uf de Gh 21$ ufgabe Tunn t zu b Don b in Ratha hat Will fchaft fich fe Tht w ered ich un czit t. Poliz er Hil orf, ve em Re Benfi am o arde be Befcht ben betreu Ft Ron per mi gt fe shalb Er Morgenausgabe Rr. 581 A 294 45.Jahrgang Böchentlich 8531. marathic 3,60 tm voraus zahlbar. Boitbezug 4.32 2 etnicht. Bestellgeld, Auslandsabonne ment 6.-M. pro Monat. Der Borwärts erscheint wochentag fich zweimal, Sonntags und Montags einmal, bie Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Dez Abend", Illuftrierte Beilagen Bol und Zeit" und„ Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Wissen". Frauen. Stimme". Technit" Blid in die Bücherwelt" und Jugend- Borwärts Vorwärts Berliner Boltsblatt Gonntag 9. Dezember 1928 Groß- Berlin 15 Pf. Auswärts 20 Pf. Die etnisattige Ronpareillegzeile 80 Bfennig. Refiameteile- Reichs mart. Kleine Anzeigen' das ettge brudte Bort 25 Pfennig( zuläfig me Jettgebrudte sorte), jebes meitere Bort 12 Bfennig. Steuengesuche das erste Bort 15 Bfennig, jebes weitere Wort 10 Pfennig. Borte über 15 Buchstaben Arbeitsmart gählen für zwei Borte. Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen für bonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen annahme im Hauptgeschäft Lindens Straße 3, wochentagl, von 8 bis 17 Uhr, Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 fernsprecher: Tonboft 292-297 Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berlin Was ist mit den Kanonen? Eine Anfrage nach Lugano. Stresemann trifft sich heute mit Briand und Chamberlain in Lugano. Da die Tagesordnung des Böllerbundrats nichts enthält, was die Anwesenheit der leiBoli tenden Staatsmänner notwendig macht, muß man annehmen, daß die drei Männer miteinander über Dinge sprechen wollen, die nicht auf der Tagesordnung des Bölkerbundes, wohl aber euf jener der europäischen Politik stehen. Man denkt da an brüstung, Reparationen und Räumung. Indes wird über die Abrüstung nicht viel zu sagen fein, denn der bisherige Mißerfolg aller auf sie gerichteten Bestrebungen ist offenfundig und durch ein DreimännerJuli Strieg Ore N r We Bor ft, u Y gespräch auch nicht zu beheben, und über die Gründe fönnte man länger reden, als man in Lugano Zeit haben wird. ptver Was die Reparationsfrage betrifft, jo wird man sich hüten, über Summen und Zahlungsmodalitäten zu sprechen, bevor die Sachverständigentommiffion gearbeitet hat und wann die zusammentritt, steht noch nicht einmal feft. Möglich, daß man darüber nach Lugano etwas mehr wissen wird. Bleibt die Räumungsfrage, über die aber haben Chamberlain und Briand schon vor einigen Tagen in ihren Barlamenten gesprochen, und zwar in einer Weise, die vermuten läßt, daß sich auch hier noch immer alles am alten Fleck befindet. bei. und Nad 1 Süd Den v Tb. Gl nitrak ärts karte Vorwärts- Verlag G. m. b. H. Boltichedkonto: Berlin 87536. Bankkonto: Banf der Arbeiter. Angefteltex und Beamten Wallsit. 65. Diskonto- Gesellschaft. Depofitentasse Lindenstr. 3 Diftator Hugenberg. Einziger Parteivorsitzender.- Er befestigt seine Stellung. Die deuffchnationale Parfeivertretung war geffern verfammelt, um den neuen Borstand zu wählen. Die bisherigen stellvertretenden Borsitzenden, die Abgeordneten Schlange- Schöningen und Staatssekretär a. D. Wallraf, haften nach der Wahl Hugenbergs zum Vorsitzenden im Herbst ihre Aemter niedergelegt. Das Ergebnis der geftrigen Aussprache war, daß auf die Neuwahl ftellvertretender Borjihender verzichtet wurde. Hugenberg bleibt alleiniger Borfigender mit diftatorischen Bollmachten. nationale Parteipertretung wurde am Sonnabend in Die deutschnationale Preffeftelle teilt mit: Die deutsch Reichstag mit einer Rede des Borsigenden Geh. Finanzrats Hugenberg über die gesamtpolitische Lage und die Entwicklung und die Aufgaben der Partet eröffnet. Der Borsigende stellte anschließend den Entwurf der Sagungsänderungen zur Beratung. Die Sagungsänderungen wurden in der von dem Vorsitzenden vorgeschlagenen Form nach eingehender Aussprache mit über über: wältigender mehrheit angenommen. verwaltung wurden die Zuständigkeiten anderer Inflanzen aufgehoben und auf den Parteivorfihenden übertragen. Zu Mitgliedern des Parteivorstandes wurden die nachstehend aufgeführten Personen gewählt: Bang, Graf Behr, Behrens, Frau v. Birdhahn, Carlsen, Dieckmann, Diller, v. Dommes, v. Dryander, D. Dziembowski( Bayern 1), Ebersbach, v. FreitaghLoringhoven. v. Goldader, Gürtner( Bayern 2), Hartwig, Haßlacher, Hergt, Jäger- Celle, Koch, Freiherr v. Landsberg, Frau Lehmann, Leopold, v. Lindeiner- Wildau, Logemann, Lowal, Mengel. Frau Müller- Otfried, Mumm, Oberfohren, Quaaß, Frau v. Rechenberg, Frau Richter- Heidelberg, Sieveling, M. Schiele, Frau Schirrmacher, Thomsen, Frau Ulbrich, Wallraf, Weilnböd( Bayern 4). Schulze- Frankfurt a. d. D., Schwecht, Spahn, Spuler( Bayern 3), Zu den gewählten Borstandsmitgliedern treten automatisch laut die Borsigenden der Parteifrattionen im Breußischen, Baye Satzung die Vorsitzenden der bestehenden Landesverbände, rifchen, Württembergischen, Sächsischen, Badischen, Hessischen und Ehrenvorfizenden und Ehrenmitglieder der Partel, der von der Thüringischen Landtag, im Breußischen Staatsrat, bie Partei gestellte Reichstagspräsident und der Präsident standsmitglied und der Schahmeister. des Preußischen Landtags, das geschäftsführende Borftandsmitglied und der Schaßmeister. Der Grundgedanke der Sagungsänderung ist der, in den Mittelpunkt der Gesamtorganisation den Parteivorstand Wenn Stresemann feinen Kollegen in Lugano erflären follte, daß angesichts der französisch- englischen Politik durch den eine gleiche Bahl zugewählter Mitglieder Siz und zu stellen, in dem neben sämtlichen Landesverbandsporfigen bas ganze deutsche Bolt ohne Unterschied der Partei ein st ar Stimme haben. Es sollen dadurch die Auffassungen, wie sie im Lande es unbehagen gehe, würde er gana gewiß nicht zuviel die Grundlage der deutschnationalen Beltauffassung und Polisit Hugenbergs in der Deutschnationalen Volkspartei. Er Der Sinn dieser Beschlüsse ist die Dittatur fagen. Und wenn er hinzufügen sollte, daß das Schwimmholz bilden, auch in den Mittelpunti der Tätigkeit der Zentralorgane der ist einziger Borsigender. Er hat eine Reihe ber Außenpolitik, die mehr gefühlsmäßig eingestellte Masse, Bartei gestellt merben. Daraus ergab sich in Verbindung mit dem ficherer perfönlicher Anhänger in den Borstand fich von der bisherigen Richtung abzulösen beginnt, fo würde Wunsche nach einer Bereinfachung der Organisation bie Aufgebracht: Bang, Freitagh- Loringhoven, von Golbader, auch das den Tatsachen entsprechen. Solche Symptome ver benen forgfältige Beachtung derjenigen ausländischen Bo- war bisher ein felbftändiges Zwischenglled zwischen Parteivorsigenden Borstand eine fleinen Arbeitsausschuß ernennen, der sein hebung der bisherigen Instanz der Partetteitung. Diese Gürtner, Leopold, Quaah, Sieveting. Er wird aus dem litifer, benen es um die Fortsetzung des in Locarno begon und Borfiand. Der Parteivorligende hatte schon in feinen engeres Direitorium bilden wird. nenen Werfes ernstlich zu tun ift. Wäre die rein vernunftmäßige Stellung der bisherigen deutschen Außenpolitif nicht so start, dann märe es aller dings heutzutage etwas schmer, fie gegen diejenigen zu rer. teibigen, die ihr ihren angeblichen totalen Mißerfolg" perrechnen. Auch wir können wahrhaftig nicht behaupten, daß die Sieger im Kriege die Welt wohl geordnet haben oder erge daß sich der Forilchritt zu einer neuen Ordnung mit Sieben mellenstiefeln nollzieht. Wenn mehr als zehn Jahre nach Cönig Kriegsschluß von dem Abrüstungsversprechen der anderen noch nichts erfüllt ist, wenn die Frage, was . derpla e! ng! e! 1. chen Sume 3, 1 erli gen Regelung harrt, wenn weite Gebiete der gleichberechtigten und vertragstreuen Böllerbundsmacht Deutschland immer noch von fremden Truppen besetzt sind und wenn um das Recht Deutschlands, auf Räumung ein neuer elender Baragraphenstreit entfesselt wird, dann wird man in ganz Deutschland vergeblich einen Menschen suchen, der bereit wäre, der französisch- englischen Außenpolitik ein Loblieb zu fingen. Dies im gegenwärtigen Augenblid auszusprechen, scheint ns Pflicht gerade derjenigen, die an der bisherigen Außen litit festhalten, weil fie feine andere sehen, die verinftigermeise ge ben werden könnte. Die Sozialdemoatifche Partet betennt sich auch heute noch zu ihr. Sie war die dieser Außenpolitik die Bahn gebrochen und sie ständig fördert hat, ganz gleichgültig, ob sie fich in der Opposition Der in der Regierung befand. Die Wahrheit, daß Europa es gesicherten Friedens bedarf und daß für ihn ein freundhaftliches Einvernehmen zwischen Deutsch and und Frankreich die erste, grundlegende Boraus bung ist, bleibt bestehen. Sie bleibt unberührt von den schwankungen der innenpolitischen Machtverteilung und von Nen Schwächen und Fehlern der Staatsmänner. Uns, die mir stets bemüht sind, die anderen zu ver17ehen, wäre es eine Erleichterung, wenn wir einmal einen ernünftigen Grund dafür erfahren könnten, warum ie Räumungsfrage auch heute noch als Barriere zwischen em deutschen und dem französischen Bolt stehen muß ler Belchem 3wed tann es bienen, daß Frankreich in einer Geste des Mißtrauens und der Feindschaft erstarrt ist, daß es, eile mit Léon I um zu sprechen, an dieser„ Entlave des Krieckges ges in einer Welt des Friedens" noch immer festhält? Das Schlimmste on diesem Zustand ist hoch, daß auch fein franKazösisches Interesse für seine Aufrechterhaltung sprint, daß er nur noch durch das Gesez der Trägheit, vas fejber auch für das Denten gilt, und die unbestimmte Angst vor jeder e2Beränderung aufrechterhalten wird. Das Schlimm te ist nicht, haß Frankreich seine Interessen vertritt das muß jedes Solt tun, und das darf feines dem anderen übelnehmen ondern daß es eine jo fchlechte Politif macht. Lad g are Es gibt in Deutschland eine Minderheit, die diese schlechte olitit Grantreichs gern dazu benügt, um gegen die deutsch ranzöfifche Verständigung zu hegen. Es gibt eine große 2 einleitenden Ausführungen die Bildung eines Arbeitsaus.. fchuffes des Borstandes angekündigt, ber als Organ bes Barteivorsianbes wie andere Ausschüsse aus seiner Mitte jeberzeit porfigenben bemnächst gebildet werden soll. Für die Parteigebildet werden fann und nach dem Borschlag bes Partei figenden der Landtagsfrattionen dem Vorstand an, Graf Westarp ist ausgeschaltet. Wohl gehören die Voraber nicht der Vorsigende der Reichstagsfrattion, Die Konstruktion gegen. Bestarp springt in die Augen. sondern Herr Graef, der Bizepräsident des Reichstags. Raas zum Zentrumsführer gewählt Botum des Parteitags: Kaas 160, Joos 92, Stegerwald 42 Stimmen. öln,& Dezember.( Eigenbericht.) Der Reichspatteitag des 3entrums steht unter dem Zeichen völliger Berwirrung. Unüberbrüdbare Meinungsverfchiedenheiten machten einen einheitlichen Vorschlag des Partelaus fchuffes zur Führerwahl unmöglich. Die Differenzen waren fo groß, daß nicht einmal der Parteitag am Sonnabend vormittag den ersten Punkt der Tagesordnung erledigen und zur Wahl des Borfihenden schreiten fonnte. Als dann bis nachmittags 5 Uhr immer noch feine Berständigung erzielt war, überließ man die Entfcheidung ohne Initiative dem Parteitag. Das Ergebnis ist eine geradezu tatastrophale Niederlage des Gewerkschaftsführers Stegerwald. Bon den 400 Delegierten wurden insgesamt 318 gültige Stimmen abgegeben. Davon entflelen auf Saas 160, den Abgeordneten Joos 92 und auf Stegerwald 42 Stimmen. Ein erheblicher Teil der Delegierten hatte sich der Stimme enthalten, ohne daß der Borfihende davon irgend etwas mitteilte, Mehrheit, die diese schlechte Politik bedauert und offen fri-| tifiert, um die deutsch- französische Verständigung über den legten Punkt hinwegzubringen, der für sie gefährlich ist. Für dieses Bestreben wirbt sie um Unterstügung nicht nur bei allen einsichtigen Franzosen, sondern bet allen Bolitikern, die auf den Gang der Dinge Einfluß haben. Es kann ihr darum auch nicht gleichgültig sein, wenn Herr Chamber. lain der französischen Bolitit auf einem falschen Wege folgt, fie auf ihm vielleicht noch vorwärtsdrängt, statt ihm freund schaftlichst zur Wahl eines bessern zu raten. Wer( o handelt, faßt die Aufgabe eines Locarno Garanten doch zu formal auf. Wir sehen den tieferen Sinn des Locarno- Ber trages darin, daß Deutschland und Frankreich zur Erhaltung des Friedens zusammenstehen und dabei von den Garanten unterstützt werden sollen. Das fann nicht geschehen, wenn aus dem Friedensmantel des Garanten vom einen zum andernmal die Uniform der Altierten hervorlugt. Auch wenn die Alliierten tausendmal das juristische Recht" hätten, noch ein Jahr die zweite 3one, noch fechs Jahre die dritte belegt zu halten was mit durchschlagenden Kaas nahm die Wahl unter demonftrativem Beifall feiner Anhänger an, obwohl er in allen Borverhandlungen immer wieder erflärt hatte, daß er die Führung der Partei mit Rücksicht auf seinen Gefundheitszustand nicht übernehmen könne. Mederschmetternd wirfte das Ergebnis auf die Anhänger von Siegerwald. Man hatte nach feinem bisherigen Auftreten felbft in seiner engsten Umgebung eine solche Niederlage nicht erwartet. Siegerwalds Rechenschaftsbericht. Die Sonnabendvormittagsihung des Zentrumsparteitages wurde, nachdem die. Wahl des Borfißenden verschoben worden war, mit einem Rechenschaftsbericht des Reichstagsabgeordneten Stegerwald malb zeigte offen, daß ein Teil des früheren Zentrums den Ueber3entrum und deutsche Politit" eingeleitet. Stegergang zur Republik nur widerstrebend mitmachte, daß bis in die Jezizeit noch sehr viele Zentrumsanhänger die neuen Reichsfarben innerlich nicht anerkennen mögen, daß vor allem auch die EntGründen bestritten werden kann, auch dann würde die Aufrechterhaltung der Besatzung Unrecht und Unsinn bleiben: Unrecht, weil das angebliche Recht zur heutigen Situation nicht mehr paßt, und Unsinn, weil fein 3 wed sichtbar ist, ber durch die Anwendung dieses brutalen Mittels erreicht werden kann. ,, Zurüd die Kanonen!" hat nach Locarno Herr Briand in Genf ausgerufen. Die ganze Welt hat es in Rundfunk gehört und war Ohrenzeuge des brausenden Beifalls, mit dem die Versammlung diese Ankündigung aufnahm. Seitdem hat Herr Briand noch viele Reden gehalten, wie nur er sie halten fann, und die Welt war von ihnen entzückt. Bloß die Ranonen stehen noch immer da, wo sie gestanden haben. Wer nimmt es dem deutschen Volke übel, wenn es nur mit halbem Ohr auf die Gespräche von Lugano hört und mit gespannter Aufmerksamkeit nach den Kanonen im Rheinland und in der Pfalz blickt, die sich nicht von der Stelle rühren. Schafft die Dinger endlich einmal wirklich weg! abiding zur, Demotrette bei weiten Streifen des Sentrums foziologichen Widertenb finde. Tröstend fett Steger wald diesen Kreisen auseinander, baß feine Revolution porüberzu gehen pilege, ohne baß irgendwelche Boltsteile manche tiefen Gemütswerte einbüßen müßten. Daß eine starte unzufrieden. beit durch die Reihen des heutigen Sentrums geht, muß aud Stegerwald anerkennen. Besonders feit ben legten Bahlen mit Shren für das Zentrum überraschenden Berluften an Slimmen und Mandaten fel der Bunsch immer ftärter geworbett, bas zen. trum für eine geraume Zeit aus der Regierung zu lehen, damit es sich zunächst einmal erhole und feine eigenen Barteifachen ordne. Aber, jo meint Stegerwaldber 3wang, dem so Staate zu dienen, ist größer als der Wunsch nach Ruhe; benn in Deutschland liegen die Dinge so, daß eine Regierung nicht ohne das Bentrum gebildet werden fann. Weder eine Minderheitsregierung von rechts noch eine solche von links fann phne das Zentrum eine Mehrheit bilden. Belle das Zentrum außer halb des Kabinetts bleiben, fo mülje es trobem einen großen Teil der Berantwortung mit übernehmen, jei es in der Form der wohl. oollenben Reutralität, fei es durch bedingungsioje 3u Stimmung zu Regierungsvorlagen oder deren Ablehnung. Wenn aber ohne folche Unterstügung eine Regierung nicht eristieren fönne, Jo fei es beifer, von vornherein in der Regierung zu sein und bori beim Wachstum ber Belitit mitzuwirken. Stegerwald be prach dann diejenigen Bunfte der Zentrums. politit, bie in der Tegten Belt tiefe Meinungsverschieden. heiten innerhalb ber Bartel hervorgerufen haben. Dazu gehört in erster Linie die Frage des Panzerfreuzerbaus. Es gebe eine große Strömung, besonders in der Zentrums. fugend, die sich nach den Erlebnissen des Weltkrieges gegen den Wehrwillen des Bottes richte und sich dabei auf păpit! the Rundschreiben berufen zu fönnen glaube. Diefe päpstlichen Rundschreiben richteten sich aber nicht nur ant die deutsche adresse, fordern feier vielmehr an alle Bolter, besonders aber an bie Katholiken der ganzen Welt gerichtet. Aber auch Deutschland tonite feine Behrpotitit might völlig unabhängig von den anderen Staaten gestalten. Deshalb sei die Zustimmung des Zentrums zum Panzer Schwarzhemden Maskerade. Muffolini fündigt in der römischen Kammer neue Rüftungen an. Rom,& Dezember. mun, daß diefer bumberbare Briebe nur durch den italienifer In der heutigen legten Gigung ber Rammer waren alle b3 mperialismus geflört werde. Während aber bie ganze Welt geordneten mit Ausnahme der Anhänger Salandras, Giolittis und berart mur bom Frleben rebe, bewaffneten fich alle mationen ber wenigen Nationalfatholiken im fargen hemb er bis zum äußersten Benn man eine Beitung auffdlage, jo schienen, das auch der Ministerpräsident und die Minister lefe man mur non nauen Unterfeebooten, von neuen Kreuzern trugen. Mussolint wurde zu Beginn eine Huldigungs und anderen Rüstungen. Wenn diese Rüstungen bel den anderen adresse überreicht, die von allen faschistischen Abgeordneten unter Nationen meitergehen sollten, warde er sich verpflichtet fühlen, im schrieben ist. Mussolint ergriff hierauf das Wort zu einer Rede, in Jnterelle der Sierhell 3taliens gleichfalls mit neuen Militärder er zunächst turz die Errungenschaften des Bafchismus auf inner forderungen vor die Kammer zu treten. Schließlich erklärte Mussolini, politischem Gebiete schilderte und dann die Bedeutung des neuen daß Italien es sich lange überlegen werde, ob es einer ablgeleges besprach. Auch das Gebiet bér auswärtigen Bolitit macht seine Freundschaft schenten jolle. Benn Italien wurde von ihm turz berührt. Immer mehr und mehr werde, so aber einmal einen Freundschaftspatt abgeschloffen habe, dann werde allen Seiten Dom es fich nicht davon abbringen laffen,( ondern bis zum äußersten gehen. erflärte der Ministerpräsident, jest von Frieben gerebet an habe jogar einen Friedensvertrag, Am Schlusse seiner Rede sprach Mussolint den Wunsch aus, daß ihm nämlich den Kellogg Bafi unterschrieben, der jo erhaben sei, der Himmel bie Gnade verleihen möge, ihn fo lange am Leben zu daß er angeblich als überirdisch angefehen werben tönne. erhalten, daß seine Augen noch das große neue Stalien schauen Italien werde natürlich, falls noch weitere Friebenspatte juftande tönnten. Stürmischer. Beifall und das Abfingen falditi fämen, auch diese sämtlich unterschreiben. Gewiffe Leute behaupteten fcher Lieder folgten der Rebe. Die Führerfrisen. Saas- Zentrumsführer. Sugenberg- Diflator Der Deutschnationalen. 21 Milliarden Gesamtschuld? Berechnung einer franzöfifchen Zeitschrift. Paris,& Dezember.