mm Morgenausgabe Nr. 605.. »ZchinG»«?«. nsraOlA tJU9L tffl oorous sablbar Polrde.Sanebt«* crfdtatM»ochentig» nm 16. September 1928, in dem die Einsetzung eines Ausschusses unabhängigen Finanzsachverständigen vereinbart worden ist, schlössen, dem Ausschuß den'Auftrag zu erteilen, Vorschläge für eine vollständige und endgiZMge Regelimg des Reparalionsproblems auszuarbeiten. Dorschlöge sollen eine Regelung der Verbindlichkeiten umfassen, sich aus den zwischen Deutschland und den Gläubigennächten bestehenden Verträgen und Abkommen ergeben. Der Ausschuß wird einen Bericht den an dem Gcnser Beschluß beteiligten Regierungen '�'e der Reparationskommission erstatten. Heber das Ergebnis der Verhandlungen im ganzen gibt die �chfolgend«, von den beteiligten Mächten vereinbarte Der- °?ssntlichung Ausschluß: Di« Regierungen der sechs Mächte haben im Verfolg der Bs» schlingen über die Einsetzung des Sachverständigcnausfchusses be« „ Wessen, das folgende Äomauutiqui zu vsrösfentlichenr -Herr Raymond Po i nca rH, Präsidsnt da» Munsterrat«, und firrr yon H o« s ch, Deutscher Botschafter in Paris» Hab« die Frag« b» EinsetzjjHp des eachverstöndigcno>rtschuss«s. wie er in dem �'ifer Befchbtß vom 16. September 1Ö28 über die Regelung des Reparatwnsproblems vorgesehen ist, geprüft und sind hierbei über bälgendes übereinge-komwen. � Es ist im allseitigen Interesse außerordentlich wünschens- �krt.' daß sich außer den Sachverständigen, d'e von jeder der an dem �erwähnten Genftr Bsschluß beteiligten sechs Regierungen jP bestimmen sind, auch Staatsangehörige der Vereinigten Maaten an den Arbeiten des Sachoerftändigenausschusse« be. »"igen. 2. Ausschuß soll nach dem Vorgang des im November W eingesetzten ersten Sachverständigenausschusses aus unab. �"gigen Sachverständigen bestehen, de internationales Ansehen Autorität in ihrem eigenen Lande genießen und die «n keinerlei Znstrukklonen ihrer Regierungen gebunden jkh. Die Zahl der Mitglisdsr soll zwei für jedes Land betragen. besteht jedoch E nvernehmen darüber, daß die Sachverständigen �!itzmäun«r hinzuziehen können. L. Der Ausschuß wird sobald als möglich zusammentreten, und vorläufig in Paris. Die endgültige Entscheidung über die �hl des Tagungsortes bleibt dem Ausschuß vorbehalten. . � Der Ausschuß wird von den sechs Regierungen entsprechend vorerwähnten Genfer Vereinbarung vom 16. September 1928 „" Auftrag erhalten. Vorschläge für eine vollständige und end. x?"tge Regelung des Reparationsproblems auszuarbeiten. D-eje �rschläge sollen eine Regelung derjenigen Verpflichtungen umfassen. 7' I>ch aus den zwischen Deutschland und den Gläubigermachten Gehenden Verträgen und Abkommen ergeben. Der Ausschuß wrrd seinen Bericht den an dem Genfer Beschluß teiligten Regierungen sowie der R e p a ra ti o n s k o m m i ss i o n erstatten. S. Was die Ernennung der Sachverständigen betrifft, so soll m der folgenden Weise. oerfahren werden: Die Sachverständigen der an dem Genfer Beschluß beteiligten Gläubigermächte werden von den Regierungen dieser Mächte bestimmt und nach dem Belleben dieser Regierungen entweder von ihnen selbst oder von der Reparatwnskommission ernannt. Die Sachverständigen Deutschlands werden von der deut- scher Regierung ernannt. Die sechs beteiligten Regierungen wer- den in geeigneter Weise feststellen, wie die Beteiligung der o meri- k a n i s ch e n Sachverständigen am zweckmäßigsten sichergestellt wird. Veiderfeits Vorbehalte angemeldet. Paris. 22. Dezember. Das Mini fler Präsidium vsrössenllicht folgende Note: Die Regierung der Republik hat tu einem Memorandum vom Z3. Oktober, dos später verosfcull.chi werden wird» den übrigen Eläubigermächlen und veiisschland die Bedingungen mitgeteilt, oou denen sie ihren Beitritt zu jedem Rcgelungsplaa abhängig wachen wird.' Diele Bedingungen sind die. die der Außen- minister auf der Koosereaz vor Genf und der Ministerpräsident in seioeo Red« von Lhambcry und tLaen be- kanntgegeben haben. Die SStz«. ans der Caen-Rede Po in»res vom 28. Oktober lauten folgendermaßen: Bei jeder Regelung, depen Gegenstand di« französisch« Gläubiger» schast gegenüber Deutschland ist. hat Frankreich nicht das Recht. seine Pfänder blind aufzugeben, noch eine Kombination anzunehmen, die nicht für Frankreich neben den Mitteln, sein« eigenen Schulde» voll und ganz zu bezahlen,«ine gerechte Entschädigung für seine Wiederaufbaukosten sichern würde. Zu dem französischen Kommunique, nach dem di« französische Regierung in einem Memorandum vom SO. Wober den anderen Glovbigerregierunge» die Voraussetzungen mitgeteilt hat, von denen ihre Zustimmung zu jeder Reparationsregelung abhänge und daß diese» Memorandum auch Deutschland zur Kenntnis ge» bracht worden ist. wird durch WTL. folgendes mitgeteilt: Ss Ist richtig und tu der Oe.sfook'ichkeik bekaut, daß der deutsch« Regierung dieses au die übrig« Gläubigerregierung« gerichtete Memorandum später auch mitgeteilt worden ist. Ebenso ist bekannt, daß diedevtscheRegteruug ihrerseits tu eine« Memorandum der sraazSsisch« Auffassung die deutsche Auf- sassuug gegenübergestellt hat. Die deutsche Aossassuug ist seinerzeit vom Reich saußeumiulster in seluer Reichstagsröde vom 15. November dargelegt worden. Er hat damals der deutsch« Regierung volle Eulschließuugssrelheil für d« Zeit- puukt uach Erstattung des Sachverständigengutachtens ausdrücklich vorbehalten und festgestellt, daß eine wirkliche Lösung der Reparallonssrage nur dauu vorliegeu könne. w«n sie die w l r l- sch astliche Leiskungssähigkeil Veukschlaods nicht über- sieigt. d. h. wen« sie uns die Erfüllung unserer Verpflichtung« dauernd aus eigener wirlschajlskrast und ohne Gefährdung der Le- benshaltung unseres Volkes ermöglicht. Es ist beabsichtigt, diesen Auslausch von Memoranden im Einvernehmen mit den übrigen Regierungen zur gegeben« Zeit zu v e r ö s s e u t l l ch e u. Sieger Amanuttah. Kübul und Umgebung frei von Ziebetten. _ London. 22. Dezember. ftäjjjjjjlf afghanische Gesandtschaft in London erklärt, daß die Auf- Itgj, J/,en von allen Höhen der Umgegend Kabuls vertrieben n"11''Ur Hauptstadt führenden Straßen gesäubert .n""d- Di« Verbindung zwischen der Stadt und der außer- $i,.lf9cni)en britischen Gesandtschaft ist wiederhergestellt. vj,� gemeine Loge, sowohl in Kabul wie in den östlichen Prv- Ri5üj bedeutend besser geworden. Der Luftverkehr zwischen Taschkent ist gestern wieder eröffnet worden. �atiz anders berichiet der nördliche Nachbar. Soastaollnopel, 22. Dezember. �üstfS 5 ��ungen aus Teheran hat der Führer der afghanischen gskj�?"fchen. Lasche Bat au. einen Aufruf an das Volk fo m dem erklärt wird, daß der Kampf gegen Amanulloh der t'1§ werden solle, bis zum endgültigen Sturz Amanullahs, feijtyJ"» räter der alten afghanischen Kultur sei und in vikst.. �rwpf gtptn das Prlestertum wider die Gesetze des Islams habe. Di« Ausständischen würden alle Verhandlungen mit itch��lg'enmg ablehn«». Da» Gerücht, wpnach die Auf- pem England unterstützt fpssetz—, sei«ine Barls»»« d n n g der Bewegung. Der Aufruf wurde auch den vertrete« des diplomatischen Korps i» Kabul übermittelt. Das russische Flugzeug, das am Sonnabend mit Kurierpost von Taschkent nach Kabul abgeflogen war. ist dort nicht ein» getroffen. Man befürchtet, daß es von den Aufftändischen a b- geschossen worden ist. Bandeneinfatl in Bulgarien. Angeblich von Südslawien ans. Sofia. 22. Dezember.(Eigenbericht.) Amtsich wird miigeteill, daß zehn schwer bewaffnete Emigranten in den Grenzort Halwadjik eindrangen und die Gemeindekasse und zahlreiche Wohnungen ausplünderten. Als die Gendarmerie gegen die Räuber vorging, entspann sich ein F e u« r g e f« ch t. in dessen Derlauf mehrer« Personen getötet bzw. schwer ver- mundet wurden. Eine andere vierköpfige Band« überfiel das Dorf Prejala, raubte die Gemelndekosse und drangsalierte die Bevölkerung stundenlang. Ein Bauer wurde niedergeschossen. Die Banden hoben sich nach den Feststellungen auf südslawisches Gebiet zurückgezogen. Die bulgarisch« Presse richtet scharfe Angriffe gegen Güdslawien. daß die Aktionen der Emigranten ossensichtftch huän, r Poltlibeckkomo: Berlin 81 SSS». Bankkonto: Bank dn Srdeuer. Angestellt«» und Beauueo Wallstr. SS. DiSkouto-Velelllchast. Tevositentalie Lwdcnstr L Macht ohne Gewalt! Die Methode des Klassenkampfes in der Demokratie. Der Schiedsspruch Severings schließt den Ruhrkampk endgültig ab. Cr war mehr als ein bloßer Arbeftskampf, er war eine iunerpolftische Angelegenheit ersten Ranges, hinter 'der alle anderen zurückgetreten sind— selbst die Panzer- kreuzeraffärc, die so tiefgehende Erregung hervorgerufen hat. Beide zusammen— erst die Panzerkreuzeraffäre, dann der Ruhrkampf— zwingen zu einer Erörterung des Problems der politischen Macht. Die Panzerkreuzerasfäre lag mehr auf dem Gebiete der symbolischen Politik, der Kampf mft den Ruhrindustriellen dagegen rührte unmiftelbar an das bestehende gesellschaft- liche Verhältnis der Klassen— er hat es nicht unverändert ge- lassen! Als der Ruhrkampf auf seinem Höhepunkte war. konnte man oft das Urreil hören, daß gegenüber der übertragenden Bedeutung dieser Auseinandersetzung die Panzer treuzerangeleaenheft weit zurücktrete. Dies Urteil wurzelt darin, daß jeder Sozialist instinktiv fühlte, daß der Ruhr- kämpf ein Akt des Machtkampfes der Klaffen war, eine Machtprobe, deren Ausgang langatmig nachwirken würde. Das Maß der Erregung war indes bei der Panzer- kreuzcrangelegenheft mindestens ebenso groß wie im Rühr-- kämpf. Es. wirkte die Tradition des sozialdemokratischen Kampfes aus der Zeft des Kaiserreichs. Hinter der Rüstuugs- polftik des Kaiserreichs stand der Gedanke des Kampfes gegen den inneren Feind, die preußifch-dsutsche Armee war das autokratifche Gegengewicht gegen die werdende deutsche Demokratie, die Versicheruna des alten Regimes gegen die Sozialdemokratie. Wenn«ine herrschende Schicht sich mir Maschinengewehren gegen das Volk versichert, muß im Pol!« notwendig di« Ueberzeugnng entstehen, daß das Machtprv- blem zwischen Voll und herrschender Schicht ein Eewalt- pnjblem ist. nur zu kosen mft Kanonen und Gewahren. Die preußisch-deutsche Armee des alten Regimes bedingt die revo- lutionäre Romantik auf feinem Gegenpol, die Pflege des rö- mantifch-revolutionären Liberalismus und Radikalismus aus dem Jahre 18-18 in der sozialdemokratischen Vorkriegszeit. In dar Theorie versteht sich— in der Praxis sammelte die Sozialdemokratie Macht ohne Gewalt gegen die auf Ge- wast vertrauende Macht des alten Regimes. Bei dieser Macht- sammlung blieb jedoch immer die Frage ungeklärt, ob die ge- sammelten Gewaltmittel der anderen Seite durch Macht ohne Gewalt zerbrochen werden könnten, im Hintergrund, nie» mals ganz gebannt, stand das Gespenst des Bürgerkrieges- Die Möglichkeit des gewaltsamen Zusammenstoßes bewirkte die Leidenschaftlichkeit des politischen Kampfes der Sozialdemo-. kratie gegen die Rüstungspolitik von ehedem, die Leiden» schaftsichkeit dieses Kampfes unter dem alten Regime färbte die Leidenschaftlichkeit des aktuellen Kampfes um die Flotten- rüftung. Es war Ressentiment aus einer Zeit, in der das Machtproblem als eine Frage der Geschütze und Maschinengewehre erschien! « Die preußisch-deutsche Armee, das Rückgrat der Bis- marckfchen Verfassung des kaiserlichen Deutschland ist zer- krochen—■ aber das Problem der Macht zwischen der Ar- beiterklasse und den Großunternehmern als den vornehmsten Repräsentanten des Bürgertums besteht nach wie vor. Es läßt sich nicht einfach auf Maschinengewehre reduzieren, noch weniger mit physischer Gewalt lösen. Aber es ist klarer geworden. Wir sehen heute nicht nur die Symbole, sondern die Dinge selbst. Es wird viel unmittelbarer klar, wie die Macht- Verteilung zwischen Arbeiterorganisationen und Unternehmer- verbänden, auf polltisch-parlamentorischem Gebiet und auf dem Gebieel der öffentlichen Meinung im gegenseitigen Ab- hängigkeitsve�ältnis steht. Standen früher die physischen Gewaltmittel im Vordergrund einer Beurteilung der Macht- läge, so ist es beute der psychologische Faktor. Die große Ausein-andersetzung an der Ruhr ging aus von einem rein gewerkschaftlichen Kampf. Arbeiter und Unternehmer prallten im Streit über die Arbeitsbedingungen unmfttelbar aufeinander. Zwischen die Streitenden trat die Regierung als Repräsentantin des Staates, als ausgleichender Faktor, mit dem Ziele, Schädigungen der Volkswirtschaft abzuwenden. Der Kampf wurde damit zu einer Prüfung der Machtverteilung nicht nur zwischen Unternehmern und Arbeitern, sondern zu- gleich zu einer Prüfung der Macht des Staates, darge- stellt durch seine Regierung. Die Machtmittel, die da- bei angewandt wurden, waren verschiedener Art— die Gewalt aber blieb ausgeschaltet. Auf der Seite der Unternebmer der Monopolbesitz wichtigster Produktionsmittel und Rohstoffe, die Einschätzung der Marktlage in Verbindung mit den Vorteilen der internationalen Vertrustung, die psycho- logische Spekulation auf das Klassenvorurteil im Bürgertum geg�n die Arbeiterschaft. Auf der Seite des Staates feine finanzielle Stärke. Recht und Gesetzgebungsgewalt, als psychologischer Faktor die Achtung vor dem Recht und die Anerkennung der Macht eines konsolidierten Staates bei der überwältigenden Mehrzahl seiner Bürger. Bei der Arbeiter- schaft neben der Einschätzung der Marktlage, das Vertrauen «wf fert mvraNschen ffetim, die Ger«htlgk«tt der Fqrderpn» gen, die Achtung vor dem Recht eines verbindlichen Schied?» spruchs--- und die Wucht der Zahl in der Demokratie bei entwickeltem demokratischen Bewußtsein des Volkes. Denn hinter den Arbeiterfordenmaen«'tord einmütig die gesamte deutsche Arbeiterschaft. So wurde dieser Gewerkfchasiskampf zu einer großen gesellschaftlichen Auseinandersetzung, zu einer jener Macbt- proben, die die Evolution zum Sozialismus begleiten. Es war ein Akt des Älaffsnkampfes in modernen Formen mit modernen Mitteln. » Der Ausgang des gewerkschaftlichen Sampfes. vom ge» «erkschaftlichen Gesichtspunkt aus beurteilt, ist gegeben in den §ater.'ellen Borschriften des Sevcringschen Schiedsspruchs. ur Beurteilung des Ausgangs der weitreichenden Macht» ptabe sind Dinge zu berücksichtigen, die wichtiger sind als die »Hielten Lohnzulagen und Arbeitszeitver�ür-ungen. Die Macht der Regierung hat sich durchgesetzt. Ein anderer Aus- gangwär« denkbar gewesen: vsychische Krise o-r Anhänger der Regierung, Zerfall der Regierung, Neubildung einer Regierung auf der Grundlage der traditionellen allgemeinen Meinung des Unternehmertum» gegen die Arbeiterschaft. Statt dessen ist die psychisch« Krise im Lager des Unter- nehmertums eingetreten. S'e war stärker als das Ver- trauen auf die Marktlage, sie bat die Unternehmer zur An- »rkennung eines bindenden Schiedsspruches des Staates xe- nötigt. Die Prüfung der Mochtverteilung zwischen den Unter- nehmern und der Reichsregierung hat die Illusionen der Unternehmer über ihre Macht zerstört. Dazu tritt«in anderes, das weniger s'chtbar ist. Di? Unternehmer haben auf das Klassenoorurteil gegen die fortgeschrittensten Teile der Arbeiterschaft gerechnet— sie haben sich verrechnet. Der moralische Faktor, die öffentlich« Mei- nung war auf der Seite der Arbeiter. Die Unternehmer haben während des Kampf es bittere Klage darüber geführt. Saß sie selbst im Bürgertum auf Verurteilung stießen, s'e haben mehrfach offen zugegeben, daß sie als Unternehmer rnoral isch isoliert dastehen. Dies Eingeständnis be- deutet Machtverlust des Unternehmertums. Es bedeutet Auflockerung des grob bürgerlichen Klassenvorurteils. siegreiches Vordringen der Geistes- und Willensströmungen der Arbeiterschaft. Die Arbeiterschaft hat moralische Erobe- rungen gemacht, die Unternehmer haben moralische Verluste erlitten. Yn der Stellungnahme der öffentlichen Meinung während des Kampfes liegt ein Stück Machtversckiiebung zwischen den Klassen. In der Dynamik des modernen Klassen- kampfes, der sich in der Demokratie gewaltlos vollzieht, wiegt solche psychologische Machtverschiedung stärker ass das mote- rielle Ergebnis des Severingschen Schiedsspruchs. Verlauf und Ausgang dieses Kampfes gewähren tiefe Einblicke in das Wesen des Problems der Macht in der Demokratie. Es ist nicht eine Frage der Maschinengewehre, sondern ein moralisches und ein geistiges Problem. Der Ruhrkampf war ein Machtkampf ersten Langes—- ex ist sticht entschieden worden durch Mittel überalterter Revolu- tionsromantik, sondern durch die Ausbreitung de» Gerechtia» keitsideals, durch die Intensität des demokratische Willens und die Energie seiner Vertretung wie durch die Wucht der Zahl. Der Wahlsieg vom Lül Mai ist ein höchst wirksamer Faktor bei dieser Entscheidung zewessnk ■ Macht ohne Sewaltt Daß eine Machtprob?, von so weitem Ausmaß durch den. Spruch eine, vom Staate bestellten Schiedsrichters beendet wird, dem die großen Klassen möchte Sowjetwahlen und Klassenkampf. Die Besorgnisse der Bolschewiki. Die Swnsetwahllempezne ist 5» vollen Gange Der breitvev- üstÄt«. olles durv.i>ril>g«n-s« Parieiappzrcu Ur Vohchewis�n arbetet fieberhosu m» auch diesmal vi« Sovsttwohlen entsprechend den Instruktionen dep Paldureaus.durchzuführen�. Wie jede Diktatur, die sich auf der Spitze der Bajonette nicht recht wohi fühlt,' hat auch die bolschewist fch« dos Bedürfnis, Ihre Alleinherrschaft mit dem Deckmantel der.Lolksanerkennung' zu verhüllen. Das van Lenin für diesen Zweck«rsunlen« System bei den Wahlen hat sich als Gerüst der Diktatur dewährt: Di« Kommunisten, die in den ersten Wohlinstanzen, auf dem stachen Lande, sich in «!ner vernichtenden M nderheit definden, erhalten in den oberen Instanzen der Svwjetpyramide eine überwältigend» Mehrheit. Zum Unterschied von der.verächtlichen' formalen Demokratie sind daher in Rußland keine A ende rungen in der Machtlage mit dem Aussall der bevorstehenden Sowjetwahlen verbunden. Trotzdem ist die bolschewistisch« Presse diesmal voll Bclorgnls um den Lusganq d«r Eowjetwohlen. Wird st« durch da» Tre-ven der Links- und Rechtsopposition veranlaßt? Die Sowjet- mahlen haben aher damit wenig zu tun. Ihre Endergebnisse.sind im voraus festgesetzt. Di« elgcntkichen Dohlen fanden dach vor kurzem in der herrschenden Partei selbst statt als da» Porspiel zu den Sowjetwahlen: es waren die P a r t e i z«»l e n w a h l e n, die zwecks der.Reinigung" der KPdSU, von den Links- und Rechts- oppositionellen und.Verföherlsrn" aller Schattierungen durchgeführt wurden. Stalin Hot keinen besonderen Grund, die Beeinflussung der Sowjetwahlen durch seine Parte'�egner zu befürchten. Die Besorgnisse der Bolschewisien für die Sowjetwahlen sind vielmehr diesmal auf die schwer« Wirtschaftskrise und ins- besondere auf die Verschärfung de» Klassenkampfes im Lande zurückzuführen. Man fürchtet, daß trotz dem Regime der terroristi- sehnt Diktatur, die dm.Wahlsieg" der Koirmiiirislen von' vornherein sichert, d'.e wachsende Unzufriedenheit, die sich aller Schichten der Bevölkerung bemächtigt, m den Sowjetwahien, besonders auf dem flocken Lande, zum Ausdruck kommen wird. Nicht um- sonst wendet sich dl«„Prawdo" wütend gegen dl«„Genossen, die den l Klassenkampf um die Sowjetwahlen. nicht sehen wollen", obgleich schon der zunedmende Dvrfterror ein« drohende Mahming bedeute. Mit Recht fürchten die Bolsckewistcn die wieder unruhig geworden». Dauernhällel" Die in wenigen Stätten konzentrierte und sorosältig..durchzellte" Arbeiterschaft, die sich unmittelbar unter dem Beil des Terrors befindet, ist einstweilen Nicht im stand«, ihr« llnzufriedenheit in i«n Hmvfckwahlev zum Bor» schein zu bringe«. Anders steht es mit der hundertmillianenlöpfigen. zerstreuten, von den Verwaltungszentren entfernten Bauernschaft.. Sie kann ihr« Unzusrietenheit in der Form von passiver Resistenzr d. h. Getreidestreik und Anbauflächeeinschrönkung äußerst. Auch beiden Sowjetwahlen tonn die Bauernschaft«psnigsten? versuch«», die Dorssowjets und damit den unteren Sowjetapparat zu«rwhern. Daher die bolschewistische Kampfansage gß�en die.Fulaki", Groß- Hauern(die eigentlich den Kleinbauern Vj Westeuropa entsprechen) und dt« Behauptung, daß dl« Kulaki mlf Hillen Mitteln der Einschüchterung der Mordattentate und der Bestechung die Wahllam- pagne auszunutzen suchen, um dl« Dorfs owjrt? zu erorbern und aur dies« Weise die„Diktatur des Proletariats" zu.unterwühle». Stalin scheint auf diese PWst mehrer« Fliege» mit einer Klapp« sangen zu wollen. Die llompsansaze an die kulaki fall der wtedereemacheude» DrohN-Oppositioa den Boden entreißen, die baurrnsrfundliche Rechtsoppositiou einschüchtern, die UuzufriedenhcU der Azbriler, die unter der zunehmenden Eruährungrkrife leiden, abfsykeo, und dl« 5« ihrer llnzusrlcdsnheil geeinte Baueeufchast spallzp. Der Sinn des gegenwärtigen Dahlkampfes ist nach Kalintn t1* Kampf gegen den Kapitalismus, dessen letzter Zufluchtsort KiS ldulakentum bilde. In Wirklichkeit wird die llnzufriedenheit auf dem flachen Lande nicht durch die Erfolg«, foudrrn durch dos Bsrsagen der staatskapltalistischen Industrialisierung hervor- gencken, die als.sozialistischer Ausbau" gelten soll. Die Wirtschasts- Politik wird immer mehr gegen dt« Bauernschaft ge- richtet. Der Versuch, die Dorarmut und die Mittelbauern gegm d:e Kulaki auszuspielen, hat dssholb wenig Aussicht. Die» bolsihewisti- sche Press« selbst ist mit den Mitteikungen überfüllt, wonckch dir ffuIoN mit(Erfolg die Mittelbauern und sogar dt« Dorfarnren J.M* nimpieren" und mit ihnen paktieren, um die DorssowjctS zu ercb.'fB. Der eigentlich« Sinn der gegenwqftigen Gäbrung In Rußland. die sich in den Sowselwohlcn mir wie in einem Aerrspiegcl«icter- spiegeln kann, ist nicht das Aullehnen der„Ueberreste das Kapitolio- mus" grgen den„siegreichen Eozialirmus", sondern dt« AusichnunZ gegen eine utoplslssch-terroristische Diktatur, die durch ihre Ver- suchspolitik die freie Entw'cklung der Prodnkilvkräste hmimt. ar» beiten»'« Klasien imterdrückt und das g-ssomte Lanb an den ilttnü» de» Abgrunde» bringt. Peter Garwy. Devolution der Arbeitnehmer!" �Zm LoQtr der bürsexlichea Parteien. Unter der Ueberschrift„Parteirerelutwn— der K'all Gtegerwald" setzt sich Issmh W i r t h in der..Deutschen Skevubl'k" mit den neuesten Dvrzanqzn im Zentrum ctusiin« Hausen: Es ist nicht s»ön. daß Trotzki m'der Per- bannung fitzt, aber es ist meiner Ansi.Ztz nach poki tisch n o wendig. Dausen ist trotzdem ausgeschlossen ward«». Ein richtiger Kam- muntst hat es eben schön«a finden, daß man Trptzki i» ch« Verbannung langsam zu Tod« quält!'-.. and«. Er prklört sechst xerHnderke Stellung Steg�rwald Die augd«r'Sominternou?g,Ichlssseneit. linken«ommuvütc» aeasnüber baiuit,' daß er frufsir M'Slessertüakd du drohende erfassen'e'njst neuen Ausruf, in dem sie das'Craletarfat am chissk fift.___«„tttkSS k.. r*■........-"■ iar—''' Äbn�ndunz-der Oewarkscheften rou dt? NvlAf' bekämpft Hab?:«den deshalb Hab: er dann den Entschluß des Gemerk- fchaftsführers. d!