Nr. 142. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements: Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats Itch 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Sonntag, den 21. Juni 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. зи dem weiteren Schlusse liefert, daß den Keim des Todes in sich und sind nicht als berechtigt Revolutionäre im Grunde nicht als Staatsverbrecher, zu betrachten. Einmal möchten wir bitten, daß Leute, wie die Sind Revolutionen eine Noth- Material zu wendigkeit und Revolutionäre sondern als Wohlthäter der Menschheit anzusehen ſeien. Die zahlreichen von der National- Zeitung" zitirten Wohlthäter der Menschheit? Derjenige Mann, der die fraglichen wissenschaftlichen Beispiele Lombroso's von den Wirkungen des MisoneisUntersuchungen angestellt hat, ist der berühmte Turiner mus, des Neuerungshafses, oder wie man es auch einfach Ein allerhöchst bemerkenswerthes Zeichen unserer Zeit Professor Lombroso. Derselbe hat vor kurzem ein nennen kann, des unberechtigten Hangens am Altherist es, daß das Schreckenswort Revolution anfängt, seinen umfangreiches Werk erscheinen lassen, welches über das für gebrachten, sind sehr interessant, würden uns aber an Stachel zu verlieren. uns ganz besonders interessante Thema„ das Staats- dieser Stelle zu weit führen. Nicht mehr blos in staatsrechtsgelehrten Kompendien, verbrechen und die Revolution"( Il Delitto Uns handelt es sich heute nur um folgendes: die man für das profanum vulgus*) für unzugänglich| Politico et la Revoluzione) handelt. hält, wagt man gegenwärtig über das Recht zur Der Bericht darüber befindet sich in der National- Redakteure der National- Beitung", welche unter dem Revolution höchst ernsthafte Betrachtungen anzustellen, Beitung", welche zwar so vorsichtig ist, den Nachdruck zu Strich solchen revolutionsfreundlichen Gedanken zustimmen, sondern sogar in Broschüren, welche ausdrücklich auf die verbieten, uns aber an der Wiedergabe des hauptsächlichsten fünftig überhaupt nicht mehr mit den Bezeichnungen große Masse berechnet sind, diskutiren die Gelehrten von Inhalts dadurch nicht hindert, da wir nicht einmal eine Revolution und Revolutionäre politischen Kindern Angst heute bereits höchst ungenirt, was wohl als das Wesen Beile abzudrucken gewillt sind und uns auch an der Form einzujagen versuchen möchten. der Revolution anerkannt werden und wie weit eine Revo- der Gedanken, soweit diese Eigenthum des Bericht- Außerdem aber mögen die Herren bedenken, daß es lution berechtigt sein könne. erstatters der„ National- Beitung" sind, nicht das mindeste sich vom Standpunkt ihrer eigenen wissenschaftlichen UeberBu einem sehr bemerkenswerthen Schlusse ist in gelegen ist. zeugung aus garnicht mehr darum handeln kann, ob die dieser Beziehung nun in einer Schrift, die betitelt ist Professor Lombroso geht in dem erwähnten Werke betreffenden Feinde für revolutionäre Gedanken eintreten, Die soziale Frage, eine fittliche Frage" von der Behauptung aus, daß die große Mehrheit der also selber Revolutionäre genannt werden dürfen oder der Philosophieprofeffor Dr. Theobald Ziegler in Bewohner aller Länder, selbst die bedeutendsten Köpfe nicht, sondern daß es stets auf sorgfältige Untersuchung Straßburg gekommen. unter ihnen, mit einer psychologischen Eigenschaft behaftet der etwaigen neuen Gedanken ankommt und daß es vom Nachdem er dem wesentlichen Inhalt der Grund- sind, welche er den Misone is mus*) nennt und nach miſoneiſtiſchen" Standpunkte aus jedenfalls sehr schwer gedanken des Sozialismus durchweg zugestimmt, kommt er ihm in der Abneigung gegen alles Neue in Sitten, An- zu entscheiden ist, ob diese neuen Gedanken durch die Verauf die Frage der sozialdemokratischen Propaganda und schauungen und Einrichtungen aller Art besteht, wissen berechtigt sind, selbst wenn sie auch noch so sehr der Revolution zu sprechen; er erkennt das rapide schaftliche, künstlerische, politische, soziale u. f. w. Wachsen der sozialdemokratischen Stimmen rückhaltlos an dem Bestehenden feindlich erscheinen. Dieser Misonëismus ist nun entschieden kulturfeindlich, und hält die Möglichkeit für durchaus nicht ausgeschlossen, da offenbar überall, wo er allein herrschend bleibt, jeder daß in absehbarer Zeit die„ Klinke der Gesetzgebung" in Fortschritt der menschlichen Gesellschaft gehemmt und unsozialdemokratische Hände gelangen könnte. Dann bleibe freilich noch, meint er, vor Allem in monarchischen möglich gemacht wäre. Staaten die Regierung zu berücksichtigen. Auf die Dauer Es ist demnach gar kein Zweifel, daß diese allen könne freilich auch diese nicht dem Willen der Majorität wider- Veränderungen abholde Neigung von Zeit zu Zeit bestehen. Versuche sie das dennoch, so falle die Verantwortung fämpft werden muß. 11 Mehrheit unserer Herren Gesetzgeber darauf aufmerksam Zum Schluß möchten wir aber noch die misonëistische machen, daß Gesetze, welche auf Umsturz gerichtete Bestrebungen verpönen, gegenüber wissenschaftlichen Anschauungen, wie sie Lombroso vertritt und wie sie von der National Beitung" afzeptirt worden sind, als ebenso thörichte wie aussichtslose Maßregeln betrachtet werden für das, was da kommt, ihr allein zu; ihr Recht sei Sofern nun Revolutionen den Zweck haben, die- müssen. nichts weiter als ein ein Nothrecht desjenigen Veränderungen, welche durch den Geist der Zeit Also soyons amis, Cinna!*) Oder vielmehr: äußersten Falles", welches nicht beffer und nicht bereits vorbereitet und nothwendig geworden sind, zur Seien wir Revolutionäre, liebe Natio schlechter sei als das Recht des Voltes zur Re- äußeren Erscheinung zu bringen, dürfen diese Revolutionen n al 3eitung"! und: Nieder mit dem Misounbedingt nicht als Verbrechen betrachtet werden, sie sind në is mus! volution. In allerjüngster Zeit nun, nämlich am 18. d. M., vielmehr geschichtliche Nothwendigkeit, durch welche an die haben wir wieder einen durchaus ernsthaften Bericht über Stelle veralteter, den Geist der Zeit nicht mehr enteine wissenschaftliche Untersuchung der Frage, ob und sprechender Religionen und Staatsformen neue gesetzt inwieweit von einem Rechte auf Revolution gesprochen werden, die mit den allmälig entstandenen Anschauungen Gedenktage des Proletariats. Die Pariser Junischlacht 23. bis 26. Juni 1848. I. Am 24. Februar 1848 verbrannten die Proletarier von Paris werden dürfe, an einer Stelle gefunden, wo wir einen und zur Geltung gelangten Thatsachen besser harmoniren. Rebellionen dagegen, das sind gewaltsame Erhebungen, folchen Bericht nicht erwartet hätten, zumal die fragliche wissenschaftliche Untersuchung zu dem Schluſſe gelangt, welche solchen inneren Beränderungen nicht entsprechen, den Thron des„ Bürgerkönigs" auf dem Baſtilleplay. Nach breiRevolutionenseien eine kulturhistorische und welche einer künstlichen Erhitzung der Volksleiden- tägiger Straßenschlacht hatte die„ Revolution der Berachtung" Nothwendigkeit, und gleichzeitig übergenug schaften ihren Ursprung schulden, tragen nach Lombroso *) Das„ gemeine Volt". Feuilleton. Nachdrud verboten.] ( 90 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tyrol von Robert Sa, weichel. *) Stelle aus dem französischen Dichter Racine: Seien wir *) Griechische Wortbildung- wörtlich: Haß gegen das Neue. Freunde, Cinna. „ Der ist ein Feiger und Verräther, der sich als Rekrut auf den Klosterhof, jedoch ohne sein Glasergeräth; denn unter die bayrischen Fahnen wegschleppen läßt. Flüchtet er wollte später über das Jöchl in das obere Gaderthal. Eure Jünglinge in Feld und Wald und ins hohe Gebirg." Auf dem breiten Scheitel des Kreuzkofl lag der erste Schnee Hartwanger gab jedem seiner Zuhörer zwei Bettel. und es war bitter falt. Der Vigilbach hüpfte so eilig Das würde für St. Vigil genügen, meinte er und bat sie, über und zwischen den Steinen und stürzte sich mächtig auf vorsichtig zu sein. die Räder der Mühlen, als ob er sich warm machen wollte. " Und der Aufruf kommt von dem bärtigen Andrä?" Die Stampfen der Lohmühle in Monthan gingen dröhnend fragte Mutschleitner, nachdem Beide ihre Bettel sorgfältig auf und nieder und von dem Klosterhofe scholl der weggesteckt hatten. Schlag der Dreschflegel dem Glaser im muntern Takte Der Glaser schüttelte den Kopf. entgegen. Der Klosterbauer stand auf dem Wege zwischen dem Wohnhause und den Wirthschaftsgebäuden und schaute nach den gepuderten Häuptern der Kallberge, die in der Sonne funkelten. In einigen Tagen mußten die Heerden von den Hochalpen zu Thal steigen. Breits beinig, den Leib vorgestreckt und die Hände auf dem Rücken ineinandergelegt, so erwartete der Klosterbauer den herankommenden Glaser. „ Grüß Gott, Klosterbauer!" Dieser hob seine rechte Hand lässig bis in die Region seiner Pelzmütze, wandte sich und schritt dem Glaser bedächtig voran in das Haus und in die Wohnstube. Hier erst brach er das Schweigen und sagte: Freilich darf's nicht sein", nickte Hartwanger, oder Tyrol bleibt im bayrischen Joch für alle Ewigkeit. Das ist Von Wien kommt er", flüsterte er. Ihr sehet daraus, auch die Meinung der Andern und darum hat mir der daß unsere Sach' wirklich vorwärts geht. Der Hofer wird Peter Hueber in Bruneck gedruckte Bettel mitgegeben, die sollt freilich wohl dazu gerathen haben. Wir dürfen uns selber ich unterwegs vertheilen. Das hab' ich denn auch redlich halt nicht ohnmächtig machen." gethan und hab' davon den Wirthen gegeben in Salen Bal" Jetzt, den möcht ich sehen, der nicht lieber in die frad und Zwischenwasser, daß sie's herumschicken, jeder in Berge schlüpfte als in die bayrische Montur", äußerte das feinem Kreis. Ihr hier werdet's eben so machen und die Gamsmanndt. Schrift denen ausdeuten, die nicht lesen können oder nicht Deutsch" Es ist halt auch keine leichte Sach', von Haus und verstehen. Von Zwischenwasser hab' ich den Löffelfranz in Hof und von den Seinigen ins Elend zu wandern," sagte Bleilen beschickt; war aber auf der Wanderschaft mit seinem der Glaser ernst. Kram und statt seiner kam die Frau. Da ich ihr trauen Mutschleitner griff einige Akkorde auf seiner Zither. könnte, sagte der Wirth, so ist die Sach' dort oben auch Sein scharfes Dhr hatte den Kies vor dem Hause knirschen besorgt." hören. Es kamen noch einige Gäste, junge Bursche, die Er vergewisserte sich, daß die beiden Thüren der Schenk nach Wein und Karten riefen. Das Gamsmanndl reckte stube geschlossen waren und brachte dann aus dem Rücken- seine steifen Glieder und machte sich auf den Heimweg. Sein polster seines Glaserkastens einige bedruckte Bettel zum letztes Wort war: den Ambros finde er doch noch. HartVorschein. Die drei Männer steckten die Köpfe dicht zu- wanger ließ sich ein Nachteffen geben und zog sich dann auf ſammen und Hartwanger las mit flüsternder Stimme vor, die ihm angewiesene Schlaflammer zurück, wo er die aufwas auf dem groben, grauen Papiere ſtand. Es war ein getrennte Naht an dem Kissen seines Glaserkasten mit einem wieder auf den Rücken und sagte in offenbar gereizten Aufruf, der sich in feuriger Sprache an die Vaterlands- geschwärzten Faden wieder zunähte. Nadel und Zwirn Tone:„ Warum redet Ihr nicht? Was habet Ihr ausund Freiheitsliebe der Tyroler wandte und wörtlich hieß es führte er bei sich. Am folaenden Tage nach dem Frühstücke ging er Nichts, Klosterbauer." entgegnete Hartwanger und darin: " Ihr habet lang' auf Euch warten lassen. Aber setzet Euch. Hartwanger folgte mit einem leichten Achselzucken der Einladung. Der Klosterbauer blieb vor ihm stehen, legte die Hände gerichtet in der Sach'?" Das ist deutlich. Und wohlgemerkt, Thomas, ber dieses Zeugniß ablegt, ist kein Sozialist, ja ein entschiedener Gegner des Sozialismus er war eben zu ehrlich für das infame Geschäft, welches man ihm zumuthete. Herr Marie wollte vorbereitet sein, wenn die drei Monate Glends" herum waren, welche das Proletariat der provisorischen Regierung geschenkt. Il faut en finir! nur das über die Korruption gefiegt, welche Louis Philippe- von dem an der Krise, umgekehrt aber nicht die Krise ganz unschuldig an nünftiger Bewirthschaftung dem Staat noch Gelb eingebracht Hanswurst Lafayette einst die beste der Republiken" genannt der Februarrevolution. Genug, die Noth war entsetzlich, und, da hätten, das war ja der unausbleibliche Bankerott" für dieses während 18 jähriger Regierung mit Hilfe und im Interesse der das Proletariat nicht stehlen wollte, sondern im Gegentheil die Frankreich, das wohl reich genug ist, seinen Ruhm zu bezahlen" Bourgeoisie zum Staats- und Gesellschaftssystem erhoben hatte. Spitzbuben todtschoß, auch keine Neigung verspürte, den Dieb( auch seine Schande mit Milliarden), aber zu arm, um hundert Den Arbeitern war der Sieg zu danken; das republikanische stahl im Großen( Massenplünderung der Reichen) zu betreiben, tausend Arbeiter, die arbeiten wollten, vor dem Hungertod zu Bürgerthum entriß ihnen die Früchte desselben und bemächtigte wie der Ordnungsfanatifer Delamarre vorschlug, so mußte man wohl schüßen. Ja, hätten sie für die Harmonielehre Verständniß ges sich der Staatsgewalt. Die provisorische Regierung, welche es oder übel für die nothdürftigste Lösung der„ Magenfrage" sorgen, habt, statt sich diesen wahnsinnigen sozialistischen Hirngespinnsten Frankreich aufoftroyirte, bestand aus den Bourgeoisrepublikanern zumal die Inhaber der hungrigen Magen meist auch Inhaber zu überliefern; hätten sie dem heiligen Rapital bulbigen und Knechtsdienste leisten gewollt da wäre fein Geld gespart" des National", denen der Löwenantheil aufiel( Cremieur, von Flinten waren. Arago, Garnier- Bagés, Marrast, Marie); aus den klein- Man gründete die Nationalwertstätten( Ateliers nationaux). worden, da wären nöthigenfalls geheime Fonds bewilligt Die Majorität ernannte den Jesuiten Fallaur zum bürgerlichen Republikanern der Reforme")( Ledru Rollin, Die modernen Geschichtsfälscher haben behauptet und behaupten worden." Flocon); und dazu als Anhängsel, als fünftes Rad am Wagen, noch immer, obschon tausendmal der Lüge überführt, diese Wert Berichterstatter über den Goudchaux'schen Antrag. Das verzur Abspeisung der Proletarier aus den Sozialisten Louis ftätten feien eine Schöpfung des Sozialismus gewesen. Drga fündigte ihre Absichten. Den 18. Juni richteten die Arbeiter der Nationalwerkstätten Blanc( seitdem abgefallen) und dem Arbeiter" Albert. Den nisirt wurden sie in Wirklichkeit von Marie, dem ingrimmigften Vorsitz erhielt Lamartine, die Mensch- d. h. Schwah- und Wasch- Feinde des Sozialismus, organisirt wurden sie in der doppel- ein Schreiben an Herrn Goudchaux, worin sie sagten:" Nicht der weib gewordene Phrase, der die Risse und Löcher mit dem un- ten Absicht, 1. die sozialistischen Bestrebungen verhaßt und ver- Wille zu arbeiten fehlt uns, sondern eine unseren Gewerben und ermeßlichen Mantel der Beredsamkeit zuzudecken hatte. ächtlich zn machen, speziell nur ein Gegengewicht gegen die Fähigkeiten entsprechende Arbeit. Wir ersehnen sie von ganzem Die Arbeiter verlangten Handlungen", zum mindestens Luxembourg- Versammlung zu bilden, in welcher der Sozialismus Herzen. Sie fordern die sofortige Auflösung der Nationalwerkbestimmte Versprechungen." herrschte; und 2. um eine Armee gegen die sozialistischen Arbeiter stätten; aber was soll dann aus den 110 000 Arbeitern werden, Den Morgen des 25. Februar", so schildert Louis Blanc zu erlangen. Thomas, der Leiter der Nationalwertstätten( ein die als einziges Gristenzmittel für sich und ihre Familien ihren diese Szene, war die provisorische Regierung eben damit be- Bruder des Generals Thomas, welcher am 18. März 1871 ge- färglichen Zagelohn haben? Will man sie den üblen Rathschäftigt, die Organisation der Mairien( Bürgermeistereien) des tödet wurde) berichtet, Marie habe ihm im Mai 1848 gefagt: schlägen des Hungers, den Verlockungen der Verzweiflung preis13. Stadtviertel von Paris zu diskutiren, als die Thüre des Beunruhigen Sie sich nicht darüber, daß die Zahl der Arbeiter geben?" Half nichts! Es waren genug Soldaten in und um Paris; Sigungsfaals( im Stadthaus- Hotel de Ville) sich plötzlich öffnete in den Nationalwerkstätten zunimmt, vorausgesetzt, daß Sie mahnend durch und ein Arbeiter hereintrat, der auf die Mitglieder der Regierung gewiß find, sie beherrschen zu können. In diesem Falle kann die der Moment war gekommen fort mit dem Gespenst der Re Louis Blanc mit eingeschlossen dieselbe Wirkung hervorries, Bahl nicht zu groß sein. Trachten Sie, sich derselben zu ver- volution, fort mit dem mahnenden Gläubiger welche ein Gespenst hervorgerufen hätte." G3 war auch ein Gesichern, sparen Sie fein Geld; nöthigenfalls wird man Ihnen feine bloße Existenz-, der unser böses Gewissen an die eingeſpenſt: das der Revolution, welches Louis Blanc und feine Kollegen geheime Fonds bewilligen. Glauben Sie, daß Sie diefe Leute gangenen Verpflichtungen erinnert! Fort mit diesem Proletariat, daran erinnerte, daß es sich um Anderes handele, als die städtische kommandiren könnten? Vielleicht ist der Tag nicht fern, an das von seinen Rechten, von unseren Pflichten redet Verwaltung von Paris zu organisiren. Sein Antlitz war bleich, dem wir sie in der Straße brauchen werden. Sorgen Sie dafür, Grab bannt auf ewig den gehaßten, den gefürchteten Feind!-seine Augen, deren Blick er den Mitgliedern der Regierung ins daß Sie bewaffnet sind." Herz zu bohren schien, blitten, und er hatte ein Gewehr in der Hand. Wer schickte ihn? Was wollte er? Er erklärte, daß er ein Abgeordneter des Bolts sei, wies mit herrischer(!) Miene auf den Platz vor dem Hotel de Ville, auf dem Tausende ihre Stimme zum Himmel emporbraufen ließen, stieß den Gewehrkolben auf den Boden und forderte die Anerkennung des Rechts auf Arbeit. Der Name diefes Arbeiters war Marche. Es war das erste Mal, daß das Proletariat auf diese Weise vor einer Regierung erschien. Marche rief aus: Das Volt mißtraut den Absichten der provisorischen Regierung und wird sich nicht zurückziehen, bevor man ihm seine Existenz vermittelst Arbeit durch ein Dekret garantirt hat. Lamartine wollte ihn beschwichtigen, aber Marche unter brach den Butterwasser- Erguß mit den Worten: Keine Phrafen! Genug des poetischen Firlefanges! Das Volt ist Herr, und es befiehlt Euch, seinen Dienern, ohne Verzug das Recht auf Arbeit zu dekretiren!" Lamartine erwiderte, wenn man ihn vor die Mündung ber unten ftehenden geladenen Kanonen bände, würde er fein derartiges Defret unterzeichnen, das einen Unsinn und eine Unmöglichkeit enthielte. Er er griff hierauf die Sand des Arbeiters, schilderte ihm alle Gefahren, welche die Republik bedrohten, und suchte ihn von seiner Forderung abzubringen. Marche war aber unerschütterlich: Inzwischen hatte die Bourgeoisie eingesehen, daß die Arbeiter Das Dekret müssen wir haben. Wir werden die Regierung der Nationalwerkstätten sich nicht dazu hergeben würden, ihre aber nicht drängen; wir wollen die Schwierigkeiten der Republik sozialistischen Arbeiterbrüder niederzumegeln. Meist dem Sozialis nicht vermehren. Das Bolt giebt der Republik drei Monate mus fern stehend, als sie in die Nationalwerkstätten eintraten, Elend!" waren fie in denselben zum Sozialismus bekehrt worden, wie das stets der Fall ist, wo Arbeiter in Massen zusammenkommen. uns hören?" Statt der Ordnungspartei ein Heer gegen den Sozialismus, hatte man dem Sozialismus ein Heer gegen die Ordnungspartei geschaffen. Die Nationalwerkstätten mußten aufgelöst werden. Allein es ließ sich dies nicht so Knall und Fall bewerkstelligen. Die provisorische Regierung der französischen Republit Von 110 000 Arbeitern, die in den Nationalwerkstätten ein färg2 Francs 16 Gr.( 160 Pig.) pro Tag verpflichtet sich, die Gristenz des Arbeiters mittelst der Arbeit liches Brod fanden zu gewährleisten. Sie verpflichtet sich, allen Bürgern Arbeit schlug man zunächst unter der Hand vor, sie sollten sich ent.au verschaffen. Sie ist der Ansicht, daß alle Arbeiter weber in die Armee einreihen lassen oder in die Sologne gehen, Mit Gewalt! Wohlan, wir wissen jeht woran wir sind. fich assoziren müssen, um den Ertrag ihrer Arbeit zu ge- um diesen sumpfigen Landstrich zu entwässern. In der Armee hätten nießen, fie gegen das Proletariat, gegen die eigene Klasse, gegen sich selbst Adieu Bürger!" Ungeduldig hatten die Arbeiter vor dem Luxembourg- Palast Marche entfernte fich mit der Abschrift des Dekrets, welches die Schlacht der Bourgeosie schlagen müssen; in der Sologne war noch denselben Tag im Moniteur", dem amtlichen Organ, publi- Siechthum, ja Tod durch das Sumpffieber ihr unvermeidliches der Rüdkunft ihres Abgesandten geharrt. Mit dumpfem Schweigen girt ward. Der dreimonatliche Hungerwechsel war ausgestellt Loos. Mußte man tämpfen, mußte man sterben, dann wenigftens hörten sie die Botschaft. Pujol führte die Schaar nach dem für die Sache des Proletariats. Mit zorniger Entrüstung wurde Saint Sulpice Play, wo er eine kurze Ansprache hielt, die wir werden sehen, wie die Regierung ihn einlöst. fich in den Worten zusammenfaßte: Die Regierung hat uns das treu- und ehrlose Anerbieten zurückgewiesen. Aber: il faut en finir, es mußte ein Ende gemacht werden. verrathen, wir haben nichts mehr von ihr zu erhoffen. Wir Die Negierung hat Truppen, auf die sie sich verlassen zu fönnen müssen uns selber helfen!" Er schloß mit der Einladung: Heut glaubt, in Paris und der Ungegend zusammengezogen; fie Abend um 8 Uhr bei dem Pantheon." Wir werden da sein!" hat die Mobilgarde, Kinder des Volts, Ausgestoßene, deren Und wohl an die fünf Tausend waren da. Wild wogten revolutionärer Instinkt nicht durch das dem industriellen Proletariat Man wird uns betrügen, wie man innewohnende Klassenbewußtsein zum Prinzip geläutert war, die Reden durcheinander. durch Schmeichelei und Bestechung an sich gefettet die Maste uns 1830 betrogen hat! Aber, wir werden nicht gutwillig die Schmach auf uns nehmen!" Lieber kämpfend sterben, als langs Allein es mußte etwas Substantielleres geschehen. Die furcht- fann fallen. bare Handels- und Industriekrise, welche auf ihrer Reise um die Den 15. Juni erklärt der Finanzminister und Bourgeois fam verhungern."" Arbeit oder Tod!" Welt von England nach Frankreich gekommen war, lähmte die Republikaner Goudchaux in der Nationalversammlung: Die Produktion und das Geschäft vollständig, und wurde vielfach noch Nationalwerkstätten müssen sofort verschwinden. Man muß sie verschärft durch die Böswilligkeit der Kapitalisten, welche die nicht allmälig eingehen lassen; sie müssen sofort, mit Einem Arbeitslosigkeit als Waffe gegen die Republik zu benutzen suchten; Male weg! Sie müssen das auf der Stelle beschließen; Sie Noch ehe die Nationalversammlung den Bericht des Herrn Fallour empfangen, erließ die Regierung( Exekutivkommission) am 21. Juni ein Defret, kraft beffen die Arbeiter der Nationalwertstätten kategorisch aufgefordert wurden, entweder in die Armee einzutreten, oder sich zum Abmarsch in die Sologne bereit zu halten. Wüthender Jubel der Ordnungsfreunde. Das Maß war voll. Doch nein, noch einen Versuch wollte Mittlerweile hatte die Bourgeoisie sich von ihrem Schrecken das Proletariat machen, auf gütlichem Weg die Zahlung, und erholt und war entschlossen, bei erster Gelegenheit mit den wär's nur eine Abschlagszahlung des Hungerwechsels, zu erlangen. ein Ende zu machen." In der Den Tag nach Erlaß des Defrets, welches eine Herausforderung sozialistischen Arbeitern Nationalversammlung hatte, Dank dem theils verrätherischen, zum Kampf war, am 22. Juni, dem Frohnleichnamstag des theils topflosen Benehmen der Regierung bie Ordnungspartei" Jahres 1848, begaben fich 1500 Arbeiter mit fliegenden Fahnen die überwältigende Majorität. Sie konnte jedoch nicht sofort die unter Führung des Klubredners Pujol nach dem LuxembourgPalast, wo die Exekutivkommission tagte, und verlangten den Maste fallen lassen. Der übereilte Putsch des 15. Mai die Maffen der Ar- Bürger Marie", Hauptheber gegen die Arbeiter, zu sprechen. Es beiter hielten sich fern, sonst wäre es tein Putsch gewesen war Bormittags 10 Uhr. Pujol wird vorgelaffen. Bürger Marie, vor der Februarrevolution machte die Feinde des Proletariats zu Herren der Situation. Sie Pardon", unterbricht Marie den Redner, das scheint mir trafen ihre Maßregeln. etwas weit zurückgegriffen; bedenken Sie, daß meine Zeit foftbar ist." Noch ehe die Unterredung zu Ende, hatte Louis Blanc mit Ledru Rollin und Flocon folgendes Dekret entworfen, das von den übrigen Mitgliedern der provisorischen Regierung unterzeichnet ward auch von Lamartine, troß des Unsinns" und Ser Unmöglichkeit":" Drei Tage später, ain 28. Februar, wurde eine Kommission der Arbeiter" geschaffen, um