5 5 ge je t r, re it E de Bic Abendansgabe Dr. 611 B 304 45.Jahrgang Bidend 83B, misnetfi 3,50 En voraus zahlbar, Boftbezug 4,32 2. einfchl Beftellgeld. Tuslandsabonnas nent 6- D pro Monat * Ber Borwärts erideint wochentag li zweimal, Sonntags und Montags einmal, bie Abendausgaben für Berlin und im Handel mit hem Titel Der bend. Juftrierte Beilegen Bol und Zeit und Kinderfreund". Ferner Unterhaltung und Wiffen, Frauen timme": Technif: Blick in die Bücherwelt und Jugend- Borwärts Vorwärts Berliner Boltsblatt Freitag 28. Dezember 1928 10 Pfennig Die eintsaftige Nonpareillezetle 80 Pfennig. Reflamezeile& Reichs urart. Aleine Anzeigen" das fettge brudte Wort 25 fennig( zulässig zwet fettgebrudie Borte), jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengefuche das erite Wort 15 Bfennig, jedes weitere Bor 10 Pfennig. Worte über 15 Buchstaben Arbeitsmartt sählen für zwei Worte. Beile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen. aunahue im Hauptgeschäft Linden ftraße 3, wochentägl. von 8 bis 17 Uhr, Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 21 et Bir Redaktion und Berlag: Berlin S 68, Lindenstraße 3 Ferniprecher Donboft 293-297 Telegramm- Adr.: Sozialdemokrat Berita iz Borwärts- Verlag G. m. b. H. ge: Boftichedkonto: Berlin 37 536. Bankkonto: Banf der Arbeiter, Angestellten und Beamten Ballftr. 65. Diskonto- Gesellschaft. Depofttentoffe Lindenstr.& Union der Menschendiebe. Marodeure der chinesischen Revolution. Shanghai, im Dezember.( Eigenbericht.) Der hiesigen Polizei ist es nach jahrelangen Bemühungen enblich gelungen, den entscheidenden Schlag gegen eine Ber brederbande zu führen, deren Spezialität die Entführung reicher Staufleute und Finanziers gewesen ist, um von ihnen in die Sunderttausende gehende Löjegelder zu erpressen. Der durch die Gesellschaft für Menschenfang berbreitete Schreden war so groß, daß sich reiche Chinesen nicht mehr ohne den Schutz von Bewaffneten auf die Straße wagten und fich selbst in ihren Häusern von Geheimagenten bewachen ließen, um lez: nicht eines Tages in die Hände der Bande zu fallen. ales evel Bon Zeit zu Zeit gelang es der Polizei, Mitglieder der Geheimpalizei habhaft zu werden, aber es handelte sich stets um solche & minderen Grades. Die Person thres Leiters blieb lange in tiefes Dunkel gehüllt. Es bedurfte einer wissenschaftlichen Kombinations. methade, um aus den Bruchstücken der von den Gefangenen cr langlen Geſtändnisse ein Bild von der Arbeitsweise und der Zu fammenlegung der Bande zu gewinnen. Daber ergab sich die über. raschende Feststellung, das es sich bei den Menschenfängern um eine ganz nach dem Muster eines modernen Wirtschaftsunternehmens aufgezngene Organisation handelte, die einen Direktor, höhere und niedere Berwaltungsbeamte unb fogar eine regelrechte Binanzierungsabteilung hatte Die. Aufgabe dieses Ref. forts bestand darin, Verbindungen mit Geldwechilern zu pflegen, nan denen die zur Borbereitung eines Coups nötigen, oft sehr hohen Gummen gegen unerhörte Zinsen vorgestreckt wurden. Die Vorbereitungen zu einer Entführung vollzogen sich mit einer Boraussicht und Sorgfamkeit, die einer befferen Sache würdig gewesen wäre. Das Opfer wurde oft monatelang durch einen Spionagedienst überwacht, in dem Frauen als Lodmittel eine wichtige Rolle spielten. Sehr pft traten Mitglieder der Bereinigung als Hausangestellte in den Dienst der Bersönlichkeit, gegen die ein Anschlag geplant war, um genau über feine Gepflogenheiten unterrichtet zu fein. Mar das Rez endlich gesponnen, so wurde ein Haus gemietet, in dem der Gefangene so lange mit allem Komfort untergebracht wurde, bis das Löfegelt eriegt wurde. Obwohl Schanghai das Hauptbetätigungsfeld der Bande war, hielten sich ihre Führer forgfältig fern nom Schauplatz der Opera. tionen Erst nach einer mehrmonatigen Expedition, die von den fähigsten Beamten der Schanghaier Geheimpolizei freuz und quer burch China unternommen wurde, gelang es, Kenntnis über das Gehirn der Bereinigung zu erhalten. Es war ein gewisser Gian Rofo, der nicht weniger als 40 mal wegen Mordes und Erpreffung zum Tode verurteilt war und der es bisher immer wieder verstanden hatte, sich dem Arm der Gerechtigkeit zu entziehen. Siau Rofo gehört zu den großen Marodeuren der chinesischen Revolution, die in dem Chaos für ihre persönlichen Zwede im Trüben fischen. Aus einem fleinen Ort Südchinas gebürtig, war sein Ruf in der Heimat als Brigant und Erpresser so anrüchig geworden, daß Siau Roto es vorzog, einen größeren Wirkungsfreis zu suchen. Zur Zeit der ersten Revolution betrieb er in Ranking das Einbrechergewerbe im großen Stil Bon hier ging er nach Kanton und brachte es nach dem Besuch der dortigen Kriegsschule zu einem höheren Bosten in der nationalistischen Armee. Aus dem Heere wurde Siau Koko wegen einer Reihe von Unregelmäßigkeiten ausgestoßen. Er fam nach Schanghai, wo er sich in der Unterwelt durch verschiedene Fühne Ueberfälle den Ruf eines Führers verschaffte. Dieses Prestige gab Siau Stofp sehr bald die Möglichkeit, zu einem Großunternehmer des Berbrechens zu werden. Er schuf die Bereinigung der Menschendiebe. Giau Stoto hielt unter seiner Bande eiserne Disziplin. Das geringste Berjehen murde mit dem Tode, bestraft, schwerere Berstöße gegen feine Anordnungen mußte nicht nur die ganze Familie des Täters mit dem Tode mitbüßen, sondern den Unglüdlichen traf die für dinejiiche Begriffe allerschwerste Strafe, die Verbrennung der Ge beine feiner Borfahren. Eine im Jahre 1925 von der Bolizei veranstaltete Razzia feste mit einem Schlage 350 Mitglieder der Bande feft, als fie eine Zu fammentunft abhielt, in beren Berlauf ein Adjutant Giau Rotos Berhaltungsmaßregeln über die Abwehr der verschärften Polizei( Bortlegung auf Der 2. Geite.) Das Attentat von Warschau. Student Woizechowsky vor Gericht. Warschau, 28. Dezember. Ant 4. Mai d. 3., um 4 Uhr nachmittags, ertönten an der Kreuzung der zwei wichtigsten Verkehrsadern Warschaus hintereinander zwei Schüsse. Im selben Augenblick flirrten zerbrochene Scheiben eines Autps; ein junger Mensch lief, so schnell ihn seine Beine trugen, verfolgt vom Bublifum in das Faus Nr. 68 der Darschaffomffa. Hier war der Mittelpunkt der russischen Organisation Warschaus. Die Schüffe galten dem Sowjetauto; fie verlegten leicht den Handelsvertreter der Sowjetregierung, Lisarem, der sich in Begleitung zweier anderer Sowjetangestellten befand. In Wirklichkeit hatte der Attentäter es auf den Sowjetgefandten Bogomplom abgefchen. am 7. Juni 1927 Heute begann vor dem Warschauer Bezirksgericht der Prozeß gegen den jetzt 23jährigen Attentäter, Student der politischen Soch lule, Juri Boizedowify. Die Schüffe medten sowohl in Bolen als auch in Sowjetrußlanb stärksten Widerhall. Kaum ein Jahr war vergangen, seitdem der Sowjetgefandte Boikow dem neunzehnjährigen russischen Emigranten Kowerda zum Opfer fiel. Die Sowjetpreise machte damals pon ihrer Enttäuschung über die nicht vollstreckung der Todesstrafe am Mörder keinen Hehl. Sie forderte, daß die polnische Regierung endlich einmal mit den fonter revolutionären Umtrieben der Weißgardisten" in Bolen aufräume, die Sowjetregierung drohte mit diplomatischen Berwicklungen. Nach dem Attentat auf Lisarem wurde diese Drohung noch dringlicher, die Forderungen nach Maßnahmen gegen die russischen Emigranten noch nachhaltiger. Tatsächlich verhaftete man etwa vierzehn Berfonen, darunter auch den Vorsitzenden der russischen Komitees und Wer wird es? Staatssekretär a. D. Hughes( oben links), Botsch fter Morrow ( oben rechts), Bankier Young( unten links) und Vizepräsident General Dawes( unten rechis) werden als Kandidaten für die beiden amerikanischen Sachverständigenposten der nächsten Reparationskonferenz genannt. Es heißt, daß zum ersten Sachverständigen Owen Young ernannt wird. Er besitzt als Vorgänger Parker Gilberts im Amte des Reparationsagenten große Erfahrungen in der Kriegsschuldenfrage. verwies mehrere von ihnen aus Polen. Das genügte der Sowjetregierung nicht. Sie wollte ein Erempel statuiert haben, ihre Vertreter in Polen gegen Attentate meißrussischer Emigranten gesichert wissen. So wurde unter ihrem Druck die Anklage gegen Boizechowsky geändert; sie lautet nicht mehr einfach auf versuchten Mord, sondern auf versuchten Mord an einem Be amten. Welches waren aber die Motive, die den jungen Emigranten zu seinem Attentat veranlaßt hatten? Aehnlich Conradi, dem im Jahre 1923 im Jahre 1923 in der Schweiz freigesprochenen Mörder Borowitys, mußte auch Boizechowity die Erfchichung feines Vaters erleben. Chemaliger Hauptmann, später Beamter beim Generalgouverneur von Kiem, wurde dieser im Jahre 1919, zufammen mit 127 anderen hingerichtet. Der vierzehnjährige Knabe spielte sich zum Führer einer fonterrevolutionären. Jugendorganisation auf, die vermundete weißgardistische Difiziere pflegte inib sie über die Grenze schaffte. Er wurde nerhaftet, die Ticheta unterzog ihn der üblichen seelischen Folter: man zeigte ihm feine angeblich erschossene Mutter, die zugleich mit ihm als Geisel verhaftet worden war und versuchte jedes Mittel; um ihn zum Berrat seiner Genossen zu veranlassen. Suri blieb standhaft; er wurde schließlich dem Jugendgericht übergeben; es gelang ihm zu flüchten und im Jahre 1921 Rußland zu verlassen. In Warschau entwickelte der Siebzehnjährige eine intensive politische Tätigkeit. Er wurde Borsitzender der Vereinigung weißgardistischer Jugend. Der Kampf gegen den Bolschewismus und persönliche Radhe motive erfüllten ihn voll und ganz. An fang dieses Jahres erlebte Boizechowsky eine seelische Krise. Zu einer unglücklichen Liebschaft gesellten sich unangenehme Vermicklungen innerhalb seiner Jugendorganisation, verursacht durch übertriebene Geldausgaben. Seine pessimistische Grundstimmung wurde zum günstigen Nährboden für den hirnverbrannten Gedanken, ein Attentat zu vollbringen. Begünstigt murde dieser Entschluß durch die aktivistischen Grundsätze weißgardistischer Kreise. Boizechowsky behauptet, daß er ganz auf eigene Faust gehandelt habe. Die finn lose Ausführung der Tat mag dafür sprechen. Die russische demofratische Deffentlichkeit ist aber von dem Attentat mit aller Entschiebenheit ab gerüdt, sie hat noch einmal ihren alten Standpunkt, der jeden individuellen Terror verneint, mit größter Bestimmtheit zum Ausdruck gebracht. Zur Gerichtsverhandlung ist eine große Anzahl Zeugen gelaben. Weber den Berlauf und Ausgang des sensationellen Prozesses wird besonders zu berichten sein. Faschistische Bauernenteignung. Gegen deutsche Bauern zugunsten von Italienern. 3nnsbrud, 28. Dezember. Mie den Junsbruder Nachrichten" aus Bojen gemeldet wird, werden durch eine Entscheidung des italienischen Ministerrats unter dem Titel von meliorationen 1200 Hektar der sogenannten Etschaue, die sich von Siegmundskron bei Bozen bis in die Nähe von Meran hinzicht, den gegenwärtigen Besitzern, ungefähr 2000 fast durchweg deutschen Kleinbauern, abgenommen und Mitgliedern der opera di combattanti"( Frontkämpferbundes) zu Siedlungszweden zugeteilt. Die Abfindungsfummen für die bisherigen Besitzer follen nicht einmal 50 Proz. des Grundverkehrspreises betragen. Sollte der für Meliorationen enteignete Grund zur Sicherheit der wirtschaftlichen Existenz der neuen Siedler nicht ausreichen, so kann nach dem bezüglichen Dekret guter Kulturgrund benachbarter Güter im Enfeignungswege herangezogen werden.. Die Türfen lernen neues Alphabet. Zwangsunterricht für die ganze Bevölkerung. Ronftantinopel, 28. Dezember. Der Gouverneur der Stadt hat eine tägliche Lese- und Schreib. ftunde für die ganze Bevölkerung im Alter von 16 bis 45 Jahren im neuen lateinischen Alphabet angeordnet. Der Kurfus dauert vier Monate. 