise noch in de» Bereinigten Staaten erhalten. Trotz de« regen Gebrauch» von Kai� gummi schnupft— amerikanischen Statistiken zufolge— jedet zehnte Amerikaner. Der Berbrouch von Schnupftabak war auch»» vergangenen Jahre erneut gestiegen, und zwar auf 4! ÖOO OOO Pfund. Vor 50 Iahren wurden etwa 4 Millionen Pfund Schnupf' tabak verbraucht. Thema Religion. Die eifrigsten Kirchgänger sind nicht immer die religiösesten- Wer aber sind die eifrigsten Kirchgänger? Di« Kirchendiener. Chorsänger. Organisten und die Geistlichen., (Aus dem„Wahren Jacob' zJ�or/l�cJ/ztel Bürgerlicher Fussball- mord! Und der Bericht darüber. Man liest in einem SpStabendblatt über ein am Sonntag ge- Ipieltes Fußballmatsch zweier.Lberliga�-Bereine: P.> der Borussen ausgezeichneter Torwart, wurde bei einer Karambolage arg verletzt. Er lag mit einer Gehirn- «rschütterung wie tot am Boden und mutzte in die Kabine gebracht werden. Di« Art, in der das geschah, war-äußer st unschön. Vier mehr oder weniaor starke Männer schleppten den Verwundeten fast um das halb« Spielfeld und betteten ihn, wohl weil ihnen die Puste ausging. direkt mitten vor der grotzen Tribüne aus den grünen Rasen. Erst dann kamen allmählich Sanitäter mit einer Tragbahre. Mor�elhaft« Organisation, verbunden mit Kopslosigkeit. «vas„Conm". wie ihn der Futzballoolksmund nennt, für ein fnorm zäher Bursche ist, hatte man erst im vergangenen Früh- jähr beim dritten Mcisterschaststresfen zwischen Hertha und Tennis gesehen. Da hatte ihm sein Klubtamerad Lux versehentlich die Kinnlade zerschmettert. Er ward genäht, geflickt, verbunden und stand etwa zwanzig Minuten später mit dicken Wickeln, durch die das Blutsickerte, wieder in seinem Kasten. Am Sonntag oerging gut eine halb« Stunde bis zu seinem Wiederaustreten, nachdem er volle lS Minuten bewuhllos gelegen und der erst« ärztliche Befund deprimierend gelautet hatte. Der stürmische Beifall der Tausende mit Klatschen und Trampeln war vollauf berechtigt, als„Eonni" mit„doppelter Rase" und bös verfchwollenem Gesicht seine» Stammplatz wieder bezog. Fürwahr! Ein tapferer Kerl, dieser Patrzek! Und höchstwahrscheinlich hat sein kameradschaftlicher Pflichteifer seiner Mannschaft die Partie gerettet. Warum man nur soviel Umstände macht? Es wäre doch ein- lacht" Rasenplätze, Sportkleidung, Fußball und Torausbauten fort- öulasst., und gleich das Beil zu nehmen! Ein Jugendtanzfest des proletarischen Volkstanzkrcises. Ein seltsame» Bild zeigte dieser Tag« der große Saal der ..Reuen Welt': Man sah fast keinen Kellner, der Bier brachte, nie- fnand, der sich eine Zigarette ansteckte! Hier feiert« die Jugend ihr � o n z f« st. Alte und neue Volkstänze standen auf dem Programm ber Veranstaltenden, des Proletarischen Volkstanz- Vereins. Es waren nicht jene Tänze, die heute„Volkstänze' geworden sind, wie etwa Black-Bottom. Hier wurden flott all die bekannten -änze der Jugend getanzt, einfache und schwierig« bunt durch- innander. Die grohe Tanzfläche war doch zu eng für die viel Raum beanspruchenden Tpnze. Ein buntes Drehen und Kreisen, dann ein offener Walzer, so hatte jeder Tanz seine Eigenheiten. Beim ..Windmüller' wirbelt es in schnellen Rhythmen, im langsamen Walzertakt ging„Mädel wasch dich' und der„Sasfeekannenwalzer* Walzmazurka, Jägerpolka, Stopp-Galopp, Jägerquadrille: Schon dem -iatnen kann man ungefähr die Tanzart entnehmen. Man schilt zuweilen über die Volkstänze und über das Bestreben ber Jugend, etwas Vergangenes, etwas, was nicht mehr in unsere Zeit gehört, wieder zur Geltung zu bringen. Wer aber diese- frohe uest miterlebt hat, wird erkennen, daß es dieser Jugend nichts Problc- matischez, sondern Selbstzweck ist, sich durch den Volkstanz froh« Stunde» zu verschaffen, und daß es immer noch würdiger für die äugend ist, alte Volkstänze zu pflegen als die neuen„Tänze' mit- Zumachen. Darüber dürste auch kein Zweifel bestehen. k!. Brandenburger Naturfreunde. Bezirkskonferenz in Rathenow. Die im westlichen Teil der Provinz Brandenburg, in der Prignitz und in der östlichen Provinz Sachsen bestehenden Orts- gruppen des Touristenvereins„Die Naturfreunde' hauen