den Arbeitern statt des verlangten Arbeitsministeriums ein goldenes Nirchen und filbernes Nautchen zu bieten. Louis Blanc, der anfangs feine Luft hatte, in dieser Komödie eine Rolle zu übernehmen, gab sich aber schließlich doch dazu her, und am 1. März trat unter seinem Vorfih die Kom mission im Luxembourg zusammen, und spielte dort mit den Delegirten der Gewerbe Arbeiterparlamentches". " Der dreimonatliche Hungerwechsel lief ab, und wurde nicht eingelöst. Das Proletariat, in übermenschlicher Geduld, verlängerte die Zahlfrist und hungerte weiter. " Ihre Zeit gehört nicht Ihnen, sondern dem Bolt." " Bürger Bujol, wir fennen Sie schon lange, und haben ein Auge auf Sie!" Thut nichts; seit dem Tag, da ich mich der Volkssache ge widmet, habe ich mich gewöhnt, vor keiner Droburg zurückzu weichen. Sie drohen mir also umsonst. Genug. Wollen Sie Da Sie hier sind, mögen Sie reden!" Pujol entwickelte nun die Gründe der Arbeiter gegen das Dekret vom vorhergehenden Tag, und protestirte energisch gegen daffelbe. Worauf Marie: „ Ich verstehe. Aber merken Sie auf: wenn die Arbeiter, die nicht Soldaten werden wollen, sich weigern, in die Proving ab aureisen, so werden wir sie mit Gewalt dazu zwingen. Mit Gewalt. Verstehen Sie?" Schwört Ihr, für Euer Recht zu kämpfen?" rief Pujol mit dröhnender Stimme, " Wir schwören es!" troßdem feststeht, daß die Februarrevolution ganz unschuldig war haben schon zu viel Zeit verloren; der Boden unter uns ist gans Arbeiter auf dem Rendezvous- Play. Von den Stufen des Pan*) Diese beiden Zeitungen( National" und" Reforme") waren unter Louis Philippe die Hauptorgane der zwei republikanischen Richtungen, die Worte schienen ihm sehr schwer über die Lippen zu gehen. Geld Wohlan, morgen früh um 6 Uhr hier zur Stelle!" Freitag, den 23 Juni 1848, morgens um 6 Uhr waren 8-10 000 und gar minirt!" Bergebens warnten einige Mitglieder vor Ueberstürzung; die theons herab redete Pujol sie an: Majorität war nicht mehr zurückzuhalten- ein paarmal Hunderttausend Franks pro Tag für Nationalwerkstätten, die bei ver- wärts!" Bürger, Ihr habt Wort gehalten. Ich danke Euch! VorWandel in der unruhigen, vertrauenslosen Zeit in die sie zahlen, es sind ehrliche Leut'; drängt Ihr sie zur Gant, Crida gerathen. Die Schuldforderung an den Klosterhof so habet Ihr die Güter auf dem Halse und doch keinen In den Mienen des Klosterbauers zuckte es feltsam. war in die Masse geworfen und von den Kuratoren Pfennig in der Tasche? Wer mag heut' Bauernhöfe kaufen? Ihr Ihr wolltet doch nicht sagen, daß Ihr das derselben gekündigt worden. As Hartwanger zum letzten Wer noch Geld hat, der vergräbt's lieber. Das bringt zwar Male auf dem Hofe gewesen, hatte der Klosterbauer nichts ein, kostet aber auch nichts. Und endlich, Klosterbauer, Er vollendete nicht. Der Glaser aber sagte: ihm den Auftrag gegeben, das nöthige Geld in der Stille erinnert Euch! Wenn Einer Kredit verlangt, darf er den Ja, Klosterbauer, ich komm' mit leeren Händen." anzuschaffen und dessen Bedenken, daß es schwerlich glücken Leuten nicht zeigen, daß ihm das Messer an der Rehle sitzt. Der Alte ging mit unsicheren Schritten zu seinem Arm- würde, hochmüthig abgewiesen. Bückten sich nicht, wenn er Das hab' ich Euch damals vorgestellt. Es hat schon Gered' stuhl und ließ sich schwerfällig nieder. in Geschäften nach Bruneck kam, die Kaufleute und Händler genug gemacht allerwärts, wie Ihr auf einmal angefangen Lasset Euch nicht umwerfen, Mann," suchte Hart vor ihm, als ob er ein Graf wäre und suchten sie ihm habt, das Eurige mit Gewalt einzutreiben. Wo ich dazuwanger ihn zu ermuthigen. Ihr mußtet darauf gefaßt nicht ihren Kredit mit aller Gewalt aufzudrängen? War sein malen hingekommen bin, hat es geheißen, daß es schlecht mit sein, daß es so kommen könnte. Ich hab's Euch voraus- Name nicht so gut als baares Geld und drehten die Leute Euch stehen müßte." gefagt, als ich das letzte Mal hier war. Ich bin von nicht auf dem großen Viehmarkt selbst die Köpfe nach ihm Der Klosterbauer griff sich mehr wüthend als verzagt Bontius zu Pilatus gegangen; aber die Beiten sind gar zu um, wenn es hieß, da kommt der Klosterbauer? Und jetzt, ins Haar und schrie: Und das muß mir, mir geschehen, schlecht und das Geld will nicht heraus. Es giebt nichts wo der Klosterhof unter Brüdern gut ein Drittheil mehr dem Klosterbauer!" werth war, als zur Zeit, da ihn sein Vater erworben, jeit„ Es ergeht Manchem ebenso wie Ench," gab der Feigeres als das Geld." Der Klosterbauer hatte den Kopf auf die Brust sinken sollte kein ehrlicher Mensch auf ein so sicheres Unterpfand Glaser ihm den leidigen Trost. Ihr braucht blos an den War das ein Haus! Dem Lassen und athmete schiver. Es blieb ungewiß, ob er den lumpige zwölftausend Gulden leihen wollen? So viel be- Wagenbühler zu denken! Glaser gehört hatte oder nicht, und dieser hielt sich still. trug etwa die Hypothek. Nun war dennoch, wie so häufig galten tausend Gulden noch nicht einmal so viel wie Euch im Leben, der undenkbare Fall eingetreten. hundert und jetzt liegt's doch am Boden. Die Zeit schüttert Der Mann that ihm leid. " Ich hab' an alle Thüren geklopft, wo ich Geld wie ein Erdbeben. Aber einen Ausweg giebt es doch vielAber das ist nicht möglich," raffte sich der Kloster " Aber vielleicht seid leicht für Euch noch. Der Jerg ist ja inzwischen Guer bauer endlich auf. Eine größere Sicherheit wie ich kann vermuthen fonnte," sagte der Glaser. kein König und kein Kaiser bieten. Ihr müsset es den Ihr selbst glücklicher; versucht es. Noch habet Ihr Zeit Tochtermann geworden: warum wendet Ihr Euch nicht Leuten nicht ordentlich vorgestellt haben. Ein solcher Hof! dazu. Hier sind die Dokumente, die Ihr mir damals an- an den alten Müller? Er gilt ja für einen wohlhabenden Und zur ersten Stelle! Keine Gülten sonst auf dem Hof." vertraut habt." Er zog ein in Papier geschlagenes Päckchen aus der Hartwanger ließ den Vorwurf ungerügt. Die Botschaft, Der Klosterbauer aber die er brachte, war gar zu bitter, obgleich der Klosterbauer Tasche und legte es auf den Tisch. An den Arigaya soll ich mich wenden?" rief er, in einigermaßen auf sie hätte vorbereitet sein müssen. Dem grollte: Klosterbauer war das Kapital gekündigt, das noch von seinem Und Ihr habet mich dazu bewogen, meine ausstehenden seinen alten Hochmuth zurückfallend. Dem meine Tochter Bater her auf dem Hofe stand. Das war der Inhalt des Forderungen nicht weiter einzuklagen und die erhobenen als Söhnerin zu schlecht war?" " Jetzt, wenn ich das glaube," entgegnete Hart Briefes gewesen, der ihm an jenem Morgen eingehändigt Klagen nicht weiter zu verfolgen!" " Freilich that ich das," entgegnete Hartwanger ruhig. wanger, indem er seine klugen, braunen Augen weit worden, als er im Begriff gestanden, mit Lifei zu dem Be gräbniß des Pfarrers Moltenbecher zu gehen. Als sein Was wäre auch dabei herausgekommen? Mit gut der öffnete. „ Aber ich sag' Euch, es ist so," rief der Kloster Bater den Hof von dem Kloster Sonnenburg erworben hatte, Hälfte Eurer Schuld- und Hypothekenscheine tönnt Ihr Sat er sich nicht geweigert, für den Jerg war, wie man sich erinnern wird, etwa die Hälfte der Kauf- Euch die Pfeife anstecken, das hab' ich Euch schon damals bauer heftig. Summe hypothekarisch eingetragen und diese Hypothek unter gesagt. Das Prozessiren und Subhastiren hätt' Euch nur um sie zu werben? Und seine Frau, ja wer ist denn die, der Hand von den Klosterfrauen dem Kaufmann Wagen- Euer gutes Geld gekostet, ohne Euch einen Heller einzu- daß sie nicht einmal zur Hochzeit gekommen ist? Oho, fo Der alte Wagenbühler bringen. Wo nichts ist, da hat auch der Klofierbauer sein weit ist der Klosterbauer denn doch noch nicht, daß er denen. bühler in Briren zedirt worden. hatte das Zeitliche gesegnet und der Sohn, der das Ge- Recht verloren. Und was die Uebrigen betrifft, so geht ein gut Wort geben sollte." ( Fortsetzung folgt.) schäft fortgeführt, war durch das Stocken von Handel und es ihnen just wie Euch. Lasset Ihr ihnen Zeit, so werden Mann?" Der Klosterbauer schnellte von seinem Sige auf. 31 Tester Gruß! Saint Denis! Ave libertas, morituri te salutant! Freiheit, für Dich gehen wir in den Tod! Dir gilt unser Als der Umzug vollbracht war:„ Marsch nach der Rue " Balt!" Die Arbeiterbataillone stehen an der Ecke der Rue Saint Denis. Minutenlanges Schiveigen.-Und dann kurz, Scharf der Ruf: Zu den Waffen!" " Die Menge ordnet sich nach der Weifung von Führern, die Betriebsmittel für den Verkehr in die eigene Hand nehmen. I forgt; diesbezügliche Anmeldungen übernimmt die Redaktion ein um den linken Blousenärmel geschlungenes Band kenntlich Nicht darf Leben und Gesundheit der Reisenden und Be- der Arbeiter- Zeitung", Wien VI., Gumpendorferstraße 60. machte, und mit wehenden Bannern schon ließen sich rothe amten der Profitsucht preisgegeben werden. Für die Einberufer: Fahnen erblicken ging es nach dem Bastilleplay. In fried ficher Stille marschirte die Kolonne um die Säule der FreiheitsDie Redaktionen der Arbeiter- Zeitung" und der Die Westfälische Volkszeitung" fegt in Volkspresse". göttin, welche die Stätte bezeichnet, wo einst das Dentmal ber einem dritten Artikel ihre Anlagen gegen die GeschäftsBei den Knechtschaft gestanden. Wie die in die Arena ziehenden Gladia- führung des Bochumer Vereins fort. In Betreff der Getreidezölle ist es in Franks toren den Casar, der ihren Todeskampf schauen wollte, stolz zu Schwellen würde neben dem echten ein fogeProletarier stolz, hochaufgerichtet, kühn thren Gruß noch ber nicht zulaffe. Auf diese Weise könne es vorkommen, daß schluß der Nationalversammlung ging bekanntlich dahin, die begrüßen pflegten, so brachten die in den Tod ziehenden nannter blinder Stempel gebraucht, der einen Abbruck reich zwischen dem Senat und der Nationalversammlung zu einer Berständigung gekommen. Der ursprüngliche Bes Freiheit: ein Revisor, der nicht seine ganze Aufmerksamkeit der Sache Bölle vom 1. August dieses Jahres bis zum 1. Juni des widme, vielleicht 600 Schwellen abnehme, während nur etwa nächsten von 5 auf 3 Frants für den Doppelzentner herab200 oder noch weniger gestempelt worden seien. Die zusehen. Der Senat, in dieser Frage radikaler als die fehlende Anzahl würde in der Nacht mit gefälschtem Nationalversammlung, beschloß aber die sofortige Stempel versehen und mit den richtig abgestempelten ver- Reduktion; die Nationalversammlung, in der das Schußlaben. Diese von der Schienenstempelung verschiedene zöllnerthum sehr mächtig ist, blieb indeß bei seinem ersten Manipulation sei nothwendig, weil die Schienen nicht am Beschluß stehen der Senat gab nicht nach und so Kopf, sondern an der Oberfläche gestempelt würden, ein hat man fich nun, nach längerem Berhandeln Jeder ging an seinen Posten. Und feber that seine Abfeilen des Stempels also nicht thunlich sei. Ueber die babin geeinigt, die Bollermäßigung vom 10. Juli an einAnfertigung von Zerreiß- und Schlag- Proben bemerkt die treten zu lassen. In wenig Stunden waren die Arbeiterquartiere und die für Volks- Zeitung" zunächst: es könne dahingestellt bleiben, Die französische Republik ist zwar ein Klassenstaat, die Insurgenten militärisch wichtigsten Punkte mit Barrikaden ob die Eisenbahnverwaltungen in den diesbezüglichen Anbedeckt, deren Bau fast kein Hinderniß in den Weg gelegt wurde. forderungen nicht zu weit gingen, jedenfalls müßten die gerade so gut wie die Monarchien es sind, allein die Re Und allmälig entspann sich der Kampf, welcher drei Tage lang Verpflichtungen der Werke, nachdem dieselben freiwillig die Forderungen und Bedürfnisse der Volksklassen mehr gierung und die Volksvertretung find doch genöthigt, auf raste. Drei Tage lang wehte von den Barrikaden herab die eingegangen seien, erfüllt werden. Das Blatt schiert Rücksicht zu nehmen als dies in monarchischen Staaten der rothe Fahne der Gleichheit, die schwarze Fahne des Hungers- dann, wie z. B. bei den Radproben verfahren werde. Ann Fall ist. Unter allen Umständen haben die Franzosen die anbie trozige Forderung der Zukunft, die zornige Anflage der Gegenwart bis zum Morgen des 26. Juni, wo die legte der Revisor ein Rad durch Stempelabdruck bezeichnet habe, genehme Aussicht auf billigeres Brot, während ihre Nachmit welchem die Schlagprobe vorgenommen werden solle, so baren an der Ostgrenze die Hungerkur fortsetzen müssen, 150 000 gegen 30 000 hatten die Helden- Märtyrer der neuen werde dasselbe mitunter abseits gestellt, dagegen ein anderes weil die Regierung feinen Nothstand sieht und sicherlich auch Gesellschaft erdrückt, und die Bourgeoisie konnte die Orgien der Rad mit falschem Stempel versehen und in die Nähe des keinen fühlt. Rache beginnen zwischen den zerschossenen Leichen, auf den Ofens gestellt, damit es heiß und dadurch elastischer werde. wunden, geknebelten Körpern der Besiegten berfiegenden Das warme und dabei aus bestem Material( Probeblöcken) ( Voltsstaat" 1879.) Geschlagenen!" hergestellte Rad werde natürlich die Schlagprobe durch den Die Thronrebe, mit welcher der Raiser die Session " Fallbar" bestehen und der Revisor dadurch zu der An- des Landtags persönlich schloß, hat folgenden Wortlaut: nahme verleitet, die übrigen Räder seien aus demselben Material und von der gleichen Widerstandsfähigkeit. Schuldigkeit. Position des Proletariats" fiel! Dreifache Uebermacht Politische Itebersicht. Berlin, 20. Juni. " Die Agitation für die Verarmungspolitik bes absoluten Freihandels", unter dieser Spitzmarke bringt die Kölnische Zeitung" einen Artikel der Die Session des preußischen Landtags ist Nationalliberalen Korrespondenz". Immer unverschämter heute Nachmittag geschlossen worden. Der Etat ist fertig treten die Nationalliberalen jetzt in das Lager der Agrarier gestellt, die großen Reformgeseße" sind nach sorgfältigster über. Sie, die zu Beginn der Zollpolitik sich opponirend Ausmerzung jeder Spur eines wirklichen Reformgedankens verhielten und nur schüchtern sich dazu verstanden, einen unter Dach und Fach gebracht und die Herren Abgeordneten ganz mäßigen Boll zu bewilligen, rechnen sich die großen find von heute an für längere Zeit der harten, nur durch gegenwärtigen Bölle bereits als Verdienst an und glauben den Bezug der Diäten etwas gemilderten Verpflichtung über hoben, in den höchst unkomfortablen Räumen des Abgeordnetenhauses das bekanntlich früher ein Stall war für Pferde und Maulesel fich und das Publikum zu lang weilen. Jetzt können sie dieses Geschäft wenigstens besorgen, ohne das Publikum in Mitleidenschaft zu ziehen, für welches nun endlich die parlamentarische Schonzeit begonnen hat das heißt die Zeit, wo es vom Par lamentarismus verschont ist. ihren früheren Standpunkt mit der inhaltslosen Phrase_zu decken, daß man den gegenwärtig geltenden Zoll für Ges treide nicht gerade als einen für alle Ewigkeit unantastbaren Satz betrachtet". Nun, die Bölle werden fortfallen, auch ohne die Nationalliberalen. Die Lage der sächsischen Juduftrie wird vom Leipziger Tageblatt" als sehr ungünstig geschildert und die Schuld wird mit Recht auf die schwächer ge Deutschland ist das parlamentarischste aller Länder wordene Kauftraft unserer deutschen BeEngland ist nichts dagegen. Was will es mit seinem völkerung" geschoben. Also trotz der Begünstigung einen Parlament gegen die etliche und zwanzig Landtage der Agrarier, trotz der Geschenke, welche man den Großund den Reichstag Deutschlands? Der Parlamentarismus grundbesitzern durch die künstliche Bertheuerung des Kornes, ist bei uns zu einer förmlichen Krankheit geworden was durch das Schnapsprivileg, durch die Zuckerprämien macht? freilich nicht zum Verwundern, da er selber krank ist. Oder vielmehr wegen. In seinem politischen Theil verBedauert wird der Schluß der Session blos werden tritt das Leipziger Tageblatt" den Standpunkt, daß gerade von den lesegewaltigen Beitungsmenschen, welche so viele durch die Begünstigung der Agrarier die Kaufkraft der Beüberflüssige Beit haben, daß sie die Land- und Reichstags- völkerung erhöht werde. Berichte regelmäßig durchstudiren können. Für sie ist allerdings eine gähnende Lücke entstanden. Glücklicher- leidigung zu stellen, ist durch Verfügung, der königlichen Das Recht der Lehrer, Strafanträge wegen Beweise ist die Zahl der so Geschädigten eine sehr geringe. Regierung zu Danzig von ihrer Genehmigung abhängig Vor Schluß der Session nahm das Herrenhaus gemacht, um zu verhüten, daß sie in übereilter und unans noch das Wildschadengesetz in der vom Abgeordnetenhaus gebrachter Art" Strafanträge stellen. Hält die Regierung beschlossenen Fassung an. Einen Schutz gegen Wildschaden sich nicht gemüßigt, von ihrem Rechte als vorgesetzte Behörde nach allgemeinen Rechtsgrundsägen gewährt auch dieses zur Stellung des Strafantrags Gebrauch zu machen, so hat Gefeß nicht. Statt den Jagdheger verantwortlich zu machen auch der Lehrer von einer solchen abzusehen, wenn ihm nicht für den Schaden, den das austretende Wild verursacht, hat ausdrücklich die Ermächtigung dazu ertheilt wird. Abgesehen man eine Bestimmung getroffen, welche die Feldbesitzer zu von der Beseitigung eines gesetzlichen Rechts der Lehrer, einer Genossenschaft vereinigt, die den erlittenen Schaden wie leicht kann ein mißliebiger Lehrer gegen alle Angriffe gemeinsam trägt, während der Urheber des Schadens frei und Verdächtigungen schutzlos gemacht werden! ausgeht oder ihn nur, soweit er zur Genossenschaft gehört, theilweise mittragen hilft. Zur Reichseinheit. Da Rußland und Griechenland eine Biviltrauung nicht haben und eine solche im Auslande Die Staatsanwaltschaft in Effen erklärt auch nicht anerkennen, so hat der Landtag in Meinin amtlich, die Untersuchung gegen Baare und Gegen eine Regierungsvorlage angenommen, um die in noffen sei nicht eingestellt. Meiningen eine Ehe schließenden Angehörigen jener In der Baare'schen Angelegenheit ist Staaten vor Unannehmlichkeiten zu schützen. Diesen Nachbisher von der gesammten Presse angenommen worden, daß trag zur Ausführung des Reichs- Zivilstands- Gesetzes finden im Staate Baare, sowie überhaupt der Eisenfabrikation die Zeitungen beachtenswerth. Noch be a chtensfür den Bahnbetrieb( Schienen, Radreifen u. s. w.) Vieles werther aber finden wir es, daß die einzelnen Kleinfaul sei. Zwischen den Angreifern und den Vertheidigern staaten Borrichtungen zu treffen haben, die das ganze Reich in ber Bourgeoispresse war nur ein beachtenswerther Unter- interesfiren. schied. Die ersten( unter ihnen obenan die Leipziger Beitung") hoben die frondirende Stellung Baare's gegen Am Schlusse einer außergewöhnlich langen und arbeitsreichen Sigungsperiode des Landtages meiner Monarchie, ist es mir Bedürfniß, Ihnen meinen föniglichen Dank und meine hohe Befriedigung über die gewonnenen Ergebnisse unmittelbar auszusprechen. Nicht vergebens habe ich beim Beginn Ihrer Berathungen der Erwartung Ausdruck gegeben, daß es Ihnen gelingen werde, in vertrauensvollem Zusammenwirken mit meiner Regierung die hochwichtigen Arbeiten, zu welchen ich Sie bes rufen habe, zu einem gedeihlichen Abschluß zu bringen. Wenn auch das Ziel, an welchem ich festhalte, nicht in vollem Umfange erreicht werden konnte, so darf es doch mich und mein Bolt mit gerechter Genugthuung erfüllen, daß neben einer großen Zahl für die fortschreitende Entwickelung des Staatswesens wichtiger Vorlagen, insbesondere für die Verbesserung unseres Steuersystems nothwendige und werthvolle Grundlagen vereinbart und die Vorbedingungen für die Hebung des tommunalen Lebens in den ländlichen Gemeinden der östlichen Provinzen gesetzlich festgestellt worden sind. Die rückhaltlose Zustimmung, welche die von mir ges billigten Pläne meiner Regierung für die Herbeiführung einer gerechten, der Leistungsfähigkeit entsprechenden Bertheilung der öffentlichen Lasten bei Ihnen, geehrte Herren, gefunden haben, bestärkt mich in dem festen Vertrauen, daß auch der noch rückständige Theil der auf diesem Gebiete au lösenden Aufgaben einer gleich befriedigenden Erledigung zu geführt werden wird. Damit wird ein wesentlicher Schritt zur Befestigung der Finanzverwaltung des Staates und der Gemeindeverbände, sowie zur Förderung der Zufriedenheit meines Boltes gethan fein. Die Durchführung der mit Ihnen vereinbarten Landgemeinde- Ordnung wird, so hoffe ich, unter Schonung Der bewährten und den Bewohnern des platten Landes lieb gewordenen Einrichtungen eine lebendige Entwickelung tommunalen Lebens sichern und das Band, wel mein Volt mit meinem Hause und mit meiner Monarchie verbindet, noch fester knüpfen. des ches Mit Freude begrüße ich, daß durch die Ueberweisung der einbehaltenen Leistungen an die katholische Kirche die Ausgleichung der Gegenfäße auf firchenpolitischem Gebiete wesent lich gefördert worden ist. Der für das Wohl meines Voltes unerläßliche Frieden unter den Konfessionen wird um so sicherer erhalten bleiben, je mehr die Ueberzeugung durchdringt, daß die zu Gunsten der Kirchen erhobenen Ansprüche auf ein mit der Stellung und den Aufgaben des Staates verträgliches Maß beschränkt bleiben müssen. Hat demnach, wie ich dankbar anerkenne, die beendete Sigungsperiode reiche Früchte gezeitigt, so darf ich und mit mir mein Bolt vertrauen, daß diese Früchte nutzbar werden unter den Segnungen des Friedens, dessen Gefährdung zu be fürchten ich keinen Anlaß habe, und den zu erhalten mein unablässiges Bemühen ist. Es wird mich mit Genugthuung erfüllen, wenn die ErTenntniß des Werthes Ihrer im Verein mit meiner Regierung geleisteten treuen Arbeit immer weitere Kreise durchdringt, und damit das Vertrauen zu meinen landesväterlichen Absichten und zu der sorgsamen Wahrnehmung der Interessen des Volkes burch seine Vertreter unvermindert erhalten bleibt. Indem ich Sie, geehrte Herren, entlasse, bitte ich Gott, daß er auch ferner meiner und Ihrer Arbeit zum Wohle des Baterlandes reichen Erfolg sichern wolle. Arbeiterbewegung. In Sachen der Bestechungsgelder, welche Fürst die Reichsregierung zu Gunsten Bismarck's hervor und riefen Bismarck nach den Wiemoiren des Gy- Staatsministers aus: Seht, das ist der Mann, der die Männer vom neuen von Stichling an eine gewisse Dame" in KurKurs" verdächtigen will, der die" Sozialreform" der Res hessen bezahlt haben will, veröffentlichen die Hessischen gierung bekämpfen will, das ist derselbe Mann, der dem Blätter" das Organ der hessischen Legitimisten einen Frankfurt a. M., 19. Juni. Dem hiesigen Ortsverein des Staate Hunderttausende an Steuern hinterzieht und dem geharnischten Artikel, der die ganze Geschichte für eine deutschen Schneider- und Schneiderinnenverbandes wurde gestern man wohl auch die anderen gegen ihn erhobenen Beschuldige und Verleumdung erklärt. Die Dame, welche seitens des Polizeipräsidiums ein Schreiben zugestellt, wonach der gungen zutrauen darf. Die Vertheidiger Baare's suchen gemeint sei, die Gräfin von Hanau, die Gemahlin des alten Verein auf Grund des§ 8 der Verordnung vom 8. März 1850 wohl das Verfahren desselben zu beschönigen( ganz fort- Kurfürsten( der sie freilich ihrem ersten Manne abgekauft geschlossen ist, da Versammlungen des Vereins vom 18. August, leugnen fonnten fie es nicht; hatte Herr Baare doch selbst hat), habe nie Bestechungsgelder empfangen, wohl aber solche22. Oftober, 5. November, 8. und 10. Dezember 1890, 22. und zugestanden, daß einmal geflickte Schienen bei einer Liefe- und zwar in weit höherem Betrage als 100000 Thlr. zurück- 29. April und 20. Mai d. J. den Beweis geliefert hätten, daß der Verein bezwecke, politische Gegenstände in diesen Versamm rung unterlaufen, kommt bei jedem Werke vor"), aber in gewiesen. Wahr sei allerdings, daß Fürst Bismarck vor fungen zu erörtern. Der angezogene§ 8 verbietet bie Aufnahme operirtungen zu erörtern. Der angezogene§ 8 verbietet die Aufnahme welcher Weise thaten sie es? Sie gaben ihm die gesammte 1866 in rückhaltlosester echt russischer Weise mit Geld operirt von Frauen in Vereine, die bezwecken, politische Gegenstände in Bourgeoisie als Mitschuldigen; was Herr Baare ge- habe, um die Annexion vorzubereiten. Der Artikel, welcher Bersammlungen zu erörtern. than, thäten die sämmtlichen Eisenindustriellen, und höchst kompromittirende Thatsachen enthält, und auf die Göppingen. Der Streit in der Metall waaren. fabrit von Schauffler und Safft dauert unverändert fort und bitten wir ganz besonders den Buzug von Metalldrückern, Gürtlern und Schleifern fernzuhalten. In dem Göppinger Gürtler- Streit nehmen die Mar zwar unter Konnivenz der Behörden. Herr Baare aber Vor- und Naturgeschichte der Bismarc'schen„ Reichseinigung" Sirsch'schen Arbeiter eine charakteristische Stellung ein. Der sei noch der Beste unter ihnen, ein Ehrenmann in des ein grelles Licht wirft, rührt offenbar von sehr gut unter- Ortsverein forgt für Arbeiter für die Metallwaarenfabrik SchauffWortes vollster und edelster Bedeutung." Wir haben nun richteter Seite her und schließt, nachdem weiteres Borgehen ler und Gafft, in welcher der Streit ausgebrochen ist. Er be allerdings nichts dagegen, wenn die Bourgeoispresse, um angedroht worden, mit einer kategorischen Aufforderung an den gründet dieses Verhalten damit, daß die Gewerkvereinsmitglieder Herrn Baare weiß zu waschen, die gesammten Groß- Fürsten Bismarck, die betreffenden Mittheilungen des Stich- weiter arbeiten, und daß es sich bei dem Streit nur um die industriellen als in gleicher Mitschuld und Verdammniß ling'schen Buchs entweder zu begründen, oder zu Organisation des Fachvereins handelt, von denen einige Hauptwiderrufen. führer entlassen seien. erklärt. Wie auch die Untersuchung gegen Baare verlaufen Der Parteitag der österreichischen Sozialdemomag die Sache hat weit über die Person Baare's hinausgehende Bedeutung der Staat hat entschieden die Pflicht, Kratie wird am 28. Juni in Wien zusammentreten. Die die Verkehrsanstalten und das Publikum gegen betrügerische Einladungskarten, welche die genaue Bezeichnung des Veroder fahrlässige, aber in jedem Falle gewinnsüchtige Mani- sammlungslokals enthalten, werden den Theilnehmern und pulationen seiner Lieferanten zu schützen. Daß solche Mani- Gästen im Laufe der nächsten Tage zugestellt werden. Anfragen und Reklamationen find an diejenige Redaktion pulationen gang und gäbe sind, ist den Eisenbahntechnikern bekannt und das vom Oberingenieur Hensinger v. Waldegg zu richten, von welcher die betreffende Einladung ausherausgegebene„ Handbuch für spezielle Eisenbahntechnik" zählt gegangen. Die Genossen werden ersucht, möglichst schon bereits eine ganze leihe auf Täuschung berechneterKniffederEisen- einen Tag früher ,. spätestens am Sonnabend Abend in Induſtriellen auf. Hat der Staat die Eisenbahnen in seinen Wien einzutreffen. Für geeignete Unterkunft zu mäßigen Preisen ist gezugesandt. Besitz genommen, nun, so mag er auch die Herstellung der Die Streiffommission. Briefhaffen der Expedition. Ein Spinozist. Der reklamirte Betrag ist bereits in der bekannt gewesen wäre, hätten wir Ihnen die betreffende Nummer Nummer 130 vom 7. Juni quittirt. Wenn uns Ihre Adresse Theater. Sonntag, den 21. Juni. Schauspielhaus. Der neue Herr. Montag: Die zärtlichen Verwandten. Berliner Theater. befizer. Neue Welt, Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. Der HüttenGeretty, Montag: Die Journalisten. Heute, Sonntag: Sensationelle Pro| Miss Blanche, Drahtseil. duktion auf d. 60 Miss Adela, Pyramide. 162b Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Grosse Versammlung hohen Schwungfeil. Geschw. Eberhardy, Suftpotpuri. am Dienstag, den 23. Junt, Abends 8 Uhr, in Mohrmann's Die lustige Schwiegermutter der Marnitz Gasch- Truppe, Akrobaten. Salon, Großhe Frankfurterstraße Nr. 117, Tages- Ordnung: Deutsches Theater. Die Kinder der Monstre- Feuerwerk der Pyrotechniker Herren Exzellenz. Montag: Die Haubenlerche. Leffing- Theater. Cavalleria rusticana. Margot. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Ein dunkles Geheimniß. Montag: Dieselbe Vorstellung. Sohn. Das Modell. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Leichnitz und Bau. Kinder in 20 Pf. Begleitung frei. Entree 25 Pf. Borverkauf Billets im Th. Keller's Hofjäger 905 L 1. Vortrag des Genoffen Josef Stahl über:" Die amerikanischen Arbeiterverhältnisse". 2. Distussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Berschiedenes und Fragefaften. Es ist Pflicht eines jeden Genossen, in dieser Der Vorstand. Versammlung zu erscheinen. Hasenhaide Die Zahlstellen des Vereins find: im Südosten: Gottfried Schulz, Bergmannstr.- Ecke. Rottbuferplay. Fr. Zubeil, Naunynstraße 86. Karl Scholz, Wrangelstr. 32. Benno Stabernack, Wrangelstraße 85. Im Osten: Infinger, Krautstraße 48. D. Zabel, Frankfurter Allee und Möglinerstraßen- Ecke. Gustav Tempel, Heute, Sonntag, den 21. Juni 1891: 340/17 Wallner- Theater. Der verlorene Gr. Der verlorene Gr. Militär- Konzert. Im großen Saale Breslauerstraße 27. Bogasch, Langestraße 70. Reſtaurant Lock, FriedrichsAuf d. Marionetten- Theater: Gr. Vorstellung. Wolfsbeluftigung. BALL. bergerſtraße 11. Daſelbſt werden neue Mitglieder aufgenommen. Achtung! Genossen und Genossinnen Achtung! des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Tricoche und Cacolet. 11400 Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend Theater. Berlin Wasser. Montag: Dieselbe Vorstellung. A. Froelich. Anf. 4 Uhr. Entree 15 Pf., im Vorverkauf 10 f. Mittwoch, den 24. Juni cr.: Großes Kinderfest mit Gratisverloosung. unter Restaurant zum» Adolph Ernst- Theater. Der ledige Hof. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Borstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Bukunftslaat" Adolph Scholz, Kastanien- Allee Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur intl. ,, Gazeta Robotniczai liegt aus. Treptow 382 L Restaurant Karpfenteich. Jeden Sonntag: Freikonzert, Tanz, Kaffeekochen. An den Wochentagen für Vereine, ladet ergebenst ein [ 756L] Etablissement Buggenhagen oheitgefellſchaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Zu recht zahlreichem Besuch am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. An der Verbindungsbahn. Treptow. Henze. Köpnicker Zu dem am heutigen Tage stattfindenden Arbeiter- Sommer- Fest in Jmb's Ostbahn- Park, Rüdersdorferstrasse, find von Nachmittags 2 Uhr ab Billets bei folgenden Herren zu haben: R. Fröhlick, Bilderhandlung, Grüner Weg 65; A. Böhl, Restaurateur, Rüdersdorferstraße 8; Krause, Restaurateur, Rüstriner Plaz 10; Rockendorf Restau331/13 rateur, Poſenerstr. 5; Steinke, Restaurateur, Rüdersdorferstr. 67. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Landstrasse.ontag, den 22. Juni, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakob- Straße Nr. 75: Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. ff. Lagerbier 0,4 2iter 15 Pf. Kaffeeküche. 6 Kegelbahnen. W. Jacob. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Husschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Schmöckwitz. Gasthaus Zur Balme". Empfehle mein reizend am Wald und Wasser gelegenes Lokal mit großen Sälen, Hallen, zwei Kegelbahnen, großer Kaffeeküche etc. den geehrten Vereinen u. Fabriken zu Landparthien u. Ausflügen. Dampferstation. Station Passage- Panopticum. der Görlißer Bahn, Chauſſee bis vor die Thür. Carl Kurras, Gaſtwirth zur Palme. Unter den Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. 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Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Montag, den 22. Juni, Abends präzise 8 Uhr, im Lokale des Herrn Bolzmann, Andreas- Straße Nr. 26: Stehbierhalle. Holzmarkt- Strasse 3. Gutes Weißbier allen Arbeitern bestens empfohlen. Vorwärts" und R. Deter. Allen Freunden u. Genossen empfehle 231/15 mein Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal. Bahlstelle der Zentral- Krankenkasse der Bimmerer. J. Raumann, Kulmstr. 36. Große Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag: Warum fordern wir die sozialistische Produktionsweise?" Referent: Herr Wach. 2. Distussion. 3. Abrechnung von der Matinee und der Dampferpartie. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, ihre Beiträge zu entrichten. Der Vorstand. Verband deutscher Korbmacher. Filiale Berlin. Achtung! 193/7 Allen Freunden und Genossen Montag, den 22. Juni, Abends 9 Uhr, bri Roll, Adalbertstr. 21: empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten RF Versammlung. und Vernügungen, auch mache ich bekannt, daß mein Saal zu Versammlungen jeht genehmigt ist und bitte Gewerkschaften und Vereine hierauf Bezug zu nehmen. 152b Friedrich Kuhlmey, 28. Schönhauser Aller 28. „ Bolts Tribüne". Parteigenossen u. Genossinnen Vorwärts"," Bahren Jakob", empfehle ich meinen neu eingerichteten Broschüren und andere Beitungen er Garten mit zwei Regelbahnen. Auch hält man prompt durch C. Schäfer, fönnen Familien Kaffee kochen. Für Gartenstr. 60. 908 L musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Otto Thierbach, C. Stark, Hutfabrik. 8752 Nur Hüte mit Kontrollmarke. Große Auswahl in Strohhüten und Schirmen. Billige aber feste Preise. Schwedterstr. 44. 187b Empfehle meinen Patzenhofer Keller. 4/10 10 Pf. Große Räume; 2 Vereinszimmer. Redlich, Kommandantenstr. 63/64. Neue Königstrasse 73. 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Wrangelstr. 12, v. 4 Tr. r.[ 177b Mbl.Schlafft.Kastanienallee 100.Stukaz. Bessere Schlafft. f. 2 H., sep., Auss. n. v., 7 M. Röhr, Schwedterstr. 34 v. 4 Tr. Frol. Schlafstelle( Ging. sep.) zu verm. Gr. Frankfurterstr. 5, v. 82r. I. 186b Frol. Schlafstelle für 1 Hrn. b. Sicoltke, Reichenbergerstr. 74, Querg. 2 Tr. 1836 Frol. Schlafstelle Mittenwalderstr. 2a, Die Mitglieder der statistischen Kommission sind hierzu eingeladen. 315/7 Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Das größte und träftigste Landbrot 7 Uhr, bei Seefeld, GrenadierSonntag, den 21. d. M., Abends 4 Tr. b. Stammann. giebt's beim Kollegen Fr. Kramer. Straße 33: Frdl. Schlafft. b. Meier, Blumenstr. 44, 182b Frühstück mit Zugabe sende frei in's Haus. Köslinerstr. 2. 144 b 148 b 326/8 Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: Das Ideal menschheitlicher Veredelung. Nach dem gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren willkommen. 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Eine frdl. Schlfft. f. 1 od. 2 Herren Prinzenstr. 100, gb. III. I. Kruggel, Schlafst., sep. Eing., fof. od. 1. Juli 3. v. anst. Hrn. Jänicke, Waldemarstr.28. Zwei Genoffen finden frdl. Schlafst. Moabit, Rostockerstr. 55, v. 1 Tr. Ifs. „ Vorwärts" zur Verfügung. 80b ( ftimmbegabte), welche gewillt find, dem neugegründeten Arbeiter- Gejangverein Schlift. Aussicht Artushof. Perlebergers Zwei Gesinnungsgenossen find. frdl. Olympia" beizutreten, fönnen sich straße 23a, Hof. 1 Tr. B. Schmelter. melden jeden Dienstag Abend 9 Uhr bei Schneider, Adalbertstraße 8.( 2. Bässe 2 Genossen f. Schlafft., Eing. separ erwünscht. 134b Rämling, Schwedterstr.249a, v.i..[ 115k Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 142. Gegen die Kornzölle. " Sonntag, den 21. Juni 1891. * * 8. Jahrg. futiren. Aus den Artikeln des Herrn Mandel leuchtet aber eine von diesem endlich energisch zurückgewiesen, so beauftragt er ein übergroße Portion Ideologie heraus. Er hält unsere Kritik der Kleines Mädchen mit diesem Geschäft in der ganz richtigen Weißensee. Im Vereinshause sprach der Reichstags- Abge- gegenwärtigen gesellschaftlichen Zustände für wesentlich zutreffend, Voraussetzung, daß man diesem Rinde teine grobe Burückweisung ordnete August Bebel am 16. Juni vor mindestens 1000 Personen nur wenn er in dieser Kritik das Wort unfittlich", in unseren zu Theil werden läßt. Das Mädchen heißt die kleine über„ Die Getreidezölle und die Reichsregierung." Die Resolution Zustände entspringen aber aus der Abweichung von der christ- Alten und beide sind den in der Gegend der Schönhauser Allee Forderungen das Wort„ menschlich" hört, erwidert er: Diese Beichtmutter" wegen ihrer Zusammengehörigkeit mit dem wurde einstimmig angenommen. lichen Sittlichkeit, wahrer Mensch ist erst der wiedergeborene wohnenden Arbeitern wohl bekannt. In Luckenwalde wurde nach einem Referat des Genossen Mensch." Angesichts solcher ideologischen Verranntheit empfehlen Der Inhalt der vertheilten Druckschriften hat in letzter Zeit Meiner Berlin die Partei- Resolution angenommen. wir ihm einiges Studium der materialistischen Geschichtsauffassung. eine merkwürdige Wandlung erfahren, indem man darin aus dem Jlversgehofen. Am Donnerstag, den 18. Juni, fand hier- Im Uebrigen aber bezeugen Herr Mandel mit seinem Warnungs- Gebiet des Ueberirdischen mehr auf die sinnlich wahrnehmbaren felbst eine start gefüllte, von mehr als 250 Personen beiderlei ruf und Pickenbach mit seinem Bellen uns nur, daß wir reiten. Erscheinungen des menschlichen Lebens zurückgegangen ist. An Geschlechts besuchte Versammlung statt, in welcher Genosse Peusdie Stelle der frommen und frömmelnden Salbadereien, von Berlin über die Kornzölle und die Reichsregierung" referirte Erfurt. Am Mittwoch, den 17. Juni, fand hierselbst im denen sich die geistlichen Herren überzeugt haben mögen, daß sie und in eingehendster Weise den auch in den Kornzöllen sich Raisersaal eine bis auf den letzten Platz gefüllte von nahezu in der Arbeiterbevölkerung nicht blos das angestrebte Biel nicht zeigenden Klassenstaat und das ganze System der indirekten 3000 Personen besuchte Volksversammlung statt, in welcher Ge- erreichen, sondern eher das Gegentheil, sind nun geistreiche AbSteuern darlegte. Nach diesem mit großem Beifall auf- noffe Beus aus Berlin zuerst über die Sieges gewißheit bandlungen mancherlei Art getreten, besonders auch solche, die genommenen Vortrag sprach noch Genosse Schulze- Erfurt und und die Begeisterung der Sozialdemokratie auf gegenwärtige Verhältnisse und auf die Sozialdemokratie Bezug forderte zu festem Zusammenschluß auf, worauf die Verfamm- referirte und dann in einem nach kurzer Pause behandelten haben. Daß die frommen Herren mit diesen Ausführungen immer Tung einstimmig und energisch gegen die Beibehaltung der Korn- Referat über die freite Liebe" die Reinheit und Größe besonders glücklich wären, fann man nicht sagen. zölle protestirte. unferer Ideale nachwies. Eine entsprechende Resolution wurde So findet sich in den Blättern für christliche Erbauung 2c.", einstimmig angenommen. Auch protestirte die Versammlung die ein Pastor in einem unserer nördlichen Vororte redigirt, folFechenheim( Kreis Hanau), 18. Juni. Am 16, Juni tagte energisch gegen das gesetzwidrige Verhalten der Polizei, welche gender Artikel: hier im Gasthaus zum Schwanen eine von etwa 400 Personen den Besuch der öffentlichen Volksversammlungen augenblicklich Man darf nicht Sozialismus mit Sozialdemos besuchte öffentliche Protestversammlung, in welcher Reichstags bei uns in Erfurt mit der unglaublichen Motivirung verbietet, fratie verwechseln. Der Sozialismus ist etwas Gesundes und Abgeordneter W. Schmidt aus Frankfurt a. M. über die Getreide- der Einberufer sei Mitglied eines sozialdemokratischen Vereins. Berechtigtes zu jeder Zeit. Ein Engländer( Lowell) sagt darüber zölle und die Reichsregierung referirte. Nach dem mit großem Nun, wir werden uns und unseren Frauen unsere Rechte schon so:" Kommunismus bedeutet Barbarei, aber Sozialismus beBeifall aufgenommenen Referat wurde die vom Parteivorstand nicht verkümmern lassen. deutet oder will bedeuten: Kooperation, Mitwirkung Aller vorgeschlagene Resolution mit dem Bebel'schen Zusatz einstimmig und Gemeinsamkeit der Interessen, verständiges Gefühl angenommen. Fürth( Bayern). Seit undenklichen Zeiten findet die Re- für Andere, eine Bertheilung der Güter zwischen Hand und Kopf, Limbach. Eine von ca. 1000 Personen besuchte Versamm- frutirung für das Bezirksamt Fürth im Saale des Gasthauses doch so, daß den Händen tein so großer Antheil zukommt wie lung mit der Tagesordnung:„ Die Getreidezölle und die Reichs Bum grünen Baum" statt. Daselbst werden auch die öffentlichen dem Kopf, aber immerhin ein größerer Antheil an dem Reich regierung" nahm nach einem von reichem Beifall unterbrochenen Parteiversammlungen abgehalten, und selbst unterm Sozialisten- thum, den sie zusammen hervorbringen als bisher- furz, es Referat des Genossen Alb. Schmidt die vom Parteivorstand vor- gesetz hat daran Niemand Anstoß genommen. Jetzt hat man dem heißt die praktische Anwendung des Christenthums im Leben und geschlagene Resolution in etwas veränderter Form einstimmig Pächter dieser Lokalität die Rekrutirung entzogen und diese in hat darin das Geheimniß eines geordneten und gesegneten Neuan. Eine zweite Resolution, welche die sozialdemokratischen den Saal zum schwarzen Kreuz" verlegt. Wie mit Bestimmt- baues." Wenn nun in einem Boltsleben Schäden hervorgetreten Stadtverordneten beauftragt, im Stadtverordneten- Kollegium den heit verlautet, ist diese Maßregelung erfolgt, weil man den sind, wenn die Selbstsucht die Herzen regiert statt dienender, Antrag zu stellen, daß das Kollegium die sächsische Regierung Pächter mürbe machen, denselben veranlassen will, unserer Partei helfender, sich gegenseitig fördernder Liebe, wenn also reformirt ersuche, im Bundesrathe den Antrag auf Aufhebung der Ge- seinen Saal nicht mehr abzulassen. Der Mann, welcher diese werden muß, so muß diese Reform nach den Worten eines andetreidezölle zu stellen, wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Lokalitäten um hohen Preis gepachtet hat, ist durch ren Engländers( Carlyle) gehen, der vor 40 Jahren den Gedanken diese kleinliche Maßregel schwer geschädigt. Wahrschein des Sozialismus in das englische Boltsleben warf: Die Heilung, Schönefeld. Hier wurde in gut besuchter Volksversammlung lich wird man nun auch die Kontroll- Versammlungen im wenn es eine wahre und wirkliche sein und auf alle Gesellschafts nach einem Referat des Abg. Geyer die Partei- Resolution ein- schwarzen Kreuz" abhalten, sodaß dem Pächter nicht nur ein lassen sich beziehen soll, muß im Herzen beginnen; nicht allein stimmig angenommen. bedeutendes Miethserträgniß entgeht, sondern auch der Bier- Aus- in den äußeren Verhältnissen, sondern auch in seinem Innern Jede soziale Reform Staßfurt. Am Mittwoch, den 17. Juni, tagte hierorts eine schank sich beträchtlich vermindert, So nimmt der Klassenstaat muß der Patient umgewandelt werden. Volksversammlung mit der Tagesordnung: Die Getreidezölle ache, nicht nur an den Sozialdemokraten selbst, sondern an ist also auch eine moralische Reform. Geseze allein thun es noch feinen eigenen Stüßen, die sich aus purer Profilsucht nicht nicht. Eine Lösung der sozialen Frage, von der heute alle Welt und die gegenwärtigen Brotpreise." Robert Greinert aus Aschersleben hatte das Referat übernommen. Die gut besuchte Ver- dazu herbeilassen wollen, die Sozialdemokraten mundtodt zu spricht, wird demnach auch erst dann möglich sein, wenn das machen. Der betreffende Pächter ist nämlich ein in der Volt im ganzen sozial denken gelernt hat, d. h. wenn man beſammlung nahm die von dem Parteivorstand vorgeschlagene Re- Wolle gefärbter Nationalliberaler, desgleichen der Brauer, greift, daß es darauf ankommt, daß die verschiedenen Stände solution einstimmig an. welcher das Bier liefert. Aber Beide find Geschäfts- und Berufsklassen durch ihr Thun und Lassen sich gegenseitig männer und fürchten, wenn sie sich mit den Sozial- helfen und fördern. Die große Aufgabe, um die es sich handelt, demokraten abwerfen, geschäftlichen Nachtheil. Gelänge ist doch die, daß es gelingt, das Intereffe und die Selbstfucht es auch diesen Saal uns noch abzutreiben, so würde der stärksten der einzelnen Persönlichkeiten( Unternehmer wie Arbeiter, Herr Partei in dieser Stadt zu Versammlungen, mit ausgesprochenen schende wie Dienende) mit dem Interesse und dem Gemeinwohl sozialdemokratischen Thematen, tein Saal mehr zur Verfügung der Gesellschaft zu vereinigen. Diesen großen Gesichtspunkt stehen; der Besitzer des Saales Bum schwarzen Kreuz" hat sein müssen wir bei allen Streitfragen des Tages im Auge behalten. Lotal nicht einmal zur Protestversammlung gegen die Getreide- Es wäre also verkehrt, wenn man heute, wo unsere Zeit an der zölle abgelassen. Die Partei würde dadurch zwar geschädigt, aber Lösung der sozialen Frage zu arbeiten hat, einseitig Partei feineswegs mundtodt gemacht werden. An Stelle der Versamm- nehmen wollte für die Arbeiter gegen die Arbeitgeber oder für lungen würde dann einfach die Propaganda durch Flugblätter die Arbeitgeber gegen die Arbeiter." treten, wie es unter dem Ausnahmegeseß auch geschehen ist. Es führen alle Wege nach Rom, deshalb spotten wir solch tleinlicher Maßnahmen und benüßen sie nur um den Charakter des Bourgeoisstaates zu kennzeichnen. In Schkendit wurde in öffentlicher Volksversammlung nach einem Referat des Genossen Albrecht aus Halle die Partei Resolution einstimmig angenommen. Korrespondenzen und Parteinachrichten. " Lokales. " Die Art und Weise, wie der fromme Herr im Anfange des Artikels Sozialdemokratie" und Kommunismus miteinander verwechselt," ist bezeichnend für seinen Scharfsinn oder für seine Wahrheitsliebe. Aber das können wir wohl sagen, auch wir halten solche Belehrungen für sehr wichtig; sie bringen Aufflärung in die Arbeiter und veranlassen zum Nachdenken und damit ist schon viel gewonnen auch für die Sozialdemokratie! Strausberg, 18. Juni. Nachdem hier die Sozialdemokratie von 1887 bis 1890 von einer einzigen Reichstagswahlstimme auf die große Mehrheit der abgegeben Stimmen gestiegen ist, wird unseren Gegnern allmälig ängstlich und sie versucheu, mittelst Rede und Schrift den verlorenen Boden zurückzugewinnen. Der antisemitische Reichstags- Abgeordnete Pickenbach ist mit diesem Versuche, bei welchem es sich zugleich um das Einfangen der In derselben Summer des Blattes wird dann von dem Kleinbürger für die Antisemitenpartei handelte, gründlich abitalienischen Lieutenant Livraghi erzählt, der in Massovah, gefallen; die Judenheze hierorts hat keinen Zweck und vom dem Hauptort der afrikanischen Besizungen Italiens, erster Wesen des Kapitals wissen wir schon etwas mehr als Herr Im Norden unserer Stadt, machen die Frommen ver- Polizeibeamter war. Wenn die Berichte wahr sind, dann hat Pickenbach. Immerhin ernsthafter ist eine Polemit des hiesigen zweifelte Anstrengungen, um die sozialdemokratischen Arbeiter für dieser Polizeibeamte wie ein Räuber und Mörder in Massovah Oberpfarrers Dr. Mandel zu nehmen, die in einer von uns die Kirche zu gewinnen. Die Vertheilung von Traktätchen und unter den Eingeborenen gewüthet. Da war z. B. ein reicher einberufenen Versammlung begonnen, im hiesigen Wochenblatt Predigten wird dort in ungeheuren Massen vorgenommen und Kaufmann, Namens Lig Hages. Plöglich verschwand er. fortgesetzt wurde. Wir können diese bandwurmartige Polemit, einige typische Figuren, die sich diesem Geschäfte unterziehen, Polizei hatte ihn ermordet. Da war ein andrer reicher welche sich mit der Logik Ciceros, mit Bibel- Interpretation, haben von der Bevölkerung besondere Beinamen erhalten. Ein abessynischer Kaufmann, den Livraghi wegen Hochverraths vermit dem Kirchenämter- Fonds, mit der sittlichen Un Alter, der in aufdringlicher Weise die Abends heimkehrenden haften ließ. Damit dessen Unschuld nicht an den Tag käme, ließ erlaubtheit(!) des Streiks und Boykottts 2C. 2C. be- Arbeiter mit seinem Papier belästigt, heißt in der dortigen Livragdi ihn Nachts vor den Ort bringen und erschießen; er selbst schäftigt, an dieser Stelle nicht im Einzelnen be- Gegend allgemein der Beichtvater". Wird er, wenn er war gegenwärtig und rauchte bei diesem Morde eine Zigarre. In antworten; Herr Dr. Mantel möge nur weiter unsere Ver- an mehreren hintereinander folgenden Tagen seine Predigten dieser und noch schlimmerer Weise ist eine große Anzahl von sammlungen besuchen, wir werden gern wieder mit ihm dis- einem bestimmten Arbeiter vergeblich aufzudrängen versucht hat, Eingeborenen heimlich im Dunkel der Nacht bei Seite geschafft, Sonntagsplandevei. Die Kreisen von den Großthaten eines solchen Mannes. Unsere zu können. In den leitenden Kreisen wird man natürlich Gesetzgebung ist mit Liebenswürdigkeit durchtränkt. Wer einen unwillig über die Begehrlichkeit der Massen, und R. C. Aus der Türkei stammt die allerdings noch nicht Schienenflicker nicht lobt, verfällt der gerechten Strafe, das es ist für jeden Einsichtigen leicht begreiflich, daß verbürgte Nachricht, daß man den Räuberhauptmann Gefängniß öffnet dem Schmäher seine gastlichen Thore, und das bloße Magenknurren auf maßgebende PersönlichAthanas glücklich hinter Schloß und Niegel gebracht habe. Der arme Sünder mag hinter seinem Reisnapf über Gut feiten keinen Eindruck machen kann. Es ist überhaupt ein Glückliches Land, rief man gestern überall aus, glück- und Böse in stiller Einsamkeit nachdenken. So will es das Zeichen der plebejischen Richtung unseres Zeitalters, daß liches Land die Magenfrage in ihrer ganzen Aufdringlichkeit immer und wo man hervorragende Thaten noch nach starre Recht und wehe dem, der daran rüttelt. Gebühr und Würdigkeit zu belohnen versteht. Im Allge- Die von Gott gewollte Ordnung hält uns Alle in den immer wieder in den Vordergrund gedrängt wird. meinen glaubt man in unseren vorgeschrittenen Gegenden, Schranken, die wir nicht durchbrechen dürfen. Die Ordnung Die höheren geistigen Aufgaben werden in sträflicher daß tief hinten in der Türkei Unkultur und Unbildung hat ihre Stützen, ohne welche sie nicht bestehen kann. Und Weise von den minder begüterten Klassen der Bevölkerung herrschen, daß man dort ungestört und ungestraft rauben es ist die Pflicht eines jeden wackeren Staatsbürgers, diese vernachlässigt. Jeder schreit nach Brot- als ob der Mensch und plündern darf. Aber der Arm der Gerechtigkeit ist Stützen fest und unerschütterlich zu finden, damit der Glaube pon diesem Fabrikat allein leben könnte was doch auch gerade im Reiche des Propheten ein langer und kräftiger: an sie nicht erschüttert wird. Auch im preußischen Herren- schon die Bibel bestreitet. Würde man mehr in den Regionen man packt den Räuber, wo man ihn findet und eine durch hause ist man dieser Ansicht, und jeder auffässige Graf wird von der höheren Aesthetik wandeln, würde man sich mehr den feinerlei Kommentare und Verklausulirungen verbrämte den plötzlich solidarisch gewordenen Miniſtern in seine Schranken geistigen Genüssen widmen- so würde Niemand so sehr auf Justiz verschafft dem beleidigten öffentlichen Rechtsbewußt zurückgewiesen. Du sollst keine anderen Götter haben die Getreidezölle achten, und Jeder würde sich mit dem sein im abgekürzten Verfahren Genugthuung: natürlich, wenn neben mir" verkündet der Reichskanzler, und der kalte Ideal der theenippenden und zwiebackstippenden Pensions sich die Nachricht bestätigt. Wasserstrahl, der von jeher eine Stärke des Auswärtigen dame begnügen. Aber die Welt liegt im Argen, und wäre Bei uns ist es etwas anders. Man schreitet allerdings Amtes war, reicht in solchen Fällen mit seinen letzten Aus- nicht Frau Lina Morgenstern in Berlin und waltete fie auch zu Verhaftungen, aber immer langsam voran, denn sprigeru sogar bis nach Friedrichsruh. Aber Wasser thuts nicht über den Kochtöpfen der Volksküchen, so wäre das die österreichische Landwehr hat bekanntlich kein sehr eiliges freilich nicht, das haftet nicht einmal an einem Pudel, der Menschengeschlecht vielleicht längst ausgestorben. Auf ihrer Marschtempo. Vor allen Dingen sieht man sich seine Leute in's Wasser springt, am Allerwenigsten aber an Leuten, die Heldenbrust, die so oft fern von den Feuern der Linsenan: damit nur ja tein Unrechter ins Gedränge kommt, und von Natur schon glatt wie die Aale sind. Verdenken fann gerichte erglüht ist, prangen Orden und Ehrenzeichen, aber da die Gefängnißzellen bei uns durch ein bedauerliches Ver- man den armseligen Grafen nicht, wenn sie endlich auffässig trotzdem fischt der Prasser, der sich täglich für fünfundsehen nur klein gerathen sind, kann man auch nur kleine werden. Die Biergroschenbrote haben immer noch eine zwanzig Pfennige jättigt, vergeblich nach einem FleischDiebe und Räuber einstecken. Daran läßt sich nun freilich solche Größe, daß man schon ein ziemlich starker Esser sein stückchen in seinem irdenen Napfe. Unter all' dem Trubel nichts ändern, und man muß die Thatsache mit der Ruhe muß, wenn man ein Exemplar mit einem Male bewäl kämpfen Heils und und Gelaffenheit entgegennehmen, die von jeher ein schönes tigen will und bevor unsere Zustände nicht zu einer Friedensarmee rüftig weiter gegen den verderbenbringenden Borrecht des Weltweisen gewesen sind. solchen Blüthe gelangen, dürfte der offenkundige Noth Schnapsgenuß. Rinnt das Feuerwasser durch die durstige Herr Baare flickt Schienen- ein Anderer flickt stand in den Kreisen der Latifundienbesitzer keines Männerfehle, so klingt das Geld in Kasten des SchnapsStiefel und Schuhe: genau so, wie es die komplizirte Bus wegs gründlich abgestellt werden. brenners, und die Seele gleitet langsam aber sicher in die sammensetzung unserer modernen Gesellschaftsform mit sich In unserem irdischen Jammerthal nehmen die Klagen Hölle. Im Fegefeuer sitt Satanas mit seiner Großmama bringt. Eins schickt sich nicht für Alle: aber das Schienen- eben kein Ende. Erst war das Fleisch zu thener, und als und heizt die Defen für die Ankömmlinge er reibt sich in flicken scheint doch ungleich einträglicher zu sein wie das der Magistrat das finnige Fleisch einführte, mochte es Nie- der Unterwelt die Hände vor Vergnügen und oben im Licht Flicken anderer Gebrauchsgegenstände. Und auf den Schuh- mand genießen. Man sparte sich das Fleisch vom Munde der Sonne thut es der Agrarier auch. Beide freuen sich, flicker sieht jeder anständige Mensch mit der Geringschätzung ab, und das auf diese Weise erübrigte Geld will Niemand daß der Trinker die Zeche bezahlen kann. Hoffentlich werden herab, die ein besonderes Borrecht unserer gebildeten Klassen für Brot anlegen. Unter solchen Umständen begreift man sie noch Beide betümpelt. ist aber vor dem Schienenflicker liegt man im Staube die Verlegenheit der Regierung, die auf diese Weise in die und mit Bewunderung erzählt man sich in den betheiligten betrübende Nothwendigkeit versetzt ist, es keinem Recht machen! und das von der Polizei, die doch zum Schuße von Leib und hat, wird ferner angegeben, daß die Zahl der fliegenden Händler| gänzlich zu meiden, da uns jetzt in der nächsten Umgegend mehrere Leben und nicht zum Verderben da ist. Es ist schwer zu glauben, thatsächlich eine noch größere ist, als hat ermittelt werden können. Lokale au Versammlungen zur Verfügung stehen, z. B. in Adlersdaß solche Dinge wirklich sollen getrieben sein, aber bis jetzt ist Das ist ein Beichen der Zeit und man kann sich darüber nicht hof diejenigen Lokale, welche von der Lokalkommission in Nr. 140 den Berichten nicht widersprochen und die ungeheure Aufregung wundern. Bei der heute herrschenden ungebeuren Arbeitslosigkeit vom 19. Juni 1891 empfohlen werden. Außerdem Müggelin Italien über diese Schandthaten spricht auch dafür, daß sie ist es nur naturgemäß, daß sich immer mehr Personen auf den schloß bei Friedrichshagen, in Grünau Schmidt's Volksgarten, wirklich geschehen sind. Livraghi ist in der Schweiz verhaftet, Sandel werfen, um sich vor dem thatsächlichen Verhungern zu schützen. in Schmöchvitz Gasthaus zur Palme und Seglerschlößchen. Allen aber noch nicht ausgeliefert. Welch eine Schande- so ruft das Der Haufirhandel ermöglicht einer großen Anzahl Menschen, zu Arbeitern und Arbeiterinnen machen wir zur Pflicht, so viel als Blättchen aus find solche Dinge für Europa! Und was existiren. Wird daher der Hausirhandel beträchtlich eingeengt, so wird möglich nur in dem nahegelegenen Adlershof und Friedrichshagen, müssen die Muhammedaner und Heiden Afrikas über das Christen- einer großen Bahl von Menschen der Boden unter pen Füßen entzogen. sowie Müggelschloß zu verkehren, bis uns auch wieder die Copethum denken, wenn Männer, die den Namen Christen tragen, Db dadurch eine Besserung der Berhältnisse erzielt ist, darüber nicker Lokale au Versammlungen zur Verfügung stehen. Die solche Greuel verüben! fann man wohl verschiedener Meinung sein. Allerdings dürften Lokalkommission. Fr. Richter. Warum denn bis nach Massauah gehen, um solche ia immerhin in 22 Polizeirevieren in verkehrspolizeilicher Greuel zu studiren? In viel näher gelegenen Gegenden Hinsicht Mißstände ergeben in der Belästigung des Publi- Polizeibericht. Am 19. d. Mts. Bormittags fiel ein obEuropas hat man vor nicht langer Zeit friedliche Familien- fums durch das Anpreisen der Waaren, in dem Stehen dachloser Arbeiter gegenüber dem Schiffbauerdamm Nr. 11, nahe väter von Grund und Familie gejagt, sie von Ort zu Ort und Umhergehen der Händler auf den " den Bürgersteigen der Eisenbahnbrücke, unter der er genächtigt hatte, in die Spree, gehebt, bis sie oftmals elend zu Grunde gingen. Der Livraghi und in der hierdurch, sowie durch das Stehenbleiben der Käufer wurde jedoch von einem Offizier mit Lebensgefahr aus dem ließ unter einer aufständischen Bevölkerung in den Kolonien seines verursachte Behinderung des Fußgängerverkehrs, in dem Stehen Wasser gezogen und noch lebend nach der Charitee gebracht. Heimathslandes Unschuldige morden. Das wird Niemand ver- der Händler und Käufer auf dem Fahrdamme und in der hier- 3u derselben Zeit stürzte ein 2 jähriges Mädchen aus dem Fenster theidigen. Aber, man frage einmal unter den Arbeitern herum, durch bewirkten Behinderung des Wagen- Verkehrs. Alle diese der im zweiten Stock des Hauses Alt- Moabit 73 belegenen Wohwie sie von den Opfern der verschiedenen Hochverraths- und Gründe erscheinen wohl nicht so schwerwiegend, um eine„ beträcht nung seiner Eltern auf den Hof hinab, ohne jedoch irgend welchen Verschwörungsprozesse denken! Livraghi zeigte sich gefühllos und liche Einengung" des Haufirhandels, welche Tausende von Schaden zu erleiden. Abends wurde eine Frau in ihrer Wohgrausam; war aber jener berüchtigte Lockspiel besser, der seinen Menschen existenzlos macht, ersprießlich erscheinen zu lassen. nung in der Möckernstraße todt aufgefunden. Wie aus einem zuHelfershelfern den Auftrag gab luftig drauf los zu wühlen"? Auch die sanitären geltend gemachten Bedenken sind kaum größer rückgelassenen Briefe hervorgeht. hat dieselbe sich vergiftet. Allerdings, ein kleiner Unterschied besteht zwischen Livraghi und bei den Hausirern, als bei den vielen kleinen Krämern und Ge- Zu derselben Zeit erschoß sich ein Arbeiter in der im Keller des gewiſſen anderen Leuten. Jener wird als Mörder verfolgt; diese schäftsleuten. Eine beträchtliche Einengung des Hauſirhandels Hauses Fehrbellinerstr. 28 belegenen Schlächterwerkſtatt mittelſt erhielten„ eklatante Genugthuungen". Am 19. d. M. fanden vier Brände statt. wird bald an einer anderen Stelle Belästigungen“ und„ Miß- Revolvers. Es ist ganz hübsch, solche Heine Geschichten den Arbeitern stände" verursachen, sich demnach erfolglos erweisen, so lange zu erzählen. Die Wirkungen des Ausnahmegesetzes sind noch nicht die ganzen heutigen Verhältnisse geändert bezw. gebessert sind. lebendig genug vor Aller Augen, um zu zeigen, was die Arbeiter von gewiffer Seite zu gewärtigen haben, wenn sie Freiheit und Gleichheit, letztere namentlich in wirthschaftlicher Beziehung, verTangen. " Gerichts- Beitung. lich ist. M = Das Es wird in der Beweisaufnahme festgestellt, daß das Sonntagsblatt schon seit langem als Beilage den Lefern mitgegeben wird, und daß außerdem allerdings dasselbe Sonntagsblatt eine Zeit lang. etwa 5 Monate, dem Königsberger Boltsblatt" als Beilage mitgegeben worden ist. " zwischen dem Mühlendamm und der Waisenbrücke hat der PolizeiDie Aulegung einer Uferstraße am rechten Spree- Ufer präsident dem Magistrate behufs Entlastung des starken Verkehrs in der verhältnißmäßig nur schmalen Stralauerstraße, insbesondere eine Antlage wegen Aufreizung der Bevölkerungsklaffen zu Gegen unseren Redakteur Curt Baake wurde gestern Moderne Barbaren. Ein recht grelles Streiflicht auf die Die Stadt möge nichts unterlassen, was geeignet sei, den Wasser- handelt. Gegenstand der Anklage war ein Gedicht: Das Lied aber auch im Interesse des Wasserverkehrs, warm empfohlen. Gewaltthätigkeiten gegen einander(§ 130 R. Str. G.-B.) vervielgepriesenen patriarchalischen" Verhältnisse, wie sie noch auf verkehr zu heben. Die auf den Wasserstraßen in der Stadt an- bes Glendes, welches wir in unserem Sonntagsblatt vom dem Lande bestehen, wirft wieder einmal ein Vorkommniß, wel fommenden bezw. von derselben abgehenden Güter bildeten die ches uns aus Stangenhagen bei Trebbin gemeldet wird, ein Vor26. Oktober v. J. veröffentlichten. Verantwortlicher Redakteur tommniß, das begreiflicherweise die dortige Gegend in größter überwiegende Mehrzahl und feien nach Gewicht sogar bedeu des Sonntagsblattes ist bekanntlich unser Redakteur R. Cronheim, Aufregung erhält und an die Vorkommnisse in den Abruzzen oder werde diese Straße sogar werden, wenn eine regelmäßige Dampf in Königsberg mit 100 m. Geldstrafe belegt wurde. tender, als diejenigen der Eisenbahnen. Dringlich erforderlich welcher auch wegen der Veröffentlichung des Gedichtes seiner Zeit an das heilige Rußland erinnert. Einer der Edelsten der Nation, der Herr Baron v. Thiemen, ist in der bedauerlichen Lage, bei Schifffahrt auf der Unter- und Oberfpree eingerichtet sein werde, Reichsgericht hatte nun in einer anderen Anklagefache dahin entTrebbin zwei Rittergüter zu besigen, Stangenhagen und Schön- verkehrs noth- blattes Beichnende auch für die Beilagen bie für die Bewältigung des stetig anwachsenden Personen- fchieden, daß der als verantwortlicher Redakteur des Haupt bagen, was bei den zeitigen hohen Kornzöllen, Buckerprämien, verkehrs in nicht ferner Zeit sehr erwünscht oder sogar noth- schieden, daß der als verantwortlicher Redakteur des Hauptverantwort Fleisch- und Kartoffelpreifen 2c., ganz besonders unangenehm sein wendig werde. des Preßgesetzes, Zwar gestattet§ 6 daß foll. So ein armer mehrfacher Rittergutsbesitzer hat ja selber für Den Bau einer elektrischen Tiefbahn in Berlin be- die Verantwortung taum soviel, wie er zum" standesgemäßen" Leben braucht, wie treffend ist dem Magistrat von dem Hauptmann a. D. und o bestimmte Theile eines Blattes verschiedenen Redakteuren getragen werden tann, kann er da noch für andere forgen"? Von diesem Standpunkte Ingenieur Immeckenberg ein Antrag auf Grtheilung der Ge- fofern am Blatt diefe Theile richtig abgegrenzt, und die Verant aus betrachtet, kann man sich nicht wundern, wenn sich das Be- nehmigung zur Herstellung der speziellen Vorarbeiten und ein wortlichkeit des Einzelnen damit genau feſtgeſetzt ist, doch handelt streben geltend machte, alle überflüssigen Verzehrer" von dem Plan der Ausführung unterbreitet worden. Die Bahnanlage soll es sich in dem Fall, der zur Entscheidung des Reichsgerichtes gutsherrlichen Futtertroge zu entfernen. Von diesem guts- zunächst in senkrechter Richtung gegen die Stadtbahn mit event. stand, um eine besondere Beilage, welche in einer anderen Stadt Herrlichen Futtertroge zehrte nun schon ein Menschenleben Fortsegung auch über Tage, nach anderen Stadtrichtungen gehen; hergestellt und auch nur einmal dem Blatt beigelegt war. lang im Dienste des Heren Baron von Thiemen der te bezweckt vor allem die Entlastung des Verkehrs der Friedrichs: Auf diese Entscheidung des Reichsgerichtes hin nun wollte die jest 59 Jahre alte Tagelöhner August Renneberg, und zwar straße, wodurch den sich jetzt täglich fühlbarer machenden Uebel- Staatsanwaltschaft den Redakteur des Hauptblattes auch für die dergestalt, baß er pro Tag 50 Pf. Tagelohn bezog, eine herr- tänden, ohne wesentliche Opfer Seitens der Stadt, Abhilfe ge- Sonntagsbeilage mit verantwortlich machen.() schaftliche Wohnung inne hatte, vielleicht etwas Kartoffelland schaffen werden könnte. hatte u. dergl. m. Diese herrschaftliche Wohnung, wie auch sein elendes Dasein theilte Renneberg mit seiner Frau, die vor ihrer Das Fremdwort Diskuffion. Vor der vierten HandelsVerheirathung 14 Jahre im„ Herrenhause" gedient und den Herrn fammer des Berliner Landgerichts I klagte ein Kaufmann aus Baron auf den Armen getragen hatte. Renneberg ist 40 Jahre Ratibor gegen einen Berliner Modewaarenhändler. Den AngelTagelöhner des Herrn Baron v. Thiemen! Vor einiger Zeit hatte punkt der Verhandlung bildete das Wort Diskussion". Der nun Renneberg das Unglück, auf einem Auge zu erblinden, durch Kläger behauptete, die Worte gebraucht zu haben: Ich verzichte behörde einen, dem Fall, welcher dem Reichsgericht zur Ents Gerade auf diesen letzten Umstand, in welchem die Anklagewelchen Umstand er vermuthlich in den Augen des Herrn Baron auf weitere Diskussion mit Ihnen". Im Urtheil erklärte der Ge- scheidung vorlag, ganz gleichen fieht, stützt der Staatsanwalt unfähig, erschien, noch fernerhin den enormen Tagelohn von 50 Pf. richtshof- so behauptet der Kläger zu verdienen. Da überdies die Gefahr der gänzlichen Erblindung Grade unwahrscheinlich, daß ein Kaufmann aus Ratibor in mit für die Veröffentlichung des Gedichts verantwortlich sei. Der es für„ im höchsten in seinem Plaidoyer seine Ansicht, daß auch der Redakteur Baate vorlag und dem Herrn Baron doch nicht zugemuthet werden Oberschlesien sich des Wortes Diskussion" bedient haben sollte." Inhalt des Gedichts aber enthalte unzweifelhaft einen Verstoß fann, nach 40jähriger ihm treu geleisteter Dienstzeit einen blinden Der Kaufmann hat gegen diesen die oberschlesische Kaufmann- gegen§ 130, wenn auch ein gebildeter Arbeiter Tagelöhner zu füttern", so wurde dafür Sorge getragen, den schaft beleidigenden" Bassus des Urtheils eine Beschwerde an den sich nicht zu Thätlichkeiten durch das Wortgeklingel" und den Renneberg bei Beiten abzuschieben". Die gewünschte Ver- Juſtigminister gerichtet; der in Ratibor erscheinende„ Ober- Phrasenschwall" würde hinreißen lassen. Der Vertheidiger, Herr anlassung hierzu sollte fich bald finden. Eines Tages wurde schlesische Anzeiger" hofft, zur Wiederherstellung der Ehre der Rechtsanwalt Freudenthal, zeigt zunächst den Unterschied, welcher in Renneberg dabei betroffen, daß er sich in der herrschaft- oberschlesischen Kaufleute, auf Erfolg der Beschwerde. der Sache liege, die das Reichsgericht zu jener Entscheidung geführt lichen Forst für seinen Hausbedarf etwas Reisig sammelte; für diesen großartigen Holzfrevel" diktirte ihm der Wirthschaftshabe, betonte dann, daß der Angeklagte absolut feinen Einfluß auf die Ein eigenartiger Aublick bot sich am Freitag Abend in Aufnahme von Artikeln in das, Sonntagblatt" oder Verweigerung Inspektor i Mart Strafe alfo zwei Tage Arbeitslohn zu neunter Stunde den im Rummelsburger See mit ihren Fahr- derfelben gehabt habe, mithin auch keine Renntniß, und aus unter der Androhung der gänzlichen Arbeitsentziehung, fofern er zeugen liegenden Schiffern dar. Auf einem Floßholz an der diesen Gründen natürlich auch nicht zur Verantwortung gezogen fich dem nicht fügen würde. Renneberg fügte sich dem begreif- großen Krampe stand eine Frau in mittleren Jahren, welche mit werden könne. Endlich aber sei auch der Inhalt des Gedichtes licher Weise nicht, erklärte vielmehr der ihm gewordenen Drohung den Händen heftig gestikulirte und dann niederkniete und betete. nicht strafbar. Entkleide man dasselbe seiner poetischen Form, gegenüber, daß er sich dann anderweitig Arbeit fuchen müsse. Bulegt entkleidete sie sich, löste ihr Haar auf und legte Mantille, so bleibe Nichts übrig, als eine einfache Schilderung der ThatDiese Erklärung schlug nun vollends dem Fasse den Boden aus. Hut und Oberkleid neben sich auf das Holz. Mit dem Rufe: a che, daß die armen Leute je nach ihrer Lage einmal, zweiEine solche Auflehnung gegen die gutsherrliche Gewalt konnte Adieu, du falsche Welt, ich gehe in den Himmel, hier ist mein mal oder auch gar kein Fleisch in der Woche äßen, während die unter feinen Umständen geduldet werden und so wurde denn nach Brautkleid" stürzte sie sich dann vor den Augen der Schiffer ins Reichen im Ueberfluß leben. Er beantrage Freisprechung. russischer Manier mit Renneberg furzer Prozeß gemacht. Eines Wasser. Sofort wurden einige Rettungsboote ausgesetzt, deren schönen Tages es war im Anfange dieses Monats Der Gerichtshof tommt zu einer prinzipiellen Entscheidung erschien Insassen die Frau an den Haaren faßten und unter einiger An- in der Frage, ob der Redakteur des Hauptblattes auch für die Der Herr Baron von Thiemen in Höchsteigener Person in Be- strengung herauszogen. Nachdem sie sich etwas erholt hatte und Sonntagsbeilage verantwortlich zu machen sei nicht, da er dem gleitung zweier Förster, eines Meiers, eines herrschaftlichen über die Gründe zu der That gefragt war, führte sie verworrene Angeklagten ohne Weiteres glaubt, er habe keinen Einfluß auf Kutschers und eines Gendarmen, ließ den 60 jährigen, halbblinden Reden und deutete dabei immer auf das Wasser. In der Voraus die Sonntagsbeilage gehabt, und spricht denselben frei, da der Greis ergreifen, mit Stricken die Hände fesseln, ihn auf eine fehung, daß sich die Frau abermals in dasselbe hineinstürzen§ 180 das voraussetzt, daß der Angeklagte das Bewußtsein der Schiebkarre werfen und trotz des Gewimmers des Alten und der tönnte, brachte man sie zunächst nach einer nahen Wirthschaft, strafbaren Handlung habe, welches aber, wenn wie im vorEmpörung der Dorfinfassen zum Dorfe hinaustarren. Als der von wo aus sie nach Berlin zunächst in ihre in der Stalizer- liegenden Falle tein Einfluß auf das Blatt vorhanden sei, verneint Bug bei einem Bauerngehöfte vorbeifam, woselbst ein Sohn des straße belegenen Wohnung überführt und von hier aus der werden müsse. Renneberg als Knecht bient, rief letter diesen seinen Sohn um Hilfe Charitee überwiesen wurde. und Beistand an. Als dieser sich anschickte, seinen Vater zu befreien, drohte der Gendarm, ihn zu erschießen und der Transport fonnte Unter der Anklage des Betrugs standen gestern der Eine komische Szene spielte fich am Freitag in Friedrichs Bankier und Loosehändler August Fuhse und dessen ehemaliger nunmehr ungehindert weiter gehen. Vor dem Dorfe, bei dem berg ab. In einem an der Chaussee belegenen größeren Schant- Rommis, der Handlungsgehilfe Johann Mason, vor der 90. Abfogenannten„ Schinderberge" wurde Halt gemacht, die Karre ein- lofal erschienen Nachmittags gegen 5 Uhr vier junge Leute: Ver- theilung des Schöffengerichts. Durch die Beweisaufnahme wurde fach umgekippt und dem Renneberg bedeutet, daß, wenn er nun treter der Heilsarmee". Der eine derselben bat nun den Wirth, folgender Thatbestand gegen die Angeklagten für festgestellt ernicht gehen würde, man ihm Beine machen würde. Renneberg ob er den in Lokal anwesenden Gästen den Kriegsruf" vorlesen achtet: Fuhse hatte einen größeren Poften Loose der Kölner schleppte sich nun nach dem Nachbardorfe Schönhagen. Auch von und eine fleine Ansprache halten dürfe. Der Wirth gab seine Dombau- Lotterie zum Vertrieb übernommen, von denen er wiebort sollte er vertrieben werden, doch scheiterte dieses Vorhaben Erlaubniß und mit Genehmigung der Gäste wurde der feierliche der fleinere Mengen an Unterhändler in Rommission gab. Bu an dem Eingreifen der Behörde. Dortselbst hat er nun mit att" begonnen. Nun bestieg der Aeltere, der sich nebenbei als den Letzteren gehörte auch der Kaufmann Leopold, der zu jeder seiner Frau ein nothdürftiges Obdach gefunden, nachdem seine Gefreiter" bezeichnete, einen Stuhl und hielt an die versammelte Biehung zehn Stück Loose erhielt. Es war dabei die Vereinherrschaftliche" Wohnung in Stangenhagen in der geschilderten Gemeinde" eine Ansprache, in der er sie aufforderte, ihrer barung getroffen worden, daß Leopold die nicht abgesetzten Loose Weise geräumt" worden ist. Sein zweiter Sohn, der hier in Schlemmerei zu entfagen, sowie dem Alkohol: dem Teufel. Weiter am Tage vor der Ziehung zurückgeben fonnte, geschah Berlin als Dachdecker arbeitet und dem wir diese Mittheilungen fam der Apostel" nicht und ehe er es sich versah, war er ge- dies nicht, so sollten verdanken, fand ihn dort in troftlosem Zustande vor und hat dem packt; mit dem Rufe:" Raus!" flogen er und die anderen Heils- ges Leopold übergehen und die Loose in das Eigenthum Amtsrichter in Trebbin von diesem Vorkommnisse Kenntniß gege- apostel zur Thür hinaus, wo sie auf der Straße von der Schul- bie es blieb ihm überlassen, ben. So geschehen wenige Meilen von Berlin, unter dem jugend in Empfang genommen und unter Lärm aus Friedrichs- 28. Februar dieses Jahres begann die Biehung und Fuhse Loose für eigene Rechnung zu spielen. Am Schuhe eines Hüters der Geseze! Eine Kritit dieser That er- berg hinausgetrieben wurden. übrigt sich, doch ist wohl die Frage am Plate: Wird sich ein erhielt noch an demselben Tage die telegraphische Nachricht, Staatsanwalt finden, der den Herrn Baron und seine Helfers wurde ber 10jährige Knabe D. am rothen Schloß, also im jene Glüdsnummer nicht mehr in seinem Besitze sei, fte gehörte Straßenräuber in Berlin. Am Freitag Nachmittag 1500 Mart gezogen sei. Bu feinem Bedauern stellte er fest, daß daß eine der Nummern seiner Kollette mit einem Gewinn von helfer zur Verantwortung sieht Zentrum der Stadt, durch vier halbwüchsige Burschen überfallen zu den zehn Loosen, die er an Leopold abgegeben hatte und da Der Haufirhandel in den Straßen und in den öffent- und beraubt; drei wurden von Passanten angehalten, der vierte dieser dieselben behalten hatte, so mußte ihm auch der Gewinn lichen Lokalen soll, dem„ Konfektionär" zufolge, nunmehr be- mit dem Raub entkam. trächtlich eingeengt werden, und die Herren Minister des Innern zufallen. Fuhse griff zu einem unreellen Mittel, um sich den und für Handel sollen sich für Beschränkung des Hauſirhandels Ringbahn ermöglicht, anstatt in der dritten in der zweiten Klasse derselbe wurde zumeist mit Adressenschreiben beschäftigt. Fuhse Auf schlaue Weise hat es sich ein häufiger Fahrgast der Gewinn zu sichern. Er hatte den Angeklagten Mason gegen durch Einführung eines allgemeinen persönlichen Erlaubnißzwangs fahren zu können. Der betreffende Herr löfte im Mai je ein Rlaffe einen täglichen Lohn von 8 Mart in feine Dienste genommen, gemäß§ 42b der Reichs Gewerbe Ordnung entschieden haben. Billet II. und III. Klasse und ließ beide beim Betreten des gab nun Mason den Auftrag, zu Leopold zu gehen und das bes Diese Nachricht wird alle diejenigen mit freudiger Genugthuung erfüllen, denen der Haufirhandel in jeder Form von jeher ein Bahnsteiges tupiren, bestieg dann das Roupé II. Klasse und gab treffende Loos zu erstehen. Er bot ihm dafür einen Lohn von 20 M. Dorn im Auge gewesen ist, und deren sind nicht wenige. Mit an der Endstation das Billet III. Klasse ab, während er das die bestimmte Nummer bestehe, so solle Mason nur sagen, daß er gerade auf der Beschränkung des Haufirhandels wird es aber gehen, wie richtet, jeden Tag ein Billet III. Klasse und fuhr II. Klasse, in- er bie Numiner geträumt habe. Da Leopold von dem Gewinne andere zurückbehielt. Dann löfte er, wie das„ N. J.-B." bemit den Köpfen der Hydra. An Stelle eines abgeschlagenen bem er sich gegen eine eventuelle Kontrolle während der Fahrt noch nichts wußte, so gab er das gewünschte Loos für den Preis Ropfes erwuchsen sofort zwei neue. Den Hauſirhandel wird man durch das zurückbehaltene Billet II. Klasse gesichert glaubte. von 8,50 M. an Mason ab. Nun regte sich in diesem die Habbeschränken event. ganz beseitigen und dafür andere Auswüchse Geſtern gab er nun auf der Station Friedrichstraße, jebenfalls fucht, er fehrte nicht zu seinem Chef zurück, sondern behielt das Kern der Sache wird damit nicht getroffen. Der Hausirhandel aus Versehen, das Billet II. Klasse an der Kontrolle ab. Da Ueberlassung des Looses. Als Mason sich weigerte, wurde er an dem tranten Körper der heutigen Gesellschaft erzeugen. Der zoos für sich. Fuhse suchte ihn auf und bot ihm 300 M. für ist ein Auswuchs des an sich schon zu bekämpfenden Zwischen- fehen werden, so genügte ein Blick des Schaffners, um die Un- von Fuhse denunzirt, und nun kam die ganze Geschichte und die Die stetige Zunahme der Hausirer bezw. des giltigkeit des Billets, welches schon im Wai gelöst war, Rolle, die Fuhse dabei gespielt, aur Kenntniß der Behörde. Die Hausirhandels iſt ein erneuter trauriger trauriger Beweis für das Ungesunde unserer heutigen Verhältnisse. Die amtlich festzustellen. Der schlaue Passagier wurde der Polizei über Folge davon war, daß fie Beibe in Auflagezustand vere vorgeführten Zahlen beanspruchen nach dieser Richtung hin ein setzt wurden und feiner von Beiden den Gewinn erhielt. Interesse. Da heißt es: Es sind durch die Revier- Polizeibeamten Ein Riefentvels ist gestern im Schlachtenfee gefangen Vereinbarung mit Leopold abgemacht worden sei, Im geftrigen Termine behauptete Fuhse, daß in Ermittelungen angestellt worden, welche ergeben haben, daß in worden. Derselbe hat eine Länge von sechs Fuß und ein Gewicht Fuhse, Berlin 16 000 fliegende Händler während eines Beitraumes von von über 60 Pfund. Der Fang geschah an einem Doppelhaken, von diesem Rechte habe er nur Gebrauch gemacht. Der Ange tönne die Loose jederzeit zurückverlangen und neun Monaten festgestellt wurden, welche mit den verschiedensten an dem ein kleiner Fisch als Roder hing. Gegenständen handeln. In den acht Markthallen und auf den tlagte Mason bestritt, daß Fuhse ihm bei Ertheilung des Aufdrei Märkten wurden 6333 Händler angetroffen. In dem Be- Cöpenick. Allen Genossen von Cöpenick und Umgegend Er habe immer die Absicht gehabt, sich ein Loos zu kaufen und trags mitgetheilt habe, daß auf dasselbe ein Gewinn gefallen fei. richt, welchen der Polizeipräsident an den Magistrat gerichtet machen wir zur Pflicht, sämmtliche größeren Göpenicker Lofale als er fah, daß sein Chef eine besondere Neigung für die be handels. # " " geben. ber er, 30 M. davonfam. " zeichnete Nummer hatte, sei ihm die bee gekommen, das Boos dies gerügt und die Erwartung ausgesprochen, daß die betreffenden| Hierbei habe es fich herausgestellt, daß von den vor in awei Geschäften vorgenommenen Samm für eigene Rechnung zu erwerben. Staatsanwalt Oppermann fäumigen Gewerkschaften dieser Verpflichtung baldigst nachkommen Wilschke beantragte gegen Fuhse sechs, gegen Mason vier Wochen Ge- werden. lungen 35,20 m. mehr vorhanden seien, daß darüber sonst aber fängniß. Die Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Caßmann und Ueber die fernere Thätigkeit der Streit- Kontrollkommission jeder Nachweis fehle. Es handle fich nun darum, die näheren Dr. Haase, plädirten aus juristischen Gründen für Freisprechung berichtete sodann Namens des Ausschusses an Stelle des am Gr- Daten über die Ablieferer festzustellen, weil sonst nicht die beider Angeklagten. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß beide scheinen behinderten und entschuldigten Genöffen Körsten der endgiltige Abrechnung gemacht werden könne. Um zu diesem Angeklagte sich von betrügerischen Beweggründen hätten leiten Genosse Witte( Tabatarbeiter). Derselbe führte aus: Resultat zu gelangen, würden alle diejenigen, welche Geldbeträge laffen, daß der weitaus größte Theil der Schuld aber auf Seiten Seiner Zeit fei die Streif- Kontrollkommission gegründet zu diesem Zwecke dorthin abgeliefert hätten, ersucht dies ihm mitdes Angeklagten Fuhse sei. Dieser wurde zu sechs Wochen Ge- worden, um den vielen Streits, welche damals geradezu auf zutheilen; seine Adresse lautet: fängniß verurtheilt, während Mason mit einer Geldstrafe von der Tagesordnung standen, ein Ende zu machen und in Carl Trittelwitz, SO., Rottbuserstr. 4. die Lohnbewegung eine einheitliche Ordnung hineinzubringen, Auf Antrag der Revisoren Trittelwig und Koops da die damaligen Zustände, welche mitunter den Ber- mann wurde sodann der Rassirer Millarg bis zum Eine durchtriebene Gaunerin wurde gestern der dritten liner Arbettern zu gleicher Zeit von verschiedenen Seiten 17. April entlastet. Straffammer des Landgerichts I. in der Person der unver- her Lasten auferlegten, sich nachgerade als auf die Dauer Genosse Pfeiffer brachte hierauf den neulich schon im ehelichten Johanna Stöhr vorgeführt. Dieselbe ist schon fünf- unerträglich erwiesen hatten. Redner geht nun des Näheren die Vorwärts" veröffentlichten Plan einer Genossenschaftsbäckerei mal, zuletzt mit 2/2 Jahren Zuchthaus, wegen ganz gleicher ersten Organisationsformen der Streif- Kontrollkommission durch, zur Sprache, wodurch man glaube, fich einen Hinterhalt gegenSchwindeleien vorbestraft worden, wie ihr jetzt zur Laft gelegt welche sich sämmtlich als unhaltbar erwiesen und zu der letthin über der Macht der Innungen schaffen zu können. Es wäre die wurden. Im Oktober v. J. war ein junger Landmann aus dem stattgehabten Reorganisation hinführten. Der neu erwählte Aus- Unterstützung der Arbeiterschaft zu diesem Unternehmen durch Mecklenburgischen bei seinem in Charlottenburg, wohnenden schuß sei mit weitgehenderen Bollmachten ausgestattet worden und Annahme von Antheilscheinen zu 5 M. nöthig, damit hätten sie Schwager zum Besuch. Auf die Abfahrt eines Buges die Zahl der Delegirten sei auf einen für jede Gewerkschaft auch gleich eine Kundschaft. Von den im Bädergewerbe in Berlin auf dem Schlesischen Bahnhofe wartend, wurde er von reduzirt worden, beides habe sich als von großem Vortheil beschäftigten 2500 Bäckern feien beständig 2000 ohne Arbeit. der Angeklagten angesprochen und in ein Gespräch gezeigt. Genosse Wizke wendet sich dagegen. Die Genossenschaften verwickelt, welches die Letztere mit großer Gewandt Nun habe sich der Ausschuß über die Frage schlüssig gemacht, brächten uns keinerlei Vortheil, wir fämen damit nur auf das heit bald aufs Heirathen und ihre persönlichen Verwie die fernere Gestaltung der Streit- Kontrollkommission sein solle Gebiet der sogenannten Selbsthilfe, die wir doch sonst verwerfen. hältnisse zu lenken wußte. Ihr Zuhörer erfuhr so bei- und welche Stellung diefelbe gegenüber den Gewerkschaften ein- Alle 2000 Bäcker fönnten doch nicht beschäftigt werden, es hätten läufig, daß sie ledig und unabhängig und im Besige eines Ver- nehmen solle, welche selbständig vorgingen, unbefümmert nur einzelne Personen ihre Stellung. Die Masse der Arbeiter mögens von reichlich 40 000 m. fei. Dieser letztere Umstand ver- um die Kommission. Es gelte dahin zu wirken, daß bei könne nur aufgerüttelt werden, indem sie einsehe, daß die heutige schlechterte den günstigen Eindruck, den sie auf den jungen Land- jedweder Lohnbewegung, gleichgiltig, ob es sich um eine Sperre, Wirthschaft eine unhaltbare fei. mann machte, feineswegs, er war bald Feuer und Flamme und oder eine Maßregelung, oder einen Ausstand, oder einen Genosse 3 ac will auf den Werth oder Unwerth der Gein dem Wartesaal des Schlesischen Bahnhofes spielte sich ein Boykott handele, erst die Sanktion der Streit- Kontrollkommission nossenschaften nicht weiter eingehen, ist aber der Ansicht, daß die fleiner Liebesroman ab, wobei seitens der Angeklagten ungeheuerlich eingeholt werden. Bis zu der Entscheidung der Kommission Streit- Kontroll- Kommission hiermit nichts zu thun habe, das sei gelogen wurde. Ihre anfängliche, mit großem Geschick tönnten nun allerdings gut 8 Tage vergehen, doch habe sich der Sache der einzelnen Gewerkschaften. Pfeiffer erklärt hier gespielte Zurückhaltung war bald besiegt und schon am Ausschuß hierzu gesagt, daß es den Arbeitern nichts schaden gegen, daß auch nicht alle arbeitslosen Bäcker glücklich gemacht folgenden Tage holte der Bräutigam sie aus ihrer Wohnung würde, wenn sie noch den Lohn für diese Woche unter den un- werden sollten, nur wolle man die Führer vor den Verfolgungen ab und brachte sie zu seinem Schwager in Charlottenburg, günstigeren Verhältnissen hinnähmen und weiter arbeiteten und der mächtigen Innung schüßen. Er wolle auch gar nicht, daß wo fie vorläufig bleiben sollte. Auch dieser ließ sich erst die Entscheidung der gesammten Arbeiterschaft Berlins, so die Kommission hierzu Stellung nehme, habe nur die Ansicht der von der gewandten Person bethören und nahm und nahm ihre weit sie in der Streit- Kontrollkommission vertreten sei, ab- Gewerkschaften darüber hören wollen. Angaben über ein Kapital von 34 000 M., welches bei einem warteten. Ein von den Wäschearbeitern durch Koopmann der KomBantier Löwenthal in Berlin hinterlegt sein sollte, für baare Um also die Kommission zu der ihr gebührenden Geltung mission unterbreiteter Antrag, aus ihrer Mitte ein Schiedsgericht Münze. Sechs Wochen hindurch hat die Angeklagte die beiden zu bringen, müsse fortan strikt darauf gesehen, daß nur dort von 3 Personen einzusehen zur Untersuchung der gegen den Herrn Männer zu täuschen und ihrem Bräutigam nach und nach gegen Unterstützung gewährt werde bei Ausständen 2c., wo die be- Möhring, Ehrenpräsident des Plätterinnenvereins, erhobenen Be300 M. aus der Tasche zu locken gewußt. Bald war Herr treffenden Arbeiter vorher zunächst im Einverständniß mit schuldigungen, wurde abgelehnt mit der Begründung, daß dies Löwenthal nicht zu Hause, bald die Bant bereits geschlossen, ihrer Gewerkschaft die Billigung der Streit- Kontroll- Sache der Gewerkschaft selbst sei, da habe sich die Streit- Kontrollwenn sie den Schatz heben wollte und sich zu diesem Zwecke tommiffion zu ihrem Vorgehen erlangt haben; für lettere fomme tommission nicht hineinzumischen. in das Haus begab, vor welchem der Bräutigam geduldig hierbei ja nur die Frage der Zweckmäßigkeit, der Durchwartete, immer wieder die Firma des Löwenthal'schen führbarkeit in Betracht, da doch wohl jede Lohnbewegung Bankgeschäfts studirend. Die Angeklagte trieb die Frechheit feitens der Arbeiter bei der heutigen Ausbeutung und Bedrückung so weit, daß sie ihren Bräutigam mit zur Börse als berechtigt angesehen werden müsse. nahm, wohin der Bankier soeben gefahren sein sollte. In der Börse brachte sie ihren Begleiter auf die Gallerie und dieser sah von hier aus, wie die Angeklagte in dem unteren Gange mit einem Herrn, den er für Löwenthal hielt, ein kurzes Gespräch führte. Später bestätigte die AnAngeklagte diese Vermuthung, wobei sie versicherte, daß LöwenDiejenigen Gewerkschaften aber, welche der Streit- Kontroll- schlossen.( Die nächste Versammlung findet am Freitag statt.) thal in den nächsten Tagen mindestens 24 000 Mart auszahlen tommiffion fern ständen- Redner tadelte hierbei sehr scharf die Eine öffentliche Mitgliederversammlung des Vereins werde. Um sich auch dem Schwager ihres Bräutigams dankbar Gründung des Bauhandwerker Kartells hätten im Falle der Berliner Gastwirthsgehilfen tagte am Freitag den 12. Juni zu beweisen, versprach sie ihm eine Fischerei und eine Restau- Noth danu auch keine Unterstützung seitens der Berliner unter dem Vorsitz des Kollegen Thomas. Herr Reichling hielt ration, trat auch mit einem Geschäftsinhaber in Unterhandlung. Arbeiterschaft zu erwarten, soweit dieselbe durch die Streit- Kontroll- einen Vortrag über die bürgerliche Gesellschaft. Nach einer Schließlich wurde das ganze Lügengewebe zerrissen und die An- tommiffion repräsentirt werde. Deshalb empfehle es fich auch, furzen Diskussion ging man zu" Verschiedenem" über. geflagte, die nichts besaß, als was sie auf dem Leibe trug, mußte daß die Delegirten dahin wirkten, daß sämmtliche Gewerkschaften Debatte wurde dabei eine so erregte, daß der Vorsitzende sich wieder ins Gefängniß wandern. Der Gerichtshof verurtheilte sie zu gemeinsamem Handeln- also hier in dieser Kommission ver- genöthigt fah, die Versammlung erst zu vertagen und dann zu diesmal zu drei Jahren Zuchthaus, 300 m. Geldstrafe anlaßt würden. schließen. event. noch 20 Tage Buchthaus, 5 jährigen Ghrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Soziale Uebersicht. Arbeiter- Bildungsschule. In einer am Freitag den 19. Juni unter dem Vorsitz des Herrn Meyer abgehaltenen öffentlichen Versammlung der ArbeiterBildungsschule setzte Herr Ledebour seine Vorträge über RassenRedner geht weiter zu der Geldsammlungsfrage über und tunde und Urgeschichte fort und behandelte dieses Mal Die meint, daß man sich gefagt habe, daß zur Kriegsführung auch Entwicklung des menschlichen aus dem thieMittel vorhanden sein müßten, daher habe man die Fünfpfennig- rischen Seelenleben." Nachdem Herr Ledebour ferner marken eingeführt und Pflicht eines jeden Delegirten sei es, die noch zwei Fragen beantwortet hatte, wurde die Versammlung ge selben in seiner Gewerkschaft zur Anerkennung zu bringen. In Berlin herrsche auf dem Gebiet der Geldsammlungen genau dieselbe Bersplitterung, wie es bisher bei den Streiks war. Siergegen gelte es Wandel zu schaffen. Die Berliner StreitKontrollkommission müsse die Sammlungen für Berlin in die Hand bekommen und bedürfe hierzu der energischen Unterstützung der Gewerschaften. " Die Am Montag, den 22. Junt, Versammlung der Filiale 2( Weften) der deutschen Maler und Berufsgenossen. Tagesordnung: Bortrag des Kollegen Bint über Arbeiterschutz. 2. Discussion. 3. Verschiedenes und Fragefasten. worm. 10 ubt, here wille:„ Der Begriff Natur." Freireligiöse Gemeinde. Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 21. Juni, Verein der Rutscher zu Berlin( v. 2. 1876). Montag Abend bei Lammers, Kommandantenstr. 72. Versammlung und Auflagetag. Aufnahme Ausgabe der Billets. Bahlreicher Besuch erwünscht. neuer Mitglieder. Besprechung wichtiger Vereinsangelegenheiten. Sommerfest. Sozialdemokratischer Lese- und Diskutirklub Mas Kaiser". Sonntag, den 21. Junt, Bormittags 10% Uhr bet Ammer, Bergmannstr. 80. Vortrag des Genossen Regerau. Gäfte find willkommen. 22. Sunt, Abends 8 Uhr, Bersammlung, Oranienstraße 180 bei Hoffmann Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, den ( Tunnel). Tagesordnung: 1. Vortrag über Aus einer guten alten Bett". Urbeiter und Arbeiterleben vor vierhundert Jahren. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Achtung, Möbelpoliver! Montag, den 22. Junt, Abends 8 Uhr, große Tagesordnung: 2. Diskussion. Verbandsversammlung bei Bolzmann, Andreasstraße 26. 1. Bortrag.( Thema und Referent siehe heutige Annonce.) 4. Geschäftliches und In der Diskussion erflärten fich sämmtliche Redner im Berichtigung. In der gestrigen Nummer hat sich bei einem Wesentlichen mit der durch den Referenten dargelegten Taktit Bericht über die Bersammlung der Maler und Anstreicher ein des Ausschusses betreffs der weiteren Arbeiten der Streit- Kontroll- Druckfehler eingeschlichen. Es heißt dort nämlich, daß der GeKommission einverstanden. Auch wurde von den meisten Rednern nosse Riesop aus Danzig ausgesprochen habe, die Sozialdemo das Verhalten der Bauhandwerker einer scharfen Kritik unter- fraten würden die Majorität im Reichstag nicht erhalten; zogen. Es betheiligten sich an der Debatte die Genoffen: thatsächlich aber hat Herr Riesop die bestimmte Behauptung Wilschte( Maurer), Rühl( Holzarbeiter), Po'l ter( Kellner), ausgesprochen, daß es einst eine sozialdemokratische Majorität im Täterow ( Wäschearbeiter), Die Erfurter Gewerbekammer entwickelt in ihrem Bericht Koopmann ( Schneider), Reichstag geben werde. für das Jahr 1890 folgende Weisheit in Bezug auf die Arbeiter- Faber( Golbarbeiter). Nach Erledigung dieses Punktes Punktes berichtete Genosse Berichtigung. In dem Bericht des Verbandes deutscher verhältnisse: Die Arbeiterfrage, so brennend dieselbe ist, wird nach An- N. Millarg( Tischler) über die Verbreitung der von der Bimmerleute vom 8. Juni in der Nr. 189 des Vorwärts" muß ficht vieler Einsichtiger im Bezirke doch friedlich ihre Lösung Rommission ausgegebenen Marken zur Ansammlung eines Fonds. es heißen auf Zeile 3 des Berichts statt Verwaltungsausschusses finden. Es muß sich eine Majorität besonnener Arbeiter Diese Frage sei wohl von Anfang an, führte er aus, die Verbandsausschusses", auf Zeile 6 statt Melzo, Welzo. Ferner finden, welche die sozialdemokratische Agitation als für den wichtigste gewesen, da hiervon die Existenz der Kommission ab- fehlt zu der Aenderung der Resolution Seigt durch die Kameraden Arbeiterstand verderblich erkennt. Die sozialdemokratischen Agi- hänge. Es handele sich darum, Gelder stets flüssig zu haben, um Gefrois und Wolter, daß dieselbe in der jetzigen Fassung fast tatoren thun ihre Maulwurfsarbeit nicht, um die schließliche Be- im Falle der Noth den ersten Ansturm abweisen zu können. einstimmig angenommen wurde. Seißt konnte sich jedoch damit friedigung der Arbeiter durch einen berechtigten Druck auf Gesetz- Früher habe eine Abneigung gegen die dauernden Sammlungen nicht zufrieden stellen und erklärte, daß er sein Recht auf prigebung und Arbeitgeber zu erreichen, nein, sondern um die Un- vorgeherrscht, es sollten die Gewerkschaften freiwillig beisteuern, vatem Wege suchen würde.( Derartige Berichtigungen würden zufriedenheit der Arbeiter chronisch zu machen und namentlich, was zwar auch geschehen sei, aber nur sehr mangelhaft. Gin unnöthig fein, wenn die Schriftführer sich einer deutlicheren um das natürliche(!?) Band zwischen Unternehmer und Ar- Wendepunkt fei dann eingetreten, als auf der Gewerkschafts- Schrift befleißigen würden. Red.) beiter zu zerreißen. Die ganze Arbeit der sozialdemokratischen fonferenz die Generalfommission eingefeßt fei, welche sofort die Verführer bei Arbeiterschuß- und Gewerbe- Gefeßgebung hat nicht Sammlungen in die Hand genommen habe. Sämmtliche Komden Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeiter im Auge, son- missionen in den anderen Städten außer Berlin hätten sich daraufdern die Arbeit des Einzelnen soll gegen den Willen desselben hin genöthigt gesehen, dagegen Stellung zu nehmen, sie sammelten willkürlich eingeschränkt werden, um den Boden für uns selbständig und lieferten ein bestimmtes Quantum an die Generalberechtigte Ausstände zu kultiviren und lettere ebenso tommiffion ab. chronisch zu machen, wie die unberechtigte Unzufrieden heit der Arbeiter. Dies und weiter einzusehen, daß die wahren Freunde des Arbeiters seit Jahren die königl. Staatsregierung, bezw. das Reich und die Arbeitgeber find, wird bei der Majorität der Arbeiter in absehbarer Zeit der Fall sein so meinen viele. Solche jeder vernünftigen Begründung entDie Genoffen Pfeiffer( Bäcker), Hinge( Kaufmann), behrende Forderungen der sozialdemokratischen Agitatoren, wie der endgiltige Achtstunden- Arbeitstag beispielsweise für die Textil- Wilti( Vergolder), Hermann( hausdiener), Arndt Industrie, deren Arbeitszeit doch nur durch Angebot und Nach-( Weißgerber), Opiz( Filzschuhmacher), 3 ander( Klavier frage regulirt werden kann und durch den Willen der Betheiligten, arbeiter) sprechen sich für die Sammlungen und die Verbreitung 3. Abrechnung von der Matinee und Dampferpartie. nicht durch die Befehle der Unbetheiligten, müssen doch endlich der Fünfpfennigmarken aus. Genosse Täterow( Schneider) Fragefasten. Kollegen, erscheint alle recht zahlreich und pünktlich. Schneider's Neden besonnenen Arbeitern die Augen öffnen. Die Arbeiter werden verspricht sich von diesem Markensystem in seiner Gewerkschafftaurant, Adalbertstraße 8, Nachmittags 2 Uhr, Leseprobe. Nach der Probe bald einsehen, daß die Bestrebungen der sozialdemokratischen Agi- wie überhaupt in Gewerkschaften mit Hausindustrie wenig. Genosse Wilsch ke( Maurer) ist auch der Meinung, daß tatoren wohl Arbeitsstätten für die Erhaltung der Arbeiterfamilie zu zerstören vermögen, daß aber nur der Geist und die Arbeits- dieses Sammlungssystem wenig Erfolg haben werde, es sei kraft und die Intelligenz und die Energie der Unternehmer die nur geeignet, noch mehr Verwirrung in die Sammlungen zu Industriestätten geschaffen haben, welche heute unserer ganzen bringen. Mehr werde man auch nicht damit erreichen, als mit Nation Unterhalt und Lebensbedingung sind, daß zwar alle den freiwilligen Beiträgen, welch' letztere sich mit der Zeit wohl Produktion aus Arbeit herkommt, aber nicht zum wenigsten noch zu etwas Ersprießlicherem hätten entwickeln tönnen. Genosse Witte tritt den Ausführungen Täterows entgegen aus ber an teine Tagesstunden gebundenen Arbeit der Unternehmer. Die Gewerbetammer betrachtet deshalb und mit und bemerkt weiter, daß die Sammlungen nicht öffentlich sein Rücksicht auf die besonnene Haltung der gefeßgebenden Faktoren sollen, sondern nur innerhalb der einzelnen Gewerkschaften. Es wurde hierauf ein Antrag des Genossen und der königlichen Staatsregierung die Arbeiterfrage zwar als feine ernſte, aber nicht von einer pessimistischen Seite. Die Be- Wiske angenommen, welcher befagt, daß jede Gewerkschaft nur berechtigt fei, die 5- Pfennigmühungen der sozialdemokratischen Volksverführer und Umstürzler, das Tischtuch zwischen Unternehmer und Ar Marten bei ihren Gewerksgenossen zum Verbeiter(?) zu zerschneiden, werden nicht von Erfolg gefrönt triebe zu bringen. Hierauf befürwortet Genosse Täterowo einen von ihm gesein. Auch die Zunahme der sozialdemokratischen Stimmen bei der letzten Reichstags- Wahl erschreckt die Unternehmer unseres stellten Antrag, welcher die Einberufung einer Konferenz von Bezirks nicht. Ein großer Theil der Arbeiter, welche sozial- Abgeordneten aller Gewerke Berlins verlangt, um über die demokratisch gewählt haben, steht nicht zu den korrumpirenden Organisationsvorschläge der Generalfommission ein allgemeines ftraße 14 bet Rach. Berein der Oberlausiger", Montag, Abend 9 Uhr Ansichten der Sozialdemokraten; sie sind nicht die Hintermänner Botum abzugeben. Nachdem die Genossen Hinge, Witke und Wilschte im Restaurant Bebwig, Rosenthalerstr. 45. Friedrichs- Berein" der sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten; fie haben nur Verein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. geglaubt, es tönne nicht schaden, wenn den Unternehmern eine sich dagegen gewandt unter dem Hinweis darauf, daß die Streit ehemat. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienſtr. 34. Bergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, int Restaurant Gerth, möglichst große Anzahl sozialdemokratischer Stimmen vor Augen Kontrollkommission hiermit gar nichts zu thun habe und daß sie Bergnügungsverein Ftbelto", Montag Abends 9 Uhr gehalten würde. Die sozialdemokratische Bewegung wird rück- sich nur den Lebensfaden unterbinden würde, wollte sie sich in Bringenstraße 106.die Organisationsangelegenheiten der einzelnen Gewerkschaften im Restaurant" Zum Reichsgarten", Oranienstr. 108. Damen und Herren als Gäste willkommen. Vergnügungstlub Mephisto", Montag Abend läufig sein, zum Wohle der Arbeiter felbft. 8% Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Bergnügungsverein, Edelweiß 2" Vergnügungs mischen, wurde der Antrag abgelehnt. Für die Revisionskommission stattete Genosse Trittelwit leben Montag im teftaurant Reichsgarten, Oranienftr. 108. Amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Vereinshaus, " Wilhelmstr. 118. Damen und Herren willkommen. VergnügungsDanach feien seiner Zeit von Wilschte verein Annita". Bericht ab. Montag Albend von 8 bis 10 Uhr bei Roth, Privat Theatergesellschaft, oft nung", Sonntag, 164,93 M. übernommen worden, mit den weiter eingegangenen Naunynstr. 31. Gäste, Damen und Herren, Beträgen belaufe sich die Gesammteinnahme auf 304,28 M., der Abends 8 Uhr, bet trebs, Ohingasse 2. Privattheater= Gesellschaft # ,, Augusta Victoria" eine Ausgabe von 62,78 M. gegenüberstehe, so daß der Bestand Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Gäste willkommen. 241,55 W. aufweise. Außerdem hätten sich die Revisoren veran- Pollack- Club„ Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäfte will- Klub Geselligteit", Sonntags 6 Uhr bei Schmidt, tagte Freitag Abend, bas Bureau setzte sich aus den Genossen laßt gesehen, nebensächlichere Sammlungen zu revidiren, so sei wrangelfir. 141.-" Geseliger Vergnügungsverein, Nord, Conntag Mad Gewerkschaftsversammlung im mittag 4 Uhr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, will Jost, Trittelwiß und Zack zusammen. Bei der Ver- der Ueberschuß der großen Sund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. wertschaften sich noch nicht veranlaßt gesehen hatten, au ber burg abgesandt, Much bie von der Streit kontrollkommission lefung der Präfengliste stellte sich heraus, daß verschiedene Ge- Böhmischen Brauhause im Betrage von 41 M. richtig nach Ham- tommen. Neuorganisation der Kommiſſion Stellung zu nehmen. Es wurde übernommenen Marken der Tabatarbeiter babe man revidirt. Die heilloſe Angst spricht aus diesem wuthgegorenen Geschreibsel, das unter den Arbeitern nur Heiterkeit erregen dürfte. Versammlungen. Die Streif- Kontrollkommission Theater- und Vergnügungsverein Vorwärte". Sigung mit Damen. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Rollegenschaft Gemüthlichkeit( Berein der Berliner Barbier- und Abends 10 Uhr, im Restaurant Hohenzollern, Seydelstr. so part. Friseurgehilfen). Bersammlung mit Damen am Montag, den 22. Juni, beat him Kollegen Sonntag Nachmittag 4 Uhr bet nebet, Badstraße 68, mit folgender Tagesbet Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am 3. Berschiedenes. ordnung: 1. Vortrag des Herrn Pinn. 2. Diskussion. Nachdem gemüthliches Beifammensein und Tanz. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Lese- und Diskutirklub Mar Kayser", Sonntag Bormittag 10% Uhr Bergmannftr. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am onntag, abends von 6-8 ühr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends ,, Berliner Turngenossenschaft" von 8-10 Uhr, Männerabtheilung. 1. Behrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Pant ftr. 9-10 tim Turnverein Often", Schrlingsabtheilung, Montag Lessing- Gymnasium. von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Stauchtlub, Arcona", Montag, Abends 8%-10% Uhr bet 8iplinsti, von 9-11 Uhr, Streltgerstr. 16 Reichenbergerstr. 71.- Rauchflub, Weiße Wolte", Montag, Abends bei Becker. Rauchtlub Deutscher mitchel" Montag Abend von 8-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg 9. Rauchtiub Freiheit", jeden Montag um 9 Uhr bei Wuttle, Friedrichsbergerfraße 4. Berein ,, Wanderluft", Sibung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, GrünauerBerein ( Mechaniker) über die bei Millarg vorgenommene Revision gel " willkommen. sonntag: Bergnügungs- Verein Nord", bet Wüller, Wafelalter fir uening: Theatergesellschaft Atasie", o Uhr bei Stegmann, Medios " Jakobstr. 75. ftraße 8. 00 " " " 2. Es ist eine Thatsache, die ich jederzeit vor Gericht zu beweisen bereit und im Stande bin, daß meine Entlassung Seitens der Voffischen Zeitung" verfügt worden ist, nach dem Chefredakteur und Besitzer der Zeitung erfahren haben, daß ich Jude bin. Fraße 15. Bergnügungsverein befto", Uhr bet Feuerstein, Alte die Freifinnige Zeitung" umgehend unter Berufung auf das Theater Berein offnung" bet Schneider, balbert: Preßgefez um Aufnahme folgender Berichtigung: Bergnügungs= Berein maiglödchen" 9 Uhr, bet Wend, Köslinerstr. 17. Theaterverein, Camilla", bet Schröder, Man- 1. Es ist unwahr, daß mir wegen Unfähigkeit gekündigt teuffelftr. 9. Theaterverein Stern", 9 Uhr bet Granz, Tempelhofer worden ist. Ufer 15. Nachher Tanz. Gäste willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gefangverein Gene felber Restaurant Trieschmann, Jüdenstraße 55.- Siebertafel der Maler und verwandten Berufsgenoffen bei Berg, Kaiser- Franz- GrenadierPlay 7. Gesangverein Harmonie", Meyerbeerstr. 9 bei Dornblatt. Männer- Gefangverein Steberlust", Fichtestraße 29 bei Krosche( früher Gesangverein, Geselligfett 2", Münzstraße 11 bei gemter. Arbeiter- Gesangverein Vorwärts"( Südost) bei Ziemer, Cuvrystraße 16.- Gesangverein ,, yra", Charlottenburg, Rosinenstr. 3 bei Grischem von 8 bis 10 Uhr. Gesangverein Norddeutsches DoppelQuartett" Grüner Weg 20 bei Gold. Gefangverein„ Esmeralda", Roppenstr. 35 bei Keller. Gefangverein, onblüte", Görligerstr. 58, bet Zolksdorf. Gefangverein der Kupferschmtebe Berlins", Weinftraße 11, bet Feind. Moewes). " " Vermischtes. Beitung mir, sondern ich der Beitung gekündigt habe. Ich lehnte diesen Vorschlag ab. Selten sind wohl mit einem Redakteur der wegen Unfähigkeit entlassen worden ist, so viel Umstände ge macht worden. Bur weiteren Beleuchtung meiner Unfähigkeit habe ich noch furz folgende Thatsachen anzuführen: Gegen Ende vorigen Jahres hatte ich Herrn Stephany gekündigt, weil mir meine Aussichten bei der Bossischen Zeitung" zu gering im Verhältniß zu der enormen Arbeit erschienen, die mir meine Stellung auferlegte. " Die Freisinnige Zeitung" druckte nur den ersten Theil dieser Ich erklärte Herrn Stephany, daß die Bossische Zeitung" Berichtigung ab und knüpfte daran folgende Bemerkung: geeignet für alte Herren sein möge, die mit dem Leben abges Dieser Behauptung steht das Zeugniß des Verlegers fchloffen hätten, aber nicht für Personen, die gern noch etwas der Bossischen Zeitung" gegenüber, wonach die Kündigung werden möchten. Herr Stephany bewog mich zum Bleiben, wegen Unfähigkeit und nicht wegen der Konfession des indem er mir meine Zukunft bei der Bossischen Zeitung" im Herrn Mary erfolgt ist." günstigeren Lichte darstellte, als ich sie betrachtet hatte, und auf Dieser Zusat vereitelte die Wirkung der Berichtigung.. Db- die großen Gefahren hinwies, die das Aufgeben einer festen gleich ich kaum annehmen konnte, daß die Freisinnige Zeitung" Stellung mit sich bringt. Ich blieb auf seinen Wunsch. In der fich auf das Zeugniß des Verlegers der" Bossischen Zeitung" legten Zeit betraute mich Herr Stephany, wenn er Nachmittags berufen würde, ohne von diesem hierzu ermächtigt zu sein, wartete die Redaktion zeitiger verlassen wollte, stets mit seiner Vertretung; ich zunächst ab, ob der Verleger der„ Vossischen Zeitung" gegen er wies ferner die jüngeren Redakteure, die im letzten Jahre Bern, 20. Juni. Ständerath. In der heutigen Sitzung gab die Berufung auf sein Zeugniß Einspruch erheben würde. Der tamen und gingen, an, sich von mir über die Aufgaben des bei Wirz- Obwalden die Erklärung zu Protokoll, er erwarte bestimmt. Ginspruch ist nicht erfolgt und ich stehe jetzt der Thatsache gegen- der Bossischen Zeitung" ziemlich schwierigen Nachtdienstes unterdaß sobald als möglich eine technische Untersuchung über die über, daß der Verleger der„ Vossischen Zeitung", der Herr Ge- richten zu lassen. Sicherheit der Eisenbahnviadukte mit aller Genauigkeit vor- heime Justizrath Leffing, eine meine ganze Existenz aufs Aeußerste Alle diese hier angeführten Thatsachen bin ich jederzeit vor genommen und die sich hierbei herausstellenden Uebelstände und gefährdende Unwahrheit öffentlich verbreiten läßt. Diese That- Gericht zu beweisen im Stande. Gefahren beseitigt werden. Der Präsident des Bundesraths fache zwingt mich, meine bisher gegen die Boffische Zeitung" erklärte, es werde alles mögliche geschehen. Der Bundesrath geübte Schonung fallen zu lassen und die Geschichte meiner habe die Professoren Nitter und Tettmayer mit der Erforschung Entlassung aus der„ Vossischen Zeitung" der Oeffentlichkeit zu der Ursache der Mönchensteiner Katastrophe beauftragt und von übergeben. der Jura Simplonbahn die Untersuchung ihrer sämmtlichen Brücken verlangt. In der nächsten Woche finde unter dem Vorfiße des Vizepräsidenten des Bundesraths, Welti, eine Konferenz mit den Direktionen der 6 großen Bahnen der Schweiz statt, um Maßnahmen zur Untersuchung sämmtlicher Eisenbahn- Brücken anzuordnen. Das Ergebniß diefer Untersuchung, welche mit aller erforderlichen Gewissenhaftigkeit durch erprobte Fachleute vor genommen werden wird, soll veröffentticht werden. Basel, 20. Juni. Die fortgesetzten Taucherarbeiten, wie auch eine genaue Untersuchung der bis jetzt aufgefundenen Wagen bestandtheile ergeben mit Sicherheit, daß kein größerer Wagen theil außer den Lokomotiven sich im Wasser befindet. Das Flußbett wird durch Taucher und Pioniere sorgfältig untersucht, bis jezt ohne Resultat. Man nimmt an, daß die Zahl der Vermißten überschätzt worden ist und daß die thatsächlich fehlenden Zeichen bald nach der Katastrophe die Birs beziehungsweise den Rhein hinuntergeschwemmt wurden. Nach Ansicht der Taucher würden sich unter den Trümmern nur einige wenige Leichen befinden. Sprechsaal. Herr Stephany setzte als Termin für meinen Austritt den 1. Oftober fest. Ich entschloß mich jedoch, sobald ich Zeit zu ruhiger Erwägung gefunden hatte, zu sofortigem Austritt und richtete, da Herr Stephany inzwischen verreist war, an den Ich beschränke mich zunächst auf folgende Erklärung: Verleger der Zeitung, Herrn Geheimrath Lessing folgendes Meine Entlassung Seitens der„ Bossischen Zeitung" ist ver- Schreiben: fügt worden, nachdem Chefredakteur und Verleger der„ Vossischen Berlin, 24. Mai 1891. Hochgeehrter Herr! Wie Ihnen be Beitung" durch Denunziation Seitens des Redakteurs Mohr die tannt sein wird, ist von der" Bossischen Zeitung", bei welcher ich ihnen unbekannt gebliebene, einem Theil der Nedakteure der über drei Jahre thätig war, meine Entlassung zum 1. Oktober Bossischen Zeitung" seit Jahren bekannte Thatsache erfahren verfügt worden. Nach den Aeußerungen des Herrn Chefredakteurs hatten, daß ich Jude bin. Die Denunziation erfolgte, weil der ist diese Entlassung weder auf meine redaktionellen Leistungen, Chefredakteur der Bossischen Zeitung", Herr Stephany, die feste noch auf mein persönliches Verhalten, sondern auf die Thatsache Absicht hatte, seine Stellvertretung während seiner Urlaubszeit, zurückzuführen, daß ich Jude bin. Dieser Grund veranlaßt mich, welche im vorigen Jahre Herrn Mohr übertragen war, in diesem meine Thätigkeit sofort einzustellen. Nur persönliche Rücksicht Jahre mir zu übertragen, und Herr Mohr es mit seinem Pflicht auf Herrn Stephany bewirkte eine eintägige Verzögerung meines gefühl gegenüber der Zeitung nicht für vereinbar fand, Entschlusses, der nach der ruhigen Erwägung eines dienstfreien schweigend Izuzusehen, daß ein Jude die Vossische Tages feststeht. Da ich kontraktlich der Bossischen Zeitung" Beitung" als verantwortlicher Redakteur zeichne. Herr nicht verpflichtet bin, so halte ich mich für berechtigt, mit dem Stephany erfuhr während meiner Urlaubszeit, daß ich 1. Juni aus meiner Stellung auszuscheiden, und ich würde bis Jude bin. Als ich am 25. April meinen Urlaub antrat, war es zu diesem Tage auf meinem Posten ausgeharrt haben, wenn nicht bei Herrn Stephany beschlossene Sache, daß ich ihn nach meiner nach den Mittheilungen, die mir Herr Stephany über das VerRückkehr vertreten solle; als ich am 11. Mai von meinem Urlaub halten seines gegenwärtigen Stellvertreters gemacht hat, nicht zurückkehrte, stand es bei Herrn Stephany ebenso fest, daß ich die nur, wie bisher, der persönliche, sondern auch der geschäftVertretung nicht erhalten würde. Von meiner Unfähigkeit tann liche Verkehr mit diesem Herrn unter meiner Würde wäre. er sich während der beiden Wochen, in welchen ich auf Urlaub Ich werde daher die Redaktion der„ Vossischen Zeitung" nicht war, schwerlich überzeugt haben. mehr betreten und nehme die Folgen meines vorzeitigen AusHerr Stephany hat mir aber auch nicht wegen Unfähigkeit scheidens auf mich. gekündigt. Die Kündigung erfolgte am 22. Mai in mündlicher Hochachtungsvoll und ergebenst Paul Marr. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Naum dafür abzu- Form durch folgende Eröffnung, die mir Herr Stephany machte: Auf diesen Brief, den ich eingeschrieben an Herrn Lessing geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen" Denken Sie sich nur, Herr Mary, die Intrigue gegen Sie fandte, habe ich bis zum heutigen Tage eine Antwort nicht erInteresses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem ist viel weiter gegangen, als ich geahnt hatte; sie ist zum Theil halten. Wenn Herr Lessing, wie ich annehme, sich bis zum Inhalt desselben identifiziert zu werden." auch gegen mich gerichtet, weil ich Sie zu meinem Vertreter machen Empfang meines Briefes in dem guten Glauben befand, ich sei Schneider und Schneiderinnen Berlins! wollte. Der Mohr ist bis zu Lessing gegangen und hat ihm mit- wegen Unfähigkeit entlassen worden, so mußte ihn dieser Brief Laut Beschluß der am 9. Juni bei Joël tagenden Verfamm- getheilt, daß Sie Jude sind, und nun kommt Lessing und macht stußig machen. Er mußte sich sagen, daß ein wegen Unfähigkeit Iung sehen mir uns veranlaßt, gegen die vom Kollegen mis Vorwürfe; er sagt, es sei meine Pflicht gewesen, Sie bei entlassener Redakteur die in diesem Falle sehr milde Frist bis Wiesemann zu Montag, den 21. Juni, einberufenen Tagschneider Ihrem Engagement nach Ihrem Glauben zu fragen, im Neben zum 1. Ottober dankend annehmen und nicht sofort den Sprung Versammlung Protest zu erheben, da nur die Agitations- Kom- zimmer liege ein Buch, in das alle Redakteure ihre Personalien in eine bei seiner Unfähigkeit doppelt gefahrvolle Stellungslosigkeit mission resp. der Vertrauensmann berechtigt ist, öffentliche Ver- einzutragen hätten und das hätte ich unterlassen, Ihnen vorzu- wagen würde. Er mußte fich ferner Gewißheit über den sammlungen einzuberufen. Das Vorgehen des Kollegen Wiese- legen. Und nun bin ich in der größten Verlegenheit; nun ver- Grund zu verschaffen suchen, den ich in meinem Briefe mann ist nur geeignet, einen Zwist in die Berliner Schneider langt Lessing von mir, daß ich die Vertretungsfrage regele; der für meine Entlassung angegeben hatte. Wenn er bewegung zu treiben und erwarten wir von allen Kollegen und Mohr muß mich in diesem Jahre noch einmal vertreten, aber im unter seiner Würde fand, Kolleginnen, daß sie einem derartigen Beginnen rücksichtslos gegen- nächsten geht das nicht mehr, er ist dazu durchaus unfähig; ich dakteur in Verbindung zu sehen, so mußte er die übrigen fich mit dem entlassenen Reüber treten. Mit kollegialischem Gruß muß überhaupt von jetzt an den Vertreter aus der inneren Politik Redakteure fragen. Er durfte nicht, wenn ihn das Streben nach Die Agitations Rommission. nehmen, also von dem Posten, den Sie jetzt bekleiden, und ein Klarheit beseelte, auf das ein anderer Lessing einst einen ge Jude kann die, Bossische Zeitung" ebenso wenig wissen Werth legte, den Versuch machen, seine Meinung den als verantwortlicher Redakteur zeichnen, wie Redakteuren der Vossischen Zeitung" aufzudrängen, sondern etwa ein Christ die Zeitung des Judenthums mußte umgekehrt die Redakteure der Bossischen Zeitung" nach zeichnen könnte, denn die Bossische Beitung" ihrer Meinung fragen, da sie, die meine Thätigkeit stündlich ist immer ein christliches Blatt gewesen. beobachten konnten, besser darüber unterrichtet sein mußten, als Außerdem habe ich mich auch überzeugt, daß Sie für die er, der sie nie zu beobachten in der Lage war. Er mußte jeden Vertretung doch noch nicht ret geeignet sind. Sie haben mir Redakteur der Bossischen Zeitung" auf Ehre und Gewissen kürzlich eine Doublette gegeben, aber das hätte sich ja alles fragen:„ Glauben Sie, daß Herr Stephany den Mary wegen diese Intrigue eingefädelt hätte, so bin ich aber in eine Zwangs- Ehre und Gewissen haben antworten müssen:„ Nein, denn Herr für die Zukunft machen lassen können, wenn der Mohr nicht Unfähigkeit entlassen hat?", und jeder Redakteur würde ihm auf lage verfest; fo leid es mir thut, bester Herr Mary, Sie Stephany hat den Mary noch vor drei Wochen für den zu seiner müssen gehen. Vertretung fähigsten Redakteur gehalten." Herr Lessing hat diesen leichten Weg, sich Gewißheit zu verschaffen, verschmäht, er hat privatim fort und fort die Fabel von meiner Unfähigkeit weiter verbreitet und hat sich schließlich von der Erbitterung über die wachsende Fluth von Anfragen dazu fortreißen lassen, seiner Ansicht durch die Freifinnige Zeitung" öffentliche Vers breitung zu geben. Briefkaffen der Redaktion. Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß unsere Sprechstunden nur in der Zeit von 12-1 Uhr Mittags und 7-8 Uhr Abends abgehalten werden können. Wir sind des starten Anoranges wegen gezwungen, alle Besucher, die nicht zu dieser Zeit kommen, abzuweisen. D. M. Die Gewerbe- Ordnung enthält keine speziellen Beftimmungen über die Arbeitszeit jugendlicher Arbeiter bei Kleinmeistern. Gegen die Beschäftigung des Lehrlings beim Aufräumen der Werkstatt werden Sie auch nichts einwenden können. Das Lehrlingswesen ist den Innungen unterstellt. Ob eine Beschwerde bei dieser hilft?? Die neue Gewerbenovelle giebt nur betreffs der Sonntagsarbeit den Fabrikinspektoren die Aufsicht auch über die kleinmeisterlichen Betriebe. " " es Das waren die Aeußerungen des Herren Stephany. für deren finngetreue Wiedergabe ich mich verbürge, und ich bin überzeugt, daß wenn, wie ich hoffe, in einem gerichtlichen Verfahren die Gründe meiner Entlassung aus der Bossischen 3tg." largestellt werden, Herr Stephany mit Freude bereit sein wird, die Richtigkeit meiner Darstellung als Zeuge zu beschwören. Diese Darstellung ist mit der Behauptung, daß ich wegen Un- Er hat sich dadurch im Verein mit der Freisinnigen 8tg." fähigkeit entlassen worden bin, schwer in Einklang zu bringen. des leichtfertigen Spiels mit der Wahrheit und mit einem MenEinen leisen Anklang von dem Vorwurf der Unfähigkeit könnte schenschicksal schuldig gemacht. man höchstens in der Erwähnung der in der Erwähnung der Doublette finden. Mir aber fommt es darauf an, den Urheber der Verleum. ( dieses Versehen besteht darin, daß man ein und dieselbe Notiz dung zu faffen. Ich richte daher an den Herrn Geheimen Justizzwei Mal zur Segerei schickt) die Erwähnung der Doublette ist rath Leffing die Frage, wer ihm mitgetheilt hat, daß ich wegen in ihrer Kindlichkeit bezeichnend für die Verlegenheit, in welcher Unfähigkeit entlassen worden bin. Herr Stephany fann es ihm Herr Redakteur Paul Marg ersucht uns um Veröffent- sich Herr Stephany befand, als er meine Entlassung begründen nicht mitgetheilt haben, denn dann hätte Herr Stephany ge= lichung folgender mußte. Ich bekenne mich des Verbrechens dieser Doublette logen. H. N. Zur Landeskirche wird nur die evangelische und die fatgolische Kirche gerechnet. H. 2. Sa. Eine gerichtliche Ehescheidung muß vorangehen. Erklärung. In der Freisinnigen Zeitung" vom 18. Juni befand sich folgende Notiz: " Wir haben von Anfang an das Gerücht, als habe der Besizer der Bossischen Zeitung" einem Redakteur gefündigt, nachdem er erfahren, daß derselbe Jude sei, als eine böswillige Erfindung bezeichnet. Dem betreffenden Redakteur ist wegen Unfähigkeit gefündigt worden." " Da diese Notiz nur auf mich Bezug haben konnte, ersuche ich Unserm Genossen und Sangesbruder Gustav Hoffmann zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreifaches Hoch. 911 L Die Sanges brilder ,, Vorwärts S. 0." Unserm Freund und Genoffen Gust. Hoffmann zu feinem heutigen Wiegen feste ein donnerndes Hoch! [ 129b Die Stammgäste von Eimecke. schuldig; ich weiß mich hierbei in bester Gesellschaft, da selbst ein Von selbst kann er es nicht wissen, denn er hat mir nicht so vorzüglicher Chefredakteur, wie Herr Stephany dasselbe Ver- gekündigt, und war bei der Kündigung nicht zugegen. brechen sehr häufig begeht. Aber dieses Verbrechen beging ich, Das eigenste Interesse gebietet Herrn Lessing, diese Frage als aus anderen Gründen bereits feststand, daß ich die Ver- nicht todtzuschweigen, wie so manches Andere. Seine Ehre steht tretung nicht erhalten sollte. schlag, ich sollte selbst fündigen, damit die Jutriganten nicht den fich stillschweigend selbst als den gewisseulosen Verleumder zu Herr Stephany machte mir dann noch vertraulich den Vor- dabei in demselben Maße auf dem Spiel, wie meine Eriſtenz. Beantwortet Herr Lessing diese Frage nicht, dann giebt er Triumph erlebten, mich aus meiner Stellung gebracht zu haben. erkennen, nach dem ich suche. Er würde dann überall in der Redaktion erzählen, daß nicht diel Nachruf! Dem am 19. Juni verstorbenen Gastwirth Oswald Schensch, Grabdenkmäler Paul Mary. Moabit! in Marmor, Granit, Syenit 2c. empfiehlt Hüte mit Arbeiter- Kontrollmarke empf. Preisen 810 L Stromstraße 59.[ 897L Schmiedearbeiten. Stein str. 10. Handwagen, f. alle Geschäfte pass., bei ſauberſter Ausführung, au foliben Rud. Wegener, Sutmacher, der während und nach dem Ausnahmegesetz sein Lokal der gerechten Sache des Proletariats zur Verfügung gestellt, widmet der Arbeiter- Bildungsverein für W. Günther, Mariendorf und Umgegend den wärmsten Nachruf! Ehre seinem Andenken! Rixdorf, Hermann- Straße Nr. 150. J. A.: Der Vorstand. Bahlreiche Betheiligung der Genoffen bei der Beerdigung am Montag, Schuhe und Stiefel Unserm Freunde und Genossen, dem den 22. d. Mis., Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause in Mariendorf, Feld369/2 mit Kontrollmarken empfiehlt[ 103b Maler Franz Merten, zu feinem Straße 14, erwünscht. C. Nitschke, Rastanien- Allee 86. heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! Zwei Statbrüder.[ 171b Unserm Freunde und Genossen A. Weber zu seinem morgenden Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, daß 142b Danksagung. Danksagung. 6 1 113b Gute Wickelmaschine verlangt A. Richter, Landsberger Allee 145.[ 143b Schmerzloses Zahnziehen, Plombiren 184b ute Steindruck- Presse, 50 Steine, 1 M. Falckensteinſtr. 22. Dem Personal der Titel'schen Ofen- Hiermit erfüllen wir die traurige 2 Tische, 4 Walzen, Farbenspind und Stein, Hobel, Ausschlagekloß, steine zu haben bei Jäckel, Höchftestr. 14, Für Töpfer! Gute Magdeb. Sandfabriken, dem Arbeiter- Gefangverein Pflicht, allen Denen recht herzlich zu 185b Vorwärts", dem Fachverein der Löpfer, bei der Beerdigungulieres unvangelise& ineal, Farben u. Firniffe, 4 Schau- or. sowie den näheren Freunden sage für fästen für 210 M. zu verf. Fischerstr. 15, die zahlreiche Theilnahme und Kranz- lichen Sohnes und Bruders Wilhelm Hof parterre. 1 Sah Zimmermannsgeschirr ist z. vert. spende bei der Beerdigung meines Bartke, so zahlreich betheiligten. Be sonders danken wir seinen Kollegen der Barbier- Geschäft, flott, von Ge- Ww. Lorenz, Elisabeth- Ulfer 22, Keller. lieben Mannes den besten Dank. Wittwe Tilfe Aft.- Ges. von Bußke u. Komp., nossen start besucht, billig Umst. halber Für 20 m. vert. 1 gut. Regulat. Grüner Ritterstr. 12. 166b fof. zu vert. 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Schaffung eines gemeinsamen deutschen beiter hält die„ Gazeta Robotnicza". Da er gläubig ist, muß er Vereinsgesetzes, welches den Unternehmern und Arbeitern gleiches dies Verbrechen bei der Beichte dem Beicht ,, vater" erzählen. felbe in einer öffentlichen Versammlung der sozialdemokratischen Recht gewährt und den Verbänden Korporationsrechte verleiht. Dieser sagt ihm natürlich, er dürfe das Blatt durchaus nicht Partei in München am 1. Juni d. J. gehalten, wird noch immer, 3. Böswilligen Angriffen der Arbeitgeber muß ein Riegel vor- halten und da er mit dem Abonnementsbetrage noch im Rückſowohl in- wie außerhalb unserer Parteikreise viel besprochen. geschoben werden, jede Verletzung des Gesetzes durch den Arbeit- stande sei, so meinte Hochwürden, daß er ein gottgefälliges Werk Unter diesen Umständen glauben wir dem uns gegenüber mehr- geber( und Arbeiter) muß unter Strafe gestellt werden, wie die thue, wenn er nicht bezahle. Also" Hochwürden" verleitete den fach geäußerten Wunſche nachkommen zu sollen, den Bericht, wie sozialdemokratische Fraktion im Reichstag dieses nach französischem Mann zum Betruge. Ungeachtet" solcher Kleingeisterei und er, wahrscheinlich nach der Redaktion unseres Genossen v. Vollmar Muster bereits beantragt hat. Kopflose Arbeitseinstellungen fosten Chikanen wollen wir muthig weiter fämpfen. Können wir nicht selbst, in der Münchener Poſt" veröffentlicht ist, zum Abdruck heidenmäßig viel Geld und involviren eine große Kraftverschwen- durch offenes und freies Wort reden zu dem Wolke, so werden zu bringen. Die Tagesordnung der betreffenden Versammlung bung, leider kann die Periode der Ausstände noch mehrere Jahre wir es durch Schrift und Flugblätter thun, und dann mögen sich lautete:„ Die Entwickelung der Sozialdemokratie unter dem neuen andauern. Die Organisationen der Arbeitgeber haben die Or- unsere Gegner ihren Erfolg betrachten. ganisationen der Arbeiter überflügelt. Wir müssen die ArbeiterDer Bericht der von Vollmar und Birk herausgegebenen verbände zu einer den Unternehmervereinigungen gleichwerthigen Darmstadt, 18. Juni. Auch das hiesige Oberlandesgericht. Münchener Post" lautet: 01 Macht erheben. Jetzt ist die Zeit, wo wir uns in der Geduld hat den Widerspruch mit dem Staatsanwalt und in gleicher Zunächst stellte der Redner die Frage, ob wir die alten ge- und Selbstzucht üben müssen. Es ist schmeichelnd und begeisternd, Auffassung mit der zweiten Kammer und der Strafkammer des blieben seien? Unsere Gegner sagen, wir gehen abwärts, die wie es im Liede heißt: Alle Räder stehen still, wenn dein starker Landgerichtes den Art. 83 der hessischen Verfassung dahin erUebereifrigen unserer Genossen behaupten, wir seien unveränder- Arm es will, allein wenn es einmal so weit käme, daß auf dem klärt, daß kein Abgeordneter während der Sessionsdauer irgend lich. Beides ist unrichtig, jedes Gebilde ist der Veränderung ganzen Erdenrund an einem und demselben Tage und in der einer Art von Arrest unterworfen werden dürfe. Die Landunterworfen. Allerdings ist die Sozialdemokratie in der felben Stunde eine so einhellige Willenskundgebung des arbeiten tags- Abgeordneten Jöst und Müller, gegen die eine BeleidigungsSache die alte geblieben, allein die Aeußerungen der den Volkes zu Stande kommen könnte, so wäre der Generalstreit klage eines Mainzer Revierkommissärs bezw. eine Untersuchung politischen Thätigkeit, das taktische Verhalten wird von fleinlich, ein solcher Machtfaktor tönnte schon stärker wirken. wegen Preßvergehens anhängig sind, können also, wenn die den Verhältnissen und den gegnerischen Parteien diktirt. 4. Völlige Beseitigung aller Lebensmittelzölle." Kammer nicht dem Geschick einer frühzeitigen Schließung verfallen Unsere politische Thätigkeit äußerte sich unter der Herrschaft des Dies der Inhalt der Rede, wie sie von unserem Münchener sollte, vor Ablauf von mehr als 2 Jahren nicht weiter behelligt Sozialistengesezes gewiß anders wie heute. Die heutige verän Partei- Organ wiedergegeben worden ist. Dieselbe hat, wie wir derte Stellung der Parteien sei ein Ergebniß des veränderten bereits bei einer anderen Gelegenheit bemerkten, in München sehr Kurses der Regierung, welche mit Unrecht behauptet, der Kurs viel Aussehen und verschiedenartige Beurtheilung erfahren. Dies sei der alte geblieben. Die alte Erstarrung unseres Staatslebens ergiebt sich aus einem Artikel, welcher mehrere Tage nach dem ist gewichen, reiche und mannigfache Kräfte keimen empor, der Erscheinen des Berichts ebenfalls in der Münchener Poſt" erhartnäckige Widerstand, selbst auf die Gefahr hin, die Sache auf schien, der ersichtlich als Ergänzung und Klarstellung zu den Die Spize zu treiben bekanntlich wollte Bismarck am liebsten Ausführungen Vollmar's geschrieben und den wir deshalb eben- Lägerdorf. In einer öffentlichen Volksvers die Flinte schießen und den Säbel hauen lassen, ist verschwun- falls hier folgen lassen. Dieser Artikel führt die Spizmarte: sammlung, welche am verflossenen Sonntag im Lotale des den, die schamlose Herrschaft der Agrarier hat nachgelassen. Wir Bedenten" und lautet wie folgt: Herrn H. Groth zu Hohenfelde tagte und in welcher Gehaben fogar fleine Zugeständnisse errungen. Die sozialdemo Aber der Vollmar hat neulich eine sonderbare Rede gefolution einstimmig angenommen. noffe Hinsche referirte, wurde die Anti- Kornzoll Refratische Forderung auf eine internationale Regelung des Arbeiterschutzes fand einen Ansatz von Verwirklichung in der allerdings, halten," hörte ich einen behäbigen Bürger im Gasthause sagen, Danz des Widerstandes des Kapitals, ziemlich ergebnißlofen welcher eben den Bericht über die Versammlung im Eldorado fammlung referirte Reichstags- Abgeordneter Molkenbuhr. In einer in der Neuen Welt zu Lägerdorf stattgehabten Verinternationalen Arbeiterschutz Konferenz in Berlin. Heute gelesen hatte." Ja, ja," sagte der Wirth darauf, der ist ja gar Resolution gegen die Zölle wurde einstimmig angenommen. V " werden. Gegen die Kornzölle. = Die ist doch die Möglichkeit vorhanden, daß wir einen legalen fein Sozialdemokrat mehr!" Ich mußte lachen. Was mögen Einfluß auf den Gang der öffentlichen Angelegenheiten diese Leute sich wohl unter einem richtigen Sozialdemokraten vor- In Heiligenstadt war kein Versammlungslokal zu haben nehmen können. Redner beruft sich in Bezug auf die stellen? Und wohlgemerkt, nicht blos diese zwei, sondern und für eine Versammlung im Freien wurde vom Bürgermeister Pflichten, welche aus den veränderten Verhältnissen für Tausende denken so wie sie. Weil Herr v. Bollmar sich in die Erlaubniß mit den Worten versagt:„ Eine Versammlung im Die Partei erwachsen, auf seine diesbezüglichen Ausführungen in ruhiger, klarer Weise über die Arbeiterschutz- Gesetzgebung, über Freien kann ich nicht gestatten, da ich keine 5 oder 6 Polizisten der großen Oktoberversammlung im Münchner Kindl- Keller. den Dreibund zc. ausgesprochen, weil er gesagt hat, im Falle zur Verfügung habe. Denken Sie denn nicht an die Vorgänge in Auch jetzt muß die Sozialdemokratie Besonnenheit, Klugheit, eines Krieges, hauptsächlich gegen Rußland, den Feind aller Kultur, Eisleben? Auf die Aeußerung des Anmeldenden:„ Nun, ich bin Gintracht und tattvolle Energie, verbunden mit zäher Ausdauer werden die Sozialdemokraten ihre Schuldigkeit thun, weil er das überzeugt, daß Heiligenstadt nicht solche Rüpel aufzuweisen hat, bewahren.„ Dem Bettler giebt man nichts, nur dem, der Macht ekelhafte Kriechen der französischen Bourgeoisie und französischen wie die betr. Bergleute in Eisleben waren, und Versammlungen hat", sagte der alte Windthorst einmal ebenso wahr als treffend. Regierung vor dem barbarischen Knutenreiche einer abfälligen Kritit dieser Art werden doch jetzt in vielen Städten abgehalten; der Unsere Macht reist in der hinter uns stehenden öffentlichen Mei- unterzogen hat, kommen diese Leute zu der oben erwähnten Ansicht, Berliner Magistrat hat ja auch die Resolution beschlossen", ernung, welche wir für uns gewinnen müssen. Die Waffen aus obwohl Herr von Vollmar gleich am Anfange seines Vortrages widerte der Bürgermeister etwa folgendes:" Lassen Sie doch das der Hand zu geben und den Kampf aufzugeben, ist fein Grund gesagt hat, die Sozialdemokratie stehe sachlich noch auf demselben die Leute in den größeren Städten machen, was wollen Sie denn vorhanden, im Gegentheil, wir müssen gerüstet bleiben. Wir Boden, auf dem sie immer gestanden, erstrebe dasselbe noch, was eigentlich? Das Brot ist noch gar nicht so theuer und in einigen müssen einlösen, was wir vor Aufhebung des Sozialistengesetzes sie immer erstrebt, ihre Taftit habe sie aber insofern geändert, Tagen wird voraussichtlich der Handelsvertrag zwischen Desterversprochen haben, nämlich, wenn dieses fällt, mit den anderen als es ihr jetzt möglich sei, die Verwirklichung ihrer Ziele auf reich und Deutschland zum Abschluß kommen, dann wird auch das Parteien und der Regierung auf Grund des gemeinen Rechtes einem Wege zu erstreben, der ihr vordem versperrt war, auf dem Brot wieder billiger. Den Rathhaussaal tann ich Ihnen nicht zu verhandeln. Wo wir den Ansatz eines guten Willens finden, gefeßlichen. Das ist doch gewiß ein Beweis dafür, daß das geben, sonst erhalte ich aus Erfurt eine Rüge." müssen wir ihn stärken, alle schlechten Einflüsse energisch be- Bürgerthum- und auch andere Leute das Wesen der SozialIn Kelbra wurde von einer gutbesuchten Voltsversammlung kämpfen und das arbeitende Volt zur politisch wirthschaftlichen demokratie stets mißverstanden hat, und jetzt erst recht nicht verMacht organisiren, damit den Parteiforderungen ein fräf- steht. Man hält uns eben, und diese Meinung wird leider von die Parteiresolution einstimmig angenommen. tiger Nachdruck verliehen verliehen werde. Ueber der Zukunft manchen Seiten geflissentlich verbreitet, für gemeingefährliche dürfen wir das Nächste nicht vergessen. Wir müssen mehr ins Menschen, deren Wunsch es ist, etwa eintretende politische Ver Möllu i. Lbg. Am Sonntag, den 14. d. M., Abends, fand Einzelne gehen ohue den Zusammenhang mit dem Ganzen zu wickelungen, einen eventuellen Krieg, dazu benußen zu können, zu hierselbst im Kolosseum" eine Voltsversammlung statt mit der verlieren. Jede Kürzung der Arbeitsdauer ist von fultureller fengen, zu brennen und zu rauben, uns durch einen Gewaltstreich Tagesordnung: Die Getreidezölle und die Reichsregierung". Bedeutung. Das Erreichte betrachten wir nicht als ein Geschenk, die politische Macht zu erringen, und diese dann zum Schaden Der Referent, Genosse Bömelburg Hamburg schilderte in zirka sondern als eine Abschlagszahlung. Man muß immer aus dem der jetzt nicht mit uns Einverstandenen auszubeuten. Solche An- 1/ 2stündiger Rede die Stellung der Sozialdemokratie zu den Früheren herausbilden. Jede unrichtige und unnöthige Kraft schauungen sind eigentlich nicht werth, daß man ihnen entgegen- Lebensmittelzöllen und entledigte sich seiner Aufgabe in mustervergeudung, jede Zersplitterung ist zu vermeiden. Man soll nicht tritt, und doch müssen wir es thun. Denn gerade dort in jenen hafter Weise. Der Redner erntete reichen Beifall. Nach beimmer wieder auf die Ereignisse im Jahre 1866 und 1870/71 Kreisen, in welchen unsere Ideen zu verbreiten wir jetzt an der endigtem Referat wurde vom Vorsitzenden, Schneidermeister zurückkommen. Allerdings würden wir das Gebäude des deutschen Arbeit sind, auf dem Lande, ist diese Anschauung noch ziemlich Niemann- Niendorf, die vom Parteivorstand vorgeschlagene ReReiches anders fonstruirt haben, allein man soll mit der erzielten allgemein. Darum mag es immerhin gut sein, wenn stets wieder solution verlesen und mit großer Majorität angenommen. Einige Einigung zufrieden sein und darnach streben, das Fehlerhafte aufs Neue verkündet wird, ja, wir sind eine revolutionäre Partei, anwesende, freisinnig sein wollende, Spießbürger enthielten sich Mit einem Hoch auf die interder jetzigen Konstruktion zu verbessern. Wir treten für den aber die Revolution, die wir anstiften, die wird in den Köpfen natürlich der Abstimmung. Dreibund ein, ein, weil wir die Trippelalliance für etwas vor sich gehen und geht theilweise darin schon vor sich, in den nationale Arbeiterbewegung schloß der Vorfißende die gutbesuchte verhältnißmäßig Gutes halten, denn der Dreibund hat sich be- Ansichten der Menschen, in ihrer ganzen Weltanschauung, die Versammlung. reits als Friedensbund erwiesen. Wie haben wir den Ge- von unseren Ansichten, von unserer Weltanschauung verdrängt Berggießhübel. In dem zu hiesiger Stadtgemeinde ge danken der Internationalität aufzufassen? Die Idee der Inter- werden. Wer dies einsieht, wird doch nicht mehr glauben, daß nationalität hebt den nationalen Gedanken nicht auf. Wir sind wir dies mit Gewalt bezwecken wollen. Nein, wir sind die hörenden Zwiesel sollte eine Volksversammlung über die Ge3. B. gleich nach dem Kriege mit Frankreich jenen chauvinistisch Partei, die im Kampfe mit geistigen Waffen in ihrem un- treidezölle abgehalten werden. Der Bürgermeister fand das „ Lokal" eine 150 Schritte lange und 120 Schritte breite nationalen Strömungen entgegengetreten, wir haben nicht das eigensten Elemente ist, die in einem folchen Kampfe, komme er -nicht geeignet zu einer Volksversammlung, weil der Trennende, sondern das Einigende und Verbindende zwischen den von welcher Seite auch immer, nur profitiren fann und Wiese Nationen aufgesucht. Aber wir haben den Standpunkt der schließlich über alle großen Gegner und kleinlichen Chitaneure Raum zu klein fei. Internationalität nicht einseitig aufgefaßt. Es gab eine Zeit, triumphiren wird. Planenscher Grund, 18. Juni. Gestern, den 17. b. M., wo man von Frankreich mit einer Art heiliger Ehrfurcht" Geeftemünde. Der Redakteur der Norddeutschen Volks fand in der Rothen Schenke zu Döhlen im Plauenschen Grunde bes offiziellen Grankreichs Rußland gegenüber mit Mißmuth stimme", Hermann Watermann, wurde von der Strafkammer des die Getreidezölle statt, in welcher Genosse Goldstein- Dresden sprach. Aber welcher von uns hätte nicht das ekelhafte Treiben eine von etwa 1200 Personen besuchte Protestversammlung gegen beobachtet? Die Weltgeschichte hat wenig Erbärmlicheres erlebt, Landgerichts zu Berden wegen Beleidigung des Königl. Landraths referirte. Die Resolution wurde einstimmig angenommen mit franzöſiſche iſt, vor der reaktionärsten Regierung schweifwedelnd buches und S§ 20 und 21 bes Breßgefeßes zu einer Gefängniß sächsische Regierung auffordert, im Bundesrathe für Aufhebung als daß die Regierung einer fortgeschrittenen Nation, wie es die zu Lehe auf Grund der§§ 185, 186-200 des Reichs- Strafgeseh- einem vom Genossen Horn beantragten Zusage, welcher die auf dem Bauche liegt. Ein derartiges Gebahren trägt mit die strafe von 2 Monaten verurtheilt, sowie dem Beleidigten die Schuld an unseren fortwährenden Rüstungen, es ist unflug, weil, Veröffentlichung des Urtheils auf Kosten des Angeklagten zugewenn Rußland unterliegt, Frankreich die Kosten zahlen muß. sprochen. Der Verurtheilte legte sofort Revision ein. Watermann Die Franzosen täuschen sich in der Beurtheilung deutscher Ver- verbüßt gegenwärtig eine mehrwöchentliche ihm wegen Beleidigung hältnisse und der deutschen sozialdemokratischen Partei. Aller- durch die Presse zuerkannte Gefängnißjtraje. dings denten unfere französischen Freunde vernünftig, aber man In Hannover haben die vereinigten Fabrikanten eine Arverdächtigt sie als Vaterlandsfeinde, als Preußen. Wird unfer Die Fabri Vaterland angegriffen, so wären alle Parteien einig und wir beiterliste für die Gewerbegerichts- Wahl ausgestellt. Eine Auklage wegen Vergehens gegen das NahrungsSozialdemokraten wären nicht die letzten, namentlich wenn es fanten planen, die Arbeiter ihrer Fabriten zusammenzurufen mittel Gesetz führte gestern das Handelsmann Schröder'sche gegen einen Feind geht, der jede Kultur befehdet, nämlich gegen und ihnen die genannten Kandidaten bestens zu empfehlen. Am Ehepaar vor die dritte Strastammer des Landgerichts I. És Siußland. Redner bespricht sodann Engels Aeußerung über den Wahltage sollen dann die Werkmeister mit den Strebern, Kriechern, handelte sich um saure Pfeffergurken, welche besonders in der Einzug der Deutschen in Paris und konstatirt, daß er mit der Duckmäusern u. s. w. und den übrigen Arbeitern nach dem Wahl- Gegend von Lübbenau einen lebhaften Handelsartikel bilden. Engels'schen Auffassung und Darstellung nicht einverstanden sein lokal marschiren, dort geben die Werkführer den Arbeitern die Die Angeklagten hatten von dort Pfeffergurten bezogen, welche fönne. Die damaligen leitenden Persönlichkeiten haben eine Stimmzettel für diejenigen Kandidaten, die von den vereinigten der Sanitätspolizei durch ihre lebhaft grüne Farbe auffielen. Lobenswerthe Mäßigung bewiesen, als sie nur auf der Offupation Fabrikanten empfohlen sind und Abends giebt es Frei Die Untersuchung ergab, daß sie durch effigfaures Kupferoxyd cines Theiles des belagerten Paris bestanden. Eine förmliche bier, wenn nämlich die Liste der Sozialdemokraten durch( Grünfpan) gefärbt waren. Die Angeklagten erhielten zunächst Eroberung von Paris wäre für die Franzosen nicht nur noch gefallen ist. Nun, damit hat es gute Wege. Trotz aller Beauf eine Verwarnung, als eine spätere Untersuchung der von ihnen demüthigender gewesen, sondern hätte auch die Roften erhöht. fichtigung werden die Arbeiter ihr Wahlrecht zu wahren wissen. vertriebenen Waare aber dasselbe Resultat ergab, wurden sie zur Im Terinine behaupteten die AnEin für Deutschland günstiger Ausgang wäre bei den damaligen Daß kein Unfug im Wahllokal geschieht, dafür wird die Kontroll- Verantwortung gezogen. Machtverhältniffen nicht zweifelhaft gewesen. Jetzt darüber kommission schon sorgen, welche die Wahl beaufsichtigen lassen geschuldigten, daß sie beim zweiten Male eine andere zu hören, daß die Deutschen aus Furcht vor den französischen wird. Bezugsquelle gewählt und dabei zur Bedingung gemacht Arbeitern keinen anderen siegesfroheren Einzug in Paris gewagt hätten, daß sie eine giftfreie Waare erhielten. Sie müßten sich Posen. Wie überall, so bekommen wir auch hierorts die in dieser Beziehung auf ihre Lieferanten verlassen. Gerichtshätten, ist nicht am Platze. In dem Maße, in welchem wir Einfluß auf die öffentlichen Angelegenheiten nehmen, in demselben geistigen Waffen" unserer Gegner zu toften. Wie dieselben be- Chemiker Dr. Bischof begutachtete, daß mit dem Färben der Maße müssen wir unsere Kraft und unser Augenmerk auf sofort schaffen sind, weiß man ja bereits zur Genüge. Für den hier Gurken ein arger Mißbrauch getrieben werde. Um eine recht Darin erkennt Redner die bestehenden Arbeiterverein" Gleichheit" giebt es bis auf Weiteres lebhafte grüne Farbe zu erzielen, würden die Gurken mit Essig ausführbare Projekte richten. nächste Aufgabe der Arbeiterbewegung. Als die allernächsten teine Versammlungen mehr; denn kein Wirth will, resp. darf in einem fupfernen Refsel gefocht, die Säure bilde mit dem Kupfer Biele bezeichnet er 1. die Weiterführung des Arbeiterschutzes, die dem Verein sein Lokal zur Verfügung stellen. So ist es uns zur das bekannte Grünspan und dieses theile den Gurken die lebhafte Einbeziehung der Kaufleute, des Schankpersonals und der land- Unmöglichkeit gemacht, öffentlich unsere Angelegenheit zu be- Farbe mit. In den in Rede stehenden Gurken sei eine von mittwirthschaftlichen Arbeiter in den Rahmen des Arbeiterschutzes, sprechen und dem Volke von unseren Zielen Kenntniß zu geben. lerer Größe mit 4 Milligramm Kupfer verunreinigt gewesen, Der Kern- und Angelpunkt ist der Normal- Arbeitstag. Die Mai- Doch wie gleichfalls überall, sind nicht wir es, die den Schaden welches einer Menge von reichlich 1 Bentigramm Grünspan entfeier ist der demonstrative Ausdruck dieser Forderung. Zwar davon haben. Man hat uns dadurch eine neue Waffe in die spreche. Nachdem der medizinische Sachverständige, Sanitätsrath fuchen die Gegner, welche früher vor Angst zitterten, heute die Hand gegeben, die wir zu unserem Vortheil auch führen werden. Dr. Mittenzweig, bekundet hatte, daß der Genuß einer solchen Bedeutung der Feier herabzusehen, weiterschauende politische Freilich ist es kein leichtes, das Volk hierselbst von der Richtigkeit Gurke unzweifelhaft im Stande sei, die Gesundheit zu schädigen, Gegner anerkennen die fulturelle Bedeutung der internationalen unserer Sache zu überzeugen; haben doch diejenigen, die Jahrhunderte beantragte der Staatsanwalt gegen den Ehemann Schröder zwei Maidemonftration und nennen sie einen Kampf für den mensch-| lang die Macht in Händen hatten, der Adel und die Geistlichkeit, das Wochen, gegen die Ehefrau eine Woche Gefängniß. Der Gerichte $ * der Zölle zu wirken. Gerichts- Beitung. hof nahm nur eine Fahrlässigkeit als vorliegend an und verurtheilte die Angeklagten zu Geld strafen von 10 bezw. 5 M. " wegen des Wahren Jakob", Herr Dieh in bereitwilligfter Weise Rigdort. Am Sonntag den 14. Juni fand im Vereinslokale Folge gegeben habe, und von Nr. 128 bes Wahren Jakob" am die Mitgliederversammlung der Bau- nnd gewerblichen HilfsKopfe deffelben fortan für alle Zeitungsspediteure und Zeitungs- arbeiter für Rixdorf und Umgegend statt. Nachdem der VorVor der 93. Abtheilung des Schöffengerichts wurde verfäufer eine sehr wichtige Aenderung, sowie ein eben solch sigende in längeren Ausführungen die Gründe für und gegen die gestern eine Anklage wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs wichtiger Zusatz gedruckt wird. Der Vorsitzende bemerkte hierzu, Bentralisation erläutert hatte, fam er am Schluß seiner Ausfühverhandelt, welche, wie der Vorsitzende selbst hervorhob, für Ber- daß die unserer Bereinigung noch nicht angehörenden Geschäfts- rungen dahin, den Anschluß an den Verband zu empfehlen; mit liner Verhältnisse von einer gewissen prinzipiellen Bedeutung ist. Kollegen auch die bisherigen Errungenschaften mit genießen, und Ausnahme eines Kollegen aus Berlin erklärten sich sämmtliche Der Postsekretär N. bezog am 1. April d. J. bei den Kaufmann es daher wohl nicht unbillig sei, wenn er ihnen zuriefe, steht Redner einverstanden. Vorläufig müssen wir aber aus taktischen B.'schen Eheleuten ein möblirtes Zimmer. Er erhielt häufigen nicht unserem Streben für Ordnung so theilnahmlos gegenüber! Gründen noch eine Zeit lang die jetzige Form der Besuch, an dem die Vermiether Anstoß nahmen, da sie durch Heimset nicht nur die Vortheile ein, sondern helft auch die Kosten Organisation beibehalten. Kollege Lüben erstattet Bericht Dulben desselben leicht mit dem Strafgeses in Konflikt gerathen tragen! über die zu gründende Unterstützungstaffe und es wurden konnten. Am Abende des 5. April, nachdem das Haus ver- Den zweiten Gegenstand der Tagesordnung bildete die Be- sämmtliche Paragraphen in der Fassung der Kommission schlossen war, hatte sich der Besuch des Chambregarnisten noch rathung der Botenfrage und die diesbezügliche Kommissionsvor- angenommen. Bu bemerken ist noch, daß der monatliche Beitrag nicht entfernt und schien die Nacht über bei demselben bleiben zu lage wurde in der ersten Berathung mit einigen Aenderungen dazu 10 Pf. beträgt. Die Unterstützung an Kinder bis zu 10 Jahren wollen. Hiermit waren die V.'schen Eheleute nicht einverstanden. und Weglaffungen angenommen. Sie wird jedoch noch zweimal beträgt 10 M., bis zu 14 Jahren 15 M., Mann oder Frau 25 M. Sie klopften so lange, bis ihnen geöffnet wurde, worauf der Ghe- zur Berathung gestellt werden. Unter Verschiedenem theilte der Als Kassirer wurde Kollege Fiedler, als Revisoren Lüben und mann V. sich den Eintritt erzwang. Seine Ehefrau folgte ihm and Borsitzende mit, daß in nächster Versammlung die Erfahwahl des Berthold gewählt. Ferner wurde auf unser Bergnügen, welches beide verlangten, daß der Besuch das Haus ungefäumt verlasse. Gleich stellvertretenden Vorsitzenden stattfinden wird, da der am 11. Juli, ebenso auf die Versammlung, welche am 4. Juli zeitig zeigte Herr V. dem Miether an, daß dieser die ihm zustehenden bisherige fein Speditionsgeschäft nicht mehr betreibt, mithin auch stattfindet und in welcher der Reichstags- Abgeordnete Arthur Rechte aufs gröblichste überschritten habe und sich deshalb als nicht mehr Mitglied sei. Zur Aufnahme in die Vereinigung Stadthagen spricht, aufmerksam gemacht. ermittirt ansehen möge. Der Postsekretär erklärte fich hiermit meldeten sich drei neue Mitglieder. einverstanden und zog am folgenden Tage aus. Er zeigte dann die B.'schen Eheleute wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs an. Während der Staatsanwalt auf Grund des vorstehenden Sachverhalts das Vergehen für erwiesen erachtete und gegen die Angeklagten je 14 Tage Gefängniß beantragte, fällte der Gerichtshof ein freisprechendes Urtheil. Wenn ein Vermiether auch sonst fein Recht habe, das Zimmer des Miethers ohne dessen Einwilligung zu betreten, so müsse im vorliegenden Falle doch eine Ausnahme gemacht werden. Zweifellos müsse dem Vermiether das Recht zugesprochen werden, sich davon zu überzeugen, ob in den ihm unterstellten Räumen ein ungehöriges Treiben stattfinde, welches ihn eventuell selbst gefährden könne. Jedenfalls müsse den Angeklagten der gute Glaube angerechnet werden. Der Staatsanwalt erklärte, Berufung einlegen zu wollen. Versammlungen. Der Verein Berliner Hansdiener hielt am 15. b. eine Mitgliederversammlung ab, in welcher der Kandidat Herr Hoffmann über den Arbeitslohn sprach. Der Vortrag des Referenten murde mit großem Beifall aufgenommen. In der hierauf folgenden Diskussion machten die Kollegen die Nutzanwendung des Vortrages auf die Zustände, die bei den Hausdienern herrschten. Hierauf wurden folgende Resolutionen einstimmig angenommen: Die Mitglieder des Vereins Berliner Hausdiener erklären sich im Prinzip mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden, und erklären mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln und Wegen dahin wirken zu wollen, daß so bald wie möglich die kürzere Arbeitszeit in allen gewerblichen, sowie ungewerblichen Betrieben eingeführt werde, und beauftragen die wirklichen Vertreter der Arbeiter, nämlich die Vertreter der sozialdemokratischen Partei im Reichstag, daselbst, wie bisher, weiter zu wirken. Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden. Dieselben bedauern von ganzen Herzen, daß die Herren Chefs und Arbeitgeber noch immer nicht genügend die Lage der Hausdiener und Arbeiter erkannt haben und erkennen wollen. Obwohl der Lohn ein so niedriger und die Lage eine so gedrückte, wagen die Herren selbst noch an ihren Hausdienern die Forderung zu repräsentiren zu stellen. Hierauf wurden 14 neue Mitglieder aufgenommen. Dann wurde die Abrechnung vom 2. Maskenball gegeben, die fich folgermaßen stellte: Einnahme 1062,15 M., Ausgabe 561,70 M., verbleibt ein Ueberschuß von 500,45 M. Der Vorsitzende machte hierauf bekannt, daß die nächste Versammlung am 29. Juni statt findet; ferner wurde noch bekannt gemacht, daß wenn weiter keine Bekanntmachung geschehe, ein geselliger Abend stattfände, worauf die Bersammlung geschlossen wurde. Eine gut besuchte Versammlung des Fachvereins der Wirker und Wirkerinnen fand am 13. Juni mit folgender Tagesordnung statt: 1. Besprechung über den Lohntarif. 2. Erfahwahl des Vorstandes. 3. Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes. Zum ersten Punkt sprachen Julius Janz, Karl Hübsch, Fräulein Haier, Fräulein Butgereit und Herr Goldberg. Hierauf wurde der erste Punkt dahin geregelt, daß für Raschelarbeiten, Drehfetten 2c. ein Wochenlohn von 24 M. bei neunstündiger Arbeitszeit auf einer Maschine verlangt wird, für große Strickmaschinen wurde der Lohntarif von Felix Lande als maßgebend anerkannt. Für Strickmaschinen( Frauenarbeit) wurde der Antrag angenommen, dem Vorstand und der Fachkommission e3 zu überlassen, die besten Löhne aus den verschiedenen Fabriken herauszusuchen und dann einen leinen Lohnaufschlag hinzuzubringen. Diejenigen Fabrifanten, welche den Lohntarif der Wirker und Wirkerinnen anerkennen und bezahlen, können die Kontrollmarken der deutschen Textilarbeiter für ihre Waare erhalten. Im 3. Punkt wurden Frl. Rost als 2. Vorsitzende, Frl. Kerst als Beifizerin und Fräulein Junge in den Arbeitsnachweis gewählt. Im Punkt 3 wur den Benner Stahn und Frl. Knapel gewählt. Im Punkt 4 empfahl Kollege Hübsch mehr auf das Fachblatt zu abonniren. Eine öffentliche Müllerversammlung tagte unter Vorsitz des Kollegen Nielsch am 14. d. Mts. behufs Wahl einer PreßKommission des Fachorgans„ Der Mühlenarbeiter Deutschlands". Nachdem der Zweck der zu wählenden Kommission vom Kollegen Grunau flar gelegt und darüber eingehend diskutirt war, beschloß die Versammlung mit allen gegen eine Stimme, eine BreßKommission von fünf Personen zu wählen. Es gingen aus der Wahl folgende Personen hervor: Kollege Schulz, Nielsch, Wittmanu, Helmrich und Grunau. Hierauf hielt Genosse Lazarus einen mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Vortrag über das Thema: Die Gesetzgebung des Lykurg und der Solon". Am Schlusse des Vortrages unterzog der Referent die Kornzölle einer scharfen Kritik, worauf folgende, aus der Versammlung eingelaufene Resolution zur einstimmigen Annahme gelangte: Die heutige öffentliche Müllerversammlung erklärt fich mit dem forretten Vorgehen der sozialdemokratischen ReichstagsFraktion betreffs der schleunigen Beseitigung der Getreidezölle vollständig einverstanden, da diese Zölle nur zur Bereicherung einzelner Großgrundbesiger dienen, dagegen in übermäßig schwerer Weise die arbeitende Klasse treffen. Nachdem die Delegirten der Streitfommission, Kollege Grunau und Wilke, den Bericht erstattet und ihr Amt niederlegt hatten, wurde an deren Stelle Kollege Wittmann gewählt. Zum Schluß wurde noch vom Vorsitzenden der Versammlung die höchst traurige Lage des Kollegen Carl Grnnow, welcher fast vollständig gelähmt, zur Zeit im Siechenhause, Prenzlauer Allee liegt, eingehend geschildert, und diese Angaben von mehreren Kollegen, die ihn besucht hatten, bestätigt, damit die Kollegen denselben wenigstens öfter besuchen möchten, da der Aermste hier in Berlin keine Angehörigen oder irgend einen Anhaltspunkt hat. Freie Vereinigung der Berliner Zeitungsspediteure. Am Montag, den 15. Juni, fand die regelmäßige Monatsverfammlung ftatt. Der Vorsitzende theilte mit, daß er sich mit einem Schreiben an Herrn R. Mosse wegen der in voriger Versammlung gerügten Mißstände bei der Ausgabe des Abendblattes gewandt habe. Ob es schon genügt habe, könne er aus eigener Anschauung nicht sagen. Herr Mosse felbft weile gegenwärtig nicht in Berlin, sobald jedoch derselbe wieder anwesend sein würde, folle nochmals Beschwerde geführt werden. Des weiteren theilte der Borfißende mit, daß seinem Ersuchen an Herrn Dieg 5. Ziehung der 4. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie.| 15001 45 87 93092 283 836 511 763 873 94005 212 51 57 838 641 Biehung vom 20. Juni 1891, Bormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 65 119 45 201 351 88 723 919 1113 56 223 346 76 703 6 21 824 57 953 2024 222[ 1500] 333 72 445 97 608[ 3000] 45 70 71 3269 358 96 410 94 678 95 734 81 837[ 10 0001 4077 253 59 530 600 1 705 16 33 68 86[ 300] 89 985 5017 47[ 500] 58 81 82 202 386 444 522 786 882 6008 120 37 89 96 260 85 89 374 526 699[ 300] 714 905 27 64 7000 [ 3000] 76 124 417 20 55 1500] 68 90 94 512 51 73 78 93[ 5000] 603 86 92 845 8107 236 364 99 428 34 572 631[ 3000] 98 701 849 58 91 922 36 9024 32 80 214 20 400 540 744 98 872 929 63 10109 355 523 863 11050 160 273 372 13000] 418 22 44 57 78 81 97 569 78 92 829 938 12111 29 217 38 379 495 554 613 15 43 753 955 65 13004 48 185 239 404 520 616 737 91 877 14109 274 537[ 30001 48 618 80 723 844 51 15017 109 21 73 243[ 1500] 53 555 74 655 80 [ 500] 785 89 929 34 86 16290 349 784 915 17067 70 151 238 54 90 326 79 552[ 10 000] 62 92 99 622 819 37 89 18058 115 72 212 16 83 99 455 514 39[ 1500] 608 33 758 75 978 19102 332 467 770 20113 44 296 451 567 90 820 54 955 21112 252 309 446 502[ 300) 704 130001 78 807 95 22119 276 413 51 78 549 753 860 23036 52 [ 300] 59 158 333 43 536 49 65 24363 89[ 3000] 608 703 23[ 300] 73 860 98 25089 154 78 254 883 428 549 682 97 703 836 923 26150 239 74 79 320[ 1500] 62 96 477 98 549 72 652 760 86 881 27484 588[ 1500] 29084 212 683 767 28103 18 232 41 86[ 500] 390 407 34 512 31 47 407 22 27 501 677 837 67 84 929 44 30015[ 3000] 54 184 315 419[ 3000] 59 710 73 919 39 51 62 31167 461 536 947 89 32007 18 136 51[ 1500] 53 257 75 96 322 420 47 53 [ 1500] 54 60 514 600 713 38 79 853 84 93 33129 251 399 402 85 93 572 689 774 870 916 64 34010 37 114 90 205 14[ 500] 330 501 676 724 47 75 838 1500) 49 75 76 908 75 35052[ 300] 124 235 90 99[ 1500] 340 61 528 55 67 634 98 844 130001 50 982 36255 317 88 528 41 600 18 45 903 37110 65 96 284 311 424 521 40 41 621 45 49 56 765 96 965 70 38134 45 95 269 557 96 99 640 70 720 15001 22 834 913 41 81 39070 98 251 310 655 722 850 40217 329 30 41 53 63 599[ 1500] 611 69 703 823 41038 167 75 312[ 1500] 417 62 508 685 760 68 92 921 74 42230 337 645 65 67 705 95 861 43054 104 67 399 401 602 802 992 44213 30 423 28[ 1500] 601 719 98 809 1300] 79 93 45088 97 191 404 10[ 1500] 694 864 46213 310 33 429 818 54 47075 462 74 576 661 72 729 55 81 873 48056 210 26 356 446 544 53 905 28[ 1500] 40317 560 613 29 15001 44 758 821 35 919 45 80 90 50183 239[ 30001 348[ 3000) 539 97 614[ 5000] 765 880 51051 316 412 512 605 731 853 60 952 52071 272 80 507 33 77 625 726 27 857 96 53068 76 223 312 79 92 472 562 689 716 54202 23 88 317 74 420( 500) 806[ 3000] 79 923 54 55019 147 55 209 336 74 516[ 300] 683 720-814 84 919 56019 46 115 201 44 475 87 521 25 604 782 57009 47 235 432 618 82 716 21 85 96 984 58008[ 300] 58 78 81 86 106 235 56 65 379 400 44 507[ 500] 45 978 59066 115 73 372 463 714 867 130001 60370 538 41 74 667 924 83 61205 62 486 531 623 55[ 300] 774 78 996 62145[ 300] 56 67 235( 500) 469 86 545 958 63007[ 3000] 78 276 324 90 536 56 69 84 85 610 60 77 837 915 64028[ 300] 129[ 300] 445 516 643 67 773[ 1500] 78 853[ 1500] 984 65048 57 352 55 404 22 [ 5001 91 96 531 818 44 76 66225 85 521 631 53 752 59 987 67232 74 519 638 1300] 807 946 68243 465 525 45 89 618 911 48 69077 199 238 60 434 56 65 561 80 97 603 739 836 96 906 70178 370 444 65 534 672 939 71217 23[ 3000] 369 72 445 545 651 53[ 300] 736 46 72237 506 715 61 818 88 949 73045 174 268 426 521 679 709 881 900 38[ 1500] 74180 239[ 1500] 61 341 404 49[ 1500] 608 54 96 725 34 933 75005 11 24 25 119 53 233 80 340 59 71 529 45 622 64 734 804 94 76049 86[ 3000] 197[ 1500] 267 437 45 719 826 47 [ 300] 910 28 77146 211 309 464 507 78286 442 1500] 615 21 53 840 46 938 79066 86 87 297 474 84 761 908 19 24 28 81328 473 557 679 791 80090[ 500] 111 14 339 96 800 40 41 87 874 94 943 82041 60 236 88 363 694 731 800 83 932 83001 41 480 701 61 838[ 15001 95 933 84370 433 56 552 653[ 1500] 738 952 85045 57 58 68 132 75 201 330 60 70 422 713 32 836 78 86034 233 47 74 329 33 503 666 92 714 15 33 87088 139 316 27 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85 914 132021 124 48 288 399 712 852 914 133117 47 75 229 76 395 400 14 538 1500] 48 765 134161 75 231 72 405 46 522 929 55 135045 262 66 89 865[ 500] 367 84 427[ 1500] 89 567 612 737 52 860 136352 675 792 976[ 3000] 137004 107[ 300] 96[ 3000] 263 309 82 480 510 38 604 24 60 876 953 96 138167 249 66 435 718 95 828 139099 233 37 306 567 85[ 1500] 759 806 916 140040 160 99 228 81 91[ 3000] 434 509 743 837 60 61 87 922 [ 75 000] 141118 214 340 97 467[ 1500] 502 74 664 85 94 709 98 836 96 919 85 142002 127 271 82 363 514 23 79 90 661 757 143062 144 470[ 300] 518 25 621( 1500) 76 82 707 144091 101 47 87 208 466 601 23 800 72 145149 67 80 253 616 766 939 146075 135 97 1300] 229 307 88 436 504 85 629 44 45 877 87 904 66[ 300] 68 147095 130001 230 341 404 12 587 615 37 83 836[ 300] 148076 203 54[ 1500] 442 15001 97 666 708 26 149047 65 274 77 375 401 93[ 3000] 508 606 11 17 74 753 921 150017 665 97 716 937 40 54 151008[ 500] 310 36 522[ 300] 52 600 708 70 804 26 34 47 910 72 152180 309 12 476 77 701 18 27 38 40 51 153065 106 386 501 20 619 82[ 1500] 708 93 958 154163 78 327 462 515 608 155262 429 90[ 5000] 96[ 3000] 663 952 156450 567 668 932 69 81 157122 49 235 40 80 353 592 782 876 953 158422 576 83 628 35 723 905 159024 73 100 57 285 50 57 72 457 76[ 1500] 507 92[ 500] 721 48 88 845 901 160129 541 639 13000] 977 161194 350 518 789 47 162062[ 500] 196 208 90[ 1500] 649 86 98 798 845 163165 90 324 420 545 777 854 78 916 25 74 80 164074 144 86 209 83 521 613 40 935 165017 158 214 20 369[ 300] 407 25 700 890 166183 88 95 205[ 300] 83 356 446 69 604 12 50 619 56[ 300] 90 808 75 912 167052[ 500] 249 441 74 526 635 82 725 41 882 95 168121 96 202 10 339[ 500] 87 415 86 562 689 778 826[ 3000] 32 36 66 97 169053 138 391 467 97 510 15 658[ 3000] 63 790 94 920 44 170040 438 702 884 941 98 171074 129 273 74 315 55 80 439 612 172041 143 203 15001 86 498 546 712 807 41 178005[ 1500] 10 95 137 67 289 301 5 512( 3001 76 729 875 84 174232 306 9 21 78 405 96 636 795 852 78 930 175010 76 116 277 317 23 45 477 79[ 3000) 516 784 810 41 98 176037 103 18 91 203[ 3000] 10 74 317 75 693 789 902 7 177039 209 21 23 515 47[ 1500] 60[ 1500] 87 694 744 831 50 952 178007 64 80 430 45 534 66 849 91 908 179003 24 109[ 30001 303 90 418 83 570[ 300] 652 768 904 180138 213 58 351 422 72 636 708 82 852 65 910 88 181579 664 77 764 845 76 917 83 182130 256 306-93 461 624 37 945 53 93 183033 192 214 82[ 300] 306 31 74 96 583 614 59 99[ 1500] 734 35 809 184034 75 118 326 69 574 80[ 1500] 91 95 626 44 740 933 185096[ 3000] 167 257 97 545 625 802 47 903 186060 130 319 55 82 438 649 794[ 1500] 900 187012 48 53[ 300] 123 705 6 19 822 938 88 188044 71 78 103 255 397 464 69 543 1500] 691 834 906 189133 266 438 585 693 731 83 6. Ziehung der 4. Klasse 184. Rönigl. Preuß. Lotterie. 182 924 67 98063 101 226 390 531 664 750 13001 58 61 99 832 998 Ziehung vom 20. Juni 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 287 315 538 66 91 801 988 1000 32 130 85 363 415 62 1500] 75 619 716 88 880 924 85 2005 52 63 239 367 458 91 557 84 725 97 3153 535 71 617 30 719 82 888 934 4144 234 42 353( 500) 476 84 518 617 857 [ 300] 91[ 300] 5033 89 164 586 605 41 711 25 807 78 938 77 6327 43 847 91 7039 46 264 66 345[ 300] 71 547 48 609 811 37 68 981 S060 202 324 30 93 551 752 828 96 944 48[ 1500] 91 9289 324 67 404 81 502 29 610 16 57 78 707 10 947 10137 310 507 61 81 671 761 74 11224 47 442 553 971 77 92 12003 312 38 39 63 473 513 55 99 609 13083 15001 509 44 99 [ 15 000 662 91 712 78 857 63 953 14115 573 690[ 1500] 802 990 95 15012 133[ 1500] 36 208 21 13001 391 508 664 93 753 16183 206 852 97 425 537 992 17019 149 71 239 350[ 1500] 456 64 609 60 711 17 805 913 18017 76 247 327.95 570 835 69 115001 946 65 93 19199 238 50 74 326 87 458 520 796 815 945 65 20237 78 578 796 845 58 901[ 300] 18 28 62 21044[ 500] 50 54 313 40 67[ 300] 541 47 96 620 886 920 23 43 86 22051 236 378 1500] 92 501 53 609 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46 93 680 900 8 26 67 66017 48 113 97 855 536 615 838 67144 296 346 89 447 91 632[ 3000] 40 898 928 37 68141 328 400 35 44( 300) 94( 300 000] 503 26 611 58[ 500] 61( 300) 708 882 69000 18 93 107 759[ 300] 877 911( 300) 85 70026 82 102 32 429 612 93 637 809 909 71069 132 204 14 301 584 90 682 864 69 906 72019 132 437 516 788 78042 75 106 269 77( 3001 744 74013 172 372 546 66 612 919 41 75100 13001 76 208 553 62 639 76035 178 222 44 356 64 402 530[ 300] 34 99 623 62 937 77051 245 327 98 447 512 65 74[ 30001 948 78019 419 786 874 925[ 500] 60 79019 79 251 82 409[ 3000] 516 74 96 672 746 56 83 940 80000 46 95 343[ 3000] 61 83 686 710 28 852 926 85 81046 190 396 405 508 36 635 56 74 831 75 97 909 16 15001 82003 183( 500) 95 1300] 223 86 472 550 889 83045 167 521 34 98 648 49 710 854 56 81 936 84067 184 283 331 46 55[ 1500] 58 509 98 664 67 90 966$ 5190 325 411 15 29 572 630 70 84 1500] 707 29 67 76 93 820 6071 183 200 58 93 347 462 70 80 509 23( 15001 613 43 822 41 907 48 61 87022 26 85 138 81 88 91 272 353 553 57 890 88040 94 126 78 276 431 530 61 68 69 SO 828 35 89015 28 36[ 1500] 48 256 333 69 575 632 65 803 922 77 90249 87 420 21 73 535 602 7 47 748 84 829 91193[ 300] 243 372 418 56 86 670 708 17 45 68 935 92235 36 91 354 68 622 712 816[ 1500] 94035 63 176 558 611 779 840 78 928 95142 67 343 766 865[ 300] 94 96223 328 40 400 22 31 880[ 500] 96 981 97010 274 355 411 504 5 45 636 876 944 60 98031 63[ 500] 151 268 332 545 700 6 29 30 99155 326 84 587 707 28 77 846 64 909 100534 52 77 660 779 835 63 101090 122 95 354 533 66 636 79 944 51 75 102036 147 245 85 98 316 46 99 630 886 103143 81 204 343 72 78[ 1500] 89 532 36 648 887 97 925 104203[ 1500] 435 620 855 917 30 82 90 105296 401 502 628 766[ 3000] 79 886 940 65 67 74 10626691 359 481 513 625 722 46 49 854 909 107202 31 316 584 642 70 712 91 841 978 108007 90 126 72 81 203 53 859 64 423 52 88 512[ 3000] 53 889 978 109055 660 867 110005 80 214 55 368 466[ 1500] 77 695 796 827[ 3000] 68 78 111082 207 54 313( 1500) 57 467 669[ 3001 700 13 980 112140 61 437 98 606 97 759 873 969 113034 137 261 72 394 98[ 300] 407 69 701 2 49 77 912 71 72 114006[ 300] 55 87 102[ 500] 253 304 94 450 607 8 722 42 877 98 924 113010 12 161 271 81 622 78 748 943 116072 218 36 65 300[ 3000] 10 634 85 780( 500) 936 117067 185 310 410 505 21 603 933 118008 492 594 826 906 52 119067 73 117 53 1500] 59 279 589 632 45 909 57 120306 71 462 686 883 121051 224 443 93 506[ 3000] 95[ 1500] 606 756( 1500) 806 935 122116 250 74[ 15001 80 300 681 88[ 1500] 767 814 [ 3000] 123013 74 292 632 875 988 124110 20 313[ 300] 30 72 429 604 73 742[ 500) 895 936 61 125103 403 526 695( 3000) 726[ 500] 67 69 836 907 59 126051 75 100 355[ 1500] 526 82 675 924 127010 57 119 38 284 313 570( 15001 602 49 892 94 974 87 128031 154 207 12 24[ 300] 350 64[ 5001 521 665 700 920 129302 3 39 426 52 740 865 936 130284 352 437 738 54 181121 301 413 616 72 963 132194 251 426 536 70 603[ 300] 23 67 720 33 803 932 40 133221 28 341 67 514 33 646 67 738 13-1082 137 263 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Juni, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Hensel, Brunnen- und Invalidenstraßen- Ede. Tages- Ordnung: 1. Die Ursachen der heutigen Krife. Referentin: Frau Emma threr. 2. Der Werth des Kontrollmarten- Systems. Referent: Herr Oskar Völkel. 3. Das neue Zentral- Arbeitsnachweis- und Auskunftsbureau. Neue Welt, Hafenhaide 36. W. Gründel's Retaurant, Montag, den 22. Juni 1891: Großes Sommer- Fest Das Erscheinen der Kollegen und Kolleginnen aus der Herrenkonfektions- des Fachvereins sämmtl. in der Musik- Instrumenten- Industrie und Damen- Mäntelbranche, sowie der Militär- und Beamten- Lieferungsschneider erwartet 270/14 Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen. Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. Alte Jakobstraße Nr. 75: Versammlung. Tages- Ordnung: beschäftigten Arbeiter( früher Klavierarbeiter- Verein). Konzert und Sommernachts- Ball im neu erbauten Bal champêtre. Auftr. des gesammten Künstlerpersonals. Großes Monstre- Feuerwerk. W Jedes Kind erhält am Eingang der Neuen Welt eine Stocklaterne gratis. Der S, Dresdenerstraße 116. Arbeitsnachweis u. Verkehr der Maler, Buchbinder, Schlosser, Töpfer, Drechsler, Sattler und Gärtner. 221L 2 Billards, Vereinszimmer und Saal Täglig: Frei- Concert Vittoria- Park. Gneisenaustraße 67. Blücherstraße 31. Jeden Sonntag von 4 Uhr ab Grosses Concert und Spezialitäten- Vorstellung. Staffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Entree 15 Pfg. Vorher 10 fg. Um gutigen Besuch bittet F. Sihenstodt. 723L Fackelzug beginnt bei Anbruch der Dunkelheit. 3 Kinder- Vorstellungen Montag, den 22. Juni, präzise 9 Uhr, in Feuerstein's oberem Haal, Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet. Entree 30 Pf. finden statt. Das Konzert beginnt um 4 Uhr. Programm an der Kaffe gratis. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. extra. Freunde und Gönner ladet hierzu freundlichst ein Das Komitee. Billets im Vorverkauf sind zu haben bei den Kollegen Mös, Markus1. Vortrag des Herrn Henning: Die Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Straße 27, Portal II 3 Tr.; Niendorf, Staligerfir. 18, 8 Tr.; Heinrich, Wiener2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Antrag auf Ausschluß des Kollegen Meyer. Straße 45, 3 Tr.; Seeliger, Wasserthorstr. 18, 1 Tr.; Knabe, Laufizerstr. 48, 118/16 Sout.; Martin, Gitſchinerstr. 66, 2 Tr.; Meyer, Undreasstr. 12; Arnbt Bade's Volksgarten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Da die Versammlung präzise 9 Uhr eröffnet wird, wird um frühzeitiges straße 34 im Restaurant bei Grote; Otto Klein, Kottbuser Damm 14; Ernst Arndt, Skaligerstr. 107.( Bigarrengeschäft). Erscheinen gebeten. Der Vorstand. Billets an der Kaffe à 30 Den Kollegen des Ostens stehen von 2 Uhr ab vom Andreasplah einige Kremser zur Verfügung, welche wegen schlechter Fahrgelegenheit nach der„ Neuen Welt" fahren; à Person 25 Pfg. Große öffentliche Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für Teltow- Charlottenburg am Dienstag, den 23. Inni, Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße 39. Tages Ordnung: M 1. Vortrag des Genoffen Wilhelm Werner über: Laffalle und die heutige Sozialdemokratie." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. 342/7 Gr. öffentliche Volks- Versammlung für Schöneberg und Umgegend am Montag, den 22. Juni, Abends 8½ Uhr, in der Schloßbrauerei. Tages Ordnung: 1. Die Getreidezölle und die Reichsregierung. Referent: ReichstagsAbgeordneter August Bebel. 869/1 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Entree nach Belieben. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Kranken- Unterstützungsbund der Schneider. Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß sich das Bureau vom 1. Juli ab Markgrafenstrasse 88, Hof links parterre ( Restaurant Leopold), befindet. Die Lokal- Verwaltung. Zur rothen Cravatte. Invaliden- Straße Nr. 147, Ecke der Bergstraße. [ 375/3 Treptow. Parkstrasse. Jeden Sonntag Tang in beiden Sälen. Kaffeeküche. Kegelbahn. Volksbelustigungen aller Art. Vorzügliches Weiß- u. BairischBier. Billigſte Bezugsquelle für Sonnen- u. Regenschirme, Handschuhe, Seeschlößchen Reinidendorf. Cravatten, sämmtliche Herrenwäsche, Hosenträger etc. Pferdebahn von Weidendammer Brücke, August Schulze 35 Kommandanten Strasse 35 1. Gtage[ 75 L AS Trauringe: empfiehlt sein Lager in massiven Ringen, Bitte auf HausKetten, Korallen, Granaten etc. 2 Dukaten 21 M. Möbel, No. zu achten. Jeden Sonntag Frei- Concert u. Ball. Kaffeeküche v. 2 Uhr an geöffnet. Boltsbeluftigungen jeder Art. Ausschank von Weiß- und Bair.- Bier, Es ladet ganz ergebenst ein H. Böttcher. 777L Niederschönhausen. Mein Lokal mit Regelbahn halte ich Spiegel und Polster- Waaren, allen Genossen bestens empfohlen. g reelle Waare zu soliden Preisen. Ganze Ausstattungen in Mahagoni u. Nusbaum; Küchenmöbel in großer S.-O., Röpnickerstr. nae b. Köpnicer Brücke. Auswahl empfiehlt Franz Tutzauer, ideft. 25, Uhren und Goldwaaren Wilh. Wegner, NB. Der Central- Arbeitsnachweis und das Auskunfts- Möbel, Bureau der Schneider und Schneiderinnen befinden sich ebendaselbst. Achtung, Kürschner! 274/7 Montag, den 22. Juni d. J., Nachmittags 4 hr, im ,, Elysium", Landsberger Allee: FL. STIFTUNGSFEST des Verbandes deutscher Kürschner, Mützenmacher und Zurichter. Großes Garten- Concert unter Mitwirkung des Männergesangvereins der Kürschner, Dirig. Beutner( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Festrede vom Genossen Herrn Albert Auerbach. Von 6 Uhr ab Ball im großen Saal. Kinderbeluftigung aller Art, jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Billets à 25 Pf. find bei den Komiteemitgliedern und in den mit Plakat belegten Handlungen zu haben. Um recht zahlr. Besuch bittet Das Komitee. 189/12 Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter u. verwandter Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Dienstag, den 23. Juni, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: WE Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 160/10 1. Vortrag des Herrn J. Türk:„ Die französische Revolution." 2. Disfussion. 3. Bericht der Vergnügungskommission. 4. Diskussion über die Anträge zum Verbandstage. 5. Berschiedenes. Ausgabe der Billets zum Sommerfest. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Verein Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher ( Filiale Berlin). Montag, den 22. Juni, Abends zur Wahrung der Jnteressen der 8 Uhr, bei Hoffmann, OranienSchuhmacher. Montag, den 22. d. M., Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20: 81/2 straße 180: Versammlung. n Tagesordnung: Vortrag über: Arbeiter und Arbeiterleben vor vierhundert Jahren. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Versammlung- 272/ 1 Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Semmel über: Darwinismus. Diskussion. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. 277/9 Fachverein der Stuckateure Berlins und Umgegend. Montag, den 22. Juni, in dem Stempel! Der Vorstand. H.GUTTMANN Stempel-, *( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr.9. Stempel! * Lokale des Herrn 3emter, Ming E. Strauss, Schneidermir., ftraße 11: 271/15 Blumenstr. 46, part.,[ 862 L Mitgliederversammlung. empfiehlt sich zur Anfert. eleg. HerrenTagesordnung: Garderoben. Für guten Sitz u. saubere Arbeit wird garantirt. Lager v. Stoffen 1. Vortrag des Herrn Dr. 3 adet. in grosser, geschmackvoller Auswahl. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Die Versammlung beginnt pünktlich 81/2 Uhr. Kinderwagen, Roulante Zahlungsbedingungen! Empfehle allen Genossen u. Sangesbrüdern meine Brot- u. 1. Kuchenbäckerei. Brot und Frühstück sende frei ins Haus. H. Teupel, Boechstraße 21, Gräfeßraße 78, 802 L Hempel, Buchholzerstr. 8. 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