28 Sonderschulen werden in der Stadt eröffnet. Die Räuber von Chind. Am Schmelzofen für Silvesterblei. ( Fortjeßung von der 1. Seite.) überwachung erteilte. Zroßbem gelang es dem Berbrechergenie, eine neue Organisation aus der Erde zu stampfen. Siau Rotos Berhaftung erfolgte unter meit weniger romantischen Umständen, als es bie abenteuerliche Geschichte seiner Berbrecherlaufbahn eigentlich vers langt hätte. Eins der Bandenmitglieder ertaufte fich seine Begnadigung durch die Mitteilung, daß ein reicher Mann, ber in einem prunfvollen Landhaus in einer fleinen Stadt des Südens der Wissenschaft und der Wohltätigkeit lebte, niemand anderes war als der lange gesuchte Führer der Menschendiebe. Durch eine lebermacht von Miitär und Detektiven überrumpelt, fügte sich Siau Rolo philofophisch lächelnd in fein Schidfal. Er martet jetzt im Schanghaier Gefängnis ben Gang der Untersuchung gegen ihn ab, die nur mühsam fortschreitet, well feine als Zeugen vorge labenen Opfer sich in tiefes Schweigen hüllen aus Furcht vor der immer noch mächtigen Gesellschaft der Menschenfang G. m. b. H. Sozialdemokraten in der KPD.! Enthüllungen der„ Roten Fabne". Die Kommunistische Bartei Deutschlands feiert in diesen Tagen thren zehnjährigen Geburtstag in einer Weise, die ihrer nolltommen würdig ist, nämlich mit dem hinausmurf der letzten Führer, die damals mit an ihrer Biege gestanden hatten. Die jungen Leute, bie jetzt die Rote Fahne" redigieren, sprechen den Alten, die zum alten Eisen geworfen werden, ohne Trane im Auge das Abschiedsmort: Nicht etma untergeordnete organisatorische disziplinarische Fragen waren es, die den Trennungsstrich zwischen der sozialdemokratischen Gruppe um Brandler und der Bartet gezogen haben, sondern die tiefgehende Kluft zwischen dem sozialdemokratischen Reformismus, der Liquidierung der elementarsten Grundsäße des Bolschemismus einerseits und dem revolutionären Marrismus- Leninismus, der bolichemistischen Entwicklung der gesamten Internationale und besonders der KPD. andererseits. Hier ist in Wirklichkeit der Grund zu sehen für das Ausscheiden dieser alten sozialbemo tratischen leberreste aus der fommunistischen Bewegung, die unter den Verhältnissen der Besonderheiten der Entwicklung in der dritten Periode des Nachkriegsimperialismus, der Zuspigung aller Widersprüche des Kapitalismus und insbesondere der Berschärfung der Klaffengegensätze, der gesteigerten imperialistischen Rolle des Reformismus mit unbedingter Konsequenz erfolgen mußte. Die erstaunten oder vielleicht schon über gar nichts mehr er staunenden Leser des tommunistischen Zentralorgans erfahren damit, daß die KPD, in den zehn Jahren ihres Bestandes gar nicht von richtigen Kommunisten, sondern von Sozialdemokraten geführt worden ist! Sozialdemokraten find betammtlich Sozialper. räter, Jubaffe der Arbeiterbewegung, Bluthunde und Bourgeois. Solche Leute aber maren es, die bisher mit an der Spize der PD. geftanden haben! Um die Sache nocy deutlicher zu machen, merben bie Brandler, Thalheimer und Konsorten mit Crisplen und Dittmann auf eine Stufe gestellt, also jo ziemlich auf die tieffte Stufe, auf bie ein Mensch überhaupt finten tann. Mehnlich mie diefe beiden Ber räter perjuchten jegt die Brandler, Thalheimer und Konsorten einen Gegenfag zwischen den grundsäglichen Fragen der Dittatur und den Fragen ber Strategie und Tattit zu machen, um so thre sozial. bemotratifde Geele por dem bolichemistischen Teufel zu retten". Wahrhaftig alfo, es hat bisher in der PD. Leute mit ..lozialdemokratischer Seele" gegeben, und einige pon ihnen tonnten jogar nody im Mai d. 3. zu tommunistischen Reichstags und Bandiagsabgeordneten gewählt werden! Silvesterblei, ein Scherz, ein Brauch wie viele anbere| Handgriff, und die gegoffene Figur fällt auf den schon vor ihnen zur Jahreswende, und doch stedt eine uralte Sehnsucht, ein Mensch liegenden Berg fertigen Materials. So arbeiten sie mit underheitstraum dahinter. Die bange Frage war: mas bringt uns die minderter Firigkeit, bis zur Ablösung durch die zweite Schicht. Butunft, was birgt das Schidial? Wie groß die Nachfrage nach den tieinen Bleifiguren ist, bapon tann sich der Außenstehende nur schmer ein Bilb machen. Eine tann sich der Außenstehende nur schwer ein Bild machen. Eine eigene fleine Industrie hat sich zur Dedung des Bebarfes gebildet. Man muß schon em wenig im Dft en Berlins herum irren, ehe man die gesuchte Gießerei ausfindig macht. Mühsam entziffert man im düsteren Torbogen ein Schild Gießerei, Hof lints", steigt ein paar ausgetretene Rellerstufen hinab und steht fich dann mitten im Betrieb. In Kiften und Rörben find die fleinen Figuren bis an die Dede aufgestapelt und werben von geschäftigen Händen bugend meile in Kartons fortiert. Da gibt es meinchen, Bilge, Seft flaschen mit Kübel und andere Glüd verheißenbe Figuren, mit und ohne Inhalt. In einer anderen Abteilung werben die einzelnen Teile mit einem Spruch oder einem fleinen Glüdssymbol aus Blet aus einer der unzähligen Lüten gefüllt und verfchloffen, wieber andere, als Neuheit auf diesem Gebiet, vergolbet oder bemalt. 3mei Gießer am Samelzofen lassen in unermüdlicher torbarbeit das flüssige Metall in die Form laufen; ein Poincaré provoziert seinen Sturz? Gegen die Diätenerhöhung des Parlaments. Paris, 28. Dezember.( Eigenbericht.) In Baris herrscht wieder einmal Krisenluft. Diesmal ist es aber Boincaré felbft, ber die Strife Dom Zaun zu brechen gewillt scheint. Als Stein des Anstoßes hat er die Erhöhung ber parlamenta rischen Diäten gewählt, de allgemein unpopulär ft. Die Regierung hat sich in dieser Frage bisher neutral gehalten, hat sich aber doch bereit erklärt, durch den Finanzminister Cherron eine Bermittlungsaktion unternehmen zu laffen. Gestern plöglich erklärte Boincaré im Senat, er werde de miffionieren, falls das Parla. ment fich eine Erhöhung der Diäten zubilligen follte. Diese Er. tlärung nun rief bei dem Finanzminister Cherron, der vom Kabinett mit der Vermittlungsaktion beauftragt war und der sich dafür mit aller Energie eingesetzt hate, einen nicht unberechtigten Zorn heropr. Cherron hatte mit Boincaré eine Aussprache, bei der es recht heiß hergegangen sein soll. Die zornigen Stimmen der Minister drangen durch die Türen und riefen in den Wandelgängen des Hohen Hauses ein lautes Echo hervor. Poincaré verließ nach der Aussprache wort. los und eiligen Schrittes den Senat. Cherron aber verständigte sich mit den übrigen Ministern dahin, daß die Regierung weiterhin für die Erhöhung der Diäten nach der von ihm ausgearbeiteten Kompromißformel einireten würde. Do nun Poincaré bei feiner Meinung beharren wird, zu demissionieren, falls die Erhöhung der Diäten wirklich durchgeführt werden sollte, ist im Augenblid noch nicht zu übersehen. Jedenfalls geht die allgemeine Ansicht der Morgenpresse dahin, daß Poincaré die Berantwortung für bie bevor Morgenpresse dahin, daß Poincaré die Berantwortung für bie bevor. ftehenden Berhandlungen über die interalliierten Schulden nicht mehr übernehmen wolle. Bad Friedrichshagen abgebrannt. 70 bis 80 Rabinen in Flammen. Durch ein Großfeuer murbe in der vergangenen Nacht bie auf dem Grundstid Seestraße 46 in Friedrichshagen gelegene Babeanstalt zerstört. Kurz vor 2 Uhr nachts bemertten Friedrichshagener Einwohner auf dem Gelände der Bade. anstatt einen starten Feuerschein. Die Ortsfeuerwehr murde alarmiert, die bei ihrem Eintreffen aber schon einen fo ausgetehnten Ob nun diefe feltjamite aller Barteien mirtlich und endgültig Brandherd vorfand, daß die Büge von Röpenid, Ablershof non allen alten jozialdemokratischen leberresten gereinigt ist? und ein Berliner Löschzug zur Hilfeleistung herangezogen Angesichts des fanatischen Reinigungseifers, den die jungen Leute werden mußten. Außerdem wurde das im Osthafen stationierte um Thälmann an den Tag legen, möchte man bas bezweiféin. Seueriösboot III alarmiert. Die Flammen hatten an den Außer den Rechten" gibt es ja auch noch die Gruppe ber Berleichtgebauten Babekabinen und hölzernen Laufstegen föhnler" um Ewert, tenen man nachjagt, daß fie mit ben reiche Nahrung gefunden. Etwa 70 bis 80 Sabinen und ein lozialdemokratischen Ueberresten" sympathifieren. Sollten am angrenzender Aufenthaltsraum brannten in ganzer Ende in der APD. immer noch Leute mit einer fozialhemofratifchen 2usbehnung fichterloh. Die Flammen fraßen sich an den Seele herumlaufen? Schrecklich, es zu denken. Aber nach allem, Laufstegen metter und ergriffen den großen Sprungturm, der mas man erlebt hat, fann mán leider nicht mehr sagen, daß es un brennend zufammenstürzte. Erft gegen% 6 Uhr früh möglich ist! maren die Löscharbeiten beendet und die Wehren fonnten wieder abrücken. Bor einigen Monaten wurde gleichfalls in Friedrichs hagen, wie erinnerlich, ein erheblicher Teil des Freibades am Müggelfee durch ein Großfeuer zerstört. Der Tote von Werder. Riemand fennt ihn, niemand bat ihn gesehen. Der Celchenfund bei Werder, über den wir in der Morgenausgabe berichteten, ist noch nicht weiter aufgeklärt. Die Reiche des Unbekannten wurde von einem Arzte noch ein. gehender unterfucht, ohne das irgendeine äußere Ber legung gefunden wurde. In der Manteltasche des Toten fand man eine Berde mit graumeliertem Haar. Sie paßt ungefähr auf feinen Kopf und ist allem Anscheine nach für ihn gearbeitet worden. Das ist insofern seltsam, als ber Tote rotblondes Haar hat. Wahrscheinlich ist der unbekannte Mann am 1. Feiertag, vielleicht auch schon am 24. Dezember, ums Leben getommen. Um Heiligen Abend lag braußen noch Schnee. Auch am 1. feiertag hat es noch geschneit. Erst später trat bann meitere Erwärmung und Regen ein. Der erftarrte und erfrorene Körper Lag auf Schnee unter einem Stachelbeerftrauch. Ringsherum, überall ba, mo ber Regen herantommen tonnte, mar der Echnee bereits weggeschmolzen. Die Leiche muß also schon var Einiritt des Regens bagelegen haben. Wie ber Landjäger, der fle zuerst besichtigte, befundet. mar ber mantel ziemlich fest um den Kopf geschlungen. Es ist nicht ausgefchloffen, daß baburch ber Erftidungstob eingetreten ist. Ein Anhalt zur Feststellung der Bersönlichkeit ist vielleicht ble Berüde. Sie hat, wie schon mit geteilt, graumeliertes Haar und eine Borderglaze. Sie mag wohl einem Schauspieler gehört haben, wie sie in Dorfmirt Ichaften in allerlei Rallen aufzutreten pflegen. Benn ber Tote aber ein Schauspieler mar, dann wird er auch Bapiere und är. fcheinlich auch etwas Geld gehabt haben. Nichts aber ist bei ihm gefunden. Der Zustand der aufgeknöpften Kleider läßt darauf fchließen, baß fie durchsucht morden find. Dabei mögen Bapiere und Gelb gefunden und geraubt worden sein. Ber zur weiteren Aufklärung, insbesondere zur Feststellung ber Bersönlichkeit beitragen fann, wird gebeten, fid) bei der Mordtommission Dr. Anuschat- Quoß, der Landjägerei oder der Staatsanwaltschaft in Potsdam zu melden. Feuerfampf eines 3rren. Mit Maschinengewehren und Piftolen. In Merito Stabt perbarritablerte fich ber geiftes tranfe Hauptmann Hernandez im Hause eines Freundes und schoß mit einem Maschinengewehr und zmel automatif hen Bistolen auf das Publikum und die Beamten, die ihn feftnehmen wollten. Er feuerie im Berlaufe von vier Stunden etma 500 Schülle ab, bis, die Feuerwehr durch ein Fenster einbrang und ihn überwältigte. Hernandez hat zwei Beamte getötet und neun andere Perfonen verwundet. Giftmord in New Hort. Gin Laboratoriumswächter heimind.sch ermordet. New York, 27. Dezember. Ein aufsehenerregender Giftmord wurde in der Nacht zum Donnerstag in einem gemischen Laboratorium verübt, das zwei Söhnen des befannten milliondrs Guggeheim, des Inhabers der Chile, Kupfer Company, gehört, is die Angestellten am Morgen ihre Arbeitsstätte auffuchten, fanden sie den Wächter des Caboratoriums fof auf und 3 wel Chauffeure gefesselt am Bodeu llegen. Die Bureauräume waren bis in die entlegensten Winkel durchwähit. Die nähere Unterfuchung ergab, baf ein Unbekannter, der wahrscheinlich nach gehelmen Attenstüden über die Herstellung von Chemilallen gesucht hatte, dem wächter vergifteten& affee reichte, um die Durch fuchung ungestört vornehmen zu können. Als in den frühen Morgen ffunden zwei Chauffeure erschienen, die Tränengas abliefern wollten, streckte der Altenfäfer fie mit dem Revolverfolben nieder, feffelte fie und entfam unerkannt. Unmi telbar darauf hat die Polizei einen Haftbefehl gegen den Caboranten James Bater, der Bereits im August jeben Jahres beginnt die Herstellung. wie der Meister nachher in dem tleinen Bureau berichtet, um erst in ben allerlegten Dezembertagen aufzuhören. Ein tüchtiger Gießer fchafft bis zu 29 Gros pro Tag, allerdings gehört bazu eine ganz außerordentliche Geschidl'chteit. Die kleinen Bleifiguren, die zum Füllen dienen, werden in besonderen Formen hergestellt, die 24 refp. 40 verschiedene Telle mit einem Guß liefern. So werden von dieser Gießerei allein alljährlich eine Million Blelfiguren hergestellt und bis auf wenige tausend Stüd, die als Reserve zurüd bleiben, an bie Großhändler und Geschäfte geliefert. Da gibt es dann zwischen Weihnachten und Neujahr nicht eine einzige Felerstunde, vom frühesten Morgen bis zum späten Abend wellen bie Abnehmer gros- und bußgenbweise beliefert sein. So hat auch der alte Silvefterglaube heute feinen realen Hintergrund und verhilft Vielen zu Arbeit und Brot, die fon ficherlich ber Jahreswende mit ungewissem Bangen entgegensähen. Möge uns schon aus diesem Grunde die alte Sitte noch lange erhalten bleiben: bas Gießen bes Silvesterbleis! in dem Caboratorium beschäftigt mar, erlaffen. Baker ist seit dem Morde verschwunden. Wie es scheint, hat er unmittelbar nach der Tal einen Einbruch verübt, bei dem ihm jedoch nur 20 Dollar in tie Hände fielen. Bater soll auch an der Ermordung eines gewissen Rothflein schuldig jein. Der Teller als Abwehrmittel. Wie ein Mädchen einen Einbrecher in die Flucht sch'äat. An die Berkehrte tam am Donnerstag abend ein unbelaunter Einbrecher, der es auf die Wohnung eines Bankbeamten in der Enzianfft. 