Morgenausgabe 46. Jahrgang Jr. 9-46. A5 Biden 8581. savethe 8.50. i sargus zahlbar. Boltbezug 432 M. ericht Beftellgelb. Anslandsabonne pt& pro Thonet Der Barpirts eridend Behendig lich zmeimal, Sonntags und Montags einmal, bie Abendousgaben für Berlin ub im Handel mit bem Titel„ Dez Abenb. Oluftrierte Beilagen Boll and Seit und Kinderfreund". Ferna Unterhaltung und Biffen, Franen. ftimme. Techni! Blid is bie Büberwell unb Bugenb- Barmärts Vorwärts Berliner Boltsblatt Sonntag 6. Januar 1929 Groß- Berlin 15 Pf. Auswärts 20 Pf. Die etaieetttge Ronpareideges 20 Bfennig. Reflame elle- Reichs mart..Aleine Anzeigen bas ettge brudte Bort 25 Bfennig( zuläffig me Jett ebrudte sorte), jebes meitere or Bfennig. Steñengefuche bas erfte Bort 15 Bfennig, fedes meitere Bort 10 Pfennig. Borte über 15 Buchstaben sählen für zwei Borte. Arbeitsmart Beile 60 Bfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Zeile 40 Pfennig. Anzeigen. astnahme im Hauptgeschäft Linbe Erage 3. Bodentagl, von 8 bis 17 Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Berlag: Berlin SW 68, Lindenstraße 3 Borwärts: Berlag G.m.b.. Boftipedionto: Berlin 37 536. Gernsprechez: Donbofi 392-997 Selegramm- bz.: Sostalbemofrat Berita Banffonto: Bank der Arbeiter, Angestellten unb Beamten Wallfit. 65. Diskonto- Gesellschaft. Devofitentafie Sinbenftr 8 Militärregierung in Jugoslawien? Die Woche des Spartakus. Die parlamentarischen Bemühungen des Königs gescheitert. Belgrad. 5. Januar. grader Garnisou, General Sinponfisch, den Chef des GeDie fönigliche Kauzlet hat heute abend folgende Mit- neralstabes, General Kolofotowitsch, den früheren Kriegsminister tellung ausgegeben: Nach dem Rüdtřit der Regierung hat der Hadzisch und noch mehrere frühere Minister und bekannte Politiker. König auf Borschlag des Stupschüinapräsidenten mit den Vertretern General Sivpowitsch wird als zufünftiger Ministerpräsident aller Parlamentsparteien und-gruppen beraten. Die Beratungen genannt haben erwiefen, daß unter den parlamentarischen Gruppen entgegengefeßte Auffaffungen über die Cöfung der gegenwärtigen Krije bestehen. Diese Meluungsverschiedenheiten treten fogat in der Beurteilung der Frage der Staatsorgauiiation bernor. Aus diesem Grunde besteht teine möglich felf einer irgendwie gearteten parlamentarischen £ äfung der Krise unter Wahrung der unbedingten af rechterhaltung der nationalen Einheit des Staates Kroaten fordern- Gerben verwerfen. Bor ber Ausgabe des Rommuniqués murde gemeldet: Die tentokratische Kraftion vermarf einstimmig die von Mat schet, dem Führer der trnatischen Bauernpartei, aufgestellten Blane über die Reugestaltung des Staates. Dagegen wurde gefordert, daß man auch meiterhin mit grem in Fühlung bleibe und daß nach einer neuen Basis für eine Einigung gesucht merde Auch die Rabifalen, die ebenfalls vormittags zu einer Sigung Nach der Berlaufbarung dieses seltsamen Sommuniqués ver- zufammentraten, verwarfen bie Borschläge der froatischen Führer. 2bg. Watschef wurde abermals nom König empfangen. fammelten fich beim Ministerpräsidenten zahlreiche Abgeordnete, die über diese plötzliche Wendung in der Regierungsfrise quhet- Matschet hat dem Rönig die Bildung einer neutralen Regie ordentlich crregt waren. Man ermartet jeden Augenblid die rung norgeichiogen, die sich des Bertrauens des Königs erfreue und Bilbung einer außerhalb des Barlaments gebildeten Militar- andererfeits durch ihre Zusammenfegung die Garantie bafür biete, regierung, die nadh am Sonnabend dem fönig den Cid lelften daß die Umgestaltung des Staates in der Art erfolgreich zur Durch foll. Später empfing der König den kommandeur der Bet- führung gelange, mie fie maifchet befürmorte. P Die Verfolgung der Weißruffen. Vom polnischen Regierungsblatt aufgeklärt. Tb. L. Marichau, 3 Januar. Das Legionarblatt Glos Braman"( Stimme der Wahrheit), dos sich rühmt, Pilsudsfi nahezustehen, midmet hen von seinem Bosten und Frieden var der fommunistischen Gefahr, von der er eine übar. triebene Borstellung hatte, au sichern. Someit die Enthüllungen des„ Glos Braman. Die Regierung Berlin, 5. bis 11. Januar 1919. Im November 1918 maren die Fesseln der Militärzensur gefallen. Die Breffe mar frei. Neugründungen schossen aus Dem Boden. Alsbald entstand die Freiheit" als Zentral. organ der Unabhängigen und die ,, Rote Fahne", das Sprach rohr des Spartatusbundes. So wie die bürgerlichen Barteien hatten auch alle Richtungen, die damals in der Ar beiterbewegung vorhanden waren, ihre publizistische Vera tretung. Auf dem allgemeinen Arbeiter und Soldatenfongres hatte sich gezeigt, daß die gewaltige Mehrheit der Arbeiter schaft zu der zu der Richtung stand, Richtung stand, die damals nom Bormarts" vertreten wurde. Die späteren Wahlen zur Nationalversammling haben dieses Ergebnis bestätigt. Daß der Bormärts" unter solchen Umständen die schmersten Kämpfe um seine Meinungsfreiheit zu führen hatte, erscheint aus der Perspektive der Gegenwart gerade zu unverständlich. Nur aus der grenzenlosen Verwirrung der damaligen Zeit läßt sich diese Tatsache erflären. Am 5. Januar 1919, morgens einem Sonntag wurde der Borwärts" von linksradikalen Buschisien be feßt. Das mar der dritte Anschlag, der auf die Freiheit der Redaktion verübt worden war. Beim ersten waren schmer bewaffnete Matrosen in die Redaktionsräume einge dmungen und hatten die Unterstellung des Blattes unter ihre 3enjur nerlangt. Beim zmeiten war das Haus vorüber gehend besetzt und erst nach umständlichen Verhandlungen geräumt morden. Unzufrieden mit dieser Räumung hatte die Rote Fahnet fofort einen dritten Anschlag angekündigt. der ein endgültiges Ergebnis schaffen sollte. Die Besetzung am 5. Januar mar also feine lieberraschung... Anlaß zum Januarputsch gab der Umstand, daß der dem Sportalusbund zuneigende Polizeipräsident Eichhorn ent lassen worden war, jich aber gemeigert hatte. Jeinen Plab zu räumen Die Urlachen lagen tiefer, Auf dem Neujahrsfongreß des Spartalusbundes, auf dem sich zugleich die Stonftituierung der KPD. nollzog. mar der Beschluß gefaßt wor entgegen dem überwältigenden Mehrheitswillen der Ar den, die ahlen zur Nationalversammlung, grudgetretenen Auftigminister Meniatomica einan Nachruf, der bat fich durch die Umbelegung des Justiaportefeuilles nicht im ge beiter und Soldatenräte mit Gewalt zu verhindern. Die einen höchft intereffanten Bid hinter die Stuliffen tun läßt. Menisto- ringften geändert. Die Ridschliffe auf die politischen. Berhältnile erften Wahlen zu einem Parlament der Republif, bei denen in Bolen stellen sich von selbst ein. Etmas anderes verlangt aber noch Ermahnung. Glos Bramon" gibt zu, daß die Berurteilung non hunderten mei meiß nullifer Bleudo- Kommmiften zumindest, fagen wir, der politischen und juristischen Berechtignug entbehrt und nur dazu bestimmt, Herrn Megiztowicz und feiner lieben Familie Ruhe und Sicherheit zu, verschaffen. mica nestrat im Robinett Piljubiti bie Ronferpatinen, an benen bem Maridholl jehr viel gelegen ist, was aber nicht den Beifall ber fich rabital gebärenden Regionäre befigt. Der Rüdtritt des Ministers hai rum ihrem Organ den Mund geöffnet und es legt los: Serr Menfatomicg mar mir feinem Titel nach Minister. In Wirt. fchleit erledigte ber Bizeminifter or( fein gegenwärtiger Radh falger) alle Arbeiten, während der Minister felbst weder Initiative mph Intereffe zeigte Seine Teilnahme an der Regierung hat daher feinerlei Bajultate gebracht, zumal er teine eigenen Anfichten befaß ein in dem berüchtigten Hromada Brage, der nichts anderes smd fich überdies auch nicht durch besondere politische Loyalität her- als bestellte Polizeiarbeit mar, find 150, in einem anderen Brozeß portat. Men gtowicz besaß im Stabinett buchstäblich nicht die gegegen Beißruffen abermals 120 Menschen zu vieljährigen ringste Bedeutung und erfreute sich meder des Bertrauens stnds her Wertschägung her übrigen Minister. Das einzige, was er getan bat, mor, daß er den Minifter für Agrarreform beeinflußte, bei der Aufstellung der Güter, bie parzelliert werden sollten, Diejenigen seiner( Mensztowicz) persönlichen Freunde zu schonen, Ferner hat er eine Reihe pseudo- tommunistischer Prozesse in ben Dftgebieten angeftrengt, die Polen nur gehadet und die weißrussische Bevölkerung beunruhigt haben. Allgemein herrsche die Ueberzeugung, daß Mensztowicz diese Brazeffe mur zu dem 3med angestrengt hat, um sich selbst, deffen Güter m ben Ditgebieten gelagen find, und seiner Familie Ruhe Parter Gilbert in Washington. Konferenz mit Mellon. Washington, 5. Januar. Der Reparationsagent Parter Gilbert ist hier ein. getroffen, um mit Schatjefretär Mellon über die Reparationsfrage zu beraten. Eine warnende Pariser Stimme. | 3uchthausstrafen verurteilt worden, und in der nächsten Woche beginnt abermals ein Prozeß gegen 135 Weißruffen, deren Ber. brechen auf Grund der angeblichen Hromada Bergehen fonftruiert morden sind. Hier müßte der neue Justizminister, müßte die polnische Regierung eingreifen, mill sie nicht die Borwürfe, die ihr eigenes Organ gegen Meylatomics erhoben hat, auf sich fizen lassen. Mit Recht erhebt daher der sozialistische Robotnit" die Farde rung nach Revision des Hromada- Prozesses. Hunderte Menschen ( genauer: nahezu 500), zum persönlichen Schuß eines Ministers und seiner Familie auf Jahrzehnte zu schmerster Sträflingsarbeit ver dammt, marten barauf und malt ihnen die gesamte öffentliche Meinung. erzeugt. bie sicher sehr Balb zufammenbrechen müffen, falls nicht das Rompromis, zu bem bie Sachverständigen fatalermeise ge langen müßten, mefentlich bescheidener fet als die Hoffmingen, die der Reparationsagent mit feinem Optimismus gemedt habe. Rundfunkbandit ermittelt. Ein Rotfrontführer a's Täter festgestellt. Der Berliner Kriminalpolizei ist es gelungen, in der Aufflärung ber gegen ben Bormäarts Rebatteur Schwarz am 6. Oftober verübten Entführung zu einem norläufigen Ergebnis au tommen. Als einer ber Täter ist Alfred Scherlinien aus der Dresdener Straße festgestellt worden. Er ist Führer einer Kameradschaft des Raten Fronttämpferbundes. Der Ueberfall war angesichts des drohenden Zusammenbruchs des Boltsbegehrens gegen den Banzerfreuzer A verübt worden, um an Stelle von Schwarz einen Kommunisten durch den Rundfunk in legter Stunde eine Propagandarede halten zu lassen. Paris, 5. Januar.( Eigenbericht.) Der Bericht bes Generalagenten Barter Gilbert wird in ber franzöfifchen Bresse noch immer lebhaft tommen tiert Die„ Bolonté" fudt am Sonnabend etwas Bernunft in bie Debatte zu bringen und erklärt, man dürfe von Deutschland nicht zu viel erwarten und müffe immer bedenken, daß eine zu starte Belastung der deutschen Wirtschaft den Konturrenzfampf nur verschärfen müsse. Deutschland habe bisher nur mit Hilfe der amerikanischen Anleihen feien Berpflichtungen nachkommen tännen. Es werde in Zukunft nur mit den Ueber: Es ist bezeichnend für die Zustände in der Sommunistis schüssen feiner Handels und Zahlungsbilanz zahlen müssen. Ein ft. meilen aber habe es folche Ueberschüsse nicht( chen Bartei, boß einer ber Täter aus. hem Kreise seiner Barter Gilbert habe in Frankreich gefährliche 31lufionen eigenen Leute der Bolizei überliefert worden ist, alle. zum erstenmal auch die Frauen. ein vollfomunen gleiches Wahlrecht besaßen, nicht stattfinden zu lassen und mit Gemalt ihr eigenes Regiment aufzurichten, das war bas Ziel der jungen Kommunistischen Partei.. Bergebens hatte Rosa Buremburg auf bei Gründungsparteitag vor diesem verhängnisvollen Beschluß gemarni. Paschinengewehre gegen allge meines Wahlrecht", fo batte fie in den Saal gerufen. ,, bas ist eine schlechte Parole!" Aber der Wahn finn mar auf seinem Wege nicht aufzuhalten. Rofa Luren burg unterlag. Daß fie menige Tage später fiel, als Opfer einer Bolitif, die sie selber gar nicht gewollt hatte, macht ihr Schicksal besonders tragisch. Erst aus der Erinnerung an die Borgänge auf dem Gründungsparteltag der Kommunistischen Partei wird die Belegung des„ Bormäris" am 5. Januar verständlich. Der „ Borwärts" war für die Freiheit der Presse, des Bereinsund Bersammlungswesens, für das allgemeine, gleiche Wahl recht. für die fonstituierende Nationalversammlung ber deutschen Republit. Die Kommunisten aber maren gegen alles das Obwohl sie wissen mußten, daß fie innerhalb ber fozialistisch gesinnten Arbeiterschaft vom Gesamtvolf gar nicht zu reden! nur eine leine Minderheit darstellten. griffen fie nach der Macht. Das fonnten fie natürlich nicht mit der Demokratie, fondern nur gegen fic, durch Gemalt und Unterdrüdung. www Die Umwandlung des Kaiserreichs in eine demokratische Republik hat den Arbeitern nicht alles gebracht und fonnte ihnen nicht alles bringen, was sie erftreben. Gleichwohl war fie das merden jelbst Kommunisten heute im stillen zu geben müssen ein Stüd Revolution und ein gemaltiger Fortschritt. Diejenigen, die sich diesem Fortschritt wider feßten und die neuen politischen Freiheitsrechte wieder gemaltsam beseitigen mollten, handelten in Wirklich feit nicht revolutionar sondern fon terrenolutionär. Beim Spartatusputsch und seiner Niederwerfimg standen teineswegs bewaffnete Maffen einander gegenüber. Auf beiden Seiten gab es nur wenige Tausend Kom battanten. Hätte damals wirklich eine revolutionäre Situation" im Sinne der Kommunisten bestanden, so wären die schmachen Truppen von zweifelhafter Herkunft und frag mürbiser Disiplin, die die damals fast chimächtine Pentral regierung aufbringen fonnte, in dem ungeheuren Berlin verschmunden wie ein Wassertropfen auf einer glühenden Blatte. Aber die todesmutige Bejazung des BorwärtsGebäudes stand im ungeheuren Berlin allein. Die bewaffnete Auseinanderseßung fonnte vermieden werben, wenn die Butschiften sich bereit erklärten, die be setzten Zeitungsgebaude— nach dem„DorwSrts�-Haus waren auch bürgerliche Presfehäuser besetzt worden— wieder zu räumen. Es zeigt das Maß ihrer Verblendung, daß sie sich zu diesem Zugeständnis nicht herbeilassen wollten. Ja. WTB.. Mosse. Ullstcm und— Scherlzuräumen. dazu waren sie allenfalls bereit, aber das Haus Linden» straße 3 wollten sie n ich t mehr aus den Fingern lassen! In diesem Hause— Satlirspie! i n der Tragödie!— verfertigten sie auf rotem Papier lange Aufrufe, die mit einer Zeitung gar keine Aehnlichkeit hatten: sie waren Herren des Apparats, konnten aber mit ihm nichts anfangen. Wahrlich, ein Symbol dafür, wie es gegangen wäre, wenn sie es fertig gebracht hätten, auch d.e Regie- rungsgebäude zu besetzen I Die aus ihrem Hause vertriebene Redaktion versuchte zunächst in der Druckerei des.V-Uhr-Abendblatts"— wo auch die 5)erzogsche„Republik" herg. stellt wurde— einen sozusagen„illegalen"„Vorwärts" herzustellen. Von dort mußte sie jedoch sofort wieder flüchten, da ihr Bersteck ver- raten worden war und alle hergestsllten Zeitungsnummern „beschlagnahmt" und in die Svr-e geworfen wurden. Sie nahm ihre Zuflucht zu dem Hause der„Neuen Zeit" in Ehar- lottenburg, wo ihr bewaffneter Schutz zur Verfügung stand. Aber auch dort war ihres Bleibens nicht lange. Noch in zwei anderen kleineren Druckereien wurde die Arbeit ver- sucht— mit dem Erfolg, daß einige Hunderttausend E�em- ylar« der Zeitung oerbreitet werden konnten. » Weil di« Putschisten der„Dorwärts"-Redaktion nicht ihre Meinungsfreiheit, der Sozialdemokratischen Partei nicht ihr Recht, sich öffentlich zu äußern, zurückgeben wollten, kam es am 11. Januar 1919 zum Kampf, der in wenigen Stunden die Entscheidung brachte. Am 13. Januar konnte der „Vorwärts" als sozialdemokratisches Zentralorgan im eige» nen Hause wieder erscheinen. Daß in dieser Nummer die Stimme der Erbitterung über das eben Erlebte durchllang, ist verständlich. Nichtsdestoweniger kann man dort auch Sätze wie diese finden: Wir Sozialdemokraten können di« spartatistisch« Dewegunq nicht mit den Augen des Spießbürgers betrachten. können in ihr nicht nur Terror, Raub, Totschlag und Plünderung erblicken, zu denen sie leider ausgeartet ist und ausarten mußte. Den reinen Kern, der in dieser schmutzigen Schale steckt, oer» kennen wir nicht, den leidenschaftlichen Willen zum Sozlalis- mus... Wir vertrauen darauf, daß mancher, der heut« im Lager von Spartakus steht, später einmal einsehen wird, daß wir recht gehabt haben, daß wir handelten, wie wir mußten, wie es unsere Pflicht an der Republik, am Sozialismus und an der Arbeiterklosse gebot. Diese Eiulcht wird später, viel später einmal den Boden der Einigung bilden. Seitdem sind zehn Jahr» ins Land gegangen. Jetzt sind die Kommunisten in der Einficht gerade so weit, daß sie keine Putsche mehr machen. Den Weg zu der Erkenntnis, daß der Boden der Demokratie, des gleichen Rechts für alle, von der Arbeiterklasse erobert worden ist und für sie unverletzlich bleiben muß, haben sie aber noch immer nicht gefunden. Und auch heute ist es noch so. daß der Spieß- bürger zur Kommunistischen Partei anders steht als der sozialdemokratische Arbeiter. Er fürchtet sie nicht mehr, er läuft womöglich sogar ein Stück mit ihr. wenn er sich wer irgend etwas ärgert. 2lls eine Gefahr für die Gegner der Arbeiterklasse hat der Kommunismus längst zu existie- ren aufgehört. Er existiert nur noch als ein S ch a d e n für die Arbeiterbewegung, und er dokumentiert feine innere Schwäche, aus der er sich nie wieder erhoben hat, durch eine endlose Kette theoretischer Streitigkeiten und or- ganisatorischer Spaltungen. Reich und Versicherungsträger. Dewirtschaftong der Mittel aus der sozialen Versicherung. Am Sonnabend erörterten Vertreter des Relchsarbeitsministe. riums mit den Trägern der sozialen Versicherung den Stand-des Vermögens und die Bewirtschaftung der Versicherungsmittel: an- wefend waren auch Dertret» anderer Reichsministerien, der Länder und der Reichsbank. Bei den Krankenkassen und Be» russge-nossenfchaften sind erheblich« Mittel für langfristige Kredite nicht»vorhanden: die Beiträge bringen im allgemeinen nicht viel mehr, als zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben jeweils not- wendig ist. In der Invalidenversicherung sind noch für drei bis vier Jahr« Ueberschüsse zu erwarten, die den Fehlbetrag in den darauffolgenden Jahren decken müssen: dabei lft vorausgesetzt. daß sich der Arbeitemartt nicht wesentlich oeischlechtert und dgtz nicht neu» Leistungen den Versicherungsanstalten auferlegt werden. Günstig ist der Vermögenestand in der A n g« st« l l t e n o« r» sicherung, hauptsächlich wegen des steten Zuwachses an neuen Mitgliedern: dafür wird aber die Angestelltenoersicherung aus allen Teilen des Reiches mit vielen und hohen Kreditforderungen in An- fpruch genommen. Bei der Bewirtschaftung der Dersicherungsmillel gebührt dem verflcherungszweck der unbestritten« Vorrang. Die Bersicherungs» träger werden aber die Kossenbeständo verringern und sich im Erwerb von Grundstücken Zurückhaltung auser» legen. Die slüssigen Mittel dienen als Beitrag für die Bildung eines Kapitoistromes aus inländischen Quellen. Dabei wurde dos örtliche Kreditbedürsms zwar betont, aber auch nicht überschätzt. Im Bordergrund steht vielmehr das Kreditbedürfnis der Volkswirtschaft im allgemeinen und de» Haushalts des Reiches und der Länder. Für den Ausgleich noch konkurrierender Bestrebungen sind besonder« Verhandlung«, vor- behalten. Reue Elbbrücke in Hamburg. Gemeiaschafisverk Preußen- Hamburg. Hamburg. S. Januar. Heut« vormittag wurde im Gegenwart von Vertretern des Hamburger Senats und der preußischen Nachbar- g e b i e t e die neuerbaute Straßenbrücke über die Nordelb« eingeweiht und dem Verkehr übergeben. Bürgermeister Dr. Petersen Übernahm die Brücke mit einer Ansprache, in der er erneut Ham- burgs Bereitwilligkeit bekundete, tn guter Nachbarschaft mit den preußischen Nachbargebiet.en an der ge» meinsamcn Erschließung des gesamten Unterelbegebietes mitzuarbeiten. Er teilte mit. daß er dem preußischen Ministerpräsidenten und de? preußischen Staatsregierung telegraphisch die herzlichsten Grüße übermittele. Gleichzeitig sprach er die Hoffnung aus, daß es ge- lingcn möge, noch viele neue, gute und feste Brücken zwischen Preußen und Hamberg zu schlagen. Wirkungen der Gaswaffe! Die Erörterungen aus der Internationalen Krauenkonfereuz. Jranffntf a. OL, 5. Januar.(Eigenbericht.) Auf dem Internationalen Frauenkongreß zum Kamps- gegen das Giftgas berichtete Dr. H o e j e r- Schweden am Sonnabend über die pathologischen Wirkungen der Gasvergiftung. Die Gase, erklärte der Redner, wirken chemisch auf bestimmte Organe, aus die Haut, auf die Schleimhäute, die Lungen- bläschen, das Blut und das Nervensystem. Durch dies« Wirkung der Gase wird der Eharokter des künftigen Krieges bestimmt. Gelb- kreuz und Lewizst wirken vor allem auf unbedeckte Körperteile, also aus Hönde und Gesicht. Sie verbrennen die Haut und dringen tief in das D'ut. Aehnliche Wirkungen hoben sie auf die Augen. Ost tritt vollkommene Erblindung ein. Auch die Schlaim- häute und Derdauungstanäle werden vergiftet. Chlorgas rmrki besonders auf den Kehlkopf. Die Bronchien werden angegriffen, die Schleimhäute schwellen, Erstickungserscheinungen, tödliche Jnsekt'o- nen. Lungenabszesse und Tuberkulose stellen sich ein. Die Arsengas« zerstören die Nerven. Das Blutserum sickert in die Lungenbläschen, steigt in die Bronchien und erzeugt qualvolle Krämpfe, die oft trotz aller Gegenmaßnahmen mit dem Tode enden. Man kann den Kran- ken kein« Betäubungsmittel geben, well dadurch die Hei- lung gefährdet wird. Die Koh'enoxydgase erzeugen Erstickungen, ebenso wie die Blausäur» Herz, und Lungenkranke sind besonders gefährdet. Auch die Einwirkung auf das Gehirn ist gefährlich. Es können unheilbar« seelische Störungen emtreten. Aus diesen Tat- lachen ist ersichtlich, daß man von einer humanen Wirkung des Gift- gaskrieges gegenüber den allen Kampfmitteln nicht reden kann. Und das Dö terrecht? Dr. S a s e k- Prag behandelte die völkerrechtlichen Be- stimmungen über den Gistgaskrieg. Trotz der Bestimmungen der Artikel 171 und 172 des Verso'ller Vertrages liege k«tn zwingendes Verbot gegen den Giftgoskrisg vor. Nach der Auffassung der ehemaligen Alliierten war der Gaskrieg nur ein« Repressalie gegen Deutschland. Nach dieser Logik können auch in künftigen Fällen Gaskampfmethoden angewandt wenden. Tat- fächiich rüsten die meisten Staaten für den Gaskrieg. Die ch e m i» f ch e n Fabriken haben sich überoll stark oermehrt. Auch Deutschlands Abrüstung muh vor der chemischen Industrie Halt machen. Der Dersailler Bertrag bricht somit an der llnmög. lichkeit, ausgeführt zu werden, von selbst zusammen. Auch der Versuch der Washingtoner Seeobrüstungskonven- t i o n von 1922 scheiterte an dem inneren Widerstand der Mächte. Ihr feierliches Versprechen blieb«ine leere Gest«. Es wurde niemals von den Parlamenten ratifiziert. Das Genfer Proto- k o l l bietet ebenfalls keinen Schutz gegen die Anwendung von G'fi- gasen. Wohl haben 30 Nationen das Genfer Adrüstungcproto'oll unterschrieben, aber mar sieben von ihnen haben die Verträge ge- setzlich ratifiziert. So existiert talsächlich keinerlei wlrt'lch bindende internationale Verpflichtung die den Gaskrieg verbietet. iell und werden von den Abgeordneten und Senatoren der elsössischen Volks- Partei ausdrücklich unterstützt. Die Pariser Presse ist hierüber in neue Erregung geraten. Ihre Spalten sind immer wieder mit den ewig gleichen Anklagen gegen die autonomistisch« Bewegung und den Abbä choegy er- füllt, durch welch« den Elsäsiern täglich der hast gegen Frankreich eingeimpft werde. Der»Ouotidien* scheut sich nicht, auch diesmal die unsinnig« Anklage zu erheben, die Autonomtsien arbeiteten für Deutschland. In keinem Blatt findet sich ein Wort der Äritik au den französischen Methoden. Die Link« wirft der Rechleo die Duldung der klerikalen Einflüsse im Eksast, die Recht« der Linken ihr« Unduldsamkeit vor. die die Elsäfser Frankreich entfremd«. So dreht sich die Diskussion ewig im Kreise. Das Elsaß ist zu einem Zankapfel der Parteien geworden. Frau Hanaus Geheimbucb. Auszüge werde a ü» der presse veröffentlicht. Paris. 5l Januar.(Eigenbericht.) Die zum Teil recht scharfe Kritik der Oefsentlichkeit an den bisherigen Methoden der Umersuchung ünSkasdold«r„Gazette du Franc scheint nicht erfolglos geblieben zu sein. Der Unter. iuchungsrichter vernahm am Sonnabend den Redakteur der nationa- llstischen„Liberiä*. Camille Ayma rd, der in seinem Blatt, aller. ding» nicht einmal als erster, Auszüge aus dem verschwundenen Notizbuch Frau Hanau» veröffentlichte, in dem die Ramen von 61 führenden Persönlichkeiten verzeichnet sein sollen, die K o u»« n bei der„Gazette du Franc" besaßen. Die„Liberia" be- richtet am Sonnabend, daß dos Notizbuch von dem Direktor der „Snlerpresse". G i l l o t, am 2. Dezember in einem Auto in die Woh. sung des Chefredakteurs Audibert gebracht worden sei. Der„Populaire" erklärt hierzu, daß Gillot«in ihm hierzu now Direktor der Kriminalpolizei, einem intimen Freund« der Frau Hanau, geliehenes Auto benutzt habe. Frau Hanau, die am Sonnabend vernommen wurde, zeigt sich weiterhin von dem De- streben geleitet, ihr« Freund« zu decken: ihr« Aussagen sind infolge- dessen nur spärlich. Die Schweiz und das Asylrecht. Amanullah. Nach russischen Angabe« soll sich die Situation t» Afghanistan verschlechtert haben. Die Auiständischen. die gut bewaffnet sind, gehen mit Unterstützung der Geistlichkeit wieder gegen den König vor. Sie haben sein Friedensangebot abgelehnt. Die Gerüchte über ein Abkommen zwischen König und Aufständischen bestätigen sich nicht. Wie aus Kabul gemeldet wird, hat die afghanisch« Regierung einen Haftbefehl gegen den englischen Oberst Lawrence erlassen, welcher den Aufstand gegen den König organisiert haben soll. Dazu wird in London durch die Reuter-Agentur erklärt, daß maßgebend« Londoner Stellen dies« Nachricht als gänzlich unglaubwürdig bezeichnen. Oberst Lawrence tue bei den britischen Luftstreitkräften in Indien Dienst. Lawrence Holle als junger Offizier die Jnsurgierung der Araber gegen die Türkei im Weltkrieg betrieben und scheint damals sein herz ganz kem Orient zugewendet zu haben, denn er lehnte nachher ab. eine hohe Stell« i» England anzutreten. Ucbcr seine Taten im Weltkrieg hat er ein geradezu abenteuerliches Buch geschrieben. Abttanspori deutscher Krauen. Bombay. 5. Januar. Ana Kabul sind bisher hier 12 Frauen und 8 Kinder ein. getroffen. Di« heimreise haben bereits angetreten: Frau herbcrdt tind Sohn, Erika Schmidi-Buchhoitz. Frau Major Chrlstenn und Tochter, Fräulein Mittelstraß. Frau hetzet und zwei Kinder Peronn«. ?n Bombay besinden sich noch Frau Harten und zwei Kinder nebst Kinderfräulein Eir.feldt. Frau Schcenmetzler. Frau Liebig und Kind. Fräulein Joen und ihr Bruder Wolf sowie Frau Manger. die mll dem am 16 d. M abgehenden Dampfer„Cracooia* heimkehren werden.___ Vokschafl««w virksien ist gestern abend nach Moskau ab. g«r«ist. um leinen neuen Posten anzutreten. Am Frellag hall« der '->?enanme«Mußlanoausschuß der deutsche» Wirtschaft" zu seinen Ehre»«rne Adschiedeseier vercmstalteL. Hier fleht man„Immertreo" beim Ziaofea... Die Polizei tvt sie flch tanfea... Der R chter läßt sie wieder laufen... Und„Immertreu" kann weiter raufen! Das Erwachen Indonesiens. Aus dem holläudischeu Kolonialreich. Amsterdam, Anfang Januar.(Eigenbericht.) Fern im Südosten Asiens liegt die unendllch reiche Inselwelt des Sunda-Archipels, liegt Java, das blühende Garteilland. Sumatra, dessen Gebirge reich an Kohlen und Erzen, dessen Niederungen an der lauggestreckten Ostküste die Millelpunkte großer Pflanzungen vom Umfang preußischer Provinzen sind, liegt das teilweise noch unerschlossene B o r n e o, liegt E e l e b e» mit seiner kulturgeschichtlich so interessanten Vergangenheit. Da wohnt ein alles Kulturvolk mll mehr als 49 Millionen Seelen, dessen Boden Schauplatz einer mechselvolkn Geschichte war. Es ist sell mehr als 300 Jahren seiner Selbständigkeit beraubt und zu einem Kolonial- volk heruntergedrückt, das mll aller Glut seiner südländischen Seele um sein« Befreiung ringt. Dieser Tage ist die neueste Nummer des Blalles„I n d o n e s i a Merdeka" der indonesischen Vereinigung„Perhimpoenan Jndonesia" erschienen. Der ganze Jammer dieses unglücklichen Volkes spricht aus jeder Zelle des Heftes. Dennoch durchweht dies« Blätter ein stolzes Seldstoertrauen'. der Zeiten Not sieh hier geistige und sittliche Kräfte erwachsen, deren Träger die fügend- lichen Intellektuellen sind, die aber doch keineswegs auf diese beschränkt geblieben sind. In der vaterländischen Chronik des Blattes lesen wir, daß öffentlich« Meeting» von 1500 bis 3000 Men- scheu eine gewohnte Erscheinung geworden sind. Und das trotz oller Unterdrückung des öffenttichen Lebens der Indonesen, trotz einer mehr als vormärzlichen Zensur, trotz einer Potizeischnüsselei, wie sie Kulturstaaten sell den Tagen Metternichs nicht mehr kennen. Die großen indonesischen polltischen Verbände nehmen größten. teils den Standpunkt der Noncooperation oder NlchS>elell!guug an de» polMfcheu jnflitefioaen der Regierung ein. Sie lehnen damll das polllisch« Eigenleben nicht ab, sondem nur die Dstellizung an Organisationen, die ihnen von«wem f r« m- den Oberherrscher aufgezwungen werden. Wohl sind bereits ledenverheißende Ansätze einer indonesischen National- Versammlung in der Föderation Indonesischer nationaler Verbände vorhanden. Dem ersten Kongreß, von 3500 Delegierten und Interessenten besucht, ist es gegluckt, einen Burgfrieden unter den verschiedensten Richtungen herzustellen. Auch die indone- fischen Katholiken und Protestanten, die an sich zwar nur eine oer- schwindende Minderheit unter den fast durchweg islamischen Indonesen sind, lehnen«s ab, politisch ihren Brüdern anderer religiöser Aussassung in den Rücken zu fallen. Den führenden niederländischen Schichten ist vor allem die von Indonesen gegründete Bank Naswnal Jndonesta ein Dorn im Aug«. Durch diese Gründung ist es möglich, das Sredllwesev unabhängig von den niederländische» Sredillustiluten zu regeln. Auch das indonesische Frauentum kommt langsam zur politischen Selbstbesinnung. Das ist eine Tellerscheinung der großen islamischen Frauenemanzipation, die durch alle Völker des Islam in der Nachtriegszell gcht. In Bandoeng hat sich eine polllische Fraucnvereinigung„Sarikat Iboe" gebildet, die für andere Bereinigungen selbst an b«r Westküste von Sumatra zum B o r b i l d geworden ist. In den Weihnachtstagen hat bereits ein indonesischer Frauenkong-eß getagt, der wahrscheinlich die Errichtung einer das ganze Land umfassenden Organisation zur Folge haben wird. Auch durch diese Bewegung geht ein frischer Zug der Begeisterung. Di« große mohammedanisch« Partei Sarskat Islam ist inzwischen das geistig« Zentrum der gesamten Frethellsbewegung geworden. Ihr Programm ist von klugen realpolllischen Erwägungen getragen. Es strebt die Schaffung eines Gerichtshofes für mohammedanische Angelegenheiten auf der Grundlage organisierter Räte von Rechtsgelehrtev an, ferner die Bildung einer Körperschaft für Unterricht und nationale Erziehung, einer welleren Körperschast für islamllisch-religiösc Angelegenhellen, einer Korpora- tton zum Studium der Volkswirtschaft, einer Körperschasi. die sich mll den Gewerkschaften und Bauernverbänden befassen soll, und schließlich einer Institution, deren Pflicht die Fürsorge für die en»nd Jrwa Armen invaliden ist. So soll «in neuer Slaalskörpcr erstehen, der mll mathematischer Notwendigtell eines Tages die Leitung der Geschick« des indonesischen Volkes in die Hand nehmen wird Auch den Rechtsfragen wird oon den Indonesen neuerdings größer« Aufmerksamkell zugewandt. Das ist begreiflich angesichts der ungeheure» Erbpachtskandale, durch die Holländer das Dauernlegen wie im deutschen Mittelaller betreiben. So wurden erst kürzlich einer holländischen Unternehmung bei Ramiu SÜOOO Hektar In Erbpacht gegeben, wodurch 6400 indonesische Bauern, K h. mit Frauen und Kindern 25000 Menschen, von ihren Besitzung», die sell undenklichen Zeiten vom Dater auf den Sahn übergegan�n waren, versagt wurden. Was würde eine europäische Regierung erleben, die so ihren Bauern gegenüber handeln würde. Was würde» niederländische Bauern sagen. wenn man ihnen einfach ihren Boden. wegnehmen würde. Als eine groß« indonesische Protestoersammlung dem„Dolksrood" wegen dieses Skandals eine Protestentschllehung zusandte, gab dt« Regierung eine geradezu ausreizende Antwort. Die berüchtigte Zwangsarbell harrt natürlich ebenfalls noch d« Abschaffung. Sell der Zusage der Abschaffung im„Polksrat" an» 18. Juni 1018, als man auch in den Niederlanden noch eine Staats- Umwälzung befürchtete, ist die Sache mehr und mehr verschleppt worden, um aus dieser verkappten Sklaverei noch möglichst viel Nutzen ziehen zu können. Unendlich viel Leid und Elend hat diese Zwangsarbeit in das indonesische Boll hineingetragen. und wenn die Arbeitskonferenz 1920 in Genf in diesen ganzen Fragenkomplex einmal gründlich hineinleuchten sollte, wird die indisch« Regierung um ihre dortige Rolle nicht zu beneide» sein. Nimmt man zu oll dem Leid und Elend die Zustände in den Perbannungsstätten für Nationalisten— offiziell nennt man sie Kommunisten—, dann ergibt sich eine kaum glaubliche Notlage eines großen Volkes, das in seinem fast übermenschlichen Bc sreiungskompfe mll Recht die Sympathie der ganzen Kultur u>eL verdient. /_:_'_ Englisch-deutsche Lehrerfreundschast. Im Geiste interna liovalei' Verständigung. Di« Jahreskonjerenz der Derettugung der bru ilchen Schuldirektoren hat in einer Resolution dt« Exekutive aufgefordert, dt«„erste sich bietende Gelegenheit zu ergreifen, um freundschaftlich« Beziehungea zu verwandten Organisationen von Lehrern in Deutschland" auszunehmen. In einer kurzen Rede, mll der der als Gast anuxsenbe deutsche Botschafter Dr. Sthamer den Kongreß begrüßt»-.,«rllärte er, daß der Geist der internationale» DerstSndigung besonders in der deutschen Jugend Wurzel gefaßt hüb«. Das gegeafeitige Studium der Erziehungrsystem« der beide» Länder könnt« sich von unschätzbarem Wert erweijea. Sthomar schloß mll dem Satz, daß eine Systhes« der beiden Erziehungsmethoden zu einem, wahrhast idealen Er ziehungssystem führen würde. Polen wandern nach Südamerika aus. (Zw MlUümeuprojekt im Urwald. Warschau. S. Januar. Die Polmsch« LandnKrtschastSbauk hat beschlossen, io Peru am Fluß Ucayaly 500 000 Hektar Urwald für 160 000 Dollar zu Kolontsationszwecken zu erwerbe». Im Sinne eines Abkommens mll der Regierung von Peru sollen dort im ersten Jahre 150 polnisch« Familien angesiedelt»»erden, denen je 30 Hektar Grund kostenlos überlassen werden vnrd. Unabhängig hiervon hat die Regierung von Peru einem Lemberger Landwirtschaftssyndikat «in« Konzession aus«»»« Millio» Hektar gewährt. Trotz» fordert geheime Abstimmung Das Geficht der herrschende« Klaffe in Rußland. Leo Trotzt i tieraffenütcht in der„Fahne des Nommu- nlsmus" einen Brief aus Wma-Ata, gefchriedei� am 21. Ok- tober 1328. Der Brief beschäftigt sich mit der Situation im bcir—■.• teil rat Stalins. Wie aber gegen den Apparat oniampl Trotzki beginnt mit der Forderung eines der primt- tivsten Rechte für die organtfierten Kam- M u n i st e n: „Alles erhalten« Material zeugt davon, daß die Lasung der geheimen Abstimmung in der Partei und in den Gewerk- schasten ausgestellt merden kann und mutz. Die Selbstkritik hat sich halb und halb zu einer Ä o m ö d i« und ZU einer Provokation ausgebildet. Das ist allen klar. Man muß in der Uebergangslosung. sozusagen„Teillösung" der Stimmung der Arbeiter und dem vor- läufig nicht sehr lauten Wunsch, den Druck zu beseitigen. Ausdruck geben.— Warum hast du nicht dagegen gestimmt?— Wenn g a- Heime Abstimmung, dann wäre es eine andere Sache.—... Das liegt in der Lust. Ob es bis zur geheimen Abstimmung kommen wich oder ob un- erträgliche Widersprüche auf einem rascheren Weg«, mit„Heber. springen" von Etappen gelöst werden, ist eine besonder« Frage. Aber für den gegebenen Augenblick ist die Losung der geheimen Abstimmung in der Partei und den Gewerkschaf- ten ein« Lebensfrage, denn sie gibt der Tatjoche des bureou. tratischen Druckes, d. h. dem Klaffendruck auf die Arbeiter durch den Apparat, allgemeinen Ausdruck. Die Losung der geheimen Abstim- uiung aus der jetzigen Etappe ist der best« Äbsdnick für den hegin. nenden Kamps gegen die Doppelherrschaft. Die offene Abstimmung wurde seinerzeit eingeführt, damit die Feind« nicht gegen die prole- tarische Diktatur stimmen konnten. Das Element der Doppelherr. schaft im Lande hat dazu geführt, datz die Arbeiter nicht für die Diktatur stimmen können aus Furcht vor dem Druck der Bourgeoisie. widergespiegelt durch den Apparat. Hier liegt der Hund begraben. Der Apparatmensch steht auf de? Tribüne«od schaut den Üb- stimmenden ans die Hände, od« die Kran zieht am Aermel: Stimm' lieb« nicht. Unter diesen Bedingungen davon zu sprechen, daß die geheime Ab- stimmung die Passivität und die Unentjchloffenheit unterstützt, be- deutet dem idealistischen Dottrinismus verfallen zu fein. Der die Frage so stellt, der stellt die Losung der geheimen 2lbstimmung nicht der heutigen Loge entsprechend, aus welcher bisher kein Aus« weg gesunden worden ist, sondern stellt sie entsprechend einer idealisierten Log«, wo alle Arbeiter mutig und fest noch ihrem Gewisien abstimmen. Wenn man diese Ansicht bis zu Ende entwickeln wollte, so müßt« man in der kapitalistischen Gesellschaft die Losung der geheimen Ab- stimmung abschassen, damit sich die„Aktivität" und der„Mut" besier entwickele. Es ist falsch, daß der Charakter unserer Dahlen und Abstim- munge» Heist« bestimmt wird durch die Größe des Mutes und der Entschlosienhcit des Arbeiters. Nein, er wird schon im großen Maße durch die veränderten Derhältnisie der Slasienkräste bestimmt. Diese Aenderung findet ihren objektiven Ausdruck in den Regie- rungsapparate», in ihrem ganzen Mechanismus. Nicht «mstrnst hat SkaSn gesagt:..Diese Kaders kann«an na? durch bat Bürgerkrieg abschaffen." Natürlich Legt in diesen Worten auch buroaukratische Prahlerei und Aengstlichmachung. vor ein« ernsten Welle von unten wurde der Apparatmensch sich docke«, es nicht bis zu einem Bürgerkrieg kommen lasten. Zn diesem Fülle muß dieser Weg— der Weg der Reform unter einem mächl'lgen Druck der Nossen— bis zu Ende versucht werde». Auf der jetzigen Etappe txeidt die Losung der geheime« Abstimmung die Masten vorwärts, noch der Seitk der Aktivität hin. von der Passivität weg. Auf jeder beliebigen Perjammlunq, wo die Rede von der Selbstkritik, der Parteidemokratie usw ist. können und müssen die Bostchewisten-Leninisle« sagen:„Damit eine Selbstkritik sein kann, muß man den Druck abschaffen: gebt uns die Möglichkeit, nach unserem Gewissen ahz�u- st i m m e n. ohn« Furcht vor Entlassung, d. h. geheim, dann werdvr alle Apparatmenschcn Im Aoum liegen." Wau muß mit der Partei ansangen, dann zu den Gewerk- säiasten übergehen, lieber die Sowjets, wo an den Wohle» ver- schieden« Klasten teilnehmen, muß man dt« Frage erst in dritter Linie stellen, nachdem man genügend« Ersahrungen gesammelt hat." Diese Forderung der geheimen Abstimmung zeigt, was es mit der Legende' auf sich hat, daß die Arbeitemasse in Rußland die herrschende Klaffe sei! Sie ist es so sehr, daß sie gegenüber der Diktatur der..Apparatmenschen" nach einem der prtmstwsten politischen Rechte rufen muß, das in West- europa heute eine Selbftoerständlijhteit ist. Das russische Volk ist heute so unfrei wie es einst war. Damals drückte es die zaristische Bureaukratie, heute der Stalinsche Apparatmensch. Es ist eine bittere Karikatur auf die bolschewistische Legende, die Trotzki zeichnet: der Arbeiter in der Masse. Glied der herrschenden Klasse, ein Stück der Diktatur, den die Frau am Aermel zupft: stimm lieber nicht! Weil der mos machen könnte... Apparatmensch ihn brot •l>s 4*5� W„V<40�* Gr-0 �' ©�AecWe» \V. -�Taftvv mm '\y&__ � e** lvcK ZKs so°>° W �.—<�0* r-rC MW -.zoS. W --- e-v Zt» 1 V �-cv� 5&I» KM»»'" 'i........«<»'!»*o«b oo«4®�-*-- �- . s»i6' o»> �22 s» �7�0" ÖO"' %*** ,v)�2 \ o 0 1° .cVt®19. �«,6»" aos --W?. oo'sffi-'-ÄA» ocVte© Än.5t*ö�°-a90 soV�®: . n„,_ ,o9.®375 O*»®.•»» 4. pt«1*_. . 4': Vf�' �55 --------- � e "Ttt ""'2 .„ "1 � Nr. 9-» 46. Jahrgang Sonniag, S. Januar 4929 Wie das„Slole Staus" wurde. Am der Qesdiidite der berliner Aathämer. �! 80™l*Laein'-«UV.«'llstS'"--« vmb«.«t«Mgen j>e» St�dtratz a. D. Dknsssen Hugo Poetsch besonb'ros»eitgemäKk» Zutenssr. Wir schreiben in der Mehrzahl, nicht nur, weil es im Lause der Zeit in Berlin selbst mehrere Rathäuser gegeben hat, sandern, weil die beiden Sci>n>«ftcrstädte Berlin und Kölln an der Spree je ihre eigenen Verwaltungsgebäude gehabt haben. Es war«in bescheidenes, 184« erbautes Haus, das bis l86!Z der Berliner kommunalen Verwaltung als Sitz dient«. Nachdem 1880 die angekauften Häuser und das alte Rathaus abgebrochen waren. «rfolgt« am ll. Juni 1861 die feierliche Grundsteinlegung für den wuchtigen Bau an der König- und Spandauer Straße, in dem heute Parlament und Exekutiv« der 4-Million«n-Stadt ihren Sitz haben. Die Urzeiten Verlins. Bis er neben de» kirchlichen zu dem profanen Wahrzeichen der Stadl Berlin, dem erwähnten Rathaus von 1548 kam. waren schon vier Jahrhunderte seit der Gründung der Stadt Berlin vergangen. Ader es ist uns keine Kunde üderkominen, die uns den sicheren Nach- weis brächte, an welcher Stelle wohl das erste Berliner Rothaus gestanden hat. Doch ist niii ziemlicher Sicherheit, wie es auch Dr. Arendt, der Direktor der Stadtbibliothek, im Amtsblatt der Stadt Berlin, wohl in Anlehnung an das vom Archiv der Stadt Berlin herausgegebene Werk„Berlin im Dreißigjährigen Kriege* tut. anzunehmen, daß der Sitz des Rotes und der Ge» richtslaub«, wie in allen mittelalterlichen Städten am Markt sich be- fanden hat Und der Slkefte, zuerst einzige Marktplatz, ist der Molken- markt gewesen. Wie so viele wichtigen Dokumente aus der Früh- geschichte Berlins, so ist selbst die Gründungsurkunde der Stadt ver- loreu gegangem Bon mehreren Geschichtsforschern ist die Gründung unserer Stadt um dos Zahr 12Z6 angesetzt worden, und dos Rat- Haus wird bald danach errichtet worden sein. Nachdem die Stadt sich bis zur jetzigen„Neuen Friedrichstraße" ausgedehnt hatte, wurde der Neue Markt geschaffen, und der Rat siedelte um das Zahr 1270 in da» orue Rathaus im neuen Zentrum der erweiterten Stadt an der Kreuzung der König, und Spandoucr Straße um. Es ist be- kannt, daß über diesem Bau ein ungünstiger Stern gewaltet hat. Wiederholt ist er von Bränden heimgesucht worden, so 1380 bei dem großen Brande, der fast die ganze Stadt in Asche legte, sodann 1484 »ab 158L Verschont blieben nur die Keller und die Gerichtslaube. Als aus fünf Gtädteu eine wurde. Ehe auf die Geschichte dieses Hauses weiter eingegangen werden kann, müssen wir einen Blick aus die Bereinigung der beiden Städte Berlin und Söll« werfe». Diese erforderte die Erbauung eines ge- meiasameu Ralhanses, daß nach Urkunden von 1385 und 1367 in der zweite» Hälft« des 14. Hahrhunderts auf einer Spreeinjel oder auf der Longen Brücke gestanden haben muß. Der vollständige Zu- fammenschluß mit gemeinsamer Dcrvoltung ist aber erst 1432 zu- stände gekommen.(Zwei Bürgermeister und zehn Ratmannen aus Berlin, ein Bürgermeister und fünf Natmannen von Kölln.> Schon noch zehn Jahren ging die Vereinigung wieder in die Bruch«, das Rachaus auf der„langen brugghen* wurde abgerissen, niemand kann heut« sagen, wo es gestanden hat. Die endgültige Vereinigung der Städte Berlin»ad Kölln erfolgte erst 1708 zugleich mit den mittlerwell« entstandenen drei Städten Iricdrlchswcrder, Friedrich- stadk und Dorotheeustadt. von denen jede(außer der Friedrichstadt) ihr eigenes Rathaus besaß. Friedrich l. bestimmte nun das Köll- nische Rathaus(am Löllnijchen Fischmarkt gelegen) zum alleinigen Sitz des neu eingesessten Magistrats, da es„nicht allein in der Mitte der übrigen Städte, sondern auch bei Unserm Resident; Schloß ge- legen ist*. Dies Haus erwies sich ober für die neuen Verhältnisse , werden. Während des Umbaue» tagte der Magistrot im Bqriiner Rathaus, und da diese Bauarbeiten sehr lange dauerten, bejjämmte schließlich Friedrich Wilhelm L, das Haus in der Spandauer Straße endgültig als Sitz der städtischen Behörden. Das alte Köllnijche Rathaus hat noch bis Ende des vorigen Jahrhunderts gestanden: in ihm war neben anderen städtischen Bureaus zuerst auch das Berliner Ge- werbcgericht untergebracht. Stadwerordnetenverfammluug im 5lur. Die oben erwähnten Brände oeränderte« recht oft das äußere Bild des Rathauses. So war nach dem Brand« von 1Z80 an der Königstroße ein Turm mit Uhr errichtet worden, ebenso«n Anbau, der dos Kellergefängnis, den sogenannten Krautgarten, enthielt. Bor dem Rathause, in dem sich auch die Fostertvmmer befand, wurden seit altersher die Hinrichtungen vollzogen Bon 16V4 ab wurden die weiteren Exekutionen armer Sünder auf Beschwerde der Anwohner auf dem Neuen Markt vorgenommen. Die Gerichislaube'wurde mit der Einführung des römischen Rechts ausgeHoäe». Die offenen Arkaden wurden zugemauert, die Räume der msttelmärkisttzen Städte- gruppe überwiesen. Vorübergehend sind sie euch als Weinkeller benutzt worden. Der Große Kursürst hatte nämlich den Rat wissen lassen, daß vornehmen Gästen owf dem Raihaus- als Ehrentrunk«in Wein kredenst worden[ci dessen Qualität den Unwillen der Be- sucher erregt Hab«. Daraufhin ließ der noch oben allzeit willfährig« Magistrat uiwerzügiich den Ratskeller mit guten Weinen füllen. Ebenso bereitwillig, wenn auch schweren Herzens, kam man dem Wunsche des Kurfürsten nach, der den Magistrat wiffeu ließ, daß or wünschte, daß unansehnliche Gebäude durch einen Neubau ersetzt werden. Es wurden für den Neubau— den Flügel in der Spandauer Straße— 12C00 Mark bewilligt. Die Loronfchläg« pflegten aber schon damals meist üderlchritien zu werden. Man benötigte weiter« 1000 Mark, die der Kurfürst zusteuern mußte. 189.? wurde der Neu- bau zu Ende geführt. Im Inneren de» Hauses machten sich dauernd weitere Um. und Anbauten und Veränderungen notwendig,»nd es wurde damit«in Chaos geschaffen, das der langjährige Swdtver- ordnetenvorsttzende Kochann in seinen Erinnerungen schildert. In dem Durcheinander der Bureaus und Regisira-urcn habe sich nur der Eingeweihte zurecht finden können. Der ganze Zustand des Hauses kennzeichnete die kümmerlich ärmliche Zeit; häujig. njenn anderwärts kein Platz war, mußten die Stadtväter einen zur Aufstapelung von Brennholz dienenden Flur zur Abhaltung von Terminen benutzen: Akten und Urkunden, zu deren sorgiältiger Aufbewahrung jeder Raum fehlle, lagen auf den Böden durcheinander und dienten, falls sie nicht als Makulatur verkauft wurden, zum Aajeuern der Oese«. Daß dabei manches unersetzliche Stück verloren gegangen ist, kann nicht wunder nehmen. Die Raumnot führt« endlich daz». daß der vSllig« Neubau des Rathauses in die Wege geleitet werden mußt«. Die stöbtischen Körperschaften beschlossen daher, das Ganze von der König-, Juden», Spandauer Straß« und der Rageigasse gebildet« Häuserviareck zu erwerben, um dort einen Monumentalbau zu errichten. Am ZV. Jum- 1865 konnte die erste Magistratssitzung im Roten Hause abgehalten werden: am 6. Januar 1370 übersiedelte die Stadtverordnetenver- sammlung in, ihr neues Heim. Seit 1920, noch dem großen Zu- sammenschlußzder 86 Städte, Dörfer und Gutkbczirke bekanntlich der Zcntralsig der neuen Weltstadt Berlin. Aübnmgen dm» die SUesle« Vinkel?erlln, Die ftübrungen finde» so großn! Ziiipruch. dat. sie bercil« aus Wunsch jeden Svnntaa w'ederbolt werden. Nächste leükrunq am 6. Januar. Tresspurck! lO1/- Uhr aus dem Spiltelmaril, Ausgang Untergrundbahn. Teilnahme 50 Bs. Oer Stand der Grippeerkrankungen. Abnahme noch nicht festzustellen. kW»«r den Stand der augenblicklich in Berlin herrschenden grippeähnlichen Erkältungskrankheiten teilt dos Ha«ptgesu«d° heitsamt d�r Stadt Berlin mit: Ein« Abnahme der Erkrankungszisser ist in den letzten beiden Tagen noch nicht festzustellen. Die inneren Stationen der städtischen Krankenanstalten sind sehr stark delegt. Es empfiehlt sich daher, Platz für wirklich ernstliche Erkrankungen zu behalten. von der Einweisung leichter Erkrankter tunlichst abzusehen. Der Verlauf der Erkrankungen ist übrigens auch bei de» in den Krankenhäusern eingelieferten Patienten vorwiegend ieicht- Gin rabiater Blinder. (fr teilt Maulschellen, Faustschläge und Stockhiebe aus. Unter der Anklag« der körperlichen Mißhandlung von Polizei- beamten, des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der Beamte»- deleidigung hatte sich gestern der Kiavierstinimer W. vor dem Großen Schöffengericht Berlin-Mitte zu verantwortei� Der Angeklagte, dem zur Last gelegt wird, anläßlich einer vort' ihm verursachten graben Ausschreitung mehrere Paiizeiveamte und Zivilpersonen schwer mißliondell zu haben, ist völlig erblindet uiid erschien unter Führung seines Hundes im Anklageraum. W. gilt in der Gegend des Weddings als ein s e h r r»i b i a t e r M e n s ch, und er ist auch schon einmal'wegen Widerstandes bestraft worden. Bor etwa Jahresfrist war W- als Gast in ein« Wirtschaft in der Reinickendorfer Straße- eingekehrt imd hatte bei einem Glersc Bier mit dem Wirt ein religiöses Gespräch begonnen. Als er sich aber in Ooileslästeriingen uirfiartgster Art erging, wies ihn der Wirt aus d«u Lokal. W. weigerte sich zu gehen und nmßie schließlich durch Zwei Schupobeamte hinausgeschoffi werden. Auf der Straße führte er nach dem einen Beamten einen Schlag mit dem Stock der sehlging, weil der Beamte zur Seite sprang. Der Schlag war so wuchtig, daß die Zwinge des Stockes auf den Steinfliesen absprang. Als ein Zivilist Zweifel äußert«, ob W. wirklich blind sei, bekam cr von diesem einen wuchtigen Hieb über den Kopf. Der zweite P o l i z e i b« a m t e, der W. hindern wollte, wieder ins Lokal zurückzugehen, erhielt eine Maulschelle, wie der Zeuge vor Gericht sagte:.Die nicht von schlechten Eitern war*. Auf der Polizeiwache schlug W- den Beamten, der ihn nach seinen Personalien fragte, als Antwort mitderFaustins Gesicht. Der Angeklagte bestritt zunächst alles, gab dann nach und nach immer mehr zu, behauptete aber, daß er zunächst von den Beamte>i beschimpft und nnßhanhelt worden sei, was aber übereinstimmend von sämtlichen Zeugen, auch gänzlich unbeteiligten Leuten aus dem Publikum, entschieden bestritten wund«. D-rs Schäfsengericht berücksichtigt«, daß der Angeklagte infolge seiner Blindheit und als leicht erregbarer Mensch wohl ichueller ous dem Gleichgewicht gebracht «erde und ließ daher größte Milde Valien. Wegen sämtlicher Straftaten erhielt der Angeklagte insgesamt 200 M. Geldstrafe. Er erklärte aber, daß er das Urteil nieht annehme und Berufung ein- legen werde. Doch ein Verbrechen im Gmnewald? Ein unbekanntes junges Mädchen ermordet. Wie erinnerlich, wurde In der Neusahrsnacht im Grunewald unweit der R o m i n t e n e r Allee die Leiche eines j u« g e a Mädchens gefunden. Nach den neuesten gerichtsärztlichen Unter- suchungen handelt es sich allem Anschein nach um ein Ver- brechen, da am Hals der Toten unter der Haut Würgemale gefunden wurden, die non einem Tuch oder von einem Griff mit behandschuhter Hand herrühren. Di« noch immer Unbekannte scheint mit einem Sluto in der Silvesternacht aus der Innenstadt noch dem Gruaeivald verschleppt und vergewaltigt worden zu sein. Mitteilungen zur Feststellrnig der Unbekannten sind an Kiiminalkommisior Dröper, Inspektion A, Zimmer 174, des Polizeipräsidiums zu richten. SSf Soldat Suhren. O�oraan von Teorg von der �Vring. Copyright 1927 by J. M. Spaeth Verlag, Berlin. Sodann folge ich ihm in einen Garten. Drinnen liegt das Haus, welches einer schiefen Müfze ähnlich sieht. Da- neben, unter den Obstbäumen, erblicken wir zwei Soldaten- grober und bleiben nach Soldatenart eine gute Weile stehen. Das linke Grab hat ein rohes Kreuz mit einer aufge- nagelten Platte, auf welcher mit Blaustift sehr sauber und in Druckbuchstaben geschrieben ist: Hier ruht ein tapferer russi- scher Soldat. Auf dem anderen erhebt sich ein Stock mit einer Blechnummer. Beide Gräber sind ganz von wuden Stiefmütterchen überwuchert, die sogar den Zwftchenrauin verdeckt haben. Blau und gelb und ganz vergnüglich sieht dies Blumengedränge aus. „Die faulen schon," sagt Albering.„ „Und keiner weiß die Namen." entgegne ich und stelle mir vor. ob sie wohl ihre Mützen mit den hübschen ovalen Kokorden bei sich behalten haben. Albering aber richtet seinen düsteren Blick auf mich, dreht sich ganz her. zieht die rechte Faust aus der Tasche und hakt sie mit dem Zeigefinger im Uniformtragen fest, genau unterm Kinn. Sein rotes Gesicht steht oerlegen aus, und ich habe jene Handbewegung noch nie an ihm beobachtet. Wir stehen«ine Weile und sehen an uns vorbei. Schwärme von Drosseln, die sich soeben aus den Obstbäumen erhoben haben, kehren zurück und schlagen mit den Flügeln ins Laub. Ich wende meinen Blick von Alberings scharfen Augen fort, lese wieder und wieder die saubere Grabsckrift und denke: Ist also nichts gesprochen und nichts gesagt? Und nur einen kleinen Weg haben meine Gedanken von hier zu Lisa— so viel gesprochen, so viel gesagt habe ich chrl So viel gesprochen, so viel gesagt hat sie mir! Und doch ist dort ein helles Musselinkleio und eine Männerstimme und sehr hübsche Halbschuhe, die immer auf dem Landungssteg hinschreiten. immer hinstreben nach dem großen weißen Segel und der behaarten Hand, als gäbe es kein anderes Ziel. Und so viel ist gesprochen und so viel gesagt! Und m roten Pantoffeln getanzt und ein Bund geschlossen?— Die Flügel der Drosseln schlagen irgendwo ins Gezweig. wem Kamerad sagt leise: . Hier ist eine Münze— ich zeige sie dir." Er hat seine obersten Brustknöpfe geöffnet und an einer Schnur eine Münze hervorgeholt. Es ist noch eine andere Schnur da, nämlich die mit der Erkennungsmarke dran, welche wir die Hundemarke nennen. Diese aber ist eine Münze, weiß wie Silber. „Sieh sie dir an/' sagt Albering,„und lies, was drauf steht." „Es ist etwas hineingeritzt— wie es heißt es?" „Es heißt: Talette,* lächelte er, nun völlig vergnügt und unbefangen.„Es ist ihre Handschrift, die Schrift erner Wilden. Mit einer Nadel ist es hineingcritzt. Mit was für einer Nadel wohl?" „Mit einer Hutnadel." „Nein, mit einer Haarnadel." „Aha— nahm sie sie aus dem Haar, um damit zu schreiben?" „Sie lagen auf dem Tisch, ihr Haar war offen." „Und die Münze? Hat sie dir die Münze geschenkt?" „Es ist eine Rettungsmedaille." Wieder hefte ich meine Augen auf die kleine Platte des Rusienkreuzes. Und wieder sehe ich das Boot vor mir, das voll Wasser gelaufen ist. und aus dem sich ein Mädchen aufrichtet, die Hände vor Entsetzen gefaltet und erhoben— und tue mir Gewalt an und sage, weil ich es weiß: „Du hast Talette au» dem Wasser gezogen!" „Palette war es." sagt er zärtlich, streift die Münze mit der Stoppelbacke und läuft aus dem Karten. Gleich darauf höre ich ihn rufen. Die Drosseln tun einen Schlag und fliegen ab. Ich renne hin und sehe drüben auf dem Wege einen kleinen krummbeinigen Soldaten, der unsere Luche auf dem Nacken fortschleppt, schwankend und ganz langsam. Außer ihm ist auf dem Wege bis Apollonia niemand zu«rbsicken. Der Soldat ist Gefreiter Oelrichs. Wir holen ihn ein. übernehmen den Stamm und schreiten fort. Oelrichs trottet neben uns her. „Was dachtest du dir denn. Alter?" schwatzt mein Käme- rad„Ich meine doch, das wäre unsere eigenhändige Sache, den Knüvpel nach Hause zu tragen. Was erlaubtest du dir, du alte Hängelampe?" „Ich dachte, ihr wäret weg," murmelte der Gefreite, „deshalb kam ich zurück. Aber nun seid ihr ja wieder auf dem Posten." „Und deine Alte, was sagt die dazu?" Oelrichs hört nicht auf dem Ohr, er beeilt sich, rascher als wir, ins Lager zu kommen, um die Abgabe der anderen Stämme zu überwachen. Seine Bein« aber wollen nicht so wie er, kaum vierzig Schritte vor uns erreicht er den Lager- Pla�, Ist etwas vorgefallen? Um die Zelte herum sehe ich niemand, drüben aber bei fber Schreibstube drängen sich die Soldaten, stehen Kopf an Kopf, als ob bereits neue Post eingetroffen sei. Einige kommen gerade in lebhaftem Gespräch zurück, und wir er- fahren von ihnen, was vorgefallen ist. Das Regiment 91 hat zwanzig Mann bei uns angefordert, und da nun jeder zu den zwanzig gehören wollte, stürzten alle zur Schreibstube. Feldwebel Bloiboom hat sie hinausgeworfen und gesagt, daß der Leutnant es sich überlegt, wen er schicken will. Der Leutnant wiederum sitzt hinter verschlossener Tür und zer- grübelt sein einjähriges Gehirn dorüder, weshalb sie von ihm weglaufen. Das ist schwer zu erraten und nicht zu verstehen, wenn man die Leute sachlich behandelt hat. Sie sind eben undankbar und dumm, und der Teufel soll sie holen. Die am liebsten fort wollen— er kennt sie!— streicht er durch mit seinem Rotstift. Sie kommen nicht. Nur einen will er unbedingt los sein, das ist dieser verfluchte Schützenkönig von heute. So erhält Karo-König ein rotes Glückskreuz, das jo bedeutungsvoll hinter seinem Rainen leuchtet, als sei er zum Eisernen Kreuz vorgeschlagen. Am Abend werden die zwanzig Auserwählten zur Schreibstube gerufen, ihr Gepäck besichtigt und für morgen früh der Abmarsch befohlen. Der Leutnant zeigt sich nicht. Bloiboom aber lächelt sie an, die zwanzig, und diese grinsen wie Lebemänner. Spät kommt einer von ihnen zu unseren Zelten ge- laufen und bringt noch einen Stapel Post. Auch ich habe einen Brief dabei. Er ist von Lisa, und es steht darin, daß die Segelpartie nicht stattfinden wird, wc-l der Mann(sicher einer mit NuHknackorzäHnen) das Boot um keinen Preis hergibt. Ich denke wütend: Der Esel verdirbt ihr die Freudek Und ich denke es, trotzdem sie schreibt, daß es ihr ganz einer» lei ist. Rein, ich denke es. weil sie es schreibt. Ich kenne dich, Suhren, übeusogut wie Albering dich kenn'. Der aber: kannt dich, ob auch nichts gesprochen ist und nichts gesagt, denn er fällt in den Schlußgesang der Soldaten ein, der in die Nacht hinausschallt: „Ja, wenn man so eine Musik hört. Dann ist alles, Dann ist alles wieder gut!" lind er fingt es falscher als falsch und blinzalt wie eise Echlangeakönigm.(Fortsetzung folgt) Die Entführung" der Bürgerstochter. Ellen Holk freigesprochen. Begen verfuder Erpressung war die Hauptmannsmitme Ellen Holz im vorigen Sommer vom Schöffengericht Berlin- Mitte za 3 Monaten Gefängnis verurteilt morden, mährend sie non her Anklage der Freiheitsberaubung freigesprochen worden war. Gegen diese Strafe hatte Frau Holz Berufung eingelegt, und der sonderbare Fall tam jezt. noch einmal vor der Strafkammier des Landgerichts I unter Borsitz von Landgerichtsdirektor, hör zur Berhandlung. Die Grundlage des ganzen Falles bildet die angebliche Entführung einer 32jährigen Bremer Bürgerstochter Frieda Meyer. Diese hatte gegen den Willen ihrer Eltern das Baterhaus verlaffen und war dem Pfandleiher Nikodemus, der fich angeblich als Rittmeister ausgegeben haben soll, nach Berlin gefolgt, um ihn zu heiraten. Die Mutter des Mädchens wollte unter allen. Umständen die Heirat verhindern und hatte das Detektiv Inireau der Frau Ellen Holz mit den Ermittlungen beauftragt. Frau Holy war eine hohe Erfolgsprämie zugesichert worden. Sie suchte nun Nikodemus in seiner Wohnung auf und verhandelte mit ihm. Am nächsten Tage veranlaßte Frau Holz die Mutter, gegen Nikodemus Strafanzeige megen Heiratsschwindelei zu erstatten. Nikodemus und die Meyer wurden vorgeladen; wäh: rend die letztere auf dem Korridor im Bolizeipräsidium wartete, erschienen zwei verschleierte Frauen und führten sie in die Woh mung der Frau Holy Nikodemais holte sie aber von dort nach einigen Tagen wieder ab. Er hat das ganz unter seinem Einfluß stehende Mädchen später auch geheiratet. Jetzt liegt das Ehepaar bereits in Scheidung. Nikodemus drehte nun den Spieß um und erstattete gegen Frau Holz Anzeige wegen Erpreffung und Freis heitsberaubung. Sie sollte non ihm angeblich unter Drohung Geld nerlangt haben. Frau Holk bestritt das und hatte zu der neuen Berhandlung durch Dr. Gerth einen umfangreichen Beweis gegen die Glaubwürdigkeit des Belaftungszeugen Nitobemus angetreten. Auch die jetzige Ehefrau Nikodemus bestätigte durchaus nicht die Behauptungen des Beugen, so daß schließlich Staatsanwaltschafts rat Masmund selbst die Freisprechung beantragte. linter Aufhebung des ersten Urteils wurde Frau Holz auf Kosten der Staatstaffe freigesprochen. Lindenstraße- Alte Jakobstraße. 3ur Entlaffung des Blücherplatzes. " Nachdem die notwendige Abänderung des schon vor dem Kriege befchloffenen Projektes eines Straßendurchbruches von Ede Linden und Solimannstraße na Alte Jatabstraße die Zustimmung der Bezirksversammlung Kreuzberg erhalten hat, wird jetzt auch die Stadtverordnetenversammlung un ihre Zustimmung ersucht. Es handelt sich, wie im Vormärts". schon gameldet wurde, um die Festsetzung der Breite der Durch bruchstraße auf 32 Meter und zugleich um Berbreiterung der an diesen Durchbruch anschließenden Alten Jakobstraße zwischen Neuen burger Straße und Zoffener Brüde auf 26 Meter. Der Berkehr fordert heute andere Straßenbreiten als vor dem Kriege. Der neue Straßenzug wird die Belle. Alliance Brüde und den Blücherplag entlasten. Polizei und Staatsanwalt sind einig. Der Bolizeipräsident und die Justis presseftelse teilen mit: Um eine restlose Auftlärung der Schlägereien in ber Breslauer Straße herbeizuführen, haben an Sonnaben eingehende Besprechungen zinischen den leitenden Bersönlich feiten der zuständigen Staatsanwaltschaft I b der Berliner, Bolizei stattgefunden. Hierbei mirde festgestellt, daß völliges Sinnernehmen über die Sachlage und über die meiter zu ergreifenden Maßnahmen besteht. Reisen für die Werftätigen! Biederum ist ein neuer Reiseprospett des Reichs ausschusses für sozialistische Bitbungsarbeit für das Jahr 1929 erschienen. Er enthält eine große Anzahl der inter effantesten Retsen ins In- und Ausland, und zwar nach Paris, Wien; London, Finnland, Schweiz, Riviera, Dalmatien, Adria, Krafau, Hamburg- Helgoland, an den Rhein, an die Kurische Rehrung, nach Oberbayern- Nordtirol usw. Als Neuerung sind vorgefehen Ferienaufenthalte zu günstigen Bedingungen, und zwar in Zefferete bei Lugano sowie in Krimml in Tirol. Neben den allgemeinen Studien- und Gesellschaftsreisen finden auch zwei wirtschaftspolitische Studienreisen unter fach männischer Leitung statt, und zwar eine in das Ruhrgebiet, dte undere in Berlin( Berlin als Wirtschaftsgebiet). Um den meitesten Kreisen die Teilnahme an den Reisen zu ermöglichen, ist miederum die Einrichtung getroffen, daß die Kosten in monat lichen Ratenzahlungen aufgebracht werden können. Je früher die Zahlungen beginnen, um fo geringer ist der Gesamtpreis für die Reise. Der reichillustrierte Profpeft ist gegen Zahlung von 35 Bf. an folgenden Stellen erhältlich: Bureau des Bildungsausschusses, Lindenstraße 3, 2. Hof links, 2 Treppen; Arbeiterjugend GroßBerlin. Lindenstraße 3, 2. Sof fints, 2 Truppen; Buchhandlung Jm Gastod einer ganzen Familie. Infolge Nahrungssorgen gemeinsam in den Tod. Eine furchtbare Familienfragödie wurde gestern nach| frampfhaft auf seinem Echoß einen fleinen und fest, der mittag gegen 16 Uhr im Hause Große Frantjurter Straße 146 endedt In seiner Wohnung fand man dorf den 60jährigen Gastwirt Hermann Melzer, feine 55jährige Ehefrau Aana und den 30jährigen Sohn Georg durch Gas vergiftet leblos auf. Wiederbelebungs verfuche. der Feuerwehr waren bei allen drei Personen ohne Erfolg. Melzer betreibt im Hause Große Frankfurter Straße 146 seit vielen Jahren eine Gastwirtschaft, die sich in legter Zeit aber feines sonderlichen Zuspruches mehr erfreute. Im 4. Stockwerf desselben Hauses hat Melzer eine aus zwei Stuben und Küche bestehende Wohnung inne. Als gestern mittag eine An gestellte des Gastwirts ihren Dienst antreten wollte, fand sie das Geschäft 3 ihrer größten Verwunderung geschlossen. Sie verweilte faft eine Shinde vor der Tür und als sich dann noch immer niemand sehen ließ, begab sie sich in die Wohnung hinauf. Auf ihr mehrmaliges Klopfen wurde aber nicht geöffnet, und als das Mädchen durch das Schlüsselloch sehen wollte, entdeckte fie, daß der Schlüssel von innen im Schloß stedte. Jest schöpfte die Angestellte Verdacht und begab sich, nichts Gutes ahnend, zum nächsten Polizeirevier. Mehrere Beamte verschafften sich gewaltsam Einlaß in die Bohnung. Die Tür war von innen ver. rammelt. Trogdem gelang es den Beamten. schon nach furzer Zeit in die Wohnung einzubringen. Gleich auf dem Flur schlug ihnen starter Gas geruch entgegen. Als die Beamten die Küche betraten, bot sich ihnen ein grauene hafter Anblick. In dem völlig mit Gas erfüllten Raum lagen der Gastwirt Hermann Melzer und seine 55jährige Frau Anna leblos am Fußboden. Auf einem Stuhl neben dem Kochherd saß in fich zusammengefunken der 30jährige Sohn Georg. Seine Hände hielten H. W. Diez Nachf., Lindenstraße 2; Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, Wallstraße 65; Deutscher Holzarbeiter- Berband, Am Köllnischen Part 2; Berband der graphischen Hilfsarbeiter, Ritter straße Ede Luisenufer; Bigarrengeschäft Horsch, Engelufer 24/25; Af- Ortefartell, Engelifer 24/25, Gewerkschaftshaus; Berlag des Bildungsverbandes der Deutschen Buchdruder, Dreibundstraße 5; Sentralverband der Angestellten, Belle Alliance- Straße 7. Ebert Bild für die Universität. Der Herr Reftor will es aber nicht haben. Im Lesesaalber Berliner Universität hängen eine Reihe von Bildern deutscher Staatsmänner und Heerführer, darunter auch das Bild des Reichspräsidenten von Hindenburg. Hingegen war ein Bild des ersten Reichspräsidenten nicht vor handen. Auf Anregung aus den Kreisen der republikanischen Studentenschaft wanbte fich die Republikanische Beschwerdestelle Berlin an den Rettor der Universität Berlin und bat um An schaffung eines Bildes des Reichspräsidenten Ebert. Der Rettor be antwortete diese Bitte nicht. Nunmehr hat der Minister für Wissen schaft, Sunst und Boltsbildung angeordnet, daß ein Bild des Reichspräsidenten Ebert beschafft wird. 24 Die Ermordung Dr. Ungers. Der Täter feffgestellt! ebenfalls durch Gas den Lod gefunden hat. Sämtlich: Gashähne maren geöffnet und der Schlauch von Gasfacher entfernt, so daß in kurzer Zeit große Gasmengen ausströmen konnten, die den baldigen Tod der drei Lebensmüden zur Folge gehabt hatten. Nach dem Befund ist es zweifelsohne, daß die Eltern mit ihrem Sohn in gegenseitigen Einverständnis freiwillig aus dem Leben ge schieden sind. Das Motiv zu dem gemeinsamen Verzweifiumgsschritt dürfte in wirtschaftlicher Notlage und Krantheit zu suchen sein. Die Leichen wurden beschlagnahmt und bis auf weiteres in der Wohnung belaffen. Gasausbruch in den Fürstensteiner Gruben. Fünf Bergleute schwer vergiftet. Waldenburg, 5. Januar. Im Tiefbauschacht der Fürstensteiner Gruben wurden in der gestrigen Nachtschicht zehn Bergleute von ausbrechen den Brandgajen überrascht und betaubt. Der Unfall wurde dadurch hervorgerufen, daß man Wettermessungen vornahm, um festzustellen, ob der im November vorigen Jahres in derselben Strede ausgebrochene Brand als erledigt angesehen merden könne. Bei dem zu diesem Zwed vorgenommenen Durchbruch des damals errichteten Abdammes brachen Gase hervor, von denen die Bergleute betäubt wurden. Die sofort eingesetzte Rettungsfolonne stellte bei allen erfolgreiche Wiederbelebungsverjuche an, und fünf Mann fonnten in ihre Wohnung gebracht werden, während bei meiteren fünf Bergleuten die Bergiftungserscheinungen fo schwer waren, daß fie ins Knappschaftslazarett transportiert werden mußten; doch besteht auch bei ihnen feine Lebensgefahr mehr. Ein Drama in der Kaserne. Rätselhafte Bluttat eines Reichswehrwachtmeiffers. Der Tilfit, 5. Jamuar. Untermachtmeister Redlies und der Bachtmeister Adler tehrten heute früh gegen 2 Uhr von einem Ausgang in Die Stadt in der Reichswehrtaserne zurüd und begaben sich in eine Unteroffizierstube. Kurze Zeit darauf holte Redlies aus dent Nebenzimmer eine Bistole, ging auf Adler zu und sagte:„ Ich schieße dich tot." Adler zeigte auf die Brust und ermiderte: Schieße, aber triff richtig." Hierauf frachte ein Schuß, und Wachtmeister Adler fiel tödlich getroffen zu Boden. oder mur Fahrlässigkeit vorgelegen hat, muß die Untersuchung ergeben. " Ob Absicht Der vergessene Hausschlüffel. Ein Opfer eigener Bagehalsigkeit. Eine nächtliche lettertour über ein Ceiter. sgerüft mußte der 29jährige Arbeiter Willi Trensch mit dem Tode büßen Trensch, der im Hause Schönhauser Allee 73 wohnt, tam gegen 3 Uhr nach Hause. Er hatte den Hausschlüffel vergeffen und fand feinen Einlaß. Zurzeit mird die Fassade des Border hauses ausgebessert, und so tam T. auf den Gedanken, über das dort angebrachte Leitergerüst femte im dritten Stodmert gelegene Wohnung zu erreichen. Hierbei verfor er aber den Nürnberg, 5. Jammar. Zu der Ermordung Dr. Ingers erfahren mir noch folgende Einzelheiten: Die Tat geschah in dem Augenblid, als Dr. Unger die Türfenvelle des Bortragssaales im Luitpoldhaushalt und stürzte in die Tiefe Straßenpassanten fanden überschritt. Ein Mann trat von rücmärts auf Dr. Unger zu und feuerte, ohne daß irgend ein Wort fiet, drei Schüsse auf ihn ab. Unger wurde durch zwei Schüsse in den Kopf getroffen, während der dritte den Rüden burchbohrte. Der Schwerverletzte fan: Lautlos zu Boden und verlor das Bewußtsein. Wenige Minuten nach der Tat verschied er. Der Täter wurde von den erregten Besuchern des Vortrags sofort festgenommen und leistete der Festnahme feinerlei Widerstand. Er wurde später der Polizei übergeben, die ihn als den 56jährigen Mechaniter Wilhelm Krieger, Nürnberg, Boltastraße 5 wohnhaft, identifizierte. Krieger mar mit Dr. Unger schon seit Jahren bekannt und ist zweifellos als Geistestranter anzu sprechen, da er vor nicht langer Zeit in einer Heilanstalt untergebracht war und neuerdings wieder unter Verfolgungswahn litt. Es scheint, als ob Krieger in Dr. Unger denjenigen gesehen habe, der ihn verfolgte, und als er durch eine Zeitungsnotiz auf den Vortrag Dr. Ungers aufmerksam wurde, benutte er die Gelegenheit, Leichenhalle des Südfriedhofes übergeführt, während der Täter in unn die entsegliche Tat auszuführen. Dr. Unger wurde in die Polizeigewahrsam gebracht murde, um dem Untersuchungsrichter vorgeführt zu werden. nventur g! Verkauf sehr billig. ( 2-15.Januar) Ein Posten Daunendecken Bettbezüge Bettlaken prima franz, Daunensatin, schoes bania Muster, Nahtdichtung. mit la Daunen, 150x200. 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Nem Krofchel Junge allein weiter in Führung Neue Beunruhigungen. Duisburg, 5. Januar. Durch eine nunmehr eingeleitete Untersuchung soll festgestellt werden, ob die Ferngastatastrophe durch höhere Gemalt verursacht wurde, oder ob ein Fehler im Material, llnachtfamkeit bei der Rohrlegung aber andere Fehlerquellen zur Erhebung einer Anflage wegen fahrlässiger Totung führen könnten. Aus diesem Grunde hat auch rie Mordkommission eingegriffen. Die Staatsanwaltschaft hat die Durchführung von Ermittlungen veranlaßt. Die 2eiche Des Arbeiters Weinand, der als erster Toter zu beklagen mar, ist unter Hinzuziehung eines Gerichtsarztes obduziert morden. Das Ergebnis wurde in Akten niedergelegt, die der Staatsanwaltfchaft zugeleitet wurden. Auf der Schweizer Straße, der Bartstraße und dem Kiefer meg in Duisburg macht sich seit einigen Tagen ein intensiver Gasgeruch bemerfbar. Die Ferngas gesellschaft, die benachrichtigt wurde, läßt jetzt die Ferngasleitung auf diesen Straßen freilegen, um etwaige Undichtigkeiten oder Materialfehler festzustellen. Wie mitgeteilt wird, find alle erforderlichen Sicherungen getroffen worden, so daß für die Anwohner der Straßen feine Gefahr bestehe. Pädagogische Akademie für Stettin. Der Minifter für Kunst und Boltsbildung hat dem Oberpräsidenten der Provinz Pommern mitgeteilt, daß er für Stettin füs das Jahr 1930 die Errichtung einer pädagogischen Akademie in Aussicht genommen habe. Stettin, die einzige preußische Brovinzialhauptstadt ohne akademisches Bildungsinstitur, bemüht fich schon seit längerer Zeit darum, ein solches Justitut zu erhalten und tritt u. a. auch als Bewerber für den Sitz einer neu zu gründenden Technischen Hochschule auf. nicht mit dem üblichen lächerlichen Ernst, sondern mit der notmendigen grotesken Berultung zu tanzen. Grotesthumor war dies mal dürftig vertreten, nur durch Baeholds tolle radfahrende Bagabunden und den luftigen Partner der vier Orton's mit seinem dressierten Gänserich. Die Stadtverordneten haben im neuen Jahre ihre erste Sizung am 10. Januar( Donnerstag) um 16% 11hr. Die fehr reich haltige Tagesordnung( mit 55 Berhandlungsgegenständen) bringt u. a. die zweite Beratung des großen Wohnungsbaupro= gramms für 1929 bis 1932, das aus den Ausschuß zurückommt. An der Spizze steht die Wahl des Borstandes für das neue Jahr. Ein faliches Mordgerüchi mar am Freitag im Anschluß an den Tod des Amtsrats Eichmann in der Reichsstraße 68 verbreitet. Der Mann wurde von der Aufmartefrau am Freitag in seiner Wohnung, in der er allein gewesen war, tot aufgefunden. Bon einem Verbrechen ist gar feine Rede. Eichmann, der sehr beleibt und herzleibend war, ist einem Herzschlag erlegen. 17 Wetterbericht der öffentlichen Belferdienststelle Berün and Umgegend Rachdr. verb.). Beitweise Aufbeiterung, febr falt, frische östliche Binde. Für Deutschland: Ueberall fehr faltes, zeitweise aufseiterndes Better, nur in den Gebirgen leichte Schneefälle. Funkwinkel.Z Wie glücklich muß die Leitung der Berliner Funffumde sein, daß sie einmal das Kurzprogramm erfunden hat. Selbst in einem Einalterabend wird noch ernste Musit hineingeheimnist, nur um Abmedflung unter allen Umständen zu schaffen. Schön, man soll jedem Kindlein den Apfel lassen zur Freude seines Lebens. Alis der Einalterabend beginnt mit Heinrich Manns„ Die Unfchuldige" und gleichzeitig beginnt mag Bing seine Regisseur tätigkeit. Dieser neue Herr hat eine Borliebe für start pointiertes und von schicksalsschwangeren Bausen unterbrochenes Sprechen. Er läßt Fritta Brod vorbildlich problematisch deklamieren. Sie transponiert Heinrich Mann in die Sphäre eines gemäßigten Shakespeare. Weshalb, weiß fein Mensch Ach, waruin erkennen Mar Bing und seine Sprecher nicht, daß es im Rundfunk auf Tempo, auf Straffung anfommt. Selbst Theodor 200s äczt in unterdrückten, fünffüßigen und gedehnten Jamben. Und so bleibt in diesem psychologischen Rededuell die prachtvolle 31fa Grüning die einzige Gestalterin, und Fritta Brod fönnte eigent lich wissen, daß die Zeit der stimmlich dunfel gefärbten und auf Intelektualität zurechtgemachten Schicksalsschreie mit verschämter Salome oder Hedda Gabler- Stofetterie längst vorüber ist. Definitiv Schluß damit. Um die Stimmung, die am Sonnabend von Grund aus gehaben werden sollte, völlig zu vereisen, geht dann Respighis concerto gregoriano" in Szene. Nichts soll gegen das Orchester oder gegen den Solisten Georg Knie städt gesagt merben. Aber es gilt gleichgültig, entschieden Stellung zu nehmen gegen eine Leitung Wintergarten. Das Programmheft des Wintergartens arbeitet zur Rennzeichnung der einzelnen Nummern mit Superlativen. Was bleibt, wenn derart die Kritit porweggenommen wird, der Kritik noch übrig? Man sollte sich das abgewöhnen, um so cher, als diese Höchftbelobigungen feineswegs immer zutreffen. Der Jongleur Torino wird als Meisterjongleur bezeichnet. Er mag es fein, aber an dem einen Abend hatte er sehr viel peinliche Bersager. Die vier Ortons werden als Ameritas bester Drahtseilaft bezeichnet. Sie sind in der Tat erstklassig, aber Amerifas beste? Die hier gar nicht mehr unbefannte, wirflid, qute arabische Springer fruppe Hadj Ali soll die größte und beste sein. Man sollte hin zufügen, daß sie auch den meisten Radau bei ihren Darbietungen macht Ihre Sprünge und ihre Turmbauten sind einzigartig, wenn auch schon befannt. Man hört den Balalaitavirtuosen Schumafoff, bewundert sein fabelhaftes Spiel, wird aber doch nicht marm bei diesem Instrument. Rati und Eili Bitter, zwei reizende deutsche Tänzerinnen, besigen den Geschmad, ihr deutsches Publitum mit einem englischen Song zu begrüßen. Da gefällt uns unsere liebe Berliner Trude Hesterberg mit ihrem teffen Berliner Schnauzchen, das respeftlos die gute alte Zeit peräppelt, beinahe beffer. Mehr fünstlerischen Geschmad sollten auch die vier sonst ganz famos fingenden 2bels befizen, die zum zehntausendften Male Madame die Hand füffen muffen. Das hält einfach fein Mensch mehr aus. Die 3 Codonas, Hochturner, bezeichnet das Programm als unerreicht und unübertroffen. Die Artisten selber sollten fich diese Superlative nerbitten. An dem zur Kritif stehenden Abend batte gerade der reizende weibliche Partner Bech und flog zweimal ms Rep. Es zeigt sich, daß man höchstes Lob erst nach der Leistung Spenden soll. Im übrigen: Beifallsorfane vor, mährend und nach Der Tuminer, und das mit Recht. Mit Respekt müssen auch mistiefen Pseudogeist stilifiere. Da Zieg- Krol besetzen den zweiten Diaz. Nach Beendigung der Neutralisation, die jedem Fahrer eine sogenannte intensive dreistündige Ruhe ermöglicht, wird es im 3wölferfeld wieder etwas lebendiger. Im gleichmäßigen Tempo umfreisen die Sechstageleute die Bahn. Die beiden Nachmittagswertungen finden ein nur schwach besuchtes Haus, das die ermüdende Langemeile dann und wann durch scherzhafte Bemerkungen auf die Ruhe der Akteure zu unterbrechen versucht. Die Wertungen selbst ver: ändern nicht das bisherige Klassement mit& roichel Junge als alleiniges Spizenpaar. 1 Runde zurüd: 2. Rice lens- pan Kempen 36, 3. Letourneur- Broccardo 19 Buntte. 2 Runden zurüd: 4. Kroll- Lich 48, 5. Dülberg- Betri 36, 6. Gooßens- Debaets 24, 7. Faudet- Marcillac 24, 8. Preuß- Refiger 21, 9. Stode lynd- Lorenz 17, 10. Miethe- Linari 14 Bunfte. 3 Runden zu. rück: Bette- Beinert 34, 12. Behrendt- Manthen 28 Puntte. Im Verlauf des Abends füllen sich Tribünen, Iimennaum und Ränge merffid). Ist es doch die Sonnabendnacht, die ja schon immer ein netter Saffenmagnet war. Shinzu tommen noch die Ereignisse der Eröffnungsnacht. Bei Beginn der 10- Uhr- Abendwertung nach 24 Stunden find 683 480 Kilometer zurüdgelegt. Am bisherigen Stand des Remmens hat sich noch nichts geändert. Im zweiten Spurt versucht Lies nom Felde loszukommen, doch kann Kroll den Borstoß nicht ge nügend unterstützen. Auch der Borstog Broccardos im dritten Spurt ner pufft. Dann bleibt es bis zum neunten Spurt ruhig. Hier stößt audet mit Junge am Hinterrad Dor, doch ist das Feld zu sehr wachsam, um die Ausreißer fortkommen zu lassen. Der Stand des Rennens nad der Werbung ist folgender: 1. Krojel Junge 34 Puntte. Eine Runde zurück: 2. Rielens- van Kempen 36, 3. Letourneur Broccardo 29 Punkte. 3wei Runden zurüd: 4. Kroll Lieb 75, 5. Dülberg- Petri 52, 6. Faudet- Marcillac 37, 7. Preuß- Rejiger 27, 8. Gooßens- Debaets 24, 9. Stocelynd- Lorenz 20, 10. Miethe- Linari 17 Punkte. 3 Runden zurüd: 11. Bette- Beinert 45, 12. Behrendt- Manthey 44 Bunfte. Rennen genommen worden. er ausur Wamb st fein Erfagmann gefunden hatte, ist 11m 12 1hr geftelt Gooßens eine Jagd an, die über zwanzig Minuten geht. Kroll- Tiez und Wette- Beinert fegen scharf hinterher. Während die letztere Mannschaft wieder zurüdfällt, gelingt es Krojchel- Junge zu Kroll- Tiez ficher aufzuschließen. Und nun fahren die beiden Baare ein ganz großes Rennen: Sie holen unter lebhaftester Afflamation des Hauses Baar auf Paar nach heftiger Gegenmehr. Im Gefantklassement ficht es nun so aus, daß Kroschel- Junge weiter allein die Spitze haben und Kroll- Liez eine Runde zurüd an zweiter Stelle liegen. Alle anderen Mannschaften haben eine weitere Runde verloren. Nur wenige Minuten Ruhe, und Dülberg bringt das Feld in Aufregung mit dem Ergebnis, daß die Mannschaften Gooßens Debaets, Stockelnnd- Lorenz und Wette- Beinert abermals eine weitere Berluftrunde hinnehmen müffen, ob fie non einem Herrn Hegemann oder von irgendeinem anderen die die Bedürfnisse der Hörerschaft ver Geist repräsentiert mird fennt. Ein für allemal, man mill nicht gelangmeilt mer ben; ferner, man mill. nicht nöllig unzureichende Aufführungen Finger. über sich ergehen laffen, auch wenn sich diese Aufführung auf einen F. S. 19/191619/9121 Auf Wunden, die von Schmerz be Kwietsches Pflaster Auf Wunden, wegt, man siets ein legt. Jedoch achte dabei immer auf den Patentschutz Schlimmer Seit 80 Jahren käuflich in Apotheken à 45 Pf. Gutachten doer Frostschäden. Brandwonden gratis durch Hans Kwie.'s Pflaster- Fabrik, Berdin SW 63, Alexandrinenstraße 29a Beginn 2. 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Sonnen Zeitung 9.50 Kohlenlöffel.... 15 Pf. rostfrei 6 Stück im Karton Im Karton 95 PE 1.25 Silberauflage Alpaka peliert 20 Or. Or, Kaffeelöffel 20 55 75 PL. Eẞlöffel.. 45 95 1.75 Eẞbestecke 95 2.35 3.75 Emaille Schmortöpfe 70 Pf. bis 1.95 Kasserollen 45 Pl. bis 1.20 Heizrohr emailliert.. 2.65 Toiletten- Eimer 2.25 4.75 Blechwaren Leibwärmer 65 PL 80 Pt. Wärmflaschen Weißbl.1.30 Wärmflaschen verzinkt 2M Garnierspritze... 60 Pf. Rehrückenformen v.60P Springformen 80 Pt. 90 Pt. Liniversalsiebe 50 PL.65 PL Briefkasten.. 80 PL Kakeskästen 50 Pf. 65 PL Kaffee-.Zuckerdosen 60 Pf. Tablett Weißbl 25 bis 45 Pf. Brotbüchsen 2.90 3.40 Reibeisen Apfelreibe.. 20 PL Püreepressen 2.25 Siebe mit Stiel 30 bis 55 PL Leuchter lakiert... 35 PL. 35 Pt. 80 Pf. extra stark Borsten waren Roßhaarbesen lackiert 2.00.3.50 Bandager 1.10.2.35 Schrubber P 45Pt. 50 PE Schrubberwerral 45 PL. 85 PE Möbelbürsten 45 PL 60 PL Teppichhandfeger 45 bis 70 PL Schmutzbürsten 15 u. 20 Pf. Blankbürsten.... 60 Pf. Kleiderbürsten von 95% Haarbürsten 40 PL. bis 1.05 Handbürsten 10 und 20 Pf. Teppichbesen 1.25 bis 2.65 Klosettbürsten... 35 PL Rohrklopfer 40 PL 50 Pt. Teppichkehrer Globus Minerva Excelsior 8.75 13.75 14.25 Volksmop 9 1.35 Ein Posten Emaille- u. Aluminium- Geschirr mit kleinen Fehlern " OF besonders billig Inventur Ausverkauf Beginn 2. Januar Große Preisherabsetzung bis zur Hälfte der früheren Preise In fast allen Abteilungen Gelegenheitsposten Rr. 9 46. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Wandlungen und Ereignisse. Weltwirtschaftliche Umschau für 1928 von A. Halafi. Große Bandlungen und Ereignisse in der Weltwirtschaft eines| regen. Somit werden die europäischen Industrieländer zwar von Sabres find gewöhnlich nicht zahlreich, dafür aber von bauernberem Frankreich Kapitalien erhalten, andererseits aber auf dem Belt und tiefer eingreifendem Charakter. Als eine meitwirtschaftlich martt einer verschärften franzöfifchen Konturrenz gegenüberstehen. bedeutungsnolle Bandlung ist wohl in erster Linie das deutlich Diese Strufturveränderung, die aus dem Rentnerland der BorDermehrte Streben der Beretuigten Staaten anzusprechen, mehr friegszeit ein Band der Waren und Kapitalerpansion machie, ist für Industrieprabutte als bisher auszuführen. Dieses Drängen die Weltwirtschaft fehr bedeutungsvoll nach Steigerung ber Baarenausfuhr ist um fo bezeichnender und fcheint um fo weniger vorübergehender Natur zu sein, weil es gerade in einem Jahr in Erscheinung tritt, wo in den USA. felbft eine wirtschaftliche Hochtonjuntiur herrichte. Die Eroberung ausländischer Märkte durch die Bereinigten Staaten weist darauf hin, daß die Leistungsfähigteit wichtiger amerikanischer Industriezweige bereits so ausgedehnt ist, daß die amerikanische Bevölkerung die Produttion felbft bei start gesteigerter Rauftraft nicht mehr aufzunehmen vermag. Auf dem anderen Bol fieht England, dessen Wirtschafts. forgen im vergangenen Jahr noch start zugenommen haben. Die Arbeitslosigkeit war am Ende des Jahres wieder niet höher, als ein Jahr zuvor, die arbeitslosen Bergarbeiter sind bem größten Elend und der schwersten Not preisgegeben. Doch nicht nur ber Rohlenbergbau, auch die Textil, Eisen, Stahl- und die Werft. industrie haben mit ben größten Schwierigkeiten zu fämpfen. An Bersuchen, bie notleibenden Induftrien zu reorganisieren, bat es 3mar im Jahre 1928 nicht gefehlt, Kartellgründungen und Betriebs. zusammenlegungen wurden in großem Umfang vorgenommen. Doch waren die Kartelle, insbesondere die im Kohlenbergbau gegründeten, am wenigsten geeignet, die Krisen zu beseitigen, während bie Früchte der Rationalisierung, bie erst jezt vorgenommen werden foll, fich erst später zeigen werden. In diefer Stimmung wächst in England die Bereitschaft für die Einführung. von Zöllen und den Anschluß an internationale Sartelle. Man tann wohl in absehbarer Zeit mit Eisenzollen in England rechnen. Unter dem Schutz der Zölle merden Kartelle gegründet, mas zu einem verfchärften Konkurrenzfampf der englischen Industrie auf dem Bettmarkt führen wird, bis sich auch die englischen Bro. duzenten den internationalen Kartellen anschließen werden. Sonntag. 6. Januar 1929 gemia. Die Bereinigung Chinas under einer zentrofen Benalt ist im vergangenen Jahr gelungen, ein welthifteriiges Erv. dignis non größter Bepantung. Die Einsidung, he fidh gegenwärtig anbahnt, ist aber eine rein tapiofiftische, fo. DEN Bolfsumaflen urben nicht einmal die für bie fapitalistise Cute widlung erforderlichen politischen Freiheiten gemährt. Die Großma djte haben eine noch ber enbaren mit bas nationalen Regierung bes geeinigten China Frieden gemacht un fchließen mit ihr jegt Handelsperträge wie mit anderen feibftänbigen Mähten ab. Bar furzem gelang England ber Abschluß eines fehr günstigen Handelsvertrages, der ble Einfuhr englischer Waren wach China erleichtern foll. Damit erfolgte aber die ingliederung Chinas in die Weltwirtidaft Die Einfuhr nach Chine hängt vor allem von der Steigerung ber Kauffraft der chinesischen Bevölkerung ab, bie heute noch außerordentlich niedrig steht unh beshalb fehr entwicklungsfähig ist. Die internationalen Bereinbarung gen werden einen großen Stapitalfirom na China terfen, ber aut Errichtung von neuen Industrieanlagen in China führen wird. Bei der ungeheuren Größe des chinesischen Abfahmarties ist es für fämtliche Industrieländer der Welt von großer Bebeitung, baß bie Eingliederung Chinas in die Weltwirtschaft auch mit einer fozialen Reuordnung in China verbunden wird. Die Flut der Arbeitslosigkeit. Brandenburg hat 235 000 unterffügte Erwerbslost. Die ungünftige Entwicklung der Arbeitsmarttage im Bereich des Landesarbeitsamtes Brandenburg, das auch die Reichshauptstadt mit ihren viereinhalb Millionen Einwohnern einschließt, hat auch in ber Berichtszeit angehalten. Zu der in jedem Jahr beobachteten Ge schäftsstille nach den Feiertogen, hervorgerufen durch Saisonschlich in den nerschiedenen Industrien und den nachfolgenden Inventuren und Geschäftsabschlüssen, tomat in diesem Jahre das Zusammenfallen mit einer anhaltenden Frostperiode. Die Gesamtzahl der Unterstützung beziehenden Personen betrug in der Berichtsmode 235 651( 189 835), daroon entfielen 160 851( 124 565) auf männliche und 74 800( 65 270) auf weibliche Hauptunterftigungsempfänger. Unterstigung aus der Arbeits lofenversicherung bezogen 219 498( 175 400) Berfonen. Die Gesamtzahl der Unterfügungsempfänger i is der Berichtszeitt um weitere 24,13 roz.( 10,65 Brez.) gestiegen. Die amerikanische Rapitalausfuhr, die eine wich tige Borbedingung für bie Ausfuhrsteigerung ist, mar in diesem Jahre nicht so hoch als in den vergangenen Jahren, ja bie ameritamische Wirtschaft mußte umfangreiche turzfristige Kapitalien aus Frantreich in Anspruch nehmen. Diese amerikanische Entwicklung ist für Europa doppelt wichtig: einmal droht in ben Bereinigten Staaten ein stets bedeutungsvollerer Konturrent auf dem Beltmarkt zu entstehen, zum anderen treten in der Richtung der amerikanten Rapitalausfuhr voraussichtlich für Europa nachteilige anderungen ein. Um neue Märkte zu erobern, wird die americanische Rapitalausfuhr fich voraussichtlich von Europa mehr abwenden und die Kapitalüberschüsse der USA. vor, Die handelsbilanz Englands geftaltete sich im Jahre 1928. wiegend befonders füdamerikanischen und asiatischen Ländern zur erheblich günstiger, als ein Jahr zuvor, aber nicht unter günftigen Berfügung stellen, wo neue Märtte noch erschlossen werden fönnen. Borzeichen. Der Einfuhrüberschuß ging nicht infolge der 3u Die vielen Exporttartelle, die im Jahre 1928 in den Versnahme der Ausfuhr, sondern bei starf gefuntener Ausfuhr einigten Staten gegründet wurden, zeugen für die Energie, mmt durch Abnahme der Einfuhr zurück. Keine guten Aussichten für der man die Ausfuhr steigern und ausmüßen will. die Ausfuhrsteigerung eröffnet der bauernde Rudgang der engiifchen Sapitalausfuhr. Die Kapitafüberschüsse, die für England zur Verfügung stehen, gehen von Jahr zu Jahr zurüid. Bezeichnend für die Lage ist, daß die englischen Anleihen für das Britische Reich von 100 Millionen Pfund Sterling im Jahre 1927 auf 63 Millionen im Jahre 1928 zurüdgingen, auch die eingeschränkte Rapitalausfuhr wird noch als zu hoch angesehen im Berhältnis zu den Kapitalüberschüssen, und man ist ber Meinung, daß diese Sapitalausfuhr nur burch Aufnhme von turzfristigen Krediten aus Amerika und Frankreich möglich fet. Die englische Notenbant machte große Anstrengungen, um Englands Stellung als Zentrum des internationalen Gelhmarttes aufrechtzuerhalten und hielt deshalb ben Sinsfuß niedriger, als mirtschaftlich gerechtfertigt mar. Tro dem fann nicht verhindert merden, baß die Banten ber Bereinigten Millionenabschreibungen der Adlerwerfe Staaten bei Abmidlung internationaler Barengeschäfte ben eng lischen Boden stets mehr abgraben. Die amerikanische Handelsbilanz für 1928 zeigt eine trok inländischer Hochtonjunktur starte Zunahme der amerikanischen Ausfuhr, was um so auffallender ist, als die meisten Rohstoffe und Lebensmittel, die. Amerita der Welt liefert, im Preise gesunken sind. Die Schwierigkeiten für die alten europäischen Industrieländer werden durch die Hochschutzollpolitit ber 162. noch ver. schärft, die sicher burch die Wahl von Hoover zum Bräfibenten ber amerikanischen Republit in Zutunft noch weiter ausgebaut wird. In Europa war der schnelle wirtschaftliche Aufstieg Frankreichs ein großes, auch in internationaler Beziehung bedeutungsvalles Ereignis. Die Stabilisierungstrise wurde 1928 völlig überwunden, hie Beschäftigung hob sich derart, daß in Frankreid gegenwärtig Arbeitermangel herrscht. Die große Bandung in der mirtschaft Ben Struttur Frantreichs nach dem Striege befteht darin, daß Frontreich zu einem großen Ausfuhrland für Industrieprodukte geworden Beiten bereitet Die eraften Die eraften ruffischen Wirtschaftsprobleme haben sich 1928 noch zugefpigt. Ungünstige Getreideernte und fteigenber Bevölkerungsbrud burch das Erscheinen von ftets neuen millionen auf dem Arbeitsmartt, bie erft nügende Kapitalien aur Berfügung stehen, waren die Haupt dann in die Produktion eingestellt merben tönnen, wenn ge gründe für bie großen Schwierigkeiten. Das Tempo ber Industrias lisierung wird, so sehr auch die Reglerung auf beren Beschleunigung brängt, gangsläufig verlangsamt werden müssen. Daran tönnte allein eine große Stapitaleinfuhr etwas ändern. Es ist aber fehr ameifelhaft. baß Stapital in absehbarer Zeit in großen Mengen nach Rußland ftrömen wird, obwohl in ber legten Zeit bie ruffische Regierung Anstrengungen made, ausländisches Kapital burdy 3u fagan por besonderen Borteilen in pas Band zu loden. Auf 1000 Einwohnern des Gesamtbezirles famen in der Arbeitslosenversicherung 30,43( 24,31) Hauptunterstügungsempfänger: diese Zahl stellte sich für Berlin auf 32,12( 27,50), für die Proving Brandenburg auf 27,99( 20,10), für die Grenzmart auf 29,64( 19.53). Sn der Krisenfürsorge ist die Bomiausendzahl für den Gesamt bezirt von 2,0 auf 2,24 geftiegen; fie stellte sich für Berlin allein auf 3.37( 3,06), für die Proving Brandenburg auf 0,78( 0,43), für die Grenzmart auf 0,21( 0,17). 15 Millionen Banfschulder. 3m Baufe bes legten Jahres find die tien ber führenden beutschen utomobilunternehmen in bie Shubel go zeicher Börsenmanöver hineingezogen worden. Den nieß zu diefee Börjenmanövern gab einmal ber fpáter ftedengebliebene Berjud ber Großbanten, burch Berschmelzung der führender Großbetriebe effenten fich burch spekulatine Sturstreibereien„ ftart machen moltes. einen Autotrust aufzubauen, mobel die heteiligten Jutes. Ein weiterer Grund für die Spetufation waren die zwischen Grafbanten und einzelnen Berten untereinander geführten Mat tämpfe, die fegten Endes gleichfalls mit den Bertuitungsbefiresun gen zufammenhingen. ift, beffen Eisen- und Stahlausfuhr& B. im vergangenen Jahr an Ber Spige sämtlicher Eisenländer der Welt stand. Während der Inflation war diese Ausfuhr freilich sehr erleichtert, hach hatte auch bie Stabilisierung der französischen Ausjuhr keine ernſten Schmierig. Die Inflation führte in Frankreich nicht wie in Deutsch fanp zur Bernachlässigung ber Rationalisierung ber Broduttion, im Gegenteil wurden dort die Betriebe start und gut ausgebaut. Nach Abschluß der Inflationsperiode hat sich herausgestellt, daß die Rapitalbildung in Frankreich sehr start fort geschrüten war. Frankreich ist im Jahre 1928 auf dem inter nationalen Kapitalmarti, mie vor dem Kriege, als Gelbgeber mieber aufgetreten. Borläufig geben die franzöfifchen Rapitalisten nur turzfristige Anleihen, beren bald aber auch lang. jon fristige folgen dürften. Der französische Kapitalreichtum, ber Ueber. Schiffe für die Rapitalausfuhr übrigläßt, wird sich aber auch in den Dienst der franzöfifchen Ausfuhr stellen und diefe ftart an Das Riesenreich China ist wirtschaftlich autonom geworden. Im Gegensatz zu Rußland murbe China der Weg für das Cintrömen von ausländischem Rapital gegen Ende des Jahres frei bie Jest erleben auch die wenigen foliben Allionäre her werte in Frontfurt a. M., deren Attien un Spätfonner auf über 140 Broz, hinaufgetrieben waren und zurzeit nur noch mit ih 70 Broz gehandelt merben, eine bittere Enttäuschung. Die tilg liche Aufsichtsratsfikung bei den 2dlermerten hat, ohne bo ber bichluß für das Geschäftsjahr 1927/28 on befannt ist, fout Starheit geschaffen, baß auch diese Berte eine große finanzielle Sereinigung vornehmen müffen. IHNEN IST NICHT MIT DER ÜPPIGKEIT des Genussmillels allein gediend. Man kann für die Herstellung einer Gigarelle die feinsten Tabake verroen den und roird doch beim Raucher ein unbefriedigtes Ge fühl zurücklassen, roem man nicht auf Grund jahrzehrde Langer Erfahrungen über die Eigenart der einzelnen Tabak provenienzen hinaus den er forderlichen Ausgleich zu schaf fen roeiss. Unser Unternehmen braucht nicht mehr durch VIELMALS GEPRÜFT276 DANN DEMRAUCHER • e langalmige Erklärungen über die Auswahl der Tabake Rechenschaft abzulegen. Unsere beroahrle Erfahrung in der Kunst des Mischens und unser Ruf als erste Qamlilalsfabrik Ford bestätigt in der Gigarette KURMARK SPEZIAL- MAZEDONEN- MISCHUNG KUR MARK CIGARETTEN 51 Deutschland und Polen. gewachsen. Ruhrftahltruff 6 Bros. Didende, fo fakt bie Binangwelt, baj ble Aufsichtsratsbeschliffe vom 1. Jamar über das am 30. Septem lauten werden. Für die Mitteldeutsche Stahlmerte L- G werden 7 Bro3. erwartet. Das wären die gleichen Dividenden wie für 1926/27. Der Bericht aus der Aufsichtsratsfizung läßt zunächst ertennen, dos bte Beschäftigung der Adlerwerfe gut ist. So fonnte ber Umia im letzten Jahre um rund 20 Broz. auf 10 Monate polnischer Außenhandel.- Der deutsche Anteil ber abgeschloffene Geschäftsjahr der Bereinigten Stahlwerte 57 Millionen gesteigert werden; in den ersten Monaten des neuen Betriebsjahres hat die gute Beschäftigung noch angehalten. Auch die Abteilung Schreibmaschinenbau verzeichnete eine nennens werte umfaßfteigerung, und nur in den Fahrradbetrieben ist die Lage unbefriedigend. Wie bei anderen führenden Automobilunternehmen sind auch bei Adler die gegenwärtigen Schwierigkeiten rein finan zieller Art. Die Rationalisierung der Betriebe hat nicht weniger als 14 Millionen getoftet, so daß die Bankschulden der Gesell schaft, die in der letzten Bilanz vom 31. Oftober 1927 noch mit 4.7 Millionen ausgewiesen wurden, auf 13 Millionen gestiegen sind, fich also rund verdreifacht haben. Da Adler außerdem zu dem Bau einer neuen Type übergegangen ist, zu deren Einführung Umstellungstoften in Höhe von etwa 8 Millionen angesetzt find und dadurch Borrate on fertigen Wagen entwertet werden, so stehen die Adlerwerke vor dem gleichen Zwang wie fürzlich die Hanomag in Hannover, auf die entwerteten Lagerbestände hohe Sonderabschreibungen vorzunehmen. 4 Da troß der großen Umfäße bel dieser Gesellschaft für die 19.2 Millionen Mark Aktienkapital, zu dem noch die hohen Zins laften für 15 Millionen Mark Bankschulden hinzutreten, eine Rente nicht erwirtschaftet werden fann, tommt die Gesellschaft um eine Zusammenlegung des Kapitals nicht herum. Die Adlerwerfe haben in den letzten Jahren hohe Reserven bis zu 45 Proz. des Kapitals ansammeln fönnen, die voraussichtlich für die Sonderabfdjreibungen zum Teil in Anspruch genommen werden. So fäßt sich zurzeit noch nicht sagen, wie scharf der Kapitalschnitt wird. Unter den gegebenen Umständen sind die Sanierungsmaß nahmen der Adlerverwaltung zu billigen. Die Klagen ents täuschter Aktionäre und Spekulanten dürfen nicht daran hindern gut rationalisierte Betriebe lebensfähig und die künftige Arbeit auch bauernd rentabel zu machen. Kapitalopfer zur rechten Zeit sind dazu immer zunächst der beste Weg Glanzziffern der Kaliindustrie. Die bladungen der zum Deutschen Kalifyndikat gehörenden Kalimerte im Dezember 1928 betrugen 1.07 Millionen Doppelzentner Reinfali gegen 1 Million im gleichen Monat des Borjahres. Die Abladungen in den ersten acht Monaten( Mat bis Dezember) des laufenden Düngejahres befragen 7,82 millionen Doppelzenfner gegen 6,5 Millionen 1927/28. Jm kalenderjahr 1928 wurden von den Kallwerten insgesamt 14,21 millionen Doppelzenfner gegen 12,39 millionen im Kalenderjahr 1927 versandt. Das sind Mengenreforde, wie sie die deutsche Kaliindustrie noch nie gefannt hat. Da gleichzeitig die Selbstkosten sehr stark gefunken find, bedeuten diese mengenreforde auch Gewinn= retorde, für deren genauere Feststellung und Auswertung die ichleunigste Beröffentlichung der wohl schon ver öffentlichungsreifen Enqueteuntersuchungen erforderlich ist. Kartenspiel und Profite. 16 Proz. Stralsunder Spielfarten- Dividende. Die polnische Einfuhr stellte sich in den ersten zehn Monaten 1928 auf 2862,7 mill. 31. gegenüber 2350,7 Mill. im entsprechenden Zeitabschnitt des Vorjahres, die Ausfuhr dagegen auf 2043,7 mill. ZL gegenüber 2070,1 Mill. 31. Der Anteil der wichtigsten Länder an ber polnischen Ein- und Ausfuhr in der Berichtszeit stellt fich auf Grund der soeben veröffentlichten Daten der amtlichen polnischen Statistik wie folgt: 1928 Ausfuhr 1927 Einfuhr Einfuhr Ausfuhr Mil Brok. W Proz Wi Pro. Mill. Proz Deutschland. 767 3 26,8 697,9 34,1 593,0 25,2 654,4 31,6 Ber. Staaten 40,0 14,1 15,8 0,8 292,3 12,4 1,6 0,8 England. 258,6 9,0 173,9 8,5 218,5 9,3 252,8 12,2 Tschechof ow. 1781 9,2 246,5 12,1 134,1 5,7 199,3 9,6 Desterreich. 258,6 6,6 173,9 12,5 218,5 6,7 252,8 11,1 Frankreich 212,4 7,4 32,6 1,6 1759 7,5 36,5 1,8 Rußland.. 32,9 1,2 30,1 1,5 88,9 3,8 39,9 1,9 Wie die Tabelle zeigt, hat der Warenaustausch Bolens mit Deutschland in den ersten zehn Monaten 1928 im Bergleich zum entsprechenden Zettabschnitt des Vorjahres zu genom Der Anteil Deutschlands an der polnischen Gesamteinfuhr ist von 25,2 Proz. auf 26,8 Proz. gestiegen, während der deutsche Anteil an der polnischen Gesamtausfuhr fogar von 31,6 auf 34,1 Broz. gewachsen ist. men. Warum fein deutscher Arbeitervertreter. In dem vom Wirtschaftskomitee des Völkerbundes eingefeßten Unterkomitee für die Prüfung der Möglichkeit einer internationalen Attion ur Behebung der Schwierigteiten auf dem interfeiner Tagung in Genf zusammentritt, ist die deutsche Kohlen nationalen Kohlenmarkt, das am nächsten Dienstag zu industrie durch Generaldirektor Silverberg, Mitglied des Ver waltungsrats des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, ver treten. Mit guten Gründen haben die deutschen Bergarbei ter gefordert, bei diesen Besprechungen vertreten zu sein. Das ist offenbar nicht vorgesehen. Haben sich die amtlichen deut schen Stellen dafür nicht eingefekt? Der Berteilungsschlüssel zur Aufbringung der deutschen Industriereparationen jährlich 330 Millionen wurde für 1929 neu festgesetzt. Er beträgt 7,50 vom Tausend des veranlagten Betriebsvermögens der aufbringungspflichtigen Unternehmungen gegen 7,65 vom Laufend im Vorjahr und rund 9,5 vom Tausend im vor vorigen Jahr. In der Senkung des Aufbringungsschlüffels fommt die Anreicherung des pflichtigen Vermögens zum Ausdrud, bie beim Gleichbleiben der Gesamtlast den Anteil der Verpflichteten prozentual finfen lassen muß. 3 Die Schwiebujer Bereinsbant, in der Grenzmark Bosen- West preußen, deren Zusammenbruch gemelhet murde, mirb gerettet Die Gläubiger und Sparer sollen nichts verlieren; ihre Forderungen follen gegen Verzinsung mur gestunde und später zurückgezahlt werden. Weltproduffion an Rohffahl und Roheisen. Nach den Berech mungen des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller ist die gesamte Weltproduktion an Rohstahl im legten Jahre Don 102 auf 107,2 Millionen Tonnen gestiegen, während die Leistungen der Hochöfen mit einer Weltproduktion von 86,5 gegen 86,8 Millionen Tonnen Roheisen stabil geblieben sind. Während die europäische Rohstahlgewinnung von 52,3 auf 51,0 Millionen Tonnen zurüdging, stieg die amerit antiche Produktion von 46,6 auf 53,0 Millianen Tonnen, also um mehr als 13 Proz. Von den führenden europäischen Stahlindustrien haben die deutschen Werte einen Ridgang der Rohstahlerzeugung Don 16,3 auf 14,3 und der Roheisengewinnung von 13,1 auf 11,7 millonen Tonnen zu verzeichnen, der jedoch nach der Glanzfons junttur von 1927 nicht bedentlich ist. Bemerkenswert ist die Steigerung der französischen Rohstahlproduktion von 8,2 auf 9,3 millionen Tonnen, also um rund 13 Broz. und die Ers höhung der Hochofenleistungen von 9,2 auf 10,0 millionen Tonnen. Die englischen Stahlwerte haben einen Produktionsrückgang Don 9,2 auf 8,6 und die Hochöfen eine Senfung der Roheisenges winnung von 7,4 auf 6,7 Millionen Tonnen aufzuweisen. Die Nöte der englischen Spinnereien. Die Baumwollspinnereien amar schon seit sieben Jahren mit großen Schwierigkeiten, doch über im englijchen Lertilzentrum Lancashire fämpfen treffen die Abschlüsse des letzten Jahres nach einer joeben von der Financial Times" veröffentlichten Statistit alles bisher Dagewesene. schnitts dividende von 2,7 Broz. und 1927 eine solche vou Während 1926 bei 310 erfaßten Unternehmungen noch eine Durch 1.84 Proz. gezahlt wurde, haben im legten Jahre 306 erfaßte Ges fellschaften mit einem Gefa mitapital von 1,16 Milliarden Mr. insgesamtl mur 16,4 mill. Mt. an Dividenden ausgeschüttet, d. h. rund 1,4 Broz. Damit ist die Rente der Lancashire Baumwoll spinnereien innerhalb von zwei Jahren um weitere 50 Prog. gefunten. Der Großhandelsindeg des Statistischen Reichsamts ist am 27. Dezember 1928 um 0,4 Proz. auf 139,7 und am 2. Januar 1929 um weitere 0,5 Proz. auf 139,0 gefunden. Bon den Haupt gruppen hat die Inderziffer für Agrarftoffe insgesamt auf 131,3 nach gegeben. Die Inderz'ffer für Kolonialwaren stellte sich am 2. Januar auf 125,5 Broz Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Falbwaren ist zum 2. Januar auf 134,3 gestiegen. Die Inderziffer für induftrielle Fertigmaren hat mir 159,3 teine Beränderung er fahren. Wochenprogramm des Berliner Rundfunks. Sonntag, 6. Januar: 8.55: Stundenglockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche, 9: Morgenfeier. 11.30: Konzert. 14: Morsekursus. 14.30: Für den Landwirt. 15.30: Märchen. 16: Vom geschriebenen zum gedruckten Buch. 16.30: Unterhaltungsmusik. 19: Winter im Schwarzwald. 19.30: Ein Stück wird gespielt". 20: Deutsche Volkslieder. Danach: Dajos Béla spielt. Anschließend: Tanzmusik. Montag, 7 Januar: 15.30 Der Arzt als Erzieher in Schule and Haus. 16: Technische Wochenplauderei 16.30: Konzert. 17.30: Novellen. 18.30: Englisch für Anfänger. 19: Peter Vischer zum 400. Todestage 19.30: Weltwirtschaftliche Zeitirages. 20: Peter Altenberg zu seinem 10. Todestage. 21: Sinfonische Variationen für großes Orchester über..Kol Nidrey" 21:30: Der Journalist spricht Danach: Tanzmusik. Deutschlandsender: 20: Konzert. Dienstag, 8. Januar: In Deutschland befindet sich die Spieltattenfabrikation zu mehr als 80 Broz. in den Händen der Vereinigte Stralsunder Spteftarten A.-G. in Stralsund, die im Laufe der letzten Jahre ein Konkurrenzunternehmen nach dem anderen aufnahm und bei dem hohen Zollschutz Jahr für Jahr bequeme Monopol. geminne machen konnte. Die Dividenden dieses Unternehmens fonnten seit der' Stabilisierung der Mart von 10 über 12 auf 15 Broz. erhöht werden. Für das am 30. Juni abgeschlossene Betriebsjahr 1927/28 fonnten die Aktionärgewinne auf 16 Proz heraufgesetzt werden. Die Aktionäre haben es also nicht nötig, am grünen Tisch ihr Glüd zu versuchen, denn ihnen fallen Mittwoch, 9. Januar: ziemlich risikofreie Gewinne ohnehin zu. Der Geschäftsbericht der Verwaltung zeichnet sich wieder durch eine ziemlich faftige Tonart aus. Die Steuerpolitik der Regierung wird furzerhand als wirtschaftsfeindlich bei haushohen eigenen Dividenden bezeichnet. Den Grund der Berärgerung erfährt man gleich darauf, als der Bericht sich gegen das Borhaben der Reichsregierung wendet, ohne zwingenden Grund den Einfuhrzoll für Spielfarten erheblich herabzusetzen". Die eventuelle Gefährdung ihres Monopols scheint also reichlich unangenehm empfunden zu werden, aber wenn durch gesetzliche Maßnahmen die offensichtlich start nach oben abgerundeten Kalkulationen etmas revidiert werden müssen, fann das niemanden scha den. 12.30: Die Viertelstunde für den Landwirt. 18.30: Deutschlands wichtigste Obstbaugebiete. 16: Das Problem der Willensfreiheit. 16.30: Unterhaltungsmusik. 19: Sozialpolitische Umschan. 19.30: Die Polarforschung mit dem Luftfahrzeug. 20: Literatur der Gegenwart. 20.30: Uebertragung Warschau: Orchesterkonzert. 15.30: Zwischen Beruf und Ehe. 16: Die Wesensart des amerikanischen Kinos. 16.30: Lessingstunde. 17.30: Unterhaltungsmusik. 19: Wie helfen Stadt und Staat den werdenden Müttern? 20: Sendespiele: Menandra". Oper von Hugo Kaun. Danach: Tanzmusik. Donnerstag, 10. Januar: Glätte und Olatteis. 19.30: Einführung in die Karzwellentechnik. 20% Märkische Industrie. 21: Unterhaltungsmusik. Danach: Tanzmusik. Deatsch landsender: 20: Stunde des Landes. 21: Duette. Königswusterhausen. Sonntag, 6. Januar: Ab 8.85; Uebertragung aus Berlin. 18: Sport and Geist. 18.85: Gedanken zur Zeit 1925: Von Ahnen und Eakele. Ab 20 Uebertragung aus Berlin. Montag, 7. Januar: 16: Englisch( kulturkundlich- literarische Stande). 16.30: Uebertragung aus Berlin. 17.30: Die auswärtige Politik des Deutschen Reiches 1871/1914. 18: Masik zur Zeit Lessings. 18 30: Englisch für Anfänger. 18.33: Verbilligung der Bodenbearbeitung. 19.20: Werkmeisteriehrgang für Facharbeiter. 20: Konzert. Ab 21: Uebertragung aus Berlin. Dienstag, 8. Januar: 16: Erziehungsberatung. 16.30: Uebertragung aus Leipzig. 17.30: Am Plattensee. 18: Neuere Hausmusik für Klavier. 18.30: Französisch für Anfänger. 18.35: Was ist Soziologie? 19.20: Die Insel Ostpreußen. 20: Vortrag. Ab 20.38: Uebertragung aus Berlin. 22.48: Bildfunkversuche. Mittwoch, 9. Januar: . 16: Erziehungsberatung. 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Machec kämpfe am Internationalen Gummimarkt. 18: Dichterstunde. 18.30: Französisch für Fortgeschrittene. 18 85: Werkmeisterlehrgang für Facharbeiter. 19.20: Einführung in das Verstehen von Masik. Ab 20: Uebertragung aus Berlia. 12.30: Die Viertelstande für den Landwirt. 18.30: Der Künstler als Reporter. Donnerstag, 10. Januar: 16: Technischer Rückblick auf 1928. 16.30: Kammermusik. 19: Das Kolonialproblem. 19.30: Wie wir Kapitän Scott in den Schneewüsten des Südpols auffanden.( Gran- Oslo.) 20: Wagner- Abend. 21: Veranstaltung des Verbandes. deutscher Erzähler.( Uebertragung Herrenhaus.) 22: Die letzte Stunde des Berliner Sechstagerennens. Danach: Tanzmusik. Freitag, 11. Januar: 16: Berufe im Holzgewerbe. 16.30: Uebertragung aus Berlin. 17.30% Juristische staatswissenschaftliche Bücherstunde. 18: Mariendichtung. 18.30: Spanisch für Fortgeschrittene. 18.85: Billiges Bauen auf dem Lande. Ab 19.30: Uebertragung aus Berlin. Freitag, 11. Januar: 16: Aus dem Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht. 16.30: Uebers 15.30: Gedanken zur Reform der Ehegesetzgebung. 16: Stunde mit tragung aus Leipzig. 17.30: Chile als Salpeterland. 18: Chemie und Welt. Büchern. 16.30: Novellen von Vicki Baum. 17: Unterhaltungsmusik. 19: wirtschaft. 18.30: Englisch für Fortgeschrittene. 18.33: Werkmeisterlehrgang Entstehung und volkswirtschaftliche Bedeutung des Geldes. 19.30: Wie wir für Facharbeiter. 19.30: Uebertragung aus Berlin. 20: Ladwig van Beethoven Amundsen suchten.( Gran- Oslo.) 20: Abendunterhaltung. 21: Soll man nach|( Konzert). Ab 21: Uebertragung aus Berlin. 22.45: Bildfunkversuche. Australlen auswandern? 21.30: Lieder aus Opern von Reinhard Kaiser. Deutschlandsender: 20: Ludwig van Beethoven( Konzert). Im übrigen ist es ein ziemlich starkes Stüd, von Wirtschaftsfeindlichkeit der Regierung zu reden, wo von der gesamten in der Bilanz qusgewiefenen Schulden von 296 500 Marf nur rund 19.400 mart auf laufende Geschäftsschulden ent fallen, während 277 000 Mart Steuerschulden darstellen. Uns scheint vielmehr, daß die betreffende Behörde bei der Steuerstundung Sonnabend, 12. Januar: fehr großzügig verfährt, besonders wo an Bantguthaben und Forde rungen fa ft der dreifache Betrag ausgewiesen ist. 15.30: Dankali, ein zentralafrikanisches Urvolk. 16: Zweitausend Jahre Flugkunst. 16.30: Was man beim Theater erlebt. 17: Unterhaltungsmusik. 18.40: Jagen im Winter. 19.05: Streu- und Haftpflicht der Hausbesitzer bei Sonnabend, 12. Januar: 16: Kurzschriftdiktate. 16.30: Uebertragung aus Hamburg. 17.30: Der Beamte in der allgemeinen Gesetzgebung. 18: Berufsgefahr and Versiche rungswesen Im Bergbau. 18.30: Spanisch für Anfänger. 18.85: Norwegische Volkslieder. Sonderveranstaltung der Funkstunde und der deutschen Welle: 20: Stunde des Landes. 21: Duette. Der INVENTUR- AUSVERKAUF In allen Abtellungen herabgesetzte Preise für Restbestände und Artikel, die nicht mehr gefertigt werden. Gelegenheitsposten! Allgemeine Preisermäßigung für reinleinene Meterware, Haus-, Tisch- und Bettwäsche BEGINN: 2. JANUAR N 8 Tischtücher Reinleinen. Schwere Hausmachergüte, Stilmuster. Größe 115 x 130 cm * 490 Bettbezüge Wäschestoff, mittelfeln, dicht, 1 Oberbettbez. 130x200 cm 2 Kissenbezüge 81x81 cm 14mit Knopfschluß Satz Bettlaken Dowlas, mittelstark, 150x235 cm M Badehandtücher ( mit kleinen Webfehlern), welßer Kräuselstoff, beste Güte. Größe 60x120 cm 240 Damenwäsche Hemdbeinkleid u. Nachthemd. Bewährter Wäschastoff, m. haltbarem Spitzeneinsatz u. gestickt. Punkten Hemdbeinkleid........... 390 * 680 Nachthemd 740 BedruckterVollvolle für Kielder; helle und bedeckte Muster. 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Kreisangelegenheiten. Distuffion. Bortrag:„ Das Kontorbat." Referent Stadtnerordneter und Reftor Gustav Häbide. Die Abteilungsobleute der Beamten- Werbears. Schüffe treffen fich bereits 18 Uhr ebenbort. 7. Kreis Charlottenburg. Dienstag, 8. Januar, 19% Uht, erweiterte Bor. flandssitung im Simmer 1 des Rathauses. Sonntag, 13. Januar, 10 Uhr, Führung durch die Sozialpolitische Abteilung des Arbeitsministeriums. Treffpunkt 9% Uhr Invalidenstraße Ede Scharnhorststraße. Reine Kosten. Anmeldungen mittels 5- Pf- Ratte an Ahlfeld, Arumme Str. 62. 11. Kreis Emeneberg. Dienstag, 8. Januar, 20 Uhr, Gigung der Bettungs. tommiffion in der Spedition, Belziger Str. 27. Tagesordnung: Bericht aus den Abteilungen. Jahresbericht. Rentmahl des Borstandes. Berschiedenes. 13. Areis Tempelhof. Dienstag, 8. Januar, Beginn bes Rurfus: Die Bedeu tung der Arbeiterunternehmungen in der heutigen Wirtschaft. Leiterin Dr. Tara Fabian. Jugendheim, Tempelhof, Weftinaeum, Germaniaftr. 4. Eingang Berburgstraße. 17. Kreis Fichtenberg. Montan, 7. Januar, 19 Uhr, im Arbeitsamt, Schreiber. hauer Straße. Funktionärßigung. 14. Kreis Neukölln. Areismitgliederversammlung Montag, 7. Januar, 19% Uhr, in Tiers Feftfälen, Sa'enheide, Gartensaal, Vortrag: Reichs. politische Ereignisse der Gegenwart." Referent Dr. Kurt Löwenstein, . b. R. 20. Freis Peinider dorf. Montag, 7. Sanuar, 19% Uhr, im Jugendheim, Reintderdorf- Oft, Lindauer Straße, Parade, Versammlung oller partei. genössischen Beamten, Bortrag: Schwebende Beamtenfragen." Referent Albert Faltenberg, M. d. R. Mitgliedsbuch der Partei ist mitzubringen. Heute, Sonntag, den 6. Januar. 25. Abt. Antung, Parteigenoffen! Die üblichen Rahlabenbe finden am 4. Mittwoch ftatt. Am 2. Mittwoch Mitgliederversammlung im Saalbau Friedrichshain. 78 ht. Schöneberg. Alle Genofen mit ihren Angehörinen beteiligen fich an der Kinderbescherung und Bearükung der nengeworbenen itglieder im oberen Coal tes Petals Wilhelmshof, bersite. So, um 17 The. 124, 96t. Parlsbork. 9 Uhr wichtige Funktionärsigung im Lokal Nordstern, Hönower Str. 49. Morgen, Montag, den 7. Januar. 4. t. 19% Uhr bei. Brandis, Stralauer Str. 10, wichtige Funktionärsigung. Stellungnahme aur Neuwahl. 5. t. 20 Uhr bet Lehmann, Bartelstr. 7, wichtige Funktionärsizung. Stellungnahme aur Neuwahl. 7. Abt. 19% Uhr bei Bärmalbe, Schlegelstr. 8, Funktionärsizung. 12. Abt. 19% Uhr bei Schmidt. Biclefstr. 17, Funktionärsigung. Stellung. nahme zur Neuwahl. 13. 95. 20 Uhr bei Krüger, Butligstr. 10, Funktionärsizung. Um 19% Uhr Sigung des Weihnachtsfest.Romitees ebenbort. 14. Ab 20 Uhr bei Lauriken, Butbuffer Str. 11, Funktionärsizung. 15. Abt. 19% Uhr bei Galle, Swinemünder Str. 102, Funktionärsizung. 16. Abt. 19 Uhr bei Künzel, Usedomstr. 22, Funktionärfikung. 17. bt. 191 Uhr bei Dose, Am Nordhafen 6, Funktionärsgung. 18. t. 19% Uhr bei Gorgas, Uferstr. 12, Funktionärfikung. 19. bt. 1914 Uhr bei Schrepel, Grünthaler Str. 13, Funktionärßigung. 20. 6. 20 Uhr wichtige Funktionärsigung bei Pose, Roloniestr. 15. 21. Abt. 19% Uhr bei Kroll, Utrechier Str. 21, Funktionärsihung. 22. bt. 19 Uhr bei Bartsch, fehmarnstr. 1, Funktionärsikung. 21. bt. 101 Uhr bei Köhler, Schweizerhäuschen, Am Ringbahnhof Weißenfee, Funktionärsigung. 26. bt. 20 Uhr bei Reche, Meßer Str. 26, Funktionärkung. 31. Abt. 20 Uhr wichtige Funktionärsizung bei Goldschmidt, Stolpische Straße 36. 39. Ft. 19% Uhr in der Juristischen Sprechstunde, Lindenstr. 3, Funktionär. fhung. Befprechung der Vorstandswahl. 40. st. 20 Uhr Gigung fämtlicher Funktionäre bet A. Reufner, Sagelberger Gtraße 20a. $ 1. Abt. 20 Uhr Gigung fämtlicher Funktionäre mit der Abteilungsleitung bel Lipfert, Mariendorfer Str. 6. 42. Abt. 20 Uhr bei Wiersdorff, Urbanftr. 6, Funktionärßigung. 43. Abt. 19% Uhr bei Krepp, Planufer 75, Funktionärsisung. 44. bt. 19 Uhr bei Ewald, Staliker Str. 126, Funktionärsikung. 45. Abt. 19 Uhr Sigung fämtlicher Funktionäre bei Wolff, Forster Str. 44. web: Berichte und Abrechnungen Bannermeihe 47. bt 19% Uhr wichtige Funktionärisuna, bet Boat, Rauneuse. M 16. bt. 19% Uhr bei Abam, gubbener Ede Görliger Straße, Funttionat. figung Charlottenburg, 52. t. 20 he bei Babe, Raiferin-Augufta.ee 52, Runttio tuig. 53 at 30 Uht Barftandeßigung mit Sahlabendleitern bei But, Suttenstz. 26. Jungfozial fien. Gruppe Tempelhof- Mariendorf: Dienstag, 8. Santuat, 30 Uhr, im Jugendheim Tempelhof, Germaniaftr. 46, Eingang Gößstraße, Arbeitsgemeinschaft: Banten und Sozialisierung". Peferentin Tora Fabian. Gruppe Char lottenburg: Montag, 7. Januar, 20 Uhr, im Jugendheim Pofinenfit. 4, Mits gliederversammlung. Gruppe Weißensee: Montag, 7. Januar, 20 Uhr, in Sugendheim Barkfit. 36, Borttag: Die Wehrfrage". Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Groß- Berlin. Kreis Steglth. Dienstag, 8 Januat, von 17-19 Uhr Steffen im Seim Albrechtstr. 47. Mitgliederversammlung. Aülen: Mittwoch, 9. Januar, Seimabenb. Beide Tiergarten. Jung, und Rote Fallen: Dienstag, 8. Januar, fortfegung ber Gruppen von 17-19 Uhr im Seim Waldenferstraße, 11. Kreis Schöneberg. Alle sten, Jung- und Rülenfallen find am Diens tag. 8. Januar, im Seim Sauptstr. 15. zum Gruppenabend. Dort Ausgabe der Theaterfarten zur Aufführung ber Voitsbühne am 12. Januar. Kreis Neukölln. Montag, 7. Januar, von 17-19 Uhr Gigung des fallen. tates im Jugendheim Bergftr 29, fof techts. Brenzlauer Berg. Gruppenleiterbesprechungen Dienstag, 8. Januar, 20 Uhr, im Sort, Tanziger Str. 62 Berteilung der Theaterkarten. Gruppenhelfer turfus für Prenzlauer Berg, Lichtenberg, Weißenfee Donnerstag, 10. Januar. mit Pollektiv- Basteln. Echere und Meffer mitbringen. Rreis Mitte: Montag, 7. Januar, 20 Uhr, Gruppenleiterfigung im Seim Zehdenider Straße.. Geburtstage, Jubiläen usw. 104. Abt. Stieberschöneweide. Unfer langjähriger trener, fron unter bem Gozialistengefes tätige Genoffe Razi Friebrich, Brger Straße, feierte am 1. Januar feinen 72, Geburtstag. Wir gratulieren ihm auf diesem Wege nachträglich noch recht herzlich und hoffen, ihn noch recht lange in unserer Ritte zu fchen, Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation 18. Kreis Be fenfee. Am Donnerstag, 3. Januar, verftarb na kurzem Leiden unsere Genoffin Thiele, unfere langjährige frühere Frauenleiterin Ehre ihrem Anderten! Einäfcherung Dienstag, 8. Januat, vorm. 10% UHz, im Rrematorium Gerichtstraße. 7. Abt. Unfer after Genoffe Oswald Shen( d), derfh. 168, ift nach furzer Kranthet verstorben. Ehre seinem Andertoni Cinäscherung Dienstag, 8. Januar, vorm. 11 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. 10 PE Daihay Möbel SPARKASSE OSABRICS 100 BARK Bis zu 23ahren Kredit Elsasser Str. 37( nahe Oranienburger Tor) Brunnenstr. 33( nahe Invalidenstraße) 5. Abt. Tempelhof. 19% Uhr bei Binger, Dorfitt. 50, Mitalieberverfammlung, Quittungs-, RabattVortrag: Die Aufgaben ber Partei auf bem nächsten Reichsparteitag." Referent Rechtsanwalt Alwin Saenger, M. b. R. Anträge zunt Bezirks. und Reichsparteitag 88. Abt. Marienborf. 19% Uhr bei Neumenet, Schöneberger Str. 68, Funktio. närligung. 88. bt. Lichtenrabe. 20 Uhr im Waldrestaurant Rohrmann Borstandsfizung. Stellungnahme zur Neuwahl. 111. Abt. Bohnsborf. 20 Uhr bei Seimann, Waltersdorfer Str. 100, BorstandsAkung. Stellungnahme zur Generalversammlung. 141. t Refenthal. Pünktlich 19% Uhr bei Frische, Rieberstraße, Funktionär. Agung. Reumahlen. Dienstag, den 8. Januar. 9. 6. 20 Uhr bei Hübner, Wilsnader Str. 34, Funktionärsigung. Stellung. nahme zur Neuwahl. 10. bt. 19% Uhr bei Sanbow, Flensburger Str. 3, Funktionärsigung. Stellungnahme zur Neuwahl. 28. bt. 19% Uhr bei Bartelt, Börther Str. 19, wichtige Funktionärsgung. Alle Bezirksführer müssen eine Aufstellung der arbeitslosen Genossen ihres Begirls mitbringen. 63. Abt. Bilmersdorf. 20 Uhr bei Ruffa, Lauenburger Str. 20, Mitglieber. perfammlung. Vortrag:„ Reichspolitische Ereignisse der Gegenwart." Refe. rent Dr. Rurt Löwenstein, M. b. N. 74. Abt. Rehlendorf. 18% Uhr Vorstandssigung, um 20 Uhr Funktionärßigung bei Mielen, Totsdamer Str. 25. 80. Wbt. Schöneberg. 20 Uhr bei Gürlich, Begasstr. 1, Funktionärsigung. 117. bt. Pichtenberg. 19 Uhr wichtige Funktionärsigung bei Pflug( Neumann), Emanuelftrage Ede Leopoldstraße. 27. Abt. Mittwoch, 9. Jannat, 19% Uhr, bei Reek, Connenburger Str. 1, Funktionärtigung. Frauenveranstaltungen. Die 7. Reels Charlottenburg. Donnerstag, 10. Januar, 19 Uhr, im Jugendheim, Rofinenftr. 4, Bortrag bes Genossen Paul Sirsch, M. b. 2., über: Frau in der Rommunalpolitik." 20. Areis Reinidendorf.( Agitation und Arbeiterwohlfahrt.) Dienstag,& Ja. nuar, 20 Uhr, Funktionärinnenfigung in Reinidendorf- Oft, Sauptffraße, Berwaltungsgebäude, Simmer 60. Die Helferinnen find ebenfalls ein. geladen. Jede Abteilung muß vertreten fein. 11. Abt. Montag, 7. Januar, 19% Uhr, bei Berger, Levegowstraße Ede Sagom. straße, Vortrag ber Cenoffin Räthe Renn:„ Die Frau ber neuen Generation". Außerdem Neuwahl der Zeitung. 33. bt. Tienstag, 8. Sanuar, 19% Uhr, in der Gemeindeschule, Hohenloheftraße 10, Forirag bes Geroffen Artur Pachom. Frig- Reuter Abend." Schöneberg. 79. Abt. Die Cenoffinnen beteiligen fich reftios an der Parteiver. anstaltung in Form eines gemütlichen Beisammenfeins im Wilhelmshof, Ebersstr. 80a, am Sonntag, dem 6. Sanuar, Beginn 17 Uhr. 80. 11. Montag, 7. Januar, 20 Uhr, bei Gitrlich, Begasftr, 1, Frauenabend. Bor trag ber Geneffin Margarete Edjentalowfin über Lily Brauns Leben und Wirken". Außerdem Neuwahl bet Leitung. 05 Abt. Penfln. Der Frauenabend fällt in biefem Monat aus 123. Abt. Weißenfee. Alle Genoffinnen beteiligen fich Dienstag,& Jannar, 10% Uhr, an der Einäfcherung der Genoffin Anna Thiele im Rrematorium Gerichtstraße. a.Reklamemarken gegen Nachahmung gesetzl. gesch. fertigt seit 45 Jahr als Spezialität. Conrad Maller Leipzi Scakeuditz Wospels: mar 10.bilils? Nur Groß- Berlin Alexander'n' Sehr alte Leute haben eine gute Berdauung gehabt. Wer fie nicht hat, ft rit of oor dem 60. Lebensjahre. Berlangen Ste in Ihrem eige ger: lebene nen Sntereffe often los unire Auflärungschrist: Wie lange möchtenSte leben?" Eine Brobe Dr. Binffers Gefund eits Billen wird toftenlos berge legt. Un ere echten Gefundheits- Piller ( aus Kräutern hergeftellt) Schachtel 1.80 M erhalten Gie in taft all Apothek Dr. 3inffer& Co Ceipzig 28 Beyers Me Albüm ken neu erschienen. Preis 2 Mark. Schnittmuster zu beziehen durch: Konsum- Genossenschaft Belin u Umgegend G. m.b.H. Berlin S42, O. anienstr. 164/65 $ 8. 6. Unser after Genoffe und Freund Bohlenbt, Fantfurter ee 831, ift verstorben. Ehre seinem Andenken! Einäfcherung am Dienstag, 8. Januar, 18 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. 89. Abt. Neuteln. Unfer Genoffe Franz& tanold, Friedelftr. 7, ift om 29. Dezember verstorben. Ehre feinem Andenken. Die Beerdigung hat bereits stattgefunden.. Unser Genosse Peter Maurer von der Firma Maurer u. Dimmid ist am 31. Dezember verstorben. Ehre feinem Andenten! Die Einäicherung hat bereits ftattgefunden. 125. Abt. Beißensee. Allen Mitgliedern zur Renntnis, daß unsere Gt. zoffin Anna Thiele verstorben ist Einäfcherung Dienstag, 8. Januar, vorm. 10% Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. Um rege Beteiligung wird gebeten. Bei Emil Sefevre, dem weltbekannten Teppichhaus, Berlin- Süben, feit 47 Jahren nur Oranienstr. 158, Nähe Morigples, beginnt am Montag, dem 7 Jannar, 9 Uhr, der beispiellos billige Inventurausverkauf! 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In seiner Rummer nom 6 Januar veröffentlicht der Deutsche" nun einen Beitartikel, der angeblich eine zuschrift aus dem industriellen Besten ist, aber bestenfalls im Berliner Besten entstanden ist. Denn der Artikel enthält Behauptungen, die fein chriftlicher Gemerfschafter des Ruhrgebiets aufstellen tann, weil sie mit den Tatsachen in direttem Widerspruch stehen. Außerdem wird in ebenso profunder Unkenntnis der Tatsachen von den Berhältnissen in den schlesischen Tertilgebieten und im niederschlesischen Bergbaugebiet geredet Alles dies nur zu dem höheren 3wed, die Sozialdemokratie und deren verantwort liche Führer als Berräter an der Sache der Arbeiter hinzustellen. 4 Im Deutschen" scheint man der Meinung zu sein, daß Dinge, Sie drei Wochen zurüdliegen, schon vergessen sind und daher in thr Gegenteil umgebogen merden tönnen. Erst versuchte der Deutsche die Unterstützungsaftion zugunsten der Ruhrarbeiter für sich zu refla. mieren bam allen Berdienst dafür dem ressortmäßig baran gleich falls beteiligten preußischen Wohlfahrtsminister gutzuschreiben. Jezt bemüht sich der Deutsche von dieser Unterstügungsaftion abzu rüden, weil auf Betreiben der Volkspartei, in der bekanntlich auch Bertreter der christlichen Gewerkschaften fizen, das preußische Wohlfahrtsminsterium einige Beamte ins Ruhrgebiet geschickt hat, um festzustellen, ob wirklich in dem behaupteten Umfange durch die Unterstützung die Löhne der ausgesperrten Arbeiter überschritten morden sind. | Sonntag, 6. Januar 1929 eines Tarifvertrages und die Neuregelung der Arbeitszeit verhandeln zu mollen Inzinischen hat die Berfsleitung willkürlich die Arbeitszeit verlängert und durch Maueranschläge fristlose Entlaffung ange droht, falls die Belegschaft sich meigere, diesem Arbeitszeitbittat nad zufammen Diefer Fall ist jetzt eingetreten. Die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter haben nach Ablauf der bisherigen Arbeitszeit den Betrieb verlassen und fund deshalb fristlos ent berechtigte Empörung hervorgerufen. Die Bertsleitung verbreitet jetzt durch das halbamtliche Bolfbureau die tendenziose Melbung, daß die Fortführung des Betriebes gesichert fei, meilein erheblicher Teil der Belegschaft" die angeordnete Arbeitszeit anerkennen und weiter arbeiten würde. Sie marfiert den starten Mann, um die Belegschaft zu düpieren, was ihr aber taum gelingen dürfte. Was aber fagt das Reidh dazu, das durch die Biag einen maßgehenden Einfluß auf die Wieder Hüfte besigt? Es ist überflüssig, auf die Berdrehung der einfachsten Tatsachen einzugehen, die der Deutsche" begeht, wenn er von dem Rampf bertassen worden. Diese brutalen Maßnahmen haben nm Kreise Beine niederschlesischen Bergarbeiter spricht. Der Artikel im Deutschen bemeist nur, daß die trampfhaften Bemühungen gewisser chriftlicher Gemertschafter, die Arbeiter mie die Beamten in ihrem Lager zurüd. zuhalten, e folglos find. Die Sozialdemokratie, gegen die sich die Heze richtet. hai teinen Slodner in ihren Reihen. Die Stegerwald, Lambach, Behrends, Thiel und Konsorten machen Arbeiter- und Be amtenpolitif, indem sie bald die Arbeiter gegen die Beamten, bald die Beamten gegen die Arbeiter auszuspielen versuchen. Das End ergebnis ist freilich, daß diese Politiker schließlich sowohl bei den Beamten mie bei den Arbeitern ausgespielt haben. Ueberall unten durch. Die Bilanz eines Politifers. söln, 5. Januar.( Eigenberidjt.) Das Zentralblatt der griftlichen Gemertschaften Deutschlands eröffnet in seiner Janúar- Nummer ein Trommelfeuer non bisher ungehörter Straft gegen die Zentrumspartei. Das 3entrum mird als ein Sammellurium von Realtionären und arbeiterfeindlichen Elementen geschildert. Die Zentrumspartei habe Herrn Stegerwald fallen lassen, weil dieser Gewerkschaftsführer sei. Die Hälfte der Delegierten des Zentrumsparteitages habe aus mittleren und oberen Beamten, aus pensionsberechtigten und in Be amtenbesoldungsflaffen eingruppierten Afademikern bestanden. Weiter heißt es dann wörtlich: ,, Die Borgänge auf dem Zentrumsparteitag in Köln find Obwohl es fich hier um Beamte des preußischen Bohlfahrtsministeriums handelt, dem der christliche Gewerkschafter Hirtfiefer Symptome des Geistes der Zeit gegen die christlichen vorsteht, obwohl diese Erhebung ausging mie das Hornberger Gemertschaften Im Parlament vertündet der Herr Abge Schießen und an der Unterstüßungsattion nichts geändert ordnete, in der Bresse der Herr Geheimrat, im Philisterzirkel der. morden ist. nersucht heute der Deutsche" nachträglich die Dinge fotademiker, der Herr Amisrichter, in den Gesellschaftsräumen des hinzustellen, als hätte die Reichsregierung gegen die Ruhrarbeiter Bürgertums der Herr Bauunternehmer, im Statlub des deutschen Haufes der Herr Oberinspektor, daß alle wirtschaftlichen und sozialen lebel ber Zeit mir in den christlichen Gowertschaften ihre Ursachen haben. In allen Schichten des Bürgertums haben die chriftlichen Gemertschaften heute meniger Freunde denn je eine Aktion unternommen. Es mirt dam weiter behauptet, daß der Schiedsspruch Sene rings weit hinter dem rechtsverbindlich erklärten Schiedsspruch zurüdblieb. Wenn das richtig wäre, dann würden die Gewerf schaften, die zu dem Schiedsspruch Severings Stellung genommen haben, allen voran die christlichen Gewerkschaften des Ruhrgebiets, dagegen Brotest erhoben haben. Die Gewerkschaften haben das Die Gewerkschaften haben das mohlweislich nicht getan. Es mare aud) eine Unmöglichkeit, den alten Schiebsspruch bis zum 1. Januar aufrechtzuerhalten bzm. mieber in Kraft zu fegen, wie es Severing getan hat, und ab 1 Januar dann eine irgendwie wesentliche Lohnherabfegung eintreten zu laffen Bir warten immer noch auf den Versuch des Deutschen", sich mit dem Schiedspruch a chlich auseinanderzusetzen. Wir warten auf den Nachweis, daß die Umwandlung der Kannvorschrift des Atfordzuschlages bis zu 10 Broz in eine Mußporschrift Was hilft dem Zentrumsarbeiter diese Erkenntnis, solange es den christlichen Gemertschaften an dem Mut fehlt, aus der richtig gefchilderten Situation die Ronsequenzen zu ziehen und zu handeln? Wieder die Jlfeder Hütte! Gie verlängert die Arbeitszeit und maßregelt Arbeiter. Hannover, 5. Januar.( Eigenbericht.) non 15 Broz. cine Berschlechterung des ersten Schiedspruches it, or größte Zell bör Belegschaft ist unter einem nichtigen s Im Sifeber Bergbau ist es zum offenen Sonflitt getominen. Der der Die Unternehmer meil die 2 Pfennig feste 3utage in Beafall gekommen sind. Bas un gar die Regelung der Arbeitszeit betrifft, die Bormand fristlos entlaffen morden. dank der Tätigkeit des Borgängers des gegenwärtigen Reichsarbeitsscheinen die Absicht zu haben, es mit dem Bergarbeiterverband auf ministers im Ruhrgebiet besonders ungünstig war, die nunmehr durch einen Machtfampf ankommen zu lassen. den Schiedsspruch Senerings in der Schwerindustrie sofort oder innerhalb eines Jahres auf 48 Stunden herabgelegt worden ist, so bemüht sich der Deutsche vergebens, durch Fälschung der Lat fachen ben Schiedsspruch Severings zu verschlechtern. Es ist eine glatte uge, met der Deutsche behauptet, daß der Schieds fpruch Severings die 57stündige Arbeitsmoche diftiert hätte. Bezeichnend für den Geist des Organs der christlichen Gemertfchaften ist es aber, daß es ganz im Stil eines Unternehmerblattes gegen Sepering zu heben, versucht, meil er das Unrecht wieber gutzumachen fucht, das an den Beamten verübt worden ist zu einer Zeit. als die Vertreter der chriftlichen Gewertschaften nb sie nun im Sentrimslager oder im Lager der Deutschnationalen ober der Boltspartei fizen, das Regierungsheft in Händen hatten. Am 27. Dezember 1928 fanden die Berhandlungen über die Arbeitszeitregelung und den Abschluß eines neuen Zarif vertrages für den Jlleder Bergbau in Hannover statt. Arbeits zeitregelung und Tarifvertrag paren fristgemäß non den am Zarijpertrag beteiligten Gemerfschaften zum 31. Dezember 1928 gefündigt worden. Bei den Berhandlungen beantragten die Unternehmer gleich zeitig die Bohnfrage zu regeln, obgleich meder fie, noch die Ge merfichaften den Lohntarifvertrag gefündigt hatten. Die Unter nehmer forderten zunächst die Verlängerung des bisher gültigen Lohntarifes bis zum 31. Oftober 1929, später fogar bis zum 31. Dezember 1929. Meil die Arbeitervertreter das Anfinnen abs tehnten, in einem bestehenden Bertrag eingreifen zu lassen, er. Märten die Unternehmervertreter überhaupt nicht über den Abschluß Sabotage der Hausbesitzer. Sebze gegen die Portiers. Die Berliner Sofalnachrichten, ein leger des. Bolffbureaus, veröffentlichen unter der Ueberschrift Der Bortierverband fabotiert den 10-11hr auferschluß, eine Berlaufbarung bes Bundes der Berliner Haus und Grundbefizer. Die armen Haus besiger erklären da, daß fie ,, nor einigen Monaten erneut beſchloſſen hätten, ihren Mitgliedern zu empfehlen, die Häufer mie in der Bor triegszeit bis 10 Uhr offen zu halten. Der Beschluß sei allerdings an die Borauslegung gefnüpft gemejen, daß die Portiers feine erheblichen Mehrforderungen stellen würden. Nimm hat der Bortierverband im Hinblid auf den Ablauf des Tarifvertrages neue Berhandlungen beantragt und gleichzeitig eine Erhöhung der Grundlöhne non 15-60 Mart pro Monat gefordert. Darüber gerät der Bund der Berliner Haus und Grundbefizer aus dem Häuschen und spricht von einer offensichtlichen Sabotage des 10-11hr- Häuserschlusses durch den Portierverband. Offensichtlich ist nur, daß die Hausbesizer sich vom 10.15p Häuserschluß brüden wollen. Daß fie im übrigen sich auch von jedem Tarifvertrag brüden wollen und erst durch Gerichts beschluß dazu gesmungen merben mußten, ist bekannt. Im übrigen finden wir es sanderbar, daß die Berliner Zotalnachrichten sich zum Sprachrohr eines tendenziösen Hezartifels machen. Paul Strunt Einen femeren Berluft hat der Verband der Gemeine und Staatsarbeiter erlitten. In der Nacht vom 3 zun 4. Januar 1929 nerfbarb platlich am Herzschlage der langjährige Gauleiter der Organisation, der Genoffe Paul Sirunt. Strunt hatte am 3. Januar in einer Bersammlung für das Bersonal der Anstalt Beelig referiert und sich ohne Anzeichen einer Ertranfung zur Ruhe begeben. Als er am nächsten Morgen herbeigerufener Arzt stellte End infolge Herzschlages feſt. nicht aufmachte, wurde die Tür seines Hotelzimmers geöffnet. Čin Mit Paul Strunk ist ein um die Gewerkschafts- und Bartefe bemegung verdienter Genosse dahingegangen. Strunt gehörte mit zu den Gründern des Berbandes der Bademeister unb masseure, deren Borsigender er mar. Beim llebertriit dieser Organisation zum Berbande der Gemeinde und Staats arbeiter im Frühjahr 1905 trat er zunächst als Hilfsarbeiter in den Berbandsvorstand dieser Organisation über. Bon 1907 an mar Baul Strunt Gauleiter in Magdeburg, später in Franto furt a. a. D., mo er auch als Stadtverordneter tonumunal politisch wirkte. In den letzten Jahren war der Berstorbene Gauleiter im Bezirf Brandenburg, mp er sich besonders um die Orgas nisierung bes Personals in den Heil- und Pflege anstalten nerdient gemacht hat. Paul Strunt, der aan 21, No nember 1876 in Berlin geboren murbe, hätte am 1. Juni dieles. Jahres fein 25jähriges Angestelltenjubiläum im Verbande der Ge Rücksichtslos herabgesetzte Damen- Hausschuhe imit. Kamelhaar, mit Kordelsohle.. 75PL Umschlagschuhe tmit. Kamelhaar, FilzGr.40-0175 Spangenschube £ K der, brunBoxcali mit Einsatz, Gr. 23-22 2.9º Lack besatzstiefel mitE nsa zen, Gr.23-24 8,90,20-224,90, 18-19 USW. 325 Spangenschuhe Goldbrokatstoff, leicht oxydiert. 3.90 Binde- Spangen. schuhe echt Chevr., Grosec 20-22 4,90, 18-1739° Spangenschuheschwarz und farbig Satin, Louis XV- Absatz.. 3.90 Damen Stiefel schwarz, echt rahmengenäht.... Grösse 35-37 30 USW. Lack- Spangenschuhe mit Gummizugu. 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Die Arbeitszett ber Gehilfen und Gehilfimmen, nicht der Behrlinge und Behrmädchen, für die die gefeßliche Arbeitszeit gilt, beträgt möchent In derselben Nummer ber Roten Sahne", in ber fte ben Beschluß der Werftarbeitervertreter veröffentlid, fidh roit der Berhind.ichleitserklärung des Schiedsfprudes abzufinden und die Arbeit wieder aufzunehmen, wird aur Solibarität mit ben tampfenben& ollegen aufgefordert, ba trog ber Berbindlich 54 Stunden lichkeitserklärung die streifenben Werftarbeiter noch nicht das legte Mort gesprochen hätten und da auch bei Arbeitsaufnahme nicht alle Streifenden die Arbeit aufnehmen, sondern als Gemaßregelfe auf der Strede bleiben würden. Obwohl die Unterftügung von Streifenden und Gemaßregelten Sache der Gemertichaften ist, benügt die Internationale Siffe jebe Bewegung als Aushängeschild und Legitimation, an den Bette fad zu schwingen. Ist irgendein Kampf abgemürgi", dann ergeht der Aufruf an das Berliner tlaffenbewußte Broletariat, von neuem Sammlungen auch für die tommenben großen& ampfe aufzunehmen. Die RBD. braucht Geld, bie 32. muß es unter Risbrauch des Solidaritätsbegriffs heranholen Ein 19 monatiger Streit. Arbeitnehmerverband des Friseur- und Haargewerbes, 3melguerein Berlin Gesperrte Gastwirtsbetriebe. Begen Tarifbruch und Nichtaner. fennung des öffentlichen Arbeitsnachweises werden hierdurch folgende Gaftmirtsbetriebe für die Mitglieder des Zentralverbandes der Hotel, Restaurant- und Café- Angestellten gesperrt: Mitte: Konditorei und Café Hennings, Elfaffer Str. 96. Rorben: Café Mothes, Bad ftraße 67; Schultheiß- Restaurant, Inh. Lewin, Schönhauser Mlee 135: Restaurant Baul Babe, Brunnenstr. 119, Ede Usedomstraße; Restau rani Beiß, Schönhauser lee, Ede Bornholmer Straße; Café Nord, Jnh Unterberg, Schönhauser Allee 18; Café Seerose, Inh. B. Müller, Müllerstr. 136, Ede Seestraße. Often Lichten berg: Palais des Ostens, Inh. Pfeilstifter, Barschauer Str. 34/35; Café am Morigplag, Inh. Schubert, Dranienftr. 59( nicht Bierhaus am Morigplag); Restaurant Schulz, Frankfurter Allee 307. Süben Reutöttn: Café Elite, Inh. Mangelsdorf, Kottbusser Straße 6; Café Obaon. Inh. Biepet, Hasenheide, Ede Gräfestraße; Deutiches Wirtshaus, Inh. Will Ullrich, Neukölln, Bergftr. 137. Aufgehoben tft die Sperre über das Sotal, 20igator, Inh. Mardomis. Rüftriner Blag 10. Er endet mit einem durchschlagenden Erfolg. Gin beispiellofer Streiterfolg ist im belgilen Steinbruggebiet Boulfeur( Bezirf Lüttich) erzielt wor ber. 1500 Sandsteinarbeiter standen 19 Monate, also über 1 Jahre im Streit 3m April 1927 traten in dem Gebiet 300 Steinarbeiter in eine Streitbewegung, weil die Unternehmer jebe Lohnerhöhung ablehnten. Die übrigen Arbeitgeber griffen in die Bewegung daburch ein, baß sie eine Lohnfürzung um 5 Bros. hittieren wollten. Die Folge war, daß der Streil im Mai 1927 allgemein wurde. Alle Vermittlungsversuche der staatlichen Instanzen fcheiterten an bem Starrfimm der Unternehmer. Die Streifenben murden infolgebeffen zeitweilg auch aus der staatlichen Arilenfür forge unterſtügt. Erst dieser Tage tam bie Bewegung unter Mit mirtung ber Regierung zu einem Abschluß. Das Resultat beide. Beginn: Mittmod, 9. Sanuar, 19 Uht, im Unterrichtsraum bez Ber Berliner Gewerkschaftsschule. Fortbildungsmöglichkeiten für Gewerkschaftsfunktionäre. 3n folgenden Rurfen önnen noch was Sözer aufgenommen merbeng 4. Die proletariide grau in der Fam lie, im Betriebe unb in bes oli ehrerin: Balln Replez. Beginn: Montag, 14 Januar, 19% Uhr, im Gophien Bngum, Beinmeisterftr. 16-17. Gew. 5 Bolkswirtschaftliche Arbeitsgruppe file Anfänger. Behrer: Das Bettligez. Beging: Donnerstag, 10. Januar, 1914 Uhr, im Unterrichtsraum ber Gemertschaftsigule, Engefufet 24-25, 2 Sof, 13. Gew. 7. Betriebswirtschaftlice Arbeitsgruppe für Anfänger. Behrer: fris finer Gemertidaftsfchule, Engelufer 24-25, 2. Sof, 1 5s, techta sa. 8. Bilensbeforedungen Me Betriebsräte qub Suffifisratsmitgl'ebea. sigtsraum bez Gemanffchaftsidule, Engelufer 24-25 C. 12. Die beutiche nub ble internationale Gemezfldhaftsbewegung. Behner: Semann Solimme Beginn: Donnerstag, 10 Januar, 18 Uhr, in Gophien Engeum, Beinmeisterft. 16-17. SO. 13. Gosialpolitische Arbeitsgruppe für Anfänger. Behrer: Dtis Badj. Beginn: Dienstag, 8. Jannar, 19 Uhr, im Leibniz- Gnninasium, Marionnenplas. 3n nachstehend verzeichnete Fortfchrittsturle önnen noch hörer mit Bat Lenniniffen eintreten: 60. 6. Boltswirtscaftite Arbeitsgruppe für Fortgeschrittene. Lehrer: Diplom- Sanbelslehrer Baul Soste. Beginn: Freitag, 11 Januar, 18 Uhr, im Leibniz- nmnaftum, Mariannenplas. C. 10. Arbeitsrechtlice Gruppe für Fortgeschrittene. Lehrer: Dr. Conrad Stehr. Beginn: Dienstag 8. Januar, 19 Uhr, im Sophien- Bazeum, Bein. meifter ftr. 16-17 80. 11. Arbeitsrechtliche Gruppe für Fortgeschrittene IV( Seminar). Behrer: Oberregierungsrat Joachim, Beginn: Freitag, 11. Januar, 19 Whe, im Leibniz Gymnafum, Mariannenplag. Anmelbungen Lönnen in ben Surfen birett pbet in ben gehtberatungs Sprechstunden der Gewerffhaftsfoute, Montags und Freitags von 4 bis 7 Uhr. Engelufer 24-25, soen 1 St. Simmer 6, vorgenommen merden. Rahrungsmittel und Getränkearbeiter, Frattion Amfterbom, Diens bag, 8. Januar, 19 Uhr, im Balais bes 8entrums, Sofenthaler Straße 86, beine Hadeschen Martt, Borttag des Kollegen Eugen Saafe über 17 Monate in Cowietrußland. Suttitt nur mit Berbands und SBD..Bud Des Graltionsuoritaub. Budbruder( Chl und Stadtarbeiter)! Seute 10 Uhr Berfamm. Iung im Eezlinez lubhaus, Dhmfte. 2 Genoffe Bista spricht über Aufbau and Organisation bez Arbeitsämter". Freie Gewerffchaffs Jugend Groß- Berlin Achtung! Gountad, 6. Sanuar, um 18 Uhr, im Gaal 1 bes Gemert fchaftshauses, Engelufer 24-25, Jahresendfeier. Brogramm: Resta tionen, Mufi, Film, Sichtbilder. Sutritt nur mit Cinlabungsschreiben. 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Trübe qualmt««ine Petroleumlainpe über dem Schanktisch, um 'ähig, ihr trübes Licht bis in die äußersten Winke? des Raumes dringen zu lassen. Um den einzigen grobzugehauenen Tisch saß ein« Gruppe verwahrloster Gestalten mit verwegenen Gesichtern. Wild« Gestalten. Desperados, ungezügelt in Sitte und Leben. Ihr Anführer war Gontarvt breitschultrig, stiernackig, gewalttätig stand er im Raum. Mitten im größten Tumult weridet« er sich mit einem wilden Iluch.zur Bar. Dort stand der Fremd« und lefyaic sich, gleich. gültig dem Treiben gegenüber, an den Schanktisch .Le, mach Platz. Fremder!" schrie er und schlug diesen an. grifsslustig aiif die Schulter, daß die Männer in lautes, wieherndes Lachen ausbrachen.„Weißt du nicht, wer ich bin. he?" Sein Glas ergoß den Inhalt auf den Baden. Der so derb Angeredete droht« sich gelassen um:„Doch, ich weiß wer du bist. Ismaef Gontaro, denn dich suche ich" .Ha, du bist es. Robby!" preßt« dieser mühsam heraus.„Wie str aller Welt kommst du hierher? Ich wähnte dich auf Feuerland hinter sicher bewachter Umzäunung." .Ha. ich bin es, Freund meiner Jugend." spottet« der mit Robby Angeredete,.und du stehst, daß nicht einmal die starken Flanken dort unten fest genug gefügt waren, um mich zu halten." Er fuhr fort und sein Blick wurde drohend und hart:.Warum ich hier bin? Um mit dir abzurechnen. Di« Schuld ist fällig." Ein kalt« Schauer jagt« üb« Gontaros Rücken..Lamm, Roddy." sagt« er heiser,„wir wollen den Kamps gleich austragen." Doch der unterbrach ihn mit einer abwahrenden Handbewegung: .Haß nur, den Zweikampf tragen wir unter vi« Augen aus, Aug' um Auge." Mit den Worten:„Gute Nacht, Caballeros." verließ der Sträf. Ung die Schenk«. Der Wirt atmet« befreit hinter seinem Rücken auf. .Kurz darauf ritten auch die Männer ihren Behausungen zu. « In früheren Jahren waren beide Freund« gewesen. Gootarv war«in Falschspieler; in den einsamen Gegenden des südlichen Distrikte» der Oelquellen hielt er ein Haus, in dem Waren ver. kaust und gespielt wurde. Robby war der erste, der das schändlich« Spiel seines Partners durchschaute. Cr war ehrlicher und freier. -oen ger verWagen wie jener und weniger hinterhältig. Er wurde heilig und erklärte seine Teilhaberschaft auflösen zu wollen. Es entspann sich«in heftiger Streit zwischen beiden Männern, in dessen Verlauf Robby seinen Partner mit einem Faustschlog mederstreckte. Wut und Haß glommen in Gontaro auf. Haß desjenigen, der«in Spiel mit Recht verloren hat. D'e Nacht in ihr« Hütte verlief für beide Teil« furchtbar. Beide <äßen auf ihren Pritschen, den Colt neben stch, nur die Bewegung d« anderen n» Aug«. Si« sprachen kein Wprt müeinandar- "• Als her Tag dämmerte, stand Soptaro auf und ging mit er- yobenen Händen auf seinen Gegner zu!„Gut. stir diesmal bist du im Vorteil. Doch wozu die Feindschaft. Wir trennen uns nach gütlchsm Aergleich und lasten die Vergangenheit vergejien sein. Topp, schlag ein!" Es war das erstemal in seinen? Leben, daß stch Robby täuschen 'ließ. Er übernahm dos von ihm vordem geführt« Warenhaus und Gontaro richtet« die Wellblechhütte als Spielraum ein. Darüber waren Monate vergangen. Robby hatte den Zwischen 'all längst oergesten. Im sonst srauenlosen Lager lebten Abenteuerinnen. Si« dienten zum Teil Gontaros Spielhölle als Animierobjekte. In ein« dieser Frauen verliebte stch Robby ernstlich Mit großen Gesten ging er 'n den Spielklub und warf da» Geld auf den Tisch Und sah sich fest in den brennenden Augen der schönen Eonrepeion Barel-. Es idar ein ungleiches Spiel. Er und d:c Frau vertaten fein Geld mit vollen Händen. Mit hämischer Freude sah es Gontaro und glaubte es seinen Zwecken dienstbar machen zu dürfen. Ilm nicht selbst tn Derdocky yt geraten, schickte er einen verkommenen Mesrizen zu Robby. Robby war jähzornig und leicht zu unbedacht«? Taten geneigt. Der Mestize trat in seinen Laden und stieß«chwere Injuri«? gegen ihn aus. Zuletzt hänselt« er ihn mit seinem Verhältnis zu Ecncepcion. der Dirne. Robby besann sich, und warf den Wischsing zur Tür hinaus. Sein Kroll richtete sich, gegen d«? Urheber. (Siriftö Tages im Winter gab(Boretoro dem Mestizen unter Jeu» gen«in« größere Summe Geldes als Anteil, wie er prahlend de- ■ tonte. Niemand mußt« warum und wotür dieser em« solche riesig« Sunrm« Geld verdient haben sollt«. Es war an einem Lohntage, an dem auch Robby viel Geld einnahm Gegen Abend traf der Mestize Eoneepcion und n«rgr?ss sich ?ot'ich an ihr. Die Frau lief zu Robby. Tränen verhaltenen Zornes 'n den Augen. Als dieser die Tränen sah. erriet er den neuesten Schurkenstreich seine» früheren Freundes sofort. Cr lief dem Manne nach und stellte ihn auf freiem Felde, außerhalb der Baracken- siedlung. Der Mestize war betrunken u??d sein« halb gelallten Worte aiesten vor Hohn. Einen Augenblick später lag er wimmernd am Boden, der schwere Colt Robby» hall« ihm die Schüdcldeck« in der Schläsen- aegend eingeschlagen Er fiel, stöhnte und wand sich detäubt, seine ■Hände kratzten unbewußt den hartgefrorenen Baden. Später er- hob er sich und torkelte ziellos dem Lager zu. Der Speichel lief ihm aus dem Mund«. Dajin brach er zusammen. Diese ganz« Szene hatte Gontaro beobachtet. Erst nach Stunden trat er behutsam zu dem Daliegenden heran. Der rührt« sich nicht mehr. War, tot. steif.'Vorsichtig knapste er besten Rock auf und entnahm den Taschen dasselbe Bündel Banknoten, das er ihm am Tag« zuvor ausgehändigt hatte. Dann schlug er Alarm. Das Nächstfolgende geschah schnell und kam überraschend für Robby, Er wurde des Mordes und Raube» mit Tateinheit ange- klagt, Der Schein richtet Es waren genügend Zeugen vorhanden. die" bestätigen konnten, daß der Mestize am Tage vorher«in« großer« Su?i?m« Geldes von Go?rtaro empfangen hotte, daß eben gerade dieses Geld verschwunden war und daß Robby In der letzten Zeit oft w Geldnot war. Nur mit Müh« konnte man ihn vor einer schnellen Lynchjustiz retten. Dm. Totschlag gestand Robby selbst«tn Auch Eoneepcwn zwetfette an ihm. Er wurde zu fünfzehn Jahren Zuchthau, in Ushaia oerurteilt Gebrochen, mit einem furchtbaren Verdacht, sieß er sich abführen. Gontaro war fernen gefährüchen Mstwister los. Bald darauf mußte er unter Zurücklassung seines Bennogens fluchten, man hatte fein betrügerisches Treiben im Spiel bemerkt und es gov als Glück. daß er sein nacktes Leben zu retten oen??ochte. Haltlos wie er war. landete er als Anführer einer Schtnuggler- band« hoch oben im Norden. • Während der nächsten Wochen ereignete sich nichts, was einen Zusammenstoß befürchten ließ. Den Fremden sah niemand, obgleich Eingeweihte seine beunruhigende Nahe spürten. Gontaro lief im Gebirg« umher, in Stunden des Mutes mit Hohn eine Bewegung herausfordernd. So stark und dar jeder Gefühlsregung er sonst war. befremdete ihii doch die zermürbende Gereizheit angesichts einer bewußten Gefahr. Er neigte zu krankhaften Wahnvorstellungen, die seiner überhitzten Phantasie entsprangen. Es wurde chm zur um umstößlichen Gewißheit, daß dieser ebensoweirig zur Schonung geneigt war, wie et selbst dereinst. Ebenso wußte Robby, daß, je unsichtbarer er sich hielt und nur seine Anweseicheit ahnen ließ, er sich der lähmenden Wirkung einer ständig«? Drohurig auf Gontaros Nerven sicher war. In einer wildstürmenda? Nacht ging Gontaro mit sein« Schar über die Anden nach Chile. Jeder führte ein schwer bepacktes Maul- tier am Zügel. Gontaro ging voran, das Leittier am Zaun?. Kurz bevor sie die Paßhöh« erreichten, macht« de? Pfad ei?« scharfe Wendung, ehe er steil zur Hohe hinauf bog. Der Führer betrachtete den sich in schwachen Konturen gegen den Nachthurnnel abhebenden Grat. Mit einem«i?tsetzten Ausruf flchr er zurück. Oben zeichnet« sich undeutlich die Silhouette eine» Mannes ab, der mit vorgebeugtem Oberkörper a?igestr«?gt den schwierig passier. baren Pfad hinabzulauschen schien. Sein erster Gedanke rc«r: das ist Robby. Dies« Erkenntnis ballte sich in chm zu einem Furchtgefühl. Er ritz am Zau?». daß dos Maultier dose schnaubend zurücksprang. Dabei stieß es gegen den Kopf des rrachfolgendei? Tieres und schlug aus. Goiüaro hieb au- das Tier ein und riß cs wieder vor. Wie es nun kam. wußte nie- mand in der Dunkelheit anzugeben. Jedenfalls tag das Leittier wenig« Augenblicke später mit eine»? gebrochenen Ben? am Boden. Es röchelte stark. Das Tier muri« abgestochen, nachdem seine Last den anderen«nisgebürdet worden war, und den Abhang hinunter- gewälzl. Dom? schlich Gontaro wie eine Katze den steilen Gervllpfad hinauf. Je näher er dem? Platz« kau?, wo der verineintlich« Spion, sich befinden mußte, kam es Gontaro zum Bewußtsein, daß er sich geirrt hatte u??d daß er da» Sieinmol, da» auf der Höhe die Grenz« der Wasserscheide markierte, für einen Feind angesehen hatte. Trotzdem er erleichtert aufatmete, und er hatte guten Grund dazu, ließ sich doch die Tatsache nicht verleugnen, daß das Leittier da» Bein gebrochen hatte, und das war ein böses Omen. Aber- gläubijch wie alle Menschen seiner Killturstuse, schon im Spiel, in den tausend Begebenheiten des Alllag», wäre er viel lieber umgekehrt. Auch seine Gefährten teilten seine Ansicht, ja, sie verlangten drohend sein« Umkehr.,._____ In der nächsten Nacht ging Gontaro allein über das Gebirge zurück. Er schrill vorsichtig und tasteiid, in fiebernder Erregung, durch das Ereignis der verflossenen Standen nur noch bestärkt, die eng« Paßstraße, die an manchen Stellen gerade breit genug war. inn beladen« Lamas und Maultier« passieren zu lassen, entlang Unten schäumte brausend ein Gobirgsbach Bei, einer Wegbiegung erschrak er wiederum im spukhaften Spiel seiner gereizten Nerven. Er sah Robby in schleiche ttdev Schritten näherkommen, duckte sich zum Angriff, trat fehl— und stürzte ab. Einige Tager später fand mau ihn mit zerschmettertem Schädel im Bach« auf. Eine mannshohe Kokte« trug in ihren spitzen Dornen ein«? Fetzen seiner LeinAchose. Robby war aber zwei Tag« vor jener Nacht von der berittenen Polizei ausgegriffen und in sicheres Gewahrsam zurückgebracht worden...... 3)r. Marl Weimer: Stil DMNpkMN Wer hat noch nicht in der von bleichem Lichtschein«bellten Zirkusarena Dompteur und Dompteuse bewundert, wie st« mit scheinbar selbstverständlicher Gelassenheit die gebändigte Bestie dem verehrllchen Publikum vorführten? Trmmphator über ste»st der Mensch als Bä?idig«r. der seinen unnachgiebigen Willen in das Hirn des Tieres bohrt, bis es, immer noch knurrig und keineswegs iinge-- f ährlich, seinen oerhaßten Befehlen gchorchll lind doch kommt es nicht allzu selten vor. daß die Instinkte des ,'Mubti«-», durchbrechen und den, Mensche» zum Freimild werden„lassen. Erst vor ein paar Iahren.wurde ein-'Ä IVBm von seinen" Lviven zerfleischt.' , Ein berühmter Kollege des deutschen Bändigers Schneider war der Scholle Alexander Feely. Einer Artistensamilie entstammend. trat er schon im Alter von neun Jahren als„Kapitän Feely, der kleinste Elefanteiidompteur der Well" im Zirkus Myers auf. wo auch feine Brüder als Tierbändiger beschäftigt waren. Seine„Truppe" bestand aus sieben großen Clefanten, die sich geduldig den Launen ihres für sie nur einen Zwerg darstellenden Herrn fügten, hegen doch die großen Tier« Kindern gegenüber eine eigenartige, fast an Scheu grenzende Zuneigung, Diese jedem Zirtusmanne, aber auch dem Zoologen bekannte Tatsache war wohl auch der Grund, wieso einer der mit Löwen arbellenden Feely Brothers den Direktor Myers zu veranlassen vermochte, dem Kleinen die Dickhäuter anzuvertrauen, Unter den Eletanten befand sich auch«in besonders riesige» Exemplar, dos völlig erblindet war und obendrein eine Anzahl Choratterfehler aufwies,„Blind Bill" genannt. Aber weil das iier sehr gut, dressiert war. war es schwer zu entbehren. Seine An- hänglichkell an den kleinen Feely war geradezu rührend zu nennen. Als der Zirkus ejnes Abends— man schrieb das Jahr 1382— in der schottijchev Stadt Stirling gastierte, brach mährend der Bor sielll mg ein heftiges, von schwerem Donner beatelletes Gewitter aus. so daß die Elefanten sehr unruhig wurden. Aber da der Dompteur- beruf sein« Ehre hat,«schiene» die Esefanien trapdem mit ihrem kleinen Bändig« in der Arena. Alles ging nach Wunsch, bjs man zum Schlußakt kam. bei dem „Blind Bill" sich aus d»c Hinterbein« setzen und den Jungen nui dem Rüssel emporheben sollte, während dieser zur Orchesterbegleitung eine englische Flagge schwenken mußte. Diese Szene Hölle sich fast >?? eine verhängnisvolle Tragödie verwandelt. Der Elefant erfaßte da, Kind, begann wie toll i» der Manege herumzutanzen und zu trampeln, schwenkte es hiu und her und schleuderte es mehrmals in die Lüfte. Das Publikum bemerkte an dem Schreien des Knaben sofort die Programmwidrigkeit und drängte in voller Panik nach den Ausgängen Bier zum Zirkus gehörende indianische Lasiosäger warfen zwar kunstgerecht ihre Wurfselle dem Koloß um die Beine. wurden aber beim Versuch, ihn dadurch aufzuhalten, selbst wie Marionellen hin und her gezcrr?. Dem blinden Elesanten getang es sogar, mit dem Kind die Siraßr zu«reichen,»«folgt von sämtlllden Dompteuren, Athleten, Akrobaten, Clowns und Siallangestellien des Unternehmens. Durch einen gutgezieltcn Schutz verletzte endlich der Direktor den Elefanten so in der Rüsselgegend, daß er das Kind fallen ließ.„Blind Bill" wurde nach diesem Borfall von seinem geschäftstüchtigen Besitzer einem deutschen Zirkus verkauft und mußte später in Liverpool erschossen werden Don den mannigsalugen anderen Abenteuern Feely» ist am de- merkenswertesten ein« Episode, die nicht im gelben Sand der Manege, soridern an Bord eines Dampfer» spielt. Der Zirkus befand sich damals auf der Ueberjohrt nach Irland In der herrlichen, windstillen Sommernacht fchltef die Mehrzahl der Passagter« in Liegestühlen auf Deck ui?d auch Feely war von dam wohltuenden Frieden dieser Rocht in leichten Schlummer gewiegt worden. Da weckte ihn plötzlich«in schwarzer Sialljunge mit der Mitteilung, em« der Käfige steh« offen und sei leer. Feely mußte voll Unbehagen fest- stellen, daß es sich um den Käfig eines prächtigen Panther» handelte. Der Panther ist von allen Raubtieren am verschlagensten und grausamsten. und niemand vermag ihn ganz zu bändigen. Feely und der Neger stiegen wieder an Deck wo alle» nach wie vor im friedlichsten Schlummer lag. Nur der Hochbootsmann fpa- ziert« gemächlich auf und ab und Ichmökte fein Toripfeifchen. Mit kurzen Worten setzt« ihn Feely von dem Vorfall in Kenntnis; um kein« unnötige Verwirrung anzurichten, wurde niemand geweckt., Nach allen Seiten durchspalte man nun zu drill dos Schiff, und richtig: im Mondschein sah man die große Katze d«. Gruppe der Schlafenden zuschleichen. Bei einem Ehepaar, neben dem ein«rst wenige Monate altes Kind-lag, angelangt, ersaßt« dex Panther da» Klein« mit den Zähnen und verschwand mit ihm in zwei langen. lautlosen Sätzen durch eine Schisisluke. „Er wird das Wünnchen auffressen." meinte der Bootsmann entsetzt. „Erst im Käsig." versetzte Feely,„das heißt, falls wir ihm nicht zuvorkommen."-'■ rS-Wenig« Ätagenblickc später war der Bändiger im Käfig. Fast zur selben Zell kam der Panther hereingeschlichen, da» Klein? mit den Fängen an d«r Wäsche festhaltend. Feely befahl sofort mit herrischer Stimme:.Eoslassen!" Der Panther stieß«in unheimliches Knurren aus. gehorchte aber aufs Wort und lieh das lebende Bündel zur Erde gleiten. Feeln streichelte nun das Tier wie einen gehorsamen Hund, streckte dann da» Bein wag« recht au» und ließ das an diese Ucbung gewohnte Tier darüber springen. Damit halle der Dompteur sich selbst, zwischen das Kind und das Tier gebracht, jetzt tag Sicherhei: Ni der Schnelligkeit des Handelns. Blitzschnell hob er das Kleine auf und sprang zur Ääfigtör hinaus, die er hastig hinter sich zuschlug. Der Panther heulte in ohnmächtiger Wut auf und warj sich gagen da? Eijengllter. Feeln schaffte das Kind wieder an Deck und legte es an die Seite der immer noch schtafenden Eltern, die ton dem ganzen Bvrkommni» nichts gemerkt hallen. Der Hochbogismanu erstattete dem Kapitän Bericht, und einige Wochen später erhielt Feely die silberne Reitangsdemaille, begleitet oon einem Dankschreiben für die Heldentat in jener Nacht, W) Sr.nr* 1*011.ScftlteCfeett Zu den wemgen Tieren, die unter unferem Klima euren Sommerschlaf halten, gehört e?ne-Schneckenart, die so me.rkumrd?ge, Gewohnheilen besitzt, daß sie auch dem Nteftfa chro sstenschofiler ab- fonderlich und beachtenswert erscheinen muß. Diese Doudebardlen. 'vi« die Forschung sie benannt hat. zeichnen sich vor alle» ihr«' Goitungsgenosien zunächst schon durch eine völlig verschied« ue und nur ihnen eigentümliche Gestalt aus. Sie tragen weder ei» rund gewundenes, noch ein hörnchonartig schraubiges Gehäuse, noch snii' sie ganz nackt, wie die.Heg? oder Ackerschnecken, sondern auf dem I bis\'A Zentimeter langen, schlanken und geschmeidigen Körper stsft das Haus als ein die Hinterleibs-spitze krönendes Häubchen. Dieses Häubchen besitzt nur- eine einzige WinHung und sielst ein« phrygrfchen Mütze zum Denvechfeln ähnlich. Natürlich ist von einem Zurückziehen in diesen natürlichen Schnecken.! chlltz gar leine Rede, Eine dicke, schrnarzMaue Haut schützt den Rücken als sogenannte» Mantel nur höchst mangelhaft vor Angriffen und''terdunsumg und ist wohl mit dte Ursache, weshalb das Tier sich sommerüber bis.zu H Meter unter die Erdoberslache zu verkriechen ggzuutngen ist. Derm die Dauldobardte ist ein Nachkömmling der Etazeit, und all das Merkwürdig« und Fremdartige tn ihrem Wsjen und ihrer Er- schetiwng sind altertümliche Anpassungen an«iw Zell, die längst Nicht mehr die. unser« ist. So wie man annimm', daß diese Erdepoche auch den Menschen vom harmlosen Fruchtaverzehrer zum Fleischesser gemacht hat.-schuf sie auch jene» Geschöpf zum Kannibalen an seiner eigenen und nächjwerwandten An um. Denn die kleine Daudckbardie ist Sit emzig« Schnecke, dt« sich nicht friedlich von Pflanzen und Pstanzemnoder nährt, jondern die als richtiges Raubrier überfällt. tötet und auffrißt., Sie besitzt so scharfe Zähne, daß ste ohne wetteres die zierlichen, kleinen Glosschneckchen fBitrmen), von denen sie das Willlerhalbjahr überhaupt lebt, durch«in an«iter beliebigen Stelle in dt« Schale geitogies Loch«rtatzt und vertilgt. Das gleiche gilt von anderen Daudebardien, bei denen sie freilich i«:n Häuschen zu durch- beißen braucht, dt« si« ab« vorsichtshalber stet« zuerst durch Bisse in den Kopf tütet- Es ist gwy ausgeschlossen, sechst bei«ichlichster Nahrung diese Tie« gwreinfan? gefangen zu halten, was bei fhr-n Lebhaftigkeit und bei ihren finfen, gar nicht famedenhaft langjamen Bewegungen intereffant genug mare, denn fie freffen sich unbedingt in türzester Zeit bis zum legten, übrigbleibenden Etüd auf. Sie find wie alle Schnecken zweigeschlechtig und es wird berichtet, daß sie mährend ihrer ebenfalls in den Winter fallenden Begattungszeit ganz besonders unverträglich und feindselig sein sollen. Trogdem aber befizen sie den seltsamen Reig eines aus ihrer fernen Borzeit stammenden und in allem an sie erinnernden Ge schöpfes, das in derselben Gestalt wie heute wohl auf den trostlosen Moossteppen umherfrach, sich feine Beute erjagte und mit unbegreiflicher Zähigkeit gegen alle Fährlichkeiten eines mehr als hochmordi schen Binters fein Dasein erkämpfte. Dr. Paul Landau: Peter Vischer Zu seinem vierhundertsten Todestage, am 7. Januar Im verflossenen Jahre hat die ganze Welt Dürers 400. Lobes| 1490 bis 1514, hat er sich organisch zu innerer reicherer und eblerer tag begangen. Der Beginn des neuen Jahres bringt uns dieselbe Gedächtnisseter für seinen größten Landsmann, dessen Namen man von alters her mit dem seinen zusammen nennt: Peter Bischer, den Schöpfer des Sebaldusgrabes, den man zum Unterschied von seinem genialen Sohn als den Aelteren bezeichnet. Aber während Dürers Leben, Denken und Schauen uns nicht nur aus der großen Zahl seiner Werte, sondern auch aus Briefen und Bekenntnissen erschlossen Bollendung entfaltet, ohne die Konflikte und Hemmungen eines Dürer, fo felbstverständlich und notürlich, wie ein Baum feine efte immer weiter ausbreitet. Er steht ganz auf den Schultern seiner Borgänger, der großen deutschen Budhauer des Mittelalters. Er ist nie in Italien gemejen, hat wohl nie eine antife Standfigur gesehen, aber wir wissen von ihm, daß er der erste Sammler altdeutscher | Plastik war und an die 400 Stücke in seinem Hause zusammen Sibiren aus dem 17. Jahrhundert it, jo baß wir trop mancher Dunkelheiten ihm uns ganz nahe fühlen, gebracht hatte. Bon diesen Meistern der Hochgotil, den Schöpfern der P Ms im vorigen Sommer der Dampfer Rooperator" im Oberlauf des Jenissej treuzte, trat aus der Taiga( Urwald) ein mit hausgemebtem billigen Zeug befleideter Greis hervor. Und als der Dampfer arlegte, überreichte er dem Kapitän ein Gesuch, bas auf didem alten Papier in slamischer Kirchenschrift verfaßt war, und mit der nicht eriftierenden Zitulierung begann: Un des großen Jeniffejftromes Gebieter" Das Gesuch enthielt die Mitteilung, daß tief drin in der Taiga am Jeniffej rechtgläubige Russen wohnten, die von der übrigen Welt abgeschnitten, der heuti gen Regierung unbekannt, Kälte und Hunger litten und Hilfe brauchten. Der Greis felbft sprach in altslamischer Mundart, permochte nichts fachlich zu erklären, an melchem Bunfte diese Leute mohnten und verfchmand bald wieder in der Taiga. Das Gesuch murde nach Krasnojars? gebracht und dem Museum für Länderforschung übergeben. Es verbreitete fich das Gerüchi, jener Greis fei verrüdt gemefen. Damit endete die Sache. Doch vor nicht langer Zeit, in diesem Herbst noch, stießen Berufsjäger im Norden des Tuitalo- Tschulanfchen Gebietes, bie nach Felltieren fahndeten, wirklich auf bisher unbekannte Menschen. Sie entheďten neun Siedlungen und sechs Höfe, von denen bis dahin niemand etwas gehört hatte. Diese seltsamen Siedlungen sind im Oberlaufe der Schneeschmelzflüsse Ischitalengatsch, Kandot, Isdhainbas gefunden worden, die in den Fluß Tschitsch- la- Jul, Nebenfluß ber Tschulaima, münden. 140 Berst sind es von diesen Sieblumgen bis zu den Grenzen des Krasnojarsfschen Bezirks, 150 Werst bis zum Bezirk Tomst. Es ist äußerst schwer bis zu ihnen durchzu bringen, denn es gibt teine fahrbaren Wege, sondern bloß entlegene Taupfade, grasbemadsen, von Bruchholz verlegt. Die Bevölkerung besteht aus Altgläubigen, spricht halb flamisch, führt weder Bor. nach Familiennamen, richtiger- verbirgt sie, und man redet einember mit Bruber" an Die tönnen wir die Persönlichkeit des gemaltigen Bildgießers nur ahnen, lehen sie nur in ungewissen Umriffen aus den Arbeiten seiner Gieß hütte hervortreten. Wohl ist eine ganze Anzahl von Schöpfungen mit seinem Namen ader Zeichen versehen, manches auch datiert, aber das bedeutet nach bem Brauch des damaligen Handwerks nur die Herkunft aus seiner Werkstätte, nicht die eigenhändige Herstellung. Bischer steht noch ganz in dem unpersönlichen Betrieb der mittelalterlichen Zunftordnung, unter die die Tätigkeit des Erzgießers gehörte. Bom Bater hat er sein Handmert ererbt, hat seine Kunst meitergegeben an feine Söhne und Entel Ueber ein Jahrhundert bis in das vierte Geschlecht können wir die Werte der Bischerschen Gießhütte verfolgen, von den mittelmäßigen tastenden Grabplatten feines Baters Hermann über die Höhen seines eigenen Schaffens und der Schöpfungen seiner Söhne, besonders des jüngeren Peter, bis zu dem Berfall unter dem Entel Georg. Das Einzigartige der Erscheinung Bischers, diese urdeutsche Befreiung der Persönlichkeit von den Fesseln des Mittelalters tommt zum Ausdruck in dem Selbstbildnis, das er am Sebaldusgrabe an gebracht hat: da steht er in seinem Schurzfell, sein Werkzeug in der Hand, eine stämmige, breitbrüftige Gestalt, mit dem vollen Bart um das offene Geficht, ruhig und sicher ins Leben schauend, ein ehrlicher Handwerker im Arbeitsgewand, das Symbol ber schlichten Tüchtig feit unseres Boltes", wie Dehio sagt, und dieser Mann war zugleich eine stolze Zierde des befannten Nürnberger Kunstfleißes, dermaßen berühmt," wie Johann Neudörfer berichtet, daß, wenn ein Fürst herkam oder ein großer Potentat, er selten unterließ, daß er ihn nicht in seiner Gießhütte besuchte. Während Dürer nach der Sonne Benedigs fror", während er ein großer Herr sein wollte und fein Schmarozzer, hat Peter Bischer die Vereinigung von Zunftmeister und Künstler aus seinem Wesen heraus gefunden, dessen wunderbare Einheit und Harmonie ihn auch zu einer geschlossenen Formentlarheit tommen ließ, ohne nach dem fremden, bem üalienischen Muster zu ichielen. Sein Lebensgang war der eines Handwerksmeisters; nichts von bem tragischen und bewunderungsmerten Ringen Dürers um Bil dung und Bissen, mit Göttern und Dämonen, dürfen wir bei ihm vermuten. Bom Bater übernahm er die Berfstatt, in der er als Lehrling gelernt und dann bis fast zu seinem 30. Lebensjahr als Gejelle tätig war. So muchs er langsam in seine Eigenari hinein, führte piele Grabbenkmäler in dem burd schnittlichen Stil und der Jagb und Bienenzucht find die alleinige Beschäftigung. Bebensweise ist rückständig, grenzt an die des 17. Jahrhunderts. Und doch gibt es hier Sowjetmaren: Manufafhir und anderes. Der Warenaustausch ist, wie fich später herausstellte, non prinaten Auftauferfpetulanten besorgt worden, die allein den Weg zu dem verlorenen Bezirt tannten und ihn heimlich übernorteilten. Es lag in ihrem Interesse, die Existenz der 16 Siedlungen zu verheim lichen, wie es für diese porteilhaft mar. in der Zaiga verborgen| Technit seines Vaters aus und entfaltete erst die Flügel seines Ge zu bleiben vor Steuern und anderen staatlichen Verpflichhungen. Diese Altgläubigen standen in feinerlei direkter Berbin. bung mit der übrigen Welt, wurden von feiner Obrigkeit belästigt. Erft jezt ist eine Expedition dorthin abgegangen, die diefes Uralb ,, 2merita" registrieren und in den Bestand der USSR. auf nehmen fol Stulpturen von Bamberg und Straßburg, hat er gelernt, nicht von den Italienern, wie lange Zeit behauptet wurde. Man hat in neuester Zeit die einzelnen Abschnitte dieser Entwid lung ziemlich flar an einigen Hauptwerfen seiner Hütte aufgezeigt. Der Entwurf des Sebaldusgrabes in seiner Urgestalt von 1488 meist noch ganz bie gotische Unübersichtlichkeit und Heppigkeit seiner jugendlichen Phantasie auf. Die meisterhafte Bronzefigur des Münchener Aftbredjers" non 1490 zeigt die Bändigung eines fühlen Realismus und eine freie und geschlossene Form, und in den späteren Werfen, befonders in dem Grabmal von Magdeburg, glätten sich immer mehr die leidenschaftlichen Wirbel der Spätgotit. Die Apostelgestalten des Magdeburger Denkmals heben den jungen Beter Bischer auf eine Höhe, auf der ein großer Zug die Fülle töftlicher Einzelheiten zur monumentalen Wirkung zusammenschließt, und die Apostel des Sebal busgrabes, die wohl sämtlich oder zum größten Teil von ihm here rühren, führen diefe Linie fort zum Gipfel höchster Meisterschaft. hier und in feinen beiden legten Werken, den Erzfiguren des Arthur und Theoderich am Grabe Maximilians in Innsbrud, waltet eine Lebenswirklichkeit und Formschönheit, eine innerliche Klarheit und glückliche Ruhe wie taum je sonst in deutscher Kunst Solche deutsche Harmonie hat Bischer auch dem ganzen Sebaldus grab in Nürnberg verliehen, das doch von ihm erdacht und gemacht ist, mag auch in den Fabelwesen des Sodels und in vielen Einzela heiten die italienische Formenfülle und Phantastik des Renaissances tünstlers Peter Vischer des Jüngeren deutlich hervortreten. Der ausgleichende, allumfassende Geist des älteren Bischer hat das Sebal dusgrab zu einem nationalen Heiligtum gemacht, einem Wunderwerk deutscher Kunst. Als solches ist es von den besten Geistern unseres Bolles gefühlt und bewundert, worden. Gerhart Hauptmann be fennt einmal, daß eine Photographie des Sebaldus grabes stets in feinem Arbeitsraum sei, und er fagt von dem Werf, das er mit Goethes Faust eng permandt nennt: ,, Dieses reiche deutsche Symbal ist noch in der üppigsten Bachstumepoche aus dem Unsichtbaren emporgequollen. Es ist als formales Produtt noch schmerlich hin reichend gewürdigt; erscheint es mir doch als eines der wunderbarſtent im Gebiete fünstlerischer Morphologie. Der Geift aller Epochen schmilzt um einen filbernen Sarg zur edelsten Einheit zusammen und front auf dem Gipfel den Tod mit dem Leben durch ein Kind." Die Modefarbe für Damenschuhe. New York diftiert die neue Farbe für den Frühlingsschuh der Dame: beige, nichts als beige. Die verschiedensten Nuancen werden erfunden. Während das ins Rosa spielende beige wenig gesucht ist, werben gelbliche Farbtöne bevorzugt. Die gefragtesten Farben heißen: Lido- Beige", Sand- Beige" und Sunburn- Beige". nius, als er selbständig geworden war. Mit derselben meisen Zurüd haltung hat er dann später, als die Söhne die neue Kunst von jenseits der Alpen leidenschaftlich verfochten, der Jugend den Plaß geräumt und sich im Alter auf die mehr technische Leitung der Werkstatt be schränkt, deren Ruf unterdessen bis meit nach Polen gedrungen war. In der Zwischenzeit seiner eigenen Blüte und Reisezeit, von etwa| haben Sorgen! Die Leute Die vielen Tausende die in den ersten Tagen unseres InventurAusverkaufs infolge des unerhörten Andranges ihren Bedarf bei uns nicht decken konnten, finden während der Fortsetzung hierzu Gelegenheit Unsere Läger enthalten noch immer eine unerschöpfliche Auswahl nur hochwertiger Waren, deren Billigkeit jede Vorstellung übersteigt. 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Die feingliedrige| fich zur Beratung mit fich felbft entfernt, verbirgt fie thr weinen Schwarze Deutsch- Italienerin aus Bolzano, dem früheren Bozen des jegt jo bedrängten Südtirols, rührte fast durch ihre leise Stimme und Unbeholfenheit an die Herzen der Zuhörer. Sie war auf einem Passierschein der böse Mussolini gab ihr teinen Baß nach Deutschland gekommen, in der Hoffnung, mit Hilfe eines Freundes sich in Berlin eine Existenz zu gründen. Das teuere Hotel Erzelsior, in dem sie abgestiegen mar, vertauschte sie mit einer billigeren Pension im Tiergarten und wartete hier auf die Rückkehr ihres Freundes, des Broturisten eines großen Juweliergeschäftes aus München. Er tam und fam nicht. So lebte sie auch in der Pension auf Kredit, borgte bares Geld und nannte als Dedung zwei Bilder um Werte von 2000 Mart, die sie in der Kunsthandlung Wasservogel in der Leipziger Straße zum Verkauf gegeben habe. Die Pensionswirtin glaubte aus einem Telephons gespräch ihres italienischen Gastes entnehmen zu dürfen, daß sie die Richte des Juweliers sei, und diese beließ sie in dem Glauben, daß es sich um ihren Ontel handle. Der Freund tam aber immer noch nicht, und eines Tages holte die Pensionswirtin die Polizei; die Schuld war auf 1600 Mart angemachfen. Die Italienerin berief sich cuf ihre tostbaren Bilder, die Kunsthandlung war wegen Feiertags geschlossen, die Privatadresse des Inhabers nicht zu ermitteln. So wurde fie verhaftet und stand nun vor dem Schnellrichter. Bie follte man da fein Mitleid mit ihr verspüren? Man hörte aus den Fragen des Richters und des Staatsanmalts menschliche Teilnahme heraus, und plöglich mendete sich das Bild. In den Berichtssaal stürmte die Pensionsmirtin und legte los mie das nur Pensionswirtinnen tönnen, die in ihren heiligsten Gefühlen geneppt find: Diese Berfon! Schon ihre polizeiliche An meldung ftarrte por Schwindel. Sie nannte fich Italienerin aus Rizbühel. Um 7. Dezember tam fie an und ließ sich ihre Hotelrechnung bezahlen; fie erflärte, fie wolle bis zum 7. Juni in Berlin bleiben, nannte den bekannten Juwelier N. thren Ontel, zeigte Bilder, die sie als Dedung befize. In Wirklichkeit sind die Bilder nichts mert, bas Kunstgeschäft Wasservogel tagierte sie mit 20 Mart. Rur aus Gefälligkeit hat es die Bilder entgegengenommen Borf: Also sehen Sie, Angeflagte, die Sache steht doch ander aus? An get.L: In Bozen wurden fie mit 3000 mart tariert. Bensions: wirtin: Und als ich an ihren Bater, einen Bildhauer in Bolzano, megen der Schulden seiner Lochter schrieb, erhielt ich das Telegramm hier als Antwort: Zahle nichts, anvertraute Sache er meinte wohl die Bilder. 1600 Mart schuldet sie mir, 500 Marf habe ich ihr bar gegeben. Einen Mantel hat sie auf meinen Namen des Gesicht hinter ihren Händen. Das Urteil lautet auf ein Jahr Gefängnis. Es ist sehr traurig," sagt der Richer ,,, was wird nun aus Ihnen?" ,, Nach Hause kann ich nicht mehr sagt die Italienerin. Die Bensionswirtin bestätigte aber, daß sie nach der Berhaftung ihres Gaftes in den zärtlichen Briefen des Proturisten tatsächlich Bersprechungen gelesen habe, die darauf hinausgingen, feiner Freundin eine Existenz zu gründen. Ihre früheren Taten molle er vergeffen. Freunde aus Hamburg schrieben ihr: Bir sehen wieder schmorze Wollen an deinem Horizont auftauchen." Nun waren die schwarzen Wolfen wieder da. P Aljo, ganz zufällig entdeckte der Richter das Strafregister der Angeklagten. Auch der Staatsanwalt hatte teine Ahnung, men er anzuflagen hatte. Ganz zufällig erinnerte sich der Richter daran, daß die Angeklagte auch eine Bergangenheit habe, die ihn eigentlich interessieren müsse, da er doch ein Urteil über sie fällen follte. Die Berfügung des Justizminiffers fordert aber von den Staatsanwälten, daß sie bei ihren Anträgen die persönlichen Verhältnisse der Angetlagten in Rechnung ziehen. Das Schnellgericht geht dies aber alles nichts an. Es ist eben Schnellgericht. Bernunft wird Unsinn, Wohltat Blage! Falsche Hundertmarkscheine! 3000 Mart Belohnung. Bon den im Umlauf befindlichen Reichsbanknoten über 100 Reichsmart mit dem Ausgabebatum vom 11. Oftober 1924 ist eine neue Fälschung festgestellt worden, die an nachstehenden Mert malen unschwer zu ertennen ist: Das Papier ist weicher als bas echte und erscheint beim Anfassen seifig. Die Pflanzenfajern fehlen. Die Wasserzeichen sind auf der Borderseite mit leicht deckender wachsartiger Baste durch Aufdruck nachgeahnt. Die gemusterte Blindprägung mit Rantrollstempel ist mit ungefähr ähnlicher Zeichnung ungleich, teilmeise Schmach geprägt. Der Kontrollstempel hat auffallend dünne Schriften. Die Border feite macht einen allgemein verschmußten Gesamteinbrud. Auf fallend find die didgedrudien Schriften und das matt gebattene weibliche Bildnis. Auf der Rüd. seite fehlt in der großen mittleren Wertzahl 100 der Ziffer 1" am Anfang des Aufstriches die auf echten Noten gut fichtbare schwarze Sonntag, 6. Januar 1929 und einem wirklichen Tod ohne weiteres begreift. Immerhin würde in einem solchen Falle, in dem die Identität des Rentenempfängers zweifellos feststeht, zu fordern sein, daß die Rente ohne weiteres gezahlt und dann die Berichtigung der Liste vorgenommen wird. Man tann sich vorstellen, mie ernsthaft ein Rentenempfänger mit der menigen Grofchen, die er erhält, rechnen muß. Es müßte vermieden merden, daß er für den Fehler, den ein anderer machte, beftraft wird. Immerhin lebendig und tot zu gleicher Zeit zu sein, ist etwas sehr eigenartig, es ist ein Kunststück, das nur im heiligen Bereich der Bureaufratie möglich ist. SES Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Hafenbungen für blefe Ruorit mar an bas Jugendfefreieriet, Berfin SW 68, Lindenffraße 3 Die Berichtsbogen filz bas 4. Quarial 1828 miffen hebingt fofort ven ellen Abteilungen abgeliefert werden. Heute, Sonntag: Rainischer Bart: Seim Große Frankfurter Str. 16: Jahresmitgliederper fammlung pünktlich 15 Uhr Moabit II: Seim Lehrter Str. 18-19: Seintabend mit besonderem Programm. Spandan: Seim Linhenufez 1: Boltstanzabend. Behlendorf: Jahresmitgliederversammlung bei Buffe, Karlstraße. Seim 19 Rieber Bittenan: Heim Rosenthaler Str. 15: Heimabend. Riederschänhausen: Seim Görschstraße: Jahresmitgliederversammlung 15 Uhr. Schöneberg IV: Beteiligung an der Feier der 78. Parteiabteilung, Wilhelmshof", Cbersstr. 80a. Treffpunkt 16 Uhr Raiser- Wilhelm- Blah. öneweibe: Edule Berliner Gift al: Sabresmitgliederversammlung 15 Uhr. Berbebezirk Prenzlauer Berg: Der Wellerenturius with mit der Befichtigung ber meltlichen Schule fortgefekt. Treffpunkt 10 Uhr vorm. Tani, Ede Biesenstraße. Die Abteilungsleiter, Werbebegirlsfunktionäre und Jugendberäte müffen fich hieran gefchloffen beteiligen, Werbebesir! Lichtenberg: Seim Gunterfte. 44, pintlich, 19% Uhr: Geroffe Abe Ebaid aus Bomban pricht aber Den Befreiungstamp ber indifchen Arbeiterschaft gegen ben englischen Sarperialismus. Alle Geneffen, Freunde und Belannte find herzlich eingeladen. Morgen, Montag, 19% Uhr: Der Gingfrets the pintttich 19% the ine Seim Sinden ftr. 4. flicht. Faltulat 1: Schule Sonnenburger Str. 20: Budologie. Saltplak: Gule Sonnenburger Str. 20: 625. oder Werkverein?" Sumennplag: Heim Connenburger Str. 20:„ Segualorablem Ederenbergftr. 7: Wirtschaftsgeographie", L- Schönhauser Borftobt: Schule Ctraße: Funktionärligung. Reidenberger Viertel: Seim Briker Charlottenburg- Roth: Seim Olbersftraße: Das Volkslied Brig II: Seim Chauffeefte. 48: Schach- und Liederabend, 19 Uhr. Reuteln III: Seim Flughafen ftr. 68: 20 Uhr Funktionärfizung. Erscheinen Treptow: Schule Wildenbruchte. 52: Rechte und Pflichten der Mil. Werbebezirk Den: Seim Tiffiter Str. 4: Mitgliederversammlung. Die Aufgaben des Jugendamtes. Referent Stadtrat Geneffe Rindt. traße, Pfeifer 19% Uhr Seim Lahnstraße. Jeber Genolje muß erscheinen Werbebegirl Rentölln: Tambourforps: Trommler 1914 Uhr Bhf. Sermans Werbebezirk Oberspree: Heim Crnftstr. 16( Baumsdrulenweg): Fortsetung bes Rurfus Einführung in die sozialistische Gedankenwelt". glieder. bei einer Firma genommen, bei einer anderen ein Kleid. Auch ein Schattenstelle Die Zahlen 100 ſtehen nicht alle in der Mitte der Vorträge, Vereine und Versammlungen. zweites Zimmer habe ich ihr in meiner Bension zur Berfügung ge stellt, das sie auf meine Rechnung neu tapezieren ließ. Ja, felbft einen Radio hat sie sich bauen laffen. Und zu Weihnachten habe ich fie zu mir geladen und sie das Fest im Kreise meiner Familie verbringen lassen. Immer berief fie fich nur auf den Prokuristen des Jumeliers, der ihr Geliebter fei und fommen würde. Bald mar er in Breslau, bald in Dresden, bald in München. Meine Depeschen blieben aber unbeantwortet. Zur Firma durfte ich nicht, ba fagte fie, die andare Broturistin sei gleichfalls die Geliebte ihres Beliebten. Sie hat auch früher solche Sachen gemacht. 92 Go!" sagt der Borsitzende und blättert in den Aften. Tat fächlich findet er einen Auszug aus dem Strafregister der Angeflagten. In Hamburg megen Betruges in sieben Fällen zehn Monate Gefängnis, wieder in hamburg wegen Betruges in fünf Fällen und Diebstahls in fünf Fällen, in München wegen Betruges in mehreren Fällen eine Gesamtstrafe von 18 Monaten. Die Pensionswirtin ist einer Ohnmacht nahe. Also, Ange Hagie, so steht es mit Ihnen. Was haben Sie denn alles gemacht? Wie famen Sie nach München, nach Hamburg?" Die Italienerin schmeigt. Der Staatsanwalt beantragt ein Jahr Gefängnis. Der Borsigende erteilt der Angeflagten das letzte Wort. Plöglich erinneri er sich, daß er von ihr eigentlich nichts weiß und fragi fie: Wie sind Sie überhaupt zu allebem gekommen? Erzählen Sie mal etmas von sich. Und sie erzählt. Ihre Eltern sind hochanständige Leute. Sie habe das von der Großmutter, denn diese hätte Aehn liches getan. Nach ihren Strafen ist sie zu Hause unmöglich ge worden. Ein Jahr lang hat sie jest da gelebt, der Bater hat sie aber immer an ihre Borstrafen erinnert. Da ist sie ohne Baß losgefahren, da der Profurist, ihr Freund, ihr versprochen hatte, ihr eine Existenz zu verfchaffen. So hat sie immer gemartet, daß er fommen würde. Jetzt ist sie dem Beinen nahe. Als der Richter Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". warnt. Für die Aufdeckung der Falschmünzermerfftatt und dahin führende Angaben hat die Reichsbank eine Belohnung bis zu 3000 Reichsmart ausgesetzt. Mitteilungen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt für Groß- Berlin Kriminal: flicht. tommiffar p. Liebermann, Alte Leipziger Straße 16, Anruf: einfchi. Fahrgeld und Quartier. Anmeldungen mit Anzahlung bis 10. Sanuar Merfur 3789, entgegen; für alle anderen Orte sind die örtlichen Polizeibehörden zuständig. Der lebende Tote. Gefättstelle: Berlin G 14. Scbcftianftr. 37/38, Sof 2 r. Gauvorstand. Achtung! Das Guhurnen beginnt am Dienstog, &. Januar, 20 Uhr, in der Albrechtstraße. Reftloses Erscheinen Wintersport- Abt.; Der Bundesvorstand veranstaltet onm 26. Januar bis 3 Februar in Bennedenstein( arz) einen Grifurfus. Unfoften 50 M., en James Breslauer, Berlin 698. 68, Martgrafenftt. 22.( el A 7 Dön haff 7876.) Kreuzberg: Montag, 7. Januaz, Jugend II, Sabresnerfammlung Dienstag, und Neuwahl der Bugleitung 20 Uhr bei Krepp, Blanufer 15. 8. Januar. Mitte: 20 Uhr bei Brendis, Gtralauer Str. 14, 4. Ramerabschaft, Bersammlung. Wahl des Borstandes und der Delegierten zur Generalversamm Fung. 20 Uhr 3. Kamerabschaft Siangeftr. 30 Bersammlung. Wahl des Barsiandes und der Delegierfekt zur Generalversammlung. Friedrichs bain: Erweiterte, Borstandssigung in den Comenius- Sälen, Memeler Straße. um 19% Uhr Areuzberg, Bug 4: Sahresversammlung und Neuwahl der RugTeifung 20 Uhr bei Grindler, Simmerstr. 30. Bug 5: 20 Uhr Jahresversamm Tung und Neuwahl der Zugleitung bei Böhm, alegandrinenftr. 39. Sportabend von 19-22 Uhr in der Turnhalle Gneisenauftr. 7. Bantow: Ramerad schaftsversammlungen um 20 Uhr: Kameradschaft Bantom- Norb bei Meier, Friedrichshain: Mittwoch Türkisches Zelt. Kameradschaft Bantom- Sild bei Mees, Lindenpromenade. Januar, 19% Uhr, Kameradschaft Vetersburg, Bersammlung im Betersburger Sof, Petersburger Str. 57. Neumahl der Ramerabfdjaftsleitung. findet am Montag, 14. Januar, im Jugendheim Tiedstraße statt. M the: Die nächste Rusammenkunft des Jungbanners Brenz laner Berg: Jugendbannerversammlung am Dienstag, 8. Januar, fällt aus. Dafür am 15. Januar im Altersheim Danziger Straße. Montag, 7. Januas, 1 Jugendleiterfisung bei Burg. Auf dem Boftamt GD. 36 in der Staligerstraße habe ein Rentenempfänger ein sehr interessantes Erlebnis. Er erschien hier, um seine Sozialrente abzuheben. Der Postbeamte zahlte ihm die zustehende Summe anstandslos aus. Als er dann bei dem gleichen Beamten seine Altersrente forderte, wird ihm mitgeteilt, daß die Zahlung verweigert werden müßte, ba er bereits am 10. De zember o. A verstorben sei. Derselbe Mann also, an deffen Leben durch die Auszahlung der Soziafrente amtlicherseits nicht gezweifelt wird, mußte fich fagen laffen, daß er eigentlich schon längst begraben sei und daher jeden Anspruch auf die Gemährung weiterer Beldmittel zur Fristung seines Lebensunterhalts verloren hätte. Natürlich hat der Bofibeamte mur forrett gehandelt. In seiner Liste der Altersrentenempfänger ist ein Fehler enthalten, der erst berichtigt werden muß, bevor der Bostbeamte das Recht hat, die geforderte Summe auszuzahlen. Man fann aber von einem gewöhnlichen Sterblichen nicht erwarten, daß er alle Feinheiten der Bureaukratie tennt und den Unterschied zwischen einem verwaltungstechnischen Alliance- Platz. Reichsbunb ber Kriegsbeschädigten, Begirl 2, Moabit. Dienstag,&. Januar.. pünktlich 20 Uhr, Bandelftr. 35, Generalnerfanumlung. Reumahl bes Bor flandes. Erscheinen ift unbedingt Bilicht. Ortsgruppe Meften: Generalver fammlung am Freitag, 11. Sanuar, 20 Uhr, im Bahnärztehaus, Slowitz. 106. Seuwahl des Vorstarbes. Deutscher Bund für Mutterschuh. Ortsgruppe Berlin. 7. Januar, 20 Uhr, im Bürgerfaal des Berliner Rathauses, Borträge. Brot. Pascha- Ofersti( Riem): Sexualstrafrecht in Rußland." Dr. Kurt Siller: Serualstrafrecht in Deutfo land. Société de Conversation Française. Montag 20.30 s Café Burkhardt, BelleConférence et discussion. 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