( Elgenbericht.) Die Zeitschrift Europe Nouvelle" bringt in iheer Freuzer staatspolitifd) notwendig gewesen, un Ostpreußen vor han haben ernste Führersorgen. Die Borgänge auf dem Ben neuesten Ausgabe eine ausführliche Darstellung des gegenStreichen zu fügen. Als zweiter Gegenstand innerer Auseinanderlegungen beim Sentrum fei bie Beamtenfrage zu nennen. Hier ist Steger walb ais Berson start beteiligt. Er teilte mit, daß er felbft mit bem Beamtenbeirat gemeinsam die Sirelifrage ausgeräumt habe, daß er einen von ihm geschriebenen Brief, der wider seinen Willen ver. öffentlicht wurde, ausdrücklich zurücknehme und im übrigen ertiäre, baß ein Berufsbeamtentum im Staate unentbehr. fich fei. Du weiteren Verlauf seiner Rede beschäftigte fich Stegerwald mit bein, was er Fehler in der Staatsfonfruttion neunt, lehnte bie Lutherschen Borschläge zur Erneuerung des Reiches ebenso ab wie die Vorschläge des Deutschen Städtetages. Crver Tangle aber, daß ble Bentrumspartei über Bergangenes hinwegsehe and refolut und warm mit dem deutschen Bolk und dem deutschen Staate zu verwachjen juche. Es tomine bel ber Führerwahl nicht barauf an, ob der Gewählte mehr rechts oder mehr links stehe, fondern auf den Geist, der in der Partei lebe. Die Rede Stegerwalds wurde mit, de monftraftdem Bet falt dufgenommen. Pazifismus, Kapitalismus.. Das Zentrum und die Deutschnationale Bolkspartei frumsparteitag in Stoln haben weitgehende Meinungsver schiedenheiten innerhalb der führenden engeren Barteiförper fchaften und zwischen diesen Körperschaften und dem Bartei tag felbst enthüllt. Der Parteivorstand präsentierte Steger wald, der Parteiausschuß widersprach. Dann präsentierten beide einftimmig unter Beifall 300s- ber Barteitag aber wählte a as gegen Joos und Stegerwald. Herr Kaas, Professor des Kirchenrechts an der katholisch- theologischen' Fafuität in Bonn, Geiftlicher Rat, Dom kapitular, Päpstlicher Hausprafat, foll jetzt die Herde der 3entrumsanhänger zufammenhalten. Die Entscheidung des Zentrumsparteltages ist von großer Bedeutung für die Beurteilung der Berhältnisse im Zentrum. Die Zentrumsarbeiter haben sich sehr energisch bemerivar gemacht. Immer stärker sind sozialradikale Züge in der christlichen Arbeiterbewegung hervorgetreten als Rüd wirkung der Machtballund des organisierten Kapitalismus, unter dem Eindrud bes Mißbrauchs dieser Macht gegen bie Arbeiterbevölkerung und das Bolf. Diese Tendenzen haben im nieberen Klerus eine ſtarte Stüße gefummben, eine fatholische Lehre gegen den Stapitalismus ist im Entstehen, die selbstverständliche Gegnerschaft gegen das Unternehmer tum wie gegen das fapitalistische System lebt Im Bewußtsein der Zentrumsarbeiter. Diefe Enfmitting hat Hele Beunruhigung im Inter nehmerlager hervorgerufen. Man sprach vom ethischen Bolfchemismus Don einer Breisgabe des Unternehmer. ftanbes burch die fatholische Kirche. In der Rölnischen Beliung" von gestern fieft man: Re wärtigen Stadiums der Reparations and interallierten Schuldenfrage. Sie fommt darla zu dem Gesamtergebnis, daß Deutschland auf Grund der BalfourFormel eine Gesamtfhuld von neun Milliarden Dollars hat hiervon feinen jedoch die bereits auf Grund des Dawes plans, g leisteten Zahlungen, Bejahungskosten, Refilfulionen und dinette bea parationsleistungen cn Amerita im Betrage. von vier Milden abzuziehen, Jo daß ein Gesamt betrag von fani mil liarden Dollars bleitt. Diese fünf Milliarden Dollars oder 21 milliarden Mart kommen nach der Anficht der„ Gyrope Nouvelle als Schlußfumme für die Gesamthöhe der von Deullh land zu leistenden Zahlungen in Betracht. Das Eintreffen in Lugano. Bis auf Chamberlain, der erst Sonntag mittag In Lugano erwartet wird, find alle Teilnehmer an der Ratstagung zmien eingetroffen. Biel beachtet wird, daß, diesmal neben clarols auch der italienische Unterstaatsfetretär Gralidi, ber befondert Bertrauensmann Mussolinis, sich zur Teilnahme an den Gönder besprechungen der Außenminister nach Lugano begeben hat. Protest der Reichsregierung. Gegen 3nduftriespionage der Gürele Die Reichsregierung hat in Baris unb bel ber Rheinlandoinmiffion Berwahrung begegen eingelegt, babie Beamten bez focusöfchen Geheugelled ( aet) in belegten Gebiet gi Bineden ber Jubuurte ( pionage berivendet werden. Das zweite Referat erstattete Universitätsprofeffor Räder eibt Bonn Er sprach von der religiös- fitlichen Zentrumsouffaffung und von der Auffaffung der Zentrumsmähler, die Tradition ber Bartel hauptsächlich im Stulturtampf zu erbliden. Aber eine rein tonjesionelle Bartei habe heute in der Politit teine berechtigung mehre ab nad dred otgl Dechriftlich tatholiche Ueberzeugung verpflidie zum Dienst am Bolle und Staate. Man werde versuchen, auf Grund der Beltanichauung die porhandenen Spannungen und Ge genjäge auf höherer Ebene auszugleichen. Der Rebner fuhr dann möritich fort: Bir tommen babei in Stampi mit anderen Beltan. fdauungen, vor allem mit bem Sozialismus, ber jegt nicht mehr fo fehr auf materielle und mirilganiche Art vorstößt, sondern zu feine Strait vielmehr auf die fulturpolitische Propaganda legt. Da müffen mir ertennen, welche Gefahren von biefer Gelte rohen. Eluch der Liberalismus fucht neuerdings feine Barteien fieber meltanschaulich zu untermauern. Gerade aber, wenn das Sentrum weltanschauliche Politit treiben will, treten immer neue robleme auf, mit denen es fich auseinandersehen muß. 3 diejen Broblemen gehört auch der Pazifismus. Friebensliebe ist fiib tiche Pflicht des Christentums, also auch des Zentrums. Aber in Staatsleben gibt es auch das Gebot der Notwehr wie im Leben des einzelnen. Auch die Erhaltung der Staats- und Bolts. perfönlichkeit ist für den Zentrumsanhänger gottgegebene Blidhi Deshalb fann die Friebenstlebe mid babin ausgelegt werden, daß bas Zolt fich nicht gegen unberechtigte fingriffe mehren bürfe. nach der Abg. Dr. Krone als Führer ber Zentrumsjugend zum Außer einem Oberbürgermeister aus dem Grenzgebiet fam nur Wort. Er erklärte u. a., es tomme nicht darauf an, baß man den Frieben erhalten will, fondern mit to elchen Mitteln bas gefchehen foll. Es gebe aber auch für die Zentrumsjugend ein Bro blein des Rapitalismus, und auch diefem gegenüber müffe die Bartel tlar Stellung nehmen, wenn fie erreichen wolle, baß die Sugend wieder an die Partei glaube. Der stürmische Beifall, der diefen Sägen folgte, ließ ertennen, daß eine starte foziale Strömung hinter diesen Jugendforberungen steht. Aber die Debatte fonnte nicht fortgefest merben, benn mährend der Rebe Krones betrat nach stundenlanger Beratung der Borstand wieder den Saal. Der stellvertretende Borfigenbe, Justizrat Minnig Bin, hielt eine Lobrede auf Marg und Hierauj es war eben 5 Uhr nachmittags wutben familiche Mrvejende, die nicht ftimmberechtigt oder nicht Bertreter ber Bentrumspreffe find, aufgefordert, den Saal zu verfaffen, da die mun folgende Ausfprache über ben neuen Parteivor henden eine innere Angelegenheit des Zentrums fel. Mit der Wahl, deren Ergebn's wit eben wiedergegeben haben, war bir erfte Berhandlungstag beendet. marr danfte, non Beifall überschüttet. Sugenbergs Kurs. Gine Gnifchließung zur Reparationsfrage. Die Bartelvertretung ber Deutschnationalen Boltspartei mahnt nach Referaten der Reichstagsabgeordneten Qua az und Bang einstimmig eine Entschließung zur Reparationsfrage. an. Es heißt darin, daß Deutschland außerstande sei, Tribute oder, Repa zationszahlungen zu leisten, weil es feinen Export überschuß habe. Wenn gleichwohl in bisheriger Art weiter transfertert werde, so müsse. bies zu einem neuen Busammen bruch ber deutschen Wirtschaft und Währung führen. Richt die. Aufhebung des Transferschußes tonne der Ausgangspuntt von Berhandlungen sein, sondern nur die beredstigte Forderung der tatsächlichen Einschaltung dieses Haupthebels des Damer- Ber trages. Ein Bürgertum, das die untragbaren Basten solcher Ber trage un Bege ber Kommerzialisierung übernehme, meihe fich und bie Staatsordnung dem Zusammenbruch Deutschland tänne nur noch eine gewisse internationale Tributfähletelt micbergewinnen, wenn feine Nahrungsgrundlage im Ofen wieder hergestellt merde, die ihm burch die Zerstückelung der OstGrenzen geraubt jei Im übrigen, mo man auch hinhört, Garberungen über Forderungen und inner en die gleiche bresse: Den bath geber in bar trischaft Benn es fi babet nur um mirischaft liche Fragen drehen würde, tönnie man es, balb, fataliftisch geftimant, in der Grtenntnis hinnehmen: fm beutigen Bott ist bie Grunbrichtung wirtschaftlichen Dentens ber Arbeitnehmerstandpuntt. Aber weit über den Bereich ber Wirtschaft hinaus tant die von flintent Literaten vertretene Bollsstimme auf allen Gebieten des fulturellen und sozialen, natür. lich besonders des ethischen Gebiets und schmettert ihr Schimpffieb non dem Raubtiercaratter" des Rapitalisten. Oft es nicht eine Ungeheuerlichkeit, daß gerabe bie Kirche, beren umtiamunernbe Forderung bath ble fittiche Selbstbarstellung die des einzelnen ist, vor ber Gefahr steht, mit an der Auflösung der umb Refsentiment zu wirfen". jungen und damit hoffnungsvollen Bottsträfte in unwahrhaftigkeit Diese Aeußerung beleuchtet das Wesen des Ringens im Bentrum. Die prinzipiellen Verteidiger des Kapitalismus haben angesichts des Vordringens bes Arbeitnehmerstandpunties" an die Stirche appelliert. Drastisch hat vor furzem bie tiraliche Oberleitung? Bergmertszeitung" ausgerufen: mo bleibi bie Die Mainzer Berhaffungen. Die Bethaftungen der Befagungsbehörde in Matk fügen fich auf ble Orbonnang 71 ber Rheinlandtommiffon dan 26. Januar 1921 über die Sicherheit der Befagungstruppen. Bo den Berbafteten limb einige wieder entlaffen worben. En haft befinden sich noch ein Beamter und brei Arbelten Der Antrag auf Sulaffung eines beutigen An alts ifting wilden abgelehnt. worden. Die Orbonnans 71 droht besonders schwere Strafen an; in schweren Fällen wird lebenslängliche Zwangsarbeit verhängt. Größere Bereitschaft in Polen. Die deutschen Borschläge werden geprüft. po ni al be the S 233 Qu for 統 fid fta 21 im et ein fic ( V fiiz De & r on rin hal 10 Ar ebe 48 Bat hou fich no her fr es Der alle mo es nid Dod inu her D auf fad P Ich fini Rol ber Un Ra Warihan, 8. Dezember.( Eigenbericht.) Rachdem die legten Unterhandlungen zwischen den Delegations Die Führerwahl im Zentrum schloß eine intereffente führern eine famliche Annäherung der deutschen und polnisc Entscheidung in sich zwischen zwei Lösungen: die Herde zu Borberungen in der Rohlen und Schweinefrage ergeben hat jammenzuhalten durch eine Anerkennung der Forderungen hat die polnische Bresse ihre bisherigen Wingriffe ge ber 3entrumsarbeiter, oder burch bie tirchliche Dr. Hermes mertlich gebämpft Die beutschen Borschläge wer 16. b Autorität den offenen Austrag der Gegenfäße zu verlegt von den polnischen Regierungsstellen geprüft, worauf hindern. Der Parteitag hat den zweiten Weg eingeschlagen. 16. Dezember neu verhandelt werden foll. Ga dürfte fezt alles Die Deutschnationale Boitspartei bat die ben Sugeständnissen abhängen, die die Boten für den deutsch gleiche Strife erlebt. Der Kampf der christlichen Gewerkschaf Industrieimport machen werbert falls biefe Sugeständniffe aug ten in ihren Reihen um Anerkennung und Modernisierung reichen, wird der balbige bidlus der deutsch- poli der Partet ist in eine Gübrertrife eingemündet. Sie ist gelöst Handelsvertragsverhandlungen nicht mehr für unmögli worden durch die Wahl Hugenbergs zum Parteivor gehalten. fizenden. Er hat sein Amt benügt, um fich in der Organisa tion seiner Partei eine diftatorische Stellung zu verschaffen. Er ist beute der einzige Borfizende der Bartel, feine Befugnisse sind erweitert, der Borstand, der ihm zur Seite steht, ist zum großen Teil mit feinen unmittelbaren Gefolgsleuten befeßt worden. Er wird fünftig auf die Auswahl der parlamentarlichen Bertreter der Deutschnationalen Bolts partei großen und bestimmenden Einfluß ausüben tönnen porausgefeht, baß feine Diftatur feine Bartei nicht ausein. andertreibt. " Der Ausgangspunkt der Führerkrise im Zentrum wie in der Deutschnationalen Boltspartel war das erwachen de Klaffenbewustein in ben Köpfen der christlichen Gemertichaften, ibe Drängen nach Einfluß und Gleichberech tigung. Die Lösungen hier wie dort richten sich gegen diese Bestrebungen. Im Zentrum der Verfuch, die feindlichen Tendenzen durch kirchliche Autorität zu binden, bei ben Deutschnationalen die Einsetzung des aus sprochensten Repräsentanten des Unter nehmertums als Diftator, the Offenbarung der Abficht, die Gemertschaften in der Bortet fo nieberzubalten, wie man fic in Staat und Gesellschaft nieberhalten möchte. Wir zweifeln allerdings, daß beide Lösungen den Prozeß des Vordringens des Arbeiterstandpunktes aufhalten können! Sumaner Strafvollzug! Gestaltung der Feiertage in den Gefängnisfen Berfügung, bois het der Durchführung der Dienftanordning fü Der preußliche Duftizminister beftiammt in einer allgemeiner Borsorge dafür zu treffen ist, baß die Gefangenen ausreichend nit Sonntage, Beihnachten und Neujahr in den Gefangenenonftalten Befest off versorgt werden. Der Minister bezeichnet es ferner dis erwünf daß nach Möglichkeit burch belehrende und unterhaltende Mufitaufführungen, Borträge und bergleicher innerhalb ter burd) bie nordnung bebingten Folgen von vier bzw. drek freien Engen: ben Gefangenen geistige Anregung geboten wirb Fel bet tag zetn gegefchu Kommuulflifche Berleumdungen gegen Coudenhove Kalerabl. in e Entgegen den von fommunistilder Sefle stammenden Ungriffen gege den Führer der Baneuropa- Bewegung erklären bie beiden Gat maifter Dr. Artur D. Gminner Berlin und Seftionschef Dr. Gie mond Brolde Bien, bah oubenbove alergbret fünf Jahren bie Paneuropa- llntion in Ehrenamt tellet und hab fämt fiche Beiträge ud Spenden von ben Schagmeistern verwalte werben. Ar. 551* 45. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Sonniag. 9. VezemKar 1925 � jgtf ?SKotef Tag« noch urth in den Straßen, auf den Plaß«, werden wieder die grünen WeihnachtswÄlder aufwachsen, als Reste unseres alten DechnachtRnarktes werden hier und da Duden aufgeschlagen werden, in denen wir Ehristdaumschinuik, kunstseidene Schlipfe und �"karierte Pfefferkuchen kaufen können. Es ist nicht zu leugnen, daß �efes entwichene Kinderparadies uns tin tiefsten Grunde des -Gerzens wehmütig stimmt, und darum haben wir kaum noch einet» Wohlwollenden Blick für diesen Budenzauber übrig. Es gibt ja �uch sonst so viel zu sehen! Wie Geschäfte haben ihre Fenster be. sonders liebqrmll dekoriert. Der Kunde ist König... und die Elidel hinter dem Laden? i ich sind seine gehorsamen Dienerinnen. Manchmal möchte man fast Sklavinnen sagen, ober das sti»mnt frei. lch wieder nicht, denn eine Sklavin ist immerhin«in Wertgegen- stvnd. und ihr cherr sorgt dafür, daß sie wenistens satt zu essen Hot. T�er bei unfem» �Gcschästsmädeln'»st das was ander«. Die steh«» freien Arbeitsvertrag... Möglichst uuter Tarif. .>?ch schäme mich sa selbst, daß die Toris« so niedrig sind"... erklärte einer dieser Kaushausbesißer der Dertreterin de? Zb�l. in seinem eigenen Betrieb ober zahlte der Edelmann noch nicht 'innial TarifgehöUer- Wo? dos bedeutet, weiß man erst, wenn man ich vergegenwärtigt daß eine?0sShrtgc iJnonlfUit iw Einzelhandel P'ertäjjferin) 10® Mark Tarlfgehalt hat. Davon gehen dann noch >ur Steuern, krankenkasie. Angestellte nversichel-ung. Enverbslosen- Sicherung ungefähr 1l Mark ab. bleiben also V7 Mark übrig. yrrilich. das ist ja noch«in junges Mädel, und die ineisten nrögen wohl Glück haben und noch bei den Eltern wohnen. Aber wenn die nnmal nicht mehr da sind, was dann? Natürlich steigt ja das Gc- ?°lt, und zum Schluß kann eine Verkäuferin im Einzelhandel wohl w lgg Mork brutto verdienen— norousgcfekt, daß sie so lange erbest hat. Denn dos ist noch eine Frage für sich: ju�e Model sind 'ven billiger, weniger selbstbewußt und bei manchen Ehe»? auch aus Gründen noch beliebter. 3m Gngrnshcitixl können die *) Siehe auch Rr. 535 und 569. AirgefteWen manchmal wirklich»roch„im Lsause alt werde»»*— aber freilich sehen da die Löhne noch n!el schlechter aus. Da steigen sie nur bis auf unaeiähr 1�0 Mark. Aber gerade dies«„soliden" Firmen, mit dem Personal, das sozuiogen mit der Firma»erheiratet ist. zahlen oftmals längst nicht den Tariflohu. Datür gibt es dann eine„We« b n o ch t s g r a t i f i ka t t on",' ein Vier" l oder ein Drittel des Gehalts. Wenn aber eine snnsunddreißigjäyrige Ange- stellt«, die einen eigenen klel,»en Hausstand hat. eine Erböhung ihres sürstlichen Gehalts von lZY Mar' beantragt, dann läßt der Ehef sie rufen und sagt väterlich mißbilligerid zu ihr:„Aber Fräu- lein D.—»varum beschweren Sie sich denn, Sie baben doch ein ganz schönes Gehalt! IN Mark im Monat!" Und kopinwckelnd denkt der alte Herr an die A«it. als er auch mal in diesem Geschält 120 Mark verdiente, und vergißt»»ur. daß das ungefähr 40 Jahre her ist... Ueberhaupt sind das so neumodisch« Angelegenheiten: setzt reden die Leute sogar�von Ueberstienden. die sie bezahlt hoben wallen... roer bat denn früher was vom Achtjwndentag gemußt! Und bei ihm wird weiter so lange gearbeitet, wie es eben nötig ist. Wie sie lebe«. Die ei»»« Seit« ihres Lebens kennen wir ja alle, Einer oder der a»»d«r« kennt vielleicht auch noch so ein junges Mädel, das zu Haufe oder bei Verwandten wohnt, d'e Hölite von ihren kiwpp hundert Mark abgibt und mit dem Rest für Kleidung, Fahrgeld und Xaichengeld leidlich auskommt. Don den«»»deren ober wissen wir nichts. Wer aber schon mal in diesen. Heimen der Aeilsarmee, der inneren Mission oder ähnlichen Ansialten aeschlasen hat— in diesen Anstalten, die ein Hohn out dos Wort„Heim" find, der hat hier '»berall die Mädel angetroffen, die hinter dem Ladentisch, aus der Straße«inen so guten, manchmal einen fast damenhaften Eindruck machen. Monikürt sind die Hönde sdos hat man sich abgesehen, wi« man dos morfst), und olle Monate mindeilens einmal muß man mit den, Bubitop» zum Friseur. Aber in dem kalten Heilsarmee- k e l! s r", in dem das Bett jetzt 70 Pfemua kostet, standen für l® Schlafgäste nur® Waschschüsseln, natürlich nur mit kaltem Wasier. Fürst der Mädel, die da wohnten, waren Angestellte eines großen'Warenhauses in der Eich, sie wohmen hier, weil sie nicht einmal da, Fahrgeld van ihrem Gebalt erübrigen konnten. Und ich denke noch an die junge Mutter, deren Sindlein in einem Heim untergebracht war, und die in ihrer halbdunklen Ecke, auf der Best- kante fitzend, an dem Wdchsamtkütelchen für den Kleinen nähte. Auch sie war Angestellt« des gleichen Kaufhauses, sie hatte sogar Don hul»bedfünfu.iidKlvanzig Mark Bruttogehalt. Seins dieser Mädel kennt auch nur das bescheidenste„zu Hanse", ihren ganzen Besitz hoben sie ch ihrer vekMste verschloffev. niemals können sie in ein« gemütlichen Ecke, die ihnen ollein gehört, die Beine ui»ter den eigenen Tisch stecken. Sie smd nicht viel besser dran, als«in Straf- fing in einer Zwangsgemeinfchait. U»»d überall findet man diese Madel— sogar manchmal im Asyl, wenn di« Neubeschaftuna eines Kleidungsstückes die Groschen für da? Schloigeld beansprucht hat. Das Gegenstück dazu ist die alternd« Angestellt«, der es gelungen ist, ein bescheidenes Stubchen zu erringen. Aber das ist auch alles, denn selbst wenn das Geld noch für die„Volksbühne" reichen würde — sie ist ja zu müde, zu müde. Wer in einem haben es die Angestellten unserer großen Warenhäuser und Spezialgeschäfte wenigstens gut! Sie tö»men doch iür billiges Geld in der Kantine essen! Und immer, wen:» man darauf hinweist, daß ein erwachsener Mensch nicht von knapp hundert Mark im Monat leben kann, dam» kommt gold sicher der Hinweis auf die Kantinen, in denen es sich sa so billig und gut leben läßt —«n richtiges Mittagbrot gibt es da für vierzig Pfen»»ig! Das stimmt, und wir haben auch wirklich einige Kantinen, in denen nian für sünsundvierzig bis sechzig Prenmg wirklich ganz gut esien laßt. Freilich, sehr abouschilungsreich ist auch da der Küchenzettel nicht. Aber es gibt a?»ch Kantinen, in denen das Essen schlechter als in einer Volksküche ist. in abgestoßenem Geschirr, aus jchimitzigen Tischen serviert wirke Und die Angestellten müssen auch da esien, denn es reicht eben nicht zu onstondigem Mittagbrot. Aber der Kantinenwirt weiß ja, daß sie auf das Men angewiesen sind, die Geschästsleikung kümmert sich nicht darum, und »venn der Betriebsrat dahiwersigt, dann versucht man ihn eost möglichst lange hinter das Licht zu führen. Wie sie sich helfen. Ruch, es gibt verschieden« Weg«, sich in dieser Misere ein ipamq Zu helfen. Denkwürdig wird die Klage einer kleinen Stroßendirne bleiben:„Ei is nischt mehr los. Mehr wie'ne Tasse Kaffee wollen die Freier einfach nich ausjeben. Et jibt ja jetzt jem»ch„solide" Mädels, die dolor miijehen..." Ja, es gibt»etzt genug solid« Mädels, die dafür... Ach. taaf werden doch noch immer für große Töne geredet, von der Bekämprung der Geschlechtskrankhsltcn, von �volksaufartung" und ähnlichen, Linnober! Und dann werden die Mädels durch diese Löhne,»venu sie sich mürbegehungerl haben. de« Prostitution in die Arme gelrieben. Aber vorher, na. da sollen sie eben sehen, wo sie bleiben! Es gibt aber doch immerhin schon andere, die suchen sich andere Hilf«. Das sind die Aufgeklärten, die einfach zum„.'lentrslver- band der �gestellten" gehen, wenn sie der Meinung such. daß ihr Gehal» sogar noch unter dem wahrlich bsicheidenen Tarif bleibt. Und dem AdÄ. ist«s dann oft genug möglich, durch einfache Bücksprache, ohne Gerichtsurteil p mindesten die Tarifgehalier zu erreichen. Man glaubt nicht, wie groß die Diiserenz sein kann- Da wurde einer ZTjShrtgen Verkäuserln noch das fürstlich-: Gehalt van 9® Mark sbruklof gezahlt— nach der Rücksprache bekam sie dos Tarffgehalt von 132 Mark! Eine Dreiundzwanzigfährige kam von «Wchfalls 90 Mark auf 127.«ins FünfunddrelßigsShriae von 120 a»if 110 Mark. Das ist jetzt freilich fast das Höchstgehalt, das sie erzielen kamu Di« wohnt allein, sogar in eigener Wohnung, und wen« si« Weihnachtsheiligabe-rd den letzten Kunden bedient hat. dam» braucht sie rtoch mch» einmal unter oeir» Weilpwchtsbaum der Heilsarmee fitzeiu Wie gut«s doch solch' Mädel in ihren alten Tagen haben kann,»i>enn sie immer das Geschäftsinteresse wahrnimrnt. wenn Fe sich zur„alten, erfahrenen Angestellten" herausarbeitet.... So sieht das Prioolleben der jungen Mädel aus. Und wir täten gut. uns gelegentlich einmal daran zu erinnern, wenn wir— einmal im Jahre mit unseren armen Groschen richtige Könige van Kaufmanns Giiaden— auf die weihnachtliche Eintaufswurnee gehen. Dann werden wir wohl manchmal auch lisbenslvürdigeir, duldsamer sein mit den armen Mädeln, diesen weiblichen Sklaven des Kapitals. «) Soldat Suhren. Vornan von Georg von der �5ring. Copy? iglit 1027 by J. dl. Spc-eih V erlag, BarUö, Wir schweigen eine Weile, vorn fällt ein Artillerkeschuß. ..Werde»nich wieder hinhauen", sage ich endlich. Pabst aber möchte gern noch etwas Unterhaltung haben. sUistert erregt:„Aber, warte noch, da muh ich dir er- Zählen von gestern. Fch mar doch dabei, als wir die Söer» Mundeten hosten. Wir legten sie in die Kapelle. Sie machten sich alle recht mst. logen mäuschenstill, obwohl mancher nur hoch dreiviertel war. Bloß ein Russe mar dabei, der wühlte ?«rum und schlug um sich. Sie hatten ihm� einen Streck- herband gemacht, iind er hatte wohl tolle«chmerzen. Er �üein schrie, er schrie, doh man sich hätte die Ohren zuHallen 'högen. Wie ein Dchlvejn. das geschlachtet wird, damit du '? dir denken kannst— höllisch. Suhren! Wir ja verstanden U'chk. was er schrie, denn er schrie russisch. Aber man merkte �ch. bah es Worte waren, und immer dieselben Worte— wunerzu und höllisch. Sogar die Aerzte liefen wie Hunde Herum und tmuntten darüber. Wie ich noch so stehe, sagt auf einmal ein anderer Russe deutsch zu mir: ..Derstehst du. was er schreit. Kamerad? Es war ein todblafler Mensch, vielleicht ein Offizier, und schelte. Dann sagte er:„Er schreit„Menschheit, hilf mir. Ach sagte es niemandem, konnte auch keinen Sinn darin silden. Es fiel mir aber wieder ein. als Albering seinen bekam, heute mittag— du weiht. Genau so wie AI' bering hatte er sich, dieselben Augen, dieselbe Schreieret. nm» gebe ich mir Mühe, beides zuscunmnzubnngen. tonnst du es?" „Rein" sage ich. halb von Sinnen vor Müdigkeit. Geschenke. .. 