am Sonntag ihre Vertreter zur ordentlichen Bezirks- konierenz nach Rathenow entsandt. Sechs Gruppen waren erschienen, während die ferner liegenden Eberswalde, Heegermühl«, Hennigsdorf, Luckenwald« und Schönebeck nur durch schriftliche Ver- bindung beteiligt werden tonnten. Borzüglich« Arbeit kann im letzten Jahr« die Ortsgruppe Magdeburg aufweisen. Der Heimbau bei Biederitz ut gut oorangefchritten. Schon fetzt wird diese» Natursrcundeheim ju emem beliebten Ausflugspuntt der Magdeburger Arbeiterschaft. <>n der inneren Gruppenarbeit führten vor allem allnwnatlich ver- an-laltete Äindernachmiltage und Filmabende für die Erwachsenen Jn gutem Erfolge. Musikpflege, Neugestaltung der Festkultur und geselligen Aruppenlebens sowie Diskussionsabende wurden zum Hauptinhost der Tätigkeit in Nowawes»nd Rathenow. Auch Wittenberge kann auf diesen Gebieten Erfolge ausweisen, wenn» "ich die Isolierung dieser Gruppe die Arbeit besonder» erschwert. nrchmöser stagnier», da die Verzettelung der dortigen Siedlungen «tnc» engeren Zusammenschluß nicht fördert. In Brandenburg ist --a» Gruppenleben außerordentlich lebhaft. Da» Natursreundeheim aus Buhnenwerder im Plauer See weist guten Zuspruch auf. Von -cn zur Konserenz nicht erschienenen Ortsgruppen können beson- ders Eberswald« und Heegermühle(jetzt Finow) einen guten Auf- -:eg der Bewegung verzeichnen. Beide Gruppen arbeiten tat- iräftig an der Errichtung des Gou-Ferienheims am 'l e d e r s e e mit. Die Tätigkeit des Bezirks Westbrondenburg im Naturfreunde- gau Brandenburg-Pommern wird im nächsten Jahr be- sonders umfangreich werden. Oeftere Trestahrten sollen auch die v�it auseinonder liegenden Ortsgruppen, die jetzt meist auf sich Nlbst gestellt sind, näher zusammenlühren. Grundloge dafür wird aeben zahlreichen einzelnen Treffen unier den Ortsgruppen die �ezirks-Sonn«nwendf«ier im Juni am Magdeburger Heim bei Biederitz bieten. Sie soll zugleich Einweihungsfeier für j*» Heim fein. Di« lSjährige Gründungsfeier h«r Ortsgruppe Brandenburg im Frühjahr und die lüjährige Gründungsfeier der Ortsgruppe Rathenow im Herbst sollen gleichfalls zu Feierstund«» ausgebaut werden. Für diesen Winter ist die Durchführung eine» «kikursu» in Brandenburg festgelegt Magdeburg hat auf diesem Gebiet schon gut« Erfolg« oufzuweis«». Ein« vom 1. bis S. Dezember in Rathenow mit den Ar- beiter-Mandolinisten gemeinsam durchgeführt« Weihnachtsausstel- lung und eine Werbefeier mit einem eindrucksvollen Lichtbilder- Vortrag von Lau-Berlin brachte gute Werbeerfolge. Dasselbe darf von einer folgenden Ausstellung in Wittenberge erwart«t werden. A. L. -ARBEjTEH TUSSBALL Spiel im Regen. Der am letzten Sonntag herniedergegangene Regen hatte den größten Teil der Spielplätze spielunfähig gemacht. So mußt« u. a. auch das Haupttreffen in der ersten Klasse, das Spiel Luckenwalde I gegen Lichtenberg I, a u s f a l l e n. Bei den anderen Spielen gab es unerwartete Resultate. In Weißensee spielle der Ballspieloerein Weihensee mit nur 10 Mann gegen Germania-Pankow. Trotz reduzierter Mannschaft gelang es den Weihenseern bis zur Pause mit 1: 0 in Fuhrung zu gehen. Doch dann holte Pankow auf. Bald stand es 3:1 für Pankow. Kurz vor Schlutz gelang den Weihenseern noch der Aus- gleich. Das zweite Spiel, ebenfalls in Weißensee, hatte Moabit und Nowawes als Gegner. Den Moabitern gelang es, Nowawes mit 2: 1 zu schlagen. In Spandau standen sich Butab und Wacker- Britz gegenüber, Butab gewann mit 2: 1. Rathenow hatte den Besuch der Obersprecr. Die Freiheitler konnten das Spiel mit 3:2 für sich entscheiden. In Lichtenberg standen sich zwei neu gegründete Abteilungen, Lichtenberg II und Tempelhof-Mariendors. gegenüber. Die Lichtenberger mußten sich dem besieren Spiel Tempelhofs mit 3:1 beugen. Die dritte Mannschaft Rathenow weilte in Cladow und erzielte hier ein Unentschieden 3: 3. Hertha zweite Mannschaft schlug Luckenwald« V zweite Mannschaft mit 6: 2. Wie steht es bei den Schützen? Kommunistische Wahrheitsliebe. „Verleumde bewußt,«s bleibt immer etwas hängen!' Nach diesem Rezept oersuchen die Thormann, Schröder und Konsorten wiederholt in den Berliner kommunistischen Blättern sich von ihren Schulden und von ihrer Schuld an der Spaltung der Berliner Ort»- gruppe de» Arbeiterschützenbundes reinzuwaschen. Wie steht» mit den Schulden der Berliner koiomunistischen Orts- gruppe beim Bundesvorstand? In der„Roten Fahne' wird be- hauptet, es sei an den Bundeskassierer nichts mehr zu bezahlen. Wahr ist, dag die 434 Mark Schulden von dem kommunisti- fchen Ortsgruppenkassierer Hampe schriftlich anerkannt sind und auch 100 M. darauf abgezahlt wurden. Es bleiben also noch 334 M. Rest. Für das 3. Quartal 1S23 hat die Ortsgruppe 270 Mitglieder angegeben. Dafür waren an Bundesbeiträgen 251,40 M. abzurechnen, abgezahlt wurden 92,30 M., so daß wieder ein Rest von 139,10 M. bleibt. Ebenso Ist für Oktober kein Pfennig abgerechnet. Es ist daher unglaublich, daß Schulden, die der Kassierer schriftlich anerkennt, vom Vorsitzenden Thormann bewußt abgeleugnet werden. Genau so steht es mit der Schuld der Leute um Thormann an der Spaltung. Der Bundestag in Kassel beschloh aus Antrag Iohnsmüller(Erfurt): Beide Berliner Gruppen sind zu verschmelzen, diejenige Gruppe, die sich nicht fügt, stellt sich außerhalb des Bundes. Dieser Antrag ist mit allen Stimmen, also auch der KPD.-Stimmen, gegen die ein« Stimme Thormann? angenommen worden. Damit hat sich der Kommunist Thormann als Spaltpilz gezeigt. Ja, Thormann erklärte weiter auf dem Bundestag wörtlich: „Wir weigern uns, die Gruppe Saemerow weder aufzunehmen, noch zu verhandeln!' Nach all dem lehnen wir es in Zukunft ab, uns weiter mit kommunistischen Verleumdern auseinanderzusetzen. • Die neu« rechtmäßig« Ortsgruppe hält allwöchentlich Sport- und Schießabende unter starker Beteiligung ab. Wegen Be- teiligung und Ausnahme erteilt Auskunft für Bezirk Mitte: Herm. Meyer, N. 54, Weinmeisterftr. 13 und Otto Koch, Blumenstr. 18, Hof. Bezirk Friedrichhain: Ernst Decker, 0. 34, Ebertystr. 43. Bezirk Lichtenberg: Wilhelm Maschke, Lichtenberg, Friedrichstr. 15. Bezirk Schöneberg: Otto Siewert, Akazicnstr. 22. Bezirk Prenzlauer Berg: Paul Krelle, Schönhauser Alle« 63. Für alle übrigen Bezirke beim Ortsgruppenleiter Ernst Schaefer, N. 24, Kl. Hamburger Str. 24/25 I. Für die Provinz Brandenburg: Gnuleiter Ernst Saem«row, Berlin NO. 18, Landsberger Siraße 90. .Aut Skiern in den Alpen. Der Alpinist Karl Bewel, der aus seinen luftigen Quartieren In den Hochalpen wieder einmal den Weg zu den Stadtmenschen ge» funden hat, zeigte am Sonnabend auf einem Vortragsabend de» Norddeutschen Ski-Verbandes in Lichtbildern Skitouren in den Otztälern und Stubaier Alpen. Er hotte einen Schatz ausgezeichneter Aufnahmen cm« den Alpen mitgebracht. In die Welt der Riesen führte er seine andächtig lauschende Zuhörerschaft. Er ist kein Redner, aber«in prächtiger ZIaturmensch, der plaudernd in seiner iüddeutschen Mundort zu den Lichtbildern Erklärungen gibt. Er hat sie alle bezwungen, die Riesen im Stubaiern und Oytal. Er kennt die Tücken der Schneesahrt In den Bergen. Er ist auf den Brettern ebenso zu Haus« wie auf den Steigeisen. Schlicht, ohne Ueber- treibungen erzählt« er von seinen eigenen Erlebnissen, und da» hat ihm die Well de» ewigen Schnees erst näher gebracht. Er wandert« mit seinen Hörern von Berg zu Berg, vom Glockenturm zur Weißsee- spitze, kam auch in da» Gebiet des Wendelsteins und der Zugspitze. Sechsmal ist er mit einer Schueelawine abgestürzt, glücklicherweis« wurde er immer ohne ernste Verlegungen von seinen Kameraden aus den Schneemasien herausgezogen. Die mehr als 100 Lichtbilder und der nette Vortrag hoben sicher der Alpenwelt neue Freunde ge- schassen. Reichsbanner-Iveihnachlsskisahrl nach Tirol. Die Reichsbanner- Winterjportabteilung veranstaltet vom 22. Dezember bis 6. Januar -ine Weihnachtsfahrt in di«„blaue Silvretta'. Unkosten der Fahrt 130 Mark einschließlich Fahrt. Verpflegung, Logi», Skikursu» und Bergführer(kein Massenquartier). Anmeldungen in beschränkter Zohs an James Breslauer. SW 68, Markgrafenstr. 22. Tel. Dönhoff 7876. Urbclterschwimmvereln..Hella»', Berlin. Erstes lokales Schwimmiei» Sonntag. 9. Dezember, 15 Uhr, im Stadibad Wedding. Gerichtstr. 