Titelblatt und weitere Seiten fehlen Titelblatt und weitere Seiten fehlen Beilage Dienstag, 18. Dezember 1928. JJprflösmD Sfio/stnlf/iJfo JÜb Wegen des Weibes Eine wahre Begebenheit aas den Urwäldern Zentral-Bomeos. Von Dr. Leon Ballner, holländischer Stabsarzt für Niederländisch-Indien. Wir befanden uns auf der Reif« nach Aentrol-Borneo, um die Besatzung des befestigten Biwaks im Gebiete der Kopfjäger abzu- losen. Viele Wochen dauert« schon die Expedition. Dajaks, Ein- geborene aus dem Binnenland, ruderten uns in langen Kanus den Mahakkam und feinen Nebenfluh, den Rohftrom, auswärts. Langsam ging es unter Beschwerden vorwärts. Ein Tag löste den anderen ab und zog � uns immer tiefer in fenc öde, trübe Stimmung, die man nur in den endlosen Morästen und Urwäldwüsten Borneos kennt. Tieffter Mißmut und Teil- nahmslostgkeit geben den Grundton dieser Stimmung. Wir er- schraken nicht mehr, wenn die tödlich lallen Augen des Krokodils regungslos aus dem Wasser starrten: wenn im Schlamm eine giftig« Woss«rschlange zischend oorbeischnellte oder ein saugender Strom- wirbel ein Kanu in Gefahr brachte. Mao hört wohl die Ruderer schreien und klopfen, wenn sie ein Krokodil sichten: man hört ein- mal einen Fluch, ein Schimpfwort, einen wüsten Schrei. Es sind jedoch nur äußere Wahrnehmungen, man fühlt und begreift nicht. l5in ungesunder Nebel macht die Kleider am Leibe kleben, die neuer, die wir gegen die Mücken brannten, erstickten uns fast und trieben uns die Tinnen in die Augen. Myriaden von Moskitos, Faltern und Fliegen sogen das Blut aus dem gemarterten Körper. Troflloftr Urwald. . Die Küstenstation, die die Urwaldposten mit Proviant und Mamtfchaft versorgt, lag bereits dreißig Tagreisen hinter uns. Wir lamen in den Bereich der unermeßlichen Urwälder. Wochenlang sahen wir keinen Menschen, kein Wild, keinen Fiich. Hier waren «imnal die Jagdgebiete der Punans, der sch-wärmendan Jagdstänune. Sie haben alles ausgerottet mit Gift und List. Das Wild mit Fallen und oergifteten Pfeilen und die Fisch« mit den: Tubagift, das ganz« Flüsse entvölkert. Dort ist tiefer, unerbittlicher Urwald, der sich in den Strom hineindrängt, ihn von oben mit Rotong und Lianen überspannt und fesselt, ihn durch gestürzte Baumriesen zu wilder Gegenwehr *eruntertri«b, den blaugedunsenen, von Gasen geschwollenen und halb zersetzten Kadaver eines Rhinozerosses. Bald starb einer der Beriberikranken. Er wurde im Urwald be- groben und bekam einen Stein und feine Militärmütze aufs Grab. -Ich beobachtete die Malaien, als sie beim Grab« standen. Sie Maren all« durch die schweren Entbehrungen henintevgekommen. «in keinem ihrer Gesichter jedoch konnte ich Bewegung, Auflehnung aber Unzufriedenheit lesen. Und doch waren sie nichl so stumpf oder fatalistisch gleichgüllig, st« beherrschten ihr Mienenspiel. Des Nachts, Menn wir unter dem Zelte lagen, hörten wir manchmal einen kaum unterdrückten Fluch, ein Zähneknirschen, ein Stöhnen im schlaf oder ein schreckhaftes Erwachen. Das sse wohl rräumten? Woran sie wohl dachten? Nicht an Gesahr oder Krankheit, an dos Hestern oder Morgen. Daran denkt ein Malaie nicht. Sie träumten vom Hasardspiel oder dachten an ihre Weiber, die wohl wenig auf Treu« hielten, an«Inen Todfeind,«inen Nebenbuhler daheim in der Etappenstation: im feuchtwannen Moder des Urwaldes können einmal aus solchen Träumen mit Urgewall wilde Taten hervor» brechen, wie wir eine schaudernd im Biwak erlebten. Oer Schrei aus dem Schlaf. Wir wurden gegen Mitternacht heftig aus dem Schlaf geschreckt. «in Man» fährt aus mtt einem wilden Schrei:««Vh morde dich, verfluchter Hund!* Im Schein der Sturmlaternen, die vor den: «)«»« hingen, sah er wie ein Wahnsinniger au»! Ausrecht saß er da. irre um sich blicke»»d. Er war anscheinend aus einem schreckhaften Traum aus- gefahren und hatte noch nicht zur Wirklichkett zurückgefunden Der walaische Korporal schimpfte. Der Mann fiel stöhnend zurück. Der Sergeant neben mir war aufgewacht.„Das war der Füsilier Boimon.* erklärte er mit schläfriger Stimm«,„er gefällt mir nicht. Er hat in der Etappe ein« funge Frau, die betrügt ihn. und er rveiß es. Darüber grübelt er die ganze Zeit schon. Wenn die Kerle nachdenklich werden und schwer träumen, ist ihnen nicht zu trauen Ich wollte, wir wäre» ihn los. Wenn er nur di« Beriberi hätte! Gott verdamm ihn'* Und es wurde wieder ruhig. Man hört« wieder di« Rächt des Urwoldbiwaks: die Stimmen von In- l«kt-n. das Rauschen des Wassers, tiefe Atemzüge, den Seufzer »ine» Schlafenden. „Mala G'ab.� Am folgenden Morgen sprach uh mit dem Korporal.„Betul tuan.* meint« er..chia suka pikir, bibi suka main mala dan main perlip.»—..So ist es. Herr! Er liebt es. nachzudenken! Sein Weih spielt gern mit den Lugen und mtt der Lieb«! Bevor er wegging, hat«r p« geschlagen, daß ihr das Blut aus Mund und Nase lief. Ich habe es selbst gesehen. Jetzt muß er für ein Jahr in den Busch. Deswegen grübelt er.* Das Wort„pikir*(grübeln, nachdenken) habe ick später oft gehört. Es drückt einen enisten veelenzuftand des Malaien aus. Es ist eine Borstufe zu sttvas Aergerem, zum„bingun*, zum Verwirrt werden Und geht wetter über in den„maw glob*, in„die blinden Augen": die Taten der blinden Wut. Ich beobachtet« manchmal Paiman und sprach mit ihm. Scius Wangen waren hohl, seine Augen ohne Glanz. Lange Stunden konnte er ins Wasser starren oder mit Insekten spielen, mit Käfern oder Fliegen Er riß ihnen die Füße oder die Flügel aus und quälte sie zu Tod«.„Was ist dir. Baimon,* fragte ich ihn,„bist di: krank?* t-„Nein, Herr, ich weiß es nicht. Mein Herz har Sehnsucht.* Ich kannte damals die Zlrt der Malaie» noch zu wenig, aber ich ahnte, daß es etwas anderes sei als die gewöhnliche Art von Sehnsucht. Ich untersuchte ihn auch, und als ich fand, daß er gesund war, tröstete ich ihn mtt einigen der übtichen Redensarten und meinte, daß ihn die Ruhe und bessere Kost in der Bestimmung-- ftation ins Gleichgewicht bringen würden. Tumult und Mord. Zwei Tage später geschah die Tat. Pechschwarz, schwül und dunstig lag die Nacht über Strom und Urwald. Die Wachen standen schon draußen bei den Kamis. Die Dajaks saßen bei ihren Feuern am.Ende, der-Bucht. Wir all« lagen bereits unter dem Dach, manch« schliesen schon, manche rauchten oder sprachen mtt halbkiuter Stimme.- Zu den Seiten des Zelte» qualmten einige Feuer. Da? Holz war naß, es tropfte unaufhörlich von den Bäumen. Wir hingen zwei Sturmlaternen, die eine» trüben roten Schein auf die Soldaten und noch vorn in den Nebel warfen Plötzlich springt ein Mann aus. Es war Paiman Er ergreift beide Sturmlaternen. Der Sergeant schnellt empor, schreit:„Was ttist du? Bist du verrückt?* Es ist zu spät. Paiman schleudert die Laternen hinaus ins Wasser. Jetzt ist es finster. Die qualmenden Feuer leuchten nicht. Und ehe man weiß, was geschieht, was dies bedeuten soll, schrillt schon ei» furchtbarer Schrei, ein Todesschrei. Die Leute springen auf. Tumult. Flüche, alles flieht blindlings aus dem Zelt«, stiebt auseinander. Nur wenig« Sekunden dauert das. Es folgt ein kurzer Augenblick der Stille. Das Zell ist noch nicht leer. Da wälzen sich einig« am Boden. Man sieht es nicht, man hört es. Man hört röcheln und vernimmt die entstellte Stimm» de? Paiman, unheimlich heiser und wrld.'Wie das Bellen eine« töllwütgen Hundes klang diese Stimme. Es waren Schreie, die in der Kehle l>alb erstickten.„Hier! Da! Hier, du Schandkerl! Du Hund? Hier! Nach einmal!* Dann folgten nicht wiederzugebende unflätige Worte. Dann wieder Namen, rasch und keuchend, Soldatennamen, einer nach dem anderen.