Nr. 4. Escheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 M., für das übrige Ausland 3 Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfa. Inserate für die nächste Nuwe müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, v. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 5. Januar 1896. Die Parkei der Unzufriedenen, so nennen die Gegner uns höhnend, und gerade jetzt haben fie, um die Berechtigung dieses Ausdrucks festzustellen, fich auf einen Artikel bezogen, den ein sozialdemokratisches Blatt am Schlusse des Jahres an seine Leser gerichtet hat. Dieser Nachweis war vollkommen überflüssig. Wir bestreiten nicht, daß wir die Partei der Unzufriedenen sind, und wir schämen uns dessen nicht nur nicht, sondern sind sogar stolz darauf, Sozialdemokratie und betrachten es als den Born unserer Stärke und als eine Bürgschaft des Sieges. " Es mag ja wohl Genossen geben, denen die Partei etwas zu schnell wächst und denen es lieber wäre, wenn jeder, der in unsere Reihen eintritt, sich schon vorher über unsere Prinzipien ganz klar gemacht hätte. Auf unseren Kongressen find solche Anschauungen wiederholt zum Ausdruck gekommen allein fie beruhen im Grunde doch auf einer Verwechselung der Begriffe:" Partei" und Sette" oder„ Schule". -O Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: " handelt werden, und dem ein neuer Horizont sich eröffnet;| schaft ist hauptsächlich auf diesen Punkt gerichtet. Sie der Handwerker und Kleingeschäftsmann, der Jahre lang schrecken in der wilden, wucherischen Gier nach den„ Arden Konkurrenzkampf mit der Fabrik und dem Magazin beitergroschen" selbst nicht vor offenen Drohungen mit gefurz, sie lassen geführt hat und, trotz aller Anstrengungen und Entbehrungen, waltsamer Revolution zurück die Massen zur Unzufriedenimmer tiefer in den Sumpf wirthschaftlichen Elends gerathen nichts unversucht, Gelingt ist, bis er zuletzt instinktmäßig fühlt:, in dieser Gesell- heit" zu verleiten. It's ihnen gelungen? schaft giebt es feine Rettung für Dich", und der es ihnen? Für kurze Zeit bethören sie die politisch dann instinktmäßig nach der Rettungsplanke der Wenigstentwickelten; doch diese merken bald, daß ihre greift das Alles find Un- Retter nicht sie, sondern sich selbst retten, d. h. auf zufriedene, von denen keiner noch das Kapital" von Kosten des arbeitenden Volks fich bereichern wollen- und sie Mary, oder auch nur das Kommunistische Manifeft" klar fallen in hellen Haufen ab und der Sozialdemokratie zu. versteht; aber sind es unsichere Kantonisten? Sind es Wer zu uns kommt, bleibt bei uns, denn in den Elemente, die uns gefährlich find? Bringen fie uns eine Reihen der Sozialdemokraten sieht er Millionen, die das quantitative Stärke, die qualitative Schwäche ist? Be- gleiche Elend, das gleiche Ziel haben, und, versprechen wir drohen sie die Existenz der Partei, indem sie ihr eine un- auch keine utopischen Wunderkuren, wie die sozialen Kurnatürliche Ausdehnung geben, die zu den denkenden, pfuscher es thun, so zeigen wir den Opfern unserer heutigen treibenden und handelnden Kräften der Partei im Miß- Bustände die Ursachen ihrer Noth, wir zeigen ihnen die verhältniß steht? Natur der Gesellschaft, wir zeigen ihnen den Weg der ErNur ein sonderbarer Schwärmer, der von dem Wesen lösung und wir zeigen ihnen die Macht, durch welche die der Menschen und Dinge im allgemeinen und der Sozial- Erlösung bewirkt werden kann. Wir wenden uns nicht nur demokratie im besonderen keine Ahnung hat, könnte die an ihre Leidenschaft, ihr Menschengefühl, wir wenden uns Frage bejahen. auch an ihren Verstand. Eine Sefte oder Schule hat ein bestimmtes Dog ma; nur wer zu diesem sich bekennt, gehört zu ihr und sie schließt sich gegen die übrige Welt a b. Eine Partei hat kein Dogma, sie hat ein Pro- Wie der Sozialismus die logische Konsequenz des Partei der Unzufriedenen! Rein Zweifel, die 8u= gramm, das heißt bestimmte, auf das praktische Leben Kapitalismus ist, so wächst die Sozialdemokratie mit Noth- friedenheit hat noch niemanden zum Sozialdemokraten angewandte Prinzipien, stellt bestimmte praktische Forde- wendigkeit aus der kapitalistischen Gesellschaft heraus, gemacht. Die satte Tugend und zahlungsfähigemitunter rungen, und weit entfernt, sich gegen die übrige 28e It zieht ihre Rekruten aus der kapitalistischen Gesellschaft und auch Hammersteinisch verschuldete Moral klebt auf den abzuschließen, sucht sie dieselbe zu gewinnen, zu erwächst um so rascher, je schneller die kapitalistische Gesell- warmen Lehn- und Thronseffeln des Kapitalismus- gleichobern. schaft sich zerbröckelt, je mehr Existenzen sie zerstört und viel ob die Sessel mit konservativem Sammt, fortschrittuns zutreibt. Und alle diese Existenzen sind unzufriedene", licher Seide oder nationalliberalem Atlas gepolstert sind. alle sind Rekruten, die sich uns anbieten. Sie zurückstoßen, Die Zufriedenheit läßt alles beim alten, schafft keine Verwäre Selbstmord besserung. hieße der Partei das Wasser abgraben Eine Partei, die sich mit einer chinesischen Mauer umgürten, und jedem, der nicht das Parteiexamen bestehen tann, den Eintritt verwehren wollte, das wäre der Gipfel der Lächerlichkeit. der Partei. Freilich, gleich anderen Rekruten müssen sie Die Zufriedenen haben am Webstuhl der Zeit noch Allerdings„ Krethi und Plethi" dürfen wir nicht in ausgebildet, belehrt, zu guten Soldaten erzogen werden. niemals ein ordentliches Stück gewoben- fie verrichten, unsere Armee nehmen, nicht unsichere Kantonisten, die im Sie müssen erkennen, müssen wissen, weshalb sie soweit sie überhaupt arbeiten, meist nur Penelope- Arbeit, entscheidenden Moment uns verrathen. Indeß zwischen ins Elend gerathen find, und sie müssen mit ihrer Vernunft indem sie das Werk der Webenden zerstören wollen. Die Weber und Wirker der Weltgeschichte sind allezeit und solch unsicheren Rantonisten und fragwürdigen Retruten, erfassen, was bisher nur in ihnen dämmerte. die nur deshalb, weil sie in der bürgerlichen Das ist das große Erziehungswerk der Sozial- überall die Unzufriedenen gewesen. Das hat sogar der Herr Geheimrath Bödiker Gesellschaft persönliche Enttäuschungen erlebt haben, und demokratie, dem unsere Organisation und Propaganda zwischen den Millionen, die ökonomische Opfer des Kapitalis- gewidmet ist, und das nur vermittelst der Propaganda und neulich in seiner Denkschrift gesagt. Die Unzufriedenheit mus sind, ist ein himmelweiter Unterschied. Jene, wenn Organisationsarbeit, an der jeder Genosse nach seinen besten ist die Feder der Weltuhr, die Mutter alles Fortschritts. nicht ideal angelegt, verlassen uns, sobald die bürgerliche Kräften sich zu betheiligen verpflichtet ist, ausgeführt und Die Zufriedenen überlassen wir den kapitalistischen Parteien. Wir brauchen die Unzufriedenen. Ohne sie Gesellschaft ihnen wieder freundlich zulächelt. Diesen tann zu erfolgreichem Ende gebracht werden kann. sie nicht freundlich sein; diese hat sie zu grunde gerichtet, Also wir sind die Partei der Unzufriedenen. Daß es find wir nichts. Durch sie sind wir schon jetzt die stärkste und ist außer stande, ihnen zu helfen. Die Wenigen, die so viel Unzufriedene giebt, ja daß die Zufriedenen heute Partei Deutschlands geworden. Und der eiserne Kapitalis und unsere Feinde, feine Diener, forgen durch Almosen oder sonstige kleine Mittel noch für einige verschwindende Ausnahmen sind, das ist das Todesurtheil mus Zeit über Wasser zu halten sind, zählen nicht im Vergleich der kapitalistischen Gesellschaft; und daß die Unzufriedenen mit so außerordentlichem Erfolg für die Erzeugung mit den lawinenartig anschwellenden Massen der Opfer. zu uns kommen, das ist der Lebensquell und die Lebens- und Vermehrung der Unzufriedenheit, daß die stärkste Partei von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde stärker wird, bis Der Kleinbauer, der mehr und mehr zurückkommt, berechtigung der Sozialdemokratie. bis ihm sein überschuldetes Gut versteigert wird und er mit Die anderen Parteien lassen es fürwahr an Mühe nicht sie start genug ist, jeden Widerstand siegreich niederzitFrau und Kind in die Stadt gehen muß; der Sachsen- fehlen, um Unzufriedene zu schaffen und die Unzufriedenen werfen. gänger, der aus den Ostprovinzen westwärts zog, weil er zu sich heranzulocken. Drum hoch die Unzufriedenheit! Die Agitation der Antisemiten, Hoch die Partei der Unzufriedenen! hörte, daß dort die Menschen nicht ganz wie Hunde be- Agrarier und sonstigen Demagogen der bürgerlichen Gesell22 22 Clotilde. ( Nachdruck verboten.) plöglichen Todesfall konnten aber vielleicht Tausende unglücklich werden. Roman aus der Gegenwart von H. W. M. von Walthausen. Man sprach nämlich ganz offen von der Einschleppung einer Seuche, die hier ihr erstes Opfer gefordert. Aus der Notiz des Bürgermeisters las man ans zuerkennende Vorsicht zwischen den Zeilen heraus, und daß biefer Mann gewiß nicht ohne triftigen Grund gehandelt haben könne. Daß ihn der Uebereifer dazu getrieben, daran glaubte niemand. Den ganzen Tag über war das Brambach'sche Haus einziges Stadtgespräch. Der Festaktus, der bei dem Jubiläum stattgefunden, wurde besonders lebhaft besprochen und kritisirt. Daß selbst der König dabei an wesend gewesen, das war ein Ereigniß. Mit eigenen Augen wollten die Neugierigen das kaum schon Vor- Das Haus Brambach's, das soeben, als von Ruhm Das Haus Brambach's, das soeben, als von Ruhm gekommene lesen. Daß der König dem Jubilar Titel und und Freude umstrahlt, geschildert worden war, wurde jetzt Orden verliehen, erregte Interesse. Was der Rönig ge- als ein verpestetes bezeichnet und gemieden. sprochen, erweckte Erstauuen, Verwunderung und Neid. Doch es tam noch schlimmer. Das Gerebe über ben Dieser und Jener war redlich bemüht, die große Ehre zu plöglichen geheimnißvollen Todesfall wurde immer größer, verkleinern und allerhand Glossen und hämische Bemerkungen es war im Munde aller und jeder setzte etwas hinzu. darüber zu machen. Die monarchische Partei fühlte sich Zuerst verbreitete, fich das Gerücht, der im Brambachgehoben und schwärmte schon von neuem Zufluß: Titel- fchen Hause eingekehrte Fremde sei feines natürlichen Todes und Ordensdurftiger Anhänger. Sie lobte Brambach, war gestorben. Man vermuthete, dann behauptete man, es liege stolz ihn zu den Ihrigen zu rechnen und forderte alle hier ein Mord vor. Bürger auf, sich ähnlich zu führen. Hier war ein eklatantes Mochte es von dem Arzte Dr. Langenberg oder von Beispiel, wie Königstreue belohnt wird. Während alle, die dem Assessor Händrich herrühren oder mochte es erfunden mit dem föniglichen Hofe in Verbindung standen, aufjubelten fein, furz, es tauchte plötzlich ein zweites Gerücht auf, der und im Gefühle ihrer Würde und Stellung mit Genugthuung Reisende sei vergiftet worden. Man hatte daher nichts Eiligeres zu thun, als nach Yorkshire, seiner Heimath, zu schreiben. Seinen Verwandten wurde der plötzliche Tod mitgetheilt. Sie wurden zur Beerdigung eingeladen und um Nachrichten über ihn, sowie Regelung des Nachlasses gebeten. Wie vertrug sich das mit dem Gerücht, daß ein Raub mord vorliege? Nach der gerichtlichen Aufnahme des Nachlasses war es aufgefallen, daß dieser ein sehr geringer war, in an betracht, daß der Major als reicher Mann bekannt gewesen. er aber konnte ihn beraubt oder getödtet haben? Die Brambach'sche Familie war eine respektable und unbescholtene. In den höchsten Kreisen war sie eingeführt, angesehen und geehrt. Schon aus Rücksicht darauf, daß der König selbst Umgang mit ihr gepflogen, war jedem Verdachte von vorn herein die Spize abgebrochen. Aus biefem Grunde schienen alle Gerüchte ebenso schnell zu vers stummen, wie sie aufgetaucht waren, hauptsächlich aber schienen sie todtgeschwiegen zu werden. Um nicht mißliebig zu werden und höheren Orts nicht anzustoßen, sprach man ein unbegründetes Gerede lieber gar nicht mehr nach und aus. Man sagte sich- bevon der Kundgebung des Königs sprachen, begab sich die Endlich kursirte ein drittes Gerücht, und ging wie sonders da aus Yorkshire teine Nachricht kam und die Mißgunft auf die Suche nach Verdächtigungen. Ihrer eine unheimliche Sage von Ohr zu Dhr. Der eng- Verwandten des Majors nichts von sich hören ließen, nicht eines nur unnatürlichen derselbe könne durch seine bekannte verschwenderische unermüdlichen Maulwurfsarbeit gelang es ausfindig zu lische Major sei machen, daß das Fest leider keinen ungetrübten Todes gestorben, es steigere sich das Schreckliche des Gift Lebensart sich selbst ruinirt und getödtet haben. Auch tönne der Arzt sich irren bezüglich der Annahme, daß Verlauf genommen habe, daß vielmehr sich bei all den mordes zu einem Raubmorde. Lichteffekten auch ein dunkler Punkt befinde. Das Fest Der Nimbus, der über dem Brambach'schen Hause heute eine Vergiftung stattgefunden. Es wurde wieder zurückhabe eine unliebsame Störung erfahren. In dem Hause, gegriffen zur ersten Vermuthung, die ja selbst der Bürgerdas mit Freude und Wohlleben erfüllt war, habe sich ein meister als die richtige aufgestellt und der Bürgerplöglicher Todesfall zugetragen und Trauer und Bestürzung meister mußte es ja wissen. Demnach hatte der Fremde sich auf der Reise den Krankheitsstoff geholt und war ihm hier gebracht. plößlich erlegen. Morgen geschwebt und es zu einem berühmten gemacht, war Mittags verweht, ein unheimliches Grauen hatte ihn vertrieben und das Haus zu einem berüchtigten gestempelt. Woher aber stammten die Gerüchte, und wer konnte sie begründen? Das vermochte niemand, fie lagen in der Luft. Wer konnte den Mord verübt haben? Mußte es denn ein Mord sein? Der Major konnte sich ja selbst verDiese Störung wurde bald mehr besprochen als das Fest. Die Mißgunst bekam die Oberhand, denn es gab viele Tausende von leer ausgegangenen Königstreuen. Das Fest hatte zwar Einen glücklich gemacht, durch den giftet haben. Man lobte daher überall den Bürgermeister wegen seines energischen Einschreitens und wegen der beruhigenden Worte, die er bekannt gegeben. Der Münchener Soldaten- Exze Studentenmüße oder Uniform zur Rechenschaft gezogen Soldaten, " zu mahnen. zu werden. Politische Uebersicht. deckt schließlich jedoch, daß es eine höhere Wahrheit giebt, echte Legende", die zwar falsch, aber doch weltgeschichtliche die mit den rohen Thatsachen in Widerspruch steht eine Wahrheit ist. erregt die Bevölkerung der bayerischen Hauptstadt tief. Selbst aus der besonders feines Ehrgefühl anzumaßen und darauf hin dem Die Herrschaften haben fein Recht, sich ein Darlegung des dienstthuenden Offiziers der Hauptwache geht hervor, ruhigen Bürger den Besuch der von ihnen frequentitten Lokale wie frivol der Unteroffizier 3 e ch oder 3 eh( er wird verschieden in zu verleiden. Die öftere Wiederholung solcher Borkommnisse den Blättern geschrieben) seine soldatische Schneidigkeit hervor- müßte dazu führen, daß überhaupt allen Soldaten der Besuch Freiherr von Münchhausen erklärte bekanntlich seine gelehrt hat. Der fragliche Offizier fagt: Es war um 12 Uhr 15 Minuten, als der Sergeant 3eb nicht beabsichtigt ist. öffentlicher Lofale in Uniform verboten würde, was doch gewiß Jagdgeschichten für wahrere Wahrheit als die gemeine Wahrheit." vom Train zu mir kam und mir meldete, er sei mit noch einem Die beiden Unteroffiziere sind nicht mit günstigen Augen Unser Verfasser hat aber mit einer Emser Legende Kameraden im Pschorr gewesen, wo ein ebenfalls anwesender angesehen worden, aber bedroht find sie nicht gewesen. Wenn nicht genug. Nachdem er die reichsfreundliche zerstört hat, Soldat des I. Infanterie- Regiments wiederholt an ihnen sie vorgeben, sie hätten beim Ausdrehen des Lichtes geglaubt, es macht er sich an die andere an die der Reichsfeinde. Auch vorübergegangen fei, ja sogar ihren Stuhl gerückt habe, ohne sei nunmehr auf eine Rauferei abgesehen, so hätten sie, wie es bie Liebknecht'sche Schrift über die Emser Depesche sei gegangen, habe ihm zur Rede gestellt und auf die Antwort des fernen sollen. Nur ein Rowdy stellt sich dann hinterher auf die egende. Freilich, alles was Liebknecht an Thatsachen vor namentlich, daß die Wenn's so voll ist im Lokal, dann macht man über- Lauer, um sich für eine ihm vermeintlich widerfahrene unbill zu bringt, wird als richtig anerkannt haupt keine Ehrenbezeugung", ihn um feinen Namen gefragt; rächen. Nicht anders hat Zech gehandelt, indem er von dem Bismarck'sche Textänderung mehr war als eine Stildarauf sei der Soldat wieder ins Lokal zurückgekehrt und habe Offizier der Hauptwache unter übertreibender und entstellender änderung, oder Verschärfung oder gar Milderung, wie mun die Ehrenbezeugung gemacht. Als er, Beh, später auf den Darlegung des Thatbestandes eine Patrouille forderte. der Verseschmied Felix Dahn in seinem Bismarc Abort gegangen sei, habe er zu bemerken geglaubt, daß der Soldat die Geschichte erzählt, es feien ihm nun 2 Biviliften auf vor Zorn und Wuth unzurechnungsfähig gewordene Mensch hafte Es wird aber schlimmer und schlimmer; der, wie es scheint, Roller gemeint hat, sondern eine gemeint hat, sondern eine ganz unzweifelFälschung. Der den Abort gefolgt und hätten ihn zur Nede gestellt, warum er befiehlt der Patrouille nicht nur zu laden, sondern schickt sich Material an, welches Liebknecht noch nicht zu Gebote Verfasser führt sogar den Soldaten aufgeschrieben habe, was gar nicht der Fall fogar an, feiern zu laffen gewesen sein soll. Er habe zur Antwort gegeben, daß der Soldat harmloser Gäste, worunter sich Frauen und Kinder befinden! feuern zu laffen in eine Menge stand, nämlich das Tagebuch des Königs Karol die Ehrenbezeugung verweigert und ihren Stuhl gerückt habe, Ausdrücklich macht die Instruktion den Gebrauch der Waffen von Rumänien, das den dokumentarischen Beweis liefert, und daß sich die Herren, wenn sie etwas wünschten, an eine von nicht etwa drohendem, sondern von wirklich ge- daß der Krieg mit Frankreich von Bismard langer höhere Stelle wenden sollten. Nun sei er, ebenso die Ziviliften leistetem thatlichem Widerstande abhängig. Davon Hand vorbereitet wurde und daß die Fälschung der in das Lokal zurückgekehrt. Nach einer halben Stunde sei der aber war absolut keine Rede das steht über jeden Zweifel Emser Depesche blos der Schlußstein eines diplomatischen Soldat wieder aufgebrochen und unter Zurücklaffung feines hinaus feft." ber i Gebäudes war, an dem viele Jahre langfeit 1862, wo Mantels vor ihn( Beh) hingetreten und habe mit spöttischer Bismarck zuerst bei Napoleon in Biarrig war- gebaut Miene die Ehrenbezeugung gemacht; in diesem Momente habe sich alles erhoben und Bravo Kommiß" und" Hinaus" worden ist. Wenn der Verfasser den Franzosen vorwirft, daß gerufen und in die Hände geklatscht. Nun sei das fie die von Bismarck redigirte" und in dem famosen Extrablatt Berlin, 4. Januar. Licht ausgegangen und er( 3eh) habe es für gerathen der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" veröffentlichte gehalten, feinen Kameraden zum Aufbruch Das Telegramm des deutschen Kaisers an den Emser Depesche für Ernst genommen und an die darin Unteroffizier Fischer habe sich auf der Straße an dem Thore auf- Präsidenten der Buren- Republik hat, so angenehm es in gedichtete Beleidigung Benedetti's geglaubt hätten, so ist gestellt, um dem Soldaten bei allenfallsiger Rückkehr das Seiten- Frankreich berührte, in England böses Blut gesetzt. Das unzweifelhaft ein Scherz- ebenso wie der Liebknecht gewehr abzunehmen; während er selbst zur Wache gegangen fei. Die englischen Zeitungen führen eine sehr heftige Sprache gemachte Vorwurf, daß er die höhere Münchhausen'sche Ich fommandirte nun einen Unteroffizier der V. Rompagnie mit und ein Blatt, die„ Morning Post", droht sogar mit Zu- Wahrheit der Fälschung nicht begriffen habe. zwei Mann, bewaffnet mit je einen Rahmen scharfer Patronen, fammenziehung einer englischen Flotte im Kanal. Das ist und stellte sie unter das Kommando des Sergeanten Beh. Die nun dummes Beug. Die englischen Blätter, die so schreiben, Attrape, und wir möchten wirklich den boshaften Schalk Der ganze Aufsatz ist offenbar eine journalistische Patrouille hatte den Auftrag, einen drohenden Widerstand gegen die Festnahme des Soldaten zu verhindern. Ich sagte kompromittiren nur ihre eigene Regierung, die dem Fli kennen, der sich hinter dem„ H. R." verbirgt. Beh und dem Unteroffizier ferner, wenn sie sähen, daß sie bustierzug gegen das Transvaal ja fern zu stehen beangegriffen würden, sollten sie laden lassen. Die Sachlage hauptet. Freilich, obgleich wir in dieser Frage bis zu Fuchsmühl im Kleinen. Das gemüthliche Bierland fannte ich nur aus der Erzählung Beh's. Ich mußte der An- einem gewissen Punkt mit den Kaiser übereinstimmen, so können Bayern scheint dazu bestimmt zu sein, die Segnungen des ficht sein, daß die Sache ernst ist; ich glaube, Beb hat mich wir der Absendung des Telegramms nicht zustimmen. Daß es preußisch- deutschen Militärgeistes der Welt in besonders gefragt, ob er auch einige der Rädelsführer mitbringen dürfe, ich sich hier um eine private Rundgebung handelt, wird im trassen Fällen vorzuführen. In Fuchsmühl führte der Streit gab die Patrouille zum Schuße der Unteroffiziere mit. Nach etwa Ausland nicht begriffen; und dafür, daß der Monarch in