65. Stafetten, Schauspringen, Tauchen, Wasserdallspiele, Frauenreigen, Pushballjpiel der Frauen. Eintrittspreis 73 Pf. 15 Stunden! Die ersten Vcrptlicfatungcn für Sonnabend. Zum erstenmal seit vier Jahren— der letzte derartig« Wett- bewerb fand Sylvester 1924/25 im Sportpalast statt— wird am kommenden Sonnabend und Sonntag an der gleichen Stelle wieder ein 25- Stunden- Rennen ausgefahren, das ein« gute inter nationale Besetzung aufweisen wird. Als erste Ausländer zu dem langen Wettbewerb sind der populäre Belgier R i e l e n s, sowie der Holländer Jan van Kempen, der Bruder Piets, ferner der unverwüstliche Belgier S t o ck e l y n ck verpflichtet worden. Die Verhandlungen mit einer Anzahl weiterer Fahver der internationalen Extraklasse stehen dicht vor dem Abschluß. Die Berlin-Kölner Franken st ein-Buschenhagen, die Sieger des IM-Kilometer-Rennens und des 6-Stunden.Wettbewerbs, gehören zu den Paaren, die die deutschen Farben gegen das ausländische Aufgebot verteidigen sollen. Oskar Tietz wird ebenfalls mit von der Parti« sein, sein Partner ist Kroll. Dazu kommt noch Miethe, der mit Knappe gepaart ist. Wohltätigkeitsrennen im Sportpalast. Di« Ortsgruppe Berlin der Deutschen Rennfahrer- Vereinigung veranstaltet Mittwoch, 12. Dezember, 20 Uhr, im Sportpalast ein Wohltätigkeits-Rennen. Fast» alle Fahrer von Rang und Namen haben ihre Meldung abgegeben. Man rechnet mit einer Teilnahme von etwa 45 Fahrern. Nach dem Radrennen findet im Blauen Saal des Sportpalastes das alljährliche Wintervergnügen, verbunden mit Siegerverkündung, Ball und Riesentombola, statt. Die Eintrittspreise sind volkstümlich. I�keue Rekorde. Auf einem Klubkmnpfabend in Aachen unternahm der deutjche Meister Küppers auf der oorschristemäßigen 25-Meter.Bahn einen Angriff auf den Rekord im 200-Meter-Rücken- schwimmen, der von Schumburg-Magdeburg mit 2: 46,6 aufgestellt wurde. Küppers konnte die bisherige Bestleistung ganz erheblich verbessern, indem er die Strecke in 2 Min. 40,7 Sek. zurücklegte. Er hat gleichzeitig einen neuen europäischen Rekord ausgestellt. In der kalifornischen Universitätsstadt Palo Alto fanden leicht- athletische Studentenwettkämps« statt, bei denen der Stab-' springer W. R. Edmons mit einer Leistung von 4,31 Meter einen neuen Weltrekord aufstellte. Die offizielle Höchst- leistung gehört dem Amerikaner Sabin Earr und steht auf 4,26,7 Meter. Carr hat diesen Sprung zwar inzwischen verbessert, einmal auf 4,29 Meter, das andere Mal sogar auf 4,32 Meter, doch wurde diesen Leistungen die Anerkennung als Weltrekord versagt. Bei der gleichen Veranstaltung gewann King den Hochsprung mit 1,95 Meter und Kreuz das Kugelstoßen mit 15,02 Meter. Arbeit statt Phrasen. Das war das Zeichen, unter dem di« am Somuag abge- Haltens Tagung des 4. Bezirks im 1. Kreis des Arbeiter-Turn- und Sportbundes stand. 26 Vereine waren durch 43 Delegierte oertreten. Nach den vorausgegangenen Spartenbesprechungen fand/ die Tagesordnung glatte Erledigung. Der Mitgliederbestand ist trotz starker Schwankungen und trog der reinlichen Scheidung der gleiche geblieben, wie er vor drei Jahren war. Die Agitationsunterstützung durch die Berliner Ber- eine war nicht immer die gewünscht«. Die Art der„Fichte"- Agitation hat oft mehr verdorben, wie genützt. Start bemängelt wurde, daß noch oft Parteiangehörige in bürgerlich«» Vereinen Mitglied sind. Die F u ß b a l l b e�w e g u n g hat in sehr erfreu� liä>er Weise zugenommen, trotzdem gerade auf diestm Gebiete schwere Arbeit zu leisten war. Die Schwimmer sind durch die„Reinigung' so gut wie gar nicht betroffen worden. In rech: deutlicher Weise zeigte der Kreisvorsitzcnde Reichert, wie durch die Wirtschaftskämpfe auch der Arbeitersport schwer getroffen wird. Die Festsetzung der Veranstaltungen für 1929 wird in Verbindung mit dem Kreisvorstand erfolgen müssen. Mit der Leitung des Bezirks wurde wieder Conrad beauftragt. Am Schluß der Tagung stellte e» sich heraus, daß gerade die Sportler aus Josten, die immer die„Reinheit' gefordert hatten, in ihrem Verein noch Mit-. glieder haben, die in der Märkischen Spielvereinigung