„Da! Wowor! Da! Lonto! Da! Pattql* Das klang alles so erschreckend, so beut- lich, so körperlich. Wir fühlten, daß jedes Wort von einem Stich beglettet sein mußt«, der eine tödliche Wunde bedeutete. Dieses alles spielt« sich blitzschnell, wohl in weniger als einer Minute, ab. Jetzt schrie und rief man durcheinander. Ein Schuß ging los Jemand wühlte unter den qualmenden Holzstücken und holte glimmende Späne heraus. Ein anderer schlug Feuer. Es erlosch wieder. Nur einen Augenblick hatte es aufgeleuchtet: Wir sahen, wie im Licht eines Blitzes, ein grauenhaftes Bild. Jemand log am Boden, ein anderer über ihm, in ihn hineingewühlt mtt dem Messer, mtt den Zähnen, mit gekrallten Fingern. Der Tote war ein junger Menadonese,. xin unschuldiger Mensch. der mtt Paiman niemals einen Strett. nie eine Differenz gehabt hatte. Und war doch picht bloß getötet, er war zerfleischt worden, wie es schien, nnt einem Haß, der über jede Barstellung hinaus ging. Paiman aber war jetzt ruhig. Es war jedoch nicht mehr di« frühere grüblerisch- krankhosie Ruhe, sondern ein klarer, gesunder Zustand. Es war eine deutlich erkennbar« Entsponnung bei ihm eingetreten. Jetzt tonnte er gut schlafen und mit Appetit essen. Blind vor den Augen.. Wieder vergingen einige Wochen, und wir erreichten unseren Bestimmungsort. Es war die längste Reise, die je ein Transport in dieser Gegend gemacht hatte. Paiman sprach nicht viel. Cr hatte zuerst gegrübell und war dann„blind vor den Augen* geworden. Er gab auch zu, daß der Ermordete ihm nie etwas zu Leide getan hätte. Was sich damals im DunkÄ des Urwaldes ereignet hat. hängt mit dem Wesen des Malaien, mtt den Gewohnheiten der Kaserne. mtt dem Klima, mtt den schleichenden Krankheiten zusammen Im Mittelpunkt des Ganzen steht die Seele eines Malaien niederen Standes mit ihrem dumpfen Wollen und dunklen Empfinden Paiman ist erst wenige Jahre im Dienst. Seine fünfzehnjährige Frau ist die Tochter eines Soldaten: in der Kaserne geboren, früh reis, früh verdorben. Wo und wie es nur angeht, betrügt sie ihn. Sie hat es leicht. Denn Paiman ist trog« und schwer von Begrsss. Er war früher Bauer. Einmal aber schöpfte er Verdacht. Er ahnt, daß sie ihn hintergeht. Mtt mehreren sogar, auch mtt den nicht- javanischen Rassen, die ihn hochmütig behandeln, mit den leide«-- schastlichen Männern von den Molukken, mtt den tapferen, aber hinterhälligen Menadonese» von Celebes. Mtt Soldaten, die ihm überlegen sind, mtt feurigen jungen Leuten, die schöne farbige Unterkleider anhaben, die Gttarre spielen, eine buschig« Haarlocke unternehmend über der Stirn tragen. Einsam sitzt der Gatte im Urwald, und da tauchen allerhand Bilder vor ihm aus. Er sieht die Kaserne, die Baracke der Verheirateten, den großen Raum, wo die cklctiien Abteil« für die Frauen und Haushälterinnen sind. Farbig« Tücher aus Kattun und Bombusuiände scheiden sie vonein- ander, bilden dunll«, lauschig« Winkel und Ecken. Es ist Nacht. In der Barock« flimmert eine einsame Petroleumlampe. Draußen spielt jemand aus einer Gitarre. Es ist dies ein Zeichen. Der Wowor? der Lonto? Oder ein anderer? Versluchte Hunde! Paiman fährt aus den Wachträumen auf. Manchmal packt es ihn wie ein Delirium. Die Gedanken, immer wieder dieselben, fließen in raschem Tempo, itn Tempo eines Fieber- pulfes, und hämmern unablässig: fic müssen sterben, sie müssen oll« sterben.'—■"------- Nach weiligen Tagen kehrte die abgelöste Truppe zuin Küsten- biwak zurück. Sie nahmen Paiman in Fesseln mit. Einige Stunden vor der Abreise sprach ich ihn zum letztenmal. Da sagte er mir einige Worte, die mir bestätigten, was ich schon ahnt«:„Ich habe damals geglaubt, daß ich mein Weib töte und die, welche vielleicht ihre Liebhaber waren. Die jungen Krokodil«, den Wowor, den Lonto und die anderen.* Das Gericht verurteilt« Paiman zu zehn Jahren Zwangsarbeit tn der Kette. Er kam nach Neu-Guinea, dorthin, wo Urwald und Sumpf jedes Urteil in ein Todesurteil verwandeln. Vier Frauen warten auf den Henker Im Gefängnis St.Lazar zu Paris. Bier Frauen warten auf den Henker. Bier Todes- kandidatlnneu in einer gemeinsamen Zelle des Frauengefängnisses St. L a zo r invParis. Es ist di« gleiche, in der während des Krieges die Tänzerin und Spionin M o t h a Hary der Guillotine entgegensah. Werden auch diese vier Frauen von hier aus ihren letzten Gang antreten? Geschworene haben innerhalb weniger Tage die vier— drei in Pari» und eine in Versailles— des Mordes schuldig be- funden und ihnen mildernde Umstände versagt. So warten fle des Todes Junta Kjures hatte di« dreizehnjährige Carmen, Mitwisserin des Gelddiebstohls bei ihren Eltern,- im Walde von Boulogn« getötet: David, aus Rache, den Säugling ihrer Nachbarn: Blanche Vabre ihren sünszehnjöhrige» Stiefsohn Jean: Iuliett« Brussy ihren Mann Und kein« van den vieren hätte mildernd« Umstände verdient? Sie alle sollten sich in einem Zustand befunden haben, der ihre Ueberlegungssähigkeit nicht beeinträchtigte. Junta Kjure, leugnete die Tat bis zuletzt. D« David bereute st«, weint« vor den Richtern, schien vollkommen ausgelöst: trüb war die Jugend dieser Auswartefrau, schwer ihre Gegenwart, die Aerzte bezeichneten ste als hysterisch— Ihre Richter aber tonnten kein Mitleid. Blanche Vabre. Schon früher Holl« ste zweimal Menschen blutig verletzt: zweimal an sich selbst Hand angelegt. Sie heiratete einen Mann, der drei Kinder in die Eh« mitbracht«. Sie ging schlecht mit ihnen um. Der Dater brachte die Ztleinen aus dem Haust. Eines Tages holte Blanche SeGre den fünfzehnjährigen Jean aus der Pension Was zwischen Sttesmutter und Stiefsohn vorgegangen, weiß niemand. Wie nach hartem Kampf fand man den Stiefsohn mit zahlreichen Messerstichen in der Wohnung tot. Die Sttesmutter wurde noch lebend qu, dem Wasser gezogen. Wes- halb hatte st« den Jungen getötet?„Ich habe ihn gefragt, ob es wahr sei, daß der Vater mich ins Irrenhaus stecken wolle. Und als der Junge ja sagte, ergriff ich das Mefler und stach auf ihn ein. sinnlos vor Wut.* War das ein Grund zu töten? Die Sach- verständigen sprachen von schwerer erblicher Belastung, van Hysterie und wer weiß wovon: die Angeklagte sei aber völlig normal. Und so wurde ste zum Tod« verurteilt. Iuliette Brussy! Luch sie Stiefmutter. Auch sie be- handelte ihre Stiefkinder schlecht. Auch hier war der Bater ge- zwungen, die Kleinen aus dem Hause zu schassen. Nicht das Sties- tind siel der Frau zum Opfer, sondern der Man». Si« öffnete nachts den Gashahn, wartete im Keller, bis der Schlafende tot war. aß dann ruhig zu Abend und legte sich zu Bett. Di« Schwieger. mutier fei an allem schuld, Nagte ste vor Gericht. Wegen der Ler-- sicherungssumme habe die Frau ihren Mann getötet, meinte d--r Staatsanwalt. Als der Borsitzend« das Todesurteil verkündete, sagte sie:„Dank e.* Das Publikum applaudierte. Ein grausames Weib. Ganz normal, sagten die Sachoerstäudigen! Das war Iuliette Brussy. Wird sie hingerichtet werden? Oder wird Präsident Doumergue fle und die anderen drei Frauen be- gnadigen, wie in den letzten Jahrzehnten die Präsidenten der fran- zöstschen Republik es stets getan? Nicht solang« der Krieg währte: Matha Hary, dl« Spion in, wurde hingerichtet. Auf Grund eines Schwurgerichtsspruches hat aber im Jahr« läk-J die Guillotine das letztenial den Kopf einer Frau vom Rumpf getrennt. Der Kampf dieses Weibes auf dem Schafott um ihr Leben war so furchtbar, daß vian sich seitdem nicht mehr entschloß, «ine Frau zu guillotinieren Es wurde das Privileg der Männer. Im Jahr« 1830 war es Frau Pachaut, die ähnlich wie Iuliette Brussy vom Tode de« Mannes Befreiung erhoffte. Si« zertrümmerte ibm während des Schlafes den Schädel. Und büßte dafür mit Ihrem Kopfe. Anette Eaulagne vergiftet« ihre Kinder: Anna Marehalle außer diesen noch den Mann. Im Gegensatz zur Pachaut nahm jene ruhig, ja mtt Zynismus, ihr Schicksal hin. Und die Marchalle hinterließ gar für ihren Mann eine Grabschrift:„Hier ruht Jean Bapteste Marchäll«, 37 Jahre alt. Mustergüttiger Ehemann, zärtlicher Bater, guter Christ, tat alles, um den.Armen zu helfen. Dem teuren und tugendhaften. Manne von setner zu Tode betrübten Frau. Friede seiner Asch«.*— Als st« das Schafott bestieg, sagte ste zum Pfarrer:„Och bin zufrieden, Si« haben mich gut vor- berettet zum Uebergang in ein« besser« Welt.* Sie war bestimmt normal, diese Ieanne Baptist«, die Mann und drei Kinder ve.r- giftete. Und«ine so gefühlvoll« Grabschrift hinterließ. Ganz normal.... Die sronzöstsch« öffentliche Meinung ist von den vier Todes- urteilen kaum berührt worden Auf ein« Umfrage hin haben sich einige Frauen für die. Gleichberechtigung von Mann und Frau vor der Guillotine ausgesprochen. Bier Frauen warten im Gefängnis St. Lazar auf den Henker. Werden sie hingerichtet? Leo Rosenthal ßOMAN vom EDGAR WALITACE INS DEUTSCHE OBERTRAOEM RAV�NDRO (27. Fortsetzung.) Digby hatte auch noch andere Dortehrungen zu treffen und Masters erhielt den Defehl, zwei tlein« Zimmer in Ordnung zu bringen, einzurichten und mit Betten und Möbeln zu oerfehen. Masters war ganz verwirrt. .Was fallt Ihnen denn eint' sagt« Digby ärgerlich.„Denn kein« Betten hier sind, dann fahren Sie eben nach Bristol oder in «in« andere naheliegend« Stadt, taufen Betten und bringen sie mit einem Auto hierher. E» ist mir ganz gleich, was es kostet. Bringen Sie auch Teppich« für den ußboden mit' Er legt« ein Paket Bantnoten auf den Tisch und Master«, der noch nie in seinem Leben ein« so groß« Geldsumm« in der Hand gehalten hott«, wäre beinah« vor Staunen umgefallen. 