dieser um das den Bauern den Bauern vorenthaltene Holz zu einem 20 Minuten tam Sergeant Beh und Unteroffizier Fischer in Be- Weise gleitung dreier Herren zurück. Ich lud die Herren ein, einzutreten Weise mit seiner Person hervortritt, hat man namentlich schrecklichen Blutvergießen, zur Tödtung friedlicher Greise, und ließ mir die Sache erzählen, legte den Herren die Gründe in England kein Verständniß. Es wird dort als ein zum die ein Recht auszuüben glaubten, als fie mit dar, die mich bestimmten, die Patrouille abzusenden und sagte mindesten nicht freundlicher Akt der deutschen Reich 3- Art und Säge in den Lehnswald zogen; in München wäre ihnen auch, daß ich auf grund der Erzählung des Sergeanten regierung aufgefaßt, was nur privater Meinungsaus- es um ein Haar zu einer ähnlichen Katastrophe gekommen, gehandelt habe. Sergeant Beh berichtete mir sodann über das druck des Kaisers ist, und die englischen Sympathien für weil ein- Sergeant vom Train sich von einigen Eingreifen der Patrouille. Als die Unteroffiziere in Be- Deutschland werden dadurch nicht gefördert. ultigen Sylvestergästen geuzt fühlte. Man fragt sich gleitung eines Mannes das Zimmer betraten, stand alles auf und lief hinaus. Zeh hat deshalb in der Die Organisation der politischen Parteien wird erstaunt, wie es denn wohl eigentlich in dem Kopfe dieses Annahme bedroht zu sein, kommandirt:" Infanteristen jetzt in der Presse anläßlich einer Denunziation der„ Schlesischen Mannes aussehen muß, der sich berufen wähnt, gegen eine chargiren, Gewehr in Ruhe, Gewehr ab." Nun trat ein Veteran Beitung", eines erzreaktionären Junkerblattes," gegen die ganze Schaar friedlicher Bürger- allerdings nur Bürgervor und beschwichtigte die Menge; ich habe diesem Veteranen Organisation der freifinnigen Partei eifrig besprochen. nicht nur etwa den Ankläger zu machen, sondern das Todesspäter, da er sich bei den auf der Wache erschienenen Herren Alle anständigen Blätter äußern sich dahin, daß urtheil auszusprechen: denn wenn nicht besonnene Männer befand, mein Bedauern ausgesprochen, daß er nicht von allem wenn die Organisation der sozialdemokratischen Partei der das Schlimmste verhütet hätten, so wäre sicherlich doch von seinen Lippen das verhängnißvolle Wort Feuer!" geAnfang an die Partei der Soldaten ergriffen. Nun nahm der preußischen Verordnung über das Vereins- und Ver- feinen Lippen das verhängnißvolle Wort" Feuer!" geSergeant den zurückgelaffenen Mantel des Soldaten an fich fammlungsrecht widerspricht, und die Träger der Organisation fallen. Man muß die grauenhafte Durchschlagskraft und entfernte fich, nachdem er noch einem Herrn Festnahme bestraft werden sollten, ein gleiches Borgehen gegen die unserer modernen Infanteriegewehre kennen und eine sehr angekündigt hatte. Ich faßte die Frage des Sergeanten Beh, lebhafte Phantasie besitzen, um sich die schrecklichen Folgen ob er den einen oder anderen der Rädelsführer mir bringen Organisationen aller anderen Parteien und in erster einer Schießerei in einem Gasthause ausmalen zu können. dürfe, dahin auf, daß er vorläufige Festnahmen vornehmen Linie gegen die konservative Partei und den Bund der Nun, es ist ja zum Glück nicht dazu gekommen: aber an Landwirthe von nöthen wäre. Freilich würde das nur der typischen Bedeutsamkeit des Vorganges ändert das dann gelten, wenn alle Preußen wirklich vor dem Gesetze nichts. Er ist ein ganz natürlicher Ausbruch des in die gleich wären. engsten Anschauungen und Vorurtheile eingepreßten militärischen Geistes, der als die feinste Blüthe unseres nationalen Lebens so häufig gepriesen ist. wolle." Der Offizier mag durch Beh getäuscht worden sein. Es war aber feinesfalls zu rechtfertigen, daß er dem Unteroffizier, der felbft an der Sache betheiligt war, sogar Vollmachten ertheilte, einige der Zivilisten, die weiter nichts verbrochen hatten, als den Unteroffizier zu frozzeln, nach der Wache bringen zu lassen. Selbst die militärfrommen Münchener N. N." tommentiren den Vorgang folgendermaßen: Die Emser Legende so betitelt sich ein höchst interessanter und auch höchst seltsamer Aufsatz, den die Grenzboten" in ihrem letzten Hefte veröffentlichen. Der Verfasser, der" Elberfeld, H. R." zeichnet, giebt Hammerstein und die griechische Regierung. Das " Das Berhalten des Publikums, des Wirthes und der Gäste weiteres zu, daß alles, was dem deutschen Volke über die angeb- Wolff'sche Telegraphen- Bureau übermittelt aus Athen verdient alle Anerkennung. Sie haben starter Herauslichen Vorkommnisse zwischen Benedetti und dem preußischen folgende Depesche: forderung gegenüber Mäßigung bewahrt und dadurch unDer Minister des Aeußern, Stuzes, proteftirte bei Gelegen absehbares unheil verhütet. Es muß aber flar und energisch Rönig erzählt worden ist, und was in dem berüchtigten heit eines Interviews gegen die Angriffe, welche in der Anausgesprochen werden, daß wir Bürger in Lokalen, die der Ge- Reptillied:" König Wilhelm saß ganz heiter 2c." grotesken gelegenheit des Freiherrn v. Hammerstein gegen ihn gerichtet selligkeit und harmlosen Unterhaltung gewidmet sind, es Ausdruck gefunden hat, Legende ist, von A bis 8 unbewußte wurden. Die Blätter hätten behauptet, daß Hammerstein ausuns nicht gefallen lassen fönnen und wollen, für oder absichtliche Dichtung. Alle behaupteten Thatsachen geliefert und mit Gewalt an Bord eines österreichischen jeden Blick oder jedes Lachen von Raufbolden in find unwahr, das erklärt der Verfasser rückhaltlos, ent- Schiffes gebracht worden sei, wo er verhaftet worden wäre, Kunst und Wissenschaft. So wechselte, wie die Windfahne, das öffentliche Tagesgespräch. Der Wahltag erhöhte die Aufregung, lenkte aber zugleich ab. Für die Neuigkeitskrämer, die nur vom Heute" leben, bot ja die Residenz immer viel neuen und immer anderen Stoff zum Klatsch, so daß der von heute morgen schon eine alte Geschichte war. 17. überhaupt nicht zu durchfezen vermöchten, hat der berühmte Physiker Herz gezeigt, daß sehr dünne Schichten z. B. feine AluminiumDie Nationalökonomin Frau Dr. Daszynska hält am bäutchen die Rathodenstrahlen hindurchlaffen und auf diese That 7. Januar 1896 abends 8 Uhr im Fall- Realgymnasium, Lüßow- fache geftüßt hat ein Schüler von Herz, Prof. Lenard, fürzlich straße 84 d einen bemerkenswerthen Vortrag. Das Thema, über interessante Untersuchungen über diese Strahlen angestellt, nachwelches sie sprechen wird:" Die Bedeutung der nationalökonomi- dem sie durch ein Blattaluminiumfenster aus dem Gasrohr, in schen Studien für die Frauenerziehung" soll dazu beitragen, den dem sie erzeugt wurden, ausgetreten waren. Hierbei zeigte es Frauen die Wichtigkeit der erforderlichen Kenntnisse des Bolts- sich, daß die Kathodenstrahlen sich in einer Reihe wesentlicher wirthschaftlichen flarzulegen. Es steht zu erwarten, daß an- Eigenschaften von allen befannten Strahlen auszeichnen. schließend an diesen Vortrag ein Rurfus von 10 Vorlesungen Röntgen beobachtet. Er umgab ein Geißler'sches Rohr, in welAber noch viel merkwürdigere Erscheinungen hat Profeffor Brambach hatte nach seinem Jubiläum sehr wechsel- eingerichtet wird. Der Kursus wird folgendermaßen sein: Gin- chem Rathodenstrahlen erzeugt werden konnten, mit einer dichten volle, vielseitige Erlebnisse. Viele seiner Bekannten erfuhren leitung in die Nationalökonomie. Populärer Borlesungs- Sülle aus schwarzem Karton; trotzdem nun feinerlei Licht auserst durch die Zeitung, daß der Tag seines Jubiläums ge- aytlus von Dr. Sophie Daszynska.- 1. Volkswirthschaft und treten fonnte, bemerkte er, daß im völlig verdunkelten Zimmer, Hülle aus schwarzem Karton; trotzdem nun feinerlei Licht auswesen. Volkswirthschaftslehre Ihre Stellung in der Reihe der in der Nähe des Kartons ein mit einer phosphorescirenden SubViele hatten es gewußt, aber verpaßt. Alle tamen anderen Wissenschaften Ihre Methoden Die Naturgefeße stanz*)( Leuchtfarbe) bestrichener Papierschirm zum Leuchten gebracht nun, um das Versäumte nachzuholen, sich zu entschuldigen, und die sozialen Regelmäßigkeiten- Die volkswirthschaftlichen wurde. Diese Wirkung auf die Leuchtfarbe konnte bis zu 2 Meter EntSysteme. Eintheilung der wirthschaftlichen Erscheinungen in ihm zu gratuliren, ihm Glück zu wünschen zu den so ganz Produktion, Bertheilung und Konsumtion- Gegenseitige Ab- fernung von dem Apparat beobachtet werden. Bringt man zwischen außergewöhnlichen hohen Auszeichnungen. hängigkeit diefer Brozeffe- Angebot und Nachfrage Wirth stände, so beobachtet man zunächst, daß fast alle Körper mehr den Apparat und den leuchtfähigen Schirm irgendwelche GegenWohl an zwanzig Mal mußte er den Verlauf des Fest- fchafts- Stala- Natural- und Geldwirthschaft. Die heutige attes, das Erscheinen des Königs, dessen Worte, und die Kreditwirthschaft. 3. Die Lehre vom Gut Natur, Arbeit oder weniger für die Wirkung durchlässig find; so hemmen 2 bis 3 Zentimeter dicke Bretter aus Tannenholz die Wirkung nur Worte, die er dann selbst erwidert, hererzählen und noch und Rapital in der Entstehung der Güter Arbeitsleitungsehr wenig, ebenso lassen mehrere Zentimeter dicke Hartgummiplatten Produktivität der Arbeit. immer wollte das Fragen kein Ende nehmen. 4. Werth- Mehrwerth Rapital noch Strahlen( Röntgen bezeichnet sie vorläufig als K- Strahlen) Natürlich kam zuletzt die Rede jedesmal auf den viel- bildung. 5. Preis und Geld- Funktion des Geldes – Währungs hindert, während Metalle schon in dünnen Schichten eine merkliche besprochenen Todesfall. Schwächung der Wirkung hervorrufen. Die eingeschalteten GegenDa galt es denn klug und vorsichtig zu antworten und eberblick ihrer Thätigkeit. 7. Die landwirthschaftliche und gewerbstände werfen infolge dessen je nach ihrer Natur und der Dicke liche Produktion- Theorie- Ueberblick der bestehenden ruhig und besonnen auftreten, um sich nicht zu verrathen. hältnisse. 8. Unternehmer und Arbeiter- Rente- Gewinn auf den leuchtfähigen Papierschirm. So erhält man z. B., der durchstrahlten Schicht mehr oder weniger dunkle Schatten Brambach wußte es so einzurichten, daß nicht er, sondern Arbeitslohn Lage der heutigen Arbeiterschaft Krisen. wenn die und Hand zwischen Apparat Schirm ge 9. Organisation der Unternehmer( 3ünfte, Kartelle, Fonds), bracht wird, ein der Frager das meifte sprach. bracht wird, ein Schattenbild derfelben, in welchem die Er schwieg viel, forschte mehr, als er antwortete und er- Organisation der Arbeiter( Gewerkschaften, Trades- Unions), Handknochen durch viel tiefere Schattirung sich besonders Fabrifgesetzgebung fuhr dadurch die sämmtlichen verschiedenartigen Ansichten, Klaffengegenfah. Darstellen. Sehr angenehm ist es, daß diese Schattenbilder firirt Gerüchte und man sagt", die über diese Angelegenheit Fabritinspektion- Ihre Wirkungen. werden können. Zu diesem Zweck entwirft man sie statt auf den in der Stadt im Umlauf waren. Konnte er aber Höchft intereffante Beobachtungen und Versuche hat in Schirm auf eine photographische Platte, die nachher in der übeinem hartnäckigen Frager nicht ausweichen, Frager nicht ausweichen, dann allerjüngster Zeit der Professor der Physit in Würzburg, W. C. lichen Weise entwickelt wird. Auf diese Weise hat Professor sagte er mit Betrübniß und einer erheuchelten Röntgen, gemacht; bisher sind sie nur in einer vorläufigen Mit Röntgen bereits eine Reihe höchst interessanter Aufnahmen gewie oben angedeutet, er hat die Handknochen, Rührung und Salbung: Der Mensch darf keiner theilung der Würzburger Physikalisch medizinischen Gesellschaft macht; Freude ungetrübt sich freuen, ein Tropfen Wermuth wird veröffentlicht. Eine große Zahl unserer Leser wird die schönen photographirt; er hat einen Gewichtsat photographirt, der in Lichterscheinungen fennen, welche fich beim Durchgang des elektrischen einem Holzkästchen eingeschloffen war das war möglich, weil ihm stets hineingeträufelt. Kein Glück ist vollkommen in Stromes durch verdünnte, in Glasröhren( sog. Geißler'iche das Hola für die X- Strahlen fast so durchlässig ist, wie Glas der Welt. Als ich auf der Höhe meiner Laufbahn zu stehen Röhren) eingeschlossene Gase bilden. Werden die Gafe mittelst für gewöhnliches Licht, während die Gewichtstücke aus Metall wähnte, da zeigte mir eine höhere Macht das Vergängliche der Luftpumpe mehr und mehr verdünnt, so nimmt die Licht fräftige Schatten werfen. Welche wissenschaftlich praktische Be alles Jrdischen. Der schönste Freudentag meines Lebens erscheinung an Glanz ab; dagegen gehen von der Kathode, das deutung derartige Photographien erlangen können, ist gar nicht wurde mir verbittert durch einen Trauerfall. Wie es zu heißt derjenigen Stelle, an welcher die Gasstrecke mit dem nega- abzusehen. Wir wollen auf die sonstigen höchst merkwürdigen gegangen, weiß ich nicht. Dann schwieg er, blickte be- tiven Pol der Elektrizitätsquelle verbunden ist, Strahen aus, Eigenschaften der X- Strahlen nicht weiter eingehen und unseren trübt vor sich hin und faltete die Hände in frommer Er- welche in vieler Beziehung ein merkwürdiges Berhalten Bericht mit der Frage schließen: zeigen. Sie pflanzen sich von der Rathode aus gradlinig fort, gebung. Der Frager wurde dann mit ergriffen von der önnen aber das Rohr nicht verlassen, sondern erzeugen dort, wo fiefen Bewegung, die Brambach zur Schau trug, lenkte sie die Glaswand desselben treffen, sogenannte Fluorescenzrücksichtsvoll das Gespräch auf einen anderen Gegenstand erscheinungen, d. h. sie bringen das Glas an dieser Stelle zu und Brambach war ihn los. einem gelbgrünlichen Zeuchten unter ziemlich starter Erwärmung.*) Gine phosphorescirende Substanz ist eine solche, welche Während man früher annahm, daß die Kathodenstrahlen feste Körper nach Belichtung in einen dunklen Raum gebracht, leuchtet, ( Fortsetzung folgt.) % Welche Erfolge hätte nicht ein geschickter Spiritist" mit Photographien vie den foeben beschriebenen erzielen, wie viele biedere Leute in seine Nege ziehen können? Und sollte nicht nnb daß vorher Agenten der deutschen Gesandtschaft da? Gepäck Hammerstein's durchsucht und die Briefschaften beschlagnahmt hätten. Der Minister stellte diesen Behauptungen ein formelles Dementi entgegen und erklärte, die deutsche Gesandtschaft habe thatsächlich die Auslieferung Hammerstein's verlangt, welcher als Flüchtling unter dem angenomnienen Namen Wilhelm Herbert in Athen lebte. Die griechische Regierung habe diese Forderung abgelehnt, habe sich aber in der Ev wägung. daß der Ausenthalt Hammerstein's in Athen gefährlich sei. entschlossen, denselben auszuweisen. Diese Ent scheidung sei Hammerstein 7 Uhr morgens und nicht mitten in der Nacht in Gegenwart des deutschen Konsuls mitgetheilt worden. Der Konsul habe sich Hammerstein gegenüber bereit erklärt, ihn sofort in Schutz zu nehmen, wenn er wirklich Herbert heiße, und habe ihn ersucht, seinen Paß vorzu weisen. Als Hammerstein dies verweigerte, entfernte sich der deutsche Konsul, ohne das Gepäck angerührt zu haben. Hammerstein wurde dann dem Polizeipräfekten vorgeführt und von diesem aufgefordert, noch am selben Tage auf einem der drei aus dem Piräus abgehenden Schiffe abzureisen; von diesen ging eins nach Alexandrien, die beiden anderen nach Ca tania und Brindisi. Hammerstein wählte das letztere Schiff und hat sich demnach freiwillig auf einein Dampfer unter italie- nischer Flagge eingeschifft. Er wurde bis zum Schiff von griel chischen Polizeibeamten begleitet, welche beauftragt waren, sich seiner Abreise zu versichern. Gewalt ist nicht gegen ihn angewendet worden. Der Minister des Auswärtigen ist der Meinung, daß Griechenland nur sein ihm zukommendes gutes Recht, von welchem die Großmächte oftmals Gebrauch machten, angewendet habe, und ist erstaunt, daß wegen eines so einfachen Vorfalles, welcher ganz wahrheitswidrig entstellt worden, so viel Lärm gemacht wurde. Der Minister Skuzes scheint nicht unterrichtet zu sein, worüber denn eigentlich deutsche Zeitungen ein Befremden geäußert haben. In der ersten Meldung des offiziösen Wolff'schen Telegraphen-Burcaus hieß es, Hammerstein sei als Anarchist auf Betreiben des deutschen Gesandten von der griechischen Regierung ausgewiesen worden. Das hätte weder der griechischen Regierung noch dem deutschen Ge sandten Ehre gemacht. War jene Meldung wahrheits- widrig, so liegt die Schuld an dem offiziösen Bureau, das sie in die Welt hinausgeschickt hatte. Gegen das Verhalten der griechischen Regierung, wie es Herr Skuzes in der obigen Mittheilung geschildert hat, läßt sich dagegen sicher nichts einwenden. Die griechische Zeitung„Ephemeris" theilt mit, Freiherr v. Hammerstein habe noch mehrere Tage vor seiner unfrei willigen Abreise von Athen den M i n i st e r p r ä s i d e n ten Delyannis um ein Interview gebeten.„Der Minister- Präsident entsprach dem Ersuchen und äußerte sich in dem �nter view eingehend über den ganzen wirthschaftlichen Mechanismus Griechenlands und über die Finanzfrage. Auch sonst be- wies der Ministerpräsident dem angeblichen Dr. Herbert großes Entgegenkommen. Frhr. v. Hammerstein hatte sich mit der Bemerkung eingeführt, daß es sein Wunsch sei, die politische Organisation in allen Einzelheiten kennen zu lernen." Auch Griechisch hat er zu lernen begonnen und schien deshalb die Absicht gehabt zu haben, sich in Athen ganz häuslich niederzulassen.— Die Stempelfälschnug des Freiherrn von Hammerstein Dem„Berliner Tageblatt' wird geschrieben: Ihre Mittheilung ,n Nr. 1. daß Freiherr v. Hammerstein nicht nur die Unter- schritt eines Mitgliedes des Kreuzzeitungs-Komitees(des Grafen Fnick von Finckenstein), sondern auch die Beglaubigung des Amtsvorstehers gefälscht und mit einem gefälschten Stempel ver« sehen hat. ist zutreffend. Freiherr v. H. hat die Feststellung dieser Thatsache sehr erleichtert. Er hat' nämlich den Stempel einschließlich der Rechnung des Graveurs, bei dem er ihn hatte anfertigen lassen, in seinem Schreibtische in der Köniagrätzer- straße liegen lassen. Auch hat Herr v. H. bei den Unterschriften sich nicht einmal die Mühe genommen, seine Handschrift zu ver- stellen.— Ucberraschend. Die„Konservative Korrespondenz" schreibt: „Die Nachricht von der Ergreifung des Freiherrn v. Hammerstein hat, wie wir gegenüber erfundenen Mit- theilluigen, wonach dieselbe im konservativen Lager Bestürzung hervorgerufen habe, senstellen müssen, in den maßgebenden konservativen Kreisen lebhafte Genugthuung gefunden"(sie!). Die Pointe dieses Scherzes steckt in dem Wort:„maßgegenden". Freilich, da bleibt das Räthsel: wer sind die„maßgebenden" konservativen Kreise? Baurath Schwechten» der Verfasser der berühmlen Kaineel- Inschrift, erhält nun von der„Post" des Königs Stumm und des„arbeitslosen" Gaffron das ehrende Zeugniß der Geistesverwandtschaft. Sie bezeichnet heute die Berliner Stadtverordneten auch als Kameele, frerlich zitirt sie nicht den verdienstvollen Baurath, sondern den „Kladderadatsch" als den verdienstvollen Urheber der Berühmt- heit der Stadlverordneten-Kameele. Das Witzblatt soll sich nach der„Post" durch diese Bezeichnung allgemeinen Beifall erworben haben. Gleich darauf erklärt sie, daß der„Kladderadatsch" tief gesunken ist. Es geht doch nichts über eine gute Redaktion.— umgekehrt die Betrachtung des ruhigen Fortschritts der exakten Wissenschaft die armen Teufel zur Einsicht bringen können, die leider auch aus Arbeiterkreisen immer wieder dem spiritistischen Humbng zum Opfer fallen? �.r. Theakev« Wer vou Gerhart Hauptmann's Florian Geyer ein Drama mit lebendigem historischen Hintergrund, mit machtvoller Hervorkehrung der sozialen Momente des Bauernkrieges erwartete, der wurde durch die gestrige Premiere im Deutschen Theater herbe enttäuscht. Gewiß brachte das Vorspiel, welches dieHartnäckig- leit des Adels und der Geistlichkeit gegenüber den zwölf Artikeln, den Bauernfordcrungen schilderte, gewiß brachten die drei ersten Akte, die von der Wurmstichigkeit, von der Zwietracht im Lager der Bauern zur Glanzzeit der Bewegung«in anschauliches Bild gaben, eine Fülle von frappirenden Skizzen; aber wenn der Vorhang fiel, so fragte sich auch mancher be- geisterte Anhänger Hauplmann's: Ist diese, in ihrem Geräusch fast ermüdend wirkende Fülle der Gesichte vom Dichter der„Weber"? Draniatische Lebendigkeit und rnuster- haste Charakteristik der Handelnden brachte der vierte Akt, der den völligen Niedergang der Bewegung vor- sührte und den kühnen Entschluß des Helden, brav dem Tod in der letzten Feldschlacht entgegen zu gehen. Das war ganz Gerhart Hauptmann. Das Resultat war. daß ein treffliches Heldenschauspiel am Publikum vorüberzog; aber ein soziales Drama gab uns Haupt- mann nicht. Doub Berlin, das in voller Pracht im Thealer an- wesend war, nahm das Stück getheilt auf; der rasende Hervorruf der Hauptmann-Gemeinde, dem der Dichter einige Male Folge leistete, vermochte den recht lebhaften Widerspruch nicht zu über- töne». Die Darstellung litt an mancherlei, vielfach kaum zu ent- schuldigenden Mängeln. Emannel Reicher, der den Geyer Die Ereignisse in Transvaal. Wesentliche Ver änderungen der Sachlage, die wir in dem gestrigen Artikel geschildert haben, sind nicht gemeldet worden. Die Re gierung des Präsidenten Krüger ist demnach vollkommen Herr der Situation, der Freibeuter Ja meson ist ge- sängen und erwartet sein Gericht.