45 29 en R. 12 tei rs 58 en ten 175 Be 9 gen erse erbe des 21 rei! 189 an F.217 tr.23 n dif Morgenausgabe Rr. 575 A 291 45.Jahrgang Böchentlich 851. moralfidh 3,60 R in voraus zahlbar, Bostbezug 4.32 m. einschl Bestellgeld, Auslandsabonne ment 6- m pro Monat Der„ Borwarts erscheint mochentag lich zimeimal, Sonntags und Montags einmal, die Abenbausgaben für Berlix und im Handel mit dem Titel„ Der Abend", Illuftrierte Beilagen Bolt und Zeit" und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Biffen", Frauen Stimme". Technit"," Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts Vorwärts Berliner Boltsblatt Donnerstag 6. Dezember 1928 Groß- Berlin 10 Pf. Auswärts 15 Pf. 2e etaipattige NonpareiKezelfs 10 Bfennig. Reflamezeile Reichs mart. Aleine Anzeigen" das fettge bruste Bort 25 fennig( guläffig me³ Jettgedruckte Borte), jedes weitere Bort 12 fennig. Steñengefuche das erste Bert 15 fennig, jedes weitere Bort 10 Pfennig. Borte über 15 Buchstaben blen für zwei Borte. Arbeitsmarkt Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen snahme im Hauptgeschäft Linden. Braße 3, wochentägt, von 8 bis 17 Uhr, Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Berlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Gernsprecher: Donhoff 292–297. Telegramm- Adr.: Sostaldemokrat Berlin Borwärts: Berlag G.m.b.H. Wilhelm Miklas Bundespräsident. Im dritten Wahlgang gegen- Schober gewählt. Wien, 5. Dezember.( Eigenbericht) Am Mittwochabend wurde Nationalratspräsident Wilhelm Miklas im driffen Wahlgang mit 94 Stimmen bei Stimm. enthaltung der Sozialdemokraten zum Bundespräsidenten der Republik gewählt. Auf Polizeipräsident Schober entfielen 26 Stimmen. Millas ist auf vier Jahre gewählt. Im ersten Wahlgang ftimmten die Christlich- Sozialen für Mitias, die Sozialdemokraten für den ersten Staatskanzler der Republik, Dr. Renner, und die Landbündler für den Wiener Bolizeipräsidenten Johann Schober. Die vorgeschriebene absolute Mehrheit wurde für keinen der Kandidaten erreiást, so daß nach mittags 6 Uhr ein zweiter Wahlgang erfolgte, der gleichfalls et. gebnislas verlief. Die Sozialdemokraten beantragten daraufhin eine Unterbrechung der Bundesversammlung um 4 Stunden und beschlaffen, im dritten Wahlgang leere Sfimmzettel abzugeben, um die Wahl des bei der Wiener Bevölkerung wegen der Julivot. fälle im vorigen Jahre verhaßten Polizeipräsidenten Schober unter allen Umständen zu verhindern. Der driffe Wahlgang führte unter allen Umständen zu verhindern. Der dritte Wahlgang führte dann zur Wahl von Millas. Erklärung der Sozialdemokraten. | Bundesversammlung gegenüber erklärt hatte, daß er die Wahl annehme, dankte Präsident Eldersch dem bisherigen Bundespräsidenten Dr. Hainisch für seine Tätigteit, die zur Beranferung der Verfassung in den Herzen der Bevölkerung beigetragen und sein Ant vo 14 stümlich gemacht habe. Die ganze Bersammlung nahm diese Worte mit lebhaftem einmütigen Beifall auf. Hierauf leistete der neue Bundespräsident den Eid auf die Verfassung. Bräsident Eldersch hielt sodann eine Ansprache, in der er Bundespräsident Miklas zur Wahl begiüdwünschte und ihm versicherte, daß troß der durch Parteidifferenzen schwierigen Wahl die Landesversammlung ihm Achiung und Bertrauen nicht versagen werden, da der Ernst und die strenge Unparteilichkeit, mit der er sein bisheriges Amt geführt habe, mit Zuversicht erwarten laffen, daß er das Vertrauen rechtfertigen werde, das das österreichische Volk in den Repräsentanten seiner Souveränität fetze. Es sei nicht zu zweifeln, daß Bräfident Millas in seinem Amt zur Wohlfahrt des Vaterlandes, zur weiteren Stärkung des republikanischen Gedankens und zur internationalen Geltung Desterreichs beitragen werde. Präsident Eldersch schloß seine Ansprache mit einem begeistert aufgenommenen dreifachen Hoch auf die Republit. er Der neue Bundespräsident hat als chriftlich- fozialer Ab geordneter eines niederösterreichischen Wahlkreises, wo Direttor einer höheren Schule ist, bereits dem altöſterreichi schen Parlament angehört. In der vorläufigen Nationalver fammlung mar er es, der am 12. November 1918 für die Chriftlich- Soziale Partei die Erklärung für die Repu bit abgab, was für diese Bartei eine starke Bandlung bedeutete. Seit fünf Jahren war Wilhelm Mitlas Bräfident der Nationalversammlung.( neben unserem Genoffen Mathias Elderfch), und er hat diefes Amt ftets mit allgemein anerkannter Objeftinität geführt. Als bei den Rundgebungen wegen des Kellnerstreits im Wiener Café Brüdi vor furzem die sozialdemokratischen Abgeordneten Hai- Seidel Seidel und 3elenta miderrechtlich verhaftet murden, hat Präsident Miklas sich mit aller pflichtgemäßen Energie für die Rechte des Parlaments gegen die Regierung und ihre Polizei eingesetzt. Wien, 5. Dezember.( Eigenbericht.) Der Verband der Sozialdemokratischen Abgeordneten und Bundesräte veröffentlicht folgende Erklärung: Die Sozialdemokratische Partei mar bereit, fedem außerhals ber Parteien stehenden Wahlbewerber, der die 2 dh tung und das Bertrauen aller Parteien genießt, ihre Stimme zu geben, um bie Wahl eines Kleritalen zu verhindern. Die Großdeutschen und reise die Landbündler haben jedoch die propotatorische Randi datur des Johann Schober aufgestellt. Damit war selbst. verständlich jede Möglichkeit eines Zusammengehens, mit den Großdeutschen und Landbündlern zur Bahl eines Richtflerifalen geschwunden. Die Sozialdemokratische Partei hätte Herrn Dr. Hai nisch oder jeden anderen außerhalb der Parteien stehenden frei heitlichen Ehrenmann einem Meritalen vorgezogen, aber die Sozialdemokratie zieht jeden persönlich achtbaren Rieritalen einem Johann Schober vor. Daher hat der Verband, nachdem er in zwei Bahlgängen seine Stärfe gezeigt hatte- sein Kandidat erhielt nur be: brei Stimmen weniger als der gewählte Bundespräsident- be schlossen, in dritten Bahlgang leere Stimmzettel abzugeben und dadurch den von den Großdeutschen und Landbündlern unternommenen Anschlag auf die Ehre der Republif und auf den Frieden in der Republit sofort und vollkommnen abzutun. Diese Entscheidung ist dem Verband um so leichter geworden, als der heute gewählte Herr Bundespräsident, unbeschadet aller politischen Gegensätze, als Präfident des Nationalrats das Bertrauen auch der sozialdemokratischen Abgeordneten er12. 