« Parteiführung zu übernehmen, bigrüßt sich unterwerfen- dastst«!n Zeichen dafür, y,!» sehr d�e und' gefssrdert.'Slz'etnsn' Treupemv-tz b�-'chnet e- Wirth, Zedr�gt ist. KlassillkSmxse» in der Demotratte zurück- j � Stegerwald. dar als prötbfiersndsr Parteiführer der: Die primitivste Form der Empörung gegen sozialen. bzmtxtt gewerkschaftlichen Kreis durchbrochen hat, von b ü r g e r- lichen Menschen zurückgestoßen wird. Im allgeminen Druck ist, den Gegner totzuschlagen. Bon dieser Form bis zur Erkenntnis des Wesens des Klassenkampfes, der das gssellschaitliche Verhältnis der Klassen ändern will, ist ein weiter Weg, der Weg vom Spieß und Schwert bis zu den modernen psychologischen Machtmitteln. Der moderne So- gialismus geht in der Erkenntnis des Wesens des Macht- Problems in der Demokratie weit voran. Er hat die Revolu- nonoromantik überwunden, die ein Erbteil der bürgerlichen Revolution war. Er lernt aus der Erfahrung. Er sacht, wie di« auf Gewalt aufgebaute Macht der Sowjets in Rußland immer wieder zurückweichen muß vor ökonom isch-pfychologi- schen Kräften, die den reinen Gewalthabern angesichts der klaren Gegenständlichkeit von Kanonen und Maschinen- IieweHren und Regimentern geradezu übernatürlich er- cheinen müssen. Er hat die Ohnmacht der reinen Ge- walt in den trüben Zeiten nach der deutschen Revolu, tton erfahren. Er hat gelernt, daß man gesellschaftliche Gesetz- Mäßigkeiten nicht au» der Welt schafft, wenn man sich gegen- seitig totschießt. Er weiß aber auch, daß es unentrinnbar«, Schicksal ist. daß die Klassen um die Macht kämpfen müssen— bis zur Ueberivindung der Klassengesellschaft. Der Ruhrkampf hat denen, die den Klassenkampf für eine bösartige Erfindung der sozialdemokratischen Theorie er: Di« revoltierende» Zentrumsarbeiter und die MBöfichkeit, in abfthbarer Zeit vor einer chriplich-soziale» Barteibewegung ja, stehen, läßt endlich-- leider fast ein Jahr zu spät— erndor« b&rgeriiche Clement« da» aussprechen, was jeder politische Mensch schon vor lanzsm sahen maßt«. Nicht da» Zentrum allein, so kann man heitte in der..Preußische» Zeitung" (Nr. SSS vom tS. Dezember) lesen, wird von dar drohenden Be- wegung über Parteisatzungen und Parteischranken hinweg be» troffen. Die veutfchnatwnake Partei, so darf man wohl ergänzen. steht ebenfalls unter der Ankündigung der drohend en Revo- lutlon der Arbeitnehmer. Der Prozeß, der sich da vollzieht, hat für d:n marxistisch geschulten Politiker u!chtz Ueberrascheudes. Er bestätigt nur seine Vorau-r cht, daß sich das ganze arbeitend« Volk eines Tages unter soz'.aldemokratischer Führung als aktive polltisch« Einheit zusammenfinden wird. Katholische(Sozialisten. Eine eigenartige Monat.-schrlst küildigt für Januar lk>?S ihr Ersche n«n an: Do».Rote Blatt der katholischen Sozio, balt-n«-n. fl0e«n«■ liste n". cheraurgegeben von Heinrich Martens(Verlag der � HOM� Deckung dieser Summ« im Beschneiden de» Militär budgels Z» suchen." Die ofjizielle Armee, die dreimal so stark mt- die des..an Ein- wohnerzahl mehr als noch einmal so großen Deutschlands rst, und zirka«In Drittel aller Stasi saue gaben verschlingt' genügt noch nicht. Ebenso nicht die zahlreichen zum Teil bewossnet«» militaristischen Zivilorganisationen« ta 21 ti f st ä n d i( cfj'- Kriegdroereine. Verband der Reserveunterossi' ziere, Schützen usw. E» genügt auch nicht dle wUitS'.isckk Porbereltung der männlichen Schuljugend, zum Teil hald� Kinder.•.' Selbst die Zroueti und Mädchen solle« willkärisch dienen. Ee bat sich nämlich ge rode' jetzt vor Weih na. cht« n ein* „Organlfällon für militärsiche Vorbereiumg der Frauen" unter dl� ProteltZral« von Frau M aseieko, der �Gattin des polnisch«� Staatspröstdcnten, und der Frau P i l s ud s tu gebildet. B eiche tags pro si den! Löbc wird auf Ein'adung des reichsdeub Ich«» Aepudltka»ulä.-!l Berein? in Riga mehrere PorUSg« hacken- Gsnnsse Läbe wird beim letiisch-n?a:lam ents p rö?ide nt.tn Dr.»> Kqlnin wohnen, kim Anschluß Koran wird der Reichetagcprästdetst auch R e v a l besuchm.• Dfla Ulychtaieroilell übe? Klotz soll auf vermlsidgrte rechnunp-fäh! gleit lauten, jedoch nicht genügend, um ihn strasrechllichen Verfolgung zu entziehen. 3Ir. 605• 45. Jahrgang Öeanfog. 23. Oejonfer 1928 3)as Warenhaus der 9ilelmien Im„Engrosladen" der Kleinhändler. Eines der(Srofefcuer, die uns in diesen Weihnachtstagen er- schrecklen. vernichtete in der Kenen F r i e d r i chst r a ß««ine «Engrosyalanterleworenhondiung�. Und wer nun aus Neugier in dieses tme End« der Straße geriet, mußte feststellen, daß hier f a st ied«? Haus«ine„Engrosgalanteri«marenhand- l u n g* beherbergte. Hier liegt nämlich das Zentrum des Einkufs sür die Straßenhändler Berlins. Alles zu haben. Eigentlich kann man in diesen Läden olles haben: Wollene Zacken und Ärbeitshenrden ebenso wie Luzusladertaschsn. Vriespapter »nd Kämme. Aber jetzt gekst fast nicht» anderes als Spielwaren. kametta und Veihnochtslerze«. und nur gan; Norsichtige. fangen schon an, sich mit den üblichen Silo« st c r> che rze» einju- decken. In den mechanischen Spielwaren schlägt natürlich Flugzeug >tnd Zeppelin heute jede Äonkurrcilz, es gibt sogar ein von zwei Aeroplanen unfreistes Flugzeugmutlers chisf: daneben ist natürlich das Auto in ollen Formen meiterbeliebt, und als sozusagen altuell- ste» Spielzeug für Berliner Kinder kann wohl«in Feuerwehr- automobil gelten, das selbsttätig bremst und eine mechanisch« Leiter ausstellt. All« dies« Herrlichkeiten kosten ungefähr 30 bis 70 J5f. im Einkaof.(c daß dem tüchtigen Straßenhändler ein angemessener Verdienst bleibt. Außer den mechanischen Spielwaren gib! es dann noch hie„Feuerräder", deren aktuellste Abwandlung der seuer- speiende Inder ist und die„Culetschcr'. die in immer neuen, ortgi- nellen Scherzstgurev maskiert, jetzt einer der beliebtesten Artikel des weihnachtlichen Siraßenhandels geworden stnd. �jck will jar nifcht N» wmammmmmmmm von all fon verschiedenen Kram wissen/ erklärte ein Straßenhändler. „5ck bleibe bei die Quietscher! Wenn man da een bisken reden kann, sind die det schnellste und beste Jcschäst! Ick ruse einfach: „Na, wer hier noch mal keene SchwiegcrnmUer hat... nehm je »:it. mein Herr, so billich konim'n S« nich mehr dazu!" Da tooscn S« alle... Aber wer nich reden kann, soll nich uff de Straße sehen! Die Arbeitslosen, die jetzt mal ccn bisken mitmachen wollen, kennen jejcn«enen richtijen Händler doch nich uffkommcn.,, Un die Kinder mit ihre paar Jrofchens..." Die kleinsten �Geschastskapitalien"'. Ja.„die Kinder mit ihre paar Iroschens"... die sind sogar recht gute Soisonkunden dieser„Engrosxefchäste", denn hier kann man schon mit 30 Vf. einen„Engroseinkaus lästgen". Und so fängt die Korrier« so eines jugendlichen Geschäftsmannes oft damit an. daß er dos hier für 30 Pi. erstandene Dutzend Knarren schnell auf dem Alexanderplatz umsetzt, mit dem für den Erlös erstandenen nächsten Dutzend ani Rathaus steht, und sich so, mit �wachsendem Warenlager, vom Zentrum nach dam Osten oder Westen raus« handelt. Man kann hier unter den Kunden überhaupt genau den Arbeitslosen von dem Strabeichändler von Beruf unterscheiden. Der Siraßenhändler steckt gleich viel größere Summen In das Geschäft, während auch der erwachsene Erwerbslose zumeist mlk lOO Brief Lametta ansängt, die dev Vorzug hoben, noch nicht 2 Mark zu kosten. Erst langsam handelt er sich herauf und wechselt auch öfter mit seiner Ware, um dl» Dinge h«rausz>:stnden. mit denen er am leichtesten einig« Groschen Profit«rzlett. Der berufsmäßige Händler aber bleibt feiner Speziallläk für die Solfon treu Und Ist ganz un. glücklich, wenn die mal nicht aufzutreiben ist.„.Haben Sie Tiroler Tanzpaars?" stürmt einer herein.„Mcviel? Die können Sie mir man alle reservieren! Hemeln is det. nirjends sind Tanzpaore zu kriejen!" lind er nimmt sich gleich zwei Dutzend Kartons zu je einem Dutzend Paare mit. Er arbeitet mit seinem' Sohn, wie er sagt, schon lange in diesem Artikel:„Un beim kricht man mit der Zeit so den Zauber raus!"— U-ber«in halbes Dutzend Berkaufs- fräste sind im Loden, und doch ist keine zu viel, denn fast ununter- brachen klappt die Ladeniür, und bei aller rauhen Gemütlichkeit dieser Kundschaft— warten will keiner, und wenn gerade kein« Verkäuferin frei ist, so macht mancher einfach Miene, kurz umzu- kehren, und der Herr Chef muß selbst eingreifen, um den Kunden zu bedienen. Und um die kleinsten Beträge handelt die Kund- schaft. Plötzlich erhebt sich ein lärmender Disput: Für 1000 Brief« Lametta will ein Strahenhändlerpaar noch einen Extrarobatt be- willigt haben, und weil sich der Chef nicht dazu verstehen will, wird er mit frommen Weihnachtswünschen überschüttet:„Denn hängt Euch uff mst Euer Lametta! Fufszich Pfennje bei 1000 Briefen!" Und entrüstet knallen sie die Ladeniür hinter sich zu. Kleinste Händler. Hier und da stehen zwischen den großen Leuten auch die Ge» stalten schmaler, abgerissener Kinder. Einige kaufen hier für eigene Rechnung, andere als Einkäufer des Vaters oder der Mutter. die irgendwo einen kleinen Stand haben und die Kinder nur zu gern als Helfer annehmen. All« aber betragen sie sich wie alt« Geschäftsleute. Da steht so«in Dreizehnjähriger und fordert �Schäfchen", da» uralte weihnachtsspielzeug— aber die so stark be» gehrten Schäfchen sind gerade alle geworden.„Irade die besten Artikel sind nicht zu kriejen." meint er mißvergnügt, als er erfährt. daß auch die Knarren schon ausverkauft sind.„Acht Dutzend Schäfchen und vier Dutzend Knarren Hab« ick vorjen Sonntach verkanft!" Und brummend nimmt er nur ein Dutzend Zelloloidpuppen für die Mutter mit, dazu„een halbet Dutzend non die kleenen. bunten, mal erst sehen, wie sie sich einsührn"... mehr als 35 Pf. Risiko kann das Geschäft noch nicht tragen.„Du handelst, Mutler handelt—«md was macht denn n» dein Bater?— Ganz gleichmütig kommt die Antwort:„'N Vater Hab ick jarkeen"... Ist er tot, gefallen, oder hat der arme Bursche nie einen Vater gehabt... Welche Tragödie auch dahinterstecken mag, der Junge scheint davon überzeugt zu sein, daß man auch ohne Vater durchkommen kann. Er steht selbst seinen Mann. Dann kömmt ein Fünfzehnjähriger: Der arbeitet den Tag über als Lanf- junge, nimmt aber Sonnlogs und in den Abendstunden noch da» Straßenhandelsgefchöst mit.„Hck will mir'n Mantel koofen!" vertraut er mir an. und erweist mir die Ehre, mich als künstlerischen Beirot bei der Auswahl von Quitschfiguren zu beschäftigen. Mit 90 Pj. Kapital hat«r angesangen. anderthalb Dutzend Knarre» waren die erst« Ware, jetzt hat er sich schon zu anderthalb Dutzend Quietsch- figurcn heraufgearbeitet und will ein erstes Experiment mit vier Feuerrädern wagen, und stolz zählt er fein Geschäftskapital von Z Mark und 75 Pf. In lauter Groschen und Sechfern aus den Tisch des Haufe». « Ja. hier in diesen komischen Laden voller Kartons und Krame- reien, hier haust wirklich der Weihnachtsmann der armen Leute. Und die Händler mit seinen Schätzen, die an den Rändern der erleuchteten Straßen stehen, handeln wohl mit Weihnachtssreuden für die anderen. Aber gleichzeitig handeln sie au 6) um Weihnackstsfreude für sich— und manchmal ist es schon Weihnachtsfreude, wenn auch nur sür ein bißchen bessere Nahrung. Und das sollten wir nicht vergessen, wenn die roigefrorenen Finger alter und junger Ge- legenheiishändier uns vor der erleuchteten Tür der Geschäft« drei Briese Lameita oder irgendein anderes Weihnachtszubchör ent- gegenstrecken. „Wer Witt unter die Soldaten..." Weihnacht««, da» Fest der Qieli«, steht vor der Tür. Da wurde der Zimmermann aus Nazareth geboren. In feinem Namen wird verkündet:„Du sollst nicht töten". Draußen, an der nordöstlichen Peripherie der Stadt, feiert eine Volksschule ihren Ellern- abend mst weihnachtlichem Anklang. Den Beschluß bildet eine zusammengestellte Szenensolgc:„Aus Frau Halles We'chnachtssticke", 'Da passiert es. Zehnjährige Mädchen müssen auf Geheiß ihres Lehrers als„Soldatenspielzeug" mitwirken. Unterm Stahl- Helm, mit geschultertem Gewehr, klingt es srisch-sröhtich van hellen Mädchenstimmen, zu Ehren des Christentums: W«r will unter die Soldatei». der muß haben«in Gewehr... ®' Soldat Surren. St onxan von Seorg von der �!)rkng. CopyrigWi 1927 by J. W. Spaetb Verlag. Dsrliv. Man unterscheidet deutlich zwei Geräusche, lange Zeit dag dumpfe Fallen van Brettern auf meichen Baden, dann �agengerafsel, danach wieder Fallen van Brettern. . Bon link» wird ein Befehl durchgegeben, er lautet: Gleich Schützenfest!— Einrichten van dem dicken Äugelbaum bis öu den Pappeln!— Achtung!— Fertig! Feldwebel Engelke, der sich halb aus dem Graben er- hoben hat, befiehlt:„Feuer!" � Wir geben drei Salven ab, sie rollen wütend durch die �ackt. Stille tritt ein. nur der russische Hund gibt eine kleine Eigensinnige Antwort. Dann steht jemand oben auf der Deckung. Es ist Bubi, der Verpflegungsunteroffizier. und er kräht:„Jetzt schieße ich allein!" Man sieht deutlich, wie er den Kolben, an die Backe legt und sorgfältig tn Nichts zielt. Dann knoM der S-buß. E? ist wie im Theater— man ist begeistert und mochte B-t- fall spenden.. Dieser Gedanke aber endigt mit Bubis famosem Knall. °enn nun schmettert eine wllde Salve vom russischen Graben herüber. Mit einem Schlage haben wir uns in unierm winzigen Erdspalt wie Igel zusammengerollt, wahrend Sawe °uf Salve über uns hinpeitscht, mtnutinlang. Danach de- ginnen sie tn eine unaeregeltc Schießerei ausetnonderzu. fallen— nicht weniger bösartig, weil man die Bienchen einzeln schwirren bört— das eine möchte den. das andere diesen besuchen. Wir drücken die Helme an d:« kleine �rabenwand und warten auf da» Ende dieses Ausbruches. �er Oesterreicher beunrukpat sich und lendet unentwegt Leuchtkugeln empor. Der Rvsie feuert eine halbe Stunde ohne Pause. Ich frage mich: Wie werden wir zurückkommen. um I.wei Uhr tue Dämmerung einsetzt.— Albering l?hnt seinen Kopf schweigend neben den meinen, auch er hat mit- geschossen. � Einen Augenblick flaut da» Schößen ab. Ich höre mein»« �nken Nebenmann stöhnen, es ist Klees. Auch wir wird bang ums Herz. Wie ein Tierlein, das man aualt. stonnt «r. trocken und den Tränen nahe. Wieder prasseln Schüffe. wieder stöhnt er, das Gesicht auf dem Arm. Der nächste m der Reihe beugt sich zu seinem Ohr und flüstert etwas. Es ist unser Sergeant, er zürnt:„Beherrschen Sie sich doch! Seien Sie doch ein Mann!" Ohne seine Stellung zu ändern, klagt Klees:„Sie sind gleich da," und wimmert. Es zerschneidet mir das Herz. Wie soll ich heimkommen? Es beginnt bereits zu tagen, meine Hände liegen wie zwei helle Steine unter mir an der Erde. Sökel aber sogt laut:„Das ist ja Unsinn— solange sie schießen, kommen sie nicht. Ich werde nachschauen. wenn Sie es wissen wollen." Er erhebt sich trotz der tropfenweise herstreifenden Ge- schösse, späht in die Runde und bückt sich rasch wieder. „Seien Sie doch still. Hasenherz!" mahnt er böse.„Es ist nichts zu sehen. Das ist nichts als ein- ganz— gswöhn- liche— Schießerei." Klees schluckt. Horch, wieder kläfft der Hund!� Vielleicht kommt er sogleich zu uns gerannt, in der Morgendämmerung über die halbfertige Brücke, mit Atem wie Feuer. Der Russe schweigt. Eine Viertelstunde verrinnt. Die Leuchtkugeln der Oesterreicher fallen in müden Boden nieder. Hinter den drei Pappeln breitet sich«in grauer Streif über den ganzen östlichen Himmel. Jetzt sind schon die Gesichter zu erkennen, wir müssen sort. „Einzeln zurückkriechen!" befiehlt Sökel. Man wartet, bis man an die Reihe kommt', es dauert lange. Eine gleichmäßige Hella steigt bis an den Scheitel des Himmels, van den Russen her kommt das feindliche Licht. Man kann nicht länger warten, kriecht los, fühlt etwas Drohendes im Rücken, das sich nähert, springt auf die Beine, geht, läuft eine Strecke, geht wieder. Kochgeschirre klappern gegen Seitengewehrjcheiden. Jetzt sehe ich die ganze Reihe der laufenden Soldaten, es sind vielleicht 20, in Mänteln. Sie haben die Köpfe in den Kragen, als erwarten sie von rückwärts einen Hagelschlag. Werden die Russen schießen?— Lautlose Stille. Nur die hastigen Schritte der Soldaten und da? verfluchte Rasseln der Kock-gelch'rre. Kein Hundeqebrll. kein Laut— heller Tag und zwanzig graue Menschen, die zurückstreben tn den Graben. Soldaten mit aufgepflanzten Seiteng-wehren, un- ordentlich umgeschnallten Koppeln, und Kochgeschirren, die an ihren Oberschenkeln soringen Ich sehe sogar, daß einer einen Erdfleck auf dem Rücken hat. Er ist riesengroß und schwarz, diese,; Fleck, wie ein Loch im Himmel— jeder Russe muß ihn sehen! Die Reihe tellt sich, man sucht die Stroh- wische zu erkennen. Hier ist das Drahtverhau, hier der Durchlaß. „Sie waren hinter uns— geleimt!" lacht einer, der vor mir das Drahtfeld verläßt. Wir erblicken den Graben, springen hinunter, berühren mit. den Füßen die Sohle— da rast eine wütende Salve über uns hin. Tierlein erhebt sich aus der Kniebeuge, fein morgen- blasses Gesicht überstrahlt ein Lächeln, er hebt die Hände— verzückt. In demselben Augenblick prallt einer, der zuletzt ge» sprnngen ist, neben mir auf den Boden, schlägt mit beiden Händen gegen die Rückwand des Grabens, kniet an ihr, sinkt langsam zur Seite, gefolgt von zwei schmalen Sandbächen, die seine Finger ausgewühlt haben. Es ist der Sergeant. Er ist mitten durch den Llopf getroffen, tot. Ordanaanz. Die Sterne verblassen, man sieht Wiesen rings, helle Dirkenstämme, einzelne Gehöfte und endlich da vorn dos langgestreckte Dorf zwischen den schwarzen Bäumen der Straße, Apollonia. Bei einem der Häuser flattert Wäsche. Man schreitet durch die unendliche Stille an einem Wasiergraben hin, der einen Trupp grauer Morgenwolken spiegelt, immer auf die Wäsche los, die da vor Apollonia flattert. Man freut sich auf den Schlaf im Zelt. Kurz noch Mitternacht wurde die Kompanie von den Braunschwcigern abgelöst. Das Wildschwein rannt« wie vor einer Wache an seinem Posten entlang, und man selber ging los. immer geradeaus, Tornister und Gewehr umgehängt, in Richtung auf die Mühle, die vor acht Tagen, also vor recht langer Zeit abgebrannt war. Man wandte sich nicht um. Der Russe oerhielt sich still. Die Kompanie marschiert feit einer Stunde in voller Auflösung. Nur die einzelnen Gruppen, die ihr Zelt ge- meinsam bauen wollen, halten sich zusammen. Jetzt hat die Spitz« das erste Haus von Apollonia erreicht. Jetzt erkennt man eine Unterhose und zwei Hemden, sie blähen sich an einer Hecke im Wind. Reben seiner Wäsche stebt ein mit Strohhalmen behanqener Soldat, den unsere Ablösung ge, weckt haben mag. Posten. Man geht vorbei und foppt ihn ob seines Argwohns, worauf er stirnrunzelnd das Ende der Kompanie abwartet. Jetzt werden Zelte geballt, und Tee mit Rum empfan- gen und getrunken und. während sich der Himmel zu einer feurigen Sturmhaube ausbeult, das Stroh der Braun- schwelger unters Genick gezogen und geschlafen. (Fortsetzung folgt.) Die Tragikomödie einer Ehe. Mann, Frau und Geliebter vor Gericht. Die Trag'Lemödle dieser Che spicv« teils in Berlin, teils in Leipzig, teils in ocrlchieibenen anderen Orten Sachjens. Zwölf Jahre lang lebte der Gewerbelehrer I. mit seiner Frau, ohne daß der hausliche Friede besonderen Krisen ausgesetzt war. Als I. eines Tages Leipzig oerließ, um seinen Berus in Berlin auszuüben, traf ihn das Lerhängnis. Frau I. war mit den Kindern zu ihren Eltern in eine lleine sächsische Stadt gesahren. 3L ging in Berlin fle ßig seiner Beschäftigung nach und verbrachte die ganze übrig» Zeit in seinem eben erworbenen Siedlungshausc in Neu-Tempelhof. um alles für den Empfang von Frau und Kindern vorzubereiten. Da traf chn wie ein Blitz vom heiteren Himmel— so drückte er sich oor dem Schöffen- gericht Berlin- Mitte aus— ein Telegramm seines Schwiegervaters..Komm« hierher/ hieß es da.„Ich bin ein alter Mann, meine Frau liegt im Siechtum. Sorge sür die Kinder. Frau ist mit Liebhaber davongegangen." 1. ließ alles stehen und fuhr mit dem nächsten Zug zu seinen Schwiegereltern. Die Frau war verschwunden und blieb es auch. Vergeblich sorfcht« der unglückliche Gewerbelehrer in allen Himmels- richtungen. Die ersten Lebenszeichen erhiell er von dem Paar auf ganz eigenartige Weise; es wurden von verschiedenen Firmen in Berlin und In Leipzig Forderungen gegen ihn ein» geklagt, von denen er keine Ahnung hatte; sie rührten von Ein- kaufen her. d!« die Frau mit ihrem Liebhaber unter Benutzung des Namens ihres Manne» gemacht hatte. Jetzt war die Polizei hinter ihnen her Das Pärchen wurde oerhastet und hatte sich schließlich wegen Betruges vor Gericht zu verantworten. Die Ehe des Gewerbe- lehrer» war unterdessen geschieden und die Kinder waren ihm zugesprochen worden. Also erschienen alle drei im Gerichtssaal: der Mann als Z e u g e. Frau und Geliebter als Angeklagt«. Der Geliebt« erklärte, bis Frau sei die Verführerin; sie habe sich als reiche Frau ausgegeben und habe versprochen, ihm ein Geschäft in Berlin einzurichten. Sie nannte i h n den Verführer; sie habe sich mit ihm nur eingelassen, um endlich den Mann, der sie mißl)andclt Hab«, zu einer Ehescheidung zu zwingen. Und der Mann als Zeuge? Er kam aus dem Schluchzen überhaupt nicht heraus„Zwöls Jahr« habe ich mit meiner Frau glücklich gelebt. Dieser Kerl hat mein Leben zerstört. Immer wieder .fragen meine Kinder: Wann kommt Mama nach Hause? Zu Weih- nachten kommt sie doch, sagten sie neulich. Was soll ich chnen darauf antworten?" Allmählich redete er sich in Zorn hinein. Es sei der dritte Liebhaber der Frau, klagt« er an. Der erst« war «in Monteur, der zweite ein falscher Rechtsanwalt. Trotzdem habe er mit der Frau glücklich gelebt, bis dieser Kerl kam. Der„Kerl" verteidigt sich im unverfälschten Sächsisch: So wahr«in Gott lädt. habe er nie in Gegenwart der Kinder auf der Chaiselonz gelegen... Und im Schlußwort bittet er um mildernd« Umstände, denn erstens sei er geständig gewesen, zweitens habe er trotz seiner Vorstrafe wegen Betruges bei einer Berliner Aktiengesellschaft eine scste An- stellung erhalten und drittens sei er seit zwei Monaten glücklich verheiratet.