1 in Cichterfelde ab gesehen hatte. Dort war die 20 Jahre alte Hausangestellte Magdalene 3rita allein anwesend und in der Küche mit dem Abwaschen und Trocknen des Geschirrs beschäftigt. Als sie gegen 7 Uhr ein Geräusch an dem an der Wohnungstür angebrachten Brieftasten härte, ging sie mit einem Tuch und einem Teller in der Hand nach vorn und fragte, wer da fei. Eine männliche Stimme antwortete: Hier ist der Postbote, machen Sie doch bitte auf, ich kann die Post nicht in den Raften hineinfriegen." Raum hatte das Mädchen geöffnet, stellte ein unbekannter Mann einen Fuß zwischen Tür und Rahmen und verfekte der Ahnungslosen einen Faust flag auf den Kopf. Geistesgegenäwrtig und kurz entschlossen schlug ihm jeboch die Angefallene ihren Teller mit folher Bucht ins Gesicht, buß er zurüdtaumelte und so die Tür freigeben mußte. Das Mädchen drückte rasch zu und schloß ab. Der verscheuchte Einbrecher verschwand eilig. Erst als das Kinder mädchen nach Hause lani, benachrichtigte man bas Ueberfaom niende. Jegt mar aber von bem Berbrecher feine Spur mehr zu finder. Das Mädchen hat in her Aufregung ihn nicht näher betragtet und tann ihn beshalb auch nicht beschreiben L Leichtsinn eines Arbeitnehmers? Zur Brandfatastrophe in der Schönleinstraße. Der Metallwarenfabrikant H. Bernert in Charlottenburg icfandstraße 42/43, bat nor pier Wochen Arbeitsgettel ein geführt, bie berart tompliziert sind, daß es ben Arbeitern belin besten Willen nicht möglich ist, diefe 3ettel richtig auszufüllen. In einem besonderen Rundschreiben der Firma an ihre Arbeiter wird beshalb auf die richtige Ausfüllung der Zettel hingewiesen und den Arbeitern erklärt, daß fie nach Ablauf ber Uebergangszeit vom Lohnbuch auf das Arbeitszettel- Syftem nicht damit rechnen tönnen, ihren Lohn pünktlich zu erhalten, menn fie ben Zettel nicht richtig und rechtzeitig ausfüllen. In dem vom 21. Dezember batterten Rundschreiben wird das Rauchverbot in Erinnerung gebracht mit folgendem Hinweis: Gin jeder meiß, zu welchen unübersehbaren Folgen die Leichtsinnigteit eines Arbeitnehmers( Bon uns unterstrichen Red. d..") geführt hat bei dem legten großen Brand in Berfin in ber Schönleinstraße und wieviel Mensajen leben durch die Undorfichtigkeit eines einzelnen in Gefahr gefommen finb." Die Arbeiter wissen, daß das Ungtid durch die füber liche Wirtschaft des Betriebsinhabers nerschulbet Bourbe. Wenn die Unternehmer aus der Brandfatastrophe in ber Schönleinstraße für ihre Betriebe teine anderen Behren zu ziehen wiffen, als es aus diesem Rundschreiben hervorgeht, bas fie ber Leichtfertigtelt beim Umgang mit Feuer zeiht, dann wäre das sehr eichtfertigteit beim Umgang mit Feuer zeiht, dann wäre das sehr zu bebauern. Durch eine berart überflüssige und schiefe Begründung wird das Rauchverbot ben Arbeitern nicht nerftändlicher gemacht Bur Abstimmung der Werftarbeiter. Bremen, 28. Dezember. Die Urabstimmung über den Schiedsspruch für die Wersten ergab bei der Deschimag( 2.-G. Befer) und den Atlaswerken unge fähr 3702 Stimmen mit nein und 370 mit ja. 10 Stimmen paren imgfiltig. In Bremerhaven wurden 1202 Stimmen mit mein unb 77 mit ja abgegeben. heute mittag noch nicht feft. Doch ist an einer starten Mehrheit Das Ergebnis der Urabftimmung in Hamburg stand bis für bie Ablehnung bes Siebsspruches nicht zu ameifeln. 81. Abt. Friedenau. Die Beerdigung unferes am 23. Dezember verstorbenen Genossen Richard Jobel, Odenwaldstr. 26, findet morgen, Sonnabend, 15 Uhr, auf dem Friedhof Blante Hölle, Enth straße( Bindenhof) statt. Bir bitten um zahlreiche Beteiligung gegend.( Nachdr. verb.) Bolliges Wetter mit Neigung zu Nieder Wetterbericht der öffentlichen Wetterdienststelle Berlin und Um chlägen und wenig veränderten Temperaturen. Für Deutschland: 3m Südwesten mild mit zahlreichen Niederschlägen, im äußersten Rorboften Aufheiterung, im übrigen Deutschland wieder Uebergang zu wolligem Better bei wenig veränderten Temperaturen. Standalpreffe verkauft sich. Der Rumeur erhält 50000 Mart Schweigegeld. Paris, 28 Dezember. Der Untersuchungsrichter in der Angelegenheit ber ,, Gazeite bu Franc" hatte vor Erlaß beş haftbefehls gegen Anquetit, den Direttor der Tageszeitung La Rumeur. diejen über amei Scheds in Höhe con je 75 000 Franten verhört, die von Frau Hanau an Anquetil gegeben worden waren, und zwar der eine durch Vermittlung eines Geschäftsmatlers Amard, der fein Bureau in demselben Haule hatte, wo die Interpresse( zur Gruppe der„ Gazette du Franc" gehörig) untergebracht war. Unquetil erflárie formell, er misse von biesen 150 000 Franken, die von Frau Hanau stammen sollten nichts. Er habe nichts erhalten. Der Untersuchungsrichter verhörte darauf den Geschäftsmaller Amard. Dieker ertiärte: Die Zeitung La Rumeur batte ihren Börsenteil burch ein Abkommen mit der Interpreffe gefeltigt" Anquetil tam jedoch im November dieses Jahres zu der Auffaffung daß die von der Interpreffe bezahlten monatlit en Zuschülfe nicht genügten, und wollte eine Erhöhung. Er ließ dies Frau Hanay wiffen, bie jebody) nicht barauf einging. Einige Tage darauf murde in der Zeitung Ba Rumeur" eine ständig heftiger werdende Ram Barthden Theater und Film. Die Gechfer Operette. Bromme Operette im Theater am Palmenhaus. Das neue Stüd des aus der Blelte erftandenen Theaters im Balmenhaus hat schon por ter Aufführung unter heftigen Geburtsweben gelitten. Der ursprünglich angekündigte Titel„ Die Drei- Pfennig- Operette" ist wegen des Antlangs en die Dreigrofden oper" verboten worden, worauf es der Kompomst alter Bromme furz entschloffen in„ Die Gechfer Operette um getauft hat. Wenn er treg gerichtlicher Verfügung berinädig auf bem Antlang beharrt, dann wird, so fagi man sich. Schon ein Zu lammenhang mit der„ Dreigroschenoper bestehen. Und man freut fich Eine Parodie wahrscheinlich, das wird sehr nett werben, noch dazu eine Barodie auf eine Parodie, da ja die„ Dreigroichenoper schon eine Barabie tft. Was sind Hoffnungen, was find Enimürfe? Die brei Atte pon 5. de Buillet,„ Gedseroperette" genannt, find eine ganz fimple Langoperette von dem Inp, wie er schon nor einigen Jahren schlafen gegangen ift. Mit der üblichen sinnlosen Handlung und ein paar netten Schlagern, die, wovon sollten sie denn sonst, non der Liebe handeln. Der einzige Zusammenhang mit ber Dreigroichenoper" besteht darin, daß die Sechseroperette ihr die schönste Melodie ents nommen hat Daß fie Sechseroperette" heißt, meil im ganzen fechs Darsteller beschäftigt find, ist unwahrscheinlich. Die drei Htte spielen in einem Sanatorium für unbefriedigte Frauen. bas von einem alten Professor geleitet wird. Die Frauen werden in dem Augen blid wieder gesund und lebensfroh, in dem ber junge Affiftent eintritt. Er ist natürlich gar fein Arzt, sondern der Liebhaber der Profeffors. tochter. Und zum Schluß triegen fich die beiben. Bund der Aufrechten! schimmernde Wehr! Die Frisur der Dame Sylvester- Scherzartikel bíllíg! t LUYE 11 g Es ist erreicht SOLOUR Ereignise von Gestalten Wilhelm Reden Wilhelm I. Panzer faust Silvefter- Scherzariifet " Walter Bramme bat es wieber verstanden, hübsche Meine Schlagerden zu tomponieren, die im Dhr haften und bie bas Bublitum jofort mitfingt. In den Gefangstegten non Ruri Samabad ift niel von Romplegen umb perdrängter Erotil und überhaupt von der Blychoanalyse die Rede. Die Zerte find ausnahmsweise weniger blade als der Inhalt des Studs. Die Aufführung steht und fant mit Fris Schulz, dem fiebenswürdigsten Liebhaber, der über bie Bretter springt. Sein lebennut und feine fuftigen Einfälle nehmen die Zusdauer im Augenblid mit. In Margarete Schlegel hat er eine reizerce Partnerin. Und wie Grete Freund ihre Schlager hinlegt, das ist auch nicht ohne. Thielscher Schwant. Luftspielhaus. Dgr. Franz Arnold und Ernst Bach finb zwel helle Köpfchen. Der eine ist Bolkstheaterdirektor in München, der andere fährt in Berlin Auto. Darum treffen sich A. und B. im Sommer am Starnberger See. Während dort die Maßfrüge manchmal gespült werden, und die Hitler Leute Schwarzweißrot tonspirieren und ichnorren, lassen und B. thren Guido Thielscher im Gasteiner Jung brunnen entfetten und entgichten. A. und B. und 2. find dann Ende November, nachdem sie noch gelegentlich in Oberhof Kriegsrat abgehalten haben, so weit, daß sie im Luftfpielhaus bas große, brciottig gegliederte ABI,( nicht ABC) thres Blobfinns probieren. Es war ftets ein fehr brauchbarer Theaterblödfinn, be sonders der zmeite Aft, wenn Thielscher, her perfluchte Schwere noter, Blamage und Blut schwigt wie das Wunderrejel non Ronnersreuth. Denn dann zog Thielscher hie hojen aus, oder er Begitime, aber er flotterte: ach möchte aus der Haut fahren und mich daneben fetzen." Metternich wizb nur geschildert als ber böle Mann, unter ben tas etle Herrscherhaus zu leiden hatte. Der Film ist überhaupt ohne jede Entwicklung, beiße Leidenschaften werden zu Sentimentalitäten und Boffeempörungen zu urgemütlichen Schießereien; denn der Re giffeur Mag Neufetb hat nur eine Barole und die heißt: ,, Da steht man machtlos vis- à- vis." Hin und wieder taucht ein wirklich schönes Bendschaftsbild auf, in dem zurückhaltend handelnd die Schauspieler stehen. 3go Sym & 8 darf als Erherzog auch nicht einen Augenblick die Reserviert. beit ablegen und Xenia Desnt tit der fleischgewordene Weltschmerz, während einzig und allein ber burch einen Automobilunfall ums Leben gefommene Werner Bittschen durch die Natürlidhteit feiner Sugend erfrischt. Der Film tommt aus Wien, bod follte Bien uns etwas anderes bringen als bie volkstümlichen Liebschaften feiner per flossenen Erzherzoge. 