31. die ge- ihr Dlgby(Broot fuhr im Auto zur Stadt zurück und erreichte sein Haus am Grosvenor Square zum Abendesien. Er speist« schnell und ging dann hinauf, um sich umzuziehen. Er ging an Eunices Zimmer vorbei und fand Jackson auf einem Stuhl vor der Tür sitzen. »Sie ist jetzt ruhig.' sagte der Mann grinstnd.»Ich habe Fenster geschlossen, die Fensterläden heruntergelassen und ihr sagt, daß sie sich still zu verhalten hat. wenn ich nicht bös« mit umgehen soll.' Digby nickt«. .Und wie steht e« mit meiner Mutter? Haben Sie ihr kleine Schachtel mit den Pillen gegeben?' Jackson grinste aufs neu«. ..Die ist jetzt zufrieden. Ich habe niemal» gewußt, daß Morphinistin ist.' .Es ist ganz gleich, was Sie wissen oder nicht wissen.' widerte Digby scharf. Er mußte noch ausgehen, denn Lady Waltham gab am Abend einen Hausball. Es waren auch mehrere Mitglieder des Syndikat» die sie er» unter den Gästen und einer von ihnen nahm ihn während de» Tanze» beiseite. .Sind denn schon alle Papier« für morgen früh in Ordnung?' tragt« er. Digby nickte. .Einige Mitglieder des Syndikats sind darüber erstaunt, daß Sie bar ausgezahlt fein wollen.' sagte er und sah Digby ächelnd an. Mr. Groat zuckte die Schultern. .Sie oergessen, mein Lieber,' entgegnete er liebenswürdig. aß ich nyr«in Agent in dieser Angelegenheit bin und für meine twa« exentxisch« Mutter handle.' .Dos hatte ich mir auch schon gedacht. Aber die Papier« oerden doch in Ordnung sein. Hat Ihre Mutter auch schon die linterschrisi geleistet?' „Digby erinnerte sich innerlich fluchend daran, daß er ver- mnmt hotte, ihre Unterschrift einzuholen. Sobald er konnte, ver- abschiedet« er sich und kehrte nach Grosvenor Square zurück. Dos Zimmer seiner Mutter war verschlosien, aber sie hörte icin leise» Klopfen. ..Wer ist da?' sragte sie erregt. .Ich bin e«i Digby.' „Ich werde lieber morgen früh mit dir sprechen.' .Dch will dich aber jetzt sehen,' unterbrach Digby sie scharf. „Oessne die Tür.' Es dauerte einige Zeit, bis sie gehorchte. Sie hatte ihren Schlafrock an und ihr gelbes Gesicht war grau vor Furcht. .Es tut mir leid, daß ich dich störe, Mutter, aber ich habe hier ein Dokument, das noch heute abend unterschrieben werden muß.' „Ich habe doch schon alle» getan, was du wolltest.' sagte sie mit zitternder Stimme.„Habe ich es denn nicht getan, mein Junge?' Sie hatte nicht die geringste Ahnung, daß sie durch dies« IlMerschrist ihr ganzes Vermögen verlieren würde. �könnte ich es nicht morgen früh unterzeichnen?' bat sie. Meine Hand zittert jetzt so.' �»er schreibst du deinen Namen hin,� fuhr er sie hart an, "id sie gehorchte. Das Nordlandsyndiksit war nur eine Abteilung einer großen viiianzgruppe und war eigentlich nur ins Leben gerufen, um die Dantonschen Liegenschaften zu erwerben. In einem großen, schön möblierten Sitzungszimmer warteten Me Mitglieder des Syndikats. Man iah Lord Waltham unter ihnen. Hugo Dindt, den reichen Bankier, der seine Hände in allen mög- liehen Geschäften hatte, und Felix Strathelan. den bekannten Lebe» mann, der einer der schlauesten Londspekulanten in ganz Eng- land war. Als vierter trat eben der Rechtsanwalt Mr. Bennett ein. Er irug eine schwarze Mappe unter dem Arm, die er vor sich auf den Tisch legte. „Guten Morgen, meine Herren," sagte er nur kurz. Cr hatte längst aufgehört, große Achtung vor diesen reichen Finanzleuten zu baden. i Guten Morgen, Bennett,' erwidert« der Lord...Haben Sie Ihren Klienten heut« morgen schon gesehen?' Mr. Bennett sah unfreundlich drein, als er sein« Mappe öffnete. ..Nein, Mylord.' Er zeigte durch sein Benchmen. daß er mit Digby Groat nicht in den besten Beziehungen stand und nicht viel von ihm hielt „Dieser Groat ist doch ein merkwürdiger Mensch,' meinte Bankier Dindt lachend.„Er ist kein Geschästsmann und stellt trotzdem so scharfe Bedingungen Ich würde ihn eigentlich nicht für einen Engländer halten, er sieht mehr wie ein Südländer au». Meinen Sie nicht auch, Lord Waltham?" Der Lord nickt«. „Die Groat» sind«in« sonderbar« Familie. Wissen Sie auch. daß seine Mutter eine Kleptomanin ist?' „Um Gotteswillen!' rief Strathelan erstaunt„Das fehlte noch gerade!' „Sie sit jetzt eine verrückte, alt« Frau, aber sie gehörte einst zu den schönsten Frauen Londons. Früher verkehrte sie viel in unserer Familie, und wir entdeckten sedeemal, wenn sie uns besucht hatte, daß irgendein kleines Schmuckstück fehlt«, das meisten» keinen großen Wert hotte. Aber einmal war auch ein sehr wertvolles Armband meiner Tochter mit ihr oerschwunden. Mir war die Sache sehr unangenehm, aber als ich mtt Groat sprach, hat er mir mein Eigentum sofort zurückerstattet. Damals kam es auch heraus, daß sie an dieser Krankheit litt. Aber im Grunde ist sie doch ein« glück- lich« Frau.' „Da, würde ich nun gerade nicht sagen, wenn sie«inen solchen Sohn wie diesen hat,' sagt« Stathelan lächelnd. „Sie hat trotzdem große» Glück,' erwidert« der Lord.„Wäre Dantons Kind damals nicht umgekommen, so wären die Groat» so arm wie Kirchenmäuse.' ,�ab«n Sie eigentlich Lady Mary gekannt, Mylord?' fragte Bindt. „Ich Hab« beide gekannt— Lady Mary und ihr Kind. Wir verkehrten viel mit den Dantons und luden uns auch gegenseitig ein. E» war ein hübsches, kleines Kind.' „Welches Kind meinen Sie?' hörte man«ine Stimm« aus dem Hintergrund«. Digby Groat war in seiner geräuschlosen Art in dos Zimmer getreten und hatte die Tür des Sitzungszimmers leise hinter sich geschlossen. Erst al» er diese Frage stellt«, nahmen die anderen seine Gegenwart wahr. „Wir spreche» gerade Wer Lady Mary» kleine, Jfcch— Ihr« verstorben« Kusine.' Digby Groat lächelt« veröchtllch „Es wird uns nicht wetterbrtngen, über st« zu sprechen.' „Können Sie sich den» überhaupt aus sie besinne«?' frag!« Lord Waltham. „Nur ganz dunkel. Ich kümmere mich gerade nicht viel um kleine Kinder. Ich kann mich daran erinnern, daß sie früher«in- mal in unserem Haus« war. Sie schrie und heult« dauernd. Hoben Sie alle» in Ordnung gebracht. Bennett?' Der Rechtsanwatt nickte. „Hier ist auch das Dokument, besten Unterschrist Sie von mir verlangten.' Digby nahm das Schreiben aus seiner Mappe und übergab es dem Rechtsanwalt der es öffnete und bedächtig las. „Also, dos wäre in Ordnung. Nun wollen wir zum Geschäft- lichen kommen, mein« Herren' Alle nahmen ihre Plätze an dem Tisch ein. „Ihre Forderung, Groat, das Geld in bar ausgezahtt zu er' halten, war«ine schwer zu erfüllende Bedingung.' sagt« Lord Waltham und öffnet» einen kleinen Kasten, der neben ihm auf dem Tisch stand.„Ich Hobe nicht gern viel Geld in meinem Bureau. und wir mußten deswegen zwei besonder« Wachtleute anstellen.' „Aber dos kommt doch bei der Sache heraus." meinte Digby gutgelaunt. Er beobachtet« gespannt, wie der Lord ein Paket Banknoten noch dem andern herau-«ahm und auf den Tisch zählte. Der Rechtsanwall dreht« ein Schriftstück um und reichte Digby eine Feder. „Bttte unterschreiben Sie hier, Mr. Groat' In diesem Augenblick wandte sich Hugo Dindt nachdem Sekretär um, der in den Raum getreten war. „Ist da» für mich?" fragt« er und zeigte auf einen Bries. den der Mann in der Hand'hatte. „Rein, für Mr. Dennett." Bennett nahm das Schreiben an sich, schaut« auf den Absender und runzette die Stirn. „Es ist von Salter und«» steht„Dringend und wichtig' daraus.' „Die Sache hat doch wo ist Zeit, bis wir da, Geschäft beendet haben,' sagte Digby ungeduldig. „Es ist aber doch bester, wir öffnen es gleich' Der Rechts- anwalt machte den Brief auf und las ihn sorgfältig durch „Was hat er denn geschrieben?' fragte Digby. „Ich fürchte, der Berkaus kann nicht vorgenommen werden.' antwortet« Mr. Bennett langsam.„Satter hat«in Caveat gegen den Verkauf der Liegenschaften eingebracht.' Digby sprang wüttnd aus. „Wie kann er denn das machen— er hat ja gor kein Recht dazu!' ri«f er wild.„Er ist doch nicht mehr mein Anwalt. Wer hat ihn denn dazu bevollmächtigt?' »ennett sah ihn sonderbar an.