— Im Zuhörerraum ertönt in diesem Augenblick verhaltenes Schluchzen. Das Gericht stand vor einer schwierigen Aufgabe. Der von den beiden war nun der schuldige Teil, wer der Dersührer und wer der Verführte? Die Urteilsbegründung ließ die Fraae offen. Das Urteil lelbst lautete gegen ihn aus neunMonateGesäognis.docr bereits vorbestraft' sei; gegen sie ein Monat Gefängnis. Der Gewerbelehrer I. kehrte ahne Frau zu feinen Kindern zurück, sein« geschieden« Frau zu ihren Elter» und ihr Geliebter— zu seinem jungen Weibe. Gm Wechnachisbaum- Schwindler »Dulldog" w rd gesucht. Ein bekannter Schwindler mll Ikamev Kl ein« schmidt. der schon lange gesucht wird, hat sich wieder tinmal einem Saisongeschäfl zugewandt. Trotz seiner 2 Vi Zentner bei 1,70 Meter Läng« und trotz seiner 48 Jahre ist Kleinschmidt immer noch sehr beweglich, nicht bloß auf den Beinen, sonÄern namentlich apch mit dem Munde. MU einem großen Wortschwall bringt er mcht ganz vorsichtige Leute da- hin, sich mit ihm in Geschäfte einzulassen. Ws er noch Pferdehändler war, kauft« er je nach der Jahreszeit alles Möglich- auf Luftwechsel und oerschob die Waren wieder, sobald er sie in den Händen hatte. Hatte er keine, so verkauft« er nach Mustern, ließ sich Anzahlungen geben und betrachtete damit seine Tätigkeit als beendet. Während ihn viele Strafbehärden, auch außerhalb Berlins, suchen, prellt er jetzt Zwischenhändler mit Weihnachtsbäumen. Es sind da» kleine Rentner oder auch lleine Geshäft'leute, die gern ihr bißchen Gkld rasch umsetzen wollen. Der Schirind'er führt sie aus die Dahnhöfe, zeigt ihnen die einlaufenden oder bereits dastehen- den Waggons mit den Bäumen und macht ihnen klar, daß sie bei Uebernahme eines größeren Postens im Absatz an die Kloinhäirdle? schön verdienen könnten. Als Großhändler stellt er natürlich die Preise billig. Mit den Anzahlungen verschwindet er. Wenn die Käufer die Ware abfahren wollen, erfahren sie. daß die Sendungen gar nicht ihrem„Großhändler" gehören. Kleinschmidt nennt sich gern„Kalijchks", in seinen engeren Kreisen heißt er „Bulldog". Behilflich ist ihm seine Geliebte,«ine etwas jüngere Wienerin Marianne Gel w ig. ebenfalls eine sehr stattliche Erschel- nung. Das Paar fällt leicht durch seine große Erscheinung auf, Klein- schmidt besonders durch seinen breitschultrigen Bau und seinen wul- •fügen Nocken. Die Geschäfte pflegen sie in kleinen Lokalen abzu- schließen und jedem Abschluß folgt regelmäßig sofort eine sehr reich- Zich« Mahlzeit. Marianne Hot eine Dorlieb« für Eisbeine, deren sie gewöhnlich zwei Stück, zuweilen aber auch drei zu bewältigen pflegt. Man vermutet das Paar jetzt in irgendeiner Laubenkolonie tm Osten Ber ins. Kleinschmidt fühll sich wohl um so sicherer, als man sein« Gewalttötipkeit fürchtet und deshalb ihn nicht gern an- zeigt. Mitteilungen über seinen Auseirthatt werben an Kriminal. tommissar Poflehl. Dienststelle F. 8 in der Georgenkirchstr. SO». erbeten. » Einen lohnenden Pachtschwindel betreibt ein ZZ Jahre alter Nikolaus Kwiotek aus der Heilbrvnner Streße. Als Mit- besitzer emes Cafös verpachtet er an bcliebig viele Bewerber Tollet- tcn, Gaideroben, Zigarrenstände usw. und läßt sich bei Abschluß jedesmal Kautionen zahlen. In 12 Fällen erbeutete er so Beträge ron lüst bis 2000 M. Als ihn aus Anzeige der Betrogenen die Kriminalpolizei festnehmen wollte, war er bereits verschwunden. Zunge Mädchen suchen den Tod. Die Se b.lmcr)« lassen nicht nach. Der Selbstmord einer ILjährigen Schülerin, der fast ein« Woche zurückliegt, wird«ist jetzt bekannt. In der Nacht vom 10. zum 17. dies:» Monats vergiftete sich die IZjährige Abiturientin Hildegard Echroer in der Wohnung ihrer E.tern, Pestolozzistr. 74 in Pan» kow, durch Einatmen von Leuchtgas. Als die Mutter morgen» dos Schlafzimmer ihres Kindes betrat, sand sie die Tochter in dem völlig mit Gas«rfülltl-n Raum leblos auf. Ein Arzt und die Feuerwehr tonnten keine Hilfe mehr bringen. Zuerst wurde oermutet, daß Hildegard Sch. den Tod gesucht habe, weil sie fürchtete, das Examen nicht zu bestehen. Wie die Ermittlungen inzwischen jedoch ergeben haben, sind dies« Gerüchte durchaus unbegründet. Das Mädchen. Tochter eines Bankoorstehers, war Schülerin des Oberlyzeums in Pankow und hatte das Examen keineswegs zu fürchten. In letzter Zeit legte sie ein sehr gedrücktes Wesen an den Tag und man nimmt derhalb an, daß sie in einem Anfalle von Schwermut den Tod gesucht hat.— Am gestrigen Sonnabend erschoß sich in der Wohnung ihres Arbeitgebers Im Hause Adalbertstr. 87 die lljährige Hausangestellte Johanna P a e g e l o w. Das junge Mädchen hatte sich einen Herzschuh beigebracht, der ihren sofottigen Tod zur Fo'ge hatte. Auch in diesem Falle soll Schwermut der Anlaß zu dem Der«; zweiflungsschritt der Jugendlichen sein. In einem Lbschiedsbrief hatte die Lebensmüde geschrieben,„daß sie ihr ganzes Leben hindurch nicht Hausangestellte fem wolle und aus diesem Grunde Ihrem Da- fein ein rasches End« berate". Wegen dauernder Arbeitslosigkeit suchte gestern abend der 48jShrige Arbe'ter Paul Lichtenberg in seiner Wohnung Glas. gewer Str. 27 den Gastod.— Dos Opfer eigener Fahrlässigkeit wurde In der vergangenen Nacht der SSjähnge Ingenieur Z a i sch, der in der Dorsstr. SO in Tempelhof wohnt. Der Mann vergaß den Hahn der Gaslampe ganz zu schließe» und die ausströmende» Gas« führten seinen Tod herbei. » Einen tragischen Tod fand gestern abend der IZjährigc Fritz Bruder in der elterlichen Wohnung. Der Junge badete abends gegen 7 Uhr und brach plötzlich lcblos zusammen. Ein hin. zugerufener Arzt stellte den Tob infolge Herzschlag» fest. Keine städtischen Weihnachtsbäume. Da» Berliner städtische Nachrichtenamt teilt mit: Die gestern verbreiteten Meldungen, daß Unbemittelt« gegen gc- ringe» Geld Weihnachtsbäume aus den Wäldern der Umgebung von Ber in erhalten können, trifft für den Bereich der städtischen Forst Verwaltung nicht zu. Sie muß jede Berantwortung dafür ablehnen, wenn Personen, die daraufhin sich die weiten Wege zu den städtischen Förstereien machen, vergeblich kommen. Tragödie eines Schupomannes. Den Sosta erschossen. Die erfchüklernde Tregödle eines Schvpowachkmetflers frag sich tu der Zlachl zum Sonnabend ln Kassel zu. In der G i«» b e r g st r a ß« öl zu Kassel wohnt der Sljährige Polizciwachtmcister Werner B. mit seiner gleichaltrigen Frau. Das Ehepaar hat einen 20jöhrjgen Sohn Herbert, der den Eltern durch sein ausschweifendes Leben o el Kummer und Der- druß bereitete. Schließlich kam es zu einem ossenen Bruch zunschen Pater und Sohn, nachdem der junge Taugenichts am Tage zuvor Geld entwendet und in der Trunkenheit«in Teil des Geschirr» kurz und klein geschlagen hatte. Herbert B. mußt« nun endgültig das Elternhaus verlassen. Einige Ze't war der junge Mann ver- schollen. In der Nacht zum Sonnabend wurde der Polizeiwocht- mcister durch ein Klirren zerspringender Fensterscheiben aus dem Schlaf geschreckt. Durch das Fenster der im Parterre gelegenen Wohnung klettert« ein völlig betrunkener junger Mensch, ten B.. als er das elektrisch« Licht«inschaltete, als feinen Sohn erkannt«. Es kam zu einem Heft' gen Wortwechsel und Handgemenge, in dessen Perlauf der junge. R. mit einem Knüppel auf seinen Dater eindrang und ihn zu Boden schlug. In höchster Bedrängnis griff der Bater zu seiner Dienstpistöle und feuert« einen Schuß ab. Die Kugel traf Herbert B. ln die Lunge, schwerverletzt mußte« ins Krankenhaus geschafft werden./ Die vom Pol'zsiprüsidium angeordnete Untersuchung hat ein- vonlfre! ergeben, daß der Polizeiwachtmeistcr in Notwehr g:> handelt hat.._ Rätsel um zwei Ltnbekannie. Em ausgesetztes K.tiS und eine irre Frau. Auf der Wohlfahrtsstell« für Erwerbslose in der Eh a u s sc e st ra ß e ist den ganzen Tag ein Kommen und Gehen. <£« fällr also nicht sonderlich auf. daß«in Mann ml» einem kleinen Mädchen von etwa Jahren kommt. Für einen Augenblick schenken die anwesenden Frauen dem Mann mit dem Kind Aufmerksamkeit, ober dann müssen sie wieder an sich und ihr« eigenen Nöte denken Der Mann geht nach einiger Zeit ein wenig hinaus, das kleine Sind bleibt ollein zurück. Aber der Mann kommt gar nicht wieder, und dos Kindchen wird unruhig und de- ginnt zu weinen. Nun nehmen sich mitleidige Frauen der Kleinen an. Aber wo iff der Mann, der es bracht«? Er ist verschwunden. ist nirgends zu finden und kommt auch nicht wieder. Er hat das Kind gebracht und einfach sitzen lasse». Was nun? Dar es fein eigene», das er hat loswerden wollen? Hat er e» entführt, so daß sich«in« veröngstigt« Mutter setzt bangt? So ist jetzt um dieses klein« unbekannte hilflos« Kind«in großes Rätsel. Ein Beamter der Wohlsahrteslclle nahm sich der Kleinen an und brachte sie nach dem L Polizeirevier, dos sie dem Waisenhaus in der Mten Jakobstraße zuführte. Das Kind kann weder gehen noch sprechen, ist also in jeder Beziehung stark zurückgeblieben. Es hat«inen hellblonden Bubikopf und dunkle Augen und trug dunkelgrauen Mantel, Helles Waschkleidchen, Kamelhaar- schuh« und eine kaffeebraune Halskette. Unter den Linden fiel gestern mittag eine unbekannte Frau auf, die hier und do stehen blieb, mitunter stumm und starr vor sich hinblickend, und dann wieder wirre Reden an die Passanten hielt. Ein Schupobeamter brecht« sie zunächst nach der Fürsorgestelle. Dort oersuchte man. Namen und Wohnung von ihr zu erfahren, hatte aber nicht de» geringsten Erfolg. So blieb nicht» anderes übrig, als die Unbekannte nach der Anstalt Buch zu dringen. Sie ist etwa 30 bis 3S Jahr« alt und 1,70 Meter groß und kräftig gebaut, hat dunkelblopdes Haar und rundes blasses Gesicht und trägt schwarzen Pelzmantel.. dunkelblaues Seidenkleid, Pelzschal, helle Strümpfe und schwarze Lackschuh«._ Exploflon in der SiraßenVahu. Em glücklicherweise seltener llnalücksialt. Gestern nachmittag erfolgte auf dem Motthiasplotz in Breslau mit lautem Knall eine Exp'osion de» Vremrluslk.-siels eine» Zllolorwageos der Straßenbahn. Die eine Seitenwand des Motor- Wagens wurde vollständig herausgerissen und sämtliche Fensterschtt- den zertrümmert. Mehrere Personen erlitten zum Teil schwere ver- lelzungen und mußten sich sofort in ärztliche Behandlung begeben. Durch die herumfliegnden Eisenteile wurden auch wchrer« Fenster- scheiden der anliegenden Häuser zertrümmert. ZIas koflei der Festbrateo? Nach den Mitteilungen der Biehzentral« war de? Zutrieb an Schlachwieh nach Berlin reichlich, jedoch war er in Anbetracht des sehr günstigen Fleischwetters und erhöhte» Weihnachtsbedorf? etwas geringer als sonst. Darum notierten die Preis« speziell fitt Rinder und Kälber 1 bis 3 Pf. höher was sich aber kaut» im Einzelverkauf auswirken kann. Auch der Schweinemarkt war reichlich. v>«U geschlachtete War« in genügender Menge zur Verfügung stand, war hier ein Ausgleich oorhanben, so daß der Preis sich nur 2 bis 3 Pf. pro Pfund für Lebendgewicht erhöht». Die Preis« notierten sür Rinder 18 bis 60 Pf. per Pfund Lebend- gewicht, Kälber 52 bis 90 Pf., Schafe 35 bis 85 Pf, Schweine 66 bis 77 Pf. Stellt man diese Schlachtpreis« in Vergleich zu de» Kleinvcrkaust preisen, so muß man sich doch wundern, welchen Auf« schlag die War« durch die Verarbeitung und den Handel erleidet, der bei manchen Fleisch- und Wursiwaren das Drei- und Vierfach« erreicht. Er wird von den Schlächtern haupisächlich damit mollpiett» daß so viele Abgänge an der Schlachtware sind, die heute schwerer als sonst zu verkausen sind. Gänse sind bei dem anhaltenden Frost in diesem Jahr wesent- lich teurer, unter 1,30 Mark pro Pfund ist gute Jnlandware nicht ZU kaufen. Auch die beliebten gefrorenen Gäus«(Ausland»« wäre) notieren höher als im vorigen Jahr und werden von 95 P!» bis IM Mark verkauft. Mtt dem billigen Feftbraten ist es als» nichts. Amüsant ist zu beobachten, daß einige Händler in d«r Markthalle zu dem beliebten Abzahlungegeschüst üdergegange» sind, man konnte sich den Weihnachtebrateu schon vorher sichert indem man 1 Mark wöchentlich im voraus abzahlte. Emen will- kommen«» Zlusgleich schafft das Wild, das in großen Menge» nach Berlin gebracht wurde. Viele Wildfleisctzarten liegen unter dem Preis des sonstigen Fleisches, was unser« Hausfrauen wohl beachten sollten, da das Wildfleisch eine willkommene Abwechselung bietet. Nur dürfen es nicht gerade Hafen sein, die immer noch Z» teuer sind mit l.20 Mark pro Pfund, obwohl sie am meisten aus den Markt kommen. Geflügel und Puten zu l.60 Mark pro Psund gehören auch nicht zu den«rreichenewerten Dingen, vo» denen ein französischer König sagte: er wolle dafür sorge», daß ieder Untenan Sonntags sein Huhn Im Topfe habe. Rur wahr- gemocht hat er es nicht. S sohBttht schankt doppelt f, Handtücher Stepp. decken Daunendecken Metall-Betmelle fertiges Oberbett »1*11.401» Inlett md»ntbr«n**r»t(|. fc» «eiehan eMnu Enten.•» SS__ -»dorn. 130 y-08.. ei»ö.60 Dettbezüge »ta-k'Sdign- Witehtete* OtMrbdtt. tum KnOpton.«» cn<40x300........ eS.93 Kissen"*— Ueberlaken outer Uno»,»U KlÖppe!« m j* Chwiz Qaraitn, oa 150*250 m•13 Kissen Bettlaken kriHiger Oo<*lA»t oa. A__ 146 x 220........ Kissenbezug mit I anflaettiftartlfle« VA p, R 3 n 6••••••••• H sutfe von 2-6 War seiftStacf T Csratankur«, mit rot« 9 A, Kanta*••••»•••• Orr II, grau ä«*trelft, fttl» leine» frottlar. Handtue*. •tüer KriiKd�Ufi, mit reUr(Cent*....... Ruhebett mit 49 Podern. wtcntedrn* Ötrtc». gm» v/«r*roeitüng Fddsrkantf.mit m M (Bdiafas«« g»- Im«.opaetaeiUs. 44_, i» diverse* rartaa...■■•79 kunstsetd-nttnar Oamaet. Rückseite mferul jSati». varaehladaaa.-aroen. t%!\ f55v2C9........ ck»V»»S Khder- Holzbett- stZke—- 16.7# pilma frana. Caunenparkat, aeni»* Bum-nmuater, OA, r mit I* Oaunae... adtar-79 Lavanttma-Kunatsalde, mit Par. kalefniega, RüeksaUe a e best« Oajnansetin.diveriaSaikee-ar S ml; I* Daun*». 190X 200 t Bojenfcrnii m-t Zugtaee-ieetratze, 53 mm geschl. Stahlrehr. m. Meraieg« eianriKKugalnreiehverx, A A waifi od. senwarz.»0xt90 em V-«— Messins- Bettstelle Baganforn, mit Zug- ftdmmairaua...."»W« ppinzen-Str] ECKE �"D depBismorckStrj ■ 605* 45. 5al?rgo«s 2. Beilage des Vorwärts Gonniag. 25. OezemSer 4S2S Am den Schiedsspruch Geverings Mühselige Demagogie. - Der Schiedsspruch Severings gibt der gesamten Press« Zlnkaß zu �vnunentaren. die zwar sachlich fast überall daneben greifen, ober Äpftn bemerkenswerter sind, für die Absichten und Motivs, die diese Zominentare nur schiecht verbergen. Di« Unternehmerpreffe gibt f'ch ai« gräfge Mühe, so zu tun. als sei der Schiedsspruch Severinxs fiR Fortschritt(für die Unternehmer) gegenüber dem Schiedsspruch Bottens, wobei der A erger und die Enttäuschung freilich immer «iei�r durchbrechen. Di« Blät�r, die von den Ruhrlserren ab- bäag«n, hoben offenbar den Austrog, die Niederlage der �chwerindustriellen zu bemänteln. In der„Vossischcn Zeitung" wurde merkwürdigerweise beraus» Lerechnet. daß der Schiedsspruch Severing? den Unternehmern eine Ersparnis von 10 Millionen Mark jährlich bringe. chchß dieser Schiedsspruch nicht eine Schlcchterstellung, sondern eine �« s s e r st« l l u n g der Akkordardeiter durch die chöherstellung und 'Umwandlung in eine Mußvorschris! der Akkordzulage bringt, die„Dossisch« Zeitung" übersehen. Man kann deshalb durchaus begreifen, daß die„Weham Abend" sich dieses Nechenexempels b«° mochiigt und hinzufügt, daß der Schiedespruch Severings gegenüber alten Schiedsspruch ein Lahrcsplus van mindestens 130 Mil- iwnen Marl für die Industriellen bedeute. Das will die„Welt am Äbpüd" sogar„ocn einer dem Reichsoerband der Industrie nahe» sti�enden führenden Persönlichkeit" erfahren haben. Es handelt sich offenbar um ein«„onführenoe" Persönlichkeit, fre das Kommunistenblalt, dessen krasse Unwissenheit nickt überboten werden kann, hineinlegen wollt«. Bekanntlich betrug die gesamte Äp'hnerhöhung nach dem alten Schiedsspruch höchstens 2L Millionen Äark jährlich. Wie daran di« Industriellen 130 Millionen ersparen sollen, Negt ivohl auf einem Gebiete, wo Adam Riese nicht Heimat»» berechtigt ist. Der Hugenbergsch«„£!okal-Anz«ig«r" läßt sich aus Ävchmn berichten: Der erst« Eindruck der Seoeringschen Em» 'cheidung war in Arbeitgeberkreisen eine starke Enttäuschung. Dos Ausenaß der von Severing bestimmten � � b h n« rh ö hü ng trägt nach Ansicht dieser Kneife der wirt»! schast'ichen Lag« und im besonderen den VerhälNüssen der rheinisch.' >ms!fft!i schen Metallindustrie keinerlei Rechnung. Die„Rote Fahne" beenüht sich �>!« richtige Linie" ein» Schalten. Severings Schiedsspruch bezeichnet« sie gestern schon. «he«r Ktornt war, als �Hungerdiktat", da» haut««r. »s 6, and s p r u ch" wurde. Di« �Äampfleitungen" werden einen neuen Aiirnif produzieren, sobald sie die nötigen Anweisungen er» halten haben. Am merkwürdigsten ist der Kommentor des Organs der christ. sichen Gewerkschaften. Dieses Blatt, da« all» politischen Richtun» ?en. vom Zeickrum rechts bis zu den Rationalsozialisten zu vertreten fort, socke t diese Richtungen in de. christlichen Gcwerkschaftsbemz» Sung sich betätigen, begnügt sich rn't einigen schnoddrigen Be- merkungen. Dann heißt es über die Entscheidung in de? Frage der Arbeitszeit: „Ai'sfollend ist noch die Bescheidenheit der Sozialdemokratie in punkto der Arbeiiszeit.� W:r sich die großen Reden und«llen- langen Artikel vergegenwärtigt, die sich die Sozialdemokratie und ihr« Gewerkschaften leisteten, als Dr. Brauns noch Arbeits:, m!» ftrr war, der kommt aus dem Staunen gar nicht heraus. Wie wurde da nach dem Achtstundentag gerufen. Jede ander« Lösung war völlig undiskr-tobel. Und heute!—" (Es:st wahr, daß wir nach dem Achtstundentag gerufen haben. Leide? nur zu oft vergebens als cherr Dr. Brauns noch Reichs» arbeitsmimster war. Wenn wir dies heute nicht in demselben Maß« aus Anlaß des Schiedsspruchs Sevenings z» tun brauchen, so liegt es eben gerade an dem Schiedsspruch, der für die Schwerindustrie » a ch g e h o l t hat, was in der gewiß nicht kurzen Amtszeit von Dr. Brauns v« r sä u m t worden ist. Sollen wir an die Schichtzeiten von 72 bis 78 Stunden wöchentlich erinnern? Oder ist dies« markwürdig« Art. zu dem Schiedsspruch Stellung zu nehmen, indem man ihn sachlich gar nicht untersucht, sondern mühselig nach agitatorischen Möglichkeiten sich um- sieht, ist das jene Solidoritöi mit den freien Gewerkschaften über den Schiedsspruch Severings hinaus, die die Vertreter der christ» lichen Gewerkschaften gelobt haben, als sie die freien Gewerkschasten ersuchten, den Vorschlag der Raichsregierung anzunehmen? Aber man braucht nur zu lesen, wie der.Deutsche" über den.stark ver. tretenen jüdischen Rechtsanwalt in der Sozialdemokratischen Partei" schreibt, um zu erkennen, daß man im Lager der christlichen Gewert» schaften aus durchaus begreiflichen Gründen bemüht ist, eine Ad» lenkung nach außen vor den inneren Wirren zu suchen. Im übrigen genügt es vollkommen, um über diesen Schiedsspruch im Laren zu sein, zu wissen, daß die Unternehmer dabei sind. her. auszurechnen um wieviel sie die Preise wegen der Belastung durch den Schiedsspruch erhöhen sollen. Di« Frage ist nur, ob man den Ruhrindustnellen die Mechtbefugnis belassen will. Korischz iike i?oh Konjunkiurrückgang. Lvhnbewkgung ver ZeSrikarbeiter. De? Larstand des verband« der Fabrikarbeiter Deutschland« hatte für den 17. und 18. Dezember die leitenden Funktionär« des Verbandes und des Keramischen Bundes nach Hannover be» rufen, um Stellung zu den Lohn» und Tariffragea zu nehmen. In eingehender Aussprache wurde die wirischostsich« und sozial» politische Lage nach allen Richtungen hin erörtert. Die Ratio» n a l i s i e r u n g zwang die Arbeiterschaft zur Steigerung der Arbeitsleistung. Den Kapitalbesitzern hingegen brachte st« erhebliche Ertragssteigerungen in Form höherer Gewinnt und Dividenden. Die Steigerung der Produktion hat nicht di« Erhöh ungderPreise und. der Lebenshalt ungsko st e» verhindern können. Die sehr oft in Aussicht gestellte Erhöhung des Reallohne« durch Preisverbilligung ist nicht eingetreten. Die das Ergebnis der Aussprache zusammensassende Schluß» folgerung stellt« sest, daß In der Leitung des Fabrikarbeiter-Ler- bände« Einmütigkeit über die Notwendigkeit zur Ver» besserung der Lohn, und Arbeitsbedingungen und der Erhöhung des Anteils der Arbeiterschaft am Arbeitserträge besteht, ebenso auch der einmütig? Will«, solche Verbesserungen durch die Organisation durchzuführen. Sehr«ingehend wurde die unbefriedigende Entwicklung de» Tarifwcsens in der Ziegel» und in der Zementindustrt» besprochen. Die von der Branchenlcitung eingeleiteten Schritte zu? Schaffung von Reichstarifen in diesen beiden Industrien wurden gebilligt. Der bei dem Vorstand des Verbandes.der Fabrikarbeiter Deutschlands vorhandene lebhafte Wunsch, Grenz st reitig- k e i t e n mit den im ADGL. zusammengeschlossenen Verbanden nach Möglichkeit aus der Welt zu schaffen, hat zu Verhandlungen über Abschluß von Kartellvertrögen mit anderen Verbänden geführt. über die von den beiden Vorsitzenden Brey und T h> e m I g be» richtet wurde. Die Funktionorkonserenz nahm die Berichte über Verhandlungen mit dem Textil», Bergarbeiter». Metall» arbeiterverband und dem Verkehrsbund entgegen. Der Vertragsentwurf für den Abschluß eine» Kartellvertroge» mit dem Verkchrsbund fand die Billigung der Konferenz, die sedoch an di« Voraussetzung geknüpft wurde, daß die organisatorischen Sonderinteressen einiger Zahlstellen beim endgültigen Abschluß Berücksichtigung finden sollen. Auch der vorgelegte Entwurf für einen Kortellvertrag mit dem Metallarbeiternerbond sand Zustimmung als geeignete Abschlußgrundlage. Weiter kam der lebhafte Wunsch zum Ausdruck, daß die Verhandlungen zur Bereinigung d«r Ur° fachen, di« Anlaß zu Grenzstr-itigkeiten geben, weitergeführt werden sollen. Das der Konferenz vorg?!egte Material über die Entwicklung de« Verbandes ergab das Bild eines.erfreulichen Aufstieges. Trotz des jahreszeitüblichcn Konjunkturrückganges hat die Mitglieder» zahl in den beide» letzten Monaten zirka«000 z u g e n o m m e n. Nie Gicherheii zur See. Die devtftbx.i Vorschläge. Li« Besprechungen zur Vorbereitung d«?»es«« T i t o n i«» K o n f e r e n z. die dieser Tage in Berlin zwischen den Schisfahrtskreisen und DeHörden stattfanden, brachten eine ver» hältnismäßig weitgehend« U e b e r« i n st i m m u n g bei der Auf- stellung der deutschen Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit auf See. Die Vorschläge lehnen sich stark an die Forderungen an, d!« vom Deutschen Verkehrsbund aufgestellt worden sind und über die in der Arbeiterpresse berichtet wurde. Das Haupt» gewicht wurde aus die Verbesserung der Unsinkbarteit SCHICK UND SCHÖN für so wenig Geld können audh Sie zu Weihnathlen aussehen So herrliche Geschenke ru machen, ist bei solchen Preisen wahres Vergnügen. Wenn Sie aber eine Auswahl haben wollen, die einfach fabelhaft ist. und feststellen wollen, in welchem Kleid Sie am schönsten aussehen- Sonntag, den 23. Dez. von 2— 6 geöffneti Um Heilisabend sind unsere Geschäfte bis 6 Uhr abends geöffnet. der Schifs« durch Ausbau der Doppelböden und des Schottensystem» gelegt. Unbefriedigend sind die deutschen Dorschläge nur in der Frage der bootskundigen Mannschaft. Das ist be- dauerlich, denn erst die jüngsten Schiffskatastrophcn haben die Bs- deutung dieser Frage der Ocfsentlichkeit besonders eindringlich zum Bewußlsein gebracht. Die deutschen Lorschläge zur Verbesserung der Sicherheit aus See gehen an die englische Regierung. Sie hat die neue Titanic-Konferenz, die im kommenden Jahr stattfinden soll, vor- zubereiten.> Severins macht Schule. Arbeitszeitregelvng in der sächsischen Hüttenindustrie. Dresden, 22. Dezember. Dom sächsischen Schlichter ist heute ein Schiedsspruch über die Arbeitszeitregclung in der sächsischen Hüttenindustrie ergangen. Er entspricht im wesentlichen den betreffenden Bestimmungen des Schiedsspruches, den Rsichsinncnmimster Seoering für die Metallindustrie der Gruppe Nordwest gefällt hat. Er gilt am 1. Januar Z929 und kann mit zweimonatiger Frist erstmalig zum A. Oktober 1939 gekündigt werden. Sonst verlängert sich die Regelung stets auf sechs Monate. Warnung vor unzulässiger Musikervermittlung Geschäftstüchtige Schwindler. Aus dem Strafjenleben. besonders der Großstädte, verschwinden immer mehr die kleinen Konditoreien: an ihre Stelle treten groß« Rasfeehäuscr, die ebenso wie die Hotels schon vom frühen Nachmittag an ihren Gästen Unterhaltung?