2lm Sonntagmorgen ist der drille Zug m Tverdini. »estiVebel Enaelke hat offenbar den Befehl»nll auf den Weg Rommen, täglich Appelle abzuhalten, denn für heute. Sonn- fcll ist Gewehrappell angesetzt, für morgen em solcher "Riefeln und Schnürschuhen. Ich aber habe meine Schnür- ichuh« fortgeworfen! � V „, Cin Gewehrappell ist an sich nichts Besonderes. Mail Einigt die Knarre, tritt zur festgesetzten Stunde in zivei Gliedern an und zeigt sie mit einigen eingeübten Griffen vor, blitzsauber und silberschillernd im Laufinneren. Beim heutigen Sonntagsappell indesien gehöre ich zu.den vier Leuten, die vortreten mußten, weil sie mit ihrem Gewehr „aufgefallen" sind. Der neue Unteroffizier, Sergewll Sökel, nimmt die Sache ernst, und er hat ganz recht, wenn er be- hauptet, daß in meinem Lauf noch etliche Staubteilchen sitzen, und daß auch das Schloß nicht einwandfrei gereinigt ist. Aus seinen Befehl müssen wir vier heute abeizd um sechs Uhr noch einmal»nll dem Gewehr antreten, und zwar nicht bei Ilzn». sondern beim Unteroffizier vom Dienst. Er selber will natürlich seinen Ausgang Haber». Das Schlachtfeld vom vorigen Mlltwoch liegt nahe beim Dorf,»md die ganze Kam- panie bremst darauf, es nach dem Appell in Augenschein zu nehmen. Klees gehört gleich mir zu den„Aufgefallenen". Wir zrvei sitzen hemach vor der Scheune und machen uns von neuem und in schlechter Laune an das Gewehr. Es ist 4 Uhr über, und alle Kameraden sind fortgegangen bis auf den Posten, der drüben an der Straße aus und ob schlendert und jedesmal, wenn er an einer Brandställe vorbeikommt, mit den Stiefeln in der Asche wühlt. Klees spitzt sich ein Streichholz an.»on damit die feinen Ritzen am Schloß zu säubern. Er sagt Höfe: „Was in diesem neuen Sergeanten steckt, das hätte ich dir sogleich sagen können." ..Was denn?" „Gift steckt drin— Gist gegen alle Leute, die nicht wie er mil dem Spaten gearbeitet haben, besonders gegen die Lehrer. Bon den vier Aufgefallenen sind drei Lehrer, merkst du nun was?" „Dielleicht", sage ich und laste»nich nicht stören. „Ich gebe zu." beruhigt sich Klees nach einer Weile,„daß gerade wir Lehrer sicher viel ungeschickter im Reinigen sind als die anderen, arnb Albering. aber der imprnstert ihnen durch fein freches Gesicht. Alle reinigen sie bester als wir. Pabst gar. der mll Maschinen umgegangen ist, braucht kaum eine halbe Stunde, wenn ich zwei brauche, und hernach ist sein Gewehr sauberer als mems. Ich habe mich selbst über- zeugt." „Bollkommen richtig", sage ich aus Gewohnheit. „Wohl wahr." macht Klees,„aber ich bleibe dabei, daß der Sökel einen Piek auf die Lehrer hat, als Psychologe sieht man da». Er hat eben in der Schule verschiedentlich Prügel erhalten, die er nicht verschmerzen kann." Nun kommt Pabst guer über die Straße und trägt etwas Violettes mllerm Ann. Er tritt zu uns und brellet es früh- lich auf der Erde aus. Es ist ein Priestcrgewa»st>, er hat es in der Kirch« auf dem Fußboden gefunden und will sich daraus ein Hemd nähen. „Su hasi doch deine zwei Hemden", wende ich«W, .Hemden kanu man in diesem Lauseland nie gewig haben!" sagt er.„Außerdem ist noch was Besonderes dran. „Recht was Besonderes, ein Priestergewand als Hemd zu haben!" spvllet Klees. „Fühlt den Stoff",«istgegnet Pobst und hat eine krause Stirn. Wir fühlen mst» sagen: „Der Stoff ist gut und leicht." Pabst schüttelt den Kopf: „Das ist Nebensache. Hauptsache ist: Er ist glatt und dicht gewebt, hat also keine Löcher, wo Läuse sich dem hallen können. Sollten mal welche hineinkommen, so kann man sie herunterbürsten. Hieraus soll ein Hemd werden, das ich mir lange schon wünsche. Ich habe das Kratzen satt." Wir sehen ihn mit Staunen ans Schneidern gehen,(fr Holl sein Reservehemd, brellet es auf der Erde aus, deckt das Priestergewand darüber und schneidet Mit einer winziaen Schere zu. Schon Hot er zwei gleichgroße Stücke Stoff, oll er sofort zusammennähen wird. „Soll ich es»um zum Knöpfen machen»der nicht?" fragt er, es hat feme Borteile, wenn man es aufknöpfen kann, be- sonders an heißen Tagen und auf dem Marsche. Es hat aber auch seine Borieil«. wenn es geschloffen ist. natürlich mll wellem Halsloch, auf daß der Schädel durch kann: denn so ist es dauerhafter." Er ist berells beim Nähen und entschließt sich lächelnd: „Ich mache es zum Zuknöpfen, es sieht schöner aus." Während Klesg und ich fortfahren, am Gewehr«ach Schmutzrestchen zu suchen, erzählt uns Pabst von einem Spaziergang. „Stellt euch ein Stück Scheibenhonig vor," sagt er,.zsu« zu den Zellen durchgeschnitten, und seht euch die Schnitt- fläche an. so bant ihr das Schlachtfeld. Es ist nänilich öa»t* Vicht mll Löchern bedeckt, mll mannestiefen. Unsere Leute uno ebenso die Russen Hachen sie wahrend des Gefechts aus- geworfen. Sie haben sich einfach in dll Erde verkrochen, die unseren vllreckia. dll Nüssen— wie es gerade traf. Wäre dll Schlacht stehen geblieben, so hätte ein jeder nach links und rechts weitergebuddell und seinem Nebenmmln„guten Tag" gesagt. So entsteht dann der Graben. Hier aber ist nichts von Schützengräben zu bemerken, nicht ein Stück, denn wir brachten sie zum Davonlaufen.(Fortsetzung falgt.» Die Berliner Berkehrs- 2. G. Der Kitsch um das Matterhorn. Borstand gewähit! Die Gründung der Berliner Verkehrs-.- G. ift geitern mittag vollzogen worden. In den Aufsichtsrat wurden gewählt: Stadtrat Reuter als Vorsitzender, bie Stadtverordneten Dr. Lohmann,& rille, Am. berg( bon der SPD.), Dr. Steiniger( Dnat.), Schwarz( D. Vp.), Dr. Michaelis( Dem.), 2ange ( 3.) und Schwend( Romm,), ferner Stadtbaurat Hahn, Stadtbeurat Dr. Adler, Stadtkämmerer Dr. Lange. Letzterer ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Der neu zusammengesette Aufsichtsrat hat sofort die Wahl des Vorstandes vallangen. Gewählt find: Stadt. verordneter Brolat, Direktor übte, Dr. Jag. Majerezit, Direktor Quarg und Oberbaurat 3angemeister. Rücktritt des Porzellan- Direktors. Dunkle Borgänge in der Manufaftur. Direktor Moufang von der Staatlichen Borzellan. manufaftur wird in diesen Thgen zurüdtreben. Bon guftan biger Stelle wird hierzu bemerkt, daß der Rücktritt an sich aus gesundheitlichen Gründen erfolgt. Gleichzeitig wird jedoch darauf hingewiesen, daß sich in legter Zeit herausgestellt habe, daß Diretior Moufang seiner Aufgabe sich nicht gewachsen gezeigt habe Es felen Dinge vorgefommen, die dips gegenseitige Vertrauen er Schüttert hätten. Diese Dinge lägen jedoch nicht auf ftrafrechtlichem Gebiete. Unter anderem jelen mit einer Steihe von Sünstlern außer ordentlich ungünstige Berträge abgeschlaffen morben, die zur Folge gehabt hätten, daß ein Defizit entstanden, set, obmohl zugegeben mer ben müsse, baß die geltlichen Berhältniffe der Staatlichen Borzellan manufattur in den legten Jahren sehr zu wünschen übrig gelassen hätten. Zu seinem Nachfolger ist einstweilen Dr. Moelle vom preuSilchen Handelsministerium als Rommiffar. ernannt morben. Der Wiederauferstandene. Trok Glerbeurfunde und Grabiafel woh! und munter. Nicht geringes Erstaunes padle am Sonnabend die Stand. befiger und besitzerinnen der Martthalle in der Linden ftraße, als mit der größten Gelaffenheit ein fei brei Jahren Totgeglaubter, ber Blumenhändler Duo Döring plöglich under ihnen erschien. Besonders amei feiner engeren früheren Kollegen, 3mei Blumenhändler, fonnten sich vor Berwunderung faum faffen. Dito Döring mar por etwa 3½ Jahren ipurios aus her Martthalle, mo er jahrelang einen Stand gehabt hatte, verfdmunden Seine Familienmitglieder sowie Rollegen und Belann tan melbeten fein Berschwinden bei der Polizei, deren Rachforschun gen aber ergebnislos tieben. 3m Juni 1925 fand man einen Mann im Grunewald erhängt auf. Die frühere Frau Dörings, der Routier bes von Döring bemohnten Houses unb mehrere Stand inhaber, benen die Bilder des Erhängten nargelegt murben, glaubten, in dem Selbstmörder Otto Döring zu erkennen. Der Tote murde dann auch als Otto Döring cuf bem Friedhof in Sildhorn bestattet; feine Grabtafel steht noch heute auf bem Grabe. Im September 1925 bescheinigte die zuständige Stelle Ber Kriminalpolizei austrüdlich, baß die im Granemal aufge fundene Beide des anfangs unbekannten Mannes Dentisch sei mit Dito Döring. Auf Grund dieses Schreibens stellte der zuständige Standesbeamte am 5. Februar 1926 ordnungsgemäß die Sterbe urtunde aus. Die Behörden hatten sich aber geirrt. Es war nist Otto Daring, der fich im Grunewald erhängt hatte. Ber der Zole ist, weiß man auch heute noch nicht. Dito Däring mar jebenfalls nor 3 Jahren, veranlaßt durch eine seelische Stärung, aus Berlin weggezogen, ohne sich abzumelden und ohne jemanden zu benachrichtigen. Er fuhr nach Mecklenburg und nahm auf einem Gut eine Stellung ais Gartner an. Hier hielt er sich bis gu jeinem legigen Biedererscheinan auf. Irogbem er auf dem Gute polizeilich gemeldet war uno non bort aus mehrfach Briefe Ichidte, batten die Berliner Behörden nie etwas pon dem Lebenden Döring erfahren. Für sie mar er bis zum heutigen Tage tot und begraben auf dem Friedhof in Schildhorn. Hoffentlich wird es bem ,, Wieberauferstandenen nicht so gehen wie feinem Lebensgenossen, bem Seemann Mag Mothte, der, árogtem er gefund unb munter auf der Erde herumläuft, von einer Hamburger Behörde amtlich to gesagt worden ist. Bothte wartet bis heute noch auf feine amtlich beglaubigte Wiederauferstehung, die man ihm trog feines leiblichen Dajeins immer noch verweigert. Randbemerkungen eines Alpinisten. Nicht von der Handlung des Films Der Kampf um das Matterhorn" foll hier die Rede sein, noch von bem Bert ber schau spielerischen Leistungen der Darsteller. Jeber wirtliche Freund der felsen- und Gletscherwelt wird es nur bebauern tönnen, daß eins der schönsten Gebiete der Welt und eine der tragischsten Episoden in der Geschichte des Alpinismus zu einem Schundroman- Manu ffript mißbraucht murten. Hier wollen wir nur vom Standpunkt des Berglundiger Stritif üben. Der Film fängt mit einer glatten unwahrheit Dorf Breuil auf der Südseite des Matterhorns. In Wirklichkeit an: die Handlung beginnt, mte behauptet wird. im italienischen find die Aufnahmen auf Schweizer Boden bei Zermatt gemacht worden, tenn alle Bilder des Matterhorns zeigen diesen Bergriefen von der klassischen Nordostseite. Bon Breuil aus gesehen sicht bas Matterhorn ganz anders und übrigens viel weniger erhaben aus. Db überhaupt eine Szene wirklich am Matterhorn felbft gedreht wurbe, blcibe dahingestellt. Die meisten Kletteraufnahmen find jedenfalls ganz anderswo gemacht worden. Jeber Sermatt- Sundige erkennt auf den ersten Blid, daß es sich um das nicht ganze 3000 Meter hohe Riffelhorn handelt, einen relatio fleinen Felsentegel, teffen Fuß in fünf Minuten von der Station Rotenboden der Gornegratbahn zu erreichen ist und dessen Gipfelbefteigung als die leichteste lettertour ber ganzen Zermatter Gegenb befannt ist. Freilich gibt es auch an diesem Berg, wie an jebem, schwieripere Routen. Ji man aber einmal oben, dann fann man mittels Seil und sonstiger Hilfsmittel die tollsten Afrobaten tunststüde gefahrlos ausführen. An folchen Wäschen ist ber Film überreich, aber nur der Bate wird sich durch diefe alpinistischen Unmöglichkeiten bluffen lassen Glet] cherpartien, die bei Tages- und Nachtbeleuchtung im Film gezeigt merben, gibt es bei ber Matterhorn- Befteigung überhaupt nicht. Gletscherwanderungen mit ad ein, die man micberholt vorführt, gehören in das Reich ber fenfationslisternen Regiffeurphantasie, nicht in das Gebiet bes Alpinismus. Ansonsten ist man por teiner Unwahrscheinlichkeit zurüdgefchredt. Herr Luis Trender, ber übrigens burchaus den Einbrud eines erfiflassigen Hochtouriften macht, entschließt fich furzerhand, bas Matterhorn allein zu besteigen und bemafimet fich lebiglich mit Rut und Ridel. Rudjad, Mantel, Proviant find anfcheinend bei einer solchen Unternehmung, die noch heute und 18 Stunden bauert und damals, als es noch feine Hütten gab, ein mehrtägiges Magnis war, überflüffig: fein Führer Armand fleiner filberner Beutel, ein fibernes Medaillon mit dem Zeichen .. und zwei filberne Teelöffel, bie 3. M. gezeichnet find. Der und ftammi ohne Zweifel aus einem Ginbruch oder Diebstahl und ist vielleicht von flüchtigen Berbrechern meggeworfen worden. Die Sachen tönnen von Bestohlenen bei der Dienststelle B. 3 im PolizeiSachen tönnen von Bestohlenen bei der Dienststelle B. 3 im Bolizei präsidium befidhtigt werden. Eine neue Bildungsstätte. Eröffnung einer Boltsbücherei für Berlin- Mitte. Der Berwaltungsbezirt Berlin- Mitte vermehrt feine Bübungs ftätten um eine große Boltsbücherei, die am Montag eröffnet mich. Sie ist in dem nördlichen bis über das Rosenthaler Tor hinaus reichenben Tell das Begirles auf dem Grundstid Brunnenstraße 181 in mau eingerichteten Räumen unter gebracht. Die Abteilung für Erwachsene hat einstweilen 3000 Bände, bis März will man den Bastand bis auf 10 000 Bände bringen, und für spätere Erweiterung auf 15 000 Bände ist genügend Naum vorhanden. Für die Jugend ist eine besondere Abteilung bestimmt, bie jest 2000 Bände bat, im März 3000 Bände haben mird und noch darüber hinaus erweitert werden kann. Beiden Abteilungen find Besehallen angeliebert, für Erwachsene eine Belehalle mit 56 Blägen und zunädit 1600( fpäter 2000) Bänben, für die Jugend eine Besehalle mit 80 Plähen und zunächst 600 ( ipäter 1000) Bänden. Auch ein Saal für Borträge ift nor. banden, weiter ein Raum für Märchenerzählung. Der ben Rindern willkommen fin mir. Burat Rees und Oberardiitett Köpfel haben, von Prof. Balushet als tünstlerischen Beirat unterfügt, für die Bücherei und die Lelehallen ein freundliches und behaglides heim geschaffen. Sehr hübsch ist besonders die Jugendlesehalle. Am Sonnabend wurden die Räume mit einer fleinen Geier, an der Bertreter der Bezirksverwaltung und der Stadtverwaltung teilnahmen, eingeweiht Oberbürgermeister BB felber über gab die neue Bildungsstätte der Deffentlichkeit. Er hab hervor, daß diefes Wert vom Bezirksamt Berlin- Mitte und vom Bürgermeister Schneider mit großer Liebe gefördert worden ist. Die Schönheit dieser Räume sei fein Sunlet, fie fei nach den Anschauungen unserer Belt mur Selbstverständlichkeit für eine Stätte, bie der Bildung des Bolles bienen mil Bürgermeister Schneider be tonte, bab möglichste Fühlungnahme der Büchereibeamten mit ben Büchereibenusern angestrebt merben wird. Die Besucher marben hier nicht nur ein ines Seim, sondern auch Berit anb. nis für ihre Befemanfe finden. Für ten Besuch ber Etren merkwürdigen Fund machten Bauarbeiter belm Bau Bücherei und Lefeballen werben unter der Jugend die Schulen des ber Untergrunbbahn in der er mannstraße. Dort lagen eine Bezirtes mezben, die höheren und mittleren Schulen ebenso mie die serschlagene goldene Armbanduhr, eine filberne Handtasche, ein i Boltsschulen. Geöffnet ist für Erwachsene die Bücherei Montag, Gold und Silber in der Baugrube. Wer | Carrel ist also nicht nur ein fabelhafter Weingänger, fonbera aber brein ein ungerfünftler. Später läuft ihm seine Frau bet Sturin und Bind auf dem Gletscher nad) in Festtagstleid und Tanzschuhen. Stundenlang wandert fie fo( angeblich) auf der Gletscher! Man follte die verantwortlichen Regisseure und Schau spieler zur Strafe für dieje bernheit verurteilen, auch nur fünfzig Meter init ungenagelten Schuhen auf einem Gletscher vor einer Ramera spazieren zu gehen, damit sich das Bublifum über ihre Burzelbäume gehörig lustig machen fann und ihnen die Luft vers geht, in Bufunft einen derartigen Unfinn beim Untundigen zu bieten. jei bankbar anerkannt, daß bei biefer Handlung, bie 1865 fpielt, forg Auch an Anadronismen ift bar Gilm überreich. Es fältig vermieden murbe, Telegraphenstangen und elektrische Glüh birnen in das Bereich ber Sinolinje gelangen zu lassen. Aber die modernen Eispidel( und zwar langstielige Tiroler, und nicht turgitlelige Schweizer Pickel), die non den Bergsteigern im Film benugt merden, haben in dieser Handlung nichts zu suchen. Dieler Irrtum ist um so weniger entfchuldbar, als es in Zermatt ein alpines Museum gibt, mo bie wirtlich damals benutzten Bickel an den Bänden und in Bitrinan aufbewahrt sind diese Bidel sehen ganz anders aus, eher wie Merte. Warum an Quellenftudium zu treiben? Warum haben Sie den Führer haben sich die Herren nicht die Mühe gegeben, dieses Minimum michel Croz, der bei ter Erstbesteigung verunglückte, durch einen unterlegten, glattrafierten Schauspieler darstellen lassen. pährend im besagten Museum Photographien von Croz ausgestellt find, die thn als einen stämmigen Manu mit mallendem Bart aelgen? 2s bas Absturzimalid durch Seifriß gefchehen ist, nedi Whymper ben Seilrest, der ihn mit den beiden Führern Lang walder verbindet, und schleubert ihn autentbrannt in den Abgrund und zwar gerade por dem Paffteren jener( ganz unwahrscheinades Stelle), bie nur durch langwieriges Abseilen überwunden wer.ex fönnte. Ja, momit sollen denn die brei Ueberlebenden beruntertommen. Etwa mit einem Fallschirm? | und Gerug! Man tönnte noch Dußenbe folcher Unmahrschein lichkeiten und Unmöglich leiten aufzählen. Aber uns tommt es barauf an, ten Heren Regiffeuren und Schauspielern, aleichpiel ob fie Deutsche oder Staliener find, zu zeigen, daß fie nicht ungestraft jeben alpinistischen Unfug dem Großstadtpublifum bieten fönnen, fondern daß es aud folde Buschauer gibt, benen man nichts vormachen auf daß es tann und benen bie Spalten ber Breffe offen stehen B. So midt mieber porfomunt! Mittwoch, Sonnabend von 4 bis 8 Uhr. Dienstag und Freitag vor 12 bis 2 Uhr( Sonntag und Donnerstag gefchloffen), die Belehalle mochentaglich von 3 bis 8 Uhr, für bie Jugend die Bücherei Dienstag und Freitag von 1 bis 4 Uhr, Mittwoch und Sonnabend von 46 Uhr bis 8 Uhr( Sonntag, Montag, Donnerstag gefchloffen), die Lefehalle von 23 bis 26 Uhr. Der Vortragsfaal beherbergt zurzeit eine 2us ftellung por Jugendschriften und von Graphiten. Um Montag, 8 Uhr, spricht der Maler Feyerabend über das Handmartliche der graphischen Surft Reflame. Gine Rostauer Lölung der Wohnungsfrage. Rate Bohne vom 7. Dezember: Cin neues Stahtolertet f tostau" Bohnungen für 15 000 Berfonen Bohara non 610 000 tubifmetern"-Alle Bequemlichteit, Zentralheizung Bajchräume, Bad, Kino, Spetseraum, eine Boit, ein Ambulatorium, eine Apothete, eine Schule, Kindergarten, Krippe. Na, das ist doch eine Leistung! Namentlich wenn man nicht sp ganz genau tieft. Dann vermedfelt mau leight Boh. nungen für 15 000 Betionen mit 13 000 Wohnun gen. In Birtlichkeit tann es sich nur um ben nierten Seil at Bohrungen handeln. Das ergibt auch bia pompöje Ziffer non 610 000 Stubifmetern, bie jebem imponiert, ber nicht meiß, daß ein Raum von 5 Meter Bänge, 4 Meter Breite und 3 Meter Hähe allein schon 60 Stubitnieter beansprucht. Aus 610000 Subitmetern Laffer fich fainn mehr als 4000 einmohnungen herstellen. Bean 15000 Personen in 600 000 Sublimetern wohnen sollen, fo fommen auf die Person 40 Rubifmeter, h.. ein Raum von etma 3X4 ater Grundfläche, worin aber der Anteil des einzelnen an Rüde, Wajdy raum, Bab, Rino ufm. miteingerechnet ist. Sein eigentlicher Wohnraum ist also erheblich fleiner. Auf Doch immerhin: es ist doch etwas Wo stehen nun diese 600 000 Rubikmeter mit ben mustergültigen Wohnungen? bem Bapier. Man liest nämlich in der Roten Fahne": ,, Das Wohnungsbautomitee hat den Entwurf genehmigt. Das Ganze if einftmeilen noch Bapler und Bleistift. Für einen tatfälid erfolgten jährlichen Wohnungsbau sont 25 000 Bohnungen in Berlin hatte die State Fahne nichts als Sohn und Spoti Ein papierenes Projeft für etwa 400 Wohnungen in Moskau läßt sie rasen nor Begeisterung. Es geht bach nichts über eine gesinnungstüchtige Brille. praktisch schenkt, schenkt doppelt! Ueberlaken Handtücher Schlafdecke Metall- Bettstelle Gerstenkoin, mit roter 39 PL. 