(Fortsetzung folgt) WAS DER TAG BRINGT. wmraunnunmnmmmuwnmuuiimiiiMnmnmnRmiminimmHiiiiunmmmmnmrauiimiiminnnninnimnmiiMiimimnimiimnMiuiiin Die Isländer wollen keinen König. Dl« Preste Islands widmet dem zehnjährigen Gedenktag der Selbständigkeit Islands besondere Artikel. Ans einem Teil der Blätter geht mit aller Klarheit hervor, daß man auch die letzten Berührungspunkt« mit Dänemark, den gemeinsamen König und die Berroaltung der auswärtigen Beziehungen Islands durch den dänischen Minister des Aeußern, beseitigt wissen will. Mthings- Mitglied Gudmundsson. Redakteur des Hauptorgans der isländischen Sozialdemotratt«. schreibt:„Das Bundeisgesetz von 1918 war ein Schritt in der richtigen Richtung, aber ein zu kurzer Schritt. Das Ziel muß Abschaffund des Königtums und Errichtung einer souveränen isländischen Republik sein, die selbst ihr« auswärtigen Angelegenheiten wahrnimmt. Dänemark hat lS18 Islairds Souveränität und Neutralität anerkannt aber doch haben wir noch ohne Grund«inen ausländischen und ungewähiten König, und dänische Beamten sind unsere Vertreter im Ausland. Darin können wir uns nicht finden.' Alchingsprosident Sveinsson schreibt in einem anderen Blatt, daß Island im Jahre 1918 die Rechte, die es bereits inehrer« Jahre zuvor besessen, teuer Hab« erkaufen müssen, weist aber darauf hin, daß sich im Althing bereits alle Parteien für Aushebung des Bundesgesetzes ausgesprochen hätten, sobald es abgelaufen ist. Da» Gesetz gilt bis 1940 und kann dann gekündigt oder verlängert werden. Letzteres steht bei dem Freiheitsdrang und der Denkart der Isländer kaum zu erwarten. S. Ein Esel—„Mitglied der Gewerkschaft"'. Der Genosse Maskotow erzählte aus der Plenarveosammlung des Zentralkomitees der Metallarbeiter in Moskau folgende hübsche Geschichte— nachzulesen in der Moskauer„Arbeiterzeitung'. Vertreter der Gewerlschast der Metallorbeiter unter- zogen eines Tages die Tätigkeit des Betriebsrat» einer Fabrik im Kaukasus der Kontroll«. Ei« sahen sich auch die Mitgliederlisten an. Da stießen ste auf ein Mitglied, besten Familienname. Vorname und Vatersname gleichlautend waren: Jfchak Ischokowitsch Ischak. Die Revisoren wurden stutzig: Ischak heißt aus geoogisch Eset Alles war in Ordnung, der„Ischak" war bereits sechs Monate Gewert- Ichastsmitglied,«r zahlte pünkttich seine Beiträg«. Vielleicht ein Irrtum, meinten die Revisoren, vielleicht heißt er irgendwie ander». „Durchaus nicht," sagte der Lorsitzende des Betriebsrats.„Können Sie uns ihn nicht mal vorstellen?" Der Vorsitzend« des Betriebsrats Oie Ratlade vom großen Ltnbekannien. Ein Unbekannter ließ verlauten. Ein ihm sonst unbekannter Mann Gehöre innig dem Bertrauten. kreis eines Unbekannten an. Der kenne einen Unbekannten, Dem habe«ine fremde Feder Andeutungsweise eingestanden: Der B u l l e r j a h n sei«in Verräter. Dem Reichsgericht im Leben Sachsen Ist da» schon Tatverdacht genügend, Und-inen Hastbefehl verfügend, Hört«» das Gras im Halm« wachsen. ..Ich Hab mtt all dem nichts zu schaffen," Hört Bullerjahn man sich entladen. ..Nicht ich, ein'bndrerhat die Waffen Der IMK. in Köln verraten.' Da» Reichsgericht reibt sich die Hände: ..Ein tauler Trick... verzichten drairf! Er wärmt mal wieder die Legend« Vom oroßen Unbekannten auf!' . Hans führte seine Gäste auf den Fabrtthof und zeigt« ihnen hier im Stall einen regelrechten grauen Esel mit langen Ohren. Er wiehert« die Vertreter der Gewerkschaft der Metallarbeiter freundlich an. Di« waren perplex.„Sie wollen doch nicht etwa behaupte», daß ei» Hunde rtprozenriger Esel sechs Monat« Mitglied der Gewerkschaft ist?'—„Weshalb denn nicht? Ist denn was Besonderes dabei? In den Gewcrkschaftsstatuten steht ja ausdrücklich, daß Mitglieder der Gewerkschaft nicht sein können Geistliche, Perfonen. die svemdc Arbeitskraft ausbeuten, ehemalig« Gendarm« und dergleichen mehr. Don Eseln ist da kein Wort gesagt. Der Eigentümer dieses Esels hat gebeten, daß er als Gewerkschaftsmitglied eingeschrieben werde. und er zahlt auch pünktlich für ihn die Beiträge...' Was mit diesem Betriebsratsvorsitzenden geschehen ist— darüber hat der Genosse Maskotow nichts gesagt. Die Flucht in der schmutzigen Wäsche. Au» der französischen Strofanstatt Pentonoill« verfuchte— übrigens vergeblich— vor kurzem ein Gesängen« dadurch zu em- kommeii, daß er sich unter der schmutzigen Wäsche verbarg, die zum Reinigen nrch einer außerhalb der Gesängnismauern gelegenen Wäscherei geschafft wurde. Er solgte bei seinem mißlungenen Versuche, wohl ohti« es zu wissen, einem berühmten Vorbild. Der holländisch« Jurist H u g o G r o i i u», der im IS. Jahrhundert lebte und al» Vater des modernen Völkerrechts gilt, wurde gus politischen Gründen zu lebenslänglicher Hast verurteitt. Der Gelehrte. der sich damals eines angesehenen Namens erfreut»,«hielt mancherlei Erleichterungen zugebilligt, so auch die Erlaubnis, sich Bücher in seine Zelle kommen zu lassen. Dies« gelangten gewöhnlich in einer großen Holzkiste an, in der sie auch wieder abgeholt wurden, zu- gleich mit der schmutzigen Wäsche des Häftlings, die er auf diesem bequemen Wege zum Reinigen gab. Anfangs wurde die Kiste von Wächtern genau untersucht, dann aber legt« sich der Eiser und sie ging ohne Prüfung hinaus. Eines Tages packte sich min Grotius an Stelle seiner Bücher in die Kiste, legte die schmutzige Wäsche obenauf und ließ sich so aus dem Gefängnis tragen... Als Maurer verkleidet, floh er nach Paris, wo er dann im Laufe der nächsten Jahre, in äußerster Armut lebend, sein grundlegendes Wert über das Völkerrecht versaßt«. An die Märchentante, Selma Lagerlöf ist zu ihrem 79. Geburtstag mit Glückwünschen au» aller Herren Länder überhäuft worden. Auch ihr« Freunde in Aegypten sandten ihr einen telegraphffchen Glückwunsch. Als Adresse war angegeben„Tis Lsgotznien-Swerixe'(An die Märchentante-Schweden). Wer konnte das ander» sein als Selma Lagerlös? Das wußten auch die Postbeamten. Dos Telegramm ist prompt an die Adressattn gelangt Selbsthilfe amerikanischer Eltern. Die Eltern der Chitagoer Schulkinder sind in großer Sorge um ihre Kinder. Es Hot sich herausgestellt daß sich unter der harm'oicn Maske von„Speiseeisstuben" in der Nähe von Schulen„Flüft-r- kneipen" �niedengelossen haben, die den Kindern Schmuggelschimp» übelster Sorte verkmisen. Ja,«in Schul« wurde von einem Be- sitzer eine» solchen„Speiseeisladen»' wegen«in« Lappalie kurzer- Hand erfchosten. Nun haben die Ettern selber«inen Ueberwach ings- ausschuß gebildet, da sie van der Polizei keine Beseitigung de» Nebels erwarten. „Dieses Haus steht in Gottes Hand' stand Giebel eines schönen Hauses. An der Haustür war zu lesen: Hier wacht die Wach- und Schutz-Gesellschost m. b. H. ai» „So, Sie sind Kommunist? Wttcher Richtung gehören Ä« denn an?' „Ja, willen Sie, darüber hob' ich nicht zu bestimmen!' V(Aus dem„Wahren Jacob',) Oi : Wer will das Geräteturnen retten? Eine Diskussion. Bir veröffentlichen hier die Zuschriften zweier Mit-| Festen nur Beltrennen, Sprung und Murf. Die Fußballer wollen glieder des Arbeiter. Turn, und Sportbundes, die das Für und Gegen des Geräte turnens erörtern. Der Abend" veröffentlichte fürzlich einen Artikel, der den Barschlag Seifert- Leipzig wiedergab, für das Geräteturnen eine monatliche Leistungsprüfung einzuführen. Der Sinn der Leistungsprüfung soll sein, dem Geräteturnen attiven Bettkampfcharafter zu verleihen. So sehr jeder fortschrittlich Denkende die Einführung von Neuerungen im allgemeinen begrüßen wird, so muß doch diesem Borschlag an diesem Objekt jede Berechtigung verweigert werden. Die Anregung auf Einführung einer Leistungsprüfung ist nichts anderes als der vergebliche Versuch, die Agonie des Geräteturnens noch für eine gewisse Zeit aufzuhalten. Ob sich auch die Masse der Geräteturner dagegen sträuben wird: Der Höhepunkt des Geräteturnens ist längst überschritten, es gibt feine Wiederbelebung dieses Turngeistes. Das Geräteturnen hat seine Aufgabe erfüllt, es muß und wird abtreten. Die gegen das Geräteturnen gerichtete Entwicklung vollzieht sich schon seit geraumer Zeit; es werden sicher noch Jahre und vielleicht auch Jahrzehnte vergehen, ehe das Geräteturnen als endgültig erledigt zu betrachten ist. Aber man sollte doch nicht mit verfehlten Mitteln eine Verjüngungs. tur beginnen, wie es mit der propagierten Leistungsprüfung ge plant ist. Die Leistungsprüfung ist ja nicht der einzige Bersuch der legten Jahre, dem„ Turnen" neves Blut einzuflößen. Man glaubte u. a. durch die Einführung des„ volkstümlichen Turnens", durch die Uebernahme von gymnastischen, sportlichen und spielerischen Formen das Turnen zu beleben. Selbst das an sich so starre Geräteturnen hat gegenüber der Zeit von vor zwanzig Jahren vielfache Ber: änderungen durchgemacht. Wer aber unparteiisch zu den Tatsachen Stellung nimmt, fann doch nicht verkennen, daß das alles nicht geholfen hat. Das Turnen geht auch zahlenmäßig zurüd, das Intereffe verschwindet, die Jugend wendet sich anderen Sportarten zu. Sind nicht