- oder Tanzmusik bieten. Daneben haben die wachsenden Ansprüche des Publikums an die Ausstattung der Lichtspieltheater zur Ausbildung besonderer Kinoorchester geführt. Aus den genannten Gründen erklärt sich, daß der Bedarf an Musikern in letzter Zeit g« st i e g e n ist und für die Unternehmer die Frage der Beschaffung von geeigneten Kräften schwieriger ge- worden ist. Nicht nur bei der Einrichtung ständiger Kapellen, son- dern ebenso bei plötzlich eintretendem Bedarf an Aiiehilfskrästen, insbesondere bei privaten FesUichkeiten ist es für den Unternehmer vorteilhaft, eine Stelle zu haben, die ihm die benötigten Kräfte so- fort zuführen kann. Aus diesen Gründen befindet sich beim Arbeitsamt Berlin- Mitte ein öffentlicher Arbeitsnachweis für Musiker in Berlin SW., Enckestroße iia, Dönhoff 9781. Er hat außerdem den großen Vorteil, daß die Vermittlung völlig kostenlos erfolgt. Er vermittelt durch fachlich vorgebildete Personen Musiker jeglicher Art und für alle Gelegenheiten. Ein Einzelfall Hot gezeigt, daß anscheinend unter dem Deck- mantel des öffentlichen Arbeitsnachweise» Unfug oder Betrug ver- übt wird. Don unbekannter Seite sind weiße Handzettel unter der Firma„Oesfentlichcr Arbeitsnachweis der Stadt Berlin, Abteilung für Musik", gedruckt und an verschiedene Saalbesitzer und Gastwirte übersandt, vielleicht auch persönlich verteilt worden. Es wird ausdrücklich daraus hingewiesen, daß das Arbeltsamt Berlin-Mitte damit nichts zu tun hat. Sämtliche Unter- nehmer des Bastwirtsgewerbes werden gewarnt, auf Grund dieses Zettels zugesandte Musiker, die anscheinend aus wilden Musikerbörsen aufgesammelt werden und für die Vermittlung eine Gebühr zu zahlen haben, anzunehmen. Im Interesse der Weiterverfolgung der Angelegenheit werden sie gebeten, alle Per- fönen, von denen sie solche Zettel erhallen, unverzüglich dem Ar- beiteamt Berl'n-Mitte, Berlin 31. 54. Neue Schönhauser Straße 1, Fernsprecher Norden 6717/18, zu melden. Die Berliner Arbeitsvermittlung an den Festtagen. Das Arbeitsamt Berlin-Mille schreibt uns: Im Intereste der Wirtschast sind am 31. Dezember 1928(Silvester) sämtliche Ber- mitllungsstellen des Arbeitsamtes Berlin-Mitte geöffnet. Dagegen bleiben die Vermittlungsstellen des Arbeitsamtes Berlin-Mitte bis auf wenige Ausnahmen am Montag, dem 24. Dezember(Heilig- abend), geschloffen. Ausnahmen: Mit Rücksicht auf den starken Bedarf für das Weihnachtsfest fetzen jedoch die Fachabteilun- gen für da» Gaftwirtsgewerbe(männliche Abteilung: Beuth- straße 1/3— Merkur 3906/15, weiblich« Abteilung: Friedrich» straße 112 5— Norden 6511/6512 und 8655): für das Kranken- pflege-, Bade- und Massagewesen(männliche Abteilung: Wilsnocker Straße 65— Hansa 6740, weibliche Abteilung: Schellingstraße 2— Kurfürst 5051); für Musiker, Enckestroße 4— Dönhoff 7981: für Artisten(Enfa), Karlstraße 20»— Norden 638, an diesem Tag« ihre Dennittlungstätigkeit fort. Die Fachabteilungen für Gastwirts- personal und Musiker sind auch am 1. und 2. Weihnachtsfeiertog geöffnet._ Hausgewerbe in der Arbeitslosenversicherung. Entscheidung des Reichsversicherungsamts Hausgewerbetreibende, soweit sie trankenversiche- rungspslichtig sind, unterliegen, wie der Spruchjenat beim Reichsvsr- sichorungsamt jetzt entschieden hat, tatsächlich auch der Arbeits» lojenverjicherungsp flicht. Diese Entscheidung ist sehr er« treulich, denn sie räumt mit der bisherigen gegenteiligen und irrtüm- lichen Auffassung des Reichsarbeitsministeriums auf, wonach nur sogenannte Heimarbeiter versicherungspflichtig seien. Schon der 8 69 des Arbeitslosenverstcherungsgesetzes bestimmt, daß für den Fall der Arbeitslosigkeit pflichtversichert ist, wer auf Grund der RVO. für den Fall der Krankheit pflichtversichert ist. Auch auf Grund allgemeiner sozialpolitischer Erwägungen haben die freien Gewerkschaften stets den Standpunkt des Reichsarbeitsministerium» bekämpft. Di« Grenze zwischen Hausgewerbetreibenden und Heim- arbeitern ist so flüssig, daß kein Mensch klare Unterscheidungsmerk- male geben kann und deshalb hat auch der S 165 RVO. diejenigen Hausgewerbetreibenden in die Lersicherungspfiicht einbezogen, die weniger als 3000 Mark Jahreseinkommen haben und also genau so zu betrachten sind wie die Mehrzahl der Arbeiter. Keine Saisonarbeitslosigkeit der Gärtner. S:änvig große Ardeltslosigteif. Im.LZorwärts". Nr. 597, ist in der llebersicht über den„Ar- beitsmarkt Ende Noveinber 1925" folgende Bemerkung enthalten: „Saisonmäßig beeinflußt ist wohl der Stand mit 17,7 Proz. bei den Gärtnern." Der Verband der Gärtner und Gärtnerciarbester teill uns hierzu mit: Die Auffassung, daß diese hohe Ziffer saisonmäßig beeinflußt sei, ist falsch. Die gloß< Arbeitslosigkeit im Gärtne:beruf ist keine faisonmäßige, sondern fast das ganze Jahr hin- durch sehr erheblich. Ein« Ausnahme machen nur die Monat« März und April, in denen die Arbeitslosigkeit mn gering ist. Di« Arbeilslosigkstt in den Monaten Januar bi» November 192« kommt in folgenden Hundertsätzen zum Ausdruck: Januar SlU; Februar 19,9; Mörz 4,9; April 8,3; Mai 7,1; Juni 11,2; Juki 13: August 13,8; September 14,7; Oktober 14,1; November 17,7 arbeitslos« Mitglieder. Das gleiche Bild ergibt sich mit unbedeutenden Abweichungen für die Borjahre. In den Monaten Januar, Februar und Dezember beträgt die Prozentziffer in der Regel 27 bis 33. Die Arbeitslosen- zifser für November ist also nicht saisonmäßig beeinflußt, sondern als normale zu bezeichnen._ Gewerkfchastliche Solidarliät. Die Mitgliedschaft Berlin des Verbandes der Lithographen und Steindrucker oeranstallete am Freitag im Gewerkschastshaus eine Weihnachtsfeier für seine erwerbslosen Mitglieder. Die Organisation hatte auch in diesem Jahre keine Mühe gescheut, um diesen unfreiwillig Feiernden für einige Stunden die Alltagssorgen vergessen zu machen. 330 Arbeitslose, darunter viele verheiratete mit ihren Frauen und Kindern, waren der Einladung ihrer Organi- sation gefolgt. Die Kapelle der Gebrüder Steiner hatte sich' für diesen Zweck zur Verfügung gestellt und bot den Erschienenen beste musikalische Kunst. Frl. G r a g e n mit ihren Gesangsdarbietungen sowie der Rezitator Theo M a r e t trugen ebenfalls ihr Bestes zum Gelingen der Feier bei. Alles in allem: Es war ein« echte Weihnachtsfeier gewerkschaftlicher Solidarität. Lim den rechtsrheinischen Texiilschieösspruch. Die Unternehmer nehmen ihn an. Elberfeld, 22. Dezember. Der Arbeitgeberverband der rechtsrheinischen Textilindustrie nahm gestern abend zu der durch den Schiedsspruch geschossenen Lage Stellung. Gegen eine starke Minderheit stimmten die Arbeit- gcber schließlich dem Spruch des Schlichters zu. Die Arbeiter werden am Sonntag zu dem Schiedsspruch ihrerseits Stellung nehinen. einig werden. Di« Deiters Äehandstmg dieser Lngefegerchest wstv einer Schlichterkommer übertragen werden, die vorausstchtlich Ansang Januar zusammentreten wird. Gesperrte Gastwlrtsbeirlcbe. Wegen Tarifbruch und Nicht- onerkenrnrng des öflentlichen Arbeitsnachweises wurden folgende Gastwirtsbetrieb« für die Mitglieder des Zentvaloerbandes der Hotel-. Restaurant- und Caföangcstcllten gesperrt: Mitte: Kon- ditore: und Eafö Hennings, Elfäsicr Straß« 96. Norden. Tafe Mothes, Badftr. 67: Schult Heiß-Restcrnrcint, Inhaber Lewin; Schöi» Häuser Allee 135; Restaurant Paul Lab«, Brunnenstroße 119(Ecke Usedomstraße); Restaurant Weiß, Schönhauser Allee(Ecke Loni» holmer Str.); Cafe Nord, Inhaber Unterberg, Schönhauser Alle« 18; Lohn- und Tarifstreit bei der Mansfeld A.-S. Eisleben. 22. Dezember. In dem Lohn- und Tarifstreit zwischen der Mansfeld A.-G. und den Arbeiterorganisationen fanden gestern die sogenannten Bor- Verhandlungen unter dem Vorsitz des Schlichters für den mittel- deutschen Schlichterbe�irt statt. Dabei wurde im Wege der Ber- etnbarung der bisherige Manteltorif mit unwesentlichen Acndcrun- gen um ein weiteres Jahr, bis �uni Schluß des Jahres 1929, ver- längert. Dagegen konnten sich dl« Parteien in der Lohnfrage nicht Cafe Seerose, Inbaber W. Müller, Müllerstraße 136. Osten- Lichtenberg: Alligator, Küstriner Platz 10; Palais des Ostens, Inhaber Pfeilstister, Warschauer Straß« 34/35: Cafe am Moritzplatz, Inhaber Schubert, Oronienstr. 59(nicht Bierhaus am Moritz- platz); Restaurant Schulz. Fronkiurter Allee 307. Süden- Reu- k ö l l n: Casö Elite, Inhaber Mangelsdorf, Kottbuster Straß« 6; Cafe Odeon, Inhaber Pieper, Hasenheid«(Ecke Gräfestraße); Deut- sches Wirtshaus, Inhaber Willi Ullrich, Neukölln, Bergstraße 137. Schöneberg: Löwcn-Böhnnsch Inhaber Iacobi, Wiener Str. 48: Eafö Planert, Schöneberg, Hauptstraße(Ecke Eisenacher Straße). Aasgehobene Sperre. Wie uns der Zentraloerbänd der Hotel-» Restaurant, und Cafä-Angestcllten mitteilt, ist die Sperre über de» Betrieb Cafe�Freyss, Schöneberg. Brundhildstr. 1, ausgehoben. Die Differenzen sind beigelegt. Zu der sraozöfischen Gewertschaflsbewegvug ist«in Konflikt zwischen den Beomtensyndikaten und der Organisation der Po st angestellten ausgebrochen. Die Postangestellten fordern eine gleichmäßige Lohnerhöhung, während die Beamten ein« Ab- stufung wünschen, um so ihre geistige Arbeit anerkannt*u sehen. Insolae des Konfliktes konnten keine gemeinsamen Lohniorderungen ausgestellt werden._ »Freie Gewerksckasis-Iugend Groß»Nerlin I Heute, Conntaa, Wintersonnevwendseier der Freie» Sewirkschaft�uSenI» am Hrllse« bei Bernau. Treffen um lS Ubr im Saefibioß Kante b« Bernau. Um 9� Uhr Besichtigung der Bauarbeiten�aus de» SeUinde teierjage.— Irepto»; ZSeilinaSitsfahrt.— Senlöllni Weiiinachtstabrt»och der Schortbe.de— Werbellinfee.— äüdcn, Sidmesien: De'hnachtstahrt nach Freien. waide lvder). Treffpunkt 5H Uhr StitUner Fernbahnh»!(Vorhalle).-» Weddiug: Weihnachtsfahrt in den Epreemald. faAWl! Bär / \ JO; Endlich-' nach höchsler Erwarlun ff-kommi der heilige Abend. Weihnachtsfreuäe übeß all, hochbeglückt auch der Anspruchsvolle, wenn er unter dem Tannenbaum die CigöPeite seines Herzens findet: •tosetti«ficiiio Berlins meist gern uchie 4* Cigarette Sonntag 23 Dezember 1928 -Unterhaltung unö Wissen Beilage des Vorwärts Rührende Weihnachten. Don Peter polier. Dikls No?Mleiz!>Z>il!NZ silr Wr!hnecht?deilag«n kann den»srshr. Nchsn SKrtiQfi.oiTcn auch mit ttasildjem Schluß unii lebst anbeten gewünschten Sentenz geUefett oetben. Bei techizeitiget Bestellung peompte Bedienung! Billigste Beeil«. Tee Detiassee. Welhnachkstag... Auf unruhigen Sohlen schritt her ehemalige Leuttvznt d. R Horst von Pllinnemann durch die eigenartige Atmosphäre des Weihnachls- verkehr». Nur noch wenige Stunden trennten ihn von den feierlich Hallensen Glocken des Christfestes, aber noch immer wollte die erforderliche Feicrstimmung nicht in ihm erwachen Kein Wunder! Zum ersten Male seit vielen, vielen Iahren hatte das sehnlichst erwartet« Weihnachtspaket seiner Mama ihn im Stich gelassen. Zweimal schon war die Pakctpost, ohne sich um ihn zu bekümmern, an seinen Fenstern oorübergelohrcn War euch die dritte, die letzte Bestellung ergebnislos, dann war— wie unser Held sich in kernigem Soldatenjargon ausdrückte:.Lappen duster!" Aber nein, soweit sollte es diesmal doch nicht kommen! Kaum hatte er sein in traulicher Dämmerung liegendes Herrenstübchen betreten, als ihm auch schon das irmranzreiche Zeichen der Liebe, von treuen Mutterhönden bereitet, entgegenlachte. Mit einem knabenhaft froh verträumten Lächeln, das in eigen- tümlichem Kontrast zu seinem herkulischen Körperbau stand, macht« er sich ans Auspacken. Doch was war das?! Ein befremdeter Ausruf entrang sich s leinen erstaunten Lippen! Fasiungslos starrte er auf die merkwiir- > digen Ding«, die Ihm zwischen lonnenzweigen, Aepfeln und Piefier- kuchenherzen aus dem geöffneten Paket entzegenqnollen! Da kamen ramlich zum Vorschein: Ein grünsetdcner Damenschlüpfer! Drei Paar lange seidene Strümpfe! Ein Büstenhalter! Und noch verschiedene andere Dinge von deren Bedeutung sein reines deutiches Jünglings- gemüt keine Ähnung hatte. „Zum T.....!* rief Horst von Plünnemann, nachdem er stch mit einer gewaltsamen Anstrengung von seinem Schrecken erholt hatte.„Da soll doch gleich dieser und jener! Wenn der Postbote bei der Bestellung nur keine Dummheit gemacht hat! Sehen wir doch einirnl nach der Adresse, damit ich den Schaden vielleicht wieder gut- machen kann.'" Gesagt, getan! Was er aber nunmehr aus der Paketadresse las, erfüllte ihn vmi neuem mit greii.zenlojem Erstaunen. Name, Be- 'iimmungsort, Straße und Hausminrmer stimmten wohl, waren seine eigenen! Aber— vor dem Kamen„H. v. Plünnemann" stand nicht „Herr", sondern als klare und deiitliche Ecschtechtsbezeichnung Fräulein". Und statt„Bsrdcrhaus, I. Etage", die er bewohnte, stand dort.Gartenhaus, Z. Stock", wohin er noch nie gekommen war! Horst von Plünnemann stand wie vom Donner gerührt vor dieser schicksalsschweren Pakatodresse..Fräulein H. von Plünnemann"? So viele Plünneleute gab es doch nicht aus der Welt, daß ihm diese unbekannt geblieben sein sollt«! Und plötzlich schrie der grcße. starte Mann leise aus! Wie! Sollt« dieser geheimnisvolle Zufall mit dem verwechselten Weihnachtspaket ihm endlich auf die so lange verzweifelt gesuchte Spur seiner verschollenen Kusine Henriette von Plünnemann geführt haben, die«r einst als Knabe mit heißen Tränen geliebt«md seitdem nie wieder vergesten hatte?! Wie ein Berserker stürzte er sich auf das Paket, warf die heraus- gerissenen Gegenstände wahllos wieder hinein und stürzte barhaupt, nur mit dem Karton unter dem Ann. aus seiner Zimmertür. Wie er die Treppen des Vorderhauses hinab und jene des Hinterhauses hinaufgekommen, hat Horst sich später nie zu erkläre» SKujußt. Kurzum, ein« Minute später stand er bereits in einem lauschigen Kömmerlein einer errötenden, zarten Mädchenblüte gegen- über, in deren feinen Zügen er angstvoll und keuchend nach überzeugenden Familienähnlichkeit«' forschte. „Sind Sie— sind Sie wirklich-Henriette von Plünnemann. wie auf dieser Paketadresi« angegeben?" stammelt« er mit zitternder stimme.„Aus welchem Zweige derer von Plüimemann ftcmincn Sie um Gottes willen?"..-- Di« jung« Dame, denn ein« solche war es. beww� isdoch. ab- wohl sie ihn sichtlich bereits erwartet hatte, in unnachahmlicher, aristo- kratischer Selbstzucht ihr« Haltung. „Wie seltsam." flüsterte sie. indem sie ein feuchisck'emmerndes. Augs auf den jungen, stattlichen Kavalier warf,.wt«(«ltfam, daß 'ch Sie trotz meiner adeligen Herkunst in diesem armseligen Kammer. lein empfangen muß. während mir srüher prunkvoll emgsnchtef« Ge- wächer zur Verfügung standen! Denn ach— auch mir.,t es kwnes- wegs an der Wiege gesungen worden, daß die Tochter eines Herr- li-hen Daters wie des im Kriege unbesiegt gefallenen Generals dir Infanterie Jobst von Plünnemann jetzt unter Hintanjetzung aller gesellschaftlichen Ansprüche von ihrer Hände Albcli Üben muß! Aber denken Sie deswegen nicht schlecht von mtr. 2ch t» tz Prüfungen rein und tugendhaft geblieben und werde �nst an der �eite meines Auserwahlten mit freier �tirne unter de. n y � '"Vi: äTi«» u-w» d...-Ii--»rt. Entzücken untertauchend,„S:e sinch»der netw nem, s Tot die kleine Henriette von Plünnemann für d'«'ch sch-»"-Ks Knabe geschwärmt und— ach wie sehr!— gelitten. Da brach ein hemmungsloser Tränenstrom aus der Jungfrau WIa." hauchte sie überwältigt,.ich bin es in der Tat! Ach««»« Horst wie lange habe ich aus dich gewartet, denn vergessen? X-m vergesten habe auch ich dich niemal-I Nun �r wollen wir osort nn unsere beiderseitigen Mütter t.legraph.eren«e™«n ihr Jawort empfangen, dann wollen wir noch heute � strahlenden Christbaum Verlobung seiern.(Shtnlvn .. Und so geschah e» denn auch! Vach wen'gen Swnden hielten stch. mit den drahtlichen S-ge�ünfch«' �5 dechen alten Plünnefrauen in den Händen, zwei übe�-�-che Men.�n ach s silig umschlungen und zündeten gleichzeitig den M b s Z bereitgestellten Tannenbaum an. So standew sie ouch noch � draußen die. Weihnachtsglockcn so traut und klangen. Und wenn ste inzwischen nicht wieder geschied sind, stehen ste noch heute so dal Eine Begegnung. Von Max Keller. Der Betrunkene schimpfte noch. Die Bogenlampen rollten im Winde, �ctwas Regen schlug stehend gegen Ivans Backe. Er sagte zu der Frau:„Sie werden mtt mir gehen. Nein,«in paar Schritt«. Nur, damit dieser Kerl Sie in Ruhe läßt." Es schlug drei Uhr. als st« vor seiner Wohnung waren. Er nahm sie doch mit hinein. Auf Stühlen standen Koffer, halbvoll gepackt mit dem gewählten Bedarf für eine längere Reise. „Sie sind nur vorübergehend hier?" meinte das Mädchen. Cr dachte gleichgültig: die typische Frage. Sie merkte es und setzte schnell hinzu:„Man muß doch irgend etwas sagen!" Er richtete den Tee an. Ein leises Schaukeln in den Schultern gab seltsame, durchaus nicht geschöstlich gedrillt« Reize: da war noch eine mädchenhafte Ahnung. „Können Sie in sechs Stunden reisesertig sein— für einige Wochen übers Meer, nach den Azoren? Ganz etwas anderes, nicht diel« ewigen Asphaltstraßen: still sein: Sonne genießen. Sal.zlust, bunte Menschen?" Die Enttäuschung vieler früherer Versprechen stand in ihrem Gesicht, aber sie ging daraus ein..Letzt gleich," er- widerte sie.„mich hält gar nichts." Dos traf ihn lehr. Gewöhnt, mit Pflanzen sich zu beschäftigen, die ihr Erdreich hatten, und selbst lebend zwischen gekannten Wänden und immer abgewogenen Beziehungen, bis zu dieser Stund« ohne alles Abenteuerliche, hotte er in das Schwebende und Treibende solcher Menschen noch nie recht hineingeschaut. Sie muß, dachte er, doch einen Tisch haben, an dem ste zu Haufe bisweiken sitzen kann, ein Bild an der Wand, ein Flaton aus ihrem Waschtisch. Man— ein Irgendwer— macht ihr einen abenteuerlichen Vorschlag, ich könnte sie verkaufen. Keine Aussicht rührt sie. Vielleicht nahm sie auch diese nicht ernst. „Aber Sie brauchen das und jenes zu Ihrer Toilette, wir machen nicht nur einen Ausflug!"—„Wir kommen, wenn wir auf den Bahnhof gehen, an meinem Zimmer vorbei, in fünf Minuten ist das getan." Noch sschsunddreißig Stunden waren sie an Bord. Di« Tage waren hell und weit. Ivan genoß es schwärmerisch. Aber, diese Frau begleitete seine Meinungen und Gefühle mit einer Bereitwillig- teil, die ihn verdroß. Ihr Ich war verschüttet, manchmal ivars er sie mit Fragen aus ihre Vergangenheit zurück, da knisf sie die Lippen zusammen und schwieg lange. Sie wollte nicht, und vielleicht konnte sie schon nicht mehr. Er kramte«in pflonzenphysiologisches Buch aus seinem Koffer, das ging seiner Arbeit auf den Inseln an. Sie saß neben ihm Im Liegestuhle und blinzelte in die Sonne. Die Eroktheit der wisten- ichaitlichen Methoden sprang aus dem Buch auf ihn über. Er wallte durchaus nicht Bekehrung üben. Er meinte einmal:„Sie sollten«in Tagebuch führen, was Sie beschäftigt. Ihr« inneren Regungen. Ein- drücke. Launen ausschreiben. Ich gebe zu. Sie würden mir ein Der- anügen machen, damit ich weiß, wie dies« andere Natur und. diese Reise auf Sie wirken." Sie tat es. Schließlich verlangte er das Heft Ihre gepflegte Schrift erstaunte ihn wenig. Zeichen verschollener Kultur waren ihm längst an ihr aufgegangen, und vielleicht war es dies« träum- hafte Geschiedenhclt zweier Existenzen, die ihn an ihr reizte. SkV1 das Was enttäuschte, sie schrieb ziemlich gewöhnlich, glcichgültijs, Beobachtungen von Forblosigkeit, kleine Sensationen einer Toilettc bei der Tobke b'hote; ein fliegender Fisch war gesehen worden, sie verzeichnete es trocken, nie dos, was ihr markant erschienen war. Sie schien nur an der Oberfläche zu jehen. Dann kam eine Stelle, geschrieben in unruhiger Nacht: der Sturm hatte gesprüht, alle Matrosen mußten an Deck! Die Brasilianeriii aus der ersten Kajüte log im Korridor auf den Knien und rief Gott in stürmischen Gebeten an. Da hatte dieses Mädchen von nachtlichen Straßen und Regenböen über dem Asphalt ge- schrieben, da war es zu namenlosen Aeußentngen gekommen. Hier wurde das Buch unerhört, die Straße reflektierte düster, schäumte von Brutalität und Unwürde, ein Herz stand weinend offen, der Atem leuchtete aus allen Zeilen heiß, zwischendurch kam ein Idyll: ste war einem Siebzehnjährigen begegnet, in dessen Gesicht die Reife bittere Striche zog.„Laß das", hatte sie ihm gesagt,„komm jede Woche zweimal zu mir, andere sind krank oder du ruinierst dich selbst." Sie hielten diese Vereinbarung, bis feine Mutter dahinter kam, einen höllischen Spektakel schlug und mit Anzeige drohte. Sie hatte ihn nicht. als Geliebte genommen, der tiefere Sinn ihres Be- rufes stieg eins slüchtige Weile klar aus ihr; diese Mutter zertrat ahnungslos das Beste. Es war unfreundlich geblieben, der Regen übetfchwemmt« die Decks. Sie faß bei Ivan in der Labine in einem weichen, weißen Kleid, das er ihr bei der Abreise geschenkt hatte. Ihre Haltung war träumerisch, er wußte selbst nicht, ob ste zuhörte. Cr las, ab und zu tat er es laut und unterhielt sich mit seinen botanischen Pro- dlemen. Da schlug der Gong an, man sollt« sich zum Souper rüsten. Ivan war noch im Sportanzug, in oller Eile wollt««r sich, durch«inen Parovent von ihr getrennt, umkleiden. Als er im Hemd dastand, fiel ihm ein, daß die Wäsche In einem Koffer neben dieser Frau lag.„Sie solle sich nicht stören laffen. wenn er im Neglige käme." Aber als er den Kofssr öfsnete, griff ihre.Hand plötzlich mit Instinkt und Gewohnheit nach dtclem Mann. Zwar setzte die Kon- trolle sofort bei ihm ein. Scham brannte auf. Aber es hatte sie überwältigt gehabt. Ivan, nicht weniger aus der Fassung geworfen, nahm sie. Wie aus einem Aschesturz tauchten sie auf, gelähmt. geschlagen, zerstört. Beide hatte sie keine Worte. Sie ging, und auch bei Tisch fehlte sie. Nachts einmal weckte ihn die Frage, yb und wie hoch er ste nun bezahlen müsse. Als der Dampfer in Los Palmas einlief., entdeckte er sie endlich an der mittleren Reling. Cr gab ihr die Hand, aber sie nickte nur, und schon beim Aussteigen vermiß:« er st« wieder: sie wollte sich nicht finden losien. Drei Wochen später kam er noch Funckal und traf sie am ersten Nachmittag, ihrem Beruf nochgehend, dem Zufall wie immer über- lasten. Sie hatte irgendwo«in Zimmer, als fei es wieder in Berlin oder Olraz, dos sie ohne Besinnen verlaifeit würde. weNn jemänd sie rief. Sie grüßte ihn mit einem Ricken der Wimper und ging ohne Erstaunen vorüber. Im Hotel kannte man sie und sprach von!hr als von einer beliebigen Sache. Die Frau auf der russischen Bühne. Von Stephan von Hariensieln. D e stärksten Kaffeeirinker. z-östten Kasieetrinker sind die Hollander, bei denen der iäbr brauch ous den Kopf der Bevölkerung S.