39 ler Voiff r.178 portler k R ( G.F. 181 ht BS worben hat." Nach der Wahl des Präsidenten des Nationalrats, Mitlas, zum Bundespräsidenten und nachdem dieser einer Abordnung der Neue Gefahren? ang Bayerisches Mißtrauen gegen Escherichs Neugründung. SPD N 43 JS lustr e Mitlas ist fatholisch- flerifaler Ueberzeugung. An seiner republikanischen Gesinnung und seiner persönlichen Integrität ist fein 3weifel, die Sozialdemokraten haben des halb auch schließlich durch Abgabe leerer Zettel seine Wahl halb auch schließlich durch Abgabe leerer Zettel seine Wahl ermöglicht. Berfönlich mag es intereffieren, daß der neue Bundes präsident, dessen Frau eine Bauerntochter ist, dreizehn lebende Rinder hat. Alsbald mird nun die Amtszeit des Bundespräsidenten Dr. Michael Hainisch ablaufen. Dem ausgezeichneten Mann ist die Entlastung von den Pflichten seines Amtes wohl zu gönnen. Er wird desto lieber zurückkehren zu feiner über 90jährigen Mutter Marianne, der Vorfämpferin des Frauenrechts, zu seinem Mustergut in den Alpen und zu seinen Studien. Gefahren für ihren wankenden Staat, nachdem gerade in Bayern die Erfahrungen gezeigt haben, daß in diesen faschistischen Wehrverbänden die Nebenregierung geliste ben fruchtbarsten Nährboden haben. München, 5. Dezember.( Eigenbericht.) Die stärksten Bedenken spricht ein führendes Organ Das Echo auf die Neugründung Escherichs, den der Bayerischen Volkspartei, die Augsburger sogenannten Seimatschuh, hat das Wesen und die Postzeitung" aus, die bereits in der Art der Pro Bedeutung der geplanten„ Boltsbewegung" in Bayern flamierung des Heimatschutes den Anfang einer neuen enthüllt. Es handelt sich um nichts anderes, als um Untergrabung der Staatsautorität erblickt. Das Blatt den Versuch einer Nachahmung der österreichi- warnt besonders dringend davor, das die Bayerische ichen Neuorganisation Volkspartei nicht etwa wie in den Jahren 1921 bis 1923 Heimatwehr, also der faschistischer Hilfstruppen für die politische und soziale das Menschenmaterial für die Kraftsprüche der neuen, in Bahern, nachdem Zersplitterung und sogenannten überparteilichen Führer liefert. Führeruneinigkeit die vaterländischen Verbände seit langem zu jämmerlicher Chnmacht verurteilt haben. Um sich das Wohlwollen der Regierung zu sichern, Reaktion stellten die Drahtzieher, die allesamt deutschnativ. nalen Gouleurs sind, die ganze Aktion als eine Art Silfsdienst für die Regierung Seld dar. Die bei der Gründung gehaltenen Neden, vor allem der Hinweis auf den pflichtmäßigen Einsatz der Person riecht aber so sehr nach hochverräterischen Vorbereitungen, B. 46 das maßgebende Regierungsparteien, die Bayerische Volkspartei und noch mehr der Bauernbund, das Vorgehen Escherichs beargwöhnen und zum Zeil offen ab lehnen. Diese Kreise sehen in der Heimwehrattion neue Beschlagnahme volfischer Schriften. München, 5. Dezember. Bostichedlonto: Berlin 37536.- Banflonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Wallstr. 65. Distonto- Gesellschaft, Depofitenlafse Lindenstr. 3 Auftakt zu Lugano. Die Reden Chamberlains und Briands. Von Rudolf Breitscheid. Am 10. Dezember beginnt die Wintersigung des Völkerbundsrats. Nach einer Baufe von neun Monaten treffen sich zum erstenmal wieder die Außenminister von Deutschland, Frankreich und England, mit Rücksicht auf deren Geſundheitszustand diesmal Lugano statt Genf als Tagungsort gewählt worden ist. Leider haben Ausführungen, die in den letzten Tagen Chamberlain und Briand in ihren Barlamenten machten, den bevorstehenden Besprechungen einen nicht besonders sympathischen Auftakt gegeben. Sie haben beide, der eine in der Beantwortung einer Anfrage, der andere in einer großen außenpolitischen Rede, Probleme, die zwischen ihren Ländern und Deutschland strittig sind, in einer Weise Man muß bebehandelt, die zu Bedenken Anlaß gibt. dauern, daß Herr Stresemann nicht mehr Gelegenheit hatte, vor seiner Abreise ebenfalls von der Parlaments= tribüne aus zu den Darlegungen seiner Kollegen Stellung zu nehmen. Es ist wiederholt angeregt worden, man inöge auch im Deutschen Reichstag die Praris der Kleinen Anfragen", insbesondere was außenpolitische Dinge betrifft, wieder einführen und dadurch dem Außenminister die Möglichkeit gewähren, prompt in eine internationale Debatte einzugreifen. Aber auch die Kleinen Anfragen haben nur Sinn, wenn das Parlament beieinander ist, und bei uns ist es ja betrüblicherweise zur Gewohnheit geworden, daß die bürgerlichen Parteien die Sigungstage auf ein Mindestmaß beichränken, und die Zeit der infolge besonderer Umstände notwendigen Unterbrechungen immer noch um einige Tage verlängern. So wird Herr Stresemann also warten müſſen, bis er in Lugano dem Engländer und dem Franzosen Auge in Auge gegenübersteht, bevor er die von ihnen geäußerten Auffassungen zurückweisen und ihre wirklichen Absichten feststellen fann. Er wird Herrn Chamberlain dann wohl die Frage vorlegen, ob er ernsthaft der Meinung ist, daß der Artifel 431 des Versailler Bertrages den Alliierten das Recht gibt, die Rheinlande bis zu dem Augenblid besetzt zu halten, in dem Deutschland die ihm auferlegten Reparationsverpflichtungen bis zum legten Pfennig erfüllt hat. Es wird ihm ein leichtes sein, den Nachweis zu erbringen, daß das unmöglich der Sinn des angezogenen Paragraphen fein tönne, da doch in demselben Vertrag von einer Totalräumung nach 15 Jahren die Rede ist, nach einer Frist also, in der die großen von der Gegenseite ge forderten Zahlungen schlechterdings nicht geleistet werden tönnen. Er fann sich im übrigen darauf berufen, daß die Auslegungen Chamberlains im Widerspruch stehen zu einer Darstellung, die der Schazminister Churchill vor furzer Beit gegeben hat. Gar nicht zu reden von Franzosen mie Tarbieu und Seydoux, die beide ausgezeichnete Sachfenner und feineswegs der Vorliebe für Deutschland verdächtig, Deutschland das Recht auf die Räumung für den Fall zugesprochen haben, daß es den Erforderniffen eines endgültigen Reparationsplanes pünktlich entspricht. Auch Briand hat in seiner Rede aufs neue die These von dem Fehlen eines deutschen Rechtsanspruches vertreten. Aber er hat zum mindesten nicht die restlose Erfüllung der Reparationsansprüche der Alliierten zur Voraussetzung der Befreiung des Rheinlandes gemacht. Nur hat er wieder, wenn auch in etwas dunkler und unflater Form die Idee einer besonderen Bergleichskommission diskutiert. Man muß dem französischen Außenminister immer aufs neue sagen, daß eine folche Kommission für die deutsche Regierung über das Jahr 1935 hinaus nicht tragbar ist, und daß Deutschland eher geneigt ist, die schwere Laft der Besatzung bis zu diesem Beitpunkt zu tragen, als für die Dauer eine einseitige und ganz naturgemäß die Gefahr von Schikanen in sich bergende Kontrolle zuzugestehen. Im übrigen hat Herr Briand auch diesmal die Notwendigteit einer Berständigung mit Deutschland lebhaft unterstrichen, und wir zweifeln feinen Augenblid an seiner guten Abficht. Er will den Frieden und er will die Annäherung der beiden Bölker. Aber mit dem guten Willen allein ist es nun einmal nicht getan. Was Deutichland vermißt, sind Taten, die, ob es nun auf fie einen Rechtsanspruch befigt oder nicht, geeignet wären, den drückenden Alb von seiner und Europas Brust zu neh= daß man bei uns unruhig und mißtrauisch wird, und wenn er sich jetzt auch noch einmal bemüht hat, seine Genfer Rede zu erklären, und sie in erster Linie mit dem Echo zu begründen, das die Worte des Reichstanzlers Müller in einer gewiffen" deutschen Preffe gefunden haben, so hallt sie doch bei uns noch immer nach und wird sie nachhallen, bis zu der Zeit, wo eine erträgliche Berständigung über die Reparationen erfolgt ist, das Rheinland frei sein wird und die französischen Rüstungen aufhören werden, in dem heutigen trassen Mißverhältnis zu den unjrigen zu stehen.. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht I hat, wie der Bölmen. Der französische Außenminister darf sich nicht wundern, tische Beobachter" melbet, gegen den Geschäftsführer des Barteiverlages megen Herausgabe des Liederbuches der Nationalsozialistischen Partei und des Standarten- Kalenders 1929 ein Berfahren wegen Aufreizung zum Rassenhaß und Bergebens gegen das Republitschuggefeß eingeleitet und mit Beschluß vom 3. Dezember die Beschlagnahme diefer Berlagsprodukte sowie de: sämtlichen zu ihrer Herstellung und Bervielfältigung dienenden Platten, Formen und Klischees angeordnet. Die Bolizeidirektion. München hat die Beschlagnahme vollzogen. Was uns jetzt noch besonders erschrrctt, das ist die v r t. wie am Dienstag in der französischen Kammer sowohl »on Briand wie noch mehr von dem Sozialrodikalen Francois Ulbert die Frage des Anschlufies zwischen Deutschland und Oesterreich behandelt worden ist. Man hat fast den Eindruck, als ob hier nach einem neuen Vorwand gesucht werde, der die chinausschiebung der deutsch-französischen Befriedigung ermögliche. Was sollen wir denn tun? Sollen wir etwa in einer feierlichen Erklärung auf das Prinzip des Anschlusses »erzichten? Keine Regierung und keine Partei würde sich jemals dazu hergeben. Herr Albert bat mich persönlich zitiert und den Wunsch ausgesprochen, daß die von mir vertretene Richtung, die auf den Frieden und das Selbstbestimmungsrecht der Völker hin- arbeite, in der Sozialdemokratie zur herrschenden werden möge. Das ist offen gesagt nicht recht verständlich. Es gibt Sn der deutschen Sozialdemokratie keine andere Rich- t u n g als die, die den Frieden und das Selbstbestimmungs- recht der Völker will. Aber eben aus diesem Grunde halten wir grundsätzlich an dem Recht des Anschlusses fest, wobei wir selbstverständlich das Telbstbestimmungsrecht feine Grenze an den Friedensinteresien der Rationen finden lasten wollen. Rur glauben wir, daß es nicht etwa Frankreich allein zusteht, darüber zu bestimmen, ob der Zusammen- schluß der Deutschen in» Reich und in Oesterreich eine Friedensbedrohung bedeutet. Nur soll man die Dinge nicht so darstellen, als ob dieser Gedanke seinen Ursprung in einer klerikalen oder gar sozia- listischen Intrige habe. Er entspricht, wenn es noch einmal gesagt werden muß, durchaus den Forderungen, um deren Befriedigung willen die Alliierten bestehende Staatswesen zerschlagen, und neue Gebilde geschaffen haben. Vriand ver- tritt heute die Meinung, daß, wenn etwa Ist Proz. der öfter- reichisäien Bevölkerung den Anschluß nicht wollen, der Wunsch dieser Minorität berücksichtigt werden»nüsse. Wir vermögen uns einstweilen nicht vorzustellen, daß er im Ernst an dieser sonderbaren Austastung von Demokratie festzuhalten gedenkt, aber wir fürchten eben, daß er und die, oie ihm beipflichten, sich auf den gefährlichen Weg zur Schaffung neuer Schwierigkeiten und neuer wenig stichhalti- gsr Gründe für die Ablehnung der Rbeinlandräumung be- geben. Briand selbst nennt die Anschluhfrage nicht akut. Er weiß zweifellos, daß die große Mehrheit des deutschen Volkes dies« Ansicht teilt und an der Notwendigkeit der Zustim- mung des Völkerbundes zu der Vereinigung der beiden Staaten nicht vorübergehen will. Wozu also das große Auf- gebot leicht widerlegbarer Argumente? Hamburg und Preußen. Einig im Witten zum Einheiisstaai. Auserstehung der Opposition. Oeutschnationale Ladenhüter als Außenpolitik. In den letzten Sitzungen des Auswärtigen Ausschusses und bei der außenpolitischen Debatte im Reichstagsplenum legte sich Graf Westarp als Wortführer der Deutfchnatio- nalen eine bemerkenswerte Zurückhaltung auf. Er sprach zwar von einem Bankerott der Locarnopolctik, blieb aber aus die Frage, welchen außenpolitischen Kurs er als Ersatz vor- schlage, die Antwort schuldig. Die deutfchnatio nale Reichstagsfraktion hat nunmehr vier Anträge ein- gebracht, die offenbar so etwas wie em Programm der „nationalen Opposition" darstellen sollen. Sie lauten: 1. Die Reichsregierung zu«suchen, die Einsetzung eine, internationalen, nur aus Angehörigen von im Weltkrieg neutral ge- bllsbenen Ländern zu bildenden Schiedsgerichtes zur Unter- suchung der Kriegsschuldfrag« unier Offenlegung oller Do- kinnente der am Weltkrieg beteiligten Länder für dieses Schiede- gerlcht zu fordern und solange, bis der Spruch eines solchen Schieds. gerichts ergangen ist, bei allen internationalen Verhandlungen davon auszugehen, daß Deutschland den Artikel 2Zl des Verfailler Der- träges nicht mehr anerkennt. 2. Die Reichsregierung zu«suchen, in Fortführung der seit dem Jahr« 1924 in Sachen der Krieg s schuldlüge unternommenen Schritt« anläßlich der Neparotionsverhondlungen die Erklärung abgeben zu lassen, daß Deutschland dos ihm durch Arllkel 231 des Versailler Vertrage» aufgezwcmgen« Schuldbekenntnis nicht anerkennt und es ablehnt, die von Deutschland geforderten Zahlungen, wie es in Artikel 2Z1 geschieht, mit einer Pflicht zur Wiedergutmachung begründen zu lasten. 3. Di« Reichsregierung zu ersuchen, zur Vorbereitung der be- vorstehenden Reparationsverhandlungen alsbald eine Denkschrift über die deutschen Leistungenon die Entente seit November 1918 einschließlich der Gebietsverluste, Wegnahmen und Zerstörun- gen, auch soweit durch den Ruhreinbruch verursacht, gegliedert noch Gegenständen und Werten, vorzulegen. 4. Die Reichsregierung zu ersuchen, die nötigen Schritte zu tun. daß die nach dem Gesetz vom 8. Juli 1927 und den Pariser Der- «inbarungen über die Luftfahrt noch bestehenden B« s ch r ä n- kungen der deutschen Luftfahrt im chinblick auf die in der Zwischenzeit erzielten Fortschritte in der Luftfahrt und in dem Luftfahrtrecht aufgehoben werden. ' Die„D e u t s ch e Z e i t u n g" verzeichnet diese Anträge unter der Ueberschrift:„Endlich aktiv« deutsche Außenpolitik" und feiert sie als den zweiten Schritt zur Rückkehr in die nationale Opposition. Die Anträge und die Stellungnahme der„Deutschen Zeitung" kennzeichnen die Situation. Es han- delt sich mit Ausnahme des harmloseren dritten Punktes bei den Forderungen um vergilbte Ladenhüter, die schleunigst im Giftschrank der deutschnationalen Reichstags- fraktion oerschwanden, als die Deutschnationalen vier Mann stark in die Reichsregieruna einmarschierten. Es ?ab während der vier Jahre Bürgerblockregierung Gelegen- est genug, im Sinne der deutschnationalen Forderungen vorzustoßen. Nach einem kläglich mißglückten Versuch hat es jedoch das von den Deutschnationalen beherrschte Bürger- blockkabinett ängstlich vermieden, auch nur eine Außenpolstik zu betreiben, die an das deutschnationale Aktionsprogramm erinnerte. Die Lächerlichkeit derartiger Aktionen trat zu deutlich zutage. Abgestandene Ladenhüter als aktive deutschnationale Außenpolstik— die nationale Opposition ist sehr bescheiden geworden! V«, bodisch« Unlerrlchksmlniflerlum hat— wie»ms aus Karls- wih« gemeldet wird— einen Professor von der Oberrealschul« in Pforzheim, der sich als Anhänger der nationalsozialistischen Partei in besonder», gehässiger Weise gegen die Republik betätigte, seines Amtes enthoben. ZteTfraurnsvJtam ln Estland. D« unter sozialistischer Führung stehenden neuen Regierung wurde mit öS gegen 24 Stimmen das Vertrauen des Parlaments ausgesprochen. - Hamburg. S. Dezember.