gerade die trampfhaften Bemühungen, das Turnen durch das Unterschieben ihm wesenstremder Eigenarten lebendig zu erhalten, der beste Beweis für die Ueberalterung? Das Geräteturnen, von Guts- Muts, Spieß und Friedrich Ludwig Jahn erfonnen und gefördert, war die Leibesübung eines Jahr. hunderts, aber eines pergangenen Jahrhunderts! Daran wird kein Wiederbelebungsversuch, mag er in der Richtung nach dem Turnen im Jahnschen Geist oder in der Richtung auf den Bettfampfgedanken gehen, etwas ändern. Es gibt feine Streitfrage Turnen oder Sport mehr. Der Sport, das Spiel haben die Erbschaft angetreten Aber auch sie sind schon entartet, die Gym naftit wird die nächste Siegerin sein. Fr. Heine. * Jeder richtiggehende Sportler ist sich über das ,, verfalfte Turnen" einig. Genosse Heine geht noch einen Schritt weiter, indem er auch dem Sport und Spiel beginnende Arteriosklerose nachfagt. Und mir hören, daß die Gymnastik der nächste Sieger sein wird. Was ist denn nun eigentlich Gymnastit? Ist das eine neue Erfindung, eine neue Sparte oder ist es nur ein modernisierter Bestandteil einer alten Sparte und, wenn fegteres zutrifft, welcher Sparte? Vom Baffersport Schwimmen und Rubern scheint die Gymnasti? nicht entnommen zu sein, denn es läßt sich feine Berwandtschaft feststellen. Die Leichtathleten zeigen auf ihren Boxsportliches. Titelkämpfe über all. Tach Hein Domgörgen steht nun auch Paul Czirjon vor feinem lange ersehnten Kampf um die Europameisterschaft im Leichtgewicht. Schon seit dem Sommer war Czirfon anzu einer Begegnung fam es jedoch nicht, da der Spanier sein Domizil schließlich nach Südamerika verlegte. Nach Ablauf der Frist wurde Rano der Titel abgesprochen und der Franzose Raphael als Gegner für den deutschen Meister bestimmt. Czirfon erhielt am Montag die telegraphische Nachricht, daß der Kampf um den Europatitel am Sonnabend, 22 Dezember, in Paris, vor sich geht und hat daraufhin sofort seine Dis pofitionen getroffen. Haymann meldet sich. Nach dem Belgier Pierre Charles hat sich jetzt auch Ludwig Haymann für die von der Internationalen Bog- Union mach der Titelaberkennung Paolinos neu ausgeschriebene Europa. meisterschaft im Schwergewicht gemeldet. Auf dem borgeschriebenen Wege über die Borfportbehörde und unter Hinter legung der Kaution von 1000 Franken hat der Münchener seine das der Bewerbung beim Bogweltverband eingereicht. Da sonst BU. nicht angeschlossene England ausgenommen in ganz Europa lein Landesmeister ist, der Chancen auf den Europatitel geltend machen könnte, wird die IBU. die Meisterwürde wohl zwischen Haymann und Pierre Charles ausfämpfen lassen. Als Austragungsort tommt in erster Linie die Dortmunder Westfalenhalle in Frage, beren borsportliche Leitung sich schon seit langem um das Zustande tommen der Schwergewichts- Europameisterschaft bemüht. Noack- Gohres um den Titel. Die„ Westfalenhalle" in Dortmund gibt als erste Baarung für ihren am 6. Januar stattfindenden Großtampftag die meister. Ichaft von Deutschland im Federgewicht zwischen Paul Road und dem Duisburger Gohres bekannt. Arbeiter- Wasserball. Der Bundesmeister Weißensee trat im Wellenbad Lunapark gegen Union an. Beide Mannschaften spielten reichlich hart. Union hat Anwurf, der Ball wird aber von der Weißenfeer Berteidigung abgefangen und tommt vor das Uniontor. Nach Durchbruch des Mittelstürmers von Weißenfee fällt in der 3. Minute das erste Tor für Weißensee, Union zieht aber bald gleich. Der Ball geht mehr mals über das Uniontor und wieder fann Weißenfee in Führung geben. Union stellt aber bald das Resultat auf Unentschieden. Mit 2: 2 Toren werden die Seiten gewechselt. Beißenfee tann fura nach Wiederbeginn ein Tor erzielen, doch Union zieht wieber gleich. Eine Minute vor Schluß steht das Spiel 4: 4; da gelingt dem rechten Stürmer von Weißensee ein schöner Rüdhandwurf und bald darauf ist Schluß. Weißensee gewinnt 5: 4. In den anderen Spielen erzielten bei den B- Mannschaften Müggelsee und Brandenburg ein Unentschieden( 2: 2), bei den meiten Mannschaften Berlin XII und Charlottenburg ebenfalls 2: 2. Hellas fonnte Neukölln mit 4: 2 Toren schlagen. nächst nach Spanbou, mo fidh her Ausschuß mit den menesten Behrmethoden auf dem Gebiete. der Leibesübungen befanntmachte. Die Vorführungen umfaßten unter anderem: Rörperschule der Hörer und Hörerinnen. Arbeit mit dem Ball( Hörerinnen). Bodenturnen der Hörer. Hindernisturnen der Hörerinnen. Bferdsprünge der Hörer. Boltstanz.. von der Gymnastik schon gar nichts wissen, weil noch teine gymnastischen lebungen unter Benugung des Fußballs existieren. DaBis auf die Arbeit der Hörerinnen mit dem Ball, die zu nichtig Der. Direttor gegen scheint die Gymnastik eine entfernte Aehnlichkeit mit mar, lösten die Borführungen ehrlichen Beifall aus. ben turnerischen Freiübungen zu haben. Arme und Dr. Neuendorff sprach dann mehr referierend über die geBeine werden geschwungen, der Körper nach allen Richtungen geplante Reuordnung der Turnlehrerbildung in Breußen. Aus seinen und verdreht, gehüpft und gesprungen. Nur der frühere militä. Ausführungen war zu entnehmen, daß man von einer Einführung rische Drill fehlt Dazu tommt, daß in allen gut geleiteten Turn. bes Turnfachlehrers an den Volksschulen endgültig absehen will. abteilungen die Gymnaftif im Vordergrunde des Uebungsbetriebs In Zukunft wird also der Iurnfachlehrer gänzlich steht. Demnach liegt die Situation jetzt scheinbar fo: Das alte verschwinden. Geräteturnen wird bald verschwinden, Sport und Spiel folgt hinterher, und als Erbe erscheint auf dem Plan das sogenannte„ neue Turnen die Gymnastik! Wir sind also wieder da angelangt, wo wir anfingen- beim Turnen. Die Form hat sich geändert, die Sache blieb. Der Kreis schließt sich wieder. Banderungen, Spiel, Lauf und Burf. Das„ Mur- Geräteturnen Die Begründer des Turnwesens hatten auf ihrem Programm $ und der militärische Freiübungsdrill entstanden erst durch die be. hördlichen Berbote und die muderisch- firchlichen Berfolgungen. Das Turnen wurde als ftaatsfeindlich von den Behörden und als uns fittlich von der Kirche verfolgt. Die verfolgten Turner flüchteten baber aus der Deffentlichkeit in geschlossene Räume, wo sie dann an Geräten turnen mußten. Das Geräteturnen hat sich daher auch im wesentlichen nur in deutschen Landesteilen einbürgern tönnen. In den 80er Jahren sette dann eine starte Bewegung ein, die nach Licht, Luft und Sonne verlangte. Die Borfämpfer dieser Beweging wurden die Leichtathleten und Fußboller mit einem außerordent lichen Zulauf der Jugend. Aber auch diese Sparten scheinen ihren Höhepunkt erreicht zu haben, sie entarten durch den Bersonenfultus und das bürgerliche Geschäftemachen. Das Ziel ist der Sieg, nicht der gesunde und schöne Körper, der im Gegenteil oft Schaben leidet. Der Arbeiter Turn- und Sportbund propagiert die Gymnaftit in sehr intensiver Weise als Ergänzungssport für alle Sparten, aber nicht als allein seligmachende Universal leibesübung! Rudern, Schwimmen, Spielen und Wandern können durch die Gymnastit nicht erseßt, sondern nur ergänzt werden, weil diese Sportarten ohne Gymnastit den Körper einseitig aus bilden. Ebenso einseitig wäre es aber, wenn die Gymnastit alle anderen Sportarten verdrängen würde. Selbst das Geräteturnen bietet soviel Borteile in förperbildender und schönheitlicher Form, daß man seine Erhaltung als einen Teil des Turnens wünschen tann. Bielseitigkeit sollte unser 3tel fein! Die Fabritarbeit verbildet den ganzen Körper, macht die Menschen Rörper verbilden wie bie Fabritarbeit. Es gibt nicht nur einen zu halben oder ganzen Krüppeln. Der Sport tann ebenso den Turner, sondern auch einen anderen Budel. Und das Fußballspiel ist ebensowenig ein Jdeal wie das einseitige Bettlaufen. nur Der moderne Turnbetrieb einschließlich Lauf, Sprung, Spiel und Gymnaftit tommt dem Ideal der Bielseitigkeit immer noch am nächsten. Er ist auch für alle Altersklassen nächsten. Er ist auch für alle Altersklassen schon die Säuglinge sollen jetzt bekanntlich Turnübungen machen follen jetzt bekanntlich Turnübungen machen geeignet, was bei feiner anderen Sportart zutrifft. Der Borschlag von Seyfert betreffs Leistungsprüfung im Geräteturnen, als Ergänzung des füddeutschen Bereinsturnens, dürfte freilich in einem modernen Turnbetrieb schwer hineinpaffen. Aber diese Frage ist noch offen. Wer macht den Versuch? Es wäre interessant, wenn die Berliner Turner und der Bund darüber berichten würden. F. Stühm. Arbeitersport in Schweden. Eine Eroberung" der