« Kilogramm°u». nn folgen die Ber.inlgt-n Staaten und Belgien(je 5 K. o Am geringsten«st der Verbrauch in Cng'and K.lo- denn W« Engländer sind Teetrinker. Die seltsamste Erscheinung der russischen Bühne ist die Frau. Abgesehen von dem llmstand«, daß die russischen Stücke nur men ge Frauengcstalten aufweisen und das russische Theater vorwiegend Männerthcater Ist, spielt die Frau auf der Bühne nicht annähernd die Rolle, di« ihr auf unserer Bühne eingeräumt wird, geschweige denn, daß sie von entscheidendem Einfluß wäre. Auf der russischen Bühne sieht man höchst selten schöne Frauen und wenn— bemerkt man sie nicht. Jede Erscheinung des russischen Theaters ist eine Asußcrung russischen Lebens. Die Rolle der Frau auf der Bühne, ist ihre Rolle Im Leben. Das russische Leben ist von einer durchaus unerotischen Spannungolosigkeit. Di« Beziehung der Geschlechter zueinander sachlich und ohne Reh. Das Satyrspiel koketter Gaukelei, der Zauber lockender und verlockender Bersprechungen in c nen wie zu- fälligen Blick gebannt, das erregende Spiel der Sinn« durch einen Händedruck bebend, sind dem heutigen Rüsten ebenso unbekannt, wie ste ihm unnatürlich erscheinen. Vor allem aber Energieverschwen- dung. Die Frau bezahlte ihre Emanzipierung mit der harten Pflicht, handelnd in das Leben eingreifen zu wüsten. Ihre wichtigsten Eristenzforgen sind mit denen des Mannes identisch. Ihre Rot: Männernot. Sie hat aufgebort, fremdes, unbekanntes. ersorichunas> würdiges, eroberungslöhnendes Stück Menschenleben zu sein. Die Lieb« ist kein Abenteuer des Herzens mehr, sondern Funktion, natürliche Regung retn körperlicher Art. Man sehnt sich nicht mehr nach der Frau, man begehrt sie bestenfalls. Ihre Schönheit ist kein Reiz mehr, di« die Phantast« anregt, sondern bloß Merkmal von«igenllich nebensächlicher Be. deutung, das kein« Wirrungen der Gefühle verursacht. Sie ist nicht Ideal und nicht romantischer Anlaß zu Konslikten, ja sie ist geradezu die schwächste Ursache, um Konflikt« zu schaffen. Di« russische Frau ist keine Frage, kein Rätsel mehr. Ihre Existenz und die Bedingungen ihrer Existenz sind klar und selbst- verständlick» und von den gleichen Gesetzen beherrscht wie die der Männer. Sie hat aufpehört, erregendes Geheimnis zu sein und ihre Hyst-eielaynke t macht lie gewöhnlich. Der Kamps der Gelchlehter ist ein Märchen aus undenkbar fernen Zeiten, somit fehlt auch jede Fragwürdigkeit dieses Kampfes. Die Geschlechter führen keinen Kamps widere' na nder, weil sie weder eine geschlechtliche, noch geistige noch körperlich« Herrschaft an- streben. Liebe ist die nüchternst« Anaeleaenheit, die es gibt Ein« hygienische Notwendigkeit oder Staatsraison, oft noch enger: Partei. frage. M'ttel und»st gar kein angenehme» Mittel zum Zweck- Sa» soll unter dies«, Umstände« die Frau auf der Bühne? Sie fiele höchstens durch ihre.konstitutionelle Schwäche aus dem Rahmen der handelnden Männer und was soll Unter diesen Um- ständen insbesondere die schöne Frau auf der Bühne? Die Aesthctit des nissischen Theaters Hot andere Gesetze, als das Ebenmaß mensch- ticher Glieder oder die ruhige Harmonie eines feingegliederten Ge- sichte?- ■ Das russische Polk. das mit der natürliche� Schamlosigkeit eiy'acher Menschen öffentlich nackt badet, findet an der betonten Nacktheit eines Dekolletes oder zur Schau getragener Körperlich- keit peinlichen M ßgeschmack. Auf dieser Bühne hat die Frau als Weib jeden Wert verloren. Wo die Frau aber nicht Weib sein kann, kpmmt sie auch als Frau nicht zur Geltung. Daher die merkwürdig anmutend« Gleichgültig« keit der russischen Schauspielerin, mit der sie sich die groteskesten Masken anschminkt und sich um ihr Auesehen auf der Bühne nicht im Geringsten bekümmert. Die Frau auf der russischen Bühne ist ohne Farbe und ohne Reiz. Die russische Frau im Leben, in der Wirklichkeit ohne An- ziehungskrast, ohne Dämon'«. Die Erotik ist aus dem russischen Leben geschwunden, ihre Kraft speist andere Triebe, andere De- strebungen.__ Jteaefk Funde in Herkulanum. Die Ausgrabungen in Her- tulanum, diese großartigste archäologische Unternehmung der letzten Zeit, macht rüstige Fortschritte und läßt unter der Lavadecke ein einzigartiges Bild antiken Lebens entstehen. Ganz neue Aufschlüsse werden über die Baukunst der Zeit gewonnen. So hat sich z. B. gezeigt, daß die Häuser von Herkulanum zwei Stockwerke hatten und sich dadurch von denen in Pompeji unterschieden. Zu den oberen Zimmern, die reich mit Fresken geschmückt waren, gelangte man auk hölzernen Treppen. Eine Anzahl solcher Häuser, die mit schön ge- schnitzten hölzernen Möbeln eingerichtet waren, wurden ausgegraben: sie befinden sich in einem ausgezeichneten Erhaltungszustand. Am interessantesten ist das Haus eines Patriziers, durch dessen hölzernes Tor man in die vortrefflich eingerichteten Räume gelangt. Mehrere solcher Patrsziervillen, die an der nach dem Meer führenden Straße liegen, werden jetzt freigelegt. Menschlicbe Ueberreste hat man bis- her nicht gefunden. Man vermutet, daß die Bewohner bei Aus- bruch des Vulkans auf Scbiffen entkommen sind. Unter den neu ge- fundenen Kunstwerken befinden si-d fünf vorzügliche Dronz-statuen von Göttern und Göttinnen; eine Marmorstatue stellt einen phrngt- schen Sklaven dar: außerdem wurde« zahlreiche Terrakotten und Gesäße aus verschiedenfarbigem Glas gesunden sowie eine hölzerne Oelpresie, wie sie noch jetzt in Italien benutzt wird. Die Geg'n- stände bleiben alle an Ort und Stell«, so daß die Besucher>?>! lebendigste« Eindruck von dem Alltagsleben der Bewohner von Herkulanum erhalten. pariser Molutionstage 1848 und 1849. A»tS unveröffentlichieu Briefen des Dichters Georg Weerth. Mitgeteilt von Karl Weerth. Lötz hie Rutsch«»I?eiheltsb«ipegung com Jahre 1848 ihre fköMen Slnlrieöe auf dem demschen Rheinland empfangen Hai, ist jüngst roieder klar geworden durch«Ine Reihe ansprechender Aufsätze in den..Rheinischen Heimatblättern� 1928, Heft 6, darunter die aus- gereichnete Arbeit von t>f. Hans Stein: Politische Strömungen am Rhein 181.1 bis 1848. Pon den verschiedenen geistigen Kraftquellen. d-« hie? bunt neben-, mit- und gegeneinander wirkten, ist dl« be- degjendste unleugbar die Persönlichkeit von Karl Marx, der mit st inen Äekrsnen damals in Köln die„Reue Rheinisch« .Leitung" herairsgab. Zu seinem Stab« gehörte auch Georg Weerth, der mit seinen novellistischen Arbeiten da» Feuilleton brese»„Organ? der Demokratie" verlorgte. Räch dem Scheitern der Revolution reiste er al» Kaufmann viel im Ausland, und schon «est o4 Jahre alt. ist er in Havanna einem tückischen Fieber erkeqen. Er-per wie Freiligrath in Detmold geboren, aber beider biter« waren Rheinländer. D-'erthg bekanntest« Novell« war be- titelt..Leben und Taten des berühmten Ritter» Schnapphahnsti", «>ve ebenso witzige wir bittere Satire, die>hm drei Monate F-stungshost einbrachte. Sein großes Talent, Seibsterledtes iebeydig darzustellen, zeigt sich in seinen zahlreichen Drieien an Mutter, Rrübgr und Freunde. Der erster« davon, in dem Pariser ErisbnisI« gcfchilbert werden, sei im folgenden wiedergegeben. vmnittelbar nach der Febrvar-Revolution war Weerth nach Paris gereist und berichtet ans seilen Tagen wie folgt: Paris, 11. März 1848. Lieb» Mutiert Am Äberch desselben Tage», an dem ich Dir neulich von Prüssel schrieb, reift« ich nach Paris— aus verschiedenen Gründen— namenilich aber, um die letzte Revolution in ihren unmittelbaren Folge» zu beobachten. Roch einer mühseligen, ost unterbrochenen 7»ur langte ich in der Rocht hier an—«e war Mittwoch, in den letzten Togen Februar». Alle Barritoden standen noch, die Wacht- s'iier dronnten, und die Rotionalgard« marschiert» an ollen Ecken. Mit meinem Begleiter ging ich aus«inen Pasten und erkundigt» mich r'„ch aimm Hotel. Ein Gastwirt war aus der Wach« und ging sofort mit uns Hitd macht« qn» das Pett, in voller Uniform, den Tschako astf dem Kopie, den Säbel an der Seit«. Am nächsten Mergen verfügten wir un» sofort auf da» Bureau der„Reforme" und des„Rational", der zwei Organe des jetzigen Gouvernements und«rließen einen Aufruf an die in Paris lebenden Deutschen, um sich zu einer großen Demonstration zugunsten der Republik zu oersammeln. Die» Meeting fand zuerst Im Tose Mulhouz« stott, und Herwegh, der Poet, wurde zum Präsidenten erwählj-r� wir anderen ins Komitee. Im Saale Baientino hielten wir dann«in« Sitzung von 41WO Manschen, und ein« von uns entworfen« Adresse an das französisch« ?>»kt ging noch heftigem Kampfe glänzend durch Am Mittwoch verfammelten wir nun alle deutschen Demokraten aus dem Karussell- platz--7 7iM Mann trafen ein; zu 4 und 4 bildeten sie einen Zug, die'chwqrzrotyoldene Fahne und die Trikolore weht« vorne an. und so schritten wir den ftci der Seine hinab nach dem Hotel de Bill». gm knnn provifarischei» Gouvernement unsere Adresse zu überreichen. Wß Sön?«r an de» Spitz« unser« Zuges sangen französisch« und Ft't/kche Aigd�r. Das Kftwitts« MZlletz«un vor dem Hotel be Mle die Masse. und wir wurden von Ledru-Rollin"). Cremieux�) und Dupont de nSure*} im große» Saale empfangen. Herwegh las unser« Adresse vor, und CWmien� antwortet« in wahrhast ergreifender Weis«. Man bat sich dann unsere Fahnen als Geschenk zum An- denken aus, um sie dann gleich den amerikanischen und anderen Flaggen im Heiligtum der Republik auszuhängen, und wir schieden dann von jenen grohen Revolutionshelden mit herzlichem Hände- druck, während«ine zahllose Masse Menschen uns auf unserem Heimzug mit Jubel begleitet« und„Vive!'AIlen««nei Vivr>, 1» R4publiquel* rief Gegen Abend trafen wir an der Iutisäul««in und feierten dort den Schluß«ine» der schönsten Tage,«eiche ich je erlebt habe. O. Ueb« Mutiert Ich kann Dir nicht sogen, was ich hier seil 14 Tagen gesehen und gehört habe! So etwa» läßt sich nicht wieder- erzählen, man muß dabei gewesen sein, um zu hegr«if«n, wie man auf offener Straß« vor Freud« weinen kann. Eins der schönsten Böller der Well hat sich in drei Tage» sein« Freihell wiederervbert und den niederträchtigsten aller gekrönten Schufte, samt seiner Clique mit Stumpf und Sic! verncchtet. Da» bedors es weiter der Worte noch! Ganz Frankreich ist für die Republik, und ob auch tausend Schwierigkeiten zu überstergen sind — alles vereinigt sich, um den Triumpf zu sichern. Die Leichenieier der Gebliebenen war das ergreifendste, was ich sah. Eine Million Menschen gi«g mit dem Zug«, 400 MV Mann mit den nackten Waffen In der Hand. Keiner sorgt« für Ordnung, weil all« dafür sorgten. Bom Morgen bis in die Nacht habe ich an allem teilgenommen, und nur mit Schreiken denke ich daran, daß ich am Montag wieder noch Brüssel zurückkehren muh. Ich sitze jetzt Im Palais 6« I» Lidertö(früher Palais Royal), im Cabinet Balois—«two zwanzig Zeitungsschreiber um mich herum— von der Tätigkeit, die jetzt hier herrscht, macht man sich keinen Begriff. Lies die Zeitungen genau— sie sind setz' de« Lesens wert. Glaub« absr den deutschen Verdächtigungen nicht! Dies« Revosution wird die Gestalt der Erde ändern, und das Ist auch nötig. Viv« la R�publiquc! Mit herzlichem Gruh Dein Georg. » Den König Üouis-Phikipp hatte der Sturm vom 24. Februar weggefegt, ober die Früchte des Siege» heimsten die Besitzenden allein sin; die Proletarier, die den Sieg erkämpft hatten, merkten bald, daß ihre trostlose Lage sich in der bürgerlichen Republik um nichts gebessert hatte. Die Iunischlacht des Jahre» 1848, diese» verzwaifelt« Aufbäumen der Pariser Arbeitermossen, von General Cavaignac in einem Meer von Blut erstickt, ist allen bekannt. Aber ein Jahr später, Juni 1849, wiederHollen dieselben Pariser Arbeiter noch einmal den Dersuch, ihr« Ketten zu iprengen. Wie dies« zweit« Iunischlacht. die einer bequemen bürgerlichen Geschichtsousiassung als höchst überflüssig« und törichte Revoll« eines mißgeleiteten Pöbel» gilt, sich in den Augen eines Mannes darstellt, d«r da» Drama miterlebt hat. und der da nicht„Pöbel" vor sich sieht, son- dern leidende, verzweite't« Mensck en. die sich selbst heften müssen, wall ihnen niemand hilft, mag nicht ohne Interesse sein und wird in einem der später folgenden Brief« geschildert •) Mitglieder der provisorischen Regierung..,'. � Gchallplatten vor Weihnachten. Gedrängte Ltebersicht./ Von Klaus pringsheim. Wsthnachtsgesäng«, vokal und Instrumental verarbeitet, kn reicher Au? wähl: so aus D.-G.-Platten') alte und neue Weih- nzchikliedqr, tünstvoll gesetzt, gesungen vom Basilika- Chor (Dingen) Piqs Kali); lo bei V. gespielt vom Orchester Ienö F« s t a oder aus dem Harmonium von Fritz Wennei» oder gesungen esm Ä r o m« r- Sextett. Im übrigen überwiegt in nicht unbedenk- lichem Ausmaß die„leichte"(und leichte) Produktion. An künstlerisch -Neilbestöndigem sind«in paar neue Opernaufnahmen zu verzeichnen. Zwei sehr schön« Chorsachen vor allem: der 1 e t t i» s ch e Chor vom Nationoltheater in Riga singt die ersten Szenen tzuj„Bfirl? Eodunom"(P); der Chor der Mailänder Scala Gewitter- und Feuerchor aus„Othello"(O.). Prachtvoll. In Othrlos Tod stellt P. einen bei uns noch unbekannten Itoilenischen Tenor, Zlipo P> e c a i h g a, als Opernsänger grohen Stils vor; «.miger oortoilhojt O. den Tenor Alessarchro G r a n d a in der Arie des Rndoiso aus„Boheme". Aber groß, außerordentlich wie immer ist S ch a 1 j a p in auch In der italienischen Oper: in zwei Arien aus Boito«„Mcsistokele" und Bettinis„Nachtwandlerin"(El.). '.Nario Ollzew-ka scssell stimmlich in der ost reproduzierten P-arqdem'mmer der Dalila(El.), Ioar An dresen bat als Saraftro (,«�aubersl5ti>") edlen, großen— ein wenig zu großen Ton diesmal (Ct.). Bon Wilhelm Rod«, dem aurgezeichneten Wotan der Münchener Oper, bringt D. G. Bruchstücke aus„Rheingold" und „Siegsried"; besonders glücklich, durchaus persönlich in Ton und Ausdruck, präsentiert sich hier auch Della Reinhordt» jugend- •) Abtürzungen: B.= Beka; Br.= Brunswick; C.= Co- Irnnbla; p. G.— Deutsch« Grammophon; Et.-- Eiectrola; O.«r Odeon; P.— Parlophon: V.— Box. licher Sopran in einer Wognerpiatte(„Walküre" ttnd„Meister- singer"). Die letzte Szene aus den„Meisterfingern" ist in einer musterhaften Uebertragung aus der Berliner Staatsoper (1928) zu hören(El). Und das Vorspiel zum dritten Akt, von den Philharmonikern unter Knappcrisbujch mit schön ausgeglichc- nem Ton gespielt, ist zu den besten Orchesteraufnahmen bei den D. G. zu zählen. Sehr Konten smert auch die virtuos« Wiedergab« von Franz Lißts noch immer hinreißendem„Mazeppa". (Dirigent Oskar Fried.) Auch seine Zweite Polonais«, von der Staatstapell« unter Leo Blech als Bravourstück schwung- und glanzvoll gebracht, tut Ihre Wirkung(El). Eine Ueberroschung aber, wie de? Klang des grohm Richard Sttauß-Orchefters in Salomes Tanz durch K l e m p e r e r für die Schallplattc gewonnen wird(El). Endlich ein paar Ouvertüren: zu Mozarts„Eni- sühnrng"(P.); zur„Fledermaus"(0.); mrd, bei uns zu wenig be- kannt, zu Smetanas Oper �ibufla"(P.). Instrumenfalist. k�naz Friedman in einer von ihm bearbeitetsn Folg-- vrsr Schicbert-Walzern„All-Wien"(E.) Was folgt, ft-gl als MusV gewertet, darunter: unter dein Schub« rt-Walzer, ber zw>sck>«n zwei Reichen, jenem der„großen Kunst' und diesem der Gebrauchsmusik vermittell. Wir wollen st- mnusrhin nich, verachten noch hochmütig verwerfest, sow-it sie ai-! gute Art ihren Zweck erfüllt, der Unterha'iung zu dienen. Auch tünsilerisch Belangloses kann durch die Wiedergabe hohen Ku-sstmert erlangen; so, wenn der unverglcich'iche Jack Smith die Schlager der Saigon singt: das amerikanische„Ramono und dos deutsch«„Ich küsse Ihre Hand. Madame'(El). All« singen, allspielen sie. Jonas zum Beispiel mit nisi natürlicher Anmut Duettisten L a y t o n und I o h n st o n(C); aber kainer spielt es mit solcher Delitotess«, mit soviel kunstgewerblicher Feinheit wie Paut Whiteman(El). Es ist auch eine gute Rummer des Dajos- B e 1 o- Orchesters(O.), und auch Gabriel Formiggini, von dem B.«in« Reihe neuer Tanzpiatten bringt, führt es im Repertoire: auch jenes deutsch« Lied fehll darin nicht. Als Tnnznumwer selbst- verständlich: all« modernen„Lieber" können getanzt werden. Aber vor allem singt es der charmsnt« Mar Hansen(D. G) und— b« areislicherweise— unser« Richard Tauber, der sich mrtzerdem In seinen beliebten„Friederikc'-Schlagern bewundern läßt(O.). Di« kann man auch, mit schönem Ton gesungen, von Ioro D w o r s k? hören(P.). Uebrigens, auch Lotte Lehmann, die außerordent- liche Künstlerin, verschwendet sich an Wertlosigkeiten, selbst vor Hi doch»„Lenz" macht sie diesmal nicht Halt(O.). Und Elisabeth v. C ndert wart« mit einem„Ballgeflüster" auf(El). Marc-ll W i»irisch(B.) hat„gern die Frau'n geküßt"— ganz usse To"bcr. der seinerseits als deutscher Jack Smith eine Llüsterpiatte" besingt und bespielt(O.).„Wir flüstern"— so nennt sich auch ein« Scklo- gersammlung, in der dennoch die„C o m e d I a n H a r m o n i st o" artistisches Niveau zeigen(O.). Ihre Italienischen und spanis'lr:! Doka'inierniezzi sind das Reizvollste in einer großen Serie, die(51. au» der Operette„Casanova" bringt— mit der Besetzung d«s Großen Schauspielhauses; vor allem freilich mit Michael Bohnen. der große Momente hat. Jeder Theatererfolg wirk» als Schollplattcnersolg ausgewertet. So bringt Barnabas von Geczy aus der.Art>sten"'Must? de» talentvollen Werner Heymonn das Liedchen von» Häuschen aar Michigansee als-Iaz.zvariction"(P). Marek Weber bemüht sich um die Erfolgsnummern aus dem inzwischen vergessenen„Prinz- chen"(El.), für die— vor allem für den vermeintlichen Schkaz-r „Iosefin"— auch de: Komponist, Rudolf Nelson, sich, zusammen mit seinem Klavierpartner Walter Joses, persön ich«insetzt(P.). Uedrigen», �)azz aus zwei Flügcin", als Spezialität wird es von den Pianisten Sick und Kaper gepflegt; und auch ersterer allein am Instrument, mit federndem Rhythmus und vecölussendrr G« lctustgteit: eint Nummer, die sich hören läßt(D. G.). Ein paar Applau-sochen aus der Haller�Rem-e„Schön und Schick" bringt Esim Schachmeister(D. G); aber schon in Vorahnung des Scrien- erjolgs, den Cbarsll sich tm Mctrovoltheater oerspricht, s fielt Marek Weber ein Potpourri aus der„Lustigen Witwe"; auch versucht et es noch einmal mit der Overett«„Rose Marie"(El). Diese Potpourris find nicht auszurotten. Da gibt es serner«ine„Leharicna"(El), und Whiteman sinkt in einer„Tschaikowskiana"(C.) aus das Niveau »Ines mttt'eren Zalouorchesters. Die Staatsopernknpelle sollt« wirk- lich nicht nötig haben, etn«„Große Phantasie aus Tiefland" zu ers- tutieren(El). Und für wen ein«„Ionny-spielttauf'-Phaotasie(O.)�' Auch Spo l t a.n» t? liefert mit jsinem.Tanzorchester ein.Schlager- Potpourri", es führt den suggektivcn Namen„Das hör' ich so (Cf.i Aich Artur Gatt manu spielt mit seinen„Ufa> Suis»» mtern" ein«„Cssfertdachiana"; doch außerdem, durchaus nicht saifon- f gemäß, französische vorkriegswalzer(O.), und Paul S o d« i v gor verkegt sich äii Walzer non Waldteufel(V. G). Auch alt« Militär- mävsch« scheinen noch immer als Andenken beliebt zu sein. Humor di allen Graden und Trusen; der durch den Rundsun? popularistert« L. M. Lommel sucht sein Schallplouenpubi i tum. Einstweilen nur.�)«rre,»ge! ellschaft": sie wird danach sein(O.) Auch da» Kromer-Sextett bietet Humoristisches; übrigens auch Poiksiiedartige»(B.). Ave beliebien Kabarettisten werfen sich aus die Platte: Paul O'M ontis(O), Austin Egen(El.), Iren« A m drus(P), Theo Lucas(B). dieser als Spezialist für das Kölnisch«. B. überflutet den Markt mit rdeinisch-karnevalistischev Ausgelassenheit: da singt Karl Blum rheinische Lieder, da gibt es, von Müller-Schlösser vorgetragen, ullige Schnei der-Wil-bek- Cpisodev. da sind.Lwlegespräch« zwischen Tunnes und Schääle" und .�arneoalistische Büttenreden". Hans R«! m a n n produzi»rt sich sächsisch(O.): herrlich, eine Klasse höher als alle anderen ist dos Münchener P�rar Daleniin-Karlftadt(O.)— m„Zufall" und„Diebstahl"—, med dann gibt es noch den„letzten Münchener Fiater" Weiß Fe rdl(B), und A. M. T o p i tz singt das Wiener „Fiakeriird", das einst durch Kirardi berühntt geworden(El.), und Karl Leopold jodelt tirolerisch(L.). und Ma? Rostock spielt altmienerisch beseelt« Aithevsofl(B.). Aber in höherer Ebene sind wir bei dem Saxophcnvirwos-n Rudy W i e d o e s t(El), oder bei den übermütig lustigen Six Iumping Iockz(Di.), oder in Whiteman? faszinierend frechen Foztrvtt„Rein Sie haben keine Id«".____ Das schönste Kunstwerk der Gieinzeit. Die Zeichnung eines weihen Rhinozerosse!, di« auf einem Baialtfelsen im Südwesten Transvaals entdeckt wurde, wird in der Franksurter Wochenichrist„Die Umichau" das schönste bjeher bekannt gewordene Kunstwerk der Steinzeit genannt. Man kann sich keine besser« Darstellung dieses heute d->m?lusster!,«n rahen Tier«? denken, als die, die der Steinzeittünstler vor 25 000 bis 50 000 Iahren schuf: langsam trottet das Rhinozeros seines Weges. während auf seinem Rücken eine Unmenge Vögel sitzen, die ihm das Ungeziefer fortpicken, genau so wie noch heute bei den wenigen Rhinozerossen im Zululond diese ständigen Gäste ihren Ernährer begleiten. An der gleichen Fundstell« wurden noch drei weiter» ebenso meisterhafte Felezeichnungen gefunden, die ebenfalls zweife!- los aus der ältesten Steinzeit, etwa der Aurignacien-Pcriod«, her- rühren. Teuchifchi'öLrM Siraße und Haus. Vi« praU.sche Durch Ehrung veS Plaues in Aussicht Von ewem Kommunalpolitiker wird un» geschrieben: Auf die Oricntierungsmiüe! der Strahenschilder und Hausnummern kann eine Stadt flicht mehr verzichten yn mehreren, nicht so kultivierten Landern besieht ein Awong zur Beleuchtung der Straßenschilder und Hausnum- mern. In zahlreichen uns vorliegenden Gutachten �sprechen sich h'eih. Länder und Kommunen zustümnend.)a, geradezu begeisternd lürdieobligatorischeEinsührungdieserMaßflohme aus. Eigentümer und Mieter widersetzen sich kemesvrcgs der Hauznummer- und Straßenschilderbeleuchtung, nur über die Aus- i> r i n g u n g der geringen K o st e n konnte ein« Einigung bislang nicht erzielt werden. Polizei. Post Aerzte. Hebammen u. a. haben in letzter Zeit darauf gedrungen, um mit dem„Stadium der Er- vägunaen endlich Schluß zu machen und zurTatzu schreiten. Poch vielen Ucberprüiuirgen der eingererchten Borjchläg« ist nun eine Einigung iniorreit zustande gekrmmen, als der P« r l i n e r Polizeipräsident und der Magistrat der Reichs» Hauptstadt dem billigsten und brauchbarsten Projekt der zu diesem Zweck eingesetzten ,Studicngefellschaft für Straßenschilder- lltrd Hausnummerbeleuchtung� den Vorzug gegeben hat. lieber die Durchführung d'ese» Planes erfahren wir folgendes: Di« Ausgabe, der sich die Studvmgesellschaft unterzogen hat, ist die VesrisUgung eines allgemeinen Wunsche» nach einer ausreichenden Veleuchtung der Hausnummern, Hauseingonge Und Straßenschilder mit geringem Aufwand durib ein« zen- trale Organisat'on. Um dem StadtdiU» ein«inheriliches Gepräge zu ?eben, beabsichtigt die Siudiengesellschaft die Instandhaltung, Reinigung und Wertung der Anlagen einschließlich der Dtromkosten und des L a m p« n e r fa tz«». für den Haus- Besitzer ohne iode Erstattung der Anlaaekosten zu einem sehr niedrigen. Monoilichen Paus�alsatz von zwei oisdrei Mark pro Hau» «ussiihren zu lassen. Damit wäre«in« geradezu ideal« Lösung lür alle Kommunen gefunden. Nachdem bereits die Breslauer M i e t e r s ch a s t sich für die Durchführung des Planes der Studien- gestllschaft eingrletzt hat erscheint es un» nicht aussichtslos, daß sich auch die gesamte einsichtige Mieterschast Berlins bereit erklärt hat. h�n geringen Beitrag von Ii) cder 20 Pf. pro Monat mch Miets- ?art« aus sich zu nehmen. Die praktische Durchführung 'ft bereit» sehr weit gediehen. In zahlreichen Städten wie H a m» �urg. Breslau, Karlsruh«. Ludwigshasen, Leip- Zig. Stockholm. Kopenhagen hat man mit der Einrichtung >�esez modernen Beieuchtungssystems begonnen. Mögen alle Kam- >flunen. Mieter» und Termietcroerbände in dem von uns gewünschten S'rme an diesem Prob'em mitarbeiten. Sie finden Rat und Unter- siützung bei der St-odienoescl'schaft für Straßenschilder, und.Haus- nummerbeleuchwng. Berlin SW sS, Wilhelmstraße 107. XZlrrwarr in Ser LusiSarkelissieuer. Zirkus Sarrasani informiert die Berliner Press« in einer Lngklegenheit. die ein etwas«igcntünillches Licht aus das Gebaren Skwister Kreise im Lu st b a r k e i t sst« u e r w e s e n Berlins wirst. Der Zirkus Sarrasani wollte im Herbst in Berlin ein Gastsp ei geben, nahm ober davon Absland, weil die Sieuclsätze zu hoch und stir sein Unternehmen untragbar waren. Dem Städtischen Verkehrsamt gelang es auch, nach langwierigen Berhmchlun- gen die Steuerkommission zu bewegen, die Vergnügungssteuer her- abzusetzen. Es wurde mit dem Zirkus vereinbart, daß er für sein V-rliner Gastspiel nur acht Prozent Lergnüngungssteuer de- sohlen sollte. Auf diesen Dorschlag ging die Zirkusdirektion ein Und traf alle Vorbereitungen, ihr Berliner Gästspiet Anfonq de» nächsten Jahre» nachzuholen. Der Zirkü» wollte tn'.den-T u s- ltellungshallen am Äasierdamm spielen.