Nr. 1. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Sans. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg., Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschlaub u. Defterreichs Ungarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. tu der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Big. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 1hr abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffiter. Fernsprecher: 3mt 1, r. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sämmtlichen Mitarbeitern und Genossen senden die besten NeujahrsWünsche! Die Redakteure des ,, Vorwärts". Bum Jahreswechsel. Ein Jahr ist todt es lebe das neue Jahr! An der Grenzscheide zwischen dem alten Jahr und dem nenen einen Blick zurück und dann den Blick voraus in die Zukunft, die uns gehört! nou Mittwoch, den 1. Jaunar 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. sogenannte Wirthschaftspolitik, das heißt Be- aller Grundrechte, dieser Bürgschaft und Hauptwaffe der reicherung der Reichen der Reichen auf Kosten des arbeitenden Vollssouveränität, besteht. Und darum ist folgerichtig um etliche hundert Millionen zum Vortheil der Kraut und äußertes Streben darauf gerichtet, das allgemeine Echlotjunker besteuert ward, Tonnte ins Werk gesetzt werden. Wahlrecht zu vernichten, und da die Zil= Sie hat dem arbeitenden Volke Deutschlands von 1879 an bis ftimmung des Reichstags hierzu nimmermehr zu er= jcht gut a chttausend Millionen Mark gekostet. Das warten ist, durch einen Staatsstreich die Reich 3war, wie Fürst Bismarck 10 Jahre später mit zynischer Offen- verfassungumzu stürzen. Boltes, das durch die Korn- und sonstigen Zölle jährlich ihr von hervorragenden Parteiführern unverhüllt ge" " " heit einem russischen Besucher anvertraute, der eigentliche Ju diesem Streben begegnen sich die Krautjunker mit Zweck der Attentats- Haupt- und Staatsattion. Taß seine den Schlotjunkern, denen die Arbeiterbewegung ein Sozialistenhag nicht ehrlicher Furcht vor einer drohenden Grenel ist, und die den Arbeiter wirthschaftlich unbeschränkt Gefahr, sondern einzig der politischen Staats- Raison" ent- ausbeuten, politisch unbeschränkt fuechten wollen. Anch sprungen ist, wird jedem klar, welcher bedenkt, daß derselbe sie betrachten das Wahlrecht als die Wurzel alles Staatsmann", der den Sozialismus für unverträglich mit Uebels und jede Maßregel zur Unterdrückung der jeglicher Staatsordnung erklärte, im Jahre 1863 Mary durch Sozialdemokratie für aussichtslos, so lange das allgeAls wir das letzte mal zu der gleichen Zeit uns an Bucher die Redaktion des Staats- Anzeigers", und Lieb meine Wahlrecht den Unterdrückten Gelegenheit bietet, unsere Leser wandten, hing die Wolke der Umsturz fuccht durch Braß die Redaktion der Norddeutschen All- bei den Reichstagswahlen mit voller Kraft Umsturz- fuccht vorlage am politischen Himmel. Die Feinde des ar gemeinen Zeitung" hatte anbieten lassen. au dem politischen Kampf sich zu betheiligen und beitenden Volks hatten sich zusammengethan, um es zu Gegenwärtig ist die Lage eine ganz ähnliche. Die im Reichstag das herrschende System anzugreifen, anzutuebeln. König Etumm, der über seine" Arbeiter absoluter fapitalistischen Parteien sind, wie damals ihr Chef", am flagen und vor der gefitteten Welt seine Verurtheilung zu regiert als der absoluteste Monarch, war der Führer dieser Ende ihres Lateins. Die Konservativen und Nationalliberalen fordern. Bewegung", die mit unsagbarer Verachtung der Thatsachen die Hauptstützen des Bismarc'schen Ausbeutungs- und Das darf nicht sein. Drum fort mit dem allgemeinen davon ausging, daß die deutsche Sozialdemokratie Succhtungssystems, sind in vollster Auflösung. Die Stimmrecht! Und als Vorbereitung des Staatsmoralisch mitschuldig sci an dem Attentat Nationalliberalen sind nur noch ein Hänslein verfrachter streichs wieder die Haß gegen die Sozialeines wahnsinnigen Italieners auf den Präsi Politiker, mit denen nicht mehr ernsthaft zu rechnen ist, demokratie, wieder die alte Komödie des Rothen denten der französischen Republif. Echon durch diese und die Konservativen sind in der Person ihrer beiden Schreckens, die im Jahre der Schande 1878 dem poliBehauptung kennzeichnete sich jener Feldzug gegen den so- weitaus talentvollsten, ja ihrer einzigen talentvollen Führer: tisch bankrotten Fürsten Bismarck noch 12 Jahre der Dib gencnnten Umsturz". Denn die Urheber der schmachvollen Hanimerstein und Stecker, so heillos kompromittirt, daß tatur einbrachte. Hah wissen ebenso gut wie wir seltst, daß der Anarchismus dicse Partei den Kuf: für Religion, Ordnung und Eitte! Die Komödie ist jetzt in Nenaufführung. Der Umsturzdas genaue Gegentheil des Cozialismus ist, und daß die mit welchem die Cozialdemokratie moralijch nieder radau des vorigen Jahres war der erste Anlauf. Er mißdeutsche Sozi aldemokratie alle Bersuche, ihr anarchistische geschmettert werden sollte, gar nicht mehr ausstoßen kann, glückte. Es mußte ein frischer Vorwand gesucht werden. Rututseier ins Neft zu legen, nachdrücklich und erfolgreich ohne unsterbliches Gelächter hervorzurufen. Aber die Vorwände sind billig wie Brombeereu. Gut, zählen wir vereitelt hat allerdings zum großen Aerger der sauberen Schlot- und Krautjunker sind heißhungrig. Was Bismarck nicht 1895? Fünfundzwanzig Jahre nach dem Gesellen, welche den Umsturz Feldzug in Ezene gesetzt ihnen in den Rachen warf, ist freilich nur zu kleinem heiligen Krieg. Kriegsjubiläum. Gefunden! Hurrah haben. Theil von Caprivi zurückgenommen worden. Germania! Es ist wahr, alte Wunden werden auf-Die Wolfe ist nicht niedergeplatt. Es erging ihr Das wollen sie wieder haben. Und noch mehr, gerissen, die Franzosen gereizt, der tausendmal abgeleuguete wie so manden wirklichen Wolfen, die am Himmel auf viel mehr. Diese Herren Junker, die Edelsten der Nation", Berserker- Chauvinisuus an die große Glocke gehängt z'ch cu nud, ohne zur Entladung zu gelangen, von wofür in der sie auszeichnenden Bescheidenheit sie sich selbst indeß einmal muß die wahre Natur doch enthüllt der Atmosphäre aufgesogen werden. Die politische Atmosphäre ausgeben, verlangen, daß das Deutsche Reich seine gute werden, und die Sozialisten, die die Völkerverheizung war nicht so unrein und nicht so mit Miasmen geschwängert, Gold währung aufheben und statt dieser die sogenannte nicht mitmachen können, gerathen in die Schußlinie dc3 wie unsere Feinde sich eingebildet hatten. Das Viertel- Doppelwährung mit Gold und Silber als Werth nationalen Berserker- Chauvinismus. jahrhundert Bismarc' scher Korruption hatte doch nicht das messern wie wenn zweierlei Maaß nicht an sich schon Die Sozialdemokratic durchschaute das Spiel, sie entlarvte gesammte Bürgerthum rerseucht, und das: Kreuziget fie!, ein ufinn wäre!- einführen soll, was zur Folge hätte, die Spieler schon im Frühling, als der Plan zuerst aufausgestoßen von den goldhungrigen Schlot- und Kraut daß bei dem ans dauernden Gründen unaufhörlich fallenden tauchte harrte gerüstet und in sicherer Ruhe der Dinge, Kraut- daß junte rn, fand keinen Wiederhall in dem Herzen der breiten Preise des Silbers das Gold aus dem Verfehr getrieben, die ihr zugedacht waren, und hielt ihr Pulver trocken. Es Volksmassen. Tas Spiel wurde durchschaut. Aller Welt die Preise aller Waaren um das Toppelte und Dreifache fam alles genau wie erwartet und vorausgesagt. Die wurde es flar, daß der nimmersatte, raubsüchtige Kapi- crhöht und den Herren Junkern es möglich gemacht Feinde des Fortschritts verrichten Schablonenarbeit. Obtalismus, um sich an der Herrschaft zu behaupten, nicht würde, von ihren Schulden, durch Abzahlung in dem gleich die Sozialdemokratie sich jeder Herausforderung entblos Freiheit und Recht, sondern auch die Grundverschlechterten Geld, die größere Hälfte einfach hielt und aus taktischen Gründen maßvoller als in irgend lagen der Kultur: Kultur: Wissenschaft Wissenschaft und abzuschütteln, so daß die betrogenen Gläubiger das Nach einem früheren Jahr die Kulturfeindlichkeit des KriegsKunst, zerstören mußte. Das Attentat mißlang: das sehen hätten. Da die Schulden der Herren Junker zu fultus darlegte, erscholl plöglich ein wildes Geheul von Umsturzgesez; das einen Lessing, Schiller, Goethe, sammen fünftausend Millionen Mart betragen, so würden Schimpfworten und Denunziationen: die Sozialdemo Darwin von einem Mary und Engele nicht zu fie bei dem bimetallistischen Geschäft die Kleinigkeit von fratic stelle sich außerhalb der nationalen Gemeinschaft, reden zu Verbrechern gestempelt, die ganze moderne zwei bis drei Tausend Millionen verdienen, fie verletze die heiligsten Gefühle des Volts( als ob die Literatur, so weit sie Werth hat, dem Büttel und dem von denen jeder Groschen aus den Taschen des arbeitenden Sozialdemokratie nicht der vierte Theil des Echeiterhausen überliefert hätte, wurde von der Sozial- Bolkes täme. Giebt es doch außer den Arbeitergroschen" deutschen Wolkes wäre, und wahrhaftig nicht demokratie, als Hüterin der modernen Kultur, mit solchem auf unserer Erde überhaupt keine Groschen. Nun, diese der schlechteste!), sie sei der Bundesgenosse und Helfers. Nachdruck bekämpft, und die öffentliche Meinung stellte sich Scifcublase ist bereits geplaßt die konservative Re- helfer des Landesseinde3"- die Rotte mußte ausso entschieden auf seite der in der Sozialdemokratie be- gierung in England, auf welche die Herren Bimetallisten gerottet werden. Der Sedanstag, der durch das drohten Kultur, daß die Urheber des Umsturzgesetzes den ihre Hoffnung gründeten, hat ihnen einen Fußtritt gegeben, Fernbleiben der stärksten Partei Deutschlands für immer Rückzug antraten, und dieses selbst von dem Reichstag und der vor einigen Wochen abgehaltene internatioder Eigenschaft eines National- und Vollssestes entkleidet anit Schimpf und Schande zerrissen und in die Müllgrube male Bimetallisten kongreß in Paris war ist, bot Anlaß zu der bekannten, an Gardeoffiziere gerichteten geworfen ward. das kläglichste Fiasto. Rede des Kaisers, der durch ein altrömisches Gesez und die Es wiederholte sich, was so oft schon geschehen: dieje tiefer die Aktien des Bimetallismus, richtiger der elenden deutschen Preßverhältnisse der Stritit entrückt ist. Feinde wollten den Sozialismus vernichten, und sie be- gesetzlichen Falsch münzerei sinken, desto krampf- Und diese Rede, obgleich nur ein privater, nicht ein reiteten ihm einen Triumph! haster Klammern die Junker sich an ihr zweites Allheil- amtlicher Aft, war für unsere Polizei, Staatss Doch mit dem Fall des Umsturzgesetzes geben die Feinde mittel für alle Ucbel der Welt im allgemeinen und die anwälte und unabhängigen" Richter das Signal zu einer sich nicht für geschlagen. Sie sinnen auf eine andere Form Noth der Landwirthschaft im besonderen. Noth der Sozialistenverfolgung, wie sie seit 1878 nicht des Augriffs. Landwirthschaft" ist ein diplomatischer Ausdruck für: vorgekommen. Wassenhaussuchungen, Massenverhaftungen, Die Lage der Dinge ist wieder ganz ähnlich geworden, Geldbedürfniß der Junker, die niemals genug Massenprozesse, namentlich ein Wolkenbruch von Majestäts. wie im Jahre 1878. Damals war Fürst Bismarck am haben und es als die vornehmste Pflicht des beleidigungs- Prozessen die Redakteure sozialdemokratischer Ende scincs Lateins er hatte im Reichstag feine Majorität, Volkes betrachten, ihnen, den geborenen Beherrschern Blätter aus den Betten geholt, in Untersuchungshaft Landes, aus in der Regierung selbst feinen sichern Boden. Der große tes denen alle höheren Beamten gesteckt und für die kleinsten Kleinigkeiten Verurtheilungen Beutezug, den er seinen Getreuen, den Kraut- und Schlot- und Offiziere ausgesucht werden, stroßende Pfründen zu den schwersten Strafen mit Hilfe der gewundensten juntern, versprechen hatte, und durch den er sich zu schaffen. Zu diesem Zwecke haben sie den Antrag Argumentation. Besser tonnte unsere Auf-= die Mittel zur Verlängerung seiner Liftatur ver Kanitz und verschiedene ihn ergänzende Pläne ausgeheckt, fassung des Kriegs- Kultus nicht gerechtfd; affen wollte- tonnte nicht unternommen werden, die sämmtlich darauf hinzielen, sämmtliche Produkte der fertigt werden. Wo alle Stricke rissen, da mußte iren nicht durch irgend ein Ereigniß ein Um- Landwirthschaft noch weit über die Wirkung der Kornzölle der dolus eventualis herhalten, d. h. die Möglichkeit, daß schwung im Fühlen und Tenten der Massen bewirkt wurde. hinaus zu vertheuern und den Unterschied zwischen dem irgend ein beliebiger Mensch in den angeklagten Worten Da tam, wie vom Himmel geschickt, der Hödel'sche Terzerol- natürlichen und dem künstlichen Preis aus der Tasche des und Sätzen eine Schuld gefunden habe. fauß. Jetzt war der Vorwand gegeben, der Plan fertig, Volkes in die der Junker hinein zu taschenspielern. Und Das nennt sich: scharfe Sandhabung des das berüchtigte Telegramm fam:„ Ausnahmegesetz gegen die unter Hunderten von Millionen das Jahr thun die gemeinen Rechts, der bestehenden Gesetze. Eozialdemokraten!" obgleich Hödel der Mann Stöcker's Herren Junker es nicht, die da glauben, von Gottes Keine Ausnahmegejezze! Und doch. AusnahmeTvar. Tas rothe Gespenst" wurde entfesselt, durch den Gnaden Herren des Landes zu sein, und daß jeder geseh im schlimmsten Sinne. Denn scharfe Handhabing" Hödel- Spekt afel die Echrotbüchse des erblich belasteten Preis, den das Land für diese ihnen und ihm zu theil des Gesetzes bedeutet hier nicht, daß das Gesch gegen Nobiling geladen, im tollsten Tumult von Verhaftungen, gewordene Gnade bezahlt, spottbillig ist. alle Parteien gleich gehandhabt werde, sondern: Die Herren Junter wissen sehr wohl, daß, um ihr scharf nur gegen eine bestimmte Partei, und erlogenen Vers chwörungen, Majestätsbeleidigungs- Prozessen ..Si duo faciunt idem und anderen Aufregungsmitteln der Reichstag aufgelöst, Ideal zu erfüllen, mittelalterliche Zustände mit absoluter zwar die Sozialdemokratie. Und Bismarck hatte seine Rechtlosigkeit des Volkes hergestellt werden müßten, und daß non est idem Neuwahlen vorgenommen. zwei daffelbe thun, ist ward 0011 höchster Majorität: durch das Sozialistengeseh wurde die einzige dies nicht möglich ist, solange die Reichsverfassung es nicht dasselbe widerstandsfähige Oppositionspartei gefesselt und die mit dem allgemeinen Wahlrecht, diesem höchsten Justizstelle verkündet die Justitia darf keine Binde mehr -wenu Es ist dies ein Zustand, wie er noch in feinem Staate gewesen. Bürgerkrieg und grausame Verfolgung, Aechtung der besiegten Gegner das war leider schon oft da. Aber solches mitten im Frieden, ohne anderen erkennbaren Grund als die Rathlosigkeit und das Partei- Interesse der herrschenden Klassen das hat in der Geschichte tein Seitenstü cf. tragen, sie hat sich die Parteien anzusehen, und je nach trotz seiner thönernen Füße die leitende Macht Europa's überwinden: die Sozialisten vor die Achtmillimetergewehre zu der Partei zu urtheilen. So haben wir für die geworden, vor der Deutschland und Frankreich locken und fodtzuschießen, dann hat er sich aufgegeben. Sozialdemokratie wohl kein Ausnahmegesez, aber die wettkriechen. Ein System, das teine andere Stüße hat als die Flinte, Ausnahme von dem Gesetz. Die Gefahren, die gegenwärtig in der orientalischen die schießt, und den Säbel, der haut, ist gerichtet, schimpfFrage den Weltfrieden bedrohen, haben also ihren Ursprung lichem Tode geweiht. Rein Köller und fein leber in den deutsch französischen Krieg, den ein föllerer des Köller kann die Vollstreckung des blöder Patriotismus uns als ruhm- und segensreichstes Schicksalsspruches hindern. Wir haben bessere Waffen, an Ereigniß der modernen Geschichte aufdrängen will. denen die Achtmillimeter zu schanden werden. Wir haben Die orientalische Frage aber beschränkt sich nicht blos unser Ziel und kennen kennen den Weg. Unsere Feinde auf Europa, sie umfaßt Asien, erstreckt sich, durch tappen im Dunkeln, und die Kleinlichkeit der Maßregeln Egypten, nach Afrika und wird, falls der Verstand der zur Bekämpfung der Sozialdemokratie" ist das geistige Und der Erfolg? In Breslau, wo die Partei Völker den Unverstand te Zunftpolitiker nicht rechtzeitig Zwergmaß unserer Feinde. Was immer diese gegen ihre letzte Heerschau hielt, gaben wir die Antwort. Die forrigirt, alle Staaten tee Erde in Mitleidenschaft ziehen. uns thun mögen, wird für uns gethau. Der Essener Sozialdemokratie steht fester und geschloffener da als jemals Durch den siegreichen Krieg der Japaner gegen Meineidsprozeß, die Prozesse gegen Dierl zuvor.China find im scheidenden Jahr die internationalen und Genossen, die Seuche der MajestätsNichts fördert eine Sadje so wirtjam, als ungerechte Machtverhältnisse insofern starf verschoben worden, als in beleidigungs- Prozesse, die Schließung der sozial Verfolgung. Märtyrerthum ist Christensamen- sagten Japan eine neue Macht erstanden ist, welche dem Vor demokratischen Vereine", die jüngsten Neden des Kriegss die Nachfolger Chrifti in den Zeiten der Christenhatz unter dringen Rußlands in Ostasien unerwartete Hindernisse in und des Justizministers, der Brauweiler Prozeß, den heidnischen Kaisern Noms. Und Märtyrerthum den Weg stellt, und bei der entgiltigen Abrechnung zwischen das sächsische AttentataufsLandtags- Wahlist Sozialistensamen- ruft die triumphirende Rußland und England zu einer gewichtigen Rolle berufen recht und tausende ähnlicher Bethätigungen des herrschen. Geistes Sozialdemokratie in der modernen Sozialistenhat, deren wäre. Kurz vor Jahresschluß wurde durch ein grobes den das alles sind Waffens Urheber und Veranstalter sich Christen nennen. Wahlmanöver des amerikanischen Präsidenten arsenale für mus, ebenso wie jeder Panama und Fest ist heute nur eine Partei die verfolgte, sieg die Gefahr eines englisch- amerikanischen Krieges herauf Hammerstein Skandal und jede ökonomische reiche Sozialdemokratie. In allen anderen Parteien die beschworen die denkbar drastischste Beleuchtung der Uu Orgie des Kapitalismus. Unentwegt schreitet die Auflösung, der Todtenwurm. Und die Regierung? Wer sicherheit unserer Zustände. Sozialdemokratie vorwärts in allen Kulturländern. Das ist die Regierung? Was ist die Regierung? Zickzackkurs. Vou auswärtigen Ereignissen sind sonst die bedeutungs- Mahnwort von Karl Marx und Friedrich Engels, Außer den Fortschritten der Sozialdemokratie hat das vollsten: in Frankreich die Abdantung Cafimir welch letzterer dem trauernden Proletariat vor nicht ganz scheidende Jahr dem deutschen Volk wenig des Guten Periers, in England der Sturz der liberalen fünf Monaten entrissen ward: Proletarier aller bescheert. Regierung. Länder vereinigt Euch! es ist erfüllt, der Casimir Perier war nach sechs Monaten des internationale Bruderbund ist geschlossen. Größenwahns, den Sozialismus tödten zu können, so ver- Jeder Tag vermehrt unsere Armee, jeder Tag mindert die nünftig, seine Unvernunft und Ohnmacht einzusehen; der Schaar der Verblendeten, die von ihren und unseren neue Präsident Faure hat bis jetzt seine Seele dem Feinden sich noch bethören lassen, jeder Tag bringt uns dem Kapitalismus noch nicht völlig verschrieben; und den Sieg näher. Und umso näher, je emfiger wir am Wert forrupten Ministerien Dupuy und Ribot ist der Menschheitsbefreiung arbeiten. ein Ministerium Bourgeos gefolgt, das, ohne sozia listisch zu sein, der sozialistischen Bewegung gerecht zu werden sucht auf wie lange, das bleibt abzuwarten. Zum Glück haben unsere Genossen in Frankreich eine so einflußreiche Stellung fich errungen, daß feine dem Sozia lisuus feindliche Regierung sich dauernd im Amte halten tanu. Der Reichstag hat sich geweigert, dem Volk nene Steuern zum Molochdienst aufzubürden; er hat sich geweigert, die strafrechtliche Verfolgung eines feiner Mit glieder zu gestatten, das in das Hoch auf den Kaiser nicht einstimmte; er hat sich geweigert, dem Manne, der ihm bei hundert Gelegenheiten mit studirter Nichtachtung begegnete, demüthig die Hand zu küssen. Damit ist das Gute erschöpft. Reine Maßregel zum Schuße der Schwachen, zur Linderung der Noth. Die Sozialreform eingefroren. Die Sprache der Junker immer frecher. Die Aufgaben der Kultur mehr und mehr vernachlässigt ein sehr großer Theil der Kinder in Preußen ohne halbwegs genügenden Schulunterricht. Der Militarismus immer üppiger aufschießend. Und in der auswärtigen Politik ein noch zickzackigerer Zickzackkurs als in der inneren. Taß das neue Jahr reich sei an Erfolgen unserer Sache, das geloben wir uns an der Jahreswende. Thue jeder seine Pflicht! Das Proletariat ist seines Glückes Schmied. Ein glückliches Neues Jahr! Politische Leberlichtk. In England entfielen die von dem greisen Gladstone Verlin, 31. Dezember. abgegebenen Zügel der Regierung den schwachen Händen seines Nachfolgers Rosebery. Die Konservativen unter Lord Ein furchtbares Grubenunglück hat sich in der So erleben wir das wundersame Echauspiel, daß das Salisbury gelangten aus Ruder, und aus den Neu- Nähe von Waldenburg in Schlesien zugetragen. Ein Deutsche Reich jetzt zu gleicher Zeit zwei Dreibunden wahlen, die sie Witte des Jahres anordneten, ging eine sehr Privattelegramm von der Unglücksstätte meldet uns darüber angehört, von denen der jüngere uns zu Helfershelfern der starke konservative Majorität hervor. Das englische Volk Waldenburg, 31. Dezember. Im Wrangelschacht zwei Staaten macht, gegen die der ältere seine Spize fehrt: ist offenbar des Liberalismus müde, jedoch noch nicht weit zu Hermsdorf bei Waldenburg wurde ein großes Grubenunglück Frankreichs und Rußlands. Es ist wahr, der genug im politischen Denken, um in dem Sozialismus die durch schlagende Wetter verursacht. Bis jetzt find eine Vertrag gilt blos für Asien, aber, wie ein Blick auf Rettung zu erblicken. Die Sozialisten erfochten deshalb bei 21 Todte und 15 Verwundete geborgen. die orientalische Frage zeigt, sind die asiatischen und euro- den Wahlen nicht die erhofften Siege, trugen aber mehr Der Umfang des Unglücks läßt sich bisher noch nicht päischen Verhältnisse so innig mit einander verwachsen, daß Stimmen davon als bei irgend einer früheren Wahl, so überschauen, da die Fassung des Telegramms die Vermuthung ohne einen Hieb durch den Gordischen Vertrags- daß auch hier das Wachsthum der Sozialdemokratie ziffern- nahelegt, daß noch eine weit größere Anzahl von Bergleuten Knoten sehr bald in die tragikomische Lage gerathen mäßig feststeht. tönnen, in Asien als Bundesgenossen, in Europa als Feinde mit den Russen und Franzosen zu kämpfen. wir verunglückt ist, als hier als geborgen erwähnt werden. Wieder Unsere österreichischen Genossen kämpfen raftlos werden schlagende Wetter als Ursache der Katastrophe ans für ihre politische Gleichberechtigung; und ist ihnen der gegeben, die erfahrungsgemäß stets auf mangelhafte Lüftung nächste Siegespreis: das allgemeine Wahlrecht, noch nicht des Schachts zurückzuführen sind. Werden alle Maßregeln zugefallen, so gewinnen sie doch immer mehr Boden, wo- getroffen, um die sich bildenden Gase durch Ventile aus hingegen in den Reihen der Feinde Hader und Zwietracht dem Schacht hinaus- und frische Luft einzuführen, so herrscht und das gebrechliche Regierungsschiff, ein Spiel der können sich die entzündbaren Gase nicht in solchen Mengen Wellen und Winde, umhertreibt. ansammeln, daß eine Explosion derselben das nennt die Glänzende Siege trug die Sozialdemokratie in Belgien Bergmannssprache schlagende Wetter"- herbeigeführt davon. Nachdem sie 1894 ihren Einzug in die Kammer Nachdem sie 1894 ihren Einzug in die Kammer werden kann. Wann werden diese furchtbaren Opfer des. bewerkstelligt, drang fie 1895 in die Verwaltung der Kapitalismus ihr Ende finden? Gemeinden ein. Eine abends durch das Wolff'sche Telegraphenbureau uns zugestellte Depesche lautet: Die orientalische Frage ist im Jahre 1895 wieder aufgerollt" worden zur unauslöschlichen Schande der europäischen Bunftpolitiker oder Diplomaten. Wozu sind diese Herren eigentlich da? Die Herren Diplomaten nennen sich selbst eine höhere internationale Polizei". Das ist eine Beleidigung für die niedere Polizei. Was würden wir von einer Polizei denken, die weiß, daß ein Einbruch geplant ist, die den Einbrecher kennt und den Einbruch nicht verhindert? Sie würde mit Schimpf fortgejagt werden. Und genau das ist es, was unsere Diplomatie in der orientalischen Frage Kurz überall Vormarsch der Sozialdemokratie! gethan oder nicht gethan hat. Rußland will Stücke der Zu erwähnen ist noch, daß Erispi in Italien noch Waldenburg, 31. Dezember. Die Explosion schlagender Türkei in Europa und Asien erobern; es will Stücke von immer Ministerpräsident und Diktator ist. Und, was mehr Wetter im Wrangelschachte ist angeblich durch die Ent. China erobern, das durch den Krieg mit Japan herren- sagen will, er genießt die bewundernde Achtung des Bürger aündung eines Schuffes berbeigeführt worden. Lose Beute geworden ist, es will in Bentralasien und thums aller Länder. Die Demoralisation, die der Kapitalis Von den 50 zur Zeit des Unglücks im Schacht befindlichen Indien erobern, d. i. rauben. Die Diplomatie weiß mus nothwendig mit sich bringt, wird in grellstes Licht ge- Grubenarbeitern sind bis jetzt 23 Todte, 9 Schwer und das und sie hat dem Räuber das Handwerk nicht gelegt, stellt durch die Thatsache, daß ein Mensch, der so ziemlich 3 Leichtverlette in das Knappschaftslazareth geschafft fie hat ihn nicht gehindert, den Türken das Haus über dem aller gemeinen Verbrechen des Strafgesetzbuches- Unter- worden. Weitere Förderungsarbeiten sind im Gange. Kopf anzuzünden. Und diese heillose Unfähigkeit verlangt schlagung, Betrug, Fälschung, Diebstahl, Word, Bigamienoch