Komintern. Da im Kampf der Parteien um die Jugend der Sport als eines der brauchbarsten Mittel anzusehen ist, war es selbstverständlich, daß sich die Kommunistische Internationale auch der Sportbewegung Schwebens bebiente. In dem dortigen Berband, der bürgerlich eingestellt ist, war seit längerer Zeit eine Oppofition, die die Grünbung eines Arbeitersportverbandes vorbereitete. Die Komintern und ihre Anhänger in Schweben haben sich der Opposition bemäch tigt und die Selbständigmachung herbeigeführt. In ber bestreiften Hochschule im Sportforum wurde nach einer furzen Begrüßung durch Dr Lewald zunächst das Lehrpersonal Dorgestellt, mohl in der Abficht, die stattliche Sahl vor Augen zu führen. Die Herren und Damen des Lehrförpers zeigten bann einige Ulebungen. Darauf gaben im Hörsaal eine ganze Anzahl Forschungsgebiete. Dr. Diem streifte babei auch ben Dozenten furze, aber sehr lehrreiche Einblide in ihre besonderen Streit. Hätte er auch den Streitenden gegenüber so versöhn liche und verständige Worte gefunden, dürfte die Sache schnell bei gelegt worden sein. Das neue Lehrgebäude machte auf die Ausschußmitglieber einen günstigen Eindrud, mas leider nicht von den Bohnbaraden der Studierenden zu sagen ist. Der Erturs endete mit einem fleinen Mittagessen im Annaheim, dem von Oberbürgermeister Böß gestifteten Heim der Studentinnen, das leider nur einem Drittel Unterkunft bieten fann. Werfährt mit Fahren for Nalon heunde Das Reisebureau der Naturfreunde teilt mit: Für die Beihnachtsfahrt bis Greifenberg oder Bad Flinsberg am Sonntag, 23. Dezember, morgens 8,04 Uhr ab Görlizer Bahnhof, werden noch einige Fahrtteilnehmer( Fahrpreisermäßigung) gesucht. Meldungen bis Mittwoch, 19 Uhr, an das Reisebureau des Touristenvereins ,, Die Naturfreunde", R. 24, Johannisstr. 14/15. * Ber es ermöglichen tann, und die Zeit um Weihnachten und zur Jahreswende auswärts perleben möchte, dem sei geraten, einige Tage im Kreise gleichgesinnter, froher Menschen im Baltenbergs haus der Naturfreunde bei Neukirch i. d. Lausitz zu verleben. Schöne freundliche Zimmer und Schlafräume stehen zum Empfang bereit. Mollig durchwärmte Tagesräume bieten angenehmen Aufenthalt und auch für das leibliche Wohl ist bestens Sorge getragen. Eine reichhaltige Bibliothel bietet geiftige Anregung. Das nernachläffigt. Sind hier auch nicht die zackigen Felsen der Sächsi Laufizer Gebirge wird von Wanderern und Stiläufern noch starf ( chen Schweiz und die Höhen des Erzgebirges zu finden, jo hat doch die Laufig ihre besonderen Reize. Wer die sanftansteigenden Spitztegel und die breiten Täler durchwandert, geht ungern von hier. Das Heim, am Oftabhang des 589 Meter hohen Baltenberges, liegt mitten im Balde, eine schöne Rodelbahn ist dicht dabei und endet auf der großen Spielwiese vorm Haus. Für Stiläufer gibt es schöne Abfahrten und herrliche Waldpartien. Doch auch der Fußgänger kommt zu seinem Genuß, denn einige Tage in unjeren Bergen die teine winterliche Baldestuft einatmen, ist für die Großstädter und Fabritmenschen Balsam auf seine, verstaubten Lungen. Zurzeit ist herrlichste Binterlandschaft bei 20 Zentimeter Schneetiese. Bahn station Neukirch Laufiz Ost oder West. Bahnstrecke DresdenZittau.( Sonntagsfahrkarten.) Auf Anfragen( Boftfarte mit Rüdantwort) gibt gern Auskunft Hauswart Martin Lippold, Neukirch- Laufiz I, Naturfreundehaus. Nurmi in New Bort. Finnlands großer Athlet Paavo Nurmi hat nach zehntägiger Seefahrt mit dem französischen Dampfer ,, Rochambeau am Sonnabend New Yort erreicht. Eine große Schar von Reportern hatte sich eingefunden, um den Finnen auszufragen. Alle mußten aber unverrichteter Dinge wieder heimkehren, da der schweigjame Finne" teine Auskunft gab. Der erste Start Nurmis foll noch vor Weihnachten erfolgen. Bundesreue Vereine teilen mit: Abt. Touristenverein„ Die Naturfreunde", Zentrale Bien. Abt. Friebenan: Dienstag, 18. Desember, 20 Uhr, Offenbacher Str. 5a. Silvesterfahrtsbesprechung. Abt. Rorben: Dienstag, 18. Dezember, 20 Uhr, Connenburger Str. 20. Fall bootabteilung: Dienstag, 18. Dezember, 20 Uhr, Johannisstr. 15. Sommererinnerungen. Erscheinen aller Berliner Faltbootfahrer wird erwartet. Webbing: Dienstag, 18. Dezember, 20 Uhr, Turiner Ede Geestraße. Lichtfest. Abt. Treptow: Dienstag, 18. Dezember, 20 Uhr, Elsenstr. 3. Weihnachtsfeier. Abt. Bantow: Dienstag, 18. Dezember, 20 Uhr, Görfchstr. 14. Weihnachts felet. Abt. Friebrichshain: Donnerstag, 20. Dezember, 20 Uhr, BrommyAbt. Brenzlauer Berg: Donnerstag, 20. Dezember, 20 Uhr, Danziger Str. 62, Barade 2. Weihnachtsfahrt.-Abt. Gesundbrunnen: Donnerstag, 20. Desember, 20 Uhr, Bant. Ede Wiesenstraße. Heimabend. Jugendgruppe. Dienstag, 18. Dezember, 20 Uhr, Ledigenheim Schönstedtstraße. Broletarisches Lichtfeft. Abt. Tiergarten: Donnerstag, 20. Dezember, 20 Uhr, zember, 20 Uhr, Bordste. 11. Heimabend. Abt. Spanban: Donnerstag, 20, Dezember, 20 Uhr, Lindenufer 1. Fahrtbesprechung. Naturwissenschaftliche Abteilung: Donnerstag, 20. Dezember, 20 Uhr, Johannisstr. 15. Naturwissen Sauptstr. 15. Austlang. fchaftliches Allerlei. Abt. Schöneberg: Donnerstag, 20. Dezember, 20 Uhr, Abt. Mitte: Mittwoch, 19. Dezember, 20 Uhr, Sebannisfte. 15, Lichtfest mit Beschenkung. Freie Arbeiter- Schachvereinigung Groß- Berlin. Spielabend haben heute, 20 Uhr: abt. Sichtenberg: Bibliidir. 36, bei Schiller, Abt. Memel: Memeler Straße 10, bei Lude. Abt. Schöneberg: Gustav- Müller- Blag 1, bei Geibel. Abt. Wedding: Millerste, 26, bei Herms. Abt. Beißensee: Berliner Allee, Ede Lehderstraße, bei Gallas, Montag und Mittwoch: Abt. Friedrichshain: Straß mannfte, 42, bei Albrecht. Da bie Abt. Charlottenburg nicht mehr Mitglies Die Sozialdemokraten Schwedens vertraten den Standpunkt, daß die Gewinnung des ganzen Berbandes anzustreben sei und er deshalb einer längeren Bearbeitung bedürfe. Doch die Komintern hat anders befohlen. Den Ratschlägen des aus Finn land auf der Tagung in Schweden anwesenden Arbeitersportlers traße 1. Weihnachtsfeier. wurde nicht entsprochen. Die Rote Sportinternationale" hat den Befehl erteilt, auf alle Fälle und unbedingt mit Zahlen zu prangen. Das ist ihr augenblicklich in Schweden gelungen. Wir wissen, daß Lehrter Str. 18-19. Weihnachtsfeier. Abt. Sübweft: Donnerstag, 20. De die Einstellung der meisten Arbeitersportler Schwedens nicht zur Roten Sportinternationale neigt und rechnen bestimmt damit, daß sich auch in Schweden ein Berband der Sozialistischen Arbeitersport Internationale bildet, der sehr bald die praktische Arbeit auf dem Gebiet der Leibesübungen aufnehmen wird, mit Ausnahme der Barolenfabrikation der Komintern und ihrer Institutionen. Hochschulbesuch. Der Ausschuß des Reichstages zur Förderung der Leibesübungen besuchte türzlich die Hochschulen für Leibes übungen in Spandau und im Grunewald. Die Fahrt ging zu. C des Deutschen Arbeiter- Schachbundes ist, werben alle bunbestreuen Schachspieler Charlottenburgs und solche die es werden wollen, aufgefordert, der Abt. Westend beizutreten. Spielabend jeden Donnerstag bei Jamin, Charlottenburg, Sophieftraße 39. Donnerstag, 3. Januar, beginnt in Charlottenburg ein GästeCharlotte- Str. 88. Anfragen an Ed. Haß, Charlottenburg 5, Dandelmann turnier und Rurfus für Anfänger im Schadspiel. Die Teilnahme ist fostenlos und unverbindlich. Anmeldungen feben Donnerstag ab 20 Uhr Samin, Charlottenburg, Sophie- Charlotte- Str. 88. Solußtermin 27. Desember. Köpfe aus dem Poststadion Riedel, Manner, Schmidt Dr. Deutsch- Wien Putzendoppler Die guten Mittelstürmer Oesterreichs und Deutschlands. bei der Ansprache. Führer der deutschen und österreichischen Mannschaften. Kleine Weihnachtshändler. Wie fich Kinder ein paar Groschen verdienen. Wie selten in den letzten Jahrzehnten sind in diesem Jahr die Kinder der Weihnachtshändler wieder beteiligt. Ein schlimmes Zeichen, eine Bedeutung für die Zeit, in der mir leben. Keine Mutter würde ihre Kinder auf die Straße hinausschicken, damit es in den Tagen, wo alles in Gefühlsseligkeit schwelgt, ein paar Groschen mitverdienen hilft, was im wirklichen Sinne eine Bettelei ift. Leurung, Not und Arbeitslosigkeit zwingen dazu. Das Chrift. kind, das schon bei seinem ersten Schrei die Dürftigkeit kennenlernen mußte, auf Stroh in einem Stall gebettet wurde, war das erste Broletarierkind dem Sinne nach, was wir Proletarier nennen. Auch heute wieder wachsen bei der großen Wohnungsnot Kinder in Ställen heran, aber es treten teine Engel und Könige an ihre Wiege. Wenn sie dann laufen können und