— Nach neueren Mel- düngen soll nun auch die zweite Räuberbande der Chartered Company, die in Transvaal einfiel, von den Buren ent- weder aufgerieben oder gesangen worden sein. — Inzwischen spielt der Telegraph unaufhörlich zwischen den Diplomaten der verschiedenen Mächte, die wieder ihre Kunststückchen aufführen. Es ist ganz unverkenn- bar, daß das Eingreisen des deutschen Kaisers durch sein bekanntes, von keinem Minister gegen- gezeichnetes Telegramm, die Angelegenheit komplizirt. England sucht das natürlich für sich auszunutzen und den Groll, den es sich durch seine kaum noch zweifelhafte Rolle bei dem Jamesson'schen Raubzuge zugezogen hat, gegen Deutschland zu wenden, indem es ihm vorwirft, den Staats- vertrag vom 27. Februar 1884 zwischen England und dem Transvaal verletzt zu haben. Nun verpflichtete sich zwar die Burenrepublik in dem Artikel 4 dieses Vertrages,„keinen Vertrag abzuschließen und keine Verpflichtung einzugehen mit irgend einem Staate oder Volke, mit Ai nähme des Orange-Freistaates, noch mit irgend einem Eingeborenenstamm im Osten oder Westen der Republik, bevor der Vertrag oder die Verpflichtung die Genehmigung der Königin von England innerhalb sechs Monaten ge- funden hat", aber damit gab sie unzweifelhaft ihre Sou veränität nicht auf, räumte England keinerlei weitergehende Hoheitsrechte ein. Ferner ist nicht einzusehen, welche „Rechte" Englands durch eine private Aeußerung des deutschen Kaisers, und nur um eine solche handelt es sich doch hier, verletzt werden könnten. Das ist auch in England selbstverständlich bekannt, wird aber absichtlich verschwiegen, um durch ein großartiges Geschrei die Aufmerksamkeit von dem Hauptpunkte ab- zutenken. Zweifellos ist, daß die Angelegenheit mit dem Siege der Buren über Janieson nicht abgeschlossen ist, sondern erst recht eigentlich beginnt. Die„Frankfurter Zeitung" will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, ... daß die Transvaal-Regierung den Standpunkt vertritt, daß durch den kriegerischen Einfall der englischen Kolonialtruppe in die Republik der Vertrag mit England von 1884 gebrochen sei und nicht mehr zu recht bestehe. Das Verhältniß der Republik zu England müßte nengeregelt werben, damit die Freiheit und Selbständigkeit der Republik auch von London aus nicht mehr angeziveifelt wird und die üiternationalen Beziehungen der Re- publik zu aiideren Mächten keinen Widerspruch mehr erfahren. Kenner der Verhältnisse meinen, daß die letzten Ereignisse eine Aenderung der Parteiverkältnisse in der Kapkolonie herbeiführen und daß aus der aus Engländern und Holländern bestehenden Partei, welche die Verwandlung Südafrikas in ein Reich an- strebte, die holländischen Elemente ausscheiden, wodurch die Macht und der Einfluß Cecil Rhades stark vermindert würde. Was das Verhalten der deutschen Reichsregierung betrifft, so meldet die„Köln. Zeitnng" aus Berlin: Gegenüber der gestrige» Mittheilung des englischen Parlaments- Mitgliedes Sir Ashmeed Barlett, daß deutsche Matrosen in der Delagoa-Bai gelandet seien, erfahren wir, daß es sich nicht um eine Thatsache, sondern um einen unausgeführt gebliebene», weil unnöthigen, Plan handelt. Angesichts des ins Trans- vaal- Gebiet hineinverpflanzten Ausruhrs hatte allerdings die deutsche Regierung die erforderlichen Anordnungen getroffen. um im Augenblick der Gefahr mit allein Nachdruck den letzten Zufluchtsort der dortigen Deutschen, das kaiserliche Konsulat, zu schützen. Insbesondere war auch die Landung von Marine- soldaten und die Fahrt derselben nach Prätoria zunächst von dem in der Delagoa-Bai liegenden Kreuzer„Seeadler" in Aus- sicht genommen, und ebenso war dem in Dar-es-Salaam liegen- den Kreuzer„Condor" gleich nach Eintreffen der ersten Nachricht vom Einbruch bewaffneter Banden in Transvaal der Befehl zu- gegangen, nach der Delagoa-Bai zu fahren. Nach neueren Nach- richten scheint es indessen Präsident Krüger gelungen zu sei», jede Gefahr für die Deutschen und sonstige friedliche Einwohner von Transvaal zu beseitigen. Eine AitSschiffung und Landung von Marinesoldaten ist dadurch überslüfsig ge- worden.— Der Flibusticrzug des von der englischen Kolonial- gesellschaft angeworbenen Gesindels aller Nationen hat eine ausgezeichnete Wirkung gehabt, an welche die Urheber sicher nicht gedacht haben: er hat, weil sich zu gunsten der Buren deutsche und französische Sympathien zusammen fanden, in Frankreich wesentlich dazu beigetragen, die traurigen Folgen der deutschen Kriegsjubiläums- oder Jubiläumskriegs-Feiern zu mildern und eine für das Verhältniß beider Länder günstigere Stimmung wieder herbeizuführen. Um diese Wirkung genügend zu würdigen, muß man sich vergegen- wältigen, wie tief diese sechs Monate langen Kriegs- und Siegesfeiern in Frankreich verstimmt und erbittert haben. gab, war nicht der Held, den sich Hauptmann geträumt haben mochte. Eine eingehende Würdigung des Schauspiels werden wir am Dienstag bringen. Eine unerhörte Skandalszene rief der dramatisch wirkungs- vollste letzte Akt im Publikum hervor. Während die sing- und weintrunkene Ritter die gefangenen Bauern mit der Hundepeitsche traktirten gaben einige Herren, darunter der be- kannte Alberti ihren Widerwillen in so rüpelhafter Weise kund, daß sie aus dem Hause expedirt wurden. Der Skandal hatte eine Unterbrechung des Spiels zur Folge. S. Theatcr-Chrouik. Königl. Schauspiele. 5. bis 13. Januar 1896. Opernhaus: Sonntag, S. Häusel und Grctel. Phan- tasten im Bremer Rathskellcr. Kroll's Theater, nach- mittags VeS Uhr: Der Troubadour. Montag, 6.: Tannhäuser. Anfang 7 Uhr Dienstag, 7.: Carmen. Mittwoch. 8.: Fra Diavolo. Phantasten im Bremer RathSkeller. Anfang 7 Uhr. Donnerstag. S.: Die Afrikanerin. Anfang 7 Uhr. Freitag, 10.: Eünfte Sinfonie der königlichen Kapelle. Anfang 7�/2 Uhr. onnabend, 11.: Die Hugenotten. Köniatn Margarethe Fräul. Mary Howe, aus New-Jork, als Gast. Anfang 7 Uhr. Sonntag, 12.: Jvanhoe. Kroll's Theater. Nachmittags VeS Uhr: Die Tochter des Regiments. Slavische Brautwerbung. Montag, 13.: Lohengrin.(Lohengrin: Herr Emil Götze, kgl. Kainmeftänger, als Gast.) Anfang 7 Uhr.— Schauspiel- haus: Sonntag, S.: DaS Hnngerloos. Anfang 7'/i Uhr. Kroll'S Theater, Anfang 7 Uhr: Uriel Acosia, Montag, den 6.: König Ottokars Glück und Ende. Dienstag, 7.: Emilia Galotti.(Hr. Friedrich Haase, als Gast.) Mittwoch, 8.: Das Hnngerloos. Donnerstag, 9.: Das Buch Hieb. Neu ein- stndirt: Die Noyalisten.(Herr Friedrich Haase, als Gast.) Freitag. 10.: Der Störenfried.(Herr Friedrich Haase, als Gast.) Sonnabend, 11.: Das Hungerloos. Sonntag. 12.: Doktor Klaus. Kroll's Theater: AbendS 7 Uhr: Vafaniasena. Montag, 13.: Das Hnngerloos. Dienstag, 14.: Zum 50jährigen Jubiläum des Herrn Friedr. Haase: Der KönigsUeutenaiit, als Abschiedsrolle in Berlin.— Im Deutschen Theater wird in nächster Boche Gerhart Hanptmann's neues Bühnenspiel aus Bei dieser Gelegenheit und da jetzt die offiziellen Be- Ziehungen zwischen dem deutschen Militärreich und der süd- afrikanischen Burenrepublik, die gar keine Soldaten hat, erfreulicher Weise sö warme geworden sind, möchten wir anregen, ob es nicht zweckmäßig wäre, eine Deputation deutscher Offiziere nach Transvaal zu schicken, damit sie untersuchen, wie es diesen Buren 1881 möglich war, als einfache Milizsoldatcn die wohlgedrillten englische,, Truppen aus unangreifbar geglaubten Stellungen heraus- zutreiben und bis zur Vernichtung zu schlagen. Unsere Militärbehörden gelangen dann vielleicht zu einer ge- rechteren und sachgemäßeren Beurtheilung des Miliz- s y st e m s.— *>* Deutsches Reich. — Vom Prinzen Leopold schreibt das„Berliner Tageblatt": „lieber den Konflikt des Kaisers niit dem Prinzen Friedrich Leopold kursiren, wie schon in unserer Morgenausgabe erwähnt. in Potsdam tolle Gerüchte. Die Stellungnahme des Publikums ist im allgemeinen dem Prinzen wenig günstig. Zwischen dem letzteren und seiner Gemahlin soll es unmittelbar nach dem Unfall, welchen die letztere erlitten hatte, zu einem heftigen Auftritt gekommen sein. Der Kaiserin, die bald daraus auf Schloß Glienicke eintraf, wurde der Bescheid, daß ihre Schwester sie nicht empfangen könne. Seitens der Kaiserin sei nun der Kaiser telephonisch herbeigerufen worden, der mit seinem Adjutanten sofort vom Neuen Palais nach Potsdam hinüber ritt. Das. was über die Begegnung des Kaisers mit dem Prinzen verlautet, ist so abenteuerlich, daß es sich der Wiedergabe entzieht. That- sacke ist, daß bald darauf eine aus Potsdam sofort requirirte Ehrenwache aus Schloß Glienicke eintraf und bis jetzt dort ver- blieben ist. In Potsdam verlautet, die Zurückgezogenheit des Prinzen, der seither nicht sichtbar geworden ist, werde sich auf insgesammt vierzehn Tage erstrecken. Der Stadtkommandant von Potsdam zieht täglich Erkundigungen über das Befinden Sr. königlichen Hoheit ein." Die„Kreuz-Zeitung". das Blatt, mit dem gewisse Hofkreise stets die besten Beziehungen ausrecht erhalten haben, schreibt: „Im Abschluß an die Nichtanwesenheit Ihrer königlichen Hoheiten des Prinzen und der Prinzessin Friedrich Leopold bei der Neujahrsfeier im hiesigen königlichen Schlosse werden in verschiedenen Zeitungen Gerüchte über angebliche Vorkommnisse verbreitet, über die wir etwas Zuverlässiges bisher nicht fest- zustellen vermochten und auf deren Wiedergabe wir deshalb vor- läufig verzichten."— — Neber das WaldenburgerGrubenun glück werden noch folgende Einzelheiten berichtet: Der an den von der Heydt- Schacht sich anschließende Wrangel- Schacht wird in fünf Sohlen abgebaut, die übereinander gelegen sind, und zwar in Abständen von je 50 Meter. Auf der tiefsten Sohle liegt die Unglücksstälte. Als unniiltelbare Ursache der Explosion ist ent» weder ei» im allerletzten Augenblick der Schicht abgefeuerter Sprengschuß oder Fahrlässigkeit anzunehmen. Für den Spreng- schuß sprechen die Annahmen der Beamten des Werkes, anderer- seils ist aber in der Nähe des Unglücksortes eine Sicherheitslaw.pe mit abgeschraubtem Deckel gesunden worden. Die wenigen Ge- retteten hatte» nur das Aufblitzen der riesigen Gasflammen von weitem gesehen, waren vom Luftdruck hingeworfen worden und eilten dann mit blutenden Köpfen und angesengten Haaren >um Schacht, um diesen eher zu erreichen als der giftige und er- stickende Nachschwaden. Am Nachmittage meldete sich noch ein als todt verzeichneter Hauer, der mit zwei Löchern im Kopse und einigen Schrammen davongekommen und von der Grube nach Haus geeilt war. Die Explosion erfolgte, als die etwas über fünfzig Köpfe zählende Belegschaft ihre Geräthschaften zusammen- packte und die Jacken auzvg, um die Ausfahrt anzutreten. Drei Mann, die einige Augenblicke früher Feierabend gemacht hatten, befanden sich schon im Schacht und brachten die erste Kunde des Unglücks nach oben. Sofort begann unter Führung des Steigers Krügel die zum Schichtwechsel angetretene neue Be- legschaft die Rettungsarbeilen. Mulhig fuhren die Braven ein. Leicht konnten ja dem ersten Schlage andere folgen. Diese Ge- fahr ging aber glücklicherweise vorüber, jedoch wirkten die Nach- schwaden so lungenlähmend, daß es im ersten Augenblicke nur möglich war, die wenigen, bis in die Nähe des Schachtes ge- langten Verunglückten zu bergen. Die Bergleute sahen m>d hörten ihre Kameraden im letzten Todeskamps aufzucken unb aufschreien, konnten aber keine Hilfe bringen. Immer wieder gingen neue Mannschaften in die Tiefe und nach und nach besserten sich d»e Luslverhältuisse. Die an die Oberfläche gebrachten Körper wurden in bereitstehende Schlitten gelegt und nach dem Knappschaftslazareth zu Waldenburg geschafft. Die noch lebenden Bergleute sind meist bis zur Unkenntlichkeit ent» tellt, da ihre Gesichter von der fürchterlichen Flammenwirkung geschwärzt und geschwollen sind. Wären diese Leute nicht schon völlig zur Ausfahrt angekleidet gewesen, so würden schwere Verbrennungen der Oberkörper noch hinzugetreten sein, so aber sind fast ausschließlich die Hände und der Kops mit Brandwunden bedeckt. Mit wenige» Ausnahmen sind die Ver» unglückten ältere Leute, fast durchweg Familienvater. Von der Gewalt des Schlages kündet der Zustand der Strecke aus drei» hundert Meter Länge. Die Baumstämme, die die Decke tragen. lud geknickt und weithin geschleudert; die zum Fördern bereit- dem Bauernkriege: Florian Geyer fünf Mal wiederholt und zwar außer Sonntag Abend, noch am Dienstag, Mittwoch, Freitag und nächstsolgenden Sonntag Abend. Am Montag wird Romeo und Julia gegeben, Donnerstag kommt Die Jüdin von Toledo, Sonnabend Weh dem, der lügt zur Aufführung. Als Nachmittagsvorstellung sind für heute Sonntag Der Talisman, für nächstsolgenden Sonntag Die Jüdin von Toledo angesetzt.— Der Spielplan des Lessing-Theaters hat Tit die nächste Woche dem Lustspiel„Comteffe Guckerl" alle Abende eingeräumt. Als Nachmittagsvorstellung kommt heute Madame Sans- Göns,' am nächsten Sonntag in neuer Ein» studirung Oskar Blumeuthal's Lustspiel Der Probepfeil zur Aufführung.— Das Berliner Theater zeigt den nächsten Mittwoch die erste Aufführung von Sardou's Fedora mit Frl. Pospischil in der Titelrolle an. Das Schauspiel wird Donnerstag und nächsten Sonntag Abend wiederholt. Heute wird abends Der Verschwender und nachmittags zu volkstyüm- lichen Preisen Hasemann's Töchter gegeben. Am Montag wird Des Meeres und der Liebe Wellen mit Herrn Heding vom Raimund-Theater in Wien als Gast in der Rolle des Leander zur Aufführung gelangen. Dienstag und Sonnabend finde» Wiederholungen von„Faust"(Anfang 7 Uhr) und Freitag als 13. Abonnements-Vorstellung eine solche vom Ver- chwender statt. Sonnabend Nachmittag geht zum letzten Male Prinzessin Goldhaar in Szene und für nächsten Sonntag Nachmittag ist Kabale und Liebe angesetzt.— Bruder Martin bleibt auch in der ganzen nächsten Woche aus dem Spielplan deZ Neuen Theaters. Bisson's Lustspiel: Der Herr Direktor soll Sonnabend, 11. Januar, mit Herrn Tewel« in der Titelrolle zum ersten Male in Szene gehen.— Im Sch iller-Theater kommt Nachmittag„Der Traum ein Leben", abends das Volksstück Der Meineidbauer von Auzengruber zur Aufführung. Montag wird Der Traum«in Leben, Freitag: Das Kälhchen vo» Heilbronn noch einmal wiederholt. Dienstag wird zum ersten Male Der Widerspenstigen Zähmung gegeben, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend wird die Vorstellung wiederholt. Im Rathhause indet morgen keine Veranstaltung statt, nächsten Sonntag ist Theodor Fontane-Abend.— Im Friedrich-Wilhelmlädtischen Theater bleibt das Schauspiel Gefallene Engel aus dem Spielplan, liegende Rohle wurde entweder weithin geschleudert, im Fluge| In Delsnih i. V. referirte Genosse A. Gerisch am und Aargau in die Lohnbewegung eingetreten. Von den Anges alles Entgegenstehende vernichtend, oder zu Staub zermalmt. 29. Dezember v. J. vor einer von über 1000 Personen besuchten ftellten der Jura- Simplonbahn haben 5300 durch ihre UnterVon den Schwere Förderwagen find zu drei und vier wie Kinderspielzeug Volksversammlung über die Thätigkeit des Deutschen Reichstages schriften sich der Lohnbewegung angeschlossen. übereinandergeworfen. und die jetzige politische Lage. Angestellten der Zentralbahn versammelten sich, wie schon berichtet, am Sonntag, den 29. Dezember, 1134 Mann in Olten zur Besprechung der von der Direktion eingegangenen Antwort. In einer einstimmig angenommenen Resolution erklärte die Verfammlung Festhalten an den gestellten Forderungen. Die Eisenbahnarbeiter wurden zum Anschluß eingeladen. Im Februar soll das weitere Versammlung über von Der Bahn- Die Agrarier innerhalb der schlesischen 3entrumspartei fordern in der Neiffer Zeitung" von ihren Abgeordneten Eintreten für den Antrag Kanig oder zum mindesten neutrale Stellung zu demselben. Man ersieht hieraus, wie die wirthschaftlichen Interessen das allgemein Parteipolitische zurückdrängen und auch den Bau der Zentrumspartei langsam aber sicher unterhöhlen. " -Professor Paulsen, eine der ersten Autoritäten in der Geschichtschreibung der deutschen Universitäten, äußert fich über den Feldzug gegen das Privatdozententhum unter anderem folgendermaßen: Die Privatdozenten sind nicht Beamte und sollen es nicht sein. Jede Vermehrung des Drucks auf Rorrettheit des Dentens wäre vom Uebel Mißtrauen ist die Begleiterin der Schwäche; die Schwäche fürchtet auch die freie Forschung. Die Zeiten der Wöllner, Kampy, Raumer, Mühler sind zugleich Zeiten der Depreffion des preußischen Staatswesens. " Aus dem Königreich Stumm. Die Frankfurter Zeitung" erhält eine Mittheilung aus Burbach, wonach Freiherr von Stumm auf den Bahnhöfen die Preßpolizei gegen den Verkauf ihm nicht genehmer Schriften ausübt. Im Wartesaal zu Saarbrücken wird durch Plakat auch die Zufnnft" ausgeboten. Herr v. Stumm ruft den Zeitungsverkäufer zu sich heran und sagt: Wie können Sie sich hier unterstehen, die Zukunft" feilzuhalten und obendrein noch das Platat da aufzuhängen?" Und wie der Verkäufer verlegen Entschuldigungen herſtammelt: heritammelt:„ Das Blatt ist ja geradezu gegen Raifer und Reich und ich begreife die Eisenbahndirektion nicht, daß sie solchen Unfug duldet. Fort mit dem Plakat." Das Plakat ist bis jetzt noch nicht wieder aufgehängt natürlich blos aus Rücksicht auf die Wünsche des Herrn Stations vorstehers Lips. Bei der Gemeinderath3wahl in Rohracker bei Stuttgart wurde von drei neuzuwählenden Gemeinderäthen ein Genoffe wiedergewählt. Italien. Parteipreffe. Der, Meißner Volksfreund" wird seit 1. Januar in Dresden in derselben Buchdruckerei wie die " Sächsische Arbeiter- Zeitung" gedruckt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Zu der bereits gemeldeten Verurtheilung eine des Genoffen Reichelt wegen Majestätsbeleidigung werden Direktion aufgeftelte Gehalts= Regulativ befinden. folgende interessante Einzelheiten gemeldet: Die zweite Straf- Direktion der Zentralbahn will die Angestellten, die Ge fammer des Landgerichts in Chemnih hatte, nachdem die hälter bis zu 1800 Frants bezieher, mit bedeutenderen ErSache bereits einmal vertagt war, für Dienstag, den 31. Dezember, höhungen berücksichtigen, als die mit höheren Gehältern. Das vormittags 9 Uhr, eine neue Hauptverhandlung anberaumt, dem flingt recht hübsch, aber es hat wohl nur den Zweck, die EisenDie Nordostbahn will erst ErAngeklagten aber erst am 28. Dezember die Ladung zugeftellt. bahner uneinig zu machen. Die wiederum beantragte Bertagung, weil nach§ 215 der hebungen über die Gehälter und Löhne der Eisenbahner im InStr. Pr. D. zwischen Ladung und Hauptverhandlung mindestens wie Auslande vornehmen, die hoffentlich nicht zu viel Zeit eine Woche Frist liegen muß, wurde abgelehnt, da sich das beanspruchen werden. Gericht auf§ 216 ftützt. Genosse Reichelt mußte sich also am Ueber einen Konflikt im schweizerischen Brauerei31. Dezember verantworten und auch sein in der Verhandlung Gewerbe schreibt die„ Soziale Praxis": In der ganzen Schweiz nochmals wiederholter Antrag auf Vertagung wurde abgelehnt: find etwa 1000 gelernte Brauer, meist Ausländer, beschäftigt, so kam es, daß der Angeklagte sich nicht einmal von denen etwa die Hälfte in den überall bestehenden Brauereinen Bertheidiger beschaffen fonnte. " Fachvereinen organisirt sind. Ihnen gegenüber sind die Brauerei Genosse Friedrich, der verantwortliche Redakteur des besiger in fantonalen Verbänden und zum theil in dem übeder Boltsboten", hat am Sonnabend eine sechs Verband schweizerischer Brauereibefizer zusammengeschloffen. wöchige Gefängnisstrafe angetreten. Die Magdeburger Boltsftimme" schreibt: 607 Mart 3wischen beiden Organisationen wurden bisher die ArbeitsVoltsstimme" schreibt: 607 Mart bedingungen durch Arbeitsordnungen für das ganze Kantonsgebiet 83 Pfennige haben die Genossen Baumüller, Gärtner und Albert geregelt, die alljährlich Neujahr auf ein Vierteljahr gekündigt Schmidt an die Gerichtskasse abzuliefern. Und weshalb? werden können( mit Ausnahme der Genfer, welche bis 1898 von Weil sie als Mitglieder der Lokalkommiffion( Baumüller feiner Seite gekündigt werden kann). Statt der seit März 1894 als Redakteur) für Redakteur) für strikte Aufrechterhaltung der Saal im Kanton Zürich bestehenden Arbeitsordnung( zehnstünstige sperre gesprochen resp. gefchrieben haben, welche die Sozial- Arbeitszeit für die Brauer, Ueberstunden mit 25 pet. Lohndemokraten Magdeburgs über diejenigen Wirthe verhängt, die zuschlag, jeder zweite Sonntag ganz frei, Minimallohn 60 Cts. den Sozialdemokraten ihre Säle rundweg, zum theil unter für die Stunde, Schiedsgerichte bei allen Streitigkeiten anzurufen) allerlei Beschuldigungen verweigert hatten. Hierdurch ist seitens hat der Brauer- Fachverein von Zürich und Umgebung eine neue der genannten Genossen grober Unfug verübt worden. Für vorgeschlagen, in welcher gefordert wird: zehnstündige Arbeitszeit dasselbe Vergeben hatte auch Genoffe Lankau vier Wochen nicht nur für die Brauer, sondern für das gesammte ArbeitsHaft zu verbüßen. Und der Erfolg? Drei Säle, die früher personal der Brauereien; für Ueberzeit- und Nachtarbeit Zuschlag für die Sozialdemokratie gesperrt waren, sind derfelben ge- von 50 pCt., ebenso für sämmtliche Sonntagsarbeit; Erhöhung öffnet worden." des Minimallohnes auf 65 Cts. die Stunde; Errichtung eines Genoffe Franz Lehmann von dem Boltsblatt" in Arbeitsnachweis- Bureaus; Verpflichtung der Brauereien, sämmtliche Halle wurde am 2. Januar wegen Beleidigung des Bergrathes Brauer nur von diesem zu beziehen, wofür ihnen eine Kontrolle Leuschner zu 2 Monaten und 2 Wochen Gefängniß verurtheilt. des Arbeitsnachweises eingeräumt wird. Daraufhin schlossen Die Staatsanwaltschaft hatte die Klage im öffentlichen sich sämmtliche Brauereibesitzer der Schweiz in zwei Sigungen Interesse angestrengt. in Olten und am 19. Dezember in Zürich zusammen und stellten ihrerseits eine Arbeitsordnung auf. Die tägliche Arbeitszeit soll für die größeren, unter dem Fabrikgesetze stehenden Brauereien 10, für die kleineren, außer diesem Geseze stehenden Brauereien Soziale Beberlicht. - Der Versuch, die abessynischen Prinzen als Geiseln im Kriege gegen die Schoaner zu verwenden, hat überall so herbe Verurtheilung gefunden, daß die in Crispi's Diensten stehenden Zeitungen und Depeschenbureaus die Sache als vollkommen harmlos darzustellen suchen. Aus Rom wird nämlich nun gemeldet, daß lediglich im Interesse der Gesundheit der Prinzen eine Luftveränderung nöthig war und sie deshalb Beim Gewerbegericht in Leipzig wurden 1895 ins- 10-11 Stunden betragen und in die Zeit von morgens 5 bis unter die Hut der Kolonialregierung von Maffauah gebracht gefammit 2670 Klagen angebracht, davon aber nur 203 in öffent- abends 7 Uhr fallen. Der Minimallohn soll nach Wahl der werden. Viel Glauben wird diese Darstellung nirgends finden.