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Llniernehmer und Kommunisten der sächsischen TexiiZindufirie. novelke«in. die zurzeit im DoükswirtschoftliÄen Ausschuß des '"'ir Nooelle sei. des Handwerks Reichstages beraten wird- Der Zweck dieser Novelle sei, eine strafscre Zwongsorganisation des Handwerks zu ichafsen. Lei pari halt es für selbstverständlich, daß auch bei dieser Aus Chemnitz erhalten wir vcm gut unterrichteter Seit« die Nachricht, daß die Textilindustriellen für West Mittelfachssn, Thüringen am Freitag in Chemnitz «»«c Tagung abhielten, um Stellunazu nehmen zu den Per' hanHiungen, die am Montag im Reichsarbeitsministerium bsginnori Auf diese? Tagung ist. wie uns versichert wird, der B« s ch s u sj gefaßt wardsn. in dem Tarifgebiet West- -achfen-Thüringen die L u s f p e r r u n g vorzunehmen. Dieser Veschluh ist jedoch als streng vertraulich be- 8«ichnet warben. * Soweit die Nachricht. Wir würden ihr von vornherein «uw Beachtung geschenkt haben, wenn nicht die Quells, aus der sie uns zugeht,«in« durchaus vertrauenswürdige und tonst zuverlLssta« war«. Immerhin kann man an der Rich- ".gleit der Nachricht zweifeln. Es ist nicht üblich, daß man «�nen solchen Deschlutz saßt, ahne ihn laut hinauszu- Posaunen. Der Usus bei den Unternehmern ist eher um- gekehrt. Man verkündet vor einer Verhandlung vor den �chlichtungsinstanzen, daß man auf keinen Fall die Löhne Erhöhen könne»rib würde, und lieber die Produktion ein- stellen«erde. Es sind oft genug Aussperrungen angekündigt und Kündigungen der Arbeiter vorgenommen worden, die nicht ernst gemeint waren und nur den Zweck hatten. �>nen D r u ck auf die Arbeiter bzw. die Schlichtungsinstanzen Auszuüben. Es ist uns kein einziger Fall bekannt, daß die Unternehmer sozusagen unter dem Ausschluß der Oeffentlich- «st ausgesperrt hatten. « , Dazu kommt noch folgendes: Seit«inigen Tagen er- hauen wir Nochrichten aus Sachsen, die offenbar von den �extUindufiriellen lanciert werden, und in denen immer wieder die von den Kommunisten ausgehnde G e- �ahr einer Arbeitsein st ellun a die Rede ist. Nun suuß man wiflen. daß der Einfluß der Kommunisten unter •cV Textilarbeitern in Sachjen und Thüringen gleich Null ut. Soweit Kommunisten bei den sächsisch-thüringischen '-ertilarbeitern sich umtun, sind sie sehr vorsichtig, wenn l''« ihre eigen« Haut zu Markte tragen sollen. Der Kampf- rÜ �er kommunistischen Tertilarbetter tobt sich ausfchlieh- gegen die Leitung des Textilarbeiter-Dsrbandes aus. « Zur Illustration dien« folgende Tatsach«: Die Funk» honär« der Chemnitzer Textilarbeiter nahmen dieser Tage »u dem Schiedsspruch für Westsachsen-Thüringen. �uf Borschlag der Bezirksleitung wurde der Schiedsspruch allen gegen zwei Stimmen abgelehnt. Die zwei �rtreter. die für den Schiedsspruch stimmten, waren— �ei Kommunisten! gegen den Schiedsspruch erklärte, sahen sich die Stalin- jünger vor der„Gefahr�, so zu stimmen, wie die Bezirks- Düving vorschlug. Die unentwegten Kommunisten bekamen � also mit der Angst zu hm. Würde man sie nicht als � r r 8 t« r in weitem Bogen aus de? KBD. hinauswerfen. sie einem Antrage der rsfornnstisihm Bezirksleitung Sstrimmien? In dieser Angst stimmten die vor lauter Parole« ostenbar blödsinnig gewordenen Kommunisten f ü r "3„Vchondschiedsspruch". i. So sieht die kommunistische Gefahr aus, auf die sich Unternehmer berufen. Mit der Courage der Unter- "�hkner scheid es nicht anders bestellt zu fein, wie mit der Courage der Kommunisten. Sie möchten aussperren, aber nur„streng vertraulich". Die Tertilindustriellen haben nach dem Ausgang der R u h ra u ssp errang begreiflicher- weis« keine große Lust, sich in eine Niederlage hineinzu- reiten. Der Oesfentlichkeit klarzumachen, daß die u n g c- Heuren Gewinne, die wir gestern aus der sächsischen Textilindustrie mitteilten, zum Ruin sichren und daß die sächsischen Textilarbeiter bei Löhnen, die teilweis« noch unter den Sätzen der Wohlfahrtspflege liegen, ein üppiges Leben führen, ist sechst für Unter- nehmersyndizi ein hoffnungsloses Beginnen. Daher wohl die„strenge Vertraulichkeit" des Ausspsrrunzsbefchlusses, den wir nicht ernster nehme» als die sächsischen Textil- industriellen sechst. Tagung des ADGB. OrganisalionSfrage« und Sozialpolitik. Siel.&. Dezember.(Eigenbericht.) Der Vundesausschuß des ADGB. tagt« nach der öffentlichen Kundgebung am Freitag und Sonnabend in einer nicht öfientlichen Sitzung. Oberregierungsrat Joachim vom Reichs- ardertsministerium sprach über die Grundlagen de» Ar- beitslebens in Sowjetrußland. Der Dortragende hob hervor, daß. wie m Deutschlond, so in Rußland der Tarifvertrag die Grundlage der Arbeitsver- fassung sei: Der betreffend« Paragraph im Arbeitsgeletzbuch deckt sich fast wörtlich mit dem ersten Artikel des deutschen Tarif- vertoogsgeseßes. Damit ist sogleich vorausgesetzt, daß es auch in Rußland Arbeiter und Unternehmer gibt, wovon die größere Gruppe die öffentliche Hand ist. Das sind verselbständigte Unternehmungen ähnlich wie bei uns die Reichsbahn und die Reichs- post. Daneben existieren die kleineren handwerklichen Unternehmer und die Konzessionär«, die Ausländer sind. Die Grundlage des russischen Arbeitslohnes ist, anders als in Deutschland, der Akkordlohn, der indessen nicht durch Tarisvertrag, sondern im Betrieb geregelt wird. Dos wirke sich für die Arbeiterschaft verhängnisvoll aus. Für den roten Direktor gilt, daß er all«» herouswirt- fchaste» muß, was aus dem Betrieb herlnisgewirtschaftet werden kann. Die in den Betrieben entstehenden Schwierigkeiten werden nicht durch die Gewerkschaft, sondern durch die Betriebs» o r bei ts g em ei nfchaft(Bertreter der Sozialpolitischen Ab- teilung der Betrieb« und Betnebsröle) zu erledigen versucht. Dies« Betriebsarbeiisgemeinschaften haben keinen unparteiischen Vorsigen- den. Außerdem regelt auch dies« Letriebsarbeitsgemeinschast die Akkord«. Di« Letrieiv-arbsitsgemeinschasten scheinen die allerbedenk- lichsien Einrichtungen der russischen'------"------- Vorschlag über die ReuregeUmg der Vertretungen der Verbände. Künitig füü die Zahl der Vertreter, wÄche die Verbände zum Bundes- oueschuß snts-nden. sich nach der Mitgliederzahl richten, die in den viert-jährlichen Mitteilungen an de» Bundesvorstand abge- gebe« werden.' Die Smarte Halle und Thüringen sollen vereinigt ajerdea. Dies« Zusammenlegung hat den Vorteil, daß nunmehr die Gliederung der L un d e« b« ztrke mit der Eliede nrng der Bezirke der Landesorb eiteämter übereinstimmen. Für die st a t ist i s ch e Abteilung beim Bundesvar- stand ist der Herausgeber des bekannten Werkes„Die Welt in Zahlen". Wladimir W 0 y t i n s t i gewonnen worden. Woytinski bar am 1. November sein« Tätigkeit begonnen. Entsprechend den früheren Beschlüssen de? Lundesausfchusses ist in Gleiwitz«in neues Arbeitssekretariat«rrichiet worden. Der Bundesovrsitzendc befürwortet dann die Erhöhung de» Stammkapitals sozialer 2 anbete iÄ-c. die schon seft geraumer Zeit als dringend eriovdeilich angesehen wird. Insbesondere empstehlt der Bundes vor stand, daß alle Ge- werkschasten sich an der finanziellen Unterstützung dieses Gewerkschaftlichen G emeinschaftsu nternchmrns beteiligen. Lei pari ging schließlich noch auf de» Entwurf einer Handwerks- straffere Zwongsorgo ichafsen. Lei pari hält es für selbstverständlich, daß auch bei dieser Geiegercheit die Forderung des ADGB. nach einer paritätischen Umgestaltung der öffentlich-rechtlichen Berufskammern, in diesem Fall« der.Handwerkskammern, von neuem mit allem Rech- druck«hoben wird. Der Bundeeausschuß machte sich die Vorschläge und Anregungen des Bundesvorsitzenden einstimmig zu eigen. Insbesondere hielt er es für angebracht, die Stellungnahm« der Gewerkschaften zu dem Gesetzentwurf über die Hondwerksnovclle in einer Ent- f ch l i e ß u n g niederzulegen, die einstimmig angenommen wurde und folgenden Worttaut hat: .Der dem Reichstag vorgelegte Regierungsentwurf einer Handwerksnovelle will das Verlangen der.Hand- «erksmeifter nach einer außerordentlichen erweiterten und lücken losen Organisation der handwerklichen Unternehmerorganisationen ...... ehe» ausgestattet i.. J... tionäi des Handwerk- sollen als selbstverwoltendes Organ dle erfüllen, die mit oengeäenden gesetzlichen wie öffentlich-rechtliche« Bssugntssen ausgestattet ist. Die öffentlich- rechtlichen Organisa Gesamtinteressen des Handwerks gegenüber der Gesetzgebimg und der Staatsverwaltung vertreten. Auf die Dorschristeu der Relchsverfassung, die dle gleichberechtlgle ZKUwirkuag der Arbelker und ihrer Organisatwnen verlangt, nimmt der Gesetzentwurf keine Rücksicht. Die Beibehaltung der Sesellenausschüsse mit ihren veralteten Rechten und Befugnissen kann keinen Ersatz hierfür bieten. Der Bundesausschuß des ADGB. beharrt auf seiner Forde- rnng nach Umgestaltung der öffentlich-rechtlichen Lerbin- düngen im Sinn« des Artikels 165 der Reichs oerfasfung und er- hebt Einspruch dagegen, daß jetzt«in Gesetz geschaffen wird, das einseitig nur den Einfluß der handwerklichen Unternehmer in Staat und Wirffchaft stärken soll." Am Schluß der Tagung sprach der Bundesoorfitzend« L e i p 0 r t dem Ortsmizschuß der freien Gewerkschaften in Kiel den Dank für die oftrWI&Tich« Borbereitung der Bundesausschußlogung aus. Die Bedürstigkettsprüfung prüfungsbedürfiig. Kommentar leider nicht überflüssig. Die Verordnung de» Reichsarbettsministerlams über die Neu- regelung der Bedürftigkeitsprüfung in der Krisen- Unterstützung ist ein Buch mit sieben Siegeln. Wer die aus der neuen Verordnung sich ergebende Berechnungsmethode verstehe« will, muß vorher einen Kursus in höherer Mathematik durchmachen. Es ist gänzlich ausgeschlossen, daß der Durchschnitt der Arbeitslosen die Zahlentunststück« der neuen Berechnungsmethode kapiert; denn nicht einmal die Schristgelehrten stich sich über die Auslegung der Verordnung einig. Ihr« Unklarheit hat dazu geführt, daß die B e- rechnungsmethode des Reichsarbeilsministcriums von der de» ADGB. nicht unbeträchtlich abweicht. Das Resultat der Berechnung de« ADGB. ist für die Unterstützten günstiger als das des Reichsarbeitsminfftenums. Run mutz der Spruchsenat entscheiden. was gelten soll. Hoffentlich fällt die Entscheidung möglichst bald, damit Klarheit geschaffen wird. Das Reichsarbeitsmiaisterium, dessen Verordnung an sich zweifellos gewisto Vorbesserungen gebracht hat, muß auch dem Arbeiter verständlich« Vesnmmungen in die Bedürftigteit»- Prüfungen schaffen. Unklarheit schafft Mißverständnisse, Mißvev- ftändniffe schaffen Streitigkeiten. Di« Bersichmmgs- und Krisen» «lntsrstützung darf nicht«in« Geheimwissenschaft werden. Sonderfürsorge für Gaisonarbeiier. Joch keine Snifcheidung. Ein Teil der Presse bringt die Rachricht, die Reichsansullt für Arbeitsvormitttuug und Arbeitslosenversicherung Hab« unabhängig van etwaigen Reichstagsbeschlüssen die Unterstützung der Saisonarbeiter in diesem Winten eingeschränkt, dor Reichstag fei mithin bei der Regelung dieser wichtigen Frage au»- geschaltet. Dies« Rachricht trifft, wie wir van amtlicher Seft« erfahr««. nicht zu. Es ist bisher überhaupt keine Anordnung der Reichs- l U««f»4eU,k(ln9 enveitcrtc seinen Gesichtskreis und gab ihm einen geschärften Blick für die kleinlichen Äerhäliniiie Deutschlands. 1 86-1—89 übernahm er die technische Lei- i»ng einer großen Regierungsgerberei in Petersburg. In den nach- sten Jahren betrieb er lein Gewerbe in Siegburg. Reben seinem De- ruf war er unermüdlich in der Ausbildung seiner Gedanken tätig, und so erschien 1869 sein erstes philosophisches Werk:„Das We- ien der menschlichen Kopsarbeit, dargestellt von einem Hondarbeiter. Eine abermalige Kritik der reinen rnd praktischen Vernunft." In einem Briefe aus diesen, Jahre schreibt er die charakrevistischen Wort«: er habe in Siegburg Hütten gebaut und lierbe den Leuten das Fell. Sein Trachten gehe danach, Schätze zu graben und zu genießen, die weder Rost noch Motten fressen, dos seien d-e allgemeinen Wahrheiten der Wissenschaft und die geschicht- i'che Entwicklung des Menschengeschlechts. In der Folgezeit er- schienen zahlreiche Abhandlungen und auch größere Werke, besan- ötts über philosophische Fragen. Einen schweren Zusammenstoß mit der Staatsgeivalt hotte Tietzqe» im Jahre 1878 nach seinem Vortrag in Köln über..d i e Zukunft der Sozialdemokratie", der auch als Bro« schüre erschiene» ist. Er hotte als Ziel hingestellt, daß es gelte, die Arbeit zu organisieren, und zwar so, daß jeder Arbeiter seinen ge- rechten Lohn' erhält, nicht wie heule nur einen verkümmerten Teil. sondern den vollen Betrag seiner Arbeit. Freilich wolle der So- stalismuz nicht die Zukunft machen, sondern nur die Gegenwart von den Hindernissen befreien, die sich der geschichtlichen Fortentwicklung rutgegenstellen. denn die Zukunkt müsse sich aus der Gegenwart organisch einwickeln. Dieser Vortrag war kurz nach dem Hödclschen Attentat geholten. lind nun erzähle Dietzgen selbst weiter:„In- 'wischen hast« das zweite Robllingsche Attentat stattgefunden, darob dl- uniformierte, dekoriert«, betreßte, bedokterte und beamtete preu- tische Well auffuhr wie von der Tarantel gestocken. Sie beschlog- Bohmte meine Schrill, koppelte mich mit dcm Handgelenk an einen anderen Vagabunden und lieferte uns beide am Vorabend vor Pfingsten in dos Kölner Arresthaus." Nach zwei Monaten freilich wurde er van Strafe und Kosten freigesprochen, und auch die wei- leren Instanzen tonnten dieses Urteil nicht ändern. Nachdem der älteste Sohn Dietzgens, Eugen Dietzgen, der verdienstvolle Heraus- Seher der Schriften seines Daters, in den Vereinigten Staaten eine Existenz gewonnen halle, übersiedelte auch der Dater nach New York '"ch später noch Ehitago. um hier, von materiellen Sorgen bosreü, Wnen Ideen zu leben. Als hier im Jahre 1888 die Redakteure der --Ghitagoer Arbeiterzeitung" verholtet und später hingerichtet wur- ä«n. weil ihnen ein Bombenattentat zur Last gelegt wuvde, über- »ahm der alle Joseph Dietzgen, jeder Gefahr trotzend, die Redaktion der.Arbeilerzeiturrg". Am 15. April 1888 erlag er allzu früh einer Herzlöhmung. Die wiisenschajtliche Bedeutung Dietzgens liegt auf dem Gebiet der Grundfragen der Philosophie, denn hier ist es ihm gelungen. in jahrzehntelanger Arbeit einen Standpunkt zu erringen, der von höchster Bedeutung für den Kamps um die Wellanschauung ist und «ine bemerkenswerte VermandtsdHaft zu den Anschauungen stellt, wie sie der große Physiker und Philosoph Ernst Mach später entwickelt hat. Es ist jedem ciyuraten, sich in diese Gedanken durch ein Studium der Originalschriften, die ja in einer dreibändigen billigen Ausgabe vorliege», selbst einzuarbeiten. Hier sei nur angedeutet, daß der Dietzgensche Materialismus sich gänzlich von dem herkömm- liehen Materialismus unterscheidet, von jenem geistlosen Materialis- mus einer„bornierten Naturforschers chillc". die da glaubt,„sie Hobe mit den materiellen Organen schon den flüchtigen Geist und seine Idee erjorjchl". Dietzgen begrüitdet einen Monismus, der Geist und Materie in einer höheren Einheit zusammenfaßt, die Dietzgen als Naturerscheinung bezeichnet. Geistiges und Körperliches gehören in gleicher Weife zum Gaiizen der Natur, zum Universum. Dieser Begriff des llnioersiims, des Unendlichen oder Absolute» ist der höchste Begriff und zugleich allgemeinste Wahrheit und absolute Wirklichkeit. Dos Weltganze ist die höchste Vernunft und Wahr- Heit oder dos Wesen, nach dem Religio» und Philosophie so lange gesucht haben. Ei» flafjtfchcs Bild vom Wesen unseres Philosophen hat Bruno Wille entworfen, der im Jahre 1882 als junger Student Wallfahrten zu Dietzgen nach Siegburg unternahm und den Arbeiterphilofophen bewundern und lieben lernte. Er schildert da» erste Zusammen- treffen:„Dietzgen machte sich zu einem Spaziergang mst mir bereit. Seine Lohgerberarbeit ließ er ohne weiteres liegen, wie er sie denn überhaupt nur so well betrieb, als er nötig hotte, um seinen bescheidenen Hauestand zu erhallen. Zum Sklaven des Broterwerbes hatte dieser Phllgsopl) nicht das Zeug. Wie heimisch er in den Regionen höheren Geistesleben war, merkte Ich nach den ersten Worten. Keine Spur von Werkelstaub lag auf seiner großartigen Seele, mebr durchgeistigt vermochie kein Professor nom Studiertisch sich zu erheben, wie d'eser Lohgerber von seiner Handarbeit." In der Tat, wir verehren in Joseph Dietzgen einen Menschen, der, vom Drang noch Erkenntnis besessen, nach dem Höchsten strebte, was uns Menschen beschieden ist: sich eine Weltanschauung zu erarbeiten, die Kopf und Herz in gleicher Weise befriedigt. Dietzgen ist uns der Vertreter eines wahrhaften Ideolismus. der nickst mit leeren Worten predigt, sondern in Taten sich bewährt. „Kampf des Guten wider das Böse ist der ewige Jnhall der Well- gcschlchte." lind wir müssen mit Dietzgen in diesem Kampfe Partei nehmen,__■__._ Aus I. Oiehgens Briefwechsel. Llnverössentlichtes aus dem Parteiarchiv. Joseph Dietzgen verdankt seiner Bekanntschaft mit den Marxschen Theorien eine grundstürzende Wendung in seinen ökonomischen und philosophischen Anschauungen. Am 29. Mai 1868 schreibt Dietzgen an Marx: Wladimir Lederfabrik, St. Petersburg, Hochverehrter Freund! ... Ich verdanke Ihnen das Verständnis für die geschichtliche Bewegung der Menfchhell,— ein Schatz, der mit über sehr viele Widerwärtigkeiten des Lebens sich über alle Erbärmlichkeiten meiner Zeit und Umgebung emporhebt. Roch mehr! Indem Sie mir einen Einblick in das allgemeine Wesen der bürgerlichen Oeko- nomie eröffneten, besähigten Sie mich gleichzeitig, meinen Privat-- standpunkt innerhalb dieser Gesellschaft m i t Bewußtsein zu besetzen. Diesem Bewußtsein verdanke ich zu einem großen Teile dem guten Erfolg, defsen ich mich bisher in diesem unvermeidlichen bürger- lichen Leben rühmen durfte... „Rücksichtslosigkeit" ist ein Wort, das— entschuldigen Sie die romantische Wendung— ich mir als Devise erwählte. Aus Ihren Schriften spricht dieselbe in einer Art, welche ich von jeher bewun- derte und nacheiferte. Im Denken und bei wesentliche» An» l ä s s e n auch im Leben tue ich mir genug darin. Zlber im ollgemeinen Verkehr besitze ich zunächst das gerade Gegenteil, große Ee- jchmeidigkeit und Nachgiebigkeit des Charakters. Es ist eine solche Eigenschaft, eine Sache, welche, wie alle Dinge, mannigfaltig erscheint: bald als Laster, bald als Tugend, bald als Mangel, bald als Talent. So glaube ich das Talent zu besitzen, meine extreme rücksichtslose Deiikungsweisc bei Personen und Verhältnisse» insinuieren zu können, wo dergleichen sonst durchaus verpönt und unzulässig ist, d, h. ich schmeichle mir, zur Popularisierung der van Ihnen zutage geförderten wisfenschaftlichen Schätze beitragen zu können. Mit dcni Versuch habe ich bereits begonnen... Auf dem Haoger Kongreß der Iuiernationalen Arbeiterassoziation hatte Dietzgen eingehend mit Marx'über dessen Fort- setzung des„Kapitals" gesprochen. Zlin 15. Dezember 1872 schrieb Dietzgen hocherfreut an Mar x. Lieber Freund, Eber maitre! ... Ich freue mich nun innig, daß ich wirtlich geschehen sehe, was ich kaum erwartet hatte, daß du wenigstens den Willen hast, die unterirdische Politik am Nagel hängen zu lassen, um Zeit für die Ausarbeitung Deiner sozialen Thearien zu gewinnen. Nicht, als wenn ich den Wert der Agitation verkannte, sondern well sie verhältnismäßig von selbst geht, während zur Fortsetzung Deines Werkes keine andere Kapazität vorhanden ist.?luch scheint mir die Theorie sicherer und wichtiger von Erfolg, als die agitatorische Praxis. Ich bin gegenwärtig mit einem Aussatz beschäftigt, wo ich nachweisen möchte, daß die Lehren des heutigen Sozialismus und Kommunismus, d. h. die Marxschen Theorien, ein legllimes Erzeugnis der deutschen Philosophie wird, daß sie nichts weiter sind, als die Anwendung der induktiven Methode auf Disziplinen, die� bisher spekulativ mißhandelt wurden. Ich habe vor, noch viel zu tun, werde fortwährend hin und her gezogen, vom Schreibtisch zur Werkställe, die mir auch zur Lieb- haberei geworden, und dazu kommt noch die Notwendigkeit des Erwerbs. Im Jahre 1876 begann Friedrich Engels den theoretischen Feld» zug gegen den Berliner Philosophen Eugen Dühring. Am 16. Januar 1576 schreibt I. Dietzgen über diesen Vorsatz von Fr. Engels: Lieber Marx! ... Bon Liebknecht erfahre ich, dos Engels den Dühring be» arbeilet. Dieser Patron ist— wenn ich mir das Urteil erlauben darf— ein recht anmaßlicher Pfuscher, Vielwisser und Vielschreiber, den ich derb zurchtgewiesen sehe» möchte. Ich selbst Hobe schon mehrmals die Feder dazu angesetzt, aber es unterlassen, weil mir der Mann zu klein war, für das viele Geld, welches die Anschaffung seiner weitschweifigen Schriften kosten würde. Er hat zwar in lejsier Zeit Fortschritte gemacht, aber hat noch viel zu tun, bevor er bei- kommt. Engels gab später gegen Dühring die Streitsllirift: Herrn Eugen Dübrings Umwälzung der Wissenschaft heraus, die zu den großen klassischen Schriften des Sozialismus zählte. Einige Kapitel dieser Schrift sind als Flugschrist unter dem Titel:„Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft" erschienen. Richter- Schule. Jon Alfred polgor. Das Oesterreichische Justizministerium läßt auf seine Kosten '* Richter, die über Antoangelegenhellen zu judizieren haben, Ultokahren lernen. So erzogene Richter werden gute und gerechte Richter sein in iutosachen. Sie werden um die Verführungen der Schnelligkell nd der geschnittenen Kurve wissen, um die boshafte Arglist der »ufälle, die Blick und Hand des Wagenlenkers unsicher machen, sie �rden ermessen können, wie leicht der Mann am Steuerrad, im �ock des gefährlichen Augenblicks, dos Falsche tut, wie bald ihm eschehen kann, daß er die Dorschristen außer acht läßt und sündig 8rd vor dem Gesetz. Eine Zeit verständnisvoller Rechtsprechung dämmert herauf die Autofahrer in Oesterreich. Sie werden, haben sie gefehlt, 0'" Richter kommen, die sich in die äußere und noch mehr in die �cre Situation des Angeklagten, wie sie war, als cr die Tat �ling. Hineinsühlen und-denken können. Sollte aber, was Autofahrern recht ist, nickst allen, über die zu pickst gesessen wird, billig sein? Sollte nicht jeder Delinquent bipruch hoben auf einen Richter, der das Delikt, über das er Ik'ien muß, wohl versteht, der genau die Erde kennt, aus der wuchs, oder den Himmel, von dein herab es fiel, der eine Kon- Uation wie jene, die den Menschen da vor ihin schuldig werden v. selbst schon durchgestanden hat und um die Brüchigkeit der cherungen weiß, die in solchem Fall den Guten davor bewahren, lEchl zu werden. Um wieviel weiser etwa würde über Eigenlumsvergehen der Jil>ni» des Pertapes Ernst RorceZII.?erl!n, aus dem demniichjt erscheinenden Ruche Alfred Ziosxar:„Tchworj auf Wei!".) Der Aihlsi im Tierreich. Auf de» Galaz'agosmseln in Südamerika ist unter den seltenen Tiersarmen, die diese Inseln beleben, auch die einzige See-Eidechse der Erde einheinrisch. Heber die Lebensweise dieser im Wasser lebenden Eidechsen war bisher nur wenig bekannt, erst der Forscher Becbe hat nun diese bis zu 1,29 Meter langen Echsen, die mit ihrem über köpf und Rücken laufenden aufgerichteten Kamm wie Urzeit» drachen aussehen, genau beobachtet und dabei die Wahrnehmung gemacht, daß diese Sce-Eidechsen über ganz gewaltige Körperkräst« verfügen. Wird die Eidechse verfolgt, so schlüpft sie in eine Felsspalte und blast nun ihren Körper derart mit Lust auf, daß sie selbst bei starker Kraftanwendung nicht aus ihrem Versteck gezogen werden kann. Wenn man von der geübten Muskeltätigkeit von Berufs» athleten absieht, soll kein Lebewesen der Erde imstande sein, durch sei« Körperkräst im Verhältnis zu seiner Körpergröße einen solchen Widerstand hervorzubringen wie die