(Eigenbericht.) Bei dem Empfang, den der Hamburger Senat dem preuAtschen Ministerpröstdenten Dr. Braun am Mittwochabend gab, ergriff der Hamburger Bürgcrtr.eiflcr Dr. Petersen das Wort zu einer Aniprache, m der er darauf hinwies, daß zehn Jahrs seit dem Zusammenbruch vergangen seien und daß neben Friedrich Ehert dem preußischen Ministerpräsidenten Dr. Braun Donk für die Aufbauarbeit gebühre. Im Vorlauf dieses Jahrzehnts habe man sich erst allmählich von der söderali« stischen Denkart befreien müsien. Er. Bürgermeister Petersen, habe sich während seiner Arbeit für den C i n h« i t s st a a t die habe während seiner Arbeit für den Einheitsstaat die »Ich könnte mißverstanden werden, wenn ich diesen Worten nicht ganz eindeutig hinzufügte, daß wir Homburger durch. aus unter den gleichen(föderalistischen D. R.) Anschauungen standen. Stolz auf die Tradition einer seit einem Jahrtausend in allen Stürmen der Zeit bewahrten hanseatischen Lürgersrecheit, schien und scheint uns die staatliche Selbständigkeit«In hohes Gut, das wir treu zu bcwahren verpflichtet sind, bis der Tag kommt, an dem Preußen seine letzt« große deutsch« Mission erfüllt und das Reich, da» es gegründet und zusammen- gehalten hat, zur wirklichen Einheit führt." Hamburg hoffe, daß dieser Tag nicht mehr in ollzuwelter Ferne liege. Wöhrend der Vorverhandlungen zwischen Preußen und Hamburg habe man das Problem nur unter dem gesamtdeutschen Gesichtswinkel be- trachtet und sei zu einer grundsätzlichen llebereinstimnwng gelangt. Dr. Petersen ging dann die einzelnen Punkte(gemeinsame Lan- dungsplanungskommission, Problem der Hafengemeinschoft, Sied- lungesrag«, Möglichkeit der Arbeitsbeschaffung, Wohlwollen der Reichsregierung) durch und schloß seine Ausführungen mit der Aufforderung an seine Hamburger Mitbürger:»Lassen Sie uns dos gute Werk, dos h'er begonnen ist, großzügig und mit weitem Blick wcitcriühren und in ihm mit allen Kräften und Möglichkeiten, die wir haben, unserer großen deutschen Mission dienen!" Ein Hoch auf da»..preußische Volk", den Ministerpräsidenten, die Staats- rcgierung und die preußischen Gäste gab den Abschluß der Red«. , Darauf erhob sich TstinisteirprSsident Dr. Braun zu einer Red«, in der er zunächst ausführte, daß er dem Beispiel de« Hamburger Bürgermeisters folge, wenn er Nicht so sehr als Preuße, denn als Deutscher spräche.»Gestatten Sir, daß tch da vorerst noch folgendes ausspreche: Der Auslausch von s e l e r l l ch e n Staatsbesuchen zwischen den Chesv deutscher Länder ist.im Hinblick auf die neuen Berfasiungsverhältnifle des Reichs an sich etwas Ungetvöbnliches, und unter dem Gesichtspunkt, daß es in der jetzigen Zeit geboten erscheint, die Einheitlichkeit des Reiches zu betonen, vielleicht auch nicht einmal erwünscht, da es le'cht zu Mißdeutungen führen kann. Aus dieser Erwägung heraus ist es während der langen Jahre, in denen ich d!« Ehre habe,»nein jetziges Amt zu bekleiden, heut« auch erst das zweite- mal, daß ich mich in dieser Situation befind«. Gleichwohl habe ich mich gerade zu dieser Reise nach Hamburg gern entschlossen, weil hier ungewöhnliche und vor allem im Interesse des ganzen Reichs wichtige Gründe mitsprachen." Preußen verkenne das Expansionsbedürfnis der größten deutschen Hafenstadt, Hamburg. nicht, wenn auch die Verhandlungen vergangener Jahre nicht ziun Ziele geführt hätten.„Inzwischen ist die Entwicklung fort- geschritten, die Derhällnisl« haben sich geklärt und auch aus der auf die festere Einheit des deutschen Reiches ge- richteten Bewegung, die in der letzten Zeit immer größer« Schichten des deutschen Volkes ergriffen hat, ergeben sich stark tördernda Impulse für die hier an der Unterelbe aus wirtschasUichen, sozialen und kulturellen Gebieten zu leistende staatspolitische und kommunal. politisch« Gemeinschaftsarbeit. Diese Gemeinschostsorbcit, die das Wiedererstarten unserer schwer ringenden deutschen Wcrt» schaff und ihrer Weligellung, wie die Förderung des wirtsch-fftlich-m und kulturellen Wohlergehens der in ihr wirkenden wertebildenden Kräfte zum Ziele hat, wird um so fruchtbarer srin, als in ihr über Lande» grenzen und ZvflSadigkeilen hinweg der große deutsche Einheitsstaat lebendig dtcibl." Dr. Petersen sei der erste Staatschef in Deutschland gewesen, der den Mut gehabt habe, öffentlich für den Einheitsstaat einzutreten.' ..Daß auch in Preußen große Dolkstreise dem Aufgehen m einem einheitlichen Reiche zustreben, ist bekannt, wenn auch � die Auffassungen über Weg- und Zielgcstalbmg noch auseinandergehen.� Preußen würde ja auch seine ganze historische Misston verkennen, wenn es, von eigensüchtigen Beweggründen geleitet, sich dieser' großen Einheitsbervegung hemmend in den Weg stellen wollte. Dieser Gedanke der Einheit und Schickjaloerbundcnheit aller dnst. scheu Länder und Volkckeile Hot ia den hier zur Lösung de» llnler- elbeproblem» gepslogenen Derhandlunoea bereits einen guten. Er- folg verheißenden praktischen Ausdruck gesunden. Wenige Wochen gemeinsamer Arbeit, für die auch ich den beiderseitigen Vertretern' Anerkennung und Dank aussprechen möchte, haben genügt, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Sind auch Einzelheiten noch zu regeln, so konnten Sie, Herr Bürgermeister, und ich doch schon heute nach- mittag eine Vereinbarung unterzeichnen, die die wichtigste» Gebiete und die Grundlinien für die zukünftige Zu- sammenardeit Hamburgs und Preußens festlegt." Ministerpräsident Dr. Braun beendete seine Rede mit den Worten:„Bit hoben die Hosstmng. daß dieses Del spiel, das Hamborg und Preußen hier gegeben haben, bahnbrechend und rlchlung« weifend für die gesamte Äeualiederung des Deutschen Deiches wirken möge. Di« Land«? grenzen siud in uuserem Falle»war noch nicht beseitigt, ober sie s'vd fibenvundeu worden. Sie sind über wunde» tootdeu, weil wir uns bei diesen Verhaudluagcn nicht als Hamburger und nicht als Preußen fühllcu. sondern als Deutsche." In einem Hoch aus Hamburg, seinen Bürgermeister und daS' ganze Deutsch« Reich klang die Red« aus. Selig sind, die geistig arm find... Ein Pastor als iSeistersehrr. Man glaubt, trotz all« üblen Ersahrungen, immer noch nicht. welch seltsame Pflanzen aus der Leben Erde wachsen. Sendet uns da ein Freund des„Vorwärts" ein