vez uhe der liche Lige mie Ben und 阿 ber Bom fich nos den Morgenausgabe Nr. 595 A 301 45.Jahrgang 283dentlid 85 31. moreille 3,50 ten voraus zahlbar. Boftbezug 4.32 einschl. Bestellgeld, Auslandsabonne ment 6,- pro Monat. * Der Baudris erietat momentäg lich zweimal, Sonntags und Montags einmal, die Abendausgaben für Berlin und im Handel mit dem Titel„ Der Abend". Jiluftrterte Beilagen Bol und Zeit" und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Bißen", grauen Rimme". Technit". Blid in die Bücherwelt" und Sugend- Berwärts ng. ru ein il eir ung pr en e $ egu fein fd burb Fie, f Besi Roll ebsb Glo s Bu trake Vorwärts Berliner Bolksblatt Dienstag 18. Dezember 1928 Groß Berlin 10 Pf. Auswärts 15 Pf. Ble einipalttge Ronpareillezetle * Pfennig. Refiameteile- Reichs mart. Aleine Anzeigen' bas lettge brudte Wort 25 Pfennig( suläffig are Jettgedruckte. Borte), jedes weitere Wort Pfennig. Steliengefuche das erite Bort 15 Bfennig, fedes weitere Wort 10 Bfennig. Borte über 15 Buchstaben äblen für zwei Borte. Arbeitsmartt Seile 60 Pfennig. Famillenanzeigen für bonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen annahme im Hauptgeschäft Linden Straße 3, wochentagl, von 8 bis 17 Uhr, Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Berlag: Berlin G 68, Lindenstraße 3 Vorwärts: Berlag G.m.b.H. Fernsprecher: Donhoff 292-297 Telegramm- Adr.: Costaldemokrat Berlin Schlichtungsaktion für Südamerika Bölkerbund und Panamerika- Konferenz. Condon, 17. Dezember.( Eigenbericht.) Der Außenminister von Paraguay hat Kellogg mitgeteilt, daß Daraguan das Angebot der Panamerikanischen Konferenz zur Schlichtung des Streites mit Bollvien annehmen würde. Auch aus La Paz wird berichtet, daß die bolivianische Regierung bereit fei, eine Bermittlung anzunehmen, da fie mit der Eroberung zweier Forts des Gegners den ,, Angriff auf ihre nationale Ehre gericht habe. Während beide Regierungen sich zu Berhandlungen bereit erklären, schlagen die Generale weiter los. Mehr als 200 Soldaten haben bereits ihr Leben lassen müssen. Die bollvlanischen Truppen haben inzwischen fogar einen allgemeinen Angriff auf die Grenzforts Paraguays unternommen. Nach mehr. ftündigem Kampfe gelang es ihnen auf Grund ihrer zahlenmäßigen Ueberlegenheit, die Berteidiger zum Rüdzug zu zwingen. Den verftärkten Streiffräften von Paraguan gelang es bei einem Gegenangriff nach zwölfffündigen heftigen Kämpfen drel der verlorenen Forts wieder zu befegen. Paraguay macht mobil. Condon, 17. Dezember.( Elgenbericht.) Die Reglerung von Paraguay hat alle Jahrgänge vom 18. bis zum 29. Jahre unter die Waffen gerufen. Die Jahrgänge über das 29. Cebensjahr hinaus gehören zur nationalgarde und Millz, weshalb die Regierung amtlich mitteilt, daß es fich nur um eine feilweise Mobilisierung handelt. Die bolivianische Regierung hat dem Böllerbundsrat mit. geteilt, daß der Zusammenstoß bei Jort Boqueros burch die provozierenbe Saltung anmarschierender paraguayischer Truppen verursacht worden fel Chile gebietet Frieden. New Bort, 17. Dezember. Die Regierung von Chile hat eine Note an Bolivien gerichtet, In der sie die fofortige Einstellung aller militärischen Opetaflonen und sofortige 2nnehme der BermittlungsBorschläge verlangt, damit unheilvolle Kriegsfolgen vermieden werden. Da fich sämtliche amerikanischen Staaten verpflichtet häften, nichts zu unternehmen, was den Frieden gefährden könnte, müßte auch Bolivien den friedlichen Weg gehen. Der Reichsbahnstreit. Replit des Staatsgerichtshofes.. Die chilenische Note ist die Antwort auf eine Note Boliviens, Boftfchedionto: Berlin 37 536.- Banffonto: Sanf der Arbeiter, Angeftelten und Beamten Wallstr. 65. Diskonto- Gesellschaft, Depofitentaffe Lindenstr.& Krieg im Urwald. Pflichten und Rechte des Völkerbundes. in der Chile gefragt wurde, welche Haltung dieses Land in dem fächlich ausgebrochen ist, fomisch wirken. Um so mehr, wenn Streiffall einnehme. Auch Argentinien greift ein? New Yort, 17. Dezember. Nach Melbungen aus Buenos Aires steht ein Ein greifen Argentiniens in dem Streit zwischen Bolivien und Baraguan bevor. Besorgnisse in Washington. New York, 17. Dezember. In Bashington machten die Nachrichten über die Zusammen ftöße an der Grenze im Chaco einen äußerst beprimieren: den Einbrud, um so mehr, als Bolivien während der letzten Jahre vier Anleihen im Gesamtbetrage von rund 65 Milfionen Dollar erhalten hat, bie für friebliche Zwede bestimmt maren. Herald and Tribune" berichten eingehend über die Stimmung in der panamerikanischen Konferenz, wo fdywere Besorgnisse über weltere Auswirkungen des Konflikts auf das übrige Südamerika herrschen. Während betont wird, daß Chile und Beru ihre Reutralität für den Kriegsfall bereits angefündigt haben und auch Uruguan teine triegerischen Abfichten hege, weist herald and Tribune darauf hin, daß hinsichtlich der Haltung der übrigen Großstaaten Südameritas eine gewiffe Unierheit herre. Die Böllerbundsaktion. Drummond in Paris. Genf, 17. Dezember.( Eigenbericht.). Der Generalsekretär des Bölferbundes ist Montag nachmittag in Begleitung mehrerer Beamten des Sefretariats nach Paris ebgereift Die Reise erfolgt auf Wunsch Briands, der auf der Fahrt Lugano- Paris durch Funkmeldungen über den füdamerika. nischen Ronflitt unterrichtet worden ist. Die Reise Drummonds dient der Borbereitung der noch für diese Woche in Aussicht genommenen außerordentlichen Ratsfigung in Paris. lich zum Ausdrud, daß Baleffi eine Provotation wollte So erklärt selbst der offiziöse Petit Parifien", es sei nicht not. wendig gewesen, daß 3aleffi wieder alte Bunden aufgeriffen habe, baß er vom Bohlergehen Oberschlesiens gesprochen, daß er fogar Der Staatsgerichtshof des Deutschen Reiches hat zu dem Beden Ausbrud hochperrat gewählt und schließlich einen Reichs. schluß der Reidsregierung in Sachen der Bergebung tagsabgeordneten persönlich angegriffen habe, den Stresemann unDon Berwaltungsstellen der Reichsbahn folgende bedingt verteidigen mußte. Es sei eine politische Ungeschicklich Erklärung veröffentlicht: tett höchsten Grades gewesen, daß 3aleffi mit seiner Intervention dem Reichsaußenminifter Gelegenheit gegeben habe, sich zum Schüßer der Minderheiten aufzuwerfen. Ob die Gründe, die das Reichsfabinett für feinen plöglichen Entschluß vom 14. Dezember geltend macht, wirtlich stichhaltig find, fann jest bahing stellt bleiben. Dem Staatsgerichtshof find sie vor. enthalten worden, er hat sie erst durch die Bresse erfahren. Sein Befchluß vom 15. Dezember ist in derselben öffentlichen Sigung ergangen, in der bas Publikum von der Behandlung bes Staatsgerichtshofes burch die Reichsregierung erfuhr. Diese war in ber Sigung durch einen Bevollmächtigten des Reichsverkehrsministers Bertreten, an ihm mußte sie sich halten, wenn fte von dem der fündeten Beschluß erst durch die Presse Kenntnis erhielt. Daß der Beschluß seinem ganzen Inhalt nach verfündet wurde, erklärt sich hinreichend in dem tiefgehenden Mangel an Achtung und Bertrauen, ber der Schritt der Reichsregierung dem Staatsgerichtshof gegen über Ausbrud gab." Sachfen flagt auf Entschädigung. Dresden, 17. Dezember.( Eigenbericht.) Die fächsische Regierung hat bel dem Staatsgerichtshof ne Rlage auf Entschädigung für den Uebergang Der Staatsbahn en des Reich eingereit. Sachsen, deffen Eisenbahn auf 2½ Milliarden Wert geschätzt wurde, beenlprucht die Aufwertung und 4% prozentige Berzinsung eines Be trages von 863 Millionen Baptermart. Das entspricht einem GoldMartwert von ungefähr 21 Millionen. ber Klage des sächsischen Kabinetis anschließen. Boraussichtlich werden sich Bayern, Württemberg und Baden Paris verurteilt Zalesti. Das Echo der Provofation in Lugano. Baris, 17. Dezember.( Eigenbericht.) Der Zwischenfall, den der polnische Außenminifter 3alesti in der feiten Sigung des Bölkerbundsrates hervorgerufen hat, wird Don der Barifer Bresse im allgemeinen nur als eine Sensation behandelt. Zwischen den Zeiten der Berichte aus Genj fommit deut: Noch deutlicher äußert sich die Linfspresse. 3aleffi fönne nicht verlangen, schreibt der Bopulaire", daß die deutschen Minderheiten ihre Rechte ausgerechnet von einer laminfrommen polnilen Bereinigung vertreten ließen oder gar von der polnischen Regierung felbft, gegen die sie doch in Opposition stünden. Es sei deshalb auch solltommen unangebracht, diese Minderheitenopposition als Hochperrat zu bezeichnen. Stünden nicht Menschenleben auf dem Spiele, so würde der Gedanke, daß ein Krieg zwischen Bolivien und Paraguay auszubrechen droht oder gar schon tatman bebenft, worum es geht. Nimmt man einen modernen, erstklassigen Atlas zur Hand, dann stellt man hinsichtlich der Grenze zwischen Baraguay und Bolivien die immerhin nicht alltägliche Tatsache fest, daß diese Grenze auf einer Länge von etwa 500. Kilometern etwa die Entfernung Berlin- München durch eine fergengerade Linie dargestellt wird. Das heißt: sie ist von Diplomaten mit dem Lineal gezogen worden, weil es sich eben um Gebiete handelt, die niemand tennt und die vielleicht überhaupt fein menschlicher Fuß jemals betreten hat, jedenfalls feine zivilifierten Menschen mit topographischen Instrumenten und was sonst noch zur Feststellung einer Grenze heutzutage nötig ift. Gibt es dort Flüsse, Berge, Sümpfe, Menschenfiedlungen? Niemand weiß es: der Atlas weist auf einem riesigen Gebiete von 500 Kilometer Länge und fast 200 Kilometer Breite überhaupt nur eine weiße Fläche auf, die durch eine gerade punktierte Linie, nämlich die jogenannte Grenze zwischen Bolivien und Paraguay, durchschnitten wird. Alle die Namen der sogenannten Forts, deren Eroberung von der einen oder der anderen Seite feit Tagen gemeldet wird, sind auf der Karte überhaupt nicht perzeichnet. Es handelt sich also höchstens um: Blodhäuser in der Urwald wildnis und zwar in fol chen Gegenden, in denen tausendmal mehr Affen und Schlangen als Menschen wohnen. Immerhin hat dieser weiße Fled auf der Karte, ebenjo wie bie Büfte der Gobi oder die Sahara, einen Namen: Gran Chaco. Diese Tatsache allein würde aber wohl nicht genügen, um einen Krieg zu entfesseln. Indessen soll es im Gran. Chaco Betroleumquellen geben. Und so wie es für den Kibig beim Statspiel feinen Einfah gibt, der hoch genug ist, fann es für den Kapitalismus nie genug Ranonenfutter geben, wenn ein umstrittenes Gebiet petroleumverdächtig ist. Deshalb schießen und sterben feit einer Woche Angehörige der paraguanischen und der balivianifchen Armeen, als ginge es um die höchsten Güter ihres Landes, um Haus und Hof, um die bedrohte Kultur ihrer Bäter, und die nationale Freiheit ihrer Kinder. Darum fann es schon deshalb nicht gehen, weil es fulturelle Unterschiede zwischen den einzelnen füdamerikanischen Republiten überhaupt nicht gibt. Mit Ausnahme von Brasilien sind alle jezigen Staaten des füdamerikanischen Kontinents einftmals unter spanischer Herrfchaft gewefen und sie wurden früher oder später, die meisten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, davon befreit. In allen diesen Staaten, mit Ausnahme des portugiesisch sprechenden Brasilien, wird ipanisch gesprochen, die Bevölkerung ganz Güdamerikas ist fatholischen Befenntnisses, alle Staaten besigen ungefähr die gleiche re publitanische Berfaliung mit ſtarter Erefutingewalt nach nordamerikanischem Borbild und mit wenig entwideltem demokratischen Bewußtsein bei den Massen und wenn es überhaupt Rassen und Kulturunterschiede gibt, jo höchstens bei den 3ndianerstämmen, die der geschichtliche Zufall zu Einwohnern dieses oder jenes Staates gemacht hat. Man könnte sich daher überhaupt fragen, marum es Chilenen und Argentinier, Peruaner und Ecuadorianer, Kolumbier und Venezueler, Bolivianer, Paraguaner und Uruguayer gibt. Aber gerade mir ein in Deutschland wissen Lied von dem Wahnsinn des Partitulariszerrissen hat und bank der bajuvarischen Reaktion bis in die mus zu fingen, der jahrhundertelang die deutsche Nation heutige Zeit hinein die sonderbarsten Blüten erzeugt. Wenn por 125 Jahren Bayern und Tiroler sich in den Hochtälern der Alpen blutige Schlachten lieferten und wenn vor taum 65 Jahren noch Breußen und Hannoveraner gegen einander das Baterland" perteidigten, so dürfen wir uns nicht Erste Folge von übermäßig wundern, daß heute Paraguyaner und Bolivianer Krieg miteinander führen. Paris, 17. Dezember. Die franzöfifche Redispreffe fieht in dem Zwischenfall einen neuen Beweis für den schlechten Willen Deutschlands, zumal Stresemann, wie Bertinag im„ Echo de Paris" behauptet, den Text der Rede Zalestis gekannt habe und mit seinem Bornausbruch sich lediglich einen Triumph in Deutschland habe sichern wollen. Boesch bei Poincaré. Annäherung in der Reparationsfrage. Lugano? Der deutsche Botschaffer v. Hoesch hat heute eine ernenfe Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Poincaré in der Frage der Einsehung des Reparationsausschusses gehabt. Diele Unterredung hat zu einer Annäherung der beider felfigen Standpunkte in den befannten noch ausstehenden Punkten geführt. Rückschlag im Buckingham- Palast. Condon, 17. Dezember. Das von drei Aerzten unterzeichnete Abendbulletin befagt:„ Der König ist heute nachmittag etwas unruhig gewefen und der neuerdings verzeichnete Fortschritt hat während der letzten Abend Stunden nicht angehalten." Solche Kriege hat es während der letzten 50 Jahre in Südamerika wiederholt gegeben. Zum Beispiel zwischen Chile und Peru, zwischen Bolivien und Beru und auch der Kriegszustand zwischen Bolivien und Paraguay ift fein abfolut neues Fatium. Der einzige wesentliche Unterschied mit der Vergangenheit liegt darin, daß es früher feinen Bölferbund gab, während heute Bolivien und Paraguan beide dem Bölferbund angehören: Bolivien, bas einst das dringende Bedürfnis empfunden hatte, Deutschland den Krieg zu erflären, trat infolgedeffen als fiegreicher Staat dem Bölkerbund automatisch bei, während das im Weltkrieg neutral gebliebene Paraguan erft von den Signatarmächten dazu aufgefordert wurde. Bolivien gehört also zu ben Gründern des Völkerbundes. Allerdings hat es sich, ebenso wie Beru, Ecuador, Honduras und Nikaragua, unter nordamerikanischem Drud aus dem Gchulhe-Pfaelzer plaudert aus. Wie es aus der Achten aussieht— und wer ihr Hilst. �err vr. G. Schultze-Pfaelzer. bis vor kurzem noch leitenbar politischer Radatteur des chugenbargschen ,X a 0"", hat vom Hause und der Partei Hugcnbergs Abschied aenommen. Fast wider seinen Willen ist er. wie er in seinem sosbsn erschienenen Bekcnntnisbuch schreibt, ein anderer ge» worden...Politik ohne Phrase" nennt sich dieses Büchlein, dos soeben im Verlag von Karl Curtlus- Berlin erschienen ist und das in das Ringen eines sich Wandelnden, aber auch in die .ltulissenwelt der politischen Rechten mancherlei EIndlMe er» öffnet. Der Verfasser denkt noch„schaudernd der Konferenzon mit Einsichtslosen und Unfähigen, die man ernst �u nehmen hatte. Nur weil sie einen hohen Titel trugen. Nicht ohne Spott spricht er von gehäuften Rettungsrezepten und ehemaligen Generakstablern, die„Nachrichtenstellen einrichteten. die so ausfaben, ol» wollte man einige Menschenalter lang Bürgerkrieg führei?'