-lichen Sigungen mit Beisigern erledigt. Man sucht, schreibt man Brauereien für zwölf ganze Arbeitstage 78 Frants netto oder uns, die Mitarbeit der Beifizer augenscheinlich soviel wie mög 66 Frants bei Abgabe von täglich 6 Litern Bier für den Mann lich zu verhindern und die Klagen aus Sparsamkeitsrücksichten betragen, auf Lehrlinge findet das keine Anwendung. durch Vergleich vor dem Einzelrichter zu erledigen, denn seit nicht zum technischen Betriebe gehörigen Arbeiter sind aus1892 haben sich die öffentlichen Sigungen von 102 auf 46 ver- genommen. Sofortige Entlassung fann erfolgen bei Schädi mindert. H Rußland. Eine russisch chinesische Bant ist in Petersburg gegründet worden, welche zu ihrer Aufgabe die Unterstüßung der Handelsbeziehungen mit den östlichen Staaten Asiens hat. Zu den Gründern gehören Fürst Uchtowsky, Renée Briß, Mitglied des Direktoriums des Credit Lyonais, Goldstand und Rothtein. Das Grundkapital der Bank soll 6 Millionen Rubel in Gold betragen und durch 48 000 Attien zu je 125 Stubel in Gold aufgebracht werden. Serbien. Belgrad, 4. Januar. Die zwischen Serbien und Belgien abgeschloffene Auslieferungs Ronvention ist heute unterzeichnet Türkei. worden. Der Ausschuß des deutschen Handelstages hat beschlossen, an das Reichsamt des Innern eine erneute Eingabe zu machen, worin ersucht wird, daß die Einhaltung der Pausen für jugendliche Arbeiter mehr einheitlich und den Verhältnissen entsprechend geregelt werden möge, das heißt, daß das Reichsamt für Deutschland gleich wie Bayern zulassen möge, daß wenn die Dauer der Arbeitszeit für jugendliche Arbeiter am Vor- und Nachmittage 31/2 Stunden nicht überschreitet, von der Einschal tung der Pausen abgesehen wird. Es soll also eine Verfümme rung der Arbeiterschutz- Bestimmungen erfolgen. Gewerkschaftliches. Alle gung an Maschinen, Materialien und Utensilien, wiederholter Trunkenheit, ansteckender selbstverschuldeter Krankheit, Streit und Bant im Geschäft. Die Benüßung des Arbeitsnachweises soll jedem Arbeitgeber freistehen. Sollte ein Boykott ausbrechen und nach versuchter Vermittelung des Verbandsvorstandes der Vereinigung zum Schuße gegen den Boykott nicht beigelegt werden, so ist der Vorstand berechtigt, die Arbeitsordnung sofort ohne Kündigung aufzuheben. Der genannte Verband schweizerischer Brauereien ließ sich als juristische Person in das Handelsregister eintragen und will jeder Brauerei, die von einem nicht selbstverschuldeten Boykott betroffen wird, für die ganze Dauer des Boykotls Schadenersatz leisten. Ueber die Konsequenzen, welche die Arbeiter aus diesem Gegenschlag der Unternehmer ziehen, verlautet bisher noch nichts. In Urfa( Mesopotamien) bauern die vor mehreren Tagen begonnenen Unruhen fort. Nach Angabe der Lokalbehörden beträgt die Zahl der bisherigen Opfer 900. Die Kurden und Beduinen sollen sich großer Grausamkeiten schuldig In der Tischlerei von F. Kenb in Berlin, Neue Hochgemacht haben. In Biredjit ist eine große Feuersbrunst ausstraße 24, haben sämmtliche Tischler die Arbeit eingestellt. Sie gebrochen. follten eine neue Arbeitsordnung unterschreiben, worin u. a. be- Depelien und lehte Nachrichten. stimmt war, daß die Arbeiter nicht fingen, pfeifen oder sonstwie fich unterhalten dürften. Durch diese Vorschrift fühlten sich die Tischler in ihrer Würde getränkt und weigerten sich, die Arbeitsdie Arbeit einstellten. ordnung an unterschreiben. Das Ende war, daß sie sämmtlich Afrika. Der abessynische Feldzug. Rom, 3. Januar. daß die Schoaner auf dem Vormarsche begriffen sind und Menelik General Baratieri telegraphirt, umlaufende Gerüchte besagen, ihnen folge. Rapitän Barbanti traf auf einem Rekognoszirungsmarsche unerwartet in Hauzen ein, zerstörte die Häuser der Rebellen und nahm einen Theil des Viehes mit. Ein feindlicher Trupp wurde bei Aiba von den italienischen Vorposten zerstreut. Der Kommandant von Matale sendet gute Nachrichten aus dem Fort. " erwarten, als in " Frankfurt a. M., 4. Januar.( B. H.) Wie die„ Frankf. Brieftern fanat firte Howas eine aufständische Bewegung westlich 3tg." aus Paris berichtet, versuchten in Madagaskar 3000 von Prieſtern fanat firte Howas eine aufständische Bewegung westlich von Tananarivo; diese wurde jedoch rasch von französischen Truppen unterdrückt. Aus dem Korrespondenzblatt der Generalfommiffion Wien, 4. Januar.( B. H.) Eine Konstantinopeler Meldung der Gewerkschaften Deutschlands. Es besteht die Absicht, des" Extrablatt" bestätigt, daß der Oberstallmeister des Sultans, zum August nächsten Jahres einen Kongreß der Litho- zzet Pascha und mehrere seiner Anhänger deshalb vor ein graphen, Steinbruder und Berufsgenoffen Kriegsgericht gestellt wurden, weil ein Vertrauensmann des nach London einzuberufen. Die Anregung dazu ist von Sultans diesem bewiesen hatte, daß Izzet Pascha das Haupt der Mit der Häuserzerstörung und dem Viehraub find die Italiener Berufsvereine der Branche haben ein Komitee mit der Aus- welcher die Abjegung Abdul Hamid's und die Proflamirung Mit der Häuserzerstörung und dem Viehraub find die Italiener Berlin ausgegangen, und fünf der hauptsächlichsten englischen Verschwörung gegen den Sultan gewesen sei. Izzet Pascha, also auf die Praktiken anderer Kulturträger in Afrika gekommen. In Madagaskar soll die Ruhe keineswegs her- arbeitung der nothwendigen Einzelheiten betraut. Das von Reschid's jum Khalifen anstrebte, wurde zu lebenslänglicher Verdiesem Komitee verfaßte Einladungsschreiben wird in den bannung nach Rhodus verurtheilt. gestellt sein, vielmehr sind, dem Pariser Matin" zufolge, die nächsten Tagen zum Versand kommen. Es enthält neben den Wien, 4. Januar.( B. H.) In hiesigen diplomatischen Einwohner in den östlichen Gegenden von Vonirongo in offener allgemeinen einleitenden Bemerkungen folgende Punkte, die dem Kreisen verlautet, wie die N. Pr. Pr." schreibt, daß die TransEmpörung begriffen, aufgehegt durch ihre Priester, die den Kongreß als Diskussionsbasis dienen sollen: 1. 3wecke und Ziele vaal- Republik fich infolge der legten Vorkommnisse veranlaßt heiligen Krieg zur Vertreibung der Weißen und zur Wieder der Fachvereinigungen; 2. Wie verhalten sich die Regierungen der sehen könnte, ein Protektorat Deutschlands anzuftreben. Da aber gewinnung des alten Kleinods Ravololo predigen. Einige verschiedenen Länder zu den Fachorganisationen? 3. Die allge- England unter Berufung auf seine Berträge mit Transvaal fich tausend Männer haben sich mit Flinten und mit Flinten und Aerten meinen Methoden der Vereinsleitung in den verschiedenen gegen die Annahme eines solchen Protektorats von feiten bewaffnet und den ihnen entgegengeschickten französischen Ländern; 4. Art der Unterstügung: Kranken-, Sterbes oder Deutschlands sträuben werde, so sei di Möglichkeit ernster AusTruppen, bestehend aus 5 Rompagnien Farbiger und Arbeitslosenunterstüßung; 5. Unterstüßung reifender Mitglieder; einandersetzungen zwischen Deutschland und England nicht auseiner Abtheilung Artillerie unter dem Oberbefehl des Komman- 6. Unterstützung im Falle eines Streits oder einer Sperre; gefchloffen.(?? Red. d. Vorw.) danten Ganneval, in nicht allzu großer Entfernung von 7. Arbeitszeit und Arbeitsverhältnisse; 8. Schnelligkeit der Pro- Wien, 4. Januar.( B. H.) Beim Aufthauen eingefrorener Tananarivo den heftigften Widerstand geleistet, fie wurden buktion; 9. Lohnverhältnisse; 10. Ueberstunden; 11. Beschränkung Gasröhren in der Hauptstraße des Landstraßenbezirks geriethen jedoch schließlich zurückgeschlagen. Daß diesem ersten Versuch der Anzahl der Lehrlinge; 12. Beschäftigung weiblicher Arbeiter. infolge ausströmenden Gases 15 Arbeiter in Lebensgefahr. Zwölf zur Befreiung von den Eindringlingen noch weitere folgen werden, um so sicherer zu scheint Quittung über Gelder, die bei der General von ihnen konnten von der Rettungsgesellschaft wieder zur Bebem südlichen Theil des Jmerina Landes ebenfalls eine tommission in der Beit vom 7. bis 28. Dezember finnung gebracht worden, während drei ins Spital gebracht allgemeine Erhebung bereits besteht. Die Zustände auf 1895 eingegangen sind: Quartalsbeiträge:( 3. Quartal werden mußten. Zentralverband der Maurer 663,90 m.( 2. und Konstantinopel, 4. Januar.( C. N. of G.) Gestern hat Wiadagaskar find also nicht so glänzend, wie sie seitens der 1895) 3. Quartal 1895) Verband der Kürschner 20 M.,( 4. Quartal nach soeben hier eingetroffenen Drathnachrichten, ein fürchterliches Regierung geschildert werden. ( 3. Quartal Blutbad bei Biridjek nahe Aintab stattgefunden. Neunhundert 1895) 3entralverband der Glaser 25 M., 1895) Verband der Glasarbeiter 363 M.,( Restbeiträge) Armenier wurden niedergemegelt. Matallarbeiter 6466 M.,( verschiedene Quartale) Unter- London, 4. Januar.( W. T. B.) Das Kolonialamt erhielt stützungsverein der Tabakarbeiter, Filiale Ottensen 100 m. heute Vormittag eine Depesche aus Capstadt mit Einzelheiten Die Generalfommission veröffentlicht hierbei auf Wunsch folgende über den Rampf Dr. Jameson's mit den Buren. Der Kampf Resolution: Die organisirten Tabatarbeiter Dttensens bedauern fand bei Krügersdorf am 1. Januar statt. Dr. Jameson ergab den im Unterstützungsverein deutscher Tabatarbeiter gefaßten Be- sich nach einem Kampf, welcher von 3 Uhr nachmittags bis 11 Uhr Für die Familien unserer im Effener Meineidsprozeß schluß, daß fernerhin feine Beiträge seitens des Vereins an die abends gedauert hatte, am Nachmittage des folgenden Tages. Seine verurtheilten Genossen gingen noch bei mir ein: Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands gezahlt Truppen griffen die starke Stellung der Buren dreimal vergeblich Aus Oldenburg i. Gr. von Reitmann 103, Schwelm werden sollen. Die Ottenfener organisirten Tabatarbeiter sehen an; sie schlugen sich mit großer Bravour. Die Buren waren durch Vogt 18,- Durlach( Baden) von dem Gewerkschafts- in der Generalfommission die Vertretung aller gewerkschaftlich sehr in der Ueberzahl. Dr. Jameson wurde mit 550 Mann nach Kartell 71,40. Mühlenbeck- Effen, Lifte 71, 18,50, Lifte 72-20, organisirten Arbeiter Deutschlands, sie wollen ein Theil des Krügersdorf in Gefangenschaft geführt und dann nach Prätoria Lifte 28 6,45. Mühlenbeck- Effen 40,-. Nürnberg von Siegfried Ganzen sein und Pflichten und Rechte mit der Gesammtheit gebracht. Dr. Jameson ist nicht verwundet. Die„ Cape- Times" Belz 24, Hamburg vom Statklub" Unter uns von 1898" 7,02. theilen, und beschließen zum Beweise deffen, der Generalfommiffion meldet, Jameson verlor 80 Todte. In Johannesburg tritt wieder Langenbielau durch A. Kühn von Genossen aus Laiswinge den aus örtlichen Mitteln 100 M. zu überweisen." Ruhe ein. Kindern als Weihnachtsgeschent 11,-. New York, 4. Januar.( B. H.) Nach einem JohannesDie Frankfurter Gewerkschaften haben im letzten halben Jahre eine erfreuliche Steigerung ihrer Mitgliederzahl zu ver- burger Telegramm an ein hiesiges Bankhaus soll Dr. Jameson zeichnen gehabt. Die Zahl der gewerkschaftlich organisirten Ar- und zwei feiner Offiziere standrechtlich erschossen worden sein. Caracas, 4. Januar.( E. N. of G.) Eine ungeheure Aufbeiter betrug im November 4441 gegen 3959 im Mai. Bemerkenswerth ist, daß die Mitgliedschaft der Brauer sich um 200, die der regung hat sich der Hauptstadt von Venezuela bemächtigt, Gastwirthsgehilfen um 103 vermehrte, während sich die Mit- da hier Berichte eingetroffen sind, daß die Aufständischen von der Bei der Wahl der Arbeiterbeifizer zum neuerrichteten gliederzahl der Schuhmacher um 77, die der Steinarbeiter um 60 Rüfte her abgerückt und bereits in Monagas eingetroffen sind, Gewerbegericht in Ebingen( Württemberg) siegte die und die der Schneider um 40 verringerte. Die Mitgliederzahl Die englischen Agenten im Innern schüren die zwietracht und Liste der sozialdemokratischen Kandidaten. Die Gewählten er der nichtgewerblichen Arbeiter in Frankfurt( Verband der Fabrik, ermuthigen die Schaaren. Präsident Crespo hat eine längere hielten von 273 abgegebenen Stimmen 191 bis 271. Von den während die Angelegenheit von der nordamerikanischen Regierung Fabrikanten war ein Wahlzettel mit sechs sogenannten„ Auch"-Land- und Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen) hat sich seither mehr Botschaft über den Grenzstreit abgefaßt. Dieselbe räth zur Ruhe betrieben werde. Auf die inneren Zwiftigkeiten bezugnehmend, arbeitern und drei Genossen als Lockvögeln aufgestellt, der in die Die schweizerische Eisenbahner- Bewegung, die sich bis spricht er feinen unbeugsamen Entschluß aus, jede Verschwörung verschiedensten Geschäftskomptoire gesandt und von dort an die Arbeiter vertheilt worden ist; diese Wahlmache hatte aber keinen jetzt auf die Hauptbahnen: Zentralbahn, Vereinigte Schweizer- gegen die Sicherheit des Staates zu unterdrücken, es fofte was Es sind bereits viele hervorragende Bürger, unter Erfolg, es wurden nur 68 solcher Bettel abgegeben, so daß der bahnen, Nordoftbahn, Jura- Simplon- und Gotthardbahn erstreckte, es wolle. Sieg der sozialdemokratischen Arbeiter als glänzend bezeichnet erfaßt nun auch die kleineren Bahnen. So ist in den letzten ihnen Hermogeno Lopez, früher Präsident der Republik, verhaftet werden darf. Tagen das Personal der Seethalbahn in den Kantonen Luzern worden. General Duchesne, der franzöfifche Oberkommandirende, soll recht besorgt über den sich immer mehrenden Widerstand gegen die französische Offupation sein. Partei- Nachrichten. Summa 299,57. Am 15. Dezember 1895 quittirt 52 830,61. Gesammtsumme 53 130,18. Den Gebern besten Dank. Bochum, Johanniterstr. 10, 2. Januar 1896. Wolfgang Wunderlich. als verdoppelt. = Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 4. Prozek Triffler. " " " Sonntag, den 5. Januar 1896. P 13. Jahrg. Am ehrlich zugiebt. Auch die Berliner Gemeindeschullehrer haben fast gar nicht. Das ist bisher so fortgegangen. damit schon üble Erfahrungen gemacht. Neujahrstage sind dem Besizer aber von 55 Wohnungen" nur" Eine Anklage wegen Anreizung verfchiedener Bevölkerungsklassen zu Gewaltthätigteiten Auch die Berliner Armenärzte klagen in ihren 25 gekündigt worden. Derartige Beispiele ließen sich sehr viele anführen. Dabei ist aber noch gar nicht abzusehen, wann sich führte gestern die Frau Clara Teistler geb. Harnisch, den Jahresberichten vielfach wieder über ungesunde Wohnungen die Konjunktur für die Hauswirthe wieder bessern wird. Für Buchhändler Adolf Brandt, beide zu Neu- Rahnsdorf, und den 3. B. im ersten Medizinalbezirk( Altstadt) über alte über- bas tommende Baujahr sind bereits so viele Neubauten projektirt, Buchhändler Wilhelm Rubenow vor die neunte Straf- völferte Häuser, mehrfach Familienhäuser; besonders werden daß der Ueberfluß an Wohnungen immer größer werden muß. ein Waisen= tammer des Landgerichts I. Sie wurden beschuldigt, durch Ver- eine ehemalige Kaserne und breitung des Flugblattes Proletarisches Manifest" in haus() namhaft gemacht. Ferner wird geklagt über feuchte, Leider ist trotzdem von Herabsehungen des Miethspreises nirgends Berlin, Wilhelmshagen und Stuttgart sich des obigen Ver- dumpfige Keller im 29.( Breslauer-, Fruchtstraße), 38.( wo eine wo die Rede ist. gebens schuldig gemacht zu haben. Frau Teistler ist die Rellerwohnung als menschenunwürdig geschlossen wurde), 39. Dem Berliner Aquarinm ist aus Hameln an der Weser, Ehefrau des anfangs vorigen Jahres wegen Verbreitung ver-( Grenadier, Auguststraße), 58.( Wedding und Gesundbrunnen), einem Hauptort des Lachssanges, eine umfangreiche Sendung botener Druckschriften zu längerer Gefängnißstrafe verurtheilten 73. Medizinalbezirk( Bernauer, Strelitzerstraße) u. s. w.„ Die Lachseier zugegangen, damit sich hier aus ihnen die Jungfischchen Schriftstellers Hermann Teifiler und Schwester des gleichfalls Beschaffenheit der Wohnungen," heißt es in dem Berichte des entwickeln. Um die Besucher in den Stand zu sehen, den hochverurtheilten Otto Harnisch, welche beide unter der Firma 73. Bezirks, läßt viel zu münschen übrig. Es ist nichts Seltenes, interessenten Verlauf der Ausbildung und Ausschlüpfung der F. Harnisch u. Ko. zu Schöneberg sich mit dem Vertrieb sozia. daß auf einem Kerridor vier bis fünf Parteien mit Reimlinge und die ersten Stufen des Freilebens zu verfolgen, listischer und anarchistischer Schriften beschäftigten. Die damals ihren Schlafleuten wohnen; oft bestehen die Wohnungen der hat die Direktion die gut erbsengroßen, zart orangerothen Gier, mitangeklagt gewesene Frau Teistler wurde freigesprochen, weil Armentranten aus einem Zimmer, in dem gewohnt, geschlafen welche in feuchte Watte verpackt hier antamen, in einen entnicht bewiesen werden konnte, daß sie Kenntniß von dem In- und gekocht wird, häufig von fünf bis sechs Personen." Wenn sprechenden, beständig von frischem Wasser durchströmten Bruthalte der Schriften gehabt habe. Im Sommer vorigen Jahres das am grünen Holz geschieht, in ehemals amtlichen Gebäuden, apparat gelegt und diesen an das oberste Süßwasserbassin an fand auf Antrag der Ehefrau des Otto Harnisch, welche so mag fich unsere Bourgeoisie einen Begriff machen von den der Treppe gestellt, wo sie von oben her besichtigt werden Inhaberin der Günzel'schen Buchdruckerei ist und eine entseglichen Verhältnissen, unter denen die Proletarier in den können. Hauptgläubigerin der Buchhandlung war, eine Versteigerung Miethstafernen zu leben gezwungen sind. Freilich wird die In Kaufmann's Variété ist mit Beginn des Monats ein der Bücher und Druckschriften statt. Der Angeklagte Brandt, gute Gesellschaft" sich verteutelt wenig durch solche Mittheilungen neues Programm aufgestellt worden, das neben mancherlei mittelder früher Seminarist war, erstand die Vorräthe und schaffte sie ihr Wohlleben verkümmern lassen. mäßigen Nummern einige recht beachtenswerthe Leistungen aufnach Wilhelmshagen, wo er mit Frau Teistler einen neuen Verlag unter der Firma C. Teistler u. Ko. begründete. Letztere ver breitete nun das Proletarische Manifest", ebenso die anderen übernommenen Schriften, u. a. die Lichtstrahlen", welche sie in einem gedruckten Katalog ankündigte. Jenes Manifest schildert das Elend der Arbeitslosen und suchte die Gesetzwidrigkeit des Besizes dar; es fommt darin ein Ueber den Verein der Wasserfreunde hatten wir vor Wort vor vom Tage des gewaltsamen Umsturzes". Weiter gestern einen Artikel gebracht, in dem namentlich die empörenden heißt es: Bereinigen wir uns zu einem großen revolutionären Geschäftspraktiken, deren sich der Vorstand den Angestellten gegen internationalen Proletarierbund, der alle Schattirungen über schuldig gemacht hatte, wahrheitsgemäß geschildert waren. des revolutionären Sozialismus umfaßt und wir auf den Trümmern gründen Die Folge dieser Veröffentlichung trat gestern in zwei bezeichnenden der heutigen Schreckensherrschaft Maßregeln des Vorstandes zu tage. Das erste war, daß zwei ein neues Reich der Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit! Angestellte der Abtheilung für Wannenbäder auf der Stelle entDieses von Wichers von Gogt verfaßte Manifest fordert nach laffen wurden, von denen die Direktion glaubte, daß sie unserem Ansicht der Anklagebehörde nicht zum Kampfe mit geistigen Gewährsmann zuerst Mittheilung von den neuen AusbeutungsWaffen, sondern zum blutigen Kampfe auf. Frau Teistler hat praktiken gemacht hatten. Zum zweiten aber wurden an ihrer 5 Exemplare an Rubenow zum kommissionsweisen Verkauf ge Stelle zwei andere Bademeister unter den alten Bedingungen, daß ein Theil ihrer Fabrikgebäude, soweit dieselben in Berlin Die Direktion der Löwe'schen Fabrik hat den Wunsch, bracht. Der erst 21 jährige Brandt, der früher Volontär bei nämlich mit 60 m Monatsgehalt engagirt. Die Veröffentlichung