Vlättchen zu. dos am Baume der protestantischen Kirche ersprossen ist und wert scheint, in die wärmenden Strahlen des Humors gerückt zu werden. Da» Blättchen ist gedruckt und nennt sich ein„Sonntagsblait der Gemeinschaft des Hauses„Gotteshilfe" in Neukölln, Ziethen- straße IS". Als Leiter zeichnet ein Prediger Schimming, als verantwortlicher Redakteur.ein F. Lohmann in lichte nhagen bei Falkenberg i. d. Mark. Das„F" soll selbstverständlich Pastor heißen, so daß wir in die Gottgesälligkeit des Blattes keinen Zweifel setzen dürfen Da das Papierchen dem Totensonntag gewidmet ist. so ninnnt es nicht wunder, daß es sich mit Verstorbenen beschäftigt. Unter anderem muß auch unser aller August Bebel herhallen, d« sich ja nicht mehr«ehren kann, da er seit 1913 tot und eingeäschert ist. Da» Troktätchen ringt um Bebels Seele. Deshalb behauptet es. Bebel habe kurz vor seinem Tode sich wieder zu Göll bekannt. Wörtlich läßt es ihn„in seinen letzten Augenblicken" sprechen: „Verstoßt kein« suchende Seele? O. was muß Ich leiden! lieberall kommen sie mir entgegen mll drohend erhobenen Händen und fluchen mir, daß ich zwar für ihre materiellen Bedürfnisse gesorgt, aber das geistliche Element ihnen genommen und sie dadurch unglücklich gemocht hätte."„Vereinigt euch," so fuhr er fort,.zu einem Bund und ruft es durch die ganze Well:„Gott lebt. Gott leb tl" Als Quelle für diesen Unsinn gibt das Kirchenblott an:„Bör- senblall Nr. 3 von 1916". Sehr niedlich! Em Börsenblatt— das übrigens niemand kennt— wäre wohl nicht g«rad« d«r richtig« Ausleger der Gedanken und Gefühl« eines August Bebel. Das müßte «igeilllich selbst ein Dorfpforrer aus der Mark hegreisen. Indesien, rechten wir nicht mll den Heiligen vom Haus Gotteshilfe in Neukölln. Auch August Bebel würde nicht mll ihnen rechten, sondern den Unstnn abtun mll den Bibclworten:„Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun"; oder„Selig sind, die geistig arm sind..." Mögen sie also selig bleiben und weiter hie Geister der Abgeschiedenen beschwören! Günnes und die Ruhcbesehnng. (Sine zeitgemäße Erinnerung. Genosse A. KnoII vom ADGV. schreibt uns: Das„Berliner Tageblall" bringt seit einiger Zell verössent- lichungen aus dem Tagebuch des früheren englischen Botschafters in Berlin. Lord d'Abernons, worln Bezug genommcn wird auf die Verhandlungen in Spa im Juli 19?9, an denen auch Stlnnes als nicht offizielles Mitglied der deutschen Delegation teilgenommen hatte. Nach den Auszeichnungen des englischen Diplomaten hat Stinnes damals gesagt, daß die Alliierten nicht glauben sollten, im Fall« der Ruhrbesetzung auch nur«in Stück Kohle zu erhallen. Das erinnert mich an eine Unterredung, die ich am Tage vor d«r Ruhrbesetzung auf ausdrücklichen Wunsch einer Regierungsstelle in Berlin mit Stinr.e» in Mülheim hatte, um sein« Ausfasftmg über die Ruhrbesetzimg und di««twa zu ergreifend«« Abwehrmaßnahmen, namentlich im Zusammenhang mll der Arbellerschaft, zu erfahre». Damals erklärt« Stinnes wörtlich, daß er„eher mit eigener Hand die Diznomitpatron« tn den Koksofen lege» � würde, als daß die Franzosen auch nur eine» Waggon Koks erhalten sollen." Herr Stinnes hat dieses Wort nicht eingelost, woraus man ihm! schließlich keinen Vorwurf zu machen brauchte und auch nicht gemacht hat. Was ober festgehallen zu werden verdient ist, daß«r, der>» Spa sowohl wie einige Monate spater In Mülheim so grcge Tön« gegen die Franzosen geredet hat. es gegen Ende des Ruhrkampfes mll am eiligsten gehabt hat, zu dem französiichen Besatzung» kommando zu lausen und dieses zu bitten, für das besetzte Gebiet die deutsche Sozialgesetzgebung außerKrast zu setzen. Stinnes ist»ot. Sein Geist jedoch lebt fort. Er ist es, der sich tn der Aussperrung In Nordwest austobte. Die Erben dieses Geiste» sind noch immer bereit, jeden Pakt mit dem„feindlichen Auslände� zu schließen, wenn sie damit der„sozialpolitilchen Lasten" ledig werden können. Das ist die Lehre, die die Arbeiterschaft aus diesem Kamps« zu ziehen hat. Winierbeihilfe in Braunschweig. Auf Antrag der sozialdemokratischen Regierung. Draunschmeig. 5. Dezember.(Eigenbericht.) Der Hauptausschuß des braunschweigischen Landtags Höst n werde als in den Iahren von 1914 bis IGlst. Die Leiden der Mlen Bevölkerung durch Lustongriffe und den chemischen rieg mären überhaupt unausdenkbar. Feldmarslhall Robertion j�tötc stch ferner in scharfen Worten gegen die i m p e r i a l i st i« iNen Tendenzen, die stich in der amerikanischen I�Uenpolitik und in offiziellen amerikanischen Aeußerungen zur '�ttensrage bemerkbar mochten und betont«, daß die gegenwärtige laltung Amerikas in der Flottenfrage eine auffallende Aehnlichkeik « der von Deutschland vor 1914 eingenommenen Stellung habe. k Cm Finanzskandal in Frankreich. Dörse und presse. Vordergrund des Interesses steht in Frankreich gegen « noch recht unklare Affäre, in die Pr«sseun>ernehmung''n itinstitut« verwickelt find. Es handelt stich um ein« pazi« hauchte Zeitschrift, die„Gazette du Franc et des die in ihrem wirtschaftlichen Teil Propaganda für be- .....r.�tdustriell« und finanziell« Unternehmungen machte. Durch �genhafte Gewinne, von ähnlicher chöh« wie beim Berliner Lmn- .-rdhaus Vergmann, angelockt, strömten die Sparergellier in die Unternehmens, dessen Letter damit an der Pariser Boise '�her»fit Geschick und anscheinend auch mit Erfolg spekukierten. ?ber da? ganze Institut war dennoch unzweifeihoft das Werk von �'NonAÄbenteuerern, was sich schon aus dm sagenhaften Dividende n verf p rechungen ergibt. Schtießlich griff die Staatsanwaltschaft ein. an- �spornt durch den Börseiioorstand und die Großbanken, so daß zu- . 5ch|t behauptet wurde, das führende Finanzkapital habe mit chilfe der Stoatsgewoll eines unbequemen Konkurrenten "ttedigen wollen. I«tdessen hat di« Aktion der Justiz ihren Laus genommen und rforn sind die Leiter des sinanziellen Unternehmens ve r- /'Mist worden, während die journalistischen Kräfte dieser ..Zeitigen„Gazetie" einstweilen unbehelligt bleiben, well zwischen �ir politisch-schriftstellersschen Tätigkeit uich den finonzellen Moni- Nationen der Herausgeber angeblich kein Zusammenhang bestand. , Durch die Aktion der Staatsanwaltschaft ist natürlich der Zu- m e n b r u ch des Unternehmens unvermeidlich geworden, ab«' Wchar haben die Behörden die Ueberzeugung gewonnen, daß Zusammenbruch sowieso eingetreten wäre, weil dos Unter« Äen auf betrügerischer Grundloge aufgebaut war. daß bei späterem Eingriff noch weitere Sparer um ihr gebracht worden wären. Durch diesen Zusammenbruch find Zehntausend« von mehr oder i'W gutgläubigen, jedenfalls aber sehr geldgierigen Ein- �mbesitzern in Mitleidenschaft gezogen worden. Andererseits b«. 1 die Affäre odeudrei»— wie meist solche Finanzskandol« Cr Hai recht! »Meine Herren, in der ottgemeinen Notkage der Landwirtschost bleibt der einzige Lichtblick der gute Ausfall der Weinernte ilS2S.