. Er lächelt seht»der die Leute, die noch dem„dritten Reich" schreien, das inzwischen wirklich geworden ist in der Republik, zu der er sich jetzt bekennt: Ich bin noch Jahren des Widerstandes gagsn das neue Reich Vi der Ueber.'.eugung gÄongt, dost«« wirklich da ist. Ich tonn es nicht länger als«in varlätifige» Interregnum, als ein Jahr« .,ehnt nach immer nicht abgeschlossener Wirre« bezeichnen, ich kann nicht mehr sein« Eigenexistenz leugnen. Darum ste tke ich mich brüderlich und arbeiissroh hinein. Das sind noch ganz andere Töne, als man sie von L a in« dach gehört Hot. Und doch haben schon die Zahmheiten Lam- bachs für Herrn Hugenberg genügt, den Ausschluß des Schul- digen aus der Partei zu fordern! Aber es kommt noch besier. Direkt an die Adresic Hugenbergs gerichtet, scheint die sok- gendc Warnung vor einem neuen Putsch: Man mutz die Helden kennen, dir bei uns mit der Volkserhebung bramarbasieren. Revolutionäre, die triumphierten, haben zu allen Zeiten andsrs ausgesehen. Wie unendlich günstiger waren ihre Ehancan dam,» a p p- P u t s ch. Und ww sämmersich endeie der Morgenseldzug über die Eharlottenburger Ehaussee. Auch die sogenannten legalen Staatsstreichplöne der Hugenberg und Äenosien nimmt Schultze-Psaelzer nicht ernst: Was an oppositionellen Prtoatentwürsen für sine neus B«r-. fastung von der radikalen Opposition zu Papier gebrocht, wurde. «trkt gegenüber d-k Weimarer Perfassuvg bei- naht kindlich, mögen die Worte auch noch so hachtrobechd sein. Äo, man nimmt sich selber schon nicht mehr ganz ernst: Di« Dauischnationolen habe« die alten Standarten, die schon am Boden sibleppten, wiader hochgezogen: Monarchie, Monorchie! Zu den vier wänden uuker sich dürste man ruhig Republikaner sein. ab«« nach aotzeu hin müht, man da» moseftällsch« Varleiideol hochhallen. Do« sogi« kein Witzbold, sondern samonb. dem es ernst um die Vermittlung in seinem Lager war. Auch von dem Monarchismus der Landwirt« hält der Kenner nicht mehr viel, denn„dem Landwirt von heut« stehen die Kreiskaflsn sehr viel näher als der Tbron".„Die Königs- und Äaiseridee... ist zu sinem Lippenbekenntnis tn den Feierstunden geworden." Zur Vervollständigung de» Bildes gehört was Schul tze- Pfaelzer über die Zusammenarbeit zwischen seinen bisherigen Parle, freunden und den.Kommunisten sagt: Die Kommunisten sehen sich noch schwarzweitzroter Hllfe um. wenn sie«inen oerhotzten Sozialdemokraten stürzen wollen: und die Rasionalisiea haben schon so manchesmal zynisch bekaaa«. jede kommunistische wahlsiimme zähle für sie. So erfährt man von Herrn Dr. G. Schultze-Pfaelzer. der bisher einer der Prominentesten im Hugenberg-Kreise war und noch heute einer der Wissendsten ist, was von der„natiö'- nalen Rechten" in Deutschlanv zu halten ist. was sie kann und wer ihr hilft! Völkerbund frühzeitig zur ück gezogen, ohne jedoch die Mitgliedschaft aufzugeben. Paraguay dagegen ist ak- t i v e s, beitragzahlsndss Mitglied des Völkerbundes un- unterbrochen geblieben. Aus dieser Mitgliedschaft erwachsen sowohl den beiden streitenden Parteien, wie auch dem Völkerbund selbst, d. h. den übrigen Bölkerbundsmitgliedern bestimmt« Pflichten, die den Ausbruch eines Kriege« unmöglich machen sollten, und die. falls ein solcher Krieg dennoch aus- bricht, eine interna t.ionale Aktion zur Folge haben müßt«. Der Artikel IL der Völkerbundssatzung verpflichtet einer- feits die Vundesmitgliedsr zu gegenseitigen Achtung der Unversehrtheit ihres Yobistes, andererseüs den Rat im Falle einer Angrstfsgefahr zur Ergreifung von Sich«, rungsmaßregekn. Der Artikel 11 stellt fest, dast jede Kriegsdrohung eine Angelegenheit des ganzen Völker- bundes ist, und daß der Generalsekretär verpflichtet ist. aus Antrag irgend eines Staates den Rat unverzüglich sinzu- berufen. Der Artikel 12 verpflichtet alle Mitglieder des Völkerbundes,„eins etwa zwischen chnen entstehende Streit- frage, die zu einem Bruche führen könnt«, entweder der Schledsgerichtsbarkeit oder der Prüfung durch den Rat zu unterbreiten. Sie kommen ferner überein, in keinem Falk« vor Ablauf von drei Monaten nach dem Spruch des Schiedsrichters oder dem Berichte des Rotes zum Kriege zu schreiten." Wie man sieht, gibt es im Vökkerbundsstatut genug Äestimmungen. die den Ausbruch eines Krieges zwischen .Paraguay und Bolivien verhindern müssen. Run kann man einwenden, daß es bisher zu einer formellen Kriegserklärung noch nicht gekommen ist, sondern lediglich zu blutigen Kämpfen im Urwald, über deren Ent- stehung und Verlauf einwandfreie Nachrichten bisher nicht vorliegen. Ändesien steht doch soviel fest, daß eine akut« Kriegsgefahr vorliegt, die, selbst wenn die unmittel- bar Veteiligten sich nicht von selbst auf ihre Pflichten als Vundesmitglieder besinnen sollten, den Rat zum Ein- greifen verpflichtet. Bisher bat keine von den beiden Parteien sich Hilfe- suchend an den Rat gewandt. Es scheint allerdings, daß Paraguay auf dos erste Telegramm des Rates aus Lugano völkerbundswilligek reagiert hat als Bo- livien. Wie sich Bolivien auch gegenüber einem Vsrmitt- lungsangebot der vanamerlkanischen Konferenz ablehnender verhalten hat als Paraguay. Diese? doppelte Umstand wäre bereits geeignet, die Sympathien der öjfent- lichen Meinung in der übrigen Welt dem kleineren Staate Paraguay zuzuführen. Bolivien bshauntet zwar, daß die erste Grenzverletzung von paraguanischen Truppen begangen wurde, aber gerade wenn sich die Regierung von La Paz hinsichtlich de? Schuldfrage ihrer Sache so sicher fühlt, dann hätte sie doch allen Anlaß, eine Untersuchung durch den Völkerbund zu wünschen und nicht zu scheuen. Was aber nun, wenn einer der beiden Staaten, ver- muilich das oölksrbundstreue Paraguay, sich Hilfe- suchend an den Völkerbund wendet? Dann ist Bolivien verpflichtet, alle Kampfhandlungen einzustellen, wihri- genfalls ver Artikel 16 mit seiner ganzen furchtbaren Maschinerie von Sanktionen in Kraft treten muß. Dann würde Bolivien »bhve weitere» st angesehen, als hätte es«ln» KriegshaNblung ge�eN akl e anderen Kundesmitgliader bsgavgeit. Diese verpslich- te* sich, unverzüglich alle Handels- and FInanzbeztehuugen zu ihm abzubrechen, ihren Staatsangehörigen jaden Verkehr mit de» Staars- ««gehörigen des Vertragsbrüchigen Staates zu untersagen und alle finanziellen, Handels- und persönlichen Verbindungen dieses Staat«», und jede» anderen Staates, gleichviel ob Vundesmitgliad oder nicht, abzuschneiden. In diesem Falle ist der Rat verpslichte», den oerschiodeNen b«. teiligten Regierungen vorzuschlagen, mit welchen Land- und See- st reitk rösten für sein Teil zu der bewaisneten Macht boizu- tragen hat, die den Bundesverpsiichtungön Achtung zu verschaffen bestimmt ist." Zu einer militärischen Intervention des Völker- bundes dürfte es wohl schon aus geographischen Gründen nicht kommen. Dagegen liegen wirtschaftliche und finanzielle Zwangsmaßnahmen, d. h.«in Völkerbundsboykott gegen den ichlichtungsfeindlichen Friedensstörer, durchaus im Bereich der Möglichkeiten. Es wäre zwar zuviel gesagt, wenn man behaupten wollte, daß das Prestige des Völkerbundes auf Leben und Tod davon abhängt, ob er imstande wäre, sich Respekt im Urwald zu verschaffen. Indessen würde es feinem Ansehen zweifellos schaden, wenn die kriegerischen Er- eigniffe ihre Entwicklung nehmen würden, als gebe es über- Haupt kein« Genfer Institution. Umgekehrt würde es fein Prestige festigen, wenn es ihm gelänge, ähnlich wie vor drei Jahren bei dem drohenden Konflikt zwischen Griechen- land und Bulgarien die beiden streitenden Parteleu zu zwingen, die Feindseligkeiten einzustellen und sich einem Schiedsspruch zu unterwerfen. Denn jedes Menschen- leben, das durch den Völkerbund gerettet wird, bedeutet einen Beweis mehr für die Existenzberechtigung des Völker- bundes. dagegen trägt jedes Menschenleben, das trotz des Völkerbunde» vernichtet wird, dazu bei, den Glauben der Menschheit an den Volkerbund zu erschüttern. Gihtittg des Reichskabmetts. In feiner gestrigen unter Vorsitz des Reichskanzlers abgs- haltenen Sitzung verabschiedete das Reichskablnett eine An- zahl Gesetzentwürfe, welche demnächst dem Reichsrat zi-geleitet werden, darunter befind« sich der Entwurf eines Ä.'ßtzcs zur Regelung älterer staatlicher Renten. Des weiteren der Entwurf eines Gesetzes über die Enilchädigung von Lehrkräften und Uuterhaltungstragern privater Vorschulen, and endlich der Ent- «urs eines Gesetzes zur Aeirdening der Titel II bis V der Gewerdc- vrdmmg. � vir finnische Regierungskrise dürfte einig« Zeit dauern Da die bisherig«, auf die Agrarpartei gestützte Regierung durch die Sozialdemokraten gestürzt worden ist, wurde allgemein er- wanet, daß di« Sozialdemokraten die Kabinettsbildung übernehmen würden. Der stzialdemokrattsche Führer R y o m a hat aber dem Staatspräsidenten Relander erklärt, daß er es zurzeit n I ch t f ü r möglich halte, für ein sozialdemokratische» Programm eine Mehrhe't zu erhalten. Die Presi«, mit Ausnahme der agrar- parteilichen, ist einig, daß der Sturz der Rcaierung©unifa nicht zubedauernsei. Die Stellung Albanien» zu Zlalien wird gekennzeichnet durch hie Verleihung des Annunziatenordens an König Togu, wodurch er �Letts" des itaüemjchcn Königs wird. Erwachendes Massenbewußifein. Der Weg der christlichen Arbeiter. »Das Neu« Jahrhundert erhält sein Gepräge durch die Arbeiterschaft und ihren Kamps um Gleichberechtigung, um Geltung, um Mitentscheidung und Mitgestattung. In der Ar« beiterschaft liegen die gestalten den Kräfte, welche dl« neu« Zeit, Sie neue Gesellschaft und de» neue Recht entwickeln und formen werden. Das V ü r g« r t u m, dos dem IS. Jahrhundert das Gepräge gab, hat seine schöpf arische Ausgab« hinter sich. Es genügt, die Tatsache fenzustellen, daß heut« 70 Praz. des deutschen Lottes Lohn- und Gehaltsempfänger sind: die laziologische Struktur des Volkes hat sich von Grund auf ge- wandelt. Was sich der daraus zwangsläufig folgend«« Entwicklung in den Weg stellt, das wird«benfo zwangsläufig friedlich überwunden oder unsnadlich übarronnt werden." Diese Sätze«nthallen die Grundüberzeugimg«ine» sehfn Sözia- listen, den unerschütterlichen Glauben au den Aufstieg der Arbeiter« klasse und an die Uebcrwindimp der bürgerlichen Gesellschaft durch die Arbeiterschaft. Es sind programmatische Götz», au denen die Geister sich scheiden, Sätze, die richtungweisend für da» politisch« Handeln sind. Sie«nthallen jene Uabarzeugung, die der Dichter in � folgenden Versen wiedergibt: Wir sind da» Volk, wir hämmern sung da» alle, morsche Ding, den Stooi, Dia wir von Gott«» Zorne sind bis jetzt das Proletariat! Diel« Sätze entstammen nicht einer sozialdemokratischen Pro« grommschriit, sie sind das Kernstück«ine« Leitauilatzes de» Organ» der christlichen Gewerkschaften,„Der Deutsche", über di« Protestkundgebung der Zenlrumsarbeiterwöhler Westdeutschlands gegen die Führerwobl auf dem Zentrumsparteitag zu Köln. Di« christlichen Arbeiter prüfen nach diesem Parteitag»Hr.: Situation und erkennen, wo sie stehen. Gesteigertes Klosienfelbst. bewußtsein und gesteigertes Selbstvertrauen in die Arbeiterklasse führt sie an di« sozialistische Gedankenwelt heran. Der Parteitag von Köln hat bei ihnen alte Illusionen zerstört. Si« erkennen, daß.«is es weiterhin im„Deutschen" heißt, der großen Ausgab« des Jahr- Hunderts der Arbeiterschaft dl« Zenttumspartät von heute nicht mehr gewachsen ist. Sie wollen si« erobern und verändern, um die zu Beginn ausgesprochenen programma- tischen Gedanken verwirklichen zu können. Ihre Erkenntnis der geschichtlichen Aufgab« der Arbetter- schast ist sozialistisch. Gemeinsam mit den lpzlaldemokratischen Arbeitern ist ihnen das felsenfeste Lertravan tn die Zukunft und die Zwangsläufigkeit der Entwicklung, dle zur Neugestellung der büraerlichen Well durch die Arbeiterschaft führt. Im Z I e k versuche» sie sich a b z u g r« n z« n: nicht die sozialistische Gesellschaft, sondern die christliche Welt, das soll die große Schöpfung der Ar- beiterschaft im 20. Jahrhundert sein. Di« christlich« Welt» In der der Mensch de» Menschen Bruder ist und sich friedlich und brüderlich zu ihm hält. Aber auch hier suhrr die aus dem Ver- wst der Illusionen erwachsend« neue Erkenntnis sie an die Seite der Sozialisten. Ob man nun von dar Well spricht, t« der der Mensch des Menschen Bruder ist, ob man die Gleichheit olles beste«, wo« Menschenamlitz trägt, proklamiert,»b man diese große Idee in die Worte des kategorischen Imperativs Kants faßt-» es ist die große Menschheitsüberzeugung, dos große Menfchheitsideal, das die sittliche Grundlage her lözialistischon Arbeiterbewegung bildet. Natürlich bleibt ein tiefgehender Unterschied, der gerade bei so weitgehender Annöbeiung christlicher Ardeiter an die sozialistisch« Gedankenwelt knierstricken werden muß. Das feste Der- trauen in die Arbeiterschaft und ihre groß« geschichtlich» Ausgabe Hot im 10. Jahrhundert zur Trennüng der proletarischen von der bürgerlichen Demokratie geführt. Au» dieser Trennung ist die Sozialdernokrali« emporgewachsen die di« Ausgab« der Arbeiter. klaffe im Geiste mit im politischen Kamps g«genül>er dem Bürger- tum vertreten hat. Das Wort:„Die Be-ireiung der Arbeiterklasse kann nur das Werk, der Arbeiterklasi« selbst fein"— das ist der große Satz, der das politische Wirten der Sozialdemokratie begleitet Hot. Die Zentrumsarbeiter wollen trog der in Köln zerstörten Illusionen gemeinsam mit der bürgerlichen Zenlrumspartel weiter für ihre Ziele kämpfen. Aber der Tag wird kommen, wo sie er- kennen werde«', baß zur idcologifchen Klarheit sich auch die Klarheit über die politischen Möglichkeiten des Wirkens gesellcn muß, wenn da» Ziel darunter nicht leiden soll. Die gewallige Anziehungskraft der sozialistischen GedünkenroeU hat sie ergriffen— wir vertrauen darauf, daß auch die gewallige Anziehungskraft der sozialdemokratischen Partei die christlichen Ar- bester erfassen wirb. 70 Proz. de» deutschen Volkes Lohn- und Gehaltsempfänger? Das bedeutet für die Zukunft: 70 Proz. des deutschen Volkes Sozialdemokrat«»! Iieichsgericht und Wahlgesetz. Si« sächsischen AbänSerungen für vngüUig erklärt. Dresden, 17. Dezember. Di« sächsische Regierung hat dieser Tage eine Entschri- düng de? Reichs ckerichi» erhalten, Ivonach die Vorschriften des im Oktober 1020 oerabsckpeveten Ae n de r uv g»g« fetze»« m Landeswahlgesetz nicht m» d«M Reichsrech: vereinbar stnv. In diesem Aendervngsgesetz war u. a. bestimmt, daß die Zulassung van Wahlvorschlägen neuer Par'eien von der Einzahlung eine« Betrages von 3000 Mark abhängig gemacht wird. Diese vom Landlage nah- zu einstimmig angenommenen Vor- ichkliten, deren Berfastiingsmäßigkett wo p d« r R e lch»re.g i e' r«ng seinerfll«iederhall besah» wvrdeu ift» war«» hinstchllich ihrer Rechtsgülligtest umst ritten. Nachdem der Staat» geri cht.«• Hof für da» Deutsch« Reich ähnnche Vorschriften anderer Länder als unvereinbar mll iet R ei ch s v«r fas s n»g erklärt hat. Unter Hinweis auf diese Rechtsprechung de» Stoatsgerichshofs hatten sich bekanntlich die Zentrumepattei und die Unabhängige Sozialdenw tratisch Partei an den Stoatsgerlchtsbof mll dem Antrag« gewandt. festzustellen, ob auch die sächsischen Vorschriften gegen die ReichSver- fassung verstoßen. Jedoch ist in keiner der beiden Strsllsachn{tut Entscheidung selbst ergangen. Di« sächsisch« Regierung hotte nun mit Rücksicht auf die Zweifel, die gegen dl« Rechtsgültigkeit jener sächsischen Vorschriften geäußert worden sind, auf Grund de» Artikels 13 Absatz 2 der Rmck? verfastirng»onsichansdte Entscheidung de» Reichsgericht« tzorüv«? angerufen, ob jene Vorschriften Mit dem Reicherecht vereinbar sind oder nicht. Festakt iu Heidelberg. Noißlhoster Shvrman überbr ngt SV« 000 Mark für cm« am Universttot. Heidelberg, 17. Dezember.(Eigenbericht.) Im Rahmen eine« akademische« Festakte» in der Stadl hall« überreicht« der amerikanisch« Botschafter in Berlin. Dr. S hur man, am Montag dar Heidelberger Universität«in« Spende von etwa über«ine halb« Million Dollar zur Errichtung eine» neuen Lehrgebäude» der Universität. Die Hälfte der Summe hatte der amerikanische Milliardär R o ck i« l l» r gesttttek, unter den übrigen Spender» sind ein« Reihe führender Perfönlichleiten des amerikanische» Wirtschastsleben», davon ei» Teil Deutschamerikaner. Die Stadt Heidelberg oersteh dem Botschafter da» Ehren» bÜraerrecht. Die dadische Unterricht» Verwaltung schenkt« Dr. Thurms n eine Wiedergabe der berühmten Manessischen Handschrist, eine Liedersammlung mittelhochdeutscher Minnesänger' eines der wertvollsten Stück« au» der Unioersitätsbibstothek. Oer Aufstand gegen Amanuttah. Kämpfe bei Kabul und vjelalabad. Neu velhl. 17. Dezember. Zu der Zuspitzung der Verhältnisse in Afghanistan, wo— wie bereite gemeldet— die Aufständischen die Hauptstadt Kabul an- gegriffen hoben, wird gemeldet, daß sowohl bei Kabul wie bei Dselalabad Kämpfe im Gange sind. Di« Ausständischen habe» zwei tleiNc'Fortg bei Ka b u l genommen. Jeder Verkehr mit Kabul hat ausgehört, aber durch Funktelegrammc erfährt man, daß die dortigen Sesandtfchasten sich in Sicherhett, befinden.- Nach Berichten von der Grenz« sind Amanullah und di' Königin in ein Fort geflüchtet, da die Armee sich gegen sie gewendet hat. Dt« Unruhen in Kabul und di«- jenigfn In Dselalabad sollen nicht f» Zusammenhang stehen. Dir Bewegung in Kabul wird offen mit derrr a ditalen Reform«» des König» und dem Bestreden der Königin Turoja, den Schleie« abzuschaffen, begründet. Test einem Monat ist der Briefverkcchr zwischen Kabul und Indien eingestellt. 7lr. 595• 45. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Diensiog. 48. Dezember 4928 IMehrffiademisiaUen inffierlin Heue ITege im übäderbau. Vie Ärohgeweinde Berlin hat jetzt 21 städtische ffkttm- badeanstalten mit 16 Schwimmbecken, niemand wird behovp. len wollen, daß hiermit dem Badebedürsnls einer Viermil- Nonenstad« genügt sein könne. Das Gewimmel, dos in den Badeanstalten herrscht, beweist die Boltoendigkeil, sie zu vermehren. Di« Entwicklung des städtischen Badeweiens nahm in der Sleingemeind« Berlin vor seht Jahrzehnten einen ersrculichen Aufschwung. Damals wurden die ersten städtischen lvarmbadeanstolten eingerichtet, die sehr viel billiger als di« privaten Badeonstaltsunternehmer saubere Wannenbäder gaben. Einige der Vororte schlössen sich bald dieser Bewegung an und schufen Anstalten gleicher Art, zum Teil sogar in fast prunlhasler Ausführung. Daß in den Jahren der Sriegsnol und der sich anschließenden Geldentwertung alles zum Stillstand kam. war kein Wunder. Inzwischen hat aber die Großgemeindc Berlin erkannt, daß die Vermehrung der Badeanstalten zu ihren un» oufschiebbaren Ausgaben gehört. Räch und noch fallen Badeanstalten in allen Bezirken errichtet werden, so rasch, wie die Finanzlage der Stadt das zuläßt. Dabei will man die verfügbaren Mittel so verwenden, daß sich mit ihnen eine möglichst große Lahl Anstallen schassen laßt. Aus äußere Pracht soll verzichtet werden. ober an Zweckmäß'gkeit werden die geplanten neuen Anstolte» nicht hinter den alten zurückstehen, sondern sie noch übertreffen. Bei einer für die Presse vom Haupt�esundheiisanü der Siadi veranstalteten Besichtigung älterer und neuerer Bodcanstalten, der Anstalten in Prenzlauer Berg(Oderberger Siraße). Wedding(Äerichtftroße), Reukoll»(Ganghoserstroßei, Charlottenburg(Krumme Straßej. Lichtenberg(Aßpodienstraße) konnte man manche Fortschritte der Entwicklung feststellen. Pros. Seligmann vom.ljauptgefundheiisami übernahm die Führung und erläuterte die neuen Grundsätze, die setzt für den Bau von Badeanstalten gelten. Das Verlangen der Jetztzeit nach Licht und Luft wird auch In den neuen Badeanstalten mehr berücksichtigt werden. Die sür Prenzlauer Berg und für Schöneberg beschlossenen neuen Anstalten werden von Luit und Licht durchslutet sein. Noch demselben Grundsatz wird man die für Pankow und für Reinickendorf geplanten, aber noch nickst beschlossenen Anstalten einrichten. In Bau ist die große neue L a d e a n st a l t, die im nördlichen Teil des Bezirks Mitte auf dem ehemaligen Sophienfriedhof an der Garten straße ent- stehen soll. Sie wird die größte Anstalt in Deutschland, ja viel- leicht in Europa werden. Hundert Zgllcn für Wannenbäder und fünfzig Zellen für Brausebäder werden hier zur Verfügung stehen. Die große Schwimmhalle erhält eine Länge von 60 Meter und eine Breite von 22 Meter. Das Schwimmbecken wird ö0 Meter long und 13 Meter breit sein. Die über die ganze Wand reichen- den großen Fenster der Schwimmhalle werden so eingerichtet, daß sie völlig geössnet werden können, Lust und Licht ungehindert her- einfluten und die Schwimmhalle sozusagen ins Freie verlegt wird. An derselben Stelle, an der jetzt diese größte Badeanstalt emporwächst, stand seit l888 eine ganz kleine Badcanstott, geschaffen vom Berliner Verein sür Volksbäder. Heber die Zeit, in der man Vereinen die Lösung solcher Ai'sgoben überließ, sind wir hinausge- kommen. Aber den Führer jener Bewegung, den damals unermüd. lich für Schaffung von Badeanstalten werbenden Prof. L a s s a r. wollen wir in donkbarer Erinnerung behalten. Die neue Anstalt an der Gortenstroße soll uns als ein Denkmal seiner bohnbrechen- den Arbeit gelten. Oer gefälschte Ministerialerlaß. Die Tragödie eines Beamten, der ans Tlot fehlte. vor dem Schöffengericht Berlin-Mitle wurde da» fran- rige und sähe Ende einer Beamlenlousbohn besiegelt, durch ein Gerichtsurteil von fünf Illonaten Gefängnis wegen Diebstahl« und schwerer llrkundensölschung. Gestohlen waren zwei Briefbogen mit Kopiousdruck des Kultusministeriums', gefälscht war die Unterschrift das Staatssekretärs v. Achenbach und eines nicht existierenden Ministe- riolfetretärs Hartwig: der versuchte Betrug desto ist» darin, daß der Ministerialkanzleiossistent T. aus dem Arbeitsminlsterium eines Tages in der Staatsoper erschien und aus Grund der gesälschten Ministerialverfügung beim Rechnungsrot P. 1000 Mark erhallen wollt«. Die Veriügung' hatte folgenden Inhalt.'..An die Staats- »per. Der Küster Dietrich aus Schneidemühl ist Flüchtling und befindet sich wogen Krankheit. seiner Familie in großer materieller Ret. Cr hat deshalb vom. Kultusministerium eine ItjjtezitüJzuvg m tzöhe von 1000 Mark erholten. Wegen Revision der ftostc im, Kultus- Ministerium. wird die Staatsöper gebeten, die 1000 Mark auszuzahlen. Rückzahlung erfolgt auf Grund eines besonderen Ministertal- erlöstes. Unterschrist: v. Achenbach. Staatssekretär: Hartwig, Mi- Nisterialsekretär." Dem Rechnungsrat kam der Tert der Verfügung eigentümlich vor, er schöpfte Verdacht und stellte durch telephonischen Anruf fest, daß es einen Mimsteriaisekretör Hartwig nicht gibt. Als er den.Küster Dietrich" zur Rede stellen toollte, war er bereits v�schwunden. Am selben Tage suhr der Ministerialkonzle!. assistent X. aus Urlaub noch Franliurt und telephonierte von dort das Arbeitsminlsterium an: er b-at um Vorschuß, da er seine Brieftasche mit seinem Geld« verloren Hobe. Den Borschuß erhielt er nicht. Es war ein leichtes, herauszubekommen, daß niemand anders als er den Betrugsversuch an der Stoatsoper begangen hoben wußte. X. war varnfi«gehend in der Briefabfert igu ngsstell e de? Kultusministeriums beschäftigt, kannte die dortigen Verhälttriste und benutzte die Abwesenheit der Beamten, während des Spät- dienstes. um die Briefbogen mit dem Stempel zu versehen und sie dann zu entwenden. Wieso er sich dazu Hobe entschließen können, seine Beamten- lausbahn, bei so hervorragenden Zeugnisten, durch einen derartigen plumpen Betrugsversuch zu vernichten, fragt« der Vorsitzende den Angeklagten. Er sei. seit der Inflationszeit in Schulden geraten, antwortete darauf der Ministerialkonzleiassistent. Der Staatsanwalt beantragte 9 Monate Gefängnis eben aus dem Grunde, weil es sich um einen vorzüglichen Beamten gehandelt habe. Eine eigenartige Argumentation. Das Gericht erkannte aus 3 Monate Gefängnis und stellte dem Verurteilten ein« Bewährungsfrist in Aussicht. Wir wäre es. wem« auch das Arbeitsmimsieraun diesem Beamten. der einmal aus Rot gefehlt hat, eine solche Bewährung»- srist gewähren und ihn seine» Amtes nicht entheben würde? Todesurieil im Vrandenburgenprozeß. Voroussichilich Umwandlung in Freiheiisstrafr. Roch fünftägiger Verhandlung wurde gestern nachmittag das Urteil gegen den Mörder Willi Schmidt, besten Komplize Erich Schmidt sich bekanntlich im Irrenhaus befindet, gefällt. Der Angeklagte wird wegen Mordes und Raubes zum Tod« und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Das Gericht beschloß, mit Rücksicht aus die Jugend und die Berhältnisie, unier denen der Angeklagte aufgewachsen ist, sich dafür zu ver- wenden, daß die Todesstrose aus dem Gnadenwege in eine Freiheitsstrafe umgewandelt wird. Die Arbeiterwohlfahrtsloiterie. Ziehung hat begonnen.— Bisher 4S00 Gewinne. Die von drei Millionen Losinhabern mit großer Spannung er- . wartete Ziehung der Weih nachtslotterie der Arbeiter» wohlsohrt begann am Montag im Berliner G e w e r k-- t ch a f t s h a u s. Die Ziehung mußte nach dem Gewerkschaftshaus verlegt werden, weil diesmal eine R i e s e n t r o in m e l für die Lose benützt wird, die in anderen Sälen nicht Platz findet. Sie wurde extra sür diese Ziehung in der stattlichen Größe von 2 Meter Höhe und 6 Zentner Eigengewicht gebaut, um die 1,5 Million«» Lose aufnehme» zu können. In diesem Jahre wird nur in zwei Gruppen— in den früheren Iahren waren es fünf— gezogen. Und da 3 Millionen Lose verkauft wurden, mußte also die Hälfte davon in die Losirommel eingeschüttet werden. Pünktlich 8 Uhr stellten sich die Ziehungsmannschaft, der Vertreter des Polizeipräsidiums und der Notar Rechtsanwalt O b o r n i k e r ein und begannen sofort die reihenmäßig geordneten Gewinnröllchen zu kontrollieren und einzuschütten. Die großen Gewinne wurden alle einzeln in die Gewinntrommel geworfen. Der gleich« Vorgang wiederholte sich beim Füllen der Lostrommel, dort wurde mit Stichproben festgestellt, ob auch alle Losröllchen in das Rad wandern. Nach der Einschüttung der sechs Zentner L o s r ö l l ch e n be- gann die Ziehung. Nummer für Nummer wurde ausgerufen, dazu der entsprechende Gewinn verlesen. Die Ziehungsmaimschoft wußte wohl, daß die Losinhaber gespannt auf das Ergebnis der Ziehung warten und war recht fleißig. Am ersten Tage wurden �300 Gewinn« gezogen, darunter eine Reihe größerer. Ein 5000.Mark-Gewinn fiel auf di« Nummer 880 316, je ein 2Z00-Mark-Gewinn auf die Nummern l 1 43 888 und 1.33 574. Die Nummern 1351 455, 1 110 185 und 489 514 erhielten je ein 1000-Mark-Gewinn. Bon den 300-Mark Gewinnen fiel je einer auf die Nummern 195 120, 1 306 400, 307 002, 428 612, 883 321, 519 363, 280 579, 126 886, 1447 804, 58« 402 und 546 923. Die Ziehung wird am Dienstag fortgesetzt und beendes. Im Gewinnrade befinden sich noch einige Hauptgewinne. Zwei Opfer des Gpieltriebs. llnterschlagvngen beim Sirausberger JRennvemt,. Bei dem Strausberger Rennverei» e. 58. sind vor e'niger Zeit Veruntteunngen aufgedeckt worden, die sich der Seknetär A. H c u t m a n n hat zuschulden kommen kosten. Die Aufdeckung dieser Unterschlagungen, die eine Höhe von etwa 60 000 bis 80 000 Mark erreicht hoben, hatte zur Folge, dag der ungetreue Sekretär in der Aufregung Berlin verließ und in einem Dortmunder Hotel einen Selbstmordversuch durch Vergiften unternahm. Zur Stunde iagi in den Räumen des Strausbcrger Rennvereins in der Schadotr, straße die Ftnonzkommissian. die mit Hilfe von Bücherrevisoren die genaue Summe der Gelder festzustellen sucht. Nach den bisherigru Ermittlungen ist Heutman», ein Junggeselle von 48 Jahren, ein Opier der Wettleidenschaft geworden, denn trotz des aüc drücklichen Verbots wettete er am Totalisator verschiedener Berliner Rennbahnen erhebliche Beträge�. Die Hauptschuld an sechen Verfehlungen ist aber-daraus zurückzuführen, daß er«incin h.c• kannten Rennstulkbesitzer, der selbst sehr große BeÄusi« auf dem grünen Rasen hatte, mit den Geldern des Vereins a ll s h a l f und ihm ouf ungedeckte Schecks erhebliche Gelder lieh, die dann nicht wieder einaingen. Die Kasse des Strausberger Renn Vereins wird insofern nicht direkt geschädigt, als sich der Vorfigend«, Freiherr v. Reitzenstcin, bereit erklärt hat, mit seinem Vermögen iur die Verfehlungen des Sekretärs einzuspringen. Gefängnis für Rechtsanwalt Dr. Julius Vtetfer D. Vor dem Großen Schöffengericht Charlotten« bürg unter Vorsitz von Londgerichtsdirektor T ö l k e hat sich wegen Unterschlagung und Untreue der Rechtsanwalt und Rotor Dr. Julius Meyer II, dessen Flucht und Verhaftung im Spätsommer d. I- <0>£)tbat(Silieren. matt von(Acorg von der �Ärilrg. CopyrixKi 1927 by J. hl. Spaati Verlas. Berlin. Eisen sagt:„Bist du es. Suhren?— Feine Unterstände sind das, trocken, nicht zu klein und mit gutem Stroh/ „Eben lief da ein Strohhalm aus der Tür,' sagt Albe- ring vom Postenstand, die Backe neben dem Gewehrlauf. Aber Eisen entgegnet:„Paß lieber noch vorn aus. Professor. Also— und der Graben, ebenfalls trocken. Vor allen Dmgen: außerordentlich egal abgestochen, wie am Lineal, sage ich. Das haben Fachmänner gebaut, ganz Frankreich hat keinen solchen Graben." �...«...... ,/Dann kennen Sie die Schampachne nicht, widerspricht ihm Sökel, der vorbeigeht. Lvrtjebam äfft ihn nach und Näselt:„Das sind ja ganz— gewöhnliche-> Äthcrnhaufen.— Ab-r im Ernst. Kameraden: Die Latrine ist erster Klaste. ganz Nahe, gleich hinterm linken Flügel und mit allem Komfort — ich habe sie soeben benutzt. Wasserspülung, wenn s ein Gew'tter gibt." So wild die neue Wohnung von allen gelobt. „Wir werden«in HTmnleben führen, sagt Esten voraus. „Hier gibt's kein Ererzieren," flüstert Klees. „Hier gibt's nur den Wachtdienft." versichert Lurtsebam, ..dabei läßt man die Gedanken reisen, biswei�n sogar an vloralischen Abgründen entlang, wie einst«m Mai. „Ihr vergeht die Patrouillen." werfe ich cm. „Schon gut. die Patrouillen." brummt jemand. „Sodann kann ich Ihnen mitteilen daß der Graben durch einen Kartoffelacker geht» verkündet Eisen wie au. der Pistole..„ � „Lögst du nich?" fragt Mar aus einer Ecke, wo er trotz Verbot Scklofftellung bezogen hat.• „Kartoffeln?" haucht Lurtjebanr.„Wm wollen— Horch!- Granaten, st; singen über uns. D'esma sind es die unsriqen. die einen Feuerüberfall machen, sie stiren hin und verstummen. Gleich darauf hart man sie mu letsem Knallen weit drüben im Gelände platzen. Es klingt wie das ferne Gebell eines Dorfköters. Wieder eine Salve! Sie fingen hin, irgendwo unter den Sternen entlang, sehr hoch. Stille, dann wieder die blaffenden Töne des Dorfköters weit in der Nacht. Unser« Herzen schlagen vor Wollust. Hinter uns sind dczch mächtige Münder, die auch mitreden. „Seht ihr," ruft Eisen,„der Schwertfeger hat bereits wieder seine Strippe geflickt, der gibt's ihnen!" „Er fegt mit dem Schwert der Rache einher," jongliert Lurtjebam. „Habt euch nur nicht>0." spricht Sergeant Sökel herüber und zieht die Worte wie Gummibander,„das war nichts als ein gewöhnlicher Feuerübersoll, der alte Soldat nennt es Vergestungsfeuer." Albering meldet vom Postenstand:„Eine Mühl« brennt." Wo? Alle wollen es sehen, recken die Hälse und nehmen den Namen Schwertfeger wie Zucker zwischen die Lippen. Eine Leuchtkugel fährt aus und erhellt die Gesichter und die Hinterwand des Grabens. Eine irre Begeisterung ist in allen Augen. Lurtjebams Brille flamnst! Dos ist seine Devise!" Ich habe den wirren Gedanken, daß es geistreich ist von Schwertfeger. Ist er nicht ein Mann, der' Bauernmalerei liebt?— Halt, es ist jemand da. der die Hacken zusamnienschlägi und mit Sökel spricht. Wir erkennen Meqer. den Bäcklin» Verehrer, jetzt Ordonnanz bei Leutnant Brause. Er bringt die Parole. „Sonst Neues?" fragt der Sergeant freundlich, denn eine Offiziersordonnanz ist beinahe ein rohes Ei. Der Moycr meldet, daß der Leutnant Schwertfeger ge- fallen ist. „Der das Goldwasse?—?" vermutet Sökel. Alle schweigen Eisen berichtigt sich und sogt:» Dann hat eben ein anderer das Feuer geleitet." „Ganz bestimmt," pflichten wir bei. „Denn getroffen war gut," fetzt er hinzu. „War gut." wiederholen wir. Plötzlich fahren alle zusammen. Ein Schuß ist gefallen. Albering hat geschossen. „Sind Sie verrückt!" schreit der Sergeant. ,Lu schießen, wenn eine Patrouille im Vorgelände ist!" Albering antwortet ruhig:„Ich schoß iiach oben, da schwebte was," und lädt wieder. Die Patronenhülse klingelt zwischen unsere Füße. Sökel ' sagt unsäglich verachtungsvoll:„Das war doch«in ganz— gewöhnlicher— Baumast." Der Hummelesser. Heiter ist mir zumute, ich strecke meine Glieder, habe gut und traumlos geschlafen in diesem neuen Unterstand. Eine saubere Wohnung haben wir drei Kannibalen, und eigenhändig gebaut. Zwei Nächte wurde daran gearbeitet und soeben der Probeschlaf beendigt. Mit Hahn war es nämlich unmöglich zu hausen— einmal wollte er an der Wand liegen, wiel er dort seine Sachen besser aufhangen könne, das andere Mal begehrt er wieder auf den Mittelplutz zurück. weil ihm Sand in sein Speckpaket gefallen sei, endlich schien ihm irgendein Gestirn ins Gesicht, so daß seine Füße neben unseren Nasen liegen mußten. So räumten wir das Feld. Drei Mann faßt unser neuer Unterstand, Albering, Klees und mich: wir machten ihn absichtlich nicht größer, weil wir allein bleiben wollten. Ein schönes- viereckiges Kriechloäz hat er, durch das man ein Stück der jenseitigen Grabenwand beobachten kann, ein Stück der russischen Erde, über die wir marschiert sind, eine Wunde, die man ihr gestochen hat,«in sauberer Ouerschnitt von ihr. Unten über den Boden läuft eine weißliche Schicht Kalk, über dieser ein Sandstreifcn, gelb« lich glitzernd in der Sonne u»d mit Steinchen vermengt. Man versucht, in dieser hellen Fläche Figuren zu sehen— aber umsonst, sie dehnt sich gleichmäßig in der Sonne, von ihr überflimmert und in ihren Schichten fortwährend verwischt und verändert. Albering ist wach, er hat bereit? gefrühstückl und räumt Brot und Marmeladentopf in die finstere Ecke. Ich frage:„Hast du gut geschlafen?" „Ja," macht er kauend. „Und geträumt?" „Auch das." „So geht es in Erfüllung." „Das verhüte der Himmel!" lacht mein Kamerad.„Ich träumte von Talette. Das ist an fich nicht schlecht, ich kann mir sogar nichts Besseres wünschen. Aber— in Erfüllung kann das nicht gehen, Suhren. Sie war nämlich mit mir auf dem Kahn meines Vaters. Sie ist ja schlank, verstehst du, die Talette. Aber plötzlich träume ich, daß sie ssch in den Mast verwandelt, schön Hmd wie ein einziges Weiber- bein und hell wie Haut. Ich träume mitunter so, manchmal ist sie auch ein- Tulpe, riesengroß, manchmal ein Fisch." (Fortsetzung fobjl.) großes Aussehen»reife, zu»erantmoriÄ? Sr. Msy« Mbibti sich seit mehreren Monat«, in Untersuchungshaft. Es handelt sich bei den Unterschlagungen um erhebliche Deträge, zwischen S0 und KM Mark. In der Voruntersuchung hatte Dr. Meyer angegeben, daß er in russischer Kriegsgcfangenschast gewesen und infolgedesien einen Defekt erlitten habe, durch den bei ihm ein krankhafter Spiel» trieb erweckt worden sei. Die Verhandlung ergab, daß die<3e> samrsumme der veruntreuten Gelder 6ZiM M. beträgt. Zlm schwersten betroffen war die verwitwete Professorssrau W. und deren unmündiger Ähn. Die Zeugin- war mit dem Rechtsanwalt seit dreißig Iahren befreundet und hatte ihn 1925 beaustragt, ein Grundstück zu verkaufen und den Erlös von etwa 69 999 M. zu ver-- walien. B-S auf 3999 an die der Angeklagte nicht heran tarn. hat er die ganze Summe, die das gesamte Vermögen der Frau und ihres Sohnes ausmachte, sür sich verbraucht. Trotzdem hatte die Zeugin mit Dr. Meyer«in Abkommen getroffen, daß er ihr das Svpital angemessen verzinsen und die Schuld allmählich abtragen soll«. Deshalb wurde auch keine Anzeige erstattet. Rechtsanwalt Meyer hatte ober noch weitere 11 999 M. veruntreut. Darunter be. fanden sich 5999 M.. die er für eine chausangestellte aus einem Auf. wertungsprozeß vereinnahmt hatte. Zwei von der Verteidigung geladene Berliner Rechtsanwälte bekundeten, daß der Angeklagte nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft geistig völlig verwirrt gewesen fei. Staatsanwaltschaftsossessor Schade beantragte wegen Untreue tu Derb'ndung mit Unterschlagung in acht Fällen eine Sühne von zwei Jahren sechs Monaten Gefängnis. Da» Schöffen» gericht sprach den Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. Meyer II schul- dlg der Untreue bzw. Unterschlagung in sechs Fällen— in zw« Fallen erfolgte Freisprechung und erkannte auf ein Jahr neu» Monate Gefängnis unter Anrechnung von drei Monaten Unter- suchungshaft. Dem Angeklagten wurde auch auf die Dauer von fünf Jahren die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter ob- gesprochen. Der Haftbefehl wurde n'cht ausgehoben, da Fluchtge. sahr bestehe und die Gefahr, daß der Angeklagte bei sofortiger Frei, kassung wieder BetnJeereien begehen könnte. Ueber die Frage der Bewährungsfrist soll entschieden werden, nachdem Dr. Meyer weitere neun Monat« der Strafe verbüßt hat.- Kampf im Zuchihaus. Zwei Tote, zwei Schwerver ehte. ?v st erb arg, 17. Dezember Nu bkukioer Sampl spielte sich im Zusterburger Zuchihaus ad. Der zu lebeurlängiichem Zuchthaus venu teilte Raubmörder Bernecker erhlelk Zlloaiagvormittag de« Besuch eine» Verwandle« uameuz Laut. Als der Lberwuihlmelstcr Zacharias de« Be- sicher zu vernecker in die Zelle liez. Halle Deruecker plötzlich eine« Revolver i« der Hand und gab auf den Obernulchlmeifkee eine« Srhuß ab. der diese« lSkete. Der hluzukommend« Vachlmeister Raujoks erhielt cbevfall, einen Schuß in de« Kopf und mußte schwer verletzt las Krankenhaus gebracht werde«. Bernecker hatte es offenbar auf da? Schlüsselbund de» Haupt- Wachtmeister, obgefehen, um«ntsliehL« zu lönnen. Nach der Tat verbarrikadierte sich Deruecker mit seinem Verwandten m einem Raum des Seitenflügels der Strafanstalt. Schutzpolizei tgt.rbt heran, gezogen. Sie gab mehrer« Schüsse auf die Zellemür ab. hinter der Bernecker und Laut sich verbarrikadiert hatten Nachdem der Strafanstaltsdirektor die Tür geöffnet hatte, drangen di» Polizisten ein. Laut, der nur«inen leichten Beinschuß davongetragen hatte. ergab sich. Cr wurde ms Gefängnis überführt. Bernecker !qg besinnungslos>» seiner Zelle. Bei ihm wurde ein Kopfschuß sowie ein Brust, und«in. ArlmMß�cslgestellt- WK ßatzl angibt. Vi sich Bernecker den Kopfschuß selbst beigebracht, als f- sah, daß e»»in Entrinnen für ihn nicht gab. Man rechnet mit dem Adlebe« Bernecker», da eine Infektion d« Wund« eingetreten ist. vas Srobfeuer im Zentrum. Die Feuerwehr war mit einem größeren Aufgebot noch bis in die Nachtstunden hinein mit den Ablöfchungs, und Aufräumungs- arbeiten an der Brandstätte Neu« Friedrich st rohe Z6 de- schäflizt. Ueberall zeigten sich noch sogenannte„Brand netter". die eine neue Gefahr sür da« Gebäude bildeten. In den Abend, stunden bedeckten riesige rauchende Schutthaufen die beiden chöse. Der Schaden ist doch weit größer, wie es anfänglich schien. Besonder, durch die großen Wassermafsen, di« in die Flammen enommen. ohne jedoch zu einem einwandfreien Resultat zu ge. nge». Dos Gerücht, daß verbrecherische Häad« da» Fever ge lai haben, hat bisher nicht die geringste Bestätigung gesunden. jroßer Wahrscheinlichkeit ist anzunehmen, daß das Feuer, wi« bereit, berichtet, durch Selbstentzündung der Feuerwerks- törper. die im 5. Stockwerk in großen Wengen lagerten, verursacht worden ist._ Die Beifctznnsi deS FlnsszeugführetS- peutlchen'Humen, wurde gestern mittag au in der Scharnhorststraße zur letzten Ruhe getragen. Die Berufs- kollegen des Toten hatten die Ehrenwache gehalten, die Reichswehr stellte die Trauerparade. Da» Reichswchrministerium vertrat Ministerioldirektor Brandenburg, di« Führer der deutschen Luftfahrt und zahlreiche Flieger boten dem dahingegangenen Käme- raden di« letzt« Ehrung. Nachdem in kurzer Traumrede die Pflicht- «rfüllung des Totcn gerühmt war. setzte' WW>W wegung. ein Flugzcuggeschwader zog mit schwarzen Wimpeln die Ehrenrunden in den Lüsten. Herzliche Abschiedsworl« erklang,!,, man sang das Lied vom guten Kameraden, die Ehrensalv« schloß die Seier. Zahlreiche Kranzspenden, zum Teil auch von ausländiichen liftverlehrzgesellschasten gesandt, zeugten sür den Taten. Das Drama auf der Brücke. Racheakt und Selbstmord in Riederschötteweide. Auf«tna»rücke, die Ad Ztiederfchsnawelb« «n» Adlcrgestell die Elfenbahngldse überspanuk und nach Splndlersfeld führt, sielen gestern wlllag mehrere Schüsse. Zahnarbeiter, die sie Hörle«, eilten noch der Brücke hin. die nur eine« Fußgängerweg darstellt und fanden dort zwei ÄlSnner tot in ihre« Blute Die Kriminal- und Revierpolizei stellt« über die Persönlichkeit der beide» Toten folgende« fest: Der«ine Mann ist«in 49 Jahre alter Oberzugführer Reinhard Maias. der verheiratet war und mist feiner Frau w Krüllmitz bei Kottbu» in der Sachsen- dorfstratze wohnt«. Der zweite wurde als«in 35 Jahre alter lediger Arbeiter Otto Steel aus der Seestr. 117 zu Berlin festgestellt. Di« Tat hat sich als ein Racheakt Steel» herausgestellt. Maias, der zwischen Kottbus und Berlin fuhr, kam am Sonntag wieder nach Berlin und übernachtet«, wie immer in Niederschüne- weide in dem Gebäude, das als Nachtquartier für jahrende Eisen» bahnbeamt« eingerichtet ist. Hier holte ihn Steel gestern vormittag ab. Di« beiden Männer gingen dann in lebhafter Unterhaltung wieberholt an dem Bahngeländ« entlang bis Johannisthal und zurück. Soweit man au» der Ferne beobachten konnte, gerieten sie schließlich in Streit. Auf d» Brück« zog dann Steel«inen Revolver und gab mehrere Schüsse ob. Stellwerts- orbeiter, di« di« beiden beobachtet hatten, eilten hin und fanden st« in den letzten Zügen. Ein Arzt, der sofort gerufen wurde. könnt« ober nur noch den Tod feststellen. Maias hatte einen todlichen Schuß in di« Brust erhallen. Ein zweites Geschoß war auf ernew harten Gegenstand, wahrscheinlich einem Knopf, ob- geprallt und in der Kleidung stecken geblieben. Steel hotte sich et»« Kugel in den Kops gesagt. Bei ihm sanb«an«inen Brief, in dem er Moia» bezichtigt, daß er.schuldanseinein Unglück" sei und ankündigt, daß er sich das Leben nehmen, seinen Gegner ober in den Tod mitnehmen werde, um sich an ihm zu röchen. Warum der Oberzugführer sein Glück zerstört hat. gehl aus dem Brief nicht hervor. Dt« beiden Leichen wurden von dzx Kriminalpolizei beschlagnahmt und nach der Friedhofshallc in Ober- schöne weid« gebracht. Dodessturz in de« Treppenschacht. Einen tragisch«» Tod fand gestern abend di» Üjohrig« Martha Pötzold auf dem Treppenslur de» Hauses Ieruialemer Straß« 3.4- Das Mädchen sollt« um Uhr noch eine Pein« Besorgung machen. Nach Kinderart rutschte dic Klein« das Geländer hinunter: plötzlich verlor sie den Hall und stürzte aus der Höh« des zweiten Stockwerkes kopfüber in den Treppen- fchacht hinad. Hausbewohner waren durch den schweren Fall alarmiert worden uild eillen hinzu. Sie fanden das Kind mit zertrümmertem Schädel leblos aus. Man schafft« da» Mädchen zur nächsten Rettungsstelle, wo der Arzt nur noch den Tod fest- stellen konnte. Beim Ueb erschreit eu des Fahrdammes de» Ollvaer Platzes in Eharlotteuburg wurde in der Nacht vom Sonntag zum Moistog der russische Literaturhistoriker Prosesior Dr. Eichenwald, der seinerzeit voo der Sowjetregieruug ausgewiesen wurde, von einer Straßenbahn angefahren uick» zu Boden gesckLeubert. Proi. Eichenwald wurde in» nächste Krankenhaus überaesührt. wo er bald nach seiner Einlicferung an den Folgen eines Schädelbruche» gestorben ist. Der Gelehrt« war Dozent am„Wiflenschastlichen russischen Institut" in Berlin. Allgemeine ftiulltioirär-VereammIimg Hcii'e. Dienstaer. den I*. PcaeatlHtr. KP'/» U*«r. In den cermnnla-FnsCsdlen. Ctonnssnnstr. itd Tageeorcknangt DI« sesenwartfge politlscb« Sltastlon Referent; Siegfried AofhÄmc', M d. R. Zutritt nur mit Mitgliedsbuch und Funktion arnuswe'« W» l«2S. Der Dczlrksvor*'«n d. Indizienurieil im Halsmann-pwzeß. Selbstmordversuch deck verurteilten Studenten. Znnsbrnck. 17. Dezember Sa Am Prozeß gegen den Dresdener Studenten da Tech alt. Philipp hal»mo»n.der k»e schuldig» war. seloon Vater, den Aahnarzk ZNax Halsmann au» Riza, am 10 September in den Zlllerlaler Alpe» durch Schläge mit eine« Stein und durch Hlnobwcrfen über einen Hang getötet zu hoben, wurde der Angeklagt« mit nenn Stimme» de, Palernorden schuldig crlaaaf und zu zehn Zähren schweren Kerker? vernrtellt. Lei der Verkündung des Urteils spielten sich im Saale erregte Szenen ab. Mutter und Schwester des AngeNazten wurden von Weinkrämpfen befallen, das Publikum nahm das IX r» teil mit Pfuirufen auf. Als der Angeklagte zur Entgegen. nähme des Urteils vorgeführt wurde, macht« er dem Lorsitzenden Vorwürfe, daß ihm nicht das letzt« Wort erteilt worden fei, und erklärte: Ich bin unschuldig und bleib« dabei bi» zu meinem Tod«. E» ist furchtbar schwer, daß fremd« Menschen mich schuldig erkennen. Als da» Publikum dabei wiederum Pfuiruf gegen den Gerichtshof ausstieß, rief der Präsident: Hier ist di« Justiz!— worauf der Angeklagt« rief: Hier ist Aer- brechen!— Der Vorsitzende ließ darauf den Saal räumen und wollt« nun dem Angeklagten da» Urteil bekanntgeben, der jedoch erwidert«: Ich möchte gehen, um dies« Schmach nicht zu hören! Darauf wurde«r abgeführt. Her Präsident ließ sodann das Urteil wiederholen. Der Verteidiger Dr. Preßburger(Wien) erklärt«, daß sich die Geschworenen in der Hauptsache in ihrem Wahr, spruch geirrt haben müßten, und forderte den Senat auf. da, llrtell zu überprüfen. Nach kurzer Beratung verkündet« der vor. sitzende, daß eine Urberprüfung für nicht votwendig befunden werde. Der B-rteidig«? erhob hierauf die NichtigteitsMchroerde. Als der Angeklagte Halsmann ms Gefängnis zurückgebracht worden war. wollte er sich mit der Klinge eines Bleistlft» spitzer, die Pulsader aufschneiden, wurde ab« durch den Gefongenenavfseh« daran gehindert. Verschwinde« eineS Ttafj'VlwmanneS. Im Potsdamer Stahlhelm hat das plötzliche Verschwinden eines seiner Mitglieder, de» Architekten uno Maurer« meistere Georg Kneib aus Potsdam große» Aufsehe» erregt. K. verschwand vor einigen Tagen und hinterließ seinen Angehörigen «Inen Brief mit den Worten:„Wenn Ihr mich sindet, so setzt mich nicht im Erbbcgräbnls der Familie bei, denn ich habe mich als unwürdig gezeigt." 129 Stahlhe Inileute hoben gestern und beute in Potsdam und Umgebung nach dem verschwundenen gesucht. bisher ohne Erfolg. Man glaubt, daß das Lerschwinden des IL m finanziellen Schwierigkeiten zu suchen ist. Merkwürdige Veflagglmg. Sie sind nur preoßeo! In Llchterseld« leistet«in« merkwürdig« Bauaesellschaft recht eifrig und erfolgreich Arbeit auf d«m Gebiete der Wohnung,� beschaffuno. Das Unternehmen hört auf d«n folgenden, rechl eigen- artigen Namen:„Gemeinnützige G. m. b. H.. Beschaffuno von Wohngelegenheiten für Neithsangehotig«." Hinter diesew Unter- nehmen soll, wie man uns oersichert, in irgend einer Form dos Reichs marineamt stehen. Wir haben nicht, dog«g«n. daß für die Angestellten d«? Reichsmarineamts durch ein« zu diesem Zweck gegründete gemeinnützig« Gefellichast Wohnungen gebaut werden. Verwunderlich«richeint UNS aber, daß dies«, Unternehmen. das für Reichsangebörig« baut, und wohl auch in irgend welcher Form dabei durch Reichsmittel unterstützt wird, bei seinem Richtlest di«»»- Ichwarxweiß« Fa hn« hißt. Ist da, nun Feigheit oder fühlen sich diel« Reichsangehöngen nur als Preußen, oder werden dielc- Wohnungen nur an Preuße» vermistet? Wir bitten di« zuständige» Stellen um Auskunft. Im übrigen wird es bei der Beratung de, Reichsmariueetet, notwendig fein. einmal zu frag«», ob diese preußisch flaggend« Daugesellschaft fite Aelch,ang«hörig« de» Reichsmarineamt» nicht au» urgendwckchqm Dispositionsfonds«in« Reichsflogg« geschonte veko kommen könne. (Sitt Pumpwerk üverfchwemmi. Die Feuerwehr wurde gestern abend um 79 Uhr nach lwm- Pumpwerk in Friedrich, sokd«, Salzman«- (traft« 23, gerufen, wo infolge ein«, Bruches im Pump filier groß« Wassermassen m da, Moschiuenhaue ein- drangen unh es völlig überschwemmten. Nach einstündiger Tätigkeit gelang«». die Gefahr zu beseitigen. Durch zwei NotM' spritze» wurden die Wassarmengen abgesaugt. Gegen 23 Uhr kam au» demselben Pumpwerk«in zweiter Alarm: Die provisorisch« Abdichtung der Bruchstelle hiev dem Druck auf d'- Dauer nicht stand und da» Maschinenhau« wurde aberwgl» unter Wasser gesetzt. Bei Schluß de» Blatte» sind noch zwiiMotorspritz«» der Lichtenb»rger und Neuköllner F«u«'- mehr mit den Adsa u gardoston beschäftigt. und Menschenrechte- Äm Nahmen de» >en Xlubabend, der Tauschen Liga für Menschen- rechte wird da» Themo.Strafgesetzentwurf und Menschenrechte" b« Handell werden. Der Lortrog find« am Dienstag, dem 15. Dezember, nn Plenarsaal des Reichswirtschaslsr freundlich sein wallen? Danke sehr. Bitte sehr. Danke sehr.— > heißt dos. Aber auch, wenn die Leute sich was erzählen— da geht: tnnntCt t lieber Stock und Stein stolpert die Sprache, stößt sich d>c 'ommatikalischen Bindeglieder wund, o temporal o rnodil Das oberste Gesetz Ist: der Gesprächspartner ist schwerhörig und was schwachsinnig— daher ist es gut. alles sechsmal zn sagen. daraus sagt er,«r kamt mir die Rechnung ntchi geben! Er kann ir die Rechnung chick! geben! Sagt er ganz einfach. Na bar« al— wenn tch ihm sqg«, wenn ick ganz ruhig sog«. Herr Witikopp, ihm Sie mir mal bitte die Rechnung, dann kann er dock nicht ein- ch sagen, ich kann Ihnen die Rechnung nicht geben! Das hat er >er gesagt. FInnste das? Sagt ganz einfach.. Dahin gehört auch dos zärtliche Nachstreicheln, das manche tute Pointen angedeihen lassen.„Und da steht er sie ganz irourig t und sagt: Willen Sie was— ich bin ein alter Mann: geben Sie ir lieber ein Glas Bier und eine gute Zigarre!" Paus«.„Geben Sie mir lieber«in Glas Bier und«ine gut« Zigarre. Haha/ Das ist wie Selterwasier, wenn es durch die Nase wiederkommt... Zwestes Gesetz: die Alllagssprach« hat ihre eigene Grammatik. Der Berliner zum Beispiel kennt«in erzählendes Futurum.„Ick komm die Straße langjejangn— da wird mir doch der Kuhkopp nachbrilln: Un vajih«ich, det Meechen den Ring zu jehml Na, da wer ick notierlich meinen linken Iummischuh ausziehen un ihn an Kapp schmeiß«.. Drittes Gesetz: Ein guter Alltagsdiolog wickelt sich nie, niemals so ab wie auf dem Theater: mit Rede und Gegenrede. Das ist eine Erfindung der Literatur. Ein Dialog des Alltags kennt nur Sprechend«— keinen Zuhörenden. Die beiden Reden laufen also aneinander vorbei, berühren sich manchmal mit den Ellenbogen, das ist wahr— aber im großen ganzen redet doch jeder seins. Dahin gehört der herrliche Uebergang:„Rein/ Zum Beispiel: „Ich weiß nicht(sehr wichtige Einleitungsredensart)— ich weiß nicht: wenn ich nicht nach Tisch meine Zigarre rauche, dann kann ich den ganzen Tag nicht arbeiten."(Logische Lässigkeit: es handelt sich um den Nachmittag.) Darauf der andere:„Nein."(Böllig idiotisch. Er meint auch gar nicht: Nein. Er meint: mit mir ist das anders. Und überhaupt...)„Nein. Alfa wenn ich nach Tisch rauche, dann..." folgt eine genaue Lebensbeschreibung, die keinen Men- schen interessiert. Viertes Gesetz: Was gesagt werden muß, muß gesagt werden. auch wenn keiner zuhört, auch, wenn es um die entscheidend« Se- kund« zu spät kommt, auch wenn's gar nicht mehr paßt. Was lo in einer„angeregt plaudernden Gruppe" alles durcheinander geschrien wird— das hat noch keiner mitstenographiert. Sollte aber mal einer. Wie da in der Luft w:r für die lieben Engelcin faule Pointen zer- knallen und gute ouck, sie kein Kettenglied des allgemeinen Unter- holtungsgeschreis in das andere einhakt, sondern alle mit wcit- gröisneien Zangen etwas suchen, was gar nicht da ist: lauter Hüte ohne Kopf, Schnürsenkel ohne Stiefel, das ist recht merkwürdig. Ungeschriebene Sprache des Alltags! Schriebe sie dock einmal einer � Genau so, wie sie gesprochen wird: ohne Verkürzung, ohne Beschönigung, ohne Schminke und Puder, nicht zurechtgemacht! Man sollte mitstenographieren. Und da» so Erraffte dann am besten in«in Grammophon sprechen. es aufziehen und denen, die gesprochen haben, vorlaufen lassen. Sie wendeten sich mit Grausen und entliefen zu einem schöneil Theaterstück, wissen Sie, so eines, Fritz, nimm die Bein« da runter, wo man so schön natürlich spricht, reine wie im Leben, haben Sie eigentlich die Bergner, find ich gar nicht, na also, mir ist sie zu... Man sollt- mitstenographieren. lAas dem Buch ,Ta3 LScheln der Mona Lisa", Ernst Rowohlt Verlag.) Automobil-Gchlafwagen. Eine autotechnische Entwicklung, von ver auf der jüngsten Ber- liner Automobilausstellung erst wenige Andeutungen zu bemerken waren, beginnt sich in Amerika zu vollziehen. Das Kraftfahrzeug tritt bei mehrtäg'gen Ueberlandreisen immer energischer in Wett- bewerb mit dem an den Schienenweg gefesselten Pullman-Schlas- wageil. Eine neuartige Konstruktion aus diesem Gebiete, die in der amerikanischen Fachpresse beschrieben wird, darf als Vorläuser einer bisher unbekannten, aber zweifellos zukunftsreichen Gattung van Reiseaulabussen gelten. Der kürzlich von einer bedeutenden Auto- Mobilfabrik in Los Angeles gebaute Gcsellfchastswagen enthalt 13 verschiedene Räume und bietet auf seinen beiden übereinander- liegenden Decks, bequeme Schlafgelegenheit für nicht weniger als 26 Personen. Der Wagen wird im Verkehr auf der Strecke San Diego und San Franziska oerwendet: im Vau befindliche weitere Fahrzeug« dieser Art sollen den Verkehr bis Vaneouver in Kanada ausdehnen und ein« Olt-West-Verbindung innerhalb der Vereinigten Staaten herstellen. Der Wagenkörper besteht aus Duralumin, so daß er nur ein verhältnismäßig geringes Gesamtgewicht besitzt: rund 126 Zentner. Die Länge beträgt etwa 11 Meter, die Breite etwa 2,70 und die Höh« 3,40 Meter: die Kosten werden mit rund 30 006 Dollar angegeben. Die Ausstattung ist bei den gegebenen Verhältnissen die denkbar viel» fettigste. In jedem Abteil befinden sich Waschbecken mit fließendem Wasser, zwei Betten, die tagsüber in bequem« Polstersitze verwandelt werden, breite Fenster, elektrische Beleuchtung und Heizkörper, gc< nügend Raum für Gepäck, Kleidimasstücke usw. Schwere Vorhänge schließen jedes Abieil nach dem Mittelgang zu ab, der zu dem im Wagenend« gelegenen Toilettcnraum führt. Vorn neben dem Woa-n- eingang ist eine Küche eingerichtet. SJ Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Finfendungen für diese Rubrit nur on das Jugendfefretariat Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Die Januarprogramme für das Mitteilungsblatt müffen von den Abteilun gen fort abgegeben werden. Heute, Dienstag, 19% Uhr: Bibishe Straße: Beihnachtsfeier.- Mental VI: Seim Cute Setberg: Rubriampf". Reutölln VII: Seim Realgymnafium Raiser- Friedrich- Straße: Urmensch Echöpfungsgeschichte". Renton VIII: Heim Schule Ruflistraße: Jahresendfeier. Das Erscheinen fämtlicher Genoffen ist Bflicht. Röpenic: Seint Grünauer Str. 5: Lebensreform" Niederschöneweide: Seim Berliner Straße 31: Unfer Wandern". Reinidenborf- Ost: Seim Lindauer Straße: Rehn- Minuten- Referate. Bankow 1: Seim Riffingenstr. 48: GAZ. und Weihnachisfeft". Köllnischer Vark: Heim Often, Große Frankfurter Str. 16: Weihnachts Die Konsum- Warenhäuser am silbernen Sonntag überfüllt. feier( nicht erst am 20.). Rosenthaler Borstadt: Seim Elisabethkirchstr. 13: Sozialistische Erziehung". Brunnenplag: Seim Bank, Ecke Wiesenstraße: Det Rampi an der Suhr'( II.). Gesundbrunnen 1: Seim Gotenburger Straße 2: Weihnachtsfeier, Webbing( 9. F.): Heim Lütticher Str. 4:" 63. und 3." Arnswalder Blaz: Seim Raftenburger, Ede Behlauer Straße: Lippenstift und Puberqnafte". Sumannplag: Heim Echerenbergstr. 7: Birt fchaftsdemokratie"( Schluß). Rorboften: Seim Danziger Str. 62: Gozialisten, Rommunisten, Anarchisten". Wörther Blag: Beim Kaftanienallee 82: Die Cozialistische Jugend- Internationale". Stralauer Tor: Weihnachtsfeier in der Echulaula Sohenlohestr. 10-11. Ginlaß 19 Uhr. Anfang 20 Uhr. Eintritt 50 Bf. Sajenheibe: Seim ordfte, 11: Weihnachtsfeier. Sübweft: Jebes Mitglied muß fich zur Beihnachtsfeier bez 40, bt. um 19 Uhr in Tivoli", Schultheiß am Areuzberg, Lichterfelder Straße, einfinden. Schöneberg III: Seim Sauptstr. 15: Sehn- Minuten- Referate. Charlottenburg: Seim RojinenStraße 4: Jüngeren- Arbeitsgemeinschaft. Steglis: Heim Albrechtstr. 47: Bas bedeutet für uns die Weihnachtsfeier?" flapp. Rentölln 1: Seim Gander, Ede Sobrechtstraße: Jahresendfeier. Sobre faucett. 8: Sul Reulon II: Seim Bergstr. 29: Sumoristische Weihnachtsfeier. Reuton III: Heim Flughafenftr. 68: Beihnachtsfeier. Reutölln V: Seim Ranner, Ede 1 Das Geschenk des Denkenden! Keine nutzlose Ausgabe, sondern ein Wertgegenstand der Arbeit, der sich schnell durch seine unübertroffene Leistungsfähigkeit bezahlt macht. KLEIN ADIER EINFACHE UMSCHALTUNG VIERREIHIGE TASTATUR DIE NEUE KLEIN- ADLER ADLERWERKE FRANKFURTAM Preis RM 198.Leicht erlernbar Schreibt schnell Filiale Berlin: Belle- Alliance- Straße 6 und Unter den Linden 12-13 Weitere Filialen in Breslau, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Königsberg i. Pr., Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart Inferate im Vorwärts fichern Erfolg! Der bekömmlichste Kautabak ist Kapitän, 15 u. 20 Pfg. Vkf. 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Es wird nun Aufgabe der Berwaltung sein, beschleunigt an den Ausbaz der Konfummarenhäuser heranzugehen durch die in Aussicht genommenen Erweiterungen, um für fünftige Zeiten gerüstet zu sein. In Maffen strömten am filbernen Sonntag die Geſtraße 4) zu besorgen. nossenschaftsmitglieder in die Berliner ge= noijenschaftlichen Warenhäuser und befundeten damit, daß in Genossenschaftsfamilien die Erkenntnis Plag gegriffen hat, daß Weihnachtsgeschenke selbstverständlich den eigenen Warenhäusern entnommen werden. Besonders das Waren= bous I am Oranienplatz war das Ziel vieler Lausende. Bereits um 12 Uhr harrten große Scharen vor dem Bartal, und eine Biertelstunde nach Eröffnung waren die weiten Räume aller Etagen von einer dichten Menge durchflutet. Beamte der Schutzpolizei im Verein mit Angehörigen des Personals mußten häufig Absperrungen vornehmen, um den geordneten Verkehr im Barenhaus aufrecht erhalten zu fönnen. Das gesamte Berjonal, unterstützt von zahlreichen ehrenamtlichen FuntSchon die Dulel Stiller und ber Beihnachtsmann ist nicht nur Miz uns Helteren schon file die Beihnachtszeit eine begriffliche Jbeenverbindung geworden. Groß und Klein freut fich foon feit langen Jahren, wenn der große Weihnachtsmann nicht nur an der Stiller- Ede am Dönhoffplas, sondern auch in den anderen Geschäften seinen verheißungsvollen Einzug hält. In der Kinderabteilung, wo der Beihnachtsmann mit feinem langen Bart und einem großen Sad voll Gefcente über das fröhliche Treiben der Rinder macht, herrscht Lust und Freude von früh bis fpät. Am schönsten ist es, wenn Ontel Stiller jedem Kinde beim Fortgehen als Ueberraschung ein Gefchent mitgibt. alten Römer schätzten das Lanolin als Oesypus für dieKörperpflege. Das Lanolin, welches aus der Wolle der Schafe gewonnen wird, ist dem menschlichen Hautfett nahe verwandt, wird infolgedessen von der Hauf leicht aufgenommen und erhält sie jung und geschmeidig. 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Nur kurze Zeit war es ihm also vergönnt, seine umfassenden Kenntnisse, seine unermüdliche Arbeitskraft und seine lautere, von starkem Idealismus getragene Persönlichkeit in den Dienst unserer Bestrebungen zu stellen. Aber diese wenigen Jahre haben genügt, dem nunmehr Verewigten durch seine hervorragenden Führereigenschaften, die mit vorDehmster Gesinnung und großer persönlicher Liebenswürdig keit und Bescheidenbeit verbunden waren, eine ausgezeichnete Stellung in der Gesamtorganisation zu sichern. So bedeutet sein Ausscheiden im besten Mannesalter nicht nur für den von ihm geleiteten Verband, sondern auch für uns einen harten, schwer ersetzlichen Verlust, Wir werden seiner stets dankbar gedenken. Berlin, den 17. Dezember 1928. Blumenspenden eber Ar Saltenburg- Buhnen erect pret smer Dtsch. Künstler- Th. Paul Golletz. Dorm ab Rever 8 Uhr Die Herzogin Mariannen straße 3, Ede Raunnuitrake Arm wie eine von Chicago guita Kirdenmaus Ventral Theater Renaissance- Theater Hammerspiele At Jababstr. Edhe Oranienstr. Tel Stainplatz 901 u. 2583/84. Norden 12310 Bis 21. Dezember tägl. 81%, U. Ende geg, 10 Ton in des Töpfers Hand" Regie: Gust. Hartung. Winter Garten Taglica 8 Uhr. Rauchen gestattet Das grandiose Weihnachtsprogramm! Theater a.Kottbusser tor Kottbusser Str. 6 Tel. Mpl. 16077 Täglich 8 Uhr, auch Sonntag nachm. 3 Uhr( ermäß. Preise) Elite- Sänger Weihnachtsprogramm Das große Ereignis Preise: 40, 1.70. 2., 2.50 Mk. Eben werden im Ecke Ab 1. Weihnachtsfeiertag 8 Uhr 4 An beid. Feiertagen 4 Uhr Madame Himmel geschlossen! Ich küsse Ihro Hand, Komödie von Walter Ein Spiel von Liebel Hasenclever und Lenz nach dem Regie: berühmte. Schlager Forster Larrinaga. Kasse ab 10 U. geöff. Deutscher Metallarbeiter- Verband hlung Funfiondre Achtung! Jer. van Emmerich Kalmar Lessing- Theater Sünden der Jugend mit Albert und Else Bassermann Namens des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes Der Präsident: Dr. Kleiner. Reichshalten- Theater Abends 8 Sonnt. nchm. 3 Steffiner Sänger Hamlet im Heringsladen dazu as greße WeihnachtsPregramm! Macam. halse Pr. Dönhoff- Brettl: Konzert Tanz Varisté. Ernst Walter. dr. Programm! Karl Braun Einbeitsverband der Eisenbahner Deutschlands( Ortsgruppe Berlin). Todesanzeige Sämtlichen Beamten, Rollegen und Mitgliedern uuferer Organisation fowie Freunden guz Nachricht, bo Der Betriebsarbeiter Paul Moritzkat am 12 Dezember perfarben ift Die Einäscherung findet au Krematorium Berlin. Gerichtftr., to Km rege Beteiligung ersucht Verband der graphischen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen och, bem 19 Dezember, 15 1hr, in Deutschlands. Ortsverwaltung Ber: In. Auszahlung der Weihnachtsunterstützung! 1 Arbeitslofe, weldje in der Woche vom 16. bis 22 Dezember arbeitslos find. 2 le Mitglieder, bie non der 40. bis 50 Boche mindestens 6 Bochen arbeitslos waren und beitragsfret gef'ebt haben. 3. Rrante Mitglieder, welche mit der 50 Boche mehr als ose- Theater 13 Bochen frent find. ir, Freekfurter St.13 8% Uhr R₁ Die Ratten Planetarium am Zoo Verling. Jeachimsthaler Straß Noll. 1578 16 Uhr: Die Auszahlung der Liquidationen für Der Sternhimmel ben Monat Dezember erfolgt fchon om im Winter Freitag, dem 21. Dezember. Bis zum 18 Uhr: Dienstag, bem 18. Dezember, milffen bie Erde und Weltenraum. 2tquibattonen bei bez Saupttaffe ein gereicht fein. Achtung! Bertrauensleute Achtung! · 20 Uhr 4. Bollinvaliden, welche von der Ortsverwaltung monatlich unterstügt merben, erhalten 20 W. Außerdem wird in allen Gruppen für jedes Rind bis zu 14 Jahren ein Suidlag von 2 Mart gezahlt. Die Aus ahlung erfolgt pom 18. bis 20. De ember von bis Uhr im Raffenbureau ber Ortsperwaltung unter Borlegung ber Arbeitslofentontrollfarte refp. des Rrantenfcheins Für Erhebung des Rinderzuschlages find die dazu erforderlichen Ausweispapiere vorzulegen. Der Vorstand Otto Gloth. Am Sonnabend, dem 13. Dezember, ml tags 2 Uhr, verstarb plötzlich und unerwartet an Herzschlag im Alter von 54 Jahren meine unvergeßliche, geliebte, treue Frau, meine unvergeßliche liebe gute Mama, meine berzensgute überall geliebte süße Oma, meine liebe Schwiegermutter, Tochter, Schwester und Tante Sonneu.Sterne Wilhelmine Poetzsch Die Branches Bertrauensmänner Philharmonie fouferenzen der Bertzeugmacher, Schmiebe und Rechenifer fallen in biefem Monat aus. Die Ortsverwaltung. Nachm, 11.28 Mk Berliner Uik- Trio 0.73, 1.-. 1.50, 1.75 Mk. Neukölln. 8 Uhr: Sinfonie- Konzert d. Philharm. Orch. Dirigent Franz Veit. Unvollen date- Schubert 4. Sinf.- Schuman, Lahnstr. 74/75 Sinf. D- dur- Brahms geb. Mischke. Der tragernde Gatte Paul Peetzsch, Charlotte Zeige geb. Poetzsch als Tochter, Otto Zeige als Schwiegersohn, Paul Horst Zeige als Enkel. Berlin SO 86, Glogauer Straße 3. Die Beerdigung findet am Mit woch, dem 19. Dez mber, nachm. 14 Uhr. auf dem alten Jakobikirchhof, Neukölln, Berliner Straße 1a( Hermannp atz), statt. Auf den Weihnachtstisch Für die Dame Eine elegante Lorgnette oder ein schönes Theaterglas Unsere wunderschönen Lorgnetten In Si ber. In Double B In 14 kar. Gold . von M. 8.- an . von M. 9.- an . von M. 75.- an Theatergläser in reicher Auswahl mit und ohne Stiel Einfache schwarze und Perlmuttergläser M. 12- 18.- 25.- 30.- mit Stiel 32.„ Gral" leichtes Prismen Theater- und Sportglas 3, Vergr. M. 70.-| 4%, x Vergr. M. 75 Schenken Sie unsere Gutscheine Für den Herrn Das Ruhnke Prismen- Binokel oder das unentbehrliche Barometer Ruhnke Primengläser Erstklassige eigene Fabrikate Televist vorzügliches Prismen- Binokel f. Sport a. Reise 6x Vergr... M. 80.- 10x Vergr... 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Friedrich- Str. 228 Ecke Hedemannstraße Balle- Alliance- Str. 4 zake Tlets Charlottenburg: Tauentzien- Str. 13 Ecke Rankestr. Neukölln: Berg- Str. Ecke Ziethenstraße Friedenau: Rhein- Str. 18 Ecke Kirchstraße Schöneberg: Haupt- Str. 21 Ecke Akastenstraße Wilmersdorf: Berliner Str. 132 133 mahe Uhlandstraße Steglitz: Afbrecht- Str. 132 Ecke Schloßstraße Unser Fernruf A6 Merk, 3183-88 品格 ner tion Da it Freie Ufer an freien Waffern. Der Landtag flammt dem sozialdemofratischen Antrag zu. Der Landtag erlebtgte in feiner Montagsitzung zunächst ben mündlichen Beride des Hauptausschusses über ben Antrag ber Demo traten auf Borlegung einer Denkschrift über bie Berhältniffe in der Grenzmart Bojen Westmart, den Abg. Riedel ( Dem.) erstattete. Danach flag ber Hauptausidus ser, den Un trag burch die Darlegungen einer Reihe von Regierungsvertretern als erlebigt zu betrachten. 4 In der Aussprach erilaren die Abgeordneten Grobls( Romm.) nd Bube( at 303.) Sie bisher getroffenen Maßnahmek für un zureichend. Dis Thgeordneten Ceonhard( Birth- B.), Blester ( Deutsch Hannoveraner) und Frau Dr. Spor( Dnot) fordern Be reitstellung weiterer Mittel. Abg. Krüger Brandenburg( Goz.): Beder durch Reden noch durch Agitationsanträge fann ben holleibenden Grenzmártern geholfen werden, fondern nur burdy um fallende Hilfsmaßnahmen der Reichs- und Staatsregierung. Ramentlich die irifchaftspartet bot tein Recht, fich über Berjöum. hiffe zu beklagen, benn gerade fie hat die Berwirtlichung aller Woh hungsbauprojekte perbinbert, bie nicht aus privater Initiative flammen. Es ist notwendig, g in vielen Stadien und Ditidsaften fehlenden Wasserleitungen and Kanalifationen zu bauen, Kranten häuser und Schulen p, errichten; aber die Deuil nationalen, die im Reichsrat u in ber Reichsregierung früher Siffe für bieles Birtschaftsgebiet abgelehnt haben, haben beute bane has Recht berwirtt, fidh mi betlagen. In fürgefior Frift wird es nicht möglich fein, die 62 millionen zur Berfügung zu stellent, bie in der Grenz mart zur Beseitigung dringendster Not erforderlich find. Aber wir find bereit, bafür 31 stimmen, wenn bie Rechtsparteien mit uns für Dedungsmöglichletten forgen.( Sehr gut! bei ben Goz.) Das Haus stimmt hierauf ben Hauptausichußanträgen zu. Es folgt die Beratung bes fozialbemofratiiden rantrages, be treffend die, Schaffung und Erhaltung von Aferwegen an den Seen in der Umgebung der Großstädte. Der Landwirtschaftsausschuß hat hierzu beantragt, den ersten Lall des sozialbemofronischen Antrages In der Hitze des Glaubenseifers. DAS GOTTLOSE MADCHEN Mitteldeutche Muder laufen Sturm gegen ein Märchenspiel van Jungeidel, teil der liebe Gett nut weißem Bert und ta blauem Montel borin cuftritt GEORGE HASEN CLEVER JUNG Armer Jungnidet, so hat dich auch dein findlicher Gloube nicht vor dem Los der Reger bewahrt! anzunehmen, dagegen den zweiten Tell des fozialdemokratischen Anber Bevölkerung, bie Ruhe und Erholung an den Seeufern Itages, der die Regierung berawaffen will, über die bisher be will, fager, mer then ben Weg bahin veriperrt hat, unsere Deyerimhoff über Wirtschaftsführung. ſtehenden Geiere hinaus noch meltergebende Maßnahmen gumm Schuhe der Scrufer zu schaffen, abzulehnen. Abg. Bugdahn( Eoz.): Barole tit: Jecie Ufer a frelen Waffern!( Lebhafter Beifall bel ben Soz.) Die Abstimmung ergibt die*** hme bes ersten Zeils des fozialdemokratischen Antrags. Runmehr wird ber zweite Teil bes sozialbemotra tijdjen Antrags, der diese Forderung stellt, mit derselben Mehrheit angenommen. Das Zentrum stimmte getrennt. Ein Teil der Zentrumsabgeordneten stimmte mit dem Wohlfahrtsminister sirtfiefer für den søstal. bemotretischen Antrag. Nummehr nimmt das Haus ben mündlichen Bericht bes Haupt. ausschusses über den sozialdemokratischen Urantrag auf Förde rung der Rottenbearbeiten in ben öflichen Bro ingen. befonders Oberschichten, durch der Abg. Franz- Oberfeiten( os) entgegen, der möglichst einstimmige Annahme ohne Austrade empitell Der Ausgangspunft unferes Unireges i bie Laffadhe, bag ben Banderern und Baffersportreibenden immer größere Santerio Der Ausschuhanizag, ber fich gegen die sozial feiten gemacht worden sind, wo Waldgrundstückes. ober Seenbesitzer bemskratische Forderung wendet, über die bestehenden gegen den angebilden Mißbrauch ihres Befihes oft zu bratonlichen Gefehe hinaus weitergehende Maßnahmen zum Schuhe Maßnahnen übergegangen sind. Von allen Seiten wird ble Murder Seenfer zu schaffen, wird im Sammelsprang mit behnung der Bewegung begrüßt, die namentlich für bie Sugend 143 gegen 110 Stimmen abgelehnt. Erholung in der Natur und beim Sport bringt. Da ist zu prüfen, wie diesen Beschränkungen entgegengewirte werben fann. Es ist had unferer Auffailung abfolut abwegig, die Stable auf frethändigen Unfoui non Baffergrunbitüden aber Gear su betweifen, wie es die Rechtsparteien im Ausschuß getan haben. Das hier zur Beratung stehende Problem ist nicht wir eine Frage der und Großstädte allein fondern der gesamten Bevölkerung. Das Gefeh sur Erhaltung des Baumbestandes und zur Freigabe von Uferwegen enthält zweifellos gute Befilimmungen, aber fte werden in der Praris nicht angewandt. Der Provinziafansious. Branbenburg hat z. B. erflärt, daß nur Ujerwege eingetragen werden, wenn Proteinben es pariaggen und weicheng Grifdigungsver. hungen übernehmen babete pratiti ba, turen ugen des War Jendrosch( cm.) werben Sperrung der Uferpega Die Regierung hat fermasidu die susantrage ongenommen, behilfe für biefe 3mede er mitgeteilt, bos feine Sanbhabe für fie befiehe, the Eintragung von baht werben und die Rottendserbaiten in diefen Gebister fids nidz megés erzwingen. Das the ber große Mangel des bestehenden nur auf die intermonete beldranten folen Geleges Deshalb geht der Zusantrag nicht weit genug. Den j Hinweis auf die Bestimmung der Reidserfallung, die einen Eingriff in bas Brineteigentunt midt zuläßt, tönnen wir nicht als fichhaltig anerkennen. Brinsteigentum fou sein Dienst für tas all gemeine Bafta In biefem Falle ftohen ble Gefamtintereffen, b. b. jumbung und bie Bollswohlfahrt höher als das Intereffe des spatulativen Grumbbeliges( Rebhafter Beifaff bei ben 503) be Jobel( korun.) bemängelt, baß her Ausschuß ben fogtai bemofratiften nizag unter Hinweis auf die bestehenden Gefese, die unzufünglich find, cogeichwächt hat. tatt eine 08 bas el ! 420 tags right g. Teil feres eger d. bet Die Boifsgef Abg. Dr. Aries( Dnat.) ist der Auffallung, Sag Bestimmungen über bas legige Gefes Hinaus der Reidy verteilung, die bas Gigen tum fchügt, wibersprechen würden. Die Wegeordneten Schmelzer( 3) und Helmers( D. Bp.) erfaren. lich ebenfalls gegen jeden Eingriff in das Privaicigentum. Girafverfolgung Golfes genehmigt. Gs folgen die Anträge bes Geschäftsorbmmgsauslduffes auf effehmigung sir Strafverfolgung bes be ofte ( Romm.) ber befanntlich feinerzeit den Abg. Bonfid( Chr. Bauen Bartel) tolich angegriffen und verlegt hatte, während die Genehmi gugur Strafverfolgung des bg. Rasper( Stomm.) as bema felben Grumbe merlagt webes Jo. Ein Vertrag in Reichstag. Rach Macdonald unb bein Grafen: Apponyl sprach eis Gaft des Romitees für Internationale Tusiprade geitern abend im Reichstag ber Franzose Henit be Beperimboff, ber Bröstbent des französischen Kahlenfonditais, Bizepräsident des franzöfifchen Reichswirtschaftorats unb bes beutsch- franzöfifchen Sty tentomitees für wirtschaftliche Mundherung über„ Die moderhen Formen bet wirtschaftsorganisation. Es tut Intereffant, bie Auffaffung eines franzöfifchen aufgeflärten Industries führers barüber zu hören, wie fich ein ehrlich um die europäische Verständigung bemühter franzöfifcher Biberaler über dieses auds in Deutsch and lebhaft bistutterte Thema verbreitete. De Benerimhoff ift Anhänger bes wirtschaftlichen Industrialis. mus non jener Frankreich chozafteriierenden Art bes Batrons", der fehr viel von ber organisierenben Babeudung moberner Kartele in ber zufünftigen Wirtschaftsführung hölk Röglichkeiten großaügiger Rationalisierung, um das immer in der Belt noch foribestehende Mißverbäimis zwischen Probutton und Kauftraft gu befelligen, fiebt ber Bortragende weniger in ber monumentaler Gebilden großer Trusts. enn arielle und Syndte fate bemgegenüber quch nicht beaufen feien, in ernsten Strilen, ent geiderse Umformungen vorzunehmen, menur für Storielle ber beranfigen, in Deutidland befonders zu beftenden Grumblas aufftellt, bog Kartelle nidjt Lote ermeden ober die Agonie vox Sterben ben netfangern foten, fo béntt er body fehr optimistisch von der Shopterfraft bet Startelle unb Synditate. Der Arbeiterio aft gesteht der französische Patron, der is Großunternehmungen zu benten gelernt hat, die offene und UN bedingte werkennung ihrer Organisation zu unb fpett von ben Unternehmern für Löhne, Arbeitsbedingungen, ngiene, Bob nungen, Benfionen, Erziehung und Ausblibung. Die Sujammenarbeit mit diesen Organisationen. Er vermirft aber ben Riaffenbegriff und ben Slaffentampf, als ob diefe som Bilen ber tenidjek abbingen unb nicht eine Lebensform bes Rapitalismus wären, und glaubt an bie Möglichkeit einer voltswirtschaftlichen Arbeitsgemeinidyoft smilchew bek Rloffen, bei der in freter Distufiien der Anteil etter Beteiligten am Ertrag ber gemeinsamen Arbeit festzustellen wäre Bhg. De Bonfid( Chr. Bauern- 3.) beantragt hierzu d vermeifung an ben Busthub bost midt gebort porben fet Gr tonne borilber Marsfunft geben, bas mit der bg Gotte ber eigentliche Schuldige it, fondern der Abg. Refper, ber ofs 1lebeber bes Angriffs gegen ihr anzusprechen fei Der Antrag auf Rudarmeijuitg wird abgefehrd. Hierauf wird Der Weg zu einer vernünftigen, frieblichen, ellgemeinen 23h 1die Genehmigung zur Strafverfolgung gegen Abg. Goffe in Sammeltenb bet Böfter licenben Belitte sieht er in det Abg. Bieter( D. Hann hat die Beichwerben ber Berliner in sprung mit 128 gegen 106 Sammen erteilt. Die Genehmigung zur Rationalisierung der Botuit burd bie Wirtschaft biefem Bunfte für berechtigt. Aber der Berliner Magiftrat Strafperfolgung des bg. Roiper wird in der som Abg. Bonfie hätte verjagt. Es fei nicht angangis, baß das Land jebe Dunnnheit, beavizagien namentligen Zaftimmung mit 187 gegen 109 Stimmen bie Berfin macht, unterstützt. hierauf mich nach bez erften Beratung des Gelegentmurfs über die Form der Auffaffung bes Entwurf dem Rechtsausid überwiefen. Die Besoldung der Giudienräte. Abg. Harnisch- Reutölin( Goz.): abgelehnt. Dor Hinweis des Borrebners cuf ein ongebliches Berfagen bes Berliner Magiftrais muß auf bas( gärifte surüd. gewiesen werben. Es handelt sich hier nicht nur um Ber Imer Röte allein; aus allen Banberteilen fomman ble Riagen, aß die Ufer der Gemäffer immer mehr ber erholungfuchenden Be bferung versperrt werden. Das Gefes von 1922 fleht amar eine 8.Rilometer Grenze pot. Die Stade Berlin hai betennilich nur die Röglichkeit, in threm Berwaltungsbereich einzugreifen. ber fie iftlichen höheren Schulen Urwendung finden. Richt in der Sage, bia Geeufer ber art Brandenburg u fchüßen, die einem großen Zeit ber Berliner Bevölkerung Gr. holung bieten tönnen. Man muß schon 25 bis 30 fillometer meil aus Berlin hingusfahren, um noch freie Sceufer zu finden. Das ift Ratürlich ein unerträglicher 3uftand, wenn man bebenit, daß die Bevöiterung der induftriellen Großstädte heute mehr als je Anspruch auf Erholung und Ruhe in der Natur hat. ne elfenfee. uch an den Seen um Siprion, Berber und Botsbam berum, versperrt die Bobenspekulation der Terraingefelichaften ber Bevölferung ben Zutritt, zu den Geeufern. Es ist an manden tönnen. Es folgt bie seite Befung des Gelegentesurfs über bas Stu bienrats Dienfteintemmensgefes. Danach follen bie gefchlidhen Beffimumungen über Grundgebolt, Grunberging und Orizuschlag, die an flaatidhen duten gelten, auch an nichtstaat itur möglich, über aber burd) Jaune hinweg auf den See og. Delje( Dna) frifistert einzelne Bestimmungen über er fegungen in Manitellen von anderen nichteatlichen höheren Schulen Gollten die Seunallonaien Siderungsantrage nicht angenommen werben, tönnte feine Gration nicht guftimmen. Abg. Grebe( 3.)( timmt be alwurf a Bestlich schwebt ihm so eine Bergesellschaftung ber irtimait burd aufgeffärie Unternehmer vor, bie afterwohert fähiger masst als bishet. die Politit durch die Bernunit ber Wirtschaft als Führeth gur öfterwohlfehrt fähiger masst als bisher. Paul Rathan. En würdiges Gedenkbuch. Bor streinviertel Jahren fit in hohem ler, aber seid nicht als Greis, unter Breund, Parteigenolie und Mitarbeiter Baat Stathan bahingegangen. Dem feinen Menschen, edíen Wahlzäter und überzeugten Streiter hat nun Genft eder ein Gedentbud gemshmet, das in treffichen Morten Bauf Rathans Leben zeichnet. ( Deutsche Berlagsgesellschaft für Poliit und Selchichte.) 2tr genießen biefe Biographie wie ein Sunstmest, Bail Raihan, ber zur Blütezeit des deutschen Biberalismus mit Bom berger und Theodor Barth femmenarbeitete, nadh ber Grünbung des Bülowblods feiner Barlet entfrembei surbe, ber ar an fort Schrittlicher Gefimmung meit vorauseilte, und 1921 ber Engialbems fratilder Partet beitrat, it als Berionit feiber Inp eines Geistigen, ber sich nach dem bleibenden Werte jahut, aber nicht den afthefilchen Quietismus aufbringi, um in ben Stämpfen bes Tages abfeits zu stehen, fondern mittampien muß. Bie alle genialen Sexfchen teibei er an ber eigenen kraft. Er ist ein großer Sournalist, aber felne faft ebenso große Begabung und Neigung zur Biffenichaft g. Dr. Bohner( Dem.) fhließt sich diesem Wunsche on. bringt ihm ben nie ganz( chweigenbew 3weifel, mazu er mehr b Na turzen Ausführungra ber bgeordneten Dr. Ausländer rufen fel. Gr nennt fids felbft mit einer Art Sormirtein leben( Romm.) und Bens( Wirtsch- B.) wird ber Entour en ben Unterofdaftliches Temperament, has offensiche Angelegenheiten in Budun Abg. Dr. Steffens( D. Bp.) erflärt ble Suftimmung feiner Partei nur für den Fall, daß die soffsparteifichen Menderungsantrage angenommen werben. Seins Bartel wenbe ftd bagegen, bak 2ehrer en wichtflacffiden höheren Solen im Dienfimege varlegt methen Stellen Abg. Sönig( as) teantragt nummer Ridermeifung u blicken. Es ist unglaublich, das eine Grundbesige verbes Entwurfs en ten Ausidarp, damit noch einmal geprüft werben einigung in Wannsee gegen die Schaffung einer Ufer fönne, wie bie Bestellung der Lehrer on niistaatlichen höheren promenabe durch den Magiftrat Berlin mit der Begründung Ein Schulen zu unmittelbaren Staatsbeamten durchzuführen fei. ipruch erhebt, bos.bie Bäume der Wassergrundstücke noch nicht b bodh feien, bo man nicht über ste hinnseg die Hanel fehen tänne. ( hört, hört! Bet ben Goz.) gen bringen. Doch it ca gerade das, was ihn in besten Sinne Das hat mit Souz des Eigentums nichts mehr zu tun. Sterrichtsaucichuß zurd vermieten. bandelt es fich um eine Gefährbung öffentlicher Interessen durch eine Sylerauf vertagt ich das Haus auf Dienstag, den 18. Dezember, zu einem ausgesprochen politischen 2enschen nredyt, und schlieslich über feln Leben entscheibet. bilde Grundstücksspekulation. Wir werden bei der tommenden Wahl mittags 12 Uhr. Tagesordnung: Kleine Borlagen. 19.30 Uhr, in den GermaniaHeute Test Funktionärversammlung Festsälen, Chausseestraße 110 Rüstkammern der Gewerkschaften. Die Zeitschriften des ADSB. Außer den Berbanbszeitungen der dem ADGB. angeschlossenen Jentralverbände mit einer Auflage von rund 6 Millionen, stehen der deutschen Gemerffchaftsberagung die vom Vorstand des ADGB. herausgegebenen Zeitschriften zur Berfügung. Das Bundesorgan ist die Gemertsoaftszeting". Sie ist vor allem für die Funktionäre bestimmt. Um sie allen Gewerkschaftsgenossen, die in der Bewegung 2emter verwalten, zugänglich zu machen, war bisher jede bessere Ausstattung vermieden und der Breis niedrig gehalten worden. Die Zeitung wird aber in Bibliotheken, Bureaus und Orts Dermaltungen gesammelt und gebunben und daher sind fortgesetzt Anträge auf beffere Ausstattung des Bundesorgans gestellt morden. Diesen Wünschen soll ab 1. Januar Rechnung getragen merden. Die Gewertschaftszeitung" erscheint vom Neujahr ab in Din- Format; fie wird besseres Papier haben, geheftet und beschnitten fein. Das Boftabonnement beträgt vierteljährlich 3 Mart, monatlich 1 Mart. Drtsausschüsse und Verwaltungen, die eine Sammelüberweisungsfendung beziehen, bezahlen nur ein Drittel des Abonnementspreises, nämlich 35 Pf. pro Monat. Der niedrige Borzugs preis läßt erwarten, daß von dem Bezug über die Orisverwaltung mehr als bisher Gebrauch gemacht wird und die Auflage von 78 000 noch erheblich steigt. Die Zeitschrift für Gewerffchaftspolitik und Birtschaftstunde, Die Arbeit", toftet fünftig im Bostabonnement 3,60 Mart vierteljährlich für Gewerkschaftsmitglieder, auch im einzelnen Bezug 2,85 Mart.„ Die Arbeit wird in einer Auflage von 5000 Grem plaren gedruckt. Sie dürfte noch in mancher Bibliothek fehlen. Für die weiblichen Mitglieder der Gemerffchaften gibt ber Bor stand des ADGB. Die gewertschaftliche Frauen zeitung" heraus. Sie erscheint monatlich und hat 73 000 2bon nenten. Das Bostabonnement beträgt pro Vierteljahr 30 Bf. Orts verwaltungen und Ortsausschüsse des ADGB., die den örtlichen Ber breitungsdienst besorgen, bezahlen nur 15 Bf. pro Bierteljahr. Die gemertschaftliche Frauenzeitung ist bei den Arbeiterinnen noch viel zu menig befannt. Kommunistische Verleumdungen. Sie fallen auf die Berleumder zurüd. Der Deutfche metallarbeiterverband schreibt uns: Die kommunistische Breffe behauptet, daß im Hauptvorstand des Deutschen Metallarbeiterverbandes nach Abbruch des Ruhrfampfes der Plan besprochen worden sei, in diesem Jahr ein dreizehn tes Monatsgehalt zu zahlen. Die tommunistische Bresse fnüpft daran die hämische Bemerkung, daß man nach den anstrengenden Berhandlungen im Ruhrkampf berechtigten Anspruch auf ein folches Beihnachtsgeschent habe. Richtig ist, daß weber im Verbandsvorstand noch in einer beren Körperschaft auch nur im entfernteften daran gedacht worden ist, ein dreizehntes Monatsgehalt zu zahlen. Das fann auch schon deshalb nicht der Fall fein, weil eine solche Maßnahme nur burch den Berbandstag angeordnet werden kann. Selbstverständlich ist das auch den Rommunisten, insbesondere den Urhebern des Schwindels bekannt. Trotzdem wird feste drauftos gelogen.. Dazu mödjten mir bemerfen: Es ist nicht nerwunderlich, daß die KPD. ihre gesamte Politit aufbaut auf die persönliche Berunglimpfung Andersdenkender. Denn in der KPD. ift die fagen mir weitherzige Auffassung in Geldangelegenheiten nahezu ein Führerberechtigungsschein. Made in Russia. In diefem gelobten Lande sind nach Tomsti im ersten Halbjahr 1928 nicht weniger als 500 000 Rubel, alio über eine million mart, in den Gewert schaften unterschlagen worden. Man liebt es, von sich auf andere zu schließen. Die fortgesetzten Berleumdungen zeugen also nur für die moralische Berfaffung der Berleumder. Die Arbeiterrechtspragis des ADGB., die felt 1928 erscheint, behandelt die Fragen des Arbeiterrechtes sehr eingehend, so daß die Gewerffchaftsmitglieder nicht nötig haben, die vielen teuren juristischen Zeitschriften zu halten. Sie ist die einzige juristi sche Fachzeitschrift, in ber die gewerkschaftlichen Praktiker des Arbeiterrechts zu Borte fommen. Anerkannte Autoritäten des Ar beiterrechts find regelmäßige Mitarbeiter. Kein Arbeitsrichter und fein gemertschaftlicher Brozeßvertreter ist ohne diefe Zeit schrift auf dem laufenden. Obwohl nur Fachzeitschrift, hat sie es in dem ersten Jahr ihres Bestehens auf 15 000 Leser gebracht. Sie wird an die Gewerkschaftsmitglieder direkt geliefert und foftet 6 Marf pro Jahr, durch die Bost abonniert 9 Mart. As Monatsblatt für die Jugendabteilung der Gewerkschaften mird ,, Der Jugendführer" herausgegeben. Er toftet im Boftabonnement 50 Pf. vierteljährlich und 35 Bf. für bie Ortsverwaltun gen im Sammelbezug. Die Auffage beträgt 7500. haben. Bei der Unterzeichnung des Tarifvertrages durch den Metal arbeiterverband war übersehen worden, daß im§ 8 des Bertrages ber letzte Sag fortgelaffen war, der besagt, daß mindestens cin Stundenlohn täglich vergütet werden muß, wenn die Baustelle, a der der Bauklempner tätig ist, mehr als 10 Kilometer vom Geschäft entfernt liegt. Ueber eine Benderung dieser Bestimmung war in den Tarifverhandlungen überhaupt nicht gesprochen worden, so daß als anzunehmen war, daß sich die Unternehmer auch nach der Unter zeichnung des Tarifes zur Wiedereinfügung dieser Bestimmung be reit erklären würden. Die Unternehmer erklärten aber auf eine dementsprechende Anfrage hin ganz ironisch, daß sie den Satz ab fichtlich fortgelassen hätten. Im Laufe des Commers ist es aus diesem Grunde bei ver Ichiedenen Firmen zu ernsten Differenzen gekommen. Es blieb daher den Bauflempners wie auch der Organisation feine andere Möglic feit, als den Ründigungstermin abzuwarten und dann zum Gegen fchlag auszuholen. Die Bersammlung stellte noch einige andere For berungen zum Rahmentarij auf, die gemeinsam von der Branchen leitung und Tariffommission präzisiert und danach einer neuen Bersammlung zur Beschlußfaffung unterbreitet werden sollen. Keine Einigung in der Laufiger Tuchindustrie. Die Einigungsverhandlungen vor dem Borfizenden des Schlich tungsausschusses Rottbus zur Beilegung der Lohnstreitigkeiten in der Laufiger Tuchindustrie haben zu einem Ergebnis nicht geführt. De Termin für die Berhandlungen vor der Schlichtungstammer ift auf Weber 1200 Metallarbeiter Verbandsjubilare Nach Bedarf, in der Regel aber monatlich, tommen bie Zeit fhriften Arbeitsnachweis und Erwerbstofenfüreden 19. Dezember anberaumt. forge" in einer Auflage von 9000 und die Bundesmit teilungen für die Drtsausschüsse des DGB." in einer Auflage von 5800 Exemplaren heraus. Belbe Blätter tosten nichts, fönnen aber auch nicht abonniert werden. Die Zeitschrift Arbeitsnachweis und Erwerbslosenfürsorge" ist hauptsächlich für die gewerkschaftlichen Beifizer in den Arbeitsämtern bestimmt. Sie wird Don den Bezirtsausschüssen zugestellt. Rit Das neue Jahr wird für die Gemertschaften viel mehr als die von den großen Lohntonflikten erfüllten verflossenen Monate, ein Jahr der Kampfe werden. Jeder freiorganisierte Arzählen. Da bie RBD. ja immmer behauptet, die Mehrheit der Berline beiter, der in der Bewegung tätig mitarbeitet, wird seinen Mann stellen müssen. Nicht mit der Fauft, wie die Kommunisten, sondern mit Bersiand und Ueberlegung führen die freien Gewerkschaften ihre kämpfe, Arbeiter, studiert daher eure Gemert fchaftsblätter! Schiedsspruch für Stuttgarter Straßenbahner Lohnerhöhung von 6 bis 8 Prozent. Stuttgart, 17. Dezember.( Eigenbericht.) Ein von dem Stuttgarter Schlichtungsausschus am Montag gefällter Schiedsspruch bestimmt, daß die Gehälter bzm. Löhne der Angestellten der Stuttgarter Straßenbahnen, des Fahrperfonals und der Hallenarbeiter um 6 Broz, die der Bahnarbeiter um 8 Proz. erhöht werden solen. Die Straßenbahn behauptet, dadurch einen Mehraufmand von 500 000 Mart monatlich zu be nötigen. Die Straßenbahner haben sich ihre Entscheidung noch vor behalten. Besprechung für die oftsächsische Textilindustrie. Siffaru i. S., 17. Dezember. Im Lohnftreit für die oftsächsische Textilindustrie hat der Reichs arbeitsminister die Parteien für Freitag, den 21. d. m., zu einer Besprechung über die durch die Ablehnung des Schiedsspruches vom 6. Dezember 1928 geschaffene Lage geladen. Schiedsspruch für die Stempelbetriebe. Für die Arbeiter der Berliner Stempelbetriebe besteht schon seit bem Jahre 1924 fein Lohn- und Manteltarif mehr. Bom April dieses Jahres an bemüht sich der Metallarbeiterverband, in dieser Industrie wieber tariflich geregelte Lohn- und Arbeitsverhältnisse herbeizu nicht mehr besteht, bedurfte es der größten Anstrengungen der Orga führen. Da die Interessenvereinigung der Unternehmer angeblich fation, um die Unternehmer vor den Schlichtungsausschuß zu bringen, Schließlich gelang es aber doch, vom Schlichtungsausschuß für die namhafteften Betriebe der Betriebe der Berliner Stempelindustrie einen Schiedsspruch zu erwirten, der sowohl die Löhne als auch die Arbeitsbedingungen regelt. Im allgemeinen lehnt sich der Schiedsindustrie an. Die Berliner Ortsverwaltung des Metallarbeiterverbandes ehrte auch in diesem Jahre die 25jährige Organisationszuge hörigkeit von über 1200 Mitgliedern durch eine besondere Feier die sie am Sonnabend im Saafbau Friedrichshain veranstaltete. Ausnahme der durch Krankheit Verhinderten waren die alten Kämpfer der Einladung ihrer Organisation nellzählig gefolgt ob f fich mun zu den„ Reformiften" aber zur fogenannten„ Opposition Metallarbeiter stehe zu ihr, müßte man eigentlich annehmen, daß auch das Gros der Jubilare Anhänger Mostaus find. Jedenfalls bemies die fameradschaftliche Stimmung der Jubilare, daß sie im Gegensatz zur Roten Fahne" allesamt mit der Feier durchaus z frieden waren, die von dem Klaffenfampforgan als im Rahmen einer folennen refferei aufgezogen schon im poras heruntergeriffen worden wor. Allerdings mar dieje ,, DMB. Frefere nicht fo gaumenfigeind, wie es die Imbisse" in der russischen Han belsgesellschaft zu fein pflegen, doch fad ja die Proleten" nom Schraubftod und der Drehbant nicht so verwöhnt wie die Teilnehmer der Banketts des roten Handelshauses in der Lindenstraße. Das Eisbein bzw. der Rehfeulenbraten mundete jedenfalls den Jubilaren fommunistischen Couleurs ebenso gut wie denen, die sich zur Amste damer Gewerkschaftsrichtung befennen. Die geistige Roft stand ber leiblichen nicht nach. Sowohl das Orchester des Deutschen Musiterverbandes, unter ber Stabführung des Kapellmeisters Hermann Schulze. Wittenberg als auch die verschiedensten Künstler der namhaftesten Berline Theater gaben ihr Bestes zum Gelingen des Abends her. Genoffe Urich anerfannie, in einer zündenden Ansprache di Berdienste der Jubilare und stellte ihre unverbrüchliche Treue der jüngeren Generation, als leuchtendes Beispiel hin. Nach der b widelung des offiziellen, gefchidt zufammengestellten Fesiprogramm blieben ble Jubilare noch einige Stunden zwanglos beifammen. Den Jungen zur Lehr'. Jubilarfeier der Lithographen und Steindrucker. Die Veranstaltungen des Verbandes der Lithographen Steinbruder zeichnen sich schon felt Jahren durch ihr hohes tün terifches Niveau. ous. So war auch die Jubilarfeter, the b Berliner Mitgliedschaft diefer Organisation am Sonnabend im Ge wertschaftshaus veranstaltete, nicht nur eine freier schlechthin, sonder für alle Teilnehmer ein tiefes Erleben. Schon die geschmad volle Deforation des Eingangs zum Gewertschaftshaus, befonders aber die des Festsaales enthob jeden Eintretenden der Alltag ftimmung. Lorbeer und rotes Fahnentuch, die Symbole des Rample und Sieges, waren mit gefchidler Hand vereint und leuchteten ben Saal hinein. Ronzertpublifum hätte dargeboten werden können, wurde von de Das auserlesene Programan, das eben so gut dem fritisci bejten Künstlern Berlins bestritten. Die allen Rundfunkhörern fannte Kapelle der Gebrüder Steiner fowie Margaret Arndt Ober von der Staatsoper Unter Len Linden, der Männer chor Fichte Georginia unter Beitung von Wilhelm Knöch und der befannie Rezitator Theo Maret ernteten für ihre Kun reichen Berfall. Auch in ihren sonstigen Wirtungsstätten dürften die Rünftler fein andächtigeres und dankbares Publitum vorfinden, d fie es hier hatten. Die 140 Jubilare, deren 25jährige Drge hoffmann gebührend anerkannt wurde, werden diese erhebenden Be- nisationszugehörigkeit auch in der Festrebe des Genossen Gusta Feierstunden noch lange in Erinnerung behalten. Schiedsspruch im Aachener Textilstreit. pruch den Bestimmungen des Manteltarifes der Berliner Metall2fachen, 17. Dezember. Die Unternehmer der Lachener Legiifindustrie botten gefordert, baß das Lohnabtommen bis zum 31. Dezember 1930 verlängert mird. Die Arbeiter riefen den Schlichtungsausidniß an. Nach ergebnislofen Borverhandlungen wurde ein Schiedsspruch gefällt, ber in ber Spike eine Bohnerhöhung von 4,7 Bros. norfieht. Auch wurde in der Doppelstuhlfrage eine Entscheidung ge. troffen. Die Bertragsbauer wurde fo festgelegt, daß der Montelfomie Lohntarif erstmalig am 4. Dezember 1930 mit pierwooiger Frift gekündigt werden famn. Der Schiedsspruch wurde von den Wrbeitgebern abgelehnt. Die Gewerfchaften stimmten dem Schiedsspruch zu und beantragten die Berbindlichteits erflärung. er Schiedsspruch für die Brennaborwerke. Ber dem Schlichtungsausschuß fand am Sonnabend in Sachen Brennaborwerte, Brandenburg a. d. 5., eine Schlichtungsverhandlung statt. Nach fiebenstündiger Verhandlung wurde ein Schiedsspruch gefällt, wonach ein Tarifvertrag für die Angestellten in den Brennaborwerten, Brandenburg a. d. S., zustande fommt, der u. a. die 48stündige Arbeitszeit für die Woche, focle eine gerechte Bezahlung der Ueberstunden vorsteht. Dr. Oetker's Backpulver Backin geta falich geschützt) Die Arbeitszeit ist auf 48 Stunden und der Deberstundenzuschlag fchäftigungsbauer zmei Tage und nach zweijähriger Tätigkeit fechs auf 15 Broz. festgesetzt. Der Urlaub beträgt nach einjähriger Tage. Stichtag für die Urlaubsberechnung ist der 1. April. Für die Facharbeiter foll ber Mindestlohn 1,06 m., für die Junggesellen im 1. Gefellenjahr 85 Bf. und im 2. Jahr Daß ein Arbeiter durchschnittlicher Beistungsfähigkeit mindestens 15 90 Bf. betragen. Die Affordpreife follen jo festgesezt werden, Brozent über seinen Tariflohn verdient. Der Tarif soll vom 1. Ja nuar bis 31. Dezember 1929 geften. Trogdem dieser Schiebsspruch viele Mängel hat, stimmten ihm die Arbeiter der Stempelbetriebe in ihrer Bersammlung am Donners, tag dennoch zu, beauftragten aber gleichzeitig die Organisation, eine Zurückverlegung des Ablauftermins auf den 1. Mat 1929 zu fordern. Sollten die Unternehmer diesen Schiedsspruch ablehnen, so werden die Funktionäre in der nächsten Woche zusammentommen und die Beschlüsse faffen, die dann zur Beseitigung des tariffosen Zustandes notwendig sind. Tariffündigung der Berliner Bauflempner. Die Bauftempner der Berliner Innungsbetriebe haben am Donnerstag in einer gut besuchten Bersammlung im„ Rosenthaler Hof" einstimmig beschleifen, den Rahmentarif am 1. Januar zum 31. März 1929 zu fündigen. Den Hauptgrund zu dieser Kündigung bildete ein Manöver der Unternehmer, bas fie beim Neuabschluß des Tarifes im Frühjahr d. I. vollführt Freie Gewerkschafts- Jugend Groß- Berli Surte, Dienstag, 1914 Uhr, tagen bie Gruppen: Frankfurter Wee Städt. Jugendheim gitauer Str. 18, 8immer 2. Beihnachtsfeier. Lanb berger Blog: Jugendheim Diestelmener Str. 5. Bortrag: Barum fele wir die Sonnenwende?" Bichtenberg: Jugendheim Doffefte. 22. 2. Seihe vortrag: Die Stellung ber Frau in der Gesellschaft." Granban: Etabl Jugendheim Lindenyfer 1. Sumoristischer Portragsabend. Ereptow: N Gruppenabend fält heute aus. Schöneweide: 3ugendheim Rieber döneme Berliner Str. 31. Borttag: Die Entstehung und Entwidlung des Beihnacht feftes." Sumbolbt: Jugendheim Graun, de Largingfiraße. Tanst bas im Kreife?( Boltstenzübungsabend.) Suboften: Jugendheim des Berte Bundes, Engelufer 24-25, Aufgang B, part. Areisturfus Beiger Straße Subtreis: Rreisturius im Jugendheim Briger Str. 27-30. Thema:„ Wirtschaft werden Birtschaftswefen." Jurendaruppe des Rentralverbandes der Anaefelli Seute, Dienstag, finden folgende Beranstaltungen fiatt: Nordwe Jugendhe m Lehrter Ste. 18-19. Tertrag über Fris Reuter" e tent Artur Rachow. Belistanaturfus in ber Schule Baruther Str. 20 lich 20 Uhr. pint Berantwortlt the Bolitik: Dr. Curt Genez: Birtschaft: 6. Blingelhötes Gewertihaftsbewegung: 3. Stetzer; Feuilleton: 2. S. Dilchez; Lotald and Gonflicts: ri Razftabt: Anaetern: b. Glede. fämtlich in Berlin Drud: Forwärts- Buchdrude und Berlaasenftalt Baul Ginger a 60 Berlin SM 68 Lindenstraße Sierzu 2 Beilagen unb Unterhaltung und Biffen Berlag Bordets Bering me b S. Berlin Rum- Törtchen Zutaten: 375 g Mehl, Päckchen Dr. Oetker's Backin- Backpulver, 250 g Butter, 125 g Zucker, 2 Eier, Salz, etwas Zitronenschale, 200 g Aprikosenmarmelade, 2 EBI, Wasser, 2 Fläschch. Dr. Oetker's Rum- Aroma, 125 Puderzucker, eingemachte Kirschen, Zubereitung: Aus dem mit Backin gemischten und gesiebten Mehl, der Butter, den beiden Eiern, Zucker, Salz und Zitronenschale muß man an küh'em Ort einen glatten Teig zusammenkneten und diesen dann dünn ausrollen. Mit einem Weinglas sticht man runde Kuchen aus und backt sie bei Mittelhitze lichtbraun. Die Aprikosenmarmelade wird mit einem EBlöffel Wasser verdünnt, 1 Fläschch. RumAroma hinzugefügt und die Hälfte der kleinen Kuchen auf der Unterseite mit der Marmelade bestrichen, auf die mau die andere Hälfte der kleinen Kuchent legt. Aus dem Puderzucker, einem EBlöffel Wasser und dem zweiten Fläschchen Rum- Aroma wird eine Glasur angerührt, mit der die kleinen Küchlein überzogen werden. Sie müssen in gelinder Wärme übertrocknen und werden dann in der Mitte mit einer abgetropften, eingemachten Kirsche belegt. Meinem neuen farbig Illustr. Rezeptbuch, Ausgabe F entnommen, aus dem Sie auch Näheres über den vorzüg lchen Back-, Koch- und Bratapparat ,, Küchenwunder erfahren. Das Buch ist für 15 Pig. in allen einschlägigen Geschäften erhältlich, wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von Dr. August Oetker, Bielefeld.