3hr großer Fiirt. U. T. Kurfürstendamm. e. b. Es find eben Leute, bie ben ganzen Tag für die Liebe reser pieren fönnen und denen der Aufenthalt in Lurusbars und ähn lichen Etablissements eine Selbstverständlichkeit bebeutet. Uebrigens haben fie tatsächlich nichts anderes zu tun. Daber geschieht es, baß eine bis in die Fingerspigen feufche Frau, die über den harmlosen Flirt nicht hinaus will, in den Berbacht gerät, auch ernsthaftcre Liebesbinge eifrig zu betreiben. m Ende mird sie aber trotzdem von dem allgemein geliebten Kavalier be Caftelle mit den verführerisch ergrauten Schläfen geheiratet. Das Thema ist wenig erquidlich, die Amerifaner behandeln cs Ramen 8. d'Abbabie d'Arraft zeigt ausgeprägten Sinn für jebrch wundervoll belifat Der Regisseur mit bem merkwürdigen fammerspielartige Wirkungen, für unbetonte Eleganz, er vermeidet jebe Ueberlabung der Szene, jeden Talmiprunt, bringt nichts in Sperrbrud mie feine deutschen Kollegen und frisiert auch seine SchauSpieler nicht für bie Großaufnahme, fondern verleiht ihnen absolute Ratürlichkeit. Albert Conti, ber leicht befabente und ergraute Lebe mann, ist nuancenreicher als fein Borbild Menjou, männlicher, ohne die femenine Rotetterie. Wo ist in Europa ein ähnlicher Darsteller zu finden? Und Florence Bidor bleibt die große Gestalterin der Dame, bie eigentlich schon zu alt ist, um mur zu spielen, und zu jung, um ohne Bunsch zu, fein. F. S. Der 60jährige Ariel. Die erste Aufführung der Neueinstudierung von Shakespeares Sturm" am Nationaltheater in Oslo brachte einen sehr peinlichen 3mischenfall. Die berühmteste norwegische Schauspielerin Johanna Dybwab, die als Darstellerin wie als Lehrerin gleich hohen Ruhm genießt, hatte es sich nicht nehmen lassen, ben zarten Luftgeist Ariel zu spielen. Nun ist Frau Dybwab bereits über 60 Jahre, menngleich sie ihr genaues Alter geheim hält, aber sie glaubt, daß He burdy thre unft noch immer nortäuschen tönne, fie befände fich Anfang der 20er. Aritif und Bublifum haben von Zeit zu Zeit auf diese Schwäche der gefeierten Künstlerin hingewiesen, und man hat ihr nahe gelegt, fie folle mehr an ihre Jahre denfen, aber das half nichts. Mis bie qite Dame nun in dem luftigen Gewanb des nicht mizuverstehender Brotest los Mütend trat fie porn an die Rampe und fagie: Bas foll dieser Lärm heißen? Wirft niemand diesen Denfchen heraus? Soll ich gehen oder jene?" Eine fonpre Stimme aus dem Bartett antwortete: ie tönnen Sie fragen? Da gibt es doch teinen 3weifel, wer verschwinden muß?" Erst mit Hilfe der Polizei tpunten die Brotestierenten entfernt werten, aber Frau Dnomab hat seit diesem Rorfall die Bühne nicht mehr betreten. liefert auch dies Jahr billig bekannte monarchiſche Firma. urbe non feinem Hausbrachen entlarnt, aber er endlarnte feine Ariel auf die Bühne tänzelie, ba brach ein ebenis plöglicher wie 2m Pogne entielfelt. Frau Hanau. Nie baburgh beunruhigt murbe, bat mich( Umarb) einzugreifen, da sie wußte, daß ich in Geschäftsverbin. dung mit Anquetu stand. Nach langem 3ägern wiligie Unquetil ein, die Angriffe in feiner Zeitung einzustellen gegen Bezahlung von 150 000 Franfen. Frau Hanou erklärte fich Damit einverstanden. Die Zahlung follte in zwei Raten vor sich gehen. Ich übergab am 27. Rovember Herrn Anquetil 75 000 Fronten, für die diejer mir jedoch teine Quittung ausftellte 29. sollten die restlichen 75 000 Franken bezahlt merden. Anquetil bat mich am 28. bereits um das Geld und ich schoß es qus meinen eigenen Mitteln der und behielt dafür die am nächsten Tage von Fray Hanau eingehenden 75 000 Franten für mich zurüd. Als Anquetil am 1. Dezember bie Benbung, bie die Angelegenheit der Gazette du Franc" nahm, bemerfte, schlug er vor, Frau Hanau bie 150 000 Franten zurüdzugeben, was biele jedoch ablehnte. mabei fie erflärte: 3ch fann 3hnen Ihre Quittungen nicht wiedergeben. Es ist eine Untersuchung eingefeltet, Die Bücherreviforen befinden sich in meinem Bureau. Nach Schluß diefer beiben Verhöre verfügte der Untersuchungsrichter die Berhaftung#nquetils( Siehe auch Beilage: Blid in einen Sumpf.") Die Reue des Attentäters. Benoits fire 3dee. Baris, 28. Dezember. Der Untersuchungsrichter hat George Benoit wegen des Atten tats auf Jachat nerbört. Benoit erklärte, er habe durch die Settüre beffen, mas in den elfäffischen Zeitungen in deyilcher Sprache unb in den Pariser Zeitungen über den Keimarer Prozeß berichtet wurde, die Ueberzeugung gewonnen, deß die Kolmarer Anflage in allen Stüden erfunden und ungeredat gewesen fel. Darin fet er noch da hurch bestärkt worden, daß Senator Helmar Staatsanwalt Jachot in Briefen, die veröffentlicht wurden, als einen unehrlichen Menschen hinstellte, der in Sequesterschiebungen der elfäffischen Kaligruben Derm delt lei. Alles dies habe ihn zu der verrückten Abee bewegen, auf Bachat zu schießen. Er habe eine fixe 3dee gehabt, der er nicht habe widerstehen können. Er jei ein gläubiger Katholi! und habe noch im Treppenhaus gebetet, daß er Fachot nicht töte. Er gehöre zu feiner Gruppe, babe niemals Bofitif getrieben und nur nach Rückkehr von Ridlin und Rollé nach ihrer Begnadigung Ende Juli oder Anfang Auguft nach Straßburg on einer Sundgebung tell. genommen Er habe non feinem Blan z niemand gesprochen. Gr bebauere feine Tat jet febr. Der gebildele Nationalsozialist Om Bölfischen Beobar com 24. Dezember tann man eine Rede lesen, die ber National fozialister og nor einigen Wochen in St. Martin bel Klagenfurt sehalten hat. Herr Herzog spricht dat n vom, Streif re: 300 000 Bergarbeiter im Rubreebiet, womit er tomlicherweise die Aussperrung der 220 000 metalfarbeiter meint. Sonst stimmt alles! A und B., Deutschlands nach immer unbestrittene Bezbladungschampions, haben auch zu Weihnachten 1928 püntific für das herrliche Stüd Malheur Gutbo Thielscher, der noch immer unüber. trefflich ist, geliefert. Umtausch nicht geftatiet, auch gar nicht not wendig. Der Schwant heißt diesmal eetend im Baradies". Das Paradies ist das Weefenbhotel am Schnatensee. Die Hölle st das Polizeiministerium. Dieser Titel macht natürlich für die char. manten Künstlerinnen Gaft und Roettgen unb after Seidentrifats, für bie nie fehlende alte Schachtel( rt orting) eine Dunkeltammer und ein Sittlichkeitsdragonerschnäuschen und schließlich für die Herren Schroth, tint, Serbis unb altenstein Bademantel und die mit dieser üniform zufammen hängenden Monotel und Manieren, und für Guido, unseren Lieb. ling, bie Berwechslungsschwiztur obligatorisch Die ärztliche Bache im Luftipielhaus mußte vernierfacht werden, da die Leute sich ehrlich frant lachten. M. H. Schund in drei Aften. 3ch tüsse 3hre Band, Madame." Gefton Briefe und George Burghardt, amei Schauspieler von sehr mäßigen Qualitäten, haben ein Stüd unter bem nicht mehr ganz unbefannten Iltel 36 tülle 3hre Hand, Mabame" verfaßt und es fozusagen im Selbstverlag aufgeführt. Denn die beiden Autoren spielen barin wicht nur Hauptrollen; Gaston Briefe führt auch noch die Regie. Das alles märe unerheblich; auch das bie Angelegenheit im Zentral. theater vor fich geht, bas noch vor nicht allzulanger Zeit den erfreulichen Bersuch machte, Aufführungen von recht bistutabler Qualität zu bringen, tönnte man schließlich mit Stitchwelgen um es milbe auszudrüden Selbstfritt übergehen. Sopiel Eine Einheitspreise für Altertümer. Die amerikanischen Warenhäuser und Einheitspreisgefchäfte haben einen neuen Artifel aufgenommen, nämlich Erinnerungsgegenstände aus dem fiaffischen Altertum. 3u Einheitspreisen werden Ausgrabungsgegenstände, Lonscherben, Steinärte, für die die großen amerikanischen Sammlungen tein Intereffe mehr haben, als Briefbeschwerer und Nippfachen für den Haushalt des gebildeten Amerifaners verfquft. Der Plagiat- Prozeß um den Metropolis- Film. Gegen Thea non harbou und Frig Bang, die für das Manuskript sum Matropafts- film gezeichnet haben, hat jeẞt Frau Debele mit der Behauptung, zum Filmmanusfript wäre ausschließlich ihre Bearbeitung berpandt porben, Strafanzeige erstattet. Der interessante Brozeß wird bereits am 17. Januar 1929 apr dem Moabiter Straf gericht verhandelt werben. Eine d'Albert- Aufführung in Frankreich. D'Albert's Oper Die toten Augen" myrbe tn franzöfifcher Hebertragung im Théâtre bes rts in Rouen erflaufgeführt. Die Bariler Kritif, die eigens hierzu nach Rouen eingelaben mar, beur: tellt bas Bert überaus günstig. Engels Jahrmeller. Plan ahnt laum, daß unter dem oben ge nannten Titel ber Berlag Tierrecht und Eierschuß einen Stalender in die Bett ichidi, ber bei einer stelbemußten Zusammenstellung zugleich äußerst gefchickt und gefchmod soll gemacht ist. In ibni ſteht hätten aber die Hutoren und die ungenannte Direktion haben müffen, um zu wissen, daß sie zu diesem miferabel gefpielten Blöd finn teine Einladungen an die Breffe verschicken durften. ganz fleine Freude bot nur Gretel Birfo, die in einer be fcheidenen Rolle immerhin einen Anflug von Theatertemperament zeigte. Bielleicht hätte eine beffere Regie auch aus Emma Stein, ble eine altmedische, leinbürgerliche Mutter spielte, einiges herausleberlegung, die für bas Zier eintreten und to ble Achtung nor holen tönnen. Herzog Hans't. Mormorhaus. 1x. Der Sohn Baller Leopolds II., der Erzherzog Johann, Bapt. Joj. Jablan Sebastian, ber 1848 zum Meichspermefer erwähis murde und am 30. Dezember 1849 refignierte, war mit Anna Bloch vers heiratet. Diese historische Tatsache muß eingangs erwähnt werden weil der ganze Film höchst willkürlich von der Liebe des Herzogs Hanft zu der Anna Blocht handelt. Der Film verfehlt es, einem die Menschen seiner Zeit nahe zu Volt und Zeit, unfere illuftrierte Wochenfchrift liegt bringen. Man muß bedenken, es ist doch immerhin die ereignisreiche Epoche, in der ein Metternich aus Wien fliehen mußte. Aber bez heutigen Bostanjlage bet fo manche Heine Mitteilung, die qufhorchen läßt, in ihm ift fo mendes fleine Bild, das Nachdenken ermedt. Denn Menschen der verschiedensten Seiten, Menschen der verschiebengeartetsten Belt anschauungen, ste treffen sich bier in der gleichen Gefühlsmelt, nämlich in ihrer Liebe zum Lier. Es find Menschen der Lat. Menfchen reijer jebem Lebewesen fördern. Und da det Kalender geeignet ist, feinen Smed zu erfüllen, der gequälten aber falsch behandelten Kreatur Hilfe zu bringen, tann man ihm mit Recht eine gute Bahrt ins Jahr 1020 wünschen. a. a Boltsbühne, In ber Silvefterpremiere ber Boltsbühne, Robers eftrens effe: Das Miel aus der Bortabt find unter der Regie pon Jürgen Rebling die Qaupuolen mit en Reus, ants Stranb, Richard Dilinsin, Rolé Almas, tur Mainger. Gelene Beigel, Bile Beet walb. elicitas Riebermayer, Camilla Beber, Grete Selele, Armin Coweizer und Steffi Epite belegt. Bunenbilder und Sigftüme: Chopard Cubr Mufit: Roelf Rüder( Die Dilginalmufif ans dem Jahre 1841). Muffalle Leitung: Boligang Jeller. Berantwort!. füt ble Sebaftion: Bellgang Schwarz, Berlin; Angelden: Th. Glade, Berlin. Berieg: Tormärts Berlog. m. b. B., Berlin, rud: Vorwärts Bach bu deret and Beziagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin 6 65, Lindenstraße& exam 1 Beilage. 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Orleans Der Schlauberger Jugendliche haben Zutritt Bühneuschau früher Titania( uta Schöneberg Bine Schreckensnacht im wilden lauptstraße 43 6.30, 9, S. 15, 5, 7, 9 Westen( 5 spannende Akte) Odeon, Potsdamer Str. 75 Ungarische Rhapsodie Kampf ums Matterhorn Das große Beiprogramm Steglitz mits Lil Dagover, Dita Parlo, Titania- Palast Beginn: Willy Pritsch Das gute Beiprograms Turmstraße 12 Die tolle Komteß mit Dina Gralla Eine Schreckensnacht i. wilden Wester 6.30, 9 U. Steglitz, Schloßstr. 5, Ecke Gutsmuthssti. Lemkes selige Witwe Auf der Bühne: Jinny Burneff, Clare Clari und Bruno Arne Lichterfelde- West Alexanderstraße 39-40 Hindenburgdamm 58 a Den ganzen Tag geöffnet Der erste Kuß mit Anny Ondra, Teddy Bill Heiraten, und nicht verzweifeln ( 8 Akte) Zentrum Hi- Li Wochentg. 6.30, 9 Uhr Sbd. 4, 6.30, 9, Stg. 2, 3, 7,9 Die Carmen von St. Pauli mit Jenny Jugo Leontines Ehemanner Sudwesten Woch. 6 45, 8.45 Uhr. Sonnt. 3, 5, u. 9 Uhr Der Fall des Staatsanwalts M. mit Vera Mirzewa Zwei Lustspiele Große Bühnenschau Vorwärtsleser Vorzugspreise Tempelho Tivoli- Lichtspiele Tempelhof, Berliner Str. 97 Intern. Bübne Der Herzensphotograph mit H. Liedtke Beiprogramm Concordia- Palast Andreasstraße 54 Kampf ums Matterhorn Beiprogramm Bünnenschau Weiße see Schloßpark Film- Bithee Berliner Allee 205-210 D. gr. Silvesterprogr. in Weißensee) Internat. Varietéschau, 6 Attrakt, Weltruf Hans Brausewetter: Heu PROGRAMM für die Zeit vom 28. bis 30. Dezember Humboldt- Theater Badstraße ty Polizeipatrouille um Mitternacht Jagd auf Paantome Bühnenschau war ich bel d. Frida( Foxtrottschl) Kristall- Palast Norden Skala- Lichtspiele Anfang: W. 6.30, 8.45 U., S. 4 6.30, 8.45 U Kosmos- Lichtspiele Schönhauser Allee so Die blaue Maus mit Jenny Jugo, Harry Halm Bühnenschau Neukölln Primus- Palast Hermannplatz Helratsfieber mit Maria Paudler, Hans Junkermann, Fritz Kampers, Vivlan Gibson Auf der Bühne: Grit Karleen, phanom. Tanzstar Lichtenberg. Lückstraße 70-7.4 Pat und Patachon, die Film he den Bühne: Gastspiel Gust'! Beer. Gr. Lillen Revue: Alles für euch! Moderne Lichtspiele Wilhelmstraße 78-79 Stg. Jugendvorst Song( Schmutziges Geld) Das Erbe des Banditen Bühnenschau Togan und Geneva, Meister des Schwarzer Adler Drahtseils Film- Palast Kammersåle Passage- Lichtspiele Filmpalast Börse Bibeltower Str. 1-4. W. 6, Sbd. 5, Stg. 4 U. Neukölln, Bergstraße 151-152 Rosenthaler Str. 40-41. W. ab 5. S. ab 3 Das Kind des Anderen mit Anaa Steen Der Wüstling mit M. Banks Belprogramm Nordwesten Welt- Kino Alt- Moabit 99. Das Haus ohne Männer Der Hafenbaron Charlottenburg Faun- Lichtspiele Ossi hat die Hosen an mit Ossi Oswalda Das gute Beiprogramm Süden Frankfurter Allee 99 Woch. 5, ca. 7 u.8,45, Ste. 3, ca. 5. 