Abeuöausgabe Är. 578 B 268 45. Jahrgang WLchentNch 85 movaKch 3/8 M. tot voraus zaklba?. Postbezug 4/2 M. stvlchl. Bestellgeld. Luslandsodonne» «est 6.— M. pro Monat. J«»Boc»4rt»* erscheint wochentdg» «4 zweimal. Sonntags und Montag» »mrnal, die Ädendousgadea für Berlin vnd im Handel mit dem Titel.Der vdend-. Illustrierte Beilagen.Volk Zeit- und.Äinberfreuiü)*. Ferner »Unterhaltung und Wissen"..Frauen. ewwl«..Technik"..Blick in die Bücherwelt" und.Äugend-Dorroärt»" f. Acriiner Vottsbia« Freitag 7. Dezember 1.928 1v pfenmg vi»» I S 1» a I l> z« 7tsnr»>keM»??N» SO vlennig. ReklamezeUe b— Si-ich» mart„Stletnc Auzetg«»" da» tftijf druckt» Wart 2S vfennlg(Zulässig zw« lettgedruck!» Won»>. lede» wettere Wort >2 Pfennig. Siellengeluch» da» erft» Wort IZ Psenntg, lede« wettere Tort l» Pfennig. Won» üder li Puchstode» zählen sllr zw« Worte. Ard«!l»marll Zell» eo Psenntg. FamMenanzetgeu für ilbonnenten Zeile«O Pfennig, ilnzeige»» annahm» im Hauptgefchilft Lind«»» straße Z. wochetNözl. oon sv> dl» U llhr, Jentralorgan der SoziawemoSvatifOsn Oaetei DeuttGtands �edoktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindcnstraße 3 vitnlviecheii Döndoff 292—297 Teligramm-tldr.! Soztaidrmokral Beilta Vorwärts-Verlag G. m. b. H. Poslsch«-Nonlo: verlio Zt KSL.— Vanktomo: Bank der Srdetl«. Sogeftelll» und Bramlen Wallfli. SS. Digfonlo.iSeleUIchaf». Deposllenkasie Linden ftl t � �Ie Wechselasfaren führten vor einer Woche zur vorläuslgen �khaftung Bruno Scherls, des Sohnes des verstorbenen � U n g s m a g n a t e n August Scherl. Schon der Name dieses �wältigen läßt die W«U mehr aushorchen, als sonst eine �chselschlebung das hervorrufen könnte. vnd �e� alte Scherl 7S2Z starb, gerieten seine Kinder erster D l!h« über die Nachlassenschoft in Erbschastsstreitigleiten. Söhnen aus der ersten Ehe, Bruno und Olto, wurde bedeutet, l g> i �ler nur geringe Vermögenswerte hinter» �'l>e erhielten nach dem Testament je ein Sech- iel» n'e' l> e r Nochlahmasse ausbezahlt. Bruno verkaustc der? für 1000 Mark an den bekannten cheinrichSklarz, selnerseits diesen Erbanspruch an drei verschiedene Leute weiter- äußerte. Dieser Anspruch kann als in alle Winde verstreut de- erlt n,cr'lcn- Dr. Otto Scherl, der andere Abkömmling aus »" der nach Amerika ausgewandert ist, übertrug aber seinen der gleichfalls ein Sechzehntel beträgt, wieder an seinen ®runor und Bruno benutzte diesen Anspruch zu umsang- ttr1 D�nsoktianen. Er behauptet, durch seine Halbbrüder aus « o*!04"®" �de des alieu August Scherl b e t r o g c n zu sein, und äu?, lür sein« Ansprüche den Bankdirektor Otto Jahn � meressieren. Der Vankdirektor«erpslichteke sich, alle Vorschüsse. Vrillü� Durchführung und Anerkennung der Rechte der beiden ölkeren 3t"��ud�g erscheinen, zu leisten. Wenn ober bis zum stlln� ein« Klärung der Derhöltnisse nicht cingelreten sei. z u t allen Vereinbarungen zurück- s a mV 4 C n' unter der Berpslichtung frellich, gleichzeitig das ge- «e Aktenmaterial an den Generalbevollmächtigen Bruno einen Herrn Schncidewind, ohne irgendwelche Gegen- °"!prüch« herauszugeben. Neb besagt der Vertrag, der Generalbevollmächtigte über- der'« ,n't Gläubigern einen Bergleich abzuschliehen unter .�."�dingung, daß sie bei ihren bor gegebenen Geldern aus der lond Erbschastsmasse bevorzugt befriedigt werden. Eine be- .y ere 8rt der Verteilung war für die Zeit nach Erlangung des ajlfif. n Geldes in dem Abkommen vorgesehen, um die zahlreichen tDefr.tT Mfü0* Zu befriedigen. Der Bankdirektor verpflichtete sich Rrn�'"''n der Zwischenzeit für ein auskömmliches Lebea des z 0 durch eine Zuweisung von mindestens �..7" Q r t monatlich Sorg« zu tragen, während Bruno Scherl, >idoi"s 1�" in Konkurs gegangen war, die Bedingung 3'ng. kein« neuen Schulden zu machen. dick � � offensichtlich diese Bedingung des Bertroges los, � Angehalten. Er Hot Wechsel in die Welt hinausgehen h&Sr �'c' 4'"* Deckung vorhanden ist, er Hot bei Pelz- joi Zuweliereu Gegenstände ohne Barzahlung gekauft und aeo ,oi4i'ct veräußert. Es handelt sich bei den van ihm ein- "on?#CI1en®crPf''chtunocn nicht etwa um Hunderte vder Tausende wo rt' Indern um M ill i 0 n e n I Der Name des toten Presse- fe«*en � lmm4r noch Törichte oder Gewinnsüchtig« zu leicht- «'®em Geldhergeben veranlaßt. Di« Schulden Bruno Scherls Ürn�i"�4�4h4n, ist im Augenblick noch nicht möglich. Mit der der Angelegenheit sind die zuständigen Stellen stark onfn-'®0D'eI'st sicher, daß Bruno Scherl seine Erbschafts- ipruch®, tzjj er hgj oder zu haben glaubte, dazu ausnutzte, um sich ieden Fall Geldmittel zu beschaffen. �Darüber hinaus aber ist von besonderem Interesse, daß Bruno «ach wie vor behauptet, tatsächlich von seinen Halb- Neri rn betrogen zu sein. Die Angabe, daß sein Vater nur 'nm®�wögenswerte hinterlassen habe, bezeichnet er als voll- � falsch. Er ist der Meinung, daß eine verschochlelung und ,.Schiebung de, väterlieden vermöaen» stattgesunden habe zugunsten Der Skandal um die Brüder Scherl. Ihre Perspektive. sei�.bung de, väterlichen vermögen» stattgefunden habe zugunsten Halbbrüder aus der zweiten Ehe. Er behauptet, daß seine ljch I4 und seinen Bruder Otto um das ihnen zustehende oäter- sej?. getäuscht haben. Berater und Beistand seiner Halbbrüder �ugenberg gewesen. zu e J4 uieit diese Behauptungen richtig sind, vermögen wir nicht sein i 4� Sicher aber sollte es Aufgabe des Landessinanzamtes steten" Nachprüfung d«r Bewertung dessen einzu» b«iilh«' �er aIt4 �ch4� hinterließ. Es ist dabei besonders zu st> tax' Regelung der Erbschaftsangelegenheit ausgerechnet lalck �""�st4� Inflationszeit stattgefunden hat."" d»in� Nachuntersuchung würde sich vor allem darauf Hab' ich gleich zu ihm gesagt, mit der Aussperrung fällst du bloß herein; den neuen Winterpelz mußt du mir trotzdem kaufen." Gewerkschaflstagung in Kiel. O-r Ausschuß des AOGB. im Wahlkreis Legiens. Eine erstrecken �ÜsT*'vu'wyunierIuc9un9 EDUroe flly ÜUt UUtm UU4UU|*;»|A4(.u.vti h i 1."'"b damals wirklich die behauptete Erbschaftssteuer- Vvetz'Ziehung durch die mit Hug«nberg liierten Söhne aus 44 The vorgenommen wurde oder nicht. hio Der Bruderstreit im Hause Scherl ist über seine«ngen Grenzen rrej, 6'nteressant. Er zeigt, wie die Gier nach dem Gold in jenen Urb«." �4�b4öu in dem Moße wächst, wie die Scheu vor ehrlicher "abnimmt. Insofern'ist der Fall Scherl ein lehrreiches Beispiel u�- 4- dich dieler„Geldwirts choft' endlich einmal Schluß wollen. Siek. 7. Dezember. der Fricdhojohalle bringen. Bei dem Manne fand man einen Zettel des Inhalts, daß er das Mädchen, wenn es mch( zurückkehre er- schiche» und sich selbst töten werde. y La � Großfeuer in Steglitz. Eine Garage niedergebrannt. Durch ein Großfeuer wurde heute früh um K7 U¥ ein Teil der Phönix-Garagen und Reparaturwerkstätten der Birkbusch straße 78/79 zu Steglitz zerstört. Diel Autos wurden ein Raub der Flamme«. Nach den bisherigen Feststellungen ist das Feuer durch dt Unvorsichtigkeit eines Chauffeurs entstanden. Der Man» war in der etwa 50 Meter langen und 10 Meter breiten Autohallc mit Instandsetzungsarbeiten an einem Lastkraftwagen beschäft'gl Hierbei entzündete sich Benzin, und im nächsten Augenblick brannte dos Fahrzeug bereits lichterloh. Sofortige Löschoersuch� blieben erfolglos: als die zu Hilfe gerufene Feuerwehr an dC Brandstelle eintraf, stand die groß« Halle in ihrem ganzen Um' fange in Flammen. Das Feuer fand an den Einrichtung� gegenständen, Werkbänken, kleinen Del» und Benzin' Vorräten und vier Autos reich« Nahrung. ZwöU Schlauchleitungen mußten in Tätigkeit gesetzt werden, u>» ein Ueb ergreifen aus die b� nachbarten Hallen, die eim Zeitlang sehr bedroht waren, zu verhüten. Räch zweistündigil angestrengter Tätigkeit war die Gewalt des Feuers gebrochen. 2** Aufräumungsarbeiten dauerten bis 11 Uhr vormittags. Der Schade» fft sehr hoch._ Wer wird sie enischädigeu? Die Gasexplosion in der Landsberger Allee. Der vor kurzem beendete Prozeß wegen der Gasexplosion'» der Landsberger Allee war deshalb oon großer Bedeutung, weil'» ihm durch Urteil festgelegt wurde, daß Leuchtgas die KataftropV herbeigeführt habe. Die Sache wird noch wettere Instanzen W schäftigen, da der verurteilte Arbeiter Berufung eingelegt fr31, so daß zunächst die Straftammer und eventuell das Reichsgcri� sich mtt der Angelegenhett zu beschästtgen hoben werden. Das b* deutet praktisch genommen eine weitere Hinausschiebunt der Entscheidung, ob Hausbesitzer und Mieter von d-» Städttschen Gaswerken entschädigt werden können oder niA» Wie wir erfahren, finden jedoch in diesen Tagen bei der Direttio» der Gaswerk« und dem Dersicherungsunternchmen, das die St»!» Berlin selbst aufgezogen hat, der Städtische» Feuel sozietät, Beratungen über die Frag« statt, ob man aus gül' l i ch e m Wege sich über die Entschädigungssrag« einigen kann od'' nicht. Die Städtischen Gaswerke sind gegen Feuer, Unfall u»» Explosion in ihren Gesamtbetrieben und auch bei der Aussühru»! von Bauarbeiten versichert und zahlen der städttschen Versicherung� cinrichtung jährlich sehr erhebliche Prämien. Die Entschädigt� oller Ansprüche geht daher über die Städtische Feuersozietät. � wäre nur zu wünschen, daß möglichst bald«ine«n� gültige Entscheidung getroffen wird, damit der Wiedel aufbau der Hausruine durchgeführt werken kann und damtt auch K1» Mieter, die zum Teil ihr gesamtes.Hab und Gut verloren Hab«» und deren Ernährer bei dem surchtbaren Unglück getätet ward«» sind, in den Besitz von Mitteln gelangen, die ihnen den Aust1»' ihrer Existenz ermöglichen. Opfer des Meeres. 17 Personen ertrunken! I Zauiquc(Chile). 7. Dezember- Der chilenische Dampfer„Quintcros" ist nach einem schwere» Zusammenstoß mtt dem Dampfer„America" der gleicht, Nationalität auf der Höhe oon Punta Paquica kurz Mittag gesunken. Mindestens 17 Personen sind ertru»� k e n. Der Kapitän der„Ouinteros" und ein großer Teil der � satzung wurden gerettet. Alalmö, 7. Dezember. Da» deuffche Segelschiff„M immie Selmer" au- Ho»'' bürg ist, wahrscheinlich während der Novcmberstürme, im Katteg»'' unweit der schwedischen Küste, gesunken. Der Kapitän und � Zwei Mann starke Besatzung gingen in das Rettungsboot.