Morgenausgabe Kr. 29 46. Jahrgang A 15 getic 85 Bovatie 3.60 T En soraus zahlbar Boltbezug 4.82 1 ericht Beftellgeib, Auslandsabore ment 6- 2 pro Monat Der Bermärts richete modettag lich gmeinial, Sonntags und Deontags. einmal die benbausgaben für Berlia unb im Hanbel mit dem Titel„ Dez benb. 30uftrierte Beilagen„ Bol?. unb Zeit und Rinderfreund". Ferner Unterhaltung und Biffen. Frauens fzimme". Sednit Blid in die Bücherwelt und Jugend- Bormerts Vorwärts Berliner Boltsblatt Freitag 18. Januar 1929 Groß- Berlin 10 P Auswärts 15 Df. etxipe! ttge es 30 Bfennig, Retlanie eile& Reis mor Aleine Anzeigen bes edges Brute pri 25 Bfennig( sufeffig fetgebrudte Borte), jebes weitere Bost fennig. Staengeluche das erisea Bo 15 fennig, jebes weitere at 16 Biennig. Borte über 15 Buchftohes Kahlen für gei Borte. Grbeitsmark eile 60 Bienxig familienanzeigen für bonnenten Serie 40 Pfennig. Anzeigess nahme im Senpigefchefs Stabens Brage& sextag, pou 8& 17 r Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Berlag: Berlin SB 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Danbofi 292-291 Telegramm- br.: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts: Berlag G.m.b.. Baftidédicato: Berlin 87886. Banffente: Band der Arbeiter, Hagefelter unb Beamten Wallfir. 65. Disfonts- Gesellschaft. Depofitentofle Zixbenfis.& Inayatullah auch erledigt. Der Rebellenführer wird König. Mostas, 17. Januar. Einer Funkmeldung aus Kabul zufolge hat Stania Jnahatullah heute morgen abgedankt und ich bei seiner Abdantung seine eigeuz 11 nantastbarkeit unb die Sicherheit aller Bersonen, die sich in der föniglichen Residenz befinden, ausbedungen. Das Aommando des Aufständischen teilte mit, daß der Führer der Aufftan bischen Baticht@ala o unter dem Titel Annig Chabibullah Chast die Regierung übernehmen werde. In Kabul herrscht völlige Ruhe. Die Bajare find geöffnet, die Gebäude der ausländischen Gesandt. schaften werden von aufständischen Truppen bewacht. Die Saltung der Rebellen gegenüber den Ausländern ist durchaus freundschaftlich während der Kämbie in und um Sahul hat kein Ausländer irgend wel. chen Schaben erlitteu. Die zweifelhafte Königsherrlichkeit von Amanullahs Bruder und Nachfolger hat knapp drei Tage gebauert. Der neue Konig ff. mie der Herrscher non Bersten, Riso, aus der Tiefe aufgestiegen; fein Bater war Bafferträger. Intereffant ist der freundliche Son der Moskauer Melbung, bie ben Kabuler Funfipruch ohne jebe Einschränkung oder Anweiflung. Deitergibt Der König ohne Truppen. Mostou, 17. Samuar Rach breitägiger Unterbredfung ist heute die untverbindung Mostau- Rabul pleber aufgenommen worden. Den aus Rabul übermittelten Berichten zufolge haben die Aufständlichen noch ber Abdanfung Amanullahs ihrer Borstoß gegen Kabul fortgesezt und es gelang ihnen, die Residenz des Königs, in der sich zum Gin bes neuen Sherriders 3nanainflab mb ber Regierungs mitglieder nur ein leiner Truppenteil befans, gu um ftellen Die Aufständischen forbetten die bedingungsfofe Unterwerfung Jnanatullahs und der Regierung und drohten, im Falle einer Beigerung, die Refidenz zu stürmen. Kabul in Rebellenhand. Der uene König mochtlos. Bairo, 17. Jarasan Es bestätigt fidh, daß die Staht Rabul bereits non ben ni. Stänbilen befest i und Straßenfämpfe tohen. Die ui ständischenartillerie hat das Gebäude der türkischen Gefeht. 16aft beschädigt. Der neue Konig beinhet fidh mar immer nod in Sabul, beherrscht aber die Lage night. Drei Viertel bez Armee steht zu den Aufständischen; thr Führer, General Batii Safgo, bat abgelehnt, mit den Briefern zu verhanden, pta ber neue Sönig zu ihm gefonbt hatte Aus dien meldet Reuter, daß bie Rampie in Sabul might haben sollen. Die legten in Chaman eingetroffenen Reifenden er gärten, mamich jei am 13 Samir in Randaber on. getommen und die Rönigstonbarte pehe über feinent Bohni Enct scher Flieger abgeschoffen. Bombay, 17 Samor.( Gigenbericht.) Die Free Bres of Jible berichtet aus Belghawar, bos, ei englifer Flieger, der angeblich auf eigenes Riffo sur Information über die Lage im Aufftonbegehiat gighonisches Territo rium überflogen hat, befchoffen und in der Nähe non Rahul zum Wiedergehen gegnungen morben ist. Mon peiß noch nicht, ob regierungstreue Truppen oder Rebellen ihn her. untergeschoffen haben. Das Echo der Groener Denkschrift. Treffende Charakterisierung durch den„ Daily Herald". London, 17. Januar.( Eigenbericht.) Der Daily Herald" bezeichnet in einem Leitartikel das Memorandum Groeners als ein fn pliches Erzeugmis militärischen Dentena Generäle und Admirale feien vou Natur aus und dank ihres Berufes Panititiffer. Um ihte fignonen, Schiffe, Aeroplane ufm non den kabinetten und Finanzministern zu erhalten, pflegten sie zum naheliegenden Mittel der Furchterzeugung zu greifen. So quale General Groener feine Kollegen mit dem Gespenst eines polnischen Ein. falls, falls er feine Breuzer nicht erhalte. Ju Warschau merde eine große Armee gefordert, weil die Deutichen eine Zurüderoberung Schlesiens und des Korridors planten. Jn Paris bewillige die Kammer Millionenfummen für eine Festungsfctte gegen eine deutsche und allenische Invasion. Jn Condon erhalte die Admi ität ebenlo lei es in Ihre Kreuzer, da die Handelswege gefährdet felen Washington! Diese Fachleute zu Cand und in See jagten Bhantomen nach Jmmer behaupteten sie, man werde„ ficher" jein, wenn man eimas mehr habe, aber dann komme der Nachbar und fordere und erhalte noch mehr, worauf man selbst wieder etwas Reichshaushalt fertiggestellt. Gleichzeitig mit der Dedungevorlage im Reichsfabinett verabschiedet. Das Reichsfabinett verabschiedete am Donnerstag den Reichshaushalt und die feine Dedung betreffenden Borlagen, Der Beihshaushalt mito nunmehr unnerzüglich dem Reichstat bzm bem Reichspirtschaftsrat zugeleitet werden. Bollsabstimmung in Deutschösterreich. Für alle Gesetze beantragt. mien, 17. Samar.( Eigenbericht.) In der Donnerstagfißung bes Tattonalrats brachten die Go. zialdemokraten einen Antrag auf Venberung der Ber faffung in dem Sinne ein, baß jedes vom Rationafrat unb Bundesrat bajajloffene Gefez ber Baltsabfiüurung zu unterstehen mehr Welffrleden geben tänne, folange die Staatsmänner fich durch militärische Fachleute einschichtern fießen. Bisher wenig Kommentare in Paris. Baris, 17. Januar.( Eigenbericht.) Der Die französische Breffe neröffentlicht am Donnerstag tu großen Auszügen bas Don ber englischen Rentem of Reniems" publizierte Memorandum des Generals Groener. Die Blätter enthalten sich dabei im allgemeinen eines Kommentars. Temps gibt der Meinung Ausdrud, daß man an ihm ohne 3meifel gemiffe in Deutschland meitverbreitete Gedanten. gange stubieren könne. Die nationalistische Liberté meist am Donnerstag, mie bies bereits vor einigen Lagen in der Kammer geschehen ist, auf die bes fonberen Qualitäten des neuen deutschen Banzerfreuzers hin. Dsa Blats erflört, Deutschland verfüge allo zu tünftig über bie schnellsten Kreuzer, momit bepiejen merden soll, baß von Deutschland ber Anfang eines neuen Rüstungs. pettbewerbs ausgehe ift, menn ein Drittel der Mitglieder des Rationalrats es verlangt. Nach der Betfaffung ist die Boltsabstimmung wir über eine Gesamtanderung der Berfaffung und nur dann über befchloffene Gefeße anzuordnen, menn bie Rebrbeit bes eitongrats es verlangt. Der jozialdemokratische Antrag bedarf zur Annahme einer 3meidrittelmehrheit des Barlaments. Probemobilmachung gegen Utrainer. Reserven in Oftgalizien einberufen. Barihan. 17. Jennar.( Elgenbericht.) Det amtlichen polnischen Telegraphen- Agentur zufolge it in drei offgaflzischen Boiwodschaften eine probemobilisierung von mehreren Refervejahrgängen angeordnet worden. Dieles Kriegs fpbel mird faum zur Cinderung der in diesen Gebieten ohnehin ge spannten Bestehungen zwifchen bei pofuifchen und der uftainiiden Benölferung beitragen. Ein Alarmruf. Der Arbeitsmartt an der Zabrespende Von WL Woytinsky. Der Bericht des Algemeinen Deutschen Gewerkschaftshundes über die Arbeitsloftgfeit Ende Dezember mirti mte ein Mlarmrut. Die Lage gibt zu ernsten Besorguiñen Anlaß und fordert, daß mit Entschlossenheit gehandelt wird. Die Arbeitslosigkeit unter den Mitgliedern der Gemertschaften, die in den Sommermonaten 1928 son 6,2 bis 6,6 Proz. schwanfie, ist Ende Oftober auf 7,3 Brnz und Ende Nopember auf 9,4 Rung gestiegen, um gegen Jahresschluß die unheimliche Höhe von 16,7 Broz. zu erreichen. Damit sind mir mit einem Schlage zu der gleichen unerfreulichen Lage zurüdgefehrt, wie sie zur Jahresmenbe 1926/27 z ner zeichnen mar. Freilich läßt sich die Steigerung der Arbeitslosigkeit zum Teil auf Saijoneinflüsse zurückführen: der Rüdgang des Be fhäftigungsgrades in den Außenberufen dürfte keinen Anlas zu besonderen. Sorgen geben. Aber gerade in diesen Berufen ist die Arbeitslosigkeit in den letzten Monaten nur normal" d. h. nicht stärker als in den früheren Jahren gestiegen. Die Arbeitslosigkeit unter ben Gemertschaftsmitgliedern in den wichtigsten Außenberufen betrug in Brozenden: 1927 1928 Oftober Ranemhez Dezemb. Daber Samher Dezemb Garmer Baugerperfsbund 4.9 24.3 52,7 14.0 20.9$ 3,8 14,1 17,7$ 1,6 8.9 17.6 33,1 Maler Simmierer 13,7 $ 1,4 11.7 20,8 34,6 6,3 173 12,3 20,3 43,5 Dachbeder SA 41,5 66,1 15,0 26.4 55.1 Steinarbeiter 1,5 9,9 32,0 9.7 16,5 45.3 Grobferomit im Sobritarbeiterverb. 7,0 18.1 23.7 12, 19,6 29,0 Die 7 Gruppen. 54 206 44.1 40.2 x 18,5 46,8 In hen bier angeführten Gruppen( auf die rund 20 Bros. bes Mitgliederbestandes der freien Gemertchaften entfallen) stieg die Arbeitslosigkeit im Jahre 1927 pon 3,4 Broz. ( Ende Oktober) auf 44,1 Proz.( Jahresschluß), b. b. um 38,7 Punkte, unb im Jahre 1928 pon 10,2 Braz. quf 46,8 Brnz., D. h. um 36,6 Bunfte. Selbstverständlich zeugen fo große normale" Schmanfungen für eine höchst unrationelle Organisation des Arbeitsmarktes und in erffer Linie der Bauwirtschaft und bringen die alte Forderung der Bauarbeiter in Erinnerung, daß die Bauaufträge gleich mäßiger auf das ganze Jahr verteilt werden. Mit einem Rüdgang der wirtschaftlichen Konjuntiur haben aber bie oben gebrachten Zahlen nicht das geringite zu fun: Um über die Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftstonjunttur urteilen zu fönnen, muß man hie Arbeitslosigkeit in denjenigen Berufen und Verbänden beobachten, deren Be: fchäftigungsgrad nicht unmittelbar von den Witterungsverhältniffen abhängig iit, und ehen in diesen Berufen ist in ben legten Wochen 1928 eine entschiedene Verschlechterung eingetreten Die Arbeitslofigleit in den vom Better mefentlich unov hängigen Industrien betrug: 1928 bei den Metallarbeitern Tertilarbeitern. Brok Auguft, Geptember Oftaber November Desember Brog Bros Frog 5,4. 5,7 6,2 7,0 8.6' 8,4 8,6 7,6 7,7 8,4 Bekleidungsarbeitern 9,0 10,1 10,1 .13,0 20,3 Buchdrudern 5,9. 5,5 6,1 6,7: Buchbindern 7,5 6,7 6,4 3,6 8,0 8.2 8,1 8,3 9,6 10,5 16,4 15,7 14.2 15,3 17.5 17,7 17,3 18,6 18.9 23.7 9,7 8,9 0 9,4 11,4 17,6 Tabalarbeiteru leichern Bädern 9,0 10.1 10,3 10,9 16,5 5,6 5,6 11,2 8,1 7,3 6.9 7.8 123 Beberarbeitern Sattlern. Schuhmachern. Salzarbeitern Bis zum Oktober waren in den meisten Berbänden nur geringe Schwonfungen der Arbeitslosigkeit zu erlernen, bie. im großen und ganzen gegenseitig hie Mage hielten. 3m Dezember ließ fich in famtlichen Berufen eine Verschlech terung erfennen. Die einzige Ausnahme mocht der Bergbau. in dem noch der Steigerung der Arbeitslosigkeit- int November ( infolge der Ruhrobenteuer im Dezember eine leichte Befir: tung des Beschäftigungsgrabes eintrat. Bielleicht sind bei der allgenteinen Zunahme der Arbeitslosigtet auch gepiffe faifonmäßige Einflüsse nicht ohne Wirkung geblieben( wahr scheinlich her biefes im Belleibungsgemerbe fowie bei ben Schuhmachern, Labatarbeitern und Badern der Fam Ausschlaggebend dürfen aber diese Einflüße nicht gewesen sein, entscheidend war der Rüdgang ber Ronjuntaur. Dabei war auch die Entwicklung der Kurzarbeit in ben festen Monaten nicht sehr erfreulich: 3mar nahm die So ber Sturzarbeiter nicht zu( in einzelnen Berbänden ging fie fogar zurüd, bo die Sturzarbeit sich in polle Arbeitsloffgreit verdichtete), aber man fonnte eine Berlängerung der burd schnittlichen Dauer der Kurzarbeit feststellen. Mir woken hier nicht auf alle riachen des Ridgenges der Wirtschaftstonjitur eingehen, unter denen auch die ric slchtskoss VoNtik der Unternehmer«ine nicht unöeträchtlichs Nolle spielt. Worauf cs jeij! vor allem ankommt, ist eine e n t- scheidende tonzunkturfördernde Politik. Neben der Förderung der Bautätigkeit für das kommende Frühjähr und Auftrogsoerteilung seitens der Reichssisenbahn und der Reichspost ist die Fest'gung des Binnenmarktes not» Wendig. Ein Rückgang des Verbrauches der Dolksmaffen hätte für den weiteren Verlauf der Wirtickaftskonjunktur die verhängnisvollsten Folgen. Ein solcher Rückgang wird aber unvermeidlich werden, falls die Krisenfürsorge n'cht ausge- haut wird und das Reich der Reichsanstait für die Arbeits- losenversicberung notwend'gz finanstelle Unterstützung ver- weigert. Ebenso birgt jeder Druck auf die Löhne eine weitere Gefährdung der Wirtschaftskonjunktur in sich. Der jüngste Bericht des ADGB. über die Arbeiislosigksit an de? Jahreswende fordert die gesamte Arbeiterschaft des Reiches zum entsche'denden Kamvf auf, um eme wettere Unterminierung der Wirtschaftskonjunktur zu verhindern und ihr« planmäßige Förderung zu sichern. Arbeitsschuhgefeh verschlechtert. Die Ausnahmebestlmmungen für Kieinbetrieös vom Reichsrai angenommen« Poliii? im Londoner Rundsun?. Slm 22. Januar abends— Ein interessantes Experiment �snn Deutschland nicht mithören? Wie die englischen Zeitungen berichten, ist nach langwierigen Verhandlungen zwischen den drei groher» englischen Parteien und der Londoner RundfuntgeseLschast eine politifch« Rundfunk. he hatte vereinbart wordch. Dieses Rsdeturnier wird ein aktuelles Thema der inneren britischen Poluik zum Gegenstand haben, nämlich föne von der fetzigen Regierung eingebracht« Steuerermätzi- gungsvorlag«.. Am kommenden Dienstag, dem 22. Januar, von 22,30 Uhr �Berliner Zeit) bis 23,30 Uhr, werden hmterelnender sprechen: für die Konservativ« Partei und zugleich für da» Kabinett der Unterstaatssekrelär Sir Kinasley Wood, für die Arbeiter« parte» Arthur Greenwood und für die Liberales Romfay Muir. Alls drei Redner sind Unteryau-abgeord.net«. Ihre Redezeit beträgt U 20 Minuten, außerdem kann der Vertreter S«r Regierungspartei ein Schlußwort von 10 Minuten hallen. Es handelt sich zwestellos um ein interessantes Experiment, dem nicht nur in England Beachtung geschenkt werden sollte. Seine Noch» ahmung in Deutschland dürft« zwar nicht ganz einfach sein, denn in England gibt«s ja raix drei große politische Parteien, während de» uns allein zehn Parteien>m Reichstag die geschästzordnungs- mäßig« Fraktionsstörke besitzen Dennoch wäre es wertvoll, diesen Versuch auch von Deutschland «u? versolgen zu können, zumal die Frage der politischen Verwen. dung des Rundfunks neuerdings zur Debatte steht. Dar««s nicht möglich, im Interesse her vielen Tausend« von Hörern, die englisch verstehen, diese Londoner Rundfunkdebatte über den Berliner Sender zu übertragen? Die Zell dürste sich jedenfalls ausgezeich. net dazu eignen, da der Beginn der Londoner Diskussion gerade rmi der Beendigung der Wetter« und Tazesnachrichten zusammenfällt. Es würde sich also lediglich darum handeln, die üblich« Tanzmusik um k'/L Stund« zu verschieben oder sie an diesem Abend Werhaupt aus. sollen zu lassen. Das dülste sich, ohve weti.sres im Jmevesse. de» j Sache machen lassen......',• Oer Rachtragseiai» Spez'slberatvsg im HaushattSausschoss- Aus der Tageserdm:ng der Donnerstagsitzung des Ausschusses für hm Relchshaushall stand die.Spezialberatung des Rachtragshausholts für 19ZS. und zwar sollte zunächst der Einzeletat des Reichsjustizministeriums beraten werden. Bevor aber diese Beratung aufgenommen werden konnte, entstand wiederum ein« lehr ausgedehnte Gcfchäftsordnungsdebaite über die Art, wie diele Spszialdebatte zit führen sei. Die großen Schwierig- kellen der diesmaligen Beratung sind zweifacher Natur. Erstens dringt der Nachtrag den Personaletat 1925 wie zugleich mit gewissen Madifikationen auch den für 1329, zwellens sind zwar die für 1325 entstehenden Kosten gedeckt, für 1923 aber kennt noch niemand—- mindestens solange das Kabinett feine Etatsberatungen nicht ab- geschlossen hat— die Deckunxsoorschläge der Retchsregierung. Man einigte sich schließlich auf einen vom Vorsitzenden vorgeschlagenen VerhandlungsmoLus und erledigte den Etat in erster Lesung. Eine grundsatzliche Debatte entspann sich nur beim Patent- a m t, für das zahlreiche neue Stellen angefordert sind. Dies« Stgllen» Vermehrung wurde von der Reich-regieruna mll der krassen Not- läge begründet, in der sich gerade dieses Amt befindet. Der G«. fchaftsumfang des Amtes steige van Jahr zu Jahr steil an. so daß auch trotz größler Anspannung aller Kraft« di« Rückstände wachsen und wachsen müssen. In dem letzten Jahre seien über 75 000 Patentanmeldungen zu verzeichnen gewesen. Mit den, vorhandenen Per» sonal sei diele Arbell nicht in der Weise zu erledigen, die verlangt werden müsse. Mehrkosten werden dem Reich dadurch nicht er- wachsen, denn das Patentamt erhall« sich nicht nur selbst, sondern bringe darüber hinaus die Oesarntkostem des Reichsjustizminists- riums auf.« Nach längerer Debatte wurde beschlossen, die das Patentamt b«. treffenden Titel in einem Unterausschuß zu beraten, in dem auch eine Vereinfachung des Geschäftsganges uns die Frage«röuert werden sollte, ob das Patentamt dem Reichsjustizministerium an- gegliedert bleiben müsi«. Zunächst 1 Milliarde Osttar» Avgebiiche Verbandlunaen zwischen Großbanleu&btt Me bilisierung Oer deutschen Schuld. Paris. 17. Januar.(Eigenbericht.) De?»Jntranstgeant� weiß am Donnerstag zu berichten, daß zwifhen den führe n denBanken der interessierten Staaten zurzeit Verhandlungen wegen der Mobilisierung der beut- fchen Schuld im Gange seien. Zunächst sei an die Emission von Obligationen an Werte von einer Milliarde Doller gedacht. Amerika stimmt der Wohl �oungs und Morgans zu. Washington. 17. Januar. Staatssekretär Kellogg erklärte dem englischen Botschafter. daß di« Regierung der Vereinigten Staaten der Wahl o u n x s und Morgans zustimme. Der englische Botschafter reist nun sofort nach New jsort ob, um die beiden Erwählten amtlich«in- zuladea, v«r A c ich sr a t verobsch'eMe am Danueeskag die Ar« beilsschußgesehvorlage. Die Verlretcr von Bayern. Württemberg und der verlretee de? prooin, Westfalen stimmten gegen die Vo'lllge.— Der Antrag der Reichsregierung, die Befttmmungan über den S ostenersaß p« streichen, omrde ange. uommen. Die Ausnahmebestimmung, die de«, Arbeiksministcr das Recht gibt, die geschlichen V»stimwungen fiter die Arbeitszeit im künftigen Gefeh für Betriebe bis zu füvf Arbeitern rvsz'i heben, wurde mit de« preußische u. Stimmen ausrechterhalten. « Die Dertretmiq Württembergs hat im Reichsrat das Arbeitsschutzgefeß adgekehnt. D>e Regierung ließ von ihrem Vertreter zur Begründung dieser Haltung eine Erklärung abgeben, in der es heißt, sie habe .chi« geplante abschließend« Neuordnung des gesamten allgemeinen, öffentlich-rechtlichen Arbeitsschutzes auf das lebhafteste begrüßt und gern dem vom Reichsaxbellsminiiterimn eingebrachten neuen Eni- wurf eines?lrbeilsfchußges«tzes ihr« Zustimmung gegeben, wenn nicht der Entwurf in seinem 6. Abschnitt gegenüber den vom Reichs- rat in der Sitzung vom 23, März 1925 verabschiedeten früheren Entwurf wesentlich« sachliche Aenderungen erfahren haben würde. Die geplante Ausgestaltung der Arbelisaufstchts» behörden, die künftig nur noch dem Namen nach Laiche sbehöchcn sind, bedeutet einen weiteren schweren Eingriff in die Eigenstaatsich' kell der Länder, ftir den in keine? Weife ein sachliches Bsdü inis beftsht und das den Ländern erhebliche Mehrtsstell bringen wird. Der 6. Abschnitt des Entwurfes faßt nach den B-- ichlüsien de, Reichsrats bereits«tue Art Aufsichn-verwaltung auf � dem Gebiete der Arbeltsaulsicht. nach den Vchchiüfsen der Reich»» I regierung sollte aber die gruntfätzliche Frage de? etwaigen Eiw ! führung der sogenrNnten Auftragsverweisui� und der llnrfong der von der Austragkivcrweisung zu crsosienden Gebiete zuerft von der Lünderkonferenz geprüft werden, es erscheint untunlich, dieser Prib fung vorzugreifen" Es sind also die fadenscheinigsten, p a r t i k« l a r i' st t s ch st e n Grunde, die Enzlalpolitik der Rückständigkeck der WÜrttembergischen Regierung zu verschkeiern oder zu be° mänteln. Die Regierung besteht zur Hälft« au» Zentrumsmännern, und insbesondere das Wirt» fchastsministerium wird jetzt von Herrn Beyerl« ne?» ! waltet, der zugleich Landesvorsitzender der Zell' t r u m s p a r t«>. ist. Jetzt kann man die Schuld für eine solche Haltung nicht mehr auf Bazille abschieben, der diesem MlnisterUxm vorstand, sondern muß sich verantworten D.s christlichen Arbeiter können daraus erkennen wie- viel den Führern ihrer Partei der Ausbau und die Förde- rung der Gewerbeaufsicht g.lt. Erst geohifeig� bann enttasse«. Palastrevolution iu der»Welt am DbenO*'. Ls? kurzem ist der Defchäftsführer der„We't am Mend", Schönbcck. Knall und Fall entlassen worden. Es ist derselbe, der vor einigen Monaten einen Konflikt mll dem großen Max holz hatte, wobei sr ,his harte bolschewistische Faust' des Rebellen- führers auf feiner Backe zu spüren bekam. Die Entlassung S6)ön- decks hat in kommunistischen Kreisen einige Erregung hervorgerufen� Di« Freunde Schönbecks behai.ptcn, seine Entlassung sei nur darum erfolgt, west er sich gew:ige.ri Hölle, einige Rechtskommu- nisten, die in der„Welt am Abend" beschäftigt sind, nach Münzenbergs Befehl brotlos zu machen. Gleichviel, ob diese Dar- stellung stimmt oter nicht, bleibt der Fall Schönbeck ein innres Symptom für den Zerfetzungsprozetz In der KPD. Die Brandler-Opposit'on stößt vor. Wöhrend der Erklärung der sächsischen Rechtskommunisien km Sächsischen Landtag, daß sie«ine«igen« Fraktion gebildet hätten, hatte sich der Führer der Rechtsopposllion B r a n d l« r im Sächsi- scheu Landtag eingefunden. Di« Erklärung, die durch den Landtags« abgeordneten Böttch« r abgegeben wurde, entspricht dem Brandler» Thalheimer-Progromm-- In einer lÄsprechun� B r o n d!« r s mit den Mitgliedern der neuer: Fraktton«irrder übet die m?l welchem Zwecke einer deuifchnationalen Ortsgruppe Ver» günftigungen der Marinevecwaltung zuxeik werden und wer hier» für verantwortlich ist? Rachspiel zum t!