Respekt? Was den Räuber anbelangt, so kann er überführt ist, ein fapitalistischer Vorkämpfer der Drei- Ursache der Explosion sein; deshalb ist es ein irreführender allerdings mildernde Umstände" plädiren:" Gelegenheit einigkeit: Religion, Ordnung und Sitte sein Ausdruck, wenn von einer Herbeiführung der Explosion durch macht Diebe". Und die Gelegenheit ist doch gar zu schön. kann. Arton- Herz in Frankreich, Crispi in Italien, den Schuß geredet wird. Haben sich schlechte Gase an= Die zwei ersten Kulturvölker des Festlandes von Europa Hammerstein in Deutschland- das ist die Verkörperung gesammelt, so kann jeder Feuerfunken, z. B. auch ein Frankreich und Deutschland find, statt in den Werken der Moral des Kapitalismus, so wie sie i st, nicht wie er sie Funken, den die Art an den Stein schlägt, die Explosion veranlassen. Deshalb ist zu fragen: wie ist die Andes Friedens und der Zivilisation mit einander zu ringen, auf der Zunge hat. vor 25 Jahren durch dynastischen Ehrgeiz einer- und Die menschliche Gesellschaft müßte in Nohheit und Schmutz sammlung der Gase zu stande gekommen und wer trägt Erobererpolitik andererseits in bruder mörderischen ersticken, wären die Tage des Kapitalismus nicht gezählt. Die die Schuld daran? Streit verwickelt worden, und seitdem trennt sie Haß und moralische Fäulniß ist ein Verfaulen; von Tag zu Tag Eine Neminiscenz. Pfarrer Weidig, der den Mißtrauen sie richten sich zu Grunde in wechselseitigen offenbart sich sich und handgreiflicher die Demagogen- Verfolgungen der dreißiger Jahre zum Opfer augenfälliger und Rüstungen, sie haben nich ts übrig für Werke des Friedens, Barbarei Gemeinschädlichkeit des fiel, wurde nach jahrelangen Gefängnißqualen durch die der Ordnung, der Zivilisati on. Und so ist das barbarische, durch Kapitalismus. Er selber glaubt nicht mehr an sich. raffinirte Grausamkeit seiner Beiniger, unter denen der Länderraub angeschwollene, auf Länderraub unablässig Wenn er durch den Mund seines Hohenpriesters Bismarck Untersuchungsrichter Landgerichtsrath Georgi die oberste erpichte Baren- Rußland, dieser Koloß mit thönernen Füßen, predigt, daß es nur ein Mittel giebt, den Sozialismus zu Stelle einnahm, am 23. Februar 1837 in den Tod getrieben. Bum neuen Jahr. Die Glocke schlug! Ein neues Jahr verkündete ihr Klingen, Da ist es wieder an der Zeit, den Freunden Gruß zu bringen. Zwar rast der Sturmwind um uns her, will uns nicht Ruhe lassen, Jedoch die Notte hält sich bray, troh Fluchen und troß Hassen. Die Glocke schlug! Ein neues Jahr tritt wieder in die Schranken, Das weckt vom hingegangenen gar eigene Gedanken. Noch einmal zog der Volkerkrieg vorbei mit seinem Mahnen, Mit Böllern war's ein Freudenfest, mit tausend bunten Fahnen.Der„ Erbfeind" wirkt mit Kriegsgeschrei heut aufgeputzt noch Wunder; Das Herz des Patrioten glüht und brennt dabei wie Bunder. Blutrünft'ge Lyrik prahlte grell mit aufgefrischten Farben Da ballte sich manch' schwiel'ge Faust, da zuckt's in manchen Narben. Gar viele sind in unfern Reih'n, die eh'mals mitgestritten, Und die mit ihrem warmen Blut das Reich einst halfen titten. Sie sahen dieses Jubeljahr und fragten zorngemuthet: Ist das des Reiches Herrlichkeit, für das wir schwer geblutet? Der Schuß, der die Gase entzündet hat, kann nicht die Was ist Gewalt heut', was ist Recht? Die Arbeit seufzt Das Wort„ fie sollen lassen stahu", es läßt mit sich nicht in Banden, spotten, Schaar der Reaktion, sie wühlt in allen So sagte schon ein weiser Mönch, sie möchtens gern aus Landen. Die schwarze Sie haßt das freie Wort und schreit: Man schmiede neue Ketten! Man biete die Getreuen auf, das Vaterland zu retten, Der Feind steht hent' im eignen Land, den müssen wir befiegen! Sie schwört herauf das Schreckgespenst von grimmen Bürgerkriegen. Das eine Recht des Volkes noch, das möchten sie vernichten, Und spinnt darum mit heißem Müh'n die tollsten Sput geschichten. So bleiben wir, ein Fels im Meer, und spotten jeder Heze, Denn täglich mehrt sich unsre Bahl- troh aller Zwangs gesetze! Jedoch das neue Jahr bricht an und mit ihm neues Kämpfen, Selbst eiserne Gewalt kann nicht den Drang nach Freiheit dämpfen. Die Zeit geht ruhig ihren Lauf, das Alte wird zu nichte, - so will's die Welt Der stolze Bau, er fracht und fällt, geschichte. Geborsten ist manch' Fundament und morsch sind viele Stützen, rotten. Bum neuen Jahr, Ihr Freunde all', da rufen wir auch wieder, Helft mit an dem Erlösungswerk für alle Menschenbrüder, Tragt wie ein Evangelium das Wort in jede Hütte, Auf allen Gaffen ruft es aus, verstummt sei jede Bitte.. Heraus, was Euch den Busen engt, was Euren Sinn bes fümmert, Bis das die Kette, die uns drückt, am Boden liegt zer trümmert. Willkommen denn, du neues Jahr, und mit dir nenes Ringen, Magst du in deinem dunklen Schooß auch neue Noth uns bringen. Wir sind daran schon lang gewöhnt und lernten früh entbehren, Wir halten auf dem Posten aus und wissen uns zu wehren! Und du Jahrhundert, eile hin, um deine Zeit zu schließen, Und laß das neue Säkulum uns freudiger begrüßen, und ebne weiter uns den Weg, schon manche Schranken sanken Euch aber, Freunde, mahnen wir, zu schüren den Ges danken. Samen! Schon pfeift ein frischer Morgenwind durch Spalten und Vorwärts! Die Accker sind gepflügt, hinein mit frischem durch Rizen. Gar ängstlich sucht die schwarze Schaar die Riffe zu ver- Der Frühling kommt, es grünt und reift!. tleistern Und abgedrosch'ner Bardensang muß sie dabei begeistern. Berlin. Der Welts geist rauscht sein Amen! Herm. Sch midt. Cr machte in seiner Verzweiflung einen, nur halb gelungenen hängen sich leider, wenn ihre Zwecke es erforderlich machen, Selbstmordversuch, und man ließ den Hilflosen ohne Ver- an die Rockschöße aller Parteien. band, bis er sich verblutet hatte. Ja, es ist mit beinahe unumstößlicher Gewißheit festgestellt, daß die an sich nicht Ein Telegramm der„ Agence Havas" aus Neuenburg hatte gemetdet: 3 wei abessynische Prinzen, von denen einer der Sohn des Ras Dorghi, des Onfels des Königs Menelik, Einen prächtigen Neujahrsartikel hat die Kreuz- und der andere der Sohn des Generalintendanken der Königin tödtliche Halswunde absichtlich noch erweitert ward, so daß Beitung". Er trieft von Seligion, Ordnung und Sitte; Taiitare ist, und welche beide seit einem Jahre zu ihrer Ausbildung bejammert die Sünde", die in allen Ständen herrscht"; sich in Neuenburg befanden, seien am 24. Dezember von einem Verblutung erfolgte. Der Hauptpeiniger Weidig's, jener findet die Gottlosigkeit in den oberen Ständen ebenso groß italienischen Agenteu Migliorini mit Unterstützung eines Beide Prinzen, Landgerichtsrath Georgi, war schon von der Studenten wie in den niederen; wettert gegen die„ Atheisten und Schpaners Afwark entführt worden. zeit her ein persönlicher Feind Weidig's gewesen. Bantheisten", die heute durchaus salonfähig" sind, und an denen Menelik sehr hänge, seien am 27. Dezember in und sein monarchischer Eifer kannte keine Grenzen. lagen unseres Gemeinlebens bilden: war eine heftige, polternd gewaltthätige Natur, schließt mit den christlichen Tugenden, welche die Grund- Italien bemerkt worden, seitdem aber verschollen. Nach Ers ist es richtig, Wehe jedem politischen Verbrecher", der ihm unter die Königstreue, Nächstenliebe." Gottesfurcht, daß beide Prinzen aus Neuenburg mit Hinterlassung ihrer Der Artikel ist Papiere und ihres Gepäckes und, ohne mit Geld= Hände gerieth! Der Unglückliche wurde als Auswurf der mit solcher Jubrunst geschrieben, daß er von Hammer mitteln versehen au sein, verschwunden sind. menschlichen Gesellschaft beschimpft, und war schon im vorstein geschrieben sein könnte. Die Neuenburger Polizei hat eine Untersuchung eröffnet, welche aus ohne Gnade verurtheilt. bis jetzt kein Ergebniß hatte." Er " Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Aus Leipzig wird uns felegraphirt: Hintennach stellte sich heraus, daß der Ordnungsheld wahnsinnig war. Durch Alkohol war sein Nervensystem vollkommen zerrüttet. Er hatte Gesichte und mußte in Genosse Katzenstein, Redakteur der Leipziger Bolts eine Heilanstalt für Nervenkranke gebracht werden, wo er zeitung", wurde wegen Majestätsbeleidigung von der Strafkammer auch starb. Seine zahlreichen Opfer aber hatten im Kerker des Landgerichts zu drei Monaten Gefängniß verihre Gesundheit verloren und einige ihr Leben darunter urtheilt. Weidig. Auf diesen nervenkranken, alkoholisirten Richter, der lange das Ideal der christlich- germanischen Reaktion war, schrieb Guzkow die Xenie: Unglückseliges Land, wo der Wahnsinu sitt zu Gericht, o mit lallendem Mund Recht der Trunkenbold spricht. Eo das Telegramm. Hier liegt vielleicht Menschenraub vor. Und der Regierung eines Crispi ist alles zuzutrauen. Billiger ist ein Rolonialerfolg nicht zu beschaffen. Und wirk famer lassen sich den Afrikanern die Segnungen der europäischen Kultur nicht beweisen. Holland. Urtheils über Liebknecht's Berurtheilung, in der die Staats- rechtsbewegung. Am ersten Weihnachtsfeiertag trat an anwaltschaft eine Majestätsbeleidigung gefunden zu haben wolle eine Art Bolts parlament zusammen glaubte. " Es handelt sich dabei um eine Kritik des Breslauer Aus Kiel wird uns ferner telegraphirt: S = Cmsterdam, 28. Dezember.( Eig. Bericht.) 3ur Wahl. der Stellung zu nehmen zum Entwurfe eines Wahlrechtsgesezes des Ministers van Houten. Dieses Parlament war zusammengesetzt aus den Vertretern aller demokratischen Parteien und Der Redakteur der„ Schleswig- Holsteinischen Volksztg." Genosse Arbeitervereine. Vertreten waren 151 Vereine, die zusammen Stroebel stand heute vor der Straftammer des Landgerichts. 19 000 Mitglieder zählen. Den Vorsis führte Th. de Rot Er war der Majeftätsbeleidigung angeklagt, die er in einem vom( liberalen)„ Niederländischen Arbeiterverein". Er theilte der In Sachen Hammerstein liegen allerhand Mit- Artikel„ Vaterlandslosigkeit" begangen haben sollte. Der Antrag bekundungen eingetroffen seien, einige Vereine feien wegen GeldBersammlung mit, daß aus allen Gegenden des Landes Sympathieteilungen vor, die die bisher eingetroffenen Nachrichten des Staatsanwalts lautete auf ein Jahr Gefängniß mangels verhindert gewesen, die Versammlung zu beschicken. G3 nach verschiedenen Richtungen ergänzen. Was die Korre- Nach einer durchschlagenden Bertheidigungsrede feines Rechts- wird beschlossen, dahin zu wirken, daß alle Arbeiter eine Stunde spondenten- Thätigkeit Hammerstein's in Athen anbetrifft, so Arbeitslohn für die Propagandakasse opfern. Genosse Dr. P. J. schreiben die Münchener Neuesten Nachrichten": anwaltes wurde Stroebel freigesprochen. Troelstra hielt darauf das Referat über das WahlrechtsUnter dem Namen Herbert forrespondirte Freiherr von Ferner meldet die Rheinisch Westfälische gesetz van Houten's. In seiner mit großem Beifall aufgenommenen Hammerstein( aus Athen) für deutsche Blätter, deren Redaktionen Arbeiter Beitung" in Dortmund vom 31. Dez.: Rede wies er auf die Lücken in dem betreffenden Ent natürlich nicht wissen konnten, daß ihr Berichterstatter, der eine Einen recht netten Abschluß brachte uns noch wurfe hin, und äußerte als seine Meinung, daß außergewöhnliche Vertrautheit mit den griechischen Verhältnissen bas scheidende Jahr, indem am Montag Nachmittag seitens Entwurf, wie er jetzt vorliegt, unannehmbar sei, verrieth, niemand anders sei als der ehemalige Redakteur der der Kriminalpolizei gründliche Haussuchungen sowohl in es sei jedoch Pflicht aller Demokraten, zu versuchen, den Entwurf Kreuz- Beitung". Die Münchener Neuesten Nachrichten" ver- unserer Buchhandlung am Westenhellweg als auch in der durch Anbringung nothwendiger Abänderungen annehmbar zu öffentlichten Berichte dieses Dr. Herbert, die wegen ihrer Sach- Redaktion, Expedition und der Druckerei unseres Blattes machen. Redner schlägt eine Resolution vor, gegen die nur fenntniß und ihres zutreffendes Urtheils in der griechischen presse vorgenommen und ca. 180 Exemplare der Rhein- Westf. welche die Versammlung für nothwendig hält, soll der van zwei Stimmen abgegeben wurden, und die Abänderungen enthält, Aufmerksamkeit erregten und vielfach citirt wurden. Verschiedentlich wird deshalb behauptet, Hammerstein Arbeiter- Beitung" beschlagnahmt wurden. Gleichzeitig wurde Souten'sche Entwurf Gnade finden in den Augen des niederfei nicht als„ Anarchist", sondern als unbequemer Korre- auch Genosse Hans Block, der erst einige Tage wieder ländischen Bolles. spondent" von der griechischen Regierung ausgewiesen. in Freiheit war, als verantwortlicher Redakteur wegen an- folgende: Das erforderliche Alter für die Wähler soll auf Nach einer Meldung der Bossischen Zeitung" aus Athen geblicher Majestätsbeleidigung verhaftet. Es 23 Jahre. festgesetzt bleiben hat nicht sein Besuch in der deutschen Kapelle v. Hammer- handelt sich um ein in unserer Montagsnummer im ver- 25 Jahre bringen). Die stein verrathen, sondern er hat die Dreistigkeit gemischten Theile abgedrucktes Gedicht mit der Ueberschrift: wucherer und Arbeitgeber die Macht erlangen, Arbeiter ihres Wahlrechts zu berauben( durch Kündigung oder Entlassung), habt, den deutschen Generalkonsul, Ge-„ Einst und jezt". Wir sind gar nicht im fiande solle aufgehoben werden. Alle Mitglieder von Fachvereinen oder heimrath Lüders zu besuchen, der ihn kurz darauf uns vorzustellen, wie es angefangen werden könnte, in dem politischen Vereinen, die ihre Verpflichtungen diesen Vereinen aus einer Berliner Photographie erkannte Gedichtchen eine Beziehung auf den deutschen Kaiser zu gegenüber erfüllen, sollen das Wahlrecht erhalten. Die Wahl und seine Verhaftung bei der griechischen Regierung befinden." urne soll, statt bis fünf Uhr nachmittags, bis Mitternacht geöffnet antragte, die dann in der von allen Seiten übereinstimmend sein. Fabriken, Wertstätten it. 1. 1. follen am Wahltage mindestens acht Stunden hintereinander geschloffen sein. Schließ geschilderten Form der Ausweisung vor sich ging. lich fordert die Resolution Ersatz des Lohnverlustes durch den Staat. Die Versammlung beschließt, für diese Forderungen eine rege Agitation zu entfalten. Die deutsche Regierung soll der griechischen herzlichen Dank ausgesprochen haben. " * Deutsches Reich. - Ueber die abgelaufene Reichstagsfeffion wird der Volkszeitung" noch nachträglich mitgetheilt: Als der Kaiser" beim Beginn der Eeffion wie üblich das neugewählte Reichstagspräsidium empfing, hat er auch in liebenswürdiger Form dem Vertrauen Ausdruck gegeben, daß unter der Leitung dieses Präsidiums die Geschäfte des Reichstages sa ch gemäß geleitet und der Ton des Anstandes in den Debatten gewahrt werden würde. Es wird das jetzt erst nachträglich bekannt. Die Herren Präsidenten haben über diesen schmeichelhaften Ausdruck kaiserlichen Vertrauens nichts verlauten lassen." Wir nennen von diesen Amendements ( van Houten will es auf Die Bestimmungen, wodurch Haus. Rußland. - Truppentonzentration. Nach einer Mittheilung einer österreichisch- polnischen Zeitung werden die ruffischen Truppen an der österreichischen Grenze durch die bevorstehende Ankunft einer kombinirten Kosakendivision aus dem Lubliner Gouverne ment verstärkt. Hemmung der Boltsbildungsbestrebungen Der Vorwärts", nicht das amtliche Blatt der russischen Regierung, der Reichsbote", brachte seinerzeit den streng ver traulichen Brief des ehemaligen russischen Minister des Junern an den Minister der Voltsaufklärung Deljanoff, in welchem der erstere meinte, es sei rathsam, daß das bei der Raiserlichen Freien Dekonomischen Gesellschaft bestehende Komitee für Volksbildung dem Ministerinm der Voltsaufklärung untergeordnet werde zwecks beffere Ueberwachung seiner Thätigkeit. Jest bringen die russischen Zeitungen die Mittheilung, daß das Komitee für Bolts bildung dem Minifterium der Volksaufklärung thatsächlich unter geordnet worden ist. Jufolge der großen Bedeutung, welche die Thätigkeit des Komitee's für die innere Entwickelung Rußlands erlangt hat, wollen wir hier in kurzen und zwar mit Rückficht auf den Raum des Vorwärts" unvollkommenen Zügen die Leistungen dieses Komitee's schildern. Dem Berliner Tageblatt" entnehmen wir:" Der Bericht des Kriminalkommissars Wolff über die Verhaftung des Freiherrn von Hammerstein ist auf dem föniglichen Polizeipräsidium nunmehr eingetroffen. Er bestätigt im wesentlichen die Richtigkeit der über den Vorgang seither in die Deffentlichkeit gelangten Zeitungsmeldungen. v. Hammerstein ist aus Athen ausgewiesen, an Bord des nächsten fälligen Dampf bootes gebracht und dann in Brindisi verhaftet worden. Seine Auslieferung dürfte nicht, wie gemeldet war, schon in den nächsten Tagen erfolgen, vielmehr werden die erforderlichen Verhandlungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen.- Der Nord- Ostsee anal ist infolge des zu Kriminalkommissar Wolff trifft in den nächsten Tagen in nehmenden Eises für Segelschiffe unpassirbar. Der DampferBerlin ein. Seine Vorgesetzten zollen der Umsicht und der Ge- verkehr ist noch aufrecht erhalten, dürfte aber bei anhaltendem schicklichkeit, mit der er sich seines Auftrages entledigt hat, alle Frost bald eingestellt werden, da schon jetzt die Dampfer mit Anerkennung. Wolff hat in Neapel und später in Taormina Eis zu kämpfen haben. selbständig eine Spur gefunden, die darauf hinwies, daß der Der Wahlvorstand der freifinnigen Flüchtling sich nach Athen gewendet habe. Er ist aus Boltspartei im vierten Berliner Landtags- Wahlkreise eigener Initiative dorthin gereist; daß das Berliner hat in seiner Sigung am 29. Dez. 1895 beschlossen, für den ausPolizeipräsidium erst durch die deutsche Botschaft die deutsche Botschaft auf scheidenden Landtags- Abgeordneten Hugo Hermes in der einden Dr. Herbert, hinter dem sich Freiherr v. Hammer zuberufenden Wahlmänner- Versammlung den Stadtverordneten stein verbarg, als eine verdächtige Persönlichkeit aufmerksam und Destillateur Max Schulz als alleinigen Kandidaten der gemacht worden sei, ist unzutreffend. Ob Hammerstein schon freisinnigen Volkspartei in Vorschlag zu bringen. vor dem Eintreffen des Berliner Polizeibeamten sich in Athen verdächtig gemacht hat, entzieht sich vorläufig der Kenntniß der - Major v. Wißmann soll beabsichtigen, demnächst Berliner Behörden, Thatsache aber ist, daß allem Anschein nach von dem Gouverneurposten in Deutsch- Ostafrifa zurückzutreten. Im Jahre 1861, unmittelbar nach der Bauern- Emanzipation Herrn Wolff allein das Verdienst der Verhaftung des ehemaligen Als Grund werden theils Gesundheitsrücksichten, theils Differenzen gegründet, stand es seitdem an der Spize aller auf die Hebung Chefredakteurs der Kreuz- Zeitung" zukommt. Wolff ist seiner mit den Offizieren der Echutztruppe angegeben. Andererseits der Volksbildung gerichteter Bestrebungen. Schon in den 60er Jahren zeit mit der Verfolgung des Freiherrn v Hammerstein beauftragt wird behauptet, diese Gerüchte würden absichtlich verbreitet, um begann es Echulen zu gründen mit Geldmitteln, welche es selbst worden, weil er diesen persönlich genau taunte." Wißmann zum Rücktritt zu treiben. sammelte. Die Hauptthätigkeit des Komitee's bestand aber in Ein Gerichts- Berichterstatter schreibt ferner: Dortmund, 30. Dez. Das Stadtverordneten- Kollegium hat der unentgeltlichen Versendung von Büchern für Volksschulen Freiherr v. Hammerstein wird voraussichtlich nicht von mit 21 gegen 10 Stimmen beschloffen, die Stadtverord- und Voltsbibliotheken, das Geld wurde zu diesem Zwecke auch durch Mitgliederbeiträge und Sammlungen aufgebracht. Im der Strajkammer, sondern vom Schwur- neten Wahlen der dritten Abtheilung für un. Jahre 1880 begann das Komitee eine Verlagsthätigkeit. Zu gericht abgeurtheilt werden. Unter den Urkunden, deren siltig zu erklären. jener Zeit war die billige Literatur für das Bolt ausschließlich Fälschung ihm zur Last gelegt wird, befindet sich auch Breslau, 31. Dezember. Der Redakteur Dr. Galle von Schundliteratur und der energischen Thätigkeit des Komitee's für eine Bescheinigung, welche die Unterschrift eines der„ Schles. Gerichtsztg." wurde zu einem Monat GeBoltsbildung, welches mit anderen Verlagsfirmen in Verbindung Mitgliedes des Kreuz Beitungs"- Komitees fängniß verurtheilt wegen Beleidigung des Land trat, ist es zu verdanken, daß im Jahre 1898 auf 4491 Taufend trägt. Herr v. Hammerstein soll nicht nur diese Unterschrift, gerichts- Direktors Brausewetter gelegentlich einer Be Exemplare der Echundliteratur für das Bolt schon 2899 Tausend sprechung des Prozesses Dierl. sondern auch die Beglaubigung des Amisvorstehers gefälscht Exemplare der guten Volksliteratur famen und die erste durch So gebiert die eine Strafverfolgung wegen angeblicher Be die letztere immer mehr verdrängt wird. Ein großes Verdienst und mit einem ebenfalls gefälschten Siegel versehen haben. leidigung fortlaufend neue Beleidigungsprozesse. hat sich das Komitee erworben durch Verfassung eines Katalogs Dadurch erhält dies Schriftstück den Charakter einer Desterreich. für Voltsbibliotheken, der in acht Auflagen erschienen „ öffentlichen" Urkunde, deren Fälschung eine Strafthat ist und den selbst das Ministerium der Volksaufklärung in 3000 bildet, welche vom Schwurgericht abgeurtheilt werden muß. Aus den Provinziallandtagen. Im nieder: Exemplaren verbreitet hat. Im Jahre 1878 hat das Komitee Wie der„ Lokal- Anzeiger" zu wissen glaubt, habe der österreichischen Landtage antwortete der Statthalter Graf die Frage über die Ermöglichung der allgemeinen Volksbildung Kaiser wiederholt dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß. Rielmannsegg auf Angriffe der Antisemiten, daß er als ins Rollen gebracht, indem es den bekanntesten Pädagogen und Hannoveraner an der Spige einer öster anderen Sachverständigen vorschlug, sich gemeinsam mit dieser Herr von Hammerstein nur nicht straflos ausginge und daß reichischen Provinz stehe: cr protestire dagegen, Frage zu befassen. Eine besonders energische Thätigkeit ente er unter allen Umständen, so oder so ausfindig gemacht daß ihm seine Geburt vorgeworfen werde; er fei faltete aber das Romitee in den letzten drei Jahren. Es hat in stolz auf diese Geburt und erkläre, daß wenige Familien ganz Rußland eine Subskription eröffnet, um in den vere Merkwürdig ist es, daß Herr v. Hammerstein es augen- hier vorhanden seien, von denen so viele viele Mitglieder schiedensten Gegenden Rußlands, selbst in Sibirien in Dörfern scheinlich an aller Vorsicht hat fehlen lassen. auf den Schlachtfeldern Desterreichs geblutet hätten, wie von und Städten unentgeltliche Lesehallen für das Volk zu er Der Statthalter wies dann auf seine öfter richten. Wie die Volts- Zeitung" erfährt, hat in anarchistischen seiner Familie. Vielen Semstwos gegenüber hat es sich vers Kreisen die Verhaftung des Herrn v. Hammerstein eine leb- reichische Staatsbürgerschaft und auf seine Bestrebungen hin, al3 pflichtet, falls sie solche Lesehallen errichten, ihnen unentgeltlich hafte Diskussion hervorgerufen. Man ist entrüstet. Die Ent- Staatsbeamter im Interesse Desterreichs zu wirken.( Lebhafter Bücher zuzusenden. Im verflossenen Jahre hat das Komitee Beifall.) Nach heftiger Debatte, bei welcher die Antisemiten den über Fragebogen versandt rüstung ist aber nicht wegen der Verhaftung hervorgerufen, Statthalter und die liberale Partei wiederum angriffen, wurde gegenwärtigen Stand der Volksbildung in ganz Rußland und die darauf sondern durch die Mittheilung, daß man v. Hammerstein als das Budgetprovisorium angenommen. eingelaufenen Antworten, welche drei millionen Ziffern " Genossen" der Anarchisten ausgewiesen habe. Sie ver- Bei der Debatte über das Budgetprovisorium im böhmi enthalten, werden jetzt von einer Schaar von Volontären be wahren sich ganz entschieden dagegen, ihnen v. Hammerstein schen Landtage erklärte Jungczeche Herold, die Czeschen arbeitet. Nach Beendung dieser Arbeit wird die russische Gesell an die Rockschöße zu hängen, sie wollen öffentlich dagegen wollten in den wirthschaftlichen und kulturellen Fragen mit den schaft, wie auch die Regierung einen flaren Ueberblick haben übrigen Abgeordneten zusammenwirken, forderten jedoch einen über das, wo und was gemacht werden muß, um die Volks Protest erheben." Diese Entrüstung ist vollkommen begreiflich, obgleich sie anderen Vertrauensmann als Vertreter der bildung möglichst bald zu einer allgemeinen zu machen. Die gegenstandslos sein würde, wenn sich die neuere Meldung irenen Vermittler zwischen Volk und diegierung nicht befähigt. legten Zeit tritt flar in dem Wachsthum der Mitgliederzahl Steigerung der Bedeutung des Komitee's für Volksbildung in der bewahrheitet, daß H. nicht als Anarchist" denunzirt und Wenn der Statthalter das Vaterland liebte, würde er zurück deffelben zum Vorschein. Von 291 im Jahre 1891 ist diese auf ansgewiesen wurde. Von einer völligen Verirrung des treten; eine Annäherung zwischen ihm und dem czechischen 388 im Jahre 1893, 644 im Jahre 1894 und 888 im Jahre 1895 Rechtsgefühls zeugt es jedenfalls, wenn die Vossische Volte wäre unmöglich. Graf Schönborn erklärte, das Urtheil Beitung" schreibt: des Vorredners über den Grafen Thun wäre lediglich der Stand„ Wie es Herr von Hammerstein trieb, hätte er in der That Anarchist sein fönnen. Sein Adel und seine erheuchelte Frömmig teit sind kein hinreichender Gegenbeweis." werde. 0 Regierung; wäre zu einem punkt einer Partei, der von den übrigen Parteien des Bands tages nicht getheilt würde. Der Landtag nahm das Budget provisorium an. Schweiz. gestiegen. Den Die Unterordnung des Komitee's unter das Ministerium der Boltsaufklärung wird ja gewiß in einzelnen Fällen auf seine Thätigkeit hemmend wirken, da aber der russischen Regierung selbst im Interesse der Hebung der Landwirthschaft und der Auch der entschiedenste Gegner der Anarchisten hat kein Industrie, wie auch im Interesse der Tüchtigkeit der Armee viel Recht, aus den Gaunereien eines Mannes die Möglichkeit Rolonialpolitisches? Qus Bern erhalten wir an der Erhöhung des Niveaus der Volksbiltung liegen muß, so feiner Zugehörigkeit zu dieser Partei zu deduziren. Gauner heute( 81. Dezember) folgendes feltfame Telegramm: wird wohl im großen und ganzen die segensreiche Thätigkeit de entwickeln. In " Ver= wo man biz zum letzten Jahre Romitee's sich auch weiter in der bisherigen Richtung immer mehr in ihrem Wortlaute übernommen und die Verhandlungen über In Petersburg, nichts über die Thätigkeit der Fabrifinspektore: r ein und denselben Gegenstand, auch wenn dieselben zu ver- fast sind jetzt jetzt Protokolle über Gesezesübertretungen einer Die Versammlungen der Sem si wo( Provinzial- schiedenen Zeiten und bei verschiedenen Gelegenheiten statt hörte, find Tandtage), welche gegenwärtig in Rußland stattfinden, zeichnen gefunden haben, auf einer Stelle verzeichnet. Zu der Haupt- in Fabriken auf der Tagesordnung. sich aus durch das lebhafte Bestreben, den Schulunterricht einer übersicht gehört ein besonderes Inhaltsverzeichniß, welchem eine handlung gegen den Besiger einer großen Kartonfabrik Preiß, möglichst großen Anzahl der Bevölkerung zugänglich zu machen. Gesammtübersicht der Berathungsgegenstände welcher vor dem Friedensrichter des Stadttheils Petersburger beigefügt ist. Geite" wegen Uebertretung des Gesetzes über jugendliche Arbeiter Nachweisungen über die neuen Steuergesetze. Wie angeklagt wurde, betonte der Fabrikinspektor in seiner Anklagebisber schon dem Landtage regelmäßig eine Nachweisung der rede, man müsse die Fabrikanten nicht zu Geld, Ergebnisse der Veranlagung zur Einkommensteuer zu- sondern zu Haftstrafen verurtheilen, da die gegangen ist, so wird ihm diesmal eine entsprechende über die erst eren auf fie feine Wirkung ausüben. Darauf Ergebnisse der erstmaligen Veranlagung der Vermögens. wurde der Fabrikant Preiß zu einer Haftstrafe von zehn Tagen teuer mit Erläuterungen unterbreitet werden. Ebenso liegt verurtheilt. es, den„ Berliner Politischen Nachrichten" zufolge, in der Ablicht, dem Landtage eine Denkschrift über die Ordnung der Kommunalbesteuerung auf grund des KommunalabgabenGesetzes zugehen zu lassen. Fast alle Semstwos, beschlossen neue große Geldsummen für Errichtung neuer Volksschulen auszugeben. Außerdem ist die Verwendung bedeutender Geldsummen für Errichtung unentgeltlicher Lesehallen und Bibliotheken, wie auch für den Ankauf von Zauberlaternen für populäre Vorträge auf dem Die meisten Semitwos beschlossen auch bei der Regierung um Abschaffung der Prügelstrafe für die gesammte bäuerliche Bevölkerung oder wenigstens für die Bauern, welche die Volksschule absolvit haben, zu petitioniren. Lande beschlossen worden. Türkei. Konstantinopel, 29. Dezember. Die Lage bei Zeitun ist unverändert. Nachdem die auf einem Berge stehende Kaserne von dominirenden Höhen aus bombardirt worden war und die Aufständischen sich zurückgezogen hatten, erfolgte feitens der Türken die Besetzung der Kaserne. Die unterhalb des Rafernenberges terrassenförmig angelegte Stadt bietet zahlreiche günstige Bertheidigungsabschnitte, deren Einnahine schwierig ist und schwere Kämpfe erfordern dürfte. Gerüchtweise verlautet, daß die Aufstellung der Geschütze bei der Kaserne durchgeführt ist, wodurch die abschnittsweise Einnahme der Stadt erleichtert werde. Den Ausständischen stehen die nördlichen Rückzugswege offen. Amerika. 23ashington, 30. Dez. Dem Vernehmen nach ist zwischen der Regierung und dem Bankier- Syndikat Morgan ein Abkommen betreffs der Emission von Obligationen im voraussichtlichen Betrage von 100 Millionen Dollars getroffen worden. Die Bedingungen des Abkommens sollen günstigere fein, als die der letzten Emission. Der Richter beim Obertribunal der Vereinigten Staaten Brewer ist zum Mitgliede der Untersuchungskommission in der Venezuelafr age ernannt worden. Der Senat nahm feruer eine Resolution an, in welcher der Marineminister aufgefordert wurde, dem Senat einen Bericht über die Frage vorzulegen, ob es nöthig sein wird, se ch Panzerschiffe erster Klasse zu erbauen au stelle der beiden Bauzer, deren Erbauung bereits beschlossen sei. Die letzte Mittheilung läßt darauf schließen, daß die Regie: rung der Vereinigten Staaten Rüstungen plant. Doch dürften die neuen Panzer schwerlich sich noch zu einem Kriege wegen der Venezuela- Frage ausnügen lassen. Partei- Nachrichten. " Gewerkschaftliches. Sämmtliche Mittheilungen von Organisationen, vor allem solche über Ausstände oder Aussperrungen, müssen stets den. Stempel der betreffenden Organisation tragen. " Gewerkschaftspresse. In Wien erscheint seit 1. Januar ein neues Organ der Handelsangestellten, Der Handlung 3gehilfe". Tas Blatt wird vom Verein kaufmännischer Angestellten herausgegeben. : = 1 des Den Aus Danzig wird uns geschrieben: Da den hiesigen Genossen die Wiöglichkeit, eine Versammlung abzuhalten, schon seit längerer Zeit hauptsächlich durch die Machinationen des betannten Herrn Jochem genommen war, so mußte auch die BerichtIn Wien Hernals haben fämmtliche Schmiede des erstattung unserer Parteitags: Delegirten unterbleiben. Jetzt, wo es Huf- und Wagenschmiedemeisters Fr. 3 alaudek die Arbeit uns gelungen ist, ein Lotal für unsere Zwecke zu miethen, hielten wir eingestellt, weil dieser die 9% stündige Arbeitszeit und eine Lohnam 22. Dezember eine Parteiversammlung mit der Tagesordnung erhöhung nicht bewilligen wollte. Zahlreiche andere Meister ab: 1. Berichterstattung vom Parteitag zu Breslau und 2. Partei haben beide Forderungen zugestanden. angelegenheiten: Die sehr zahlreich besuchte Versammlung wurde In Olten in der Schweiz besprach am Sonntag eine von von unserm jetzigen Vertrauensmann Sellin eröffnet 1134 Personen besuchte Versammlung der Angestellten der und die Genossen Berger, Die Antwort Janzen und Bartelschweizerischen Zentralbahn in das Bureau gewählt; hierauf entledigten sich die beiden Direktoriums auf die Forderungen der Angestellten.( Einer Delegirten Berger und Sipinsti erichterstattungspflicht früheren Meldung nach will das Direktorium den am schlechtesten und wurde dann eine Resolution, worin das Einverständniß bezahlten Angestellten 5 pet. Lohnzulage gewähren, was vom der Genossen mit den Beschliffen des Parteitages und dem Ver- Personal einstimmig abgelehnt wurde.) Die Versammlung be halten unserer Delegirten auf demselben ausgesprochen war, ein- schloß, an den Forderungen festzuhalten, im allgemeinen sich stimmig angenommen. Beim zweiten Punkte wurde aus der jedoch den Forderungen der Gesammtheit anzuschließen und Mitte der Bersammlung ein Antrag auf Ausschluß des Herrn die Eisenbahnarbeiter zum Anschluß aufzufordern. och em aus der Partei gestellt. In der Diskussion hierüber Direktorium wurde für die Ausstellung und Bekanntgebung sprachen sich fämmtliche Redner für den Ausschluß dieses Herrn eines Gehaltsregulative eine Frist bis zum 1. Februar festaus, dabei dessen Verhalten einer scharfen Kritik unterziehend. Bei gesetzt. der Abstimmung entschied sich die Versammlung einstimmig für den Der Genfer Schreinerftreit ist beendigt auf grund einer AusschlußJochem's aus der sozialdemokratischen Partei. Desweiteren Vereinbarung mit den Meistern, die jedoch nur theilweise wurde beschlossen, das hier gelesene Volksblatt" einmal in größerer definitiven Charakter hat. Der neue Affort tarif wird von den Auflage zum Zwecke des Abonnenten sammelns zu verbreiten und Meistern bis zum 15. Januar 1896 den Arbeitern vorgelegt und dann erklärt, daß das Lokal des Herrn Jochem von keinem dann erst von einer gemeinschaftlichen Kommission berathen. Bis Sozialdemokraten mehr betreten werden wird. Der Vorsitzende der neue Tarif in Kraft tritt, was bis zum 31. März geschehen soll, verlas dann den Aufruf der Reichstags Fraktion und forderte wird der jezige Tarif mit 10 pet. Aufschlag bezahlt. die Genossen zu um so unermüdlicherer Agitation auf, als wir Minimallohn wird von 45 auf 50 Cts. erhöht. Diejenigen in Danzig den Kampf gegen zwei Fronten zu führen hätten. Arbeiter, die bereits diesen Lohn erhalten, sollen ebenfalls mit - Eine Militärrevolte in Sentralamerita. Hierauf wurde die anregend verlaufene Versammlung geschlossen. einer Lohnausbesserung bedacht werden, worüber sich jedoch jeder Aus San Salvador( Zentralamerika) wird unterm 19. De- Aus Württemberg. Um neben der fortgesetzten mündlichen Meister mit dem Arbeiter feparat verständigen kann. zember gemeldet, daß die Garnison von Sonsonate unter eigen- Agitation auch die schriftliche nicht zu vernachlässigen, wurde Beim Streit der Droschkenkutscher Roms, an dem thümlichen Umständen revoltirt hat. Oberst Rivera ließ sein vom Landesvorstande ein weiteres Flugblatt herausgegeben, das 1200 Mann betheiligt sind, handelt es sich darum, daß die Kutscher Regiment Karree bilden, wobei einer der Soldaten sein Gewehr in den nächsten Tagen in mehreren Hunderttausenden von die Forderung nicht bewilligt bekamen, es sollten ihnen die fallen ließ. Dieser wurde nun auf Befehl des Obersten ge- Exemplaren durch die Genoffen im Lande verbreitet werden wird. Droschten für den unveränderlichen Saz von 3 Lire( à 80 Pi.) fnebelt, an einen Baum gebunden und buchstäblich zu Tode Auch das württembergische Partei Organ, die Schwäbische täglich überlassen werden, da sie für Unterhaltung des Pferdes, gepeitscht. Gerade als er seinen Geist aufgab, riefen seine Tagwacht", nimmt an abonnenten inner mehr zu und wird Instandhaltung des Geschirres und des Wagens, sowie für die Kameraden:„ Es lebe die Revolution!" in welchen Ruf das jetzt, um die Leser schneller bedienen zu können, auf einer Stallung selber sorgen müssen und dadurch sehr mit Unkosten ganze Regiment einstimmte. Die Leute fielen zugleich Rotationsmaschine hergestellt; auch wird der Tagwacht" belastet sind. Die Unterstützungsgelder für die Streifenden über den Obersten Rivera und und 24 andere seit 1. November ein Unterhaltungsblatt beigelegt, ohne daß der werden so aufgebracht, daß diejenigen Kutscher, die eigenes Ge Offiziere her, stellten sie in eine Linie und Abonnementspreis erhöht wurde. fährt haben und deren Zahl ca. ca. 700 beträgt, täglich 811 schossen sie todt. Die Aufrührer ließen die Leichen liegen der gunsten Streifenden A18 Kandidat für die Bezirkstagswahl in Straßburg 1,50 9. an die Kasse und marschirten unter dem Rufe: 3 lebe Antonio Ezeta!", Oft wurde von einer Bersammlung in Neumühl bei Kehl in der Organisation abführen. Dasselbe werden auch die ( das Haupt der Gegenregierung) nach der Küste. Dort erwarteten Baden Bigarrenhändler Böhle aufgestellt. Führer der sogenannten Coupee's thun, die zur Römischen sie ein von Ezeta abgesandtes Schiff, das sie in einen anderen in freundHafen bringen sollte. Der holländische Sozialistenbund( Richtung Tomela Pferdebahn Gesellschaft gehören. Diejenigen Kutscher, welche Nieuwenhuis) bat während der Weihnachts- Feiertage seinen sich auf den Haltestellen befinden, sollen Staaten jährlichen Kongreß in Leeuwarden abgehalten. Anwesend licher Weise ersucht werden, mit zu streiken. Bis jetzt verdenn im Zentrum der gründung auf Attien. Eine neue Inselrepublik waren die Vertreter von 58 Abtheilungen. Aus den Diskussionen, läuft der Streit in größter Ordnung, soll, wie der Voss. 3tg." aus Los Angelos( Südkalifornien) be- die. nach unparteiischen Berichten zu urtheilen, durchaus Stadt, wo sich sämmtliche freie Wagen aufzuhalten pflegen, ist richtet wird, auf der Mexiko gehörigen und im Golf von unwichtig waren, ist nur folgendes erwähnenswerth: Bon ver- er wenig aufgefallen; trotzdem hat es die Polizei für gut beKalifornien, 100 englische Meilen nördlich von der Hafenstadt schiedenen Seiten wurde Herr Domela Nieuwenhuis angegriffen funden, einige Verhaftungen von Kutschern wegen Aufreizung Guaymas gelegen en Tiburoninsel gegründet werden. Die wegen der parteiischen Weise, in der er das Bundesorgan Recht zum Streit" vorzunehmen. Jusel wird von dem blutdürftigen Indianerstamm der Geris voor Allen" redigirte. Einige Redner waren der Meinung, besetzt gehalten, die seit Jahren in das nur wenige Meilen daß die Art und Weise, wie Nieuwenhuis sich über die deutsche entfernte megifanische Festland( Staat Sonora) räuberische sozialdemokratische Partei zu äußern pflegte, unanständig Es ist strafbar, wenn man sich einen Schriftsteller. Einfälle machen, und die ihnen nachsetzenden megifanischen sei; auch sei er nicht objektiv genug in der Würdigung der Pro- namen beilegt. So hat das Kammergericht bezüglich der Ans Truppen stets von der Insel wieder vertrieben haben. Die paganda, welche die belgischen Sozialisten in der Kammer machen. wendung einer Kabinetsordre entschieden, welche die Veränderung merikanische Regierung trachtet seit langem nach der Ausrottung Ein Wort des van der Velde in der belgischen Kammer von Familien- und Geschlechtsnamen von einer vorherigen obrig dieser rothhäutigen Räuber, die auf dem Festlande gefürchtet habe mehr gegen den Militarismus ausgerichtet, als hundert teitlichen Genehmigung abhängig macht. Der Schriftsteller sind, und hat dieser Tage einer süd kalifornischen Attiengesellschaft, Meetings, meinte ein Delegirter. Es wird also hell und Redakteur Winkler, gebürtig aus Tannenberg, nannte der, Tiburon- Eroberungs- Cie.", die ganze Jnfel durch Schenkungs- in einigen Köpfen der Sozialistenbündler. Troßdem sich zum Unterschiede Berufsgenossen gleichen Naals Redakteur des Organs mens Er wurde Winkler Tannenberg. deshalb Dom urkunde abgetreten. Diese Gesellschaft besteht aus Kapitalisten wurde Domela Nieuwenhuis von Los Angelos, die eine Schaar von 300, in Kämpfen wiedergewählt. Die Abtheilung Middelburg brachte die Echöffengericht und Landgericht wegen Verstoßes gegen die mit Indianern erprobten Freiwilligen au allgemeine Arbeitseinstellung in Diskussion. Der genannte Stabinetsordre zu einer Geldstrafe verurtheilt. Die geworben und mit Hinterlader Gewehren, Kanonen, Pferden Kongreß wagte sich offenbar nicht an die Frage heran und um- Revision stützte derselbe u. a. darauf, daß die Kabinetsordre nicht und Proviant, mit einem Aufwand bereits einer ging sie durch Annahme folgender Resolution: finngemäß ausgelegt sei und daß von einer Veränderung seines Million Mark ausgerüstet haben. 63 wird bezweckt, Der Kongreß erkennt die Nüglichkeit der Agitation für Namens nicht die Rede sein könne, wenn er demselben zum diese Truppe von Guaymas in Böten gegen die Jusel Arbeitseinstellungen an, ist jedoch der Meinung, daß hauptsächlich Zwecke der Unterscheidung denjenigen des Geburtsortes beifüge. vorgehen zu lassen, diese zu erobern und den Propaganda für die Abschaffung des Privatbesizes gemacht Bahllose Schriftsteller und Künstler thäten das lettere u Indianern den Garaus zu machen. Jeder Theil- werden muß." beanstandet ebenfalls. Der Straffenat des Kammergerichts wies nehmer des Zugs erhält 1000 m. und 100 Acres Land auf der Bezüglich der Taktik wurde beschlossen, den bisher ein- die Revision zurück; auf grund der Kabinetsordre in VerInsel zur Besiedelung. Obrist Polt aus Mazatlan ist der Be- genommenen Standpunkt beizubehalten und den Zentralrath zu bindung mit einem Allerhöchsten Erlaß" vom 19. Juni 1867 fehlshaber der Schaar. Das bestellbare Land soll allein beauftragen, die Ausgabe einer populären Broschüre zu versei der Revisionskläger zu recht verurtheilt worden. Der einen Werth von 25 Millionen Mart haben, ohne anstalten, worin der Unterschied zwischen der politischen Senat betonte, daß die Kabinetsordre noch rechtsverbindlich und den Reichthum an Gold, Silber, Kupfer und Kohlen und der parlamentarischen Aktion flargelegt werden soll. nicht etwa durch§ 360 3iffer 8 des Strafgefeßbuches aufgehoben in betracht zu ziehen. Die merikanische Regierung hat den Wir können also erwarten, daß die Begriffe noch weiter versei. Der gute Glaube, nichts ungefegliches gethan zu haben, inEroberern das Recht bewilligt, eine unabhängige Republik dunkelt werden. Ter Eozialistenbund wird auf dem Inter- dem er einer verbreiteten Gepflogenheit folgte, entschuldige den unter Schuhherrschaft der Vereinigten Staaten auf Tiburon zu nationalen Kongreß zu London selbständig vertreten sein.- Revisionstläger nicht. Wenn viele Schriftsteller und Künstler gründen. Jedenfalls klingt die Geschichte sehr amerikanisch!" ihre Namen ebenso veränderten wie er, tönne er daraus nicht Polizeiliches, Gerichtliches: c. bemerkt dazu die Tante Boß. Wir finden sie echt tapitalistisch eine Straflosigkeit herleiten; dieselben unterlägen gleich ihm dem - Genosse Erich Wendlandt, früher Redakteur au fraglichen Gesetz. und charakteristisch für die kein Menschenrecht achtende moderne Profitivuth. Ueber die Thaten der spanischen Eroberer von der Breslauer Volkswacht", und dann an der Magdeburger war, als er der Militärpflicht genüge Merifo und Peru dürfen sich die Protektoren und Aktionäre des Voltsstimme", neuen Unternehmens wahrlich nicht entrüsten. leiſten mußte, unter die Arbeitssoldaten gesteckt worden. Depeschen und lehte Nachrichten. feiner journalistischen Thätigkeit Frankfurt a. M., 31. Dezbr.( B. H.) Wie der Frankfurter eine Verurtheilung wegen Majestätsbeleidigung erlitten Beitung" aus Straßburg gemeldet wird, wurde der 55jährige hatte. Bebel brachte den Fall seinerzeit im Reichstag zur Maler Wilhelm Bühner von der dortigen Straffammer Vorgestern, am 30. Dezember, hat nun Genosse Sprache. Wendlandt den bunten Rock oder beffer: den Rock des Arbeits- wegen Majestätsbeleidigung zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt. Bühner hatte die betreffende Aeußerung in an= soldaten wieder ausziehen und den Ehrenbreitstein verlassen getrunkenen Zustande gethan. dürfen, wo er die Lust, Soldat zu sein, genossen, denn an diesem Tage war seine Militärzeit um. Indianer Ausrottung und • den Das Leichenbegänguik Stepniak's fand unter großer Theilnahme statt. Von den englischen Liberalen bis zu russischen Anarchisten waren Vertreter aller politischen Richtungen auwesend. Als Vertreter der deutschen Sozialisten sprach Genosse Ed. Bernstein, Keir Hardie und John Burns sprachen für die englischen Sozialdemofraten. Einen ausführlichen Bericht über die Leichenfeier tragen wir in der nächsten Nummer nach. Parlamentarisches. weil " infolge er Boziale Uebersicht. an Gerichts- Beitung. von n Budapest, 31. Dezember.( B. H.) Der Hilsedirektor im Finanzministerium Karl Skrobanet stellte sich gestern der Staatsanwaltschaft und gestand ein, daß er 5000 Gulden ärarischer Gelder verumtreut habe. Strobanek wurde in Hast genominen. Brüssel, 31. Tezember.( B. H.) Wie verlautet, ist der Senator d'Ursel zum Minister des Aeußern ernannt worden. Brüffel, 31. Dezember.( B. H.) Der erkrankte Weinisters präsident wird sich nach Cannes begeben. Rom, 31. Dezember.( B. H.) Der König unterzeichnete ein Dekret, durch welches dem Kommandanten des Armeekorps in Sizilien die Ausübung der Polizeigewalt entzogen wird. . Die Statistik der Arbeitslosen wurde anläßlich der lezten Volkszählung in Stuttgart vorgenommen und stellte sich heraus, daß zur Zeit 1375 arbeitslose Personen vorhanden waren, Aus dem Abgeordnetenhause. Die vom Bureaudirektor zu welchen noch 512 Personen hinzukommen, welche wegen Wenn man in betracht zicht, des Abgeordnetenhauses, Geh. Reg.- Rath Kleinschmidt, zusammen- Krankheit arbeitsunfähig waren. gestellten und jetzt erschienenen Uebersichten über die Ge- daß infolge der günstigen warmen Witterung noch fortwährend Madrid, 31. Dezember.( B. H.) Laut amtlicher Nachricht schäftsthätigkeit des Hauses der Abgeordneten an Bauten und sonst im Freien gearbeitet werden konnte, so ist haben die Spanier bei Verfolgung der Insurgentenbanden von in der letzten Session sind in der bisherigen Art bearbeitet und dieses Arbeitslosenheer ein großes zu nennen. zerfallen in die Rednerliste, die Uebersicht über den Staats- Haus- Eine Armenstatistik wird auf Beschluß des Gemeinderaths Maceo, Gomez und Rodriguez das Lager der Insurgenten eins haltsetat und die Hauptübersicht. Die Rednerlifte ergiebt von Stuttgart für die Zeit vom 1. April 1896 bis 31. März genommen(?!) und diesen große Verluste beigebracht. Pretoria( im Transvaal), 31. Dezember.( W. T. B.) Eine den Tag, an welchem, sowie den Gegenstand, über welchen jeder 1897 aufgestellt. Durch Zählfarten sollen Erhebungen über die 800 Mann starte bewaffnete Bande der Charteredeinzelne Redner gesprochen hat, unter Hinweis auf die be- persönlichen Verhältnisse der aus öffentlichen Mitteln untertreffenden Seiten der stenographischen Berichte. stüßten Armen angestellt werden.-Wir sind begierig, welche Company ist mit 6 Maxim- Geschützen und anderen Kanonen im Transvaal eingedrungen. Dieselbe befindet sich bereits übersicht macht die bezüglichen Anträge, Petitionen und Ver- Summen von Glend dort enthüllt werden. in der Nähe von Rustenburg und scheint handlungen ersichtlich und weist bei den verschiedenen Präsident Krüger bat Die Fabrikinspektion in Rußland. Der Thatsache, daß Johannesburg vordringen zu wollen. Verwaltungen sämmtliche Etatstitel mit ihren Beträgen nach. Die alphabetisch geordnete Hauptübersicht umfaßt, abgesehen die Arbeiter wenigstens in einigen Industriezentren Rußlands sofort den Befehl ertheilt, das weitere Vordringen der Aufrührer von dem Staatshaushalts Etat, alle zur Erörterung gelangten beginnen, fich energischer als früher gegen die Uebergriffe der mit Waffengewalt zu verhindern, und erläßt einen Aufruf zur Gegenstände, unter Darlegung des Berlaufes der Berathung. Die Fabrikanten zu wehren, ist es zuzuschreiben, daß die Fabrik- Vertheidigung an alle Bürger. Ein bewaffneter Zusammenstoß Regierungsvorlagen, sowie die Anträge zu denselben, sind darin inspektion; in der letzten Zeit mehr Lebenszeichen von sich giebt. fcheint unvermeidlich. Verantwortlicher Redakteur: Frizz Kunert, Echöneberg- Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag ven Wax Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen Die Etatsnach 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 1. " Lokales. " 21 Das kapitalistische Jubeljahr Nr. 1 ist vorbei, das kapitalistische Jubeljahr Nr. 2 bricht heran! Schon vor acht Tagen haben patriotische Männer aller Parteien" zu einer großen Kneiperet aufgefordert, die am 18. Januar stattfinden foll. Dies Arrangement trug aber so stark den Charakter der Bismarckverhimmelung, daß ein freisinniges Blatt bereits ein dringlich vor einer Betheiligung an ihm warnte. Das nun mehr zu feiernde Jahr 1871 eignet sich für die kapitalistischen und fendalen Arbeiterfeinde eigentlich noch weit mehr als das Fahr 1870 zu frohen Festen, da es nach dem Friedensschluß den großen Gründungsschwindel einleitete, der erst nach zwei Jahren mit dem Wiener Krach sein Ende nahm. Für das internationale Proletariat ist das Jahr 1871 durch die großen Tage der Pariser Kommune bedeutungsvoll geworden. Mittwoch, den 1. Januar 1896. " werde. 13. Jahrg. ander herum. Dem Volt" ist ein entsetzlich holperiges Gedicht Bude zu bringen. Des Pudels Kern in der neuen Geschäftsnicht recht, das Stettenheim senior gedichtet hat und fälschlich ordnung besteht natürlich darin, so viel wie möglich geheim" Der historische Kalender für das Jahr 1896 ist der Stettenheim junior zugeschrieben wurde. Dieser antwortete auf zu verhandeln, damit nur ja kein öffentliches Aergerniß gegeben heutigen Nummer des Vorwärts" beigefügt und wird, gleich wie die Unterstellung:" In Brosa lebt' ich meine Jahre Nach§ 10 dieses Präservativs sind in geheimer Den Lorbeer in dem Sigung in den vorigen Jahren durch die sorgfältig zusammengestellten und niemals fand ich einen Reim, zu behandeln alle alle persönlichen Angelegenheiten der Beamten und Lehrer, alle Anträge auf Be Daten den Parteigenossen als Erinnerungsblatt willkommen sein. Silberhaare- Trug nur mein Vater Stettenheim!" Den Lorbeer in dem Silberhaare wird Herr Stettenheim fich willigung von Gehaltszulagen, Gratifikationen und In Charlottenburg stehen der Arbeiterschaft folgende wahrscheinlich 1878 erworben haben. Damals war er der ein Unterstützungen für Beamte und Lehrer, die Präsentationen zu Lokale zur Verfügung: Bismarckshöhe", Wilmers sige Publizist, der sich zu der rohen Gemeinheit verstieg, über Anstellungen, die Wahlen der städtischen Ehrenbeamten, dorferstr. 39; Bayer, Wallitr. 96; Bredlow, Augsburger- ben am 28. november verhängten fleinen Belagerungszustand der Verwaltungs- Deputationen, der Kuratorien 2c., Angelegen straße 78; Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 94; Leder, und deren Opfer in den verflossenen„ Wespen" Witze zu machen. heiten, bei denen die Vermögensverhältnisse der Bismarckstr. 74; Lange, zum Waldfater", Tegeler Weg; Ein solcher Mann ist im„ Kleinen Journal" wahrlich am wür Bürger zur Sprache kommen müssen, sowie die Festsetzung Reichentron, Spreestr. 3c; Thriefetan's Salon, digsten aufgehoben. von Strafen gegen Stadtverordnete auf grund der§§ 46 Sophie- Charlottenstr. 94. Von dem Kleinkrieg, den die Behörden in der Um- und 48 der Geschäftsordnung. In sieben Paragraphen sind die gegend Berlins gegen die Arbeiterschaft führen, giebt verschiedenen Strafen stipulirt, als einfache Rüge, Ordnungsruf, wiederum eine uns aus Johannisthal zugehende Zuschrift eingetragener Ordnungsruf, Wortentziehung, fowie als GeldKunde. Vor zwei Jahren wurde dort ein Arbeiter- Bildungs- strasen in Höhe von 50 Pfennigen bis 15 Mark. Und die Krone verein gegründet. Ueber die verschiedenartigen Polizeimaßregeln, der besagt:„ Wer sonst die Ordnung verlegt, kann bei mehrwird der Geschäftsordnung durch den§ 48 aufgesetzt, denen diefe Organisation ausgefeßt war, ließe sich ein ganzes mals wiederholten Zuwiderhandlungen auf gewisse Zeit oder für Buch schreiben; manches ist in einzelnen dem Vorwärts" be richtet worden. Die neueste That des Herrn v. Oppen, des die ganze Dauer der Wahlperiode mit Ausschluß von zu einer gewissen Berühmtheit gelangten Amtsvorstehers in den Sigungen bestraft werden. Und zwar beschließt Adlershof, jei ebenfalls registrirt. Am 5. Dezember meldete der die Versammlung diesen Ausschluß laut§ 10 in geheimer Vorstand des Bildungsvereins eine Vereinsversammlung an, Sigung! worauf Mit solcher Geschäftsordnung ist es natürlich ein leichtes, die Antwort erging, taß spät erfolgt sei, die Anmeldung zu die Opposition unterzukriegen und die unverbesserlichen Nörgler um berücksichtigt werden zu Tönnen. Der Brief vor die Thür zu setzen. Ein Beispiel. Stadtverordneter der die Anmeldung enthielt, hatte nämlich auf der Strede von Johannisthal rach Adlershof nicht Stephan weigert sich, wie schon geschehen ist, Stimm. Laut§ 48 jetzt es bis zi weniger als 36 Stunden gebraucht. Der eigenthümliche Fall Bettel zu vertheilen. hat eine Beschwerde bei der Ober- Postdirektion zur Folge gehabt. 15 Mark Geldstrafe. Stephan beruft sich zu seiner Rechte Um nun nicht wieder Gefahr zu laufen, durch eine briefliche fertigung auf den Ober- Bürgermeister. Er wird vom Anmeldung den Zweck zu verfehlen, ging der Vorsitzende des Vorsteher darauf aufmerksam gemacht, daß es Herr OberBildungsvereins einige Tage später persönlich nach Adlershof Bürgermeister heißt. Wiederholte Zuwiderhandlung. Geheime zu Herrn v. Oppen und meldete zum 12. Dezember eine Ver- Sizung. Stephan fliegt hinaus! Die Spandauer Stadtverordneten Mehrheit ist bekanntlich sammlung an. Der Aufforderung des Vorsitzenden an den Amtsvorsteher, ihm gleich eine Bescheinigung über die erfolgte nicht die erste freisinnige Gesellschaft, die verjucht hat, die Gegner Anmeldung auszustellen, wie dies das Vereinsgejeß vorschreibt, durch derartige Zwangsmittel zu unterdrücken. Ob sie sich wirkfam Herr v. Oppen nicht nach. Eine Unterlassung, die allerdings lich Erfolg von ihrem Mühen verspricht? Beim Gewerbegericht zu Berlin gingen im 2. Geschäftenicht zum ersten Male paffirt ist. Gist einen Tag später erhielt der Vorsitzende die Bescheinigung zugestellt. Der Abhaltung der jahre, vom 1. April 1894 bis 31. März 1895, 12 458( im VorVereinsversammlung hätte somit nichts im Wege gestanden, wenn die jahre 13 900) Silagen ein, wovon 82( 953) wegen Unzuständigkeit Behörde inzwischen nicht bereits auf andere Weise erfolg- oder Zurücknahme vor Ansehung eines Termins erledigt wurden, reich versucht hätte, den Mitgliedern des Bildungsvereins die so daß für die Mechtsprechung 12.376( 12947) blieben. Von Wahrnehmung des ihnen gesehlich garantirten Rechtes unmöglich diesen wurden erledigt durch Vergleich 4845( 4775), Verzicht 25 zu machen. Der Wirth des Lotals Senftleben in Johannisthal,( 98), Zurücknahme 2195( 2512), Anerkenntniß 110( 152), Ver wo die Versammlung stattfinden sollte, erhielt nämlich am gleichen fäumnißurtheil 1669( 1819), andere Endurtheile 3042( 2629); Tage die folgende amtliche Zuſchrift: noch unerledigt blieben 490( 962). Von den Klagen famen auf die Kammern I Schneiderei, Näherei 2870( 2812), II Textil-, Leder, Buhindustrie 1018( 898), III Baugewerbe 2141( 2619), IV Holzund Schnitzstoffe 1175( 1248), V Metalle 978( 1814), VI Nahrung, Beherbergung, Grquicung 1932( 1684), VII Handel, Verkehr 1341 ( 1402), VIII Allgemein 926( 970). Von Arbeitnehmern wurden 12 160( 12 591) Slagen angeftrengt, darunter 2701( 653) Dou Frauen und Mädchen; von Arbeitgebern dagegen nur 216( 350), das sind 13/4( 23,4) pet. Fast die Hälfte der Prozesse, 5822( im Borjahre 5544), betraf ein Objekt bis 20 M.; das niedrigste war 50 Pf.( wie im Vorjahre). Um Entschädigungsanspruch wegen Entlassung ohne Kündigung handelte es sich in 42( 40) pt. aller Fälle. Der sozialdemokratischen Tagespresse ist es im verflossenen Jahre besonders verdacht worden, wenn sie den 1870er Kriegsthaten, die von der Bourgeoisie bei Trüffeln und Champagner gefeiert wurden, teinen besonderen Geschmack ab gewinnen fonnte. Da muß es denn für die Mordspatrioten betrübend sein, zu vernehmen, daß Friedrich Schiller, ein Mann, dem immer noch vom deutschen Bürgerthum verschämte Ehren gezollt werden, sich ganz sozialdemokratisch über den frischen fröhlichen Strieg" geäußert habt. Zum Antritt des neuen Jahrhunderts flagte er vor nun mehr 95 Jahren: Edler Freund, wo öffnet sich dem Frieden, Wo der Zukunft sich ein Zufluchtsort? Das Jahrhundert ist im Sturm geschieden Und das neue öffnet sich mit Word! Allerdings war auch Schiller im Grunde nur ein Schmier fint, der mit seiner in die Goffe getauchten Feder sich für alles andere erwärmte, nur nicht für Krieg und Strieg geschrci. " Auf grund des§ 10. 29. II 17 gebe ich Ihnen biermit auf, am 12. Dezember Ihre sämmtlichen Schanträume um 10 Uhr abends zu schließen. Sollten Sie dieser Verfügung nicht nachkommen, so werde ich gegen Eie in Gemäßheit des§ 132 II des Gesetzes über die A. 2.-V. eine hiermit angedrohte Geldstrafe von 30 M. festsetzen. Der Amisvorsteher. Wenn auch sonst teine Ursachen vorhanden wären, die den ftetigen Fortschritt der Sozialdemokratie in der Umgegend Berlins verbürgten, die Art des Herrn v. Oppen sie zu betämpfen, leiftet alleine der Partei Gewähr für sicheres, fräjtiges Gedeihen. V Zum Streit der Tagameterkutscher wußte die Tapitalistische Presse am letzten Sonnabend voller Freude zu melden, daß die Bewegung ganz gründlich zu Wasser geworden sei; die staatserhaltenden und christlichen Fuhrherren würden den Kutschern feinen Deut bewilligen und diese hinwieder seien in ihrer großen Mehrzahl auch ganz mit ihrem Hungerlohn zufrieden und dächten gar nicht ans Streifen. Friedmann contra Hammerstein heißt jetzt bekanntlich die tonservative Parole. Man muß in solcher moralischen Klemme, in welcher sich die patentirten Stüßen von Thron und Altar befinden, sich eben jedes Mittels zur Revanche bedienen, und so wird denn der Liberalismus für Friedmann verantwort lich gemacht. Natürlich wollen die Freisinnigen davon nichts wissen, fie betonen vielmehr, daß Friedmann feiner Partei anAn allen gewöhnlichen Tagen des Jahres geht die Konzession gehört habe. Die Sozialdemokratie meint, daß man für des Wirthes bis 12 Uhr nachts. Auf dieselbe Weise war einzelne Verbrecher allerdings feine politische Partei am 24. November eine Versammlung in der Borussia- Brauerei verantwortlich machen kann, aber gerade die Freisinnigen be- zu Niederschönweide illusorisch gemacht worden. Beschwerden fleißigen sich solcher Objektivität, wenn es sich um Sozialdemo- gegen solche Ordnungsthaten sind natürlich schon aus dem fraten handelt, nie. Besonders der große Eugen Stichter und Grunde nutzlos, weil ihre Erledigung erfahrungsgemäß immer feine unbedeutenden Nachbeter, die Berls u. f. w., verstehen es drei bis fünf Monate in Anspruch nimmt. in geradezu gehässiger Weise, die sozialdemokratische Partei mit den Bergehen einzelner Angehöriger zu identifiziren. Da die Bossische Zeitung" bestreitet, daß Friedmann eine Führerrolle in der freifinnigen Partei eingenommen habe, so ist es wohl angezeigt, darauf aufmerksam zu machen, daß der berühmte" Bertheidiger vor mehreren Jahren Vorsitzender des Freifinniges aus dem Spandauer Stadtverordnetenfortschrittlichen Jünglingsvereins Waldeck war, eine Stellung, die von strebsamen freisinnigen Rechtsanwälten und Schriftstellern Kollegium. Aus unserer Nachbarstadt Spandau wird uns geschrieben: Einen wahren Geniestreich, der den Liberalismus der sehr begehrt wird, da fie gewissermaßen die Auwartſchaft auf freisinnigen Majorität im hellsten Lichte zeigt, haben die Unentwegten Arbeitnehmer günstig. Gegenwärtig kommen 53 Fuhrgeschäfte ein Stadtverordneten- Mandat oder sogar auf ein Abgeordneten in unserer Stadtverordneten- Versammlung noch am Schluß des mit 518 Gespannen in betracht. Hiervon sind bereits 357 Wagen mandat bildet. Wie allgemein bekannt, war Friedmann auch alten Jahres ausgeführt. Man wollte unliebsame Vor- außer Betrieb. Bei einer Reihe von Fuhrherren mit je 12 bis seinerzeit freifinniger Stadtverordneter. Dies zur Steuer der Wahrheit. tommnisse" und" peinliche Erörterungen" für die Zukunft 25 Wagen wird überhaupt nicht mehr gefahren. Unterstützungsunmöglich machen und da sann man in der Majorität auf gelder gehen reichlich ein. Die Fuhrherren Bereinigung scheint dem Die Schulden des geflüchteten Dr. Fri Friedmann Mittel und Wege, die verhaßten Arbeitervertreter Ansturme der Streifbewegung nicht Stand zu halten. Troz festwerden von einem Reporter auf 1 Million Mark geschätzt; bis möglichst mundtodt zu kriegen. Es mußte eine zweckent- gesetzter Konventionalstrafe haben sich schon verschiedene Arbeit Ende voriger Woche sollen in seiner Wohnung für 300 000 m. sprechende Geschäfts- Ordnung geschaffen werden, geber bereit erklärt, von Neujahr an den geforderten Lohusay von Pfändungen vorgenommen worden sein. Was Wahrheit und und eine Kommission, die aus Stadtverordneten und Magistrats 1,50 zu bewilligen, ja, einzelne zahlen diesen Lohn schon seit Montag. Dichtung an diesen Meldungen ist, entzieht sich natürlich unserer mitgliedern gebildet war, machte sich auch alsbald an die Arbeit. Die beim Kommissar für das öffentliche Fuhrwesen, Hauptmann Renntniß. Nach dem Grundsay:" Die Masse muß es bringen" hat diese Dahle, vorstellig gewordene Kommission der Kutscher hat die bes denn auch in 49 Paragraphen alle möglichen und unmöglichen ruhigende Zusicherung erhalten, daß seitens der Polizei feinerlei Fälle geordnet", um mit weitschauender Vorsicht Raison in die Heminnisse vorgenommen, vielmehr auch jest, wie alltäglich, nur Der Lorbeer in dem Silberhaare. Kleines Journal" und Volt" schlagen sich wegen der Hammerstein- Affäre mit ein10 " Gestern hingegen mußte selbst ein bürgerliches Blatt wie die Berl. 8tg." folgendes berichten: Der Streit der Tarameterkutscher gestaltete sich für die Curt bat um Aufschub und erklärte: Die Oberförsters Clotilde.( Nachbruck verboten.) Tochter habe schön mit ihm gethan, weil er ihr Ver- zu Roman aus der Gegenwart von sprechungen gemacht, die einzulösen ihm bis jcht noch nicht gelungen seien. Und er erzählte der gestrengen Gräfin die die Angelegenheit Blanka's. H. W. M. von Walthausen. Es war so zugegangen. Ter Vater des jungen von Bergtuon plante eine Verbindung seines Sohnes mit der Komteß Elly Klary, um fich deren Mutter verbindlich zu machen. Diese sette es durch, daß Curt von Bergkuhn Kammerherr wurde, und nun erfüllte Curt den Wunsch des Vaters und verlobte sich im Stillen mit Komiteß Elly. ,, Ueberlassen Sie das mir, Herr Sohn. Wir werden uns mit der Närrin absinden. Meine Schwester ist Hofmeisterin an unserem Königshofe. Es hieße die Macht derselben wie die meinige unterschätzen, wenn uns die Intrigue zu einer solchen Lappalie nicht gelingen sollte. Es wird indeß gut sein, Sie besorgen mir einen etwas forrigirten Stammbaum derer von Boheimb. Wir lassen die Hofdame von einer Nebenlinie abstammen und betrachten die Linie ihres Großvaters als bereits ausgestorben. Auch ein Album ihrer Ahnen, fönnen wir ja anfertigen lassen. Dabei winkte sie ihrem bestürzten Schwiegersohn in spe ihr zu folgen. Ta lernte er die viel schönere Waldfee kennen. Er entbrannte in glühender Liebe für das im steten Waldfrieden aufgeknospete unschuldige Röschen. Der Widerstand des alten Jägerlöwen reizte ihn zur List. Er machte ihm und seiner Tochter Versprechungen. Auf diese hin entführte er seine ihm blind vertrauende unbefangene Schöne und Sie wußte es fo einzurichten, daß er gleich mit bis trachte sie in die Pension des Hofmarschalls von Körnick. auf das gräfliche Gut fuhr und von dort nicht früher Tort fonnte er der Holden öfter in die Augen sehen, als nach der Hochzeit mit Elly zurückkam, befördert zum mit ihr plaudern und" ausgehen, und die Beglückte legte Legationsrath. gläubig ihren Arm in den seinen. Da er sie auch auf Hoffestlichkeiten führte, verrieth man der Komteß Elly: die Galanterie ihres Verlobten sähe einer ernsten Liebelei nur zu ähnlich. 13. Als Georgine das Schloß im Rücken hatte, athmete fie freier auf. Sie hatte dreierlei erreicht. Vor allem war das verrätherische Badet aus ihrem Hause. Für die Wiedererlangung war ihr nicht bange. Blauta würde fie nicht verrathen und selbst wenn es bei ihr gefunden wurde, so war Blanka ja selbst an jenem Morgen in dem Bram bad)' schen Hause gewesen. Du brauchst Dir jetzt nicht mehr Alles von ihr gefallen lassen. Wir sind ihr nun ebenbürtig." Dabei waren sie bis an das Haus gelangt, wo eben Illumination im Garten bewundert wurde. Clotilde verließ ihre Mutter und sprang in den Garten. Brambach verabschiedete eben einige Gäste, die an dem Balle nicht theilnehmen wollten, ehrerbietigst. Oben im Saale begann schon die wohlaufgelegte, tangluftige Menge sich ganz dem rauschenden Vergnügen hinzugeben. Doch welch' ein Gegensatz drüben im Wohnhause zur selben Zeit. Fast mit Georgine zugleich war ein schwarzer Wagen angekommen. Schwarze Träger brachten bereits einen Sarg und trugen ihn auf den Schultern aus dem Hause. Georgine schauderte. Sie wollte den Trägern aus weichen, die Träger ihr. Da dies nach einer Seite hin geschah. prallten die Ausweichenden aneinander. Georgine erhielt einen nusausten Stoß mit dem Sarge, daß sie aufstöhnte, die Hände emporhielt und dabei den Sarg den Sarg berührte. Durch diese Berührung glitt dem einen Träger der Sarg von der Schulter, siel zur Erde und da der Deckel nur provisorisch geschlossen war, sprengte ihn der schwere Juhalt auf, der Leichnam follerte heraus und rollte Georginen auf die Füße. Sie Die gräßliche schrie, zu Tode erschrocken vor Entsetzen Last auf ihren Füßen ließ sie nicht uusinken, noch fliehen ihre Sinne schwanden nicht, sie mußte die weit ge öffneten, gebrochenen Augen den von Schmerz verzerrten Dann hatte Georgine ein Körnchen Verdacht auf Hanne Mund des todten Majors schen- da rafften geschäftig geworfen, das in Blanta's geschwäßigem Munde aufgehen die Träger die Leiche empor, sargten sie nochmals Die erschrockene Blanka floh in die schützenden Arme mußte. Zulegt hatte sie Blanka gegenüber triumphiren vor ihren Augen ein und holten den weggeschlen Ehe sie den Leichnamn damit ihres Vaters zurück und entsagte in heller Empörung dem können, indem sie ihr anzuhören gab, daß sie nun ebenfalls derten Deckel herbei. Falschen. hoffähig sei. zudeckten, war es Georginen, als bewegten sich die Lippen Anderen Tages fuhr die Mutter Elly's beim Kammer- Stumm war Georgine neben Clotilde hingeschritten, desselben wie zur Auflage, als rollten die Augen noch raches herrn vor und sagte ihm:„ Bergkuhu, Sie müssen jezt jeßt hub sie an:" Clotilde, hast Du bemerkt, wie ich der drohend ihr zu. Endlich wurde der Sarg gehoben, Georgine meine Tochter heirathen, Ihrer Beförderung steht nichts Blanka ihre Ungezogenheit gegen Dich heimgegeben habe?" war frei und stand doch da wie angewürzelt. Ihr war es mehr im Wege." nicht als wäre ihr vom Sarge, sondern von dem lebendig " Ja." Elly wollte dies faum glauben, nahm sich aber vor selbst zu beobachten, denn sie wollte nicht zurücktreten. Sie ließ sich angeblich als Pensionärin im Hause des Hof marschalls aufnehmen. Dort lernte sie in Blanfa eine un schuldige Bethörte kennen und klärte sie über ihre älteren Ansprüche an ihren Verlobten auf. Sie erreichte ihren Bived. . folche Rutscher mit dem Fahrscheine versehen werden, welche ihre Bejäbigung nachweisen. Mithin scheinen die Arbeiterfeinde sich doch ein wenig verrechnet zu haben. Das Berliner Bauwesen will im neuen Jahre moralisch werden. Der Presse wird berichtet: Seit einigen Tagen schweben zwischen den Leitern unserer Baubanken Verhand" p Profeffor Adolf Menzel hat ein bebauerlicher Unglücks- Vor einiger Zeit wurde, wie wir f. 3. meldeten, einem fall getroffen. Am 23. Dezember benutzte er die Hintertreppe zum hiesigen Kaufmann aus seiner Wohnung in der Neuen FriedrichAufgang nach seinem Atelier. Er glitt aus, rutschte einige ftraße ein großer Posten Tuchwaaren gestohlen, zu deren Forts Treppenstufen hinab und trug neben einigen Hautabschürfungen schaffung unbedingt ein großes Fuhrwert nothwendig gewesen eine Kopfwunde davon. Man hofft, daß er bereits in einigen sein mußte. Als die Einbrecher und Diebe sind nunmehr von Tagen wird das Bett verlassen können. der Kriminalpolizei das Dienstmädchen des Bestohlenen und deren Bräutigam, ein Kutscher, ermittelt und zur Haft gebracht worden. Durch Kommandanturbefehl sind wie alljährlich so auch Der Abnehmer und Hehler ist ein sogenannter Ramscher", ein lungen, die darauf hinzielen, einen Ring dieser Institute gegen gestern die Truppentheile der Berliner Garnison angewiesen Geschäftsfreund des bestohlenen Kaufmanns. Der Hehler hatte die„ Bau- Unternehmer" zu stande zu bringen, welch' lettere worden, den Unteroffizieren und Mannschaften nur ausnahms- feinen Bekannten erst bei dem kurz vorher geschehenen Ankauf zum großen Theil völlig mittellos den Manifestationseid ein weise, wie z. B. bei plötzlicher Erkrankung von Angehörigen, die der Waaren unterstüßt, um sie dann durch das Mädchen stehlen oder mehrere Male bereits geleistet haben. Von nun an sollen seitens der Baubanken an diese Unternehmer keine Bau Berlin beurlaubten Soldaten der Linien- Regimenter gilt dieses in Berlin wohnen 2c., Urlaub zu bewilligen. Auch für die nach zu lassen! gelder mehr gezahlt werden, wenn nicht die VorVerbot, denn bekanntlich haben sich Urlauber Den Ein eigenartiger Unfall stieß Dienstag Vormittag um besizer der an die Bau- Unternehmer verkauften Terrains, Anordnungen und Befehlen derjenigen Garnison zu fügen, in 91 Uhr der Feuerwehr zu, als sie zu einem Brande in der d. h. also die Bauspekulanten die Fertigstellung der betreffenden Robbauten garantiren! Diese Maß- welcher sie sich zur Zeit aufhalten. Die Patrouillen der Militär- Kommandantenstraße 40 ausrückte. Als einer ihrer Wagen, vom wachen waren instruirt, jeden nach 11 Uhr abends auf der Morigplatz fommend, in die Kommandantenstraße einbiegen regel dürfte den Bauschwindel empfindlich schädigen und unseren Straße oder in Lokalen befindlichen Unteroffizier oder Gemeinen wollte, geriethen deffen Hinterräder an der Ecke der Oranienso arg hineingelegten Bauhandwerkern von enormem Nußen sein, da, sobald die Garantie seitens der Vorbesitzer solcher Schwindel 3 arretiren. Im vergangenen Jahre sind verschiedene Verbauten gegeben, die Baubanken auch den Bauhandwerkern die haftungen dieser Art vorgekommen. Bauraten bis auf den legten Pfennig auszahlen können. Hervor Von Wichtigkeit für die Mannschaften des Beurlaubten gerufen ist der Ring der Baubanken übrigens durch die gegenstandes ist folgende Bekanntmachung, welche die Ersatz- Komwärtig massenhaften Subhastationen von Rohbauten, welch missionen der Aushebungsbezirke Berlin im Reichs- Anzeiger" lettere nun von den Geldgebern übernommen werden müssen." erlassen: Wie mögen sich die geriebenen Vertreter des ehrbaren Bauschwindels und deren Hintermänner ins Fäustchen lachen, wenn sie solche Neujahrsscherze lesen. und Kommandantenstraße bei voller Fahrgeschwindigkeit in die Pferdebahnschienen. Durch den ungeheuer starten Ruck brach der Hintertheil des Wagens durch, so daß sich die Besayung nur durch schnelles und geschicktes Abspringen retten konnte. Berlegt wurde niemand. Beim Wildern im Grunewald sollen außer den beiden " In Gemäßheit des§ 123 ad 2 der Deutschen Wehrordnung giment zu Fuß und dem Oberjäger Schorß vom ostpreußischen Festgenommenen, dem Unteroffizier Brintel vom 3. Garde Revom 22. November 1888 wird hierdurch bekannt gemacht, daß Jägerbataillon Nr. 1 noch mehr Soldaten betheiligt sein. Der die verstärkten Erfagkommissionen behuss der Entscheidung über hiesige Restaurateur, der von dem Wild abgenommen hat, ist Gesuche um zeitweise zurückstellung bei nothwendigen Ver- nicht nur nicht als Schuldiger betheiligt, sondern er hat die stärkungen oder Mobilmachungen bezw. bei Bildung von Ersatz- Wilddieberei zur Anzeige gebracht. Brintel griff, als man ihn Truppentheilen am 8. April 1896 ihre nächste Sizung halten festnehmen wollte, nach einem Revolver, den er bei sich trug, werden. wurde jedoch überwältigt, bevor er Unheil anrichten konnte. Schorß wurde später in Spandau im Kasernement verhaftet. Die Mansefallen- Knaben. Von der Weihnachtsbescheerung für„ Maufefallen- Händler" wurde kürzlich in bürgerlichen Blättern unnöthig viel Aufhebens gemacht. Der„ Verein chriftlicher junger Männer" hatte zu einer solchen Feier alle auf der Straße angetroffenen fleinen Händler mittels Zettel eingeladen. Von den Diejenigen in Berlin wohnenden Mannschaften der Reserve, etwa 300 in Berlin anwesenden Slovaken waren aber nur 20 Marine- Reserve, Landwehr, Seewehr, Ersatz- Reserve und Marine der Einladung gefolgt, ein Beweis, wie mißtrauisch selbst Ersaßreserve, welche auf Burückstellung Anspruch machen, werden diese auf nicht allzu hoher Kulturstufe stehenden Leutchen aufgefordert, ihre Gesuche unter Angabe ihrer Militärverhältnisse gegenüber solchen menschenfreundlichen Bestrebungen" find. und der Nummern, unter denen sie in den Listen der königlichen Es wäre zu wünschen, wenn man dem Leben der Kleinen Bezirkskommandos I- IV Berlin geführt werden, im Laufe des Slovaken in Berlin auch Zit anderer als blos zur Monats Januar 1886 beim Militärbureau des hiesigen Magistrats Weihnachtszeit seine Aufmerksamkeit zuwenden wollte. Šie einzubringen. finden ihr Dasein nur deshalb erträglich, weil sie es nicht besser Ebenso werden die auf Zurückstellung Anspruch machenden gekannt haben und weil ihre Ansprüche überaus bescheiden sind. und sich hier aufhaltenden ausgebildeten Landsturmpflichtigen des Sie kommen nicht hierher, um Berlin kennen zu lernen oder gar zweiten Aufgebots aufgefordert, ihre Gesuche unter Angabe ihrer Reichthümer zu sammeln, sondern werden von Agenten ver- bisherigen Militärverhältnisse in der angegebenen Zeit bei dem schleppt, die sie an bestimmte Handwerksmeister verhandeln. bezeichneten Bureau einzureichen. Hierbei wird ausdrücklich beVon der Gnade und Barmherzigkeit dieses Meisters ist der merkt, daß die bereits früher berücksichtigten Mannschaften ihre junge Slovak nun auf lange Jahre hinaus vollständig Anträge auf weitere Zurückstellung im Bedarfsfall zu erneuern abhängig. Bei ihm erhält er Essen, Trinken, auch einen haben und die nach dem 31. Januar. J. eingehenden Gesuche Wochenlohn, der bei höchster Leistungsfähigkeit etwa 8 Mart, nicht berücksichtigt werden können. Nach Abhaltung des Termins beträgt, aber feine Kleidung. Diese muß er sich erbetteln, und am 8 April t. J. werden die Namen derjenigen Mannschaften, so sieht man lleine Knirpse von zwölf Jahren in Röcken umher- deren Gesuche für begründet erachtet worden sind, durch das laufen, deren Schöße fast bis auf die Erde reichen. Das Essen Intelligenz- Blatt" öffentlich bekannt gemacht werden." kann nicht sehr reichlich sein, sonst würde nicht jeder Slovak mit wahrer Gier über das ihm von mitleidigen Seelen Gereichte her fallen, und der Trunk besteht auch nur in Wasser oder dünnem Kaffee. Den Meistern, welche diese jungen Arbeitskräfte aus beiten, sollte man mal etwas mehr auf die Finger sehen. Von der Heilighaltung der Religion in der bürgerlichen Gesellschaft giebt die folgende Mittheilung, die wir in verschiedenen Blättern finden, entsprechende Kunde: Ja außerordentlich dürftigen Verhältnissen hat der 30jährige Kellner Eduard Freihammer, der in der letzten Nacht tödtiich verunglückt ist, seine Frau und fein Kind zurückgelassen. Freihammer, ein Wiener, wohnte mit seiner Familie in der Swinemünderstraße 17 im zweiten Stock. In der letzten Nacht um 12 Uhr wollte er durch den Hausflur nach dem Hofe gehen, machte aber eine verkehrte Wendung und stürzte die an der Hofthür befindliche Treppe hinab in den Keller. Man trug den Schwerverletzten in seine Wohnung hinauf, wo er bald starb. Seine Hinterlassenen befinden sich in der größten Noth. richteten," in Nixdorf wegen mehrfacher an der zwölfjährigen Der ,, Missionar" Schenk, der, wie wir seiner Zeit be Tochter seiner Schlafwirthin begangener Sittlichkeitsverbrechen verhaftet und zur Untersuchung seines Geisteszustandes nach Dalldorf gebracht wurde, ist nach einem jetzt vorliegenden ärzt lichen Gutachten als unheilbar geistestrant erklärt worden. Das gerichtliche Verfahren gegen Schenk, der demnächst einer Frrenanstalt überwiesen wird, ist daher definitiv eingestellt worden. lehrling Otto Fleischer aus der Hochmeisterstr. 147. Fleischer Schwer verunglückt ist am Montag der 14jährige Klempnerwar mit mehreren Gesellen auf dem alten Packhofe, beschäftigt. Dabei stürzie er vom Bollwerk hinab und zog sich so erhebliche Verlegungen zu, daß die Polizei des 2. Reviers ihn mit einer Droschte in ein Krankenhaus bringen mußte. wohlthätigkeit auf das Massenelend. Im Polizei- Asyl in der Wie ein Tropfen auf einen heißen Stein wirkt die PrivatFröbelstraße wurden am Sonnabend Abend an die Asylbesucher gegen 200 ganz neue Parchendbemden verschenkt. Nur die Aller. bedürftigsten konnten bedacht werden. Es stellte sich dabei heraus, daß sehr viele Leute nur noch Feßen oder Lappen als Hemden auf dem Leibe hatten, bei einigen fehlte das Hemd überhaupt. Die Hemden sollen von einem hiesigen Fabrikanten der Asylverwaltung zur Vertheilung geschenkt worden sein. Stadtbaurath Dr. Hobrecht hat gestern seinen 70. Geburts- spruch genommen haben. tag gefeiert. Verschwunden ist seit einiger Zeit die 16 Jahre alte Martha Hagen aus Rigdorf, deren Angehörige nunmehr die Hilfe der Behörden zur Wiederauffindung der Bermißten in AnPolizeibericht. In der Nacht zum 30. b. M. fiel ein in der Swinemünderstraße wohnhafter Mann die zum Keller führende Treppe hinunter und erlitt so schwere Verlegungen am Kopfe, daß er bald darauf starb. Am 30. d. M. vormittags gerieth ein Arbeiter in der Neuen Friedrichstraße unter die Räder eines Geschäftswagens und erlitt außer einigen leichteren Kopfwunden eine schwere Verletzung am Unterschenkel. Auf dem Güterbahnhofe der Nordbahn wurde mittags ein Fuhrherr von seinem Pferde geschlagen und im Gesicht schwer verletzt. Nachmittags Der Uebertritt von Juden zum Christenthum ist in den letzten Jahren in hohem Maße erfolgt. Von 1872-79 traten nur zirfa 66 Juden jährlich über, 1880 waren es 120, 1888 erreichte die Bahl 348 und in diesem Jahre wird sie 500 übersteigen. Der Hauptantheil kommt auf die Reichshauptstadt, und zwar aus den Die Taufelheit im Moabiter Justizpalast. Der Justiz Kreisen der hohen Finanz und der Akademiker. Von letteren fiskus wird demnächst als Hauswirth baftbar gemacht werden find es wiederum Juristen und Philologen, die sich, wenn sie für einen Unglücksfall mit tödtlichem Ausgange, der auf auf eine Staatsanstellung reflektiren, bald nach be= standenem Staatsexamen taufen lassen. Andererseits sind im mangelnde Treppenbeleuchtung im Moabiter Justizpalaste zurück zuführen ist. Am 19. Dezember stürzte der herrschaftliche vergangenen Jahre drei Männer und siebzehn Frauen in Berlin Kutscher Johann Staer, der bei einem hohen Beamten des Aus zum Judenthum übergetreten. Hier war das Motiv stets- Heirath. wärtigen Amtes bedienstet war, die elfstufige Treppe hinab, Nicht ohne Einfluß auf die Taufen ist der vor zwei Jahren welche vom Parterregeschoß des Kriminalgerichts nach dem ergangene Erlaß des damaligen Ministers des Junern, Grafen Portal III führt. Er zog sich dadurch eine klaffende und wurde in der Straße Alt Moabit, bei der Ueberführung der Eulenburg, an die Regierungspräsidenten geblieben, nämlich, daß stark blutende Verletzung zu und mußte Namensänderungen von Juden nur ganz ausnahmsweise bei dem Portal haltenden Wagen gebracht werden. in seinen vor Stadtbahn, das Pferd einer Droschke schen und ging durch. besonders triftigen Gründen gestattet sein sollen. Dies ist auch Unter Hierbei wurde ein im Wagen sitzender Mann herausgeschleudert Assistenz eines angeworbenen Dienstmannes und eines und am Arm und Bein schwer verletzt. Am 31. d. M. morgens im vergangenen Jahre mir zweimal der Fall gewesen. anderen Kutschers beförderte man ihn Tie Juden handeln hier ähnlich, wie manche der deutschen seiner Wohnung und dann nach einem Krankenhause, wo er nach Falkensteinstraße sich durch einen Schuß in den Kopf zu tödten. zunächst nach versuchte ein Arbeiter auf der Treppe eines Hauses in der Fürstentöchter, die auch jeweilig zu der Religion des Landes wenigen Tagen an den Folgen der erlittenen Verlegung starb. Er verletzte sich schwer und wurde nach dem Krankenhause Am übertreten, in welches sie eben hinein heirathen. Die zuständige Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft recherchirt nun Urban gebracht. Im Laufe des Tages fanden 9 Brände statt. Wegen des Neubanes der Charitce soll dem am nach der Ursache des Unfalls und hat bereits ermittelt, daß der= 15. Januar d. J. zusammentretenden preußischen Landtage eine felbe mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Umstand besondere Gesetzesvorlage zugehen. Die Ausbringung der Mittel zurückzuführen ist, daß die betreffende Treppe ungenügend soll durch eine Anleihe, die Rückzahlung allmälig aus dem beleuchtet ist. Dieselbe liegt selbst bei hellem Wetter in Erlös für das Terrain des Botanischen Gartens erfolgen. stetem Halbdunkel, und ivenn das Wetter trübe ist, ganz finster. Eine dringend nöthige Stationen. dann ist sie fast Gasflamme fehlt an der kritischen Stelle. Wenn der Justizfiskus gezwungen werden sollte, der hinterlassenen Familie des Verunglückten eine Rente auszusetzen, so wird dem Uebelstande wohl bald abgeholfen werden. Ueberhaupt ist die Gasbeleuchtung im Swinemünde ganzen Hause sehr schlecht. Früher hatte jede Lampe einen Hamburg größeren Brenner, vor einigen Jahren wurden aber die Berlin größeren Brenner abgeschraubt und aus Sparsamkeitsgründen Wiesbaden Surch kleinere Brenner ersetzt. Wohin die Sparsamkeit in München folchen kleinen Dingen führt, das lehrt der hier erwähnte Wien. unglücksfall. Im Berliner Aquarium ist neben zahlreichen Kindern der warmen Bone en nordischer Wintergast eingezogen, ein Exemplar der in den Polarländern heimischen und zur strengen Jahreszeit norddeutsche Gebiete besuchenden Schnee Gule. Der prächtige, große, auf schneeweißem Grunde mit einigen dunkelbraunen Flecken gezeichnete Bogel hat einen Seitenkäfig als Nachbar der Riefen- Eisvögel bezogen und wird mit Fleisch und Kleinthieren beköstigt. gewordenen Todten selbst ein Stoß versetzt worden und zwar der Todesstoß sie schwankte. Brambach war zur Hand, stützte seine Frau und schalt die Träger. Diese entschuldigten sich damit, der Herr Bürgermeister habe ihnen Eile anbefohlen. Brambach führte seine Frau ins Haus und flüsterte thr zu: Packet besorgt?" Georgine nickte und wurde gefaßter. 14 Auf ter Treppe fam Dr. Langenberg ihnen entgegen mit einer Gerichtsperson. Georgine nahm sich zusammen, verbarg ihren Schmerz und zeigte eine freundliche Miene. " Hier, Herr Assessor Händrich, stelle ich Ihnen Herr und Frau Brambach vor," begrüßte der Doftor die ihnen und Frau Brambach vor," begrüßte der Doktor die ihnen Entgegenkommenden. Es ist um so angenehmer," begann der Assessor, die Herrschaften begrüßen zu können, als es schon bekannt ist, daß Se. Majestät der König Ihnen eine hohe Auszeichnung zu theil werden ließ. Es freut mich daher, den Herrn und die Frau Kommerzienräthin Brambach begrüßen und beglückwünschen zu können." Georgine verbeugte sich. Brambach sprach:" Sehr verbunden, mein Herr. Aber Herr Doftor, wollen Sie sich mit dem Herrn Assessor nicht bestimmen lassen, nochmals bei uns einzutreten?" „ Sehr gern, Herr Kommerzienrath," erwiderte Langenberg, umso mehr, da ich Ihnen Aufklärung über sein Hiersein schuldig bin". Die vier Personen traten in das Empfangszimmer ein. Nehmen Sie Play, meine Herren," bat Brambach, seine Verlegenheit und Beklemmung unterdrückend. Alle setzten sich. " Doktor Langenberg dozirte nun:" Als ich zu dem franken Major trat, fand ich den Hausburschen Friedrich dabei, den Major aus einem Glase trinken zu lassen." Georgine warf ihrem Manne einen leuchtenden Blick zu. ( Fortsegung folgt.) der maison de santé zu Schöneberg, dem Institut, wo unfer armer Branfewetter befindet sich, wie bürgerliche Blätter melden, in Hasenclever feine letzten Tage verbracht hat. gerichts- Baths Baillient, des langjährigen Untersuchungsrichters Natürlich ein Staatsanwalt! Zum Nachfolger des LandWitterungsübersicht Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. vom 31. Dezember 1895. Windstärke Stala 1-12) Wetter Temperatur ( 5° C. 4° R.) 568 753 SED • 753 NW 751 NO Schnee Dunst Schnee 0 -3 756 SW bedeckt 757 SW 5 Regen Haparanda. Gort Petersburg 758 753 bedeckt -8 NO wolkenlos -11 758 SW bedeckt-10 · 759 WSW Regen 10 759 GD bedeckt 6 • 761 bedeckt 10 Cork. Aberdeen. Paris. . 3321223243 Berliner Wetterbureau. Wetter- Prognose für Mittwoch, 1. Januar 1896. am Landgericht I, der aus dem Justizdienst ausscheidet, ist der Ein wenig wärmeres, zeitweise aufklärendes, vorwiegend Landgerichts- Rath Herr ernannt, der früher Staatsanwalt trübes Wetter mit geringen Niederschlägen und schwachen westwar und seit einigen Monaten als Mitglied der 8. Straffammer lichen Winden. des Landgerichts I angehörte. Tie 8. Straftammer hat bekannt lich im Fall Bading den merkwürdigen Dolus eventualis fonstruirt. Gerichts- Beitung. Kuauferet. Der Verlag der Deutschen Warte" theilte den Auch ein Majestätsbeleidigungs- Prozeß. Einer Majestätss Berichterstattern gestern mit, daß das" Intelligenzblatt" mit dem beleidigung sollte sich der Handelsmann Hermann Schulz am 1. Januar als Titelausgabe der Deutschen Warte" weiter er Abend des 4. September 1895 schuldig gemacht haben, während scheinen und daß, was die Hauptsache, das Honorar auf er an der Ecke der Friedrich- und Wittelstraße den Vorwärts" der bisherigen Höhe" belassen werde, ohne daß durch die Auf- ausbot. Der Kaufmann Ramhorst hatte beobachtet, daß der Annahme in beide Blätter eine Erhöhung eintrete. Für Auf- geklagte, der feine Zeitung mit den Worten anpries:" Die nahme in die„ Deutsche Warte" allein war das Honorar schon Antwort des„ Vorwärts" auf die Rede des Kaisers", von den bislang so niedrig bemessen, wie in kaum einem anderen Blatte. Leuten, welche das Blatt taufen und mit 10 Pfennigen bes zahlen wollten, 30 oder 50 Pfennige pro Nummer verlangte. Zur Vorsicht beim Abschluß von Fenerversicherungen als bei diesem wucherischen Gebahren das Geschäft nicht mahnt, was dem Klempnermeister Heinrich Neumann aus der Jägerstraße 33a zu Groß- Lichterfelde begegnet ist. Bei Neumann gehen wollte, wandte sich der Angeklagte zu einer nahen Kneipe, während er einige Bemerkungen machte, die den erwähnten explodirten, wie wir damals berichteten, im vergangenen Herbste Grubengase und richteten auf seinem Grundstück bedeutenden Beugen zu einer Warnung vor den bösen Folgen einer Majestätsbeleidigung veranlaßten. Diese gute Absicht bewirkte jedoch das Schaden an. Der Geschädigte wandte sich an seine Versicherungs- Gegentheil, denn Schulz, welcher übrigens etwas angetrunken gesellschaft, die Gladbacher, und diese schickte auch einen Sachverständigen, der den Schaden auf 360 Mart abschäßte. Herr war, ließ sich dadurch zu einer noch schärferen Kritik der bes Neumann hatte zwar zur Ausbesserung des Schadens 450 Mart tannten Rede Wilhelms II. hinreißen. In der Verhandlung auswenden müssen, war aber doch mit der Entschädigung von behauptete er, von der ganzen Sache nichts zu wissen und finnlos betrunken sein. gewesen zu Dem widersprach 360 Mart zufrieden. Somit war alles in Ordnung gewesen, wenn nicht auf einmal die Gesellschaft sich anders besonnen hätte. als auch des Schuhmanns, welcher den Angeklagten zur Wache jedoch das Zeugniß des erwähnten Kaufmanns sowohl, Sie fand plötzlich, daß in dem Versicherungsvertrage wohl von fiftirt hatte. Der Staatsanwalt hielt nicht sowohl in den Worten, Schäden durch Entzündung von Leuchtgas, nicht aber von sistirt hatte. Der Staatsanwalt hielt nicht sowohl in den Worten, als vielmehr in dem ganzen Verhalten des Angeklagten eine Grubengas die Rede sei, und lehnte daher die Auszahlung der Majestätsbeleidigung für vorliegend und beantragte 1 Jahr Ge Entschädigung rundweg ab. fängniß. Der Gerichtshof meinte jedoch, daß dem Angeklagten die Beleidigung gegen den Kaiser nicht zum Bewußtsein gekommen und nur als grobe Ungebühr aufzufassen sei. Er erkannte deshalb nur auf die böchste zulässige Strafe wegen groben Unfugs, nämlich 6 Wochen Haft. In einem Kampfe mit Forstbeamten wurde zwischen dem Spandauer Bock und dem Kaisergarten ein Wilddieb erschossen, dessen Persönlichkeit bisher noch nicht festgestellt werden konnte. Die Kugel führte den sofortigen Tod des Wilderers herbei. " war. Blum hatte Bersammlungen. Nach dem§ 21 des für das Berliner Droschken- der bei der Firma Siemens ut. Halste beschäftigte und bisher un- 1 am 4. November frei, weil er nicht der Verfasser und auch futivesen geltenden Reglements vom Jahre 1873 fann dem bescholtene Arbeiter Carl Schulze zu verantworten. Der erwähnte nicht für jene Artitel verantwortlich Kutscher, der wiederholt wegen Körperverlegung bestraft ist, Polizeilieutenant ging am Nachmittage des 20. Juli vorigen gegen dieses Urtheil Berufung eingelegt und zu der der Fahrschein entzogen werden. Dem Droschkentutscher 2., Jahres in voller Uniform durch die Bergmannstraße. Da am 28. Dezember vor dem Landgericht Leipzig abgehaltenen welchem sein etwas lebhaftes Temperament zwei Strafen wegen trat der etwas angetrunkene Angeklagte an ihn heran Verhandlung Genossen Lipinsti als Zeugen laden lassen. Körperverlegung eingebracht hatte, war vom Polizeipräsidium und bespie ihn. Lieutenant Lezius stieß den Angeklagten Blum 30g vor der Verhandlung die Berufung deshalb der Fahrschein entzogen worden. Er focht diese beiseite und setzte seinen Weg fort. Jetzt lief Schultze zurück, wodurch sich die Zeugenvernehmung erledigte. Maßregel im Wege der Klage an, indem er besonders aber hinter ihn her und indem er rief:„ Sie haben mich an- In einer zweiten Sache hatte sich der Vorsitzende des geltend machte, das Polizeipräsidium wende die oben gerempelt", versetzte er dem Lieutenant mehrere Schläge gegen die Deutschen Patriotenbundes zur Errichtung eines Völkerschlachtengitirte Bestimmung des Reglements sonst immer erst bei der Brust und versuchte ihm die Orden abzureißen. Jetzt zog der Denkmals Architekt Clemens Thieme durch einen in der dritten Bestrafung an. Vom Vertreter des Beklagten wurde Lieutenant den Degen und verletzte den Angeklagten damit an der Nr. 49 der Leipz. Volts- 31g." vom 28. November 1894 enthaltenen dies bestritten. Der Bezirksausschuß wies die Klage des Kutschers einen Hand ziemlich erheblich. Schuyleute famen ibm nun zur Leitartikel beleidigt gefühlt und war Genosse Dr. Bruno mit der Begründung ab, das beklagte Polizeipräsidium wäre Hilfe und brachten den Angeklagten zur Wache. Hier machte Schoenlant als Verfasser vom Schöffengericht Leipzig am auf jeden Fall nach der zweiten Bestrafung wegen Körper- Schulze noch eine derartige Bemerkung, daß er es dem Lieute 30. September d. J. zu 150 M. Geldstrafe eventuell 15 Tagen verlegung zur Fahrschein- Entziehung berechtigt gewesen, auch nant" besorgen" werde, so wahr er Sozialdemokrat sei. Auf Saft verurtheilt worden. Gegen dieses Urtheil hatte Genoffe Vor dem Landgericht wenn es sonst wirklich erst bei der dritten Bestrafung von seinem der Anklagebank machte der Angeklagte einen höchst stumpf Schoenlant Berufung eingelegt. Recht aus§ 21 des Reglements Gebranch gemacht hätte. Der finnigen Eindruck; er behauptete, von der ganzen Leipzig tam es am 28. Dezember zum Vergleich. Nachdem 4. Senat des Ober- Verwaltungsgerichts als Be- Sache nichts zu wissen und noch nie sozialdemokratische Schoenlant erklärte, daß er weder Thieme noch die einzelnen rufungsinstanz schloß sich der Entscheidung des Bezirksausschusses Ideen gehabt zu haben. Vor ungefähr zwei Jahren sei er von Mitglieder des Bundes beleidigen wollte, zog Thieme die slage vollständig an. einem Fahrstuhl gestürzt und höchst gefährlich verunglückt, außer zurück. Wegen Verstoßes gegen die Arbeiter- Schutzbestim- fomplizirten Arm- und Beinbrüchen habe er auch eine Kopfmungen der Gewerbe- Ordnung, soweit sie die tägliche Arbeits- wunde erhalten, die es nicht unmöglich erscheinen lasse, daß er Dauer der weiblichen Fabrikarbeiter betreffen, war der Unter- bei dem Falle eine Gehirnverlegung erhalten habe. Sicher sei er Ueber das Thema ,, Friede anf Erden und den Menschen nehmer Kronberg verurtheilt worden. K. besaß gemeinsam mit bei der zur Anklage stehenden That unzurechnungsfähig geeinigen anderen Leuten in der Kaiserstraße einen Betrieb mit wesen. Der Kassenarzt, der den Angeklagten auch jetzt noch ein Wohlgefallen!" hielt am zweiten Weihnachtsfeiertag Ge maschinellen Einrichtungen, in dem etwa 15 Personen beschäftigt behandelt, da dieser durch den erwähnten Unfall zum theil nosse Waldeck Manasse in einer auch von Frauen sehr zahlBuste's Lotal", waren. Es wurde ihm der Vorwurf gemacht, daß arbeitsunfähig ist, bezweifelte in seinem Gutachten jedoch, daß reich besuchten öffentlichen Versammlung in mehrere Arbeiterinnen des Sonnabends nach 51/2 Uhr die Geisteskräfte des Angeklagten durch die Verlegung gestört Grenadierstr. 33, einen Vortrag, der großen Beifall fand. An die Arbeitsräume ausfegten und in ihnen aufräumten. worden seien; ihm hätte dies in der Zwischenzeit auffallen die Versammlung schloß sich ein gemüthliches Beisammensein, Den Einwand des Angeklagten, daß einer Fabrik müssen, dagegen scheine der Angeklagte ein Trinker zu sein. Der das vom„ Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins im Sinne des Gesetzes nicht geredet werden könnte, sondern daß Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten nach dem Antrage des und Umgegend" veranstaltet war und die Versammlungsbefucher noch lange beieinander hielt. Der Betrieb nur eine Versuchsanstalt zur Erprobung einer neuen Staatsanwalts zu zwei Monaten Gefängniß. Maschine für die Schuhfabrikation gewesen sei, hielt die Straf Wie leicht man unter dem neuesten Kurs wegen Majestäts- Der Verein zur Wahrung der Interessen der Zinkfammer nicht für stichhaltig. Wäre, wie behauptet wurde, wirklich kein Gewinn erzielt worden, dann sei man doch bei der beleidigung verurtheilt werden kann, zeigt abermals eine gießer und Stürzer Berlins und Umgegend erledigte in Einrichtung der Anstalt" auf die Erzielung eines solches aus- Verhandlung, die sich vor dem Reichsgericht abspielte. Vom feiner letzten Mitgliederversammlung gewertschaftliche AngelegenDie nächste Versammlung wird Dienstag, den Landgerichte Stettin war am 19. Juli der Redakteur der heiten. gegangen. Ganz ohne Nußen sei es übrigens nicht abgegangen, Stettiner Abendzeitung", Hugo Werth, wegen Majestäts- 14. Januar, abends 1/29 Uhr, bei Schumacher, Pücklerstr. 45, Denn zugegebenermaßen hätte die hergestellte Waare wenigstens beleidigung zu 6 Monaten Festung verurtheilt worden. Am abgehalten. als„ Ramsch" verkauft werden können. In der Revision wurde von Kronberg besonders geltend gemacht, auch der Betrieb als Fabrik anzusehen wäre, müßte die Vorentscheidung doch aufgehoben werden, da das Ausfegen und Aufräumen nicht zur Betriebsthätigkeit gehöre. Der Straf: senat des Kammergerichts wies die Revision zurück. Ob ein Institut als Fabriks betrieb anzusehen ist, sei eine Thatfrage. Wenn der Vorderrichter feststellte, daß hier ein Fabrik: betrieb in Frage stand, und das Ausfegen und Aufräumen zu den Betriebsthätigkeiten zählte, dann liege darin kein Rechtsirrthum. n wenn " = " 30. Dezember 1894 hatte er in einer Wahlversammlung der freiCharlottenburg. Am 27. Dezember wurde hier eine öffentsinnigen Volkspartei den Vortrag übernommen. Er sprach über die liche Töpfer Versammlung abgehalten. Diese nominirte Aufgaben des entschiedenen Liberalismus", die Entlassung Caprivi's, zunächst den Kollegen E. Puhte zum Kandidaten zu den von der Unsicherheit und dem Echwanken der Regierung und ge- Gewerbegerichtswahlen, nachdem sie den Beschluß einer früheren brauchte dann gewisse Ausdrücke in einer Weise, die Volksversammlung, wonach der Kandidat gewerkschaftlich und vom Gerichte als beleidigend für den Kaiser angesehen politisch organisirt zu sein brauchte, entsprechend kritisirt hatte. Die Revision des Angeklagten wandte sich in der Die Neuwahl eines Vertreters zum hiesigen Gewerkschafts wurde. Hauptsache gegen die Auslegung der inkriminirten Worte; auch fartell vorzunehmen, lehnte die Versammlung ab, da die wurde bestritten, daß das Wort von der Anmaßung gefallen fei. Interessen der Töpfer durch ihren Vertreter in der Ber- Der Vertreter der Reichsanwaltschaft gab selber seinem liner Gewerkschaftskommission gewahrt würden. Im übrigen Zweifel Ausdruck, ob die Auslegung des Gerichtes find die Töpfer Charlottenburgs von vornherein gegen die Auf der Stadtbahn. Eine fleine Bahnhofs Szene be- eine zu billigende fei, beantragte aber doch die Ber- Gründung eines solchen Instituts gewesen, da die große Nähe schäftigte gestern das hiesige Schöffengericht. Da die Stadtbahn werfung der Revision, da keinerlei Gefeßesbestimmung verletzt Berlins dasselbe doch illuforisch mache. Kollege Nicolaus während der Abendstunden namentlich von Arbeitern ſtart sei!- Der 4. Straffenat des Reichsgerichts erkannte am 30. De verwaltet sein Amt als Vertrauensmann vorläufig noch weiter, frequentirt wird, so wird zur Bewältigung des Verkehrs die Zahl zember in diesem Sinne auf Verwerfung des Rechts- da sich feiner der vorgeschlagenen Kandidaten zur Annahme der Wagen um diese Zeit vermehrt. Auf den Grenzstationen mittels. dieses Postens entschließen fonnte. Des weiteren wurde der einseitige der Stadt werden dann einige Wagen als überflüssig abgekoppelt und die Passagiere derselben müssen sich in den anderen Wagen Majestätsbeleidigungs Prozeß gegen die Leipziger Aufruf der General- Kommission in Hamburg, betr. die Ein einen Platz suchen. Am Abend des 4. November hatte der Volkszeitung". Leipzig, 31. Dezember. In der Nummer berufung des nächstjährigen Gewerkschaftskongresses, tritisirt und Stationsvorsteher des Schlesischen Bahnhofes einen heftigen Wort 265 der Leipziger Volkszeitung" vom 14. November wurde das die Erwartung ausgesprochen, daß alle lokalorganisirten Gewerk wechfel mit einem Arbeiter, der die abzukoppelnden Wagen hatte am selben Tage in Breslau gegen Genofien Liebknecht wegen fchaften hiergegen protestiren möchten. verlassen müssen und sich erklärlicherweise weigerte, in den über Majestätsbeleidigung, enthalten in der Eröffnungrede des letzten füllten anderen Wagen einen Play zu suchen. Es entstand ein Parteitags, gefällte Urtheil mit einigen Bemerkungen verAuflauf, wobei das Publikum für den Arbeiter Partei nahm. öffentlicht. In dem Schlußsatz dieser Anmerkung soll eine Der Beamte bekam infolge der eigenthümlichen Maßnahmen der Majestätsbeleidigung enthalten sein und hatte sich darum Verwaltung manches derbe Wort zu hören. Erst nach Genosse Simon Katzenstein als verantwortlicher Redakteur einiger Zeit die Arbeiter ein und als der wegen dieses Vergehens vor der 3. Straffammer des Landgerichts 3ug sich in Bewegung fette, foul fich einer von ihnen zu verantworten. Es wurde Ragenſtein jut brei Monaten der Arbeiter B., aus dem Fenster gelehnt und dem fängniß verurtheilt, sowie verfügt, daß sämmtliche noch im Besitz F. S. 20. Klagen Sie schleunigst beim Gewerbegericht. Beamten ein grobes Schimpfwort zugerufen haben. Wegen des Verlegers oder sonst öffentlich ausliegende Exemplare der diefer öffentlichen Beleidigung hatte sich B. gestern zu verant- Nummer der„ Leipziger Bolts- Zeitung" vom 14. November, sowie Auch wenn der biedere Ehrenmann verschwunden ist, gilt die an worten. Er legte dar, daß eine Personenverwechselung vorliegen die zur Herstellung gebrauchten Formen und Platten eingezogen antragen Sie gleichzeitig beim Gewerbegericht unter Darlegung seine Ehefran erfolgte Klagezustellung als hinreichend. Bes müsse, wurde aber doch von den Zeugen wiedererkannt und zu und unbrauchbar gemacht werden. des Sachverhalts Erlaß eines Arrestes. M. N. 48. Sie 15 M. Geldstrafe verurtheilt. Der Pferdebahnschaffner, der auch Leipzig. Im Anschluß an die bekannten Boulanger- Guthaben zur Zeit nur Anspruch auf den Ihnen zustehenden Theil nur eine Person über die zulässige Zahl der Fahrgäste in den hüllungen des nationalliberalen Kämpen Dr. Hans Blum brachte des mütterlichen Vermögens. Das H. K.'sche Vermögen gehört Wagen läßt, wird in Polizeiftrafe genommen, die Stadtbahnver- die Leipziger Volkszeitung" in ihren Nummern 21, zum Vermögen des Vaters. Anspruch auf das Vermögen feines waltung darf, ohne daß die Sicherheitsbehörde eine Hand rührt, 22 und 24 vom 25., 26. und 29. Januar 1895 einige Notizen, Baters hat niemand bei Lebzeiten desselben. Erst nach dem etwa dem Publikum zumuthen, sich in überfüllten Wagen einen Platz wegen denen Blum, obgleich Genosse Lipinski die Nummern vor Ihrem Ableben erfolgten Tode Ihres Vaters steht zu suchen. verantwortlich gezeichnet hatte, gegen Genossen Dr. Bruno Ihnen ein Anspruch auf einen Theil des Nachlasses z. Wegen thätlicher Beleidigung des Polizeilieutenants Schoenlant als verantwortlichen" Redakteur Privatklage B. N. Ist nur durch Nachfrage bei den Orts- PolizeiNein. Wilh. O. Lezins hatte sich vor der 138. Abtheilung des Schöffengerichts erhoben hatte. Das Schöffengericht Leipzig sprach Schoenlant und Pfarrbehörden zu erfahren. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 1. Januar. Opernhaus. Der Freischütz. Donnerstag: Lohengrin. Schauspielhaus. Wilhelm Tell. Donnerstag: Othello, der Mohr von Venedig. Deutsches Theater. Weh' dem, der lügt. Berliner Theater. Der Ver sch: vender. Nachmittags 3 Uhr: Prinzessin Goldhaar. Donnerstag: Hasemann's Töchter. Lessing- Theater. Komtesse Guckerl. Neues Theater. Bruder Martin. Nachm.: Francillon. Donnerstag: Bruder Martin. Schiller Theater. Der Raub der Sabinerinnen. Nachmittags: Der Traum ein Leben. Donnerstag: Ehrenschulden. Schweigen. Ohne Liebe. Das Residenz- Theater. Sals über Kopf Nachm. 3 Uhr: Der Rabenvater. Donnerstag: Hals über Kopf. Vorher: In doppelter Befehrung. Adolph Ernst- Theater. Frau Lohengrin. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater Fortunio's Lied. Die fleinen Lämmer. Donnerstag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Hinko, oder König und Freiknecht. Zum Schluß: scheus, das Waldmädchen. Nachmittags 2 Uhr: Der G'wissenswurm. Theater Unter den Linden. König Chilperich. Reichshallen- Theater. SpezialitätenVorstellung. American- Theater. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. " Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, nachm. 3 Uhr: Der Traum ein Leben. Abends 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. H. D. in 2. Schwindel. National- Theater. Apollo Theater Passage- Panopticum. Direktion: Max Samst. Große Doppel- Vorstellung zu einfachen Preisen: Donnerstag, abends 8 Uhr: Cyren- Hinko, oder König u. Freiknecht. schulden. Das Schweigen. Schauspiel in 5 Aften u. einem Vorspiel Ohne Liebe. Central- Theater. Alte Jakobftr. 30. Mittwoch, 1. Januar 1896: Zum 117. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Zum 11. Male: Frau Lohengrin. Schwant mit Gesang in 8 Aften von Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété- Theater Königstraße, Rolonnaden. Nenes Programm 100 Artisten!!! Durchwegs hoch komisch. Das richtige Karnevals- Programm! Hals über Kopf!!! Große kom. Pantomime. von Charlotte Birch- Pfeiffer. Regie: May Samst. Zum Schluß: Bschens, das Waldmädchen. Nachmittags 3 Uhr: Volksvorstellung. Der G'wissenswurm. Regie: Julius Türk. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Freitag: Bean. 3schens, das Waldmädchen. Alexanderplatz- Theater. Neujahrstag. Anfang 8 Uhr.- Zum 73. Male: Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Vollst. neues Programm Harry und Joe. Salerno. Mlle. d'Estrée. Arra Vora u. Zebra. Turl Dare. Beau Malaga. Dora Parness. Stelling u. Revell. Geschw. Lané. Willi Zimmermann Düring- Quintett. Brothers Forest. * Sergeant Sims feiner Solonial- Kompagnie m. ( 12 Negerjungen). Kaffeneröffnung 6 Uhr. Anfang der Borstellung 7½ Uhr. Urania Die kleinen Lämmer. Anstalt für volksthümliche Vaudeville in 2 Akten von 2. Varney. Vorher: Fortunios gied. Operette. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Freitag: Jubiläumsvorstellung. Bum 75. Male: Die kleinen Lämmer. Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Durchweg neue Spezialitäten. Neu! Prinzess HF Colibri. Neu! 3 Hanlon Luftturner. Dazu das sensationelle 20 riesenJanuar große Nummern Programm Sonntags 6 Uhr. Wochentags 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. Pl. 50 Pf. Anfang Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/53, Annenstr. 42/43 ( City- Passage). Mittwoch, den 1. Jaunar, mittags 12 Uhr: Neujahrs- Matinee Entree frei. Abends 6 Uhr: Extra- SpezialitätenVorstellung des gesammten Schauspiel- und Spezialitäten Personals. Entree 30 Pf. Reserv. Pl. 50 Pi. R.Winkler. 42 Mädchen vom andern Ende der Welt ( Samoa). Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu: Theatrum mundi! ( Mechanisches Welttheater.) Im Illusions- Saal: Allerseelen. Neuer Circus. Circus Busch( Bahnhof Börse). Mittwoch, 1. Januar 1896: 2 große Vorstellungen 2 Nachm. 4 Uhr( ermässigte Preise und ein Kind unter 10 Jahren frei): Ein Winternachtstraum. Außerdem: Senor Fessi mit seinem großartig dreff. spanischen Stier. Bär und Schildwache, höchst tom. Episode. Auftreten der Klowns Gebr. Nofft, Gebr. Duy, Mr. Veldeman. Abends 71/2 Uhr: 3fchens, das Waldmädhen. Außerdem: Wiederauftreten d. Elite- Akrobaten Troupe Relampagos. Senor Fessi m. 80 weibsein. dress. span. Stier. liche Klowns, höchst tom. Potpourri. Ein equestrisches Arrangement von 70 Hengsten, vorgef. v. Dir. Busch. Auftreten der beliebtesten Klowns. Donnerstag: 3fchens, das Waldmädchen. Eigentum des Vorstandes der SPD" der des Mittwoch, den 1. Januar 1896, abends 6½ Uhr: Oeffentliche 100/5 Heute, amt 1. Neujahrstag: Ortskrankenkasse] Orts- Krankenkaffe| Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Osten Berlins. Familien- Kränzchen von nachmittags 5 Uhr ab. Große und kleine Bimmer für Vereine von 20-230 Personen, sowie zwei Kegelbahnen sehen zur Verfügung. Fr. Zubeil, Lindenstr. 106. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstr.- Eing. Schadowstr. 14. Am Neujahrstage Eintrittspreis DF 50 Pfg. Reichhaltige Ausstellung von Land- und Seethieren, wie Affen, Riesenschlangen, Krokodile, Hai- u. Tintenfische etc. RAUERD FRIEDRICHSMA Aktien- Brauerei ( Königsthor). Heute Mittwoch: Strumpfwirker: Töpfer- Gewerbes Versammlung für Männer und Frauen Den Mitgliedern daß zeichniß vorläufig nur im Kaffenlokal, vom 1. Januar 1896 das Aerztever Große Frankfurterstraße 124, ausliegt und haben die Mitglieder nur die darin verzeichneten Aerzte in Anspruch zu 263/17 nehmen. Der Vorstand. Freie Kranken- u. Begräbnisskasse der Schuhmacher u. Berufsgen. Berlins( E. H. 27). Generalversammlung Montag, den 13. Januar 1896, abends 8 Uhr, 20276 im Lokale des Herrn Bolt, Alte Jakobfir. 75. Zagesordnung: zu Berlin. 2. Diskussion. in Albrecht's Salon, Memelerstraße Nr. 67. Tages Ordnung: Da durch Verfügung des 1. Vortrag des Genoffen Dr. Joël über: ,, Neujahrsgedanken." Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. O Entree 10 Pf. Herrn Magistratskommissars für die Orts- und BetriebsKrankenkassen vom 20. d. M. Gleichzeitig machen wir bekannt, daß der Club am 11. Januar 1896 einen _ Wiener Maskenball der von der diesseitigen Klasseveranstalten wird. Billets à 50 Bf. find bei den Mitgliedern zu haben. pro 1896 bereits abgeschlossene Vertrag mit dem ,, Verein der Große öffentliche Versammlung freigewählten Kassenärzte für sämmtl. Droschkenkutscher ungiltig erklärt worden ist, Berlins und Umgegend ein Verzeichniss der neuen am Donnerstag, den 2. Januar 1896, abends 9½ Uhr, Aerzte aber gedruckt noch in Keller's Felträlen, Koppenſtr. 29. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt Referent: Genosse Hoffmann. 1. Viertel jährlicher und jährlicher nicht vorliegt, so ersuchen wir Friedrichshain Die vom Ausschuß 1894 bewilligte unsere Stassenmitglieder, vom gemacht. Kassenbericht. 2. Beschlußfassung über Extra- Krankenunterstützung von 40 M. 1. Januar 1896 ab in betreff 52/7 für das Mitglied P. Rothfahn. 3. Fest: sehung der Gehälter und Kontrollgelder. der neuen Aerzte sich streng 4. Wahl des Vorstandes und des Aus: nach dem im Kassenlofal aus schusses, 5. Innere Rassenangelegenheit. Mitgliedsbuch legitimirt. gehängten Aerzte- Verzeichniß bis auf weiteres zu richten. Großrs Militär- Konzert Przywarski. Gintritt 20 Pf. Programm unentgelt!. Der Vorstand. Eiferne Regulir, Füll, Gas-, Grude- Defen, Kochmaschinen, Laternen, Concerthaus Sanssouci eiserne, Bint- Schornsteine, Saug- Druck pumpen, eiſerne Thüren, Schwungräder, Gasrohr, Verbindungsstücke, Nuzeisen Kottbuserstraße 4a. Heute, Mittwoch, 1. Januar 1896: Gr. Neujahrs- Soirée der altbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Brill. Neujahrs- Programm! Donnerstag: Soirée in Köpenick ( Klein's Hotel). Freitag: Victoria- Braueret. Mittwoch, den 8. Januar: 11. Soirée im Moabiter Stadttheater ( Alt- Moabit 48). G. Rabe's Gesellschaftshaus Fichtete. 29. Empfehle meine Säle zu Festlichkeiten aller Art, auch stelle dieselben zu jeder Versammlung zur Verfügung frei. 2034b G. Rabe. billig. 20236 C. 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Januar: Gr. Fest- Soirée u. Doppel- Concert der beliebten Hamburger Sänger 18 Herren und des Berliner Konzert- Orchesters unt. Leit. d. Hrn. Musikdir. G. Grass. Nach der Soiree: Großer Ball. Sehenswerth! Sehenswerth! Der strahlende Riesen- Weihnachtsbaum. Anfang 5 Uhr. Th. Boltz' Festsäle, S., Alte Jakob Strasse 75. Amt I, 1082. 4274L* Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theil. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnsiehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Gudtel, Lausitzerplatz 2, Elsasserstr. 12 W. Noack's Die bereits in ärztlicher Behandlung stehenden Mitglieder wollen sich genau vor her Gewißheit im Sassenlokal darüber verschaffen, ob ihr jetziger Arzt vom 1. Januar 1896 ab noch weiterhin als Kassenarzt zuständig ist. Berlin, 31. Dezember 1895. Der Vorstand. Achtung! 201/3 Orts- Krankenkasse der MaschinenbauArbeiter und verwandten Gewerbe. Da durch Verfügung des Herrn Magistratskommissars für die Ortsund Betriebs Strankenkassen vom 20. d. M. der von der diesseitigen Kasse pro 1896 bereits abgeschlossene Vertrag mit dem Verein der freigewählten Rassenärzte" für ungiltig erklärt wor den ist, ein Verzeichniß der neuen Aerzte aber gedruckt noch nicht vorliegt, so ersuchen wir unsere Kaffenmitglieder, vom 1. Januar 1896 ab in betreff der neuen Aerzte sich streng nach dem im Staffenlokal ausgehängten Aerzteverzeichniß bis auf weiteres zu richten. 20266 Die bereits in ärztlicher Behandlung stehenden Mitglieder wollen sich genau vorher Gewißheit im Kaffenlokal darüber verschaffen, ob ihr jeziger Arzt vom 1. Januar 1896 ab noch weiterhin als Rassenarzt zuständig ist. Berlin, 31. Dezember 1895, Der Vorstand. S. Steinfeldt, stellv. Borsitzender. H. Orts- Krankenkaffe Konzert- und Gesellschafts- Säle, der Kürschner und verw. Brunnenstr. 16. Heute, Mittwoch, den 1. Januar 1896: Großes Konzert Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Nach derselben: Groker Ball. Ein moderner Rasir Salon Vaudeville in einem Aufzuge von L'Arronge. Pascha Rattaschingratata Operetten Burleske in 1 Aft von E. Linderer. Berl. Bockbrauerei Tempelhofer Berg. Heute, am Neujahrstage: Gr. Extra- Soirée. Stettiner Sänger. Gewerbe zu Berlin. = Durch Verfügung des Herrn Magistrats Kommissars für Orts- und Betriebs Krankenkassen vom 20. Desember 1895: 3it der bereits abgeschlossene Vertrag mit dein Verein der freigewählten Kassenärzte pro 1896 für ungiltig erklärt worden. Wir ersuchen daher unsere sich in ärztlicher Behandlung befindlichen MitHeute: Der Einberufer. National- Theater. Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Bum lekken Male: Der G'wiffeuswurur. Bauerntomödie mit Gesang von Ludwig Anzengruber. 20090630000: 00000000 Buchhandlung des Vorwärts", Berlin SW. 2. Beuth- Straße 2. Bur Mallenverbreitung! Eoeben erschien in dritter Auflage: Prozeß Liebknecht in Breslau. Mit einem Vor- und Wadhwort von W. Liebknecht. Preis 10 Pf. Porto 3 Pf. Bei Partienbezug Rabatt. Dieser Prozeß ist in der Fülle der gegenwärtigen Majestätsbeleidigungs- Auflagen typisch; die Bedeutung der Broschüre erhellt am besten daraus, daß in vierzehn Tagen bereits drei Auflagen nöthig wurden. Der Septemberkurs vor dem Reichstag. 96 Seiten Großoftav. Preis 15 Pf. Porto 5 Pf. Bei Partienbezug Rabatt. Die Bebel'sche Etatsrede hat der diesjährigen Etatsdebatte ihre politische Bedeutung gegeben und diese zu einer Diskussion über die Sozialdemokratie und den Septemberkurs ge staltet. Die Sedauheße, die Majestätsbeleidigungs- ProzeßEpidemie, die neueste Negierungspolitik wird hier vor dem Richterstuhl der Deffentlichkeit abgehandelt und ist daher diese Sammlung der in stenographischem Wortlaut wiedergegebenen Reden der Abgeordneten Bebel, Barth, Haußmann, Stumm 2c., des Reichskanzlers, des Kriegs- und des Justizministers von weiter gehendem Interesse. Brockhaus', Meyer's Legifon, Brehm's Thierleben, Weltgeschichten, Bücher, ganze Bibliotheken fauft Antiquariat Kochstr. 56, I.[ 21/20 Bither lehrt Schulze, Bre izlauer Allee 26. Alle Sorten Kinderwagen Näder und jede Reparatur Pallisadenstr. 101. 1896. Wohl bekomm's! glieder, vom 1. Januar ab auf die Carl Schindler, Chauſſeeftr. 53. Anweisungen im Kaffenlokal gefälligst achten zu wollen. Der Vorstand. W. Freyer, Vorsitzender, Marienburgerstr. 32a. Achtung! Orts- Krankenkasse d. Vergolder und Berufsgenossen. Durch Verfügung der Aufsichtsbehörde ist unser seit 1894 giltig ge= wesener Vertrag mit dem Verein Neues der freigewählten Rassenärzte für 1896 urtomisches ungiltig erklärt worden. Da ein Ver Programm. zeichniß der neuen Aerzte noch nicht gedruckt ist, so ersuchen wir unsere Rassenmitglieder, vom 1. Januar 1896 ab in betreff der neuen Aerzte sich nach dem im Rassenlokal befindlichen Aerzteverzeichniß zu richten. Anf. 61/2 Uhr. Entree 50 Pf. Im Hohenzouera Saale: Tanz. 24/20 Nächste Soiree: Sonntag, den 5. Januar 1896. Kaiser- Panorama Neu! 225/15 Die zur Zeit in ärztlicher Be handlung stehenden Mitglieder wollen sich im Kassenlokal Gewißheit verschaffen, ob ihr jetziger Arzt vom Amt III. 8917. Auf Theilzahlung! Schlag- Regulat. 14 Tg. geb. 18 M. Silb. Herren- Remont.- Uhr 15 2jähr. Garant. Charlottenstr. 15. Kein Abzahlungsschwindel. " Große Betten 12 M. ( Dberbett, Unterbett, zwei Rissen) mit ge reinigten neuen Federn bei Gustav Lustig. Berlin S., Brinzenstraße 46. Wreide lifte tostenfrei. Wiele Anerkennungs schreiben. 280/9 Augler, die gewillt sind, dem Anglerverein„ Telphin" beizutreten, fönnen fich melden Blumenstr. 20, Restaurant. Es giebt nur ein einziges sicheres Radikalmittel zur gänzlichen Entfernung von Hühneraugen, Ballen 2c., und zwar die echten ,, Freund'schen Thilophag Platten", braune Farbe. Zu baben in allen Apotheken 1. Droguen, 12 Stück für 70 Pi. oder 2 Stück 15 f. nebst Gebrauchsaniv. 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Rechnungsergebnisse der Berufsgenollenfchaffen. % Mittwoch, den 1. Januar 1896. 13. Jahrg. Auf den Kopf der Versicherten berechnet belaufen fich im nahm auch die Bücher u. s. w., konnte aber infolge der 1895 er Rechnungsjahre bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften die folgten Auflösung der Vertrauensmänner die Thätigkeit nicht laufenden Verwaltungskosten auf 0,91 M.( gegen 0,86 m. im aufnehmen. Bei einer in diesem Jahre vorgenommenen HausJahre 1893); auf je 1000 m. der anrechnungsfähigen Löhne suchung wurden vom Polizeikommissar Pickert folgende Gegens Die vom Reichs Versicherungsamt nach§ 77 des Unfall- 1,39 m.( gegen 1,32 M.), auf jeden Betrieb 11,17 M.( gegen stände beschlagnahmt: 50 Mitgliedsbücher, ein Stempel V. d. H. versicherungs Gesetzes vom 6. Juli 1884 und den entsprechenden 10,58 M.), auf jeden im Rechnungsjahre zur Anmeldung gelangten 90 Leipzig mit Stempelfaften, Statuten, Adressenverzeichnisse Bestimmungen der weiteren Unfallversicherungs- Gesetze auf Unfall 24,97 W.( gegen 24,44 M. im Vorjahre.) 42 Aufnahmeformulare, 26 Vordrucke für Reise- Unterstützung geftell te, soeben dem Reichstag vorgelegte Nachweisung der Die Höhe der laufenden Verwaltungskosten ist bei den und 14 Belege von der 1895 er Abrechnung. Die Mitangeklagten gefammten Rechnungsergebnisse der Berufs einzelnen Berufsgenossenschaften sehr verschieden; dieselbe hängt Neumann und Ziege sind auch selbständige Vertrauensleute genossenschaften c. für das Rechnungsjahr 1894 bezieht ab von der Zahl der versicherungspflichtigen Personen, der Zahl gewesen. fich auf die gebnte Rechnungsperiode feit dem Bestehen der Betriebe, der größeren oder geringeren Unfallgefahr u. s. w. Die Kontrolle über die Thätigkeit der Kassirer und Verder gesetzlichen Unfallversicherung. Die Nachweisung erstreckt zu Vergleichen über die Angemessenheit der Aufwendungen der trauensleute, sowie deren Abrechnungen und Belege lag Personen fich auf 112 Berufsgenossenschaften( 64 gewerbliche und 48 Berufsgenossenschaften unter einander können die Rechnungs ob, die in öffentlichen Holzarbeiter Versammlungen vorgeschlagen landwirthschaftliche), auf 385 Ausführungsbehörden( 183 staat ergebnisse der einzelnen Genossenschaften nicht ohne weiteres und vom Verbandsvorstand bestätigt wurden. Durch den Ver liche und 252 Provinzial- und Kommunal- Ausführungsbehörden) dienen. trauensmann wurden sie im Auftrage des Verbandsvorstandes und auf 13 aut grund des Bau- Unfallversicherungs- Gesetzes Die Gesammtausgaben der 385 Ausführungsbehörden haben schriftlich zur Revision eingeladen. Nach der Prüfung wurde bei den Baugewerks. Berufsgenossenschaften errichtete Versicherungs- fich auf 4 013 017,20 m., die der 13 Versicherungsanstalten das Geld und die Belege nach Stuttgart eingesandt; die anstalten. Der Baugewerks- Berufsgenossenschaften auf 1021 647,27 m. be- Revisionen fanden in unregelmäßigen Zeiträumen statt. Az laufen. Revisoren waren die Mitangeklagten Martin, Meusch. einbo3, Scheibner, uhlemann, Nagel und Richter bestellt. 38 163 770,35. im Jahre 1893, 32 340 177,99 M. im Jahre 1892, 26 426 377,00 M. im Jahre 1891, 20 315 319,55 M. im Jahre 1890, 14 464 303,15 M. im Jahre 1889, 9 681 447,07 m. im Jahre 1888, 5 932 930,08 m. im Jahre 1887 und 1915 366,24 M. im Jahre 1886. Die Sächsische Auftiz und die Arbeiter. = Die 112 Berufsgenossenschaften mit 914 Sektionen, 1095 Mit gliedern der Genossenschaftsvorstände, 5253 Mitglieder der Sektions- Die Bestände der bis zum Schlusse des Rechnungsjahres vorstände, 23459 Vertrauensmännern, 209 angestellten Beauftragten angesammelten Refervefonds der Berufsgenossenschaften betri gen ( Revisions- Ingenieuren u. f. w.), 1002 Schiedsgerichten und 3915 zusammen 113 643 514,74. die der mehrerwähnten Ver- Von den Tischlern Leipzigs ist den Holzarbeitern eine Arbeitervertretern haben 5219 591 Betriebe mit 17 533 380 verficherungsanstalten 474 373,60 m. Bibliothek zur Benutzung überlassen worden. Die Bibliothek ist ficherten Personen umfaßt. Hierzu treten bei den 385 AusEigenthum einer Privatperson und hat mit dem Holzarbeiters führungsbehörden mit 368 Schiedsgerichten und 1698 ArbeiterVerband gar nichts zu thun. Sie ist im Universitätskeller in vertretern zusammen 658 367 Versicherte, so daß im Jahre 1894 Leipzig aufgestellt, und es erwachsen besondere Ausgaben hierfür, bei den Berufsgenossenschaften und Ausführungsbehörden zu sowie für Beleuchtung, Heizung des Lokals, Neuanschaffung oder fammen 18191 747 Personen gegen die Folgen von Betriebsunfällen Reparaturen von Büchern, Abonnements von Zeitungen u. s. w. versichert gewesen sind. In der letterwähnten Zahl dürften Ein Monftreprozeß spielte sich dieser Tage vor dem Leipziger nicht, auch sind keine besondere Bibliothekstunden vorgesehen. 1 bis 11/2 Millionen Personen doppelt erscheinen, die gleichzeitig Schöffengericht ab. 3wanzig Mitglieder des deutschen Holz- Als Bibliothekare sind nun in öffentlicher Versammlung die nebeneinander in gewerblichen und in landwirthschaftlichen Bearbeiter- Verbandes sollen gegen die§§ 24 und 33 des sächsischen Mitangeklagten Heßler, Wichmann, Franz Horn und trieben beschäftigt und versichert sind. Vereinsgefeßes Inverbindungtreten von Vereinen, Semmlin, als Bibliotheksrevisoren Keller und Krämer An Entschädigungsbeträgen sind seitens der Berufsgenoffen- die fich mit öffentlichen Angelegenheiten befassen und Fort gewählt worden. fchaften gezahlt worden 39 718 296,31 m( gegen 34 173 471,26 M. führung eines verbotenen Vereins gefehlt haben und sind inDer Mitangeklagte Oskar Horn foll auch als Bibliothekar im Vorjahre), seitens der Ausführungsbehörden 3 923 290,80 m. folgedessen vor den Richter zitirt worden. Der Auflage zur gewählt worden sein. In der Berhandlung stellte es sich heraus, ( gegen 8 444 101,84 M. im Vorjahre), feitens der 13 Ver- ersten Verhandlung war kein Verhör oder eine Unterbaß er niemals Mitglied des Holzarbeiter fid erungsanstalten der Baugewerks Berufsgenossenschaften suchung vorausgegangen; es fügt sich die Anklage auf Verbandes gewesen, fich nie um den Verband 640 148,60 m.( gegen 546 197,25 W. im Vorjahre). Die Ge- Angaben der Polizei. Wie diese zu Werke gegangen ist, geht aus ge fümmert hat und zu der in Frage kommenden fammtsumme der Entschädigungsbeträge( Renten 2c.) belief sich dem Umstande hervor, daß einer der Angeklagten niemals Beit bei der Post a13 Telegraphenarbeiter auf 44 281 735,71 M. gegen Mitglied des deutschen Holzarbeiter Verbandes thätig war. In ihrer Eilfertigkeit hat die Polizei sich in gewesen ist, nie Versammlungen besuchte und der Person geirrt und einen völlig Unbetheiligten vor den Richter sich um den Verband nicht kümmerte. Viele der gebracht. Angeklagten erfuhren die Sache erst durch die Ladung zur ersten In einigen von den in dieser Zeit abgehaltenen 51 öffenta Verhandlung, die zwar in der gefeßlichen Frist von einer Woche lichen Holzarbeiter- Versammlungen sind auch ,, Verbandsangelegenerfolgt, aber doch so knapp war, daß es nicht möglich war, heiten" erörtert und Bericht über die Abrechnung vom Ver einen Vertheidiger zu erlangen. Aus diesem Grunde stellte denn trauensmann gegeben worden. Von dem 1893 erfolgten Verbot auch der Mitangeklagte Mobs in der ersten, am 13. Juli ab einer Zahlstelle haben bei ihrer Thätigkeit die Angeklagten gehaltenen Verhandlung den Antrag, die Sache zu vertagen. Martin, Leinhos, Krämer, Scheibner, Nagel, Ziege, Grundmann, Die Anzahl der neuen Unfälle, für welche im Jahre 1894 er Antrag wurde damals vom Gericht als unbegründet" Wichmann, Neumann und Richter nichts gewußt; die letteren Entschädigungen festgestellt wurden, belief sich auf 69 619. piervon abgelehnt, die Sache aber nach vierstündiger Verhandlung vier haben es erst durch die Zustellung der Ladung zur Vers naren Unfälle mit tödtlichem Ausgang 6361, Unfälle mit dauern von Amtswegen vertagt. Das Gericht beschloß damals, die handlung bezw. durch die Verhandlung erfahren. der völliger Erwerbsunfähigkeit 1784. Die Zahl der von den Polizei- Akten über die Versammlungs- Anmeldungen herbeizuziehen Der Spruch des Leipziger Gerichts lautete natürlich auf getödteten Personen hinterlassenen entschädigungsberechtigten und Ermittelungen darüber anstellen zu laffen, ob der Mit- fchuldig. Wegen Bergehens gegen die§§ 33, I und 24 des Personen beträgt 12 296( gegen 12 763 im Vorjahre). Darunter angeklagte Horn auch der an der Sache Betheiligte ist und wie fächischen Vereinsgesetzes von 1850 wurden Mohs zu befinden sich 4124 Wittwen( 4125), 7930 Kinder( 8400) und die Besitzverhältnisse der Bibliothek der Tischler sind. 50 M. Geldstrafe eventuell 10 Tagen Gefängniß, Grund242 Ascendenten( 238). Die Anzahl sämmtlicher zur Anmeldung Es wurde folgendes festgestellt. Im Jahre 1893 wurde vom mann und Neuman11 je 30 M. Geldstrafe gelangten Unfälle beträgt 282 982( gegen 264 130 im Vorjahre). Zentralvorstand des Holzarbeiter Verbandes der Tischler event. zu je 6 Tagen Gefängniß, die übrigen fechzehn zu je Die Summe der anrechnungsfähigen Löhne, die sich jedoch Beilide, verstorben am 19. September 1894, in Leipzig als zwanzig Mart Geldstrafe eventuell zu 14 Tagen Gemit den wirklich verdienten Löhnen nicht decken, stellt sich bei den Vertrauensmann eingefeßt und als er frank wurde, trat der fängniß verurtheilt. Dagegen der Mitangeklagte Friedrich Oskar 64 gewerblichen Berufsgenossenschaften auf 3431 714 880,38 M. Tischler Haufe, auch im Herbst 1894 verstorben, an seine Sorn freigesprochen. Ju der Urtheilsbegründung wurde Nachdem Beilide als Vertrauensmann ( gegen 8 866 587 328,77 M. im Vorjahre) bei einer Zahl von Stelle. ein ausgeführt, daß das Gericht die Ueberzeugung erlangt habe, war, wurde von 5 243 965 versicherten Personen( gegen 5 168 973 im Vorjahre. gefeßt einem Mitgliede des Ver daß in Leipzig eine 3ahlstelle des deutschen dem eine Für die landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaften haben sich bandes, Mitangeklagten Mohs, Bahlfelle Holzarbeiter Verbandes von den Angeklagten wegen des abweichenden Berechnungsverfahrens Lohnbeträge, des Verbandes angemeldet, um die Meinung der Polizei gebildet gewesen ist; und die Thätigkeit nicht eine solche im Sinne welche für die Beitragsberechnung zu grunde gelegt werden, in in dieser Angelegenheit kennen zu lernen. Am 5. August 1893 des§ 152 der Gewerbe- Ordnung darstelle. Der Verein hat sich die Nachweisung nicht aufnehmen lassen; die Zahl der in land- wurde Mohs vom Polizei- Amit Peipzig eröffnet, daß die für mit allen Gebieten des Wissens befaßt, war somit als ein Verein, und forstwirthschaftlichen Betrieben durchschnittlich versicherter Leipzig in Aussicht genommene Gründung einer Zahlstelle des der sich mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftigt, anzusehen. Personen ist wieder, wie für das Jahr 1893, mit 12 289 415 an- deutschen Holzarbeiter Verbandes verboten sei. Die Vertrauens- Ein solcher Verein darf aber feine Zweigvereine bilden, wenn, gesetzt worden. Diese Zahl umfaßt außer den ständig in der Land- männer wurden von diesem Verbot nicht berührt und für Haufe was hier nicht vorlag er nicht die Eigenschaft als juristische als Vertrauensmann eingefeßt Person hat. Das Schöffengericht hat nicht die Ueberzeugung und Forstwirthschaft thätigen Arbeitern und Betriebsbeamten und befleibete piesen Boten, bis am umfangreiche Klasse der landwirthschaftlich im Nebenberuf Be- und bekleidete diesen Posten bis am 2. Februar 1895, wo gewinnen können, daß die Bibliothek mit dem Verbande in irgend schäftigten und die mitversicherten Betriebeunternehmer und deren vom Polizei- Amt Leipzig auch die Vertrauensmänner des Holz welcher Beziehung stehe. Das war aber nur nebensächlicher Ehefrauen. arbeiter Verbandes in Leipzig aufgelöst wurden. Mohs Natur, denn nach§ 33 des Vereinsgefeßes sind Die Gesammtausgaben der Berufsgenossenschaften belaufen hat als Vertrauensmann Beiträge für den Verband tafsirt zc. alle diejenigen strafbar, die an einen versich auf 59 048 305,37 m., hiervon 47 167 493,11 m. für die ge- Die Vorschrift für Zahlstellen, vierteljährlich abzurechnen, hat er botenen Berein theilnehmen, folglich waren sie nach verblichen, 11 880 812,26. für die landwirthschaftlichen Be- nicht beachtet, sondern in fürzeren oder längeren Fristen ab- dieser Hinsicht zu bestrafen. rufsgenossenschaften. Von der Gesammtausgabe enifallen, wie gerechnet, auch nicht, wie den Zahlstellen gestattet, 35 pet. der schon bemerkt, 39 718 296,31 m. auf Entschädigungsbeträge, Einnahmen zurückbehalten, sondern nur die nöthigen Auslagen 2 661 617,26 M. auf die Kosten der Unfalluntersuchungen und ersetzt bekommen. Ebensowenig hat er Mitglieder ausgeschlossen der Feststellung der Entschädigungen auf die Kosten der Schieds- und nur Reise- Unterstüßung gewährt. gerichte, sowie auf die Ausgaben für die Unfallverhütung. In die Reservefonds sind für das Jahr 1894 10 323 184,25 m. eingelegt worden. Die laufenden Verwaltungskosten betragen 6 344 856,56 M. gegen 5 768 408,18 M. im Vorjahre. Todkenschau organisirter Parteigenossen Berlins und der Umgegend 1895. August Schlote, Mechaniker, Berliner Metallarbeiter- Verband. 2 Januar. Daniel Frey, Brauer, 6. Wahlverein. 2. Januar. Friedrich 3entowski, Verband der Vergolder 2c. 3. Januar. Friedrich Walter, 4. Wahlverein. 6. Januar. Robert Dräger, Arbeiter, 6. Wahlverein. 6. Januar. Wilhelm Menzel, Verband der Gold- und Silberarbeiter. 7. Januar. Hermann Schmidt, Verein der Zimmerer Berlins. 10. Januar. Karl Bamberg, Schuhmacher, 6. Wahlverein. 10. Januar. Robert Schmok, Verband der Handels- und Transport- Hilfsarbeiter. 11. Januar. Wilhelm Schröder, Tischler, 6. Wahlverein. 11. Januar. Wilhelm Kunz, Verein der Bauanschläger. 12. Januar. Friedrich Bandelow, 6. Wahlverein, Verein der FilzschuhArbeiter. 19. Januar. Paul Schröder, Verband der Brauer, 6. Wahlverein. 25. Januar. May Rebr, Arbeiter- Bildungsverein Schöneberg. 31. Januar. Hermann Güttel, 4. Wahlverein. 31. Januar. Paul Cziptus, Soz. Arbeiter- Verein Köpenick. 1. Februar. May Schmidt, Schlosser, Berliner Verband der Metallarbeiter. 2. Februar. Wilhelin Meißner, Zentralverband der Maurer. 2. Februar. Wilhelm Schummel, Dreher, Berliner Metallarbeiter- Verband. 4. Februar. August Liegner, Soz. Arbeiterverein Köpenick. 5. Februar. Karl Dörffer, Buchdruder, 6. Wahlverein. 7. Februar. Hermann Schreiber, Arbeiter, Soz. Verein für Stralau. Rummelsburg. 13. Februar. Emil Bruck, Holzbildhauer, Gauverein Berliner Bildhauer. 15. Februar. Max Bartsch, Holzbildhauer, Gauverein Berliner Bildhauer 18. Februar. Martin Welzeb, Metalldreher, Berliner Metallarbeiter- Verband. 18. Februar. Soziale Meberlicht. Zu seiner Hilfe waren vom Verbandsvorstande Kassirer be Städtische Arbeitsnachweis Anstalten. Die allge. ftellt, die den Markenvertrieb besorgten und mit ihm abzurechnen meine Arbeitsnachweis- Anstalt in Köln war am hatten. Es waren dies die Mitangeklagten Grundmann, 17. d. M ein Jahr in Thätigkeit; aus ihrem Rechenschaftsbericht Neumann und Ohmann. Ohmann wurde am 19. Januar 1895 entnehmen wir folgendes: Im ganzen liefen 20 019 Gesuche ein, m einer öffentlichen Versammlung von neuem vorgeschlagen, über- und zwar verlangten 6219 Arbeitgeber 9990 Personen Franz Czerny, Freie Vereinigung der chirurgischen Branche. 21. Februar. Rarl Saß, Freie Vereinigung der Maler und Anstreicher. 22. Februar. Karl Burandt, Freie Vereinigung der Maler und Anstreicher. 26. Februar. Christian Kasch, Zentralverband der Maurer, 6. Wahlverein. 27. Februar. Friedrich Nieber, Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure, 6. Wahlverein. 1. März. Franz Michalte, Verein Berliner Droschkentutscher. 1. März. Wilhelm Pie lena, Zischler, 4. Wahlverein. 2. März. Gustav Mönch, Fachverein der Mufitinstrumenten- Arbeiter. 3. März. Hugo Collat, Verband der Gold- und Silberarbeiter. 4. März. Reinhold Eich mann, Gürtler, Berliner Metallarbeiter- Werband. 6. März. Gustav Herzog, Schlosser, Berliner Metallarbeiter Verband. 6. März. Albert Lorz, Maler, 6. Wahlverein. 8. März. Oswald Pohl, Former, Berliner Metallarbeiter- Werband, Verein der Former. 10. März. August Siegert, Maurer, 6. Wahlverein. 14. März. Frau Minna 3ielfe, Frauen und Mädchen- Bildungsverein ( Filiale Nord.) 14. März. Friedrich Köhler, Verein Berliner Zimmerer. 16. März. Alfred Weege, Mechaniker, Berliner Metallarbeiter- Verband. 16. März. Otto Helm da ch, Holzarbeiter- Verband. 17. März. Ernst Roid, Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure und Verkäufer. 17. März. Robert Scharfich, Schraubendreher, Berliner Metallarbeiter Verband. 21. März. August Dorn, Verein Berliner Zimmerer, 6. Wahlverein. 25. März. Otto Neubert, Verband der Buchbinder zc. 28. März. Karl Müller, Schloffer, Berliner Metallarbeiter- Verband, 4. Wahlverein. 29. März. 7. Avril. Louis Bennewiß, Verein der Lithographen, Steindrucker. Julius Peet, Verein Berliner Zimmerer, 6. Wahlverein. 10. April. 6484 Wilhelm Weise, Kernmacher, Berliner Metallarbeiter- Verband 11. April. Paul Wienegge, Maler, 6. Wahlverein. 11. April. Richard Hartmann, Schlosser, Berliner Metallarbeiter- Ver band. 11. April. August Wolff, Schlosser, Berliner Metallarbeiter- Verband, 4. Wahlverein. 18. April. Willy Stein, Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. 20. April. Franz Noffte. Bigarrenmacher, 6. Wahlverein. 21. April. Emil Trautmann, Verein Berliner Droschkenkutscher. 21. April. # Jakob Sch mo II, Steinmek, 6. Wahlverein. 23. April. Albert Gutschow, Drechsler, Holzarbeiter- Verband. 24. April. Witter, Verband aller im Handels- und Transportgewerbe befchäftigten Hilfsarbeiter. 28. April. Franz Hoffmann, Freie Vereinigung der chirurgischen Branche. 28 April. Wilhelm Lubik, Zimmermann, 6. Wahlverein. 1. Mai. Wilhelm Schmidt, Holzarbeiter Verband, 4. Wahlverein, Verein der Gast und Schankwirthe, Tischlerverein. 2. Mai. Frau Margarethe Wieste, geb. Pirsch, Verein der Arbeiterinnen an Buchdruck- und Schnellpressen. 2. Mai. Friedrich Kallane, Zentralverband deutscher Maurer. 4. Mat. Oskar König, Verein der Stockarbeiter. 4. Mai. Gustav Schmidt, Verein der Kistenmacher. 5. Mai. Gustav Puls, Gürtler, Berliner Metallarbeiter Verband. 5. Mai. Karl Prinz, Gürtler, 4. Wahlverein, Berliner Metallarbeiters Verband. 6. Mai. Emil Handtke, Verein der Töpfer Berlins. 6. Mai. Frau Pauline Stüvert, Verein der Plätterinnen. 9. Mai. Wilhelm Schmidt, Gürter, Berliner Metallarbeiter Verband. 11. Mai. 15. Mai. 2. Heinemann, Verband aller im Handels- und Transport gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. 14. Mai. Hermann Schmieder, Zentralverband deutscher Maurer. Gustav Nosti, Verband aller im Handels- und Transports gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. 21. Mai. Gustav Holzmann, Beiband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter. 22. Mai. frauen und To weiter. Eine Verminderung der Geburtenfrequenz läßt sich bei Das letzte Heft des englischen statistischen Generalregisters den europäischen Völkern in den legten 25 Jahren konstatiren. bringt darüber folgende Zahlen: männliche, 3506 weibliche e meldeten fich 18 800 Arbeit- beträgt 88 Rilometer, der Kabelgraben hat eine Länge von gewißheit erwachsen, welcher Jahres- Arbeitsverdienst eigenti suchende 10362 männliche, 3238 weibliche-; durch Vermittelung 38,5 Kilometer und die sämmtlichen Kabel find 152,4 Kilometer ben zu gewährenden Unfallrenten zu grunde zu legen sei. Ge der Anstalt empfingen Arbeit 8467 Perfonen 6268 männliche, lang. Die ganze Anlage wird durch Wasserkraft betrieben, Dampf- legentlich der Verhandlung eines Returses ist nun das Reichs. 2199 weibliche; rechnet man die Vermittelungen, wobei der maschinen sind nur zur Reserve für den Betrieb bei außergewöhn- Versicherungsamt veranlaßt worden, den Jahres- Arbeitsverdienst Anstalt ein Bescheid nicht zuging, hinzu, so dürfte sich die Ge- lich niedrigem Wasserstande aufgestellt. Die Turbinen repräfentiren der Berliner Droschtenführer ein für alle Mal zu ergründen. Es fammtziffer der Befegungen auf annähernd 11 500 belaufen. Es zusammen 370 Pferdekräfte. Wie das heute nun einmal so üblich wurden zu diesem Zwecke gutachtlich gehört drei Droschtens wurden Arbeitnehmer aller Stände und Berufsklassen unter- ist, sind natürlich nur die Hauptstraßen, b. h. die Gegenden, befizer( Fuhrherren), welche die Fuhriverts- Berufsgenossenschaft gebracht, z. B. Techniker, Zeichner, Schreiber, Handwerker, wo die zahlungsfähige Bürgerschaft ihre Wohnungen und Geschäfts- aus der Bahl ihrer Mitglieder vorzuschlagen hatte, drei DroschtenKellner, Kassens, Bureau- und Hausdiener, Packer, gewerbliche räume hat, mit der schönen Beleuchtung versehen. Für das futscher, die der Verlegte vorschlug, und zwei Droschkenbesitzer, und Landwirthschaftliche Taglöhner, Kutscher, Fuhrleute u. s. w., Elend ist es ja auch am besten, wenn es im Dunkeln haust. welche ihre Droschke selbst fahren. Die letzteren vorzuschlagen ferner Buchhalterinnen, Kassirerinnen, Verkäuferinnen, Haushälterinnen, Köchinnen, Wärterinnen, Herd- und Küchenmädchen, Dienstmädchen aller Art, Wasch, Putz, StundenDer Zuspruch bei der weiblichen Abtheilung, der anfangs zu wünschen übrig ließ, hat fich erfreulicherweise ganz bedeutend gehoben. In München besteht seit dem 1. November und hatte im ersten Monate folgende Resultate zu verzeichnen: In der männlichen Abtheilung wurden im ganzen 646 Gesuche von Arbeitgebern um Zuweisung von Arbeitern gestellt, hiervon fonnten 499= 77 pGt. befriedigt werden Bereinigtes Königreich. Arbeitsuchende ließen sich 3700 vormerken, wovon 499= 14 pt. Italien.. placirt werden konnten. In der weiblichen Abtheilung wurden Schweden. von Dienstherrschaften und sonstigen Arbeitgebern 584 Gesuche Desterreich um Zuweisung von Dienstboten und gewerblichen Arbeiterinnen Ungarn eingereicht; von diesen konnten 379 65 pet. durch Zuweisung Belgien. entsprechender Personen erledigt werden. Arbeitsuchende haben Schweiz fich 1921 eintragen lassen, wovon 379= 20 pet. Stellen erhalten Niederlande haben. wenn Geburtsrate per 1000 der Bevölkerung: England und Wales. Schottland Irland Deutsches Reich Abnahme 5,5 4 3,4 2,6 1876 36,3 1893 30,8 35 31 0 26,4 28 34,8 30,8 4 39,2 36,6 30,8 27 3,8 40 36,2 3,8 45,8 42,5 3,3 88,2 29,5 3,7 32,8 28,5 4,3 37,1 33,8 3,3 .40,9 26,2 36,7 22,1 4,2 hatte man der hiesigen Krankenkasse für Droschtenführer überlassen. Auch das Berliner Gewerbegericht wurde zur Abgabe dieser ausgedehnten Beweiserhebung entschied das Reichs- Versiche einer Auskunft bestimmt. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses rungsamt, daß als angemessener Arbeitsverdienst sämmtlicher Berliner Droschkentutscher, gleichgiltig, ob sie Droschke 1. oder 2. Klasse oder Tayan eter oder Gepäckdroschke fahren, der Satz von 3,50 M. pro Tag, d. h. von 1277,50 W. pro Jahr anzunehmen sei. In der Begründung betonte der Leiter der Verhandlung, Geheimer Regierungsrath Dr. Sarrazin, daß die Berliner Droschkenkutscher feinen leichten Beruf hätten und den qualifizirten Arbeitern gleichzuerachten wären. Nicht nur große förperliche, sondern auch geistige Anforderungen sielle ihr Beruf an sie, denn sie müßten die weitverzweigten Berliner Straßenverhältnisse beherrschen und mit dem Publikum umzugehen verstehen. In allen vorkommenden Fällen, ausgenommen nur diejenigen, welche sich durch ganz besondere Verhältnisse auszeichnen, wird fortan nach den weiteren Ausführungen Dr. Sarrazin's der Jahresarbeitsverdienst von 1277,50 M. ie Grundlage der Rentenberechnung für veringlückte Droschfenkutscher oder deren Hinterbliebene bilden. Diese generelle Erledigung einer bisher noch offenen Frage bezeichnete der Präsident als das erfreuliche Ergebniß der betreffenden Rekurstlage. Ueber die ,, Schleiferkrankheit" bringt die Kölnische Frankreich 4,1 3eitung" aus dem Nahethal folgende Angaben: Eine Zur Verurtheilung Geisteskranker. Zu diesem Thema beklagenswerthe Erscheinung in der hiesigen Gegend ist die so hat Herr Henri Monod, Direktor im Miniñerium des genannte Schleifertrautheit, die Lungenschwindsucht, die Innern zu Paris, in einer franzöfifchen wissenschaftlichen Beitdie Achatschleifer in der Regel im trästigsten Mannesalter Schrift( Annales médico- psychologiques) eine interessante Unterdahinrafft und unter den Hinterbliebenen große Noth versuchung veröffentlicht. Dieselbe erstreckte sich auf 33 092 Krante, in der Auffassung der wirthschaftlich- rechtlichen Stellung von Die Polizei gegen das Gewerbegericht. Den Gegensatz breitet. Geradezu entsetzlich aber find die Verheerungen in welche während eines fünfjährigen Beitraumes in Frrenanstalten der Gemeinde Niederwörresbach; dort ist an der Gesammt untergebracht wurden, und ergab, daß sich unter dieser Hausdienern, Köchinnen 2c. in Restaurationsbetrieben, wie er zahl aller in den letzten fünf Jahren Gestorbenen das Babl 271 rechtskräftig Verurtheilte befanden, bei welchen zwischen den Gerichten und der Polizeibehörde besteht, hat der Mannesalter von 20 bis 40 Jahren mit sechs 3ehnte In nachweislich Vorwärts" wiederholt an der Hand von Beispielen beleuchtet. die Geisteskrankheit schon zur Beit der betheiligt. Kein Wunder, daß bei einer Bevölkerung von 844 Begehung ihrer Strafthat vorhanden und die Ursache derselben Die Polizei stellt an die Arbeitgeber der genannten Angestellten Köpfen nicht weniger als 84 Wittwen gezählt wurden, also gerade gewesen war. Da in dem genannten Beitraum die Gefamintzahl bezüglich derfelben die Anforderungen, welche sie hinsichtlich des ein Zehntel, mit einer entsprechenden Zahl von Kindern, die ber in Frreranstalten untergebrachten Geistestranten 74 071 Gefindes" zu stellen berechtigt ist, während das Gewerbegericht zu nicht geringem Theil auch den Keim der tüctischen Krankheit in betrug, so schließt Herr M., daß sich 606 Verurtheilte darunter im Einklang mit Urtheilen des höchsten preußischen Gerichtshofes sich tragen. Durch den Bau eines Krankenhauses mit Klein- befanden, welche ihre Vergehen oder Verbrechen in un die sonst dem Gesinde zugerechneten Personen, sofern sie im finderschule in Niederwörresbach hofft man einem dringenden zurechnungsfähigem Zustande begangen hatten. Nun werden Gewerbebetriebe ihrer Brotherrn" thätig sind, als GewerbeBedürfniß der armen Gegend dauernd abbelfen zu können, ruhige Geistestrante, welche fich nicht besonders auffallend gehilfen bezw. Gehilfinnen betrachtet. Die Behörde verlangt, edle Menschenfreunde ihre Unterstüßung nicht ver- benehmen, im Gefängniß oft gar nicht als irrfinnig wie aus dem Prozeß eines Hausdieners gegen den Gastwirth fogen. Taneben ist aber auf Verbesserungen im Betriebe der erkannt; ferner werden ungefährliche, leicht zu behandelnde Per: withen im Besiz des Gesindedienstbuches sind und daß denselben Robille erhellte, nach wie vor, daß die Hausdiener bei Gast Schleifereien, namentlich auf Verminderung oder Verbot aller sonen, auch wenn sie als schwachsinnig gelten, oft bis zum Ende Arbeit im Liegen, zu bringen." Außer dem entsetzlichen Glend, ihrer Strafzeit im Gefängniß behalten. Daher schäßt Herr M. darin auch ihre Führung bescheinigt wird. Den Gewerbegehilfen das aus diesen wenigen Zeilen hervorten chtet, ist daran die sozial: in gewiß nicht übertriebener Weise die Zahl der in dem genannten darf aber nach§ 113 der Gewerbeordnung das Attest über Art politische Verständnißlosigkeit ihres Echreibers bemerkenswerth: Beitraum verurtheilten Unglücklichen, welche thre sog. Verbrechen in und Dauer der Beschäftigung, welches sie beanspruchen können, ne ben menschenfreundlichen Palliativmitteln, die doch nur den unzurechnungsfähigem Zustande begangen hatten, auf 700, b. b. fähr nur auf ihr Verlangen auf die Führung ausgedehnt bereits vom Tode gezeichneten Arbeitern zu gute kommen können, lich wurden in Frankreich 140 Geiftestrante statt ins Irrenhaus ins werden. Kobilke mußte den Umstand, daß er nur die Belehrung will er auch technische Verbesserungen eingeführt sehen, deren es Gefängniß oder Zuchthaus geschickt. Leider hat Herr M. das Ver- der Polizei- Organe sich zu eigen gemacht hatte, mit 32 Mart doch in erster Linie bedürfte. Aber die sind nicht ein Wert der hältniß dieser Zahl zu der Gesammtzahl der Berurtheilten nicht büßen. Er hatte dem Kläger im Dienstbuch atteſtirt, daß er Menschenfreundlichkeit, sondern ein Gegenstand tapitalisti- angegeben, und ebenso wenig hat er, was noch wichtiger wäre, wegen wiederholter Trunkenheit entlassen worden sei, und dem scher Profittaltulation, d. h. die Schäden, die hier die Art der Verbrechen dieser Kranken untersucht und mit denen Kläger war es gelungen, nachzuweisen, daß ihn dieses Zeugniß aufgedeckt werden, liegen im System und werden erst mit ihm der gefunden Verurtheilten verglichen. Immerhin ist seine Arbeit in Höhe des angeführten Betrages geschädigt habe. Sein Forts kommen war ihm dadurch erschwert worden. Auch diesmal hob verschwinden. als erster Schritt auf dem Wege, diese unglücklichen Opfer einer der Vorsitzende Leo die Unannehmlichkeiten besonders hervor, Prämien- Lohuſyſtem in der fächsischen Textilindustrie. mangelhaften Rechtsprechung in sachgemäßer Weise zu behandeln, welchen bestimmte Gewerbetreibende infolge der Tattik der Polizei Ueber die merkwürdige Art der Entlohnung in 3 widauer zu begrüßen. Bei uns in Deutschland, wo diese Berhältnisse Spinnereien wird uns berichtet: A13 vor einigen Jahren kaum besser sein werden, ist von solchen Versuchen noch nichts ausgesetzt sind, die aber, wie er fagte, das Gericht nicht abhalten könnten, die in betracht kommenden Gesetze objektiv zit der Akkordlohn reduzirt wurde, versprachen die Fabrikanten als gehört worden. würdigen. Für das Gericht könnte die polizeiliche Anwendung Aequivalent 5. pet. Zuschlag, der dein verdienten Akkordlohn zu der Gefinde- Ordnung nicht maßgebend sein. Den betheiligten gerechnet wird. Der von einem Spinner an zwei SpinnArbeitern und Arbeiterinnen nutzt insofern die Praxis des Geinaschinen verdiente Lohn wird gewöhnlich so zerlegt, daß die in werbegerichts wenig, als fie, wollen fie neue Beschäftigung in fünf Lohntlassen eingetheilten Spinner 32, 36, 37, 38 und 40 pet. ihrem Berufe finden, doch stets das Dienstbuch vorweisen müssen, erhalten, während ca. 60 pet. in vier Theile getheilt werden, die da dies fast ausschließlich die Vorbedingung für ihre Anstellung für die Hilfsarbeiter( Anleger) bestimmt find. ist. Es wäre wirklich an der Zeit, daß die Polizei ihre Praxis derjenigen des Gewerbegerichts, der Zivilabtheilung des Landgerichts und des Kammergerichts anpaßte. Soziale Rechtspflege. Versammlungen. Gewerbegericht. Zweierlei Gründe machte die Restaurateurin Boy gegen eine Lohnentschädigungsklage des Kellners G. geltend: erstens, daß ihr Mann den Kläger jedenfalls unter Nimmt man nun als Durchschnittslohn auf zwei Maschinen Ausschluß der Kündigungsfrist engagirt habe, und zweitens, daß für 12 Arbeitstage 100 M. an, und mehr ist es nicht, so verdient ihr Mann eigentlich gar nicht befugt gewesen sei, selbständig den der niedrigste Spinner ca. 333/4 und der höchste ca. 42 M.; die Kläger zu engagiren. Die Beklagte dachte anscheinend: doppelt Anleger aber nur 16 M. 56 Pf. einschließlich des Zuschlages. hält gut; thatsächlich bewirkte sie aber mit ihrem widerspruchsTie Tagelöhne für jugendliche Arbeiter sind aber noch geringer, vollen Verhalten, daß sie ohne Beweiserhebung verurtheilt Anfänger erhalten für die Stunde nur 6 Pf. Der Alfordlohn- wurde. Zur Begründung führte der Vorsitzende aus: Selbst berechnung ist das Rilo gesponnenes Garn mit 185/100 Pf. zu grunde babe Frau Boy nichts mit dem Kläger vereinbart; da nun ihr Die streifenden Tagameter Droschkenkutscher hielten gelegt. Mann nach ihren eigenen Angaben nicht zum Engagement des gestern Vormittag wiederum eine Versammlung ab. In derselben Weil nun die Lieferung bei dieser Art der Lohnzahlung be- Klägers, also auch nicht zur Feilegung gewiffer Bedingungen be- referirte zunächst Prüß über den Streit und dessen Ursachen. ständig und nicht unerheblich zurückging, so faben sich einzelne fugt gewesen sei, müsse jede eventuelle Abmachung zwischen diesem Er berichtete, daß die Lage des Streits für die Kutscher durchaus Fabrikanten genöthigt, durch besondere Mittel die Arbeiter zu und dem Kellner als null und nichtig betrachtet werden. Ein günstig fei. Die Unterstützungsgelder liefen einigermaßen ein intensiverer Thätigkeit anzuspornen. So erschien in einer Fabrit Arbeitsvertrag zwischen G. und der Beklagten sei indeffen doch und die Einigkeit der Kollegen habe die Fuhrherren veranlaßt, ein Anschlag, nach dem die Direktion ein Prämien system zu stande gekommen, denn unbestritten habe jener 14 Tage lang von ihrer Drohung, den festen Lohn ganz fallen zu lassen und in der Weise einführte, daß die Bedienung der drei besten in dem Restaurant mit ihrem Wissen gearbeitet. Es liege eine nur 831/3 pet. Der Tageseinnahme als Lohn zu gewähren, ohne Maschinenpaare am Lohntag 10 p& t. Lohnzuschlag er fonfludente Handlung vor, welche den Vertrag unter den gesetz- weiteres Abstand zu nehmen. Als Streifende find angemeldet hielten und den drei schlech testen der fünfprozentige lichen Bedingungen und damit derjenigen einer vierzehntägigen Lohnzuschlag jedesmal entzogen wurde. Da die Kündigungsfrist habe perfett werden laffen. Spinner durch vorkommende Reparaturen, schlechtes Material 2c. oftmals unverschuldeter Weise mit dem Lieferungsquantum zurückbleiben, so werden sie durch Lohnverlust und Entziehung des Zuschlags doppelt gestraft. Die elektrische Beleuchtung Münchens ist vorläufig abgeschlossen. Die Gesammtlänge der elektrisch beleuchteten Straßen Otto Sieg, Zentralverband der Brauer. 28. Mai. Hermann Marquardt, Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. 25. Mai. Eduard Alte, Verein der Former. 28. Mai. Karl Richter, Verein deutscher Schuhmacher, 2. Wahlverein, 29. Mai. Franz Thiel, Verein Berliner Droschtenkutschrr. 1. Juni. Frau Klara Streit, deutscher Schneider- und SchneiderinnenVerband. 3. Juni. Ernst Buchholz, Verein der Bau und gewerblichen Hilfs= arbeiter Schönebergs. 5. Juni. August Niemann, Zischler, 2. Wahlverein. 9. Juni. Franz Geida, Zentralverband deutscher Mauer. 9. Juni. Haberland, Verein Berliner Droschkentutscher. 9. Juni. Wilhelm Stölve, Sattler, Verband der Sattler und Tapezirer. 9. Juni. Julius Pohl, Gauverein Berliner Bildhauer. 10. Juni. Ernst Yort, Schraubendreher, Berliner Metallarbeiter- Verband. 12. Juni. Fräulein Klara Jakobi, Verein der Arbeiterinnen an Buchdruck und Schnell pressen. 18. Juni. Karl Dörwald, Verein der Töpfer Berlins. 18. Juni. Albert Henze, Verein der Filzschuhbranche. 19. Juni. Ernst Mulfinger, Gauverein Berliner Bildhauer, 4. Wahlverein. 21. Juni. Robert Lange, Tischler, 6. Wahlverein. 21. Juni. Stanislav Kowalsti, Bufchneider, 6. Wahlverein. 28. Junt. Gustav Hinz. Verein der Zimmerer Berlins, 4. Wahlverein. 23. Juni. Wilhelm Preppernau, Verein der Einseher( Tischler). 25. Juni Wilhelm Uszkurat, Verein der Zimmerer Berlins, 28. Juni. Friedrich Münstermann, Modelleur, Gauverein Berliner Bildhauer. 2. Juli. Albrecht Braun, Wolfsbildungs Berein, von Briß und Um gegend. 2. Juli. OP Louis Mitsching, Verein der Stockarbeiter Berlins. 7. Juli. August Ne ut mann, Restaurateur, 6. Wahlverein. 8. Juli. Reinhold Schäfer, Feilenhauer, deutscher Metallarbeiter- Ver band. 8. Juli. Karl Wrede, Verband deutscher Zimmerleute. 18. Juli. Fr. Senf. Vereinigung der deutschen Maler und Berufsgenoss en. 19. Juli. Der Jahres- Arbeitsverdienft der Berliner DroschkenEntscher ist vielfach das Streitobjekt in Prozessen, die endgiltig vor dem Reichs- Versicherungsamt zum Austrag tommen. Sowohl die versicherten Kutscher, welche Verlegungen erlitten, wie auch die Fuhriverks- Berufsgenossenschaft haben oft erfahren müssen, was für Unannehmlichkeiten( Beitversäumnisse 2c.) aus der UnEugen Kleist, Verein der Einseher( Tischler). 22. Juli. Friedrich Schwarz, Verein Berliner Droschfenkutscher. 24. Juli. August Hartfiel, Wahlverein für Teltow- Beeskow 2c. 24. Juli. Albert u hann, Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. 25. Juli. Albert Jacobs, Schloffer, 6. Wahlverein. 28. Juli. May Weyrich, 4. Wahlverein. 30. Juli. Wilhelm Dieter, Arbeiter, 4. Wahlverein. 1. Auguft. Franz Hattte, Metalldrücker, Berliner Metallarbeiter Verband. 5. Auguft. Friz Kitler, Allgemeiner Arbeiter- und Arbeiterinnenverein Berlins und der Umgegend, 6. Wahlverein. 9. August. Karl Fein, Schloffer, Berliner Metallarbeiter- Verband, 6: Wahlverein. 14. August. Otto Schöning, Schlosser, Deutscher Metallarbeiter- Verband. 15. Auguft. Hermann Bernhöft, Bauarbeiter, 6. Wahlverein. 18. Auguft. Hermann Schrammn, Verein der Gast- und Schantwithe, 6. Wahlverein. 21. Auguft. . Otto Köhn, Unterstüßungs Verein Deutscher Hutmacher. 25. Auguft. Gustav Wolf, Goz. Arbeiterverein Röpenick. 28. Auguft. Karl Belte, Stoßer, Berliner Metallarbeiter- Verband, 6. Wahlverein. 2. September. Johannes Chudeinsti, Tischler, 4. Wahlverein. 4. September. Gustav Baumgart, Holzarbeiter- Verband. 8. September. Verein Berliner Julius Hermann, Droschkentutscher. 23. September. tember. 2. Kiezmann, Gauverein Berliner Bildhauer. 24. SepJulius Bandau, Verband der Gold- und Silberarbeiter. 25. September. Ludwig 3ahl, Verein der Zimmerer Berlins. 29. September. Karl Kretsch mar, 6. Wahlverein. 3. Oktober. Richard Görldt, Lacirer, Berliner Metallarbeiter Berband. Adolf Wollmar, Former, 6. Wahlverein. 5. Oktober. Josef Myaderni, Schlossermeister, 4. Wahlverein. 10. Dt: tober. Richard Schir op, Verband der Vergolder. 10. Oktober. Emil Schloßbauer, Facondreher, Berliner MetallarbeiterVerband. 16. Oftober. 4. Ottober. Rarl Bienst, Rohlenhändler, 6. Wahlverein, 17. Oftober. 357 Kutscher von 548 Wagen. Trotzdem die Kutscher keine Ur foche zum Nachgeben hätten, war Prüß doch der Meinung, daß diese den Fuhrherren auf irgend eine Art entgegenkommen fönnten. Nachdem die Fuhrherren sich so anständig gezeigt und auf die 331/3 pet. verzichtet haben, tönnten die Rutscher auf die 5 Pf. von 10 M. an verzichten. An dem Lohnfah von 1,50 M. müßte aber unter allen Umständen festgebalten werden. Würden die Forderungen jetzt bewilligt, so würde von einem Streit zur Ges Theodor Hiller, Zentralverband deutscher Korbmacher. 17. Ottober. May Löwe, Vereinigung der deutschen Maler und Berufs= genossen. 17. Oftober. Ernst Morgenroth, Freie Bereinigung der Bauanschläger. 21. Oftober. Oskar Struck, Berliner Metallarbeiter- Verband. 24. Oktober. Johann Schütt, Pußer, Zentralverband deutscher Maurer. 26. Oftober. May Gennert, 3. Wahlverein. 27. Oftober. Waldemar Conrad, Schleifer, 6. Wahlverein. 4. November. Frizz Kagel, Freie Vereinigung der Graveure, Ziseleure 2c. 5. November. A. Billert, Barbier, 4. Wahlverein. 7. November. Joseph Schmidt, Verband der Zimmerer. 8. November. Albert Braun, Zentralverein ber deutschen Böttcher, 11. November. Adolf Lehmann, Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. 14. November. Karl Sinkelmann, 6. Wohlfreis. 17. November. August Steinicke, Verein Berliner Droschkentutscher. 23. No. vember. 0 Richard Tenschert, Gürtler, Berliner Metallarbeiter- Verband, 3. Wahlverein. 23. November. Wilhelm Schent, Verein der Hut- und Filz Industrie 28. November. Friedrich Gräschte, Zentralverband deutscher Maurer. 28. No. vember. 28. November. Wilhelm Koppe, Arbeiter, 6. Wahlkreis. Otto Heindorf, Fochverein der Etuckateure. 5. Dezember. Karl Saubiz, Verein der Hut und Filz- Industrie. 5. Dezember. Otto Moschinsky, Gürtler, Berliner Metallarbeiter- Verband. 7. Dezember. Dstar Wiemer, Hausdiener, 5. Wahlfreis. 12. Dezember. 2. Leibing, Verein der Bauanschläger. 17. Dezember. Albert Bock, Arbeiter, Sozialdemokratischer Arbeiterverein Köpenick. 21. Dezember. Hermann Stähler, Verein Berliner Zimmerer. 28. Dezember. Karl Esch, Verband der Vergolber 2c. 24. Dezember. Vermischtes. werbe- Ausstellung keine Rede fein. Ueber diefen Vorschlag ent- der erforderlichen Vorarbeiten; 3. bie Kontrolle der Arbeiter zur beim Stadtv. Schröer au abonniren, bem die Spedition in fpann sich eine längere Debatte, in der für und wider gesprochen Frühstücks- und Vesperzeit fortfallen und nur morgens, mittags Barteiregie von den Genoffen übergeben ist. Wit einem stürmischen wurde. Als ein großer Erfolg wurde die Kapitulation des Fuhr- und abends bestehen zu lassen; 4. einen von den Arbeitern zu dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Versammlung herrn Friedemann in Moabit bezeichnet. Auch andere Fuhrherren wählenden Ausschuß anzuerkennen, der die Innehaltung dieser geschlossen. wieder bezahlen, wie angegeben wurde, ihre Kutscher ihren Forde Versprechungen zu tontrolliren, sowie etwaige weitere Wünsche Arbeiter- Bildungsschule. Die Weihnachtsferien bauern vom 22. Dez. rungen entsprechend und zwar durch Vermittelung ibrer Töchter. Wie der Arbeiter Herrn Meyer vorzutragen hat. Von einigen 1895 bis einschließlich 2. Januar 1896. Wiederbeginn des Unterrichts am es heißt, sollen die Fuhrherren bisher die Forderungen nicht bewilligt Rednern wurde hervorgehoben, daß man diese Gelegenheit zur Freitag, ben 3. Januar 18tid haben lediglich aus Furcht vor erneuten Forderungen, die dann Durchseßung weiterer Forderungen hätte benutzen fönnen. rufsgen.( Cotalverein Berlin.) Donnerstag, den 2. Januar, im Bereinslokal. Bentralverband deutscher Konditoren, Pfefferküchler u. verw. Bes bei der Gewerbe- Ausstellung gestellt würden. Um den Streit Namentlich hätten die Arbeiter sich die Verfügung über die Rosenthalerstr. 67: Außerordentliche Versammlung. nicht unnöthigerweise in die Länge zu ziehen, wurde beantragt, Strafgelder und die Bierprozente sichern sollen. Von anderer Umgegend. Freitag, ben 3. Januar, abends 8 Uhr, Ackerstr. 145 bet Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins und eine Kommission zu den Fuhrherren zu entfenden und mit diesen Seite wurde jedoch entgegnet, daß man nicht in jeder Versamm= wigel: Generalversammlung. zu unterhandeln auf grund des Vorschlages, die 5 pet. über lung neue Bedingungen stellen tönne, bie wiederum Verhand 10 M. Zageseinnahme fallen an laffen. Liefer Antrag wurde lungen nöthig machten und dadurch den Streit vers lebhaft bekämpft und schließlich abgelehnt, dagegen mit großer längerten. Die meisten Redner erklärten sich für Be Mehrheit beschlossen. an den Forderungen, wie sie gestellt worden endigung des Streiks, da dessen eigentliche Ursache, die find, unentwegt festzuhalten. Ebenso wurde die Entfendung Lohnfrage, au gunsten der Arbeiter Laffet die Kindlein zu mir kommen. Der kapitalistische einer Kommission an die Fuhrherren fallen gelassen. geregelt sei, und Heißhunger nach Kinderarbeit fordert allen Arbeiterschutz- BeWie außerdem noch andere Zugeständnisse gemacht worden wären, fiimmungen zum Troß immer noch seine Opfer. Besonders ferner mitgetheilt wurde, soll es mit der Fuhrherrn womit man nach Lage der Sache zufrieden sein könne. Ein drastisch ist ein Fall, über den bürgerliche Blätter berichten: Raffe feineswegs fehr glänzend stehen. Die Deputation, Antrag: den Streit auf grund der durch die Verhandlungen die zum Hauptmann Dahle entsandt worden Der jüngste Rentenempfänger des Deutschen Reiches ist war, hat mit Herrn Meyer gewonnenen Resultate für beendet zu wohl der sechsjährige Knabe Karl Heintz in Niedervon diesem die Zusicherung erhalten, daß keine„ Kutscherfabrik" ertfären, wurde dann einstimmig angenommen, lauterbach. Derselbe hatte sich bei Mithülfe an der Tabaks: wie beim Hutstreit werde eingerichtet werden, was in der Ver- ebenso ein anderer Antrag: die Gemaßregelten so lange zu unter- arbeit mit einer Tabatsnadel derart in das linke Auge gestoßen, fammlung fehr beifällig aufgenommen wurde. In der Absicht ftüßen wie die Streifenden. Der Vorsitzende schloß die Versamm: daß dies herausgenommen werden mußte. Die landwirthschaft. der Fuhrherren soll es übrigens liegen, falls fie 1,50 M. pro lung mit einer Anerkennung des solidarischen Verhaltens der liche Berufsgenossenschaft Unter- Elsaß zahlt laut Straßburger Tag bewilligen sollten, diese den Rutschern nicht täglich, viel Streitenden und der Aufforderung, auch ferner zur Förderung Tageblatt" dem Knaben eine Jahresrente von 60 M., welche mehr monatlich auszuzahlen, worauf sich die Kutscher selbst der Arbeiterfache treu zusammen zu stehen. nach dem 16. Lebensjahre entsprechend erhöht wird." verständlich auf keinen Fall einlassen werden. Nachdem noch H. Schulz den Streifenden verschiedene Verhaltungsmaßregeln Was wird das nächste Jahrhundert über dies Momentbild fchloffen. mit auf den Weg gegeben hatte, wurde die Versammlung geaus dem Zeitalter der Sozialreform" sagen? " " In Schöneberg tagte am Sonnabend eine Volksversamm. lung, um Stellung zu nehmen zu der am 25. Januar nächsten Jahres stattfindenden Wahl der Gewerbegerichts- Beifizer. Ist der Nordostsee- Kanal vor dem Zufrieren geschützt? Schubert führte aus, daß zwar die Gewerbegerichte in ihrer um den Nordostsee- Kanal möglichst lange vor dem gänzlichen In einer sehr schwach besuchten Versammlung der gegenwärtigen Geftalt nicht in allen Punkten den Wünschen Bufrieren im Winter zu schüßen, ist die Kanalkommiſſion ſeit lokal organisirten Schneider und Schneiderinnen wurde der Arbeiter entsprächen, daß sie jedoch gegenüber dem früheren Inbetriebsetzung der Schleusen in Brunsbüttel und Holtenau be von Wiesemann ausgeführt, daß die jezige Art und Weise Verfahren vor dem Amtsgericht einen der Agitation nicht mehr weiter geführt werden dürfe; bei der Fortschritt zu gunsten der Arbeiter darstellten, nament perdrängen. entschiedenen mit gewesen, das Süßwasser des Kanals durch Salzwasser zu Der Zoologe der Kieler Universität, Profeffor feit herigen Organisation durch zwei verschiedene Kommissionen lich in Hinsicht auf schnellere Erledigung der Klagen. Brandt, hat am 6. und 7. November d. J. den Salzgehalt an sei fein Theil der Lokalorganisirten auf die Roften gekommen. Rebner warf einen Rückblick Auch der Besuch der Beriau mlungen sei schlecht gewesen, troßdem Schöneberger Gewerbegerichts. auf die Thätigkeit des der Oberfläche wie am Grunde in regelmäßigen Abständen von man oit in 3-4 bürgerlichen Blättern inferirt habe. Bei einer folge find in der Zeit vom 18. Januar bis 3. Dezember d. J. einer Versammlung des Kieler naturwissenschaftlichen Vereins ein Seinen Ausführungen zu je 5 Kilometern gemeffen und über seine Wahrnehmungen in vertraulichen Besprechung zwischen Mitgliedern der Damen: 140 Klagen über Lohnforderungen von insgesammt 7646 M. Referat erstattet. Danach ist die Kanalkommission verpflichtet, mäntel- Branche sowie der Herrenschneider set man zu dem anhängig gemacht worden. Davon sind 3404 W. den klagenden um das durch die vielen Zuflüffe ftets zuftrömende Süßwasser Entschluß gekommen, die Kommissionen aufzulösen und eine Arbeitern zugesprochen, 28 Rlagen mit einem Objett von zu verdrängen, die Brunsbütteler Schleusen nur wenige Stunden gemeinschaftliche Agitationskommission zu wählen. halten. Redner 2076 M. aber zurückgewiesen worden. 7 Fälle mit 799. während des Tages offen zu Nur so wird glaubt nicht, daß bei der gemeinsamen Kommission Streitig wurden durch Bergleich erledigt, während in vier Fällen bei mittlerem Wafferstande ber Glbe bis zur feiten vorkommen würden, da ja doch beide Theile lokal mit 149 M. Versäumnißurtheile ergingen und zwei klagen Ebbe mittleren Derselben ein Abfluß des. Kanalwassers hervor organisirt feien. Sie wollten blos aufgeklärte" Leute in ihrer über eine Summe von 483 M. zurückgenommen wurden; gerufen, wobei das süß resp. salzarme Wasser aus dem Kanal Organisation haben. Die Abrechnung werde, demnächi" gegeben 9 Eachen über 645 M. find vertegt und gegenwärtig nech nicht gedrängt wird. Von den Holtenauer Schleusen drängt dagegen werden und es sei nicht wahr, daß sie nicht abrechnen könnten, erledigt. Daß der Bauschwindel auch in Schöneberg weit ver- das Salzwasser der Onsee herein und dementsprechend ist auch wie man ihnen nachfage; es fehle blos" eine Tellersammlung, breitet ist, schließt Redner aus der großen Zahl von Klagen der der Salzgehalt in der östlichen Hälfte des Kanals größer als in die zwei Kollegen noch im Besiz hätten, wovon der eine Mil- Bauhandwerker und Arbeiter, auf die von 128 Klagefachen der wefilichen, wenn man Rendsburg als Mittelpunkt ansieht. unterzeichner des Eingesandts im Vorwärts" gewesen wäre. 71 famen; es flagten nämlich: 16 Buzzer, 28 Bau- Arbeiter, Prozentual ift das Verhältniß des Salzgehaltes bei den Holtenauer ( Was vermuthlich wieder nur eine leere Behauptung des Herrn 19 Tischler, 5 Bimmerer, 6 Anfireicher und 2 Dad decker. Dagegen Schleusen 14,4 und 4,7 bei der Brunsbütteler Schleuse. Mithin Wiesemann ist, denn, wenn sie zuträfe, würde der betreffende wurden von nicht im Baufach Beschäftigten nur insgesammt 57 Klagen ist eine Vereifung des Kanals von Rendsburg bis Brunsbüttel Mitunterzeichner sich wohl gehütet haben, Herrn Wiesemann an eingereicht. Der Redner führte noch an, daß die Beifizer am bei einem etwas anhaltenden Frost eher zu erwarten, als auf die Abrechnung zu mahnen.) dem Klage- 17. August d. I. an den Vorsitzenden des Gewerbegerichts, der östlichen Hälfte und da ferner die Kanalkommiffion nicht Sprechsaal. # lied des Herrn Wiesemann ging unzweideutig hervor, Amtsvorsteher Sc moc, eine Betition gerichtet hätten, worin sie über viel zum Eisbrechen geeignete Schleppschiffe verfügt, ein daß er und seine Gesinnungsgenossen mit dem Ber wünschten, daß auch die Kleinmeister zur Einführung von Gisbrechen in einem engen Fahrwasser aber auch ungemein fuche, den wohlorganisirten Berband zu bekämpfen, die Arbeitsordnungen veranlaßt würden, weil diese in Streitfällen ichwierig ist, so dürfte die Schifffahrt im Kanal bei einem etwas allerschlechtesten Geschäfte gemacht haben. Nach ihm erklärte dem Gericht eine sichere Kenntniß der fraglichen Arbeits- strengen Winter nicht lange anbalten. Störend für eine Vera " Anarchist" Schmidt, daß er kein Amt annehme, bis er sich bedingungen gewähren. Eine Antwort auf diese Petition sei bis falzung des Kanalwassers wirkt ferner das häufige Festfahren von dem auf ihm ruhenden Berdacht gereinigt habe. Bekanntlich jetzt noch nicht erfolgt. Klinge und Ja del besprachen selbst der im Kanal befindlichen Schiffe. ist gegen diesen Mann die Anschuldigung erhoben worden, daß erlebte Berhandlungen vor dem Gewerbegericht. Letterer wies er zur Polizei in Beziehungen stehe. Man beschloß dann, die darauf hin, daß die von Schubert angeführten Zahlen noch alte Rommission aufzulösen und eine neue, 13gliedrige Kom fein vollständiges Bild des in Echöneberg herrschenden Baumission zu wählen, von denen 7 Mitglieder der Damenmäntel- ichwindels gäben, da er sehr viele Fälle tenne, welche von Die Redaktion felt die Benugung des Svrechfaals, foweit der Staum dafür Branche und 6 der Herrenkonfektion angehören. Zusammen- Arbeitern, die auf Schöneberger Bauten beschäftigt waren, beim Intereffes zur Verfügung: fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allg meinen gefeßt wurde die neue Rommission aus Müller, Ader Berliner Gewerbegericht anhängig gemacht wurden. Es wurde Inhalt deffel ben identifizirt zu werden. mann, Frau Luban, Frau Dmoch, Stefan, Haafe ferner bemerkt, daß oft sagen, die feine Aussicht auf Erfolg und Bombach, die dabei die Damenmäntel- Branche, und haben, von Arbeitern eingereicht würden. An die Mitglieder der Orts Krankenkasse Man möge deshalb, der Maschinenbau Arbeiter und verwandten Wiesemann, Kulit, Jenide, Reen, Pniese und ebe man fich an das Gewerbegericht wende, die Aus: Gewerbe. Rolow, die die Herrenkonfektion vertreten. Zu Delegirten für funftstelle aufsuchen, welche sich beim Ger offen Bäumler, demnächst wiederum Wahlversammlung unserer Raffe statt. Die Wie den Mitgliedern allgemein befannt, findet das Gewerkschaftskartell ernannte man Frau uban und hauptstraße 30, befindet, Muschit. Aus dem weiteren Verlauf der Versammlung ist Raue wurden zum Komitee Däumig, Köfter und seit langer Zeit allgemein in den Berliner Krankenkaffen ventilirte ernannt, um die Wahlen Froge: Ob für oder wider freie Arztmahl? soll durch die neu zu lediglich von Interesse, daß Wiesemann die Erklärung abgab, er zum Gewerbegericht vorzubereiten, und im weiteren wurde be- wählenden Telegirten auch in unserer Kaffe endgiltig ihre Lösung habe fich noch nie als Anarchist bekannt. merkt, daß Wählerlisten für die Gewerbegerichtswahlen in Schöne finden. Ein großer Theil unserer Mitglieder neigt der Ansicht zu, daß Eine sehr gut besuchte Vertrauensmänner- Versammlung berg nicht aufgestellt werden, daß aber jeder Arbeiter, der nur die Freie Arztwahl" für unsere Rassen- Angehörigen von der Berliner Holzarbeiter wurde am Sonntag bei Brochnow älter als 25 Jahre ist und mindestens ein Jahr Vortheil und daher nur Delegirte zu wählen seien, welche abgehalten. Beim ersten Punkt der Tagesordnung: Unsere im Orte wohnt oder ebenso lange bort arauf dem Boden derselben stehen. Tie zur Vorbereitung der Forderungen, wies der Vorfißende Glode darauf hin, beitet, wahlberechtigt ist. Kandidatenwahl bestellte Elfer- Kommiffion tann jedoch nur daß die in den Berliner Tischler- Werkstätten immer stärker Gemeindeverordneter a celbusch wies darauf hin, daß dann ihrer Aufgabe wirklich gerecht werden, wenn derselben so auftretenden Mißstände, wie Ueberstunden, Heruntersetzung des im Februar näd sten Jahres die Neuwahl von 3 Gemeinde- schnell als möglich von seiten der Mitglieder Kandidaten- Vor Koftgeldes, Affordarbeit u. f. w., es dringend nothwendig vertretern vorzunehmen ist, darunter von 2 nicht Grund- schläge gemacht werden. Die zu dem Zwecke der Wahl nothmachten, Remedur zu schaffen. Zu diesem Zwecke hätten schon besigenden. Diefe Mandate könnten bei lebhafter Wahl- wendige Versammlung wird rechtzeitig im Vorwärts" bekannt einige öffentliche Versammlungen fich dafür erklärt, daß gegen beiheiligung der Arbeiter von uns gewonnen werden. Es ver- genaue Angabe Buchnummer sowie der Wohnung, und ersuchen die Meldungen an folgende Personen gelangen zu laffen: Für die 1. Abtheilung: an P. Bauer, Oppelnerstr. 7; H. Beer, Köpnickerstr. 193; 2. Abtheilung: Start, Rheinsbergers ftraße 28; P. Schutarth, Beraftr. 69; 3. Abtheilung: Seidel, Sandstr. 8; Reimann, Bellermannftr. 83; Fries, Wiesenstraße 39; 4. Abtheilung: Roſemaun, Diesterwegstraße; Sasanftalt; Röste, Spreeftr. 12. Für freiwillige Mits lieder: an H. Bischof, Templinerstr. 10; D. Eisenberg, Greifswalderstr. 22. J. A.: P. Bauer, Oppelnerftr. 7, die jetzigen Lohn- und Arbeitsbedingungen vorgegangen wird. zu wünschen, daß die Zahl der Hechte im Karpfenteich lei gemacht werden. Außer dem Namen der Kandidaten bitten wir Briefkasten der Redaktion. Da aber öffentliche Versammlungen allein noch kein vollständiges mehrt werde, da in Beziehung auf die Schöneberger GemeindeBild der Lage im Gewerbe gäben, so hätten noch die Werkstatt- Angelegenheiten noch gar manches zu verbessern wäre. So habe Kontrollkommiffion und die Bezirksversammlungen des Verbandes die Gemeinde, die jetzt ohne Militär 69 000 Einwohner zählt, sich eingehend mit der Frage beschäftigt, und da habe noch fein eigenes Krankenhaus. Die Privat- Heilanstalt von Dr. fich herausgestellt, daß in den öffentlichen Versammlungen Löwenstein, mit der die Gemeinde ein Abkommen bezüglich ihrer die Zustände richtig geschildert wurden. Es sei selbstverständlich, Kranten getroffen habe, weise viele Mängel auf. Auch daß bei Besprechung der Forderungen die verschiedensten An- die Zahl der Gemeinde Echulklassen, die gegenwärtig fichten laut geworden wären; er warne nun davor, anzunehmen, einige fiebenzig betrage, müffe auf 110-120 vermehrt werden, da daß ein einheitlicher Lohntarif das geeignete Mittel sei. um jezt durchschnittlich 65 Schüler auf eine Klaffe fämen. Auf die die Lage zu verbessern; denn die älteren Kollegen würden fich oberen Klaffen tämen bis 40, auf die unteren bis 75 Schüler noch erinnern, daß die Bewegung im Jahre 1884/85 gerade an pro Klaffe. Ferner erfolge bei anfteckenden Krankheiten eine diefer Forderung gescheitert sei. Mit den Tarifen für die einzelnen zwangsweise Desinfektion, die jedoch von den Betroffenen be Bianchen sei es das gleiche, indem die Arbeit sich fortwährend zahlt werden müsse. Redner habe sich vergeblich bemüht, die verändere und auch von den Unternehmern sehr leicht geändert oftenlose Desinfizirung durchzusetzen. Ebenso erfolglos werden könne, der Tarif infolge dessen nicht aufrecht zu erhalten seien Die juristische Sprechstunde findet am Montag, feine Anträge auf unentgeltliche Lieferung wäre. Etwas anderes sei es mit der einheitlichen Forderung Lehrmittel in den Gemeindeschulen, sowie auf Errichtung 6-7 Uhr statt. der Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von nach Feftfegung einer Maximal- Arbeitszeit und einer Minimal einer Bade- Anstalt gewesen. Die Gemeindevertretung, die etwa Pfeffer, Kaffel. Ist schon mitgetheilt worden. Abschlagszahlung; das sei zum theil schon durchgeführt, wenn 15 000 M. für die Sedanjeier bewilligte, habe diese Anträge aus Blumenthal. Uns sind solche Vereine nicht bekannt. auch nicht fo, wie man es verlange. Mit Aufstellung einer ein- Mangel an Geldmitteln abgelehnt. Nach einer Mahnung, fich heitlichen Forderung nach Verkürzung der Arbeitszeit und nach auch an den Gemeindewahlen lebhaft zu betheiligen, und dem die Polizei während der Dauer des Strafprozesses fich danach Straußbergerstr. Ein gefeßlich paragraphirtes Recht, daß Erhöhung der Abschlagszahlung sei natürlich nicht gefagt, daß Hinweis, daß die Gemeinde Wählerlisten vom 15. Januar bis erkundige, ob der Angeschuldigte vermögend sei, die Koften des folche Werkstätten, wo heute die Arbeiter schon beffer stehen, als 1. Februar zur Einficht ausliegen, wurde die Versammlung ge- Verfahrens zu tragen, besteht nicht. Wohl aber nimmt die es nach den Forderungen, die geftellt werden, der Fall wäre, ihre schloffen. Arbeits- und Lohnverhältnisse den Forderungen gleichzustellen hätten. Praxis an, die Polizei habe dahingehendem Ersuchen der StaatsEine Volksversammlung für Spandau, die trotz der anwaltschaft zu entsprechen. Auch die Befugniß zu solchem Ersuchen Wenn nun von verschiedenen Seiten heute schon die achtstündige ungünstigen Zeitverhältnisse äußerst zahlreich besucht war, wurde ist in keinem Gesetz direkt ausgesprochen. Die StaatsanwaltArbeitszeit gefordert würde, so sei dies prinzipiell richtig, aber am Sonnabend Abend im großen Saale der Brauerei Pichels: schaft hält sich aber zu derlei Ersuchen für befugt. Unzweifeles werde nicht möglich sein, diese Forderung schon jetzt durchzu- dorf abgehalten, da den dortigen Parteigenoffen innerhalb bait hat der Angeschuldigte das Recht, auf solche polizeiliche setzen, weil der Judifferentismus der Kollegen zu groß wäre. Epandaus fein größeres Lofal mehr zur Verfügung steht, weil Recherchen jegliche Auskunft zu verweigern, auch wenn mehrere Leitender Grundsay müsse vielmehr diesmal sein, nur solche die Wirthe den bekannten Anfechtungen ausgesetzt sind. Echon Straffachen gegen ihn schweben, seinerseits die Polizeibehörde zu Forderungen zu stellen, die durchführbar sind und diese aus diesem Grunde und noch mehr infolge der jüngsten Maß- ersuchen, ibn in Zukunft mit dergleichen Recherchen zu verschonen, dann unter allen Umständen auch durchzusehen. regeln gegen unsere Partei hatten die Genossen das Thema: da fie ja doch lediglich überflüssigen Zeitaufwand für die Polizeis Tie Tiskussion bewegte fich hauptsächlich darum, wie die Höhe der Die Polizei und die Sozialdemokratie" auf beamten zur Folge haben. Ein paragraphirtes Recht, nach dem Arbeitszeit sowie der Abschlagszahlung zu bemessen sei. Man die Tagesordnung gefeßt, worüber Genosse Jahn aus Berlin diesem Eriuchen entsprochen weiden muß, besteht nicht. einigte sich über einzelne Borschläge, die nun der nächsten referirte. Redner behandelte die Verfolgungen unferer Partei F. K. Terartige Ungerechtigkeiten werden solange bestehen als Generalversammlung sur endgiltigen Beschlußfassung vorgelegt und wies auf die geschichtliche Entwickelung der Partei hin, das heutige Eystem dauert. J. B. St. Ohne Einsicht in das werden sollen. wobei es fich immer gezeigt babe, daß die Verfolgungen nur Etotut nicht zu beantworten. 2. 3. 13. Soweit ohne Statut Ueber den Streit der Weißigerber bei der Firma zum Echaden der Gegner verliefen; so sei auch jezt durch die ersichtlich, besteht Haitpflicht bis zur Höhe von 30 Mart und Emanuel Meyer wurde in einer öffentlichen Lederlegte Köller'iche Staatsrettung die Partei nicht erschüttert, sondern liegt Verjährung nicht vor. 8. B., Sfaligerstraße. Nem. arbeiter Versammlung am Montag im Uligschen in den Reiben der Genossen lediglich ein frischer und freudiger R. 3. 347. Ter Unterstützungswohnsiz wird nicht auf AnSaale in der Badstraße verhandelt. Der Streif, der bereits Kampfesmuth entbrannt. An die mit lebhaftem Beifall be trag verliehen, sondern ohne weiteres durch Aufenthalt, Versechs Wochen währte, ist bekanntlich wegen Herabſegung der gleiteten Ausführungen fnüpfte fich eine funze Distuision, in ebelichung oder Abstammung erworben. Durch Aufenthalt Affordlöhne ausgebrochen. In einer Bersammlung am legten deren Verlauf die Genoffen Göbel, Lantau und Schröer erwirbt den Unterfügungswobusig an seinem Aufenthaltsort, Freitag konnte bereits mitgetheilt werden, daß die Firma sich zur sich in zustimmender Weise äußerten und u. a. auf den Mangel wer nach zurückgelegtem 24. Lebensjahre 2 Jahre ununterbrochen Zahlung der früheren Löhne bereit erklärt babe. Es wurde damals eines Gewerbegerichts hinwiesen und die Genossen auf- an einem Ort sich aufgehalten bat, ohne Unterstüßungen zu era jedoch beschlossen, von Herrn Meyer noch weitere Bugeständnisse forderten das vom Magiftrat verlangte Material balten. Die befrau theilt im allgemeinen vom Zeitpunkt bezüglich Abschaffung von Mißftänden zu fordern. Von der über erfolglose Rlagen und daraus entsiandene Lohn der Eheschließung ab den Unterstüßungswohnsitz des Mannes, zur Verhandlung mit Herrn Meyer eingesetzten Kommission verluste in nächster Zeit zu sammeln, um damit die Moths ebeliche Kinder den des Waters, uneheliche den ihrer Mutter. wurde nun berichtet, daß dieser sich verpflichtet habe: 1. alle mendigkeit eines Gewerbegerichts für Spandau zu verweisen. Dieie Bestimmungen des Unterstüßungswohnfiz Gesetzes Streifenden wieder einzustellen und die vor Eine Petition in diesem Sinne, wie sie gewünscht wurde, ers gelten aber nicht für Bayern und Elsaß Lothringen. dem Streit geltenden Lohnsäge weiter 3 utlärte Stadtverordneter Schröer für nuglos, da sich der Will ein Bayer oder Elsaß- Lothringer den Unterfügungswohnsitz zahlen; 2. die von den Arbeitern gerügten fanitären Spandauer Magiftrat doch nicht daran kehren werde, ebenso in einem anderen der 26 deutschen Vaterländer erwerben, fo Mißstände zu beseitigen; jedoch, soweit dadurch bauliche wenig die Potsdamer Regierung. Des weiteren wurden die Genossen muß er vorher in demselben sich naturalisiren laffen. Veränderungen nothwendig werden, erft nach Beendigung erfucht, auf den Vorwärts" und das„ Voltsblatt" c. zahlreich B. in M. Borläufig zurückgestellt... Am 1. Mai 1896, Prosit Neujahr! unserer geehrten Kundschaft. Geschäftshäuser Baer Sohn Herren- und Knaben- Bekleidung 24a Chausseestr. 24a zwischen Invalidenstrasse und Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. 11 Brückenstr. 11 mit dem grossen Erweiterungsbau Ecke Rungestrasse. 16 Gr. Frankfurterstr. 16 schrägüber dem National- Theater. Meinen geschätzten Freunden und Kunden die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Carl Bayer, General- Vertretung von ,, Sulima", F. S. Wolff, Dresden, Culmstraße 6, Amit VI Nr. 3607. 2024b Meinen werthen Kunden und Freunden zum Jahreswechsel Die besten Glückwünsche! Julius Lindenbaum, Serrengarderoben, Gr. Frankfurterstraße 139. Gruß aus Grünau! Allen meinen Freunden, Gönnern und Gästen zum heutigen Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche. 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