sich ein wenig betätigen, fühlen sie bereits die Wirkung des Daseinstampfes und suchen mitzuverdienen, um das schlimme Elend zu mildern. In diesem Sinne sind fie eigentlich alle heilige, d. h. besondere Menschen, diese Armutgeborenen in unserer Zeit, Ausgewählte, die wie ihr Vorbild in Bethlehem zu Großem geboren und bestimmt find. Wenn wie die Deutung dieses Geschehens suchen und hoffen dürfen, so werden mir gemiß sein, daß diese Kinder alle einmal große Vorfämpfer der mirtlichen Religion der Armen fein werden, des Sozialismus, dazu treibt sie ihr frühes Geschick. meter affer von ben Berliner Stäblijgen Ber. ten bezogen und muß dafür je 15 Pfennig, insgesamt 4,65 Mart zahlen. In genau derselben Zeit, also vom 16. April bis zum 11. Juli 1928, hat eine Kleinhausbefizerin der Zehlendorfer Gehag- Siedlung zufälligerweise denselben Berbrauch, nämlich 31 Ru bikmeter Wasser gehabt, und die Rechmung der privaten Charlotten burger Wassermerte sieht nun wie folgt aus: 31 Subitmeter 10,54 Mart, vierteljährliche Verwaltungsgebühr= 4,76 Mart, zulammen 15,30 Mart. Sezt man die Mahlsdorfer Rechnung gleich 100, so ergibt sich für Zehlendorf die Berhältniszahl 330. gleich 100, so ergibt sich für Zehlendorf die Berhältniszahl 330. Das heißt, der Zehlendorfer Kleinhausbefizer muß 2½mal soviel zahlen wie der an das städtische Nez angeschlossene Mahlsdorfer. Das ist ein ungeheuerlicher Unterschied. Boshafte Krititer weisen gern darauf hin, daß das Wort„ pripat" pom lateinischen Hier fann privare", das heißt rauben, abgeleitet wird. man in der Tat sagen, daß das Privatfapital einen Raubzug auf die Taschen der Konsumenten ausübt, denn die 2½mal höhere Tari fierung der Wasserpreise ist durch nichts gerechtfertigt. Ein anderes Beispiel bringt Orlopp für den Lichtstrompreis: Berlin nimmt 16 Pfennig für die Kilowattstunde, das gemischt- wirtschaftliche Rheinisch- Westfälische Elektrizitätswert mehr als das doppelte, 33% Pfennig. Diese Beispiele zeigen schlagend die Ueberlegenheit der fommunalen Werte. FUNK RUNDAM Dienstag, 18. Dezember. 16.00 Stunde mit Büchern. Berlin. Man sieht sie der Heiligenschein leuchtet ihnen förmlich um ihre Köpfchen-, wie sie an den Straßen stehen und fleines Spielzeug anpreisen, eine matte Konfurrenz der großen Warenhäuser, vor deren Fenstern fie arbeiten. Nur das gewöhnlichste, das billigste Zeug ist es, was sie feil bieten fönnen, etwa noch Hampelmänner, die sie selbst daheim ausgeschnitten und gekleistert haben, oder Silber, flitter. Tannenzweige mit einem bunten Band und einem Lichtchen daran. Andere verkaufen Erdnüsse und Süßigkeiten und viele bieten mit frierenden Stimmen Streichhölzer an. Doch nicht nur auf den Straßen zeigt sich dieser Markt der Kinder, den immer die Chronisten des Berliner Weihnachtsmarktes so poetisch fanden, fie laufen auch durch die Geschäfte und die Treppen hinauf in die Häuser, die Gelegenheit der sentimentalen gefühlsseligen Zeit beim Schopfe nehmend. Die großen Kinder find freilich schon unternehmungslustiger, fie reihen sich in die Arbeit der Erwachsenen ein und weff Kinderarbeit schließlich immer noch billiger ist, dürfen fie mithelfen beim Christbaumverkauf, spielen Hausdiener bei Raufleuten und Gewerbetreibenden, tragen den ankommenden Reisenden auf den Bahnhöfen Patete, schleppen und budeln sich mit ihren schnellen Anschließend: Presseumschau des Drahtlosen Dienstes. Füßen, solange die Konjunktur sie noch verlangt. Sie tragen alle den Heiligenschein. 31 Rubikmeter Waffer. Private Werte 230 Prozent teurer als fommunale. Der Berband der Gemeinde- und Staatsar beiter bringt soeben die seit dem Jahr 1925 erscheinende Beilage seines Hauptorgans, Technit und Wirtschaft", in neuem Gemand, mit reichlichem Bildschmud im Kupfertieforud versehen, heraus. Ein Beitrag von Orlopp: Die Wirtschaftlich. teit tommunaler Werte" zeigt an einem außerordentlich treffenden und schlagend gewählten Beispiel die Ueberlegen. heit fommunaler Betriebe. Bekanntlich teilen fich in die Wasserversorgung Berlins zwei große Berfe, das Ber. finer Städtische Waffermert 2. G. und die privaten Charlottenburger Waffer und Industriewerte 2.G., Berlin- Schöneberg, Bayerischer Platz 9. Orlopp bringt nebeneinander photographiert mei Original Wafferrech nungen dieser beiden Werke. Für die Zeit vom 16. April 1928 bis zum 11. Juli 1928 hat ein Herr M. in Mahlsdorf 31 Rubit PROGRAMM für die Zeit vom 18. bis 20. Dezember BTL Potsdamer Straße 38 Ossi hat die Hosen an mit Ossi Oswalda Rin- Tin- Tin unter Verbrechern 6 Akte Rheinstraße 14 Fanfaren der Liebe mit Mary Philbin Gutes Belprogramm Odeon, Potsdamer Str. 75 Das gewaltige Filmwerk: Das goitlose Mädchen, 12 Akte Turmstraße 12 Das letzte Souper mit Marcella Albani, Evi Bra Ein Bandit von Ehre mit Fred Thomson Alexanderstraße 39-40 ( Passage Den ganzen Tag geöffnet! Saxophon- Susi mit Anny Ondra Der Heldenjunge von Missouri & Akte Zentrum ABEND 16.30 Unterhaltungsmusik der Kapelle Roósz 18.30 Wolfgang Schwarz: Probleme der Friedenssicherung. VI.: Zakunftsaufgaben der Friedenspolitik. 19.00 Prof. Bredt, M. d. R.: Bismarck und der Gedanke des Einheitsstaates". 19.30 Hans- Bredow- Schule, Abteilung Geographie. Prof. Dr. Georg Wegener: ..Die Polarforschung". V.: Der Kampf um den Südpol. 20.00 Abendunterhaltung. Musikal. Welterfolge. II. Salon- und Hausmusik. Mitw.: Rudolf Senger, Einleitung; Heinr. Kuppinger, Tenor: Konzertfmeister Franz v. Szpanowski, Violine; James Simon, Flügel. 21.00 Dichtung der Gegenwart. Marie Luise Fleißer. Einleitende Worte: Dr. Kurt Pinthus.( Leseproben: Helene Weigel.) 21.30 Der Journalist spricht... Königswasterhausen. 16.00 Dr. Kart Privat: Die pädagogische Provinz in der deutschen Dichtung ( III.): Von Herder bis Lienhard". 16.30 Uebertragung des Nachmittagskonzertes Leipzig. 17.30 Dr. Ernst Herrmann: Die Geologie Deutschlands( IV.). 18.00 Dr. Rudolf Felber, Wien: Konzertsänger Tausche: Das Volkslied in der Tschechoslowakei( II.). 18.30 Lektor Claude Grander, Gertrud van Eyseren: Französisch für Anfänger. 18.55 Dr. Visser: Meine Karakorum- Expedition. 20.00 Sonderveranstaltung für den Deutschlandsender: Kammermusik 1. Dvorák: Streichquartett F- Dur op. 96: Allegro ma non troppo Lento Molto vivace- Finale( Vivace ma non troppo). 2. Beethoven: StreichAdagio molto espressivo quartett C- Dur op. 29: Allegro moderato Scherzo( Allegro) Presto Andante con moto e scherzoso, Tempo I( Konzertmeister Maurits van den Berg. 1. Violine; Karl Kraus, 2. Violine: Ernst Höber, 1. Viola; Willy Höber, 2. Viola; Ewel Steg. man, Cello). 2. Kern: 21.00 Tänze auf zwei Klavieren. 1. Polla: Danzing tambourine. Cant help lovin'dat man.- 3. Bryan- Monaco: You went away too far. 4. Jos. Strauß: Aquarellen- Walzer. 5. Joh. Strauß: Annenpolka. 6. Joh. Strauß: Wiener Blut. 7. Grosz: Foxtroti aus op. 20, 8. Grosz: Stowfox aus Baby in der Bar 9. Gershwin: Gaschinating Rhytm. 1 10. Grosz: Charleston,( Dr. Wilhelm Grosz und Walter Kauffmann, auf zwei Flügeln.) 21.30 Leo Klamant: Was bedentet ans die Lebenslehre der großen Weisen?( II.). Anschließend: Presse- Umschan des Drahtlosen Dienstes". 22.45-23.15 Bildfunkversuche. Mord nach 22 Jahren aufgeklärt. 3nfolge Verjährung fann der Mörder nicht belangt werden. Jm April des Jahres 1906 wurde im Walde bef Karlshorft ein 37 Jahre alter Joachim M. mit einem schweren Bauchschuß aufgefunden. Man brachte den Mann fofort nach dem Krankenhaus, wo er 10 Tage später verstarb. Der Berdacht, den Mord begangen zu haben, lenkte sich schon bald auf seinen Schwager, einen gewissen Müller, doch reichte das Material nicht zur Ueberführung aus. Dagegen murde feft. gestellt, daß in der Nähe in einer Laube ein Einbruch ver übt worden war. Man entdeckte dort Bapiere quf den Namen Müllers, der festgenommen wurde. Er gab ohne weiteres den Einbruch zu, die Bluttat leugnete er im Hinblick darauf, daß er gar nicht hatte am Tatort sein können. So blieb das Verbrechen un gefühnt. Im Frühjahr 1928 erfranfte nun die Frau Müllers fo schwer, daß sie ihr Ende nahen fühlte. Kurz vor ihrem Tode berief sie eine ihrer Töchter zu sich und machte ihr ein grausiges eftändnis. Um nicht mit der Gewissenslaft, die sie 22 Jahre in der Tat der Mörder seines Schwagers gewesen war. getragen hatte, zu sterben, gestand sie der Tochter, daß Müller Gleich nach dem Morde hatte ihr Mann ihr alles offenbart, sie aber mit dem Tode bedroht, wenn sie ihn verrieta Müller hatte feinen Schwager im Walde getroffen und vermutet, daß er eine größere Geldfumme