«mte>ura-yro,eß. Die dänische Regierung de« schloß eine Reihe von Personen, die man vermutet, mll der üe,n» bourn-Angelegenhell in Verbindung gestanden zu haben, pollzel- lich oerhören zu lassen. De? Präiekt von Straßburg hat das neu« von dem«llästischen Autonomisten Baron Zorn von Bulach heraurgegeben» deutsch- sprachige Wochenblatt.Der Widerhall" sofort nach dem Erscheinen der ersten Nummer verboten. Die irenzösifch« Ausgabe de? gleichen Wochenschrift darf dagegen weitmrscheinen. 3*r. 29» 46. Iohfgsng*J|i# Sreiiaß. iB.MmMti929 Gtadthaushatt 1929. Oer Gtadtkämmerer legt ihn den Stadtverordnete« vor. Di« Bervner Dtadtvsrordnetevvlirfammlung trat Astern in die Beratung des S t a d t h o u s h o l t p l a n e s für �29 ein. Den vom Magistrat aufgestellten Entwurf legte der �tadtkämmerer mit einer erläuternden Rede vor. die— wie �'r es bei Äömmererreden alljährlich erleben.— die„Pflicht zur Sparsamkeit� stark betonte. Aufs neue wies er auf die Schwierig. jkiten hin. die für Berlin infolge der ungerechten Regelung Finanzausgleichs entstehen. Nur durch B e s ch r ä n> u" g der Ausgaben auf das Rotwendigste ist es �"glich gewesen, in dem chaushaltplan das Gleichgewicht zwischen Annahmen und Ausgaben herzustellen. Nachdrücklich wandt« der �tadtkämmerer stch gegen die sinn- und gewissenlosen �«Haupt un gen, die über Berlin? Schuldenlost in f�r rechtsstehenden Presse verbreitet worden Ii n d. Die Schulden pro Kopf der Bevölkerung sind für die Stadt Berlin tatsächlich geringer als der Durchschnitt für all« Städte mit �'«hr als 30000 Einwohnern. Gestern nahmen die Redner der Fraktionen noch nicht das Wort zum tzaushastplan. Sie werden das 'n der nächsten Sitzung tun. s Alk«rster Stelle der Tagesordnung stand eine Debatte über die Grippe in Berlin. Kommunisten und Demokraten hauen Anfragen dazu«inge- ' �>cht. Sil der Begründung warf die kommunistische Stadtverordnete /rou kfossmann-Gwinner dem t)auptgesundhciisamt Unfähiokeit bei fr«r Bekampiung der Grippe vor, der Stadtmedizinolrot verfolge die Erkrankungen»on einem Winierturori aus. Es fei ein Skandal, daß b>e Grippe sine io motze Ausdehnung angenommen 1)01, aber bei der "niShigkeit der städtischen Verwaltung sei das flicht melier verwunderlich Nachdem der Stadtverordnete Merten l-öern.) die Angriffe der Vorrednerin gegen die Stcidtvertuaitung Zuriickaewiefen hatte, nahm sofort Obsrbürgcrn,eistec Döst das Wart, Um mit grotzer Entschiedenheit die Anwürfe der kommunistiichen Redncrin gegen die Stadtverwaltung zurückzuweisen. Die Kom. niunisten wützten offenbar nicht, welche Matznahmen das Haupt» llefundheitsamt zur Bekämpfung der Grippmkrantungen bereits er. Lnffen hatte, ehe sie an die Formulierung ihrer Anträge dachten. Der Oberbürgermeister protestierte dagegen, daß fsrau hoff. mann-Äwinoer d'e Stodtverwolkung vor der oefamten Oeffenl- ßchfeit als unfähig hingestellt habe. Dann wies Swdlmehtzinalrat Prof. Dr. v. DrigalfN an Hand eines umfangreichen Materials nach» datz das Hauptgesundheitsamt genug Erklärungen über den Stand der Grippeerkrankungen heraus» gegeben hätte. Bei der vorherrschenden Witterung seien Cr» kältungskrankhe'ten nicht zu vermeiden. Durch schreiende Ueber. lchriften w den Leitungen und irreführende Artikel sei der Um» fang der Erkrankungen maßlos übertrieben worden, denn der Gefuiidhest-fkavd der SerLner Vevölkerung fei nicht schlechter, nl« der in anderen Städten. DZr Tts.dtmedizwa?rai beoegneie dann der Fordenma' der kanvnu- niststchs« Rednerin nach Vergrößerung de? Bettenbestande.s in den Krankenhäusern mit der Auszählung der getrostenen Maßnahmen. Sit seien m Zahlendarf. m Spandau, in Hobrechtsielde-Bvch, im Krankenhaus Mxchit und in Eharloüestbunj eine große Anzahl Betten neu beschafft worden und außerdem fmd zehn Not.panillons bereit, die feden Augenblick zur Auinahm« van Grippekranken dienen konnten. Insgesamt seien etwa 1000 neue Kranken stellen eingerichtet. Die Hürzunahme von Schulen als Krankenanstalten hoffe»an umgehen zu können, man halte sie aber als letzte Reserve in Bereitschaft. Die Berstopfung der Krankenhäuser, erklärte der Stadtwedi.zinalrat, sei dadurch hervoroerusen. daß sehr viele leicht Erkrankt« ausgenommen wurden, so dag viele Krankenhäuser melden, sie seien fast' nur mif„ßctchtfranfcn* überfüllt. Natürlich laste auch in vielen Fällen die Wahnungsnot eine Hauspstege der Erkrankten nicht rotsam erscheinen. Den Optimismus der Sochver» ständigen, die mit einem Starkerwerden der Gripp« nicht rechnen. teilte der Stadtmodizinalrat nicht. Er betonte, daß in solchen Fällen Vorsicht immer angebracht sei und erklärte schließlich, daß die Stadt- Verwaltung glaube. mit ausreichenden Maßnahmen gegen M« Grippe grflflek zn sein. Ein unbedingtes Schutzmittel sei leider noch nicht gesunden, dach nehmen in der neueren Zeit solch« Erkrankungen lang« nickst, mehr den epidemischen Charakter an wie früher, als die Stadt Berlin in gefunuheitlicher Beziehung noch nicht so gerüstet war.(Lebhafter Beifall im Hause.) Für die sozialdemokratische Fraktion sprach Genosse Strieder: Ohne sich einer Uebertreibuna schuldig zu machen, müsje man feststellen, daß die Grippe in Berlin durchaus noch nicht ab- geklaut ist. Allerdings ist der Grad der Erkrankung nicht so ernst wie früher, aber die Zah! der Erkrankungen gibt zu denken. Er- sreulicherweise sind die Todesfälle gering, st« sind aber kein Maß stob. Der Ansturm ans die Krankenhäuser sei in vielen Fällen nicht zn bewölllgen, die Bettennot ist nicht abzustreiten, sie ist aber in Berlin ein st ä n d i g e r Z u st a n d. der nur durch«in grvßzüglge» Srankenhemsbauprogramm beseitigt werden kann. Di« Zahl der vorhandenen Betten in den Krankenhäusern muß in einem bestimmten Verhältnis zur Be- nölkcrungszifser stehen, dieses richtige Verhältnis ist aber in Berlin noch nicht erreicht. Im Augenblick ist zu erwägen, wie Unterkunft für die Kranken zu bejchoffen ist. Genosse Strieder behauptet«, datz durch Engerstellen der Betten in den einzelnen Krankenhaus- sälen und durch Hinzunahme von Reserveräumen die Bettenzahl um etwa 10 Proz. zu steigern sei. Der Redner forderte die Einsetzung einer Kommission, die im Einvernehmen mit den Stadt- ärztcn die Krankenhäufer daraufhin zu prüfen hätte. Die Ein- richtung von Schulen als Krankenanstalten hielt der Redner nicht für angängig: zu fordern sei, daß planmätzig in ruhigen Zeiten bestimmte städtische Gebäude für die behelfsmäßige Aufnahme von kranken vorbereitet werden.(Bravo bei den Soz.) In der weiteren Aussprach« sprachen von den Demokraten Freu Münder lich. Stadtverordneter Döring(Dnat.), Psitzner für die Wirifchaftspartei und Dr. Faltenberg(D. Vp.). der meinte, anfangs hätte das Hauptgefundheitsamt mit einer gewissen Sorglosigkeit den Grippeerkrankungsn gegenübergestanden. Die erneuten'Angriffe der Kommunistin Hosfmann-Gwlnner aus die Hauptgesundheitsverwal» tung oeranlatzten den Stadtmedlzinalral nochmals mit besonderem Nachdruck zu betonen, daß einem ziemlich plötzlich eintr«tendcn Er, eignis die ivtadtverwaltunq gut gerüstet gegenüberstand. Angesichts der vorgeschrittenen Zeit, stellte die Versammlung die Verabschiedung des Wohnungsbauprogramms ISN bis 1932 zurück und nahm zunächst die Bede des Kämmerers zur Cinbrlnguna des Etats entgegen. Der Kämmerer Dr. Lang« führt« aus: Der Haushalt hat sich oegenüber dem des Vorfahres nicht sehr wesentlich verändert, und konnte das auch nicht angesichts der Notwendigkeit,«in« M e h r- b e l a st u n g der Berliner Mrtschast und Bevölkerung durch neue oder erhöhte Steuern zu vermelden Auch m diesem Jahre mutzten deshalb die Ausgaben auf das Aeutzersts eingeschränkt worden, da die Lage de? Wirtschaft kein« Mehreinnahmen erwarten läßt und die Hoffnungen auf eine Aenderung de? Fitwza», gleich« im lebten Söhre wieder enttäuscht worden sind. Der Gefawthau?- hast schließt in Einnahm« und Ansgabo mlk{„12 Milliarde« gegenüber 1,17 Milliarden im Vorjahr ob. Davon entfallen auf den ordentlichen Haushast 921 Millionen(Vorjahr 831 Millionen), auf den außerordentlichen Haushalt(Anleihehaushalt) 134 Millionen (Vorfahr 273 Millionen). Die Steigerung der tatsächlichen lausen, den Ausgaben ohne Erstattungen gegenüber dem Vorjahr beträgt 41 Millionen oder 6 Proz. Das ist wenig angesichts der Entwicklung der Stadt, die im abgelaufenen Jahre wieder um 90000 Ein- wohner durch Zuzug gewachsen ist. Dieses Anwachsen bedingt eine Mehrbelastung aus allen Gebieten, z. B. durch Bauten Soldat Surren. 5Boi»an voa Georg von der'Dring. CapyriLbt 1927 hy J. M. Spe-ath Verlag, Berlin (Schluß.) Eine lange Zeit verfolgen wir den Weg, der uns zur Stochodbrücke führen soll. Wortlos gehen wir, der Berg- mann mit zusammengebissenen Zähnen, und setzen Schritt vqr Schritt mit unseren drei Beinen. Weit vor uns sehen wir den Glatzköpfigen, der sich zwei Bauernhüttcn nähert, die links und rechts an der Straße liegen. Auch etwas wie ein Brunnenorm ist zu erkennen. Wir hoffen auf Wasser und Brot. Schritt für Schritt und nach langer Zeit nähern wir uns den Hütten. Zwischen ihnen, mitten auf dem Feld- wege, steht«in d'cker österreichischer Feldgendarm, die Hände auf dem Nucken. Er dient zur Sicherung des Schlachtfeldes, darum— wohl den beiden Schlacht- bummlern. daß sie drüben geblieben sind! Wir biegen links zum Brunnen, und ich untersuche das Wasser: es ist weiß wie Milch. Drüben an der Hinterwand der Hütte stehen fünf oder sechs ungarische Husaren in ihren bunten Uniformen. Sie sind sämtlich sehr blaß, als sollten sie wider Wullen in einem Zirkus auftreren, oder als hätten sie zuviel von diesem milchigen Wasser genossen. In der Tat! Auf meine Frage. ob man es trinken kann, nicken sie— und nicken eifrig, so daß wir nickt länger mehr zöaern. Es schmeckt nach Seife, ober wir stillen unseren Durst, saufen einen halben Eimer leer. „Jetzt muß ich essen." flüstert der Bergmann und schnauft von der Anstrengung,„stell mich eben ans Stakst und geh, Kamerad!" Ich tue es. trete ins gegenüberliegende Haus, schlage an eine Tür und öffne sie. Das erste, was ich erblicke, ist das Lämpchen vorm Heiligenbild sowie ein« Wiege, die mitten im Zimmer von der Decke hängt und an vier Stricken hin und herichwingt— bis an das Lämpchen lchwingt und zurückkehrt an eine ausgestreckte Hand. Diese Hand hebt sich und gehört einer jungen Frau. Sie stößt einen gellenden Schrei aus, vereinigt beide Hände vor ihren Augen und weint über irgend etwas. Ein junger Bauer im blauen Hemd, der am Fenster gesessen hat. kommt auf seinen lautlosen Bastschuhen zur Tür. Warum weint sie? bedeute ich ihm— doch er anii wortet nicht, geht an einen Schrank und schneidet Brot ab. Der Frau sind indessen die Hände vom Gesicht ge- glitten, sie steht ein wenig krumm da. wimmert, starrt mit großen entsetzten Auge auf meinen bluidurchtränkten Aermel, meine zerrissene Uniform, auf mein Gesicht— und wimmert leise fort, indessen die Wiege langsam ausschwingt und das Kindchen zu schreien beginnt. Schwing doch, Mutter! Schwing doch, Mutter? scheint sein eigensinniges Stimmche» zu fordern. Worauf di« Frau ihre Hand hebt und den Strick ergreift. Dos Kind schweigt— die Hand schwingt. Aber die jungen verwirrten Augen weichen nicht von mir. Der Bauer gibt mir Brot, ein Stück weißes und ein Stück schwarzes und deutet furchtsam durchs Fester auf den Feld» gendarm. Die Mutter aber hast mich mit ihren Augen fest. schwingt die Wiege und wimmert. Langsam gehe ich hinaus. Wir brechen das Brot, essen im Gehen und überholen dabei den Glatzköpfigen, der sich neben den Weg. und mit dem Gesicht abgewandt, niedergesetzt hat und erbricht. Bald danack sind mir an der hölzernen Stochodbrücke. Eben ruckt ein Regiment Infanterie erhitzt und laut herüber. Wir sehen es vorbeiziehen. Kompanie auf Kom- panie, lauter beklommene und schwitzende Gesichter. So- dann setzen mir uns um Ufer nieder; der Bergmann stiert bekümmert auf sein geknicktes Bein— ich ziehe meine Pa- tronen aus den Taschen. Rahmen nach Rahmen, und werfe sie ins Wasser. Ich hatte gehofft, im Feldlazarett Kameraden aus msiner Morporalschaft anzuireffen. fand aber niemand. Erst svat am Abend kam einer, Julius Lurtjebam. Er war am Morgen zum ersten Zug kommandiert gewesen und dort während der Beschießung verschüttet worden. Die erste Russenwelle hatte die Ueberlebenden. die sich mit ihren ver- sandeten Gewehren aus den Grabentrümmern erhoben. sofort umzingelt. Da man kein Entkommen für möglich hielt. warf man die Hände hoch. Bloß Lurtjebam durchlief die Russenkette wie ein Hirsch bei der Treibjagd. Er vertraute von Schule«. Fürsorgeitellen. durch Erweiterung der Verwaltungsstellen. der Arankenanstolten usw. Diese Entwicklung, die auch von «mm Zuzug von wirtschaftlichen Betrieben von auswärts begleitet ist, hat die Einstellung vieler Kreise draußen im Lande gegen d>e Reichshauptstabt nach verstärkt. Berlin bekommt da? in der Gesetze gebung sehr fühlbar zu spüren, vor ollem beim Finanzausgleich, Allein bei der Einkommen- und Körperschastssteuer fliehen durch die jetzige Unerträgliche Regelung der Verteilung mit der sogenannten relativen Garantie nicht weniger als ZZ Millionen des Berliner Aufkommens an ander« Gemeinden. Ebenso unmöglich ist die Verteilung der Kraftsahrzeugsteuer. Das Berliner Aufkommen ist in drei Jahren von etwa 12 auf 22 bis 24 Millionen gewachsen, der Anteil der Stadt nur von 2.1 aus etwa 2,3 Millionen. Durch die Entscheidung des preußischen Volkswohlsahrtsministers wurden jährlich 5 0 Millionen Hauszins st euer für Bauzwecke, die Berlin ausgebracht hat, in anderen Gemeindenverbaut. Mik den entzogenen 50 Millionen Mark Hansztasstener könnte die Stadt zu de« sonst nur möglichen 24 000 Mahnungen jährlich 10 000 Mahnungen mehr sioanzieren. Statt dessen ist sie gezwungen, durch Zusatzbaupragramme sich jetzt und für die nächsten 20 bis 30 Safere mit schweren Verpflichtungen aller Art z» belasten. Die Durchsührung von Zusatzbauprogrammen ist eine reine Finanzfrage, di« durch die Schwierigkeit der Mittel- beschaffung außerordentlich erschwert ist. zumal da die Stadt für diesen Zweck keine Ausländsanleihen ausnehmen darf. Im Haushalt für die Tiefbauverwaltung sind diesmal für Straßenbauten 20 Millionen Mark eingesetzt, also 14 Millionen Mark mehr als im Vorjahr«. Daneben betragen die Mittel für die Straßenunterhaltung rund 12 Millionen Mark und die Mittel für Brückenbaiiten rund 17 Millionen Mark, zusammen also für Straßen und Brücken 49 Millionen Mark. Gleichwohl decken auch diese Kosten nur das Notwendigste. Der lausend« Bedarf der gesamten Wohlfahrt einschließlich des Gesundheitswesens umfaßt 228 Millionen Mark. Das bedeutet im Vergleich zu deni Anteil an der Einkommensteuer und Körper- schaftssteiler, datz dieser Anteil nicht einmal die Hälfte des Wobt sohrtsbedarfs deckt. Beim Schulwesen ist dem traurigen Zustand, in dem sich ein Teil der alten Schulen befindet, dadurch Rechnung getragen. daß für Instandsetzungen und Verbesserungen höhere Mittel als' im Vorjahre eingesetzt worden sind. Dagegen find die Mittel für Schulneubauten erheblich herabgesetzt worden, und zwar für Bolks» und Mittelschulen auf 4,7 Millionen Mark, für höher« und Fachschulen aus 4,5 Millionen Mark. Allerdings ist dabei zu berück- sichtigen, daß von den in den Vorjahren bewilliglen Mitteln noch erhebliche Betröge nickst verbaut sind. Auf dem Gebiet« des Ge- Lnndheitvwesens behandelte der Kämmerer das Problem er Bettcnnot und kam im Zusammenhang damit ans den Bericht des Reparationsagenten zu sprechen. 'Ans den Schwierigkeiten des Anleihemarkte« im In- und Auslände ergibt sich die Notwendigkeit einer möglichsten Einschrän» kung de» außerordentlichen Haushalts. Selbst voa den eingestellten Beträgen wird nur das Unumgängliche verausgabt werden können, um die schwebende Schuld nickt übermäßig anwachsen zu lassen. Die gesamten Schulden der Stadt stellen nur die Hälfte des reinen Finanz- und Werksvermögens ohne Berücksichtigung de� Verwaltungsvermögens dar. Die Vermögenslage der Stadl Ist also durchaus gesund. mährend die Finanzlage wegen der Einschränkung der Einnahmen durch den Finanzansgleich usw. in der laufenden Verwaltung größte Beschränkung auserlegt. In dem Zusammenhange erklärt der Kämmerer«ine Reihe von mißverstandenen oder irrtümlichen Mit- teilungen, die im Lairfe der letzten Monat« gelegentlich erschienen sind. Er zerstört insbesondere die gelegentlich aufgestellt« Behauptung. daß Berlin auf den Kopf d«r Bevölkerung den höchsten Hchuldeustand habe, und beweist vielmehr, daß dieser Schulden» stand unter dem Durchschnitt aller Städte über 50000 Einwohner liegt Er betont, welch« Schädigung durch diese Irrtümer und durch Uebertteibungen in der Oesfentlick> keit sowohl im Inland« wie im Ausland« entstehen können, und weist darauf hin. daß er immer bereit gewesen ist, mit oller Offenheit und Klarheit über die Finanzwirtschaft Auskunst zu geben, die«r voll und ganz verantworte. Es wird erwartet, daß der weitere Ausbau der Ver-- i«hrsuntern«hmungen und der E l« k t r i z i t ä t s werk« demnächst durch eigen« Anleihen der Gesellschaften finanziert werden wird. Die großen Betriebe der Stadt haben l seiner verzwickten Figur und sprang langbeinig durchs Korn. Wirklich ließ ein Russe, der fein Gewehr auf ihn ange» schlagen hatte, dasselbe wieder sinken und brachte statt eines Blattjchusses nur«in heiseres Gelächter heraus, welches zu sagen schien: Lal cm lopen! Soweit schilderte es Lurtjebam. Die Derschüttung hatte ihm das Gehör zerschlagen, er war taub wie ein« Grammo» phonplatto, was ihn aber nicht zu stören schien. Im Gegen--- teil— er machte sich ein Spiel daraus, jedes Wart falsch zu verstehen. Einmal fragte er einen finsternen ungarischen Graubart, der uns Deutsche beschuldigte, den Feind durchgelassen zu haben— ob er ein Findelkind sei? Am folgenden Tage gingen wir bis zu einer Station, wo uns ein Lazarettzug erwartete, und saßen dort Feldwebel Bloibooms rosige Glatze von einer Bahr« herscheinen. Lurtjebam sagte zu mir:„Der Alte hat sich wegen der franza- rtfchen Krankheit operieren lassen und läßt nun all« von der Vierten zu sich rufen, weil er divers« Weine bei sich hat. Ich Hab' einen Trinkbecher— komm mit!" Ich ließ ihn geh�t. stieg in den Zug und kroch vor Heimweh ins Gepäcknetz. Die ganzen folgenden Stunden rangierte der Zug und kam erst bei Dunkelheit ins Fahren. Bald nach Mitternacht wachte ich auf. wir hielten auf einer großen leeren Station. es mußt« wohl Kowel sein. Man schlief weiter, wurde aber nack) einer Weile durch den Ruf: Aussteigen! wieder geweckt. Wir glaubten, es sei ein Irrtum, stiegen aber nach einigem Zaudern doch aus. Die Nacht war kalt, und der Bahnhof durch zwei Lampen spärlich beleuchtet. Das Aussteigen nahm eine geraume Zeit in Anspruch. denn die mit Beinschüssen mußten gestützt und gehoben wer» den. Endlich, als wir nach vielem Gestöhne eine leidliche Marschkolonne gebildet hatten, ward losmarschiert, jchwei- gend. verbissen, unter Anstrengung und Schmerzen. Die Kolonne bewegte sich sehr langsam durcß den weitläufigen Dahnhof, stolperte über unbeleuchtete Schienen, bog um Ecken, gelangte neben dunkle Schuppen. Nirgends ein Mensch, ein Laut, außer den Verwundeten und ihren müh� seligen Schritten. Mitten in diesem trostlosen Marsch aber erscholl des tauben Lurtjebam sieghafte Stimme, welche fragte:„Ob die Stadt gezeigt werden soll?">- Die Stadt wurde aber nicht gezeigt. Zmet Tage später passierte unser Zug die deutsche Grenze.. fich im Baufe der letzten Jahre erfreulich weiterentwickelt. Die Einnahmen aus ihnen für den Haushalt haben sich entsprechend den höheren Umsätzen gesteigert, jedoch mußte bei der Bemessung der Anfäße aus dem Gewinn der Gesellschaften auf die Tatsache Rückficht genommen werden, daß die Unternehmungen sich in einer ftarten Entwicklung befinden. Bei den Steuereinnahmen find große Veränderungen gegenüber dem Vorjahr nicht eingetreten. Bei der durch den Finanzausgleich und die sonstigen Umstände gegebenen Finanzlage war der Haushaltsausgleich außerordentlich schwer und nur dadurch möglich, daß die Ausgaben des gesamten Haushalts wieder auf das Notwendigste beschränkt wurden. Wir werden im nächsten Jahre auch bei der Bewilligung neuer Ausgaben äußerste Zurückhaltung üben müssen und sparen, wo es nur immer geht. Dann werden wir auch über diese schwere Zeit hinwegtommen.( Beifall im Hause.) Die Aussprache über die Kämmererrebe findet am Donners: tag und Freitag nächster Woche statt. In der Debatte über die Beseitigung eines Teiles der Weil er Sozialdemokrat ist... .. eignet sich ein Lehrer nicht zum Auslandsdienst. Wiederholt haben wir über das Verbot der Gründung einer republikanischen Schülervereinigung an der KörnerOberrealschule in der Steglitzer Straße geschrieben. Wir haben auch berichtet, daß es der Oberschulrat Dr. Schepp vom Pro vinzialschulfollegium war, der im Einvernehmen mit dem Leiter der Anstalt, Oberstudiendirektor Dr. Greif, dieses Berbot aussprach, ohne dem Provinzialschulkollegium von der ganzen An gelegenheit auch nur eine Mitteilung zu machen. Oberschulrat Dr. Schepp ist ein ganz unbeschriebenes Blatt. Wie wir unserem in Mühlhausen in Thüringen erscheinenden Parteiblatt entnehmen, fand Anfang dieses Monats vor Kleingartenkolonie am Südrande des Tempelhofer Feldes dem dortigen Großen Schöffengericht ein Beleidigungsprozeß statt, in dessen Mittelpunkt Herr Schepp stand. Der verantwortliche Rezur notwendig gewordenen Erweiterung des Flugplatzes brachte die dakteur des in Langensalza herausgegebenen Lehrergewertschaftssozialdemokratische Frattion einen Zusagantrag ein, organs, Der Volkslehrer", Dr. Helmut v. Bracken aus Braunin dem verlangt wird, daß der Magistrat passendes Ersaßgeschweig," war angefiagt, den Oberschulrat Dr. Schepp vom Prolande beschafft und für eine Entschädigung der Klein gärtner sorgt. Genosse Robinson gab zu, daß die Stadt auf Grund vinzialschulkollegium Berlin beleidigt zu haben. Hier die Barder Verträge die Möglichkeit hat, den Kleingärtnern monatlich zu geschichte: Der bei der Neuköllner weltlichen Rütli- Schule anges fündigen. Als unbillig empfinden wir aber, daß die Vorlage nichts stellte Lehrer Frizz Weigelt hatte sich um einen Lehrerposten in über eine Entschädigung der gekündigten Kleingärtner vorsieht. Des- Chile beworben. Das Auswärtige Amt richtete eine Anfrage an das halb habe unsere Fraftion den vorerwähnten Antrag eingebracht. Provinzialschulkollegium über die Eignung Beigelts. Schepp ant Die sozialdemokratische Fraktion werde der Vorlage zustimmortete verneinend. Weigelt erhielt daraufhin den Auslandsmen. Nach weiteren Reden eines Vertreters der Kommunisten und posten nicht.„ Der Volkslehrer" griff mun Schepp scharf an und Der Deutschnationalen stimmte die Bersammlung der Borlage und deutete darauf hin, daß für seine Stellungnahme politische Gesichtsbem lozialdemokratischen Zusazantrag zu. Beschlossen wurde dann ferner noch der Ankauf des Gutes Damsdorf zur Durchführung von punkte maßgebend gewesen wären, weil Weigelt Sozial gärtnerischen Siedlungen. demokrat sei. Dr. v. Brocken nahm für sich in Anspruch, nach § 193 StGB. in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt zu Es bleibt weiter falt! Gestern nachmittag trat in Berlin ein ziemlich erhebliches Anfteigen der Temperaturen in Erscheinung. Waren noch in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag minus 11 Grad in der Innenffadt und minus 13 bezw. minus 14 Grad in den Außenbezirken zu verzeichnen, so stiegen die Temperaturen mittags auf minus 7 und um 14 Uhr sogar auf minus 5% Grad. In den Abendstunden machte sich wieder ein Rüdgang der Temperatur bemertbar; um 21 Uhr wurden bereits wieder minus 8 Grad gemessen. Nachts zeigte das Thermometer wieder minus 10 Grad an. Aehnlich wird sich der Temperaturwechsel heute vollziehen; mit einem Nachlassen der Kälteperiode ist aber keineswegs zu rechnen, vielleicht eher noch mit einer Verschärfung. Die starken Scheefälle in der Provinz und auch im Ausland haben zu weiteren empfindlichen Störungen im Eisenbahnverkehr geführt. Eine Refordverspätung hatte der D- Bug 18 auf der Strecke Oslo- Stockholm- Saßniz- Berlin zu verzeichnen. Der Zug traf mit 242 Minuten Verspätung auf dem Stettiner Bahnhof ein. Die Ursache dieser Berzögerung lag nach einer Meldung aus Saßnig darin, daß die Fähre mit dem Schwedenzug im Eise stecken geblieben war und erst durch Eisbrecher wieder flottgemacht werden konnte. Ebenso liefen mehrere D- Züge auf dem Anhalter, Schlesischen und Potsdamer Bahnhof mit erheblichen Berspätungen ein. Beim Rodeln am Grunewaldsee ereigneten sich gestern turz nach cinander zwei schwere Unfälle. Die 11jährige Schülerin Inge Wanke aus der Manteuffelstraße 66 erlitt einen Beinbruch und die 17jährige Corby Gadinger aus der Ringstraße in Stege lig einen Oberschenkelbruch. Beide Mädchen mußten ins Krantenhaus gebracht werden. Wieder Doppelfelbstmord. Die Tragödie eines Ruinierten. Das Gerücht von einem Mord und Selbstmord war geffern im Zentrum der Stadt verbreitet. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben jedoch bald, daß ein doppelter Selbstmord vorliegt. In dem Hause Alexanderstraße 35 betrieb der 60 Jahre alte Kaufmann Jakob Pahlmann eine fleine Wachsfabrik. Seine Frau lebt in München, die Wirtschaft führte die 35 Jahre alte Stütze Joharma. Meier. Pahimann befand sich augenscheinlich in geschäftlichen Schwierigkeiten. Bor einigen Tagen machte er eine Reise nach München, von der er erst jetzt zurückkehrte. Donnerstag gegen Mittag wurden Mitbewohner auf Pahlmanns Behausung aufmerksam, von der aus sich ein Gasgeruch durch das Haus verbreitete. Polizei und Feuerwehr, die sie benachrichtigten, fanden den Kaufmann und seine wirtschafterin tot auf. Bahlmann, der sich erfchoffen hatte, lag auf dem Bett. Johanna Meier Iniete vor dem Bett und lag mit dem Gesicht auf der Leiche. Sie hat ohne Zweifel die Gas hähne geöffnet, nachdem sie gefehen hatte, daß P. sich den tödlichen Schuß beigebracht hatte. Bahlmann, bei dem gerade ein Geschäftsfreund Einlaß begehrt hatte, hinterließ Abschiedsbriefe. Aus ihnen geht hervor, daß er seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen fonnte und feinen Ausweg mehr sah. Er behauptet, daß er von einem Konfurrenten betrogen und ruiniert worden sei. Die beiden Leichen wurden beschlagnahmt und nach dem Schauhaus gebracht. Berkehrsstörung bei der Untergrundbahn. Infolge Automatenschadens im Umformerwert Senefelderplaz trat gestern bald nach 17 Uhr auf der Untergrunde bahnstrecke Spittelmarft- Nordring eine Betriebsstörung ein. Der ganze Berkehr wurde lahm gelegt, während die vom Westen fommenden Züge am Bahnhof Spittelmarkt umkehren mußten. Nach Behebung des Schadens im Umformerwerk konnte nach mehr als halbstündiger Unterbrechung der Berkehr furz nach 6 Uhr abends wieder in vollem Umfange bis Nordring auf: genommen werden. Im Verlauf der Unterbrechung fam es auf dem Untergrundbahnhof Spittelmarkt зи unliebsamen Szenen, da eine Anzahl von Fahrgästen, die das Aushängeschild mit der Ankündigung der Betriebsstörung auf der Nordstrecke nicht beachtet hatten, gegen die Entwertung ihrer Fahrtarten an der Sperre lebhaft protestierten. Der Wochenendzug ins Riefengebirge fällt aus. Der für den fommenden Sonnabend- Sonntag, den 19. und 20. Sanuar vorgesehene billige Wochenend- Sonderzug nach dem Riefen und Isergebirge muß wie die Reichsbahndirektion Berlin mitteilt wegen nicht ausreichender Belegung ausfallen. Die bereits gelösten Fahrkarten werden bei den Ausgabestellen, wo sie gelöst wurden, gegen Erftattung des Fahrpreises zurüdgenommen. haben. Die Angelegenheit sei für die gesamte Lehrergewerkschaft von Bedeutung. Ueber das Berliner Provinzialschulfollegium feien ihm schon viele Klagen aus lintsgerichteten Lehrerkreisen gegangen. gegangen. Beigelt fei dem Provinzialschulfollegium als Sozial demotrat und Freigewerkschafter bekannt, und es läge nicht fert, bei der Stellungnahme bes Oberschulrats gegen Weigelt ein vielleicht unbewußtes Eingehen auf diesen Umstand zu vermuten, um so mehr, als die Prüfungszeugnisse Weigelts auf Sehr gut lauteten -Oberschulrat Dr. Schepp, ein früherer freisinniger Abgeord neter, der jetzt zur Deutschen Volkspartei gehört, gab zu, daß et der Sozialdemokratie nicht günstig gegenüberstehe und gegen fie Artikel geschrieben habe. Aber bei feiner Bewertung der Eignung Weigelts für den Auslandsdienst habe er feine politischen Gesichts puntte berücksichtigt, sondern nur das Urteil, das er auf Grund von Revisionen der Weigeltschen Klasse gehabt habe. Demgegenüber fagte der Schulrat der Rütli- Schule aus, daß bei der Wertung der Gesamtpersönlichkeit Weigelts und seiner Leistungen dieser sehr wohl auch für den Auslandsdienst in Frage kommen könne. Der Ange flagte Dr. v. Bracken wurde freigesprochen. Interessant ist, daß in dem Prozeß weiterhin zur Erwähnung tam, daß Oberschufrat Schepp von der Redaktion einer rechtsgerich teten Zeitung das Angebot erhielt, sie im Kampf gegen die weltlichen Schulen zu unterstützen. Hoffentlich wird das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Bolfsbildung Ber antaffung nehmen, sich um die Eignung des Oberschulrats Schepp zu seinem so höchst verantwortlichen Dienst im Sinne der Ver tiefung des republikanischen Staatsgebankens genau zu fümmern. Nationalsozialistische Feme. Sie verhaftet" auf der Straße. Nach einer bei der Politischen Abteilung des Polizei. präsidiums Berlin erstatteten Anzeige sind skandalöse an mittelalterliche Eigenjuftiz erinne: nde Zustände bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter partei aufgedeckt worden. Die Gauleitung hatte einen Sonderdienst zur Bearbeitung von Verfehlungen eingerichtet, die innerhalb der Partei durch Parteiangehörige begangen wurden, und sie hatte für diesen Dienst u. a. einen ehemaligen Kriminalbeamten namens Loeffner aufgenom: men, der wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung aus dem Dienst entlassen worden war. Loeffner hat nun gemeinsam mit dem Kassierer der NSDAP. am 9. d. M. einen wegen geringfügiger Unterschlagungen von der Partei verfolgten jungen 18jährigen Men schen turzerhand in der Rosenthaler Straße fest genommen. Einem Freunde des Festgenommenen hatten sie den Eindruck vermittelt, daß sie Kriminalbeamte seien. Mit einem Auto, deſſen Führer sich gleichfalls als Kriminaliſt aufipielte, wurde der Festgenommene zum Gaubureau der NSDAP. in der Berliner Straße 77 transportiert und dort bis zum nächsten Morgen unter Bewachung festgehalten. jungen Mann einzuschüchtern, lud der mit der Bewachung Beauftragte, ein Nationalsozialist, vor seinen Augen eine Mehre lade pistole. Später hielten sich in dem Zimmer abwechselnd Angehörige der NSDAP. auf, um zu verhindern, daß der junge Mamm die Räume verließ. Am nächsten Morgen nahm Loeffner zwei Protokolle mit dem„ Beschuldigten" in der bei der Polizei üblichen Form auf und übergab sie seinem Gauführer, dem Um den Benzinsee in der Sybelstraße. Gefährliche Straßenüberschwemmung durch Benzin. In der Sybelstraße in Charlottenburg stürzte gestern nachmittag ein Benzintankwagen um, fo daß sich mehrere tausend Cifer Benzin auf die Straße ergoffen und den Fahrdamm im weitem Umfange überschwemmten. Der Führer des Lantwagens mußte einer plöglich von rechts auftauchenden Autodroschke ausweichen. Das schwere Gefährt tam auf dem glatten Fahrdamm aber ins Schleudern, prallte gegen die Bordschwelle des Bürgersteiges und tippte um. Dabei wurden mehrere Bentile an den Zuleitungsverschlüssen abgerissen und das Benzin ergoß sich in einem starten Strahi auf den Damm. Da die in der Nähe der Unfallstelle gelegenen Gullys völlig vereist waren, stauten sich die ausströmenden Benzinmengen und bildeten einen fast 50 meter langen und mehrere Meter breiten See. Die Feuerwehr rückte auf den Alarm ,, Benzin. überschwemmung- Besonderes mit zwei Löschzügen Der Straßenabschnitt wurde sofort für den gesamten Fußgänger- und Straßenverkehr gesperrt. Nach einiger Zeit wurde eine Fuhre Sand mit einem Lastauto herangeführt und der Benzinsee zugeschüttet. Die Absperrung dauerte faft zwei Stunden. Der umgestürzte Tankwagen wurde durch Binden wieder aufgerichtet und abgeschleppt. an. " Erregung in Duisburg. Neuer Bruch der Ferngasleitung. In der Nacht zum Donnerstag wurde abermals eine schadhafte Stelle in der Ferngasleitung der Ruhrgas A.-G. entdeckt, die sich in der Straße am Kaltweg, etwa fünfzig Meter von bewohnten Siedlungen entfernt, befindet. Troß dieser Entfernung sind die Anwohner aufgefordert worden, die Häuser zu verlassen. In der Stadt Duisburg hat sich eine begreifliche Erregung der Bevölkerung bemächtigt, und es tursieren Gerüchte, daß die Staatsanwaltschaft beabsichtigt, ein zu greifen bzw. die Ferngasleitung, soweit sie im Stadtgebiet Duis burg liegt, zu beschlagnahmen. Die schadhafte Stelle befindet sich wieder an einer Schweißnaht. Ginfrecherjagd über Dächer. Eine Einbrecherjagd über die Dächer beschäftigte gestern nach mittag Schußpolizei und Kriminalpolizei bes 192. Polizeirevilers in Steglig. Auf dem Hause Körnerstraße 38 hatien gegen 8½ 1hr Leute Einbrecher bemerkt, die Polizei benachrichtigt, die i Abgeordneten Dr. Goebbels. Dieser machte dem jungen Mann in Gegenwart seines Privatjefretärs und Geschäftsführers Wilfe Vorhaltungen. Der junge Mann mußte sich schriftlich verpflichten, über das mit ihm Geschehene nicht zu sprechen und durfte erst dann das Gaubureau verlassen. Als die Polizei von diesem Sachverhalt Kenntnis hatte, nahm sie in dem Wohnraum, der dem mit der Ueberwachung betraut gewesenen Nationalsozialisten von der NSDAP. zur Verfügung gestellt worden ist, eine Durchsuchung Dor, bei der zwei geladene Mehrlade pistolen vorgefun den und beschlagnahmt und ebenso die Durchschläge der mit dem jungen Mann aufgenommenen Protokolle die Originale befinden ficher fich angeblich im Besize des Abgeordneten Dr. Goebbels gestellt wurden. Gegen sämtliche beteiligten Bersonen ist ein Ver fahren wegen Amtsanmaßung, Freiheitsberaue hung, Nötigung und Bedrohung sowie wegen Beihilfe zu diesen strafbaren Handlungen eingeleitet worden. Auch sind alle Bes teiligten mit Ausnahme des burch seine Immunität geschützten 2 geordneten vorläufig fest genommen worden. Es ist zu hoffen, daß gegen die saubere Clique von Femefaschisten, die sich auf so un verfrorene betrügerische Weise Amtshandlungen anmaßt, mit aller Schärfe vorgegangen wird. Im Interesse der Aufklärung der Sache wird der Kraftwagen führer, der drei Personen von der Rosenthaler Straße nach dem Wilhelmplatz in Charlottenburg gefahren hat, und dem persönlich der Borfall verdächtig vorfam, gebeten, sich unverzüglich bei der Abe teilung I A des Polizeipräsidiums Berlin, Zimmer 342, zu melden. auch in furzer Zeit anrückte und auf dem Hause zwet Leute hinter dem Schornstein beobachtete. Auf das Anrufen der Polizeibeamten reagierten die Einbrecher nicht, sondern ergriffen mit zpei Säden, in denen sich gestohlenes Gut befand, die Flucht über weitere Dächer. Die Beamten schossen auf die fliehenden Ein brecher, die zum Schluß auf dem Hause Ferbachstraße 17 in Steglitz in eine offenstehende Dachlute sprangen. das gestohlene Gut, 3mei Säde mit Zinkblech, zurückließen und, wie die Schneespuren ergaben, durch das Haus über die Treppe ins Freie flüch teten. Der Vorfall hatte eine große Menschenmenge angelockt, die die Verbrecherjagd auf den Dächern verfolgte. Zuchthaus für einen Schabernack. Gericht und Staatsanwalt bedauern, nicht anders urteilen zu dürfen. Das Schöffengericht III in& iel hat gestern den zwanzigjährigen Goldschmiedelehrling Wilhelm M. aus kiel wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Dem bisher völlig unbestraften Angeklagten, der nicht den Eins drud macht, als wäre er im Besiz großer Geisteskräfte, wird vor geworfen, am 12. September 1928 in die Frühstücsmilch des Goldschmiedegesellen Stender goldhaltiges 3yantali gegoffen zu haben. Zyantali enthält Blausäure und ist darum starf giftig. Der Gefelle hat nach dem ersten Schluck die Bergiftung der Milch bemerkt. Außer Uebelkeit und starten Kopfschmer zen hat er weitere Folgen nicht gespürt. Der angeklagte Lehrling bestreitet jede Schuld. Er hat sich aber durch auffällige aufnahme wurde lediglich festgestellt, daß er sich für eine Minute Rebensarten nach der Tat verdächtig gemacht. In der Beweis allein in der Werkstatt befunden hat. Andere Personen sind nie allein in der Werkstatt gewesen und famen darum nach Ansicht des Gerichtes für die Tat nicht in Frage. Ebensowenig war aus den ganzen Umständen anzunehmen, daß der Gefelle etwa selbst in selbst. mörderischer Absicht das Gift in die Milch getan habe. Ein Motiv dafür, daß der Lehrling. Masch der Täter sein könne, konnte nicht festgestellt werden. Das Schöffengericht hat auf Grund der wenigen Indizien das obige Urteil gesprochen. Es hat ausdrücklich festgestellt, daß es sich sicher nur um einen Schabernad und einen Dummen jungenftretch handele. Dem Angeklagten ist aus seiner vierjährigen Lehrzeit die G. fährlichkeit des Giftes bekannt gewesen, wie er selbst zugibt Die Berurteilung erfolgte auf Grund des§ 229 des Strafgesetzbuches. Der fennt teine mildernd.n Umstände und sieht für die vorsätzliche Belbringung von Gift mur Zuchthausstrafen vor. Das Gericht bedauerte, nicht anders urteilen zu tönnen und verwies den jungen Menschen auf den Gnadenweg. Freitag 18. Januar 1929 Unterhaltung und Wissen Anton Schnack: Gris Schicksal Am Donnerstagabend habe ich sie das feztemal gesprochen; es par spät am Abend, als ich sie anrief. Ihre Stimme flung müde und etwas traurig( Alle Stimmen am Telephon flingen etwas traurig, da sie das Gewicht der Raumferne haben, ohne das Körperliche find.) Sie fagte nicht viel, das lebliche, wie es ginge, daß sie an mich gedacht hätte( ach, ich bin jo unwürdig ihres Gedankens), daß Sie jetzt nach Hause ginge, jegt um 26 1hr hätte sie noch einen wichtigen Brief zu erledigen, dann verlasse sie das Bureau, Ihre Matter sei verreist. Komme erst nächste Woche wieder. Dann lud ich sie ein für den Abend zu einem Vortrog. Sie facte, daß sie wahrscheinlich fommen würde. Aber menn sie zehn Minuten vor acht nicht da wäre, fäme sie nicht. Ich sagte noch einmal, fomme bestimmt. Der Abend fam; ich wartete im Freien, obwohl es anfing, falt zu regnen. Es war zehn Minuten vor 8. Uhr, es wurden fünf Minuten, dann drei, zwei, dann schlug es 8 Uhr; ich sah noch die Ichten Nachzügler; drei Minuten nach 8 Uhr ging ich zur Garderobe. Sie war nicht gekommen. Der Regen, dachte ich, der Heim weg ohne mich, die späte Heimkehr vom Bureau nach Hause: alles wird sie unluftig gemacht haben... Es war übrigens eine böse, schneidende Nacht. Es regnete unablässig, ununterbrochen. Der Freitag fam. Um 11 Uhr morgens dachte ich zum erstenmal wieder an sic. Es war ein momentanes und fast gleichgültiges Denten. Ich schien mir flar über sie zu sein. Sie war mir feine interessante Frau, nicht einmal eine besonders temperamentvolle Frau. Sie hatte die typisch fleinbürgerlichen Anschauungen als Gesetz über alle Gefeße ihres Blutes und Herzens gestellt. Aber sie verteidigte sic, die sie als lächerlich erkannte, mit einem so festen Willen und so besonderen Gründen, die mir Respekt vor ihr einflößten. Um 12 Uhr mittags, flingelte das Telephon. Es war für mich. Ich dachte, sie wäre es, und ich war erfreut. Aber es war nur mein Freund Harry. Ich glaube, ich war ein wenig traurig, sicherlich aber war ich enttäuscht. Es war merkwürdig; eigentlich hatte ich fein allzu tiefes Interesse für diese Zwanzigjährige, und doch interessierte es mich, ob sie anrief oder nicht. Das wußte ich, daß ich sie nicht anrufen würde. Das stand fest. Ich konnte warten und ich wollte warten. Einerseits sehnte ich mich nach ihr, andererseits wünschte ich, sie möge nicht so bald anrufen und mir die Spannung, in der ich lebte, zerstören. Der Vormittag verging; um 2 Uhr faß ich im Café und wartete bis halb drei Zwischen zwei und halb drei rief sie oft hier an. Sie mußte es, denn sie kannte einige Gewohnheiten meines täglichen Lebens. Es flingelte nicht... Abends, dachte ich. Aber es geschah nichts. Es geschah nicht ein mal, daß ich traurig oder vermirrt wurde ich lächelte sogar, es machte mir Spaß. Ich dachte: hat sie Sinn für das Besondere, fo wird sie zögern mit dem Anruf, Spannung schaffen und Bewegtheit der Nerven. Aber als ich abends das Kino besuchte, war ich ein wenig traurig wieder, denn ich hatte sie zu diesen Besuchen immer dabei; es war so gut neben ihr zu fißen, ganz nahe, und sie zu berühren.. Ein schwacher und zarter Duft alten Rosenparfüms stieg aus ihrer Handtasche, wenn sie diese öffnete, um ihr Taschentuch zu suchen, und ich durfte mitframen, in ihrem geheimnisvollen und beziehungsreichen Tand. Der Film war langweilig. Ich ging dann in ein fleines Café. Aber ich trollte imn 11 Uhr traurig und müde nach Hause. Ich schlief in dieser Nacht schlecht. Um überhaupt schlafen zu können, muß ich zu enggebrudten philosophischen Büchern greifen. Ich fonnte zwei Kapitel des Freudschen Werkes Jenseits des Luftgefühls bewältigen. Dann schmerzten die Lider. Es ist Sonnabend. Ob sie heute anrufen wird? Wenn ich nur fest und tonzentriert denken würde, fie folle anrufen. Sie würde und müßte es tun. Es ist mir stets gelungen. Aber heute tann ich nicht. Es ist merkwürdig. Ich fühle Fremdes um mich herumstreichen. Es reißt mich ans Telephon, ich möchte den Hörer heben und 18240 anrufen, aber ich will es nicht. Ich merfe, es steht Wille gegen Wille. Es ist ein unsichtbares, unförperliches Ringen. Ich rufe nicht ars, selbst wenn ich wüßte, daß sie mir alle Süßigkeit ihrer zarten, demütigen Liebe verspräche. Ich lauere von Stunde zu Stunde. Ich getraue mich nicht aus dem Zimmer zu entfernen. Denn es könnte möglich sein, daß sie nach mir ruft, während ich irgendwo im Betriebe stecke. sigt. Plöglich wurde ich gerufen, von dem Herrn, der am Telephon Herr Faniatosch. Sie werden verlangt." Sie ist es, jubelt mein Herz, sie ist es nicht, zweifelt mein Herz. Nein, sie war es nicht. Es war ein gleichgültiger irgendwer. Ich bin bestürzt, eine füße, fast üble Schwäche liegt in meinen Gliedern. Ich feze mich nieder und nehme die Zeitung wieder, in der ich las. Ich kann nicht lesen, alles flimmert mir vor den Augen, ich sehe schwarze bebende Pünktchen aufsteigen und irrsinnig durcheinandertanzen. Was ist das? Was soll das bedeuten? Sie ruft nicht an. Ich verstehe das nicht. Es ist mir unbegreiflich. Plötzlich schlägt mein Gefühl um. Eine große Gleichgültigkeit fommt über mich. Ich denke: soll sie es doch bleiben lassen. Ich jedenfalls werde nicht anrufen. Ich werde schweigen, ich werde absolut foweigen. Ich warte bis in den späten Abend. Nichts.. Am später Abend ruft mich eine Freundin an. Ich liebe fie feineswegs. Aus Troftlosigkeit verabrede ich mich mit ihr für das Theater. Was soll ich auch tun? Ich gehe in das Theater und halte es feine zwei Atte aus. Es wird miserabel gesungen. Das Spiel der Darsteller ärgert mich. 1. Gegen Ende des zweiten Attes gehen wir. Aber die Nacht ist sehr falt, vom Fluß kommt ein schneidender Wind in breiten Stößen. Wir gehen tiefer in die Stadt gegen die Gärten zut. Wir sprechen Gleichgültiges. Ich höre ihr kaum zu. Ich habe dumpfe, zerrende Schmerzen über dem Herzen. Ich bin unheimlich bedrückt. Wir lassen uns auf eine Bank nieder. Aber plötzlich sage ich:„ Gehen wir!" Der Sonntag tommt. Unter der Post ist kein Brief von ihr. Ich überlege, ob ich zu ihrer Wohnung gehen soll. Ich tue es nicht. Nach dem Mittagessen gehe ich ins Café, warte auf den Anruf. Aber da ich plötzlich die Empfindung habe, daß sie mich nicht anrufen wird, gehe ich früher fort. Ich denke den ganzen Nachmittag an sie, ich bleibe zu Hause, versäume absichtlich Einladungen. Sie fommt nicht. Bon Zeit zu Zeit gehe ich ans Fenster, um auf die traurige, unbelebte Straße hinunterzuschauen. Es ist ein unwiderstehliches Muß, das michy treibt. Es ist die jagende Unruhe des Herzens. Ich kann nicht anders. Aber ich erspähe mur gleichgültige Menschen und sehe mur Kinder, die über einem Haufen Sand fizen. Ich gehe aus in den Lärm eines frühen Abends... Am nächsten Morgen es ist Montag flingelt es, als ich das Bureau betrete. Herr Fabian ist am Telephon; ob ich es schon wüßte? Nein, ich weiß nichts. Was soll ich wissen? Fräulein Gri sei in der Nacht zum Sonnabend gestorben. Zwischen zehn und elf. Mehr müßte er nicht. Es müßte mich doch interessieren. Der Herr, der am Telephon daneben saß, sagte mir zehn Tage später, daß ich lautlos zu Boden gesunken fei. Ich bekam einen Brief von ihrer Schwester, die im Auftrag der Mutter geschrieben hatte. ,, Daß sie in der Nacht vom Sonnabend immer und immer wieder meinen Namen gerufen hätte. Immer und immer wieder." Immer und immer wieder meinen Namen gerufen! Ali Weyl- Nissen: Erotische Musik Die Gefichter Lönnen beim Tanz so ernst und fachlich" fein, wie man will: es ist nicht wahr, daß die Gesellschaftstänze um ihrer selbst willen getanzt werden oder nur weil man jemand im Arm haben mag. Lasse man die Leute einmal ohne Musit stundenlang im Saal herumgehen! Sie werden einander schnell so langweilig sein und auch förperlich müde! Die Musik ist es, die uns die starke Lebensfreude schenkt. Sie läßt Beine und Herz nicht ermüden. Lebens freude, sich steigernd bis zur Ertafe, geben uns Religion, Musik und Erotif. Es ist feine Gotteslästerung, die drei in einem Atem zu nennen. rhythmischen Anprall der Schallwellen, der bewegten Luft, fühlen tann. 4 Zum Rhythmus, dem männlichen Element, tommt die große Buhlerin Melodie. Wie sie wirkt, hängt vom Rhythmus, ab. Die Melodie des„ Bananen"-Schlagers ift Jad Hylton hat das entdeckt aus Händelsesstas" gestohlen. Dort kann sie auch den fenfibelsten Menschen nicht erotisieren, denn das Charakteristische der mittelalterlichen Kirchenmufit bis Bach und Händel ist der Verzicht auf Rhythmus. Viel wichtiger als die Folge der Töne selbst ist ihre Höhe, noch wichtiger deren Färbung. Das merken wir ja gleich an Im orgiastischen Kuft der griechischen Kybele, der römischen den verschiedenen Instrumenten. Erotisch wenig wirksam find: magna mater, der sehr heiligen Göttin fruchtbarer Erde, finden wir Klavier, Fagott, Horn, Baß, Piston. Für nächtliche Ständchen unter fie vereint. Und wir lesen in Blatons„ Gastmahl": Bersöhnung dem Fenster der Geliebten tann man dagegen empfehlen: Klarinette, alles Gegensäglichen schenkt uns die Musit, sie eint das Wider Geige, Cello und Saxophon( das Sagophon ist übrigens schon strebende und bringt ihm den Eros; Musik ist das Wissen um Har 100 Jahre alt). Bortrefflich kann auch die menschliche Stimme fein, monie und Rhythmus aller Dinge, die den Eros betreffen." Es gibt auch bei Nichtfängern, wenn sie nur die richtige Farbe treffen. den himmlischen und den irdischen Eros, es gibt die edle und die Brusttöne wirken auch hier überzeugend. gewöhnliche Musit. Auch die gewöhnliche hat Platon schon gekannt, Der Kunstgesang führt uns schon auf das Gebiet der Perversität und er hat fle verurteilt: er hat fogar vorgeschrieben welche Arten wenn man den Libeswissenschaftlern glauben will. Worauf der Musit, ja, welche Tonarten, der Jugend ferngehalten werden gründen sich die Erfolge unserer großen Tenöre? Natürlich spricht müßten. Und einige Jahrtausende später, nämlich um 1900: im bei einem Phänomen wie Caruso die Seltenheit mit, aber es ist „ Reigen"-Prozeß wurde ein Gutachten abgegeben, daß das besonders gewiß: ein ebenso seltener Baß hat nicht den gleichen Erfolg! Frauen Schimme an der beanstandeten Aufführung von Schnißlers, Reigen" wollen Tenöre hörem, und Männer bevorzugen den Alt bei der die Begleitmusik wäre. Musit als philosophie- und gerichtsnotorische Sängerin. Warum? Die meisten Männer sprechen tief, die meisten Frauen hoch, das Unalltägliche, die Abwechslung wird gesucht und sie wirkt besonders. Aber wenn wir da von Perversität sprechen wollen, dann brauchen wir uns unseres Lafters nicht zu schämen, Sittenverderberine- es ist nicht unrichtig. Mit verschiedenen Mitteln treibt die Musik die Lebenden ein ander in die Arme, die zaghaften zum Angriff und in die Niederlage. Boran der Rhythmus. Die Zeit des Viervierteltaft- Tanzes ist vorüber, der Dreivierteltatt- Tanz ist wieder da. Bier Biertel sind auf die Dauer zu langweilig, sie unterstützen zwar einen Marsch ausgezeichnet, aber erotische Erregung bringen sie nicht so leicht oder höstens, wenn sie reich mit Synkopen durchsetzt sind. Unser Buls sch ägt eins- zwei oder auch eins- zwei, drei- vier. Synkopen und vor allem der Walzerrhythmus widersprechen dem, und darin liegt ihre Wirkung, das läßt unser Herz stocken und wieder felig forteilen. Das ist alles von medizinischen Größen erperimentell nachgewiesen und stimmt sogar beim Taubstummen, der nur den -es ist unschuldig. Und wir wissen nun wenigstens, warum die Bombenrollen den Tenören zufallen. Aber daß ein bezaubernder Tenor den neuen Schlager fingt, macht den Schlager noch nicht immer zum großen Erfolg. Die Herren Schlagerkomponisten dürften sich manchmal ein wenig mehr auch um Melodie und Rhythmus fümmern Oft liegt die Hauptaufgabe bei den Tegtverfassern, und deren Geistestinder sind oft schon zu geftmacklos, um ohne hocherotische Musik noch den gewünschten Effekt der Erotisierung zu erreichen. Oder wen regt es auf, wenn einer dichtet": Liebling, du haft mich in Stimmung Beilage des Vorwäris gebracht oder„ Wo hast du, mein Schäßchen, das Küssen studiert?" Kaum einer der vielen tausend Schlager hat noch eine erotisierende Wirkung, sobald es nicht mehr Mode ist, sich von ihm begeistern zu lassen. Die lebenskräftigste musikalische Erotik oder erotische Musik steckt in den Opern. Wohl darum, weil nur dort auch die eble Erotik lebt, die himmlische Liebe. lebt, die himmlische Liebe. Ihr schönstes Beispiel ist der Pilgerchor Liebe, zeigt in der gleichen Oper das Bacchanal im Venusberg. im Tannhäuser". Dem Gegensaß, die Inkarnation, der irdischen Wagner gibt auch das klassische Beispiel der komponierten tragischen Liebe: Tristan". Jodok: Eine Palience Manchmal, in den Baufen geistiger Erschöpfung, wenn mir schon gar nichts Besseres einfällt, da greife ich nach dem Spiel Karten in einer Ede meines Schreibtisches und leg mir eine Patience. Es gibt einige Dutzend Variationen dieses geistvollen Themas. Man fann unter Benuzung einer schlichten Statfarie von 32 Blatt eine Patience legen, und man kann eine doppelte Pokerfarte von 104 Blatt dazu verwenden. Diese Patience ist schon so etwas wie eine Meisterprobe der Geduld, während jene nur deren Lehrlingsaufgabe ist. Ich begnüge mich jedoch durchaus mit der humaneren Fassung des Spiels und beschränke mich auf eine bestimmte, leichte Abart, die meistens aufgeht. Dieses Aufgehen besteht darin, daß das Spiel Karten sich in vier verschiedenfarbige Häuflein verwandelt, in denen die einzelnen Karten in der Reihenfolge ihrer Wertigkeit schlummern. Man könnte diesen schönen Anblick auch auf einfachere Weise herbei. führen als dadurch, daß man von dem verdeckt liegenden Stoß immer drei Karten gleichzeitig umlegt, deren obere, beginnend mit den Assen und endigend mit den Siebenen, jeweils dann aus dem Spiel entfernt und beifcite gelegt werden darf, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Dadurch zum Beispiel, daß man aus dem unsortierten Kartenstoß sich die Karten willkürlich heraussucht und sie nach Be lieben legt. Niemand verböte das. Nirgendwo besteht ein Gesetz. das dos untersagt. Nirgendwo, außer im eigenen Herzen, das die Gottesgabe einer wohlgeordneten Kartenfolge nicht geschentt haben, sondern sie sich redlich erwerben will, das den Sieg über die Forme losigkeit nicht mühelos in den Schoß gelegt haben, sondern ihn erfämpfen will. Das heißt, von einem Kampf tann ja eigentlich feine Rede sein. Die eigene Initiative ist ausgeschaltet. Für die Anwen dung von Geisteskräften ist kein Raum. Man ist das ausführende Organ eines ehernen Gesetzes, das keine Modifikation seiner Vorschriften zuläßt. Entweder geht die Patience auf oder nicht. Immerhin ist man doch nicht ganz waffenlos in diesem Kampfe. Wenn man da so mit Herrn Lehmann und Herrn Schulze eine Bartie Stat spielt, fo bat man Gegner, die ihre Interessen wahrnehmen und feine Korrektur des Glücks dulden. Das Schicksal wiederum hat andere Sorgen, als daß es bei einer Patience seine Belange persönlich wahren fönnte. Es erhebt keinen Einspruch, wenn man es nun, nicht gleich betrügt, wer wird das machen! aber wenn man doch eine gewisse Liberalität in der Auslegung der Regeln walten fäßt. Ich neige dazu, diese Liberalität der Auslegung ziemlich meit zu treiben. Die erfreuliche Folge davon ist, daß die Patience noch erfunden werden muß, die ich nicht zum Aufgehen brächte! Manche andere sind sehr peinlich in der Befolgung der Regeln. Ich halte das nicht für richtig. Wir sind es gewohnt, von der Gesells schaft ein Mindestmaß von Nachsicht bei der Befolgung ihrer Spiel regeln zu verlangen. Mit welchem Recht tönnen wir das, wenn wir nicht auch gegen uns selber einmal ein Auge zudrücken! Es ist wahr, daß eine Patience, die von allein aufgeht, mehr Freude bereitet als eine, der ich einen 3wang zufüge. Aber es ist ja schließlich immer nur ein milder Zweig, den ich übe und noch dazu einer, den ich taum selber bemerke: so behende geht das bei mir. Er tann nimmermehr mit einem Betrugsmanöver verglichen werden, bas ich etwa an mir beginge. Ich habe die Entschuldigungen eingehend geprüft, die ich für meine kleinen Unregelmäßigkeiten bei mir vorbringe. Sie find ich fann das ehrenwörtlich versichern! durchaus stichhaltig. Und übrigens, wären sie es nicht, wie follte es mir nicht erlaubt sein, das, was andere als Regelwidrigkeit bezeichnen zu müssen glauben, in den Rang einer Spielvariante zu erheben, die ihre Legalität aus meiner Anerkennung ihrer als solcher herleitet! Ich kann das Legen einer Patience dringend weiter empfehlen. Entweder geht sie auf oder sie geht nicht auf. Im ersten Falle ist man völlig schuldlos, im zweiten Falle hat man sich das selber zuzu schreiben. Nachteilige Folgen treten in feinem Falle ein. Ein neues Kolumbus- Dokument Ein Mitarbeiter am Spanisch- Kubanischen Geschichtsinstitut in Madrid, Fernandez Diaz, hat dort in den Archiven ein Dofument entdeckt, das für die noch so viele Dunkelheiten bietende Lebens. geschichte von Kolumbus bedeutsam ist. Es ist die notarielle Be glaubigung der Ueberführung der Leiche von Christoph Kolumbus in das Karthäuser Kloster von Sevilla. Die Karthäuser erhielten die Leiche zur Aufbewahrung bis zu ihrer Ueberführung nach der Insel San Domingo, wo der große Entdecker nach dem in seinem Testament ausgesprochenen Wunsch begraben wurde. Das Attenstück ist vom 11. April 1509 datiert und vom Sohne des Kolumbus Diego, und dem Prior der Karilyäuser unterzeichnet. Der Bert dieſes Dokuments liegt nicht nur in der Bestätigung der Annahme, daß die Leiche des Admirals zunächst von Valladolid nach Sevilla zur verläufigen Bestattung gebracht wurde, sondern in der dadurch eröffneten Hoffnung, daß weitere Forschungen das Teftament des Kolumbus zutage fördern fönnen, bas seit langem gesucht wird und durch das seine so viel umstrittene Nationalität endgültig nach gewiesen werde nwürde. Kulturforschrift in China. Eine Verfügung der Regierung in Befing hebt die„ Strafe der Schlaflosigkeit" auf, die bisher in erster Linie bei Gattenmord angewandt wurde. Der zu dieser Strafe Berdammte mußte von seinen Bartern durch alle möglichen Mittel solange am Schlafen verhindert werden, bis er unter jürchterlichen Qualen starb. Nie soll ein Berurteilter diese Folter mehr als 14 Tage lang ausgehalten haben. 2000 Esfimos am Berhungern. Etwa 2000 Eskimos, die in dem Teil von Labrador wohnen, der bei Quebec verblieben ist, find nach Berichten aus Ottawa dem Hungertode nahe, und zwar info ge der geringen Ergebnisse der Fischerei und des Ausbleibens der Renntierherden, von deren Fleisch sie hauptsächlich leben. Die Regierung von Quebec hat eine Rettungserpedition ausgerüstet, die versuchen soll, sie zu erreichen, und an den Stellen, an denen fie auf ihren Wanderungen Halt machen, Rahrung, Kleidung und Arzneimittel deponieren soll. roßte Fleisch- und Wurstfabrik Eigenium der Grofteiukaufsgesellschast Deutscher Kousumveretne. Atit Frisch,»itb Wu�waren. abenfo auch«it Fleisch- und N'tritwarstt-.'brik«»» ist«s«in« verkwüediH« Sache. Als Ware« >.'nd alt Industrien werden fte von den Menschen gesühlsmaßlA niedriger cingeichatzt als etwa Eisen. Stahl, jevhle.. Maschinen vich diesen verbunden« Industrien. Sichar spielt dabei«n Stüij! alt« rnilitarisiÜS-.e Ereiehang wii. die vor den Kriegi»i»dustri«n den Menschen«inen besonderen Respekt beigebracht Hot«rt»«in Stück (jf-erflösfige ftnchschögung von Waren, die wir, statt fi« zu essen, zur ('hrunq de? deutschen Ramens in« Ausland schicken. Fleisch- und Wurltmarensabriten sind heitt« noch keine papilläre Avgelegeaheil in einem Volk, in dem dU> Maflenerzeuguna und die Mastenoer- sorgung d!« Parole des Tages sind. Der Bäcker an der Ecke, der Metzger gleich neben der Wohnung sind besonder» sür BeisergesteAe noch mit einem gewilsen Glanz handwerklicher Kunst umgeben, und >?Z ist kein Wunder, daß erst die breiten Massen der Arbetterschast. denen der Magen stätker knurrt und deren chaussrauen, die den Pfennig häusiger umdrehen müssen, allmählich ihre Sympathie für gut«, und mit Sicherheit einwandfrei arbeitende Fleisch- und Wurst. inareniabriken entdeckt haben. Daß es sich dabei in der Tat um Borurteile handelt, das zeigt der Besuch einer großen Fabrik, den wir kürzlich in Oldenburg machten. Es handelte sich um die Fleischwarensabrik der Grotz-Ein- kauss-Gesellschost deutscher Konsumoereine in Oldenburg(früher Volts SL-lB.H die nach ihrem Erwerb und ihrem Ausbau durch die GEG. im Jahre 192- heute die größte Europa» ist und die. 1923/34 von Drivatkapitolisien erbaut, später vom ehemaligen Großherzog oon Oldenburg voll erworben, aber trotz aller Bemühungen nicht rentabel gen, acht werde» konnte. Diese Fabrik zeigt nicht nur. wie überflüssig all« philiströsen Lorurteile sind, sondern auch, daß d« Rentabisisierung großer Fleischwaren und Wurslsabriken Konsumenten- genolsenschaften leichter gelingt als dem Privatkapital, das bekannt- lich in Deutschland nur sehr wenig Großfabriken rentabel zu machen ne.rstonden hat. Sicher wird jeden Besucher ein leichter ataolfttscher Schrecken beiallen, wenn er bei den täglich 899 Schweinen, die augenblicklich geschlachtet werden, deren Hinrichtung für den menschlichen Magen beiwohnt, dem Abbrühen der Schwein« in ganzen S«ri«n, dem mecha- »üschen Enthaaren mit den riesigen amerikanischen Maschinen und dem Ausnehmen und Teilen der noch lebenswarmen Leiber. Aber in 19 Minuten hängen die Tiere bereits in Hälften, aus Deckengleisen dorthin befördert, in den Kühlräumen und e« ist merkwürdig, daß. j« weiter der Prozeß her Verarbeitung schrestet, um so schneller die Wirkungen des ersten Schreckens voll verfliegen, so daß man schon nach zwei Stunden ahn« jeden Widermiven bereit ist, jede Kostprobe, selbst frische» Wellfleisch, zu begrüßen. Die Lebens- und Nahrung». -nstinkl« der Menschen, mögen st« Roubtierinstinkte genannt werden. überdecken doch sehr stark all« ästhetischen und moralischen Empsin- düngen. Selbstverständlich, daß m diesem Betrieb der Tierarzt vor und "-ch der Schlachtung die„Waren' untersucht, daß«in halbe« Dutzend Mensche» in Laboratorien„Trichinen schaut', daß alles, soweii es nur möglich ist, bei der Verarbeitung maschinell und mit elektrischem Antrieb erfolgt, daß ausgehängte Tron-pvrtschiene» vom Schlacht- räum bis in die letzt« Räucherkammer und bis in den Berfandrmrm führen, daß die Arbeitsteilung außerordentlich weit geht, wofür das Beispiel charakteristisch ist. daß für die Herstellung von Konserven« •fchmten die Auslösung des Schinken knochen« von drei Mann, also gewlssermatzea am taufeabea Saab «folgt. Selbstverständlich auch der eigene Bahnanschluß filr An- und Abtronsport und zahlreiche eigen« Kühl waggons zum Versand der Waren. Sicht allgemein, wohl aber bei smsr Konsumgenossen- fchost selbstverständlich ist die bedingungslos« Zahlung der höchsten Tariflöhne, die Stellung der gesamtem Arhettskleidung und ihre regelmäßige Reinigung im Betrieb gegen de» geringfügigen Abzug von 1 M. pro Woche, das mit gelindem Zwang durchgeführte fast obligatorisch« täglich« Bad der Belegicksast und große gut«Inge- richtete Frühstücksräume, bei denen der Belog für das Frühstücke- brat grundsätzlich vom Betriebe— auch aus KvvtwVgründen-- gratis geliefert wird. Den Beiri«b so leistungsfähig zu machen, wie er heut« schon ist. war nach den schlechten Erfahrungen der Borbesitzer keineswegs leicht. Es mußt« stark aus- und uwgebaitt werden, und zu den Mil- lionen. die der Erwerb kostete, kam manches neue Hunderttausend hinzu. Es waren und sind auch noch heut« sehr ernste Absatz- Probleme zu lösen, denn bei der Groß« der Fabrik, der Höh« des investierten Kapitals ist«in« dauernde Beschäftigung und die Boll- ausnützung der Anlogen«ine Notwendigkeit für die Rentabilität, die bei Konsumbetrieben nicht weniger erforderlich ist als bei privat- kapitalistischen Betrieben. Die Oldenburger Fabrik liefert selbstver- ständlich nur an di« eigenen Konsumoereine. den Geschmack in den verschiedenen Gegenden Deutschlands chorattcrisieren die heut« noch notwendigen über hundert wurstjorte»— versuche der Typisteruug habe« gar aichk, genützt— di« Frachtbelastung ist außerordentlich groß(durchschnittlich 18 M. für 199 Kilo) und belastet sehr die Konkurrenzfähigkeit, und schließlich kommen noch höchst üderslüssige innerstaatlich« und selbst städtische Letertnärhindernisse hinzu. Ron den meisten dieser Hindernissen ist di« Ortakonkurrenz der Privattnetzger auch bei der Belieferung von Konsumvereinen frei, denen mit Recht kein Abnahmezwang auferlegt wird, um die Konkurrenzfähigkeit der GEG.-Fabriken stcherzüstellen. So muß auch die große GEG.-Fabrik durch überlegen« Qualität und Billigkeit, genau wie bei der Konkurrenz auf dem freien Markt ihren Absatz sich mühevoll erkämpfen. Aber man muß heute feststellen, daß der GEG. der große Sprung zur Bewirtschaftung der größten Fleischworen» und Wurstfabrik Europa» gelungen ist. 449 Arbester und Arbeiterinnen mit 23 Ang«. stellten setzen in diesem Betrieb« mit einer Wachenleistung van l899 Schweinen und 129 Rindern jährlich 13 Millionen Mark um. ein Umsatz, der zur vollen Ausnutzung der Anlagen noch eine Steigerung um etwa S9 Proz. erlaubt. Die erzeugten Waren werden 18- bis 29mal im Jahre umgeschlagen, nur 30 Proz. des Schlachtsgewichts gehen in frischem Zustand« weiter. 70 Proz. werden zu Fertigwaren umgearbeitet. Schon heute ist die Wirt- schaftlichkeit des Betriebes nach sorgfältigsten tauimännlschen Grundsätzen vollauf gesichert, obwohl der Betried nach nicht voll aus- genutzt ist. Für di« Bewegung der Konsumgenossenschaften, für die organi. sterte Bedarfsdeckung der arbeitenden Masten ist der in Oldenburg gemachte und gelungene Großversuch natürlich ein« stark« Er- munterung. Die Befriedigung über den gelungenen Dersuch darf um so lebendiger sein, al« es sich hier um ein Gebiet handelt. das wie wenig« Gebiet« al» wirtschaftliche» Blatte!» mit Borsicht beschritte» werde» muß. Stärkung der konsumg-nollenscholtlichen vrgtfnstattDn. melter« Fördening des gelungenen Persiiches wg�ien nattirtich die Konlsguenzen sein, d?« die Arbeiterschost daraus ziehen wird. Nicht nur im eigenen Jnterest«. sondern auch im Sntaress« der direkten Zusammenarbtit zwischen den schwein«, züchtenden Bauern mrt den Verbrauchern, die«in« de? wichtigste» Reserven zur Förderung der deutschen Landwirtschaft darstellt. Die gute Qualität der Ernte. Wieviel Erutevorräte sind noch w der Hand der Bauern? Di« preußische„Sratistische Korrespondenz' gibt setzt die Qualstätsschätzungen der deutschen Ernte bekannt. Die Qualität der' Getreideernte ist am günstigsten ausgefalle» und über- trifft weit di« von 1927. W'mtermeizen. Winterrogge«. Sommer- i gersto und Hafer sind in den endgültigen Ernteschätzungen zu über 60 Proz. der Erträge mit„gut' oder„sehr gut' bezeichnet, und zu noch nicht 10 Proz. mit..gering' oder„sehr gering'. Deingegenüber! mußte di« Ernte von 1927 zu fast ein Drittel von geringer oder sehr; geringer Güte bezeichnet werden. Ron den in Preußen geernteten; Spattartofs�ln sind über SO Proz. mindestens guter Qualität und nur etwas mehr als 10 Proz. von geringer oder sehr geringer Be- schalfenheit. Beachtlich ist allerding», daß in den Hauptgetreide- gebieten des Ostens. Schleswig-Holstein» und Schlesiens die Getreide- yualitäun etwas schlechter ausgefallen sind und mit..gut' bzw.„sehr gut' statt dem Durchschnitt van 60 bis unter 30 Proz. bezeichnet werden. Gleichzeitig wird«ins Erhebung des deutschen Landwirtschafts. rate? bekamst, die zeigt, wieviel von der letzten Ernte Mitte Dezem- her noch in der Hand dar Erzeuger war. Bei Winterweizen waren e» 48.1 Proz. gegen 45,6 Proz. im Vorjahr, Sommerweizen V-9 gegen S7L Proz.. Roggen 29V gegen 24V Proz.. Sommergerste ADV gegen 28V Proz.. Hafer 21.6 gegen 18L Proz. und Äartofselu 21.2 gegen 19.7 Proz. in der gleichen Zeit des Vorjahre». Im ganzen ergeben sich also noch die gleichen Vorräte in der Hand der Erzeuger wie im vorigen Jahr, obwohl im vorigen Jahr wegen der schlechten Qualität die Ernte schlechter verkäuflich war. Der verkaussdruck kann also im allgemeinen nicht sehr groß sein, und vor allem ergibt sich— entgegen den vom Landbund verbreiteten Behauptungen—, daß die niedrigere« Preise diese» Jahre» angesichts gleich hoher Lorräte gegen das vorige Jahr sich keineswegs schon so stark au»- gewirkt haben können. Wirifchafisaufbau/ Hypoihekenverfchulöuvg. 14 Milliarden Zuwachs in Preußen seit 1924. Da» Preußisch« Statistisch« Landesami voröfssnt- licht fetzt ein« Aufstellung über di« Hypothekenbewegung in Preußen vm, der Markstabilisierung an bis zum März 1928 In welchem Maße ziun Wiaderausbau der Wirtschaft nach der Inslorion new .Hapothekarkrodite benötigt wurden, zeigt der Hypochetenzuwachs von 14 Milliarden allein in Preußen während sich der Zu- ov»ch? im ganzen Reich schätzungsweise wohl auf 22 Milliarden belauft. Da» Ansteigen des Hqppthekenzuwachses. h. der iWxnschuß der Eintragungen über die Löschungen spiegelt die W«deraufdautendenzen der Wirtschaft in den«nzeln«, Jahren deutlich wider. So setzt« di« Hypothekenberoegung 1924 mit einem Zuwachs an reinen Hypotheken in Höh« von 2.4 Milliard-m ein. stieg im folgenden Jahr auf ZV Milliarden, um 1926 mit«in«m Ueberfchuß j�hsr Eintragungen über die Löschungen von 3.93 Mil- liarden ihren Höhepunkt zu erreichen. Der Rückgang aus 2V1 Milliarden im Jahre 1927 deutet darauf hin, daß di« Hypothekenbemsgung sich wieder in vormale Gleise zurückfindet. Im Vergleich zum Jahre 1913 betrug der Hypothekenzuwachs 1924 das Zweieinhalbfache und in den letzten beiden erfaßten Jahren mehr als das Vierfache des Ueberfchustes in der Nortri«g». zeit. Hieraus wird ersichtlich, in welchem Tempo sich die Ver- «chuldung des ländlichen und stadtischen Grundbesitzes in diesen Iahren vollzog. Im Rahmen der Gefamtentwicklung hat Berlin ständig an Bedeutung gewonnen. Während 1913 noch die Ueber- fchüste an Hypathekeneintregungen in Berlin etwa 3 Proz. der Gesamtsumme in Preußen ausmachten, stieg sein Anteil bis 1927 auf rund 33 Prozent. Bon den überwiegend agrarischen Provinzen ist nur bei Schleswig-Holstein ein« bemerkenswerte Cr- höhung des Hypothekemiberschusses von 8 auf 16 Proz. der Gesamtsumme sestzustclleli. Dies« Statistik, d'e hier nur au-zugsweise wiedergegeben werden kann, füllt die Lücke, die bisher in der Erfassung der gesamten Hqpolhekenbewegung bestand, aus. indem hier auch d'« Privathqpothsken. also der unorganisierte Hypoihekarkrcbit. d«? nicht oon Hypothekenbanken. Spartassen oder Versicherungen gewährt wird, erfaßt werden. So gibt die Aufstellung eine ziemttch geschlossene Uebersicht öfter den Neuaufbau des preußischen Real. treditwesen«. Vlüie in der Hygiene'» Inseraten mitgeteilt. Großbavkeuexpanftoa. Die Commerz, und Privatbank B« r l i n wird die B r a u n s ch w e i g i s ch e Bank.» n d K r e ditanstolt A.-G., die fest 75 Jahren besteht, bei einem Allftn- kopita! von 5 Millianen 19 Filialen unterhält, früher mit der All- gemeinen Eredltanstolt in Leipzig verbuirden und später von der Braunschweigtschen Staatsbank durch sin großes Akt.enkamiak beeinflußt war. sich angliedern. Einlas jzilialen der beiden Bon. ken«erden dabei aufgelnflsn werden. Die Braunjchweigischs Sinai?- dank b!«ibt in vollem Umfange unabhängig.• Was ist Togal? Togal• Tabletten sind ein hervorragend bewährtes Mittel bei »»«U««», CH«»», Ischias, Gripp», Nerv in und Kopl- sehmarx, Cr klillun skrantehel en! Schädigen Sie sich nicht durch minderwertige Mittel' Lau: notarieller Asstätiguüg anerkennen über 590 Acrzte. darunter vicle dcdeutendc Professoren, die gute Wirkung des Togal. Fragen Sie Ihren Arzt. In allen Apotheken. Preis Wk. 1.49 ______ vck« Oi In. ti/, UM. T4�»cid, acet, sal ad top Amyl. J Der Preffefampf der angeklagten Ridier| Gie nean n es, Preffefturm gegen die Juffiz " Der Disziplinarfenat ging zu bem nächstfolgenden Abschnitt über: er trägt ble olellagente lieberschrift reffe sturm. 20us bem Bericht bes Senatspräsidenten ren erfuhr mon, te Banhgerichts. Direttor Hoffmann ben Brefiesturm berstand AI Er teilte ihn in fünf 2bschnitte: Beim ersten merit men eigentlich pon einem Sturm" recht wenig. Der Ungeflage selbst fagte, daß bie Breffe fich bis zum 15 Juli rein fochitch Derhalten haba Saum fel aber Regierungshiretior Weiß nach Magdeburg gefahren, ba fchmentte die ganze Pintspresse um, und der Sturm gegen die Juftig war im u entfacht. Dies ber& meite Abschnitt. Der britte nimmt mit ber Ronferenz am 14. Juli feinen Anfang. Die Lintspresse hätte fich zur Aufgabe gemacht, bas Cin greifen der Bermaltung in bie Ragdeburger Juftig zu erleichtern. Bierter Abschnitt: nam ber Ronferens om 21. Suft. Rölling follte aus der Untersuchung ausgeschaltet werden. Die Beamten, die er münschte, follte er nicht erhalten. Aufgabe ber Breffe mar es, ben Redisbrüden zum Siege zu verhelfen nach bem 30. Jull fegte bas Finale ein. Die Beamten der Kriminalpolizei hesten zielfemußt mit Hilfe ber Breffe gegen ben Landgerichtsrat Rating. Demgegenüber ftellte ber Berichterstatter fachlich und fünf feft, das bie Beweisaufnahme nichts ergeben hatte. pos bie Bermutung rechtfertigen würde. Bolizei unb Bermalqing hätten sich ber Preffe gegen Rödling und zugunsten Sans babient le Beugen mit Ausnahme Busdorfs baben unter ihrem Gibe betunbet, baß sie her Breffe teinerlei Informa tionen gegeben haben; ber Striminaftommiffar Busbori mill r in einem Falle in einem reife, in dem auch Breffenertreter ner. treten waren, über die Untersuchung gesprochen baben, und zmax in einer das Berfahren nicht schädigenden Beije Oberpräsident Horfing bata nachdrüdlich erflärt, bağ er als ehemaliger politischer Rehafieur bie Macht ber Breffe genau tenne, unb gerabe deshalb bas Cingreifen ber Breffe in biefes Berfahren als außer unerwünscht er. ediet botte Sn biefem Sinne habe er auch seine Beamtem in. struiert. ahm fel auch fefne Tatsache befanntgemorben, bie bert Shluß zulaffen mürbe, bas bie Beamten gegan feine Instrution gehandelt hätten. Rechtsanwalt Braun vermies auf bie Breffefuggeftion. Die gegen Rubolf Saas einjekte Selbst ein bemokratisches Berlinet Blatt fehlug anfangs in bie gleiche Serbe. Er war überzeugt, baß bie Information Don Lesbolt tomme. Obgleid biele Stimmungsmade gegen Sans anbauerte, marie er das mit 25lling perobrebete Stillweigen. Stenholts Ter. halten zwang thn aber, es zu brechen. Erft am 22. Juf( ah er fich gegnungen, and gegen Rölling attin vorzugehen. Haas Schwager robn gab 31, im Intereffe bar Familia Saas Nachrichten in bie Beihungen lanciert zu haben. Es folgte die Berlesung ber Ausfage bes Regierungsbirettors eiß und in chronologischer Reihenfolge auch verschiedene Artifel linis. unb rechtsstehender Blätter. Der Angeflagte. Hoffmann hatte natürlich zu einer ganzen Reihe von Einzelheiten Erflärungen ab.. zugeben, bia fi mie immer ins Enblole ausmuchsen. Auflehnung gegen die Staatsgewalt. Der Begriff der Drohung im neuen Girofrecht. Der Strafgefegausius bes Steichstags bariet am Dienstag unb Mimoch die Bestimmungen über bie nflehnung gegen bie Staatsgewalt ba. Rosenfeld( Sos) erbliche im Enimuri Beftimmungen, bie bie Gefahr eines au meit gebenben Gouges ber Bureautratie in fich bergen. Er forberte, daß bie Beber zeugung beffen berüdsichtigt werden müffe, der fidh miberlege, meil ar im feften Stauben hanble, bag ihm Unrecht geschehe Gegen diese Forderung wandten fidh alle bürgerlichen Bartelen. Die allgemeinen Bestimmungen über den Widerstand follen im Unterausschuß burchberaten merden. Die befonberen Be ftimmungen der Paragraphen 150 bis 152 murben nad der e. gierungsporlage angenommen. Die Richter von Magdeburg. Hoffmann Kalling Schröder Wir waren dem Mörder dicht auf den Baden." ( Rolling sor bem Großen Dissiplineret.) Spekulation mit den Kleinrentnern Bürgerliche Agitationsanträge im Ausschuß. In der Gigang des Gozialpolitischen Ausschusses des Reichstages Dog Donnerstag lagan miaberum non ben bürgerlichen Bartelen fie zahlreiche neue Einträge zur Kleinrentnerfürforge nor, in heen ste fich gegenseitig zu überbieten fuften Ministerialbiretto: Dr. Griefer erffäre zu ben nträgen ber Deutichnationalen unb ber Deuilchen Boltspartei, baß fie aine unmögliche Milchung von riegsentschädigung. 2nimertung. Bersorgungs- und ürforgeret barftellen. Die Regierung lehnt es nadh mle nor ab, den früheren Sapitalbeli jum ausfchlaggebendzu Fatiar zu machen. Ganz unerträglich aber find diele Maträge, mail fie uur die großen Kapltalien berüdlichtigen. Frau bg. Mag( DR.) nerteihigt fi bagegen, bag ihr nog plutotratis fei. Aufhönier( 503) erpiders, daß nom den Anträgen der Rediapartelen fatfüglich die Hermften unter den Sleinzentnern ohne jeden Mufpruch bleihen Er menbat sich auch antichiaben bagegen, bas bie Steinreiner unb hie Sozialrentner noch spelerla aß behandelt werben. Die Instal bemokratische Fraftion jdlagt nor, amet lore grundfäß tide Entscheidungen herbeizuführen, unb zmor: 1. Soll für die Bestimmung des Berfonentreljes der Bezugsberedtigten ledig fich der frühere Rapitalbesig maßgebenb fain? 2. Soll zur Berbelles rung der Reinrentnerfürforge hinsichtlich des Berfonentretjes, der Borouslegungen und her be ber Beistungen und der Mitwirkung her beteiligten Drganisationen eine reichsgefeßliche Ergänzung her ürfargepflichtverschmung und ber Reichsgrundlage erfolgen? Die bg. Stall( Eng.) ftellt feft, baß hie Deutschnationalen fett gestern die Begriffsbestimmungen des Weinrentners nadh bear fogialbemn tantischen Maragungen ingmifdjen ermettert haben Sie halten aber baran feft, baß nur Ropitation now 10 000 mert aufbfiimmungen, perben auf Breitag pertog päris als Borauslegung filt tie Bezugsberatung gelten follen Die Leiten Rantner milzben babel leer ausgehen und fehr enttäuscht fein Dittatur gegen Minderheiten. Südflawien läßt deutsche Berbände auf. Belgrad, 17. Jamaz. Bor Slik bár Sigung ftalli bar Deildnationale of bew Antrag, Die Freitagiging antastich ber Selinsgrünbungsfeie ons fallen taffer Der Busivt mir fehod morgen tegen Auch Paraguay für Baag- Entscheidung. Beborflehende Anrufung des Schiedsgerichtshofes Genf. 17. Januar.( Elgenbericht.) Baraguay hat dem Bölkerbundssekretär auf belies Telegraam geantwortet, daß es niemals ein Schlebsurteil über die Grenze Im Chaco abgelehnt babe può es den Borschlag Boli. plens, diele Frage bem Haager Gerichtshof zu unterbreiten, zur 3n einer Eingabe, die der Führer der deutschen Minderheiten, Dr. Stafft, an den Minister des Junern eingereicht hat, macht ez darauf aufmertiam, daß die untergeordneten Organe in der Bolasobine nicht anz Ortsverbände der Partel bez Deniden auf lofen, obmohl beren Auflösung von der Regierung nicht befeeenntnis nehane De Paraguay jomis die Grenzziehung dur den Bert ist, sondern auch Ortsgruppen des deuffchen& vlturbundes, ber absolut unpolitischen Chatatler trägt. Sogaz gegen deutsche leobwiztidhaftliche Genoilealgaites wird norge gangen und non ihnen verlangt, daß fie ein Gefuch um die Genehmigung ihres Beffandes einreiden. Dr. Srafft bittet den Mi. niffer, diesen Mißfländen abzuhelfen. § 153 brobt eine Gefängnisstrafe bemjenigen an, ber einen Bollzeibeanden aber einen Gefangenenauffeher zu verleiten fucht, Borschriften ober Anordnungen in Dienstfachen nicht zu befolger Ein Antrag auf Streichung diefes Baragraphen murde, nach bem Genoffe Marum für die Streichung eingetreten mar, antaabwizfichaftliche Genoiieni after wird genommen. § 154 enthält die Strafbestimmungen über die Deuterei con Gefangenen. Ein fozialdemokratischer Antrag auf Ericherung ber Borauslegungen für bie Anwendung biefes Baragraphen murde, nachdem Genosse Marum ihn begrünbet hatte, c. genommer § 155 bebraht mit Gefängnisftrafe nicht unter brei Monaten Gefangene, ble mit bereinten Kräften ausbrechen. Es murde ein fosialdemokratischer Antrag angenommen, die Bestin mung bes blag 3 zu ftreichen, nach welcher eine Suchthausstrafe bis au fünf Jahren gegen ble Rabelsführer angedroht perben foute. Schuß der Strafgefangenen. Am Donnerstag befchäftigte fich ber usschuß mit einem for munistischen niraq, ber Bestrafung ben Beamten qnbroht, bie bas Beben ober die Gesundheit der Gefangenen vernachläffigen und gefährben. Justizminifter och mendete fich gegen biefen Antrag, ba es ausreiche, gegen die Gefängnisbeamten die allgemeinen Strafvestim. mungen anzumenben und ohnedies schon alles geschehe zur Humani, fierung der Strafvolftredung. Ausnahmegefege. Belgrab. 17. Sanuar. Des Emishloft bringt bis Berordnung über ble Organisation bes Staatsgerichtshots gum Gauge bes Staates unb banberungen um sitsigulgefes, burd bie. Sehrer feberzeit aus Ben Dien entfaffen und penfioniert werben tonnen und tre bisziplinare Berantwortlichkeit erhöht wird. Litauischer Terror. Moffeneinterferung der Gozialisten. Romno, 17. Januar. 3 der Konferens der Sozialbemoftatea murde mitGenofle Dr. Rosenfeld ertannie zwar an, baß int Strafpollzug to viel gebeffert habe und daß es moderne Strafanstalten gabe, geteilt, daß gegenmärtig cime 300 losialdemokratijge mie die in Untermaßfeld, die durchaus norbildlicy fet. Erobem 34brer is Gefangalilen hmachien. Der Barteiführer follte auch bei der Formulierung ber Bestimmungen des Straf erklärte, daß die Sozialdemokratische Bartel teine Somprogefeges perfucht werden, burch Strafanbrohung die Gefangenen, bie miiie mit der Regierung eingehen werde. 2's die Berjammlungsboch pehries feien, por Quälereien zu schützen. Der fommunistische mitglieder zum Schluß der Iagung die Jaternationale a Intrag fel aber in feinen Formulierungen nicht zur Annahmeftimmen wollten, wurden fle den ben poliselbeamten geeignet Die fozialdemokratische Fraftion werbe bis zur baran gehindert aweiten Befung geeignete Borschläge machen. Der tommunistische Antrag wurde alsdann abgelehnt. Bei den§§ 153 fi melche die Befreiung und das Ent meichen von Gefangenen behandeln, perlangt ein pom noffen Stofenfeld begründeter jozialbemofratischer Antrag, bab ben Gefangenen und ben in Sicherungsverwahrung Unter gebrachten nicht diejenigen gleid gestellt werden, die sich in einem 2rbeitshaus befinden man müsse boch babei bleiben, baß biz zu Arbeitshaus Berurteilten ganz anders zu behanbein feien qis Gefangene Minifterialdirektor Schäfer erflärte, baß auch bie preußischen Broningen der Auffassung des fozialdemokratischen nirages feien und darauf muzbe bez inglatbemotratische intrag an genommen. Auch in der Versammlung ber Boffslogietilen wurde exflätt, daß die Partei weiterhin in Opposition zur Regie rung verharren merbe Auch Belgien rüstet. Gozialistischer Proteft im Senat. Briffa. 17. Samuge( Eigenbericht) Senet telt bet ber Behanblung bes Kriegs. budgets der Saglatt Zafonteine, Bizepräsident bes Senais unb friherer belgischer Delegierter im Böllerbund. eine 3u§ 159, der die Befreiung von behörblich Berwahrten betrifft,( charfe ebe gegen ste Rüftungspottitt ber belgifchen begründete Genoffe Dr. Rofenfeld einen fozialdemokratischen Antrag, monach Bestrafung nur auf Berlangen der Behörbe eintreten folle, Regierung. Er erfarte, baß die Militärausgaben Belgiens fich feit bie für bie betr. Anstalt nerantwortlich fel. Rach längerer Beratung 1914 serelffad baben. Im fegten Jahre feien allein 88 if. purbe unter Ablehnung eines beutichnationalen umages be fogiallonez Greutes füz 2021 Zustüftungen ausgegeben bemofratische Antrag angenommen worden. Saager Gerichtshof nicht ablehnt, rechnet man in Genf mit einer bevorstehenden offisteffen Anrufung des Inter. nationalen Gerigishofes durch die freifenden Parteien. Republik Sandino? Rebellenführer verlangt hiretung einer Proving New Bort, 18 Januar Bach Berichten, bie hier qus Tegucigalpa( Honduras) eine getroffen find, ist ber Führer her ufftänden is Rifarague, bez befannte General Sandinp, non ameritanischer Seite sou neuen qufgeforberi perben, bie Baffen tieberzulegen. Er hat barauf per fangi, baß ble amerikanischen farmetruppen aus Rord- Nikaragua 3urudgesogen parben. Gleichzeitig hat Gandinp in einen Brief an ben neugewählten liberalen Bräfidenten Moncada als Bor bedingung zu riebensverhandlungen verlangt, daß bie Brovinz See govia von Mitaragua abgetrennt und ihm überwiesen wirs. Bräsident Moncada hat daraufhin eine Truppenabteilung beauftragt. Sandino gefangen zu nehmen. China und Japan. Berschärfung der Lage in Bonfau- Kriegsrecht proffamiert 4 Baris, 17. Januar. Spannung, hervorgerufen durch den Tod eines in der legten Hanas melbet aus antau: Die inefis japanische Bache von einem japanischen Radfahrer überfahrenen Sufis, fcheint ich zu verfchärfen. Die Chinesen patrouillieren qufs neue in her tähe der japanischen Konzessionszone. Die japantfcher außerhalb der Ronzessionszone Gegenden hen find ge= iloisen hre Eigentümer haben sich in die Songeffionszone geflütet Der japanische Ronfui bai beim Ginesischen Rom miffar für auswärtige Angelegenheiten toteft gegen die fledte Behandlung eingelegt, bie am bergangenen Montag einem Japaner Buteit wurde. Auch die Agentur Inbapacifique melbet aus Santau, baš dort iapanfeindliche chinesische Banfangeftelte bie japanische Baut eingefchloffen und fis zur Gießung ihres Betriebes ges zwungen haben. Chinesische Martinetruppen griffen ein und vers hinberien ben brohenden Sulammenita Das riegsrecht it proffamierz an der Japanischen Kongeffionszone von Hanten find zwei Kinder von Chinesen entführt porben. Der Marine. flub wuzbe vollständig gepfümbert Die antijapanische wegung hat auch auf Ring Riang übengegriffen. va WERTHEIM Leipziger Str. Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Preise für Freitag und Sonnabend, soweit Vorrat. Fleisch, Fische, Geflügel, Obst und Gemüse werden nicht zugesandt. Frisches Fleisch Kalbskamm u. Brust.... Pfund 0.75 Kalbsnierenbraten....Plund 0.85 Mund Kalbskeule genz und gefell!.. Pfund 0.95 Rinderkamm u. Brust.... Pfund 0.75 Querrippe Pid. 0.75 Gulasch Pid. 0.85 Schmorfleisch Roastbeef, m. Knoch. 1.00 Schmorfleisch ohne Knochen..Pfund 1.25 Schweinebauch Rücken, mit Bellage 1.05 Schweinekamm. Blatt, mit Big., Pid. 1.10 Schweineschinken...... Pfand 1.15 Gehacktes Pid. 0.75 Liesen Pland 0.75 Hammel- Vorderfleisch Pfund 0.98 Kaßler, Speer u. Kammlund 1.25 Ausgelassener Talg...... Ptd. 0.60 Rinderzungen irische... Pjund 1.10 Kalbsschnitzel Pfund 2.10 0 Prima Getrierfleisch DO Suppenfleisch Plund 0.68 Rinderkamm u. Brust.... Piund 0.75 Schmorfleisch mit Knochen... Pund 0,80 Kuh- Euter pid. 0.25 Kerzen pia. 0.50 Kolonialwaren Olympia- Mehl.... 5- Pfund- Beutel 1.10 1.18 1.25 Rauhreif- Mehl Viktoriaerbsen 30,36P Grüne Erbsen Pid. 30PL Gelbe Erbsen pol 32P Gelbe Erbsen 33P Linsen Pland 28 PL 58 PL Weiße Bohnen 45,52 PL Italienische Makkaroni spelt. 5- Pund- Bentel 1.25 Haferflocken Pid. 24PL Harigrieb Pfund 25pt Italienischer Reis 30pt Java- Reis Pland 30p Pland 30ps Bosn. Pllaum. 45Pt okae Stein Ringäpfel Kalti, Pid. 90pt 1- Plund- Paket 65 pi Kaffee frisch geprannt, eigene Rösterei Konsum- Misch. Pid. 2.40 Olympia- Misch.3.40 Haushalt- Misch ,,, 2.60 Sonder- Misch, 3.00 Theater, Lichtspiele usw. Freitag d. 18. 1. Staats- Oper Unter a Linden. A.-V. 16 20. Uhr Madame Butterfly Staats- Oper Am Pl.d. Republ. R.-S. 20 19% Uhr Don Giovanni Freitag, d. 18 1. Städtische Oper Bismarckstr. Turnus! 19 Ub Tannhäuser Staat, Schauspielk. an Gendarmenmarkt A.-V. 16 20 Uhr Oedipus Staatl. Schiller- Theater, Charithg. Ist er gut 20 Uhr 1st er böse? 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Tafeläpfel Pland 42 Pt. 48 PL 15 50 Kiste ea 45 Pid. oratio, vou Welßkohl Pfand 9pt Wirsingkohl Pfund 9pt Rote Rüben Pfund 9pL Rotkohl Pfand 10PL Möhren gewaschen 2 Pfund 25P. Sellerie.... Ptand 24 Pt. Maronen Pland 24 PL Rosenkohl Pfund. 30pt Blumenkohl von 35 an Schwarzwurzeln 38p Kopt PL Räucherwaren Fettbücklinge 23 u. 32 PL Sprottenorig- Kistch. 40 PL Kieler Bücklinge 48P Seelachs. Stack. Pra. 48 P. Flęckheringe Pia 48 Pt. Rotbárs is Stücken 52 PL Dorschrogen. Pd. 50 P. PL Spickaale, Spickaale 2.65 Band 40 PL millelst., ee eigene Mischungen 90 Pid Ceylon II. 1.25. Indien ... 1.55 China ..1.70 Ceyion....... 1.85 Darjeeling 2.00 000 Drogen- Abteilung rein oder mit 10 Kohlensäure- Bäder Fichtennadel- Extrakt Stück 1.20 Stück 11.00 Stück 2.00 Stück 19.00 Sauerstoff- Bäder Pinon- Fichtennadel- Extrakt Pepsin- Wein 1.90 3.70 exk Kg. 0.80 22 Wurstwaren Hann. Rotwursi Piq. 95PL Damplwurst Plund 1.00 Hann Sülzwurst Pid. 1.10 Reacher Leberwurst 1.20 Pfund Mettwurst Braunschw Art, Pfund 1.45 Jagdwurst.. Prand 1.45 Schinkenpolnische 1.55 Filetwurst Prund 1.55 Zervelat u. Salami Kg. Leberwurst feine, Ptd. 1.80 Pökelfleisch gekocht 1.80 Speck tent 1.25 1.45 Schinkenspeck Ptd. 1.75 Nußschinken mager Pid. ca. 3 Pid. schwer, Pid. 1.95 Str. Rosenthaler Str. Marityplats: Berl. Mettwurst pid. 1.20. Teewurst holsteinische, Pfund 1.75 Bierwurst Käse u. Fette D .Pfand 1.70 .Phund 1.70 Camemberi vitet 20, 28Pt. große Schachtel 78 P Schachtel 0000 9.0 6 Portionen Briekäse volt. Sick. 20pt Ramadou halbt, sick 25 Pt. Holländer halbiett. Limburgerang..halbteft, Pfd. 46, 55Pt. volllett.. Pid. 1.05 Pid. 73 P. vollfett..Ptd. 1.05 Edamer halbient Pfd. 75 Pt. vollfeft.. Pfd. 1.05 Steppenkäse helblett 80P. Steinbuscher halbett 92PL Tilsiter halbfett, Pid. 78 pt. volllett.. Pid. 1.35 Schweizer dan, dreiviertelfett Ptd. 95 PL bay volltett 1.35 Plund von Blockkäse, halbjeft, ohne Rinde Pfund Tilsiter Ari Pfund 88Pt. Talg..1- Pfand- Paket 50 pe Kokosfett Pid- Tale: 62p Margarine Ptd. 52, 58PL Schweizer Ari Pfund 98PL Beste Qualitätens Tafelbuffer. Plynd 2.04 Dänische Butter. 2.28. Konserven Haushalt- Gemüse D Leipziger Allerlei 90% mit frischen Erbsen 75% Gemischt. Gemüse min 1.12 mitteltein Jg. Brech- u. Schnitt bohnen 60 sorte 1. 78pt Haricots verts mit 95p. Jg. Erbsen mittellein. 78 Pr tetn 1.25 sehr tete 1.50 Bruchspargel ark 3.00 Stangensparg. 3.20 x extra Stark Dose Sellerie 96, Spinal 48 Ifel. Tomatenmark * 38P 95% 1.65 Pflaumen...... 65pt Apjelmus...... 70 PL Kirschen sauer od. sus 1.05 Ananas Kawal,& Saksben 1.05 Reineclauden... 1.25 Kalif. Aprikosen..1.50 Brat- u. Bismarck- tur- Dies hering, Rollmops Gel B Ltr. 10 Inkt 1.00 1.653.00 Plasche Lir. Fische sgenommen, ohne Kopf, Pfd. 0.20 ohne Kopi. genze Fische, Plund 0.20 0.25 Dorsche Kabeljau Schellfische.. Goldbars ohne Kopf 900 9 Pfund 0.24 050 Pjund 0.23 Pfund 0.48 Filet vom Kabeljau.... Plund 0.42 Aalquappen( rische. 9 9 Lebende Karpfen Pfund von 1.15 an Grüne Heringe felne 5 Pid. 0.80 mittelgroße Geflügel u. Mild Puten gefroren. Gänse gefroren 0 Pfund 0.95 Pfund von 0.82 au Suppenhühner.... Piand von 0.95 an Poulets. Piund 1.10 1.25 Wolgahühner. ...... Piund von 1.15 an Fette Enten gefroren... Piund von 1.20 an Wildragout. Hirschblätter Piund 0.30 Plund 0.85 Fasanenhähne........ Stück 2.95 an Hasen gestreift u. ausgeworen, Pfund 0.98 an 0 0 Wein Preise für. F.asche ohne Glas Tarragona sts, kräffige Quallit San Antonio Heblicher spanischer Rotwals San Justo gehaltvoller Rotwein, burgunderähnl. Malaga Golden feinste 1 M 140 Roter Dessertwein sts, kräftiger Frühstücksund Krankenwein 1.60 1927 Ebernburger Berg trischer Pfalzwelis... 1.35 1920 Dürkheimer Schenkenböhl mild, lieblich 1.70 1921 Schloß Böckelheimer sehr blumig... 1.90 Weinbrand- Verschnitt Hering in Geles 83 Deutscher Weinbrand** 1.90 3:40 Konfitüre, Elmer PL Vierfrucht 0.88 Aprikosen 1.10 Erdbeer v.1.30 Johannisb, 1.15 Kirschen 1:35 Ananas 1.45 8 METROPOL- THEATER GR. SCHAUSPIELHAUS 8 Luftige Witwe Casanova mit mit FRITZI MASSARY ALFRED JERGER Max Hansen Ellest, Jankuhn, Schiffers, Junkermann, Marguits Sisters, Beauty Girls, Jackson Baye Emmy Sturm Frind, Ahlers, Lisske, Serda, La Jans Winkelstern. Kupfer, Arna, Bendow, Morgan, Blankenhorn, Picha Zwel Charell- Inszenierungen in belden Theatern Sonntag Nachm. S Uhr ungek. Vorstellg. halbe Preise Sheater des Weitens Winter Täglich 8% he Franz Lebars triumphaler Erfolg! Friederike Käthe Dorich Hans Heinz Bollmans, Azajtöbt, Simburg, Reg.Gisler, Dara, Bespermann. 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Die Gemertidaften haben an der über stürzten Cre lebigung ber Borlage fein 8nteresse Es ft nach Lage der Dinge auch taum damit zu rechnen, daß der Reichstag bie mit ber Borlage verbundene Arbeit und die bei verschiebenen Bestimmun gen des Entmurfs fich entwickelnden Kämpfe bis Ostern hinter sich haben mird. Die Arbeitsschußgefeßporlage hat bereits ihre Geschichte. Der alte Entwurf stammt noch aus dem Jahre 1926. Er ist damals im Dezember non der Regierung hem Reichspirtschaftsrat und Reichsrat porgelegt worden. Der Reicherat hat diesen Enimurf in manchen Bunften a b geändert und im März 1928 mit 61 gegen 5 Stimmen angenommen. Infolge der Reuwahl bes Reichstags im vergangenen Jahre und durch den damit ver hundenen Regierungswechsel tam es macht zu feiner Reichstags beratung des alten Entmurfs. Es wurde vielmehr durch den neuen Reichsarbeitsminister einer abermaligen Im unb Heberarbi tung untergegen. Dabei wurde vor allem der Abschnitt über die Durchführung des Gesezes, d. h. über die Geftaltung der Arbeitsaufsicht revidiert und damit einer Forderung der Gewerkschaften zu einem Teil Rechnung getragen. Der umgearbeitete neue Entwurf ist nun mehr vom Reichstat abermals durchberaten und wiederum in vers schiedenen Puntten abgeändert moven. In der Aufsichtsfrage fieht der neue Entwurf, mie in dem foeben erschienenen Jahrbuch des Arbeiterrats Groß- amburgs mitgeteilt wird, von einer Ueberleitung der Befugnisse der Berufsgenossenschaften af ble amtliche Arbeitsaufsicht und ebenso non einer Berreichlichung ah Der Forderung auf Mitwirtung non Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei der Durch führung des Arbeitsschußes tommi er eimos entgegen. Seftättt wird der Einfurß des Reichsarbeitsministers Bor allem follen die vom Reichsrat nur für den Bedarfsfal" vorgesehenen Oberarbeitsaufsichtsämter allgemein vorgeschrieben und mit perfchiedenen bisher hinter den einzelnen Landesbehörden zu stehenden Befugnissen ausgerüstet werden. ührend bleiben je doch in der Arbeitsaufsicht die Bänder. Die als Arbeitschutzbe hörben bezeichneten Aufsichtsbehörden, Arbeitsschußämier" unb Oberarbeitsschuhämter find Bandesbehörden gefes fallen, udnbeftens je eine uffichtsperson bes höheren und mittleren Dienstes zu bestellen ist. Für den höheren Aufsichtsdienst fteht der Entmurf eine befondere Brüfung vor. Nach Be barf find an der Arbeitsaufsicht auch geeignete Arbeitnehmer zu beteiligen. Die obersten Bandesbehörben haben fich por grumb föglichen Anordnungen auf dem Gebiete des Arbeitsschuzes mit dem Arbeitsminister bis Benehmen zu setzen. Freitag 18. Jamuar 1929 geteilt, daß der Arbeitgebernerband als lente...fostalpolitische Sand fung befchloffen habe, bem Holzarbeiterverband bas Lohnablammen für diese Industrie zum 28 Februar zu fündigen, so baß ab 1. März à& für die Stodarbeiter feine tariffidje Regelung der Söhne und Arbeitsbedingungen mehr besteht. Die Unternehmer merden ihre Absicht, die sie mit dieser ,, Tarife unfähigfeit perfolgen, nicht verwirklichen fönnen, wenn die Dr beiterschaft ber Stodindustrie meiterhin treu zur Organisation fteht. Es gilt nunmehr, auf dem Bosten und tampfbereit zu fein für den Hall, daß die Unternehmer zur Berwirklichung ihrer Abbaupläne fchreiten foliteit. Im übrigen haben nunmehr auch die Ar better frete and. Berhandlungen in der Kaliindustrie. Um Arbeitszeit und Löhne... Bel Beratungen von allgemeinen Arbeitsdursfragen ist bei dem Bodum, 17. Jamar.( Eigenbericht.) Oberarbeitsidusamt ein Beirat für Arbeitsschutz zu errichten, der Der Deuifche Bergarbeiterverband teilt mit: Die in, Berlin ge aus ber gleichen Zahl von Arbeitgebern und Arbeitnehmern des Bezirks sowie Bertretern der beteiligten Bänder besteht. Die EntBezirks somie Bertretern der beteiligten Länder besteht. Die Entführten Berhandlungen über ein Mehrarbeitszeitabtommen in der Soliindustrie, gestalteten fich außerordentlich fcheidung des Dberarbeitsschutzants über Beschwerden erfolgt in der schmierig. Die Unternehmernertreter perlangten gleichzeitig bie Befezung mit einem Mitglied dieses Amies und je einem Bertreter Meuregelung ber 2öhne Bon allen Seiten wurde an der Arbeitgeber umb der Arbeitnehmer. Der Reichsarbeitsminister erfannt, daß die Arbeitszeit außergewöhnli lang ist und fann mit ben Arbeitsschußbehörden unmittelbar verfehren. In allgemeinen Fragen des Arbeitsschußes mird er nom Reis erzielt merden, weil man sich über das Ausmaß der Berkürzung der die Löhne sehr niedrig stehen. Eine Berständigung tonnte nicht ausfuß für Arbeitsius beraten. Weber Befchmerben Arbeitszeit und das der Lohnerhöhung noch nicht einigen fonnte. entscheidet etne beim Reichsarbeitsministerium errichtete, mit brei Beamten des Minifteriunis fomie je einem Bertreter der Arbeits Neue Verhandlungen finden am 21. h. M. in Berlin statt geber und Arbeitnehmer befezte Beimerbestelle Die Polizeibehorben haben bie Arbeitsschußbehörden zu unterftügen. Der Reichsarbeitsminister tann mit Zustimmung bes Reichsrats Richtlinien für die unterstützende Tätigkeit der Bo lizeibehörden erlaffen Neu ist für die Aufsichtspersonen das Recht vorgesehen, bei Besichtigungen nicht nur die Beteiligung eines Mitgliedes der Betriebsvertretung. fondern auch einzelner beteiligter oder fa chrundiger Arbeit. nehmer zu verlangen; ebenso ist neu die Bestimmung, daß die Oberarbeitsschuhämter bie Einzelberichte über die Lätigteit ber Aemter zufammenfallen und dem Reichsarbeitsminister vorzulegen haben. Die Arbeitsaufsicht über die Betriebe und Berwaltungen des Reichs und der ander soll nach mie nor einer non der obersten Reichs bzm: Landesbehörde bestimmten norgesezten Behörde zu fteben. Die obersten Reichs ham. Sandesbehörden sollen diese Ar beitsaufsicht auch den Arbeitsschusbehörden übertragen, aber auch bestimmen tönnen, daß die Arbeitsaufsicht über die ihrer Dienst aufsicht unterstehenden Berwaltungen des öffentlichen Rechts nicht den Arbeitsschußbehörben, sondern der Dienstaufsichtsstelle zufteht. Ale biefe Bestimmungen Ichaffen noch lange teine- r. Arbeitsschuhänder sind für bestimmte Bezirke zu eridien beitsauffidh, mie fie die Gewerkschaften in threm nor Jahres und touren auch für bestimmte Gemerbezpet ge errichtet frit norgelegten Enpurf für Schaffung einer Reichsarbeitsaufficht werden. Die Oberarbeitsschuhämter sollen grindestens 4 Arbeits- gefordert haben. Man sieht schon an diesem einen Buntt, ganz abs schußämter umfaffen. Für die Abgrenzung ber Bezirke ist die gesehen von Verschlechterungen des Entmurfs durch den Reichsrat, Rustimmung des Reichsarbeitsministers, notwendig. Bei der Bewie B in der Frage beg Arbeitet für bie gleineren fegung der Aemter fann der Minister vorschreiben, daß für eine bes Betriebe, has her Reichstag ein gutes Stud Arbeit zu bewol ftimmte Anzahl von Arbeitnehmern, die unter das Arbeitsschus 1 tigen haben mird. Die hohe Reichsbahnbureaukratie. Sie weiß alles und will teine Mitarbeit des Personals. Der Herrentandpuntt in her Reichsbahnner. waltung zeigt noch immer Zustände, bie nicht als zeitgemäß an gesprochen mérben töinen. Die Eisenbahnerorganisationen haiten gefordert, auch ben Bezirts. und Ortsbeamtenräten die Mitwirkung bei den Borarbeiten zur Aufstellung des Bor anfchlages einzuräumen. Der Generaldirektor der Reichsbahngesellschaft hat diese Forderung abgelehnt. Diese Maßnahme entspricht ganz der auch sonft von der Reichsbahnverwaltung ge: triebenen Personalpolitif. Sie mill ihren Herrenstandpuntt um feinen Preis aufgeben. Bedenkt die Eisenbahnbureaukratie nicht, daß die durch diese Art der Behandlung bei dem Bersonal systematisch gezüchtete Erbitterung nur ungünstig auf den Dienst wirken muß? Müssen immer erst Zündstoffe für Explosionen geschaffen werden. ehe die Bermimft eintehrt? Was mußt den Beamten her Haupt beamtenrat, wenn nicht von unten herauf allen Instanzen die erforderliche Mitarbeit ermöglicht wird. Ein mißlungener Spaltungsversuch. Rein ruffisch- norwegisch- finnischer Bertraa. Der Ausschuß der norwegischen Landeszentrale behandelte in seiner Sigung am 7. Januar u. a. auch die Frage eines Gegen feitigteitsvertrages zwischen den gewerkschaftlichen Lan beszentralen von Norwegen, Finnland und Rußland. Auf Antrag des Borstandes beschloß er mit 62 gegen 18 Stimmen. diese Frage bis auf weiteres ruhen zu lassen, da die Voraus lekungen für den Abschluß eines Gegenseitigkeitsvertrages mit der ruffischen Landeszentrale nicht vorhanden sind. & Konflikt bei Greiling. 4 Bei der Zigarettenfabrit Greiling in Dresden find Labafauflösemaschinen aufgestellt worden. Der Organisation war es trot mehrmaligem Berhandeln nicht möglich, einen 2ohn für die daran beschäftigten Arbeiterinnen festzu legen. Als alle Verhandlungen gescheitert waren, legte die Ab teilung geschlossen die Arbeit nieder. Die Arbeiterinnen erhielten min zinar ben geforderten Lohn rüdwirfend ab 20. November 1928, von der Firma murde jedoch der Schlichtungsausschuß angerufen. Diefer fällte am 9. Jamar eine Entscheidung, die den neuen Lohn um 5,50 D. pro Woche türzte. Die Arbeiterinnen lehnten den Spruch in einer am 10. Jomar stattgefundenen Berjamanbung einmitig ab. Daraufhin wurde ihnen das Arbeitsverhältnis für den 12. Januar gekündigt Betriebsnertretung und Gemerf schaft versuchten vergebens die Differenzen beizulegen. Es wurde erflärt, die Sündigung werde nicht zurüdgenommen, es würden Arbeiterschaft, die tariflos fei, das nicht rubig hinnehmen merde, ambere Arbeitsfräfte eingestellt. Auf den Hinmeis, daß die übrige erfolgte prompt die Antwort: Dann sperre ich eben aus Die Organisation nimmt den ihr von der Firma Greiling aufgeamigenen Rampf auf: Abgelehnter Schiedsspruch. Krefeld, 17. Jamuar. femer heutigen Mitgliederpersammlung den Lohnschiedsspruch des Der Arbeitgebernerbanb ber rheinischen Seiheninhustrie hat in taatlichen Schlimningsins chuiles pom 12 Januar einstimmig ab gelehnt 911s Begründung wird ausgeführt, die Krefelder Seidenindustrie sei mit der gesamten deutschen Tertilindustrie der Meinung, baß die wirtschaftliche Bage nicht die geringfte Lohnerhöhung rechtfertige. Natürlich! merfichajistomitees in Standinavien entfaltet haben, um die dortigen Gemerfschaften in ben Dienst thres Kampfes gegen die frei Schiedsspruch für Metallindustrie Offoberschlesiens gemertschaftliche Bewegung zu stellen, gründlich fehlgeschlagen Saffomih, 17. Januar. ift. Die Ruffen sind demnach jeßt wie vorher mur auf die Mithilfe Der Schlichtungsausschus für die meiterperarbeitenhe Metall ihrer bezahlten Handlang er in den verschiedenen Sändern industrie. fällte gestern in dem schwebenden Tarifftreit einen Schieneangemiesen. d. h: auf Leute, die ihrer Machtlosigkeit durch maßlose fpruch, monach die Tariföhne ab 16. Januar um 6 Prozent Berdächtigungen, Beschimpfungen und unbeweißbare Beschuldigun20 Prozent gefordert hatten. Die gewünschte anderweitige Regelung erhöht werben, während die Gemertschaften eine Erhöhung um gen der Gemerffchaftsbemegung und deren Führer Ausdrud verber Rohlengelbentschädigung murde von dem Schlichtungsausschus Leihen. nicht anerkannt. Die Berrechnung der Rohlengelber erfolgt vielmehr nach dem bisherigen Modus. Der Spruch hat Gültigkeit bis zum 30. September. Kohlenarbeiterstreif im Kleinhandel. Keine Gefährdung der Brennstoffversorgung. Die Transportarbeiter der Fuhrbetriebe, die von den Kohlenfleinhändlern Berlins mit dem regelmäßigen Abtransport ber Brennstoffnorrate von den Güterbahnhöfen beauftragt sind, stehen feit gestern normittag im Streit. Sie verlangen an Stelle ber bisher dis Entlohnung gezahlten Pf. für den Zentner einen 2ohn von 13 Bf. Die Arbeitsniederlegimg, mit ber bie Gemertschaften nichts zu hm haben, da es sich um gemertschaftlich, nichtorgani fierte Arbeiter banbelt, bie einem Sofalperein angehören, erfolgte, obgleich für Ende dieser Woche Verhandlungen über bie Lohnforderungen vor dem Schlichungsausschus vereinbart maren. Da zurzeit die Kleinhäntler faft durchweg noch über ziemlich gefüllte Läger verfügen, besteht zunächst keine Gefahr für die Brennstoffversorgung der von den Händlern bedienten Haushalte. zumal der Kohlengroßhandel von diesem Streit fiberhaupt nicht betroffen wird. Ein neues Lohnabbaumittel. Der Unternehmerverband.löst sich auf. Die beutsche Stod- und Beitigentndustrie hat schon feit einiger Zeit mit, wirtschaftligen Somiertgleiten zu tämpfen. Wie üblich, fehen die Unternehmer teinen anderen Ausweg aus ihrer schwierigen Lage als ben, fich von den tarif. lichen Bindungen gegenüber ihrer Arbeiterschaft zu befreien, um so freie Hand zu bekommen bei der Festsetzung der Lohn und Arbeitsbedingungen. Um diefes Ziel zu erreichen, haben die Sticipdustriellen einfach ihre mirtschaftliche Interessenvertretung, den Arbeitgeberverband für beutsche Stodinhuftrie, aufgelöft umb fich fomit tarif unfähig erlark Damit ist eine Frage, die feit langer 3ett bie Gemüter in ben normegischen und teilweise auch in den aneren standinavischen Ge werkschaften beschäftigt, vorläufig aus der Welt geschafft. Die Leute, bie auf dem letzten norwegischen Gewerffheftstongreß den Antrag des Vorstandes auf nfchluk ber Bandeszentrale an den In ternationalen Gemert haftsbund( GB) sabotierten und die Annahme ihres Antrages auf Abschluß eines Gegenseitin feitsvertrroes mit den Russen und Finnen durchsetzten, baben burch bie Entwicklung dieser Angelegenbett eine verdiente Burechtlegumg erfahren und werden jegt no obendrein von den ruffifchen Gebie wertschofteführern, und deren einungsgenoßen in Normecen mit Sfimpf und Schande überschüttet. Es bot fich pereiat, daß bie ccm Borstand der Bandeezentrale auf dem Gewerffaftsfongreß der tretene Affaffung in bezam auf die Einheitafrose die richtige war. Außerdem haben die zwischen ben norwegischen und ruffif hen Berbänden geführten Berhandlungen betr. Gegenseitiofcitanerträge gezeigt, daß es ben Rufsen gar nicht darum zu tun war, fich den bestehenden Berufeinternationalen anzuschließen. sondern baß ihre Bestrebungen tahin gingen. burch die Bildung forenannter EinFeitsfomitees" und die Einberufuna non inheitston ferenzen eine Grundlage für bi Spaltung umb 3er. jegung der internationalen Bewegung aufaffen Im proßen ganzen tom gesagt werden. doß die eifrine Zätigkeit Die bie Russen nad Auflösung bes englisch ruffisen GeVereinheitlichung der Lohnstatistik. Zur Im Internationalen Arbeitsamt tagte vom 12. bis 16. Januar eine Konferenz von 2ohnstatistikern aus Amerika, Deutschland, Frankreich, England und Italien, die die Möglichkeiten einer Bereinheitlichung der Lohn statistiken Herstellung einer besseren Vergleichbarkeit prüfte Es wurde ein stan biger Ausschuß eingelegt, her die Berbindung zwischen den vertretenen Ländern zur Erzielung einer allmählichen Annäherung der Lohnftatiftiten aufrecht erhalten soll Achtung, Berliner Berkehrs- 6.1 Conntag vormittag 10 Uhr. hei Geehat, Willibald Megis- Str. 3( nächster U- Bhf. Gneisenaustraße), wlastige Frattionssigung aller SPD.- Genossen. Alle Genoffen der Straßenbahn, Bochbahn und Aboag müssen erscheinen. Der Fraftionsporstand. EPD. Fraktion der Herrenmoßschneider bes Deutschen Bekleidungs arbeiter Terbar bes! Seute, Freitag, 1914 Uhr, im total Garbeite, Char Intenstraße 7-8, Rape Rochstraße, Bersammlung. Alle Parteigenoffen milffen bestimmt anmefenb fein. AfA- Bezirkskonferenz Brandenburg.. २ Sonning finbet in Berliner Gemertidaftsbaus eine. Besirfefonferens bes Bibes ftati. Un the nehmen teil pie Delegierten des Af- Ortskartels Berlin unb bez-Dristarielle in Ben Troningen Brandenburg und Grena mart Belen Bestpreußen. Die Fonferens hat vor allem die aufgabe, die tarfells notwendig find. Der Bes rtsleiter atau( pricht über Die Organi fation des Begiristartells", AF- Bundessekretär Göring über„ Die Angestellten in, bet Wirtschaft feibungen an treffen, die zur Durchführung der Nerorganisation des Begiris Freie Gewerffchafts- Jugend Groß- Berlin Beute, Freting, 19% Uhr, sagen die Gruppen: Ratbring: Jugendheim Edule Connenburger Str. 20. Portrag: Bub und Möbel in der Jugendbewegung." Bermaxinnlah: Sugenbheira Canberitt, 11, Gd Sobrefaße: Literar fer benb:„ anslutsudze Dichtung." Charlotten hurg: Jugendhe'm Epreeftt. 8 Vortrag: Der Fazifvertrag. Reppelin plak Jugenbheim des Bezirksamts Babbing, Enriner, Ede Geestraße( Eingang uner Straße). Behn- Minuten- eferate as bem Grupp nieben. lung, für ben Räthe- Rollmis bend find in bez genitale abzuholen. Gruppenleiter! Fearta Anmeldeschlug für ben tabdentifus Die Sarten F Jugendaruppe des Periralverkandes der Anaefellten Deuts, Freitag, finden folgende Beranstaltungen flott: Tantown Rieber dinhausens Jugendheim Görffer 14( großes Simmer). Rursreferate. und feine Se De Cühmeft: Sugendheim Belle 9iance- Str. 7-10 Ging und Spielabenb. Es hat allerdings gerainne Beit gebauert, bis bie Unternehmer auf diese findige pee gekommen find Bereits zum 30. September D. Amar vom Halzarbeiterverband der Reichstarifpertrag für die Stockinduftrie gefndigt und den Unternehmern auf ihren besonderen Wunsch hin schon im Auguft die Forderungen ber Arbeiter unterbreitet worden. Die Unternehmer hatten auch zugejagt, oberipree: Sugerbheim caufener Str. 2 Lichtbildernoutras Sermann föns rechtzeitig über den Neuabschluß des Bertrages verhandeln zu wollen. Aber erst unter dem 18. Dezember übermittelten sie dem Holz arbeiterverbond ein Schreiben, worin sie zunächst in beredten Borten mierige Geschäftslage fchilderten und schließlich mittellten. daß ihr Arbeitgeberverband in feiner bisherigen sozialpolitischen Form aufgelöst fel und nur noch als reiner Wirtschaftsverband meiterbeftehe. In bem Schreiben wird dann noch zum Schluß mit ibre Musilaufträge übergibt man nun Dem Sachets bes Deutschen Mufiterverbandes, Berlin, Rom manbantents 63,64 Dönhoff 8277-78 Beichäftsgelt 96. Gonntags 10-2 Uhr. Bunich: Bertreterbefu Parteinachrichten Sinfendungen für biefe Stabrit fiab Beslis 58 68. Sinbenitraße 3. Bethbers Startistes. Befant sex Rapalier Gazbezooe. tetis aut Saibe. für Groß- Berli Sadett Read Emolinganallge, Babaz ftets as bas Bestrislefretarias & Sot. 2 Erep. regis, as stajiem Sichtung. Genoistunen? Bis maden bezauf anfentiam, has bie Sosialistische Scheieringens Sens Berlin en Sonntag, 20, Sennar, soilings 11% hr, im Retzebes- Balat, Reulalla, Sermannfit. 212 216, eine Seierstube aum Gebeuten bez Saten bes Revolutina peranstaltet. Enfprafe bez Genoffie Meth the Buzu, R. b. S. Entrittstarten zum Breite von 30 f. fb im Sagerb etretariat, Piubente. 8, ezhallich. Biz bittex bie Gaffixxex, fi zege a blejer Pesentations, an bateiligen Das Fresasjelzeburied binemäntel, Baudangige. fz tebe Figuz poffcub Grtec- ngelote z neue Gaz bezobe. Belajaden 50.-, Belmäntel 95,-, Souripelse 85,-. Gebrelse 100.Reine Lombardmatel Benig gezogene teils aut Gelbe ge arbeitete. erfttlaffige Sadettansige, tad anzüge. Smolingonange. Gehrodamage. Ulfter in modernen Formen: Taletsts. ( dmara unb marengo: odpaletots, fowars unb marengo: Baudansugs, iz febe Figur paffenb, außerhem hom elegante neue Gatbetobe, DON erf Blaffigen Schne been gearbeitet, auftau menb billigen Breifen. 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Geroffen, weldje länger als 25 Jahre Mitglieb ber Battei werben ersucht, the Mitgliebsbuch wargehend beim Genossen Steinho Urban, Totmärts" Epeb'ion Laufiger lag, vorsulegen. 101. bt. Ereptom. 5. Besie?: 20 Uhr in total soltenhagen( Sipoli), Steve Rrugallee, Bahiabenb. Borirag bes Genoffer Runge Dher Das Schre programm Morgen, Sonnabend, den 19. Januar. 47. b. 19% Uhr außerordentliche Funktionärsgung bei Szaufe, Mariensen plat 22. 1. Abf. Friebenen. 20 Uhr bei Baginfti. Stubenzano, Ede Seunnsfags, wichtige Rufammentunft aller jungen Parteimitglieber. Borinag bes Ge roffen Erbwig Diederich. 123 Abt. Raulsbort- Süb. 20 Uhr im total Jägerheim Mitgliederversammlung. Jahresberidt, Stenmahl bez bteilungsleitung, Bahl bez Rzeisvertretz unb Tatteitagsbelegierten * 34. bt. Sonntag, 20, Sanmas, sormittags 9% Uhr, Befitigung bes Beffex baxles, Bite Salabizaße, Steffpunkt 9he Comeniuspla Frauenveranstaltungen. & Streis Szemberg. Sente, Freitag, 18. Sanuar, 19% 23, bei Self, Greet. Straße 28, Funktionäzinnenfigung. Auf ber Tagesordnung feht: Reval bez Rreisleiterin unb perfchiebene Mitteilungen Jungfozialisten. Gruppe Behbing- Gefurbrunnen;$ eute, Freitag, 20 Uhr, ut Sugenbheim Dethstr. 10, Sottlegung bes Arbeitsgemeinschaft Lepinfti: Politifone Bro gramme". Gruppe Sneberg: Seute, Freitag, 19% Uhr, Jugendheim Faratite. 15( Edmabenlanda mumer): Rum chenien an Sarl Biebined unb Sold Luxemburg". Referent Sans Geigemafaz De Februar- Brogramme miffen bis spätestens 30. Sexraz bem Gexoffen 23 Lifeberg, Johannisthal, Beftft. 9, eingefandt fein, Später eingehends Canbungen Läunen nicht mehr in hen Jungen Rämpfer eingefagt marbe Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde Achtung! Seute, Freitag, 20 Uhr, Porstandsñgung, tung, Aur usteilnehmer bes Surius Mittel Biz fahren Sonnabenb. Sonntag ne Romemes. Ereffpaalt Gonnabenb 18 Uhr am Bahubot Meparben rlag. Areis Kreuzberg nrb Sempelhof: Der Bastelturfus am Sonnabend, 19. Ja wuat, fällt aus. Städter Rurfusabend Freitag 25. Januar. Det mirò noch mitgeteilt. Sterbetafel der Groß Berliner Partei Organisation 12. Sreis Steglis. 3x bey Stadt pom Dienstag zum Mittmod verfiach niez Gensile 3äget. Chre feinem benten! Beerdigung am Sonnabend, 19. Sanrat, 15% Ube, auf bem Stegliger Friebpt, Bergstraße 10. 6. 14. Samuar perftarb unier Genoffe bottom Core feimam Enbenfen! Gindfcherung Sexte, Feeling, 18. Sanat, normittags 11% in Rrematorium Gezichtstraße, 19. h m 14. Sanvar veritato unfere bemähtie Genaffin Ima 3 egnet, Culerfis. 8. Chre ihrem Andent n! Ginaidherung Sonnabenb, 19. Január, 18% Mhz, im Rramatorium Gezichtstraße. Fuliralen Sie mit Gazantie! ud in unferem Gefchäftsfebex nazipizen Bis heute mehz und mehr ben Dienft am Rumben, bez in mecila bas gefante Gefchäftsleben günstig beeinflugs. Tot heißt es nicht nur Bare perlaufen, forbern oor allen Dingen ben Runden zufriedenstellen, bamit er bie Firma unb ihre Erzeugniffe weiterempfiehlt. Son biefem Gebanten hat sich wohl abbie Rut to fabrit in Pab Saleeleen bei der Einführung ihres für Deutschland polliommen nenartigen Erftems Teiten laffen. Benz man fest eine Tadung Ritzol Sühnerargen- flafter tauft, erhält man einen Garantis fein mit, meichen bez potheter oder Depgift persönlich unterzeibt. Bat man nach Gebrauch von met Badungen Rulirn! feinen Gafala arsielt, bana trägt man bem Stut rol- Bettäufer bie leeren Badungen und die beiben Garantie. feine bin und befommi bafiz ben sollen Raufpreis für beibe Badungen uzlid Box Beltsid ez itzietan. Gezabe in bez beutigen Salt wus faber, der im Beruf tormäzis fommen wi, her eine gebiegene Slb hung berfügen. Az alle biejenigen, bie nun aus irgenbeinem Grunde eine böheze Behranstalt nicht befuchen tonden, find die wienschaftlichen Gelbftunterrichts erle ber Methobe Tuftin bas Gegebene, fich ohne Berufsstäame und ohne Schulbefuch bie fehlenben wiffenfchaftlichen Renniniffe angueignen, melde ihr bann befähigen, feitende Stellungen einzunehmen. Diese Selbstutteretats. merte, welche in bem Bezlage von Bonnes u. Sachfelb su Potsdam- Bro. 175 erfchienan find, bezeiten auf bie Oberfefumbareife und auf bas biturienten ezamen an einem Gymnasium, Realgymnafium. einer Dheztealfchule und einer Deutschen Dierschule pot. Ferner vermitteln fie eine grübliche taufmännische. fprachlice, foppie auch muftpiffenfdaftliche Wushilbung Hal'o, Ha'lo! 19. Kreis. Partetgenossen. Be chsban erkameraden! Als neue Mitstreiter im Befreiungskampf des Pro'evariats größen erstmalig mit einem dreifachen kräftigan Frei Heil Hors' Fritz Ebert Stach Klaus Olaf Stach Berlin- Buchholz, den 17. 1. 29 Bahnhofstraße 26 Dantjagung. 28iz ingen hiermit allen Freunben unb Belannten, bem Gefangnerein.bem Beziehrstand, ben Genoffen ber SBD. tire bie zahlreihe Set nahma het bez Ginäicherung mietnes liaben Mannes Otto Musiol Inferenz herzlichften Dant Alare Maflol Gertrud Mufiol Dentscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin Todesanzelgen Den Mitglieber sur Stachricht, bab wafer Rollege, der formes Alfred Ziemer geb. 10 Juli 1895, am 14. Januar geftorben ift. Die Gind herung findet am Sonnabenb bem 19. Januar, 14 Uhr. im Krematorium Baumschulenmég, Riefholaftraße, ftatt. Am 15 Januar starb mujer Rollege, ber Rohrieger Wilhelm Ganz geb. 24. März 1876. Die Beerbigung findet am Sonnabenb. Der 19. januar, 15 Don der Seichenhalle des SatniionRischhofes baz Sajexhaibe aus ftatt Chre ihrem Habentes! Rege Beterligung erwartet Die Ortsverwaltung. Statt jeder besonderen Mitteilung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und thefinnerlieper Mittraqer um anseren heben Entschis fenen, die uns in unserem Schmerz unendlich wohl getan haben, sagen wir allen euf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Verkäufe Familie Hessler. Bezig getragene radanlige. So Zingansige, Sehrsda liga, Sadett engilge. Gummimantel. Sutamanangige, Babarbinemäntel, Casertesatpaleists. fiz Bezeengarderobe Leibhaus pfenthales Eoz. Linienftraße 209-304, Gde Ronen thaierftrake Reine Combardware Beatg getragene Berzengarderobe, teils auf Seibe ,, berufe foothilig. Sadettanage, Gehrodanzüge. Smot.ug nage, Stadanalge, Baletots, Wifter, Beinkleider fomie erfifiafige neue Gaz bernben. Erfag für Mas. Spesialti Saudanslige Beritib non Gefellicafe. anligen. Bfenbleibe Beingarten, Bringenstraße 88. Möbel Möbel Ramerling Raftantenallee 56. 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Cine Tobebride, de Subalite Zeichnungsaufforderung auf RM 15000000.8% Goldanleihe von 1929 des Freistaates Mecklenburg- Schwerin Tilgung in 30 Jahres nur durch Auslosung zu stalelförmig gleitenden Kursen von 110% bis 100%. Auslosungsbeginn zum 1. Januar 1930 zu 110%, Kündigung ausgeschlossen bis zum 1. Januar 1940. reichsmündelsicher und Umtauschangebot an die Inhaber der RM 5000 000- 6% igen Mecklenburg- Schweriner Schatzanweisungen von 1926. Der Freistaat Mecklenburg- Schwerin gibt eine auf den Inhaber lautende Anleihe von RM 15 000 000 ans, deren Erlös außer zur Ablösung der seitens des Freistaates im Jahre 1926 ausgegebenen RM 5 000 000-6%% Schatzanweisungen mit Fälligkeit am 1. April 1929 in der Hauptsache zu werbenden Zwecken, besonders zu Meliorations- und Siedlungszwecken verwandt wird. Laufzeit: Die Anleihe besitzt eine Laufzeit von 30 Jahren. Tilgmg: Die planmäßige Tilgung erfolgt während der gesamten Laufzelt aur durch Auslosung; bis zum 1. Januar 1940 ist auch eine vorzeitige Kündigung im ganzen oder in Tellbeträgen ausgeschlossen. Die planmäßige Tilgung setzt dagegen sofort eln mit erstmaliger Kündigung per L. Januar 1930 und zwar in der Weise, daß in den ersten 10 Jahren 25% des Gesamtbetrages der Anleihe durch Auslosung getilgt werden; die in den ersten 5 Jahren zur Auslosung kommenden Beträge werden mit 110% zurückgezahlt. Im ganzen erfolgt die Tilgung in den ersten 10 Jahren zo folgenden erhöhten Rückzahlungssätzen: Hir nom. RM 1000 000 für nom. RM 1 500 000 tir nom. RM 1250 000 in den Jahren 1930-1934 z 110%, in den Jahren 1935-1937 z 107%. in den Jahren 1938-1939 zu 104%. Von 1939 ab setzt die planmäßige Tilgung der restlichen 75% der Anleihe in 20jährigen gleichmäßigen Raten von ca. 2,185% des ab 1. Januar 1939 noch ausstehenden Betrages der Anleihe zuzüglich der ersparten Zinsen ein; die erste Auslosung findet auf Grund des regelmäßigen Amortisatiousplanes zum 1. Januar 1940 statt. Rückzahlungen auf Grund der regelmäßigen Amortisation, wie etwaige Telloder Gesamtrückzahlungen erfolgen jedoch bis zum 1. Januar 1945 einschließlich zu 102% und erst von diesem Termin ab zo 100% Verzinsung: Die Anleihe wird mit 8% verzinst. Die Ziuszahlung erfolgt halbjährlich jeweilig am 1. Januar und 1. Juli eines jeden Jahres. Der erste Zinsschein ist am 1. Juli 1929 fällig. Stickelung: Die Anleihe ist eingeteilt in Stücke zu RM 2000- RM 1000.- RM 500.und RM 200 Feingoldklausel: Kapital und Zinsen der Anleihe werden bel Fälligkeit in gesetzlichen Zahlungsmitteln unter Einbaltung der üblichen Goldklausel gezahlt Börsegelnführung: Die Einführung der Anleihe an der Berliner und Hamburger Börse wird sobald als möglich veranlaßt werden. Die unterzeichneten Banken und Bankfirmen legen hiermit die obenbezeichneten RM 15 000 000 Anleihe des Freistaates Mecklenburg- Schwerin anter folgenden Bedingungen zur öffentlichen Zeichnung auf Zeichnungsfrist: Zeichnungen werden in der Zeit vom 18-28 Januar ds. Js. einschließlich bei den unterzeichneten Banken und Bankfirmen, sowie ihren sämtlichen Niederlassungen während der üblichen Geschäftsstunden entgegengenommen. Zeichnungsanmeldungen auf Stücke mit 6- monatizer Sperrverpflichtung werden vorzugsweise berücksichtigt. Früherer Schluß der Zeichnung bleibt vorbehalten. Die Zutellung bleibt dem Ermessen einer jeden Zeichnungsstelle überlassen. Der Zelohnungspreis beträgt für frele Sticke 9 94,40% 9 für Sticke mit 6 monatiger Sperrverpflichtung. 94,15% zuzüglich 8% Stückzinsen ab 1. Januar 1929 und Börsenumsatzstener. Die Bezahlung der zugeteilten Beträge hat nach Wahl des Zeichners bis zum 28. Februar 1929 zu erfolgen. Ein besonderes Vorzugsumtauschangebot 64% ergeht gleichzeitig an die Inhaber der im Jahre 1926 ausgegebenen RM 3 000 000 Schatzanweisungen des Freistaates Mecklenburg- Schwerin, die am 1. April 1929 zur Rückzahlung mit part fällig werden. Den Inhaberu dieser Schatzanweisungen wird das Recht eingeräumt, thre Stücke bereits während der Zeichnungsfrist bei den unterzeichneten Stellen gegen einen gleichen Nominalbetrag der neuen 8% igen Mecklenburg Schweriner Goldanieihe von 1929 zum Nennwert unter Bar vergütung der Differepz zwischen Zeichnungskers der neuen Stecke und dem Nennwert von 5,60% bzw. 3,85% bei Sperrstückeb umzutauschen. Bei diesen Umtausch werden Stückzusen auf die neue Anleihe nur bis 1. 3. 1929 in Anrechnung gebracht, obwohl die Schatzanweisungen erst am 1. April 1929 ohne Vergütung von Stückzlasen fällig sind, da der Zinskupon für die Zeit vom 1. April 1928 bis 31. März 1929 bereits am 2. Januar 1929 eingelöst worden ist; bei Annahme des Umtauschangebots durch die Inhaber der Schatzanweisungen entsteht ibnen also ein 30 tägiger Zinszewion Berlin, Bamberg, Bremen, Breslau, Chemnitz. Dresden, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg. Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Mannheim, München, Schwerin, im Januar 1929. Gebr. Arnhold J. Dreyins& Ca A. E. Wassermann Bayer& Heinze Commerz- und Privat- Bank, Aktiengesellschaft Bagen& Co. Hardy& Co., G. m. h. H E. Heimann Deutsche Effecten- und Wechsel- Bank J. F. Schröder- Bank Kommanditgesellschaft anf Aktiem. Barmer Bank- Verein, Hinsberg, Fischer& Comp. Norddeutsche Bank in Hamburg Ephraim Meyer& Sohn Süddeutsche DiscontoGesellschaft A. G. H. Aufhäuser Zweiganstalt Hamburg der Girozentrale Hannover Girozentrale Hannover öffentliche Bankanstalt Strans& Ca Girozentrale für Mecklenburg. Zweigstelle der Girozentrale Hannover Partelbetrieb sucht flinkes 15-17 jährigen Jugendgenossen aus partelge nöss cher Familie für leichte Bureau& Laufboten ätigkeit Canossen mit guten Schut geugnissen wollen sich schrift lich unter J. 17 an den Vor wärts- Verlag wenden. Zinkbecher- Loterinnen böchstera Lohn in Daners allun Rundiererinnen verlangt Nome Elemens- Werke, Christianisstr. 99 ühneraugen Hornhaut, Schwielen und Warzen beseitigt schnell, sicher und unblutig Kukirol Verlangen Sie in der nächstens Kukirol- Verkaufsstelle ausdrücklich die neue Packung mit dem Garantieschein, denn Sie erhalten dann bei Nichterfolg Ihr Geld zurück! Bee Padang Kakirol mit dem Garantieschein kastet 1 Mark STADI BEILAGE Die Lohnsteuererstattungen für 1928. Wichtige Bestimmungen für Lohnsteuerzahler. 3m Jahre 1926 warden rund 45 Millionen Mark Cohnsteuer zurüde stattet. 1922 fileg dieser Betrag auf 61 Millionen und 1928 auf etwa 65 Millionen Mart. Aus dieser Steigerung geht die außerordentliche Bedeutung hervor, die die Erstattungen für die Lohnsteuerzahler haben. Da die Finanzamter tu diesen Tagen die Lohnsteuerzahler haben. Da die Finanzamter tu diesen Tagen mit der Erstattung der Cohnsteuer auf Grund der im Jahre 1928 nicht voll berüdfldflgten galeblidhen Freibeträge beginnen, fel auf die Bestimmungen hingewiesen, die von den Erstattungsberechtigten bel ihren Anträgen beachtet werden müssen. Wer ist erstattungsberechtigt? 1. Ber im Jahre 1928 einen 23erbienstausfatt gehabt bat, 3. B. megen Arbeitslosigkeit, raufbeit, perrung, Streit, Qursarbeit ujm. und baburch vidy in den Genuß der gefeglichen Freibeträge gefoammen ist; 2. mer burd belonbere mirti afiliche Berhält atile in seiner Leistungsfähigkeit mefentlich beeinträdigt morben ift,& B. burch unterhalt oder Erziehung der Rinder aber mittellofer Angehöriger, butch& rant. heit, Unglüdsfälle ufm aber burch besondere Aufwendungen fir feine berufline Fortbildung außergewöhnlich belastet morben ist; 3. mer 2ohnsteuer gezahlt hat, obwohl der Arbeitsioon nicht höher war als die gefeglichen Freibeträge, mer alfo& B. als Bebiger in ganzen Jahr nicht mehr als 1200. ober als Berheirateter ohne Rinder nicht mehr als 1320% oder mit 1 inb micht mehr als 1440 R ufm. Darblent und trogbem Steuer gezahlt bat; 4. mer die Steuer auf Grund unrigtiger Berechnung gezahlt hat, bei bem alfo& 2 ftatt der festen nur die prozentualen Familienermäßigungen freigelaffen morban find. 3ft fedoch dieser unrichtige Abzug von dem Steuerpflichtigen felbft verfchuldet, meil er& 3. feine Steuertarte nicht rechtzeitig norgelegt ober bei DES Diese Bauschbeträge finb lebriger ats bie für das 2oz. jabr, ba bie Ginfommensteuer im Jahre 1928 zweimal gejentz porben it, und zwar auf Grund des Gejeges nom 22 Desember 1927 mi Wirkung nom 1. Januar 1928 ab und auf Grund des Geleges nom 23. Jum 1928 mit Wirkung vom 1. Ottober 1928 ab. Cind prechenb dieser Sentung sind auch die neuen Bauschbeträge fefigefekt worden; 3. bei besonderen wirtschaftlichen Berhält niffen ein Betrag, der bom Finanzamt nach pflichtmäßigem Grmeffen festgelegt wird. Dabei ist besonders die hobe des Einkommens maßgebend; es wird jedoch niemals mehr erstattet, als auf die besonderen Ausgaben an Steuern entfällt; 4 bei einem Jahreseintommen, das die reigrenze nicht überschritten hat, der volle gezahlte Bohnsteuerbeirag; 5. bei Kriegs- und 3ipilbeschädigten wub ber Grſtattungsbetrag um den Prozentfaz ihrer Ermerbsbegräntung 6. bei urzarbeitern unb fogenannten unftändigen Arbeitern ber Unterschiebsbetrag zwischen der einbehaltenen Steuer und der sich nach Ablegung ber Freibeträge und Familien ermäßigungen nom Arbeitslohn ergebenden Steuer. erhöht; Wie müssen die Anträge gestellt werden? 1. Die Anträge müssen im allgemeinen fpätestens bis zum 31. März gestellt merben. In diesem Jahr ist jedoch wegen des Dfterfeftes ber Endtermin auf den 2. April 1929 feitgefekt morben Anträge, bie nach diesem Termin eingereicht werden, bleiben unberüd sichtigt, menn nicht in ganz besonderen Fällen eine Ausnahme notmenbig erscheint; 2. bie Anträge find bei bem Finanzamt einzureichen, in beffen Bezirt ber Steuerpflichtige am 10. Oftober 1928 feinen Bahn fis gehabt bat; 3. bei Erstattungsansprüchen megen Berbiensausfell mur ber Antragsteller ein Formular ausfüllen, das auf ben berer wirtschaftlicher Verhältniffe mu ber Antrag eine eingehende Darlegung dieser Verhältnisse sowie Angaben über tie Höhe der besonderen Aufwendungen enthalten. E RK VORWARTS Anfragen aus der Berjammlung äußerte fich der Referent aud gu ber rage bes Rontorbats. Genoffe Samenstein ist gegen ben schluß eines Ronforbats, meil dieser Staatsvertrag mit dem Bapst eine unerträgliche Belastung einer fortschrittlichen Kultur- und Schulpoliti? fein würde. Zum Magdeburger Parteitag. Rati Box ben Delegierten des Streifes Streuzberg fprach am With Bite. Er erffärie, daß die Schaffung eines Wehrprogramms wood) in Rabes Festfalen Reichstagsabgeooneter nicht is wichtig jet Die Genossen, die einen Barteitag verlangt hätten, mollten, daß dieser zu der aktuellen Frage, ob die Bartel n hem Behrprogrammentwurf der Kommission kritisierte Genoffe Bitte, daß in dem Baragraphen 3 eine pofitive Bejahung web politischer Stele enthalten fel. Den Entwurf müiffe der Barbeitos müsse. Es müsse zum Ausdrud gebracht werden, daß die deutsche an die Kommiffion zurüdverweisen, die die Formulierung ändern eintrete. Der Barteitag follte an Stelle bes Behrprogramms bee Sozialdemokratie energisch für eine Beschränkung des Wehretais schließen, daß die zweite Rate für den Bangertreuger abgelehnt mind und daß die Partei von der Fraktion und der Ministern ermariet, daß fie im Reichstag dagegen stimmen. Weiter Rosten für die Wehrmacht auf 500 millionen Mart begrenzt werden. mündyte bar Referent einen Beschluß des Barteitages, daß dia Sozialpolitisch maisse der Parteitag die Offenlegung her Steuerlisten fordern und die Anträge ber Berliner Funds tionäre auf Ausdehnung ber Strifenfürsorge arf alle Berufe untere ftirgen. Bei ben tommenden Regierungsverhandlungen muß bie Bartei darauf bringen, bas ein flares Mindestprogram m aufgestellt wird. Nach einer eingehenden Disfuffion wurde über bis vorliegenden Anträge abgestimmt. Ein Antrag verlangte einen Be fchluß des Barteitages, daß die Reichstagsfrattion und die Minister die zweite Rate zum Panzerfreuzer ablehnen. In einem anderen murbe bie Offenlegung ber Steuerlisten und die Ausdehnung der Krifenfürsorge für alle Berufe von der Versammlung unterstüt Ingenommen wurbe ein Antrag, daß ein grundsägliches Bebr programm für unsere Bartei zurzeit nicht bringlich ist. Die Bartci genoffen fehen in der Einbringung der Behrvorlage mur etne Ber leierung ber Fehler vom 10. Auguft. Notwendig ist, daß unfere Bastei fich grundjaglich und einwandfrei für brüstung im eigenen Bande einfest, ohne Rücksicht auf die Ideologie der sogenannten die Genossen Schweifarbt und Litte vorgeschlagen m ben Bezirtstag wurde ein Antrag gestellt, der pon beit zum Bezirkse verband Berlin gehörenden Reidystagsabgeordneten verlangt, bak fte fich entschieden für den Beschluß der legten Berliner Funktionär Derfammlung in der Reichstagsfraktion einsetzen. Familienerweiterung ihre Berichtigung nicht beantragt hat, fo ift Finanzamtern fostenlos erhältlich ist; bei Anträgen magen befon Landesverteidigung". Als Delegierte für den Parkeitag murder die Erftathungsberechtigung nicht gegeben. Wieviel wird erstattet? 1. iemals mehr als im Salenberjahr 1928 an Sohnsteuer gezahlt morben ist; 2. bei Berdienstausfall für febe bolle o ( Busammenrechmmg non fechs Wochentagen gu je acht Stunden zu einer Boche) ber Arbeitenfigfeit, Krankheit, Ausipennung, Sturz arbeit und des Streits folgenbe nach dem Familienfant abgeftafie Baufbeträge: 9 O lebig. Derheiratet ohne Sinber. ö 2,-20% 9 2,20 @ mit 1 Rinb 2,40 00 00 2 Kindern 2,75 8 9 3,70 69 D 5.15 9 7,10 9, 58639335 10,90 12.85 14,75 Aus den Bezirken. 1. Bezirt- Mitte. Die am 16. Januar tagenbe Bezirksversanurdung bes 1. Ber maltungsbezirtes stand unter dem Seichen bez Borstanbs. neumahlen Genoffe Stiese murbe pri 30 Stimmen gemählt, ber fommunistische Stabt und Bezirksverordnete Schulz er hielt nur neun Stimmen. Die Brattion Mitte, in der Demotraten, Zentrum, Wirtschaftspartet und Bollspartet zufammengefchloffen finb; gab meiße Bettel ab Als Vorsteherftepertreter wurden ge mählt Dr. Bebfe( Dnat) unb Genolle hiemide. Der Rom munist Schulz unterlag ber beiben ablgängen, ba er ftets mur bla neun Stimmen feiner Freunde erhielt. Da aud ale Beffiger fein Rommunist gemähit murbe, ift die 30. nicht im Vorstand bér Begirisoerfomuniung vertreten; fe bat fich diese Schlappe pie in ber Stahtperorbnetenverfammlung burch ihr Mus- ber- Reihe Tangen felbst zuzuschreiben. Auch bei diesen Bahlen enthielt sich bie Mitte" ber Stimme, meil ber Anspruch der Demokraten auf das Umt bes 1. Borsteherstellvertreters, ben fie als angeblid) ameitftarffte Graftion geltend machten, nicht erfüllt wurde. Noch einer Reihe Heinerer Borlagen stimmte die Bezirksversammlung einem Schreiben des Bezirksamtes an den Magiftrat zu, in dem diefer ersucht wird, dem Bezirk Mitte für die Zwede seines Steueramtes, bas am Blomplag äftlich der Boltsbühne entstehende Berwaltungsgebäube zu über Taffen. Aus Borbehaltsmitteln murben 2200 m art für den propijprifchen Ausbau simer 23ärmehalle im der straße 3 einstimmig zur Berfügung gestellt. Eine Cine Anfrage der Deutschnationalen über istaabe ta bet Schwangerenfürsorge des Begiris murbe dem Ber maltungsausschuß des Jugendamtes überwiesen. Die Anfrage be mängelt mit Recht, daß die Schwangeren zur Empfangnahme ber porgesehenen Sufagnahrungsmittel erit dret Treppen emporflettern müßten, notwendige Unterschriften zu erhalten. Genoffe Hermann, her Dezernent des Jugendamtes, verfprach, bhilfe zu schaffen, sobald neue Räume zur Verfügung standen. Räume, die das Jugendamt inne hat, jeien völlig unzureichenb. Der Berwaltungsausschuß des Jugenbamtes merbe jeroch noch einmal prüfen, ob eine andere 25sung möglich wäre. Die erfte Sigung ber Bezirksversammlung zeigte alio tros anfänglicher Obstruttionen unb Gonberwünsche doch, daß bie Mehrheit ber Berfammlung zu enfter prattischer Arbeit für ben Bagirt geminit ift! Haufe Kommunistische ,, Zaftit". 3. Beşirt Bedding. Die Welche Unterlagen müssen beigefügt werden? Gustav Höppner zum 80. Geburtstag. 1. In allen Fällen bie Steuerfarte 1928, menn fie mich pot Arbeitgeber bem Finanzamt urrittelbar zugestellt worden if Wenn Steuermarfen vermenbet mozhen find, find die be Hebten und entwerteten tartenbogen oder die Bescheinigung des. Finanzamtes über die bereits erfolgte 2blieferung dem Antrag belle zufügen Bescheinigungen der Arbeitgeber über die Höhe des Bahnes, der einbehaltenen Lohnsteuer, die Dauer der Krankheit usb., mofür Formulare auf den Finanzämtern kostenlos erhält lich sind; 3. bei Berdienstausfall wegen a) rantheit eine Bescheint gung der Krantentaffe, b) Erwerbslosigkeit, Aussperrung ober Streit die Erwerbslosentontrollfarte oder eine Bescheinigung bes Berufsverbandes; 4. bet befonberen mirtfchaftlichen Berhält niffen Rechnungen oder sonstige geeignete Belege, er meiß heute noch eimas von Guftan Höppner? Dennoch an feinem 80. Geburtstag daran erinnert, daß er in pieler Beziehung auf dem Gebiet der modernen Schauspieltunst bahn. brechend gemirft hat. Um 22. Januar 1849 in Berlin geboren, bat er sich zuerst in der Provinz als Darsteller und Regisseur betätigt, um sich dann unter James Simon als Leiter bei Stroll ben Bolts. unterhaltungen zu midmen. Damit wurde er zu einem Vor läufer ber Boltsbühnenbewegung. Er war es auch. der als der erste den Gedanken Goethes wieder aufnahm und eine Freilichtbühne eröffnete und zwar mit Goethes Laune der Berliebten und Schillers Wallensteins Lager" im Bittoria- Garten zu Bilmersdorf zugunsten der Boltsbücherei Bümersdorf. Jahre 1886 begründete er in Berlin die Bühnenschule für Schauspieltun ft, aus der namhafte, jetzt noch mirfende Künft ler hervorgingen. Auch als Iheaterdichter hat sich Höppner betätigt. Das Märchenausstattungsstüd Satan auf Reisen ist hundertmal in Berlin und Hamburg ufm. aufgeführt worden. Seit Jahren ist es still um ben alten Höppner" geworden, der in schwerer Aranfheit feinen Lebensabend verbringt. Wenn je, so hat sich an ihm das Dichtermort bewahrheitet: Dem Mimen flicht die Nachwelt teine Kränze. vertreter; Breitenfeld( S03.), 1. Schriftführer: Niffte( Str.), 2. Schriftführer, reienbrint( So.), 1. Stellvertreter; Sulze( bürgerl.), 2. Stellvertreter. Bei der Beratung der Bor lage über bie u mbenennung der Straßen stellte bie GBD. ben Antrag, die Bastianstraße in Calbtraße umzubenennen. Emalo mar der erste sozialdemokratische Stadtverordnete Berlin. Er batte feine ganz besondere Liebe seinem Heimatbezirt, dem Bedding, In Gemeinschaft mit ben Deutschnationalen lehnten bie Rommunisten den Vorschlag der SPD. ah. Sie forberten durch aus eine Spite und eine Seunastraße, was wiederum non der SBD. abgelehnt wurde. Bei der Besprechung des Bauprogramms bar Untergrundbahn murbe bar folgenbe Intrag angenommen: Das Begirisant mind arlucht, zu prüfen, ob der Fluchtfitienplan balbigit geändert werben tann, inbem bie Borgarten ber Bah, Schmeben und Erersterftraße entfernt und bie Bantebrüde und bar Fahrbamm. Diez, Rachf., Sindenstraße 2; Zentralverband der Anin der Badstraße verbreitert merben." Die Gozialdemokratie zur Koalition. In einer Mitgliederversammlung des Streifes Steutöln, bie am Roning in Erbes Festfälen in der Hafenbeibe abgehalten murbe, referierte Reichstagsabgeordneter Genoffe Dr. Löwenstein über die Aufgaben der Sozialdemokratie in der Reichsregierung. Die Bariei so führte der Referent aus ist für Mitarbeit in ber Regierung, um die Reaktion abzu mehren und Aufbau arbeit zu leisten. Die Mitarbeit unserer vier Genoffen in bem Robinet ohne fefte Bartelbinbung hat in einzelnen Fragen gezeigt, bağ Mitarbeit in ber Regierung fehr wertooli( ein fann Die Amnestie ist gegen den ẞtherstand ber bürgerlichen Bartelen burchgeführt. Eine der ersten Maßnahmen ber Regierung mar die Aufforderung an bie Banberregierungen, teine Iodesstrafen mehr auszuführen. Gelungen ti es aud), Steuerermäßigungen und intreibung ber 40 Millionen ausstehenden Bermögens fteuer burdy zufegen. Stärfite ritit jeboch wird die Absicht, das Defigit bes Reichshaushaltsplanes burch Erhöhung ber Berbrauchssteuer beden zu wollen, herausfordern. Die Partei tann nur in einer Regierung mitarbeiten, die sozial eingestellt ist und nicht noch die Steverlasten für die Arbeiterschaft erhöht is Erfolg bar Regierungsmitarbeit muß gebucht werben bie erweiterung ber Unfallver ficherung unb rifenfürforge und die etiekung ber Bohnpfändungsgrenze auf 45 Die Bieber einführung ber Bebürftigteitsprüfung bei ber Arbeitslojemunter fügung non Satjonarbe tern muß energiich befämpft merben Die Bartet mirb bal ben Berhandlungen über die Große Soalition Bestimmte Baraniten fordern müffen, baß nicht weiterer bboy bes fozialen Rechtes erfolgt. Auch die Grlebigung bes Stuhrfonflittes bat gezeigt bas bie Unternehmer Wacht gegen Macht einfegen. Die Anfündigung Severings, bie Teno aufgulofen, war Initiative, birder teten müffen merten, baß hinter ben pier Genoffen ta ber Regterung bie Millionenpartei steht Bei ber Beratung des diesjährigen Eizis mirb es zu harten Rämpfen fontmen Bou bem Arbeitsprogrammt, das sich die Regierung stellt. wird es abhängen, ob bie Bartel in bie Imbibung ber Regierung in eine der Großen Roalition billigt. Auf ber Tagesordnung ber legten Bezirksverordnetenverfammt Jung ftand bie Wahl bes Borstandes. Da die SẞD. an ihrem alten Standpunt fefthlet, bas ber Borftand nach der Stärte bar Frabble fich die gesamte Partei freubig geftelt bai. Die bürgerlichen Bar Sonen zu befezen ift, gab die RBD. die Erklärung ab, bag fie für alle Bosten eigene Ranbibaten aufstellen merba Die folge waz, bas bie Rommunisten bei ber Belegung bes Borftanbes ganz a fielen Es courben gemählt: Brolat( 503). Borsteher; Blajszit( So.), 1. Stellvertreter; Gangom( bürgert), 2 Stell. " Freie Sozialistische Hochschule. Am fommenden Sonnabend. dem 10 Januar, 19% Uhr, finbet im großen Saal des ehemaligen Herrenhauses, Leipziger Straße 3, ein Bortrag des Genoffen Brof Dr. S. Mard Breslau über das Thema: Broletarischer Kulturmilie und Staffentamp tatt Starten zum Breife non 50 Bf. find zu haben: Bureau des Bezirksbilbungs ausfcuffas, Sinthenstraße 3, 2. Hof, infs 2 Treppen: Arbellerjugent Groß- Berlin, Simbenstraße 3,& Hot, inta 2 Treppen; Buchhandlung geftelten, Belle- tance- Str. 7; Bant der Arbeiter, Ungestellter und Beamten, Balstraße 65; Holzarbeiter- Berband. Am Stollarischen Bart 2; Berband ber graphischen Hilfsarbeiter, Ritterstraße, Ede Sarifenufer: Sigarrengeschäft Horsfch, Engelufer 24/25; Af- Orts fartell, Engelufer 24/25( Gemertschaftshaus): Berlag bes Bildungsperbandes ber deutschen Buchdruder. Dreibundstraße 5. Berufskundliche Vorträge des Arbeitsamts Berlin- Miffe. Das Arbeitsamt Berlin- Mitte, Berufsberatungsstelle, veranstaltet am 21. und 23. Januar im Bürgersaal des Berliner Rathauses berufstundliche Werbeporträge zu dem zwed, die Ostern vor der Berufs mahl stehenden Jugendlichen und deren Eltern über die Schwierigteiten ber gegenwärtigen Berufswahl und die vorhandenen Berufs möglichkeiten aufzuflären. Der 1. Bortrag findet am 21. Januar. nachmittags 5 bis 7 Uhr, statt, unter dem Thema:„ Bon det Hierbei sollen vor allem die Sulbant in ben Beruf michtigsten Borbebingungen für eine rechte Berufswahl erörtert merben. Am 23. Januar werben in der Zeit von 5 bis 7 Uhr die Berufsmöglichkeiten fir ble täbchen unb in ber Beit von 8 bis 10 Uhr bie Berufsmöglichkeiten für Jungen besprochen. Diefe berufstundlichen Borträge merben burch fachverständige Berufsberater und Berufsberaterinnen unter Benuhung von Lichtbildern. bargeftelt. Die Teilnahme ist unentgeltlich. Bei Grippe- Gefahr Formamint sur Vorbeugung. Vieltausendfach von den Ärzten anerkanntes Schutz- u. Desinfektionsmittel für Mund und Rechen. die Eingangspforte der meisten Krankheitskeime. ErhäNick in Apotheken und Drogerica Umbau der Stadtbibliothek. Städt. Berwaltungsgebäude zu feiten der Bolfsbühne. 3 3m Januar 1928 hatte bas Bezirksamt mitte die westlich ber zu beiden Seiten der Boltsbühne auf dem Bülomplah gelegenen Städtischen Grundstüde als geeigneten Bauplatz für ein neues Stadt. bibliothefsgebäude vorgeschlagen. Die Hochbaubeputation bat bazauf Deraniaßt, ein Projekt über den Neubau der Stadtbibliothe? auss zuarbeiten, unter gleichzeitiger Berüdsichtigung von Räumen für bas Stadtarchio, für den Blinden Befefaal, für die Boltshochschule und für die Aufstellung von Kunst merten Es ermies sich aber, daß sich diese Betriebe nicht alle in bem mestlichen Bauteil unterbringen lassen. Daher hat man sich zur Bebauung beiber Grundstüde entschlossen. Der westliche Bauteil fall bie Stadtbibliothet und das Stadtarchin aufnehmen, die. Unterbringung der Boltshochschule und ber Runftmerte mürbe bann im östlichen Bauteil erfolgen. Der lettere meist nach bem Projeft der Hochbaubeputation eine Gefamtgeschoßfläche von 10 000 Quadratmetern auf, dies ergibt eine reine Stugungsfläche ban etwa 5000 Quadratmetern. Da für bie Boltshochschule und für oriented, Christenburg, Wugsbees Ch 7, sel; S. Goni, Charles burg spinenz,&( Laben); Deutler Berlehrsbund, Chor.ottenburg, Ban reuther Straße 81. Paniow: Lyzeum: Sonfumpertaufstellen in Bantom, 98ellant. 102, Berliner Giz 47, Breite Str. 16, Riffingenfizase; Mar Scarfftebt, Banton- Gb, Epicfermannftr. 80; Ronfummerfquisitellen in Rieberloon. baufen Raifer Bilheim- traße 79 unb Rafesmeg 60. Ripenid: Aula bez daezidule, Binbeuft, fir penid: Birgis, Rieger Str. 5: Boble, foie bilrgerlichen Jugendorgonifationen". Betersburger Biertels Seim tiliter bethit. 6: R. Relegel, Glientder Str. 27; D. Boppler, Rubomez St. 13: E. Goubert, Flemmingftr. 19: C. 3am, te Dahlm ger Str. 12: 8. Rester, Mittelheide 54: C. Mante, Dahimizer Bing 3;& Sohn, Barrislusßt. 3; . Schulze, Unter ben Birten 34. Für Friedrichshagen:. Staichte, Kirchstr. 25; B. Engel, Friedrichstr. 110. Für Grünau und Schmidis:&. Klein, Friedri ftr. 17. ur Bilheimshagen, Fahnsdorf, Seffenpintlet: F. Rrqil, Pahnsdorf.. Forftitz. 8. Sichtenberg: nmebungen merben angenommen bei ben Rei ihren bet weltlichen Chulen: Star Sänger, Schule Friedricftraße: Rettor Priebe, Shule Marktstraße: Rettor Bolterling, Squle pleistraße: Retior Sobom. Schule geopolbftrage: Reitor Sena. Schule Scharnweberstraße: Rafewig 9 112, Gärtnerftr. 6. SET Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Chiefenbumaen für biefe Rubril war en bes Jugendfetretariat Ferlin GB 68. Linbenffree S Whieliungsleiter, fargt baffle, bas umgehend Sie Ratten fir bie Ser aufhaltung am Sonntag, 20. Seruar, im ezzebes- Bala abgeholt, trage vom Borjahre abgezeguet werden. Ferner: erneuert enre Mitglied bie Beritsbogen pom. Quartal abgegeben, aus fte herbe Bei. faft im Jugendherbergsverband. Die Gruppe Charlottenburg Rob Berang bes 18 Semier 1871. Selminas: Seim Dansiger Ch. 62, 2. 28 pelabend" Sumannplag: Seim Scherenbergite 7: Die Sugens im Rampt gegen ben Militarismus und gegen ben Szicg". Rocholt: Sem Danziger Straße 62: Für und gegen die Kirche. Weißenfee: Sein Bartstr: 36: Die Yuswirkung bez zuffifchen Resolution 1917: Balienplag: Seim Tile Straße 46: Rithe und 693." Fricbrid shain: Seim Dieftelarenerstr. 5-6 Straße 4: Borum GS.?" Stralanes Blertel: Sein Goßlerit. 61: Die Geele bes Arbeiters Barsavez Biertels beim Stauer 6. 18: Jugend und Strafvalzug Gdanebeto: beim Bauptfz. 15: Berufserlabuiffe Schins betg TV: Sein Sauptstr. 13: Bidtbiberporttag: Banernight. Charlotteme burg Beim Pofinenftr. 4: Ein Tag net bem Arbeitsgericht. Marienborf: Dorffte, 1, alte Goule„ Engales andern", ginterfelbe: Beim brechte Straße 14a: Seinrich Beine als polttischer Dichter. Brig: Beim Chauffre ftraße 48: Portragsabend. Ripenid: beim Frinauer Str. 3: Unfere Arbeit im nenen Jahr Baumsulenmeg: Sem Grafir, 16: Tagespolitische Fragen". Ereptam: Set Gifenity. 3: Tagespolitiche Fragenin Sichtenberg- Norb: Heim Gunterftr. 44: betterjugend und feruelle frage". But hole Schule Berliner Str. 19: Tagespolitische Fragen". Mieberschönbonsen: Schule Blankene Burger Ett 70; Mitgliederverfammlung. Werbebez z Prer laner Berg: Berbebezirksfunktionäre! Steffpunkt zuz Barwärts" Besichtigung morgen, Eonnabens, nifi 18 Uhr, 4 Fof. Bote wärtsgebäude. Alle die Geraffen. bie zum Theaterabend eine Tolle über Behmen wollen, treffen fich surgen 19% he im Beim Fans'ger Str. 62, 3. 7. e hierzu geeigneten Genoffen müffen erfcheinen, ferner müllen alle Bow ftgerben vertreten fein. Berhebez rf Neufen: Erweiterte Werbebeg'risfigung morgen, 19% hr, in Parteifefretariát, Redaritz. 8. Jebe Gruppe muß vertreten fein. Funktionä Iften mitbringen! bie Aufstellung ber Kunstwerte eima 1650 Quadratmeter Nugungs Boisbanenfarten Gegle Boritering) emma Reitbort. bie Borträge, Vereine und Versammlungen. fläche gebraucht werden, blieben noch 3350 Quadratmeter übrig für bie Unterbringung städtischer Dienststellen, die sich zurzeit in Miet. häusern befinden. Die Kosten für den Neubau der Stadtbibliothef merben schägungsmeije 3120000 Darf betragen, bie Rosten für ben Bau bes Berwaltungsgebäudes auf dem östlichen Bauteil etwa 2 000 000 M. Für die Stadtbibliothet find im Haushaltsplan für 1928 bereits bei der außerordentlichen Berwaltung, Abschnitt A, Boft 3, und im Entwurf der außerordentlichen Bermattung 1929 unter Titel I, Boft 12, je 1 000 000 D., zufammen 2 000 000 Dt. Dor gefehen. Der Magiftrat hat die Stadtverordnetenversammlung um entsprechenden Beschluß ersucht. Sozialhygienische Borträge des Gefundheitsamtes Tiergarten. In der Aula des Friedrich Berderschen Gymnasiums, Bnumer Straße 8: Am 23. Januar 1929: Die Furcht vor der Uterienpertalfung. Am 31. Jamiar 1929: Rohfoft und moderne Ernährungsfragen. Am 6. Februar 1929: Der Arzt als Erzieher." Am 7. Februar 1929: Die Körperpflege des Kindes im Schulalter." Um 13. Februar 1929: 3rrenpflege einst und fegt." In der Aula ber Aquitaschule, ElBholaftr 34-37: Am 6. Februar: Rausch unb Morbgifte." Am 18. Februar: Aerztliche Fürsorge für die Jugend. Beginn der Vorträge um 20 Uhr. Eintritt frei! Für die Frühjahrsjugendweihen 1929 müssen jetzt unbedingt die Aufnahmen in nadfolgenden Arnalde ftellen unter Zahlung der Einschreibegebühr von 50 f. Borge. ommen merben: Berlin: Großes Shanfpielhans: Sugenbfekretariat, 58. 68, Sinbénft. 3, a Sof, 2 Trp. lints, ginumer 2, geöffnet von 9-17 Uhr, Mittwochs u. Freitags son 9-19 Uhr. G. Jofeph.. 21. Wilhelmshapener Str. 48( Bormärts Spedition); B. Stroll, R. 65, Utrechter Str. 21( Reftaurant); Sönisch, 92 65, Miller Ede Utrechter St.( Borwätts- Sprbition); B. Soffmann, 92, 58, Buche zer Str. 8( Restaurant); E. Lehmann, R. 54. derftr. 174( Bormärts- Opeb.); B. Contohlab,. 37, Eminemünder St 11( Restaurant); R. Andersson, R. 81, Stralfunbes Stz. 19( Eduhmacherei), G. Gerth, S. 118. Greifenhagener Str. 22 ( Bermärts- Sorbit on): 6. Fischer, R. 20, Baftianfte. 7( Borparts Spebitinu); B. Dal 90. 55, 3mmanueftizo far. 24( Bocmarts- Spedition); B. Güde, 90. 18, gandsberger lee 45, 1: M. 28qrimann, D. 84, Rönigsberger Str.$ 7 ( Photogefchaft): R. Stelle, D. 34, Befersburger Blog 4( Bormorts- Spebition); 2. iii, D. 34, Petersburger Str. 5( estaurant);. Arabt. D. 27, Marius fraße 86( 2 pmätts-Epcbition: F. Bafle, ED. 36, Glocauer Str. 80, not IV; 3. Siet, ED. 26, Runnftr. 9( estaurant); Urban, ED., Baufiser Blas 14-15( Torwarts- Epedition); Potmärts- Spedition, 5. 61, Baezpalbfit. 47( an ber Gneiferaustraße); Otto Fenselan, Weißenfee, Rennbahn cafe. 17a;. Gallas, Baumschulen meg, Schraderstr. 16, vorn;& Medel burg, Treptow, Graesstr. 50( ormatis- Spedition): Frau Slamitter, Schöne berg. poftei Taulus- Straße 7: R. Bezrie, Schöneberg. Eberstr. 70: Pathmann, Schoneberg, Belziger Str. 27( Carmarts- pedron); Schaubt, riebenon, Bucher Fenu Ungerer, Bilmezsbort, Senauer Str. 13( Siehlung) R. Schönmetter, Richterfelde- Beft, Sanbelplag 5;. Hamburg, Steglit, Ghing traße 103:. Etubig, Steglis, Fingstr. Gartenhans III: G. Felgenbreu, Zanim. Charlottenftr. 34. Charlottenburg: Schiller Theater: Borwärts Spebit'an, Charlottenburg. Gefenheimer Str. 1, part. Frau Joachim, Chat lottenburg, Raifezbamm 95, Cingang Sognizstraße ,. non 14-18 Uhr( Bor wärts- Spedition). Edhula Charlottenburg. Dronfenftr. 12, 1, Gartenhaus III; abrechnen.. Salammenkunft der Ingenbbe'räte, Referenten und älteren Mit. arbeiter. Moning, 21. Januaz, 19% Wht, im 3nstitut für Gegual. wiffenfdjaft, 3 ben gelten 10. Genoffe St. Magnus Sirfield foridht über Gegualetziehung". Anschließens Ausfprache. Die Monatsprogramme file Februar fofort einfenden Heute, Freitag, 19% Uhr: Arlossplag: Schule Elifabethfitdftr. 19: Aar! Siebined unb Refe Buremburg- feier. Rofenthaler Vorstadt: Schule Elifabethkirchstr. 19: Sexuelle Fragen" Sentrum: Seim Landsberger Str. 50: Arbeiterbemegung unb Jugendidis tanja: Seim Zormer Ctr. 8b: Shi, Suft unb Conne". Moabit I: Schule Balbenjer Str. 20:„ Das Rommunistische Manifeft". nebit II: Seim Sehrter Str. 18-19: Sarl Liebfnecht umb 9ola uremburg". Ausmalber Blag: Seim aftenburger Ede Behlauer Str.: Lichtbildervortrag: ,, Biener Jugendtag". Falfplag I:, Schule Connenbuger Str. 20: Die Be Funkwinkel. Bei Greffchanioffs und Komolstys Liebern präsentiert sich den Berliner Funfhörern ein Baßbariton, der selbst hochgesteigerten 20sprüchen gerecht mirb. Wilhelm Strien3 beftzt eine herz fiche Stimme, entzüdeud allein in ihrem naturhaften lang, ber in Mittellage und Höhe gleich mohituenb ist. Seiber fehlt diefer Stumme noch die letzte sängerische Aultur. Die tufftschen Bieber werben Dollenbet gefungen. Sogar Jablomfer in seiner Glanzzeit, bat Heimat taum beffer interpretiert, doch bei Rowalsti zeigen fich bie Mängel Hier nimmt Striens alles zu schmer, hier progi er mit cinem Stimmbolumen, bas sich bei dem Danty" oder bei der„ La terne erübrigt. Hebergänge von der Bruftitinnre sum Follett merden noch nicht virtuos gemeistert. Ein Bruch Blafft Die Höhe erscheint fünftlid) aufgefeht, es fehlt die organische Einheit. 3mmer hin ein guter Sänger. Weber Schrefer with hier an anderer Stalle zu erzählen sein, und auch über bie tühnen Unternehmungen Carl Boitschachs ist hier nichts zu berichten. Um die Hogemanniche Erfindung tes Aurzprogramms eingehend zu illustrieren, wird Jagar der Frankfurter Sender auf zehn Minuten bemüht. Man tut eben alles, um fortschrittlichen Geist zu zeigen, und so mumelt Sans Gleich, ausgerechnet aus Grantjurt a. M., über die Breslauer ilraufführung: Das hätte man auch aus Brerfair referieren fönnen, und vielleicht wäre dann die Sache verständlicher ausgefallen. Am Schluß des Abendprogramms der unübertreffliche Mager mehr, der auf diese im besten Sinne populäre Art feinen fed gigften Geburtstag feiert, auch wenn zwischendurch perhaucht ein nicht allzu guter Lenor Rebenjächliches aus irgendeinem Sender fäufeft. 3. G. Reichsbauner Schwarz- Rot- Gold". Geitstelle: Brifin& 14 Sebaftianfiz 37/38. So 2 Fre tag. 18. Sanner. Wintersport Abteilung: 20 Use Filmost Filbrung des 1000 Meter, fangen Ums Binterfreuben im Sars" und Bortrag des Som. Büttgermeister Magenfdmans, Tonne( Sochhars), im Bürgerfaal bes Pathouses, Rön aftraße. We eisbannerfameraben und Ans gehörige find eingeloden. Eintritt frei. Steglik( Ortsverein): Der heimabenb bes Jungbanners fällt aus. Dafür Besuch der Beranstaltung ber Winterfor bteilung im Berliner Pathaus! Treffpunkt 1815 Uhr Fotheus Steglit. Siden beep, 9amerabschaft Gustov Tempel: 30 Uhr bei Chler, grobiens. Ede Wagnerstraße, Portrag des Rem. Bergh- rühmann. Neumehl bei Rettung. Ramerabfaft Mahetorf: 20 Uhr bei Anders, Pahnhoffte. 18, Pollverfamme Jung. Erscheinen Blicht. Pamerabschaft Friedrichsfelde: 20 Uhr Vollverlamm funa bat erwats, Caprio'olee 104. Ruberriege: Fonnabend. 19. nat, 21 1hr, Saftenerbern in Moerners Blumengarten. Oberimaneme'be, Oft Straße. Sonntaa, 20. Seruat.' ernarter: 16 1hr Poftumfeft mit amo's vim. in den Vrminius Galen. Armi- insolas. Pameraban andere Deisver eine mit nachörigen beza ch tommen. Fintritt 1 M. interfmort bte Tura: E- ebunesfahrt burch den Grunemas mb Training der Satse Weitläufer. Treffpunkt 9% Uhr Bhf. Grunemalb, Dftfeita. Reitarte. Republit. Snortelak Fricbridefefbe: Connabenb, 19. Rannat, ab 14 Uhr, Einschießen der Paterberger Mannschaften für den 1. Febrrar. Eountaa, 20 Sanrat, ab 9 hr früh treffen fich fämtliche Mannschaften der aeme beten Drissereine für das Frottiießen am 1. Febtrar um a fchafteror dießen auf dem Echießolas. Be'tung Pam, Brinnal. Ausgabe ber Anformationen. Mitte Contas, 20. Januar, ab 9 Uhr Uebunasimiegen fitz alle Beteiligten am Sportschießen auf dem Enortnak Friedrichsfelde. Bergarten: Fannien, 20. Somvar. Treffpunkt 9 he kleiner Tiergarten, Weftin Ib 17 unb Pachzfinler in Uhr in Friedri stebe auf bem Frorts plak. Stretowallee. Brenalanez Pero: Samerober. bie fich an dem Erott fchießen im Fahmen der Interratonalen Froriaus lung beteiligen wollen, müffen fich mehr bei dem Reidelarten publi. Gan Berlin- Brand n burn, Pam Powad, Berfin G. 14, Feraft'a ftt. 37-38, eben und an brug Portegen am Forming, 20. Sanrog in Friebrichsfelde te Tehn Rrenshra, Fanning. Cho- Tottenburg: 20. Jauvar. Edhießen auf dem Erortas riebrafelde. Contag. 20. Samrat, 9 ht, Porirken bez gemeten müken für b'e Bere enitalfirag in der Funhale am 1 Febrrat. Brigs Gountag, 20. 300 muar. 9-11 Uhr, tieken im gerhara Revlon. Pnb der Sternfren he. zeitan, 18. Sanvar, 21 he, fprit bez brkannte Monbforfcher Dr. Wer ars eft her bonig mb feine and forschungen". Dez Portrog findet im Blanetarium flat. Säfte millkommen. Eintritt fret. metbung au dem Porichießen ist nicht rom- 3'a der rma Forfa. Pertinere, ein otetaneteft. Braing 18 Uhr. C ez Pelfata- strela Fenel neranstaltet monntag, 0. Sanraz. im Rafino tritt 50 f. Ter Poton- reis Regel ist der Arbeitsgemeinschaft proletarisches Bo tan treife anderen. Speerankie Defter. Dirigent Panem fire Gut Webungs Sangerheim. Gäfte fommen. ahend: Freitag 2014 he is Reutila, Hermannstr. 130, Reſtaurant Wetterbericht der öfenffichen Wetterd'entelle Berlin und" mgenend ( Nobr berb.). Beitmeife better, ohne erhebliche Sneefälle. meiter bin talt. Für Deutschland: teeblet fee noch einzelne leichte Schnees fälle, mäginer roff, im übrigen Reiche zeitmeife better bei ffrengem YD'E Berantwortliche Tolitit: Dr. Curt Gener: Bizlichaft: G. Alingelhōter; Gemertfchaftsbewegung: 3. Steiner: Feuilleton: 9. S. Däicher; totales and Sonstiges: Fris Karstadt: Angeraen: Zb Glode. fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts Berlag Gm b S.. Berlin Drud: Forwärts- Buchdruderet Rezlaasanfalt Barl Singer Go Berlin 568 2in nitraže& Sieran 2 Beilages, Stabeilage and Unterhaltung und Biffen". ustb Billige TIETZ Lebensmittel Wirtschaftshandschuhe prima femmi, in allen Grössen Marke Minerv Paar 75PM Marke Heliodor Paar 95P Radium Gummiwärmflaschen pr ma deutsche. Quali är, in verschled. Gr., Stck. Leipziger Str.* Alexanderplatz Frankfurter Allee Belle- Alliance- Str. Wilmersdorfer Sir.. Brunnenstr.* Kottbuser Damm Andreasstr. Chausseestr. Mengenabgabe vorbehaltes Obst und Gemüse sind vom Versand ausgeschlossen Preise sur Freitag and Sonnabend Verkauf soweit Vorrat Sische und Räucherwaren Seifches Sleifth Kalbskamm ohne Bellage........ Pland 78Pt. Kalbspierentralen ohne Beilage, Pfund 88Pt. Kalbskeulen te 9 Pid. schw.. ganz ed. gatelt, Pid 95P. Pa. Rinderkamm 75PL Pland 88Pt. Pland 75Pt. Pa. Fehlrippe.. Pa. Rinderbrust.... Pfand Pa. Schmorfleisch Keale, o. Knochen, Ptd. 1.24 Pa. Rouladen... Pa. Schabelleisch. ....... Pfand 1,36 .Pfund 1.20 Pa. Gulasch gemischt, o. Knochen, Pfund 96Pt. Pland 1,24 Pa. Rinder'eler. Pa. Rinderbacken ohne Knochen..Pfand 48 P. Pa. Hamme vorderileisch Ptand von 98Pt. an Pa. Rückenfeti bratfertig......... Pfund 94P Pland 80Pt. Pa Liesen dicke Pa. Schweinebarch ohne Beilage, Pfand 1.08 Pa. Schweineschinken oder-Blait, Pfand 1,15 Pa Kassler mild... ..Pland 1.25 Pa. Tale selbstausgelassen. ...... Pfand 60Pt. Rinderzungen m.Schland, P.d. 88Pt. Roastbeef ohne Knochen, Pid. 1,46 Pa. Kalbsschnitzel... Prand 2,10 Kalbshaxen........ Pfond 60P Gefrierfleifth Pa Schmorfleisch Keale ohne Ka., Pfand 1.12 Da Gulasch ohne Knochen Po. Suppenfleisch Pland 88Pt. Pfund von 65Pt.am Pa. Hammelvorderdleisch Ptand von 88PL. an Pa. Binderher en Pa. Kinderlangan. Pa. Buter. ........ Pland 54P .......... Pland 86pf. Pfand 24P Pa. Schweineköpfe mittbacked 56p. Wurstwaren Rot- o.Leberwurst Pre 70PL LebendeKarpfen Sülzwurst........ Piand 90PL Speckwurst..... Pfand 1,05 Hausmacher 0. 66666690 Käfe Brieecken....... Stück ZOPL Camembertvollfett, Scntl. 25Pf. Allg.Romatoura St.26PL Allg. Stangen... Pfand 48PL Briekäse. Pfund 60Pt. Edamer Holl, 20%, Ptd. 75P. Dän. Schweizer 800) PJ. 95PL. Allg.Limburger P 1,08 Edamer Holl, vollf., Ptd. 1,05 vollf. Pid. 250 250 320350 Bild und Geflügel Russ. Gänse gefroren, Pid von 82Pt. an Suppenhühner frische, Pid 98Pt.an Masthühner.......... Piazd 1,45 Wildragout. Pland 30P. Hasen gestreift...... Pland von 98Pt. an Hirschblätter Ptand von 85rt.an Hirschbraten Pland von 1,45a 100 さ れ an Bayr.Emmenthal.Pia.1,45 Meine vom Saß Piand von 1'an " Kabllano.K, Lg, Ptd. v. 20P.an Spratien Spratien........ Pland 48Pt * Jeelachs. K. mg, Pland 2321. Schellfisch Pfund 48PL Leberwurst...... Pfand 1,05 Retbars..... Pfund 25e. Notars ..Pfand 52P Jagdwurst....... Pfund 1,15 Schellfisch....... Pland 24P Räucherheringe..2 stack 25P Fleischwurst... Pfand 1,30" Kabllaufilet........ Tfond 42PL Bundnals. Bund 36PL Schinkenpolnischept. 1,30 Fetthücklinge...... Pfund 25P. Seslachs. Prand 48P. Hildesheimer Pfund.. 1,40 lirine Heringe mittel Fische, 5 Ptd. 48Pf., grosse Fische, s Pid. 58Pt. Mellwurst Braunschw. Art, Ptd. 1,40 Nur Leipzig. Str.. Alexanderpl.. Frank 1. Allee, Ko'tbus. Damm, Belle- Alianca- u. Wilmersd. Str. 11. Leberwurst..Pfand 1,60 Gemüse und Obst Spitzkäse 1- Ptund- Stück 65PL Schinkenwurst..Ptand 1,65 Mandarinen Pfand 28PL Möhren gewaschen, 2 Ptand 25P Emmenthaler Zervelat....... Ptund 1,70 Apfelsiren Salami........... Pland 1,70 Batanielslaan... 8 Piand 95Pt. Rotkohl. .... 8 Pland 62Pt. Weiss- od. Wirsingkohleid. 9PL Binde, voillett, 6tlg. Pid. 75Pt. Blockkäse Tile Art, 20%, Fifd.882. Pland 10PL Schinkenspeck..Ptand 1,75 Essänial Pland 25P. Kchirüben........ Pland 6PL. Blockkasetard 1,20 Nussschinken. Ptand 1,95 Rois Tafeläntel.. spfand 1,00 Rote Ren.Pland 10PL Corned beef... Pfand 1,00 Kalil.Taisläpiel.... Ptand 42P frakobl... Pfand 15ŕt Schinkenecken Pfand 1,25 Marenan........... Plana 24 Sellerie grosse Knollen, Pid 23PL Pfand 24pz Selierie rosse Knollen, Pid. 23PL Konfervent Kolonialvaren Gebrannte I Dose Junge Erbsen sehr fein 1,50 Gerste od. Roggenpa 23PL Junge Erbsen toin.... 1.25 Eierschnitnudeln pia. 40PL Jg. Erbsen mittelfeln 78P Eierfadennudeln Pa. 42P. Gemüseerbsen Haferflocken... Pland 24pz Erbsen mittelfein, mit Linsen............ Pfand 38Pt. Karotten... ......... Pland 00 9. ohne Emmenth. Art. Selte Rinderfett 1- Ptd- Paket 5221. Margarine.- Pia- Paket 52PL Kokosjeit 1- P.d- Paket 62PL Dose Bratenschmalz Pfand 78PL 80P Griebenschmalz Pia. 82P. Erbsen mit geschnitte nen Karotten. Gem. Gemüse tein.. 1,50 Molkereibutler tand 1,91 Gem. Gemüse Me 1,12 Tafelbutler...... Pfund 2,04 50PL Leipziger Allerlei... 90PL Aus!. Tale butter Pia 2,24 95. Spinat.. 48Pt. Frisch gebrannt. and n Kaffee 240 Pland von 8.33 Burmareis....... Pland 22pt Ananas in Schelben DOBB 112 Kaffee " Dose U Karolinenreis..Ptand 40pt Harlgriess... Pland 24P Kohlrabi 1.Scheibon m Gria 60P Süss irschen1 o. Stetz.. 1,50 Gem Badkobst P. 40,48,58Pt. Junge Karollen...... 60P. Mirabel.en 1,00 Pflaumen entstent, Pt. 45Pt. Reineclauden........ 1,25 Stachelbeeren....... Tee Sumatra- JavaKalif.Pilaumenta 35,40P Kalif. Birnen Pfand 68,95PL Kali. Pfirsicheria.68, 90P Kalifornische Aprikosen P. 95P., 1,20 Kalif. Ringapfel Ptund 90P. 95Pt Pak 78.4 Apjelmus............ 70P. Pre sselbeeren........ 1,20 Birnen nalbe Fracht.... 1.10 Kürbis Süsskirschen mit Stein 1,05 Span Aprikosen Fr.1,35 Bratheringe/ Hering in Gelee Bellmops Bismarckheringe Dose 1- LiterMischung 25,50,95. Bienenhonig in unseren bekannt guten Qualitäten. Bots su ser Jobaanis bear wais, Gidersass.Anielwein ILI 85 5 Ltr. P1.4.00 Scanangariner vorzüglicher Frühstückswein Kirsch, Stachs.beerand Balie beerretn BAT. 955LA 1Ltr. Pf. 4,30 Alter Malaga dunkel. feltsüsser 60 1 Ltr. 5 Ltr. 7,0 1 Ltr. Unsere Spezialitäten: Bentschar Wairbrand 60 16⁰ 1 Ltr. #Ltr. 7,10 5 Lir. 00 Jamaica- um- Verschniti 40 425 20°° vorzüglich abgelagerte Qualitäten 1827er Alsterweiler Letten 110 10311200 1927er Obarbaarst.Malkamm.FI 1327er Liebfraumleh, liebl.Damenwein) 827er enhelmer La, vorzügl. Mosel 1..22er Latour de crene, Bordeaux.. Vorzüglicher aller Sherry, abgelagerte Qualität... 1827er Niarstalner Domtal 1928er Rüdesheimer 18 Ber Kreuznacher Catent: Rissing 1827er Karn er ferspíad 1823er Ghat. 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