- die setzt schon seit Vychcn leerstehen. Auch dadurch hatte die Stadt größete Ein. trehmen gehabt. Ein umfangreiches Programm wurde zusammen- «stellt, Artisten und Personal engagiert. Mtten hinein in diese Vdrbereitunzsarbeiten traf ein Bescheid de« oteueromtes. daß die Ermäßigung rückgängig gemacht und die Lustbarkeitssteuer 1 °uf zehn Prozent erhöht sei. Welche Gründe mit einem Viele vorlogen, dies» Erhöhung vorzunehmen, ist nicht bekannt ge- worden. Es gehen Gerüchte, daß ein in Berlin ansässige» Unter- Nehmen, da» von deutschnaiionalen Krcifen gefördert wird, die weidende Kraft war, die Steuerermäßigung rückgäng'g Zu machen. Scrrnfani hat sich auf den Standpunkt gestellt, daß für ihn die � Proz. rechtsverbindlich sind, und daß er dem Berliner lMgistrat nir den Schaden, der ihm durch die Engagements entstanden ist. haftbar machen müsi«. Es ist zu hoffen, daß es nicht zn diesen Auseinan�rfetzungen bvinmt und d e Steuerabteilung einsteht, daß auf diese Werfe reu» Tremdengerkehrswerbung möglich ist. Die ersten Weihnachtsfeiern. Dei den Sünden in»Friedrichshain�. Freud« zu bereiten, ist der Wunsch, der in dar Weihnachtszeit uns alle beherrscht Freude zu bereden, wünschte quch die tm Berwaltungsbezirk F» iedrichshain ardcihsnde B l i it- denwohlfahrtskommission. die erblindeten oder blind- geborenen Wohlfohrtsempfängern ihren besonderen Schutz gewährt. Wie schon seit mehreren Iahren, veranstaltete die Kommission auch diesmal wieder für ihr« de» Augenlichtes beraubten. Schützling« ein« Weihnochtsbescherung. Draußen in Berlkn-Ost kamen im.Frankfurter Hos" achtzig eingeladene Bi nde jusaminen, Frauen und Männer, von ihren Angehörigen geführt. Greisinnen und Greise waren darunter, viele im grauen oder weißen Haar, manche ge- beugt von der Lost ihrer Jahr«. Andere, die noch nicht, in vorge- rücktem Alter stehen, hatten ihr« schulpflichtigen Kinder mitgebracht. A"ck>»ör diese Kleinen hielt der Weihnachtsmann fein« Gaben be- relt. An langen Tafeln saßen bei Kasse« und Kuchen die Gäste bei- sammen, den Vorträgen der Konzertsänger Rache und Gill« und des.Bandoniumoerein» Osten* lauschend. Bezirksverordneter Reincke. der Dorsteher der Bsinden. und Wohlfahrtskommission, sprach in seiner Festrede von der Freude, andere«ine Freude bereiten zu können. Stadtrat Genosi« Mann, der Dezernent für die Wohlfahrtspflege des Bezirke», wies hin auf die Aufgab«. die Blinden möglichst arbeitefähig zu machen, damit ihnen«'»e Er- werbsmöglichkcit verschafst und ihnen die Lebensfreude wiedergegeben wird. Auch andere Mitglieder der Bezirks- Verwaltung nahmen als Gäste an der Feier teil. sDürgcrmeister Miefttz war dienstlich verhindert.) Am Gabentisch, zu dem die Blin. den geführt wurden, prüften die tastenden Hände, wa» freundlich« Spender da ausgebaut hatten. Wärmend« Kleidungsstücke und nährende Lebensmittel und für die Klanen dazu noch die leckeren Weihnachtsteller— alle» wurde betastet und Freud« erhellten die Gesichter. Roch lang« blieben die Teilnehmer de» Festes gesellig zusammen. Gewerbetreibende des Bezirkes hatten durch Spenden dazu beigetragen, die Bescherung und die Feier zu ermöglichen. Welboachtea der SiedlerNnder. In der Siedlung Lindenbof. Schönebera, gab es für die Jugend e'n fröhliches De'hnachtssest Im Saal des Ledigenheim» saßen SDO Kinder und freuten sich über Schncewitt�en und ihre sieben Gefreuen: als dann ober erst der vielgeliebte Kasperle kam und Zwiesprache mit seinen kleinen Freunden hielt, da wollte der Frohsinn überhaupt kein Ende nehmen. Aber man war nicht bloß Publikum, das sich unterhallen und beschenken ließ, man erfreute seine Allersgenossen und die anwesenden Gäste auch durch eigene Dar- bietungen Ein Kmderorckester von Siedlerkindern brachte mü viel Liebe und Geschick unter Leitung ihres Musiklehrere die Haydnfche Kindersinfonie zum Vortrag. Wie die kleinen Händchen tapfer den Fiedelbogen führten, die Mündchen sich am Flötenholz spitzten. flinke Arme die Triangel schwangen, daran konnte man wirklich sein« Freude haben. Am Schluß der Borführungen erhielt jedes der Kinder noch ein Gabenpäckchen. Auch der Bedürftigen der Siedlung, Kranker und Arbeitsloser, gedacht« man zu Weihnachten Draußen id den Gärten erstrahlle dann für groß und klein ein mächtiger Lichterboum. Im Ctc lten-HauS. Eine hübsche, stimmungsvolle Weihnachtsfeier vereinigte Krank«, Schmesiern und Aerzteschast des Cecilieu-Haufes in der Der- llner Straße zu Charlollenburg. Im Verdunkellen Saal strahlten zwei große Lichterbäume. Der ganze Raum war festlich mll Blumen und Pflanzen geschmückt, ouf langen, gedeckten Tischen stand für jeden«in bunter Teller und«ine hübsche, kleine Ueberraschung bereit. Da saßen nun oll die Frauen und Mädchen, denen dieses Jahr kein Weihnachtsbaum im eigenen He'm erstrahlte, die über kurz oder lang ihrer schweren Stunde entgegensahen, oder sonst ein kö-perliche? Leiden hatten. Auf Tragbahren trug man die herein, die nicht gehen konnten, und bettete sie weich und bequem auf Polsterstühlen. Weih, nachtslieder leiteten die Feier«in, darauf sprach Profeiior Lippmonn, der Leiter der Anstalt, einige Worte über die symbosiscbe Bedeutung de» Festem Als Fest des Friedens, der sozialen Verbrüderung aller Menschen soll Weihnachten gelten. Und dann verkündete er die Geburt nicht nur eines, sondern gleich von neun Weihnachtskindern, die gerade in der Kllnik zur Well gekommen waren. Eine Stunde Weißnachtea... Die„neue Festkultur im Iugendleben" sollte ein« am Freitag abend vom Volksbrldungsamt F r> e d r i ch s h a i n in der Aula des Andreas-Realgymnasiums in der Koppenstraße veranstallet« Jugend- Weihnachtsfeier zum Ausdruck bringen, deren künstlerische Ausgestal- tung der Werb: bezirk Osten der Arbeiterjugend übernommen hatte. Der Abend, zu dem sich die Gäste ziemlich zahlreich ein- gefunden hatten, ließ sich zunächst nicht schiebt an Ein paar gut gesprochen« Rezitationen, ein paar Liedchen und ein von der Kapell« gespieltes Weihnabtspotpourri mit richtigem Weihnachtsmarktlärm. entwickelten die Keime einer zarten Weihnachtsstimmung. Dies« versank aber aus Nimmerwiedersehen in einer erheblich langen Pause, der schließlich die Ausführung eines kleinen Sprcchchorw:rkes folgte. Und dann, als man dachte, daß es nun„los* gehen sollte- wurde dem erstaunten Publikum rund und nett der Schlug der „Weihnachtsfeier* oerkündet. ..... II ii. Thea die Tanzerm. Zfefaahe hilftott in Spanien zurückgeblieben. In was für schwierig« Situationen, lediglich durch Unternehmer» Willkür, Artistinnen und" Tänzerinnen gebracht werden, kann man wieder und wieder vor dem Arbeitsgericht feststellen. Hier ein neuer typischer Fall, der den Zynismus dieser Sorte Impresarios ofsenbart. gräulain Thea war als Tänzerin für«in Ballett engagiert worden, da» außer den Engagement» in deutschen Variete« und Kabarett» auch Zluelandsengagement, hatte. Als Abschluß de» Engagement» war mit Fräulein. Thea noch ein Au f I re 1• n des- ganzen Ballett»in Äad rl d ausgemacht. Der Pertrag lief End« Oktober ab. Damit Hölle Thea.eigentlich* gleich ein Anschluß- engagement für Rovember-Dezember annehmen köMcn. Aber die Sache kam etwas anders. Denn als die Truppe in Madrid war, hieß es plötzlich, das Engagement in dem dortigen Etablisiement lief« bis zum Z. November. Der Traum von dem Anschlußengaoe- ment fiel also in» Master. Damit aber noch nicht genug. Die j Leiterin der Truppe, die wieder von dem in Berlin befind- lichen Unternehmer Direktiven und Gagen empsing, konnte Thea am S. November abend» weder die Restgag« noch da» Fahrgeld geben, obwohl sie deshalb schon telegraphisch mit dem Ehef in Berlin oerhandelt hatte. Dieser nett« Mensch hatte die Freundüchkell, ebenfalls auf telegraphischem Wege, den guten Rat zu geben. Thea solle erst noch mll nach Barcelona, dann würde sich alle? weller« finden. Weich sie das nichftoiH, form»; sie ja zu— Fuß nach Berlin laufen. Dann wäre sie gerade vor Weih- nachten da. Thea wurde beim d-eutfchen Konsulat in Madrid vorstellig und erhielt hier den Rat, noch Barcelona mll- zufahren. Wem, sie dort da» Fohrgeld und ihre Gage nicht erhielt«. solle sie sich wieder an das Konsulat in Barcelona wenden, dann würde man ihr schon weiter helfen. Was blieb der Tänzerin also ander» übrig, als nach Barcelona mitzufahrend Dort kkam sie endlich ihr« restliche Gag«, aber nicht das Fahr». geld. Nach Berlin zurückgekehrt, reichte sie beim Arbeits- g e r i ch t Klage auf Zahlung einer weiteren Monat sgag««in. weil sie durch die Schuld des Unternehmer» für November kein neues Engagement mehr hatte annehmen können. Ferner beansprucht« sie Bezahlung des Fahrgeldes. Schließlich einigte mau sich auf löst V- Beim Uebsrschreiten h«s gährdammes än her Ecke Pallas- und Goltzstraße wurde gestern der SSiöhrige Arbeiter Wilhelm Grund .aus der Anc back, er.Straße 55 vdn einem Lastauto überfahren und tödlich oerletzt.— Aus dor Straßenkreuzung Gruner- und Dircksen- stroße geriet ein etwa-tSjähriger Mann unter«ine Straßenbahn der Linie 174. Der Verunglückt« starb aus dqm Wegs zur nächsten Rettungsstelle.— Auf dem Lleinbahnhof Relnickendorf-Rossnlhal der Groß-Schönebecker Eisenbahn wurde gestern abend der 4Sjährige Max Lothammer au» Mühlenbcck van einem«infahrenden Zug erfaßt und auf der Stelle getötet. DA Sozialistische Arbellsrsugend Groß-Derlin veranstallet, wie schon wiekerholt mllgeteilt. heute vormittag 11 Uhr in der Aula' de� Kaiser-Friedrich-Realgymnasiums. Neukölln. Kailer Friedrich- Straße 205. eine öffentliche Kundgebung: Arbeiterjugend in Not! Die Toten klagen an. Es reden: Clara BWHm-Schuck). M. d. 3t, Ludwig Diederich. Erich Ollenhauer. Die iuriillsche Sprechstunde fällt am Alonkag. den» 24- i»nd Donnerstag, den» 27. Dezember d. 3. aas. ZiBin Weihnach�s-i'esi Mcrren-V/mtcrulstcr 42.— Merren-Wintcrpaletots 45.— Merren-Sakkoanzüge tÄ- 45.— Smoking- u. Abendanzüge no�töT- 65.— Damen-Ottomanemäntel«üs'.Ä 17.50 Damen-Wintermäntel 33.— Scalplösch-, Wollplüsch- und Krimmermäntel *P xraöv Auswahl und basonder» gro�a Woitea Skianzüge Ä StuTT. 11.25 SkianZÜgC HJ* Paam oad Herr«,.95,— 95.-� SÖ."""" moderne StortfceySjre. ruo«« 900.- Sportpelze»sa.. i M.Gehpelze_ S«Wektri. Gehpelze. Daraenpelzmäntel ss»..«s.- Pelzioppen Schofför-Wintermäntel Schofforpelze D{«füttert 45.. SS.- f7.. 1 1 � für Herren ISS.-(20.. für Damen 133.-(20.* Winterjoppen. Lederjacken SLTuJ{ S SS.- 7S.. 103.- 69.- SportsweatcrmR*r0««"*>ppJ'«»iwiic«r»Mjo.i7j8 14.25 Strickwcslen für Damen u. Herren..«» 4.95« Strickkleider für Damen 10.50« Damen• Pullovci«»i«« mm««........... 2.85« Herren-Oberhemden nm*.*.. 4.25« Kunstseidene Schals............... 1.—« Herrenhüte nt. o�wi.«3«,. r**,... 6.25 PraBctische Geschenke Pyjamas AUS gestreiften Flaeellea, elegant verarbeitet.... T-Ioi»c-I/-vr-sr-\ors ,nit$chnurvwiieraog in«reechmackvollea Farbe« nausjoppen.......... 40.- zs.- 94.- 19.- ScHIafrOClcO aas molligen Flauachstoff es Gestreifte Herrenhosen Kieler Pyjacks«t a«ww*«* cw o Knaben-Waachsamtanzügc?«>>«. Knaben- Sportanzüge Stof!*; 60.- M— SS— M— 80—»4— ISIS— It.- 8— 6— HAFK SAH M£ Cfcausseefis'- h A? Ui-itsrui-iui-Ktttvctoi-,: Sisttli-isi- Sot-,» SczMi->t->ot SOnr>lscz. den 23. Dezember, von 2—6 Uhr Qeöffnef! �IiUL JHrt-Hi i r»W■fMWirnM|Tn.i..! fr � � Schlesien als Wiutersporiland. Wie selten eines in Deutschland ist das SÄesierland mit seinen Gebirgen zur Ausübung der veischiedenslen Winterspurlarten geeignet. BesiKt es doch in dem Gebirgszuge der Sudeten, die sich in einer Länge von etwa ZOO Kilometern bis zu einer flöhe non öoer ICOO" Meter hinziehen, ein großes Vstätigungsfeld. Beginnen wir bei dem Riesengebtrg«. deslen chauntsominelpunkte die Kur- orte Echreiberha», Krummhübcl-Brückenberg. Spindlermuhle, Iohanmsbad, serner Dermsdorf, Schmiedeberg. Warmbrunn, Roch" litz. Liebou und die Bauden aus dem Kamme sind. Im Niesen- gebirg« ist für den Sportler die in Schreiberhau neu errichtete Bobbahn hervorzuheben, die ein« der besten Europas ist. In dem angrenzenden Nsergebirg«(über 1100 Meter hoch) s-ndct der Skisportler aus den tzöhen prächtige Wälder und ichone Abfahrten, so nach Bad Mnsberg. Das an das Riefengebirge angrenzende Waldenburger Gebirge(über 000 Meter) ist mü seinen Waldtälern, die uns im Winter besonders an dos Thüringer Berglond«rinnern, nicht minder verlockend. Die Bäder Salzbninn. Ehomitenbrunn, der Luftkurort Gärbersdorf und die Städte fsriedland und Waiden- bürg sind die Ausgangevunkte der Wimeisponler. Wenn wir uirfere Schritt« weiter über die altertümlichen Städte Rcichenboch und Schweidnig in das Eulengebirge(über 1000 Meter) lenlen, so find wir in einem Teile der Sudeten angelangt, der als Schnecsportgebtct außerordentlich in Betracht kommt. Langenbielau, Stemkunzendors, Peterslvaldau, Hausdorf und Wüstewaltsrsdors wie die hochge- legen«» Bauden sind Standorte der Wintersportler. Das Glager Gebirg«, das über 1400 Meter aufsietgt, erinnert in seinem Charakter an den Schwarzroald Süddeutschiand». Es besitzt im Glotzer Schnee- gsbirge und in der Hohen Mens«(über 1100 Meter hoch) im Heu- scheuer- und Reichenstciner Gebirge(über 000 Meter hoch), im Bielengebirge(über 1000 Meter hoch) ausg-zeichncle Wintersport- gebiete. Di« Ausgangspunkte sind die Bäder Auheide, Langenau, Landeck, Äudowo, Reinerz und der Lustkurart Wölfelsgrund. Alle schlesischen Bäder mit Ausnahme von Langenau sind auch Im Winter geöffnet. Jenseits der Grenze bei dem preußischen Bode Ziegenhols erhebt sich das Altvatergcbirge(l-WO M eter Höhe) mit Än Bade- orten Gräfenberg. Auckmantel, Lindenwicse, Karlsbrunn uiw., ein hervorragendes W!»l«rsporlgebiet. Bon den Borgebirgen kommt das Bober-Kaßbachgebirge(über 700 Meter), das Strehlen-Münster- bcrger Berglond(über ZOO Meter), das Aobtengeblrge bei Breslau (über 700 Meter) und das Katzengebirge bei Breslau mit den Bade- orten Trebnitz und Obernigk(über 260 M-ter) bei günstiger Schnee- läge sür den Wintersport in Betracht. Die Reichsbahn läßt einen billigen Sondcrzug nach dem Jser- und Riesengebirge. Z. und 0. Klasse, mit 3-V/k Proz. Ermäßigung, am 26. Dezember 1028. ver. kehren, jedoch nur bci genügender Beteiligung. Eine Ivvjährisse Gpiclubr. Im Biedermeierzimmer des Märkischen Museum« wird kn diesen Tagen eine ostronomische Uhr non dem Berliner Uhrmacher Friedrich Wilhelm Lieder oukgestsOO. Die Uhr entstand vor 100 Jahren: sie wird jetzt durch Uhrmacher Schulz und Orgel- bauer Lenk nveder hergestellt, täglich um 12 Uhr die Ouvertüre' zu der Oper„Iphigenie in Aulis* von Gluck zu Gebär bringen. l'/s Jahre Gefängnis für den falsche» Rechtsanwalt. Das Sckjössengericht Mitte verurteilte den„Syndikus' Maxi» milian Knöchel, der, wie mitgeteilt, unter der Maske eines Rechtsanwalts Betrügereien verübt hatte, wegen Betruges in drei Fällen und versuchtcn Betruges zu i Jahr 6 Monaten G e- sängnis und Z Jahren Ehrverlust. Dem Angeklagten wurden L Monate Untersuchungrhost angerechnet, jedoch wurde der Haft- Mehl wegen Flucht geiahr aufrechterhalten. Stadt-Arbcitsnachweis für Ailmkomparfeu.- Noch und nach werden jetzt endlich auch die sogenannten freien Berufe, die bisher immer- eine Sonderstellung eingenommen halten, dem allgemeinen Arbeitsgebiet angegliederi. Nachdem vor ungefähr einem Jahre eiu staatlicher Cngogemcntsnochweis für Artisten ins Leben gecuien wurde, schreitet man letzt zur Schaffung eines öffentlichen Arbeitsnachweises sür Filmtom- parsen.. Die Tätigkeit der bisherigen osfiziellen und„wilden" Filmbörsmr mar kein? allzu«ripvleßluh«. und Arbeitnchmer wie Arbeitgeber waren mit ihren Funktionen höchst unzufrieden. Der Hauptgrund der Mighelligkeiten log darin, daß die wilden Film- bdrsen durch Unterbietung der Honororlotze der offiziellen Film- borsen diese zu schädigen suchten. Die Arbeitnehmer- und Arbeit- geberoerbänd« der Filmindustrie hoben in einer gemeinschattlichen Besprechung mir dem Arbeitsamt Berlin-Mitte daher beschlossen, einen öffentlichen Arbeitsnachwels für Filmdarsteller beim Arbeits- amt Berlin-Mitte zu errichten. Dieser Arbeitsnachweis wird für beide Teile k o st e n l o s arbeiten. Diese neu« öfsentlich« Filmböri« wird ob 2. Januar in den Räumen Beuthstrahe 1—0 eröffnet werden. Die Arbeitsuchenden sollen auch für wenia Geld Speisen und Getränke erhplten. Der Nochweis beginnt täglich um 2 Uhr nachmittags. Tierschutzverein und Wcihnachtskarpfcn. Der Verband der T'erschußvereine schreibt:„Weihnachten. das Fest der Liebe", bedeutet für Tausend« von Karpsen den Tod. Da bitten wir. wenigstens dafür zu sorgen, baß dieser Tod so schmerzlos wie möglich herbeigeführt wird. Wir erleben es dos ganze Jahr, und wir erleben es besonders im Andrang des Weil)- nachtsgefchästs, daß die Fische nicht genügend betäubt werden. Dos Aufschlagen aus den Rand des Bottichs genügt nicht, und so ist es vorgekommen, daß die Fische, die ja auch schmerzempfindlich sind, bei lebendigem Leibe ge- schuppt und ausgenommmen wurden. Laßt das nicht zu, ihr Hausfrauen, sondern verlangt, daß der Fisch durch einen Schlag mit einem Holzhammer tatsächlich betäubt wird! Die größte Brutalität aber ist es, leb'ende Fisch« in Aei» tungspapiereingewlckelt oder im Marktnetz nach Haufe zu tragen. Die Fische ersticken bei diesem Transport elend'gllch. Die Tierschubvercine werden auf ollen Märkten Mitglieder postieren, d'e dafür zu iorgen haben, daß derartig« Tierquälereien die verdiente Strafe finden. Die Aosstellong„«la» und Metall" der Arbestsgemeinschast für Deuifcbe Handwerk skultur und die ihr angegliederte Sonderen- s- stellung„D e neue Küche* der Architektenveremigung„Der Ring" in den Bereinigten Staatsschuien für freie und angeiyandü? Kunst» Ehorlottenburg, Hardenbcrgstr. 33, am Steinplatz, ist neuerdings durch ein interessantes Objekt vermehrt worden. Der Reichspräsident hat den ihm anläßlich je ne« 81. Geburtstages von der Provin,z Schlcsseik gestifteten Kristallpokal,«in Meisterwerk tchlessschen Glases, der Ausstellung als Leihgabe überwiesen. Di« Ausstellung ist, des in letzter Zeit besonders slorken Besucherandranges wegen, bis Zu m 15. Januar 1029» erlange ri worden. In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Ansitellung täglich von 10— 17 Ilbr und Sonntags von 11—17 Uhr geöffnet, mit Ausnahme von dem 23.. 24.. 25. und 81. Dezember 1028. „Der Kommunist als Auaeber." Zu diesem im„Abend" vom 14. Dezember veröffentlichten Artikel erhalten wir vom Bezirks- amt Lichtenberg eine Zuschrift, aus der hervorgeht, daß ein Teil des Materials, das der Verteidiger der Angeklagten Im Gerichtssaat vortrug und dessen Nachprüfung wir verlangten, bereits ein besonderer Aueschuh der Bezirksversamnllung, der sich aus Mit- gliedern aller Parteien zusammensetzte, geprüf! und die Halt!osig-eit der Anschuldigungen sestaestellt ball Es sind keine izölle bekannt, daß der Dezernent leine Parteifreunde bevorzugt hätte. Vesper halt« nicht von der örtlichen Fllrsorgestelle 400 M. bewilligt erhalten, sondern aus Mitteln der zentralen Siedlungsfürsorge, um den Zaun seines Siedlungsgrundstückes zu erneuern. Der Fürsorgestelle Lichtenberg lag lediglich das Asiszahlungsgeschäst ob. Daß e,n Kriegsbeschädigter eine komplette Wohnungseiniichtuna erhalten haben ioll. ist nicht erwiesen. Richtig ist, daß ein Kriegsbeschädigter ein Darlehen von 150 M. zur Leichastung non Einrichtiingsgegen- ständen(für Stube und Küche) aus dem Nachlaß eines verstorbenen Berwandien erhalten und ordnungsmäßig geiilgt hat. Van einem Kriegsbeschädigten, der angeblich bei der russischen Handelsgesellschaii ein Einkommen von 400 M. haben und trotzdem noch Deihllsen empfangen soll, ist nichts bekannt. keine Polizeistunde für die Silvesternacht. Für die Silvester- nacht hat der Polizeipräsident die Polizeistunde der Gott- und Schankwirtfchasten aufgehodeit. Die preußische Slaalsbibliolhek ist außer den gesetzlichen Feier- tagen auch Montag, den 24. Dezember und Montag, den 3t. Dezember geichlossen. Die helbatidi befindet sich nicht, wie kürzlich hier mitgeteilt, im Hause Potsdamer Str. 123 sondern Potsdamer Str. 123 b. Kiaiilslheater. Wegen plötliibcr Erkrankung rctt Frau Renate Müller michte die Schillertbcaler-P'.«mlere von DiderotS..Ist er gut—!>t er böseL' verlegt worden. Tie Komödie in der deutschen Searbettung von jftmtz Schul- gebt nunmehr«tstmaiiz am iS. Dezember in Szene. 5ür die Frühjahrsjugendweihen-19X9 müssen die Aufnahmen in solgenden Anmeldestellen unter Zahlung der Einschreibegebühr von 50 Pf. vorgenommen werden: Berti» kratze» Schaalvierdaua, 5n(?>»tiUlr«orie.l.£3. 68, üinVtiftr. Z. tz C»!. J kr?. links, Zimmer'i. aadstnet nun 9—1". Uhr. UUiNuxt;» u. Seenas» voa 9—19 Uhr.>3. Saftrlt, ilUB. 21. 9äild-!me8av-n-r Ltr. 48 tTorroärl.--. Soediron); P. s-okl, S!. 6Z. Ulrecht«'! Err. 21(v«>Io>iran»: A. Höoiich. Ä. s:>. Mlplcr-£ckc litremt't Sit.(SormdMä-cviMt on); 33. Lotfmavn, N. 58, ßadjr. nrt Etr. h(Keila Iiranl): ff. Lehmana. 31. 54, iKteiitr. 174(3!nta)i! ov): H. äischer. 91. A. Vastiansir. 7 iLarmäria-Ooediriant: P. T.c,n, 3 0 53.?mi»an>!c:kirffstr. 24< 3? o:n>.ritr«Sn»dit' o»): W. Gilde. KO. 18, Landobergir sa-e 43, Ii M. Sorunann, O. 54. Äon.ixsd-rzer Elr. 8? (Photoaescha'i)!«. ze-llc. O. 84.-p«l-r«burgev Platz 4(Keltavranl): 3. Will. schliß. O. 84. PelerÄ-uraer Str. 5(K etianranl): u. Ärndt, O. Ü, Mario s- ltraV 86(TonBätts-SlkM Bn: g. TtB». CO. 88.-ßlozaner Str. M, vorn!V: B. Ei«, SO. 16. Nanntn-sti. 9 O'-ftaurani); Ute«», SO.. Sonsitzer Platz Ii—Ii(ZharwartB-SvcdttiBil):? orwärts»<:P«di2iBa, S. 61, walbstr. 47(an der TneiscrausiratzeZ: Otto ffrnielau, Writzens«, Ki-nndaha» straß« 17»: W. ffallos. Pavmsel-ulenircg. Schraderftr. 18, aarn Mi S. Mcekr'» kurz, Trrpwm, ffraetzstr. SV(PorwSrts.Svekitian): gräu Statvittcr, SchSne» k-rg, 3lpove1.?anl!!B.Ttiaße 7: 9. Petri«. SchZnakerz. ffbersftr. 70? Z'atkmano, Schknederq, 3?«I,igcr Ztr. 27(T'Brmörts-Spcd't BttZt ff. ff.chavdt» sirieScna'-, Nacheitr. 9: l?rau Unorr-- Wiltner-dBrf, Hanauer Str. 48(Sichluvg): ......."' �..«aaiknrg, StBSlZtz. Schlah. Unkan». llt: ff. strlgentrzu. Itz. ZchSnmaite«.- E-cht-ri-lde.ützesi, Hande'ptay 5: i»..Samknrg, S'-BSlitz. S-cklotz. ltrqZ» IVZ: W. äk.uk a. Sieglitz.?inaf-r.- ,, ffaitinkan,. ttt; ff. sirlgrntreu, Jaohw tz, ffkarlBtrer.ftr. 54.->- fftatlBt/enbarg! ffwiller-rheat«: PorivZrts. Spedit'BN, ffnariB'.k-nkurg. ff-texkeimer Str. 1, vart. grau?BachIin. Ckar. lef- nkurz, tiaiserdaniin II, ffinaang KBgnitzklratz», von 14—18 Uhr(Bor. n>ärt«»ffi>eki1iBv1. Schul», ffkarlBtiendurz. TrBn'enstr. 12, I, ffart-nhav� m? Vut«n>ai, ffkariottrndura, Auzsburz-r Str. 47, pari.: ff. Sehmidt, SkarlBtten. dura'3 rsirrrstr. 4(Laden>: Devtlcher Berkehrsbnnd. ffhar'Brtrnkur«, Bar- rcuthsr Straße ZI- Paillow: Pqjerm: ÜBntuw.vrrkaufsilrll-a in fankoi, WoNankstr. 19?., Kerlinrr Sit. 47. Bre-ts Str. 16, ftlffinzensttafe«; War Schars. strdt, Pankow-Sild, Lvulcrmannstr. Z0: öBnsumorrkauiBs-e-l n in Slied-rschBN» dousrn,.aa'ser.Di'hekilt.ff tratz» 7? und öaiserwsz 69.— Sisrjil/: flörn- r' rf-nlf: kehret ff.ttffi Mlillcr. gaitzrr-Wilhewr-Stratz« 93; ffat'l SS-uderi. iZlewm'ra. stratzr 19; Mar Ic'k-darf, ffpkn ckrr Str. Z-: Bt-tzke, Parri5u«i1r. 23; Pirwltz. tl-rtzer Straße 8(glzarrenzeschlft).— Licht-.» dera: AnnielduNgeu wcr.dtn anarnamwen hei d-n Kektoren der welll-chen Schulen:«ektBr sanaer. Schule, ärirdr'chftratze: �ektar Priebe. Schul«, ZUarttliratze:?-eklBr Lolkerling, Schul«, LBkt«iNroke:> rktor Svdoiv. Schule. LeB'Bldftratze:'-rt'et Stnt, Schule, Sötern. wekerstraß«, und bei 3l. K.akewlh. O. 112, Därtnerstr. 6. lvellerbericht der öffentlichen Metlerdievstffelle verkin und Nmgeaend (Rachdr. ve-b.). Oaugsome BewölknnoZzunadene mü allmählich ansteigenden Tcmverat'ireti. ipäier Neigung zu Schneemllen.— Für veusichlaud- Im Seilen ziemlich irübe. mit einzelnen leichlen Regensallen. Teibveratur ein wenig stber Null, rm mittleren Teil de! Reiches langsame Eint: üb an z und allmählicher Temperaluranstiez, un Qstrn heiter bei strengem Frost. Wer nicht Fred H i l d e n b r a n d t in der letzten halben Stunde ferne holden, guten Kindergeschichten lesen borte, mußte von dtefsm Abend sehr unbefriedigt bleiben. Das Russische Orchester musizierte zwar nett, aber diese Äerlegenheitszusammensiellung von Solagesang und ingendwelcher Musik kennen wir hinreichend. Dazu waren die Solisten dieses Abends nicht gerade erftNafsig« Kräsie. Zum Ueberfluß sang noch Cornelius Bronsgecst sentimental und unecht Weihiiachlskinderlieder. Da slllchtete man aus die Deutsche Welle: doch da gab es gerade die„Stunde des Landes", wobei unter Land diesmal die Wasserkante gemeint war, und wenn n'chl der amüsante Vortrag von Dr. Gustav Manz aus dem Roman Jürn Jakob Zwehn„Der Amerikofahrer" gewesen wäre, so hätte diese Beranftaltung auch nicht allzu große Freude verursacht. Also Hörle man sich die Rezttotwn an und schattete dann ergeben den Empkänger aus. Tes. Sozialistische Arbelterjngend Groß-Seriw SwtenkBnarn füe Biese JhiBril ave e» Bü4 Jotab&ataltt __ vertfa ff TB 68.£!n»CTffr«tze S 3t>»»«»g 14., tlnd Tonnereta tj, 57., ist fce« Z»ge»5letre4ai4at qeschlBlfe»- IFtfmm'" Die Becrd'anoa bu bei dem Branö vernngkllfften ffenokfin ffkfrted« S r a i! s e findc? ctr konnrrotag, 27. Dezember, 15 Uhr. aus dem S Zaeobi.Frt-bhBf In'der Hcrntannsiraße statt." Dir btttr« dir Senasfin. ncn UNS ff W.19. fffiicn j GLsr* ffl. h. 9»..®Udh6Hi6, pjzuif&"£*'■ S�VtSlSi t- Mafien? P»t-Stert a«« die �fantenj i««" Me-tche» laben, wie fix d e Pearl Metnfirrytte 1» Calais gezceat bat. r- Heute, Souatag, 23. Dezember, Treffpuukte zur AuuSgebung iu Ileukollu: »iSaitch« Paek! _______ T_a» 1081 ÜHt ankuifthtt Park.- Sermbaltzvlatz d> 7 Up UNI Helmlm.'tzvkltz.- fi-ttsl-j k- kl�!!hr am Vhi. 3-B-k-in-. IS vüchtsi-icr im Helm Elelmst:. 33.- Schonhanler Parvadt!«V. Uhr. 14'. ilht xunktionikefitzung. L-in-abend im Heim SchSnftrefler vtratze.— Lichten berg- �Bik»'.9 Uze? Bt- Elke.- Lei-selhak- 914 Uhr Tark., �t�rlin« Mari« dort> 9'4 Uhr KurMrinn., ff-ke ffhauiie-ktta?.'.- SverbebeUrl ffchz»» barg! 19 Uhr aaiscr-Vllh-'.m.Pbitz.— V-rbebaz-rt Panlawt 9 Uhr Pankow. Marktplatz. � Fallnkatz 71: Keim Sonnrnbnrffer fftr.«n Beihnachtskettr.— «chSaemeide: S-'m 3ZerNntr fftt»1: iSribnachtzseien.— � renwelhoi NN» Warianbotf:«Sa Maibnachtssahrttailnahm« irr'f'r sich 9» ein� kurz-n w ch- tigen Vasprechung 12 Uhr im K-mr WarienbBtf, Doristr. 7. ISZj Uhr S-gn- ai-end ebandart. OctB«Hc»irt Sööoeberq: Petrkligt-na o« dtt«rtel-ptt-r«»»- fe'er im fftfr'aal»rs(friftenauct Pa'Haoies. Trefspunkt für alle Truppen 18 Uhr Mhken.. ffötz kauvtstratz«. �. «erbebezirk Lichienbarg:«elhnachtwrn-ftelltUig im AelM ffnntrr. stratze 44. Geöffnet bis 29 Uhr. Dloraen. Woolaa. 24. Dezember: „ ChCuLUcL 4» 11? X-. t/ a» 4 4 tziachztlgier 193» Uhr?hs. N-r-liötenbktg. � So» alftiiche 2-?Sl«ra«.rrii'i»a-t S-eukell»!»ll»?rri»ntchn?t-klnrnier treff«» ffch mit dem Fahrgeld 14 Uhr Der istr. 29 bei pul. Dtrbert». Pfinktlichtt Erscheinen ist Pflicht. Der Treffpunkt der Fahrt und anderca w,rd sefigrsetzl. Borirage, Vereine und Versammtuugeu. Relchsbaauer �chwarz-Rot�Sold". Serlla S 14, 6ebafttanftr&I/98, 5 ffanpa-tt-rb..Da. ffauburean'ik am T-nn-a„ t«. v'�' platz iind alle Kam-radi.n freunSlich» etnseiaBm. i-rn�»-pre-r Dienataa, 55. De,»her.»ittet De.hnacht-tvan�nin�es Sun�banme« nam Bueksw. ilrr.tctfn? Uhr Driarener Dahn. Lichtenberg, i Tiotr-n- ZS-ikna8 tBkricr im l'pgenkaOnB. LnBernromenapa.--.«irrwaa-.»»•«- »errbet. S'erttöllr.Pritz, 1 tiatneradschaft! Weihnachttspazirrgans. neih 9!h öhn. Änarhör�-.?«kfpun.'.t 9 Ubr fmttt.. Sft 8. Lameradsö«»: 12% Uhr Treiwunkt Dhs. Kerwann stkatze. «ur Urt � trtptm an. »lad: 19 Uhr Bc H-aö'.sfcifr br> cr»jrff. nrnnprin'-m., v- 1. »ratz.. ffrlöein-N Dflich t. ftamrtad'ömJt Sirfteo Txraw.! Z�-ana-gtsfeirr b» Bleie. Pr.ieirtf.feTB«, SMetmftratz«.-«aiserft>°rt.chbt! IE, ?«« Weihnacht-seier findet nicht SM 29., fnndetn am A. Dezent.,-?,.»h, Utv Im tzllt-n«rüg. Degr'. Sanprs'raii».»ari. ffinttttt 30 Pf- ftüifc« frei,»am« nah Suchen grati». ffästr tnULaenrnen. Vrieskasien der Aedakiion. Die suristische öprell.stunb« fälll am Movtag, dem 24. Mtd Donnersiag. dem 27. Dezember d. Z. aus. 35.» 2». ff, handelt sich um lauUnd» Fnffonkletzungear�tt»'?, Bert» JtBttrr, den hauowrrt t-r-«-". Der Mieter kann nur a> Sn-pruch geNBmm werken, wenn ikn ein. ffchulk triff-- 9. Ä. 81. Ut Unfollrtnt« bett» Vi völliaer ff-nverkar-ntah, gleit zwei Drittel de, Tahrr-araeiS-ie�ienste,(Vfl renke).' in?hr-rn Falle al'B 2070 M.- W. St- haben II? P-p,. d» gruchenem'rte zahlen?Zen,' h«r kausw'.rt wehr forderl f» ertlatt fich 9- trau,, daß i-S-.r Mieter oerpslichtet ist. den au? seift Wahnung entsaS-nd» Dell t't fr.tw.r.nbttaWct'S zur fftuttbü etfn dg- n»»euer zu ttagen.— r Do, Teichegericht ha: Kit Frage noch nicht entschteSen. Den 5-Uhr.Lobeirlchlatz am beisiae« Pbend hat Mi- ZZlichllcht auf cht, »acht»i°ier.n ihrer Anaestellten dtt Fttmä Sard». Le>p»ger Stratze V»K«u?' (Itritrnkamm, angeprknel .Tmeke Sefterhrrg- ist mit u-uen(shansBn» sttt ho, Ianuarprvgramnr dek Wintergarien» neepllichter. Den Danzteil»ertreten„Mi,ai:ett u. Marin" sBw| ki«.ffeichrp»er Ditter". Ait, Amerika kommt der bekannt« lltwston.» D? Vier«' Do, berilhmte ffetangsauortett.Di« AKel,-»etgen sich»um erktr» Mal» auf Sc« 31ar>k>,!'»hnk, ebentB her Da1alaika�le«!sterschast«tzrtuaie.Pal-' rian S-Hnmaknt'". Di«„8 ffodona«", die Saiiprdarst'ller au, Dnpon-- be-vow' kem Felm„Zlarint«, probirzicren sich in'chrem Lus:seafilt!»nsakt cm Sttr««" Hl mm- f.' Di» seit alter, her bestehende Sltke, stch unter dem SBeiHtwäilrfJtim zu schrnlrn, sinket ihre» g-öhtrn tp-iz darin,«in(Blche, ffetchenk au«uwahvn' welche, bei Kem Seschentien wirklich Herzrn�rerch« erweckt. Sin Artikel, all- DorcvsfeftunBC'! H erzu e- stillt, ist für den Herrn eine bllksch au�estatt«»' ffeschenkkiste nnn Loefer n. Wnlst, her altkekanntea Flgarreirfirma, Heren ff-' zrugnille dam Paucher ffaranst« tllr höchste Feinheit und Preieapüttilgkait Kirtetn Die Firma F. Darr. Vebftr. 58, eroiknete acster»-hre beheutenj erweiterte, Perkausaiäume. fflelchzeitig feiert sie da, 49jädrige �luKtläum ihre, 38«str7t«fS- Dhne WusZ lein richtige, Wrshnachttsest! Daran tollte Icker brnken. Gut« Musik«rst gibt Kern ZSeihnachtrfeste die recht» weihepBl'e Stimnnrna. Wie Jr' hebend ist r, Koch, wenn am Welbnachteabend die gutrn, alten Qe"rnachlff lieber im Heim ertönen, fftn» gute Sprechmaichine perhilt» hgzu. Aderl-ff Man kaufe b- m Fachmann. Man grhe»un Schweizer Mullkhan,. das irff« aber dir ffrenzeei Zlerlin» hinau« bekannt ist. besten Tinhaber Fachmann nbn 9" P'ke auf Ist t-rlb in Kesten. Iber? statten erste FacharK-itk? kllr Lnalität« Nuist: Instrumente bargen. Der mit»ielen Abbilbungen vtrschen« llata'»g wirk am Runlck gern zupriankt. Das Happtgrschöft befindet si» in der 2Rrd;«e!k''®' stratze 19. Die Adressen von elf weiteren»Igenen Lerkaufsstellrn enthält die" der pBrÜegrndeu Rümmer neröftentlichte Anzeige. Derantwortlich Ar Politik: Dr. Eurk ffeger: Wirtschaft: ff.»liagrldössk' Gewrrtsch.alisdrwegung! Z. fftciaer: F«u!stc«B0! O. H. Diiicher: Lotalt, an.d Sonstiarsi Fritz FarNibt: Anreiaeni Tb fflacke. sämtlich in Perlt»., Prrlag: Darwärls-Serlag S m d H. Berlin Druck: DBrwartB>PuchKrncker«> und Berlaapanstalt Panl Linarr o fo 38erlin SW 8* L-ndenstrotze« Hier IN 4«cllagen and.Jlnlerjaltan« sab Bisten*. NeugliederuuZ in MeinlandWesisalen Nie DosfthlSge. e« preußischen Iunenmla sterck D« pteußis�a Mwister kis» Srnent �ai fsin«„ikorsch�ig« für k o mm» lyb l, Kauregelung" in �äljschen 5!nduftri«gebist jetzt such der �»emüdike.� unitr« Heüct. t�JJnriog«, die reinesyzegs alz sndgilltlz zu betrachten ist, �Oit i2S �jfiten und ist in erster Linie der tomwunalen Neugliede- de� enteren öndvitriegebtetes gewidmet. -?». dam umfangreich«; Dokument heißt'«, v. a.'Vdcnsower.ij Uü.crnctite Grpßstadt adar Landkreis achlig je«, gebe es riit die Äaaisregierung«in grundsätzliches Problem der Wittel, �a d t. Die Entscheidung könne nur individuell im Einzelfalle ge- treten, Prestigemcrncnte tarnen nicht w Betracht. Eine e I o hg-u n gv on Städten werde vorgeschlagen, wo tat- fächlkb Hereitz durch Zusamnienwochsen ein« öriltch« Äemein» 'cha ich entstanden sei, oder wo dies« Gemeinschaft zur Peirledigung Bedürsniss« cher' Bevölkerung unter gleichmäßiger Anspannung �er Eteuerkrost und»vir die Bejeitigung einer irrotionellen Ueber- Konisation«riorderlich wäre. Wo der vollständige kommunale -�Ilfammenschiuß an« Gründen der Selbswerwaltung nicht durch. Ehrbar fei, werde- ergänzend die zwif chengemeindlich« « k b? i j sgemeitzs ch a j t eintreten müllen� Gerod« iür das»rag. uch« Jnduftriegeblet erscheine über die kommunalen Teillösungen VRbyi die Ermoglichüng einer Ardeltkge'.neinschast sehr zweckmäßig. den gegenwärtigen Lorschlägen der Staatsregierung solle die Htritsgemeinschust aber nur für drei Gebletzgruppen vorgesehen werden, nämlich sür da» Gebiet der Ruhrmündung» st adt. das zwischen Bochum und Dortmund und für doz des allen ■" I i n g Haufen. Den Landkreilen soll« dt« Möglichkeit gegeben Verden, übergemeindlich« Ausgaben einheitlich und raiionell öh«»INcn� . Lud den iZfnzekporschlägen für die kommunale Neugliederung folofndes zu erwähnen: Zusammengeschlossen werden sollen die fei Städte München- Gladbach, Rheydt und L)d«n. f'kchen, ebenso D u i s b u r g und Hamborn sowie Ober- '�usen, St �r trade und Osterfeld. Der Stadtkreis Elsen VII durch �9 Gebfct des jetzigen Lsndkreijes mit Ausnahme der �ivdt KSkwig erweitert werben. Für Düsseldorf ist eine Er- vciteruna durch ackt Gemeinden geplant, vorgeschlagen ist folgender �''samivtnschlllß der Städte Sosingen-Wald, Hüscheid t. Gräfrath und ebenso Elderfeld und Barp.«,« mit Vohwinkel, Cronenberg ulip, M>t Remscheid sollen zusammengeschlossen werden die �ckdie Leiyiep und Lüttring bausen. 3m Regierungsbezirk Düssel- 2j4f�, zwed neue Landkreis«, ein Nord- und ein Süd kreis, ge- Kaisen werden. 3m Regierungsbezirk Münster soll die Stadl Mecklinghausen sowie der Stadtkreis Gelsenkirchen- •vber Zuwachs von Landgemeinden erhalten. In ihrem jetzigen ämsayg» sollen erhalten bleiben nach der Vorlage Gladbeck, Castrop. ' Herne, Wanne- Eickel und Wattenscheid. Hagen. Bochum M Vartchund sollen neue Landgemeindegebiete zugewiesen werden. issnsg jtz beabsichtigt, die Landkreise w den verschiedenen Regie- *P>M*Zärr«r n«. zu formieren. n-- irk " y' y-f-y*---'S—----------------- Sledlungsosrhand Ruhrkohlinbez« ,<1.1 � a"3v den EtnzÄoorschläcen vislsach automatisch die N h,*.™*5:- S � Ut»erbandsdireitor diese» Verbände» und »ufltmdigen Regierungipräsidenten beausttagt.«eitere vorberet. näfnentllch für di« E'rwsiterunz der Stadtkreis« Iserlohn. WMM Ufd Lünen zu trxsjen� pnz G-I«tz geht«rst wuch Ruckäuß«. il>ß � We�präfchtsmen und Kommunalbehörden an den Staatsrat "äd Landtag. Hetze nach dem MHcnfal. partftr p esss befcha.ß!gt OeaiWaov! Paris, 2Z. Dezember,(Eigenbericht.) tillz da» Attentat auf den Staatsanwalt Fachst in. der Kammer "anr« wurde, rief der. Präsident der Kommission sür Elsaß-Lathrm- Li» alla r m ä: ,�5 ist höchste Zeit, daß da» Gesetz kommt!'. y z geplante Ausnahmegesetz für Elsaß-Lothringen. Der größte Äresi» schreibt ähnlich, und namentlich die Rechtspresse scheut j"®» nicht, dabei wieder in der niedrigsten Weise Deutschland er Mitschuld anzuklagen! Ein Mann vom Range de, Hista. 3a in vi lle versucht sogar an lächerlichen historischen Bei- "«»n zu beweisen, daß die Sitte de» politischen Mordes den El- >MW»"»ck"■*— ,i, Ti�uilAlanb beigebracht (To1"1 äu beweisen, daß vle«vllle uc,-------- ■■nn während ihrer Zugehörigkeit zu Deutschland beigebracht f-e» fei dort sei st» gong und gäbe! f■——--«*•?—- ?«;.00n|ei ji» y„„y �.p---- ht_i�rn fnZchte hoffen, daß sich in Pari» die Geister wieder etwa» !>-- �cnn wenn die Regierung au» dieser Sslst«»ocrfossung (2'°U3 ,än.die Lösung der e'säifischen Frage herantreten sollte, so »Dir*- weiter« Entwicklung im Elsaß Verhängnis- d-», c:nten- Wenn man in Frankreich schon kein verstöndni» für, „ Rar eines um die Erhaltung seiner Sprach« l.*,.8"ultur kämpfenden volkstelle» aufzubringen vermag, sa .RU»" �.....—-<",fiÄr»n. has Elsaß zum Dummelplatz �..iscl)af!«n zu machen. Darin uur...„ � b« zehn Igltz-e nach Kriegsende bereits wieder ein«« l s ä s s i s ch s xsht. Ez wäre sicher nicht dazu gekommen, vxnn nicht d!e Hck•*a.'*n Parteian vnfucht hätlcn, das Elsaß zum Sturm- deiel,'? 4f'«n Kämpfen gegen die französisch« Kirchen- und Schul- dl? i" wachen und die französischen Nationalisten nicht auf litö � krlich«'Jdi« verfallen wären, in seder Gest« einer ausschlich. s» ä Ziel« verfolgenden Pewogung das Wert deut» Propaganda zu sehen. (te'lH?" befinden de» schwerverletzten Staatzanwalts ist in- �vii wesentlich« Besserung eiitgeireten, die zu der 1»ung berechtigt, ihn am Leben erhalten zu können. kk b i�r* schenkt der Aussag« des Täters, daßcraufeigene �.äehandelt habe, keinen Glauben. Sie hat bisher jedoch »Uck ohne Erfolg gefahndet. Di« Untersuchung ist Tz? Erforschung der Lebenzumsländ« und Gewohnheiten des j(.ers««richtet, um eventuell der o ü t o n o in i st i i ch« n Par- ' die moralisch« veranlwortung cusvürden zu können. die �®teriuchungorichter hat noch geltern abend rrraickaßt» daß s»,. �-�koßbvrgir Redaktionoräurn« des.Kl- bat r' durcksucht wurden, well der Lttantäter B e n o I t unmiitel' «ach der Tot ein Schreiben on diese» Llait gerichtet haben soll. cttfffo* klfässtsche Presse verurteilt einmütig de» Mord» AuszeikKuunz für Kachoi. Neuestes aus Feberzoni abgeöaui.— Die„freiwilligen" Spenden. � Abtreibung- das . schlimmste Verbrechen. Locarno. 21. Dezember. I In Ländern mit parlamentarischer Regierung erkolat mx* f«• Z w__ VTiTchriiiT itnrt � I der Wechsel in den MmisiersteZen als Ausdruch und Folge veränderter Machtverhältnisse oder Grupplerungsn der polr- t,sch«n Vartsion. Ital'en hat kein Parlament und f eltto Parteien. Da a'ts im Land? immer zum besten ge�t. sollten«igeTültch bi- ReäierunaZhättpier mir wechseln-, wenn.-—- 5ie*rsiw kant.„Gatt ihre wen! als, ma-t ariov««.____________ fichtn Sto'/un.tzsn drängen. Dabzi hat der Faschismus eine Unza./ mehr Stellen und Pfründe zu rergebm, als je eine Reglerungsvartei vor ihm. nämlich all die hohen und hoch, besoldeten Parteistellungen und die der Synd-late. Trotzdem IM IWI■*'"'--- c. r.j. aber eine besondere Sorte Abgaben, die..Spenden zum sesten des Staatsschatzes" genannt werden. Da werden an. Mussolini Summen geschickt in Geldscheineu. . Staatopapieren, Nenlenansprüchcn usw. und, einmal im Jahre läßt sie Mussolini s e i e r l i ch verbrennen, zur Minderung der öffentlichen Schuld. Offiziell ist dieser merk- würdige Pqrgang sm Zeiche«.des durch den Faschismus er« u unh PatrlotisMUHch In Wirlifchleit ..-2-- wkm�Uds ramJ'idl' •ffotHtt wird. �-v->......-----—-—-—_ J----- muß Musiolini feine Leute wechseln. Er muß sich damit becJfen, wie sich die Beamten beeilen müssen, wenn vor dem Schalter eine lauge Schlanae von Menschen ansteht, die alle Anspruch darauf haben, bedient zu werden. Sehr beachtenswert ist die Verschiebung der chlerarchen. die am 19. Dezember besannt g'geben i wurde, aber sich schon lange vorbereitet. Daß Musiolini ein weiteres Ministerium übernimmt, ist nicht von besonderer Wichtigkeit. Wenn ein und dasselbe Indin'dunm Minister- Präsident Ist. Minister des Auswärtigen. Minister des In» uern. weiter des Kriegs, der Marine und der Luftschiffahrt und schließlich noch der Korporationen, dann macht so nicht eben einen großen Unters-f'ied, wenn ti auch«och die Kolonien übernimmt. Vielsagend ist dagegen die B e» seitigung Federzoni». vis schon durch dessen un- längst erfolgte Ernennung in bmjSenaf vorbereitet wurde. Federzoni mar Nationalist und trat a!» solcher in da? erste saschlstische Kabinett. Man pflegte von ibm als von einem der Diadechen eu sprechen- d-r sich dereinst mit eipsm andzren Ep-Nationaliften dem Iustinnin'ster Roceo um die Nachfolge— Alexander» de» Großen raufen würde. Wenige Leute haben in der Anpassung an den Faschism'ls eine größer? Würdelosigteit b'wiesen. Na,ch der Er- -nordung Watteoltis übernahm er da, Ministerium des Innern, um de? L u d e r w i r t s ch a f t zu steuern- die Ulster Musiolini als Minister und llimzi als.Unterstaatesekretär ein- qerisfsn war. In fein« �eit fielen die Attentate: das von Z a n i b o n i war von ihm organisiert: di« andern kamen s» o n t a n und machten'bn unbeliebt. So jpb er das Portefeuille d?« Innern an Musiolini zurück und wurde Kolonialmin'ster, e'ne Zurückverseßung. di« sich«in Mensch mit etwas Ehrgefühl nie hat!.« bieten lasien. Ihn ganz los zu jrin. wird Musiolini freuen, denn geliebt haben die beiden einander nie. Weiter erreicht das Schicksal diezmal Zwei G« o l i t t i- a n e r, wobl die letzten, nämlich den Präsidenten d?» Ober- rechn'inzshsfes, N e a n e. und frnen Seklionspräsidsnten de? Staatsrat». Schqnzer. Beide werden durch junn?.' fast unbikanntc Sstwarzhemdgn erfetzt. Das weiter? BUd derer, die von der K.repne verdrängt werden od?r on sie ge- langen, interasiie-rt?u semem'Glück da? Ausland nickt: nur fei"erwähnt, daß A.o s s o n i. der frühere Präsident der faschistischen Snndilate. zum Staate-nlnistsr ernannt wird, und daß D e l B o n o. der Polizsivräsident der den Mördern Mutteattls die fallcken Bäsiz gev-b-n und di«„corpora reati" aus Duminis Koffer widerrechtlich an sich genommsst und zum Teil vernichtet hat, rr'eder in Europa«r!ch:int, nachdem ar als Gouverneur in Tripositanien gewirkt hat. i Daß die Menschen w-chs-'n. ist noch da» Wenffst«. I(Ss ist immer da zsxlbe G e l i ck t e r- nur in verschiede- nen Stadien der Sättiguno. Biel Weressanter ist. daß dl« Dinge wechseln: zwar nicht fbr Wesen, wohl aber ihr» Namen. Jeder Staat braucht Geldleistungen seiner Bürger. Man nennt sie Abgaben. Ipr faschistischen Italien gibt es muckten.„Vt�lM�IttUiZ�.•• v~r'*Tywv- ift es zu einem Teil' eine regelrechte Abgabe, wenn nämlich' die Provinzen oder Semeinden von chrcm durch Steuern aufgebrachten Gelde«inen Teil dem Premierminister schicken. Oder es ist eine Verwendung von Geldern zugunsten des Fiskus, die bisher den WoHstäligteitsanstccheu zusiossön. so bei den Spenden der Danken Und verwandter Institute. In anderen fällen, so bei den großen Betrieben, handelt e? sich im» eine von Arbeitern und.AnaestMen erhobene Kopf- st euer. So werden Dunderttaust'eds ausgebracht: niemand wird' in diesem sorgenschweren Winter annehmen, daß dcv bart am Rande seiner E�istenzmßgUchksit lebende italienische Arbeiter freiwillig- Geld eibr, um dem safchiftilcheN Staat?- schätz zu helfen. Schließlich dient die„freimMne Svende" der Nekkame. und hier hat sie noch am ebesten Berech- tigung. Daß die' Sckokoladenfirma Suchard sitalienisch- schweizerische Aktiengesellschaft) gerade dem siälienischen Staate mir ZAX) Lire unter die Arme zu oreüen sich gedrungen fühlte, ist wenig wahrscheinlich. Für Reklame ist die Summe gering. Im alleemeinen haben wir hier jene Form obsigstorischer Freiwilliokeit, die zum Ftschisnuis geHort, wie Beile und Nutenbündel. Nicht nur im Steuerwesen, auch im Rechte ändern sick) die Namen der Erscheinungen. Früher sprach man von Faustrecht, wenn sich der einzelne, durch etzen» Macht. Neckt sckaffte oder fremdes{stecht niederhielt. Das Faustrecht ist die Negation des Staates. Seine gsichichtl'che und ethische Berechtigung erwächst dem Staate gerade aus feiner Auf- gäbe, die Rechtsgüter zu schützen. Ais nächste urtd höher? Stufe bot der Staat iticht nur dem Geschädigten, sondern auch dem Angeksazten. Rechtsschutz.- In» Bewußtsein seiner llebermacht schützt? der Staat den einzelnen wenigstens fa?» msll gegen diese. Was tut der Faschbinin? Er hebt dos Recht des Angeklagten auf Verteidigung a u f: ein fundamentale' Recht, ohne daß der moderne Stanr zum mittelalterlichen Feudalherren wird. Der siHteral- fekretär des Faschismus verbietet den fa-chistischm Rechtsanwälten. Personen zu verteidig«'», die wegen Per» b recken« gegen das keimen de L« beb angeklagt sind. Da SS NU? faschistischg R'chtsanwälte gibt, bedeutet das. daß diese Angeklagten ohne Verteidiger bleiben. Nickt als Verurteilte, nein, schon als Angeklagte stehen sie außer- halb des Staates. Ilnd warum? Well dies Verbrechen der,-Sittlichkeit de» Faschismus besonders widerstrebt�. O. heiliger Mann, du bist«in Erleuchteter und weiht es nickt! Da haben w'r den ganzen Faschismus in" der Lichtrekl-rtle Irr strahlenden Dummheit seines Äensralle'rstors Augusto Tu rat i. D'�e andern Verbrechen— Mord, Raub- Vetrua. FaNck» münzerei. Sittlichkeitsverbrechen— die w'dersprechen nickt, die darf der wackere Falchist v'rt'idrgen! Es man ja ricktig fein, es ist la richtig daß der Faschismus jede« Verbrechen in den Sckuß seiner{Beste und Ruten n'mmt. Aber warum das saaen? Gott schütze Musiolini vor seinen Freundant Mit ihrem Sittlichkeitskollsr in Fort pflanz ungs« lochen plaudern sie sine gan-e Stastsraison aus. M"» läßt sin» wohrl?oft därmhafts Unwisienheit auf am komvli- z'eries Staatsgebilde los v"d nennt die angerichtet« Ver. Wüstung siltltcken Aufbau. Wir empfehlen bei der n.uhsten Hierarckenverschiebung den Cenerastekretär«um Gouverneur einer Kolonie zu ernennen. Für Europa W er«in halbe» Jahrtausend zu spät geboren. METROPOL-THEATER CSSISPIU GROSSES SCHCUSPIELHOUS PREMIERE 25. DEZ. 7 Vi Uhr �£ujtig~(z tityüh&i, .i,. Bariton Ftisco Dirigent: Ernst Hauke hfcrquila Sisters Beauty Girls Tlnze; L W. lackson iüllüMlMMlW ' Operette in 6 Bildern von Franz Lehär FRiTZI MASSARY MAX HANSEN/ USCHI ELLEOT WALTER JANKUHN/ HANS JUNKERMANN/ WILLY SCHAFFERS OSCflfü EBELSBÜCKER ERICH HAROEM GUSTAV HEPPNER HELKUTH KRUGER/ HANS STERNBERG/ M. F. HILLER Gesamtausstattung Prof. Ernst Stern dR&tyOi■&Uh.'CfacleM Vorverkauf ununterbrochen 10-6 Uhr. E R- R ituis-üiei \ ti rtenuo V-V.'» IV. Uhr Die Fledermans Neuinszenier«. »tUtu SdUOSOIIIh. m KAI. 235 20 Uhr Nathan der u/eisel umm Theater Im Admlialspalast Karzes GaslspReB!! 25. Dezember bis 30. Dezember Tackle s> ÜIu Dt Lasisra Tsrlsras Stilra PCrSMto anflrelen spielt, singt und»»ort In«Hon Vschmittwge- a. j Abend- V arstellangen von jimi Mi smitr 8 U.ir ö 5 Saröarossa 923c Sdutefers ttevne guj das«70» s WemnadilS' Prodi antra. ----.-1----- Ttm, itmuiuuiatui-u*u Sehne m. Grünkohl oder Hamburger Gfinsebralcn m. Roikohl• Vanille Crem mü FxuchÜunke. 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Der Kampf| QMZ flaflerliorr 3flhnans:nau' inauMiaotuiuiniiiimzuiui' Helrajsjjeber Öle uepuäitb 3er BfdlTHdtir dühnensenau Harn Usdlhs «er| mode. wc Casanova Auhnenson. lVU4pk NRv saneva I nensonsu t botnmnnnr;. »i iiäCHUPiinii ii •".Uhr CASINO THEATER f.uh. Lothnnter Straüa 37. □er neue Posse-Schlager Amins', die Kanone! Dazu ein erstklassiger bunter TelL -ürunaere Leser üauchem lOrl— iferT Fauieu" nur 1.15 Sessei 1.64 4L onstige Preise Parken u. Ran•" LS» 4. Renaissance• Theater TaL Siainp.U Wt a 7585,54. Täglich S1;. Uhr:. mPas große ABC" Regie Ciusi. Harruti�. liiilnlei Treplover Parü hl* II Uhr shends gi'ö lne" GROSSES SCHAUSPIELHAUS [Setf L September täglich ausverkauft.) ÄlfsHÖM S Uhr Musik: Johann Strauss alt « Uhr Jk Splefdavaa«- i Balletk «» Kann Stern Long i- nd Short ton! Ich lebe! büi«leoiai koiIp Nicolai Kölln i.«n«Q Vorstellang lananllcti Das Gra ma' elüer Probeü Liebe «9«aäL 5*58* utnti ALFRED JERGER von dar Ntmatsapar Wlao Eirtmi Stura. Annl Prlnd, Ann» Ahlers. 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Heute 2 Vorstellungen. Hoiügebenit geschlossen.! I. Feiertag 2 Vorstellung. II, Feiertag 2 Vorstellung. In aUae Saobin.-VorsteJig. an kl-ines Preis-n das Tolie Ahennprogramni— Im Tenassenpreia s nd Sadee. Ten o. Kuchen t abeirittea. Theater a.Ketlbusser ror Kottbusser Str. 0 Tel. Mp. 1607 Tfizlictt 8 Uhr, auch Sonntag i acnm. 5 Lhr lermßll. Freier KMsagSngsv mm I TT Melnnachuprogramni V-H An beiden Felerta an Nachm- Vorttelluor zu ermäS. Freisen des ganze Abendprogr Pt. 1�- bis 2 4 M Mol f cb Man ag guchlo. an JlpalCD*'*—% 4t'. 1.7». 2.—. 2�0 Mk. 1 R tZiOV. Nachm.>. 75, I.—. 1.24 Mk '.51. 1.75 54k BUSCH Sonnt 2 Vorstellungen 5a.8Uhr MeiomtneeBlim im Elienoioiws ...«Iß«»er fiele* JtttraßHaiieß ta grafieg resorooranunsi geatriiiag* Dal gewett Prtltwl 8* eilen 3 FclEiugee i Tanlaliangen. g and 8 nur. in Sonntag, d. 23. Dezember • vefmllta-a n. Uhr mmm ..SChOn und tdüiir in. o AUuasgai/ai T ä g Ii c Ii Uhr iuia Me.u.ei- Ibotd. Feiertag i vorsiellungci hJlitaäli.lto. 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Armeen, Marinen, Lustflotten in und um Deutschland. „ Anläßlich der Beratungen der Wehrkommission der Partei über ein sozialdemokrat.sches Wehrprogramm hat der »Vorwärts" eine Anzahl von Aussätzen über die Wehrpolitik sozialistischen Parteien anderer Länder veröffentlicht. itlle diese Aufsätze haben gezeigt, daß W e h r p o l i t l k ?'cht im luftleeren Raum getrieben werden kann. Gadern Rücksicht zu nehmen hat auf die militärischen Macht- h9rkZfi�:rr....*«----'" � vt--.ff—— leiben muß, ebensosehr" muß sie in der Gegenwart Rücksicht kymen auf die tatsächliche internationale Rüstungslage. Wir ngen daher unsere Artikelserie über das Wehrproblem fort '«ü einer Aufstellung des Standes der Rüstungen. n- Wle Zahlen, die über die Rüstungen der verschiedenen ander angegeben werden, sind stark umstritten. In der l anzösjschxn Kammer hat erst ganz kürzlich zwischen dem -negsministerium und einem radikalsozialistischen Abaeord- •uen eine Debatte darüber stattgefunden, ob da» französisch« seit der Borkriegszeit zu- oder abgenommen hat. Dabei w fuh wieder gezeigt, daß die amtliche französische Wehr- g.�tik den Stand vor dem Kriege, den sie damals nie tief �"Ug ansetzen tonnte, um im vergleich mit Deutschland gut , �u'chneiden, jetzt sehr hoch ansetzt, damit es gegenwärtig aussieht, als ob die französische Armee wesentlich verringert orden ist. Der Streit um die Ziffern des französischen Wes ist bei dieser Gelegenheit nicht überzeugend ausge- jj°g-n worden— und bevor nicht durch den Völkerbund T�reinstimmende Grundlagen für die Rüstungsstattstik inter- Vi�al vereinbart sind, wird jede Mitteilung über den - �llungsstand, auch gerade dann, wenn sie von Regierungs- w'» mit vielen Borbehalten zu begegnen sein. ,!! diesem ausdrücklichen Borbehalt, daß alle solche uchnschen Angaben bi» zu einem gewissen Umfang politisch 'I'ert sind, sind daher auch die Ziffern aufzunehmen, die h'f_ amtliche Rustun�sjahrbuch de« Völker- Und e s veröffentlicht. Da aber anzunehmen ist, daß die um'r aller Länder, die keinen Rüstungsbeschränkungen im w gen, in ungefähr gleichem Grade zutreffende oder un- WT-nde Angaben gemacht haben, ist wenigstens ein Der- «Sli in aroßen Umrissen auf Grund dieser amtlichen, vom Aierbund eingeforderten Angaben möglich. ist für die politische Beurteilung des Abrüftungs- ui uec Hauptsache auf europäisch« �-anoer uno gueoern Nüstungen nach folgenden vier Hauptgesichtspuntten: Mdheer— Kriegsflotte— Wehrsystem— Ausgaben für '"'«••ntrteibtgung. � Qmdheer. gliedern trümmerung der großen Militärmonarchien, die Gesamtzahl der von den hier verzeichneten Ländern unter Waffen ge- haltenen Mannschaften von 3,4 auf 2,4 Millionen, also um eine volle Million Bajonette zurückgegangen. Allerdings gleichen die faschistische Miliz in Italien und die starke Eni» wicklung der militärischen Iugendausblldung in England. Frankreich, Polen, Rußland diese Berminderung des Mann» schaftsbestandes der Armeen zum Teck wieder aus. Schwerer als die nicht unbeträchtlichen Unterschiede der Stehende» Wehrpflichtheer: i») Aushebung aller Dienstfähigen, b) 1- 2jährige mililörijche Au»- FriedensftSrk« Ans. 19141 1928 �«vtschland.•• (S«BBlt.l914:68TOi0) (. 1928:64.) Frankreich Europa 40 Will...- Aordasr. Kol. 26 W0- �rit.«eich 45 MlÜ.••• Dom. 27 v••• Andien 820,.. Valien *0* Mill Rußland....... (1914: 170 Mill.) (1928; 142.) "jlen SO Mttl......... (chechoslowotei U.b Mill........ «'4iin 800000 j 820000 1 172 000 245 000 264 000 1073000 100 000 660 000 160 000 233 000 250 000 562 000 264 000 127000 66 000 {& lus 181 000 frei». rrit.-MiIiz darunt 60000 Briten tu« ca. 200 000 fa- ististische Miliz lus unlontrollier- are Miliz dafür früher Oester- reich-Ungarn « Mill..........| 58 000| 66 000 I ..®u« diesen Zahlen ergibt sich, daß w ��ichland und allenfalls Rußland— h>e / Zerkleinerung des Staatsgebietes Rüstungseinschränkung* vQKnf Cr____«. j. t. � r.>».. �.4 , mit Ausnahme von hier zum Teil wegen !rn------—°vn einer welent- g /'"'rungseinschränkung kaum die Rede sein kann. Wenn stun(l�nkreich behauptete, ein gutes Beispiel in der jrgsemschrSnkung gegeben zu haben, so muß erst noch •.u�wirkung abgewartet werden, die die Herabsetzung '�ostzeit von orei Jahren in 1914 auf ein Jahr ab yaven wird. Im ganzen ist jedoch, dank der Zer- technisch-materiellen Strettmittel ins Gewicht: die Kampf- kraft der an Mannschaftszahl geringeren Truppen ist durch Maschinengewehre. Tanks, schwere Artillerie und Flugzeug« um ein Mehrfaches gewachsen, alles Kampfmittel, von denen Deutschland nur eine Anzahl von Maschinengewehren zur Beifügung steht. Gegenüber 1914 ist die Steigerung in der Zahl dieser Waffen in Europa für 1928 durchschnittlich zu veranschlagen: Bei den Maschinengewehren auf da» 6 koche Lei den schweren Batterien aus da» 8 fache Bei den Flugzeugen... aus dos 20 fache An Tanks, die erst im Krieg erfunden wurden, besitzt Frankreich etwa 1500, England etwa 800-, sie sind sofort ver- wendungsbereit. Bei der Beurteiluna der Stärken der Landfriedens- rüstung ist der Unterschied der Wehrsysteme zu berück- sichtigen. Es gibt die beiden Grundtypen des Berufsheeres und des Wehrpflichtheeres. Jene Unterschiede sind: Berufsheer: a) Ergänzung durch Freiwillig«, b) Lange aktive Dienstzeit, c) Keine oder nur geringfügige bildnng. Reserven. c) starke Reserven. Das Berufsheer ist eingeführt in Deutschland» Oester- reich, Britisches Reich, Bereinigte Staaten von Nordamerika. Das Wehrpflichtheer hingegen findet sich in Frankreich, Italien, Polen, Tschechoslowakei, Belgien, Spanien, Sowjet- union. Bei dem Vergleich dieser beiden Heeresarten aber ist berücksichtigen, daß in den Staaten mit Wehrpflicht ein "erufsheer mehr und mehr den Kern des Wehrpflichtyeeres bildet. So ist für die Einführung der einjährigen Dienstzeit in Frankreich die Existenz eines Berufsheeres von 104 000 Mann die gesetzliche Bedingung. Was die Krkegßflatten angeht, jo hatten Gesamt! onnag« 1914 1926 »rit. Retch(e'nschl. Domin)... 2 208 000 1 160 000 Bereinigt« Staaten o. Nordamerika 844 000 1 250 000 Frankreich......... 683 000 630 000 lallen........... 337 000 300 000 apan........... 536 000 695 000 teilt chland......... 1030 000 155 000 Rußland.. 340 000 130 000 6178 000» 4 220000 Also nur die Bereinigten Staaten und Japan weisen «ine ziemlich beträchtliche Steigerung der Gesamttonnage gegenüber 1914 auf. Bei allen anderen Seemächten ist eine teilweise recht ansehnliche Minderung der Kriegsschifftonnage festzustellen, von 6.2 auf 4,2 Millionen Tonnen Kriegssthisssraum. Diese Rüstungseinschränkung ist einmal zurückzuführen auf die Entwaffnung Deutschlands und den Zusammenbruch der Zarenmonarchie, zum andern auf das internationale Seerüstungsabkommen von 1922, in dem die fünf größeren Seemächte die Zahl, Tonnage und Bestückung ihrer schweren Kriegsschiffe vereinbarten und her- absetzten. Was die Ausgaben für die Landesverteldigung angeht. so sind Bergleiche fast unmöglich, und zwar sowohl der Ber- leich mit der Vergangenheit wie der Vergleich der üstungsausgaben der einzelnen Länder in der Gegenwart. Die Geldentwertung ist zwar eine internationale Erscheinung, aber sie hat«inen sehr verschiedenen Grad erreicht, so dah im Vergleich zu 1914 die Ziffern von 1927 etwa 40 bis 70 Proz. zu hoch sind: andererseits ist es noch nicht gelungen, im Völkerbund eine einheitliche Heeresausgabenstatistit zu vereinbaren. So rechnet Frankreich die Ausgaben für die Luftflotten z. B. nur zum Teil im Wehretat ao: in anderen Ländern erscheint die koloniale Berteidigung im Kolonial- und nicht im Wehretat usw. Unter diesem Borbehalt ist die folgende, den Angaben des Genfer Jahrbuches entnommen« Aufstellung zu betrachten. Gesamtausgaben in Millionen M. Auf den Kopf der Bevölkerung in W. Deutschland Frontreich. Brit. Reich Rolen..... Tschechoslowakei.. Belgien..... Rechnet man die innere Geldentwertung ein, so zeigt sich, daß, auf den Kopf der Bevölkerung gerechnet, die Rüstung-- ausgaben sich ungefähr auf der gleichen Höhe bewegen wie in der Vorkriegszeit. In Frankreich weniger, in England etwas höher, wesentlich höher im faschistischen Italien. il" i] Weihnachten im Harz. Schnee, trockene», kaltes Winterwetter und oll die Requisiten wintersportlicher Betätigung sind endlich eingetrosfcn. Wenn wir auch hier in der Großstadt außer etwas Frost nicht viel von all der winterlichen Schönheit verspüren, draußen in der herrlichen Natur zeigt sich ein prächtiges winterlich«» Bild. Was der Harz als Winter. sportgebiet bedeutet, braucht nicht besoufcers hernorgehoben zu- werden. Schon in diesen Tagen liegen Meldungen über ergiebige Schneefälle m den höheren Logen vor. Namentlich im Brockengebiet ist der Wintersport bereits im vollen Gange. Die Anlagen für Ski-» Eis- und Rodelsport stnd In bester Verfassung, außerdem sind allerlei Verdesserungen und Neuerungen aus diesem Gebiet zu melden: Altenau lm Oberharz hat Vorbereitungen für die Errichtung einer Eisbahn getroffen. Goslar hat auf feiner Rodelbahn, die ans dem Steinberg(478 Meter), dicht am Berahotel beginnt, und kauin 5 Minuten vom Bahnhof endigt, dos Gefälle sorgfältig ausgleichen lassen, so daß sie nunmehr auch bei stumpfem Schnee gut zu benutzen ' ist Die Ski-Sprungschanze am Nordbsrg wird durch den Skiklub Goslar in gebrauchsfertigen Zustand gebracht. In Hahnenklee- Bockswiofe(st die Kunstrodelbahn bis zum Gipfel des Bockeberges verlängert worden. Die fetüqe Gesamtlänge der Bahn ist � 1000 Meter. Die RaturrodÄbahn noch Lautenthal erhielt eine Tele« phonleitung. Sowohl an der Bob- als auch qn der Rodelbahn sind ' die Aufzüge und Telephonleitungen zum Vacksberg erneuert worden. Halberftadt a. H. richtet in feinem Sommerbad eine Eisfpntzbah» ein. In Hohegeiß bn Hochharz wurde die bisher 39 Meter Sprung. weite aufweisend« Sprungschanze am Ebers derg ausgebaut und Wie. bessert: Ost« rode stellt In diesem Winter das während des Sommers errichtete Schwimmbad'mit einer 4800 Quadratmeier großen Wass«» fläche als Eisbahn zur Verfügung. Die Rodelbahn hat einen neuen. steilen Ablauf erhallen und in der Näh« des Daminhausts ist ein« neue Skihütte errichtet worden. Schierke hat seine Dob-Dahn, sein« 3 Rodelbahnen und die Sprungschanze veroollkomnmet. Wernigerode legt im Gatten des ftädtifchen Kurhauses«in« Spritzbahn an und fetzt die Rodelbahn und die Sprungschanze in Sporibereitschost. Die Photogruppe der Naturfreunde. Die überaus rührige Phatoobteilung des T B. Di« Naturfreunde, Verlin, hat ihr Arbeitsprogramm für das Winterquartal zufanmiengestellt. In guten Vorträgen und Expert» menten sollen u. a. gezeigt werden: Bergrößerungstschnik. Grundlagen der Vildkompofition, Retusche, neue Strömungen in der Licht- kommen. Die Photogruppe des TV. Die Naturfreunde ist noch von der letzten Ausstellung her(Buchgewerbescal Dreibuiütstrgße. Oktober« Nooeinber) in angenehmer Erinnerung. E? fei nach nachgetragen, daß bei der Bewertung der Gesamtleistung der Ausstellung die Mit- alieder Willi Nledermeier, Arthur Löwen st ein und Fritz Franke mit den besten Beiträaen von der Jury erkanni worden. Die zweite Bewertung durch das Publikum:„Das beste Bild" zeitiate folgendes Ergebnis: Arthur Löwenstein: Romanze, Wul! Nitfchke: Abend am märkischen See. Willi Niedermeier: O Grad. Die Ausflellirng wurde von etwa 4000 Interessenten besucht. Auskunft über die Photogruppe etteill W. Preidel, Hochstraß« 8. AMOL Mee.ftereni�ut» it- und C�luinj/ijCfajn.titn.— Am»! ist i»«Utq «fli Of»8ine» Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 25. Dezember; 8J5: Stunden rlockecsplel der Potsdamer Garnisonkirche. 9s Morscnfeler. 11.30: WciUnachtskonsc-L M: Morseknrsns. U-30: Für den Landwirt 15.30: Märchen. 1«: Trabrennen im Winter. 16.30: WeihnachUIieder. 17: Linter. haltongsmnslk. 19: Die Wlnterreise. I9J0: Auf dem Wee rar nenen Schale. 20: Sendesplde:..Berliner Weihnachtsspiel I5S3".(Uebertraranj Trinitatiskirche Charlottenhnrz.) Danach Tannmasik. Montag, 21. Dezember: 15: Kinder, an denen das Leben schntdie werde. 15.30: ,Jn Erwartant". 16: Deatsche Weihnachten im Anstände. IfiJO: Unterhallnnrsinnsik. 15.33> IVberlrastmü Köln: Geläut der„Deutschen Glocke am Rhein". 19: Weih. nachtskiänee. Dienstag, 25. Dezembers S.S5: Stundenrlockcn spiel der Potsdamer Oarnisonkirche. 9s Morjenleler. 11.10: Vormittagskonzert 16: Verwandelte Festfreuden. 1130; Unterhaltants- mnslk. 19: Uebcrtramne Staatsoper Unter den Linden;„Der Rosenkavalier". OComOdle dir Mnslk von Rieh. StranS.) Mittwoch, 26. Dezember; 8.55: Standen Glockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche. 9: Morgenieier. 11.30: Platzmnslk ILIO; Uebertragunr Trabretinbahn Berlin-Rnhleben. 16: Zehn Jahre Fianensport. I6J0: Teemnsit 19: Vom Volksrelxea ram Grappen- tanz. 19.30: Die Läse der Geistesarbeiter hn AnjcstelHenverhiltnis, 20: Konzert. Danach Tanzmnsik. Donnerstag, 2?. Dezembers 12.30: Die Viertelstande für den Landwirt. 15.30: Wdliahrt nach Bethlehem. 16: Der Hand im QroBstadtverkehr. 16.30: Konzert. AnschlieBend Unterhai. tnngsmusik. 19: Beiträge and Leistungen In der Arbeitslosen versieherang. I9_!0: Entstehang and volkswirtschaftliche Bedentang des Oeldes. 20: Abend- nntcrhaltang. 22.30: Fnnk-Tanznnterrlcht, Danach Tanzmnsik,— Deutsch- iandseoder: 20: Kammermasik. Freitag, 28. Dezember: I5J0: Moderner Aberglaube. 16: Das Umpfropien der Obstbäume als Förderangsmlttel des heimischen Obstbaues. 1130: Heitere Rezitationen. 17: Teemasik. 19: Fingierte Unfälle and Versicherangsmord. 19.30: Der Mond. 20: Dialoge der Weltliteratar. 21; Zar Soziologie der Oewerkschafts- press*. 21.30: Vom Menuett zum Walzer. Sonnabend, 29. Dezember: 15.30: Die Japaner des Balkans. 16: Rembrandt. 16.30: Novellen. 17: Uterhaltangsranslk 19: Cinfcbrnng in die Karawelleatechntk. 19.30: Das Ver- hältnis der verschiedenen Etaatsiormcn zn Krieg nnd Frieden. 20: Der Mann in der Operette 21.30; Der Journalist spricht... 22.30; Ftmk-Tanzanter- rlcht. Danach Tx-izninsik.— Dentschlandsender: 20: Stande des Landes. Königswusterhausen. Sonntag, 25. Dezember: Ah 8�5: Uebertragnng ans Berlin. 18: Wie entsteht ein Denkmal? 1130: Weihnachten im Lichte der Bibel. 19; Die heilige Nacht in der den Ischen Malerei. Ab 20: Uebertragnng aas Berlin. Montag, 24. Dezembers 1120: Wetter, nnd Börsenbericht. 1130: Weihnachten and Winterleben (■ Kirnten. O; UebertrafW an» Berlin,«t WeftnedttsWe», U i#t 0** traganc ats Berlin. Dienstag, 25. Dezembers Ab S�5: UebcTtrafung aus Berlin. Mittwoch, 26. Dezember: Ab 835: Uebertragnng ans Berlin. 19: Was bedeutet an» die Lehel l*' der großen Welsen? 19.30; Andersen und das Alter, Ab 20; Ucbertrii0"' aus Berlin. Donnerstag, 27. Dezember; 16: Erziehangsberatarg. 1630: Uebertragnng ans Berlin. 1730: VW; politische Stande. 18: Was bedentet ans die Lebensiehre der grelen Weiidt 18.30: Spanisch ifif Fortgeschrittene. 18.55: Die 9. Generalversammlung � internationalen LandwlrtsinstUats in Rom. 19.20: Einführung in das stehen von Musik. Ab 20: Uebertragnng ans Berlin. Freitag, 28. Dezember; 16: Von Herder bis Lienhard. 1630: Uebertrarmg an» Leipzig. I'-J Die wohlerworbenen Rechte der Beamten. 18: Der Weg zu Brocknet.'W Englisch für Fortgeschrittene. 1838: Werkmeisterlehrgang lUr Facharbw®' 1930: Wissenschaftlicher Vortrag lux Tierärzte. 20: Uebcrtragang aas 21: Znr Soziologie der Gewerkschaftspresse. 2130: Vom Menuett zum Wa.«1 22.45: Bitdfankversache. Sonnabend, 29. Dezember; 16: Aas dem Zentralinsütat filz Erziehung und Unterricht 1630: IWf tragnng aas Hamburg. 1730: Die Bedeutung der Redekunst für den Besieg 18: Aas Fabrikkontor and Werkstatt 1830: Spanisch Ihr Anfänger.'8* Das ftstliche Randstastenproblem. 1930: Leben and wirtschaftliche Bedf«"" des Herings. 20: Stande des Landes. 21: Die Krisls des deutschen Boca* Ab 2130: Uebertragnng aas Berlin. m- i9— i Ob Sie Im Osien, Wesieu» Sflden oder Norden wohnen, fad»! Ein Ne ste w-rfc vollendet rUhreB- fahrikaüon Diese Uhr hat ein feines Schweizer Schablonen- Anker- wetk, 15 Steine. 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BtjcmbeT ,®tfn»t«g,.25.. , Mitimoch..21, jefdilofien Tee Xca|al|rfetT(s trogen bleiben bie Bureau» nm Montan, 31. Tejcmbez 1928 und . Dienstag, 1 ZaunazlilZSgelchloffeie IRIfhsodl. 26. Oajembac(mrltrt MalHnachlafetarlag). vormittags 26 Uhr. 1»„Zagenbhelia" Den Occboabsbanfcs. Clnicaflc. 13 85 1. Portal 2 Tr. Konferenz'WU sömtticher auf Moulage arbeifendeu Rohrleger und Helfer. Di» Tagesordnung mtrh m bet SetfatnmluBg betanntgegeben. Mitgliedsbuch legitimiert. In der Roniereng tu r» über wichtige EZaigänge in der Btnnche. unier befonderee Berlickuchligung der Zutereffen der nur Manlage arbeitenden Rollegen. Bericht erftattet Es ist Pflicht alier ,u Weih. unchien von der Montage nach Berlin znriickehronden Rollegon, auf dieser Ron ereirt unbedingt und pllnlilich zu «rscheinen. UM AüßeWovkeme UM Mittwoch. 20. Oeyembar({metter mcibwachfefeiectag), oetaiftags 10 Übe. in ben Sopbleafdlcn (�ongetfoot**). Soztblenftc. 12/26 Versammlung"va aller außerhalb auf Moulage be» fiadlichea kollegeu der Ziielall» iuduslrie mit Ausnahme der Rohrleger und heizungsmonleure. luie Zagesordnung wird in der Veriamnilung betnnnigegedeu. Das Erlchsine» aller Monteure ttwarlei Mitgliedsbuch legitimiert. wird Spielplan unfreec Naltncabtcllaag. Sa her Woche oom 27. bis 29. Dezember I. Roiichzel btnler Gittern ' 2 Das Austvaizen der Siahlblöcke zu Rnitppoln tm Biodwert. 1 Humoieste Z» der Woche vom 2. bis 1 Znnnaz 1929 1. Zloilchrei btnler Gittern 2. Da» Auswalzen de; SiahldiZcks zu Rntigpe n tm Slodwert. 8. Kumoresle In der Woche oom 7. Ms 11 Januar 1929: 1. Ebang. 2-(SelbfttStlge Siraßenbahnweiche. 3 Humoreste. In bet Wache oom 14. Mf 19. Zaavar 1929: L Ate miedet Rtieg. 2. Zechnttcher Film. 3. Humares. e. Anfragen wogen Uebertaffung und Besuch (er Abteilung fuih telephoutid) oder ichrtfl. ich an die Rullurgdieiiung(Bureau LlatenKtake SZlbd. Innmer 20/ ,11 cidutu vi« Otlssscmaltvag. 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GEÖFFNET 9-7 ah CLOU MAUERSTP.86/öa dentsdier Metailariieitei-Vefi)� Verwaltungsstelle Berlin Todesanzeige Den Mitgliedern zur Rachrichl bo! unser Rollege. der Echlaftet August Milbratz geh 22 SKätj 1872, am 2a f zemdrr geitorbrn Ist. Ehr« seinem Andenke«! Die Beerdigung findet■BIgnW den 24. Dezember, 14'/- Uhr.•** der Leichenhalle de« Gemeinde. Fettv Hofe» w HohenschSnhaulen, GäriN� straße. an» stalL Ziege Beteiligung r..™...._ via OrteoersesnOObP Todesanioige. td Freunden daß mein iW Allen Genassen und traurige Nachricht. I Mann, der Gastwirt Karl Woosmanfl Gleimstraße 10, netflotbem ist. Sic lteflraurlg« GatSa. Sie Itauerfeiet findet am ZSonW: dem 24. Dezember, im Tiauerh�? um 12 Uhr und auf dem Grthsentflw friedhol am i Uhr statt. Danktagnng. Fstr Me vielen Beweise der � nähme bei dem Dahinscheiden weid� lieben Manne» sage ich hier»" meinen tiesempsunbene« Dank. Wvre. Frieda Blef und Kinder. Berlin v, Schreinerstraße 51. gib, bis nui weiteres Ansdoo- Bieter. 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