See-Eidechs«, wenn sie sich mit Luft aufbläst. rammehr fo menblich wichtigen Stoff in genügender Mengen Seis Der Schohgräber in der Luft. orzubringen. Erit im Kriege find dann die großen Stiftoff3u Frig Babers 60. Geburtstag, 9. Dezember. fabriken entstanden, die Deutschland wenigstens notbürftig mit der für die Landwirtschaft und für die Sprengstoffindustrie gleich untent behrlichen Substanz vorsorgten. Nachdem Haber im Jahre 1911 an die Spike des Instituts für physikalische Chemie und Elettrochemie in Dahlem gestellt worden war, begann er, sich neuen theoretischen Zielen zuzuwenden. Aber mitten in den Vorbereitungen zu diesen weitausschauenden Arbeiten fam der Krieg, und nunmehr wurde das Institut zum Zentrum ber deutschen chemischen Kriegsarbeit. Nach dem Kriege hat sich Haber hauptsächlich mit dem Problem befaßt, aus dem Meerwasser Gold zu gewinnen. Aber deur Schahgräber, ber aus der Luft so riesige Berte zu holen verstand, war diesmal das Gind nicht fo hold, und er konnte aus dem Wasser nicht die gehofften Reichtmer erzielen. Immerhin ist durch seine umfassenden und systematischen Arbeiten diese Frage, die die Gemüter seit langem beschäftigt, mun endgültig geflärt worden. Haber hat in seinem arbeits- und erfolgreichen Leben noch eine große Anzahl von Forschungen auf dem Gebiet seiner Willenschaft und außerhalb derselben durchgeführt. In der Geschichte der Biffen fchaft aber wird fein Name mit der Herstellung des fünstlichen Ammoniafs verknüpft sein, für die er 1918 ben Nobelprets für Chemie erhielt. Auch als missenschaftlicher Organisator hat er sich mit Glück betätigt und auf einer Weltreise nach dem Kriege neue Anregungen gewonnen. Besonders hat er für die kulturelle Ge meinschaft zwischen Deutschland und Japan gearbeitet, und ihm ist hauptsächlich die Gründung des Instituts für Japanforschung zu banken. Kurt Bohlmann Auf der Klinit. Bon Michail Gostschenko. Bicht es eine Donne in das Gespräch unb fapt biffe as it has fchon, eine Rierenfrontheit? Reine leibliche Stickie hat so etwas gehabt, und nichts ist pajfiert. Sogar nähen ym bügeln hat fie dabei fönnen. Und bei Ihrem Leibesumfang ist des fchon ganz ungefährlich. Nicht einmal sterben fönnen Sie bei fo einer Rrentheit." Sa Immermanns fomischem Roman Münchhausen" will der Boton non Ednud Budelig- Erbsenscheucher eine Luftserdichtungscftioncompagnie gründen, die ihm jährlich 60 000 fund Luftsteine Befern fol ber dieses Luftschloß, das der Schaft Münchhausen ihm norgaufelt, bricht elend zusammen mit seinem eigenen verfallenen Schloß. Schüße aus der Luft zu holen, das galt im Sprichwort intmer für den Inbegriff alles Unmöglichen, bis in unserer Zeit der Mannt erstand, der diesen phantastischen Traum des Märchens vermirificht hat. Es ist ein genialer Chemiker, dem es tatsächlich gelang, in der Luft nach Schätzen zu graben und ihr, der angeblich werttofen, foftbarste Berte zu entreißen. In dem Saal des Münchener Deutschen Museums, der der Geschichte der neueren Chemie geweiht ift, ftahl an einem Ehrenplag der Originalapparat, mit dem Friz Sober 1909 in Laboratorium aus den beiden Elementen Wasserstoff und Sildstoff bei hohem Druck und hoher Temperatur innihetisch zum ersten Male Ammoniat gewann und damit unmittelbar aus der Luft eine Stickstoffverbindung herstellte, die für die Landwirtschaft und die Sprengstoffindustrie unentbehrlich ist. Haber, heffen 60. Geburtstag am 9. Dezember die wissenschaftliche Welt feiert, hat damit eine Großtat ersten Ranges pollbracht, er errang einen ber glänzendsten Erfolge der modernen Chemie und sich selbst in feinem Fache der physikalischen Chemie eine einzigartige Stellung. Frig Haber wurde am 9. Dezember 1868 in Breslau geboren, fubierte feit 1886 Chemie. Er murbe 1894 Assistent in dem von bem Technologen Bunte geleiteten Chemisch- Technischen Institut der badischen Hochschule in Karlsruhe und 1896 ebenda Privatdozent. Im gleichen Jahre erschien das erste Buch, das seinen Ramen befannt machte: der ,, Grundriß der technisches Elettrochemie auf theoretischer Grundlage". Titel und Inhalt find bezeichnend; fchon diese erste größere Bublitation zeigt, wie Haber zunächst die theoretischen Grundlagen seines Themas studiert, wie er dieses bald innerfid meistert, und wie er dann die gewonnene. Erkenntnis der Entwicklung und Lösung technischer Probleme dienstbar zu machen versteht. Die Elettrochemie bleibt in dieser ersten Schaffensperiode, die etwa bis zum Jahre 1904 reicht, Hauptgegenstand von Habers wissenschaft Wie der Grundriß der technischen Elektrochemie als Programm für Habers Frühzeit, so tann die im Jahre 1905 erschienene Ther modynamik technischer Gasreaktionen" als Leitmotiv feiner zweiten Schaffensperiode gelten, deren Höhepunkt die Synthese des Ammo nials gemefen ist. Im Jahre 1904 begannen die vorbereitenden Untersuchungen in Habers Karlsruher Laboratorium. Um die Mitte Des Jahres 1909 war man nach vielen Enttäuschungen endlich jo meit gekommen, daß die wichtigsten Versuche der Badischen Anilin and Gobafabrit, der größten chemischen Fabrik Deutschlands, Dorgeführt werden konnten. Ihrem Direktor Bosch gebührt das Berdienft, die Schwierigkeiten überwunden zu haben, die dann auf,, 2lber geh, mein Lieber, was du haft, das ist gar nichts. En tauchten, als es sich nun barum handelte, die Herstellung des tünst lichen Ammoniaf aus dem Meinen ins Große zu übertragen. Im Bruch ist doch keine Krankheit. Das bat bath mer! Ich zum Bei Anfang des Jahres 1914 tonnte die Fabrik die ersten Wagenspiel hab' eine richtige Krankheit. Darfst nicht auf mein dides Tabungen bes nach dem Haber- Bosch- Berjahren gewonnenen Ammo- Geficht schauen. Ich hab' vielleicht sogar ein Nierenleiden. Darauf ist der andere einigermaßen getränkt: ntumjufats in den Handel bringen. Die Wirtschaftlichkeit des neuen „ Ich habe nicht nur einen Bruch, ich habe auch einen Herz Berfahrens mar nun erwiesen, aber es bedurfte noch fanger Arbeit unb Organisation, um die Brobuftion auf eine breite Basis zu stellen. Ms der Weltfrieg ausbrach, mar man noch nicht sehr weit damit geMiehen, diefen für das abgefchloffene und eingefchloffene Deutschland ficher Arbeit. Ein ganz merkwürdiges Zier der Mensch. Ich glaube taum, daß er von den Affen abstammt. Da ist der alte Darwin möglicher weise doch etwas zu weit gegangen. Die menschlichen Handlungen find nämlich gewissermaßen zu menschlich. Gar feine Mehnlichkeit mit der Tierwelt. Wenn zum Beispiel die Tiere miteinander in ihren tierischen Dialekten reden, so fönnen fie unmöglich eine solche Unterhaltung führen, wie ich eine gestern gehört habe. Das war im Spital, im Ambulatorium. Einmal in der Bode lasse ich beim Dottor Opufchtin meine inneren Krankheiten handeln. Wirklich ein guter Arzt, der sich auskennt. Fünf Jahre gehe ich fchon zu ihm, und es ist nicht ein bißchen schlechter geworden. Also ich komme hin, friege Nr. 7. Kannst nichts machen! Set' mich halt auf die Bank und schau mich um. 36 tonn nicht sterben? Hat man schon so elmas gehört? Eie sagt, ich tann nicht sterben. Hai teine haug und fängt ei medizinisches Gespräch ant" Die Biffige fagt: Sch will Shre Krankheit nicht herunterlegen, Genoffe, bas ift auch eine Krontheit für sich. Ich meine ja nur, ich hab' mas Ernsterés, als alle dieje Nieren; ich habe einen Krebs!" Aber der Dide läßt nicht nach: Muß auch nichts Besonders fein. Stonunt ganz darauf an, was das für ein Krebs ist. Er fann auch in einem halben Jahr vergangen seln" Auf diese unverdiente Beleidigung hin wird die Dome ganz bleich und beginnt zu zittern. Dann fdjlägt fie die Hände zujammer und fagt:„ Ein Krebs in einem halben Jahr! Den Krebs mußt aber erst suchen. Und du... ein dices Geficht beft bei beiner Rrantheit gefriegt." Der Dide wollte eimas antworten, aber da lächelte einer und fagle: Barum progt ihr eigentlich so mit euren Krankheiten, Genossen? Die Rronten fahen ihn an und verftunumten. ( Ueberlegung von Merender Gerscheidew.) Das Autogramm. Ein Erlebnis Berdis. 12 Bo im bei bie Tots Heß groei wur legte Cein Ran ber Heid gele tür Jant Frie Siuseppe Berdi hatte einmal auf der italienischen Statina Raccolta ein wisiges Reifeerlebnis. Der Edynellzug nach Rom, mit bem Berdi reiste, mußte in Raccolta etwa zwanzig Minuten warten. une den Benedig- Expreß durchgulaffen. Raum hielt der zug is Raccolta, jo eilte der Schaffner, der Berdi fannte, zum Stations vorsteher und erzählte diefem, daß der berühmte Komponist tim Juge befinde. Der Stationsvorsteher, ein großer Berehrer Berdis, wollte mu diese glänzende Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, um mit dem Romponisten einige Worte zu wechseln, und, wenn möglich, ein and sit direkt unfreundlich bekannt, jo daß der Beamte auf UmAutogramm zu erlangen. Berbi war aber als außerordentlich reserviert megen zu feinem Ziele gelangen mußte. Er öffnete daher die Bagentur und bat um den Fahrschein. Verdi übergab diefen, der Bor besteher revidierte und begann dann ein bienftliches Gespräch. felye, daß der Wagen etwas unfauber ist. Stört Sie denn bas Allerdings", erwiderte Berdi, ich fand aber im nicht???" ..Trogdem hätten Sie die Füße ganzen Zuge feinen faubereren." sdicht auch noch auf die Bant legen dürfen. Das ist übrigens eine ,, Satrament", fluchte Grage de: Intelligenz und der Erziehung." Berbi, halten Sie mich vielleicht nicht für intelligent und gut Da hört doch aber alles auf. Sofort erzagen???" geben Sie mir das Beschwerbebuch. Ich werde Shnen zeigen, wer la bin." Der Borsteher entfernte sich, brachte aber bei der Rüd fehr an Stelle des Beschwerdebuches fein Autogrammnalbum mit. J seiner Empörung achtete der Komponist nicht auf die eigenartige Form des Beschwerdebuches, fondern trug in das Album eine lange umb gefalzene Beschwerde ein. Und da höre ich, die anderen Patienten diskutieren miteinander ruhig, anständig, ohne zu raufen. Steht da so ein Individuum mit wattiertem Gesicht, im kurzen Ueberzieher und fagt zu feinem Nachbar: febler." Der Dide fagt:„ Das ist ganz egal! Gegen die Nieren ist das gar nichts." Rein. ftark Gra die au St Ep und temb Frie ein Dor bero mon und Gait inba über Mar Rad aud taich bus, Freudeftrahlenb Härte mun der Stationsnorstand Berdi über feinen gelingen Izid auf urad bat ihn besmegen um Berzeihung. Dem Romponisten blieb min nichts weiter übrig, als felbft über die gelungene leberraschung zu lachen, um so mehr, als der Stations vorsteher in der Zwischenzeit ein anderes beil für den Maestro hatte refervieren, faubern und mit Blumen festlich fcmiiden laffent. التجارة) JONASS& CO.AR ARRY BAR ORD ARA RAF BAR BAR 1.Jonass Kaufhaus wie bisher 2 Minuten vom Halleschen Tor In beiden Jonass- Häufern finden Sie jetzt vorteilhafle Weihnachts Angebote! Belle- Alliance- Straße 7-10 Unsere Kaufscheine haben in beiden Häusern Gültigkeit! 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Dee Mitgliederversammlungen und Zahlabende ad co 12. Dezember Keine Ruhe im Grabe. Standalöser Vorfall auf dem Boruftedier Friedhof bei Potsdam. In die Grabesruhe der Toten mußte bas mtsgericht| Friedhofsinspektor, ein sehr alter Herz, ber übrigens tnamischen aud Potsdam eingreifen wegen eines unerhörten Borfalles, der fich peritorben ist, prüfte merkwürdigerweile nicht weiter nach, ab die im vorigen Jahre auf dem Alten Bornstedter Friedhof beiben Töchter überhaupt für ein folches Verlangen legitimiert bai Potsdam ereignet hat und erst jezt durch einen Brozeß an moren, sondern folgte ihrem Wunde, legte tie Leiche der zmetten bie Deffenilichteit gefommen ift. Frau in dem alten Grabe bei unb ties die Gebeine bar erften frau einfach out ben Barg legen. Damit noch nicht genug, ließen die beiden Schwestern auch das ursprüngliche Grabbentmal entfernen und festen zu Haupten ber beiben Gräber bas alte Mormortreus por bem Grab ber ersten Brau, deren Namen aber entfernt unb burch den Namen der zweiten Gattin ersetzt wurde. Den Stiefbrüdern aber wurde mitgeteilt, daß die Eltern iz brei Grabern nebeneinanber ruhten. Erst als in biefem Jahre der elite Bruber aus China zum Besuch nach Deutschland fam und das Grab der Eltern aufsuchte, tam biefe unglaubliche Geschichte heraus. Empört über die Art und Weise, wie man den Grabfrieden feiner Mutter geftor und ihren Namen von dem Denkmal einfach gelöscht hatte, ließ er durch Rechtsanwalt Dr. Manz beim Amts. Auf bielem Friedhof war im Jahre 1893 ble Chefrau eines Potsdamer Barkaufsehers beigelegt worden, die zwei Söhne hinter ließ. Der Chemann heiratete später zum zweiten Wale, und diefer zweiten Berbindung entsproffen zwei Töchter. Nach feinem Zobe ourde er neben seiner ersten Frau bestattet und die vier Kinder festen den Eltern ein gemeinsames Dentmal, na bein das Grab ber Frau vorher nur ein Marmorkreuz mi bem Ramen getragen hatte. Nach dem Tode bes Baters Jorgie ber eine ber beiden Söhne, der in China cine kaufmännische Stellung befleidete, für bas Gras der Eltern und veranlaßte nad) Zblauf ber gefeglichen Liegefrift für die Ruhestätte der Mutter, daß die Stelle für weitere 30 Jahre neu gekauft wurde. Das Geid hierfür überfantte er feiner Stiefmutter, body trat als Ginzahlerin gegenüber bergericht Botsdam Klage auf Entfernung der Leiche der Stiefmutter farb auch die zweite Frau Unstati fie aber min in einem britten Grabe neben ihrem Batten beizulegen, forderten ble bethen Tödter die Friedhofsverwaltung auf, die Gebeine der ersten Frau 25 ihrem Grabe zu entfernen und an ihrer Stelle mun ihre Mutter begraben. Der damalige Der Dieb auf dem Autobus. tember à 3 Ein Defeftiv aus Bergnügen foßt ihn. Barr Marichell ist von der Taschendiebesgibe Gin Gentle man aus Boler ud in Barlin bereits tein unbeldriebenes Blatt Go fonnten ihn Sriminalpolizei unb Gericht aus bem Café Mihelsta und auch von einer miggidien 2utobusfahrt her. An 9 Sep es mar ein Sonntag bestieg er am Bahnhof Friedrichstraße ben Wutobus& Muf bem Berron naben ihm ftand ein Herr aus der Proping, dem der neue Gaft affenbar nicht gehauer portam. Uab benannftratin zog er feine Brieftate ein wenig beroor, damit ein Eid von ihr zu fehen war, nahm fein Barte monnaie aus der linten Talche, um es in die rechte Lasche steden and fab dabei herausfordernd feinen Rachbar an. Dieser fanit ein Gesicht, als ginge ihn das alles gar nichts an. Der Mutobus fuhr indeffen ble Friedrichstraße entlang, bag in die Leipziger Straße. überquerte ben Botsdamer Blag und erreichte die Haltestelle an der Margaretenstraße 21s der Mann aus ber Brouens den nerbäftigen Radbar jetzt mit ben Augen fuchte, mar ber Blag leer Leer mar u feina trunare odiascha Der Bravingondel farle Meine Brieftajche", und einer non ben Baffagieren sprang im Rau aus dem utp bus, bem Gentleman aus Balen, der in den Brimus Balajt hineinfolüpfte, nadh. Run Laffen wir aber diesen Baffagier felbft raben. Bor bem Schöffengericht Berlin- Mitte ftellte er fich als Mam nar, ber bie gange Bolt bereift habe, sämtliche Sprachen( predje, und der mährend leinas Aufenthaltes in Berlin fich zu seinem Brinainergnügen fpeziell Mann schon die ganze 3eit über um Auge. Befonbers auffällig schien es mir, daß er bei Stößen des Mutobus immer zur entgegengefesten Seits fial( gauifjermaßen dem Brovingontel an die Bruff) is her Herz letne Brieftasche permißte, fprang ich fofort ab, abgleich to es ungern bue, ba ich perheiratet bin, unb id auch meiß, daß man foließ. bie Brigel erhält. Der Dies fief in den Brinus- Balaft Hinein, ich ihm hinterher; ar lief durch die andere Tür hinaus, is hinterher, er fprang auf einen Autobus, ich ihm nach: hier pacte ich ihn am Sragen. Gr fchlug auf mich los, ich ließ aber nicht ah. Jetzt hab' baben Sie einen Befannten bestohlen." Das Bublifum ergriff natur lich und er Edpupa Unterwegs seimpfte ber Genifeman auf Deutschland auf die Juftig. Die Brieftasche hatte er nicht bei sich, nur Geld und eine golbene, Ihr." Herr Marschall aus Bolen war ge. ftandig, bie Brieftasche gestohlen zu haben. Er hatte sie ge nommen, weil sie fo proonzierend aus ber Tasche feines Nachbarn berausgudia. Gelb, fo ertlärte er, habe er der Brieftasche nicht ant nommen. Der Brovinzonfel erhielt fie aber eines Tages von der Fundstelle der Dranibusgesellschaft zurüd. Der Schaffner hatte fie uf dem Boben des Wagens gefunden, aus den Bapieren ergab fich ihr Eigentümer; bas Geld fehlte aber. Wo war es geblieben? Das Gericht verurteilte Herrn Marschell zu einem Jahr lechs Monaten Zuchthaus. aus hem Grabe feiner leiblichen Mutter anstrengen, und das Gericht erfannie jegt dieje Forderung als in vollem Umfange zu Recht be stehend an Infalgebeffen wird jeg die Seiche der zweiten Grau erhumieri und in einem anderen Grabe auf dem Neuen Bornfiebter Friedhof beigelegt. Die ursprüngliche Grahinschrift mird mieber bergestellt werden. Bezirksausschuß für Arbeiterwohlfahrt Lindendraße 8, 2. Hof I. Donnerstag, den 13. Dezember, 19 Uhr, fm Lehrervereinshaus( Alexanderplatz): Großer öffentlicher Sozialpolitischer Film- und Vortragsabend PROGRAMM: 1. Rezitation, Margareta Merrhach: Aus dar Ballade von dem Zuchthaas zu Reading ( Oscar Wilde)& Ansprache, Regjeringsrat Krebs: Das Los der Strafentlassenea& Die Ausgestoßenen" ( Martin- Berger- Film) Eintrittspreis 25 PL Für Inhaber eines Lases der Arbeiterwohlfahrt- Weihnachtslotterie frel. Eintrittskarten und Lose haben an der Abendkasse. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahr n werden sieht zugelassen Ulle Parteimitglieder beteiligen daran! Ferngespräche werben bagegen wie font angenommen, Die Brief täften merben an diesem Tag im mefentlichen unverändert geleert, die abendliche Briefzustellung fällt aus. Die Rache der Schmuggler. Polizeichef bei Chikago ermordet. Nem Bort,&. Dejeniber Die nach Europe gelangien Melbungen, wonadh her Polizeipräfibent von Chitago von Mitoboljchmugglern ermordet worden sein foll, treffen nicht zu. Der Ermordete war der Polizeichef Gilbert eines einen Chifagper Borortes 20s ar norgestern abend mit bem Rüden gegen das Fenster in einem Borberzimmer felner Woh rang fab, ichlichen fich mehrere unbekannte Männer, die mit ange. fagten Schratilinten bewaffnet waren, an bas Fenster heran und gaben auf Gilbert mehrere Süfie ab, morauf sie im Auto flüchteten. Gilbert hatte sich sehr an dem Sampf gegen MoholSchmuggel und die Schmugglerbanden beteiligt. Die Bolizei hat auf ber Suche nach den Mördern in einer ganzen Reihe von Billardtotalen und Sneipen Razzia norgannmman. Hierbei murde ein un beteiligter Schriftlezer auf der Straße erfchoffen, als er auf Anruf nicht fanfort fein Automobil zum Halten bramie Unterschlagungen beim Postami. Under ber Selbfibezichtiging, in beu legten Monaten größere Summen unterschlagen zu haben, stellte fich dieser Tage ber Boftfchaffner T. feinen Borgesetzten auf den Bostamt 1 in der Mainzer Straße zu Wilmersdorf. Wie die sofort angestellten Ermittlungen ergaben, hat T. im Laufe der Zeit insgesamt 10 800 2 nach einem äußert raffiniert ausgeflügelten Syftem an fich gebracht. Auf einer Bant hatte er sich ein Rondo eingerichtet. Durch fingierte Bahlfarten und Bestammeisungen, die er mit den notwendigen Stempeln verfoh und gefchidt in den Betrieb Ichmuggelte, überwies er non Zeit zu Belt größere Summen auf sein Ronto. Diese Batrügerelen blieben nöllig unbemertt, bis sich buie freiwillig ftellra Jns Weihnacheprogramm des Wintergartens Derbien faft jebe einzelne Rammer zu hrer afchaulichen Charatteristerung ben ge famian zur Verfügung stehenben Raum. Suert Piletto, der Balljongleur. Er martet mit einer Reihe nauer unerhör Iówis riger Stunftstide auf, bie ihn bald auf der Höhe der Sicherheit und Beherrschung erscheinen laffen. Reben ihm ber Gaufferaft bet chinesischen Sun ong in Comp pon verblüffenber, unübertrefflicher Sicherhei und Beichtigkeit. Außerdem zeigen sie einzigBerliner Hotel berichten tömman, als es geladenen, mißbegierigen Leuten feine Einrichtung zeigte, mie fürchterlich ein foldes Labyrinth mit hundert technischest nimenbigfeiten wirti maur man fichartige Brunftostume. Wie former es aber bie rit hot, bos g run vorstellt, daß unter dem fönsten Gesellschaftsraum bn Seller" fich mohl noch ein linterfeller mit foldhen notmenbigen tednijchen Einrichtungen befinden muß, fo wird man den Einbrud bes Graufens nicht los werden. Safezn man allerhings ein Herz für bie foge nannten ngestellten hat beweisen baben sich die omerikanischen Gratestfomiter Roth und Shan vorgenommen le bie befannten und berühmien Sug nummern der Bartarreatrobatif merben fozulagen im Stadium ber Seugung norgeführt. Alles wird mit fürchterlichem Crnit begonnent unb bricht( chließlich in vollkommenem Berjanen unter dem Aus brud unglaublicher Dimlichteit, Zolpathigtet und Bermirrung suriamman Der Höhepunkt virb erreid. menn ber eine in ben trämpfe Deutscher Humor, feß, finnifig, vielseitig, das ist Claire Feldern am Bügel Bon den Rünften und bem können diefer fabelhaften Grau tonnen brei Stabaretriften leben. Bercy Bal Die neue Art der Abwässerbeseitigung. holen bes anberan perfchmenbet. Das Bublitum betommi Lach Kläranlage bei Glahnsdorf geplant. Das in Borwärts" befpundhene neue Berfahren der Abwasserbeseitigung fol jegt in einer ersten Stäranlage der Stadt Berlin durch geführt werden. Geplant it, bei tabusborf auf dem Linden. berg eine biologije bmöijer!! drantage nach dem fogenannien Belebijolammerfahren zu bauen. Sie wird zuerst dort nötig meil im Güden Berlins eine Ermeiterung her Riefelfelher nicht mehr möglich ist. Die fortschreitende Bebauung und eine unarmartet große Steigerung des Waffernerbrauches haben die Ahwäffermengen und damit die Riefelfelberbelastung in fegter Belt beträchtlich gesteigert. Die Stäranlage mirb es ermöglichen, einen Leil her bmoffer nom Süden Berfins nach me thonischer unb biologischer Reinigung bem Leltomfanal zuzu. fren. Die Anlage ist so groß geplant, baß fie dem Bedürfnis meiterer fünfzehn Jahre genügen wird. Sie lann im Bedarfsfall täglich bis 190 000 kubizmeier Abwäffer mechanisch porreinigen und bapon 132 000 Rubitmeter durch das biologische Berfahren nolltommen reinigen Die Kosten der Anlage sind auf 10% millionen Mart peranschlagt, die nid durch Anleihemittel, fondern in vier Jahren gus laufenden Einnahmen der Stadtentwässerung gebedi Jahren aus laufenden Einnahmen ber Stabtentmäfferung gebedt werpen fallen Cine Magistratsnorlage über bas Projekt t den Stabtverordneten zugegangen. Pofiberfehr zu Beihnachten und Neujahr. mm 23. Dezember( Sonntag) Jamie an den beben Weihnachts. feiertagen und am Neujahrstage find bie Boit schalter mie fonit en Sonntagen offen, außerdem tonnen am 23 bei fämtlichen Batet. annahmestellen von 8 bis 18 Uhr Batete und Bädden jeder Art aufgeliefert werden. Ferner werden an den beiden Sonn tagen vor Weihnachten, 16. und 23, Batete unb Pädchen jeber Art zu allen Tages- und Rachistunden ununterbrochen Un'ergeschoffe, die man Keller nennt.( mie merktags) bei folgenben Bahnhofspostamtern Den Uebergang Berlins von der Großstadt zur Weltftabt glaubt angenommen: Berlin R 4( Invalidenstr. 22/23- Stettiner Bahnman nicht befler andeuten zu fönnen, als durch Erbauung smeter hof), W. 9( Linkstr. 4/5 Botsdamer Bahnhof). 5. 11( Bahn Dammut hotels von 1000 bis 1200 Simmern, für deren( cher Bahnhof), ED. 36( Wiener Str. 59i hoffir. 2a Anhalter Bahnhof). D. 17( Fruchtftr. 8/10- Schleft Gorlizer Bahnhof) und Unterbringung man zum 14 stödigen Hochhaus greifen. 40( annalibenftr. 79. mill, deffen Untergeschoffe, die mir irrtümlicherweile immer noch Lehrter Bahnhof) Jamle beim Boftamt Reller nentnen," bie schönsten Aufenthaltsräume" abgeben werden. 77 Budenmother Str. 4/5); eine befondere Einlieferungs So heißt es menigstens in einer Labpreifung der Projefte und es gebühr wird nicht erhaben. pirb auf das Beispiel eines neuen Riefenhotels in London hinge3ugestellt werden Bafete audh an ben belben Sonntagen lesen, wo der Keller, hitte um Berzeihung. vor Weihnachten, 16. und 23, fomie ant 25. Dezember. Am 23. und 25. tönnen von 8 bis 13 Uhr bei allen Batet ausgabe ämtern 7 bas Untergeschoß, Bu einem prächtigen Riesengarten ausgestaltet wurde. Menschen, die 6 mimt einen betrunkenen Gast Der Att meist noch einige ſtille Stellen auf, die überbrüdt oder zufammengebrängt werden müffen, ift aber im übrigen von eindringlicher Stomit. Auch Mädchenföng helt steht mieber hoch im Rurs: 2 dt norbilde Sportgirls tanzen Cis, dagar drei Sofiftinnen Morrison, Roje und Honey. Das Gis ift richtges Eis unb ble Girls find richtige Girls, fchlant, wohltrainiert, fchemijo und grazios. hre Softime bejtehen etus su 80 Brozent aus der Beffelbung der Urmutter Coa. 3oangs Soatienfpiele bringen amas gang Mentes unh Ueberraichanhes. Der Schimpanse Bu Bu em 2rapez und ber multiplizierende. dividierende, addierende und fubtrahierende Wunderterrier Logo Der fomische Trapezati des Wolfens Lrios, die ebenfalls bei aller Schwierigkeit sehr lustigen Drei rogon 3 und die afrobattschen Tänze Gimmes und Babeite gehören als erftflaffig unbedingt zum Ganzen. 9 müllen die neidooile Bewunderung mancher Smeibeiner erregen. Bezirksbildungsausschuh Groß- Berlin. Theaternorstellung am Mittwoch, dem 26 Dezember( 2. Weihnachtstag), nachmittags, im Staatlichen Schiller Theater Charlottenburg. Aufgeführt wird De Weber von Gerhart Hauptmann. Breis pro Starte einschließlich Theaterzettel und Kleiberablage 1,50 M. Die Bläge werden ver toft Sazien find zu haben in Bureau des Bildungsausschusses, Bindenstraße 8, 2 Sof II. 3immer 8, Bigarrengeschäft Horich, Engelufer 24/25, Berband der graphischen Hilfsarbeiter, Ritterftr. 1. bei ben Bildungsfunktionären ber Streife und Abteilungen, in den Bormarts( pebitionen und in der Borpartsbuchhandlung, Linbenftr. 28 115r. Stinoabend Bergfir 147. Film Stinber unserer Zeit nebft Bei Delsansschuß für Jugendpflege Neulöln. Sanniag, den 8., abends programm. Eintritt für Jugendliche 30 Bf. Ermahlene 50. Starten an der Abendlaffe. Ihre Weihnachtslitöre müffen Sie schon jetzt anfeßen, han haben Sie an den Jefttagen die richtige Freude daran. Mit den echten Reichel. Effenzen fönnen Sie sich Ihre Litöre und Branntmeine oft für halben Preis und teilmeise upd billiger 311 Haule felbft machen. Die Sache tit fo einfach und gelingt immer. 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Deutsche Metallarbeiternerband stand nor einer schmeren Entschetbung von größter Tragweite und wir verstehen seine Bebenten belommen, empfinden sie mit ihm in ganzem Umfange... Bar die Regierung nicht vor allem berufen, geltendes Recht gegen Bitfür und Gewalt zu fügen? Die Tatsache, taß die Regierung diese Aufgabe nicht als dringend empfand, mußte die Bermutung rege werden lassen, daß, als sie sich zu ihrem Schritt enticioß, poftiche Erwägungen des Augenblicks entscheidend mit. gelprodjen haben. Und an solche Vermutung mußte sich die Frage tnüpfen: ist es erträglich für die Gewerkschaften, daß eine Regie tung aus Gründen politischer Natur ten geordneten Weg geltenden Rechts verläßt und nach freiem Ermessen, aus eigener Initiative mitten in einem gewerkschaftlichen Kampfe eine völlig neue Situation heraufbeschwört, mit der sich die Gewerkschaften dann abzufinden haben? In der Tat: Auch wir wünschen nicht, daß biefes Berfahren ein Borbitb für fünftige Fälle schafft! Dennoch mußten in der gegebenen Lage neben diesem auch andere Erwä gungen Plaz greifen. Bei der Beantwortung der gestellten Frage angesichts der folgenschweren Birkungen der Fortsetzung der Ause perung, war es nicht zulässig, bie Form höher zu Retten als bas Wesen der Dinge Somit befanden sich die Gewerkschaften in der Tat in einer wangslage -und wir billigen es ausdrücklich, daß bie Entschließung der Effener Tagung bas Bestehen einer solchen mit Nachdruck hervorgehoben hat in einer 3wangslage, von der wir hoffen, daß sie eine einmalige bleiben möge. Denn es darf nicht zur Regel werden, daß den Gewerkschaften durch Schritte der Regierung die Beherrschung der Lage in ihren Kämpfen erschwert wird. Auch der„ Borwärts betonte, daß die Entscheidung über die Tattit im gewerkschaftlichen Kampfe in den Händen der Gemertschaften bleiben müffe. Die Entscheidung liegt", schrieb bas Zentralorgan der Bartel, nicht bef den politischen Instanzen ber Arbeiterbewegung, sondern bei den berufenen gewerkschaftlichen Organisationen. Selbstverständlich wird sich aber die Bartel von den Gewerkschaften, wie immer ihre Entscheidung ausfallen mag, nicht trennen. Diese Erklärung des verantwortlichen Blattes ber SPD. verzeichnen wir mit besonderer Genugtuung.. Bevor ein endgültiges Urteil über das Ergebnis biefes Kampfes maglich ist, muß allerdings Severings Entscheibung ab. gewartet und the materieller Inhalt geprüft werden. Unfer festes Mort über die Ereignisse der jüngsten Wochen müssen all wir uns barum noch vorbehalten Aber bessen glauben wir schon sicher zu sein: der Frieden, den tie Unternehmer in ben Der bayerische Selbstschuh. HABEKING. 芝 滋 Simmifatra, infere Selbständigkeit muaßgewahrt bleibe."„ Die Ausfaugung von die Gaupreißen muaß an End „ Recht boast." „ Der Escherich!"- Ra, der Hitler!" rich!!" ham." Recht boast." 品 „ Na, der Gsches„ Du Depp, elendiger, was woaßt denn du von EigenNa, der Sit er!!* ftaatlich feit?!" Kroatisch- jugoslawischer Zwiespalt. Boykottierung des neuen Agramer Berwaltungs- und Polizeichefs. Ngram,& Dezember. Bergemann- Verhandlungen hätten haben tönnen, wäre billiger remelen is ber, ben fie bagegen eintauchen werben. Zum min besten märe bei einem Erfolg der Bergemann- Berhantlungen der feiner Umtegefälle als Obergelpan übernommen Ben bestehen geblieben, als feien bie Unternehmer in Rigen srist Der Artillerieobert Maximowitsch ans Belgrab hat die Celtung Die Führer der bäuerlich- demokratifden Boalition befchloffen darauf, den Oberften im Agramer Diftriffsausfuß, wo die Robich Gegen tubig, tak fie fi bem Billen ber Staatsgemari Baridi ole Mehrheit belli, su boyfoffieren auch die unterworfen haben." Hainisch gegen Geipel. Gharfe Kritif. Bir haben fahon barauf hingewiefert, daß Seipel ben Dr. Sainilch für 1 bis 2Jahre noch als Blazhalter für sich felbft Buntes präsident fein laffen mollie, während die Sozialdemokraten zur Durch reuzung biefes feinen Blans sich bereit erklärten, hainisch eine meitere Amisperiobe non vier Jahren zu gewähren und die nätige Agramer Journalisten faßten en Boytoffbeschluh, tabem fie erklärten, ben Ramen des Obergespans in den gramer Blätteen niemals ju erwähnen. Ja Belgrab hat der Chef der noch zur Reglerungsmehrheit geBörenden demokratischen Bariel, Davidowitsch, der Brelle er. fidet, er habe dem miuisterpräsidenten Sorofeffch brieflich altgeteilt, daß zur Lösung der Frage nach weitere Berhandlungen notwendig felen. Für morgen hat Davicowitsch den Houplausichuh der demo. frafischen Batiei einberufen, um die Ernennung des Oberfien Maximowitsch zu beraten. Nach erfolgter Beschlußfaffung des Hauptausschusses wird der demokratische Parteifiub zu der Angelegenheit Berfaffungsänderung zu bewilligen. Das lehnte die Regierungspartel, Stellung nehmen. d. b. Seipel ab, der alfo den Bundespräsidenten einfach weg. igidte Num äußert sich Dr. Hainifch darüber, wenn der fol gende Bericht des R. W. Journal" eines großen, aber politisch nicht verantwortlichen Blattes utrifft. Danach hatte er gefagte. ich Fernbleiben vom Raditsch- Prozeß. K. B. Z. Agram, 5. Dezember. Die Bartelleitung ber troalijchen Bauernpartel hat den Beidylus veröffentlicht, daß weber die Bartellettung felbst, noch überhaupt jemand von den politischen Stepräsentanten bes froatijbent Bolles, vor den Belgrader Gerichten im Brozesse gegen die Mörder bes Stephan Rabitsch feilnehmen wird. Als Gründe werben angeführt, daß in die gerichtliche Unterfuchung nicht alle, speziell aber die 5a u pt fchuldigen einbegriffen feien und zwar namentlich ber bamalige Ministerpräsident Belja Butitschepitsch, der gewesene Minister und damalige Bor. fizende des Parlaments Dr. Minto Veritio, ber ehemalige Finanzminister Dr. Milan Stojadinovitsch und der heutige Minister des fönigliches Hauses Dragomir Jankovitsch, obwohl ihre Mit fchuld burch zahlreiche Beugen und andere Beweismittet festgestellt fel; in einem Interolem des Königs fei das Berbrechen im Barfament als vereinzelter Zwischenfall dargestellt, wodurch bem Uriel vorgegriffen worden sei. haupt eis porfiegenb erachtete, mas ber Hugenberg- Mann zu be ftreiten fuchte. Durch den Eröffnungsbeschluß ist aber das Borliegen atner Beleidigung bereits onerfannt und foenischloß sich der Ange fagte, einen Bemeisanirag dab tellen. bas Abg, trafenisch in grom, als Benge peritonimen terse, mit af betunden, ob er dieje deusarung getan hat und worauf er fie fügt. Der„ Solal ngeiger hat im Stonember eine weitere Mintis gebracht, bie eine Art Rückzug barstellt und nicht banach aussieht, als ob man des Beweises sicher fel. Auf jeden Fall beantragte nun bie Stlagepartei, bie biefen. Beme'snerfuch lebhaft begrüßte, auf den jugoflamisden ministerpräsidenten als Beugen darüber zu pernehmen, ab Hermann Wendel irgendwelche jugoflamischen Regierungsgelber erhalten habe. Bur Durchführung biefer Bemeile murhe bie Berhandlung natürlich vertagt. Redisonmelt Landsberg mechte noch auf die fechemonatige Berjährungsfrist für Breſſedelitte auf mertfam unb Amtsgerichtsrat Bauterbach fapte zu, darauf Be bacht zu nehmen. Unmögliche Vorschläge. Reichswirtschaftsrat will Budervorlage verschlechtern. Die Reichsregierung hatte ihre Boriage zum Schuß der Suderinbustrie und zur Stabilisierung bes Buderpreises dem Reichswirtschaftsrat sur Begutachtung vorgelegt. Es war ah fidy schon in hohem Maße. bebentlich mir batten uns ausdrücklich bagegen gewandt, baß die Regierungsvorlage einen Buderpreis Don 21. festgelegt hatte, bei beffen Ueberschreiten automatisch eine Bollentung eintreten follte. Es varriat eine erfreuliche Eine ficht der Regierung, wenn in ihrem Entmur! für die automatische 3offentung bei einem höheren Breise als 21 D. eine Ermäßigung auf 10 Bros. ftatt 15 Bros. vorgefehen wurde. In tiefen beiden Bunften hat nun der Reichswirtschaftsrat, in dem immer Zufalls. mehrheiten entscheiben, gegen das Interesse der Berbraucher mesent liche Berschlechterungen empfohlen. Der Reichswirtschaftsrat schlägt nämlich por, daß der vorgesehene, an sich schon zu hohe ho dy ft. preis von 21 Darf auf 22 Mart noch gesteigert werden soll und daß beim Ueberschreiten dieses Preises an der Magdeburger Börje ber 3oll nicht von 25 auf 10, sondern nur auf 15 Bros gejent: werben soll. Demgegenüber ver ihminbet ble geringe vorgeschlagene Berbefferung, bie fich gegen Scheinnotierungen an der Magdeburger Börse wendet. Man wird begreifen, daß es feine Thrafe wäre, wems ich lagen würbe, baß th gern fenen Wirkungstreis verlaffe, den aus aufüllen ich in meiner zweimaligen Bräsidentenschaft ehrlich bemüht war. Sagen mir, ich scheide mit einem naffen und einem trodenen Vaige. Ich muß ehrlich befeunen, baß ich glaube, eine an dere Behandlung verdient zu haben, als sie mir in den Bahl nach dem Gesez unzulässig ist. Ich hätte mich auch damit abne Bitterfeit abgefunden. Ich muß aber fagen, daß ich die Art, wie man mich behandelt hat, unerhört finde. Ich jage bas ohne lebe Geträntihell, meil mir bie motive siemlich tior fcheinen. Aber ich bin dessen gara ficher und ich fage bias, ohne baß ich hoffe, der Giteltelt oder ber lieberheblichkeit zu tommen daß ich, wäre die Wahl des Bundespräsidenten van biner Botts abstimmung abhängig geweien, bestimmt zum dritten Male die Ehre gehabt, hätte, bom Bertrauen des Boltes getragen zu werden. Ich bin mir deffen vollkommen bewußt und ich fage auch dies, daß das Zustand, wenn es an Desterreich denkt, ober von Desterreich spricht, zwei Menschen vor fich fleht: Dr Ignaz Seipel und mich. Sch habe dies oft und oft feststellen tönnen, Man mag ja barüber lachen und Mike madjen, aber es ist so, bab Berhaftung dem Bressegesets zuwiderfäuft. wenn ich z. B. in amerikanischen Blättern von Defterreich las. meine viel belachte Musterfuh Bella durch Hunderte von Sflagen in ausländischen Blättern dazu beigetragen hat, daß man u hören. Ich werde wohl in Wien bleiben, bente aber nur wissenfchaftlich zu arbeiten." Man muß bazu den Vorbehalt machen, ob Michael Hainich Man muß bazu den Vorbehalt machen, ob Michael Haintich wirklich so brastisch geäußert feiner 2orie gewünscht hat. Das fcharfft en Biberstand entgegenfeßen muß. ichen wegen der etwas retíamehajt anmutenden Worte. Die Ent.| 21. Auguft d. 3. einen Bericht bes Deutschen Baltsblattes" in Neu rüstung Sainisch' jeboch über feine Behandlung ist durchaus be. fat( Südflawien) abgebrudt, wonach Wendel in Agram versucht rechtigt und darum bollauf glaubhaft. fich und ob er die VeröffentWegen dieses Beschlusses, deffen Beröffentlichung in der Tages. zeltung Narodni Bar pollfommen beldhlagnahmt war, ist der verantwortliche Redakteur Kresimir Deptichilich wegen Betet bigung des Königs verhaftet worden, welch fofortige Hermann Bendel verflagt den Lokal- Anzeiger. Eine Beleidigungstfage unferes Genoffen Hermann Wendel Bustände, gegen den„ Berliner„ Lotal- Anzeiger" wurbe vor dem bes bekannten Schlberers und Deuters baltanilcher Borgänge und habe, mit Persönlichkeiten der Rabitfch- Bartel in Berbindung zu ireten, aber überall abgewiesen worden sei; der Abg. Krnjewitsch Bortrag über die Politif der Arbeiderpartei eingetroffen und hat in Bauernpartel nicht einmal mit einheimischen, gefchweige benn mit der britischen Botschaft Bohnung genommen. Ramlan Macdonald ift am Sonnabend in Paris zu einem habe erklärt, mit Wendel nicht( prechen zu mollen, well die froatische teilen. gefeßt, wie Roten der Rantingreglerung den Auslandftaaten mit Chinas autonomer Folliatif wird am 1. Februar 1. 3. in Krait bier Hauptangetlagten erhielten te fieben Jahre, weitere fünf Der Wiluger Brozeh gegen 29 welkruffifche Bommuniften. Die roeren Rerfer. Fünf Kommunisten wurden freigesprochen, bührenb a wei Angeflagte vor dem Brozeß geflogen waren ausländischen Journalisten fpreche, die aus den Belgrader Dis pofitionsfonds bezahlt werden. Genosse Wendel, dem Rechtsanwalt Genoffe Bandsberg zur Seite steht, verflagte wegen dieser Beschuldigung das Berliner Blatt, da eine Klage gegen tie Neufager Beitung überaus( chwierig und Loftspielig wäre, eine Stage gegen Renjamilich aber wegen feiner 3mmunitat molt med os wäre. In der Berhandlung zu Sichterfelde wollte der Ungeflagte zunächst einen Beweisantrag nur für den Fall stellen, daß das Gericht eine Beleidigung über Wir halten es nicht für möglich, daß die Vorschläge bes Reichs wirtschaftsrates Gefeß werden dürfen. Schon bei ber Beratung im Reisraf erwarten wir von ber Reglerung, daß fie selbst die Borschläge des Reichswirtschaftsrates, bie nur begutachtenden Charafier haben, ablehnt. Es ist felbstverständlich, baß bie braucher entwertenden Vorschlägen das Sozialdemokratte den das ganze Gesez für die Ber " Reichswirtschaftsrates Geschworene gegen Präsident. Ein Pariser Konflitt In einem Morbprozeß verlangten die Geschworenen nach bene Plädoyer des Berteitigers be Moro- Giafferi vom Schwurgerichts borsigenden das erfprechen, im Falle einer Bejahung ber Schuldfragen Bewährungsfrist ju gewähren. 20s der Bor figende dies nicht zugeftand, erklärte der Obmann der Geschworenen: Dann fällen wir fein Urteil und gehen danon. Grſt, auf die Drohung bes Borfigenden, baß er bann die Gefchmorenen auf ber Stelle perhaften faffen mürbe, bequemten sich die Geschworenen zur Beratung und tamen zu einem Freisprud ER WEIHNACHTS- VERKAUF ROSSER WOLLSTOFFE Crêpe de Chine waschbare Kunstseide aus Bembergmaterial für Wäsche und Kleider Wollkreppella vorzügliche Kammgarnqualität für das Winterkleid, ca. 100 cm Veloutine 265 Schöne 390 Wolle mit Seide, ca. 100 cm 475 KINDERKLEIDUNG Kinderkleid bleu od. fraise Waschsamt, 475 Hängerform, Lg. 40, 45, 50 Mädchenkleid gemusterterWollstoff 75 ( Steig. 1.001, Länge 60 cm Knaben- Ulster aus warmen Stoffen ( Steigerung.001, Größe 0 10r ca. 2 Jahre 800 HABEN SIE SCHON MEINEN Strumpfgamaschen für Damen, Wolltrikot, 0 ERFRISCHUNGSRAUM Graw oder mode 690 Tennisflanell vorzügliche Qualität, In schönen Streifen 065 DEN TREFFPUNKT IM ZENTRUM Reinseid. Schal aus gutem Crêpe de Chine, mit Handmalerei Handtasche Reißverschlub, ostindischer Saffian od. 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Nachträglich wollte die durch den Strategen Menz so glänzend" geführte KPD- Fraktion, als diese wurde, die Zustimmung zurückziehen und verlangte allen Ernstes, der von uns auf ihr spießbürgerliches Berhalten cufmerksam gemacht Borsteher folle ihre Stimmen abziehen. Für die Kreis hebammenstelle wurden die Genoffinnen Flatau und ubig, in die 7 Wohlfahrtstommission ber Genosse Woltersdorf gewählt. Die Anträge, die verschiedene Berbeffe. rungen betrajen wurden einem fofort einzuberufenden Ausschußz überwiesen. Ferner fanden noch der KBD.- Antrag über anderweitige Unterbringung der Kranten in den Baraden bes Krankenhauses, barade in karow und die Inangriffnahme der Schulerweiterungsaußerdem die Anträge von uns über das Aufstellen einer Schul bauten in Heinersdorf Annahme. In Buchholz soll auf unseren Antrag in dem Altersheim für die Zwede eines Jugendheims ent sprechende Räume vorgesehen werden. Eine lange Geschäftsordnungsdebatte entstand, als ein Antrag der KBD. über das Kon fordot" nicht zur Berhandlung fam, da die bürgerlichen Parteien den Uebergang zur Tagesordnung beschlossen. Die armen Kommu niften! Sie hatten sich so sehr auf eine neue„ Entlarvung" der bösen SPD gefreut. Die Bebauung des sogenannten Industriegeländes zwischen Teltowlanal und Siemensstraße am Stegliger Hafen gab den linten Graftionen Gelegenheit, in die recht eigenartigen Brattifen des Begirtsamtes hineinzuleuchten. Die Firma Loewe Radio will hier einen größeren Fabrifbau qufführen, der mehreren tausend Arbeitern Unterfunft geben wird. Auf der anderen Seite fühlen sich die dortrag fond mit den Stimmen der Kommunisten, gegen die Stimmen tigen Billenbesizer durch den Fabrifbau belästigt und haben eine Action unternommen, die von dem früheren Bürgermeister von Lantwiz Beyendorff, Mitglied der Deutschen Bolkspartei, ge fühit wurde. Es gelang ihm auch, die Verhandlungen ein Jahr hinauszuziehen. Nachdem die Firma Loeme das Material ihrer Berhandlungen mit Herrn Benendorff zur Kenntnis der linken Frat tionen gebracht hatte, ist plöglich die Erlaubnis zur Bebauung gegeben worden, ble jedoch ein 50 meter breites Schußgebtet an der Siemensstraße vorsicht. Die Antragsteller der KPD. sind der Meis hung, daß diese Anordnung unter Ausschaltung der Tief baudeputation und der Bezirksverordnetenfraktion auf Be treiben des Bezirksamtes und der genannten Persönlichkeit aus Lantwig geschehen ist. Marquardt( KPD.) fonnte Briefe vorlegen, in denen Begendorff sich der Firma Loewe gegenüber bereit erflärte, gegen entsprechende Provifionen die Intereffen ber Billenbefiger zu vertaufen. Nur an der Höhe der Forderungen dieses eigenartigen Geschäftsmannes haben sich die Ver. bandlungen zerschlagen, die die Antragsteller mit Recht als Kor. ruption bezeichnen. Betretenes Schweigen herrschte bei den Bertretern der Deutschen Volkspartei über die Geschäfte ihres Mitgliedes. Bohl fuchte man die Ansprüche der Lantwißer Billenbefiger zu ver teidigen, die ein Recht hätten, sich ihre Gartenstadt nicht durch lärm törende Fabriken verderben zu lassen, auch die Verdienste" des Herrn Beyendorff wurden eingehend gewürdigt. Aber es waren doch recht lahme Rechtfertigungen und man befürchtet den Standal nach außen. Magistratsbaurat Bolgt versuchte nachzuweisen, daß bei der Aenderung der Bauerlaubnis es sich nur um eine Aus. führungsbestimmung Baupolizeiordnung handele. Das konnte jedoch die Borwürfe nicht abschwächen, denn Bürgermeister Se mbrigti ist ja Borfigender ber Baupolizei. Selbstverständlich vertrat der Bürgermeister die angeblichen privat rechtlichen Einsprüche der Billenbefizer, fand auch Borte zur Berteidi gung seines Kollegen a. D., dessen Privatgeschäfte niemandem etwas angingen. Bezirksverordneter Lier( SPD.) wies auf den Widerspruch in den Erklärungen des Bürgermeisters hin, denn in anderen Fällen mare bei Wenderungen der Bauverordnungen auch den Bezirksverord wäre neten Mitteilung gemacht worden Bezirksverordneter Schwarz begrub die heifle Angelegenheit, indem er sie durch einen Abänderungsantrag in die Tiefbaudeputation vermies. Eine ebenfalls fumpfige Angelegenheit betraj die Senkung des Baugrundes in der Birtbuschstraße. Erst durch unsere Veröffentlichung im„ Vorwärts" gelangte der Vorfall zur Kenntnis der Bezirksverwaltung. Von den Bezirksverordneten wurde ein Bericht gefordert, inwieweit die Sicherheit der Fundamentierungsarbeiten des Neubaublods garantiert terben fann, Nach beta fehr erschöpfenden Bericht der Baupolizei fcheint die Gefahr ja munmehr beseitigt zu fein. per Die armen Kommunisten H 19. Bezirt- Pankow. Eine Frau folle geehrt werden... 