spielen. Der Vertreter von Schöneiche mußte sich sägen lasten, daß er an der Tagung unberechtigt teilgenommen hat. Der Bezirksvorstand wird hier die nötigen Schritt« unternehmen. Internationale Arbeiter-Boxkäinpfe. Die Auswahlmannschaft de» finnischen Arbeiter-Turn- und Sportbundes erwies sich in Stralsund und Leipzig ihre» Gegnern stark überlegen. In der finnischen Mannschaft befanden sich die Bundesmeister im Feder- und Weltergewicht, die einen technisch überzeugenden Stil beherrschen und ganz besondere Kräfte des internationalen Arbeiter-Boxsportes sind. Da» Ergebnis: Finnland—Pommern 8: 0. Finnland— Sachsen 8: 2. Freie Turnerfchafl Graß-Berlin. Bezirk Adlershos. Ab 1. De- zember finden die Turn- und Uebungsabende in der Turnhalle Hackenbergstrahe regelmäßig jeden Donnerstag statt. Der erste Turnabend ist Donnerstag, 6. Dezember, von 18—20 Uhr für Schüler und von 20— 22 Uhr für di« Frauen- und Männerabteilungen. Die Handballmannschaft muß pünktlich antreten. Jugendabend: all- wöchentlich Freitags Im Jugendheim, Vismarckstr. 1, von 17)4 bis 21'/» Uhr. �"" 7X69.,®«rrl SNulölln. Donnerstag, 8. Pejcrnler, 19V6 Uhr. bei Schauer. Weser lkcke Treptower Ctraße, Siftung aller Hanbdallspieler de» Bezirk- (Männer— grauen— Jugend). Turngenosse» und grcuud« de» Bereino, oie Interesse am Handballspicl haben, sind herzlich willkommen. All, Inlcressent-n de, Tt»n>»sport» sind zu einer Aussprache besonders eingeladen. Zieigeaschwimmerinnen. Am IS. Dezember, um 20 Uhr, wird im Wellen. bad Luuapart ein Nterundzwanziger-Zleiaen geschwommen. Am 5. Dezember. tSllt Uhr. wird der Zieiaeu in der Turnhalle grankfurier Alle« M-T, gellt». Turn» oder Badeanzua ist mitzubringen, ffolgende Vereine habe» einschließlich Ersag zu stellen: Hella» 8, Ilharlottenburg S, Union 2, Neptun Weißensec%, lZreiheit 3. grei« Turner, Schw..Abteilung 2, Spandau t und tzSchwGB. 7 Schwimmerinnen. Freie Arbeiter. Dchw'mmveeciulgung Groß-Berlin. 20 Uhr. Abt. Lichten. berg. WIlhlischstr. 30. Schachvortrag.— Abt. Memel. Memeter Str. lü, der Lücke.— Abt. Schüneberg, Sustav.MUller.Plasr t, bei Seidel, freier Schach- verkehr.— Abt. Äcbdlna, Mllllcrstr. 36. bei verm«, Vortrag:.Eriffsnungen': Montag und Mittwoch. Abt. Tricdrichshaln, Slraßmannstr.<2, Vorträge, Tur. nier.— Achtung, Abtellungskassicrerl Donnerstag. tStß Uhr, Abrechnung bei strepv, Planuker?b— 76. greier Sportverein Sazonai 23, Abt. gußball. Sitzung am Donnerstag. 6. Dezember, 20 Uhr, bei Zeuge. Mila. Eck« Cantionstroße. Anschriften und Ausnahmen bei Paul Zachow. Berlin N. 38, stostanienallee 12, bei Rinke. Vassertport.graucnkonferenz. Sonnabend, 8. Dezember. IB'i Uhr. bei Dcgener, Lichtenberg. Rranksuricr Allee 23«. Arbeiteripartlerinnen, di« Zzrteri esse an der chvmnastilklasle der Arbeitersportschule haben, sind herzlichst»in, geladen. Velgen schw.mmerinnen pünktlich erscheinen. Zrei« stanu-Union tbroh. Berlin. Milglicdcrversammlunaen: chruppe stduc nick: 4. Dezember, Zl» Uhr, in der Idcalllause, Reukölln, Mareschstr U Gruppe Tegel: 6. Dezember. 20 Uhr, bei Grunwald, Berlin R. liameruner, Ecke Guineastraß«. Anschrift: llurk Schünemann. Berlin-Britl. Parchimer Alle- 44. Haariracht und— Christentum. Weg mit dem Nubikopf! Was hat das Christentum mit der Haartracht zu tun? In »reisen„entschiedener Christen" hält man sür dringend nötig. sich auch um die Haartracht der Gesinnungsfreunde zu kümmern. Der deutsche.Bund für entschiedenes Christentum" hat auf seiner letzten Tagung einen Beschluß gefaßt, der dem Bubikopf verhängnisvoll zu werden droht. Unter Hin, weis auf jenen Beschluß ist jetzt in Berlin an junge Mädchen, die dem Bunde angehören, die Ausforderung gerichtet worden, ihre Bubiköpfe abzuschaffen. Man hat verlangt, daß sie sich ver- pflichten, die Haare wieder lang wachsen zu lassen. Andernfalls sollen sie das Bundesabzeichcn zurückgeben, das heißt aus dem Bund ausscheiden. Auf diesen kecken Eingriff in eine allerpersönlichste Geschmacks- angelegcnheit der Frauen, die mit christticher oder nichtchristlicher Gesinnung in keinem Zusammenhang steht, werden hoffentlich die Mädchen nicht die Antwort