und Moabit belegen sind, in das Weichbild von Charlottenburg Rubenow war und sich als individueller Anarchist" bekennt, der direktionellen Großthaten im Vorwärts" dürfte auch noch und Martinicenfelde aufgenommen werde und hat zu diesem verkaufte ein Exemplar an Major Bayer in Stuttgart. Frau zur Folge haben, daß der Ausschuß des Vereins der Waffer: 3weck einen Antrag an den Magiftrat gerichtet. Das MagistratsTeiftler und der Angeklagte Brandt führen an, daß alles, freunde sich mit diesen, die Angestellten wie das Publikum gleich follegium hat mit Rücksicht auf die schwebende Einverleibungss was bei der Auktion in ihren Besitz gekommen, von der mäßig in Mitleidenschaft ziehenden Maßnahmen ernsthaft befassen frage der Vororte in Berlin den Antrag abgelehnt. Polizei sehr sorgfältig durchgesehen und freigegeben worden sei. wird; auch soll von dem überwiegenden Theil der Vereins Die Staatsanwaltschaft hält dies für unrichtig und folgert dies mitglieder die Leistung der Direktion aufs schärffte verurtheilt daraus, daß Frau Teistler, als sie den Kriminalkommissarius werden, so daß anzunehmen ist, daß diese die alten ArbeitsSchöne eines Tages in Rahusdorf bemerkte, sofort ihre Ge- bedingungen allgemein wieder einführt, wenn nur die Angestellten schäftsbücher unter dem Dachfirst versteckte und mit Brandt Manns genug find, sich solidarisch und mit Energie zur Wehr ihre Wohnung verließ. Als Kriminalkommissar Schöne zu sehen. zur Haussuchung erschien, fand er die Wohnung verschlossen und mußte sie erst durch einen Schloffer öffnen lassen. Der Der Prozentpatriotismus hat sich im Jubeljahr Nr. 1 Angeklagte Ruben om erklärte, daß er mit der sozialdemokra- nicht allein an die bürgerlichen Hurrahschreier, die es nicht besser tischen Partei in gar keiner Berührung stehe. Seine Buchhand. verdienen, herangemacht, sondern auch und wohl in erhöhtem Iung bestehe seit 1863 und er beziehe und vertheile Bücher und Maße die aktiven Soldaten zum Spekulationsobjekt erDruckschriften der allerverschiedensten Art, je nachdem sie ver- toren. Eine hiesige Firma J. Maus versendet an die fehr langt werden. Er sei seit Dezennien Mitglied der deutsch- geehrten Herren Wachtmeister" ein Geschäftszirkular, in dem der freifinnigen Partei und seit achtundzwanzig Jahren Vor- Unteroffiziersstand im schamlosester Weise durch das Anerbieten ftandsmitglied des Bezirksvereins der Rosenthaler Borstadt. beleidigt wird, an dem Profit, der durch den Vertrieb eines Die beiden ersten Angeklagten behaupteten, daß das Proletarische patriotischen Gedentblattes" unter den Soldaten erzielt werden Manifest" schon vor zwei Jahren erschienen und nicht verboten soll, mit dem Lieferanten des Bildes zu partizipiren. worden sei. Kriminalkommiffarius Schöne bekundete, daß Nach einer eindringlichen Empfehlung des Bildes, von dem er zur Haussuchung bei Teistler u. Ko. durch den Ankauf eines vorgegeben wird, daß es von allerhöchster Stelle angenommen Exemplars des„ Proletarischen Manifestes" bei Rubenow durch und empfohlen worden sei, beißt es in der Zuschrift des Herrn einen Kriminalschuhmann veranlaßt worden sei. Er habe Maus: bei der ersten Hausfuchung 589 und ein zweites" Ich trete nun an Sie heran mit der Bitte, daffelbe Mal 980 Exemplare vorgefunden, ferner zahlreiche auch bei den Soldaten, wozu es sich am allerersten muß. In einer Resolution wurde diesem Bedenken in Exemplare der„ Lichtstrahlen" 2c. Nach seiner Meinung eignet, zu verbreiten, um dort den Patriotismus scharfer Weise im Interesse der Allgemeinheit Ausdruck Generationen den jüngeren neuem wieder gegeben. müssen sowohl die letzteren, als auch die Exemplare des Pro- bei gegeben. Auf das bedenkliche der Wahl eines schwerhörigen Ietarischen Manifests" feinerzeit bei der Haussuchung bei lebendiger zu machen, wodurch Arztes haben seinerzeit die Arbeitervertreter in der GemeindeF. Harnisch u. Ko. vor der Polizei verborgen geblieben sein. niedlichen Nebenverdienst haben können. Der Preis Vertretung hingewiesen, jedoch bei den bürgerlichen GemeindeRechtsanwalt Sonnenfeldt, der in Gemeinschaft mit dem des Bildes beträgt 3 M. und kostet Ihnen dasselbe fur 2,25 m. verordneten fein Gehör gefunden, was nicht zu verwundern ist. Rechtsanwalt Berg die Vertheidigung führte, behauptete, daß erhalten aber außerdem noch das elfte Bild gratis. Damit es Denn aus diesen Kreisen sucht niemand das Rixdorfer Gemeindedie sämmtlichen bei Rubenow aufgekauften fünf Exemplare nun auch den gemeinen Soldaten möglich ist, sich ein solches Krankenhaus auf, es sind vielmehr lediglich die arbeitenden durch den Kriminalschuhmann Schüßler für die politische Polizei Bild anzuschaffen, oder seine Eltern, Bruder, Schwester, Klaffen, welche darauf angewiesen sind. Verwunderlich wird aufgekauft worden seien und somit die Möglichkeit weg- Freund ein Präsent zu machen, fo gebe ich Ihnen die Bilder es daber unseren Genossen erscheinen, daß sich plötzlich bürger falle, daß in diesem Falle eine„ Anreizung" stattgefunden mit 4 Monate( 1) Biel und kann derselbe(!) bei jeder Löhnung liche Kreise ebenfalls der Sache annehmen und wir wollen daher habe. Der Vertheidiger behauptete" ferner, daß sämmtliche 25 Pf. an Sie abtreten, wodurch der Betrag in 4 Monaten auch den Grund verrathen, warum dies geschieht. Dr. Horneffer beschlagnahmte Druckschriften s. 3. auf der Auktion erworben bezahlt ist. Ich bitte also recht schleunigst ein Probeblatt, hat sich den Born der Hausbesitzer dadurch zugezogen, daß er worden seien, nachdem sie ausdrücklich von der Polizei als un- welches ja gratis und franko zugesandt wird, zu bestellen, damit als Polizeiarzt in strenger Weise gegen solche Hausbesitzer verbedenklich erklärt worden waren. Nach beiden Richtungen hin Sie Ihre Thätigkeit beginnen fönnen. Weihnachten fährt, in deren Häusern Wohnungen als feucht und ungefund wurden Beweisanträge gestellt, denen der Gerichtshof im weitesten und das 25jährige Jubelfest am 18. Januar 1896 steht befunden werden. In solchen Fällen verlangt Dr. Horneffer, Umfange stattzugeben beschloß. Zu einem demnächst anzu- bevor und ist jetzt gerade Beit, tüchtig Bilder zu verwie dies ja auch seine Pflicht ist, die sofortige Räumung der beraumenden Termin soll noch eine Reihe von Zeugen vor- faufen." gesundheitsschädlichen Wohnungen und das können ihm die Haus. geladen und eine Auskunft des Polizeipräsidiums eingeholt Selbstverständlich handelt Herr J. Maus auch aus purer pafchas nicht verzeihen. werden. Menschenliebe, denn: An der Weidendammer Brücke liegen die Arbeiten schon weist. Vermerkt zu werden verdient Herr François, der auf feit Wochen wieder so gut wie ftill. Die in den benachbarten dem Drahtseil geradezu staunenswerthe Jongleurkünfte ausStraßen wohnenden Geschäftsleute haben die Hoffnung auf- führte. Von ziemlich grobem Kaliber sind die amerikanischen gegeben, daß die neue Brücke mit oder doch kurz nach Gröffnung Neger Brooks u. Duncam, die durch ihre Prügelkünfte die Heiter. der Berliner Gewerbe Ausstellung dem Verkehr übergeben feit des Publikums zu erwecken wußten; in das Gebiet nicht werden wird. allzu zarifinniger Komit gehören auch die Bänkelsängervorträge der Gebrüder Nickel, die sich u. a. mit Hammerstein's Glück und Ende befaßten. Tüchtige Turnübungen am Trapez vollführte die Pauly- Truppe, wogegen Herr Gaston d'Aunac eine unglaub liche Fingerfertigkeit als Berwandlungskünstler an den Tag legte. Der in Berlin bekannte Bauchredner Blank trug, wie schon an so manchen anderen Stätten seines Wirkens auch gestern an den Rönigskolonnaden ein wohlgemessen Theil des Erfolges davons wirksam war ebenfalls der Pantomimen- Scherz Ueber Hals und Ropf", der als Schlußnummer aufgeführt wurde. " Tokales. " von auch Sie einen " 1750 Wohnungen stehen dem Anz. f. d. H." zufolge in Spandau leer. Hinterhäuser sollen fast gar nicht mehr vermiethet werden können, sie finden nur selten Abnehmer. Dieſe Wohnungsnoth" hängt zum wesentlichen mit den großen Arbeiterentlaffungen in den Militärwerkstätten zusammen, durch welche viele hunderte Einwohner zum Verlassen unserer Nachbar. stadt gezwungen wurden. Die Rigdorfer Gemeindeverwaltung scheint jetzt gegen diejenigen Beamten, welche sich Ausschreitungen gegen das Publikum zu schulden kommen laffen, energisch vorgehen zu mollen. So sind zwei Gemeindediener, bei welchen derartige Fälle vorliegen, am 1. Januar gekündigt worden, obwohl fie bereits längere Zeit im Gemeindedienst stehen. Mit dem Polizei- Arzt und Leiter des Rigdorfer Krankenhauses, Dr. med. Horneffer, ging diefer Tage eine Vers sammlung von Grundbesizern scharf ins Gericht. Man hielt es für unverständlich, wie die Gemeinde den genannten Herrn als dirigirenden Arzt des Gemeinde Krankenhauses anstellen könne, obwohl er einen schweren Gehörfehler hat, was für alle Patienten, die an inneren Krankheiten leiden, von größtem Nachtheil sein = Außer diesen(!) großen patriotischen 3wed habe Wegen Hehlerei in großem Umfange ist am Dienstag die ich noch ein mildthätigteitswert in Szene gefeßt und 48jährige Obsthändlerin Frau W. aus der Wrangelftr. 18 feft Die Hehlerin hat zahlreiche Verkäuferinnen zwar deshalb, weil ein Theil des Reinertrags zum besten der genommen worden. im Südosten der Stadt verleitet, sich an fremdem Gute zu ver hinterbliebenen Krieger und deren Wittwen hergegeben wird!" Wir nehmen zur Ehre des Unteroffizierkorps an, daß kein greifen. Frau W. hatte in der Markthalle IX. an der Eisenbahneinziges feiner Mitglieder auf das schmierige Anerbieten ein- straße einen Stand und war in dieser Gegend im Laufe der Zeit gegangen ist, mit dem der Händler sie für seine prozentpatriotischen sehr bekannt geworden. Am Dienstag kam sie in den Laden Zwecke dienstbar zu machen sucht. des Leinewandgeschäftes von Stock in der Wrangelstr. 120, drei Handtücher zu kaufen. Die Verkäuferin Jahn, Man will fich nicht den Magen überladen. Die H um Packetes auf. Er hielt die Käuferin an Zum Kapitel Schule und Hans". In der Päd. 3tg." meldet sich jetzt ein Berliner Gemeindeschullehrer und theilt, durch eine bezügliche Bemerkung der Redaktion des genannten Blattes angeregt, mit, was er bei der letzten Volkszählung in einem Hinterhause von Berlin NO. erlebt hat. Er habe bei dieser freisinnige Mehrheit der Stadtverordneten Versamm- die fie bediente, gab ihr statt drei achtzehn Stück. Gelegenheit einen Einblick in die häuslichen Ver= Größe des hältnisse der Schultinder gethan. Bestanden doch," Iung will sich, dem„ Berl. Tagebl." zufolge, am nächsten Herrn Stock, der die Bestellung gehört hatte, fiel die großen Jubeltage, dem 18. Januar bei der einfachen Markirung und öffnete selbst das Packet. fchreibt er, manche Wohnräume nur aus einer kleinen Küche des Festes" durch Hiffen der Flaggen, Blasen vom Thurm und gestellt war, ließ Stock die Verkäuferin und Frau W. durch einen Als so die Unredlichkeit festIch wußte oft faum, wo ich meine Zählpapiere ausbreiten sollte; zuweilen mußte ich, weil kein Stuhl zur Hand war, im Stehen Festbeleuchtung des Rathhausthurmes nicht beruhigen, verlangt Schuhmann sofort auf die Wache des 43. Neviers in der Eisenvielmehr noch einen feierlichen Redenktus im Festsaal. Von einem schreiben." Meine Erfahrungen," heißt es weiter unten, haben mich gegen meine Schüler milder, nachsichtiger gestimmt." Unter Festeffen soll dagegen Abstand genommen werden, da der bahnstraße bringen, von wo sie nach einem Verhör bei der den geschilderten Verhältnissen wäre es mir niemals gelungen, eine 27. Januar, der Geburtstag Wilhelms II. den Freisinnsmannen Kriminalpolizei in das Untersuchungsgefängniß nach Moabit ge= bracht wurden. Die Kriminalpolizei durchsuchte nun die WohSchönschrift anzufertigen. Was aber einem Erwachsenen absolut Gelegenheit zum patriotischem Schmaufen bietet. nung der Frau W. und fand ein ganzes Lager gestohlener unmöglich ist, das sollte man von keinem Kinde verlangen." Vom Häuserwucher. Uns wird geschrieben: Im Osten Sachen: Schürzen, Handtücher u. f. w. Die Sachen stammen Der Einsender tommt zu dem Schluß, daß kein Lehrer es übers der Stadt sind von Arbeitern und kleinen Handwerkern, die von aus verschiedenen Geschäften, sind aber noch nicht alle Herz bringen werde, ein Kind wegen unsauberer Arbeiten zu der Noth der Zeit getrieben werden, sich einzuschränken, Kündi- rekognoszirt worden. Die Nachforschungen in den Läden, die bestrafen, wenn er die Armuth der Eltern kenne. Wir gungen in kaum vorher dagewefenem Umfange erfolgt. Die Ver- Frau W. oft besucht hat, dauern daher noch fort. Wie viele wollen hinzufügen, daß verständige und gerechte Lehrer auch über miether, die Jahrzehnte lang die Miethsschraube mehr und mehr Verkäuferinnen betheiligt sind, steht noch nicht fest. die Faulheit, Unaufmerksamkeit und das schlechte Betragen ihrer angezogen haben, weil die Konjunktur ibnen günstig war, wollen Zur Beobachtung auf seinen Geisteszustand ist der Schüler oft ganz anders denken würden, wenn ihnen die häus- aber die Erträge ihrer Zinshäuser nicht schmälern lassen und lichen Verhältnisse immer bekannt wären. Bekanntlich trägt verweigern jede Ermäßigung der Miethen, bis die Wohnungen frühere Redakteur der Bismarckischen Berliner Neuesten Nachman sich seit langer Zeit mit dem Gedanken, wieder eine engere leer stehen. Um aus vielen nur ein Beispiel anzuführen, fei richten" Hauptmann a. D. Oskar v. Ehrenberg am Freitag als Untersuchungsgefangener in die Frrenabtheilung der Charitee Verbindung zwischen Schule und Haus herzustellen. Der wesentlichste eines Hauses in der Weberstraße Erwähnung gethan. Bortheil, der davon zu erwarten ist, wäre der, daß die Lehrer steinreicher junger Mann, der von seinem Vater sieben Häuser gebracht. Gegen v. Ehrenberg schwebt, wie schon früher mitdie meisten ihrer Schulkinder bald mit anderen Augen ansehen und die Hälfte des Ertrages eines großen Geschäftes geerbt die er im Redaktionslokal verübte, und es sind nun Zweifel an und dementsprechend anders behandeln würden. Die Sache hat hatte, welches jährlich mehrere hunderttausend Mark abwarf, freilich auch ihre bedenkliche Seite. Wer die Noth der besißlofen mußte etwa im Jahre 1880 das Haus in der Weberstraße über der geistigen Zurechnungsfähigkeit des 41jährigen Mannes er Klasse„ studiren" will, der wird sehr bald auch dazu gedrängt, nehmen, weil er sein Geld nicht verlieren wollte, denn der Vornach Mitteln zur Abhilfe zu suchen, und bei dieser Gelegenheit besitzer und Erbauer war verkracht und das Haus tam unter ist schon aus mancher Stütze der annoch bestehenden Gesell. den Hammer. Mit 68 000 Thalern bot sich der neue Besitzer schaftsordnung das Gegentheil geworden. Die befizende Klasse heraus, er ließ aus allen größeren Wohnungen kleine machen, sieht es daher auch nicht mehr gern, daß sich einer ihrer An- die er hoch vermiethete und alljährlich steigerte, so daß sich das hänger ernsthaft mit der Noth des Proletariats beschäftigt und fiel Haus zuletzt mit 90 000 Thalern verzinste. Renovirt wurde aber Ein hoben worden. Die Verhaftung eines Schuhmannes, die unter dem Verdachte der Unterschlagung erfolgte, der der Verhaftete in einer Bivilftellung sich schuldig gemacht haben soll, erregt der„ Staatsbürger- Zeitung" zufolge im Süden der Stadt, in welchem Stadt= theil der Schußmann wohnte, allgemeines Aufsehen. Der 32 Jahre alte Beschuldigte war, nachdem er fieben Jahre lang als luter pifizier gedient hatte, mehrere Jahre Schlächter gewesen und soll als solcher das ihm zur Last gelegte Delift begangen haben. Nachdem er eine Zeit lang durch einen Steckbrief vergeblich gefucht worden war, wurde er vor kurzem in den Listen der Schutzmannschaft ermittelt. Transmission 2c. befinden könnten. Der Gerichtshof mußte daher zur Verurtheilung gelangen, da aber der Angeklagte ein vorwurfsfreies Leben hinter sich hat, lautete das Urtheil auf eine Woche Gefängniß. straße 19. Baumann, Lychnerstr. 2-3. Ber Gefang-, Turn- und gesellige Preine. Montag: Brivat- Theater. gefellschaft Gatur" abends 49 Uhr, bei Specht, Markgrafenfir. 83.- BrivatAndree, Chorinei ftr. 53: Sigung mit Damen. Theatergesellschaft Immer Lustig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Ruhl Privat- Theatergesellschaft Minerva. Alle Montag Zusammenkunft Maibach- Ufer 3 bei Schmod. Privat- Theater- und Bergnügungsverein Morgenstern. Sizung jeden Ein Extrablattschwindel beschäftigte heute die achte Sonntag 5 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen- Restaurant, Strafkammer des Landgerichts I. Auf der Anklagebant befanden Wörtherstraße 45, bet F. Tarey. Theater- und Vergnügungsverein Ein Opfer der Kälte und des Elends. Am Freitag fich der wegen seiner vielfachen Extrablattschwindeleien bekannte eiße Rofe jeben Montag 9 ühr Sigung bet Bommer, ReichenbergerPrivat- Theaterverein Freiheits- Hoffnung jeden Sonnfrüh in der sechsten Stunde fanden Kutscher der Thater'schen Handelsmann August Hecht, welcher des versuchten Betruges, tag 5 Uhr nachmittags Sigung mit Damen bei Schmidt, Lychenerfir. 2/3, nachher Eiswerte zu Plößensee, welche mit ihrem Fuhrwerf den Moabiter und der Buchdruckereibesizer Großmann, welcher der Bei- Fidelitas. Rauchtlub Brüderlichkeit jeden Montag 9 bis 11 Uhr Berbindungsweg passirten, in einem hinter dem Eisenbahnviadukt hilfe dazu beschuldigt war. An einem Maitage wurde Hecht bei Herrn Bauts, Schlesischestr. 38.- Rauchttub Pfeifentopf, Sigung 9 Uhr bei Wolff, Friedrichsbergerstr. 24. Gäste willkommen.- Arbeiter- Stenographiebelegenen Gebüsch eine leicht gekleidete Frau in den mittleren auf dem Opernplage betroffen, als er Extrablätter feilbielt, Verein Eintracht", unterricht und Nebungsunde Montag abends 8 Uhr Jahren, die zufammengekauert und völlig erstarrt in einer Ecke welche mit großen Lettern die Ueberschrift Kriegserklärung!" bei Nothes, Buttmannfiraße 17. Privat- Theaterverein Freiheitstauerte und nur noch schwache Lebenszeichen von sich gab. Neben trugen. Es zeigte sich, daß sich die angebliche Kriegserklärung" hoffnung. Gigung mit Damen jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags bei Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr, nachihr lag eine zu dreiviertel entleerte Schnapsflasche. Die Un- auf ein Scharmützel zwischen zwei feindlichen Stämmen irgendwo mittags an Sigung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Riefelbahn, glückliche wurde zunächst nach der Hafenwache am Spandauer hinten in Asien bezog. Hecht wurde zur Wache sistirt, bevor es Vergnügungsverein Fiducia. Jeden Sonntag von Schifffahrtskanal geschafft und dann nach der Charitee gebracht, ihm gelang, eins von den Blättern abzusehen. Er hatte in 5-6 Uhr nachm. Sigung. Nachdem Fidelitas im Rest. Bum Kulmbacherhof", Gr. Frankfurterstr. 42. Bergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4% Uhr, woselbst sie bald nach der Einlieferung verstarb. Aus dem bei Gemeinschaft mit einem Arbeiter Sommerfeld, der flüchtig ge- Sizung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnftr. 9. ihr vorgefundenen Papier ging hervor, daß sie Emma Schneider worden ist, 1000 Stück Extrablätter bei dem Mitangeklagten Stattlub Bruder Heinrich. Sigung Montag abends 9 Uhr bet Wernau, hieß und erst vor einigen Tagen aus dem Gefängniß in Großmann bestellt. Großmann erklärte im Termin, daß ihm voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenseeer Weg bet Aſche. Rosenthalerfir. 57. Turnverein Fichte. Jeden Sonntag von 3 Uhr an Spandau entlassen worden war! Ihrem Aeußeren nach soll der Verdacht eines Schwindels gar nicht hätte kommen können, anügungsklub Adler. Jeden Sonntag, abends 6 Uhr, Englischer Hof, Neue die Frau einst bessere Tage gesehen haben. denn die beiden Besteller hätten ihm die neueste Nummer Roßiftr. 3: Sigung und Tanz. Gäfte sehr willkommen. Jugend- Athleten= befand, des Reichsanzeiger" vorgelegt, in welchem sich die Notiz lub Junge kraft jeden Montag und Freitag abends 8-10 Uhr bei Fickert, Stallschreiberstr. 19. die Durch Ertrablätter vervielfältigt werden sollte, bevor sie durch durch die Abend Zeitungen bekannt wurde. Die Besteller hätten nur verlangt, daß die Ueberschrift Kriegserklärung" hinzugesetzt werde.- Staatsanwalt Ranzow hielt einen versuchten Betrug für vorliegend, er beantragte gegen Sittlichkeitsverbrechen und Majestätsbeleidigung. Der Hecht mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit seines Treibens Leipz. Volksztg." wird von vertrauenswürdiger Seite geeine Gefängnißstrafe von sechs, gegen Großmann wegen Beihilfe schrieben: In einer Gastwirthschaft Leipzigs saß an einem der von zwei Monaten. In jedem Falle liege aber grober Unfug vor, für vergangenen Festtage ein auswärtiger Lehrer, der zu Besuch den er auf die höchste zulässige Strafe fechs Wochen Haft- hier weilte. Ein ihm gegenüberfigender Soldat erkannte zu erkennen bitte. Der Gerichtshof entschied sich für die mildere in ihm mit Vergnügen den Mann, der ihm in seiner Auffassung, verurtheilte Hecht wegen groben Unfugs zu sechs Kindheit das Abc beigebracht hatte, und er erfundigte Wochen Haft und sprach den Mitangeklagten Großmann frei. sich voller Jnteresse nach den Herren Kollegen des Wegen Widerstandes gegen einen Gefangenenaufseher Anwesenden. Dabei fam die Rede auf den Turnlehrer. Sie und wegen Sachbeschädigung, verübt während der Abbüßung wissen doch, daß der ganz abgesägt ist?" fragte der Lehrer." Ja, einer zweitägigen Haftstrafe, die er sich durch grobe Ungebühr in ich hab' so' was gehört, daß er sich mit Schulmädchen eingelassen einer Gerichtsverhandlung zugezogen hatte, wurde der wegen hatte," erwiderte der Soldat. Ach, das hätte weiter nichts auf Gewaltthätigkeit schon mehrfach bestrafte Arbeiter Auguft sich gehabt," war die Antwort des Jugenderziehers. Aber er Brodihn von der zweiten Straffammer am Landgericht I zu hat hinterher 3 Monate wegen Majestätsbeleidigung brummen einem Jahr Gefängniß verurtheilt. müssen, und da war's natürlich alle. Aus unglücklicher Liebe hat sich am Freitag Abend der Hausdiener May Mende erschossen, der bei dem Gastwirthe I. in der Oranienburgerstr. 