20. Bezirf- Rein dendorf. In der letzten Bezirksverfammlung wurde die Anfrage der bürgerlichen Frattion betr. Bertellung von Werbeschriften für den sozialistischen Schülerbund gelegentlich der Verfassungsfeier beantwortet. Der Dezernent der Schulverwaltung erklärte, daß es dem Bezirksamt nicht möglich fet, auf einem öffentlichen freien Blaz berartiges zu unterbinden. Es sei vielmehr Aufgabe eines jeden Lehrers, auf feine Klasse zu achten. Die Ers klärung wurde ohne eine Aussprache entgegengenommen. Dann sollte nach einer Vorlage des Bezirksamts das am 1. April d. J. in städtiste Berwaltung gefommene Brivatlygeum in Hermsdorf den Namen Luise Otto Lyzeum erhalten. In der Borlage wor Quise Otto als diejenige Frau gewürdigt, die nach den Märzstürmen des Jahres 1848 den Befreiungstampf der Frau einleitete. Durch ihre sozialen Dichtungen und ihr Streben nach Freihet hat Luise Otto es verdient, daß ihr in der deutschen Republik ein ehren des Andenken bewahrt wird. Ein Bertreter der bürgerlichen Fraktion wies darauf hin, daß sie nicht zustimmen würden, wenn hier ein folder politischer Name gewählt werden folle. Trng des Hinweises bes Dezernenten der Schulverwaltung, daß der Name im Ein verständnis mit dem Propinsialfoulfollegium gewählt fel. und daß es sich um den Namen einer Frau aus dem bürgerlig demotratifchen Lagerhandele, beantragte die bürgerliche Frattion, eine allgemeine Menderung der Namen der höheren Schulen des Bezirts vorzunehmen. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Ein Antrag der Kommunisten, den Namen Rosa- Lugem. burg- Lnzeum zu wählen, wurde abgelehnt. Bei der Abstimmung für die Borlage des Bezirksamts war ebenfalls eine Mehrheit zu erreichen, da nur die Demokraten mit unserer Fraktion stimmten. Um das notwendige Gelände für eine Erweiterung ber 5. und 9. ( weltlichen) Schule in Reiniendorf- Beft zu erhalten, stimmte die Bezirksverfammlung dem Anlauf des Nachbargrundstüdes zu. Die legte Bezirksversammlung erhielt von der Entscheidung bes Oberpräsidenten Kenntnis, nach der das von unserem Genossen Burkhardt gegen fidh felbft beantragte Disziplinarner fahren nichts gegen ihn Belastendes ergebe. und daher eingestellt sei. Der Wirtschaftsparteiler Staber nahm die Gelegenheit mahr, um alle durch das Verfahren abgestellte Borwürfe gegen unseren Ge stoffen zu miederholen und behauptete, der Oberpräsident habe so ent. chieben, weil er Demofrat und ein Freund der Sozialdemokratie fet. Unterstüßt wurde dieser saubere Im Bezirt Reinidendorf ift in ben renonierten Räumen in der Herr hurch feinen Barteifreund Stadtverordneten und Lehrer Bfi marttraße Ede Balberfeestraße eine Stadtbücherei ner, der unter Bemeis ftellte, baß aus der großen Bahl der Dilai entftanben. Die feierliche Cinmeihung durch das Beatrtsamt und die plinarverfahren, die anhängig gemacht werden, nichts herausfäme. aurſtändige Deputation war am 19. November. Stadtrat Genofle Der von uns geftellte Antrag, ber Erleiterungen für euente bemerkte in feiner Ansprache, daß das Bolfsbüchereimelen bezieher pon Gas und Balser forbert, wurde gegen die in Deutschland noch vielfach gegenüber anderen Ländern zurüd Stimmen det kommunisten angenommen. 3met Be geblieben ist, und wies auf den großen Wert der Selbstbildung hin. werben, davon eine, die fich gegen die stiefmütterliche Behandlung Der anwesende Direttor der Berliner Stadtbibliothef versprach im des Eisenbahnverkehrs nach Bernau richtete, murde befürwortend Rahmen der verfügbaren Mittel tatkräftige Unterstügung für eine Gonntag, 9. Dezember 1928 gedeihliche Weiterentwidlung. Die anschließende Besichtigung zeigte neben dem hellen, geräumigen Ausleihraum einen Bestand pon über 8000 Banden aus der unterhaltenden und wissenschaftlichen Literatur. Die lesefreudige Bevölkerung des Bezirks wird es begrüßen, daß diese Bücher auch durch die kleineren örtlichen Büchereien bestellt werden können. Ebenfalls werden bereitwilligst Bücher aus der großen Berliner Stadtbibliothek übermittelt. Berlins Wohnungsbau. Ein Bortrag des Genossen Czeminski. Genoffe Der Dezernent des Berliner Wohnungswesens, Czeminsti, sprach vor turzem in einer stark besuchten Mitgliederversammlung des 1. Streises( Mitte) im Hadeschen Zählung im Monat Mai waren 10 Proz. aller Berliner Familien Hof über das Berliner Wohnungsbauprogramm. Nach der letzten ohne eigene Wohnung. Entgegen der Behauptung, daß in Berlin zur Behebung der Wohnungsnot nichts geschehe, sei festgestellt, daß seit 1924 in Berlin aus Mitteln der Hauszinssteuer 95 000 Wohnungen neu gebaut wurden. Der Hauptanteil der zu bauenden Wohnungen muß auf Klein- und Kleinstwohnungen entfallen, weil nach den Aufstellungen der Wohnungsämter rund 90 Broz. der Wohnungsuchenden ftens 24 000 bis 25 000 Wohnungen jährlich aus der Hauszinssteuer dafür vorgemerkt find. In den kommenden Jahren werden mindeerstehen, rund 8000 Wohnungen werden aus anderen Mitteln gebaut werden können, so daß wir jährlich mit einem Zuwachs von etma 32 000 Wohnungen rechnen. Wenn wir das Wohnungsbauprogramm der nächsten Jahre burchführen wollen, müssen wir uns dringend Dor einer Berzetielung hüten! Wir haben Spiel und Sportpläge in großer Zahl geschaffen, haben Turnhallen und Badeanstalten gebaut. Wir haben uns aber nicht genügend auf den Wohnungsbau fonzen triert. Ich bin ein Freund der sportlichen Betätigung, ich halte es aber für wichtiger, gesunde Wohnungen zu bauen, in denen die Menschen mehr als die Hälfte ihres Lebens zubringen, als Sport einrichtungen zu schaffen, in denen sich die Menschen nur wenige Stunden in der Woche aufhalten und deren günstige Wirkungen durch die ungünstigen Wohnungsverhältniffe illusorisch gemacht werden. Die Ausführungen wurden mit reichem Beifall aufgenommen. In der Aussprache famen u. a. die Genossen Adolf Hoffmann und hältnisse der Berteilung der Hauszinssteuer behandelten. Dr. Siegfried Weinberg zu Wort, die die ungefunden VerKreismitgliederversammlung Ziergarten. In einer start besuchten Mitgliederversammlung des 2. Kreifes ( Tiergarten) sprach Genoffe Ulrich über die Aussperrung im Ruhrgebiet. Er erinnerte ant das 700- millionen- Gejchenf bes Reiches an die Unternehmer und wies nach, wie die mit diesen Millionen durchgeführte Rationalisierung der Betriebe zu einer gewaltigen Produktionssteigerung führte, obgleich die Be legschaften verringert wurden Troßdem wiejen die Unternehmer bei Lohnforderungen immer darauf hin, daß eine Erhöhung der Löhne nicht möglich wäre, weil diese Ausgaben von der Industrie nicht getragen werben tönnten. Der lange genährte Haß gegen die Sozialgefetzgebung muste zu dem von langer Hand vaereiteten Arbeitstampi an der Ruhr führen. Scharfe und bittere Kritit übte der Mebner an dem Vorgehen des Reichstanzlers Genoffen Hermann Müller, der ohne Fühlungnahme mit Partei und Gewerkschaften gehandelt habe. Man müsse hier geradezu von einer Preisgabe des Schiedsspruchs fprechen, was gleichbedeutend sei mit dem Rüdzug Der Staateautorität vor einer unbotmäßigen Herrentaste. Diese Nichtaufvedterhaltung bes Schiedsspruchs tonne sich für die Gemertschaften und die Arbeiterschaft Deutschlands noch folgenschwer aus. wirken. In der darouf folgenden Diskussion waren es u. o. Genosse Aufhäuser und Genoffin urm, die von unseren Ministern Sicherheiten gegen eigenmächtige, Partet und Gewerffchaften schä bigende Maßnahmen verlangten. Aufhäuser nerlangte, daß por Absoluß der tommenden Koalitionsverhandlungen auch den Bartei genoffen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wird. Die folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: die Haltung des Reichsfabinetis im Eisenfonflitt und fordert den Die Kreismitgliederversammlung des 2. Kreises mißbilligt Bezirtsvorstand von Groß- Berlin auf, schnellfiens eine Funktionär. verlammlung einzuberufen, um rechtzeitig zur Bildung der großen Roalition Stellung nehmen zu fönnen." is 155 es ft. Wie ein herrliches Juwel WIRKT UNTER ALLEN GESCHENKEN KURMARK Privatpackung, Das Problem des Weihnachtsgeschenkes heißt, eine Gabe zu finden, die die vornehme Kultur des Gebers verrät. yugleich aber bei dem Empfänger das Gefühl auslöft. gerade das zu erhalten, was für ihn bas Richtige und Crwünschte ift. Wir fühlten uns verpflichtet, diese gewiß nicht leichte Aufgabe für die große Gemeinde der Rurmark- Raucher zu löfen und fchufen aus diefem Gedanken beraus in lang borbereiteter Sorgfalt bir Kurmark- Privatpackung beren Preis trap ber künstlerisch befonders vorneh men Ausgeftaltung nur fab. 8.- beträgt. 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Beilage des Vorwärts Durch Ausstellungen und Vortragssäle Das Wert von Käthe Kollwih. Die zwanzig Berliner Bezirksämter bemühen sich nicht nur dministrativ für ihre Einwohner zu sorgen, sondern auch ihren hulturellen Bedürfnissen entgegenzukommen. Das Bolfsbildungsamt des Bezirks Wilmersdorf hatte mit der Beranstaltung eines Licht bildervortrags über das Werk der 60jährigen Kathe Kollmib einen ausgezeichneten Erfolg. Louise Diel verstand es vorbildlich, den Zuhörern das Wert der Ostpreußin menschlich nahe zu bringen. Gie zeichnete Käthe Kollwig als eine warmempfindende Frau, und zerstörte die Legende, die die Künstlerin als emanzipiert und ver männlicht hinstellen will Räthe Kollwig hat ihren Griffel stets mit ftraffer Hand geführt, genau das Bild vor Augen, das entstehen loll Käthe Kolmik, die Mutter, die ihren Sohn im Ottober 1914 Derfor, nerbirgt ihre Mütterlichkeit hinter einer Herbheit. Nur da burch fann sie sich in ihren Radierungen mit den Themen des tief ften menschlichen Elends beschäftigen ohne sentimental zu wirken. Käthe Kollwigs naturaliſtiche Wiedergabe aus dem Leben der Broletarier haben nichts bebrüdend Schwächliches an sich, denn aus ihnen spricht der Glaube an die Kraft der Befreiung. Frau Diel Latte Proben aus den Arbeiten der Künstlerin gewählt, die den Ginn ihrer Ausführungen unterstrichen. Radierungen der Kolmik aus ihren drei großen 3yllen( Mutter und Rinb, Bauerntrieg und her Krieg) wirften in der Projektion ausgezeichnet. Zum Schluß erschienen noch einige der befannien Blatate der Kollmis als Licht bilder, von denen das„ Nie wieder Krieg" wohl den t'efften Eindrud hinterließ. Es märe noch vielen Künstlern zu wünschen, daß man hr Wert in solchem Rahmen einer breiteren Deffentlichfelt zugäng lich macht. Zausen und Kanarien. Tiere sind alle sehr lebendig, denn infolge der warmen Herbsttage fühlen fich die Tiere gesundheitlich alle recht gut. Für die Gesangs fanarien ist nämlich Bärme unerläßlich und die Temperatur des Zimmers, in dem der fleine Sänger fich aufhält, soll muner 15° bis die Tiere nur mit Rübjamen und Ei gefüttert und bekommen nur 18 Grab betragen. Während der gefanglichen Ausbildung werden jeden zweiten Tag etmas Mischfutter. Einen Kanarienhahn, mit dem man als Anfänger schon die Zucht magen tonn, befommt man Don 10 M. an Da augenblicklich die Farbenzucht starf in der Mode ist, sieht man auch in dieser Ausstellung weiße Kanarien, bei ihnen fosten die Weibchen 12 bis 15 M. und die Hähne 30 bis 50 M. Moderne Bildniskunst. Photograph neben der hervorragenden Technik und Blichficherheit Die tünstlerische Photographie setzt immer voraus, daß der auch fünstlerische Einfühlung befißt, um das sogenannte„ Sonntags: gesicht bei den Vorwürfen der Kamera zu entdecken. Steffi Brandl, die in ihrem Atelier. Kurfürstendamm 211, eine Aus ftellung photographischer Bildnisse veranstaltet, besitzt in hervor ragendem Maße dieses Talent. Sie hat beſtimmt die heitere große Künstlereinfühlung, die sich auf die Gegenstände ihrer Wahl über. Sinne anzuwenden erlaubt ist. Diese Porträts mehr oder minder trägt und sie schön" macht, wenn dieses Wort nicht im trivialen berühmter Frauen und Männer, Leute des Theaters, Tänzerinnen, Kinder, sie wirken als intereffante Studien des psychologischen Reizes wegen, der aus ihnen spricht. Steffi Brandi nennt es das Gute im Menschen entdecken", man tann auch sagen, daß es mirtliche Kunst ist. Einmal photographiert sie einen Mädchenkopf, faft herunterhängend in feiner schmerzhaften Neigung, der Mund blüht betont auf, das Geficht in seinem Beiß gleicht selbst einer Blüte, von dem am Birbel fich entblätternden Haar umschlossen. So faßt ste jeden Menschen befonders auf, gewissermaßen aus seinem Alltagswefen herausgeschält. Die Gchupo fingt. Sonntag, 9. Dezember 1928 Bildung und Glaube. 75 Minuten lang plätscherten die Bellen der Langenmeile durch die Aula der Chamissaschule. Mit unnachahmlich monotoner Stimme Glaube. So weit, wie rein aftuftisch zu verstehen mar, mand sich verlas Frau Dr. Eleonore Rühn ihre Doktrin über Bildung und die Rednerin gegen die Scheinbildung. Sie bemühte sich mehr Mar heit in ihren Bortrag zu bringen, indem fie oft Aussprüche onerfannter Größen, wie Nieksche und Schopenhauer, anführte. Roch Ehrfurcht ist Anfang und Ende jeder Bildung." Der spärliche Bei 75 Minuten schloß Frau Dr. Kühn ihr Referat, indem sie behauptete: fall bewies, daß diese Definition eines Problems, das ablo'ut aktuell ist, der Zuhörerschaft nicht genügte. Der Bortrag war non arbeit", deren Leiterin Alice Solomon ist, veranstaltet. Fran der Deutschen Akademie für soziale und pädagogische FrauenSalomon hat sich schon so große Verdienste um die fortschrittliche Ausbildung der Frauen erworben, daß man nur wünschen fann. daß die folgenden Vorträge der fademie, die für das Winter semester geplant find, die Schlappe wiederwelt machen werden. Boulevard- Theater. Szöfe Szatal, sein eigener befter Spaßmacher, entfesselt Lachſtürme, daß die Wände wadeln. Diefer herz- und zwerchfellerschütternden Blödelei hält der Blafierteste nicht land. Swei Einafter" Virtuosen" und" Albert VIII." beleht er Geiger, das andere Mal einen König, ohne es zu sein, und jedesmal mit seinen föftlichen Humor. Das eine Mal martiert er einen rettet er sich und alle anderen mit Hilfe einer fanft verbladeten und ftets entwaffnenden Drolerie aus joder gefährlichen Situation. Rings um das direktoriale Humorgenie schart sich ein Streis maderer Assistenten. Im Kabaretteil brilliert Claire Baldoff mit nayen feffen Schlagern, denen sie immer wieder einen hinzufügte, und Baul Graeß, das fesse Maskulinum, dessen politisch- fatirisches Schlußcouplet der stärffte Erfolg des ganzen Abends war. Reftin natürgetreu die Stimmen fämtlicher Verkehrsnehitel nach Baby ist ein äußerst begabter Profeffor der„ Geräuschologie". Er ahmt und Roŋ tanzen flott und lebendig. Frant Günther fonferiert. Die Elite- Sänger am Softbuffer Tor verfchaffen ihrem Bublifum mi dem sehr gut arrangierten Beihnachtsprograinm wieder frobe Stunden Clou des Abends find die beiden Cinaftet von Mag Neumann: die nächtliche Vision Bas der Beibnachtsmarkt erzählt". Eraum eines Schupos aus feinen Rindertagen und eimfehr am Weihnachtsabend. Der Hausdichter felbst hat hier in feiner Nolle als Dbertontrolleur Bud feine facfften Momente, in den Damenrollen find Stroé unb René fchauspielerisch auf ber Hobe. Auch Ruselli ist wieder da, als Reinemachefrau gelingt es Annähernd 600 Tauben, deren Befizer in dem Bezirk West. Süd- West zusammengeschloffen sind, geben sich in der Schloß brauerei Schöneberg, Hauptstr. 122/123, ein Stelldichein. Bornehmlich sind die Berliner Rassen und die Schöneberger Streifigen vertreten. Die Legteren, die ihrem Zuchtort zu Ehren ihren Namen bekommen haben, find dauerhafte, fahlbeinige Tiere, Don langer Figur. Sie sind albefannt als gute Hochflieger. Da diese Schau durchgängig nach Sportzweden zusammengestellt ist, fieht man nur schöne Figuren umb ausgesucht prächtige und aparte Barben. Dabei ist diese Schönheitszucht alles andere als leicht, benn ein andersfarbiges Federchen fann die ganze aufgewandte zu Schanden machen. Bemerkenswert Eltern, die hier bereits so gut gezogen werden, daß fie mit den Straßburglied", endlich, stürmisch bejubelt und zur Wiederholung( Radjbr. betb.). Zroden und zeitweise aufbeiternb, Nachtfröfte. Eagesenglischen Tieren in Konkurrenz treten fönnen. Die Elbinger Beißtöpfe find eine entzüdende Farbenliebhaberet, während Danziger Hochflieger der bevorzugt, ber seine Freude an Flugleistungen hat. Der Bandesverband der Ranariengüter und Bogeffugpereine& B., Sig Berlin, veranstaltet im Ror, dischen Hof, Invalidenstr. 126, eine große Ausstellung, an der fich ungefähr 500 gut fingenbe Kanarien beteiligen. Die 3 Mark genügen zum Einkauf dieser prachtvollen Speisezimmerkrone mit Seidenschirm. Den Rest zahlen Sie 10 Monatsraten gleicher Höhe. Kein -strengste Diskretion! Kassieren Besichtigen Sie unsere Riesenausstellung ( 12 Schaufenster) " bie em berben migigen Camien, bent Sumor mieber auf bie Spise su treiben. Gut find aus Beder als Schmied im Balb" und Mjons Borne mann in einer Charalterstubic Der alte Uhimacher. In ber Demens tollem Stabarett" zeigte fich René auf der Göhe der Situation, Der Gemischte Chor der Schupo unter Leitung feines bewährten Dirigenten Janos Rosfin gab im Orpheum, Hasenheide, einen Konzertabend, der von dem überaus zahlreich erschienenen Publikum mit großem Beifall aufgenommen wurde. Schlichte Boltsmeilen aus dem 16. Johrhumbert und Guids llntreue", Assistenz des Orchesters, Froher ut aus Breziosa und das a cappella gefungen, leiteten den Abend ein, dann folgte unter gezwungen, der prächtige Straußsche Balzer Künstlerleben". Die Chöre boten auch diesmal wieder beftgerundete Beistungen, das Produft forgfältigiter Arbeit ihres Führers. Mit fauberster Technik weise aufheiternb, im Süden farache Stieberschläge, verbreitete Nachtfcöite. und schönem Bortrag spielte Edith Fiedler die Bolonaje Es- Dur Don Chopin und eine Konzertehube non Scharmenta. Im LoreleyWetterbericht der öffentlichen Wetterdienfisielle Berlin und Umgegend temperaturen einige Grabe über Rull Schwache Luftbewegung. Für Deutschland: Im Gülben und Suboften bemölft bis tribe, im Norden zeit Finale van Mendelssohn- Bartholdy, diesem ungemein einbruds Raucherzähne Die Spesialfontuftion der starten Chorwert, brillierte Grete Hansens zarter, heller Sopran von fchöner Klangfarbe und Reinheit. Der fein empfundene Bortrag affer Mitwirtenben brachte bie dramatische Sprache Geibels zu noller Wirkung. BOT7 Chlorobont Zehnbürste er möglint bas Reinigen und Weißpugen her Zähne auch an den Seitenflächen. Stur echt in blau- weih griner Originalpadung in allen Chlorobont- Verlaufstellen. 20 QUE Elst in Sette B ch Gustav Baum& Co. Kresleuchterfabrik, Cupenicker Str.75 Teppichefèvre das weltbekannte Teppichhaus! Berlin S. Seit 1882 mur Oranienstr. 158 bittet seine Kunden Weihnachtskäufe rechtzeitig zu machen, * bevor der große Andrang Unsere eine Riesenläger Sehenswürdigkeit! 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Nach langen Bemühungen und nach Ueberwindung größter Schwierigkeiten, ist es endlich den persönlichen Bemühungen des Inhabers der KukirolFabrik gelungen, einen dieser chine sischen Fußpflege- Künstler durch länge ren Vertrag zu verpflichten, von Paris nach Berlin überzusiedeln, um hier seine Kunst den verwöhnten Berliner Damen und Herren zur Verfügung zu stellen. Der Sohn des himmlischen Reiches ist bereits in der deutschen Reichshauptstadt eingetroffen und wird hier von morgen ab in dem neueröffneten Kukirol- Fußpflege- Salon, dem ersten dieser Art in ganz Deutschland, seine Es wird für Sie bereits ein Genuß sein, dem chinesischen Fußpflege- Känstler bei der Ausübung seiner Kunst zu susehen, einen noch größeren Genuß aber werden Sie haben, wenn die Behandlung beendet ist, und Sie die Wohl taten der Kukirol- Fußpflege verspüren. Der Kukirol- Fußpflege- Salon ist mit allen modernen Erfordernissen aus gestattet, u. a. mit einem Röntgen Apparat für Fuß- Durchleuchtungen. 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Elisabeth Vorländer, geh. Nippel Dr phil. Franz Vorländer Luise Vorländer, geh. Smend Luise Sa.kowski. geb. Vorländer Dr. phil. Heinrich Salkowski Walther Vorländer Die Beisetzung findet am Montag, dem 10. Dezember. um 4 Uhr, von der Kapelle des Pathologischan Institute, Münster, Westring 17, aus statt. Tratar feler%, Stande vorher. Altes Spezialgeschäft KamelbaarSchlaf HelfeDeden Stridjaden Blenie Itilotagen Strümpfen billig Tagesps. Gebrüder Pflaume, Berlin SW Friedrichstr.205 Ecke Zimmerstr. W Freitag, bem 7. Dezember, Det fied nach urge Beiben untien licha Totz. Gamefter unb Catelta Hildegard im tez bon 9 Jahren Dies setgen tiefbetzübt an Erich Borchardt und Fran Luna, geb. Reumam sebit Rinbern und Großmutter, Billes Beileib mird gabeten. Die Beerdigung finbet Montag, den 10 Desember. mittags 12%, Uhr, von bez Rapalle bes Reu Baner Gemeinhe friedhofes, Marienbarfez Beg. ftatt. Herzlichen Dank allen, die in so liebevoijer Weise teilnahmen an dein tefen Schmerz, der uns durch das Ableben meines Leben Mannes Joseph Seitz betroffes bat. Besonderen Dank dan Sprechern bel der Trauer fejer für die zu Herzen sehenden Worte ehrenden Gedenkens sowie den Sängern der„ Typographia für die uns rem teuren Toten gewidmeten Scheldegrüße. Frau Anna Seitz wad Angehörige. Danksagung gia bie stalen Bempelfe herzther 66666669000033 Visferem nezabeien Genoffen Paul Golder gum 23 jäe. Barteljubiläum die befien Gewünsche 15. Abteilung. Deutscher Metallarbeiter- Berbank Grupp langer in Allu Mas Sie Branchen- Bertranens Diefez maze Speisezeritischen 1904 6 Genoffe männertonferenz der Schnittarbeiter, elarihungen hat bisher idon eine Stanger, Breffer, Butchneiber firbel menge pon ahogen notmenbig ganad 9999999666eeeeeefondern schon am Mittwoch, 12, Dezember, Betrieben informiert find, um pie nicht am Donnerstag, dem 30. Dezember, te bebingen. Das unfers allegen labenbs 6 1hr, in 8mmer 28 bes Berenbige Sushinft geben zu fönnen. bandshauses, Bintenitz. 88/85, ftatt. ermamen beshalb, bas pie Berfamman S beftimunt unb pilntlich besucht wird. Buziti mut gegex Barleg BEROLINA KUCHEN billig u. gut! Gediegene Anricbieküchen von 125 bis 400.Abwaschtische von 50 an Weiße Schränke für Wäsche von 60 an Kinderschränke von 38.- an Kommandantenstraße 57 Allgemeine Ortskrankenkasse für den Telinahon beim Setanange meines Verwaltungsbezirk XI der Stadt Berlin lieben unvergeßllahan Mannes fage idh alla Freunden und Befannten. Rolegen und Radegiamen für die troftzeichen ore meinen besten Dant Schöneberg- Friedenau. Achtung! Mitglieder Achtung besitgliedsbuches und der mit Rote Hingeb Di be morgen werden Berpalingestempel befehenen Seg Dir Belhaagisteleztage Degen motionstarte. bleiben unfere Burents am Montag, den 4. Dezember 20 Diens'ag ㄢ Mittwoc 26 geftafien 2 cz Mantan, 31. Desember 1928 unb Des Menjehrfeffes megen bleiben bie Bureaus Dienstag, 1. Jana 1920 gefteffen Dienstag, ben 11. Dezember, abends 7 Uhr, im Bertervefani bes Berbeds banies. Cinienftraße 63 85 Branchenversammlung Spielplan unfeza#sebbellong. 3 b der Elettromonteure und Helfer. Tagesordnung: 1. Bortrag bes Oberingenieurs Serrn Nivensleben über: 3 Eleftzische Unfälle und deren Berhitung" Branchenangelegenheiten und Ber febenes Bade now 10. Bis 16. Degenbe 1. Sm Sambe bes fperaes Somen 2 Cab Seriebung von Gr wab fertiger Ratode. 8. Samorzata a bez Bedje nom 17. his 33. Dezembe LianWahrt bes Beneffings fchiffes Meteor 2. Senarbeitung bes Robeifans Stahl und Schmiedenijem. 3. Sumoreste bez ode nom 27. bis 20. Dezemb 1. Rotichtet hinter Güters. SE Die Sume Goliema tabt 171 Beim Ra Uhr U Werb bau, Ber Berb 2. Des Ausmaljen bez Etage of. Rippein in Blodmert, 3. Sumoreste. 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Tages. organiferte oebaung: 1. Rachbewilligungen zum Solleginnen als Gäfte einführen. Saushaltsanschlag 1028. 1 Genehmi gung Steaße 31 Cihung Um Donnerstag, bem 20. Dezenftstr. play 1: Connenbu Straße 18 Deftelmer Mebeiter" Berbe cape. S Sozial Benoffe Kulturobtellung, Linienftr. 197, este Märchenvorstellung Brogramm: 1 Beter Pan( amer Ote Sumber haben aber nur dan Butritt, wenn fie in Baglettung Gradien ericeinen und wenn biefe bas Mitglie bes Saushaltsanfchlages 1929. Donnerstag, 13. Dezember, abends für die Ribber wafer Mitglieder felt 3. Bekanntgabe über nftellung pathe. ia beu tufiter- Sale Bethnachten it bor das St, bas eft der Freude und Stebe. Siffsarbeitern. 4 Wahl bez Raffen Bar hilft mit, daß unseren Gefangenen und barem armen, hilfe prüfer, Bartrag des Sad Dr, Azieda( großer Saal). 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Die Geißher a frauengefängnis in Berlin O 3, Bazantzaße 10 Geisler, former 23sler, Barrer Der Eintritt felbft ft unentgeltl. Die Ortsverwaltung Verband d. Deutschen Buchdrucker Allen, die ihre Teilnahme an dem schweren Verlust, der uns durch das Ableben unseres 1. Vorsitzenden Joseph Seitz betroffen hat, durch Beileidskundgebungen oder Beteiligung an der Trauerfeier bezeigt haben, unsern hers lichen Dank Vorstand des Verbandes der Deutschen Buchdrucker Großer Weihnachts- Verkauf ff Honigkuchen and Marzi an Spez Christstollen, Napfkuchen 3 Konditorel Albert Obst fsvalidenstr. 129+ Borden 2499 Wanderkarten L- Juergens Alexanderplatz Neue Königstr. Sprechstunden veric 9-10, 57, Sonnabend 3 Kassenbehandlung Großer Weihnachts- Verkauf Dr. med. Timm Mk 8,50 in Armband- und Taschenuhren Herren- Armbanduhren. Schweizer Werk Gold. Dam Armbanduhr, 585 gest, Schweiz Werk Gold Hert.- Armb- Uhr.. 885 gest, mad. Schweiz.W. 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Ja, es riecht wirklich nach Schnee und in den Bergen haben bereits die schweren Wolten, die von Westen tommen, sich dichter geballt und die ersten Schneesäcke über die Berge gestreut, damit die schöne Spur des Sti in feiner Barallele wieder durch die Wälder und über die Berge der Alpen und der Mittelgebirge laufen et tann. Draußen in den Bergen segt nun das heitere Sportleben auf Schlittschuhen, Stiern und Rodelschlitten ein, das, im Gegensatz zu freSommerfport und Sommerreise, schlechtes Wetter gar nicht fennt. lollatuch wenn die Flocken tanzen und die Sonne fich verhüllt, auch Sonntag, 9. Dezember 1928 Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 9. Dezember: 8.55: Stundenglockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche. 9: Morgenfeier. 11.30: Konzert. 14: Morsekursus. 14.30: Für den Landwirt. 15.30 Märchen. 16: Stunde mit Büchern. 16.30: Weihnachtslleder für die Kinder. 18.15: Unterhaltungsmusik. 19: Die Zahl im Leben der Völker. 19.30: Empfangsstörungen in Rundfunk und ihre Beseitigung. 20: Abendunterhaltung. 21: Das Wintersonnenmärchen. 21,30: Russische Musik. Danach: Tanzmusik. Deutschlandsender: 19.30: Uebertragung Oper am Platz der Republik: ,, Don Giovanni" von Mozart. Montag, 10. Dezember: 15.30: Der Arzt als Erzieher in Schule und Haus. 16: Technische Wochenplauderel. 16.30: Karl Friedr. Zelter zu seinem 170. Geburtstage. 17.30: Straßenmann"( Novelle von Kesser). 18.30: Englisch für Anfänger. 19: Sozialpolitische Umschau. 19.30: Einführung in die moderne Psychologie. 20: Wiener Plaudereien. 20.30: Konzert( Uebertragung aus Wien). Danach: Tanzmusik. 0.30: Nachtmusik. Der enn die Winde blasen, bleibt ber winterliche Sportsmann, wohl. Dienstag, 11. Dezember: burch Räthe gerüftet, trocken und guter Dinge. Um die hochgelegenen Sen man wird auch in den Wochen der kürzesten Tage, die vor Jahren s den Jäger oder Förster draußen sahen, der Wintersportler Broletaril ihnen spr bung und Sprung sich üben. Auf den Eisbahnen wiegt fich Latte Tri graziöfem Reigen, schwere Bobs werden im Schleuder Ginn ihrerch die Sturven raffeln und Rodel über glatte und holperige aus ihren rütteln. Dazwischen aber, auf allen Wegen zu den Sportder Krieg und zu der Sonne gehen die spazieren, die nicht attiv bas erfdjene Pen mitmachen können oder wollen. Lange Winterszeit nach meierart gibts nicht mehr. Wintersportler wohnen in den bergfernsten Städten und selbst an der Wassertante wundert fich einer mehr, wenn er Männer und Frauen, schiant und sehnig, zur Winterreise aufbrechen sieht. Ber als Wintersportler tommt, jetzt naturgemäß die größte Ausnutzung des Schneegeländes zuerst in Rechnung. Heute hat auch überall der Wintersport ein Berhältnis zu den Wünschen des Bublifums gefunden. Sowohl in den unteren Höhenlagen, wie in den höheren Regionen find die Betriebe auf die Beherbergung bes Fremdenpublifums eingestellt. Dabei bringt die Fülle diefer Unterfunftsmöglichkeiten von selbst eine vielgestaltige Gliederung in die Art dieser Winterbetriebe. Die Grundbedingung zur Ausübung des intersports ist neben einem ausgedehnten Schneegebiet auch eine Organisation des sportlichen Betriebes. Fast alle Wintersportpläge berfügen über gut ausgebaute Anlagen, die dem Fortgeschrittenen ebenjo zugute tommen, wie dem Anfänger. Der Stisport ift in allen Gebieten vorherrschend. Günftige Zugverbindungen forgen ba für, daß der Fremde nicht darauf angewiesen ist, sich mühsam einen beschwerlichen Weg zu seinem Ziele bahnen zu müssen. Und wer in der glücklichen Lage ist, dem Tiefland für einige Zeit den Rüden zu fehren und in her winterlichen Welt der Berge neue Kraft zu jammeln, ber darf balb sein Ränzel schnüren. Aus der Partei. Julian Liebermann gestorben. Ingenieur Julian Liebermann, Sekretär der Berliner Gruppe bes Bund"( Allgemeiner Südischer Arbeiterbund); ift nach langer fchwerer Krankheit am 7. Dezember geftorben Geboren 1882 in lurt bei Riga, hatte er sich in ganz jungen Jahren der soziali cipelifchen Bewegung angeschlossen und war in den stürmischen Jahren gama 1904 bis 1906 einer der tätigsten und opferwilligsten enaffen. 1905 gehörte er der Leitung der Rigaer helbenmütigen Roten Mill& und dem Selbstschuhe gegen Bogrome amman Sein Leben lang hat er raftlos und mit beispielloser Treue und Hingebung dem Sozialismus gedient. Chre feinem Anbenten! Die Beerdigung ist am Montag, dem 10. Dezember, 9 Uhr pie Ren pird. Barleg mit be 5. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 15.30: Der Sternhimmel im Monat Dezember. 16: Stande mit Büchern. 16.30: Die Falschmünzer( Roman). 17: Harmonium- Vorträge. 17.30: Unterhaltungsmusik. 19: Der Stand der Balken- Frage. 20.50: Musik der Gegenwart. 21.30: Der Journalist spricht landsender: 20: Konzert. Anschließend: Uebertragung Kaiser- Wilhelm- Ge19.30: Der Kampf um den Nordpol. 20: Abendunterhaltung. dächtnis- Kirche: Orgelmusik. Mittwoch, 12. Dezember: DeutschFreitag, 14. Dezember: 15.30: Kultur der Geselligkeit. 16: Stunde mit Büchern. 16.30: Konzert blinder Künstler, 18.45: Unterhaltungsmusik. 19: Die Laube im Kleingarten, 19.30: Landschaften und Städte im Kaukasus. 20: Kammermusik 21: Die Arbeiterfrage in Amerika. 21.30: Mandolinenorchester. Sonnabend, 15. Dezember: 15.30: Wie könnte der Vogelschutz Allgemeingut unseres Volkes werden? 16: Die Sportschau des Monats, 16.30: Gutzkow zum 50. Todestage. 17: Konzert. 17.30: Teemusik. 19: Gebrauchsmalerei. 19.30: Wege und Aufgaben internationaler Geistesarbeit. 20: Sondespiele: Uriel Acosta", Trauerspic! von Gutzkow. 22.30: Funktanzunterricht. Danach: Tanzmusik. Deutschlandsender: 20: Die Stunde des Landes. 21: Unterhaltungsmusik. Königswusterhausen. Sonntag, 9. Dezember: Ab 8.55: Uebertragung aus Berlin. 16.30: Christus in unserer Zeit. 17: Uebertragung aus Berlin. 18: Notwendigkeit einer europäischen Verständigung. 18.30: Die wirtschaftlichen Möglichkeiten und Aussichten, der europäischen Zoll- Union. 19: Werkstoff und Plastik. Ab 19.30: Uebertragung aus Berlin. ( Siehe Berlin.) Montag, 10. Dezember: 18.30; 19.20: 16: Französisch( kulturkundlich- literarische Stande). 16.30: Uebertragung ants Berlin. 17.30: Deutschösterreich. 18: Aktuelle Romanstoffe. Englisch für Anfänger. 18.55: Das neuere agrarpolitische Schrifttum. Werkmeisterlehrgang für Facharbeiter. 20: Was bedeutet uns die Lebenslehre der großen Weisen? Ab 20.30: Uebertragung aus Berlin. 15.30: Ein Tag auf dem Arbeitsgericht. 16: Zeitgenössische Phantastiker des Anslandes. 16.30: Juzendblbne. Anschließend: Teemusik. 19: Das Innenleben der Metalle. 19.30: Amerikanische Weltpolitik. 20: Uebertragung Dreifaltigkeitskirche: ,, Christgebart", Kammerspiel von Rüdel. 21: Zum 700. Todes- Dienstag, 11. Dezember: Donnerstag, 13. Dezember: tag von Walter von der Vogelweide. Danach: Tanzmusik. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 15.30: Dichter und Schriftsteller. 16: Die Literatur der Auslanddeutschen, 16.30: Künstlernachwuchs. 17.30: Unterhaltungsmusik. 19: Vom Stillen Ozean in die peruanische Kordillere. 19.30: Das moderne Geld. 20: Abendunterhaltung. 21: Konzert. 21.30: Lieder, Musikvorträge. 22.30: Funktanzstunde. Danach: Tanzmusik. Funkwinkel.z Am Nachmittag las Olga Fuchs Malzmann Dofum ente des Herzens", Briefe berühmter Männer an geliebte Frauen. Sehr vorsichtig, sehr zärtlich. Kleifts efftatisches Gestammel an Henriette Bogel, das im Sprechen fast substanzlos verflattert, wurde von ihr feftgehalten, ebenso Beethovens inbrünftige Särtlichkeit an die „ Unfterbliche Geliebte". Goethe wirfte mit seinen Zeilen an Chriftiane dagegen behaglich bürgerlich; aus Briefen von Hebbel und Fontane an ihre Frauen sprach warme, verständnisvolle Liebe. Am Abend brachte die Eröffnung des Magdeburger Genders ein Konzert im großen Stil. Endlich einmal wieder eine geeignete Sonnabendabendveranstaltung. Mafalda Salfatini sang Arien aus Opern, e das Funforchester unter Bruno Seibler- Winklers Leitung begleitete. Außerdem hörte man Orchesterwerte von Wagner, Strauß, Tichailomfti, die von Seidler- Wintler sehr sauber gestaltet wurden. Die Duvertüre zum Fliegenden Holländer" blieb ein menig schwunglos, zu breit und unleidenschaftlich in den Tempi. Sehr schön wirfte dagegen Tod und Berstiavung" von Strauß. Tes. Set morgens, von der neuen Halle in Weißenfee. Alle Bartelfreunde Vorträge, Vereine und Bersammlungen. egembe ome à Gra egembe fans ember erden aufgefordert, pünktlich zu erfdeinen. SEJ Berliner Gruppe des Bund. Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Cinfendungen für diese Rubrit nur an das Jugendfefretariat Berfin GB 68, Lindenstraße 3 Die Bücherausfellung ist im Jugendfekretariat eröffnet. Heute, Sonntag, 9. Dezember. Sumannplag: Unsere Rapelle abt um 15% Uhr beim Genossen M. Bläse, Schliemannfte. 27. Treffpunkt zur Beranstaltung der Abt. Schönhauler Bor tabt 17 Uhr am Helmholgplak. 1 Reutölin VII: 17% Uhr Generalprobe im Beim Ranner Straße. Erscheinen ist Pflicht. Treffpunkt zum Museumsbefuch Uhr Untergrundbahnhof Rathaus. Berbebeziet Neufölln: Besuch des Filmabends des Ditsausschusses im Soalbau, Bergftr. 148. Zur Aufführung gelangt Rinder unserer Seit".. Eintritt STRde 30 B. Beginn 19% Uhr. Berbebeziet Brenzlauer Berg: Beteiligung am Alaffentampf- Revueabend" ber Abteilung Schönhauser Vorftabt um 18 Uhr in der Schulaula Gleimste. 49. as 19 anderen Beranstaltungen fallen aus. STBdle A Bef forth Burea Morgen, Montag, 19% Uhr. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefäftstelle: Berlin S 14, Sebaftianftr. 87/38, Sof 2 Tr. Steglig( Ramerabfdjaft): Montag, 10. Dezember, 20 Uhr, Kamerad fchaftsversammlung bei Schuls, Birkbufftr. 90. Brenzlauer Berg, Jungmannschaft: Dienstag, 11. Dea., 20 Uhr, Berf. im Altersheim, Danziger Straße 62. Friedrichshain, Ram. Stralau: Dienstag, 11. Dezember, 20 Uhr, Kameradschaftsverfammlung bei Friebel, Etralauer Allee 31, Ede HohenloheStraße, Neuwahlen, Ramerabschaft Andreas: Dienstag, 11. Dezember, 19% Uhr, außerordentliche Sameradschaftsverfammlung in Gohmibts Gesellschaftshaus, Winter port Abteilung: Fruchtstr. 36a. Crfcheinen aller Rameraden ift Pflicht. Mittwoch, 12. Dezember, 19% Uhr, in Schneiders Hotel, Königstr. 39, Lichtbildervortrag und Fahrtenbesprechung. Erscheinen für Tirolfahrer Pflicht. Gäste willkommen. Arbetter- Samariter- Bund, r. B., Rolonne Berlin. Mitgliederversammlungen haben folgende Abteilungen: Neutöln: Montag, 10. Dezember, Lotal Schilling, Kirchoffit. 41. Weißensee: Montag, 10. Dezember, Lotal Stärke, Charlotten burger Str. 3. Kreuzberg: Montag, 10. Dezember, Lotal Buhr, Blücherstr. 38. Friedrichshain: Dienstag, 11. Dezember, Lotal Busch, Tilfiter Ste. 27. Herms borf: Dienstag, 11. Tezember, Turnhalle Roonstraße, Webbing: Donnerstag, 13. Desember, Lolal Bellin, Schulstr. 12. Mitte: Dannerstag, 13. Dezember, Leibniz- Gymnasium, Mariannenplag. Tiergarten: Donnerstag, 13. Dezember, Lotal Laufch, Brebow, Ede Wiclefstraße. Charlottenburg: Donnerstag, 13. De zember, Jugendheim Rosinenstraße. Pantow: Donnerstag, 18. Dezember, Jugendheim Riffingenstraße. Treptow Donnerstag, 13. Dezember, Lotal Bilbenbruch, Ede Graefftraße. Reinidendorf: Freitag, 14. Desember, Lotal Matter, Eichbornftr. 94. Tempelhof: Freitag, 14. Degentber, Lotal Lindisch, Rathaus ftraße. Lichtenberg: Freitag, 14. Dezember, Bola! Heers, Weserstr. 20. Steglig: Freitag, 14. Dezember, Lolal Ehmidt, Lichterfelde, Roonftr. 39. Spanbau: Freitag, 14. Dezember, Lokal Suple, Lutherplan. Brenzlauer Berg: Sonnabend, Moabit II: Seim. Behrter Str. 18-19:„ Die Gozialisierung der Tanna13. Dezember, Schule Raftanienallee 81 Schöneberg: Montag, 17. Dezember, Norben: Theaterprobe in der Schule Putbusser Str. 3. Seber Genaffe Lola! Rosenthal, Ebersstr. 68. Mblershof: Sonnabend, 22. Dezember, Lota! Fall Webbing: Heim Schönstedtstr. 1: Funktionärigung. Ziege, Bismardstraße. Faltplay II: Heim Schönhauser Borstadt: Heim Frankfurter Biertel: Helm Litauer Petersburger Viertel: Helm Banmischulen weg: Setm Charlottenburg- Norb: Heim Der Singkreis übt pünktlich 10% Uhr im Seim Lindenste. 4. batte richt u erscheinen. Rember tiste play 1: Seim Sonnenburger Str. 20: Seguelle Fragen". Sonnenburger Str. 20: Geruelle Fragen". Connenburger Str. 20: Cegualfragen" Weihnachtsfeler". Deftelmenerftr. 5-6: Rreismitgliederversammlung. Ernitstr. 16: Einführung in den Costalismus". un berstraße( Städt. Spielplak): Echuggefeße der Gesellschaft für ben jungen Patt Mebeiter". traße. Turnzeug mitbringen. Berbebegirl Rentaln: Turnen von 20-22 Uhr in der Turnhalle Leffing Sozialistische Schülergemeinschaft Schöneberg: Seim Hauptstr. 15. Referent ter offe Tietgens: Die Revolution der modernen Jugenb. breeles Dan Adylene gliebs Codegen 9. leg 3-4 1g 17 emie Urbetter- Esperanto- Bund, Monatsverfammlung am Dienstag, 11. Desember, 19% Uhr, Gipsstr. 33s. Gruppe Wedding jeben Freitag 20 uhe im Jugendheim Geefte. 57. Société de Conversation Francaise. Réunion tous les, lundis,&, 30 s Café Burkhardt, Belle- Allianceplatz 4.- Conférence et discussion. Gäste willkommen. Arbetter- Esperantobunb. Gruppe Rorben: Mittwoch, 1915-2135 Uhr, Jugendheim Lorgingstraße. Neutolla: Mittwoch, 20-22 Uhr, Ratliftraße. Often: Donnerstag, 20-22 Uhr, Jugendheim Am Dftbahnhof 17. 8entrum: Freitag, 20-22 Uhr, Schule Gipsfit. 28. Uebungsabenbe verbunden mit Borträgen. 16: Die pädagogische Provinz und die deutsche Dichtung von Herder bis Lienhard. 16.30: Uebertragung aus Leipzig. 17.30: Geographisch- naturwissenschaftliche Bücherstunde. 18: Dichterstunde. 18.30: Französisch für Anfänger, 18.55: Die Geologie Deutschlands. 19.20: Die Technik der Bildhauerkunst, 20: Uebertragung aus Berlin, 22.45: Bildfunkversuche. Mittwoch, 12. Dezember: 16: Erziehungsberatung. 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Das erste Normaljahr der Daweslasten. 18: Kunstlied und moderne Dichtung, 18.30: Französisch für Fortgeschrittene. 18.55: Werkmeisterlehrgang für Facharbeiter. 19.20: Einführung in das Verstehen von Musik, Ab 20: Ueberd tragung aus Berlin, Donnerstag, 13. Dezember: 16: Berufsberatung. 16.30: Uebertragung aus Berlin. 17.30: Die sadeten deutsche Kulturlandschaft. 18: Einführung in die moderne Musik. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Die forstlichen Verhältnisse in ElsaßLothringen in der Zeit von 1871 bis 1918. 19.20: Das Schaufenster früher and beute. 20: Die Krisis des deutschen Bnches. Anschließend: Uebertragung aus Berlin. Freitag, 14. Dezember: 16: Arbeitsschule und Elternabend. 16.30: Uebertragung aus Leipzig. 17.30: Die Ergebnisse der Enqueteuntersuchung über die Kartelle. 18: Der Weg zu Bruckner. 18.30: Englisch für Fortgeschrittene. 18.55: Werkmeister. lehrgang für Facharbeiter. 19.20: Wissenschaftlicher Vortrag für Zahnärzte, 20: Uebertragung aus Berlin. 22.45: Bildfunkversuche. Sonnabend, 15. Dezember: 16: Aus der pädagogischen Abteilung des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht. 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Ernst und Humer aus der Reichssteuerverwaltung. 18: Aus Pabrikkontor and Werkstatt. 18.30; Spanisch für Fortgeschrittene. 18.55: Volksstamm, Landschaft und Schrifttumi in Deutschland. Ab 20: Veranstaltung der Deutschen Welle und der Punk stande A.-Q. 20: Stunde des Landes. 21: Unterhaltungsmusik. Danach: Tanzmusik, Bei Teppich- Lefevre, dem allbekannten Berliner Teppichhaus, feit 47 Jahren nur Oranienstr. 158, Nähe Morigplak, hat bereits ein so starter Berkehr ein gefeßt, daß die Firma bittet, ihr sugebachte Beihnachtseintäufe bald und möglicht in den Vormittagsstunden zu erlebigen, da die Firma alle früher. getauften Waren bereitwilligt bis Beihnachten aufbewahrt! Boll- Stidereien lassen sich auf der Nähmaschine sehr gut herstellen; bie fertige Stiderei ist von einer Sandstiderei nicht zu unterscheiden. Da sich ber Bollfaden bei einer Nähmaschinenarbeit nicht durch den Stoff sieben läßt.. wird er hin und zurüdgehend dem Mufter entsprechend aufgenäht und jeweils Bunte Bor. nur am Bendepunkt festgefchen. Die Stiche sind unsichtbar. lagen befinden sich auf ben Singer- Borlagen, die in den Singer- Läden unent geitlich abgegeben werden. Die zum Nacharbeiten benötigten Mustervorzeich nungen werden durch Aufplättmuster auf ben Stoff gebracht. Diese Aufplätt mufter find file wenige Pfennige in fämtlichen Einger- Läden erhältlich. Wer Geschenke in Borzellan, Glas, Leberwaren, Haus- und Küchengeräten unter ben Weihnachtsbaum legen will, beachte den Prospekt der Firma, B. Nabbag u. Co., Berlin. 8, Leipziger Str. 122-123, der unferer heutigest. Auflage beiliegt, Sn bemfelben werben besonders zum Gefchent geeignete Gegenstände gezeigt. Es empfiehlt sich ein Besuch der Verlaufsräume. Der Jolibe und verwöhnteste Geschmad findet bort Befriedigung. Das bewährte und fulante Ratenfyftem, bis 8. 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