schuldig bleiben. Der Bund möge einmal eine Statistik darüber aufstellen, wie viele beim entschiedenen Christentum geblieben sind und wie viele sich für den Bubitopf entschieden haben. Soll es eine Todsünde sein, die Haare zu kürzen? Diese Eiferer vergessen wohl, daß ja auch die Männer den Schmuck ihres Hauptes nicht so lang tragen, wie er nach dem Willen der Natur ihnen wachsen soll. Aber vielleicht ist es gerade dt- von hm Bubikopf zu befürchtend«.BermSnnVchung der Frau", die den entschiedenen Christen soviel Sorge macht. Der weiß, was wir von ihnen dann auf der Männerseite iwch zu erwarten haben! Den Männern hat die Natur nicht nur einen tüchtigen Haarschopf zugedacht, der bis über die Schultern hinab- fällt, wenn man ihn so lang werden läßt. Auch mit einem Bart hat die Gütige ihn begabt, der noch vor etlichen Jahrzehnten ihm bei mehr oder minder jungen Damen den Weg zum Herzen bahnte. Inzwischen ist es anders gewordem Wer heute noch einen ordent- lich ausgewachsenen Bart trägt, macht sich verdächtig, aus dem vorigen Jahrhundert zu fein. Möglichst wenig Bart muß er haben und am besten gar keinen— dann ist es ein richtiger Mann. Aber ist das nicht eine„Berweiblichung des Mannes"? Wir rufen die entschiedenen Christen auf, Front zu machen gegen diese Unsitte. Weg mit dem Bubikopf? Nun— dann: Her mit dem Männerbart! Seherblick. Der große Graphologe Nafael Schermann schreitet van Wunder zu Wunder. Jüngst ist es ihm wieder gelungen, aus zehn Zellen Handschrift den vollständigen Charakter und das Leben des Verfassers zu analysieren, und zwar— so berichtet das.Berliner Tageblatt": .Es handelt sich— ohne daß der Graphologe dar« über informiert war— mn«ine Manuskriptfett« Karl M a y s aus einem seiner meistgelesenen Bücher„Olb Sur«: Für die ganz Ungläubigen und Verstockten wird noch Monuskriptfetzen saksimlliert wiedergegeben- Das Manuskript ginnt mit den Worten:.Alle tausend Donnerwetter, Old Shate Hand! schrie er aus." Em rätselhaftes Wunder. Wie hat es— so fragen auch wir der Seher Rafael Schermann nur fertiggebracht, aus diesem Marlis skript auf den unbekannten Verfasser Karl May zu schließen?! Die meisten wunderbaren Voraussagen, in denen Herr Sche» mann aus der Handschrift künftige Unfälle, Derbrechen und Kranke helle» ankündigt, haben sich natürlich in Amerika begeben. Aber. gelegentlich weissagt er auch für Europa. Die mit ihm aus Wien importierten Schmocks machen dann die nötige Reklame dazu— und die.große" Presse druckt den groben Unfug nach.(Warun» gibt es keinen Preis für die größte Dummheit des Jahres?) Zu> meist sind die Sachen unkontrollierbar. Aber als A m u n d s e u s Schicksal umstritten war, wurde Schermann eine Handschrift von Amundsen vorgelegt(angeblich ohne daß er wußte, von wem sie stammte). Schermann orakette damals:.Er wird sich immer wieder retten.".Es ist einer, der immer wieder Glück hat." So stand damals in der Wiener.Neuen Freien Presse" z» lesen. Natürlich denkt nachher niemand mehr an solche Fehlvoraus» sagungen. Der stärkste Aberglauben floriert heute in den g städtischen Zeitungen, die auf Kosten der Wahrheit das teressante" pflegen. n te »i d. j Dienst� d.«. 12. Staats-Oper 1 Unter d. Linden A.-V. 157 20 Uhr Madame Bntterfly Staats-Oper An Pl.d. Republ. R.-S. 212 20 Lhr Dienst, d. 4. 12. Städtisdie Oper Bismarckstr Turnus III 20 Uhr Ott Sinti. Sdnaspicih. An«tadaiiusnarkt A.-V. 218 20 Uhr liaatl.Sdiiller-Theater.Cliarltiig. 20 Uhr Ein besserer Herr. iitttopm-IWet Taglich«>,. Ahr h Zriedeeik» scai-A 8 Ihr B 5. Barbarossa 9256 Sdiaefers fievue und das grosse WellmadilS' Programm. HParkett | 30 Pf. im �VsmsIIgn>oator-VsriotS!l Musik von Kranz Lehar «Ahe Svrsch Rtlbm» Tauber Hilde Börner» Despermann Arnstaedt» Siarnduri DoraRe; Li«durg�n Di««asie ist den ganzen Tag gritfinet. Telephon: itenlruin Z78 u.OZOd »v.uhr CAS1N0 THEATER 0>/.uhi Lothringer Straße 37. Der neue Posse-Schiager! Aa&isfs die Kanone! � f> Dazu ein erstklassiger bunterlell. FtlrunsereLeserGutschein fürl— 4 Pers Fauteuil nur 1.13 M. Sessel 1.63 H. Sonstige Preise.- Parkett u. Rani; ia80 M. 