54 in Stellung war. Witterungsübersicht vom 4. Januar 1896. Stationen. Swinemünde 769 M Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke NNONNIN( Stala 1-12) Wetter Temperatur 688999 nach Celsius ( 50. 4° R.) Hamburg 770 NNW woltig Mebel 1 1 Berlin 768 NNO bedeckt 1 Wiesbaden 769 Still bedeckt 2 München 768 Still Schnee Wien. 768 Still Schnee Haparanda. 750 NW heiter Betersburg. 758 SSW 2 Nebel Cork 765 GD 5 bedeckt 771 GGD bedeckt 6 • 768 NO 2 Nebel 1 · Aberdeen. Paris.. Wetter- Prognose für Sonntag, 5. Jannar 1896. Etwas tälteres, zeitweise aufflärendes, vorwiegend nebeliges Better mit schwachen nordwestlichen Winden ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beifung. Eine intereffante juristische Frage wurde gestern vor einer hiesigen Straffammer bei der Verhandlung einer Anklage wegen Vergehens gegen die Konkursordnung angeschnitten. An geflagt war eine Ehefrau, deren Ehemann vor einiger Zeit durchgebrannt ist. Sie betrieb fpäter gewerbsmäßig Handelsgeschäfte und hatte zweifellos gegen die Vorschriften der Konkursordnung gefehlt. Trotzdem beantragte Rechtsanwalt Leonh. Friedmann ihre Freisprechung, indem er sich auf Artikel 7 des Handelsgesetzbuches stüßte, wonach eine Ehefrau ohne Einwilligung ihres Ehemannes nicht Handelsfrau sein fann. Der Vertheidiger führte aus, daß in diesem Falle weder eine ausdrückliche, noch eine stillschweigende Einwilligung des Ehemannes vorliege, da letterer ja das Weite gesucht habe und von den Handelsgeschäften seiner Ehefrau überhaupt nichts wisse. Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an und erkannte auf Freisprechung der Angeklagten. Gegen mehrere seiner Dienstmädchen hat sich der Schneidermeister Friedrich Klinte in fittlicher Beziehung vergangen. Die vierte Straftammer des Landgerichts I verurtheilte den Wüstling gestern in nicht öffentlicher Sizung zu drei Monaten Gefängniß. haben, war der Kaufmann Otto Boß aus Nauen beschuldigt. Durch Fahrlässigkeit eine Gasexplosion verursacht zu Die erste Straffammer des Landgerichts II erkannte auf Freisprechung. Versammlungen. " Vermischkes. " " Der Postdampfer aus Warnemünde stieß Sonnabend früh infolge starken Nebels vor Gedser auf den Grund. Die Passagiere und die Post wurden in Booten gelandet und um 7 Uhr morgens mittels Extrazuges nach Kopenhagen befördert. In einigen Stunden wurde der Dampfer, der unbeschädigt geblieben ist, wieder flott. Indische Schlangenausfuhr. Es scheint, daß der Bedarf an Schlangen eine unheimliche Höhe erreicht hat. Fast jeder deutsche Dampfer, der Kaltutta verläßt, nimmt bunderte von Schlangen mit, die nach Hamburg bestimmt sind, um nach ver schiedenen Städten Deutschlands weiter expedirt zu werden. Während der letzten drei Monate hat ein Reptilienhändler in Ralfutta allein über achtzehnhundert Schlangen, darunter folche von mehr als 30 Fuß Länge, fortgefandt. Eine Cobra von vierzehn Fuß Länge wurde für den Zoologischen Garten in Berlin angekauft. In der Moabit- Filiale des Deutschen Meta IIarbeiter Verbandes hielt am 30. Dezember Genosse Türt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über: Das Buch der Freiheit". Unter Verbandsangelegenheiten gab der Bevoll mächtigte einige Aufschlüsse über die diesjährige Erhebung einer Arbeitslosenstatistik seitens des Verbandes, wobei er die Mitglieder ersuchte, zur Förderung dieses Unternehmens jede ein tretende Arbeitslosigkeit der Ortsverwaltung anzuzeigen. Hierauf wurde Kollege Stadelhoff zum Revisor und Schriftführer Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Zahly gewählt und eine besondere Kommission mit dem Ankauf eines größeren Bücherbeftandes für die Bibliothek beauftragt. Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag Dienstag, Freitag und Sonnabend, abends von 6-7 Uhr statt. 6. Januar, abends 9 Uhr, in Gohn's Festfalen, Beuthstr. 21, Bortrag des Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den Serrn Dr. med. Christeller und prattische Uebungen im Anlegen von Nothverbänden bei Knochenbrüchen, Berrentungen und Berftauchungen. Freireligiöse Gemeinde. Montag, den 6. Januar, abends 8 Uhr, in 3. Baden- Baden. Keller's Festfälen, Koppenstraße 29, große Boltsverfammlung zu gunsten der Religions- und Gewissensfreiheit?" Freireligiösen Gemeinde. Referent Dr. Bruno Wille:„ Stebt es in Preußen A. B. 101. 1. Santiago. 2. e wird mitgesprochen. D. S., Luckenwalde. Die Zugspitze. 100 W. Wäre völlig nuglos. Wollen Sie dennoch den Ehlert'sche Kranken- und Sterbekaffe Nr. 27. Sonntag, den Versuch machen, so wenden Sie sich an den Ministerialrath 5. Januar, vormittags 10 Uhr, Lindenstraße 110, Generalversammlung. Krohne. P. F. Für den Bezirk einer Jnnung kann allerdings Verein Deutscher Schuhmacher. Generalversammlungen am Montag, den 6. Januar, abends 8 Uhr: Bahlstelle 1 bei Feind, Weinftr. 11, at leider durch die höhere Berwaltungsbehörde bestimmt werden, fielle 2 bei Gründel, Brunnenstr. 188; 8ahlstelle 3 bei Frengang, Schüßen- daß Arbeitgeber, welche zur Aufnahme in die Innung fähig sind, firaße 18/19. ihr aber nicht angehören, Lehrlinge nicht annehmen dürfen. Thun find von 10-12 Uhr vormittags geöffnet. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag fein Unterricht. Die Zeferäume sie es dennoch, so fönnen sie mit Geldstrafe bis 150 m. oder mit Unterricht am Montag: Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Haft bis zu 4 Wochen bestraft werden. Der Lehrling oder Nationalökonomie. Beginn abends 9 Uhr, Schluß 10% Uhr. Die Schulräume Deffentliche Gesundheitspflege. Nord- Schule, Müllerftr. 179 a: sein Vater ist nicht strafbar. P. B. Leider zu spät, find zur Benugung der Bibliothek und des reichhaltigen Zeitschriftenmaterials -W. T. J. 200. Jm allgemeinen doch. O. P. 15. Die fchon von 8 Uhr an geöffnet. Forderung ist nicht verjährt. Mulacftr. 31, A. M. J. b. Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Menderungen im Bereinstalender Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender E. P., Friedrichsberg. Ob das Kleidungsstück gewöhnlich Fahrlässige Tödtung unter Außerachtlassung der berufspflichtigen Aufmerksamkeit führte heute den Maschinenheizer Ernst Bartel vor die zweite Straffammer am Landgericht II. Die Unaufmerksamkeit des Angeklagten soll die Veranlassung gewesen fein, daß der Arbeiter August Bernau in einer geradezu entfeblichen Weise um das Leben gekommen ist. Der Angeklagte war als Heizer und Maschinenführer auf der Blumberg'schen Ziegelei in Velten beschäftigt. Die von ihm geleitete Dampfmaschine hatte unter anderem auch das Schlemmwerk zu treiben, welches aus drei Bassins besteht, in denen sich eggenartige Flügel um eine sentrecht stehende Are bewegen. Am Morgen des 26. September hatte der Angeklagte im Schlemmwerte Schlofferarbeiten ausgeführt, wobei ihm der Arbeiter Bernau Handlangerdienste geleistet hatte. Als die Arbeit beendet war, gebot der Angeklagte dem Handlanger, das Baffin zu verlassen und er selbst begab sich nach dem Maschinenhause und setzte die Maschine in Gang, ohne sich zu überzeugen, ob Bernau in der That das Bassin verlassen hatte und ohne daß er das übliche Warnungssignal mit der Dampfpfeife gab. Gleich bei der ersten Umdrehung wurde Bernau an die Wand ge quetscht und war nach drei Stunden eine Leiche. Die Obduktion hat ergeben, daß dem Bernau die Schulterknochen und sowohl am Rücken wie an der Brust die obersten sechs Rippen zu Splittern zerquetscht worden waren. Die Knochen splitter waren in die Zunge gedrungen, hatten diese zerrissen und bie nach innen erfolgte Blutung hatte schnell den Tod herbei- üb- D ft 11, Faltenfteinfir. 7 bei Trittelwig. geführt. Der Angeklagte entschuldigte sich damit, daß er den Bernau persönlich aufgefordert habe, das Bassin zu verlassen, und daß es in der Fabrit nicht üblich sei, jedesmal ein Signal au geben, bevor die Maschine angelassen wird. Die Beweis aufnahme ließ den Angeklagten bezüglich des legteren Punktes im Stich und der Sachverständige per Unfallgenossenschaft, Direktor Sander, bezeichnete es als schweren Verstoß gegen die Betriebsficherheit, wenn beim Anlassen der Maschine das Warnungssignal unterlassen werde, weil sich ohne Wissen des Maschinenführers auch andere Menschen in der Nähe der Maschine, der Sentral- Kranken- n. Sterbelasse] der Tischler. ( Verwaltung Berlin H.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unfer Mitglied der Tischler Julius Köhler am 2. Januar im Alter von 42 Jahren an der Proletarierkrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den bei Ab. Neumann. Lieder und zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Zr. Montag, zu stellenden Anforderungen genügt, hängt von dem immer zweifelabends 9-11, uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Bieber: baften Gutachten des Sachverständigen und Richter ab. Wollen afel ber maler, Annenstr. 6, bei Ehrenberg. Butunft I, Steglig. Sie es auf den Ausfall desselben ankommen lassen, so lehnen eichtenberg- Friedrichsfelde, Bringen Allee 6 bet Karl Schulz. Ahornftr.15a, Schelhofe's Gambrinus.- Arbeiter- Gesangver. Borwärts, Sie vorab Zahlung ab find Sie aber kein Freund von weig, Waidmannsluft, Berlinerstraße bei Berbe.-Biebesfreiheit II, Glücksspielen, so zahlen Sie, um eventuelle Kosten, die Strausberg, Rosenstraße 1 bet Brammbach. Glodenrein( gem. Chor) leicht das doppelte des Kaufpreises erreichen, zu sparen. swinemünderfir. 49.- Soffnung II, Deutsch Wilmersdorf, Günzelfir. 39. Echönhauser Allee 46 bet Höhne. Arbeiter- Gefangverein der Enterbten,- B. K. Das sogenannte Freizügigkeitsgefeß macht Armen Tenblüthe, Beughofftr. 8, Restaur. Behlendorf.- Gefangverein Siberte: gegenüber sehr erhebliche Ausnahmen von dem Niederlassungs. Wrangelfir. 84 bei Redang. Männerchor Sanges I u ft II, Bajewalterfir. 3 und Aufenthaltsrecht. Es läßt zunächst die Abweisung eines suffitenstraße,„ Elysium". Gefangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau, Harmonie 2", Weinstr. 11, Restauraní neu in eine Gemeinde Anziehenden zu, wenn die Gemeinde nacheindr. Einigtett 3", Groß- Lichterfelbe, Amalienſtr. bei G. Senger. weisen kann, daß der neu Anziehende nicht hinreichende Kräfte ilaria, Blumenfir. 46 bei Tomatscheck. lingmüller'iches besitzt, um sich und seinen nicht arbeitsfähigen Angehörigen den Doppelquartett, Neu- Weißenfee, Langhansstraße bei Wm. Busch. nothdürftigen Lebensunterhalt zu verschaffen und wenn mischter Ghor, Reinickendorferftr. 7 bet Erdmann. Solidarität, solchen weder aus eigenem Vermögen bestreiten kann, noch von Drantenftr. 109 bei Greifer. Freya 2"( gemisch. Chor), Urbanftr. 61 bei einem dazu verpflichteten Verwandten erhält. Ferner darf die Gefangverein Ebeiweiß IV, Rummetsburg, Kant- und Gothestraßen- Ede Gemeinde die Fortsegung des Aufenthalts versagen, wenn bei Mertens. fich nach dem Anzuge die Nothwendigkeit einer öffentlichen Unter sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend stüßung vor Erwerb des Unterstüßungswohnsizes herausstellt ( alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find au und wenn die Unterstützung aus anderen Gründen als wegen richten an P. Gent, Dresdenerstr. 107/108.) Montag: Vergnügungsverein Gefelliglett", Adlershof, Oppenſtr. 1( Reſtaurant). einer nur vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit nothwendig geArbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenberungen im worden ist. Das Verlangen der Gemeinde Ihnen und Ihrer Vereinskalender find zu richten an Karl Pflug, Breslauerstraße 9, Keller. Montag, abends von 9-11 ubr: klub. Abend und Aufnahme neuer Mit Familie gegenüber entspricht daher leider dem Gesetze. glteber. Morgenroth, Landsberger Allee 44 bet Rohland. Deutscher Alpenveilchen, ge 28acht auf II, Ertner, Restaurant Seebad am Dämerißfee. Holzarbeiterverband ( Bahlstelle Berlin). Den Mitgliedern zur Mittheilung, daß das langjährige Mitglied Julius Köhler verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 5. Januar, nachmittags 32 Uhr, von. Die Beerdigung findet heute, Sonntag, der Leichenhalle des Emmaus- Kirch- Nachmittag 3, Uhr auf dem Emmaushofes aus statt. 1849 Kirchhof statt. Um rege Betheiligung ersucht Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. 80/1 Die Ortsverwaltung. 30 Mark Belohnung.[ 20756 Die am 21. Dez. v. J. gegen die 15 er hanteuffelstr. 10. obhafte Frau Maurer- u. Zim.- Polier- Schule| findungen Baten, Gebrauchg Marie Dedert geb. Jwista in der Triftstr. 5. Sonntag 9-1. Mittw. 7-9. 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Das Hungerloos. Montag: König Ottokars Glück und Ende. Deutsches Theater. Florian Geyer. Nachm. 21/2 Uhr: Der Talisman. Montag: Romeo und Julia. Berliner Theater. Der Verschwender. Nachmittags 21/2 Uhr: Hasemann's Töchter Vaudeville in 2 Aften von 2. Varney. Nach Urtheil der gesammten hiesigen Presse die beste Novität dieser Saison. Vorher: Fortunios Lied. Operette. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Sensationeller Erfolg des neuen Programms! Das Neueste und Originellste auf dem Montag: Des Meeres und der Liebe Spezialitäten- Gebiete Wellen. Leming- Theater. Romteffe Guckerl. Sergeant Simms Nachmittags 3 Uhr: Madame Sans- mit seinen 12 Negerknaben Gêne. Montag: Komtesse Guckerl. Neues Theater. Bruder Martin. Nachmittags 3 Uhr: Der Rabenvater. Montag: Bruder Martin. Residenz- Theater. Hals über Kopf. Vorher: In doppelter Belehrung. Montag: Dieselbe Borstellung. Schiller- Theater. Der Meineid. bauer. Nachmittags 3 Uhr: Der Traum ein Leben. Montag: Der Traum ein Leben. Adolph Ernst- Theater. Frau Lohengrin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Eine tolle Nacht. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Die fleinen Lämmer. Vorher: Fortunio's Lied. Montag: Dieselbe Borstellung. Hinko, oder National Theater. Hinto, König und Freifnecht. Nachher: 3fcheuß, das Waldmädchen. Montag: Der Jude. Theater Unter den Linden. König Chilperich. Nachm. 3 Uhr: Der Obersteiger. Montag: König Chilperich. Belle- Alliance- Theater. Stangen's Orientreife. Nachm. 2 Uhr: Familie Schnabel. Montag: Stangen's Orientreise. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Gefallene Engel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Reichshallen- Theater. Spezialitäten Vorstellung. American Theater. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor. ftellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Borstellung. Schiller- Theater. ( Wallner Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Traum ein Leben. Abends 8 Uhr: Der Meineidbauer. Montag, abends 8 Uhr: Der Traum ein geben. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Sonntag, 5. Januar 1896: Zum 121. Male: Eine tolle Nacht. Große Posse mit Gesang und Zanz in 5 Bildern von Julius Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Bum 15. Male: Frau Lohengrin. Schwant mit Gesang in 3 Aften von Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung. ( militärische Everzitien). Ferner: 35 Künstler I. Ranges. Raffeneröffnung 6- Uhr. Anfang der Vorstellung 71/8 Uhr. Alcazar. Variété- u. Spezialitäten- Theater. Dresdenerstr. 52/58, Annenftr. 42/48 ( City- Passage). Letzte Woche! Letzte Woche! Auf Belgoland. Poffe in 1 Aft von Reichardt und Schmasow. Musik von N. Martin. Regie: Ed. Stempel. Victor und Magda. Plöh- Trio. Mik Raymond. Entree: ochent. 10 Bf., Anf. 8 U. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Staffieart. 3. p. 2 St. L, möglege Wohnungen Landsbergerſic. 16a, B. I.t. G. Barnimir. J. Weyer, Mähe Hadeschermtarkt). Schlafstelle f. 1'5. 2068b 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 4. Uebersicht Ser wichtigsten politischen und Partei- Ereignisse im Jahre 1895. August. 1. Historiker H. v. Sybel, Verfasser einer berühmten Geschichte der französischen Revolution, einer Bismarc vers herrlichenden Geschichte der Gründung des Deutschen Reiches und verunglückter Widerlegungen des Sozialis mus, gestorben. Gründung eines medizinischen Justituts für Frauen in Petersburg. 8. Errichtung von Landwirthschafts- Rammern in acht preußifchen Provinzen und zwei Regierungsbezirken. Annahme der Hauptbestimmungen des reaktionären Schulgesetzes durch die belgische Kammer. Abreise der bulgarischen Huldigungsdeputation nach Petersburg. Attentet auf den Anhänger Stambulow's Matatief in Sophia. Fremdenmezeleien in China. 4. Internationales Hohentwiel. sozialdemokratisches Fest auf dem Ter Ausstand der Glasarbeiter in Carmaux beginnt. Eröffnung des internationalen Textilarbeiter Kongresses in Gent. 5. Tie Arbeiterwelt wird erschüttert durch die Nachricht vom Tode Friedrich Engels." Resolution des Tertilarbeiter Rongresses für Abschaffung der Sonntagsarbeit. 7. Ende des Bierboykotts in Braunschweig. Allgemeiner Diamantarbeiterstreit in Amsterdam. 8. Der Vorwärts" veröffentlicht ein geheimes Attenstück über die Vorbereitung dynastischer Feste. Genosse Thivrier, französischer Abgeordneter, gestorben. 9. Allgemeiner Steinmegenstreit in Leipzig. Feuerbestattung Engels. 10. Verurtheilung Stumm's wegen Aufforderung zum Duell zu 14 Tagen Festung. Stumm wird zu einem Tage begnadigt. Professor Hoppe- Seyler, berühmter physiologischer Chemiker, gestorben.j Eröffnung des( antimagyarischen) Nationalitätentongresses in Budapest. 12. Konferenz der schleswig- Holsteinischen Sozialdemokraten. Eröffnung des englischen Parlaments. 13. Eröffnung der interparlamentarischen Friedenskonferenz in Brüssel. 14. Reginn des Meineidsprozesses gegen Schröder und Geoffen. Der Agrarprogramm- Entwurf von den Berliner Arbeitern abgelehnt. Brückeneinsturz im Kieler Hafen. 13 Zeichen! Mehrere Personen vermißt. Endgiltige Auflösung des Sächsischen Berg und Hüttenarbeiter- Verbandes. 17. 18 Jahre 6 Monate Zuchthaus und 6 Monate Gefängniß gegen Schröder und Genossen. Krawall in Mülheim wegen Konkurrenz zweier Dampfschiffs Unternehmungen. 18. Der Kaiser fordert die Veteranen auf dem Tempelhofer Felde zum Kampfe gegen den Umsturz auf. 19. Eröffnung des internationalen Genossenschafts- Rongresses in London. Bei Teufelsbrück follidirt eine Motorbartasse, 17 Personen todt. 20. Preußische Bischoffonferenz in Fulda. Verbot des sozialdemokratischen Parteitages für Mecklen burg. 21. Ter Redakteur der Herner Zeitung" wird von der Beleidigung des Gendarmen Münter, des Kronzeugen im Meineidsprozeß gegen Schröder und Genossen, freigesprochen, da der Wahrheitsbeweis für Amtsüberschreitung als vollkommen erbracht angesehen wird. Hammerstein geht auf Urlaub nach Tirol. Ter Vorwärts" veröffentlicht einen geheimen Erlaß des Schleswig'schen Regierungspräsidenten über verschiedene Sonntagsplauderei. über Sonntag, den 5. Januar 1896. Behandlung öffentlicher Aufzüge von Sozialdemokraten und der anderer Parteien. 22. Eröffnung der Sammlung für die Essener Verurtheilten. Der englische Schazkanzler Balfour erklärt die Aussichtslosigkeit der bimetallistischen Bestrebungen. 24. Attentat auf einen Beamten des Pariser Rothschild. Friedensschluß zwischen der brasilianischen Regierung und den Insurgenten in der Provinz Rio Grande. 23. Der deutsche Katholikentag in München tritt zusammen. 26. Anarchistenprozeß in Magdeburg. Tie Generalversammlung des Deutschen Berg. und Hüttenarbeiter- Verbandes in Bochum wählt die wegen angeblichen Meineides verurtheilten Schröder und Meyer zu Vorsitzenden des Verbandes. Morih Willkomm, berühmter Botaniker, geftorben. 27. Die Behörde von Neuß ä. 2. sucht die Sedanfeier 31 verhindern. Der Bar schentt 30000 Gewehre, 15 Millionen Patronen, Kanonen 2c. an Montenegro. 28. Freisprechung der Magdeburger Anarchisten. Die Beschlüsse der Handwerkertonjercuz werden bekannt gemacht. Torpedoboot S 41 tentert in der Nordsee, dreizehn Mann todt. Enthüllung des Tell- Denkmals in Altdorf( Schweiz). 30. Türkisches Militär und Kurdenhorden überfallen, plündern und zerstören die armenische Stadt Kemakh. Im August wurden gegen Parteigenossen 181/2 Jahre Zuchthaus, 4 Jahre 5 Monate 3 Wochen und 2 Tage Gefängniß und 1476 M. Geldstrafen verhängt. September. 