$ einer langen schwierigen Fahrt, wöhreich der ein Mann der®r satzung verstarb, wurde das Boot von einem schwedischen Frsth� boot gefunden und nach Helsingborg gebracht. Eine Reichzkanferenz für das personal der wohlsah rtspftt� und sozialen Fürsorge veranstaltet der Zentralverband Dk' Angestellten am kommenden Sonntag tx seinem ZZerbood»' «choinngshei» rn Lad gri»t«»müh!g».'nfir,, auch in den ländlichen Bezirken, suchte man topitalkräftige Leute, die berett waren, ein Geschäft zu machen, bei dem sie mühelos 100 Prozent verdienen konnten, da Densow und sei« Helfer ihre Ansprüche bekanntlich zur Hälfte des effektiven Werts» bei Barzahlung abzugeben bereit waren. Um den Geldgebern da» Geschäft schmackhaft zu machen, mußte man jedoch Unterlogen, die man nicht besaß, herstellen. Auerbach und Duhr waren durch tht» Tätigkeit im Landessinanzamt mit dem Geschäftsgang oertraut und so wurde das Schreiben vom 30. Juni 1928 angefertigt, das angeblich vom Präsidenten Dr. Kufe unterzeichnet war. M't diesem Schreiben ging das Kleeblatt zu dem Notar o. Lüdinghausen' W o i s f und man legte ihm diesen gefälschten Brief des Lande> finonzomte» vor, gleichzeitig auch mit einem Schreiben des Reichs' monopolamtes, das dem Landessinanzamt bestätigte, man habe nfM den Gebrüdern Schwarz rund 20 Millionen Mark vereinnahmt. Dem Notar mußten besonders bei dem letzten Schreiben, das se irt plump gefälscht war. Bedenken auffteigen und er erkundigt« sich im Juli d. I. bei dem Dizepräsidenten des Landessinanzamt«» Rißmann, ob Dcnsow tatsächlich 1,4 Millionen Mark Belohnung?» erwarten habe, die, wie das gefälschte Schreiben behaupte,„au» finanztechnischen Gründen" erst im Jahr« 1930 ausgezahlt werde» sollen. Der Notar erhielt zuerst die Auskunft, daß die Attgelege» heit noch nicht erledigt sei, dann aber teilte ihm Ende Juli d. I. de» Landessinanzamt offiziell mit, daß der Reichsfinanzminister dabi» entschieden habe, daß Densow keinen Pfennig mehr zu erwanc» Hobe. Trotz dieser klaren Auskunst hat Herr v. Lüdinghaust»' Wolfs dann am 8. August 1928 als Notar dem Densow eine B«- urkundung gegeben. _ ? Ileilogc Freüag. 7. Dezember 1928. BprftöpnÖ %\ÄlauiqaSi»-da Gefängnisse in So wj etr u£bland 18000 Gefangene in Kemj, 27000 Gefangene auf den Solowetski-Inseln. ®ln« Person, die mehrere Alonale in den Sowjet- gesänglllssen hat zubringen müssen und erst vor kurzem nach dem Auslons entkam, übermitielte uns Miitellungen über die Loge in den Sowjetgesängnlsseu. die wir nachstehend der Dessen liichkeit unterbreiten: beiden M o s k a u e r G e f S n g n i s s e. die der GPU. unter- S.il" � Lubjonka- und das Butyrki.Gesängnis) sind bis zum e/sten überfüllt. Man schläft in einem wirren Knäuel urqemander. die Strohmatten und die Decken sind mit Ungeziefer »rM übet bedeckt. Das Essen i st sehr schlecht: das « nicht durchgebacken, mit irgendwelchen unverdaulichen Bei- !>�!b""gen. und dann gibt es«ine Brühe mit faulen Kartoffeln oder Inn ren(Magen, Gedärm usw.). Die politischen Ge- SR ID*rbtn Don den inhaftierten Kriminellen erst etwa zwei ochen nach der Einlieserung und auch dann nur auf nachdrückliches erlangen getrennt. Unter den politischen Gefangenen sind viele lbi« b n d Bauern. Auch viele kommunistische Oppo- > nanelle, Ausländer und Russen, sitzen in den Gefängnisien. Die p ommentesten und renitentesten von ihnen sitzen in strenger ' n Z« l h a f t. während die anderen immerhin einige Priollegien unJ! en' b>�dtn in der ArbeiterabteUung(Butyrki) untergebracht ™ oerrichten verschiedene Arbeiten im Gefängnis, säubern die iuwi* �0len arbeiten in der Küche usw. Interesiant ist, fest- . baßl die Gefängnisinsasien das Auftauchen der neuen Kate- »an« her tommnnlflischen Oppositionellen in den Gefängnisien ��ach aufnahmen; man hall sich ihnen nicht fern und nimmt a, vor ihnen nicht mehr in acht als vor anderen Häftlingen, die an nicht kennt. Uebrigens ist der Haß der verhafteten Kommu- Iten gegen die Regierungsgewall des öfteren weit tiefer als die "«Geren Inhaftierten. «weimal im Monat werden ganze Trupps von Gefangenen Ift iv- �oiowetski.Jnseln und nach K e m> verfrachtet. Oft ber abzutransportierenden Gefangenen so groß, daß die tzten Häflling« von den Tscheka-Agenten mit Fäusten und Ge- 'hr«n in die Eisenbahnwagen hineingezwängt werden. j1« Konzentrationslager von Kemj besinden sich gegenwärtig I«000 Sesangene. im Konzenltalionslager auf den Solowetski- Znsela 27 000 Sesangene. � �astbedingungen im Solowezkilager sind so entsetzlich, daß die / � unter den krimmellen Gefangenen den Namen„rotes Sachalin' cv.'J btt in der zaristischen Zell berüchtigten Strafkolonie auf �"halin erhalten hat.. Kai ben politischen Gefangenen gibt es die verschiedensten ick Sozialisten, die in einer festorganisierten Gemein- Etrli» Zusammenleben, Arbeiter, die wegen Betelligung an recks und B a u e r n, die wegen Beteiligung an Agrarbewegungen n wegen sonstiger Agrardelikte un Gefängnis fitzen, die so. »«Nannten„Schädlinge", die im Schachty-Prozeß verurteilt worden i'Uo. Trotzktsten und ausländische Kommunisten. 'Uer anderem fiel der Dichter Alexander Iaroslawskij uf, der vor etwa zwei Jahren ins Ausland gegangen war, setzt vor wigen Monaten ein„Reuebekenntnis' abgelegt hat und nach Ruß- zurückkehren durfte. Er ist vor kurzem verhaftet worden und urde für drei Jahre nach den Solowetsti-Jnseln geschickt. Seine unk» Frau, die sich nur auf Krücken fortbewegen kann, folgt ihm ach Kemj, um wenigstens in der Nähe seines Gefängnisortes fein können. Dann sieht man eine große Gruppe von chinesischen Sludeuleu. �V�rrinferhen besteht darin, daß sie, die an der Moskauer Uni- «rsität des Osten» zu kommunistischen Agitatoren für h i n o ausgebildet wurden, den Reden ihres Rektors Rädel "frichtig Glauben schentten, der ihnen beibrachte, daß die Sowjet- Mon nie und nimmer die Sache des Kommunismus in China rxr- «en würde. In den kritischen Tagen der chinesischen Revolution °«ranstallet«n nun diese gläubigen Kommunisten in den Straßen Moskau, einen Umzug gegen die Chinapolllik der Sowjelregieruvg für di« Unterstützung der chinesischen Revolution. Di« Kund- »«bung wurde von berlltenen Tschetotruppen auseinandergetrieben, und di« chinesischen Studenten schmachten nun schon seit einigen f||wot«n im Buthrki-Gefängnis. allein, verlassen, ohne jegliche von außen. Das Interessanteste aber ist, daß unter diesen G>nesisch«n Gefangenen sich auch der Sohn Tschangkai- .�«k« befindet, der nämliche junge Kommunist, der vor etwas J®» einem Jahr seinen Bater öffentlich für einen Verräter der Revolution und dos Rußland der Sowjets für sein« zweit« Heimat �klärte. Er wird beschuldigt, in der Chinafrag« eine oppositionell« wtung gegenüber der Linie der Komintern eingenommen zu haben. �ine Gruppe von deutschen Kommunisten, die nach Rußland kamen, um beim„Aufbau des Sozialismus in der ersten «rbeikerrepublik der Well' mitzuwirken, und die jetzt im Butyrki- Gefängnis sitzen, umsaßt dreizehn Personen. Teil von ihnen wird beschuldigt,„Spionage im Interesse der r�ltdourgeoisie' getrieben zu hoben, die meisten jedoch sitzen, ohne ?d gegen sie überhaupt irgendein« Anklage erhoben worden wäre. *'«l« dmi ihnen befinden sich schon seit mehreren Monaten H°st. Einige dieser deutschen Gefangenen, die mit Thäl- �ann persönlich bekannt sind, riefen ihn während der Tagung ..?s Komintern-Kongesses in Moskau durch illegal aus dem Ge- �gnis geschmuggelle Kassiber zur Hilfe. Thälmann erschien denn ?°ch im Gefängnis, hörte sich die klagen seiner alten Genossen an. PSte aber so. daß e» sein Begleiter nicht hören tonnte, er würde gern helfen, sei aber machtlos, irgend«was zu unternehmen. ?' feine früheren Berliner und Hamburger Genosien auf ihn �nwpfen, tonn mon sich vorstellen. Ausländische Kommunisten müsien de» öfteren mehrere Monate Gefängnis oerbringen, ehe es ihnen gelingt, die d i p l o- ■"atische Bertretung ihres Landes zu benachrichtigen mll deren Hilfe Rußland zu verlassen. Ihren Haftgenossen er- »cht«» st«, daß die Agenten der GPU. den ausländischen Kommu- nisten gegenüber, die ihre Aussage verweigern, folgenden Trick zur Anwendung bringen: der Gefangene wird in die Gefängnisver- waltung geholt, wo der angebliche„Vertreter der Botschaft' seine ausführlichen Erklärungen entgegennimmt, besondere Fragebogen ausfüllt, Aufträg« zur Uebermlltlung an Freunde des Verhafteten übernimmt und ihm natürlich verspricht, binnen einigen Tagen seine Entlassung zu erwirken. Es vergehen darauf mehrere Monate, und erst wenn der ausländische Gefangene— nunmehr tatsächlich mit Hilfe seiner Botschaft— freigelassen ist. erfährt er, daß er sein« offenherzigen Erklärungen nicht einem Vertreter der Botschaft, sondern einem Agenten der GPU. abgab In der letzten Zeit kommt es daher öfter vor, daß di« im Gefängnis sitzenden Ausländer sich weigern, in irgendwelche Unterhandlungen mit Leuten einzutreten, die sich für Vertreter der Botschaft oder Gesandtschaft ausgeben. Von den im Schachty-Prozeß SZerurteillen macht den unheimlichsten Eindruck einer der Kronzeugen der Anklagebehörd«, B a s ch k i n. Nach allem, was er im Verlauf des Prozesses durch- gemacht hat, hat er sein seelisches Gleichgewicht verloren, kann nachts nicht schlafen, murwell dauernd vor sich hin. blickt entsetzt um sich. Leute, die mit den Schachty-Angeklogten während des Prozesses zusammen«ingesperrt waren, behaupten, daß die An- geklagten in den Nächten stundenlang von den Beamten der GPU. .bearbeitet' wurden, die ihnen die erwünschten Aussagen heraus- preßten, sie mll der Erschießung bedrohten. Auch die Standhaf- testen brachen zusammen, wenn man ihnen— sie angeblich zur Er- schießung führend— die Gummimaske übers Gesicht zog. Die Gummimaske für die Todeskandidaten ist die neueste Errungenschaft der Technik', die m den Foller- kammern der GPU. eingeführt worden ist. Man braucht dem zum Tode Verurteilten nicht mehr die Augen zu oerbinden, und schießen läßt sich auch bequemer, wenn man eine Gummimaske und nicht den Kopf eines lebendigen Menschen zur Zielscheibe hat. Im Butyrki-Gesöngnis sitzt in strenger Isolierhaft der Trotz- kist M ratsch ko w s ki j. Er ist ein alter Bolschewik, einer der Führer der Roten Armee, war früher Oberbefehlshaber des Wehr- kreises Nordwest. Sew Verbrechen ist die Gründung einer Geheimdruckerei zur Drucklegung des Materials und der Aufrufe der Trotzki-Richtung. Sein Haß gegen die regierenden Kreise ist so groß und wird von ihm so ostentativ zur Schau ge- tragen, daß Gerüchte darüber kursieren, er hätte bei einer Ver- nehmung dem Tschekabeamten die beiden Orden des„Roten Ban- ners' ins Gesicht geworfen, die chm feiuerzell für feine militärischen Verdienste verliehen worden sind. Nicht nur in der Provinz, sondern auch in den Moskauer Ge- fängnissen werden neuerdings wieder, wie uns unser Gewährs- mann nachdrücklichst versichert, raffinierte Grausam- leiten gegen die Gefangenen in Anwendung gebracht, um ihnen die erwünschten Aussagen zu entlocken Die Vernehmungen finden nachts stall, wobei die vernehmenden Beamten abgelöst werden, während die Gefangenen Nächte hindurch mit Vernehmungen ge- quäl» werden Die Gefangenen werden in den Karzer geworfen und müssen ohne Kleider auf dem Fußboden liegen. Man geht so- well, daß man den?'''ien eines Karzers zweimal am Tage mit tallem Wasser begiehl.de Gefangen« halten dieses Folterregime nicht aus. und es häufen sich die Selb st Mordversuche in den Gefängnissen. k�eitax, 7. Dezember. Berlin. 16.00 Dr. E. Stiedler:„Lnltschlitahrt und Weltpost", 16.30„Jagd ani Mensch und Gespenster" von Robert Neumann. I. Jagd auf einen Menschen.— 2. Da« Meer brennt.(Gelesen vom Antor.) 17.00 Unterhaltungsmusik, ausgeführt von Ferdy Kaotfmann mit seinem Europa-Orchester. 19.00 Prot. r. Esau. Jena:„Einführung in die Kurrwellentechnik".(I.) 19.30 Hans-Bredow-Schnle, Volkswirtschaftslehre. Chefredakteur Georg Bernhard:„Entstellung und volkswirtschaftliche Bedeutung des Geldes". III.: Der Kampf ums Geld swiscben Gesellschaft und Staat. 20.00..Wolfsblut" von Jack London.(Gelesen von Alfred Beierle.) 21.00 Soziale Weltreisen. 5. Vortrag. Erltz Tarnow, M. d. R. und M. d. RWR.:„Die Arbeiterfrage in Amerika". 21.30 Mozart-Lieder. L Daphne. deine Rosenwangon.— 2. Wie unglücklich bin ich nlt.— 3. Der Sylphe des Frledena begleitet mein Leben.— «. Warnung.— 5, Die Alte.— 6. Das Lied der Trennung.— 7. Abend- empflndnng.(Johanna Klemperer, Sopran. Am Flügel; Qeneraimusik- dlrektor Otto Klemperer. Kinfgswusterhansen. 16.00 Rektor M. Spieibagen: Heimatpflcge im Rahmen des Arbeitsgerichts(1.). 16.30 Uebertragung des Nachmittagskonzertes Leipzig. 17.30 Geh. Ober-Reg.-Rat Flach: Die Handcisverhandlnngen in Genf und ihre Ergebnisse. 18.00 Musikdirektor Fritz Ohrmann: Der Weg zu Bruckner(1.). 18-30 Stud.-Rat Friebel, Lektor Mann: Englisch für Fortgeschrittene. 18.5S Stud.-Rat Dipl.-Ing. M. R. Müller: Werkmeisterlehrgang für Facharbeiter; Maschinenteile. Hebe- und Fördertechnik(IV.). 20.00 Uebertragung von Berlin. 21.00 Reg.-Rat Dr. Helrauth Kuhnert: Die soziale Schichtung des akademischen Nachwuchses. Ab 2130 Uebertragung von Berlin. 22.d5-23.15 BUdfuakversuche. Der Fingerhut und seine Geschichte Der Fingerhüter Wann, wo und von wem er erfunden ist, darüber weiß die Geschichte nichts zu berichten. Ohne weiteres darf man aber an» nehmen, daß sein« allererst« Verwendung bereits in frühesten Zellen erfolgte: denn die ältesten uns bekannten Fingerhüte fanden sich schon in südvussischen, französischen und italienischen Aus- grabungsgebieten. Sie waren entweder aus Bronze, Elfen- bein oder Machen gefertigt und besaßen schon die auch heut« noch übliche Form. Allgemein gill der Fin- gerhut als eine Erfindung des Amsterdamer Gold- schmieds Niclas van Ben- schooten, weil er einen sol- chen am 10. Oktober 1864 einer Frau von Reusselaar als Geburtstagsgeschenk mll der Bemerkung übersandte, daß er ihn„eigens erfunden hätte'. Diese Annahm« stimmt aber nicht mit den geschichtlichen Daten über den Fingerhut überein; denn, abgesehen von seinem be- reit» eingangs erwähnten Vorkommen in vorgefchicht- licher Zeit, erscheinen die so- genannten.vingerhu- t e r' bereits 1531 als ein besonderes Gewerbe in Nürnberg, nachdem sie feit 149(1 dem Handwerk der Rot- schmiede �Kupferschmied«) zu- geteilt gewesen waren. Aber auch schon aus dem Jahre als.�iriskanz' erwähnt wird. Wie die Fingerhüte damals aus- gesehen haben mögen, ist nicht bekannt geworden. Jedenfalls hallen sie die auch heute noch übliche Form, da, wie bereits erwähnt, auch die älteren Funde dieser gleichen. Dafür spricht auch der aus Bronze gefertigte Fingerhut, der im Jahr« 1848 unter den Trümmern der 1399 zerstörten Burg Tannenberg gefunden wurde. In dem im Jahre 1568 erschienenen, von dem berühmten Illustrator Jost Amman herausgegebenen Buche„E y g e n t l i ch e Auß Messing mach ich Fmgrrhät/ Vlechwriß/ werden im Feuwer glüt/ Denn in das Eyfin glemk gctnebn/ Darnach löchlem darein gehiebn/ Gar mancberly art /eng vnvwell/ Für Schusser vnd Schneider bereit/ Für Stidenflilker vnv?f-lterull Dch Handwercks ich ein Meisterbm. P«< Der 1832 ist«ine Abbildung vor- Händen, die einen„vingerhuter' bei der Arbeit zeigt, und zwar wie er mit einem„R e n n b o h r e r' die Vertiesungen in einen Fingerhut bohrt. Dieses Bildchen entstammt dem für das deutsche Handwerk äußerst wertvollen Porträtbuch der seit 1380 in Nürnberg bestehenden Mendelschen Stiftung, das den Zusatz enthüll:„Der XVI bruder der da starb der hieß vingerling vnd war ein vinger- huter.' Die erst« nachweisliche Erwähnung des Fingerhutes stammt aus dem 12. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Zur da- maligen Zeit lebte in dem Kloster auf dem Ruppertsberg« bei Bingen eine Aebtissin, Hildegard(von Bingen), die uns� verschieden« gelehrte Schriften hinterlassen hat. Unter diesen befindet sich auch eine Zusammenstellung von neunhundert Wörtern mit einer Ueber- setzung in ein« fremd«, rätselhafte Sprache, wo der.Fingerhuch' Beschreibung aller Sände auff Erden..', finde! sich u. a. auch das Bild eines Fingerhuters mit einem Gesellen bei der Arbeit sitzend, und darunter beschreibende, von Hans Sachs stammende Verse, aus denen Material und Herstellung der damaligen Fingerhüte deutlich ersichtlich ist.(S. Abbildung.) Bis zum Jahre 1695 wurden die Fingerhüte, die zur damallgen Zell meist auf dem Daumen getragen wurden, zumeist in Nürnberg, dann aber auch in Köln, Amsterdam u. a. holländischen Städten handwerksmäßig hergestellt. Ihre fabrikmäßige Anferti- gung mittels Maschinen soll in dem genannten Jahre ein gewisser Johann Lotting, nach anderen Angaben Bernd o. d. Becke, der Gründer der heute noch bestehenden Firma von der Becke in Sundwig L W„ eingeführt haben, Artur Streich. vo*» EDGAR WAJLLTACE INS DEUTSCHE OBERTRAOEN VON' RA\/I RAVEN D RO (18. Bfortfeötajg.) .Ich dachte. Sie hätten ihr vielleicht etwas von unserem ge- heimm sovilen Besucher erzählt," sagte er lachend und nahm sich einen gepolsterten Stuhl.«Du hast doch nichts dagegen, daß ich rauche, Mutter?" Eunice dachte, daß auch der Einspnich Jane Grvat» nicht den geringsten Eindruck auf ihn gemocht hätte. Aber die alte Fron schüttelte den Kopf und sah Eunice wieder flehend an. „Ich möchte nur die Frau fangen," sagte Digby und sah dem Rauch seiner Zigarette nach, der zur Deck« emporstieg. „Don welcher Frau sprichst du denn, mein Junge?" „Bon der Frau, die nachts um das thaus streicht und ihr Zeichen auf der Tür zu meinem Loboratorium zurückgelassen hat." .Da» war sicher ein Einbrecher," sagte Mrs. Groat Venig besorgt. „Eine Frau und gleichzeitig ein« Derbrecherin. Sie liest deutliche Fingerabdruck« zurück. Ich habe die Photographie der Kriminalpolizei eingesandt und man hat sie dort mit den Fingerabdrücken einer Frau identifiziert, die ein« Gefängnisstrafe in cholloway abgesessen hat." Eunice wurde durch ein Geräusch aufmerksam und wandte sich nach Mrs. Groat um. Sie hatte sich aufgerichtet und starrt« Digby mit ihren dunklen Augen ausgeregt an. Ihr Gesicht zuckte. „Was war dos für ein« Frau?" fragte sie heiser..Don wem sprichst du?" Digby schien ebenso erstaunt zu sein wie Eunice, als er den Eindruck wahrnahm, den diese Mitteilung auf seine Mutter machte. .Ich spreche von der Frau, die ins Haus kam und uns hier alle beunruhigte, indem sie ihr Zeichen zurückließ." „Was meinst du damit?" fragte Mrs. Groat gequält. „Sie hat auf meiner Tür den Abdruck einer blauen Hand—." Bevor er den Satz beenden konnte, war feine Mutter aus dem Bett gesprungen und schaute ihn entsetzt an. „Eine blaue Hand—«ine blmie Hand!" rief sie wild.„Wie hieß die Frau?" „Die Polizei hat mir mitgeteilt, daß es Madge Benfon ist," sagte Digby. Eine Sekunde stand Mrs. Groat hochcmfgerichtet da. .Eine blaue Hand— blau« Hand," murmelte sie und wäre zu- fommengebrochen, wenn Eunice nicht gesehen hätte, daß sie ohn- mächtig wurde. Schnell eilte sie auf sie zu und fing sie in ihren Armen auf. 22. In dem dunklen Gong lauschte ein Mann gespannt vor der Tür. Er hatte Digby Groat den ganzen Abend verfolgt und war auch in dos Haus gekommen: als er im Zimmer Tritte hörte, schlüpfte er in einen Seitengang und wartet«. Eunice kam herau» und ging den Gang entlang. Jim Steel« dachte, daß es jetzt an der Zeit wäre, sich aus dem Staube zu machen, denn in den nächsten Minuten würde das ganze Haus alarmiert sein, weil die alt« Frau zusammengebrochen war. Es war ein verzweifelter Schritt ge- wefen, zu so früher Stunde in dieses Haus einzudringen. Aber er lmtte einen besonderen Grund hierfür. Er mußte unter ollen Um- ständen den Inhalt eines Briefes erfahren, den Digby am Abend bekommen hatte. Jim war ihm überall hin gefolgt, ohne ein« besondere De- obachtung machen zu können. Schließlich war Digby Groat am P'ccodilly Circus ausgestiegen, um sich anscheinend ein« Zeitung zu kaufen. Plötzlich war ein Fremder an ihn herangetreten und hotte ihm schnell einen Brief überreicht. Und diesen Brief mußte er sehen. Jim kam ungesehen in dos Erdgeschoß und zögerte. Sollte er in das Laboratorium gehen? Oder sollte er—? Hasttge Schritte von oben mochten ihn schlüssig und er schlüpft« schnell durch die Tür, die zu Digbys Arbeitsraum führte. Verstecken konnte er sich dort m'cht, er hotte sich in dem Zimmer alles genau gemerkt, als er es vor ein paar Tagen besichtigt hatte. Solange niemand herein- kam und Licht machte, war er hier sicher. Schritte kamen vorbei und Jim drückte seinen Filzhut ttefer ins Gesicht. Den unteren Teil seines Gesichts hatte er schon mit einem schworzseidenen Taschentuch bedeckt. Wenn es zum Aeußersten kam, mußte er sich seinen Weg nach draußen mit Gewalt bahnen und sein Heil In der Flucht suchen. Niemand würde ihn in dem alten, grauen Anzug und in dem weichen Hemd ohne Kragen erkennen. Das wäre aller- dings kein gutes Ende für das ganze Abenteuer, aber es wäre weniger schlimm gewesen, al» von neuem der Perachtung Eunices ausgesetzt zu sein. Plötzlich schlug sein Herz schneller, denn es kam semand herein. Er sah, wie der Unbekannte die Tür öffnete und bückte sich unter den Tisch, der dort stand, so daß er wenigstens im ersten Augenblick nicht entdeckt werden tonnte. Gleich darauf war der Raum von hellem Licht durchflutet. Obgleich Jim nur die Bein« des Mannes sehen konnte, wußte er doch, daß es Digby Groat war. Digby trat näher an den Tisch heran und schnitt einen Briefum- schlag auf. Dann stieß er einen ärgerlichen Ausruf aus. „Mr. Groat, bitte kommen Sie schnell!" Eunice rief aufgeregt von oben herunter und Digby eilte hin- aus. Die Tür blieb offen stehen. Jim erhob sich rasch und blickte auf den Tisch. Der Brief lag noch so dort, wie ih» Digby hatte liegen lassen. Schnell steckte ihn Jim in die Tasche. Im nächsten Augenblick schlüpfte er durch die Tür und war im Gang. Hinten am Fuß der großen Treppe stand Jackson und schaute nach oben. Zuerst sah er Jim noch nicht, aber dann entdeckte er die unheimliche Gestalt und wollte einen Warnungsruf ausstoßen, aber Jims Fäuste trafen ihn und er fiel krachend zu Boden. „Was ist los?" fragte Digby. Aber Jim war schon längst aus dem Hause, bevor Digby Groat erfuhr, was geschehen war. Jim verlangsamte seine Schritt« allmählich und blieb schließlich unter emer Straßenlaterne stehen, um den Brief zu lesen. Der größte Teil hatte keine Bedeutung für ihn, nur«ine Zeil« war interessant. „Steele verfolgte Sie, wir wollen ihn heute abend noch stellen." Er las diese Zeile immer wieder und lächelte, als er langsam weiterging. Mehrmals schaute er sich um, weil er glaubte, er würde ver- folgt, aber er konnte niemand sehen. Als er über den Porttand Place ging, wurde sein Bcrdacht bestärkt. Zwei Männer gingen hintereinander her, etwa zwanzig Meter von ihm entfernt. „Na, ihr beide sollt noch für euer Geld laufen," sagte Jim zu sich selbst. Er überquerte die Marylebone Road und befand sich in dem einsamsten Teil Londons. Und nun begann er zu laufen, und er war ein guter Läufer. Er hatte sowohl für kurze Strecken als auch für den Zweimeilenlaus trainiert. Sie kamen hinter ihin her und er grinste vergnügt. Plötzlich hörte er, wie der Schlag eines Autos zugeworfen wurde, sie hatten sich also einen Wogen genommen, der gerade an ihnen vorbeikam. „Das ist sehr wenig sportsmäßig," sagte. Jim, drehte sich kurz um und eilte in der entgegengesetzten Richtung davon. Blitzähnlich war er hinter dem Wagen nach der anderen Seite gelausen. Der Wagen hielt an und die beiden riefen dem Chauffeur zu, daß er umkehren sollte. Jim ging nun ganz langsam. Er hatte sich einen Plan überlegt, der so einfach und so oerwirrend für Digby Groat und seine Helfershelfer war, daß der Bluff sich lohnte. Er ging langsam, weil er einen Polizisten auf sich zukommen sah, und alz das Auto neben ihm anhielt, sprang er schnell zur Tür und riß sie auf. In dem Licht der Wagenlaterne sah er einen alten Bekannten mit verbundenem Gesicht. «Kommen Sie heraus, Jackson, und erklären Sie mir. worum Sie mich hier in den. Straßen dieser friedlichen Stadt verfolgen?" Der Mann folgte der Anforderung nicht, aber Jim packte ihn an der West« und zog ihn heraus. Erstaunt sah der Chauffeur ihm zu. Der andere war offensichtlich ein Fremder, ein kleiner dunkler Mann mit schmalem, braunem Gesicht. Beide stand«» verdutzt da. „Morgen können Sie zu Digby Groat zurückkehren und ihm sagen, daß ich mit genügendem Beweismaterial gegen ihn vorgehe und ihn ins Gefängnis und an den Galgen bringen werde, wenn er das nächstemal Mitglieder der„Bande der Dreizehn" hinter mir herschickt. Haben Sie mich verstanden?" „Ich weiß nicht, was Sie da von morgen gesagt hoben," erwidert« Jackson möglichst unschuldig und vorwurfsvoll.„Wir wer. den Sie zu? Anzeia«»rangen, well Si« mrs mrs dem Wagen h«» ausgeholt haben." „Bitte tun Sie das. Hier kommt gerade ein Polizist," sag» Jim. Er packte Jackson am Kragen und schleppte ihn zu dem Polizisten, der schon auf ihn aufmerksam geworden war.„Ich glaube, der Mann will«ine Anzeige gegen mich erstatten." „Nein, das will ich nicht tun." schrie Jackson. Er war ent> setzt, was sein Herr wohl zu diesem kläglichen Ende der Derfolgung Jims sagen würde. „Nun gut, dann bringe ich diesen Mann zur Anzeige." Diesen Bluff hatte Jim geplant.„Ich zeige ihn an. weil er im Besitz von Waffen ist. um mich zu überfallen. Außerdem zeige ich ihn an, «eil er unerlaubt Feuerwaffen trägt. Er hat keinen Erlaubnis- schein." 23. Polizeistattonen sind sehr unromantisch und langweilig. Digby Groat, der in höchster Wut dorthin kam. um seine Leute zu be- freien, war so aufgeregt, daß er nicht einmal die humorvolle Seitt der Sache entdeckte. Bor dem Gebäude enttieß er Antonio Fuentes, den einen der Lerfolger, mit einem schrecklichen Fluch und überhäufte den un- glücklichen Jackson mit Borwürfen. „Sie verrückter, dummer Tölpel, ich habe Ihnen doch nur den Befehl gegeben, den Mann nicht außer Sicht zu lasten. Bronson hätte meinen Auftrag ausgeführt, ohne daß Steele auch nur das geringste davon gemerkt hätte. Warum haben Sie denn einen Revolver mitgenommen?" „Wie konnte ich denn wisten, daß er einen so gemeinen Trick gegen mich ausführen würde?" brummte Jackson.„Nebenbei de- merkt, habe ich noch nicht gewußt, daß das verboten ist." Digby wußte, daß er in einer unangenehmen, sogar gcfähr- lichen Lage war, als er in feiner Bibsiothek saß und darüber noch dachte. Es war seine alte Theorie, daß große Pläne durch kleinig- keiten über den Haufen geworfen werden, und großzügig angelegt» Berbrechen durch kleine, erbärmliche Bersehen zu Fall kommen. E» war Jim gelungen, auf die einfachste und leichteste Art die Polizes gegen die„Bande der Dreizehn" in Bewegung zu bringen. Aus zwei Mitglieder war die Polizei nun aufmerksam geworden. Abel das schlimmste war, daß er selbst in die ganze Sache verwickelt war. Jackson war sein Hausmeister und es konnte nicht weiter auffallen, daß er ein berechtigtes Intereste an ihm hatte. Fuente» zu kennen hatte er entschieden in Abrede gestellt, und nur weil dek Spanier ein Freud seines Dieners war, hatte er auch für ihn Bürg- schaft geleistet. Wenn die„Bande der Dreizehn" einen großen Wurf machtt, so waren ihre Spuren so sorgsam verborgen und ihre DorberettuN' gen so sorgfältig getroffen, daß niemand etwas entdecken könnt»- Und hier waren nun durch eine kleine Gesetzesübertretung, di» höchstens eine Strafe von fünf Pfund nach sich zog, zwei Mitgliedek der Bande unter polizeiliche Aufsicht geraten! Digby Groat brachte eine schlaflose Nacht zu. Er tonnte einmal dr«i Stunden ruhen und das war das Minimum, das ct brauchte. Der Arzt, der zu Mrs. Groat gerufen wurde, blieb bis drei Uhr morgens. „Sie hat keinen Schlagonfall erlitten, der Zusammenbruch>!> durch einen plötzlichen Schrecken veranlaßt worden." „Da mögen Sie recht hoben," antwortete Digby.„Glaubeb Sie, daß sie sich wieder erholen wird?" Ach, ja, es wird ihr schon heut« vormittag wieder bestes gehen.' (Forts, folgt.) WAS DER TAG BRINGT. Ein Anachronismus! Nicht anders kann es empfunden werden, wenn man in einen Saal koimnt, den der Staat für«inen Bortrog oder«in« Kundgebung zur Verfügung gestellt hat, und dort„siegreich" das Bild des davongelaufenen Exkaisers prangen sieht. Was hat im Langenbeck- Bcrchow-Hous, das der Republik gehört, ein Bildnis Wilhelm« II. zu suchen?„Berdienst« um di« Wissenschaft," di« ei« solch« Ehrung rechtfertigen würden, kann man ihm doch wohl nicht zuschreiben. Bestrahlte Milch. Bon interessierter Seite sind vor einig«? Zeit Nachrichten ver- breitet worden, die von der günstigen Wirkimg ultraviolett be- strahlter Milch auf di« Berhütting und Heilung der Rachitis sprachen. Wie im„Kosmos" mitgeteilt wird, haben jetzt ausgedehnte Fütterungsversuche, die Reyher und Walkhosf an Meerschweinchen und Mäusen anstellten, erwiesen, daß die Derabfolgung von u!lra> violett bestrahlter Milch oder von bestrahlten Trockenmilchpräpa- raten den tierischen(und wie man annehmen darf, auch den mensch- lichen) Organismus schwer schädigt und häusig zum Tod« führt. Die krankhaften Veränderungen fanden sich bei sämtlichen Versuch!- tieren und bestehen hauptsächlich in starkem Blutzerfall, in Nierenentzündung und Zerfall der Herzmuskelfasern. Die Bestrahlung d«r Milch unter Sauerstoffabschluß konnte di« Entftehung dieser Er- scheinungen nicht verhindern. Die Hauptwirkung muß auf einen durch die Bestrahlung in der Milch«ntstehenden Stoff zurückgeführt werden, der schon in kleinsten Mengen einen verhängnisvollen Einfluß ausübt. Wenn auch die Berfasfer über die Wirkung bestrahlter Milch auf den nienschlichen Organismus nicht näher berichten, fügen sie doch hinzu, daß man bei der Ernährung des Kindes mit be- strahlter Milch, die augenblicklich stark propagiert wird, Borsicht walten lasten sollt«. Der kurze Rock. In einer Warschauer römisch-katholischen Kirche erregten sich die weiblichen Bcsuchcrinnen über«in junges Mädchen, da» in einem auffallend kurzen Rock dem Gottesdienst beiwohnte. Als das Mäd- chen die Kirche verließ, wurde sie von einer ganzen Rotte von Frauen überfallen. In der Aufregung ging dabei nicht nur der beanstandete Rock in Fetzen, sondern das junge Mädchen wurde splitternackt auegezogen und fürchterlich verprügelt, bis es ihr ge- lang, sich in die Sakristei zu retten, di« auf Veranlassung des Pfarrers sofort gesperrt wurde. Die Menge nahm aber«in« so drohende Haltung«in, daß eine ganze Hunderischaft der Polizei aus- rücken mußte, um die Ansammlung zu zerstreuen, die Rädelsführer zu verhaften und das schwerverletzte Mädchen ins Lazarett zu be- gleiten. Ein gescheiter Großfürst. Es gibt also auch Großfürsten, die aus der Revolution etwas gelernt haben. Der Cousin des Zaren Nikolaus des Letzten, Alexon- der Michoilowitsch Romanofs, ist in New Pork eingetroffen, um in den Dereinigten Staaten Vorträge zu hatten. Dem Mitarbeiter der„Daily Mall", Sepenicher. hat er sich u. a. dahin geäußert, daß die Schicht, die einst Rußland beherrscht hat und au« dem Land« vertrieben wurde, davon auch«inen gewisten Nutzen gehabt Hab»- „Wir hoben gelernt, tüchtig zu arbeiten und einfach zu leben. D>» russische Aristokratie ist innerlich gewandelt." Na, na, so ganz 6»* wandelt dürste sie sich doch nicht häbenl Uebrigens ist der ehemalig» Großsürst Alexander Michaüowitsch der Ansicht, daß eine Aenderun� des Regimes in Sowjetrnßland sobald nicht zu erwarten sei. Eiu gescheiter Großfürst. Amerikanische Pelzfarmen. Immer noch sind die Bereinigten Staaten von Amerika ein« der Hauptliesenanten auf dem Weltmarkt für Pelze. Die Rachsrag» nach Pelzen ist nicht mir in den Bereinigten Staaten, sondern au»! in anderen Ländern außerordentlich stark gestiegen. Wenn»u» auch die Zahl der jährlich erbeuteten Pelze ständig gestiegen ist, wurde in den Bereinigten Staaten doch festgestellt, daß Edelpetos ständig im Abnehmen bcgrisfen sind. Das erklärt sich daraus, drsi unaufhaltsam die Zioilisation vordringt und Gebiete erschließt, vordem«in willkommener Aufenthatt für Wlld aller Art roor»� Um der steigenden Nachfrage zu begegnen, ist man nach und na» dazu übergegangen, solche Pelztiere der„Beachtung" zu würdig»''' die nian früher nur dann mit in Kauf nahm, wenn man ein» größere Anzahl von ihnen ohne besondere Mühe erbeuten konntd so den Muskrat, ein kleines Höhlentier. Man hat gefunden, das sich sein Pelz sehr leicht färben läßt, und nun ist er ebenso wenst vor Nachstellungen sicher wie seine Bettern aus bcstcrcr Familie. D>'' große Nachfrage noch Pelzen hat auch für die vielen Pelzfarn'»" in Kanada«inen Auflchwunq mit sich gebrocht. Ihren Ursprung haben die Pclzsannen in einer einfachen Maßnahme der frühe»»" Trapper. Fingen diese in der Sommerzeit«inen schönen Fuch"' so behielten sie ihn bis in den Winter hinein, wo das. Fell larO' haarig und dicht war, um dann den Pelz zu verkaufen. Schließt" kam man überhaupt auf den Gedanken, diese Tierzucht im großen i" betreiben, und heute gibt es Pelzfarmen, in denen Tausende vc»» Polarfüchsen und anderen Pelztieren gehalten werden. Was der Hollandtunnel einbringt. Der Hollandtunncl bei New Pork, der zur Entlastung des D»"' kehrs erbaut wurde, besteht jetzt«in Jahr und hat in diesem ein»" Jahr eine Einnahme von 4711(1000 Dollar gebracht. Er wurde vo" 8S17 689 Kraftsuhrwerken benutzt. Trotz dieses dichten Berkel)»" wurden im ganzen Jahre nur 112 Personen, fast durchweg leicht, r»»' letzt. Die Lüftung im Tunnel, die zuerst Schwierigkeiten macht»- ist jetzt so gut, daß auf 10000 Teile Luft nur zwei Teile Kohl»"' oxyd kommen. Die Fußbremse. Er führte seiner Freundin sein nagelneues Motorrad vor ui� lud sie zu einer Spazierfahrt«in. Kaum waren beide gestartet,$ die Maschine schrecAich zu bocken begann. Er brachte dos Motors zum Holten, untersuchte es sorgfältig, fand nichts. Die Fahrt gi� weiter— dieselbe Erscheinung. Während er sich noch den Kopf i**1, brach, woran das liegen könnte, tippte ihn die Motorbvaut sanft die Schulter und sagt«:„Warum ist denn aus der rechten Seite auch so«in kleiner Fußtritt!"— Sie hatte ihren linken Fuß die goNK Zeit— auf die Fußbremse jjesetztl �es i>Urz biet« Frei baz 5Be( bitr« *•« �"tete KO. Tauwels kam in der 2. Runde. Bischoff boxte, wie >nun«r, recht unfair, Tauwel gab ihm darin wenig nach. In Zukunft >e wieder Bischofs— Tauwel, es sind zwei zu ungleiche Gegner. r05 Publikum gab seinem Mißfallen darüber laut und vernehmbar u-druck. Der letzte Kampf war der schönste des Abends. Der uranzose Riond. ein sympathischer Boxer, fertigt« den Dort- . E de r, der sich alle Mühe gab, wenigstens ein Unentschieden "�auszuholen, glatt nach Punkten ab. Anleitung streffen, ein Oualifikationskampf im Mittel- S wicht, siegt« Viktor Pravit-Köln über Luckstadt-Berlin in der Runde durch Aufgabe. H.L. Palastrevoluiidnchen im Sportforum! .�it drei Tagen hat sich in dem Schloß des Deutschen Reichs- >sjchusses für Leibesübungen im Sportforum-Grunewald allerlei er- sinh*'"®,1,öentcn der Deutschen Hochschule für Leibesübungen den Streik getreten, d. h. sie besuchen weder Vorlesungen praktische Hebungen. Und warum das? Db, � �i>en uns bei beiden Beteiligten über den Stand der "pe informiert. Da war allerlei Interessantes zu hören. Also Nanz stubenrein sieht es in dieser Paradeanstalt des bürgerlichen der�ft"'cht aus. Der Unwille der Studenten richtet sich in As. H""pisache gegen die Maßnahmen des Herrn Dr. Die m. Seb"� der Studenten vor drei Tagen vor die Tür des Haupt- oudez kam, war sie abgeschlossen, angeblich, um den dauernden z,'jungen eines gewissen Teils der Hörer ein Ende zu bereiten. �"rlefungs- und Uebungsbetrieb werde dadurch empfindlich üllln' Dies der Sachverhalt, den der Herr Generalsekretär, der Bewältige im Grunewald, mitteilt. firnfcf jedoch die Studenten. Selbstverständsich ist der ob l�'l auch der Ansicht, daß die Verspätungen aushören müßten, solck Blauben, daß es dazu andere Wege gegeben hiftte, als eine das �"""nlatorische Maßnahme, die sie allgemein- nur als in h r' Herrn Dr. Diem ansehen. Es scheinen ja da draußen §.'r Einsamkeit des Grunewalds nette Zustände eingerissen zu sein. iwr o man �S diesem Treibhaus bürgerlicher„Sportkultur" ein �eshymnen. Es ist indesien eine alte Sache, daß man dann hg/ �"che zu laut und zu oft lobt, wenn man etwas zu verdecken �' Herr Dr. Diem scheint sich in der Gloriole eines Diktators sg»'lRussolini nennt ihn ein Teil der Studenten) gut z» ge- en. Sein nicht gerade kasernenhoffeindlicher Ton war zwar �»"Allgemein bekannt— daß er sich nun auch noch als Türschließer im» � ist neu. Vorgestern, an einem Tag, wo er keinen Dienst teifh" rUm �uite, fuhr er eigens mit seinem Auto in sein„König- Sß.' f"1 lurz nach 8 Uhr den„Schlagbaum" herunterzulasien. � dig dahin bei den Studenten noch Neigung bestand, die Sache ,, lZesfentlichkeit vorzuenthalten, so hat das dem Faß den Boden geschlagen. � Gestern fanden nun Derhandlungen mit dem Rektor der Hoch- «an Eieheimrat Bier, statt, den man von beiden Parteien über- �lte. Mit der so bombastisch gerühmten Selbstdisziplin i>er m nicht ganz zu stimmen. Reklame macht sie nicht, nur R n*®QS Ergebnis der gestrigen Verhandlungen war ein Ija." l> e n der Studenten, denen man ein Beschwerde- g' i') erst nach Wiederaufnahme des Studiums einräumt«. Der tort der künftigen Sportpädagogen im Grunewald ist aus. Es 1 eine kleine Komödie. Etwa» für Wanderer. dez liLanderfahrten, die nach dem 2. Bundesfest iürrfy, �n Rrbeiter-Turn- und Sportbundes in Nürnberg 1S2S l'ietej�'q�- werden, Hat der Festausschuß folgende Landschaftsg«- Fr. Aussicht genommen: das Fichtelgebirge, den bayerischen Wald, dgz(Fränkisch« Schweiz), das Altmühltol, das Taubertal, Ztzett« /�lal, den Schwarzwold, das bayerische Hochland(Allgäu), bürg. a"B�'ege, Korwendelgebirge, Berchtesgadener Alpen, Salz- �auk'�- die Schweiz. Für Liebhaber mittelalterlicher �oub Werden Führungen durch Nürnberg, Rothenburg ob der Dinkelsbühl und Nördlingen veranstaltet. Die Dauer der Dreckt sich über 3 bis 14 Tage.- Sie sind vortrefflich Echh,• Dausenden von Arbeitersportlern die süddeutschen und �'Zer Naturschönheiten vor Augen zu führen. Tagung der Lebensrefonner. er Verband Volksgesundheit hielt am I. und 2. De- .—»»«»u ii u*juu»mc|u er seinen diesjährigen Verbandstag im Leipziger Volks- ob. Aus der umfangreichen Berichterstattung des Vorstandes % r Zu entnehmen, daß trotz Angliederung der„Gruppen freier > Alchen"«in wesentlicher Mitgliedcrzuwachs nicht festzusiellen ist. i" Verband befindet sich seit Jahren in einer Umwälzung, die bis ®'"'cht zu einem entscheidenden Neuaufbau geführt hat._ Enter den beiden Freikörperkulturgruppen— der Gruppe freier Menschen und dem Körperkullurkreis Adolf Koch— bestehen Unstimmigkeiten, die wohl auch der Nerbandstag noch nicht völlig be- hoben haben dürfte. Der Verbandstag beschloß, diese beiden Gruppen zu einer„Gruppe für Lebensreform und Freikörperkullur" zu- sammenzuschließen. Eine gute Entwicklung haben die geschäftlichen Unternehmungen des Verbandes genommen. Es bestehen in mehreren Städten, darunter in Dresden und Leipzig, gutgehende verbandseigen« Reformgeschäfte. Der langjährige Leiter des Der- bandsorgans„Die Volksgesundheit", Hermann Wolf, lehnte mit Rücksicht auf sein Alter eine Wiederwahl ab. Damit scheidet ein Mann aus dem Wirkungskreis des Verbandes aus, der ihm seit seinem Bestchen das Gepräge gegeben hat. Die Durchführung der Beschlüsse der Zentralkommission für Arbeitersport und Körper- pflege wurde gegen zwei Stimmen beschlossen. Der bisherige Vor- stand wurde wiedergewählt. IUcger~Richli siegen in Frankfurt. Ein einwandfreies 6-Tagerenncn. Die jetzt beendeten„Sechstag«" in Frankfurt a. M. haben mit dem Siege des deutsch-schweizerischen Paanes Rieger- Richli den allgemein erwarteten Ausgang genommen. In allen Phasen des langen Rennens beherrschten die beiden in Gemeinschaft mit den Kölner Sechstagesiege. 71 Rausch-Hürtgen die Situation, überrundeten die anderen Paar« nach Gefallen und landeten schließ- tich einen viel bejubelten Punktsieg über ihre gefährlichsten Wider- sacher aus Köln. Sehr gut hielten sich Junge-Louet, denen es allerdings erst in der letzten Stunde gelang, sich durch einen Rundengewinn den dritten Platz zu sichern. Ein gleichmäßig gutes Rennen fuhren die Westdeutschen Schorn-Göbel, die die ausländischen Mannschaften Choury-Fabre und Charlier-Dnray im letzten Teil des Rennens hinter sich lassen konnten. Erfreulicherweise kann man auch bei den Frankfurter„Sechstagen" die Feststellung machen, daß sie sportlich korrekt durchgeführt und verlaufen find. -ARBEITER. Der Entscheidung entgegen. Nur noch wenige Spiele und die Serie ist zu Ende. Die voraus- sichtlichen Abteilungsmeister und die, die es werden wollen, machen alle Anstrengungen, zu diesem Titel zu gelangen. Viel« sind be- rufen, nur wenige sind auserwählt. In der A b t e i l u n g A. der ersten Klasse sind es Luckenwald« I und II und Lichtenberg I, die für die engere Wahl in Frage kommen. Aber auch die Ruhlsdorfer haben ein gewichtiges Wort mitzureden. Am Sonntag werden die Ruhlsdorfer den Lichtenbergern eine harte Nuß zu knacken geben. Für Lichtenberg gilt es also, alle Kräfte anzuspannen, um mit an der Spitze zu bleiben. Das Spiel findet auf dem Sportplatz in der Kynaststraße, am Bahnhof Stralau- Rummelsburg, statt. Der Spitzenreiter der Abteilung, Lücken- walde II, spielt in Luckenwalde gegen die 5. Abteilung. Hier sollten die zweiten den Sieger stellen. Einen harten Kampf wird es in Woltersdorf bei Luckenwalde geben. Hier stehen sich Woltersdorf und Luckenwald« III gegenüber. Auch in der Abteilung B finden wichtige Spiele statt. In Pankow, auf dem Andreas-Hofer-Platz, stehen sich Germania und Freiheit-Rathenow gegenüber. Für Ger- mania gilt es, die bisher gehaltene Spitze zu sichern. In Nowawes spielen Nowawes 94 und Weißensee. Hier dürfte Weißensee nach hartem Kampf Sieger bleiben. Eisenspalterei und Karow treffen sich in Karow. Neukölln I erhält den Besuch von Moabit. Ob es den Neuköllnern gelingen wird, die vereinigten Moabit-Span- dauer zu schlagen, bleibt fraglich. Weitere Spiele: Hoppegarten und Oberspree spielen in Alt-Landsberg. FTGB. Tempelhof fährt nach Werder. In Rei- nickendorf stehen sich die dortige Abteilung der FTGB. und Schöne- berg gegenüber. Sokol-Charlottenburg erwartet an der Olympia- Radrennbahn den Besuch von Butab. Auf dem Gemeindesportplatz in Zehlendorf, Spandauer Straße, stehen sich Zehlendorf und Lichten- berg II gegenüber. Potsdam fährt nach Neukölln zu Wacker-Britz. Die Schweifsterne empfangen in Köpenick, Stadion, Cladower Männermannschaft. Neukölln 2 gegen Berlin-Mitte. Werder 2 gegen Potsdam 2. Pankow 2 gegen Rathenow 2. Lichtenberg I 2 gegen FTGB. Pankow. Werder Jugend gegen Neukölln Jugend. Brandenburg a. d. Havel Jugend gegen Caputh Jugend. Branden- bürg Altersmannschaft gegen Caputh 1. Männer. Lichtenberg I Schüler gegen Luckenwalde V Schüler. Beginn der Männerspiele 14 Uhr. Spielvereinigung 1. kreis. Sämtliche Spielformulare sind von jetzt ab an Karl Hartmann, Berlin-Spandau, Tannenweg 85, zu senden. Ebenso sind sämtliche Resultate der bisher ousgetragenen Spiele, ob bauender oder nicht bauender Verein, an Hartmann zu senden. �rbeiter~IiodcezttIHSle am Sonntag. Zwei interessante Spiele finden in der Schönhauser Allee statt. Um 12,39 Uhr treffen sich der Sportverein Moabit I und die Freie Turnerschaft Groß-Berlin Ostring I, Schiedsrichter Nordring. Beide Mannschaften sind gleichwertig und das Spiel ist vollkommen offen. Von 14 Uhr ab spielen der Athletik-Sport-Club I und Groß-Berlin Nordring T. Nordring ist gut eingespielt und wird den Voraussicht- lichen Sieger stellen. In der Laskerstraße in Rummelsburg spielen um 9 Uhr Athletik- Sport-Club Jugend und Groß-Berlin-Nordring Jugend. Beide Ver- eine verfügen über einen guten Nachwuchs, man wird guten Sport erwarten dürfen. Um 19,39 Uhr trifft Groß-Berlin-Tennis-Rot I auf Groß-Berlin-Nordring II. Tennis-Rot I muß gute Verbesse- rungen ausweisen, wenn sie bestehen wollen. Auf dem Andreas- Hofer-Platz in Pankow hat die Mannschaft Groß-Berlin-Pankow I Tennis-Rot II als Gast, das Spiel ist um 9 Uhr angesetzt. I-. Anerkannte Bestleistungen. Der Bundessportausschuß des Arbeiter-Turn- und Sportbundes hat als Bundeshöchstleistung anerkannt den Hochsprung von 1,45 Meier, ausgeführt von der Sportlerin Hohmann, Schwanheim bei Frankfurt o. M„ und den 1999-Meter.Lauf in 3 Minuten 29 Se- künden der Sportlerin Dietrich. Stettin. �hfätikerjagn Große oder kleine Glocke? Ein« Anekdote lautet so: Ein Pastor fragt einen biederen Heiratskandidaten, ob er mit der großen Glocke läuten lassen solle oder mit der kleinen. Mit der großen dürfe nur geläutet werden, wenn— ja wenn??? Ja, meinte der schlaue Junge,„läuten Sie nur mit der großen Glocke, Herr Pastor, aber mit der kleinen könnten Sie auf alle Fälle doch ein bißchen da- zwischen bimmeln."— So geht es auch dem Deutschen Fuß- b a l l b u n d. Er steht streng auf dem Boden der Amateurtreue und will mit der„Profi" nicht dos kleinste Verhältnis haben. Aber er hat dennoch beschlossen, sich lömal auf ein Techtelmechtel mit ihr einzulassen. Darf da noch mit der großen Glocke geläutet werden? Sechzehnmal zu Lehrzwecken! Sollte da nicht zuviel dabei gelernt werden? • Der Rubel rollt. Den„Ausgeschlossenen" geht es zum Teil recht schlecht. Während sie in Berlin ihren Betrieb noch aufrecht- erhalten können, steht es damit m Halle und bei den rheinischen Fußballern traurig. Sie greisen in ineser Notlage zu den bewährten bürgerlichen Mitteln des S p i« l« r k o u f s, ja, sie kaufen sogar Spiele. Bis zu 199 Mark bieten sie bundestreuen Vereinen für ein Spiel. Man kann daraus entnehmen, daß es den Leuten wohl an Mann, aber nicht an Mammon fehlt. Woher sie nur den Ziint haben? Sollte der Allerweltsspekulant Münzenberg auf die Karte gesetzt haben? Der„kleine Hugenberg" hat ja am Ruhrkampf wieder tüchtig verdient, da kann er schon etwas springen lassen. 4- Her mil der Teuoi In der Deutschen Hochschule für Leibes- Übungen streiken die Studenten. Sie haben zwar keine Lohnforde- rungen gestellt, sondern wehren sich gegen eine Verlängerung der Arbeitszeit. Noch dem geltenden Tarif haben die Herren und Damen morgens um 8 Uhr ihre Schularbeiten aufzunehmen. Zuspät« kommen bis zu einer Viertelstunde ist gestattet(sowas gibt es sonst in keinem Betrieb): ober das genügt ihnen nicht, sie wollen noch mehr zu spät kommen dürfen. Das hat die Verwaltung ab- gelehnt, und darauf ist der Betrieb stillgelegt worden. Ist jemand da, der das glaubt? Sollten da nicht noch andere Gründe vor- handen sein? Der Streik ist inzwischen beendet worden: man hat unter Protest gegen Dr. Diem die Arbeit wieder aufgenommen. Die Teno braucht also nicht einzugreisen. • Modern» Frauenlo». Ans er« weiblichen Champions habe» Nervenproben. Hilde, die Meisterin des nassen Elements, hat neu- Lch ein« Niederlage einstecken müssen: die holländische Rivalin Braun war flinker und kam einige Sekunden früher ans Ziel. Hilde wird nun nicht ruhen, bis die Scharte ausgewetzt ist.— Helene, die blonde Fechterin, hat in Mailand ihre faschisti- sche Gegnerin leichthin abgetan: aber dann ereilte auch sie das Mißgeschick. Die Faschisten bekamen plötzlich einen Mordskrach mit den Franzosen, weil«in Pariser Gericht gegen einen Faschisten- mörder ein zu mildes Urteil gefällt hatte. Sie weigerten sich, weiter gegen die Franzosen zu kämpfen, wodurch auch Helene aus dem Trockenen zu sitzen kam. Hoffentlich läuft nicht inzwischen ihr Schul- Urlaub ob! ü�XAuUooüUi/ Die Spiele am 9. Dezember. In der i. Gruppe finden drei Spiele statt. Brandenburg 2. Abt. fährt nach Luckenwalde. Velten spielt um 13 Uhr in Nowa-' wes, und Schöneberg hat auf dem Dominikusplatz um 9 Uhr die Feie Turnerschaft Groh-Berlin-Süden als Gegner. Der Ausgang des Spieles Nowawes gegen Velten ist sehr ungewiß, es stehen sich hier zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber, während bei den beiden anderen Spielen die Gäste das Rennen machen düvften. Inder 2. Gruppe findet das Spiel Moabit gegen Brandenburg 1. Abt. ebenfalls um 13.29 Uhr aus dem Schöneberger Platz statt. Moabil dürste hier die Punkte behalten. Kaulsdorf spielt um 141� Uhr in KaulÄwrf gegen Tegel. FTGB.-Wedding II fährt nach Eberswalde, während FTGB.» Osten I gegen FTGB.-Süden II um 9 Uhr in Hohenschönhausen, Sommerstraße, und FTGB.-Norden I um 11 Uhr gegen Velten II auf dem Platz an der Schönhauser Allee spielt. In der 3. G r u p p e spielen Wilmersdorf I gegen Moabit II um 19 Uhr auf dem Fehr- belliner Platz, Erkner I gegen Friedenau um 14� Uhr in Erkner, und Bornstedt gegen Fürstenwalde um 19 Uhr in Bornstedt. Die Spiele in der 4. Gruppe sind: Mahlsdorf II gegen Rathenow 1 um 19 Uhr in Mahlsdorf, und Grunewald-Eichkamp gegen Frie- denau II um 1414 Uhr in Grunewald. Bei den Frauen spielen in der 1. Gruppe Velten gegen FTGB.-Süden um 14 Uhr in Vel- ten, und Tegel gegen Brandenburg 2. Abt. um 1414 Uhr in Schöneberg, Dominikusplatz. Die Gäste werden wohl ohne Punkte heimfahren müssen. In der 2. Gruppe spielen Wilmersdorf gegen FTGB.-Friedenau um 11.19 Uhr auf dem Fehrbelliner Platz, und Luckenwalde gegen FTGB.-Rosenthol um 1314 Uhr in Luckenwalde. An wickstigen Gesellschaftsspielen finden statt: Auf dem Eiche-Platz, Köpenick, Marienstraße, treffen sich Eiche-Köpe- nick, Frauen, gegen Ruderverein Vorwärts um 11 Uhr, die Männer gegen Freie Kanu-Union um 13 Uhr, und Ruderverein Vorwärts, Männer, gegen FTGB.-Buchholz, Wildau gegen ASC. um 15 Uhr in Wildau, Friedrich-Ebert-Straße, Zehlendorf gegen FTGB.-Mitte um 14 Uhr in Zehlsndorf, Ruder- und Kanuverein 1924 gegen Freie Faltbootfahrer um 12 Uhr im Stadion Lichtenberg, FTGB.- Ruderbezirk gegen FTGB.-Kanubeziek um 19 Uhr in Karow, und FTGB.-Reukölln gegen Ruderverein Collegia um 914 Uhr in Neu- tölln, Hertzbergplatz. Freie Turnerfchaft Groß-Berlin. Bezirk Treptow- Südost. Heute, Freitag, 7. Dezember, 29 Uhr, findet in der Turnhalle Bouchestraße die Grüii-dung einer Frauenabteilung statt. Wir bitten alle weiblichen Mitglieder der Partei um ihren Besuch. «rbeitcr-SIad- mtb JtMfilrtrcrtvnl».Solidarität". 1. Abt.: ssrcitae. 7. Dr. jtmbcr, 20 Uhr, Eiliung mit Lichtdildcrvortrag bti SiUckcri, Steirnnctiflc. 36a. 2. Adt.! emritan, 8. Dczrrnbrr. 13 Uhr, SltcifjglfK durch den Titdoftcn. Endziel Falkenhorst«i Heimann, Waliersdorfer Str. 180. 6. Wt.: Frritvq, 7. De- zembcr, 28 Uhr, Cchung bei Büttner. Echrvcdlcr Str. 23. Sonntag, S. Dezember, 13 Uhr. Tour. Start Arnimplatz. Ort-.arupre Ekarlottenburg: Bcrlclir». und Startlolal, Wilmerodorfer Str. 2L(Säfte bei allen Veranstaltungen herzlich willkommen. Zusammenturnen der Seübterea am 11. Dezember! Die Eeräl-llbungen zum Bunoeafest i» Nürnberg werden geturnt, die Geübteren Grost-Berlins und der Vororte Müllen unbedingt erscheinen. Turnhalle Straßmanyftr. 6.(Peters- burger Straste.) 20 Uhr. Stanislaus. FTGB. Conuobend. 3. Dezember, 20 Uhr. Iugendausfchuh-Eihung in der Sefchästsstelle. Wichtige Tagesordnung: n. a. Werbefest:3.?auuar 1823! 2lrbctt«r.ZIadfahrer»V«rein Groh-Verliu. Sonntag, 8. Dezember, l3 Uhr, Spindlcrsfeld, Ncstaurant Budach. Start: Waldemar straste Elke Mariannenplatz. Gäste willkommen. Verantwortlich für die Redaktion: Enge« Prager, Berlin: Anzeigen: Tb. Glsel« Berlin. Verlag: Vorwärts Berlag G. w b. H., Berlin. Druck: Vorwärts Bucii- druckerei und Bcrlagsanstalt Paul Singer& Co. Berlin SW 68, Lindenstrad-" Sierh» Z Beilage». PROGRAMM ifir die Zelt*em 7* bis 10. Desember K 1 N O= TA F E L I PROGRAMM fflr die Zeit von 7. bis 10. Dewmber I moa Potsdamer Strafie 38 Du cetttese Hidchea Kegle: Ceell B. de r ; Mille Rkolnstrafie 14 Der Werte Moekctler mit Douslae Palrbaaks Jagendliche heben Zutnti Odeon« Peisdamer Str. 7S Haralde Hebe Schwiesermama mit Harald Ltojd Arladaa la Hopperarlea Jugendliche heben Zutritt Tarmstraße 12 Der raaderna Caaaaara mit Harry Uadt«a Hary Mitford* Bollfibraag Alezanderstraße 39-40 Passaeei Pat and Patachoo, die Pllmbeldca Hanta, ein Abenteuer». d. Unterwelt Dea gaaxaa Tag gcdftncit Z e n t r a ni Film p alast Börse m« Kotenthaler Str. 10-11. W. ab S, S- ab 3 Uabe Im Kabatall mit Hcaay Parten Saldataalabea, daa batst laatlg •ata �\or(l�r'.t«-n'� WeltaKino AH-MoabitLichtbild>Th. Franklurtet Allee 18 Woch 5. ca. 7 u. 8.15. Stg. Z. ca. 7 u. 8.15 U Hent spielt dar Strang Bühnenscban Jugendliche haben Zutritt W W- I B r n i Schloßpark Fihhilta Beniner Allee 3i)5— 211 Das Doknment vao Shanghai Sereaisslmna und die letzte Jnnglraa Bütaneascbau o r a« n Skala-Lichtspiele Schönhauser Allee 8a Liebe im Kabatall mit Henny Porten Der Ezpretrclter van Taxa« BObne iseban Alhambra MUllerstraBe. Ecke Seestraße Der Scheldnagsanwalt mit Llvio Pavane H Beiprogramm und BOtancnacban LSP Lichtspiele am Seneleldsrplatz Amor auf Ski mit Uedtke ui}d Chr. Tordy DU wtlBc Spinne MetronPalast Chausseestraße i Die tone KamtcB m. Dlna Gratia Beiprogramm und BObneosebae Pharus» Lichtspiele Müllerstr II Gebelmnlue da« Orieat* �rlr Dar Scbreckaa der Prirle Kino Busch Alt-Frledriehsleld« 5. Eck« Rosent. Str. Unter der Laterne mit Lissl Area Wer gewinnt das groB* Match? mit T. Tylar Bühnenacban „Elysium4* Film u.Bühne Prenzlauer Allee 56 Da* gottlose Mldehea Bühne; Bruno Arne, Ciaire Clalry. Walking Brotb „Riaito" Film d. Bühne Reinickendorfer Str. II(am Weddingl Der Weiberkrieg m. Pr. Kamper* Das leiste Souper mit Heinrich George <«f wiindbrunnen W ,,AlhambraM Bad straße 3, Der Poll de* Staatsaavolt* M. Bühne: Alles dreht steh am die Liebe Bailschmieder-Lichtop. Badstraße i Der Engel der StraBa Bleue Jansen, blande MIdcben Bühnenschau Humboldt-Theater Badstraße i• Oer Wart* Mnaketlar mit Oouglaa Palrbanfc« Grabe BQnneascbau i unendliche haben Zu'rftt Kristall-Palast Prinzenallee I— Harold Uayds Hab* SehwIageP Bei pragramm und VanatdacM Ingendliehe haben Zutritt Marienbad-Palast Bsdstraße 35/3> Harold Uoyda Hebe Schwieger mams DU Issel dar Trtena Bühoenaeban btp Ri teil: Stti toii L° Die l�ch iiäe feit ün fm ßnr unb • t"»n«ow■ Paiast-Theater Breite Str. H a. Beg. bJÜ. 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Gerüchte umschleichen das chaus— eins toller als das —. breiten sich aus nach allen Richtungen, verdichten sich zu irden n> flogen und finden den Weg in dos„Grunervold-Echo".— Junge jrttpM1°dchcn jeden Alters gingen in der Wohnung des Generalkonsuls iiten � 1 �nd aus. Nackttänze würden aufgeführt, Orgien veranstaltet. ohlseh�'A stieße in Strömen. , W* Der Generalkonsul strengt Beleidigungsklage an, nsurWi'«"i ganzen Rattenkönig von Beleidigungsklagen. Er fahndet nach ten-' Duelle der Gerüchte: er Hot den Portier des Hauses im Der- J* und läßt ihn von zwei Detektiven beobachten. Der eine De- arta Z® erscheint unter der Maske eines Hausbesitzers, der dem Ge- z für>l>'eikonsul sein Haus verkaufen möchte, der andere unter der Maske 1(5 Bureauangestellten, dem der Herr Generalkonsul ein fürstliches )er Dri» �lt versprochen habe. Der Portier weigert sich, Auskunft zu )rts<*ilen; man kriegt ihn aber rum, und er plaudert aus der Schule: rung �. far Wüstling da oben, Nacktänze werden bei ihm aufgeführt, �>«n gehen ein und aus." Aha, nun hat der Generalkonsul die Orfl#""l der Gerüchte an der Gurgel. Der Portier und der Redat- iisher �'' des„Grunewald-Echos" haben sich wegen Beleidigung zu Antworten. Sie lasten sich nicht einschüchtern und führen den ?hrheitsbewels. Ihnen zur Seite steht ein grimmiger des Generalkonsuls, ein Mann, der ihn einmal angespuckt .■ wofür er in der ersten Instanz verurteilt und in der zweiten war � stlprochen wurde. Die Zeugen marschieren auf. Da war zum i h nlst' l'piel einer, der von seiner Wohnung aus mit dem Opern- durch die großen Maschen der Vorhänge die Geschehnisse i, aer Wohnung des Generalkonsuls beobachtete. Am Stammtisch, stap» ar seine Wahrnehmungen schilderte, nannte man ihn deshalb Heri> Zl foßmasche". Ein anderer, der. mit einem Feldstecher aus- pestM lster, das Dach des benachbarten Hauses speziell zu dem Zwecke ®nm, um sich die Nackttänze in der Wohnung des Generalkon- md W f. onzufchauen. Eine Untermieterin enählte von den vielen zung � jeden Alters, die«in- und ausgingen; von einem Lehr- _ jui das in der Küche stets zur Verfügung des Herrn General- ril$a2'""f stünde, sofern er keine Damen von der Straße mitbrächte. stöckc> direkte Gegenteil von oll dem bezeugten aber einige„Damen", »eim Generalkonsul verkehrten. Nie hätten da Orgien statt- gefunden. Und ein Zeuge, den der Herr Generalkonsul speziell zur Bewachung seiner Untermieter im Zimmer des Hausmädchens ein- quartiert hatte, meinte gar, die Orgien fänden in den Zimmern der Untermieter statt: der Herr Generalkonsul trinke bloß Apfelwein. Das Ende vom Lied« war, daß die Berufungsinstanz das Urteil des Vorderrichters bestätigte, und es bei der Geldstrafe von je 4 0 Mark für den Portier und für den Redakteur des"Grüne- wald-Echos" beließ. Hiilerium gleich Rowdytum. Zwei Schüler überfallen und mißhandelt! Im Anschluß an die Kundgebung der sozialistischen Ar- beiterjugend verfolgten etwa zehn Hitleranhänger, die die Versammlung zu stören versuchten, zwei Schüler, die auf ihrem Heimwege die Untergrundbahn benutzten. Auf dem Bahnhof Spittelmartt fielen sie über die beiden mit Schlagringen her, verletzten einen von ihnen so schwer, daß er auf dem Bahnhof verbunden werden mußten. Beim Eingreifen eines Bahnbeamten ergriffen die Rowdys die Flucht. Die Kundgebung war ja dem neue» Geist in der Schul« gewidmet. Sie richtete sich gegen den H i t l e r g e i st, der sich vielfach bemerkbar macht. Wie not- wendig es ist gegen Hitlermethoden anzukämpfen, zeigt der eben geschildert« Vorfall. Hitlertum gleich Rowdytum, das ist die kurze Formel, mit der der„Hitlergeist" klar gekennzeichnet ist. Wieder ein Schüler vermißt. Der IS�jährige Schüler Rudi Krahl, der bei dem Rektor Kühn in Reinickendorf wohnte, ist seit Dienstag mittag 1 Uhr spurlos verschwunden. Der Knabe war etwas schwach begabt und befand sich aus diesem Grunde in Reinickendorf in Pen- sion. Er ist 1,68 groß und trug eine Manchester-Breecheshose, graugrüne Sportjacke mit weißem Einknöpfkragen, Sporthemd, Stutzen, schwarze Halbschule und blaue Sportmütze. Er hat schwarzes Haar und braune Augen und fällt durch seine rauhe und etwas undeutliche Sprache auf. Der junge Mann ist von der Schwägerin des Rektors mittags in Begleitung eines gutgekleideten Herrn im Alter von 40 bis 50 Jahren in der Schwedter und Christianiastraße gesehen worden. Es fiel auf, daß der Herr an der Ecke auf ihn wartete und mit diesem ging er weiter. Aben- teuerlust wird als ausgeschlossen gehalten. Es wird an- genommen, daß er unter Vorspiegelung falscher Tatsachen verschleppt wurde. Mitteilungen werden an die Eltern Krahl, Grün- straße 3(Kupfergaben 3049), oder Polizeipräsidium, Vermißten, zentrale, erbeten. Die Polsterklasse der Reichsbahn. Zu wenig Wagen II. Klasse! Die durch die Tarifneuordnung von der Reichsbahn erhoffte Aufwanderung der Reisenden aus der dritten in die zweite Kloste hat das erwartete Ausmaß überstiegen. Der Bedarf an Zroeiter-Klasse-Wagen ist so groß, daß namentlich bei starkem Andrang nicht immer genügend Zweiter-Klasie-Wagen gestellt werden konnten. Daher hat sich die Reichsbahn entschieden, an Stelle van ursprünglich vorgesehenen Wägen dritter Klasse solche der zweiten Klasse zu beschaffen. Es sind zurzeit 737 Wagen zweiter Klasse im Bau. Sollte es in der nächsten Zeit ge- lingen, Anleihemittel zu beschaffen, so werden sofort weitere Polster- wagen in Auftrag gegeben werden, und zwar nach einem neuen Einheitstyp. Ilm schon vor der Fertigstellung der neuen Polster- wogen den Reisenden der Polsterklasse in jedem Falle die gepolsterte Sitzgelegenhest zu geben, wird jetzt eine Reihe von Wagen dritter Klasse behelfsmäßig als Polsterwagen hergerichtet und mit Polster» kissen und gepolsterter Rücklehne versehen. Die Wagen werden noch in diesem Jahre fertig und vorübergehend in Dienst gestellt werden. Die Wagen der vierten Klasse, die neben den Sitzplätzen noch Steh- platze haben, werden nach und nach mit Sitzbänken ausgerüstet und dann in ihrer Ausstattung der dritten Klasse gleichen. Eine Aus- nähme machen nur die Wagen, die für den Traglaftenver- kehr benötigt werden. Voraussichtlich werden 9999 Wagen die Ausstattung der dritten Klasse erhalten. Alle Wagen der vierten Klasse werden Fenstervorhänge erhalten. Diese Arbeit mi-d bis zum Ende des Winters durchgeführt werden. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Um- gegend.(Nachdr. verb.) Teils heiter, teils wolkig, einzeln« Schnee- oder Regenschauer, kühler, vielfach Nachtfröst«.— Für Deutschland: Im Norden Abkühlung mit einzelnen Schauern, im Süden weiterhin kalt und meist trocken. Die SInderrevu«.Funkheinjelmo»» filmt» wird Sonnabend um 3'/, Uhr und Sonntag um 3 Uhr nochmals in der Premierenbejetzung im.Capilol» ausgeführt. Bettenhaus A. Schenert Berlin SO, Oranienstr.12 Eckbaot Heinrith- pUlz, Hochbahn Görlltzer Bahnhof. OeiüittH.... 12.- 24.- 4t.- 55.- !I-l«ld-N-ii.... 11— 15.— 32.— 43.— topfkitsen____ 4.— 2.— 12.— 19.— StBppietk!»... 13.— 15.— 18.— 20.— DioDEfllsckn.. 48.— 60.— 06.— 95.— Metallkettm... 15.- 18.— 22.— 27.— 31lj.Mitr.Lleitk. 15.- IB.- 24.- 28.- mit neocfttai Meschlaeit.— Ab- Bettenreinig tmg Anruf: Moritiplatt£>3. öbel-Nolfe M'j liefert seit 1862 Schlafzimmer, SpeUerlmmer, Herrenzimmer, Elnrcl-Möbel, KCchen, Sofa«. 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New Fort. 7. Dezember. Snfolgc ernster Streikunruhen, an denen etwa 12000 Arbeiter, „j auj den Bananenplantagen in der Provinz Q g d a( e n o in der Republik K o l u m h i a beschäftigt sind, be- �uigl sind, ist der Belagerungszustand erklärt worden, ngeblich find die Arbeiter von mexikanischen kommunistischen Agi- « 5en aufgehetzt worden. Die eigentlich« Ursach« der Unruhen sind Höhendifferenzen, die bereits seit einigen Wochen andauern. - ic streikenden, die nur über sehr primitive Waffen verfügen, sollen Ich an verschiedenen Orten verschanzt haben. Di« Pflanzungen sind 'erall zerstört. Amerikanische Regierungsbeamte werden ! Tagen als Geiseln festgehalten. Zwischen Militär nd den Streikenden ist es bereits zu verschiedenen Zu« iamnlenstößcn gekommen. Die Nachrichten über die Streik- rcruhen laufen nur spärlich ein, da die Streikenden die telephonischen ad tclegrophischcn Verbindungen unterbrochen haben. Buenos Aires. 7, Dezember. Obwohl der Gouverneur der Provinz Santa Fe die An- i age der argentinischen Zentralregierung, ob er die Arbeitsfrciheit hnc Entsendung von Bundestruppen garantieren "tine, bejahend beantwortet hatte, hat Präsident I r i g o y e n e n n o ch ein Regiment berittener Infanterie und«in Regiment � aoallerie nach Rofario entsandt. Ferner ist der Chef der rler> Tliilitärdivision beauftragt worden, dos Oberkommando fämt- cher Streitkräfte in der Provinz Santa Fe zu übernehmen mit dem , �ehl. unter allen Umständen die Einbringung der Ernte und die chrechterhaltung der freien Arbeit sicherzustellen. Die Maßnohmen der argentinischen Regierung haben lediglich »rbeugenden Charakter(!), da es bisher noch nirgends zu größeren usschrejtungen gekommen ist. Die Energie des Präsidenten Jrigoyen tlbn' kommentiert, da er während seiner ersten Präsident- ! ,lt Arbeiter- und Streikbewegungen gegenüber sich sehr zurück- Velten verhalten hat. Obwohl diese Darlegungen nicht von den Streikenden, sondern on ihren Gegnern ausgehen, lassen sie deutlich erkennen, daß die rntestreiks glatt beigelegt wurden, wenn nur ein Bruchteil der b r?'' Öf3en die Streikenden eingesetzt wird, auf die Plantagen- 6i>tzer einwirkte, damit sie den Forderungen der Streikenden ent- S-g-nkommen. Wir beginnen am Montag mit dem Abdrudc der Erinnerungen und Begegnungen Ton JCuise diaulttky Die bekanntesten Führer der Arbeiterbewe- haben den Lebensweg der Frau unseres Altmeisters Karl Kaufs ky gekreuzt. Karl marx und August Bebel, Lenin und ' r o t z k i, Wilhelm Liebknecht und Kosa Luxemburg, Gestalten also, die jedem • nzialisten teuer sind, erscheinen vor unseren Augen. Die hochinteressanten Aufzeidmungen Verden bereichert durch den Abdruck einer Anzahl Briefe an die Verfasserin in der Original- handsdirift. Bettel um Makulatur. Sin veruoglücktes„Wcrbe-schreiben. Landesverband Mark Brandenburg des hatte sich, wie wir in der Ausgabe des„Abend" vom 22. Ro- rn\!r h.��'chteten, in einem Rundschreiben an die Buchoerleger gc- '""k der Pitte, Bestände von Kriegsausgaben und Schriften, ..wegen ihrer Moraltendenz bei uns als vcr- �Lafehen werden," für eine Bücherfpend« an Au«. zur Verfügung zu stellen. Diese Aufforderung haben lnr. Qma's unter der Ueberschnst„Bettel um Makulatur" ent- wk-ch-nd kritisiert. stell h r®e'ter der Abteilung für Auslandsbüchereien in der.ihoupt- hin«,I.�,�rein» für das Deutschtum im Auslände bittet uns. darauf dax») /h r m L i ch t e e r f ch e i n e n z u l a f f e n; dem Verein tfege *0tfti»• Jlic Ausländsdeutschen mit Schriften veralteter, d. h. wirf.���'�'chrr Moral zu versorgen, also politisch reaktionär zu i!'.°°llig fern. bot lr"'hfuen von dieser Erklärung gern« Kenntnis und hoffen, Ansichten der Hauptstelle auch bei den Landes- °noen des VDA. Allgemeingut werden. Sie ist öle Schönste nicht... Unz �"d wohl gewissen Nichtigkeiten gegemiber zu gründlich "tentc rm'�en�af und vielleicht auch zu humorlos. Diese Argu- �eth tc'�:cn die einzige Entschuldigung für das mehr als kindliche i>ei' 5 erwachsene Menschen höherer und höchster Jahrgänge k»ni�""läßlich der Wahl der deutschen Schönheits- Defj� �" verursachten. Also: es traten wieder einmal— die» folg,,,,11 jeden Winter und jeden Sommer mehrmals zu er- �„jünszig Kandidatinnen auf dos Schönheitsprädikot„Miß Berlin samt umliegeichen Ortschaften, wie z. B. hoUen��°?' Dresden, München, Holle, Glciwiß, Helmstedt üsw., "va Schönste« unter den Töchtern des Landes entsandt.(Die �'Zah-', h0,b* durften Reise, und Aufenthaltsspesen sogar selbst iit~€"!) Dem seligen Paris wäre auch diesmal wieder vor Schreck '"'"'es weggeblieben, und er hätte nur wehmütig geseufzt: hächp �vtschland! Schön nicht eine einzige, jung nur stellenweise, sj�/"�"i'dlich, aber beileibe nicht alle. Die Jury bestand aus dielx �.."ll'ren Herren aus der Maler- und Dichterbranche, und Bern"Ahlten stundenlang. Die dann endlich Erwählte war die �"'rin Eliweth Rod sin, eine zierliche Dunkelblonde. Wieder ist,.' n>'e die» bei den Schönheitstonkurrenzen jedesmal der Fall gtji«, gerade auf diese nicht ein einziger au» dem Publikum darauffolgenden Krönungsakt wurde die Aermfte D0" den Enttäuschten niedergeschrien, und stall eines dlZz Hochs warf man ihr„Pfui, Schiebung, Neuwahl" an llleij �h�rifierte Köpfchen. Ganz verdallert schob sie davon, be- �rtil> ihren beiden Trabantinnen Silly Göckel-Dresden(zweiter ''"nd Eharloll« Falk�Berlin(dritter Preis). ®"nr»�r�n�a,ion der hessischen Kriminalpolizei Der hessische dalllei L e u j ch n« r beabsichtigt, die hefsisch« Kriminal- zur,z�a/« DleVerbredier Schauspiel von FerdinandBruckner Regie:HeinzHilpert Kammerspieie Norden 12310 3V, U. Ende geg. 10 „Eben werden im Himmel gesdiiDtseil" Komödie vonWalter Hasendcver Regie; Forster Larrinaga. Die Komödie Bismarck 2414/7516 i lU Uhr, Ende w»/« „Olympia" von Franz Molnär Regie: Forster Larinaga. Fbaila-Theater dresdener Str. 72-73 8 Uhr SehneiderWibbels iafersiehung Hendiili. Crodtciinslri. KteiD» Theattr Täglich 8'/. Uhr Hai Adalbert Der Dickkopf sandrock, Unda, Sterler. Slkl«. |MMeaieih Feieöerike Musik von Franz Lehar KMe Sorsch Marö Zauber Kilhe Worner» Vespermann -Urnstaed!» Starnbur-» Dorn Siez o Limburg» Schöacmonn Die Kafs« ist den ganze» Tag geSsmet. Telephon Zentrum 378 n. 9393 taltsubarg-ddboiii Dts. Künstler-Th. 8 Uhr Die Herzogin von Chicago Jjtr. zw Enanridi Kzlnar, Lesslng-Theater SV, Uhr „Herr larabertbier" mit Albert und Else Bassermann. Theater am Nollendorfplatz Täglich 81/. Uhr Wiener Binl Oper v.Joh. Strauß Sonnabend 4 Uhr Witzen-Spitzel. Sonntag 4 Uhr Daa neugierige Slernlein Lnstspielhaus Friedrichstr.234 Bergmann 2922/23 Täglich 8>l, Uhr Das Zugslück von Berlin Arm wie eine Klrdienmaos Birnowskp-BöhiieD Theater in der KOniggrätzer Straße Heute 7'/, Uhr Zum 1. Male; Toboggan Schauspiel v. Gerhart Menzel !!>» c V.Barnowsky Komödien haus Tgl. 8'/, Uhr ffer sollte es SODSlSßifl? v. Falli iaashlenan. Im neuen eleganten ERFIIISCHUIIIS UM ha 2, Steck wenn man in unserem bedeutend vergrößertem Hause WEIHNACHTS-EINKKUFE vorteilhaft erledigt hatl-- mmmi „Sdkön und sdüdi" Ib. In llminlspalist Täglich 81/. Uhr. Zhoantag Vorstellungen 3UhrD.81,,Ubr, liidt* nittaji dit iziii Vir- itzll». näilbnFnim Sonnabend und Mittwoch 3'/. Uhr krau DoUe Märchenspiel. Kleine Preise R ose-Theater jr/rukfirt>r St. 132 8V4 Uhr Die Ratten Tb. ii der llltzowstr. Kurf. 9209. Täglich 8'/. Uhr Sonntag auch 4 Uhr L H. Lommei in; „finuxendorl aal Veite 0,S' Rundfunk höre r tiaiue Preise PlanetariDm am Zoo 'vüe». iudiiniftilu tirzfc Noll. 1578 16 Uhr Oer Sternhimmel im Winter 18 Uhr irde sind WeltearaimL 20 Uhr. Wolken ijjj Welten räum e'/.uhr CASINO-THEATER sv.un, Lothringer Straße 37. Oer neue Posse-Schlager! fln&isl. die Kanone! 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