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Rundfunkhöret Dalbe Preise Thalia-Theater dresdener Str. 72-?. " Uhr Setmeiderffibbeis lifersubDDg atnkiii Enitaiiüi. Lusttplelbaa» Fried richstr.236 Bergmann 2922/23 Täglich 8»/, Uhr Das ZugslOck von Berlin Ann wie eine Klrdienmaus ilitSDJälH11"" Ots. KOnstler-Tb. 8 Uhr Olc Herzogin von Cblcado lin. m f Biatriiä Xilnin cessIng-Tneater 8',. Uhr \lb. Basscrmann. Lude Mannheim „Heir Laraberttiier" Drama von Louis Verneuil. Theater am Noltendorfplab Täglich 8", Uhr Wiener Binl Oper v. Joh. StrauB Mittwoch 4 Uhr Vitzen-Spitzel Theater In der Stadl KHtguiäantnslr. 57 Dönh. 919. 8*/, Uhr Ueber 500 Majt Kleinet Theater Täglich 8>t, Uhr Mai Wher! Der Dickkopf öandrock. Uanda, Sterler, Slkla, Bunonki-UbieQ rh.Kdniggräts.»!, Täglich 8>/. Uhi Der FraDenml Schauspiel von Hans I. Rehfisch Komodicnnauk Tgl. 8'',. Ende 10'/ Perienltonihilie von Bruno Frank Spiel im Schloji tnUoh na Frac Melau. Regie Eugen Roben tSssEsMatr. hallan. ikn, Zadi-Ial'it, Ihira. IiaJtitali H). in der LDtzovslr. Kurf. 9209. Täglich 8V. Uhr Sonntag auch 4 Uhr L. ff. lommei in; „Rnnxendori anf Velle O.B" Rundfunk höre i halbe Preise Planetarion am Zw 'inli{. JtaOiBlkalti Stnla Noll. 137s 16 Uhr Oer Sternhimmel im Winter 18 Uhr ürde ood Wellenraoni. 20 Uhr Sonnen. Sterne l QroBes Schauspielhaus 8 CASAN i'elhaus 8 HP■__—— OVAira l mit Michael Bohnen. Regie-Charelll Sonntag 3 U- Nichmlttag.Vorstelle.l IbPn z. halb Preisen lungekfirzte Vorst.)! CIRCUS BUSCH 8 Uhr Täglich 8 Uhr Vollkommen neues Dezember-Programm. Zum Schluß: PieerstB Sportrevue Berlins In 16 grandiooen Bildern. Renaissance>Theater 8"« Heate ToDiBdesTSpleiillaiiil von Theodore Dreiser.— Deutsch von Paul Ercr. Regie: Gust. Härtung. R ose-Theatet jr.Frtiklsrttr S'/« Uhr Die Ratten Hchiciiahalien>ineater \bends flTI Sonnt, nehm.| a I s SieUlner sanger Zum Schluß: Met nti wiWlM Burleske v. Meysei Prüp?. ivAisboi«isret i Variete— Konzert—Tanz. Thealer a. Kottbusser Tor Kottbusser Str. 6 Tel. Mp'. 1607 Täglich 8 Uhr. auch Sonnt# nachm. 3 Uhr termäB. Preis« iv Elite»sanger Weihnachtsprogramm Das groBa Erelgni* Ppoico* 1-—,' 40, 1.70.2.—. 2J10 Mk II Clav. Nachm. 0.73, 1.- 1.3». 1.73 iu. 1.23 MM Ptiilharmonis h Uhr Haydn-Hozart- Beet-oven-itjenii d. Philharm. Orch. Dirigent Frant Veit infT B-dur-Hajdn Slnf. D-dur-Mozan. Pastorale Sinf.-B.h. Kk-H znr Miete W50, Anshacherstfi PROGRAMM tür die Zeit vom 4. bis 6. Dezember K I N O= TA F ©O0 Titania«Palast Potsdamer Straße 38 Seine stärkste Warte mit Harry Piel Das(Ute Beiprogramm 6J0, 9 U. Steglitz. Schloßstr. 5. Ecke autsmuthssn. Diebe, 10000 Mark Belohnnng Die#roBe Nelson-Trupp« Die fliegenden Akrobaten Rheinstraße 14 Das KJnd des anderen mit Anna Sten Scheidung vor der Btae, 6 Akte Odevn, Potsdamer Str. TS Ule kleine Sklavin mit Grete Mosheim Die Schreckensfahrt des Gold. expreß, 6 spannende Akte HULi Hindenburgdamm 38a Beg, 4.30, 9 Uhr Qeschlecht In Fesseln mit Wilhelm Oletcrlc Ribo, der Rächer Turmstraße 12 Der Jazzsänger mit AI Jolson Weih in der W&stc, 6 Akte Alexanderstraße 39-40 tPassagc) Der Garten Eden mit Corlnne Grilfitb Meine offizielle Frau. 8 Akte Den ganzen Tax l«öftnetl ChasrlottenbnrK Paun=Lichtspiele Krumme Str. 37, an der Trinilatiskircht Das Hans In der Rothaasgaasc mit Grete Mosheim Erl, Laura, seine Witwe Schlüter-Theater Schlüte rstr. 17 W. 7. 9.13, Stg. ab 4 U Revolutlonsbochzelt mit P. Kortner, Dlomlra Jacobini Amundsen im ewigen Eis Alhambra' . ab 3 Uhr Schöneberg, Hauptstr. 33 Stephan ISOt Gefährliche Pranen mit Iwen Petrowitseb Zirkusbabys Grobe Uuhnenscbau Titania Schönebcrg) hauptstrabe 43 nJO, 9. S..113. 3. 1. v L Die Nacht ohne Hoffnang Mädel aal Uab m.CoUccn Moers g s. a � g I I t« m Urania-Theater E'-®" BObnt Wrangelstr. 11(1 Min. v. d. Köp. Brücke) Woch. 7, 9 Uhr. Sonnt 3, 3, u. 9 Uhr Das letzte Souper Wenn die Mutter mit der Tochter Grotte Bühnenschau Vonrärtsleser Vorzugspreis« Lichte rfeld«-West Mataaweaatei ila-Palast Kammersäle l'eltower Str. 1�. W.6, Sbd.S, Stg. 4 U. Seine stärkste Warte mit Harry Piel Die Yacbi der sieben Sünden » U<1« n Th. am Moritzplatz Jeginn: W. 3, 4J0, v Uhr, Stg. ab 4 Uhi. Dr. Monsier und die Pranen Der rosa Diamant mit Xenla Desni •' e ata p e I h o I Tivoli-Lichtspiele Tempelhoi, Berliner Sir. v; Anfang: W. 6�0. 