1. Der Vorwärts" veröffentlicht die Kameel- Inschrift, die Baurath Schwechten in der Kaiser Wilhelm- Gedächtnißfirche angebracht hat. ,, Vorwärts" giebt Proben aus seinen Hammerstein- Briefen. Tie Polizei verbietet alle Lassalle Gedenkseiern, die Münchener Polizei löst die Lassallefeier auf. Eozialdemokratischer Parteitag für Schleswig- Holstein, Lauenburg, Lübeck und Hamburg in Elmshorn. Broklamirung der Republit Ruba. Parteitag für Prenzlau- Angermünde. " 2. Rede des Kaisers auf dem Paradediner, in der folgender Satz vorkommt: Gine Rotte von Menschen, nicht werth, den Namen Deutscher zu tragen, wagt es, das deutsche Volk zu schmähen, die uns geheiligte Person des allverehrten, verewigten Kaisers in den Staub zu ziehen. Möge das gesammte Volt in sich die Straft finden, diese unerhörten Angriffe zurückzuweisen. Ge ichiebt es nicht, nun denn, so rufe ich Sie, um der hochverrätherischen Schaar zu wehren, um einen Kampf zu führen, der uns befreit von solchen Elementen. Landgerichtspräsident Kiefer, Führer der badischen Nationalliberalen gestorben. Verbot aller sozialdemokratischen Versammlungen mit der Tagesordnung: Sedanfeier in Preußen. 3. Trades- Union- Kongreß in Cardiff eröffnet. 17 4. Ter verantwortliche Redakteur des Vorwärts" aus dem Bette verhaftet und in Untersuchungshaft abgeführt. Beschlagnahme des Vorwärts". Gründung des Hamburger Vereins gegen den Mißbrauch der Amtsgewalt. 5. Ter„ Vorwärts" veröffentlicht Stöcker's ScheiterhausenBrief. Großes Brandunglück in Osterode. 7. Beseitigung der Kameel- Juschrift aus der Kaiser WilhelmGedächtnißkirche. Erlaß des Kaisers, worin er die Zuversicht ausspricht, daß das Volk seine Todten ehren, aezeit treu zu Raiser und Reich stehen und sich jener vaterlandslosen Feinde der göttilichen Weltordnung zu erwehren wissen werde. 8. Rongreß der französischen Arbeiterpartei in Romilly fur Seine. Genosse Rautmann vom Boltsblatt" in Untersuchungshaft genommen. Konfiskationen sozialdemokratischer Blätter werden fast täglich gemeldet. 13. Jahrg. 3 9. Eröffnung des internationalen Aderbau Rongresses in Brüssel. 10. Hammerstein legt seine parlamentarischen Mandate nieder. 12. Ausweisung des Genossen Steiner aus dem bremischen Staatsgebiete. Denunziation Hammerstein's bei der Staatsanwaltschaft durch das„ Kreuz- Zeitungs"-Komitee, 13. Das reaktionäre belgische Schulgeset trilt in traft. 14. Ende des Porzellanarbeiter- Streits in Altwasser. 15. Der Vorwärts" veröffentlicht einen vertraulichen Brief des russischen Ministers Durnowo an Pobedoneszew. 16. Brandenburger Parteifonferenz. Ende des Flensburger Maurerstreife. Amnestie der rumänischen Nationalisten in Ungarn. Masseuverhaftungen in Gizilien. 17. Kardorff( p.) in Dels wiedergewählt. Wahl der Berliner Delegirten zum Breslauer Parteitage. Antisemiten erobern alle Mandate des dritten Wahlkörpers bei den Wiener Gemeinderathswahlen. 19. Gin Militärzug stößt in Dederan auf einen Güterzug. 7 Soldaten todt, 13 schwer, 34 leicht verwundet. Gerichtliche Echließung des Berliner Frauen- Bildungs. Dereins. 20. Die 25jährige Gedenkfeier der Eroberung Roms wird festlich begangen. Theilweise Amneslie der verurtheilten Sozialisten. 21. 4000 Arbeiter aus den Spandauer Militär- Werkstellen entlassen. Parteitag der deutschen Volkspartei in München. 23. Steckbrief gegen Hammerstein erlassen. In Wien findet im Prater eine von 30 000 Menschen bes suchte Versammlung gegen die Verschleppung der Wahlrechtsreform slatt. Nach derselben die gen öhnlichen Polizei- Praktiken und Provokationen. Antisemitischer Eieg bei den Wiener Gemeinderaths- Wahlen im zweiten Wahlkörper. Der französische Delegirte Mirman wird auf grund eines generellen Beschlusses aus dem Militärdienste entlassen. 24. Die Regierung von Schleswig bestraft Lehrer wegen Nichtbetheiligung am Sedanfestzuge. " Die Aufführung der Weber" in Budapest verboten. 25. Bardeleben, berühmter Chirurg, gestorben. Redakteur Dier!( Roland) vom 27suchungshaft genommen. 26. Nongreß für Armenpflege in Leipzig. Vorwärts" in Unter Echluß der Wiener Gemeinderaths- Wahlen. 90 Antifemiten stehen 46 Liberale.gegenüber. 27. Engels' Asche ins Meer versentt. 28. Tod des berühmten Bakteriologen und Chemiters Paleur. Eiebente Konfiskation der Thüringer Tribüne" unterm Ceptemberfurse. 29, Verbandstag der Orts- Krankenkassen in Leipzig. Jungezechischer Parteitag in Prag. Zündhölzchenmonopol in der Volksabstimmung in der Schweiz verworfen. 30. Das erzreaftionäre Kabinet Badeni tritt in Desterreich an stelle des Beamtenministeriums Kielmannsegg. Oftober. 1. Attentat auf den Präsidenten der Republik Ecuador Genosse Block von der Anklage der Münter- Beleidigung nach Erbringung des Wahrheitsbeweises freigesprochen. Gewerkvereins- Kongreß in Limoges( Frankreich). Franzosen diktiren in Tananarivo den Frieden mit Madagascar. 3. Alegianerbrüder Heinrich und Irenäus von der Anklage wegen Meineids freigesprochen. Das Esjener Meineidsurtheil vom Reichsgericht bestätigt. Die Anklage Pfund- Rautmann- Dierl wird, um die Ver= handlung vor der Brausewetter- Kammer zu erzielen, in Dier! und Genossen umgetauft. 4. Die Interpellationen über die Vorgänge in Fuchsmühl werden in der bayerischen Abgeordnetenkammer verhandelt. Der Vorwärts" erbringt den Nachweis für Bismard's Beziehungen mit dem Freiherrn v. Hammerstein. Megeleien von Armeniern in Konstantinopel. von Thätigkeitstrieb zu dem irrlichterirenden Dilettanten, der er war. Hier bewährte er sich als der gerade Gegen satz zum Manne von Genie. Als vor mehreren Jahren neues Kunst und literarisches Bestreben in Deutschland sich zu rühren begann, da fand auch, was heute ganz vergessen ist, Friß Friedmann Muße zum Kampf gegen die„ Neuerer und Bilderstürmer", gegen die er eine Broschüre vcr öffentlichte. Nun kann ich den eisernden Haß eines Reaktionärs sehr wohl begreifen; aber was Friz Friedmann damals kunstliterarisch vorbrachte, das erschien mir wie die Summe, wie der Jubegriff breit behaglicher moralisirender Spießbürgerlichkeit. Das Predigen, das bei Hammerstein bewußte Heuchelei war, blieb bei Friedmann der Ausfluß wirklich philiströser, Anschauung. Eine geistige Bewegung ward ihm unbequem. Sie zwang zum Nachdenken. Darum ging er damals leichten Sinnes unter die Todtschläger. Routinier war, soll mir der schnoddrige Ton des anderen so besonders imponiren? Wo wäre Hammerstein's Ueber Frostig und gezwungen erklang diesmal der vielstimmige legenheit geblieben, wenn seine Routine der Dreiftigkeit, ein Ruf: Profit Neujahr! Das läßt sich nicht anders sagen. Produkt von Vererbung und Angewöhnung in seinem Von überschäumender Lebensfülle ist bei den gegenwärtigen speziellen Kampf ums Dasein, nicht in dem Korps seiner Herren der Erde blutwenig zu verspüren. Wo ihre Mitkämpfer schon als etwas Besonderes gegolten hätte, wie Phantasie fich lebhafter regt, da ist sie nicht der Hoffnung, ein Schauspieler von tüchtiger Gewandtheit, ohne Spur von sondern der Furcht und der Sorge zugewandt. Nach innen, tünstlerischem Genie in einer mittelmäßigen Truppe zu Ansehen tommt? Man hat in der jüngsten Zeit den Hammerwie nach außen hin. Um diese krankhafte Reizbarkeit zu verscheuchen, wird steiner und Herrn Stöcker oft zufammen genannt und nie alles mögliche versucht. Die verschiedenartigsten neuen Fälle, dabei des wesentlichen Unterschiedes gedacht, auf den an einmal schon hingewiesen wurde: wie so geringfügig sie im Verhältniß zum großen Erdenlauf dieser Stelle sein mögen, müssen immer wieder herhalten, um die trüben der eine stets eine gesellschaftlich niedergleitende Existenz Einbildungen abzulenken. Man zeichnet über lebensgroß, bedeute, der andere das troßige Streben des Emportömmman malt mit brennenden Farben, und dürftiges Menschens lings bezeuge. Der Niedergleitende sucht zunächst sich fest pack wird zu folossaler Verbrechergestalt erhöht. Was ist zuklammern an seine Klasse. Gelingt es ihm nicht, sind die in den letzten Tagen nicht über den wiedergefundenen, Umstände wider ihn und hat er die Fähigkeit nicht, neues hoffentlich reuigen Nein, diese Leutchen beherten die Menschen nicht mit reuigen Hammerstein, wie den Land sich zu erobern, dann ergiebt er sich leicht dem Fataallzeit fidelen Friedmann gesprochen und geschrieben lismus, stürzt in ein Abenteurerdasein, nüht vom Tag und satanischen Künsten und ihre Seelen waren frei von großen, worden? Welche tiefsinnigen Gloffen knüpfte man nicht an von der Stunde jede Vergnüglichkeit; weiß er doch nicht, heroischen Leidenschaften und ihre Geister frei von schwarzer Genialität; und mit den rücksichtslosen, dämonischen Don diese beiden Personen und ihre" Thaten", als besäßen ihre was ihm der neue Morgen bringt. Leiber ein Riesenmaß, als seien sie Genies von inferna Es liegt eine gewisse Fidelität in solchem Lebens- Juan- Gewalten, wie sie in der Mythe und Poesie ver lischem Gepräge, wilde Schrecnaturen, von denen die, eine system und ihr war Frizz Friedmann ebenfalls zugethau. finnbildlicht sind, haben ihre Galanterien nichts zu schaffen. Friedmann, sogar das taumelbefallene, von Genuß zu neuer Ich erinnere mich genau an den großen Zahlmeister- Prozeß Man soll nur nicht glühende Sinnenkraft mit liftern Begierde schwankende unersättliche moderne Berlin" sym- in Moabit, da ich den Anwalt Friedmann zum ersten Male verbuhltem Spiel um irgend ein willfährig fäufliches bolifiren soll. Niemals tam mir die Kraftphrase vom Ueber- fennen lernte. Ich war damals noch jung in Berlin und Diruchen vergleichen. Die schwermüthigen Vorstellungen des deutschen Bürger menschen so lächerlich vor, als in dieser Woche, da sie mir mein unerfahrener Sinn stellte sich vor: In einem Prozeß, dugendmale aufstieß und auf Schnapphähne zweifelhafter in dem schwere öffentliche Schäden enthüllt wurden, müsse thums hatten indeß durch die Grellmalerei in den Fällen Beschaffenheit angewandt wurde. Ernst, ja eine gewisse Feierlichkeit walten. Da aber fam Hammerstein und Friedmann ihre erwünschte Sensation. Respekt meinetwegen vor der Lumperei, wenn sie ich übel an. Noch gellt mir Friedmann's schnoddriges: Man brauchte auf andere unbequeme Dinge nicht gleich in großem Stile auftritt. Respekt meinetwegen vor den Leben und leben lassen! in den Ohren. Respektloser vor einzugehen; und man brauchte von Thatsachen, die auf Gewaltmenschen, deren egoistische Begehrlichkeit alles um jedem Lebensernst kam mir nie ein Mensch vor, als dieser einen merkwürdigen Kontrast zwischen der Gegenwart und sie her niederstampft. Aber was hat der arme ritterliche Rechtsvertheidiger in seiner unangenehm schnarrenden, weg den Jubeldemonstrationen dieses Jahres schließen lassen, Spizbube, der die Schmuhgroschen vom Papierhändler mit werfenden Weise. Und wie philiftrös- sophistisch die gesammte sich nicht weitere Rechenschaft abzulegen. War es nicht bebehaglichem Schmunzeln einsteckt und sie mit einer" Dame" Auffassung. Mein Klient ist ein Kaufmann, nicht besser und trübsam, als Oberbürgermeister Belle gleich nach Neujabr vertändelt, die man nicht erst in junterlicher Kraft zu er nicht schlechter als die anderen, so ungefähr rief er aus. sich den ehrwürdigen Bart strich und mit beweglichobern braucht, was der eitle Parvenu Friedmann, der troß Er hat den zahlmeistern, die seine Lieferungen denen vibrirender Stimme zu klagen anhub: Was ist's nur Nicht nur von auswärts, t seiner juristischen Spitfindigkeit im übrigen ein vielge- anderer Mitbewerber vorzogen, Gefälligkeiten erwiesen. mit unserem Berlin. unserer eigenen Landesvertretung her wehen schäftiger Dilettant mit einem Stich ins Geckenhafte, ganz Folgt darans, daß die Soldaten minderwerthige Waare von uns frostige, mißgünstige Winde entgegen. Reine gewiß aber fein Schwarmgeist" im Wortsiune Luther's erhielten? Leben und leben lassen! und feine warme Die geringe Gabe, sich irgendwie zu vertiefen, irgend Liebe Freundschaft ist war, selbst mit übermenschlicher Verbrechergröße und dämonischer Genialität" zu schaffen? Soll mir das bischen inneres Leben, den inneren Zusammenhang sozialer Bor- während der Glorie des vergangenen Vierteljahrhunderts Dieistigkeit des einen der eben im Schneidigthun ein gänge zu erfassen, machte denselben Mann bei seinem Maß erworben; und wenn der Oberbürgermeister auch Tröstliches " G 5. Die sozialdemokratische Agrarkommission revidirt ihre Vorfchläge zur Wenderung des Programms Zusammenstoß der Italiener mit den Abessyniern. 6. Eröffnung des Breslauer Parteitages der deutschen Sozialdemokratie mit einer Rede Liebknecht's. Erklärung des Gesammtministeriums zu gunsten Bötticher's in der Welfenfondsache. Großes Eisenbahnunglück in Belgien, 20 Personen todt, 100 verlegt. 7. Genosse Ellenbogen, der Vertreter der österreichischen Sozialdemokratie am Breslauer Parteitage aus Breslau ausgewiesen. Rüdt aus der Partei ausgeschlossen. 9. In Bocholt stürzt eine Spinnerei ein, 20 Arbeiter todt, zahlreiche Verwundungen. Beginn des Baues des Rhein- Ems- Kanals. Erderschütterungen in Krain und Steiermark. Protest des Papstes gegen die Septemberfeste. 10. Demokratische Berfassungsänderung im dänischen Folkething beantragt. 11. Agrarprogramm- Entwurf vom Parteitage abgelehnt. Die beiden Mannheimer Landtagsmandate troz elendefter Wahlmache der Nationalliberalen von den Sozialisten erobert. Adolf Streckfus, Romanschriftsteller und Verfasser einer Geschichte der Berliner Revolution, gestorben. Greiß( 3.), Abg. für Köln- Stadt, gestorben. 13. Der Kaiser telegraphirt an die Wittwe des ermordeten Mühlhausener Fabrikanten Schwart mit folgendem Schlußsah: Wieder ein Opfer mehr der von Sozialisten angefachten Revolutionsbewegung. Wenn unser Volt sich doch ermannte." den 14. Auflage gégen Liebknecht wegen Majestätsbeleidigung, angeblich begangen bei Eröffnung des Breslauer Parteitages. Nach monatelanger Krise neues norwegisches Kabinet gebildet. 16. Staatsanwalt Lorenz in Erfurt wegen Beleidigung des Genossen Hülle in einer Gerichtsverhandlung zu 50 M. Strafe verurtheilt. 17. Große fozialistische Erfolge bei den sächsischen LandtagsWahlen. Der Offenbacher Volksfreund" auf grund des Diktatur paragraphen im Reichslande verboten. Erklärung der sozialistischen Fraktion in der bayerischen Kammer gegen die Beschlüsse des Breslauer Parteitages über das Agrarprogramm. Ende des Dresdener Steinbildhauer- Streits. 19. Staatsanwalt Ruckser in Bochum wegen Beleidigung zu 50 M. Strafe verurtheilt. Das ungarische Gesetz über die Rezeption der Juden tritt in traft. 20. Gastwirthsgehilfen- Kongreß in Hamburg. Der Ausnahmezustand über Prag und Umgebung wird aufgehoben. 21. Das Gesetz über die Konfessionslosigkeit vom ungarischen Oberhaus angenommen. Ultimatum Englands an Venezuela. 22. Genosse Zahn( Breslauer Volkswacht") wegen Majestätsbeleidigung durch Kritik des Martgrafen Joachim II. zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Programmerklärung des österreichischen Rabinets Badeni im Abgeordnetenhause. Ruggiero Bonghi, berühmter Gelehrter und bekannter Politiker gestorben. 23. Berunglücktes Attentat eines entlassenen Polizisten auf den Leipziger Polizeidirektor Brettschneider. 24. Das Rammergericht erklärt ein Hoch auf die revolutionäre Sozialdemokratie als groben Unfug. In Pleß- Rybnit Huene gegen einen Zentrumspolen durchgefallen. 25. Genosse Lütgenau in Dortmund- Hörde gegen Möller( nail) in der Stichwahl gewählt. Berichterstattung der Berliner Delegirten über den Breslauer Barteitag. Debatte über den Streit in Carmaux in der Pariser Deputirtenkammer. 26. Gröffnung des Reichsgerichtsgebäudes. 27. Russischer Minister Durnowo demissionirt. 28. Sturz des französischen Ministeriums Ribot über eine die Südbahnfrage betreffende sozialistische Interpellation. Genosse Thielhorn( Hannoverscher Volkswille) von der Antlage, Majestätsbeleidigung durch absprechende Beurtheilung Joachim II. verübt zu haben, freigesprochen. von dem Vertrauen in die einsame Kraft, die eigene Arbeit zu sagen wußte, das bleibt bestehen, daß der oberste Vertreter der Reichshauptstadt in den Tagen der Gedenkseste mit recht so bitter sein durfte. Das alte Schlagwort von den moralischen Eroberungen, die von der preußisch- deutschen Kultur zu machen seien, hat sich nicht allzu segensreich bewährt. 29. Pfund zu 9, Roland zu 6, Rautmann zu 12 Monaten Ge-| abwerfen. Deshalb schreitet man überall da, wo immer noch der fängniß im Kameel- Inschrift- Prozeß verurtheilt. Waarenaustausch einigermaßen genügende Beschäftigung in Aus Agrarierfrauen lagen dem preußischen Landwirthschafts- ficht stellt, zur Einstellung von Schiffen, die an Größe über die minister über die Noth der Landwirthschaft. Erklärung der sozialistischen Fraktion im Bayerischen Landtage, daß fie Ministergehalt und Etat ablehne. Lueger zum Wiener Bürgermeister gewählt. 31. Durch das Berliner Schöffengericht wird die Aufforderung Zuzug fernzuhalten" als grober Unfug bestraft. Ende der badischen Landtags- Wahlen; 31 National liberalen stehen 82 Abgeordnete anderer Parteien gegenüber. Großes Erdbeben in Rom. Im Oktober wurden gegen Parteiorgane Strafen in der Höhe von 10 Jahren und 1 Monat und 2491 Mart Geldstrafen ausgesprochen. November. 1. Bildung des radikalen franzöfifchen Ministeriums Bourgeois. 3. Der Vorwärts" veröffentlicht das Faljimile des Stöckers briefes. Die Militärvorlage in der Voltsabstimmung vom Schweizer Volke verworfen. 4. Amtliche Konferenz zur Besprechung der Reform der Arheiterverficherungs- Gesetze. Reichsgericht verwirst die Revision der Fuchsmühler Bauern gegen das Weidener Urtheil. Bourgeois verliest in der französischen Kammer das Programm des radikalen Ministeriums. 5. Der Wahlkreis Dortmund- Hörde wird von den Sozial demokraten in der Stichwahl erobert. Amnestie für die Czechen. 11 6. Konfistation des Vorwärts" wegen angeblicher Majestätsbeleidigung. 7. 8. Lueger wird die faiserliche Bestätigung als Bürgermeister von Wien verweigert. Beginn des großen Schiffbauer- Ausstandes am Clyde. Sieg der Republikaner bei den Staatswahlen in Amerika. Lütgenau wegen Majestätsbeleidigung zu fünf Monaten Gefängniß verurtheilt. Fortschritte der Berliner Sozialdemokraten bei den Stadtverordneten- Wahlen. Interpellation im Wiener Abgeordnetenhause wegen Nicht bestätigung Lueger's zum Wiener Bürgermeister. 9. Ehren Reuß zieht seine Beleidigungstlage gegen den Bruno Wille zu 1000 m. als Lehrer der Berliner Freireligiösen Gemeinde verurtheilt. Schwere internationale Börsentrise. " Vorwärts" zurück. 10. Eröffnung des internationalen Handschuhmacher- Kongresses in Paris. Protestversammlung elfäffischer Sozialisten in Basel gegen die Beschuldigungen anläßlich der Mayer'schen Mordthat, 11. Guft. Langenscheidt, Sprachgelehrter, gestorben. 13. Für die Errichtung einer Glashütte der Arbeiter von Carmaux werden anonym 100 000 Frants gespendet. Queger zum zweiten Male zum Bürgermeister Wiens ges wählt. Die Regierung antwortet mit der Auflösung des Gemeinderaths. vor wenigen Jahren noch als riesig angestaunten erheblich hinaus gehen. Diesem fortschreitenden Entwicklungsgange, der alle bisher geltenden Anschauungen über Amortisation des in die Schiffe gefteckten Kapitals über den Haufen wirft, steht ein mit ungemein billigen Herstellungskosten und durch den Fortschritt der Technik verbilligter Vertrieb zur Seite, der von den Riesenrhedereien zur Zeit benutzt wird, ihren Flottenbestand durch den Neubau der größten Dampf- und Segelschiffe zu vergrößern. Besonders haben die Hamburger Rhedereien den Entwidlungsgang begriffen und eine Menge größerer Schiffe in Auftrag gegeben, wovon einige, die wegen schnellerer Herstellung in England erbaut werden. Somit vollzieht sich auch im See Schifffahrtsgewerbe eine Kapitalstonzentration, deren Machtverhältnissen viele Kleine Rhedereien zum Opfer fallen, aber auch eine Menge Seeleute, die das durch brotlos werden. Singelegenheit für Verkäuferinnen in Ladengeschäften. Das an dieser Stelle bereits erivähnte Vorgehen des Leipziger Komitees hat troß einer Entrüstungsversammlung der Prinzipale einen durchschlagenden Erfolg zu verzeichnen. Das Komitee hatte an 270 Prinzipale Bettel folgenden Inhalts zur Unterschrift verschickt: " Der Unterzeichnete erklärt hierdurch, den bei ihm beschäftigten Verkäuferinnen während der Verkehrspausen das Sigen gestatten und zugleich für geeignete Sitzplätze sorgen zu wollen. Name u. Firma:. Straßen- Nr.: • • Diese Erklärung wird am 9. Dezember abgeholt. Die Namen der Geschäftsinhaber, die sich bereit erklären, unseren billigen Wunsch zu erfüllen, werden veröffentlicht." Davon tamen 199 Zettel unterschrieben zurück. Von seiten mehrerer Prinzipale wurde gleichzeitig die vollste Uebereinstimmung mit dem Borgehen und der Wunsch ausgesprochen, daß es gelingen möge, die Einrichtung allgemein zu machen. Die Liste der zustimmenden Firmen wurde in zwei Leipziger Beitungen veröffentlicht. Der Erfolg ist geeignet, in anderen Städten zur Nachahmung anzueifern. setzentwurf betreffend die Organisation gewerblicher SchiedsGewerbegerichte in der Schweiz. Der Zürcherische Ges gerichte wurde in der kantonalen Volksabstimmung vom 22. Dez. mit 39 183 gegen 15 510 Stimmen angenommen. Jun Kanton gerichte- Gesetz besteht und das auf grund dessen errichtete Ge Waadt, wo bereits seit längerer Zeit ein tantonales Gewerbe werbegericht in Lausanne sich gut bewährt hat, hatten für Vevey über 400 Bürger an den Gemeinderath das Begehren um die selbe Institution gerichtet. Der Gemeinderath hat das Begehrenz abgelehnt, jedoch nur mit schwacher Mehrheit. Gerichts- Beifung. Polizeiliche Mißhandlungen vor dem Reichsgericht. Vom Landgerichte Ostrowo sind am 28. Oftober 1895 die Polizeisergeanten Schulz und Biene(?) wegen Körper14. Siebknecht wegen Majestätsbeleidigung zu 4 Monaten Ge- verlegung im Amte zu je 4 Monaten Gefängniß verurtheilt Sie hatten in einer Herberge vergebens nach einem fängniß verurtheilt. Eigenthümliche Begründung des worden. Urtheils. Dort wird fonstatirt, daß Liebknecht feine Verbrecher vigilirt und fragten dann, um wenigstens etwas aus Majestätsbeleidigung begangen habe, Verurtheilung zurichten, einen anwesenden Bäcker D. nach seiner Legitimation. aber erfolgen müsse, weil sich innerhalb der Zuhörer als dieser sich weigerte, seine Papiere vorzuzeigen, verhafteten schaft möglicherweise Leute befunden haben tönnten, sie ihn und brachten ihn nach der Wache. Hier mißhandelten die seine Worte vielleicht hätten als Majestätsbeleidigung fie ihn in unmenschlicher Weise. Vom Arzte wurden bei D. zwanzig von Säbeln herrührende Verlegungen vorgefunden. auffassen fönnen. 