bei fich trage. Aus allernächster Nähe schoß er auf den Unglücklichen, der augenblicklich zusammen brach. In den Taschen fand der Mörder aber nur 8 Pien nige Um ein einwandfreies Alibi zu haben für den Fall, daß die Kriminalpolizei ihn verdächtige, verübte Müller den Einbruch in die Laube und ließ abfichtlich seine Papiere zurüd. Die Ehefrau, der alles bekannt war, hatte nicht gemagt, früher von dem Morde etwas verlauten zu lassen. Nach ihrem Tode war das letzte Band zwischen den Töchtern und dem Vater zerschnitten. Eine der Töchter hatte dhon vorher das Haus verlassen, meil der Bater sich ihr in unfitt licher Weise genähert hatte. Durch Gespräche und Andeutungen erfuhr auch die Kriminal polizei von dem Geständnis der sterbenden Frau. Müller wurde ermittelt und zur Rechenschaft gezogen. Er leugnete auch iet nod, mußte aber endlich, da sich die Angaben seiner Frau nicht widerlegen ließen, ein Geständnis ablegen und mußte dann wieder entlassen werden, da nach dem Gesez die Atten über den Mordfall inzwischen vernichtet worden find. Es hat sich infolge beffen nicht mehr feststellen lassen, ob die Berjährungsfrist etwa durd eine richterliche Handlung unterbrochen wurde. Aus diesem Grunde und meil inzwischen 22 Jahre ins Land gegangen find, fann Müller für die Bluttat nicht mehr belangt werden. Lebendig auf der Schladenhalde verbrannt. Auf der Halde der Laura Hütte in Kattomih wurde ein Obdachloser, der dort Schutz vor der Kälte in einer Mulde gesucht hatte, von glühenden Schladenmassen verschüttet und brannte bei lebendigem Leibe. Die Arbeiter, die die glühenden Schlackenmassen ausschütteten, hatten den Mann nicht bemerken tönnen. 35- Millionen- Kredit für Alkoholverbot. Der Genat der Ber einigten Staaten hat den Vorschlag des Gouverneurs Bruce, monach der Kredit für die Durchführung des Altohalverbots von 13 aut 270 Millionen Dollar erhöht werden sollte, mit nur einer fnappen Mehrheit von 38 gegen 35 Stimmen abgelehnt. Der Kredit murde legten Endes mur auf 35,5 Millionen Dollar festgelegt. Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Umgegend.( Rachdr. verb.) Zeitweilige Bemölfungsabnahme, Lempe raturen auch am Tage einige Grad unter Rull, feine wesentlichen Schneefälle, östliche Winde. Für Deutschland: Im Süden noch Schneefälle, sonst allgemein taltes und niederschlaglojes Better. KINO- TAFEL Schöneberg Urania- Theater Flimu Luna- Filmpalast Bühne Alhambra Beg. W. 6.30 u. 9 Wrangelstr. 11( 1 Min. v. d. Köp. Brücke) Gr. Frankf. Str. 121 S. ab 3 Uhr Schöneberg, Hauptstr. 33 Stephan 1505 Die Tragödie des Zarenhauses mit Otto Gebühr Der Ritter von Texas Imit Ken Maynard Bühnenschau früher Titania( ufa Schöneberg) Woch. 6 45, 8.45 Uhr. Sonnt. 3, 5, u. 9 Uhr Kaczmarek( Militärschwank) Das Mädel vom Zirkus Die gute Bühnenschau Vorwärtsleser Vorzugspreise Tempelhof Hauptstraße 43 6.30, 9, S. 3.15. 5. 7 9 Tivoli- Lichtspiele Hände hoch, hier Eddie Polo 1000 PS mit Richard Dix Steglitz 6.30, 9 U. Titania- Palast Beginn: Steglitz, Schloßstr. 5, Ecke Gutsmuthsst. Der Kampf ums Matterhorn Beiprogramm Hi- Li Lichterfelde- West Wochentg. 6.30, 9 Uhr Sbd. 4, 6.30, 9, Stg. 3, 5, 7, 9 Hindenburgdamm 58 a Sirene der Tropen( Papitou) mit Baker Das Geheimnis der Villa Saxenburg Sadwesten Filmpalast Börse Bühne Film- Palast Kammersåle Rosenthaler Str. 40-41. W..ab 5, S. ab 3 Celtower Str. 1-4. Die kleine Sklavin Der Graf von Cagliostro Belprogramm Nordwesten Welt- Kino Alt- Moabit 99 Mikosch rückt ein Das Mädel von der Jazzband Charlottenburg Faun- Lichtspiele Krumme Str. 37, an der Trinitatiskirche Moral mit Ellen Richter Alles Schwindel mit Reginald Denny Schlüter- Theater Schlüterstr. 17 W. 7. 9.15. Stg. ab 4 U. Der Gentlemen von Paris mit Ad Menjou Geschlecht in Fesseln mit W. Dieterle W. 6, Sbd. 5. Stg. 4 U. Die tolle Komteß mit Dina Gralla Ungarische Rhapsodie Süden Tempelhof, Berliner Str. 97. Anfang: W. 6.30, 8.45 U., S. 4, 6.30, 8.45 U. Alt- Heidelberg Gibt's ein schöneres Leben Bühnenschau Jugendliche haben Zutritt Neukölln Primus- Palast Hermannplatz Der große Erfolg: Weib in der Wüste Hauptrolle: Irene Rich. Großes Belprogramm Ausgewählte Bühnenschau Passage- Lichtspiele Neukölln, Bergstraße 151-152 Woch. 5, ca. 7 u. 8,45, Stg. 3, ca. 5, 7 u. 8,45 U. Alt- Heidelberg Intern. Bühne Das Zeichen des Zorro mit Dougl. Fairbanks Wasser hat Balken mit Buster Keaton Bühnenschau Concordia- Palast Andreasstraße 64 Die Republik der Backfische Schneller als der Tod mit Harry Piel Bühnenschau Kosmos- Lichtspiele Lichtenberg, Lückstraße 70-73 Die Verschwörer m.Vilma Banky Heiraten und nicht verzweifeln m. Ronald Colman u.Monty Banks Bühnenschau Moderne Lichtspiele Weißensee Schloßpark Film- Bahne Berliner Allee 205-210 Der rote Sturm( Wetterleuchten) mit John Barrymore Der Sohn des Schelchs mit Rud. Valentino+ Bühnenschau Norden Skala- Lichtspiele Schönhauser Allee 80. Paris London- New York 3 Teile, m. L. Albertini 1. ein. Progr Bühnenschau Alhambra Müllerstraße. Ecke Seestraße Befehl zur Ehe mit Dina Gralla Bühne: Frühling in Wien Wilhelmstraße 78-79 Stg. Jugendvorst LSP Bines starken Mannes Liebe Dorine u. d. Zufall m. Pay Marbè Schwarzer Adler Frankfurter Allee 99 Lichtspiele am Senefelderplatz Die Notehe Die fünf Frankfurter Woch. 5, ca. 7 u.8.45. Stg. 3, ca. 5, 7.845 U. Metro- Palast Rasputins Liebesabenteuer Der große Sensationsfilm Der Mann mit der eisern. Paust Bunnenschau Chausseestraße 30 Ehre de ne Mutter m. Mary Carr Hohelt incognito Bühnenschau Der Heldenjunge von Missouri Viktoria Lichtbild Th. Pharus- Lichtspiele Bühnenschau Jngendliche haben Zutritt Th. am Moritzplatz Südpalast Bühnenschau Beginn: W. 5, 6.30, 9 Uhr, Stg. ab 4 Uhr. Die Seeschlachten bei Coronel und den Falklandsinseln Zirkusleben mit Ken Maynard Südosten Filmeck Beginn W.: 5.30 Uhr S: 3 Uhr Skalitzer Straße, am Görlitzer Bahnhof Die Verschwörer Knesebeckstr. 133, Bhf. Hermannstraße Drei Volkstage Kinder unserer Zeit Der rote General Bühnenschau Jugendliche haben Zutritt Osten Germania- Palast m. Rona d Colman, Vilma Banky Frankfurter Allee 314 Bühnenschau Luisen- Theater Reichenberger Straße 34 Die kleine Sklavin mit Grete Mosheim Einladung zum Nachtessen Bühnenschau Brand in Kasan Der große Wolgafilm Belprogramm Varietéschau Beginn der ersten Vorstellungen: Wochent. ab 6 Uhr, Sonnt ab 3 Uhr! Frankfurter Allee 48 Woch 5, ca. 7 u. 8.45, Stg. 3, ca. 5,7,8,45 U Seine stärkste Waffe mit Harry Plel Müllerstr. 142 PROGRAMM für die Zeit vom 18. bis 20. Dezember Humboldt- Theater Badstraße 19 Flieger in Flammen Par u. Patachon auf hoher See Große Bühnenschau Kristall- Palast Prinzenallee 1R Fre üb fin ע Do ich me für Ich gel für die Bu bre da feir Der we wi no Ep ichi Ra Ja ge nid üb gef Bu ift ba wi bie bei фа fchi De bie gr Ra un ihr ber Rel Fa สิ นา nu S Nr fcf 00 nic Del Beg. 6.30, 9 U Bui jei eir no Li no B1 ba tri an er på au De da 101 for Der geheime Kurier m. Iwan Mosjukin u. Lil Dagove Bühnenschau Marienbad- Palast Badstraße 35/36 Der kleine Landstreicher Steuermann Holt Bühnenschau Pankow Palast- Theater Breite Str. 21 a. Der Postraub in der Teufels schlucht Der Gentleman von Paris mit A. Menjou Tivoli, Pankow Berliner Straße 27 Die kleine Sklavin Mikosch rückt ein Große sühnenschau Niederschönhausen Der Fall des Staatsanwalts M. Film- Palast Großes Belprogramm Residenzsänger in ihrem une- ,, Rialto" Film u. Bühne Bühne: Einmallges Gastspiel der schöpflichen Programm Friedrichsfelde Kino Busch Beginn täglich 5, 7, 9 Uhr Alt- Friedrichstelde 3. Ecke Rosent, Str. König Harlekin m. Vilma Banky Es steht ein Wirtshaus a. d. Lahn Bühne: Anna Müller- Linke in ihrem neuen Sketch Nordosten Reinickendorfer Str. 14 ( am Wedding Pat u. Fatachon auf dem Wege zu Kraft und Schönheit Sein größter Bluff mit Harry Piel Bühnenschau Gesundbrunnen ,, Alhambra Badstraße k Die blaue Maus mit Jenny Jugo Belprogramm und Bühnenschau Blankenburger Str Schlachtschiff Constitution Die große Nummer Reinickendort- Osi Bürgergarten- Lichtsp. fot Hauptstr. 1 u. Lindauer Strabe. Beg Aus dem Elternhaus vertriebes ( Marys großes ueheimnis) Tromm Ifeuer der Liebe Baonenschau Reinickendort- West ,, Elysium Film u.Bühne Ballschmieder- Lichtsp. Ala- Filmpalast Prenzlauer Allee 56 Ein besserer Herr mit Pritz Kampers Bühne Zauberschau Kaßner Mittwoch, 3.15, Jugendvorstellung Badstraße 1 Geschlecht in Fesseln mit Wi helm Dieteric Flucht vor Blond Bühnenschau Scharnweberstr. 67-06 üb bö eh Tid Neu eröttact Ohne Gesetz und Recht Be programm Bühnenschau