8.45 S. 4,(k3C, 8.« U Pat«od Patacbon, die PlirabeldcD Die gro&e Revue: Musik für Alle Jugendliche haben Zutritz • Kosmos-Lichtspiele Lichtenberg. LückstiaBe 70— 7d Die kleine Sklarln mit Grete Mosheim Prinzessin Olnla mit Carmen Bonl Bühnenschau X e o k tt i I n Primus-Palast Hermannplstz Pat and Patncben, die Pf Im. beiden Dan grade Beiprogramm Auf der Bühne; KaBners Zauberscban, der groS- artigüte llluslonsakt Moderne Lichtspiele Wilhclmstrafie 78-79 Die gestohlene Braut mit Blillc Oove Dar Teufel Im Sattel mit K. Maynerd Passage-Lichtspiele Neukölln. BergstraBe 151—132 Woch. 3, ca. 7 u.8,43, Stg. 3, ca. 3.7 u. 8.43 U. Frankfurter Allee 99 Woch. 5. ca. 7 uA,43, Stg. 3. ca. 5. 7 o. 8.45 U. Serenissimus und die letzte Jungfrau Der Ladenprlnz Bühnenschau Dls letzt. Tage v. San Pranslsko Leetfnes Ehemänner Südpalast Knesebeckstr. 133, Bhl Hermannstraße Der Ladenprlnz mit Harry Halm Der Mann mit dar eisern. Paust O» t e n Germania-Palast MUuoMten Filmeck BeeinnW-:�S;; Skalitzer Straße, am Görlitzer Bahnhol Adam und Eva mit Relohold Schänzel Bübnenzchau Luisen-Theater �eichenberger Straß« 34 Der Halenbaron Beiprogramm— Frankfurter Alle« 314 Made hoch, hier Eddie Polo Daa gut« Baiprogramm und die ausgewählte Bühnen aeban Beginn der ersten Vorstellungen: Wochen t. ab 6 Uhr. Sonnt ab 3 Uh LunanFllmpalast Gr. Frankf. Str. 121 Intern. Bühne Mädel sei Heb mit Colteen Moore Bühne: Cellv de Rheydt mit ihrem weltberühmten Ballett Concordia-Palast Andreasstraße 64 Moderne Piraten mit SfegfrvAmo Razzia Bütincnadiaa Skala-Lichtspiele Schönhauser Allee 80. Schwarzer Adler LSP Lichtspiele am Senefelderplatz Unter AnsschloB der OertentllchkeH Liebe gebt seltsame Wege Viktoria-LichtbUd-Th. Frankturter Allee 4* Woch. 5, ca. 7 u.8,45, Stg.3.ca,5.7u.M5U. Die Dame mit der Maske Di# treue Nymphe Bühnenschau Prleiirlchelelil«* Kino Busch AU-Frledrichsfelde 3. Ecke 7. 9 osent. Str. Der Ladenprlnz mit Balm _ künf Der Turfkönig mit Carr Bühne A Müller. Linke Bfihnenscban „Elysium44 FiImu.Bfihne rrenzlauer Allee 36 Das Dekoment von Shanghai Der Garten Eden OroBe Bühnenscban WeiUennee Schloßpark Film-lBhne Berliner Allee JU6— 210 PROGRAMM iür die Zeit vom 4. bis 6. Dezember Marienbad-Palast BadstraUe 35/36 Die Zlrkusprlnzeasin Weib, gib' acht 4 Kaczmarek(Militärschwank) » i.d. Teufelsschlacht D. Postraub I Bühnenschau Alhambra MOIIerstraße, Ecke Seestraße Die Nacht ohne Hoffnunc Beiprogramm nod Variet�schau „Rialto*4 Film O-Bflllflät Reinickendorfer Str. 14(am Wcddi#{ Song(Schmutziges Geld) j< A. MayWong 1< -"----:M 1 Metro-Palast Chausseestraße k» Die Verschwörer mit Ronald Co im an und Vilma Banky Beiprogramm Muslkaliscac Scbau-Bühoe Pharus-Lichtspiele MQIlerstr. 142 Der Staatsanwalt klaxt an Mit Auto und Kamera am de Welt twewiiiMibruniw*» D „Alhambra� Badstraße' Pat u. Patachon, die Pilmhelden Auszewätutcs b< ipro�ramm Groue Bühnenschau Ballschmleder-Llchtsp. tadstraße• Das xottlose Mädchen Wolkenkratzer der Liebe Bühnenschau Humboldt-Theater iadstrafe' Gehelmn sse des Orients Beiprogramm und Bühnenschau Die Hellige und ihr Narr mit WHh. Oleterle Mary Loa mit L/a Mara Bühneoscha« KristalUPalast Prinzenallee t— LI be Im Kuhztoll mit Benny Porten Bühne: Eine Stunde Knbnrett Bübnenecbau Beiprogramm und Bfthneazch \•> r«i w e n t«• n Welt-Kino Alt-Moabit 99 Daa Kind des anderen Oer Rastelbinder G. oBe Uübnenscbao P a n u Palast-Theater ireite Str. 21a. Beg. 6-30.' Adam n. Eva tn Relnb. Schün« Die Carmen von St. Pauli Grobe Bühnenschau Tivoli, Pankow Berliner Straße 27 Die Verschwörer mit Ronald Colmaaund VUma Bad' Gröba Butincoscheu Nieaerschonhausen Film-Palast •-iidnKenourfier itr 4 Saiophon-St si mit Anny Die Dame und ihr Schotfdr Keimckenoon-osi Bürgergarten»Llcht5l nauptstr. M u. Lindauer Strafe Beg.� Die seltsame Nacht der ttei Wangen mit Lee Parry Ossi hat die Hosen an Buhaenscnaa ����BmickenoorT�a»��� Ala-Filmpalast Scham weberstr. 67-�8 Noa erüfW Das Kind des anderen Das Fe idger letal von Oorlli*