7 u. 8.45 U Der Raub der Sabinerinnen Bühnenschau Ein besserer Herr mit Fritz Kampers Der Todesritt von Bellizona Bühnenschau Alhambra Müllerstraße, Ecke Seestraße Ungarische Rhapsodie Belprogramm und Bühnenschau LSP Lichtspiele am Senefelderplatz Seine stärkste Waffe m. Harry Liebe macht blind m. Lil Dagover Piet Metro- Palast Chausseestraße Mikosch rückt ein! Bühne: Russische Kleinkunst. bühne Arlekin Woch. 5, ca. 7 u.8,45, Stg. 3, ca. 5,7 u. 9.43 U Das zweite Leben mit Pola Negri Viktoria- Lichtbild- Th. Harolds liebe Schwiegermama Frankfurter Allee 48 Bühnenschau Woch. 5, ca. 7 u. 8.45, Stg. 3, ca. 5,7u.8,45 U Müllerstr. 142 Th. am Moritzplatz Südpalast Bühnenschau Beginn: W. 5, 6.30. 9 Uhr. Stg. ab 4 Uhr. Knesebeckstr. 133, Bhf. Hermannstraße Cie Carmen von St. Pauli mit Jenny Ju o. Die treue Nymphe. 28., 29, 111 Uhr Nachtvorstellung: Nervosität, Hysterie oder Wahnsinn?( Geheimnisse einer Seele) Südosten R Muß denn Liebe ein Ver brechen sein? Der Schrecken der Prärie Bühne. Opere tensingspiel Walzertraum, Gebr. Emmé Osten Krumme Str. 37, an der Trinitatiskirche Filmeck Beginn W.: 5.30 Uhr Germania- Palast S.: 3 Uhr Frankfurter Allee 314 Die Spinnen. I. Tell: Der goldene Skalitzer Straße. am Görlitzer Bahnhof See. II. Teil: Das Brillantenschiff Sonntag 3 Uhr: Jugendvorstellung Schlüter- Theater Schlüterstr W. 7 9.15, Stg. ab 4L Die kleine Sklavin mit Gr. Mosheim. Verrat mit J. Schildkraut Beiprogramm Der Spion der Pompadour mit Liane Haid Bühnenschau Luisen Theater Reichenberger Straße 4 Heut spielt der Strauß mit Alfred Abel Beiprogramm und Bühnenschan Der geheime Kurier mit Iwan Mosjukin, Lil Dagover Beiprogramm Variotéschau Beginn der ersten Vorstellungen: Wochent ab 6 Uhr, Sonnt ab 3 Uhr Geheimnisse des Orients Bühnenschau Jugendliche haben Zutritt Friearicnsfelde Kino Busch Beginn täglich 5, 7, 9 Uhr Alt- Friedrichstelde 3, Ecke Rosent. Str. Alt- Heidelberg mit Ramon Novarro Mitw. d. Widetzky Sänger( Ouartett) Lus.iges Beiprogramm Bühnenschau Nordosten Pharus- Lichtspiele 99 Prinzenallee 1 Serenissimus und die letzte Jungfrau Eifersucht! Bühnenschau. Un Tief Der gen RA gaf uni mut Ein alf geg rub biel ma rich unt anf 80 mu Beg. 6.30, 9 U Ra Marienbad- Palast Badstraße 35/35 Serenissimus und die letzte Jungfrau Die Perle des Regiments mit Relahold Schünzel Pankow Palast- Theater Breite Str. 21 á. Ungarische Rhapsodio Beiprogramm und Bühnenschau Tivoli, Pankow Berliner Straße 27 Heut spielt der Strauß Bühne: u. a. das Strauß Ballett Niederschönhausen Die Verschwörer mit Ronald Film- Palast Colman, Vilma Banky Beiprogramm Rialto" Film u. Bühne Reinickendorfer Str. 14( am Wedding Harold's Hebe Schwiegermama Als Dreijähriger durch Alrika Bühnenschau Gesundbrunnen ,, Alhambra Badstraße Hell in Frauensee Beiprogramm und Bühnenschau Blankenburger Str. 4 mit Bei wa Rei ite fün bei auf fan Th tals Be Geheimnisse des Orients Pat u. Patachon, die Filmhelden Jugendliche haben Zutritt Reinickendorf- Ost Bürgergarten- Lichtsp. Hauptstr. 31 u. Lindauer Straße. Beg. 6.30 Engel der Straße Die Mädchenfarm mit Tom Mix Bubnenschau Reinickendorf- West ,, Elysium Film u.Bühne Ballschmieder- Lichtsp. Ala- Filmpalast Prenzlauer Allee 56 Die drei Frauen des Urban Hell Bühne: Neub Revue Ohne Kleid- tut mir leid!( verlängert) Badstraße 1 Heut' war ich bei der Frida Polizeispione von New York Bühnenschau Scharnweberstr. 67-68 Bin Mädel und drei Clowns Beiprogramm und Bühnenschan me bI Sei fich ein 81 bet Beilage Freitag, 28. Dezember 1928. Blick in einen Sumpf. Die Geschäfte der Madame Hanau. Baris, im Dezember. Diese Sache tann weite Folgen haben, wenn man sie gehen läßt," fchreibt der Baris- Midi" über die standalöle Affäre der Gazette du Franc". Das Blatt hat nur zu sehr recht. Die Affäre hat eine große und vielleicht meittragende politische Bedeutung: ihre enorme Gefahr für das öffentliche Leben Frankreichs besteht ja nicht in den Schurtereien der jegt in haft figenden Bande Hanau, nicht in der Ausplünderung der fleinen Sparer und Rentiers: thre " Geschäfte" hätten nicht den Schwung erreicht, wenn nicht die Preffe, die große cinflußreiche Breffe der Hauptstadt, wenn nicht Literaten und Politifer erflen Ranges vorfäglich oder leichtsinnig- den Treibereien der Bande Dienste erwiefen hätten. Borin besteht eigentlich die ganze Sache? Die Marthe Hanau und ihr gewesener Gemahl( die Scheidung hat nicht die Geschäftsverbindung zerstört) Lazare Bloch haben ichon öfters versucht, die Dummheit, die Leichtgläubigkeit und die Habsucht ihrer Mitmenschen auszubeufen 2ber alle ihre Versuche. auf diese Weise zu Gewinn zu kommen, hatten immer ein tlägliches Ende gefunden bis die Bande auf die glüdliche Idee gefommen war, ihre Schurtereien mit der Bolitit zu verschleiern Die Operationen"( elbit, welche den Sporer ausplündern und ber Bande Millionenverdienste bringen folljen, pazen in Grunde jehr einfach. Die Bande fpetulierte an der Bärfe mit fremben, geliehenem Gelde. Sie versprach daber ihren Stienten enorme bis zu 30 Broz Berdienste. Diese Berdienfte wurden auch den Kunden ausgezahlt, aber nicht in bar, fondern in Papieren, Aftien und Obligationen der von der Bande selbst gegründeten Ge jellschaften. Hierzu murden fünf Gefellschaften für Börsen- und 3mmobiliengeschäfte mit 17 Millionen Franken Kapital gegründet Die Aktien, zu 100 Franken nominel, wurden unter den Teil nehmern der Bande verteilt, wobei die Marthe Hanau und der Lazare Bloch sich den Löwenanteil( bis 90 Broz.) behielten. Diese Attien wurden mit Hilfe der von der Hanau abhängigen Bant ( Société de Remise et de Banque), deren Inhaber jest quch nor Bericht stehen, bei den amtlichen Börsennaflern durch arrangierte käufe von dem nominalen Breis von 100 Franfen auf den Börsen: preis von etwa 700 Franten hinaufgetrieben. Somit schmoll das ursprüngliche Kapital von 17 Millionen auf mehr als 100 Millionen Franfen. Aber nicht genug. Die fünf Gesellschaften gaben außer bem insgesamt 170 Millionen Franken achtprozentige bons de participation", Beminniche ne zu 10 060 Franken das Stid, aus. So operierte die Bande mit fittinen Börsenwerten in Höhe von 270 Miltonen Mart, die gar keine Dedung, weber in Sachwerten( die Jumeten und Autos der Bande ausgenommen), noch in resten Ge chaften hatten. Nun ein Beispiel, wie die Geschäfte abgemidelt. burden. Der Kunde beteiligt sich an den Börsenipefulationen ber Bande, inbem er für 50 000 Franten Anteile der Gefellschaften fauft. Nach Jahresablauf wird ihm ein Geminn von 23.500 Fronten berechnet. Aber statt 73300( 30 000 und 23 500) Franfen in bar zu befominen, muß er zufrieden fein mit 34 500 Franfen in baz, und mit Aftien in dem Bärsenwert von 725 Franfen. für den Rest Also verliert der Kunde 15 440 Franken. Wie war das möglich? Bomit ist es zu erklären, daß eine Bande von Schwindlern Schurken folches Bertrauen erweckte, daß Tausende zu ihr liefen, ihr das Geld, häufig das lekte mühsam gefparte Geld, an berirauten und mit der Abrechnung in faulen Papieren sich be genügten? I das ist nur damit zu erklären, daß den verbrecherischen Rachenschaften dieser Bande die große Bresse ihre Spalten gaftfreundlich natürfch gegen bar zur Verfügung stellte und daß diese Presse verstanden hat, Politiker von Rang a mugen. tungen Rumeur und Quotidien und eine Zeitung in der Broving épeil du Nord. Besonders standalös ist hie Gadhe mutuntidien. Bor den Wahlen non 1924 als Drgan des linten Blocks geschaffen, spielte er, mit dem talentvollen Journalisten Bierre Bertrand an der Spize, eine große politische Rolle in dem Kampfe gegen die Politif des Nationalen Blods und der Ruhrbejeßung zu der Zeit zählte er wilchen seinen Mitarbeitern auch Sozialisten, Pierre Renaudel, Buiffon und Grum bah. Seitdem erlebte der Quotidien schon einen Standoi; eine Gruppe der Mitarbeiter unter Führung des verstorbenen Professors ulard und des Sozialisten Buiffon fündigte die Mitarbeit an ber 3citing. Als Grund dafür wurde angegeben, daß der Chef rebcffeur Bierre Bertrand und der Berlagsdirektor Dyman die Zeitung dem Einfluß fapitalistischer Gruppen ausfesten. Die Mehrheit der Aftien war von Jean Hennessy, des ecpitallazialistischen" Kognaffabrikanten, gewesenen Botschafters in der Schweiz und jetzigen Landwirtschaftsministers, erworben worden. De aber Bertrand, Duman und Henneffy den Quotidien zur Berfügung der Bande Hanau stellen würden, mar aher doch mehr. als man erwarten fonnte. Der Quotidien vermietete täglich Der Abend Shadausgabe des Vorwärts 3 eine halbe Seite den Schwindelinformationen der Interpreß". Das heißt der Frau Hanau, für 250 000 Franken monqilich. Dabei betam quch Duman eine runde Summe als Kommission. Der Minister Hennessy ist dabei auch stort tompromittiert: als Hauptattionär hatte er bisher das monetliche Defizit der Zeitung decken müffen. Der Vertrag mit dem Interpreß" ist von ihm gebilligt worden. So ist er einer der Nutznießer der Betrügereien. Duman verkaufte der Bande aber noch die Adressen der Abon nenten. Die Betrügerbande benutzte sie, indem sie Briefe mit finanziellen Ratschlägen auf Briefpapier des Quo tidien an die Abonnenten versandte. Der Quotidien garan tierte also die Zuverlässigkeit der Börseninformationen, die feine Abonnenten erhielten Auf diese eigene und gekaufte Bresse gestützt, haben die Betrüger große Bureaus und Hunderte von Angestellten, zahllose Agenten und Kommissionäre in Paris und in der Provinz unterhaften, die mit den Poincaré" und Briand"-Nummern ber Gazeite du Franc" in der Hand, auf den Ruf des Quotidien ge ftüßt, ihre Opfer bearbeiteten. Millionen flossen in die Taschen der Bande und ihrer Helfer. Der Standel ist noch in seinem Anfing. Wie weit die Enthüllungen gehen werden, ist noch eine Frage. Es find zu viele 3ntereffen berührt. Die große Informations preise, felbft durch und durch torrumpiert, hat das Interesse, der Standal zu verkleinern. Die antirepublikanische Agitation der Kom munisten und Faschisten tann zur Sanierung der Verhältnisse nichts beitragen. Nur die Sozialistische Partei fann die Initiatipe 311 Maßnahmer ergreifen, wenn man dabei auch nicht in die Jusion verfallen darf, daß dieser Sumpf völlig ausgerottet werden kann. " P Ein deutsches Erfinderschicksal. Auch ein Beitrag zur deutschen Luftfahrtpolitik. Mir veröffentlichen untenstehend einen Gruß, der durch die erste amerikanisch- deutsche Zeppelin Luftpoft über den Ozean herüberge kommen ist. Dieser Gruß ist jedoch nicht nur durch seine Stempel und Morten von besonderem Interesse, sondern er gibt uns zugleich Runde vom Schicksal eines deutschen Luftfahrtfachmannes, das höchst charateristisch für die Zustände und Methoden innerhalb des deutfchen Luftfahrtmejena ist und deshalb näher beleuchtet zu werden verdient. Der Absender Feliz. A. Knoll der Sohn unferes alten Genoffen und Gewerfichaftsführers Alerander Snell nom ADGB. hat nämlich auf schmerzhafteste Art an sich erfahren müjjen, mas es heißt, ein hervorragend begabter, aber profettionsloser und The Knoll Airail( operatin das Schlaglicht auf das Treiben hinter den Stufiffen der deutschen Luft fahrt werfen, genüge es festzustellen, daß Felig Knoll nach seinem Ausscheiden aus der Firma Heintel mit grimmigstem Haß von Heinfel verfolgt worden ist. Nicht nur Zivilprozesse, sondern Diebstahlsanzeigen, Hochperratsanklagen bis zum erwirften Haftbefehl waren die feinen Berfolgungsmethoden dieses Musters cincs deut fchen Flugzeugunternehmers, die zur völligen Diffamierung Knolls in allen Luftfahrtfreisen und damit zur Zugrunderichtung des gebaßten Emporkömmlings und feiner Familie führen follten. Dieser Boltsschüler und horribile dictu! Sohn eines Gewerkschaftsführers, besaß zahlreiche Batente, hatte eine Fülle neuer Ideen, arbeitete und fonnte mehr als alle anderen und war froh genug, RITED STATES GERMANY OCT 28 1926 Berlin 5.0.16 Und wenn stehen! Sier mußte ein Erempel ftatuiert werden: nicht seine Freunde treu zu ihm gehalten haben würden, so hätte sich die Heze bis zum Zusammenbruch und Selbstmord des gejagten Opfers vollenden fönnen. Madame Hanau fannte jehr gut die Rolle der Presse, ihren Einfluß und ihre Abhängigfeit von der Börse. Sie gründete alfo eine eigene Zeitung und taufte durch ein ebenfalls von ihr gegründetes Bureau Interpreß den großen Zeitungen ihre Börsen. rubrifen ob. Die eigene Zeitung, Gazette du Franc, ent. Daher gefinningsverdächtiger Mitarbeiter am deutschen Flugzeugbau| energisch auf der Innehaltung gegebener Bertragsversprechen zu bes bielt umfangreiche finanzielle Informationen, in denen der Börjen zu fein. martt fyftematisch beleuchtet wurde: hier fand der Lejer alle Nach richten über die enorme Prosperität der Hanauschen Gesellschaften und über die Quotierungen ihrer Wüen. Das Blatt trußte aber ein anständiges Ansehen erbaften: benn es gibt ja io viele fdmusige Börsenblätter, deren Schwindet allen in die Augen fält! Ster mußte die Politit eingreifert, und zwar die große populäre Politit. Man machte den Derselbe Felix Knoll, ber uns heute über ben Ozean hinweg als Leiter und Chefkonstrukteur feiner eigenen Flugzeugfabrif Knoll Aicraft Corporation" mit berechtigtem Stolz The Kaum ein Jahr ist es her, Daß Felir Knoll den unwirtlichen grüßen tonn, ist noch vor Jahresfrist wie ein geheztes Bild in Boden Deutschlands mit Familienhilfe ohne eigene Geldmiffel in der Deufchland gejagt marden Offizielle und pripote Etallen wetteiferten miteinander, bieler genialen Konstruktionsbegabung jebe Arbeit Fasche verlassen hat, um geschützt vor den vornehmen Umgangs in Deutschland unmöglich zu machen, seinen persönlichen Ruf als formen deutscher Luftfahrtunternehmer in Amerika ſein Glud. Ehrenmann zu untergraben, um ihn ökonomisch und moralisch zugrinde zu richten. zu versuchen, wo man meder Diplome upd) nationalistische Broteftionen noch Offizierspatente braucht, um in der Luftfahrt vorwärts 34 fommen, sondern wo die Leistung allein den Ausschlag gibt. Boraussetzungen für ihn sich so rasch und vielversprechend erfüllt Es ist uns eine freudige Genugtinung, daß unsere günstigen Borauslegungen für ihn sich so rasch und vielversprechend erfüllt Bersuch mit der nationalistisch- faschistischen Politit, Denn Felix Knoll gehörte nicht zum Clou", nicht zur Clique mit der leidenschaftlichen Bekämpfung des Linksblods. Aber zu dieser Seit hatte der Faschismus schon eine schichte Börse: es der berufenen Luftfahrt- Fachleute, die heute alle Führerposi der„ berufenen Luftfahrt- Fachleute, die heute alle Führerpofi. waren die Zeiten der Locarno- Politit und das große Bublifum be- tionen fest befest halten und auch weiterhin unter sich zu vertellen Reisterte fich für Friede und Bölferversöhnung. Die Bande gedenfen ängstlich darauf bedacht, das herrschende Mittelmaß Knollsche Flugzeugfabrik in Amerifa ist die beste durch die ganze fündigt, und neue, mehr dem Zeitgeiste entsprechende Federn" Felir Knoll mar nicht Offizier, ja er mer nicht einmal afabemisch gehegter junger deutscher Erfinder der deutschen Luftfahrt und ihren bejorgt. Der Zufall kam ihnen zu Hilfe. Im Dezember 1927 machte uf einer politischen Veranstaltung in Lille Frau Hanau die Be haben. Die neue, bereits mit zahlreichen festen Aufträgen versehene Welt hallende Antwort, die ein buchstäblich aus seinem Vaterland Führern binnen Jahresfrist erteilen fonnte!. Führern binnen Jahresfrist erteilen konnte! Der Fall Knoll ist einer von vielen, ebenso wie der Fall Heinkel, der noch eingehender betrachtet zu merden verdient, vorgebildeter Ingenieur. Lediglich auf der Grundlage ein facher Bolksschulbildung hatte er sich nach einer Lehrzeit als Technifer im Eifenbau alle Fachkenntnisse auf deur Gebiete der fanntichait von Bierre Audibert, der über ein aftuelles Aerodynamik und Flugzeugfonftruffion völlig felbftändig angeeignet die Zustände im deutschen Luftfahriwejen durchaus typify illustriert, neben der Erlernung mehrerer Sprachen. unb es hierbei talentpoll wie er mar und mit guien periönlichen und politifchen fürzester Zeit zu fo berporragenden Fähigkeiten gebracht, daß er bei Rohrbach und später bei der Firma Heinkel in führende Stellun gen als felbständiger Konstrukteur aufrüden tonnte. B Thema 30 is den Bölferbund gesprochen hatte. In diesem Audibert, Berbindungen belen wwww fn Herr Heinkel verdantt der Leistung non Jelig Knoll seinen gefeierten Sieg im Geeflugwettbewerb 1926 in Barnes münde und andere Erfolge mit fogenannten Seintel Inpen" Freifich, menn irgendwo, so gilt bei dieser Birma der Eaz:„ Unbant ift der Welt Bohn. Die wenig schmeichelhafte Berühmtheit des Herrn Heinkel als Brozeßheld und Ausnuger fremder Arbeitskraft. der felten ohne gerichtlichen krach mit seinen Angestellten ausein anderkommt, ist im Falle Knoll auf befonders üble Art beftät gt Immer stärker wird die Abwanderung gerade der tüchtigen, selbs ständig denkenden und arbeitenden Luftfahrtsachträfte, die abgestoßen von deutscher Bureaukratie und Proteftionswirtschaft im Auslande mit Recht eine bessere Würdigung ihrer Qualitäten ermarten. Wie mir hören, stehen gerade jetzt wieder eine Reihe wei terer derartiger Berlufte für den deutschen Flugzeugbau bevor. Benn Amerika mit seinen mehr als 140 lugzeuge haben wird, und wenn die deutiche Luftfahrtindustrie in wenigen er mar unter anderem Sefretär de Monzie's gefah Frau Hanau den geeigneten Mann, um die Gazette bu Franc" in ein großes Blatt mit dem Namen Gazette bu franc et des Rations unwandeln. So wurde aus dem schmutzigen Schwindelblatt eine rebu blitanisch- pasififtite Zeitung. Audibert nugte feinen Auf und feine Berbindungen aus. Die erfte numiner der neuen Seinung erschien mit einer Sufchrift Brianbs! Später äußerten fich viele andere, politiſche Berfönlichkeiten. So, betam das Blatt eine große Berbreitung. Aber der Bande genügte has eine Blatt nicht. Um einen größeren Lesertreis zu fangen, wurden worden... bet anderen Zeitungen ganze Spalten abgefauft. Mit Hilfe des Bureaus Interpreffe faufte die Bande zwei große Barijer Seitragsstreitigteiten hier eingehen zu wollen, die ein grelles Iciden. Ohne auf die an sich höchst intereffanten Einzelheiten der 23 er. fabriten fich bald die besten deutschen Begabungen hinübergeholt Jahren ebenso und noch weit mehr als die deutsche Automobilindustrie aus dem Felde geschlagen sein wird, dann können wir uns bei den verantwort'ichen deutschen Luftfahrtpolitikern und den dazu passenden Luftfahrtunternehmern dafür bedanken, die nichts, unterlassen, un felbständigen Erfindern das Leben in der Heimat zu ver W. B. VOM EDGAR WALLTACE INS OEUTSCHE ÜBER VON RAVEN DRO (H FartteHing.) „Wsthtn bringen Si« mich?" fragt» si«. ..W«nn ich gemuht hätt«. daß Sie mich kv» sraa« würden.' «rwchart««r iranisch, chatte ich»in Zteisehondbuch für Si« nur» gefehcn.®(« muffen sich in Gedulh fassen, bis ovr antlnmnen. dann Verden Sie ja sehen, wo Vir sind.' Es war nur«in Wagen im Zug, der keinen durchgehend«» Seitengang hatte und Digbq hatte«in Abteil für sich darin res er- ni«r«n lassen. Dieser Wagen«rkehrt« nur auf tur�n Strecken und sollt« in Rugby abgehangen werden. DIgby brauchte also nicht zu fürchten, hah sie während dar Fahrt gestört wurden. Einig« Mal« harte»x zur Decke gesehen, auch Eunice hatte«in Geräusch über sich gehört, ol, ob jemand oben auf dem Doch d«s Wogen» fei. Sie beobachtet« ihn scharf, ol» er das Fenster öffnet« und sich hinauslehnte. Aber gleich darauf zog«r sich wieber zurück, naß non dem Regen. »Das ist eine schauderhaft« Rächt.' sagte er. als er die Nor» häng« wieder oorzoz...Eunice, nun feien Sie«rnünftig, es gibt Dinge, di« schlimmer sind, a!» mich zu heiraten.' „Ich mächt« nur wissen, was das fein sollte,' erwidert« Eunice ruhig. Sie hatte di« Folgen der Injektion allmählich überwunden vng war beinahe wieder normal. Er warf die Zigarette plötzlich auf den Roden und setzte sich neben sie. „Eunice, Ich muh Sie besitzen!' Sie hört« das leise Zittern in seiner Stimm« und sah sein« begehrlichen Blicke,„verstehen Sie nicht, daß ich SI« liebe, daß ich Sie haben muh? Ich könnt« ohne Sie nicht mehr leben. Ich würde lieber Sie und mich tot wissen. ol» Sic Jim Steele oder einem anderen Mann überlassen.' Er legte seinen Arm um sie, und sein Gesicht war dem ihren so nahe. dah sie seinen schnellen Alem auf ihrer Wang« fühlt«.„Verstehen Sie mich?' fragte er leise.„Ich würde S!««her umbringe»! Denken Sie einmal darüber nach.' „Es gibt schlimmer« Ding« als den Tod.' „Ich freue mich, daß Sie das einsehen.' Er lachte plötzlich auf und fand seine Selbstbeherrschung wieder. Er sagte sich, dah«» falsch wäre, sie in diesen gefährlichen Augenblicken zu erschrecken. Die eigentlichen Schwierigkeiten standen ja noch bevor. Eunice dachte schnell. Der Zug würde bald anhalten, und wenn er sie töten sollt«, sie würde um Hilf« schreien. Si« höhte ihn jetzt über all« Matzen und sah in ihm alles Bös«, Hähkich» und Schlecht« verkörpert. Sie schauderte vor der Zukunft, die or ihr eben gezeigt hatte. Sie wüßt« nun, was fein« Drohung zu b«. deuten hast«. Der Tod nwr demgegenüber«in«rlafendea urH gnädig«» Schicksal. Er wollt« si« so erniedrigen, dah sie nicht mehr wagen würde, den Kops zu»rhebn und Jim in di« Augen zu sehen. Aus Verzweiflung soll« si« ihn heiraten, um chr«n Rainen und den Namen ihrer Kinder vor Schande zu bewahren. Sie fürchtet» ihn noch mehr in seiner grotesken verkleüemz. Wo, macht, er jetzt vorhaben? Wie wollt« er von Rugby cnt. kommen? Auf dem Bahnsteig würden die B-amten doch noch ihm suchen. Lady Mary hat« st« gesehen und erkannt. Sie Host« sicher telegraphiert, dah der Zug nach ihr durchsucht würde. Der l?e- danke an Lady Mary beruhigt« sie. Sie war ihre Muster, dies« schön« Frau, auf die si« sogar eisersüchtig gewesen waxl Sie muhte lächeln, und DIgby Grpqt. der si« bepljachtet«, wunderte sich über dieses Zeichen glücklicher Freiche. Sie gab ihm mehr Rätsel auf al» er ihr. „Worüber lächeln Sie?' fragt« er neugierig. Aber qft sie ihn wieder ansah, verschwand der froh« Zug aus ihrem Gesicht, und sie wurde wieder ernst.„Sie denlen wohl, daß man Si« in Rugby bejrei«» wird?' „Rugby,' sagte sie schnell.„Halt der Zug dort?' „Sie sind ein merkwürdiges Mädchen.' erwidert« er grlnssnd. „Sie bringen es doch dauernd fertig, Jnsormostonsn aus mir herauszuholen. Ja. der Zug Höst in Rugby.' Er sah nach seiner Uhr.„Wir sind gleich dort.' sagte er dann und öffnet« di« Nein« seiden« Handtasche, die zu dem Kostüm der älteren Dame gehört«. Er nahm einen kleinen, schwarzen Kasten heraus, und Eunice er- schrak, als sie ihn sah. „Nein, da, nicht,' hat sie.„Bist«, tun Si« das nicht!' „Wollen Si« mit schwömn, daß Sie keinen Versuch machen. zu schreien oder sonst irgendwie die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zu lenken?' .La,' entgegnet« sie bestimmt. ,Lch verspreche es Ihnen.' Si« hofft« ja noch immer, dah die Beamten vorberestet wäre» und sie erkennen würden, denn wenn das nicht geschah, blies, ihr kein« Hoffnung mehr. „Ich will das Risiko auf mich nehmen. Es ist«igenstich töricht von mir. daß Ich Ihnen trau«. Aber wenn Si« mich betrügen oder hintergehen, werden Sie nicht weiterleben, mein« Lieb«!' 38. Sic atmete freier, als sie sah, datz«f den kleinen, schwarzen Aasten in dl« Tasche zurücksteckte. Plötzlich oerlangsamt« sich di« Fahrt des Auges, urtd er hielt mit einem so heftigen Ruck an. dah si, beinahe van ihrem Sitz geschleudert wurde. „Ist ein Unglück posiier»?' .Lch glaube nicht.' sagt« Digby und zeigt« lachend seine Zähne. Er hatte seln« Kleider und auch den schwarzen Hut tn Ordnung gebracht, lieh jetzt da» Fenster hinunter und schaute st» die Rocht htn-us. Er hört«, wie die Beamten einander zuriefen und sah Signallampen. Schnell össnet« er die Tür und wandte sich nach Eunice um. „Kommen Sic heraus.' befahl er scharf. Sie stand erschrocken äus. ..Wir sind noch nicht aus dem Bohnsretg?' „Kommen Sie schnell heraus und«rinnern Sie sich an Ihr Der. sprechen!' Mühsam trat sie hinaus in die Dunkelheit. Er hals Ihr von dem Iriitbrett herunter, iahte sie am Arm. und si« stcspenen die Böjchung hinumer, bis st« auf«in Feld kamen, das mit hohem &ro, bestanden war. Ihre Schuh« und Strümps« wurden von dem Rege« nah, der mit ungewöhnlicher Hestigkest niederging, und sie konni« sich kaum aus den Füßen halte». Aber Digby hlell fie fest am Arm und schritt schnell vorwärts. Er schien den Weg zu kennen. obwohl sie kaum einige Meter weit sehen konnte. Bevor si« dt« Wiese überguert hasten, war sie vollständig durchnähi- Sie hörte Digby fluchen, al»«r sich in seinem Kleid versing. Sonst hätt« sie sicher über sein Aueschen gelacht, aber jetzt war sie zu sehr bestürzt. um sich über irgend etwa» amüsieren zu können. Aber ihr Mut und ihre Emschluhkrast waren gewachsen. Digby hielt einm Augenblick an und horcht«, aber er hört« nicht» als den Regen. Als Eunice zurückschaut«. sah st«, daß der Zug weiterfuhr und sie wundertr sich, worum er gerade an dieser Stelle geHallen hatte. „Ich hätte beinah« darauf geschworen, dah ich jemand hier durch den Morast gehen hört«,' sagt« Digby..„Kommen Sie mit. dort steht der Wagen.' Sie entdeckte einen schwachen Wchstchlmmer. Gleich daraus traten si« au» den sumpfigen Feldern heraus und erreichten einen festen Weg. auf dem sie bester gehen tonnte. Sie hast« einen Schuh verloren und schleudert« nun auch den anderen fort. Sie konnte leichter m Strümpfen gehen, da die dünnen Sohlen vollständig durchnäht waren. Sie hatten nicht mehr lange zu gehen. Aus dem Seitenweg kamen si« auf die Hauptstrahe, wo ein gefhlostmcr Wagen wartci«. Digby zog Eunice herein, sprach ein paar leise Worte zu dem Chauffeur und stieg dann hinter ihr«in. „Dieser verfluchte Regen! Aber ich will mich nicht darüber beschweren, er hat unser« Flucht sehr begünstigt.' Plötzlich wurde es hell in dem Wagen. Er hatte sein» kleine Taschenlampe angedreht. ..Wo haben Sie Ähre Schuhe?' .Lch habe sie in dem Feld verloren.' „Verdammt, worum haben Sie da» getan?' fragte«r ärgerlich. „Sie wollten wohl ein Zeichen für Jim Steel« zurücklassen?' „Seren Si« doch«kchi Mr.(Srvai ff« waren doch nichi meine Schuhe, also kann man auch nicht daran erkennen, daß ich hier war.' Er amworlet« ihr nicht, sondern saß zusammengekauert in einer Ecke, als der Woge» durch die Dunkelheit fuhr. S c fuhren etwa eine Vsertelstund«. dann hiell der Wagen oor einem kleinen Hopse und Digby sprang hinaus. Sie wollte ihm jolgen, aber er linderte sie daran. „Ich werd- Sic tragen." „Das ist nicht notwendig.' erwiderte Eumc« kühl._ „Doch, ich will es tun.' unterbrach er sie.„Ich wünsche nicht. dah man Ihre Fußspuren hier aus der Straße steht.' Er hob sie aus. E» wäre töricht gewesen, ihm Widerstand lc'ften. Sic mußte seine Berührung dulden, bis er sie qm einen m.t Steinplatten belegten Hausflur niedersetzte. Ei» dumpfer Sc- ruch schlug ihr«Mgegen. „Ist ein Feuer angesteckt?" fragt« er den Chausseur uoer d!« Schuller.. „Jawohl, in dem Hinteren Zimmer. Ich dachte mir schon, dag Si«« bei dem Regen notwendig hätten." „Stecken Sie auch den anderen Äamin an," befahl Digby»t stieß die Tür auf. Der Schein des Kaminfeuers war dos einzig« Licht in dem Raum. Gleich daraus brachte der Chauffeur ein« Slutornobiltamjv. Sein« graue Perücke war durchnäßt und hing ihm tief in» Gestchh sein Kleid war über und über mit Schlamm und Schmutz dedcck- und sein« leichten Schuhe waren vollständig verdorben. Sie selbst befand sich in keinem besseren Zustand, aber si> dachte jetzt nicht an ihr Aussehen. Si« fror und zillcrt». trat niiiier an das Feuer heran und streckte ihre eiskalten Hände Nach der Flamme au»., Digby ging aus dem Zimmer und sie hörte ihn draußen leise � sprechen. Aber der Mann, mit dem er sich unterhrelt. war schein' bar nicht der Chauffeur. Sie überlegte sich, wo si« dies« Stimme schon gehört hotte und j noch c ner Weile konnte f« sich daraus besinnen. Es war der Mann. den st« und Jim damals aus Digbys Haus hatten heraueireten sehen, als sie aus den Stufen vor der Haustür standen. Plötz'iÄ kam Digty mit einem Handkosfcr zurück. „Sie müssen sich setzt umziehen, hier finden Sie alle», was S>' nötig hoben." Er stellte die Ledertasche hin. dan» zeigte er au' ein Bett, da, in der Eck« de« Zimmer, stand. „W r haben keine Handtücher hier, aber vielleicht können Si« I eins der Bettücher oerwenden, um sich abzutrocknen." „Ihre Sorg« um mich ist geradezu rührend," sagt« sie verächi'| sich und er lochte. „Ich habe es gern, wenn Sie so sind," erwidert« er im! wundernd.„Es ist Ihr Verstand und Ihr« Energie, die ich lieb«. Wenn Sie eins von diesen jammernden und winselnden Geschöpfen wären, ein» von diesen furchtsamen Mädchen, dt« keinen Mut habe». wäre ich schon längst mit Ihnen senig. Aber ich will Ihren teul'l lischen Stolz schon noch bändigen. Sie glauben wohl, Sie töunsen mich verachten? Und Sie wären besser als alle anderen Fraucnr' (Fortsetzung folgt.) WAS DER TAG BRINGT. WMWMWWW Die Reise einer Flasche. Am Ist. August hat«in unternehmungslustiger Jung« am Strande in dar französischen Normandie«inen Zettel mit sein« Adreste w ein« Flasche gesteckt und si« ins Meer geworfen. Nor«inigen Tagen hat«in» Einwohnerin der Insel Lmkun in der Nordsee am vs««in« versiegest« Flasche gefunden. E» mar di« Flasche de» Jungen. J07 Tag« brauchte sie, um ihren Weg zurückzulegen. Margo. ret« Dolink«, so heißt die„glücklich«' Finderin, hat dem Buben ein« Ansichtspostkarte geschickt, in dem fie sich für den Gruß au» Frank, reich bedankt. Der wird sich aber freuen! Der heilende Brautspiegel. Zwischen den alten Frauen der türtischen Sdodt Ufa und dem unlängst dort eingerichteten Gesundheitsamt ist e» zum offenen Krieg« gekommen. Die Behörde wiß nämlich rnst den Riefen Im Polle verbreiteten, aus Aberglauben und Quacksalberei beruhenden Heilverfahren aufräumen und die Bevölkerung veranlasten, im Falle «iner Erkrankung zum Arzt zu gehen. So hat ste hi« auch tn der Hörstgen Gegend herrschende Sist« der.Braustracht' verboten. List nämlich ein« alte Frau an Gicht. Rheumatismus oder Wastersucht. so wurde sie von ihren Freundinnen in da» üblich« türkische Braut, gewand gekleidet. Sie bekam einen komxx geschlissenen Spiegel, den Gespensters piegel. in die Hand gedrückt. Sie muhte dann ihr durch diesen Spiegel völlig verzerrtes Gesicht betrachten, während Freita#, Mu vpramhar. Berti». 16J)0 Qertenbactsspektor BenS:„Du Urnelroefa«J« Otstbloae alt PöciJe- rBOjiailtlsl tfts»«Ipltchtn 0 bitten«". 16.30 Heitere SetUntloncq. J. tn;,;nt dar tee.Mnaik tot dem Holet Ctplwxde.(Kapelle Beta. bard Eni) JP.SO Intcnlear Sleefrled Nelken:„Vtrbrccboi und Schick sil." IV.; Fintiert» Uniistle ond Vetilchetnncsinori:. 19-30 Hart-Bredo-i' Seh'Jle. Nitura-Iurnrchatteii. Prot. Dr. Adall Mtrcete: ..Attroneunle In alltcmclner OertlclUnc." IV.; Der Mond. »CO Dialoge der Weftllttratar. IV.i Selormaiioo. Ulrich»es Hellen. Bc- arbeltant and Vr�lc: Karl Haaemann, 21.00 6etieriia(>rai Dr. Werner Pelier;.-Zar Sotloletia der QeverktchafU. preur". 2130 Vom Menaelt aom Walrei|. Bocchariai; Menoelt. Y 3. Ramtaa: 0?vofte. v A Oanne: La Caarlne, Muhrka. T« Smclan»; Polka.—- 5. Job. Stroit; Wiener Bonden», Walaer.(Kapelle: Oerhzrd Hofhnann.) K6aI(t«ri»(arhaa»eo. I6B0 Dr. Kar! Privat: Di« phdagctliche Provin» in der den lache, Dtcbtam von Herder bla Llcphsrd(IV). 16.30 Liedern»»rnt de» KacbmllUfkOBtette» Lelptlt 17 JG RelthsjerlchUrit Or Mende; Die wohlerworbenen Peehie der Becmten. 18.00 Musikdirektor friir Ghtmaan: Der We,»a Bruckner(IV). >8-30 Sind-Fat Ptltte), Lektor Mann: r.njllseh(8r Fortteacbrittene. 18-35 Stad Rar Dipl Inj. H R Mflller: WerkmeUterlthrtan« ihr Faehartx«er. Matchinentrila. Hebe- und Fördeticchnik. 19.20 WissenscbaWlcher Voring für TierSrile. 20.00 T'eberirstang von Berlin. 21.00 Reg. Rai Dr. Werner Pelser: Zur Setiolotl« der Oewerktchaftaprette. 2!. 30 litbertratans von Berlin. ??.<}— 23.15 B!Id!nnkvc;»nche. rnieimininnmipiniiiMiminniiiiiiinimiiiiiHnitiiuiiiNiniiiiiiT.mnumuiuM die Verwandten und Bekannten über das lächerliche Aussehen Alten im B raulschmuck spöttisch« Bemerkungen machten. Da» dauerst «stvo«in bis zwei Stunden. Dann wurde der Kranken der Spieg� wieder abgenommen. Mit dem Entschwinden des aufzctrbcbene» Spiegelbild«» de» Gesichte» sollt« auch die Schwellung aus d«" kranken Gliedern weichen und die Krank« geheilt sein. Adressat gestorben. Man weiß nicht, ob Tom O'Hara«in Spaßvogel war, oSst ob ihm«in Wert des großen Briten William Shakespeare l'' gefiel, dah«r sich bewogen sühll«, dem Dichter, de»«r tn sesn� LiteraturahmiugslOsigkeit noch am Leben glaubt«, persönlich'üc den Genuß zu danken. Wie dem auch sei, jedenioll« setzt« er «ine« Tage» in Springfield. im Staat« Massachusetts. Amerika, und schrieb«inen Brief, den«r„Mr. William Shakespeare. LcrcP ford on Avon, England" adressiert«, per Brief wo Udert« über W Ozean und erreichte seinen Bestimmungsort, ha» heißt da» Poflowl in Stratsord. Di« Postbeamten diese» weltbedeutenden Städtchcnt schienen indesten, merkwürdigerweis«, nicht» von dem großen 3o¥ ihrer Stadt zu misten, denn der Brief wurde nach pastaiische»' Schema be bandest, und der Bneslräger lief fluchend in Strolsoö umher und suchte einen gewissen William Shakespeare. Der Brst kam auf» Postamt zurück, und nachdem noch zwei Briefiräcc� die man für intelligenter hielt, ihr Hell versucht hosten, und eb«"' fall» den verdammten Shakespeare nicht sindan tonnten, gelangst da» Schreiben zur Abteilung für unbestellbar« Briessachen. Dost abqc sah— zum Lob« der Beamtenschzft sei«» gesagt-v ein Möi*1' der scheinbar nähere» über den großen Land-mann wußte, best11 «r versah den Brief mit dem Penner!:„Unbestellbar. Empfängt am Vi. April 1616 gestorben." So geschehe» t» Jahre ISNi.>" Ltratiorci on Avon, England. Das geschmuggelte Schwein. T>!x schlau« Schmalzer Sepp wollt« etn Schwein über bayerische Grenze schmuggeln. Zu bkfern Zweck packte er sein«" Hund in den Rucksack. An der Grenze verlangt« der Zöllner t:t Oesfnung des Rucksacke». Der Schmolzer Sepp erklärt« feierlici!� dah er ja nur seinen Hund in dem Rucksack habe. Würde er i� öffnen, dann springe der Hund heraus und lies« bestimmt wi«� zu seinem Hofe zurück. Der Zöllner bestand aber auf der Zlu� führung seiner Anordnung, und mit einem tsescn Seufzer öiii�st der Schmelzer Sepp den Rucksack, aus dem sosort der Hurch heraist' i prang und seinem Hofe zulies, der Schmelzer Sepp hinierdreio Aus dem Hos« packt? nun der Sepp statk de» Hunde» das bereif gestellt« Schwün in den Ruckiack und schritt neuerdings der Gr«!'" zu. Diesmal verzichtete der Zöllner aus dl« Oesinung de» R»�' sacke» mit den Worten:„Laß nun dein Hundsoich drinn, sonst leul� er dir wieder davon.' Und freudestrahlend überschritt der Schmal� Sepp die Grenze. Selbstmord strafbar! In Bulgarien soll letzt der Sekbslmsrd bestrast werden. Heilige Synod-r di« höchst« Jnstitytion der grstchisch-orthodast Kirche— hat einen Gesetzentwurs in das Parlament eingebracht, leu» dein Versoncn, die Selbsiinordoersuch begehen und am Leben bleibt bestraft werden sollen. Denn die Selbstmörder, sagt der Entwust' begehen ein Verbrechen nicht mir sich selbst, sondern auch l«' Gemeinschaft gegenüber. So verdienen si« eine Strafe bis zu J*0 Jahren Geföngnl». Eine wc.hrhast.uhrisilichc' Institution di«!� Heilige Synod: durch Gefängnis will er die Seelen rellen. arte f el sett h Der fo ter Für Tid in at Dent ant ens hit ent orb clef Ger en gte Don enn ger ble пеп bie chf th eber Tus nete rein reit enz tud Lauft Det are Laut ben purt ber amel Diefe ~ Sportund Spiel1928-1929! Der Borsigende des Arbeiter Turn- und Sportbundes, Cornelius Gellert, richtet am Jahresschluß folgenden Gruß an die Mitglieder: An der Jahreswende tenten wir den Blid rüdwärts unb burchfbauen noch einmal all bas, was wir im perfloffenen Jahre erlebt haben. Da scheint es uns, daß das Jahr 1928 eines der bedeutfamsten in der Geschichte der Arbeitersporthemegung ist, fomeit es fich um die Gestaltung der inneren Organisationsfragen handelt. Schwere Kämpfe waren zu bestehen, Rämpfe, bie bas Maß des Hlltäglichen bei weitem überschritten. Der Beg, den die Gründer des Arbeiter- Turn- und Sport bundes beschritten, steht uns auch heute noch tlar vor Augen. Ein deutig war die Zielrichtung, daß der Arbeiter- Turn- und Sportbund fein sollte ein Städ der Arbellerbewegung. in dem sich alle sozialistisch denkenden Arbeiter wohl fühlen, um ihren Körper und Geist zu stärken für den Kampf des säglichen Lebens. Eine Stätte, wo Stampfesfreude, gepaart mit Siegeshoffnung feinen Blas haben foll Befehlsmäßig, wechselnden Parolen folgend, hat man verfucht, den Bund parteipolitisch festzulegen und durch Zellen und Frattions, arbeit zu erschüttern. Nicht die Richtung des Bundes, felne geistige Einstellung, ist die Urfache bes Stampfes, fondern ber Bille, den Bund bewußt zu einer Filiale tommunistischer Arbeit zu machen und ble in den Bereinen, Bezirken, Kreifen und im Bund bestehenden Beitungen durch Beauftragte ber tabi talen" Richtung zu erfeßen. Immer wiederbeut fcheint es faft, als ob es zu oft geschah hat der Bund das Gelübbe partei politischer Reutralität abgelegt und auch gehalten. Dann wies unter der Fülle der bestehenden und durch Beweise erhärteten Tatsachen der Bundestag all denen die Tür, die schon längst vermirft hatten, Bundesmitglieder zu sein. Dadurch ist die Bahn frei für gemein fame Zusammenarbeit aller derer, die sich auf dem Boden der Ar. beiterfportbewegung gefunden haben und für eine verständnisvolle Zusammenarbeit mit Gewerkschaft und Partei. Bir brauchen diese Zusammenarbeit und das Bewußifeln der Berbundenheit, denn das Jahr 1929 soll für uns ein Jahr der Arbeit fein. Die Gewinnung der noch Außenstehenden, die Berbreitung und Bertiefung unserer Ideen, das Zusammenführen all derer, die zu uns gehören, ist unser Ziel. Das 2. Bundesfest steht vor der Tür. Schon arbeiten in Nürnberg die Ausschüffe, um alles vorzubereiten. In den Bereinen fins Spareinrichtungen getroffen, der llebungsstoff ist fertiggefter -furz, alles Ginnen und Denfen ist schon jetzt auf Rürnberg ein gestellt, Am Jahresanfang find wir voller Hoffmung und getragen pon dem Bewußtsein der Berantwortlichkeit. Die Arbeiterburner und Sportler rüften! Sie rüsten für den Kampf um die Bewegung und begrüßen das neue Jahr als ein Jahr der Arbeit, als Jahr der Tat! Gute Chancen! Berfchwendung von Gelb, Zeli und Mühe für eine solche vergebliche Arbeit. In letzter Zeit hat man diesem Wettbewerb den Brozek gemacht und ihn von höherer Stelle aus verboten. Managerjagd auf Schmeling. Amerika wehrt sich gegen Banditen". Aus jetzt vorliegenden Briefen und Zeitungsberichten bekommt man ein wesentlich flareres Bild über die Differenzen zwischen Maz Schmeling und feinem Manager Arthur Bülow, als man nach den bisherigen turzen Drahtmelbungen geminnen fonnte. 3mischen beiden bestanden Melmungsverschiedenheiten über bie 5obeber Brozente, die Bülow als Manager zu beanspruchen hat. Die Sadje tam schließlich vor die Kommiffion, die Schmelings Antrag auf Lösung des Managervertrages mit Bülow ablehnte und ihn anmies, folange die Anordnungen Bülows zu befolgen, als ber zwischen beiden getätigte Kontraft läuft. Die Borkommission tritiflerte bet diefer Gelegenheit fehr scharf das Banbiten. wesen, das sich unter den amerikanischen Boxmanagern eingebürgert hat. Scrn bald hatten geriffene" Dantees" erkannt, daß mit Schmeling, der eine frappanie Aehnlichkeit mit Dempfen besigt, ein Geschäft" zu machen sei unb an die 20 Manager, barunter auch fo befannte Leute wie Dempseys ehemaliger Betreuer Jad Kearns, ferner Leo Flynn, J. Dougherty und Dan Morgan machten Jagd auf den Deutschen und versuchten ihn unter ihre Fittiche, besser gesagt, in ihre Klauen, zu bekommen. 2e amerikanischen Beitungen beschäftigten sich eingehend mit bem Managerunwesen im Lager bes Bogsports. So schrieb die Rem Dorter Staatszeitung" u. a, daß die Kommission die Allgemeinheit baran erinnere, baß auch im Bogiport bas Gebot gilt Du follit nicht ftehlen!", was die Zustände im amerikanischen Borlager nicht gerabe ins beste Licht sett. ARBEITER FUSSBALL Spiele am 30. Dezember. Kurz vor Jahresfchluß haben noch viele Bereime Gesellschafts fpiele abgeschlossen, um vor Beginn der neuen Serie gerüstet zu sein. Oberspree erhält auf seinem Sportplug in der Wuhlheide den Besuch Dan Jüterbog( Karom). Die Jüterboger stellen eine erstklassige Mannschaft, die Oberfpeer haber alle Mühe zu gewinnen Nicht anders wird es Beißenfee im Stadion am Faulen See" gegen Bader- Briz ergehen( Bohl- Moabit). Tempelhof erwartet auf dem Tempelhofer Feld die Mannschaft aus Trebbin( Neukölln). Lichten berg II erhält auf dem Sportplay in Lidhtenberg, Normannenstraße, den Besuch von Schöneberg( Lichtenberg I). Karom spielt gegen Germania- Pantom( Sopart- Lichtenberg). Hoppegarten erwartet in Alt- Landsberg die erste Mannschaft von Neukölln( Manz- Lichtenberg). Botsdams zweite Mannschaft und Werders zweite( pielen in Potsdam am Luftschiffbafen. Sofol und. Lichtenberg I spielen mit zwei Manna schaften an der Olympia- Radrennbahn. Klabom erwartet FIGB. Mitte. Berber 77 und Schweiffterne spielen in Werder, Rathenow erste Mannschaft gegen Romapes erfte, Rathenow zweite gegen Batsbam erfte, Brandenburg Alters. mannschaft gegen Zehlendorf erite Mannschaft, Treuenbriefen erste Mannschaft gegen F.ICB- Bantow, Knoblauch gegen Kaputh, Kegin. Jugend gegen Saputh- Jugend. In Klammern bedeutet Schiedsrichter. Beginn der Spiele der ersten Mannschaften 14 Uhr. Werfährt mit Fahren der Halonenside Ferienfahrten in Sonderzügen. Die beutsche Reichsleitung bes Touristenpereins Die Natur. freunde hat in Ausführung der Beschlüsse der diesjährigen Süricher Naturfreundere chsversammlung fchon jest die Fahrtrouten für die im Jahre 1929 zur Durchführung fomment en Sonder. gfahrten festgelegt. Der Plan sieht følgende vier großen Ferienfahrten vor: 1. Gesellschaftsreise nach Desterreich pomt 6. bis 20. Juli. Fahriroute: Berlin- Halle- Leipzig- of- Regens burg- Baffau. Donaudampferfahrt bis Bien. Ferner werden fol. genbe Anschlußreifen mit Gesellschaftsfarten durchgeführt: a) Hame burg- Berlin b) Hannover- Braunschweig- Magdeburg- Halle. c) Staffel- Eisenach- Erfurt- Falle. d) Stöln- Frankfurt- Regens. burg. e) Karlsruhe- Stuttgart- Nürnberg- Regensburg.) Dress Sehr viel anders dürfte es in Deutschland auch nicht sein! den Chemn' h- Reichenbach i. 2. 3 mei Ferienreifen( adt. Sehr viel anders dürfte es in Deutschland auch nicht sein! Schmeling ist in Dollarien offenbar den verlodenden Gebangeboten und vierzehntägig) nach der Schweiz. 1. Sonderzug ab 17. Auguft Berlin- Halle- Leipzig- Reichenbach- Hof- Nürnberg- Lindau der Managerbanditen" erlegen und betrieb deshalb die Trennung von Bülow. Und dabet zanften sie sich über die Prozente. Es Zürich. Rückfahrt 30. Auguft. Anschlußreisen: a) Hamburg- Berlin wird mun bald Zeit, daß man die Bezeichnung Sport" für solche Nürnberg. d) Frankfurt- Würzburg- Nürnberg. e) München b) Braunschweig- Magdeburg. c) Eisenach- Koburg- BambergSchachergeschäfte beseitigt. Buchloe.) Dresden- Chemniz- Reichenbach. 2. Sonderzug ab 23. August: Düsseldorf- Frankfurt- Heidelberg- Stuttgart- 3ürich. Rüdfahrt 31. August. Anschlußreisen: a) Münster- DortmundDüsseldorf. b) Hannover- Kaffel- Frankfurt. c) Sta ferslauternLudwigshafen- Heidelberg. Bon Zürich in beiden Fällen an schließend Bergfahrten. Ferienreise Nordsee Ostsee. Abfahrt 3. August: München- Augsburg- Nürnberg- Würzburg BebraHannover- Hamburg. Bon dort Dampferfahrten nach Helgoland, Farten nach Kiel usw. und in bie Lüneburger heide. Anschlußreifen: a) Schaffhausen- Stuttgart- Würzburg. b) Karlsruhe- MannheimBraunschweig- hannover. Frankfurt- Raffel- Bebra. c) Dresden- Erfurt- Bebra. d) HalleDie Gelben spalten sich! Berlin gegen einen gelben Spitzenverband. Im November 1927 wurde in Hannover von Bertretern deutscher Behörden und Firmensportvereine bam. deren Arbeitsgemeinschaften oder Sportverbänden tie Reichsarbeitsgemeinschaft der Behörden. und Firmen- Sportvereine Deutschlands" mit dem Gig in Hamburg gegründet. Der Berliner Bertreter machte damals barauf aufmerksam, baß Berlin nur in einer Arbellegemeinschaft mitarbeiten würde und es ablehnt, die Arbeitsgemeinschaft in einen eigenen Berband der Be börben und Firmen- Sportvereine auszubauen. Diesen Standpunti hat der Berliner Vertreter bei allen Zusammenfünften strengstens beibehalten und gegenüber allen anderen Bestrebungan perireien. Gegen seinen Billen murben von Hamburg und Bremen aus pro grammatische Richtlinien zut Gründung eines felbständi. gen Verbandes festgelegt, bie Berlin für sich nicht als bindend anertennen fonnte. Aus diesem Grunde hat der Berliner Bertreter Jein Amt im Arbeitsausschuß zur Verfügung gestellt, und in einer befonders einberufenen Sigung faßten die Bertreter der Berliner Behörden und Firmen- Sportvereine den Entschluß, mit fofortiger treten. Sie fehen in ter Mitgliedschaft in den anerkannten Ber. bänden eine wesentliche Stärtung ihrer Bewegung und damit eine Bahrung ihrer Intereffen und die anerkannten Berbände", b. h. Bahrung ihrer Interessen die bürgerlichen Sportorganfatioren, freuen sich, Don Unter nehmers Gnaben abhängige, allo gelbe Sportvereine als Mitglieder zu haben. „ Geschäft ist Geschäft" sagt ein englisches Sprichwort. Ein beirtung aus der Reichsarbeitsgemeinschaft auszu fonbers häßliches Geschäft ist die Spetulation um die Ergebnisse der Fußballspiele Ein englischer Zeitungstruft aber übertraf in Der lesten Fußballfaifon alle anderen burch die Ausmerfung. von 410 000( pierhundertzehntausend) Goldmart für richtige Erratung ber 24 Siegermannschaften. Die Prämie murbe allpöchentlich aus gemorfen 3meimal hat man in den letzten drei Monaten erfolgreiche Ber mutungen aufgestellt und fich damit die gewaltigen Summen ver. schafft. Ein anderer Trust focht daraufhin die Angelegenhelt an und mies nach, daß die Beteiligung an diesem Wettbewerb de m von ungefähr Bublitum bie totoffale Summe werb mehrerer Zeitungen nur fehr wenige Refer geben sich mit in der 6 Monate ber Einsenbung eines einzigen Kupons zufrieden. währenden Saison) Bir Sozialisten fönnten viel fagen zu dieser Austünfte erteilt die Reichswanderauskunft der Mature freunde, Nürnberg, Gündersbühlftraße 5. Bundesjubilare. Der legte Bundestag des Arbeiter Turn unb Sportbunbes in Leipzig bejchloß, ben Bunbesmitgliedern, bie 25 Jahre unb länger bem Bund die Treue bewahrten, eine filberne Bundes. nabel zu verleihen. In diesem Zusammenhange interessiert, daß von ben im Jahre 1903 bem Bunde angehörenden 57 053 Ritgliedern jegt noch 5500 Bundesjubilare vorhanden find. Das ist unter Be rüdfichtigung der mirtschaftlichen Berhältnisse, besonders aber in Anbetracht der hohen Zahl ber Kriegsopfer eine erfreulich große 3ahl, denn fie ftellt immerhin fast 10 Broz. des Mitgliederbestandes Don 1903 bar. Bundestreue Vereine teilen mit: Freie Faberez- Bereinigung 1918,& S. Seuse, Freitag, 20 1hr, in San Reiner" Sigung. GREB, Sportabteilung Rorbring. Seute, Freitag, fällt ber Hallenbetrieb aus, bafür Baldlauftraining um 20 Uhr in Echönbola. Uutleidelotal bel Behrends, Tantow, Caufaefir, 87. Röd ftet Fallenabend Freitag, 4. Januar. Turnhalle Greifenbagener Ctr. 58. Gäite Dfommen. Ad tung, Rennfahrer! Die Freie Ranu- Union Groß- Berlin, bt, eget, cr wartet eud in diefem Jahr zum Silvesterball im 2etal non Sba Soppe, Geen Arbeiter Kabfahrez. urb trefifahrerbund Solidarität". 1. bt.: Conntag, sert, Steinmesitt. 86a. 2. Abt: Montag. 31. Dezember, 20 Uhr, Silvefter. feler im Gemertidaftshaus. Eintritt 1 M. Freunde und Gönner herzlich will tommen. Die Gigung am 2. Fanuar fällt aus.- 3. ist.: Dienstag, 1. Sanuar, 10. Wt.: 18 Uhr, Neujahrsbegrüßung im Bereinslolal, Strausberger Str. B. Donnerstag, 8. Januar, 20 Uhr, Gigung bei Bittus. Petersburger Str. 5. 160 000 000 art fostete.( Ausgaben für Porto, für den Er." feason" noch eine Reihe anderer größerer Sportveranstaltungen 30 Desember, 18 Uhr, Weihnachtsfeler mit Kinderbescherung im Bereinslotal 55213fehand, Ischias were all Bestätis 167 asif! und fein, wan ratl. festgestell # 15 Tavem sim i worden. Imenafar Teller'al Die Berliner Turn- und Sportwoche 1929 wird in der Bett Dom 8. bis 15. Juni durchgeführt werden. Die Meldungen, die von einem früheren Datum berichten, ftüßen fich offenbar darauf, daß im Bulaminenhang mit der Ende Mai beginnenden Berliner Feftfpici.itcake. Ede Fordufer. Anfang 21 Uhr. var und nach der offiziellen Sportmoche stattfinden. Im Gegenian zu den vergangenen Jahren wird der non der Berliner Turn, und Sportwoche veranstaltete Großflugtag auf dem Tempelhofer e de im tommenden Jahre bereits am 23. Juni stattfinden. Café Schöneberg Rutterad teferenzen, Arztl. empfohlen. Bierhaus Invalidenstraße 106.- 11. 1-4. sonnta 10-12. last Zu noch nie dagewesenen Preisen bringen wir Stores, Gardinen, Bettdecken Künstler- Gardinen in bester Qualitäten für 3.90.7.50.8.90 M. Halbstores in allen Webcarter 1.75, 4.50. 8.50 8.- M Jardinen- Reste inzel- da azal- fanster zum halben Preis. Einzelverkau von 9-7 Uhr. Spezial- Gardinen- Werkstätten Neukölln, Bergstr.67 2 stock. am Ringbahnhof Kein Laden! Treff Café Hauptstraße 23-24 Inh.: Wolfgang Grunge 4 Verbandskegelbahnen Täglich erstklass. Künstlerkonzert Telephon: Stephan 8618 4 Verbandskegelbahnen Treffpunkt der Schöneberger Bürger Butter- Hat Hoffmann Robert Filialen in allen Stadtteilen( B69 öbel- Nolte Schwartz& Co. 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