� Ehamberlain in Bedrängnis. Reue Wjemlavdaufragen im Llnierhaus. i""ii, London. 5. Dezember. Im Unterhaus« richtete lhurite(Arbeiterpartei) an Ehamberlain di« Anfrage, od er in Verbindung mit der Frag« der weiteren Besetzung des Rheinlandes der von dem ver- storbenen Präsidenten Wilson, Elemeneeau und Lloyd George unterzeichneten Erklärung, die im Juni 1919 zur Interpretation des Artikels 421 des Bersailler Vertrages ver- öffentlicht wurde. Beachtung geschenkt habe. In dieser Erklärung, ja sagte Thurtle, ist milgeteilt worden, daß die alliierten und assoziierten Mächte, wenn Deutschland zu einem früheren Zeilpunkt als nach Aölauf der ISsährlzen Frist Beweise seines guten Willens und besrled'.gende Bürgschaften sür seine Absicht, alle sein« Verpflichtungen zu erfüllen, gegeben hob«, bereit sein wür- den. über eine früher« Beendigung der Besetzung untereinander zu einem Abkoinmeu zu gelange». Ehamberlain antwortete: Jawohl. Die fragliche Erklärung be- sagte, wenn Deutschland bis zu einem früheren Datum als dam 19. Januar 1935 einen Beweis seines guten Willens und zufrieden- stellend« Garantien für die Sicherung der Erfüllung seiner Per- pslichtungen gegeben Hab«, dann würden die interessierte» alliierten und assoziierten Mächte, nämlich Großbritannien, Frankreich und die Bereinigten Staaten, sich bereit finden, untereinander «in Einvernehmen über eine früher« Beendigung der Besetzungszeit Herbeizichuhren. Die ehemals alliierten Mächt« sind auch jetzt von dem Geist der Erklärung vom IE Juni 1919 beseelt<* juristischen Seite der Frage und der juristischen Interpre-, t o t i o n in seiner am Montag erteilten Antwort das von seine« Borgänger im Staatssckrctariat des Auswärtigen 1919 unterzeich- nete Dokument in Rechnung gezogen Hab«. Ehamberlain: Gewiß. Die Frage, di« ich am Montag boanl- wartete, war eine Frage hinsichtlich der Interpretation des Bersailler Vertrags, der für die ehemals alliierten Regierungen sowohl wie für > Deutschland bindend ist. Dagegen beftogt man mich heut« übet | eine Uebereinkunst, an der weder Deutschland noch andere alliierte Regierungen als Panner beteiligt sind. Dies«» Dokument hat keinen Bezug aus die von mir om Montag abgegeben« Er- klürung. Rennie Smllh: Ist dieses Dokument nicht«5« Jntrepretochi« der juristischen Seite der Angelegenheit? Ehamberlain: Rein, gewiß nicht.(!?) Das Dokmnent ist eine Erklärung der Absichten der drei genanntem alliierten Ra- gierungan und eine gegenseitige Verpflichtung zwischen diese» drei Regierungen. Es ist nicht eine Derpslichtung gegen- über der deutschen Reg'erung oder gegenüber andere» alliierte» Regierungen, obwohl oll diese Regierungen zurzeit im Geiste dieser Erklärungen handeln., Vedgwood i ragte: Hat die britische Regierung sich dahingehe«!» entschlossen, daß ihrer Ansicht nach die Räumung des Rheinlandes davon abhängig gewacht worden muh, daß Deutschland einer Aenderung oder endgültigen Regelung der Reparation zustimmt? Ehamberlain: Ich mochte den Herrn Abgeordneten ersuchen, aus dt« Antwort zurückzugreifen, die ich hinsichissch der Auslegung des Artikels 431 des Vertrags von Versailles den» Abgeordneten Rennie Smith äm vergangenen Montag erteilt Hab«. Wedgwoad: Was immer auch di« juristisch« Interpretation he» Artikels 451 sein mag. ist es endgültig zu betrachten, daß wir, s o- long« die derzeitige Regierung im Amt ist, uns der französischen Lusfossung anschließen, diese beiden Fragen, nämlich die Räumung und die Reparation, in zwang»-. läusigem Zusammenhang zu halten und die deutsch» Recht�aufsajsung zu bestreiten, daß die beiden Frage» im Zusammenhang stehen? Ehamberlain: Es wäre richtiger, wenn der Herr Abgeordnete die Güte haben wollte, seine Frag« schriftlich niederzulege» und mir Zeit zu ihrer Prüfung zu geben. Dedgwöod: Haben mir nicht einen Anspruch darauf, die.» endgültig klargestellt zu sehen? Die Antwort am Mo»> tag war nicht klar. Wo» ich wissen möchte, ist, ob die Antwort, die der Staatssekretär am Montag hinsichtlich des juristischen Inhalts des Artikels 451 erteilt hat. Großbritannien verpflichtet, ,mn- mehr die französischen Rechtsanspruch« gegen die deutschen Rechts» anfprüche z« Unterstützen. Ehamberlain: Ich habe den Herrn Abgeordneten bervit» darum gebeten, mich über ein« Anfrage van solcher Be« d e u t u n g vorher zu verständigen. Es liegt aus der Hand, daß jede Antwort, die ich auf eine Anftag« dieser Art erteil«, in weiten» Ilmkreis außerhalb der Mauern dieses Haufe» gelesen«ieb. und ich habe das Recht zu verlangen, daß mir ein« derartige Anfrage vorher angekündigt wirb. besonders in Frankreich— eine stark politische Rote. E i n Mitglied der jetzigen Regierung Poincorös wurde gestern in der Kammer vom sozialistischen Interpellanten E h a st a» n« r— zunächst ohne Nomensnennung— beschuldigt, dieser Affäre nahe zu stehen. Reuerdings verlautet, daß auch dos Linlsvlatt .�uotibien�. das seinen Lnzeigenteil an die„Gazette� ver- pachtet hatte, durch den Ausammenbruch vor dem Ruin stehe. Moralisch war der„Öuoiidien' allerdings seit mehr als einem Jahre bereits ruiniert, al» es sich herausstellte, daß seine Herausgeber und Ehesredakieure, im schroffen Gegensatz z>j den feierlichen Ver. sprechungen bei der Gründung des Plattes, sehr bedenkssche Pin» düngen sinanzkapitalistischer Ratur eingegangen waren, die den politische» Inhalt der Zeitung oft entscheidend beeinflußten. Georg V. im Todeskampf? Temperatur wieder gestiegen. London, tz. Dezember. Heute abend wurde folgendes Bulletin über die Krankheit des Königs ausgegeben:„Der König hat einen ruhigen Tag verbracht, die Temperatur ist auf einen, im Vergleich zur selben Stunde gestern abend, höheren Punkt gestiegen, was zeigt, daß die W i e d« r v erjchn m m e r v n g der Infektion weiter» hin aktiv s st. Die Kraft ist aufrechterhalien." m Der Prinz von Wales ist auf dereRückreis: non Ofioftik» nach England in Aden eingetroffen und in Richtung Suez— Brindisi gleich westergesahrcn. Der Dollzugsrat der Arbeiterpartei richtete eine Sympathiekundgebung an den König, in der der Hoff- nung auf eine baldige Genesung Ausdruck gegeben wird. Der Schweizer Rationalrat wählte zum Pizepräsidente» den Sozialdemorroten Paul Grober mit 78 von 112 Stimme». 45 Stimmzettel waren leer oder ungültig. Weitere Stimmen erhielten die Soziaftemokraten Grofpierre und Grimm. Genosse Grober, seit 1912 im Parlament, ist Rodakteur der„Sentineve" < Schild wache» und Sekretär der romanischen sozialdemokratische» Partei der Schweiz. Lei den internationalen Vibcssorschern kam e» In Innsbruck zu schweren Ausschreitungen. Nationalsozialisten störten die Bersamm» lung. Als sie aufgefordert wurden, den Saal zu verlassen, schlugen sie mit Stühlen auf die Anwesenden ein. Auch von der öaiena wurden Stühle in den Saal geworfen. Mehrere Personen wurde» verletzt, darunter drei schwer. Die Polizei nahm mehrere Ver» hastungm vor. volliger Ausschließlichkeit zu erleben. Auch Mediziner kommen aus beftem Gange fei. auftreet hinter sich. Sie erklärte, daß das Geschäft bereits in Hiepte Spietzeug auf dem jauwz yigere. fühlsroh? Und schon beschwert sich eine Stimme, da unfere Bor- tziffers sind. wa maji yoHan Hariniran did AIXA 375000 Textilarbeiter vertraglos. Der Reichsarbeitsminister greift ein. Berlin, 5. Dezember. Das Reichsarbeitsministerium hat im Cohnkenflitt in der fächsischen Textilindustrie, in der zurzeit ein vertraglofer Zustand besteht, eingegriffen, und die Parteien zu Besprechungen eingeladen, die nächsten Montag in Berlin flattfinden sollen. Ernste Lage in Sachsen. Die Telegraphen- Union meldet: Wie aus dem Textilgebiet zuverlässig verlautet, find starte Kräfte am Wert, die nach der Ablehnung des Dresdener Schieds: Spruches vom 27. Oftober auf die Belegschaften einmirfen, trotz der rüdläufigen Ronjunttur in der Branche die Arbeit niederzulegen. In bestimmten Gegenden ist ein Erfolg dieser Werbetätigkait ficți bar. Sollte es tatsächlich zu einem offenen Konflitt tomment, fo mürden in ben in Mitleidenschaft gezogenen Betrieben insgesamt ungefähr 375 000 Arbeiter betroffen werden. Im sächsischen Tertile Ein normaler Abstich der Hochöfen ist nicht vor Ende der Woche möglich. Ebenso sind in den Rheinischen Stahlmerten, bei ben Vereinigten Stahlwerten in Meiderich, auf der Hütte„ Bultan" usw. viele Defen start reparaturbedürftig in den Walzwertsanlagen der Erzeugungsbetriebe wird die volle Tätigkeit erft Mitte der nächsten Woche möglich sein, fofern bis dahin genügende Broduktion bereit ist. Die eisenverarbeitenden Betriebe werden nach Wiederaufnahme der Tätigkeit der Strom und Dampfversorgungsanlagen heute Mittwoch wieder voll arbeiten fönnen, da hier fast überall genügend Material vorrätig ist. Sozialpolitische Flickarbeit. Die Gonderfürsorge für Galfonarbeiter. Beamten ebenso geregelt werden solle wie die der Arbeitet Dadurch würde das Berufsbeamtentum gefährdet und Etandes interessen verlegt werden. Kommentar überflüssig. Im Anschluß an die Ausführungen des Referenten zeigte Mieg aus seiner Tätigkeit als Borsigender des Bezirksbetriebs rats Beispiele aus dem Arbeitsgebiet, welche das Gebiet der Dienst bauervorschriften berühren. Nach einer fachlichen und ausgiebigen Diskussion wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Vollversammlung der Betriebs: und Beamtenräte der Drisgruppe Berlin des Einheitsverbandes der Eisenbahner Deutsch lands fordert mit aller Entschiedenheit die Einbeziehung des Berfonals der Reichsbahn- Gehalts wie Lohnempfän ger in das Arbeiterfchuggéje z. Die von der Reichs bahngefellschaft mit allen Mitteln versuchte Ausschaltung ihres Personals aus den Schutzbestimmungen muß bei der befaunter reattionären Einstellung der Gesellschaft zu einer außerordentlicher Schädigung der Eisenbahner führen. Die Versammelten richten an die Verbandsinstanzen das drin gende Ersuchen, gemeinsam mit dem ADGB. über den Reichstag alles zu versuchen, jebe Benachteiligung des Reichsbahnpersonals 3 verhindern. arbeiterverband, ber zunächst eine verständigungsbereite Haltung den. Man will nicht sechs Bochen polle Unterstügung. Der zweite Tag der passiven Resistenz. einnahm, hat sich eine bestimmte Opposition durchgefegt, die schließ, lich zu einer radikalen Abmehr jeder Berständigung(?) geführi hat. Die Lage wird bei beiden Parteijeiten als sehr ernst angesehen. „ Her mit dem staatlichen Eingriff!" Befehrte Metallindustrielle. Für eine rasche Beendigung des Werftarbeiterstreifs mird in der bürgerlichen Breffe zurzeit fräftig Stimmung gemacht. Es wird davon gesprochen, daß bei beiden Barteien der Bunich bestehe, noch nor dem Beihnachtsjeft die Arbeiter wieder auf gunehmen. Der Dieser Wunsch besteht allerdings. Die Frage ist mur, mie Man ihn verwirklicht. Ohne ein träftigeres Entgegenkommen der Unternehmer wird er sich nicht verwirklichen lassen. Davon mollen die Werftunternehmer aber nichts wissen. Sie rechnen auf ein Eingreifen des Reichsarbeitsministers. fonst so viel gefäfterte., ft a atliche Eingriff" soll helfen! Wie wir erfahren, beabsichtigt jedoch das Reichsarbeits ministerium ein ft weilen noch nicht, in den Werfifonflitt einzugreifen. Man tonn dem Ministerium, dem im Ruhrkampf gerade von den Metallindustriellen seine Tätigkeit nicht erleichtert wurde, seine Zurückhaltung wirklich nicht verübeln. Nach der Ruhraussperrung. Neuregelung der Unterstügung. Der Amtliche Breußische Breffedienst teilt mit: Nachdem die Aus Wie mir erfahren, soll die Saisonarbeiterunter. tüßung im allgemeinen um etwa 50 Broz. gesent wersondern zwölf Wochen etwa die Hälfte geven. Die Bei tragssäge sollen nicht gejenft werden. hinaus, daß die Saisonarbeiter in der Stadt nach Gruppe 6 und Die Kürzung der Unterstützungsläge läuft praktisch darauf auf dem Land nach Gruppe 4 unterstügt werden. Bisher waren 3. B. die Bauarbeiter in Gruppe 11 eingestuft. Nach dem Vorschlag bes. Berwaltungsrats der Reichsanstalt hätten die Saisonarbeiter sechs Wochen volle Interſtügung und in der zweiten linterftigungsperiode eine Ari Arisenunterfügung erhalten, die aber höher gewesen wäre als die in den neuen Vorschlägen vorgesehene Unterstügung im Zeitraum von zwölf Bochen. Die Be. dürftigteitsprüfung, die im Borschlag des Verwaltungs. rats enthalten war, bätte die Wirtung gehabt, daß Saisonarbeiter mit Vermögen( Grundbesiz), also z. B. die Söhne nicht mittelloser Landwirte zur Krisenunterstügung nicht zugefaffen worden wären. Sicherlich fein Unglüd! Nach den neuen Vorschlägen ist das nicht möglich. Bebentlich bleibt auch die scharfe Differenz zwischen der Stadt- und der Landuntersiügung der Saisonarbeiter. Wird sie nicht die Land fluchi fördern? Die Regelung der Saisonarbeiterunterstügung ist ein jdymieriges Ding. Je mehr daran herumgebotiert wird, desto tomplizierter wird Löfung. Sie mar aber zweifellos beijer als der neue Borschlag. es. Der Vorschlag der Reichsanstalt mar vielleicht teine ideale Gegen den neuen Vorschlag fann mit Recht eingewendet werden, daß er durch die raditale Kürzung der Unterstügungsfäße die Bedürftigkeit noch nief meniger berücksichtigt als die Prüfung der Bedürftigkeit nach den Bestimmungen der Krisenfürsorge. Bor allen Dingen aber: mit her mühseligen Umtrempelung des Vorschlages der Reichsanstalt verliert man eine toftbare Zeit. fperrung in N..dwest beendet ist, wird die Fürforgeattion Eisenbahner fordern den Achtstundentag für die von der Aussperrung Betroffenen gemäß einer Bereinbarung zwischen den zuständigen Ministerien des Reiches und Preußens folgendermaßen abgemidelt: Reichsbahn und Arbeiterschuhgefeh. Defterreichs Postangestellte im Gehaltskampf. Wien, 5. Dezember.. Der zweite Tag der passiven Resistenz der Bostangestellter hat am Dienstag feine wesentliche Aenderung gebracht. Die Aus wirtungen machen sich im Bostbetrieb stärker fühlbar als am erfter Tage. Nach Meldungen aus der Provinz macht sich der passiv Biderstand der Postbeamten besonders in Graz immer fühlbare auch in Wien ist bereits ein erheblicher Rückstand in der Bestellung Don, Postsendungen, vor allem von Drucksachen, eingetreten. Tele phon und Telegraph arbeiten normal. Die Bewegung scheint zum Erfolg zu führen. Der Finanz minister hat mit dem Aftionsfomitee der Angestellten über eine Gr höhung der Gehälter verhandelt. Seine Stellungnahme zu dem Ergebnis dieser Verhandlungen wird das Aktionskomitee heute no bekanntgeben. Weihnachtsunterfügung der Fabrifarbeiter. Den arbeitslosen und invaliden Mitgliedern des Verbandes be Fabritarbeiter, Babijtelle Groß- Berlin, soll zu Weihnachten ein ber arbeitslos aber invalide war, soll sich in der Zeit von: 6. b bingungen: Ber feit dem 1. Ottober Mitglied und seit dem 1. Deze Egtraunterftigung gezahlt werden unter folgenden B 12. Dezember von 9 bis 12 Uhr auf dem Verbandsbureau, Enge ufer 24/25, Hof linfs, Aufgang C, 1 Treppe, zweds Eintragung die Liste melden. Mitgliedsbuch, Stempel- und Invalidenfarte fin mitzubringen. Verband der Fabritarbeiter, Orisverw. Groß- Berlin, H. Rüde Freie Gewerkschafts- Jugend Groß- Berli zur Rontrolle mitbringen. Webbing: Gruppenheim Städt. Jugendheim Or Heute, Donnerstag, 19% Uhr, tagen die Gruppen: Frankfurter e Jugendheim Litauer Str. 18, Simmer 2. Bortrag: Religion Gozialismus". Ren- Litenberg: Jugendheim Souffftrage( Sportpla en bez geffingitraße. Seimbesprechung. Gewerfidaftlicher Ausspracheaben Diefer Tage fand in den Musikerfestfälen eine starf besuchte Verbandsbuchkontrolle. Landsberger Blog: Sugendheim des Oftens, to Arbeitslosigkeit oder mit Lohnfürzung verbundener Arbeits- Konferenz der Beamten und Betriebsräte des Einheitsverftenfurter Str. 16, Quergebäude part., Zimmer 2. Unſere Tegten Barbert für unsere Berbeneranstaltung. Tempelhof: Gruppenheim Enge angel( Rurzarbeit), die nach dem 1. Dezember erstmalig ein- bandes der bandes der Eisenbahner, Ortsgruppe Berlin, statt. Germaniaftr. 6. Seimhefprechung Berbondsbugtontrolle. Subofte getreten find, gelten nicht als durch die Aussperrung verurjacht. Ihnes vom Hauptvorstand behandelte die Frage der Dienst hilbervaritag: Careeiguhen burch das Riefengebirge Berbanosour Gruppenheim Reichenberger Str. 66( euermehrhaus). Heimbesprechung, gid Die Betroffenen fallen mit mehr uitter die Effener Richtlinien dauervorschriften und die Einführung neuer Diensttontrolle. Moabit: Stadt, Jugendheim Lehrter Str. 18-19. Seinthefprech ( Anmertung der Red.: Sie haben natürlich Anspruch auf Arbeitspläne. Er zeigte an Hand praktischer Beispiele, mie die Ber- orirag: Das Bondern einit und jezi" Seimausmeife und Berbandsbid Lofen bzw. Kurzarbeiterunterſtügung.) Die Fürsorgeverbände zahlen waltungsorgane immer wieder versuchen, die Rechte der Personal- traße 10. Scimbesprechung- 10- Minuten- Referate. Ohne Berbandsbuch bie Unterstützung auf Grund der Richtlinien für die Zeit bis zum vertretungen zu beschneiden, und was zu tun ist, um solchen beinrechung. Zutritt nur mit Berbandsbuch und Seimausmeis. Seimausmeis fein Zutritt. Röpenid: Sugendheim Grünauer Str. 5. Sei Gefnal 13. Dezember einschließlich weiter. Eine Auszahlung der Machinationen entgegenzutreten. Sache der Beamten und Be- hrausen: Jugendheim Rote Schule, Gotenburger Straße. Beimbesprechun Arbeitslofenunterstügung durch die Arbeitsämter fann 28en beidente ich Beihnachten? Berhandsbuch und seinausmeis nicht triebsräte sei es, in gemeinsamer objektiver Arbeit ihre Rechte geffen. eus technischen Gründen nicht vor dem 17. Dezember er wahrzunehmen im Intereffe des gesamten Personals. Nur durch Jugendabteilung bes Deutschen Bekleidungsarbeiter- Berbanbes, Fili wahrzunehmen im Interesse des gesamten Personals. Nur durch Berlin. Jugensmerbeneranstaltung am Donnerstag, 6. Dezember, um 19 folgen. im Sigungsical bes Bezirksomtes Kreuzberg, Borditz. 11. Programm: u genoues und zielbewußtes Borgehen könnte die laut Dienstoor Gelang, Rezitationen, Bollstänge, Lieber zur Laute, Ansprache, Sprech fchriften vorgesehene Arbeitszeit auf das zulässige Minimum herab- Bewegungsdpz bez FG3: Fabrilen Fila: Borwärts", bazu find Jugendlichen mie an die Eltern und die erwachsenen Anlegen herzlichit gebrüdi werden. geladen. Eintritt frei. Die Arbeitsaufnahme verzögert sich. Mit der Aussperrung gings schneller. Duisburg. 5. Dezember. Bei der Wiederaufnahme der Arbeit in den Werfen der Eisen industrie stieß man auf ziemliche Schwierigkeiten, die die Wiedereinstellung der gesamten Belegidaften er heb lich verzögern. Bei Krupp- Rheinhausen fonnte man von den Dorgesehenen 600 Mann am Dienstag nur einen fleinen Teil einstellen, da man beim Anheizen der Hochöfen starte Risse und Brüche in den Ranälen feststellte. Weiterhin ging der Redner ouf das Arbeiterschutzgesetz ein und fritifierte scharf die Stellung der Reichsbahngesellschaft zu dieser Frage. Leider hat der Einheitsverband in dieser Frage der Arbeitszeitregelung für Beamte und Arbeiter nicht nur die Reichsbahngesellschaft zum Gegner. Die Sentralgewertschaft deutscher Die Zentralgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamten, die christlich eingestellte Gewerkschaft deutscher Eisenbahner sowie der Allgemeine Eisenbahnerverband fießen in einer Berhandlung, wo die Arbeitszeitfrage für das Personal zur Debatte stand, erklären, daß sie es ablehnen müßten, einem Gejes ihre Zustimmung zu geben, durch das die Arbeitszeit der 3 Jugendgruppe des Zentralverbandes der Angestellte Seute, Donnerstag, finden folgende Beranstaltungen ftatt: Erepis Jugendheim Bildenbruchstr. 53. Seimbesprechung und Wahl Jugendleiters, anschließend Aussprache. Schöneberg: Jugendheim Hau traße 13( Thüringenzimmer). Borttag: Bub und Mäbel." Bortragender F Beigelt. Berantwortlich für Politik: Sr. Curt Geyer; Wirtschaft: 6. Klingelhöf Gemertichaftsbewegung: J. Steiner; Feuilleton: K. S. Döscher; Lota and Conftiges: riz Raritäbt: Anzeigen: Tb. Slede: fämtlich in Berlin. Berlag: Bozmarts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: Barwärts- Budbrude und Berlaasonftalt Baul Ginger n Co.. Berlin G 68. Lindenftrake Sieran 2 Beilagen, Unterhaltung und Biffen und Frauenstimme. ROSSER WEIHNACHTS- VERKAUF DIE PHANTASIE ABTEILUNG FÜR GESCHENKE BIETET ZAHLREICHE ANREGUNGEN 000 Tischtuch halbleinen Jacquard 130x160 cm 345 Künstlerdecke 495 bedruckt, 130x160 cm Stubenhandiuch reinleinen jacquard 50 x 100 cm 095 MUTTER, LASST EURE KINDER IN DER N.J.- KINDERSTUBE SPIELEN, UM UNGESTORT EINZUKAUFEN Taghemd reich mit Stickerel garniert Homdhose weib, mit Stickerel oder banter 275 Batist 425 mit Motiv u. Klöppelspitze. Uberjäckchen für Damen, reine Wolle, feingestrickt, weiß oder farbig, Größe 44-48 390 Damenstrümpfe Wolle m. Kunstseide, melior NJSRAEL BERLIN C2 SPANDAUER STRASSE KONIGSTRASSE GEGR. 1815 Damenhandschuhe Leder- Nachahmung, 2 Druckknöpfe, ganz gefüt.. 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