15. Die Maifestzeitungs- Artikel werden vom Reichsgerichte In ihrer Revision suchten sich die Angeklagten durch die freigesprochen. 17. Sozialistische Siege bei den belgischen Gemeinderaths- erst gereizt, indem er mit seinem Messer nach ihnen gestochen wahlen. Sozialistische Erfolge bei den Charlottenburger ordneten- Wahlen. Arton wird in London verhaftet. ( unbewiesene) Behauptung zu entschuldigen, der Bäcker habe sie habe. Das Reichsgericht erkannte am 3. Januar auf Ver= Stadtverwerfung des Rechismittels. 22. Mecklenburgischer Landtag lehut die Gehaltsausbesserung für Lehrer ab. Herford Halle, ein alter Sitz der Konservativen, zuletzt von Hammerstein vertreten, muß in der Stichwahl gegen Sie Nationalliberalen vertheidigt werden. 24. Konferenz der deutschen Konfettionsarbeiter in Erfurt. 25. Große Polizeirazzia in Berlin, zirka 80 Haussuchungen bei bekannten Sozialdemokraten, Parteivorstand, Vertrauenspersonen 2c. 2c. Den Frauen wird in Ungarn das Medizinstudium gestattet. 26. Stumm erklärt, daß er zum Raiser reise, um ihn gegen Sozialdemokraten und Evangelisch Soziale scharf zu machen. Er bestreitet nachher, diese Bemerkung ge= macht zu haben, findet aber vielfach keinen Glauben. 27. Alexander Dumas, berühmter französischer Dramatiker und Romanschriftsteller, gestorben. 28. Taaffe, langjähriger österreichischer Ministerpräsident, gestorben. Ende des Carmauger Glasarbeiter- Streifs. 29. Vorläufige Schließung des sozialdemokratischen Parteivorstandes und der Berliner sozialdemokratischen ParteiOrganisationen. Im dänischen Folfething werden die sozialdemokratischen Anträge auf Ertheilung des Wahlrechis an Frauen und auf Einführung des Achtstundentages berathen. 29. Das Reichsgericht hebt das Urtheil gegen Bading und Schulze( rothe Märznummer) auf. Dr. Förster jun., Redakteur der Ethischen Kultur", zu drei Monaten Festung wegen Majestatsbeleidigung verurtheilt. 30. Der Prozeß gegen die Genossen Lega's, des Attentäters auf Crispi, endet mit einem Freispruche, somit mit einer neuen Niederlage für Crispi. " Die Frage, ob während der Zeit des Geschäftsschluffes an Sonn- und Feiertagen die Schaufenster geschlossen sein müssen, hat die Straffammer des Landgerichts Posen einem Bericht der Pos. 3tg." zufolge verneint. Das Offenhalten der Schaufenster an sich sei fein Handelsgewerbe- Betrieb im Sinne der reichgefeßlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe; für das Schließen der Schaufenster, das Ausftellen der Waaren feien lediglich die Bestimmungen über die äußere Seilighaltung der Sonn- und Festtage maßgebend. Hier nach befiehe nur die Verpflichtung, an Sonn- und Feiertagen während der Stunden des Hauptgottesdienstes die Schaufenster geschlossen zu halten. Vermischkes. " Der Student Sigl, der Sohn des Redakteurs des Bayeri schen Vaterlands" Dr. Sigl, hat sich am Neujahrstage in Er langen erschossen. Der junge Mann war hochgradiger Morphinist. leber die Motive der That ist bis jetzt näheres nicht bekannt geworden. Die getreucu Unterthanen des Königs der Belgier machen sich über die Zärtlichkeiten, die Se. Majestät zum wohlberechtigten erger der Königin kürzlich diversen Pariser Rokotten spendete, in einer für ein deutsches Pudelgemüth geradezu un erhört dreisten Weise lustig. Das Brüsseler Altazar- Theater führt jetzt in feiner Revue allabendlich vor ausverkauftem Hause in ergöglichen Schattenbildern die Reise des Königs nach Paris vor. Man sieht den prächtig gezeichneten König auf der Bühne der Pariser Oper mit Tänzerinnen zärtlich plaudern, auch einer Tänzerin in deren Hause einen Besuch abstatten, wie andere Luftige Vorgänge dieser königlichen Reise. Das hat allerhöchfien Ortes sehr mißfallen, aber es giebt in Belgien leider feine Theaterzensur. Der Gouverneur der Provinz Brabant hat auf hohen Wunsch den Brüsseler Bürgermeister Buls zu sich beschieden und ihn befragt, ob es nicht ein Mittel gebe, um diese Schattenbilder zu beseitigen, aber Buls hat diese Frage verneint. Die Brüsseler Blätter spotten weidlich über diesen Vorgang, der für das Theater selbst die schönste Reklame ist. Selbst der jüngste, an sich unscheinbare Vorfall in München giebt zu denken. Es ist eine Soldatenaffäre, die Aufsehen macht und deutlich auf die antimilitaristischen Bolksinstinkte hinweist. Der Vorgang ist den Lesern des Borwärts" bekannt. Ein einfacher Soldat besucht in der Neujahrsnacht eine vielbesuchte Pschorr Wirthschaft. In dem weitgestreckten Lokal und im lustigen Sylvestergetriebe bemerkt der Soldat einen Vorgesezten, den Sergeanten Bech, nicht, der kehrt gegen den Unachtsamen sein militaristisches Recht hervor und läßt ihn autreten. Der Sergeant soll Preuße sein. Vielleicht ist die Nachricht falsch; genug, sie wurde geglaubt und damit waren im Publikum die auti militaristischen Justinkte entfesselt. Einen alten Sylvesterbrauch, knapp vor Mitternacht die Lampen auf einige Sekunden niederzuschrauben, hat der Sergeant, der sich in seiner militaristischen Würde verlegt fühlt, offenbar mißFür die Lohnverhältnisse deutscher Textilarbeiter sind verstanden; er glaubt sich bedroht, und holt eine Militär- die Auszüge aus einigen Lohnbüchern Geraischer Weber bepatrouille herbei. Dem Takt der Gäste ist es vorzugsweise zeichnend, die die" Reußische Volfstribüne" veröffentlicht. Umfüllungen des Petroleums, aus den großen Lagertanks, welche zu danken, daß aus der Erregung des Sergeanten teine wurde danach bezahlt: ernsten Folgen erwuchsen. Aber wie viel hat gefehlt und der Zündstoff wäre aufgeflogen. Der Münchener hat seine besondere Neigung zu taustischer Betrachtung der Dinge. Diese Neigung war durch das Verhalten des Sergeanten sofort geweckt worden. Und nun hieß es vollends: Zech sei Preuße. Die Wirthschaft, in der die Vorgänge sich abspielten, beherbergt ein sogenanntes besseres Publikum" und dennoch die Demonstration gegen den schroff zur Schau getragenen Militarismus. Soziale Uebersicht. 1. Für Lohnarbeit: Stuhl Nr. a und b, Glatt- und Schaftmaschinen: in 50 Wochen 340,65 M., somit Verdienst pro Woche 6,811/ 3 M. Die Beschreibung einer neuen Petroleumkanne bringt die Zeitschrift für Beleuchtungswesen. Danach sollen die vielen bis zu 20 000 Faß Jubalt haben, in die Tantwagen, aus diesen in die Behälter beim Zwischenhändler, dann in das Meßgefäß, Betroleumfanne, von wo es in die zum Hausgebrauch bestimmte aus diesem in die Petroleumflasche und zuweilen in eine größere Stuhl Nr. c und d, Glatt- und Wechselstuhl: in Ranne gefüllt wird, vollständig fortfallen; die neue Kanne foll 56 Wochen 499,80 M., somit Werdienst pro Woche 8,921/ 2 M. vielmehr direkt am Tanklager gefüllt und zu Schiff oder Bahn 2. Für Arbeit auf eigene Rechnung der dem Zwischenhändler zugeführt werden, von wo sie unmittelbar ohne Umfüllung entnommen werden fann. Für diesen Firma: nur flein fein, weswegen ihr InStuhl Nr. e und f, Glatt und Schaftmaschinen: in Zweck darf fie balt auf drei Piter bemessen ist; andererseits soll ste 22 Wochen 230,60 M., Verdienst pro Woche 10,50. Stuhl Nr. g und h, Glatt und Schaftmaschinen: in vom Tanklager aus transportirt werden, was doch nur bei großen Mengen lohnend sein kann. Daher tönnen 10 Rannen 24 Wochen 205,45 M., Verdienst pro Woche 8,56 M. Als im konstituirenden norddeutschen Reichstag öfter Berdienst pro Woche 6 M. Stuhl Nr. i, Schaftmaschine: in 24 Wochen 144,05 m., zu einem Sake vereinigt werden, indem man sie mittels eines über der Ausgußtülle befindlichen Hafens an einen mit einem darauf hingewiesen wurde, wie Süddeutschland zu gewinnen Tragbügel versehenen Ring hängt; die Kannen sind so geformt, sei, da antwortete Fürst Bismarck einmal: Wer ist Süd- Eine echt kapitalistische Umwandlung vollzieht sich feit daß sie in dieser Weise zusammengesetzt einen Zylinder ergeben. deutschland? Für mich die Könige von Bayern und einiger Zeit im Rhedereigeschäft. Fast in allen foeben Umschließt man den zylindrischen Rannenfaß mit einem Band Württemberg und der Großherzog von Baden." Von der erschienenen Handelskammerberichten wird festgestellt, daß die See- und klappt die Henkel um, so ist er in bequemer Weise transportBevölkerung war da nicht die Rede und dennoch entstand frachten sich während des ganzen Jahres auf einem äußerst fähig. Unten und oben sind die Kannen eben, so daß mehrere etwa um dieselbe Zeit das Wort von den Imponderabilien niedrigen Stand gehalten haben, so daß eine rapide Entwerthung Säße auf einander gesetzt werden können. des älteren Flottenmaterials herbeigeführt wird. Es kommt das Der Erfinder hofft, daß bei Benußung seiner neuen Ranne der Politik", von den Stimmungen und Schwingungen bei immer mehr und mehr die Ueberzeugung zum Durchbruch, alle Zwischenumfüllungen fortfallen werden, wodurch eine erheb zugleich der Voltsjcele. Alpha. daß Schiffe größter Dimensionen allein noch Gewinn liche Ersparniß an Zeit und Arbeit erreicht werden soll. " " 5. Stiftungsfest der Arbeiter- Bildungsschule am Sonnabend, den 11. Januar er., in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: Pestalozzi- Feier 001 Krause& Sachs, Berlin, Krausenstr74 Günstiger Gelegenheitskauf für Händler und Wiederverkäufer, wirklich sehr billig, nicht mit Marktschreiereien zu vergleichen. 730 Mille Sumatra mit gemischter Einlage à 20 M. pr. Miffe zur Erinnerung an die 150. Wiederkehr des Geburtstages von Heinrich Pestalozzi. 20 prolog. Jeffvortrag des Schriftstellers Heinrich Schuiz: Pestalozzi und seine Bedeutung für die moderne Arbeiterbewegung. Lebende Bilder. Rüge aus dem Leben und Wirken Pestalozzi's. 1. Bild: Der jugendliche Pestalozzi als Freund des unterdrückten Boltes. 2. Bild: Der Schriftsteller Pestalozzi unter dem Eindrucke der französischen Revolution. 3. Bild: Pestalozzi als Vater und Erzieher armer Waisenkinder in Stanz. 4. Bild: Szene aus Pestalozzi's Volksbuch: Lienhard und Gertrud. 5. Bild: Pestalozzi als Lehrer und Reformator des Volksschulwesens in seinem Erziehungsinstitut Jferten. 6. Bild: Schlußbild. Begleitende Mufit vom Kapellmeister Wilhelm Klatte. Begleitender Text sowie Prolog vorgetragen von Julius Türk. Gesangsvorträge der„ Typographia", Gesangverein Berliner Buchdrucker u. Schriftgiesser. Dirigent: W. Bölke. Die Musik wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Anfang 82 Uhr. SOOLKLEIE SCHWEFEL FICHTENNADELBÄDER. 4222L* Nachdem: Ball. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Eintritt 30 Pf. Spezialität: Heissluft- u. Dampfschwitzkastenbäder m. Verpackung, Massage. Bad Frankfurt, Ritter- Bad, 18. Ritterstr. 18.( Ecke Prinzenstr.) 136, Gr. Frankfurterstr. 136. Bäderlieferung für sämmtliche Krankenkassen Berlins n. Umgeg. Gegen schmerzlos eingesetzt, festsigend. Reparaturen sofort. Weniger Möbel- Gelegenheitskauf Künſtl. Zähne Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 18 8um Umzug Granien- Straße 73, of I., günstigste Gelegenheit für Brautleute, Hotels, Wiederverkäufer. In meinem 6 Etagen großen Möbelspeicher, alles hell und übersichtlich, fein Laden, sollen sofort ca. 200 neue ganze WohnungsEinrichtungen von 100-1000 Mart und darüber Carl Schindler, 13 2045b* " " 560 25 mit feiden. 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Januar 1896, abends 61/2 Uhr: Oeffentliche 100/6 Arbeitervertreter Droschkenkutscher ArbeitervertreterVerein. Versammlung Berlins und Umgegend. Dienstag, 7. Januar, abends 9 Uhr, Englischer Garten, Alexanderstr. 27c: am Dienhag, den 7. Januar 1800, Grosse öffentliche Versammlung. 82 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Das Vorgehen der Aufsichtsbehörde gegen die Krankenkassen mit freier Arstwahl. 2. Bekanntgebung der Vertrauensmänner für die Invaliden- und AltersVersammlung für Männer und Frauen verficherungs- uhtalt Berlin. in Albrecht's Salon, Memelerstraße Nr. 67. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Der soziale Roman". 2. Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. 3. Verschiedenes. Um pünfiliches und zahlreiches Gr scheinen ersucht Der Vorstand. Säfte willkommen. Gleichzeitig machen wir bekannt, daß der Klub am 11. Januar Achtung! einen Wiener Maskenball veranstaltet. Billets à 50 ẞfg. find bei den Mitgliedern zu haben. 56/10 Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 5. Januar, abends 61/2 Uhr, 53/7 Achtung! Coepenick. Den Mitgliedern des Sozialdemokr. Arbeiter Vereins zur Nachricht, daß die Vereinsbibliothek für den Preis von 148 M. in den Besitz des Genossen Grosse Versammlung Karl Gosemärker übergegangen ist. im Lokal des Herrn Hoffmann, Alexanderstraße 27c. Vortrag des Schriftstellers Genossen H. Schulz über:" Deutsche Zuflände zur Zeit der französischen Revolution". Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Nach dem Vortrag erhalten nur noch Mitglieder Zutritt. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Adresse: Glienickerstr. 36, III. NB. Nähere Auskunft ertheilen fänmt liche Vorstandsmitglieder obigen Vereins. 52'8 Zages Ordnung: 1. Bericht über die Situation des Streits. 2. Diskussion. Der Einberufer. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 16. Januar, abends 8½ Uhr: General- Versammlungen. Bahlstelle I bei Feindt, Weinstraße 11. " II bei Gründel, Brunnenstr. 188, ( Vortrag vom Genossen Türk.) III bei Freygang, Schützenstr. 18-19. Tagesordnung: Abrechnung und Vorstandswahl. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiche Betheiligung bitten 167/19 Die Bevollmächtigten. Achtung, Maler! Am Sonntag, der 5. Januar 1896, beginnt das Zweite Semester der Fachschule der Maler und Lackirer Berlins. Der Preis für das zweite Semester für sämmtliche Fächer beträgt für ältere Mitglieder 5 Mart, für solche, die weniger wie drei Monate Mitglied find, 7,50 Mark und für Nichtmitglieder 10 Mark. Anmeldungen werden nur im Schullokal Manteuffelstr. 7 und zwar Sonntags vormittags von 8-12 Uhr, J. A. der Kommission: Ernst Dauss, Fruchtstr. 36. Orts- Krankenkaffe Montags, Mittwochs u. Donnerstags von 7-9 Uhr abends entgegengenommen. des 124/16 Deutscher Holzarbeiter- Berband. Töpfer- Gewerbestung ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen: Rosenthaler und Schönhauser- Vorstadt. Mittwoch, den 8. Januar, abends 812 Uhr, bei Mörschel, Schönhauser Allee 28. zu Berlin. Da durch Verfügung des Herrn Magistratskommissars Tagesordnung: Vortrag des Kollegen Schöpflin: Sind wir Arbeiter für die Orts- und BetriebsMenschen? 2. Diskussion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 80/2 Strankenkassen vom 20. d. M. Moabit. Dienstag, den 7. Januar, abend. Uhr, bei Schmitke, der von der diesseitigen Kasse Tagesordnung: Bortrag des Kollegen Braumann: Sind wir Arbeiter Menschen. 2. Diskussion. 28. pro 1896 bereits abgeschlossene Die Drechsler werden hiermit besonders eingeladen. Vertrag mit dem Verein der Die Kollegen werden ersucht, in den Versammlungen pünktlich zu er- freigewählten Kassenärzte für Den Kollegen in Westen und Südwesten zur Mittheilung, ungiltig erklärt worden ist, daß die zum Sonntag bei Zubeil anberaumte Versammlung wegen der ein Verzeichniss der neuen daselbst tagenden Versammlung der Ortstasse nicht stattfindet. scheinen. Die Ortsverwaltung. Achtung! Lackirer. Achtung! Aerzte aber gedruckt noch nicht vorliegt, so ersuchen wir unsere Kassenmitglieder, vom Achtung! Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Am Sonnabend, den 11. Jaunar 1896: Gr. Wiener Maskenball " im Elysium", Landsberger Allee Nr. 40-41. Billet 50 Pf. Anfang 8 Uhr. Alle Freunde und Gönner des Vereins sind hierzu freundlichst eingeladen. Billets sind bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und in den bekannten Bahlstellen des Vereins sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen zu Der Vorstand. haben. 129| 2 Freie Vereinigung der Graveure. Die für heute geplante Vorstellung ist auf Sonntag Dienstag, den 7. Januar 1896, abends 82 Uhr, im Restaurant Paasch, 1. Januar 1896 ab in betreff den 19. Januar verschoben. Alte Jakobst r. 83: der neuen Aerzte sich streng Die Vorstellung findet dann im BelleallianceVersammlung der Filiale 4 des Verbandes der nach dem im Kaffenlokal aus- Theater", Bellealliancestraße 7-8, statt. gehängten Aerzte- Verzeichniß 230/10 Mialer, Backirer, Anstreicher u. verw. Berufg. Deutscht. Tages Ordnung: 1. Vortrag über Hypnotismus. Referent Geschke. Abrechnung. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 2. Quartate. Das Vergnügungs- Komitee. bis auf weiteres zu richten. Kur- Bade- Anstalt und Massage von H. Mania, Brunnenstr. 16. 124/8 Die bereits in ärztlicher Behandlung stehenden MitvorVerein der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. glieder wollen sich genau OL- Dampf- und Heißluft- Baßtenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Berlins und Umgegend. Versammlung Sonntag, den 5. Januar 1896, nachmittags 5 Uhr, in der Oraniene. 51. Zages Drdnung: 138/10 1. Vortrag des Herrn Ingenieur Schmidtsdorff, über: Die Grundbegriffe der Chemie. 2. Verschiedenes. 3. Fragetaften. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzpläzen ( Filiale besch. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Berlin 1.) her Gewißheit im Kassenlokal Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder darüber verschaffen, ob ihr ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher jetziger Arzt vom 1. Januar 1896 ab noch weiterhin als Kassenarzt zuständig ist. Berlin, 31. Dezember 1895. Der Vorstand. Achtung! 201/8 Der Gesang und Theaterverein Montag, den 6. Januar, abends 81/2 Uhr, bei Wilke, Andreasstr 26: Des Urb.-S.-B., hält seine UebungsMitglieder Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Jahn über: Der Kreislauf des Geldes und die Währungsfrage. 2. Abrechnung vom 4. Quartal 1895. 3. Abrechnung von der Urania. 4. Gewerkschaftliches und Fragekasten. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Die Mitglieder werden ersucht ihren Pflichten nachzukommen. 82/9 Vereinigung der Maler, Lackirer, Anstreicher und verw. Berufsg. Deutschlands. Filiale Berlin I. Mitglieder- Versammlung am Dienstag, 7. Januar, abends 81, Uhr, bei Herrn Cohn, Beuthstr. 20. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Wurm: Entstehung der fapitalistischen Produktionsweise. , Akazie"( Gem. Chor), Mitglied ftunden jeden Dienstag, abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Jablonsky, Naunynstr. 37, ab. Herren u. Damen, welche dem Verein beitreten wollen, sowie Gäste herzlich willkommen. Der Vorstand. Parteigenossen empfehle meine Schauf 2018b 42049 Orts- Krankenkassen und freien Hilfskassen. Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 512 Uhr. RHEUMA GEGEN TISMUS GICHT Arkona- Bad hirchfraße). 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Bereinszimmer mit Piano sind noch Sonntags zur Verfügung. und Speisehaus, Mehrere fatebenes( en Brodution weise. 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Ber Weiß- und Bairisch- Bierlokal. Rehen den geehrten familie. Die Beaurationsräume schiedenes( Erfahwahl des Vorstandes). Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 124/17 Achtung! Bilderrahmenmacher. Achtung! Montag, den 6. Januar, bei Stramm, Ritterstraße 123: Mitglieder- Versammlung. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen aller Kollegen tringend erwünscht. 41/5 Der Vorstand. Schöneberg. Arbeiter Bildungsverein. General Versammlung am Montag, den 6. Januar, abends 8 Uhr, bei Obst, Grunewaldßtr. 110. Zages Ordnung: Vereinszimmer mit Klavier für 30 Personen. August Bieberstein, 42142* Laufiger Platz 2. Th. Boltz' Festsäle, S., Alte Jakob Strasse 75. Amt I, 1082. 4274L* Empfehle meine Säle zur Abhaltung Franke's Volkskaffee Gr. Frankfurterßr. 73, an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- und Abendtisch. 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Fischer. Neu renovirte Säle mit Bühne für 15/8 20-500 Perf. Tansunterr. j. Sonntag 1. Raffenbericht. 2. Wahl des ersten Borsigenden. 3. Fortseßung der v. 4-6 U. nachm., Donnerstag v. 8-11 U. fuffion über: Konsum- und Produktivgenossenschaften. 4. Vereinsangelegen abbs. Jeden Sonntag Ball. Montags Der Vorstand. Frei- Theatervorstellung. Jeiten. 40532* Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey, Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin,